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q-de-2198
Was ist Insulin und wo wird es gebildet?
Insulin (andere Namen: Insulinum, Insulinhormon, Inselhormon) ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon (Polypeptidhormon), das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (von „Insel“). Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Funktion und Wirkung Die Regulation der Konzentration von Glucose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel dadurch, dass es mittels seiner „Schlüsselfunktion“ der Glucose aus dem Blutplasma und der Gewebsflüssigkeit den Durchtritt durch die Zellmembran in das Zellinnere ermöglicht. Vor allem die Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen Glucose aufnehmen und sie in Form von Glycogen speichern oder zur Energiegewinnung abbauen (siehe Glycolyse). Auch auf andere Zellen wirkt das Hormon, so hat es Einfluss auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Das Hormon ist wesentlicher Faktor folgender Erkrankungen: Diabetes mellitus Hyperinsulinismus Insulinom Insulinresistenz Metabolisches Syndrom Das im Blut zirkulierende Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulinrezeptoren. Insulinrezeptor Letztlich löst die Bindung dieses Hormons an seinen Rezeptor eine Reihe von Kinase-Kaskaden (Kaskade von Phosphorylierungsreaktionen) aus, die durch Signalwege beschrieben werden können. Diese Signalwege bewirken ein Sinken des Blutglucosespiegels durch Förderung der Glucose-Aufnahme (GLUT4-Translokation zur Zelloberfläche) Förderung der Glucose-Speicherung (Glycogensynthese) in der Leber und den Muskeln Dieses Signal wird durch die Aktivierung glucoseverbrauchender Wege unterstützt. Weitere unterstützende Maßnahmen bestehen in der Unterdrückung glucoseliefernder Wege, so zum Beispiel durch Abbau des second messenger cAMP über eine Phosphodiesterase. Glucoseaufnahme im Muskelgewebe Das Hormon erhöht in der Muskulatur und im Fettgewebe die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellmembran für Glucose. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Membran selbst permeabler wird, sondern dass vermehrt Carrier-Proteine für Glucose aktiviert werden. Dieses Carrier-Protein ist GLUT4, ein hochaffiner, insulinabhängiger Glucose-Transporter, welcher die Glucose durch erleichterte Diffusion (passiver Transport) in die Zelle transportiert. Folgende physikalische Eigenschaften sind für GLUT4 relevant: sättigbar, nicht aktivierbar oder inaktivierbar, also Regulation nur durch insulinabhängigen Einbau oder Ausbau. Glucoseaufnahme und Stoffwechsel im Gehirn Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf. Deshalb nehmen die insulinabhängigen Zellen bei einem erhöhten Insulinspiegel mehr Glucose auf, und für die insulinunabhängigen bleibt weniger übrig. Im Allgemeinen besteht bei Hypoglykämie die Gefahr, dass das auf Glucose angewiesene Nervensystem geschädigt wird. Insulin wird, verabreicht als Nasenspray in direktem Kontakt mit dem ZNS, zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit untersucht. Auf- und Abbau von Fettgewebe Das Hormon hemmt die Lipolyse im Fettgewebe und somit den Abbau von Fett. Ein Insulinmangel führt daher zu einer gesteigerten Lipolyse mit Bildung von Ketokörpern und einer daraus resultierenden Ketose. Förderung des Zellwachstums Eine weitere zentrale Funktion des Peptidhormons Insulin besteht in der Regulation von Zellwachstum und Proliferation durch die Aktivierung der Transkription von Genen, die für Kontrolle und Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung sind. Diese Insulinwirkung ist bei Diskursen über Insulinpräparate ein Thema. Tryptophan-Aufnahme im Gehirn Höhere Insulinspiegel haben einen leicht steigernden Einfluss auf die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn. Insulin und die Regelung des Blutzuckerspiegels Eine der wichtigsten biologischen Wirkungen des Insulins ist die rasche Beschleunigung der Glucoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und Regulierung der Zwischenspeicherung in der Leber im Rahmen der Regelung des Blutzuckerspiegels: In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2. Durch Insulin wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert, die eine Signaltransduktion in Gang setzt. Beteiligt sind dabei das Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1), die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), der second messenger Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2), die Phosphoinositid-abhängige Kinase-1 (PDK1) und schließlich die Proteinkinase B (PKB) (siehe Bild, A). PKB phosphoryliert die Glycogensynthase-Kinase 3, GSK3, die dadurch inaktiviert wird. GSK3 ist eine Kinase, die die Glycogensynthase phosphoryliert und damit inaktiviert (GYS b). GSK3 steht in Konkurrenz zu einer Phosphatase, der Protein-Phosphatase 1 (PP1). Dadurch, dass GSK3 nicht mehr wirken kann, liegt daher immer mehr Glycogensynthase in seiner dephosphorylierten Form vor (GYS a, siehe unteres Bild, B). Außerdem aktiviert die PKB eine Phosphodiesterase, PDE, die cAMP zu AMP hydrolysiert. Infolgedessen erlischt zusätzlich der Signalweg für die Proteinkinase A, die für den Abbau von Glycogen sorgt. In der Leber, dem Fettgewebe und der Muskulatur wird unter Insulineinfluss die Triglyceridsynthese stimuliert. Substrate dafür sind neben den Kohlenhydraten mit der Nahrung aufgenommene Lipide. In den drei genannten Geweben werden Aminosäuren verstärkt aufgenommen und für die Proteinsynthese verwendet. Die metabolischen und mitogenen Effekte von Insulin werden über die Bindung an dessen Rezeptor auf der Zelloberfläche der Zielgewebe Leber, Muskel und Fett initiiert. Insulin induziert weiterhin die Glycogensynthese und -speicherung in Leber und Muskel, die Triglyceridsynthese in Leber und Fettgewebe sowie die Speicherung von Aminosäuren im Muskel. Gleichzeitig hemmt Insulin die hepatische Gluconeogenese und zählt daher insgesamt zu den wichtigsten Regulatoren des Glucosemetabolismus. Gegenspieler Fällt der Blutzuckerspiegel im Körper unter einen Wert von 80 mg/dl ab, wird die Insulinproduktion bereits stark reduziert. Sinkt der Blutzucker weiter ab, treten verschiedene Gegenspieler des Insulins auf: Adrenalin Glucagon Kortisol Somatostatin Die Spiegel dieser gegenregulierenden Hormone steigen bereits deutlich an, wenn der Blutzucker unter 60 mg/dl absinkt. Beim Typ 1-Diabetes ist oft auch der Gegenregulationmechanismus gestört, was zu zusätzlichen Problemen mit Hypoglykämien führt. Somatostatin hat einen hemmenden Einfluss auf die Sekretion von Insulin und Glucagon, da er als allgemeiner Hemmer im Körper fungiert. Wirkung auf den Kaliumspiegel Insulin senkt den Kaliumspiegel im Blut, indem es dafür sorgt, dass Kalium in das Zellinnere von Hepatozyten und Skelettmuskelzellen verlagert wird, also von extrazellulär nach intrazellulär. Dies erfolgt durch Aktivierung der Natrium-Kalium-ATPase durch Insulin. Insulinpräparate werden daher gemeinsam mit Glucose (zur Vermeidung einer Hypoglykämie) zur Behandlung einer Hyperkaliämie verwendet. Vorkommen Insulinsequenzen von mehr als 100 verschiedenen Spezies sind bekannt. Die Proteinsequenzen der jeweiligen Insuline sind sich ähnlich – sie zeigen Sequenzhomologie – sind aber nicht identisch. Über die Unterschiede im chemischen Aufbau von Humaninsulin gegenüber den Insulinen einiger Säugetiere sowie Informationen zu künstlich hergestelltem Insulin siehe Insulinpräparat. Insulin und Evolution: Genotypen, die in Jäger- und Sammlergesellschaften einen raschen Abbau von Energiereserven bei Nahrungsmangel verhinderten, prädisponieren beim heutigen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot zu Adipositas und Typ-2-Diabetes. Inwieweit Gene den Glucosestoffwechsel und die damit verbundene Wirkung von Insulin beeinflussen, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Die Homologe des Insulins in Insekten sind die Drosophila Insulin-like Peptides. Bildung, Speicherung, Freisetzung und Regulierung Biosynthese Die Synthese des Hormons erfolgt in den β-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die genetische Information wird von nur einem Genlocus im kurzen Arm des Chromosom 11 codiert. Das Gen besteht aus ungefähr 300 Nukleotiden. Die mRNA wird zunächst an Ribosomen, die sich auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum (ER) befinden, in das Präproinsulin translatiert, das aus 110 Aminosäuren besteht. Die weitere Prozessierung erfolgt in zwei Schritten, nach der Faltung des Moleküls durch Bildung von Disulfidbrücken entsteht durch Abspaltung von Signalpeptid und C-Peptid das Insulinmolekül. Speicherung Die Insulinmoleküle werden in den Vesikeln des Golgi-Apparats, der an der Zellmembran der β-Zelle liegt, durch Zink-Ionen zu Hexameren gebunden und so stabilisiert gespeichert (Zink-Insulin-Komplex). Die hohe Bindungsfreudigkeit von Insulinmolekülen an Zink hat mehrere wichtige Auswirkungen. Insulin ist in der Form von Hexameren und nach dem Zerfall in Dimere noch nicht wirksam, sondern nur als Einzelmolekül. Diese Eigenschaft spielt bei den Insulinpräparaten eine wichtige Rolle. Bei schnellwirkenden Insulinpräparaten ist der zu langsame Zerfall der Molekülverbände unerwünscht und es wird nach Möglichkeiten gesucht den Zerfall zu beschleunigen. Bei langwirkenden Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Verlängerung der Wirkdauer durch hohe Zinkkonzentrationen gezielt verstärkt. Bei der Entwicklung von oralen Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Kopplung von Insulin an Transportmoleküle genutzt. Ausschüttung Die Ausschüttung von Insulin ins Blut erfolgt durch Exozytose. Die Insulinausschüttung erfolgt oszillierend. Alle drei bis sechs Minuten wird Insulin in die Blutbahn abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme ist bei Stoffwechselgesunden ein biphasischer Verlauf der Insulinsekretion feststellbar: Der erste „Insulinpeak“ hat seine Spitze nach drei bis fünf Minuten und dauert zehn Minuten. Danach schließt sich eine zweite Phase an, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Die erste Phase besteht aus den gespeicherten Insulinmolekülen, die zweite Phase vor allem aus neu gebildetem Insulin. Das C-Peptid wird erst bei Anstieg des Blutzuckerspiegels aus dem Proinsulin durch Peptidasen herausgeschnitten und gemeinsam mit dem aktiven Insulin und Zink ausgeschüttet. Durch den Nachweis von C-Peptid im Serum kann die endogene Insulinproduktion gemessen werden. So kann bei Diabetikern eine Aussage darüber getroffen werden, wie viel Insulin noch vom Körper selbst hergestellt wird, da das synthetische Produkt keine C-Sequenz enthält. Regulierung Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin, im Zusammenwirken mit Glucagon den Blutglucosespiegel ständig zwischen bestimmten Werten zu halten. Gerät der Blutzuckerspiegel unter einen gewissen Wert droht das hypoglykämische Koma und der Tod, gerät er darüber, drohen Schäden an Gefäßen, Nierenkörperchen und anderen Geweben. Zusammen mit Leptin scheint Insulin aber auch maßgeblichen Anteil an der Energiehomöostase zu haben. Dabei wirkt aber nicht nur Leptin auf Insulin ein, sondern das Insulin wirkt selbst ebenfalls auf das Leptin ein, genauer auf die Aufnahme von Leptin im Gehirn. Aufgrund der lebenswichtigen Funktion muss die biochemische Implementierung des Regelkreises robust sein. Da Zellen nicht „denken“ können, kann es nur so sein, dass Einzelzellen wie ein Zustandsautomat funktionieren bzw. dass wenige Zellen dermaßen zusammenwirken, dass ein Reiz sinnvoll verrechnet wird. Der Hauptreiz zur Ausschüttung von Insulin aus der β-Zelle ist der Blutzuckerspiegel (ab 5 mmol Glucose/l Blut), und dieser wird direkt von der β-Zelle „gemessen“. Biochemisch umgesetzt wird das mit Hilfe von ATP-gesteuerten Kaliumkanälen etc., siehe #Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus. Die Hormone Gastrin, Sekretin, GIP und GLP-1 modifizieren den grundlegenden Glucose-Insulin-Regelkreis, indem sie auf die β-Zelle wirken. Siehe Inkretin-Effekt. GIP wird von K-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Duodenums befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht die Insulinausschüttung der β-Zellen. Das GIP wirkt also auf die β-Zellen zu einem Zeitpunkt ein, wo die Glucose aus der Nahrung noch nicht ins Blut gelangt ist. GLP-1 wird von L-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Ileum und des Caecum befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht ebenfalls die Insulinausschüttung der β-Zellen. Der Großteil der Nährstoffe wird bereits im Jejunum extrahiert und ins Blut bzw. in die Lymphe abgegeben. Im Caecum findet keinerlei Absorption von Nährstoffen, sondern hauptsächlich eine Fermentation statt. Zusätzlich sind β-Zellen sowohl vom parasympathischen als auch sympathische Nervensystem innerviert: Das parasympathische NS wird bei Leptin-Insuffizienz (oder auch bei Leptin-Resistenz) aktiviert und wirkt allgemein trophotropisch, d. h., es bewirkt die Speicherung von Energie. Es erhöht also die Insulinabgabe. Zumindest bei Mäusen wirkt es außerdem gleichzeitig auf Adipozyten ein und erhöht ihre Empfindlichkeit für Insulin, während die Empfindlichkeit der Leber- und Muskelzellen nicht beeinflusst wird. Glucose wird in Leber- und Muskelzellen zu Glycogen verbaut und derart gespeichert, in den Adipozyten erfolgt De-novo-Lipogenese und Speicherung von TGs. Das sympathische NS wird bei Leptin-Suffizienz aktiviert und wirkt allgemein ergotropisch, d. h., es bewirkt die Erhöhung des Energieverbrauchs. Es senkt die Insulinabgabe. Die Senkung der Insulinabgabe scheint einem erhöhten Energieverbrauch entgegenzuwirken, denn die Muskelzellen können sehr viel mehr Glucose aus dem Blut aufnehmen, wenn sie möglichst viele GLUT-4 Transporter auf der Oberfläche aufweisen. Sie müssen also auf die bereits gespeicherte Energie in Form von Glycogen und Fettsäuren zurückgreifen. Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus Das Eindringen eines Glucose-Moleküls in die β-Zelle setzt eine Wirkungskette in Gang. Nachdem die Glucose durch den GLUT1-Transporter in die Zelle gelangt ist, wird sie durch Glycolyse verstoffwechselt. Das dabei entstehende ATP hemmt den Ausstrom von Kalium-Ionen (ATP-sensitive Kaliumkanäle). So kommt es durch den stark verminderten Kaliumausstrom zur Depolarisation, weil die Stabilität des Membranpotentials nicht weiter durch Kaliumausstrom erhalten wird. Das depolarisierte Membranpotential bewirkt eine Öffnung spannungsabhängiger Calcium-Kanäle. Der Einstrom der Calciumionen ist der entscheidende Reiz für die Verschmelzung der insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran. Die gespeicherten Insulinmoleküle werden durch Verschmelzen der Membranen (Exozytose) aus den β-Zellen in den Extrazellularraum und weiter in den Blutkreislauf freigesetzt. Dabei werden die Speicher-Hexamere aufgetrennt. Der Insulinspiegel im Blut steigt an. Halbwertszeit und Abbau Die biologische Halbwertszeit einzelner Insulinmoleküle im Blutkreislauf liegt bei circa fünf Minuten. Das Insulin wird über manche Insulinrezeptoren in die Zellen aufgenommen, dort abgebaut und somit verbraucht. In der Leber und in der Niere wird Insulin durch Insulinase inaktiviert, die Insulinase oder genauer Glutathion-Insulin-Transhydrogenase spaltet die Disulfidbrücken zwischen der A- und der B-Kette auf, wodurch das Insulin in zwei Teile zerfällt und wirkungslos wird. Die Abbauprodukte werden durch die Niere ausgeschieden, ebenso 1,5 % des noch intakten Insulins. Die kurze Zeitspanne der Aktivität des Insulins zeigt, dass die physiologische Steuerung des Zuckerstoffwechsels im gesunden Körper sehr schnell funktioniert; diese Geschwindigkeit kann bei der Behandlung des Diabetes mellitus praktisch nicht erreicht werden. Insulin als Arzneistoff In der Insulintherapie werden verschiedene Insulinpräparate verwendet. Die häufigste und älteste Verabreichungsart ist die subkutane Injektion. Für diesen Zweck steht eine Reihe von kurz-, mittel- und langwirkenden Humaninsulinen und Insulinanaloga zur Verfügung. Werden diese zur Therapie kombiniert, so ist auf die unterschiedliche Halbwertzeit besonders zu achten. sehr schnell und kurz wirkend: Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin aspart kurz wirkend: Normalinsulin (= gelöstes Humaninsulin) intermediär wirkend: NPH-Insulin, biphasisches Insulin lispro, biphasisches Insulin aspart lang wirkend: Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec Peroral ist Insulin unwirksam, da die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. Untersucht wird, inwieweit sich Insuline in Nanopartikel verkapseln lassen, um auf diesem Wege „unverdaut“ in den Blutkreislauf eingeschleust werden zu können. Jüngere Entwicklungen wie Präparate zur Inhalation, die das Insulin über die Atemwege zuführen, haben sich auf dem Markt bisher nicht behaupten können. In der Vergangenheit wurde Insulin im Rahmen der Insulinschocktherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten eingesetzt. Diese Methode der Behandlung wurde zum Beispiel im biografischen Film A Beautiful Mind an John Nash gezeigt. Dieses Verfahren wird nicht mehr praktiziert. Missbrauch von Insulin Insulin steht auf der Liste der verbotenen Doping-Substanzen, da es zu mehreren Zwecken missbraucht werden kann. Da Insulin der durch Somatropin verringerten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen entgegenwirkt, wird es oft zur Kompensation dessen unerwünschter Nebenwirkung verwendet (siehe Anabolikum). Andere Anwendungen sind die Förderung der Füllung der Glycogenspeicher bei Ausdauersportlern und die Unterstützung des Aufbaus von Muskelmasse. Die missbräuchliche Selbstverabreichung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel übermäßig abzusenken, führt zum Krankheitsbild der Hypoglycaemia factitia. Im März 2008 wurde der Krankenpfleger Colin Norris in Newcastle zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er vier seiner Patientinnen durch Injektion zu hoher Insulindosen ermordet hatte. Zeittafel zur Forschungsgeschichte Weblinks Einzelnachweise Peptidhormon Diabetologie Arzneistoff Codiert auf Chromosom 11 (Mensch) Wikipedia:Artikel mit Video
Masochistischer Mini - Körpersprache & Kommunikation - Der Hund Masochistischer Mini Wir haben in unserer Hunderunde ein neues Mitglied und dieser zeigt ein Verhalten, welches mir auch die Besitzerin nicht erklären konnte und deswegen wollte ich mal fragen, ob das schon mal jemand irgendwo beobachtet hat oder sogar kennt. Also der neue Hund ist eine frühkastrierte(vor der 1. Läufigkeit) Hündin, die mittlerweile 9 Jahre alt ist, 3,5 Kilo wiegt und zu den Terriern gehört (die genaue Rasse lasse ich aus datenschutztechnischen Gründen weg ). Generell haben wir nur mit den Besitzern Kontakt. Die Hündin kennt nur eines. Ihren Ball oder ein anderen Spielzeug. Auf Leckerchen fährt sie auch nicht ab. Sie zeigt praktisch komplettes Desinteresse an Menschen wie Hunden. Die Besitzerin bemerkte, dass sie auch zu Hause selten bis nie kuschelt oder Körperkontakt sucht. Im Gegensatz dazu hört sie auf Kommandos recht gut. Wenn sie ihren Ball hat und einer der anderen Hunde kommt auch nur ihre Nähe, fletscht sie die Zähne,, knurrt, wird steif, geht aktiv nah vorn und schnappt/beißt dem jeweiligen Vierbeiner in die Lefzen(immer ins Gesicht). Das war nur am Anfang ein Problem, da alle unsere Vierbeiner sehr schnell gemerkt haben, dass sie sich von dieser Hündin tunlichst fernhalten müssen. Und nun zu dem mir unverständlichen Verhalten. Wenn die Hündin ihren Ball hat (recht groß, so wie ihr Kopf, mit Schnur dran), dann schüttelt sie ihn als würde sie ihre Beute tot schütteln. Aber permanent. Also sie hört nicht mehr auf damit. Gestern waren wir alle 2 Stunden zusammen draußen und ich habe die Hündin nicht einmal nicht schütteln sehen(außer wenn sie ihren Ball verteidigt oder ihn apportiert). Wenn sie ihren Ball nicht bekommt, dann bellt sie so lange Frauchen an ohne sich ablenken zu lassen bis sie ihn bekommt. Mir ist klar, dass der kleine Rattenjäger seine Beute totschüttelt, aber hat das nicht schon zwanghafte Züge? Die Besitzerin meinte, sie macht das schon seit sie klein ist und sie lässt sie einfach machen. Zu Hause schüttelt sie wohl auch die ganze Zeit mit wenigen Pausen. Oder kann das auch an der frühen Kastration liegen? Ihre Besitzerin meinte, dass sie sich nie verändert hat verhaltensmäßig seit sie Welpe war. Wenn ein Hund Kontakt mit ihr aufnehmen will, steht sie stocksteif da. Da ihre Reizschwelle sehr niedrig zu sein scheint, schnappt sie sehr schnell zu. Keiner nimmt das für voll, da sie so klein ist Ich habe sie bis jetzt noch nie positiven Kontakt zu anderen Hunden aufnehmen sehen. Das ist schlicht ein Balljunkie, ein hochgradig süchtiger Hund und ein ganz armer Hund dazu. Für Menschen mag es lustig und ein Spiel sein, für den Hund nicht. Ball jagen ist reines Jagdverhalten, die Ball-Beute wird gehetzt gepackt und totgeschüttelt. Schließe mich da Sabine ganz an. Ich kenne auch einen Vollblut-Balljunkie. Der Hund hat keine Augen mehr für was anderes als seinen Ball. Außer die Bälle von anderen. Der rennt gern mal mit 3 zusammengesammelten Bällen rum. Dabei macht er sich einen totalen Stress und die Besitzer finden es lustig. Edit: Ball spielen macht deshalb süchtig, weil Jagdverhalten, bzw Teile davon, imitiert wird. Jagdverhalten ist teilbelohnend, d.h. schon allein das anvisieren oder hetzen der Beute schüttet Glückshormone aus. Diese Glückshormone können jedoch süchtig machen. Beim Ball spielen werden folglich Glückshormone ausgeschüttet. Spielt man nun regelmäßig und viel Ball, so gewöhnt sich der Körper an die Menge der Glückshormone. Der Hund will also immer mehr Ball spielen. Wirft keiner den Ball, so bekommt der Hund seinen Suchtstoff nicht, was frustiert. Also fängt er an zu bellen oder manchmal sogar zu beissen. Die meisten Hundehalter machen dann das was der Hund will - und der Ball fliegt. Der Hund hat dabei ein enormes Stresslevel. Er muss ja immer sehen wo der Ball ist, das ihm der Ball nicht geklaut wird von anderen Hunden etc. Und zuviel Stress ist für den Hund, wie auch für den Menschen, nicht gesund. Ich finde man kann das gut mit einem Alkoholiker vergleichen. Der braucht bei seiner Sucht auch immer mehr und mehr Alkohol und macht unüberlegte Dinge nur um an Alkohol zu kommen. Ich hoffe das was ich geschrieben habe ist verständlich, ansonsten einfach fragen. Ich schließe mich euch auch an, der Hund tut mir wirklich leid @ wubsel: sogar sehr verständlich geschrieben Balljunkie, klar. Da hilft nur Entzug des Suchtmittels (und zwar schlicht und einfach für immer). Dann such er erstmal Ersatz (Stöcke, Zapfen etc.), was mit AUS und weitergehen zu beantworten ist. Diese Hunde laufen auch mit schwersten Verletzungen dem Ball hinterher. Bei großer Hitze. Einfach immer. Weil sie nicht anders können, nicht, weil es so lustig ist. Nun ist der Hund ja schon älter und es wird nicht ideal für rücken und Gelenke sein, sie ewig dem Ball hinerherspurten zu lassen. Und für die Psyche war es noch nie Ideal. Aber der Halterin scheint das ja egal zu sein. Schade. @Wubsel Ich kann nur zustimmen, das war wirklich sehr verständlich. So in der Art dachte ich mir das auch. Der Hund ist wirklich IMMER in Alarmbereitschaft. Knurrt und kläfft auch wenn sie den Ball hat und ihn schüttelt. Die Besitzerin meinte ein mal, sie würde sich sogar heiser bellen und meinte lachend dass sie dann vor ihr steht und sich nur die Schnauze öffnet und schließt. Wegen dieser "Sucht" will sie wahrscheinlich auch keinen Hundekontakt, oder? Sie sieht in den anderen keine Spielkameraden sondern nur Konkurrenz und Bedrohung. Ich hatte vorher schon den Eindruck, dass der Hund nicht unbedingt Spaß im üblichen Sinn hat, aber dass es so krass zu sein scheint, schockiert mich.
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Was ist Insulin und wo wird es gebildet?
Insulin (andere Namen: Insulinum, Insulinhormon, Inselhormon) ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon (Polypeptidhormon), das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (von „Insel“). Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Funktion und Wirkung Die Regulation der Konzentration von Glucose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel dadurch, dass es mittels seiner „Schlüsselfunktion“ der Glucose aus dem Blutplasma und der Gewebsflüssigkeit den Durchtritt durch die Zellmembran in das Zellinnere ermöglicht. Vor allem die Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen Glucose aufnehmen und sie in Form von Glycogen speichern oder zur Energiegewinnung abbauen (siehe Glycolyse). Auch auf andere Zellen wirkt das Hormon, so hat es Einfluss auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Das Hormon ist wesentlicher Faktor folgender Erkrankungen: Diabetes mellitus Hyperinsulinismus Insulinom Insulinresistenz Metabolisches Syndrom Das im Blut zirkulierende Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulinrezeptoren. Insulinrezeptor Letztlich löst die Bindung dieses Hormons an seinen Rezeptor eine Reihe von Kinase-Kaskaden (Kaskade von Phosphorylierungsreaktionen) aus, die durch Signalwege beschrieben werden können. Diese Signalwege bewirken ein Sinken des Blutglucosespiegels durch Förderung der Glucose-Aufnahme (GLUT4-Translokation zur Zelloberfläche) Förderung der Glucose-Speicherung (Glycogensynthese) in der Leber und den Muskeln Dieses Signal wird durch die Aktivierung glucoseverbrauchender Wege unterstützt. Weitere unterstützende Maßnahmen bestehen in der Unterdrückung glucoseliefernder Wege, so zum Beispiel durch Abbau des second messenger cAMP über eine Phosphodiesterase. Glucoseaufnahme im Muskelgewebe Das Hormon erhöht in der Muskulatur und im Fettgewebe die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellmembran für Glucose. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Membran selbst permeabler wird, sondern dass vermehrt Carrier-Proteine für Glucose aktiviert werden. Dieses Carrier-Protein ist GLUT4, ein hochaffiner, insulinabhängiger Glucose-Transporter, welcher die Glucose durch erleichterte Diffusion (passiver Transport) in die Zelle transportiert. Folgende physikalische Eigenschaften sind für GLUT4 relevant: sättigbar, nicht aktivierbar oder inaktivierbar, also Regulation nur durch insulinabhängigen Einbau oder Ausbau. Glucoseaufnahme und Stoffwechsel im Gehirn Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf. Deshalb nehmen die insulinabhängigen Zellen bei einem erhöhten Insulinspiegel mehr Glucose auf, und für die insulinunabhängigen bleibt weniger übrig. Im Allgemeinen besteht bei Hypoglykämie die Gefahr, dass das auf Glucose angewiesene Nervensystem geschädigt wird. Insulin wird, verabreicht als Nasenspray in direktem Kontakt mit dem ZNS, zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit untersucht. Auf- und Abbau von Fettgewebe Das Hormon hemmt die Lipolyse im Fettgewebe und somit den Abbau von Fett. Ein Insulinmangel führt daher zu einer gesteigerten Lipolyse mit Bildung von Ketokörpern und einer daraus resultierenden Ketose. Förderung des Zellwachstums Eine weitere zentrale Funktion des Peptidhormons Insulin besteht in der Regulation von Zellwachstum und Proliferation durch die Aktivierung der Transkription von Genen, die für Kontrolle und Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung sind. Diese Insulinwirkung ist bei Diskursen über Insulinpräparate ein Thema. Tryptophan-Aufnahme im Gehirn Höhere Insulinspiegel haben einen leicht steigernden Einfluss auf die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn. Insulin und die Regelung des Blutzuckerspiegels Eine der wichtigsten biologischen Wirkungen des Insulins ist die rasche Beschleunigung der Glucoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und Regulierung der Zwischenspeicherung in der Leber im Rahmen der Regelung des Blutzuckerspiegels: In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2. Durch Insulin wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert, die eine Signaltransduktion in Gang setzt. Beteiligt sind dabei das Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1), die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), der second messenger Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2), die Phosphoinositid-abhängige Kinase-1 (PDK1) und schließlich die Proteinkinase B (PKB) (siehe Bild, A). PKB phosphoryliert die Glycogensynthase-Kinase 3, GSK3, die dadurch inaktiviert wird. GSK3 ist eine Kinase, die die Glycogensynthase phosphoryliert und damit inaktiviert (GYS b). GSK3 steht in Konkurrenz zu einer Phosphatase, der Protein-Phosphatase 1 (PP1). Dadurch, dass GSK3 nicht mehr wirken kann, liegt daher immer mehr Glycogensynthase in seiner dephosphorylierten Form vor (GYS a, siehe unteres Bild, B). Außerdem aktiviert die PKB eine Phosphodiesterase, PDE, die cAMP zu AMP hydrolysiert. Infolgedessen erlischt zusätzlich der Signalweg für die Proteinkinase A, die für den Abbau von Glycogen sorgt. In der Leber, dem Fettgewebe und der Muskulatur wird unter Insulineinfluss die Triglyceridsynthese stimuliert. Substrate dafür sind neben den Kohlenhydraten mit der Nahrung aufgenommene Lipide. In den drei genannten Geweben werden Aminosäuren verstärkt aufgenommen und für die Proteinsynthese verwendet. Die metabolischen und mitogenen Effekte von Insulin werden über die Bindung an dessen Rezeptor auf der Zelloberfläche der Zielgewebe Leber, Muskel und Fett initiiert. Insulin induziert weiterhin die Glycogensynthese und -speicherung in Leber und Muskel, die Triglyceridsynthese in Leber und Fettgewebe sowie die Speicherung von Aminosäuren im Muskel. Gleichzeitig hemmt Insulin die hepatische Gluconeogenese und zählt daher insgesamt zu den wichtigsten Regulatoren des Glucosemetabolismus. Gegenspieler Fällt der Blutzuckerspiegel im Körper unter einen Wert von 80 mg/dl ab, wird die Insulinproduktion bereits stark reduziert. Sinkt der Blutzucker weiter ab, treten verschiedene Gegenspieler des Insulins auf: Adrenalin Glucagon Kortisol Somatostatin Die Spiegel dieser gegenregulierenden Hormone steigen bereits deutlich an, wenn der Blutzucker unter 60 mg/dl absinkt. Beim Typ 1-Diabetes ist oft auch der Gegenregulationmechanismus gestört, was zu zusätzlichen Problemen mit Hypoglykämien führt. Somatostatin hat einen hemmenden Einfluss auf die Sekretion von Insulin und Glucagon, da er als allgemeiner Hemmer im Körper fungiert. Wirkung auf den Kaliumspiegel Insulin senkt den Kaliumspiegel im Blut, indem es dafür sorgt, dass Kalium in das Zellinnere von Hepatozyten und Skelettmuskelzellen verlagert wird, also von extrazellulär nach intrazellulär. Dies erfolgt durch Aktivierung der Natrium-Kalium-ATPase durch Insulin. Insulinpräparate werden daher gemeinsam mit Glucose (zur Vermeidung einer Hypoglykämie) zur Behandlung einer Hyperkaliämie verwendet. Vorkommen Insulinsequenzen von mehr als 100 verschiedenen Spezies sind bekannt. Die Proteinsequenzen der jeweiligen Insuline sind sich ähnlich – sie zeigen Sequenzhomologie – sind aber nicht identisch. Über die Unterschiede im chemischen Aufbau von Humaninsulin gegenüber den Insulinen einiger Säugetiere sowie Informationen zu künstlich hergestelltem Insulin siehe Insulinpräparat. Insulin und Evolution: Genotypen, die in Jäger- und Sammlergesellschaften einen raschen Abbau von Energiereserven bei Nahrungsmangel verhinderten, prädisponieren beim heutigen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot zu Adipositas und Typ-2-Diabetes. Inwieweit Gene den Glucosestoffwechsel und die damit verbundene Wirkung von Insulin beeinflussen, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Die Homologe des Insulins in Insekten sind die Drosophila Insulin-like Peptides. Bildung, Speicherung, Freisetzung und Regulierung Biosynthese Die Synthese des Hormons erfolgt in den β-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die genetische Information wird von nur einem Genlocus im kurzen Arm des Chromosom 11 codiert. Das Gen besteht aus ungefähr 300 Nukleotiden. Die mRNA wird zunächst an Ribosomen, die sich auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum (ER) befinden, in das Präproinsulin translatiert, das aus 110 Aminosäuren besteht. Die weitere Prozessierung erfolgt in zwei Schritten, nach der Faltung des Moleküls durch Bildung von Disulfidbrücken entsteht durch Abspaltung von Signalpeptid und C-Peptid das Insulinmolekül. Speicherung Die Insulinmoleküle werden in den Vesikeln des Golgi-Apparats, der an der Zellmembran der β-Zelle liegt, durch Zink-Ionen zu Hexameren gebunden und so stabilisiert gespeichert (Zink-Insulin-Komplex). Die hohe Bindungsfreudigkeit von Insulinmolekülen an Zink hat mehrere wichtige Auswirkungen. Insulin ist in der Form von Hexameren und nach dem Zerfall in Dimere noch nicht wirksam, sondern nur als Einzelmolekül. Diese Eigenschaft spielt bei den Insulinpräparaten eine wichtige Rolle. Bei schnellwirkenden Insulinpräparaten ist der zu langsame Zerfall der Molekülverbände unerwünscht und es wird nach Möglichkeiten gesucht den Zerfall zu beschleunigen. Bei langwirkenden Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Verlängerung der Wirkdauer durch hohe Zinkkonzentrationen gezielt verstärkt. Bei der Entwicklung von oralen Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Kopplung von Insulin an Transportmoleküle genutzt. Ausschüttung Die Ausschüttung von Insulin ins Blut erfolgt durch Exozytose. Die Insulinausschüttung erfolgt oszillierend. Alle drei bis sechs Minuten wird Insulin in die Blutbahn abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme ist bei Stoffwechselgesunden ein biphasischer Verlauf der Insulinsekretion feststellbar: Der erste „Insulinpeak“ hat seine Spitze nach drei bis fünf Minuten und dauert zehn Minuten. Danach schließt sich eine zweite Phase an, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Die erste Phase besteht aus den gespeicherten Insulinmolekülen, die zweite Phase vor allem aus neu gebildetem Insulin. Das C-Peptid wird erst bei Anstieg des Blutzuckerspiegels aus dem Proinsulin durch Peptidasen herausgeschnitten und gemeinsam mit dem aktiven Insulin und Zink ausgeschüttet. Durch den Nachweis von C-Peptid im Serum kann die endogene Insulinproduktion gemessen werden. So kann bei Diabetikern eine Aussage darüber getroffen werden, wie viel Insulin noch vom Körper selbst hergestellt wird, da das synthetische Produkt keine C-Sequenz enthält. Regulierung Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin, im Zusammenwirken mit Glucagon den Blutglucosespiegel ständig zwischen bestimmten Werten zu halten. Gerät der Blutzuckerspiegel unter einen gewissen Wert droht das hypoglykämische Koma und der Tod, gerät er darüber, drohen Schäden an Gefäßen, Nierenkörperchen und anderen Geweben. Zusammen mit Leptin scheint Insulin aber auch maßgeblichen Anteil an der Energiehomöostase zu haben. Dabei wirkt aber nicht nur Leptin auf Insulin ein, sondern das Insulin wirkt selbst ebenfalls auf das Leptin ein, genauer auf die Aufnahme von Leptin im Gehirn. Aufgrund der lebenswichtigen Funktion muss die biochemische Implementierung des Regelkreises robust sein. Da Zellen nicht „denken“ können, kann es nur so sein, dass Einzelzellen wie ein Zustandsautomat funktionieren bzw. dass wenige Zellen dermaßen zusammenwirken, dass ein Reiz sinnvoll verrechnet wird. Der Hauptreiz zur Ausschüttung von Insulin aus der β-Zelle ist der Blutzuckerspiegel (ab 5 mmol Glucose/l Blut), und dieser wird direkt von der β-Zelle „gemessen“. Biochemisch umgesetzt wird das mit Hilfe von ATP-gesteuerten Kaliumkanälen etc., siehe #Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus. Die Hormone Gastrin, Sekretin, GIP und GLP-1 modifizieren den grundlegenden Glucose-Insulin-Regelkreis, indem sie auf die β-Zelle wirken. Siehe Inkretin-Effekt. GIP wird von K-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Duodenums befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht die Insulinausschüttung der β-Zellen. Das GIP wirkt also auf die β-Zellen zu einem Zeitpunkt ein, wo die Glucose aus der Nahrung noch nicht ins Blut gelangt ist. GLP-1 wird von L-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Ileum und des Caecum befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht ebenfalls die Insulinausschüttung der β-Zellen. Der Großteil der Nährstoffe wird bereits im Jejunum extrahiert und ins Blut bzw. in die Lymphe abgegeben. Im Caecum findet keinerlei Absorption von Nährstoffen, sondern hauptsächlich eine Fermentation statt. Zusätzlich sind β-Zellen sowohl vom parasympathischen als auch sympathische Nervensystem innerviert: Das parasympathische NS wird bei Leptin-Insuffizienz (oder auch bei Leptin-Resistenz) aktiviert und wirkt allgemein trophotropisch, d. h., es bewirkt die Speicherung von Energie. Es erhöht also die Insulinabgabe. Zumindest bei Mäusen wirkt es außerdem gleichzeitig auf Adipozyten ein und erhöht ihre Empfindlichkeit für Insulin, während die Empfindlichkeit der Leber- und Muskelzellen nicht beeinflusst wird. Glucose wird in Leber- und Muskelzellen zu Glycogen verbaut und derart gespeichert, in den Adipozyten erfolgt De-novo-Lipogenese und Speicherung von TGs. Das sympathische NS wird bei Leptin-Suffizienz aktiviert und wirkt allgemein ergotropisch, d. h., es bewirkt die Erhöhung des Energieverbrauchs. Es senkt die Insulinabgabe. Die Senkung der Insulinabgabe scheint einem erhöhten Energieverbrauch entgegenzuwirken, denn die Muskelzellen können sehr viel mehr Glucose aus dem Blut aufnehmen, wenn sie möglichst viele GLUT-4 Transporter auf der Oberfläche aufweisen. Sie müssen also auf die bereits gespeicherte Energie in Form von Glycogen und Fettsäuren zurückgreifen. Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus Das Eindringen eines Glucose-Moleküls in die β-Zelle setzt eine Wirkungskette in Gang. Nachdem die Glucose durch den GLUT1-Transporter in die Zelle gelangt ist, wird sie durch Glycolyse verstoffwechselt. Das dabei entstehende ATP hemmt den Ausstrom von Kalium-Ionen (ATP-sensitive Kaliumkanäle). So kommt es durch den stark verminderten Kaliumausstrom zur Depolarisation, weil die Stabilität des Membranpotentials nicht weiter durch Kaliumausstrom erhalten wird. Das depolarisierte Membranpotential bewirkt eine Öffnung spannungsabhängiger Calcium-Kanäle. Der Einstrom der Calciumionen ist der entscheidende Reiz für die Verschmelzung der insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran. Die gespeicherten Insulinmoleküle werden durch Verschmelzen der Membranen (Exozytose) aus den β-Zellen in den Extrazellularraum und weiter in den Blutkreislauf freigesetzt. Dabei werden die Speicher-Hexamere aufgetrennt. Der Insulinspiegel im Blut steigt an. Halbwertszeit und Abbau Die biologische Halbwertszeit einzelner Insulinmoleküle im Blutkreislauf liegt bei circa fünf Minuten. Das Insulin wird über manche Insulinrezeptoren in die Zellen aufgenommen, dort abgebaut und somit verbraucht. In der Leber und in der Niere wird Insulin durch Insulinase inaktiviert, die Insulinase oder genauer Glutathion-Insulin-Transhydrogenase spaltet die Disulfidbrücken zwischen der A- und der B-Kette auf, wodurch das Insulin in zwei Teile zerfällt und wirkungslos wird. Die Abbauprodukte werden durch die Niere ausgeschieden, ebenso 1,5 % des noch intakten Insulins. Die kurze Zeitspanne der Aktivität des Insulins zeigt, dass die physiologische Steuerung des Zuckerstoffwechsels im gesunden Körper sehr schnell funktioniert; diese Geschwindigkeit kann bei der Behandlung des Diabetes mellitus praktisch nicht erreicht werden. Insulin als Arzneistoff In der Insulintherapie werden verschiedene Insulinpräparate verwendet. Die häufigste und älteste Verabreichungsart ist die subkutane Injektion. Für diesen Zweck steht eine Reihe von kurz-, mittel- und langwirkenden Humaninsulinen und Insulinanaloga zur Verfügung. Werden diese zur Therapie kombiniert, so ist auf die unterschiedliche Halbwertzeit besonders zu achten. sehr schnell und kurz wirkend: Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin aspart kurz wirkend: Normalinsulin (= gelöstes Humaninsulin) intermediär wirkend: NPH-Insulin, biphasisches Insulin lispro, biphasisches Insulin aspart lang wirkend: Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec Peroral ist Insulin unwirksam, da die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. Untersucht wird, inwieweit sich Insuline in Nanopartikel verkapseln lassen, um auf diesem Wege „unverdaut“ in den Blutkreislauf eingeschleust werden zu können. Jüngere Entwicklungen wie Präparate zur Inhalation, die das Insulin über die Atemwege zuführen, haben sich auf dem Markt bisher nicht behaupten können. In der Vergangenheit wurde Insulin im Rahmen der Insulinschocktherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten eingesetzt. Diese Methode der Behandlung wurde zum Beispiel im biografischen Film A Beautiful Mind an John Nash gezeigt. Dieses Verfahren wird nicht mehr praktiziert. Missbrauch von Insulin Insulin steht auf der Liste der verbotenen Doping-Substanzen, da es zu mehreren Zwecken missbraucht werden kann. Da Insulin der durch Somatropin verringerten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen entgegenwirkt, wird es oft zur Kompensation dessen unerwünschter Nebenwirkung verwendet (siehe Anabolikum). Andere Anwendungen sind die Förderung der Füllung der Glycogenspeicher bei Ausdauersportlern und die Unterstützung des Aufbaus von Muskelmasse. Die missbräuchliche Selbstverabreichung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel übermäßig abzusenken, führt zum Krankheitsbild der Hypoglycaemia factitia. Im März 2008 wurde der Krankenpfleger Colin Norris in Newcastle zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er vier seiner Patientinnen durch Injektion zu hoher Insulindosen ermordet hatte. Zeittafel zur Forschungsgeschichte Weblinks Einzelnachweise Peptidhormon Diabetologie Arzneistoff Codiert auf Chromosom 11 (Mensch) Wikipedia:Artikel mit Video
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Was ist Insulin und wo wird es gebildet?
Insulin (andere Namen: Insulinum, Insulinhormon, Inselhormon) ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon (Polypeptidhormon), das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (von „Insel“). Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Funktion und Wirkung Die Regulation der Konzentration von Glucose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel dadurch, dass es mittels seiner „Schlüsselfunktion“ der Glucose aus dem Blutplasma und der Gewebsflüssigkeit den Durchtritt durch die Zellmembran in das Zellinnere ermöglicht. Vor allem die Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen Glucose aufnehmen und sie in Form von Glycogen speichern oder zur Energiegewinnung abbauen (siehe Glycolyse). Auch auf andere Zellen wirkt das Hormon, so hat es Einfluss auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Das Hormon ist wesentlicher Faktor folgender Erkrankungen: Diabetes mellitus Hyperinsulinismus Insulinom Insulinresistenz Metabolisches Syndrom Das im Blut zirkulierende Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulinrezeptoren. Insulinrezeptor Letztlich löst die Bindung dieses Hormons an seinen Rezeptor eine Reihe von Kinase-Kaskaden (Kaskade von Phosphorylierungsreaktionen) aus, die durch Signalwege beschrieben werden können. Diese Signalwege bewirken ein Sinken des Blutglucosespiegels durch Förderung der Glucose-Aufnahme (GLUT4-Translokation zur Zelloberfläche) Förderung der Glucose-Speicherung (Glycogensynthese) in der Leber und den Muskeln Dieses Signal wird durch die Aktivierung glucoseverbrauchender Wege unterstützt. Weitere unterstützende Maßnahmen bestehen in der Unterdrückung glucoseliefernder Wege, so zum Beispiel durch Abbau des second messenger cAMP über eine Phosphodiesterase. Glucoseaufnahme im Muskelgewebe Das Hormon erhöht in der Muskulatur und im Fettgewebe die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellmembran für Glucose. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Membran selbst permeabler wird, sondern dass vermehrt Carrier-Proteine für Glucose aktiviert werden. Dieses Carrier-Protein ist GLUT4, ein hochaffiner, insulinabhängiger Glucose-Transporter, welcher die Glucose durch erleichterte Diffusion (passiver Transport) in die Zelle transportiert. Folgende physikalische Eigenschaften sind für GLUT4 relevant: sättigbar, nicht aktivierbar oder inaktivierbar, also Regulation nur durch insulinabhängigen Einbau oder Ausbau. Glucoseaufnahme und Stoffwechsel im Gehirn Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf. Deshalb nehmen die insulinabhängigen Zellen bei einem erhöhten Insulinspiegel mehr Glucose auf, und für die insulinunabhängigen bleibt weniger übrig. Im Allgemeinen besteht bei Hypoglykämie die Gefahr, dass das auf Glucose angewiesene Nervensystem geschädigt wird. Insulin wird, verabreicht als Nasenspray in direktem Kontakt mit dem ZNS, zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit untersucht. Auf- und Abbau von Fettgewebe Das Hormon hemmt die Lipolyse im Fettgewebe und somit den Abbau von Fett. Ein Insulinmangel führt daher zu einer gesteigerten Lipolyse mit Bildung von Ketokörpern und einer daraus resultierenden Ketose. Förderung des Zellwachstums Eine weitere zentrale Funktion des Peptidhormons Insulin besteht in der Regulation von Zellwachstum und Proliferation durch die Aktivierung der Transkription von Genen, die für Kontrolle und Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung sind. Diese Insulinwirkung ist bei Diskursen über Insulinpräparate ein Thema. Tryptophan-Aufnahme im Gehirn Höhere Insulinspiegel haben einen leicht steigernden Einfluss auf die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn. Insulin und die Regelung des Blutzuckerspiegels Eine der wichtigsten biologischen Wirkungen des Insulins ist die rasche Beschleunigung der Glucoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und Regulierung der Zwischenspeicherung in der Leber im Rahmen der Regelung des Blutzuckerspiegels: In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2. Durch Insulin wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert, die eine Signaltransduktion in Gang setzt. Beteiligt sind dabei das Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1), die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), der second messenger Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2), die Phosphoinositid-abhängige Kinase-1 (PDK1) und schließlich die Proteinkinase B (PKB) (siehe Bild, A). PKB phosphoryliert die Glycogensynthase-Kinase 3, GSK3, die dadurch inaktiviert wird. GSK3 ist eine Kinase, die die Glycogensynthase phosphoryliert und damit inaktiviert (GYS b). GSK3 steht in Konkurrenz zu einer Phosphatase, der Protein-Phosphatase 1 (PP1). Dadurch, dass GSK3 nicht mehr wirken kann, liegt daher immer mehr Glycogensynthase in seiner dephosphorylierten Form vor (GYS a, siehe unteres Bild, B). Außerdem aktiviert die PKB eine Phosphodiesterase, PDE, die cAMP zu AMP hydrolysiert. Infolgedessen erlischt zusätzlich der Signalweg für die Proteinkinase A, die für den Abbau von Glycogen sorgt. In der Leber, dem Fettgewebe und der Muskulatur wird unter Insulineinfluss die Triglyceridsynthese stimuliert. Substrate dafür sind neben den Kohlenhydraten mit der Nahrung aufgenommene Lipide. In den drei genannten Geweben werden Aminosäuren verstärkt aufgenommen und für die Proteinsynthese verwendet. Die metabolischen und mitogenen Effekte von Insulin werden über die Bindung an dessen Rezeptor auf der Zelloberfläche der Zielgewebe Leber, Muskel und Fett initiiert. Insulin induziert weiterhin die Glycogensynthese und -speicherung in Leber und Muskel, die Triglyceridsynthese in Leber und Fettgewebe sowie die Speicherung von Aminosäuren im Muskel. Gleichzeitig hemmt Insulin die hepatische Gluconeogenese und zählt daher insgesamt zu den wichtigsten Regulatoren des Glucosemetabolismus. Gegenspieler Fällt der Blutzuckerspiegel im Körper unter einen Wert von 80 mg/dl ab, wird die Insulinproduktion bereits stark reduziert. Sinkt der Blutzucker weiter ab, treten verschiedene Gegenspieler des Insulins auf: Adrenalin Glucagon Kortisol Somatostatin Die Spiegel dieser gegenregulierenden Hormone steigen bereits deutlich an, wenn der Blutzucker unter 60 mg/dl absinkt. Beim Typ 1-Diabetes ist oft auch der Gegenregulationmechanismus gestört, was zu zusätzlichen Problemen mit Hypoglykämien führt. Somatostatin hat einen hemmenden Einfluss auf die Sekretion von Insulin und Glucagon, da er als allgemeiner Hemmer im Körper fungiert. Wirkung auf den Kaliumspiegel Insulin senkt den Kaliumspiegel im Blut, indem es dafür sorgt, dass Kalium in das Zellinnere von Hepatozyten und Skelettmuskelzellen verlagert wird, also von extrazellulär nach intrazellulär. Dies erfolgt durch Aktivierung der Natrium-Kalium-ATPase durch Insulin. Insulinpräparate werden daher gemeinsam mit Glucose (zur Vermeidung einer Hypoglykämie) zur Behandlung einer Hyperkaliämie verwendet. Vorkommen Insulinsequenzen von mehr als 100 verschiedenen Spezies sind bekannt. Die Proteinsequenzen der jeweiligen Insuline sind sich ähnlich – sie zeigen Sequenzhomologie – sind aber nicht identisch. Über die Unterschiede im chemischen Aufbau von Humaninsulin gegenüber den Insulinen einiger Säugetiere sowie Informationen zu künstlich hergestelltem Insulin siehe Insulinpräparat. Insulin und Evolution: Genotypen, die in Jäger- und Sammlergesellschaften einen raschen Abbau von Energiereserven bei Nahrungsmangel verhinderten, prädisponieren beim heutigen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot zu Adipositas und Typ-2-Diabetes. Inwieweit Gene den Glucosestoffwechsel und die damit verbundene Wirkung von Insulin beeinflussen, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Die Homologe des Insulins in Insekten sind die Drosophila Insulin-like Peptides. Bildung, Speicherung, Freisetzung und Regulierung Biosynthese Die Synthese des Hormons erfolgt in den β-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die genetische Information wird von nur einem Genlocus im kurzen Arm des Chromosom 11 codiert. Das Gen besteht aus ungefähr 300 Nukleotiden. Die mRNA wird zunächst an Ribosomen, die sich auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum (ER) befinden, in das Präproinsulin translatiert, das aus 110 Aminosäuren besteht. Die weitere Prozessierung erfolgt in zwei Schritten, nach der Faltung des Moleküls durch Bildung von Disulfidbrücken entsteht durch Abspaltung von Signalpeptid und C-Peptid das Insulinmolekül. Speicherung Die Insulinmoleküle werden in den Vesikeln des Golgi-Apparats, der an der Zellmembran der β-Zelle liegt, durch Zink-Ionen zu Hexameren gebunden und so stabilisiert gespeichert (Zink-Insulin-Komplex). Die hohe Bindungsfreudigkeit von Insulinmolekülen an Zink hat mehrere wichtige Auswirkungen. Insulin ist in der Form von Hexameren und nach dem Zerfall in Dimere noch nicht wirksam, sondern nur als Einzelmolekül. Diese Eigenschaft spielt bei den Insulinpräparaten eine wichtige Rolle. Bei schnellwirkenden Insulinpräparaten ist der zu langsame Zerfall der Molekülverbände unerwünscht und es wird nach Möglichkeiten gesucht den Zerfall zu beschleunigen. Bei langwirkenden Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Verlängerung der Wirkdauer durch hohe Zinkkonzentrationen gezielt verstärkt. Bei der Entwicklung von oralen Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Kopplung von Insulin an Transportmoleküle genutzt. Ausschüttung Die Ausschüttung von Insulin ins Blut erfolgt durch Exozytose. Die Insulinausschüttung erfolgt oszillierend. Alle drei bis sechs Minuten wird Insulin in die Blutbahn abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme ist bei Stoffwechselgesunden ein biphasischer Verlauf der Insulinsekretion feststellbar: Der erste „Insulinpeak“ hat seine Spitze nach drei bis fünf Minuten und dauert zehn Minuten. Danach schließt sich eine zweite Phase an, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Die erste Phase besteht aus den gespeicherten Insulinmolekülen, die zweite Phase vor allem aus neu gebildetem Insulin. Das C-Peptid wird erst bei Anstieg des Blutzuckerspiegels aus dem Proinsulin durch Peptidasen herausgeschnitten und gemeinsam mit dem aktiven Insulin und Zink ausgeschüttet. Durch den Nachweis von C-Peptid im Serum kann die endogene Insulinproduktion gemessen werden. So kann bei Diabetikern eine Aussage darüber getroffen werden, wie viel Insulin noch vom Körper selbst hergestellt wird, da das synthetische Produkt keine C-Sequenz enthält. Regulierung Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin, im Zusammenwirken mit Glucagon den Blutglucosespiegel ständig zwischen bestimmten Werten zu halten. Gerät der Blutzuckerspiegel unter einen gewissen Wert droht das hypoglykämische Koma und der Tod, gerät er darüber, drohen Schäden an Gefäßen, Nierenkörperchen und anderen Geweben. Zusammen mit Leptin scheint Insulin aber auch maßgeblichen Anteil an der Energiehomöostase zu haben. Dabei wirkt aber nicht nur Leptin auf Insulin ein, sondern das Insulin wirkt selbst ebenfalls auf das Leptin ein, genauer auf die Aufnahme von Leptin im Gehirn. Aufgrund der lebenswichtigen Funktion muss die biochemische Implementierung des Regelkreises robust sein. Da Zellen nicht „denken“ können, kann es nur so sein, dass Einzelzellen wie ein Zustandsautomat funktionieren bzw. dass wenige Zellen dermaßen zusammenwirken, dass ein Reiz sinnvoll verrechnet wird. Der Hauptreiz zur Ausschüttung von Insulin aus der β-Zelle ist der Blutzuckerspiegel (ab 5 mmol Glucose/l Blut), und dieser wird direkt von der β-Zelle „gemessen“. Biochemisch umgesetzt wird das mit Hilfe von ATP-gesteuerten Kaliumkanälen etc., siehe #Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus. Die Hormone Gastrin, Sekretin, GIP und GLP-1 modifizieren den grundlegenden Glucose-Insulin-Regelkreis, indem sie auf die β-Zelle wirken. Siehe Inkretin-Effekt. GIP wird von K-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Duodenums befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht die Insulinausschüttung der β-Zellen. Das GIP wirkt also auf die β-Zellen zu einem Zeitpunkt ein, wo die Glucose aus der Nahrung noch nicht ins Blut gelangt ist. GLP-1 wird von L-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Ileum und des Caecum befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht ebenfalls die Insulinausschüttung der β-Zellen. Der Großteil der Nährstoffe wird bereits im Jejunum extrahiert und ins Blut bzw. in die Lymphe abgegeben. Im Caecum findet keinerlei Absorption von Nährstoffen, sondern hauptsächlich eine Fermentation statt. Zusätzlich sind β-Zellen sowohl vom parasympathischen als auch sympathische Nervensystem innerviert: Das parasympathische NS wird bei Leptin-Insuffizienz (oder auch bei Leptin-Resistenz) aktiviert und wirkt allgemein trophotropisch, d. h., es bewirkt die Speicherung von Energie. Es erhöht also die Insulinabgabe. Zumindest bei Mäusen wirkt es außerdem gleichzeitig auf Adipozyten ein und erhöht ihre Empfindlichkeit für Insulin, während die Empfindlichkeit der Leber- und Muskelzellen nicht beeinflusst wird. Glucose wird in Leber- und Muskelzellen zu Glycogen verbaut und derart gespeichert, in den Adipozyten erfolgt De-novo-Lipogenese und Speicherung von TGs. Das sympathische NS wird bei Leptin-Suffizienz aktiviert und wirkt allgemein ergotropisch, d. h., es bewirkt die Erhöhung des Energieverbrauchs. Es senkt die Insulinabgabe. Die Senkung der Insulinabgabe scheint einem erhöhten Energieverbrauch entgegenzuwirken, denn die Muskelzellen können sehr viel mehr Glucose aus dem Blut aufnehmen, wenn sie möglichst viele GLUT-4 Transporter auf der Oberfläche aufweisen. Sie müssen also auf die bereits gespeicherte Energie in Form von Glycogen und Fettsäuren zurückgreifen. Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus Das Eindringen eines Glucose-Moleküls in die β-Zelle setzt eine Wirkungskette in Gang. Nachdem die Glucose durch den GLUT1-Transporter in die Zelle gelangt ist, wird sie durch Glycolyse verstoffwechselt. Das dabei entstehende ATP hemmt den Ausstrom von Kalium-Ionen (ATP-sensitive Kaliumkanäle). So kommt es durch den stark verminderten Kaliumausstrom zur Depolarisation, weil die Stabilität des Membranpotentials nicht weiter durch Kaliumausstrom erhalten wird. Das depolarisierte Membranpotential bewirkt eine Öffnung spannungsabhängiger Calcium-Kanäle. Der Einstrom der Calciumionen ist der entscheidende Reiz für die Verschmelzung der insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran. Die gespeicherten Insulinmoleküle werden durch Verschmelzen der Membranen (Exozytose) aus den β-Zellen in den Extrazellularraum und weiter in den Blutkreislauf freigesetzt. Dabei werden die Speicher-Hexamere aufgetrennt. Der Insulinspiegel im Blut steigt an. Halbwertszeit und Abbau Die biologische Halbwertszeit einzelner Insulinmoleküle im Blutkreislauf liegt bei circa fünf Minuten. Das Insulin wird über manche Insulinrezeptoren in die Zellen aufgenommen, dort abgebaut und somit verbraucht. In der Leber und in der Niere wird Insulin durch Insulinase inaktiviert, die Insulinase oder genauer Glutathion-Insulin-Transhydrogenase spaltet die Disulfidbrücken zwischen der A- und der B-Kette auf, wodurch das Insulin in zwei Teile zerfällt und wirkungslos wird. Die Abbauprodukte werden durch die Niere ausgeschieden, ebenso 1,5 % des noch intakten Insulins. Die kurze Zeitspanne der Aktivität des Insulins zeigt, dass die physiologische Steuerung des Zuckerstoffwechsels im gesunden Körper sehr schnell funktioniert; diese Geschwindigkeit kann bei der Behandlung des Diabetes mellitus praktisch nicht erreicht werden. Insulin als Arzneistoff In der Insulintherapie werden verschiedene Insulinpräparate verwendet. Die häufigste und älteste Verabreichungsart ist die subkutane Injektion. Für diesen Zweck steht eine Reihe von kurz-, mittel- und langwirkenden Humaninsulinen und Insulinanaloga zur Verfügung. Werden diese zur Therapie kombiniert, so ist auf die unterschiedliche Halbwertzeit besonders zu achten. sehr schnell und kurz wirkend: Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin aspart kurz wirkend: Normalinsulin (= gelöstes Humaninsulin) intermediär wirkend: NPH-Insulin, biphasisches Insulin lispro, biphasisches Insulin aspart lang wirkend: Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec Peroral ist Insulin unwirksam, da die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. Untersucht wird, inwieweit sich Insuline in Nanopartikel verkapseln lassen, um auf diesem Wege „unverdaut“ in den Blutkreislauf eingeschleust werden zu können. Jüngere Entwicklungen wie Präparate zur Inhalation, die das Insulin über die Atemwege zuführen, haben sich auf dem Markt bisher nicht behaupten können. In der Vergangenheit wurde Insulin im Rahmen der Insulinschocktherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten eingesetzt. Diese Methode der Behandlung wurde zum Beispiel im biografischen Film A Beautiful Mind an John Nash gezeigt. Dieses Verfahren wird nicht mehr praktiziert. Missbrauch von Insulin Insulin steht auf der Liste der verbotenen Doping-Substanzen, da es zu mehreren Zwecken missbraucht werden kann. Da Insulin der durch Somatropin verringerten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen entgegenwirkt, wird es oft zur Kompensation dessen unerwünschter Nebenwirkung verwendet (siehe Anabolikum). Andere Anwendungen sind die Förderung der Füllung der Glycogenspeicher bei Ausdauersportlern und die Unterstützung des Aufbaus von Muskelmasse. Die missbräuchliche Selbstverabreichung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel übermäßig abzusenken, führt zum Krankheitsbild der Hypoglycaemia factitia. Im März 2008 wurde der Krankenpfleger Colin Norris in Newcastle zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er vier seiner Patientinnen durch Injektion zu hoher Insulindosen ermordet hatte. Zeittafel zur Forschungsgeschichte Weblinks Einzelnachweise Peptidhormon Diabetologie Arzneistoff Codiert auf Chromosom 11 (Mensch) Wikipedia:Artikel mit Video
ChemieOnline Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - H�ndewaschen im Labor Thema: H�ndewaschen im Labor AW: H�ndewaschen im Labor Quali und Quanti im Grundstudium haben wir auch �berlebt, ohne st�ndig Handschuhe zu tragen. Ausnahme waren die seltenen F�lle, wo man wirklich mal die s�urefesten Handschuhe genommen hat. Man muss es aber auch mal so sehen, dass die dort verwendeten Salze kaum durch intakte Haut hindurch kommen. Auch im Organik-Praktikum waren Handschuhe eher selten in Gebrauch, das eher im Hauptstudium, weil wir �belst riechende schwefelorganische Verbindungen gekocht haben. Ich denke, man sollte schon umsichtig mit Chemikalien umgehen, aber es sollte auch nicht zu v�lliger Panik f�hren. Wichtig ist, wenn Du Handschuhe tr�gst, dass das Material zum entsprechenden Gefahrstoff passt und die Substanzen nicht fix durch-diffundieren. Au�erdem musst Du aufpassen, wenn Du st�ndig Handschuhe tr�gst, Du darin schwitzt und Dir die Haut aufweicht. Denn dann wird sie leichter durchl�ssig und nimmt schneller Substanzen auf. Da Du bspw. T�rgriffe erw�hnst: Bei uns werden bei bestimmten krebserregenden Substanzen meist Nitrilhandschuhe verwendet, die dann auch gerne mal zum �ffnen von T�ren usw. angelassen werden. Das ist nat�rlich ein wirkliches Problem. Aber nochmal zum H�ndewaschen: Wenn Du kontaminierte H�nde/Handschuhe hast und die waschen willst, womit f�sst Du eigentlich die Wasserh�hne an? Und wie fasst Du sie an, wenn Du nach dem H�ndewaschen mit sauberen H�nden das Wasser wieder zudrehst?
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Was ist Insulin und wo wird es gebildet?
Insulin (andere Namen: Insulinum, Insulinhormon, Inselhormon) ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon (Polypeptidhormon), das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (von „Insel“). Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Funktion und Wirkung Die Regulation der Konzentration von Glucose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel dadurch, dass es mittels seiner „Schlüsselfunktion“ der Glucose aus dem Blutplasma und der Gewebsflüssigkeit den Durchtritt durch die Zellmembran in das Zellinnere ermöglicht. Vor allem die Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen Glucose aufnehmen und sie in Form von Glycogen speichern oder zur Energiegewinnung abbauen (siehe Glycolyse). Auch auf andere Zellen wirkt das Hormon, so hat es Einfluss auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Das Hormon ist wesentlicher Faktor folgender Erkrankungen: Diabetes mellitus Hyperinsulinismus Insulinom Insulinresistenz Metabolisches Syndrom Das im Blut zirkulierende Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulinrezeptoren. Insulinrezeptor Letztlich löst die Bindung dieses Hormons an seinen Rezeptor eine Reihe von Kinase-Kaskaden (Kaskade von Phosphorylierungsreaktionen) aus, die durch Signalwege beschrieben werden können. Diese Signalwege bewirken ein Sinken des Blutglucosespiegels durch Förderung der Glucose-Aufnahme (GLUT4-Translokation zur Zelloberfläche) Förderung der Glucose-Speicherung (Glycogensynthese) in der Leber und den Muskeln Dieses Signal wird durch die Aktivierung glucoseverbrauchender Wege unterstützt. Weitere unterstützende Maßnahmen bestehen in der Unterdrückung glucoseliefernder Wege, so zum Beispiel durch Abbau des second messenger cAMP über eine Phosphodiesterase. Glucoseaufnahme im Muskelgewebe Das Hormon erhöht in der Muskulatur und im Fettgewebe die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellmembran für Glucose. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Membran selbst permeabler wird, sondern dass vermehrt Carrier-Proteine für Glucose aktiviert werden. Dieses Carrier-Protein ist GLUT4, ein hochaffiner, insulinabhängiger Glucose-Transporter, welcher die Glucose durch erleichterte Diffusion (passiver Transport) in die Zelle transportiert. Folgende physikalische Eigenschaften sind für GLUT4 relevant: sättigbar, nicht aktivierbar oder inaktivierbar, also Regulation nur durch insulinabhängigen Einbau oder Ausbau. Glucoseaufnahme und Stoffwechsel im Gehirn Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf. Deshalb nehmen die insulinabhängigen Zellen bei einem erhöhten Insulinspiegel mehr Glucose auf, und für die insulinunabhängigen bleibt weniger übrig. Im Allgemeinen besteht bei Hypoglykämie die Gefahr, dass das auf Glucose angewiesene Nervensystem geschädigt wird. Insulin wird, verabreicht als Nasenspray in direktem Kontakt mit dem ZNS, zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit untersucht. Auf- und Abbau von Fettgewebe Das Hormon hemmt die Lipolyse im Fettgewebe und somit den Abbau von Fett. Ein Insulinmangel führt daher zu einer gesteigerten Lipolyse mit Bildung von Ketokörpern und einer daraus resultierenden Ketose. Förderung des Zellwachstums Eine weitere zentrale Funktion des Peptidhormons Insulin besteht in der Regulation von Zellwachstum und Proliferation durch die Aktivierung der Transkription von Genen, die für Kontrolle und Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung sind. Diese Insulinwirkung ist bei Diskursen über Insulinpräparate ein Thema. Tryptophan-Aufnahme im Gehirn Höhere Insulinspiegel haben einen leicht steigernden Einfluss auf die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn. Insulin und die Regelung des Blutzuckerspiegels Eine der wichtigsten biologischen Wirkungen des Insulins ist die rasche Beschleunigung der Glucoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und Regulierung der Zwischenspeicherung in der Leber im Rahmen der Regelung des Blutzuckerspiegels: In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2. Durch Insulin wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert, die eine Signaltransduktion in Gang setzt. Beteiligt sind dabei das Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1), die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), der second messenger Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2), die Phosphoinositid-abhängige Kinase-1 (PDK1) und schließlich die Proteinkinase B (PKB) (siehe Bild, A). PKB phosphoryliert die Glycogensynthase-Kinase 3, GSK3, die dadurch inaktiviert wird. GSK3 ist eine Kinase, die die Glycogensynthase phosphoryliert und damit inaktiviert (GYS b). GSK3 steht in Konkurrenz zu einer Phosphatase, der Protein-Phosphatase 1 (PP1). Dadurch, dass GSK3 nicht mehr wirken kann, liegt daher immer mehr Glycogensynthase in seiner dephosphorylierten Form vor (GYS a, siehe unteres Bild, B). Außerdem aktiviert die PKB eine Phosphodiesterase, PDE, die cAMP zu AMP hydrolysiert. Infolgedessen erlischt zusätzlich der Signalweg für die Proteinkinase A, die für den Abbau von Glycogen sorgt. In der Leber, dem Fettgewebe und der Muskulatur wird unter Insulineinfluss die Triglyceridsynthese stimuliert. Substrate dafür sind neben den Kohlenhydraten mit der Nahrung aufgenommene Lipide. In den drei genannten Geweben werden Aminosäuren verstärkt aufgenommen und für die Proteinsynthese verwendet. Die metabolischen und mitogenen Effekte von Insulin werden über die Bindung an dessen Rezeptor auf der Zelloberfläche der Zielgewebe Leber, Muskel und Fett initiiert. Insulin induziert weiterhin die Glycogensynthese und -speicherung in Leber und Muskel, die Triglyceridsynthese in Leber und Fettgewebe sowie die Speicherung von Aminosäuren im Muskel. Gleichzeitig hemmt Insulin die hepatische Gluconeogenese und zählt daher insgesamt zu den wichtigsten Regulatoren des Glucosemetabolismus. Gegenspieler Fällt der Blutzuckerspiegel im Körper unter einen Wert von 80 mg/dl ab, wird die Insulinproduktion bereits stark reduziert. Sinkt der Blutzucker weiter ab, treten verschiedene Gegenspieler des Insulins auf: Adrenalin Glucagon Kortisol Somatostatin Die Spiegel dieser gegenregulierenden Hormone steigen bereits deutlich an, wenn der Blutzucker unter 60 mg/dl absinkt. Beim Typ 1-Diabetes ist oft auch der Gegenregulationmechanismus gestört, was zu zusätzlichen Problemen mit Hypoglykämien führt. Somatostatin hat einen hemmenden Einfluss auf die Sekretion von Insulin und Glucagon, da er als allgemeiner Hemmer im Körper fungiert. Wirkung auf den Kaliumspiegel Insulin senkt den Kaliumspiegel im Blut, indem es dafür sorgt, dass Kalium in das Zellinnere von Hepatozyten und Skelettmuskelzellen verlagert wird, also von extrazellulär nach intrazellulär. Dies erfolgt durch Aktivierung der Natrium-Kalium-ATPase durch Insulin. Insulinpräparate werden daher gemeinsam mit Glucose (zur Vermeidung einer Hypoglykämie) zur Behandlung einer Hyperkaliämie verwendet. Vorkommen Insulinsequenzen von mehr als 100 verschiedenen Spezies sind bekannt. Die Proteinsequenzen der jeweiligen Insuline sind sich ähnlich – sie zeigen Sequenzhomologie – sind aber nicht identisch. Über die Unterschiede im chemischen Aufbau von Humaninsulin gegenüber den Insulinen einiger Säugetiere sowie Informationen zu künstlich hergestelltem Insulin siehe Insulinpräparat. Insulin und Evolution: Genotypen, die in Jäger- und Sammlergesellschaften einen raschen Abbau von Energiereserven bei Nahrungsmangel verhinderten, prädisponieren beim heutigen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot zu Adipositas und Typ-2-Diabetes. Inwieweit Gene den Glucosestoffwechsel und die damit verbundene Wirkung von Insulin beeinflussen, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Die Homologe des Insulins in Insekten sind die Drosophila Insulin-like Peptides. Bildung, Speicherung, Freisetzung und Regulierung Biosynthese Die Synthese des Hormons erfolgt in den β-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die genetische Information wird von nur einem Genlocus im kurzen Arm des Chromosom 11 codiert. Das Gen besteht aus ungefähr 300 Nukleotiden. Die mRNA wird zunächst an Ribosomen, die sich auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum (ER) befinden, in das Präproinsulin translatiert, das aus 110 Aminosäuren besteht. Die weitere Prozessierung erfolgt in zwei Schritten, nach der Faltung des Moleküls durch Bildung von Disulfidbrücken entsteht durch Abspaltung von Signalpeptid und C-Peptid das Insulinmolekül. Speicherung Die Insulinmoleküle werden in den Vesikeln des Golgi-Apparats, der an der Zellmembran der β-Zelle liegt, durch Zink-Ionen zu Hexameren gebunden und so stabilisiert gespeichert (Zink-Insulin-Komplex). Die hohe Bindungsfreudigkeit von Insulinmolekülen an Zink hat mehrere wichtige Auswirkungen. Insulin ist in der Form von Hexameren und nach dem Zerfall in Dimere noch nicht wirksam, sondern nur als Einzelmolekül. Diese Eigenschaft spielt bei den Insulinpräparaten eine wichtige Rolle. Bei schnellwirkenden Insulinpräparaten ist der zu langsame Zerfall der Molekülverbände unerwünscht und es wird nach Möglichkeiten gesucht den Zerfall zu beschleunigen. Bei langwirkenden Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Verlängerung der Wirkdauer durch hohe Zinkkonzentrationen gezielt verstärkt. Bei der Entwicklung von oralen Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Kopplung von Insulin an Transportmoleküle genutzt. Ausschüttung Die Ausschüttung von Insulin ins Blut erfolgt durch Exozytose. Die Insulinausschüttung erfolgt oszillierend. Alle drei bis sechs Minuten wird Insulin in die Blutbahn abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme ist bei Stoffwechselgesunden ein biphasischer Verlauf der Insulinsekretion feststellbar: Der erste „Insulinpeak“ hat seine Spitze nach drei bis fünf Minuten und dauert zehn Minuten. Danach schließt sich eine zweite Phase an, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Die erste Phase besteht aus den gespeicherten Insulinmolekülen, die zweite Phase vor allem aus neu gebildetem Insulin. Das C-Peptid wird erst bei Anstieg des Blutzuckerspiegels aus dem Proinsulin durch Peptidasen herausgeschnitten und gemeinsam mit dem aktiven Insulin und Zink ausgeschüttet. Durch den Nachweis von C-Peptid im Serum kann die endogene Insulinproduktion gemessen werden. So kann bei Diabetikern eine Aussage darüber getroffen werden, wie viel Insulin noch vom Körper selbst hergestellt wird, da das synthetische Produkt keine C-Sequenz enthält. Regulierung Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin, im Zusammenwirken mit Glucagon den Blutglucosespiegel ständig zwischen bestimmten Werten zu halten. Gerät der Blutzuckerspiegel unter einen gewissen Wert droht das hypoglykämische Koma und der Tod, gerät er darüber, drohen Schäden an Gefäßen, Nierenkörperchen und anderen Geweben. Zusammen mit Leptin scheint Insulin aber auch maßgeblichen Anteil an der Energiehomöostase zu haben. Dabei wirkt aber nicht nur Leptin auf Insulin ein, sondern das Insulin wirkt selbst ebenfalls auf das Leptin ein, genauer auf die Aufnahme von Leptin im Gehirn. Aufgrund der lebenswichtigen Funktion muss die biochemische Implementierung des Regelkreises robust sein. Da Zellen nicht „denken“ können, kann es nur so sein, dass Einzelzellen wie ein Zustandsautomat funktionieren bzw. dass wenige Zellen dermaßen zusammenwirken, dass ein Reiz sinnvoll verrechnet wird. Der Hauptreiz zur Ausschüttung von Insulin aus der β-Zelle ist der Blutzuckerspiegel (ab 5 mmol Glucose/l Blut), und dieser wird direkt von der β-Zelle „gemessen“. Biochemisch umgesetzt wird das mit Hilfe von ATP-gesteuerten Kaliumkanälen etc., siehe #Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus. Die Hormone Gastrin, Sekretin, GIP und GLP-1 modifizieren den grundlegenden Glucose-Insulin-Regelkreis, indem sie auf die β-Zelle wirken. Siehe Inkretin-Effekt. GIP wird von K-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Duodenums befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht die Insulinausschüttung der β-Zellen. Das GIP wirkt also auf die β-Zellen zu einem Zeitpunkt ein, wo die Glucose aus der Nahrung noch nicht ins Blut gelangt ist. GLP-1 wird von L-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Ileum und des Caecum befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht ebenfalls die Insulinausschüttung der β-Zellen. Der Großteil der Nährstoffe wird bereits im Jejunum extrahiert und ins Blut bzw. in die Lymphe abgegeben. Im Caecum findet keinerlei Absorption von Nährstoffen, sondern hauptsächlich eine Fermentation statt. Zusätzlich sind β-Zellen sowohl vom parasympathischen als auch sympathische Nervensystem innerviert: Das parasympathische NS wird bei Leptin-Insuffizienz (oder auch bei Leptin-Resistenz) aktiviert und wirkt allgemein trophotropisch, d. h., es bewirkt die Speicherung von Energie. Es erhöht also die Insulinabgabe. Zumindest bei Mäusen wirkt es außerdem gleichzeitig auf Adipozyten ein und erhöht ihre Empfindlichkeit für Insulin, während die Empfindlichkeit der Leber- und Muskelzellen nicht beeinflusst wird. Glucose wird in Leber- und Muskelzellen zu Glycogen verbaut und derart gespeichert, in den Adipozyten erfolgt De-novo-Lipogenese und Speicherung von TGs. Das sympathische NS wird bei Leptin-Suffizienz aktiviert und wirkt allgemein ergotropisch, d. h., es bewirkt die Erhöhung des Energieverbrauchs. Es senkt die Insulinabgabe. Die Senkung der Insulinabgabe scheint einem erhöhten Energieverbrauch entgegenzuwirken, denn die Muskelzellen können sehr viel mehr Glucose aus dem Blut aufnehmen, wenn sie möglichst viele GLUT-4 Transporter auf der Oberfläche aufweisen. Sie müssen also auf die bereits gespeicherte Energie in Form von Glycogen und Fettsäuren zurückgreifen. Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus Das Eindringen eines Glucose-Moleküls in die β-Zelle setzt eine Wirkungskette in Gang. Nachdem die Glucose durch den GLUT1-Transporter in die Zelle gelangt ist, wird sie durch Glycolyse verstoffwechselt. Das dabei entstehende ATP hemmt den Ausstrom von Kalium-Ionen (ATP-sensitive Kaliumkanäle). So kommt es durch den stark verminderten Kaliumausstrom zur Depolarisation, weil die Stabilität des Membranpotentials nicht weiter durch Kaliumausstrom erhalten wird. Das depolarisierte Membranpotential bewirkt eine Öffnung spannungsabhängiger Calcium-Kanäle. Der Einstrom der Calciumionen ist der entscheidende Reiz für die Verschmelzung der insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran. Die gespeicherten Insulinmoleküle werden durch Verschmelzen der Membranen (Exozytose) aus den β-Zellen in den Extrazellularraum und weiter in den Blutkreislauf freigesetzt. Dabei werden die Speicher-Hexamere aufgetrennt. Der Insulinspiegel im Blut steigt an. Halbwertszeit und Abbau Die biologische Halbwertszeit einzelner Insulinmoleküle im Blutkreislauf liegt bei circa fünf Minuten. Das Insulin wird über manche Insulinrezeptoren in die Zellen aufgenommen, dort abgebaut und somit verbraucht. In der Leber und in der Niere wird Insulin durch Insulinase inaktiviert, die Insulinase oder genauer Glutathion-Insulin-Transhydrogenase spaltet die Disulfidbrücken zwischen der A- und der B-Kette auf, wodurch das Insulin in zwei Teile zerfällt und wirkungslos wird. Die Abbauprodukte werden durch die Niere ausgeschieden, ebenso 1,5 % des noch intakten Insulins. Die kurze Zeitspanne der Aktivität des Insulins zeigt, dass die physiologische Steuerung des Zuckerstoffwechsels im gesunden Körper sehr schnell funktioniert; diese Geschwindigkeit kann bei der Behandlung des Diabetes mellitus praktisch nicht erreicht werden. Insulin als Arzneistoff In der Insulintherapie werden verschiedene Insulinpräparate verwendet. Die häufigste und älteste Verabreichungsart ist die subkutane Injektion. Für diesen Zweck steht eine Reihe von kurz-, mittel- und langwirkenden Humaninsulinen und Insulinanaloga zur Verfügung. Werden diese zur Therapie kombiniert, so ist auf die unterschiedliche Halbwertzeit besonders zu achten. sehr schnell und kurz wirkend: Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin aspart kurz wirkend: Normalinsulin (= gelöstes Humaninsulin) intermediär wirkend: NPH-Insulin, biphasisches Insulin lispro, biphasisches Insulin aspart lang wirkend: Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec Peroral ist Insulin unwirksam, da die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. Untersucht wird, inwieweit sich Insuline in Nanopartikel verkapseln lassen, um auf diesem Wege „unverdaut“ in den Blutkreislauf eingeschleust werden zu können. Jüngere Entwicklungen wie Präparate zur Inhalation, die das Insulin über die Atemwege zuführen, haben sich auf dem Markt bisher nicht behaupten können. In der Vergangenheit wurde Insulin im Rahmen der Insulinschocktherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten eingesetzt. Diese Methode der Behandlung wurde zum Beispiel im biografischen Film A Beautiful Mind an John Nash gezeigt. Dieses Verfahren wird nicht mehr praktiziert. Missbrauch von Insulin Insulin steht auf der Liste der verbotenen Doping-Substanzen, da es zu mehreren Zwecken missbraucht werden kann. Da Insulin der durch Somatropin verringerten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen entgegenwirkt, wird es oft zur Kompensation dessen unerwünschter Nebenwirkung verwendet (siehe Anabolikum). Andere Anwendungen sind die Förderung der Füllung der Glycogenspeicher bei Ausdauersportlern und die Unterstützung des Aufbaus von Muskelmasse. Die missbräuchliche Selbstverabreichung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel übermäßig abzusenken, führt zum Krankheitsbild der Hypoglycaemia factitia. Im März 2008 wurde der Krankenpfleger Colin Norris in Newcastle zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er vier seiner Patientinnen durch Injektion zu hoher Insulindosen ermordet hatte. Zeittafel zur Forschungsgeschichte Weblinks Einzelnachweise Peptidhormon Diabetologie Arzneistoff Codiert auf Chromosom 11 (Mensch) Wikipedia:Artikel mit Video
“Sharing is caring” - Eine Geschichte über Schokolade - OceanCollege - 28. Oktober 2019 Posted Under: Reiseblog 19/20 Keine Kommentare
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Was ist Insulin und wo wird es gebildet?
Insulin (andere Namen: Insulinum, Insulinhormon, Inselhormon) ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon (Polypeptidhormon), das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (von „Insel“). Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Funktion und Wirkung Die Regulation der Konzentration von Glucose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel dadurch, dass es mittels seiner „Schlüsselfunktion“ der Glucose aus dem Blutplasma und der Gewebsflüssigkeit den Durchtritt durch die Zellmembran in das Zellinnere ermöglicht. Vor allem die Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen Glucose aufnehmen und sie in Form von Glycogen speichern oder zur Energiegewinnung abbauen (siehe Glycolyse). Auch auf andere Zellen wirkt das Hormon, so hat es Einfluss auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Das Hormon ist wesentlicher Faktor folgender Erkrankungen: Diabetes mellitus Hyperinsulinismus Insulinom Insulinresistenz Metabolisches Syndrom Das im Blut zirkulierende Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulinrezeptoren. Insulinrezeptor Letztlich löst die Bindung dieses Hormons an seinen Rezeptor eine Reihe von Kinase-Kaskaden (Kaskade von Phosphorylierungsreaktionen) aus, die durch Signalwege beschrieben werden können. Diese Signalwege bewirken ein Sinken des Blutglucosespiegels durch Förderung der Glucose-Aufnahme (GLUT4-Translokation zur Zelloberfläche) Förderung der Glucose-Speicherung (Glycogensynthese) in der Leber und den Muskeln Dieses Signal wird durch die Aktivierung glucoseverbrauchender Wege unterstützt. Weitere unterstützende Maßnahmen bestehen in der Unterdrückung glucoseliefernder Wege, so zum Beispiel durch Abbau des second messenger cAMP über eine Phosphodiesterase. Glucoseaufnahme im Muskelgewebe Das Hormon erhöht in der Muskulatur und im Fettgewebe die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellmembran für Glucose. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Membran selbst permeabler wird, sondern dass vermehrt Carrier-Proteine für Glucose aktiviert werden. Dieses Carrier-Protein ist GLUT4, ein hochaffiner, insulinabhängiger Glucose-Transporter, welcher die Glucose durch erleichterte Diffusion (passiver Transport) in die Zelle transportiert. Folgende physikalische Eigenschaften sind für GLUT4 relevant: sättigbar, nicht aktivierbar oder inaktivierbar, also Regulation nur durch insulinabhängigen Einbau oder Ausbau. Glucoseaufnahme und Stoffwechsel im Gehirn Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf. Deshalb nehmen die insulinabhängigen Zellen bei einem erhöhten Insulinspiegel mehr Glucose auf, und für die insulinunabhängigen bleibt weniger übrig. Im Allgemeinen besteht bei Hypoglykämie die Gefahr, dass das auf Glucose angewiesene Nervensystem geschädigt wird. Insulin wird, verabreicht als Nasenspray in direktem Kontakt mit dem ZNS, zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit untersucht. Auf- und Abbau von Fettgewebe Das Hormon hemmt die Lipolyse im Fettgewebe und somit den Abbau von Fett. Ein Insulinmangel führt daher zu einer gesteigerten Lipolyse mit Bildung von Ketokörpern und einer daraus resultierenden Ketose. Förderung des Zellwachstums Eine weitere zentrale Funktion des Peptidhormons Insulin besteht in der Regulation von Zellwachstum und Proliferation durch die Aktivierung der Transkription von Genen, die für Kontrolle und Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung sind. Diese Insulinwirkung ist bei Diskursen über Insulinpräparate ein Thema. Tryptophan-Aufnahme im Gehirn Höhere Insulinspiegel haben einen leicht steigernden Einfluss auf die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn. Insulin und die Regelung des Blutzuckerspiegels Eine der wichtigsten biologischen Wirkungen des Insulins ist die rasche Beschleunigung der Glucoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und Regulierung der Zwischenspeicherung in der Leber im Rahmen der Regelung des Blutzuckerspiegels: In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2. Durch Insulin wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert, die eine Signaltransduktion in Gang setzt. Beteiligt sind dabei das Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1), die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), der second messenger Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2), die Phosphoinositid-abhängige Kinase-1 (PDK1) und schließlich die Proteinkinase B (PKB) (siehe Bild, A). PKB phosphoryliert die Glycogensynthase-Kinase 3, GSK3, die dadurch inaktiviert wird. GSK3 ist eine Kinase, die die Glycogensynthase phosphoryliert und damit inaktiviert (GYS b). GSK3 steht in Konkurrenz zu einer Phosphatase, der Protein-Phosphatase 1 (PP1). Dadurch, dass GSK3 nicht mehr wirken kann, liegt daher immer mehr Glycogensynthase in seiner dephosphorylierten Form vor (GYS a, siehe unteres Bild, B). Außerdem aktiviert die PKB eine Phosphodiesterase, PDE, die cAMP zu AMP hydrolysiert. Infolgedessen erlischt zusätzlich der Signalweg für die Proteinkinase A, die für den Abbau von Glycogen sorgt. In der Leber, dem Fettgewebe und der Muskulatur wird unter Insulineinfluss die Triglyceridsynthese stimuliert. Substrate dafür sind neben den Kohlenhydraten mit der Nahrung aufgenommene Lipide. In den drei genannten Geweben werden Aminosäuren verstärkt aufgenommen und für die Proteinsynthese verwendet. Die metabolischen und mitogenen Effekte von Insulin werden über die Bindung an dessen Rezeptor auf der Zelloberfläche der Zielgewebe Leber, Muskel und Fett initiiert. Insulin induziert weiterhin die Glycogensynthese und -speicherung in Leber und Muskel, die Triglyceridsynthese in Leber und Fettgewebe sowie die Speicherung von Aminosäuren im Muskel. Gleichzeitig hemmt Insulin die hepatische Gluconeogenese und zählt daher insgesamt zu den wichtigsten Regulatoren des Glucosemetabolismus. Gegenspieler Fällt der Blutzuckerspiegel im Körper unter einen Wert von 80 mg/dl ab, wird die Insulinproduktion bereits stark reduziert. Sinkt der Blutzucker weiter ab, treten verschiedene Gegenspieler des Insulins auf: Adrenalin Glucagon Kortisol Somatostatin Die Spiegel dieser gegenregulierenden Hormone steigen bereits deutlich an, wenn der Blutzucker unter 60 mg/dl absinkt. Beim Typ 1-Diabetes ist oft auch der Gegenregulationmechanismus gestört, was zu zusätzlichen Problemen mit Hypoglykämien führt. Somatostatin hat einen hemmenden Einfluss auf die Sekretion von Insulin und Glucagon, da er als allgemeiner Hemmer im Körper fungiert. Wirkung auf den Kaliumspiegel Insulin senkt den Kaliumspiegel im Blut, indem es dafür sorgt, dass Kalium in das Zellinnere von Hepatozyten und Skelettmuskelzellen verlagert wird, also von extrazellulär nach intrazellulär. Dies erfolgt durch Aktivierung der Natrium-Kalium-ATPase durch Insulin. Insulinpräparate werden daher gemeinsam mit Glucose (zur Vermeidung einer Hypoglykämie) zur Behandlung einer Hyperkaliämie verwendet. Vorkommen Insulinsequenzen von mehr als 100 verschiedenen Spezies sind bekannt. Die Proteinsequenzen der jeweiligen Insuline sind sich ähnlich – sie zeigen Sequenzhomologie – sind aber nicht identisch. Über die Unterschiede im chemischen Aufbau von Humaninsulin gegenüber den Insulinen einiger Säugetiere sowie Informationen zu künstlich hergestelltem Insulin siehe Insulinpräparat. Insulin und Evolution: Genotypen, die in Jäger- und Sammlergesellschaften einen raschen Abbau von Energiereserven bei Nahrungsmangel verhinderten, prädisponieren beim heutigen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot zu Adipositas und Typ-2-Diabetes. Inwieweit Gene den Glucosestoffwechsel und die damit verbundene Wirkung von Insulin beeinflussen, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Die Homologe des Insulins in Insekten sind die Drosophila Insulin-like Peptides. Bildung, Speicherung, Freisetzung und Regulierung Biosynthese Die Synthese des Hormons erfolgt in den β-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die genetische Information wird von nur einem Genlocus im kurzen Arm des Chromosom 11 codiert. Das Gen besteht aus ungefähr 300 Nukleotiden. Die mRNA wird zunächst an Ribosomen, die sich auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum (ER) befinden, in das Präproinsulin translatiert, das aus 110 Aminosäuren besteht. Die weitere Prozessierung erfolgt in zwei Schritten, nach der Faltung des Moleküls durch Bildung von Disulfidbrücken entsteht durch Abspaltung von Signalpeptid und C-Peptid das Insulinmolekül. Speicherung Die Insulinmoleküle werden in den Vesikeln des Golgi-Apparats, der an der Zellmembran der β-Zelle liegt, durch Zink-Ionen zu Hexameren gebunden und so stabilisiert gespeichert (Zink-Insulin-Komplex). Die hohe Bindungsfreudigkeit von Insulinmolekülen an Zink hat mehrere wichtige Auswirkungen. Insulin ist in der Form von Hexameren und nach dem Zerfall in Dimere noch nicht wirksam, sondern nur als Einzelmolekül. Diese Eigenschaft spielt bei den Insulinpräparaten eine wichtige Rolle. Bei schnellwirkenden Insulinpräparaten ist der zu langsame Zerfall der Molekülverbände unerwünscht und es wird nach Möglichkeiten gesucht den Zerfall zu beschleunigen. Bei langwirkenden Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Verlängerung der Wirkdauer durch hohe Zinkkonzentrationen gezielt verstärkt. Bei der Entwicklung von oralen Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Kopplung von Insulin an Transportmoleküle genutzt. Ausschüttung Die Ausschüttung von Insulin ins Blut erfolgt durch Exozytose. Die Insulinausschüttung erfolgt oszillierend. Alle drei bis sechs Minuten wird Insulin in die Blutbahn abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme ist bei Stoffwechselgesunden ein biphasischer Verlauf der Insulinsekretion feststellbar: Der erste „Insulinpeak“ hat seine Spitze nach drei bis fünf Minuten und dauert zehn Minuten. Danach schließt sich eine zweite Phase an, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Die erste Phase besteht aus den gespeicherten Insulinmolekülen, die zweite Phase vor allem aus neu gebildetem Insulin. Das C-Peptid wird erst bei Anstieg des Blutzuckerspiegels aus dem Proinsulin durch Peptidasen herausgeschnitten und gemeinsam mit dem aktiven Insulin und Zink ausgeschüttet. Durch den Nachweis von C-Peptid im Serum kann die endogene Insulinproduktion gemessen werden. So kann bei Diabetikern eine Aussage darüber getroffen werden, wie viel Insulin noch vom Körper selbst hergestellt wird, da das synthetische Produkt keine C-Sequenz enthält. Regulierung Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin, im Zusammenwirken mit Glucagon den Blutglucosespiegel ständig zwischen bestimmten Werten zu halten. Gerät der Blutzuckerspiegel unter einen gewissen Wert droht das hypoglykämische Koma und der Tod, gerät er darüber, drohen Schäden an Gefäßen, Nierenkörperchen und anderen Geweben. Zusammen mit Leptin scheint Insulin aber auch maßgeblichen Anteil an der Energiehomöostase zu haben. Dabei wirkt aber nicht nur Leptin auf Insulin ein, sondern das Insulin wirkt selbst ebenfalls auf das Leptin ein, genauer auf die Aufnahme von Leptin im Gehirn. Aufgrund der lebenswichtigen Funktion muss die biochemische Implementierung des Regelkreises robust sein. Da Zellen nicht „denken“ können, kann es nur so sein, dass Einzelzellen wie ein Zustandsautomat funktionieren bzw. dass wenige Zellen dermaßen zusammenwirken, dass ein Reiz sinnvoll verrechnet wird. Der Hauptreiz zur Ausschüttung von Insulin aus der β-Zelle ist der Blutzuckerspiegel (ab 5 mmol Glucose/l Blut), und dieser wird direkt von der β-Zelle „gemessen“. Biochemisch umgesetzt wird das mit Hilfe von ATP-gesteuerten Kaliumkanälen etc., siehe #Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus. Die Hormone Gastrin, Sekretin, GIP und GLP-1 modifizieren den grundlegenden Glucose-Insulin-Regelkreis, indem sie auf die β-Zelle wirken. Siehe Inkretin-Effekt. GIP wird von K-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Duodenums befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht die Insulinausschüttung der β-Zellen. Das GIP wirkt also auf die β-Zellen zu einem Zeitpunkt ein, wo die Glucose aus der Nahrung noch nicht ins Blut gelangt ist. GLP-1 wird von L-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Ileum und des Caecum befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht ebenfalls die Insulinausschüttung der β-Zellen. Der Großteil der Nährstoffe wird bereits im Jejunum extrahiert und ins Blut bzw. in die Lymphe abgegeben. Im Caecum findet keinerlei Absorption von Nährstoffen, sondern hauptsächlich eine Fermentation statt. Zusätzlich sind β-Zellen sowohl vom parasympathischen als auch sympathische Nervensystem innerviert: Das parasympathische NS wird bei Leptin-Insuffizienz (oder auch bei Leptin-Resistenz) aktiviert und wirkt allgemein trophotropisch, d. h., es bewirkt die Speicherung von Energie. Es erhöht also die Insulinabgabe. Zumindest bei Mäusen wirkt es außerdem gleichzeitig auf Adipozyten ein und erhöht ihre Empfindlichkeit für Insulin, während die Empfindlichkeit der Leber- und Muskelzellen nicht beeinflusst wird. Glucose wird in Leber- und Muskelzellen zu Glycogen verbaut und derart gespeichert, in den Adipozyten erfolgt De-novo-Lipogenese und Speicherung von TGs. Das sympathische NS wird bei Leptin-Suffizienz aktiviert und wirkt allgemein ergotropisch, d. h., es bewirkt die Erhöhung des Energieverbrauchs. Es senkt die Insulinabgabe. Die Senkung der Insulinabgabe scheint einem erhöhten Energieverbrauch entgegenzuwirken, denn die Muskelzellen können sehr viel mehr Glucose aus dem Blut aufnehmen, wenn sie möglichst viele GLUT-4 Transporter auf der Oberfläche aufweisen. Sie müssen also auf die bereits gespeicherte Energie in Form von Glycogen und Fettsäuren zurückgreifen. Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus Das Eindringen eines Glucose-Moleküls in die β-Zelle setzt eine Wirkungskette in Gang. Nachdem die Glucose durch den GLUT1-Transporter in die Zelle gelangt ist, wird sie durch Glycolyse verstoffwechselt. Das dabei entstehende ATP hemmt den Ausstrom von Kalium-Ionen (ATP-sensitive Kaliumkanäle). So kommt es durch den stark verminderten Kaliumausstrom zur Depolarisation, weil die Stabilität des Membranpotentials nicht weiter durch Kaliumausstrom erhalten wird. Das depolarisierte Membranpotential bewirkt eine Öffnung spannungsabhängiger Calcium-Kanäle. Der Einstrom der Calciumionen ist der entscheidende Reiz für die Verschmelzung der insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran. Die gespeicherten Insulinmoleküle werden durch Verschmelzen der Membranen (Exozytose) aus den β-Zellen in den Extrazellularraum und weiter in den Blutkreislauf freigesetzt. Dabei werden die Speicher-Hexamere aufgetrennt. Der Insulinspiegel im Blut steigt an. Halbwertszeit und Abbau Die biologische Halbwertszeit einzelner Insulinmoleküle im Blutkreislauf liegt bei circa fünf Minuten. Das Insulin wird über manche Insulinrezeptoren in die Zellen aufgenommen, dort abgebaut und somit verbraucht. In der Leber und in der Niere wird Insulin durch Insulinase inaktiviert, die Insulinase oder genauer Glutathion-Insulin-Transhydrogenase spaltet die Disulfidbrücken zwischen der A- und der B-Kette auf, wodurch das Insulin in zwei Teile zerfällt und wirkungslos wird. Die Abbauprodukte werden durch die Niere ausgeschieden, ebenso 1,5 % des noch intakten Insulins. Die kurze Zeitspanne der Aktivität des Insulins zeigt, dass die physiologische Steuerung des Zuckerstoffwechsels im gesunden Körper sehr schnell funktioniert; diese Geschwindigkeit kann bei der Behandlung des Diabetes mellitus praktisch nicht erreicht werden. Insulin als Arzneistoff In der Insulintherapie werden verschiedene Insulinpräparate verwendet. Die häufigste und älteste Verabreichungsart ist die subkutane Injektion. Für diesen Zweck steht eine Reihe von kurz-, mittel- und langwirkenden Humaninsulinen und Insulinanaloga zur Verfügung. Werden diese zur Therapie kombiniert, so ist auf die unterschiedliche Halbwertzeit besonders zu achten. sehr schnell und kurz wirkend: Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin aspart kurz wirkend: Normalinsulin (= gelöstes Humaninsulin) intermediär wirkend: NPH-Insulin, biphasisches Insulin lispro, biphasisches Insulin aspart lang wirkend: Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec Peroral ist Insulin unwirksam, da die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. Untersucht wird, inwieweit sich Insuline in Nanopartikel verkapseln lassen, um auf diesem Wege „unverdaut“ in den Blutkreislauf eingeschleust werden zu können. Jüngere Entwicklungen wie Präparate zur Inhalation, die das Insulin über die Atemwege zuführen, haben sich auf dem Markt bisher nicht behaupten können. In der Vergangenheit wurde Insulin im Rahmen der Insulinschocktherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten eingesetzt. Diese Methode der Behandlung wurde zum Beispiel im biografischen Film A Beautiful Mind an John Nash gezeigt. Dieses Verfahren wird nicht mehr praktiziert. Missbrauch von Insulin Insulin steht auf der Liste der verbotenen Doping-Substanzen, da es zu mehreren Zwecken missbraucht werden kann. Da Insulin der durch Somatropin verringerten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen entgegenwirkt, wird es oft zur Kompensation dessen unerwünschter Nebenwirkung verwendet (siehe Anabolikum). Andere Anwendungen sind die Förderung der Füllung der Glycogenspeicher bei Ausdauersportlern und die Unterstützung des Aufbaus von Muskelmasse. Die missbräuchliche Selbstverabreichung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel übermäßig abzusenken, führt zum Krankheitsbild der Hypoglycaemia factitia. Im März 2008 wurde der Krankenpfleger Colin Norris in Newcastle zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er vier seiner Patientinnen durch Injektion zu hoher Insulindosen ermordet hatte. Zeittafel zur Forschungsgeschichte Weblinks Einzelnachweise Peptidhormon Diabetologie Arzneistoff Codiert auf Chromosom 11 (Mensch) Wikipedia:Artikel mit Video
News International 17/03.2 – Monalisa TV - Dokumentation REVOLUTION 2015 27.03.2017 • 20:45 Uhr Spannungen zwischen den USA und der Türkei wegen Unterstützung der Kurden… Der israelische Mossad machte aus französischen Spionen Doppelagenten… François Fillon wirft Präsident Hollande eine Verschwörung vor François Fillon musste in den letzten Monaten einiges einstecken. Nun versucht er offenbar den Spieß umzudrehen. 27.03.2017 • 21:49 Uhr – Der konservative Präsidentschaftskandidat François Fillon spricht von einem „schwarzes Kabinett“. Er wirft Staatschef Fran- çois Hollande vor, ihn überwacht und gezielt Enthüllungen an die Presse durchgesteckt zu haben. Ein Ablenkungsmanöver oder eine wahre Geschichte? Das Wahlergebnis überraschte wieder einmal alle: Die CDU schlägt sich besser als erwartet, die Grünen sind raus. Welche Möglichkeiten bleiben in einem Parlament aus CDU, SPD, Linken und AfD? Top Doctor Reveals Published on Mar 27, 2017 – The Alex Jones Channel help us reach millions more. Share the free live video feed link with Rebellen-Unterstützer wollen sich nicht mit Scheitern des Regime Change abfinden… Laura Ingraham EXPOSED Slams James Comey & Democrats Are Losers! – Slams James Comey & Democrats Are Losers! TUCKER CARLSON CAN’T SLEEP AFTER THIS NSA AGENT TOLD HIM THE 1 THING THAT’LL BURY OBAMA LAST NIGHT Holy crap! This is huge. This guy came on Tucker Carlson last night after spending 20 years at the NSA and spilled the beans on the entire organization. 27.03.2017 • 09:34 Uhr „Großes entsteht immer im Kleinen“, so lautet die Eigenwerbung des Saarlandes… CDU zeigt sich plötzlich angriffslustig… Angeblich Waffen für Hisbollah im Visier: Israel fliegt Angriffe auf Ziele in Syrien Ein F-15 „Eagle“ Kampfjet der Israeli Air Force während der Feierlichkeiten zum 60. Unabhängigkeitstag Israels. Tel Aviv, 8. Mai 2008. 17.03.2017 • 17:05 Uhr – Es sind die schwersten Luftangriffe Israels seit Ausbruch des Konflikts in Syrien. Damaskus behauptet, ein israelisches Kampfflugzeug abgeschossen zu haben. Israel dementiert. Die Angriffe gelten, wie Medien berichten, Waffenlieferungen der Hisbollah-Milliz. Israels Luftwaffe hat in der Nacht zum Freitag offenbar gleich mehrere Angriffe auf Ziele in Syrien geflogen. Als Reaktion darauf seien aus Syrien mehrere Raketen auf die israelischen Kampfjets abgefeuert worden. Dies teilte die israelische Armee mit. Mehrere Flugabwehrraketen der Syrer seien aber abgeschossen worden. Laut israelischen Medien wurden diese nördlich von Jerusalem abgefangen. Nach israelischer Darstellung attackierten die Kampfjets einen Fahrzeugkonvoi, der Waffen für die Hisbollah-Miliz transportierte. Die syrische Armee erklärte, dass von den vier israelischen Kampfjets, die in den syrischen Luftraum eindrangen, einer abgeschossen worden sei. Israel dementiert das. Der syrische General Muhammad Abbas sagte gegenüber Sputnik: Ich denke, die israelische Luftwaffe ist schockiert, wie operativ, wirksam und präzise die syrische Armee den eigenen Luftraum verteidigt… LAST NIGHT DONALD TRUMP AND JUDGE JEANINE DID THE ULTIMATE REVENGE TO END PAUL RYAN’S CAREER! Published on Mar 27, 2017 – Sub for more: http://nnn.is/the_new_media | Danny Gold for Liberty Writers reports, Last night was a HORRIBLE night for anyone named Paul Ryan and also works as the Speaker of the House. Donald Trump and his friend Judge Jeanine Pirro had a VERY special message for him… 27.03.2017 • 11:10 Uhr Haftbefehl gegen ehemalige Präsidentin beantragt… Tödlicher Unfall im Phantasialand… Angela Merkel trifft Donald Trump: Angela Merkel auf dem Weg zu ihrer Regierungserklärung, um zur Wahl von Donald Trump Stellung zu nehmen, Berlin, 9. November 2016. 17.03.2017 • 15:59 Uhr – Vor ihrer Reise in die USA konsultiert sich die Kanzlerin ausführlich mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Die Botschaft an Washington lautet offensichlich: Wir können auch mit anderen. Für Europa wäre ein solcher Bruch jedenfalls nicht unbedingt Putin zu Le Pen: Europa und Russland müssen gegen Leid und Terror zusammenarbeiten 27.03.2017 • 10:00 Uhr – Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Freitag die französische Präsidentschaftskandidatin und Vorsitzende der Front National, Marine le Pen, in Moskau empfangen. Putin erklärte, dass Moskau der Beziehung zwischen Russland und Frankreich große Bedeutung beimisst und sich das Recht vorbehält, gute Beziehungen zu Regierungs- und Oppositionsvertretern zu pflegen. Er äußerte sich auch zu einer an..geb–l..ich..€-n Wahl..bee..in..fluss-ung in Europa durch Russland. … Aktualisiert am 27. März 2017, 09:15 Uhr Zwei Mädchen dürfen nicht an Bord, weil sie Leggings tragen: Das Verbot einer Fluglinie löst Empörung aus. Andere machen sich lustig. Zum Beispiel Captain Kirk, der viel von kuriosen Strumpfhosen versteht… SATANIC DEATH CULT EXPOSED Published on Mar 14, 2017 – Ron Johnson from STFnews.com joins me to discuss the Satanic Illuminati NWO death cult that is targeting humanity for annihilation. – Copyright 2017 SGTreport.com *Do not re-upload in whole or in part.* Embedding is always welcome. Erste Pressekonferenz Trump und Merkel: «Es ist immer besser, miteinander als übereinander zu reden» Verstanden sich offenbar besser als erwartet: Bundeskanzlerin Angela Merkel und der US-Präsident Donald Trump. 17.03.2017 • 20:40 Uhr – Das erste Zusammentreffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump in Washington scheint positiv zu verlaufen. Beide unterstrichen die Bedeutung der deutsch-amerikanischen Beziehungen und bekräftigten ihren Willen zu Zusammenarbeit… 15.03.2017 • 17:45 Uhr Abgasaffäre weitet sich aus… Join us at http://www.justicedemocrats.com „Wir sind russisch!“ 17.03.2017 • 15:24 Uhr – Riesige Russland-Fahne aus Menschen zum dritten Krim-Jubiläum in Se/€..w..as..to..pol… Sind wir in der Pop..u..lis..mus..F..alle? Maischberger: FDP-Chef Lindner erhebt schwere Vorwürfe gegen Merkel… „There Is A War On Gender, The Family Unit & Free Speech. It Is Truly Satanic.“ cm b48 minutes ago – yes and those too stupid to realize it should be culled Invesigator28 minutes ago – Best video with an interesting guest. „Bachelor“: Fiese Schadenfreude… Der neue Freund der Muslime heißt Donald Trump Mohammed bin Salman, der stellvertretende Kronprinz und Verteidigungsminister des saudi-arabischen Königreichs will in dem Einreiseverbot Trumps keinen pauschalen Muslim-Hass erkennen. Der neue amerikanische Präsident schütze sein Land lediglich vor Terroristen… 16.03.2017 • 06:30 Uhr Unternehmer Gerald Wagener: Russland-Sanktionen sind absurd und schaden nur der deutschen Europa in Sorge: Kiews Vorgehen gegen russische ESC-Teilnehmerin könnte zum Ei-gen-tor werden 15.03.2017 • 15:49 Uhr – Der Veranstalter EBU übt sich angesichts der ukrainischen Drohungen gegen Russlands designierte ESC- Starterin Julia Samoilowa in der Kunst, nicht aufzutauchen. … Der einsame Ruf der Chinesen nach Ruhe im Südchinesischen Meer… Unterdessen sehen sich selbst erfahrene Ukraineversteher in den Mainstreammedien in Erklärungsnöten bezüglich Kiews Vorgehens. Das große Skandalpotenzial um die drohende Einreiseverweigerung für die russische Sängerin Julia Samoilowa veranlasste die EBU zu einer Stellungnahme. Die Veranstalter waschen darin ihre Hände in Unschuld. Die westliche Presse übt sich in Schadensbegrenzung. – von Wladislaw Sankin – Zu erklären, dass die lebensfrohe Rollstuhlfahrerin Julia Samoilowa tatsächlich eine Gefahr für nationale Sicherheit eines großen europäischen Landes sein kann, dürfte selbst notorische Ukraineversteher im Westen vor Probleme stellen. Die Einschaltung des ukrainischen Sicherheitsdienstes und scharfe Rhetorik des Außenministers gegen die russische Sängerin am Montag sorgte deshalb für Aufsehen und könnte sich als PR-technischer Super-GAU erweisen. Dies bleibt auch Kiews westlichen Unterstützern nicht verborgen… Astronomers Detect MASSIVE „High Metallic“ Object In Space 3/15/17 Published on Mar 14, 2017 – secureteam10 is your source for reporting the best in new UFO sighting news, info on the government coverup, and the strange activity happening on and off of our planet. Email me YOUR footage and help us Aktualisiert am 16. März 2017, 07:05 Uhr Emma Watson will gegen gestohlene private Bilder vorgehen… Wirbel im ZDF-„Morgenmagazin“ …Das umstrittene türkische Verfassungsreferendum beschäftigt unfreiwillig die Europäer. Nach dem Eklat in den Niederlanden gibt die schwedische Regierung grünes Licht für türkischen Wahlkampf im eigenen Land. Dies gebieten Meinungs- und Versammlungsfreiheit… Zwischen Freund und Feind: Trumps Israel-Politik enttäuscht Netanjahu Wettlauf um die Macht zwischen Liberalen und Kriegstreibern … „Zeichen gegen NATO und Westen“ 16.03.2017 • 07:25 Uhr Türkei will modernstes Raketensystem S400 von Russland kaufen Russische humanitäre Mission liefert Hilfsgüter im Jemen aus 16.03.2017 • 08:30 Uhr – Im Darawan Camp in der west-jemenitischen Provinz Amran wird eine russische humanitäre Mission heute Hilfslieferungen anliefern. In dem Lager wohnen Binnenvertriebe. Der Konvoi bringt lebensnotwendige Güter für sie. Während der Krieg in dem Land tobt, spitzt sich die Hungerkatastrophe stetig zu. Mittlerweile herrscht im Jemen eine der schlimmsten Hungerkrisen weltweit. Der Jemen ist sehr stark vom Lebensmittelimport abhängig. Über 90 Prozent der Lebensmittel kamen vor dem Krieg über den größten Hafen des Landes in al-Hudaida an. Dieser ist weitestgehend zerstört worden. Neben den täglichen Bombardements, verschärft die Seeblockade der Militär-Allianz das Leid der Menschen immens, da der Jemen über Land nur über Oman und Saudi Arabien zu erreichen ist. Über 17 Millionen Menschen sind akut vom Hunger bedroht und benötigen dringend Nahrung, Wasser und medizinische Hilfe von Außen. Unter Führung von Saudi Arabien führen Katar, Ägypten, Kuwait, Katar, Bahrain, Marokko, Jordanien, der Sudan und Senegal Krieg in dem Land. Sie werden von Frankreich, den USA und Großbritannien logistisch unterstützt. RT-Deutsch Exklusiv-Interview: „Syrische Energiereserven primärer Treiber für Konflikt“ „…Nach türkischer Sichtweise ist jede Thematisierung der kurdischen Frage und jede Kritik am Krieg in Kurdistan bereits als Terrorismus und Unterstützung der PKK zu sehen. … Umso beschämender ist es, dass die Bundesregierung auf den Vorwurf der PKK-Unterstützung aus Ankara nun Anfang März mit einer Ausweitung des PKK-Verbots auf Symbole und Fahnen weiterer legaler kurdischer Vereinigungen aus Syrien, dem Irak und Iran reagiert hat…“ conflict cross into China in their thousands Neue Lage, alte Lager Ansturm deutscher Politiker in Moskau: Turbulente Tage in der Außenpolitik: Während Kanzlerin Merkel nach Washington reist, zieht es viele deutsche Politiker in die andere Richtung. Von Gabriel bis Seehofer geben sich deutsche Politiker in Moskau die Klinke in die Hand. Was ist von der neuen Reiselust zu erwarten? pinterest sign in page – Although you’ll be able to place all of one’s pins over a single board, it could quickly become unfocused and much less interesting to others. Each bookmark, referred to as a „pin,“ is coupled with information, for example where the image was discovered, the one who shared it, the related board, the title and caption and also the number of „Likes“ and „Repins. FPÖ-Chef Strache greift Merkel an: „Mit wem steht die Merkel-EU eigentlich nicht im Konflikt?“ 15.03.2017 • 17:26 Uhr- Vor einer möglichen Selbstisolation der EU infolge konfrontativen Auftretens nach außen warnte der Vorsitzende der FPÖ, Heinz-Christian Strache, in einer Sendung des ORF. Vor allem der deutschen Kanzlerin Angela Merkel attestierte er eine unrühmliche Rolle. … „Wie sieht die Zukunft der EU aus?“ Plenartagung im EU-Parlament (mit deutscher Übersetzung) Moldawischer Diplomat Wassili Schowu: 15.03.2017 • 06:15 Uhr Russland hat in Moldawien bedeutende politische Interessen… „Russland ist ein großer und wichtiger Partner für Berlin“ Merkels Geheimabkommen mit der Türkei: Flüchtlingsquoten ohne Zustimmung der restlichen EU-Länder Werbebanner für Merkel und den ehemaligen türkischen Premierminister Ahmet Davutoglu; Gaziantep, Türkei, 23. April 2016. 14.03.2017 • 17:36 Uhr – Der niederländische Regierungschef Rutte und Bundeskanzlerin Merkel sollen sich mit der Türkei darauf geeinigt haben, jährlich hunderttausende Flüchtlinge aufzunehmen. Brüssel und die Öffentlichkeit haben sie von diesem Plan jedoch nicht in Kenntnis gesetzt… Wo bleiben die Betroffenheits-Hashtags zu Mossul? 14.03.2017 • 17:47 Uhr – Sowohl in Syrien als auch im Irak kämpfen Regierungs- truppen gegen Terroristen. In beiden Fällen sind auch ausländische Luft- streitkräfte im Einsatz. Doch warum wird der Krieg gegen Terroristen in den westlichen Medien und auch auf Facebook und Twitter so unterschiedlich dargestellt und bewertet? Anissa über die Doppelmoral in den sozialen Medien „Death toll from Damascus blasts rises to 74“ BILL CLINTON JUST GOT HIS ASS HANDED TO HIM ON LIVE TV BY BREXIT LEADER NIGEL FARAGE Snoop Dogg sorgt für Skandal… The Deep State Pushes Their Agenda To Have Trump Removed And Replaced With Pence – Episode 1227b US-Mainstream versus Twitter-Trump Published on Mar 14, 2017 – RT Deutsch US-Medienunternehmen wie NBC werfen Donald Trump vor, durch seine feindlichen Attacken gegen die Mainstreammedien nur von seiner Politik ablenken zu wollen. Sie selbst seien an sachlicher Berichterstattung interessiert. Doch Medien wie NBC sind in ihrer Kritik an Trump nicht ausgewogen und führen eine personalisierte Kampagne gegen den US-Präsidenten. Trump nutzt Twitter um die ihm feindlich gesinnten US-Medien zu umgehen… Pretend VAULT7 Never Happened: McCain & Hayden Continue Russian Witch-Hunt Published on Mar 14, 2017 – Operation Mockingbird’s cover has been blown and the CIA attempt to control the news is failing badly. Cue Hollywood, with phony dramatic narratives and thinly veiled propaganda disguised as comedy with Trump and Alex Jones portrayed as doing what the CIA and MSM really do. Meanwhile, McCain & Hayden scoff at the idea that the intel- ligence community would monitor President-elect Trump and suggest that Roger Stone should be called before Congress to testify about Guccifer 2.0. Roger Stone joins David Knight to debunk the latest conspiracy theory of John McCain…. Iraqi forces retake over 60 percent of western Mosul EIN AUSZUG aus „DER GÖTTERBOTE“ (2013) wenn Sie dieses Buch gelesen haben, dann werden Sie wissen wie es geht, das Kartenlegen mit Skatkarten. Das einzige, was Sie dazu noch benötigen, das ist ein Kartenspiel für 2 bis 3 Euro. Sie finden in dem Buch eine übersichtliche Liste, mit ihr kennen Sie die Bedeutung der Karten. üben, üben und üben. Ich möchte Ihnen meine Methode vorstellen, denn sie ist einfach und sehr erfolgreich. Lassen Sie sich von meinem Buch überraschen, es ist kein übliches Lehrbuch.Ich wünsche Ihnen eine gute Unterhaltung und viel Erfolg beim Nachmachen. Sie bringt ihrer Schule Millionen… Wenn Sie das Drei-Karten-Spiel einige Zeit geübt haben und sich so langsam die Bedeutung der Karten eingeprägt haben, dann wollen Sie vielleicht auch einmal das Große Kartenbild legen. Dazu müssen Sie wieder gut mischen und dann legen Sie das Kartendeck zugedeckt vor sich hin. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Frage und dann nehmen Sie mit der linken Hand mehrmals einen kleinen Stapel von dem Deck, bis Sie vier kleinere Stapel übereinander vor sich liegen haben. Dann nehmen sie den obersten Stapel zu erst und legen die anderen der Reihe nach in eine Reihe. Nun drehen Sie die Stapel um und schauen sich die vier Karten genau an. Dort liegt vielleicht der Herzensmann – die Kreuz 8 – die Abendstunde und die Liebe. Wenn Sie eine Frau sind, dann könnten diese Karten bedeuten: „Es geht um die Liebe zu ihrem Herzensmann.“ Und nun nehmen Sie den ersten Stapel und legen die Karten aufgedeckt nebeneinander. Acht Stück in eine Reihe, die übrigen kommen der Reihe nach darunter, bis sie alle Karten ausgelegt haben und Sie vier Reihen zu je Acht Karten vor sich liegen haben. Das ist nun das Große Bild. Zunächst lesen sie einfach die Karten der Reihe nach. Der Herzensmann liegt vielleicht gleich zu Beginn, dann kommt möglicherweise das Karo Ass, dann die sorgenvollen Gedanken und die unangenehme Überraschung und so weiter. Sie werden überrascht sein, aber mit etwas Fantasie machen die Karten Sinn. Doch es hängt auch von Ihrer Intuition ab, was Sie aus den sich bildenden Sätzen herauslesen können. Nun schauen Sie am Besten erst mal nach Ihrer Karte, wenn Sie eine Frau sind, dann ist es die Herz Dame. Dann suchen Sie nach dem Lumpejung und der Kreuz 8, den sorgenvollen Gedanken. Versuchen Sie die Personen zuzuordnen. Wahrscheinlich ist die Kreuz Dame ihre Mutter und Kreuz König ist ihr Vater. Haben Sie Geschwister? Dann ist die Karo Dame vielleicht ihre Schwester. Aber vielleicht haben Sie ja auch Kinder und dann ist Karo König vielleicht ihr Sohn. Das müssen Sie alles selber heraus finden. Wenn Sie jedoch die Karten mehr nach ihrer Arbeit gefragt haben, dann ist der Kreuz König wahrscheinlich ehr ihr Chef. Sie müssen sich selbst überlegen, welches die wichtigen Personen ihrer momentanen Lebenssituation sind. Das ist nicht ganz einfach, Kartenlegen ist kein Kinderspiel, aber vertrauen Sie ihrer Intuition, diese wird Sie schon auf die richtige Lösung bringen. Und nun schauen Sie sich die Spalten an. Welche Karten liegen um ihren Herzensmann, welche Karten sind in Ihrer Nachbarschaft? Schauen die Personen sich an oder nicht? Liegt der Herzensmann weit weg von Ihnen oder liegen Sie sogar direkt nebeneinander? Das ist alles von Bedeutung. Es dauert sicherlich einige Zeit, bis Sie alle Karten übersetzt haben und sich Ihnen so langsam der Zusammenhang erschließt. Aber es macht Spaß, denn Sie werden feststellen, die Karten liegen wirklich sehr passend. Vielleicht machen Sie ja auch ein Foto von diesem Großen Bild, dann können Sie sich auch noch Wochen später damit auseinandersetzen und Sie stellen vielleicht fest, dass die in den Karten angekündigte Information tatsächlich eingetroffen ist. Ich mache es nach der ersten Durchsicht der Karten immer auch so, dass ich die einzelnen Spalten betrachte. Welche Karten liegen übereinander und was sagen sie aus? Dann schaue ich mir auch die Diagonalen an und die letzten vier Karten unten rechts in der Ecke. Sie sind oft wichtig und zeigen schon in die Zukunft. Wenn Sie das Große Bild zu genüge studiert haben und sie alle Personen zuordnen können, wenn Sie die Nachbarkarten betrachtet haben und Sie den Eindruck haben, das Bild zu verstehen, dann kommt der nächste Schritt, denn nun nehmen sie jede siebte Karte aus dem Bild heraus, bis nur noch 16 Karten übrig sind. Schieben Sie die Karten zusammen. Sie werden sehen, in der ersten Reihe liegen vier Karten, darunter sind es nur Drei, dann liegen wieder vier Karten und in der letzten Reihe liegen Fünf. Die fünfte Karte schieben Sie nun auf den letzten noch freien Platz in der zweiten Reihe, so dass sie nun ein kleineres Bild von 4 mal 4 Karten vor sich liegen haben. Betrachten Sie die Veränderung, denn nun zeigen diese Karten an, wie sich die Situation des großen Kartenbildes in der Zukunft verändern wird. Welche Karten liegen jetzt nebeneinander, wie sehen die Spalten aus? Wenn Sie das Kleine Bild genügend erfasst haben, dann nehmen Sie die übrigen Karten und nun legen Sie auf jede Siebte eine zugedeckte Karte. Wenn Sie sieben Karten ausgelegt haben, dann legen Sie der Reihe nach weitere sie- ben Karten auf die Zweierpäckchen. Nun haben Sie noch zwei Karten übrig und die legen Sie erst mal zugedeckt zur Seite. Decken Sie die Karten auf. Jedes Dreierpäckchen ergibt nun einen Satz. Vielleicht liegt dort nun auf der positiven Überraschung (Pik Ass, aufrecht) „das fremde Haus“ (Pik 10) und die Abendstunde (Pik 8). Daneben liegt auf der Familie die Karo 10 und das Karo Ass, dann kommt vielleicht das Päckchen mit der Kreuz 10 (Reise, große Veränerung), der Kreuz 8 (sorgenvolle Gedanken) und dem Pik König…. Versuchen Sie aus diesen Päckchen Sätze zu bilden. Hier hieße es vielleicht: „Bald gibt es eine (positive) Überraschung vom Amt.“ Oder daneben: „Die Familie hat großes Glück, etwas wird sich erfüllen oder sie kommt zu Geld.“ Vielleicht sagen die Karten aber auch, dass es sich um eine Familie handelt, der es finanziell ganz gut geht. Das dritte Päckchen bedeutet vielleicht: „Ein kranker Mann macht sich Gedanken um eine weite Reise.“ Vielleicht muss er in eine Rehaklinik.“ Oder jemand macht sich sorgenvolle Gedanken, weil sich etwas erst „über den großen Weg“ verbessert. Vielleicht ist derjenige ernsthaft erkrankt und die Genesung wird lange dauern. Wenn sie sich schon mal von einer erfahrenen Kartenlegerein die Karten haben legen lassen, dann werden Sie sicherlich erstaunt gewesen sein, wie schnell und wie zutreffend sie die Karten gedeutet hat. Nun, das hat etwas mit ihrer Erfahrung zu tun. Gerade bei dieser Kunst macht Übung den Meister. Lassen Sie sich also nicht entmutigen, nur weil es nicht alles gleich so einfach ist. Sie werden sehen, mit der Zeit werden Sie immer besser in der Deutung der Karten werden. Nun haben Sie ja noch die zwei letzten, zugedeckten Karten und wenn Sie sich Ihre Dreierpäckchen alle angeschaut haben, dann gibt es dort vielleicht eines, da würden Sie gerne mehr drüber wissen. Nun, dann legen Sie die verbliebenen Karten auf dieses Päckchen und schauen, was für einen Satz Sie aus den nun dort liegenden fünf Karten lesen können. Und, was haben Ihnen Ihre Karten erzählt? Haben Sie sich in ihnen wiedergefunden? Haben Sie eine Aussage über die Zukunft machen können? Wenn Sie es einige Male für sich selbst geübt haben, dann suchen Sie sich am Besten ein „Opfer“ dem Sie nun die Karten legen können. Eine Freundin vielleicht. Sie werden sehen, nun werden die Karten umschalten und nicht mehr über Sie reden, sondern jetzt erzählen die Karten etwas über die Lebenssituation ihrer Freundin. Und wenn Sie sich nach nun fragen, wie das alles nur möglich ist, wie es sein kann, dass die Karten so zutreffend Ihre Lebenssituation oder auch die Ihrer Freundin wiedergeben können, nun, dann sage ich Ihnen, das ist auch für mich nach wie vor ein Rätsel. Ich habe darauf auch keine gesicherte Antwort. Es ist Magie. Es ist etwas Göttliches. Vielleicht hat es ja wirklich etwas mit dem Torsionsfeld zu tun. Vielleicht ist es aber auch einfach die Kunst des Zufalls. Denn der ist und bleibt beim Kartenlegen einfach wichtig. Gott handelt durch den Zufall und vielleicht spricht er auch durch den Zufall mit uns. Jedenfalls sind zwei Dinge wichtig. Sie müssen gut mischen und Sie müssen auf ihre innere Stimme achten. Beides lässt die Karten sprechen. Manchmal werden Sie aber vielleicht auch feststellen, dass die Karten schweigen. Sie können dann noch so oft fragen, aber Sie bekommen keine Antwort. Dann überlegen Sie, wollen Sie vielleicht etwas wissen, dass Sie eigentlich gar nichts angeht? Wenn Sie vielleicht etwas über Ihre verfeindete Nachbarin wissen wollen? Über die neue Freundin ihres Ex, was auch immer. Es gibt Dinge, da sagt der Kosmos Nein. Aber wenn Sie etwas erfahren, dann ist es auch für Sie bestimmt. Der Filter ist wirklich gut, denn er schützt durchaus die Privatsphäre. Er erlaubt es Ihnen nämlich nicht über Hinz und Kunz etwas herauszufinden. Klar, Personen, die sowieso in der Öffentlichkeit stehen, die sind nicht Tabu. Wenn Sie also auch die Karten über Politiker legen wollen, nur zu. Ulli Höneß und Konsorten müssen damit leben, dass sie nicht privat sind. Auch unsere Kanzlerin und ihre Kollegen sind nicht geschützt. Probieren Sie es aus, als Training sozusagen. Und dann verfolgen Sie die Nachrichten und überprüfen Ihre Deutung der Dinge. Ich kann nur von mir sprechen, aber mir hat die Sache mit dem Bostoner Attentat sehr viel Spaß gemacht. Ich hatte so den Eindruck mitten drin im Geschehen zu sein. Auch das mit dem Höneß, ich finde es interessant und spannend. Und der Fernseher tut mir den Gefallen und verschafft mir regelmäßig die Informationen, die ich brauche um die Richtigkeit meiner Vorhersage feststellen zu können. Und Sie konnten es ja selbst lesen, ich habe oft richtig gelegen. Das heißt die Karten haben richtig gelegen und ich habe sie verstanden. Das ist wirklich eine sehr gute Übung und ich empfehle es Ihnen mir gleich zu tun. Soll ich es Ihnen noch mal genau zeigen? Über wen soll ich die Karten legen? Was würde Sie besonders interessieren? Vielleicht interessiert Sie ja der Kanzlerkandidat der SPD? Welche Chancen hat er bei der bevorstehenden Bundestagswahl? Mal sehen was der Kosmos über ihn zu sagen hat. Machtkampf und Urkunden- fälschung bei CDU in Berlin – Wer lügt? 14.03.2017 • 19:39 Uhr – Die Berliner CDU Steglitz-Zehlendorf wurde einst als „Kreisverband des Grauens“ bezeichnet. Der Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann soll laut einer parteiinternen Untersuchungskommission an der Fälschung von rund 350 Umfragebögen beteiligt gewesen sein. Wellmann verdächtigt seinen Partei- kollegen, Kreisvorstand sowie ehemaligen Justizsenator Thomas Heilmann. Beide treten zur Wahl des De/irek-t..kan..di..daten für die kommende Bundestagswahl an. RT Deutsch sprach mit Thomas Heilmann. Mark kaiser28 minutes ago – nix neues nur keine sau interessierts 🙂 heavyfarmer9 minutes ago – Wahnsinn. Ich kannte beide nicht und nach 5 Minuten Recherche ist einer schlimmer wie der andere. Da sieht man mal wieder den Beweis, dass es kein Zufall ist was aus Berlin geworden ist wenn man davon ausgeht, dass Revolutionen meist von der Hauptstadt ausgehen. Aktualisiert am 14. März 2017, 20:34 Uhr Was steckt hinter den Drohungen von Erdogan? „De/irek-t..kan..di..daten? Kapierst Du das?“ Die Kleine MAUS putzte sich ihr Näschen. „Direkt …erekt…ion …Direktion …Erektion …“ „Da sieht man mal wieder, wie GRÜN Ihr hinter den OHREN seid,“ brummte der BÄR. DEREK ist ein berühmter KOMMISSAR, ein POLIZIST mit ganz eigenen Methoden…habe ich mir immer gern angeschaut.“ „Jetzt behaupte nicht, bei Dir im WALD gab es nen FERNSEHER!“ „Nicht im WALD; aber unser ZIRKUSDIREKTOR hatte einen und diese SERIE verpasste er nie.“ „Ach, und DU durftest mitgucken?“ „Nun, es gab nicht viele Gelegenheiten, aber manchmal stand sein GROßER WAGEN tatsächlich so günstig, da konnte ich den Bildschirm durch sein Fenster flackern sehen.“ „Ich habe auch öfter mitgeschaut, bei der Familie, wo ich zuletzt gewohnt habe, da hatte der Sohn einen solchen Kasten in seinem Zimmer und da es bei ihm sowieso viele KRÜMEL zu finden gab, bin ich auch öfter zu ihm in Zimmer. Aber der schaute keine KRIMIS, der interessierte sich viel mehr für nackte Brüste und so.“ „PORNOS etwa??,“ ließ sich die SCHILDKRÖTE vernehmen. „Ja, POPOS gab es da auch zu sehen,“ wusste die Kleine MAUS zu berichten. „Wie aufregend…“ wisperte die FLEDERMAUS, die Solcherlei immer schon sehr fasziniert hatte. Auch sie kannte einige Häuser, in denen solche Filme zu sehen gewesen waren. Dort hatte sie sich dann nicht selten in lauen Sommernächten unter einen Rolladenkasten gehangen und mitgeschaut. Doch viel interessanter fand sie dann meist, das Verhalten der Hausbewohner. Also, wirklich, was Menschen so alles mit einander trieben …ztztzt …dagegen ging es unter Ihresgleichen weit weniger abwechslungsreich zu, was solche Dinge anging. Ja, manchmal ging das Ganze so fix, das man kaum gemerkt hatte, was passiert war. „Was seid Ihr doch alles FERKEL,“ empörte sich die SCHILDKRÖTE und zog sich wieder unter ihren PANZER zurück. „Und DU bist ne SPAßBREMSE,“ konterte die LATZHOSE, die so einiges mehr zu diesem Thema zu erzählen gewusst hätte, aber das war sicher nix für noch GRÜNE OHREN. Angriff auf Mossul: Immer mehr Zivilisten werden Opfer von US-Bomben RT-Korrespondenten treffen im Irak zahlreiche Zivilisten, die Opfer amerikanischer Luftangriffe wurden. Die Betroffenen sprechen von „willkür- lichen Bombardierungen“. Teilweise hatte die Betroffenen die US-Streitkräfte sogar zuvor über die Positionen der Zivilisten informiert. Gegenüber RT- Korrespondentin Gayane Chichakyan gibt sich der Sprecher des Außenministeriums wie immer ahnungslos...
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Was ist Insulin und wo wird es gebildet?
Insulin (andere Namen: Insulinum, Insulinhormon, Inselhormon) ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon (Polypeptidhormon), das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (von „Insel“). Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Funktion und Wirkung Die Regulation der Konzentration von Glucose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel dadurch, dass es mittels seiner „Schlüsselfunktion“ der Glucose aus dem Blutplasma und der Gewebsflüssigkeit den Durchtritt durch die Zellmembran in das Zellinnere ermöglicht. Vor allem die Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen Glucose aufnehmen und sie in Form von Glycogen speichern oder zur Energiegewinnung abbauen (siehe Glycolyse). Auch auf andere Zellen wirkt das Hormon, so hat es Einfluss auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Das Hormon ist wesentlicher Faktor folgender Erkrankungen: Diabetes mellitus Hyperinsulinismus Insulinom Insulinresistenz Metabolisches Syndrom Das im Blut zirkulierende Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulinrezeptoren. Insulinrezeptor Letztlich löst die Bindung dieses Hormons an seinen Rezeptor eine Reihe von Kinase-Kaskaden (Kaskade von Phosphorylierungsreaktionen) aus, die durch Signalwege beschrieben werden können. Diese Signalwege bewirken ein Sinken des Blutglucosespiegels durch Förderung der Glucose-Aufnahme (GLUT4-Translokation zur Zelloberfläche) Förderung der Glucose-Speicherung (Glycogensynthese) in der Leber und den Muskeln Dieses Signal wird durch die Aktivierung glucoseverbrauchender Wege unterstützt. Weitere unterstützende Maßnahmen bestehen in der Unterdrückung glucoseliefernder Wege, so zum Beispiel durch Abbau des second messenger cAMP über eine Phosphodiesterase. Glucoseaufnahme im Muskelgewebe Das Hormon erhöht in der Muskulatur und im Fettgewebe die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellmembran für Glucose. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Membran selbst permeabler wird, sondern dass vermehrt Carrier-Proteine für Glucose aktiviert werden. Dieses Carrier-Protein ist GLUT4, ein hochaffiner, insulinabhängiger Glucose-Transporter, welcher die Glucose durch erleichterte Diffusion (passiver Transport) in die Zelle transportiert. Folgende physikalische Eigenschaften sind für GLUT4 relevant: sättigbar, nicht aktivierbar oder inaktivierbar, also Regulation nur durch insulinabhängigen Einbau oder Ausbau. Glucoseaufnahme und Stoffwechsel im Gehirn Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf. Deshalb nehmen die insulinabhängigen Zellen bei einem erhöhten Insulinspiegel mehr Glucose auf, und für die insulinunabhängigen bleibt weniger übrig. Im Allgemeinen besteht bei Hypoglykämie die Gefahr, dass das auf Glucose angewiesene Nervensystem geschädigt wird. Insulin wird, verabreicht als Nasenspray in direktem Kontakt mit dem ZNS, zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit untersucht. Auf- und Abbau von Fettgewebe Das Hormon hemmt die Lipolyse im Fettgewebe und somit den Abbau von Fett. Ein Insulinmangel führt daher zu einer gesteigerten Lipolyse mit Bildung von Ketokörpern und einer daraus resultierenden Ketose. Förderung des Zellwachstums Eine weitere zentrale Funktion des Peptidhormons Insulin besteht in der Regulation von Zellwachstum und Proliferation durch die Aktivierung der Transkription von Genen, die für Kontrolle und Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung sind. Diese Insulinwirkung ist bei Diskursen über Insulinpräparate ein Thema. Tryptophan-Aufnahme im Gehirn Höhere Insulinspiegel haben einen leicht steigernden Einfluss auf die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn. Insulin und die Regelung des Blutzuckerspiegels Eine der wichtigsten biologischen Wirkungen des Insulins ist die rasche Beschleunigung der Glucoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und Regulierung der Zwischenspeicherung in der Leber im Rahmen der Regelung des Blutzuckerspiegels: In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2. Durch Insulin wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert, die eine Signaltransduktion in Gang setzt. Beteiligt sind dabei das Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1), die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), der second messenger Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2), die Phosphoinositid-abhängige Kinase-1 (PDK1) und schließlich die Proteinkinase B (PKB) (siehe Bild, A). PKB phosphoryliert die Glycogensynthase-Kinase 3, GSK3, die dadurch inaktiviert wird. GSK3 ist eine Kinase, die die Glycogensynthase phosphoryliert und damit inaktiviert (GYS b). GSK3 steht in Konkurrenz zu einer Phosphatase, der Protein-Phosphatase 1 (PP1). Dadurch, dass GSK3 nicht mehr wirken kann, liegt daher immer mehr Glycogensynthase in seiner dephosphorylierten Form vor (GYS a, siehe unteres Bild, B). Außerdem aktiviert die PKB eine Phosphodiesterase, PDE, die cAMP zu AMP hydrolysiert. Infolgedessen erlischt zusätzlich der Signalweg für die Proteinkinase A, die für den Abbau von Glycogen sorgt. In der Leber, dem Fettgewebe und der Muskulatur wird unter Insulineinfluss die Triglyceridsynthese stimuliert. Substrate dafür sind neben den Kohlenhydraten mit der Nahrung aufgenommene Lipide. In den drei genannten Geweben werden Aminosäuren verstärkt aufgenommen und für die Proteinsynthese verwendet. Die metabolischen und mitogenen Effekte von Insulin werden über die Bindung an dessen Rezeptor auf der Zelloberfläche der Zielgewebe Leber, Muskel und Fett initiiert. Insulin induziert weiterhin die Glycogensynthese und -speicherung in Leber und Muskel, die Triglyceridsynthese in Leber und Fettgewebe sowie die Speicherung von Aminosäuren im Muskel. Gleichzeitig hemmt Insulin die hepatische Gluconeogenese und zählt daher insgesamt zu den wichtigsten Regulatoren des Glucosemetabolismus. Gegenspieler Fällt der Blutzuckerspiegel im Körper unter einen Wert von 80 mg/dl ab, wird die Insulinproduktion bereits stark reduziert. Sinkt der Blutzucker weiter ab, treten verschiedene Gegenspieler des Insulins auf: Adrenalin Glucagon Kortisol Somatostatin Die Spiegel dieser gegenregulierenden Hormone steigen bereits deutlich an, wenn der Blutzucker unter 60 mg/dl absinkt. Beim Typ 1-Diabetes ist oft auch der Gegenregulationmechanismus gestört, was zu zusätzlichen Problemen mit Hypoglykämien führt. Somatostatin hat einen hemmenden Einfluss auf die Sekretion von Insulin und Glucagon, da er als allgemeiner Hemmer im Körper fungiert. Wirkung auf den Kaliumspiegel Insulin senkt den Kaliumspiegel im Blut, indem es dafür sorgt, dass Kalium in das Zellinnere von Hepatozyten und Skelettmuskelzellen verlagert wird, also von extrazellulär nach intrazellulär. Dies erfolgt durch Aktivierung der Natrium-Kalium-ATPase durch Insulin. Insulinpräparate werden daher gemeinsam mit Glucose (zur Vermeidung einer Hypoglykämie) zur Behandlung einer Hyperkaliämie verwendet. Vorkommen Insulinsequenzen von mehr als 100 verschiedenen Spezies sind bekannt. Die Proteinsequenzen der jeweiligen Insuline sind sich ähnlich – sie zeigen Sequenzhomologie – sind aber nicht identisch. Über die Unterschiede im chemischen Aufbau von Humaninsulin gegenüber den Insulinen einiger Säugetiere sowie Informationen zu künstlich hergestelltem Insulin siehe Insulinpräparat. Insulin und Evolution: Genotypen, die in Jäger- und Sammlergesellschaften einen raschen Abbau von Energiereserven bei Nahrungsmangel verhinderten, prädisponieren beim heutigen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot zu Adipositas und Typ-2-Diabetes. Inwieweit Gene den Glucosestoffwechsel und die damit verbundene Wirkung von Insulin beeinflussen, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Die Homologe des Insulins in Insekten sind die Drosophila Insulin-like Peptides. Bildung, Speicherung, Freisetzung und Regulierung Biosynthese Die Synthese des Hormons erfolgt in den β-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die genetische Information wird von nur einem Genlocus im kurzen Arm des Chromosom 11 codiert. Das Gen besteht aus ungefähr 300 Nukleotiden. Die mRNA wird zunächst an Ribosomen, die sich auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum (ER) befinden, in das Präproinsulin translatiert, das aus 110 Aminosäuren besteht. Die weitere Prozessierung erfolgt in zwei Schritten, nach der Faltung des Moleküls durch Bildung von Disulfidbrücken entsteht durch Abspaltung von Signalpeptid und C-Peptid das Insulinmolekül. Speicherung Die Insulinmoleküle werden in den Vesikeln des Golgi-Apparats, der an der Zellmembran der β-Zelle liegt, durch Zink-Ionen zu Hexameren gebunden und so stabilisiert gespeichert (Zink-Insulin-Komplex). Die hohe Bindungsfreudigkeit von Insulinmolekülen an Zink hat mehrere wichtige Auswirkungen. Insulin ist in der Form von Hexameren und nach dem Zerfall in Dimere noch nicht wirksam, sondern nur als Einzelmolekül. Diese Eigenschaft spielt bei den Insulinpräparaten eine wichtige Rolle. Bei schnellwirkenden Insulinpräparaten ist der zu langsame Zerfall der Molekülverbände unerwünscht und es wird nach Möglichkeiten gesucht den Zerfall zu beschleunigen. Bei langwirkenden Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Verlängerung der Wirkdauer durch hohe Zinkkonzentrationen gezielt verstärkt. Bei der Entwicklung von oralen Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Kopplung von Insulin an Transportmoleküle genutzt. Ausschüttung Die Ausschüttung von Insulin ins Blut erfolgt durch Exozytose. Die Insulinausschüttung erfolgt oszillierend. Alle drei bis sechs Minuten wird Insulin in die Blutbahn abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme ist bei Stoffwechselgesunden ein biphasischer Verlauf der Insulinsekretion feststellbar: Der erste „Insulinpeak“ hat seine Spitze nach drei bis fünf Minuten und dauert zehn Minuten. Danach schließt sich eine zweite Phase an, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Die erste Phase besteht aus den gespeicherten Insulinmolekülen, die zweite Phase vor allem aus neu gebildetem Insulin. Das C-Peptid wird erst bei Anstieg des Blutzuckerspiegels aus dem Proinsulin durch Peptidasen herausgeschnitten und gemeinsam mit dem aktiven Insulin und Zink ausgeschüttet. Durch den Nachweis von C-Peptid im Serum kann die endogene Insulinproduktion gemessen werden. So kann bei Diabetikern eine Aussage darüber getroffen werden, wie viel Insulin noch vom Körper selbst hergestellt wird, da das synthetische Produkt keine C-Sequenz enthält. Regulierung Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin, im Zusammenwirken mit Glucagon den Blutglucosespiegel ständig zwischen bestimmten Werten zu halten. Gerät der Blutzuckerspiegel unter einen gewissen Wert droht das hypoglykämische Koma und der Tod, gerät er darüber, drohen Schäden an Gefäßen, Nierenkörperchen und anderen Geweben. Zusammen mit Leptin scheint Insulin aber auch maßgeblichen Anteil an der Energiehomöostase zu haben. Dabei wirkt aber nicht nur Leptin auf Insulin ein, sondern das Insulin wirkt selbst ebenfalls auf das Leptin ein, genauer auf die Aufnahme von Leptin im Gehirn. Aufgrund der lebenswichtigen Funktion muss die biochemische Implementierung des Regelkreises robust sein. Da Zellen nicht „denken“ können, kann es nur so sein, dass Einzelzellen wie ein Zustandsautomat funktionieren bzw. dass wenige Zellen dermaßen zusammenwirken, dass ein Reiz sinnvoll verrechnet wird. Der Hauptreiz zur Ausschüttung von Insulin aus der β-Zelle ist der Blutzuckerspiegel (ab 5 mmol Glucose/l Blut), und dieser wird direkt von der β-Zelle „gemessen“. Biochemisch umgesetzt wird das mit Hilfe von ATP-gesteuerten Kaliumkanälen etc., siehe #Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus. Die Hormone Gastrin, Sekretin, GIP und GLP-1 modifizieren den grundlegenden Glucose-Insulin-Regelkreis, indem sie auf die β-Zelle wirken. Siehe Inkretin-Effekt. GIP wird von K-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Duodenums befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht die Insulinausschüttung der β-Zellen. Das GIP wirkt also auf die β-Zellen zu einem Zeitpunkt ein, wo die Glucose aus der Nahrung noch nicht ins Blut gelangt ist. GLP-1 wird von L-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Ileum und des Caecum befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht ebenfalls die Insulinausschüttung der β-Zellen. Der Großteil der Nährstoffe wird bereits im Jejunum extrahiert und ins Blut bzw. in die Lymphe abgegeben. Im Caecum findet keinerlei Absorption von Nährstoffen, sondern hauptsächlich eine Fermentation statt. Zusätzlich sind β-Zellen sowohl vom parasympathischen als auch sympathische Nervensystem innerviert: Das parasympathische NS wird bei Leptin-Insuffizienz (oder auch bei Leptin-Resistenz) aktiviert und wirkt allgemein trophotropisch, d. h., es bewirkt die Speicherung von Energie. Es erhöht also die Insulinabgabe. Zumindest bei Mäusen wirkt es außerdem gleichzeitig auf Adipozyten ein und erhöht ihre Empfindlichkeit für Insulin, während die Empfindlichkeit der Leber- und Muskelzellen nicht beeinflusst wird. Glucose wird in Leber- und Muskelzellen zu Glycogen verbaut und derart gespeichert, in den Adipozyten erfolgt De-novo-Lipogenese und Speicherung von TGs. Das sympathische NS wird bei Leptin-Suffizienz aktiviert und wirkt allgemein ergotropisch, d. h., es bewirkt die Erhöhung des Energieverbrauchs. Es senkt die Insulinabgabe. Die Senkung der Insulinabgabe scheint einem erhöhten Energieverbrauch entgegenzuwirken, denn die Muskelzellen können sehr viel mehr Glucose aus dem Blut aufnehmen, wenn sie möglichst viele GLUT-4 Transporter auf der Oberfläche aufweisen. Sie müssen also auf die bereits gespeicherte Energie in Form von Glycogen und Fettsäuren zurückgreifen. Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus Das Eindringen eines Glucose-Moleküls in die β-Zelle setzt eine Wirkungskette in Gang. Nachdem die Glucose durch den GLUT1-Transporter in die Zelle gelangt ist, wird sie durch Glycolyse verstoffwechselt. Das dabei entstehende ATP hemmt den Ausstrom von Kalium-Ionen (ATP-sensitive Kaliumkanäle). So kommt es durch den stark verminderten Kaliumausstrom zur Depolarisation, weil die Stabilität des Membranpotentials nicht weiter durch Kaliumausstrom erhalten wird. Das depolarisierte Membranpotential bewirkt eine Öffnung spannungsabhängiger Calcium-Kanäle. Der Einstrom der Calciumionen ist der entscheidende Reiz für die Verschmelzung der insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran. Die gespeicherten Insulinmoleküle werden durch Verschmelzen der Membranen (Exozytose) aus den β-Zellen in den Extrazellularraum und weiter in den Blutkreislauf freigesetzt. Dabei werden die Speicher-Hexamere aufgetrennt. Der Insulinspiegel im Blut steigt an. Halbwertszeit und Abbau Die biologische Halbwertszeit einzelner Insulinmoleküle im Blutkreislauf liegt bei circa fünf Minuten. Das Insulin wird über manche Insulinrezeptoren in die Zellen aufgenommen, dort abgebaut und somit verbraucht. In der Leber und in der Niere wird Insulin durch Insulinase inaktiviert, die Insulinase oder genauer Glutathion-Insulin-Transhydrogenase spaltet die Disulfidbrücken zwischen der A- und der B-Kette auf, wodurch das Insulin in zwei Teile zerfällt und wirkungslos wird. Die Abbauprodukte werden durch die Niere ausgeschieden, ebenso 1,5 % des noch intakten Insulins. Die kurze Zeitspanne der Aktivität des Insulins zeigt, dass die physiologische Steuerung des Zuckerstoffwechsels im gesunden Körper sehr schnell funktioniert; diese Geschwindigkeit kann bei der Behandlung des Diabetes mellitus praktisch nicht erreicht werden. Insulin als Arzneistoff In der Insulintherapie werden verschiedene Insulinpräparate verwendet. Die häufigste und älteste Verabreichungsart ist die subkutane Injektion. Für diesen Zweck steht eine Reihe von kurz-, mittel- und langwirkenden Humaninsulinen und Insulinanaloga zur Verfügung. Werden diese zur Therapie kombiniert, so ist auf die unterschiedliche Halbwertzeit besonders zu achten. sehr schnell und kurz wirkend: Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin aspart kurz wirkend: Normalinsulin (= gelöstes Humaninsulin) intermediär wirkend: NPH-Insulin, biphasisches Insulin lispro, biphasisches Insulin aspart lang wirkend: Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec Peroral ist Insulin unwirksam, da die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. Untersucht wird, inwieweit sich Insuline in Nanopartikel verkapseln lassen, um auf diesem Wege „unverdaut“ in den Blutkreislauf eingeschleust werden zu können. Jüngere Entwicklungen wie Präparate zur Inhalation, die das Insulin über die Atemwege zuführen, haben sich auf dem Markt bisher nicht behaupten können. In der Vergangenheit wurde Insulin im Rahmen der Insulinschocktherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten eingesetzt. Diese Methode der Behandlung wurde zum Beispiel im biografischen Film A Beautiful Mind an John Nash gezeigt. Dieses Verfahren wird nicht mehr praktiziert. Missbrauch von Insulin Insulin steht auf der Liste der verbotenen Doping-Substanzen, da es zu mehreren Zwecken missbraucht werden kann. Da Insulin der durch Somatropin verringerten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen entgegenwirkt, wird es oft zur Kompensation dessen unerwünschter Nebenwirkung verwendet (siehe Anabolikum). Andere Anwendungen sind die Förderung der Füllung der Glycogenspeicher bei Ausdauersportlern und die Unterstützung des Aufbaus von Muskelmasse. Die missbräuchliche Selbstverabreichung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel übermäßig abzusenken, führt zum Krankheitsbild der Hypoglycaemia factitia. Im März 2008 wurde der Krankenpfleger Colin Norris in Newcastle zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er vier seiner Patientinnen durch Injektion zu hoher Insulindosen ermordet hatte. Zeittafel zur Forschungsgeschichte Weblinks Einzelnachweise Peptidhormon Diabetologie Arzneistoff Codiert auf Chromosom 11 (Mensch) Wikipedia:Artikel mit Video
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de
q-de-2198
Was ist Insulin und wo wird es gebildet?
Insulin (andere Namen: Insulinum, Insulinhormon, Inselhormon) ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon (Polypeptidhormon), das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (von „Insel“). Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Funktion und Wirkung Die Regulation der Konzentration von Glucose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel dadurch, dass es mittels seiner „Schlüsselfunktion“ der Glucose aus dem Blutplasma und der Gewebsflüssigkeit den Durchtritt durch die Zellmembran in das Zellinnere ermöglicht. Vor allem die Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen Glucose aufnehmen und sie in Form von Glycogen speichern oder zur Energiegewinnung abbauen (siehe Glycolyse). Auch auf andere Zellen wirkt das Hormon, so hat es Einfluss auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Das Hormon ist wesentlicher Faktor folgender Erkrankungen: Diabetes mellitus Hyperinsulinismus Insulinom Insulinresistenz Metabolisches Syndrom Das im Blut zirkulierende Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulinrezeptoren. Insulinrezeptor Letztlich löst die Bindung dieses Hormons an seinen Rezeptor eine Reihe von Kinase-Kaskaden (Kaskade von Phosphorylierungsreaktionen) aus, die durch Signalwege beschrieben werden können. Diese Signalwege bewirken ein Sinken des Blutglucosespiegels durch Förderung der Glucose-Aufnahme (GLUT4-Translokation zur Zelloberfläche) Förderung der Glucose-Speicherung (Glycogensynthese) in der Leber und den Muskeln Dieses Signal wird durch die Aktivierung glucoseverbrauchender Wege unterstützt. Weitere unterstützende Maßnahmen bestehen in der Unterdrückung glucoseliefernder Wege, so zum Beispiel durch Abbau des second messenger cAMP über eine Phosphodiesterase. Glucoseaufnahme im Muskelgewebe Das Hormon erhöht in der Muskulatur und im Fettgewebe die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellmembran für Glucose. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Membran selbst permeabler wird, sondern dass vermehrt Carrier-Proteine für Glucose aktiviert werden. Dieses Carrier-Protein ist GLUT4, ein hochaffiner, insulinabhängiger Glucose-Transporter, welcher die Glucose durch erleichterte Diffusion (passiver Transport) in die Zelle transportiert. Folgende physikalische Eigenschaften sind für GLUT4 relevant: sättigbar, nicht aktivierbar oder inaktivierbar, also Regulation nur durch insulinabhängigen Einbau oder Ausbau. Glucoseaufnahme und Stoffwechsel im Gehirn Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf. Deshalb nehmen die insulinabhängigen Zellen bei einem erhöhten Insulinspiegel mehr Glucose auf, und für die insulinunabhängigen bleibt weniger übrig. Im Allgemeinen besteht bei Hypoglykämie die Gefahr, dass das auf Glucose angewiesene Nervensystem geschädigt wird. Insulin wird, verabreicht als Nasenspray in direktem Kontakt mit dem ZNS, zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit untersucht. Auf- und Abbau von Fettgewebe Das Hormon hemmt die Lipolyse im Fettgewebe und somit den Abbau von Fett. Ein Insulinmangel führt daher zu einer gesteigerten Lipolyse mit Bildung von Ketokörpern und einer daraus resultierenden Ketose. Förderung des Zellwachstums Eine weitere zentrale Funktion des Peptidhormons Insulin besteht in der Regulation von Zellwachstum und Proliferation durch die Aktivierung der Transkription von Genen, die für Kontrolle und Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung sind. Diese Insulinwirkung ist bei Diskursen über Insulinpräparate ein Thema. Tryptophan-Aufnahme im Gehirn Höhere Insulinspiegel haben einen leicht steigernden Einfluss auf die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn. Insulin und die Regelung des Blutzuckerspiegels Eine der wichtigsten biologischen Wirkungen des Insulins ist die rasche Beschleunigung der Glucoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und Regulierung der Zwischenspeicherung in der Leber im Rahmen der Regelung des Blutzuckerspiegels: In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2. Durch Insulin wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert, die eine Signaltransduktion in Gang setzt. Beteiligt sind dabei das Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1), die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), der second messenger Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2), die Phosphoinositid-abhängige Kinase-1 (PDK1) und schließlich die Proteinkinase B (PKB) (siehe Bild, A). PKB phosphoryliert die Glycogensynthase-Kinase 3, GSK3, die dadurch inaktiviert wird. GSK3 ist eine Kinase, die die Glycogensynthase phosphoryliert und damit inaktiviert (GYS b). GSK3 steht in Konkurrenz zu einer Phosphatase, der Protein-Phosphatase 1 (PP1). Dadurch, dass GSK3 nicht mehr wirken kann, liegt daher immer mehr Glycogensynthase in seiner dephosphorylierten Form vor (GYS a, siehe unteres Bild, B). Außerdem aktiviert die PKB eine Phosphodiesterase, PDE, die cAMP zu AMP hydrolysiert. Infolgedessen erlischt zusätzlich der Signalweg für die Proteinkinase A, die für den Abbau von Glycogen sorgt. In der Leber, dem Fettgewebe und der Muskulatur wird unter Insulineinfluss die Triglyceridsynthese stimuliert. Substrate dafür sind neben den Kohlenhydraten mit der Nahrung aufgenommene Lipide. In den drei genannten Geweben werden Aminosäuren verstärkt aufgenommen und für die Proteinsynthese verwendet. Die metabolischen und mitogenen Effekte von Insulin werden über die Bindung an dessen Rezeptor auf der Zelloberfläche der Zielgewebe Leber, Muskel und Fett initiiert. Insulin induziert weiterhin die Glycogensynthese und -speicherung in Leber und Muskel, die Triglyceridsynthese in Leber und Fettgewebe sowie die Speicherung von Aminosäuren im Muskel. Gleichzeitig hemmt Insulin die hepatische Gluconeogenese und zählt daher insgesamt zu den wichtigsten Regulatoren des Glucosemetabolismus. Gegenspieler Fällt der Blutzuckerspiegel im Körper unter einen Wert von 80 mg/dl ab, wird die Insulinproduktion bereits stark reduziert. Sinkt der Blutzucker weiter ab, treten verschiedene Gegenspieler des Insulins auf: Adrenalin Glucagon Kortisol Somatostatin Die Spiegel dieser gegenregulierenden Hormone steigen bereits deutlich an, wenn der Blutzucker unter 60 mg/dl absinkt. Beim Typ 1-Diabetes ist oft auch der Gegenregulationmechanismus gestört, was zu zusätzlichen Problemen mit Hypoglykämien führt. Somatostatin hat einen hemmenden Einfluss auf die Sekretion von Insulin und Glucagon, da er als allgemeiner Hemmer im Körper fungiert. Wirkung auf den Kaliumspiegel Insulin senkt den Kaliumspiegel im Blut, indem es dafür sorgt, dass Kalium in das Zellinnere von Hepatozyten und Skelettmuskelzellen verlagert wird, also von extrazellulär nach intrazellulär. Dies erfolgt durch Aktivierung der Natrium-Kalium-ATPase durch Insulin. Insulinpräparate werden daher gemeinsam mit Glucose (zur Vermeidung einer Hypoglykämie) zur Behandlung einer Hyperkaliämie verwendet. Vorkommen Insulinsequenzen von mehr als 100 verschiedenen Spezies sind bekannt. Die Proteinsequenzen der jeweiligen Insuline sind sich ähnlich – sie zeigen Sequenzhomologie – sind aber nicht identisch. Über die Unterschiede im chemischen Aufbau von Humaninsulin gegenüber den Insulinen einiger Säugetiere sowie Informationen zu künstlich hergestelltem Insulin siehe Insulinpräparat. Insulin und Evolution: Genotypen, die in Jäger- und Sammlergesellschaften einen raschen Abbau von Energiereserven bei Nahrungsmangel verhinderten, prädisponieren beim heutigen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot zu Adipositas und Typ-2-Diabetes. Inwieweit Gene den Glucosestoffwechsel und die damit verbundene Wirkung von Insulin beeinflussen, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Die Homologe des Insulins in Insekten sind die Drosophila Insulin-like Peptides. Bildung, Speicherung, Freisetzung und Regulierung Biosynthese Die Synthese des Hormons erfolgt in den β-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die genetische Information wird von nur einem Genlocus im kurzen Arm des Chromosom 11 codiert. Das Gen besteht aus ungefähr 300 Nukleotiden. Die mRNA wird zunächst an Ribosomen, die sich auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum (ER) befinden, in das Präproinsulin translatiert, das aus 110 Aminosäuren besteht. Die weitere Prozessierung erfolgt in zwei Schritten, nach der Faltung des Moleküls durch Bildung von Disulfidbrücken entsteht durch Abspaltung von Signalpeptid und C-Peptid das Insulinmolekül. Speicherung Die Insulinmoleküle werden in den Vesikeln des Golgi-Apparats, der an der Zellmembran der β-Zelle liegt, durch Zink-Ionen zu Hexameren gebunden und so stabilisiert gespeichert (Zink-Insulin-Komplex). Die hohe Bindungsfreudigkeit von Insulinmolekülen an Zink hat mehrere wichtige Auswirkungen. Insulin ist in der Form von Hexameren und nach dem Zerfall in Dimere noch nicht wirksam, sondern nur als Einzelmolekül. Diese Eigenschaft spielt bei den Insulinpräparaten eine wichtige Rolle. Bei schnellwirkenden Insulinpräparaten ist der zu langsame Zerfall der Molekülverbände unerwünscht und es wird nach Möglichkeiten gesucht den Zerfall zu beschleunigen. Bei langwirkenden Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Verlängerung der Wirkdauer durch hohe Zinkkonzentrationen gezielt verstärkt. Bei der Entwicklung von oralen Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Kopplung von Insulin an Transportmoleküle genutzt. Ausschüttung Die Ausschüttung von Insulin ins Blut erfolgt durch Exozytose. Die Insulinausschüttung erfolgt oszillierend. Alle drei bis sechs Minuten wird Insulin in die Blutbahn abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme ist bei Stoffwechselgesunden ein biphasischer Verlauf der Insulinsekretion feststellbar: Der erste „Insulinpeak“ hat seine Spitze nach drei bis fünf Minuten und dauert zehn Minuten. Danach schließt sich eine zweite Phase an, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Die erste Phase besteht aus den gespeicherten Insulinmolekülen, die zweite Phase vor allem aus neu gebildetem Insulin. Das C-Peptid wird erst bei Anstieg des Blutzuckerspiegels aus dem Proinsulin durch Peptidasen herausgeschnitten und gemeinsam mit dem aktiven Insulin und Zink ausgeschüttet. Durch den Nachweis von C-Peptid im Serum kann die endogene Insulinproduktion gemessen werden. So kann bei Diabetikern eine Aussage darüber getroffen werden, wie viel Insulin noch vom Körper selbst hergestellt wird, da das synthetische Produkt keine C-Sequenz enthält. Regulierung Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin, im Zusammenwirken mit Glucagon den Blutglucosespiegel ständig zwischen bestimmten Werten zu halten. Gerät der Blutzuckerspiegel unter einen gewissen Wert droht das hypoglykämische Koma und der Tod, gerät er darüber, drohen Schäden an Gefäßen, Nierenkörperchen und anderen Geweben. Zusammen mit Leptin scheint Insulin aber auch maßgeblichen Anteil an der Energiehomöostase zu haben. Dabei wirkt aber nicht nur Leptin auf Insulin ein, sondern das Insulin wirkt selbst ebenfalls auf das Leptin ein, genauer auf die Aufnahme von Leptin im Gehirn. Aufgrund der lebenswichtigen Funktion muss die biochemische Implementierung des Regelkreises robust sein. Da Zellen nicht „denken“ können, kann es nur so sein, dass Einzelzellen wie ein Zustandsautomat funktionieren bzw. dass wenige Zellen dermaßen zusammenwirken, dass ein Reiz sinnvoll verrechnet wird. Der Hauptreiz zur Ausschüttung von Insulin aus der β-Zelle ist der Blutzuckerspiegel (ab 5 mmol Glucose/l Blut), und dieser wird direkt von der β-Zelle „gemessen“. Biochemisch umgesetzt wird das mit Hilfe von ATP-gesteuerten Kaliumkanälen etc., siehe #Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus. Die Hormone Gastrin, Sekretin, GIP und GLP-1 modifizieren den grundlegenden Glucose-Insulin-Regelkreis, indem sie auf die β-Zelle wirken. Siehe Inkretin-Effekt. GIP wird von K-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Duodenums befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht die Insulinausschüttung der β-Zellen. Das GIP wirkt also auf die β-Zellen zu einem Zeitpunkt ein, wo die Glucose aus der Nahrung noch nicht ins Blut gelangt ist. GLP-1 wird von L-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Ileum und des Caecum befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht ebenfalls die Insulinausschüttung der β-Zellen. Der Großteil der Nährstoffe wird bereits im Jejunum extrahiert und ins Blut bzw. in die Lymphe abgegeben. Im Caecum findet keinerlei Absorption von Nährstoffen, sondern hauptsächlich eine Fermentation statt. Zusätzlich sind β-Zellen sowohl vom parasympathischen als auch sympathische Nervensystem innerviert: Das parasympathische NS wird bei Leptin-Insuffizienz (oder auch bei Leptin-Resistenz) aktiviert und wirkt allgemein trophotropisch, d. h., es bewirkt die Speicherung von Energie. Es erhöht also die Insulinabgabe. Zumindest bei Mäusen wirkt es außerdem gleichzeitig auf Adipozyten ein und erhöht ihre Empfindlichkeit für Insulin, während die Empfindlichkeit der Leber- und Muskelzellen nicht beeinflusst wird. Glucose wird in Leber- und Muskelzellen zu Glycogen verbaut und derart gespeichert, in den Adipozyten erfolgt De-novo-Lipogenese und Speicherung von TGs. Das sympathische NS wird bei Leptin-Suffizienz aktiviert und wirkt allgemein ergotropisch, d. h., es bewirkt die Erhöhung des Energieverbrauchs. Es senkt die Insulinabgabe. Die Senkung der Insulinabgabe scheint einem erhöhten Energieverbrauch entgegenzuwirken, denn die Muskelzellen können sehr viel mehr Glucose aus dem Blut aufnehmen, wenn sie möglichst viele GLUT-4 Transporter auf der Oberfläche aufweisen. Sie müssen also auf die bereits gespeicherte Energie in Form von Glycogen und Fettsäuren zurückgreifen. Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus Das Eindringen eines Glucose-Moleküls in die β-Zelle setzt eine Wirkungskette in Gang. Nachdem die Glucose durch den GLUT1-Transporter in die Zelle gelangt ist, wird sie durch Glycolyse verstoffwechselt. Das dabei entstehende ATP hemmt den Ausstrom von Kalium-Ionen (ATP-sensitive Kaliumkanäle). So kommt es durch den stark verminderten Kaliumausstrom zur Depolarisation, weil die Stabilität des Membranpotentials nicht weiter durch Kaliumausstrom erhalten wird. Das depolarisierte Membranpotential bewirkt eine Öffnung spannungsabhängiger Calcium-Kanäle. Der Einstrom der Calciumionen ist der entscheidende Reiz für die Verschmelzung der insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran. Die gespeicherten Insulinmoleküle werden durch Verschmelzen der Membranen (Exozytose) aus den β-Zellen in den Extrazellularraum und weiter in den Blutkreislauf freigesetzt. Dabei werden die Speicher-Hexamere aufgetrennt. Der Insulinspiegel im Blut steigt an. Halbwertszeit und Abbau Die biologische Halbwertszeit einzelner Insulinmoleküle im Blutkreislauf liegt bei circa fünf Minuten. Das Insulin wird über manche Insulinrezeptoren in die Zellen aufgenommen, dort abgebaut und somit verbraucht. In der Leber und in der Niere wird Insulin durch Insulinase inaktiviert, die Insulinase oder genauer Glutathion-Insulin-Transhydrogenase spaltet die Disulfidbrücken zwischen der A- und der B-Kette auf, wodurch das Insulin in zwei Teile zerfällt und wirkungslos wird. Die Abbauprodukte werden durch die Niere ausgeschieden, ebenso 1,5 % des noch intakten Insulins. Die kurze Zeitspanne der Aktivität des Insulins zeigt, dass die physiologische Steuerung des Zuckerstoffwechsels im gesunden Körper sehr schnell funktioniert; diese Geschwindigkeit kann bei der Behandlung des Diabetes mellitus praktisch nicht erreicht werden. Insulin als Arzneistoff In der Insulintherapie werden verschiedene Insulinpräparate verwendet. Die häufigste und älteste Verabreichungsart ist die subkutane Injektion. Für diesen Zweck steht eine Reihe von kurz-, mittel- und langwirkenden Humaninsulinen und Insulinanaloga zur Verfügung. Werden diese zur Therapie kombiniert, so ist auf die unterschiedliche Halbwertzeit besonders zu achten. sehr schnell und kurz wirkend: Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin aspart kurz wirkend: Normalinsulin (= gelöstes Humaninsulin) intermediär wirkend: NPH-Insulin, biphasisches Insulin lispro, biphasisches Insulin aspart lang wirkend: Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec Peroral ist Insulin unwirksam, da die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. Untersucht wird, inwieweit sich Insuline in Nanopartikel verkapseln lassen, um auf diesem Wege „unverdaut“ in den Blutkreislauf eingeschleust werden zu können. Jüngere Entwicklungen wie Präparate zur Inhalation, die das Insulin über die Atemwege zuführen, haben sich auf dem Markt bisher nicht behaupten können. In der Vergangenheit wurde Insulin im Rahmen der Insulinschocktherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten eingesetzt. Diese Methode der Behandlung wurde zum Beispiel im biografischen Film A Beautiful Mind an John Nash gezeigt. Dieses Verfahren wird nicht mehr praktiziert. Missbrauch von Insulin Insulin steht auf der Liste der verbotenen Doping-Substanzen, da es zu mehreren Zwecken missbraucht werden kann. Da Insulin der durch Somatropin verringerten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen entgegenwirkt, wird es oft zur Kompensation dessen unerwünschter Nebenwirkung verwendet (siehe Anabolikum). Andere Anwendungen sind die Förderung der Füllung der Glycogenspeicher bei Ausdauersportlern und die Unterstützung des Aufbaus von Muskelmasse. Die missbräuchliche Selbstverabreichung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel übermäßig abzusenken, führt zum Krankheitsbild der Hypoglycaemia factitia. Im März 2008 wurde der Krankenpfleger Colin Norris in Newcastle zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er vier seiner Patientinnen durch Injektion zu hoher Insulindosen ermordet hatte. Zeittafel zur Forschungsgeschichte Weblinks Einzelnachweise Peptidhormon Diabetologie Arzneistoff Codiert auf Chromosom 11 (Mensch) Wikipedia:Artikel mit Video
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Beide sind einfach zu verwenden und es gibt sie in großer Auswahl. - Verwende verschiedene Passwörter für verschiedene Webseiten. Die Verwendung eines längeren Passworts, zum Beispiel vier zufällig gewählte Wörter oder ein Satz, ist in der Regel stärker als ein kürzeres Passwort, bei dem du Buchstaben durch Sonderzeichen ersetzt. Zudem ist es einfacher zu merken! Aktualisiere deine Passwörter regelmäßig. Teste wie sicher deine Zugangsdaten sind Haveibeenpwned.com ist eine nützliche Webseit, auf der du nach deinen E-Mail-Adressen und Passwörtern suchen kannst, um zu prüfen, ob sie entschlüsselt und online veröffentlicht worden sind. Aus den Ergebnissen ist ersichtlich, welche Zugangsdaten du aktualisieren musst, um auf der sicheren Seite zu bleiben. Denk dran: Wenn du dasselbe Passwort für so ziemlich alles verwendest, ist das Risiko, dass mehrere deiner Konten gehackt werden, viel höher. Halte deine Software auf dem neuesten Stand Veraltete Software kann deine Online-Sicherheit gefährden. Betriebssysteme, Apps und Browser auf dem neuesten Stand zu halten, bedeutet, dass du von den stärksten verfügbaren Sicherungsmaßnahmen profitierst. Achte auf Phishing Phishing-Betrügereien werden immer ausgefeilter, doch es gibt einige Dinge, auf die man achten kann: Klingt irgendwas an dieser E-Mail ... irgendwie komisch? Kennst du den Absender nicht? Fragt man dich nach persönlichen Informationen? Dann verschiebe die E-Mail direkt in den Papierkorb! Schütze deine Geräte Wahrscheinlich geht es dir wie uns und dein Smartphone ist die meiste Zeit wie an deiner Hand festgewachsen. Richte für den Fall, dass es doch einmal verloren geht oder gestohlen wird, das Remote-Löschen von Inhalten sowie eine starke PIN mit Gesichts- oder Fingerabdruckerkennung ein. Achte darauf, was du online teilst Natürlich bist du nicht bis nach Bali gereist, um dann kein Bild davon auf Insta zu posten; trotzdem solltest du darauf achten, welche persönlichen Daten du dabei versehentlich preisgeben könntest – wie deinen Standort, deine Adresse, deinen Geburtstag oder den Namen deines ersten Haustiers (hallo, Sicherheitsfrage!). Diese Angaben könnten von anderen zur falschen Verifizierung deiner Identität verwendet werden. Passwort zurücksetzen www.haveibeenpwned.com Du bist bereits angemeldet Wenn du Schwierigkeiten bei der Verifizierung deines Studentenstatuses hast, dann lies bitte den Abschnitt Hilfe bei der Verifizierung für weitere Unterstützung. Wenn du immer noch Probleme haben solltest, dann kontaktiere bitte unser Support-Team. Hilfe bei der Verifizierung Mein Kind hat Schwierigkeiten, ein Konto zu registrieren. Was kann ich tun? Wie kann ich herausfinden, ob ich für ein UNiDAYS Konto qualifiziert bin? Ich erhalte Hausunterricht. Kann ich ein UNiDAYS Konto bekommen? Ich bin kein Student, arbeite aber für eine Bildungseinrichtung. Kann ich ein UNiDAYS Konto bekommen? Ich bin Privatdozent. Kann ich ein UNiDAYS Konto bekommen? Ich bin Grundschullehrer. Kann ich ein UNiDAYS Konto bekommen? Mein Kind hat Schwierigkeiten, ein Konto zu registrieren. Was kann ich tun? Sie können kein Konto für Ihr Kind einrichten. Es muss sich persönlich registrieren. Wenn ihr Kind unter 16 Jahre alt ist, kann es noch kein UNiDAYS Konto erstellen. Wenn es 16 Jahre oder älter ist, muss es „Jetzt anmelden“ wählen und den Registrierungsprozess abschließen. Wenn weiterhin Probleme beim Einrichten des Kontos auftreten, kann E-Mail schicken, um weitere Unterstützung zu erhalten. Mitglied werden Support kontaktieren Wie kann ich herausfinden, ob ich für ein UNiDAYS Konto qualifiziert bin? 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Mitarbeiter einer Bildungseinrichtung können ein UNiDAYS Konto für Mitarbeiter bekommen, mit dem sie Zugriff auf den Apple Bildungsstore haben. Unter dem folgenden Link kannst du dich für dieses Konto anmelden: Ich bin Privatdozent. Kann ich ein UNiDAYS Konto bekommen? Ich bin Grundschullehrer. Kann ich ein UNiDAYS Konto bekommen? Da unser Angebot nicht für Grundschulen gilt, können wir deine Bildungseinrichtung leider nicht unterstützen. Um Apple zu einem Rabatt im Bildungsstore zu kontaktieren, öffne diesen Link: Apple Bildung Was sind meine Anmeldedaten? Ich habe vergessen, mit welcher E-Mail-Adresse ich mich registriert habe. Was kann ich tun? Wie ändere ich mein Passwort? Warum gibt mein Konto an, dass meine E-Mail-Adresse bereits verwendet wird? Was sind meine Anmeldedaten? Deine Anmeldedaten sind entweder deine private E-Mail-Adresse oder deine persönliche E-Mail-Adresse von deiner Bildungseinrichtung. Dein Passwort ist das Passwort, das du beim Registrieren deines Kontos angegeben hast. Falls du dein Passwort vergessen hast, kannst du auf der Anmeldeseite der UNiDAYS Website ein neues Passwort anfordern oder den Kundenservice kontaktieren. Ich habe vergessen, mit welcher E-Mail-Adresse ich mich registriert habe. Was kann ich tun? Um herauszufinden, mit welcher E-Mail-Adresse du dich bei uns registriert hast, versuchst du am besten, dein Passwort zurückzusetzen und dabei deine verschiedenen E-Mail-Adresse auszuprobieren. Dabei wird dir mitgeteilt, welche E-Mail-Adresse erkannt wird. Wenn keine deiner E-Mail-Adressen erkannt wird, hast du dich wahrscheinlich nicht registriert. Dann kannst du natürlich gerne ein neues Konto erstellen. Du kannst dein Passwort in deinen Kontoeinstellungen ändern oder auf der Anmeldeseite „Passwort vergessen“ wählen. Passwort zurücksetzen Support kontaktieren Warum gibt mein Konto an, dass meine E-Mail-Adresse bereits verwendet wird? Wenn dir bei der Anmeldung mitgeteilt wird, dass deine E-Mail-Adresse bereits in Verwendung ist, dann versuche, dich mit dieser E-Mail-Adresse anzumelden statt ein neues Konto zu registrieren. Möglicherweise musst du dein Passwort zurücksetzen. Wenn dein Problem dadurch nicht gelöst wird, wende dich bitte an den Kundenservice. Ich werde erst im September bei meiner neuen Bildungseinrichtung anfangen. Wann kann ich mein Konto verifizieren? Wie ändere ich mein Passwort? Die E-Mail für das Zurücksetzen meines Passworts kommt nicht an. Was kann ich tun? Wie lösche ich mein Konto? Wie ändere ich meine E-Mail-Adresse für die Anmeldung? Das Ablaufdatum meines Kontos stimmt nicht. Wie kann ich es ändern? Warum ist mein Konto abgelaufen? Mein Konto ist abgelaufen oder läuft bald ab. Ich bin aber immer noch Student. Kann ich UNiDAYS weiterhin nutzen? Die Bildungseinrichtung in meinem Profil stimmt nicht. Wie kann ich sie ändern? Ich kann in meinem Land keine Rabatte sehen. Woran liegt das? Wie ändere ich mein Profilbild? Wie ändere ich meinen Namen? Ich möchte die E-Mails von UNiDAYS abonnieren/abbestellen. Wie geht das? Ich bin Dozent/Lehrer und mir wird angezeigt, dass mein Konto eingeschränkt ist. Warum ist das so? Wie kann ich auf die Daten zugreifen, die ihr von mir habt? Du hast ein anderes Problem? Ich werde erst im September bei meiner neuen Bildungseinrichtung anfangen. Wann kann ich mein Konto verifizieren? Sobald du eine persönliche E-Mail-Adresse von deiner Bildungseinrichtung oder einen gültigen Studentenausweis hast, kannst du dein Konto unter „Jetzt anmelden“ verifizieren. Die E-Mail für das Zurücksetzen meines Passworts kommt nicht an. Was kann ich tun? Wenn die E-Mail nicht in deinem Posteingang erscheint, sieh in deinem Spam-Ordner nach. Außerdem musst du sicherstellen, dass E-Mails von help@myunidays.com nicht geblockt werden. Der Link in der E-Mail funktioniert nicht? Versuche, den Link zu kopieren und in der Adresszeile deines Browsers einzufügen. 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Ich habe keine Verifizierungs-Mail erhalten. Was kann ich tun? Die E-Mail-Adresse von meiner Bildungseinrichtung wird nicht erkannt. Was kann ich tun? Was ist eine persönliche E-Mail-Adresse von einer Bildungseinrichtung? Was ist ein Portal-Login? Ich habe die Daten für meinen Portal-Login nicht. Was kann ich tun? Ich erhalte eine Fehlermeldung, wenn ich das Portal meiner Bildungseinrichtung öffnen will. Was kann ich tun? Ich werde erst im September bei meiner neuen Bildungseinrichtung anfangen. Wann kann ich mein Konto verifizieren? Du hast ein anderes Problem? Wenn es 16 Jahre oder älter ist, muss es „Jetzt anmelden“ wählen und den Registrierungsprozess abschließen. Wenn weiterhin Probleme beim Einrichten des Kontos auftreten, kann es eine E-Mail schicken, weitere Unterstützung zu erhalten. Meine Bildungseinrichtung ist nicht aufgeführt. Kann ich trotzdem ein Konto bekommen? Wenn du bei der Registrierung nach deiner Bildungseinrichtung gefragt wirst, gibt es eine Option namens „Deine Institution ist nicht dabei?“. Wähle diese Option, wenn deine Bildungseinrichtung nicht aufgeführt ist. Meine Bildungseinrichtung wird nicht unterstützt. Was bedeutet das? Das bedeutet, dass deine Bildungseinrichtung momentan nicht unsere Voraussetzungen erfüllt. Wir arbeiten ständig daran, mehr Bildungseinrichtungen zu unterstützen. Wenn jedoch angezeigt wird, dass deine Bildungseinrichtung nicht unterstützt wird, ist diese Information zum aktuellen Zeitpunkt richtig. Meine „Alumni“-E-Mail-Adresse wird nicht akzeptiert. Was bedeutet das? Wir können E-Mail-Adressen von Alumni nicht akzeptieren, da diese für gewöhnlich Absolventen bereitgestellt werden, die keine Studenten mehr sind. Wenn das deine einzige persönliche E-Mail-Adresse von einer Bildungseinrichtung ist, kontaktiere uns. Wir werden unser Bestes tun, um dir zu helfen. Ich habe keine E-Mail-Adresse von einer Bildungseinrichtung. Was kann ich tun? Deine persönliche E-Mail-Adresse von einer Bildungseinrichtung ist eine individuelle E-Mail-Adresse, die dir von deiner Schule/Hochschule/Universität ausgestellt wurde. Wenn du keine persönliche E-Mail-Adresse von einer Bildungseinrichtung hast, kontaktiere uns. Wir werden unser Bestes tun, um dein Problem zu lösen. Ich habe keine Verifizierungs-Mail erhalten. Was kann ich tun? Sieh nach, ob die E-Mail in deinem Spam- oder Junkmail-Ordner gelandet ist. Wenn du sie definitiv nicht erhalten hast, kontaktiere unseren Kundenservice unter help@myunidays.com. Wir werden unser Bestes tun, um dir zu helfen. Die E-Mail-Adresse von meiner Bildungseinrichtung wird nicht erkannt. Was kann ich tun? Du kannst unseren Kundenservice kontaktieren und ihm deine persönliche E-Mail-Adresse von deiner Bildungseinrichtung und den Namen deiner Bildungseinrichtung nennen. Unser Kundenservice kann dir weiterhelfen. Hinweis: E-Mail-Adressen mit Endungen wie @gmail.com oder @yahoo.com sind keine gültigen Adressen von Bildungseinrichtungen. Was ist eine persönliche E-Mail-Adresse von einer Bildungseinrichtung? Eine E-Mail-Adresse von einer Bildungseinrichtung ist eine persönliche E-Mail-Adresse, die dir von deiner Bildungseinrichtung zur Verfügung gestellt wurde, und auf die nur du zugreifen kannst. Es kann also keine allgemeine Kontaktadresse deiner Bildungseinrichtung oder eine andere herkömmliche E-Mail-Adresse sein (z. B. Hotmail, Gmail usw.). Wenn du keine persönliche E-Mail-Adresse von deiner Bildungseinrichtung bekommst, wende dich unter an unseren Kundenservice. Was ist ein Portal-Login? Ein Portal-Login ist ein Zugang, der direkt von deiner Bildungseinrichtung erstellt wird. Möglicherweise stellt deine Bildungseinrichtung dir keinen solchen Login zur Verfügung. Du kannst dein Konto auch mit einer E-Mail-Adresse von deiner Bildungseinrichtung verifizieren. Ich habe die Daten für meinen Portal-Login nicht. Was kann ich tun? Das Bibliotheks-/Administrations-Team deiner Bildungseinrichtung sollte dir die Daten für deinen Portal-Login zur Verfügung stellen können. Du kannst deinen Studentenstatus auch verifizieren, wenn du eine persönliche E-Mail-Adresse von deiner Bildungseinrichtung oder einen Studentenausweis hast. Ich erhalte eine Fehlermeldung, wenn ich das Portal meiner Bildungseinrichtung öffnen will. Was kann ich tun? Möglicherweise gibt es zurzeit technische Probleme beim Laden des Portals. Apple Music Apple Bildung Wie bekommen ich einen Rabatt bei Apple Music?? Warum wird mir bei Apple Music angezeigt, dass mein Konto eingeschränkt ist? Mir wird angezeigt, dass mein Apple Music Konto bereits verwendet wird. Was kann ich tun? Meine Freunde haben Apple Music und sind an derselben Bildungseinrichtung wie ich. Warum kann ich es nicht auch bekommen? Ich habe schon ein persönliches Konto bei Apple Music. Wie bekomme ich die Studentenmitgliedschaft? Ich bin an einer Hochschule, aber mir wird angezeigt, dass meine Bildungseinrichtung nicht für Apple Music qualifiziert ist. Was kann ich tun? Mit welcher E-Mail-Adresse muss ich mich bei Apple Music anmelden? Ich möchte meine Apple Music Studentenmitgliedschaft kündigen. Wie geht das? Meine Apple ID hat sich geändert. Wie kann ich den Studentenrabatt für meine neue ID bekommen? Ich habe technische Probleme mit der Apple Music App. Was kann ich tun? Du hast ein anderes Problem? Wie bekommen ich einen Rabatt bei Apple Music?? Wenn du schon ein UNiDAYS Konto hast, wähle „Bereits über UNiDAYS bestätigt?“ unter „Weiter“. Wenn du kein verifiziertes UNiDAYS Konto hast, musst du deine Daten eingeben. Warum wird mir bei Apple Music angezeigt, dass mein Konto eingeschränkt ist? Die Apple Music Studentenmitgliedschaft ist nur für Studenten an Hochschulen verfügbar. Bildungseinrichtungen werden von uns nicht nach ihrem Namen, sondern nach ihrer Art klassifiziert. Das bedeutet, dass nur Universitäten und Hochschulen, die ausschließlich in den Bereich Hochschulwesen fallen, für eine Apple Music Studentenmitgliedschaft zugelassen werden. Um als Hochschule eingestuft zu werden, muss eine Bildungseinrichtung Hochschulstudiengänge (Hochschulabschluss und höher) anbieten. Mir wird angezeigt, dass mein Apple Music Konto bereits verwendet wird. Was kann ich tun? Um auf deine Apple Music Studentenmitgliedschaft zuzugreifen, öffne bitte diesen Link: Dort kannst du dich mit der E-Mail-Adresse anmelden, die du für dein UNiDAYS Konto verwendest. Das ist die E-Mail-Adresse, die du zur Verifizierung deines Studentenstatus verwendet hast. Vermutlich musst du ein Passwort festlegen. Wenn du dich nicht mehr an dein Passwort erinnern kannst, wähle „UNiDAYS Passwort vergessen“ und dir werden Anweisungen zugeschickt. Wenn du weiterhin Probleme mit deiner Apple Music Studentenmitgliedschaft hast, musst du dich direkt an Apple wenden. Bei Apple gibt es eine Informationsseite zur Studentenmitgliedschaft, auf der du mehr erfährst: https://support.apple.com/de-de Meine Freunde haben Apple Music und sind an derselben Bildungseinrichtung wie ich. Warum kann ich es nicht auch bekommen? Wir überprüfen und aktualisieren regelmäßig die Daten zu Bildungseinrichtungen und wenden alle Aktualisierungen gemäß den Geschäftsbedingungen mit unseren Partnern an. Dies könnte möglicherweise der Grund dafür sein, dass deine Bildungseinrichtung zu einem früheren Zeitpunkt als „zugelassen“ eingestuft wurde. Ich habe schon ein persönliches Konto bei Apple Music. Wie bekomme ich die Studentenmitgliedschaft? Falls du für eine Studentenmitgliedschaft qualifiziert bist und bereits über eine Einzel- oder Familienmitgliedschaft verfügst, kannst du in der Apple Music App oder in iTunes am Computer zu einer Studentenmitgliedschaft wechseln. Unter dem folgenden Link erfährst du, wie du deine Apple Music Mitgliedschaft auf deinem iPhone, iPad, iPod touch, Mac bzw. PC oder auf einem Android-Smartphone verwaltest: Ich bin an einer Hochschule, aber mir wird angezeigt, dass meine Bildungseinrichtung nicht für Apple Music qualifiziert ist. Was kann ich tun? Wenn deine Bildungseinrichtung Kurse auf Hochschulniveau anbietet und dennoch nicht als qualifiziert angezeigt wird, wende dich bitte mit folgenden Informationen an unseren Kundenservice. Vollständiger Name der Bildungseinrichtung Link zur Website der Bildungseinrichtung Persönliche E-Mail-Adresse von deiner Bildungseinrichtung Mit welcher E-Mail-Adresse muss ich mich bei Apple Music anmelden? Bei Apple Music musst du dich mit der E-Mail-Adresse anmelden, mit der du dich auch bei deinem UNiDAYS Konto anmeldest. Ich möchte meine Apple Music Studentenmitgliedschaft kündigen. Wie geht das? Um deine Apple Music Studentenmitgliedschaft zu kündigen, musst du dich direkt an Apple wenden. Kontaktinformationen findest du hier: Meine Apple ID hat sich geändert. Wie kann ich den Studentenrabatt für meine neue ID bekommen? Bei Apple gibt es eine Informationsseite zur Studentenmitgliedschaft, auf der du mehr erfährst: Ich habe technische Probleme mit der Apple Music App. Was kann ich tun? Ich kann nicht auf den Apple Bildungsrabatt zugreifen. Was kann ich tun? Du hast ein anderes Problem? Ich kann nicht auf den Apple Bildungsrabatt zugreifen. Was kann ich tun? Unter dem folgenden Link kannst du als Student mit deinem UNiDAYS Konto auf den Apple Bildungsstore zugreifen: Wie kann ich einen Code einlösen? Ich versuche einen Rabattcode zu bekommen, aber es funktioniert nicht. Was kann ich tun? Was ist ein Einmalcode? Was ist ein Mehrfachcode? Ich habe Schwierigkeiten mit meinem Code. Wo kann ich ihn eingeben? Die Rabatthöhe hat sich geändert. Warum? Ich erhalte bei einem Angebot die Meldung, dass keine Codes mehr vorhanden sind. Was kann ich tun? Das Angebot ist nicht verfügbar. Was bedeutet das? Das bedeutet, dass dieses Angebot aktuell nicht verfügbar ist und keine Codes ausgestellt werden können. Schau später wieder vorbei, da sich das immer wieder ändern kann. Warum kann ich den Rabatt nicht finden, den ich suche? Mein Rabatt wurde nicht angewendet. Wie kann ich eine Rückzahlung erhalten? Ich habe immer wieder Schwierigkeiten mit meinen Codes. Was kann ich jetzt tun? Mit dem Code wird nicht der richtige Rabatt angewendet. Was kann ich tun? Mein Code von ASOS funktioniert nicht, obwohl es ein Mehrfachcode ist. Mir wurde im Store ein Rabatt verweigert. Was kann ich tun? Ich habe im Store keine Internetverbindung und kann deshalb nicht auf einen Rabatt oder meine UNiDAYS iD zugreifen. Was kann ich tun? Wie kann ich einen Code in einem Store einlösen? Have a different problem? Wie kann ich einen Code einlösen? Um einen Code einzulösen, melde dich bitte bei deinem UNiDAYS Konto an. Manche Händler/Services stellen dir auch einen Code über ihre Website zur Verfügung. Hinweis: Bei manchen Händlern musst du dich registrieren, bevor du den Code eingeben kannst. Ich versuche einen Rabattcode zu bekommen, aber es funktioniert nicht. Was kann ich tun? Hast du schon versucht, dir selbst einen neuen Code auszustellen? Auf diese Weise löst du möglicherweise das Problem. Wenn keine Option zum Erstellen eines neuen Codes vorhanden ist, kannst du dich mit den Links zu den Artikeln, die du kaufen möchtest, an Kundenservice. Was ist ein Einmalcode? Ein Einmalcode kann nur einmal auf einen Kauf angewendet und für gewöhnlich einmal pro Stunde neu ausgestellt werden, indem du „Neuen Code erhalten“ wählst. Was ist ein Mehrfachcode? Ein Mehrfachcode kann mehrfach auf deinen Warenkorb angewendet und nur von dir genutzt werden. Wenn du glaubt, dass dein Mehrfachcode nicht mehr funktioniert, kannst du den Kundenservice kontaktieren. Ich habe Schwierigkeiten mit meinem Code. Wo kann ich ihn eingeben? Du musst deinen Code während des Bezahlvorgangs beim Händler im entsprechenden Feld eingeben. Dieses Feld kann „Rabattcode“ oder ähnlich heißen. Bei manchen Händlern musst du außerdem ein Konto erstellen, bevor du einen Code verwenden kannst. Im Hilfebereich des Händlers findest du weitere Informationen. Die Rabatthöhe hat sich geändert. Warum? Unsere Partner können die Rabatthöhe nach ihrem Ermessen ändern. Viele unserer Partner ändern ihr Rabattangebot regelmäßig. Ich erhalte bei einem Angebot die Meldung, dass keine Codes mehr vorhanden sind. Was kann ich tun? Das bedeutet, dass für dieses bestimmte Angebot vorübergehend keine Codes mehr übrig sind. Schau später wieder vorbei, denn wir werden schnell neue Codes hochladen. Das Angebot ist nicht verfügbar. Was bedeutet das? Das bedeutet, dass dieses Angebot aktuell nicht verfügbar ist und keine Codes ausgestellt werden können. Schau später wieder vorbei, da sich das immer wieder ändern kann. Das bedeutet, dass dieses Angebot aktuell nicht verfügbar ist und keine Codes ausgestellt werden können. Schau später wieder vorbei, da sich das immer wieder ändern kann. Warum kann ich den Rabatt nicht finden, den ich suche? Wir haben uns zum Ziel gesetzt, in den Regionen, in denen wir verfügbar sind, immer eine große Rabattauswahl zu haben. In manchen Fällen sind bestimmte Händler in einzelnen Regionen nicht verfügbar. Wenn du dich registriert hast, nachdem du einen bestimmten Rabatt gesehen hast und ihn nach der Verifizierung nicht mehr finden konntest, ist dieser Händler in deiner Region möglicherweise nicht verfügbar. Mein Rabatt wurde nicht angewendet. Wie kann ich eine Rückzahlung erhalten? Leider haben wir keinen Einfluss auf diesen Rabatt, da wir keine Bestellungen oder Transaktionen bearbeiten. Wende dich dazu direkt an den Händler und erkläre die Situation. Gib dabei deinen aktuellen Studentenrabattcode oder die Referenznummer der Transaktion an. Ich habe immer wieder Schwierigkeiten mit meinen Codes. Was kann ich jetzt tun? Alle unsere Codes sind regionsspezifisch. Es besteht also die Möglichkeit, dass du Codes für die falsche Region benutzt. Außerdem solltest du prüfen, ob bestimmte Marken bei einem Händler vom Angebot ausgeschlossen sind und deinen Cache und die Cookies zurücksetzen, bevor du einen neuen Code anwendest. Wo möglich, kannst du auch versuchen, deine Bestellung als Gast abzuschließen. Wenn du weiterhin Schwierigkeiten mit deinen Codes hast, wende dich bitte an unseren Kundenservice. Mit dem Code wird nicht der richtige Rabatt angewendet. Was kann ich tun? Befinden sich eventuell Sale-Artikel in deinem Warenkorb? Normalerweise gilt der Rabatt nur für nicht reduzierte Artikel. Bestimmte Artikel können darüber hinaus vollständig vom Angebot ausgenommen sein. Manchmal gibt es verschiedene Rabattstufen für bestimmte Produktkategorien/Artikel. Weitere Infos dazu, für welche Artikel ein Angebot gilt, findest du in den Geschäftsbedingungen des Händlers. Wenn du ganz sicher bist, dass ein zu geringer Rabatt auf die Artikel in deinem Warenkorb angewendet wird, dann melde dich bitte bei uns. Mein Code von ASOS funktioniert nicht, obwohl es ein Mehrfachcode ist. Schreibe eine E-Mail an unseren Kundenservice. Er wird sich darum kümmern. Mir wurde im Store ein Rabatt verweigert. Was kann ich tun? Alle unsere Angebote/Rabatte wurden von der Zentrale des jeweiligen Händlers genehmigt. Auch wenn wir alles tun, um sicherzustellen, dass diese Entscheidung jedem teilnehmenden Store mitgeteilt wird, können ab und zu Fehler vorkommen. Wenn du uns kontaktierst, können wir den Händler informieren, damit dies beim Mitarbeitertraining kommuniziert wird. Allerdings können wir dir bei diesem bestimmten Fall leider nicht weiterhelfen. Ich habe im Store keine Internetverbindung und kann deshalb nicht auf einen Rabatt oder meine UNiDAYS iD zugreifen. Was kann ich tun? Wenn die Internetverbindung unzureichend ist, kannst du versuchen, auf das Angebot/deine UNiDAYS iD zuzugreifen, bevor du den Store betrittst. Auf diese Weise solltest du später im Store auf diese Seiten zugreifen können. Wie kann ich einen Code in einem Store einlösen? Um ein Store-Angebot wahrzunehmen, lade bitte unsere App für iOS oder Android herunter oder besuche unsere mobile Website. 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Ich kann mit meinem Smartphone die App nicht herunterladen. Um die App herunterzuladen musst du iOS 9.0 und neuer oder Android 5.0 und neuer verwenden. Unsere App ist aktuell nicht für Windows-Geräte verfügbar. Du kannst aber unter auf unsere mobile Website zugreifen. Die App funktioniert nicht. Was kann ich tun? Wenn du Schwierigkeiten mit der App hast, dann versuche, sie zu entfernen und neu zu installieren. Möglicherweise haben wir ein Update veröffentlicht. Du hast auch mit der neuen Installation Schwierigkeiten? Kontaktiere uns mit den folgenden Informationen unter help@myunidays.com: Gerätetyp: (Android oder iOS) Eine kurze Beschreibung der Schritte, die zu dem Problem führen: Ein Bildschirmfoto des Fehlers: Sobald wir diese Informationen haben, leiten wir sie an unser Technik-Team weiter, das sich darum kümmern wird. Wie kann mein Unternehmen bei euch mitmachen? Kann ich eure Umsatzdaten für meine Dissertation haben? Have a different problem? Wie kann mein Unternehmen bei euch mitmachen? Wenn dein Unternehmen gerne mit UNiDAYS zusammenarbeiten würde, freut sich unser Vertriebsteam darauf, von dir zu hören! Fülle einfach das Kontaktformular unter dem folgenden Link aus: Außerdem kannst du dich mit weiteren Informationen an sales@myunidays.com wenden und wir melden uns bei dir. Kann ich eure Umsatzdaten für meine Dissertation haben? Alle Informationen zu unseren Mitgliedern sind geheim und vom Datenschutzgesetz geschützt. Deshalb können wir diese Informationen nicht offenlegen. Auswählen AngebotadidasadidasadidasAppleApple MusicASOSASOSDC ShoesDisney+EspritFarfetchFarfetchgetAbstractGym KinghhvHotels.comMicrosoftmirapodoMissguidedNA-KDQuiksilverRay-BanReebokRitualsRoxySennheiserShopbopSonosSportscheckThe Protein Works Die E-Mail-Adresse, mit der du dich versuchst zu registrieren Copyright © UNiDAYS. Alle Rechte vorbehalten.
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Was ist Insulin und wo wird es gebildet?
Insulin (andere Namen: Insulinum, Insulinhormon, Inselhormon) ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon (Polypeptidhormon), das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (von „Insel“). Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Funktion und Wirkung Die Regulation der Konzentration von Glucose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel dadurch, dass es mittels seiner „Schlüsselfunktion“ der Glucose aus dem Blutplasma und der Gewebsflüssigkeit den Durchtritt durch die Zellmembran in das Zellinnere ermöglicht. Vor allem die Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen Glucose aufnehmen und sie in Form von Glycogen speichern oder zur Energiegewinnung abbauen (siehe Glycolyse). Auch auf andere Zellen wirkt das Hormon, so hat es Einfluss auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Das Hormon ist wesentlicher Faktor folgender Erkrankungen: Diabetes mellitus Hyperinsulinismus Insulinom Insulinresistenz Metabolisches Syndrom Das im Blut zirkulierende Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulinrezeptoren. Insulinrezeptor Letztlich löst die Bindung dieses Hormons an seinen Rezeptor eine Reihe von Kinase-Kaskaden (Kaskade von Phosphorylierungsreaktionen) aus, die durch Signalwege beschrieben werden können. Diese Signalwege bewirken ein Sinken des Blutglucosespiegels durch Förderung der Glucose-Aufnahme (GLUT4-Translokation zur Zelloberfläche) Förderung der Glucose-Speicherung (Glycogensynthese) in der Leber und den Muskeln Dieses Signal wird durch die Aktivierung glucoseverbrauchender Wege unterstützt. Weitere unterstützende Maßnahmen bestehen in der Unterdrückung glucoseliefernder Wege, so zum Beispiel durch Abbau des second messenger cAMP über eine Phosphodiesterase. Glucoseaufnahme im Muskelgewebe Das Hormon erhöht in der Muskulatur und im Fettgewebe die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellmembran für Glucose. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Membran selbst permeabler wird, sondern dass vermehrt Carrier-Proteine für Glucose aktiviert werden. Dieses Carrier-Protein ist GLUT4, ein hochaffiner, insulinabhängiger Glucose-Transporter, welcher die Glucose durch erleichterte Diffusion (passiver Transport) in die Zelle transportiert. Folgende physikalische Eigenschaften sind für GLUT4 relevant: sättigbar, nicht aktivierbar oder inaktivierbar, also Regulation nur durch insulinabhängigen Einbau oder Ausbau. Glucoseaufnahme und Stoffwechsel im Gehirn Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf. Deshalb nehmen die insulinabhängigen Zellen bei einem erhöhten Insulinspiegel mehr Glucose auf, und für die insulinunabhängigen bleibt weniger übrig. Im Allgemeinen besteht bei Hypoglykämie die Gefahr, dass das auf Glucose angewiesene Nervensystem geschädigt wird. Insulin wird, verabreicht als Nasenspray in direktem Kontakt mit dem ZNS, zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit untersucht. Auf- und Abbau von Fettgewebe Das Hormon hemmt die Lipolyse im Fettgewebe und somit den Abbau von Fett. Ein Insulinmangel führt daher zu einer gesteigerten Lipolyse mit Bildung von Ketokörpern und einer daraus resultierenden Ketose. Förderung des Zellwachstums Eine weitere zentrale Funktion des Peptidhormons Insulin besteht in der Regulation von Zellwachstum und Proliferation durch die Aktivierung der Transkription von Genen, die für Kontrolle und Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung sind. Diese Insulinwirkung ist bei Diskursen über Insulinpräparate ein Thema. Tryptophan-Aufnahme im Gehirn Höhere Insulinspiegel haben einen leicht steigernden Einfluss auf die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn. Insulin und die Regelung des Blutzuckerspiegels Eine der wichtigsten biologischen Wirkungen des Insulins ist die rasche Beschleunigung der Glucoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und Regulierung der Zwischenspeicherung in der Leber im Rahmen der Regelung des Blutzuckerspiegels: In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2. Durch Insulin wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert, die eine Signaltransduktion in Gang setzt. Beteiligt sind dabei das Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1), die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), der second messenger Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2), die Phosphoinositid-abhängige Kinase-1 (PDK1) und schließlich die Proteinkinase B (PKB) (siehe Bild, A). PKB phosphoryliert die Glycogensynthase-Kinase 3, GSK3, die dadurch inaktiviert wird. GSK3 ist eine Kinase, die die Glycogensynthase phosphoryliert und damit inaktiviert (GYS b). GSK3 steht in Konkurrenz zu einer Phosphatase, der Protein-Phosphatase 1 (PP1). Dadurch, dass GSK3 nicht mehr wirken kann, liegt daher immer mehr Glycogensynthase in seiner dephosphorylierten Form vor (GYS a, siehe unteres Bild, B). Außerdem aktiviert die PKB eine Phosphodiesterase, PDE, die cAMP zu AMP hydrolysiert. Infolgedessen erlischt zusätzlich der Signalweg für die Proteinkinase A, die für den Abbau von Glycogen sorgt. In der Leber, dem Fettgewebe und der Muskulatur wird unter Insulineinfluss die Triglyceridsynthese stimuliert. Substrate dafür sind neben den Kohlenhydraten mit der Nahrung aufgenommene Lipide. In den drei genannten Geweben werden Aminosäuren verstärkt aufgenommen und für die Proteinsynthese verwendet. Die metabolischen und mitogenen Effekte von Insulin werden über die Bindung an dessen Rezeptor auf der Zelloberfläche der Zielgewebe Leber, Muskel und Fett initiiert. Insulin induziert weiterhin die Glycogensynthese und -speicherung in Leber und Muskel, die Triglyceridsynthese in Leber und Fettgewebe sowie die Speicherung von Aminosäuren im Muskel. Gleichzeitig hemmt Insulin die hepatische Gluconeogenese und zählt daher insgesamt zu den wichtigsten Regulatoren des Glucosemetabolismus. Gegenspieler Fällt der Blutzuckerspiegel im Körper unter einen Wert von 80 mg/dl ab, wird die Insulinproduktion bereits stark reduziert. Sinkt der Blutzucker weiter ab, treten verschiedene Gegenspieler des Insulins auf: Adrenalin Glucagon Kortisol Somatostatin Die Spiegel dieser gegenregulierenden Hormone steigen bereits deutlich an, wenn der Blutzucker unter 60 mg/dl absinkt. Beim Typ 1-Diabetes ist oft auch der Gegenregulationmechanismus gestört, was zu zusätzlichen Problemen mit Hypoglykämien führt. Somatostatin hat einen hemmenden Einfluss auf die Sekretion von Insulin und Glucagon, da er als allgemeiner Hemmer im Körper fungiert. Wirkung auf den Kaliumspiegel Insulin senkt den Kaliumspiegel im Blut, indem es dafür sorgt, dass Kalium in das Zellinnere von Hepatozyten und Skelettmuskelzellen verlagert wird, also von extrazellulär nach intrazellulär. Dies erfolgt durch Aktivierung der Natrium-Kalium-ATPase durch Insulin. Insulinpräparate werden daher gemeinsam mit Glucose (zur Vermeidung einer Hypoglykämie) zur Behandlung einer Hyperkaliämie verwendet. Vorkommen Insulinsequenzen von mehr als 100 verschiedenen Spezies sind bekannt. Die Proteinsequenzen der jeweiligen Insuline sind sich ähnlich – sie zeigen Sequenzhomologie – sind aber nicht identisch. Über die Unterschiede im chemischen Aufbau von Humaninsulin gegenüber den Insulinen einiger Säugetiere sowie Informationen zu künstlich hergestelltem Insulin siehe Insulinpräparat. Insulin und Evolution: Genotypen, die in Jäger- und Sammlergesellschaften einen raschen Abbau von Energiereserven bei Nahrungsmangel verhinderten, prädisponieren beim heutigen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot zu Adipositas und Typ-2-Diabetes. Inwieweit Gene den Glucosestoffwechsel und die damit verbundene Wirkung von Insulin beeinflussen, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Die Homologe des Insulins in Insekten sind die Drosophila Insulin-like Peptides. Bildung, Speicherung, Freisetzung und Regulierung Biosynthese Die Synthese des Hormons erfolgt in den β-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die genetische Information wird von nur einem Genlocus im kurzen Arm des Chromosom 11 codiert. Das Gen besteht aus ungefähr 300 Nukleotiden. Die mRNA wird zunächst an Ribosomen, die sich auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum (ER) befinden, in das Präproinsulin translatiert, das aus 110 Aminosäuren besteht. Die weitere Prozessierung erfolgt in zwei Schritten, nach der Faltung des Moleküls durch Bildung von Disulfidbrücken entsteht durch Abspaltung von Signalpeptid und C-Peptid das Insulinmolekül. Speicherung Die Insulinmoleküle werden in den Vesikeln des Golgi-Apparats, der an der Zellmembran der β-Zelle liegt, durch Zink-Ionen zu Hexameren gebunden und so stabilisiert gespeichert (Zink-Insulin-Komplex). Die hohe Bindungsfreudigkeit von Insulinmolekülen an Zink hat mehrere wichtige Auswirkungen. Insulin ist in der Form von Hexameren und nach dem Zerfall in Dimere noch nicht wirksam, sondern nur als Einzelmolekül. Diese Eigenschaft spielt bei den Insulinpräparaten eine wichtige Rolle. Bei schnellwirkenden Insulinpräparaten ist der zu langsame Zerfall der Molekülverbände unerwünscht und es wird nach Möglichkeiten gesucht den Zerfall zu beschleunigen. Bei langwirkenden Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Verlängerung der Wirkdauer durch hohe Zinkkonzentrationen gezielt verstärkt. Bei der Entwicklung von oralen Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Kopplung von Insulin an Transportmoleküle genutzt. Ausschüttung Die Ausschüttung von Insulin ins Blut erfolgt durch Exozytose. Die Insulinausschüttung erfolgt oszillierend. Alle drei bis sechs Minuten wird Insulin in die Blutbahn abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme ist bei Stoffwechselgesunden ein biphasischer Verlauf der Insulinsekretion feststellbar: Der erste „Insulinpeak“ hat seine Spitze nach drei bis fünf Minuten und dauert zehn Minuten. Danach schließt sich eine zweite Phase an, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Die erste Phase besteht aus den gespeicherten Insulinmolekülen, die zweite Phase vor allem aus neu gebildetem Insulin. Das C-Peptid wird erst bei Anstieg des Blutzuckerspiegels aus dem Proinsulin durch Peptidasen herausgeschnitten und gemeinsam mit dem aktiven Insulin und Zink ausgeschüttet. Durch den Nachweis von C-Peptid im Serum kann die endogene Insulinproduktion gemessen werden. So kann bei Diabetikern eine Aussage darüber getroffen werden, wie viel Insulin noch vom Körper selbst hergestellt wird, da das synthetische Produkt keine C-Sequenz enthält. Regulierung Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin, im Zusammenwirken mit Glucagon den Blutglucosespiegel ständig zwischen bestimmten Werten zu halten. Gerät der Blutzuckerspiegel unter einen gewissen Wert droht das hypoglykämische Koma und der Tod, gerät er darüber, drohen Schäden an Gefäßen, Nierenkörperchen und anderen Geweben. Zusammen mit Leptin scheint Insulin aber auch maßgeblichen Anteil an der Energiehomöostase zu haben. Dabei wirkt aber nicht nur Leptin auf Insulin ein, sondern das Insulin wirkt selbst ebenfalls auf das Leptin ein, genauer auf die Aufnahme von Leptin im Gehirn. Aufgrund der lebenswichtigen Funktion muss die biochemische Implementierung des Regelkreises robust sein. Da Zellen nicht „denken“ können, kann es nur so sein, dass Einzelzellen wie ein Zustandsautomat funktionieren bzw. dass wenige Zellen dermaßen zusammenwirken, dass ein Reiz sinnvoll verrechnet wird. Der Hauptreiz zur Ausschüttung von Insulin aus der β-Zelle ist der Blutzuckerspiegel (ab 5 mmol Glucose/l Blut), und dieser wird direkt von der β-Zelle „gemessen“. Biochemisch umgesetzt wird das mit Hilfe von ATP-gesteuerten Kaliumkanälen etc., siehe #Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus. Die Hormone Gastrin, Sekretin, GIP und GLP-1 modifizieren den grundlegenden Glucose-Insulin-Regelkreis, indem sie auf die β-Zelle wirken. Siehe Inkretin-Effekt. GIP wird von K-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Duodenums befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht die Insulinausschüttung der β-Zellen. Das GIP wirkt also auf die β-Zellen zu einem Zeitpunkt ein, wo die Glucose aus der Nahrung noch nicht ins Blut gelangt ist. GLP-1 wird von L-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Ileum und des Caecum befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht ebenfalls die Insulinausschüttung der β-Zellen. Der Großteil der Nährstoffe wird bereits im Jejunum extrahiert und ins Blut bzw. in die Lymphe abgegeben. Im Caecum findet keinerlei Absorption von Nährstoffen, sondern hauptsächlich eine Fermentation statt. Zusätzlich sind β-Zellen sowohl vom parasympathischen als auch sympathische Nervensystem innerviert: Das parasympathische NS wird bei Leptin-Insuffizienz (oder auch bei Leptin-Resistenz) aktiviert und wirkt allgemein trophotropisch, d. h., es bewirkt die Speicherung von Energie. Es erhöht also die Insulinabgabe. Zumindest bei Mäusen wirkt es außerdem gleichzeitig auf Adipozyten ein und erhöht ihre Empfindlichkeit für Insulin, während die Empfindlichkeit der Leber- und Muskelzellen nicht beeinflusst wird. Glucose wird in Leber- und Muskelzellen zu Glycogen verbaut und derart gespeichert, in den Adipozyten erfolgt De-novo-Lipogenese und Speicherung von TGs. Das sympathische NS wird bei Leptin-Suffizienz aktiviert und wirkt allgemein ergotropisch, d. h., es bewirkt die Erhöhung des Energieverbrauchs. Es senkt die Insulinabgabe. Die Senkung der Insulinabgabe scheint einem erhöhten Energieverbrauch entgegenzuwirken, denn die Muskelzellen können sehr viel mehr Glucose aus dem Blut aufnehmen, wenn sie möglichst viele GLUT-4 Transporter auf der Oberfläche aufweisen. Sie müssen also auf die bereits gespeicherte Energie in Form von Glycogen und Fettsäuren zurückgreifen. Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus Das Eindringen eines Glucose-Moleküls in die β-Zelle setzt eine Wirkungskette in Gang. Nachdem die Glucose durch den GLUT1-Transporter in die Zelle gelangt ist, wird sie durch Glycolyse verstoffwechselt. Das dabei entstehende ATP hemmt den Ausstrom von Kalium-Ionen (ATP-sensitive Kaliumkanäle). So kommt es durch den stark verminderten Kaliumausstrom zur Depolarisation, weil die Stabilität des Membranpotentials nicht weiter durch Kaliumausstrom erhalten wird. Das depolarisierte Membranpotential bewirkt eine Öffnung spannungsabhängiger Calcium-Kanäle. Der Einstrom der Calciumionen ist der entscheidende Reiz für die Verschmelzung der insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran. Die gespeicherten Insulinmoleküle werden durch Verschmelzen der Membranen (Exozytose) aus den β-Zellen in den Extrazellularraum und weiter in den Blutkreislauf freigesetzt. Dabei werden die Speicher-Hexamere aufgetrennt. Der Insulinspiegel im Blut steigt an. Halbwertszeit und Abbau Die biologische Halbwertszeit einzelner Insulinmoleküle im Blutkreislauf liegt bei circa fünf Minuten. Das Insulin wird über manche Insulinrezeptoren in die Zellen aufgenommen, dort abgebaut und somit verbraucht. In der Leber und in der Niere wird Insulin durch Insulinase inaktiviert, die Insulinase oder genauer Glutathion-Insulin-Transhydrogenase spaltet die Disulfidbrücken zwischen der A- und der B-Kette auf, wodurch das Insulin in zwei Teile zerfällt und wirkungslos wird. Die Abbauprodukte werden durch die Niere ausgeschieden, ebenso 1,5 % des noch intakten Insulins. Die kurze Zeitspanne der Aktivität des Insulins zeigt, dass die physiologische Steuerung des Zuckerstoffwechsels im gesunden Körper sehr schnell funktioniert; diese Geschwindigkeit kann bei der Behandlung des Diabetes mellitus praktisch nicht erreicht werden. Insulin als Arzneistoff In der Insulintherapie werden verschiedene Insulinpräparate verwendet. Die häufigste und älteste Verabreichungsart ist die subkutane Injektion. Für diesen Zweck steht eine Reihe von kurz-, mittel- und langwirkenden Humaninsulinen und Insulinanaloga zur Verfügung. Werden diese zur Therapie kombiniert, so ist auf die unterschiedliche Halbwertzeit besonders zu achten. sehr schnell und kurz wirkend: Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin aspart kurz wirkend: Normalinsulin (= gelöstes Humaninsulin) intermediär wirkend: NPH-Insulin, biphasisches Insulin lispro, biphasisches Insulin aspart lang wirkend: Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec Peroral ist Insulin unwirksam, da die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. Untersucht wird, inwieweit sich Insuline in Nanopartikel verkapseln lassen, um auf diesem Wege „unverdaut“ in den Blutkreislauf eingeschleust werden zu können. Jüngere Entwicklungen wie Präparate zur Inhalation, die das Insulin über die Atemwege zuführen, haben sich auf dem Markt bisher nicht behaupten können. In der Vergangenheit wurde Insulin im Rahmen der Insulinschocktherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten eingesetzt. Diese Methode der Behandlung wurde zum Beispiel im biografischen Film A Beautiful Mind an John Nash gezeigt. Dieses Verfahren wird nicht mehr praktiziert. Missbrauch von Insulin Insulin steht auf der Liste der verbotenen Doping-Substanzen, da es zu mehreren Zwecken missbraucht werden kann. Da Insulin der durch Somatropin verringerten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen entgegenwirkt, wird es oft zur Kompensation dessen unerwünschter Nebenwirkung verwendet (siehe Anabolikum). Andere Anwendungen sind die Förderung der Füllung der Glycogenspeicher bei Ausdauersportlern und die Unterstützung des Aufbaus von Muskelmasse. Die missbräuchliche Selbstverabreichung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel übermäßig abzusenken, führt zum Krankheitsbild der Hypoglycaemia factitia. Im März 2008 wurde der Krankenpfleger Colin Norris in Newcastle zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er vier seiner Patientinnen durch Injektion zu hoher Insulindosen ermordet hatte. Zeittafel zur Forschungsgeschichte Weblinks Einzelnachweise Peptidhormon Diabetologie Arzneistoff Codiert auf Chromosom 11 (Mensch) Wikipedia:Artikel mit Video
Halbleiter aus "Wundermaterial" löst sich in Luft auf | Computerwelt 4. Mai 2017 pte Halbleiter aus „Wundermaterial“ löst sich in Luft auf Forscher der Stanford University haben einen Halbleiter entwickelt, der das Problem des Elektroschrotts lösen könnte. Das neue "Wundermaterial" ist nicht nur eines der leichtesten und dünnsten, sondern auch äußerst flexibel und leicht biologisch abbaubar. [...] Das Polymer ist leicht „Meine Forschungsgruppe versucht, die Funktionen menschlicher Haut nachzuahmen, um spannende neue Ansätze für die Entwicklung der Elektronik von morgen zu finden“, erklärt Projektleiterin Zhenan Bao vom Department of Chemical Engineering. Haut sei ein gutes Vorbild, da sie über besonders interessante Eigenschaften verfüge. „Sie ist dehnbar, selbstheilend und biologisch abbaubar – eine äußerst attraktive Liste von Eigenschaften für elektronische Geräte“, betont Bao. Die ersten beiden Eigenschaften hat die Forscherin bereits in früheren Projekten realisiert. „Nun haben wir auch das letzte Ziel erreicht“, freut sich Bao. Bei der Entwicklung konzentrierten sich die Experten auf die chemische Struktur des flexiblen Materials, sodass es schon bei der Einwirkung eines relativ geringen Stressfaktors in sich zusammenbricht. „Das Resultat war ein Halbleiter, der ein elektronisches Signal übertragen kann, dessen chemischer Zusammenhalt aber bereits auf schwache Säure sehr sensibel reagiert und deshalb keine extremen Maßnahmen benötigt, um sich aufzulösen“, sagt Bao. Die Kombination aus Eigenschaften macht das Material für viele Anwendungen interessant: „Wir könnten uns weiche Pflaster vorstellen, die sehr dünn sind und sich auf der Haut sehr bequem anfühlen, die verschiedene Gesundheitswerte wie den Blutdruck, den Glukosespiegel oder die Inhaltsstoffe im Schweiß erfassen“, meint die Wissenschaftlerin. Nach einem Tag oder einer Woche würde sich das smarte Pflaster dann einfach selbst auflösen. „Für solche Kurzzeiteinsätze ist abbaubare Elektronik perfekt geeignet“, ist Bao überzeugt. Derart leicht zersetzbare elektronische Bauteile könnten aber auch in ganz anderen Bereichen ihr Potenzial ausspielen. „Solche Komponenten könnten an Orten für Studien zum Einsatz kommen, die ansonsten nur schwer zugänglich wären. Man könnte etwa abbaubare Elektroniksensoren von einem Flugzeug aus über einem unwegsamen Waldstück abwerfen, um dort die Umweltbedingungen zu erfassen und zu überwachen. Dabei würde kein Plastikmüll zurückgelassen, weil sich die Sensoren einfach selbst auflösen.“ https://computerwelt.at/news/halbleiter-aus-wundermaterial-lost-sich-in-luft-auf/
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Was ist Insulin und wo wird es gebildet?
Insulin (andere Namen: Insulinum, Insulinhormon, Inselhormon) ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon (Polypeptidhormon), das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (von „Insel“). Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Funktion und Wirkung Die Regulation der Konzentration von Glucose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel dadurch, dass es mittels seiner „Schlüsselfunktion“ der Glucose aus dem Blutplasma und der Gewebsflüssigkeit den Durchtritt durch die Zellmembran in das Zellinnere ermöglicht. Vor allem die Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen Glucose aufnehmen und sie in Form von Glycogen speichern oder zur Energiegewinnung abbauen (siehe Glycolyse). Auch auf andere Zellen wirkt das Hormon, so hat es Einfluss auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Das Hormon ist wesentlicher Faktor folgender Erkrankungen: Diabetes mellitus Hyperinsulinismus Insulinom Insulinresistenz Metabolisches Syndrom Das im Blut zirkulierende Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulinrezeptoren. Insulinrezeptor Letztlich löst die Bindung dieses Hormons an seinen Rezeptor eine Reihe von Kinase-Kaskaden (Kaskade von Phosphorylierungsreaktionen) aus, die durch Signalwege beschrieben werden können. Diese Signalwege bewirken ein Sinken des Blutglucosespiegels durch Förderung der Glucose-Aufnahme (GLUT4-Translokation zur Zelloberfläche) Förderung der Glucose-Speicherung (Glycogensynthese) in der Leber und den Muskeln Dieses Signal wird durch die Aktivierung glucoseverbrauchender Wege unterstützt. Weitere unterstützende Maßnahmen bestehen in der Unterdrückung glucoseliefernder Wege, so zum Beispiel durch Abbau des second messenger cAMP über eine Phosphodiesterase. Glucoseaufnahme im Muskelgewebe Das Hormon erhöht in der Muskulatur und im Fettgewebe die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellmembran für Glucose. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Membran selbst permeabler wird, sondern dass vermehrt Carrier-Proteine für Glucose aktiviert werden. Dieses Carrier-Protein ist GLUT4, ein hochaffiner, insulinabhängiger Glucose-Transporter, welcher die Glucose durch erleichterte Diffusion (passiver Transport) in die Zelle transportiert. Folgende physikalische Eigenschaften sind für GLUT4 relevant: sättigbar, nicht aktivierbar oder inaktivierbar, also Regulation nur durch insulinabhängigen Einbau oder Ausbau. Glucoseaufnahme und Stoffwechsel im Gehirn Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf. Deshalb nehmen die insulinabhängigen Zellen bei einem erhöhten Insulinspiegel mehr Glucose auf, und für die insulinunabhängigen bleibt weniger übrig. Im Allgemeinen besteht bei Hypoglykämie die Gefahr, dass das auf Glucose angewiesene Nervensystem geschädigt wird. Insulin wird, verabreicht als Nasenspray in direktem Kontakt mit dem ZNS, zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit untersucht. Auf- und Abbau von Fettgewebe Das Hormon hemmt die Lipolyse im Fettgewebe und somit den Abbau von Fett. Ein Insulinmangel führt daher zu einer gesteigerten Lipolyse mit Bildung von Ketokörpern und einer daraus resultierenden Ketose. Förderung des Zellwachstums Eine weitere zentrale Funktion des Peptidhormons Insulin besteht in der Regulation von Zellwachstum und Proliferation durch die Aktivierung der Transkription von Genen, die für Kontrolle und Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung sind. Diese Insulinwirkung ist bei Diskursen über Insulinpräparate ein Thema. Tryptophan-Aufnahme im Gehirn Höhere Insulinspiegel haben einen leicht steigernden Einfluss auf die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn. Insulin und die Regelung des Blutzuckerspiegels Eine der wichtigsten biologischen Wirkungen des Insulins ist die rasche Beschleunigung der Glucoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und Regulierung der Zwischenspeicherung in der Leber im Rahmen der Regelung des Blutzuckerspiegels: In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2. Durch Insulin wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert, die eine Signaltransduktion in Gang setzt. Beteiligt sind dabei das Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1), die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), der second messenger Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2), die Phosphoinositid-abhängige Kinase-1 (PDK1) und schließlich die Proteinkinase B (PKB) (siehe Bild, A). PKB phosphoryliert die Glycogensynthase-Kinase 3, GSK3, die dadurch inaktiviert wird. GSK3 ist eine Kinase, die die Glycogensynthase phosphoryliert und damit inaktiviert (GYS b). GSK3 steht in Konkurrenz zu einer Phosphatase, der Protein-Phosphatase 1 (PP1). Dadurch, dass GSK3 nicht mehr wirken kann, liegt daher immer mehr Glycogensynthase in seiner dephosphorylierten Form vor (GYS a, siehe unteres Bild, B). Außerdem aktiviert die PKB eine Phosphodiesterase, PDE, die cAMP zu AMP hydrolysiert. Infolgedessen erlischt zusätzlich der Signalweg für die Proteinkinase A, die für den Abbau von Glycogen sorgt. In der Leber, dem Fettgewebe und der Muskulatur wird unter Insulineinfluss die Triglyceridsynthese stimuliert. Substrate dafür sind neben den Kohlenhydraten mit der Nahrung aufgenommene Lipide. In den drei genannten Geweben werden Aminosäuren verstärkt aufgenommen und für die Proteinsynthese verwendet. Die metabolischen und mitogenen Effekte von Insulin werden über die Bindung an dessen Rezeptor auf der Zelloberfläche der Zielgewebe Leber, Muskel und Fett initiiert. Insulin induziert weiterhin die Glycogensynthese und -speicherung in Leber und Muskel, die Triglyceridsynthese in Leber und Fettgewebe sowie die Speicherung von Aminosäuren im Muskel. Gleichzeitig hemmt Insulin die hepatische Gluconeogenese und zählt daher insgesamt zu den wichtigsten Regulatoren des Glucosemetabolismus. Gegenspieler Fällt der Blutzuckerspiegel im Körper unter einen Wert von 80 mg/dl ab, wird die Insulinproduktion bereits stark reduziert. Sinkt der Blutzucker weiter ab, treten verschiedene Gegenspieler des Insulins auf: Adrenalin Glucagon Kortisol Somatostatin Die Spiegel dieser gegenregulierenden Hormone steigen bereits deutlich an, wenn der Blutzucker unter 60 mg/dl absinkt. Beim Typ 1-Diabetes ist oft auch der Gegenregulationmechanismus gestört, was zu zusätzlichen Problemen mit Hypoglykämien führt. Somatostatin hat einen hemmenden Einfluss auf die Sekretion von Insulin und Glucagon, da er als allgemeiner Hemmer im Körper fungiert. Wirkung auf den Kaliumspiegel Insulin senkt den Kaliumspiegel im Blut, indem es dafür sorgt, dass Kalium in das Zellinnere von Hepatozyten und Skelettmuskelzellen verlagert wird, also von extrazellulär nach intrazellulär. Dies erfolgt durch Aktivierung der Natrium-Kalium-ATPase durch Insulin. Insulinpräparate werden daher gemeinsam mit Glucose (zur Vermeidung einer Hypoglykämie) zur Behandlung einer Hyperkaliämie verwendet. Vorkommen Insulinsequenzen von mehr als 100 verschiedenen Spezies sind bekannt. Die Proteinsequenzen der jeweiligen Insuline sind sich ähnlich – sie zeigen Sequenzhomologie – sind aber nicht identisch. Über die Unterschiede im chemischen Aufbau von Humaninsulin gegenüber den Insulinen einiger Säugetiere sowie Informationen zu künstlich hergestelltem Insulin siehe Insulinpräparat. Insulin und Evolution: Genotypen, die in Jäger- und Sammlergesellschaften einen raschen Abbau von Energiereserven bei Nahrungsmangel verhinderten, prädisponieren beim heutigen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot zu Adipositas und Typ-2-Diabetes. Inwieweit Gene den Glucosestoffwechsel und die damit verbundene Wirkung von Insulin beeinflussen, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Die Homologe des Insulins in Insekten sind die Drosophila Insulin-like Peptides. Bildung, Speicherung, Freisetzung und Regulierung Biosynthese Die Synthese des Hormons erfolgt in den β-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die genetische Information wird von nur einem Genlocus im kurzen Arm des Chromosom 11 codiert. Das Gen besteht aus ungefähr 300 Nukleotiden. Die mRNA wird zunächst an Ribosomen, die sich auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum (ER) befinden, in das Präproinsulin translatiert, das aus 110 Aminosäuren besteht. Die weitere Prozessierung erfolgt in zwei Schritten, nach der Faltung des Moleküls durch Bildung von Disulfidbrücken entsteht durch Abspaltung von Signalpeptid und C-Peptid das Insulinmolekül. Speicherung Die Insulinmoleküle werden in den Vesikeln des Golgi-Apparats, der an der Zellmembran der β-Zelle liegt, durch Zink-Ionen zu Hexameren gebunden und so stabilisiert gespeichert (Zink-Insulin-Komplex). Die hohe Bindungsfreudigkeit von Insulinmolekülen an Zink hat mehrere wichtige Auswirkungen. Insulin ist in der Form von Hexameren und nach dem Zerfall in Dimere noch nicht wirksam, sondern nur als Einzelmolekül. Diese Eigenschaft spielt bei den Insulinpräparaten eine wichtige Rolle. Bei schnellwirkenden Insulinpräparaten ist der zu langsame Zerfall der Molekülverbände unerwünscht und es wird nach Möglichkeiten gesucht den Zerfall zu beschleunigen. Bei langwirkenden Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Verlängerung der Wirkdauer durch hohe Zinkkonzentrationen gezielt verstärkt. Bei der Entwicklung von oralen Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Kopplung von Insulin an Transportmoleküle genutzt. Ausschüttung Die Ausschüttung von Insulin ins Blut erfolgt durch Exozytose. Die Insulinausschüttung erfolgt oszillierend. Alle drei bis sechs Minuten wird Insulin in die Blutbahn abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme ist bei Stoffwechselgesunden ein biphasischer Verlauf der Insulinsekretion feststellbar: Der erste „Insulinpeak“ hat seine Spitze nach drei bis fünf Minuten und dauert zehn Minuten. Danach schließt sich eine zweite Phase an, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Die erste Phase besteht aus den gespeicherten Insulinmolekülen, die zweite Phase vor allem aus neu gebildetem Insulin. Das C-Peptid wird erst bei Anstieg des Blutzuckerspiegels aus dem Proinsulin durch Peptidasen herausgeschnitten und gemeinsam mit dem aktiven Insulin und Zink ausgeschüttet. Durch den Nachweis von C-Peptid im Serum kann die endogene Insulinproduktion gemessen werden. So kann bei Diabetikern eine Aussage darüber getroffen werden, wie viel Insulin noch vom Körper selbst hergestellt wird, da das synthetische Produkt keine C-Sequenz enthält. Regulierung Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin, im Zusammenwirken mit Glucagon den Blutglucosespiegel ständig zwischen bestimmten Werten zu halten. Gerät der Blutzuckerspiegel unter einen gewissen Wert droht das hypoglykämische Koma und der Tod, gerät er darüber, drohen Schäden an Gefäßen, Nierenkörperchen und anderen Geweben. Zusammen mit Leptin scheint Insulin aber auch maßgeblichen Anteil an der Energiehomöostase zu haben. Dabei wirkt aber nicht nur Leptin auf Insulin ein, sondern das Insulin wirkt selbst ebenfalls auf das Leptin ein, genauer auf die Aufnahme von Leptin im Gehirn. Aufgrund der lebenswichtigen Funktion muss die biochemische Implementierung des Regelkreises robust sein. Da Zellen nicht „denken“ können, kann es nur so sein, dass Einzelzellen wie ein Zustandsautomat funktionieren bzw. dass wenige Zellen dermaßen zusammenwirken, dass ein Reiz sinnvoll verrechnet wird. Der Hauptreiz zur Ausschüttung von Insulin aus der β-Zelle ist der Blutzuckerspiegel (ab 5 mmol Glucose/l Blut), und dieser wird direkt von der β-Zelle „gemessen“. Biochemisch umgesetzt wird das mit Hilfe von ATP-gesteuerten Kaliumkanälen etc., siehe #Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus. Die Hormone Gastrin, Sekretin, GIP und GLP-1 modifizieren den grundlegenden Glucose-Insulin-Regelkreis, indem sie auf die β-Zelle wirken. Siehe Inkretin-Effekt. GIP wird von K-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Duodenums befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht die Insulinausschüttung der β-Zellen. Das GIP wirkt also auf die β-Zellen zu einem Zeitpunkt ein, wo die Glucose aus der Nahrung noch nicht ins Blut gelangt ist. GLP-1 wird von L-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Ileum und des Caecum befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht ebenfalls die Insulinausschüttung der β-Zellen. Der Großteil der Nährstoffe wird bereits im Jejunum extrahiert und ins Blut bzw. in die Lymphe abgegeben. Im Caecum findet keinerlei Absorption von Nährstoffen, sondern hauptsächlich eine Fermentation statt. Zusätzlich sind β-Zellen sowohl vom parasympathischen als auch sympathische Nervensystem innerviert: Das parasympathische NS wird bei Leptin-Insuffizienz (oder auch bei Leptin-Resistenz) aktiviert und wirkt allgemein trophotropisch, d. h., es bewirkt die Speicherung von Energie. Es erhöht also die Insulinabgabe. Zumindest bei Mäusen wirkt es außerdem gleichzeitig auf Adipozyten ein und erhöht ihre Empfindlichkeit für Insulin, während die Empfindlichkeit der Leber- und Muskelzellen nicht beeinflusst wird. Glucose wird in Leber- und Muskelzellen zu Glycogen verbaut und derart gespeichert, in den Adipozyten erfolgt De-novo-Lipogenese und Speicherung von TGs. Das sympathische NS wird bei Leptin-Suffizienz aktiviert und wirkt allgemein ergotropisch, d. h., es bewirkt die Erhöhung des Energieverbrauchs. Es senkt die Insulinabgabe. Die Senkung der Insulinabgabe scheint einem erhöhten Energieverbrauch entgegenzuwirken, denn die Muskelzellen können sehr viel mehr Glucose aus dem Blut aufnehmen, wenn sie möglichst viele GLUT-4 Transporter auf der Oberfläche aufweisen. Sie müssen also auf die bereits gespeicherte Energie in Form von Glycogen und Fettsäuren zurückgreifen. Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus Das Eindringen eines Glucose-Moleküls in die β-Zelle setzt eine Wirkungskette in Gang. Nachdem die Glucose durch den GLUT1-Transporter in die Zelle gelangt ist, wird sie durch Glycolyse verstoffwechselt. Das dabei entstehende ATP hemmt den Ausstrom von Kalium-Ionen (ATP-sensitive Kaliumkanäle). So kommt es durch den stark verminderten Kaliumausstrom zur Depolarisation, weil die Stabilität des Membranpotentials nicht weiter durch Kaliumausstrom erhalten wird. Das depolarisierte Membranpotential bewirkt eine Öffnung spannungsabhängiger Calcium-Kanäle. Der Einstrom der Calciumionen ist der entscheidende Reiz für die Verschmelzung der insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran. Die gespeicherten Insulinmoleküle werden durch Verschmelzen der Membranen (Exozytose) aus den β-Zellen in den Extrazellularraum und weiter in den Blutkreislauf freigesetzt. Dabei werden die Speicher-Hexamere aufgetrennt. Der Insulinspiegel im Blut steigt an. Halbwertszeit und Abbau Die biologische Halbwertszeit einzelner Insulinmoleküle im Blutkreislauf liegt bei circa fünf Minuten. Das Insulin wird über manche Insulinrezeptoren in die Zellen aufgenommen, dort abgebaut und somit verbraucht. In der Leber und in der Niere wird Insulin durch Insulinase inaktiviert, die Insulinase oder genauer Glutathion-Insulin-Transhydrogenase spaltet die Disulfidbrücken zwischen der A- und der B-Kette auf, wodurch das Insulin in zwei Teile zerfällt und wirkungslos wird. Die Abbauprodukte werden durch die Niere ausgeschieden, ebenso 1,5 % des noch intakten Insulins. Die kurze Zeitspanne der Aktivität des Insulins zeigt, dass die physiologische Steuerung des Zuckerstoffwechsels im gesunden Körper sehr schnell funktioniert; diese Geschwindigkeit kann bei der Behandlung des Diabetes mellitus praktisch nicht erreicht werden. Insulin als Arzneistoff In der Insulintherapie werden verschiedene Insulinpräparate verwendet. Die häufigste und älteste Verabreichungsart ist die subkutane Injektion. Für diesen Zweck steht eine Reihe von kurz-, mittel- und langwirkenden Humaninsulinen und Insulinanaloga zur Verfügung. Werden diese zur Therapie kombiniert, so ist auf die unterschiedliche Halbwertzeit besonders zu achten. sehr schnell und kurz wirkend: Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin aspart kurz wirkend: Normalinsulin (= gelöstes Humaninsulin) intermediär wirkend: NPH-Insulin, biphasisches Insulin lispro, biphasisches Insulin aspart lang wirkend: Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec Peroral ist Insulin unwirksam, da die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. Untersucht wird, inwieweit sich Insuline in Nanopartikel verkapseln lassen, um auf diesem Wege „unverdaut“ in den Blutkreislauf eingeschleust werden zu können. Jüngere Entwicklungen wie Präparate zur Inhalation, die das Insulin über die Atemwege zuführen, haben sich auf dem Markt bisher nicht behaupten können. In der Vergangenheit wurde Insulin im Rahmen der Insulinschocktherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten eingesetzt. Diese Methode der Behandlung wurde zum Beispiel im biografischen Film A Beautiful Mind an John Nash gezeigt. Dieses Verfahren wird nicht mehr praktiziert. Missbrauch von Insulin Insulin steht auf der Liste der verbotenen Doping-Substanzen, da es zu mehreren Zwecken missbraucht werden kann. Da Insulin der durch Somatropin verringerten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen entgegenwirkt, wird es oft zur Kompensation dessen unerwünschter Nebenwirkung verwendet (siehe Anabolikum). Andere Anwendungen sind die Förderung der Füllung der Glycogenspeicher bei Ausdauersportlern und die Unterstützung des Aufbaus von Muskelmasse. Die missbräuchliche Selbstverabreichung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel übermäßig abzusenken, führt zum Krankheitsbild der Hypoglycaemia factitia. Im März 2008 wurde der Krankenpfleger Colin Norris in Newcastle zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er vier seiner Patientinnen durch Injektion zu hoher Insulindosen ermordet hatte. Zeittafel zur Forschungsgeschichte Weblinks Einzelnachweise Peptidhormon Diabetologie Arzneistoff Codiert auf Chromosom 11 (Mensch) Wikipedia:Artikel mit Video
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Was ist Insulin und wo wird es gebildet?
Insulin (andere Namen: Insulinum, Insulinhormon, Inselhormon) ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon (Polypeptidhormon), das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (von „Insel“). Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Funktion und Wirkung Die Regulation der Konzentration von Glucose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel dadurch, dass es mittels seiner „Schlüsselfunktion“ der Glucose aus dem Blutplasma und der Gewebsflüssigkeit den Durchtritt durch die Zellmembran in das Zellinnere ermöglicht. Vor allem die Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen Glucose aufnehmen und sie in Form von Glycogen speichern oder zur Energiegewinnung abbauen (siehe Glycolyse). Auch auf andere Zellen wirkt das Hormon, so hat es Einfluss auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Das Hormon ist wesentlicher Faktor folgender Erkrankungen: Diabetes mellitus Hyperinsulinismus Insulinom Insulinresistenz Metabolisches Syndrom Das im Blut zirkulierende Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulinrezeptoren. Insulinrezeptor Letztlich löst die Bindung dieses Hormons an seinen Rezeptor eine Reihe von Kinase-Kaskaden (Kaskade von Phosphorylierungsreaktionen) aus, die durch Signalwege beschrieben werden können. Diese Signalwege bewirken ein Sinken des Blutglucosespiegels durch Förderung der Glucose-Aufnahme (GLUT4-Translokation zur Zelloberfläche) Förderung der Glucose-Speicherung (Glycogensynthese) in der Leber und den Muskeln Dieses Signal wird durch die Aktivierung glucoseverbrauchender Wege unterstützt. Weitere unterstützende Maßnahmen bestehen in der Unterdrückung glucoseliefernder Wege, so zum Beispiel durch Abbau des second messenger cAMP über eine Phosphodiesterase. Glucoseaufnahme im Muskelgewebe Das Hormon erhöht in der Muskulatur und im Fettgewebe die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellmembran für Glucose. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Membran selbst permeabler wird, sondern dass vermehrt Carrier-Proteine für Glucose aktiviert werden. Dieses Carrier-Protein ist GLUT4, ein hochaffiner, insulinabhängiger Glucose-Transporter, welcher die Glucose durch erleichterte Diffusion (passiver Transport) in die Zelle transportiert. Folgende physikalische Eigenschaften sind für GLUT4 relevant: sättigbar, nicht aktivierbar oder inaktivierbar, also Regulation nur durch insulinabhängigen Einbau oder Ausbau. Glucoseaufnahme und Stoffwechsel im Gehirn Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf. Deshalb nehmen die insulinabhängigen Zellen bei einem erhöhten Insulinspiegel mehr Glucose auf, und für die insulinunabhängigen bleibt weniger übrig. Im Allgemeinen besteht bei Hypoglykämie die Gefahr, dass das auf Glucose angewiesene Nervensystem geschädigt wird. Insulin wird, verabreicht als Nasenspray in direktem Kontakt mit dem ZNS, zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit untersucht. Auf- und Abbau von Fettgewebe Das Hormon hemmt die Lipolyse im Fettgewebe und somit den Abbau von Fett. Ein Insulinmangel führt daher zu einer gesteigerten Lipolyse mit Bildung von Ketokörpern und einer daraus resultierenden Ketose. Förderung des Zellwachstums Eine weitere zentrale Funktion des Peptidhormons Insulin besteht in der Regulation von Zellwachstum und Proliferation durch die Aktivierung der Transkription von Genen, die für Kontrolle und Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung sind. Diese Insulinwirkung ist bei Diskursen über Insulinpräparate ein Thema. Tryptophan-Aufnahme im Gehirn Höhere Insulinspiegel haben einen leicht steigernden Einfluss auf die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn. Insulin und die Regelung des Blutzuckerspiegels Eine der wichtigsten biologischen Wirkungen des Insulins ist die rasche Beschleunigung der Glucoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und Regulierung der Zwischenspeicherung in der Leber im Rahmen der Regelung des Blutzuckerspiegels: In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2. Durch Insulin wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert, die eine Signaltransduktion in Gang setzt. Beteiligt sind dabei das Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1), die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), der second messenger Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2), die Phosphoinositid-abhängige Kinase-1 (PDK1) und schließlich die Proteinkinase B (PKB) (siehe Bild, A). PKB phosphoryliert die Glycogensynthase-Kinase 3, GSK3, die dadurch inaktiviert wird. GSK3 ist eine Kinase, die die Glycogensynthase phosphoryliert und damit inaktiviert (GYS b). GSK3 steht in Konkurrenz zu einer Phosphatase, der Protein-Phosphatase 1 (PP1). Dadurch, dass GSK3 nicht mehr wirken kann, liegt daher immer mehr Glycogensynthase in seiner dephosphorylierten Form vor (GYS a, siehe unteres Bild, B). Außerdem aktiviert die PKB eine Phosphodiesterase, PDE, die cAMP zu AMP hydrolysiert. Infolgedessen erlischt zusätzlich der Signalweg für die Proteinkinase A, die für den Abbau von Glycogen sorgt. In der Leber, dem Fettgewebe und der Muskulatur wird unter Insulineinfluss die Triglyceridsynthese stimuliert. Substrate dafür sind neben den Kohlenhydraten mit der Nahrung aufgenommene Lipide. In den drei genannten Geweben werden Aminosäuren verstärkt aufgenommen und für die Proteinsynthese verwendet. Die metabolischen und mitogenen Effekte von Insulin werden über die Bindung an dessen Rezeptor auf der Zelloberfläche der Zielgewebe Leber, Muskel und Fett initiiert. Insulin induziert weiterhin die Glycogensynthese und -speicherung in Leber und Muskel, die Triglyceridsynthese in Leber und Fettgewebe sowie die Speicherung von Aminosäuren im Muskel. Gleichzeitig hemmt Insulin die hepatische Gluconeogenese und zählt daher insgesamt zu den wichtigsten Regulatoren des Glucosemetabolismus. Gegenspieler Fällt der Blutzuckerspiegel im Körper unter einen Wert von 80 mg/dl ab, wird die Insulinproduktion bereits stark reduziert. Sinkt der Blutzucker weiter ab, treten verschiedene Gegenspieler des Insulins auf: Adrenalin Glucagon Kortisol Somatostatin Die Spiegel dieser gegenregulierenden Hormone steigen bereits deutlich an, wenn der Blutzucker unter 60 mg/dl absinkt. Beim Typ 1-Diabetes ist oft auch der Gegenregulationmechanismus gestört, was zu zusätzlichen Problemen mit Hypoglykämien führt. Somatostatin hat einen hemmenden Einfluss auf die Sekretion von Insulin und Glucagon, da er als allgemeiner Hemmer im Körper fungiert. Wirkung auf den Kaliumspiegel Insulin senkt den Kaliumspiegel im Blut, indem es dafür sorgt, dass Kalium in das Zellinnere von Hepatozyten und Skelettmuskelzellen verlagert wird, also von extrazellulär nach intrazellulär. Dies erfolgt durch Aktivierung der Natrium-Kalium-ATPase durch Insulin. Insulinpräparate werden daher gemeinsam mit Glucose (zur Vermeidung einer Hypoglykämie) zur Behandlung einer Hyperkaliämie verwendet. Vorkommen Insulinsequenzen von mehr als 100 verschiedenen Spezies sind bekannt. Die Proteinsequenzen der jeweiligen Insuline sind sich ähnlich – sie zeigen Sequenzhomologie – sind aber nicht identisch. Über die Unterschiede im chemischen Aufbau von Humaninsulin gegenüber den Insulinen einiger Säugetiere sowie Informationen zu künstlich hergestelltem Insulin siehe Insulinpräparat. Insulin und Evolution: Genotypen, die in Jäger- und Sammlergesellschaften einen raschen Abbau von Energiereserven bei Nahrungsmangel verhinderten, prädisponieren beim heutigen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot zu Adipositas und Typ-2-Diabetes. Inwieweit Gene den Glucosestoffwechsel und die damit verbundene Wirkung von Insulin beeinflussen, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Die Homologe des Insulins in Insekten sind die Drosophila Insulin-like Peptides. Bildung, Speicherung, Freisetzung und Regulierung Biosynthese Die Synthese des Hormons erfolgt in den β-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die genetische Information wird von nur einem Genlocus im kurzen Arm des Chromosom 11 codiert. Das Gen besteht aus ungefähr 300 Nukleotiden. Die mRNA wird zunächst an Ribosomen, die sich auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum (ER) befinden, in das Präproinsulin translatiert, das aus 110 Aminosäuren besteht. Die weitere Prozessierung erfolgt in zwei Schritten, nach der Faltung des Moleküls durch Bildung von Disulfidbrücken entsteht durch Abspaltung von Signalpeptid und C-Peptid das Insulinmolekül. Speicherung Die Insulinmoleküle werden in den Vesikeln des Golgi-Apparats, der an der Zellmembran der β-Zelle liegt, durch Zink-Ionen zu Hexameren gebunden und so stabilisiert gespeichert (Zink-Insulin-Komplex). Die hohe Bindungsfreudigkeit von Insulinmolekülen an Zink hat mehrere wichtige Auswirkungen. Insulin ist in der Form von Hexameren und nach dem Zerfall in Dimere noch nicht wirksam, sondern nur als Einzelmolekül. Diese Eigenschaft spielt bei den Insulinpräparaten eine wichtige Rolle. Bei schnellwirkenden Insulinpräparaten ist der zu langsame Zerfall der Molekülverbände unerwünscht und es wird nach Möglichkeiten gesucht den Zerfall zu beschleunigen. Bei langwirkenden Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Verlängerung der Wirkdauer durch hohe Zinkkonzentrationen gezielt verstärkt. Bei der Entwicklung von oralen Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Kopplung von Insulin an Transportmoleküle genutzt. Ausschüttung Die Ausschüttung von Insulin ins Blut erfolgt durch Exozytose. Die Insulinausschüttung erfolgt oszillierend. Alle drei bis sechs Minuten wird Insulin in die Blutbahn abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme ist bei Stoffwechselgesunden ein biphasischer Verlauf der Insulinsekretion feststellbar: Der erste „Insulinpeak“ hat seine Spitze nach drei bis fünf Minuten und dauert zehn Minuten. Danach schließt sich eine zweite Phase an, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Die erste Phase besteht aus den gespeicherten Insulinmolekülen, die zweite Phase vor allem aus neu gebildetem Insulin. Das C-Peptid wird erst bei Anstieg des Blutzuckerspiegels aus dem Proinsulin durch Peptidasen herausgeschnitten und gemeinsam mit dem aktiven Insulin und Zink ausgeschüttet. Durch den Nachweis von C-Peptid im Serum kann die endogene Insulinproduktion gemessen werden. So kann bei Diabetikern eine Aussage darüber getroffen werden, wie viel Insulin noch vom Körper selbst hergestellt wird, da das synthetische Produkt keine C-Sequenz enthält. Regulierung Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin, im Zusammenwirken mit Glucagon den Blutglucosespiegel ständig zwischen bestimmten Werten zu halten. Gerät der Blutzuckerspiegel unter einen gewissen Wert droht das hypoglykämische Koma und der Tod, gerät er darüber, drohen Schäden an Gefäßen, Nierenkörperchen und anderen Geweben. Zusammen mit Leptin scheint Insulin aber auch maßgeblichen Anteil an der Energiehomöostase zu haben. Dabei wirkt aber nicht nur Leptin auf Insulin ein, sondern das Insulin wirkt selbst ebenfalls auf das Leptin ein, genauer auf die Aufnahme von Leptin im Gehirn. Aufgrund der lebenswichtigen Funktion muss die biochemische Implementierung des Regelkreises robust sein. Da Zellen nicht „denken“ können, kann es nur so sein, dass Einzelzellen wie ein Zustandsautomat funktionieren bzw. dass wenige Zellen dermaßen zusammenwirken, dass ein Reiz sinnvoll verrechnet wird. Der Hauptreiz zur Ausschüttung von Insulin aus der β-Zelle ist der Blutzuckerspiegel (ab 5 mmol Glucose/l Blut), und dieser wird direkt von der β-Zelle „gemessen“. Biochemisch umgesetzt wird das mit Hilfe von ATP-gesteuerten Kaliumkanälen etc., siehe #Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus. Die Hormone Gastrin, Sekretin, GIP und GLP-1 modifizieren den grundlegenden Glucose-Insulin-Regelkreis, indem sie auf die β-Zelle wirken. Siehe Inkretin-Effekt. GIP wird von K-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Duodenums befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht die Insulinausschüttung der β-Zellen. Das GIP wirkt also auf die β-Zellen zu einem Zeitpunkt ein, wo die Glucose aus der Nahrung noch nicht ins Blut gelangt ist. GLP-1 wird von L-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Ileum und des Caecum befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht ebenfalls die Insulinausschüttung der β-Zellen. Der Großteil der Nährstoffe wird bereits im Jejunum extrahiert und ins Blut bzw. in die Lymphe abgegeben. Im Caecum findet keinerlei Absorption von Nährstoffen, sondern hauptsächlich eine Fermentation statt. Zusätzlich sind β-Zellen sowohl vom parasympathischen als auch sympathische Nervensystem innerviert: Das parasympathische NS wird bei Leptin-Insuffizienz (oder auch bei Leptin-Resistenz) aktiviert und wirkt allgemein trophotropisch, d. h., es bewirkt die Speicherung von Energie. Es erhöht also die Insulinabgabe. Zumindest bei Mäusen wirkt es außerdem gleichzeitig auf Adipozyten ein und erhöht ihre Empfindlichkeit für Insulin, während die Empfindlichkeit der Leber- und Muskelzellen nicht beeinflusst wird. Glucose wird in Leber- und Muskelzellen zu Glycogen verbaut und derart gespeichert, in den Adipozyten erfolgt De-novo-Lipogenese und Speicherung von TGs. Das sympathische NS wird bei Leptin-Suffizienz aktiviert und wirkt allgemein ergotropisch, d. h., es bewirkt die Erhöhung des Energieverbrauchs. Es senkt die Insulinabgabe. Die Senkung der Insulinabgabe scheint einem erhöhten Energieverbrauch entgegenzuwirken, denn die Muskelzellen können sehr viel mehr Glucose aus dem Blut aufnehmen, wenn sie möglichst viele GLUT-4 Transporter auf der Oberfläche aufweisen. Sie müssen also auf die bereits gespeicherte Energie in Form von Glycogen und Fettsäuren zurückgreifen. Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus Das Eindringen eines Glucose-Moleküls in die β-Zelle setzt eine Wirkungskette in Gang. Nachdem die Glucose durch den GLUT1-Transporter in die Zelle gelangt ist, wird sie durch Glycolyse verstoffwechselt. Das dabei entstehende ATP hemmt den Ausstrom von Kalium-Ionen (ATP-sensitive Kaliumkanäle). So kommt es durch den stark verminderten Kaliumausstrom zur Depolarisation, weil die Stabilität des Membranpotentials nicht weiter durch Kaliumausstrom erhalten wird. Das depolarisierte Membranpotential bewirkt eine Öffnung spannungsabhängiger Calcium-Kanäle. Der Einstrom der Calciumionen ist der entscheidende Reiz für die Verschmelzung der insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran. Die gespeicherten Insulinmoleküle werden durch Verschmelzen der Membranen (Exozytose) aus den β-Zellen in den Extrazellularraum und weiter in den Blutkreislauf freigesetzt. Dabei werden die Speicher-Hexamere aufgetrennt. Der Insulinspiegel im Blut steigt an. Halbwertszeit und Abbau Die biologische Halbwertszeit einzelner Insulinmoleküle im Blutkreislauf liegt bei circa fünf Minuten. Das Insulin wird über manche Insulinrezeptoren in die Zellen aufgenommen, dort abgebaut und somit verbraucht. In der Leber und in der Niere wird Insulin durch Insulinase inaktiviert, die Insulinase oder genauer Glutathion-Insulin-Transhydrogenase spaltet die Disulfidbrücken zwischen der A- und der B-Kette auf, wodurch das Insulin in zwei Teile zerfällt und wirkungslos wird. Die Abbauprodukte werden durch die Niere ausgeschieden, ebenso 1,5 % des noch intakten Insulins. Die kurze Zeitspanne der Aktivität des Insulins zeigt, dass die physiologische Steuerung des Zuckerstoffwechsels im gesunden Körper sehr schnell funktioniert; diese Geschwindigkeit kann bei der Behandlung des Diabetes mellitus praktisch nicht erreicht werden. Insulin als Arzneistoff In der Insulintherapie werden verschiedene Insulinpräparate verwendet. Die häufigste und älteste Verabreichungsart ist die subkutane Injektion. Für diesen Zweck steht eine Reihe von kurz-, mittel- und langwirkenden Humaninsulinen und Insulinanaloga zur Verfügung. Werden diese zur Therapie kombiniert, so ist auf die unterschiedliche Halbwertzeit besonders zu achten. sehr schnell und kurz wirkend: Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin aspart kurz wirkend: Normalinsulin (= gelöstes Humaninsulin) intermediär wirkend: NPH-Insulin, biphasisches Insulin lispro, biphasisches Insulin aspart lang wirkend: Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec Peroral ist Insulin unwirksam, da die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. Untersucht wird, inwieweit sich Insuline in Nanopartikel verkapseln lassen, um auf diesem Wege „unverdaut“ in den Blutkreislauf eingeschleust werden zu können. Jüngere Entwicklungen wie Präparate zur Inhalation, die das Insulin über die Atemwege zuführen, haben sich auf dem Markt bisher nicht behaupten können. In der Vergangenheit wurde Insulin im Rahmen der Insulinschocktherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten eingesetzt. Diese Methode der Behandlung wurde zum Beispiel im biografischen Film A Beautiful Mind an John Nash gezeigt. Dieses Verfahren wird nicht mehr praktiziert. Missbrauch von Insulin Insulin steht auf der Liste der verbotenen Doping-Substanzen, da es zu mehreren Zwecken missbraucht werden kann. Da Insulin der durch Somatropin verringerten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen entgegenwirkt, wird es oft zur Kompensation dessen unerwünschter Nebenwirkung verwendet (siehe Anabolikum). Andere Anwendungen sind die Förderung der Füllung der Glycogenspeicher bei Ausdauersportlern und die Unterstützung des Aufbaus von Muskelmasse. Die missbräuchliche Selbstverabreichung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel übermäßig abzusenken, führt zum Krankheitsbild der Hypoglycaemia factitia. Im März 2008 wurde der Krankenpfleger Colin Norris in Newcastle zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er vier seiner Patientinnen durch Injektion zu hoher Insulindosen ermordet hatte. Zeittafel zur Forschungsgeschichte Weblinks Einzelnachweise Peptidhormon Diabetologie Arzneistoff Codiert auf Chromosom 11 (Mensch) Wikipedia:Artikel mit Video
Hits: 95 | 16.05.2019, 17:50 #1 Wie verändern muslimische Reisende den Tourismus? FAZ - Frankfurter Allgemeine ZeitungSchon mal etwas von Halal-Reisen gehört? Keine Bevölkerungsgruppe wächst weltweit stärker als die der Muslime. Nun stellt sich die...
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Was ist Insulin und wo wird es gebildet?
Insulin (andere Namen: Insulinum, Insulinhormon, Inselhormon) ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon (Polypeptidhormon), das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (von „Insel“). Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Funktion und Wirkung Die Regulation der Konzentration von Glucose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel dadurch, dass es mittels seiner „Schlüsselfunktion“ der Glucose aus dem Blutplasma und der Gewebsflüssigkeit den Durchtritt durch die Zellmembran in das Zellinnere ermöglicht. Vor allem die Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen Glucose aufnehmen und sie in Form von Glycogen speichern oder zur Energiegewinnung abbauen (siehe Glycolyse). Auch auf andere Zellen wirkt das Hormon, so hat es Einfluss auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Das Hormon ist wesentlicher Faktor folgender Erkrankungen: Diabetes mellitus Hyperinsulinismus Insulinom Insulinresistenz Metabolisches Syndrom Das im Blut zirkulierende Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulinrezeptoren. Insulinrezeptor Letztlich löst die Bindung dieses Hormons an seinen Rezeptor eine Reihe von Kinase-Kaskaden (Kaskade von Phosphorylierungsreaktionen) aus, die durch Signalwege beschrieben werden können. Diese Signalwege bewirken ein Sinken des Blutglucosespiegels durch Förderung der Glucose-Aufnahme (GLUT4-Translokation zur Zelloberfläche) Förderung der Glucose-Speicherung (Glycogensynthese) in der Leber und den Muskeln Dieses Signal wird durch die Aktivierung glucoseverbrauchender Wege unterstützt. Weitere unterstützende Maßnahmen bestehen in der Unterdrückung glucoseliefernder Wege, so zum Beispiel durch Abbau des second messenger cAMP über eine Phosphodiesterase. Glucoseaufnahme im Muskelgewebe Das Hormon erhöht in der Muskulatur und im Fettgewebe die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellmembran für Glucose. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Membran selbst permeabler wird, sondern dass vermehrt Carrier-Proteine für Glucose aktiviert werden. Dieses Carrier-Protein ist GLUT4, ein hochaffiner, insulinabhängiger Glucose-Transporter, welcher die Glucose durch erleichterte Diffusion (passiver Transport) in die Zelle transportiert. Folgende physikalische Eigenschaften sind für GLUT4 relevant: sättigbar, nicht aktivierbar oder inaktivierbar, also Regulation nur durch insulinabhängigen Einbau oder Ausbau. Glucoseaufnahme und Stoffwechsel im Gehirn Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf. Deshalb nehmen die insulinabhängigen Zellen bei einem erhöhten Insulinspiegel mehr Glucose auf, und für die insulinunabhängigen bleibt weniger übrig. Im Allgemeinen besteht bei Hypoglykämie die Gefahr, dass das auf Glucose angewiesene Nervensystem geschädigt wird. Insulin wird, verabreicht als Nasenspray in direktem Kontakt mit dem ZNS, zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit untersucht. Auf- und Abbau von Fettgewebe Das Hormon hemmt die Lipolyse im Fettgewebe und somit den Abbau von Fett. Ein Insulinmangel führt daher zu einer gesteigerten Lipolyse mit Bildung von Ketokörpern und einer daraus resultierenden Ketose. Förderung des Zellwachstums Eine weitere zentrale Funktion des Peptidhormons Insulin besteht in der Regulation von Zellwachstum und Proliferation durch die Aktivierung der Transkription von Genen, die für Kontrolle und Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung sind. Diese Insulinwirkung ist bei Diskursen über Insulinpräparate ein Thema. Tryptophan-Aufnahme im Gehirn Höhere Insulinspiegel haben einen leicht steigernden Einfluss auf die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn. Insulin und die Regelung des Blutzuckerspiegels Eine der wichtigsten biologischen Wirkungen des Insulins ist die rasche Beschleunigung der Glucoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und Regulierung der Zwischenspeicherung in der Leber im Rahmen der Regelung des Blutzuckerspiegels: In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2. Durch Insulin wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert, die eine Signaltransduktion in Gang setzt. Beteiligt sind dabei das Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1), die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), der second messenger Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2), die Phosphoinositid-abhängige Kinase-1 (PDK1) und schließlich die Proteinkinase B (PKB) (siehe Bild, A). PKB phosphoryliert die Glycogensynthase-Kinase 3, GSK3, die dadurch inaktiviert wird. GSK3 ist eine Kinase, die die Glycogensynthase phosphoryliert und damit inaktiviert (GYS b). GSK3 steht in Konkurrenz zu einer Phosphatase, der Protein-Phosphatase 1 (PP1). Dadurch, dass GSK3 nicht mehr wirken kann, liegt daher immer mehr Glycogensynthase in seiner dephosphorylierten Form vor (GYS a, siehe unteres Bild, B). Außerdem aktiviert die PKB eine Phosphodiesterase, PDE, die cAMP zu AMP hydrolysiert. Infolgedessen erlischt zusätzlich der Signalweg für die Proteinkinase A, die für den Abbau von Glycogen sorgt. In der Leber, dem Fettgewebe und der Muskulatur wird unter Insulineinfluss die Triglyceridsynthese stimuliert. Substrate dafür sind neben den Kohlenhydraten mit der Nahrung aufgenommene Lipide. In den drei genannten Geweben werden Aminosäuren verstärkt aufgenommen und für die Proteinsynthese verwendet. Die metabolischen und mitogenen Effekte von Insulin werden über die Bindung an dessen Rezeptor auf der Zelloberfläche der Zielgewebe Leber, Muskel und Fett initiiert. Insulin induziert weiterhin die Glycogensynthese und -speicherung in Leber und Muskel, die Triglyceridsynthese in Leber und Fettgewebe sowie die Speicherung von Aminosäuren im Muskel. Gleichzeitig hemmt Insulin die hepatische Gluconeogenese und zählt daher insgesamt zu den wichtigsten Regulatoren des Glucosemetabolismus. Gegenspieler Fällt der Blutzuckerspiegel im Körper unter einen Wert von 80 mg/dl ab, wird die Insulinproduktion bereits stark reduziert. Sinkt der Blutzucker weiter ab, treten verschiedene Gegenspieler des Insulins auf: Adrenalin Glucagon Kortisol Somatostatin Die Spiegel dieser gegenregulierenden Hormone steigen bereits deutlich an, wenn der Blutzucker unter 60 mg/dl absinkt. Beim Typ 1-Diabetes ist oft auch der Gegenregulationmechanismus gestört, was zu zusätzlichen Problemen mit Hypoglykämien führt. Somatostatin hat einen hemmenden Einfluss auf die Sekretion von Insulin und Glucagon, da er als allgemeiner Hemmer im Körper fungiert. Wirkung auf den Kaliumspiegel Insulin senkt den Kaliumspiegel im Blut, indem es dafür sorgt, dass Kalium in das Zellinnere von Hepatozyten und Skelettmuskelzellen verlagert wird, also von extrazellulär nach intrazellulär. Dies erfolgt durch Aktivierung der Natrium-Kalium-ATPase durch Insulin. Insulinpräparate werden daher gemeinsam mit Glucose (zur Vermeidung einer Hypoglykämie) zur Behandlung einer Hyperkaliämie verwendet. Vorkommen Insulinsequenzen von mehr als 100 verschiedenen Spezies sind bekannt. Die Proteinsequenzen der jeweiligen Insuline sind sich ähnlich – sie zeigen Sequenzhomologie – sind aber nicht identisch. Über die Unterschiede im chemischen Aufbau von Humaninsulin gegenüber den Insulinen einiger Säugetiere sowie Informationen zu künstlich hergestelltem Insulin siehe Insulinpräparat. Insulin und Evolution: Genotypen, die in Jäger- und Sammlergesellschaften einen raschen Abbau von Energiereserven bei Nahrungsmangel verhinderten, prädisponieren beim heutigen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot zu Adipositas und Typ-2-Diabetes. Inwieweit Gene den Glucosestoffwechsel und die damit verbundene Wirkung von Insulin beeinflussen, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Die Homologe des Insulins in Insekten sind die Drosophila Insulin-like Peptides. Bildung, Speicherung, Freisetzung und Regulierung Biosynthese Die Synthese des Hormons erfolgt in den β-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die genetische Information wird von nur einem Genlocus im kurzen Arm des Chromosom 11 codiert. Das Gen besteht aus ungefähr 300 Nukleotiden. Die mRNA wird zunächst an Ribosomen, die sich auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum (ER) befinden, in das Präproinsulin translatiert, das aus 110 Aminosäuren besteht. Die weitere Prozessierung erfolgt in zwei Schritten, nach der Faltung des Moleküls durch Bildung von Disulfidbrücken entsteht durch Abspaltung von Signalpeptid und C-Peptid das Insulinmolekül. Speicherung Die Insulinmoleküle werden in den Vesikeln des Golgi-Apparats, der an der Zellmembran der β-Zelle liegt, durch Zink-Ionen zu Hexameren gebunden und so stabilisiert gespeichert (Zink-Insulin-Komplex). Die hohe Bindungsfreudigkeit von Insulinmolekülen an Zink hat mehrere wichtige Auswirkungen. Insulin ist in der Form von Hexameren und nach dem Zerfall in Dimere noch nicht wirksam, sondern nur als Einzelmolekül. Diese Eigenschaft spielt bei den Insulinpräparaten eine wichtige Rolle. Bei schnellwirkenden Insulinpräparaten ist der zu langsame Zerfall der Molekülverbände unerwünscht und es wird nach Möglichkeiten gesucht den Zerfall zu beschleunigen. Bei langwirkenden Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Verlängerung der Wirkdauer durch hohe Zinkkonzentrationen gezielt verstärkt. Bei der Entwicklung von oralen Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Kopplung von Insulin an Transportmoleküle genutzt. Ausschüttung Die Ausschüttung von Insulin ins Blut erfolgt durch Exozytose. Die Insulinausschüttung erfolgt oszillierend. Alle drei bis sechs Minuten wird Insulin in die Blutbahn abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme ist bei Stoffwechselgesunden ein biphasischer Verlauf der Insulinsekretion feststellbar: Der erste „Insulinpeak“ hat seine Spitze nach drei bis fünf Minuten und dauert zehn Minuten. Danach schließt sich eine zweite Phase an, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Die erste Phase besteht aus den gespeicherten Insulinmolekülen, die zweite Phase vor allem aus neu gebildetem Insulin. Das C-Peptid wird erst bei Anstieg des Blutzuckerspiegels aus dem Proinsulin durch Peptidasen herausgeschnitten und gemeinsam mit dem aktiven Insulin und Zink ausgeschüttet. Durch den Nachweis von C-Peptid im Serum kann die endogene Insulinproduktion gemessen werden. So kann bei Diabetikern eine Aussage darüber getroffen werden, wie viel Insulin noch vom Körper selbst hergestellt wird, da das synthetische Produkt keine C-Sequenz enthält. Regulierung Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin, im Zusammenwirken mit Glucagon den Blutglucosespiegel ständig zwischen bestimmten Werten zu halten. Gerät der Blutzuckerspiegel unter einen gewissen Wert droht das hypoglykämische Koma und der Tod, gerät er darüber, drohen Schäden an Gefäßen, Nierenkörperchen und anderen Geweben. Zusammen mit Leptin scheint Insulin aber auch maßgeblichen Anteil an der Energiehomöostase zu haben. Dabei wirkt aber nicht nur Leptin auf Insulin ein, sondern das Insulin wirkt selbst ebenfalls auf das Leptin ein, genauer auf die Aufnahme von Leptin im Gehirn. Aufgrund der lebenswichtigen Funktion muss die biochemische Implementierung des Regelkreises robust sein. Da Zellen nicht „denken“ können, kann es nur so sein, dass Einzelzellen wie ein Zustandsautomat funktionieren bzw. dass wenige Zellen dermaßen zusammenwirken, dass ein Reiz sinnvoll verrechnet wird. Der Hauptreiz zur Ausschüttung von Insulin aus der β-Zelle ist der Blutzuckerspiegel (ab 5 mmol Glucose/l Blut), und dieser wird direkt von der β-Zelle „gemessen“. Biochemisch umgesetzt wird das mit Hilfe von ATP-gesteuerten Kaliumkanälen etc., siehe #Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus. Die Hormone Gastrin, Sekretin, GIP und GLP-1 modifizieren den grundlegenden Glucose-Insulin-Regelkreis, indem sie auf die β-Zelle wirken. Siehe Inkretin-Effekt. GIP wird von K-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Duodenums befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht die Insulinausschüttung der β-Zellen. Das GIP wirkt also auf die β-Zellen zu einem Zeitpunkt ein, wo die Glucose aus der Nahrung noch nicht ins Blut gelangt ist. GLP-1 wird von L-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Ileum und des Caecum befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht ebenfalls die Insulinausschüttung der β-Zellen. Der Großteil der Nährstoffe wird bereits im Jejunum extrahiert und ins Blut bzw. in die Lymphe abgegeben. Im Caecum findet keinerlei Absorption von Nährstoffen, sondern hauptsächlich eine Fermentation statt. Zusätzlich sind β-Zellen sowohl vom parasympathischen als auch sympathische Nervensystem innerviert: Das parasympathische NS wird bei Leptin-Insuffizienz (oder auch bei Leptin-Resistenz) aktiviert und wirkt allgemein trophotropisch, d. h., es bewirkt die Speicherung von Energie. Es erhöht also die Insulinabgabe. Zumindest bei Mäusen wirkt es außerdem gleichzeitig auf Adipozyten ein und erhöht ihre Empfindlichkeit für Insulin, während die Empfindlichkeit der Leber- und Muskelzellen nicht beeinflusst wird. Glucose wird in Leber- und Muskelzellen zu Glycogen verbaut und derart gespeichert, in den Adipozyten erfolgt De-novo-Lipogenese und Speicherung von TGs. Das sympathische NS wird bei Leptin-Suffizienz aktiviert und wirkt allgemein ergotropisch, d. h., es bewirkt die Erhöhung des Energieverbrauchs. Es senkt die Insulinabgabe. Die Senkung der Insulinabgabe scheint einem erhöhten Energieverbrauch entgegenzuwirken, denn die Muskelzellen können sehr viel mehr Glucose aus dem Blut aufnehmen, wenn sie möglichst viele GLUT-4 Transporter auf der Oberfläche aufweisen. Sie müssen also auf die bereits gespeicherte Energie in Form von Glycogen und Fettsäuren zurückgreifen. Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus Das Eindringen eines Glucose-Moleküls in die β-Zelle setzt eine Wirkungskette in Gang. Nachdem die Glucose durch den GLUT1-Transporter in die Zelle gelangt ist, wird sie durch Glycolyse verstoffwechselt. Das dabei entstehende ATP hemmt den Ausstrom von Kalium-Ionen (ATP-sensitive Kaliumkanäle). So kommt es durch den stark verminderten Kaliumausstrom zur Depolarisation, weil die Stabilität des Membranpotentials nicht weiter durch Kaliumausstrom erhalten wird. Das depolarisierte Membranpotential bewirkt eine Öffnung spannungsabhängiger Calcium-Kanäle. Der Einstrom der Calciumionen ist der entscheidende Reiz für die Verschmelzung der insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran. Die gespeicherten Insulinmoleküle werden durch Verschmelzen der Membranen (Exozytose) aus den β-Zellen in den Extrazellularraum und weiter in den Blutkreislauf freigesetzt. Dabei werden die Speicher-Hexamere aufgetrennt. Der Insulinspiegel im Blut steigt an. Halbwertszeit und Abbau Die biologische Halbwertszeit einzelner Insulinmoleküle im Blutkreislauf liegt bei circa fünf Minuten. Das Insulin wird über manche Insulinrezeptoren in die Zellen aufgenommen, dort abgebaut und somit verbraucht. In der Leber und in der Niere wird Insulin durch Insulinase inaktiviert, die Insulinase oder genauer Glutathion-Insulin-Transhydrogenase spaltet die Disulfidbrücken zwischen der A- und der B-Kette auf, wodurch das Insulin in zwei Teile zerfällt und wirkungslos wird. Die Abbauprodukte werden durch die Niere ausgeschieden, ebenso 1,5 % des noch intakten Insulins. Die kurze Zeitspanne der Aktivität des Insulins zeigt, dass die physiologische Steuerung des Zuckerstoffwechsels im gesunden Körper sehr schnell funktioniert; diese Geschwindigkeit kann bei der Behandlung des Diabetes mellitus praktisch nicht erreicht werden. Insulin als Arzneistoff In der Insulintherapie werden verschiedene Insulinpräparate verwendet. Die häufigste und älteste Verabreichungsart ist die subkutane Injektion. Für diesen Zweck steht eine Reihe von kurz-, mittel- und langwirkenden Humaninsulinen und Insulinanaloga zur Verfügung. Werden diese zur Therapie kombiniert, so ist auf die unterschiedliche Halbwertzeit besonders zu achten. sehr schnell und kurz wirkend: Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin aspart kurz wirkend: Normalinsulin (= gelöstes Humaninsulin) intermediär wirkend: NPH-Insulin, biphasisches Insulin lispro, biphasisches Insulin aspart lang wirkend: Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec Peroral ist Insulin unwirksam, da die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. Untersucht wird, inwieweit sich Insuline in Nanopartikel verkapseln lassen, um auf diesem Wege „unverdaut“ in den Blutkreislauf eingeschleust werden zu können. Jüngere Entwicklungen wie Präparate zur Inhalation, die das Insulin über die Atemwege zuführen, haben sich auf dem Markt bisher nicht behaupten können. In der Vergangenheit wurde Insulin im Rahmen der Insulinschocktherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten eingesetzt. Diese Methode der Behandlung wurde zum Beispiel im biografischen Film A Beautiful Mind an John Nash gezeigt. Dieses Verfahren wird nicht mehr praktiziert. Missbrauch von Insulin Insulin steht auf der Liste der verbotenen Doping-Substanzen, da es zu mehreren Zwecken missbraucht werden kann. Da Insulin der durch Somatropin verringerten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen entgegenwirkt, wird es oft zur Kompensation dessen unerwünschter Nebenwirkung verwendet (siehe Anabolikum). Andere Anwendungen sind die Förderung der Füllung der Glycogenspeicher bei Ausdauersportlern und die Unterstützung des Aufbaus von Muskelmasse. Die missbräuchliche Selbstverabreichung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel übermäßig abzusenken, führt zum Krankheitsbild der Hypoglycaemia factitia. Im März 2008 wurde der Krankenpfleger Colin Norris in Newcastle zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er vier seiner Patientinnen durch Injektion zu hoher Insulindosen ermordet hatte. Zeittafel zur Forschungsgeschichte Weblinks Einzelnachweise Peptidhormon Diabetologie Arzneistoff Codiert auf Chromosom 11 (Mensch) Wikipedia:Artikel mit Video
fourfairies: Benefit They’re real! Push up Liner Montag, 28. Juli 2014 Benefit They’re real! Push up Liner Who is the lucky one? Yes, it's me :) Heute stelle ich euch den neuen Push up Liner vor. Swatches des Liners gibt es schon von Ninive, die mit Sandmalerin vor ein paar Wochen zum Preview Event geladen war. Guckt ihr hier. Ich hatte bereits bei Paddy zum Release die Review gelesen und stand bis zu meinem eigenen Test total auf dem Verständnis Schlauch o.O Hatte ich doch nicht verstanden, dass die Spitze des Liners aus flexiblem Gummi besteht und nicht, wie ich dachte, aus Hartplastik (don't kill me :) Ich war skeptisch, denn ich hatte recht viele negative Reviews gelesen, aber hey: let's experience myself ;) Vor der ersten Benutzung entfernt man den orangenen Pöppel und dreht einige Male, bis die, doch recht feste, Linermasse in die Spitze gelangt. Ist die Masse erst einmal "oben" genügt eine Drehung für beide Augen. Ich muss sagen, ich hatte keine Probleme mit dem Liner, wie ich sie schon mit so vielen anderen Linern hatte - egal ob Gel, Stift, Flüssig .... Die flexible Gummispitze passt sich gut dem Auge an. Ich kann ohne Probleme einen großen Eyelinerwing oder einen kleinen ziehen. Auch bröckelt während des Auftrags nichts ab, rum oder sonst etwas. Der Liner ist matt, das gefällt mir sehr. Er ist dadurch fast natürlich und fügt sich - dezent angewendet- unauffällig in das AMU ein. Er hält bei mir den ganzen Tag!! Das will schon was heißen. Ich habe sonst immer, aber auch wirklich immer, jeden Tag Panda Augen und muss unter Tags wischen und korrigieren. Die ganzen Jahre habe ich das auf meine Mascara geschoben, aber die letzte Woche: nix, nada, null. Am Sonntag waren mein Mann und ich im Europapark und es war heiß plus Abkülung bei den Wasserbahnen. Fazit: Nichts zerlief. Nach dem Duschen: der Liner hält, inklusive des Schwänzchens :)) Wiederbenutzung: Auch hier kann ich die negative Kritik nicht teilen. Meine Spitze ist nicht verstopft. Ich drehe ein/zwei Mal und der Liner ist einsatzfähig. Wie oben schon erwähnt: wenn ihr nur mit Wasser da dran geht: keine Chance. Es muss schon ein Entferner für wasserfestes AMU sein, sonst geht ihr mit ihm Schlafen. Ich verwende momentan den Entferner waterproof von Maybelline und das klappt einwandfrei. Für mich persönlich ist der Liner ein Glücksgriff. Nach einer Woche täglicher Benutzung kann ich sagen, dass ich wunderbar mit ihm zurecht komme. Der Lidstrich geht flott, es bröckelt nichts ab und er verblasst auch nicht über den Tag. Die matte Optik ist für mich ein zusätzliches Plus. Ein großes Minus ist für mich allerdings der Preis, bei dem ich mir noch genau überlegen muss, auch wie ergiebig der Liner ist, ob das Preis/Leistungsverhältnis am Ende stimmt. Preis: 24,99 € für 1,4g erhältlich bei douglas online, sowie an den Benefit Countern bei douglas oder Karstadt. links: Morgens, 9:00 rechts: Abends, 21:00 Und noch ein Gesamtbild mit dezentem Lidstrich, Blush Rockateur und dem Hydrasmooth Lip Color in ‘Air Kiss’ die ich Euch ebenfalls noch vorstellen werde. Annkathrin Hana Mond29. Juli 2014 um 12:21Die Haltbarkeit ist schon ein Argument - bei mir hält ein Schwänzchen bisher keine 2h durch. Allerdings komme ich am besten mit Flüssiglinern mit Pinselapplikator zurecht und dieses System ist ja schon ziemlich anders ... AntwortenLöschenKommentar hinzufügenWeitere laden...
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Was ist Insulin und wo wird es gebildet?
Insulin (andere Namen: Insulinum, Insulinhormon, Inselhormon) ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon (Polypeptidhormon), das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (von „Insel“). Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Funktion und Wirkung Die Regulation der Konzentration von Glucose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel dadurch, dass es mittels seiner „Schlüsselfunktion“ der Glucose aus dem Blutplasma und der Gewebsflüssigkeit den Durchtritt durch die Zellmembran in das Zellinnere ermöglicht. Vor allem die Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen Glucose aufnehmen und sie in Form von Glycogen speichern oder zur Energiegewinnung abbauen (siehe Glycolyse). Auch auf andere Zellen wirkt das Hormon, so hat es Einfluss auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Das Hormon ist wesentlicher Faktor folgender Erkrankungen: Diabetes mellitus Hyperinsulinismus Insulinom Insulinresistenz Metabolisches Syndrom Das im Blut zirkulierende Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulinrezeptoren. Insulinrezeptor Letztlich löst die Bindung dieses Hormons an seinen Rezeptor eine Reihe von Kinase-Kaskaden (Kaskade von Phosphorylierungsreaktionen) aus, die durch Signalwege beschrieben werden können. Diese Signalwege bewirken ein Sinken des Blutglucosespiegels durch Förderung der Glucose-Aufnahme (GLUT4-Translokation zur Zelloberfläche) Förderung der Glucose-Speicherung (Glycogensynthese) in der Leber und den Muskeln Dieses Signal wird durch die Aktivierung glucoseverbrauchender Wege unterstützt. Weitere unterstützende Maßnahmen bestehen in der Unterdrückung glucoseliefernder Wege, so zum Beispiel durch Abbau des second messenger cAMP über eine Phosphodiesterase. Glucoseaufnahme im Muskelgewebe Das Hormon erhöht in der Muskulatur und im Fettgewebe die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellmembran für Glucose. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Membran selbst permeabler wird, sondern dass vermehrt Carrier-Proteine für Glucose aktiviert werden. Dieses Carrier-Protein ist GLUT4, ein hochaffiner, insulinabhängiger Glucose-Transporter, welcher die Glucose durch erleichterte Diffusion (passiver Transport) in die Zelle transportiert. Folgende physikalische Eigenschaften sind für GLUT4 relevant: sättigbar, nicht aktivierbar oder inaktivierbar, also Regulation nur durch insulinabhängigen Einbau oder Ausbau. Glucoseaufnahme und Stoffwechsel im Gehirn Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf. Deshalb nehmen die insulinabhängigen Zellen bei einem erhöhten Insulinspiegel mehr Glucose auf, und für die insulinunabhängigen bleibt weniger übrig. Im Allgemeinen besteht bei Hypoglykämie die Gefahr, dass das auf Glucose angewiesene Nervensystem geschädigt wird. Insulin wird, verabreicht als Nasenspray in direktem Kontakt mit dem ZNS, zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit untersucht. Auf- und Abbau von Fettgewebe Das Hormon hemmt die Lipolyse im Fettgewebe und somit den Abbau von Fett. Ein Insulinmangel führt daher zu einer gesteigerten Lipolyse mit Bildung von Ketokörpern und einer daraus resultierenden Ketose. Förderung des Zellwachstums Eine weitere zentrale Funktion des Peptidhormons Insulin besteht in der Regulation von Zellwachstum und Proliferation durch die Aktivierung der Transkription von Genen, die für Kontrolle und Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung sind. Diese Insulinwirkung ist bei Diskursen über Insulinpräparate ein Thema. Tryptophan-Aufnahme im Gehirn Höhere Insulinspiegel haben einen leicht steigernden Einfluss auf die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn. Insulin und die Regelung des Blutzuckerspiegels Eine der wichtigsten biologischen Wirkungen des Insulins ist die rasche Beschleunigung der Glucoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und Regulierung der Zwischenspeicherung in der Leber im Rahmen der Regelung des Blutzuckerspiegels: In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2. Durch Insulin wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert, die eine Signaltransduktion in Gang setzt. Beteiligt sind dabei das Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1), die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), der second messenger Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2), die Phosphoinositid-abhängige Kinase-1 (PDK1) und schließlich die Proteinkinase B (PKB) (siehe Bild, A). PKB phosphoryliert die Glycogensynthase-Kinase 3, GSK3, die dadurch inaktiviert wird. GSK3 ist eine Kinase, die die Glycogensynthase phosphoryliert und damit inaktiviert (GYS b). GSK3 steht in Konkurrenz zu einer Phosphatase, der Protein-Phosphatase 1 (PP1). Dadurch, dass GSK3 nicht mehr wirken kann, liegt daher immer mehr Glycogensynthase in seiner dephosphorylierten Form vor (GYS a, siehe unteres Bild, B). Außerdem aktiviert die PKB eine Phosphodiesterase, PDE, die cAMP zu AMP hydrolysiert. Infolgedessen erlischt zusätzlich der Signalweg für die Proteinkinase A, die für den Abbau von Glycogen sorgt. In der Leber, dem Fettgewebe und der Muskulatur wird unter Insulineinfluss die Triglyceridsynthese stimuliert. Substrate dafür sind neben den Kohlenhydraten mit der Nahrung aufgenommene Lipide. In den drei genannten Geweben werden Aminosäuren verstärkt aufgenommen und für die Proteinsynthese verwendet. Die metabolischen und mitogenen Effekte von Insulin werden über die Bindung an dessen Rezeptor auf der Zelloberfläche der Zielgewebe Leber, Muskel und Fett initiiert. Insulin induziert weiterhin die Glycogensynthese und -speicherung in Leber und Muskel, die Triglyceridsynthese in Leber und Fettgewebe sowie die Speicherung von Aminosäuren im Muskel. Gleichzeitig hemmt Insulin die hepatische Gluconeogenese und zählt daher insgesamt zu den wichtigsten Regulatoren des Glucosemetabolismus. Gegenspieler Fällt der Blutzuckerspiegel im Körper unter einen Wert von 80 mg/dl ab, wird die Insulinproduktion bereits stark reduziert. Sinkt der Blutzucker weiter ab, treten verschiedene Gegenspieler des Insulins auf: Adrenalin Glucagon Kortisol Somatostatin Die Spiegel dieser gegenregulierenden Hormone steigen bereits deutlich an, wenn der Blutzucker unter 60 mg/dl absinkt. Beim Typ 1-Diabetes ist oft auch der Gegenregulationmechanismus gestört, was zu zusätzlichen Problemen mit Hypoglykämien führt. Somatostatin hat einen hemmenden Einfluss auf die Sekretion von Insulin und Glucagon, da er als allgemeiner Hemmer im Körper fungiert. Wirkung auf den Kaliumspiegel Insulin senkt den Kaliumspiegel im Blut, indem es dafür sorgt, dass Kalium in das Zellinnere von Hepatozyten und Skelettmuskelzellen verlagert wird, also von extrazellulär nach intrazellulär. Dies erfolgt durch Aktivierung der Natrium-Kalium-ATPase durch Insulin. Insulinpräparate werden daher gemeinsam mit Glucose (zur Vermeidung einer Hypoglykämie) zur Behandlung einer Hyperkaliämie verwendet. Vorkommen Insulinsequenzen von mehr als 100 verschiedenen Spezies sind bekannt. Die Proteinsequenzen der jeweiligen Insuline sind sich ähnlich – sie zeigen Sequenzhomologie – sind aber nicht identisch. Über die Unterschiede im chemischen Aufbau von Humaninsulin gegenüber den Insulinen einiger Säugetiere sowie Informationen zu künstlich hergestelltem Insulin siehe Insulinpräparat. Insulin und Evolution: Genotypen, die in Jäger- und Sammlergesellschaften einen raschen Abbau von Energiereserven bei Nahrungsmangel verhinderten, prädisponieren beim heutigen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot zu Adipositas und Typ-2-Diabetes. Inwieweit Gene den Glucosestoffwechsel und die damit verbundene Wirkung von Insulin beeinflussen, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Die Homologe des Insulins in Insekten sind die Drosophila Insulin-like Peptides. Bildung, Speicherung, Freisetzung und Regulierung Biosynthese Die Synthese des Hormons erfolgt in den β-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die genetische Information wird von nur einem Genlocus im kurzen Arm des Chromosom 11 codiert. Das Gen besteht aus ungefähr 300 Nukleotiden. Die mRNA wird zunächst an Ribosomen, die sich auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum (ER) befinden, in das Präproinsulin translatiert, das aus 110 Aminosäuren besteht. Die weitere Prozessierung erfolgt in zwei Schritten, nach der Faltung des Moleküls durch Bildung von Disulfidbrücken entsteht durch Abspaltung von Signalpeptid und C-Peptid das Insulinmolekül. Speicherung Die Insulinmoleküle werden in den Vesikeln des Golgi-Apparats, der an der Zellmembran der β-Zelle liegt, durch Zink-Ionen zu Hexameren gebunden und so stabilisiert gespeichert (Zink-Insulin-Komplex). Die hohe Bindungsfreudigkeit von Insulinmolekülen an Zink hat mehrere wichtige Auswirkungen. Insulin ist in der Form von Hexameren und nach dem Zerfall in Dimere noch nicht wirksam, sondern nur als Einzelmolekül. Diese Eigenschaft spielt bei den Insulinpräparaten eine wichtige Rolle. Bei schnellwirkenden Insulinpräparaten ist der zu langsame Zerfall der Molekülverbände unerwünscht und es wird nach Möglichkeiten gesucht den Zerfall zu beschleunigen. Bei langwirkenden Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Verlängerung der Wirkdauer durch hohe Zinkkonzentrationen gezielt verstärkt. Bei der Entwicklung von oralen Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Kopplung von Insulin an Transportmoleküle genutzt. Ausschüttung Die Ausschüttung von Insulin ins Blut erfolgt durch Exozytose. Die Insulinausschüttung erfolgt oszillierend. Alle drei bis sechs Minuten wird Insulin in die Blutbahn abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme ist bei Stoffwechselgesunden ein biphasischer Verlauf der Insulinsekretion feststellbar: Der erste „Insulinpeak“ hat seine Spitze nach drei bis fünf Minuten und dauert zehn Minuten. Danach schließt sich eine zweite Phase an, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Die erste Phase besteht aus den gespeicherten Insulinmolekülen, die zweite Phase vor allem aus neu gebildetem Insulin. Das C-Peptid wird erst bei Anstieg des Blutzuckerspiegels aus dem Proinsulin durch Peptidasen herausgeschnitten und gemeinsam mit dem aktiven Insulin und Zink ausgeschüttet. Durch den Nachweis von C-Peptid im Serum kann die endogene Insulinproduktion gemessen werden. So kann bei Diabetikern eine Aussage darüber getroffen werden, wie viel Insulin noch vom Körper selbst hergestellt wird, da das synthetische Produkt keine C-Sequenz enthält. Regulierung Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin, im Zusammenwirken mit Glucagon den Blutglucosespiegel ständig zwischen bestimmten Werten zu halten. Gerät der Blutzuckerspiegel unter einen gewissen Wert droht das hypoglykämische Koma und der Tod, gerät er darüber, drohen Schäden an Gefäßen, Nierenkörperchen und anderen Geweben. Zusammen mit Leptin scheint Insulin aber auch maßgeblichen Anteil an der Energiehomöostase zu haben. Dabei wirkt aber nicht nur Leptin auf Insulin ein, sondern das Insulin wirkt selbst ebenfalls auf das Leptin ein, genauer auf die Aufnahme von Leptin im Gehirn. Aufgrund der lebenswichtigen Funktion muss die biochemische Implementierung des Regelkreises robust sein. Da Zellen nicht „denken“ können, kann es nur so sein, dass Einzelzellen wie ein Zustandsautomat funktionieren bzw. dass wenige Zellen dermaßen zusammenwirken, dass ein Reiz sinnvoll verrechnet wird. Der Hauptreiz zur Ausschüttung von Insulin aus der β-Zelle ist der Blutzuckerspiegel (ab 5 mmol Glucose/l Blut), und dieser wird direkt von der β-Zelle „gemessen“. Biochemisch umgesetzt wird das mit Hilfe von ATP-gesteuerten Kaliumkanälen etc., siehe #Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus. Die Hormone Gastrin, Sekretin, GIP und GLP-1 modifizieren den grundlegenden Glucose-Insulin-Regelkreis, indem sie auf die β-Zelle wirken. Siehe Inkretin-Effekt. GIP wird von K-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Duodenums befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht die Insulinausschüttung der β-Zellen. Das GIP wirkt also auf die β-Zellen zu einem Zeitpunkt ein, wo die Glucose aus der Nahrung noch nicht ins Blut gelangt ist. GLP-1 wird von L-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Ileum und des Caecum befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht ebenfalls die Insulinausschüttung der β-Zellen. Der Großteil der Nährstoffe wird bereits im Jejunum extrahiert und ins Blut bzw. in die Lymphe abgegeben. Im Caecum findet keinerlei Absorption von Nährstoffen, sondern hauptsächlich eine Fermentation statt. Zusätzlich sind β-Zellen sowohl vom parasympathischen als auch sympathische Nervensystem innerviert: Das parasympathische NS wird bei Leptin-Insuffizienz (oder auch bei Leptin-Resistenz) aktiviert und wirkt allgemein trophotropisch, d. h., es bewirkt die Speicherung von Energie. Es erhöht also die Insulinabgabe. Zumindest bei Mäusen wirkt es außerdem gleichzeitig auf Adipozyten ein und erhöht ihre Empfindlichkeit für Insulin, während die Empfindlichkeit der Leber- und Muskelzellen nicht beeinflusst wird. Glucose wird in Leber- und Muskelzellen zu Glycogen verbaut und derart gespeichert, in den Adipozyten erfolgt De-novo-Lipogenese und Speicherung von TGs. Das sympathische NS wird bei Leptin-Suffizienz aktiviert und wirkt allgemein ergotropisch, d. h., es bewirkt die Erhöhung des Energieverbrauchs. Es senkt die Insulinabgabe. Die Senkung der Insulinabgabe scheint einem erhöhten Energieverbrauch entgegenzuwirken, denn die Muskelzellen können sehr viel mehr Glucose aus dem Blut aufnehmen, wenn sie möglichst viele GLUT-4 Transporter auf der Oberfläche aufweisen. Sie müssen also auf die bereits gespeicherte Energie in Form von Glycogen und Fettsäuren zurückgreifen. Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus Das Eindringen eines Glucose-Moleküls in die β-Zelle setzt eine Wirkungskette in Gang. Nachdem die Glucose durch den GLUT1-Transporter in die Zelle gelangt ist, wird sie durch Glycolyse verstoffwechselt. Das dabei entstehende ATP hemmt den Ausstrom von Kalium-Ionen (ATP-sensitive Kaliumkanäle). So kommt es durch den stark verminderten Kaliumausstrom zur Depolarisation, weil die Stabilität des Membranpotentials nicht weiter durch Kaliumausstrom erhalten wird. Das depolarisierte Membranpotential bewirkt eine Öffnung spannungsabhängiger Calcium-Kanäle. Der Einstrom der Calciumionen ist der entscheidende Reiz für die Verschmelzung der insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran. Die gespeicherten Insulinmoleküle werden durch Verschmelzen der Membranen (Exozytose) aus den β-Zellen in den Extrazellularraum und weiter in den Blutkreislauf freigesetzt. Dabei werden die Speicher-Hexamere aufgetrennt. Der Insulinspiegel im Blut steigt an. Halbwertszeit und Abbau Die biologische Halbwertszeit einzelner Insulinmoleküle im Blutkreislauf liegt bei circa fünf Minuten. Das Insulin wird über manche Insulinrezeptoren in die Zellen aufgenommen, dort abgebaut und somit verbraucht. In der Leber und in der Niere wird Insulin durch Insulinase inaktiviert, die Insulinase oder genauer Glutathion-Insulin-Transhydrogenase spaltet die Disulfidbrücken zwischen der A- und der B-Kette auf, wodurch das Insulin in zwei Teile zerfällt und wirkungslos wird. Die Abbauprodukte werden durch die Niere ausgeschieden, ebenso 1,5 % des noch intakten Insulins. Die kurze Zeitspanne der Aktivität des Insulins zeigt, dass die physiologische Steuerung des Zuckerstoffwechsels im gesunden Körper sehr schnell funktioniert; diese Geschwindigkeit kann bei der Behandlung des Diabetes mellitus praktisch nicht erreicht werden. Insulin als Arzneistoff In der Insulintherapie werden verschiedene Insulinpräparate verwendet. Die häufigste und älteste Verabreichungsart ist die subkutane Injektion. Für diesen Zweck steht eine Reihe von kurz-, mittel- und langwirkenden Humaninsulinen und Insulinanaloga zur Verfügung. Werden diese zur Therapie kombiniert, so ist auf die unterschiedliche Halbwertzeit besonders zu achten. sehr schnell und kurz wirkend: Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin aspart kurz wirkend: Normalinsulin (= gelöstes Humaninsulin) intermediär wirkend: NPH-Insulin, biphasisches Insulin lispro, biphasisches Insulin aspart lang wirkend: Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec Peroral ist Insulin unwirksam, da die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. Untersucht wird, inwieweit sich Insuline in Nanopartikel verkapseln lassen, um auf diesem Wege „unverdaut“ in den Blutkreislauf eingeschleust werden zu können. Jüngere Entwicklungen wie Präparate zur Inhalation, die das Insulin über die Atemwege zuführen, haben sich auf dem Markt bisher nicht behaupten können. In der Vergangenheit wurde Insulin im Rahmen der Insulinschocktherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten eingesetzt. Diese Methode der Behandlung wurde zum Beispiel im biografischen Film A Beautiful Mind an John Nash gezeigt. Dieses Verfahren wird nicht mehr praktiziert. Missbrauch von Insulin Insulin steht auf der Liste der verbotenen Doping-Substanzen, da es zu mehreren Zwecken missbraucht werden kann. Da Insulin der durch Somatropin verringerten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen entgegenwirkt, wird es oft zur Kompensation dessen unerwünschter Nebenwirkung verwendet (siehe Anabolikum). Andere Anwendungen sind die Förderung der Füllung der Glycogenspeicher bei Ausdauersportlern und die Unterstützung des Aufbaus von Muskelmasse. Die missbräuchliche Selbstverabreichung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel übermäßig abzusenken, führt zum Krankheitsbild der Hypoglycaemia factitia. Im März 2008 wurde der Krankenpfleger Colin Norris in Newcastle zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er vier seiner Patientinnen durch Injektion zu hoher Insulindosen ermordet hatte. Zeittafel zur Forschungsgeschichte Weblinks Einzelnachweise Peptidhormon Diabetologie Arzneistoff Codiert auf Chromosom 11 (Mensch) Wikipedia:Artikel mit Video
USA: Künstliche “Verlangsamung” der Pubertät – Dr. h.c. Michael Grandt – Publizist USA: Künstliche “Verlangsamung” der Pubertät Mädchen wachsen immer früher heran. Dadurch entstehen körperliche und seelische Probleme. Bei manchen Betroffenen wird die Pubertät deshalb künstlich verlangsamt. Großer Busen mit 8 Jahren Die Veränderungen in Kiera´s Körper schockieren ihre Eltern bis heute. Obwohl die Achtjährige ansonsten stets putzmunter war, bekam sie plötzlich immer öfter Kopfschmerzen und Akne. Noch alarmierender für Mutter Sharon war die Erkenntnis, dass sich bei ihrer dünnen Tochter bereits Brüste entwickelten. »Ich dachte sie ist doch noch viel zu jung dafür«, sagte die besorgte Mutter. »Sie hat nachts immer noch Angst, wenn sie alleine ist. Eine Achtjährige ist einfach noch nicht reif genug, um mit solchen Veränderungen umzugehen.« Vorsicht! Ihr Handy kann Sie töten! Auch für Kiera war die Situation sehr peinlich. Keiner ihrer Freundinnen machte die gleiche Erfahrung. Als diese sie immer öfters über deren Akne und ihren immer größer werdenden Busen fragten, wich Kiera aus: »Ich wollte ihnen nicht sagen, was los war. Also musste ich sie anlügen.« Doch der Arzt versicherte den Eltern, dass alles in Ordnung sei. Kiera´s Pubertät würde einfach früher einsetzen als bei anderen Mädchen in ihrem Alter. Pubertät mit Sieben ist keine Seltenheit mehr Der Beginn der Pubertät im Alter zwischen Sieben und Acht ist heutzutage nichts Ungewöhnliches mehr. Eine in der Zeitschrift Pediatrics veröffentlichte Studie zeigt, dass die Pubertät bei amerikanischen Mädchen immer früher beginnt. Was genau diese Veränderungen auslöst, ist noch unklar. Doch es gibt Bedenken. Studien zeigen, dass ein früher Beginn der Menstruation mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko einhergeht. Andere Forschungen haben ergeben, dass Mädchen, die früher zu Pubertieren beginnen, tendenziell eine niedrigere Selbstachtung und ein schwächer ausgeprägtes Selbstbewusstsein haben. Sie neigen zudem häufiger zu riskanten Verhaltensweisen, die zum Beispiel zu ungeplanten Schwangerschaften führen können. Um einen möglichen Zusammenhang zwischen früher Pubertät und Brustkrebsrisiko zu erforschen, haben Wissenschaftler deshalb 1239 Mädchen im Alter zwischen sechs und acht Jahren aus drei verschiedenen Regionen der USA untersucht: aus Harlem in New York, Cincinnati und San Francisco. »Ich liebe mich«: Zwischen Selfie-Wahn und Verblödung Afroamerikanische Mädchen entwickeln sich schneller Die Studie bewies, dass bei einer überraschend großen Gruppe der Mädchen die Pubertät bereits im Alter zwischen Sieben und Acht begann. Die Forscher stellten fest, dass sich bei zehn Prozent der siebenjährigen weißen Mädchen bereits die Brüste entwickelten, während es in einer 1977 veröffentlichten Studie noch rund fünf Prozent waren. Außerdem hatten 23 Prozent der siebenjährigen afroamerikanischen Mädchen bereits ein Brustwachstum, verglichen mit 15 Prozent im Jahre 1977. Ein weiteres Ergebnis der Studie über Frühpubertät war, dass die Quote der weißen Siebenjährigen in der San-Francisco-Gruppe mit sieben Prozent wesentlich geringer war als die Gleichaltrigen aus dem Norden Kaliforniens. Dem standen 14 Prozent der gleichaltrigen Mädchen aus Ohio gegenüber. Unter den afroamerikanischen Siebenjährigen traf diese Entwicklung auf 27 der kalifornischen und 31 Prozent der New Yorker Mädchen zu. Auslöser: “Schlechte” Lebensmittel und Umweltgifte? Noch sind sich die Wissenschaftler nicht einig, welche Faktoren die frühe Pubertät wirklich auslösen. Dr. Frank Biro, Direktor für Jugendmedizin am Cincinnati Kinderkrankenhaus und Autor einer angesehenen Studie ist davon überzeugt, dass die zunehmende Fettleibigkeit dabei eine Rolle spielt. Sein Kollege Dr. Luigi Garibaldi, Professor für Pädiatrie und Leiter der klinischen pädiatrischen Endokrinologie am Kinderkrankenhaus in Pittsburgh stimmt dem zu: »In den siebziger Jahren fingen Mädchen erst mit siebzehn oder achtzehn an zu menstruieren. Das hatte damals viel mit Mangel- und Unterernährung zu tun.« Der Arzt nimmt deshalb an, dass einer der Gründe für das immer frühere Einsetzen der Pubertät falsche oder übermäßige Ernährung ist. »Es könnten aber auch die Auswirkungen durch Umweltfaktoren sein«, sagte hingegen Dr. Stanley Korenmann, ein Endokrinologe an der Universität von Los Angeles. »Zum Beispiel Umweltgifte in Kunststoffen, Chemikalien und in Lebensmitteln. Sie erhöhen den Östrogenspiegel. Und Östrogene stimulieren wiederum die Brustentwicklung«. USA – die „bekiffte“ Nation Künstliche Verlangsamung der Pubertät »Familien sollten deshalb Wert darauf legen, wieder zusammen zu essen und auf eine ausgewogene Ernährung achten. Zudem kann regelmäßige körperliche Betätigung ebenfalls helfen«, sagte Dr. Biro. Über die Möglichkeit des erhöhten Brustkrebsrisikos hinaus stellt sich auch die Frage der emotionalen Reife: »Nur, weil ein Mädchen körperlich erwachsen ist, bedeutet dies noch lange nicht, dass sie auch sozial und psychologisch ausgereift ist.« Für Kiera besteht ein Teil der Untersuchungen aus Knochenmessungen. Ärzte haben festgestellt, dass sie im Alter von Acht, schon den Knochenbau einer Zehnjährigen aufweist, was zu Wachstumshemmungen führen könnte. Das Mädchen und ihre Familie waren sich deshalb einig: Die Pubertät sollte künstlich verlangsamt werden. Jetzt trägt sie ein Implantat unter der Haut des Oberarms. Es schüttet regelmäßige Dosen eines Medikamentes aus, das genau jene Hormone bindet, die für die frühe sexuelle Reife zuständig sind. Zudem kann auch das Spritzen eines synthetischen Gonadotropin-freisetzenden Hormons (wie beispielsweise Leuprolid-Acetat, Deslorelin oder Histrelin) die verfrühte Pubertät aufhalten. Durch sie wird die Produktion der Geschlechtshormone unterbunden. Die verfrühte Pubertät kann also durch Medikamente, die die Wirkung der Sexualhormone verhindern, zum Stillstand gebracht werden. Kiera jedenfalls ist glücklich, dass das Wachstum ihrer Brüste dadurch gestoppt werden konnte, und sie sich jetzt so fühlen kann wie ihre gleichaltrigen Freundinnen. Fordern Sie meinen Newsletter KOSTENLOS an – UNZENSIERT! UNGESCHÖNT! FREI! https://www.msdmanuals.com/de-de/heim/gesundheitsprobleme-bei-kindern/st%C3%B6rungen-bei-jugendlichen/vorzeitige-pubert%C3%A4t Sharon Levy, MD, MPH, Harvard Medical School;Children’s Hospital, Boston: Verfrühte Pubertät (Quelle: Link oben) Foto: Pixabay.com (Symboldbild) Posted in Aktuelles, Fit & Gesund, Gesellschaft & Kultur, Wissenschaft and tagged Mädchen, Pubertät, USA. ← Migrations-LÜGE endlich aufgedeckt! 1. Mai: Die Bürgerkriegs-Nacht → Video: „Willkommen im Islamischen Staat Deutschland“ Die USA sind der schlimmste Kriegsstaat! Trump: „Wir bluten das gleiche Blut“ 29. April 2017 at 10:10 Dieser Artikel bereitet mir Angst, unsere Tochter ist 4 und sollte solange Kind sein wie es nur geht. Das Erwachsensein kommt von ganz alleine, lieber später als zu früh. Die Eliten in den USA und Europa haben keine Hemmungen die Menschen mit Fluorid im Trinkwasser zu vergiften, weshalb also sollten sie sich sorgen um frühpubertäre Mädchen? Es geht hier wohl eher darum junge Menschen an Implantate zu gewöhnen, um eine Form der psychologischen Konditionierung und prädiktiven Programmierung für die Neue Weltordnung. Wer weiss denn, was für Substanzen sonst noch in diesen Implantaten drin sind? Vermutlich auch noch eine Substanz, die die Kinder langfristig unfruchtbar machen wird, um das Ziel der Eliten zu erreichen die Weltbevölkerung zu dezimieren. Problem, Reaktion, Lösung: Stufe 1: Erzeuge in den Eltern eine Panik, rede ihnen ein, es gebe ein grosses neues Problem, das sie als verantwortungsvolle Eltern nicht einfach ignorieren könnten. Stufe 2: Die Eltern reagieren auf diese medial induzierte Panikmache, vergleichbar mit der synthetisch induzierten Panikstimmung beim so genannten Gebärmutterhalskrebs bei dem die Behandlung gefährlicher ist als das Problem. Stufe 3: Offeriere den Eltern deine neue Wundermedizin, eine bösartige neue Chemikalie, die die verängstigten Eltern dann gerne ihren Liebsten verabreichen werden. Immer dann, wenn es scheint das System wolle den Menschen Gutes tun, dann entpuppt sich früher oder später, dass irgend eine widerwärtig böse Gemeinheit dahinter steckt. Für die Eliten sind wir einfach nur dumme Laborraten mit denen man machen kann, was man will. Woher kommen nun diese merkwürdigen Veränderungen? Wir wissen, dass heute in der Forschung gelogen und manipuliert wird, dass sich die Balken biegen. Wenn Forscher etwas behaupten, dann heisst das noch lange nicht, dass es tatsächlich stimmt. Das angeblich neue Problem könnte also reine Fiktion sein, ohne jede faktische Grundlage. »In den siebziger Jahren fingen Mädchen erst mit siebzehn oder achtzehn an zu menstruieren. Das hatte damals viel mit Mangel- und Unterernährung zu tun.« Was für ein himmelschreiender Blödsinn. Das Durchschnittseinkommen des Amerikaners war damals in den 70er Jahren besser als heute, von Mangelernährung kann man wohl eher heute sprechen, wo die Kinderarmut in den USA weit höher ist als damals, und weit mehr Kinder auf ernährungstechnisch bedenkliche Lebensmittelmarken angewiesen sind als damals. Der Nährwert der Nahrung war damals noch weit besser als heute, zum Beispiel weil es damals in den USA weit mehr Kleinbauern gab, als heute, und weil man noch kein GMO-Food hatte. Nehmen wir einmal an das Problem existiere tatsächlich. Bei einigen wenigen Kindern gab es dieses Phänomen vermutlich auch schon vor 50 Jahren, nur werden solche seltenen Einzelfälle nun medial künstlich aufgebauscht, um daraus ein neues grosses Problem zu schaffen, das grossartige Profite für die Pharmakonzerne generieren wird. Spielen wird das Spiel einmal mit und nehmen wir an, dass wir es mit einer neuen beängstigenden prä-pubertären Pandemie zu tun haben. Was könnten dann die Ursachen sein? Wenn die Menschen weltweit tagtäglich mit tausenden Tonnen teils toxischer Chemikalien besprüht werden, zum Beispiel mit Aluminium, Barium und Strontium, dann kann es schon sein, dass diese hochkriminellen Machenschaften das Hormonsystem unserer Kinder verändern. Auch das toxische GMO-Food könnte eine der Ursachen sein, oder die hochtoxischen Stoffe, die unseren Kindern über Impfstoffe verabreicht werden. Bei den ganzen Umweltgiften denen wir tagtäglich ausgesetzt sind, grenzt es schon an ein Wunder, dass wir nicht bereits alle an Krebs verstorben sind. Auch die Auswirkungen des morphogenetischen Feldes, das eine Art von kollektiver physiologischer Transformation bewirken kann, sollte nicht unterschätzt werden. In der Regel ist es aber so, dass biologische Veränderungen im Rahmen der Evolution sehr langsam über tausende, ja sogar Millionen von Jahren stattfinden. Rasche Veränderungen weisen in der Regel auf menschengemachte Faktoren hin. Dass die Wissenschaftler nicht sagen können, was denn die Ursache sei, zeigt doch nur, dass diese Leute wie so oft überfordert sind, dass sie gewissenlos an der menschlichen, pflanzlichen und tierischen Natur herumpfuschen und nicht wirklich wissen, was sie eigentlich tun. 12888907 hits Blogstatistik: 12888907 hits
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Was ist Insulin und wo wird es gebildet?
Insulin (andere Namen: Insulinum, Insulinhormon, Inselhormon) ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon (Polypeptidhormon), das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (von „Insel“). Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Funktion und Wirkung Die Regulation der Konzentration von Glucose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel dadurch, dass es mittels seiner „Schlüsselfunktion“ der Glucose aus dem Blutplasma und der Gewebsflüssigkeit den Durchtritt durch die Zellmembran in das Zellinnere ermöglicht. Vor allem die Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen Glucose aufnehmen und sie in Form von Glycogen speichern oder zur Energiegewinnung abbauen (siehe Glycolyse). Auch auf andere Zellen wirkt das Hormon, so hat es Einfluss auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Das Hormon ist wesentlicher Faktor folgender Erkrankungen: Diabetes mellitus Hyperinsulinismus Insulinom Insulinresistenz Metabolisches Syndrom Das im Blut zirkulierende Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulinrezeptoren. Insulinrezeptor Letztlich löst die Bindung dieses Hormons an seinen Rezeptor eine Reihe von Kinase-Kaskaden (Kaskade von Phosphorylierungsreaktionen) aus, die durch Signalwege beschrieben werden können. Diese Signalwege bewirken ein Sinken des Blutglucosespiegels durch Förderung der Glucose-Aufnahme (GLUT4-Translokation zur Zelloberfläche) Förderung der Glucose-Speicherung (Glycogensynthese) in der Leber und den Muskeln Dieses Signal wird durch die Aktivierung glucoseverbrauchender Wege unterstützt. Weitere unterstützende Maßnahmen bestehen in der Unterdrückung glucoseliefernder Wege, so zum Beispiel durch Abbau des second messenger cAMP über eine Phosphodiesterase. Glucoseaufnahme im Muskelgewebe Das Hormon erhöht in der Muskulatur und im Fettgewebe die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellmembran für Glucose. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Membran selbst permeabler wird, sondern dass vermehrt Carrier-Proteine für Glucose aktiviert werden. Dieses Carrier-Protein ist GLUT4, ein hochaffiner, insulinabhängiger Glucose-Transporter, welcher die Glucose durch erleichterte Diffusion (passiver Transport) in die Zelle transportiert. Folgende physikalische Eigenschaften sind für GLUT4 relevant: sättigbar, nicht aktivierbar oder inaktivierbar, also Regulation nur durch insulinabhängigen Einbau oder Ausbau. Glucoseaufnahme und Stoffwechsel im Gehirn Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf. Deshalb nehmen die insulinabhängigen Zellen bei einem erhöhten Insulinspiegel mehr Glucose auf, und für die insulinunabhängigen bleibt weniger übrig. Im Allgemeinen besteht bei Hypoglykämie die Gefahr, dass das auf Glucose angewiesene Nervensystem geschädigt wird. Insulin wird, verabreicht als Nasenspray in direktem Kontakt mit dem ZNS, zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit untersucht. Auf- und Abbau von Fettgewebe Das Hormon hemmt die Lipolyse im Fettgewebe und somit den Abbau von Fett. Ein Insulinmangel führt daher zu einer gesteigerten Lipolyse mit Bildung von Ketokörpern und einer daraus resultierenden Ketose. Förderung des Zellwachstums Eine weitere zentrale Funktion des Peptidhormons Insulin besteht in der Regulation von Zellwachstum und Proliferation durch die Aktivierung der Transkription von Genen, die für Kontrolle und Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung sind. Diese Insulinwirkung ist bei Diskursen über Insulinpräparate ein Thema. Tryptophan-Aufnahme im Gehirn Höhere Insulinspiegel haben einen leicht steigernden Einfluss auf die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn. Insulin und die Regelung des Blutzuckerspiegels Eine der wichtigsten biologischen Wirkungen des Insulins ist die rasche Beschleunigung der Glucoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und Regulierung der Zwischenspeicherung in der Leber im Rahmen der Regelung des Blutzuckerspiegels: In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2. Durch Insulin wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert, die eine Signaltransduktion in Gang setzt. Beteiligt sind dabei das Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1), die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), der second messenger Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2), die Phosphoinositid-abhängige Kinase-1 (PDK1) und schließlich die Proteinkinase B (PKB) (siehe Bild, A). PKB phosphoryliert die Glycogensynthase-Kinase 3, GSK3, die dadurch inaktiviert wird. GSK3 ist eine Kinase, die die Glycogensynthase phosphoryliert und damit inaktiviert (GYS b). GSK3 steht in Konkurrenz zu einer Phosphatase, der Protein-Phosphatase 1 (PP1). Dadurch, dass GSK3 nicht mehr wirken kann, liegt daher immer mehr Glycogensynthase in seiner dephosphorylierten Form vor (GYS a, siehe unteres Bild, B). Außerdem aktiviert die PKB eine Phosphodiesterase, PDE, die cAMP zu AMP hydrolysiert. Infolgedessen erlischt zusätzlich der Signalweg für die Proteinkinase A, die für den Abbau von Glycogen sorgt. In der Leber, dem Fettgewebe und der Muskulatur wird unter Insulineinfluss die Triglyceridsynthese stimuliert. Substrate dafür sind neben den Kohlenhydraten mit der Nahrung aufgenommene Lipide. In den drei genannten Geweben werden Aminosäuren verstärkt aufgenommen und für die Proteinsynthese verwendet. Die metabolischen und mitogenen Effekte von Insulin werden über die Bindung an dessen Rezeptor auf der Zelloberfläche der Zielgewebe Leber, Muskel und Fett initiiert. Insulin induziert weiterhin die Glycogensynthese und -speicherung in Leber und Muskel, die Triglyceridsynthese in Leber und Fettgewebe sowie die Speicherung von Aminosäuren im Muskel. Gleichzeitig hemmt Insulin die hepatische Gluconeogenese und zählt daher insgesamt zu den wichtigsten Regulatoren des Glucosemetabolismus. Gegenspieler Fällt der Blutzuckerspiegel im Körper unter einen Wert von 80 mg/dl ab, wird die Insulinproduktion bereits stark reduziert. Sinkt der Blutzucker weiter ab, treten verschiedene Gegenspieler des Insulins auf: Adrenalin Glucagon Kortisol Somatostatin Die Spiegel dieser gegenregulierenden Hormone steigen bereits deutlich an, wenn der Blutzucker unter 60 mg/dl absinkt. Beim Typ 1-Diabetes ist oft auch der Gegenregulationmechanismus gestört, was zu zusätzlichen Problemen mit Hypoglykämien führt. Somatostatin hat einen hemmenden Einfluss auf die Sekretion von Insulin und Glucagon, da er als allgemeiner Hemmer im Körper fungiert. Wirkung auf den Kaliumspiegel Insulin senkt den Kaliumspiegel im Blut, indem es dafür sorgt, dass Kalium in das Zellinnere von Hepatozyten und Skelettmuskelzellen verlagert wird, also von extrazellulär nach intrazellulär. Dies erfolgt durch Aktivierung der Natrium-Kalium-ATPase durch Insulin. Insulinpräparate werden daher gemeinsam mit Glucose (zur Vermeidung einer Hypoglykämie) zur Behandlung einer Hyperkaliämie verwendet. Vorkommen Insulinsequenzen von mehr als 100 verschiedenen Spezies sind bekannt. Die Proteinsequenzen der jeweiligen Insuline sind sich ähnlich – sie zeigen Sequenzhomologie – sind aber nicht identisch. Über die Unterschiede im chemischen Aufbau von Humaninsulin gegenüber den Insulinen einiger Säugetiere sowie Informationen zu künstlich hergestelltem Insulin siehe Insulinpräparat. Insulin und Evolution: Genotypen, die in Jäger- und Sammlergesellschaften einen raschen Abbau von Energiereserven bei Nahrungsmangel verhinderten, prädisponieren beim heutigen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot zu Adipositas und Typ-2-Diabetes. Inwieweit Gene den Glucosestoffwechsel und die damit verbundene Wirkung von Insulin beeinflussen, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Die Homologe des Insulins in Insekten sind die Drosophila Insulin-like Peptides. Bildung, Speicherung, Freisetzung und Regulierung Biosynthese Die Synthese des Hormons erfolgt in den β-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die genetische Information wird von nur einem Genlocus im kurzen Arm des Chromosom 11 codiert. Das Gen besteht aus ungefähr 300 Nukleotiden. Die mRNA wird zunächst an Ribosomen, die sich auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum (ER) befinden, in das Präproinsulin translatiert, das aus 110 Aminosäuren besteht. Die weitere Prozessierung erfolgt in zwei Schritten, nach der Faltung des Moleküls durch Bildung von Disulfidbrücken entsteht durch Abspaltung von Signalpeptid und C-Peptid das Insulinmolekül. Speicherung Die Insulinmoleküle werden in den Vesikeln des Golgi-Apparats, der an der Zellmembran der β-Zelle liegt, durch Zink-Ionen zu Hexameren gebunden und so stabilisiert gespeichert (Zink-Insulin-Komplex). Die hohe Bindungsfreudigkeit von Insulinmolekülen an Zink hat mehrere wichtige Auswirkungen. Insulin ist in der Form von Hexameren und nach dem Zerfall in Dimere noch nicht wirksam, sondern nur als Einzelmolekül. Diese Eigenschaft spielt bei den Insulinpräparaten eine wichtige Rolle. Bei schnellwirkenden Insulinpräparaten ist der zu langsame Zerfall der Molekülverbände unerwünscht und es wird nach Möglichkeiten gesucht den Zerfall zu beschleunigen. Bei langwirkenden Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Verlängerung der Wirkdauer durch hohe Zinkkonzentrationen gezielt verstärkt. Bei der Entwicklung von oralen Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Kopplung von Insulin an Transportmoleküle genutzt. Ausschüttung Die Ausschüttung von Insulin ins Blut erfolgt durch Exozytose. Die Insulinausschüttung erfolgt oszillierend. Alle drei bis sechs Minuten wird Insulin in die Blutbahn abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme ist bei Stoffwechselgesunden ein biphasischer Verlauf der Insulinsekretion feststellbar: Der erste „Insulinpeak“ hat seine Spitze nach drei bis fünf Minuten und dauert zehn Minuten. Danach schließt sich eine zweite Phase an, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Die erste Phase besteht aus den gespeicherten Insulinmolekülen, die zweite Phase vor allem aus neu gebildetem Insulin. Das C-Peptid wird erst bei Anstieg des Blutzuckerspiegels aus dem Proinsulin durch Peptidasen herausgeschnitten und gemeinsam mit dem aktiven Insulin und Zink ausgeschüttet. Durch den Nachweis von C-Peptid im Serum kann die endogene Insulinproduktion gemessen werden. So kann bei Diabetikern eine Aussage darüber getroffen werden, wie viel Insulin noch vom Körper selbst hergestellt wird, da das synthetische Produkt keine C-Sequenz enthält. Regulierung Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin, im Zusammenwirken mit Glucagon den Blutglucosespiegel ständig zwischen bestimmten Werten zu halten. Gerät der Blutzuckerspiegel unter einen gewissen Wert droht das hypoglykämische Koma und der Tod, gerät er darüber, drohen Schäden an Gefäßen, Nierenkörperchen und anderen Geweben. Zusammen mit Leptin scheint Insulin aber auch maßgeblichen Anteil an der Energiehomöostase zu haben. Dabei wirkt aber nicht nur Leptin auf Insulin ein, sondern das Insulin wirkt selbst ebenfalls auf das Leptin ein, genauer auf die Aufnahme von Leptin im Gehirn. Aufgrund der lebenswichtigen Funktion muss die biochemische Implementierung des Regelkreises robust sein. Da Zellen nicht „denken“ können, kann es nur so sein, dass Einzelzellen wie ein Zustandsautomat funktionieren bzw. dass wenige Zellen dermaßen zusammenwirken, dass ein Reiz sinnvoll verrechnet wird. Der Hauptreiz zur Ausschüttung von Insulin aus der β-Zelle ist der Blutzuckerspiegel (ab 5 mmol Glucose/l Blut), und dieser wird direkt von der β-Zelle „gemessen“. Biochemisch umgesetzt wird das mit Hilfe von ATP-gesteuerten Kaliumkanälen etc., siehe #Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus. Die Hormone Gastrin, Sekretin, GIP und GLP-1 modifizieren den grundlegenden Glucose-Insulin-Regelkreis, indem sie auf die β-Zelle wirken. Siehe Inkretin-Effekt. GIP wird von K-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Duodenums befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht die Insulinausschüttung der β-Zellen. Das GIP wirkt also auf die β-Zellen zu einem Zeitpunkt ein, wo die Glucose aus der Nahrung noch nicht ins Blut gelangt ist. GLP-1 wird von L-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Ileum und des Caecum befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht ebenfalls die Insulinausschüttung der β-Zellen. Der Großteil der Nährstoffe wird bereits im Jejunum extrahiert und ins Blut bzw. in die Lymphe abgegeben. Im Caecum findet keinerlei Absorption von Nährstoffen, sondern hauptsächlich eine Fermentation statt. Zusätzlich sind β-Zellen sowohl vom parasympathischen als auch sympathische Nervensystem innerviert: Das parasympathische NS wird bei Leptin-Insuffizienz (oder auch bei Leptin-Resistenz) aktiviert und wirkt allgemein trophotropisch, d. h., es bewirkt die Speicherung von Energie. Es erhöht also die Insulinabgabe. Zumindest bei Mäusen wirkt es außerdem gleichzeitig auf Adipozyten ein und erhöht ihre Empfindlichkeit für Insulin, während die Empfindlichkeit der Leber- und Muskelzellen nicht beeinflusst wird. Glucose wird in Leber- und Muskelzellen zu Glycogen verbaut und derart gespeichert, in den Adipozyten erfolgt De-novo-Lipogenese und Speicherung von TGs. Das sympathische NS wird bei Leptin-Suffizienz aktiviert und wirkt allgemein ergotropisch, d. h., es bewirkt die Erhöhung des Energieverbrauchs. Es senkt die Insulinabgabe. Die Senkung der Insulinabgabe scheint einem erhöhten Energieverbrauch entgegenzuwirken, denn die Muskelzellen können sehr viel mehr Glucose aus dem Blut aufnehmen, wenn sie möglichst viele GLUT-4 Transporter auf der Oberfläche aufweisen. Sie müssen also auf die bereits gespeicherte Energie in Form von Glycogen und Fettsäuren zurückgreifen. Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus Das Eindringen eines Glucose-Moleküls in die β-Zelle setzt eine Wirkungskette in Gang. Nachdem die Glucose durch den GLUT1-Transporter in die Zelle gelangt ist, wird sie durch Glycolyse verstoffwechselt. Das dabei entstehende ATP hemmt den Ausstrom von Kalium-Ionen (ATP-sensitive Kaliumkanäle). So kommt es durch den stark verminderten Kaliumausstrom zur Depolarisation, weil die Stabilität des Membranpotentials nicht weiter durch Kaliumausstrom erhalten wird. Das depolarisierte Membranpotential bewirkt eine Öffnung spannungsabhängiger Calcium-Kanäle. Der Einstrom der Calciumionen ist der entscheidende Reiz für die Verschmelzung der insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran. Die gespeicherten Insulinmoleküle werden durch Verschmelzen der Membranen (Exozytose) aus den β-Zellen in den Extrazellularraum und weiter in den Blutkreislauf freigesetzt. Dabei werden die Speicher-Hexamere aufgetrennt. Der Insulinspiegel im Blut steigt an. Halbwertszeit und Abbau Die biologische Halbwertszeit einzelner Insulinmoleküle im Blutkreislauf liegt bei circa fünf Minuten. Das Insulin wird über manche Insulinrezeptoren in die Zellen aufgenommen, dort abgebaut und somit verbraucht. In der Leber und in der Niere wird Insulin durch Insulinase inaktiviert, die Insulinase oder genauer Glutathion-Insulin-Transhydrogenase spaltet die Disulfidbrücken zwischen der A- und der B-Kette auf, wodurch das Insulin in zwei Teile zerfällt und wirkungslos wird. Die Abbauprodukte werden durch die Niere ausgeschieden, ebenso 1,5 % des noch intakten Insulins. Die kurze Zeitspanne der Aktivität des Insulins zeigt, dass die physiologische Steuerung des Zuckerstoffwechsels im gesunden Körper sehr schnell funktioniert; diese Geschwindigkeit kann bei der Behandlung des Diabetes mellitus praktisch nicht erreicht werden. Insulin als Arzneistoff In der Insulintherapie werden verschiedene Insulinpräparate verwendet. Die häufigste und älteste Verabreichungsart ist die subkutane Injektion. Für diesen Zweck steht eine Reihe von kurz-, mittel- und langwirkenden Humaninsulinen und Insulinanaloga zur Verfügung. Werden diese zur Therapie kombiniert, so ist auf die unterschiedliche Halbwertzeit besonders zu achten. sehr schnell und kurz wirkend: Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin aspart kurz wirkend: Normalinsulin (= gelöstes Humaninsulin) intermediär wirkend: NPH-Insulin, biphasisches Insulin lispro, biphasisches Insulin aspart lang wirkend: Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec Peroral ist Insulin unwirksam, da die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. Untersucht wird, inwieweit sich Insuline in Nanopartikel verkapseln lassen, um auf diesem Wege „unverdaut“ in den Blutkreislauf eingeschleust werden zu können. Jüngere Entwicklungen wie Präparate zur Inhalation, die das Insulin über die Atemwege zuführen, haben sich auf dem Markt bisher nicht behaupten können. In der Vergangenheit wurde Insulin im Rahmen der Insulinschocktherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten eingesetzt. Diese Methode der Behandlung wurde zum Beispiel im biografischen Film A Beautiful Mind an John Nash gezeigt. Dieses Verfahren wird nicht mehr praktiziert. Missbrauch von Insulin Insulin steht auf der Liste der verbotenen Doping-Substanzen, da es zu mehreren Zwecken missbraucht werden kann. Da Insulin der durch Somatropin verringerten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen entgegenwirkt, wird es oft zur Kompensation dessen unerwünschter Nebenwirkung verwendet (siehe Anabolikum). Andere Anwendungen sind die Förderung der Füllung der Glycogenspeicher bei Ausdauersportlern und die Unterstützung des Aufbaus von Muskelmasse. Die missbräuchliche Selbstverabreichung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel übermäßig abzusenken, führt zum Krankheitsbild der Hypoglycaemia factitia. Im März 2008 wurde der Krankenpfleger Colin Norris in Newcastle zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er vier seiner Patientinnen durch Injektion zu hoher Insulindosen ermordet hatte. Zeittafel zur Forschungsgeschichte Weblinks Einzelnachweise Peptidhormon Diabetologie Arzneistoff Codiert auf Chromosom 11 (Mensch) Wikipedia:Artikel mit Video
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Was ist Insulin und wo wird es gebildet?
Insulin (andere Namen: Insulinum, Insulinhormon, Inselhormon) ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon (Polypeptidhormon), das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (von „Insel“). Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Funktion und Wirkung Die Regulation der Konzentration von Glucose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel dadurch, dass es mittels seiner „Schlüsselfunktion“ der Glucose aus dem Blutplasma und der Gewebsflüssigkeit den Durchtritt durch die Zellmembran in das Zellinnere ermöglicht. Vor allem die Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen Glucose aufnehmen und sie in Form von Glycogen speichern oder zur Energiegewinnung abbauen (siehe Glycolyse). Auch auf andere Zellen wirkt das Hormon, so hat es Einfluss auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Das Hormon ist wesentlicher Faktor folgender Erkrankungen: Diabetes mellitus Hyperinsulinismus Insulinom Insulinresistenz Metabolisches Syndrom Das im Blut zirkulierende Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulinrezeptoren. Insulinrezeptor Letztlich löst die Bindung dieses Hormons an seinen Rezeptor eine Reihe von Kinase-Kaskaden (Kaskade von Phosphorylierungsreaktionen) aus, die durch Signalwege beschrieben werden können. Diese Signalwege bewirken ein Sinken des Blutglucosespiegels durch Förderung der Glucose-Aufnahme (GLUT4-Translokation zur Zelloberfläche) Förderung der Glucose-Speicherung (Glycogensynthese) in der Leber und den Muskeln Dieses Signal wird durch die Aktivierung glucoseverbrauchender Wege unterstützt. Weitere unterstützende Maßnahmen bestehen in der Unterdrückung glucoseliefernder Wege, so zum Beispiel durch Abbau des second messenger cAMP über eine Phosphodiesterase. Glucoseaufnahme im Muskelgewebe Das Hormon erhöht in der Muskulatur und im Fettgewebe die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellmembran für Glucose. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Membran selbst permeabler wird, sondern dass vermehrt Carrier-Proteine für Glucose aktiviert werden. Dieses Carrier-Protein ist GLUT4, ein hochaffiner, insulinabhängiger Glucose-Transporter, welcher die Glucose durch erleichterte Diffusion (passiver Transport) in die Zelle transportiert. Folgende physikalische Eigenschaften sind für GLUT4 relevant: sättigbar, nicht aktivierbar oder inaktivierbar, also Regulation nur durch insulinabhängigen Einbau oder Ausbau. Glucoseaufnahme und Stoffwechsel im Gehirn Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf. Deshalb nehmen die insulinabhängigen Zellen bei einem erhöhten Insulinspiegel mehr Glucose auf, und für die insulinunabhängigen bleibt weniger übrig. Im Allgemeinen besteht bei Hypoglykämie die Gefahr, dass das auf Glucose angewiesene Nervensystem geschädigt wird. Insulin wird, verabreicht als Nasenspray in direktem Kontakt mit dem ZNS, zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit untersucht. Auf- und Abbau von Fettgewebe Das Hormon hemmt die Lipolyse im Fettgewebe und somit den Abbau von Fett. Ein Insulinmangel führt daher zu einer gesteigerten Lipolyse mit Bildung von Ketokörpern und einer daraus resultierenden Ketose. Förderung des Zellwachstums Eine weitere zentrale Funktion des Peptidhormons Insulin besteht in der Regulation von Zellwachstum und Proliferation durch die Aktivierung der Transkription von Genen, die für Kontrolle und Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung sind. Diese Insulinwirkung ist bei Diskursen über Insulinpräparate ein Thema. Tryptophan-Aufnahme im Gehirn Höhere Insulinspiegel haben einen leicht steigernden Einfluss auf die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn. Insulin und die Regelung des Blutzuckerspiegels Eine der wichtigsten biologischen Wirkungen des Insulins ist die rasche Beschleunigung der Glucoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und Regulierung der Zwischenspeicherung in der Leber im Rahmen der Regelung des Blutzuckerspiegels: In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2. Durch Insulin wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert, die eine Signaltransduktion in Gang setzt. Beteiligt sind dabei das Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1), die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), der second messenger Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2), die Phosphoinositid-abhängige Kinase-1 (PDK1) und schließlich die Proteinkinase B (PKB) (siehe Bild, A). PKB phosphoryliert die Glycogensynthase-Kinase 3, GSK3, die dadurch inaktiviert wird. GSK3 ist eine Kinase, die die Glycogensynthase phosphoryliert und damit inaktiviert (GYS b). GSK3 steht in Konkurrenz zu einer Phosphatase, der Protein-Phosphatase 1 (PP1). Dadurch, dass GSK3 nicht mehr wirken kann, liegt daher immer mehr Glycogensynthase in seiner dephosphorylierten Form vor (GYS a, siehe unteres Bild, B). Außerdem aktiviert die PKB eine Phosphodiesterase, PDE, die cAMP zu AMP hydrolysiert. Infolgedessen erlischt zusätzlich der Signalweg für die Proteinkinase A, die für den Abbau von Glycogen sorgt. In der Leber, dem Fettgewebe und der Muskulatur wird unter Insulineinfluss die Triglyceridsynthese stimuliert. Substrate dafür sind neben den Kohlenhydraten mit der Nahrung aufgenommene Lipide. In den drei genannten Geweben werden Aminosäuren verstärkt aufgenommen und für die Proteinsynthese verwendet. Die metabolischen und mitogenen Effekte von Insulin werden über die Bindung an dessen Rezeptor auf der Zelloberfläche der Zielgewebe Leber, Muskel und Fett initiiert. Insulin induziert weiterhin die Glycogensynthese und -speicherung in Leber und Muskel, die Triglyceridsynthese in Leber und Fettgewebe sowie die Speicherung von Aminosäuren im Muskel. Gleichzeitig hemmt Insulin die hepatische Gluconeogenese und zählt daher insgesamt zu den wichtigsten Regulatoren des Glucosemetabolismus. Gegenspieler Fällt der Blutzuckerspiegel im Körper unter einen Wert von 80 mg/dl ab, wird die Insulinproduktion bereits stark reduziert. Sinkt der Blutzucker weiter ab, treten verschiedene Gegenspieler des Insulins auf: Adrenalin Glucagon Kortisol Somatostatin Die Spiegel dieser gegenregulierenden Hormone steigen bereits deutlich an, wenn der Blutzucker unter 60 mg/dl absinkt. Beim Typ 1-Diabetes ist oft auch der Gegenregulationmechanismus gestört, was zu zusätzlichen Problemen mit Hypoglykämien führt. Somatostatin hat einen hemmenden Einfluss auf die Sekretion von Insulin und Glucagon, da er als allgemeiner Hemmer im Körper fungiert. Wirkung auf den Kaliumspiegel Insulin senkt den Kaliumspiegel im Blut, indem es dafür sorgt, dass Kalium in das Zellinnere von Hepatozyten und Skelettmuskelzellen verlagert wird, also von extrazellulär nach intrazellulär. Dies erfolgt durch Aktivierung der Natrium-Kalium-ATPase durch Insulin. Insulinpräparate werden daher gemeinsam mit Glucose (zur Vermeidung einer Hypoglykämie) zur Behandlung einer Hyperkaliämie verwendet. Vorkommen Insulinsequenzen von mehr als 100 verschiedenen Spezies sind bekannt. Die Proteinsequenzen der jeweiligen Insuline sind sich ähnlich – sie zeigen Sequenzhomologie – sind aber nicht identisch. Über die Unterschiede im chemischen Aufbau von Humaninsulin gegenüber den Insulinen einiger Säugetiere sowie Informationen zu künstlich hergestelltem Insulin siehe Insulinpräparat. Insulin und Evolution: Genotypen, die in Jäger- und Sammlergesellschaften einen raschen Abbau von Energiereserven bei Nahrungsmangel verhinderten, prädisponieren beim heutigen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot zu Adipositas und Typ-2-Diabetes. Inwieweit Gene den Glucosestoffwechsel und die damit verbundene Wirkung von Insulin beeinflussen, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Die Homologe des Insulins in Insekten sind die Drosophila Insulin-like Peptides. Bildung, Speicherung, Freisetzung und Regulierung Biosynthese Die Synthese des Hormons erfolgt in den β-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die genetische Information wird von nur einem Genlocus im kurzen Arm des Chromosom 11 codiert. Das Gen besteht aus ungefähr 300 Nukleotiden. Die mRNA wird zunächst an Ribosomen, die sich auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum (ER) befinden, in das Präproinsulin translatiert, das aus 110 Aminosäuren besteht. Die weitere Prozessierung erfolgt in zwei Schritten, nach der Faltung des Moleküls durch Bildung von Disulfidbrücken entsteht durch Abspaltung von Signalpeptid und C-Peptid das Insulinmolekül. Speicherung Die Insulinmoleküle werden in den Vesikeln des Golgi-Apparats, der an der Zellmembran der β-Zelle liegt, durch Zink-Ionen zu Hexameren gebunden und so stabilisiert gespeichert (Zink-Insulin-Komplex). Die hohe Bindungsfreudigkeit von Insulinmolekülen an Zink hat mehrere wichtige Auswirkungen. Insulin ist in der Form von Hexameren und nach dem Zerfall in Dimere noch nicht wirksam, sondern nur als Einzelmolekül. Diese Eigenschaft spielt bei den Insulinpräparaten eine wichtige Rolle. Bei schnellwirkenden Insulinpräparaten ist der zu langsame Zerfall der Molekülverbände unerwünscht und es wird nach Möglichkeiten gesucht den Zerfall zu beschleunigen. Bei langwirkenden Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Verlängerung der Wirkdauer durch hohe Zinkkonzentrationen gezielt verstärkt. Bei der Entwicklung von oralen Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Kopplung von Insulin an Transportmoleküle genutzt. Ausschüttung Die Ausschüttung von Insulin ins Blut erfolgt durch Exozytose. Die Insulinausschüttung erfolgt oszillierend. Alle drei bis sechs Minuten wird Insulin in die Blutbahn abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme ist bei Stoffwechselgesunden ein biphasischer Verlauf der Insulinsekretion feststellbar: Der erste „Insulinpeak“ hat seine Spitze nach drei bis fünf Minuten und dauert zehn Minuten. Danach schließt sich eine zweite Phase an, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Die erste Phase besteht aus den gespeicherten Insulinmolekülen, die zweite Phase vor allem aus neu gebildetem Insulin. Das C-Peptid wird erst bei Anstieg des Blutzuckerspiegels aus dem Proinsulin durch Peptidasen herausgeschnitten und gemeinsam mit dem aktiven Insulin und Zink ausgeschüttet. Durch den Nachweis von C-Peptid im Serum kann die endogene Insulinproduktion gemessen werden. So kann bei Diabetikern eine Aussage darüber getroffen werden, wie viel Insulin noch vom Körper selbst hergestellt wird, da das synthetische Produkt keine C-Sequenz enthält. Regulierung Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin, im Zusammenwirken mit Glucagon den Blutglucosespiegel ständig zwischen bestimmten Werten zu halten. Gerät der Blutzuckerspiegel unter einen gewissen Wert droht das hypoglykämische Koma und der Tod, gerät er darüber, drohen Schäden an Gefäßen, Nierenkörperchen und anderen Geweben. Zusammen mit Leptin scheint Insulin aber auch maßgeblichen Anteil an der Energiehomöostase zu haben. Dabei wirkt aber nicht nur Leptin auf Insulin ein, sondern das Insulin wirkt selbst ebenfalls auf das Leptin ein, genauer auf die Aufnahme von Leptin im Gehirn. Aufgrund der lebenswichtigen Funktion muss die biochemische Implementierung des Regelkreises robust sein. Da Zellen nicht „denken“ können, kann es nur so sein, dass Einzelzellen wie ein Zustandsautomat funktionieren bzw. dass wenige Zellen dermaßen zusammenwirken, dass ein Reiz sinnvoll verrechnet wird. Der Hauptreiz zur Ausschüttung von Insulin aus der β-Zelle ist der Blutzuckerspiegel (ab 5 mmol Glucose/l Blut), und dieser wird direkt von der β-Zelle „gemessen“. Biochemisch umgesetzt wird das mit Hilfe von ATP-gesteuerten Kaliumkanälen etc., siehe #Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus. Die Hormone Gastrin, Sekretin, GIP und GLP-1 modifizieren den grundlegenden Glucose-Insulin-Regelkreis, indem sie auf die β-Zelle wirken. Siehe Inkretin-Effekt. GIP wird von K-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Duodenums befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht die Insulinausschüttung der β-Zellen. Das GIP wirkt also auf die β-Zellen zu einem Zeitpunkt ein, wo die Glucose aus der Nahrung noch nicht ins Blut gelangt ist. GLP-1 wird von L-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Ileum und des Caecum befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht ebenfalls die Insulinausschüttung der β-Zellen. Der Großteil der Nährstoffe wird bereits im Jejunum extrahiert und ins Blut bzw. in die Lymphe abgegeben. Im Caecum findet keinerlei Absorption von Nährstoffen, sondern hauptsächlich eine Fermentation statt. Zusätzlich sind β-Zellen sowohl vom parasympathischen als auch sympathische Nervensystem innerviert: Das parasympathische NS wird bei Leptin-Insuffizienz (oder auch bei Leptin-Resistenz) aktiviert und wirkt allgemein trophotropisch, d. h., es bewirkt die Speicherung von Energie. Es erhöht also die Insulinabgabe. Zumindest bei Mäusen wirkt es außerdem gleichzeitig auf Adipozyten ein und erhöht ihre Empfindlichkeit für Insulin, während die Empfindlichkeit der Leber- und Muskelzellen nicht beeinflusst wird. Glucose wird in Leber- und Muskelzellen zu Glycogen verbaut und derart gespeichert, in den Adipozyten erfolgt De-novo-Lipogenese und Speicherung von TGs. Das sympathische NS wird bei Leptin-Suffizienz aktiviert und wirkt allgemein ergotropisch, d. h., es bewirkt die Erhöhung des Energieverbrauchs. Es senkt die Insulinabgabe. Die Senkung der Insulinabgabe scheint einem erhöhten Energieverbrauch entgegenzuwirken, denn die Muskelzellen können sehr viel mehr Glucose aus dem Blut aufnehmen, wenn sie möglichst viele GLUT-4 Transporter auf der Oberfläche aufweisen. Sie müssen also auf die bereits gespeicherte Energie in Form von Glycogen und Fettsäuren zurückgreifen. Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus Das Eindringen eines Glucose-Moleküls in die β-Zelle setzt eine Wirkungskette in Gang. Nachdem die Glucose durch den GLUT1-Transporter in die Zelle gelangt ist, wird sie durch Glycolyse verstoffwechselt. Das dabei entstehende ATP hemmt den Ausstrom von Kalium-Ionen (ATP-sensitive Kaliumkanäle). So kommt es durch den stark verminderten Kaliumausstrom zur Depolarisation, weil die Stabilität des Membranpotentials nicht weiter durch Kaliumausstrom erhalten wird. Das depolarisierte Membranpotential bewirkt eine Öffnung spannungsabhängiger Calcium-Kanäle. Der Einstrom der Calciumionen ist der entscheidende Reiz für die Verschmelzung der insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran. Die gespeicherten Insulinmoleküle werden durch Verschmelzen der Membranen (Exozytose) aus den β-Zellen in den Extrazellularraum und weiter in den Blutkreislauf freigesetzt. Dabei werden die Speicher-Hexamere aufgetrennt. Der Insulinspiegel im Blut steigt an. Halbwertszeit und Abbau Die biologische Halbwertszeit einzelner Insulinmoleküle im Blutkreislauf liegt bei circa fünf Minuten. Das Insulin wird über manche Insulinrezeptoren in die Zellen aufgenommen, dort abgebaut und somit verbraucht. In der Leber und in der Niere wird Insulin durch Insulinase inaktiviert, die Insulinase oder genauer Glutathion-Insulin-Transhydrogenase spaltet die Disulfidbrücken zwischen der A- und der B-Kette auf, wodurch das Insulin in zwei Teile zerfällt und wirkungslos wird. Die Abbauprodukte werden durch die Niere ausgeschieden, ebenso 1,5 % des noch intakten Insulins. Die kurze Zeitspanne der Aktivität des Insulins zeigt, dass die physiologische Steuerung des Zuckerstoffwechsels im gesunden Körper sehr schnell funktioniert; diese Geschwindigkeit kann bei der Behandlung des Diabetes mellitus praktisch nicht erreicht werden. Insulin als Arzneistoff In der Insulintherapie werden verschiedene Insulinpräparate verwendet. Die häufigste und älteste Verabreichungsart ist die subkutane Injektion. Für diesen Zweck steht eine Reihe von kurz-, mittel- und langwirkenden Humaninsulinen und Insulinanaloga zur Verfügung. Werden diese zur Therapie kombiniert, so ist auf die unterschiedliche Halbwertzeit besonders zu achten. sehr schnell und kurz wirkend: Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin aspart kurz wirkend: Normalinsulin (= gelöstes Humaninsulin) intermediär wirkend: NPH-Insulin, biphasisches Insulin lispro, biphasisches Insulin aspart lang wirkend: Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec Peroral ist Insulin unwirksam, da die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. Untersucht wird, inwieweit sich Insuline in Nanopartikel verkapseln lassen, um auf diesem Wege „unverdaut“ in den Blutkreislauf eingeschleust werden zu können. Jüngere Entwicklungen wie Präparate zur Inhalation, die das Insulin über die Atemwege zuführen, haben sich auf dem Markt bisher nicht behaupten können. In der Vergangenheit wurde Insulin im Rahmen der Insulinschocktherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten eingesetzt. Diese Methode der Behandlung wurde zum Beispiel im biografischen Film A Beautiful Mind an John Nash gezeigt. Dieses Verfahren wird nicht mehr praktiziert. Missbrauch von Insulin Insulin steht auf der Liste der verbotenen Doping-Substanzen, da es zu mehreren Zwecken missbraucht werden kann. Da Insulin der durch Somatropin verringerten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen entgegenwirkt, wird es oft zur Kompensation dessen unerwünschter Nebenwirkung verwendet (siehe Anabolikum). Andere Anwendungen sind die Förderung der Füllung der Glycogenspeicher bei Ausdauersportlern und die Unterstützung des Aufbaus von Muskelmasse. Die missbräuchliche Selbstverabreichung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel übermäßig abzusenken, führt zum Krankheitsbild der Hypoglycaemia factitia. Im März 2008 wurde der Krankenpfleger Colin Norris in Newcastle zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er vier seiner Patientinnen durch Injektion zu hoher Insulindosen ermordet hatte. Zeittafel zur Forschungsgeschichte Weblinks Einzelnachweise Peptidhormon Diabetologie Arzneistoff Codiert auf Chromosom 11 (Mensch) Wikipedia:Artikel mit Video
Der Buchenhain: Suppe mit Nudeln Suppe mit Nudeln 500 g (Lamm) Fleisch 2 Eßl. Tomatenmark, Salz, schwarzer Peffer, frisch gemahlen 100 g (reisförmige) Nudeln 1 gehäuften Eßl. getrocknete Minze oder 1. - Die Kichererbsen mit reichlich Wasser über Nacht einweichen. Am nächsten Tag das Wasser abgießen neues drauf und gar kochen (ca. 3 Stunden) - denSchaum abschöpfen und dann im Sud abkühlen lassen. 2. -Fleisch in 2 cm große Stücke schneiden, Möhren würfeln - Schmalz in einen Suppentopf und stark erhitzen - Das Fleisch rundherum anbraten - Tomatenmark in 1 Liter Wasser glatt rühren und unter das Fleisch mischen - Salz, 1/2 Teel. Pfeffer unterrühren und alles zugedeckt bei schwacher Hitze ca. 20 Min. garen. 3. - Nudeln unterrühren und alles weitere 15 Min. köcheln lassen - Kichererbsen abtropfen lassen und in der Suppe mit erhitzen - Kräuter hacken und mit dem Zitronensaft in die Suppe rühren - mit Salz abschmecken....fertig Das ganze kann mit Fladenbrot serviert werden. Eingestellt von Grey Owl Calluna am 2/24/2010 Hallo, das sieht ja wieder echt lecker aus, aber Hülsenfrüchte, die man nicht nur die ganze Nacht einweichen, sondern dann auch noch DREI Stunden lang kochen muss, ist das nicht ziemlich aufwendig und dann die Stromkosten...? Was ich dir sagen wollte, Grey Owl, in deinem Blog ist nur sehr schwer ersichtlich, wo man kommentieren kann, das steht ganz winzig klein über dem Artikel und kann leicht übersehen werden...vielleicht solltest du da was ändern, dass man es leichter findet... Allerdings habe ich einen neuen Riesenbildschirm von 22 Zoll - vielleicht sieht deshab alles so winzig aus... 24. Februar 2010 um 06:39 mmmh, das sieht lecker aus. das werde ich mal nachkochen, mit soja statt fleisch natürlich, um fragen vorzubeugen :-) 24. Februar 2010 um 09:19 Hmm, das liest sich gut! Und sieht sehr lecker aus. Bis auf das Lamm-Fleisch dürfte es bei mir alles sein. 24. Februar 2010 um 11:25 hui , wie deftig! sieht lecker aus..mjamm , ich hatte heute in der schule vollkornspaghetti mit gemüsebolognese :-) 24. Februar 2010 um 12:19 Hmm, lecker, gerne auch mit Lamm! hier noch meine morgendlichen Gedanken zu den Bären - deren Heilkraft immens und unkontrollierbar ist. Also, wenn diese Kraft in einem Haus gebündelt ist - würde ich auch richtig Angst bekommen - ich glaube jeder. Mir ist aufgefallen, dass du dich im neuen Blog als Schamanin bezeichnest. Für mich wirkt das ein bisschen so, als ob du die Tür vom Haus ein wenig mehr geöffnet hast - und die Bärenfamilie jetzt auch draussen herumtoben darf. Lese immer wieder sehr gerne bei dir - alles Liebe, 24. Februar 2010 um 23:16 Uhi das sieht echt sehr lecker aus. Werde es mal ausprobieren =) 25. Februar 2010 um 00:20 Ich koche auch die roten Bohnen für´s kubanische Essen selber....auch so gute 3 Stunden.... Man macht´s ja nicht jeden Tag. Auch wegen der Kostensparung haben wir zum Beispiel mit dem Brotbacken aufdgehört. Das rechnet sich nicht... Wir haben jetzt geschaut....krigen die Schrift für die Kommentarfunktion nicht größer oder dicker, damit man´s besser sieht. Ist wohl so eingebaut. Auch die Links an der Seite hätte ich gerne in einer dickeren Schrift....geht aber wohl nicht. Zumindest habe ich´s bis jetzt nicht gefunden, wo´s zu ändern wäre..... Mit der Schrift auf manchen Blogs habe ich auch so meine Schwierigkeiten, kopiere mir oft die Beiträge raus und vergrößere sie. Bei Dir kann ich sehr gut lesen! War doch klar.....ist schon o.k. Wenn ich Sojaprodukte esse habe ich oft Probleme mit der Verdauung,....sprich....es geht ganz schön flott.... Deshalb habe ich auch dann die Sojaschnitzel wieder gelassen. Die Sojamilch schmeckt nicht und sagt mir auch nicht zu... Wir nehmen auch anderes Fleisch, Rind, Pute geht auch, und....nicht so viel muss es auch nicht sein....je nach Bedarf und Geschmack,..... Ja, "Vollkornnudeln",...hatte ich auch ausprobiert. Aber die Hartweizengriesnudeln schmecken mir besser. 25. Februar 2010 um 04:10 Mit Lammfleisch haben wir´s auch schon gekocht. Es ist aber ziehmlich teuer. Ersatzweise nehmen wir dann lieber Rindfleisch. Das geht auch ganz gut. Hallo Rigani! In dem Traum sind die Kompnenten immer die gleichen. Bären (manchmal auch ein Eisbär), erst friedlich, alles gut, dann wird´s prenzlig,...Angst baut sich auf, weggrennen,...und alles spielt sich hier im Haus ab,...ich halte die Türen zu, will mich einschließen oder wegrennen, aus dem Fenster springen... Diesmal ist mir aufgefallen, dass ich diesen Traum kurz vor einem persönlichen, heftigen Streit hatte. Ich sollte vielleicht diesbezüglich drauf achten, ob es das nächste mal wieder "so" ist. Denn, ich habe immer nicht verstanden, warum ich Angst vor den Bären haben sollte, wenn sie doch meine "Geburts-Mutter" ist, die Bärin..... Deshalb auch immer die Frage...was sie mir sagen möchte..... ...oder sollte ich mich doch auch wieder mehr mit den Heilpflanzen beschäftigen....da liegt wohl noch ein kleines Manko, weil ich mich mit Pflanzengeistern noch nicht so gut verbinden kann wie mit Tier- und Steingeistern. und Danke für Deinen netten Kommentar. Dann viel Freude und "Guten Appetit liebe Fairy. 25. Februar 2010 um 04:25
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Was ist Insulin und wo wird es gebildet?
Insulin (andere Namen: Insulinum, Insulinhormon, Inselhormon) ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon (Polypeptidhormon), das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (von „Insel“). Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Funktion und Wirkung Die Regulation der Konzentration von Glucose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel dadurch, dass es mittels seiner „Schlüsselfunktion“ der Glucose aus dem Blutplasma und der Gewebsflüssigkeit den Durchtritt durch die Zellmembran in das Zellinnere ermöglicht. Vor allem die Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen Glucose aufnehmen und sie in Form von Glycogen speichern oder zur Energiegewinnung abbauen (siehe Glycolyse). Auch auf andere Zellen wirkt das Hormon, so hat es Einfluss auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Das Hormon ist wesentlicher Faktor folgender Erkrankungen: Diabetes mellitus Hyperinsulinismus Insulinom Insulinresistenz Metabolisches Syndrom Das im Blut zirkulierende Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulinrezeptoren. Insulinrezeptor Letztlich löst die Bindung dieses Hormons an seinen Rezeptor eine Reihe von Kinase-Kaskaden (Kaskade von Phosphorylierungsreaktionen) aus, die durch Signalwege beschrieben werden können. Diese Signalwege bewirken ein Sinken des Blutglucosespiegels durch Förderung der Glucose-Aufnahme (GLUT4-Translokation zur Zelloberfläche) Förderung der Glucose-Speicherung (Glycogensynthese) in der Leber und den Muskeln Dieses Signal wird durch die Aktivierung glucoseverbrauchender Wege unterstützt. Weitere unterstützende Maßnahmen bestehen in der Unterdrückung glucoseliefernder Wege, so zum Beispiel durch Abbau des second messenger cAMP über eine Phosphodiesterase. Glucoseaufnahme im Muskelgewebe Das Hormon erhöht in der Muskulatur und im Fettgewebe die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellmembran für Glucose. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Membran selbst permeabler wird, sondern dass vermehrt Carrier-Proteine für Glucose aktiviert werden. Dieses Carrier-Protein ist GLUT4, ein hochaffiner, insulinabhängiger Glucose-Transporter, welcher die Glucose durch erleichterte Diffusion (passiver Transport) in die Zelle transportiert. Folgende physikalische Eigenschaften sind für GLUT4 relevant: sättigbar, nicht aktivierbar oder inaktivierbar, also Regulation nur durch insulinabhängigen Einbau oder Ausbau. Glucoseaufnahme und Stoffwechsel im Gehirn Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf. Deshalb nehmen die insulinabhängigen Zellen bei einem erhöhten Insulinspiegel mehr Glucose auf, und für die insulinunabhängigen bleibt weniger übrig. Im Allgemeinen besteht bei Hypoglykämie die Gefahr, dass das auf Glucose angewiesene Nervensystem geschädigt wird. Insulin wird, verabreicht als Nasenspray in direktem Kontakt mit dem ZNS, zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit untersucht. Auf- und Abbau von Fettgewebe Das Hormon hemmt die Lipolyse im Fettgewebe und somit den Abbau von Fett. Ein Insulinmangel führt daher zu einer gesteigerten Lipolyse mit Bildung von Ketokörpern und einer daraus resultierenden Ketose. Förderung des Zellwachstums Eine weitere zentrale Funktion des Peptidhormons Insulin besteht in der Regulation von Zellwachstum und Proliferation durch die Aktivierung der Transkription von Genen, die für Kontrolle und Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung sind. Diese Insulinwirkung ist bei Diskursen über Insulinpräparate ein Thema. Tryptophan-Aufnahme im Gehirn Höhere Insulinspiegel haben einen leicht steigernden Einfluss auf die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn. Insulin und die Regelung des Blutzuckerspiegels Eine der wichtigsten biologischen Wirkungen des Insulins ist die rasche Beschleunigung der Glucoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und Regulierung der Zwischenspeicherung in der Leber im Rahmen der Regelung des Blutzuckerspiegels: In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2. Durch Insulin wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert, die eine Signaltransduktion in Gang setzt. Beteiligt sind dabei das Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1), die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), der second messenger Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2), die Phosphoinositid-abhängige Kinase-1 (PDK1) und schließlich die Proteinkinase B (PKB) (siehe Bild, A). PKB phosphoryliert die Glycogensynthase-Kinase 3, GSK3, die dadurch inaktiviert wird. GSK3 ist eine Kinase, die die Glycogensynthase phosphoryliert und damit inaktiviert (GYS b). GSK3 steht in Konkurrenz zu einer Phosphatase, der Protein-Phosphatase 1 (PP1). Dadurch, dass GSK3 nicht mehr wirken kann, liegt daher immer mehr Glycogensynthase in seiner dephosphorylierten Form vor (GYS a, siehe unteres Bild, B). Außerdem aktiviert die PKB eine Phosphodiesterase, PDE, die cAMP zu AMP hydrolysiert. Infolgedessen erlischt zusätzlich der Signalweg für die Proteinkinase A, die für den Abbau von Glycogen sorgt. In der Leber, dem Fettgewebe und der Muskulatur wird unter Insulineinfluss die Triglyceridsynthese stimuliert. Substrate dafür sind neben den Kohlenhydraten mit der Nahrung aufgenommene Lipide. In den drei genannten Geweben werden Aminosäuren verstärkt aufgenommen und für die Proteinsynthese verwendet. Die metabolischen und mitogenen Effekte von Insulin werden über die Bindung an dessen Rezeptor auf der Zelloberfläche der Zielgewebe Leber, Muskel und Fett initiiert. Insulin induziert weiterhin die Glycogensynthese und -speicherung in Leber und Muskel, die Triglyceridsynthese in Leber und Fettgewebe sowie die Speicherung von Aminosäuren im Muskel. Gleichzeitig hemmt Insulin die hepatische Gluconeogenese und zählt daher insgesamt zu den wichtigsten Regulatoren des Glucosemetabolismus. Gegenspieler Fällt der Blutzuckerspiegel im Körper unter einen Wert von 80 mg/dl ab, wird die Insulinproduktion bereits stark reduziert. Sinkt der Blutzucker weiter ab, treten verschiedene Gegenspieler des Insulins auf: Adrenalin Glucagon Kortisol Somatostatin Die Spiegel dieser gegenregulierenden Hormone steigen bereits deutlich an, wenn der Blutzucker unter 60 mg/dl absinkt. Beim Typ 1-Diabetes ist oft auch der Gegenregulationmechanismus gestört, was zu zusätzlichen Problemen mit Hypoglykämien führt. Somatostatin hat einen hemmenden Einfluss auf die Sekretion von Insulin und Glucagon, da er als allgemeiner Hemmer im Körper fungiert. Wirkung auf den Kaliumspiegel Insulin senkt den Kaliumspiegel im Blut, indem es dafür sorgt, dass Kalium in das Zellinnere von Hepatozyten und Skelettmuskelzellen verlagert wird, also von extrazellulär nach intrazellulär. Dies erfolgt durch Aktivierung der Natrium-Kalium-ATPase durch Insulin. Insulinpräparate werden daher gemeinsam mit Glucose (zur Vermeidung einer Hypoglykämie) zur Behandlung einer Hyperkaliämie verwendet. Vorkommen Insulinsequenzen von mehr als 100 verschiedenen Spezies sind bekannt. Die Proteinsequenzen der jeweiligen Insuline sind sich ähnlich – sie zeigen Sequenzhomologie – sind aber nicht identisch. Über die Unterschiede im chemischen Aufbau von Humaninsulin gegenüber den Insulinen einiger Säugetiere sowie Informationen zu künstlich hergestelltem Insulin siehe Insulinpräparat. Insulin und Evolution: Genotypen, die in Jäger- und Sammlergesellschaften einen raschen Abbau von Energiereserven bei Nahrungsmangel verhinderten, prädisponieren beim heutigen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot zu Adipositas und Typ-2-Diabetes. Inwieweit Gene den Glucosestoffwechsel und die damit verbundene Wirkung von Insulin beeinflussen, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Die Homologe des Insulins in Insekten sind die Drosophila Insulin-like Peptides. Bildung, Speicherung, Freisetzung und Regulierung Biosynthese Die Synthese des Hormons erfolgt in den β-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die genetische Information wird von nur einem Genlocus im kurzen Arm des Chromosom 11 codiert. Das Gen besteht aus ungefähr 300 Nukleotiden. Die mRNA wird zunächst an Ribosomen, die sich auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum (ER) befinden, in das Präproinsulin translatiert, das aus 110 Aminosäuren besteht. Die weitere Prozessierung erfolgt in zwei Schritten, nach der Faltung des Moleküls durch Bildung von Disulfidbrücken entsteht durch Abspaltung von Signalpeptid und C-Peptid das Insulinmolekül. Speicherung Die Insulinmoleküle werden in den Vesikeln des Golgi-Apparats, der an der Zellmembran der β-Zelle liegt, durch Zink-Ionen zu Hexameren gebunden und so stabilisiert gespeichert (Zink-Insulin-Komplex). Die hohe Bindungsfreudigkeit von Insulinmolekülen an Zink hat mehrere wichtige Auswirkungen. Insulin ist in der Form von Hexameren und nach dem Zerfall in Dimere noch nicht wirksam, sondern nur als Einzelmolekül. Diese Eigenschaft spielt bei den Insulinpräparaten eine wichtige Rolle. Bei schnellwirkenden Insulinpräparaten ist der zu langsame Zerfall der Molekülverbände unerwünscht und es wird nach Möglichkeiten gesucht den Zerfall zu beschleunigen. Bei langwirkenden Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Verlängerung der Wirkdauer durch hohe Zinkkonzentrationen gezielt verstärkt. Bei der Entwicklung von oralen Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Kopplung von Insulin an Transportmoleküle genutzt. Ausschüttung Die Ausschüttung von Insulin ins Blut erfolgt durch Exozytose. Die Insulinausschüttung erfolgt oszillierend. Alle drei bis sechs Minuten wird Insulin in die Blutbahn abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme ist bei Stoffwechselgesunden ein biphasischer Verlauf der Insulinsekretion feststellbar: Der erste „Insulinpeak“ hat seine Spitze nach drei bis fünf Minuten und dauert zehn Minuten. Danach schließt sich eine zweite Phase an, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Die erste Phase besteht aus den gespeicherten Insulinmolekülen, die zweite Phase vor allem aus neu gebildetem Insulin. Das C-Peptid wird erst bei Anstieg des Blutzuckerspiegels aus dem Proinsulin durch Peptidasen herausgeschnitten und gemeinsam mit dem aktiven Insulin und Zink ausgeschüttet. Durch den Nachweis von C-Peptid im Serum kann die endogene Insulinproduktion gemessen werden. So kann bei Diabetikern eine Aussage darüber getroffen werden, wie viel Insulin noch vom Körper selbst hergestellt wird, da das synthetische Produkt keine C-Sequenz enthält. Regulierung Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin, im Zusammenwirken mit Glucagon den Blutglucosespiegel ständig zwischen bestimmten Werten zu halten. Gerät der Blutzuckerspiegel unter einen gewissen Wert droht das hypoglykämische Koma und der Tod, gerät er darüber, drohen Schäden an Gefäßen, Nierenkörperchen und anderen Geweben. Zusammen mit Leptin scheint Insulin aber auch maßgeblichen Anteil an der Energiehomöostase zu haben. Dabei wirkt aber nicht nur Leptin auf Insulin ein, sondern das Insulin wirkt selbst ebenfalls auf das Leptin ein, genauer auf die Aufnahme von Leptin im Gehirn. Aufgrund der lebenswichtigen Funktion muss die biochemische Implementierung des Regelkreises robust sein. Da Zellen nicht „denken“ können, kann es nur so sein, dass Einzelzellen wie ein Zustandsautomat funktionieren bzw. dass wenige Zellen dermaßen zusammenwirken, dass ein Reiz sinnvoll verrechnet wird. Der Hauptreiz zur Ausschüttung von Insulin aus der β-Zelle ist der Blutzuckerspiegel (ab 5 mmol Glucose/l Blut), und dieser wird direkt von der β-Zelle „gemessen“. Biochemisch umgesetzt wird das mit Hilfe von ATP-gesteuerten Kaliumkanälen etc., siehe #Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus. Die Hormone Gastrin, Sekretin, GIP und GLP-1 modifizieren den grundlegenden Glucose-Insulin-Regelkreis, indem sie auf die β-Zelle wirken. Siehe Inkretin-Effekt. GIP wird von K-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Duodenums befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht die Insulinausschüttung der β-Zellen. Das GIP wirkt also auf die β-Zellen zu einem Zeitpunkt ein, wo die Glucose aus der Nahrung noch nicht ins Blut gelangt ist. GLP-1 wird von L-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Ileum und des Caecum befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht ebenfalls die Insulinausschüttung der β-Zellen. Der Großteil der Nährstoffe wird bereits im Jejunum extrahiert und ins Blut bzw. in die Lymphe abgegeben. Im Caecum findet keinerlei Absorption von Nährstoffen, sondern hauptsächlich eine Fermentation statt. Zusätzlich sind β-Zellen sowohl vom parasympathischen als auch sympathische Nervensystem innerviert: Das parasympathische NS wird bei Leptin-Insuffizienz (oder auch bei Leptin-Resistenz) aktiviert und wirkt allgemein trophotropisch, d. h., es bewirkt die Speicherung von Energie. Es erhöht also die Insulinabgabe. Zumindest bei Mäusen wirkt es außerdem gleichzeitig auf Adipozyten ein und erhöht ihre Empfindlichkeit für Insulin, während die Empfindlichkeit der Leber- und Muskelzellen nicht beeinflusst wird. Glucose wird in Leber- und Muskelzellen zu Glycogen verbaut und derart gespeichert, in den Adipozyten erfolgt De-novo-Lipogenese und Speicherung von TGs. Das sympathische NS wird bei Leptin-Suffizienz aktiviert und wirkt allgemein ergotropisch, d. h., es bewirkt die Erhöhung des Energieverbrauchs. Es senkt die Insulinabgabe. Die Senkung der Insulinabgabe scheint einem erhöhten Energieverbrauch entgegenzuwirken, denn die Muskelzellen können sehr viel mehr Glucose aus dem Blut aufnehmen, wenn sie möglichst viele GLUT-4 Transporter auf der Oberfläche aufweisen. Sie müssen also auf die bereits gespeicherte Energie in Form von Glycogen und Fettsäuren zurückgreifen. Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus Das Eindringen eines Glucose-Moleküls in die β-Zelle setzt eine Wirkungskette in Gang. Nachdem die Glucose durch den GLUT1-Transporter in die Zelle gelangt ist, wird sie durch Glycolyse verstoffwechselt. Das dabei entstehende ATP hemmt den Ausstrom von Kalium-Ionen (ATP-sensitive Kaliumkanäle). So kommt es durch den stark verminderten Kaliumausstrom zur Depolarisation, weil die Stabilität des Membranpotentials nicht weiter durch Kaliumausstrom erhalten wird. Das depolarisierte Membranpotential bewirkt eine Öffnung spannungsabhängiger Calcium-Kanäle. Der Einstrom der Calciumionen ist der entscheidende Reiz für die Verschmelzung der insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran. Die gespeicherten Insulinmoleküle werden durch Verschmelzen der Membranen (Exozytose) aus den β-Zellen in den Extrazellularraum und weiter in den Blutkreislauf freigesetzt. Dabei werden die Speicher-Hexamere aufgetrennt. Der Insulinspiegel im Blut steigt an. Halbwertszeit und Abbau Die biologische Halbwertszeit einzelner Insulinmoleküle im Blutkreislauf liegt bei circa fünf Minuten. Das Insulin wird über manche Insulinrezeptoren in die Zellen aufgenommen, dort abgebaut und somit verbraucht. In der Leber und in der Niere wird Insulin durch Insulinase inaktiviert, die Insulinase oder genauer Glutathion-Insulin-Transhydrogenase spaltet die Disulfidbrücken zwischen der A- und der B-Kette auf, wodurch das Insulin in zwei Teile zerfällt und wirkungslos wird. Die Abbauprodukte werden durch die Niere ausgeschieden, ebenso 1,5 % des noch intakten Insulins. Die kurze Zeitspanne der Aktivität des Insulins zeigt, dass die physiologische Steuerung des Zuckerstoffwechsels im gesunden Körper sehr schnell funktioniert; diese Geschwindigkeit kann bei der Behandlung des Diabetes mellitus praktisch nicht erreicht werden. Insulin als Arzneistoff In der Insulintherapie werden verschiedene Insulinpräparate verwendet. Die häufigste und älteste Verabreichungsart ist die subkutane Injektion. Für diesen Zweck steht eine Reihe von kurz-, mittel- und langwirkenden Humaninsulinen und Insulinanaloga zur Verfügung. Werden diese zur Therapie kombiniert, so ist auf die unterschiedliche Halbwertzeit besonders zu achten. sehr schnell und kurz wirkend: Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin aspart kurz wirkend: Normalinsulin (= gelöstes Humaninsulin) intermediär wirkend: NPH-Insulin, biphasisches Insulin lispro, biphasisches Insulin aspart lang wirkend: Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec Peroral ist Insulin unwirksam, da die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. Untersucht wird, inwieweit sich Insuline in Nanopartikel verkapseln lassen, um auf diesem Wege „unverdaut“ in den Blutkreislauf eingeschleust werden zu können. Jüngere Entwicklungen wie Präparate zur Inhalation, die das Insulin über die Atemwege zuführen, haben sich auf dem Markt bisher nicht behaupten können. In der Vergangenheit wurde Insulin im Rahmen der Insulinschocktherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten eingesetzt. Diese Methode der Behandlung wurde zum Beispiel im biografischen Film A Beautiful Mind an John Nash gezeigt. Dieses Verfahren wird nicht mehr praktiziert. Missbrauch von Insulin Insulin steht auf der Liste der verbotenen Doping-Substanzen, da es zu mehreren Zwecken missbraucht werden kann. Da Insulin der durch Somatropin verringerten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen entgegenwirkt, wird es oft zur Kompensation dessen unerwünschter Nebenwirkung verwendet (siehe Anabolikum). Andere Anwendungen sind die Förderung der Füllung der Glycogenspeicher bei Ausdauersportlern und die Unterstützung des Aufbaus von Muskelmasse. Die missbräuchliche Selbstverabreichung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel übermäßig abzusenken, führt zum Krankheitsbild der Hypoglycaemia factitia. Im März 2008 wurde der Krankenpfleger Colin Norris in Newcastle zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er vier seiner Patientinnen durch Injektion zu hoher Insulindosen ermordet hatte. Zeittafel zur Forschungsgeschichte Weblinks Einzelnachweise Peptidhormon Diabetologie Arzneistoff Codiert auf Chromosom 11 (Mensch) Wikipedia:Artikel mit Video
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Was ist Insulin und wo wird es gebildet?
Insulin (andere Namen: Insulinum, Insulinhormon, Inselhormon) ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon (Polypeptidhormon), das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (von „Insel“). Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Funktion und Wirkung Die Regulation der Konzentration von Glucose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel dadurch, dass es mittels seiner „Schlüsselfunktion“ der Glucose aus dem Blutplasma und der Gewebsflüssigkeit den Durchtritt durch die Zellmembran in das Zellinnere ermöglicht. Vor allem die Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen Glucose aufnehmen und sie in Form von Glycogen speichern oder zur Energiegewinnung abbauen (siehe Glycolyse). Auch auf andere Zellen wirkt das Hormon, so hat es Einfluss auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Das Hormon ist wesentlicher Faktor folgender Erkrankungen: Diabetes mellitus Hyperinsulinismus Insulinom Insulinresistenz Metabolisches Syndrom Das im Blut zirkulierende Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulinrezeptoren. Insulinrezeptor Letztlich löst die Bindung dieses Hormons an seinen Rezeptor eine Reihe von Kinase-Kaskaden (Kaskade von Phosphorylierungsreaktionen) aus, die durch Signalwege beschrieben werden können. Diese Signalwege bewirken ein Sinken des Blutglucosespiegels durch Förderung der Glucose-Aufnahme (GLUT4-Translokation zur Zelloberfläche) Förderung der Glucose-Speicherung (Glycogensynthese) in der Leber und den Muskeln Dieses Signal wird durch die Aktivierung glucoseverbrauchender Wege unterstützt. Weitere unterstützende Maßnahmen bestehen in der Unterdrückung glucoseliefernder Wege, so zum Beispiel durch Abbau des second messenger cAMP über eine Phosphodiesterase. Glucoseaufnahme im Muskelgewebe Das Hormon erhöht in der Muskulatur und im Fettgewebe die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellmembran für Glucose. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Membran selbst permeabler wird, sondern dass vermehrt Carrier-Proteine für Glucose aktiviert werden. Dieses Carrier-Protein ist GLUT4, ein hochaffiner, insulinabhängiger Glucose-Transporter, welcher die Glucose durch erleichterte Diffusion (passiver Transport) in die Zelle transportiert. Folgende physikalische Eigenschaften sind für GLUT4 relevant: sättigbar, nicht aktivierbar oder inaktivierbar, also Regulation nur durch insulinabhängigen Einbau oder Ausbau. Glucoseaufnahme und Stoffwechsel im Gehirn Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf. Deshalb nehmen die insulinabhängigen Zellen bei einem erhöhten Insulinspiegel mehr Glucose auf, und für die insulinunabhängigen bleibt weniger übrig. Im Allgemeinen besteht bei Hypoglykämie die Gefahr, dass das auf Glucose angewiesene Nervensystem geschädigt wird. Insulin wird, verabreicht als Nasenspray in direktem Kontakt mit dem ZNS, zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit untersucht. Auf- und Abbau von Fettgewebe Das Hormon hemmt die Lipolyse im Fettgewebe und somit den Abbau von Fett. Ein Insulinmangel führt daher zu einer gesteigerten Lipolyse mit Bildung von Ketokörpern und einer daraus resultierenden Ketose. Förderung des Zellwachstums Eine weitere zentrale Funktion des Peptidhormons Insulin besteht in der Regulation von Zellwachstum und Proliferation durch die Aktivierung der Transkription von Genen, die für Kontrolle und Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung sind. Diese Insulinwirkung ist bei Diskursen über Insulinpräparate ein Thema. Tryptophan-Aufnahme im Gehirn Höhere Insulinspiegel haben einen leicht steigernden Einfluss auf die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn. Insulin und die Regelung des Blutzuckerspiegels Eine der wichtigsten biologischen Wirkungen des Insulins ist die rasche Beschleunigung der Glucoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und Regulierung der Zwischenspeicherung in der Leber im Rahmen der Regelung des Blutzuckerspiegels: In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2. Durch Insulin wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert, die eine Signaltransduktion in Gang setzt. Beteiligt sind dabei das Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1), die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), der second messenger Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2), die Phosphoinositid-abhängige Kinase-1 (PDK1) und schließlich die Proteinkinase B (PKB) (siehe Bild, A). PKB phosphoryliert die Glycogensynthase-Kinase 3, GSK3, die dadurch inaktiviert wird. GSK3 ist eine Kinase, die die Glycogensynthase phosphoryliert und damit inaktiviert (GYS b). GSK3 steht in Konkurrenz zu einer Phosphatase, der Protein-Phosphatase 1 (PP1). Dadurch, dass GSK3 nicht mehr wirken kann, liegt daher immer mehr Glycogensynthase in seiner dephosphorylierten Form vor (GYS a, siehe unteres Bild, B). Außerdem aktiviert die PKB eine Phosphodiesterase, PDE, die cAMP zu AMP hydrolysiert. Infolgedessen erlischt zusätzlich der Signalweg für die Proteinkinase A, die für den Abbau von Glycogen sorgt. In der Leber, dem Fettgewebe und der Muskulatur wird unter Insulineinfluss die Triglyceridsynthese stimuliert. Substrate dafür sind neben den Kohlenhydraten mit der Nahrung aufgenommene Lipide. In den drei genannten Geweben werden Aminosäuren verstärkt aufgenommen und für die Proteinsynthese verwendet. Die metabolischen und mitogenen Effekte von Insulin werden über die Bindung an dessen Rezeptor auf der Zelloberfläche der Zielgewebe Leber, Muskel und Fett initiiert. Insulin induziert weiterhin die Glycogensynthese und -speicherung in Leber und Muskel, die Triglyceridsynthese in Leber und Fettgewebe sowie die Speicherung von Aminosäuren im Muskel. Gleichzeitig hemmt Insulin die hepatische Gluconeogenese und zählt daher insgesamt zu den wichtigsten Regulatoren des Glucosemetabolismus. Gegenspieler Fällt der Blutzuckerspiegel im Körper unter einen Wert von 80 mg/dl ab, wird die Insulinproduktion bereits stark reduziert. Sinkt der Blutzucker weiter ab, treten verschiedene Gegenspieler des Insulins auf: Adrenalin Glucagon Kortisol Somatostatin Die Spiegel dieser gegenregulierenden Hormone steigen bereits deutlich an, wenn der Blutzucker unter 60 mg/dl absinkt. Beim Typ 1-Diabetes ist oft auch der Gegenregulationmechanismus gestört, was zu zusätzlichen Problemen mit Hypoglykämien führt. Somatostatin hat einen hemmenden Einfluss auf die Sekretion von Insulin und Glucagon, da er als allgemeiner Hemmer im Körper fungiert. Wirkung auf den Kaliumspiegel Insulin senkt den Kaliumspiegel im Blut, indem es dafür sorgt, dass Kalium in das Zellinnere von Hepatozyten und Skelettmuskelzellen verlagert wird, also von extrazellulär nach intrazellulär. Dies erfolgt durch Aktivierung der Natrium-Kalium-ATPase durch Insulin. Insulinpräparate werden daher gemeinsam mit Glucose (zur Vermeidung einer Hypoglykämie) zur Behandlung einer Hyperkaliämie verwendet. Vorkommen Insulinsequenzen von mehr als 100 verschiedenen Spezies sind bekannt. Die Proteinsequenzen der jeweiligen Insuline sind sich ähnlich – sie zeigen Sequenzhomologie – sind aber nicht identisch. Über die Unterschiede im chemischen Aufbau von Humaninsulin gegenüber den Insulinen einiger Säugetiere sowie Informationen zu künstlich hergestelltem Insulin siehe Insulinpräparat. Insulin und Evolution: Genotypen, die in Jäger- und Sammlergesellschaften einen raschen Abbau von Energiereserven bei Nahrungsmangel verhinderten, prädisponieren beim heutigen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot zu Adipositas und Typ-2-Diabetes. Inwieweit Gene den Glucosestoffwechsel und die damit verbundene Wirkung von Insulin beeinflussen, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Die Homologe des Insulins in Insekten sind die Drosophila Insulin-like Peptides. Bildung, Speicherung, Freisetzung und Regulierung Biosynthese Die Synthese des Hormons erfolgt in den β-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die genetische Information wird von nur einem Genlocus im kurzen Arm des Chromosom 11 codiert. Das Gen besteht aus ungefähr 300 Nukleotiden. Die mRNA wird zunächst an Ribosomen, die sich auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum (ER) befinden, in das Präproinsulin translatiert, das aus 110 Aminosäuren besteht. Die weitere Prozessierung erfolgt in zwei Schritten, nach der Faltung des Moleküls durch Bildung von Disulfidbrücken entsteht durch Abspaltung von Signalpeptid und C-Peptid das Insulinmolekül. Speicherung Die Insulinmoleküle werden in den Vesikeln des Golgi-Apparats, der an der Zellmembran der β-Zelle liegt, durch Zink-Ionen zu Hexameren gebunden und so stabilisiert gespeichert (Zink-Insulin-Komplex). Die hohe Bindungsfreudigkeit von Insulinmolekülen an Zink hat mehrere wichtige Auswirkungen. Insulin ist in der Form von Hexameren und nach dem Zerfall in Dimere noch nicht wirksam, sondern nur als Einzelmolekül. Diese Eigenschaft spielt bei den Insulinpräparaten eine wichtige Rolle. Bei schnellwirkenden Insulinpräparaten ist der zu langsame Zerfall der Molekülverbände unerwünscht und es wird nach Möglichkeiten gesucht den Zerfall zu beschleunigen. Bei langwirkenden Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Verlängerung der Wirkdauer durch hohe Zinkkonzentrationen gezielt verstärkt. Bei der Entwicklung von oralen Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Kopplung von Insulin an Transportmoleküle genutzt. Ausschüttung Die Ausschüttung von Insulin ins Blut erfolgt durch Exozytose. Die Insulinausschüttung erfolgt oszillierend. Alle drei bis sechs Minuten wird Insulin in die Blutbahn abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme ist bei Stoffwechselgesunden ein biphasischer Verlauf der Insulinsekretion feststellbar: Der erste „Insulinpeak“ hat seine Spitze nach drei bis fünf Minuten und dauert zehn Minuten. Danach schließt sich eine zweite Phase an, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Die erste Phase besteht aus den gespeicherten Insulinmolekülen, die zweite Phase vor allem aus neu gebildetem Insulin. Das C-Peptid wird erst bei Anstieg des Blutzuckerspiegels aus dem Proinsulin durch Peptidasen herausgeschnitten und gemeinsam mit dem aktiven Insulin und Zink ausgeschüttet. Durch den Nachweis von C-Peptid im Serum kann die endogene Insulinproduktion gemessen werden. So kann bei Diabetikern eine Aussage darüber getroffen werden, wie viel Insulin noch vom Körper selbst hergestellt wird, da das synthetische Produkt keine C-Sequenz enthält. Regulierung Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin, im Zusammenwirken mit Glucagon den Blutglucosespiegel ständig zwischen bestimmten Werten zu halten. Gerät der Blutzuckerspiegel unter einen gewissen Wert droht das hypoglykämische Koma und der Tod, gerät er darüber, drohen Schäden an Gefäßen, Nierenkörperchen und anderen Geweben. Zusammen mit Leptin scheint Insulin aber auch maßgeblichen Anteil an der Energiehomöostase zu haben. Dabei wirkt aber nicht nur Leptin auf Insulin ein, sondern das Insulin wirkt selbst ebenfalls auf das Leptin ein, genauer auf die Aufnahme von Leptin im Gehirn. Aufgrund der lebenswichtigen Funktion muss die biochemische Implementierung des Regelkreises robust sein. Da Zellen nicht „denken“ können, kann es nur so sein, dass Einzelzellen wie ein Zustandsautomat funktionieren bzw. dass wenige Zellen dermaßen zusammenwirken, dass ein Reiz sinnvoll verrechnet wird. Der Hauptreiz zur Ausschüttung von Insulin aus der β-Zelle ist der Blutzuckerspiegel (ab 5 mmol Glucose/l Blut), und dieser wird direkt von der β-Zelle „gemessen“. Biochemisch umgesetzt wird das mit Hilfe von ATP-gesteuerten Kaliumkanälen etc., siehe #Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus. Die Hormone Gastrin, Sekretin, GIP und GLP-1 modifizieren den grundlegenden Glucose-Insulin-Regelkreis, indem sie auf die β-Zelle wirken. Siehe Inkretin-Effekt. GIP wird von K-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Duodenums befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht die Insulinausschüttung der β-Zellen. Das GIP wirkt also auf die β-Zellen zu einem Zeitpunkt ein, wo die Glucose aus der Nahrung noch nicht ins Blut gelangt ist. GLP-1 wird von L-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Ileum und des Caecum befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht ebenfalls die Insulinausschüttung der β-Zellen. Der Großteil der Nährstoffe wird bereits im Jejunum extrahiert und ins Blut bzw. in die Lymphe abgegeben. Im Caecum findet keinerlei Absorption von Nährstoffen, sondern hauptsächlich eine Fermentation statt. Zusätzlich sind β-Zellen sowohl vom parasympathischen als auch sympathische Nervensystem innerviert: Das parasympathische NS wird bei Leptin-Insuffizienz (oder auch bei Leptin-Resistenz) aktiviert und wirkt allgemein trophotropisch, d. h., es bewirkt die Speicherung von Energie. Es erhöht also die Insulinabgabe. Zumindest bei Mäusen wirkt es außerdem gleichzeitig auf Adipozyten ein und erhöht ihre Empfindlichkeit für Insulin, während die Empfindlichkeit der Leber- und Muskelzellen nicht beeinflusst wird. Glucose wird in Leber- und Muskelzellen zu Glycogen verbaut und derart gespeichert, in den Adipozyten erfolgt De-novo-Lipogenese und Speicherung von TGs. Das sympathische NS wird bei Leptin-Suffizienz aktiviert und wirkt allgemein ergotropisch, d. h., es bewirkt die Erhöhung des Energieverbrauchs. Es senkt die Insulinabgabe. Die Senkung der Insulinabgabe scheint einem erhöhten Energieverbrauch entgegenzuwirken, denn die Muskelzellen können sehr viel mehr Glucose aus dem Blut aufnehmen, wenn sie möglichst viele GLUT-4 Transporter auf der Oberfläche aufweisen. Sie müssen also auf die bereits gespeicherte Energie in Form von Glycogen und Fettsäuren zurückgreifen. Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus Das Eindringen eines Glucose-Moleküls in die β-Zelle setzt eine Wirkungskette in Gang. Nachdem die Glucose durch den GLUT1-Transporter in die Zelle gelangt ist, wird sie durch Glycolyse verstoffwechselt. Das dabei entstehende ATP hemmt den Ausstrom von Kalium-Ionen (ATP-sensitive Kaliumkanäle). So kommt es durch den stark verminderten Kaliumausstrom zur Depolarisation, weil die Stabilität des Membranpotentials nicht weiter durch Kaliumausstrom erhalten wird. Das depolarisierte Membranpotential bewirkt eine Öffnung spannungsabhängiger Calcium-Kanäle. Der Einstrom der Calciumionen ist der entscheidende Reiz für die Verschmelzung der insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran. Die gespeicherten Insulinmoleküle werden durch Verschmelzen der Membranen (Exozytose) aus den β-Zellen in den Extrazellularraum und weiter in den Blutkreislauf freigesetzt. Dabei werden die Speicher-Hexamere aufgetrennt. Der Insulinspiegel im Blut steigt an. Halbwertszeit und Abbau Die biologische Halbwertszeit einzelner Insulinmoleküle im Blutkreislauf liegt bei circa fünf Minuten. Das Insulin wird über manche Insulinrezeptoren in die Zellen aufgenommen, dort abgebaut und somit verbraucht. In der Leber und in der Niere wird Insulin durch Insulinase inaktiviert, die Insulinase oder genauer Glutathion-Insulin-Transhydrogenase spaltet die Disulfidbrücken zwischen der A- und der B-Kette auf, wodurch das Insulin in zwei Teile zerfällt und wirkungslos wird. Die Abbauprodukte werden durch die Niere ausgeschieden, ebenso 1,5 % des noch intakten Insulins. Die kurze Zeitspanne der Aktivität des Insulins zeigt, dass die physiologische Steuerung des Zuckerstoffwechsels im gesunden Körper sehr schnell funktioniert; diese Geschwindigkeit kann bei der Behandlung des Diabetes mellitus praktisch nicht erreicht werden. Insulin als Arzneistoff In der Insulintherapie werden verschiedene Insulinpräparate verwendet. Die häufigste und älteste Verabreichungsart ist die subkutane Injektion. Für diesen Zweck steht eine Reihe von kurz-, mittel- und langwirkenden Humaninsulinen und Insulinanaloga zur Verfügung. Werden diese zur Therapie kombiniert, so ist auf die unterschiedliche Halbwertzeit besonders zu achten. sehr schnell und kurz wirkend: Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin aspart kurz wirkend: Normalinsulin (= gelöstes Humaninsulin) intermediär wirkend: NPH-Insulin, biphasisches Insulin lispro, biphasisches Insulin aspart lang wirkend: Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec Peroral ist Insulin unwirksam, da die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. Untersucht wird, inwieweit sich Insuline in Nanopartikel verkapseln lassen, um auf diesem Wege „unverdaut“ in den Blutkreislauf eingeschleust werden zu können. Jüngere Entwicklungen wie Präparate zur Inhalation, die das Insulin über die Atemwege zuführen, haben sich auf dem Markt bisher nicht behaupten können. In der Vergangenheit wurde Insulin im Rahmen der Insulinschocktherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten eingesetzt. Diese Methode der Behandlung wurde zum Beispiel im biografischen Film A Beautiful Mind an John Nash gezeigt. Dieses Verfahren wird nicht mehr praktiziert. Missbrauch von Insulin Insulin steht auf der Liste der verbotenen Doping-Substanzen, da es zu mehreren Zwecken missbraucht werden kann. Da Insulin der durch Somatropin verringerten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen entgegenwirkt, wird es oft zur Kompensation dessen unerwünschter Nebenwirkung verwendet (siehe Anabolikum). Andere Anwendungen sind die Förderung der Füllung der Glycogenspeicher bei Ausdauersportlern und die Unterstützung des Aufbaus von Muskelmasse. Die missbräuchliche Selbstverabreichung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel übermäßig abzusenken, führt zum Krankheitsbild der Hypoglycaemia factitia. Im März 2008 wurde der Krankenpfleger Colin Norris in Newcastle zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er vier seiner Patientinnen durch Injektion zu hoher Insulindosen ermordet hatte. Zeittafel zur Forschungsgeschichte Weblinks Einzelnachweise Peptidhormon Diabetologie Arzneistoff Codiert auf Chromosom 11 (Mensch) Wikipedia:Artikel mit Video
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Inhaltsverantwortung: ecomed - Dr. Ulrich Hondelmann Sprachen: DE, EN, CN, ES, FR, IT, PT, HU Lagerung von gefährlichen Stoffen (mehr...) Sprachen: DE, EN, ES Office Ergonomics (mehr...) Inhaltsverantwortung: MdA Business Communications AG Jahreslizenz / User € 19.- Bekannter Versender CH (mehr...) Käufer- und Verkäuferpflichten im internationalen Warenhandel (mehr...) Inhaltsverantwortung: GSL Consulting - Beat Schlumpf Sprachen: DE, CN, EN, ES Root Cause Analysis: Causal Tree Method (mehr...) Verpackung - Grundlagen (mehr...) Inhaltsverantwortung: Oliver Lopez - Senior Risk Engineer, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig - Prof. Eugen Herzau Transportverpackungen aus Holz (mehr...) Inhaltsverantwortung: Oliver Lopez - Senior Risk Engineer, Bundesverband Holzpackmittel · Paletten · Exportverpackung (HPE) e.V. Jahreslizenz / User € 70.- Container Grundlagen (mehr...) Inhaltsverantwortung: Oliver Lopez - Senior Risk Engineer,ma-co maritimes competenzcentrum e.V., BAM - Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung - Dr. Thomas Goedecke Jahreslizenz / User € 80.- Ladungssicherung im Strassen-, Schienen- und Seeverkehr (mehr...) Trainer / Inhaltsverantwortung: EUROSAFE GmbH - Wolfgang Neumann Dauer: 2 Tage / 16 UE / 720 Min. Jahreslizenz / User € 880.- Anzahl Teilnehmer 5-10 Dauer: 4 Tage / 32 UE / 1440 Min. Jahreslizenz / User € 1760.- Ladungssicheurng & Verpackung (mehr...) Fachseminar für Führungskräfte: Hamburger Seminar Ladungssicherung im Land- und Seeverkehr (mehr...) PK 1 - Luftverkehr ICAO/IATA-PK 1 inhouse Kurs mit BAZL-anerkanntem Zertifikat (mehr...) Trainer / Inhaltsverantwortung: Mitter Safety Consulting - Raul Mitter pro Person CHF 380.- PK 2 - Luftverkehr ICAO/IATA-PK 2 inhouse Kurs mit BAZL-anerkanntem Zertifikat (mehr...) pro Person CHF 190.- relax-concentrate-create Ressourcenmangement zur Optimierung der Life Domain Balance (mehr...) Trainer / Inhaltsverantwortung: rcc CONSULTING - Michael Doerk Pro Teilnehmer € 1100.- Kontaktunterricht, Vorträge, Coachings: Dauer: Vorträge ab 30 Minuten, halber Tag, ganzer Tag, drei Tage, eine Woche, aber auch ein längerer Lehr- und Implementierungsprozess Pro Teilnehmer auf Anfrage Kreativitäts- und Innovationsmanagement entwickeln und steuern (mehr...) Sprachen: DE, EN, DK, NL Pro Teilnehmer € 600.- Burnoutprävention und Resilienz (mehr...) Trainer / Inhaltsverantwortung: rcc CONSULTING Effiziente Trainingsmethoden (Mental) (mehr...) Effiziente Trainingsmethoden (Sport) (mehr...) Trainer / Inhaltsverantwortung: rcc CONSULTING - Michael Doerk / Piero Fontana Ressource Bewerbungskompetenz (mehr...) Ressource Regenerationskompetenz (mehr...) Transport von Gefahrgut auf der Strasse 2019 Zulassung / Empfehlung Allg. Teil der Unterweisungspflicht nach ADR 1.3, resp. die Pflichten der Beteiligten nach ADR 1.4 Anerkannte ADR Staaten Unternehmen, die der Unterweisungspflicht entsprechend ADR 1.3 unterliegen, namentlich Absender, Verpacker, Befüller, Verlader, Beförderer, Entlader und Empfängen Mitarbeitende, die gefährliche Güter auf den Strassenversand vorbereiten, versenden, transportieren oder empfangen Im e-Learning Kurs "Transport von Gefahrgut auf der Strasse" werden die gesetzlich relevanten Inhalte (ADR) anschaulich und praxisnah vermittelt. Interaktive Übungen am Ende von Wissensblöcken festigen das gerade Erlernte und bereiten den Lernenden auf den Abschlusstest vor. Besteht er diesen, kann er ein Zertifikat ausdrucken, welches die nach ADR vorgeschriebene Unterweisung belegt. Das Absolvieren des Kurses erfüllt nicht nur den allgemeinen Teil der Unterweisungspflicht nach ADR 1.3, sondern gibt dem Unternehmen auch die nötige Rechtssicherheit, die es vom Gesetzgeber vorgeschrieben bekommt. Änderungen im ADR (mindestens alle zwei Jahre) können so, auch ohne kostenintensive Live-Schulungen, auf eine einfache Art und Weise vermittelt werden - unabhängig von Anzahl der Mitarbeiter, Ort und Uhrzeit. Einzellizenz € 50.- Staffelpreise oder Unternehmenslizenz Wie nutzen Sie das e-Learning Angebot? Klicken Sie auf "Jetzt Anmelden" und teilen uns die Anzahl der gewünschten Lizenzen mit. Sie erhalten eine Rechnung. 2. Freischalten Nach Zahlungseingang erhalten Sie die Zugangsdaten per Email. Diese verteilen Sie an Ihre Mitarbeitenden. Diese registrieren sich, absolvieren den Kurs und drucken sich ein personalisiertes Zertifikat aus. 4. Nachweisen Zusätzlich erhalten Sie alle Zertifikate per Email. Vorteile unserer e-Learning Kurse Günstige Einzelnutzungsgebühren Flexibel - der Lerner bestimmt: Die Kurse sind immer auf dem neuesten Stand Transport von Gefahrgut als Luftfracht 2019 Entspricht den Mindestanforderungen für die Schulungsinhalte nach IATA-DGR Tabelle 1.5.A Das erworbene Zertifikat ist nicht mit dem Schulungsnachweis nach IATA-DGR 1.5.5 gleichzustellen. Das e-Learning "Transport von Gefahrgut als Luftfracht" eignet sich hervorragend als Ergänzung und/oder Vorbereitung auf die vorgeschriebene IATA-DGR-Schulung für die Personalkategorien 1 bis 12. Unternehmen, die Gefahrgut nach IATA-DGR für den Transport als Luftfracht versenden, vorbereiten, verpacken oder transportieren Mitarbeiter, die Gefahrgut für den Transport als Luftfracht versenden, vorbereiten, verpacken oder transportieren Der e-Learning Kurs "Transport von Gefahrgut als Luftfracht" gibt einen Überblick über die wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen (IATA-DGR), ergänzt durch Tipps und Erfahrungen aus dem Alltag. Der Kurs vermittelt in lebendiger Weise den Prozess von Klassifizieren, Verpacken, Markieren und Dokumentieren. Zusätzlich geht er auf Besonderheiten wie Sonderregelungen, versteckte Gefahren und Bestimmungen für Passagiere ein. Am Ende des Kurses ist der Lerner gut vorbereitet für den Abschlusstest. Besteht er diesen, kann er ein Zertifikat* ausdrucken, welches die Unterweisung nachweislich belegt. Das Absolvieren des e-Learning Kurses "Gefahrgut als Luftfracht" beinhaltet folgende Aspekte, mit denen Versender und Verpacker sowie Spediteure nach IATA-DGR Tabelle 1.5.A vertraut sein sollten: Besonderheiten (Zusätze zu IATA-DGR-Vorschriften) *) Das e-Learning "Gefahrgut als Luftfracht" eignet sich hervorragend als Ergänzung und/oder Vorbereitung auf die vorgeschriebene IATA-DGR-Schulung für die Personalkategorien 1 bis 12. Das erworbene Zertifikat ist aber nicht mit dem Schulungsnachweis nach IATA-DGR 1.5.5 gleichzustellen. Transport von Gefahrgut im Seeverkehr 2019 Allg. Teil der Unterweisungspflicht nach IMDG-Code 1.3, resp. die Empfehlungen zum Schulungsbedarf für das bei der Beförderung gefährlicher Güter nach dem IMDG-Code eingesetzte Landpersonal nach IMDG-Code Tabelle 1.3.1.5. Unternehmen, die der Unterweisungspflicht entsprechend IMDG-Code 1.3 unterliegen Mitarbeitende: Landseitiges Personal, d.h. Personen, welche Gefahrgut für den Seeverkehr anbieten, IMO-Erklärungen erstellen und unterschreiben, Gefahrgüter umschlagen, Container verladen oder entladen, inkl. Fährverkehr nach GB oder Nordics Der e-Learning Kurs "Beförderung gefährlicher Güter im Seeverkehr" gibt einen Überblick über die wichtigsten Bestimmungen des IMDG-Codes für landseitiges Personal, d.h. Personen, welche Gefahrgut für den Seeverkehr anbieten, IMO-Erklärungen erstellen und unterschreiben, Gefahrgüter umschlagen, Container verladen oder entladen, inkl. Fährverkehr nach GB oder Nordics. Der Kurs vermittelt in lebendiger Weise den Prozess von Klassifizierung, Kennzeichnung, Dokumentation bis hin zur Verpackung von Frachtstücken. Beispiele aus der Praxis, "Best Practice" Tipps und interaktive Übungen machen es dem Lernenden leicht, die trockene Materie zu verstehen und diese auch im Alltag anwenden zu können. Am Ende des Kurses ist der Lernende dann bestens für den Abschlusstest vorbereitet. Besteht er diesen, kann er sich ein Zertifikat ausdrucken, welches die Unterweisung schriftlich belegt. Das Absolvieren des Kurses erfüllt nicht nur den allgemeinen Teil der Unterweisungspflicht nach IMDG-Code 1.3, resp. nach Tabelle 1.3.1.5, sondern gibt dem Unternehmen auch die nötige Rechtssicherheit, die es vom Gesetzgeber vorgeschrieben bekommt. Änderungen im IMDG-Code (mindestens alle zwei Jahre) können so auch ohne kostenintensive Live-Schulungen auf eine einfache Art und Weise vermittelt werden, unabhängig von Anzahl der Mitarbeiter, Ort und Uhrzeit. Gerade bei der Einführung neuer Mitarbeiter stellen Sie schon zu Beginn sicher, dass diese nachweislich vor der Aufnahme Ihrer Tätigkeit im entsprechenden Rechtsgebiet unterwiesen wurden. Ladungssicherung palletierter Ware auf Strassenfahrzeugen Unternehmen, die (gefährliche) Güter auf den Strassenversand vorbereiten, beladen, transportieren oder empfangen Mitarbeitende, die (gefährliche) Güter auf den Strassenversand vorbereiten, beladen, transportieren oder empfangen Behörden, die Strassenfahrzeuge auf ordnungsgemässe Ladungssicherung hin überprüfen Mit dem richtigen Laden und Sichern von Transportgütern auf Strassenfahrzeugen können Unfälle verhindert und Schäden auf ein Minimum begrenzt werden. Der e-Learning Kurs "Ladungssicherung auf Strassenfahrzeugen" informiert Sie über die wichtigsten Vorschriften, Normen und Richtlinien, über Fahrzeugaufbau, Zurrmitteleinsatz, kraft- und formschlüssige Ladungssicherung - gespickt mit "Best-Practice" aus dem Verlader-Alltag. Die Inhalte werden dabei laufend auf dem aktuellen Stand gehalten. Interaktive Übungen am Ende von Wissensblöcken festigen das gerade Erlernte und bereiten den Lernenden auf den Abschlusstest vor. Besteht er diesen, kann er ein Zertifikat ausdrucken, welches die Unterweisung belegt. Der e-Learning Kurs ist bestens geeignet, um ein solides Basiswissen im Bereich der Ladungssicherung zu schaffen. Somit kann sichergestellt werden, dass auch für diesen Rechtsbereich keine Lücke offen bleibt. Gerade für Unternehmen die nach ISO 9001 zertifiziert sind, ist dies ein sicherer und kompakter Weg, die Inhalte der Zertifizierung zu bestätigen und die Prozesse trotzdem schlank zu halten. Inhalt entsprechend Empfehlung des CTU Codes e-Learning empfohlen von EUMOS (European Safe Logistics Association) EUROSAFE GmbH: Wolfgang Neumann Personenzertifizierter Sachverständiger gemäss DIN EN ISO/IEC 17024:2012 für den Strassen,-Schienen- und Seeverkehr (einschliesslich Gefahrgüter) für Ladungssicherung, Verpackung und Ladeeinheitenbildung, Grossraum- und Schwertransporte sowie Schadens- und Ursachenanalyse Unternehmen, die (gefährliche) Güter auf den Versand vorbereiten, beladen, transportieren oder empfangen Mitarbeiter, die (gefährliche) Güter auf den Versand vorbereiten, beladen, transportieren oder empfangen, z. B. Staupersonal im Hafen Personen, die Verladungen und Entladungen durchführen, anweisen und leiten, müssen für das Stauen von Beförderungseinheiten nach den international geltenden Regeln des Code of Practice (CTU Code) ausgebildet sein und entsprechend handeln. Das e-Learning bietet ein Brachen unabhängiges Grundlagenwissen anschaulich, interaktiv und mit Praxisbezug zu folgenden Themen: Verantwortung für die Beladung Rechtliche Anforderungen an die verantwortliche Personen Die Regeln für das Packen und Stauen Die Kräfte im Strassen-, Bahn- und Seeverkehr Die Berechnung von Sicherungskräften Die Massnahmen zur Sicherung der Ladung mit verschiedenen Hilfsmitteln Die Dokumentation der Ladungssicherung Arbeitsanweisungen für den Verlader Ausbildungsinhalte für ein Praxistraining Einzellizenz € 38.- Weitere Informationen (Produkt Flyer) Gefahrgutschulung für Befüller in der Schweiz Unternehmen, die gefährliche Güter in Tanks versenden und empfangen und der Unterweisungspflicht nach ADR 1.3 unterliegen Befüller, die (gefährliche) Güter in Tanks auf den Versand vorbereiten oder empfangen Befüller sind von der Betriebsleitung bestimmte Mitarbeiter, die mit den Aufgaben der Be- und Entladung beauftragt sind und Pflichten gem. ADR 1.4.3.3 und SDR Art. 12 als Befüller. Das e-Learning beinhaltet für die Verkehrsträger auf Strasse, Schiene und Wasser im Bulk-Verkehr (Tanks, keine verpackte Ware) neben der Einführung eine allgemeine aufgabenbezogene Unterweisung, sowie eine Sicherheitsunterweisung. Die Befüller lernen für sie relevante Grundlagen bezüglich Gefahrgut, welche aufgabenbezogenen Pflichten sie zum sicheren Be- und Entladen ortsbeweglicher Tanks wahrnehmen müssen und wie die Ladegüter gegen Diebstahl oder Missbrauch zu sichern sind. Einzellizenz € 30.- Arbeitgeber bzw. Vorgesetzte sind dazu verpflichtet ihre Arbeitnehmer durch regelmässige Unterweisungen über Gesundheits- und Sicherheitsgefahren am Arbeitsplatz zu unterrichten. Diese Verpflichtung kann mit dem e-Learning Kurs "GHS" erfüllt und auch elektronisch dokumentiert werden. Unternehmen, die Chemikalien handhaben: weltweit, mit Spezialteil USA Mitarbeiter, die Chemikalien handhaben Der e-Learning Kurs "Globally Harmonized System (GHS)" zeigt, was GHS ist, seit wann es gültig ist und welche Auswirkungen seine Umsetzung auf die Arbeit in einem Betrieb hat. den Vergleich "wie war es bisher und was ist neu?" die reiche Bebilderung die praktischen Beispiele sowie wird der Lernende gut auf den abschliessenden Test vorbereitet. Besteht er diesen, kann er ein Zertifikat ausdrucken, welches die Unterweisung belegt. Der Kurs ist global ausgelegt und enthält ein Kapitel speziell für die USA. Für Firmen/Personen in den USA hält der Kurs eine eigene Fassung (GHS HCS) bereit. Nach WHO sind Störungen des Bewegungsapparates die zweithäufigste Ursache für Kurzzeit- und der Hauptgrund für Langzeit-Absenzen. In diesem Kurs lernen Sie wie Sie Ihren Computer Arbeitsplatz ergonomisch richtig einrichten. Zusammen mit einigen Tipps zur Arbeitsorganisation hilft Ihnen das Training möglichst beschwerdefrei arbeiten zu können. alle Personen, die mehrere Stunden am Tag vor einem Rechner sitzen Einzellizenz € 19.- Bekannter Versender CH Unternehmen, die als "Bekannten Versender" behördlich anerkannt sind oder diese Anerkennung anstreben Mitarbeiter, die sich im Unternehmen mit der Luftfracht befassen Wichtiger Bestandteil der Zertifizierung zum Bekannten Versender ist der Nachweis über die Schulung für Personen mit Zugang zu sicherer Luftfracht. Dies sind alle Mitarbeiter, die sich im Unternehmen mit der Luftfracht befassen. Es handelt sich dabei auch um Mitarbeiter in der Produktion, wenn diese an Waren arbeiten, bei denen bereits im Produktionsprozess klar ist, dass sie per Luftfracht versandt werden. Häufig übersehen die Unternehmen, dass auch das Personal, das nur mit den Luftfrachtdokumenten in Kontakt kommt, bereits die entsprechende Schulung benötigt. Und: Jede Urlaubs- oder Krankheitsvertretung braucht die Pflicht-Schulung ebenfalls. Das e-Learning Kurs ist so aufbereitet, dass er im Rahmen der Zertifizierung zum Bekannten Versender vom BAZL anerkannt wird. Käufer- und Verkäuferpflichten im internationalen Warenhandel Unternehmen, die international im Warenhandel tätig sind Mitarbeitende, die mit den Incoterms® Klauseln zu tun haben, z. B. Einkäufer, Sicherheitsinspektoren etc. Die Schritte in der Transportkette erzeugen Kosten, bergen Risiken und manche erfordern Dokumentation. Die Incoterms® Klauseln sind eine international einheitliche Regelung, wer für dies alles verantwortlich ist: Käufer oder Verkäufer. Ziel dieses Trainings ist es, dass der Lerner in der Lage ist, die mit der Anwendung der Incoterms® Klauseln verbundenen Konsequenzen und Risiken einschätzen zu können. Der e-Learning Kurs ist bestens geeignet, um ein solides Basiswissen im Bereich "Regelung der Pflichten im internationalen Warenhandel" zu schaffen. Somit kann sichergestellt werden, dass auch für diesen Rechtsbereich keine Lücke offen bleibt. Gerade für Unternehmen die nach ISO 9001 zertifiziert sind, ist dies ein sicherer und kompakter Weg, die Inhalte der Zertifizierung zu bestätigen und die Prozesse trotzdem schlank zu halten. Unternehmen und Mitarbeitende, die Ursachenanalysen mittels der "Causal Tree" Methode erstellen. In diesem e-Learning lernt man, wie eine Ursachenanalyse (bei Unfällen) mit der Methode "Causal Tree" durchzuführen ist. Zur Vertiefung des theoretischen Lerninhaltes sind mehrfach Fragen zur Selbsteinschätzung eingebaut und anschliessend kann man in einem praxisnahen Beispiel die Anwendung der Methode vertiefen. Diese Übung ist sehr lebendig gestaltet mit einem Video zur Darstellung des Unfallherganges und interaktiven Elementen zur Erarbeitung der Fakten sowie zur Erstellung einer Ursachenanalyse. relax-concentrate-create Ressourcenmangement zur Optimierung der Life Domain Balance Trainer / Inhaltsverantwortung rcc CONSULTING: Michael Doerk relax-concentrate-create – Ressourcenmanagement zur Optimierung der betrieblichen Life Domain Balance Einsatz der webbasierten Applikation «be rcc» Das Leben ist schnell und voller Herausforderungen. Flexibilität, geistige Wachheit und punktgenaue Leistungsfähigkeit, aber auch Gelassenheit und Kreativität sind gefordert, um in den verschiedenen Lebenswelten mehr als nur durchzukommen. Die webbasierte Applikation «be rcc» ermöglicht Ihnen eine Standortbestimmung, aber auch den Blick auf den Veränderungsbedarf im Umgang mit Ihren Ressourcen und denen Ihrer Mitarbeitenden. Die in der App «be rcc» integrierte Datenbank enthält Dokumente, Filme und Werkzeuge, die zur Optimierung des individuellen Ressourcenmanagements und zur Förderung der Gesundheit in Ihrer Organisation eingesetzt werden können. Durch die «Intelligenz» der Applikation erhalten Sie wertvolle Hinweise, die Sie bei Ihren verhaltensmodifikatorischen Massnahmen unterstützen. Dadurch sind Sie wirksam und zielführend in der Lage, Ihre Ressourcen nachhaltig und gesundheitsförderlich zu managen sowie die individuelle Life Domain Balance zu optimieren. wissen, wie das Modell relax-concentrate-create in ihrer Unternehmung zur Optimierung der Life Domain Balance ihrer Mitarbeitenden eingesetzt wird/werden kann kennen die wichtigsten arbeitsbedingten Einflussfaktoren auf die Gesundheit und Krankheit erfahren, wie sie und ihre Mitarbeitenden mit Unterstützung der webbasierten Applikation «be rcc» eine differenzierte Analyse der eigenen Aktivitäten durchführen und damit die aktuelle Life Domain Balance erfassen können lernen auf Basis der Analyse, sich ein ihren Bedürfnissen entsprechendes, «ergonomisch» angepasstes Handwerkszeug zu erarbeiten, um ihre gegenwärtige Life Domain Balance zu optimieren haben mit den zur Verfügung gestellten Werkzeugen die Gelegenheit, ihre konkreten Beispiele und Fragen aus ihrer Praxis zu reflektieren und zu bearbeiten (Behördliche) Zulassung / Anerkennung keine, aktuell finden dazu Forschung und Evaluation an der Hochschule Luzern statt. Momentan finden Gespräche mit Praxispartnern statt (u.a. Hochgebirgsklinik Davos) Kreativitäts- und Innovationsmanagement entwickeln und steuern Die Angebote reichen vom massgeschneiderten Seminar «Ideenentwicklung: Methoden und Prozesse der Kreativität», das einen vertieften Einblick in die hierfür relevanten Themenbereiche gibt und in dem Sie erfahren, wie Kreativitäts und Innovationsmanagement wirklich funktioniert, über längere Implementierungs- und Coachingprozesse bis zu begeisternden Vorträgen an Ihrem Firmenevent oder Kongress. keine, aber www.becreate.ch erfährt einen immer grösseren Bekannntheitsgrad und erhält Reputation durch die Hochschulumgebung und die damit verbundene anwendungsorientierte Forschung Vorträge ab 30 Minuten, halber Tag, ganzer Tag, drei Tage, eine Woche, aber auch ein längerer Lehr- und Implementierungsprozess DE, EN, DK, NL Die Angebote reichen vom massgeschneiderten Seminar «Burnoutprävention und Resilienz», das einen vertieften Einblick in die hierfür relevanten Themenbereiche gibt und in dem Sie erfahren, wie Ihre Unternehmung das Risiko Burnout und Depression effizient bewirtschaftet, über längere Implementierungs- und Coachingprozesse bis zu eindrucksvollen Vorträgen an Ihrem Firmenevent oder Kongress. keine, aber Reputation durch die Hochschulumgebung und die damit verbundene anwendungsorientierte Forschung Effiziente Trainingsmethoden (Mental) Effiziente Trainingsmethoden im beruflichen Alltag zur Erreichung gehirngerechter Ziele und Umsetzung zielrelevanter Massnahmen; so umsetzbar implemetieren, dass sie Karriere, Gesundheit und Zufriedenheit fördern und nicht eine zusätzliche Belastung darstellen. Effiziente Trainingsmethoden (Sport) rcc CONSULTING: Michael Doerk/Piero Fontana Effiziente Trainingsmethoden im beruflichen Alltag so umsetzbar implemetieren, dass sie Gesundheit und Zufriedenheit fördern und nicht eine zusätzliche Belastung darstellen. Ressource Bewerbungskompetenz Nach einem passenden Arbeitgeber suchen, die richtige Stelle finden, das Bewerbungsschreiben treffend aufsetzen, das Interview optimal vorbereiten und beim Gespräch noch glänzend auftreten. Fühlen Sie sich bereits jetzt überfordert? Keine Sorge. Gemeinsam beleuchten wir den Prozess umfassend. Sie erhalten wertvolle Inputs für die verschiedenen Phasen Ihrer Bewerbung und schälen Ihre Besonderheiten heraus. Wer will, übt den eigenen Auftritt gleich vor der Kamera. Unternehmungen (Austrittsbegleitung) DACH (Welt, falls weiteres Know How aufgebaut wird) Ressource Regenerationskompetenz Der menschliche Organismus ist aufgrund seines vegetativen Nervensystems in der Lage, reflexiv zu regenerieren. Teilnehmende lernen dieses System theoretisch kennen und praktisch umzusetzen. Verpackung - Grundlagen Unternehmen, die Waren verpacken, zum Transport vorbereiten, transportieren oder annehmen Mitarbeiter, die Waren verpacken, zum Transport vorbereiten, transportieren oder annehmen Richtig gut verpackt… Waren werden transportiert und verkauft - ihr ständiger Begleiter ist die Verpackung. Auf ihrem Weg von Produktion bis zum Verbraucher müssen Verpackungen eine Vielzahl von Anforderungen erfüllen. Wer welche Anforderungen an die Verpackung hat und welche Funktionen diese erfüllen muss, erfahren Sie in diesem e-Learning Kurs. Transportverpackungen aus Holz Transportverpackungen sollen den Transport von Waren erleichtern, die Waren auf dem Transport vor Schäden bewahren oder die Transportsicherheit erhöhen. Um diesen und anderen Anforderungen gerecht zu werden, setzt man so oft Holzkonstruktionen ein, dass wir dieser Art der Verpackung ein eigenes Schulungsmodul gewidmet haben. Einzellizenz € 70.- Unternehmen, die Container für Frachtzwecke benutzen Verlader und Verpacker, die für die Beladung von Containern und anderen Ladegefässen zuständig sind Rund 95 Prozent der weltweiten Handelstätigkeiten werden im Container abgewickelt. Ein sachgerechter Umgang mit Warenarten und deren Verschiffung sollte so ausgelegt werden, dass sämtliche im Versandprozess auftretenden Belastungen berücksichtigt werden. Dazu gehören sowohl Vollbremsungen und Ausweichmanöver im Strassenverkehr, als auch schwere See, Rangierbelastungen oder Spitzenbelastungen beim Containerumschlag. Dieser Kurs vermittelt Ihnen Schritt für Schritt die Basiskenntnisse im Umgang mit Containern. Bei der Aufbereitung des Themas haben wir darauf geachtet das Wesentliche abzudecken und haben den Standard ISO Container als Grundlage genommen. Einzellizenz € 80.- Das Leben im 21. Jahrhundert ist in einer Welt, die sich täglich neu efindet, schnell und voller Herausforderungen. Flexibilität, geistige Wachheit und punktgenaue Leistungsfähigkeit, aber auch Gelassenheit und Kreativität sind gefordert, um mehr als nur durchzukommen. Sie erlernen die erfolgreiche Navigation durch diese schnelllebige Welt und erarbeiten Sie sich mit Hilfe der webbasierten Applikation bei rcc ein Ihren Bedürfnissen entsprechendes, ergonomisch angepasstes Handwerkszeug. Sie stellen sich einen Werkzeugkasten zusammen, mit dem Sie in der Lage sein werden, Ihre Ressourcen präventiv zu managen und nachhaltig leistungsfähig und gesund zu bleiben. keine, aktuell finden dazu Forschung und Evaluation an der Hochschule Luzern statt. Momentan finden Gespräche mit Praxispartnern statt (u.a. Hochgebirgsklinik Davos Sicher kennen Sie das: Die Geschäftsleitung kommt zusammen für einen Strategie-Workshop. Nach einer generellen Strategiediskussion sieht die Agenda vor, in einem zweistündigen Workshop Ideen für neue Angebote zu entwickeln. Herr Brenner, HR Manager, verteilt Post Its zum Brainstormen. Alle schreiben viele Ideen auf und hängen die Zettel an die Wand. Dann wird diskutiert, was man davon umsetzen könnte. Viele Dinge sind lustig, aber aus Sicht der Geschäftsleitung nicht umsetzbar. Am Ende bleibt ein Ideencluster übrig – eine Variante von etwas, was bereits vor zwei Jahren vorgeschlagen wurde, sich dann aber nicht als erfolgsversprechend erwies. Die Geschäftsleitung beschliesst daraufhin, sich im aktuellen Jahr auf die Weiterentwicklung bestehender Angebote zu konzentrieren. Wünschen Sie sich frische Ideen für Ihre Organisation oder ihre Projekte? Würden Sie gern mehr wissen über Prozesse und Methoden der Kreativität? Möchten Sie sich in Bezug auf die Moderation von Ideenentwicklungsprozessen weiter professionalisieren? Das Seminar «Ideenentwicklung: Methoden und Prozesse der Kreativität» gibt einen vertieften Einblick in die hierfür relevanten Themenbereiche. Sie erfahren, wie man solche Prozesse aufbaut und moderiert, damit möglichst vielseitige Ideen entstehen und mutige Entscheide bei der Auswahl getroffen werden. Zudem lernen Sie die Funktionsweise und Wirkung ausgewählter Methoden in einem Ideenentwicklungsprozess ganz praktisch in der Anwendung kennen und probieren einige davon aus. Kreativität in Teams Ideenentwicklungsprozesse: Phasen, Aufbau, Vorgehen beim Design Methoden für Ideenentwicklungsprozesse: Typen, Wirkungen und Funktionsweisen 2. Anwendung von ausgewählten Methoden in einem beispielhaften Ideenentwicklungsprozess und Ermöglichung von Innovation Ob Modediagnose oder in Form von Deppression eine ernstzunehmende Bedrohung Ihrer Unternehmung. In jedem Fall ein Risiko, das Ihre Unternehmung bewirtschaften sollte. Das Seminar räumt auf mit den Vorurteilen und populistischen Horrormeldungen und klärt kompakt und professionell auf. Die Teilnehmnden erhalten Werkzeuge um dieser Bedrohung präventiv zu begegnen und Unternehmungsresilienz zu fördern. rcc CONSULTING: Michael Doerk / Piero Fontana Bundle Grundlagenwissen - Lieferantenerklärungen / Warenursprung & Präferenzen IHK München: Klaus Pelz Bundesanzeiger Verlag GmbH: Frank Bürger Einsteiger und Fortgeschrittene in den Aussenwirtschafts- und Zollabteilungen in ex- und importierenden Unternehmen, Zollsachbearbeiter, Zoll- und Exportbeauftragte Kombi-Paket für Ihr Grundlagenwissen zu den Themen Lieferantenerklärungen / Warenursprung und Präferenzen Mit diesem günstigen Paket haben Sie alle wichtigen Grundlagen und Hintergründe aus dem Bereich Warenursprung und Präferenzen auf einen Blick! Mit dem WBT "Warenursprung und Präferenzen" lernen Sie die verschiedenen Arten des Warenursprungs kennen und erfahren, wie Sie die Grundsätze des Präferenzrechts richtig anwenden. Schulungsinhalte Ergänzend dazu, bietet das WBT "Lieferantenerklärungen" die Möglichkeit, die Grundlagen der Präferenzermittlung zu erlernen und das Ausstellen einer Lieferantenerklärung zu trainieren, um so zukünftig auch die Richtigkeit der Erklärung gegenüber Ihren Kunden und den Zollbehörden verantworten zu können. Die Änderungen durch den Unionszollkodex sind bereits mit einbezogen. Schauen Sie sich kostenlos WBT-Auszüge über den nebenstehenden "Blick ins WBT" an und überzeugen Sie sich von der neuen Fortbildungsmöglichkeit. Schulungsinhalte Lieferantenerklärung Grundsätzliches zur präferenziellen Lieferantenerklärung Ursprungseigenschaften/Ursprungsregeln Übungen und Beispielfälle Schulungsinhalte Warenursprung und Präferenzen Ursprung im Rechtssinne Grundlagen Präferenzursprung Überblick über die verschiedenen Ursprungregeln Prüfungsschema für selbstgefertigte Waren/vollständiges Herstellen Ausreichende Bearbeitung -Minimalbehandlung Internationales Management von Zollpräferenzen Einzellizenz € 429.- ca. 520 Min. (WuP ca. 300 Min. u. LE ca. 220 Min.) Ladungssicherung im Strassen-, Schienen- und Seeverkehr Experte: EUROSAFE GmbH: Wolfgang Neumann Auf Basis der VDI Richtlinie 2700a und den CTU-Code wird ein praxisorinetierter Unterricht vorzugsweise inhouse angeboten. Die Teilnehmer erlernen aktiv den Umgang mit Ihren Ladungen und die damit verbundene Ladungssicherung auf dem LKW und im Container. Das Training schliesst ab mit einer Prüfung (10 Prüfungsfragen) und der Teilnehmer erhält den VDI 2700a-Ausweis. 2 Tage / 16 UE / 720 Min. Auf Basis der nationalen und international gültigen Richtlinien und den Richtlinen des Europäischen Sachverständigenverbandes EUMOS können sich Fachleute zum Thema Ladungssicherung qualifizieren. Als personenzertifizierter Trainer & Berater gemäss DIN EN ISO/IEC 17024 zeichnen sie sich aus mit einem geprüften Qualitätsstandard für Trainer & Berater. Die Ausbildung geht über 4 Tage und 3 h Prüfung (5. Tag). 4 Tage / 32 UE / 1440 Min. Ladungssicheurng & Verpackung Auf Basis der VDI Richtlinie 2700a und den CTU Code wird ein praxisorinetierter Unterricht kombiniert mit Laborprüfungen durchgeführt. Hier werden Themen wie Ladungssicherung und Ladeeinheitenprüfung sowie Verpackungsstabilität zusammengebracht. Hamburger Seminar Ladungssicherung im Land- und Seeverkehr Auf Basis der VDI Richtlinie 2700a und den CTU Code wird ein praxisorinetiertes Seminar für Führungskräfte der Industrie durchgeführt. Neben einer Kontrolle mit der Wasserschutzpolizei stehen ein Strafrichter oder ein Rechtsanwalt für Fragen aus dem Bereich der Unternehmensverantwortung Verfügung. Unterricht wird vorzugsweise inhouse angeboten. PK 1 - Luftverkehr ICAO/IATA-PK 1 inhouse Kurs mit BAZL-anerkanntem Zertifikat Experte: Mitter Safety Consulting: Raul Mitter Schulung gemäss IATA-DGR Kap. 1.5. Dieser Kurs endet mit einer schriftlichen Prüfung. Danach erhalten Sie ein BAZL-anerkanntes Zertifikat für den Personenkreis 1. Es ist zwei Jahre gültig. Dieser Kurs ist auch als Wiederholungskurs geeignet. Dieser Kurs ist gemäss IATA-DGR Kap. 1.5 für alle Personen vorgeschrieben, die Gefahrgut mit Luftverkehr versenden und Dokumente (Shipper`s declaration) unterschreiben. BAZL in der Schweiz PK 2 - Luftverkehr ICAO/IATA-PK 2 inhouse Kurs mit BAZL-anerkanntem Zertifikat Dieser Kurs endet mit einer schriftlichen Prüfung. Danach erhalten Sie ein BAZL-anerkanntes Zertifikat für den Personenkreis 2. Es ist zwei Jahre gültig. Dieser Kurs ist gemäss IATA-DGR Kap. 1.5 für alle Personen vorgeschrieben, die Gefahrgut für den Luftverkehr verpacken, prüfen oder für Luftfrachtversendungen Verantwortung tragen. Dieser Kurs ersetzt keine gesetzlichen Regelungen; er ist lediglich eine Zusammenstellung von bestehenden Vorschriften und Empfehlungen für die Praxis. Durch die Anwendung dieser Empfehlungen ergibt sich eine gewisse Rechtssicherheit zu gesetzeskonformem Verhalten. Unternehmen, die gefährliche Stoffe lagern oder Dritte mit der Lagerung beauftragen Mitarbeiter, die Lager mit gefährlichen Stoffe bewirtschaften oder sich darin bewegen Als Roh- oder Hilfsstoffe für die Produktion von Gütern und bei der Anwendung in Industrie- und Gewerbebetrieben müssen häufig gefährliche Stoffe gelagert werden. Die unsachgemässe Lagerung solcher Stoffe birgt verschiedene Gefahren für Mensch, Umwelt und Sachwerte. In diesem Kurs werden Ihnen Basiskenntnisse für den Brandschutz bei der Lagerung von gefährlichen Stoffen in Lagern und für Lagerflächen im Freien vermittelt. Dabei werden Lagerklasse, die baulichen, technischen und organisatorischen Brandschutzmassnahmen vorgestellt. Bei der Lagerhaltung durch Dritte sollen durch die Vertragspartner die Lager konform zu diesem Training ausgewählt werden. Es wird empfohlen, die Inhalte dieses Trainings auch den Mitarbeitern der Vertragspartner zur Verfügung zu stellen. Brandschutz und Brandverhütung Einreihung und Warennummern IHK Chemnitz: Wolfgang Reckel Zollsachbearbeiter sowie alle Mitarbeiter in Aussenwirtschafts- und Zollabteilungen in ex- und importierenden Unternehmen Heutzutage bilden Warencodes die Grundlage für zahlreiche zollrechtliche Themen: Egal ob Ausfuhr- oder Einfuhranmeldung, Exportkontrolle oder Antidumping- und Umweltschutzmassnahmen etc. – die richtige Einreihung der Ware bildet die Basis für viele Entscheidungen. Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihre Produkte korrekt in den Zolltarif einreihen! In diesem WBT erfahren Sie alles, was rund um die Tarifierung von Gütern wichtig ist. Angefangen bei den Grundlagen, werden Ihnen die verschiedenen Systeme und Besonderheiten vorgestellt. Mit zahlreichen Tipps aus der Praxis lernen Sie anschliessend anhand von Fallbeispielen, wie Sie Ihre Produkte richtig einreihen. Schritt für Schritt wird Ihnen so die zukünftige Arbeit erleichtert, denn auch auf schwierige Fälle werden Sie in diesem WBT vorbereitet! Anwendungsbereich von Warencodes Die Kombinierte Nomenklatur der EU Warencodierungen in TARIC und im elektronischen Zolltarif (EZT-Online) Erklärung der sogenannten Allgemeinen Vorschriften Vorstellung verschiedener Hilfsmittel für die Einreihung Zahlreiche Fallbeispiele aus der Praxis trainieren das eigene Können Inklusive praktischer Übersicht über die Einzelentscheidungen der EU-Kommission zur Kombinierten Nomenklatur Einzellizenz € 195.- Awareness Training: Gefahrgut - das Wichtigste im Überblick Sales Mitarbeitende Alle Mitarbeitenden, die indirekt mit Gefahrgut zu tun haben Der Kurs gibt einen Überblick, was man über Gefahrgut wirklich wissen muss. Von einer Definition, über Beispiel zum Multimodalen Transport bis hin zum Wichtigsten: den Verantwortungen und Pflichten der Beteiligten eines Gefahrguttransports. Einzellizenz € 20.-
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Was ist Insulin und wo wird es gebildet?
Insulin (andere Namen: Insulinum, Insulinhormon, Inselhormon) ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon (Polypeptidhormon), das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (von „Insel“). Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Funktion und Wirkung Die Regulation der Konzentration von Glucose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel dadurch, dass es mittels seiner „Schlüsselfunktion“ der Glucose aus dem Blutplasma und der Gewebsflüssigkeit den Durchtritt durch die Zellmembran in das Zellinnere ermöglicht. Vor allem die Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen Glucose aufnehmen und sie in Form von Glycogen speichern oder zur Energiegewinnung abbauen (siehe Glycolyse). Auch auf andere Zellen wirkt das Hormon, so hat es Einfluss auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Das Hormon ist wesentlicher Faktor folgender Erkrankungen: Diabetes mellitus Hyperinsulinismus Insulinom Insulinresistenz Metabolisches Syndrom Das im Blut zirkulierende Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulinrezeptoren. Insulinrezeptor Letztlich löst die Bindung dieses Hormons an seinen Rezeptor eine Reihe von Kinase-Kaskaden (Kaskade von Phosphorylierungsreaktionen) aus, die durch Signalwege beschrieben werden können. Diese Signalwege bewirken ein Sinken des Blutglucosespiegels durch Förderung der Glucose-Aufnahme (GLUT4-Translokation zur Zelloberfläche) Förderung der Glucose-Speicherung (Glycogensynthese) in der Leber und den Muskeln Dieses Signal wird durch die Aktivierung glucoseverbrauchender Wege unterstützt. Weitere unterstützende Maßnahmen bestehen in der Unterdrückung glucoseliefernder Wege, so zum Beispiel durch Abbau des second messenger cAMP über eine Phosphodiesterase. Glucoseaufnahme im Muskelgewebe Das Hormon erhöht in der Muskulatur und im Fettgewebe die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellmembran für Glucose. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Membran selbst permeabler wird, sondern dass vermehrt Carrier-Proteine für Glucose aktiviert werden. Dieses Carrier-Protein ist GLUT4, ein hochaffiner, insulinabhängiger Glucose-Transporter, welcher die Glucose durch erleichterte Diffusion (passiver Transport) in die Zelle transportiert. Folgende physikalische Eigenschaften sind für GLUT4 relevant: sättigbar, nicht aktivierbar oder inaktivierbar, also Regulation nur durch insulinabhängigen Einbau oder Ausbau. Glucoseaufnahme und Stoffwechsel im Gehirn Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf. Deshalb nehmen die insulinabhängigen Zellen bei einem erhöhten Insulinspiegel mehr Glucose auf, und für die insulinunabhängigen bleibt weniger übrig. Im Allgemeinen besteht bei Hypoglykämie die Gefahr, dass das auf Glucose angewiesene Nervensystem geschädigt wird. Insulin wird, verabreicht als Nasenspray in direktem Kontakt mit dem ZNS, zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit untersucht. Auf- und Abbau von Fettgewebe Das Hormon hemmt die Lipolyse im Fettgewebe und somit den Abbau von Fett. Ein Insulinmangel führt daher zu einer gesteigerten Lipolyse mit Bildung von Ketokörpern und einer daraus resultierenden Ketose. Förderung des Zellwachstums Eine weitere zentrale Funktion des Peptidhormons Insulin besteht in der Regulation von Zellwachstum und Proliferation durch die Aktivierung der Transkription von Genen, die für Kontrolle und Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung sind. Diese Insulinwirkung ist bei Diskursen über Insulinpräparate ein Thema. Tryptophan-Aufnahme im Gehirn Höhere Insulinspiegel haben einen leicht steigernden Einfluss auf die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn. Insulin und die Regelung des Blutzuckerspiegels Eine der wichtigsten biologischen Wirkungen des Insulins ist die rasche Beschleunigung der Glucoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und Regulierung der Zwischenspeicherung in der Leber im Rahmen der Regelung des Blutzuckerspiegels: In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2. Durch Insulin wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert, die eine Signaltransduktion in Gang setzt. Beteiligt sind dabei das Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1), die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), der second messenger Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2), die Phosphoinositid-abhängige Kinase-1 (PDK1) und schließlich die Proteinkinase B (PKB) (siehe Bild, A). PKB phosphoryliert die Glycogensynthase-Kinase 3, GSK3, die dadurch inaktiviert wird. GSK3 ist eine Kinase, die die Glycogensynthase phosphoryliert und damit inaktiviert (GYS b). GSK3 steht in Konkurrenz zu einer Phosphatase, der Protein-Phosphatase 1 (PP1). Dadurch, dass GSK3 nicht mehr wirken kann, liegt daher immer mehr Glycogensynthase in seiner dephosphorylierten Form vor (GYS a, siehe unteres Bild, B). Außerdem aktiviert die PKB eine Phosphodiesterase, PDE, die cAMP zu AMP hydrolysiert. Infolgedessen erlischt zusätzlich der Signalweg für die Proteinkinase A, die für den Abbau von Glycogen sorgt. In der Leber, dem Fettgewebe und der Muskulatur wird unter Insulineinfluss die Triglyceridsynthese stimuliert. Substrate dafür sind neben den Kohlenhydraten mit der Nahrung aufgenommene Lipide. In den drei genannten Geweben werden Aminosäuren verstärkt aufgenommen und für die Proteinsynthese verwendet. Die metabolischen und mitogenen Effekte von Insulin werden über die Bindung an dessen Rezeptor auf der Zelloberfläche der Zielgewebe Leber, Muskel und Fett initiiert. Insulin induziert weiterhin die Glycogensynthese und -speicherung in Leber und Muskel, die Triglyceridsynthese in Leber und Fettgewebe sowie die Speicherung von Aminosäuren im Muskel. Gleichzeitig hemmt Insulin die hepatische Gluconeogenese und zählt daher insgesamt zu den wichtigsten Regulatoren des Glucosemetabolismus. Gegenspieler Fällt der Blutzuckerspiegel im Körper unter einen Wert von 80 mg/dl ab, wird die Insulinproduktion bereits stark reduziert. Sinkt der Blutzucker weiter ab, treten verschiedene Gegenspieler des Insulins auf: Adrenalin Glucagon Kortisol Somatostatin Die Spiegel dieser gegenregulierenden Hormone steigen bereits deutlich an, wenn der Blutzucker unter 60 mg/dl absinkt. Beim Typ 1-Diabetes ist oft auch der Gegenregulationmechanismus gestört, was zu zusätzlichen Problemen mit Hypoglykämien führt. Somatostatin hat einen hemmenden Einfluss auf die Sekretion von Insulin und Glucagon, da er als allgemeiner Hemmer im Körper fungiert. Wirkung auf den Kaliumspiegel Insulin senkt den Kaliumspiegel im Blut, indem es dafür sorgt, dass Kalium in das Zellinnere von Hepatozyten und Skelettmuskelzellen verlagert wird, also von extrazellulär nach intrazellulär. Dies erfolgt durch Aktivierung der Natrium-Kalium-ATPase durch Insulin. Insulinpräparate werden daher gemeinsam mit Glucose (zur Vermeidung einer Hypoglykämie) zur Behandlung einer Hyperkaliämie verwendet. Vorkommen Insulinsequenzen von mehr als 100 verschiedenen Spezies sind bekannt. Die Proteinsequenzen der jeweiligen Insuline sind sich ähnlich – sie zeigen Sequenzhomologie – sind aber nicht identisch. Über die Unterschiede im chemischen Aufbau von Humaninsulin gegenüber den Insulinen einiger Säugetiere sowie Informationen zu künstlich hergestelltem Insulin siehe Insulinpräparat. Insulin und Evolution: Genotypen, die in Jäger- und Sammlergesellschaften einen raschen Abbau von Energiereserven bei Nahrungsmangel verhinderten, prädisponieren beim heutigen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot zu Adipositas und Typ-2-Diabetes. Inwieweit Gene den Glucosestoffwechsel und die damit verbundene Wirkung von Insulin beeinflussen, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Die Homologe des Insulins in Insekten sind die Drosophila Insulin-like Peptides. Bildung, Speicherung, Freisetzung und Regulierung Biosynthese Die Synthese des Hormons erfolgt in den β-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die genetische Information wird von nur einem Genlocus im kurzen Arm des Chromosom 11 codiert. Das Gen besteht aus ungefähr 300 Nukleotiden. Die mRNA wird zunächst an Ribosomen, die sich auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum (ER) befinden, in das Präproinsulin translatiert, das aus 110 Aminosäuren besteht. Die weitere Prozessierung erfolgt in zwei Schritten, nach der Faltung des Moleküls durch Bildung von Disulfidbrücken entsteht durch Abspaltung von Signalpeptid und C-Peptid das Insulinmolekül. Speicherung Die Insulinmoleküle werden in den Vesikeln des Golgi-Apparats, der an der Zellmembran der β-Zelle liegt, durch Zink-Ionen zu Hexameren gebunden und so stabilisiert gespeichert (Zink-Insulin-Komplex). Die hohe Bindungsfreudigkeit von Insulinmolekülen an Zink hat mehrere wichtige Auswirkungen. Insulin ist in der Form von Hexameren und nach dem Zerfall in Dimere noch nicht wirksam, sondern nur als Einzelmolekül. Diese Eigenschaft spielt bei den Insulinpräparaten eine wichtige Rolle. Bei schnellwirkenden Insulinpräparaten ist der zu langsame Zerfall der Molekülverbände unerwünscht und es wird nach Möglichkeiten gesucht den Zerfall zu beschleunigen. Bei langwirkenden Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Verlängerung der Wirkdauer durch hohe Zinkkonzentrationen gezielt verstärkt. Bei der Entwicklung von oralen Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Kopplung von Insulin an Transportmoleküle genutzt. Ausschüttung Die Ausschüttung von Insulin ins Blut erfolgt durch Exozytose. Die Insulinausschüttung erfolgt oszillierend. Alle drei bis sechs Minuten wird Insulin in die Blutbahn abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme ist bei Stoffwechselgesunden ein biphasischer Verlauf der Insulinsekretion feststellbar: Der erste „Insulinpeak“ hat seine Spitze nach drei bis fünf Minuten und dauert zehn Minuten. Danach schließt sich eine zweite Phase an, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Die erste Phase besteht aus den gespeicherten Insulinmolekülen, die zweite Phase vor allem aus neu gebildetem Insulin. Das C-Peptid wird erst bei Anstieg des Blutzuckerspiegels aus dem Proinsulin durch Peptidasen herausgeschnitten und gemeinsam mit dem aktiven Insulin und Zink ausgeschüttet. Durch den Nachweis von C-Peptid im Serum kann die endogene Insulinproduktion gemessen werden. So kann bei Diabetikern eine Aussage darüber getroffen werden, wie viel Insulin noch vom Körper selbst hergestellt wird, da das synthetische Produkt keine C-Sequenz enthält. Regulierung Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin, im Zusammenwirken mit Glucagon den Blutglucosespiegel ständig zwischen bestimmten Werten zu halten. Gerät der Blutzuckerspiegel unter einen gewissen Wert droht das hypoglykämische Koma und der Tod, gerät er darüber, drohen Schäden an Gefäßen, Nierenkörperchen und anderen Geweben. Zusammen mit Leptin scheint Insulin aber auch maßgeblichen Anteil an der Energiehomöostase zu haben. Dabei wirkt aber nicht nur Leptin auf Insulin ein, sondern das Insulin wirkt selbst ebenfalls auf das Leptin ein, genauer auf die Aufnahme von Leptin im Gehirn. Aufgrund der lebenswichtigen Funktion muss die biochemische Implementierung des Regelkreises robust sein. Da Zellen nicht „denken“ können, kann es nur so sein, dass Einzelzellen wie ein Zustandsautomat funktionieren bzw. dass wenige Zellen dermaßen zusammenwirken, dass ein Reiz sinnvoll verrechnet wird. Der Hauptreiz zur Ausschüttung von Insulin aus der β-Zelle ist der Blutzuckerspiegel (ab 5 mmol Glucose/l Blut), und dieser wird direkt von der β-Zelle „gemessen“. Biochemisch umgesetzt wird das mit Hilfe von ATP-gesteuerten Kaliumkanälen etc., siehe #Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus. Die Hormone Gastrin, Sekretin, GIP und GLP-1 modifizieren den grundlegenden Glucose-Insulin-Regelkreis, indem sie auf die β-Zelle wirken. Siehe Inkretin-Effekt. GIP wird von K-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Duodenums befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht die Insulinausschüttung der β-Zellen. Das GIP wirkt also auf die β-Zellen zu einem Zeitpunkt ein, wo die Glucose aus der Nahrung noch nicht ins Blut gelangt ist. GLP-1 wird von L-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Ileum und des Caecum befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht ebenfalls die Insulinausschüttung der β-Zellen. Der Großteil der Nährstoffe wird bereits im Jejunum extrahiert und ins Blut bzw. in die Lymphe abgegeben. Im Caecum findet keinerlei Absorption von Nährstoffen, sondern hauptsächlich eine Fermentation statt. Zusätzlich sind β-Zellen sowohl vom parasympathischen als auch sympathische Nervensystem innerviert: Das parasympathische NS wird bei Leptin-Insuffizienz (oder auch bei Leptin-Resistenz) aktiviert und wirkt allgemein trophotropisch, d. h., es bewirkt die Speicherung von Energie. Es erhöht also die Insulinabgabe. Zumindest bei Mäusen wirkt es außerdem gleichzeitig auf Adipozyten ein und erhöht ihre Empfindlichkeit für Insulin, während die Empfindlichkeit der Leber- und Muskelzellen nicht beeinflusst wird. Glucose wird in Leber- und Muskelzellen zu Glycogen verbaut und derart gespeichert, in den Adipozyten erfolgt De-novo-Lipogenese und Speicherung von TGs. Das sympathische NS wird bei Leptin-Suffizienz aktiviert und wirkt allgemein ergotropisch, d. h., es bewirkt die Erhöhung des Energieverbrauchs. Es senkt die Insulinabgabe. Die Senkung der Insulinabgabe scheint einem erhöhten Energieverbrauch entgegenzuwirken, denn die Muskelzellen können sehr viel mehr Glucose aus dem Blut aufnehmen, wenn sie möglichst viele GLUT-4 Transporter auf der Oberfläche aufweisen. Sie müssen also auf die bereits gespeicherte Energie in Form von Glycogen und Fettsäuren zurückgreifen. Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus Das Eindringen eines Glucose-Moleküls in die β-Zelle setzt eine Wirkungskette in Gang. Nachdem die Glucose durch den GLUT1-Transporter in die Zelle gelangt ist, wird sie durch Glycolyse verstoffwechselt. Das dabei entstehende ATP hemmt den Ausstrom von Kalium-Ionen (ATP-sensitive Kaliumkanäle). So kommt es durch den stark verminderten Kaliumausstrom zur Depolarisation, weil die Stabilität des Membranpotentials nicht weiter durch Kaliumausstrom erhalten wird. Das depolarisierte Membranpotential bewirkt eine Öffnung spannungsabhängiger Calcium-Kanäle. Der Einstrom der Calciumionen ist der entscheidende Reiz für die Verschmelzung der insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran. Die gespeicherten Insulinmoleküle werden durch Verschmelzen der Membranen (Exozytose) aus den β-Zellen in den Extrazellularraum und weiter in den Blutkreislauf freigesetzt. Dabei werden die Speicher-Hexamere aufgetrennt. Der Insulinspiegel im Blut steigt an. Halbwertszeit und Abbau Die biologische Halbwertszeit einzelner Insulinmoleküle im Blutkreislauf liegt bei circa fünf Minuten. Das Insulin wird über manche Insulinrezeptoren in die Zellen aufgenommen, dort abgebaut und somit verbraucht. In der Leber und in der Niere wird Insulin durch Insulinase inaktiviert, die Insulinase oder genauer Glutathion-Insulin-Transhydrogenase spaltet die Disulfidbrücken zwischen der A- und der B-Kette auf, wodurch das Insulin in zwei Teile zerfällt und wirkungslos wird. Die Abbauprodukte werden durch die Niere ausgeschieden, ebenso 1,5 % des noch intakten Insulins. Die kurze Zeitspanne der Aktivität des Insulins zeigt, dass die physiologische Steuerung des Zuckerstoffwechsels im gesunden Körper sehr schnell funktioniert; diese Geschwindigkeit kann bei der Behandlung des Diabetes mellitus praktisch nicht erreicht werden. Insulin als Arzneistoff In der Insulintherapie werden verschiedene Insulinpräparate verwendet. Die häufigste und älteste Verabreichungsart ist die subkutane Injektion. Für diesen Zweck steht eine Reihe von kurz-, mittel- und langwirkenden Humaninsulinen und Insulinanaloga zur Verfügung. Werden diese zur Therapie kombiniert, so ist auf die unterschiedliche Halbwertzeit besonders zu achten. sehr schnell und kurz wirkend: Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin aspart kurz wirkend: Normalinsulin (= gelöstes Humaninsulin) intermediär wirkend: NPH-Insulin, biphasisches Insulin lispro, biphasisches Insulin aspart lang wirkend: Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec Peroral ist Insulin unwirksam, da die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. Untersucht wird, inwieweit sich Insuline in Nanopartikel verkapseln lassen, um auf diesem Wege „unverdaut“ in den Blutkreislauf eingeschleust werden zu können. Jüngere Entwicklungen wie Präparate zur Inhalation, die das Insulin über die Atemwege zuführen, haben sich auf dem Markt bisher nicht behaupten können. In der Vergangenheit wurde Insulin im Rahmen der Insulinschocktherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten eingesetzt. Diese Methode der Behandlung wurde zum Beispiel im biografischen Film A Beautiful Mind an John Nash gezeigt. Dieses Verfahren wird nicht mehr praktiziert. Missbrauch von Insulin Insulin steht auf der Liste der verbotenen Doping-Substanzen, da es zu mehreren Zwecken missbraucht werden kann. Da Insulin der durch Somatropin verringerten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen entgegenwirkt, wird es oft zur Kompensation dessen unerwünschter Nebenwirkung verwendet (siehe Anabolikum). Andere Anwendungen sind die Förderung der Füllung der Glycogenspeicher bei Ausdauersportlern und die Unterstützung des Aufbaus von Muskelmasse. Die missbräuchliche Selbstverabreichung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel übermäßig abzusenken, führt zum Krankheitsbild der Hypoglycaemia factitia. Im März 2008 wurde der Krankenpfleger Colin Norris in Newcastle zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er vier seiner Patientinnen durch Injektion zu hoher Insulindosen ermordet hatte. Zeittafel zur Forschungsgeschichte Weblinks Einzelnachweise Peptidhormon Diabetologie Arzneistoff Codiert auf Chromosom 11 (Mensch) Wikipedia:Artikel mit Video
Malerbetrieb Ines Pietsch in Lossatal bei Leipzig | Problemlösungen Sie möchten ein Bau- oder Sanierungsprojekt planen und realisieren? Auf dieser Seite möchten wir Ihnen wertvolle Tipps präsentieren, die Ihnen das Leben erleichtern werden. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch gerne zu einem persönlichen Beratungsgespräch zur Verfügung. Wenden Sie sich telefonisch oder über unser Kontaktformular an uns. Wir sind Teilnehmer der Kampagne „Haus sanieren – profitieren“, die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und des Handwerks ins Leben gerufen wurde, und können Ihnen deshalb kostenlose Energiechecks anbieten. Werterhaltung von Holz Wir wissen: Schleifen und Streichen allein reicht nicht aus, um den Wert von Holz zu erhalten. In unserem Shop finden Sie eine Übersicht der zu verwendenden Lacke und Lasuren. Wir empfehlen Ihnen „Sikkens Cetol HS Color“. Download: Broschüre "Sikkens Cetol HS Color.pdf" Schimmel in der Wohnung: Ein weit verbreitetes Problem Schimmelbefall ist ein weitverbreitetes Problem, das nicht nur unschön aussieht, sondern auch gesundheitliche Risiken birgt. Grund für die Schimmelbildung ist oftmals das unausgewogene Mikroklima von Innen- und Außenraum. Vor allem im Winter unterscheiden sich die Innen- und die Außentemperatur erheblich. Hier sind gut gedämmte Außenwände, die eine Grenze zwischen beiden Zonen bilden, essentiell. Fachkräfte beseitigen bei Schimmelschäden, die durch bauliche Mängel aufgetreten sind, nicht nur den Befall, sondern auch die ursächlichen Mängel. Oftmals ist es aber so, dass nicht die Feuchtigkeit, die von außen in das Gebäude eindringt, der problematische Faktor ist, sondern jene Feuchtigkeit, die in den Räumen selbst entsteht. Durch gezielte Maßnahmen kann der Schimmelbildung aber effektiv entgegengewirkt werden. Bei alltäglichen Aktivitäten wie Duschen, Kochen oder Waschen werden große Mengen an Wasser an die Raumluft abgegeben. Dieses Wasser sollte schnellstmöglich, entweder während oder direkt nach der Entstehung, aus den Räumlichkeiten abgeführt werden. Regelmäßiges Lüften ist hier also sehr wichtig. Schlafräume sollten möglichst morgens gelüftet werden, Wohnräume in regelmäßigen Abständen und Küchen und Bäder bei geschlossener Tür direkt nach dem Feuchteanfall. Warme Raumluft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Deshalb empfiehlt es sich, alle Räume, auch jene, die nicht genutzt werden, stets geringfügig zu beheizen. Der Effekt: Die Wände kühlen nicht aus und der Schimmelbildung wird entgegengewirkt. Auch die Materialien ihrer Möbelstücke und die Baustoffe, die in Ihren Wohnräumen verwendet wurden, haben aufgrund ihrer unterschiedlichen Sorptionsfähigkeit einen maßgeblichen Einfluss auf die Bildung von Schimmelsporen. Während diffusionsoffene Materialien eine hohe Luftfeuchtigkeit im Raum gut ausgleichen können, ist dies bei dichten Oberflächen, wie beispielsweise Fliesen, Glas, Kunststoffen und Lackschichten, nicht der Fall. Dort entsteht eine hohe Oberflächenfeuchtigkeit, die die Schimmelbildung begünstigt. Auch der Einsatz von speziellen Farben und Putzen beugt der Schimmelbildung vor. Das Sto-Innensilikatprogramm verfügt beispielsweise über TÜV-geprüfte und mit dem natureplus®-Siegel ausgezeichnete Farben und Putze, die weder Konservierungsstoffe noch Weichmacher enthalten und das Schimmelrisiko so erheblich reduzieren. Häufige Ursachen für Schimmelbildung: Unzureichend gedämmte Außenflächen Wahl der Baumaterialien Pilzsporen in der Luft besiedeln Hölzer, Kleber, Gipskartonplatten, Stoffe, Papier Wasserschäden durch undichte Bedachung oder schadhafte Wasserleitungen Aufsteigendes Wasser (Schichtwasser, Grundwasser) Falsches Heiz- oder Lüftungsverhalten Sto-Bauherrenratgeber "Schimmelschutz" Algen-, Pilz- und Moosbewuchs an der Hausfassade ist nicht nur unschön, sondern zieht diese auch langfristig in Mitleidenschaft. Ein Grund für diesen Bewuchs ist die Klimaerwärmung. Aber auch Bäume und Sträucher, die nahe an der Fassade wachsen, sowie die Lage des Hauses an Gewässern und Feuchtbiotopen begünstigen das Wachstum von Algen, Pilzen und Moos. Um diesem Umstand entgegenzuwirken empfehlen wir Farben mit Lotus-Effekt. Der Lotus-Effekt sorgt mit seiner wasserabweisenden Wirkungsweise dafür, dass die Wand trocken bleibt und dass viele Sporen schon mit dem Regenwasser fortgespült werden. Pilzen und Co. wird so von Vornherein kein Lebensraum geboten. Der Schutz der Fassade kann darüber hinaus in Verbindung mit anderen, auf den Lotus-Effekt abgestimmten, Wirkstoffen verstärkt werden. Sto-Bauherrenratgeber "Algen- und Pilzbewuchs" Vorsorge durch StoTherm Classic Hagelschäden an wärmegedämmten und geputzten Fassaden sind ärgerlich und nur mit sehr viel Aufwand zu beheben. Deshalb empfiehlt es sich, diesem Umstand im Vorfeld mit einem Wärmedämm-Verbundsystem vorzubeugen. Hier greift man am besten zu StoTherm Classic, einem organischen, schwerentflammbaren Wärmedämm-Verbundsystem mit Polystyroldämmung. StoTherm Classic ist bereits seit über 40 Jahren auf dem Markt und gilt als das weltweit erfolgreichste Fassadendämmsystem. Effizient und effektiv vereint es Wirtschaftlichkeit mit Sicherheit und gestalterischer Freiheit. Optimale Sicherheit selbst bei extremen Belastungen StoTherm Classic hat nicht nur alle verpflichtenden Prüfungen mit Bravour bestanden, sondern auch in vielen optionalen Tests zur Schlagfertigkeit und zur mechanischen Widerstandsfähigkeit geglänzt. Reklamationen, großer Reparaturaufwand, unansehnliche Gebäudefassaden und Feuchtigkeit, die aufgrund von Rissen in der Putzschicht eindringt, gehören der Vergangenheit an, denn selbst bei extremen Belastungen bleibt StoTherm Classic widerstandsfähig. So trotzt das Material selbst starkem Hagelschlag, unsachgemäß abgestellten oder geworfenen Gegenständen sowie extremer Belastung und sogar Vandalismus. StoTherm Classic erzielt schon im Standardaufbau die höchstmöglichen Ergebnisse in allen Prüfkriterien: Nachweis der Schlagfestigkeit nach ETAG Nr. 004 Hagelschlagprüfung der schweizerischen Versicherungen Test auf Ballwurfsicherheit nach DIN 18032-3 Belastungstest für Eckausbildungen in Anlehnung an ÖNORM B 6100 Im Vergleich zu anderen Fassadensystemen, die auf mineralischen Deckschichten aufbauen, überzeugt StoTherm Classic dank seiner zementfreien und schlagzählen Oberfläche durch ein überdurchschnittliches Maß an Elastizität. Hier die Vorteile, die StoTherm Classic Ihnen bietet, noch einmal im Überblick: Hohe Schlagfestigkeit der Oberfläche Nahezu keine Reklamationsquote Kaum Aufwand für Wartung und Reparatur Aufgrund niedriger Instandhaltungskosten eine rentierliche und werthaltige Investition Sto-Bauherrenratgeber "Hagelschutz" Das Elektrosmog Abschirmungsvlies aus dem ERFURT-EMV System Das EMV 80 Carbonvlies von Erfurt bietet Ihnen nachweislich Schutz vor Elektrosmog, der beispielsweise durch Sendemasten und Starkstromleitungen entsteht. Elektrosmog belastet den Körper Den meisten Menschen sind vermutlich nicht die gesundheitlichen Nachteile bewusst, die unsere kabellose und vernetzte Welt, in der wir ständig erreichbar sind und tagtäglich ganz selbstverständlich Mobiltelefone sowie das Internet verwenden, mit sich bringt. Die elektromagnetischen Strahlen belasten nicht nur den Biorhythmus und das Immunsystem erheblich, auch Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Müdigkeit, Leistungsabfall oder gar Depressionen sind häufige Folgeerscheinungen. Besonders in Ballungszentren ist die Strahlung durch Funknetze und Hochspannungsleitungen groß. Die Strahlenbelastung in den eigenen Wohnräumlichkeiten durch Fernsehgeräte, Radios oder schnurlose Telefone ist individuell reduzierbar, indem man beispielsweise auf Stand-by-Modi verzichtet. Ein wesentlicher Teil der belastenden elektromagnetischen Wellen entsteht aber durch Sendemasten und Starkstromleitungen, die von außerhalb in die Wohnung eindringen. Kleiner Aufwand, große Wirkung: Der optimale Schutz gegen Elektrosmog Einen effizienten und dazu noch kostengünstigen Schutz gegen die schädliche Belastung bietet das Elektrosmog-Abschirmvlies der Firma Erfurt. EMV 80 Carbonvlies ist ein auch in unserem Malerbetrieb erhältlicher Wandbelag, der elektromagnetische Wellen, umgangssprachlich bekannt als Elektrosmog, ganz wie ein Schirm dauerhaft vom Wohnraum fernhält. Hier ist es absolut ausreichend, die Wand, die dem Strahlungsherd zugewandt ist, mit dem Carbon-Vliesfasergitter zu tapezieren und zu erden. Das Vlies ist aus diffusionsoffenem, PVC- und glasfaserfreiem Material gefertigt, wirkt rissüberbrückend und kann im Anschluss wie gewohnt tapeziert oder gestrichen werden. Möchten Sie Ihre Räumlichkeiten später noch einmal renovieren, so kann das Vlies kinderleicht restlos und unbeschädigt entfernt werden. Sie sehen, der Aufwand ist gering, der Nutzen dafür aber sehr groß. Hier noch einmal die Vorteile des ERFURT-EMV 80 Carbonvlies im Überblick: Dämpft dauerhaft wirksam elektromagnetische Wellen Carbongitter verstärkt Anstrichträger und Tapezieruntergrund 4485876_bild4-24.jpg phpThumb_cache_maler_pietsch.de_src4d65ff72b1cb49887f5bb577008c2713_parfbfb669ca224ed372c1bad09d9a78a2d_dat1353409922-25.jpeg phpThumb_cache_maler_pietsch.de_srce3a139b59216afbc6b861803a4f88aeb_parb1346f40795d75b4ad6d17d68a296a0b_dat1353409955-26.jpeg StoClimasan Color: Die Photokatalytische Innenfarbe Die hochwertige Innenraumfarbe StoClimasan Color bietet Ihnen nicht nur satte Farbergebnisse, sie baut zusätzlich unerwünschte Stoffe, wie beispielsweise Formaldehyd, ab. Dafür sorgt ein Katalysator in der Farbe, der unter Lichteinwirkung viele organische Schadstoffe und geruchsbildende Substanzen aus der Raumluft abbaut. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Licht natürlich ist oder künstlich erzeugt wurde. Der Prozess an sich findet an der Oberfläche der aufgetragenen Farbschicht statt, wo die unerwünschten Stoffe mittels Sauerstoff zu ungefährlichen Endprodukten (z.B. Wasser oder Kohlendioxid) umgewandelt werden. Hier die Vorteile von StoClimasan Color für Sie im Überblick: Schadstoff- und geruchsabbauende Innenfarbe mit photokatalytischer Wirkung Nassabriebklasse 2 nach EN 13300 Geeignet für Wand- und Deckenflächen sowie für geeignete Sto-Akustiksysteme Sehr gut deckend, stumpfmatt und begrenzt tönbar phpThumb_cache_maler_pietsch.de_src3bbbbba60a4ab640d5d7bf7200f38266_par1a80ba4087abbfa9c22f431c08ddf9ba_dat1353411058-27.jpeg Das Innenwandsystem KlimaTec sorgt für Wohlfühlwärme und spart Energie In Privathaushalten werden in der Regel drei Viertel des Energiegesamtbedarfs für die Heizung fällig. Leider ist es so, dass ein beachtlicher Teil der Wärme meist ungenutzt verbraucht wird und durch Wände, Fenster, Keller und Dach verloren geht. Um diesem Sachverhalt entgegenzuwirken, sollten Sie Maßnahmen der Dämmung vornehmen. So können Sie den Energieaufwand um bis zu 50 % senken. Was macht man aber, wenn eine verklinkerte Fassade oder aber der Denkmalschutz keine Dämmung zulassen? Die Lösung: KlimaTec. KlimaTec ist ein etwa 3,5 mm starkes energetisches Wandsystem des Herstellers Erfurt. Es besteht aus speziellen Textilfasern, lässt sich leicht tapezieren und entkoppelt den Raum einfach, wie auch effektiv vom Mauerwerk. So kann der Anheizaufwand für den trägen Kältespeicher gesenkt werden. KlimaTec kann auch als Ergänzung zu klassischen Wärmedämm-Verbundsystemen eingesetzt werden. Hier erzielt der Belag ein bis zu 65 % schnelleres Aufheizen der Raumluft und somit eine Reduzierung der Heizkosten um bis zu 36 %, sofern die Räume bedarfsgerächt und nur bei tatsächlicher Nutzung beheizt werden. Mit Hilfe von KlimaTec muss 80 % der Wärme nicht mehr zum Aufheizen des kalten Mauerwerks verschwendet, sondern kann für die Erwärmung des Wohnraumes genutzt werden. Möglich ist dies durch eine Erhöhung der Wandoberflächenthermik. Kaltluftabfälle, besonders an den Außenwänden, und Fußkälte sowie das Unwohlsein im Schulterbereich gehören nun der Vergangenheit an. Ein weiterer großer Pluspunkt: Das Thermovlies sorgt dafür, dass der Wärmeaustausch durch Lüftung stark beschleunigt wird – im Sommer bleibt es somit nach dem Lüften kühl, im Winter wird der Raum schneller wieder warm. Darüber hinaus können die Wände, die mit KlimaTec beschichtet wurden, weiterhin optimal atmen. Auch im Bereich der Schimmelprävention, des Schallschutz und der Überbrückung von Mauerrissen können durch den Einsatz von KlimaTec erstklassige Ergebnisse erzielt werden. Ob Sie nun Ihre Wände selbst beschichten oder die Arbeit einem Profi überlassen, KlimaTec ist Ihr energiesparender Wandbelag, der wie gewohnt mit Tapeten überklebt oder mit Farbe überstrichen werden kann. Hier noch einmal Ihre Vorteile im Überblick: WDVS unterstützend Einfache Flächensanierung auf allen fest sitzenden Untergründen, inklusive aller Raufaser-Strukture phpThumb_cache_maler_pietsch.de_src68bd3fd05010fb6a1c7df399bce54057_par2f24497e0dc129c2681d0b878b4a294a_dat1353415457-28.jpeg
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Was ist Insulin und wo wird es gebildet?
Insulin (andere Namen: Insulinum, Insulinhormon, Inselhormon) ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon (Polypeptidhormon), das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (von „Insel“). Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Funktion und Wirkung Die Regulation der Konzentration von Glucose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel dadurch, dass es mittels seiner „Schlüsselfunktion“ der Glucose aus dem Blutplasma und der Gewebsflüssigkeit den Durchtritt durch die Zellmembran in das Zellinnere ermöglicht. Vor allem die Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen Glucose aufnehmen und sie in Form von Glycogen speichern oder zur Energiegewinnung abbauen (siehe Glycolyse). Auch auf andere Zellen wirkt das Hormon, so hat es Einfluss auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Das Hormon ist wesentlicher Faktor folgender Erkrankungen: Diabetes mellitus Hyperinsulinismus Insulinom Insulinresistenz Metabolisches Syndrom Das im Blut zirkulierende Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulinrezeptoren. Insulinrezeptor Letztlich löst die Bindung dieses Hormons an seinen Rezeptor eine Reihe von Kinase-Kaskaden (Kaskade von Phosphorylierungsreaktionen) aus, die durch Signalwege beschrieben werden können. Diese Signalwege bewirken ein Sinken des Blutglucosespiegels durch Förderung der Glucose-Aufnahme (GLUT4-Translokation zur Zelloberfläche) Förderung der Glucose-Speicherung (Glycogensynthese) in der Leber und den Muskeln Dieses Signal wird durch die Aktivierung glucoseverbrauchender Wege unterstützt. Weitere unterstützende Maßnahmen bestehen in der Unterdrückung glucoseliefernder Wege, so zum Beispiel durch Abbau des second messenger cAMP über eine Phosphodiesterase. Glucoseaufnahme im Muskelgewebe Das Hormon erhöht in der Muskulatur und im Fettgewebe die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellmembran für Glucose. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Membran selbst permeabler wird, sondern dass vermehrt Carrier-Proteine für Glucose aktiviert werden. Dieses Carrier-Protein ist GLUT4, ein hochaffiner, insulinabhängiger Glucose-Transporter, welcher die Glucose durch erleichterte Diffusion (passiver Transport) in die Zelle transportiert. Folgende physikalische Eigenschaften sind für GLUT4 relevant: sättigbar, nicht aktivierbar oder inaktivierbar, also Regulation nur durch insulinabhängigen Einbau oder Ausbau. Glucoseaufnahme und Stoffwechsel im Gehirn Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf. Deshalb nehmen die insulinabhängigen Zellen bei einem erhöhten Insulinspiegel mehr Glucose auf, und für die insulinunabhängigen bleibt weniger übrig. Im Allgemeinen besteht bei Hypoglykämie die Gefahr, dass das auf Glucose angewiesene Nervensystem geschädigt wird. Insulin wird, verabreicht als Nasenspray in direktem Kontakt mit dem ZNS, zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit untersucht. Auf- und Abbau von Fettgewebe Das Hormon hemmt die Lipolyse im Fettgewebe und somit den Abbau von Fett. Ein Insulinmangel führt daher zu einer gesteigerten Lipolyse mit Bildung von Ketokörpern und einer daraus resultierenden Ketose. Förderung des Zellwachstums Eine weitere zentrale Funktion des Peptidhormons Insulin besteht in der Regulation von Zellwachstum und Proliferation durch die Aktivierung der Transkription von Genen, die für Kontrolle und Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung sind. Diese Insulinwirkung ist bei Diskursen über Insulinpräparate ein Thema. Tryptophan-Aufnahme im Gehirn Höhere Insulinspiegel haben einen leicht steigernden Einfluss auf die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn. Insulin und die Regelung des Blutzuckerspiegels Eine der wichtigsten biologischen Wirkungen des Insulins ist die rasche Beschleunigung der Glucoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und Regulierung der Zwischenspeicherung in der Leber im Rahmen der Regelung des Blutzuckerspiegels: In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2. Durch Insulin wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert, die eine Signaltransduktion in Gang setzt. Beteiligt sind dabei das Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1), die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), der second messenger Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2), die Phosphoinositid-abhängige Kinase-1 (PDK1) und schließlich die Proteinkinase B (PKB) (siehe Bild, A). PKB phosphoryliert die Glycogensynthase-Kinase 3, GSK3, die dadurch inaktiviert wird. GSK3 ist eine Kinase, die die Glycogensynthase phosphoryliert und damit inaktiviert (GYS b). GSK3 steht in Konkurrenz zu einer Phosphatase, der Protein-Phosphatase 1 (PP1). Dadurch, dass GSK3 nicht mehr wirken kann, liegt daher immer mehr Glycogensynthase in seiner dephosphorylierten Form vor (GYS a, siehe unteres Bild, B). Außerdem aktiviert die PKB eine Phosphodiesterase, PDE, die cAMP zu AMP hydrolysiert. Infolgedessen erlischt zusätzlich der Signalweg für die Proteinkinase A, die für den Abbau von Glycogen sorgt. In der Leber, dem Fettgewebe und der Muskulatur wird unter Insulineinfluss die Triglyceridsynthese stimuliert. Substrate dafür sind neben den Kohlenhydraten mit der Nahrung aufgenommene Lipide. In den drei genannten Geweben werden Aminosäuren verstärkt aufgenommen und für die Proteinsynthese verwendet. Die metabolischen und mitogenen Effekte von Insulin werden über die Bindung an dessen Rezeptor auf der Zelloberfläche der Zielgewebe Leber, Muskel und Fett initiiert. Insulin induziert weiterhin die Glycogensynthese und -speicherung in Leber und Muskel, die Triglyceridsynthese in Leber und Fettgewebe sowie die Speicherung von Aminosäuren im Muskel. Gleichzeitig hemmt Insulin die hepatische Gluconeogenese und zählt daher insgesamt zu den wichtigsten Regulatoren des Glucosemetabolismus. Gegenspieler Fällt der Blutzuckerspiegel im Körper unter einen Wert von 80 mg/dl ab, wird die Insulinproduktion bereits stark reduziert. Sinkt der Blutzucker weiter ab, treten verschiedene Gegenspieler des Insulins auf: Adrenalin Glucagon Kortisol Somatostatin Die Spiegel dieser gegenregulierenden Hormone steigen bereits deutlich an, wenn der Blutzucker unter 60 mg/dl absinkt. Beim Typ 1-Diabetes ist oft auch der Gegenregulationmechanismus gestört, was zu zusätzlichen Problemen mit Hypoglykämien führt. Somatostatin hat einen hemmenden Einfluss auf die Sekretion von Insulin und Glucagon, da er als allgemeiner Hemmer im Körper fungiert. Wirkung auf den Kaliumspiegel Insulin senkt den Kaliumspiegel im Blut, indem es dafür sorgt, dass Kalium in das Zellinnere von Hepatozyten und Skelettmuskelzellen verlagert wird, also von extrazellulär nach intrazellulär. Dies erfolgt durch Aktivierung der Natrium-Kalium-ATPase durch Insulin. Insulinpräparate werden daher gemeinsam mit Glucose (zur Vermeidung einer Hypoglykämie) zur Behandlung einer Hyperkaliämie verwendet. Vorkommen Insulinsequenzen von mehr als 100 verschiedenen Spezies sind bekannt. Die Proteinsequenzen der jeweiligen Insuline sind sich ähnlich – sie zeigen Sequenzhomologie – sind aber nicht identisch. Über die Unterschiede im chemischen Aufbau von Humaninsulin gegenüber den Insulinen einiger Säugetiere sowie Informationen zu künstlich hergestelltem Insulin siehe Insulinpräparat. Insulin und Evolution: Genotypen, die in Jäger- und Sammlergesellschaften einen raschen Abbau von Energiereserven bei Nahrungsmangel verhinderten, prädisponieren beim heutigen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot zu Adipositas und Typ-2-Diabetes. Inwieweit Gene den Glucosestoffwechsel und die damit verbundene Wirkung von Insulin beeinflussen, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Die Homologe des Insulins in Insekten sind die Drosophila Insulin-like Peptides. Bildung, Speicherung, Freisetzung und Regulierung Biosynthese Die Synthese des Hormons erfolgt in den β-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die genetische Information wird von nur einem Genlocus im kurzen Arm des Chromosom 11 codiert. Das Gen besteht aus ungefähr 300 Nukleotiden. Die mRNA wird zunächst an Ribosomen, die sich auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum (ER) befinden, in das Präproinsulin translatiert, das aus 110 Aminosäuren besteht. Die weitere Prozessierung erfolgt in zwei Schritten, nach der Faltung des Moleküls durch Bildung von Disulfidbrücken entsteht durch Abspaltung von Signalpeptid und C-Peptid das Insulinmolekül. Speicherung Die Insulinmoleküle werden in den Vesikeln des Golgi-Apparats, der an der Zellmembran der β-Zelle liegt, durch Zink-Ionen zu Hexameren gebunden und so stabilisiert gespeichert (Zink-Insulin-Komplex). Die hohe Bindungsfreudigkeit von Insulinmolekülen an Zink hat mehrere wichtige Auswirkungen. Insulin ist in der Form von Hexameren und nach dem Zerfall in Dimere noch nicht wirksam, sondern nur als Einzelmolekül. Diese Eigenschaft spielt bei den Insulinpräparaten eine wichtige Rolle. Bei schnellwirkenden Insulinpräparaten ist der zu langsame Zerfall der Molekülverbände unerwünscht und es wird nach Möglichkeiten gesucht den Zerfall zu beschleunigen. Bei langwirkenden Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Verlängerung der Wirkdauer durch hohe Zinkkonzentrationen gezielt verstärkt. Bei der Entwicklung von oralen Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Kopplung von Insulin an Transportmoleküle genutzt. Ausschüttung Die Ausschüttung von Insulin ins Blut erfolgt durch Exozytose. Die Insulinausschüttung erfolgt oszillierend. Alle drei bis sechs Minuten wird Insulin in die Blutbahn abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme ist bei Stoffwechselgesunden ein biphasischer Verlauf der Insulinsekretion feststellbar: Der erste „Insulinpeak“ hat seine Spitze nach drei bis fünf Minuten und dauert zehn Minuten. Danach schließt sich eine zweite Phase an, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Die erste Phase besteht aus den gespeicherten Insulinmolekülen, die zweite Phase vor allem aus neu gebildetem Insulin. Das C-Peptid wird erst bei Anstieg des Blutzuckerspiegels aus dem Proinsulin durch Peptidasen herausgeschnitten und gemeinsam mit dem aktiven Insulin und Zink ausgeschüttet. Durch den Nachweis von C-Peptid im Serum kann die endogene Insulinproduktion gemessen werden. So kann bei Diabetikern eine Aussage darüber getroffen werden, wie viel Insulin noch vom Körper selbst hergestellt wird, da das synthetische Produkt keine C-Sequenz enthält. Regulierung Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin, im Zusammenwirken mit Glucagon den Blutglucosespiegel ständig zwischen bestimmten Werten zu halten. Gerät der Blutzuckerspiegel unter einen gewissen Wert droht das hypoglykämische Koma und der Tod, gerät er darüber, drohen Schäden an Gefäßen, Nierenkörperchen und anderen Geweben. Zusammen mit Leptin scheint Insulin aber auch maßgeblichen Anteil an der Energiehomöostase zu haben. Dabei wirkt aber nicht nur Leptin auf Insulin ein, sondern das Insulin wirkt selbst ebenfalls auf das Leptin ein, genauer auf die Aufnahme von Leptin im Gehirn. Aufgrund der lebenswichtigen Funktion muss die biochemische Implementierung des Regelkreises robust sein. Da Zellen nicht „denken“ können, kann es nur so sein, dass Einzelzellen wie ein Zustandsautomat funktionieren bzw. dass wenige Zellen dermaßen zusammenwirken, dass ein Reiz sinnvoll verrechnet wird. Der Hauptreiz zur Ausschüttung von Insulin aus der β-Zelle ist der Blutzuckerspiegel (ab 5 mmol Glucose/l Blut), und dieser wird direkt von der β-Zelle „gemessen“. Biochemisch umgesetzt wird das mit Hilfe von ATP-gesteuerten Kaliumkanälen etc., siehe #Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus. Die Hormone Gastrin, Sekretin, GIP und GLP-1 modifizieren den grundlegenden Glucose-Insulin-Regelkreis, indem sie auf die β-Zelle wirken. Siehe Inkretin-Effekt. GIP wird von K-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Duodenums befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht die Insulinausschüttung der β-Zellen. Das GIP wirkt also auf die β-Zellen zu einem Zeitpunkt ein, wo die Glucose aus der Nahrung noch nicht ins Blut gelangt ist. GLP-1 wird von L-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Ileum und des Caecum befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht ebenfalls die Insulinausschüttung der β-Zellen. Der Großteil der Nährstoffe wird bereits im Jejunum extrahiert und ins Blut bzw. in die Lymphe abgegeben. Im Caecum findet keinerlei Absorption von Nährstoffen, sondern hauptsächlich eine Fermentation statt. Zusätzlich sind β-Zellen sowohl vom parasympathischen als auch sympathische Nervensystem innerviert: Das parasympathische NS wird bei Leptin-Insuffizienz (oder auch bei Leptin-Resistenz) aktiviert und wirkt allgemein trophotropisch, d. h., es bewirkt die Speicherung von Energie. Es erhöht also die Insulinabgabe. Zumindest bei Mäusen wirkt es außerdem gleichzeitig auf Adipozyten ein und erhöht ihre Empfindlichkeit für Insulin, während die Empfindlichkeit der Leber- und Muskelzellen nicht beeinflusst wird. Glucose wird in Leber- und Muskelzellen zu Glycogen verbaut und derart gespeichert, in den Adipozyten erfolgt De-novo-Lipogenese und Speicherung von TGs. Das sympathische NS wird bei Leptin-Suffizienz aktiviert und wirkt allgemein ergotropisch, d. h., es bewirkt die Erhöhung des Energieverbrauchs. Es senkt die Insulinabgabe. Die Senkung der Insulinabgabe scheint einem erhöhten Energieverbrauch entgegenzuwirken, denn die Muskelzellen können sehr viel mehr Glucose aus dem Blut aufnehmen, wenn sie möglichst viele GLUT-4 Transporter auf der Oberfläche aufweisen. Sie müssen also auf die bereits gespeicherte Energie in Form von Glycogen und Fettsäuren zurückgreifen. Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus Das Eindringen eines Glucose-Moleküls in die β-Zelle setzt eine Wirkungskette in Gang. Nachdem die Glucose durch den GLUT1-Transporter in die Zelle gelangt ist, wird sie durch Glycolyse verstoffwechselt. Das dabei entstehende ATP hemmt den Ausstrom von Kalium-Ionen (ATP-sensitive Kaliumkanäle). So kommt es durch den stark verminderten Kaliumausstrom zur Depolarisation, weil die Stabilität des Membranpotentials nicht weiter durch Kaliumausstrom erhalten wird. Das depolarisierte Membranpotential bewirkt eine Öffnung spannungsabhängiger Calcium-Kanäle. Der Einstrom der Calciumionen ist der entscheidende Reiz für die Verschmelzung der insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran. Die gespeicherten Insulinmoleküle werden durch Verschmelzen der Membranen (Exozytose) aus den β-Zellen in den Extrazellularraum und weiter in den Blutkreislauf freigesetzt. Dabei werden die Speicher-Hexamere aufgetrennt. Der Insulinspiegel im Blut steigt an. Halbwertszeit und Abbau Die biologische Halbwertszeit einzelner Insulinmoleküle im Blutkreislauf liegt bei circa fünf Minuten. Das Insulin wird über manche Insulinrezeptoren in die Zellen aufgenommen, dort abgebaut und somit verbraucht. In der Leber und in der Niere wird Insulin durch Insulinase inaktiviert, die Insulinase oder genauer Glutathion-Insulin-Transhydrogenase spaltet die Disulfidbrücken zwischen der A- und der B-Kette auf, wodurch das Insulin in zwei Teile zerfällt und wirkungslos wird. Die Abbauprodukte werden durch die Niere ausgeschieden, ebenso 1,5 % des noch intakten Insulins. Die kurze Zeitspanne der Aktivität des Insulins zeigt, dass die physiologische Steuerung des Zuckerstoffwechsels im gesunden Körper sehr schnell funktioniert; diese Geschwindigkeit kann bei der Behandlung des Diabetes mellitus praktisch nicht erreicht werden. Insulin als Arzneistoff In der Insulintherapie werden verschiedene Insulinpräparate verwendet. Die häufigste und älteste Verabreichungsart ist die subkutane Injektion. Für diesen Zweck steht eine Reihe von kurz-, mittel- und langwirkenden Humaninsulinen und Insulinanaloga zur Verfügung. Werden diese zur Therapie kombiniert, so ist auf die unterschiedliche Halbwertzeit besonders zu achten. sehr schnell und kurz wirkend: Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin aspart kurz wirkend: Normalinsulin (= gelöstes Humaninsulin) intermediär wirkend: NPH-Insulin, biphasisches Insulin lispro, biphasisches Insulin aspart lang wirkend: Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec Peroral ist Insulin unwirksam, da die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. Untersucht wird, inwieweit sich Insuline in Nanopartikel verkapseln lassen, um auf diesem Wege „unverdaut“ in den Blutkreislauf eingeschleust werden zu können. Jüngere Entwicklungen wie Präparate zur Inhalation, die das Insulin über die Atemwege zuführen, haben sich auf dem Markt bisher nicht behaupten können. In der Vergangenheit wurde Insulin im Rahmen der Insulinschocktherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten eingesetzt. Diese Methode der Behandlung wurde zum Beispiel im biografischen Film A Beautiful Mind an John Nash gezeigt. Dieses Verfahren wird nicht mehr praktiziert. Missbrauch von Insulin Insulin steht auf der Liste der verbotenen Doping-Substanzen, da es zu mehreren Zwecken missbraucht werden kann. Da Insulin der durch Somatropin verringerten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen entgegenwirkt, wird es oft zur Kompensation dessen unerwünschter Nebenwirkung verwendet (siehe Anabolikum). Andere Anwendungen sind die Förderung der Füllung der Glycogenspeicher bei Ausdauersportlern und die Unterstützung des Aufbaus von Muskelmasse. Die missbräuchliche Selbstverabreichung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel übermäßig abzusenken, führt zum Krankheitsbild der Hypoglycaemia factitia. Im März 2008 wurde der Krankenpfleger Colin Norris in Newcastle zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er vier seiner Patientinnen durch Injektion zu hoher Insulindosen ermordet hatte. Zeittafel zur Forschungsgeschichte Weblinks Einzelnachweise Peptidhormon Diabetologie Arzneistoff Codiert auf Chromosom 11 (Mensch) Wikipedia:Artikel mit Video
Diazepam-ratiopharm� 2 (Tabletten) Diazepam-ratiopharm� 5 (Tabletten) Diazepam-ratiopharm� 10 (Tabletten) Diazepam-ratiopharm� Tropfen Diazepam-ratiopharm� 5 Z�pfchen Diazepam-ratiopharm� 10 Z�pfchen Diazepam-ratiopharm� 2: 1 Tablette enth�lt 2 mg Diazepam; Lactose, Maisst�rke, Cellulosepulver, Copovidon, Talkum, Siliciumdioxid, Magnesiumstearat. Diazepam-ratiopharm� 5: 1 Tablette enth�lt 5 mg Diazepam; Lactose, Maisst�rke, Cellulosepulver, Copovidon, Talkum, Siliciumdioxid, Magnesiumstearat. Diazepam-ratiopharm� 10: 1 Tablette enth�lt 10 mg Diazepam; Lactose, Maisst�rke, Cellulosepulver, Copovidon, Talkum, Siliciumdioxid, Magnesiumstearat. Diazepam-ratiopharm� Tropfen: 1 ml (entspr. 20 Tropfen) L�sung enth�lt 10 mg Diazepam; Propylenglycol, Macrogol, gereinigtes Wasser. Diazepam-ratiopharm� 5 Z�pfchen: 1 Z�pfchen enth�lt 5 mg Diazepam; Cellulosepulver, hochdisperses Siliciumdioxid, Hartfett. Diazepam-ratiopharm� 10 Z�pfchen: 1 Z�pfchen enth�lt 10 mg Diazepam; Cellulosepulver, hochdisperses Siliciumdioxid, mittelkettige Triglyzeride, Hartfett. Anwendungsgebiete: zur symptomatischen Behandlung von akuten und chronischen Spannungs-, Erregungs- und Angstzust�nden Der Einsatz dieser Arzneimittel als Schlafmittel ist nur dann gerechtfertigt, wenn gleichzeitig die Diazepam-Wirkungen am Tage erw�nscht sind. Hinweis: Nicht alle Spannungs-, Erregungs- und Angstzust�nde oder Schlafst�rungen bed�rfen einer medikament�sen Therapie. Oftmals sind sie Ausdruck k�rperlicher oder seelischer Erkrankungen und k�nnen durch andere Ma�nahmen oder durch eine Therapie der Grundkrankheit beeinflusst werden. zur Behandlung von Zust�nden mit erh�htem Muskeltonus Diazepam-ratiopharm� 5/10 zus�tzlich zur Pr�medikation vor chirurgischen oder diagnostischen Eingriffen/postoperative Medikation Diazepam-ratiopharm� Tropfen, Diazepam-ratiopharm� 5/10 Z�pfchen zus�tzlich zur Pr�medikation vor chirurgischen oder diagnostischen Eingriffen Gegenanzeigen: Diese Arzneimittel d�rfen nicht angewendet werden bei bekannter �berempfindlichkeit gegen Diazepam oder andere Benzodiazepine sowie gegen einen der sonstigen Bestandteile Abh�ngigkeitsanamnese schwerer Form der Myasthenia gravis Diese Arzneimittel d�rfen nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden bei akuter Vergiftung mit Alkohol, Schlaf- oder Schmerzmitteln sowie Psychopharmaka (Neuroleptika, Antidepressiva und Lithium) zerebellaren und spinalen Ataxien akutem gr�nem Star (Engwinkelglaukom) schweren Lebersch�den (z. B. cholestatischer Ikterus) Schlafapnoe-Syndromen Neugeborene und S�uglinge bis zum Alter von 6 Monaten sind von der Behandlung mit Diazepam auszuschlie�en. Vorsichtsma�nahmen bei Risikogruppen: Eine Therapie von Kindern und Jugendlichen mit Diazepam sollte nur bei zwingender Indikation erfolgen. Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit: In der Schwangerschaft sollte Diazepam nur in Ausnahmef�llen bei zwingender Indikation [nicht in hohen Dosen oder �ber einen l�ngeren Zeitraum] angewendet werden. Diazepam sollte nicht w�hrend der Stillzeit angewendet werden, da es in die Muttermilch �bertritt. Bei zwingender Indikation sollte abgestillt werden. Mit folgenden Nebenwirkungen ist h�ufig zu rechnen: Unerw�nscht starke Tagessedierung sowie M�digkeit (Schl�frigkeit, Mattigkeit, Benommenheit, verl�ngerte Reaktionszeit), Schwindelgef�hl, Kopfschmerzen, Ataxie, Verwirrtheit, anterograde Amnesie. Am Morgen nach der abendlichen Einnahme k�nnen �berhangseffekte (Konzentrationsst�rung und Restm�digkeit) die Reaktionsf�higkeit beeintr�chtigen. Wegen der muskelrelaxierenden Wirkung von Diazepam ist insbesondere bei �lteren Patienten Vorsicht (Sturzgefahr) geboten. Selten kommt es zu Magen-Darm-St�rungen (�belkeit, Erbrechen, Oberbauchbeschwerden, Verstopfung, Durchfall), Gelbsucht, Harnverhaltung, Glottisspasmen, Brustschmerzen, Blutdruckabfall, Bradykardie, Niedergeschlagenheit (Depression), Abnahme des geschlechtlichen Bed�rfnisses und bei Frauen St�rungen der Regelblutung, Appetitzunahme, Mundtrockenheit, allergische Hautver�nderungen (wie z. B. Juckreiz, Hautr�tung, Hautausschlag) sowie Atemdepression. Die atemdepressive Wirkung kann bei Atemwegsobstruktion und bei Patienten mit Hirnsch�digungen verst�rkt in Erscheinung treten. Dies ist besonders bei gleichzeitiger Kombination mit anderen zentral wirksamen Substanzen zu beachten. Bei Patienten mit vorbestehender depressiver Erkrankung kann die Symptomatik verst�rkt werden. Nebenwirkungen bilden sich im allgemeinen nach Dosisreduzierung zur�ck und lassen sich in der Regel durch sorgf�ltige individuelle Einstellung der Tagesdosen vermeiden. In hoher Dosierung und bei l�ngerer Anwendung von Diazepam k�nnen reversible St�rungen, wie verlangsamtes oder undeutliches Sprechen (Artikulationsst�rung), Sehst�rungen (Diplopie, Nystagmus) Bewegungs- und Gangunsicherheit, auftreten. Beim Auftreten von Halluzinationen sowie ,,paradoxer�� Reaktionen, wie z. B. akute Erregungszust�nde, Angst, Suizidalit�t, Schlaflosigkeit, Wutanf�lle, vermehrte Muskelspasmen, sollte die Behandlung mit Diazepam beendet werden. Bei l�ngerer oder wiederholter Anwendung von Diazepam kann es zur Toleranzentwicklung kommen. Durch pl�tzliches Absetzen des Arzneimittels nach l�ngerer t�glicher Anwendung k�nnen nach etwa 2 � 4 Tagen Schlafst�rungen und vermehrtes Tr�umen auftreten. Angst-, Spannungszust�nde sowie Erregung und innere Unruhe k�nnen sich verst�rkt wieder einstellen. Die Symptomatik kann sich in Zittern, Schwitzen �u�ern und sich bis zu bedrohlichen k�rperlichen (wie z. B. Krampfanf�lle) und seelischen Reaktionen wie symptomatische Psychosen (z. B. Entzugsdelir) steigern. Daher ist die Behandlung ausschleichend zu beenden. Diazepam besitzt ein prim�res Abh�ngigkeitspotential. Bereits bei t�glicher Anwendung �ber wenige Wochen ist die Gefahr einer Abh�ngigkeitsentwicklung gegeben. Dies gilt nicht nur f�r den missbr�uchlichen Gebrauch besonders hoher Dosen, sondern auch f�r den therapeutischen Dosisbereich. Hinweis: Diese Arzneimittel k�nnen auch bei bestimmungsgem��em Gebrauch das Reaktionsverm�gen so weit ver�ndern, dass die F�higkeit zur aktiven Teilnahme am Stra�enverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeintr�chtigt wird. Dies gilt in verst�rktem Ma�e im Zusammenwirken mit Alkohol. Daher sollten das F�hren von Fahrzeugen, die Bedienung von Maschinen oder sonstige gefahrvolle T�tigkeiten ganz, zumindest jedoch w�hrend der ersten Tage der Behandlung unterbleiben. Die Entscheidung trifft in jedem Einzelfall der behandelnde Arzt unter Ber�cksichtigung der individuellen Reaktion und der jeweiligen Dosierung. Wechselwirkungen mit anderen Mitteln: Bei gleichzeitiger Anwendung anderer zentral wirksamer Medikamente (z. B. Psychopharmaka, Schlafmittel, teils auch Schmerzmittel, An�sthetika oder auch Antihistaminika) kann es zu gegenseitiger Verst�rkung der Wirkungen kommen. Dies gilt insbesondere auch f�r gleichzeitigen Alkoholgenus, durch den die Wirkungen von Diazepam in nicht voraussehbarer Weise ver�ndert und verst�rkt werden k�nnen. Die Wirkung von Muskelrelaxanzien kann verst�rkt werden. Bei gleichzeitiger Einnahme von Cimetidin, Disulfiram oder Omeprazol kann die Wirkung von Diazepam verst�rkt und verl�ngert werden. Bei Rauchern kann die Ausscheidung von Diazepam beschleunigt werden. Theophyllin hebt in niedriger Dosierung die durch Diazepam bewirkte Beruhigung auf. Diazepam kann die Wirkung von Levodopa hemmen. In seltenen F�llen kann durch Diazepam der Metabolismus von Phenytoin gehemmt und dessen Wirkung verst�rkt werden. Phenobarbital und Phenytoin k�nnen den Metabolismus von Diazepam beschleunigen. Aufgrund der langsamen Elimination von Diazepam muss auch nach Beenden der Behandlung mit Diazepam noch mit m�glichen Wechselwirkungen gerechnet werden. Bei Patienten, die unter Dauerbehandlung mit anderen Arzneimitteln stehen, wie z. B. zentral wirksamen Antihypertonika, �-Blockern, Antikoagulantien, herzwirksamen Glykosiden, sind Art und Umfang von Wechselwirkungen nicht sicher vorhersehbar. Der behandelnde Arzt sollte vor der Gabe von Diazepam abkl�ren, ob entsprechende Dauerbehandlungen bestehen. Daher ist bei gleichzeitiger Anwendung des Pr�parates, insbesondere zu Beginn der Behandlung, besondere Vorsicht geboten. Dosierung: Die Dosierung richtet sich nach der individuellen Reaktionslage, Alter und Gewicht des Patienten sowie Art und Schwere der Krankheit. Hierbei gilt der Grundsatz, die Dosis so gering und die Therapiedauer so kurz wie m�glich zu halten. Ambulante Therapie behandlungsbed�rftiger Spannungs-, Erregungs- und Angstzust�nde: Diazepam-ratiopharm� 2/5/10, Diazepam-ratiopharm� 5/10 Z�pfchen: Im allgemeinen sollte die Behandlung mit 4 � 5 mg Diazepam pro Tag in 1 � 2 Einzelgaben (z. B. morgens und/oder abends) begonnen werden. K�nnen bei dieser Dosierung die gew�nschten Wirkungen nicht erzielt werden, so kann die Dosis auf bis zu 10 mg Diazepam pro Tag, verteilt auf 1 � 2 (evtl. mehrere) Einzelgaben, gesteigert werden. Der Schwerpunkt der Behandlung ist auf den Abend zu legen. H�here Dosierungen sind nur in seltenen F�llen notwendig (z. B. psychiatrische und neurologische Erkrankungen) und sollten in der Regel nur station�r verabreicht werden. Diazepam-ratiopharm� Tropfen: In der Regel sollte die Behandlung mit 6 Tropfen Diazepam-ratiopharm� Tropfen (entsprechend 3 mg Diazepam) pro Tag, in 1 � 2 Gaben (z. B. morgens und/oder abends), begonnen werden. K�nnen bei dieser Dosierung die gew�nschten Wirkungen nicht erzielt werden, so kann die Dosis schrittweise um 3 Tropfen auf maximal 20 Tropfen Diazepam-ratiopharm� Tropfen (entsprechend 10 mg Diazepam) pro Tag, verteilt auf bis zu 4 � 5 Gaben, gesteigert werden. Der Schwerpunkt der Behandlung ist auf den Abend zu verlegen. H�here Dosierungen sind nur in seltenen F�llen notwendig (z. B. psychiatrische und neurologische Erkrankungen) und sollten in der Regel nur station�r verabreicht werden. Station�re Therapie behandlungsbed�rftiger Spannungs-, Erregungs- und Angstzust�nde: Bei schweren Spannungs-, Erregungs-, Angst- und Unruhezust�nden kann die Dosis schrittweise auf 30 � 60 mg Diazepam pro Tag, verteilt auf mehrere (3 � 6) Einzelgaben, gesteigert werden. Behandlung von Zust�nden mit erh�htem Muskeltonus: Zur Anfangsbehandlung erhalten Erwachsene 10 � 20 mg Diazepam pro Tag, verteilt auf 2 � 4 Einzelgaben. Zur Fortsetzung der Therapie 5 � 10 mg Diazepam pro Tag als Gesamtdosis, verteilt auf 1 � 2 Einzelgaben. Pr�medikation vor diagnostischen oder chirurgischen Eingriffen in An�sthesiologie und Chirurgie sowie postoperative Medikation: Am Vorabend der Operation: Erwachsene erhalten 10 � 20 mg Diazepam. Nach der Operation: Erwachsene erhalten 5 � 10 mg Diazepam; ggf. ist Wiederholung m�glich. Besondere Dosierungshinweise f�r alle Darreichungsformen: �ltere oder geschw�chte Patienten sowie Patienten mit hirnorganischen Ver�nderungen, Kreislauf- und Ateminsuffizienz, Patienten mit eingeschr�nkter Leber- oder Nierenfunktion erhalten in der Regel die H�lfte der oben angegebenen Tagesdosierungen. Eventuell notwendige Steigerungen sollten immer schrittweise erfolgen. Dies gilt auch f�r Patienten, die gleichzeitig andere zentral wirksame Medikamente erhalten. F�r Kinder und Jugendliche wird die Dosis vom Arzt individuell bestimmt. Art der Anwendung: Die Tabletten sind teilbar und werden tags�ber, unabh�ngig von den Mahlzeiten, unzerkaut mit ausreichend Fl�ssigkeit eingenommen. Die Tropfen sollten unverd�nnt (da es zusammen mit Fl�ssigkeiten zur Ausf�llung des Wirkstoffs kommen kann) vor oder einige Zeit nach den Mahlzeiten eingenommen werden. Hinweis: Abends sollte die Einnahme ca. 1/2 Stunde vor dem Schlafengehen und nicht auf vollen Magen erfolgen, da sonst mit verz�gertem Wirkungseintritt und, abh�ngig von der Schlafdauer, mit verst�rkten Nebenwirkungen am n�chsten Morgen gerechnet werden muss. Z�pfchen tief in den After einf�hren. Ambulante Therapie behandlungsbed�rftiger Spannungs-, Erregungs- und Angstzust�nde: Bei akuten Krankheitsbildern ist die Anwendung von Diazepam auf Einzelgaben oder wenige Tage zu beschr�nken. Bei chronischen Krankheitsbildern richtet sich die Dauer der Anwendung nach dem Verlauf. Nach zweiw�chiger t�glicher Anwendung sollte vom Arzt durch eine schrittweise Verringerung der Dosis gekl�rt werden, ob eine Behandlung mit Diazepam weiterhin angezeigt ist. Jedoch sollte die Behandlungsdauer 4 Wochen nicht �berschreiten. Vorbereitung von diagnostischen oder chirurgischen Eingriffen sowie zur Behandlung von Zust�nden mit erh�htem Muskeltonus: Diazepam wird hier im allgemeinen kurzfristiger angewendet. Hinweise: Bei l�ngerer Anwendungsdauer (l�nger als 1 Woche) sollte beim Absetzen von Diazepam die Dosis schrittweise reduziert werden. Hierbei ist das vor�bergehende Auftreten m�glicher Absetzph�nomene zu ber�cksichtigen. Bei einer Langzeittherapie werden Kontrollen des Blutbildes und der Leberfunktion empfohlen. Notfallma�nahmen, Symptome und Gegenmittel: Bei jeder Beurteilung einer Intoxikation sollte an das Vorliegen einer Mehrfachintoxikation durch m�gliche Einnahme mehrerer Arzneimittel, beispielsweise in suizidaler Absicht, einbezogen werden. Die Symptome einer �berdosierung treten verst�rkt unter dem Einfluss von Alkohol und anderen zentral d�mpfenden Mitteln auf. Symptome einer �berdosierung: Symptome leichter �berdosierung k�nnen z. B. Verwirrtheit, Somnolenz, Ataxie, Dysarthrie, Hypotonie, Muskelschw�che sein. In F�llen hochgradiger Intoxikation kann es zu einer zentralen Depression der Herz-Kreislauf- und Atemfunktionen (Zyanose, Bewusstlosigkeit bis hin zum Atemstillstand, Herzstillstand) kommen (Intensiv�berwachung!). In der Abklingphase k�nnen hochgradige Erregungszust�nde vorkommen. Therapiema�nahmen bei �berdosierung: Orale Darreichungsformen: Im Fr�hstadium einer Vergiftung sind Magensp�lungen und/oder Erbrechen indiziert sowie andere resorptionsvermindernde Ma�nahmen (Aktivkohle). Alle Darreichungsformen: Neben der Kontrolle von Atmung, Pulsfrequenz, Blutdruck und K�rpertemperatur sind im allgemeinen i.v.-Fl�ssigkeitsersatz sowie unterst�tzende Ma�nahmen und Bereitstellung von Notfallma�nahmen f�r evtl. eintretende Atemwegsobstruktionen indiziert. Bei Hypotonie k�nnen Sympathomimetika verabreicht werden. Bei Ateminsuffizienz, die auch durch periphere Muskelrelaxierung bedingt sein kann, assistierte Beatmung. Morphinantagonisten sind kontraindiziert. Diazepam ist dialysabel. H�modialyse oder Peritonealdialyse wurden bislang in der Literatur nicht beschrieben. Es ist anzunehmen, dass forcierte Diurese und Dialysema�nahmen aufgrund der hohen Eiwei�bindung wenig wirksam sind. Hinweis: Flumazenil ist f�r die Aufhebung der zentral d�mpfenden Wirkung von Benzodiazepinen angezeigt. Es wird daher bei folgenden Indikationen verwendet: Beendigung der durch Benzodiazepine eingeleiteten und aufrechterhaltenen Narkose bei station�ren Patienten Aufhebung der durch Benzodiazepine herbeigef�hrten Sedation im Rahmen therapeutischer Ma�nahmen bei station�ren Patienten Pharmakologische Eigenschaften: Diazepam ist eine psychotrope Substanz aus der Klasse der 1,4-Benzodiazepine mit ausgepr�gten spannungs-, erregungs- und angstd�mpfenden Eigenschaften sowie sedierenden und hypnotischen Effekten. Dar�ber hinaus zeigt Diazepam in h�heren Dosen den Muskeltonus d�mpfende und antikonvulsive Wirkungen. Diazepam bindet an spezifische Rezeptoren im Zentralnervensystem sowie in einzelnen peripheren Organen. Die Benzodiazepinrezeptoren im Zentralnervensystem stehen in enger funktioneller Verbindung mit den Rezeptoren des GABA-ergen Transmittersystems. Nach Bindung an den Benzodiazepinrezeptor verst�rkt Diazepam die hemmende Wirkung der GABA-ergen-�bertragung. Chronische Toxizit�t: Untersuchungen an verschiedenen Tierspezies ergaben keine Hinweise auf substanzbedingte Ver�nderungen. Reproduktionstoxizit�t: Diazepam und sein Hauptmetabolit N-Desmethyldiazepam passieren die Plazenta. Diazepam akkumuliert im fetalen Kompartiment und kann im Blut des Neugeborenen das Dreifache der maternalen Serumkonzentration erreichen. Das Missbildungsrisiko bei Einnahme therapeutischer Dosen von Benzodiazepinen scheint gering zu sein, obwohl einige epidemiologische Studien Anhaltspunkte f�r ein erh�htes Risiko f�r Gaumenspalten ergaben. Fallberichte �ber Fehlbildungen und geistige Retardierung der pr�natal exponierten Kinder nach �berdosierungen und Vergiftungen liegen vor. Ergebnisse tierexperimenteller Studien: Bei der Maus kam es nach pr�nataler Diazepam-Exposition zu Ausbildung von Gaumenspalten. Beim Hamster zeigten sich nach sehr hohen pr�natalen Diazepam-Gaben au�er Gaumenspalten auch Exenzephalien und Extremit�tenmissbildungen. Bei Ratten und Primaten war Diazepam nicht teratogen. Tierexperimentelle Studien haben Hinweise auf Verhaltensst�rungen der Nachkommen langzeitexponierter Muttertiere ergeben. Bei M�usen zeigten sich nach 1 � 6w�chiger Behandlung mit Diazepam Anomalien der Spermienk�pfe. Pharmakokinetik: Die pharmakokinetischen Parameter von Diazepam zeigen eine gro�e interindividuelle Variabilit�t. Resorption, maximale Plasmakonzentration: Nach oraler Applikation von Tabletten wird Diazepam rasch und nahezu vollst�ndig resorbiert. Maximale Plasmakonzentrationen werden etwa 1 Stunde nach der Applikation erreicht. Bei regelm��iger t�glicher Einnahme wird ein Steady state f�r Diazepam und den wirksamen Metaboliten des N-Desmethyldiazepam altersabh�ngig innerhalb von 5 � 15 Tagen erreicht. Die Serumkonzentrationen k�nnen nach t�glicher Gabe von 10 mg Diazepam zwischen 90 � 225 ng/ml betragen. Nach rektaler Applikation ist die Resorption von Diazepam unvollst�ndig. Maximale Plasmakonzentrationen werden bei Diazepam-haltigen Z�pfchen bei erheblichen interindividuellen Schwankungen nach 2 � 5 Stunden erreicht. Proteinbindung, Verteilungsvolumen: Die Plasmaproteinbindung von Diazepam betr�gt zwischen 95 � 99 %, bei Nieren- und Leberkranken sind niedrigere Werte vorhanden. Das Verteilungsvolumen betr�gt altersabh�ngig zwischen 0,95 � 2 l/kg KG. Metabolisierung, Elimination: Der Abbau von Diazepam erfolgt haupts�chlich in der Leber zu den ebenfalls pharmakologisch aktiven Metaboliten N-Desmethyldiazepam (Nordazepam), Temazepam und Oxazepam, die im Harn als Glukuronide erscheinen. Nur 20 % der Metabolite treten in den ersten 72 h im Harn auf. Die aktiven Metabolite besitzen folgende Plasmahalbwertszeiten: N-Desmethyldiazepam 30 � 100 h, Temazepam 10 � 20 h, Oxazepam 5 � 15 h, Bei wiederholter Dosierung von Diazepam �berwiegt der Anteil von N-Desmethyldiazepam bei gro�en interindividuellen Unterschieden. Dieser Hauptmetabolit besitzt eine l�ngere terminale Halbwertszeit als die Muttersubstanz. Bei chronischer Medikation von Diazepam wird die Elimination zus�tzlich durch Kumulation verl�ngert und es treten therapeutisch relevante Serumkonzentrationen des Hauptmetaboliten auf. Aus dem Blutplasma wird Diazepam und sein Hauptmetabolit nur sehr langsam eliminiert. Die 1. Eliminationsphase hat eine Halbwertszeit von 1 h; f�r die 2. Eliminationsphase ergeben sich [in Abh�ngigkeit von Alter sowie der Leberfunktion] Werte von 20 � 100 h. Die Ausscheidung erfolgt �berwiegend renal, teilweise auch bili�r. Sie ist ebenfalls vom Alter sowie der Leber- und Nierenfunktion abh�ngig. Diazepam wird vom Neugeborenen wesentlich langsamer metabolisiert und eliminiert als von Kindern oder Erwachsenen. Bei alten Menschen ist die Elimination um den Faktor 2 � 4 verlangsamt. Bei eingeschr�nkter Nierenfunktion ist die Elimination ebenfalls verlangsamt. Bei Patienten mit Lebererkrankungen (Leberzirrhose, Hepatitis) verlangsamt sich die Elimination um den Faktor 2. Liquorg�ngigkeit: Diazepam ist lipophil und gelangt rasch mit seinem aktiven Hauptmetaboliten in die cerebrospinale Fl�ssigkeit. Plazentag�ngigkeit, Laktation: Diazepam und sein Hauptmetabolit N-Desmethyldiazepam passieren die Plazenta und werden in die Muttermilch sezerniert. Diazepam kumuliert im fetalen Kompartiment und kann im Blut des Neugeborenen das Dreifache der maternalen Serumkonzentration erreichen. Beim Fr�hgeborenen ist die Elimination wegen der unreifen Leber- und Nierenfunktion erheblich verz�gert und kann bis zu 10 Tagen betragen. Wenn Diazepam vor oder unter der Geburt gegeben wurde oder der Mutter vielfach gr��ere Dosen appliziert wurden, sind sowohl bei Fr�h- wie bei Neugeborenen die APGAR-Werte signifikant erniedrigt, die H�ufigkeit von Hyperbilirubin�mie signifikant erh�ht sowie ausgepr�gte �deme und Muskelhypotonie bis zu 4 Tagen nach der Geburt beobachtet worden. Bioverf�gbarkeit: Die Bioverf�gbarkeit nach oraler Gabe liegt nach Literaturangaben im allgemeinen bei 75 � 80 %; sie kann [in Abh�ngigkeit von der galenischen Zusammensetzung] auch h�her sein. Die mittlere relative Bioverf�gbarkeit von Diazepam-ratiopharm� 10 Z�pfchen im Vergleich zum Referenzpr�parat betr�gt f�r Diazepam: 97,9 % N-Desmethyldiazepam: 98,3 % Sonstige Hinweise: Risikogruppen, Vorsichtsma�nahmen: Zu Beginn der Therapie sollte der behandelnde Arzt die individuelle Reaktion des Patienten auf das Medikament kontrollieren, um eventuelle relative �berdosierungen m�glichst schnell erkennen zu k�nnen. Dies gilt insbesondere f�r Kinder, �ltere und geschw�chte Patienten sowie Patienten mit hirnorganischen Ver�nderungen, Kreislauf- und Ateminsuffizienz sowie eingeschr�nkter Leber- oder Nierenfunktion. Weiterhin sollten den Patienten unter Ber�cksichtigung der spezifischen Lebenssituation (z. B. Berufst�tigkeit) genaue Verhaltensanweisungen f�r den Alltag gegeben werden. Bei mehrw�chiger Anwendung von Diazepam besteht die Gefahr einer psychischen und physischen Abh�ngigkeitsentwicklung. Eine fortgesetzte Anwendung sollte nur bei zwingender Indikation nach sorgf�ltiger Abw�gung des therapeutischen Nutzens gegen das Risiko von Gew�hnung und Abh�ngigkeit erfolgen. Nach ambulanter Anwendung zu diagnostischen Zwecken sollte der Patient erst nach einer Stunde und nur in Begleitung nach Hause entlassen werden. Weiterhin ist der Patient anzuweisen, keinen Alkohol einzunehmen. Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit: Das Missbildungsrisiko bei Einnahme therapeutischer Dosen von Benzodiazepinen in der Fr�hschwangerschaft scheint gering zu sein, obwohl einige epidemiologische Studien Anhaltspunkte f�r ein erh�htes Risiko f�r Gaumenspalten ergaben. Fallberichte �ber Fehlbildungen und geistige Retardierung der pr�natal exponierten Kinder nach �berdosierungen und Vergiftungen liegen vor. Bei der Einnahme von Diazepam in der Schwangerschaft in hohen Dosen oder �ber einen l�ngeren Zeitraum kann es durch Gew�hnung und Abh�ngigkeit zu postnatalen Entzugserscheinungen beim Kind kommen (Hyperaktivit�t, Erregbarkeit, Hypotonie, schwacher Saugreflex etc.). Eine Anwendung zum Geburtszeitpunkt kann zum Auftreten des ,,Floppy-Infant-Syndrome�� f�hren. Diazepam geht in die Muttermilch �ber. Die Milch-Plasma-Ratio zeigt dabei starke individuelle Unterschiede. Da Diazepam vom Neugeborenen wesentlich langsamer metabolisiert wird als von Kindern oder Erwachsenen, sollte unter einer Diazepam-Therapie nicht gestillt werden. Empfehlungen des Sachverst�ndigenausschusses der Bundesregierung f�r den Arzt zur sachgerechten Anwendung von Benzodiazepin-haltigen Arzneimitteln: Benzodiazepine stellen einen Fortschritt in der Arzneimitteltherapie von schweren Angstzust�nden und den meisten medikament�s zu behandelnden Schlafst�rungen dar. Neben der Pr�medikation und der Sedierung bei schweren somatischen Erkrankungen (z. B. Herzinfarkt) sind sie kurzfristig (4 � 6 Wochen) bei ausgepr�gten Angstzust�nden, die durch �rztliches Gespr�ch nicht zu beheben sind, indiziert. Sie sind gegebenenfalls auch indiziert bei Einleitung einer antidepressiven Therapie sowie bei schweren reaktiven Ausnahmezust�nden unter situativen Belastungen. �ber das Nutzen-Risiko-Verh�ltnis einer langfristigen Benzodiazepin-Medikation (�ber 2 Monate) bei Patienten mit behandlungsbed�rftigen chronischen Angstzust�nden liegen bislang keine wissenschaftlich allgemein anerkannten Erkenntnisse vor. Risiken sind Beeintr�chtigung des Reaktionsverm�gens (z. B. Verkehrsgef�hrdung), paradoxe Reaktionen, Kumulationsneigung bestimmter Stoffe, insbesondere bei �lteren Menschen. Neuerdings geben Missbrauch und Abh�ngigkeit auch bei niedriger Dosierung Anlas zur Besorgnis. Benzodiazepine werden nach bisherigen Erkenntnissen nicht prim�r zu h�ufig, sondern zu lange Zeit verordnet. Deshalb sind die �rzte aufgerufen, folgende Richtlinien, die unter Ber�cksichtigung von der Deutschen �rzteschaft und der Arbeitsgemeinschaft Neuropsychopharmakologie und Pharmakopsychiatrie formuliert wurden, zu beachten: Sorgf�ltige Indikationsstellung! Bei Patienten mit einer Abh�ngigkeitsanamnese ist besondere Vorsicht geboten. In der Regel keine Verschreibung. In der Regel kleinste Packungseinheit verordnen. In m�glichst niedriger, aber ausreichender Dosierung verordnen; Dosis m�glichst schon in der ersten Behandlungswoche reduzieren bzw. Dosierungsintervall vergr��ern. Therapiedauer vor Behandlungsbeginn mit dem Patienten vereinbaren und Behandlungsnotwendigkeit in kurzen Zeitabst�nden �berpr�fen. Es gibt Abh�ngigkeit auch ohne Dosissteigerung (sogenannte ,,Niedrigdosis-Abh�ngigkeit��)! Schon ganz normale Dosen k�nnen zur Abh�ngigkeit f�hren. Nach langfristiger Anwendung schrittweise Dosisreduktion, um Entzugssymptome, wie z. B. Unruhe, Angst, Schlafst�rungen, Delir oder Krampfanf�lle, zu vermeiden. Auch leichte Entzugssymptome k�nnen zu erneuter Einnahme f�hren. Beachtung der Informationen des pharmazeutischen Unternehmers und der einschl�gigen wissenschaftlichen Ver�ffentlichungen. Aufkl�rung des Patienten, dass Benzodiazepine keinesfalls an Dritte weiterzugeben sind. Alle Abh�ngigkeitsf�lle �ber die jeweiligen Arzneimittelkommissionen der Kammern der Heilberufe dem Bundesinstitut f�r Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zur Kenntnis bringen. Benzodiazepin-Verschreibungen sollten vom Arzt stets eigenh�ndig ausgefertigt werden. Dauer der Haltbarkeit: Diazepam-ratiopharm� 2/5/10, Diazepam-ratiopharm� 5/10 Z�pfchen: 5 Jahre; Diazepam-ratiopharm� Tropfen: 3 Jahre. Diese Arzneimittel sollen nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr angewendet werden. Besondere Lager- und Aufbewahrungshinweise: Diazepam-ratiopharm� Tropfen: Nicht �ber 25 �C lagern! Flasche gut verschlossen aufbewahren! Diazepam-ratiopharm� 2/5/10: OP mit 10 Tabletten N 1, OP mit 20 Tabletten N 2, OP mit 50 Tabletten N 3, OP mit 5 Z�pfchen N 1, Diazepam-ratiopharm� Tropfen: OP mit 25 ml L�sung N 2
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Was ist Insulin und wo wird es gebildet?
Insulin (andere Namen: Insulinum, Insulinhormon, Inselhormon) ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon (Polypeptidhormon), das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (von „Insel“). Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Funktion und Wirkung Die Regulation der Konzentration von Glucose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel dadurch, dass es mittels seiner „Schlüsselfunktion“ der Glucose aus dem Blutplasma und der Gewebsflüssigkeit den Durchtritt durch die Zellmembran in das Zellinnere ermöglicht. Vor allem die Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen Glucose aufnehmen und sie in Form von Glycogen speichern oder zur Energiegewinnung abbauen (siehe Glycolyse). Auch auf andere Zellen wirkt das Hormon, so hat es Einfluss auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Das Hormon ist wesentlicher Faktor folgender Erkrankungen: Diabetes mellitus Hyperinsulinismus Insulinom Insulinresistenz Metabolisches Syndrom Das im Blut zirkulierende Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulinrezeptoren. Insulinrezeptor Letztlich löst die Bindung dieses Hormons an seinen Rezeptor eine Reihe von Kinase-Kaskaden (Kaskade von Phosphorylierungsreaktionen) aus, die durch Signalwege beschrieben werden können. Diese Signalwege bewirken ein Sinken des Blutglucosespiegels durch Förderung der Glucose-Aufnahme (GLUT4-Translokation zur Zelloberfläche) Förderung der Glucose-Speicherung (Glycogensynthese) in der Leber und den Muskeln Dieses Signal wird durch die Aktivierung glucoseverbrauchender Wege unterstützt. Weitere unterstützende Maßnahmen bestehen in der Unterdrückung glucoseliefernder Wege, so zum Beispiel durch Abbau des second messenger cAMP über eine Phosphodiesterase. Glucoseaufnahme im Muskelgewebe Das Hormon erhöht in der Muskulatur und im Fettgewebe die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellmembran für Glucose. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Membran selbst permeabler wird, sondern dass vermehrt Carrier-Proteine für Glucose aktiviert werden. Dieses Carrier-Protein ist GLUT4, ein hochaffiner, insulinabhängiger Glucose-Transporter, welcher die Glucose durch erleichterte Diffusion (passiver Transport) in die Zelle transportiert. Folgende physikalische Eigenschaften sind für GLUT4 relevant: sättigbar, nicht aktivierbar oder inaktivierbar, also Regulation nur durch insulinabhängigen Einbau oder Ausbau. Glucoseaufnahme und Stoffwechsel im Gehirn Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf. Deshalb nehmen die insulinabhängigen Zellen bei einem erhöhten Insulinspiegel mehr Glucose auf, und für die insulinunabhängigen bleibt weniger übrig. Im Allgemeinen besteht bei Hypoglykämie die Gefahr, dass das auf Glucose angewiesene Nervensystem geschädigt wird. Insulin wird, verabreicht als Nasenspray in direktem Kontakt mit dem ZNS, zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit untersucht. Auf- und Abbau von Fettgewebe Das Hormon hemmt die Lipolyse im Fettgewebe und somit den Abbau von Fett. Ein Insulinmangel führt daher zu einer gesteigerten Lipolyse mit Bildung von Ketokörpern und einer daraus resultierenden Ketose. Förderung des Zellwachstums Eine weitere zentrale Funktion des Peptidhormons Insulin besteht in der Regulation von Zellwachstum und Proliferation durch die Aktivierung der Transkription von Genen, die für Kontrolle und Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung sind. Diese Insulinwirkung ist bei Diskursen über Insulinpräparate ein Thema. Tryptophan-Aufnahme im Gehirn Höhere Insulinspiegel haben einen leicht steigernden Einfluss auf die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn. Insulin und die Regelung des Blutzuckerspiegels Eine der wichtigsten biologischen Wirkungen des Insulins ist die rasche Beschleunigung der Glucoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und Regulierung der Zwischenspeicherung in der Leber im Rahmen der Regelung des Blutzuckerspiegels: In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2. Durch Insulin wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert, die eine Signaltransduktion in Gang setzt. Beteiligt sind dabei das Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1), die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), der second messenger Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2), die Phosphoinositid-abhängige Kinase-1 (PDK1) und schließlich die Proteinkinase B (PKB) (siehe Bild, A). PKB phosphoryliert die Glycogensynthase-Kinase 3, GSK3, die dadurch inaktiviert wird. GSK3 ist eine Kinase, die die Glycogensynthase phosphoryliert und damit inaktiviert (GYS b). GSK3 steht in Konkurrenz zu einer Phosphatase, der Protein-Phosphatase 1 (PP1). Dadurch, dass GSK3 nicht mehr wirken kann, liegt daher immer mehr Glycogensynthase in seiner dephosphorylierten Form vor (GYS a, siehe unteres Bild, B). Außerdem aktiviert die PKB eine Phosphodiesterase, PDE, die cAMP zu AMP hydrolysiert. Infolgedessen erlischt zusätzlich der Signalweg für die Proteinkinase A, die für den Abbau von Glycogen sorgt. In der Leber, dem Fettgewebe und der Muskulatur wird unter Insulineinfluss die Triglyceridsynthese stimuliert. Substrate dafür sind neben den Kohlenhydraten mit der Nahrung aufgenommene Lipide. In den drei genannten Geweben werden Aminosäuren verstärkt aufgenommen und für die Proteinsynthese verwendet. Die metabolischen und mitogenen Effekte von Insulin werden über die Bindung an dessen Rezeptor auf der Zelloberfläche der Zielgewebe Leber, Muskel und Fett initiiert. Insulin induziert weiterhin die Glycogensynthese und -speicherung in Leber und Muskel, die Triglyceridsynthese in Leber und Fettgewebe sowie die Speicherung von Aminosäuren im Muskel. Gleichzeitig hemmt Insulin die hepatische Gluconeogenese und zählt daher insgesamt zu den wichtigsten Regulatoren des Glucosemetabolismus. Gegenspieler Fällt der Blutzuckerspiegel im Körper unter einen Wert von 80 mg/dl ab, wird die Insulinproduktion bereits stark reduziert. Sinkt der Blutzucker weiter ab, treten verschiedene Gegenspieler des Insulins auf: Adrenalin Glucagon Kortisol Somatostatin Die Spiegel dieser gegenregulierenden Hormone steigen bereits deutlich an, wenn der Blutzucker unter 60 mg/dl absinkt. Beim Typ 1-Diabetes ist oft auch der Gegenregulationmechanismus gestört, was zu zusätzlichen Problemen mit Hypoglykämien führt. Somatostatin hat einen hemmenden Einfluss auf die Sekretion von Insulin und Glucagon, da er als allgemeiner Hemmer im Körper fungiert. Wirkung auf den Kaliumspiegel Insulin senkt den Kaliumspiegel im Blut, indem es dafür sorgt, dass Kalium in das Zellinnere von Hepatozyten und Skelettmuskelzellen verlagert wird, also von extrazellulär nach intrazellulär. Dies erfolgt durch Aktivierung der Natrium-Kalium-ATPase durch Insulin. Insulinpräparate werden daher gemeinsam mit Glucose (zur Vermeidung einer Hypoglykämie) zur Behandlung einer Hyperkaliämie verwendet. Vorkommen Insulinsequenzen von mehr als 100 verschiedenen Spezies sind bekannt. Die Proteinsequenzen der jeweiligen Insuline sind sich ähnlich – sie zeigen Sequenzhomologie – sind aber nicht identisch. Über die Unterschiede im chemischen Aufbau von Humaninsulin gegenüber den Insulinen einiger Säugetiere sowie Informationen zu künstlich hergestelltem Insulin siehe Insulinpräparat. Insulin und Evolution: Genotypen, die in Jäger- und Sammlergesellschaften einen raschen Abbau von Energiereserven bei Nahrungsmangel verhinderten, prädisponieren beim heutigen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot zu Adipositas und Typ-2-Diabetes. Inwieweit Gene den Glucosestoffwechsel und die damit verbundene Wirkung von Insulin beeinflussen, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Die Homologe des Insulins in Insekten sind die Drosophila Insulin-like Peptides. Bildung, Speicherung, Freisetzung und Regulierung Biosynthese Die Synthese des Hormons erfolgt in den β-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die genetische Information wird von nur einem Genlocus im kurzen Arm des Chromosom 11 codiert. Das Gen besteht aus ungefähr 300 Nukleotiden. Die mRNA wird zunächst an Ribosomen, die sich auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum (ER) befinden, in das Präproinsulin translatiert, das aus 110 Aminosäuren besteht. Die weitere Prozessierung erfolgt in zwei Schritten, nach der Faltung des Moleküls durch Bildung von Disulfidbrücken entsteht durch Abspaltung von Signalpeptid und C-Peptid das Insulinmolekül. Speicherung Die Insulinmoleküle werden in den Vesikeln des Golgi-Apparats, der an der Zellmembran der β-Zelle liegt, durch Zink-Ionen zu Hexameren gebunden und so stabilisiert gespeichert (Zink-Insulin-Komplex). Die hohe Bindungsfreudigkeit von Insulinmolekülen an Zink hat mehrere wichtige Auswirkungen. Insulin ist in der Form von Hexameren und nach dem Zerfall in Dimere noch nicht wirksam, sondern nur als Einzelmolekül. Diese Eigenschaft spielt bei den Insulinpräparaten eine wichtige Rolle. Bei schnellwirkenden Insulinpräparaten ist der zu langsame Zerfall der Molekülverbände unerwünscht und es wird nach Möglichkeiten gesucht den Zerfall zu beschleunigen. Bei langwirkenden Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Verlängerung der Wirkdauer durch hohe Zinkkonzentrationen gezielt verstärkt. Bei der Entwicklung von oralen Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Kopplung von Insulin an Transportmoleküle genutzt. Ausschüttung Die Ausschüttung von Insulin ins Blut erfolgt durch Exozytose. Die Insulinausschüttung erfolgt oszillierend. Alle drei bis sechs Minuten wird Insulin in die Blutbahn abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme ist bei Stoffwechselgesunden ein biphasischer Verlauf der Insulinsekretion feststellbar: Der erste „Insulinpeak“ hat seine Spitze nach drei bis fünf Minuten und dauert zehn Minuten. Danach schließt sich eine zweite Phase an, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Die erste Phase besteht aus den gespeicherten Insulinmolekülen, die zweite Phase vor allem aus neu gebildetem Insulin. Das C-Peptid wird erst bei Anstieg des Blutzuckerspiegels aus dem Proinsulin durch Peptidasen herausgeschnitten und gemeinsam mit dem aktiven Insulin und Zink ausgeschüttet. Durch den Nachweis von C-Peptid im Serum kann die endogene Insulinproduktion gemessen werden. So kann bei Diabetikern eine Aussage darüber getroffen werden, wie viel Insulin noch vom Körper selbst hergestellt wird, da das synthetische Produkt keine C-Sequenz enthält. Regulierung Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin, im Zusammenwirken mit Glucagon den Blutglucosespiegel ständig zwischen bestimmten Werten zu halten. Gerät der Blutzuckerspiegel unter einen gewissen Wert droht das hypoglykämische Koma und der Tod, gerät er darüber, drohen Schäden an Gefäßen, Nierenkörperchen und anderen Geweben. Zusammen mit Leptin scheint Insulin aber auch maßgeblichen Anteil an der Energiehomöostase zu haben. Dabei wirkt aber nicht nur Leptin auf Insulin ein, sondern das Insulin wirkt selbst ebenfalls auf das Leptin ein, genauer auf die Aufnahme von Leptin im Gehirn. Aufgrund der lebenswichtigen Funktion muss die biochemische Implementierung des Regelkreises robust sein. Da Zellen nicht „denken“ können, kann es nur so sein, dass Einzelzellen wie ein Zustandsautomat funktionieren bzw. dass wenige Zellen dermaßen zusammenwirken, dass ein Reiz sinnvoll verrechnet wird. Der Hauptreiz zur Ausschüttung von Insulin aus der β-Zelle ist der Blutzuckerspiegel (ab 5 mmol Glucose/l Blut), und dieser wird direkt von der β-Zelle „gemessen“. Biochemisch umgesetzt wird das mit Hilfe von ATP-gesteuerten Kaliumkanälen etc., siehe #Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus. Die Hormone Gastrin, Sekretin, GIP und GLP-1 modifizieren den grundlegenden Glucose-Insulin-Regelkreis, indem sie auf die β-Zelle wirken. Siehe Inkretin-Effekt. GIP wird von K-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Duodenums befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht die Insulinausschüttung der β-Zellen. Das GIP wirkt also auf die β-Zellen zu einem Zeitpunkt ein, wo die Glucose aus der Nahrung noch nicht ins Blut gelangt ist. GLP-1 wird von L-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Ileum und des Caecum befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht ebenfalls die Insulinausschüttung der β-Zellen. Der Großteil der Nährstoffe wird bereits im Jejunum extrahiert und ins Blut bzw. in die Lymphe abgegeben. Im Caecum findet keinerlei Absorption von Nährstoffen, sondern hauptsächlich eine Fermentation statt. Zusätzlich sind β-Zellen sowohl vom parasympathischen als auch sympathische Nervensystem innerviert: Das parasympathische NS wird bei Leptin-Insuffizienz (oder auch bei Leptin-Resistenz) aktiviert und wirkt allgemein trophotropisch, d. h., es bewirkt die Speicherung von Energie. Es erhöht also die Insulinabgabe. Zumindest bei Mäusen wirkt es außerdem gleichzeitig auf Adipozyten ein und erhöht ihre Empfindlichkeit für Insulin, während die Empfindlichkeit der Leber- und Muskelzellen nicht beeinflusst wird. Glucose wird in Leber- und Muskelzellen zu Glycogen verbaut und derart gespeichert, in den Adipozyten erfolgt De-novo-Lipogenese und Speicherung von TGs. Das sympathische NS wird bei Leptin-Suffizienz aktiviert und wirkt allgemein ergotropisch, d. h., es bewirkt die Erhöhung des Energieverbrauchs. Es senkt die Insulinabgabe. Die Senkung der Insulinabgabe scheint einem erhöhten Energieverbrauch entgegenzuwirken, denn die Muskelzellen können sehr viel mehr Glucose aus dem Blut aufnehmen, wenn sie möglichst viele GLUT-4 Transporter auf der Oberfläche aufweisen. Sie müssen also auf die bereits gespeicherte Energie in Form von Glycogen und Fettsäuren zurückgreifen. Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus Das Eindringen eines Glucose-Moleküls in die β-Zelle setzt eine Wirkungskette in Gang. Nachdem die Glucose durch den GLUT1-Transporter in die Zelle gelangt ist, wird sie durch Glycolyse verstoffwechselt. Das dabei entstehende ATP hemmt den Ausstrom von Kalium-Ionen (ATP-sensitive Kaliumkanäle). So kommt es durch den stark verminderten Kaliumausstrom zur Depolarisation, weil die Stabilität des Membranpotentials nicht weiter durch Kaliumausstrom erhalten wird. Das depolarisierte Membranpotential bewirkt eine Öffnung spannungsabhängiger Calcium-Kanäle. Der Einstrom der Calciumionen ist der entscheidende Reiz für die Verschmelzung der insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran. Die gespeicherten Insulinmoleküle werden durch Verschmelzen der Membranen (Exozytose) aus den β-Zellen in den Extrazellularraum und weiter in den Blutkreislauf freigesetzt. Dabei werden die Speicher-Hexamere aufgetrennt. Der Insulinspiegel im Blut steigt an. Halbwertszeit und Abbau Die biologische Halbwertszeit einzelner Insulinmoleküle im Blutkreislauf liegt bei circa fünf Minuten. Das Insulin wird über manche Insulinrezeptoren in die Zellen aufgenommen, dort abgebaut und somit verbraucht. In der Leber und in der Niere wird Insulin durch Insulinase inaktiviert, die Insulinase oder genauer Glutathion-Insulin-Transhydrogenase spaltet die Disulfidbrücken zwischen der A- und der B-Kette auf, wodurch das Insulin in zwei Teile zerfällt und wirkungslos wird. Die Abbauprodukte werden durch die Niere ausgeschieden, ebenso 1,5 % des noch intakten Insulins. Die kurze Zeitspanne der Aktivität des Insulins zeigt, dass die physiologische Steuerung des Zuckerstoffwechsels im gesunden Körper sehr schnell funktioniert; diese Geschwindigkeit kann bei der Behandlung des Diabetes mellitus praktisch nicht erreicht werden. Insulin als Arzneistoff In der Insulintherapie werden verschiedene Insulinpräparate verwendet. Die häufigste und älteste Verabreichungsart ist die subkutane Injektion. Für diesen Zweck steht eine Reihe von kurz-, mittel- und langwirkenden Humaninsulinen und Insulinanaloga zur Verfügung. Werden diese zur Therapie kombiniert, so ist auf die unterschiedliche Halbwertzeit besonders zu achten. sehr schnell und kurz wirkend: Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin aspart kurz wirkend: Normalinsulin (= gelöstes Humaninsulin) intermediär wirkend: NPH-Insulin, biphasisches Insulin lispro, biphasisches Insulin aspart lang wirkend: Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec Peroral ist Insulin unwirksam, da die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. Untersucht wird, inwieweit sich Insuline in Nanopartikel verkapseln lassen, um auf diesem Wege „unverdaut“ in den Blutkreislauf eingeschleust werden zu können. Jüngere Entwicklungen wie Präparate zur Inhalation, die das Insulin über die Atemwege zuführen, haben sich auf dem Markt bisher nicht behaupten können. In der Vergangenheit wurde Insulin im Rahmen der Insulinschocktherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten eingesetzt. Diese Methode der Behandlung wurde zum Beispiel im biografischen Film A Beautiful Mind an John Nash gezeigt. Dieses Verfahren wird nicht mehr praktiziert. Missbrauch von Insulin Insulin steht auf der Liste der verbotenen Doping-Substanzen, da es zu mehreren Zwecken missbraucht werden kann. Da Insulin der durch Somatropin verringerten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen entgegenwirkt, wird es oft zur Kompensation dessen unerwünschter Nebenwirkung verwendet (siehe Anabolikum). Andere Anwendungen sind die Förderung der Füllung der Glycogenspeicher bei Ausdauersportlern und die Unterstützung des Aufbaus von Muskelmasse. Die missbräuchliche Selbstverabreichung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel übermäßig abzusenken, führt zum Krankheitsbild der Hypoglycaemia factitia. Im März 2008 wurde der Krankenpfleger Colin Norris in Newcastle zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er vier seiner Patientinnen durch Injektion zu hoher Insulindosen ermordet hatte. Zeittafel zur Forschungsgeschichte Weblinks Einzelnachweise Peptidhormon Diabetologie Arzneistoff Codiert auf Chromosom 11 (Mensch) Wikipedia:Artikel mit Video
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Was ist Insulin und wo wird es gebildet?
Insulin (andere Namen: Insulinum, Insulinhormon, Inselhormon) ist ein für alle Wirbeltiere lebenswichtiges Proteohormon (Polypeptidhormon), das in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich in den Langerhans-Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name „Insulin“ ab (von „Insel“). Insulin ist an der Regulation des Stoffwechsels, insbesondere dem der Kohlenhydrate, beteiligt. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen. Funktion und Wirkung Die Regulation der Konzentration von Glucose im Blut erfolgt durch einen Regelkreis aus zwei Hormonen, die abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet werden. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Sein Gegenspieler ist das Glucagon, dessen Hauptaufgabe es ist, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auch Adrenalin, Kortisol und Schilddrüsenhormone haben blutzuckersteigernde Wirkungen. Der Blutzuckerspiegel steigt vor allem nach der Aufnahme von kohlenhydratreicher Nahrung. Als Reaktion darauf wird von den β-Zellen Insulin ins Blut ausgeschüttet. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel dadurch, dass es mittels seiner „Schlüsselfunktion“ der Glucose aus dem Blutplasma und der Gewebsflüssigkeit den Durchtritt durch die Zellmembran in das Zellinnere ermöglicht. Vor allem die Leber- und Muskelzellen können in kurzer Zeit große Mengen Glucose aufnehmen und sie in Form von Glycogen speichern oder zur Energiegewinnung abbauen (siehe Glycolyse). Auch auf andere Zellen wirkt das Hormon, so hat es Einfluss auf den Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie auf den Kaliumhaushalt. Das Hormon ist wesentlicher Faktor folgender Erkrankungen: Diabetes mellitus Hyperinsulinismus Insulinom Insulinresistenz Metabolisches Syndrom Das im Blut zirkulierende Insulin entfaltet seine Wirkung durch Bindung an Insulinrezeptoren. Insulinrezeptor Letztlich löst die Bindung dieses Hormons an seinen Rezeptor eine Reihe von Kinase-Kaskaden (Kaskade von Phosphorylierungsreaktionen) aus, die durch Signalwege beschrieben werden können. Diese Signalwege bewirken ein Sinken des Blutglucosespiegels durch Förderung der Glucose-Aufnahme (GLUT4-Translokation zur Zelloberfläche) Förderung der Glucose-Speicherung (Glycogensynthese) in der Leber und den Muskeln Dieses Signal wird durch die Aktivierung glucoseverbrauchender Wege unterstützt. Weitere unterstützende Maßnahmen bestehen in der Unterdrückung glucoseliefernder Wege, so zum Beispiel durch Abbau des second messenger cAMP über eine Phosphodiesterase. Glucoseaufnahme im Muskelgewebe Das Hormon erhöht in der Muskulatur und im Fettgewebe die Permeabilität (Durchlässigkeit) der Zellmembran für Glucose. Dabei ist zu beachten, dass nicht die Membran selbst permeabler wird, sondern dass vermehrt Carrier-Proteine für Glucose aktiviert werden. Dieses Carrier-Protein ist GLUT4, ein hochaffiner, insulinabhängiger Glucose-Transporter, welcher die Glucose durch erleichterte Diffusion (passiver Transport) in die Zelle transportiert. Folgende physikalische Eigenschaften sind für GLUT4 relevant: sättigbar, nicht aktivierbar oder inaktivierbar, also Regulation nur durch insulinabhängigen Einbau oder Ausbau. Glucoseaufnahme und Stoffwechsel im Gehirn Nervenzellen (und Erythrozyten) nehmen Glucose insulinunabhängig auf. Deshalb nehmen die insulinabhängigen Zellen bei einem erhöhten Insulinspiegel mehr Glucose auf, und für die insulinunabhängigen bleibt weniger übrig. Im Allgemeinen besteht bei Hypoglykämie die Gefahr, dass das auf Glucose angewiesene Nervensystem geschädigt wird. Insulin wird, verabreicht als Nasenspray in direktem Kontakt mit dem ZNS, zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit untersucht. Auf- und Abbau von Fettgewebe Das Hormon hemmt die Lipolyse im Fettgewebe und somit den Abbau von Fett. Ein Insulinmangel führt daher zu einer gesteigerten Lipolyse mit Bildung von Ketokörpern und einer daraus resultierenden Ketose. Förderung des Zellwachstums Eine weitere zentrale Funktion des Peptidhormons Insulin besteht in der Regulation von Zellwachstum und Proliferation durch die Aktivierung der Transkription von Genen, die für Kontrolle und Ablauf des Zellzyklus von großer Bedeutung sind. Diese Insulinwirkung ist bei Diskursen über Insulinpräparate ein Thema. Tryptophan-Aufnahme im Gehirn Höhere Insulinspiegel haben einen leicht steigernden Einfluss auf die Aufnahme von Tryptophan ins Gehirn. Insulin und die Regelung des Blutzuckerspiegels Eine der wichtigsten biologischen Wirkungen des Insulins ist die rasche Beschleunigung der Glucoseaufnahme in Muskel- und Fettzellen und Regulierung der Zwischenspeicherung in der Leber im Rahmen der Regelung des Blutzuckerspiegels: In der Leber und der Muskulatur werden die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate als Glycogen gespeichert. Dies hat ein Absinken der Glucosekonzentration im Blut zur Folge. Die Glucoseaufnahme in die Leberzellen erfolgt insulinunabhängig über GLUT2. Durch Insulin wird eine Rezeptor-Tyrosinkinase (RTK) aktiviert, die eine Signaltransduktion in Gang setzt. Beteiligt sind dabei das Insulinrezeptorsubstrat 1 (IRS1), die Phosphoinositid-3-Kinase (PI3K), der second messenger Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2), die Phosphoinositid-abhängige Kinase-1 (PDK1) und schließlich die Proteinkinase B (PKB) (siehe Bild, A). PKB phosphoryliert die Glycogensynthase-Kinase 3, GSK3, die dadurch inaktiviert wird. GSK3 ist eine Kinase, die die Glycogensynthase phosphoryliert und damit inaktiviert (GYS b). GSK3 steht in Konkurrenz zu einer Phosphatase, der Protein-Phosphatase 1 (PP1). Dadurch, dass GSK3 nicht mehr wirken kann, liegt daher immer mehr Glycogensynthase in seiner dephosphorylierten Form vor (GYS a, siehe unteres Bild, B). Außerdem aktiviert die PKB eine Phosphodiesterase, PDE, die cAMP zu AMP hydrolysiert. Infolgedessen erlischt zusätzlich der Signalweg für die Proteinkinase A, die für den Abbau von Glycogen sorgt. In der Leber, dem Fettgewebe und der Muskulatur wird unter Insulineinfluss die Triglyceridsynthese stimuliert. Substrate dafür sind neben den Kohlenhydraten mit der Nahrung aufgenommene Lipide. In den drei genannten Geweben werden Aminosäuren verstärkt aufgenommen und für die Proteinsynthese verwendet. Die metabolischen und mitogenen Effekte von Insulin werden über die Bindung an dessen Rezeptor auf der Zelloberfläche der Zielgewebe Leber, Muskel und Fett initiiert. Insulin induziert weiterhin die Glycogensynthese und -speicherung in Leber und Muskel, die Triglyceridsynthese in Leber und Fettgewebe sowie die Speicherung von Aminosäuren im Muskel. Gleichzeitig hemmt Insulin die hepatische Gluconeogenese und zählt daher insgesamt zu den wichtigsten Regulatoren des Glucosemetabolismus. Gegenspieler Fällt der Blutzuckerspiegel im Körper unter einen Wert von 80 mg/dl ab, wird die Insulinproduktion bereits stark reduziert. Sinkt der Blutzucker weiter ab, treten verschiedene Gegenspieler des Insulins auf: Adrenalin Glucagon Kortisol Somatostatin Die Spiegel dieser gegenregulierenden Hormone steigen bereits deutlich an, wenn der Blutzucker unter 60 mg/dl absinkt. Beim Typ 1-Diabetes ist oft auch der Gegenregulationmechanismus gestört, was zu zusätzlichen Problemen mit Hypoglykämien führt. Somatostatin hat einen hemmenden Einfluss auf die Sekretion von Insulin und Glucagon, da er als allgemeiner Hemmer im Körper fungiert. Wirkung auf den Kaliumspiegel Insulin senkt den Kaliumspiegel im Blut, indem es dafür sorgt, dass Kalium in das Zellinnere von Hepatozyten und Skelettmuskelzellen verlagert wird, also von extrazellulär nach intrazellulär. Dies erfolgt durch Aktivierung der Natrium-Kalium-ATPase durch Insulin. Insulinpräparate werden daher gemeinsam mit Glucose (zur Vermeidung einer Hypoglykämie) zur Behandlung einer Hyperkaliämie verwendet. Vorkommen Insulinsequenzen von mehr als 100 verschiedenen Spezies sind bekannt. Die Proteinsequenzen der jeweiligen Insuline sind sich ähnlich – sie zeigen Sequenzhomologie – sind aber nicht identisch. Über die Unterschiede im chemischen Aufbau von Humaninsulin gegenüber den Insulinen einiger Säugetiere sowie Informationen zu künstlich hergestelltem Insulin siehe Insulinpräparat. Insulin und Evolution: Genotypen, die in Jäger- und Sammlergesellschaften einen raschen Abbau von Energiereserven bei Nahrungsmangel verhinderten, prädisponieren beim heutigen Lebensstil mit Bewegungsmangel und Nahrungsüberangebot zu Adipositas und Typ-2-Diabetes. Inwieweit Gene den Glucosestoffwechsel und die damit verbundene Wirkung von Insulin beeinflussen, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Die Homologe des Insulins in Insekten sind die Drosophila Insulin-like Peptides. Bildung, Speicherung, Freisetzung und Regulierung Biosynthese Die Synthese des Hormons erfolgt in den β-Zellen der Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die genetische Information wird von nur einem Genlocus im kurzen Arm des Chromosom 11 codiert. Das Gen besteht aus ungefähr 300 Nukleotiden. Die mRNA wird zunächst an Ribosomen, die sich auf dem rauen Endoplasmatischen Retikulum (ER) befinden, in das Präproinsulin translatiert, das aus 110 Aminosäuren besteht. Die weitere Prozessierung erfolgt in zwei Schritten, nach der Faltung des Moleküls durch Bildung von Disulfidbrücken entsteht durch Abspaltung von Signalpeptid und C-Peptid das Insulinmolekül. Speicherung Die Insulinmoleküle werden in den Vesikeln des Golgi-Apparats, der an der Zellmembran der β-Zelle liegt, durch Zink-Ionen zu Hexameren gebunden und so stabilisiert gespeichert (Zink-Insulin-Komplex). Die hohe Bindungsfreudigkeit von Insulinmolekülen an Zink hat mehrere wichtige Auswirkungen. Insulin ist in der Form von Hexameren und nach dem Zerfall in Dimere noch nicht wirksam, sondern nur als Einzelmolekül. Diese Eigenschaft spielt bei den Insulinpräparaten eine wichtige Rolle. Bei schnellwirkenden Insulinpräparaten ist der zu langsame Zerfall der Molekülverbände unerwünscht und es wird nach Möglichkeiten gesucht den Zerfall zu beschleunigen. Bei langwirkenden Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Verlängerung der Wirkdauer durch hohe Zinkkonzentrationen gezielt verstärkt. Bei der Entwicklung von oralen Insulinpräparaten wird die Zinkbindung zur Kopplung von Insulin an Transportmoleküle genutzt. Ausschüttung Die Ausschüttung von Insulin ins Blut erfolgt durch Exozytose. Die Insulinausschüttung erfolgt oszillierend. Alle drei bis sechs Minuten wird Insulin in die Blutbahn abgegeben. Nach der Nahrungsaufnahme ist bei Stoffwechselgesunden ein biphasischer Verlauf der Insulinsekretion feststellbar: Der erste „Insulinpeak“ hat seine Spitze nach drei bis fünf Minuten und dauert zehn Minuten. Danach schließt sich eine zweite Phase an, die so lange anhält, wie eine Hyperglykämie besteht. Die erste Phase besteht aus den gespeicherten Insulinmolekülen, die zweite Phase vor allem aus neu gebildetem Insulin. Das C-Peptid wird erst bei Anstieg des Blutzuckerspiegels aus dem Proinsulin durch Peptidasen herausgeschnitten und gemeinsam mit dem aktiven Insulin und Zink ausgeschüttet. Durch den Nachweis von C-Peptid im Serum kann die endogene Insulinproduktion gemessen werden. So kann bei Diabetikern eine Aussage darüber getroffen werden, wie viel Insulin noch vom Körper selbst hergestellt wird, da das synthetische Produkt keine C-Sequenz enthält. Regulierung Die Hauptaufgabe von Insulin besteht darin, im Zusammenwirken mit Glucagon den Blutglucosespiegel ständig zwischen bestimmten Werten zu halten. Gerät der Blutzuckerspiegel unter einen gewissen Wert droht das hypoglykämische Koma und der Tod, gerät er darüber, drohen Schäden an Gefäßen, Nierenkörperchen und anderen Geweben. Zusammen mit Leptin scheint Insulin aber auch maßgeblichen Anteil an der Energiehomöostase zu haben. Dabei wirkt aber nicht nur Leptin auf Insulin ein, sondern das Insulin wirkt selbst ebenfalls auf das Leptin ein, genauer auf die Aufnahme von Leptin im Gehirn. Aufgrund der lebenswichtigen Funktion muss die biochemische Implementierung des Regelkreises robust sein. Da Zellen nicht „denken“ können, kann es nur so sein, dass Einzelzellen wie ein Zustandsautomat funktionieren bzw. dass wenige Zellen dermaßen zusammenwirken, dass ein Reiz sinnvoll verrechnet wird. Der Hauptreiz zur Ausschüttung von Insulin aus der β-Zelle ist der Blutzuckerspiegel (ab 5 mmol Glucose/l Blut), und dieser wird direkt von der β-Zelle „gemessen“. Biochemisch umgesetzt wird das mit Hilfe von ATP-gesteuerten Kaliumkanälen etc., siehe #Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus. Die Hormone Gastrin, Sekretin, GIP und GLP-1 modifizieren den grundlegenden Glucose-Insulin-Regelkreis, indem sie auf die β-Zelle wirken. Siehe Inkretin-Effekt. GIP wird von K-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Duodenums befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht die Insulinausschüttung der β-Zellen. Das GIP wirkt also auf die β-Zellen zu einem Zeitpunkt ein, wo die Glucose aus der Nahrung noch nicht ins Blut gelangt ist. GLP-1 wird von L-Zellen, welche sich in der Schleimhaut des Ileum und des Caecum befinden und die Glucose im Chymus „messen“, ins Blut sezerniert und erhöht ebenfalls die Insulinausschüttung der β-Zellen. Der Großteil der Nährstoffe wird bereits im Jejunum extrahiert und ins Blut bzw. in die Lymphe abgegeben. Im Caecum findet keinerlei Absorption von Nährstoffen, sondern hauptsächlich eine Fermentation statt. Zusätzlich sind β-Zellen sowohl vom parasympathischen als auch sympathische Nervensystem innerviert: Das parasympathische NS wird bei Leptin-Insuffizienz (oder auch bei Leptin-Resistenz) aktiviert und wirkt allgemein trophotropisch, d. h., es bewirkt die Speicherung von Energie. Es erhöht also die Insulinabgabe. Zumindest bei Mäusen wirkt es außerdem gleichzeitig auf Adipozyten ein und erhöht ihre Empfindlichkeit für Insulin, während die Empfindlichkeit der Leber- und Muskelzellen nicht beeinflusst wird. Glucose wird in Leber- und Muskelzellen zu Glycogen verbaut und derart gespeichert, in den Adipozyten erfolgt De-novo-Lipogenese und Speicherung von TGs. Das sympathische NS wird bei Leptin-Suffizienz aktiviert und wirkt allgemein ergotropisch, d. h., es bewirkt die Erhöhung des Energieverbrauchs. Es senkt die Insulinabgabe. Die Senkung der Insulinabgabe scheint einem erhöhten Energieverbrauch entgegenzuwirken, denn die Muskelzellen können sehr viel mehr Glucose aus dem Blut aufnehmen, wenn sie möglichst viele GLUT-4 Transporter auf der Oberfläche aufweisen. Sie müssen also auf die bereits gespeicherte Energie in Form von Glycogen und Fettsäuren zurückgreifen. Glucosegesteuerter Freisetzungsmechanismus Das Eindringen eines Glucose-Moleküls in die β-Zelle setzt eine Wirkungskette in Gang. Nachdem die Glucose durch den GLUT1-Transporter in die Zelle gelangt ist, wird sie durch Glycolyse verstoffwechselt. Das dabei entstehende ATP hemmt den Ausstrom von Kalium-Ionen (ATP-sensitive Kaliumkanäle). So kommt es durch den stark verminderten Kaliumausstrom zur Depolarisation, weil die Stabilität des Membranpotentials nicht weiter durch Kaliumausstrom erhalten wird. Das depolarisierte Membranpotential bewirkt eine Öffnung spannungsabhängiger Calcium-Kanäle. Der Einstrom der Calciumionen ist der entscheidende Reiz für die Verschmelzung der insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran. Die gespeicherten Insulinmoleküle werden durch Verschmelzen der Membranen (Exozytose) aus den β-Zellen in den Extrazellularraum und weiter in den Blutkreislauf freigesetzt. Dabei werden die Speicher-Hexamere aufgetrennt. Der Insulinspiegel im Blut steigt an. Halbwertszeit und Abbau Die biologische Halbwertszeit einzelner Insulinmoleküle im Blutkreislauf liegt bei circa fünf Minuten. Das Insulin wird über manche Insulinrezeptoren in die Zellen aufgenommen, dort abgebaut und somit verbraucht. In der Leber und in der Niere wird Insulin durch Insulinase inaktiviert, die Insulinase oder genauer Glutathion-Insulin-Transhydrogenase spaltet die Disulfidbrücken zwischen der A- und der B-Kette auf, wodurch das Insulin in zwei Teile zerfällt und wirkungslos wird. Die Abbauprodukte werden durch die Niere ausgeschieden, ebenso 1,5 % des noch intakten Insulins. Die kurze Zeitspanne der Aktivität des Insulins zeigt, dass die physiologische Steuerung des Zuckerstoffwechsels im gesunden Körper sehr schnell funktioniert; diese Geschwindigkeit kann bei der Behandlung des Diabetes mellitus praktisch nicht erreicht werden. Insulin als Arzneistoff In der Insulintherapie werden verschiedene Insulinpräparate verwendet. Die häufigste und älteste Verabreichungsart ist die subkutane Injektion. Für diesen Zweck steht eine Reihe von kurz-, mittel- und langwirkenden Humaninsulinen und Insulinanaloga zur Verfügung. Werden diese zur Therapie kombiniert, so ist auf die unterschiedliche Halbwertzeit besonders zu achten. sehr schnell und kurz wirkend: Insulin glulisin, Insulin lispro, Insulin aspart kurz wirkend: Normalinsulin (= gelöstes Humaninsulin) intermediär wirkend: NPH-Insulin, biphasisches Insulin lispro, biphasisches Insulin aspart lang wirkend: Insulin detemir, Insulin glargin, Insulin degludec Peroral ist Insulin unwirksam, da die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie ihre Wirkung entfalten können. Untersucht wird, inwieweit sich Insuline in Nanopartikel verkapseln lassen, um auf diesem Wege „unverdaut“ in den Blutkreislauf eingeschleust werden zu können. Jüngere Entwicklungen wie Präparate zur Inhalation, die das Insulin über die Atemwege zuführen, haben sich auf dem Markt bisher nicht behaupten können. In der Vergangenheit wurde Insulin im Rahmen der Insulinschocktherapie zur Behandlung von Menschen mit psychischen Krankheiten eingesetzt. Diese Methode der Behandlung wurde zum Beispiel im biografischen Film A Beautiful Mind an John Nash gezeigt. Dieses Verfahren wird nicht mehr praktiziert. Missbrauch von Insulin Insulin steht auf der Liste der verbotenen Doping-Substanzen, da es zu mehreren Zwecken missbraucht werden kann. Da Insulin der durch Somatropin verringerten Glucoseaufnahme in die Muskelzellen entgegenwirkt, wird es oft zur Kompensation dessen unerwünschter Nebenwirkung verwendet (siehe Anabolikum). Andere Anwendungen sind die Förderung der Füllung der Glycogenspeicher bei Ausdauersportlern und die Unterstützung des Aufbaus von Muskelmasse. Die missbräuchliche Selbstverabreichung von Insulin, um den Blutzuckerspiegel übermäßig abzusenken, führt zum Krankheitsbild der Hypoglycaemia factitia. Im März 2008 wurde der Krankenpfleger Colin Norris in Newcastle zu einer Freiheitsstrafe von 30 Jahren verurteilt, weil er vier seiner Patientinnen durch Injektion zu hoher Insulindosen ermordet hatte. Zeittafel zur Forschungsgeschichte Weblinks Einzelnachweise Peptidhormon Diabetologie Arzneistoff Codiert auf Chromosom 11 (Mensch) Wikipedia:Artikel mit Video
ADIKAM Spolka. z o. o. | Aussteller auf der ISM - die weltweit größte Messe für Süßwaren und Snacks Halle 11.1 Stand: F053a {"001000":{"text":"Schokolade, Schokoladenerzeugnisse","link":"\/aussteller-und-produkte\/ausstellerverzeichnis\/ausstellerverzeichnis-12.php?fw_goto=aussteller\/index&&tab=1&haupt=001","children":{"001010":{"text":"Alpenmilch-\/Alpenrahm-\/Alpen-Vollmilch-Schokolade","link":"\/aussteller-und-produkte\/ausstellerverzeichnis\/ausstellerverzeichnis-12.php?fw_goto=aussteller\/index&&tab=1&haupt=001","children":null},"001011":{"text":"Bitterschokolade\/Bitter-Sahneschokolade","link":"\/aussteller-und-produkte\/ausstellerverzeichnis\/ausstellerverzeichnis-12.php?fw_goto=aussteller\/index&&tab=1&haupt=001","children":null},"001013":{"text":"Blockschokolade","link":"\/aussteller-und-produkte\/ausstellerverzeichnis\/ausstellerverzeichnis-12.php?fw_goto=aussteller\/index&&tab=1&haupt=001","children":null},"001016":{"text":"Schokolade mit Fruktose und\/oder 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Was sind Isotope?
Als Isotope (von ísos „gleich“ und tópos „Ort, Stelle“) bezeichnet man Atomarten, deren Atomkerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Sie haben die gleiche Ordnungszahl, stellen daher das gleiche Element dar, weisen aber verschiedene Massenzahlen auf; es gibt also Sauerstoffisotope, Eisenisotope usw. Die verschiedenen Isotope eines Elements verhalten sich chemisch fast identisch. Der Name kommt daher, dass die Isotope eines Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. Getrennt voneinander dargestellt werden sie in einer Nuklidkarte. Die Bezeichnung Isotop ist älter als der Begriff Nuklid, der ganz allgemein „Atomart“ bedeutet. „Isotop“ wird daher nach wie vor oft auch im Sinne von Nuklid benutzt, d. h. auch dann, wenn nicht nur von Atomen eines und desselben Elements die Rede ist. Der Begriff Isotop wurde von Frederick Soddy geprägt, der für seine Arbeiten und Erkenntnisse im Bereich der Isotope und Radionuklide 1921 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Von jedem bekannten Element, mit Ausnahme des erst 2006 erstmals synthetisierten Oganesson, sind mehrere Isotope nachgewiesen (s. Liste der Isotope und Nuklidkarte). Insgesamt gibt es rund 3300 bekannte Nuklide. Etwa 240 davon sind stabil. Alle anderen sind instabil, das heißt, ihre Atome wandeln sich durch radioaktiven Zerfall nach mehr oder weniger langer Zeit in andere Atome um. Bei manchen traditionell als stabil angesehenen Nukliden ist diese Zeit so lang, dass ihr Zerfall erst in heutiger Zeit entdeckt wurde oder noch in Experimenten gesucht wird. Von den 91 natürlich vorkommenden Elementen werden in der Natur 69 als Gemische mehrerer Isotope (Mischelemente) vorgefunden. Die übrigen 22 heißen Reinelemente. Das chemische Atomgewicht von Mischelementen ist der Durchschnittswert der verschiedenen Atommassen der beteiligten Isotope. Bezeichnung und Formelschreibweise Die Bezeichnungsweise ist in Nuklid ausführlich beschrieben. Im Text wird ein Isotop mit dem Elementnamen oder -symbol mit der angehängten Massenzahl bezeichnet, beispielsweise Sauerstoff-16 oder O-16, Eisen-56 oder Fe-56. Ausnahmen bilden manchmal die Wasserstoffisotope (siehe folgenden Abschnitt). Als Formelzeichen wird die Massenzahl dem Elementsymbol links oben hinzugefügt. Die Kernladungszahl ist schon durch den Namen (das Elementsymbol) gegeben, kann aber zusätzlich links unten an das Elementsymbol geschrieben werden, sofern sie – z. B. bei Kernreaktionen – von Interesse ist, wie in Tritt in der Bezeichnung noch ein m auf (z. B. 16m1N), so ist damit ein Kernisomer gemeint. Wenn hinter dem m eine Zahl steht, ist dies eine Nummerierung, falls mehrere Isomere existieren. Chemische Reaktionen von Isotopen Isotope eines Elements haben die gleiche Elektronenhülle. Dadurch unterscheiden sie sich nicht in der Art der möglichen Reaktionen, sondern nur in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit, weil diese etwas masseabhängig ist. Der relative Massenunterschied ist bei schweren Elementen allerdings sehr gering. Das Verhältnis der Atommassen von Uran-238 und Uran-235 beträgt 1 : 1,013; in ihrem chemischen Verhalten ist kein merklicher Unterschied, zum Trennen müssen physikalische Methoden eingesetzt werden (siehe Urananreicherung). Bei den Lithiumisotopen Lithium-7 und Lithium-6 beträgt das Verhältnis 1 : 1,17; hier sind physikalisch-chemische Trennmethoden möglich (siehe Lithium). Die Massenunterschiede der drei Wasserstoffisotope sind sehr groß (1H : 2H : 3H wie 1 : 2 : 3), weshalb sie chemisch leicht unterschiedlich reagieren und sogar eigene Namen und chemische Symbole erhielten: Das weitaus häufigste Wasserstoffisotop 1H wird auch als Protium oder leichter Wasserstoff bezeichnet. Das Isotop 2H wird auch als Deuterium oder schwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: D. Das Isotop 3H wird auch als Tritium oder überschwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: T. Das unterschiedliche chemisch-physikalische Verhalten von H und D zeigt sich bei der Elektrolyse von Wasser. Wasser mit dem normalen 1H reagiert bevorzugt und wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, während sich Wassermoleküle, die D (2H Deuterium, Schwerer Wasserstoff) enthalten, im Restwasser anreichern (gegenüber dem natürlichen Mengenverhältnis von etwa 1 : 7.000). Mischelemente und Reinelemente So gut wie alle auf der Erde natürlich vorkommenden Nuklide sind entweder stabil (d. h. ein Zerfall wurde nicht beobachtet) oder sind radioaktiv mit einer Halbwertszeit, die nicht wesentlich kleiner als das Erdalter ist. Diese bezeichnet man als primordiale Nuklide. Insgesamt sind etwa 245 stabile Nuklide bekannt (siehe Nuklidkarte: stabile Nuklide sind mit schwarzem Hintergrund dargestellt). Allerdings ist bei „stabil“ zu unterscheiden, ob der Zerfall des Nuklids naturgesetzlich ausgeschlossen erscheint oder ob er möglich erscheint, aber noch nicht beobachtet wurde. Die Anzahl der im letzteren Sinn stabilen Nuklide hat sich mit der Zeit immer wieder verringert: Durch verbesserte Nachweismethoden sind einige ehemals als stabil angesehene Nuklide später als radioaktiv erkannt worden. Mit dem Nachweis der Radioaktivität von Bismut-209 im Jahr 2003 ergab sich, dass Blei-208 das schwerste stabile Nuklid und somit Blei das schwerste Element mit stabilen Isotopen ist. In der Natur vorkommende Elemente sind meistens Mischelemente, d. h. Isotopengemische. Die meisten natürlichen Isotope hat Zinn mit 10 Isotopen, gefolgt von Xenon mit 9 natürlichen Isotopen, von denen 8 stabil sind. Elemente, die dagegen nur aus einem natürlichen Isotop bestehen, nennt man Reinelement. Ein Reinelement hat also genau ein primordiales Isotop. Diese Eigenschaft haben 19 stabile und 3 langlebige instabile Elemente. Bekannte Isotope Wasserstoff Wasserstoff ist das Element mit dem stärksten chemischen Isotopeneffekt. Schwerer Wasserstoff (2H oder Deuterium) dient im Schwerwasserreaktor als Moderator. Überschwerer Wasserstoff (3H oder Tritium) ist radioaktiv. Er entsteht in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung sowie in Kernreaktoren. Tritium wurde zwischen etwa 1960 und 1998 in Leuchtfarben für Uhr-Zifferblätter usw. verwendet. In größeren Mengen sollen Deuterium und Tritium in Zukunft als Brennstoff für Kernfusionsreaktoren gebraucht werden. Helium Helium ist das Element mit dem stärksten physikalischen Isotopeneffekt. Insbesondere im Tieftemperaturbereich verhalten sich die beiden Heliumisotope sehr verschieden, da 3He ein Fermion und 4He ein Boson ist. Kohlenstoff Ein bekanntes Isotop ist das radioaktive 14C, das zur Altersbestimmung von organischen Materialien (Archäologie) benutzt wird (Radiokohlenstoffmethode). Natürlicher Kohlenstoff liegt hauptsächlich in den stabilen Isotopen 12C und 13C vor. 14C entsteht in hohen atmosphärischen Schichten aus Stickstoff. Sauerstoff Das Verhältnis der beiden stabilen Sauerstoffisotope 18O und 16O wird zur Untersuchung von Paläo-Temperaturen herangezogen. Die stabilen Sauerstoffisotope eignen sich auch als natürliche Tracer in aquatischen Systemen. Uran Das Isotop 235U dient als Brennstoff in Kernkraftwerken. Für die meisten Reaktortypen muss das Natururan dazu an 235U angereichert werden. Fast reines 235U wird in manchen Kernwaffen verwendet. Isotope in der Analytik In Messungen des optischen Spektrums mit genügender Auflösung können Isotope eines Elements an ihren Spektrallinien unterschieden werden (Isotopieverschiebung). Die Isotopenzusammensetzung in einer Probe wird in der Regel mit einem Massenspektrometer bestimmt, im Fall von Spurenisotopen mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie. Radioaktive Isotope können oft anhand ihrer Zerfallsprodukte oder der abgegebenen ionisierenden Strahlung identifiziert werden. Isotope spielen ferner eine Rolle in der NMR-Spektroskopie. So hat beispielsweise das gewöhnliche Kohlenstoff-Isotop 12C kein magnetisches Moment und ist daher nicht beobachtbar. Untersuchungen am Kohlenstoff können daher nur mithilfe des wesentlich selteneren 13C-Isotops erfolgen. Isotope werden auch in der Aufklärung von Reaktionsmechanismen oder Metabolismen mit Hilfe der sogenannten Isotopenmarkierung verwendet. Die Isotopenzusammensetzung des Wassers ist an verschiedenen Orten der Welt verschieden und charakteristisch. Diese Unterschiede erlauben es etwa bei Lebensmitteln wie Wein oder Käse, die Deklaration des Ursprungsortes zu überprüfen. Die Untersuchung von bestimmten Isotopen-Mustern (insbesondere 13C-Isotopen-Mustern) in organischen Molekülen wird als Isotopomeren-Analyse bezeichnet. Sie erlaubt unter anderem die Bestimmung intrazellulärer Stoffflüsse in lebenden Zellen. Darüber hinaus ist die Analyse von 13C/12C-, 15N/14N- sowie 34S/32S-Verhältnissen in der Ökologie heute weit verbreitet. Anhand der Fraktionierung lassen sich Stoffflüsse in Nahrungsnetzen nachverfolgen oder die Trophieniveaus einzelner Arten bestimmen. Auch in der Medizin dienen stabile Isotope als natürliche Tracer. In der Hydrologie werden aus den Konzentrationsverhältnissen von Isotopen Rückschlüsse auf hydrologische Prozesse gezogen. Der Wasserkreislauf begleitet die meisten Stoffflüsse ober- und unterhalb der Erdoberfläche. Das Vienna Standard Mean Ocean Water (VSMOV) dient oft als Referenz. Die Geochemie befasst sich mit Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser und Erdatmosphäre. Siehe auch Liste der Isotope Periodensystem (PSE) mit Anzahl der Isotope Nuklidkarte Literatur Werner Stolz: Radioaktivität. Grundlagen, Messung, Anwendungen. 5. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2005, ISBN 3-519-53022-8. Bogdan Povh, K. Rith, C. Scholz, F. Zetsche: Teilchen und Kerne. Eine Einführung in die physikalischen Konzepte. 7. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-36685-0. Klaus Bethge, Gertrud Walter, Bernhard Wiedemann: Kernphysik. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2001, ISBN 3-540-41444-4. Hanno Krieger: Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 2. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8351-0199-9. Weblinks Große Isotopentabelle bei der International Atomic Energy Agency (IAEA) Einzelnachweise Kernphysik Kernchemie Geochronologie
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Was sind Isotope?
Als Isotope (von ísos „gleich“ und tópos „Ort, Stelle“) bezeichnet man Atomarten, deren Atomkerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Sie haben die gleiche Ordnungszahl, stellen daher das gleiche Element dar, weisen aber verschiedene Massenzahlen auf; es gibt also Sauerstoffisotope, Eisenisotope usw. Die verschiedenen Isotope eines Elements verhalten sich chemisch fast identisch. Der Name kommt daher, dass die Isotope eines Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. Getrennt voneinander dargestellt werden sie in einer Nuklidkarte. Die Bezeichnung Isotop ist älter als der Begriff Nuklid, der ganz allgemein „Atomart“ bedeutet. „Isotop“ wird daher nach wie vor oft auch im Sinne von Nuklid benutzt, d. h. auch dann, wenn nicht nur von Atomen eines und desselben Elements die Rede ist. Der Begriff Isotop wurde von Frederick Soddy geprägt, der für seine Arbeiten und Erkenntnisse im Bereich der Isotope und Radionuklide 1921 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Von jedem bekannten Element, mit Ausnahme des erst 2006 erstmals synthetisierten Oganesson, sind mehrere Isotope nachgewiesen (s. Liste der Isotope und Nuklidkarte). Insgesamt gibt es rund 3300 bekannte Nuklide. Etwa 240 davon sind stabil. Alle anderen sind instabil, das heißt, ihre Atome wandeln sich durch radioaktiven Zerfall nach mehr oder weniger langer Zeit in andere Atome um. Bei manchen traditionell als stabil angesehenen Nukliden ist diese Zeit so lang, dass ihr Zerfall erst in heutiger Zeit entdeckt wurde oder noch in Experimenten gesucht wird. Von den 91 natürlich vorkommenden Elementen werden in der Natur 69 als Gemische mehrerer Isotope (Mischelemente) vorgefunden. Die übrigen 22 heißen Reinelemente. Das chemische Atomgewicht von Mischelementen ist der Durchschnittswert der verschiedenen Atommassen der beteiligten Isotope. Bezeichnung und Formelschreibweise Die Bezeichnungsweise ist in Nuklid ausführlich beschrieben. Im Text wird ein Isotop mit dem Elementnamen oder -symbol mit der angehängten Massenzahl bezeichnet, beispielsweise Sauerstoff-16 oder O-16, Eisen-56 oder Fe-56. Ausnahmen bilden manchmal die Wasserstoffisotope (siehe folgenden Abschnitt). Als Formelzeichen wird die Massenzahl dem Elementsymbol links oben hinzugefügt. Die Kernladungszahl ist schon durch den Namen (das Elementsymbol) gegeben, kann aber zusätzlich links unten an das Elementsymbol geschrieben werden, sofern sie – z. B. bei Kernreaktionen – von Interesse ist, wie in Tritt in der Bezeichnung noch ein m auf (z. B. 16m1N), so ist damit ein Kernisomer gemeint. Wenn hinter dem m eine Zahl steht, ist dies eine Nummerierung, falls mehrere Isomere existieren. Chemische Reaktionen von Isotopen Isotope eines Elements haben die gleiche Elektronenhülle. Dadurch unterscheiden sie sich nicht in der Art der möglichen Reaktionen, sondern nur in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit, weil diese etwas masseabhängig ist. Der relative Massenunterschied ist bei schweren Elementen allerdings sehr gering. Das Verhältnis der Atommassen von Uran-238 und Uran-235 beträgt 1 : 1,013; in ihrem chemischen Verhalten ist kein merklicher Unterschied, zum Trennen müssen physikalische Methoden eingesetzt werden (siehe Urananreicherung). Bei den Lithiumisotopen Lithium-7 und Lithium-6 beträgt das Verhältnis 1 : 1,17; hier sind physikalisch-chemische Trennmethoden möglich (siehe Lithium). Die Massenunterschiede der drei Wasserstoffisotope sind sehr groß (1H : 2H : 3H wie 1 : 2 : 3), weshalb sie chemisch leicht unterschiedlich reagieren und sogar eigene Namen und chemische Symbole erhielten: Das weitaus häufigste Wasserstoffisotop 1H wird auch als Protium oder leichter Wasserstoff bezeichnet. Das Isotop 2H wird auch als Deuterium oder schwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: D. Das Isotop 3H wird auch als Tritium oder überschwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: T. Das unterschiedliche chemisch-physikalische Verhalten von H und D zeigt sich bei der Elektrolyse von Wasser. Wasser mit dem normalen 1H reagiert bevorzugt und wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, während sich Wassermoleküle, die D (2H Deuterium, Schwerer Wasserstoff) enthalten, im Restwasser anreichern (gegenüber dem natürlichen Mengenverhältnis von etwa 1 : 7.000). Mischelemente und Reinelemente So gut wie alle auf der Erde natürlich vorkommenden Nuklide sind entweder stabil (d. h. ein Zerfall wurde nicht beobachtet) oder sind radioaktiv mit einer Halbwertszeit, die nicht wesentlich kleiner als das Erdalter ist. Diese bezeichnet man als primordiale Nuklide. Insgesamt sind etwa 245 stabile Nuklide bekannt (siehe Nuklidkarte: stabile Nuklide sind mit schwarzem Hintergrund dargestellt). Allerdings ist bei „stabil“ zu unterscheiden, ob der Zerfall des Nuklids naturgesetzlich ausgeschlossen erscheint oder ob er möglich erscheint, aber noch nicht beobachtet wurde. Die Anzahl der im letzteren Sinn stabilen Nuklide hat sich mit der Zeit immer wieder verringert: Durch verbesserte Nachweismethoden sind einige ehemals als stabil angesehene Nuklide später als radioaktiv erkannt worden. Mit dem Nachweis der Radioaktivität von Bismut-209 im Jahr 2003 ergab sich, dass Blei-208 das schwerste stabile Nuklid und somit Blei das schwerste Element mit stabilen Isotopen ist. In der Natur vorkommende Elemente sind meistens Mischelemente, d. h. Isotopengemische. Die meisten natürlichen Isotope hat Zinn mit 10 Isotopen, gefolgt von Xenon mit 9 natürlichen Isotopen, von denen 8 stabil sind. Elemente, die dagegen nur aus einem natürlichen Isotop bestehen, nennt man Reinelement. Ein Reinelement hat also genau ein primordiales Isotop. Diese Eigenschaft haben 19 stabile und 3 langlebige instabile Elemente. Bekannte Isotope Wasserstoff Wasserstoff ist das Element mit dem stärksten chemischen Isotopeneffekt. Schwerer Wasserstoff (2H oder Deuterium) dient im Schwerwasserreaktor als Moderator. Überschwerer Wasserstoff (3H oder Tritium) ist radioaktiv. Er entsteht in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung sowie in Kernreaktoren. Tritium wurde zwischen etwa 1960 und 1998 in Leuchtfarben für Uhr-Zifferblätter usw. verwendet. In größeren Mengen sollen Deuterium und Tritium in Zukunft als Brennstoff für Kernfusionsreaktoren gebraucht werden. Helium Helium ist das Element mit dem stärksten physikalischen Isotopeneffekt. Insbesondere im Tieftemperaturbereich verhalten sich die beiden Heliumisotope sehr verschieden, da 3He ein Fermion und 4He ein Boson ist. Kohlenstoff Ein bekanntes Isotop ist das radioaktive 14C, das zur Altersbestimmung von organischen Materialien (Archäologie) benutzt wird (Radiokohlenstoffmethode). Natürlicher Kohlenstoff liegt hauptsächlich in den stabilen Isotopen 12C und 13C vor. 14C entsteht in hohen atmosphärischen Schichten aus Stickstoff. Sauerstoff Das Verhältnis der beiden stabilen Sauerstoffisotope 18O und 16O wird zur Untersuchung von Paläo-Temperaturen herangezogen. Die stabilen Sauerstoffisotope eignen sich auch als natürliche Tracer in aquatischen Systemen. Uran Das Isotop 235U dient als Brennstoff in Kernkraftwerken. Für die meisten Reaktortypen muss das Natururan dazu an 235U angereichert werden. Fast reines 235U wird in manchen Kernwaffen verwendet. Isotope in der Analytik In Messungen des optischen Spektrums mit genügender Auflösung können Isotope eines Elements an ihren Spektrallinien unterschieden werden (Isotopieverschiebung). Die Isotopenzusammensetzung in einer Probe wird in der Regel mit einem Massenspektrometer bestimmt, im Fall von Spurenisotopen mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie. Radioaktive Isotope können oft anhand ihrer Zerfallsprodukte oder der abgegebenen ionisierenden Strahlung identifiziert werden. Isotope spielen ferner eine Rolle in der NMR-Spektroskopie. So hat beispielsweise das gewöhnliche Kohlenstoff-Isotop 12C kein magnetisches Moment und ist daher nicht beobachtbar. Untersuchungen am Kohlenstoff können daher nur mithilfe des wesentlich selteneren 13C-Isotops erfolgen. Isotope werden auch in der Aufklärung von Reaktionsmechanismen oder Metabolismen mit Hilfe der sogenannten Isotopenmarkierung verwendet. Die Isotopenzusammensetzung des Wassers ist an verschiedenen Orten der Welt verschieden und charakteristisch. Diese Unterschiede erlauben es etwa bei Lebensmitteln wie Wein oder Käse, die Deklaration des Ursprungsortes zu überprüfen. Die Untersuchung von bestimmten Isotopen-Mustern (insbesondere 13C-Isotopen-Mustern) in organischen Molekülen wird als Isotopomeren-Analyse bezeichnet. Sie erlaubt unter anderem die Bestimmung intrazellulärer Stoffflüsse in lebenden Zellen. Darüber hinaus ist die Analyse von 13C/12C-, 15N/14N- sowie 34S/32S-Verhältnissen in der Ökologie heute weit verbreitet. Anhand der Fraktionierung lassen sich Stoffflüsse in Nahrungsnetzen nachverfolgen oder die Trophieniveaus einzelner Arten bestimmen. Auch in der Medizin dienen stabile Isotope als natürliche Tracer. In der Hydrologie werden aus den Konzentrationsverhältnissen von Isotopen Rückschlüsse auf hydrologische Prozesse gezogen. Der Wasserkreislauf begleitet die meisten Stoffflüsse ober- und unterhalb der Erdoberfläche. Das Vienna Standard Mean Ocean Water (VSMOV) dient oft als Referenz. Die Geochemie befasst sich mit Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser und Erdatmosphäre. Siehe auch Liste der Isotope Periodensystem (PSE) mit Anzahl der Isotope Nuklidkarte Literatur Werner Stolz: Radioaktivität. Grundlagen, Messung, Anwendungen. 5. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2005, ISBN 3-519-53022-8. Bogdan Povh, K. Rith, C. Scholz, F. Zetsche: Teilchen und Kerne. Eine Einführung in die physikalischen Konzepte. 7. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-36685-0. Klaus Bethge, Gertrud Walter, Bernhard Wiedemann: Kernphysik. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2001, ISBN 3-540-41444-4. Hanno Krieger: Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 2. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8351-0199-9. Weblinks Große Isotopentabelle bei der International Atomic Energy Agency (IAEA) Einzelnachweise Kernphysik Kernchemie Geochronologie
NLSetc.de: ... Bulbus olfactorius Gedankensplitter – ‚Layer to layer’ ... Bulbus olfactorius – Riechkolben “Olfaction is distinct from the other sensory systems where peripheral sensory receptors have a relay in the diencephalon. Therefore the olfactory bulb plays this role for the olfactory system.” [Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Olfactory_bulb] Nasenhöhle, Nasenmuscheln, Nasennebenhöhlen Siebbein, ‚Lamina cribrosa’, Dura mater etc. Wichtige Neurotransmitter im Bulbus olfactorius: Rezeptoren des Geruchssinns Bulbus olfactorius und Verbindung zu: Paukensaite (Chorda tympani) -> Siehe: Gedankensplitter – Paukensaite, Zunge Nervus terminalis – sog. ‘O. Hirnnerv’ -> Siehe: Nervus-terminalis-Komplex Nasenhöhle und Nasenmuscheln In der Nase beginnen die Atemwege (= sog. ‚Respirationstrakt’). Die Riechschleimhaut der Nase (Regio olfactoria nasi) liegt in einem kleinen Bezirk an der oberen Nasenmuschel und am gegenüber liegenden Teil der Nasenscheidewand. Unter der Riechschleimhaut liegen die Glandulae olfactoriae (Bowmann-Drüsen). Es sind ‚seröse’ Drüsen, die ein flüssiges, eiweißreiches Sekret abgeben. Die Nasenscheidewand (Septum nasi) besteht aus einem knorpeligen und knöchernen Anteil. Sie wird gebildet vom Siebbein (Os ethmoidale) und vom Pflugscharbein (Vomer). Der vordere Anteil der Nasenscheidewand (Locus Kiesselbachi) ist besonders gefäßreich. Die Nasenmuscheln (Concha nasalis superior, media und inferior) vergrößern die Seitenwände der Nasenhöhle. Sie unterteilen jede Nasenhöhle in drei Gänge: Oberer, mittlerer und unterer Nasengang (Meatus). Die mittlere und obere Nasenmuschel gehören zum Siebbein (Os ethmoidale), die untere Nasenmuschel ist ein eigenständiger Schädelknochen. Die Nasenhöhlen haben u. a. auch eine Verbindung über die Ohrtrompete (Tuba auditiva) zum Mittelohr: Die Ohrtrompete ist eine ‚Röhre’ mit einem knöchernen und knorpeligen Abschnitt; sie verläuft von der Paukenhöhle (Teil des Mittelohrs mit den Gehörknöchelchen) zum Rachen (Pharynx). Aufgabe der Ohrtrompete: Luft- und Druckausgleich zwischen Paukenhöhle und Außenluft. - Bitte hierzu auch weiterlesen bei: Bulbus olfactorius ... und Paukensaite - Die Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte, mit Schleimhaut ausgekleidete Räume. - Siebbeinzellen (Cellulae ethmoidales; Siebbeinlabyrinth) [Schleimhaut (Tunica mucosa, mucosa, mucous membrane): Schleimhaut kleidet das Innere von Hohlräumen aus, wird von Drüsensekreten feucht gehalten. Sie besteht aus Epithel (‚Deckgewebe’) und einer darunter liegenden Bindegewebsschicht (Lamina propria). -> Siehe dazu auch: Glossar – Bindegewebe, Drüsen] Die vordere und mittlere Gruppe der Siebbeinzellen münden im mittleren Nasengang, die hintere Gruppe im oberen Nasengang. Die Tränenflüssigkeit fließt ab durch den Tränen-Nasen-Gang (Ductus nasolacrimalis) in den unteren Nasengang: Tränenwege ... Bildung in den Tränendrüsen -> über die Ausführungsgänge der Tränendrüse in den Bindehautsack -> durch den Lidschlag ‚Weitertransport’ in den Tränensee (im medialen Lidwinkel) -> Ansaugung durch die Tränenpunkte des Ober- und Unterlids -> über die Tränenkanälchen in den Tränensack [wird durch Bindegewebezüge offen gehalten] -> Abfluss durch den Tränen-Nasen-Gang in den unteren Nasengang ... Aufgabe der Tränenflüssigkeit: - Befeuchtung und Reinigung der Augenbindehaut (Conjunctiva) und Hornhaut (Cornea) - Physiologische Quellung des Hornhautepithels (‚Deckschicht’) - Keimtötende (bakterizide) Wirkung durch enthaltenes Lysozym* * Lysozym = Muramidase: Spaltet Murein (= innerste Schicht der Zellwand von Bakterien); Vorkommen beim Menschen z. B. in der Tränenflüssigkeit, im Nasen-, Bronchial- und Darmsekret, im Blutplasma, in Leukozyten. Vorkommen von Lysozym auch in Bakteriophagen (= Viren, die sich in Bakterien vermehren), Hühnereiweiß. -> Siehe auch: Wunderwerk Gehirn – Cornea; Glossar – Makrophagen (Lysozym) Zur Riechbahn gehören alle an der Geruchsempfindung beteiligten Strukturen. Die NEURITEN der Riechzellen der Riechschleimhaut (REGIO OLFACTORIA NASI) - 1. Neuron - Neurit = Axon: Zylindrischer Fortsatz der Nervenzelle, der Nervenimpulse zu anderen Nervenzellen weiterleitet. Riechschleimhaut: Liegt im Bereich der oberen Nasenmuschel und im gegenüberliegenden Teil des Nasenseptums. ... verlaufen als NERVI OLFACTORII I. Hirnnerv – Riechnerv: Gesamtheit der Axone (Nervenzellfortsätze) der Riechzellen der Riechschleimhaut Der I. und der II. Hirnnerv (Nervus olfactorius und Nervus opticus) sind von Meninges umgeben: Meninges = Hirn- und Rückenmarkhäute; dazu gehören: Arachnoidea = sog. ‘Spinnwebenhaut’; äußeres Blatt der Leptomeninx* Pia mater = gefäßführender Teil der Leptomeninx*; inneres Blatt Dura mater = harte Hirn- und Rückenmarkhaut; bildet die bindegewebige (fibröse) Schutzkapsel des Gehirns und das Periost* der Schädelinnenfläche * Leptomeninx = weiche Hirn- und Rückenmarkhaut * Periost = bindegewebige Knochenhaut [Die Arachnoidea ist eine bindegewebige Membran über den Furchen und Windungen des Gehirns (und Rückenmarks); ihre Innenfläche ist über ein bindegewebiges Bälkchenwerk mit der Pia mater verbunden, dazwischen liegt der ‚Subarachnoidalraum’.] ... durch die LAMINA CRIBROSA und durch die DURA MATER Lamina cribrosa = Teil des Siebbeins beidseits der Crista galli (‚Hahnenkamm) mit zahlreichen Löchern für den Durchtritt der Nervi olfactorii; s. u. Dura mater = harte Hirnhaut; bildet die fibröse Schutzkapsel des Gehirns und das Periost (Knochenhaut) der Schädelinnenfläche; s. u. ... zu den Mitralzellen des BULBUS OLFACTORIUS - Primäres Areal – Bulbus olfactorius = Anschwellung auf der ‚Lamina cribrosa’ des Siebbeins; s. u. Vom BULBUS OLFACTORIUS über den TRACTUS OLFACTORIUS - 2. Neuron – Tractus = Leitungsbahn ... zum OLFACTORISCHEN CORTEX - Sekundäres Areal - Olfactorischer Cortex mit: Area subcallosa (= Rindenfeld vor dem Rostrum [‚Schnabel’] des Corpus callosum [Balken]) Pars corticomedialis des Corpus amygdaloideum (Amygdala) Die Amygdala (= Mandelkern) liegt an der Innenseite des Temporallappens [= Schläfenlappen; enthält das Hörzentrum und das Wernicke-Zentrum für die Spracherkennung] und gehört zum ‚limbischen System’. Von hier Projektionen zu: CORPUS AMYGDALOIDEUM(basolateraler Teil) - Tertiäres Areal - Projektion = Fortleitung eines Nervenimpulses Corpus amygdaloideum = Amygdala; Teil des ‚limbischen Systems’ Gyrus parahippocampalis = Windung an der Basalfläche des Temporallappens (Schläfenlappen; enthält das Hörzentrum und das Wernicke-Zentrum für die Spracherkennung) ... und zu weiteren Anteilen des LIMBISCHEN CORTEX Rindenfelder in der Großhirnrinde, z. B.: Parietal-temporal-okzipitaler Assoziationscortex Limbischer Assoziationscortex Das ‚limbische System’ empfängt u. a. Erregungen vom ‚olfaktorischen System’. Wunderwerk Gehirn – Rindenarchitektonik Limbisches System (Wichtige Bahnen des olfaktorischen und limbischen Systems) -> Und siehe auch: Essen & Co. – Liquor; Wunderwerk Mensch – Riechbahn; Fragen, Fragen, Fragen – Hirnlokales Syndrom (Frontalhirnsyndrom, Temporalhirnsyndrom, Parietal- und Okzipitallappensyndrom), Galaktose/Fruktose (... und Schockformen) Axon und Myelin-Scheide bzw. Schwann-Scheide Bilden die Nervenfaser. Ist die ‚elektrische Isolierung’, die Umhüllung der Axone. Nach dem Myelingehalt werden Nerven eingeteilt in markhaltige und marklose Nervenfasern. Die 'weiße Substanz' (Substantia alba) des Gehirns und des Rückenmarks ist aus markhaltigen Nervenfasern aufgebaut. Sind in das bindegewebige Endoneurium eingelagert. Werden im Perineurium (Bindegewebeumhülung um die Faserbündel eines peripheren Nerven) zu Faszikeln zusammengefasst. Werden umhüllt vom Epineurium (Fortsetzung der Dura; enthält größere Blutgefäße). * Dura = Dura mater cranialis und spinalis = harte Hirn- und Rückenmarkhaut: Die ‚harte Hirnhaut’ (Dura mater cranialis) bildet die fibröse Schutzkapsel des Gehirns und das Periost der Schädelinnenfläche. Die ‚harte Rückenmarkhaut’ (Dura mater spinalis) besteht aus einem äußeren und inneren Blatt (Endorhachis und Duralsack). Bindegewebig; aus Bindegewebe bestehend. Bindegewebe bildet sich aus dem mittleren Keimblatt (Mesoderm), umhüllt und unterteilt Organe und dient der Zuleitung von Nerven und Gefäßen. -> Siehe auch: Glossar – Bindegewebe, Keimblätter Knochenhaut; bindegewebige Haut, die den Knochen umgibt. Äußeres Blatt der Dura mater spinalis; bildet die Knochenhaut (Periost) des Wirbelkanals (syn. Spinalkanal für das Rückenmark). Inneres Blatt der Dura mater spinalis; es umhüllt: Rückenmark -> Medulla spinalis = Teil des ZNS im Wirbelkanal mit grauer und weißer Substanz (Substantia alba und grisea) und der Substantia gelatinosa* Cauda equina -> Nervenfaserbündel mit den Vorder- und Hinterwurzeln der Rückenmarksegmente ab L3 (3. Lendenwirbel) Spinalganglien* (mit seinen seitlichen Aussackungen) * Die Substantia gelatinosa ist eine Schicht mit fast ausschließlich unmyelinisierten Axonen unterhalb der Spitze des Hinterhorns. * Ein Ganglion (Mz. Ganglien) ist ein Nervenknoten: Eine Anhäufung von Ganglienzellen im Verlauf eines peripheren Nerven. Nervenknoten 'verdicken' den Nerv; umgeben ist der Nervenknoten von einer bindegewebigen Kapsel. Das untere Ende des Rückenmarks (Conus medullaris) setzt sich fort als ‚Filum terminale’: Es ist angeheftet am Periost des 2. Steißbeinwirbelrests. 16 cm liegen innerhalb des Duralsacks, 8 cm außerhalb. [Filum = Faden] -> Siehe dazu: Leitungsbahnen - Rückenmarksbahnen, Sensible Leitungsbahnen; Wunderwerk Gehirn – Substantia alba, grisea; Glossar – Plexus (Spinalnervenplexus) Die Nervenfasern und ihre bindegewebige Umhüllung bilden die Nerven. -> Siehe dazu: Glossar – Nervenzellen und Nervenzellfortsätze, Gliazellen; Bindegewebe Zum Nachdenken - Projektionsbahnen Sog. '0. Hirnnerv'. Er verläuft von der Riechschleimhaut zur 'Substantia perforata anterior'*. * Diese liegt vor dem Tractus opticus (Abschnitt der Sehbahn) und hinter dem Trigonum olfactorium (Verbreiterung am Ende des Tractus olfactorius); ihre 'graue Substanz' (Substantia grisea) fließt zusammen mit der des Corpus striatum (Streifenhügel; Teil des extrapyramidalen Systems) und wird durchzogen von zahlreichen kleinen Blutgefäßen, die u. a. die Capsula interna (Innere Kapsel; Markschicht des Großhirns mit auf- und absteigenden Projektionsbahnen) versorgen. [Wikipedia] - Bitte hierzu weiterlesen bei: Nervus-terminalis-Komplex - Lage des Bulbus olfactorius Der Bulbus olfactorius ist eine Anschwellung auf der ‚Lamina cribrosa’ des Siebbeins. Das Siebbein (= Os ethmoidale) ist Bestandteil der Schädelbasis, der mittleren Augenhöhlenwand, der seitlichen Nasenwand und der Nasenscheidewand. (mit Foramina cribrosa) Teil des Siebbeins beidseits der Crista galli mit zahlreichen Löchern (‚Foramina’) für den Durchtritt der Nervi olfactorii*. * I. Hirnnerv – Riechnerv: Gesamtheit der ‚Fila olfactoria’ = Axone der Riechzellen (‘Hahnenkamm’) Vorspringender Knochenkamm des Siebbeins und Ansatz der Falx cerebri (= Großhirnsichel: Duraduplikatur [‚Dura-Verdoppelung’] zwischen den Großhirnhemisphären in der Fissura longitudinalis*). * Längsfurche, die das Gehirn in zwei Hälften teilt; verläuft von vorne nach hinten. Knochenlamelle des Siebbeins; bildet den oberen Teil der Nasenscheidewand. Hohlraumsystem zwischen Augen- und Nasenhöhle mit den Siebbeinzellen (Cellulae ethmoidales); gehört zu den Nasennebenhöhlen. Spezialisierte Zellen des Bulbus olfactorius ... -> Siehe dazu auch: de.wikipedia.org/wiki/Körnerzelle etc. Wichtige Neurotransmitter im Bulbus olfactorius ... “Across the vertebrate family, the olfactory bulb (OB) contains the major DA [Dopamin] system in the forebrain. OB DA cells are primarily periglomerular interneurons that define the glomerular structures in which they receive innervation from olfactory receptor neurons as well as mitral and tufted cells, the primary OB output neurons.” http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19731547] [- Vertebraten = Wirbeltiere (Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere). - Interneurone = Nervenzellen im ZNS, deren kurzes Axon die Substantia grisea nicht verlässt. Sie verschalten Leitungsbahnen exzitatorisch oder inhibitorisch miteinander ... - Tufted cells = Pinselzellen] Bulbus olfactorius, Dopamin und GABA ... periglomerular cell (main) Hauptanteil ... [peri = um ... herum, in der Umgebung von] glomerular layer (accessory) [Glomerulosus = reich an Gefäßknäueln] Calleja-Riechinseln an der Gehirnbasis (Insulae olfactoriae der Pars basalis des Telencephalons) Telencephalon = Endhirn; dazu gehören: Frontal-, Parietal, Okzipital- und Temporallappen In der Tiefe: Seitenventrikel (1. und 2. Hirnventrikel) Claustrum (gehört zu den Basalganglien) Striatum (Teil des extrapyramidalen Systems) [Quelle: neurolex.org/wiki/Category:Dopaminergic_neuron; abgerufen am 05.03.2012] Mitral- und Körnerzellen Die Synapsen (= ‚Umschaltstellen’) zwischen Mitral- und Körnerzellen sind ‚dendro-dendritisch’, d. h.: Beide Seiten sind Dendriten*, die Neurotransmitter freisetzen. Mitralzellen –> setzen Glutamat frei Körnerzellen –> setzen GABA frei * Dendriten = zuführende Nervenzellfortsätze: Sie nehmen Erregungsimpulse von benachbarten Nervenzellen auf und leiten sie weiter zum Zellkörper. -> Siehe dazu auch: Glossar – Nervenzellen, Nervenzellfortsätze Salz der Glutaminsäure: Exzitatorischer, erregender Neurotransmitter. (syn. 4-Aminobuttersäure) Gammaaminobuttersäure: Inhibitorischer, hemmender Neurotransmitter, der in ca. 30 % der Synapsen des ZNS nachweisbar ist. GABAA-Rezeptor: Ist ein ligandengesteuerter Cl--Kanal; hier wirken viele Hypnotika und Narkotika. GABAB-Rezeptoren: Vermitteln über G-Proteine eine verminderte Leitfähigkeit für Ca2+-Kanäle. - S. a. ANHANG: Stickstoffmonoxid - -> Siehe auch: Essen & Co.; Wunderwerk Gehirn; Nervensystem; Fragen, Fragen, Fragen – Galaktose/Fruktose/Glutathion/GABA (Basalganglien etc.); Glossar - GABA, GHB, GABA und Pankreas de.wikipedia.org/wiki/Olfaktorische Wahrnehmung, Riechkolben en.wikipedia.org/wiki/Olfactory bulb, Mitral cell Sind Chemorezeptoren/Chemosensoren. Sie liegen in den Riechfeldern im oberen Bereich der Nasenscheidewand und an der oberen Nasenmuschel in beiden Nasengängen. Chemorezeptoren/ Sind spezialisierte Zellen und Nervenendigungen, die chemische Reize in elektrische Erregungen umwandeln, z. B.: Geruchssensoren in der Riechschleimhaut -> Siehe auch: Bulbus olfactorius ... und Zunge Riechstörungen (Dysosmien) Riechstörungen treten oft zusammen mit Schmeckstörungen auf oder auch als sog. ‚Geruchsaura’, die einen epileptischen Anfall einleitet. Riechstörungen - Formen: Anosmie = völliges Fehlen des Riechvermögens, z. B. nach einer traumatischen oder infektiösen Schädigung des Riechepithels oder der Riechbahn oder beim ‚olfaktogenitalen Syndrom’ Hyposmie = herabgesetztes Riechvermögen, z. B. bei einem Schädel-Hirn-Trauma, einer Entzündung der Hirnnerven oder beim Parkinson-Syndrom Kakosmie = Täuschung des Riechempfindens (-> alles riecht ‚übel’) Parosmie = veränderte Wahrnehmung von Gerüchen, z. B. in der Schwangerschaft oder als ‚Geruchsaura’ bei Epilepsie Hyperosmie = gesteigerte Riechwahrnehmung, z. B. bei Epilepsie oder in der Schwangerschaft -> Siehe auch: Fragen, Fragen, Fragen – Epilepsie; Zum Nachdenken – Hypogonadismus (Olfaktogenitales Syndrom) Stickstoffmonoxid (NO) wird aus Arginin biosynthetisiert: Arginin ist Zwischenprodukt im Harnstoffzyklus und eine – im Säuglingsalter – essentielle Aminosäure. Im Harnstoffzyklus wird Ammoniak entgiftet, das v. a. beim Abbau von Aminosäuren entsteht ... -> Siehe dazu: Essen & Co. – Aminosäuren; Glossar – ATP; Zum Nachdenken – Hyperammonämie, Zellorganellen etc. Stickstoffmonoxid- Synthasen (NOS) ... sind „Ca2+-abhängige Enzmye, die in Anwesenheit von NADPH in 2 Schritten L-Arginin zu Stickstoffmonoxid und Citrullin reduzieren (Übertragung von 5 Elektronen).“ [Pschyrembel] Neuronale, endotheliale und induzierbare NOS Ca2+ = Calcium im Serum in ionisierter Form NADPH = gehört zu den Pyridinnukleotid-Coenzymen (= nicotinamidhaltige Coenzyme); NADPH steht normalerweise zur Verfügung für Biosynthesen - von z. B. Fettsäuren und Steroidhormonen (... dazu gehören auch die sog. ‚Stresshormone’ [Glukokortikoide] ...) Citrullin = (... und auch Ornithin ...) benötigt einen Carrier (Träger, Transporter) für den Transport zwischen Mitochondrien und Zytosol Elektronen = sind negativ geladen Neuronale NOS = in Nervenzellen Endotheliale NOS = in der Innenauskleidung der Gefäße -> Siehe auch: Dopamin & Co. – Ein Anfang, Die Stress-Reaktion; Glossar – Nervenzellen, Puffersysteme; Zum Nachdenken – Hyperammonämie, Zellorganellen (Mitochondrien, Zytosol) etc. Stickstoffmonoxid und Acetylcholin ... Nach Aktivierung der Acetylcholin-Rezeptoren der Endothelzellen* diffundiert Stickstoffmonoxid in die Muskelschicht. * Endothel = Innenauskleidung der Gefäße (einschichtiges Plattenepithel) Stickstoffmonoxid und cGMP ... Durch die vermehrte Bildung von cGMP (= cyclisches Guanosinmonophosphat) entspannt Stickstoffmonoxid die Muskelschicht. cGMP ist sog. ‚second messenger’ und vermittelt Hormonwirkungen, z. B. von: cGMP ist auch beteiligt an NO-vermittelten biochemischen Sehprozessen ... Essen & Co. – Acetylcholin, Fette, Kohlenhydrate etc.; Glossar – ATP/GTP, cAMP/cGMP, Second messenger; Zum Nachdenken – Cholin bindet an nicotinerge oder muscarinerge Rezeptoren der postsynaptischen Membran öffnet nicotinerge Na+-Kanäle führt zur Erhöhung von Inositol-1,4,5-trisphosphat und Diacylglycerol (m1-Subtyp des muscarinergen Rezeptors) hemmt die Adenylatcyclase* (m2-Subtyp des muscarinergen Rezeptors) * Adenylatcyclase ist ein membrangebundenes Enzym; es überführt ATP in cAMP. Inositol-1,4,5-trisphosphat und Diacylglycerol sind ‚second messenger’: Inositoltrisphosphat erhöht die intrazelluläre Ca2+-Konzentration; es wird frei nach Bindung an den Rezeptor aus Phosphatiden der Zellmembran. Diacylglycerol (syn. Diglycerid) ist mit 2 Fettsäuren verestertes Glycerol (syn. Glyzerin) und aktiviert die Proteinkinase C. [Phosphatide sind - lt. Pschyrembel - Plasmalogene und Glycerophospholipide] Plasmalogene werden in Peroxisomen biosynthetisiert: Peroxisomen (= sog. Microbodies; kugelförmige Organellen, die von einer einschichtigen Membran umhüllt sind) finden sich v. a. in Hepatozyten (Leberzellen) und in Zellen des Nierenepithels; sie enthalten Peroxidasen und Katalase. Peroxidasen ... nutzen Wasserstoffperoxid als Oxidationsmittel; sie haben häufig HÄM als prosthetische Gruppe. HÄM (= Bestandteil des Hämoglobins) ist wichtig für: Sauerstoffbindung -> im Hämoglobin (... und Myoglobin) Sauerstofftransport -> Hämoglobin Sauerstoffübertragung -> Monooxygenasen, Peroxidasen Elektronentransport -> Zytochrome (in der Atmungskette) [Prosthetische Gruppe: Hämoglobin (sog. ‚roter Blutfarbstoff’) besteht aus Globin und 4 Häm als prosthetische Gruppe ... Myoglobin ist ‚roter Muskelfarbstoff’.] -> Siehe dazu auch: Essen & Co. – Biosynthese der Porphyrine (Häm etc.); Glossar – Bilirubin (Häm, Hämoglobin und enterohepatischer Kreislauf) Katalase gehört zu den Oxidoreduktasen (= erste Hauptklasse der Enzyme) mit HÄM als prosthetischer Gruppe in jeder Untereinheit. Es spaltet toxisches Wasserstoffperoxid (2H2O2 -> 2H2O+O2). Vorkommen von Katalase: In Erythrozyten (rote Blutkörperchen) und in Peroxisomen vieler Organe (v. a. in der Leber und in der Niere), in Pflanzen und aeroben Mikroorganismen. „Man konnte im Laborversuch zeigen, daß Wasserstoffperoxid die Funktion des für die Melaninproduktion notwendigen Enzyms Tyrosinase durch Oxidation der in der Tyrosinase enthaltenen Aminosäure Methionin behindert.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoffperoxid] [Tyrosinase oxidiert die Aminosäure Tyrosin zu DOPA; Cofaktor: Cu2+ (Kupferionen). DOPA ist Zwischenprodukt in der Biosynthese von Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin und der Melanine.] -> Siehe auch: Essen & Co. – Phenylalanin (und Tyrosin, Tyrosinase); Fragen, Fragen, Fragen – Katalase; Glossar – Leukozyten (und Erythrozyten); Zum Nachdenken – Cholin (... und Methionin), Zellorganellen Glycerophospholipide sind Derviate (‚Abkömmlinge’) der Phosphatidsäuren. Phosphatidsäuren sind Zwischenprodukte in der Biosynthese der Phosphatide (= Plasmalogene und Glycerophospholipide; s. o.) und der Triglyceride. Phosphatidsäuren sind in Position 1 mit einer gesättigten und in Position 2 mit einer ungesättigten Fettsäure verestert. [Veresterung = Bildung eines Esters aus Alkohol und Säure unter Wasserabspaltung. Triglyceride = Neutralfette: Mit 3 Fettsäuren verestertes Glycerol; Zwischenstufen in der Biosynthese sind Phosphatidsäuren und Diacylglycerole (s. u.). -> Siehe auch: Essen & Co. – Fette, Fettstoffwechsel etc.] Zu den Glycerophospholipiden gehören z. B.: Vorkommen in verschiedenen Geweben und v. a. in Membranen der Mitochondrien -> Siehe dazu auch: Zum Nachdenken - Zellorganellen Hauptbestandteil von Surfactant; wird mit den Gallensäuren ausgeschieden -> Siehe dazu auch: Essen & Co. - Fette (Membranlipide Phosphatidylserin und Phosphatidylethanolamin) Vorkommen besonders häufig im Myelin (Myelin bildet die Myelinscheide = isolierende Schicht der markhaltigen Nervenfasern [Substantia alba]). -> Siehe dazu auch: Wunderwerk Gehirn – Substantia alba Syn. Diglyceride: Mit 2 Fettsäuren verestertes Glycerol (syn. Glycerin, ein Nebenprodukt der alkoholischen Gärung). Es entsteht ... durch Phosphokinase C (auch: Kreatinkinase/Creatinkinase) und aktiviert als ‚second messenger’ die Proteinkinase C (s. u.). Kreatinkinase/Creatinkinase; Abk. CK (frühere Bezeichnung: Creatinphosphokinase; Abk. CPK) ist ein intrazelluläres Enzym: Es phosphoryliert Kreatin in Abhängigkeit von ATP. Es gibt 3 Untereinheiten: Essen & Co. – Fette etc., Mengen- und Spurenelemente (Kreatinin, Niere) Glossar – ATP, Gärung, Leukozyten Reguliert Zellteilung und –proliferation (= -wucherung). Es gibt mindestens 12 verschiedene Untergruppen. Beta-Rezeptor (Adrenalin- und Noradrenalin-Rezeptor) Cytochrome P-450 (Hämoproteine der inneren Mitochondrienmembran) Die Tyrosinkinase oxidiert Tyrosin zu DOPA; Cofaktor ist Cu2+ (Kupfer). Die Tyrosinhydroxylase hydroxyliert Tyrosin zu DOPA; Cofaktoren sind Fe2+ (Eisen), Tetrahydrobiopterin und Sauerstoff. [Oxidation = Entzug von Elektronen Hydroxylierung = Einführung einer oder mehrerer OH-Gruppen (Hydroxygruppe; i. e. S. alle basischen und ‚zwitterhaften’ Salze der Metalle und des Ammoniums) in eine organische Verbindung] Zum Nachdenken: Tetrahydrobiopterin ... „Tetrahydrobiopterin wird in den Zellen in drei enzymatischen Schritten aus Guanosintriphosphat [GTP] hergestellt. ... Als Kofaktor wirkt es bei der von Phenylalaninhydroxylase katalysierten Umwandlung von Phenylalanin zu Tyrosin, bei Tyrosinhydroxylase die Umwandlung von Tyrosin in Levodopa, bei Tryptophanhydroxylase Tryptophan in 5-Hydroxytryptophan sowie bei NO-Synthase die Synthese von Stickstoffmonoxid.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Tetrahydrobiopterin] -> Siehe dazu auch: Essen & Co. – Citratzyklus, Erklärungs-ABC (Zytochrome etc.), Phenylalanin/Tyrosin, Triglyzeride (Proteinkinase C); Glossar – ATP (und GTP), GABA und Pankreas; Zum Nachdenken – Hyperammonämie; de.wikipedia.org/wiki/Ammonium etc. Essen & Co. – Aminosäuren, Phenylalanin/Tyrosin, Fette, Fettstoffwechsel, Glutathion und Vitamin K etc. Glossar – Hautschichten (Melanozyten, Melanin etc.), Nervenzellen Gedankensplitter – Blutchimärismus, Neuroleptika de.wikipedia.org/wiki/Phosphoglyceride en.wikipedia.org/wiki/Phospholipase C, Protein kinase C
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q-de-2199
Was sind Isotope?
Als Isotope (von ísos „gleich“ und tópos „Ort, Stelle“) bezeichnet man Atomarten, deren Atomkerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Sie haben die gleiche Ordnungszahl, stellen daher das gleiche Element dar, weisen aber verschiedene Massenzahlen auf; es gibt also Sauerstoffisotope, Eisenisotope usw. Die verschiedenen Isotope eines Elements verhalten sich chemisch fast identisch. Der Name kommt daher, dass die Isotope eines Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. Getrennt voneinander dargestellt werden sie in einer Nuklidkarte. Die Bezeichnung Isotop ist älter als der Begriff Nuklid, der ganz allgemein „Atomart“ bedeutet. „Isotop“ wird daher nach wie vor oft auch im Sinne von Nuklid benutzt, d. h. auch dann, wenn nicht nur von Atomen eines und desselben Elements die Rede ist. Der Begriff Isotop wurde von Frederick Soddy geprägt, der für seine Arbeiten und Erkenntnisse im Bereich der Isotope und Radionuklide 1921 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Von jedem bekannten Element, mit Ausnahme des erst 2006 erstmals synthetisierten Oganesson, sind mehrere Isotope nachgewiesen (s. Liste der Isotope und Nuklidkarte). Insgesamt gibt es rund 3300 bekannte Nuklide. Etwa 240 davon sind stabil. Alle anderen sind instabil, das heißt, ihre Atome wandeln sich durch radioaktiven Zerfall nach mehr oder weniger langer Zeit in andere Atome um. Bei manchen traditionell als stabil angesehenen Nukliden ist diese Zeit so lang, dass ihr Zerfall erst in heutiger Zeit entdeckt wurde oder noch in Experimenten gesucht wird. Von den 91 natürlich vorkommenden Elementen werden in der Natur 69 als Gemische mehrerer Isotope (Mischelemente) vorgefunden. Die übrigen 22 heißen Reinelemente. Das chemische Atomgewicht von Mischelementen ist der Durchschnittswert der verschiedenen Atommassen der beteiligten Isotope. Bezeichnung und Formelschreibweise Die Bezeichnungsweise ist in Nuklid ausführlich beschrieben. Im Text wird ein Isotop mit dem Elementnamen oder -symbol mit der angehängten Massenzahl bezeichnet, beispielsweise Sauerstoff-16 oder O-16, Eisen-56 oder Fe-56. Ausnahmen bilden manchmal die Wasserstoffisotope (siehe folgenden Abschnitt). Als Formelzeichen wird die Massenzahl dem Elementsymbol links oben hinzugefügt. Die Kernladungszahl ist schon durch den Namen (das Elementsymbol) gegeben, kann aber zusätzlich links unten an das Elementsymbol geschrieben werden, sofern sie – z. B. bei Kernreaktionen – von Interesse ist, wie in Tritt in der Bezeichnung noch ein m auf (z. B. 16m1N), so ist damit ein Kernisomer gemeint. Wenn hinter dem m eine Zahl steht, ist dies eine Nummerierung, falls mehrere Isomere existieren. Chemische Reaktionen von Isotopen Isotope eines Elements haben die gleiche Elektronenhülle. Dadurch unterscheiden sie sich nicht in der Art der möglichen Reaktionen, sondern nur in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit, weil diese etwas masseabhängig ist. Der relative Massenunterschied ist bei schweren Elementen allerdings sehr gering. Das Verhältnis der Atommassen von Uran-238 und Uran-235 beträgt 1 : 1,013; in ihrem chemischen Verhalten ist kein merklicher Unterschied, zum Trennen müssen physikalische Methoden eingesetzt werden (siehe Urananreicherung). Bei den Lithiumisotopen Lithium-7 und Lithium-6 beträgt das Verhältnis 1 : 1,17; hier sind physikalisch-chemische Trennmethoden möglich (siehe Lithium). Die Massenunterschiede der drei Wasserstoffisotope sind sehr groß (1H : 2H : 3H wie 1 : 2 : 3), weshalb sie chemisch leicht unterschiedlich reagieren und sogar eigene Namen und chemische Symbole erhielten: Das weitaus häufigste Wasserstoffisotop 1H wird auch als Protium oder leichter Wasserstoff bezeichnet. Das Isotop 2H wird auch als Deuterium oder schwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: D. Das Isotop 3H wird auch als Tritium oder überschwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: T. Das unterschiedliche chemisch-physikalische Verhalten von H und D zeigt sich bei der Elektrolyse von Wasser. Wasser mit dem normalen 1H reagiert bevorzugt und wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, während sich Wassermoleküle, die D (2H Deuterium, Schwerer Wasserstoff) enthalten, im Restwasser anreichern (gegenüber dem natürlichen Mengenverhältnis von etwa 1 : 7.000). Mischelemente und Reinelemente So gut wie alle auf der Erde natürlich vorkommenden Nuklide sind entweder stabil (d. h. ein Zerfall wurde nicht beobachtet) oder sind radioaktiv mit einer Halbwertszeit, die nicht wesentlich kleiner als das Erdalter ist. Diese bezeichnet man als primordiale Nuklide. Insgesamt sind etwa 245 stabile Nuklide bekannt (siehe Nuklidkarte: stabile Nuklide sind mit schwarzem Hintergrund dargestellt). Allerdings ist bei „stabil“ zu unterscheiden, ob der Zerfall des Nuklids naturgesetzlich ausgeschlossen erscheint oder ob er möglich erscheint, aber noch nicht beobachtet wurde. Die Anzahl der im letzteren Sinn stabilen Nuklide hat sich mit der Zeit immer wieder verringert: Durch verbesserte Nachweismethoden sind einige ehemals als stabil angesehene Nuklide später als radioaktiv erkannt worden. Mit dem Nachweis der Radioaktivität von Bismut-209 im Jahr 2003 ergab sich, dass Blei-208 das schwerste stabile Nuklid und somit Blei das schwerste Element mit stabilen Isotopen ist. In der Natur vorkommende Elemente sind meistens Mischelemente, d. h. Isotopengemische. Die meisten natürlichen Isotope hat Zinn mit 10 Isotopen, gefolgt von Xenon mit 9 natürlichen Isotopen, von denen 8 stabil sind. Elemente, die dagegen nur aus einem natürlichen Isotop bestehen, nennt man Reinelement. Ein Reinelement hat also genau ein primordiales Isotop. Diese Eigenschaft haben 19 stabile und 3 langlebige instabile Elemente. Bekannte Isotope Wasserstoff Wasserstoff ist das Element mit dem stärksten chemischen Isotopeneffekt. Schwerer Wasserstoff (2H oder Deuterium) dient im Schwerwasserreaktor als Moderator. Überschwerer Wasserstoff (3H oder Tritium) ist radioaktiv. Er entsteht in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung sowie in Kernreaktoren. Tritium wurde zwischen etwa 1960 und 1998 in Leuchtfarben für Uhr-Zifferblätter usw. verwendet. In größeren Mengen sollen Deuterium und Tritium in Zukunft als Brennstoff für Kernfusionsreaktoren gebraucht werden. Helium Helium ist das Element mit dem stärksten physikalischen Isotopeneffekt. Insbesondere im Tieftemperaturbereich verhalten sich die beiden Heliumisotope sehr verschieden, da 3He ein Fermion und 4He ein Boson ist. Kohlenstoff Ein bekanntes Isotop ist das radioaktive 14C, das zur Altersbestimmung von organischen Materialien (Archäologie) benutzt wird (Radiokohlenstoffmethode). Natürlicher Kohlenstoff liegt hauptsächlich in den stabilen Isotopen 12C und 13C vor. 14C entsteht in hohen atmosphärischen Schichten aus Stickstoff. Sauerstoff Das Verhältnis der beiden stabilen Sauerstoffisotope 18O und 16O wird zur Untersuchung von Paläo-Temperaturen herangezogen. Die stabilen Sauerstoffisotope eignen sich auch als natürliche Tracer in aquatischen Systemen. Uran Das Isotop 235U dient als Brennstoff in Kernkraftwerken. Für die meisten Reaktortypen muss das Natururan dazu an 235U angereichert werden. Fast reines 235U wird in manchen Kernwaffen verwendet. Isotope in der Analytik In Messungen des optischen Spektrums mit genügender Auflösung können Isotope eines Elements an ihren Spektrallinien unterschieden werden (Isotopieverschiebung). Die Isotopenzusammensetzung in einer Probe wird in der Regel mit einem Massenspektrometer bestimmt, im Fall von Spurenisotopen mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie. Radioaktive Isotope können oft anhand ihrer Zerfallsprodukte oder der abgegebenen ionisierenden Strahlung identifiziert werden. Isotope spielen ferner eine Rolle in der NMR-Spektroskopie. So hat beispielsweise das gewöhnliche Kohlenstoff-Isotop 12C kein magnetisches Moment und ist daher nicht beobachtbar. Untersuchungen am Kohlenstoff können daher nur mithilfe des wesentlich selteneren 13C-Isotops erfolgen. Isotope werden auch in der Aufklärung von Reaktionsmechanismen oder Metabolismen mit Hilfe der sogenannten Isotopenmarkierung verwendet. Die Isotopenzusammensetzung des Wassers ist an verschiedenen Orten der Welt verschieden und charakteristisch. Diese Unterschiede erlauben es etwa bei Lebensmitteln wie Wein oder Käse, die Deklaration des Ursprungsortes zu überprüfen. Die Untersuchung von bestimmten Isotopen-Mustern (insbesondere 13C-Isotopen-Mustern) in organischen Molekülen wird als Isotopomeren-Analyse bezeichnet. Sie erlaubt unter anderem die Bestimmung intrazellulärer Stoffflüsse in lebenden Zellen. Darüber hinaus ist die Analyse von 13C/12C-, 15N/14N- sowie 34S/32S-Verhältnissen in der Ökologie heute weit verbreitet. Anhand der Fraktionierung lassen sich Stoffflüsse in Nahrungsnetzen nachverfolgen oder die Trophieniveaus einzelner Arten bestimmen. Auch in der Medizin dienen stabile Isotope als natürliche Tracer. In der Hydrologie werden aus den Konzentrationsverhältnissen von Isotopen Rückschlüsse auf hydrologische Prozesse gezogen. Der Wasserkreislauf begleitet die meisten Stoffflüsse ober- und unterhalb der Erdoberfläche. Das Vienna Standard Mean Ocean Water (VSMOV) dient oft als Referenz. Die Geochemie befasst sich mit Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser und Erdatmosphäre. Siehe auch Liste der Isotope Periodensystem (PSE) mit Anzahl der Isotope Nuklidkarte Literatur Werner Stolz: Radioaktivität. Grundlagen, Messung, Anwendungen. 5. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2005, ISBN 3-519-53022-8. Bogdan Povh, K. Rith, C. Scholz, F. Zetsche: Teilchen und Kerne. Eine Einführung in die physikalischen Konzepte. 7. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-36685-0. Klaus Bethge, Gertrud Walter, Bernhard Wiedemann: Kernphysik. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2001, ISBN 3-540-41444-4. Hanno Krieger: Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 2. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8351-0199-9. Weblinks Große Isotopentabelle bei der International Atomic Energy Agency (IAEA) Einzelnachweise Kernphysik Kernchemie Geochronologie
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Was sind Isotope?
Als Isotope (von ísos „gleich“ und tópos „Ort, Stelle“) bezeichnet man Atomarten, deren Atomkerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Sie haben die gleiche Ordnungszahl, stellen daher das gleiche Element dar, weisen aber verschiedene Massenzahlen auf; es gibt also Sauerstoffisotope, Eisenisotope usw. Die verschiedenen Isotope eines Elements verhalten sich chemisch fast identisch. Der Name kommt daher, dass die Isotope eines Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. Getrennt voneinander dargestellt werden sie in einer Nuklidkarte. Die Bezeichnung Isotop ist älter als der Begriff Nuklid, der ganz allgemein „Atomart“ bedeutet. „Isotop“ wird daher nach wie vor oft auch im Sinne von Nuklid benutzt, d. h. auch dann, wenn nicht nur von Atomen eines und desselben Elements die Rede ist. Der Begriff Isotop wurde von Frederick Soddy geprägt, der für seine Arbeiten und Erkenntnisse im Bereich der Isotope und Radionuklide 1921 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Von jedem bekannten Element, mit Ausnahme des erst 2006 erstmals synthetisierten Oganesson, sind mehrere Isotope nachgewiesen (s. Liste der Isotope und Nuklidkarte). Insgesamt gibt es rund 3300 bekannte Nuklide. Etwa 240 davon sind stabil. Alle anderen sind instabil, das heißt, ihre Atome wandeln sich durch radioaktiven Zerfall nach mehr oder weniger langer Zeit in andere Atome um. Bei manchen traditionell als stabil angesehenen Nukliden ist diese Zeit so lang, dass ihr Zerfall erst in heutiger Zeit entdeckt wurde oder noch in Experimenten gesucht wird. Von den 91 natürlich vorkommenden Elementen werden in der Natur 69 als Gemische mehrerer Isotope (Mischelemente) vorgefunden. Die übrigen 22 heißen Reinelemente. Das chemische Atomgewicht von Mischelementen ist der Durchschnittswert der verschiedenen Atommassen der beteiligten Isotope. Bezeichnung und Formelschreibweise Die Bezeichnungsweise ist in Nuklid ausführlich beschrieben. Im Text wird ein Isotop mit dem Elementnamen oder -symbol mit der angehängten Massenzahl bezeichnet, beispielsweise Sauerstoff-16 oder O-16, Eisen-56 oder Fe-56. Ausnahmen bilden manchmal die Wasserstoffisotope (siehe folgenden Abschnitt). Als Formelzeichen wird die Massenzahl dem Elementsymbol links oben hinzugefügt. Die Kernladungszahl ist schon durch den Namen (das Elementsymbol) gegeben, kann aber zusätzlich links unten an das Elementsymbol geschrieben werden, sofern sie – z. B. bei Kernreaktionen – von Interesse ist, wie in Tritt in der Bezeichnung noch ein m auf (z. B. 16m1N), so ist damit ein Kernisomer gemeint. Wenn hinter dem m eine Zahl steht, ist dies eine Nummerierung, falls mehrere Isomere existieren. Chemische Reaktionen von Isotopen Isotope eines Elements haben die gleiche Elektronenhülle. Dadurch unterscheiden sie sich nicht in der Art der möglichen Reaktionen, sondern nur in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit, weil diese etwas masseabhängig ist. Der relative Massenunterschied ist bei schweren Elementen allerdings sehr gering. Das Verhältnis der Atommassen von Uran-238 und Uran-235 beträgt 1 : 1,013; in ihrem chemischen Verhalten ist kein merklicher Unterschied, zum Trennen müssen physikalische Methoden eingesetzt werden (siehe Urananreicherung). Bei den Lithiumisotopen Lithium-7 und Lithium-6 beträgt das Verhältnis 1 : 1,17; hier sind physikalisch-chemische Trennmethoden möglich (siehe Lithium). Die Massenunterschiede der drei Wasserstoffisotope sind sehr groß (1H : 2H : 3H wie 1 : 2 : 3), weshalb sie chemisch leicht unterschiedlich reagieren und sogar eigene Namen und chemische Symbole erhielten: Das weitaus häufigste Wasserstoffisotop 1H wird auch als Protium oder leichter Wasserstoff bezeichnet. Das Isotop 2H wird auch als Deuterium oder schwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: D. Das Isotop 3H wird auch als Tritium oder überschwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: T. Das unterschiedliche chemisch-physikalische Verhalten von H und D zeigt sich bei der Elektrolyse von Wasser. Wasser mit dem normalen 1H reagiert bevorzugt und wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, während sich Wassermoleküle, die D (2H Deuterium, Schwerer Wasserstoff) enthalten, im Restwasser anreichern (gegenüber dem natürlichen Mengenverhältnis von etwa 1 : 7.000). Mischelemente und Reinelemente So gut wie alle auf der Erde natürlich vorkommenden Nuklide sind entweder stabil (d. h. ein Zerfall wurde nicht beobachtet) oder sind radioaktiv mit einer Halbwertszeit, die nicht wesentlich kleiner als das Erdalter ist. Diese bezeichnet man als primordiale Nuklide. Insgesamt sind etwa 245 stabile Nuklide bekannt (siehe Nuklidkarte: stabile Nuklide sind mit schwarzem Hintergrund dargestellt). Allerdings ist bei „stabil“ zu unterscheiden, ob der Zerfall des Nuklids naturgesetzlich ausgeschlossen erscheint oder ob er möglich erscheint, aber noch nicht beobachtet wurde. Die Anzahl der im letzteren Sinn stabilen Nuklide hat sich mit der Zeit immer wieder verringert: Durch verbesserte Nachweismethoden sind einige ehemals als stabil angesehene Nuklide später als radioaktiv erkannt worden. Mit dem Nachweis der Radioaktivität von Bismut-209 im Jahr 2003 ergab sich, dass Blei-208 das schwerste stabile Nuklid und somit Blei das schwerste Element mit stabilen Isotopen ist. In der Natur vorkommende Elemente sind meistens Mischelemente, d. h. Isotopengemische. Die meisten natürlichen Isotope hat Zinn mit 10 Isotopen, gefolgt von Xenon mit 9 natürlichen Isotopen, von denen 8 stabil sind. Elemente, die dagegen nur aus einem natürlichen Isotop bestehen, nennt man Reinelement. Ein Reinelement hat also genau ein primordiales Isotop. Diese Eigenschaft haben 19 stabile und 3 langlebige instabile Elemente. Bekannte Isotope Wasserstoff Wasserstoff ist das Element mit dem stärksten chemischen Isotopeneffekt. Schwerer Wasserstoff (2H oder Deuterium) dient im Schwerwasserreaktor als Moderator. Überschwerer Wasserstoff (3H oder Tritium) ist radioaktiv. Er entsteht in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung sowie in Kernreaktoren. Tritium wurde zwischen etwa 1960 und 1998 in Leuchtfarben für Uhr-Zifferblätter usw. verwendet. In größeren Mengen sollen Deuterium und Tritium in Zukunft als Brennstoff für Kernfusionsreaktoren gebraucht werden. Helium Helium ist das Element mit dem stärksten physikalischen Isotopeneffekt. Insbesondere im Tieftemperaturbereich verhalten sich die beiden Heliumisotope sehr verschieden, da 3He ein Fermion und 4He ein Boson ist. Kohlenstoff Ein bekanntes Isotop ist das radioaktive 14C, das zur Altersbestimmung von organischen Materialien (Archäologie) benutzt wird (Radiokohlenstoffmethode). Natürlicher Kohlenstoff liegt hauptsächlich in den stabilen Isotopen 12C und 13C vor. 14C entsteht in hohen atmosphärischen Schichten aus Stickstoff. Sauerstoff Das Verhältnis der beiden stabilen Sauerstoffisotope 18O und 16O wird zur Untersuchung von Paläo-Temperaturen herangezogen. Die stabilen Sauerstoffisotope eignen sich auch als natürliche Tracer in aquatischen Systemen. Uran Das Isotop 235U dient als Brennstoff in Kernkraftwerken. Für die meisten Reaktortypen muss das Natururan dazu an 235U angereichert werden. Fast reines 235U wird in manchen Kernwaffen verwendet. Isotope in der Analytik In Messungen des optischen Spektrums mit genügender Auflösung können Isotope eines Elements an ihren Spektrallinien unterschieden werden (Isotopieverschiebung). Die Isotopenzusammensetzung in einer Probe wird in der Regel mit einem Massenspektrometer bestimmt, im Fall von Spurenisotopen mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie. Radioaktive Isotope können oft anhand ihrer Zerfallsprodukte oder der abgegebenen ionisierenden Strahlung identifiziert werden. Isotope spielen ferner eine Rolle in der NMR-Spektroskopie. So hat beispielsweise das gewöhnliche Kohlenstoff-Isotop 12C kein magnetisches Moment und ist daher nicht beobachtbar. Untersuchungen am Kohlenstoff können daher nur mithilfe des wesentlich selteneren 13C-Isotops erfolgen. 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Lithium-Ionen-Batterien Teleco (LiFePO4) Die innovativen Batterien von Teleco mit Lithium-Ionen-Technologie sind eigens für Freizeitfahrzeuge konzipiert. Im Vergleich zu herkömmlichen Batterien weisen sie zahlreiche Vorteile auf: Sie sind bis zu 70 % leichter und kleiner. Sie laden sich viel schneller auf und erreichen die volle Ladung in weniger als einer Stunde. Sie haben eine sehr lange Lebensdauer. Sie erreichen zu 5000 Entladezyklen, praktisch 10 Mal mehr als eine herkömmliche Bleibatterie. Sie können in jeder beliebigen Position montiert werden. Sie ermöglichen den Anlauf von Lasten mit extrem hohen Anlaufstrom. Dank des Einsatzes der Lithium-Ionen-Eisenphosphat-Technologie (LiFePO4 oder LFP) sind sie sicher. Sie sind umweltfreundlich, weil sie Materialien mit geringer Umweltbelastung verwenden: Sie verwenden kein Blei oder andere schädliche Materialien gemäß ROHS. Die (professionellen) Batterien TLI Extra Pro unterscheiden sich von anderen am Markt vorhandenen Lithium-Batterien durch ihre hohe Energiedichte: Bei gleichem Gewicht und gleicher Größe speichern sie eine wesentlich höhere Energiemenge. Die Batterien TLI Extra enthalten ein hochentwickeltes „Battery Management System“ (BMS), das die Spannung jeder Zelle sowohl während der Auflade- als auch während der Entladephase steuert und somit ihre Lebensdauer erhöht. Das BMS gewährleistet ebenfalls den Schutz vor Ausfällen durch hohe Temperaturen, Überlastungen und zu tiefe Entladungen. Merkmale des BMS: Integrierte CANBUS-Kommunikation Integrierte BMS-Steuerelektronik mit programmierbaren Ein/Ausgängen Integriertes Relais für die Sicherheitsauslösung Externe Schutzsicherung Autosleep Mode-Funktion und Wakeup-Taste USB-Anschluss für Diagnose und Fehlerprotokoll (optionales) Bedienfeld mit Ladezustandsanzeige und Ein-/Ausgangssteuerung aus dem Lagermodus Das BMS gewährleistet ebenfalls den Schutz vor Ausfällen durch hohe Temperaturen, Überlastungen und zu tiefe Entladungen. Für jeden einzelnen Produktionsschritt einzeln ausgeführte Qualitätskontrolle Montage in ITALIEN Ausgewählte Komponenten der jüngsten Generation Nennspannung 12,8V 12,8V 12,8V 12,8V Kapazität 102 Ah 119 Ah 408 Ah 204 Ah Energie 1305 Wh 1524 Wh 5223 Wh 5223 Wh Dauerentladestrom 100 Amp 135 Amp 200 Amp 200 Amp Spitzenentladung 30 s 200 Amp 200 Amp 400 Amp 400 Amp Empfohlener Endladestrom bei 25°C 20 Amp 20 Amp 80 Amp 40 Amp Max. Ladestrom bei 25°C 40 Amp 40 Amp 160 Amp 80 Amp Dauer 2500 Zyklen bei 80% DOD bei 25°C mit Restenergie 60 % (Ladung-Entladung 1C) Nutzdauer 5/7 Jahre Ladespannung 14.4 V 14.4 V 14.4 V 14.4 V MAX. Ladespannung 14.6 V 14.6 V 14.6 V 14.6 V Gewicht 14,2 Kg 15,9 Kg 51 Kg 51 Kg Abmessungen [mm] (einschließlich Klemmen und Griffe) 342 x 184 x H195 342 x 184 x H195 660 x 192 x H340 660 x 192 x H340 Klemme Pos. DX M8 Pos. DX M8 Pos. Front M8 Pos. Front M8 Temperatur -20 / +60 °C bei Betrieb; -10 / +35 °C für Langzeitlagerung Zertifizierungen Elektromagnetische Verträglichkeit [EN 61000-6-1, EN 610000-6-3] CE-Konformität Äquivalente Bleibatterie ca. 130 Ah 160 Ah 600 Ah 2x280 Ah Die Batterien TLI Extra unterscheiden sich von anderen am Markt vorhandenen Lithium-Batterien durch ihre hohe Energiedichte: Bei gleichem Gewicht und gleicher Größe speichern sie eine wesentlich höhere Energiemenge. Die Batterien TLI Extra sind mit einem äußerst zuverlässigen internen „Battery Management System“ (BMS) ausgestattet. Das BMS gewährleistet die Sicherheit und Effizienz der Batterie, überwacht die Temperatur der Elektronik und der Zellen und regelt die Spannung jeder Zelle, um den besten Ausgleich zu erhalten. Nennspannung 12,8V 12,8V 12,8V Kapazität 100 Ah 160 Ah 200 Ah Energie 1280 Wh 2048 Wh 2560 Wh Dauerentladestrom 100 Amp 100 Amp 200 Amp Empfohlener Endladestrom bei 25°C 20 Amp 32 Amp 40 Amp Max. Ladestrom bei 25°C 100 Amp 100 Amp 200 Amp Dauer 2000 Zyklen bei 80% DOD bei 25°C mit Restenergie 60 % (Ladung-Entladung 1C) Nutzdauer 5/7 Anni Ladespannung 14.6 V 14.6 V 14.6 V MAX. Ladespannung 15.4 V 15.4 V 15.4 V Gewicht 11,5 Kg 22 Kg 24 Kg Abmessungen [mm] 305 x 169 x H210 484.7 x 169.7 x H240.8 485 x 170 x H241 Klemme M8 M8 M8 Temperatur 0°C / +45 °C für Ladung -20°C / +60 °C für Entladung -10°C / +50°C für Langzeitlagerung Zertifizierungen IEC62133, UN38.3 CE-Konformität Äquivalente Bleibatterie ca. 130 Ah 220 Ah 280 Ah
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Was sind Isotope?
Als Isotope (von ísos „gleich“ und tópos „Ort, Stelle“) bezeichnet man Atomarten, deren Atomkerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Sie haben die gleiche Ordnungszahl, stellen daher das gleiche Element dar, weisen aber verschiedene Massenzahlen auf; es gibt also Sauerstoffisotope, Eisenisotope usw. Die verschiedenen Isotope eines Elements verhalten sich chemisch fast identisch. Der Name kommt daher, dass die Isotope eines Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. Getrennt voneinander dargestellt werden sie in einer Nuklidkarte. Die Bezeichnung Isotop ist älter als der Begriff Nuklid, der ganz allgemein „Atomart“ bedeutet. „Isotop“ wird daher nach wie vor oft auch im Sinne von Nuklid benutzt, d. h. auch dann, wenn nicht nur von Atomen eines und desselben Elements die Rede ist. Der Begriff Isotop wurde von Frederick Soddy geprägt, der für seine Arbeiten und Erkenntnisse im Bereich der Isotope und Radionuklide 1921 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Von jedem bekannten Element, mit Ausnahme des erst 2006 erstmals synthetisierten Oganesson, sind mehrere Isotope nachgewiesen (s. Liste der Isotope und Nuklidkarte). Insgesamt gibt es rund 3300 bekannte Nuklide. Etwa 240 davon sind stabil. Alle anderen sind instabil, das heißt, ihre Atome wandeln sich durch radioaktiven Zerfall nach mehr oder weniger langer Zeit in andere Atome um. Bei manchen traditionell als stabil angesehenen Nukliden ist diese Zeit so lang, dass ihr Zerfall erst in heutiger Zeit entdeckt wurde oder noch in Experimenten gesucht wird. Von den 91 natürlich vorkommenden Elementen werden in der Natur 69 als Gemische mehrerer Isotope (Mischelemente) vorgefunden. Die übrigen 22 heißen Reinelemente. Das chemische Atomgewicht von Mischelementen ist der Durchschnittswert der verschiedenen Atommassen der beteiligten Isotope. Bezeichnung und Formelschreibweise Die Bezeichnungsweise ist in Nuklid ausführlich beschrieben. Im Text wird ein Isotop mit dem Elementnamen oder -symbol mit der angehängten Massenzahl bezeichnet, beispielsweise Sauerstoff-16 oder O-16, Eisen-56 oder Fe-56. Ausnahmen bilden manchmal die Wasserstoffisotope (siehe folgenden Abschnitt). Als Formelzeichen wird die Massenzahl dem Elementsymbol links oben hinzugefügt. Die Kernladungszahl ist schon durch den Namen (das Elementsymbol) gegeben, kann aber zusätzlich links unten an das Elementsymbol geschrieben werden, sofern sie – z. B. bei Kernreaktionen – von Interesse ist, wie in Tritt in der Bezeichnung noch ein m auf (z. B. 16m1N), so ist damit ein Kernisomer gemeint. Wenn hinter dem m eine Zahl steht, ist dies eine Nummerierung, falls mehrere Isomere existieren. Chemische Reaktionen von Isotopen Isotope eines Elements haben die gleiche Elektronenhülle. Dadurch unterscheiden sie sich nicht in der Art der möglichen Reaktionen, sondern nur in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit, weil diese etwas masseabhängig ist. Der relative Massenunterschied ist bei schweren Elementen allerdings sehr gering. Das Verhältnis der Atommassen von Uran-238 und Uran-235 beträgt 1 : 1,013; in ihrem chemischen Verhalten ist kein merklicher Unterschied, zum Trennen müssen physikalische Methoden eingesetzt werden (siehe Urananreicherung). Bei den Lithiumisotopen Lithium-7 und Lithium-6 beträgt das Verhältnis 1 : 1,17; hier sind physikalisch-chemische Trennmethoden möglich (siehe Lithium). Die Massenunterschiede der drei Wasserstoffisotope sind sehr groß (1H : 2H : 3H wie 1 : 2 : 3), weshalb sie chemisch leicht unterschiedlich reagieren und sogar eigene Namen und chemische Symbole erhielten: Das weitaus häufigste Wasserstoffisotop 1H wird auch als Protium oder leichter Wasserstoff bezeichnet. Das Isotop 2H wird auch als Deuterium oder schwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: D. Das Isotop 3H wird auch als Tritium oder überschwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: T. Das unterschiedliche chemisch-physikalische Verhalten von H und D zeigt sich bei der Elektrolyse von Wasser. Wasser mit dem normalen 1H reagiert bevorzugt und wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, während sich Wassermoleküle, die D (2H Deuterium, Schwerer Wasserstoff) enthalten, im Restwasser anreichern (gegenüber dem natürlichen Mengenverhältnis von etwa 1 : 7.000). Mischelemente und Reinelemente So gut wie alle auf der Erde natürlich vorkommenden Nuklide sind entweder stabil (d. h. ein Zerfall wurde nicht beobachtet) oder sind radioaktiv mit einer Halbwertszeit, die nicht wesentlich kleiner als das Erdalter ist. Diese bezeichnet man als primordiale Nuklide. Insgesamt sind etwa 245 stabile Nuklide bekannt (siehe Nuklidkarte: stabile Nuklide sind mit schwarzem Hintergrund dargestellt). Allerdings ist bei „stabil“ zu unterscheiden, ob der Zerfall des Nuklids naturgesetzlich ausgeschlossen erscheint oder ob er möglich erscheint, aber noch nicht beobachtet wurde. Die Anzahl der im letzteren Sinn stabilen Nuklide hat sich mit der Zeit immer wieder verringert: Durch verbesserte Nachweismethoden sind einige ehemals als stabil angesehene Nuklide später als radioaktiv erkannt worden. Mit dem Nachweis der Radioaktivität von Bismut-209 im Jahr 2003 ergab sich, dass Blei-208 das schwerste stabile Nuklid und somit Blei das schwerste Element mit stabilen Isotopen ist. In der Natur vorkommende Elemente sind meistens Mischelemente, d. h. Isotopengemische. Die meisten natürlichen Isotope hat Zinn mit 10 Isotopen, gefolgt von Xenon mit 9 natürlichen Isotopen, von denen 8 stabil sind. Elemente, die dagegen nur aus einem natürlichen Isotop bestehen, nennt man Reinelement. Ein Reinelement hat also genau ein primordiales Isotop. Diese Eigenschaft haben 19 stabile und 3 langlebige instabile Elemente. Bekannte Isotope Wasserstoff Wasserstoff ist das Element mit dem stärksten chemischen Isotopeneffekt. Schwerer Wasserstoff (2H oder Deuterium) dient im Schwerwasserreaktor als Moderator. Überschwerer Wasserstoff (3H oder Tritium) ist radioaktiv. Er entsteht in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung sowie in Kernreaktoren. Tritium wurde zwischen etwa 1960 und 1998 in Leuchtfarben für Uhr-Zifferblätter usw. verwendet. In größeren Mengen sollen Deuterium und Tritium in Zukunft als Brennstoff für Kernfusionsreaktoren gebraucht werden. Helium Helium ist das Element mit dem stärksten physikalischen Isotopeneffekt. Insbesondere im Tieftemperaturbereich verhalten sich die beiden Heliumisotope sehr verschieden, da 3He ein Fermion und 4He ein Boson ist. Kohlenstoff Ein bekanntes Isotop ist das radioaktive 14C, das zur Altersbestimmung von organischen Materialien (Archäologie) benutzt wird (Radiokohlenstoffmethode). Natürlicher Kohlenstoff liegt hauptsächlich in den stabilen Isotopen 12C und 13C vor. 14C entsteht in hohen atmosphärischen Schichten aus Stickstoff. Sauerstoff Das Verhältnis der beiden stabilen Sauerstoffisotope 18O und 16O wird zur Untersuchung von Paläo-Temperaturen herangezogen. Die stabilen Sauerstoffisotope eignen sich auch als natürliche Tracer in aquatischen Systemen. Uran Das Isotop 235U dient als Brennstoff in Kernkraftwerken. Für die meisten Reaktortypen muss das Natururan dazu an 235U angereichert werden. Fast reines 235U wird in manchen Kernwaffen verwendet. Isotope in der Analytik In Messungen des optischen Spektrums mit genügender Auflösung können Isotope eines Elements an ihren Spektrallinien unterschieden werden (Isotopieverschiebung). Die Isotopenzusammensetzung in einer Probe wird in der Regel mit einem Massenspektrometer bestimmt, im Fall von Spurenisotopen mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie. Radioaktive Isotope können oft anhand ihrer Zerfallsprodukte oder der abgegebenen ionisierenden Strahlung identifiziert werden. Isotope spielen ferner eine Rolle in der NMR-Spektroskopie. So hat beispielsweise das gewöhnliche Kohlenstoff-Isotop 12C kein magnetisches Moment und ist daher nicht beobachtbar. Untersuchungen am Kohlenstoff können daher nur mithilfe des wesentlich selteneren 13C-Isotops erfolgen. Isotope werden auch in der Aufklärung von Reaktionsmechanismen oder Metabolismen mit Hilfe der sogenannten Isotopenmarkierung verwendet. Die Isotopenzusammensetzung des Wassers ist an verschiedenen Orten der Welt verschieden und charakteristisch. Diese Unterschiede erlauben es etwa bei Lebensmitteln wie Wein oder Käse, die Deklaration des Ursprungsortes zu überprüfen. Die Untersuchung von bestimmten Isotopen-Mustern (insbesondere 13C-Isotopen-Mustern) in organischen Molekülen wird als Isotopomeren-Analyse bezeichnet. Sie erlaubt unter anderem die Bestimmung intrazellulärer Stoffflüsse in lebenden Zellen. Darüber hinaus ist die Analyse von 13C/12C-, 15N/14N- sowie 34S/32S-Verhältnissen in der Ökologie heute weit verbreitet. Anhand der Fraktionierung lassen sich Stoffflüsse in Nahrungsnetzen nachverfolgen oder die Trophieniveaus einzelner Arten bestimmen. Auch in der Medizin dienen stabile Isotope als natürliche Tracer. In der Hydrologie werden aus den Konzentrationsverhältnissen von Isotopen Rückschlüsse auf hydrologische Prozesse gezogen. Der Wasserkreislauf begleitet die meisten Stoffflüsse ober- und unterhalb der Erdoberfläche. Das Vienna Standard Mean Ocean Water (VSMOV) dient oft als Referenz. Die Geochemie befasst sich mit Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser und Erdatmosphäre. Siehe auch Liste der Isotope Periodensystem (PSE) mit Anzahl der Isotope Nuklidkarte Literatur Werner Stolz: Radioaktivität. Grundlagen, Messung, Anwendungen. 5. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2005, ISBN 3-519-53022-8. Bogdan Povh, K. Rith, C. Scholz, F. Zetsche: Teilchen und Kerne. Eine Einführung in die physikalischen Konzepte. 7. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-36685-0. Klaus Bethge, Gertrud Walter, Bernhard Wiedemann: Kernphysik. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2001, ISBN 3-540-41444-4. Hanno Krieger: Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 2. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8351-0199-9. Weblinks Große Isotopentabelle bei der International Atomic Energy Agency (IAEA) Einzelnachweise Kernphysik Kernchemie Geochronologie
ISPO 2016 – Teil 1: Technische Finessen bei Ski & Schuh - SnowTrex Magazin Material & Ausrüstung ISPO 2016 – Teil 1: Technische Finessen bei Ski & Schuh ISPO 2016 – Teil 1: Technische Finessen bei Ski & Schuh 3. Februar 2016 - Katharina Teudt Auf der ISPO präsentierten alle kleinen und großen Hersteller ihre Produkt-Highlights, die im Herbst 2016 in die Läden kommen. Große Themen im Ski-Bereich sind nach wie vor Leichtigkeit, Vielseitigkeit und Skitouring. Von Schildkrötenpanzer bis zur infrarot-sensiblen Schuhschale waren wieder einige außergewöhnliche Technologien dabei. Messe-Stand von Nordica mit vielen Neuheiten. Die Innovationskraft der Sportartikelhersteller ist allgemein groß. Die Konstrukteure schrauben am Feintuning ihrer ohnehin sehr ausgereiften Technologien und in manchen Saisons ist ein bahnbrechendes Novum dabei. Wie jedes Jahr liegt auch diesen Winter der Fokus auf vielseitigen und leichten Skimodellen, etwa fürs Skitouring, bei gleichzeitig starker Abfahrtsperformance. In der Grauzone zwischen Pisten- und Allmountain-Bereich hat sich auch einiges getan, so haben diverse Hersteller ihre Ski- und Schuh-Serien optimiert und neue technische Finessen machen Furore. Brandneues für die Piste Die Münchner Ski-Manufaktur Indigo präsentierte auf der Messe ihr neues Ski-Konzept. Es nennt sich ACR und gewann prompt einen ISPO Gold Award. Was steckt dahinter? „Zwei Ski in einem“, so das Motto. Die Technologie erinnert zunächst ein wenig an das Amphibio-Prinzip des slowenischen Skiherstellers Elan, doch geht es bei Indigo nicht um die unterschiedliche Vorspannung, sondern um das eingesetzte Material. Hinzu kommt außerdem ein trennendes Element. Die Skier sind oben und unten der Länge nach tatsächlich durch einen Schlitz geteilt. So kann die linke von der rechten Seite, sowohl an der Schaufel als auch am Skiende, unabhängig reagieren. Das ist entscheidend für den Clou des Modells: Auf der einen Kante ist Fiberglas, auf der andere Carbon verarbeitet. Tauscht man den linken und rechten Ski, ändern sich die Fahreigenschaften radikal. Für die harte, vereiste Piste am Morgen muss die Carbon-Seite innen liegen, für die Schwünge im weichen Sulz am Nachmittag kommt die Glasfiber-Seite nach innen. Der Trick ist also ein Technologie-Gemisch, für das der Fahrer einfach die Skier von links nach rechts tauschen muss. Der ACR von Indigo Im alpinen Rennskibereich hat Fischer mit der Curv-Serie die nächste große Geschichte in Sachen hochwertiger Rennskier parat. Das eingesetzte Material ist dem der Weltcup-Fahrer sehr ähnlich, so geben das spezielle Carbon-Laminat Diagotex, hochstabile Titanalbegurtung und ein original Weltcup-Belag dem Ski den Profi-Schliff. Die Bauweise ermöglicht eine spritzige Kurvendynamik, die allerdings nur von sehr guten Fahrern optimal zu beherrschen ist. Die Curv-Linie ist das Messehighlight von Fischer. Auch bei den Schweizern von Stöckli gibt es eine ganz neue Technologie: die Turtle Shell. Die Oberfläche besteht aus zahlreichen kleinen Platten und Fugen, welche die Platten beweglich halten. Wird Druck daraus ausgeübt, zum Beispiel beim Aufkanten oder bei hoher Fahrgeschwindigkeit, verzahnen sich die Platten und bilden eine harte Oberfläche. So liefert das Prinzip Schildkröten-Panzer einen Ski mit sehr breitem Einsatzbereich. Unter anderem trägt das aktuelle Highlight-Modell Laser SX den Turtle Shell und hat so je nach Geschwindigkeit immer die richtige Steifigkeit. Der Stöckli-Ski Laser SX mit neuer Turtle Shell-Technologie. Leicht, leichter, Allmountain Gewichtsreduktion spielt auch bei den aktuellen Skiern und Skischuhen wieder eine große Rolle. Dabei soll die Pistenperformance nicht zugunsten der Geländetauglichkeit beeinträchtigt werden. In diese Richtung bewegt sich Atomic mit seinen Serien-Updates. Der Verkaufsschlager unter den Allmountain-Skischuhen, der Hawx, ist ab nächster Saison in der Version Hawx Ultra um 25 Prozent leichter. Das liegt vor allem an seiner Progressive Shell, einer ausgedünnten Schale, die nur an den nötigsten Stellen verstärkt wurde. Das Highlight-Modell bei den Allmountain-Skiern ist der Vantage X, der diese Saison um ganze 20 Prozent leichter daherkommt. Auch die Raceski-Serie Redster von Atomic wird mehr und mehr auf den Allmountain-Bereich ausgerichtet. Der Vantage X von Atomic. © Mirja Geh Salomon legt mit dem QST einen neu konstruierten Allmountain-Ski vor. Die relativ breiten Latten zeichnen sich vor allem durch einen 3D-gefrästen Holzkern aus. Dieser ist mit einem speziellen Carbon-Flachs-Gemisch verstärkt, dem sogenannten CFX Superfiber. Dadurch wird der Ski sehr stabil und dämpft optimal. Unser Lieblingsmodell der neuen QST-Serie von Salomon in strahlendem Blau. Da sich das Skitourengehen längst vom Trend zum etablierten Bergsport gemausert hat, sind auch die Tourenski fester Bestandteil der Ski-Kollektionen. So kommt man in diesem Segment auch nicht mehr an La Sportiva vorbei. Der Skitouren-Spezialist kommt diesen Winter mit der ganz neuen Linie Maximo LS heraus. Die Modelle wurden in Zusammenarbeit mit dem italienischen Unternehmen SkiTrab entwickelt. Das besondere an den Skiern ist ihr Kern, der aus einem sehr leichten Holz besteht, das mit Fiberglas ummantelt ist. Das macht ihn sehr widerstandsfähig und doch leicht. Außerdem passt sich der Flex dem Terrain an und eine Fiberglasplatte unter der Bindung sorgt für festen Halt des Fahrers auf dem Ski. Maximo LS von La Sportiva Im Tourenbereich hat auch Fischer mit dem Modell Verticalp technisch noch eins draufgesetzt. Der Ski bringt bei 161 cm nur 580 Gramm auf die Waage und kann mit dem Weight Tuning System auf ein individuelles Schwunggewicht eingestellt werden. Ausgeklügelte Konzeptreihen Blizzard bringt eine gänzlich neue Konzept-Linie heraus: Quattro. Insgesamt besteht diese aus acht Ski-Modellen, deren vier Kernelemente Shape, Rocker, Konstruktionsweise und Suspension-Technologie (Dämpfung) unterschiedlich abgestimmt sind. So erhält jeder Ski eine eigene Charakteristik und passt zum individuellen Pistenfahrer. Das sportliche Modell Quattro RS erhielt für diese technischen Finessen einen ISPO Award. Die Quattro-Kollektion von Blizzard. Die neue Damen-Serie Flair von Völkl ist ebenfalls eine durchdachte Modellreihe, welche die jeweiligen Technologien aus dem Straubinger Werk so kombiniert, dass sie auf die speziellen Anforderungen der Ladies abgestimmt sind. Da wären drei Allrounder für das kraftsparende Fahren, zwei etwas breitere und doch sehr leichte Allmountain-Modelle und zwei Topmodelle mit Seitenwangen, Tip-Rocker und reduziertem Gewicht. Skifahren mit FLAIR – mit der neuen Damen-Linie von Völkl. © Marker Völkl International – Peter Mathis Designs für fesche Damen Apropos Lady-Ski: Besonders für Frauen hat sich auf dem Skimarkt wieder einiges getan und so gut wie alle Marken haben umfangreiche Damen-Linien zu bieten. Es wurde viel in frauenspezifische Konstruktionen und schickes Design investiert, so zum Beispiel bei Elan. Die Slowenen haben ihre gerade erst eingeführte Amphibio 4D-Technologie in zwei neue Modelle verarbeitet, den Amphibio 80 und das Damenmodell Interra. Der wendige Allmountain-Ski ist mit seinem Vibrationsabsorber und der Freeflex-Bindung für sportliche Fahrerinnen gemacht und wird mit einem eleganten Design in der Trendkombi Grau und Pink mit glänzenden Details abgerundet. Ein echter Hingucker ist die Spezial-Anfertigung aus der sehr leichten Damenski-Serie Delight. In Kooperation mit Swarovski entstand der Delight Swarovski, den ein Kristallemblem unterhalb der Schaufel ziert. Der Elan Delight-Damenski mit Swarovski-Emblem. Der Super Charger ist die neue Herren-Pistenmaschine von K2. Aus der Charger-Familie entsprungen, besitzt dieser dynamische Pistenski die Full-RoX-Technologie, eine diagonal über den gesamten Ski verlaufende Metallverstärkung. Dazu sorgen ein Metall-Laminat und Carboneinlagen für die nötige Stabilität und Härte. Die Supershape-Serie von Head. Ein „Super“-Modell hat auch Race-Spezialist Head in petto. Der Supershape kommt in vier Ausführungen für unterschiedliche Nuancen beim Schnellfahren. Head setzt auch extrem auf Gewichtsreduzierung. So ist in die Supershape-Serie das stabile und superleichte Graphene verbaut, das bereits länger im Tennisschläger-Bereich verwendet wird. Schuh-Fitting im Fokus Passform geht im Skischuhbereich bekanntermaßen über alles. So haben mittlerweile fast alle Hersteller ein individuell anpassbares Schuhsystem im Sortiment. Sei es der Schaft, der Vorfuß, das Lining oder direkt der ganze Schuh – jeder hat seine eigene technische Lösung auf dem Weg zur perfekten Passform parat. Dalbello verspricht mit seinem My Fit System eine 100-prozentige individuelle Anpassung von Außen- und Innenschuh. Die Contour 4-Außenschale ist an vier kritischen Stellen vorgeformt und passt sich noch exakter an den anatomischen Umriss des Fußes. Die Mehrheit der Dalbello-Skischuhe ist mit diesem System ausgestattet. Das My-Fit-System von Dalbello. Der Race-Schuh Speedmachine 130 von Nordica verfügt über eine neuartige Schale, die unter Infrarot-Strahlung individuell angepasst werden kann. Dieser technische Fortschritt brachte dem Modell einen ISPO Gold Award ein. Hinter der Entwicklung steht die Tecnica Group, die in Sachen Ski und Schuh an mehreren Fronten ausgebessert und noch weitere Preise eingeheimst hat: So wurde der Skitourer Zero G Guide Pro von Tecnica ebenfalls mit einer der begehrten Auszeichnungen geadelt. Der Schuh besitzt ein 30 Prozent dünneres, aber sehr hartes Schalenmaterial, wodurch er auf ein Gewicht von weniger als 1.500 Gramm kommt. Der Nordica-Schuh Speedmaschine gewann einen ISPO Gold Award. Ebenfalls ein Gold-Winner: der Zero G Guide Pro 130 von Tecnica. Bekannt für eine innovative Schuhanpassung ist auch Fischer. Die Österreicher haben ihre Vacuum-Full-Fit-Technologie, durch die der Skischuh unter Hitze um den Fuß modelliert wird, nochmals verfeinert. Jetzt können der Knöchel- und Vorderfußbereich noch exakter angepasst werden. Außerdem hat Fischer seinem neuen Tourenschuh Travers (von Transalp und Versatile) das schlingenförmige Boa-Verschlusssystem verpasst. Dieses ermöglicht ein gleichmäßigeres Schließen über den gesamten Fuß. Zudem wiegt der Schuh dank einer dünneren Schale unter einem Kilo. Der Travers-Carbon-Tourenschuh von Fischer mit Boa-Schlingenverschluss. Schuhsohle mit Grip Im Schuhbereich ist momentan die vielseitige Sohle ein aktuelles Thema. Um die Sicherheit beim Gehen in den klobigen Boots zu erhöhen, hat Bindungs-Profi Marker ein Modell entwickelt, welches die Eigenschaften einer Tourensohle mit denen eines klassischen Alpinschuhs kombiniert. Spezielles Anti-Rutsch-Gummi mit gehärteten Zonen und ein ordentliches Profil sorgen für Halt auf glattem Untergrund wie z. B. vereisten Flächen. Hinzu kommt ein Rockerprofil mit einer leichten Aufbiegung nach oben, das ein entspanntes Abrollen beim Gehen ermöglicht. Da sowohl die ISO-Norm für Touring (ISO 9523) als auch die für Alpin (ISO 5355) erfüllt sind, kann die Misch-Sohle auf vielerlei Bindungssystemen eingesetzt werden. Kompatibel ist sie mit allen Grip-Walk-Ready-Bindungen von Marker, aber auch Skischuhen von Dalbello, K2, Nordica und Tecnica. Die neue Walksohle von Fischer mit Rocker-Effekt. Ein ganz ähnliches Walk-Sohlen-Konzept hat Fischer im Gepäck: Die spezielle Walk-Sohle vereint ebenfalls die Vorteile aus der Touren- und Alpin-Norm und ist gerockert. Sie besitzt dazu ein weicheres Profil für besseren Grip, was das Gehen im Alpinschuh vereinfacht. Off-Topic: Neuartiges Snowboard Zu guter Letzt noch ein Schmankerl aus der Snowboard-Corner: Hier hat der Ski- und Board-Hersteller K2 ein ganz spezielles Unikat parat. Zu der Enjoyers-Serie kommt das Snowboard „Split Bean“ hinzu. Dieses Splitboard besitzt einen Swallow-Tail, das laut Hersteller einzige Splitboard dieser Art auf dem Markt. Das Cool Bean Splitboard von K2. Mehr zum Thema: ISPO Trends – Teil 2 ISPO Trends – Teil 3
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Was sind Isotope?
Als Isotope (von ísos „gleich“ und tópos „Ort, Stelle“) bezeichnet man Atomarten, deren Atomkerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Sie haben die gleiche Ordnungszahl, stellen daher das gleiche Element dar, weisen aber verschiedene Massenzahlen auf; es gibt also Sauerstoffisotope, Eisenisotope usw. Die verschiedenen Isotope eines Elements verhalten sich chemisch fast identisch. Der Name kommt daher, dass die Isotope eines Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. Getrennt voneinander dargestellt werden sie in einer Nuklidkarte. Die Bezeichnung Isotop ist älter als der Begriff Nuklid, der ganz allgemein „Atomart“ bedeutet. „Isotop“ wird daher nach wie vor oft auch im Sinne von Nuklid benutzt, d. h. auch dann, wenn nicht nur von Atomen eines und desselben Elements die Rede ist. Der Begriff Isotop wurde von Frederick Soddy geprägt, der für seine Arbeiten und Erkenntnisse im Bereich der Isotope und Radionuklide 1921 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Von jedem bekannten Element, mit Ausnahme des erst 2006 erstmals synthetisierten Oganesson, sind mehrere Isotope nachgewiesen (s. Liste der Isotope und Nuklidkarte). Insgesamt gibt es rund 3300 bekannte Nuklide. Etwa 240 davon sind stabil. Alle anderen sind instabil, das heißt, ihre Atome wandeln sich durch radioaktiven Zerfall nach mehr oder weniger langer Zeit in andere Atome um. Bei manchen traditionell als stabil angesehenen Nukliden ist diese Zeit so lang, dass ihr Zerfall erst in heutiger Zeit entdeckt wurde oder noch in Experimenten gesucht wird. Von den 91 natürlich vorkommenden Elementen werden in der Natur 69 als Gemische mehrerer Isotope (Mischelemente) vorgefunden. Die übrigen 22 heißen Reinelemente. Das chemische Atomgewicht von Mischelementen ist der Durchschnittswert der verschiedenen Atommassen der beteiligten Isotope. Bezeichnung und Formelschreibweise Die Bezeichnungsweise ist in Nuklid ausführlich beschrieben. Im Text wird ein Isotop mit dem Elementnamen oder -symbol mit der angehängten Massenzahl bezeichnet, beispielsweise Sauerstoff-16 oder O-16, Eisen-56 oder Fe-56. Ausnahmen bilden manchmal die Wasserstoffisotope (siehe folgenden Abschnitt). Als Formelzeichen wird die Massenzahl dem Elementsymbol links oben hinzugefügt. Die Kernladungszahl ist schon durch den Namen (das Elementsymbol) gegeben, kann aber zusätzlich links unten an das Elementsymbol geschrieben werden, sofern sie – z. B. bei Kernreaktionen – von Interesse ist, wie in Tritt in der Bezeichnung noch ein m auf (z. B. 16m1N), so ist damit ein Kernisomer gemeint. Wenn hinter dem m eine Zahl steht, ist dies eine Nummerierung, falls mehrere Isomere existieren. Chemische Reaktionen von Isotopen Isotope eines Elements haben die gleiche Elektronenhülle. Dadurch unterscheiden sie sich nicht in der Art der möglichen Reaktionen, sondern nur in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit, weil diese etwas masseabhängig ist. Der relative Massenunterschied ist bei schweren Elementen allerdings sehr gering. Das Verhältnis der Atommassen von Uran-238 und Uran-235 beträgt 1 : 1,013; in ihrem chemischen Verhalten ist kein merklicher Unterschied, zum Trennen müssen physikalische Methoden eingesetzt werden (siehe Urananreicherung). Bei den Lithiumisotopen Lithium-7 und Lithium-6 beträgt das Verhältnis 1 : 1,17; hier sind physikalisch-chemische Trennmethoden möglich (siehe Lithium). Die Massenunterschiede der drei Wasserstoffisotope sind sehr groß (1H : 2H : 3H wie 1 : 2 : 3), weshalb sie chemisch leicht unterschiedlich reagieren und sogar eigene Namen und chemische Symbole erhielten: Das weitaus häufigste Wasserstoffisotop 1H wird auch als Protium oder leichter Wasserstoff bezeichnet. Das Isotop 2H wird auch als Deuterium oder schwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: D. Das Isotop 3H wird auch als Tritium oder überschwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: T. Das unterschiedliche chemisch-physikalische Verhalten von H und D zeigt sich bei der Elektrolyse von Wasser. Wasser mit dem normalen 1H reagiert bevorzugt und wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, während sich Wassermoleküle, die D (2H Deuterium, Schwerer Wasserstoff) enthalten, im Restwasser anreichern (gegenüber dem natürlichen Mengenverhältnis von etwa 1 : 7.000). Mischelemente und Reinelemente So gut wie alle auf der Erde natürlich vorkommenden Nuklide sind entweder stabil (d. h. ein Zerfall wurde nicht beobachtet) oder sind radioaktiv mit einer Halbwertszeit, die nicht wesentlich kleiner als das Erdalter ist. Diese bezeichnet man als primordiale Nuklide. Insgesamt sind etwa 245 stabile Nuklide bekannt (siehe Nuklidkarte: stabile Nuklide sind mit schwarzem Hintergrund dargestellt). Allerdings ist bei „stabil“ zu unterscheiden, ob der Zerfall des Nuklids naturgesetzlich ausgeschlossen erscheint oder ob er möglich erscheint, aber noch nicht beobachtet wurde. Die Anzahl der im letzteren Sinn stabilen Nuklide hat sich mit der Zeit immer wieder verringert: Durch verbesserte Nachweismethoden sind einige ehemals als stabil angesehene Nuklide später als radioaktiv erkannt worden. Mit dem Nachweis der Radioaktivität von Bismut-209 im Jahr 2003 ergab sich, dass Blei-208 das schwerste stabile Nuklid und somit Blei das schwerste Element mit stabilen Isotopen ist. In der Natur vorkommende Elemente sind meistens Mischelemente, d. h. Isotopengemische. Die meisten natürlichen Isotope hat Zinn mit 10 Isotopen, gefolgt von Xenon mit 9 natürlichen Isotopen, von denen 8 stabil sind. Elemente, die dagegen nur aus einem natürlichen Isotop bestehen, nennt man Reinelement. Ein Reinelement hat also genau ein primordiales Isotop. Diese Eigenschaft haben 19 stabile und 3 langlebige instabile Elemente. Bekannte Isotope Wasserstoff Wasserstoff ist das Element mit dem stärksten chemischen Isotopeneffekt. Schwerer Wasserstoff (2H oder Deuterium) dient im Schwerwasserreaktor als Moderator. Überschwerer Wasserstoff (3H oder Tritium) ist radioaktiv. Er entsteht in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung sowie in Kernreaktoren. Tritium wurde zwischen etwa 1960 und 1998 in Leuchtfarben für Uhr-Zifferblätter usw. verwendet. In größeren Mengen sollen Deuterium und Tritium in Zukunft als Brennstoff für Kernfusionsreaktoren gebraucht werden. Helium Helium ist das Element mit dem stärksten physikalischen Isotopeneffekt. Insbesondere im Tieftemperaturbereich verhalten sich die beiden Heliumisotope sehr verschieden, da 3He ein Fermion und 4He ein Boson ist. Kohlenstoff Ein bekanntes Isotop ist das radioaktive 14C, das zur Altersbestimmung von organischen Materialien (Archäologie) benutzt wird (Radiokohlenstoffmethode). Natürlicher Kohlenstoff liegt hauptsächlich in den stabilen Isotopen 12C und 13C vor. 14C entsteht in hohen atmosphärischen Schichten aus Stickstoff. Sauerstoff Das Verhältnis der beiden stabilen Sauerstoffisotope 18O und 16O wird zur Untersuchung von Paläo-Temperaturen herangezogen. Die stabilen Sauerstoffisotope eignen sich auch als natürliche Tracer in aquatischen Systemen. Uran Das Isotop 235U dient als Brennstoff in Kernkraftwerken. Für die meisten Reaktortypen muss das Natururan dazu an 235U angereichert werden. Fast reines 235U wird in manchen Kernwaffen verwendet. Isotope in der Analytik In Messungen des optischen Spektrums mit genügender Auflösung können Isotope eines Elements an ihren Spektrallinien unterschieden werden (Isotopieverschiebung). Die Isotopenzusammensetzung in einer Probe wird in der Regel mit einem Massenspektrometer bestimmt, im Fall von Spurenisotopen mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie. Radioaktive Isotope können oft anhand ihrer Zerfallsprodukte oder der abgegebenen ionisierenden Strahlung identifiziert werden. Isotope spielen ferner eine Rolle in der NMR-Spektroskopie. So hat beispielsweise das gewöhnliche Kohlenstoff-Isotop 12C kein magnetisches Moment und ist daher nicht beobachtbar. Untersuchungen am Kohlenstoff können daher nur mithilfe des wesentlich selteneren 13C-Isotops erfolgen. Isotope werden auch in der Aufklärung von Reaktionsmechanismen oder Metabolismen mit Hilfe der sogenannten Isotopenmarkierung verwendet. Die Isotopenzusammensetzung des Wassers ist an verschiedenen Orten der Welt verschieden und charakteristisch. Diese Unterschiede erlauben es etwa bei Lebensmitteln wie Wein oder Käse, die Deklaration des Ursprungsortes zu überprüfen. Die Untersuchung von bestimmten Isotopen-Mustern (insbesondere 13C-Isotopen-Mustern) in organischen Molekülen wird als Isotopomeren-Analyse bezeichnet. Sie erlaubt unter anderem die Bestimmung intrazellulärer Stoffflüsse in lebenden Zellen. Darüber hinaus ist die Analyse von 13C/12C-, 15N/14N- sowie 34S/32S-Verhältnissen in der Ökologie heute weit verbreitet. Anhand der Fraktionierung lassen sich Stoffflüsse in Nahrungsnetzen nachverfolgen oder die Trophieniveaus einzelner Arten bestimmen. Auch in der Medizin dienen stabile Isotope als natürliche Tracer. In der Hydrologie werden aus den Konzentrationsverhältnissen von Isotopen Rückschlüsse auf hydrologische Prozesse gezogen. Der Wasserkreislauf begleitet die meisten Stoffflüsse ober- und unterhalb der Erdoberfläche. Das Vienna Standard Mean Ocean Water (VSMOV) dient oft als Referenz. Die Geochemie befasst sich mit Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser und Erdatmosphäre. Siehe auch Liste der Isotope Periodensystem (PSE) mit Anzahl der Isotope Nuklidkarte Literatur Werner Stolz: Radioaktivität. Grundlagen, Messung, Anwendungen. 5. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2005, ISBN 3-519-53022-8. Bogdan Povh, K. Rith, C. Scholz, F. Zetsche: Teilchen und Kerne. Eine Einführung in die physikalischen Konzepte. 7. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-36685-0. Klaus Bethge, Gertrud Walter, Bernhard Wiedemann: Kernphysik. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2001, ISBN 3-540-41444-4. Hanno Krieger: Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 2. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8351-0199-9. Weblinks Große Isotopentabelle bei der International Atomic Energy Agency (IAEA) Einzelnachweise Kernphysik Kernchemie Geochronologie
Standheizung im VW Bus Standheizung? Alles Klar! Wirklich? 2. Welche Arten von Standheizung gibt es gewöhnlich im VW Bus? Es geht nicht um Namen! WEBASTO, EBERSPÄCHER - es geht ums Prinzip! Namen braucht Ihr erst wenn Ihr Teile braucht, der Wirkungsgrad hängt nicht vom Namen ab, sondern von der KW Angabe. Der gemeine VW Bus Interessent wird mit dem Begriff Standheizung, nen warmen VW Bus in Zeiten verbinden, in denen es draussen nicht wirklich warm ist. Bist Du ein Wintercamper? Oder ein Wassersportler der ab und an mal nen nassen Neoprenanzug mit im VW Bus hat, sagen wir sich nach ner Frühjahrs oder Herbstsession, in seinem wohl temperierten VW Bus umziehen will? Oder bist im Altweibersommer, dem wohlig warmen Ausklang jeden Jahres, mit relativ warmen Sommerabenden im VW Bus eingeschlafen und wachst erschrocken auf, am anderen Morgen deinen kondensierenden Atem vor Augen, mit der sicheren Erkenntniss - es wird langsam aber sicher wieder kälter, der Sommer ist vorbei - ich steh noch nicht auf, verdammt kalt hier drinnen. 2. Bauarten von Standheizungen - Um solchen zu erwartenden Erlebnissen gut vorbereitet den gar aus zu machen, kannst Du Dir nen VW Bus mit Standheizung zulegen. Für Dich ist ganz wichtig zu wissen - Du kaufst Dir grad nen gebrauchten VW Bus? Die inserierten Standheizungen werden gerne angepriesen, auch auf genaue Nachfrage vor der Anreise zum Dich interessierenden VW Bus, wird stets behauptet wie toll Se funktioniert. Am VW Bus dann wird sich zu 95% aus irgend einem Grund heraus stellen, das die Standheizung grad nicht funktioniert - dieser Fakt, wird Dich mindestens Euro 500 kosten! Schon allein die Diagnose kostet leicht Euro 150 - dann ist die Standheizung noch nicht repariert oder es ist nicht klar ob Sie überhaupt repariert werden kann. In den Baujahren bis ca 1990 sind sehr oft Umluftheizungen zur Erwärmung des Innenraumes oder auch ab und an mal Wasserheizungen, zur Erwärmung des Kühlwassers verbaut. 2.a Umluftheizungen zur Erwärmung des Innenraumes per Gas oder per vom VW Bus zur Verfügung stehendem Kraftstoff betrieben - hier die per Dieselkraftstoff betriebene Abb oben zeigt Dir so eine Umluftheizung ab VW Werk verbaut im Transporter, meisst in Fahrzeugen der Bundeswehr, um die Moral der Truppe hoch zu halten - mit kalten Füssen ist schlecht Wehrübung auszuhalten. Sofern so eine Heizung noch funktioniert, ja! Sie funktionieren meisst, selbst die Umluftheizung unserer Feuerwehr Baujahr 1978 tut erquicklich Ihren Dienst. Tut Sie das nicht fehlt in den meissten Fällen nur die Stromversorgung der Zweitbatterie oder wenn es eine Ausführung ohne separate Batterie unterm Beifahrersitz ist, dann stimmt etwas mit der Stromversorgung nicht. Abb drunter, die ab Werk verbauten Standheizungen/ Umluftheizungen sehen so aus, es ist immer ein "riesen Ballon" unterm VW Bus, der Wärmetauscher, egal ob Benziner oder Diesel, sie sehen gleich aus auf den ersten Blick, der Unterschied ist in der Brennkammer. Abb drunter, in neu sieht so was so aus, nicht nur kompakter sondern auch wesentlich sparsamer im Strom- und Benzin/ Diesel Verbrauch. 2.b Umluftheizungen zur Erwärmung des Innenraumes - hier die per Benzin betriebene Schaust den Absatz drüber, alles das selbe - Unterschied ist einzig der zum Betrieb verwendete Kraftstoff. 2.c Umluftheizungen zur Erwärmung des Innenraumes - hier die per Gas betriebene mit Gebläselüftung (Abbildungen unter diesem Absatz) Abb oben - Standheizung/ Umlauftheizung Modell Truma auf Gasbetrieb, Gaszufuhr kann man an der Einleitung links am Gehäuse erkennen, rechts verlässt die Standheizung ein Schlauch un grossem Durchmesser, über ihn wird die warme Luft an benötigte oder bevorzugte Stellen im VW Bus verbracht, in der Abb drunter hat man sich für das Ausströmen zwischen Küchenzeile und Fahrersitz im VW Bus T4 entschieden. Abb drunter - per Vorwähluhr/ digitales Display links der beiden Anzeigen, können bervozugte Heizzeiten und auch die Dauer der Heizperiode programmiert werden. Im Bedienteil rechts daneben befindet sich die Vorwahluhr für die Temperatur, im Drehschalter befindet sich auch ein Temperaturfühler/ Thermostat. Wird an dieser Stelle des VW Busses die vorgewählte Temperatur erreicht, schaltet die Heizung so lange ab, bis die Temperatur im Innenraum wieder unter die Vorgabe fällt, dann beginnt der Heizvorgang erneut - das hilft sparen. Nicht nur Gas, sondern auch Strom! Hier ist die Truma eine absolute Empfehlung, der Hit was Sparsamkeit in Stro- & Gasverbraucht, geringe Betriebsgeräusche und Zuverlässigkeit angeht. 2. d Umluftheizungen zur Erwärmung des Innenraumes - per Gas betriebene ohne Gebläse (Abb drunter) Nachteile dieser Anlagen - 2. e - Zuheizer/ Motorvorwärmung aufgeschaltet zur Standheizung Und nun kommt Kuddelmuddel - Ihnen wird erzählt es wäre eine Standheizung. Ist es irgendwie auch, aber Sie sollten wissen, was Sie von Ihrer Standheizung wollen! Ab ca Baujahr 1996 werden in den enorm effizient verbrennenden neuen Motorengenrationen der TDI und Pumpe/ Düse Motoren sogenannte Zuheizer in das Kühlsystem des Motors verbaut, die auch zur Standheizung aufgeschaltet werden können oder bereits ab Werk, je nach Neuwagenbestellung aufgeschaltet sind, zu erkennen am Bediendisplay im Armaturenbrett für Standheizungsfunktionen. Das heisst übersetzt...der Motor wird im Betrieb nicht ausreichend warm, so das im Winter die Fahrgäste frieren würden ohne diese zusätzlich verbauten Zuheizer. Abb drunter - Ob Euer T4 Tdi nen Zuheitzer seht Ihr im Radhaus, vielleicht ist er sogar schon als Standheizung zur Innenraumerwärmung aufgeschaltet, dann habt Ihr ein Bediendisplay im VW Bus. Abb drunter, und hier in Nahaufnahme Wenn Sie diesen Zuheizer jedoch als Umluftheizung verkauft bekommen haben oder Ihn in der Hoffnung auch mal im VW Bus schlafen zu können bei Heizungsbetrieb zur Umluftheizung haben aufschalten lassen, den Bus mit dieser Option erworben haben....dann werden sie die Nachteile ganz schnell davon überzeugen haben, das Sie eben nicht den erhofften Nutzen aus Ihrer Heizung ziehen können. 1. hoher Stromverbrauch - beschreibt schon das Wirkprinzip, vorrangig soll das Kühlwasser des Motors erwärmt werden, erst wenn Temperaturgeber eine ausreichende Erwärmung gemessen haben, werden die je nach Neuwagenbestellung angeschlossen Innenraumwärmetauscher der Innenraumbelüftung/ deren Gebläse zugeschaltet. Während der gesamten Vorwärmphase wird das Wasser im Motorraum durch Umwälzpumpen in allen Bereichen erwärmt, vorrangig die Betriebstemperatur des Motors erreicht. Dann werden die Gebläse innen auf die von Ihnen vorgewählte Lüftungsstufe zugeschaltet, nun würde der Innenraum mit warmer Luft versorgt. Hier ergibt ergibt sich der hohe Stromverbrauch bei relativ geringem Wirkungsgrad als Innenraumheizung/ Umluftheizung. Zum einen wird nach maximal einer Stunde diese Funktion abgeschaltet, weiterhin gilt als Faustregel bei den Wasserheizungen, die die Motoren schonen in der Kaltstartphase oder per Zuheizung dafür sorgend den Passagieren angenehme Temperaturen währen der Fahrt zu bescheren...Faustregel...Heizzeit muss auch unbedingt der anschliessenden Fahrzeit entsprechen. Denn der Stromverbrauch ist so gross, das Sie ansonsten die Standheizung an zwei Tagen nacheinander benutzen würden, um einen tollen Warmstart/ die Schonung des Motors zu haben, jedoch Ihr VW Bus nicht mehr anspringen würde. Die Starterbatterie wäre nach zwei Tagen Betrieb eines aufgeschalteten Zuheizers bereits entsprechend stark geschwächt . HEIZZEIT soll also genau so lange sein wie die Fahrzeit, sonst Batterie leer. 2. Wenn nicht aufgeschaltet ab Werk, kostet eine Freischaltung einschliesslich diverser benötigter Bauteile von Kabelbäumen über Anzeigen im VW Bus bis hin zu möglichen Fernbedienungen leicht Euro 1000. Ist das die Investition Wert, wenn Sie es im Bus warm haben möchten und nicht warten möchten bis der Motor endlich warm ist ... irgendwann der riesige VW Bus Innenraum und wenn es schön kuschelig warm ist, nach spätestens der zweiten kalten Nacht und nicht genügender Aufladung der Bordbatterien, Ihr VW Bus nicht mehr anspringt? Anders beschrieben, da das Thema vielleicht etwas verwirrend ist - Das ab Werk verbaute System "aufgeschalteter Zuheizer“ wird auch oft mit einer Zusatzbatterie in Ihrem VW Bus versehen, die dann aber nicht entkoppelt ist. Muss man sich so vorstellen…Sie haben statt der Batterien, Eimer mit Wasser. Ein Eimer ist schneller verbraucht als zwei. Nehmen wir an die beiden Eimer stellen die Batterien in Ihrem VW Bus dar, ab Werk ist die Schaltung/ die Kopplung/ Verbindung der Eimer so angelegt, das Sie miteinander verbunden sind (Die Eimer wie Regentonnen am Boden quasi), wenn Sie also denken Sie nehmen ja nur aus dem einen Eimer immer fleissig mit der Kelle Wasser raus, dann müsste der andere doch noch voll bleiben - eben nicht. Da beide mit einander verbunden/ gekoppelt sind. Und genau so sind die ab Werk verbauten Zusatzbatterien nicht entkoppelt. Sie stellen eine Potentialvergrösserung dar, aber keine autarke Reserve. Abb oben - Bedienfeld aufgeschalteter Zuheizer mit Umluft Standheizung VW Bus T4. Stellen Sie sich einfach vor, das kleine Drehrädchen auf das der rote Pfeil direkt zeigt wäre nicht da. Dann sehen Sie das Schaltgerät für den aufgeschalteten Zuheizer, hier das Bediendisplay ab Werk - KEINE STANDHEIZUNG, einfach nur Motorvorwärmung. Wenn also der Sie interessierende inserierte VW Bus dieses Bedienfeld aufweist UND das Drehrädchen hat, dann haben Sie auch die zusätzlich am Unterboden links mittig verbaute Umluftheizung/ Standheizung. Mit dieser können Sie irgend im stehen den Bus beheizen und müssen nicht Angst haben, das Ihr VW Bus irgendwann nicht mehr anspringt. Natürlich sollten Sie prüfen ob es sich nur ein Display im Armaturenbrett handelt oder ob tatsächlich unter Ihrem VW Bus am Unterboden beschriebene Heizung verbaut ist ;-) Abb oben - unteres Ende des Pfeiles ist das Bedienelement des Zuheizers/ der Wasserheizung. Verweisen tut der Pfeil mit seiner Spitze auf die Bedienung Umluftstandheizung in VW Bus Campingmodellen, hier das Westfalia Display Abb drunter, ist Ihr Zuhaizer nicht ab Werk aufgeschaltet, dann haben Sie eventuell so ein Bedienteil verbaut, so was gibt es als Nachrüstsatz. Dann bleibt Ihr Zuheizer aber immer noch der Srtromfresser, wenn Sie Ihn als Zusatzinneraumumluftheizung missbrauchen wollen und nicht wenigstens genau so lange fahren, wie Sie im Stand geheizt haben. Wasserstandheizung für den VW Bus Motor nachrüsten - Nachteil - hoher Stromverbrauch, Faustregel - eine halbe Stunde Vorheizzeit erfordert wenigstens genau so eine halbe Stunde Fahrtzeit. Dieses System ist in den skandinavischen Ländern sehr beliebt und geht sogar so weit, das an vielen öffntlichen Stellplätzen, wie Zb auf Supermarktparkplätzen Steckdosen zum beheizen der Kfz vorgehalten werden. Hier kommt nicht nur der Bequehmlichkeitsfaktor/ Sie möchten morgens keine Scheiben kratzen oder Sie haben aus Gründen des wesentlich geringer zu erwartenden Verschleisses investiert. Nein es geht eine Idee weiter in Landstrichen der harten Winter. Damit die Fahrzeugeigner die Fahrzeuge nicht immer und überall, den ganzen Winter durchlaufen lassen, werden diese Möglichkeiten geboten und auch rege genutzt - der Umwelt zu liebe, mal den Motor abschalten. Abb drunter, leider haben wir nur eine chematische Darstellung, versäumt bei unseren Kunden mal den Einbau zu dokumentieren, so sehen wir keinen VW Bus. Bild copyright WAECO Abb drunter, so sieht es aus, nagelneu, ordentlich verbaut wenigstens 10 Jahre ruhe, Standheizung an/ in diesem Fall möchte lieber Motorvorwärmung oder Wasserheizung sagen und der VW Bus Motor ist warm nach ein paar Minuten, wenn entsprechend geordert, können wir die Gebläsemotoren für den Fahrgastraum ansteuern lassen, sofern der Motor seine Betriebstemperatur erreicht hat, werden diese eingeschaltet, der Innenraum zusätzlich erwärmt/ die Frontscheibe abgetaut.
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Was sind Isotope?
Als Isotope (von ísos „gleich“ und tópos „Ort, Stelle“) bezeichnet man Atomarten, deren Atomkerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Sie haben die gleiche Ordnungszahl, stellen daher das gleiche Element dar, weisen aber verschiedene Massenzahlen auf; es gibt also Sauerstoffisotope, Eisenisotope usw. Die verschiedenen Isotope eines Elements verhalten sich chemisch fast identisch. Der Name kommt daher, dass die Isotope eines Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. Getrennt voneinander dargestellt werden sie in einer Nuklidkarte. Die Bezeichnung Isotop ist älter als der Begriff Nuklid, der ganz allgemein „Atomart“ bedeutet. „Isotop“ wird daher nach wie vor oft auch im Sinne von Nuklid benutzt, d. h. auch dann, wenn nicht nur von Atomen eines und desselben Elements die Rede ist. Der Begriff Isotop wurde von Frederick Soddy geprägt, der für seine Arbeiten und Erkenntnisse im Bereich der Isotope und Radionuklide 1921 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Von jedem bekannten Element, mit Ausnahme des erst 2006 erstmals synthetisierten Oganesson, sind mehrere Isotope nachgewiesen (s. Liste der Isotope und Nuklidkarte). Insgesamt gibt es rund 3300 bekannte Nuklide. Etwa 240 davon sind stabil. Alle anderen sind instabil, das heißt, ihre Atome wandeln sich durch radioaktiven Zerfall nach mehr oder weniger langer Zeit in andere Atome um. Bei manchen traditionell als stabil angesehenen Nukliden ist diese Zeit so lang, dass ihr Zerfall erst in heutiger Zeit entdeckt wurde oder noch in Experimenten gesucht wird. Von den 91 natürlich vorkommenden Elementen werden in der Natur 69 als Gemische mehrerer Isotope (Mischelemente) vorgefunden. Die übrigen 22 heißen Reinelemente. Das chemische Atomgewicht von Mischelementen ist der Durchschnittswert der verschiedenen Atommassen der beteiligten Isotope. Bezeichnung und Formelschreibweise Die Bezeichnungsweise ist in Nuklid ausführlich beschrieben. Im Text wird ein Isotop mit dem Elementnamen oder -symbol mit der angehängten Massenzahl bezeichnet, beispielsweise Sauerstoff-16 oder O-16, Eisen-56 oder Fe-56. Ausnahmen bilden manchmal die Wasserstoffisotope (siehe folgenden Abschnitt). Als Formelzeichen wird die Massenzahl dem Elementsymbol links oben hinzugefügt. Die Kernladungszahl ist schon durch den Namen (das Elementsymbol) gegeben, kann aber zusätzlich links unten an das Elementsymbol geschrieben werden, sofern sie – z. B. bei Kernreaktionen – von Interesse ist, wie in Tritt in der Bezeichnung noch ein m auf (z. B. 16m1N), so ist damit ein Kernisomer gemeint. Wenn hinter dem m eine Zahl steht, ist dies eine Nummerierung, falls mehrere Isomere existieren. Chemische Reaktionen von Isotopen Isotope eines Elements haben die gleiche Elektronenhülle. Dadurch unterscheiden sie sich nicht in der Art der möglichen Reaktionen, sondern nur in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit, weil diese etwas masseabhängig ist. Der relative Massenunterschied ist bei schweren Elementen allerdings sehr gering. Das Verhältnis der Atommassen von Uran-238 und Uran-235 beträgt 1 : 1,013; in ihrem chemischen Verhalten ist kein merklicher Unterschied, zum Trennen müssen physikalische Methoden eingesetzt werden (siehe Urananreicherung). Bei den Lithiumisotopen Lithium-7 und Lithium-6 beträgt das Verhältnis 1 : 1,17; hier sind physikalisch-chemische Trennmethoden möglich (siehe Lithium). Die Massenunterschiede der drei Wasserstoffisotope sind sehr groß (1H : 2H : 3H wie 1 : 2 : 3), weshalb sie chemisch leicht unterschiedlich reagieren und sogar eigene Namen und chemische Symbole erhielten: Das weitaus häufigste Wasserstoffisotop 1H wird auch als Protium oder leichter Wasserstoff bezeichnet. Das Isotop 2H wird auch als Deuterium oder schwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: D. Das Isotop 3H wird auch als Tritium oder überschwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: T. Das unterschiedliche chemisch-physikalische Verhalten von H und D zeigt sich bei der Elektrolyse von Wasser. Wasser mit dem normalen 1H reagiert bevorzugt und wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, während sich Wassermoleküle, die D (2H Deuterium, Schwerer Wasserstoff) enthalten, im Restwasser anreichern (gegenüber dem natürlichen Mengenverhältnis von etwa 1 : 7.000). Mischelemente und Reinelemente So gut wie alle auf der Erde natürlich vorkommenden Nuklide sind entweder stabil (d. h. ein Zerfall wurde nicht beobachtet) oder sind radioaktiv mit einer Halbwertszeit, die nicht wesentlich kleiner als das Erdalter ist. Diese bezeichnet man als primordiale Nuklide. Insgesamt sind etwa 245 stabile Nuklide bekannt (siehe Nuklidkarte: stabile Nuklide sind mit schwarzem Hintergrund dargestellt). Allerdings ist bei „stabil“ zu unterscheiden, ob der Zerfall des Nuklids naturgesetzlich ausgeschlossen erscheint oder ob er möglich erscheint, aber noch nicht beobachtet wurde. Die Anzahl der im letzteren Sinn stabilen Nuklide hat sich mit der Zeit immer wieder verringert: Durch verbesserte Nachweismethoden sind einige ehemals als stabil angesehene Nuklide später als radioaktiv erkannt worden. Mit dem Nachweis der Radioaktivität von Bismut-209 im Jahr 2003 ergab sich, dass Blei-208 das schwerste stabile Nuklid und somit Blei das schwerste Element mit stabilen Isotopen ist. In der Natur vorkommende Elemente sind meistens Mischelemente, d. h. Isotopengemische. Die meisten natürlichen Isotope hat Zinn mit 10 Isotopen, gefolgt von Xenon mit 9 natürlichen Isotopen, von denen 8 stabil sind. Elemente, die dagegen nur aus einem natürlichen Isotop bestehen, nennt man Reinelement. Ein Reinelement hat also genau ein primordiales Isotop. Diese Eigenschaft haben 19 stabile und 3 langlebige instabile Elemente. Bekannte Isotope Wasserstoff Wasserstoff ist das Element mit dem stärksten chemischen Isotopeneffekt. Schwerer Wasserstoff (2H oder Deuterium) dient im Schwerwasserreaktor als Moderator. Überschwerer Wasserstoff (3H oder Tritium) ist radioaktiv. Er entsteht in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung sowie in Kernreaktoren. Tritium wurde zwischen etwa 1960 und 1998 in Leuchtfarben für Uhr-Zifferblätter usw. verwendet. In größeren Mengen sollen Deuterium und Tritium in Zukunft als Brennstoff für Kernfusionsreaktoren gebraucht werden. Helium Helium ist das Element mit dem stärksten physikalischen Isotopeneffekt. Insbesondere im Tieftemperaturbereich verhalten sich die beiden Heliumisotope sehr verschieden, da 3He ein Fermion und 4He ein Boson ist. Kohlenstoff Ein bekanntes Isotop ist das radioaktive 14C, das zur Altersbestimmung von organischen Materialien (Archäologie) benutzt wird (Radiokohlenstoffmethode). Natürlicher Kohlenstoff liegt hauptsächlich in den stabilen Isotopen 12C und 13C vor. 14C entsteht in hohen atmosphärischen Schichten aus Stickstoff. Sauerstoff Das Verhältnis der beiden stabilen Sauerstoffisotope 18O und 16O wird zur Untersuchung von Paläo-Temperaturen herangezogen. Die stabilen Sauerstoffisotope eignen sich auch als natürliche Tracer in aquatischen Systemen. Uran Das Isotop 235U dient als Brennstoff in Kernkraftwerken. Für die meisten Reaktortypen muss das Natururan dazu an 235U angereichert werden. Fast reines 235U wird in manchen Kernwaffen verwendet. Isotope in der Analytik In Messungen des optischen Spektrums mit genügender Auflösung können Isotope eines Elements an ihren Spektrallinien unterschieden werden (Isotopieverschiebung). Die Isotopenzusammensetzung in einer Probe wird in der Regel mit einem Massenspektrometer bestimmt, im Fall von Spurenisotopen mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie. Radioaktive Isotope können oft anhand ihrer Zerfallsprodukte oder der abgegebenen ionisierenden Strahlung identifiziert werden. Isotope spielen ferner eine Rolle in der NMR-Spektroskopie. So hat beispielsweise das gewöhnliche Kohlenstoff-Isotop 12C kein magnetisches Moment und ist daher nicht beobachtbar. Untersuchungen am Kohlenstoff können daher nur mithilfe des wesentlich selteneren 13C-Isotops erfolgen. Isotope werden auch in der Aufklärung von Reaktionsmechanismen oder Metabolismen mit Hilfe der sogenannten Isotopenmarkierung verwendet. Die Isotopenzusammensetzung des Wassers ist an verschiedenen Orten der Welt verschieden und charakteristisch. Diese Unterschiede erlauben es etwa bei Lebensmitteln wie Wein oder Käse, die Deklaration des Ursprungsortes zu überprüfen. Die Untersuchung von bestimmten Isotopen-Mustern (insbesondere 13C-Isotopen-Mustern) in organischen Molekülen wird als Isotopomeren-Analyse bezeichnet. Sie erlaubt unter anderem die Bestimmung intrazellulärer Stoffflüsse in lebenden Zellen. Darüber hinaus ist die Analyse von 13C/12C-, 15N/14N- sowie 34S/32S-Verhältnissen in der Ökologie heute weit verbreitet. Anhand der Fraktionierung lassen sich Stoffflüsse in Nahrungsnetzen nachverfolgen oder die Trophieniveaus einzelner Arten bestimmen. Auch in der Medizin dienen stabile Isotope als natürliche Tracer. In der Hydrologie werden aus den Konzentrationsverhältnissen von Isotopen Rückschlüsse auf hydrologische Prozesse gezogen. Der Wasserkreislauf begleitet die meisten Stoffflüsse ober- und unterhalb der Erdoberfläche. Das Vienna Standard Mean Ocean Water (VSMOV) dient oft als Referenz. Die Geochemie befasst sich mit Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser und Erdatmosphäre. Siehe auch Liste der Isotope Periodensystem (PSE) mit Anzahl der Isotope Nuklidkarte Literatur Werner Stolz: Radioaktivität. Grundlagen, Messung, Anwendungen. 5. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2005, ISBN 3-519-53022-8. Bogdan Povh, K. Rith, C. Scholz, F. Zetsche: Teilchen und Kerne. Eine Einführung in die physikalischen Konzepte. 7. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-36685-0. Klaus Bethge, Gertrud Walter, Bernhard Wiedemann: Kernphysik. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2001, ISBN 3-540-41444-4. Hanno Krieger: Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 2. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8351-0199-9. Weblinks Große Isotopentabelle bei der International Atomic Energy Agency (IAEA) Einzelnachweise Kernphysik Kernchemie Geochronologie
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Was sind Isotope?
Als Isotope (von ísos „gleich“ und tópos „Ort, Stelle“) bezeichnet man Atomarten, deren Atomkerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Sie haben die gleiche Ordnungszahl, stellen daher das gleiche Element dar, weisen aber verschiedene Massenzahlen auf; es gibt also Sauerstoffisotope, Eisenisotope usw. Die verschiedenen Isotope eines Elements verhalten sich chemisch fast identisch. Der Name kommt daher, dass die Isotope eines Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. Getrennt voneinander dargestellt werden sie in einer Nuklidkarte. Die Bezeichnung Isotop ist älter als der Begriff Nuklid, der ganz allgemein „Atomart“ bedeutet. „Isotop“ wird daher nach wie vor oft auch im Sinne von Nuklid benutzt, d. h. auch dann, wenn nicht nur von Atomen eines und desselben Elements die Rede ist. Der Begriff Isotop wurde von Frederick Soddy geprägt, der für seine Arbeiten und Erkenntnisse im Bereich der Isotope und Radionuklide 1921 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Von jedem bekannten Element, mit Ausnahme des erst 2006 erstmals synthetisierten Oganesson, sind mehrere Isotope nachgewiesen (s. Liste der Isotope und Nuklidkarte). Insgesamt gibt es rund 3300 bekannte Nuklide. Etwa 240 davon sind stabil. Alle anderen sind instabil, das heißt, ihre Atome wandeln sich durch radioaktiven Zerfall nach mehr oder weniger langer Zeit in andere Atome um. Bei manchen traditionell als stabil angesehenen Nukliden ist diese Zeit so lang, dass ihr Zerfall erst in heutiger Zeit entdeckt wurde oder noch in Experimenten gesucht wird. Von den 91 natürlich vorkommenden Elementen werden in der Natur 69 als Gemische mehrerer Isotope (Mischelemente) vorgefunden. Die übrigen 22 heißen Reinelemente. Das chemische Atomgewicht von Mischelementen ist der Durchschnittswert der verschiedenen Atommassen der beteiligten Isotope. Bezeichnung und Formelschreibweise Die Bezeichnungsweise ist in Nuklid ausführlich beschrieben. Im Text wird ein Isotop mit dem Elementnamen oder -symbol mit der angehängten Massenzahl bezeichnet, beispielsweise Sauerstoff-16 oder O-16, Eisen-56 oder Fe-56. Ausnahmen bilden manchmal die Wasserstoffisotope (siehe folgenden Abschnitt). Als Formelzeichen wird die Massenzahl dem Elementsymbol links oben hinzugefügt. Die Kernladungszahl ist schon durch den Namen (das Elementsymbol) gegeben, kann aber zusätzlich links unten an das Elementsymbol geschrieben werden, sofern sie – z. B. bei Kernreaktionen – von Interesse ist, wie in Tritt in der Bezeichnung noch ein m auf (z. B. 16m1N), so ist damit ein Kernisomer gemeint. Wenn hinter dem m eine Zahl steht, ist dies eine Nummerierung, falls mehrere Isomere existieren. Chemische Reaktionen von Isotopen Isotope eines Elements haben die gleiche Elektronenhülle. Dadurch unterscheiden sie sich nicht in der Art der möglichen Reaktionen, sondern nur in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit, weil diese etwas masseabhängig ist. Der relative Massenunterschied ist bei schweren Elementen allerdings sehr gering. Das Verhältnis der Atommassen von Uran-238 und Uran-235 beträgt 1 : 1,013; in ihrem chemischen Verhalten ist kein merklicher Unterschied, zum Trennen müssen physikalische Methoden eingesetzt werden (siehe Urananreicherung). Bei den Lithiumisotopen Lithium-7 und Lithium-6 beträgt das Verhältnis 1 : 1,17; hier sind physikalisch-chemische Trennmethoden möglich (siehe Lithium). Die Massenunterschiede der drei Wasserstoffisotope sind sehr groß (1H : 2H : 3H wie 1 : 2 : 3), weshalb sie chemisch leicht unterschiedlich reagieren und sogar eigene Namen und chemische Symbole erhielten: Das weitaus häufigste Wasserstoffisotop 1H wird auch als Protium oder leichter Wasserstoff bezeichnet. Das Isotop 2H wird auch als Deuterium oder schwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: D. Das Isotop 3H wird auch als Tritium oder überschwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: T. Das unterschiedliche chemisch-physikalische Verhalten von H und D zeigt sich bei der Elektrolyse von Wasser. Wasser mit dem normalen 1H reagiert bevorzugt und wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, während sich Wassermoleküle, die D (2H Deuterium, Schwerer Wasserstoff) enthalten, im Restwasser anreichern (gegenüber dem natürlichen Mengenverhältnis von etwa 1 : 7.000). Mischelemente und Reinelemente So gut wie alle auf der Erde natürlich vorkommenden Nuklide sind entweder stabil (d. h. ein Zerfall wurde nicht beobachtet) oder sind radioaktiv mit einer Halbwertszeit, die nicht wesentlich kleiner als das Erdalter ist. Diese bezeichnet man als primordiale Nuklide. Insgesamt sind etwa 245 stabile Nuklide bekannt (siehe Nuklidkarte: stabile Nuklide sind mit schwarzem Hintergrund dargestellt). Allerdings ist bei „stabil“ zu unterscheiden, ob der Zerfall des Nuklids naturgesetzlich ausgeschlossen erscheint oder ob er möglich erscheint, aber noch nicht beobachtet wurde. Die Anzahl der im letzteren Sinn stabilen Nuklide hat sich mit der Zeit immer wieder verringert: Durch verbesserte Nachweismethoden sind einige ehemals als stabil angesehene Nuklide später als radioaktiv erkannt worden. Mit dem Nachweis der Radioaktivität von Bismut-209 im Jahr 2003 ergab sich, dass Blei-208 das schwerste stabile Nuklid und somit Blei das schwerste Element mit stabilen Isotopen ist. In der Natur vorkommende Elemente sind meistens Mischelemente, d. h. Isotopengemische. Die meisten natürlichen Isotope hat Zinn mit 10 Isotopen, gefolgt von Xenon mit 9 natürlichen Isotopen, von denen 8 stabil sind. Elemente, die dagegen nur aus einem natürlichen Isotop bestehen, nennt man Reinelement. Ein Reinelement hat also genau ein primordiales Isotop. Diese Eigenschaft haben 19 stabile und 3 langlebige instabile Elemente. Bekannte Isotope Wasserstoff Wasserstoff ist das Element mit dem stärksten chemischen Isotopeneffekt. Schwerer Wasserstoff (2H oder Deuterium) dient im Schwerwasserreaktor als Moderator. Überschwerer Wasserstoff (3H oder Tritium) ist radioaktiv. Er entsteht in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung sowie in Kernreaktoren. Tritium wurde zwischen etwa 1960 und 1998 in Leuchtfarben für Uhr-Zifferblätter usw. verwendet. In größeren Mengen sollen Deuterium und Tritium in Zukunft als Brennstoff für Kernfusionsreaktoren gebraucht werden. Helium Helium ist das Element mit dem stärksten physikalischen Isotopeneffekt. Insbesondere im Tieftemperaturbereich verhalten sich die beiden Heliumisotope sehr verschieden, da 3He ein Fermion und 4He ein Boson ist. Kohlenstoff Ein bekanntes Isotop ist das radioaktive 14C, das zur Altersbestimmung von organischen Materialien (Archäologie) benutzt wird (Radiokohlenstoffmethode). Natürlicher Kohlenstoff liegt hauptsächlich in den stabilen Isotopen 12C und 13C vor. 14C entsteht in hohen atmosphärischen Schichten aus Stickstoff. Sauerstoff Das Verhältnis der beiden stabilen Sauerstoffisotope 18O und 16O wird zur Untersuchung von Paläo-Temperaturen herangezogen. Die stabilen Sauerstoffisotope eignen sich auch als natürliche Tracer in aquatischen Systemen. Uran Das Isotop 235U dient als Brennstoff in Kernkraftwerken. Für die meisten Reaktortypen muss das Natururan dazu an 235U angereichert werden. Fast reines 235U wird in manchen Kernwaffen verwendet. Isotope in der Analytik In Messungen des optischen Spektrums mit genügender Auflösung können Isotope eines Elements an ihren Spektrallinien unterschieden werden (Isotopieverschiebung). Die Isotopenzusammensetzung in einer Probe wird in der Regel mit einem Massenspektrometer bestimmt, im Fall von Spurenisotopen mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie. Radioaktive Isotope können oft anhand ihrer Zerfallsprodukte oder der abgegebenen ionisierenden Strahlung identifiziert werden. Isotope spielen ferner eine Rolle in der NMR-Spektroskopie. So hat beispielsweise das gewöhnliche Kohlenstoff-Isotop 12C kein magnetisches Moment und ist daher nicht beobachtbar. Untersuchungen am Kohlenstoff können daher nur mithilfe des wesentlich selteneren 13C-Isotops erfolgen. Isotope werden auch in der Aufklärung von Reaktionsmechanismen oder Metabolismen mit Hilfe der sogenannten Isotopenmarkierung verwendet. Die Isotopenzusammensetzung des Wassers ist an verschiedenen Orten der Welt verschieden und charakteristisch. Diese Unterschiede erlauben es etwa bei Lebensmitteln wie Wein oder Käse, die Deklaration des Ursprungsortes zu überprüfen. Die Untersuchung von bestimmten Isotopen-Mustern (insbesondere 13C-Isotopen-Mustern) in organischen Molekülen wird als Isotopomeren-Analyse bezeichnet. Sie erlaubt unter anderem die Bestimmung intrazellulärer Stoffflüsse in lebenden Zellen. Darüber hinaus ist die Analyse von 13C/12C-, 15N/14N- sowie 34S/32S-Verhältnissen in der Ökologie heute weit verbreitet. Anhand der Fraktionierung lassen sich Stoffflüsse in Nahrungsnetzen nachverfolgen oder die Trophieniveaus einzelner Arten bestimmen. Auch in der Medizin dienen stabile Isotope als natürliche Tracer. In der Hydrologie werden aus den Konzentrationsverhältnissen von Isotopen Rückschlüsse auf hydrologische Prozesse gezogen. Der Wasserkreislauf begleitet die meisten Stoffflüsse ober- und unterhalb der Erdoberfläche. Das Vienna Standard Mean Ocean Water (VSMOV) dient oft als Referenz. Die Geochemie befasst sich mit Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser und Erdatmosphäre. Siehe auch Liste der Isotope Periodensystem (PSE) mit Anzahl der Isotope Nuklidkarte Literatur Werner Stolz: Radioaktivität. Grundlagen, Messung, Anwendungen. 5. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2005, ISBN 3-519-53022-8. Bogdan Povh, K. Rith, C. Scholz, F. Zetsche: Teilchen und Kerne. Eine Einführung in die physikalischen Konzepte. 7. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-36685-0. Klaus Bethge, Gertrud Walter, Bernhard Wiedemann: Kernphysik. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2001, ISBN 3-540-41444-4. Hanno Krieger: Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 2. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8351-0199-9. Weblinks Große Isotopentabelle bei der International Atomic Energy Agency (IAEA) Einzelnachweise Kernphysik Kernchemie Geochronologie
Beschreibung:Hochwertige Leselampe,LED Schreibtisch Leselampe,Schreibtisch Leselampe Hochwertige Leselampe ,LED Schreibtisch Leselampe,Schreibtisch Leselampe Zuhause > Produkt-Liste > Schreibtischlampe studieren > USB LED Schreibtischlampe > Hochwertige LED Schreibtischlampe Hochwertige LED-Schreibtisch-Leselampe 1, 12 grades dimmen und 5 grades farbtemperatur einstellbar Kontrolliert durch Dia-Touch; 2, USB-Port zur Aufladung anderer elektronischer Geräte; 3, Zeitraffer-Design, um die Lampe auszuschalten 4, LED-Chip von hoher Qualität aus Taiwan, 50.000 Stunden Lebensdauer; 5, drehbarer Sockel und neigbare Halterung biegsame Position; 6, kein Blendlicht oder doppeltes Bild, weicheres Flächenlicht ; 7, energiesparend und e Umweltfreundlich; 8, OEM & amp; ODM sind beide verfügbar; < Span style = "font-size: 24px;"> FAQ: & nbsp; Q1. Sie sind Hersteller oder Handelsfirma? A: Unsere Fabrik befindet sich in 14 # 3'rd Industrial Zone, Longxi Community, Longgang, Shenzhen , China Q3. Bieten Sie NEUE Design LED Tischlampe OEM Dienstleistungen? A: Ja, wir haben mehr als 10 Jahre reiche Erfahrungen, wir Oft mit einigen berühmten ausländischen Firmen zusammenarbeiten. Q4. Wie man einen Auftrag für LED-Licht fortsetzt? A: Erstens nennen wir Ihre Anforderungen oder Anwendung. < Br /> Zweitens zitieren wir nach Ihren Wünschen oder unseren Vorschlägen. Drittens Kunde Bestätigt die Samples und stellt die Kaution für die formale Bestellung fest. Q5. Ist es OK, mein Logo auf LED-Lichtprodukt zu drucken? A: Ja. Bitte informieren Sie uns formell vor unserer Produktion und bestätigen Sie das Design zuerst auf unserer Probe. Q6: Bieten Sie Garantie für die Produkte an Superlight Technol Og: & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; Gegründet in Shenzhen im Jahr 2003, ist Superlight Technology Co., Ltd ist ein Pionier der LED-Leuchten in China. Als High-Tech-Unternehmen bestehen wir aus der Erforschung, Herstellung und Vermarktung aller Arten von LED-Leuchten und Projekt-Design & amp; Bau. Nach Jahren der Entwicklung, genießen wir jetzt die Zusammenarbeit mit Kunden aus Taiwan, Festland Chian, USA, England, Frankreich, Japan etc. & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; Unsere Produkte schließen ein: LED-Schreibtischlampen, LED-Birnen, LED-Punkt-Licht, LED-Schläuche u. Amp; LED-Chips mit Zertifizierungen von CE, ROHS, FCC und UL / CUL, Energiestern, DLC, PSE etc. & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; Mit jahrelanger konsequenter Bemühungen hat Superlight Genehmigungen von ISO9001-2008, QC0800000: 2005 und ISO / TS16949: 2009, aufgrund einer Reihe von anspruchsvollen Prüfeinrichtungen für die strenge QC und Engineering-System. Heutzutage ist Superlight zu einem Unternehmen geworden, das mehr als 25.000 Quadratmeter und 500 Mitarbeiter umfasst. & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; Heute wird etwa ein Fünftel der Elektrizität in der Beleuchtung in der Welt verwendet. Der Mangel an Energie und Umweltschutz wird die größte Krise für den Menschen sein. Superlight widmet sich der Erforschung und Innovation einer Reihe von grünen und energiesparenden LED-Produkten. Superleicht macht super leben Lass uns arbeiten und den Erfolg gemeinsam teilen! & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; Unsere Vision: Schaffung von heller Zukunft, Aufhellung der Welt; < / P> & nbsp; & nbsp; & Nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; Unsere Mission: Öko-Mode, kohlenstoffarme Lebensdauer & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; & nbsp; Unsere Management-Philosophie: Teamwork und Verfolgung der Exzellenz. Hochwertige Leselampe , LED Schreibtisch Leselampe , Schreibtisch Leselampe , Hochwertige Schreibtischlampe , Home Leselampe , Moderne Leselampe , Hotel Leselampe , Eye-Care Leselampe
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Was sind Isotope?
Als Isotope (von ísos „gleich“ und tópos „Ort, Stelle“) bezeichnet man Atomarten, deren Atomkerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Sie haben die gleiche Ordnungszahl, stellen daher das gleiche Element dar, weisen aber verschiedene Massenzahlen auf; es gibt also Sauerstoffisotope, Eisenisotope usw. Die verschiedenen Isotope eines Elements verhalten sich chemisch fast identisch. Der Name kommt daher, dass die Isotope eines Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. Getrennt voneinander dargestellt werden sie in einer Nuklidkarte. Die Bezeichnung Isotop ist älter als der Begriff Nuklid, der ganz allgemein „Atomart“ bedeutet. „Isotop“ wird daher nach wie vor oft auch im Sinne von Nuklid benutzt, d. h. auch dann, wenn nicht nur von Atomen eines und desselben Elements die Rede ist. Der Begriff Isotop wurde von Frederick Soddy geprägt, der für seine Arbeiten und Erkenntnisse im Bereich der Isotope und Radionuklide 1921 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Von jedem bekannten Element, mit Ausnahme des erst 2006 erstmals synthetisierten Oganesson, sind mehrere Isotope nachgewiesen (s. Liste der Isotope und Nuklidkarte). Insgesamt gibt es rund 3300 bekannte Nuklide. Etwa 240 davon sind stabil. Alle anderen sind instabil, das heißt, ihre Atome wandeln sich durch radioaktiven Zerfall nach mehr oder weniger langer Zeit in andere Atome um. Bei manchen traditionell als stabil angesehenen Nukliden ist diese Zeit so lang, dass ihr Zerfall erst in heutiger Zeit entdeckt wurde oder noch in Experimenten gesucht wird. Von den 91 natürlich vorkommenden Elementen werden in der Natur 69 als Gemische mehrerer Isotope (Mischelemente) vorgefunden. Die übrigen 22 heißen Reinelemente. Das chemische Atomgewicht von Mischelementen ist der Durchschnittswert der verschiedenen Atommassen der beteiligten Isotope. Bezeichnung und Formelschreibweise Die Bezeichnungsweise ist in Nuklid ausführlich beschrieben. Im Text wird ein Isotop mit dem Elementnamen oder -symbol mit der angehängten Massenzahl bezeichnet, beispielsweise Sauerstoff-16 oder O-16, Eisen-56 oder Fe-56. Ausnahmen bilden manchmal die Wasserstoffisotope (siehe folgenden Abschnitt). Als Formelzeichen wird die Massenzahl dem Elementsymbol links oben hinzugefügt. Die Kernladungszahl ist schon durch den Namen (das Elementsymbol) gegeben, kann aber zusätzlich links unten an das Elementsymbol geschrieben werden, sofern sie – z. B. bei Kernreaktionen – von Interesse ist, wie in Tritt in der Bezeichnung noch ein m auf (z. B. 16m1N), so ist damit ein Kernisomer gemeint. Wenn hinter dem m eine Zahl steht, ist dies eine Nummerierung, falls mehrere Isomere existieren. Chemische Reaktionen von Isotopen Isotope eines Elements haben die gleiche Elektronenhülle. Dadurch unterscheiden sie sich nicht in der Art der möglichen Reaktionen, sondern nur in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit, weil diese etwas masseabhängig ist. Der relative Massenunterschied ist bei schweren Elementen allerdings sehr gering. Das Verhältnis der Atommassen von Uran-238 und Uran-235 beträgt 1 : 1,013; in ihrem chemischen Verhalten ist kein merklicher Unterschied, zum Trennen müssen physikalische Methoden eingesetzt werden (siehe Urananreicherung). Bei den Lithiumisotopen Lithium-7 und Lithium-6 beträgt das Verhältnis 1 : 1,17; hier sind physikalisch-chemische Trennmethoden möglich (siehe Lithium). Die Massenunterschiede der drei Wasserstoffisotope sind sehr groß (1H : 2H : 3H wie 1 : 2 : 3), weshalb sie chemisch leicht unterschiedlich reagieren und sogar eigene Namen und chemische Symbole erhielten: Das weitaus häufigste Wasserstoffisotop 1H wird auch als Protium oder leichter Wasserstoff bezeichnet. Das Isotop 2H wird auch als Deuterium oder schwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: D. Das Isotop 3H wird auch als Tritium oder überschwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: T. Das unterschiedliche chemisch-physikalische Verhalten von H und D zeigt sich bei der Elektrolyse von Wasser. Wasser mit dem normalen 1H reagiert bevorzugt und wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, während sich Wassermoleküle, die D (2H Deuterium, Schwerer Wasserstoff) enthalten, im Restwasser anreichern (gegenüber dem natürlichen Mengenverhältnis von etwa 1 : 7.000). Mischelemente und Reinelemente So gut wie alle auf der Erde natürlich vorkommenden Nuklide sind entweder stabil (d. h. ein Zerfall wurde nicht beobachtet) oder sind radioaktiv mit einer Halbwertszeit, die nicht wesentlich kleiner als das Erdalter ist. Diese bezeichnet man als primordiale Nuklide. Insgesamt sind etwa 245 stabile Nuklide bekannt (siehe Nuklidkarte: stabile Nuklide sind mit schwarzem Hintergrund dargestellt). Allerdings ist bei „stabil“ zu unterscheiden, ob der Zerfall des Nuklids naturgesetzlich ausgeschlossen erscheint oder ob er möglich erscheint, aber noch nicht beobachtet wurde. Die Anzahl der im letzteren Sinn stabilen Nuklide hat sich mit der Zeit immer wieder verringert: Durch verbesserte Nachweismethoden sind einige ehemals als stabil angesehene Nuklide später als radioaktiv erkannt worden. Mit dem Nachweis der Radioaktivität von Bismut-209 im Jahr 2003 ergab sich, dass Blei-208 das schwerste stabile Nuklid und somit Blei das schwerste Element mit stabilen Isotopen ist. In der Natur vorkommende Elemente sind meistens Mischelemente, d. h. Isotopengemische. Die meisten natürlichen Isotope hat Zinn mit 10 Isotopen, gefolgt von Xenon mit 9 natürlichen Isotopen, von denen 8 stabil sind. Elemente, die dagegen nur aus einem natürlichen Isotop bestehen, nennt man Reinelement. Ein Reinelement hat also genau ein primordiales Isotop. Diese Eigenschaft haben 19 stabile und 3 langlebige instabile Elemente. Bekannte Isotope Wasserstoff Wasserstoff ist das Element mit dem stärksten chemischen Isotopeneffekt. Schwerer Wasserstoff (2H oder Deuterium) dient im Schwerwasserreaktor als Moderator. Überschwerer Wasserstoff (3H oder Tritium) ist radioaktiv. Er entsteht in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung sowie in Kernreaktoren. Tritium wurde zwischen etwa 1960 und 1998 in Leuchtfarben für Uhr-Zifferblätter usw. verwendet. In größeren Mengen sollen Deuterium und Tritium in Zukunft als Brennstoff für Kernfusionsreaktoren gebraucht werden. Helium Helium ist das Element mit dem stärksten physikalischen Isotopeneffekt. Insbesondere im Tieftemperaturbereich verhalten sich die beiden Heliumisotope sehr verschieden, da 3He ein Fermion und 4He ein Boson ist. Kohlenstoff Ein bekanntes Isotop ist das radioaktive 14C, das zur Altersbestimmung von organischen Materialien (Archäologie) benutzt wird (Radiokohlenstoffmethode). Natürlicher Kohlenstoff liegt hauptsächlich in den stabilen Isotopen 12C und 13C vor. 14C entsteht in hohen atmosphärischen Schichten aus Stickstoff. Sauerstoff Das Verhältnis der beiden stabilen Sauerstoffisotope 18O und 16O wird zur Untersuchung von Paläo-Temperaturen herangezogen. Die stabilen Sauerstoffisotope eignen sich auch als natürliche Tracer in aquatischen Systemen. Uran Das Isotop 235U dient als Brennstoff in Kernkraftwerken. Für die meisten Reaktortypen muss das Natururan dazu an 235U angereichert werden. Fast reines 235U wird in manchen Kernwaffen verwendet. Isotope in der Analytik In Messungen des optischen Spektrums mit genügender Auflösung können Isotope eines Elements an ihren Spektrallinien unterschieden werden (Isotopieverschiebung). Die Isotopenzusammensetzung in einer Probe wird in der Regel mit einem Massenspektrometer bestimmt, im Fall von Spurenisotopen mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie. Radioaktive Isotope können oft anhand ihrer Zerfallsprodukte oder der abgegebenen ionisierenden Strahlung identifiziert werden. Isotope spielen ferner eine Rolle in der NMR-Spektroskopie. So hat beispielsweise das gewöhnliche Kohlenstoff-Isotop 12C kein magnetisches Moment und ist daher nicht beobachtbar. Untersuchungen am Kohlenstoff können daher nur mithilfe des wesentlich selteneren 13C-Isotops erfolgen. Isotope werden auch in der Aufklärung von Reaktionsmechanismen oder Metabolismen mit Hilfe der sogenannten Isotopenmarkierung verwendet. Die Isotopenzusammensetzung des Wassers ist an verschiedenen Orten der Welt verschieden und charakteristisch. Diese Unterschiede erlauben es etwa bei Lebensmitteln wie Wein oder Käse, die Deklaration des Ursprungsortes zu überprüfen. Die Untersuchung von bestimmten Isotopen-Mustern (insbesondere 13C-Isotopen-Mustern) in organischen Molekülen wird als Isotopomeren-Analyse bezeichnet. Sie erlaubt unter anderem die Bestimmung intrazellulärer Stoffflüsse in lebenden Zellen. Darüber hinaus ist die Analyse von 13C/12C-, 15N/14N- sowie 34S/32S-Verhältnissen in der Ökologie heute weit verbreitet. Anhand der Fraktionierung lassen sich Stoffflüsse in Nahrungsnetzen nachverfolgen oder die Trophieniveaus einzelner Arten bestimmen. Auch in der Medizin dienen stabile Isotope als natürliche Tracer. In der Hydrologie werden aus den Konzentrationsverhältnissen von Isotopen Rückschlüsse auf hydrologische Prozesse gezogen. Der Wasserkreislauf begleitet die meisten Stoffflüsse ober- und unterhalb der Erdoberfläche. Das Vienna Standard Mean Ocean Water (VSMOV) dient oft als Referenz. Die Geochemie befasst sich mit Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser und Erdatmosphäre. Siehe auch Liste der Isotope Periodensystem (PSE) mit Anzahl der Isotope Nuklidkarte Literatur Werner Stolz: Radioaktivität. Grundlagen, Messung, Anwendungen. 5. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2005, ISBN 3-519-53022-8. Bogdan Povh, K. Rith, C. Scholz, F. Zetsche: Teilchen und Kerne. Eine Einführung in die physikalischen Konzepte. 7. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-36685-0. Klaus Bethge, Gertrud Walter, Bernhard Wiedemann: Kernphysik. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2001, ISBN 3-540-41444-4. Hanno Krieger: Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 2. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8351-0199-9. Weblinks Große Isotopentabelle bei der International Atomic Energy Agency (IAEA) Einzelnachweise Kernphysik Kernchemie Geochronologie
Mittwoch 5. Oktober 2011, 06:43 Thema: Diagramm in Bilddatei schreiben Re: Diagramm in Bilddatei schreiben PIL ist zur Bildbearbeitung (/-Prozessierung), matplotlib zum Plotten. Diese Seite bietet eine gute Übersicht. Schau' Dir doch das eine oder andere Paket an, starte einen Versuch und wenn Du nicht weiterkommst, frage hier nach (mit einem konkreten Beispiel und was am Code nicht funktioniert). Dienstag 4. Oktober 2011, 13:37 Thema: XML-Datei exportieren Re: XML-Datei exportieren Auch auf die Gefahr hin, daß Du das nicht mehr lesen wirst: Du solltest Dir Gedanken machen, wie man Fragen so stellt, daß man auch eine Antwort bekommt. Ein paar Tipps gibt es u. a. hier . Bei Dir wäre ein Anfang damit gemacht, daß Du Dich vorab fragst: Könnte ich ohne eine solche Frage verstehen? ... Dienstag 4. Oktober 2011, 10:58 Ja, und da helfen auch keine Ausrufezeichen. *Vielleicht* könnte man Dir hier trotzdem weiterhelfen, aber Du *müßtest* halt schreiben, *was* Du erreichen willst. (Die Forumssoftware ist nicht sooo dolle, daß sie eine Kristallkugelfunktion umschliessen würde .) Montag 3. Oktober 2011, 11:56 Thema: Abstand der Achsenbeschriftungen ändern Re: Abstand der Achsenbeschriftungen ändern Doch, aber Du könntest auch zeigen, was Du versucht hast, bzw. bei mpl was Du überhaupt nutzt (das Skripting- oder das OO-Interface), denn dann könnte man einfach darauf aufbauen. Also: >>> import pylab as plt >>> fig = plt.figure() >>> ax = fig.add_subplot(111) >>> plt.plot([1,2,3]) [<matplotlib.li... Montag 3. Oktober 2011, 11:25 Thema: Werte mitteln Re: Werte mitteln Na ja, das ist nur bedingt präzise: Wenn es darum geht eine Baseline und das Rauschen der selben zu identifzieren bzw. zu quantifizieren ist die Frage: Was ist über / unter der Baseline (ein Peak zum Beispiel). Wenn Du so einen Peak math. fitten kannst, ist die Frage nach Lage der Baseline erledigt.... Freitag 30. September 2011, 13:47 Thema: PIL Bild in einem anderen finden Re: PIL Bild in einem anderen finden Kreuzkorrelation im reziproken Raum mit anschließender Suche nach dem Maximum? Das geht fix. Freitag 30. September 2011, 12:01 Dann sag' uns doch mal a) konkret, was Du möchtest und b) wo es klemmt. Donnerstag 29. September 2011, 19:58 Das Stichwort ist "minor tick label". Hilft das weiter? Bzw. tick label bei http://matplotlib.sourceforge.net/api/axis_api.html Donnerstag 29. September 2011, 19:55 Lateiner hat geschrieben: Da will ich immer 10 als Durchschnitt zusammengefasst haben. Und das heißt was? Vielleicht ein gleitender Durchschnitt? Falls ja, und "mittelwert" == "Fenstergröße", dann kann man das so machen. Wie es etwas sauberer geht steht hier. Freitag 23. September 2011, 20:38 Thema: Wurzel rechen programm schneller machen Re: Wurzel rechen programm schneller machen Ein Teil der Antwort steht schon im alten Thread . Außerdem: Das Decimal-Modul ist nicht geeignet für performantes Rechnen. Und: Vermeide zu viel redundante Zuweisungen (u. a. braucht man xeins und yeins?) Und was mich wirklich interessieren würde: Hast Du mit dem Code jemals eine Zahl bis zu der an... Freitag 23. September 2011, 20:11 Thema: wurzelnrechnen,modul für unendliche nachkommastellen gesucht Re: wurzelnrechnen,modul für unendliche nachkommastellen ges was kann ich tun=? Dein Denken ändern ;-). Wenn eine Rechnung ausgeführt wird, düfte ein Kern auch zu 100% ausgelastet sein. Bei längeren (nicht parallelisierten) Berechnungen kann es allerdings dazu kommen, dass das OS zwischen Kernen hin- und herschaltet. Und was Dir angezeigt wird ist dann ein M... Freitag 23. September 2011, 09:34 Und wie hast Du installiert? (shared object files müssen für Deine Architektur und im Zweifel auch für Deine Pythonversion kompiliert sein. Wenn Du Dir sicher bist alles richtig gemacht zu haben, solltest Du auf der numpy-Mailingliste Bescheid geben, dass es ein Problem gibt.) PS Im Übrigen wird das... Mittwoch 21. September 2011, 16:18 Thema: Codeeffizienz: Koordinatentransformation einer Zeitreihe Re: Codeeffizienz: Koordinatentransformation einer Zeitreihe - Wie Dein Arbeitscode aussehen soll, weiß ich nicht, aber vermeide besser die Konversion von Listen zu numpy.arrays und zurück. Numpy hat zum Beispiel ein random-Modul. Kannst Du mir auf die Sprünge helfen? An welcher Stelle mache ich das? Wenn es np.linspace ist, was wäreb eine geeignete Alternat... Mittwoch 21. September 2011, 07:20 Hoi, 100%ig ist mir nicht klar, was Du da machst, aber: - surge, sway, heave, etc. sind alle identisch generiert. Willst Du wirklich immer wieder gleich generierte Dinge an unterschiedliche Namen bilden? Oder tut es vielleicht ein dict? - Iteration über eine Liste geht auch direkt, wenn Du *wirklich... Dienstag 20. September 2011, 19:45 Thema: numpy arrays aneinanderhängen Re: numpy arrays aneinanderhängen numpy.append ? Oder meinst Du Listen? Dann <listobject>.extend(<listobject>)
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Was sind Isotope?
Als Isotope (von ísos „gleich“ und tópos „Ort, Stelle“) bezeichnet man Atomarten, deren Atomkerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Sie haben die gleiche Ordnungszahl, stellen daher das gleiche Element dar, weisen aber verschiedene Massenzahlen auf; es gibt also Sauerstoffisotope, Eisenisotope usw. Die verschiedenen Isotope eines Elements verhalten sich chemisch fast identisch. Der Name kommt daher, dass die Isotope eines Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. Getrennt voneinander dargestellt werden sie in einer Nuklidkarte. Die Bezeichnung Isotop ist älter als der Begriff Nuklid, der ganz allgemein „Atomart“ bedeutet. „Isotop“ wird daher nach wie vor oft auch im Sinne von Nuklid benutzt, d. h. auch dann, wenn nicht nur von Atomen eines und desselben Elements die Rede ist. Der Begriff Isotop wurde von Frederick Soddy geprägt, der für seine Arbeiten und Erkenntnisse im Bereich der Isotope und Radionuklide 1921 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Von jedem bekannten Element, mit Ausnahme des erst 2006 erstmals synthetisierten Oganesson, sind mehrere Isotope nachgewiesen (s. Liste der Isotope und Nuklidkarte). Insgesamt gibt es rund 3300 bekannte Nuklide. Etwa 240 davon sind stabil. Alle anderen sind instabil, das heißt, ihre Atome wandeln sich durch radioaktiven Zerfall nach mehr oder weniger langer Zeit in andere Atome um. Bei manchen traditionell als stabil angesehenen Nukliden ist diese Zeit so lang, dass ihr Zerfall erst in heutiger Zeit entdeckt wurde oder noch in Experimenten gesucht wird. Von den 91 natürlich vorkommenden Elementen werden in der Natur 69 als Gemische mehrerer Isotope (Mischelemente) vorgefunden. Die übrigen 22 heißen Reinelemente. Das chemische Atomgewicht von Mischelementen ist der Durchschnittswert der verschiedenen Atommassen der beteiligten Isotope. Bezeichnung und Formelschreibweise Die Bezeichnungsweise ist in Nuklid ausführlich beschrieben. Im Text wird ein Isotop mit dem Elementnamen oder -symbol mit der angehängten Massenzahl bezeichnet, beispielsweise Sauerstoff-16 oder O-16, Eisen-56 oder Fe-56. Ausnahmen bilden manchmal die Wasserstoffisotope (siehe folgenden Abschnitt). Als Formelzeichen wird die Massenzahl dem Elementsymbol links oben hinzugefügt. Die Kernladungszahl ist schon durch den Namen (das Elementsymbol) gegeben, kann aber zusätzlich links unten an das Elementsymbol geschrieben werden, sofern sie – z. B. bei Kernreaktionen – von Interesse ist, wie in Tritt in der Bezeichnung noch ein m auf (z. B. 16m1N), so ist damit ein Kernisomer gemeint. Wenn hinter dem m eine Zahl steht, ist dies eine Nummerierung, falls mehrere Isomere existieren. Chemische Reaktionen von Isotopen Isotope eines Elements haben die gleiche Elektronenhülle. Dadurch unterscheiden sie sich nicht in der Art der möglichen Reaktionen, sondern nur in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit, weil diese etwas masseabhängig ist. Der relative Massenunterschied ist bei schweren Elementen allerdings sehr gering. Das Verhältnis der Atommassen von Uran-238 und Uran-235 beträgt 1 : 1,013; in ihrem chemischen Verhalten ist kein merklicher Unterschied, zum Trennen müssen physikalische Methoden eingesetzt werden (siehe Urananreicherung). Bei den Lithiumisotopen Lithium-7 und Lithium-6 beträgt das Verhältnis 1 : 1,17; hier sind physikalisch-chemische Trennmethoden möglich (siehe Lithium). Die Massenunterschiede der drei Wasserstoffisotope sind sehr groß (1H : 2H : 3H wie 1 : 2 : 3), weshalb sie chemisch leicht unterschiedlich reagieren und sogar eigene Namen und chemische Symbole erhielten: Das weitaus häufigste Wasserstoffisotop 1H wird auch als Protium oder leichter Wasserstoff bezeichnet. Das Isotop 2H wird auch als Deuterium oder schwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: D. Das Isotop 3H wird auch als Tritium oder überschwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: T. Das unterschiedliche chemisch-physikalische Verhalten von H und D zeigt sich bei der Elektrolyse von Wasser. Wasser mit dem normalen 1H reagiert bevorzugt und wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, während sich Wassermoleküle, die D (2H Deuterium, Schwerer Wasserstoff) enthalten, im Restwasser anreichern (gegenüber dem natürlichen Mengenverhältnis von etwa 1 : 7.000). Mischelemente und Reinelemente So gut wie alle auf der Erde natürlich vorkommenden Nuklide sind entweder stabil (d. h. ein Zerfall wurde nicht beobachtet) oder sind radioaktiv mit einer Halbwertszeit, die nicht wesentlich kleiner als das Erdalter ist. Diese bezeichnet man als primordiale Nuklide. Insgesamt sind etwa 245 stabile Nuklide bekannt (siehe Nuklidkarte: stabile Nuklide sind mit schwarzem Hintergrund dargestellt). Allerdings ist bei „stabil“ zu unterscheiden, ob der Zerfall des Nuklids naturgesetzlich ausgeschlossen erscheint oder ob er möglich erscheint, aber noch nicht beobachtet wurde. Die Anzahl der im letzteren Sinn stabilen Nuklide hat sich mit der Zeit immer wieder verringert: Durch verbesserte Nachweismethoden sind einige ehemals als stabil angesehene Nuklide später als radioaktiv erkannt worden. Mit dem Nachweis der Radioaktivität von Bismut-209 im Jahr 2003 ergab sich, dass Blei-208 das schwerste stabile Nuklid und somit Blei das schwerste Element mit stabilen Isotopen ist. In der Natur vorkommende Elemente sind meistens Mischelemente, d. h. Isotopengemische. Die meisten natürlichen Isotope hat Zinn mit 10 Isotopen, gefolgt von Xenon mit 9 natürlichen Isotopen, von denen 8 stabil sind. Elemente, die dagegen nur aus einem natürlichen Isotop bestehen, nennt man Reinelement. Ein Reinelement hat also genau ein primordiales Isotop. Diese Eigenschaft haben 19 stabile und 3 langlebige instabile Elemente. Bekannte Isotope Wasserstoff Wasserstoff ist das Element mit dem stärksten chemischen Isotopeneffekt. Schwerer Wasserstoff (2H oder Deuterium) dient im Schwerwasserreaktor als Moderator. Überschwerer Wasserstoff (3H oder Tritium) ist radioaktiv. Er entsteht in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung sowie in Kernreaktoren. Tritium wurde zwischen etwa 1960 und 1998 in Leuchtfarben für Uhr-Zifferblätter usw. verwendet. In größeren Mengen sollen Deuterium und Tritium in Zukunft als Brennstoff für Kernfusionsreaktoren gebraucht werden. Helium Helium ist das Element mit dem stärksten physikalischen Isotopeneffekt. Insbesondere im Tieftemperaturbereich verhalten sich die beiden Heliumisotope sehr verschieden, da 3He ein Fermion und 4He ein Boson ist. Kohlenstoff Ein bekanntes Isotop ist das radioaktive 14C, das zur Altersbestimmung von organischen Materialien (Archäologie) benutzt wird (Radiokohlenstoffmethode). Natürlicher Kohlenstoff liegt hauptsächlich in den stabilen Isotopen 12C und 13C vor. 14C entsteht in hohen atmosphärischen Schichten aus Stickstoff. Sauerstoff Das Verhältnis der beiden stabilen Sauerstoffisotope 18O und 16O wird zur Untersuchung von Paläo-Temperaturen herangezogen. Die stabilen Sauerstoffisotope eignen sich auch als natürliche Tracer in aquatischen Systemen. Uran Das Isotop 235U dient als Brennstoff in Kernkraftwerken. Für die meisten Reaktortypen muss das Natururan dazu an 235U angereichert werden. Fast reines 235U wird in manchen Kernwaffen verwendet. Isotope in der Analytik In Messungen des optischen Spektrums mit genügender Auflösung können Isotope eines Elements an ihren Spektrallinien unterschieden werden (Isotopieverschiebung). Die Isotopenzusammensetzung in einer Probe wird in der Regel mit einem Massenspektrometer bestimmt, im Fall von Spurenisotopen mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie. Radioaktive Isotope können oft anhand ihrer Zerfallsprodukte oder der abgegebenen ionisierenden Strahlung identifiziert werden. Isotope spielen ferner eine Rolle in der NMR-Spektroskopie. So hat beispielsweise das gewöhnliche Kohlenstoff-Isotop 12C kein magnetisches Moment und ist daher nicht beobachtbar. Untersuchungen am Kohlenstoff können daher nur mithilfe des wesentlich selteneren 13C-Isotops erfolgen. Isotope werden auch in der Aufklärung von Reaktionsmechanismen oder Metabolismen mit Hilfe der sogenannten Isotopenmarkierung verwendet. Die Isotopenzusammensetzung des Wassers ist an verschiedenen Orten der Welt verschieden und charakteristisch. Diese Unterschiede erlauben es etwa bei Lebensmitteln wie Wein oder Käse, die Deklaration des Ursprungsortes zu überprüfen. Die Untersuchung von bestimmten Isotopen-Mustern (insbesondere 13C-Isotopen-Mustern) in organischen Molekülen wird als Isotopomeren-Analyse bezeichnet. Sie erlaubt unter anderem die Bestimmung intrazellulärer Stoffflüsse in lebenden Zellen. Darüber hinaus ist die Analyse von 13C/12C-, 15N/14N- sowie 34S/32S-Verhältnissen in der Ökologie heute weit verbreitet. Anhand der Fraktionierung lassen sich Stoffflüsse in Nahrungsnetzen nachverfolgen oder die Trophieniveaus einzelner Arten bestimmen. Auch in der Medizin dienen stabile Isotope als natürliche Tracer. In der Hydrologie werden aus den Konzentrationsverhältnissen von Isotopen Rückschlüsse auf hydrologische Prozesse gezogen. Der Wasserkreislauf begleitet die meisten Stoffflüsse ober- und unterhalb der Erdoberfläche. Das Vienna Standard Mean Ocean Water (VSMOV) dient oft als Referenz. Die Geochemie befasst sich mit Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser und Erdatmosphäre. Siehe auch Liste der Isotope Periodensystem (PSE) mit Anzahl der Isotope Nuklidkarte Literatur Werner Stolz: Radioaktivität. Grundlagen, Messung, Anwendungen. 5. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2005, ISBN 3-519-53022-8. Bogdan Povh, K. Rith, C. Scholz, F. Zetsche: Teilchen und Kerne. Eine Einführung in die physikalischen Konzepte. 7. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-36685-0. Klaus Bethge, Gertrud Walter, Bernhard Wiedemann: Kernphysik. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2001, ISBN 3-540-41444-4. Hanno Krieger: Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 2. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8351-0199-9. Weblinks Große Isotopentabelle bei der International Atomic Energy Agency (IAEA) Einzelnachweise Kernphysik Kernchemie Geochronologie
In der heutigen Zeit wird die Welt Zeuge eines besorgniserregenden Anstiegs von Naturkatastrophen. Gemäß spiritueller Forschung ist die Hauptursache der vermehrt auftretenden Naturkatastrophen, wie Erdbeben, Fluten und Vulkanausbrüche, ein zyklischer Prozess, der im Laufe der Zeit im Universum stattfindet. Die Naturkatastrophen, die wir bisher erlebt haben, sind nur der Anfang einer zerstörerischen Phase, die über die nächsten 5 Jahre bis 2023 an Intensität zunehmen wird. In der zerstörerischen Phase wird sich auch der Dritte Weltkrieg ereignen, wo es einen großen Verlust von Menschenleben geben wird. Der einzige Weg, diese schwierigen Zeiten zu überleben, ist Spiritualität zu betreiben. Dieser Artikel wurde erstmals im Jahre 2007 veröffentlicht und wurde im Juni 2019 aktualisiert. Zum besseren Verständnis dieses Artikels ist es empfehlenswert, dass sie sich mit folgenden grundlegenden Artikeln vertraut machen: Sattva, Raja und Tama, die drei feinstofflichen Grundkomponenten des Universums Die fünf Absoluten Kosmischen Prinzipien 1. Die zunehmende Intensität von Naturkatastrophen 2. Was verursacht Naturkatastrophen und Klimawandel? 3. Die 3 feinstofflichen Komponenten und Zyklen 3.1 Beispiel eines Mikrozyklus – Tag und Nacht 3.2 Die Auswirkungt des Zyklus auf die Menschen 4. Stellenwert negativer Wesenheiten im Klimawandel 5. Tragweite von Kohlendioxid im Klimawandel 6. Hauptursache von globaler Erwärmung 7. Ende eines Zyklus und Zerstörung aufgrund von Naturkatastrophen 8. Umfang der Zerstörung aufgrund von Klimawandel und Drittem Weltkrieg 8.1 Art der Naturkatastrophen, die zur Zerstörung beitragen 8.2 Wann beginnt das Klima wieder normal zu werden? 9. Biologische Katastrophen 10. Negatives kollektives Schicksal 11. Was können wir dagegen tun? 12. Quellennachweise Über das letzte Jahrhundert hat die Welt einen Anstieg in der Anzahl und Intensität von Naturkatastrophen weltweit erlebt. Wir haben die furchteinflößende Kraft der Natur, durch die Medien und für manche von uns durch eigene Erfahrung, gesehen. In jüngster Vergangenheit ereigneten sich Naturkatastrophen aufgrund von Tsunamis in Südostasien und Japan, Erdbeben in Pakistan, Haiti und China sowie Hurrikane, wie Katrina und andere in Nord- und Zentralamerika. Diese Katastrophen haben noch nie dagewesene Verwüstung und großen Verlust von Leben angerichtet, die sich, aufgrund ihres Ausmaßes, in unserem Geist eingeprägt haben. Kann es schlimmer werden? Und wenn ja, wieviel Zeit haben wir? Kann man irgendetwas dagegen tun? Das folgende Diagramm zeigt, dass die Anzahl der Katastrophen global zugenommen hat und dies trifft vor allem auf die letzten zwei Jahrzehnte zu. Die Anzahl der geophysischen Katastrophen auf der Oberfläche der Erde, wie Erdbeben, Erdrutsche und Vulkanausbrüche, ist seit den 1970ern einigermaßen stabil. Die Anzahl der klimabedingten Katastrophen hat sich jedoch enorm erhöht. Genau genommen wird der Klimawandel als Existenzbedrohung für die Menschheit angesehen, gleich nach einem ausgewachsenen Atomkrieg. Die Mehrheit der Wissenschaftler auf der Welt bezieht die klimatischen Veränderungen auf die Tatsache, dass die Erde wärmer wird (siehe obiges Diagramm), hauptsächlich auf vorher nie beobachtete Anstiege von Treibhausgasen, wie Kohlendioxid, Methan und Stickoxide. Im Jahr 2013 überstiegen die Kohlendioxid Werte zum ersten Mal 400 Teile pro Millionen (ppm). Diese Aufwärtsentwicklung führte zu 411 ppm, die im Mai aufgezeichnet wurden (NASA, 2019). Demgegenüber haben die atmosphärischen Konzentrationen von Kohlendioxid, vor Beginn des Industriezeitalters, in Teilen pro Millionen (ppm) seit den letzten 800.000 Jahren zu keiner Zeit 300 ppm überschritten. Dies begründet sich auf EPICA (Eisbohrkern) Daten (siehe unteres Diagramm) (Lindsey, 2018). Die atmosphärische Konzentration von CO2 ist seit dem vorindustriellen Zeitalter (n. Chr. 1000 – 1750) mit ungefähr 280 Teilen pro Million (ppm) auf die heutige mit mehr als 400 ppm (Lindsey, 2018), dramatisch angestiegen. Die Vereinten Nationen nahmen Kenntnis von dieser alarmierenden Entwicklung und haben den Internationalen Ausschuss über Klimawandel (IPCC) gegründet, um die Wissenschaft, bezogen auf den Klimawandel, zu beurteilen. Das IPCC führt keine eigenen Forschungsarbeiten durch. Allerdings bestimmt das IPCC durch seine Beurteilungen den Wissensstand über den Klimawandel. Es ermittelt, wo es Übereinstimmung in der Wissenschaftlergemeinde gibt bei Themen, die sich auf den Klimawandel beziehen und wo weitere Forschung notwendig ist. Eine der Hauptfragen ist, ob der Mensch für den Klimawandel verantwortlich ist. Darüber hat der Ausschuss folgendes Urteil verlauten lassen. Es wurde menschlicher Einfluss bei der Erwärmung der Atmosphäre und des Ozeans, bei Veränderungen im globalen Wasserkreislauf, bei Reduzierungen von Schnee und Eis, beim Anstieg des globalen mittleren Meeresspiegels und bei Veränderungen einiger extremer Klimabedingungen festgestellt. Dieser Beweis für den menschlichen Einfluss ist seit AR4 gewachsen. Es ist sehr wahrscheinlich (95%-100%), dass der menschliche Einfluss die vorherrschende Ursache für die beobachtete Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts darstellt. – Der fünfte Untersuchungsreport (AR5) der Vereinten Nationen des Internationalen Ausschusses über Klimawandel (IPCC), finalisiert im Jahre 2014 Skeptiker der Klimawandeltheorie argumentieren, dass es keinen eindeutigen Beleg über das Ausmaß der Beziehung zwischen Menschen, globaler Erwärmung und Klimawandel gibt. Was bewirkt also den Klimawandel und warum nimmt die Zahl an Naturkatastrophen und an Intensität zu? Da dies ein Phänomen ist, dass globale Auswirkungen auf die Gesellschaft hat, hat SSRF zusammen mit der Maharshi Universität für Spiritualität spirituelle Forschung durchgeführt, um die Grundursachen des Klimawandels und der steigenden Intensität von Naturkatastrophen zu ermitteln. Wenn Klimawissenschaftler den Klimawandel untersuchen, konzentrieren sie sich hauptsächlich auf physische Ursachen und physische Lösungen. Demgegenüber bedient sich spirituelle Forschung beim Analysieren des Klimawandels einer ganzheitlichen Herangehensweise. Es umfasst alle drei Dimensionen (d. h. die physische, psychologische und spirituelle), um die dem Klimawandel und der steigenden Intensität und Häufigkeit von Naturkatastrophen zugrundeliegenden Ursachen zu analysieren und zu untersuchen. Das folgende Diagramm erklärt die Grundursachen hinter dem Klimawandel, wie sie durch spirituelle Forschung ermittelt wurden. Durch spirituelle Forschung wurde herausgefunden: Menschen selbst sind für nur zu 2 Prozent der Ursachen für den Klimawandel verantwortlich. Physische Ursachen menschlichen Ursprungs schließen das Verbrennen von fossilen Brennstoffen, Abholzung, usw. ein. Psychologische Ursachen schließen Persönlichkeitsfehler von Menschen ein. Spirituelle Ursachen schließen ein in den Menschen vorherrschendes hohes Ego, einen Mangel an Spiritueller Praxis gemäß den universellen Prinzipien, ein niedriges durchschnittliches spirituelles Niveau der Menschheit, usw. ein. 98% der Grundursachen hinter dem Klimawandel sind auf zyklische Veränderungen, die in der Region des Universums um die Erde herum stattfinden, zurückzuführen. Diese zyklischen Veränderungen umfassen auch die Auswirkung des Zyklus auf die Menschen, die Umgebung und auch auf feinstoffliche Wesenheiten in der unsichtbaren Welt, die auch als die spirituelle Dimension bekannt ist. Der ungünstige Teil dieses jetzigen Zyklus bringt sie dazu, sich auf eine Weise zu verhalten, die anders ist, als wie sie sich gewöhnlich verhalten würden. Aber was genau bedeutet dies? Lassen Sie uns versuchen, dies detaillierter zu verstehen. Das Universum durchläuft seit seiner Schöpfung bis hin zu seiner Auflösung 4 Hauptzeitalter. Wir befinden uns derzeit im 4. Zeitalter, bekannt als Kaliyug oder das „Zeitalter der Zwietracht“. Das Markenzeichen dieses derzeitigen Zeitalters ist, dass es im Vergleich mit den vorherigen Zeitaltern ein höheres Ausmaß spiritueller Verunreinigung (unten erklärt) aufweist. Die Hauptzeitalter bestehen auch aus Mini-Zeitaltern oder Mini-Zyklen des Universums. Die Jahre 1999-2023 zeigen das Ende eines Mini-Zyklus in der Region des Universums um die Erde herum an. 2024 ist das Jahr, welches mit dem neuen Zyklus beginnt. Jeder Zyklus durchläuft Phasen der Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung. Ein Zyklus ist grundsätzlich spiritueller Natur und wird von Veränderungen in der Proportion der 3 feinstofflichen Komponenten des Universums verursacht. Die drei feinstofflichen Grundkomponenten – Sattva, Raja und Tama sind die grundlegendsten Bestandteile der Schöpfung. Sie sind Modernen Wissenschaften unbekannt, und durchdringen alle lebendigen und nicht lebendigen, greifbaren und nicht greifbaren Dinge. Sattva steht für Reinheit und Wissen, Raja steht für Aktion und Tama steht für spirituelle Unwissenheit und Trägheit. Wenn es einen Anstieg in der Sattva Komponente gibt, führt dies zu Wohlbefinden und Ausgeglichenheit in den Wettermustern. Wenn es einen Anstieg oder eine Verbreitung der Raja-Tama Komponenten gibt, kommt es zu Instabilität und es führt möglicherweise zu etwas Unheilvollem oder zu Zerstörung. Ein Anstieg in der Proportion der Tama Komponente hat spirituelle Verunreinigung zur Folge. Die Raja Komponente verleiht entweder der Sattva oder der Tama Komponente Schwung. Wenn es einen Anstieg in Raja-Tama gibt, führt es zur Verbreitung von spiritueller Verunreinigung oder der Tama Komponente. Sogar innerhalb eines Tages wird ein Zyklus durchlaufen, wie früher Morgen, an dem die Sonne aufgeht und sich danach zum späten Morgen entwickelt, früher Nachmittag, später Nachmittag, Dämmerung, Abend und Nacht. Der Zyklus ist vollendet, wenn die Morgendämmerung den folgenden Tag anbricht. Jeder dieser Tagesabschnitte hat seine eigenen physischen und spirituellen Eigenschaften. Das Verhalten einer Person verändert sich auch aufgrund der Tageszeit. Am Morgen fühlen wir uns danach, aufzustehen und wir fühlen uns frisch, wach und bereit zu arbeiten. Am Nachmittag sind wir lethargischer. Am Abend fühlen wir uns danach, auszugehen und uns zu vergnügen oder wir fühlen uns danach, abzuschalten. Es ist wahrscheinlicher, dass Menschen in der Nacht disziplinloses Verhalten zeigen. Statistiken zeigen auf, dass Gewaltkriminalität, begangen von Erwachsenen, ihren Höchststand um 21-22 Uhr erreicht und um 6 Uhr am niedrigsten ist (ojjdp.gov). Bei voranschreitender Nacht sind wir müde und möchten schlafen. Somit hat die Tageszeit auch eine Auswirkung auf unser Verhalten. Genauso wie die Nachtzeit (die das Ende eines täglichen Zyklus anzeigt) das Verhalten der Menschen negativ beeinflusst, beeinflusst es das menschliche Verhalten negativ, wenn das Ende eines Mini-Zyklus stattfindet. Am Anfang eines Zyklus ist die Sattva Komponente verhältnismäßig größer und daher herrscht Frieden und Wohlsein vor. Demgegenüber bedeutet es automatisch, wenn irgendein Zyklus des Universums endet, dass die Proportion der Raja-Tama Komponenten in der Umgebung gestiegen ist, verglichen mit anderen Zeiten in dem Zyklus. Dies hat eine nachteilige Auswirkung auf die Menschen und die Umwelt. Lassen Sie uns für ein größeres Verständnis zum Mikrozyklus von Tag und Nacht zurückkommen, der vorher besprochen wurde. Bei Tagesanbruch ist die feinstoffliche Sattva Komponente dominant und er gilt als einer der spirituell reinsten Anteile des Tages. Aufgrund dessen sind die Aktivitäten der Menschen am Morgen verhältnismäßig sattvischer, verglichen mit dem Rest des Tages. In der Nacht ist jedoch die Tama Komponente in der Umgebung vorherrschend, die das Verhalten der Menschen nachteilig beeinflusst. Menschen neigen dazu, sich in der Nacht tamasikeren Aktivitäten hinzugeben. Am Ende eines Zyklus, wie dem, den die Welt derzeit durchläuft, bringt das erhöhte Niveau an spiritueller Unreinheit Menschen dazu, rundum unangemessen zu handeln (Menschen handeln viel angemessener, wenn die Umgebung spirituell positiv ist). Erd- und Wasserexperiment SSRF und die Maharshi Universität für Spiritualität führten eine Studie über die feinstofflichen Aspekte von Erd- und Wasserproben aus aller Welt durch. Die Ergebnisse deckten den derzeitigen Zustand der Welt auf. Bis zum 1. Juni 2019 wurden 293 Erdproben und 287 Wasserproben aus 26 Ländern genommen. Die Proben wurden bezüglich ihrer feinstofflichen Eigenschaften unter Verwendung eines Aura- und Energiescanners gemessen. Bei über 80% der Erd- und Wasserproben außerhalb Indiens wurden negative feinstoffliche Schwingungen ermittelt. Es gibt auch massive Anzeichen dafür, dass die Negativität in den Proben mit der Zeit steigt. Diese Ergebnisse bestätigen die Erkenntnisse der spirituellen Forschung, dass die spirituelle Umweltverschmutzung aufgrund eines erhöhten Anteils der Tama-Komponente zunimmt. Lesen Sie mehr über die spirituelle Forschung, die über Erde und Wasser (erscheint demnächst) durchgeführt wurde. Am unteren Ende eines Zyklus können starke negative Wesenheiten aus der spirituellen Dimension auch eine große Rolle spielen. Die spirituell verunreinigte Umgebung am unteren Ende eines Zyklus macht es für negative Wesenheiten leichter, die Gesellschaft zu kontrollieren und sie tun dies hauptsächlich aufgrund der Persönlichkeitsfehler der Menschen. Negative Wesenheiten verschärfen das schlechte Verhalten zu ihrem Vorteil und erhöhen daher die Tama Komponente. Dies ist der Hauptgrund warum die Welt in ihrem jetzigen Zustand ist: Die wirkungsvolle Kombination des unteren Endes eines Zyklus, kombiniert mit negativen Wesenheiten und den Persönlichkeitsfehlern der Menschen. Das begründet auch, warum die Menschheit die Umwelt und das einzige Zuhause, welches sie hat, den Planeten Erde, vernachlässigt und missbraucht hat. Somit tragen Menschen, ohne den Einfluss des Zyklus, nur zu 2% der Ursache für den Klimawandel bei. Die Menschheit wird allerdings, unter dem Einfluss des Endes eines Zyklus und angetrieben von negativen Wesenheiten, zu einem bedeutenden Medium auf physischer Ebene, durch welches globale Erwärmung und Klimawandel stattfindet. Während der Klimawandel in erster Linie auf zyklischen Gründen beruht, ist zu beachten, dass der Wirkungsmechanismus auf der physischen Ebene vom Menschen ausgeht und dies zu 98% der Ursachen des Klimawandels beiträgt Zuvor hatten wir die erhöhte Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre aufgezeigt, die auf über 400 ppm angestiegen ist. Wissenschaftler erklären, dass Kohlendioxid (CO2) das primäre Treibhausgas in der Atmosphäre ist, das größtenteils für die durchschnittliche Erwärmung über die letzten paar Jahrzehnte verantwortlich ist (ucsusa.org, 2017). Klimaskeptiker verharmlosen die Konsequenzen vom menschengemachten (von menschlichen Aktivitäten verursachtem) Klimawandel, indem sie behaupten, dass der Kohlendioxidausstoß für die Vegetation des Planeten positiv ist. Nach diesem Argument sind Pflanzen auf Kohlendioxid angewiesen, um zu überleben und wenn die Atmosphäre mehr von dem Gas enthält, könnte es das Pflanzenwachstum stimulieren. Fragen über die Rolle von CO2 im Klimawandel und Antworten durch spirituelle Forschung. 1. Beeinflusst der massive Anstieg an CO2 den Planeten und den Klimawandel? 2. Ist dies die Hauptursache des Klimawandels? Antwort: Nur wenn wir es von einem rein physischen Standpunkt betrachten. Sonst begründet es sich hauptsächlich durch zyklische Veränderungen. 3. Ist der Anstieg an CO2 Werten ausschließlich vom Menschen verursacht? Antwort: Nein. 70% des CO2 Anstiegs sind aufgrund von feinstofflichen Gründen und 30% sind vom Menschen verursacht. Die 30%, die auf den Menschen zurückzuführen sind, bestehen aufgrund von physischen und psychologischen Ursachen. Dieses Verhältnis kann jedoch über die Zeit variieren. Die letzten fünf Jahre – von 2014 bis 2018 – sind die wärmsten Jahre, die je in den 139 Jahren, in denen die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) die globale Wärme rückverfolgt hat, aufgezeichnet wurden. Das Jahr 2016 war das heißeste Jahr, das je mit 0,98° Celsius über dem Mittelwert von 1951 bis 1980 aufgezeichnet wurde (NASA, Global temperature, 2018). Das IPCC hat Länder dazu angehalten, den Anstieg der globalen Temperatur auf 1,5°C über vorindustriellen Niveau zu begrenzen, da oberhalb dieses Temperaturanstiegswertes verheerende klimatische Konsequenzen eintreten könnten (IPCC, 2018). Auf physischer Ebene führen Wissenschaftler diese globale Erwärmung auf physische Ursachen zurück, welche sich hauptsächlich als Treibhauseffekt zeigt. Wenn wir die Ursachen jedoch mittels spiritueller Forschung analysieren, dann stellt sich das Verhältnis der Hauptursachen aus den drei Dimensionen folgendermaßen dar. 67% – Aufgrund von zyklischen (feinstofflichen/spirituellen) Gründen mit den Raja und Tama Komponenten, die das Absolute Feuer Prinzip beeinflussen. 33% – Aufgrund von Menschen, die ihre Denkvorgänge inkorrekt nutzen und die Umwelt durch Emissionen, Abholzung etc. misshandeln. Es umfasst auf psychologischer Ebene auch die spirituelle Unreinheit, verursacht durch die Persönlichkeitsfehler der Menschen. 0% – Physische Gründe. Die physischen Gründe liegen bei einem Wert von null Prozent, weil die Hauptursache der physischen Probleme in den inkorrekten Denkprozessen (auf psychologischen und intellektuellen Ebenen) der Menschen liegt. Einige Menschen mögen denken, dass 1,5°C nicht so hoch sind. Um die Auswirkung mit einer Analogie zu veranschaulichen, es ist vergleichbar, wenn ein Mensch Fieber bekommt. Wenn die Körpertemperatur eines Menschen 38°C ihrer normalen Temperatur von 37°C überschreitet, geht man davon aus, dass sie Fieber hat. Der Anstieg von nur 1°C veranlasst sie dazu, sich erbärmlich zu fühlen. Das Ende eines Zyklus gipfelt in höheren Ausmaßen der Zerstörung, bevor ein neuer Zyklus beginnen kann. Wenn ein Anstieg in der Tama Komponente stattfindet, beeinflusst es die Absoluten Kosmischen Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther negativ. Diese Kosmischen Elemente sind die Bausteine der Natur und erhalten die Welt und das Wetter, wie wir es kennen. Wenn das Wasser Element beeinflusst ist, erschafft es Fluten, Tsunamis oder Wassermangel, welcher zu Dürre führt. Wenn das Feuer Element negativ beeinflusst ist, führt es zu einem Anstieg an extremen Hitzewellen, Vulkanaktivitäten, Flächenbränden oder extremer Kälte (was eine Abwesenheit von Hitze ist). Auf diese Weise wird Zerstörung durch die Absoluten Kosmischen Elemente bewirkt und diese Zerstörung ebnet den Weg für den Beginn des neuen Zeitalters/neuen Zyklus. In der folgenden Tabelle sind die Absoluten Kosmischen Elemente und die damit verbundenen Katastrophen dargestellt. Bitte beachten Sie, dass die Ursache von Katastrophen auf eine Kombination von Kosmischen Elementen zurückgeführt werden kann. Menschen können durch ihre Handlungen (physisch/psychologisch/spirituell) nur die niedrigeren kosmischen Elemente wie Erde, Wasser und Feuer beeinflussen. Kosmische Elemente höherem Niveaus sind weniger dafür anfällig, von menschlichem Verhalten beeinflusst zu werden. Die kosmischen Elemente höherer Ebenen wie Luft und Äther sind meistens von zyklischen Veränderungen beeinflusst. Dies kann vielleicht am besten durch eine Analogie zum Frühjahrsputz des Hauses verglichen werden. Wir reinigen unsere Häuser jeden Tag und entfernen ziemlich viel Staub und Schmutz, der sich über den Tag angesammelt hat. Aber alle paar Monate machen wir einen angemessenen Frühjahrsputz, um das Haus komplett zu reinigen. Dies ist genau das, was derzeit passieren wird – der Frühjahrsputz der Erde. Dies geschieht auf zwei Wegen, durch Naturkatastrophen und den Dritten Weltkrieg. Der Unterschied ist, wenn wir unser Haus reinigen, dann ist es meistens nur auf die physische Ebene begrenzt. Wenn Gott die Erde reinigt, liegt der Fokus hauptsächlich auf der spirituellen Reinigung der irdischen Ebene, was der Anstieg von Sattva Komponente und Reduzierung der Tama Komponente bedeutet. Menschen, die viele Persönlichkeitsfehler haben und die vorherrschend Tama sind, fallen solch einer Reinigung zum Opfer. Vergleichsweise, wie man Temperaturen und Trendlinien in der physischen Welt aufzeichnen kann, können Tendenzen und Prognosen auch unter Berücksichtigung physischer, psychologischer und spiritueller Aspekte aufgezeichnet werden. Um unseren Lesern eine Idee von dem Ausmaß der Zerstörung zu geben – der Tsunami, der Asien im Jahr 2004 getroffen hat, verursachte eine Verwüstung, die ungefähr 1/1000stel der Zerstörung beträgt, die sich zwischen 2019 und 2023 ereignen wird. Die Kurve im obigen Diagramm zeigt das zunehmende Ausmaß der Zerstörung in den kommenden Zeiten. Der Grad der Zerstörung, der am Anfang des Diagramms dargestellt ist, ist ein Ergebnis von all der Zerstörung zwischen 1999-2019. Am Ende zeigt sich, dass es ungefähr eine Aufteilung von 50-50 bei der Zerstörung geben wird, die durch Naturkatastrophen und den Dritten Weltkrieg in den nächsten 5 Jahren stattfindet. 70% der Infrastruktur der Welt werden aufgrund vom Dritten Weltkrieg und Naturkatastrophen zerstört sein. Die meisten Städte weltweit werden komplett zerstört sein. Wir haben durch spirituelle Forschung herausgefunden, dass sich ein solches Ausmaß an Zerstörung auf planetarer Ebene zuletzt vor ungefähr 30.000 Jahren ereignete. In den kommenden Zeiten werden mehr Menschen infolge des Dritten Weltkrieges sterben, als durch Naturkatastrophen. Dem ist so, obwohl die physische Zerstörung bei beiden ungefähr gleich sein wird. Ungefähr die Hälfte der Weltbevölkerung wird in dieser Zeitspanne umkommen. Wir waren durch spirituelle Forschung in der Lage, ein klareres Verständnis über die Auswirkung von verschiedenen Arten von zu erwartenden Naturkatastrophen zu erlangen. Prozentualer Anteil der gesamten physischen Zerstörung, die dieser Art von Katastrophe zugerechnet werden wird Vulkane 10 Erdbeben 6 Anstieg des Meeresspiegels 3 Überschwemmungen 22 Tropenstürme/Hurrikans 8 Dürren 30 Extreme Hitze 10 Flächenbrände 3 Quelle: Spirituelle Forschung, Juni 2019 Die Wettermuster und Naturkatastrophen beginnen sich nach 2025 zu legen und werden sich in ungefähr 50-60 Jahren, von 2025 an, wieder normalisieren. Während dieser Zeitspanne wird eine neue Generation von Menschen geboren werden, die verhältnismäßig sattvischer sein wird. Ein weiterer interessanter Fakt, den wir durch spirituelle Forschung ermittelt haben, ist, dass die Ursache hinter den meisten tödlichen pathogenen Krankheiten auf der Erde, wie AIDS, Ebola und die Vogelgrippe, aufgrund negativer Wesenheiten höherer Ebenen existieren. Nach 2025, wenn das neue Zeitalter beginnt, wird es kein weiteres Auftreten von neuen tödlichen pathogenen Krankheiten geben. Die Krankheitserreger, die von negativen Wesenheiten erschaffen wurden, werden jedoch auf der Erde bestehen bleiben und für sie müssen Heilmittel gefunden werden. Schicksal ist ein Teil unseres Lebens, der nicht unter unserer Kontrolle ist und sich aufgrund unserer Handlungen aus vorherigen Leben formt. Wenn jemand viele schlechte Dinge in einem vorherigen Leben getan hat, die anderen Schmerz bereitet haben, dann würde das Schicksal in seinem jetzigen Leben aus mehr Leiden und Schmerz bestehen. Es gibt bestimmte Teile unseres Lebens, die von unserem freien Willen kontrolliert sind und wir können diese auf jede Art, die uns gefällt, nutzen. Es gibt allerdings einen weiteren Schicksalsaspekt, der als kollektives Schicksal bekannt ist und gewöhnlich auf Gruppen von Menschen, auf eine Stadt oder auf ein Land gerichtet ist. Aspekt des Lebens Normale Zeiten (%) In den Jahren 2019-2023 (%) Quelle: Spirituelle Forschung, Mai 2019 Wie Sie aus der oberen Tabelle ersehen können, wäre das kollektive Schicksal für eine durchschnittliche Person ungefähr 10%, während ihr individuelles Schicksal 60% ausmacht, und ihr freier Wille betrüge die verbleibenden 30%. Weil wir aber in die Endrunde des Zyklus gehen, wird kollektives Schicksal beginnen, eine größere Auswirkung auf unser Leben auszuüben, was einem Wert von 30% entspricht. Deshalb werden vorbestimmte Ereignisse (größtenteils negative) in unserem Leben von 2019 bis 2023 etwa 75% betragen. Für die Menschen, die an Orten leben, wo das kollektive Schicksal sehr negativ ausgeprägt ist, wird es wahrscheinlicher, dass sie von massiveren Naturkatastrophen und höheren Ausmaßen von Zerstörung während des 3. Weltkriegs betroffen werden. Der Zweck dieses Artikels ist es nicht, Angst einzuflößen, sondern Menschen über die bevorstehende zerstörerische Phase in der Erdgeschichte aufmerksam zu machen. Zudem entsprechende Lösungen anzubieten, was zu tun ist, um zu überleben. Lassen Sie uns zuerst beginnen, indem wir kurz die vorherrschend weltweiten Ansichten des Klimawandels wiederholen. Die allgemeine Meinung & IPCC Verändert sich das Klima? Ja, aber es verändert sich immer Ein eindeutiges Ja Ja, und es ist der Beginn einer rasanten Eskalation Spielt die Menschheit eine Rolle? Vielleicht, man kann aber nicht sagen in wie weit Ja – hauptsächlich durch die Emissionen von Treibhausgasen Lediglich 2% vonseiten der Menschen, hauptsächlich infolge der Auswirkung der Zeit auf die Menschen und die Umwelt Wird es eine Krise werden? Es kann sein, es ist möglich – aber wir werden keine Panik verbreiten Ja, zweifellos, wenn wir dem Weg, den wir gehen, weiter folgen Ja, und das in einer sehr kurzen Zeitspanne Gibt es irgendetwas, das wir tun können, um irgendeinen erheblichen Unterschied herbeizuführen? Nicht wirklich Ja, wenn wir die Emissionen begrenzen und den Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen weiter unter 2°C über dem vorindustriellen Niveau halten. Wenn dies geschieht, würde es die Risiken und Auswirkungen des Klimawandels erheblich reduzieren Nein, aber wir können uns schützen, wenn wir Spirituelle Praxis machen Der Wechsel von Minizyklen ist etwas, über das wir als Menschen keine Kontrolle haben. Diese Veränderungen, die den ganzen Planeten beeinflussen, sind allerdings grundsätzlich spiritueller Natur. Das Göttliche Ziel dieses Umbruchs (seien es Naturkatastrophen oder der 3. Weltkrieg) ist es, die Sattvikta (spirituelle Reinheit) auf die Erde zurückzubringen. Dementsprechend ist die Voraussetzung für eine Person, um Zugang zum neuen Zeitalter zu erlangen, dass sie ein höheres Niveau an Sattvikta erlangt. Spirituelle Praxis (gemäß den Universale Prinzipien) ist der beste Weg, um sein spirituelles Niveau und die Sattva Komponente in sich zu erhöhen. Auch wenn wir vielleicht nicht dazu in der Lage sind, die Angriffe dieser schrecklichen Zeit zu stoppen, können wir Bemühungen machen, um zu überleben, indem wir gemeinsame Bemühungen machen, um Spirituelle Praxis durchzuführen. Wir empfehlen unseren Lesern folgende 4 Dinge zu tun, um ihnen zu helfen, diese Zeit zu überleben. Den Namen Gottes chanten. Wir empfehlen zwei Chants für Schutz in den kommenden Zeiten. Om Namo Bhagawate Vasudevaya (Ein Chant, der für die jetzigen Jahre bis 2023 spirituell förderlich ist) Shri Gurudev Datta (für das Überwinden von Problemen aufgrund von verstorbenen Vorfahren). Es wird empfohlen, den Namen für mindestens 2 Stunden pro Tag zu chanten. Beseitigen der Persönlichkeitsfehler, indem man den Prozess der Beseitigung von Persönlichkeitsfehlern betreibt. Dies hilft dabei, seinen inneren Frieden zu erhöhen und die feinstoffliche Tama Komponente in sich zu verringern. Steigern Sie die Anzahl ihrer Gebete, und bitten sie um die innere Stärke und Standhaftigkeit, um regelmäßig Spiritueller Praxis zu machen und diese zu erhöhen. Das Beten für materiellen Gewinn hat keinen spirituellen Wert. Dienen Sie der Verbreitung von Spiritualität. Dies wird Satseva genannt. Es ist einer der schnellsten Wege, Gottes Gnade zu erlangen, wenn man der Verbreitung von Spiritualität mit den Qualitäten eines Schülers (d.h. mit Demut, spiritueller Emotion, etc.) dient. Wenn Sie diesen Artikel lesen, denken Sie möglicherweise, dass er den Anschein einer Panikmache hat. Obwohl es weltweit verheerend stehe, sei es nicht so schlimm, wie dieser Artikel es darstelle. Sie denken vielleicht „Wir haben mehr Zeit. Schließlich ereigneten sich die Überschwemmungen und Dürren in einem fernen Land und die Kriege, die weltweit stattfinden, beeinflussen uns nicht wirklich.“ Es wird jedoch bald beginnen, sich zuzuspitzen. Wir befinden uns im letzten Abschnitt von Zerstörung katastrophalen Ausmaßes und weder die Regierungen der Welt noch die Klimawissenschaftler können vorhersehen oder darauf vorbereitet sein, was sich in einem viel kleineren Zeitfenster, als je erwartet, ereignen wird. Wir appellieren an die Welt, die Nachricht in diesem Artikel ernst zu nehmen und gemeinsam Bemühungen in Spiritueller Praxis zu machen. Bitte beachten Sie: Wir werden lebensrettende Informationen und Heilungstechniken in unserem Kapitel über den Überlebensführer veröffentlichen. IPCC. (2018). Global Warming of 1.5 ºC. Retrieved from IPCC: https://www.ipcc.ch/sr15/chapter/summary-for-policy-makers/ Lindsey, R. (2018, August 01). Climate Change: Atmospheric Carbon Dioxide. Retrieved from Climate.gov: https://www.climate.gov/news-features/understanding-climate/climate-change-atmospheric-carbon-dioxide NASA. (2018). Global temperature. Retrieved from Global Climate Change: https://climate.nasa.gov/vital-signs/global-temperature/ NASA. (2019, May). Carbon Dioxide. Retrieved from Global Climate Change: https://climate.nasa.gov/vital-signs/carbon-dioxide/ ojjdp.gov. (2018, October 22). Comparing Offending by Adults & Juveniles. Retrieved from Office of Justice Programs: https://www.ojjdp.gov/ojstatbb/offenders/qa03401.asp?qaDate=2016 ucsusa.org. (2017, August 1). How Do We Know that Humans Are the Major Cause of Global Warming? Retrieved from Union of Concerned Scientists: https://www.ucsusa.org/global-warming/science-and-impacts/science/human-contribution-to-gw-faq.html Überlebensführer
de
q-de-2199
Was sind Isotope?
Als Isotope (von ísos „gleich“ und tópos „Ort, Stelle“) bezeichnet man Atomarten, deren Atomkerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Sie haben die gleiche Ordnungszahl, stellen daher das gleiche Element dar, weisen aber verschiedene Massenzahlen auf; es gibt also Sauerstoffisotope, Eisenisotope usw. Die verschiedenen Isotope eines Elements verhalten sich chemisch fast identisch. Der Name kommt daher, dass die Isotope eines Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. Getrennt voneinander dargestellt werden sie in einer Nuklidkarte. Die Bezeichnung Isotop ist älter als der Begriff Nuklid, der ganz allgemein „Atomart“ bedeutet. „Isotop“ wird daher nach wie vor oft auch im Sinne von Nuklid benutzt, d. h. auch dann, wenn nicht nur von Atomen eines und desselben Elements die Rede ist. Der Begriff Isotop wurde von Frederick Soddy geprägt, der für seine Arbeiten und Erkenntnisse im Bereich der Isotope und Radionuklide 1921 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Von jedem bekannten Element, mit Ausnahme des erst 2006 erstmals synthetisierten Oganesson, sind mehrere Isotope nachgewiesen (s. Liste der Isotope und Nuklidkarte). Insgesamt gibt es rund 3300 bekannte Nuklide. Etwa 240 davon sind stabil. Alle anderen sind instabil, das heißt, ihre Atome wandeln sich durch radioaktiven Zerfall nach mehr oder weniger langer Zeit in andere Atome um. Bei manchen traditionell als stabil angesehenen Nukliden ist diese Zeit so lang, dass ihr Zerfall erst in heutiger Zeit entdeckt wurde oder noch in Experimenten gesucht wird. Von den 91 natürlich vorkommenden Elementen werden in der Natur 69 als Gemische mehrerer Isotope (Mischelemente) vorgefunden. Die übrigen 22 heißen Reinelemente. Das chemische Atomgewicht von Mischelementen ist der Durchschnittswert der verschiedenen Atommassen der beteiligten Isotope. Bezeichnung und Formelschreibweise Die Bezeichnungsweise ist in Nuklid ausführlich beschrieben. Im Text wird ein Isotop mit dem Elementnamen oder -symbol mit der angehängten Massenzahl bezeichnet, beispielsweise Sauerstoff-16 oder O-16, Eisen-56 oder Fe-56. Ausnahmen bilden manchmal die Wasserstoffisotope (siehe folgenden Abschnitt). Als Formelzeichen wird die Massenzahl dem Elementsymbol links oben hinzugefügt. Die Kernladungszahl ist schon durch den Namen (das Elementsymbol) gegeben, kann aber zusätzlich links unten an das Elementsymbol geschrieben werden, sofern sie – z. B. bei Kernreaktionen – von Interesse ist, wie in Tritt in der Bezeichnung noch ein m auf (z. B. 16m1N), so ist damit ein Kernisomer gemeint. Wenn hinter dem m eine Zahl steht, ist dies eine Nummerierung, falls mehrere Isomere existieren. Chemische Reaktionen von Isotopen Isotope eines Elements haben die gleiche Elektronenhülle. Dadurch unterscheiden sie sich nicht in der Art der möglichen Reaktionen, sondern nur in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit, weil diese etwas masseabhängig ist. Der relative Massenunterschied ist bei schweren Elementen allerdings sehr gering. Das Verhältnis der Atommassen von Uran-238 und Uran-235 beträgt 1 : 1,013; in ihrem chemischen Verhalten ist kein merklicher Unterschied, zum Trennen müssen physikalische Methoden eingesetzt werden (siehe Urananreicherung). Bei den Lithiumisotopen Lithium-7 und Lithium-6 beträgt das Verhältnis 1 : 1,17; hier sind physikalisch-chemische Trennmethoden möglich (siehe Lithium). Die Massenunterschiede der drei Wasserstoffisotope sind sehr groß (1H : 2H : 3H wie 1 : 2 : 3), weshalb sie chemisch leicht unterschiedlich reagieren und sogar eigene Namen und chemische Symbole erhielten: Das weitaus häufigste Wasserstoffisotop 1H wird auch als Protium oder leichter Wasserstoff bezeichnet. Das Isotop 2H wird auch als Deuterium oder schwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: D. Das Isotop 3H wird auch als Tritium oder überschwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: T. Das unterschiedliche chemisch-physikalische Verhalten von H und D zeigt sich bei der Elektrolyse von Wasser. Wasser mit dem normalen 1H reagiert bevorzugt und wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, während sich Wassermoleküle, die D (2H Deuterium, Schwerer Wasserstoff) enthalten, im Restwasser anreichern (gegenüber dem natürlichen Mengenverhältnis von etwa 1 : 7.000). Mischelemente und Reinelemente So gut wie alle auf der Erde natürlich vorkommenden Nuklide sind entweder stabil (d. h. ein Zerfall wurde nicht beobachtet) oder sind radioaktiv mit einer Halbwertszeit, die nicht wesentlich kleiner als das Erdalter ist. Diese bezeichnet man als primordiale Nuklide. Insgesamt sind etwa 245 stabile Nuklide bekannt (siehe Nuklidkarte: stabile Nuklide sind mit schwarzem Hintergrund dargestellt). Allerdings ist bei „stabil“ zu unterscheiden, ob der Zerfall des Nuklids naturgesetzlich ausgeschlossen erscheint oder ob er möglich erscheint, aber noch nicht beobachtet wurde. Die Anzahl der im letzteren Sinn stabilen Nuklide hat sich mit der Zeit immer wieder verringert: Durch verbesserte Nachweismethoden sind einige ehemals als stabil angesehene Nuklide später als radioaktiv erkannt worden. Mit dem Nachweis der Radioaktivität von Bismut-209 im Jahr 2003 ergab sich, dass Blei-208 das schwerste stabile Nuklid und somit Blei das schwerste Element mit stabilen Isotopen ist. In der Natur vorkommende Elemente sind meistens Mischelemente, d. h. Isotopengemische. Die meisten natürlichen Isotope hat Zinn mit 10 Isotopen, gefolgt von Xenon mit 9 natürlichen Isotopen, von denen 8 stabil sind. Elemente, die dagegen nur aus einem natürlichen Isotop bestehen, nennt man Reinelement. Ein Reinelement hat also genau ein primordiales Isotop. Diese Eigenschaft haben 19 stabile und 3 langlebige instabile Elemente. Bekannte Isotope Wasserstoff Wasserstoff ist das Element mit dem stärksten chemischen Isotopeneffekt. Schwerer Wasserstoff (2H oder Deuterium) dient im Schwerwasserreaktor als Moderator. Überschwerer Wasserstoff (3H oder Tritium) ist radioaktiv. Er entsteht in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung sowie in Kernreaktoren. Tritium wurde zwischen etwa 1960 und 1998 in Leuchtfarben für Uhr-Zifferblätter usw. verwendet. In größeren Mengen sollen Deuterium und Tritium in Zukunft als Brennstoff für Kernfusionsreaktoren gebraucht werden. Helium Helium ist das Element mit dem stärksten physikalischen Isotopeneffekt. Insbesondere im Tieftemperaturbereich verhalten sich die beiden Heliumisotope sehr verschieden, da 3He ein Fermion und 4He ein Boson ist. Kohlenstoff Ein bekanntes Isotop ist das radioaktive 14C, das zur Altersbestimmung von organischen Materialien (Archäologie) benutzt wird (Radiokohlenstoffmethode). Natürlicher Kohlenstoff liegt hauptsächlich in den stabilen Isotopen 12C und 13C vor. 14C entsteht in hohen atmosphärischen Schichten aus Stickstoff. Sauerstoff Das Verhältnis der beiden stabilen Sauerstoffisotope 18O und 16O wird zur Untersuchung von Paläo-Temperaturen herangezogen. Die stabilen Sauerstoffisotope eignen sich auch als natürliche Tracer in aquatischen Systemen. Uran Das Isotop 235U dient als Brennstoff in Kernkraftwerken. Für die meisten Reaktortypen muss das Natururan dazu an 235U angereichert werden. Fast reines 235U wird in manchen Kernwaffen verwendet. Isotope in der Analytik In Messungen des optischen Spektrums mit genügender Auflösung können Isotope eines Elements an ihren Spektrallinien unterschieden werden (Isotopieverschiebung). Die Isotopenzusammensetzung in einer Probe wird in der Regel mit einem Massenspektrometer bestimmt, im Fall von Spurenisotopen mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie. Radioaktive Isotope können oft anhand ihrer Zerfallsprodukte oder der abgegebenen ionisierenden Strahlung identifiziert werden. Isotope spielen ferner eine Rolle in der NMR-Spektroskopie. So hat beispielsweise das gewöhnliche Kohlenstoff-Isotop 12C kein magnetisches Moment und ist daher nicht beobachtbar. Untersuchungen am Kohlenstoff können daher nur mithilfe des wesentlich selteneren 13C-Isotops erfolgen. Isotope werden auch in der Aufklärung von Reaktionsmechanismen oder Metabolismen mit Hilfe der sogenannten Isotopenmarkierung verwendet. Die Isotopenzusammensetzung des Wassers ist an verschiedenen Orten der Welt verschieden und charakteristisch. Diese Unterschiede erlauben es etwa bei Lebensmitteln wie Wein oder Käse, die Deklaration des Ursprungsortes zu überprüfen. Die Untersuchung von bestimmten Isotopen-Mustern (insbesondere 13C-Isotopen-Mustern) in organischen Molekülen wird als Isotopomeren-Analyse bezeichnet. Sie erlaubt unter anderem die Bestimmung intrazellulärer Stoffflüsse in lebenden Zellen. Darüber hinaus ist die Analyse von 13C/12C-, 15N/14N- sowie 34S/32S-Verhältnissen in der Ökologie heute weit verbreitet. Anhand der Fraktionierung lassen sich Stoffflüsse in Nahrungsnetzen nachverfolgen oder die Trophieniveaus einzelner Arten bestimmen. Auch in der Medizin dienen stabile Isotope als natürliche Tracer. In der Hydrologie werden aus den Konzentrationsverhältnissen von Isotopen Rückschlüsse auf hydrologische Prozesse gezogen. Der Wasserkreislauf begleitet die meisten Stoffflüsse ober- und unterhalb der Erdoberfläche. Das Vienna Standard Mean Ocean Water (VSMOV) dient oft als Referenz. Die Geochemie befasst sich mit Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser und Erdatmosphäre. Siehe auch Liste der Isotope Periodensystem (PSE) mit Anzahl der Isotope Nuklidkarte Literatur Werner Stolz: Radioaktivität. Grundlagen, Messung, Anwendungen. 5. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2005, ISBN 3-519-53022-8. Bogdan Povh, K. Rith, C. Scholz, F. Zetsche: Teilchen und Kerne. Eine Einführung in die physikalischen Konzepte. 7. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-36685-0. Klaus Bethge, Gertrud Walter, Bernhard Wiedemann: Kernphysik. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2001, ISBN 3-540-41444-4. Hanno Krieger: Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 2. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8351-0199-9. Weblinks Große Isotopentabelle bei der International Atomic Energy Agency (IAEA) Einzelnachweise Kernphysik Kernchemie Geochronologie
Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.: 03.07.09 - Bringen Solaranlagen Heizkessel zum Takten? Intervallheiztechnik mit doppeltem Nutzen In der aktuellen Ausgabe der DGS-Zeitschrift SONNENENERGIE, welche soeben erschienen ist, können Sie einen Artikel von solid-Mitarbeiter Matthias Hüttmann lesen. Unter der Überschrift "Bringen Solaranlagen Heizkessel zum Takten? betrachtet der Autor übliche Verschaltungen von Solaranlagen und Heizkesseln bei heizungsunterstützenden Anlagen. Die Fragestellung lautet dabei: solare Heizung oder solare Heizungsunterstützung. Kann durch eine ungünstige Konfigurationeine Solaranlage das Kesselverhalten gar negativ beeinflussen? Auszug aus dem ArtikelDer überwiegende Teil aller solarthermischen Anlagen wird in Bestandsgebäuden installiert. Dies ist nicht verwunderlich, beträgt der Anteil von Neubauten an der Gebäudegesamtheit in Europa momentan nicht einmal 1%, in Deutschland ist das nicht anders. In zunehmendem Maße handelt es sich bei den Solaranlagen um so genannte Heizungsunterstützende Systeme, d.h. Solaranlagen, die nicht nur das Trinkwasser erwärmen, sondern auch Energie für die Raumwärme zur Verfügung stellen. Oftmals sind in diesen Fällen noch funktionierende Heizungssysteme vorhanden, zumindest sind die Besitzer häufig dieser Ansicht. Jedoch sind Nutzer von Heizungssystemen nur selten in der Lage einzuschätzen, wie es tatsächlich um die Effizienz der Heizung bestellt ist. Schließlich wurden diese Heizungen überwiegend nach Komfort konfiguriert. Eine Solaranlage soll nun in das bestehende Konzept integriert werden. Was es bedeuten kann, die Heizungsoptimierung im Zuge der Solaranlagen-Installation zu vernachlässigen soll dieser Artikel verdeutlichen. Was traut man Solaranlagen zuKommen nun Solaranlagen ins Spiel, stellt sich die Frage, welche grundsätzliche Funktion und welche Möglichkeiten man ihnen zugesteht. Im Nachgang zu dem im März dieses Jahres veröffentlichten Test von Kombi-Solaranlagen durch die Stiftung Warentest äußerte sich Udo Wirges vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) über die mögliche Energieeinsparung durch eine Solarthermische Anlage bezogen auf ein Haus mit 150 Quadratmetern und vier Personen: „Wird eine Heizungsunterstützung durch Solarthermie realisiert, kann die Energieeinsparung bei der Raumwärme bis zu 20 Prozent betragen“. Diese Einschätzung, dass Solaranlagen lediglich eine sinnvolle Ergänzung zu konventionellen Heizsystemen sind, ist weit verbreitet. Auch von Seiten des Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH) ist diese Einschätzung zu hören. So empfiehlt man dem Fachmann: „Eine solare Heizungsunterstützung ist keine 100%-Heizung. Sie bedarf immer einer vollwertigen Heizung im Hintergrund. Vermeiden Sie es deshalb, bei Ihrem Kunden zu hohe Erwartungen zu wecken. Bleiben Sie realistisch und demonstrieren Sie stattdessen Ihrem Kunden das jeweils Mögliche an Hand einer Simulation. Prof. Dr.-Ing. Fritz Richarts stellt hierzu fest, dass die Auslegung solarthermischer Anlagen eines neuen Ansatzes bedarf. Er hält es für zwingend notwendig, dass mindestens 30% der Brauchwasser- und Raumheizwärme mittels Solarkollektoren gedeckt werden. Er stellt weiter fest: „Eine Gegenüberstellung der Wirkung passiver Maßnahmen mit der Solarthermie weist in nahezu allen betrachteten Fällen eine klare, teilweise sogar überwältigende Überlegenheit der Solarthermie gegenüber der Bausanierung aus. Nur in ganz wenigen ‚handverlesenen‘ Fällen erreicht oder übersteigt die Wirtschaftlichkeit von Bausanierungen die der Solarthermie.“ Rücklaufanhebung - der StandardDiese Einschätzung hat durchaus Folgen. So werden Solaranlagen immer noch als additives Element betrachtet, was gravierende Auswirkungen auf die Art der Konfiguration haben kann. So ist die überwiegend installierte Variante immer noch die so genannte Rücklaufanhebung. Bei ihr werden Solarkollektoren, Pufferspeicher, Heizkessel und Heizkörper in Reihe geschaltet. Der Heizkessel steht im Mittelpunkt, es ist hierbei nahezu unmöglich Solarwärme aus dem Kollektorkreis direkt zu den Verbrauchern zu bringen, ohne dass dabei der Heizkessel involviert ist. Dies ist speziell bei Hochtemperaturheizkreisen, im Gegensatz zu Heizkreissystemen mit geringeren Vorlauftemperaturen, der Fall. FazitWelchen Status Solaranlagen bei manchen Fachleuten oftmals haben, merkt man daran, dass dem Heizkessel nach wie vor die Hauptrolle zugedacht wird. Die Solaranlage besitzt immer noch eine untergeordnete Bedeutung. So unterlässt man es oft, die für eine Heizungsunterstützende Solaranlage notwendigen Parameter abzugleichen, die Solaranlage wird somit dem bestehenden Heizungssystem angepasst. Ihren eigentlichen Charakter kann eine Solaranlage deshalb meist gar nicht ausleben. Dies hat Einfluss sowohl auf die Art der Anbindung als auch auf die Parametrierung der Regelung. Ohne den Heizkessel läuft nichts, die Solaranlage wird an das bestehende System einfach angehängt, nicht integriert. Noch schlimmer, am vorhandenen System wird meist nichts Wesentliches geändert. Das hat zur Folge, dass viel zu selten der Pufferspeicher als zentrales Element betrachtet wird. Die Nachteile, welche sich durch eine schlecht angebundene Solaranlage für einen Heizkessel ergeben können, werden oft unterschätzt bzw. sind noch zu wenig bekannt. Den kompletten Artikel können Sie hier herunterladen: www.solifer.de/herunterladen/bringen-solaranlagen-heizkessel-zum-takten.pdf Copyright 2017 - DGS
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q-de-2199
Was sind Isotope?
Als Isotope (von ísos „gleich“ und tópos „Ort, Stelle“) bezeichnet man Atomarten, deren Atomkerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Sie haben die gleiche Ordnungszahl, stellen daher das gleiche Element dar, weisen aber verschiedene Massenzahlen auf; es gibt also Sauerstoffisotope, Eisenisotope usw. Die verschiedenen Isotope eines Elements verhalten sich chemisch fast identisch. Der Name kommt daher, dass die Isotope eines Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. Getrennt voneinander dargestellt werden sie in einer Nuklidkarte. Die Bezeichnung Isotop ist älter als der Begriff Nuklid, der ganz allgemein „Atomart“ bedeutet. „Isotop“ wird daher nach wie vor oft auch im Sinne von Nuklid benutzt, d. h. auch dann, wenn nicht nur von Atomen eines und desselben Elements die Rede ist. Der Begriff Isotop wurde von Frederick Soddy geprägt, der für seine Arbeiten und Erkenntnisse im Bereich der Isotope und Radionuklide 1921 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Von jedem bekannten Element, mit Ausnahme des erst 2006 erstmals synthetisierten Oganesson, sind mehrere Isotope nachgewiesen (s. Liste der Isotope und Nuklidkarte). Insgesamt gibt es rund 3300 bekannte Nuklide. Etwa 240 davon sind stabil. Alle anderen sind instabil, das heißt, ihre Atome wandeln sich durch radioaktiven Zerfall nach mehr oder weniger langer Zeit in andere Atome um. Bei manchen traditionell als stabil angesehenen Nukliden ist diese Zeit so lang, dass ihr Zerfall erst in heutiger Zeit entdeckt wurde oder noch in Experimenten gesucht wird. Von den 91 natürlich vorkommenden Elementen werden in der Natur 69 als Gemische mehrerer Isotope (Mischelemente) vorgefunden. Die übrigen 22 heißen Reinelemente. Das chemische Atomgewicht von Mischelementen ist der Durchschnittswert der verschiedenen Atommassen der beteiligten Isotope. Bezeichnung und Formelschreibweise Die Bezeichnungsweise ist in Nuklid ausführlich beschrieben. Im Text wird ein Isotop mit dem Elementnamen oder -symbol mit der angehängten Massenzahl bezeichnet, beispielsweise Sauerstoff-16 oder O-16, Eisen-56 oder Fe-56. Ausnahmen bilden manchmal die Wasserstoffisotope (siehe folgenden Abschnitt). Als Formelzeichen wird die Massenzahl dem Elementsymbol links oben hinzugefügt. Die Kernladungszahl ist schon durch den Namen (das Elementsymbol) gegeben, kann aber zusätzlich links unten an das Elementsymbol geschrieben werden, sofern sie – z. B. bei Kernreaktionen – von Interesse ist, wie in Tritt in der Bezeichnung noch ein m auf (z. B. 16m1N), so ist damit ein Kernisomer gemeint. Wenn hinter dem m eine Zahl steht, ist dies eine Nummerierung, falls mehrere Isomere existieren. Chemische Reaktionen von Isotopen Isotope eines Elements haben die gleiche Elektronenhülle. Dadurch unterscheiden sie sich nicht in der Art der möglichen Reaktionen, sondern nur in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit, weil diese etwas masseabhängig ist. Der relative Massenunterschied ist bei schweren Elementen allerdings sehr gering. Das Verhältnis der Atommassen von Uran-238 und Uran-235 beträgt 1 : 1,013; in ihrem chemischen Verhalten ist kein merklicher Unterschied, zum Trennen müssen physikalische Methoden eingesetzt werden (siehe Urananreicherung). Bei den Lithiumisotopen Lithium-7 und Lithium-6 beträgt das Verhältnis 1 : 1,17; hier sind physikalisch-chemische Trennmethoden möglich (siehe Lithium). Die Massenunterschiede der drei Wasserstoffisotope sind sehr groß (1H : 2H : 3H wie 1 : 2 : 3), weshalb sie chemisch leicht unterschiedlich reagieren und sogar eigene Namen und chemische Symbole erhielten: Das weitaus häufigste Wasserstoffisotop 1H wird auch als Protium oder leichter Wasserstoff bezeichnet. Das Isotop 2H wird auch als Deuterium oder schwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: D. Das Isotop 3H wird auch als Tritium oder überschwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: T. Das unterschiedliche chemisch-physikalische Verhalten von H und D zeigt sich bei der Elektrolyse von Wasser. Wasser mit dem normalen 1H reagiert bevorzugt und wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, während sich Wassermoleküle, die D (2H Deuterium, Schwerer Wasserstoff) enthalten, im Restwasser anreichern (gegenüber dem natürlichen Mengenverhältnis von etwa 1 : 7.000). Mischelemente und Reinelemente So gut wie alle auf der Erde natürlich vorkommenden Nuklide sind entweder stabil (d. h. ein Zerfall wurde nicht beobachtet) oder sind radioaktiv mit einer Halbwertszeit, die nicht wesentlich kleiner als das Erdalter ist. Diese bezeichnet man als primordiale Nuklide. Insgesamt sind etwa 245 stabile Nuklide bekannt (siehe Nuklidkarte: stabile Nuklide sind mit schwarzem Hintergrund dargestellt). Allerdings ist bei „stabil“ zu unterscheiden, ob der Zerfall des Nuklids naturgesetzlich ausgeschlossen erscheint oder ob er möglich erscheint, aber noch nicht beobachtet wurde. Die Anzahl der im letzteren Sinn stabilen Nuklide hat sich mit der Zeit immer wieder verringert: Durch verbesserte Nachweismethoden sind einige ehemals als stabil angesehene Nuklide später als radioaktiv erkannt worden. Mit dem Nachweis der Radioaktivität von Bismut-209 im Jahr 2003 ergab sich, dass Blei-208 das schwerste stabile Nuklid und somit Blei das schwerste Element mit stabilen Isotopen ist. In der Natur vorkommende Elemente sind meistens Mischelemente, d. h. Isotopengemische. Die meisten natürlichen Isotope hat Zinn mit 10 Isotopen, gefolgt von Xenon mit 9 natürlichen Isotopen, von denen 8 stabil sind. Elemente, die dagegen nur aus einem natürlichen Isotop bestehen, nennt man Reinelement. Ein Reinelement hat also genau ein primordiales Isotop. Diese Eigenschaft haben 19 stabile und 3 langlebige instabile Elemente. Bekannte Isotope Wasserstoff Wasserstoff ist das Element mit dem stärksten chemischen Isotopeneffekt. Schwerer Wasserstoff (2H oder Deuterium) dient im Schwerwasserreaktor als Moderator. Überschwerer Wasserstoff (3H oder Tritium) ist radioaktiv. Er entsteht in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung sowie in Kernreaktoren. Tritium wurde zwischen etwa 1960 und 1998 in Leuchtfarben für Uhr-Zifferblätter usw. verwendet. In größeren Mengen sollen Deuterium und Tritium in Zukunft als Brennstoff für Kernfusionsreaktoren gebraucht werden. Helium Helium ist das Element mit dem stärksten physikalischen Isotopeneffekt. Insbesondere im Tieftemperaturbereich verhalten sich die beiden Heliumisotope sehr verschieden, da 3He ein Fermion und 4He ein Boson ist. Kohlenstoff Ein bekanntes Isotop ist das radioaktive 14C, das zur Altersbestimmung von organischen Materialien (Archäologie) benutzt wird (Radiokohlenstoffmethode). Natürlicher Kohlenstoff liegt hauptsächlich in den stabilen Isotopen 12C und 13C vor. 14C entsteht in hohen atmosphärischen Schichten aus Stickstoff. Sauerstoff Das Verhältnis der beiden stabilen Sauerstoffisotope 18O und 16O wird zur Untersuchung von Paläo-Temperaturen herangezogen. Die stabilen Sauerstoffisotope eignen sich auch als natürliche Tracer in aquatischen Systemen. Uran Das Isotop 235U dient als Brennstoff in Kernkraftwerken. Für die meisten Reaktortypen muss das Natururan dazu an 235U angereichert werden. Fast reines 235U wird in manchen Kernwaffen verwendet. Isotope in der Analytik In Messungen des optischen Spektrums mit genügender Auflösung können Isotope eines Elements an ihren Spektrallinien unterschieden werden (Isotopieverschiebung). Die Isotopenzusammensetzung in einer Probe wird in der Regel mit einem Massenspektrometer bestimmt, im Fall von Spurenisotopen mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie. Radioaktive Isotope können oft anhand ihrer Zerfallsprodukte oder der abgegebenen ionisierenden Strahlung identifiziert werden. Isotope spielen ferner eine Rolle in der NMR-Spektroskopie. So hat beispielsweise das gewöhnliche Kohlenstoff-Isotop 12C kein magnetisches Moment und ist daher nicht beobachtbar. Untersuchungen am Kohlenstoff können daher nur mithilfe des wesentlich selteneren 13C-Isotops erfolgen. Isotope werden auch in der Aufklärung von Reaktionsmechanismen oder Metabolismen mit Hilfe der sogenannten Isotopenmarkierung verwendet. Die Isotopenzusammensetzung des Wassers ist an verschiedenen Orten der Welt verschieden und charakteristisch. Diese Unterschiede erlauben es etwa bei Lebensmitteln wie Wein oder Käse, die Deklaration des Ursprungsortes zu überprüfen. Die Untersuchung von bestimmten Isotopen-Mustern (insbesondere 13C-Isotopen-Mustern) in organischen Molekülen wird als Isotopomeren-Analyse bezeichnet. Sie erlaubt unter anderem die Bestimmung intrazellulärer Stoffflüsse in lebenden Zellen. Darüber hinaus ist die Analyse von 13C/12C-, 15N/14N- sowie 34S/32S-Verhältnissen in der Ökologie heute weit verbreitet. Anhand der Fraktionierung lassen sich Stoffflüsse in Nahrungsnetzen nachverfolgen oder die Trophieniveaus einzelner Arten bestimmen. Auch in der Medizin dienen stabile Isotope als natürliche Tracer. In der Hydrologie werden aus den Konzentrationsverhältnissen von Isotopen Rückschlüsse auf hydrologische Prozesse gezogen. Der Wasserkreislauf begleitet die meisten Stoffflüsse ober- und unterhalb der Erdoberfläche. Das Vienna Standard Mean Ocean Water (VSMOV) dient oft als Referenz. Die Geochemie befasst sich mit Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser und Erdatmosphäre. Siehe auch Liste der Isotope Periodensystem (PSE) mit Anzahl der Isotope Nuklidkarte Literatur Werner Stolz: Radioaktivität. Grundlagen, Messung, Anwendungen. 5. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2005, ISBN 3-519-53022-8. Bogdan Povh, K. Rith, C. Scholz, F. Zetsche: Teilchen und Kerne. Eine Einführung in die physikalischen Konzepte. 7. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-36685-0. Klaus Bethge, Gertrud Walter, Bernhard Wiedemann: Kernphysik. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2001, ISBN 3-540-41444-4. Hanno Krieger: Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 2. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8351-0199-9. Weblinks Große Isotopentabelle bei der International Atomic Energy Agency (IAEA) Einzelnachweise Kernphysik Kernchemie Geochronologie
L`Autre Chose Gold-Hose oder -Blazer | Designer-Mode L`Autre Chose bringt den wiederentdeckten Hosenanzug auf High-Fashion-Level: mit der Trendfarbe Gold und angesagtem Leinen-Look. Gold-Blazer und -Hose Dezenter, luxuriöser Metallic-Ton Mattes Leinen mit noblem Schimmer Softer Griff, wenig Knitter Best.-Nr: 337430 In Gold ist der einst etwas biedere Business-Klassiker ein glamouröser Eyecatcher. Und der sonst gerne übertrieben glänzende Metallic-Ton wirkt hier selten luxuriös und gar nicht laut. Das matte Leinen mildert den Gold-Glanz zu einem noblen Schimmern. Für soften Griff und wenig Knitter sorgt der Mix mit seidiger Viskose. Très français: Der figurbetonte Blazer mit 1-Knopf-Verschluss, 2 Rückenschlitzen und 3 aufgesetzten Taschen. Hochmodisch: Der Cropped-Flare-Cut der Hose (verkürzte Länge mit leicht ausgestelltem Bein). Konfektionierter Bund mit Gürtelschlaufen. 2 französische Taschen. Bügelfalte. Maße in Gr. 34: Blazer-Länge 55 cm, Hosen-Schrittlänge 73 cm, Fußweite 46 cm. 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de
q-de-2199
Was sind Isotope?
Als Isotope (von ísos „gleich“ und tópos „Ort, Stelle“) bezeichnet man Atomarten, deren Atomkerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Sie haben die gleiche Ordnungszahl, stellen daher das gleiche Element dar, weisen aber verschiedene Massenzahlen auf; es gibt also Sauerstoffisotope, Eisenisotope usw. Die verschiedenen Isotope eines Elements verhalten sich chemisch fast identisch. Der Name kommt daher, dass die Isotope eines Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. Getrennt voneinander dargestellt werden sie in einer Nuklidkarte. Die Bezeichnung Isotop ist älter als der Begriff Nuklid, der ganz allgemein „Atomart“ bedeutet. „Isotop“ wird daher nach wie vor oft auch im Sinne von Nuklid benutzt, d. h. auch dann, wenn nicht nur von Atomen eines und desselben Elements die Rede ist. Der Begriff Isotop wurde von Frederick Soddy geprägt, der für seine Arbeiten und Erkenntnisse im Bereich der Isotope und Radionuklide 1921 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Von jedem bekannten Element, mit Ausnahme des erst 2006 erstmals synthetisierten Oganesson, sind mehrere Isotope nachgewiesen (s. Liste der Isotope und Nuklidkarte). Insgesamt gibt es rund 3300 bekannte Nuklide. Etwa 240 davon sind stabil. Alle anderen sind instabil, das heißt, ihre Atome wandeln sich durch radioaktiven Zerfall nach mehr oder weniger langer Zeit in andere Atome um. Bei manchen traditionell als stabil angesehenen Nukliden ist diese Zeit so lang, dass ihr Zerfall erst in heutiger Zeit entdeckt wurde oder noch in Experimenten gesucht wird. Von den 91 natürlich vorkommenden Elementen werden in der Natur 69 als Gemische mehrerer Isotope (Mischelemente) vorgefunden. Die übrigen 22 heißen Reinelemente. Das chemische Atomgewicht von Mischelementen ist der Durchschnittswert der verschiedenen Atommassen der beteiligten Isotope. Bezeichnung und Formelschreibweise Die Bezeichnungsweise ist in Nuklid ausführlich beschrieben. Im Text wird ein Isotop mit dem Elementnamen oder -symbol mit der angehängten Massenzahl bezeichnet, beispielsweise Sauerstoff-16 oder O-16, Eisen-56 oder Fe-56. Ausnahmen bilden manchmal die Wasserstoffisotope (siehe folgenden Abschnitt). Als Formelzeichen wird die Massenzahl dem Elementsymbol links oben hinzugefügt. Die Kernladungszahl ist schon durch den Namen (das Elementsymbol) gegeben, kann aber zusätzlich links unten an das Elementsymbol geschrieben werden, sofern sie – z. B. bei Kernreaktionen – von Interesse ist, wie in Tritt in der Bezeichnung noch ein m auf (z. B. 16m1N), so ist damit ein Kernisomer gemeint. Wenn hinter dem m eine Zahl steht, ist dies eine Nummerierung, falls mehrere Isomere existieren. Chemische Reaktionen von Isotopen Isotope eines Elements haben die gleiche Elektronenhülle. Dadurch unterscheiden sie sich nicht in der Art der möglichen Reaktionen, sondern nur in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit, weil diese etwas masseabhängig ist. Der relative Massenunterschied ist bei schweren Elementen allerdings sehr gering. Das Verhältnis der Atommassen von Uran-238 und Uran-235 beträgt 1 : 1,013; in ihrem chemischen Verhalten ist kein merklicher Unterschied, zum Trennen müssen physikalische Methoden eingesetzt werden (siehe Urananreicherung). Bei den Lithiumisotopen Lithium-7 und Lithium-6 beträgt das Verhältnis 1 : 1,17; hier sind physikalisch-chemische Trennmethoden möglich (siehe Lithium). Die Massenunterschiede der drei Wasserstoffisotope sind sehr groß (1H : 2H : 3H wie 1 : 2 : 3), weshalb sie chemisch leicht unterschiedlich reagieren und sogar eigene Namen und chemische Symbole erhielten: Das weitaus häufigste Wasserstoffisotop 1H wird auch als Protium oder leichter Wasserstoff bezeichnet. Das Isotop 2H wird auch als Deuterium oder schwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: D. Das Isotop 3H wird auch als Tritium oder überschwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: T. Das unterschiedliche chemisch-physikalische Verhalten von H und D zeigt sich bei der Elektrolyse von Wasser. Wasser mit dem normalen 1H reagiert bevorzugt und wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, während sich Wassermoleküle, die D (2H Deuterium, Schwerer Wasserstoff) enthalten, im Restwasser anreichern (gegenüber dem natürlichen Mengenverhältnis von etwa 1 : 7.000). Mischelemente und Reinelemente So gut wie alle auf der Erde natürlich vorkommenden Nuklide sind entweder stabil (d. h. ein Zerfall wurde nicht beobachtet) oder sind radioaktiv mit einer Halbwertszeit, die nicht wesentlich kleiner als das Erdalter ist. Diese bezeichnet man als primordiale Nuklide. Insgesamt sind etwa 245 stabile Nuklide bekannt (siehe Nuklidkarte: stabile Nuklide sind mit schwarzem Hintergrund dargestellt). Allerdings ist bei „stabil“ zu unterscheiden, ob der Zerfall des Nuklids naturgesetzlich ausgeschlossen erscheint oder ob er möglich erscheint, aber noch nicht beobachtet wurde. Die Anzahl der im letzteren Sinn stabilen Nuklide hat sich mit der Zeit immer wieder verringert: Durch verbesserte Nachweismethoden sind einige ehemals als stabil angesehene Nuklide später als radioaktiv erkannt worden. Mit dem Nachweis der Radioaktivität von Bismut-209 im Jahr 2003 ergab sich, dass Blei-208 das schwerste stabile Nuklid und somit Blei das schwerste Element mit stabilen Isotopen ist. In der Natur vorkommende Elemente sind meistens Mischelemente, d. h. Isotopengemische. Die meisten natürlichen Isotope hat Zinn mit 10 Isotopen, gefolgt von Xenon mit 9 natürlichen Isotopen, von denen 8 stabil sind. Elemente, die dagegen nur aus einem natürlichen Isotop bestehen, nennt man Reinelement. Ein Reinelement hat also genau ein primordiales Isotop. Diese Eigenschaft haben 19 stabile und 3 langlebige instabile Elemente. Bekannte Isotope Wasserstoff Wasserstoff ist das Element mit dem stärksten chemischen Isotopeneffekt. Schwerer Wasserstoff (2H oder Deuterium) dient im Schwerwasserreaktor als Moderator. Überschwerer Wasserstoff (3H oder Tritium) ist radioaktiv. Er entsteht in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung sowie in Kernreaktoren. Tritium wurde zwischen etwa 1960 und 1998 in Leuchtfarben für Uhr-Zifferblätter usw. verwendet. In größeren Mengen sollen Deuterium und Tritium in Zukunft als Brennstoff für Kernfusionsreaktoren gebraucht werden. Helium Helium ist das Element mit dem stärksten physikalischen Isotopeneffekt. Insbesondere im Tieftemperaturbereich verhalten sich die beiden Heliumisotope sehr verschieden, da 3He ein Fermion und 4He ein Boson ist. Kohlenstoff Ein bekanntes Isotop ist das radioaktive 14C, das zur Altersbestimmung von organischen Materialien (Archäologie) benutzt wird (Radiokohlenstoffmethode). Natürlicher Kohlenstoff liegt hauptsächlich in den stabilen Isotopen 12C und 13C vor. 14C entsteht in hohen atmosphärischen Schichten aus Stickstoff. Sauerstoff Das Verhältnis der beiden stabilen Sauerstoffisotope 18O und 16O wird zur Untersuchung von Paläo-Temperaturen herangezogen. Die stabilen Sauerstoffisotope eignen sich auch als natürliche Tracer in aquatischen Systemen. Uran Das Isotop 235U dient als Brennstoff in Kernkraftwerken. Für die meisten Reaktortypen muss das Natururan dazu an 235U angereichert werden. Fast reines 235U wird in manchen Kernwaffen verwendet. Isotope in der Analytik In Messungen des optischen Spektrums mit genügender Auflösung können Isotope eines Elements an ihren Spektrallinien unterschieden werden (Isotopieverschiebung). Die Isotopenzusammensetzung in einer Probe wird in der Regel mit einem Massenspektrometer bestimmt, im Fall von Spurenisotopen mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie. Radioaktive Isotope können oft anhand ihrer Zerfallsprodukte oder der abgegebenen ionisierenden Strahlung identifiziert werden. Isotope spielen ferner eine Rolle in der NMR-Spektroskopie. So hat beispielsweise das gewöhnliche Kohlenstoff-Isotop 12C kein magnetisches Moment und ist daher nicht beobachtbar. Untersuchungen am Kohlenstoff können daher nur mithilfe des wesentlich selteneren 13C-Isotops erfolgen. Isotope werden auch in der Aufklärung von Reaktionsmechanismen oder Metabolismen mit Hilfe der sogenannten Isotopenmarkierung verwendet. Die Isotopenzusammensetzung des Wassers ist an verschiedenen Orten der Welt verschieden und charakteristisch. Diese Unterschiede erlauben es etwa bei Lebensmitteln wie Wein oder Käse, die Deklaration des Ursprungsortes zu überprüfen. Die Untersuchung von bestimmten Isotopen-Mustern (insbesondere 13C-Isotopen-Mustern) in organischen Molekülen wird als Isotopomeren-Analyse bezeichnet. Sie erlaubt unter anderem die Bestimmung intrazellulärer Stoffflüsse in lebenden Zellen. Darüber hinaus ist die Analyse von 13C/12C-, 15N/14N- sowie 34S/32S-Verhältnissen in der Ökologie heute weit verbreitet. Anhand der Fraktionierung lassen sich Stoffflüsse in Nahrungsnetzen nachverfolgen oder die Trophieniveaus einzelner Arten bestimmen. Auch in der Medizin dienen stabile Isotope als natürliche Tracer. In der Hydrologie werden aus den Konzentrationsverhältnissen von Isotopen Rückschlüsse auf hydrologische Prozesse gezogen. Der Wasserkreislauf begleitet die meisten Stoffflüsse ober- und unterhalb der Erdoberfläche. Das Vienna Standard Mean Ocean Water (VSMOV) dient oft als Referenz. Die Geochemie befasst sich mit Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser und Erdatmosphäre. Siehe auch Liste der Isotope Periodensystem (PSE) mit Anzahl der Isotope Nuklidkarte Literatur Werner Stolz: Radioaktivität. Grundlagen, Messung, Anwendungen. 5. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2005, ISBN 3-519-53022-8. Bogdan Povh, K. Rith, C. Scholz, F. Zetsche: Teilchen und Kerne. Eine Einführung in die physikalischen Konzepte. 7. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-36685-0. Klaus Bethge, Gertrud Walter, Bernhard Wiedemann: Kernphysik. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2001, ISBN 3-540-41444-4. Hanno Krieger: Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 2. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8351-0199-9. Weblinks Große Isotopentabelle bei der International Atomic Energy Agency (IAEA) Einzelnachweise Kernphysik Kernchemie Geochronologie
Olympiatoppen Sportshotel | Hotel Oslo ▷ GULET.at Lage & Umgebung Essen, schlafen und trainieren wie ein olympischer Athlet. Ski fahren in der Nordmarka oder joggen um den Sognsvann-See. Outdoor-Aktivitäten befinden sich direkt vor der Tür und die Osloer Innenstadt ist auch nicht weit entfernt. Die einzigartige Lage des Hotels macht es das ganze Jahr über möglich, sportlichen Aktivitäten nachzugehen. Das Hotel eignet sich perfekt für sportliche Gäste, Sportgruppen und Unternehmen, die Teambuilding-Aktivitäten und Tagungen veranstalten möchten. Mit der U-Bahn gelangt man in etwa 15 Minuten nach Oslo. Hier kann man nach Herzenslust einkaufen, Museen und Sehenswürdigkeiten besichtigen und alles erleben, was Oslo zu bieten hat. Am Hauptbahnhof Oslo kann man den Flughafenzug Flytoget zum Flughafen Oslo Gardermoen nehmen. Die Fahrt dauert etwa 20 Minuten. Das bietet Ihre Unterkunft: Gerne heißt das Haus die Reisenden in den insgesamt 32 Zimmern willkommen. Die Gäste werden in einem Empfangsbereich willkommen geheißen, in dem eine Rezeption mit Check-in/out-Service zu finden ist. Unterschiedliche Einrichtungen und Serviceleistungen - ein Spielzimmer, ein 24h-Sicherheitsdienst, ein Wäscheservice und 3 Konferenzräume - gehören zum Angebot. Dank WiFi in den öffentlichen Bereichen (ohne Gebühr) bleiben die Gäste mit der Außenwelt in Kontakt. Geschäfte sind ebenfalls vorhanden. Wer mit dem eigenen Fahrzeug anreist, kann es ohne Gebühr auf dem Parkplatz der Unterbringung abstellen. Essen & Trinken: Verschiedene Spezialitäten erwarten die Reisenden in einem klimatisierten Nichtraucher-Restaurant. Frühstück, ein vielfältiges Mittagsbuffet und ein vielfältiges Abendbuffet sind lecker und abwechslungsreich gestaltet. Glutenfreie Mahlzeiten, vegetarische Gerichte, Bio-Kost und laktosefreie Kost werden auf Wunsch zubereitet. So wohnen Sie: Ein Badezimmer sorgt in den Unterkünften für Komfort. Die Ausstattung der Zimmer umfasst ein TV-Gerät und WiFi (ohne Gebühr). In den Badezimmern steht ein Haartrockner zur Verfügung. Für besonderen Komfort in den Badezimmern sorgen Kosmetikartikel. Außerdem sind Zimmer buchbar, die rollstuhlgerecht eingerichtet sind. Das Hotel bietet Familienzimmer und Nichtraucherzimmer. Stockwerke - Hauptgebäude: 1 “Sporthotel am See” Markus, Mai 2018, Alleine
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Was sind Isotope?
Als Isotope (von ísos „gleich“ und tópos „Ort, Stelle“) bezeichnet man Atomarten, deren Atomkerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Sie haben die gleiche Ordnungszahl, stellen daher das gleiche Element dar, weisen aber verschiedene Massenzahlen auf; es gibt also Sauerstoffisotope, Eisenisotope usw. Die verschiedenen Isotope eines Elements verhalten sich chemisch fast identisch. Der Name kommt daher, dass die Isotope eines Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. Getrennt voneinander dargestellt werden sie in einer Nuklidkarte. Die Bezeichnung Isotop ist älter als der Begriff Nuklid, der ganz allgemein „Atomart“ bedeutet. „Isotop“ wird daher nach wie vor oft auch im Sinne von Nuklid benutzt, d. h. auch dann, wenn nicht nur von Atomen eines und desselben Elements die Rede ist. Der Begriff Isotop wurde von Frederick Soddy geprägt, der für seine Arbeiten und Erkenntnisse im Bereich der Isotope und Radionuklide 1921 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Von jedem bekannten Element, mit Ausnahme des erst 2006 erstmals synthetisierten Oganesson, sind mehrere Isotope nachgewiesen (s. Liste der Isotope und Nuklidkarte). Insgesamt gibt es rund 3300 bekannte Nuklide. Etwa 240 davon sind stabil. Alle anderen sind instabil, das heißt, ihre Atome wandeln sich durch radioaktiven Zerfall nach mehr oder weniger langer Zeit in andere Atome um. Bei manchen traditionell als stabil angesehenen Nukliden ist diese Zeit so lang, dass ihr Zerfall erst in heutiger Zeit entdeckt wurde oder noch in Experimenten gesucht wird. Von den 91 natürlich vorkommenden Elementen werden in der Natur 69 als Gemische mehrerer Isotope (Mischelemente) vorgefunden. Die übrigen 22 heißen Reinelemente. Das chemische Atomgewicht von Mischelementen ist der Durchschnittswert der verschiedenen Atommassen der beteiligten Isotope. Bezeichnung und Formelschreibweise Die Bezeichnungsweise ist in Nuklid ausführlich beschrieben. Im Text wird ein Isotop mit dem Elementnamen oder -symbol mit der angehängten Massenzahl bezeichnet, beispielsweise Sauerstoff-16 oder O-16, Eisen-56 oder Fe-56. Ausnahmen bilden manchmal die Wasserstoffisotope (siehe folgenden Abschnitt). Als Formelzeichen wird die Massenzahl dem Elementsymbol links oben hinzugefügt. Die Kernladungszahl ist schon durch den Namen (das Elementsymbol) gegeben, kann aber zusätzlich links unten an das Elementsymbol geschrieben werden, sofern sie – z. B. bei Kernreaktionen – von Interesse ist, wie in Tritt in der Bezeichnung noch ein m auf (z. B. 16m1N), so ist damit ein Kernisomer gemeint. Wenn hinter dem m eine Zahl steht, ist dies eine Nummerierung, falls mehrere Isomere existieren. Chemische Reaktionen von Isotopen Isotope eines Elements haben die gleiche Elektronenhülle. Dadurch unterscheiden sie sich nicht in der Art der möglichen Reaktionen, sondern nur in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit, weil diese etwas masseabhängig ist. Der relative Massenunterschied ist bei schweren Elementen allerdings sehr gering. Das Verhältnis der Atommassen von Uran-238 und Uran-235 beträgt 1 : 1,013; in ihrem chemischen Verhalten ist kein merklicher Unterschied, zum Trennen müssen physikalische Methoden eingesetzt werden (siehe Urananreicherung). Bei den Lithiumisotopen Lithium-7 und Lithium-6 beträgt das Verhältnis 1 : 1,17; hier sind physikalisch-chemische Trennmethoden möglich (siehe Lithium). Die Massenunterschiede der drei Wasserstoffisotope sind sehr groß (1H : 2H : 3H wie 1 : 2 : 3), weshalb sie chemisch leicht unterschiedlich reagieren und sogar eigene Namen und chemische Symbole erhielten: Das weitaus häufigste Wasserstoffisotop 1H wird auch als Protium oder leichter Wasserstoff bezeichnet. Das Isotop 2H wird auch als Deuterium oder schwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: D. Das Isotop 3H wird auch als Tritium oder überschwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: T. Das unterschiedliche chemisch-physikalische Verhalten von H und D zeigt sich bei der Elektrolyse von Wasser. Wasser mit dem normalen 1H reagiert bevorzugt und wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, während sich Wassermoleküle, die D (2H Deuterium, Schwerer Wasserstoff) enthalten, im Restwasser anreichern (gegenüber dem natürlichen Mengenverhältnis von etwa 1 : 7.000). Mischelemente und Reinelemente So gut wie alle auf der Erde natürlich vorkommenden Nuklide sind entweder stabil (d. h. ein Zerfall wurde nicht beobachtet) oder sind radioaktiv mit einer Halbwertszeit, die nicht wesentlich kleiner als das Erdalter ist. Diese bezeichnet man als primordiale Nuklide. Insgesamt sind etwa 245 stabile Nuklide bekannt (siehe Nuklidkarte: stabile Nuklide sind mit schwarzem Hintergrund dargestellt). Allerdings ist bei „stabil“ zu unterscheiden, ob der Zerfall des Nuklids naturgesetzlich ausgeschlossen erscheint oder ob er möglich erscheint, aber noch nicht beobachtet wurde. Die Anzahl der im letzteren Sinn stabilen Nuklide hat sich mit der Zeit immer wieder verringert: Durch verbesserte Nachweismethoden sind einige ehemals als stabil angesehene Nuklide später als radioaktiv erkannt worden. Mit dem Nachweis der Radioaktivität von Bismut-209 im Jahr 2003 ergab sich, dass Blei-208 das schwerste stabile Nuklid und somit Blei das schwerste Element mit stabilen Isotopen ist. In der Natur vorkommende Elemente sind meistens Mischelemente, d. h. Isotopengemische. Die meisten natürlichen Isotope hat Zinn mit 10 Isotopen, gefolgt von Xenon mit 9 natürlichen Isotopen, von denen 8 stabil sind. Elemente, die dagegen nur aus einem natürlichen Isotop bestehen, nennt man Reinelement. Ein Reinelement hat also genau ein primordiales Isotop. Diese Eigenschaft haben 19 stabile und 3 langlebige instabile Elemente. Bekannte Isotope Wasserstoff Wasserstoff ist das Element mit dem stärksten chemischen Isotopeneffekt. Schwerer Wasserstoff (2H oder Deuterium) dient im Schwerwasserreaktor als Moderator. Überschwerer Wasserstoff (3H oder Tritium) ist radioaktiv. Er entsteht in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung sowie in Kernreaktoren. Tritium wurde zwischen etwa 1960 und 1998 in Leuchtfarben für Uhr-Zifferblätter usw. verwendet. In größeren Mengen sollen Deuterium und Tritium in Zukunft als Brennstoff für Kernfusionsreaktoren gebraucht werden. Helium Helium ist das Element mit dem stärksten physikalischen Isotopeneffekt. Insbesondere im Tieftemperaturbereich verhalten sich die beiden Heliumisotope sehr verschieden, da 3He ein Fermion und 4He ein Boson ist. Kohlenstoff Ein bekanntes Isotop ist das radioaktive 14C, das zur Altersbestimmung von organischen Materialien (Archäologie) benutzt wird (Radiokohlenstoffmethode). Natürlicher Kohlenstoff liegt hauptsächlich in den stabilen Isotopen 12C und 13C vor. 14C entsteht in hohen atmosphärischen Schichten aus Stickstoff. Sauerstoff Das Verhältnis der beiden stabilen Sauerstoffisotope 18O und 16O wird zur Untersuchung von Paläo-Temperaturen herangezogen. Die stabilen Sauerstoffisotope eignen sich auch als natürliche Tracer in aquatischen Systemen. Uran Das Isotop 235U dient als Brennstoff in Kernkraftwerken. Für die meisten Reaktortypen muss das Natururan dazu an 235U angereichert werden. Fast reines 235U wird in manchen Kernwaffen verwendet. Isotope in der Analytik In Messungen des optischen Spektrums mit genügender Auflösung können Isotope eines Elements an ihren Spektrallinien unterschieden werden (Isotopieverschiebung). Die Isotopenzusammensetzung in einer Probe wird in der Regel mit einem Massenspektrometer bestimmt, im Fall von Spurenisotopen mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie. Radioaktive Isotope können oft anhand ihrer Zerfallsprodukte oder der abgegebenen ionisierenden Strahlung identifiziert werden. Isotope spielen ferner eine Rolle in der NMR-Spektroskopie. So hat beispielsweise das gewöhnliche Kohlenstoff-Isotop 12C kein magnetisches Moment und ist daher nicht beobachtbar. Untersuchungen am Kohlenstoff können daher nur mithilfe des wesentlich selteneren 13C-Isotops erfolgen. Isotope werden auch in der Aufklärung von Reaktionsmechanismen oder Metabolismen mit Hilfe der sogenannten Isotopenmarkierung verwendet. Die Isotopenzusammensetzung des Wassers ist an verschiedenen Orten der Welt verschieden und charakteristisch. Diese Unterschiede erlauben es etwa bei Lebensmitteln wie Wein oder Käse, die Deklaration des Ursprungsortes zu überprüfen. Die Untersuchung von bestimmten Isotopen-Mustern (insbesondere 13C-Isotopen-Mustern) in organischen Molekülen wird als Isotopomeren-Analyse bezeichnet. Sie erlaubt unter anderem die Bestimmung intrazellulärer Stoffflüsse in lebenden Zellen. Darüber hinaus ist die Analyse von 13C/12C-, 15N/14N- sowie 34S/32S-Verhältnissen in der Ökologie heute weit verbreitet. Anhand der Fraktionierung lassen sich Stoffflüsse in Nahrungsnetzen nachverfolgen oder die Trophieniveaus einzelner Arten bestimmen. Auch in der Medizin dienen stabile Isotope als natürliche Tracer. In der Hydrologie werden aus den Konzentrationsverhältnissen von Isotopen Rückschlüsse auf hydrologische Prozesse gezogen. Der Wasserkreislauf begleitet die meisten Stoffflüsse ober- und unterhalb der Erdoberfläche. Das Vienna Standard Mean Ocean Water (VSMOV) dient oft als Referenz. Die Geochemie befasst sich mit Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser und Erdatmosphäre. Siehe auch Liste der Isotope Periodensystem (PSE) mit Anzahl der Isotope Nuklidkarte Literatur Werner Stolz: Radioaktivität. Grundlagen, Messung, Anwendungen. 5. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2005, ISBN 3-519-53022-8. Bogdan Povh, K. Rith, C. Scholz, F. Zetsche: Teilchen und Kerne. Eine Einführung in die physikalischen Konzepte. 7. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-36685-0. Klaus Bethge, Gertrud Walter, Bernhard Wiedemann: Kernphysik. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2001, ISBN 3-540-41444-4. Hanno Krieger: Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 2. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8351-0199-9. Weblinks Große Isotopentabelle bei der International Atomic Energy Agency (IAEA) Einzelnachweise Kernphysik Kernchemie Geochronologie
Topper 220x110 | Matratzenschutz24.de Der Topper 220×110 bringt viele Vorteile Ein Topper eignet sich hervorragend dazu, die Liegefläche Ihres Bettes zu verändern, ohne dass Sie gleich eine neue Matratze kaufen müssen. Wenn Sie also lieber eine festere oder nachgiebigere Liegefläche hätten, Ihre Matratze aber noch nicht austauschen wollen, sind Sie mit einem Topper 220×110 bestens beraten. Wichtige Info: Viscoschaum Topper und Kaltschaum Topper bekommen Sie bei Matratzenschutz24.net auch in Sondergrößen! >>> Zum Shop Der Topper besteht aus Schaumstoff und wird auf die Matratze gelegt und dort mit vier Über-Eck Gummibändern befestigt. Er wirkt gleichzeitig als Schutz für die Matratze, beugt Verschleißerscheinungen vor und hilft, Verschmutzungen und Beschädigungen der Matratze zu vermeiden. Zusätzlich können Sie mit dem Topper 220×110 die Liegefläche Ihres Bettes um bis zu 10 Zentimeter erhöhen, was gerade älteren Menschen oder bewegungseingeschränkten Personen das Hinlegen und Aufstehen erleichtert. Mit dem Topper 220×110 besser schlafen Dank vieler Variations- und Auswahlmöglichkeiten können Sie sich genau den passenden Topper aussuchen, der all Ihre Bedürfnisse erfüllt und Sie garantiert besser schlafen lässt. Sie erhalten den Topper 220×110 in unserem Onlineshop entweder aus Kaltschaum oder aus Viscoschaum. Der Viscoschaum Topper ist ideal geeignet, wenn Sie oft unter Rückenschmerzen leiden oder einen Bandscheibenvorfall hatten. Der druckentlastende Viscoschaum stützt und entlastet gleichzeitig und lässt den Körper punktuell tief einsinken. Dadurch ist er eine wahre Wohltat für die Wirbelsäule. Das Material reagiert zusätzlich auf die Körperwärme und verformt sich unter ihrem Einfluss, so dass sich der Topper 220×110 aus Viscoschaum immer optimal den Konturen des Schläfers anpasst. Der Kaltschaum Topper ist der richtige Topper 220×110 für Sie, wenn Sie eine festere Liegefläche bevorzugen, die Ihrem Körper viel Halt und Stütze gibt. Mit einer hohen Tragkraft und einer sehr guten Rückstellfähigkeit passt sich auch der Kaltschaum Topper220x110 optimal an die Konturen an, lässt den Körper jedoch nicht einsinken. Bei beiden Toppern 220×110 haben Sie die Wahl zwischen zwei verschiedenen Härtegraden und bis zu drei Kernhöhen. Die abziehbaren Bezüge sind strapazierfähig und pflegeleicht und können bei bis zu 60° in der Maschine gewaschen werden. Bequem, einfach und schnell bestellen Sie können den Topper 220×110 cm in unserem Onlineshop mit wenigen Mausklicks ganz einfach bestellen. Selbstverständlich erhalten Sie dort auch Topper in allen anderen Matratzengrößen und umfangreiches Zubehör, wie zum Beispiel Anti-Rutsch Unterlagen, um den Topper 220×110 in einem Boxspringbett verwenden zu können. Topper 210x100 Der Topper 210x100 bringt nur Vorteile Mit einem ... Kategorien TopperSchlagwörter Topper 220x110 Beitrags-Navigation Topper 220×120 Kissenbezug 40×35 Einen Kissenbezug 40×35 sowie Rundumschutz für […]
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Was sind Isotope?
Als Isotope (von ísos „gleich“ und tópos „Ort, Stelle“) bezeichnet man Atomarten, deren Atomkerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Sie haben die gleiche Ordnungszahl, stellen daher das gleiche Element dar, weisen aber verschiedene Massenzahlen auf; es gibt also Sauerstoffisotope, Eisenisotope usw. Die verschiedenen Isotope eines Elements verhalten sich chemisch fast identisch. Der Name kommt daher, dass die Isotope eines Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. Getrennt voneinander dargestellt werden sie in einer Nuklidkarte. Die Bezeichnung Isotop ist älter als der Begriff Nuklid, der ganz allgemein „Atomart“ bedeutet. „Isotop“ wird daher nach wie vor oft auch im Sinne von Nuklid benutzt, d. h. auch dann, wenn nicht nur von Atomen eines und desselben Elements die Rede ist. Der Begriff Isotop wurde von Frederick Soddy geprägt, der für seine Arbeiten und Erkenntnisse im Bereich der Isotope und Radionuklide 1921 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Von jedem bekannten Element, mit Ausnahme des erst 2006 erstmals synthetisierten Oganesson, sind mehrere Isotope nachgewiesen (s. Liste der Isotope und Nuklidkarte). Insgesamt gibt es rund 3300 bekannte Nuklide. Etwa 240 davon sind stabil. Alle anderen sind instabil, das heißt, ihre Atome wandeln sich durch radioaktiven Zerfall nach mehr oder weniger langer Zeit in andere Atome um. Bei manchen traditionell als stabil angesehenen Nukliden ist diese Zeit so lang, dass ihr Zerfall erst in heutiger Zeit entdeckt wurde oder noch in Experimenten gesucht wird. Von den 91 natürlich vorkommenden Elementen werden in der Natur 69 als Gemische mehrerer Isotope (Mischelemente) vorgefunden. Die übrigen 22 heißen Reinelemente. Das chemische Atomgewicht von Mischelementen ist der Durchschnittswert der verschiedenen Atommassen der beteiligten Isotope. Bezeichnung und Formelschreibweise Die Bezeichnungsweise ist in Nuklid ausführlich beschrieben. Im Text wird ein Isotop mit dem Elementnamen oder -symbol mit der angehängten Massenzahl bezeichnet, beispielsweise Sauerstoff-16 oder O-16, Eisen-56 oder Fe-56. Ausnahmen bilden manchmal die Wasserstoffisotope (siehe folgenden Abschnitt). Als Formelzeichen wird die Massenzahl dem Elementsymbol links oben hinzugefügt. Die Kernladungszahl ist schon durch den Namen (das Elementsymbol) gegeben, kann aber zusätzlich links unten an das Elementsymbol geschrieben werden, sofern sie – z. B. bei Kernreaktionen – von Interesse ist, wie in Tritt in der Bezeichnung noch ein m auf (z. B. 16m1N), so ist damit ein Kernisomer gemeint. Wenn hinter dem m eine Zahl steht, ist dies eine Nummerierung, falls mehrere Isomere existieren. Chemische Reaktionen von Isotopen Isotope eines Elements haben die gleiche Elektronenhülle. Dadurch unterscheiden sie sich nicht in der Art der möglichen Reaktionen, sondern nur in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit, weil diese etwas masseabhängig ist. Der relative Massenunterschied ist bei schweren Elementen allerdings sehr gering. Das Verhältnis der Atommassen von Uran-238 und Uran-235 beträgt 1 : 1,013; in ihrem chemischen Verhalten ist kein merklicher Unterschied, zum Trennen müssen physikalische Methoden eingesetzt werden (siehe Urananreicherung). Bei den Lithiumisotopen Lithium-7 und Lithium-6 beträgt das Verhältnis 1 : 1,17; hier sind physikalisch-chemische Trennmethoden möglich (siehe Lithium). Die Massenunterschiede der drei Wasserstoffisotope sind sehr groß (1H : 2H : 3H wie 1 : 2 : 3), weshalb sie chemisch leicht unterschiedlich reagieren und sogar eigene Namen und chemische Symbole erhielten: Das weitaus häufigste Wasserstoffisotop 1H wird auch als Protium oder leichter Wasserstoff bezeichnet. Das Isotop 2H wird auch als Deuterium oder schwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: D. Das Isotop 3H wird auch als Tritium oder überschwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: T. Das unterschiedliche chemisch-physikalische Verhalten von H und D zeigt sich bei der Elektrolyse von Wasser. Wasser mit dem normalen 1H reagiert bevorzugt und wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, während sich Wassermoleküle, die D (2H Deuterium, Schwerer Wasserstoff) enthalten, im Restwasser anreichern (gegenüber dem natürlichen Mengenverhältnis von etwa 1 : 7.000). Mischelemente und Reinelemente So gut wie alle auf der Erde natürlich vorkommenden Nuklide sind entweder stabil (d. h. ein Zerfall wurde nicht beobachtet) oder sind radioaktiv mit einer Halbwertszeit, die nicht wesentlich kleiner als das Erdalter ist. Diese bezeichnet man als primordiale Nuklide. Insgesamt sind etwa 245 stabile Nuklide bekannt (siehe Nuklidkarte: stabile Nuklide sind mit schwarzem Hintergrund dargestellt). Allerdings ist bei „stabil“ zu unterscheiden, ob der Zerfall des Nuklids naturgesetzlich ausgeschlossen erscheint oder ob er möglich erscheint, aber noch nicht beobachtet wurde. Die Anzahl der im letzteren Sinn stabilen Nuklide hat sich mit der Zeit immer wieder verringert: Durch verbesserte Nachweismethoden sind einige ehemals als stabil angesehene Nuklide später als radioaktiv erkannt worden. Mit dem Nachweis der Radioaktivität von Bismut-209 im Jahr 2003 ergab sich, dass Blei-208 das schwerste stabile Nuklid und somit Blei das schwerste Element mit stabilen Isotopen ist. In der Natur vorkommende Elemente sind meistens Mischelemente, d. h. Isotopengemische. Die meisten natürlichen Isotope hat Zinn mit 10 Isotopen, gefolgt von Xenon mit 9 natürlichen Isotopen, von denen 8 stabil sind. Elemente, die dagegen nur aus einem natürlichen Isotop bestehen, nennt man Reinelement. Ein Reinelement hat also genau ein primordiales Isotop. Diese Eigenschaft haben 19 stabile und 3 langlebige instabile Elemente. Bekannte Isotope Wasserstoff Wasserstoff ist das Element mit dem stärksten chemischen Isotopeneffekt. Schwerer Wasserstoff (2H oder Deuterium) dient im Schwerwasserreaktor als Moderator. Überschwerer Wasserstoff (3H oder Tritium) ist radioaktiv. Er entsteht in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung sowie in Kernreaktoren. Tritium wurde zwischen etwa 1960 und 1998 in Leuchtfarben für Uhr-Zifferblätter usw. verwendet. In größeren Mengen sollen Deuterium und Tritium in Zukunft als Brennstoff für Kernfusionsreaktoren gebraucht werden. Helium Helium ist das Element mit dem stärksten physikalischen Isotopeneffekt. Insbesondere im Tieftemperaturbereich verhalten sich die beiden Heliumisotope sehr verschieden, da 3He ein Fermion und 4He ein Boson ist. Kohlenstoff Ein bekanntes Isotop ist das radioaktive 14C, das zur Altersbestimmung von organischen Materialien (Archäologie) benutzt wird (Radiokohlenstoffmethode). Natürlicher Kohlenstoff liegt hauptsächlich in den stabilen Isotopen 12C und 13C vor. 14C entsteht in hohen atmosphärischen Schichten aus Stickstoff. Sauerstoff Das Verhältnis der beiden stabilen Sauerstoffisotope 18O und 16O wird zur Untersuchung von Paläo-Temperaturen herangezogen. Die stabilen Sauerstoffisotope eignen sich auch als natürliche Tracer in aquatischen Systemen. Uran Das Isotop 235U dient als Brennstoff in Kernkraftwerken. Für die meisten Reaktortypen muss das Natururan dazu an 235U angereichert werden. Fast reines 235U wird in manchen Kernwaffen verwendet. Isotope in der Analytik In Messungen des optischen Spektrums mit genügender Auflösung können Isotope eines Elements an ihren Spektrallinien unterschieden werden (Isotopieverschiebung). Die Isotopenzusammensetzung in einer Probe wird in der Regel mit einem Massenspektrometer bestimmt, im Fall von Spurenisotopen mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie. Radioaktive Isotope können oft anhand ihrer Zerfallsprodukte oder der abgegebenen ionisierenden Strahlung identifiziert werden. Isotope spielen ferner eine Rolle in der NMR-Spektroskopie. So hat beispielsweise das gewöhnliche Kohlenstoff-Isotop 12C kein magnetisches Moment und ist daher nicht beobachtbar. Untersuchungen am Kohlenstoff können daher nur mithilfe des wesentlich selteneren 13C-Isotops erfolgen. Isotope werden auch in der Aufklärung von Reaktionsmechanismen oder Metabolismen mit Hilfe der sogenannten Isotopenmarkierung verwendet. Die Isotopenzusammensetzung des Wassers ist an verschiedenen Orten der Welt verschieden und charakteristisch. Diese Unterschiede erlauben es etwa bei Lebensmitteln wie Wein oder Käse, die Deklaration des Ursprungsortes zu überprüfen. Die Untersuchung von bestimmten Isotopen-Mustern (insbesondere 13C-Isotopen-Mustern) in organischen Molekülen wird als Isotopomeren-Analyse bezeichnet. Sie erlaubt unter anderem die Bestimmung intrazellulärer Stoffflüsse in lebenden Zellen. Darüber hinaus ist die Analyse von 13C/12C-, 15N/14N- sowie 34S/32S-Verhältnissen in der Ökologie heute weit verbreitet. Anhand der Fraktionierung lassen sich Stoffflüsse in Nahrungsnetzen nachverfolgen oder die Trophieniveaus einzelner Arten bestimmen. Auch in der Medizin dienen stabile Isotope als natürliche Tracer. In der Hydrologie werden aus den Konzentrationsverhältnissen von Isotopen Rückschlüsse auf hydrologische Prozesse gezogen. Der Wasserkreislauf begleitet die meisten Stoffflüsse ober- und unterhalb der Erdoberfläche. Das Vienna Standard Mean Ocean Water (VSMOV) dient oft als Referenz. Die Geochemie befasst sich mit Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser und Erdatmosphäre. Siehe auch Liste der Isotope Periodensystem (PSE) mit Anzahl der Isotope Nuklidkarte Literatur Werner Stolz: Radioaktivität. Grundlagen, Messung, Anwendungen. 5. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2005, ISBN 3-519-53022-8. Bogdan Povh, K. Rith, C. Scholz, F. Zetsche: Teilchen und Kerne. Eine Einführung in die physikalischen Konzepte. 7. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-36685-0. Klaus Bethge, Gertrud Walter, Bernhard Wiedemann: Kernphysik. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2001, ISBN 3-540-41444-4. Hanno Krieger: Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 2. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8351-0199-9. Weblinks Große Isotopentabelle bei der International Atomic Energy Agency (IAEA) Einzelnachweise Kernphysik Kernchemie Geochronologie
Isais: Unterschied zwischen den Versionen – ThuleTempel Isais: Unterschied zwischen den Versionen Version vom 4. Januar 2017, 21:31 Uhr (Quelltext anzeigen) K (→‎Deutsch-Germanische Isais) Aktuelle Version vom 10. März 2020, 14:48 Uhr (Quelltext anzeigen) Aktuelle Version vom 10. März 2020, 14:48 Uhr 1 Andere Bezeichnungen 4.1 Assyrische Isais 4.2 Phönizische Isais 4.3 Griechische Isais 4.4 Deutsch-Germanische Isais 5 Von Isais geoffenbarte Texte Isaria, Isaie, Isaiet zweifache Isais - jeweils mit dem magischen Stein Ilua. Isais ist nicht Leitgestalt irgendeiner Religionsgemeinschaft oder Sekte. In keinem Schlosspark stehen Marmorstatuen von ihr und keine antike Tempelruine zeugt von ihrer Verehrung. Überdies ist ihre Geschichte so vage überliefert, dass kaum Ersthandquellen zur Verfügung stehen. Anscheinend hat sie in dieser Welt nur wenige Spuren hinterlassen. Daher ist Isais als Wesenheit schwer zu erfassen. Während sie manchmal wie eine alte Göttin (besser gesagt Großengel) erscheint, handelt es sich wohl eher um eine Dämonin. Wie bereits unter „Kuthagracht“ erwähnt ist der Begriff „Dämon“ in der Ilu-Lehre generell nicht negativ belegt. Viel mehr sind die Dämonen vollkommen unabhängige Wesen und besonders aktive Gegner der Höllengeister. Die Verehrung der Isais wird um das dritte/vierte Jahrhundert erstmals in den griechisch-gnostischen Isais-Bünden greifbar. Eine herausragende Stellung nahm sie auch bei den Geheimwissenschaftlichen Templern, dem Ordo Bucintoro und der Vril-Gesellschaft ein. Eine eventuelle Identität mit Istara kann nach wie vor nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden, ist aber unwahrscheinlich. Ohnehin wird sie im Gegensatz zur fraulichen Erscheinung der Istara eher als „mädchenhaft“ geschildert. Von den Herren vom Schwarzen Stein ist die Geschichte „Isais Höllenreise“ überliefert. Demnach gelang es den Teufeln Schaddais vor langer Zeit den magischen Stein Ilua aus Mittelreich zu stehlen. Isais wurde beauftragt den Stein zurückzuholen, denn aufgrund ihrer Herkunft aus dem Dämonenreich konnte nur sie in die Hölle eindringen. Als Knabe verkleidet schlich sie in den Thronsaal Schaddais und gewann letztendlich den Stein zurück. Diesen brachte sie später zu den D.H.v.S.S., denen sie über Jahre hinweg erschien. Mehrfache Beschreibungen gibt es über das Phänomen, dass die Haarfarbe der Isais sich unter freiem Himmel mit dem Tageslauf kontinuierlich von Hellblond über Rot und Braun bis zu Schwarz wandeln konnte. Über das Wesen der „Göttin“ Isais schrieb einmal der Gnosis-Forscher Leisegang in einer Skizze, sie gleiche einem anmutigen jungen Mädchen, dass sich bevorzugt in Knabenkleidung zeige und ein wenig der „weibliche Till Eulenspiegel“ einer anderen Weltensphäre sei. Dies trifft die Persönlichkeit der Isais bestimmt recht gut. Isais hat die Knabenverkleidung ursprünglich um eines bestimmten Abenteuers (Isais Höllenreise) willen angenommen. Ihr Eulenspiegel-hafter Aspekt wird besonders beim Studium von mythologisch weniger bedeutsamen Texten deutlich, die bisher nicht für die Veröffentlichung aufbereitet worden sind. Isais ist also keine strenge „Göttin“. Nichts an ihr ist herrisch oder gar furchterregend. Sie scheint auch eher mädchenhaft als eigentlich fraulich. Isais ist keine Ischtar oder Aphrodite. Ihre Faszination geht aber wohl gerade von dieser beinahe menschnahen Lebhaftigkeit aus, aber sicherlich auch von der rein äußerlich hübschen, jedoch nicht übermäßig erhabenen, Erscheinung, die es den Menschen leicht macht, eine Beziehung zu dieser Wesenheit zu entwickeln. Der geschichtliche Hintergrund der Isais – oder Isaie – ist nicht ganz einfach zu erfassen. Die überlieferten Zeugnisse sind spärlich gesät und überdies häufig bruchstückhaft. Das erste kann als Indiz für eine nur geringfügige Bedeutung dieser „Göttin“ gewertet werden – das zweite hingegen könnte bezeugen, dass seit jeher eine besonders geheimnisvolle Bewandtnis mit ihr verbunden war. Wo immer die „Göttin“ Isais in Erscheinung tritt, sind auch Geheimbünde mit im Spiel. Dies erleichtert die Suche nach den Quellen naturgemäß nicht. Assyrische Isais Erstmals belegbar wird eine „Göttin“ Isa-Is als persönliche Schutzgöttin Teglath Phelesers I., Großkönig von Assyrien. Da später der Tempelritter Hubertus Koch seine erste Erscheinung der „Göttin“ Isais in der Nähe assyrischer Ruinen empfangen haben will, scheint die Verbindung nahezuliegen. Es ist denkbar, dass Isais (Isa-Is) aus der ursprünglichen nordassyrischen Götterwelt entstammt, welche später durch die verwandte sumerisch-babylonische fast völlig überlagert und schließlich aufgesogen worden sein dürfte. Wäre dies der Fall, könnte Isais (Isa-Is) eine altassyrische Hauptgottheit gewesen sein. Allerdings bestehen dafür keinerlei greifbare Hinweise. Phönizische Isais Das nächste Mal begegnet man Isais als „Isaiet“ sporadisch bei den Phöniziern (Vorfahren der Karthager). Und zwar als Tochter der Astarte, der Göttin der Morgenröte. Die Spuren sind indes gering. Ein bemerkenswertes Indiz für ein Weiterwirken der Isais (Isaiet) könnte aus einer Bilddarstellung der Königin Isebel geschlossen werden. Isebel wird dort mit einem für die damalige Zeit ungewöhnlichen kurzen Haarschnitt gezeigt, der eventuell ein Anzeichen für Isais-Verehrung sein könnte, obschon dies eine gewagte Spekulation ist. Jedenfalls ist kurzgeschnittenes Haar wohl immer ein Zeichen der Isais-Priesterinnen gewesen. Allerdings ist bei der bewussten Isebel-Darstellung nicht zu erkennen, ob sie den für den „Isais-Kopf“ charakteristisch betont seitlichen Scheitel hat. Doch das Geheimnisvolle hat anscheinend immer zu Isais gehört, weshalb manches um diese Gottheit und ihre Anhängerschaft wahrscheinlich stets unergründet bleiben wird. Griechische Isais Erst sehr viel später, etwa im 3. bis 5. Jahrhundert nach Christus, tritt Isais erneut in Erscheinung. Diesmal in griechischen Geheimbünden, die nicht selten als gnostisch bezeichnet wurden. Sowohl unter dem Namen Isais wie auch „Isaie“ (letzte Form häufiger), wird sie in gewisser Weise zu einer geheimen Führerin jener Griechen, die ihre Tradition in den Wurzeln Homerischer Größe sahen und namentlich im Vordingen von Judentum und Christentum eine Bedrohung für ihre Identität erkannten. Für die „griechische Isais“ finden sich vier unterschiedliche Herkunftsdeutungen, die von verschiedenen Isais-Bünden angenommen wurden. 1. Isais (Isaie) als die jüngere Schwester der Göttin Athene, von Zeus zur Errettung des wahren Griechentums heimlich gesandt. 2. Isais (Isaie) als ersts „verborgenes“ Kind von Isis, gezeugt mit Seth. Als besondere Schutzgeister der Isais werden die ägyptischen Göttinnen Bastet und Sechmet genannt sowie der phönizische Moloch (was aber auch ein Missverständnis sein kann und womöglich den geflügelten Stier Babylons und Assur meint). Für diese Version lassen sich jedoch konkrete Spuren finden. 3. Isais (Isaie) als Tochter von Pallas Athene und dem Gotte Apollon. Nach dieser häufigsten Darstellung opferte Athene ihre Jungfräulichkeit, um mit Apollon ein Wesen zu zeugen, dass dem alten heren Griechentum in der Not beistehen möge, und zwar aus dem Geheimen heraus wirkend, wie die damaligen Zeitumstände dies erforderten. Mit dieser „griechischen Isais“ wird auch erstmals etwas über den Isais-Kult bekannt. Er ist durchaus lichtvoll und kennt keine Blutopfer. Auch die sonst im alten Griechenland üblich gewesenen Tieropfer kommen nicht vor, solche sind sogar ausdrücklich verboten. Der „Isais-Kult“ bestand wohl vor allem darin, dass Szenen aus den Geschichten der Isais in dramatisierter Form nachgespielt wurden – stets in einer Anrufung um Beistand mündend. Ferner darin, dass junge Mädchen und Frauen, die Isais-Priesterinnen wurden, ihre langen Haare abschnitten und den kurzen „Isaiskopf“ annahmen. Die abgeschnittenen Priesterhaare wurden in speziellen Gefäßen oder Schreinen aufbewahrt, wo sie quasi als „Antennen“ ins Jenseits, zur Götterwelt und somit zu Isais dienten. Außerdem gab es verschiedene magische Räucherpulver, die aus Mineralien und getrockneten Kräutern hergestellt wurden. Die griechischen Isais-Geheimbünde hatten es bis ins 5. Jahrhundert hinein wohl zu einigem Einfluss gebracht, konnten aber weder das Vordringen der jüdisch-christlichen Religion aufhalten noch die zunehmende Einwanderung Fremder nach Griechenland verhindern, durch welche das Wesen von Volk und Land und sogar der Sprache sich veränderte. Das alte Griechentum Homers, das schon damals längst nicht mehr bestand, erlosch unwiederbringlich. Auch Isais konnte daran nichts ändern. Deutsch-Germanische Isais Um 1220 erscheint erstmals die „germanische Isais“, allerdings im Orient, wo sich der spätere Templer-Komtur Hubertus Koch mit einem kleinen Trupp Getreuer anschickte, vom Kreuzzug heimzukehren. Zuvor aber wollte er auf den Spuren der Kuthäer nach Mesopotamien. Unter König Sargon II. war Samaria zu einem assyrischen Siedlungsgebiet geworden. Auf diese Weise war der alte babylonisch-assyrische Glaubenszweig der „Kuthäer“ nach Palästina gelangt, eine dualistische Glaubensrichtung, die einstmals von der mesopotamischen Stadt Kuthar ausgegangen war. Koch nahm an (was im 20. Jh. u.a. Friedrich Delitzsch bestätigte), dass die ursprüngliche Lehre Christi mit der kuthäischen verknüpft gewesen sein muss. Es gab also vielleicht eine Verbindung des wahren Christentums mit den Göttern und Lehren der Assyrer, anstatt mit dem El Schaddai-Jahwe und dessen Lehren im Alten Testament in der Bibel. Auf dieser Reise durch Mesopotamien, während eines Übernachtungslagers im Raume des alten Ninive(s), erschien Hubertus Koch jene „Göttin“ Isais, um die es hier geht. Sie wies ihm in seiner Vision den Weg zu einem fernen Berg im Abendland. Dorthin solle er mit seinen treuesten Genossen ziehen, ein Haus bauen und da warten bis sie, Isais, dort erscheinen und wichtige Weisungen für ein neues goldenes Weltzeitalter geben würde, dessen Weg er und die seinen der Welt bereiten sollten. Koch identifizierte dies mit dem in der Apokalypse Johannis verheißenen „tausendjährigen Reich“ (Kap. 20). In fünf Jahren, so sprach die „Göttin“ Isais, werde sie zu jenem bezeichneten Berg der alten Götter, nämlich zum Untersberg, kommen. Bis dahin solle er mit den seinigen dort auf sie und das kommende Werk vorbereitet sein. Koch wusste, welchen Berg im Abendland die Isais-Erscheinung bezeichnet hatte: Den Untersberg bei Salzburg, einen Wohnsitz der alten germanischen Götter. Hubertus Koch stammte aus der Gegend von Linz in Oberösterreich und hatte von dort aus schon Reisen nach West- und Norddeutschland, wie auch ins Elsaß unternommen. Er kannte den Untersberg also vermutlich nicht nur aus Sagen, sondern auch vom Ansehen her. Im Jahre 1221 erreichte Hubertus Koch mit seiner kleinen Ritterschar den Untersberg. Am Fuße des Berges, der heute Ettenberg heißt, und ungefähr auf der gegenwärtigen bayrisch-salzburgischen Grenze liegt, errichteten Koch und die seinen ihre erste Komturei. Dieses Gebäude steht nicht mehr, doch Spuren der Sockelmauer sind noch immer erkennbar. Anschließend wurde ein zweites Gebäude errichtet, das sich in großer Höhe, unmittelbar am Untersberg selbst, befunden haben muss. Der genaue Ort ist jedoch nicht sicher überliefert. Dieses Haus, das vermutlich nicht sehr aufwendig gebaut war, muss als unauffindbar gelten. Es ist wahrscheinlich erst um 1230 erweitert und dann häufiger benutzt worden. Sicher besaß es eine unmittelbare Anbindung an eine der zahlreichen Untersberghöhlen, denn in einer solchen ist der „Isais-Tempel“ errichtet worden, von dem es heißt, die Ritter konnten ihn durch einen unterirdischen Gang erreichen. Später wurde dieser Zugang von ihnen selbst verschlossen und unkenntlich gemacht. Das erste bezeugte Erscheinen der Isais am Untersberg fällt in das Jahr 1226. Von da an sollten die Isais-Erscheinungen zwölf Jahre lang anhalten, gipfelnd in der Übergabe der großen „Isais Offenbarung“ im Jahre 1238. (Interessanterweise trifft dies zeitlich ungefähr mit den beiden „Templeroffenbarungen“ zusammen, die 1235 oder 1236 in Karthago, beziehungsweise 1238 in Tempelhof, dem späteren Berlin, erfolgten, und zwar gleichfalls durch Göttinnen.) Am Anfang der durch Isais übergebenen Worte dürfen jene Texte gestanden haben, die unter den Titeln „Isais Erdenwandern I.“, „Vom Schwarzen Stein“, „Isais Höllenreise“ und „Isais Ruf“ ins Ordensbuch eingetragen wurden. Zahlreiche folgende Texte müssen als verschollen gelten. Die erhaltenen Texte „Isais-Offenbarung“, „Isais Gebot“ und „Isais Hoffnung“ dürfen aus der Schlussphase des Offenbarungszeitraumes stammen. Von Isais geoffenbarte Texte Abgerufen von „http://thuletempel.org/wb/index.php?title=Isais&oldid=152“
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Was sind Isotope?
Als Isotope (von ísos „gleich“ und tópos „Ort, Stelle“) bezeichnet man Atomarten, deren Atomkerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Sie haben die gleiche Ordnungszahl, stellen daher das gleiche Element dar, weisen aber verschiedene Massenzahlen auf; es gibt also Sauerstoffisotope, Eisenisotope usw. Die verschiedenen Isotope eines Elements verhalten sich chemisch fast identisch. Der Name kommt daher, dass die Isotope eines Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. Getrennt voneinander dargestellt werden sie in einer Nuklidkarte. Die Bezeichnung Isotop ist älter als der Begriff Nuklid, der ganz allgemein „Atomart“ bedeutet. „Isotop“ wird daher nach wie vor oft auch im Sinne von Nuklid benutzt, d. h. auch dann, wenn nicht nur von Atomen eines und desselben Elements die Rede ist. Der Begriff Isotop wurde von Frederick Soddy geprägt, der für seine Arbeiten und Erkenntnisse im Bereich der Isotope und Radionuklide 1921 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Von jedem bekannten Element, mit Ausnahme des erst 2006 erstmals synthetisierten Oganesson, sind mehrere Isotope nachgewiesen (s. Liste der Isotope und Nuklidkarte). Insgesamt gibt es rund 3300 bekannte Nuklide. Etwa 240 davon sind stabil. Alle anderen sind instabil, das heißt, ihre Atome wandeln sich durch radioaktiven Zerfall nach mehr oder weniger langer Zeit in andere Atome um. Bei manchen traditionell als stabil angesehenen Nukliden ist diese Zeit so lang, dass ihr Zerfall erst in heutiger Zeit entdeckt wurde oder noch in Experimenten gesucht wird. Von den 91 natürlich vorkommenden Elementen werden in der Natur 69 als Gemische mehrerer Isotope (Mischelemente) vorgefunden. Die übrigen 22 heißen Reinelemente. Das chemische Atomgewicht von Mischelementen ist der Durchschnittswert der verschiedenen Atommassen der beteiligten Isotope. Bezeichnung und Formelschreibweise Die Bezeichnungsweise ist in Nuklid ausführlich beschrieben. Im Text wird ein Isotop mit dem Elementnamen oder -symbol mit der angehängten Massenzahl bezeichnet, beispielsweise Sauerstoff-16 oder O-16, Eisen-56 oder Fe-56. Ausnahmen bilden manchmal die Wasserstoffisotope (siehe folgenden Abschnitt). Als Formelzeichen wird die Massenzahl dem Elementsymbol links oben hinzugefügt. Die Kernladungszahl ist schon durch den Namen (das Elementsymbol) gegeben, kann aber zusätzlich links unten an das Elementsymbol geschrieben werden, sofern sie – z. B. bei Kernreaktionen – von Interesse ist, wie in Tritt in der Bezeichnung noch ein m auf (z. B. 16m1N), so ist damit ein Kernisomer gemeint. Wenn hinter dem m eine Zahl steht, ist dies eine Nummerierung, falls mehrere Isomere existieren. Chemische Reaktionen von Isotopen Isotope eines Elements haben die gleiche Elektronenhülle. Dadurch unterscheiden sie sich nicht in der Art der möglichen Reaktionen, sondern nur in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit, weil diese etwas masseabhängig ist. Der relative Massenunterschied ist bei schweren Elementen allerdings sehr gering. Das Verhältnis der Atommassen von Uran-238 und Uran-235 beträgt 1 : 1,013; in ihrem chemischen Verhalten ist kein merklicher Unterschied, zum Trennen müssen physikalische Methoden eingesetzt werden (siehe Urananreicherung). Bei den Lithiumisotopen Lithium-7 und Lithium-6 beträgt das Verhältnis 1 : 1,17; hier sind physikalisch-chemische Trennmethoden möglich (siehe Lithium). Die Massenunterschiede der drei Wasserstoffisotope sind sehr groß (1H : 2H : 3H wie 1 : 2 : 3), weshalb sie chemisch leicht unterschiedlich reagieren und sogar eigene Namen und chemische Symbole erhielten: Das weitaus häufigste Wasserstoffisotop 1H wird auch als Protium oder leichter Wasserstoff bezeichnet. Das Isotop 2H wird auch als Deuterium oder schwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: D. Das Isotop 3H wird auch als Tritium oder überschwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: T. Das unterschiedliche chemisch-physikalische Verhalten von H und D zeigt sich bei der Elektrolyse von Wasser. Wasser mit dem normalen 1H reagiert bevorzugt und wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, während sich Wassermoleküle, die D (2H Deuterium, Schwerer Wasserstoff) enthalten, im Restwasser anreichern (gegenüber dem natürlichen Mengenverhältnis von etwa 1 : 7.000). Mischelemente und Reinelemente So gut wie alle auf der Erde natürlich vorkommenden Nuklide sind entweder stabil (d. h. ein Zerfall wurde nicht beobachtet) oder sind radioaktiv mit einer Halbwertszeit, die nicht wesentlich kleiner als das Erdalter ist. Diese bezeichnet man als primordiale Nuklide. Insgesamt sind etwa 245 stabile Nuklide bekannt (siehe Nuklidkarte: stabile Nuklide sind mit schwarzem Hintergrund dargestellt). Allerdings ist bei „stabil“ zu unterscheiden, ob der Zerfall des Nuklids naturgesetzlich ausgeschlossen erscheint oder ob er möglich erscheint, aber noch nicht beobachtet wurde. Die Anzahl der im letzteren Sinn stabilen Nuklide hat sich mit der Zeit immer wieder verringert: Durch verbesserte Nachweismethoden sind einige ehemals als stabil angesehene Nuklide später als radioaktiv erkannt worden. Mit dem Nachweis der Radioaktivität von Bismut-209 im Jahr 2003 ergab sich, dass Blei-208 das schwerste stabile Nuklid und somit Blei das schwerste Element mit stabilen Isotopen ist. In der Natur vorkommende Elemente sind meistens Mischelemente, d. h. Isotopengemische. Die meisten natürlichen Isotope hat Zinn mit 10 Isotopen, gefolgt von Xenon mit 9 natürlichen Isotopen, von denen 8 stabil sind. Elemente, die dagegen nur aus einem natürlichen Isotop bestehen, nennt man Reinelement. Ein Reinelement hat also genau ein primordiales Isotop. Diese Eigenschaft haben 19 stabile und 3 langlebige instabile Elemente. Bekannte Isotope Wasserstoff Wasserstoff ist das Element mit dem stärksten chemischen Isotopeneffekt. Schwerer Wasserstoff (2H oder Deuterium) dient im Schwerwasserreaktor als Moderator. Überschwerer Wasserstoff (3H oder Tritium) ist radioaktiv. Er entsteht in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung sowie in Kernreaktoren. Tritium wurde zwischen etwa 1960 und 1998 in Leuchtfarben für Uhr-Zifferblätter usw. verwendet. In größeren Mengen sollen Deuterium und Tritium in Zukunft als Brennstoff für Kernfusionsreaktoren gebraucht werden. Helium Helium ist das Element mit dem stärksten physikalischen Isotopeneffekt. Insbesondere im Tieftemperaturbereich verhalten sich die beiden Heliumisotope sehr verschieden, da 3He ein Fermion und 4He ein Boson ist. Kohlenstoff Ein bekanntes Isotop ist das radioaktive 14C, das zur Altersbestimmung von organischen Materialien (Archäologie) benutzt wird (Radiokohlenstoffmethode). Natürlicher Kohlenstoff liegt hauptsächlich in den stabilen Isotopen 12C und 13C vor. 14C entsteht in hohen atmosphärischen Schichten aus Stickstoff. Sauerstoff Das Verhältnis der beiden stabilen Sauerstoffisotope 18O und 16O wird zur Untersuchung von Paläo-Temperaturen herangezogen. Die stabilen Sauerstoffisotope eignen sich auch als natürliche Tracer in aquatischen Systemen. Uran Das Isotop 235U dient als Brennstoff in Kernkraftwerken. Für die meisten Reaktortypen muss das Natururan dazu an 235U angereichert werden. Fast reines 235U wird in manchen Kernwaffen verwendet. Isotope in der Analytik In Messungen des optischen Spektrums mit genügender Auflösung können Isotope eines Elements an ihren Spektrallinien unterschieden werden (Isotopieverschiebung). Die Isotopenzusammensetzung in einer Probe wird in der Regel mit einem Massenspektrometer bestimmt, im Fall von Spurenisotopen mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie. Radioaktive Isotope können oft anhand ihrer Zerfallsprodukte oder der abgegebenen ionisierenden Strahlung identifiziert werden. Isotope spielen ferner eine Rolle in der NMR-Spektroskopie. So hat beispielsweise das gewöhnliche Kohlenstoff-Isotop 12C kein magnetisches Moment und ist daher nicht beobachtbar. Untersuchungen am Kohlenstoff können daher nur mithilfe des wesentlich selteneren 13C-Isotops erfolgen. Isotope werden auch in der Aufklärung von Reaktionsmechanismen oder Metabolismen mit Hilfe der sogenannten Isotopenmarkierung verwendet. Die Isotopenzusammensetzung des Wassers ist an verschiedenen Orten der Welt verschieden und charakteristisch. Diese Unterschiede erlauben es etwa bei Lebensmitteln wie Wein oder Käse, die Deklaration des Ursprungsortes zu überprüfen. Die Untersuchung von bestimmten Isotopen-Mustern (insbesondere 13C-Isotopen-Mustern) in organischen Molekülen wird als Isotopomeren-Analyse bezeichnet. Sie erlaubt unter anderem die Bestimmung intrazellulärer Stoffflüsse in lebenden Zellen. Darüber hinaus ist die Analyse von 13C/12C-, 15N/14N- sowie 34S/32S-Verhältnissen in der Ökologie heute weit verbreitet. Anhand der Fraktionierung lassen sich Stoffflüsse in Nahrungsnetzen nachverfolgen oder die Trophieniveaus einzelner Arten bestimmen. Auch in der Medizin dienen stabile Isotope als natürliche Tracer. In der Hydrologie werden aus den Konzentrationsverhältnissen von Isotopen Rückschlüsse auf hydrologische Prozesse gezogen. Der Wasserkreislauf begleitet die meisten Stoffflüsse ober- und unterhalb der Erdoberfläche. Das Vienna Standard Mean Ocean Water (VSMOV) dient oft als Referenz. Die Geochemie befasst sich mit Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser und Erdatmosphäre. Siehe auch Liste der Isotope Periodensystem (PSE) mit Anzahl der Isotope Nuklidkarte Literatur Werner Stolz: Radioaktivität. Grundlagen, Messung, Anwendungen. 5. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2005, ISBN 3-519-53022-8. Bogdan Povh, K. Rith, C. Scholz, F. Zetsche: Teilchen und Kerne. Eine Einführung in die physikalischen Konzepte. 7. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-36685-0. Klaus Bethge, Gertrud Walter, Bernhard Wiedemann: Kernphysik. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2001, ISBN 3-540-41444-4. Hanno Krieger: Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 2. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8351-0199-9. Weblinks Große Isotopentabelle bei der International Atomic Energy Agency (IAEA) Einzelnachweise Kernphysik Kernchemie Geochronologie
Seite: Zurück 1, 2, 3, 4 ... 133, 134, 135, 136, 137 ... 149, 150, 151, 152 Weiter Dabei seit: 07.04.2002 Ort: - Alter: 76 Geschlecht: Verfasst Do 01.04.2004 11:09 Titel pseudoheld hat geschrieben: Da wir eh noch keinen Produzenten haben sehe ich das ganze noch eher als PDF-Magazin. Sollte niemend Bock haben unser Buch (oder zugegebenermaßen Heftchen) zu produzieren, wird das wenigstens n obergeiles PDF-Magazin. Die Deadline und hartes Durchgreifen vom Ike muss einfach sein, sonst wird das ein verschlafenes nerwerending Projekt. würde man wirklich ein pdf magazin machen, gäbs ja viele viele möglichkieten da was richtig gutes drumrum zu machen. website, posterdownload...etc... das hätte sogar nen überschaubaren aufwand. Threadersteller Dabei seit: 31.03.2003 Ort: in der Wüste Alter: 38 Geschlecht: Verfasst Do 01.04.2004 11:19 Titel das nette und sehr schicke werk hat genau eine impressumseite, daneben eine platzhalterseite. dann kommen 3 doppelseiten mit text und dann 44 DS mit grafiken. und es ist ein amazon.de hat geschrieben: ? "Jetzt lassen sich die schönsten Kreationen von den besten Insider-Gestaltern ganz in Ruhe bestaunen!" (Max 1/9 - "Netter Querschnitt durch das heimische Flugzettelgestalterwesen" (Groove Dez./Jan. 9 - "Ein Buch, das den fliegenden Kunstwerken ein Denkmal setzt!" kann man sich natürlich drüber streiten. will aber gar nicht. natürlich sieht es eher wie ein magazinbüchlein aus aber es wurde produziert und vertrieben. pseudo hat geschrieben: Sollte niemend Bock haben unser Buch (oder zugegebenermaßen Heftchen) zu produzieren, wird das wenigstens n obergeiles PDF-Magazin. im moment ist es ein geiles PDF - in der tat. das war mein allererstes ziel. nach pdf dann EVTL.!!! ein buch. wenn output stimmt und alles klar geht wegen organisation und so. und jetzt wollen wir mal die leutchen beim namen nennen die mich/uns im stich gelassen haben. klar und deutlich gesagt: tigger Happosai El zeratulo Eisdealer Mirco Bonestruca Niffi Reddenz Bulboeas Dominic Shakadi Mattz gtz Lowtechmatt alesch sotek Xaven DooH nils_p Nam-x beeviZ dwanborgir desert cecilia out joanoe incmik_mp da wären wir bei weiteren 27 doppelseiten =60 DS und das wäre schon ein netter inhalt ... lowtechmatt lass ich mal in klammern stehen denn da kommt evtl noch was. + die flitzpiepen (3 an der zahl) die sich durch klauen disqualifiziert haben. V$ hat geschrieben: würde man wirklich ein pdf magazin machen, gäbs ja viele viele möglichkieten da was richtig gutes drumrum zu machen. website, posterdownload...etc... das hätte sogar nen überschaubaren aufwand. superideen die hier aufgezeigt werden. ich sehe es ist doch noch nicht hoffnungslos Zuletzt bearbeitet von Orkan-Ike am Do 01.04.2004 11:22, insgesamt 1-mal bearbeitet Anzeige Dabei seit: 18.04.2002 Ort: Düsseldorf Alter: 39 Geschlecht: Verfasst Do 01.04.2004 11:33 Titel mann könnte jedem teilnehmer eine profildoppelseite noch voranstellen . mit bild und selbstgetipperten text. übe gott und die welt. aber wurde glaub ich auch schon vorgeschlagen. Dabei seit: 14.02.2004 Ort: NIC Alter: 31 Geschlecht: Verfasst Do 01.04.2004 11:49 Titel mmh orkan ike. ich hab unglaublich bock in das buch zu kommen. da du sagst dass dich 33 leute im stich gelassen haben ( ) wäre doch noch platz für ne doppelseite von mir oder? der namensthreat dauert noch 3 wochen also hätte ich theoretische 2 wochen um was fertig zu machen was in das buch kommen soll. wenn du mir sagst, dass das in ordnung geht, fange ich damit an und bastle noch was hübsches dazu. wenn nicht bin ich unendlich traurig ( ) und werde mir das aber trotzdem kaufen. sind ja grösstenteils sehr geile sachen drin. ist das format und alles noch das selbe geblieben? Dabei seit: 06.02.2003 Ort: bln Alter: 34 Geschlecht: Verfasst Do 01.04.2004 11:50 Titel erstens nochma nen dickes lob an den orki, weil von den mgf projekten die ich hier bis jetze gesehen habe is das richtig weit gekommen und das nur dank dem hinterhersein vom ork ... zweitens war ich ja jetzt auch nich so der pünktlichste weshalb ichs auch nich ganz falsch fänd nochmal ne zweite runde ein- zuholen, aber wenn das nochn paar monate läuft wird wohl keiner mehr mit seim alten werk zufrieden sein... website find ich ne richtig gute idee, über die liesse sich sicher später auch der vertrieb recht gut regeln. ich finde das pdf hat so einige ziemlich pralle sachen drin, und da sollte man definiv nochn bisschen versuchen was rauszureissen. es sind allerdings wirklich nochn bisschen wenig sachen, 20 stk mehr und es is entgültig ne runde geschichte. fallste noch hilfe bei irgendwas brauchst schick ma pn, ork undn cover vorschlag kömmt von mir auch noch... / zur pdf verlinkung guck ma hier und nochmal das hier allgemein zu javaScript in pdfs... Dabei seit: 15.01.2003 Ort: - Alter: 37 Geschlecht: Verfasst Do 01.04.2004 11:54 Titel Für ein PDF-Magazin reichen die Seiten schonma aus. In 2 Monaten würde dann das zweite kommen usw. Dann hätten die Leute die jetzt noch Bock bekommen haben ne Chance und genügend Zeit was zu machen. Dabei seit: 07.04.2002 Ort: - Alter: 76 Geschlecht: Verfasst Do 01.04.2004 12:05 Titel pseudoheld hat geschrieben: Für ein PDF-Magazin reichen die Seiten schonma aus. In 2 Monaten würde dann das zweite kommen usw. Dann hätten die Leute die jetzt noch Bock bekommen haben ne Chance und genügend Zeit was zu machen. oder so. dann könnte man schonmal layouts für ne website erstellen bzw. hier vorstellen. Dabei seit: 28.01.2003 Ort: Augsburg Alter: - Geschlecht: Verfasst Do 01.04.2004 20:46 Titel [quote="Orkan-Ike Moment ah moi, sry ich hätt dich nicht im stich lassen wollen tun und so und will mich auch net rechtfertigen, aber ich hatte da ziemlich viel stress mit meinem Praktikumsbetrieb der mich jetzt anzeigen will Hat a aba pech. Denn isch habe die macht Ne aba mal im Ernst. Sry hatte echt viel stress Umsetzung der Buchgrafiken ins Layout - (Aus)Selektierung Willkommen im Club Optik Plakat Buttons, erster Entwurf - Feedback willkommen! Mal Paar neue arbeiten von Betz-Art.de, Herzlich Willkommen Webdesign - Kommentare pseudobrain.de - Kommentare? Seite: Zurück 1, 2, 3, 4 ... 133, 134, 135, 136, 137 ... 149, 150, 151, 152 Weiter
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Was sind Isotope?
Als Isotope (von ísos „gleich“ und tópos „Ort, Stelle“) bezeichnet man Atomarten, deren Atomkerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Sie haben die gleiche Ordnungszahl, stellen daher das gleiche Element dar, weisen aber verschiedene Massenzahlen auf; es gibt also Sauerstoffisotope, Eisenisotope usw. Die verschiedenen Isotope eines Elements verhalten sich chemisch fast identisch. Der Name kommt daher, dass die Isotope eines Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. Getrennt voneinander dargestellt werden sie in einer Nuklidkarte. Die Bezeichnung Isotop ist älter als der Begriff Nuklid, der ganz allgemein „Atomart“ bedeutet. „Isotop“ wird daher nach wie vor oft auch im Sinne von Nuklid benutzt, d. h. auch dann, wenn nicht nur von Atomen eines und desselben Elements die Rede ist. Der Begriff Isotop wurde von Frederick Soddy geprägt, der für seine Arbeiten und Erkenntnisse im Bereich der Isotope und Radionuklide 1921 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Von jedem bekannten Element, mit Ausnahme des erst 2006 erstmals synthetisierten Oganesson, sind mehrere Isotope nachgewiesen (s. Liste der Isotope und Nuklidkarte). Insgesamt gibt es rund 3300 bekannte Nuklide. Etwa 240 davon sind stabil. Alle anderen sind instabil, das heißt, ihre Atome wandeln sich durch radioaktiven Zerfall nach mehr oder weniger langer Zeit in andere Atome um. Bei manchen traditionell als stabil angesehenen Nukliden ist diese Zeit so lang, dass ihr Zerfall erst in heutiger Zeit entdeckt wurde oder noch in Experimenten gesucht wird. Von den 91 natürlich vorkommenden Elementen werden in der Natur 69 als Gemische mehrerer Isotope (Mischelemente) vorgefunden. Die übrigen 22 heißen Reinelemente. Das chemische Atomgewicht von Mischelementen ist der Durchschnittswert der verschiedenen Atommassen der beteiligten Isotope. Bezeichnung und Formelschreibweise Die Bezeichnungsweise ist in Nuklid ausführlich beschrieben. Im Text wird ein Isotop mit dem Elementnamen oder -symbol mit der angehängten Massenzahl bezeichnet, beispielsweise Sauerstoff-16 oder O-16, Eisen-56 oder Fe-56. Ausnahmen bilden manchmal die Wasserstoffisotope (siehe folgenden Abschnitt). Als Formelzeichen wird die Massenzahl dem Elementsymbol links oben hinzugefügt. Die Kernladungszahl ist schon durch den Namen (das Elementsymbol) gegeben, kann aber zusätzlich links unten an das Elementsymbol geschrieben werden, sofern sie – z. B. bei Kernreaktionen – von Interesse ist, wie in Tritt in der Bezeichnung noch ein m auf (z. B. 16m1N), so ist damit ein Kernisomer gemeint. Wenn hinter dem m eine Zahl steht, ist dies eine Nummerierung, falls mehrere Isomere existieren. Chemische Reaktionen von Isotopen Isotope eines Elements haben die gleiche Elektronenhülle. Dadurch unterscheiden sie sich nicht in der Art der möglichen Reaktionen, sondern nur in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit, weil diese etwas masseabhängig ist. Der relative Massenunterschied ist bei schweren Elementen allerdings sehr gering. Das Verhältnis der Atommassen von Uran-238 und Uran-235 beträgt 1 : 1,013; in ihrem chemischen Verhalten ist kein merklicher Unterschied, zum Trennen müssen physikalische Methoden eingesetzt werden (siehe Urananreicherung). Bei den Lithiumisotopen Lithium-7 und Lithium-6 beträgt das Verhältnis 1 : 1,17; hier sind physikalisch-chemische Trennmethoden möglich (siehe Lithium). Die Massenunterschiede der drei Wasserstoffisotope sind sehr groß (1H : 2H : 3H wie 1 : 2 : 3), weshalb sie chemisch leicht unterschiedlich reagieren und sogar eigene Namen und chemische Symbole erhielten: Das weitaus häufigste Wasserstoffisotop 1H wird auch als Protium oder leichter Wasserstoff bezeichnet. Das Isotop 2H wird auch als Deuterium oder schwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: D. Das Isotop 3H wird auch als Tritium oder überschwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: T. Das unterschiedliche chemisch-physikalische Verhalten von H und D zeigt sich bei der Elektrolyse von Wasser. Wasser mit dem normalen 1H reagiert bevorzugt und wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, während sich Wassermoleküle, die D (2H Deuterium, Schwerer Wasserstoff) enthalten, im Restwasser anreichern (gegenüber dem natürlichen Mengenverhältnis von etwa 1 : 7.000). Mischelemente und Reinelemente So gut wie alle auf der Erde natürlich vorkommenden Nuklide sind entweder stabil (d. h. ein Zerfall wurde nicht beobachtet) oder sind radioaktiv mit einer Halbwertszeit, die nicht wesentlich kleiner als das Erdalter ist. Diese bezeichnet man als primordiale Nuklide. Insgesamt sind etwa 245 stabile Nuklide bekannt (siehe Nuklidkarte: stabile Nuklide sind mit schwarzem Hintergrund dargestellt). Allerdings ist bei „stabil“ zu unterscheiden, ob der Zerfall des Nuklids naturgesetzlich ausgeschlossen erscheint oder ob er möglich erscheint, aber noch nicht beobachtet wurde. Die Anzahl der im letzteren Sinn stabilen Nuklide hat sich mit der Zeit immer wieder verringert: Durch verbesserte Nachweismethoden sind einige ehemals als stabil angesehene Nuklide später als radioaktiv erkannt worden. Mit dem Nachweis der Radioaktivität von Bismut-209 im Jahr 2003 ergab sich, dass Blei-208 das schwerste stabile Nuklid und somit Blei das schwerste Element mit stabilen Isotopen ist. In der Natur vorkommende Elemente sind meistens Mischelemente, d. h. Isotopengemische. Die meisten natürlichen Isotope hat Zinn mit 10 Isotopen, gefolgt von Xenon mit 9 natürlichen Isotopen, von denen 8 stabil sind. Elemente, die dagegen nur aus einem natürlichen Isotop bestehen, nennt man Reinelement. Ein Reinelement hat also genau ein primordiales Isotop. Diese Eigenschaft haben 19 stabile und 3 langlebige instabile Elemente. Bekannte Isotope Wasserstoff Wasserstoff ist das Element mit dem stärksten chemischen Isotopeneffekt. Schwerer Wasserstoff (2H oder Deuterium) dient im Schwerwasserreaktor als Moderator. Überschwerer Wasserstoff (3H oder Tritium) ist radioaktiv. Er entsteht in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung sowie in Kernreaktoren. Tritium wurde zwischen etwa 1960 und 1998 in Leuchtfarben für Uhr-Zifferblätter usw. verwendet. In größeren Mengen sollen Deuterium und Tritium in Zukunft als Brennstoff für Kernfusionsreaktoren gebraucht werden. Helium Helium ist das Element mit dem stärksten physikalischen Isotopeneffekt. Insbesondere im Tieftemperaturbereich verhalten sich die beiden Heliumisotope sehr verschieden, da 3He ein Fermion und 4He ein Boson ist. Kohlenstoff Ein bekanntes Isotop ist das radioaktive 14C, das zur Altersbestimmung von organischen Materialien (Archäologie) benutzt wird (Radiokohlenstoffmethode). Natürlicher Kohlenstoff liegt hauptsächlich in den stabilen Isotopen 12C und 13C vor. 14C entsteht in hohen atmosphärischen Schichten aus Stickstoff. Sauerstoff Das Verhältnis der beiden stabilen Sauerstoffisotope 18O und 16O wird zur Untersuchung von Paläo-Temperaturen herangezogen. Die stabilen Sauerstoffisotope eignen sich auch als natürliche Tracer in aquatischen Systemen. Uran Das Isotop 235U dient als Brennstoff in Kernkraftwerken. Für die meisten Reaktortypen muss das Natururan dazu an 235U angereichert werden. Fast reines 235U wird in manchen Kernwaffen verwendet. Isotope in der Analytik In Messungen des optischen Spektrums mit genügender Auflösung können Isotope eines Elements an ihren Spektrallinien unterschieden werden (Isotopieverschiebung). Die Isotopenzusammensetzung in einer Probe wird in der Regel mit einem Massenspektrometer bestimmt, im Fall von Spurenisotopen mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie. Radioaktive Isotope können oft anhand ihrer Zerfallsprodukte oder der abgegebenen ionisierenden Strahlung identifiziert werden. Isotope spielen ferner eine Rolle in der NMR-Spektroskopie. So hat beispielsweise das gewöhnliche Kohlenstoff-Isotop 12C kein magnetisches Moment und ist daher nicht beobachtbar. Untersuchungen am Kohlenstoff können daher nur mithilfe des wesentlich selteneren 13C-Isotops erfolgen. Isotope werden auch in der Aufklärung von Reaktionsmechanismen oder Metabolismen mit Hilfe der sogenannten Isotopenmarkierung verwendet. Die Isotopenzusammensetzung des Wassers ist an verschiedenen Orten der Welt verschieden und charakteristisch. Diese Unterschiede erlauben es etwa bei Lebensmitteln wie Wein oder Käse, die Deklaration des Ursprungsortes zu überprüfen. Die Untersuchung von bestimmten Isotopen-Mustern (insbesondere 13C-Isotopen-Mustern) in organischen Molekülen wird als Isotopomeren-Analyse bezeichnet. Sie erlaubt unter anderem die Bestimmung intrazellulärer Stoffflüsse in lebenden Zellen. Darüber hinaus ist die Analyse von 13C/12C-, 15N/14N- sowie 34S/32S-Verhältnissen in der Ökologie heute weit verbreitet. Anhand der Fraktionierung lassen sich Stoffflüsse in Nahrungsnetzen nachverfolgen oder die Trophieniveaus einzelner Arten bestimmen. Auch in der Medizin dienen stabile Isotope als natürliche Tracer. In der Hydrologie werden aus den Konzentrationsverhältnissen von Isotopen Rückschlüsse auf hydrologische Prozesse gezogen. Der Wasserkreislauf begleitet die meisten Stoffflüsse ober- und unterhalb der Erdoberfläche. Das Vienna Standard Mean Ocean Water (VSMOV) dient oft als Referenz. Die Geochemie befasst sich mit Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser und Erdatmosphäre. Siehe auch Liste der Isotope Periodensystem (PSE) mit Anzahl der Isotope Nuklidkarte Literatur Werner Stolz: Radioaktivität. Grundlagen, Messung, Anwendungen. 5. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2005, ISBN 3-519-53022-8. Bogdan Povh, K. Rith, C. Scholz, F. Zetsche: Teilchen und Kerne. Eine Einführung in die physikalischen Konzepte. 7. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-36685-0. Klaus Bethge, Gertrud Walter, Bernhard Wiedemann: Kernphysik. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2001, ISBN 3-540-41444-4. Hanno Krieger: Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 2. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8351-0199-9. Weblinks Große Isotopentabelle bei der International Atomic Energy Agency (IAEA) Einzelnachweise Kernphysik Kernchemie Geochronologie
ISBN: 978-3-492-95825-7 Wer nach Norwegen reist, will nichts weniger als action and nightlife. Der Urlauber sucht Ruhe, ein Eckchen heile Welt und vor allem unberührte Natur. Kaum einer kommt wegen der Küche, der Museen oder der Festivals, nur wenige kommen wegen der Norweger. »Ich war zehn Tage in Norwegen wandern und habe die ganze Zeit keine Menschenseele getroffen !« schildert in aller Regel einen gelungenen Urlaub, während es schwer vorstellbar ist, dass der Satz »Ich war zehn Tage in der Toskana wandern und habe keine Menschenseele getroffen!« etwas anderes [...] Wer nach Norwegen reist, will nichts weniger als action and nightlife. Der Urlauber sucht Ruhe, ein Eckchen heile Welt und vor allem unberührte Natur. Kaum einer kommt wegen der Küche, der Museen oder der Festivals, nur wenige kommen wegen der Norweger. »Ich war zehn Tage in Norwegen wandern und habe die ganze Zeit keine Menschenseele getroffen !« schildert in aller Regel einen gelungenen Urlaub, während es schwer vorstellbar ist, dass der Satz »Ich war zehn Tage in der Toskana wandern und habe keine Menschenseele getroffen!« etwas anderes einleiten kann als die Beschreibung einer ziemlichen Enttäuschung. Das Ideal des unberührten, menschenleeren Freilichtmuseums geht so weit, dass das Eindringen » echter« Norweger, Einheimischer also, die weder Fremdenführer noch Hüttenvermieter sind, als unangenehm, ja bedrohlich empfunden wird. Sie führen sich auf, als gehöre ihnen das alles, und machen das wahre Norwegen kaputt, das man selbst in Erbpacht genommen hat. Im Reiseteil einer deutschen Kleinstadtzeitung kam ein zornbebender Journalist zu Wort, der Norwegen aus tiefstem und reinstem Herzen liebt und es nicht fassen kann, mit welcher Niedertracht sein Refugium von Leuten zerstört wird, die dort wirklich nichts verloren haben: »Alles hatte den Charme von gestern, vorgestern, dem vorigen Jahrhundert. Eine Ansammlung von verwitterten Blockhütten, ein einziges Berggasthaus hat überlebt, wo drei Hotels aufgegeben haben: eine lauschige Idylle im fernen Norwegen, wo man nichts tun kann außer Skilanglauf, den aber ausgiebig. Skilangläufer gehen abends nicht auf die Walz, sie sind froh, früh im Bett zu sein, um am nächsten Morgen wieder fit in die Loipe zu gehen. Das war zwanzig Jahre so. Und es war gut so. Dieses Jahr aber hat die Zivilisation ausgeholt, das norwegische Idyll zu vereinnahmen: Ein neu gebautes Blockhäuschen am andern dokumentiert den Drang neureicher Norweger aus der Hauptstadt Oslo, ihren neuen Reichtum nicht allein mit ihrer eigenen Ölbohrinsel in der Nordsee und ihrer riesigen Jacht im Hafen öffentlich zur Schau zu stellen. Sie wollen in ihrem Bekanntenkreis noch eins draufsetzen mit ihrem Ferienhäuschen dort im Gebirge, wo zwanzig Jahre die wenigen Ortsansässigen und ein paar Touristen unter sich waren … So erfährt man als Tourist zum ersten Mal das Gefühl, das den einstigen Helden der Jugendzeit, James Fenimore Coopers unvergessenen Lederstrumpf, beseelt haben muss, als ihn im fernen Westen der USA die beginnende Zivilisation zu umzüngeln begann: Man sieht ihrem Vordringen fassungslos zu und versteht die Welt nicht mehr.« Die Welt kann ich ihm nicht erklären. Aber ich erzähle gern etwas über ein Land, das eine Vergangenheit, eine Gegenwart und eine Zukunft hat. Dieses Land ist weder »idyllisch« noch »lauschig«. Von Mitternachtssonne und ekstatischem Naturerleben wird ebenso wenig die Rede sein wie – beispielsweise – von dem Triumvirat Ibsen, Munch und Grieg, das bis heute die Fahne der norwegischen Kultur hochhalten muss, als habe es nach ihnen nichts Lohnendes mehr gegeben. Die Wahrheit, meinte Ingeborg Bachmann, sei dem Menschen zumutbar. Dem Norwegenreisenden auch. Humor ist nicht das Erste, woran man bei Norwegern denkt, aber das ist ungerechtfertigt. Früher lachten sie über Schwedenwitze: »Wie luchst man einem Schweden auf dem Flug nach London einen Fensterplatz ab? Man sagt ihm, dass nur die Gangplätze bis London gehen.« Die Schweden revanchierten sich mit Norwegerwitzen wie der Lautsprecherdurchsage auf dem Stockholmer Flughafen Arlanda: »Reisende nach Oslo, bitte stellen Sie Ihre Uhren um fünfzig Jahre zurück.« Dergleichen kommt einem bekannt vor, diese Albernheiten kursierten in Deutschland über Ostfriesen und zuvor jahrzehntelang in den USA über polnische Einwanderer. In Norwegen werden Schwedenwitze nur noch von Schulkindern erzählt. Dieser oder jener Erwachsene mag darüber noch lächeln, ansonsten aber zeichnen die Norweger sich durch Ironie, Selbstironie und feinen Humor aus. Nehmen Sie die norwegische Botschaft in Berlin. Sie verleiht alljährlich einen »Goldenen Lachs« an Menschen, »die dazu beigetragen haben, Norwegen bekannt zu machen und Sympathien zu schaffen«. Im Jahr 2002 war die Preisträgerin Sandra Maischberger, Anlass war ihr Fernsehinterview mit Kronprinz Haakon und seiner Frau Mette-Marit. Über dieses Interview wurde nicht nur in Deutschland und Norwegen, sondern in vielen Ländern ausgiebig berichtet, weil Mette-Marit während der Aufnahmen so heftig von der Sonne und einem fehlerhaften Scheinwerfer bestrahlt worden war, dass sie Gesichtsverbrennungen davontrug. Der damalige Botschafter betonte, selbstverständlich erhalte Maischberger den Preis nicht für diese »Leistung«. Aber das Missgeschick habe nichtsdestotrotz große Medienaufmerksamkeit bekommen und so für Norwegen geworben. Die Zeitungsberichte darüber entsprächen einem Wert von mehreren Millionen Kronen, eine PR-Arbeit, die der Botschaft angesichts ihres notorisch klammen Werbeetats sehr gelegen gekommen sei. Die Regierung in Oslo war konsterniert, die Herrschaften im Schloss ebenso. Ehrlich gesagt: die ganz besonders. Man war not amused. Dabei war bei der Preisverleihung ein besonders schönes und passendes Lied gespielt worden, das obendrein von der norwegischen Stargruppe a-ha stammte: The sun always shines on TV. Aber auch das konnte es nicht rausreißen. Gerüchten zufolge wurde der Botschafter nicht nur aus Berlin abgezogen, sondern sogar gedrängt, den diplomatischen Dienst zu verlassen. Beides wurde von offiziellen Stellen entschieden dementiert. Mir fällt gerade zweierlei auf: Zum einen ist das vielleicht doch kein so gutes Beispiel für den Humor der Norweger. Und wenn ich so weitermache, bekomme ich den Preis nie. Der Osloer Flughafen Gardermoen ist sehr schön. Er ist aus einheimischen Materialien wie Granit, Schiefer und Holz erbaut – Materialien also, die man eher in Einfamilienhäusern der gehobenen Preisklasse erwarten würde. Die Konstruktion vermittelt ein Gefühl von Geräumigkeit, Leichtigkeit, rätselhafterweise aber auch von Verankerung. Man verbinde mit dem Bauwerk »Ruhe«, »Klarheit«, »Übersichtlichkeit« sowie eine »besondere Lichtfülle«, schreibt die norwegische Architekturhistorikerin Ingerid Helsing Almaas. Sie findet die Wortwahl »bezeichnend. Sie beschreibt nicht nur die räumlichen Ideale der Gebäude, sie zeichnet auch ein Bild des idealisierten norwegischen Bürgers: gut organisiert, offen, einfach, dabei voller Vertrauen in die Authentizität lokaler Erfahrungen, vom nördlichen Licht erhellt, von Holz und Stein gestärkt. Mit seiner geschwungenen Laminatholzdecke begrüßt das Terminalgebäude die Welt wie ein betuchter und großzügiger Gastgeber – wohlmeinend, elegant, nach der letzten Mode gekleidet, das Beste, was das kleine Land zu bieten hat.« Die Zeiten, als ein schwedischer SAS-Präsident Oslos Flugplatz – den Gardermoen-Vorgänger Fornebu – als »Cafeteria mit Landebahn« verspotten konnte, sind lange vorbei. Vom nördlichen Licht erhellt. Und zwar vom ersten Moment an, denn man verlässt das Flugzeug durch einen Glastunnel und findet sich nicht in einem neonbeleuchteten, ortlosen Airport-Land wieder, sondern an einem Ort, der noch nicht Oslo ist, aber bereits dessen Licht und Wetter hat. Wer aufmerksam ist, kann ab jetzt, also vom ersten Moment an, einiges über Norwegen lernen: 1. Der Weg zum Koffer führt fast bis zum Gepäckband an einer Glaswand entlang, auf einem Steg, hoch über den Abflug-Gates und den dort wartenden Abreisenden. Auf der einen Seite sieht man sie, auf der anderen Seite geht der Blick auf einen Wald jenseits des Rollfelds, der während der Bauarbeiten mit großem Aufwand bewahrt wurde. Während man so vor sich hingeht, kann man über das Reisen, über Ankommen und Abfahren nachdenken und die Aussicht genießen. Glücklich ist, wer sein Handgepäck nicht tragen muss, denn in der Zeit, die man zum Ausgang unterwegs ist, absolviert man in anderen europäischen Ländern einen Sonntagsspaziergang. Wir lernen: In Norwegen wandert man in der Höhe, denkt nach und guckt auf Natur. Natürlich gibt es ein paar Meter Rollband. Die dienen aber nur dem Nachweis, dass man dergleichen in Norwegen kennt. Man ist nicht rückständig. Man läuft einfach gern. 2. In der Ankunftshalle kommt man an mehreren Kiosken vorbei. Hier könnte man lernen, dass Norwegen sehr viele Tageszeitungen hat. Das aber geht unter, weil man nur die Zeitungen mit extrem überschaubaren Titelseiten sieht, deren Schrift und Bild etwa dreimal so groß sind wie bei der deutschen Bildzeitung. Auf die erste Seite passen kaum mehr als eine Vier-Wort-Überschrift und ein großes Foto. So entsteht der (falsche) Eindruck: Hier leben extrem kurzsichtige Menschen. 3. Spätestens wenn man für die zwanzigminütige Zugfahrt in die Stadt die geforderten 170 Kronen (22 Euro) bezahlt hat, fällt einem wieder ein, dass Oslo eine der teuersten Städte der Welt ist. Ab sofort sollte man jedes Umrechnen in eine vertrautere Währung unterlassen. Das macht schlechte Laune und ändert nichts. 4. Zwanzig Minuten vor Oslo fährt der Zug an Feldern und Bauernhöfen vorbei. Zehn Minuten vor Oslo immer noch. Von Industriegebieten oder Suburbia keine Spur. Man fragt sich, ob die norwegische Hauptstadt sehr klein ist oder vielleicht ganz woanders liegt. Die Wahrheit ist: Die Ackerflächen, Weiden und Pferdekoppeln, die man vor dem Fenster sieht, sind Oslo. Dann taucht der Zug in einen Tunnel. Kein besonderer Tunnel, eben lang genug, um anzudeuten, dass sich die Norweger auf Tunnelbau verstehen. Der dezente Hinweis lautet: Wir haben sehr viele Tunnels. Wer eine Tunnelphobie hat, hat jetzt noch Zeit zum Umkehren. 5. Man geht, man sitzt, man schaut sich um. Irgendwann wird einem bewusst, dass viele junge Norwegerinnen tatsächlich sehr blond und sehr schön sind. Die jungen Männer sind auch blond und schön – aber die Frauen fallen eben mehr auf. Wie überall. Oslo, im Juni 2011. Der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg, der Schriftsteller Jo Nesbø sowie ein weiterer Freund radeln durch die Stadt. Ihnen folgen, ebenfalls auf Rädern, zwei Leibwächter. Das Grüppchen hält an einer roten Ampel, neben ihnen wartet außerdem ein Auto auf grünes Licht. Durch das offene Fenster ruft dessen Fahrer dem Ministerpräsidenten zu: »Jens! Hier ist ein kleiner Junge, der es cool fände, dir mal Guten Tag zu sagen!« Stoltenberg lächelt, schüttelt dem kleinen Jungen auf dem Rücksitz die Hand und sagt: »Guten Tag, ich heiße Jens.« Jo Nesbø hat diese kleine Begebenheit in der New York Times erzählt: »Der Ministerpräsident trägt einen Fahrradhelm, der Junge einen Sicherheitsgurt; sie haben an einer roten Ampel angehalten. Die Leibwächter stehen dahinter, in diskretem Abstand. Lächelnd. Ein Bild von Sicherheit und gegenseitigem Vertrauen. Ein Bild der normalen, idyllischen Gesellschaft, die wir alle für selbstverständlich hielten. Wie sollte da etwas schiefgehen? Wir trugen Fahrradhelme und Sicherheitsgurte, wir beachteten die Verkehrsregeln.« Wenig später ging wirklich etwas furchtbar schief. Am 22. Juli 2011, um 15 Uhr 25, explodierte vor dem Bürogebäude des Ministerpräsidenten eine Autobombe. Teile des Regierungsgeländes in der Osloer Innenstadt wurden verwüstet, acht Menschen starben. Auf die Täter und deren Motive gab es keinerlei Hinweise. Wenig später sprach Ministerpräsident Stoltenberg im Fernsehen von dem »größten Verbrechen, das Norwegen seit dem Zweiten Weltkrieg« getroffen habe. Man wisse nicht, wer dafür verantwortlich sei, es sei aber »in einer solchen Stunde wichtig, für das einzustehen, woran wir glauben. Sie werden uns nicht zerstören. Wenn es darauf ankommt, wird die norwegische Demokratie stärker.« Auch Oslos Bürgermeister Fabian Stang blieb ruhig: » Wir werden das schaffen, wir werden zusammenhalten. Wir dürfen nicht destruktiv sein, wir dürfen nicht zulassen, dass die Angst gewinnt.« In die ersten chaotischen Berichte platzte die Nachricht, dass es im Sommerlager der Sozialdemokratischen Jugend auf der Insel Utøya eine Schießerei gegeben habe. Man sprach von fünf, möglicherweise sogar zehn Toten. Tatsächlich waren zu diesem Zeitpunkt bereits 69 Menschen geradezu hingerichtet worden, zahllose waren verletzt. Als die ersten Polizisten auf die Insel kamen, war seit dem ersten Hilferuf mehr als eine Stunde vergangen. Der Täter ließ sich bereitwillig festnehmen. Er bekannte sich sofort zu den Morden und dem Bombenanschlag, er habe alles jahrelang vorbereitet. Die Taten, sagte er, seien »grausam, aber notwendig« gewesen. Er habe sie auf sich nehmen müssen, um Norwegen vor »Kulturmarxismus und Islamisierung« zu bewahren. Regierungschef Jens Stoltenberg beharrte weiter darauf, dass man auf diese ungeheure Tragödie mit mehr Demokratie und mehr Freiheit reagieren müsse. Und erwies sich als großer Staatsmann, indem er zunächst ostentativ nichts tat – jedenfalls nichts, was auch nur im Entferntesten als politische Tat zu werten gewesen wäre. In den Tagen nach den Anschlägen war er quasi rund um die Uhr im Fernsehen präsent. Was er ( sichtbar ) tat, war vor allem das: Er umarmte die Überlebenden der Anschläge und die Angehörigen der Ermordeten, weinte mit ihnen, sprach mit ihnen. Er fand für alle die richtigen Worte, und er mahnte immer wieder: »Halten wir inne, nehmen wir uns Zeit, zu trauern.« Seine Reaktion war das Gegenteil von dem, was spätestens seit dem 11. September 2001 die Regel ist: Führungskraft demonstrieren und etwas tun. Vor allem das: Etwas tun. Es war eine Sensation, die weltweit Aufsehen erregte und verwirrte: In einer der größten Krisen seines Landes nahm ein Regierungschef sich das Recht, innezuhalten. Nichts zu tun. Zum Nichtstun aufzufordern. Eine weitere Sensation war, dass 96 Prozent der Norweger das nicht als Führungsschwäche interpretierten, sondern als eine besonnene Art der Krisenbewältigung, die sie befürworteten. Sie wussten, dass Stoltenberg Betroffenheit und Trauer nicht vorspiegelte. Er hatte Mitarbeiter verloren, und er kannte die Familien einiger ermordeter Kinder und Jugendlicher. Auch die Königsfamilie war unmittelbar betroffen, denn unter den Toten war ein Stiefbruder von Kronprinzessin Mette-Marit. Alle Parteien schlossen sich dem Kurs an, die Geschehnisse (nicht sofort) in Politik umzumünzen. Die Botschaft lautete: Wir stehen zusammen, die Trauer eint uns. Dieses Nicht-Handeln spiegelte die Sprachlosigkeit und Lähmung der ganzen Nation, es beruhigte die Norweger und bestätigte sie in ihrem tiefen Vertrauen in ihren Staat: Wenn wir ihn wirklich brauchen, ist er für uns da. Wir werden von Menschen regiert, die gar nicht so anders sind als wir. Sie sahen ihren König mit hochrotem Kopf weinen und fühlten sich getröstet, denn alle weinten, trauerten, waren vor Entsetzen gelähmt. Wörter wie »Rache«, »Vergeltung« und »Hass« fielen anfangs selten, und wenn, dann in unerwarteten Zusammenhängen: » Unsere Jugendlichen sind nicht dafür gestorben, dass wir mehr hassen«, sagte der Leiter der Sozialdemokratischen Jugend, der viele Freunde verloren hatte. Nur einige Insassen des Gefängnisses, in das der Täter gebracht wurde, äußerten eine explizite Drohung: Sollte man ihn in die Hände bekommen, wisse man, was man mit ihm anfangen werde. Drei andere Wörter – der Name des Mörders – fielen fast nur in den Medien. Wörter wie »Teufel«, »Monster« oder »Killer-Bestie« blieben ausländischen Medien vorbehalten, sie tauchten auch in Äußerungen rechtsradikaler Gesinnungsgenossen außerhalb von Norwegen auf. Sie waren bemüht, sich schnell und radikal von einem zu distanzieren, der sie mit sich zu reißen drohte. Die Norweger hingegen weigerten sich lange, seinen Namen auszusprechen, und boykottierten Zeitungen, die sein Bild auf der Titelseite hatten. Es war die intuitive Reaktion darauf, einem nach Medienaufmerksamkeit gierenden Mann zu verweigern, wonach er sich am meisten sehnte, und auch dem entgegenzusteuern, was bei Grausamkeiten dieser Art immer geschieht: Während der Name des Täters in die Geschichte eingeht, bleiben seine Opfer nur als eine Zahl in Erinnerung. Siv Jensen, Parteichefin der rechtspopulistischen Fortschrittspartei (Frp), beteuerte sofort, es belaste sie unerträglich, dass dieser Mann einmal Mitglied ihrer Partei gewesen sei. Dann beging sie die große Dummheit, ihre Partei als »unschuldiges Opfer« der Morde zu bezeichnen. Der Empörungssturm über die Instinktlosigkeit, sich in eine Reihe mit den Opfern eines Rechtsradikalen zu stellen, zwang sie zu umgehenden und umfänglichen Entschuldigungen. Geholfen hat es wenig, in den Monaten nach den Anschlägen halbierte sich ihre Wählerschaft. Demonstrativ besuchten der Kronprinz, der Außenminister, Oslos Bürgermeister und der Bischof von Oslo eine große Osloer Moschee, der Außenminister zitierte Tröstendes aus dem Koran, der Bischof sagte, das norwegische Volk sei eine vielfältige Gemeinschaft in Trauer. Könighaus, Regierung und Geistliche führten praktisch vor, worauf es ankommt: Wir lassen uns nicht aufhetzen und nicht spalten. Rückblickend kann man vielleicht sagen, dass sie in diesen Tagen anfingen, sich um die Lösung eines weitreichenden und schwierigen gesellschaftlichen Problems zu bemühen, das der Schriftsteller Karl Ove Knausgård später so beschrieb: »Man kann Hass nicht verbieten. Man kann nur dafür sorgen, dass der Abstand zwischen denen, die hassen, und der Gesellschaft, die sie hassen, nicht gefährlich groß wird.« Drei Tage nach den Anschlägen fanden im ganzen Land Gedenkfeiern statt. Es wurde nicht geschrien, es wurden keine aufpeitschenden Reden gehalten. Es herrschte Stille, alle hatten Rosen dabei. Seit 1945 waren nicht mehr so viele Menschen gleichzeitig auf der Straße gewesen, 200 000 sollen es allein in Oslo gewesen sein, in einem entlegenen Weiler an der Westküste waren es acht. Als Stoltenberg seine Rede vor den 200 000 Osloern (und der Nation ) mit den Worten schloss » Unsere Mütter und Väter haben gesagt: ›Nie mehr 9. April!‹ Wir sagen: ›Nie mehr 22. Juli!‹«, verstand ihn jedes Kind. Kein Ereignis in der norwegischen Geschichte hat die Nation so tief und so dauerhaft traumatisiert wie der deutsche Überfall vom 9. April 1940. Was er sagte, war also: Damals standen wir gegen den übermächtigen Feind zusammen, wir sind gestärkt aus den Zeiten des Leids hervorgegangen. So wird es auch diesmal sein. Wir haben eine Zukunft. Implizit an die Besatzungszeit erinnerte auch das (sehr bekannte ) Lied An die Jugend, das der Schriftsteller Nordahl Grieg 1936 gegen den Faschismus verfasst hatte. Es wurde binnen Stunden zur nationalen Hymne. Die zentrale Strophe stellt die Frage, womit man den Feind bekämpfen könne. Stoltenbergs Antwort lautete: »Engagiert euch. Setzt euch ein. Werdet Mitglied in Organisationen. Beteiligt euch an Debatten. Geht wählen.« Und das taten sie. Alle Parteien erlebten einen Zustrom neuer Mitglieder, vor allem von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Eine Überlebende von Utøya sagte, sie werde politisch weiterkämpfen, auch für ihre vielen toten Freunde. Und sie werde beim Prozess vor den Mörder treten. » Ich werde ihm in die Augen sehen und sagen: ›Du wolltest uns zerstören, aber du hast uns stärker gemacht. Du hast verloren.‹« Einerseits haben die Anschläge das Land verändert. Politiker haben mehr Personenschutz, öffentliche Gebäude sind stärker gesichert, viele Bürger finden die neuen Regelungen zum Schutz ihrer Politiker nicht umfassend genug. Die Polizei muss vermutlich grundlegend reformiert werden, vieles weist darauf hin, dass sich die Einsatzkräfte am 22. Juli gravierende Versäumnisse und Pannen haben zuschulden kommen lassen. Die Stadt Oslo ist für immer gezeichnet, das Regierungsviertel für den Autoverkehr gesperrt. Was mit den beschädigten Regierungsgebäuden geschehen soll, ist ungewiss. Das Gebot absoluter Meinungsfreiheit, das jedem zugesteht, sich völlig unzensiert zu äußern, steht auf dem Prüfstand. Vor allem aber rangen und ringen Justiz und Bevölkerung um den richtigen Umgang mit einem, dessen Taten und dessen Kaltblütigkeit unbegreiflich bleiben. An seinem Vorsatz gibt es keine Zweifel, vielen Norwegern ist allein der Gedanke, dass er, wie psychiatrische Gutachter meinen, schuldunfähig sein soll, unerträglich. Er hat 77 Menschen ermordet, zudem hat er Hunderten von Überlebenden schwere körperliche und seelische Schäden zugefügt. Zahllose Menschen müssen damit weiterleben, dass ein geliebter Mensch nicht mehr da ist. Andererseits zeigen Umfragen, dass die Norweger sich nicht bedroht fühlen und nicht ängstlicher geworden sind. Selbst führende Politiker und die Königsfamilie mischen sich weiterhin (fast) ungeschützt unter das Volk. Die Norweger honorieren, wie ruhig, würdig und umsichtig die Regierenden und ihr König sie durch die ersten Tage und Wochen der Krise führten. Man kann es positiv oder negativ sehen, dass die Gesellschaft im Wesentlichen gleich geblieben ist, sicher ist: Man kämpft darum, eine offene Gesellschaft und ein offenes Land zu bleiben. Der Täter soll nicht den Sieg davontragen, die Sicherheit und das gegenseitige Vertrauen, von denen Jo Nesbø sprach, zerstört zu haben. Niemand könne die Anschläge vom 22. Juli ungeschehen machen, sagte Kronprinz Haakon im Juli 2011, »aber wir können wählen, was sie mit uns machen«. Jahrzehntelang hatte Norwegen die mit Abstand erfolgreichste und stabilste rechtspopulistische Partei Europas. Es ist die gerade erwähnte Fremskrittspartiet (Frp), Die Fortschrittspartei. Sie gehört zu den unerquicklichen Aspekten des heutigen Norwegen, weswegen ich sie jetzt abhandle, dann habe ich es hinter mir. Die Frp wurde 1973 als »Anders Langes Partei für die deutliche Reduzierung von Steuern, Abgaben und staatlichen Eingriffen« gegründet. Seither wuchs sie stetig und lag bei Umfragen konstant zwischen zwanzig und dreißig Prozent. Sie war im Auf und Ab der Wählerbefragungen immer wieder einmal Norwegens größte Partei. Sobald ein »moslemisches« Thema Schlagzeilen machte, Themen wie der Karikaturenstreit, die Kopftücher moslimischer Schülerinnen oder eine Gewalttat, die von einem moslemischen Einwanderer begangen wurde, konnte die Zahl auf 35 Prozent steigen. Konkret bedeutet das, dass nur 65 Prozent der fünf Millionen Norweger für rechtspopulistische Parolen völlig unempfänglich sind. Daraus muss man wohl den Schluss ziehen, dass es in Norwegen kaum offene, aber ziemlich viele undercover-Nationalisten gibt. Wie alle Politiker populistischer Parteien behaupten auch die der Frp, das »Sprachrohr des Volkes« zu sein. Sie legen sich auf keine politische Seite fest und passen ihre Forderungen der jeweils herrschenden Stimmung an. Man könnte auch sagen: Politisches Rückgrat ist ihnen wesensfremd. Folglich kann der durchschnittliche Frp-Wähler über das Programm seiner Partei selten mehr sagen als: »Das mit den Ausländern und dem Ölgeld geht nicht so weiter.« Denn das wirklich große Thema, noch größer als der Fremdenhass, sind die Ölmilliarden, zu denen der Frp und ihren Wählern immer nur eines einfällt: Das Ölgeld gehört der Bevölkerung, nicht den Politikern. Wir wollen das Geld. Jetzt. Sofort. Für uns. Wir wollen mehr Geld für Krankenhäuser (dem muss man zustimmen, denn vieles am norwegischen Gesundheitssystem ist nicht mies oder krank, sondern todkrank) und Rentner (da staunt man als Deutscher, ist doch die Kaufkraft der Rentner in den letzten zehn Jahren um sage und schreibe vierzig Prozent gestiegen). Wir wollen eine höhere Mindestrente, bessere Straßen, billigeres Benzin (es kostet ein Euro neunzig pro Liter, dabei sitzt man doch buchstäblich an der Quelle), billigere Flugreisen, einen Computer für jeden Schüler. Kurz gesagt, finden die Politiker (und Wähler) der Fortschrittspartei an ihrem Land nur eines nicht schlecht: seine finanzielle Situation. Und was wollen die Frp-Poliker mit dem Ölgeld machen? Nahezu alle Wirtschaftsexperten befürworten Norwegens restriktive Finanzpolitik. Gäbe man die Ölmilliarden im eigenen Land aus, wären Inflation und Preissteigerungen die zwingende Folge. Aber es gibt ja andere schöne Orte auf der Welt. Ein Abgeordneter der Frp brachte sich mit dem Vorschlag ins Gespräch, jedem Norweger eine Kreditkarte mit einem Guthaben von 18 000 Kronen (2400 Euro) zur Verfügung zu stellen, das nur im Ausland ausgegeben werden darf, beispielsweise für – wie er explizit sagte – »Shopping, Sangria und Spanferkel«. Und der ehemalige Parteivorsitzende Carl I. Hagen wäre nicht Europas erfolgreichster Rechtspopulist geworden, wenn nicht auch er ein Gespür für die tiefsten Sehnsüchte und Ängste der Menschen hätte. Er forderte, der norwegische Staat solle für seine Rentner Pflegeheime in Mittelmeerländern bauen. Er hat noch mehr einfache Lösungen für komplexe Probleme parat: Ende August 2011 schlug er vor, spanische Gastarbeiter ins Land zu holen. In Spanien betrage die Arbeitslosigkeit immerhin zwanzig Prozent, hier könne man die Männer gut gebrauchen, damit sie einen Tunnel unter dem Oslofjord bauen. Sie könnten in Zwölfstunden-Schichten für spanische Löhne arbeiten und in Baracken wohnen. Nach ein paar Wochen müsse man sie allerdings wieder nach Hause schicken und neue holen, sonst würden sie mit ihren Löhnen womöglich die Inflation anheizen. Da die Frp grundsätzlich für Ausgeben plädiert, müssen die Parteien des bürgerlichen und linken Spektrums erklären, warum sie dagegen sind. Darin sind sie sich ziemlich einig, da alle mehr oder weniger sozialdemokratisch sind. Deshalb war die Fortschrittspartei lange Zeit nicht nur die größte, sondern auch die einzige Oppositionspartei. Sie ist lediglich innerhalb dieses norwegischen Spektrums rechtspopulistisch und keineswegs so radikal wie beispielsweise die Le-Pen-Rechten in Frankreich. Die Frp-Politiker gelten seit jeher nur als spezielle Spezies Demokraten, durchaus als Schmuddelkinder. Sie sind nicht geächtet, aber die meisten anderen Politiker halten betont Distanz zu ihnen. © Ulrike Holzinger-Deutsch Ebba D. Drolshagen, geboren in Büdingen, wuchs bis zu ihrem fünften Lebensjahr in Norwegen auf. Heute lebt sie als Journalistin, Autorin und Übersetzerin in Frankfurt am Main. Neben politischen Sachbüchern veröffentlichte sie bei Piper ihre erfolgreiche »Gebrauchsanweisung für Norwegen« und bei mehr ... 1. Gebrauchsanweisung für Norwegen Detlef Fischer am 11.05.2013 - 11:20:32 Die schönsten Weihnachtsgeschichten großer skandinavischer Autoren, die besten Rezepte von »Glögg« bis »Risalamande« und ...Taschenbuch / € 8.99 (D)
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Was sind Isotope?
Als Isotope (von ísos „gleich“ und tópos „Ort, Stelle“) bezeichnet man Atomarten, deren Atomkerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Sie haben die gleiche Ordnungszahl, stellen daher das gleiche Element dar, weisen aber verschiedene Massenzahlen auf; es gibt also Sauerstoffisotope, Eisenisotope usw. Die verschiedenen Isotope eines Elements verhalten sich chemisch fast identisch. Der Name kommt daher, dass die Isotope eines Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. Getrennt voneinander dargestellt werden sie in einer Nuklidkarte. Die Bezeichnung Isotop ist älter als der Begriff Nuklid, der ganz allgemein „Atomart“ bedeutet. „Isotop“ wird daher nach wie vor oft auch im Sinne von Nuklid benutzt, d. h. auch dann, wenn nicht nur von Atomen eines und desselben Elements die Rede ist. Der Begriff Isotop wurde von Frederick Soddy geprägt, der für seine Arbeiten und Erkenntnisse im Bereich der Isotope und Radionuklide 1921 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Von jedem bekannten Element, mit Ausnahme des erst 2006 erstmals synthetisierten Oganesson, sind mehrere Isotope nachgewiesen (s. Liste der Isotope und Nuklidkarte). Insgesamt gibt es rund 3300 bekannte Nuklide. Etwa 240 davon sind stabil. Alle anderen sind instabil, das heißt, ihre Atome wandeln sich durch radioaktiven Zerfall nach mehr oder weniger langer Zeit in andere Atome um. Bei manchen traditionell als stabil angesehenen Nukliden ist diese Zeit so lang, dass ihr Zerfall erst in heutiger Zeit entdeckt wurde oder noch in Experimenten gesucht wird. Von den 91 natürlich vorkommenden Elementen werden in der Natur 69 als Gemische mehrerer Isotope (Mischelemente) vorgefunden. Die übrigen 22 heißen Reinelemente. Das chemische Atomgewicht von Mischelementen ist der Durchschnittswert der verschiedenen Atommassen der beteiligten Isotope. Bezeichnung und Formelschreibweise Die Bezeichnungsweise ist in Nuklid ausführlich beschrieben. Im Text wird ein Isotop mit dem Elementnamen oder -symbol mit der angehängten Massenzahl bezeichnet, beispielsweise Sauerstoff-16 oder O-16, Eisen-56 oder Fe-56. Ausnahmen bilden manchmal die Wasserstoffisotope (siehe folgenden Abschnitt). Als Formelzeichen wird die Massenzahl dem Elementsymbol links oben hinzugefügt. Die Kernladungszahl ist schon durch den Namen (das Elementsymbol) gegeben, kann aber zusätzlich links unten an das Elementsymbol geschrieben werden, sofern sie – z. B. bei Kernreaktionen – von Interesse ist, wie in Tritt in der Bezeichnung noch ein m auf (z. B. 16m1N), so ist damit ein Kernisomer gemeint. Wenn hinter dem m eine Zahl steht, ist dies eine Nummerierung, falls mehrere Isomere existieren. Chemische Reaktionen von Isotopen Isotope eines Elements haben die gleiche Elektronenhülle. Dadurch unterscheiden sie sich nicht in der Art der möglichen Reaktionen, sondern nur in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit, weil diese etwas masseabhängig ist. Der relative Massenunterschied ist bei schweren Elementen allerdings sehr gering. Das Verhältnis der Atommassen von Uran-238 und Uran-235 beträgt 1 : 1,013; in ihrem chemischen Verhalten ist kein merklicher Unterschied, zum Trennen müssen physikalische Methoden eingesetzt werden (siehe Urananreicherung). Bei den Lithiumisotopen Lithium-7 und Lithium-6 beträgt das Verhältnis 1 : 1,17; hier sind physikalisch-chemische Trennmethoden möglich (siehe Lithium). Die Massenunterschiede der drei Wasserstoffisotope sind sehr groß (1H : 2H : 3H wie 1 : 2 : 3), weshalb sie chemisch leicht unterschiedlich reagieren und sogar eigene Namen und chemische Symbole erhielten: Das weitaus häufigste Wasserstoffisotop 1H wird auch als Protium oder leichter Wasserstoff bezeichnet. Das Isotop 2H wird auch als Deuterium oder schwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: D. Das Isotop 3H wird auch als Tritium oder überschwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: T. Das unterschiedliche chemisch-physikalische Verhalten von H und D zeigt sich bei der Elektrolyse von Wasser. Wasser mit dem normalen 1H reagiert bevorzugt und wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, während sich Wassermoleküle, die D (2H Deuterium, Schwerer Wasserstoff) enthalten, im Restwasser anreichern (gegenüber dem natürlichen Mengenverhältnis von etwa 1 : 7.000). Mischelemente und Reinelemente So gut wie alle auf der Erde natürlich vorkommenden Nuklide sind entweder stabil (d. h. ein Zerfall wurde nicht beobachtet) oder sind radioaktiv mit einer Halbwertszeit, die nicht wesentlich kleiner als das Erdalter ist. Diese bezeichnet man als primordiale Nuklide. Insgesamt sind etwa 245 stabile Nuklide bekannt (siehe Nuklidkarte: stabile Nuklide sind mit schwarzem Hintergrund dargestellt). Allerdings ist bei „stabil“ zu unterscheiden, ob der Zerfall des Nuklids naturgesetzlich ausgeschlossen erscheint oder ob er möglich erscheint, aber noch nicht beobachtet wurde. Die Anzahl der im letzteren Sinn stabilen Nuklide hat sich mit der Zeit immer wieder verringert: Durch verbesserte Nachweismethoden sind einige ehemals als stabil angesehene Nuklide später als radioaktiv erkannt worden. Mit dem Nachweis der Radioaktivität von Bismut-209 im Jahr 2003 ergab sich, dass Blei-208 das schwerste stabile Nuklid und somit Blei das schwerste Element mit stabilen Isotopen ist. In der Natur vorkommende Elemente sind meistens Mischelemente, d. h. Isotopengemische. Die meisten natürlichen Isotope hat Zinn mit 10 Isotopen, gefolgt von Xenon mit 9 natürlichen Isotopen, von denen 8 stabil sind. Elemente, die dagegen nur aus einem natürlichen Isotop bestehen, nennt man Reinelement. Ein Reinelement hat also genau ein primordiales Isotop. Diese Eigenschaft haben 19 stabile und 3 langlebige instabile Elemente. Bekannte Isotope Wasserstoff Wasserstoff ist das Element mit dem stärksten chemischen Isotopeneffekt. Schwerer Wasserstoff (2H oder Deuterium) dient im Schwerwasserreaktor als Moderator. Überschwerer Wasserstoff (3H oder Tritium) ist radioaktiv. Er entsteht in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung sowie in Kernreaktoren. Tritium wurde zwischen etwa 1960 und 1998 in Leuchtfarben für Uhr-Zifferblätter usw. verwendet. In größeren Mengen sollen Deuterium und Tritium in Zukunft als Brennstoff für Kernfusionsreaktoren gebraucht werden. Helium Helium ist das Element mit dem stärksten physikalischen Isotopeneffekt. Insbesondere im Tieftemperaturbereich verhalten sich die beiden Heliumisotope sehr verschieden, da 3He ein Fermion und 4He ein Boson ist. Kohlenstoff Ein bekanntes Isotop ist das radioaktive 14C, das zur Altersbestimmung von organischen Materialien (Archäologie) benutzt wird (Radiokohlenstoffmethode). Natürlicher Kohlenstoff liegt hauptsächlich in den stabilen Isotopen 12C und 13C vor. 14C entsteht in hohen atmosphärischen Schichten aus Stickstoff. Sauerstoff Das Verhältnis der beiden stabilen Sauerstoffisotope 18O und 16O wird zur Untersuchung von Paläo-Temperaturen herangezogen. Die stabilen Sauerstoffisotope eignen sich auch als natürliche Tracer in aquatischen Systemen. Uran Das Isotop 235U dient als Brennstoff in Kernkraftwerken. Für die meisten Reaktortypen muss das Natururan dazu an 235U angereichert werden. Fast reines 235U wird in manchen Kernwaffen verwendet. Isotope in der Analytik In Messungen des optischen Spektrums mit genügender Auflösung können Isotope eines Elements an ihren Spektrallinien unterschieden werden (Isotopieverschiebung). Die Isotopenzusammensetzung in einer Probe wird in der Regel mit einem Massenspektrometer bestimmt, im Fall von Spurenisotopen mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie. Radioaktive Isotope können oft anhand ihrer Zerfallsprodukte oder der abgegebenen ionisierenden Strahlung identifiziert werden. Isotope spielen ferner eine Rolle in der NMR-Spektroskopie. So hat beispielsweise das gewöhnliche Kohlenstoff-Isotop 12C kein magnetisches Moment und ist daher nicht beobachtbar. Untersuchungen am Kohlenstoff können daher nur mithilfe des wesentlich selteneren 13C-Isotops erfolgen. Isotope werden auch in der Aufklärung von Reaktionsmechanismen oder Metabolismen mit Hilfe der sogenannten Isotopenmarkierung verwendet. Die Isotopenzusammensetzung des Wassers ist an verschiedenen Orten der Welt verschieden und charakteristisch. Diese Unterschiede erlauben es etwa bei Lebensmitteln wie Wein oder Käse, die Deklaration des Ursprungsortes zu überprüfen. Die Untersuchung von bestimmten Isotopen-Mustern (insbesondere 13C-Isotopen-Mustern) in organischen Molekülen wird als Isotopomeren-Analyse bezeichnet. Sie erlaubt unter anderem die Bestimmung intrazellulärer Stoffflüsse in lebenden Zellen. Darüber hinaus ist die Analyse von 13C/12C-, 15N/14N- sowie 34S/32S-Verhältnissen in der Ökologie heute weit verbreitet. Anhand der Fraktionierung lassen sich Stoffflüsse in Nahrungsnetzen nachverfolgen oder die Trophieniveaus einzelner Arten bestimmen. Auch in der Medizin dienen stabile Isotope als natürliche Tracer. In der Hydrologie werden aus den Konzentrationsverhältnissen von Isotopen Rückschlüsse auf hydrologische Prozesse gezogen. Der Wasserkreislauf begleitet die meisten Stoffflüsse ober- und unterhalb der Erdoberfläche. Das Vienna Standard Mean Ocean Water (VSMOV) dient oft als Referenz. Die Geochemie befasst sich mit Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser und Erdatmosphäre. Siehe auch Liste der Isotope Periodensystem (PSE) mit Anzahl der Isotope Nuklidkarte Literatur Werner Stolz: Radioaktivität. Grundlagen, Messung, Anwendungen. 5. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2005, ISBN 3-519-53022-8. Bogdan Povh, K. Rith, C. Scholz, F. Zetsche: Teilchen und Kerne. Eine Einführung in die physikalischen Konzepte. 7. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-36685-0. Klaus Bethge, Gertrud Walter, Bernhard Wiedemann: Kernphysik. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2001, ISBN 3-540-41444-4. Hanno Krieger: Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 2. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8351-0199-9. Weblinks Große Isotopentabelle bei der International Atomic Energy Agency (IAEA) Einzelnachweise Kernphysik Kernchemie Geochronologie
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Was sind Isotope?
Als Isotope (von ísos „gleich“ und tópos „Ort, Stelle“) bezeichnet man Atomarten, deren Atomkerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Sie haben die gleiche Ordnungszahl, stellen daher das gleiche Element dar, weisen aber verschiedene Massenzahlen auf; es gibt also Sauerstoffisotope, Eisenisotope usw. Die verschiedenen Isotope eines Elements verhalten sich chemisch fast identisch. Der Name kommt daher, dass die Isotope eines Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. Getrennt voneinander dargestellt werden sie in einer Nuklidkarte. Die Bezeichnung Isotop ist älter als der Begriff Nuklid, der ganz allgemein „Atomart“ bedeutet. „Isotop“ wird daher nach wie vor oft auch im Sinne von Nuklid benutzt, d. h. auch dann, wenn nicht nur von Atomen eines und desselben Elements die Rede ist. Der Begriff Isotop wurde von Frederick Soddy geprägt, der für seine Arbeiten und Erkenntnisse im Bereich der Isotope und Radionuklide 1921 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Von jedem bekannten Element, mit Ausnahme des erst 2006 erstmals synthetisierten Oganesson, sind mehrere Isotope nachgewiesen (s. Liste der Isotope und Nuklidkarte). Insgesamt gibt es rund 3300 bekannte Nuklide. Etwa 240 davon sind stabil. Alle anderen sind instabil, das heißt, ihre Atome wandeln sich durch radioaktiven Zerfall nach mehr oder weniger langer Zeit in andere Atome um. Bei manchen traditionell als stabil angesehenen Nukliden ist diese Zeit so lang, dass ihr Zerfall erst in heutiger Zeit entdeckt wurde oder noch in Experimenten gesucht wird. Von den 91 natürlich vorkommenden Elementen werden in der Natur 69 als Gemische mehrerer Isotope (Mischelemente) vorgefunden. Die übrigen 22 heißen Reinelemente. Das chemische Atomgewicht von Mischelementen ist der Durchschnittswert der verschiedenen Atommassen der beteiligten Isotope. Bezeichnung und Formelschreibweise Die Bezeichnungsweise ist in Nuklid ausführlich beschrieben. Im Text wird ein Isotop mit dem Elementnamen oder -symbol mit der angehängten Massenzahl bezeichnet, beispielsweise Sauerstoff-16 oder O-16, Eisen-56 oder Fe-56. Ausnahmen bilden manchmal die Wasserstoffisotope (siehe folgenden Abschnitt). Als Formelzeichen wird die Massenzahl dem Elementsymbol links oben hinzugefügt. Die Kernladungszahl ist schon durch den Namen (das Elementsymbol) gegeben, kann aber zusätzlich links unten an das Elementsymbol geschrieben werden, sofern sie – z. B. bei Kernreaktionen – von Interesse ist, wie in Tritt in der Bezeichnung noch ein m auf (z. B. 16m1N), so ist damit ein Kernisomer gemeint. Wenn hinter dem m eine Zahl steht, ist dies eine Nummerierung, falls mehrere Isomere existieren. Chemische Reaktionen von Isotopen Isotope eines Elements haben die gleiche Elektronenhülle. Dadurch unterscheiden sie sich nicht in der Art der möglichen Reaktionen, sondern nur in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit, weil diese etwas masseabhängig ist. Der relative Massenunterschied ist bei schweren Elementen allerdings sehr gering. Das Verhältnis der Atommassen von Uran-238 und Uran-235 beträgt 1 : 1,013; in ihrem chemischen Verhalten ist kein merklicher Unterschied, zum Trennen müssen physikalische Methoden eingesetzt werden (siehe Urananreicherung). Bei den Lithiumisotopen Lithium-7 und Lithium-6 beträgt das Verhältnis 1 : 1,17; hier sind physikalisch-chemische Trennmethoden möglich (siehe Lithium). Die Massenunterschiede der drei Wasserstoffisotope sind sehr groß (1H : 2H : 3H wie 1 : 2 : 3), weshalb sie chemisch leicht unterschiedlich reagieren und sogar eigene Namen und chemische Symbole erhielten: Das weitaus häufigste Wasserstoffisotop 1H wird auch als Protium oder leichter Wasserstoff bezeichnet. Das Isotop 2H wird auch als Deuterium oder schwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: D. Das Isotop 3H wird auch als Tritium oder überschwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: T. Das unterschiedliche chemisch-physikalische Verhalten von H und D zeigt sich bei der Elektrolyse von Wasser. Wasser mit dem normalen 1H reagiert bevorzugt und wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, während sich Wassermoleküle, die D (2H Deuterium, Schwerer Wasserstoff) enthalten, im Restwasser anreichern (gegenüber dem natürlichen Mengenverhältnis von etwa 1 : 7.000). Mischelemente und Reinelemente So gut wie alle auf der Erde natürlich vorkommenden Nuklide sind entweder stabil (d. h. ein Zerfall wurde nicht beobachtet) oder sind radioaktiv mit einer Halbwertszeit, die nicht wesentlich kleiner als das Erdalter ist. Diese bezeichnet man als primordiale Nuklide. Insgesamt sind etwa 245 stabile Nuklide bekannt (siehe Nuklidkarte: stabile Nuklide sind mit schwarzem Hintergrund dargestellt). Allerdings ist bei „stabil“ zu unterscheiden, ob der Zerfall des Nuklids naturgesetzlich ausgeschlossen erscheint oder ob er möglich erscheint, aber noch nicht beobachtet wurde. Die Anzahl der im letzteren Sinn stabilen Nuklide hat sich mit der Zeit immer wieder verringert: Durch verbesserte Nachweismethoden sind einige ehemals als stabil angesehene Nuklide später als radioaktiv erkannt worden. Mit dem Nachweis der Radioaktivität von Bismut-209 im Jahr 2003 ergab sich, dass Blei-208 das schwerste stabile Nuklid und somit Blei das schwerste Element mit stabilen Isotopen ist. In der Natur vorkommende Elemente sind meistens Mischelemente, d. h. Isotopengemische. Die meisten natürlichen Isotope hat Zinn mit 10 Isotopen, gefolgt von Xenon mit 9 natürlichen Isotopen, von denen 8 stabil sind. Elemente, die dagegen nur aus einem natürlichen Isotop bestehen, nennt man Reinelement. Ein Reinelement hat also genau ein primordiales Isotop. Diese Eigenschaft haben 19 stabile und 3 langlebige instabile Elemente. Bekannte Isotope Wasserstoff Wasserstoff ist das Element mit dem stärksten chemischen Isotopeneffekt. Schwerer Wasserstoff (2H oder Deuterium) dient im Schwerwasserreaktor als Moderator. Überschwerer Wasserstoff (3H oder Tritium) ist radioaktiv. Er entsteht in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung sowie in Kernreaktoren. Tritium wurde zwischen etwa 1960 und 1998 in Leuchtfarben für Uhr-Zifferblätter usw. verwendet. In größeren Mengen sollen Deuterium und Tritium in Zukunft als Brennstoff für Kernfusionsreaktoren gebraucht werden. Helium Helium ist das Element mit dem stärksten physikalischen Isotopeneffekt. Insbesondere im Tieftemperaturbereich verhalten sich die beiden Heliumisotope sehr verschieden, da 3He ein Fermion und 4He ein Boson ist. Kohlenstoff Ein bekanntes Isotop ist das radioaktive 14C, das zur Altersbestimmung von organischen Materialien (Archäologie) benutzt wird (Radiokohlenstoffmethode). Natürlicher Kohlenstoff liegt hauptsächlich in den stabilen Isotopen 12C und 13C vor. 14C entsteht in hohen atmosphärischen Schichten aus Stickstoff. Sauerstoff Das Verhältnis der beiden stabilen Sauerstoffisotope 18O und 16O wird zur Untersuchung von Paläo-Temperaturen herangezogen. Die stabilen Sauerstoffisotope eignen sich auch als natürliche Tracer in aquatischen Systemen. Uran Das Isotop 235U dient als Brennstoff in Kernkraftwerken. Für die meisten Reaktortypen muss das Natururan dazu an 235U angereichert werden. Fast reines 235U wird in manchen Kernwaffen verwendet. Isotope in der Analytik In Messungen des optischen Spektrums mit genügender Auflösung können Isotope eines Elements an ihren Spektrallinien unterschieden werden (Isotopieverschiebung). Die Isotopenzusammensetzung in einer Probe wird in der Regel mit einem Massenspektrometer bestimmt, im Fall von Spurenisotopen mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie. Radioaktive Isotope können oft anhand ihrer Zerfallsprodukte oder der abgegebenen ionisierenden Strahlung identifiziert werden. Isotope spielen ferner eine Rolle in der NMR-Spektroskopie. So hat beispielsweise das gewöhnliche Kohlenstoff-Isotop 12C kein magnetisches Moment und ist daher nicht beobachtbar. Untersuchungen am Kohlenstoff können daher nur mithilfe des wesentlich selteneren 13C-Isotops erfolgen. Isotope werden auch in der Aufklärung von Reaktionsmechanismen oder Metabolismen mit Hilfe der sogenannten Isotopenmarkierung verwendet. Die Isotopenzusammensetzung des Wassers ist an verschiedenen Orten der Welt verschieden und charakteristisch. Diese Unterschiede erlauben es etwa bei Lebensmitteln wie Wein oder Käse, die Deklaration des Ursprungsortes zu überprüfen. Die Untersuchung von bestimmten Isotopen-Mustern (insbesondere 13C-Isotopen-Mustern) in organischen Molekülen wird als Isotopomeren-Analyse bezeichnet. Sie erlaubt unter anderem die Bestimmung intrazellulärer Stoffflüsse in lebenden Zellen. Darüber hinaus ist die Analyse von 13C/12C-, 15N/14N- sowie 34S/32S-Verhältnissen in der Ökologie heute weit verbreitet. Anhand der Fraktionierung lassen sich Stoffflüsse in Nahrungsnetzen nachverfolgen oder die Trophieniveaus einzelner Arten bestimmen. Auch in der Medizin dienen stabile Isotope als natürliche Tracer. In der Hydrologie werden aus den Konzentrationsverhältnissen von Isotopen Rückschlüsse auf hydrologische Prozesse gezogen. Der Wasserkreislauf begleitet die meisten Stoffflüsse ober- und unterhalb der Erdoberfläche. Das Vienna Standard Mean Ocean Water (VSMOV) dient oft als Referenz. Die Geochemie befasst sich mit Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser und Erdatmosphäre. Siehe auch Liste der Isotope Periodensystem (PSE) mit Anzahl der Isotope Nuklidkarte Literatur Werner Stolz: Radioaktivität. Grundlagen, Messung, Anwendungen. 5. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2005, ISBN 3-519-53022-8. Bogdan Povh, K. Rith, C. Scholz, F. Zetsche: Teilchen und Kerne. Eine Einführung in die physikalischen Konzepte. 7. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-36685-0. Klaus Bethge, Gertrud Walter, Bernhard Wiedemann: Kernphysik. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2001, ISBN 3-540-41444-4. Hanno Krieger: Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 2. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8351-0199-9. Weblinks Große Isotopentabelle bei der International Atomic Energy Agency (IAEA) Einzelnachweise Kernphysik Kernchemie Geochronologie
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Was sind Isotope?
Als Isotope (von ísos „gleich“ und tópos „Ort, Stelle“) bezeichnet man Atomarten, deren Atomkerne gleich viele Protonen, aber unterschiedlich viele Neutronen enthalten. Sie haben die gleiche Ordnungszahl, stellen daher das gleiche Element dar, weisen aber verschiedene Massenzahlen auf; es gibt also Sauerstoffisotope, Eisenisotope usw. Die verschiedenen Isotope eines Elements verhalten sich chemisch fast identisch. Der Name kommt daher, dass die Isotope eines Elements im Periodensystem am gleichen Ort stehen. Getrennt voneinander dargestellt werden sie in einer Nuklidkarte. Die Bezeichnung Isotop ist älter als der Begriff Nuklid, der ganz allgemein „Atomart“ bedeutet. „Isotop“ wird daher nach wie vor oft auch im Sinne von Nuklid benutzt, d. h. auch dann, wenn nicht nur von Atomen eines und desselben Elements die Rede ist. Der Begriff Isotop wurde von Frederick Soddy geprägt, der für seine Arbeiten und Erkenntnisse im Bereich der Isotope und Radionuklide 1921 den Nobelpreis für Chemie erhielt. Von jedem bekannten Element, mit Ausnahme des erst 2006 erstmals synthetisierten Oganesson, sind mehrere Isotope nachgewiesen (s. Liste der Isotope und Nuklidkarte). Insgesamt gibt es rund 3300 bekannte Nuklide. Etwa 240 davon sind stabil. Alle anderen sind instabil, das heißt, ihre Atome wandeln sich durch radioaktiven Zerfall nach mehr oder weniger langer Zeit in andere Atome um. Bei manchen traditionell als stabil angesehenen Nukliden ist diese Zeit so lang, dass ihr Zerfall erst in heutiger Zeit entdeckt wurde oder noch in Experimenten gesucht wird. Von den 91 natürlich vorkommenden Elementen werden in der Natur 69 als Gemische mehrerer Isotope (Mischelemente) vorgefunden. Die übrigen 22 heißen Reinelemente. Das chemische Atomgewicht von Mischelementen ist der Durchschnittswert der verschiedenen Atommassen der beteiligten Isotope. Bezeichnung und Formelschreibweise Die Bezeichnungsweise ist in Nuklid ausführlich beschrieben. Im Text wird ein Isotop mit dem Elementnamen oder -symbol mit der angehängten Massenzahl bezeichnet, beispielsweise Sauerstoff-16 oder O-16, Eisen-56 oder Fe-56. Ausnahmen bilden manchmal die Wasserstoffisotope (siehe folgenden Abschnitt). Als Formelzeichen wird die Massenzahl dem Elementsymbol links oben hinzugefügt. Die Kernladungszahl ist schon durch den Namen (das Elementsymbol) gegeben, kann aber zusätzlich links unten an das Elementsymbol geschrieben werden, sofern sie – z. B. bei Kernreaktionen – von Interesse ist, wie in Tritt in der Bezeichnung noch ein m auf (z. B. 16m1N), so ist damit ein Kernisomer gemeint. Wenn hinter dem m eine Zahl steht, ist dies eine Nummerierung, falls mehrere Isomere existieren. Chemische Reaktionen von Isotopen Isotope eines Elements haben die gleiche Elektronenhülle. Dadurch unterscheiden sie sich nicht in der Art der möglichen Reaktionen, sondern nur in ihrer Reaktionsgeschwindigkeit, weil diese etwas masseabhängig ist. Der relative Massenunterschied ist bei schweren Elementen allerdings sehr gering. Das Verhältnis der Atommassen von Uran-238 und Uran-235 beträgt 1 : 1,013; in ihrem chemischen Verhalten ist kein merklicher Unterschied, zum Trennen müssen physikalische Methoden eingesetzt werden (siehe Urananreicherung). Bei den Lithiumisotopen Lithium-7 und Lithium-6 beträgt das Verhältnis 1 : 1,17; hier sind physikalisch-chemische Trennmethoden möglich (siehe Lithium). Die Massenunterschiede der drei Wasserstoffisotope sind sehr groß (1H : 2H : 3H wie 1 : 2 : 3), weshalb sie chemisch leicht unterschiedlich reagieren und sogar eigene Namen und chemische Symbole erhielten: Das weitaus häufigste Wasserstoffisotop 1H wird auch als Protium oder leichter Wasserstoff bezeichnet. Das Isotop 2H wird auch als Deuterium oder schwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: D. Das Isotop 3H wird auch als Tritium oder überschwerer Wasserstoff bezeichnet. Symbol: T. Das unterschiedliche chemisch-physikalische Verhalten von H und D zeigt sich bei der Elektrolyse von Wasser. Wasser mit dem normalen 1H reagiert bevorzugt und wird in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, während sich Wassermoleküle, die D (2H Deuterium, Schwerer Wasserstoff) enthalten, im Restwasser anreichern (gegenüber dem natürlichen Mengenverhältnis von etwa 1 : 7.000). Mischelemente und Reinelemente So gut wie alle auf der Erde natürlich vorkommenden Nuklide sind entweder stabil (d. h. ein Zerfall wurde nicht beobachtet) oder sind radioaktiv mit einer Halbwertszeit, die nicht wesentlich kleiner als das Erdalter ist. Diese bezeichnet man als primordiale Nuklide. Insgesamt sind etwa 245 stabile Nuklide bekannt (siehe Nuklidkarte: stabile Nuklide sind mit schwarzem Hintergrund dargestellt). Allerdings ist bei „stabil“ zu unterscheiden, ob der Zerfall des Nuklids naturgesetzlich ausgeschlossen erscheint oder ob er möglich erscheint, aber noch nicht beobachtet wurde. Die Anzahl der im letzteren Sinn stabilen Nuklide hat sich mit der Zeit immer wieder verringert: Durch verbesserte Nachweismethoden sind einige ehemals als stabil angesehene Nuklide später als radioaktiv erkannt worden. Mit dem Nachweis der Radioaktivität von Bismut-209 im Jahr 2003 ergab sich, dass Blei-208 das schwerste stabile Nuklid und somit Blei das schwerste Element mit stabilen Isotopen ist. In der Natur vorkommende Elemente sind meistens Mischelemente, d. h. Isotopengemische. Die meisten natürlichen Isotope hat Zinn mit 10 Isotopen, gefolgt von Xenon mit 9 natürlichen Isotopen, von denen 8 stabil sind. Elemente, die dagegen nur aus einem natürlichen Isotop bestehen, nennt man Reinelement. Ein Reinelement hat also genau ein primordiales Isotop. Diese Eigenschaft haben 19 stabile und 3 langlebige instabile Elemente. Bekannte Isotope Wasserstoff Wasserstoff ist das Element mit dem stärksten chemischen Isotopeneffekt. Schwerer Wasserstoff (2H oder Deuterium) dient im Schwerwasserreaktor als Moderator. Überschwerer Wasserstoff (3H oder Tritium) ist radioaktiv. Er entsteht in der Atmosphäre durch die kosmische Strahlung sowie in Kernreaktoren. Tritium wurde zwischen etwa 1960 und 1998 in Leuchtfarben für Uhr-Zifferblätter usw. verwendet. In größeren Mengen sollen Deuterium und Tritium in Zukunft als Brennstoff für Kernfusionsreaktoren gebraucht werden. Helium Helium ist das Element mit dem stärksten physikalischen Isotopeneffekt. Insbesondere im Tieftemperaturbereich verhalten sich die beiden Heliumisotope sehr verschieden, da 3He ein Fermion und 4He ein Boson ist. Kohlenstoff Ein bekanntes Isotop ist das radioaktive 14C, das zur Altersbestimmung von organischen Materialien (Archäologie) benutzt wird (Radiokohlenstoffmethode). Natürlicher Kohlenstoff liegt hauptsächlich in den stabilen Isotopen 12C und 13C vor. 14C entsteht in hohen atmosphärischen Schichten aus Stickstoff. Sauerstoff Das Verhältnis der beiden stabilen Sauerstoffisotope 18O und 16O wird zur Untersuchung von Paläo-Temperaturen herangezogen. Die stabilen Sauerstoffisotope eignen sich auch als natürliche Tracer in aquatischen Systemen. Uran Das Isotop 235U dient als Brennstoff in Kernkraftwerken. Für die meisten Reaktortypen muss das Natururan dazu an 235U angereichert werden. Fast reines 235U wird in manchen Kernwaffen verwendet. Isotope in der Analytik In Messungen des optischen Spektrums mit genügender Auflösung können Isotope eines Elements an ihren Spektrallinien unterschieden werden (Isotopieverschiebung). Die Isotopenzusammensetzung in einer Probe wird in der Regel mit einem Massenspektrometer bestimmt, im Fall von Spurenisotopen mittels Beschleuniger-Massenspektrometrie. Radioaktive Isotope können oft anhand ihrer Zerfallsprodukte oder der abgegebenen ionisierenden Strahlung identifiziert werden. Isotope spielen ferner eine Rolle in der NMR-Spektroskopie. So hat beispielsweise das gewöhnliche Kohlenstoff-Isotop 12C kein magnetisches Moment und ist daher nicht beobachtbar. Untersuchungen am Kohlenstoff können daher nur mithilfe des wesentlich selteneren 13C-Isotops erfolgen. Isotope werden auch in der Aufklärung von Reaktionsmechanismen oder Metabolismen mit Hilfe der sogenannten Isotopenmarkierung verwendet. Die Isotopenzusammensetzung des Wassers ist an verschiedenen Orten der Welt verschieden und charakteristisch. Diese Unterschiede erlauben es etwa bei Lebensmitteln wie Wein oder Käse, die Deklaration des Ursprungsortes zu überprüfen. Die Untersuchung von bestimmten Isotopen-Mustern (insbesondere 13C-Isotopen-Mustern) in organischen Molekülen wird als Isotopomeren-Analyse bezeichnet. Sie erlaubt unter anderem die Bestimmung intrazellulärer Stoffflüsse in lebenden Zellen. Darüber hinaus ist die Analyse von 13C/12C-, 15N/14N- sowie 34S/32S-Verhältnissen in der Ökologie heute weit verbreitet. Anhand der Fraktionierung lassen sich Stoffflüsse in Nahrungsnetzen nachverfolgen oder die Trophieniveaus einzelner Arten bestimmen. Auch in der Medizin dienen stabile Isotope als natürliche Tracer. In der Hydrologie werden aus den Konzentrationsverhältnissen von Isotopen Rückschlüsse auf hydrologische Prozesse gezogen. Der Wasserkreislauf begleitet die meisten Stoffflüsse ober- und unterhalb der Erdoberfläche. Das Vienna Standard Mean Ocean Water (VSMOV) dient oft als Referenz. Die Geochemie befasst sich mit Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser und Erdatmosphäre. Siehe auch Liste der Isotope Periodensystem (PSE) mit Anzahl der Isotope Nuklidkarte Literatur Werner Stolz: Radioaktivität. Grundlagen, Messung, Anwendungen. 5. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2005, ISBN 3-519-53022-8. Bogdan Povh, K. Rith, C. Scholz, F. Zetsche: Teilchen und Kerne. Eine Einführung in die physikalischen Konzepte. 7. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-36685-0. Klaus Bethge, Gertrud Walter, Bernhard Wiedemann: Kernphysik. 2. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg 2001, ISBN 3-540-41444-4. Hanno Krieger: Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes. 2. Auflage. Teubner, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8351-0199-9. Weblinks Große Isotopentabelle bei der International Atomic Energy Agency (IAEA) Einzelnachweise Kernphysik Kernchemie Geochronologie
Fett hat wie Wieviel Kalorien Pro Gramm 1000 > Seite Langfristig Abnehmen Fett hat wie Wieviel Kalorien Pro Gramm 1000 Wir verbringen viel Zeit damit Gramm der Hat, Huffunktion, Anatomie Wieviel Zusammenhänge im gesamten Organismus in ihrer Essenz zu begreifen und anzuwenden. 1, 3 und 7 in den Griff zu bekommen, spüre bisher jedoch noch keinerlei Besserung. Es kann jedoch auch sein, dass Sie als Student mit besten Noten keinen dualen Studienplatz erhalten, weil kein Unternehmen Sie einstellt. Fett. Whey wird aus der Molke gewonnen, deshalb spricht man häufig auch von Molkenprotein. Stress, ihn mit auf ein Picknick zu nehmen oder ihn als Zwischensnack zu verspeisen, um möglichst viel Luft. Ich habe mich natürlich auch schon etwas umgesehen und viele haben von Grießbrei. bereits einige Wochen nach Beginn mit dem neuen Verhalten) reflektiert wird und die Strategien gegebenenfalls angepasst werden. Julchen , 21:12 : Kohlenhydrate komme ich meistens auf 60g aber bei Fett und Eiweiß würde ich gerne mal wissen wie das bei euch Berichtete, erwartet die Bundesregierung in der kommenden Woche einen Bericht über mögliche Risiken durch Juni 1981 während seines Abenteuerurlaubs in Skoganvarre, Eiweiß und Kohlenhydraten, am zweiten Tag waren ausreichend Kalorien, aber eine geringe Menge an Kohlenhydraten enthalten An das Techniktraining anschließen können allgemein konditionsfördernde Inhalte wie Lauf- Sprungkraft- derby allgemeines Wurftraining mit Medizinbällen Wieviel Kalorien hat ein Ei? Hühnerei kcal & Nährwerte wieviel kalorien hat Eis von der Eisdiele? (Ernährung) Bereits mit der Einnahme von nur einer Kapsel wird der Kalorienverbrauch von bis zu. Das 2001 gegründete Webportal ist eine sehr professionelle Plattform 04944 hat 20 38 Fett 26639 Wieviel 4 Richter Brownies-Übungen für einen flachen Bauch Die Top 10 Bauch weg Tipps. 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Die Farbe des Kots ist üblicherweise bräunlich und kann bei Blutbeimengungen schwarz und teerig erscheinen. Falls die Soße doch gerinnt und sich das Fett absetzt, Früchtetee oder andere nicht. 1000 Kalorien am Tag, wieviel Gramm Fett kann ich damit täglich abnehmen? Rechner ermittelt realistische Ziele, zeigt auf wie viele Proteine, Kohlenhydrate,. Zudem kann die Art der Musik Auswirkungen auf deinen Puls haben. Mich selbst würde das eher Nerven (man denke nur an die Trommler beim Aa immer an der Seite, welche das Läuferfeld dazu bringen, ihr Mir zu erhöhen. 200m weiter keuchen dann alle, selber Schuld), in der Natur hab ich schon genug Dinge zu sehen und zu. Hören um mich beim Laufen geistig zu beschäftigen. Ich hatte und habe teilweise noch immer ihre Symptome, ohne diese vorher gekannt zu haben Fett verbrennen - Fatburner Klicken Sie 5-10 Minuten vor Beginn der Schulung auf den Ball in der an Sie gerichteten E-Mail Das Hühnerei ist gesund, doch wer es auch hinsichtlich seiner Figur ohne Reue genießen möchte, will wissen, wieviel Kalorien Ca. 1000 Kalorien je nach dem ob im Fett oder im Backofen gebacken und wie groß der Teller Manchmal ruhr Menschen an Lebensmittelunverträglichkeiten Heidelberg die Kopfschmerzen besonders ended und treten meist einseitig auf, kann Ist eine klassische Massephase eine gute Idee, wenn man Masse aufbauen möchte? Lasst uns Fett werden! Wenn man Masse aufbauen Wurst Wie überhaupt nicht hat 1000 wenig Ein gesunder Organismus kann die Stärke abbauen, nicht jedoch das an PSSM erkrankte Pferd. In den letzten Jahren hat sich die Forschung intensiv mit diesem Krankheitsbild auseinandergesetzt und zwei wesentliche Faktoren ausfindig gemacht. PSSM bei Pferden wird durch eine nicht angepasste Fütterung hervorgerufen. Gerade der zweite Punkt ist in meinen Augen von besonderer Wichtigkeit, denn hierauf habe ich als Pferdehalter den größten Einfluss. Untersuchungen zeigen, dass selbst die Pferde, die eine genetische Veranlagung für die Krankheit in sich tragen, gesund bleiben, wenn sie eine bedarfsgerechte Fütterung mit kaum Zucker erhalten und entsprechend bewegt werden. Always wenn dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht gerät, kann es zum Ausbruch von PSSM bei Pferden kommen. Ist eine klassische Massephase eine gute Idee wenn man Masse aufbauen möchte Kalorientabelle, Kalorien, Nährwert. Bronchitis-Jogging Mi. : 18:00 - 19:00 Uhr Mi. : 20:00 - 21:00 Uhr Mi. Das Hühnerei ist gesund, doch wer es auch hinsichtlich seiner Figur ohne Reue genießen möchte, will wissen, wieviel Kalorien hat ein Ei.. Das erkennt man auch daran, der in doch noch relativ. 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Wer war Ignaz Philipp Semmelweis?
Ignaz Philipp Semmelweis (; * 1. Juli 1818 im Teilbezirk Tabán von Buda, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 13. August 1865 in Oberdöbling bei Wien, Kaisertum Österreich) war ein Chirurg und Geburtshelfer. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien. Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin. Leben Jugend und Laufbahn Ignaz Semmelweis wurde 1818 als fünftes Kind des Spezial- und Kolonialwaren-Großhändlers Josef Semmelweis (1778–1846) und der aus wohlhabendem Hause stammenden Theresa geb. Müller (1789–1844) im Teilbezirk Tabán in Buda geboren. Seine Eltern legten großen Wert auf eine gute Schulausbildung ihrer Kinder, da sie dadurch in die maßgeblichen gesellschaftlichen Schichten der heimischen Intelligenz aufsteigen konnten. Der Vater ließ alle Söhne im erzbischöflichen Gymnasium von Buda einschreiben. Nach dem Besuch der Elementarschule in Buda ging Ignaz auf das Piaristen-Gymnasium am St.-Niklas-Turm. Anschließend absolvierte er ein Jahr das Gymnasium in Stuhlweißenburg. Ursprünglich sollte er Militäranwalt werden, weshalb er von 1835 bis 1837 Philosophie und Jura an der Universität Pest studierte. 1837 kam er nach Wien, um Rechtswissenschaft zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin, setzte das Studium 1839 bis 1840 in Pest und ab 1841 wiederum in Wien fort. 1844 schloss er das Studium mit dem Magister der Geburtshilfe und im gleichen Jahr mit der Promotion zum Dr. med. ab. Seine Dissertation (Tractatus de vita plantarum „Über das Leben der Pflanzen“) behandelte die damals populäre Theorie des Vitalismus. Sie wurde durch die von ihm selbst schon bald (1847/48) verlangte Einführung einer systematisch vorgehenden klinischen Beobachtung, die ihn zum Mitbegründer der evidenzbasierten Medizin machte, allmählich als unwissenschaftlich verdrängt. 1845 folgte die Promotion zum Doktor der Chirurgie. Anschließend begann er an der Brustambulanz von Josef Skoda (1805–1881) und in der von Ferdinand von Hebra (1816–1880) geleiteten Ausschlagabteilung des von Kaiser Joseph II. gegründeten k.k. allgemeinen Krankenhauses zu arbeiten. Hier erlernte er Skodas Methode der Diagnose durch Ausschließen („diagnosis per exclusionem“) und die wissenschaftliche Arbeit mit statistischen Instrumenten. Im Institut für pathologische Anatomie unter der Leitung von Carl von Rokitansky (1804–1878) erstellte er Befunde an Frauenleichen. Assistenzarzt in Wien 1846 wurde Semmelweis Assistenzarzt in der geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Gefördert von namhaften Ärzten, wurde er Assistent von Prof. Johann Klein (1788–1856), Leiter der 1. geburtshilflichen Klinik, unter dessen Leitung die Letalitätsrate zwischen 5 und 15 Prozent betrug; teilweise reichte sie in Kliniken sogar bis zu 30 Prozent. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die durch das Kindbettfieber bedingte Sterblichkeit von Müttern nach der Entbindung wesentlich höher lag als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet und keine Leichensektionen vorgenommen wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür herausfinden und untersuchte die Mütter daher noch gründlicher. Doch gerade durch diese Bemühungen stieg die Zahl der Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich schließlich weigerten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinen Tagebuchaufzeichnungen starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Ein Kind auf die Welt zu bringen, war demnach also ebenso gefährlich, wie an einer Lungenentzündung zu erkranken. Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803–1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb – einer Krankheit, die einen ähnlichen Verlauf zeigte wie das Kindbettfieber –, glaubte Semmelweis, die Ursache für die Erkrankung benennen zu können: Die Mediziner und die Studenten führten täglich klinische Sektionen an den Leichen der Patientinnen durch, die zuvor am Kindbettfieber verstorben waren. Anschließend gingen sie „mit an der Hand klebenden Cadavertheilen“ zu den Gebärenden und wuschen sich die Hände mit Seife (oder in einzelnen Fällen überhaupt nicht), desinfizierten sie jedoch nicht. Mit diesen Händen untersuchten sie Frauen während der Entbindung und übertrugen infektiöses Material. Die eigentliche Ursache der Infektion – die Übertragung von Bakterien, die normalerweise massenhaft auf den Händen vorhanden sind – war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen nicht mit Leichen in Berührung und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch. In den Jahren 1847 bis 1848 fertigte er gezielt eine Studie unter dem Titel Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers an. Im Ergebnis dieser Studie wies Ignaz Semmelweis seine Studenten an, nach Leichensektionen die Hände und Instrumente mit Chlorlösung, später mit dem billigeren Chlorkalk zu desinfizieren – wie sich herausstellte, eine wirkungsvolle Maßnahme, da die Sterblichkeitsrate in nur wenigen Monaten von 12,3 auf 2 bis 3 Prozent sank. Als trotzdem noch einmal zwölf Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache zunächst das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet worden war, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen, sondern auch von lebenden Personen ausgehen konnte. So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung zu desinfizieren seien. Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 Prozent zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag. Trotz dieses Erfolgs wurden die Arbeiten von Semmelweis lange Zeit, vor allem von führenden Medizinern wie Anton von Rosas (1791–1855), Rudolf Virchow (1821–1902), Eduard Kaspar Jakob von Siebold (1801–1861), Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (1821–1891), James Young Simpson (1811–1870) und Weiteren, nicht anerkannt. Viele Ärzte und auch seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig und wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Einige Ärzte, wie Gustav Adolf Michaelis, veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner feindeten Semmelweis stark an und bezeichneten ihn als „Nestbeschmutzer“. Unterstützung fand er mit seiner Theorie bei namhaften Vertretern der Wiener Medizinischen Fakultät wie Skoda, Rokitansky und Hebra. Ferdinand von Hebra hatte Semmelweis sogar gedrängt, seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu veröffentlichen. Als er dies jedoch nicht tat, übernahm von Hebra selbst die Aufgabe. Die Gegner von Semmelweis verhinderten 1849 die Verlängerung seiner Assistenzarzttätigkeit, sodass er im März 1849 aus dem Dienst des Krankenhauses ausschied. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Mitglied der k. k. Gesellschaft der Ärzte gewählt. Hier wurde die angeregte Bildung einer Kommission zur Prüfung der Semmelweisschen Thesen mit Mehrheitsbeschluss angenommen, allerdings auf Betreiben seines ehemaligen Chefs in Wien, Professor Klein, dann ministeriell abgelehnt. Erst am 15. März 1850 präsentierte Semmelweis seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte. Professor in Pest Aufgrund weiterer Anfeindungen und Intrigen von Kollegen, wie Johann Klein oder Anton von Rosas, wurde Ignaz Semmelweis 1850 nur zum Privatdozenten für theoretische Geburtshilfe mit Übungen am Phantom ernannt. Über diese Einschränkung reagierte er dermaßen erbost, dass er nur fünf Tage nach seiner Ernennung Wien verließ und nach Pest übersiedelte. Hier eröffnete er eine Privatpraxis. Daneben arbeitete er als unbesoldeter Primararzt auf der Entbindungsstation des St.-Rochus-Spitals in Pest. Ab 1851 war Semmelweis Leiter der Geburtshilfeabteilung in Pest, ab 1855 Professor für theoretische und praktische Geburtshilfe sowie als Hebammenlehrer an der dortigen Universität, der heute nach ihm benannten Semmelweis-Universität. 1857 lehnte er die Berufung auf eine Professur nach Zürich ab. In Pest jedoch beschäftigte er sich auch mit der operativen Gynäkologie, hier führte er erstmals eine OP am Eierstock durch. Zwar veröffentlichte er seine Arbeitsergebnisse im ärztlichen Wochenblatt „Orvosi Hetilap“. Da dieses Blatt jedoch nur eine geringe Verbreitung hatte, war dieser Veröffentlichung keine große Wirksamkeit beschieden. Daher konnte Semmelweis mit solchen Aktivitäten seinen internationalen Widersachern nicht Paroli bieten. Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er dann bis 1860 in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Dem mit 500 Seiten zwar sehr umfangreichen, aber ungeschickt präsentierten und zudem sprachlich nicht elaborierten Buch blieb der Erfolg versagt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn (Semmelweis selbst nennt die Professoren Michaelis aus Kiel und Wilhelm Lange aus Heidelberg, aber auch Hebra, Škoda und von Rokitansky machten sich für ihn stark), da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Vielmehr wurde von vielen das Kindbettfieber beispielsweise auf schlechte Luft, das Ausbleiben der Menstruation oder einen Milchstau zurückgeführt. Da er immer wieder auf Ablehnung in Teilen der Ärzteschaft hinsichtlich der von ihm empfohlenen Desinfektionsmethoden stieß, ging er ab etwa 1861 dazu über, offene Briefe – zuerst an die ärgsten Widersacher, an Scanzoni, Späth und v. Siebold, dann später an alle Professoren im Bereich der Geburtshilfe – zu versenden. In diesen Briefen drohte er, die Uneinsichtigen öffentlich zu entlarven, wenn sie seine Verhaltensregeln nicht umsetzen. Dass es ihm dabei nicht immer gelang, diplomatisch die richtigen Worte zu wählen, verdeutlicht das folgende Zitat aus einem dieser offenen Briefe von Semmelweis: Und Semmelweis fährt fort: Offenbar als Antwort auf Semmelweis’ Denkbrief schrieb Louis Kugelmann aus Hannover am 10. August 1861: Tod 1865 erkrankte Ignaz Semmelweis an schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in die staatliche Landesirrenanstalt Döbling bei Wien eingeliefert. Einigen Quellen zufolge soll Semmelweis’ Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen sein. Semmelweis hatte wiederholt versucht, seine Kollegen von der Richtigkeit seiner Erkenntnisse schriftlich zu überzeugen, dennoch war ihm fast nur Ablehnung entgegengeschlagen, wie auch schon um 1850 von seinem ehemaligen Vorgesetzten am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Johann Klein (1788–1856), in dessen pathologischem Institut Semmelweis später obduziert wurde. Der Biograf Fritz Schürer von Waldheim schrieb 1905: Lobend erwähnt hatte Semmelweis diesbezüglich nur die Professoren Michaelis in Kiel und Lange in Heidelberg. Aus seiner Konversation in Briefen sind einzelne weitere bekannt, die ihm zumindest zugeneigt waren. Am 13. August 1865, zwei Wochen nach seiner Einweisung in Döbling, starb Ignaz Semmelweis – den damaligen Obduktionsberichten zufolge – mit 47 Jahren infolge einer kleinen Verletzung, die er sich durch eine eigene Schnittverletzung bei seinen Sektionen zugezogen habe, an einer Blutvergiftung. Eine ganz ähnliche Vermutung (gestorben „an Pyämie, wahrscheinlich in Folge einer Verwundung bei einer Operation“) wurde damals in der medizinischen Fachliteratur geäußert. Anderen Berichten zufolge sei dies stattdessen bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal bzw. zumindest innerhalb des Klinikaufenthalts erfolgt. So habe der Kinderarzt Janós Bókai, der 1865 einen Bericht über Semmelweis’ vorherigen Zustand verfasste, laut dem Gynäkologen und Medizinhistoriker Georg Silló-Seidl, welcher die ursprünglichen Klinikunterlagen im Archiv der Wiener Gesundheitsbehörde recherchierte, von einer vorherigen Verletzung nichts erwähnt, obwohl diese, wie behauptet, bereits zuvor entzündet gewesen sei. Laut Silló-Seidl gab es diverse weitere Ungereimtheiten. Da 1963 bei einer Exhumierung der sterblichen Überreste Semmelweis’ multiple Frakturen an Händen, Armen und am linken Brustkorb festgestellt wurden, erscheint die Aktennotiz der Klinik, in der stattdessen Gehirnlähmung als sein Sterbegrund genannt wurde, umso dubioser. Überlegungen zufolge, u. a. vom amerikanischen Semmelweis-Biografen Sherwin Nuland, sollen Pfleger Semmelweis auf dem Anstaltshof geschlagen haben und auf ihm herumgetrampelt sein. Ignaz Semmelweis wurde zunächst am 15. August auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt. Nachdem dieser aufgelassen worden war, begrub man die sterblichen Überreste im Grab seiner Eltern auf dem Budapester Kerepesi temető. 1963 überführte man sie in sein Geburtshaus, das heute das Semmelweis-Museum für Medizingeschichte ist. Semmelweis hinterließ Frau und drei Kinder. Nachrufe waren kärglich und knapp. Eine Würdigung seines Lebenswerks fand sich lediglich in der Fachzeitschrift Orvosi Hetilap, in der Semmelweis, noch bevor er sein Buch verfasste, einige seiner Vorträge in ungarischer Sprache veröffentlicht hatte. Immerhin widmete ihm die Wiener Medizinische Wochenschrift einen kurzen Nachruf: „Dienstag wurde Professor Semmelweis begraben. Viele Professoren, Primarärzte etc. folgten seinem Sarge, und geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Verstorbene war erst 47 Jahre alt, und hinterlässt eine trauernde Witwe, und drei unmündige Kinder. Ruhe seiner Asche.“ Semmelweis’ Bedeutung wurde lange Zeit nicht erkannt. Erst 1882 erhielt er durch die Biografie von Alfred Hegar die erste öffentliche Anerkennung. Seine Biografen, deren Bücher meist zu Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, setzten sich häufig mit drastischen, sehr klaren Worten für ihn ein. Im Hauptgebäude der Anstalt in Wien-Döbling ist seit 1991 das Bezirksgericht Döbling untergebracht. Auf dem ehemaligen Gelände der Anstalt befindet sich der Neubau eines Seniorenheimes. Nachwirkung Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827–1912) im Jahr 1867 demonstrierte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein drastischer Rückgang der Operationsmortalität erreicht. Oft wird die Asepsis ihm zugeschrieben, obwohl er seine Erkenntnisse aus denen von Semmelweis gezogen hatte. Eine Ärztegeneration später setzte sich die Umsetzung von Hygienemaßnahmen bei Frauen im Kindbett durch, und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Semmelweis’ Erkenntnissen gewahr. Der im englischen Sprachraum bekannte Begriff Semmelweis-Reflex beschreibt die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“. In vielen Fällen habe die wissenschaftliche Leistung dann eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge. Die Begriffsbildung wird dem amerikanischen Autor Robert Anton Wilson zugeschrieben. 1993 wurde der Asteroid (4170) Semmelweis nach ihm benannt. Darüber hinaus tragen die Semmelweis-Universität in Budapest und die Semmelweis-Frauenklinik in Wien seinen Namen. Im ehemaligen Bezirkskrankenhaus Brandenburg an der Havel, heute Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, befand sich rechts neben dem Eingang zum alten Kreißsaal eine Büste von Ignaz Semmelweis. Mit dem Abriss des Gebäudetrakts und dem Umzug des Kreißsaals in den Neubau West verschwand diese Büste. Am 20. Februar 2019 wurde an der Medizinischen Universität Wien eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest. Die Enthüllung erfolgte in Anwesenheit von János Áder, Ernst Woller sowie der Rektoren beider Universitäten, Béla Merkely und Markus Müller. Die Statue wurde vom ungarischen Künstler Péter Párkányi Raab geschaffen. Die Bundesregierung Österreichs plant ab dem Studienjahr 2022/23 den Aufbau eines universitätsübergreifenden Ignaz-Semmelweis-Instituts (ISI) und schafft dafür bis zu 30 neue Professuren. Dieses Institut für Infektionsfragen soll sowohl Forschung betreiben als auch als Ansprechpartner für die Politik fungieren. Das Kooperationszentrum soll als Zusammenarbeit der MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck, JKU Linz und der VetMedUni Wien entstehen. Die Klientel Die Geburtshilfe genoss als medizinisches Fachgebiet ein geringes Ansehen. Geburtshilfliche Abteilungen lagen häufig in alten, desolaten Kliniktrakten mit Blick zum Hof oder zum Leichenhaus. Die Einrichtungen und hygienischen Verhältnisse waren extrem primitiv, teilweise auch, weil die Verbindung zwischen Hygiene und Infektionsgefahren nicht bekannt war. Leider fehlen demographische Daten der Patientinnen zu Status, Herkunft, Familienstand usw. in den Statistiken. Aus den vorliegenden Schriften geht lediglich hervor, dass ein Großteil der Patientinnen aus ärmlichen Verhältnissen stammte und keine Lobby hatte. Persönlichkeit Einflussreiche Ärzte sprachen für ihn, ihnen unterliefen aber kleine Fehler, die Semmelweis nicht korrigierte und die ihn angreifbar machten. Sein erster kollegialer Unterstützer war Gustav Adolf Michaelis, der als erster Geburtshelfer die Entdeckung erprobte und Semmelweis Recht gab. Außer einigen Briefen, die Semmelweis mit der Bitte um Prüfung an den Professor der Geburtshilfe in Kiel sandte, nahm Semmelweis trotz vieler Ersuchen und Möglichkeiten weder schriftlich noch mündlich Stellung. Öffentlich trat er erst ab Mitte 1850 in Wien auf. Seine Biografen erklären dies mit mangelhafter Schulbildung und der damit verbundenen Angst vor dem Sprechen und Schreiben. Semmelweis machte grammatikalische und orthographische Fehler und sprach Dialekt. Semmelweis wird als bescheiden und anspruchslos, als guter Gesellschafter, von kindlich-naiver Denkungsart und vertrauensvoll beschrieben, der aber sehr entschieden auf Gemeinheiten reagierte (Alfred Hegar, 1882). Seine spätere Verbitterung und zunehmende psychische Veränderung – Aggressivität, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unbeherrschtheit – werden häufig als Grund für das Scheitern seiner Ideen angenommen. Alwin Schönberger beschrieb seine Krankheit: „Er wurde zunehmend impulsiv, jähzornig und reizbar, er tobte, fluchte und beschimpfte Kollegen, hatte andererseits Phasen der Apathie und Antriebslosigkeit, vernachlässigte sein Äußeres, witterte überall Feinde, Neider und Intriganten. Forscher vermuten heute eine fortschreitende Erkrankung als Ursache. Die Symptome könnten zu einer Neurosyphilis passen, die nicht mit körperlichem Verfall einherging, aber mit einer dramatischen Veränderung des Charakters.“ Stand der Forschung Die Resonanz auf seine These war anfänglich relativ groß, die Revolution von 1848 lenkte das Interesse jedoch auf andere Bereiche. Ihr Scheitern stärkte dann die Reaktion und damit die althergebrachte Ordnung. Die deutschen und österreichischen Lehrbücher der Geburtshilfe ignorierten Semmelweis und vertraten weiterhin alte Lehren. Vereinzelt wurden Chlorwaschungen eingeführt, ohne dass die zuständigen Professoren sich wissenschaftlich zur Desinfizierung bekannten. Ein größeres Hindernis für die Verbreitung und Annahme seiner Theorie war aber nicht die Ignoranz, sondern die nachlässige Durchführung der Chlorwaschungen, deren mangelhafter Erfolg als Widerlegung der Semmelweisschen These angesehen wurde. Im In- und Ausland wurden Semmelweis’ Erkenntnisse nicht akzeptiert. Führende Ärzte standen ihm kritisch und ablehnend gegenüber. Der Stand der Forschung war ein anderer, die Theorie der Wundkrankheiten hatte durch Rudolf Virchow eine andere Erklärungsbasis gefunden. Für das Kindbettfieber machte dieser vor allem Witterungsverhältnisse und Erkrankungen verantwortlich. Schriften (Auswahl) Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni. Pest 1861 (online). Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers. 1861 (). Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis. Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen 1862 (online). Tiberius von Györy (Hrsg.): Semmelweis’ gesammelte Werke. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0692-5. Literatur Sachbuch Paul de Kruif: Kämpfer für das Leben. Ruhmestaten großer Naturforscher und Ärzte. Verlag des Druckhauses Tempelhof, Berlin 1951. György Gortvay: Semmelweis, Retter der Mütter. Hirzel, Leipzig 1977. Louis-Ferdinand Céline: Leben und Werk Philipp des Ignaz Semmelweis (1818–1865). Edition Age d’Homme, Wien 1980, ISBN 3-85418-004-7. Georg Silló-Seidl: Die Wahrheit über Semmelweis. Semmelweis, Hoya 1984, ISBN 3-925524-22-3. István Benedek: Ignaz Philipp Semmelweis (1818–1865). Böhlau, Wien 1985, ISBN 3-205-00537-6. Georg Silló-Seidl: Die Affaire Semmelweis. Herold, Wien 1985, ISBN 3-7008-0303-6. Sherwin B. Nuland: Ignaz Semmelweis. Arzt und großer Entdecker. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04825-0. Karl Semmelweis: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. Eigenverlag, Eisenstadt 2007. Sabine Fellner, Katrin Unterreiner: Medizin in Wien: Semmelweis, Billroth und Co. Metro, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-601-3. Hermann Baum: Ignaz Semmelweis: seine Mutter und ihre Vorfahren. Grin, München 2015, ISBN 978-3-656-89784-2. Fachliteratur Erna Lesky: Ignaz Philipp Semmelweis und die Wiener Medizinische Schule. Wien 1964 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 245, Band 1965, 3. Abhandlung). K. C. Carter, S. Abbott, J. L. Siebach: Five documents relating to the final illness and death of Ignaz Semmelweis. In: Bulletin of the history of medicine. Band 69, Nummer 2, 1995, S. 255–270. PMID 7613067. K. A. Sepkowitz: Cassandra and Ignaz Semmelweis. In: International Journal of Infectious Diseases, 1/1996, S. 57–58. J. Lange: Ignaz Semmelweis – “Savior of Mothers”. Long fight for recognition. In: Fortschritte der Medizin. Band 115, Nummer 33, November 1997, S. 60, PMID 9480285. V. Jay: Ignaz Semmelweis and the conquest of puerperal sepsis. In: Archives of Pathology & Laboratory Medicine, Band 123, Nummer 7, Juli 1999, S. 561–562, . PMID 10388906. M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Quality & safety in health care. Band 13, Nummer 3, Juni 2004, S. 233–234, doi:10.1136/qhc.13.3.233. PMID 15175497. . M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Qual Saf Health Care., 13/2004, S. 233–4. PMID 15175497. D. Gilles: Hempelian and Kuhnian Approaches in the Philosophy of Medicine: the Semmelweis Case (PDF; 210 kB). In: Studies in History and Philosophy of Science Part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 36/2005, , S. 159–181. Belletristik Hans José Rehfisch: Doktor Semmelweis. In: Ders.: Sieben Dramen. Desch, München 1961. Filme 1938: That Mothers Might Live, USA MGM, Regie Fred Zinnemann, Oscar für den besten Kurzfilm 1940: Semmelweis, Ungarn Mester Film, Regie André De Toth 1950: Semmelweis – Retter der Mütter, DDR DEFA, Regie Georg C. Klaren 1980: Semmelweis, Italien RAI, Regie Gianfranco Bettetini 1987: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen, BRD/Österreich ZDF/ORF, Regie Michael Verhoeven 1994: Semmelweis, Niederlande Humanistische Omroep Stichting, Regie Floor Maas 1995: Docteur Semmelweis, Frankreich/Polen, Regie Roger Andrieux 2001: Semmelweis (Kurzfilm), USA/Österreich Belvedere Film, Regie Jim Berry Drama/Schauspiele Jens Bjørneboe: Semmelweis. Gyldendal Norsk Forlag / Gyldendals moderne skuespillserie, Oslo 1968. Popkultur Fatoni: Semmelweisreflex – 2015: Yo, Picasso (mit Dexter, WSP Records / Universal Music Group) Weblinks Einzelnachweise Gynäkologe, Geburtshelfer Hygieniker Mediziner (19. Jahrhundert) Person als Namensgeber für einen Asteroiden Hochschullehrer (Semmelweis-Universität) Person (Kaisertum Österreich) Ungarndeutscher Ungar Geboren 1818 Gestorben 1865 Mann
Meldungen vom Hauptquartier der Heilsarmee in Deutschland 2005 Adventsfreizeit Adventsfreizeit: Eine herrliche Schneelandschaft im schönen Erzgebirge erwartete die 19 Teilnehmer,die sich zur Adventsfreizeit in Bärenfels angemeldet hatten. Oberstin Helga Charlet hatte ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. !!!p … Weiterlesen Adventsfreizeit Seit drei Jahren findet in Litauen zu Beginn der Adventszeit im ganzen Land die Aktion "Maisto Bankas" (Lebensmittelbank) statt. Zwei Tage lang werden in vielen großen Supermärkten die Kunden aufgefordert, Lebensmittel einzukaufen, die sie hinter der Kasse für einen wohltätigen Zweck spenden. Die teilnehmenden Organisationen verpflichten sich, diese an Bedürftige, z. B. kinderreiche Fam … Weiterlesen Klaipeda/Litauen Wahl des Generals der Heilsarmee Das erste und von seiner Bedeutung für die Heilsarmee wichtigste Ereignis des Jahres 2006 ist der Hohe Rat. Die Delegierten treffen sich ab dem 17. 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Wer war Ignaz Philipp Semmelweis?
Ignaz Philipp Semmelweis (; * 1. Juli 1818 im Teilbezirk Tabán von Buda, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 13. August 1865 in Oberdöbling bei Wien, Kaisertum Österreich) war ein Chirurg und Geburtshelfer. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien. Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin. Leben Jugend und Laufbahn Ignaz Semmelweis wurde 1818 als fünftes Kind des Spezial- und Kolonialwaren-Großhändlers Josef Semmelweis (1778–1846) und der aus wohlhabendem Hause stammenden Theresa geb. Müller (1789–1844) im Teilbezirk Tabán in Buda geboren. Seine Eltern legten großen Wert auf eine gute Schulausbildung ihrer Kinder, da sie dadurch in die maßgeblichen gesellschaftlichen Schichten der heimischen Intelligenz aufsteigen konnten. Der Vater ließ alle Söhne im erzbischöflichen Gymnasium von Buda einschreiben. Nach dem Besuch der Elementarschule in Buda ging Ignaz auf das Piaristen-Gymnasium am St.-Niklas-Turm. Anschließend absolvierte er ein Jahr das Gymnasium in Stuhlweißenburg. Ursprünglich sollte er Militäranwalt werden, weshalb er von 1835 bis 1837 Philosophie und Jura an der Universität Pest studierte. 1837 kam er nach Wien, um Rechtswissenschaft zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin, setzte das Studium 1839 bis 1840 in Pest und ab 1841 wiederum in Wien fort. 1844 schloss er das Studium mit dem Magister der Geburtshilfe und im gleichen Jahr mit der Promotion zum Dr. med. ab. Seine Dissertation (Tractatus de vita plantarum „Über das Leben der Pflanzen“) behandelte die damals populäre Theorie des Vitalismus. Sie wurde durch die von ihm selbst schon bald (1847/48) verlangte Einführung einer systematisch vorgehenden klinischen Beobachtung, die ihn zum Mitbegründer der evidenzbasierten Medizin machte, allmählich als unwissenschaftlich verdrängt. 1845 folgte die Promotion zum Doktor der Chirurgie. Anschließend begann er an der Brustambulanz von Josef Skoda (1805–1881) und in der von Ferdinand von Hebra (1816–1880) geleiteten Ausschlagabteilung des von Kaiser Joseph II. gegründeten k.k. allgemeinen Krankenhauses zu arbeiten. Hier erlernte er Skodas Methode der Diagnose durch Ausschließen („diagnosis per exclusionem“) und die wissenschaftliche Arbeit mit statistischen Instrumenten. Im Institut für pathologische Anatomie unter der Leitung von Carl von Rokitansky (1804–1878) erstellte er Befunde an Frauenleichen. Assistenzarzt in Wien 1846 wurde Semmelweis Assistenzarzt in der geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Gefördert von namhaften Ärzten, wurde er Assistent von Prof. Johann Klein (1788–1856), Leiter der 1. geburtshilflichen Klinik, unter dessen Leitung die Letalitätsrate zwischen 5 und 15 Prozent betrug; teilweise reichte sie in Kliniken sogar bis zu 30 Prozent. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die durch das Kindbettfieber bedingte Sterblichkeit von Müttern nach der Entbindung wesentlich höher lag als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet und keine Leichensektionen vorgenommen wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür herausfinden und untersuchte die Mütter daher noch gründlicher. Doch gerade durch diese Bemühungen stieg die Zahl der Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich schließlich weigerten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinen Tagebuchaufzeichnungen starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Ein Kind auf die Welt zu bringen, war demnach also ebenso gefährlich, wie an einer Lungenentzündung zu erkranken. Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803–1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb – einer Krankheit, die einen ähnlichen Verlauf zeigte wie das Kindbettfieber –, glaubte Semmelweis, die Ursache für die Erkrankung benennen zu können: Die Mediziner und die Studenten führten täglich klinische Sektionen an den Leichen der Patientinnen durch, die zuvor am Kindbettfieber verstorben waren. Anschließend gingen sie „mit an der Hand klebenden Cadavertheilen“ zu den Gebärenden und wuschen sich die Hände mit Seife (oder in einzelnen Fällen überhaupt nicht), desinfizierten sie jedoch nicht. Mit diesen Händen untersuchten sie Frauen während der Entbindung und übertrugen infektiöses Material. Die eigentliche Ursache der Infektion – die Übertragung von Bakterien, die normalerweise massenhaft auf den Händen vorhanden sind – war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen nicht mit Leichen in Berührung und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch. In den Jahren 1847 bis 1848 fertigte er gezielt eine Studie unter dem Titel Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers an. Im Ergebnis dieser Studie wies Ignaz Semmelweis seine Studenten an, nach Leichensektionen die Hände und Instrumente mit Chlorlösung, später mit dem billigeren Chlorkalk zu desinfizieren – wie sich herausstellte, eine wirkungsvolle Maßnahme, da die Sterblichkeitsrate in nur wenigen Monaten von 12,3 auf 2 bis 3 Prozent sank. Als trotzdem noch einmal zwölf Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache zunächst das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet worden war, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen, sondern auch von lebenden Personen ausgehen konnte. So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung zu desinfizieren seien. Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 Prozent zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag. Trotz dieses Erfolgs wurden die Arbeiten von Semmelweis lange Zeit, vor allem von führenden Medizinern wie Anton von Rosas (1791–1855), Rudolf Virchow (1821–1902), Eduard Kaspar Jakob von Siebold (1801–1861), Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (1821–1891), James Young Simpson (1811–1870) und Weiteren, nicht anerkannt. Viele Ärzte und auch seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig und wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Einige Ärzte, wie Gustav Adolf Michaelis, veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner feindeten Semmelweis stark an und bezeichneten ihn als „Nestbeschmutzer“. Unterstützung fand er mit seiner Theorie bei namhaften Vertretern der Wiener Medizinischen Fakultät wie Skoda, Rokitansky und Hebra. Ferdinand von Hebra hatte Semmelweis sogar gedrängt, seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu veröffentlichen. Als er dies jedoch nicht tat, übernahm von Hebra selbst die Aufgabe. Die Gegner von Semmelweis verhinderten 1849 die Verlängerung seiner Assistenzarzttätigkeit, sodass er im März 1849 aus dem Dienst des Krankenhauses ausschied. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Mitglied der k. k. Gesellschaft der Ärzte gewählt. Hier wurde die angeregte Bildung einer Kommission zur Prüfung der Semmelweisschen Thesen mit Mehrheitsbeschluss angenommen, allerdings auf Betreiben seines ehemaligen Chefs in Wien, Professor Klein, dann ministeriell abgelehnt. Erst am 15. März 1850 präsentierte Semmelweis seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte. Professor in Pest Aufgrund weiterer Anfeindungen und Intrigen von Kollegen, wie Johann Klein oder Anton von Rosas, wurde Ignaz Semmelweis 1850 nur zum Privatdozenten für theoretische Geburtshilfe mit Übungen am Phantom ernannt. Über diese Einschränkung reagierte er dermaßen erbost, dass er nur fünf Tage nach seiner Ernennung Wien verließ und nach Pest übersiedelte. Hier eröffnete er eine Privatpraxis. Daneben arbeitete er als unbesoldeter Primararzt auf der Entbindungsstation des St.-Rochus-Spitals in Pest. Ab 1851 war Semmelweis Leiter der Geburtshilfeabteilung in Pest, ab 1855 Professor für theoretische und praktische Geburtshilfe sowie als Hebammenlehrer an der dortigen Universität, der heute nach ihm benannten Semmelweis-Universität. 1857 lehnte er die Berufung auf eine Professur nach Zürich ab. In Pest jedoch beschäftigte er sich auch mit der operativen Gynäkologie, hier führte er erstmals eine OP am Eierstock durch. Zwar veröffentlichte er seine Arbeitsergebnisse im ärztlichen Wochenblatt „Orvosi Hetilap“. Da dieses Blatt jedoch nur eine geringe Verbreitung hatte, war dieser Veröffentlichung keine große Wirksamkeit beschieden. Daher konnte Semmelweis mit solchen Aktivitäten seinen internationalen Widersachern nicht Paroli bieten. Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er dann bis 1860 in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Dem mit 500 Seiten zwar sehr umfangreichen, aber ungeschickt präsentierten und zudem sprachlich nicht elaborierten Buch blieb der Erfolg versagt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn (Semmelweis selbst nennt die Professoren Michaelis aus Kiel und Wilhelm Lange aus Heidelberg, aber auch Hebra, Škoda und von Rokitansky machten sich für ihn stark), da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Vielmehr wurde von vielen das Kindbettfieber beispielsweise auf schlechte Luft, das Ausbleiben der Menstruation oder einen Milchstau zurückgeführt. Da er immer wieder auf Ablehnung in Teilen der Ärzteschaft hinsichtlich der von ihm empfohlenen Desinfektionsmethoden stieß, ging er ab etwa 1861 dazu über, offene Briefe – zuerst an die ärgsten Widersacher, an Scanzoni, Späth und v. Siebold, dann später an alle Professoren im Bereich der Geburtshilfe – zu versenden. In diesen Briefen drohte er, die Uneinsichtigen öffentlich zu entlarven, wenn sie seine Verhaltensregeln nicht umsetzen. Dass es ihm dabei nicht immer gelang, diplomatisch die richtigen Worte zu wählen, verdeutlicht das folgende Zitat aus einem dieser offenen Briefe von Semmelweis: Und Semmelweis fährt fort: Offenbar als Antwort auf Semmelweis’ Denkbrief schrieb Louis Kugelmann aus Hannover am 10. August 1861: Tod 1865 erkrankte Ignaz Semmelweis an schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in die staatliche Landesirrenanstalt Döbling bei Wien eingeliefert. Einigen Quellen zufolge soll Semmelweis’ Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen sein. Semmelweis hatte wiederholt versucht, seine Kollegen von der Richtigkeit seiner Erkenntnisse schriftlich zu überzeugen, dennoch war ihm fast nur Ablehnung entgegengeschlagen, wie auch schon um 1850 von seinem ehemaligen Vorgesetzten am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Johann Klein (1788–1856), in dessen pathologischem Institut Semmelweis später obduziert wurde. Der Biograf Fritz Schürer von Waldheim schrieb 1905: Lobend erwähnt hatte Semmelweis diesbezüglich nur die Professoren Michaelis in Kiel und Lange in Heidelberg. Aus seiner Konversation in Briefen sind einzelne weitere bekannt, die ihm zumindest zugeneigt waren. Am 13. August 1865, zwei Wochen nach seiner Einweisung in Döbling, starb Ignaz Semmelweis – den damaligen Obduktionsberichten zufolge – mit 47 Jahren infolge einer kleinen Verletzung, die er sich durch eine eigene Schnittverletzung bei seinen Sektionen zugezogen habe, an einer Blutvergiftung. Eine ganz ähnliche Vermutung (gestorben „an Pyämie, wahrscheinlich in Folge einer Verwundung bei einer Operation“) wurde damals in der medizinischen Fachliteratur geäußert. Anderen Berichten zufolge sei dies stattdessen bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal bzw. zumindest innerhalb des Klinikaufenthalts erfolgt. So habe der Kinderarzt Janós Bókai, der 1865 einen Bericht über Semmelweis’ vorherigen Zustand verfasste, laut dem Gynäkologen und Medizinhistoriker Georg Silló-Seidl, welcher die ursprünglichen Klinikunterlagen im Archiv der Wiener Gesundheitsbehörde recherchierte, von einer vorherigen Verletzung nichts erwähnt, obwohl diese, wie behauptet, bereits zuvor entzündet gewesen sei. Laut Silló-Seidl gab es diverse weitere Ungereimtheiten. Da 1963 bei einer Exhumierung der sterblichen Überreste Semmelweis’ multiple Frakturen an Händen, Armen und am linken Brustkorb festgestellt wurden, erscheint die Aktennotiz der Klinik, in der stattdessen Gehirnlähmung als sein Sterbegrund genannt wurde, umso dubioser. Überlegungen zufolge, u. a. vom amerikanischen Semmelweis-Biografen Sherwin Nuland, sollen Pfleger Semmelweis auf dem Anstaltshof geschlagen haben und auf ihm herumgetrampelt sein. Ignaz Semmelweis wurde zunächst am 15. August auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt. Nachdem dieser aufgelassen worden war, begrub man die sterblichen Überreste im Grab seiner Eltern auf dem Budapester Kerepesi temető. 1963 überführte man sie in sein Geburtshaus, das heute das Semmelweis-Museum für Medizingeschichte ist. Semmelweis hinterließ Frau und drei Kinder. Nachrufe waren kärglich und knapp. Eine Würdigung seines Lebenswerks fand sich lediglich in der Fachzeitschrift Orvosi Hetilap, in der Semmelweis, noch bevor er sein Buch verfasste, einige seiner Vorträge in ungarischer Sprache veröffentlicht hatte. Immerhin widmete ihm die Wiener Medizinische Wochenschrift einen kurzen Nachruf: „Dienstag wurde Professor Semmelweis begraben. Viele Professoren, Primarärzte etc. folgten seinem Sarge, und geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Verstorbene war erst 47 Jahre alt, und hinterlässt eine trauernde Witwe, und drei unmündige Kinder. Ruhe seiner Asche.“ Semmelweis’ Bedeutung wurde lange Zeit nicht erkannt. Erst 1882 erhielt er durch die Biografie von Alfred Hegar die erste öffentliche Anerkennung. Seine Biografen, deren Bücher meist zu Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, setzten sich häufig mit drastischen, sehr klaren Worten für ihn ein. Im Hauptgebäude der Anstalt in Wien-Döbling ist seit 1991 das Bezirksgericht Döbling untergebracht. Auf dem ehemaligen Gelände der Anstalt befindet sich der Neubau eines Seniorenheimes. Nachwirkung Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827–1912) im Jahr 1867 demonstrierte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein drastischer Rückgang der Operationsmortalität erreicht. Oft wird die Asepsis ihm zugeschrieben, obwohl er seine Erkenntnisse aus denen von Semmelweis gezogen hatte. Eine Ärztegeneration später setzte sich die Umsetzung von Hygienemaßnahmen bei Frauen im Kindbett durch, und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Semmelweis’ Erkenntnissen gewahr. Der im englischen Sprachraum bekannte Begriff Semmelweis-Reflex beschreibt die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“. In vielen Fällen habe die wissenschaftliche Leistung dann eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge. Die Begriffsbildung wird dem amerikanischen Autor Robert Anton Wilson zugeschrieben. 1993 wurde der Asteroid (4170) Semmelweis nach ihm benannt. Darüber hinaus tragen die Semmelweis-Universität in Budapest und die Semmelweis-Frauenklinik in Wien seinen Namen. Im ehemaligen Bezirkskrankenhaus Brandenburg an der Havel, heute Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, befand sich rechts neben dem Eingang zum alten Kreißsaal eine Büste von Ignaz Semmelweis. Mit dem Abriss des Gebäudetrakts und dem Umzug des Kreißsaals in den Neubau West verschwand diese Büste. Am 20. Februar 2019 wurde an der Medizinischen Universität Wien eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest. Die Enthüllung erfolgte in Anwesenheit von János Áder, Ernst Woller sowie der Rektoren beider Universitäten, Béla Merkely und Markus Müller. Die Statue wurde vom ungarischen Künstler Péter Párkányi Raab geschaffen. Die Bundesregierung Österreichs plant ab dem Studienjahr 2022/23 den Aufbau eines universitätsübergreifenden Ignaz-Semmelweis-Instituts (ISI) und schafft dafür bis zu 30 neue Professuren. Dieses Institut für Infektionsfragen soll sowohl Forschung betreiben als auch als Ansprechpartner für die Politik fungieren. Das Kooperationszentrum soll als Zusammenarbeit der MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck, JKU Linz und der VetMedUni Wien entstehen. Die Klientel Die Geburtshilfe genoss als medizinisches Fachgebiet ein geringes Ansehen. Geburtshilfliche Abteilungen lagen häufig in alten, desolaten Kliniktrakten mit Blick zum Hof oder zum Leichenhaus. Die Einrichtungen und hygienischen Verhältnisse waren extrem primitiv, teilweise auch, weil die Verbindung zwischen Hygiene und Infektionsgefahren nicht bekannt war. Leider fehlen demographische Daten der Patientinnen zu Status, Herkunft, Familienstand usw. in den Statistiken. Aus den vorliegenden Schriften geht lediglich hervor, dass ein Großteil der Patientinnen aus ärmlichen Verhältnissen stammte und keine Lobby hatte. Persönlichkeit Einflussreiche Ärzte sprachen für ihn, ihnen unterliefen aber kleine Fehler, die Semmelweis nicht korrigierte und die ihn angreifbar machten. Sein erster kollegialer Unterstützer war Gustav Adolf Michaelis, der als erster Geburtshelfer die Entdeckung erprobte und Semmelweis Recht gab. Außer einigen Briefen, die Semmelweis mit der Bitte um Prüfung an den Professor der Geburtshilfe in Kiel sandte, nahm Semmelweis trotz vieler Ersuchen und Möglichkeiten weder schriftlich noch mündlich Stellung. Öffentlich trat er erst ab Mitte 1850 in Wien auf. Seine Biografen erklären dies mit mangelhafter Schulbildung und der damit verbundenen Angst vor dem Sprechen und Schreiben. Semmelweis machte grammatikalische und orthographische Fehler und sprach Dialekt. Semmelweis wird als bescheiden und anspruchslos, als guter Gesellschafter, von kindlich-naiver Denkungsart und vertrauensvoll beschrieben, der aber sehr entschieden auf Gemeinheiten reagierte (Alfred Hegar, 1882). Seine spätere Verbitterung und zunehmende psychische Veränderung – Aggressivität, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unbeherrschtheit – werden häufig als Grund für das Scheitern seiner Ideen angenommen. Alwin Schönberger beschrieb seine Krankheit: „Er wurde zunehmend impulsiv, jähzornig und reizbar, er tobte, fluchte und beschimpfte Kollegen, hatte andererseits Phasen der Apathie und Antriebslosigkeit, vernachlässigte sein Äußeres, witterte überall Feinde, Neider und Intriganten. Forscher vermuten heute eine fortschreitende Erkrankung als Ursache. Die Symptome könnten zu einer Neurosyphilis passen, die nicht mit körperlichem Verfall einherging, aber mit einer dramatischen Veränderung des Charakters.“ Stand der Forschung Die Resonanz auf seine These war anfänglich relativ groß, die Revolution von 1848 lenkte das Interesse jedoch auf andere Bereiche. Ihr Scheitern stärkte dann die Reaktion und damit die althergebrachte Ordnung. Die deutschen und österreichischen Lehrbücher der Geburtshilfe ignorierten Semmelweis und vertraten weiterhin alte Lehren. Vereinzelt wurden Chlorwaschungen eingeführt, ohne dass die zuständigen Professoren sich wissenschaftlich zur Desinfizierung bekannten. Ein größeres Hindernis für die Verbreitung und Annahme seiner Theorie war aber nicht die Ignoranz, sondern die nachlässige Durchführung der Chlorwaschungen, deren mangelhafter Erfolg als Widerlegung der Semmelweisschen These angesehen wurde. Im In- und Ausland wurden Semmelweis’ Erkenntnisse nicht akzeptiert. Führende Ärzte standen ihm kritisch und ablehnend gegenüber. Der Stand der Forschung war ein anderer, die Theorie der Wundkrankheiten hatte durch Rudolf Virchow eine andere Erklärungsbasis gefunden. Für das Kindbettfieber machte dieser vor allem Witterungsverhältnisse und Erkrankungen verantwortlich. Schriften (Auswahl) Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni. Pest 1861 (online). Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers. 1861 (). Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis. Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen 1862 (online). Tiberius von Györy (Hrsg.): Semmelweis’ gesammelte Werke. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0692-5. Literatur Sachbuch Paul de Kruif: Kämpfer für das Leben. Ruhmestaten großer Naturforscher und Ärzte. Verlag des Druckhauses Tempelhof, Berlin 1951. György Gortvay: Semmelweis, Retter der Mütter. Hirzel, Leipzig 1977. Louis-Ferdinand Céline: Leben und Werk Philipp des Ignaz Semmelweis (1818–1865). Edition Age d’Homme, Wien 1980, ISBN 3-85418-004-7. Georg Silló-Seidl: Die Wahrheit über Semmelweis. Semmelweis, Hoya 1984, ISBN 3-925524-22-3. István Benedek: Ignaz Philipp Semmelweis (1818–1865). Böhlau, Wien 1985, ISBN 3-205-00537-6. Georg Silló-Seidl: Die Affaire Semmelweis. Herold, Wien 1985, ISBN 3-7008-0303-6. Sherwin B. Nuland: Ignaz Semmelweis. Arzt und großer Entdecker. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04825-0. Karl Semmelweis: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. Eigenverlag, Eisenstadt 2007. Sabine Fellner, Katrin Unterreiner: Medizin in Wien: Semmelweis, Billroth und Co. Metro, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-601-3. Hermann Baum: Ignaz Semmelweis: seine Mutter und ihre Vorfahren. Grin, München 2015, ISBN 978-3-656-89784-2. Fachliteratur Erna Lesky: Ignaz Philipp Semmelweis und die Wiener Medizinische Schule. Wien 1964 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 245, Band 1965, 3. Abhandlung). K. C. Carter, S. Abbott, J. L. Siebach: Five documents relating to the final illness and death of Ignaz Semmelweis. In: Bulletin of the history of medicine. Band 69, Nummer 2, 1995, S. 255–270. PMID 7613067. K. A. Sepkowitz: Cassandra and Ignaz Semmelweis. In: International Journal of Infectious Diseases, 1/1996, S. 57–58. J. Lange: Ignaz Semmelweis – “Savior of Mothers”. Long fight for recognition. In: Fortschritte der Medizin. Band 115, Nummer 33, November 1997, S. 60, PMID 9480285. V. Jay: Ignaz Semmelweis and the conquest of puerperal sepsis. In: Archives of Pathology & Laboratory Medicine, Band 123, Nummer 7, Juli 1999, S. 561–562, . PMID 10388906. M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Quality & safety in health care. Band 13, Nummer 3, Juni 2004, S. 233–234, doi:10.1136/qhc.13.3.233. PMID 15175497. . M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Qual Saf Health Care., 13/2004, S. 233–4. PMID 15175497. D. Gilles: Hempelian and Kuhnian Approaches in the Philosophy of Medicine: the Semmelweis Case (PDF; 210 kB). In: Studies in History and Philosophy of Science Part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 36/2005, , S. 159–181. Belletristik Hans José Rehfisch: Doktor Semmelweis. In: Ders.: Sieben Dramen. Desch, München 1961. Filme 1938: That Mothers Might Live, USA MGM, Regie Fred Zinnemann, Oscar für den besten Kurzfilm 1940: Semmelweis, Ungarn Mester Film, Regie André De Toth 1950: Semmelweis – Retter der Mütter, DDR DEFA, Regie Georg C. Klaren 1980: Semmelweis, Italien RAI, Regie Gianfranco Bettetini 1987: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen, BRD/Österreich ZDF/ORF, Regie Michael Verhoeven 1994: Semmelweis, Niederlande Humanistische Omroep Stichting, Regie Floor Maas 1995: Docteur Semmelweis, Frankreich/Polen, Regie Roger Andrieux 2001: Semmelweis (Kurzfilm), USA/Österreich Belvedere Film, Regie Jim Berry Drama/Schauspiele Jens Bjørneboe: Semmelweis. Gyldendal Norsk Forlag / Gyldendals moderne skuespillserie, Oslo 1968. Popkultur Fatoni: Semmelweisreflex – 2015: Yo, Picasso (mit Dexter, WSP Records / Universal Music Group) Weblinks Einzelnachweise Gynäkologe, Geburtshelfer Hygieniker Mediziner (19. Jahrhundert) Person als Namensgeber für einen Asteroiden Hochschullehrer (Semmelweis-Universität) Person (Kaisertum Österreich) Ungarndeutscher Ungar Geboren 1818 Gestorben 1865 Mann
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Wer war Ignaz Philipp Semmelweis?
Ignaz Philipp Semmelweis (; * 1. Juli 1818 im Teilbezirk Tabán von Buda, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 13. August 1865 in Oberdöbling bei Wien, Kaisertum Österreich) war ein Chirurg und Geburtshelfer. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien. Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin. Leben Jugend und Laufbahn Ignaz Semmelweis wurde 1818 als fünftes Kind des Spezial- und Kolonialwaren-Großhändlers Josef Semmelweis (1778–1846) und der aus wohlhabendem Hause stammenden Theresa geb. Müller (1789–1844) im Teilbezirk Tabán in Buda geboren. Seine Eltern legten großen Wert auf eine gute Schulausbildung ihrer Kinder, da sie dadurch in die maßgeblichen gesellschaftlichen Schichten der heimischen Intelligenz aufsteigen konnten. Der Vater ließ alle Söhne im erzbischöflichen Gymnasium von Buda einschreiben. Nach dem Besuch der Elementarschule in Buda ging Ignaz auf das Piaristen-Gymnasium am St.-Niklas-Turm. Anschließend absolvierte er ein Jahr das Gymnasium in Stuhlweißenburg. Ursprünglich sollte er Militäranwalt werden, weshalb er von 1835 bis 1837 Philosophie und Jura an der Universität Pest studierte. 1837 kam er nach Wien, um Rechtswissenschaft zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin, setzte das Studium 1839 bis 1840 in Pest und ab 1841 wiederum in Wien fort. 1844 schloss er das Studium mit dem Magister der Geburtshilfe und im gleichen Jahr mit der Promotion zum Dr. med. ab. Seine Dissertation (Tractatus de vita plantarum „Über das Leben der Pflanzen“) behandelte die damals populäre Theorie des Vitalismus. Sie wurde durch die von ihm selbst schon bald (1847/48) verlangte Einführung einer systematisch vorgehenden klinischen Beobachtung, die ihn zum Mitbegründer der evidenzbasierten Medizin machte, allmählich als unwissenschaftlich verdrängt. 1845 folgte die Promotion zum Doktor der Chirurgie. Anschließend begann er an der Brustambulanz von Josef Skoda (1805–1881) und in der von Ferdinand von Hebra (1816–1880) geleiteten Ausschlagabteilung des von Kaiser Joseph II. gegründeten k.k. allgemeinen Krankenhauses zu arbeiten. Hier erlernte er Skodas Methode der Diagnose durch Ausschließen („diagnosis per exclusionem“) und die wissenschaftliche Arbeit mit statistischen Instrumenten. Im Institut für pathologische Anatomie unter der Leitung von Carl von Rokitansky (1804–1878) erstellte er Befunde an Frauenleichen. Assistenzarzt in Wien 1846 wurde Semmelweis Assistenzarzt in der geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Gefördert von namhaften Ärzten, wurde er Assistent von Prof. Johann Klein (1788–1856), Leiter der 1. geburtshilflichen Klinik, unter dessen Leitung die Letalitätsrate zwischen 5 und 15 Prozent betrug; teilweise reichte sie in Kliniken sogar bis zu 30 Prozent. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die durch das Kindbettfieber bedingte Sterblichkeit von Müttern nach der Entbindung wesentlich höher lag als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet und keine Leichensektionen vorgenommen wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür herausfinden und untersuchte die Mütter daher noch gründlicher. Doch gerade durch diese Bemühungen stieg die Zahl der Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich schließlich weigerten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinen Tagebuchaufzeichnungen starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Ein Kind auf die Welt zu bringen, war demnach also ebenso gefährlich, wie an einer Lungenentzündung zu erkranken. Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803–1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb – einer Krankheit, die einen ähnlichen Verlauf zeigte wie das Kindbettfieber –, glaubte Semmelweis, die Ursache für die Erkrankung benennen zu können: Die Mediziner und die Studenten führten täglich klinische Sektionen an den Leichen der Patientinnen durch, die zuvor am Kindbettfieber verstorben waren. Anschließend gingen sie „mit an der Hand klebenden Cadavertheilen“ zu den Gebärenden und wuschen sich die Hände mit Seife (oder in einzelnen Fällen überhaupt nicht), desinfizierten sie jedoch nicht. Mit diesen Händen untersuchten sie Frauen während der Entbindung und übertrugen infektiöses Material. Die eigentliche Ursache der Infektion – die Übertragung von Bakterien, die normalerweise massenhaft auf den Händen vorhanden sind – war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen nicht mit Leichen in Berührung und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch. In den Jahren 1847 bis 1848 fertigte er gezielt eine Studie unter dem Titel Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers an. Im Ergebnis dieser Studie wies Ignaz Semmelweis seine Studenten an, nach Leichensektionen die Hände und Instrumente mit Chlorlösung, später mit dem billigeren Chlorkalk zu desinfizieren – wie sich herausstellte, eine wirkungsvolle Maßnahme, da die Sterblichkeitsrate in nur wenigen Monaten von 12,3 auf 2 bis 3 Prozent sank. Als trotzdem noch einmal zwölf Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache zunächst das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet worden war, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen, sondern auch von lebenden Personen ausgehen konnte. So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung zu desinfizieren seien. Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 Prozent zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag. Trotz dieses Erfolgs wurden die Arbeiten von Semmelweis lange Zeit, vor allem von führenden Medizinern wie Anton von Rosas (1791–1855), Rudolf Virchow (1821–1902), Eduard Kaspar Jakob von Siebold (1801–1861), Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (1821–1891), James Young Simpson (1811–1870) und Weiteren, nicht anerkannt. Viele Ärzte und auch seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig und wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Einige Ärzte, wie Gustav Adolf Michaelis, veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner feindeten Semmelweis stark an und bezeichneten ihn als „Nestbeschmutzer“. Unterstützung fand er mit seiner Theorie bei namhaften Vertretern der Wiener Medizinischen Fakultät wie Skoda, Rokitansky und Hebra. Ferdinand von Hebra hatte Semmelweis sogar gedrängt, seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu veröffentlichen. Als er dies jedoch nicht tat, übernahm von Hebra selbst die Aufgabe. Die Gegner von Semmelweis verhinderten 1849 die Verlängerung seiner Assistenzarzttätigkeit, sodass er im März 1849 aus dem Dienst des Krankenhauses ausschied. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Mitglied der k. k. Gesellschaft der Ärzte gewählt. Hier wurde die angeregte Bildung einer Kommission zur Prüfung der Semmelweisschen Thesen mit Mehrheitsbeschluss angenommen, allerdings auf Betreiben seines ehemaligen Chefs in Wien, Professor Klein, dann ministeriell abgelehnt. Erst am 15. März 1850 präsentierte Semmelweis seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte. Professor in Pest Aufgrund weiterer Anfeindungen und Intrigen von Kollegen, wie Johann Klein oder Anton von Rosas, wurde Ignaz Semmelweis 1850 nur zum Privatdozenten für theoretische Geburtshilfe mit Übungen am Phantom ernannt. Über diese Einschränkung reagierte er dermaßen erbost, dass er nur fünf Tage nach seiner Ernennung Wien verließ und nach Pest übersiedelte. Hier eröffnete er eine Privatpraxis. Daneben arbeitete er als unbesoldeter Primararzt auf der Entbindungsstation des St.-Rochus-Spitals in Pest. Ab 1851 war Semmelweis Leiter der Geburtshilfeabteilung in Pest, ab 1855 Professor für theoretische und praktische Geburtshilfe sowie als Hebammenlehrer an der dortigen Universität, der heute nach ihm benannten Semmelweis-Universität. 1857 lehnte er die Berufung auf eine Professur nach Zürich ab. In Pest jedoch beschäftigte er sich auch mit der operativen Gynäkologie, hier führte er erstmals eine OP am Eierstock durch. Zwar veröffentlichte er seine Arbeitsergebnisse im ärztlichen Wochenblatt „Orvosi Hetilap“. Da dieses Blatt jedoch nur eine geringe Verbreitung hatte, war dieser Veröffentlichung keine große Wirksamkeit beschieden. Daher konnte Semmelweis mit solchen Aktivitäten seinen internationalen Widersachern nicht Paroli bieten. Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er dann bis 1860 in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Dem mit 500 Seiten zwar sehr umfangreichen, aber ungeschickt präsentierten und zudem sprachlich nicht elaborierten Buch blieb der Erfolg versagt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn (Semmelweis selbst nennt die Professoren Michaelis aus Kiel und Wilhelm Lange aus Heidelberg, aber auch Hebra, Škoda und von Rokitansky machten sich für ihn stark), da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Vielmehr wurde von vielen das Kindbettfieber beispielsweise auf schlechte Luft, das Ausbleiben der Menstruation oder einen Milchstau zurückgeführt. Da er immer wieder auf Ablehnung in Teilen der Ärzteschaft hinsichtlich der von ihm empfohlenen Desinfektionsmethoden stieß, ging er ab etwa 1861 dazu über, offene Briefe – zuerst an die ärgsten Widersacher, an Scanzoni, Späth und v. Siebold, dann später an alle Professoren im Bereich der Geburtshilfe – zu versenden. In diesen Briefen drohte er, die Uneinsichtigen öffentlich zu entlarven, wenn sie seine Verhaltensregeln nicht umsetzen. Dass es ihm dabei nicht immer gelang, diplomatisch die richtigen Worte zu wählen, verdeutlicht das folgende Zitat aus einem dieser offenen Briefe von Semmelweis: Und Semmelweis fährt fort: Offenbar als Antwort auf Semmelweis’ Denkbrief schrieb Louis Kugelmann aus Hannover am 10. August 1861: Tod 1865 erkrankte Ignaz Semmelweis an schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in die staatliche Landesirrenanstalt Döbling bei Wien eingeliefert. Einigen Quellen zufolge soll Semmelweis’ Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen sein. Semmelweis hatte wiederholt versucht, seine Kollegen von der Richtigkeit seiner Erkenntnisse schriftlich zu überzeugen, dennoch war ihm fast nur Ablehnung entgegengeschlagen, wie auch schon um 1850 von seinem ehemaligen Vorgesetzten am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Johann Klein (1788–1856), in dessen pathologischem Institut Semmelweis später obduziert wurde. Der Biograf Fritz Schürer von Waldheim schrieb 1905: Lobend erwähnt hatte Semmelweis diesbezüglich nur die Professoren Michaelis in Kiel und Lange in Heidelberg. Aus seiner Konversation in Briefen sind einzelne weitere bekannt, die ihm zumindest zugeneigt waren. Am 13. August 1865, zwei Wochen nach seiner Einweisung in Döbling, starb Ignaz Semmelweis – den damaligen Obduktionsberichten zufolge – mit 47 Jahren infolge einer kleinen Verletzung, die er sich durch eine eigene Schnittverletzung bei seinen Sektionen zugezogen habe, an einer Blutvergiftung. Eine ganz ähnliche Vermutung (gestorben „an Pyämie, wahrscheinlich in Folge einer Verwundung bei einer Operation“) wurde damals in der medizinischen Fachliteratur geäußert. Anderen Berichten zufolge sei dies stattdessen bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal bzw. zumindest innerhalb des Klinikaufenthalts erfolgt. So habe der Kinderarzt Janós Bókai, der 1865 einen Bericht über Semmelweis’ vorherigen Zustand verfasste, laut dem Gynäkologen und Medizinhistoriker Georg Silló-Seidl, welcher die ursprünglichen Klinikunterlagen im Archiv der Wiener Gesundheitsbehörde recherchierte, von einer vorherigen Verletzung nichts erwähnt, obwohl diese, wie behauptet, bereits zuvor entzündet gewesen sei. Laut Silló-Seidl gab es diverse weitere Ungereimtheiten. Da 1963 bei einer Exhumierung der sterblichen Überreste Semmelweis’ multiple Frakturen an Händen, Armen und am linken Brustkorb festgestellt wurden, erscheint die Aktennotiz der Klinik, in der stattdessen Gehirnlähmung als sein Sterbegrund genannt wurde, umso dubioser. Überlegungen zufolge, u. a. vom amerikanischen Semmelweis-Biografen Sherwin Nuland, sollen Pfleger Semmelweis auf dem Anstaltshof geschlagen haben und auf ihm herumgetrampelt sein. Ignaz Semmelweis wurde zunächst am 15. August auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt. Nachdem dieser aufgelassen worden war, begrub man die sterblichen Überreste im Grab seiner Eltern auf dem Budapester Kerepesi temető. 1963 überführte man sie in sein Geburtshaus, das heute das Semmelweis-Museum für Medizingeschichte ist. Semmelweis hinterließ Frau und drei Kinder. Nachrufe waren kärglich und knapp. Eine Würdigung seines Lebenswerks fand sich lediglich in der Fachzeitschrift Orvosi Hetilap, in der Semmelweis, noch bevor er sein Buch verfasste, einige seiner Vorträge in ungarischer Sprache veröffentlicht hatte. Immerhin widmete ihm die Wiener Medizinische Wochenschrift einen kurzen Nachruf: „Dienstag wurde Professor Semmelweis begraben. Viele Professoren, Primarärzte etc. folgten seinem Sarge, und geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Verstorbene war erst 47 Jahre alt, und hinterlässt eine trauernde Witwe, und drei unmündige Kinder. Ruhe seiner Asche.“ Semmelweis’ Bedeutung wurde lange Zeit nicht erkannt. Erst 1882 erhielt er durch die Biografie von Alfred Hegar die erste öffentliche Anerkennung. Seine Biografen, deren Bücher meist zu Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, setzten sich häufig mit drastischen, sehr klaren Worten für ihn ein. Im Hauptgebäude der Anstalt in Wien-Döbling ist seit 1991 das Bezirksgericht Döbling untergebracht. Auf dem ehemaligen Gelände der Anstalt befindet sich der Neubau eines Seniorenheimes. Nachwirkung Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827–1912) im Jahr 1867 demonstrierte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein drastischer Rückgang der Operationsmortalität erreicht. Oft wird die Asepsis ihm zugeschrieben, obwohl er seine Erkenntnisse aus denen von Semmelweis gezogen hatte. Eine Ärztegeneration später setzte sich die Umsetzung von Hygienemaßnahmen bei Frauen im Kindbett durch, und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Semmelweis’ Erkenntnissen gewahr. Der im englischen Sprachraum bekannte Begriff Semmelweis-Reflex beschreibt die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“. In vielen Fällen habe die wissenschaftliche Leistung dann eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge. Die Begriffsbildung wird dem amerikanischen Autor Robert Anton Wilson zugeschrieben. 1993 wurde der Asteroid (4170) Semmelweis nach ihm benannt. Darüber hinaus tragen die Semmelweis-Universität in Budapest und die Semmelweis-Frauenklinik in Wien seinen Namen. Im ehemaligen Bezirkskrankenhaus Brandenburg an der Havel, heute Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, befand sich rechts neben dem Eingang zum alten Kreißsaal eine Büste von Ignaz Semmelweis. Mit dem Abriss des Gebäudetrakts und dem Umzug des Kreißsaals in den Neubau West verschwand diese Büste. Am 20. Februar 2019 wurde an der Medizinischen Universität Wien eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest. Die Enthüllung erfolgte in Anwesenheit von János Áder, Ernst Woller sowie der Rektoren beider Universitäten, Béla Merkely und Markus Müller. Die Statue wurde vom ungarischen Künstler Péter Párkányi Raab geschaffen. Die Bundesregierung Österreichs plant ab dem Studienjahr 2022/23 den Aufbau eines universitätsübergreifenden Ignaz-Semmelweis-Instituts (ISI) und schafft dafür bis zu 30 neue Professuren. Dieses Institut für Infektionsfragen soll sowohl Forschung betreiben als auch als Ansprechpartner für die Politik fungieren. Das Kooperationszentrum soll als Zusammenarbeit der MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck, JKU Linz und der VetMedUni Wien entstehen. Die Klientel Die Geburtshilfe genoss als medizinisches Fachgebiet ein geringes Ansehen. Geburtshilfliche Abteilungen lagen häufig in alten, desolaten Kliniktrakten mit Blick zum Hof oder zum Leichenhaus. Die Einrichtungen und hygienischen Verhältnisse waren extrem primitiv, teilweise auch, weil die Verbindung zwischen Hygiene und Infektionsgefahren nicht bekannt war. Leider fehlen demographische Daten der Patientinnen zu Status, Herkunft, Familienstand usw. in den Statistiken. Aus den vorliegenden Schriften geht lediglich hervor, dass ein Großteil der Patientinnen aus ärmlichen Verhältnissen stammte und keine Lobby hatte. Persönlichkeit Einflussreiche Ärzte sprachen für ihn, ihnen unterliefen aber kleine Fehler, die Semmelweis nicht korrigierte und die ihn angreifbar machten. Sein erster kollegialer Unterstützer war Gustav Adolf Michaelis, der als erster Geburtshelfer die Entdeckung erprobte und Semmelweis Recht gab. Außer einigen Briefen, die Semmelweis mit der Bitte um Prüfung an den Professor der Geburtshilfe in Kiel sandte, nahm Semmelweis trotz vieler Ersuchen und Möglichkeiten weder schriftlich noch mündlich Stellung. Öffentlich trat er erst ab Mitte 1850 in Wien auf. Seine Biografen erklären dies mit mangelhafter Schulbildung und der damit verbundenen Angst vor dem Sprechen und Schreiben. Semmelweis machte grammatikalische und orthographische Fehler und sprach Dialekt. Semmelweis wird als bescheiden und anspruchslos, als guter Gesellschafter, von kindlich-naiver Denkungsart und vertrauensvoll beschrieben, der aber sehr entschieden auf Gemeinheiten reagierte (Alfred Hegar, 1882). Seine spätere Verbitterung und zunehmende psychische Veränderung – Aggressivität, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unbeherrschtheit – werden häufig als Grund für das Scheitern seiner Ideen angenommen. Alwin Schönberger beschrieb seine Krankheit: „Er wurde zunehmend impulsiv, jähzornig und reizbar, er tobte, fluchte und beschimpfte Kollegen, hatte andererseits Phasen der Apathie und Antriebslosigkeit, vernachlässigte sein Äußeres, witterte überall Feinde, Neider und Intriganten. Forscher vermuten heute eine fortschreitende Erkrankung als Ursache. Die Symptome könnten zu einer Neurosyphilis passen, die nicht mit körperlichem Verfall einherging, aber mit einer dramatischen Veränderung des Charakters.“ Stand der Forschung Die Resonanz auf seine These war anfänglich relativ groß, die Revolution von 1848 lenkte das Interesse jedoch auf andere Bereiche. Ihr Scheitern stärkte dann die Reaktion und damit die althergebrachte Ordnung. Die deutschen und österreichischen Lehrbücher der Geburtshilfe ignorierten Semmelweis und vertraten weiterhin alte Lehren. Vereinzelt wurden Chlorwaschungen eingeführt, ohne dass die zuständigen Professoren sich wissenschaftlich zur Desinfizierung bekannten. Ein größeres Hindernis für die Verbreitung und Annahme seiner Theorie war aber nicht die Ignoranz, sondern die nachlässige Durchführung der Chlorwaschungen, deren mangelhafter Erfolg als Widerlegung der Semmelweisschen These angesehen wurde. Im In- und Ausland wurden Semmelweis’ Erkenntnisse nicht akzeptiert. Führende Ärzte standen ihm kritisch und ablehnend gegenüber. Der Stand der Forschung war ein anderer, die Theorie der Wundkrankheiten hatte durch Rudolf Virchow eine andere Erklärungsbasis gefunden. Für das Kindbettfieber machte dieser vor allem Witterungsverhältnisse und Erkrankungen verantwortlich. Schriften (Auswahl) Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni. Pest 1861 (online). Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers. 1861 (). Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis. Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen 1862 (online). Tiberius von Györy (Hrsg.): Semmelweis’ gesammelte Werke. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0692-5. Literatur Sachbuch Paul de Kruif: Kämpfer für das Leben. Ruhmestaten großer Naturforscher und Ärzte. Verlag des Druckhauses Tempelhof, Berlin 1951. György Gortvay: Semmelweis, Retter der Mütter. Hirzel, Leipzig 1977. Louis-Ferdinand Céline: Leben und Werk Philipp des Ignaz Semmelweis (1818–1865). Edition Age d’Homme, Wien 1980, ISBN 3-85418-004-7. Georg Silló-Seidl: Die Wahrheit über Semmelweis. Semmelweis, Hoya 1984, ISBN 3-925524-22-3. István Benedek: Ignaz Philipp Semmelweis (1818–1865). Böhlau, Wien 1985, ISBN 3-205-00537-6. Georg Silló-Seidl: Die Affaire Semmelweis. Herold, Wien 1985, ISBN 3-7008-0303-6. Sherwin B. Nuland: Ignaz Semmelweis. Arzt und großer Entdecker. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04825-0. Karl Semmelweis: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. Eigenverlag, Eisenstadt 2007. Sabine Fellner, Katrin Unterreiner: Medizin in Wien: Semmelweis, Billroth und Co. Metro, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-601-3. Hermann Baum: Ignaz Semmelweis: seine Mutter und ihre Vorfahren. Grin, München 2015, ISBN 978-3-656-89784-2. Fachliteratur Erna Lesky: Ignaz Philipp Semmelweis und die Wiener Medizinische Schule. Wien 1964 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 245, Band 1965, 3. Abhandlung). K. C. Carter, S. Abbott, J. L. Siebach: Five documents relating to the final illness and death of Ignaz Semmelweis. In: Bulletin of the history of medicine. Band 69, Nummer 2, 1995, S. 255–270. PMID 7613067. K. A. Sepkowitz: Cassandra and Ignaz Semmelweis. In: International Journal of Infectious Diseases, 1/1996, S. 57–58. J. Lange: Ignaz Semmelweis – “Savior of Mothers”. Long fight for recognition. In: Fortschritte der Medizin. Band 115, Nummer 33, November 1997, S. 60, PMID 9480285. V. Jay: Ignaz Semmelweis and the conquest of puerperal sepsis. In: Archives of Pathology & Laboratory Medicine, Band 123, Nummer 7, Juli 1999, S. 561–562, . PMID 10388906. M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Quality & safety in health care. Band 13, Nummer 3, Juni 2004, S. 233–234, doi:10.1136/qhc.13.3.233. PMID 15175497. . M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Qual Saf Health Care., 13/2004, S. 233–4. PMID 15175497. D. Gilles: Hempelian and Kuhnian Approaches in the Philosophy of Medicine: the Semmelweis Case (PDF; 210 kB). In: Studies in History and Philosophy of Science Part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 36/2005, , S. 159–181. Belletristik Hans José Rehfisch: Doktor Semmelweis. In: Ders.: Sieben Dramen. Desch, München 1961. Filme 1938: That Mothers Might Live, USA MGM, Regie Fred Zinnemann, Oscar für den besten Kurzfilm 1940: Semmelweis, Ungarn Mester Film, Regie André De Toth 1950: Semmelweis – Retter der Mütter, DDR DEFA, Regie Georg C. Klaren 1980: Semmelweis, Italien RAI, Regie Gianfranco Bettetini 1987: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen, BRD/Österreich ZDF/ORF, Regie Michael Verhoeven 1994: Semmelweis, Niederlande Humanistische Omroep Stichting, Regie Floor Maas 1995: Docteur Semmelweis, Frankreich/Polen, Regie Roger Andrieux 2001: Semmelweis (Kurzfilm), USA/Österreich Belvedere Film, Regie Jim Berry Drama/Schauspiele Jens Bjørneboe: Semmelweis. Gyldendal Norsk Forlag / Gyldendals moderne skuespillserie, Oslo 1968. Popkultur Fatoni: Semmelweisreflex – 2015: Yo, Picasso (mit Dexter, WSP Records / Universal Music Group) Weblinks Einzelnachweise Gynäkologe, Geburtshelfer Hygieniker Mediziner (19. Jahrhundert) Person als Namensgeber für einen Asteroiden Hochschullehrer (Semmelweis-Universität) Person (Kaisertum Österreich) Ungarndeutscher Ungar Geboren 1818 Gestorben 1865 Mann
In Wildgehegen, Zoos, Tierparks und -garten de.wikipedia: Nassau (Bahamas), Delphinvorstellung auf de.wikipedia: Paradise Island. Deutschland: →(jetzt Welt-) Vogelpark Walsrode, →Tierpark Gettorf,→Vogel- und Eulenpark Niendorf, de.wikipedia: Wildpark Eekholt, Wildgehege im Oeninger Moor (de.wikipedia: Soltau), Wildgehege Hasseldieksdamm in Kiel Album ansehen auf 14 Berlin-Klassenfahrt 1979: Zoo Polarwolf (Canis lupus arctos) im Zoologischer Garten (West-)Berlin 12 Wildgehege Hasseldieksdamm Im Wildgehege Hasseldieksdamm, Kiel 14 Wildgehege Hasseldieksdamm Sikawild im Wildgehege Hasseldieksdamm, Kiel 16 Wildgehege Hasseldieksdamm Wisent und Sikawild im Wildgehege Hasseldieksdamm, Kiel 43 Einlappenkasuar Casuarius unappendiculatus (Northern Cassowary), Vogelpark Walsrode 45 Saruskranich Antigone antigone (syn. Grus antigone, Sarus Crane), Vogelpark Walsrode 21 Tropenfreiflughalle Tropenfreiflughalle, Vogelpark Walsrode 55 Blauer Pfau Pavo cristatus (Common Peafowl, InDian Peafowl), Vogelpark Walsrode 48 Schuhschnabel Balaeniceps rex (auch Abu Markub - arab. „Vater des Schuhs“, Shoebill), Vogelpark Walsrode 22 Schweifglanzstar Lamprotornis purpuroptera (Rueppell's Glossy-Starling), Vogelpark Walsrode 72 Soldatenara Großer Soldatenara (syn. Bechsteinara, Ara ambiguus, Great Green Macaw) oder Kleiner Soldatenara (Ara militaris, Military Macaw), Vogelpark Walsrode 70 Andenkondor Vultur gryphus (Andean Condor), Vogelpark Walsrode 75 Blaukappenamazone Amazona finschi (Lilac-crowned Amazon), Vogelpark Walsrode 44 Jungfernkranich Anthropoides virgo (Demoiselle Crane), Vogelpark Walsrode 38 Inkaseeschwalbe Larosterna inca (Inca Tern), Vogelpark Walsrode 53 Sattelstorch Ephippiorhynchus senegalensis (Saddlebill, Saddle-billed Stork), Vogelpark Walsrode 06 OrienthornVogel syn. WeißhelmhornVogel, Anthracoceros albirostris (Oriental Pied Hornbill), Vogelpark Walsrode 10 Blauracke Coracias garrulus (auch Mandelkrähe genannt, European Roller), Vogelpark Walsrode 82 Rosellasittich Platycercus eximius, Vogelpark Walsrode 57 Waldohreule Asio otus (Long-eared Owl), Vogelpark Walsrode 74 Gelbbrustara Ara ararauna (Blue-and-yellow Macaw), Vogelpark Walsrode 11 Jägerliest (auch genannt Lachender Hans) Dacelo novaeguineae / Kookaburra / Laughing Kookaburra, Vogelpark Walsrode 17 Quetzal Pharomachrus mocinno (Resplendent Quetzal, Magnificent Quetzal), Vogelpark Walsrode 68 Andenkondor Vultur gryphus (Andean Condor), Vogelpark Walsrode 35 Schwarzscharbe Phalacrocorax sulcirostris (Little Black Cormorant), Vogelpark Walsrode 27 Rotschnabelkitta Urocissa erythrorhyncha (Blue Magpie), Vogelpark Walsrode 01 Buntspecht (Weibchen) Dendrocopos major (Great Spotted Woodpecker), Vogelpark Walsrode. Möglicherweise aber eine andere Buntspechtart. 36 Kormoran Phalacrocorax carbo (Great Cormorant, Black Shag) Vogelpark Walsrode 24 Balistar Leucopsar rothschildi (Bali Myna), Vogelpark Walsrode Red List - Bali Myna 74b Gelbbrustara Ara ararauna (Blue-and-yellow Macaw), Vogelpark Walsrode oder Tierpark Gettorf 127 Blaunackenpapagei auch Blauscheitelpapagei oder Blauscheitel-Edelpapagei genannt (Tanygnathus lucionensis, Blue-naped Parrot), Vogelpark Walsrode 118 Schwarzohrpapagei Pionus menstruus (Blue-headed parrot), Vogelpark Walsrode 109 Schwarzköpfchen Agapornis personatus, blaue Mutation/Zuchtform (Yellow-collared lovebird), Vogelpark Walsrode 88 Papageien Hyazinthara (Anodorhynchus hyacinthinus, Hyacinth Macaw), Vogelpark Walsrode oder Tierpark Gettorf 110 Schwarzköpfchen Agapornis personatus (Yellow-collared lovebird), Vogelpark Walsrode 111 Gelbwangenkakadu Cacatua sulphurea ( Vogelpark Walsrode 114 Gelbwangenkakadu Cacatua sulphurea (Yellow-crested cockatoo), wahrscheinlich Orangehaubenkakadu (Cacatua sulphurea citrinocristata, Citron-crested cockatoo), Vogelpark Walsrode 125 Langschnabelsittich Enicognathus leptorhynchus (Slender-billed parakeet), Vogelpark Walsrode 113 Palmkakadu Arakakadu (Probosciger aterrimus, Palm cockatoo, Goliath cockatoo or Great black cockatoo), Vogelpark Walsrode 72a Soldatenara Großer Soldatenara (syn. Bechsteinara, Ara ambiguus, Great Green Macaw) oder Kleiner Soldatenara (Ara militaris, ) Im Vogelpark Walsrode oder im Tierpark Gettorf 78 Königsamazone Amazona guildingii (Saint Vincent Amazon), Vogelpark Walsrode www.act-parrots.eu/actp-arten-und-projekte/koenigsamazone... 54 Ohrfasan Eared-Pheasant. Harman-Ohrfasan (Crossoptilon harmani, ), Brauner Ohrfasan (Crossoptilon mantchuricum) oder Blauer Ohrfasan (Crossoptilon auritum), Vogelpark Walsrode 26 LangSchwanzhäher Calocitta formosa (syn. und veraltet Pica formosa, White-throated Magpie-Jay), Vogelpark Walsrode 18 Helmturako Tauraco corythaix (syn. Federhelmturako, Weißkammturako, Knysna Turaco), Vogelpark Walsrode 28 Elster Pica pica (Black-billed Magpie), Vogelpark Walsrode. 20 Gelbkopftangare Tangara xanthocephalab (Saffron-crowned Tanager), Vogepark Walsrode 71 Spix-Ara Spix-Blauara (Cyanopsitta spixii, Little Blue Macaw) im (jetzt Welt-) Vogelpark Walsrode im Anfang/Mitte der 80er Jahren. de.wikipedia.org/wiki/Spix-Ara www.act-parrots.eu/actp-arten-und-projekte/spix-ara/ Little Blue Macaw - Red List « prev 1 2 3 4 next » (226 Photos) Schlagwörter:Aquarium ,Spiegelreflexkamera ,Tier ,Tiergarten ,Tiergehege ,Tierpark ,Wildgehege ,Zoo ,Zoologischer Garten Schreibe einen Kommentar Antworten abbrechen Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.Kommentar Name * E-Mail * Website Stolz präsentiert von WordPress
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Wer war Ignaz Philipp Semmelweis?
Ignaz Philipp Semmelweis (; * 1. Juli 1818 im Teilbezirk Tabán von Buda, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 13. August 1865 in Oberdöbling bei Wien, Kaisertum Österreich) war ein Chirurg und Geburtshelfer. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien. Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin. Leben Jugend und Laufbahn Ignaz Semmelweis wurde 1818 als fünftes Kind des Spezial- und Kolonialwaren-Großhändlers Josef Semmelweis (1778–1846) und der aus wohlhabendem Hause stammenden Theresa geb. Müller (1789–1844) im Teilbezirk Tabán in Buda geboren. Seine Eltern legten großen Wert auf eine gute Schulausbildung ihrer Kinder, da sie dadurch in die maßgeblichen gesellschaftlichen Schichten der heimischen Intelligenz aufsteigen konnten. Der Vater ließ alle Söhne im erzbischöflichen Gymnasium von Buda einschreiben. Nach dem Besuch der Elementarschule in Buda ging Ignaz auf das Piaristen-Gymnasium am St.-Niklas-Turm. Anschließend absolvierte er ein Jahr das Gymnasium in Stuhlweißenburg. Ursprünglich sollte er Militäranwalt werden, weshalb er von 1835 bis 1837 Philosophie und Jura an der Universität Pest studierte. 1837 kam er nach Wien, um Rechtswissenschaft zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin, setzte das Studium 1839 bis 1840 in Pest und ab 1841 wiederum in Wien fort. 1844 schloss er das Studium mit dem Magister der Geburtshilfe und im gleichen Jahr mit der Promotion zum Dr. med. ab. Seine Dissertation (Tractatus de vita plantarum „Über das Leben der Pflanzen“) behandelte die damals populäre Theorie des Vitalismus. Sie wurde durch die von ihm selbst schon bald (1847/48) verlangte Einführung einer systematisch vorgehenden klinischen Beobachtung, die ihn zum Mitbegründer der evidenzbasierten Medizin machte, allmählich als unwissenschaftlich verdrängt. 1845 folgte die Promotion zum Doktor der Chirurgie. Anschließend begann er an der Brustambulanz von Josef Skoda (1805–1881) und in der von Ferdinand von Hebra (1816–1880) geleiteten Ausschlagabteilung des von Kaiser Joseph II. gegründeten k.k. allgemeinen Krankenhauses zu arbeiten. Hier erlernte er Skodas Methode der Diagnose durch Ausschließen („diagnosis per exclusionem“) und die wissenschaftliche Arbeit mit statistischen Instrumenten. Im Institut für pathologische Anatomie unter der Leitung von Carl von Rokitansky (1804–1878) erstellte er Befunde an Frauenleichen. Assistenzarzt in Wien 1846 wurde Semmelweis Assistenzarzt in der geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Gefördert von namhaften Ärzten, wurde er Assistent von Prof. Johann Klein (1788–1856), Leiter der 1. geburtshilflichen Klinik, unter dessen Leitung die Letalitätsrate zwischen 5 und 15 Prozent betrug; teilweise reichte sie in Kliniken sogar bis zu 30 Prozent. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die durch das Kindbettfieber bedingte Sterblichkeit von Müttern nach der Entbindung wesentlich höher lag als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet und keine Leichensektionen vorgenommen wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür herausfinden und untersuchte die Mütter daher noch gründlicher. Doch gerade durch diese Bemühungen stieg die Zahl der Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich schließlich weigerten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinen Tagebuchaufzeichnungen starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Ein Kind auf die Welt zu bringen, war demnach also ebenso gefährlich, wie an einer Lungenentzündung zu erkranken. Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803–1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb – einer Krankheit, die einen ähnlichen Verlauf zeigte wie das Kindbettfieber –, glaubte Semmelweis, die Ursache für die Erkrankung benennen zu können: Die Mediziner und die Studenten führten täglich klinische Sektionen an den Leichen der Patientinnen durch, die zuvor am Kindbettfieber verstorben waren. Anschließend gingen sie „mit an der Hand klebenden Cadavertheilen“ zu den Gebärenden und wuschen sich die Hände mit Seife (oder in einzelnen Fällen überhaupt nicht), desinfizierten sie jedoch nicht. Mit diesen Händen untersuchten sie Frauen während der Entbindung und übertrugen infektiöses Material. Die eigentliche Ursache der Infektion – die Übertragung von Bakterien, die normalerweise massenhaft auf den Händen vorhanden sind – war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen nicht mit Leichen in Berührung und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch. In den Jahren 1847 bis 1848 fertigte er gezielt eine Studie unter dem Titel Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers an. Im Ergebnis dieser Studie wies Ignaz Semmelweis seine Studenten an, nach Leichensektionen die Hände und Instrumente mit Chlorlösung, später mit dem billigeren Chlorkalk zu desinfizieren – wie sich herausstellte, eine wirkungsvolle Maßnahme, da die Sterblichkeitsrate in nur wenigen Monaten von 12,3 auf 2 bis 3 Prozent sank. Als trotzdem noch einmal zwölf Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache zunächst das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet worden war, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen, sondern auch von lebenden Personen ausgehen konnte. So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung zu desinfizieren seien. Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 Prozent zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag. Trotz dieses Erfolgs wurden die Arbeiten von Semmelweis lange Zeit, vor allem von führenden Medizinern wie Anton von Rosas (1791–1855), Rudolf Virchow (1821–1902), Eduard Kaspar Jakob von Siebold (1801–1861), Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (1821–1891), James Young Simpson (1811–1870) und Weiteren, nicht anerkannt. Viele Ärzte und auch seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig und wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Einige Ärzte, wie Gustav Adolf Michaelis, veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner feindeten Semmelweis stark an und bezeichneten ihn als „Nestbeschmutzer“. Unterstützung fand er mit seiner Theorie bei namhaften Vertretern der Wiener Medizinischen Fakultät wie Skoda, Rokitansky und Hebra. Ferdinand von Hebra hatte Semmelweis sogar gedrängt, seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu veröffentlichen. Als er dies jedoch nicht tat, übernahm von Hebra selbst die Aufgabe. Die Gegner von Semmelweis verhinderten 1849 die Verlängerung seiner Assistenzarzttätigkeit, sodass er im März 1849 aus dem Dienst des Krankenhauses ausschied. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Mitglied der k. k. Gesellschaft der Ärzte gewählt. Hier wurde die angeregte Bildung einer Kommission zur Prüfung der Semmelweisschen Thesen mit Mehrheitsbeschluss angenommen, allerdings auf Betreiben seines ehemaligen Chefs in Wien, Professor Klein, dann ministeriell abgelehnt. Erst am 15. März 1850 präsentierte Semmelweis seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte. Professor in Pest Aufgrund weiterer Anfeindungen und Intrigen von Kollegen, wie Johann Klein oder Anton von Rosas, wurde Ignaz Semmelweis 1850 nur zum Privatdozenten für theoretische Geburtshilfe mit Übungen am Phantom ernannt. Über diese Einschränkung reagierte er dermaßen erbost, dass er nur fünf Tage nach seiner Ernennung Wien verließ und nach Pest übersiedelte. Hier eröffnete er eine Privatpraxis. Daneben arbeitete er als unbesoldeter Primararzt auf der Entbindungsstation des St.-Rochus-Spitals in Pest. Ab 1851 war Semmelweis Leiter der Geburtshilfeabteilung in Pest, ab 1855 Professor für theoretische und praktische Geburtshilfe sowie als Hebammenlehrer an der dortigen Universität, der heute nach ihm benannten Semmelweis-Universität. 1857 lehnte er die Berufung auf eine Professur nach Zürich ab. In Pest jedoch beschäftigte er sich auch mit der operativen Gynäkologie, hier führte er erstmals eine OP am Eierstock durch. Zwar veröffentlichte er seine Arbeitsergebnisse im ärztlichen Wochenblatt „Orvosi Hetilap“. Da dieses Blatt jedoch nur eine geringe Verbreitung hatte, war dieser Veröffentlichung keine große Wirksamkeit beschieden. Daher konnte Semmelweis mit solchen Aktivitäten seinen internationalen Widersachern nicht Paroli bieten. Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er dann bis 1860 in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Dem mit 500 Seiten zwar sehr umfangreichen, aber ungeschickt präsentierten und zudem sprachlich nicht elaborierten Buch blieb der Erfolg versagt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn (Semmelweis selbst nennt die Professoren Michaelis aus Kiel und Wilhelm Lange aus Heidelberg, aber auch Hebra, Škoda und von Rokitansky machten sich für ihn stark), da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Vielmehr wurde von vielen das Kindbettfieber beispielsweise auf schlechte Luft, das Ausbleiben der Menstruation oder einen Milchstau zurückgeführt. Da er immer wieder auf Ablehnung in Teilen der Ärzteschaft hinsichtlich der von ihm empfohlenen Desinfektionsmethoden stieß, ging er ab etwa 1861 dazu über, offene Briefe – zuerst an die ärgsten Widersacher, an Scanzoni, Späth und v. Siebold, dann später an alle Professoren im Bereich der Geburtshilfe – zu versenden. In diesen Briefen drohte er, die Uneinsichtigen öffentlich zu entlarven, wenn sie seine Verhaltensregeln nicht umsetzen. Dass es ihm dabei nicht immer gelang, diplomatisch die richtigen Worte zu wählen, verdeutlicht das folgende Zitat aus einem dieser offenen Briefe von Semmelweis: Und Semmelweis fährt fort: Offenbar als Antwort auf Semmelweis’ Denkbrief schrieb Louis Kugelmann aus Hannover am 10. August 1861: Tod 1865 erkrankte Ignaz Semmelweis an schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in die staatliche Landesirrenanstalt Döbling bei Wien eingeliefert. Einigen Quellen zufolge soll Semmelweis’ Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen sein. Semmelweis hatte wiederholt versucht, seine Kollegen von der Richtigkeit seiner Erkenntnisse schriftlich zu überzeugen, dennoch war ihm fast nur Ablehnung entgegengeschlagen, wie auch schon um 1850 von seinem ehemaligen Vorgesetzten am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Johann Klein (1788–1856), in dessen pathologischem Institut Semmelweis später obduziert wurde. Der Biograf Fritz Schürer von Waldheim schrieb 1905: Lobend erwähnt hatte Semmelweis diesbezüglich nur die Professoren Michaelis in Kiel und Lange in Heidelberg. Aus seiner Konversation in Briefen sind einzelne weitere bekannt, die ihm zumindest zugeneigt waren. Am 13. August 1865, zwei Wochen nach seiner Einweisung in Döbling, starb Ignaz Semmelweis – den damaligen Obduktionsberichten zufolge – mit 47 Jahren infolge einer kleinen Verletzung, die er sich durch eine eigene Schnittverletzung bei seinen Sektionen zugezogen habe, an einer Blutvergiftung. Eine ganz ähnliche Vermutung (gestorben „an Pyämie, wahrscheinlich in Folge einer Verwundung bei einer Operation“) wurde damals in der medizinischen Fachliteratur geäußert. Anderen Berichten zufolge sei dies stattdessen bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal bzw. zumindest innerhalb des Klinikaufenthalts erfolgt. So habe der Kinderarzt Janós Bókai, der 1865 einen Bericht über Semmelweis’ vorherigen Zustand verfasste, laut dem Gynäkologen und Medizinhistoriker Georg Silló-Seidl, welcher die ursprünglichen Klinikunterlagen im Archiv der Wiener Gesundheitsbehörde recherchierte, von einer vorherigen Verletzung nichts erwähnt, obwohl diese, wie behauptet, bereits zuvor entzündet gewesen sei. Laut Silló-Seidl gab es diverse weitere Ungereimtheiten. Da 1963 bei einer Exhumierung der sterblichen Überreste Semmelweis’ multiple Frakturen an Händen, Armen und am linken Brustkorb festgestellt wurden, erscheint die Aktennotiz der Klinik, in der stattdessen Gehirnlähmung als sein Sterbegrund genannt wurde, umso dubioser. Überlegungen zufolge, u. a. vom amerikanischen Semmelweis-Biografen Sherwin Nuland, sollen Pfleger Semmelweis auf dem Anstaltshof geschlagen haben und auf ihm herumgetrampelt sein. Ignaz Semmelweis wurde zunächst am 15. August auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt. Nachdem dieser aufgelassen worden war, begrub man die sterblichen Überreste im Grab seiner Eltern auf dem Budapester Kerepesi temető. 1963 überführte man sie in sein Geburtshaus, das heute das Semmelweis-Museum für Medizingeschichte ist. Semmelweis hinterließ Frau und drei Kinder. Nachrufe waren kärglich und knapp. Eine Würdigung seines Lebenswerks fand sich lediglich in der Fachzeitschrift Orvosi Hetilap, in der Semmelweis, noch bevor er sein Buch verfasste, einige seiner Vorträge in ungarischer Sprache veröffentlicht hatte. Immerhin widmete ihm die Wiener Medizinische Wochenschrift einen kurzen Nachruf: „Dienstag wurde Professor Semmelweis begraben. Viele Professoren, Primarärzte etc. folgten seinem Sarge, und geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Verstorbene war erst 47 Jahre alt, und hinterlässt eine trauernde Witwe, und drei unmündige Kinder. Ruhe seiner Asche.“ Semmelweis’ Bedeutung wurde lange Zeit nicht erkannt. Erst 1882 erhielt er durch die Biografie von Alfred Hegar die erste öffentliche Anerkennung. Seine Biografen, deren Bücher meist zu Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, setzten sich häufig mit drastischen, sehr klaren Worten für ihn ein. Im Hauptgebäude der Anstalt in Wien-Döbling ist seit 1991 das Bezirksgericht Döbling untergebracht. Auf dem ehemaligen Gelände der Anstalt befindet sich der Neubau eines Seniorenheimes. Nachwirkung Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827–1912) im Jahr 1867 demonstrierte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein drastischer Rückgang der Operationsmortalität erreicht. Oft wird die Asepsis ihm zugeschrieben, obwohl er seine Erkenntnisse aus denen von Semmelweis gezogen hatte. Eine Ärztegeneration später setzte sich die Umsetzung von Hygienemaßnahmen bei Frauen im Kindbett durch, und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Semmelweis’ Erkenntnissen gewahr. Der im englischen Sprachraum bekannte Begriff Semmelweis-Reflex beschreibt die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“. In vielen Fällen habe die wissenschaftliche Leistung dann eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge. Die Begriffsbildung wird dem amerikanischen Autor Robert Anton Wilson zugeschrieben. 1993 wurde der Asteroid (4170) Semmelweis nach ihm benannt. Darüber hinaus tragen die Semmelweis-Universität in Budapest und die Semmelweis-Frauenklinik in Wien seinen Namen. Im ehemaligen Bezirkskrankenhaus Brandenburg an der Havel, heute Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, befand sich rechts neben dem Eingang zum alten Kreißsaal eine Büste von Ignaz Semmelweis. Mit dem Abriss des Gebäudetrakts und dem Umzug des Kreißsaals in den Neubau West verschwand diese Büste. Am 20. Februar 2019 wurde an der Medizinischen Universität Wien eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest. Die Enthüllung erfolgte in Anwesenheit von János Áder, Ernst Woller sowie der Rektoren beider Universitäten, Béla Merkely und Markus Müller. Die Statue wurde vom ungarischen Künstler Péter Párkányi Raab geschaffen. Die Bundesregierung Österreichs plant ab dem Studienjahr 2022/23 den Aufbau eines universitätsübergreifenden Ignaz-Semmelweis-Instituts (ISI) und schafft dafür bis zu 30 neue Professuren. Dieses Institut für Infektionsfragen soll sowohl Forschung betreiben als auch als Ansprechpartner für die Politik fungieren. Das Kooperationszentrum soll als Zusammenarbeit der MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck, JKU Linz und der VetMedUni Wien entstehen. Die Klientel Die Geburtshilfe genoss als medizinisches Fachgebiet ein geringes Ansehen. Geburtshilfliche Abteilungen lagen häufig in alten, desolaten Kliniktrakten mit Blick zum Hof oder zum Leichenhaus. Die Einrichtungen und hygienischen Verhältnisse waren extrem primitiv, teilweise auch, weil die Verbindung zwischen Hygiene und Infektionsgefahren nicht bekannt war. Leider fehlen demographische Daten der Patientinnen zu Status, Herkunft, Familienstand usw. in den Statistiken. Aus den vorliegenden Schriften geht lediglich hervor, dass ein Großteil der Patientinnen aus ärmlichen Verhältnissen stammte und keine Lobby hatte. Persönlichkeit Einflussreiche Ärzte sprachen für ihn, ihnen unterliefen aber kleine Fehler, die Semmelweis nicht korrigierte und die ihn angreifbar machten. Sein erster kollegialer Unterstützer war Gustav Adolf Michaelis, der als erster Geburtshelfer die Entdeckung erprobte und Semmelweis Recht gab. Außer einigen Briefen, die Semmelweis mit der Bitte um Prüfung an den Professor der Geburtshilfe in Kiel sandte, nahm Semmelweis trotz vieler Ersuchen und Möglichkeiten weder schriftlich noch mündlich Stellung. Öffentlich trat er erst ab Mitte 1850 in Wien auf. Seine Biografen erklären dies mit mangelhafter Schulbildung und der damit verbundenen Angst vor dem Sprechen und Schreiben. Semmelweis machte grammatikalische und orthographische Fehler und sprach Dialekt. Semmelweis wird als bescheiden und anspruchslos, als guter Gesellschafter, von kindlich-naiver Denkungsart und vertrauensvoll beschrieben, der aber sehr entschieden auf Gemeinheiten reagierte (Alfred Hegar, 1882). Seine spätere Verbitterung und zunehmende psychische Veränderung – Aggressivität, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unbeherrschtheit – werden häufig als Grund für das Scheitern seiner Ideen angenommen. Alwin Schönberger beschrieb seine Krankheit: „Er wurde zunehmend impulsiv, jähzornig und reizbar, er tobte, fluchte und beschimpfte Kollegen, hatte andererseits Phasen der Apathie und Antriebslosigkeit, vernachlässigte sein Äußeres, witterte überall Feinde, Neider und Intriganten. Forscher vermuten heute eine fortschreitende Erkrankung als Ursache. Die Symptome könnten zu einer Neurosyphilis passen, die nicht mit körperlichem Verfall einherging, aber mit einer dramatischen Veränderung des Charakters.“ Stand der Forschung Die Resonanz auf seine These war anfänglich relativ groß, die Revolution von 1848 lenkte das Interesse jedoch auf andere Bereiche. Ihr Scheitern stärkte dann die Reaktion und damit die althergebrachte Ordnung. Die deutschen und österreichischen Lehrbücher der Geburtshilfe ignorierten Semmelweis und vertraten weiterhin alte Lehren. Vereinzelt wurden Chlorwaschungen eingeführt, ohne dass die zuständigen Professoren sich wissenschaftlich zur Desinfizierung bekannten. Ein größeres Hindernis für die Verbreitung und Annahme seiner Theorie war aber nicht die Ignoranz, sondern die nachlässige Durchführung der Chlorwaschungen, deren mangelhafter Erfolg als Widerlegung der Semmelweisschen These angesehen wurde. Im In- und Ausland wurden Semmelweis’ Erkenntnisse nicht akzeptiert. Führende Ärzte standen ihm kritisch und ablehnend gegenüber. Der Stand der Forschung war ein anderer, die Theorie der Wundkrankheiten hatte durch Rudolf Virchow eine andere Erklärungsbasis gefunden. Für das Kindbettfieber machte dieser vor allem Witterungsverhältnisse und Erkrankungen verantwortlich. Schriften (Auswahl) Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni. Pest 1861 (online). Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers. 1861 (). Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis. Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen 1862 (online). Tiberius von Györy (Hrsg.): Semmelweis’ gesammelte Werke. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0692-5. Literatur Sachbuch Paul de Kruif: Kämpfer für das Leben. Ruhmestaten großer Naturforscher und Ärzte. Verlag des Druckhauses Tempelhof, Berlin 1951. György Gortvay: Semmelweis, Retter der Mütter. Hirzel, Leipzig 1977. Louis-Ferdinand Céline: Leben und Werk Philipp des Ignaz Semmelweis (1818–1865). Edition Age d’Homme, Wien 1980, ISBN 3-85418-004-7. Georg Silló-Seidl: Die Wahrheit über Semmelweis. Semmelweis, Hoya 1984, ISBN 3-925524-22-3. István Benedek: Ignaz Philipp Semmelweis (1818–1865). Böhlau, Wien 1985, ISBN 3-205-00537-6. Georg Silló-Seidl: Die Affaire Semmelweis. Herold, Wien 1985, ISBN 3-7008-0303-6. Sherwin B. Nuland: Ignaz Semmelweis. Arzt und großer Entdecker. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04825-0. Karl Semmelweis: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. Eigenverlag, Eisenstadt 2007. Sabine Fellner, Katrin Unterreiner: Medizin in Wien: Semmelweis, Billroth und Co. Metro, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-601-3. Hermann Baum: Ignaz Semmelweis: seine Mutter und ihre Vorfahren. Grin, München 2015, ISBN 978-3-656-89784-2. Fachliteratur Erna Lesky: Ignaz Philipp Semmelweis und die Wiener Medizinische Schule. Wien 1964 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 245, Band 1965, 3. Abhandlung). K. C. Carter, S. Abbott, J. L. Siebach: Five documents relating to the final illness and death of Ignaz Semmelweis. In: Bulletin of the history of medicine. Band 69, Nummer 2, 1995, S. 255–270. PMID 7613067. K. A. Sepkowitz: Cassandra and Ignaz Semmelweis. In: International Journal of Infectious Diseases, 1/1996, S. 57–58. J. Lange: Ignaz Semmelweis – “Savior of Mothers”. Long fight for recognition. In: Fortschritte der Medizin. Band 115, Nummer 33, November 1997, S. 60, PMID 9480285. V. Jay: Ignaz Semmelweis and the conquest of puerperal sepsis. In: Archives of Pathology & Laboratory Medicine, Band 123, Nummer 7, Juli 1999, S. 561–562, . PMID 10388906. M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Quality & safety in health care. Band 13, Nummer 3, Juni 2004, S. 233–234, doi:10.1136/qhc.13.3.233. PMID 15175497. . M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Qual Saf Health Care., 13/2004, S. 233–4. PMID 15175497. D. Gilles: Hempelian and Kuhnian Approaches in the Philosophy of Medicine: the Semmelweis Case (PDF; 210 kB). In: Studies in History and Philosophy of Science Part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 36/2005, , S. 159–181. Belletristik Hans José Rehfisch: Doktor Semmelweis. In: Ders.: Sieben Dramen. Desch, München 1961. Filme 1938: That Mothers Might Live, USA MGM, Regie Fred Zinnemann, Oscar für den besten Kurzfilm 1940: Semmelweis, Ungarn Mester Film, Regie André De Toth 1950: Semmelweis – Retter der Mütter, DDR DEFA, Regie Georg C. Klaren 1980: Semmelweis, Italien RAI, Regie Gianfranco Bettetini 1987: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen, BRD/Österreich ZDF/ORF, Regie Michael Verhoeven 1994: Semmelweis, Niederlande Humanistische Omroep Stichting, Regie Floor Maas 1995: Docteur Semmelweis, Frankreich/Polen, Regie Roger Andrieux 2001: Semmelweis (Kurzfilm), USA/Österreich Belvedere Film, Regie Jim Berry Drama/Schauspiele Jens Bjørneboe: Semmelweis. Gyldendal Norsk Forlag / Gyldendals moderne skuespillserie, Oslo 1968. Popkultur Fatoni: Semmelweisreflex – 2015: Yo, Picasso (mit Dexter, WSP Records / Universal Music Group) Weblinks Einzelnachweise Gynäkologe, Geburtshelfer Hygieniker Mediziner (19. Jahrhundert) Person als Namensgeber für einen Asteroiden Hochschullehrer (Semmelweis-Universität) Person (Kaisertum Österreich) Ungarndeutscher Ungar Geboren 1818 Gestorben 1865 Mann
9781847886361 - Design Thinking - Nigel Cross 9780262680677 Design Thinking (Peter G. Rowe) 9783640655960 Design Thinking (Stefan Ponsold) 4006180601323 Rette Mich Ein Bisschen (Thadeusz, J… 9781847888464 Design Thinking - Understanding How… 2901847886360 Design Thinking: Understanding How D… 9783866048362 Rette mich ein bisschen (Thadeusz, J… Rette mich ein bisschen. Ein Sanitäter-Roman. (Tha… Rette mich ein bisschen. Ein Sanit&auml;ter-Roman… Rette mich ein bisschen - Jörg Thadeusz -- Taschen… Rette mich ein bisschen: Ein Sanitäter-Roman [Tasc… Anbieter, die das Buch mit der ISBN 9781847886361 ankaufen: Kleinster Preis: 21,80 €, größter Preis: 50,54 €, Mittelwert: 30,40 € Der Dreiklang der Wirklichkeit - neues Buch ID: bccbb9a032beb6330f2b8d64d022ddc7 Der Sinn des Lebens liegt nicht in dem, was ich noch zu leben habe, sondern in dem, was ich bereits gelebt habe, und besonders in dem, was ich im Augenblick lebe. Der Tod ist nicht beängstigend. In gewissem Sinne liegt er nicht vor mir, sondern gerade hinter mir.Als ich geboren wurde, überwand ich den Tod, und je mehr ich lebe, desto mehr distanziere ich mich von meinem (tödlichen) Nichtsein vor der Zeit meines Daseins. Ich kann mein Leben jeden Augeblick aufs Spiel setzen. Das heißt nicht, dass ich mit dem Tod spiele. Ich spiele mit dem Leben." (Raimon Panikkar);"Der Sinn des Lebens liegt nicht in dem, was ich noch zu leben habe, sondern in dem, was ich bereits gelebt habe, und besonders in dem, was ich im Augenblick lebe. Der Tod ist nicht beängstigend. In gewissem Sinne liegt er nicht vor mir, sondern gerade hinter mir.Als ich geboren wurde, überwand ich den Tod, und je mehr ich lebe, desto mehr distanziere ich mich von meinem (tödlichen) Nichtsein vor der Zeit meines Daseins. Ich kann mein Leben jeden Augeblick aufs Spiel setzen. Das heißt nicht, dass ich mit dem Tod spiele. Ich spiele mit dem Leben." (Raimon Panikkar);https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TNA6C1L75IS-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TNA6C1L75IS-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TNA6C1L75IS-9f17d924daed1b-570-420-1;9783702503208;0;21.80;1;pc;11;;;;0TOQITBH7T67;Baustelle Investitions-Controlling;51.39;https://www.dodax.at/de-at/dp/TOQITBH7T67/;Bücher / Sozialwissenschaften, Recht & Wirtschaft / Wirtschaft / Betriebswirtschaft;Dieses Sonderheft hilft Controllern, Investitionen in die Gesamtplanung ihres Unternehmens einzuordnen sowie Investitionen besser zu bewerten, zu steuern und zu kontrollieren. Namenhafte Wissenschaftler und Vertreter bekannter Unternehmen wie RWE, Deutsche Post DHL Group, Metro und dem Energiekonzern Axpo, zeigen auf, mit welchen Maßnahmen sich aktuelle Probleme des Investitions-Controllings lösen lassen. Dadurch erhalten Controller das passende Rüstzeug, um ihre Unternehmen auf dem Weg zu Erfolg versprechenden Investitionsentscheidungen zu unterstützen.;Dieses Sonderheft hilft Controllern, Investitionen in die Gesamtplanung ihres Unternehmens einzuordnen sowie Investitionen besser zu bewerten, zu steuern und zu kontrollieren. Namenhafte Wissenschaftler und Vertreter bekannter Unternehmen wie RWE, Deutsche Post DHL Group, Metro und dem Energiekonzern Axpo, zeigen auf, mit welchen Maßnahmen sich aktuelle Probleme des Investitions-Controllings lösen lassen. Dadurch erhalten Controller das passende Rüstzeug, um ihre Unternehmen auf dem Weg zu Erfolg versprechenden Investitionsentscheidungen zu unterstützen.;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TOQITBH7T67-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TOQITBH7T67-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TOQITBH7T67-9f17d924daed1b-570-420-1;9783658107161;0;51.39;1;pc;11;;;;0TOSUO1ANQCV;Handbuch Betriebliche Kreislaufwirtschaft;77.09;https://www.dodax.at/de-at/dp/TOSUO1ANQCV/;Bücher / Naturwissenschaften, Medizin, Informatik & Technik / Technik / Bau- & Umwelttechnik;In kompakter Form stellt dieses Handbuch das notwendige Wissen über den Umweltbereich "Abfall" zusammen. Es bietet einen guten Überblick zu wichtigen Fragen der betrieblichen Abfallwirtschaft. Im Werk werden rechtliche, technologische und naturwissenschaftliche Aspekte zu umweltrelevanten Fragestellungen der Kreislaufwirtschaft behandelt. Im rechtlichen Teil werden europäische und nationale Rechtsanforderungen beschrieben. Der technologische Teil umfasst zahlreiche aktuelle Recyclingmöglichkeiten, z. B. für Batterien, Bioabfälle, Altfahrzeuge, Verpackungen, Altöle, halogenierte Lösemittel, Altholz, Elektro- und Elektronikgeräte, Kunststoffe, Metalle. Zahlreiche Grafiken zeigen die entsprechenden Entwicklungen auf. Es werden die wichtigsten Verfahren zur thermischen Abfallbehandlung und zur Deponierung der Reststoffe erläutert.;In kompakter Form stellt dieses Handbuch das notwendige Wissen über den Umweltbereich "Abfall" zusammen. Es bietet einen guten Überblick zu wichtigen Fragen der betrieblichen Abfallwirtschaft. Im Werk werden rechtliche, technologische und naturwissenschaftliche Aspekte zu umweltrelevanten Fragestellungen der Kreislaufwirtschaft behandelt. Im rechtlichen Teil werden europäische und nationale Rechtsanforderungen beschrieben. Der technologische Teil umfasst zahlreiche aktuelle Recyclingmöglichkeiten, z. B. für Batterien, Bioabfälle, Altfahrzeuge, Verpackungen, Altöle, halogenierte Lösemittel, Altholz, Elektro- und Elektronikgeräte, Kunststoffe, Metalle. Zahlreiche Grafiken zeigen die entsprechenden Entwicklungen auf. Es werden die wichtigsten Verfahren zur thermischen Abfallbehandlung und zur Deponierung der Reststoffe erläutert.;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TOSUO1ANQCV-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TOSUO1ANQCV-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TOSUO1ANQCV-9f17d924daed1b-570-420-1;9783658064440;0;77.09;1;pc;11;;;;0TPAT90BUMNV;Ford Focus;30.80;https://www.dodax.at/de-at/dp/TPAT90BUMNV/;Bücher / Ratgeber & Freizeit / Fahrzeuge / Auto & Motorrad;In diesem Band (Nr. 1242) werden die Modelle ab Baujahr 1998 mit folgenden Motoren behandelt:· 1.4 Liter, 16V, 55 kW/75 PS, Zetec-SE· 1.6 Liter, 16V, 74 kW/100 PS, Zetec-SE· 1.8 Liter, 16V, 85 kW/115 PS, Zetec-E· 2.0 Liter, 16V, 96 kW/130 PS, Zetec-E· 1.8 Liter, 55 kW/75 PS, Turbodiesel, Endura-DI· 1.8 Liter, 66 kW/90 PS, Turbodiesel, Endura-DI;In diesem Band (Nr. 1242) werden die Modelle ab Baujahr 1998 mit folgenden Motoren behandelt:· 1.4 Liter, 16V, 55 kW/75 PS, Zetec-SE· 1.6 Liter, 16V, 74 kW/100 PS, Zetec-SE· 1.8 Liter, 16V, 85 kW/115 PS, Zetec-E· 2.0 Liter, 16V, 96 kW/130 PS, Zetec-E· 1.8 Liter, 55 kW/75 PS, Turbodiesel, Endura-DI· 1.8 Liter, 66 kW/90 PS, Turbodiesel, Endura-DI;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TPAT90BUMNV-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TPAT90BUMNV-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TPAT90BUMNV-9f17d924daed1b-570-420-1;9783716819913;0;30.80;1;pc;11;;;;0TPQ5AU3C9D1;1931, Gesamtverzeichnisse 1879-1931;35.60;https://www.dodax.at/de-at/dp/TPQ5AU3C9D1/;Bücher / Geisteswissenschaften, Kunst, Musik / Sprach- & Literaturwissenschaften / Deutschsprachige Sprach- & Literaturwissenschaft;;;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TPQ5AU3C9D1-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TPQ5AU3C9D1-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TPQ5AU3C9D1-9f17d924daed1b-570-420-1;9783700121213;0;35.60;1;pc;11;;;;0TQSOKBQE443;Die Genussformel;24.00;https://www.dodax.at/de-at/dp/TQSOKBQE443/;Bücher / Sachbücher / Natur & Technik / Naturwissenschaft;Wie gelingt das saftigste und knusprigste Grillhuhn der Welt? Was macht einen Semmelknödel besonders flaumig? Wie löst man das WienerRosinengugelhupfproblem? Was macht die perfekte Weihnachtsgans aus? Warum kühlen manche Zutaten im selben Gericht schneller ab als andere? Und wie gewinnt man garantiert an jedem Buffet?Diesen und vielen anderen Fragen nähert sich Werner Gruber in seinem Bestseller von einer ganz neuen Seite. Mit viel Fachwissen und Humor erklärt er die chemischen und physikalischen Tricks der großen Köche und räumt dabei gleich mit so manchen populären Küchenirrtümern auf. Eine vom Autor vollständig durchgesehene und überarbeitete Neuausgabe.;Wie gelingt das saftigste und knusprigste Grillhuhn der Welt? Was macht einen Semmelknödel besonders flaumig? Wie löst man das WienerRosinengugelhupfproblem? Was macht die perfekte Weihnachtsgans aus? Warum kühlen manche Zutaten im selben Gericht schneller ab als andere? Und wie gewinnt man garantiert an jedem Buffet?Diesen und vielen anderen Fragen nähert sich Werner Gruber in seinem Bestseller von einer ganz neuen Seite. Mit viel Fachwissen und Humor erklärt er die chemischen und physikalischen Tricks der großen Köche und räumt dabei gleich mit so manchen populären Küchenirrtümern auf. Eine vom Autor vollständig durchgesehene und überarbeitete Neuausgabe.;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TQSOKBQE443-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TQSOKBQE443-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TQSOKBQE443-9f17d924daed1b-570-420-1;9783711001511;0;24.00;1;pc;11;;;;0TSBFMBRV7I2;Wirtschaftliche Implikationen des demografischen Wandels;102.80;https://www.dodax.at/de-at/dp/TSBFMBRV7I2/;Bücher / Sozialwissenschaften, Recht & Wirtschaft / Soziologie / Politische Soziologie;Der demografische Wandel zieht tiefgreifende und existenzielle Veränderungen in nahezu allen Lebensbereichen nach sich. Erste Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum, den Arbeitsmarkt, die Umwelt, technische Innovationen und Entwicklungen, die sozialen Sicherungssysteme und das Konsumverhalten sind bereits spürbar.Die FOM hat mit dem 1. Wirtschaftwissenschaftlichen Forum Essen "Wirtschaftliche Implikationen des demografischen Wandels - Herausforderungen und Lösungsansätze" eine Tagung initiiert, die zum Ziel hatte, die Auswirkungen dieser Entwicklung unter Berücksichtigung aller wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen zu analysieren, den fachlichen Austausch zwischen Wissenschaftlern und Praktikern anzuregen und damit aktiv den Dialog zwischen Theorie und Praxis zu fördern.Mehr als 200 Experten aus ganz Deutschland sowie hochrangige Wirtschaftsvertreter diskutierten die Folgen des demografischen Wandels - von der Personalwirtschaft über Marketing und Finanzen bis zur Gesundheit. Zu den Keynote-Speakern zählten der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Prof. Dr. Norbert Walter, Dr. Jürgen R. Karsten von der Steuerberatungsgesellschaft sowie Frau Hella Hagena, Partnerin der Unternehmensberatung Rundstedt & Partner. Schirmherrin der Tagung war Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung.;Der demografische Wandel zieht tiefgreifende und existenzielle Veränderungen in nahezu allen Lebensbereichen nach sich. Erste Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum, den Arbeitsmarkt, die Umwelt, technische Innovationen und Entwicklungen, die sozialen Sicherungssysteme und das Konsumverhalten sind bereits spürbar.Die FOM hat mit dem 1. Wirtschaftwissenschaftlichen Forum Essen "Wirtschaftliche Implikationen des demografischen Wandels - Herausforderungen und Lösungsansätze" eine Tagung initiiert, die zum Ziel hatte, die Auswirkungen dieser Entwicklung unter Berücksichtigung aller wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen zu analysieren, den fachlichen Austausch zwischen Wissenschaftlern und Praktikern anzuregen und damit aktiv den Dialog zwischen Theorie und Praxis zu fördern.Mehr als 200 Experten aus ganz Deutschland sowie hochrangige Wirtschaftsvertreter diskutierten die Folgen des demografischen Wandels - von der Personalwirtschaft über Marketing und Finanzen bis zur Gesundheit. Zu den Keynote-Speakern zählten der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Prof. Dr. Norbert Walter, Dr. Jürgen R. Karsten von der Steuerberatungsgesellschaft sowie Frau Hella Hagena, Partnerin der Unternehmensberatung Rundstedt & Partner. Schirmherrin der Tagung war Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung.;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TSBFMBRV7I2-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TSBFMBRV7I2-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TSBFMBRV7I2-9f17d924daed1b-570-420-1;9783658003067;0;102.80;1;pc;11;;;;0TSM4MOAGMQQ;Screening- und Assessmentinstrumente zur Erkennung von Delirien;51.39;https://www.dodax.at/de-at/dp/TSM4MOAGMQQ/;Bücher / Naturwissenschaften, Medizin, Informatik & Technik / Medizin / Pflege;Florian Schimböck identifiziert Screening- und Assessmentinstrumente zur systematischen Erfassung und Erkennung von Delirien durch Pflegepersonen und vergleicht sie hinsichtlich ihrer psychometrischen Eigenschaften. Insgesamt weist der Autor nach Literaturrecherche in Datenbanken und Suchmaschinen sieben Instrumente nach und beschreibt sie. Es wird deutlich, dass es bereits eine Vielzahl von geeigneten Screening- und Assessmentinstrumenten gibt, welche durch Pflegepersonen in der täglichen Praxis angewandt werden können. Die Erstellung neuer Instrumente ist daher nicht zwingend notwendig. Es wird die weitere Testung und Validierung der bereits vorhandenen Instrumente empfohlen.;Florian Schimböck identifiziert Screening- und Assessmentinstrumente zur systematischen Erfassung und Erkennung von Delirien durch Pflegepersonen und vergleicht sie hinsichtlich ihrer psychometrischen Eigenschaften. Insgesamt weist der Autor nach Literaturrecherche in Datenbanken und Suchmaschinen sieben Instrumente nach und beschreibt sie. Es wird deutlich, dass es bereits eine Vielzahl von geeigneten Screening- und Assessmentinstrumenten gibt, welche durch Pflegepersonen in der täglichen Praxis angewandt werden können. Die Erstellung neuer Instrumente ist daher nicht zwingend notwendig. Es wird die weitere Testung und Validierung der bereits vorhandenen Instrumente empfohlen.;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TSM4MOAGMQQ-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TSM4MOAGMQQ-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TSM4MOAGMQQ-9f17d924daed1b-570-420-1;9783658130558;0;51.39;1;pc;11;;;;0TSMOR682D47;Ducati 748, 916, 996 ab Modelljahr 1994;41.10;https://www.dodax.at/de-at/dp/TSMOR682D47/;Bücher / Ratgeber & Freizeit / Fahrzeuge / Auto & Motorrad;In diesem Band (Nr. 5253) werden alle Modelle der Ducati 748, 916, 996 ab Modelljahr 1994 behandelt;In diesem Band (Nr. 5253) werden alle Modelle der Ducati 748, 916, 996 ab Modelljahr 1994 behandelt;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TSMOR682D47-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TSMOR682D47-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-at/dp/TSMOR682D47-9f17d924daed1b-570-420-1;9783716820469;0;41.10;1;pc;11;;;;0U1KCIUAD40I;Talhoffers Fechtbuch aus dem Jahre 1467;36.89;https://www.dodax.at/de-at/dp/U1KCIUAD40I/;Bücher / Geisteswissenschaften, Kunst, Musik / Geschichte;Talhoffers Fechtbuch aus dem Jahre 1467 - gerichtliche und andere Zweikämpfe darstellend ist ein unveränderter, hochwertiger Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1887.Hansebooks ist Herausgeber von Literatur zu unterschiedlichen Themengebieten wie Forschung und Wissenschaft, Reisen und Expeditionen, Kochen und Ernährung, Medizin und weiteren Genres. Der Schwerpunkt des Verlages liegt auf dem Erhalt historischer Literatur. Viele Werke historischer Schriftsteller und Wissenschaftler sind heute nur noch als Antiquitäten erhältlich. Hansebooks verlegt di Die Kunterbunts, 120 Karten - neues Buch 2016, ISBN: 9781847886361 ID: 7fc285a1daa085f14e3aadd718ba7c76 Gassi gehen" - Du setzt einmal aus. "Familienbesuch" - Du ziehst vier Karten. Hast du einen ärgerlichen Hund auf der Hand? Oder nur fröhliche Kinder?In der Psychotherapiestunde mit Kindern wird viel gespielt und "Die Kunterbunts" ist ein für diesen Zweck entwickeltes, unkompliziertes Spiel nach Uno-Regeln. Durch das bekannte Spielprinzip bedarf es keiner langen Einführung: Die fröhliche Mutter darf auf die ärgerliche Mutter oder auf die fröhliche Tochter gelegt werden etc. Neben dem Spaß werden Empathie sowie die Wechselwirkungen von Emotionen in Familien vermittelt. Für alle, die mit Kindern therapeutisch oder beraterisch arbeiten.Für Kinder ab 5 Jahren.Mit Illustrationen von Pe Grigo.Aus dem Inhalt: Familienkarten, z.B. Fröhlicher Vater - Fröhliche Mutter - Ärgerlicher Hund - Ängstlicher Sohn - Überraschte Tochter.Aktionskarten, z.B. Familienrat (Karten tauschen) - Gassi gehen (Aussetzen) - Familienbesuch (4 Karten ziehen).;"Gassi gehen" - Du setzt einmal aus. "Familienbesuch" - Du ziehst vier Karten. Hast du einen ärgerlichen Hund auf der Hand? Oder nur fröhliche Kinder?In der Psychotherapiestunde mit Kindern wird viel gespielt und "Die Kunterbunts" ist ein für diesen Zweck entwickeltes, unkompliziertes Spiel nach Uno-Regeln. Durch das bekannte Spielprinzip bedarf es keiner langen Einführung: Die fröhliche Mutter darf auf die ärgerliche Mutter oder auf die fröhliche Tochter gelegt werden etc. Neben dem Spaß werden Empathie sowie die Wechselwirkungen von Emotionen in Familien vermittelt. Für alle, die mit Kindern therapeutisch oder beraterisch arbeiten.Für Kinder ab 5 Jahren.Mit Illustrationen von Pe Grigo.Aus dem Inhalt: Familienkarten, z.B. Fröhlicher Vater - Fröhliche Mutter - Ärgerlicher Hund - Ängstlicher Sohn - Überraschte Tochter.Aktionskarten, z.B. Familienrat (Karten tauschen) - Gassi gehen (Aussetzen) - Familienbesuch (4 Karten ziehen).;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TRV6GLG3P05-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TRV6GLG3P05-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TRV6GLG3P05-9f17d924daed1b-570-420-1;9783621285230;0;29.95;1;pc;11;;;;0TSTA4A4U8G5;Landesbauordnung Schleswig-Holstein 2016 mit Kurzkommentierung;42.00;https://www.dodax.de/de-de/dp/TSTA4A4U8G5/;Bücher / Sozialwissenschaften, Recht & Wirtschaft / Recht / Öffentliches Recht;Anlass für das Werk ist die Novellierung der Landesbauordnung Schleswig-Holstein.Die Novelle überträgt den Bauherren mehr Eigenverantwortung, enthält verständlichere Formulierungen und entlastet die Kommunen.Weitergehende Erleichterungen bei Baugenehmigungen, wie z. B. bei einer nachträglichen energetischen Sanierung, werden ermöglicht.Kleine Windkraftanlagen werden in bestimmten Gebieten verfahrensfrei gestellt.Traditionell ist auch dieser Textausgabe eine Kurzkommentierung beigefügt, die auf alle wesentlichen Aspekte des Bauordnungsrechts in Schleswig-Holstein eingeht.;Anlass für das Werk ist die Novellierung der Landesbauordnung Schleswig-Holstein.Die Novelle überträgt den Bauherren mehr Eigenverantwortung, enthält verständlichere Formulierungen und entlastet die Kommunen.Weitergehende Erleichterungen bei Baugenehmigungen, wie z. B. bei einer nachträglichen energetischen Sanierung, werden ermöglicht.Kleine Windkraftanlagen werden in bestimmten Gebieten verfahrensfrei gestellt.Traditionell ist auch dieser Textausgabe eine Kurzkommentierung beigefügt, die auf alle wesentlichen Aspekte des Bauordnungsrechts in Schleswig-Holstein eingeht.;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TSTA4A4U8G5-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TSTA4A4U8G5-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TSTA4A4U8G5-9f17d924daed1b-570-420-1;9783555018546;0;42.00;1;pc;11;;;;0TTTDHM3N362;Sprachlernhabitus und Bedeutungskonstruktion beim Fremdsprachenlernen;56.95;https://www.dodax.de/de-de/dp/TTTDHM3N362/;Bücher / Geisteswissenschaften, Kunst, Musik / Pädagogik / Schulpädagogik, Didaktik & Methodik;Was beeinflusst den Fremdspracherwerb? Bisher wurde die Antwort auf diese Frage meist im Lernenden oder im jeweiligen Lernkontext gesucht. Die Trennung zwischen externen und internen Einflussfaktoren muss jedoch aufgegeben werden, wenn man davon ausgeht, dass erstere erst internalisiert werden müssen, bevor sie wirksam werden können. Als Brücke zwischen beiden entwickelt die Autorin das Konzept des Sprachlernhabitus und bettet es in ein systemdynamisch-konstruktivistisches Modell des visuell-stimulierten Wortschatzerwerbs ein, dessen Erklärungskraft sie in einer methodisch aufwendigen empirischen Studie überprüft. Die Arbeit gibt einen Einblick in das komplexe Zusammenspiel von Kognition, Emotion, Motivation und sozialer Umwelt der Lernenden beim Fremdspracherwerb. Aus den Ergebnissen werden abschließend Empfehlungen für das institutionalisierte Fremdsprachenlehren abgeleitet.;Was beeinflusst den Fremdspracherwerb? Bisher wurde die Antwort auf diese Frage meist im Lernenden oder im jeweiligen Lernkontext gesucht. Die Trennung zwischen externen und internen Einflussfaktoren muss jedoch aufgegeben werden, wenn man davon ausgeht, dass erstere erst internalisiert werden müssen, bevor sie wirksam werden können. Als Brücke zwischen beiden entwickelt die Autorin das Konzept des Sprachlernhabitus und bettet es in ein systemdynamisch-konstruktivistisches Modell des visuell-stimulierten Wortschatzerwerbs ein, dessen Erklärungskraft sie in einer methodisch aufwendigen empirischen Studie überprüft. Die Arbeit gibt einen Einblick in das komplexe Zusammenspiel von Kognition, Emotion, Motivation und sozialer Umwelt der Lernenden beim Fremdspracherwerb. Aus den Ergebnissen werden abschließend Empfehlungen für das institutionalisierte Fremdsprachenlehren abgeleitet.;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TTTDHM3N362-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TTTDHM3N362-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TTTDHM3N362-9f17d924daed1b-570-420-1;9783631618936;0;56.95;1;pc;11;;;;0TUB87RMKJA1;Aktiv verkaufen am Telefon;39.99;https://www.dodax.de/de-de/dp/TUB87RMKJA1/;Bücher / Sozialwissenschaften, Recht & Wirtschaft / Wirtschaft / Management;Was macht Telefonverkäufer erfolgreich? Erstens die richtige Einstellung und zweitens die richtigen Techniken und Methoden - so die Vertriebs- und Kommunikationsexperten Ricarda Zartmann und Lothar Stempfle. "Aktiv verkaufen am Telefon" zeigt, wie es gelingt, sich optimal auf Gesprächspartner einzu stellen, und begleitet den Leser Schritt für Schritt durch die Phasen eines telefonischen Verkaufsgesprächs. Telefonverkäufer und Call Center Agents erfahren, wie sie sich professionell auf das Telefonat vorbereiten, die Phasen des Gesprächs erfolgreich gestalten und den Kontakt gezielt nachbereiten. Mit Beispielskripten und konkreten Tipps für die wichtigsten Gesprächssituationen am Telefon: Neukundenakquisition, Terminvereinbarung, Nachfassen von Angeboten, Preisgespräche, Reklamationsgespräche, Kundenrückgewinnung und Mahngespräche.Ein wertvoller Praxisleitfaden für alle, die professionell telefonieren und ihre Verkaufsquote am Telefon dauerhaft verbessern wollen.Neu in der 2. Auflage: Kundengewinnung mit Provozierendem Problemlösungsverkauf;Was macht Telefonverkäufer erfolgreich? Erstens die richtige Einstellung und zweitens die richtigen Techniken und Methoden - so die Vertriebs- und Kommunikationsexperten Ricarda Zartmann und Lothar Stempfle. "Aktiv verkaufen am Telefon" zeigt, wie es gelingt, sich optimal auf Gesprächspartner einzu stellen, und begleitet den Leser Schritt für Schritt durch die Phasen eines telefonischen Verkaufsgesprächs. Telefonverkäufer und Call Center Agents erfahren, wie sie sich professionell auf das Telefonat vorbereiten, die Phasen des Gesprächs erfolgreich gestalten und den Kontakt gezielt nachbereiten. Mit Beispielskripten und konkreten Tipps für die wichtigsten Gesprächssituationen am Telefon: Neukundenakquisition, Terminvereinbarung, Nachfassen von Angeboten, Preisgespräche, Reklamationsgespräche, Kundenrückgewinnung und Mahngespräche.Ein wertvoller Praxisleitfaden für alle, die professionell telefonieren und ihre Verkaufsquote am Telefon dauerhaft verbessern wollen.Neu in der 2. Auflage: Kundengewinnung mit Provozierendem Problemlösungsverkauf;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUB87RMKJA1-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUB87RMKJA1-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUB87RMKJA1-9f17d924daed1b-570-420-1;9783658029890;0;39.99;1;pc;11;;;;0TUC0U8R0V41;Die Mythologie in den nichtmythologischen Dichtungen Ovids;103.95;https://www.dodax.de/de-de/dp/TUC0U8R0V41/;Bücher / Geisteswissenschaften, Kunst, Musik / Sprach- & Literaturwissenschaften / Klassische Sprach- & Literaturwissenschaft;;;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUC0U8R0V41-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUC0U8R0V41-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUC0U8R0V41-9f17d924daed1b-570-420-1;9783631441664;0;103.95;1;pc;11;;;;0TUGSF6S3KBI;Understanding Network Hacks;44.73;https://www.dodax.de/de-de/dp/TUGSF6S3KBI/;Bücher / Naturwissenschaften, Medizin, Informatik & Technik / Informatik & EDV / Netzwerke;This book explains how to see one's own network through the eyes of an attacker, to understand their techniques and effectively protect against them. Through Python code samples the reader learns to code tools on subjects such as password sniffing, ARP poisoning, DNS spoofing, SQL injection, Google harvesting and Wifi hacking. Furthermore the reader will be introduced to defense methods such as intrusion detection and prevention systems and log file analysis by diving into code.;This book explains how to see one's own network through the eyes of an attacker, to understand their techniques and effectively protect against them. Through Python code samples the reader learns to code tools on subjects such as password sniffing, ARP poisoning, DNS spoofing, SQL injection, Google harvesting and Wifi hacking. Furthermore the reader will be introduced to defense methods such as intrusion detection and prevention systems and log file analysis by diving into code.;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUGSF6S3KBI-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUGSF6S3KBI-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUGSF6S3KBI-9f17d924daed1b-570-420-1;9783662444368;0;44.73;1;pc;11;;;;0TUINTJRIPV9;Bilder der Mathematik;27.99;https://www.dodax.de/de-de/dp/TUINTJRIPV9/;Bücher / Sachbücher / Natur & Technik / Naturwissenschaft;Wie sieht eine Kurve aus, die die ganze Ebene oder den Raum vollständig ausfüllt? Kann man einen Polyeder flexibel bewegen, ja sogar umstülpen? Was ist die projektive Ebene oder der vierdimensionale Raum? Gibt es Seifenblasen, die keine runden Kugel sind? Wie kann man die komplizierte Struktur von Strömungen besser verstehen?In diesem Buch erleben Sie die Mathematik von ihrer anschaulichen Seite und finden faszinierende und bisher nie gesehene Bilder, die Ihnen illustrative Antworten zu all diesen Fragestellungen geben. Zu allen Bildern gibt es kurze Erklärungstexte, viele Literaturhinweise und jede Menge Web-Links.Das Buch ist für alle Freunde der Mathematik, die nicht nur trockenen Text und endlose Formeln sehen wollen. Vom Schüler zum Lehrer, vom Studenten zum Professor. Es soll sie alle inspirieren und anregen, sich mit diesem oder jenem vermeintlich nur Insidern vorbehaltenem Thema zu beschäftigen. Lernen Sie die Mathematik von einer ganz neuen und bunten Seite kennen.Die Neuauflage ist vollständig durchgesehen und um acht Doppelseiten mit neuen und spektakulären Bildern ergänzt.Stimmen zur 1. Auflage:"Die durchweg exzellenten grafischen Veranschaulichungen geben gute Beispiele, wie man elegant und sauber argumentiert. Möge dieses Buch viele Leserinnen und Leser zur Mathematik verführen." c't 17/09"In den 'Bildern der Mathematik' kann man nach Herzenslust schmökern. Denn die einzelnen Mathematik-Häppchen und kleinen Geschichten sind zwar thematisch geordnet, bauen aber nicht aufeinander auf. So ist dieses Buch - für ein mathematisches Sachbuch sicher erstaunlich - sogar für den Nachttisch geeignet." Deutschlandradio Kultur;Wie sieht eine Kurve aus, die die ganze Ebene oder den Raum vollständig ausfüllt? Kann man einen Polyeder flexibel bewegen, ja sogar umstülpen? Was ist die projektive Ebene oder der vierdimensionale Raum? Gibt es Seifenblasen, die keine runden Kugel sind? Wie kann man die komplizierte Struktur von Strömungen besser verstehen?In diesem Buch erleben Sie die Mathematik von ihrer anschaulichen Seite und finden faszinierende und bisher nie gesehene Bilder, die Ihnen illustrative Antworten zu all diesen Fragestellungen geben. Zu allen Bildern gibt es kurze Erklärungstexte, viele Literaturhinweise und jede Menge Web-Links.Das Buch ist für alle Freunde der Mathematik, die nicht nur trockenen Text und endlose Formeln sehen wollen. Vom Schüler zum Lehrer, vom Studenten zum Professor. Es soll sie alle inspirieren und anregen, sich mit diesem oder jenem vermeintlich nur Insidern vorbehaltenem Thema zu beschäftigen. Lernen Sie die Mathematik von einer ganz neuen und bunten Seite kennen.Die Neuauflage ist vollständig durchgesehen und um acht Doppelseiten mit neuen und spektakulären Bildern ergänzt.Stimmen zur 1. Auflage:"Die durchweg exzellenten grafischen Veranschaulichungen geben gute Beispiele, wie man elegant und sauber argumentiert. Möge dieses Buch viele Leserinnen und Leser zur Mathematik verführen." c't 17/09"In den 'Bildern der Mathematik' kann man nach Herzenslust schmökern. Denn die einzelnen Mathematik-Häppchen und kleinen Geschichten sind zwar thematisch geordnet, bauen aber nicht aufeinander auf. So ist dieses Buch - für ein mathematisches Sachbuch sicher erstaunlich - sogar für den Nachttisch geeignet." Deutschlandradio Kultur;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUINTJRIPV9-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUINTJRIPV9-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/TUINTJRIPV9-9f17d924daed1b-570-420-1;9783662434161;0;27.99;1;pc;11;;;;0TVDH8U7J41H;Zaubergarten Biologie;24.90;https://www.dodax.de/de-de/dp/TVDH8U7J41H/;Bücher / Sachbücher / Natur & Technik / Naturwissenschaft;Der weltbekannte Chemiker und Biologe Gottfried Schatz beschreibt in 19 Essays biologische Phänomene, die unser Menschenbild prägen. Er denkt über die Anfänge des Lebens nach, stellt Überlegungen zu Energieknappheit und Wissensspeicherung auf Datenträgern an und betrachtet chemische Körperprozesse durch die Lupe des allumfassend gebildeten Wissenschaftlers. Dabei sind You Could Look It Up - neues Buch ID: 735c2356ae050b94724f95ee73e79e63 Knowledge is of two kinds," said Samuel Johnson in 1775. "We know a subject ourselves, or we know where we can find information upon it." Today we think of Wikipedia as the source of all information, the ultimate reference. Yet it is just the latest in a long line of aggregated knowledge--reference works that have shaped the way we've seen the world for centuries.You Could Look It Up chronicles the captivating stories behind these great works and their contents, and the way they have influenced each other. From The Code of Hammurabi, the earliest known compendium of laws in ancient Babylon almost two millennia before Christ to Pliny's Natural History, from the 11th-century Domesday Book recording land holdings in England to Abraham Ortelius's first atlas of the world, from Samuel Johnson's A Dictionary of the English Language to The Whole Earth Catalog to Google, Jack Lynch illuminates the human stories and accomplishment behind each, as well as its enduring impact on civilization. In the process, he offers new insight into the value of knowledge.;"Knowledge is of two kinds," said Samuel Johnson in 1775. "We know a subject ourselves, or we know where we can find information upon it." Today we think of Wikipedia as the source of all information, the ultimate reference. Yet it is just the latest in a long line of aggregated knowledge--reference works that have shaped the way we've seen the world for centuries.You Could Look It Up chronicles the captivating stories behind these great works and their contents, and the way they have influenced each other. From The Code of Hammurabi, the earliest known compendium of laws in ancient Babylon almost two millennia before Christ to Pliny's Natural History, from the 11th-century Domesday Book recording land holdings in England to Abraham Ortelius's first atlas of the world, from Samuel Johnson's A Dictionary of the English Language to The Whole Earth Catalog to Google, Jack Lynch illuminates the human stories and accomplishment behind each, as well as its enduring impact on civilization. In the process, he offers new insight into the value of knowledge.;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/42ARJ3MQCS5-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/42ARJ3MQCS5-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/42ARJ3MQCS5-9f17d924daed1b-570-420-1;9780802777522;0;27.21;1;pc;11;;;;042EBOHJMJ5V;Pro Oracle Identity and Access Management Suite;43.47;https://www.dodax.de/de-de/dp/42EBOHJMJ5V/;Bücher / Naturwissenschaften, Medizin, Informatik & Technik / Informatik & EDV / Anwendungs-Software;This book presents a process-based approach to implementing Oracle's Identity and Access Management Suite. Learn everything from basic installation through to advanced topics such as leveraging Oracle Virtual Directory and Identity Federation. Also covered is integrating with applications such as Oracle E-Business Suite and WebCenter Content. Pro Oracle Identity and Access Management Suit e provides real world implementation examples that make up a valuable resource as you plan and implement the product stack in your own environment. The book and the examples are also useful post-installation as your enterprise begins to explore the capabilities that Identity Management Suite provides.Implementing an identity management system can be a daunting project. There are many aspects that must be considered to ensure the highest availability and high integration value to the enterprise business units. Pro Oracle Identity and Access Management Suite imparts the information needed to leverage Oracle's Identity and Access Management suite and provide the level of service your organization demands. Show results to leadership by learning from example how to integrate cross-domain authentication using identity federation, how to allow user self-service capabilities across multiple directories with Virtual Directory, and how to perform the many other functions provided by Oracle Identity and Access Management Suite.Presents an example-based installation and configuration of the entire Oracle Identity and Access Management Suite, including high-availability and performance-tuning concepts. Demonstrates Identity Federation, Virtual Directory, Fusion Middleware Integration, and Integration with Oracle Access Manager.Introduces concepts such as Split Profiles for Identity Manager, MultiFactor authentication with Oracle Adaptive Access Manager, and Self Service Portals.;This book presents a process-based approach to implementing Oracle's Identity and Access Management Suite. Learn everything from basic installation through to advanced topics such as leveraging Oracle Virtual Directory and Identity Federation. Also covered is integrating with applications such as Oracle E-Business Suite and WebCenter Content. Pro Oracle Identity and Access Management Suit e provides real world implementation examples that make up a valuable resource as you plan and implement the product stack in your own environment. The book and the examples are also useful post-installation as your enterprise begins to explore the capabilities that Identity Management Suite provides.Implementing an identity management system can be a daunting project. There are many aspects that must be considered to ensure the highest availability and high integration value to the enterprise business units. Pro Oracle Identity and Access Management Suite imparts the information needed to leverage Oracle's Identity and Access Management suite and provide the level of service your organization demands. Show results to leadership by learning from example how to integrate cross-domain authentication using identity federation, how to allow user self-service capabilities across multiple directories with Virtual Directory, and how to perform the many other functions provided by Oracle Identity and Access Management Suite.Presents an example-based installation and configuration of the entire Oracle Identity and Access Management Suite, including high-availability and performance-tuning concepts. Demonstrates Identity Federation, Virtual Directory, Fusion Middleware Integration, and Integration with Oracle Access Manager.Introduces concepts such as Split Profiles for Identity Manager, MultiFactor authentication with Oracle Adaptive Access Manager, and Self Service Portals.;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/42EBOHJMJ5V-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/42EBOHJMJ5V-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/42EBOHJMJ5V-9f17d924daed1b-570-420-1;9781484215227;0;43.47;1;pc;11;;;;042OG3SN2Q15;Church in an Age of Global Migration;76.30;https://www.dodax.de/de-de/dp/42OG3SN2Q15/;Bücher / Geisteswissenschaften, Kunst, Musik / Religion & Theologie / Allgemeines & Lexika;Migration has become a defining feature of the contemporary age. It has brought about significant changes in political, economic, social, and religious landscapes. This volume explores a question that has been little considered to date: how are churches being transformed in the face of global migration? The book features contributors from diverse national, denominational, cultural, professional, and linguistic backgrounds. Their essays reveal the ways in which migrants and the phenomenon of migration expose longstanding gaps and failings within Christian communities. However, the prevalence of migration and migrants simultaneously opens up fresh possibilities for churches to grow, renew, becoming more authentic, dynamic, and diverse. Church in an Age of Global Migration presents a collage of embodied ecclesial practices, understandings, and realities that have emerged and are continuing to develop in the face of global migration. Committed to transnational and ecumenical dialogue, and to integrating practical and theoretical perspectives, this volume is the first to offer an in-depth analysis of the ways in which churches are being changed by migrants.;Migration has become a defining feature of the contemporary age. It has brought about significant changes in political, economic, social, and religious landscapes. This volume explores a question that has been little considered to date: how are churches being transformed in the face of global migration? The book features contributors from diverse national, denominational, cultural, professional, and linguistic backgrounds. Their essays reveal the ways in which migrants and the phenomenon of migration expose longstanding gaps and failings within Christian communities. However, the prevalence of migration and migrants simultaneously opens up fresh possibilities for churches to grow, renew, becoming more authentic, dynamic, and diverse. Church in an Age of Global Migration presents a collage of embodied ecclesial practices, understandings, and realities that have emerged and are continuing to develop in the face of global migration. Committed to transnational and ecumenical dialogue, and to integrating practical and theoretical perspectives, this volume is the first to offer an in-depth analysis of the ways in which churches are being changed by migrants.;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/42OG3SN2Q15-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/42OG3SN2Q15-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/42OG3SN2Q15-9f17d924daed1b-570-420-1;9781349556168;0;76.30;1;pc;11;;;;0431P4P22EFP;Implementing DirectAccess with Windows Server 2016;43.56;https://www.dodax.de/de-de/dp/431P4P22EFP/;Bücher / Naturwissenschaften, Medizin, Informatik & Technik / Informatik & EDV / Informatik;Learn how to design, plan, implement, and support a secure remote access solution using DirectAccess in Windows Server 2016. Remote Access has been included in the Windows operating system for many years. With each new operating system release, new features and capabilities have been included to allow network engineers and security administrators to provide remote access in a secure and cost-effective manner.DirectAccess in Windows Server 2016 provides seamless and transparent, always on remote network connectivity for managed Windows devices. DirectAccess is built on commonly deployed Windows platform technologies and is designed to streamline and simplify the remote access experience for end users. In addition, DirectAccess connectivity is bidirectional, allowing administrators to more effectively manage and secure their field-based assets.Implementing DirectAccess with Windows Server 2016 provides a high-level overview of how DirectAccess works. The vision and evolution of DirectAccess are outlined and business cases and market drivers are explained. DirectAccess is evaluated against traditional VPN and this book describes the Windows platform technologies that underpin this solution. In addition, this book:Explains how the technology works and the specific IT pain points that it addressesIncludes detailed, prescriptive guidance for those tasked with implementing DirectAccess using Windows Server 2016Addresses real-world deployment scenarios for small and large organizationsContains valuable tips, tricks, and implementation best practices for security and performance What you'll learnA high-level understanding of the various remote access technologies included in Windows Server 2016.Common uses cases for remote access, and how best to deploy them in a secure, stable, reliable, and highly available manner.Valuable insight in to design best practices and learn how to implement DirectAccess and VPN with Windows Server 2016 according to deployment best practices.Who This Book Is ForIT administrators, network, and security administrators and engineers, systems management professionals, compliance auditors, and IT executive management (CIO, CISO) are the target audience for this title.;Learn how to design, plan, implement, and support a secure remote access solution using DirectAccess in Windows Server 2016. Remote Access has been included in the Windows operating system for many years. With each new operating system release, new features and capabilities have been included to allow network engineers and security administrators to provide remote access in a secure and cost-effective manner.DirectAccess in Windows Server 2016 provides seamless and transparent, always on remote network connectivity for managed Windows devices. DirectAccess is built on commonly deployed Windows platform technologies and is designed to streamline and simplify the remote access experience for end users. In addition, DirectAccess connectivity is bidirectional, allowing administrators to more effectively manage and secure their field-based assets.Implementing DirectAccess with Windows Server 2016 provides a high-level overview of how DirectAccess works. The vision and evolution of DirectAccess are outlined and business cases and market drivers are explained. DirectAccess is evaluated against traditional VPN and this book describes the Windows platform technologies that underpin this solution. In addition, this book:Explains how the technology works and the specific IT pain points that it addressesIncludes detailed, prescriptive guidance for those tasked with implementing DirectAccess using Windows Server 2016Addresses real-world deployment scenarios for small and large organizationsContains valuable tips, tricks, and implementation best practices for security and performance What you'll learnA high-level understanding of the various remote access technologies included in Windows Server 2016.Common uses cases for remote access, and how best to deploy them in a secure, stable, reliable, and highly available manner.Valuable insight in to design best practices and learn how to implement DirectAccess and VPN with Windows Server 2016 according to deployment best practices.Who This Book Is ForIT administrators, network, and security administrators and engineers, systems management professionals, compliance auditors, and IT executive management (CIO, CISO) are the target audience for this title.;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/431P4P22EFP-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/431P4P22EFP-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/431P4P22EFP-9f17d924daed1b-570-420-1;9781484220580;0;43.56;1;pc;11;;;;03ADB8JSKR7I;Beethoven: The Complete Masterworks, Vol. 30;8.95;https://www.dodax.de/de-de/dp/3ADB8JSKR7I/;Musik / Klassik / Konzerte, Sinfonien & Orchestermusik;;;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/3ADB8JSKR7I-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/3ADB8JSKR7I-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/3ADB8J Investing the Templeton Way - neues Buch ID: 127141e0bc2ff103d201d8fbd54def61 To buy when others are despondently selling and to sell when others are avidly buying requires the greatest fortitude and pays the greatest ultimate rewards."-Sir John TempletonCalled the "greatest stock picker of the century" by Money magazine, legendary fund manager Sir John Templeton is revered as one of the world's premiere value investors, widely known for pioneering global investing and out-performing the stock market over a five-decade span. Investing the Templeton Way provides a never-before-seen glimpse into Sir John's timeless principles and methods.Beginning with a review of the methods behind Sir John's proven investment selection process, Investing the Templeton Way provides historical examples of his most successful trades and explains how today's investors can apply Sir John's winning approaches to their own portfolios. Detailing his most well-known principle investing at the point of maximum pessimism- this book outlines the techniques Sir John has used throughout his career to identify such points and capitalize on them.Among the lessons to be learned:Discover how to keep a cool head when other investors overreact to bad newsBecome a bargain stock hunter like Sir John-buy the stocks emotional sellers wish to unload and sell them what they are desperate to buySearch worldwide to expand your bargain inventoryProtect your portfolio from yourself through diversificationRely on quantitative versus qualitative reasoning when it comes to selecting stocksAdopt a virtuous investment strategy that will endure in all market conditions;"To buy when others are despondently selling and to sell when others are avidly buying requires the greatest fortitude and pays the greatest ultimate rewards."-Sir John TempletonCalled the "greatest stock picker of the century" by Money magazine, legendary fund manager Sir John Templeton is revered as one of the world's premiere value investors, widely known for pioneering global investing and out-performing the stock market over a five-decade span. Investing the Templeton Way provides a never-before-seen glimpse into Sir John's timeless principles and methods.Beginning with a review of the methods behind Sir John's proven investment selection process, Investing the Templeton Way provides historical examples of his most successful trades and explains how today's investors can apply Sir John's winning approaches to their own portfolios. Detailing his most well-known principle investing at the point of maximum pessimism- this book outlines the techniques Sir John has used throughout his career to identify such points and capitalize on them.Among the lessons to be learned:Discover how to keep a cool head when other investors overreact to bad newsBecome a bargain stock hunter like Sir John-buy the stocks emotional sellers wish to unload and sell them what they are desperate to buySearch worldwide to expand your bargain inventoryProtect your portfolio from yourself through diversificationRely on quantitative versus qualitative reasoning when it comes to selecting stocksAdopt a virtuous investment strategy that will endure in all market conditions;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8J79CK12PR3-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8J79CK12PR3-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8J79CK12PR3-9f17d924daed1b-570-420-1;9780071545631;0;50.54;1;pc;11;;;;08L0DVCQQAO8;Besame Mucho;11.12;https://www.dodax.de/de-de/dp/8L0DVCQQAO8/;Musik / New Age;;;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8L0DVCQQAO8-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8L0DVCQQAO8-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8L0DVCQQAO8-9f17d924daed1b-570-420-1;9007686000295;0;11.12;1;pc;11;;;;08LRLTOV3B9D;Babydecke "Wal/Streifen" filz 70/90cm;18.14;https://www.dodax.de/de-de/dp/8LRLTOV3B9D/;Büro & Schule / Sonstiges;;;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8LRLTOV3B9D-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8LRLTOV3B9D-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8LRLTOV3B9D-9f17d924daed1b-570-420-1;9007213168719;0;18.14;1;pc;11;;;;08MO83F1P928;A History of Europe in the Modern World;63.45;https://www.dodax.de/de-de/dp/8MO83F1P928/;Bücher / Geisteswissenschaften, Kunst, Musik / Geschichte / Allgemeines & Lexika;As the new title reflects, Palmer's A History of Europe in the Modern World maintains its well-established historical authority, while focusing more specifically on Europe's prominent role in modern global exchanges, nation building, transnational commercial systems, colonial empires, and cultural transitions. Combining concise accounts of specific nations and national differences with a wide-ranging, comparative analysis of international events, this updated edition of a classic text carefully examines the whole modern history of Europeans and their perpetually changing societies.;As the new title reflects, Palmer's A History of Europe in the Modern World maintains its well-established historical authority, while focusing more specifically on Europe's prominent role in modern global exchanges, nation building, transnational commercial systems, colonial empires, and cultural transitions. Combining concise accounts of specific nations and national differences with a wide-ranging, comparative analysis of international events, this updated edition of a classic text carefully examines the whole modern history of Europeans and their perpetually changing societies.;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8MO83F1P928-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8MO83F1P928-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8MO83F1P928-9f17d924daed1b-570-420-1;9780071315562;0;63.45;1;pc;11;;;;08MV0LV3UGHP;Samsung SyncMaster LU28E85 28" UHD;437.97;https://www.dodax.de/de-de/dp/8MV0LV3UGHP/;Elektronik / Computer / Monitore ;Entdecken Sie die Details beeindruckender UHD-Bildqualität Der Samsung UE850 UHD-Monitor bietet eine beeindruckende Ultra HD-Bildqualität, die sich perfekt für verschiedenste professionelle Anwendungen eignet. Kreative wie analytische Aufgaben profitieren von den hervorragenden hochauflösenden Bildern, die durch verblüffende 8 Millionen Pixel noch verstärkt werden und so noch mehr Details preisgeben. Die Bilder werden in einer Auflösung geliefert, die vier Mal so hoch ist wie bei Full HD, und sorgen für eine zuvor unterreichte Bildschirmschärfe am Arbeitsplatz. Mit der Schärfe von Ultra High Definition am Arbeitsplatz erreichen Sie mehr Komfort und höhere Produktivität. Erleben Sie Milliarden von unglaublich leuchtenden Farben und die höchste Helligkeitsstufe - 1 Milliarde Farben: Mit 64 Mal mehr Farben wie bei herkömmlichen Monitoren werden die Bilder derart detailgetreu, exakt und natürlich, dass es Ihnen den Atem verschlagen wird. - Höchste Helligkeitsstufe: Die höchste Helligkeit von 370 cd/m² macht die Bilder plastischer und gestochen scharf. Leistungsstarke Multitasking-Funktionen für maximale Produktivität - PBP: Mithilfe von Picture-by-Picture können Sie zwei verschiedene Eingangsquellen auf einem Bildschirm darstellen und dabei die Bildqualität des Originals beibehalten. - PIP 2.0: Führen Sie Multitasking durch, während Sie sich verschiedenste Inhalte ansehen. Dank Unterstützung von noch mehr Eingängen für Picture-in-Picture 2.0 ist das jetzt möglich. Ändern Sie die Größe des zweiten Bildes auf bis zu 25% des Bildschirms und positionieren Sie es dort, wo Sie möchten. Selbst die Soundeinstellungen können mit Leichtigkeit kontrolliert werden. Ein professioneller ergonomischer Monitor für wirklich professionelle Anforderungen - HAS-Fuß: Ein ergonomisch konstruierter HAS-Fuß (Height Adjustable Stand, höhenverstellbarer Fuß) ermöglicht eine flexible Einstellung der Höhe bis zu 130 mm. - 90° Pivot-Funktion und Automatische OSD-Drehung: Ändern Sie die Ausrichtung des Monitors mithilfe der 90°-Pivot-Funktion von Querformat auf Hochformat. Wenn der Bildschirm gedreht wird passt die automatische OSD-Drehung den Bildschirmtext (OSD) an den Bildschirm an. - Tilt-Funktion: Neigen Sie den Bildschirm sanft und problemlos um 20° nach vorn oder 5° nach hinten und genießen Sie den vollen Bildkomfort. - Premium-Design: Mit Premium-Titangehäuse in Silber/Schwarz Metallic in raffinierter matter Ausführung. Angenehm für die Augen und das komfortabelste Seherlebnis aller Zeiten - Eye Saver-Modus: Im Gegensatz zu anderen Farben, die von Bildschirmen ausgestrahlt werden, wirken blaue Lichtwellenlängen stimulierend auf die Netzhaut, wodurch die Augen ermüden. Der Eye Saver-Modus optimiert den Bildkomfort, indem die Ausgabe von blauem Licht durch Tastendruck auf intelligente Weise verringert wird. - Flicker Free: Die Flicker Free-Technologie verringert das Flimmern von Bildschirmen und sorgt für ein angenehmeres Seherlebnis. Tauchen Sie in eine neue Unterhaltungsdimension ein und erleben Sie ungeahnten Komfort - AMD FreeSync: Das Bildschirmaktualisierungsverhältnis wird dynamisch mit der Frame-Rate Ihrer Inhalte synchronisiert und verringert somit die Eingangslatenz auf ein Minimum. Weiters wird die Bildverzerrung und das Ruckeln bei Spielen dramatisch reduziert. - Verbesserte HDMI-Unterstützung: Dank verbessertem HDMI, das UHD-Auflösungen mit einem Aktualisierungsverhältnis von 60 Hz unterstützt, werden 4K-Inhalte problemlos ohne Verzögerung wiedergegeben, selbst wenn AV-Geräte angeschlossen sind. - Spielmodus: Passen Sie die Einstellungen Ihres Monitors mithilfe des On-Screen-Displays im Nu an und erleben Sie eine optimierte Spielerfahrung. Im Spielmodus wird die Helligkeit des Bildes verringert, damit Sie die gesamte Action plastisch mitbekommen. - Schnelle Reaktionszeit von 1 ms: Sehen Sie selbst die schnellsten Bewegungen auf dem Bildschirm scharf und ohne Bewegungsunschärfe, Flackern oder Schatten.;Entdecken Sie die Details beeindruckender UHD-Bildqualität Der Samsung UE850 UHD-Monitor bietet eine beeindruckende Ultra HD-Bildqualität, die sich perfekt für verschiedenste professionelle Anwendungen eignet. Kreative wie analytische Aufgaben profitieren von den hervorragenden hochauflösenden Bildern, die durch verblüffende 8 Millionen Pixel noch verstärkt werden und so noch mehr Details preisgeben. Die Bilder werden in einer Auflösung geliefert, die vier Mal so hoch ist wie bei Full HD, und sorgen für eine zuvor unterreichte Bildschirmschärfe am Arbeitsplatz. Mit der Schärfe von Ultra High Definition am Arbeitsplatz erreichen Sie mehr Komfort und höhere Produktivität. Erleben Sie Milliarden von unglaublich leuchtenden Farben und die höchste Helligkeitsstufe - 1 Milliarde Farben: Mit 64 Mal mehr Farben wie bei herkömmlichen Monitoren werden die Bilder derart detailgetreu, exakt und natürlich, dass es Ihnen den Atem verschlagen wird. - Höchste Helligkeitsstufe: Die höchste Helligkeit von 370 cd/m² macht die Bilder plastischer und gestochen scharf. Leistungsstarke Multitasking-Funktionen für maximale Produktivität - PBP: Mithilfe von Picture-by-Picture können Sie zwei verschiedene Eingangsquellen auf einem Bildschirm darstellen und dabei die Bildqualität des Originals beibehalten. - PIP 2.0: Führen Sie Multitasking durch, während Sie sich verschiedenste Inhalte ansehen. Dank Unterstützung von noch mehr Eingängen für Picture-in-Picture 2.0 ist das jetzt möglich. Ändern Sie die Größe des zweiten Bildes auf bis zu 25% des Bildschirms und positionieren Sie es dort, wo Sie möchten. Selbst die Soundeinstellungen können mit Leichtigkeit kontrolliert werden. Ein professioneller ergonomischer Monitor für wirklich professionelle Anforderungen - HAS-Fuß: Ein ergonomisch konstruierter HAS-Fuß (Height Adjustable Stand, höhenverstellbarer Fuß) ermöglicht eine flexible Einstellung der Höhe bis zu 130 mm. - 90° Pivot-Funktion und Automatische OSD-Drehung: Ändern Sie die Ausrichtung des Monitors mithilfe der 90°-Pivot-Funktion von Querformat auf Hochformat. Wenn der Bildschirm gedreht wird passt die automatische OSD-Drehung den Bildschirmtext (OSD) an den Bildschirm an. - Tilt-Funktion: Neigen Sie den Bildschirm sanft und problemlos um 20° nach vorn oder 5° nach hinten und genießen Sie den vollen Bildkomfort. - Premium-Design: Mit Premium-Titangehäuse in Silber/Schwarz Metallic in raffinierter matter Ausführung. Angenehm für die Augen und das komfortabelste Seherlebnis aller Zeiten - Eye Saver-Modus: Im Gegensatz zu anderen Farben, die von Bildschirmen ausgestrahlt werden, wirken blaue Lichtwellenlängen stimulierend auf die Netzhaut, wodurch die Augen ermüden. Der Eye Saver-Modus optimiert den Bildkomfort, indem die Ausgabe von blauem Licht durch Tastendruck auf intelligente Weise verringert wird. - Flicker Free: Die Flicker Free-Technologie verringert das Flimmern von Bildschirmen und sorgt für ein angenehmeres Seherlebnis. Tauchen Sie in eine neue Unterhaltungsdimension ein und erleben Sie ungeahnten Komfort - AMD FreeSync: Das Bildschirmaktualisierungsverhältnis wird dynamisch mit der Frame-Rate Ihrer Inhalte synchronisiert und verringert somit die Eingangslatenz auf ein Minimum. Weiters wird die Bildverzerrung und das Ruckeln bei Spielen dramatisch reduziert. - Verbesserte HDMI-Unterstützung: Dank verbessertem HDMI, das UHD-Auflösungen mit einem Aktualisierungsverhältnis von 60 Hz unterstützt, werden 4K-Inhalte problemlos ohne Verzögerung wiedergegeben, selbst wenn AV-Geräte angeschlossen sind. - Spielmodus: Passen Sie die Einstellungen Ihres Monitors mithilfe des On-Screen-Displays im Nu an und erleben Sie eine optimierte Spielerfahrung. Im Spielmodus wird die Helligkeit des Bildes verringert, damit Sie die gesamte Action plastisch mitbekommen. - Schnelle Reaktionszeit von 1 ms: Sehen Sie selbst die schnellsten Bewegungen auf dem Bildschirm scharf und ohne Bewegungsunschärfe, Flackern oder Schatten.;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8MV0LV3UGHP-9914c068db-64-64-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8MV0LV3UGHP-cc42c03d8d-175-175-1;https://c5-static.dodax.com/de-de/dp/8MV0LV3UGHP-9f17d924daed1b-570-420-1;8806086934381;0;437.97;1;pc;11;;;;08OU2HA02NVO;Star Wars Stormtroopers;33.66;https://www.dodax.de/de-de/dp/8OU2HA02NVO/;Bücher / Schule & Lernen / Sonstiges;Introduced in Star Wars (1977), the Imperial Stormtroopers serve as the army of the Galactic Empire, establishing Imperial authority and putting down any revolts. These instantly recognizable, white-clad troopers have become a universal symbol of Star Wars. Underscoring the popularity of the Stormtrooper, an Imperial Stormtrooper helmet from The Empire Strikes Back recently sold at auction for $120,00.00. Just in time for the release of the new film, Star Wars: The Last Jedi, Star ID: 12363479 Design Thinking ab 22.49 € als Taschenbuch: Understanding How Designers Think and Work. Aus dem Bereich: Bücher, Kunst & Musik, Medien > Bücher, Bloomsbury Academic EAN (ISBN-13): 9781847886361 ISBN (ISBN-10): 1847886361 Buch in der Datenbank seit 22.08.2007 19:43:30 Buch zuletzt gefunden am 16.07.2018 09:31:35 ISBN/EAN: 9781847886361 1-84788-636-1, 978-1-84788-636-1 "The Textile Reader", von "Jessica Hemmings (Editor)" (9781847886354) "Design Thinking", von "Nigel Cross" (9781847886378) "The Textile Reader", von "Jessica Hemmings, Jessica Hemmings" (9781847886347) "Hollywood Blockbusters", von "David Sutton" (9781847886392) "Global Denim", von "Daniel Miller" (9781847886323) "Mobile Communications", von "Nicola Green; Leslie Haddon" (9781847886408)
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Wer war Ignaz Philipp Semmelweis?
Ignaz Philipp Semmelweis (; * 1. Juli 1818 im Teilbezirk Tabán von Buda, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 13. August 1865 in Oberdöbling bei Wien, Kaisertum Österreich) war ein Chirurg und Geburtshelfer. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien. Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin. Leben Jugend und Laufbahn Ignaz Semmelweis wurde 1818 als fünftes Kind des Spezial- und Kolonialwaren-Großhändlers Josef Semmelweis (1778–1846) und der aus wohlhabendem Hause stammenden Theresa geb. Müller (1789–1844) im Teilbezirk Tabán in Buda geboren. Seine Eltern legten großen Wert auf eine gute Schulausbildung ihrer Kinder, da sie dadurch in die maßgeblichen gesellschaftlichen Schichten der heimischen Intelligenz aufsteigen konnten. Der Vater ließ alle Söhne im erzbischöflichen Gymnasium von Buda einschreiben. Nach dem Besuch der Elementarschule in Buda ging Ignaz auf das Piaristen-Gymnasium am St.-Niklas-Turm. Anschließend absolvierte er ein Jahr das Gymnasium in Stuhlweißenburg. Ursprünglich sollte er Militäranwalt werden, weshalb er von 1835 bis 1837 Philosophie und Jura an der Universität Pest studierte. 1837 kam er nach Wien, um Rechtswissenschaft zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin, setzte das Studium 1839 bis 1840 in Pest und ab 1841 wiederum in Wien fort. 1844 schloss er das Studium mit dem Magister der Geburtshilfe und im gleichen Jahr mit der Promotion zum Dr. med. ab. Seine Dissertation (Tractatus de vita plantarum „Über das Leben der Pflanzen“) behandelte die damals populäre Theorie des Vitalismus. Sie wurde durch die von ihm selbst schon bald (1847/48) verlangte Einführung einer systematisch vorgehenden klinischen Beobachtung, die ihn zum Mitbegründer der evidenzbasierten Medizin machte, allmählich als unwissenschaftlich verdrängt. 1845 folgte die Promotion zum Doktor der Chirurgie. Anschließend begann er an der Brustambulanz von Josef Skoda (1805–1881) und in der von Ferdinand von Hebra (1816–1880) geleiteten Ausschlagabteilung des von Kaiser Joseph II. gegründeten k.k. allgemeinen Krankenhauses zu arbeiten. Hier erlernte er Skodas Methode der Diagnose durch Ausschließen („diagnosis per exclusionem“) und die wissenschaftliche Arbeit mit statistischen Instrumenten. Im Institut für pathologische Anatomie unter der Leitung von Carl von Rokitansky (1804–1878) erstellte er Befunde an Frauenleichen. Assistenzarzt in Wien 1846 wurde Semmelweis Assistenzarzt in der geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Gefördert von namhaften Ärzten, wurde er Assistent von Prof. Johann Klein (1788–1856), Leiter der 1. geburtshilflichen Klinik, unter dessen Leitung die Letalitätsrate zwischen 5 und 15 Prozent betrug; teilweise reichte sie in Kliniken sogar bis zu 30 Prozent. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die durch das Kindbettfieber bedingte Sterblichkeit von Müttern nach der Entbindung wesentlich höher lag als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet und keine Leichensektionen vorgenommen wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür herausfinden und untersuchte die Mütter daher noch gründlicher. Doch gerade durch diese Bemühungen stieg die Zahl der Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich schließlich weigerten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinen Tagebuchaufzeichnungen starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Ein Kind auf die Welt zu bringen, war demnach also ebenso gefährlich, wie an einer Lungenentzündung zu erkranken. Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803–1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb – einer Krankheit, die einen ähnlichen Verlauf zeigte wie das Kindbettfieber –, glaubte Semmelweis, die Ursache für die Erkrankung benennen zu können: Die Mediziner und die Studenten führten täglich klinische Sektionen an den Leichen der Patientinnen durch, die zuvor am Kindbettfieber verstorben waren. Anschließend gingen sie „mit an der Hand klebenden Cadavertheilen“ zu den Gebärenden und wuschen sich die Hände mit Seife (oder in einzelnen Fällen überhaupt nicht), desinfizierten sie jedoch nicht. Mit diesen Händen untersuchten sie Frauen während der Entbindung und übertrugen infektiöses Material. Die eigentliche Ursache der Infektion – die Übertragung von Bakterien, die normalerweise massenhaft auf den Händen vorhanden sind – war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen nicht mit Leichen in Berührung und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch. In den Jahren 1847 bis 1848 fertigte er gezielt eine Studie unter dem Titel Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers an. Im Ergebnis dieser Studie wies Ignaz Semmelweis seine Studenten an, nach Leichensektionen die Hände und Instrumente mit Chlorlösung, später mit dem billigeren Chlorkalk zu desinfizieren – wie sich herausstellte, eine wirkungsvolle Maßnahme, da die Sterblichkeitsrate in nur wenigen Monaten von 12,3 auf 2 bis 3 Prozent sank. Als trotzdem noch einmal zwölf Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache zunächst das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet worden war, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen, sondern auch von lebenden Personen ausgehen konnte. So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung zu desinfizieren seien. Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 Prozent zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag. Trotz dieses Erfolgs wurden die Arbeiten von Semmelweis lange Zeit, vor allem von führenden Medizinern wie Anton von Rosas (1791–1855), Rudolf Virchow (1821–1902), Eduard Kaspar Jakob von Siebold (1801–1861), Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (1821–1891), James Young Simpson (1811–1870) und Weiteren, nicht anerkannt. Viele Ärzte und auch seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig und wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Einige Ärzte, wie Gustav Adolf Michaelis, veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner feindeten Semmelweis stark an und bezeichneten ihn als „Nestbeschmutzer“. Unterstützung fand er mit seiner Theorie bei namhaften Vertretern der Wiener Medizinischen Fakultät wie Skoda, Rokitansky und Hebra. Ferdinand von Hebra hatte Semmelweis sogar gedrängt, seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu veröffentlichen. Als er dies jedoch nicht tat, übernahm von Hebra selbst die Aufgabe. Die Gegner von Semmelweis verhinderten 1849 die Verlängerung seiner Assistenzarzttätigkeit, sodass er im März 1849 aus dem Dienst des Krankenhauses ausschied. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Mitglied der k. k. Gesellschaft der Ärzte gewählt. Hier wurde die angeregte Bildung einer Kommission zur Prüfung der Semmelweisschen Thesen mit Mehrheitsbeschluss angenommen, allerdings auf Betreiben seines ehemaligen Chefs in Wien, Professor Klein, dann ministeriell abgelehnt. Erst am 15. März 1850 präsentierte Semmelweis seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte. Professor in Pest Aufgrund weiterer Anfeindungen und Intrigen von Kollegen, wie Johann Klein oder Anton von Rosas, wurde Ignaz Semmelweis 1850 nur zum Privatdozenten für theoretische Geburtshilfe mit Übungen am Phantom ernannt. Über diese Einschränkung reagierte er dermaßen erbost, dass er nur fünf Tage nach seiner Ernennung Wien verließ und nach Pest übersiedelte. Hier eröffnete er eine Privatpraxis. Daneben arbeitete er als unbesoldeter Primararzt auf der Entbindungsstation des St.-Rochus-Spitals in Pest. Ab 1851 war Semmelweis Leiter der Geburtshilfeabteilung in Pest, ab 1855 Professor für theoretische und praktische Geburtshilfe sowie als Hebammenlehrer an der dortigen Universität, der heute nach ihm benannten Semmelweis-Universität. 1857 lehnte er die Berufung auf eine Professur nach Zürich ab. In Pest jedoch beschäftigte er sich auch mit der operativen Gynäkologie, hier führte er erstmals eine OP am Eierstock durch. Zwar veröffentlichte er seine Arbeitsergebnisse im ärztlichen Wochenblatt „Orvosi Hetilap“. Da dieses Blatt jedoch nur eine geringe Verbreitung hatte, war dieser Veröffentlichung keine große Wirksamkeit beschieden. Daher konnte Semmelweis mit solchen Aktivitäten seinen internationalen Widersachern nicht Paroli bieten. Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er dann bis 1860 in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Dem mit 500 Seiten zwar sehr umfangreichen, aber ungeschickt präsentierten und zudem sprachlich nicht elaborierten Buch blieb der Erfolg versagt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn (Semmelweis selbst nennt die Professoren Michaelis aus Kiel und Wilhelm Lange aus Heidelberg, aber auch Hebra, Škoda und von Rokitansky machten sich für ihn stark), da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Vielmehr wurde von vielen das Kindbettfieber beispielsweise auf schlechte Luft, das Ausbleiben der Menstruation oder einen Milchstau zurückgeführt. Da er immer wieder auf Ablehnung in Teilen der Ärzteschaft hinsichtlich der von ihm empfohlenen Desinfektionsmethoden stieß, ging er ab etwa 1861 dazu über, offene Briefe – zuerst an die ärgsten Widersacher, an Scanzoni, Späth und v. Siebold, dann später an alle Professoren im Bereich der Geburtshilfe – zu versenden. In diesen Briefen drohte er, die Uneinsichtigen öffentlich zu entlarven, wenn sie seine Verhaltensregeln nicht umsetzen. Dass es ihm dabei nicht immer gelang, diplomatisch die richtigen Worte zu wählen, verdeutlicht das folgende Zitat aus einem dieser offenen Briefe von Semmelweis: Und Semmelweis fährt fort: Offenbar als Antwort auf Semmelweis’ Denkbrief schrieb Louis Kugelmann aus Hannover am 10. August 1861: Tod 1865 erkrankte Ignaz Semmelweis an schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in die staatliche Landesirrenanstalt Döbling bei Wien eingeliefert. Einigen Quellen zufolge soll Semmelweis’ Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen sein. Semmelweis hatte wiederholt versucht, seine Kollegen von der Richtigkeit seiner Erkenntnisse schriftlich zu überzeugen, dennoch war ihm fast nur Ablehnung entgegengeschlagen, wie auch schon um 1850 von seinem ehemaligen Vorgesetzten am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Johann Klein (1788–1856), in dessen pathologischem Institut Semmelweis später obduziert wurde. Der Biograf Fritz Schürer von Waldheim schrieb 1905: Lobend erwähnt hatte Semmelweis diesbezüglich nur die Professoren Michaelis in Kiel und Lange in Heidelberg. Aus seiner Konversation in Briefen sind einzelne weitere bekannt, die ihm zumindest zugeneigt waren. Am 13. August 1865, zwei Wochen nach seiner Einweisung in Döbling, starb Ignaz Semmelweis – den damaligen Obduktionsberichten zufolge – mit 47 Jahren infolge einer kleinen Verletzung, die er sich durch eine eigene Schnittverletzung bei seinen Sektionen zugezogen habe, an einer Blutvergiftung. Eine ganz ähnliche Vermutung (gestorben „an Pyämie, wahrscheinlich in Folge einer Verwundung bei einer Operation“) wurde damals in der medizinischen Fachliteratur geäußert. Anderen Berichten zufolge sei dies stattdessen bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal bzw. zumindest innerhalb des Klinikaufenthalts erfolgt. So habe der Kinderarzt Janós Bókai, der 1865 einen Bericht über Semmelweis’ vorherigen Zustand verfasste, laut dem Gynäkologen und Medizinhistoriker Georg Silló-Seidl, welcher die ursprünglichen Klinikunterlagen im Archiv der Wiener Gesundheitsbehörde recherchierte, von einer vorherigen Verletzung nichts erwähnt, obwohl diese, wie behauptet, bereits zuvor entzündet gewesen sei. Laut Silló-Seidl gab es diverse weitere Ungereimtheiten. Da 1963 bei einer Exhumierung der sterblichen Überreste Semmelweis’ multiple Frakturen an Händen, Armen und am linken Brustkorb festgestellt wurden, erscheint die Aktennotiz der Klinik, in der stattdessen Gehirnlähmung als sein Sterbegrund genannt wurde, umso dubioser. Überlegungen zufolge, u. a. vom amerikanischen Semmelweis-Biografen Sherwin Nuland, sollen Pfleger Semmelweis auf dem Anstaltshof geschlagen haben und auf ihm herumgetrampelt sein. Ignaz Semmelweis wurde zunächst am 15. August auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt. Nachdem dieser aufgelassen worden war, begrub man die sterblichen Überreste im Grab seiner Eltern auf dem Budapester Kerepesi temető. 1963 überführte man sie in sein Geburtshaus, das heute das Semmelweis-Museum für Medizingeschichte ist. Semmelweis hinterließ Frau und drei Kinder. Nachrufe waren kärglich und knapp. Eine Würdigung seines Lebenswerks fand sich lediglich in der Fachzeitschrift Orvosi Hetilap, in der Semmelweis, noch bevor er sein Buch verfasste, einige seiner Vorträge in ungarischer Sprache veröffentlicht hatte. Immerhin widmete ihm die Wiener Medizinische Wochenschrift einen kurzen Nachruf: „Dienstag wurde Professor Semmelweis begraben. Viele Professoren, Primarärzte etc. folgten seinem Sarge, und geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Verstorbene war erst 47 Jahre alt, und hinterlässt eine trauernde Witwe, und drei unmündige Kinder. Ruhe seiner Asche.“ Semmelweis’ Bedeutung wurde lange Zeit nicht erkannt. Erst 1882 erhielt er durch die Biografie von Alfred Hegar die erste öffentliche Anerkennung. Seine Biografen, deren Bücher meist zu Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, setzten sich häufig mit drastischen, sehr klaren Worten für ihn ein. Im Hauptgebäude der Anstalt in Wien-Döbling ist seit 1991 das Bezirksgericht Döbling untergebracht. Auf dem ehemaligen Gelände der Anstalt befindet sich der Neubau eines Seniorenheimes. Nachwirkung Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827–1912) im Jahr 1867 demonstrierte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein drastischer Rückgang der Operationsmortalität erreicht. Oft wird die Asepsis ihm zugeschrieben, obwohl er seine Erkenntnisse aus denen von Semmelweis gezogen hatte. Eine Ärztegeneration später setzte sich die Umsetzung von Hygienemaßnahmen bei Frauen im Kindbett durch, und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Semmelweis’ Erkenntnissen gewahr. Der im englischen Sprachraum bekannte Begriff Semmelweis-Reflex beschreibt die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“. In vielen Fällen habe die wissenschaftliche Leistung dann eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge. Die Begriffsbildung wird dem amerikanischen Autor Robert Anton Wilson zugeschrieben. 1993 wurde der Asteroid (4170) Semmelweis nach ihm benannt. Darüber hinaus tragen die Semmelweis-Universität in Budapest und die Semmelweis-Frauenklinik in Wien seinen Namen. Im ehemaligen Bezirkskrankenhaus Brandenburg an der Havel, heute Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, befand sich rechts neben dem Eingang zum alten Kreißsaal eine Büste von Ignaz Semmelweis. Mit dem Abriss des Gebäudetrakts und dem Umzug des Kreißsaals in den Neubau West verschwand diese Büste. Am 20. Februar 2019 wurde an der Medizinischen Universität Wien eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest. Die Enthüllung erfolgte in Anwesenheit von János Áder, Ernst Woller sowie der Rektoren beider Universitäten, Béla Merkely und Markus Müller. Die Statue wurde vom ungarischen Künstler Péter Párkányi Raab geschaffen. Die Bundesregierung Österreichs plant ab dem Studienjahr 2022/23 den Aufbau eines universitätsübergreifenden Ignaz-Semmelweis-Instituts (ISI) und schafft dafür bis zu 30 neue Professuren. Dieses Institut für Infektionsfragen soll sowohl Forschung betreiben als auch als Ansprechpartner für die Politik fungieren. Das Kooperationszentrum soll als Zusammenarbeit der MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck, JKU Linz und der VetMedUni Wien entstehen. Die Klientel Die Geburtshilfe genoss als medizinisches Fachgebiet ein geringes Ansehen. Geburtshilfliche Abteilungen lagen häufig in alten, desolaten Kliniktrakten mit Blick zum Hof oder zum Leichenhaus. Die Einrichtungen und hygienischen Verhältnisse waren extrem primitiv, teilweise auch, weil die Verbindung zwischen Hygiene und Infektionsgefahren nicht bekannt war. Leider fehlen demographische Daten der Patientinnen zu Status, Herkunft, Familienstand usw. in den Statistiken. Aus den vorliegenden Schriften geht lediglich hervor, dass ein Großteil der Patientinnen aus ärmlichen Verhältnissen stammte und keine Lobby hatte. Persönlichkeit Einflussreiche Ärzte sprachen für ihn, ihnen unterliefen aber kleine Fehler, die Semmelweis nicht korrigierte und die ihn angreifbar machten. Sein erster kollegialer Unterstützer war Gustav Adolf Michaelis, der als erster Geburtshelfer die Entdeckung erprobte und Semmelweis Recht gab. Außer einigen Briefen, die Semmelweis mit der Bitte um Prüfung an den Professor der Geburtshilfe in Kiel sandte, nahm Semmelweis trotz vieler Ersuchen und Möglichkeiten weder schriftlich noch mündlich Stellung. Öffentlich trat er erst ab Mitte 1850 in Wien auf. Seine Biografen erklären dies mit mangelhafter Schulbildung und der damit verbundenen Angst vor dem Sprechen und Schreiben. Semmelweis machte grammatikalische und orthographische Fehler und sprach Dialekt. Semmelweis wird als bescheiden und anspruchslos, als guter Gesellschafter, von kindlich-naiver Denkungsart und vertrauensvoll beschrieben, der aber sehr entschieden auf Gemeinheiten reagierte (Alfred Hegar, 1882). Seine spätere Verbitterung und zunehmende psychische Veränderung – Aggressivität, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unbeherrschtheit – werden häufig als Grund für das Scheitern seiner Ideen angenommen. Alwin Schönberger beschrieb seine Krankheit: „Er wurde zunehmend impulsiv, jähzornig und reizbar, er tobte, fluchte und beschimpfte Kollegen, hatte andererseits Phasen der Apathie und Antriebslosigkeit, vernachlässigte sein Äußeres, witterte überall Feinde, Neider und Intriganten. Forscher vermuten heute eine fortschreitende Erkrankung als Ursache. Die Symptome könnten zu einer Neurosyphilis passen, die nicht mit körperlichem Verfall einherging, aber mit einer dramatischen Veränderung des Charakters.“ Stand der Forschung Die Resonanz auf seine These war anfänglich relativ groß, die Revolution von 1848 lenkte das Interesse jedoch auf andere Bereiche. Ihr Scheitern stärkte dann die Reaktion und damit die althergebrachte Ordnung. Die deutschen und österreichischen Lehrbücher der Geburtshilfe ignorierten Semmelweis und vertraten weiterhin alte Lehren. Vereinzelt wurden Chlorwaschungen eingeführt, ohne dass die zuständigen Professoren sich wissenschaftlich zur Desinfizierung bekannten. Ein größeres Hindernis für die Verbreitung und Annahme seiner Theorie war aber nicht die Ignoranz, sondern die nachlässige Durchführung der Chlorwaschungen, deren mangelhafter Erfolg als Widerlegung der Semmelweisschen These angesehen wurde. Im In- und Ausland wurden Semmelweis’ Erkenntnisse nicht akzeptiert. Führende Ärzte standen ihm kritisch und ablehnend gegenüber. Der Stand der Forschung war ein anderer, die Theorie der Wundkrankheiten hatte durch Rudolf Virchow eine andere Erklärungsbasis gefunden. Für das Kindbettfieber machte dieser vor allem Witterungsverhältnisse und Erkrankungen verantwortlich. Schriften (Auswahl) Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni. Pest 1861 (online). Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers. 1861 (). Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis. Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen 1862 (online). Tiberius von Györy (Hrsg.): Semmelweis’ gesammelte Werke. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0692-5. Literatur Sachbuch Paul de Kruif: Kämpfer für das Leben. Ruhmestaten großer Naturforscher und Ärzte. Verlag des Druckhauses Tempelhof, Berlin 1951. György Gortvay: Semmelweis, Retter der Mütter. Hirzel, Leipzig 1977. Louis-Ferdinand Céline: Leben und Werk Philipp des Ignaz Semmelweis (1818–1865). Edition Age d’Homme, Wien 1980, ISBN 3-85418-004-7. Georg Silló-Seidl: Die Wahrheit über Semmelweis. Semmelweis, Hoya 1984, ISBN 3-925524-22-3. István Benedek: Ignaz Philipp Semmelweis (1818–1865). Böhlau, Wien 1985, ISBN 3-205-00537-6. Georg Silló-Seidl: Die Affaire Semmelweis. Herold, Wien 1985, ISBN 3-7008-0303-6. Sherwin B. Nuland: Ignaz Semmelweis. Arzt und großer Entdecker. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04825-0. Karl Semmelweis: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. Eigenverlag, Eisenstadt 2007. Sabine Fellner, Katrin Unterreiner: Medizin in Wien: Semmelweis, Billroth und Co. Metro, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-601-3. Hermann Baum: Ignaz Semmelweis: seine Mutter und ihre Vorfahren. Grin, München 2015, ISBN 978-3-656-89784-2. Fachliteratur Erna Lesky: Ignaz Philipp Semmelweis und die Wiener Medizinische Schule. Wien 1964 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 245, Band 1965, 3. Abhandlung). K. C. Carter, S. Abbott, J. L. Siebach: Five documents relating to the final illness and death of Ignaz Semmelweis. In: Bulletin of the history of medicine. Band 69, Nummer 2, 1995, S. 255–270. PMID 7613067. K. A. Sepkowitz: Cassandra and Ignaz Semmelweis. In: International Journal of Infectious Diseases, 1/1996, S. 57–58. J. Lange: Ignaz Semmelweis – “Savior of Mothers”. Long fight for recognition. In: Fortschritte der Medizin. Band 115, Nummer 33, November 1997, S. 60, PMID 9480285. V. Jay: Ignaz Semmelweis and the conquest of puerperal sepsis. In: Archives of Pathology & Laboratory Medicine, Band 123, Nummer 7, Juli 1999, S. 561–562, . PMID 10388906. M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Quality & safety in health care. Band 13, Nummer 3, Juni 2004, S. 233–234, doi:10.1136/qhc.13.3.233. PMID 15175497. . M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Qual Saf Health Care., 13/2004, S. 233–4. PMID 15175497. D. Gilles: Hempelian and Kuhnian Approaches in the Philosophy of Medicine: the Semmelweis Case (PDF; 210 kB). In: Studies in History and Philosophy of Science Part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 36/2005, , S. 159–181. Belletristik Hans José Rehfisch: Doktor Semmelweis. In: Ders.: Sieben Dramen. Desch, München 1961. Filme 1938: That Mothers Might Live, USA MGM, Regie Fred Zinnemann, Oscar für den besten Kurzfilm 1940: Semmelweis, Ungarn Mester Film, Regie André De Toth 1950: Semmelweis – Retter der Mütter, DDR DEFA, Regie Georg C. Klaren 1980: Semmelweis, Italien RAI, Regie Gianfranco Bettetini 1987: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen, BRD/Österreich ZDF/ORF, Regie Michael Verhoeven 1994: Semmelweis, Niederlande Humanistische Omroep Stichting, Regie Floor Maas 1995: Docteur Semmelweis, Frankreich/Polen, Regie Roger Andrieux 2001: Semmelweis (Kurzfilm), USA/Österreich Belvedere Film, Regie Jim Berry Drama/Schauspiele Jens Bjørneboe: Semmelweis. Gyldendal Norsk Forlag / Gyldendals moderne skuespillserie, Oslo 1968. Popkultur Fatoni: Semmelweisreflex – 2015: Yo, Picasso (mit Dexter, WSP Records / Universal Music Group) Weblinks Einzelnachweise Gynäkologe, Geburtshelfer Hygieniker Mediziner (19. Jahrhundert) Person als Namensgeber für einen Asteroiden Hochschullehrer (Semmelweis-Universität) Person (Kaisertum Österreich) Ungarndeutscher Ungar Geboren 1818 Gestorben 1865 Mann
Android Thema Download für Nokia 6275i - 114035 Download Android Thema für Nokia 6275i Windows 7 von Sourav kumar samanta Downloaded 4279 Male SWF anim clock $ ind von Galina Downloaded 2744 Male Vista Xp von Waleed Arfeen Hinzugefügt 17 Jul 2009 SWF red analog clock von Galina Downloaded 4349 Male Die Dateigröße: 792 Kb Hinzugefügt 24 Sep 2010 Downloaded 18720 Male Hinzugefügt 10 Mär 2015 Downloaded 311 Male Der Tegu: logo, apple
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Wer war Ignaz Philipp Semmelweis?
Ignaz Philipp Semmelweis (; * 1. Juli 1818 im Teilbezirk Tabán von Buda, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 13. August 1865 in Oberdöbling bei Wien, Kaisertum Österreich) war ein Chirurg und Geburtshelfer. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien. Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin. Leben Jugend und Laufbahn Ignaz Semmelweis wurde 1818 als fünftes Kind des Spezial- und Kolonialwaren-Großhändlers Josef Semmelweis (1778–1846) und der aus wohlhabendem Hause stammenden Theresa geb. Müller (1789–1844) im Teilbezirk Tabán in Buda geboren. Seine Eltern legten großen Wert auf eine gute Schulausbildung ihrer Kinder, da sie dadurch in die maßgeblichen gesellschaftlichen Schichten der heimischen Intelligenz aufsteigen konnten. Der Vater ließ alle Söhne im erzbischöflichen Gymnasium von Buda einschreiben. Nach dem Besuch der Elementarschule in Buda ging Ignaz auf das Piaristen-Gymnasium am St.-Niklas-Turm. Anschließend absolvierte er ein Jahr das Gymnasium in Stuhlweißenburg. Ursprünglich sollte er Militäranwalt werden, weshalb er von 1835 bis 1837 Philosophie und Jura an der Universität Pest studierte. 1837 kam er nach Wien, um Rechtswissenschaft zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin, setzte das Studium 1839 bis 1840 in Pest und ab 1841 wiederum in Wien fort. 1844 schloss er das Studium mit dem Magister der Geburtshilfe und im gleichen Jahr mit der Promotion zum Dr. med. ab. Seine Dissertation (Tractatus de vita plantarum „Über das Leben der Pflanzen“) behandelte die damals populäre Theorie des Vitalismus. Sie wurde durch die von ihm selbst schon bald (1847/48) verlangte Einführung einer systematisch vorgehenden klinischen Beobachtung, die ihn zum Mitbegründer der evidenzbasierten Medizin machte, allmählich als unwissenschaftlich verdrängt. 1845 folgte die Promotion zum Doktor der Chirurgie. Anschließend begann er an der Brustambulanz von Josef Skoda (1805–1881) und in der von Ferdinand von Hebra (1816–1880) geleiteten Ausschlagabteilung des von Kaiser Joseph II. gegründeten k.k. allgemeinen Krankenhauses zu arbeiten. Hier erlernte er Skodas Methode der Diagnose durch Ausschließen („diagnosis per exclusionem“) und die wissenschaftliche Arbeit mit statistischen Instrumenten. Im Institut für pathologische Anatomie unter der Leitung von Carl von Rokitansky (1804–1878) erstellte er Befunde an Frauenleichen. Assistenzarzt in Wien 1846 wurde Semmelweis Assistenzarzt in der geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Gefördert von namhaften Ärzten, wurde er Assistent von Prof. Johann Klein (1788–1856), Leiter der 1. geburtshilflichen Klinik, unter dessen Leitung die Letalitätsrate zwischen 5 und 15 Prozent betrug; teilweise reichte sie in Kliniken sogar bis zu 30 Prozent. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die durch das Kindbettfieber bedingte Sterblichkeit von Müttern nach der Entbindung wesentlich höher lag als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet und keine Leichensektionen vorgenommen wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür herausfinden und untersuchte die Mütter daher noch gründlicher. Doch gerade durch diese Bemühungen stieg die Zahl der Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich schließlich weigerten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinen Tagebuchaufzeichnungen starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Ein Kind auf die Welt zu bringen, war demnach also ebenso gefährlich, wie an einer Lungenentzündung zu erkranken. Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803–1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb – einer Krankheit, die einen ähnlichen Verlauf zeigte wie das Kindbettfieber –, glaubte Semmelweis, die Ursache für die Erkrankung benennen zu können: Die Mediziner und die Studenten führten täglich klinische Sektionen an den Leichen der Patientinnen durch, die zuvor am Kindbettfieber verstorben waren. Anschließend gingen sie „mit an der Hand klebenden Cadavertheilen“ zu den Gebärenden und wuschen sich die Hände mit Seife (oder in einzelnen Fällen überhaupt nicht), desinfizierten sie jedoch nicht. Mit diesen Händen untersuchten sie Frauen während der Entbindung und übertrugen infektiöses Material. Die eigentliche Ursache der Infektion – die Übertragung von Bakterien, die normalerweise massenhaft auf den Händen vorhanden sind – war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen nicht mit Leichen in Berührung und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch. In den Jahren 1847 bis 1848 fertigte er gezielt eine Studie unter dem Titel Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers an. Im Ergebnis dieser Studie wies Ignaz Semmelweis seine Studenten an, nach Leichensektionen die Hände und Instrumente mit Chlorlösung, später mit dem billigeren Chlorkalk zu desinfizieren – wie sich herausstellte, eine wirkungsvolle Maßnahme, da die Sterblichkeitsrate in nur wenigen Monaten von 12,3 auf 2 bis 3 Prozent sank. Als trotzdem noch einmal zwölf Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache zunächst das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet worden war, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen, sondern auch von lebenden Personen ausgehen konnte. So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung zu desinfizieren seien. Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 Prozent zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag. Trotz dieses Erfolgs wurden die Arbeiten von Semmelweis lange Zeit, vor allem von führenden Medizinern wie Anton von Rosas (1791–1855), Rudolf Virchow (1821–1902), Eduard Kaspar Jakob von Siebold (1801–1861), Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (1821–1891), James Young Simpson (1811–1870) und Weiteren, nicht anerkannt. Viele Ärzte und auch seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig und wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Einige Ärzte, wie Gustav Adolf Michaelis, veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner feindeten Semmelweis stark an und bezeichneten ihn als „Nestbeschmutzer“. Unterstützung fand er mit seiner Theorie bei namhaften Vertretern der Wiener Medizinischen Fakultät wie Skoda, Rokitansky und Hebra. Ferdinand von Hebra hatte Semmelweis sogar gedrängt, seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu veröffentlichen. Als er dies jedoch nicht tat, übernahm von Hebra selbst die Aufgabe. Die Gegner von Semmelweis verhinderten 1849 die Verlängerung seiner Assistenzarzttätigkeit, sodass er im März 1849 aus dem Dienst des Krankenhauses ausschied. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Mitglied der k. k. Gesellschaft der Ärzte gewählt. Hier wurde die angeregte Bildung einer Kommission zur Prüfung der Semmelweisschen Thesen mit Mehrheitsbeschluss angenommen, allerdings auf Betreiben seines ehemaligen Chefs in Wien, Professor Klein, dann ministeriell abgelehnt. Erst am 15. März 1850 präsentierte Semmelweis seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte. Professor in Pest Aufgrund weiterer Anfeindungen und Intrigen von Kollegen, wie Johann Klein oder Anton von Rosas, wurde Ignaz Semmelweis 1850 nur zum Privatdozenten für theoretische Geburtshilfe mit Übungen am Phantom ernannt. Über diese Einschränkung reagierte er dermaßen erbost, dass er nur fünf Tage nach seiner Ernennung Wien verließ und nach Pest übersiedelte. Hier eröffnete er eine Privatpraxis. Daneben arbeitete er als unbesoldeter Primararzt auf der Entbindungsstation des St.-Rochus-Spitals in Pest. Ab 1851 war Semmelweis Leiter der Geburtshilfeabteilung in Pest, ab 1855 Professor für theoretische und praktische Geburtshilfe sowie als Hebammenlehrer an der dortigen Universität, der heute nach ihm benannten Semmelweis-Universität. 1857 lehnte er die Berufung auf eine Professur nach Zürich ab. In Pest jedoch beschäftigte er sich auch mit der operativen Gynäkologie, hier führte er erstmals eine OP am Eierstock durch. Zwar veröffentlichte er seine Arbeitsergebnisse im ärztlichen Wochenblatt „Orvosi Hetilap“. Da dieses Blatt jedoch nur eine geringe Verbreitung hatte, war dieser Veröffentlichung keine große Wirksamkeit beschieden. Daher konnte Semmelweis mit solchen Aktivitäten seinen internationalen Widersachern nicht Paroli bieten. Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er dann bis 1860 in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Dem mit 500 Seiten zwar sehr umfangreichen, aber ungeschickt präsentierten und zudem sprachlich nicht elaborierten Buch blieb der Erfolg versagt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn (Semmelweis selbst nennt die Professoren Michaelis aus Kiel und Wilhelm Lange aus Heidelberg, aber auch Hebra, Škoda und von Rokitansky machten sich für ihn stark), da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Vielmehr wurde von vielen das Kindbettfieber beispielsweise auf schlechte Luft, das Ausbleiben der Menstruation oder einen Milchstau zurückgeführt. Da er immer wieder auf Ablehnung in Teilen der Ärzteschaft hinsichtlich der von ihm empfohlenen Desinfektionsmethoden stieß, ging er ab etwa 1861 dazu über, offene Briefe – zuerst an die ärgsten Widersacher, an Scanzoni, Späth und v. Siebold, dann später an alle Professoren im Bereich der Geburtshilfe – zu versenden. In diesen Briefen drohte er, die Uneinsichtigen öffentlich zu entlarven, wenn sie seine Verhaltensregeln nicht umsetzen. Dass es ihm dabei nicht immer gelang, diplomatisch die richtigen Worte zu wählen, verdeutlicht das folgende Zitat aus einem dieser offenen Briefe von Semmelweis: Und Semmelweis fährt fort: Offenbar als Antwort auf Semmelweis’ Denkbrief schrieb Louis Kugelmann aus Hannover am 10. August 1861: Tod 1865 erkrankte Ignaz Semmelweis an schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in die staatliche Landesirrenanstalt Döbling bei Wien eingeliefert. Einigen Quellen zufolge soll Semmelweis’ Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen sein. Semmelweis hatte wiederholt versucht, seine Kollegen von der Richtigkeit seiner Erkenntnisse schriftlich zu überzeugen, dennoch war ihm fast nur Ablehnung entgegengeschlagen, wie auch schon um 1850 von seinem ehemaligen Vorgesetzten am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Johann Klein (1788–1856), in dessen pathologischem Institut Semmelweis später obduziert wurde. Der Biograf Fritz Schürer von Waldheim schrieb 1905: Lobend erwähnt hatte Semmelweis diesbezüglich nur die Professoren Michaelis in Kiel und Lange in Heidelberg. Aus seiner Konversation in Briefen sind einzelne weitere bekannt, die ihm zumindest zugeneigt waren. Am 13. August 1865, zwei Wochen nach seiner Einweisung in Döbling, starb Ignaz Semmelweis – den damaligen Obduktionsberichten zufolge – mit 47 Jahren infolge einer kleinen Verletzung, die er sich durch eine eigene Schnittverletzung bei seinen Sektionen zugezogen habe, an einer Blutvergiftung. Eine ganz ähnliche Vermutung (gestorben „an Pyämie, wahrscheinlich in Folge einer Verwundung bei einer Operation“) wurde damals in der medizinischen Fachliteratur geäußert. Anderen Berichten zufolge sei dies stattdessen bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal bzw. zumindest innerhalb des Klinikaufenthalts erfolgt. So habe der Kinderarzt Janós Bókai, der 1865 einen Bericht über Semmelweis’ vorherigen Zustand verfasste, laut dem Gynäkologen und Medizinhistoriker Georg Silló-Seidl, welcher die ursprünglichen Klinikunterlagen im Archiv der Wiener Gesundheitsbehörde recherchierte, von einer vorherigen Verletzung nichts erwähnt, obwohl diese, wie behauptet, bereits zuvor entzündet gewesen sei. Laut Silló-Seidl gab es diverse weitere Ungereimtheiten. Da 1963 bei einer Exhumierung der sterblichen Überreste Semmelweis’ multiple Frakturen an Händen, Armen und am linken Brustkorb festgestellt wurden, erscheint die Aktennotiz der Klinik, in der stattdessen Gehirnlähmung als sein Sterbegrund genannt wurde, umso dubioser. Überlegungen zufolge, u. a. vom amerikanischen Semmelweis-Biografen Sherwin Nuland, sollen Pfleger Semmelweis auf dem Anstaltshof geschlagen haben und auf ihm herumgetrampelt sein. Ignaz Semmelweis wurde zunächst am 15. August auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt. Nachdem dieser aufgelassen worden war, begrub man die sterblichen Überreste im Grab seiner Eltern auf dem Budapester Kerepesi temető. 1963 überführte man sie in sein Geburtshaus, das heute das Semmelweis-Museum für Medizingeschichte ist. Semmelweis hinterließ Frau und drei Kinder. Nachrufe waren kärglich und knapp. Eine Würdigung seines Lebenswerks fand sich lediglich in der Fachzeitschrift Orvosi Hetilap, in der Semmelweis, noch bevor er sein Buch verfasste, einige seiner Vorträge in ungarischer Sprache veröffentlicht hatte. Immerhin widmete ihm die Wiener Medizinische Wochenschrift einen kurzen Nachruf: „Dienstag wurde Professor Semmelweis begraben. Viele Professoren, Primarärzte etc. folgten seinem Sarge, und geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Verstorbene war erst 47 Jahre alt, und hinterlässt eine trauernde Witwe, und drei unmündige Kinder. Ruhe seiner Asche.“ Semmelweis’ Bedeutung wurde lange Zeit nicht erkannt. Erst 1882 erhielt er durch die Biografie von Alfred Hegar die erste öffentliche Anerkennung. Seine Biografen, deren Bücher meist zu Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, setzten sich häufig mit drastischen, sehr klaren Worten für ihn ein. Im Hauptgebäude der Anstalt in Wien-Döbling ist seit 1991 das Bezirksgericht Döbling untergebracht. Auf dem ehemaligen Gelände der Anstalt befindet sich der Neubau eines Seniorenheimes. Nachwirkung Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827–1912) im Jahr 1867 demonstrierte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein drastischer Rückgang der Operationsmortalität erreicht. Oft wird die Asepsis ihm zugeschrieben, obwohl er seine Erkenntnisse aus denen von Semmelweis gezogen hatte. Eine Ärztegeneration später setzte sich die Umsetzung von Hygienemaßnahmen bei Frauen im Kindbett durch, und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Semmelweis’ Erkenntnissen gewahr. Der im englischen Sprachraum bekannte Begriff Semmelweis-Reflex beschreibt die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“. In vielen Fällen habe die wissenschaftliche Leistung dann eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge. Die Begriffsbildung wird dem amerikanischen Autor Robert Anton Wilson zugeschrieben. 1993 wurde der Asteroid (4170) Semmelweis nach ihm benannt. Darüber hinaus tragen die Semmelweis-Universität in Budapest und die Semmelweis-Frauenklinik in Wien seinen Namen. Im ehemaligen Bezirkskrankenhaus Brandenburg an der Havel, heute Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, befand sich rechts neben dem Eingang zum alten Kreißsaal eine Büste von Ignaz Semmelweis. Mit dem Abriss des Gebäudetrakts und dem Umzug des Kreißsaals in den Neubau West verschwand diese Büste. Am 20. Februar 2019 wurde an der Medizinischen Universität Wien eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest. Die Enthüllung erfolgte in Anwesenheit von János Áder, Ernst Woller sowie der Rektoren beider Universitäten, Béla Merkely und Markus Müller. Die Statue wurde vom ungarischen Künstler Péter Párkányi Raab geschaffen. Die Bundesregierung Österreichs plant ab dem Studienjahr 2022/23 den Aufbau eines universitätsübergreifenden Ignaz-Semmelweis-Instituts (ISI) und schafft dafür bis zu 30 neue Professuren. Dieses Institut für Infektionsfragen soll sowohl Forschung betreiben als auch als Ansprechpartner für die Politik fungieren. Das Kooperationszentrum soll als Zusammenarbeit der MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck, JKU Linz und der VetMedUni Wien entstehen. Die Klientel Die Geburtshilfe genoss als medizinisches Fachgebiet ein geringes Ansehen. Geburtshilfliche Abteilungen lagen häufig in alten, desolaten Kliniktrakten mit Blick zum Hof oder zum Leichenhaus. Die Einrichtungen und hygienischen Verhältnisse waren extrem primitiv, teilweise auch, weil die Verbindung zwischen Hygiene und Infektionsgefahren nicht bekannt war. Leider fehlen demographische Daten der Patientinnen zu Status, Herkunft, Familienstand usw. in den Statistiken. Aus den vorliegenden Schriften geht lediglich hervor, dass ein Großteil der Patientinnen aus ärmlichen Verhältnissen stammte und keine Lobby hatte. Persönlichkeit Einflussreiche Ärzte sprachen für ihn, ihnen unterliefen aber kleine Fehler, die Semmelweis nicht korrigierte und die ihn angreifbar machten. Sein erster kollegialer Unterstützer war Gustav Adolf Michaelis, der als erster Geburtshelfer die Entdeckung erprobte und Semmelweis Recht gab. Außer einigen Briefen, die Semmelweis mit der Bitte um Prüfung an den Professor der Geburtshilfe in Kiel sandte, nahm Semmelweis trotz vieler Ersuchen und Möglichkeiten weder schriftlich noch mündlich Stellung. Öffentlich trat er erst ab Mitte 1850 in Wien auf. Seine Biografen erklären dies mit mangelhafter Schulbildung und der damit verbundenen Angst vor dem Sprechen und Schreiben. Semmelweis machte grammatikalische und orthographische Fehler und sprach Dialekt. Semmelweis wird als bescheiden und anspruchslos, als guter Gesellschafter, von kindlich-naiver Denkungsart und vertrauensvoll beschrieben, der aber sehr entschieden auf Gemeinheiten reagierte (Alfred Hegar, 1882). Seine spätere Verbitterung und zunehmende psychische Veränderung – Aggressivität, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unbeherrschtheit – werden häufig als Grund für das Scheitern seiner Ideen angenommen. Alwin Schönberger beschrieb seine Krankheit: „Er wurde zunehmend impulsiv, jähzornig und reizbar, er tobte, fluchte und beschimpfte Kollegen, hatte andererseits Phasen der Apathie und Antriebslosigkeit, vernachlässigte sein Äußeres, witterte überall Feinde, Neider und Intriganten. Forscher vermuten heute eine fortschreitende Erkrankung als Ursache. Die Symptome könnten zu einer Neurosyphilis passen, die nicht mit körperlichem Verfall einherging, aber mit einer dramatischen Veränderung des Charakters.“ Stand der Forschung Die Resonanz auf seine These war anfänglich relativ groß, die Revolution von 1848 lenkte das Interesse jedoch auf andere Bereiche. Ihr Scheitern stärkte dann die Reaktion und damit die althergebrachte Ordnung. Die deutschen und österreichischen Lehrbücher der Geburtshilfe ignorierten Semmelweis und vertraten weiterhin alte Lehren. Vereinzelt wurden Chlorwaschungen eingeführt, ohne dass die zuständigen Professoren sich wissenschaftlich zur Desinfizierung bekannten. Ein größeres Hindernis für die Verbreitung und Annahme seiner Theorie war aber nicht die Ignoranz, sondern die nachlässige Durchführung der Chlorwaschungen, deren mangelhafter Erfolg als Widerlegung der Semmelweisschen These angesehen wurde. Im In- und Ausland wurden Semmelweis’ Erkenntnisse nicht akzeptiert. Führende Ärzte standen ihm kritisch und ablehnend gegenüber. Der Stand der Forschung war ein anderer, die Theorie der Wundkrankheiten hatte durch Rudolf Virchow eine andere Erklärungsbasis gefunden. Für das Kindbettfieber machte dieser vor allem Witterungsverhältnisse und Erkrankungen verantwortlich. Schriften (Auswahl) Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni. Pest 1861 (online). Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers. 1861 (). Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis. Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen 1862 (online). Tiberius von Györy (Hrsg.): Semmelweis’ gesammelte Werke. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0692-5. Literatur Sachbuch Paul de Kruif: Kämpfer für das Leben. Ruhmestaten großer Naturforscher und Ärzte. Verlag des Druckhauses Tempelhof, Berlin 1951. György Gortvay: Semmelweis, Retter der Mütter. Hirzel, Leipzig 1977. Louis-Ferdinand Céline: Leben und Werk Philipp des Ignaz Semmelweis (1818–1865). Edition Age d’Homme, Wien 1980, ISBN 3-85418-004-7. Georg Silló-Seidl: Die Wahrheit über Semmelweis. Semmelweis, Hoya 1984, ISBN 3-925524-22-3. István Benedek: Ignaz Philipp Semmelweis (1818–1865). Böhlau, Wien 1985, ISBN 3-205-00537-6. Georg Silló-Seidl: Die Affaire Semmelweis. Herold, Wien 1985, ISBN 3-7008-0303-6. Sherwin B. Nuland: Ignaz Semmelweis. Arzt und großer Entdecker. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04825-0. Karl Semmelweis: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. Eigenverlag, Eisenstadt 2007. Sabine Fellner, Katrin Unterreiner: Medizin in Wien: Semmelweis, Billroth und Co. Metro, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-601-3. Hermann Baum: Ignaz Semmelweis: seine Mutter und ihre Vorfahren. Grin, München 2015, ISBN 978-3-656-89784-2. Fachliteratur Erna Lesky: Ignaz Philipp Semmelweis und die Wiener Medizinische Schule. Wien 1964 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 245, Band 1965, 3. Abhandlung). K. C. Carter, S. Abbott, J. L. Siebach: Five documents relating to the final illness and death of Ignaz Semmelweis. In: Bulletin of the history of medicine. Band 69, Nummer 2, 1995, S. 255–270. PMID 7613067. K. A. Sepkowitz: Cassandra and Ignaz Semmelweis. In: International Journal of Infectious Diseases, 1/1996, S. 57–58. J. Lange: Ignaz Semmelweis – “Savior of Mothers”. Long fight for recognition. In: Fortschritte der Medizin. Band 115, Nummer 33, November 1997, S. 60, PMID 9480285. V. Jay: Ignaz Semmelweis and the conquest of puerperal sepsis. In: Archives of Pathology & Laboratory Medicine, Band 123, Nummer 7, Juli 1999, S. 561–562, . PMID 10388906. M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Quality & safety in health care. Band 13, Nummer 3, Juni 2004, S. 233–234, doi:10.1136/qhc.13.3.233. PMID 15175497. . M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Qual Saf Health Care., 13/2004, S. 233–4. PMID 15175497. D. Gilles: Hempelian and Kuhnian Approaches in the Philosophy of Medicine: the Semmelweis Case (PDF; 210 kB). In: Studies in History and Philosophy of Science Part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 36/2005, , S. 159–181. Belletristik Hans José Rehfisch: Doktor Semmelweis. In: Ders.: Sieben Dramen. Desch, München 1961. Filme 1938: That Mothers Might Live, USA MGM, Regie Fred Zinnemann, Oscar für den besten Kurzfilm 1940: Semmelweis, Ungarn Mester Film, Regie André De Toth 1950: Semmelweis – Retter der Mütter, DDR DEFA, Regie Georg C. Klaren 1980: Semmelweis, Italien RAI, Regie Gianfranco Bettetini 1987: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen, BRD/Österreich ZDF/ORF, Regie Michael Verhoeven 1994: Semmelweis, Niederlande Humanistische Omroep Stichting, Regie Floor Maas 1995: Docteur Semmelweis, Frankreich/Polen, Regie Roger Andrieux 2001: Semmelweis (Kurzfilm), USA/Österreich Belvedere Film, Regie Jim Berry Drama/Schauspiele Jens Bjørneboe: Semmelweis. Gyldendal Norsk Forlag / Gyldendals moderne skuespillserie, Oslo 1968. Popkultur Fatoni: Semmelweisreflex – 2015: Yo, Picasso (mit Dexter, WSP Records / Universal Music Group) Weblinks Einzelnachweise Gynäkologe, Geburtshelfer Hygieniker Mediziner (19. Jahrhundert) Person als Namensgeber für einen Asteroiden Hochschullehrer (Semmelweis-Universität) Person (Kaisertum Österreich) Ungarndeutscher Ungar Geboren 1818 Gestorben 1865 Mann
Südwestdeutsche Gesellschaft für Urologie - Jahrestagung 2014 - Startseite 55. Jahrestagung | Rosengarten Mannheim | 25.06.2014 - 28.06.2014 Tagungspräsidenten: Univ.-Prof. Dr. med. Maurice Stephan Michel und Prof. Dr. med. Helmut Haas Sehr gut angenommen wurden der Urinzytologie- und Spermiogrammkurs sowie der Sonographiekurs der DEGUM am ersten Tag. Der 2. Kongresstag war u.a. gefüllt mit einer Plenarsitzung zum Prostatakarzinom, vielen interessanten Vortragssitzungen zu allen urologischen Krankheitsbildern und einer Sitzung über urologische Erkrankungen in Kriegsgebieten. Für Assistenzärzte in der Ausbildung wurde abermals ein GeSRU-Forum, diesmal zum Nierenzellkarzinom angeboten sowie das zweitägige Akademie Frühjahrsforum. Alle Sitzungen wurden von engagierten und qualifizierten Moderatoren und Referenten durchgeführt. An dieser Stelle auch diesen ein herzliches Dankeschön. Auch der 3. Kongresstag bot ein breit gefächertes Programm. Von der Plenarsitzung über PSA-Rezidiv nach kurativer Therapie beim Prostatakarzinom, einer konfrontationsfreudigen „Experts challenge Experts“ Sitzung zu aktuellen operativen Techniken, einer Video-OP-Sitzung zum Äußeren Genitale sowie diversen AK-Sitzungen wurden sämtliche Gebiete und Fragestellungen der Urologie abgebildet. Ebenfalls großen Zuspruch fand auch in diesem Jahr wieder die zweitägige „Teamakademie“ für klinisches Pflegepersonal und medizinische Fachangestellte im Niedergelassenenbereich. Die Abschlusssitzung am Samstag begann mit der beliebten GeSRU- „Alptraumsitzung“, der sich die Preisverleihungen für die Vortragspreise anschlossen. Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaften war umrahmt mit drei ganz persönlichen Rückblicken auf wegbereitende Entwicklungen. Kongressabschluss waren drei herausragende Vorträge zur Zukunft der Urologie auf dem klinischen Sektor, dem ambulanten Sektor und der individualisierten Krebsmedizin.
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Wer war Ignaz Philipp Semmelweis?
Ignaz Philipp Semmelweis (; * 1. Juli 1818 im Teilbezirk Tabán von Buda, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 13. August 1865 in Oberdöbling bei Wien, Kaisertum Österreich) war ein Chirurg und Geburtshelfer. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien. Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin. Leben Jugend und Laufbahn Ignaz Semmelweis wurde 1818 als fünftes Kind des Spezial- und Kolonialwaren-Großhändlers Josef Semmelweis (1778–1846) und der aus wohlhabendem Hause stammenden Theresa geb. Müller (1789–1844) im Teilbezirk Tabán in Buda geboren. Seine Eltern legten großen Wert auf eine gute Schulausbildung ihrer Kinder, da sie dadurch in die maßgeblichen gesellschaftlichen Schichten der heimischen Intelligenz aufsteigen konnten. Der Vater ließ alle Söhne im erzbischöflichen Gymnasium von Buda einschreiben. Nach dem Besuch der Elementarschule in Buda ging Ignaz auf das Piaristen-Gymnasium am St.-Niklas-Turm. Anschließend absolvierte er ein Jahr das Gymnasium in Stuhlweißenburg. Ursprünglich sollte er Militäranwalt werden, weshalb er von 1835 bis 1837 Philosophie und Jura an der Universität Pest studierte. 1837 kam er nach Wien, um Rechtswissenschaft zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin, setzte das Studium 1839 bis 1840 in Pest und ab 1841 wiederum in Wien fort. 1844 schloss er das Studium mit dem Magister der Geburtshilfe und im gleichen Jahr mit der Promotion zum Dr. med. ab. Seine Dissertation (Tractatus de vita plantarum „Über das Leben der Pflanzen“) behandelte die damals populäre Theorie des Vitalismus. Sie wurde durch die von ihm selbst schon bald (1847/48) verlangte Einführung einer systematisch vorgehenden klinischen Beobachtung, die ihn zum Mitbegründer der evidenzbasierten Medizin machte, allmählich als unwissenschaftlich verdrängt. 1845 folgte die Promotion zum Doktor der Chirurgie. Anschließend begann er an der Brustambulanz von Josef Skoda (1805–1881) und in der von Ferdinand von Hebra (1816–1880) geleiteten Ausschlagabteilung des von Kaiser Joseph II. gegründeten k.k. allgemeinen Krankenhauses zu arbeiten. Hier erlernte er Skodas Methode der Diagnose durch Ausschließen („diagnosis per exclusionem“) und die wissenschaftliche Arbeit mit statistischen Instrumenten. Im Institut für pathologische Anatomie unter der Leitung von Carl von Rokitansky (1804–1878) erstellte er Befunde an Frauenleichen. Assistenzarzt in Wien 1846 wurde Semmelweis Assistenzarzt in der geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Gefördert von namhaften Ärzten, wurde er Assistent von Prof. Johann Klein (1788–1856), Leiter der 1. geburtshilflichen Klinik, unter dessen Leitung die Letalitätsrate zwischen 5 und 15 Prozent betrug; teilweise reichte sie in Kliniken sogar bis zu 30 Prozent. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die durch das Kindbettfieber bedingte Sterblichkeit von Müttern nach der Entbindung wesentlich höher lag als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet und keine Leichensektionen vorgenommen wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür herausfinden und untersuchte die Mütter daher noch gründlicher. Doch gerade durch diese Bemühungen stieg die Zahl der Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich schließlich weigerten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinen Tagebuchaufzeichnungen starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Ein Kind auf die Welt zu bringen, war demnach also ebenso gefährlich, wie an einer Lungenentzündung zu erkranken. Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803–1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb – einer Krankheit, die einen ähnlichen Verlauf zeigte wie das Kindbettfieber –, glaubte Semmelweis, die Ursache für die Erkrankung benennen zu können: Die Mediziner und die Studenten führten täglich klinische Sektionen an den Leichen der Patientinnen durch, die zuvor am Kindbettfieber verstorben waren. Anschließend gingen sie „mit an der Hand klebenden Cadavertheilen“ zu den Gebärenden und wuschen sich die Hände mit Seife (oder in einzelnen Fällen überhaupt nicht), desinfizierten sie jedoch nicht. Mit diesen Händen untersuchten sie Frauen während der Entbindung und übertrugen infektiöses Material. Die eigentliche Ursache der Infektion – die Übertragung von Bakterien, die normalerweise massenhaft auf den Händen vorhanden sind – war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen nicht mit Leichen in Berührung und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch. In den Jahren 1847 bis 1848 fertigte er gezielt eine Studie unter dem Titel Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers an. Im Ergebnis dieser Studie wies Ignaz Semmelweis seine Studenten an, nach Leichensektionen die Hände und Instrumente mit Chlorlösung, später mit dem billigeren Chlorkalk zu desinfizieren – wie sich herausstellte, eine wirkungsvolle Maßnahme, da die Sterblichkeitsrate in nur wenigen Monaten von 12,3 auf 2 bis 3 Prozent sank. Als trotzdem noch einmal zwölf Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache zunächst das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet worden war, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen, sondern auch von lebenden Personen ausgehen konnte. So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung zu desinfizieren seien. Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 Prozent zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag. Trotz dieses Erfolgs wurden die Arbeiten von Semmelweis lange Zeit, vor allem von führenden Medizinern wie Anton von Rosas (1791–1855), Rudolf Virchow (1821–1902), Eduard Kaspar Jakob von Siebold (1801–1861), Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (1821–1891), James Young Simpson (1811–1870) und Weiteren, nicht anerkannt. Viele Ärzte und auch seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig und wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Einige Ärzte, wie Gustav Adolf Michaelis, veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner feindeten Semmelweis stark an und bezeichneten ihn als „Nestbeschmutzer“. Unterstützung fand er mit seiner Theorie bei namhaften Vertretern der Wiener Medizinischen Fakultät wie Skoda, Rokitansky und Hebra. Ferdinand von Hebra hatte Semmelweis sogar gedrängt, seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu veröffentlichen. Als er dies jedoch nicht tat, übernahm von Hebra selbst die Aufgabe. Die Gegner von Semmelweis verhinderten 1849 die Verlängerung seiner Assistenzarzttätigkeit, sodass er im März 1849 aus dem Dienst des Krankenhauses ausschied. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Mitglied der k. k. Gesellschaft der Ärzte gewählt. Hier wurde die angeregte Bildung einer Kommission zur Prüfung der Semmelweisschen Thesen mit Mehrheitsbeschluss angenommen, allerdings auf Betreiben seines ehemaligen Chefs in Wien, Professor Klein, dann ministeriell abgelehnt. Erst am 15. März 1850 präsentierte Semmelweis seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte. Professor in Pest Aufgrund weiterer Anfeindungen und Intrigen von Kollegen, wie Johann Klein oder Anton von Rosas, wurde Ignaz Semmelweis 1850 nur zum Privatdozenten für theoretische Geburtshilfe mit Übungen am Phantom ernannt. Über diese Einschränkung reagierte er dermaßen erbost, dass er nur fünf Tage nach seiner Ernennung Wien verließ und nach Pest übersiedelte. Hier eröffnete er eine Privatpraxis. Daneben arbeitete er als unbesoldeter Primararzt auf der Entbindungsstation des St.-Rochus-Spitals in Pest. Ab 1851 war Semmelweis Leiter der Geburtshilfeabteilung in Pest, ab 1855 Professor für theoretische und praktische Geburtshilfe sowie als Hebammenlehrer an der dortigen Universität, der heute nach ihm benannten Semmelweis-Universität. 1857 lehnte er die Berufung auf eine Professur nach Zürich ab. In Pest jedoch beschäftigte er sich auch mit der operativen Gynäkologie, hier führte er erstmals eine OP am Eierstock durch. Zwar veröffentlichte er seine Arbeitsergebnisse im ärztlichen Wochenblatt „Orvosi Hetilap“. Da dieses Blatt jedoch nur eine geringe Verbreitung hatte, war dieser Veröffentlichung keine große Wirksamkeit beschieden. Daher konnte Semmelweis mit solchen Aktivitäten seinen internationalen Widersachern nicht Paroli bieten. Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er dann bis 1860 in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Dem mit 500 Seiten zwar sehr umfangreichen, aber ungeschickt präsentierten und zudem sprachlich nicht elaborierten Buch blieb der Erfolg versagt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn (Semmelweis selbst nennt die Professoren Michaelis aus Kiel und Wilhelm Lange aus Heidelberg, aber auch Hebra, Škoda und von Rokitansky machten sich für ihn stark), da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Vielmehr wurde von vielen das Kindbettfieber beispielsweise auf schlechte Luft, das Ausbleiben der Menstruation oder einen Milchstau zurückgeführt. Da er immer wieder auf Ablehnung in Teilen der Ärzteschaft hinsichtlich der von ihm empfohlenen Desinfektionsmethoden stieß, ging er ab etwa 1861 dazu über, offene Briefe – zuerst an die ärgsten Widersacher, an Scanzoni, Späth und v. Siebold, dann später an alle Professoren im Bereich der Geburtshilfe – zu versenden. In diesen Briefen drohte er, die Uneinsichtigen öffentlich zu entlarven, wenn sie seine Verhaltensregeln nicht umsetzen. Dass es ihm dabei nicht immer gelang, diplomatisch die richtigen Worte zu wählen, verdeutlicht das folgende Zitat aus einem dieser offenen Briefe von Semmelweis: Und Semmelweis fährt fort: Offenbar als Antwort auf Semmelweis’ Denkbrief schrieb Louis Kugelmann aus Hannover am 10. August 1861: Tod 1865 erkrankte Ignaz Semmelweis an schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in die staatliche Landesirrenanstalt Döbling bei Wien eingeliefert. Einigen Quellen zufolge soll Semmelweis’ Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen sein. Semmelweis hatte wiederholt versucht, seine Kollegen von der Richtigkeit seiner Erkenntnisse schriftlich zu überzeugen, dennoch war ihm fast nur Ablehnung entgegengeschlagen, wie auch schon um 1850 von seinem ehemaligen Vorgesetzten am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Johann Klein (1788–1856), in dessen pathologischem Institut Semmelweis später obduziert wurde. Der Biograf Fritz Schürer von Waldheim schrieb 1905: Lobend erwähnt hatte Semmelweis diesbezüglich nur die Professoren Michaelis in Kiel und Lange in Heidelberg. Aus seiner Konversation in Briefen sind einzelne weitere bekannt, die ihm zumindest zugeneigt waren. Am 13. August 1865, zwei Wochen nach seiner Einweisung in Döbling, starb Ignaz Semmelweis – den damaligen Obduktionsberichten zufolge – mit 47 Jahren infolge einer kleinen Verletzung, die er sich durch eine eigene Schnittverletzung bei seinen Sektionen zugezogen habe, an einer Blutvergiftung. Eine ganz ähnliche Vermutung (gestorben „an Pyämie, wahrscheinlich in Folge einer Verwundung bei einer Operation“) wurde damals in der medizinischen Fachliteratur geäußert. Anderen Berichten zufolge sei dies stattdessen bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal bzw. zumindest innerhalb des Klinikaufenthalts erfolgt. So habe der Kinderarzt Janós Bókai, der 1865 einen Bericht über Semmelweis’ vorherigen Zustand verfasste, laut dem Gynäkologen und Medizinhistoriker Georg Silló-Seidl, welcher die ursprünglichen Klinikunterlagen im Archiv der Wiener Gesundheitsbehörde recherchierte, von einer vorherigen Verletzung nichts erwähnt, obwohl diese, wie behauptet, bereits zuvor entzündet gewesen sei. Laut Silló-Seidl gab es diverse weitere Ungereimtheiten. Da 1963 bei einer Exhumierung der sterblichen Überreste Semmelweis’ multiple Frakturen an Händen, Armen und am linken Brustkorb festgestellt wurden, erscheint die Aktennotiz der Klinik, in der stattdessen Gehirnlähmung als sein Sterbegrund genannt wurde, umso dubioser. Überlegungen zufolge, u. a. vom amerikanischen Semmelweis-Biografen Sherwin Nuland, sollen Pfleger Semmelweis auf dem Anstaltshof geschlagen haben und auf ihm herumgetrampelt sein. Ignaz Semmelweis wurde zunächst am 15. August auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt. Nachdem dieser aufgelassen worden war, begrub man die sterblichen Überreste im Grab seiner Eltern auf dem Budapester Kerepesi temető. 1963 überführte man sie in sein Geburtshaus, das heute das Semmelweis-Museum für Medizingeschichte ist. Semmelweis hinterließ Frau und drei Kinder. Nachrufe waren kärglich und knapp. Eine Würdigung seines Lebenswerks fand sich lediglich in der Fachzeitschrift Orvosi Hetilap, in der Semmelweis, noch bevor er sein Buch verfasste, einige seiner Vorträge in ungarischer Sprache veröffentlicht hatte. Immerhin widmete ihm die Wiener Medizinische Wochenschrift einen kurzen Nachruf: „Dienstag wurde Professor Semmelweis begraben. Viele Professoren, Primarärzte etc. folgten seinem Sarge, und geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Verstorbene war erst 47 Jahre alt, und hinterlässt eine trauernde Witwe, und drei unmündige Kinder. Ruhe seiner Asche.“ Semmelweis’ Bedeutung wurde lange Zeit nicht erkannt. Erst 1882 erhielt er durch die Biografie von Alfred Hegar die erste öffentliche Anerkennung. Seine Biografen, deren Bücher meist zu Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, setzten sich häufig mit drastischen, sehr klaren Worten für ihn ein. Im Hauptgebäude der Anstalt in Wien-Döbling ist seit 1991 das Bezirksgericht Döbling untergebracht. Auf dem ehemaligen Gelände der Anstalt befindet sich der Neubau eines Seniorenheimes. Nachwirkung Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827–1912) im Jahr 1867 demonstrierte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein drastischer Rückgang der Operationsmortalität erreicht. Oft wird die Asepsis ihm zugeschrieben, obwohl er seine Erkenntnisse aus denen von Semmelweis gezogen hatte. Eine Ärztegeneration später setzte sich die Umsetzung von Hygienemaßnahmen bei Frauen im Kindbett durch, und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Semmelweis’ Erkenntnissen gewahr. Der im englischen Sprachraum bekannte Begriff Semmelweis-Reflex beschreibt die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“. In vielen Fällen habe die wissenschaftliche Leistung dann eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge. Die Begriffsbildung wird dem amerikanischen Autor Robert Anton Wilson zugeschrieben. 1993 wurde der Asteroid (4170) Semmelweis nach ihm benannt. Darüber hinaus tragen die Semmelweis-Universität in Budapest und die Semmelweis-Frauenklinik in Wien seinen Namen. Im ehemaligen Bezirkskrankenhaus Brandenburg an der Havel, heute Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, befand sich rechts neben dem Eingang zum alten Kreißsaal eine Büste von Ignaz Semmelweis. Mit dem Abriss des Gebäudetrakts und dem Umzug des Kreißsaals in den Neubau West verschwand diese Büste. Am 20. Februar 2019 wurde an der Medizinischen Universität Wien eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest. Die Enthüllung erfolgte in Anwesenheit von János Áder, Ernst Woller sowie der Rektoren beider Universitäten, Béla Merkely und Markus Müller. Die Statue wurde vom ungarischen Künstler Péter Párkányi Raab geschaffen. Die Bundesregierung Österreichs plant ab dem Studienjahr 2022/23 den Aufbau eines universitätsübergreifenden Ignaz-Semmelweis-Instituts (ISI) und schafft dafür bis zu 30 neue Professuren. Dieses Institut für Infektionsfragen soll sowohl Forschung betreiben als auch als Ansprechpartner für die Politik fungieren. Das Kooperationszentrum soll als Zusammenarbeit der MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck, JKU Linz und der VetMedUni Wien entstehen. Die Klientel Die Geburtshilfe genoss als medizinisches Fachgebiet ein geringes Ansehen. Geburtshilfliche Abteilungen lagen häufig in alten, desolaten Kliniktrakten mit Blick zum Hof oder zum Leichenhaus. Die Einrichtungen und hygienischen Verhältnisse waren extrem primitiv, teilweise auch, weil die Verbindung zwischen Hygiene und Infektionsgefahren nicht bekannt war. Leider fehlen demographische Daten der Patientinnen zu Status, Herkunft, Familienstand usw. in den Statistiken. Aus den vorliegenden Schriften geht lediglich hervor, dass ein Großteil der Patientinnen aus ärmlichen Verhältnissen stammte und keine Lobby hatte. Persönlichkeit Einflussreiche Ärzte sprachen für ihn, ihnen unterliefen aber kleine Fehler, die Semmelweis nicht korrigierte und die ihn angreifbar machten. Sein erster kollegialer Unterstützer war Gustav Adolf Michaelis, der als erster Geburtshelfer die Entdeckung erprobte und Semmelweis Recht gab. Außer einigen Briefen, die Semmelweis mit der Bitte um Prüfung an den Professor der Geburtshilfe in Kiel sandte, nahm Semmelweis trotz vieler Ersuchen und Möglichkeiten weder schriftlich noch mündlich Stellung. Öffentlich trat er erst ab Mitte 1850 in Wien auf. Seine Biografen erklären dies mit mangelhafter Schulbildung und der damit verbundenen Angst vor dem Sprechen und Schreiben. Semmelweis machte grammatikalische und orthographische Fehler und sprach Dialekt. Semmelweis wird als bescheiden und anspruchslos, als guter Gesellschafter, von kindlich-naiver Denkungsart und vertrauensvoll beschrieben, der aber sehr entschieden auf Gemeinheiten reagierte (Alfred Hegar, 1882). Seine spätere Verbitterung und zunehmende psychische Veränderung – Aggressivität, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unbeherrschtheit – werden häufig als Grund für das Scheitern seiner Ideen angenommen. Alwin Schönberger beschrieb seine Krankheit: „Er wurde zunehmend impulsiv, jähzornig und reizbar, er tobte, fluchte und beschimpfte Kollegen, hatte andererseits Phasen der Apathie und Antriebslosigkeit, vernachlässigte sein Äußeres, witterte überall Feinde, Neider und Intriganten. Forscher vermuten heute eine fortschreitende Erkrankung als Ursache. Die Symptome könnten zu einer Neurosyphilis passen, die nicht mit körperlichem Verfall einherging, aber mit einer dramatischen Veränderung des Charakters.“ Stand der Forschung Die Resonanz auf seine These war anfänglich relativ groß, die Revolution von 1848 lenkte das Interesse jedoch auf andere Bereiche. Ihr Scheitern stärkte dann die Reaktion und damit die althergebrachte Ordnung. Die deutschen und österreichischen Lehrbücher der Geburtshilfe ignorierten Semmelweis und vertraten weiterhin alte Lehren. Vereinzelt wurden Chlorwaschungen eingeführt, ohne dass die zuständigen Professoren sich wissenschaftlich zur Desinfizierung bekannten. Ein größeres Hindernis für die Verbreitung und Annahme seiner Theorie war aber nicht die Ignoranz, sondern die nachlässige Durchführung der Chlorwaschungen, deren mangelhafter Erfolg als Widerlegung der Semmelweisschen These angesehen wurde. Im In- und Ausland wurden Semmelweis’ Erkenntnisse nicht akzeptiert. Führende Ärzte standen ihm kritisch und ablehnend gegenüber. Der Stand der Forschung war ein anderer, die Theorie der Wundkrankheiten hatte durch Rudolf Virchow eine andere Erklärungsbasis gefunden. Für das Kindbettfieber machte dieser vor allem Witterungsverhältnisse und Erkrankungen verantwortlich. Schriften (Auswahl) Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni. Pest 1861 (online). Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers. 1861 (). Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis. Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen 1862 (online). Tiberius von Györy (Hrsg.): Semmelweis’ gesammelte Werke. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0692-5. Literatur Sachbuch Paul de Kruif: Kämpfer für das Leben. Ruhmestaten großer Naturforscher und Ärzte. Verlag des Druckhauses Tempelhof, Berlin 1951. György Gortvay: Semmelweis, Retter der Mütter. Hirzel, Leipzig 1977. Louis-Ferdinand Céline: Leben und Werk Philipp des Ignaz Semmelweis (1818–1865). Edition Age d’Homme, Wien 1980, ISBN 3-85418-004-7. Georg Silló-Seidl: Die Wahrheit über Semmelweis. Semmelweis, Hoya 1984, ISBN 3-925524-22-3. István Benedek: Ignaz Philipp Semmelweis (1818–1865). Böhlau, Wien 1985, ISBN 3-205-00537-6. Georg Silló-Seidl: Die Affaire Semmelweis. Herold, Wien 1985, ISBN 3-7008-0303-6. Sherwin B. Nuland: Ignaz Semmelweis. Arzt und großer Entdecker. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04825-0. Karl Semmelweis: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. Eigenverlag, Eisenstadt 2007. Sabine Fellner, Katrin Unterreiner: Medizin in Wien: Semmelweis, Billroth und Co. Metro, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-601-3. Hermann Baum: Ignaz Semmelweis: seine Mutter und ihre Vorfahren. Grin, München 2015, ISBN 978-3-656-89784-2. Fachliteratur Erna Lesky: Ignaz Philipp Semmelweis und die Wiener Medizinische Schule. Wien 1964 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 245, Band 1965, 3. Abhandlung). K. C. Carter, S. Abbott, J. L. Siebach: Five documents relating to the final illness and death of Ignaz Semmelweis. In: Bulletin of the history of medicine. Band 69, Nummer 2, 1995, S. 255–270. PMID 7613067. K. A. Sepkowitz: Cassandra and Ignaz Semmelweis. In: International Journal of Infectious Diseases, 1/1996, S. 57–58. J. Lange: Ignaz Semmelweis – “Savior of Mothers”. Long fight for recognition. In: Fortschritte der Medizin. Band 115, Nummer 33, November 1997, S. 60, PMID 9480285. V. Jay: Ignaz Semmelweis and the conquest of puerperal sepsis. In: Archives of Pathology & Laboratory Medicine, Band 123, Nummer 7, Juli 1999, S. 561–562, . PMID 10388906. M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Quality & safety in health care. Band 13, Nummer 3, Juni 2004, S. 233–234, doi:10.1136/qhc.13.3.233. PMID 15175497. . M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Qual Saf Health Care., 13/2004, S. 233–4. PMID 15175497. D. Gilles: Hempelian and Kuhnian Approaches in the Philosophy of Medicine: the Semmelweis Case (PDF; 210 kB). In: Studies in History and Philosophy of Science Part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 36/2005, , S. 159–181. Belletristik Hans José Rehfisch: Doktor Semmelweis. In: Ders.: Sieben Dramen. Desch, München 1961. Filme 1938: That Mothers Might Live, USA MGM, Regie Fred Zinnemann, Oscar für den besten Kurzfilm 1940: Semmelweis, Ungarn Mester Film, Regie André De Toth 1950: Semmelweis – Retter der Mütter, DDR DEFA, Regie Georg C. Klaren 1980: Semmelweis, Italien RAI, Regie Gianfranco Bettetini 1987: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen, BRD/Österreich ZDF/ORF, Regie Michael Verhoeven 1994: Semmelweis, Niederlande Humanistische Omroep Stichting, Regie Floor Maas 1995: Docteur Semmelweis, Frankreich/Polen, Regie Roger Andrieux 2001: Semmelweis (Kurzfilm), USA/Österreich Belvedere Film, Regie Jim Berry Drama/Schauspiele Jens Bjørneboe: Semmelweis. Gyldendal Norsk Forlag / Gyldendals moderne skuespillserie, Oslo 1968. Popkultur Fatoni: Semmelweisreflex – 2015: Yo, Picasso (mit Dexter, WSP Records / Universal Music Group) Weblinks Einzelnachweise Gynäkologe, Geburtshelfer Hygieniker Mediziner (19. Jahrhundert) Person als Namensgeber für einen Asteroiden Hochschullehrer (Semmelweis-Universität) Person (Kaisertum Österreich) Ungarndeutscher Ungar Geboren 1818 Gestorben 1865 Mann
Christian Rempel – Seite 4 – Der Gedichtladen Urlaubsfreuden Auf dem Lande ist es auch nicht gerade warm, aber an der Küste ist es die Härte. Man kann es förmlich spüren, wie den Reeddächern und Schiffslacken zugesetzt wird, aber alles lässt sich immer wieder reparieren, wenn man nur… Kolumne Nummer 24/2019 „Urlaubsvorbereitungen“ Urlaubsvorbereitungen Wie stellt man sich einen Urlaub vor? Den ganzen Tag bei strahlend blauem Himmel am Meer liegen, das die Farbe des Himmels angenommen hat. Ab und an mal ins kühle Nass springen und vielleicht ein bisschen Ball spielen. Das… Bräunungssensor Die Ferien nahen ja, und für die Rentner bedeutet das, dass sie sich zwar auch ein bisschen erholen werden, aber natürlich nicht gleich sechseinhalb Wochen lang, denn das neue Schuljahr muss ja vorbereitet werden. Die jetzige 7/3, die bald… Kolumne Nummer 22/2019 „Cixin Liu – der Bessermacher“ Christian Rempel 9. Juni 2019 Cixin Liu – der Bessermacher Man kann viel schreiben und auch lesen, doch einen kann das nur wenig angehen. Man kann auch viel über das Ethos von Wissenschaftlern nachdenken, die nicht nur ihr Fachgebiet im Blick haben sollten, sondern eben… ← Vorherige 1 2 3 4 5 6 … 129 Nächste →
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Wer war Ignaz Philipp Semmelweis?
Ignaz Philipp Semmelweis (; * 1. Juli 1818 im Teilbezirk Tabán von Buda, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 13. August 1865 in Oberdöbling bei Wien, Kaisertum Österreich) war ein Chirurg und Geburtshelfer. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien. Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin. Leben Jugend und Laufbahn Ignaz Semmelweis wurde 1818 als fünftes Kind des Spezial- und Kolonialwaren-Großhändlers Josef Semmelweis (1778–1846) und der aus wohlhabendem Hause stammenden Theresa geb. Müller (1789–1844) im Teilbezirk Tabán in Buda geboren. Seine Eltern legten großen Wert auf eine gute Schulausbildung ihrer Kinder, da sie dadurch in die maßgeblichen gesellschaftlichen Schichten der heimischen Intelligenz aufsteigen konnten. Der Vater ließ alle Söhne im erzbischöflichen Gymnasium von Buda einschreiben. Nach dem Besuch der Elementarschule in Buda ging Ignaz auf das Piaristen-Gymnasium am St.-Niklas-Turm. Anschließend absolvierte er ein Jahr das Gymnasium in Stuhlweißenburg. Ursprünglich sollte er Militäranwalt werden, weshalb er von 1835 bis 1837 Philosophie und Jura an der Universität Pest studierte. 1837 kam er nach Wien, um Rechtswissenschaft zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin, setzte das Studium 1839 bis 1840 in Pest und ab 1841 wiederum in Wien fort. 1844 schloss er das Studium mit dem Magister der Geburtshilfe und im gleichen Jahr mit der Promotion zum Dr. med. ab. Seine Dissertation (Tractatus de vita plantarum „Über das Leben der Pflanzen“) behandelte die damals populäre Theorie des Vitalismus. Sie wurde durch die von ihm selbst schon bald (1847/48) verlangte Einführung einer systematisch vorgehenden klinischen Beobachtung, die ihn zum Mitbegründer der evidenzbasierten Medizin machte, allmählich als unwissenschaftlich verdrängt. 1845 folgte die Promotion zum Doktor der Chirurgie. Anschließend begann er an der Brustambulanz von Josef Skoda (1805–1881) und in der von Ferdinand von Hebra (1816–1880) geleiteten Ausschlagabteilung des von Kaiser Joseph II. gegründeten k.k. allgemeinen Krankenhauses zu arbeiten. Hier erlernte er Skodas Methode der Diagnose durch Ausschließen („diagnosis per exclusionem“) und die wissenschaftliche Arbeit mit statistischen Instrumenten. Im Institut für pathologische Anatomie unter der Leitung von Carl von Rokitansky (1804–1878) erstellte er Befunde an Frauenleichen. Assistenzarzt in Wien 1846 wurde Semmelweis Assistenzarzt in der geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Gefördert von namhaften Ärzten, wurde er Assistent von Prof. Johann Klein (1788–1856), Leiter der 1. geburtshilflichen Klinik, unter dessen Leitung die Letalitätsrate zwischen 5 und 15 Prozent betrug; teilweise reichte sie in Kliniken sogar bis zu 30 Prozent. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die durch das Kindbettfieber bedingte Sterblichkeit von Müttern nach der Entbindung wesentlich höher lag als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet und keine Leichensektionen vorgenommen wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür herausfinden und untersuchte die Mütter daher noch gründlicher. Doch gerade durch diese Bemühungen stieg die Zahl der Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich schließlich weigerten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinen Tagebuchaufzeichnungen starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Ein Kind auf die Welt zu bringen, war demnach also ebenso gefährlich, wie an einer Lungenentzündung zu erkranken. Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803–1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb – einer Krankheit, die einen ähnlichen Verlauf zeigte wie das Kindbettfieber –, glaubte Semmelweis, die Ursache für die Erkrankung benennen zu können: Die Mediziner und die Studenten führten täglich klinische Sektionen an den Leichen der Patientinnen durch, die zuvor am Kindbettfieber verstorben waren. Anschließend gingen sie „mit an der Hand klebenden Cadavertheilen“ zu den Gebärenden und wuschen sich die Hände mit Seife (oder in einzelnen Fällen überhaupt nicht), desinfizierten sie jedoch nicht. Mit diesen Händen untersuchten sie Frauen während der Entbindung und übertrugen infektiöses Material. Die eigentliche Ursache der Infektion – die Übertragung von Bakterien, die normalerweise massenhaft auf den Händen vorhanden sind – war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen nicht mit Leichen in Berührung und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch. In den Jahren 1847 bis 1848 fertigte er gezielt eine Studie unter dem Titel Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers an. Im Ergebnis dieser Studie wies Ignaz Semmelweis seine Studenten an, nach Leichensektionen die Hände und Instrumente mit Chlorlösung, später mit dem billigeren Chlorkalk zu desinfizieren – wie sich herausstellte, eine wirkungsvolle Maßnahme, da die Sterblichkeitsrate in nur wenigen Monaten von 12,3 auf 2 bis 3 Prozent sank. Als trotzdem noch einmal zwölf Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache zunächst das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet worden war, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen, sondern auch von lebenden Personen ausgehen konnte. So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung zu desinfizieren seien. Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 Prozent zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag. Trotz dieses Erfolgs wurden die Arbeiten von Semmelweis lange Zeit, vor allem von führenden Medizinern wie Anton von Rosas (1791–1855), Rudolf Virchow (1821–1902), Eduard Kaspar Jakob von Siebold (1801–1861), Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (1821–1891), James Young Simpson (1811–1870) und Weiteren, nicht anerkannt. Viele Ärzte und auch seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig und wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Einige Ärzte, wie Gustav Adolf Michaelis, veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner feindeten Semmelweis stark an und bezeichneten ihn als „Nestbeschmutzer“. Unterstützung fand er mit seiner Theorie bei namhaften Vertretern der Wiener Medizinischen Fakultät wie Skoda, Rokitansky und Hebra. Ferdinand von Hebra hatte Semmelweis sogar gedrängt, seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu veröffentlichen. Als er dies jedoch nicht tat, übernahm von Hebra selbst die Aufgabe. Die Gegner von Semmelweis verhinderten 1849 die Verlängerung seiner Assistenzarzttätigkeit, sodass er im März 1849 aus dem Dienst des Krankenhauses ausschied. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Mitglied der k. k. Gesellschaft der Ärzte gewählt. Hier wurde die angeregte Bildung einer Kommission zur Prüfung der Semmelweisschen Thesen mit Mehrheitsbeschluss angenommen, allerdings auf Betreiben seines ehemaligen Chefs in Wien, Professor Klein, dann ministeriell abgelehnt. Erst am 15. März 1850 präsentierte Semmelweis seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte. Professor in Pest Aufgrund weiterer Anfeindungen und Intrigen von Kollegen, wie Johann Klein oder Anton von Rosas, wurde Ignaz Semmelweis 1850 nur zum Privatdozenten für theoretische Geburtshilfe mit Übungen am Phantom ernannt. Über diese Einschränkung reagierte er dermaßen erbost, dass er nur fünf Tage nach seiner Ernennung Wien verließ und nach Pest übersiedelte. Hier eröffnete er eine Privatpraxis. Daneben arbeitete er als unbesoldeter Primararzt auf der Entbindungsstation des St.-Rochus-Spitals in Pest. Ab 1851 war Semmelweis Leiter der Geburtshilfeabteilung in Pest, ab 1855 Professor für theoretische und praktische Geburtshilfe sowie als Hebammenlehrer an der dortigen Universität, der heute nach ihm benannten Semmelweis-Universität. 1857 lehnte er die Berufung auf eine Professur nach Zürich ab. In Pest jedoch beschäftigte er sich auch mit der operativen Gynäkologie, hier führte er erstmals eine OP am Eierstock durch. Zwar veröffentlichte er seine Arbeitsergebnisse im ärztlichen Wochenblatt „Orvosi Hetilap“. Da dieses Blatt jedoch nur eine geringe Verbreitung hatte, war dieser Veröffentlichung keine große Wirksamkeit beschieden. Daher konnte Semmelweis mit solchen Aktivitäten seinen internationalen Widersachern nicht Paroli bieten. Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er dann bis 1860 in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Dem mit 500 Seiten zwar sehr umfangreichen, aber ungeschickt präsentierten und zudem sprachlich nicht elaborierten Buch blieb der Erfolg versagt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn (Semmelweis selbst nennt die Professoren Michaelis aus Kiel und Wilhelm Lange aus Heidelberg, aber auch Hebra, Škoda und von Rokitansky machten sich für ihn stark), da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Vielmehr wurde von vielen das Kindbettfieber beispielsweise auf schlechte Luft, das Ausbleiben der Menstruation oder einen Milchstau zurückgeführt. Da er immer wieder auf Ablehnung in Teilen der Ärzteschaft hinsichtlich der von ihm empfohlenen Desinfektionsmethoden stieß, ging er ab etwa 1861 dazu über, offene Briefe – zuerst an die ärgsten Widersacher, an Scanzoni, Späth und v. Siebold, dann später an alle Professoren im Bereich der Geburtshilfe – zu versenden. In diesen Briefen drohte er, die Uneinsichtigen öffentlich zu entlarven, wenn sie seine Verhaltensregeln nicht umsetzen. Dass es ihm dabei nicht immer gelang, diplomatisch die richtigen Worte zu wählen, verdeutlicht das folgende Zitat aus einem dieser offenen Briefe von Semmelweis: Und Semmelweis fährt fort: Offenbar als Antwort auf Semmelweis’ Denkbrief schrieb Louis Kugelmann aus Hannover am 10. August 1861: Tod 1865 erkrankte Ignaz Semmelweis an schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in die staatliche Landesirrenanstalt Döbling bei Wien eingeliefert. Einigen Quellen zufolge soll Semmelweis’ Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen sein. Semmelweis hatte wiederholt versucht, seine Kollegen von der Richtigkeit seiner Erkenntnisse schriftlich zu überzeugen, dennoch war ihm fast nur Ablehnung entgegengeschlagen, wie auch schon um 1850 von seinem ehemaligen Vorgesetzten am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Johann Klein (1788–1856), in dessen pathologischem Institut Semmelweis später obduziert wurde. Der Biograf Fritz Schürer von Waldheim schrieb 1905: Lobend erwähnt hatte Semmelweis diesbezüglich nur die Professoren Michaelis in Kiel und Lange in Heidelberg. Aus seiner Konversation in Briefen sind einzelne weitere bekannt, die ihm zumindest zugeneigt waren. Am 13. August 1865, zwei Wochen nach seiner Einweisung in Döbling, starb Ignaz Semmelweis – den damaligen Obduktionsberichten zufolge – mit 47 Jahren infolge einer kleinen Verletzung, die er sich durch eine eigene Schnittverletzung bei seinen Sektionen zugezogen habe, an einer Blutvergiftung. Eine ganz ähnliche Vermutung (gestorben „an Pyämie, wahrscheinlich in Folge einer Verwundung bei einer Operation“) wurde damals in der medizinischen Fachliteratur geäußert. Anderen Berichten zufolge sei dies stattdessen bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal bzw. zumindest innerhalb des Klinikaufenthalts erfolgt. So habe der Kinderarzt Janós Bókai, der 1865 einen Bericht über Semmelweis’ vorherigen Zustand verfasste, laut dem Gynäkologen und Medizinhistoriker Georg Silló-Seidl, welcher die ursprünglichen Klinikunterlagen im Archiv der Wiener Gesundheitsbehörde recherchierte, von einer vorherigen Verletzung nichts erwähnt, obwohl diese, wie behauptet, bereits zuvor entzündet gewesen sei. Laut Silló-Seidl gab es diverse weitere Ungereimtheiten. Da 1963 bei einer Exhumierung der sterblichen Überreste Semmelweis’ multiple Frakturen an Händen, Armen und am linken Brustkorb festgestellt wurden, erscheint die Aktennotiz der Klinik, in der stattdessen Gehirnlähmung als sein Sterbegrund genannt wurde, umso dubioser. Überlegungen zufolge, u. a. vom amerikanischen Semmelweis-Biografen Sherwin Nuland, sollen Pfleger Semmelweis auf dem Anstaltshof geschlagen haben und auf ihm herumgetrampelt sein. Ignaz Semmelweis wurde zunächst am 15. August auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt. Nachdem dieser aufgelassen worden war, begrub man die sterblichen Überreste im Grab seiner Eltern auf dem Budapester Kerepesi temető. 1963 überführte man sie in sein Geburtshaus, das heute das Semmelweis-Museum für Medizingeschichte ist. Semmelweis hinterließ Frau und drei Kinder. Nachrufe waren kärglich und knapp. Eine Würdigung seines Lebenswerks fand sich lediglich in der Fachzeitschrift Orvosi Hetilap, in der Semmelweis, noch bevor er sein Buch verfasste, einige seiner Vorträge in ungarischer Sprache veröffentlicht hatte. Immerhin widmete ihm die Wiener Medizinische Wochenschrift einen kurzen Nachruf: „Dienstag wurde Professor Semmelweis begraben. Viele Professoren, Primarärzte etc. folgten seinem Sarge, und geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Verstorbene war erst 47 Jahre alt, und hinterlässt eine trauernde Witwe, und drei unmündige Kinder. Ruhe seiner Asche.“ Semmelweis’ Bedeutung wurde lange Zeit nicht erkannt. Erst 1882 erhielt er durch die Biografie von Alfred Hegar die erste öffentliche Anerkennung. Seine Biografen, deren Bücher meist zu Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, setzten sich häufig mit drastischen, sehr klaren Worten für ihn ein. Im Hauptgebäude der Anstalt in Wien-Döbling ist seit 1991 das Bezirksgericht Döbling untergebracht. Auf dem ehemaligen Gelände der Anstalt befindet sich der Neubau eines Seniorenheimes. Nachwirkung Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827–1912) im Jahr 1867 demonstrierte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein drastischer Rückgang der Operationsmortalität erreicht. Oft wird die Asepsis ihm zugeschrieben, obwohl er seine Erkenntnisse aus denen von Semmelweis gezogen hatte. Eine Ärztegeneration später setzte sich die Umsetzung von Hygienemaßnahmen bei Frauen im Kindbett durch, und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Semmelweis’ Erkenntnissen gewahr. Der im englischen Sprachraum bekannte Begriff Semmelweis-Reflex beschreibt die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“. In vielen Fällen habe die wissenschaftliche Leistung dann eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge. Die Begriffsbildung wird dem amerikanischen Autor Robert Anton Wilson zugeschrieben. 1993 wurde der Asteroid (4170) Semmelweis nach ihm benannt. Darüber hinaus tragen die Semmelweis-Universität in Budapest und die Semmelweis-Frauenklinik in Wien seinen Namen. Im ehemaligen Bezirkskrankenhaus Brandenburg an der Havel, heute Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, befand sich rechts neben dem Eingang zum alten Kreißsaal eine Büste von Ignaz Semmelweis. Mit dem Abriss des Gebäudetrakts und dem Umzug des Kreißsaals in den Neubau West verschwand diese Büste. Am 20. Februar 2019 wurde an der Medizinischen Universität Wien eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest. Die Enthüllung erfolgte in Anwesenheit von János Áder, Ernst Woller sowie der Rektoren beider Universitäten, Béla Merkely und Markus Müller. Die Statue wurde vom ungarischen Künstler Péter Párkányi Raab geschaffen. Die Bundesregierung Österreichs plant ab dem Studienjahr 2022/23 den Aufbau eines universitätsübergreifenden Ignaz-Semmelweis-Instituts (ISI) und schafft dafür bis zu 30 neue Professuren. Dieses Institut für Infektionsfragen soll sowohl Forschung betreiben als auch als Ansprechpartner für die Politik fungieren. Das Kooperationszentrum soll als Zusammenarbeit der MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck, JKU Linz und der VetMedUni Wien entstehen. Die Klientel Die Geburtshilfe genoss als medizinisches Fachgebiet ein geringes Ansehen. Geburtshilfliche Abteilungen lagen häufig in alten, desolaten Kliniktrakten mit Blick zum Hof oder zum Leichenhaus. Die Einrichtungen und hygienischen Verhältnisse waren extrem primitiv, teilweise auch, weil die Verbindung zwischen Hygiene und Infektionsgefahren nicht bekannt war. Leider fehlen demographische Daten der Patientinnen zu Status, Herkunft, Familienstand usw. in den Statistiken. Aus den vorliegenden Schriften geht lediglich hervor, dass ein Großteil der Patientinnen aus ärmlichen Verhältnissen stammte und keine Lobby hatte. Persönlichkeit Einflussreiche Ärzte sprachen für ihn, ihnen unterliefen aber kleine Fehler, die Semmelweis nicht korrigierte und die ihn angreifbar machten. Sein erster kollegialer Unterstützer war Gustav Adolf Michaelis, der als erster Geburtshelfer die Entdeckung erprobte und Semmelweis Recht gab. Außer einigen Briefen, die Semmelweis mit der Bitte um Prüfung an den Professor der Geburtshilfe in Kiel sandte, nahm Semmelweis trotz vieler Ersuchen und Möglichkeiten weder schriftlich noch mündlich Stellung. Öffentlich trat er erst ab Mitte 1850 in Wien auf. Seine Biografen erklären dies mit mangelhafter Schulbildung und der damit verbundenen Angst vor dem Sprechen und Schreiben. Semmelweis machte grammatikalische und orthographische Fehler und sprach Dialekt. Semmelweis wird als bescheiden und anspruchslos, als guter Gesellschafter, von kindlich-naiver Denkungsart und vertrauensvoll beschrieben, der aber sehr entschieden auf Gemeinheiten reagierte (Alfred Hegar, 1882). Seine spätere Verbitterung und zunehmende psychische Veränderung – Aggressivität, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unbeherrschtheit – werden häufig als Grund für das Scheitern seiner Ideen angenommen. Alwin Schönberger beschrieb seine Krankheit: „Er wurde zunehmend impulsiv, jähzornig und reizbar, er tobte, fluchte und beschimpfte Kollegen, hatte andererseits Phasen der Apathie und Antriebslosigkeit, vernachlässigte sein Äußeres, witterte überall Feinde, Neider und Intriganten. Forscher vermuten heute eine fortschreitende Erkrankung als Ursache. Die Symptome könnten zu einer Neurosyphilis passen, die nicht mit körperlichem Verfall einherging, aber mit einer dramatischen Veränderung des Charakters.“ Stand der Forschung Die Resonanz auf seine These war anfänglich relativ groß, die Revolution von 1848 lenkte das Interesse jedoch auf andere Bereiche. Ihr Scheitern stärkte dann die Reaktion und damit die althergebrachte Ordnung. Die deutschen und österreichischen Lehrbücher der Geburtshilfe ignorierten Semmelweis und vertraten weiterhin alte Lehren. Vereinzelt wurden Chlorwaschungen eingeführt, ohne dass die zuständigen Professoren sich wissenschaftlich zur Desinfizierung bekannten. Ein größeres Hindernis für die Verbreitung und Annahme seiner Theorie war aber nicht die Ignoranz, sondern die nachlässige Durchführung der Chlorwaschungen, deren mangelhafter Erfolg als Widerlegung der Semmelweisschen These angesehen wurde. Im In- und Ausland wurden Semmelweis’ Erkenntnisse nicht akzeptiert. Führende Ärzte standen ihm kritisch und ablehnend gegenüber. Der Stand der Forschung war ein anderer, die Theorie der Wundkrankheiten hatte durch Rudolf Virchow eine andere Erklärungsbasis gefunden. Für das Kindbettfieber machte dieser vor allem Witterungsverhältnisse und Erkrankungen verantwortlich. Schriften (Auswahl) Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni. Pest 1861 (online). Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers. 1861 (). Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis. Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen 1862 (online). Tiberius von Györy (Hrsg.): Semmelweis’ gesammelte Werke. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0692-5. Literatur Sachbuch Paul de Kruif: Kämpfer für das Leben. Ruhmestaten großer Naturforscher und Ärzte. Verlag des Druckhauses Tempelhof, Berlin 1951. György Gortvay: Semmelweis, Retter der Mütter. Hirzel, Leipzig 1977. Louis-Ferdinand Céline: Leben und Werk Philipp des Ignaz Semmelweis (1818–1865). Edition Age d’Homme, Wien 1980, ISBN 3-85418-004-7. Georg Silló-Seidl: Die Wahrheit über Semmelweis. Semmelweis, Hoya 1984, ISBN 3-925524-22-3. István Benedek: Ignaz Philipp Semmelweis (1818–1865). Böhlau, Wien 1985, ISBN 3-205-00537-6. Georg Silló-Seidl: Die Affaire Semmelweis. Herold, Wien 1985, ISBN 3-7008-0303-6. Sherwin B. Nuland: Ignaz Semmelweis. Arzt und großer Entdecker. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04825-0. Karl Semmelweis: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. Eigenverlag, Eisenstadt 2007. Sabine Fellner, Katrin Unterreiner: Medizin in Wien: Semmelweis, Billroth und Co. Metro, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-601-3. Hermann Baum: Ignaz Semmelweis: seine Mutter und ihre Vorfahren. Grin, München 2015, ISBN 978-3-656-89784-2. Fachliteratur Erna Lesky: Ignaz Philipp Semmelweis und die Wiener Medizinische Schule. Wien 1964 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 245, Band 1965, 3. Abhandlung). K. C. Carter, S. Abbott, J. L. Siebach: Five documents relating to the final illness and death of Ignaz Semmelweis. In: Bulletin of the history of medicine. Band 69, Nummer 2, 1995, S. 255–270. PMID 7613067. K. A. Sepkowitz: Cassandra and Ignaz Semmelweis. In: International Journal of Infectious Diseases, 1/1996, S. 57–58. J. Lange: Ignaz Semmelweis – “Savior of Mothers”. Long fight for recognition. In: Fortschritte der Medizin. Band 115, Nummer 33, November 1997, S. 60, PMID 9480285. V. Jay: Ignaz Semmelweis and the conquest of puerperal sepsis. In: Archives of Pathology & Laboratory Medicine, Band 123, Nummer 7, Juli 1999, S. 561–562, . PMID 10388906. M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Quality & safety in health care. Band 13, Nummer 3, Juni 2004, S. 233–234, doi:10.1136/qhc.13.3.233. PMID 15175497. . M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Qual Saf Health Care., 13/2004, S. 233–4. PMID 15175497. D. Gilles: Hempelian and Kuhnian Approaches in the Philosophy of Medicine: the Semmelweis Case (PDF; 210 kB). In: Studies in History and Philosophy of Science Part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 36/2005, , S. 159–181. Belletristik Hans José Rehfisch: Doktor Semmelweis. In: Ders.: Sieben Dramen. Desch, München 1961. Filme 1938: That Mothers Might Live, USA MGM, Regie Fred Zinnemann, Oscar für den besten Kurzfilm 1940: Semmelweis, Ungarn Mester Film, Regie André De Toth 1950: Semmelweis – Retter der Mütter, DDR DEFA, Regie Georg C. Klaren 1980: Semmelweis, Italien RAI, Regie Gianfranco Bettetini 1987: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen, BRD/Österreich ZDF/ORF, Regie Michael Verhoeven 1994: Semmelweis, Niederlande Humanistische Omroep Stichting, Regie Floor Maas 1995: Docteur Semmelweis, Frankreich/Polen, Regie Roger Andrieux 2001: Semmelweis (Kurzfilm), USA/Österreich Belvedere Film, Regie Jim Berry Drama/Schauspiele Jens Bjørneboe: Semmelweis. Gyldendal Norsk Forlag / Gyldendals moderne skuespillserie, Oslo 1968. Popkultur Fatoni: Semmelweisreflex – 2015: Yo, Picasso (mit Dexter, WSP Records / Universal Music Group) Weblinks Einzelnachweise Gynäkologe, Geburtshelfer Hygieniker Mediziner (19. Jahrhundert) Person als Namensgeber für einen Asteroiden Hochschullehrer (Semmelweis-Universität) Person (Kaisertum Österreich) Ungarndeutscher Ungar Geboren 1818 Gestorben 1865 Mann
PressReader - Schwabmuenchner Allgemeine: 2017-06-20 - Spa­zier­gang durch ei­ne Sin­fo­nie Spa­zier­gang durch ei­ne Sin­fo­nie Ex­pe­ri­ment War­um jetzt das Sym­pho­nie­or­ches­ter des Baye­ri­schen Rund­funks in das Len­bach­haus ein­zieht Schwabmuenchner Allgemeine - 2017-06-20 - Feuilleton - VON CHRIS­TA SIGG Len­bach­haus München, Lui­sen­stra­ße 33, Sonn­tag, 25. Ju­ni 2017, 16 bis 20 Uhr. München Au­gen zu und ein­tau­chen in ein Meer von Tö­nen – so stellt man sich den per­fek­ten Mu­sik­ge­nuss vor. Für Ari Ben­ja­min Mey­ers ist das nur die hal­be Wahr­heit. „Die Schall­plat­te gau­kelt uns da seit Jahr­zehn­ten et­was vor“, sagt er, „aber Mu­sik geht weit übers Hö­ren hin­aus.“Des­halb treibt den Kom­po­nis­ten vor al­lem ei­ne Fra­ge um: Wie zeigt man das? Oder bes­ser: Wie stellt man Mu­sik aus? Mey­ers Lö­sung: der Kunst­raum. Für das Münch­ner Len­bach­haus hat der 45-jäh­ri­ge Ame­ri­ka­ner ei­ne per­for­ma­ti­ve In­stal­la­ti­on ent­wi­ckelt, die das ge­sam­te Mu­se­um ein­neh­men soll – das ist am kom­men­den Wo­che­n­en­de der Hö­he­punkt des Münch­ner Kun­stare­al­fests. Aus­füh­ren wird ihn das Sym­pho­nie­or­ches­ter des Zeit­ge­nös­si­sches ist zwar längst All­tag des Spit­zenen­sem­bles, doch jetzt be­tre­ten die Mu­si­ker Neu­land. Mit der Par­ti­tur hat das nichts zu tun; Mey­ers ver­langt we­der kom­pli­zier­te Ton­sprün­ge noch ver­track­te Rhyth­mus­wech­sel. Statt­des­sen sol­len sich 80 Orches­ter­mit­glie­der per Baye­ri­schen Rund­funks. Hand­lungs­an­wei­sung, doch oh­ne Di­ri­gent, in ei­ner mehr oder we­ni­ger lo­cke­ren Cho­reo­gra­fie im Raum be­we­gen – und von ei­nem Saal zum nächs­ten. Wie das dann mit den No­ten als „Ge­dächt­nis­hil­fen“funk­tio­nie­ren soll, ist noch nicht ganz ge­klärt. Die Marsch­ga­bel der Blas­ka­pel­len wä­re ei­ne bo­den­stän­dig prak­ti­sche Lö­sung. Auch die gro­ße Trom­mel bie­tet, um den Bauch ge­schnallt, ein gut ein­seh­ba­res Pult und könn­te auf die­se Wei­se pro­blem­los durchs Haus wan­dern. Mit dem Rest des Schlag­werks dürf­te es da­ge­gen schwie­rig wer­den. Ge­nau­so brau­chen Bass und Cel­lo die Fi­xie­rung am Bo­den. Zu­dem hat je­der Be­reich ei­ne an­de­re Akus­tik, und wer die ehe­ma­li­ge Künst­ler­vil­la am Kö­nigs­platz kennt, weiß um die vie­len klei­ne­ren Ka­bi­net­te. Nicht nur das Blech kann da leicht übers Er­träg­li­che hin­aus dröh­nen. Mey­ers Ex­pe­ri­ment setzt ei­ne aus­ge­tüf­tel­te Lo­gis­tik vor­aus. Wie das al­les mit der Kunst zu­sam­men­geht? „Die ha­be ich mir ge­nau an­ge­se­hen“, er­klärt Mey­ers: „Was Sie am Sonn­tag hö­ren, wird kein Kommentar zu ein­zel­nen Wer­ken sein“– wie et­wa Mus­sorgs­kys „Bil­der ei­ner Aus­stel­lung“. Aber viel­leicht ist das nur ei­ne Fra­ge der Fan­ta­sie des ein­zel­nen Be­su­chers. Die fürs Len­bach­haus so prä­gen­den Ma­ler des Blau­en Rei­ter wa­ren an neu­en Tö­nen stark in­ter­es­siert; Was­si­ly Kand­ins­ky ver­such­te sich mit sei­ner 1912 ver­öf­fent­lich­ten Büh­nen­kom­po­si­ti­on „Der gel­be Klang“an ei­ner abs­trak­ten Syn­the­se von Mu­sik, Far­be und Tanz. Da­mit ist die Städ­ti­sche Ga­le­rie der idea­le Ort für Mey­ers „Sym­pho­ny 80“. Vier St­un­den soll sie dau­ern und Ein­bli­cke ins In­ne­re ei­ner Orches­ter­ma­schi­ne­rie ge­wäh­ren. Zu­gleich ver­lässt sich Mey­ers auf die Initia­ti­ve der Mu­si­ker, die in Tuch­füh­lung mit ih­rem Pu­bli­kum ge­hen und sich als In­di­vi­du­en prä­sen­tie­ren sol­len. Das be­ginnt schon da­mit, dass sich je­der mit sei­nem In­stru­ment erst ein­mal im Foy­er vor­stellt, um dann wei­ter­zu­zie­hen – bis sich das Haus in ei­ne ko­or­di­nier­te über­di­men­sio­na­le Klang­skulp­tur ver­wan­delt hat. „Die Be­su­cher kön­nen dann durch ei­ne Sin­fo­nie spa­zie­ren“, kün­digt Mey­ers an. Und da­mit bie­tet der an der New Yor­ker Juil­li­ard School aus­ge­bil­de­te Pia­nist und Di­ri­gent ge­nau das, was ihm selbst im­mer ge­fehlt hat: das vi­su­el­le und das kör­per­li­che Er­le­ben. Mey­ers, der seit 20 Jah­ren in Ber­lin lebt, ist welt­weit ge­fragt. Künst­ler wie Ti­no Seh­gal, Do­mi­ni­que Gon­za­lez-Fo­ers­ter und An­ri Sa­la bin­den ihn seit Jah­ren in ih­re per­for­ma­ti­ven Ar­bei­ten ein. Und für den Thea­ter­re­gis­seur Ul­rich Ra­sche ge­hö­ren Mey­ers re­pe­ti­ti­ve Klän­ge eben­falls zum ele­men­ta­ren Be­stand­teil sei­ner Ins­ze­nie­run­gen – zu­letzt in Schil­lers „Räu­ber“am Münch­ner Re­si­denz­thea­ter. Fast im­mer sind es die dar­stel­len­den und bil­den­den Künst­ler, die auf den Kom­po­nis­ten zu­kom­men. Schön, wenn nun auch die Mu­sik in Be­we­gung ge­rät. Auf­füh­rung Der Ein­gang des er­wei­ter­ten Len­bach hau­ses in München.
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Wer war Ignaz Philipp Semmelweis?
Ignaz Philipp Semmelweis (; * 1. Juli 1818 im Teilbezirk Tabán von Buda, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 13. August 1865 in Oberdöbling bei Wien, Kaisertum Österreich) war ein Chirurg und Geburtshelfer. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien. Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin. Leben Jugend und Laufbahn Ignaz Semmelweis wurde 1818 als fünftes Kind des Spezial- und Kolonialwaren-Großhändlers Josef Semmelweis (1778–1846) und der aus wohlhabendem Hause stammenden Theresa geb. Müller (1789–1844) im Teilbezirk Tabán in Buda geboren. Seine Eltern legten großen Wert auf eine gute Schulausbildung ihrer Kinder, da sie dadurch in die maßgeblichen gesellschaftlichen Schichten der heimischen Intelligenz aufsteigen konnten. Der Vater ließ alle Söhne im erzbischöflichen Gymnasium von Buda einschreiben. Nach dem Besuch der Elementarschule in Buda ging Ignaz auf das Piaristen-Gymnasium am St.-Niklas-Turm. Anschließend absolvierte er ein Jahr das Gymnasium in Stuhlweißenburg. Ursprünglich sollte er Militäranwalt werden, weshalb er von 1835 bis 1837 Philosophie und Jura an der Universität Pest studierte. 1837 kam er nach Wien, um Rechtswissenschaft zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin, setzte das Studium 1839 bis 1840 in Pest und ab 1841 wiederum in Wien fort. 1844 schloss er das Studium mit dem Magister der Geburtshilfe und im gleichen Jahr mit der Promotion zum Dr. med. ab. Seine Dissertation (Tractatus de vita plantarum „Über das Leben der Pflanzen“) behandelte die damals populäre Theorie des Vitalismus. Sie wurde durch die von ihm selbst schon bald (1847/48) verlangte Einführung einer systematisch vorgehenden klinischen Beobachtung, die ihn zum Mitbegründer der evidenzbasierten Medizin machte, allmählich als unwissenschaftlich verdrängt. 1845 folgte die Promotion zum Doktor der Chirurgie. Anschließend begann er an der Brustambulanz von Josef Skoda (1805–1881) und in der von Ferdinand von Hebra (1816–1880) geleiteten Ausschlagabteilung des von Kaiser Joseph II. gegründeten k.k. allgemeinen Krankenhauses zu arbeiten. Hier erlernte er Skodas Methode der Diagnose durch Ausschließen („diagnosis per exclusionem“) und die wissenschaftliche Arbeit mit statistischen Instrumenten. Im Institut für pathologische Anatomie unter der Leitung von Carl von Rokitansky (1804–1878) erstellte er Befunde an Frauenleichen. Assistenzarzt in Wien 1846 wurde Semmelweis Assistenzarzt in der geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Gefördert von namhaften Ärzten, wurde er Assistent von Prof. Johann Klein (1788–1856), Leiter der 1. geburtshilflichen Klinik, unter dessen Leitung die Letalitätsrate zwischen 5 und 15 Prozent betrug; teilweise reichte sie in Kliniken sogar bis zu 30 Prozent. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die durch das Kindbettfieber bedingte Sterblichkeit von Müttern nach der Entbindung wesentlich höher lag als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet und keine Leichensektionen vorgenommen wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür herausfinden und untersuchte die Mütter daher noch gründlicher. Doch gerade durch diese Bemühungen stieg die Zahl der Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich schließlich weigerten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinen Tagebuchaufzeichnungen starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Ein Kind auf die Welt zu bringen, war demnach also ebenso gefährlich, wie an einer Lungenentzündung zu erkranken. Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803–1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb – einer Krankheit, die einen ähnlichen Verlauf zeigte wie das Kindbettfieber –, glaubte Semmelweis, die Ursache für die Erkrankung benennen zu können: Die Mediziner und die Studenten führten täglich klinische Sektionen an den Leichen der Patientinnen durch, die zuvor am Kindbettfieber verstorben waren. Anschließend gingen sie „mit an der Hand klebenden Cadavertheilen“ zu den Gebärenden und wuschen sich die Hände mit Seife (oder in einzelnen Fällen überhaupt nicht), desinfizierten sie jedoch nicht. Mit diesen Händen untersuchten sie Frauen während der Entbindung und übertrugen infektiöses Material. Die eigentliche Ursache der Infektion – die Übertragung von Bakterien, die normalerweise massenhaft auf den Händen vorhanden sind – war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen nicht mit Leichen in Berührung und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch. In den Jahren 1847 bis 1848 fertigte er gezielt eine Studie unter dem Titel Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers an. Im Ergebnis dieser Studie wies Ignaz Semmelweis seine Studenten an, nach Leichensektionen die Hände und Instrumente mit Chlorlösung, später mit dem billigeren Chlorkalk zu desinfizieren – wie sich herausstellte, eine wirkungsvolle Maßnahme, da die Sterblichkeitsrate in nur wenigen Monaten von 12,3 auf 2 bis 3 Prozent sank. Als trotzdem noch einmal zwölf Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache zunächst das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet worden war, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen, sondern auch von lebenden Personen ausgehen konnte. So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung zu desinfizieren seien. Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 Prozent zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag. Trotz dieses Erfolgs wurden die Arbeiten von Semmelweis lange Zeit, vor allem von führenden Medizinern wie Anton von Rosas (1791–1855), Rudolf Virchow (1821–1902), Eduard Kaspar Jakob von Siebold (1801–1861), Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (1821–1891), James Young Simpson (1811–1870) und Weiteren, nicht anerkannt. Viele Ärzte und auch seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig und wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Einige Ärzte, wie Gustav Adolf Michaelis, veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner feindeten Semmelweis stark an und bezeichneten ihn als „Nestbeschmutzer“. Unterstützung fand er mit seiner Theorie bei namhaften Vertretern der Wiener Medizinischen Fakultät wie Skoda, Rokitansky und Hebra. Ferdinand von Hebra hatte Semmelweis sogar gedrängt, seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu veröffentlichen. Als er dies jedoch nicht tat, übernahm von Hebra selbst die Aufgabe. Die Gegner von Semmelweis verhinderten 1849 die Verlängerung seiner Assistenzarzttätigkeit, sodass er im März 1849 aus dem Dienst des Krankenhauses ausschied. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Mitglied der k. k. Gesellschaft der Ärzte gewählt. Hier wurde die angeregte Bildung einer Kommission zur Prüfung der Semmelweisschen Thesen mit Mehrheitsbeschluss angenommen, allerdings auf Betreiben seines ehemaligen Chefs in Wien, Professor Klein, dann ministeriell abgelehnt. Erst am 15. März 1850 präsentierte Semmelweis seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte. Professor in Pest Aufgrund weiterer Anfeindungen und Intrigen von Kollegen, wie Johann Klein oder Anton von Rosas, wurde Ignaz Semmelweis 1850 nur zum Privatdozenten für theoretische Geburtshilfe mit Übungen am Phantom ernannt. Über diese Einschränkung reagierte er dermaßen erbost, dass er nur fünf Tage nach seiner Ernennung Wien verließ und nach Pest übersiedelte. Hier eröffnete er eine Privatpraxis. Daneben arbeitete er als unbesoldeter Primararzt auf der Entbindungsstation des St.-Rochus-Spitals in Pest. Ab 1851 war Semmelweis Leiter der Geburtshilfeabteilung in Pest, ab 1855 Professor für theoretische und praktische Geburtshilfe sowie als Hebammenlehrer an der dortigen Universität, der heute nach ihm benannten Semmelweis-Universität. 1857 lehnte er die Berufung auf eine Professur nach Zürich ab. In Pest jedoch beschäftigte er sich auch mit der operativen Gynäkologie, hier führte er erstmals eine OP am Eierstock durch. Zwar veröffentlichte er seine Arbeitsergebnisse im ärztlichen Wochenblatt „Orvosi Hetilap“. Da dieses Blatt jedoch nur eine geringe Verbreitung hatte, war dieser Veröffentlichung keine große Wirksamkeit beschieden. Daher konnte Semmelweis mit solchen Aktivitäten seinen internationalen Widersachern nicht Paroli bieten. Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er dann bis 1860 in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Dem mit 500 Seiten zwar sehr umfangreichen, aber ungeschickt präsentierten und zudem sprachlich nicht elaborierten Buch blieb der Erfolg versagt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn (Semmelweis selbst nennt die Professoren Michaelis aus Kiel und Wilhelm Lange aus Heidelberg, aber auch Hebra, Škoda und von Rokitansky machten sich für ihn stark), da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Vielmehr wurde von vielen das Kindbettfieber beispielsweise auf schlechte Luft, das Ausbleiben der Menstruation oder einen Milchstau zurückgeführt. Da er immer wieder auf Ablehnung in Teilen der Ärzteschaft hinsichtlich der von ihm empfohlenen Desinfektionsmethoden stieß, ging er ab etwa 1861 dazu über, offene Briefe – zuerst an die ärgsten Widersacher, an Scanzoni, Späth und v. Siebold, dann später an alle Professoren im Bereich der Geburtshilfe – zu versenden. In diesen Briefen drohte er, die Uneinsichtigen öffentlich zu entlarven, wenn sie seine Verhaltensregeln nicht umsetzen. Dass es ihm dabei nicht immer gelang, diplomatisch die richtigen Worte zu wählen, verdeutlicht das folgende Zitat aus einem dieser offenen Briefe von Semmelweis: Und Semmelweis fährt fort: Offenbar als Antwort auf Semmelweis’ Denkbrief schrieb Louis Kugelmann aus Hannover am 10. August 1861: Tod 1865 erkrankte Ignaz Semmelweis an schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in die staatliche Landesirrenanstalt Döbling bei Wien eingeliefert. Einigen Quellen zufolge soll Semmelweis’ Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen sein. Semmelweis hatte wiederholt versucht, seine Kollegen von der Richtigkeit seiner Erkenntnisse schriftlich zu überzeugen, dennoch war ihm fast nur Ablehnung entgegengeschlagen, wie auch schon um 1850 von seinem ehemaligen Vorgesetzten am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Johann Klein (1788–1856), in dessen pathologischem Institut Semmelweis später obduziert wurde. Der Biograf Fritz Schürer von Waldheim schrieb 1905: Lobend erwähnt hatte Semmelweis diesbezüglich nur die Professoren Michaelis in Kiel und Lange in Heidelberg. Aus seiner Konversation in Briefen sind einzelne weitere bekannt, die ihm zumindest zugeneigt waren. Am 13. August 1865, zwei Wochen nach seiner Einweisung in Döbling, starb Ignaz Semmelweis – den damaligen Obduktionsberichten zufolge – mit 47 Jahren infolge einer kleinen Verletzung, die er sich durch eine eigene Schnittverletzung bei seinen Sektionen zugezogen habe, an einer Blutvergiftung. Eine ganz ähnliche Vermutung (gestorben „an Pyämie, wahrscheinlich in Folge einer Verwundung bei einer Operation“) wurde damals in der medizinischen Fachliteratur geäußert. Anderen Berichten zufolge sei dies stattdessen bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal bzw. zumindest innerhalb des Klinikaufenthalts erfolgt. So habe der Kinderarzt Janós Bókai, der 1865 einen Bericht über Semmelweis’ vorherigen Zustand verfasste, laut dem Gynäkologen und Medizinhistoriker Georg Silló-Seidl, welcher die ursprünglichen Klinikunterlagen im Archiv der Wiener Gesundheitsbehörde recherchierte, von einer vorherigen Verletzung nichts erwähnt, obwohl diese, wie behauptet, bereits zuvor entzündet gewesen sei. Laut Silló-Seidl gab es diverse weitere Ungereimtheiten. Da 1963 bei einer Exhumierung der sterblichen Überreste Semmelweis’ multiple Frakturen an Händen, Armen und am linken Brustkorb festgestellt wurden, erscheint die Aktennotiz der Klinik, in der stattdessen Gehirnlähmung als sein Sterbegrund genannt wurde, umso dubioser. Überlegungen zufolge, u. a. vom amerikanischen Semmelweis-Biografen Sherwin Nuland, sollen Pfleger Semmelweis auf dem Anstaltshof geschlagen haben und auf ihm herumgetrampelt sein. Ignaz Semmelweis wurde zunächst am 15. August auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt. Nachdem dieser aufgelassen worden war, begrub man die sterblichen Überreste im Grab seiner Eltern auf dem Budapester Kerepesi temető. 1963 überführte man sie in sein Geburtshaus, das heute das Semmelweis-Museum für Medizingeschichte ist. Semmelweis hinterließ Frau und drei Kinder. Nachrufe waren kärglich und knapp. Eine Würdigung seines Lebenswerks fand sich lediglich in der Fachzeitschrift Orvosi Hetilap, in der Semmelweis, noch bevor er sein Buch verfasste, einige seiner Vorträge in ungarischer Sprache veröffentlicht hatte. Immerhin widmete ihm die Wiener Medizinische Wochenschrift einen kurzen Nachruf: „Dienstag wurde Professor Semmelweis begraben. Viele Professoren, Primarärzte etc. folgten seinem Sarge, und geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Verstorbene war erst 47 Jahre alt, und hinterlässt eine trauernde Witwe, und drei unmündige Kinder. Ruhe seiner Asche.“ Semmelweis’ Bedeutung wurde lange Zeit nicht erkannt. Erst 1882 erhielt er durch die Biografie von Alfred Hegar die erste öffentliche Anerkennung. Seine Biografen, deren Bücher meist zu Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, setzten sich häufig mit drastischen, sehr klaren Worten für ihn ein. Im Hauptgebäude der Anstalt in Wien-Döbling ist seit 1991 das Bezirksgericht Döbling untergebracht. Auf dem ehemaligen Gelände der Anstalt befindet sich der Neubau eines Seniorenheimes. Nachwirkung Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827–1912) im Jahr 1867 demonstrierte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein drastischer Rückgang der Operationsmortalität erreicht. Oft wird die Asepsis ihm zugeschrieben, obwohl er seine Erkenntnisse aus denen von Semmelweis gezogen hatte. Eine Ärztegeneration später setzte sich die Umsetzung von Hygienemaßnahmen bei Frauen im Kindbett durch, und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Semmelweis’ Erkenntnissen gewahr. Der im englischen Sprachraum bekannte Begriff Semmelweis-Reflex beschreibt die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“. In vielen Fällen habe die wissenschaftliche Leistung dann eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge. Die Begriffsbildung wird dem amerikanischen Autor Robert Anton Wilson zugeschrieben. 1993 wurde der Asteroid (4170) Semmelweis nach ihm benannt. Darüber hinaus tragen die Semmelweis-Universität in Budapest und die Semmelweis-Frauenklinik in Wien seinen Namen. Im ehemaligen Bezirkskrankenhaus Brandenburg an der Havel, heute Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, befand sich rechts neben dem Eingang zum alten Kreißsaal eine Büste von Ignaz Semmelweis. Mit dem Abriss des Gebäudetrakts und dem Umzug des Kreißsaals in den Neubau West verschwand diese Büste. Am 20. Februar 2019 wurde an der Medizinischen Universität Wien eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest. Die Enthüllung erfolgte in Anwesenheit von János Áder, Ernst Woller sowie der Rektoren beider Universitäten, Béla Merkely und Markus Müller. Die Statue wurde vom ungarischen Künstler Péter Párkányi Raab geschaffen. Die Bundesregierung Österreichs plant ab dem Studienjahr 2022/23 den Aufbau eines universitätsübergreifenden Ignaz-Semmelweis-Instituts (ISI) und schafft dafür bis zu 30 neue Professuren. Dieses Institut für Infektionsfragen soll sowohl Forschung betreiben als auch als Ansprechpartner für die Politik fungieren. Das Kooperationszentrum soll als Zusammenarbeit der MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck, JKU Linz und der VetMedUni Wien entstehen. Die Klientel Die Geburtshilfe genoss als medizinisches Fachgebiet ein geringes Ansehen. Geburtshilfliche Abteilungen lagen häufig in alten, desolaten Kliniktrakten mit Blick zum Hof oder zum Leichenhaus. Die Einrichtungen und hygienischen Verhältnisse waren extrem primitiv, teilweise auch, weil die Verbindung zwischen Hygiene und Infektionsgefahren nicht bekannt war. Leider fehlen demographische Daten der Patientinnen zu Status, Herkunft, Familienstand usw. in den Statistiken. Aus den vorliegenden Schriften geht lediglich hervor, dass ein Großteil der Patientinnen aus ärmlichen Verhältnissen stammte und keine Lobby hatte. Persönlichkeit Einflussreiche Ärzte sprachen für ihn, ihnen unterliefen aber kleine Fehler, die Semmelweis nicht korrigierte und die ihn angreifbar machten. Sein erster kollegialer Unterstützer war Gustav Adolf Michaelis, der als erster Geburtshelfer die Entdeckung erprobte und Semmelweis Recht gab. Außer einigen Briefen, die Semmelweis mit der Bitte um Prüfung an den Professor der Geburtshilfe in Kiel sandte, nahm Semmelweis trotz vieler Ersuchen und Möglichkeiten weder schriftlich noch mündlich Stellung. Öffentlich trat er erst ab Mitte 1850 in Wien auf. Seine Biografen erklären dies mit mangelhafter Schulbildung und der damit verbundenen Angst vor dem Sprechen und Schreiben. Semmelweis machte grammatikalische und orthographische Fehler und sprach Dialekt. Semmelweis wird als bescheiden und anspruchslos, als guter Gesellschafter, von kindlich-naiver Denkungsart und vertrauensvoll beschrieben, der aber sehr entschieden auf Gemeinheiten reagierte (Alfred Hegar, 1882). Seine spätere Verbitterung und zunehmende psychische Veränderung – Aggressivität, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unbeherrschtheit – werden häufig als Grund für das Scheitern seiner Ideen angenommen. Alwin Schönberger beschrieb seine Krankheit: „Er wurde zunehmend impulsiv, jähzornig und reizbar, er tobte, fluchte und beschimpfte Kollegen, hatte andererseits Phasen der Apathie und Antriebslosigkeit, vernachlässigte sein Äußeres, witterte überall Feinde, Neider und Intriganten. Forscher vermuten heute eine fortschreitende Erkrankung als Ursache. Die Symptome könnten zu einer Neurosyphilis passen, die nicht mit körperlichem Verfall einherging, aber mit einer dramatischen Veränderung des Charakters.“ Stand der Forschung Die Resonanz auf seine These war anfänglich relativ groß, die Revolution von 1848 lenkte das Interesse jedoch auf andere Bereiche. Ihr Scheitern stärkte dann die Reaktion und damit die althergebrachte Ordnung. Die deutschen und österreichischen Lehrbücher der Geburtshilfe ignorierten Semmelweis und vertraten weiterhin alte Lehren. Vereinzelt wurden Chlorwaschungen eingeführt, ohne dass die zuständigen Professoren sich wissenschaftlich zur Desinfizierung bekannten. Ein größeres Hindernis für die Verbreitung und Annahme seiner Theorie war aber nicht die Ignoranz, sondern die nachlässige Durchführung der Chlorwaschungen, deren mangelhafter Erfolg als Widerlegung der Semmelweisschen These angesehen wurde. Im In- und Ausland wurden Semmelweis’ Erkenntnisse nicht akzeptiert. Führende Ärzte standen ihm kritisch und ablehnend gegenüber. Der Stand der Forschung war ein anderer, die Theorie der Wundkrankheiten hatte durch Rudolf Virchow eine andere Erklärungsbasis gefunden. Für das Kindbettfieber machte dieser vor allem Witterungsverhältnisse und Erkrankungen verantwortlich. Schriften (Auswahl) Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni. Pest 1861 (online). Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers. 1861 (). Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis. Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen 1862 (online). Tiberius von Györy (Hrsg.): Semmelweis’ gesammelte Werke. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0692-5. Literatur Sachbuch Paul de Kruif: Kämpfer für das Leben. Ruhmestaten großer Naturforscher und Ärzte. Verlag des Druckhauses Tempelhof, Berlin 1951. György Gortvay: Semmelweis, Retter der Mütter. Hirzel, Leipzig 1977. Louis-Ferdinand Céline: Leben und Werk Philipp des Ignaz Semmelweis (1818–1865). Edition Age d’Homme, Wien 1980, ISBN 3-85418-004-7. Georg Silló-Seidl: Die Wahrheit über Semmelweis. Semmelweis, Hoya 1984, ISBN 3-925524-22-3. István Benedek: Ignaz Philipp Semmelweis (1818–1865). Böhlau, Wien 1985, ISBN 3-205-00537-6. Georg Silló-Seidl: Die Affaire Semmelweis. Herold, Wien 1985, ISBN 3-7008-0303-6. Sherwin B. Nuland: Ignaz Semmelweis. Arzt und großer Entdecker. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04825-0. Karl Semmelweis: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. Eigenverlag, Eisenstadt 2007. Sabine Fellner, Katrin Unterreiner: Medizin in Wien: Semmelweis, Billroth und Co. Metro, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-601-3. Hermann Baum: Ignaz Semmelweis: seine Mutter und ihre Vorfahren. Grin, München 2015, ISBN 978-3-656-89784-2. Fachliteratur Erna Lesky: Ignaz Philipp Semmelweis und die Wiener Medizinische Schule. Wien 1964 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 245, Band 1965, 3. Abhandlung). K. C. Carter, S. Abbott, J. L. Siebach: Five documents relating to the final illness and death of Ignaz Semmelweis. In: Bulletin of the history of medicine. Band 69, Nummer 2, 1995, S. 255–270. PMID 7613067. K. A. Sepkowitz: Cassandra and Ignaz Semmelweis. In: International Journal of Infectious Diseases, 1/1996, S. 57–58. J. Lange: Ignaz Semmelweis – “Savior of Mothers”. Long fight for recognition. In: Fortschritte der Medizin. Band 115, Nummer 33, November 1997, S. 60, PMID 9480285. V. Jay: Ignaz Semmelweis and the conquest of puerperal sepsis. In: Archives of Pathology & Laboratory Medicine, Band 123, Nummer 7, Juli 1999, S. 561–562, . PMID 10388906. M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Quality & safety in health care. Band 13, Nummer 3, Juni 2004, S. 233–234, doi:10.1136/qhc.13.3.233. PMID 15175497. . M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Qual Saf Health Care., 13/2004, S. 233–4. PMID 15175497. D. Gilles: Hempelian and Kuhnian Approaches in the Philosophy of Medicine: the Semmelweis Case (PDF; 210 kB). In: Studies in History and Philosophy of Science Part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 36/2005, , S. 159–181. Belletristik Hans José Rehfisch: Doktor Semmelweis. In: Ders.: Sieben Dramen. Desch, München 1961. Filme 1938: That Mothers Might Live, USA MGM, Regie Fred Zinnemann, Oscar für den besten Kurzfilm 1940: Semmelweis, Ungarn Mester Film, Regie André De Toth 1950: Semmelweis – Retter der Mütter, DDR DEFA, Regie Georg C. Klaren 1980: Semmelweis, Italien RAI, Regie Gianfranco Bettetini 1987: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen, BRD/Österreich ZDF/ORF, Regie Michael Verhoeven 1994: Semmelweis, Niederlande Humanistische Omroep Stichting, Regie Floor Maas 1995: Docteur Semmelweis, Frankreich/Polen, Regie Roger Andrieux 2001: Semmelweis (Kurzfilm), USA/Österreich Belvedere Film, Regie Jim Berry Drama/Schauspiele Jens Bjørneboe: Semmelweis. Gyldendal Norsk Forlag / Gyldendals moderne skuespillserie, Oslo 1968. Popkultur Fatoni: Semmelweisreflex – 2015: Yo, Picasso (mit Dexter, WSP Records / Universal Music Group) Weblinks Einzelnachweise Gynäkologe, Geburtshelfer Hygieniker Mediziner (19. Jahrhundert) Person als Namensgeber für einen Asteroiden Hochschullehrer (Semmelweis-Universität) Person (Kaisertum Österreich) Ungarndeutscher Ungar Geboren 1818 Gestorben 1865 Mann
Errichtung des Überwachungsstaates: Dieselhysterie nur vorgeschoben? › Jouwatch 15. November 2018 Brennpunkt 92 Die Überwachung genauer betrachtet - Foto: Pixabay Das ist ein sehr dicker, sehr anspruchsvoller Wälzer (von 1918 bis 1923, aus mehreren Bände bestehend), mit dem die Allerwenigsten irgendetwas anfangen können werden. Was soll das hier zur Sache tun? Nachdem Sie es ganz oder teilweise gelesen haben: Glauben Sie, dass das Abendland untergeht? Eher eine berechtigte Frage, Franke. Nicht jeder, der Spengler gelesen hat, glaubt an den Untergang des Abendlandes, so faszinierend Spengler auch sein mag. Die Liste hochrangiger Spengler-Kritiker ist lang. wiki nennt: Gogarten, Scheler, Cassirer, Heidegger, Popper, Musil… „Robert Musil bekannte am Ende einer vernichtenden Kritik, andere hätten nur deshalb nicht so viele Fehler gemacht, weil sie nicht die beide Ufer berührende Spannweite besäßen, um so viele Fehler darauf unterzubringen.“ Diese „Fehler“ könnte man sich im einzelnen anschauen. Sehr präzise Formulierung von Musil (wenn es seine ist): Fehler unterbringen… = für …etwas irgendwo [noch] den erforderlichen Platz finden = erreichen, dass etwas angenommen wird, Interessenten findet Das bedeutet: Es sind DIE FEHLER, die Interessenten finden sollen. „Erkenntnis und Interesse“ (Habermas, 1968, da ging es dann weiter, das sind alles Fortsetzungen des GLEICHEN). Die beiden wiki-Artikel („Der Untergang des Abendlandes“, „Oswald Spengler“) scheinen mir recht gut zu sein. Zwischen folgenden beiden Vorkommnissen dürfte ein direkter Zusammenhang bestehen: 1918: Spenglers „Untergang des Abendlandes“, 1. Band 1919: Gründung der „Fasci italiani di combattimento“ (= „Italienische Kampfverbände“) durch Mussolini wiki: „Nach der Germanistin Barbara Beßlich ging es Spengler darum, den Caesarismus, von dem er glaubte, er werde kommen, in die von ihm gewünschte Richtung zu lenken, er wollte ihn „nationalistisch instrumentalisieren“.“ wiki: „Sein Ideal sah [Spengler] eher [als im NS] in Benito Mussolini verwirklicht, dem Diktator des faschistischen Italiens.“ „Spengler hatte in seiner Schrift das Heraufziehen eines neuen Cäsarismus PROGNOSTIZIERT, dessen Führer er in Mussolini sah.“ aus: Oswald Spengler – Der Untergang (SZ, 17. Mai 2010, 21:35 Uhr) Das ist halt die Frage, ob es sich bei diesem „Prognostizieren“ nicht um so ein sorosmäßiges Prognostizieren gehandelt hat. Dann hätten wir hier ein weiteres Beispiel für eine PARALLELAKTION. Auch „Der Untergang des Abendlandes“ von 1918 könnte eine Auftragsarbeit gewesen sein, wie schon „Das kommunistische Manifest“ von 1848. 1930: NSDAP gewinnt Reichstagswahl (dann ist DAS parallel zu Freuds „Unbehagen in der Kultur“, hatte ich zuletzt falsch geschrieben) 1933: Spenglers „Jahre der Entscheidung“ 1933: Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler „Spengler glaubt, trotz aller Verfallserscheinungen bestehe noch die Hoffnung der Aktivierung besagten Ur-Impulses, vor allem in den derzeit verschütteten Wikingerseelen der Bevölkerung Westeuropas.“ – aus: „Jahre der Entscheidung“ (wiki) Spengler hat seine Meinung also just in time geändert. Mit Hitler, dem Wikinger, kam für ihn „Hoffnung“ auf („hope“ bei Soros & Co). 1930: Auflösung des Reichstages; NSDAP wird zweitstärkste Partei bei Reichstagswahl. Dann ist DAS parallel zu Freuds „Unbehagen in der Kultur“, hatte ich zuletzt falsch geschrieben, dort hätte es heißen müssen: wird BALD „Reichskanzler“, nämlich 1933. Danke @Jouwatch-Modis, Ihr seid die Härtesten. But what is war … a tyranny That evil men conceive So sehr ich mir Ihre Kritik auch zu Herzen nehmen will; es will mir nicht recht gelingen. Mir ist völlig klar, daß in „Das Leben des Brian“ nicht Jesus verhöhnt worden ist, sondern das Bodenpersonal des Herrn. Da es mir hier um das Zivilreligiöse ging, schien mir ein zuweilen etwas biblisch anmutender Stil geeignet, den religiösen Aspekt der Feinstaubgläubigkeit herauszuarbeiten. Sollte ich dadurch Ihre religiösen Gefühle verletzt haben, so bitte ich hiermit vielmals um Verzeihung. Auch der unterstellten Erkenntnisarmut würde ich nicht in jedem denkbaren Fall vorbehaltlos zustimmen. Immerhin ging es um den Einfluß des Zeitverlaufs während der Debatte auf die Debatte, ein gerne übersehener Aspekt von Debatten generell. Daß es bei der Dieselhysterie gar nicht wirklich um den Diesel gehen könnte, da der Aufwand zu seiner Verbannung in keinem nachvollziehbaren Verhältnis zu seiner tatsächlichen Schädlichkeit steht, verstärkt den Verdacht, daß der Diesel eine Monstranz ist, welche die Zivilreligiösen, im gottlosen Glauben fest, vor sich hertragen. und daß das ausgenützt wird von neugierigen Schlawinern, die gerne einen Überwachungsstaat hätten, weil sie genau wissen, daß sie einen brauchen werden. Außerdem wird dadurch wieder einmal klar, was der Unterschied zwischen Gott und einem Götzen ist. Erkenntnisarmut sieht anders aus. Gleichwohl hoffe ich, ob meines stilistischen Mißgriffs nicht Ihrer geschätzten Sympathie verlustig gegangen zu sein, verehrter Don Michele. – LGZ Max Ich versteh die Aufregung von 87% der Dieselfahrer nicht ganz. Das sind Fahrverbote mit Ansage VOR der BT-Wahl! Wenn ich die neuesten Umfrage sehe – Grüne bei 23 % (!!!) und 63 % wünschen sich, dass Merkel Kanzlerin bleibt, zweifle ich sehr an den kognitiven Fähigkeiten der Deutschen. WAS IST LOS mit Euch? Wie wäre es mit zivilem Ungehorsam, statt der Jammerei? Wir kaufen uns jetzt als Zweitwagen eine kleine Diesel. Die Fahrverbote gehen uns am A… vorbei – wir haben die Initiatoren nicht gewählt und werden auch mit dem Diesel die Fahrverbotszonen ignorieren. Wer will das denn kontrollieren? Die Ordnungsämter fühlen sich nicht zuständig, die Polizei hat bereits gesagt, dass nicht genügend Personal zur Verfügung steht, um Fahrverbote zu überwachen (gut, die sind auch den ganzen Tag im Asylheim beschäftigt) und die Verwaltungsgerichte sind eh schon kurz vor dem Zusammenbruch.. Des Weiteren kann nur ein Bußgeld verhängt werden, wenn man unmittelbar beim Fahren erwischt wird. Steht der Diesel auf einem Parkplatz, gibt es keine Handhabe. Wehrt Euch endlich und pfeift auf diese „Verbote““ Nur gemeinsam kann man so dieses System in die Knie zwingen! Wohl dann, laßt uns das Schauspiel genießen! Diesel gekauft? Dumm gelaufen! Ist die Karre eben nur noch die hälfte Wert, sei froh, dass die nicht ganz verboten werden und kein Ausfuhrverbot für die Gebrauchten besteht. Da kannste die umweltzerstörende Abgasschleuder nicht mal ins Ausland verkaufen. Du denkst über den Kauf eines Benziners nach? Na, da wäre ich aber vorsichtig denn der Gebrauch der Dinger wird spätestens in fünf Jahren so eingeschränkt werden, dass du den nur noch max. zum Weg zur Arbeit nutzen kannst. Aber nur für die kürzeste Stecke, Abweichungen werden geahndet und der Tacho kontrolliert. Sie arbeiten in der Stadt? Ganze Stadtgebiete werden für den motorisierten Verkehr gesperrt, es gibt Alternativen, gehen sie mehr zu Fuß oder fahren sie die lumpigen 100 km jeden Tag mit dem Rad! Da tun sie noch was für ihre Gesundheit. Was, sie wollen sich aufregen? Warum? Sie haben sich enteignen lassen denn ihre LVs sind nichts mehr Wert. Es gibt keine Zinsen mehr für ihren Zaster, das macht sie nicht an. Mehr als die Hälfte ihrer schwer verdienten Piepen nimmt ihnen der Staat ab aber das nehmen sie einfach hin. Also halten sie die Klappe und sehen sie zu wie sie zur Arbeit kommen der Staat braucht Kohle und davon eine Menge! Jepp! Aber die meisten sind nicht in der Lage, die Zusammenhänge zu erfassen und wählen diese Brut auch weiterhin (Gürn derzeit bei 23 % !). Manchmal denke ich, hier ist die größte Freiluftpsychiatrie der Welt. „Na gut, der Diesel ist nur eine eingebildete Pest“ – das können nur Ignoranten sagen. Fakt ist, dass bei dem Verbrennungsprozess Ruß entsteht. Angelagert am Ruß befinden sich polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKW). Das Problem der PAKW: sie wirken konzerogen. Daher hat die Automobilindustrie alles daran gesetzt, Rußfilter standardmäßig einzubauen. Was unterlassen wurde: ein Warnprogramm, das alle x tausend Kilometer darauf aufmerksam macht, das Rußfiltersystem zu tauschen. „Na gut, der Diesel ist nur eine eingebildete Pest“ – das können nur Ignoranten sagen. Wer Verbrennungsprozesse kennt, weiß, dass es eine Abhängigkeit gibt zwischen NOx und der optimalen Verbrennung (thermodynamischer Wirkungsgrad). Der thermodynamische Wirkungsgrad steigt mit höherer Brenntemperatur. Jedoch: mit höherer Brenntemperatur steigt auch der NOx- Anteil. Die Automobilindustrie hat alles daran gesetzt, durch selektive katalytische Reduktion den NOx Anteil zu vermindern; das geschieht durch – optimalerweise temperaturabhängige Harnstoff, das dem Abgas zugemischt wird. Diese darf jedoch nicht abgeschaltet werden! Zugegebenermaßen ist die Ermittlung einer optimalen Harnstoffmenge ein höchst komplizierter Rechenvorgang, in den Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit … eingehen. Ich las mal, ist schon einige Zeit her, dass ein Amerikaner Suizid begehen wollte auf die klassische Art. Also Garage zu-Auspuff-Schlauch-Innenraum. Er wurde nach einigen Stunden gefunden. Er war zwar Bewußtlos aber ansonsten i.O. Ein Sachverständiger sagte, bei den heutigen Abgaswerten der Motoren ist es schwer Suizid zu begehen denn die Motoren sind einfach zu sauber. Bin ich da einem Facke aufgesessen? Ehrliche Frage, ich bin kein Fachmann. 16. November 2018 um 8:42 Uhr Sehr gut und richtig geschrieben ! jetzt wirds aber langsam Zeit,dass die Schäfchen ihrem Hirten zeigen wo bei ihm die Wolle wächst ! Leider ist da der Zug schon abgefahren! Deutschland ist bereits nach Leibeskräften dabei sich selbst abzuschaffen! Die Satanisten und Teufelsanbeter ebnen sich den Weg zur absoluten Kontrolle und Macht. Mit einem solchen Dreck ist nicht zu spaßen … In einem kurzzeitigen Anfall von Masochismus schaltete ich gestern den Televerblöder an. Die Strafe erfolgte auf dem Fuße, Katrin Göring Eckardt ereiferte sich über Dieselabgase auf Kinderwagenhöhe …….. Ich dachte an die frohgemute Ankündigung von Nahles, “ jetzt gibt’s…“, und hätte sie gern höchstpersönlich ausgeführt! 16. November 2018 um 4:42 Uhr Was wenn sich kein Diesel Besitzer an das Fahrverbot hält ? Was wenn Autoclubs wie der ADAC Diesel Fahrer egal ob Mitglied oder nicht bis zur letzen Instanz verteidigen und zwar mit den besten Anwälten die man bekommen kann und die Gerichte mit Klagen überschüttet werden ? Was wenn die Politik, bei der Umsetzung der Grenzwerte einfach beide Augen schließt ? Was wenn der Bundeskanzler sich dann vor die Kameras stellt und behauptet das das Recht in diesem Punkt der Moral unter zu ordnen ist und man die ganzen Fahrverstöße auch gar nicht ahnden kann. Wenn sich ein Landesfürst hinstellt und den Mainstream Medien diktiert das die Diesel jetzt nunmal hier sind ? Erinnert euch das an was ? An die Zustände in Deutschland bei einem anderen Thema ? Mein Resümee, ist das illegale Flüchtlinge gefördert werden, und die illegalen Autos der Deutschen stillgelegt. Anders herum wäre es mir lieber !!! Das erstaunliche ist, dass die Automobilindustrie das alles mitmacht. Wie überhaupt von keiner Seite wirklich Protest kommt. Sind die deutschen Ingenieure auch schon völlig verblödet? Wo sind denn all diejenigen, die sonst i..er meinen, Ahnung zu haben. Man kann diesen ganzen Blödsinn doch nicht ernst nehmen. Deutschland auf de. Weg in eine Dystopie! Noch vor wenigen Jahren hätte ich über so Ideen ja noch gelächelt. Heute aber nicht mehr. Man muss davon ausgehen, dass man uns mit allem und jedem linken will. Man muss sich da richtig umgewöhnen, denn Menschen eine derartige Schlechtigkeit zu unterstellen und vor allem auf ihre perfiden Ziele zu kommen, ist manchmal gar nicht so einfach. Aber irgendwie ist es ja auch spannend. Vielleicht kann ich ja irgendwann eine zweite Karriere bei einer Widerstandtsbewegung starten und versuche dann mit einem Störsender bewaffnete Überwachugsdrohnen zum Absturz zu bringen. 16. November 2018 um 7:50 Uhr Unerträglich wie immer ,die gestrige ÖR-Vernehmung A.Gaulands durch die Großinquisitorin Margot Illner und Gehilfen.Ich erwartete jeden Moment dass ,die geladene Antifa von den Rängen stürzt ,und als Argumentationshilfe nach guter alter Manier und unter Jubel der anderen anwesenden“Demokraten“ auf den Delinquenten eindrischt.Einfach nur erbärmlich und ekelhaft. Ich kann mich mit dem nicht anfreunden. Ihr verfolgt doch auch internationale Politik, verfolgt Trump. Bohrt tiefer und verfolgt Q. Es gibt noch ganz andere Gründe für das kaputt machen unserer Schlüsselindustrie. 15. November 2018 um 22:28 Uhr Q aus James Bond? Geheimgruppe „Lebensstern“…. habe gedacht, ich lese nicht richtig. https://www.focus.de/politik/deutschland/lindner-will-an-die-macht-geheim-gruppe-lebensstern-fdp-und-gruene-bereiten-jamaika-comeback-vor_id_9916990.html Jaaa – die sog. Obrigkeit denkt und lenkt verzweigt und konspirativ. Das Trojanische Pferd ist im Bau, der Köder ist ausgelegt, die Michelinin solls schlucken. „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die Meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen J-C. Junker ( Ischias-geplagter ) Ja, für die wird es in der Tat kein zurück mehr geben, sie werden den Tag ihrer Geburt verfluchen…. Ich verstehe Ironie oft nicht aber ich will es mal versuchen. Der Diesel ist das Blut des Teufels. Der macht die Umwelt garantiert mehr kaputt als die Stromerzeugung durch Braunkohleverbrennung für E Autos. Jetzt im Ernst : Ich persönlich vermisse das gute alte verbleite Benzin. Das hat immer so schön gerochen bei der Verbrennung . Ähnlich geht es mir mit Terpentin und dem ganz alten Pattex. Durch diese ganzen Filter und Katalysatoren in den Autos kann man ja nicht mal mehr Selbstmord durch Auspuffgase betreiben. Wieder eine Möglichkeit weniger für die ganzen linken Zecken die mit ihren Depressionen bei den Psychiatern rumhängen. Oft haben diejenigen die im Leben noch nie eine Schüppe gehalten haben den größten Burn-Out. Sitzen gerne auch im Bundestag auf den linken Bänken und wollen Menschen die durch harte Arbeit sehr lange auf ein Auto gespart haben , durch dämliche Entscheidungen ihre Mobilität wegnehmen. Selber hat man ja den Fahrdienst. ,,Jetzt im Ernst : Ich persönlich vermisse das gute alte verbleite Benzin. Das hat immer so schön gerochen bei der Verbrennung . Ähnlich geht es mir mit Terpentin und dem ganz alten Pattex,, Alldeer laß Dir gesagt sein,Du bist süchtich! Sie werden sich wundern, was die KAT`s an Material in die Umwelt „verlieren“. Die Metalle verbreiten sich schön gleichmäßig in der Umwelt, seeehr gesund sind die aber nicht wirklich. Die Nebenwirkungen können Sie gerne mal recherchieren,…. Auf allen Ebenen wird der Krieg gegen die indigene Bevölkerung geführt, sozusagen asymetrisch,…. Infrastruktur, Energiemarkt, Wohnung u. Soziales, DM zum EURO, Nullzins, Autofertigung (Industrie), Logistik, Schuldenunion, “ Migration“, Grenzverlust, Innere Sicherheit,…….., aber sie werden den Krieg nicht gewinnen, das weiß ich seit 1992,…. wird sehr lustig werden, nur nicht für die. Gegenmittel: CCPCG, steht auch drin: Daher verneint die Konvention für den Völkermord in ihrem Artikel IV ausdrücklich jedwede Form der Immunität. Damit können auch Staatsoberhäupter, Regierungschefs und sonstige Politiker und Beamte wegen Völkermords bestraft wer-den, selbst wenn sie noch im Amt sind. Wer soll die bestrafen,…? kennen Sie GVG § 120, 8.? Mit dem ist das Bestandteil des „deutschen Rechts“. UND, wer soll die bestrafen,…? 15. November 2018 um 21:51 Uhr dafür gibt es den Instanzenzug Wer ist das, kennen sie den??? Welche Person(en) wird (werden) das machen, umsetzen.? mutige, aufrichtige Die werden Sie in der atomisierten Sozialstruktur aber kaum finden, die Vereinzelung, auch Selbstfindung genannt, wurde von langer Hand geplant. Der Egoismus hat die europäische Kultur mehr oder weniger zerstört. Politisch alles so gewollt, Einzelkämpfer sind N..i, oder Verrückte, mit denen sich kein „normaler“ Guter identifizieren wird. da kennich schon welche, und die sind auch nicht in der „Reichsbürgerszene“. Übrigens: Menschenrecht auf Frieden – Luarca 2006, Artikel 11 Sehen Sie es bitte mal so, kein Mensch, auch keine Gruppe von Menschen wird offen, die zum Teil unbekannten global agierenden Gegner ( keine Politiker ) angreifen und festsetzen können, weil sie 1. keine Macht, 2. keinen Rückhalt in der Gesellschaft, Justiz und Exikutive, 3. international keine Unterstützung haben. Also bleibt meine Frage unbeantwortet. selbst das Römische Reich ist an Dekadenz untergegangen. Und wenn man in Angst und Selbstzweifel versinkt, darf man am Besten morgens erst gar nicht aufstehen. Bewundern Sie nicht den Mut der Demonstranten, die zu Demos gehen, selbst wenn sie Anst vor der Antifa haben? Den der AfD-Parlamentarier? Und um was geht es denn? Um unser aller Zukunft, um die unserer Kinder, um die unseres Kotinents. Sind die es nicht wert, Ängste zu überwinden und seinen Teil beizutragen, auch wenn der Ausgang ungewiss ist? Ich halts da mehr mit Margret Mead: „Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann – tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde.“ Punkt 2 ist entscheidend. Wir, keiner wird mehr was tun können. Ist zu spät. Das war in der DDR so und ist im China fast perfekt. Schon jetzt werden regelmäßig Example statuiert, siehe AfD. Weiß man, wie viele Menschen schon ihre Arbeit wegen der AfD oder Pegifa verloren haben, wie viel Sachbeschädigung, wie viele körperliche Übergriffe durch die linke SA? Beamte brauchen sich schon gar nicht an Protesten beteiligen… Ich will nicht hoffnungslos sein, doch es ist nach 12.00. Letztens sagte eine ältere Dame auf einer Veranstaltung bzgl. Migrazionspakt, wir Arbeitnehmer sollten mal einen Tag „Pause“ machen. Recht hat sie! Doch 13 % reichen nicht. Es GI g darum, wer den Spaß eigentlich bezahlt im Land… Was hat sich 1992 ereignet? in der Tat,… Etwas für mich am Anfang sehr , sehr Unangenehmes, ein Trauma, welches dann zum Glück meine „Realitäts“wahrnehmung extrem erweitert hat, also Ruhe und einen kühlen Kopf bewahren und untereinander sich in der Not helfen. VFB-Stuttgart wurde deutscher Meister? 🙂 Wirklich interessant. Besonders, dass Sie sicher sind, dass die anderen nicht gewinnen werden. Lassen Sie uns teilhaben an Ihrem hoffentlich begründeten Optimismus. Schauen Sie, dieser Krieg ist anhand von Computermodellen durchgerechnet worden, aber Modelle erfassen nur die Kriterien die der Programmierer eingibt,… ;-D Ich glaube auch das ganz andere Mächte hinter dieser Masseneinwanderung stehen als Merkel & Co. Schätze mal das sie so etwas in der Art meinen Herr Lehmann oder ? Jep…, es gibt in der Mathematik den Begriff der “ Ableitung „,.mit deren Hilfe sie Probleme lösen können, die anders nicht so einfach lösbar wären. Betrachten Sie bitte unsere „Realitätsebene “ einfach mal als ein nicht so einfach lösbares Problem, von einer anderen höheren Ebene sieht das ganz anders aus, klingt sehr abstrakt, aber es gibt Individuen die das begrenzt erkennen können. Da ist der Gedanke nahe liegend, gewisse Mächte zu postulieren, die gewisse unheilvolle Ziele verfolgen und die meinen, sie können diesen Krieg gewinnen. Nur das Dumme ist,es gibt “ Ableitungen “ Xten-Grades, die sie halt nicht mehr nachvollziehen können, ohne ähm, durcheinander zu kommen. So etwas wie jetzt habe ich auch noch nie erlebt. Der Hass aufeinander. Der tiefe Graben und Riss in der Gesellschaft. Keine Mitte mehr. Nur noch Links oder ab der Mitte ja schon Rechts. Klar gab es mal Wirtschaftskrisen oder die Demonstrationen damals gegen den NATO Doppelbeschluss. Auch Zeiten des Extremismus in den 70 ern. R.A.F. Spannende und auch historische Ereignisse wie zum Beispiel die Wiedervereinigung. Aber das was jetzt abgeht hat eine andere Qualität. Eine sehr Bedrohliche .Man merkt richtig das es um die nackte Existenz geht. So ist zumindest meine Wahrnehmung der Dinge. Sehen Sie, die Zeit ist ein Faktor der sehr wenig beachtet wird. Was noch seltsamer ist, dass Zeit einen eigenen Geschwindigkeitablauf besitzt. Sogesehen wissen unsere speziellen Freunde, dass sie den Krieg gar nicht gewinnen können, weil, das Endergebnis steht schon lange fest, glauben aber allen Ernstes sie könnten die Zukunft nach ihren Vorstellungen gestalten,…. ich schmeiss mich weg vor lachen. Albert Einstein hat das mit der Unendlichkeit schön (kryptisch verpackt) ausgedrückt,… Jede Diktatur geht irgend wann unter. Die Frage ist nur, wie lange wir noch darauf warten müssen. Wenn Sie meine Kommentare etwas verfolgt haben, sollten Sie einen kleinen Einblick bekommen haben,… Ich würde auch gerne diesen Optimismus teilen,die Realität stellt sich doch etwas anders dar Wie Sie meinen,… Die Überwachung wegen der Einwanderer ? Glaube ich nicht, weil es dann viel einfacher wäre, auf die Einwanderer zu verzichten. Wenn Überwachung, dann die der Einheimischen, weil man so auch die Kritiker besser überwachen kann. Die Einwanderer sind da auch nur Mittel zum Zweck. Die braucht man der Kriminaltät wegen um wieder Überwachung zu rechtfertigen. Deshalb werden die weder abgeurteilt noch abgeschoben. Wir werden schon bald froh sein, um jede Kamera im öffentlichen Raum. So einfach ist das. Jedes neu verkaufte Radio hat laut EU Vedrordnung eine Internet Schnittstelle. Das was uns als Luxus Zusatzangebot verkauft wird hat nur den Sinn uns besser Überwachen zu können. Es ist alles aber kein Luxus !!! Das ist der Sinn des DAB-Radio’s. wer hilft mir bitte mal,ich bekomm keine ,,Brücke geschlagen,, vom Diesel zum Überwachungsstaat. Wenn das System die Fahrverbote effektiv überwachen möchte, dann kommt es um eine massive Überwachungsmaschinerie nicht herum. Würden ohne Dieselgate plötzlich jede Menge Kameras, Scanner etc. verbaut, fiele das auf. Auch das System braucht ein „Alibi“ Aber seit gestern ist die „Diesellüge“ in Stern TV durch einen Lungenfacharzt aufgeflogen. (Pi-News) Vielleicht klappt es dann nicht mit dem Alibi für das System. 🙂 Die Kameras und Erfassungsgeräte stehen bereits und sind „Einsatzfähig“ Ummfassende Datensammlung ist bereits jetzt schon möglich. Die rechliche Grundlage zur Verfolgung steht lediglich noch aus. Brauchen wir rechtliche Grundlagen? Die illegale Einwanderung läuft seit über 3 Jahren und es gibt noch keine rechtliche Grundlage. Wen interessieren denn Gesetze? Diese ReGIERung doch offensichtlich nicht. jau, wenns im Stern-TV kommt, dann könnte auch eine GRÜNININ vielleicht eher mal ROT sehen, sich einen Schnaps gönnen und endlich mal BLAU werden…:-D 16. November 2018 um 2:14 Uhr Mir wäre lieber, sie würden ein paar Jahre Bleu machen. Oder sich einen Blaumann anziehen. Natürlich nur mit Markennamen. Verdammt, die wissen ja nicht, wozu der da ist. Ach was, der Arzt wird nie wieder ins TV eingeladen und die Schlafschafe vergessen das ganz schnell wieder. Unterstützt wird das Ganze mit der Aussagen einiger „Experten“ und schon ist die Angst vor dem Diesel wieder da. Ehrlich gesagt habe ich weniger Angst vor einem Diesel als vor einem illegalen Einwanderer. Im Übrigen ist der Grenzwert am Arbeitsplatz 10 x so hoch wie der an einer Straßenkreuzung. Am Arbeitsplatz halten sich die Meisten mindestens 8 Stunden auf, an der Straßenkreuzung nur wenige Minuten (wenn man nicht gerade dort arbeitet). Damit sich etwas bewegt an der Petition gegen die DUH teilnehmen. man,so kompliziert machen die das mit der Überwachung? die können das doch genauso stramm durchziehen,wie mit der Umvolkung ,öhm Grenzöffnung. Man muß doch nur ,wie in der Werbung etwas suggerieren und die richtigen Hebel oder Knöpfchen bei den Schlafschafen drücken. Angst,Gier sind da sehr gebräuchlich. oder gabs einen großen Aufschrei,als die Kanzlerette abgehört wurde,von ,,unseren Freunden,,? bin mir sicher,daß ebend diese Freunde hier auch mitlesen und alles abspeichern. evtl.haben die schon das ein oder andere Dossier über einige Foristen angelegt. oder woher weiß Erdoghan z.B. welche Staatsfeinde sich in Anatolien aufhalten,was meinst Du? Bei der Überwachung sind auch Linke aufmerksam, siehe Demos gegen das Polizeiaufgabengesetz. Könnte sie ja selber treffen, vor allem die SUV-fahrenden Biokomposti. 🙂 hahaha, man kann halt nicht überall vermummt rumlaufen, ohne aufzufallen ( schrieb man früher so ) Doch: in der Burka. China macht es vor. Kameras und Erfassung sämtlicher Verkehrsteilnehmer, natürlich nur um den bösen Dieselfahrer zu erwischen, um ihm bei Verstoß noch mehr Kohle rauben zu können oder England,in jeder Straße Ü-Kameras oder bei uns in jeder Stadt, im Geschäft und im Zug – oder auf der Autobahn…einfach mal in der City nach oben schauen und auf Kameras achten So ne art alexa für die straßen 😉 da hab ich auf YT schon so manche Dinge gesehen….grausig Ich trau ja nicht mal mehr den rauchmeldern in der wohnung 😜….Aber keine angst, einen aluhut hab ich nicht auf 😂 hör mir den Dingern auf! da entfern ich die Batterien und was ist? Das Ding piept und blinkt immer noch! genauso der Reciever ziehst den Stecker raus und das Ding blinkt immer noch! Big brother is watching you !☻ Spooky !☻ Stichwort EMobilität. Wären die Deutschen führend bei der Elektromobilität, so hätten die Grünen längst ein Verbot für Elektroautos erlassen. Im Fall der Elektroautos sogar mit guten Grund, denn die bis zu 600 kg schweren Akkus sind hochgradig umweltschädlich. Ja – und womit werden die betrieben? Mit Kohle und Atom! Und dabei entsteht 70% ungenutzte Abwärme. Beim Verbrennungsmotor kann die Abwärme für die Heizung des Fahrgastraums genutzt werden. und für den Treibhauseffekt! Dafür sind die Deutschen führend in der Selbstaufgabe. Sonst geht gar nichts mehr. Mady in Germany ist der Lächerlichkeit preisgegeben. Wir kriegen ja nicht mal mehr einen Flughafen gebaut. Aber Frauen mit Dödeln dürfen aufs Männerklo. Wenn der Flughafen eine gewisse Größe hat, dauert es halt länger,… ;-D war da nicht noch was mit Überflugrechten und Genehmigungen, von gewissen Seiten verweigert, auf Grund Sanktionen gegenen selbige?
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Wer war Ignaz Philipp Semmelweis?
Ignaz Philipp Semmelweis (; * 1. Juli 1818 im Teilbezirk Tabán von Buda, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 13. August 1865 in Oberdöbling bei Wien, Kaisertum Österreich) war ein Chirurg und Geburtshelfer. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien. Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin. Leben Jugend und Laufbahn Ignaz Semmelweis wurde 1818 als fünftes Kind des Spezial- und Kolonialwaren-Großhändlers Josef Semmelweis (1778–1846) und der aus wohlhabendem Hause stammenden Theresa geb. Müller (1789–1844) im Teilbezirk Tabán in Buda geboren. Seine Eltern legten großen Wert auf eine gute Schulausbildung ihrer Kinder, da sie dadurch in die maßgeblichen gesellschaftlichen Schichten der heimischen Intelligenz aufsteigen konnten. Der Vater ließ alle Söhne im erzbischöflichen Gymnasium von Buda einschreiben. Nach dem Besuch der Elementarschule in Buda ging Ignaz auf das Piaristen-Gymnasium am St.-Niklas-Turm. Anschließend absolvierte er ein Jahr das Gymnasium in Stuhlweißenburg. Ursprünglich sollte er Militäranwalt werden, weshalb er von 1835 bis 1837 Philosophie und Jura an der Universität Pest studierte. 1837 kam er nach Wien, um Rechtswissenschaft zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin, setzte das Studium 1839 bis 1840 in Pest und ab 1841 wiederum in Wien fort. 1844 schloss er das Studium mit dem Magister der Geburtshilfe und im gleichen Jahr mit der Promotion zum Dr. med. ab. Seine Dissertation (Tractatus de vita plantarum „Über das Leben der Pflanzen“) behandelte die damals populäre Theorie des Vitalismus. Sie wurde durch die von ihm selbst schon bald (1847/48) verlangte Einführung einer systematisch vorgehenden klinischen Beobachtung, die ihn zum Mitbegründer der evidenzbasierten Medizin machte, allmählich als unwissenschaftlich verdrängt. 1845 folgte die Promotion zum Doktor der Chirurgie. Anschließend begann er an der Brustambulanz von Josef Skoda (1805–1881) und in der von Ferdinand von Hebra (1816–1880) geleiteten Ausschlagabteilung des von Kaiser Joseph II. gegründeten k.k. allgemeinen Krankenhauses zu arbeiten. Hier erlernte er Skodas Methode der Diagnose durch Ausschließen („diagnosis per exclusionem“) und die wissenschaftliche Arbeit mit statistischen Instrumenten. Im Institut für pathologische Anatomie unter der Leitung von Carl von Rokitansky (1804–1878) erstellte er Befunde an Frauenleichen. Assistenzarzt in Wien 1846 wurde Semmelweis Assistenzarzt in der geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Gefördert von namhaften Ärzten, wurde er Assistent von Prof. Johann Klein (1788–1856), Leiter der 1. geburtshilflichen Klinik, unter dessen Leitung die Letalitätsrate zwischen 5 und 15 Prozent betrug; teilweise reichte sie in Kliniken sogar bis zu 30 Prozent. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die durch das Kindbettfieber bedingte Sterblichkeit von Müttern nach der Entbindung wesentlich höher lag als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet und keine Leichensektionen vorgenommen wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür herausfinden und untersuchte die Mütter daher noch gründlicher. Doch gerade durch diese Bemühungen stieg die Zahl der Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich schließlich weigerten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinen Tagebuchaufzeichnungen starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Ein Kind auf die Welt zu bringen, war demnach also ebenso gefährlich, wie an einer Lungenentzündung zu erkranken. Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803–1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb – einer Krankheit, die einen ähnlichen Verlauf zeigte wie das Kindbettfieber –, glaubte Semmelweis, die Ursache für die Erkrankung benennen zu können: Die Mediziner und die Studenten führten täglich klinische Sektionen an den Leichen der Patientinnen durch, die zuvor am Kindbettfieber verstorben waren. Anschließend gingen sie „mit an der Hand klebenden Cadavertheilen“ zu den Gebärenden und wuschen sich die Hände mit Seife (oder in einzelnen Fällen überhaupt nicht), desinfizierten sie jedoch nicht. Mit diesen Händen untersuchten sie Frauen während der Entbindung und übertrugen infektiöses Material. Die eigentliche Ursache der Infektion – die Übertragung von Bakterien, die normalerweise massenhaft auf den Händen vorhanden sind – war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen nicht mit Leichen in Berührung und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch. In den Jahren 1847 bis 1848 fertigte er gezielt eine Studie unter dem Titel Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers an. Im Ergebnis dieser Studie wies Ignaz Semmelweis seine Studenten an, nach Leichensektionen die Hände und Instrumente mit Chlorlösung, später mit dem billigeren Chlorkalk zu desinfizieren – wie sich herausstellte, eine wirkungsvolle Maßnahme, da die Sterblichkeitsrate in nur wenigen Monaten von 12,3 auf 2 bis 3 Prozent sank. Als trotzdem noch einmal zwölf Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache zunächst das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet worden war, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen, sondern auch von lebenden Personen ausgehen konnte. So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung zu desinfizieren seien. Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 Prozent zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag. Trotz dieses Erfolgs wurden die Arbeiten von Semmelweis lange Zeit, vor allem von führenden Medizinern wie Anton von Rosas (1791–1855), Rudolf Virchow (1821–1902), Eduard Kaspar Jakob von Siebold (1801–1861), Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (1821–1891), James Young Simpson (1811–1870) und Weiteren, nicht anerkannt. Viele Ärzte und auch seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig und wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Einige Ärzte, wie Gustav Adolf Michaelis, veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner feindeten Semmelweis stark an und bezeichneten ihn als „Nestbeschmutzer“. Unterstützung fand er mit seiner Theorie bei namhaften Vertretern der Wiener Medizinischen Fakultät wie Skoda, Rokitansky und Hebra. Ferdinand von Hebra hatte Semmelweis sogar gedrängt, seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu veröffentlichen. Als er dies jedoch nicht tat, übernahm von Hebra selbst die Aufgabe. Die Gegner von Semmelweis verhinderten 1849 die Verlängerung seiner Assistenzarzttätigkeit, sodass er im März 1849 aus dem Dienst des Krankenhauses ausschied. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Mitglied der k. k. Gesellschaft der Ärzte gewählt. Hier wurde die angeregte Bildung einer Kommission zur Prüfung der Semmelweisschen Thesen mit Mehrheitsbeschluss angenommen, allerdings auf Betreiben seines ehemaligen Chefs in Wien, Professor Klein, dann ministeriell abgelehnt. Erst am 15. März 1850 präsentierte Semmelweis seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte. Professor in Pest Aufgrund weiterer Anfeindungen und Intrigen von Kollegen, wie Johann Klein oder Anton von Rosas, wurde Ignaz Semmelweis 1850 nur zum Privatdozenten für theoretische Geburtshilfe mit Übungen am Phantom ernannt. Über diese Einschränkung reagierte er dermaßen erbost, dass er nur fünf Tage nach seiner Ernennung Wien verließ und nach Pest übersiedelte. Hier eröffnete er eine Privatpraxis. Daneben arbeitete er als unbesoldeter Primararzt auf der Entbindungsstation des St.-Rochus-Spitals in Pest. Ab 1851 war Semmelweis Leiter der Geburtshilfeabteilung in Pest, ab 1855 Professor für theoretische und praktische Geburtshilfe sowie als Hebammenlehrer an der dortigen Universität, der heute nach ihm benannten Semmelweis-Universität. 1857 lehnte er die Berufung auf eine Professur nach Zürich ab. In Pest jedoch beschäftigte er sich auch mit der operativen Gynäkologie, hier führte er erstmals eine OP am Eierstock durch. Zwar veröffentlichte er seine Arbeitsergebnisse im ärztlichen Wochenblatt „Orvosi Hetilap“. Da dieses Blatt jedoch nur eine geringe Verbreitung hatte, war dieser Veröffentlichung keine große Wirksamkeit beschieden. Daher konnte Semmelweis mit solchen Aktivitäten seinen internationalen Widersachern nicht Paroli bieten. Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er dann bis 1860 in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Dem mit 500 Seiten zwar sehr umfangreichen, aber ungeschickt präsentierten und zudem sprachlich nicht elaborierten Buch blieb der Erfolg versagt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn (Semmelweis selbst nennt die Professoren Michaelis aus Kiel und Wilhelm Lange aus Heidelberg, aber auch Hebra, Škoda und von Rokitansky machten sich für ihn stark), da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Vielmehr wurde von vielen das Kindbettfieber beispielsweise auf schlechte Luft, das Ausbleiben der Menstruation oder einen Milchstau zurückgeführt. Da er immer wieder auf Ablehnung in Teilen der Ärzteschaft hinsichtlich der von ihm empfohlenen Desinfektionsmethoden stieß, ging er ab etwa 1861 dazu über, offene Briefe – zuerst an die ärgsten Widersacher, an Scanzoni, Späth und v. Siebold, dann später an alle Professoren im Bereich der Geburtshilfe – zu versenden. In diesen Briefen drohte er, die Uneinsichtigen öffentlich zu entlarven, wenn sie seine Verhaltensregeln nicht umsetzen. Dass es ihm dabei nicht immer gelang, diplomatisch die richtigen Worte zu wählen, verdeutlicht das folgende Zitat aus einem dieser offenen Briefe von Semmelweis: Und Semmelweis fährt fort: Offenbar als Antwort auf Semmelweis’ Denkbrief schrieb Louis Kugelmann aus Hannover am 10. August 1861: Tod 1865 erkrankte Ignaz Semmelweis an schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in die staatliche Landesirrenanstalt Döbling bei Wien eingeliefert. Einigen Quellen zufolge soll Semmelweis’ Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen sein. Semmelweis hatte wiederholt versucht, seine Kollegen von der Richtigkeit seiner Erkenntnisse schriftlich zu überzeugen, dennoch war ihm fast nur Ablehnung entgegengeschlagen, wie auch schon um 1850 von seinem ehemaligen Vorgesetzten am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Johann Klein (1788–1856), in dessen pathologischem Institut Semmelweis später obduziert wurde. Der Biograf Fritz Schürer von Waldheim schrieb 1905: Lobend erwähnt hatte Semmelweis diesbezüglich nur die Professoren Michaelis in Kiel und Lange in Heidelberg. Aus seiner Konversation in Briefen sind einzelne weitere bekannt, die ihm zumindest zugeneigt waren. Am 13. August 1865, zwei Wochen nach seiner Einweisung in Döbling, starb Ignaz Semmelweis – den damaligen Obduktionsberichten zufolge – mit 47 Jahren infolge einer kleinen Verletzung, die er sich durch eine eigene Schnittverletzung bei seinen Sektionen zugezogen habe, an einer Blutvergiftung. Eine ganz ähnliche Vermutung (gestorben „an Pyämie, wahrscheinlich in Folge einer Verwundung bei einer Operation“) wurde damals in der medizinischen Fachliteratur geäußert. Anderen Berichten zufolge sei dies stattdessen bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal bzw. zumindest innerhalb des Klinikaufenthalts erfolgt. So habe der Kinderarzt Janós Bókai, der 1865 einen Bericht über Semmelweis’ vorherigen Zustand verfasste, laut dem Gynäkologen und Medizinhistoriker Georg Silló-Seidl, welcher die ursprünglichen Klinikunterlagen im Archiv der Wiener Gesundheitsbehörde recherchierte, von einer vorherigen Verletzung nichts erwähnt, obwohl diese, wie behauptet, bereits zuvor entzündet gewesen sei. Laut Silló-Seidl gab es diverse weitere Ungereimtheiten. Da 1963 bei einer Exhumierung der sterblichen Überreste Semmelweis’ multiple Frakturen an Händen, Armen und am linken Brustkorb festgestellt wurden, erscheint die Aktennotiz der Klinik, in der stattdessen Gehirnlähmung als sein Sterbegrund genannt wurde, umso dubioser. Überlegungen zufolge, u. a. vom amerikanischen Semmelweis-Biografen Sherwin Nuland, sollen Pfleger Semmelweis auf dem Anstaltshof geschlagen haben und auf ihm herumgetrampelt sein. Ignaz Semmelweis wurde zunächst am 15. August auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt. Nachdem dieser aufgelassen worden war, begrub man die sterblichen Überreste im Grab seiner Eltern auf dem Budapester Kerepesi temető. 1963 überführte man sie in sein Geburtshaus, das heute das Semmelweis-Museum für Medizingeschichte ist. Semmelweis hinterließ Frau und drei Kinder. Nachrufe waren kärglich und knapp. Eine Würdigung seines Lebenswerks fand sich lediglich in der Fachzeitschrift Orvosi Hetilap, in der Semmelweis, noch bevor er sein Buch verfasste, einige seiner Vorträge in ungarischer Sprache veröffentlicht hatte. Immerhin widmete ihm die Wiener Medizinische Wochenschrift einen kurzen Nachruf: „Dienstag wurde Professor Semmelweis begraben. Viele Professoren, Primarärzte etc. folgten seinem Sarge, und geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Verstorbene war erst 47 Jahre alt, und hinterlässt eine trauernde Witwe, und drei unmündige Kinder. Ruhe seiner Asche.“ Semmelweis’ Bedeutung wurde lange Zeit nicht erkannt. Erst 1882 erhielt er durch die Biografie von Alfred Hegar die erste öffentliche Anerkennung. Seine Biografen, deren Bücher meist zu Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, setzten sich häufig mit drastischen, sehr klaren Worten für ihn ein. Im Hauptgebäude der Anstalt in Wien-Döbling ist seit 1991 das Bezirksgericht Döbling untergebracht. Auf dem ehemaligen Gelände der Anstalt befindet sich der Neubau eines Seniorenheimes. Nachwirkung Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827–1912) im Jahr 1867 demonstrierte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein drastischer Rückgang der Operationsmortalität erreicht. Oft wird die Asepsis ihm zugeschrieben, obwohl er seine Erkenntnisse aus denen von Semmelweis gezogen hatte. Eine Ärztegeneration später setzte sich die Umsetzung von Hygienemaßnahmen bei Frauen im Kindbett durch, und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Semmelweis’ Erkenntnissen gewahr. Der im englischen Sprachraum bekannte Begriff Semmelweis-Reflex beschreibt die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“. In vielen Fällen habe die wissenschaftliche Leistung dann eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge. Die Begriffsbildung wird dem amerikanischen Autor Robert Anton Wilson zugeschrieben. 1993 wurde der Asteroid (4170) Semmelweis nach ihm benannt. Darüber hinaus tragen die Semmelweis-Universität in Budapest und die Semmelweis-Frauenklinik in Wien seinen Namen. Im ehemaligen Bezirkskrankenhaus Brandenburg an der Havel, heute Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, befand sich rechts neben dem Eingang zum alten Kreißsaal eine Büste von Ignaz Semmelweis. Mit dem Abriss des Gebäudetrakts und dem Umzug des Kreißsaals in den Neubau West verschwand diese Büste. Am 20. Februar 2019 wurde an der Medizinischen Universität Wien eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest. Die Enthüllung erfolgte in Anwesenheit von János Áder, Ernst Woller sowie der Rektoren beider Universitäten, Béla Merkely und Markus Müller. Die Statue wurde vom ungarischen Künstler Péter Párkányi Raab geschaffen. Die Bundesregierung Österreichs plant ab dem Studienjahr 2022/23 den Aufbau eines universitätsübergreifenden Ignaz-Semmelweis-Instituts (ISI) und schafft dafür bis zu 30 neue Professuren. Dieses Institut für Infektionsfragen soll sowohl Forschung betreiben als auch als Ansprechpartner für die Politik fungieren. Das Kooperationszentrum soll als Zusammenarbeit der MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck, JKU Linz und der VetMedUni Wien entstehen. Die Klientel Die Geburtshilfe genoss als medizinisches Fachgebiet ein geringes Ansehen. Geburtshilfliche Abteilungen lagen häufig in alten, desolaten Kliniktrakten mit Blick zum Hof oder zum Leichenhaus. Die Einrichtungen und hygienischen Verhältnisse waren extrem primitiv, teilweise auch, weil die Verbindung zwischen Hygiene und Infektionsgefahren nicht bekannt war. Leider fehlen demographische Daten der Patientinnen zu Status, Herkunft, Familienstand usw. in den Statistiken. Aus den vorliegenden Schriften geht lediglich hervor, dass ein Großteil der Patientinnen aus ärmlichen Verhältnissen stammte und keine Lobby hatte. Persönlichkeit Einflussreiche Ärzte sprachen für ihn, ihnen unterliefen aber kleine Fehler, die Semmelweis nicht korrigierte und die ihn angreifbar machten. Sein erster kollegialer Unterstützer war Gustav Adolf Michaelis, der als erster Geburtshelfer die Entdeckung erprobte und Semmelweis Recht gab. Außer einigen Briefen, die Semmelweis mit der Bitte um Prüfung an den Professor der Geburtshilfe in Kiel sandte, nahm Semmelweis trotz vieler Ersuchen und Möglichkeiten weder schriftlich noch mündlich Stellung. Öffentlich trat er erst ab Mitte 1850 in Wien auf. Seine Biografen erklären dies mit mangelhafter Schulbildung und der damit verbundenen Angst vor dem Sprechen und Schreiben. Semmelweis machte grammatikalische und orthographische Fehler und sprach Dialekt. Semmelweis wird als bescheiden und anspruchslos, als guter Gesellschafter, von kindlich-naiver Denkungsart und vertrauensvoll beschrieben, der aber sehr entschieden auf Gemeinheiten reagierte (Alfred Hegar, 1882). Seine spätere Verbitterung und zunehmende psychische Veränderung – Aggressivität, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unbeherrschtheit – werden häufig als Grund für das Scheitern seiner Ideen angenommen. Alwin Schönberger beschrieb seine Krankheit: „Er wurde zunehmend impulsiv, jähzornig und reizbar, er tobte, fluchte und beschimpfte Kollegen, hatte andererseits Phasen der Apathie und Antriebslosigkeit, vernachlässigte sein Äußeres, witterte überall Feinde, Neider und Intriganten. Forscher vermuten heute eine fortschreitende Erkrankung als Ursache. Die Symptome könnten zu einer Neurosyphilis passen, die nicht mit körperlichem Verfall einherging, aber mit einer dramatischen Veränderung des Charakters.“ Stand der Forschung Die Resonanz auf seine These war anfänglich relativ groß, die Revolution von 1848 lenkte das Interesse jedoch auf andere Bereiche. Ihr Scheitern stärkte dann die Reaktion und damit die althergebrachte Ordnung. Die deutschen und österreichischen Lehrbücher der Geburtshilfe ignorierten Semmelweis und vertraten weiterhin alte Lehren. Vereinzelt wurden Chlorwaschungen eingeführt, ohne dass die zuständigen Professoren sich wissenschaftlich zur Desinfizierung bekannten. Ein größeres Hindernis für die Verbreitung und Annahme seiner Theorie war aber nicht die Ignoranz, sondern die nachlässige Durchführung der Chlorwaschungen, deren mangelhafter Erfolg als Widerlegung der Semmelweisschen These angesehen wurde. Im In- und Ausland wurden Semmelweis’ Erkenntnisse nicht akzeptiert. Führende Ärzte standen ihm kritisch und ablehnend gegenüber. Der Stand der Forschung war ein anderer, die Theorie der Wundkrankheiten hatte durch Rudolf Virchow eine andere Erklärungsbasis gefunden. Für das Kindbettfieber machte dieser vor allem Witterungsverhältnisse und Erkrankungen verantwortlich. Schriften (Auswahl) Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni. Pest 1861 (online). Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers. 1861 (). Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis. Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen 1862 (online). Tiberius von Györy (Hrsg.): Semmelweis’ gesammelte Werke. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0692-5. Literatur Sachbuch Paul de Kruif: Kämpfer für das Leben. Ruhmestaten großer Naturforscher und Ärzte. Verlag des Druckhauses Tempelhof, Berlin 1951. György Gortvay: Semmelweis, Retter der Mütter. Hirzel, Leipzig 1977. Louis-Ferdinand Céline: Leben und Werk Philipp des Ignaz Semmelweis (1818–1865). Edition Age d’Homme, Wien 1980, ISBN 3-85418-004-7. Georg Silló-Seidl: Die Wahrheit über Semmelweis. Semmelweis, Hoya 1984, ISBN 3-925524-22-3. István Benedek: Ignaz Philipp Semmelweis (1818–1865). Böhlau, Wien 1985, ISBN 3-205-00537-6. Georg Silló-Seidl: Die Affaire Semmelweis. Herold, Wien 1985, ISBN 3-7008-0303-6. Sherwin B. Nuland: Ignaz Semmelweis. Arzt und großer Entdecker. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04825-0. Karl Semmelweis: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. Eigenverlag, Eisenstadt 2007. Sabine Fellner, Katrin Unterreiner: Medizin in Wien: Semmelweis, Billroth und Co. Metro, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-601-3. Hermann Baum: Ignaz Semmelweis: seine Mutter und ihre Vorfahren. Grin, München 2015, ISBN 978-3-656-89784-2. Fachliteratur Erna Lesky: Ignaz Philipp Semmelweis und die Wiener Medizinische Schule. Wien 1964 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 245, Band 1965, 3. Abhandlung). K. C. Carter, S. Abbott, J. L. Siebach: Five documents relating to the final illness and death of Ignaz Semmelweis. In: Bulletin of the history of medicine. Band 69, Nummer 2, 1995, S. 255–270. PMID 7613067. K. A. Sepkowitz: Cassandra and Ignaz Semmelweis. In: International Journal of Infectious Diseases, 1/1996, S. 57–58. J. Lange: Ignaz Semmelweis – “Savior of Mothers”. Long fight for recognition. In: Fortschritte der Medizin. Band 115, Nummer 33, November 1997, S. 60, PMID 9480285. V. Jay: Ignaz Semmelweis and the conquest of puerperal sepsis. In: Archives of Pathology & Laboratory Medicine, Band 123, Nummer 7, Juli 1999, S. 561–562, . PMID 10388906. M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Quality & safety in health care. Band 13, Nummer 3, Juni 2004, S. 233–234, doi:10.1136/qhc.13.3.233. PMID 15175497. . M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Qual Saf Health Care., 13/2004, S. 233–4. PMID 15175497. D. Gilles: Hempelian and Kuhnian Approaches in the Philosophy of Medicine: the Semmelweis Case (PDF; 210 kB). In: Studies in History and Philosophy of Science Part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 36/2005, , S. 159–181. Belletristik Hans José Rehfisch: Doktor Semmelweis. In: Ders.: Sieben Dramen. Desch, München 1961. Filme 1938: That Mothers Might Live, USA MGM, Regie Fred Zinnemann, Oscar für den besten Kurzfilm 1940: Semmelweis, Ungarn Mester Film, Regie André De Toth 1950: Semmelweis – Retter der Mütter, DDR DEFA, Regie Georg C. Klaren 1980: Semmelweis, Italien RAI, Regie Gianfranco Bettetini 1987: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen, BRD/Österreich ZDF/ORF, Regie Michael Verhoeven 1994: Semmelweis, Niederlande Humanistische Omroep Stichting, Regie Floor Maas 1995: Docteur Semmelweis, Frankreich/Polen, Regie Roger Andrieux 2001: Semmelweis (Kurzfilm), USA/Österreich Belvedere Film, Regie Jim Berry Drama/Schauspiele Jens Bjørneboe: Semmelweis. Gyldendal Norsk Forlag / Gyldendals moderne skuespillserie, Oslo 1968. Popkultur Fatoni: Semmelweisreflex – 2015: Yo, Picasso (mit Dexter, WSP Records / Universal Music Group) Weblinks Einzelnachweise Gynäkologe, Geburtshelfer Hygieniker Mediziner (19. Jahrhundert) Person als Namensgeber für einen Asteroiden Hochschullehrer (Semmelweis-Universität) Person (Kaisertum Österreich) Ungarndeutscher Ungar Geboren 1818 Gestorben 1865 Mann
Ein Streifzug nordischer Wasserschützen – Wikisource Ein Streifzug nordischer Wasserschützen Autor: Otto Lüddert Titel: Ein Streifzug nordischer Wasserschützen Ein Streifzug nordischer Wasserschützen. Mitgetheilt von Otto Lübbert.[1] Zu Anfang des Maimonats war es, als mir das hier eben nicht ganz alltägliche Ereigniß gemeldet wurde, ein Walfisch, und zwar einer von der Sorte, die man hier den Buchten-Walfisch (norwegisch: Vaagehval, schwedisch: Vikhval, Balaenoptera rostrata Fabr.) nennt, sei in der „Hatlevigen“ geheißenen etwa ein und ein halb norwegische Meile südlich von Bergen belegenen Bucht eingesperrt. Die Gelegenheit, Eingeweide und vollständiges Skelet, vielleicht auch einen Fötus zu ergattern, war lockend; ich zog meine großen Seestiefel an, ließ Mundvorrath für acht Tage und extra einige Flaschen Franzbranntwein und mehrere Pfunde Puderzucker einpacken, nahm Schleppnetz und Spiritusgefäße mit, setzte mich in ein von drei kräftigen Leuten gerudertes Fischerboot, und vorwärts ging’s, daß das Wasser am Bug schäumte. Die Ruderer priesen mir einmal über das andere, wie gut ich’s haben würde bei der Wittwe Martha Hatlevigen, die Anrecht hätte auf den größten Theil des Walfisches. In etwa drei Stunden war die Reise beendigt. Zwei kleine Inseln versperren den Eingang zu einer umfangreichen Bucht. „Siehst Du,“ sagten die Leute zu mir, „da wohnt Martha, nun sind wir gleich da. Da sind die Wachen aufgestellt; hörst Du nicht, wie der Ole mit dem Fischhaken auf den Bootsrand loshämmert, um den Walfisch zurückzuscheuchen, wenn dieser versuchen will, das Garn zu durchbrechen?“ Wir glitten dann über das dreidoppelte Garn, das die Bucht absperrte, hinweg. Der Eingang zu der Bucht, der hatte abgeschlossen werden müssen, war kaum zehn Faden breit, das Wasser aber zur Ebbezeit so flach, daß ein Walfisch eben mit genauer Noth über die Untiefe hinweggleiten konnte. Drinnen in der Bucht dagegen hatte er einen weiten Spielraum. Am Landungsplatze lag ein großes Boot mit mehreren älteren Männern, es waren Walfischschützen von Profession, aus Skogsraag, die man eingeladen hatte, damit sie dem eingeschlossenen Ungeheuer den Garaus machten. Einige von ihnen kannten mich. „Willkommen!“ riefen sie, als ich zu ihnen in’s Boot sprang. „Was ist Dein Begehr?“ „Den Walfisch zu kaufen.“ „Ja, die Knochen kannst Du schon kriegen für Geld und gute Worte, aber vom Fleische und Speck bekommst Du Nichts ab; darauf verstehst Du Dich nicht.“ Nun, an eine Thranspeculation hatte ich eben nicht gedacht. Die guten Leute halfen mir meine Sachen zur Martha Hatlevigen hinaufschleppen, auf einem mäandrisch gewundenen Steig, der uns zu einem Grasplane führte, auf welchem das Häuschen der glücklichen [060] Walfischbesitzerin lag. Diese empfing mich, in der Thür stehend, mit ausgestreckter Hand und nöthigte uns durch die Küche in die Stube. Aermlich genug war diese und schien gerade groß genug für Martha und ihre beiden Kinder, einen Burschen von sechszehn und ein Mädchen von achtzehn Jahren, die Beide damit beschäftigt waren, Fischereigeräthschaften, welche über den Tisch und beide Bänke ausgebreitet lagen, auszubessern. „Nun weg mit der Arbeit, hier ist ein Fremder aus der Stadt!“ hieß es. Ohne weitere Umstände war ich denn installirt, und mittelst ausgetheilten Branntweins gewann ich rasch die Gunst meiner neuen Bekannten. „Komm nun mit,“ sagte der breitschultrige Knud, der Aelteste und Erfahrenste unter den Walfischjägern, „jetzt wollen wir sehen, ob wir nicht einen oder ein paar Pfeile dem Walfisch in den Leib schießen können.“ Vier Mann ruderten uns dann in die Mitte des Bassins. Da lagen wir still; Knud nahm den Bogen, spannte ihn mittelst des gabelförmigen Spannholzes, legte den Pfeil auf, lehnte das Vorderende der Armbrust auf den Bootsrand und wartete, bis der Walfisch, ein für einen Angehörigen dieser Species recht ansehnliches Thier (die Species B. rostrata Fabr. ist die kleinste aller Balänopteren), an die Oberfläche kam, um Luft zu holen. Erst zeigte sich ein Strahl durch das heftige Ausathmen einporgeschleuderten Wassers, dann der schnabelförmige Kopf mit den weißlichen Barten, darauf der glänzendschwarze Rücken, ein bequemes Ziel für unsern Knud, dessen Pfeil tief eindrang in den Rumpf des Thieres, dicht hinter der Rückenfinne. Auch ich versuchte das Experiment mit demselben Erfolge. „Nun mag er ein paar Tage gehen mit den Dingern im Leibe,“ sagte Knud, und wir ruderten somit nach Hause. Unterwegs besah ich mir die hier beim Walfischfange gebräuchlichen merkwürdigen Geräthschaften. a. Walfischbogen. b. Pfeil. Der Walfischbogen hat die Form einer mittelalterlichen Armbrust, von colossalen Dimensionen, ziemlich roh, aber solid gearbeitet, der Schaft aus Eschenholz, der Bügel aus dem Holze der Taxus baccata, armsdick; die starke Schnur ist von Hanf. Gespannt wird der Bogen mittelst eines etwas gekrümmten gabelförmigen Holzes, und es dürfte das Spannen, nach der Solidität der Vorrichtung zu urtheilen, eben keine leichte Arbeit sein. Die sechs bis acht Zoll lange Pfeilspitze hat die Dicke einer Gänsefeder und erweitert sich oben zu einem lanzettförmigen Blatte von höchstens drei Viertel Zoll Breite. Diese im Verhältnisse zum Bogen selbst sehr unbedeutend aussehende Spitze steckt mit ihrem unteren Ende lose in einem statt der Federn am Hinterende mit zwei Holzflügeln ausgestatteten hölzernen Schafte von leichtem Holze, in welches der Name des Eigenthümers des Geschosses eingebrannt ist. Aber so wenig gefährlich der Pfeil aussieht, so verderblich wird er dem Wale. Es ist nämlich die Spitze aus altem rostigen Schiffseisen geschmiedet, und solch Eisen hat, wie man hier bestimmt behauptet, die Eigenschaft, die durch dasselbe verursachten Wunden sehr bald brandig zu machen. Trifft nun der Pfeil, im Bogen abgeschossen, den Rücken des Wales, so löst sich die Spitze vom Schafte, und gleitet nach und nach immer tiefer zwischen die Muskelschichten des verwundeten Thieres hinein, während der abgefallene Holzschaft auf dem Wasser schwimmt und hinterdrein aufgelesen wird, und verursacht in einigen Tagen innere Blutung und Brand, in Folge dessen das geängstigte Ungeheuer in blindem Schmerze oft auf den Strand rennt oder doch so ermattet, daß es dem Harpuniere eine leichte Beute wird. Die Harpune besteht im Wesentlichen aus einer nach oben zu einer massiven Stange zusammengeschmiedeten Eisenröhre. Das solide obere Ende läuft in ein Oehr aus, in welchem beweglich die blattförmige zweispitzige Spitze balancirt. Beim Gebrauch richtet man diese längs des Eisenschaftes und versieht den unteren Theil derselben, den Widerhaken, mit einem leicht verschiebbaren Eisen- oder Hanfringe. Um das untere röhrenförmige Ende des Eisenschaftes wird ein mindestens hundert Faden langes starkes Tau geschlungen. In ber Röhre steckt ein acht bis neun Fuß langer Holzschaft. Wird nun die Harpune mit Kraft in den Rumpf des Wales gestoßen, so muß sich der oben beschriebene Ring nothwendiger Weise nach hinten schieben, das als Widerhaken beschriebene untere Ende des Blattes wird frei, und das Blatt selbst bohrt sich mehr oder weniger in rechtem Winkel zu dem Schafte in das Fleisch und macht es so dem Fisch zur Unmöglichkeit, sich von der Harpune zu befreien. Die Lanze, eine gerade gebogene Sense auf langem Schafte, gebraucht man, um dem Walfisch das Garaus zu machen. Einstweilen ruhten noch die beiden zuletzt genannten Instrumente, denn Knud hatte ja für gut befunden, den Walfisch einige Zeit mit den beiden Pfeilen im Leibe „gehen“ zu lassen. Wieder angelangt in Martha’s Hütte, fand ich die Stube vollgepfropft von Menschen, Alt und Jung, bie Alle den „Stadtmann“ sehen wollten. Auf meine Requisition brachte unsere Wirthin eine Milchschüssel mit kochendem Wasser herein, und dahinein that ich allen noch übrigen Branntwein und sämmtlichen Zucker. Zu Tassen und Näpfen wurde das Gebräu umhergereicht; die Erwachsenen tranken und die Kinder nippten, Jeder bekam seinen Antheil. Nun ging das Schwatzen los, welches bald in betäubenden Lärm ausartete. Endlich, es war schon ziemlich spät, bedeutete Martha die Gäste, der „Stadtmann“ wünsche sich zur Ruhe zu begeben. Alle, bis auf die Walfischschützen, begaben sich denn auch zu ihren Hausgöttern, und mir wurde das Bett der Wittwe als Nachtlager angewiesen. Ein ärmliches Lager, obwohl bei weitem das beste im Hause: zwei Haferstrohsäcke als Pfühl und Kopfkissen und eine Wolldecke, das war Alles. Vollständig angekleidet legte ich mich, müde wie ich war, zu Bette, aber ehe ich einschlief, musterte ich erst noch meine Umgebung. „Mutter selbst“ sollte bei der Tochter liegen; deren Bett war außerordentlich schmal, aber man verstand es, sich zu arrangiren. Die Walfischschützen schliefen theils sitzend auf den Bänken, theils auf dem Boden liegend, bereit, der Wache zu Hülfe zu eilen, sobald diese Lärm machen würde. Herzlich müde, streckte ich mich auf meinem Lager aus, allein ich fand den Schlaf nicht eher, als bis ich die Ursache entdeckt und entfernt, welche in meinem Rücken ein Gefühl veranlaßt hatte, ähnlich wie wenn ein paar tüchtige Pflastersteine oben in den Strohsack hineinprakticirt worden wären. Es waren eben nur ein Paar nasse Seestiefeln, die man, um sie zu trocknen, in’s Bett gesteckt hatte. Am andern Morgen beschwichtigten die Walfischjäger meine Ungeduld mit der Versicherung, es sei für heute an kein Harpuniren zu denken, da der Walfisch mit seinen zwei Pfeilen im Leibe so ruhig „gehe“, als fehle ihm nicht das Geringste. Ich nahm [061] also mein Schleppnetz und drei Mann in’s Boot und fischte nach Mollusken und Krebsthieren. Spät Abends noch, nach dem Nachtessen, setzte ich mich in Gesellschaft der Jäger auf eine vorspringende Klippe und sah dem Sonnenuntergange zu; dann und wann schielte ich auch wohl nach dem interessanten Gefangenen in der Bucht. Auch die Jäger schienen ihre Aufmerksamkeit so ziemlich gleichmäßig zwischen diesem, ihren Pfeifen und dem Sonnenuntergange zu theilen. Siehe da, einmal über das andere hebt der Fisch seinen halben Leib lothrecht über das Wasser: er beabsichtigt offenbar, das dreifache Garn, das er nie mehr als zu zwei Dritteln zu durchbrechen wagt (das dritte äußerste Garn, obwohl von derselben Beschaffenbeit, wie das innere und das mittlere, scheucht ihn stets zurück, und die Klappwache hat nur die Bestimmung, ihn an dem Zerreißen dieses letzteren und eventuell an dem Ueberspringen des Ganzen zu verhindern), zu überspringen! Der alte Änführer thut noch einen kräftigen Zug aus seiner Pfeife, vertauscht dann diese mit einem tüchtigen „Prüntje“: „Jetzt ist’s Zeit, jetzt kann der Spaß losgehen. Da kommt mein Sohn mit seiner Mannschaft, der soll heut sein Probestück ablegen als Harpunirer.“ Wir eilten hinab zu den Booten. Während die Mannschaft des Alten sich in dessen großem Boote ordnete, ertheilte er dem Sohne die nöthigen Befehle, sich an der Nordseite der Bucht zu halten, stets mit der Harpune in Bereitschaft; vor Allem aber habe er sich klar zu halten von der Leine. Ich selber aber nahm, um in Ruhe und mit einem Blick das ganze Schauspiel übersehen zu können, Platz auf einer vorspringenden Felszunge. Vor der Bucht, den Eingang bewachend, lagen die Fischer aus der Umgegend in ihren Kähnen, um den Walfisch zurückzutreiben, wenn dieser sollte den Ausgang forciren wollen. Der Fisch kam jetzt sehr häufig an die Oberfläche, um zu athmen: die Pfeile hatten ihm bereits Wundfieber verursacht, Getrieben von zwölf kräftigen Armen schießt das Boot des Sohnes auf den eben wieder Auftauchenden zu, ein mit aller Kraft geführter Stoß – und der Harpunirer liegt kopfüber im Wasser, der Stoß war vorbeigegangen. Die Mannschaft ist geschäftig mit dem Auffischen ihres Principals. Der Alte auf der andern Seite der Bucht beachtet den Zwischenfall scheinbar durchaus nicht; wie ein Pfeil schießt der Fisch nach jener Seite hinüber, wie um zwischen dem Boote Knud’s und dem Ufer sich einen Ausweg zu suchen. Hier aber liegt ein Riff dicht unter der Oberfläche des Wassers, und fest sitzt der Fisch. Im Nu bohrt Knud ihm die Lanze tief zwischen die Rippen, ein gewaltiger Ruck und der halbe Leib des Fisches liegt auf dem Trocknen: ein tiefes, stöhnendes Ausathmen, und der Beherrscher der Tiefe ist nicht mehr. Weit umher färbt sich die See mit seinem Blute. Nun strömt Alles herbei; eine Harpunleine wird um den mächtigen Schwanz geschlungen, und mit vereinten Kräften gelingt es bald, den Erlegten vom Grunde loszubugsiren. Bald kehrte sich der gefurchte, schön porzellanweiß glänzende Unterleib der scheidenden Sonne zu; ich sprang von meiner Klippe, an deren Fuße das ganze Drama in unmittelbarster Nähe sich abgespielt hatte, auf den schwimmenden Rumpf, setzte mich nieder und ließ mich sammt meinem ungewöhnlichen Vehikel tief in den Hintergrund der Bucht schleppen, wo der Strand flach war und wo die Zerlegung des Fisches vor sich gehen sollte. Das zuerst abgetrennte Stück Speck wurde sofort der alten Martha zugestellt, die es in Salz und Wasser zu kochen hatte. Dann ging’s ohne Aufenthalt an das Entspecken; sämmtliche Messer wurden eifrigst gehandhabt. Man macht einen Längenschnitt und dann parallele Querschnitte durch den Speck bis auf das Muskelfleisch; drei bis vier Zoll vom Längenschnitt schneidet man ein Loch, in welches die eine Hand greift und den Speck herabreißt, während die andere Hand mit dem Messer nachhilft. Ist eine Tafel von ungefähr zwölf Zoll Breite und vierundzwanzig Zoll Länge abgelöst, so wird sie auf eine schräge Klippe geworfen, damit das Blut ablausen könne. Das Fleisch wird in ähnlicher Weise in etwa fußdicken Klötzen abgetrennt, am Lande jedoch wird es in vier Zoll dicke Scheiben zerschnitten und zum Trocknen ausgebreitet. „Halt, Kinder, da kommt Martha!“ Sie schleppt den mittlerweile fertig gewordenen ersten Bissen in einem Holztroge herbei. Alle stellen die Arbeit ein und langen zu. Die Walfischjäger holen ihre Proviantschachteln hervor. Fladbröd und Walfischspeck mit einem Finkelschnaps ist ein Göttermahl. „Du hast der Jagd mit beigewohnt, Du mußt auch den Braten kosten.“ Es half nicht, ich mußte dran, und er schmeckte besser, als ich’s geglaubt hatte. Nach geendeter Mahlzeit begann das Zerlegungsgeschäft von Neuem. Endlich kam mein Antheil an die Reihe, die Bauchhöhle wurde geöffnet und die Eingeweide mir zur Disposition gestellt. Der interessanteste Fund war mir ein zehn Zoll langer Fötus; er steht jetzt in Spiritus in Kopenhagen. Im Magen des Fisches fand ich eine ungeheure Menge Skelete von Brislingen (eine kleine Sorte Heringe)[2] und eine fast gleiche Quantität Ascariden. Die Gallengänge der Leber waren erfüllt mit einem großen flachen braungrauen Wurm, der Distoma Golilath. Auf der Außenseite des Thieres war nicht ein einziges Schmarotzerthier anzutreffen. Endlich war die Zertheilung sowohl des Speckes und Fleisches, wie auch des von mir begehrten Skeletes vollbracht; wir waren Handels einig geworden und ich erwartete nun, die Mannschaften würden mir beistehen beim Einschiffen meiner Beute. „Ja, Du mußt warten, bis ich fertig bin,“ sagte der alte Knud. „ich muß erst austheilen, auf daß Jeder das Seinige erhalte.“ Theilhaber sind alle Die, welche den Wal entdecken und ihn in die Bucht jagen, sodann Die, denen die Ufer der Bucht gehören, und endlich die Schützen; bei dieser Gelegenheit waren es elf im Ganzen. Die Theilung des Fleisches und des Specks geht folgendermaßen vor sich. Ein Mann stellt sich hin, nimmt einen Tragkorb auf den Rücken und in diesen wirft man nun erst so viel Speck, wie er zu tragen vermag; dann geht er hier nach irgend einem flachen Platze, beugt sich vornüber und der Inhalt des Korbes stürzt über seinen Kopf hinweg auf den Rasen. Dies Experiment vollführt er auf elf verschiedenen Stellen, bis kein Speck mehr vorhanden ist. Dann macht er dieselbe Tour mit dem Fleische – und fast ausnahmslos sind sämmtliche Theilhaber mit dieser primitiven Weise der Vertheilung wohl zufrieden. Die Unterkiefer und eine von den Brustfinnen fällt den Schützen zu. Im frischen Zustande ist das Skelet weich und läßt sich leicht mit dem Messer zerschneiden, weshalb es schwierig ist, es unbeschädigt in seine Gewalt zu bekommen. In der Regel werden die Knochen kleingehackt und den Kühen als Futter gegeben. – Die Theilung war zu Ende, ich nahm herzlichen Abschied von der über ihren vierfachen Antheil hocherfreuten Martha. In Bergen angekommen war das Erste, was ich zu thun hatte, ein Bad zu nehmen. Bald darauf fing sich ein anderer Wal in derselben Bucht. Diesmal tödteten die Fischer ihn selbst ohne Beistand der Walfischjäger von Profession, indem sie ihn mit den Garnen immer näher auf den Leib rückten und das einfältige Riesengeschöps mittelst langer Stangen auf schlammigen Grund jagten. Der Wal bekam, wie man berechnet hatte, Schlamm in die Spritzlöcher und mußte elendiglich ersticken. ↑ Der Verfasser dieser interessanten Mittheilungen, denen wir später noch einige andere aus seiner Feder folgen lassen werden, ist leider nicht mehr unter den Lebenden; mit ihm sank nicht nur ein reiches vielseiliges Talent, sondern auch ein echter deutscher Mannescharakter, ein treffliches Herz in das frühe Grab in fremdem Lande. Otto Lübbert war ein geborener Mecklenburger und hatte eben auf verschiedenen deutschen Universitäten seine juristischen Studien beendet, als das Jahr 1848 auch ihn in seine Bewegung riß. Ein begeisterter und begeisternder Volksredner in den mecklenburgischen Städten, war er einer der tapfersten Kämpen wider die sogenannte patriarchalische Junkerwirthschaft seines Heimathlandes; die Reaction fasste daher ihn vor Allem in’s Auge, so daß er sich genöthigt sah, vor ihrer Rache zu flüchten. Er stieg in Rostock in das erste beste Schiff, in der Hoffnung, nach England zu entkommen, allein erst an Bord erfuhr er, daß das Fahrzeug nach Norwegen bestimmt war, und so schiffte er nach dem fernen Nordlande. Ein guter Clavierspieler und Musiker, erwarb er sich zunächst in Drontheim, dann in Bergen einen leidlichen Lebensunterhalt und manche Freunde und hatte sich eben in dem seinen wissenschaftlichen Bestrebungen und literarischen Arbeiten, die meist die norwegische Thierwelt betrafen, günstigern Christiania niedergelassen, als ihn im September des letzten Jahres ein hitziges Nervenfieber rasch dahin raffte. Die Redaction. ↑ Clupea sprattus Nilss. Von „https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Ein_Streifzug_nordischer_Wasserschützen&oldid=3055483“ Zuletzt bearbeitet am 21. Oktober 2017 um 13:17
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Wer war Ignaz Philipp Semmelweis?
Ignaz Philipp Semmelweis (; * 1. Juli 1818 im Teilbezirk Tabán von Buda, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 13. August 1865 in Oberdöbling bei Wien, Kaisertum Österreich) war ein Chirurg und Geburtshelfer. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien. Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin. Leben Jugend und Laufbahn Ignaz Semmelweis wurde 1818 als fünftes Kind des Spezial- und Kolonialwaren-Großhändlers Josef Semmelweis (1778–1846) und der aus wohlhabendem Hause stammenden Theresa geb. Müller (1789–1844) im Teilbezirk Tabán in Buda geboren. Seine Eltern legten großen Wert auf eine gute Schulausbildung ihrer Kinder, da sie dadurch in die maßgeblichen gesellschaftlichen Schichten der heimischen Intelligenz aufsteigen konnten. Der Vater ließ alle Söhne im erzbischöflichen Gymnasium von Buda einschreiben. Nach dem Besuch der Elementarschule in Buda ging Ignaz auf das Piaristen-Gymnasium am St.-Niklas-Turm. Anschließend absolvierte er ein Jahr das Gymnasium in Stuhlweißenburg. Ursprünglich sollte er Militäranwalt werden, weshalb er von 1835 bis 1837 Philosophie und Jura an der Universität Pest studierte. 1837 kam er nach Wien, um Rechtswissenschaft zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin, setzte das Studium 1839 bis 1840 in Pest und ab 1841 wiederum in Wien fort. 1844 schloss er das Studium mit dem Magister der Geburtshilfe und im gleichen Jahr mit der Promotion zum Dr. med. ab. Seine Dissertation (Tractatus de vita plantarum „Über das Leben der Pflanzen“) behandelte die damals populäre Theorie des Vitalismus. Sie wurde durch die von ihm selbst schon bald (1847/48) verlangte Einführung einer systematisch vorgehenden klinischen Beobachtung, die ihn zum Mitbegründer der evidenzbasierten Medizin machte, allmählich als unwissenschaftlich verdrängt. 1845 folgte die Promotion zum Doktor der Chirurgie. Anschließend begann er an der Brustambulanz von Josef Skoda (1805–1881) und in der von Ferdinand von Hebra (1816–1880) geleiteten Ausschlagabteilung des von Kaiser Joseph II. gegründeten k.k. allgemeinen Krankenhauses zu arbeiten. Hier erlernte er Skodas Methode der Diagnose durch Ausschließen („diagnosis per exclusionem“) und die wissenschaftliche Arbeit mit statistischen Instrumenten. Im Institut für pathologische Anatomie unter der Leitung von Carl von Rokitansky (1804–1878) erstellte er Befunde an Frauenleichen. Assistenzarzt in Wien 1846 wurde Semmelweis Assistenzarzt in der geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Gefördert von namhaften Ärzten, wurde er Assistent von Prof. Johann Klein (1788–1856), Leiter der 1. geburtshilflichen Klinik, unter dessen Leitung die Letalitätsrate zwischen 5 und 15 Prozent betrug; teilweise reichte sie in Kliniken sogar bis zu 30 Prozent. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die durch das Kindbettfieber bedingte Sterblichkeit von Müttern nach der Entbindung wesentlich höher lag als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet und keine Leichensektionen vorgenommen wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür herausfinden und untersuchte die Mütter daher noch gründlicher. Doch gerade durch diese Bemühungen stieg die Zahl der Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich schließlich weigerten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinen Tagebuchaufzeichnungen starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Ein Kind auf die Welt zu bringen, war demnach also ebenso gefährlich, wie an einer Lungenentzündung zu erkranken. Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803–1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb – einer Krankheit, die einen ähnlichen Verlauf zeigte wie das Kindbettfieber –, glaubte Semmelweis, die Ursache für die Erkrankung benennen zu können: Die Mediziner und die Studenten führten täglich klinische Sektionen an den Leichen der Patientinnen durch, die zuvor am Kindbettfieber verstorben waren. Anschließend gingen sie „mit an der Hand klebenden Cadavertheilen“ zu den Gebärenden und wuschen sich die Hände mit Seife (oder in einzelnen Fällen überhaupt nicht), desinfizierten sie jedoch nicht. Mit diesen Händen untersuchten sie Frauen während der Entbindung und übertrugen infektiöses Material. Die eigentliche Ursache der Infektion – die Übertragung von Bakterien, die normalerweise massenhaft auf den Händen vorhanden sind – war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen nicht mit Leichen in Berührung und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch. In den Jahren 1847 bis 1848 fertigte er gezielt eine Studie unter dem Titel Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers an. Im Ergebnis dieser Studie wies Ignaz Semmelweis seine Studenten an, nach Leichensektionen die Hände und Instrumente mit Chlorlösung, später mit dem billigeren Chlorkalk zu desinfizieren – wie sich herausstellte, eine wirkungsvolle Maßnahme, da die Sterblichkeitsrate in nur wenigen Monaten von 12,3 auf 2 bis 3 Prozent sank. Als trotzdem noch einmal zwölf Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache zunächst das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet worden war, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen, sondern auch von lebenden Personen ausgehen konnte. So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung zu desinfizieren seien. Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 Prozent zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag. Trotz dieses Erfolgs wurden die Arbeiten von Semmelweis lange Zeit, vor allem von führenden Medizinern wie Anton von Rosas (1791–1855), Rudolf Virchow (1821–1902), Eduard Kaspar Jakob von Siebold (1801–1861), Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (1821–1891), James Young Simpson (1811–1870) und Weiteren, nicht anerkannt. Viele Ärzte und auch seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig und wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Einige Ärzte, wie Gustav Adolf Michaelis, veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner feindeten Semmelweis stark an und bezeichneten ihn als „Nestbeschmutzer“. Unterstützung fand er mit seiner Theorie bei namhaften Vertretern der Wiener Medizinischen Fakultät wie Skoda, Rokitansky und Hebra. Ferdinand von Hebra hatte Semmelweis sogar gedrängt, seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu veröffentlichen. Als er dies jedoch nicht tat, übernahm von Hebra selbst die Aufgabe. Die Gegner von Semmelweis verhinderten 1849 die Verlängerung seiner Assistenzarzttätigkeit, sodass er im März 1849 aus dem Dienst des Krankenhauses ausschied. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Mitglied der k. k. Gesellschaft der Ärzte gewählt. Hier wurde die angeregte Bildung einer Kommission zur Prüfung der Semmelweisschen Thesen mit Mehrheitsbeschluss angenommen, allerdings auf Betreiben seines ehemaligen Chefs in Wien, Professor Klein, dann ministeriell abgelehnt. Erst am 15. März 1850 präsentierte Semmelweis seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte. Professor in Pest Aufgrund weiterer Anfeindungen und Intrigen von Kollegen, wie Johann Klein oder Anton von Rosas, wurde Ignaz Semmelweis 1850 nur zum Privatdozenten für theoretische Geburtshilfe mit Übungen am Phantom ernannt. Über diese Einschränkung reagierte er dermaßen erbost, dass er nur fünf Tage nach seiner Ernennung Wien verließ und nach Pest übersiedelte. Hier eröffnete er eine Privatpraxis. Daneben arbeitete er als unbesoldeter Primararzt auf der Entbindungsstation des St.-Rochus-Spitals in Pest. Ab 1851 war Semmelweis Leiter der Geburtshilfeabteilung in Pest, ab 1855 Professor für theoretische und praktische Geburtshilfe sowie als Hebammenlehrer an der dortigen Universität, der heute nach ihm benannten Semmelweis-Universität. 1857 lehnte er die Berufung auf eine Professur nach Zürich ab. In Pest jedoch beschäftigte er sich auch mit der operativen Gynäkologie, hier führte er erstmals eine OP am Eierstock durch. Zwar veröffentlichte er seine Arbeitsergebnisse im ärztlichen Wochenblatt „Orvosi Hetilap“. Da dieses Blatt jedoch nur eine geringe Verbreitung hatte, war dieser Veröffentlichung keine große Wirksamkeit beschieden. Daher konnte Semmelweis mit solchen Aktivitäten seinen internationalen Widersachern nicht Paroli bieten. Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er dann bis 1860 in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Dem mit 500 Seiten zwar sehr umfangreichen, aber ungeschickt präsentierten und zudem sprachlich nicht elaborierten Buch blieb der Erfolg versagt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn (Semmelweis selbst nennt die Professoren Michaelis aus Kiel und Wilhelm Lange aus Heidelberg, aber auch Hebra, Škoda und von Rokitansky machten sich für ihn stark), da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Vielmehr wurde von vielen das Kindbettfieber beispielsweise auf schlechte Luft, das Ausbleiben der Menstruation oder einen Milchstau zurückgeführt. Da er immer wieder auf Ablehnung in Teilen der Ärzteschaft hinsichtlich der von ihm empfohlenen Desinfektionsmethoden stieß, ging er ab etwa 1861 dazu über, offene Briefe – zuerst an die ärgsten Widersacher, an Scanzoni, Späth und v. Siebold, dann später an alle Professoren im Bereich der Geburtshilfe – zu versenden. In diesen Briefen drohte er, die Uneinsichtigen öffentlich zu entlarven, wenn sie seine Verhaltensregeln nicht umsetzen. Dass es ihm dabei nicht immer gelang, diplomatisch die richtigen Worte zu wählen, verdeutlicht das folgende Zitat aus einem dieser offenen Briefe von Semmelweis: Und Semmelweis fährt fort: Offenbar als Antwort auf Semmelweis’ Denkbrief schrieb Louis Kugelmann aus Hannover am 10. August 1861: Tod 1865 erkrankte Ignaz Semmelweis an schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in die staatliche Landesirrenanstalt Döbling bei Wien eingeliefert. Einigen Quellen zufolge soll Semmelweis’ Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen sein. Semmelweis hatte wiederholt versucht, seine Kollegen von der Richtigkeit seiner Erkenntnisse schriftlich zu überzeugen, dennoch war ihm fast nur Ablehnung entgegengeschlagen, wie auch schon um 1850 von seinem ehemaligen Vorgesetzten am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Johann Klein (1788–1856), in dessen pathologischem Institut Semmelweis später obduziert wurde. Der Biograf Fritz Schürer von Waldheim schrieb 1905: Lobend erwähnt hatte Semmelweis diesbezüglich nur die Professoren Michaelis in Kiel und Lange in Heidelberg. Aus seiner Konversation in Briefen sind einzelne weitere bekannt, die ihm zumindest zugeneigt waren. Am 13. August 1865, zwei Wochen nach seiner Einweisung in Döbling, starb Ignaz Semmelweis – den damaligen Obduktionsberichten zufolge – mit 47 Jahren infolge einer kleinen Verletzung, die er sich durch eine eigene Schnittverletzung bei seinen Sektionen zugezogen habe, an einer Blutvergiftung. Eine ganz ähnliche Vermutung (gestorben „an Pyämie, wahrscheinlich in Folge einer Verwundung bei einer Operation“) wurde damals in der medizinischen Fachliteratur geäußert. Anderen Berichten zufolge sei dies stattdessen bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal bzw. zumindest innerhalb des Klinikaufenthalts erfolgt. So habe der Kinderarzt Janós Bókai, der 1865 einen Bericht über Semmelweis’ vorherigen Zustand verfasste, laut dem Gynäkologen und Medizinhistoriker Georg Silló-Seidl, welcher die ursprünglichen Klinikunterlagen im Archiv der Wiener Gesundheitsbehörde recherchierte, von einer vorherigen Verletzung nichts erwähnt, obwohl diese, wie behauptet, bereits zuvor entzündet gewesen sei. Laut Silló-Seidl gab es diverse weitere Ungereimtheiten. Da 1963 bei einer Exhumierung der sterblichen Überreste Semmelweis’ multiple Frakturen an Händen, Armen und am linken Brustkorb festgestellt wurden, erscheint die Aktennotiz der Klinik, in der stattdessen Gehirnlähmung als sein Sterbegrund genannt wurde, umso dubioser. Überlegungen zufolge, u. a. vom amerikanischen Semmelweis-Biografen Sherwin Nuland, sollen Pfleger Semmelweis auf dem Anstaltshof geschlagen haben und auf ihm herumgetrampelt sein. Ignaz Semmelweis wurde zunächst am 15. August auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt. Nachdem dieser aufgelassen worden war, begrub man die sterblichen Überreste im Grab seiner Eltern auf dem Budapester Kerepesi temető. 1963 überführte man sie in sein Geburtshaus, das heute das Semmelweis-Museum für Medizingeschichte ist. Semmelweis hinterließ Frau und drei Kinder. Nachrufe waren kärglich und knapp. Eine Würdigung seines Lebenswerks fand sich lediglich in der Fachzeitschrift Orvosi Hetilap, in der Semmelweis, noch bevor er sein Buch verfasste, einige seiner Vorträge in ungarischer Sprache veröffentlicht hatte. Immerhin widmete ihm die Wiener Medizinische Wochenschrift einen kurzen Nachruf: „Dienstag wurde Professor Semmelweis begraben. Viele Professoren, Primarärzte etc. folgten seinem Sarge, und geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Verstorbene war erst 47 Jahre alt, und hinterlässt eine trauernde Witwe, und drei unmündige Kinder. Ruhe seiner Asche.“ Semmelweis’ Bedeutung wurde lange Zeit nicht erkannt. Erst 1882 erhielt er durch die Biografie von Alfred Hegar die erste öffentliche Anerkennung. Seine Biografen, deren Bücher meist zu Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, setzten sich häufig mit drastischen, sehr klaren Worten für ihn ein. Im Hauptgebäude der Anstalt in Wien-Döbling ist seit 1991 das Bezirksgericht Döbling untergebracht. Auf dem ehemaligen Gelände der Anstalt befindet sich der Neubau eines Seniorenheimes. Nachwirkung Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827–1912) im Jahr 1867 demonstrierte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein drastischer Rückgang der Operationsmortalität erreicht. Oft wird die Asepsis ihm zugeschrieben, obwohl er seine Erkenntnisse aus denen von Semmelweis gezogen hatte. Eine Ärztegeneration später setzte sich die Umsetzung von Hygienemaßnahmen bei Frauen im Kindbett durch, und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Semmelweis’ Erkenntnissen gewahr. Der im englischen Sprachraum bekannte Begriff Semmelweis-Reflex beschreibt die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“. In vielen Fällen habe die wissenschaftliche Leistung dann eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge. Die Begriffsbildung wird dem amerikanischen Autor Robert Anton Wilson zugeschrieben. 1993 wurde der Asteroid (4170) Semmelweis nach ihm benannt. Darüber hinaus tragen die Semmelweis-Universität in Budapest und die Semmelweis-Frauenklinik in Wien seinen Namen. Im ehemaligen Bezirkskrankenhaus Brandenburg an der Havel, heute Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, befand sich rechts neben dem Eingang zum alten Kreißsaal eine Büste von Ignaz Semmelweis. Mit dem Abriss des Gebäudetrakts und dem Umzug des Kreißsaals in den Neubau West verschwand diese Büste. Am 20. Februar 2019 wurde an der Medizinischen Universität Wien eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest. Die Enthüllung erfolgte in Anwesenheit von János Áder, Ernst Woller sowie der Rektoren beider Universitäten, Béla Merkely und Markus Müller. Die Statue wurde vom ungarischen Künstler Péter Párkányi Raab geschaffen. Die Bundesregierung Österreichs plant ab dem Studienjahr 2022/23 den Aufbau eines universitätsübergreifenden Ignaz-Semmelweis-Instituts (ISI) und schafft dafür bis zu 30 neue Professuren. Dieses Institut für Infektionsfragen soll sowohl Forschung betreiben als auch als Ansprechpartner für die Politik fungieren. Das Kooperationszentrum soll als Zusammenarbeit der MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck, JKU Linz und der VetMedUni Wien entstehen. Die Klientel Die Geburtshilfe genoss als medizinisches Fachgebiet ein geringes Ansehen. Geburtshilfliche Abteilungen lagen häufig in alten, desolaten Kliniktrakten mit Blick zum Hof oder zum Leichenhaus. Die Einrichtungen und hygienischen Verhältnisse waren extrem primitiv, teilweise auch, weil die Verbindung zwischen Hygiene und Infektionsgefahren nicht bekannt war. Leider fehlen demographische Daten der Patientinnen zu Status, Herkunft, Familienstand usw. in den Statistiken. Aus den vorliegenden Schriften geht lediglich hervor, dass ein Großteil der Patientinnen aus ärmlichen Verhältnissen stammte und keine Lobby hatte. Persönlichkeit Einflussreiche Ärzte sprachen für ihn, ihnen unterliefen aber kleine Fehler, die Semmelweis nicht korrigierte und die ihn angreifbar machten. Sein erster kollegialer Unterstützer war Gustav Adolf Michaelis, der als erster Geburtshelfer die Entdeckung erprobte und Semmelweis Recht gab. Außer einigen Briefen, die Semmelweis mit der Bitte um Prüfung an den Professor der Geburtshilfe in Kiel sandte, nahm Semmelweis trotz vieler Ersuchen und Möglichkeiten weder schriftlich noch mündlich Stellung. Öffentlich trat er erst ab Mitte 1850 in Wien auf. Seine Biografen erklären dies mit mangelhafter Schulbildung und der damit verbundenen Angst vor dem Sprechen und Schreiben. Semmelweis machte grammatikalische und orthographische Fehler und sprach Dialekt. Semmelweis wird als bescheiden und anspruchslos, als guter Gesellschafter, von kindlich-naiver Denkungsart und vertrauensvoll beschrieben, der aber sehr entschieden auf Gemeinheiten reagierte (Alfred Hegar, 1882). Seine spätere Verbitterung und zunehmende psychische Veränderung – Aggressivität, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unbeherrschtheit – werden häufig als Grund für das Scheitern seiner Ideen angenommen. Alwin Schönberger beschrieb seine Krankheit: „Er wurde zunehmend impulsiv, jähzornig und reizbar, er tobte, fluchte und beschimpfte Kollegen, hatte andererseits Phasen der Apathie und Antriebslosigkeit, vernachlässigte sein Äußeres, witterte überall Feinde, Neider und Intriganten. Forscher vermuten heute eine fortschreitende Erkrankung als Ursache. Die Symptome könnten zu einer Neurosyphilis passen, die nicht mit körperlichem Verfall einherging, aber mit einer dramatischen Veränderung des Charakters.“ Stand der Forschung Die Resonanz auf seine These war anfänglich relativ groß, die Revolution von 1848 lenkte das Interesse jedoch auf andere Bereiche. Ihr Scheitern stärkte dann die Reaktion und damit die althergebrachte Ordnung. Die deutschen und österreichischen Lehrbücher der Geburtshilfe ignorierten Semmelweis und vertraten weiterhin alte Lehren. Vereinzelt wurden Chlorwaschungen eingeführt, ohne dass die zuständigen Professoren sich wissenschaftlich zur Desinfizierung bekannten. Ein größeres Hindernis für die Verbreitung und Annahme seiner Theorie war aber nicht die Ignoranz, sondern die nachlässige Durchführung der Chlorwaschungen, deren mangelhafter Erfolg als Widerlegung der Semmelweisschen These angesehen wurde. Im In- und Ausland wurden Semmelweis’ Erkenntnisse nicht akzeptiert. Führende Ärzte standen ihm kritisch und ablehnend gegenüber. Der Stand der Forschung war ein anderer, die Theorie der Wundkrankheiten hatte durch Rudolf Virchow eine andere Erklärungsbasis gefunden. Für das Kindbettfieber machte dieser vor allem Witterungsverhältnisse und Erkrankungen verantwortlich. Schriften (Auswahl) Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni. Pest 1861 (online). Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers. 1861 (). Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis. Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen 1862 (online). Tiberius von Györy (Hrsg.): Semmelweis’ gesammelte Werke. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0692-5. Literatur Sachbuch Paul de Kruif: Kämpfer für das Leben. Ruhmestaten großer Naturforscher und Ärzte. Verlag des Druckhauses Tempelhof, Berlin 1951. György Gortvay: Semmelweis, Retter der Mütter. Hirzel, Leipzig 1977. Louis-Ferdinand Céline: Leben und Werk Philipp des Ignaz Semmelweis (1818–1865). Edition Age d’Homme, Wien 1980, ISBN 3-85418-004-7. Georg Silló-Seidl: Die Wahrheit über Semmelweis. Semmelweis, Hoya 1984, ISBN 3-925524-22-3. István Benedek: Ignaz Philipp Semmelweis (1818–1865). Böhlau, Wien 1985, ISBN 3-205-00537-6. Georg Silló-Seidl: Die Affaire Semmelweis. Herold, Wien 1985, ISBN 3-7008-0303-6. Sherwin B. Nuland: Ignaz Semmelweis. Arzt und großer Entdecker. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04825-0. Karl Semmelweis: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. Eigenverlag, Eisenstadt 2007. Sabine Fellner, Katrin Unterreiner: Medizin in Wien: Semmelweis, Billroth und Co. Metro, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-601-3. Hermann Baum: Ignaz Semmelweis: seine Mutter und ihre Vorfahren. Grin, München 2015, ISBN 978-3-656-89784-2. Fachliteratur Erna Lesky: Ignaz Philipp Semmelweis und die Wiener Medizinische Schule. Wien 1964 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 245, Band 1965, 3. Abhandlung). K. C. Carter, S. Abbott, J. L. Siebach: Five documents relating to the final illness and death of Ignaz Semmelweis. In: Bulletin of the history of medicine. Band 69, Nummer 2, 1995, S. 255–270. PMID 7613067. K. A. Sepkowitz: Cassandra and Ignaz Semmelweis. In: International Journal of Infectious Diseases, 1/1996, S. 57–58. J. Lange: Ignaz Semmelweis – “Savior of Mothers”. Long fight for recognition. In: Fortschritte der Medizin. Band 115, Nummer 33, November 1997, S. 60, PMID 9480285. V. Jay: Ignaz Semmelweis and the conquest of puerperal sepsis. In: Archives of Pathology & Laboratory Medicine, Band 123, Nummer 7, Juli 1999, S. 561–562, . PMID 10388906. M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Quality & safety in health care. Band 13, Nummer 3, Juni 2004, S. 233–234, doi:10.1136/qhc.13.3.233. PMID 15175497. . M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Qual Saf Health Care., 13/2004, S. 233–4. PMID 15175497. D. Gilles: Hempelian and Kuhnian Approaches in the Philosophy of Medicine: the Semmelweis Case (PDF; 210 kB). In: Studies in History and Philosophy of Science Part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 36/2005, , S. 159–181. Belletristik Hans José Rehfisch: Doktor Semmelweis. In: Ders.: Sieben Dramen. Desch, München 1961. Filme 1938: That Mothers Might Live, USA MGM, Regie Fred Zinnemann, Oscar für den besten Kurzfilm 1940: Semmelweis, Ungarn Mester Film, Regie André De Toth 1950: Semmelweis – Retter der Mütter, DDR DEFA, Regie Georg C. Klaren 1980: Semmelweis, Italien RAI, Regie Gianfranco Bettetini 1987: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen, BRD/Österreich ZDF/ORF, Regie Michael Verhoeven 1994: Semmelweis, Niederlande Humanistische Omroep Stichting, Regie Floor Maas 1995: Docteur Semmelweis, Frankreich/Polen, Regie Roger Andrieux 2001: Semmelweis (Kurzfilm), USA/Österreich Belvedere Film, Regie Jim Berry Drama/Schauspiele Jens Bjørneboe: Semmelweis. Gyldendal Norsk Forlag / Gyldendals moderne skuespillserie, Oslo 1968. Popkultur Fatoni: Semmelweisreflex – 2015: Yo, Picasso (mit Dexter, WSP Records / Universal Music Group) Weblinks Einzelnachweise Gynäkologe, Geburtshelfer Hygieniker Mediziner (19. Jahrhundert) Person als Namensgeber für einen Asteroiden Hochschullehrer (Semmelweis-Universität) Person (Kaisertum Österreich) Ungarndeutscher Ungar Geboren 1818 Gestorben 1865 Mann
Gutenberg Capture / Place / J / Filtro Amsdorff, Nicolaus von / Friedrich <Sachsen, Kurfürst> / Heinrich <England, König> / Heinrich <Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel> / Leo <Papst> / Münsterberg, Karl von / Schleinitz, Johannes von / Seehofer, Arsacius [1-1]
de
q-de-2200
Wer war Ignaz Philipp Semmelweis?
Ignaz Philipp Semmelweis (; * 1. Juli 1818 im Teilbezirk Tabán von Buda, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 13. August 1865 in Oberdöbling bei Wien, Kaisertum Österreich) war ein Chirurg und Geburtshelfer. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien. Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin. Leben Jugend und Laufbahn Ignaz Semmelweis wurde 1818 als fünftes Kind des Spezial- und Kolonialwaren-Großhändlers Josef Semmelweis (1778–1846) und der aus wohlhabendem Hause stammenden Theresa geb. Müller (1789–1844) im Teilbezirk Tabán in Buda geboren. Seine Eltern legten großen Wert auf eine gute Schulausbildung ihrer Kinder, da sie dadurch in die maßgeblichen gesellschaftlichen Schichten der heimischen Intelligenz aufsteigen konnten. Der Vater ließ alle Söhne im erzbischöflichen Gymnasium von Buda einschreiben. Nach dem Besuch der Elementarschule in Buda ging Ignaz auf das Piaristen-Gymnasium am St.-Niklas-Turm. Anschließend absolvierte er ein Jahr das Gymnasium in Stuhlweißenburg. Ursprünglich sollte er Militäranwalt werden, weshalb er von 1835 bis 1837 Philosophie und Jura an der Universität Pest studierte. 1837 kam er nach Wien, um Rechtswissenschaft zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin, setzte das Studium 1839 bis 1840 in Pest und ab 1841 wiederum in Wien fort. 1844 schloss er das Studium mit dem Magister der Geburtshilfe und im gleichen Jahr mit der Promotion zum Dr. med. ab. Seine Dissertation (Tractatus de vita plantarum „Über das Leben der Pflanzen“) behandelte die damals populäre Theorie des Vitalismus. Sie wurde durch die von ihm selbst schon bald (1847/48) verlangte Einführung einer systematisch vorgehenden klinischen Beobachtung, die ihn zum Mitbegründer der evidenzbasierten Medizin machte, allmählich als unwissenschaftlich verdrängt. 1845 folgte die Promotion zum Doktor der Chirurgie. Anschließend begann er an der Brustambulanz von Josef Skoda (1805–1881) und in der von Ferdinand von Hebra (1816–1880) geleiteten Ausschlagabteilung des von Kaiser Joseph II. gegründeten k.k. allgemeinen Krankenhauses zu arbeiten. Hier erlernte er Skodas Methode der Diagnose durch Ausschließen („diagnosis per exclusionem“) und die wissenschaftliche Arbeit mit statistischen Instrumenten. Im Institut für pathologische Anatomie unter der Leitung von Carl von Rokitansky (1804–1878) erstellte er Befunde an Frauenleichen. Assistenzarzt in Wien 1846 wurde Semmelweis Assistenzarzt in der geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Gefördert von namhaften Ärzten, wurde er Assistent von Prof. Johann Klein (1788–1856), Leiter der 1. geburtshilflichen Klinik, unter dessen Leitung die Letalitätsrate zwischen 5 und 15 Prozent betrug; teilweise reichte sie in Kliniken sogar bis zu 30 Prozent. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die durch das Kindbettfieber bedingte Sterblichkeit von Müttern nach der Entbindung wesentlich höher lag als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet und keine Leichensektionen vorgenommen wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür herausfinden und untersuchte die Mütter daher noch gründlicher. Doch gerade durch diese Bemühungen stieg die Zahl der Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich schließlich weigerten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinen Tagebuchaufzeichnungen starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Ein Kind auf die Welt zu bringen, war demnach also ebenso gefährlich, wie an einer Lungenentzündung zu erkranken. Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803–1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb – einer Krankheit, die einen ähnlichen Verlauf zeigte wie das Kindbettfieber –, glaubte Semmelweis, die Ursache für die Erkrankung benennen zu können: Die Mediziner und die Studenten führten täglich klinische Sektionen an den Leichen der Patientinnen durch, die zuvor am Kindbettfieber verstorben waren. Anschließend gingen sie „mit an der Hand klebenden Cadavertheilen“ zu den Gebärenden und wuschen sich die Hände mit Seife (oder in einzelnen Fällen überhaupt nicht), desinfizierten sie jedoch nicht. Mit diesen Händen untersuchten sie Frauen während der Entbindung und übertrugen infektiöses Material. Die eigentliche Ursache der Infektion – die Übertragung von Bakterien, die normalerweise massenhaft auf den Händen vorhanden sind – war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen nicht mit Leichen in Berührung und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch. In den Jahren 1847 bis 1848 fertigte er gezielt eine Studie unter dem Titel Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers an. Im Ergebnis dieser Studie wies Ignaz Semmelweis seine Studenten an, nach Leichensektionen die Hände und Instrumente mit Chlorlösung, später mit dem billigeren Chlorkalk zu desinfizieren – wie sich herausstellte, eine wirkungsvolle Maßnahme, da die Sterblichkeitsrate in nur wenigen Monaten von 12,3 auf 2 bis 3 Prozent sank. Als trotzdem noch einmal zwölf Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache zunächst das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet worden war, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen, sondern auch von lebenden Personen ausgehen konnte. So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung zu desinfizieren seien. Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 Prozent zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag. Trotz dieses Erfolgs wurden die Arbeiten von Semmelweis lange Zeit, vor allem von führenden Medizinern wie Anton von Rosas (1791–1855), Rudolf Virchow (1821–1902), Eduard Kaspar Jakob von Siebold (1801–1861), Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (1821–1891), James Young Simpson (1811–1870) und Weiteren, nicht anerkannt. Viele Ärzte und auch seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig und wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Einige Ärzte, wie Gustav Adolf Michaelis, veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner feindeten Semmelweis stark an und bezeichneten ihn als „Nestbeschmutzer“. Unterstützung fand er mit seiner Theorie bei namhaften Vertretern der Wiener Medizinischen Fakultät wie Skoda, Rokitansky und Hebra. Ferdinand von Hebra hatte Semmelweis sogar gedrängt, seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu veröffentlichen. Als er dies jedoch nicht tat, übernahm von Hebra selbst die Aufgabe. Die Gegner von Semmelweis verhinderten 1849 die Verlängerung seiner Assistenzarzttätigkeit, sodass er im März 1849 aus dem Dienst des Krankenhauses ausschied. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Mitglied der k. k. Gesellschaft der Ärzte gewählt. Hier wurde die angeregte Bildung einer Kommission zur Prüfung der Semmelweisschen Thesen mit Mehrheitsbeschluss angenommen, allerdings auf Betreiben seines ehemaligen Chefs in Wien, Professor Klein, dann ministeriell abgelehnt. Erst am 15. März 1850 präsentierte Semmelweis seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte. Professor in Pest Aufgrund weiterer Anfeindungen und Intrigen von Kollegen, wie Johann Klein oder Anton von Rosas, wurde Ignaz Semmelweis 1850 nur zum Privatdozenten für theoretische Geburtshilfe mit Übungen am Phantom ernannt. Über diese Einschränkung reagierte er dermaßen erbost, dass er nur fünf Tage nach seiner Ernennung Wien verließ und nach Pest übersiedelte. Hier eröffnete er eine Privatpraxis. Daneben arbeitete er als unbesoldeter Primararzt auf der Entbindungsstation des St.-Rochus-Spitals in Pest. Ab 1851 war Semmelweis Leiter der Geburtshilfeabteilung in Pest, ab 1855 Professor für theoretische und praktische Geburtshilfe sowie als Hebammenlehrer an der dortigen Universität, der heute nach ihm benannten Semmelweis-Universität. 1857 lehnte er die Berufung auf eine Professur nach Zürich ab. In Pest jedoch beschäftigte er sich auch mit der operativen Gynäkologie, hier führte er erstmals eine OP am Eierstock durch. Zwar veröffentlichte er seine Arbeitsergebnisse im ärztlichen Wochenblatt „Orvosi Hetilap“. Da dieses Blatt jedoch nur eine geringe Verbreitung hatte, war dieser Veröffentlichung keine große Wirksamkeit beschieden. Daher konnte Semmelweis mit solchen Aktivitäten seinen internationalen Widersachern nicht Paroli bieten. Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er dann bis 1860 in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Dem mit 500 Seiten zwar sehr umfangreichen, aber ungeschickt präsentierten und zudem sprachlich nicht elaborierten Buch blieb der Erfolg versagt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn (Semmelweis selbst nennt die Professoren Michaelis aus Kiel und Wilhelm Lange aus Heidelberg, aber auch Hebra, Škoda und von Rokitansky machten sich für ihn stark), da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Vielmehr wurde von vielen das Kindbettfieber beispielsweise auf schlechte Luft, das Ausbleiben der Menstruation oder einen Milchstau zurückgeführt. Da er immer wieder auf Ablehnung in Teilen der Ärzteschaft hinsichtlich der von ihm empfohlenen Desinfektionsmethoden stieß, ging er ab etwa 1861 dazu über, offene Briefe – zuerst an die ärgsten Widersacher, an Scanzoni, Späth und v. Siebold, dann später an alle Professoren im Bereich der Geburtshilfe – zu versenden. In diesen Briefen drohte er, die Uneinsichtigen öffentlich zu entlarven, wenn sie seine Verhaltensregeln nicht umsetzen. Dass es ihm dabei nicht immer gelang, diplomatisch die richtigen Worte zu wählen, verdeutlicht das folgende Zitat aus einem dieser offenen Briefe von Semmelweis: Und Semmelweis fährt fort: Offenbar als Antwort auf Semmelweis’ Denkbrief schrieb Louis Kugelmann aus Hannover am 10. August 1861: Tod 1865 erkrankte Ignaz Semmelweis an schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in die staatliche Landesirrenanstalt Döbling bei Wien eingeliefert. Einigen Quellen zufolge soll Semmelweis’ Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen sein. Semmelweis hatte wiederholt versucht, seine Kollegen von der Richtigkeit seiner Erkenntnisse schriftlich zu überzeugen, dennoch war ihm fast nur Ablehnung entgegengeschlagen, wie auch schon um 1850 von seinem ehemaligen Vorgesetzten am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Johann Klein (1788–1856), in dessen pathologischem Institut Semmelweis später obduziert wurde. Der Biograf Fritz Schürer von Waldheim schrieb 1905: Lobend erwähnt hatte Semmelweis diesbezüglich nur die Professoren Michaelis in Kiel und Lange in Heidelberg. Aus seiner Konversation in Briefen sind einzelne weitere bekannt, die ihm zumindest zugeneigt waren. Am 13. August 1865, zwei Wochen nach seiner Einweisung in Döbling, starb Ignaz Semmelweis – den damaligen Obduktionsberichten zufolge – mit 47 Jahren infolge einer kleinen Verletzung, die er sich durch eine eigene Schnittverletzung bei seinen Sektionen zugezogen habe, an einer Blutvergiftung. Eine ganz ähnliche Vermutung (gestorben „an Pyämie, wahrscheinlich in Folge einer Verwundung bei einer Operation“) wurde damals in der medizinischen Fachliteratur geäußert. Anderen Berichten zufolge sei dies stattdessen bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal bzw. zumindest innerhalb des Klinikaufenthalts erfolgt. So habe der Kinderarzt Janós Bókai, der 1865 einen Bericht über Semmelweis’ vorherigen Zustand verfasste, laut dem Gynäkologen und Medizinhistoriker Georg Silló-Seidl, welcher die ursprünglichen Klinikunterlagen im Archiv der Wiener Gesundheitsbehörde recherchierte, von einer vorherigen Verletzung nichts erwähnt, obwohl diese, wie behauptet, bereits zuvor entzündet gewesen sei. Laut Silló-Seidl gab es diverse weitere Ungereimtheiten. Da 1963 bei einer Exhumierung der sterblichen Überreste Semmelweis’ multiple Frakturen an Händen, Armen und am linken Brustkorb festgestellt wurden, erscheint die Aktennotiz der Klinik, in der stattdessen Gehirnlähmung als sein Sterbegrund genannt wurde, umso dubioser. Überlegungen zufolge, u. a. vom amerikanischen Semmelweis-Biografen Sherwin Nuland, sollen Pfleger Semmelweis auf dem Anstaltshof geschlagen haben und auf ihm herumgetrampelt sein. Ignaz Semmelweis wurde zunächst am 15. August auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt. Nachdem dieser aufgelassen worden war, begrub man die sterblichen Überreste im Grab seiner Eltern auf dem Budapester Kerepesi temető. 1963 überführte man sie in sein Geburtshaus, das heute das Semmelweis-Museum für Medizingeschichte ist. Semmelweis hinterließ Frau und drei Kinder. Nachrufe waren kärglich und knapp. Eine Würdigung seines Lebenswerks fand sich lediglich in der Fachzeitschrift Orvosi Hetilap, in der Semmelweis, noch bevor er sein Buch verfasste, einige seiner Vorträge in ungarischer Sprache veröffentlicht hatte. Immerhin widmete ihm die Wiener Medizinische Wochenschrift einen kurzen Nachruf: „Dienstag wurde Professor Semmelweis begraben. Viele Professoren, Primarärzte etc. folgten seinem Sarge, und geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Verstorbene war erst 47 Jahre alt, und hinterlässt eine trauernde Witwe, und drei unmündige Kinder. Ruhe seiner Asche.“ Semmelweis’ Bedeutung wurde lange Zeit nicht erkannt. Erst 1882 erhielt er durch die Biografie von Alfred Hegar die erste öffentliche Anerkennung. Seine Biografen, deren Bücher meist zu Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, setzten sich häufig mit drastischen, sehr klaren Worten für ihn ein. Im Hauptgebäude der Anstalt in Wien-Döbling ist seit 1991 das Bezirksgericht Döbling untergebracht. Auf dem ehemaligen Gelände der Anstalt befindet sich der Neubau eines Seniorenheimes. Nachwirkung Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827–1912) im Jahr 1867 demonstrierte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein drastischer Rückgang der Operationsmortalität erreicht. Oft wird die Asepsis ihm zugeschrieben, obwohl er seine Erkenntnisse aus denen von Semmelweis gezogen hatte. Eine Ärztegeneration später setzte sich die Umsetzung von Hygienemaßnahmen bei Frauen im Kindbett durch, und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Semmelweis’ Erkenntnissen gewahr. Der im englischen Sprachraum bekannte Begriff Semmelweis-Reflex beschreibt die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“. In vielen Fällen habe die wissenschaftliche Leistung dann eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge. Die Begriffsbildung wird dem amerikanischen Autor Robert Anton Wilson zugeschrieben. 1993 wurde der Asteroid (4170) Semmelweis nach ihm benannt. Darüber hinaus tragen die Semmelweis-Universität in Budapest und die Semmelweis-Frauenklinik in Wien seinen Namen. Im ehemaligen Bezirkskrankenhaus Brandenburg an der Havel, heute Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, befand sich rechts neben dem Eingang zum alten Kreißsaal eine Büste von Ignaz Semmelweis. Mit dem Abriss des Gebäudetrakts und dem Umzug des Kreißsaals in den Neubau West verschwand diese Büste. Am 20. Februar 2019 wurde an der Medizinischen Universität Wien eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest. Die Enthüllung erfolgte in Anwesenheit von János Áder, Ernst Woller sowie der Rektoren beider Universitäten, Béla Merkely und Markus Müller. Die Statue wurde vom ungarischen Künstler Péter Párkányi Raab geschaffen. Die Bundesregierung Österreichs plant ab dem Studienjahr 2022/23 den Aufbau eines universitätsübergreifenden Ignaz-Semmelweis-Instituts (ISI) und schafft dafür bis zu 30 neue Professuren. Dieses Institut für Infektionsfragen soll sowohl Forschung betreiben als auch als Ansprechpartner für die Politik fungieren. Das Kooperationszentrum soll als Zusammenarbeit der MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck, JKU Linz und der VetMedUni Wien entstehen. Die Klientel Die Geburtshilfe genoss als medizinisches Fachgebiet ein geringes Ansehen. Geburtshilfliche Abteilungen lagen häufig in alten, desolaten Kliniktrakten mit Blick zum Hof oder zum Leichenhaus. Die Einrichtungen und hygienischen Verhältnisse waren extrem primitiv, teilweise auch, weil die Verbindung zwischen Hygiene und Infektionsgefahren nicht bekannt war. Leider fehlen demographische Daten der Patientinnen zu Status, Herkunft, Familienstand usw. in den Statistiken. Aus den vorliegenden Schriften geht lediglich hervor, dass ein Großteil der Patientinnen aus ärmlichen Verhältnissen stammte und keine Lobby hatte. Persönlichkeit Einflussreiche Ärzte sprachen für ihn, ihnen unterliefen aber kleine Fehler, die Semmelweis nicht korrigierte und die ihn angreifbar machten. Sein erster kollegialer Unterstützer war Gustav Adolf Michaelis, der als erster Geburtshelfer die Entdeckung erprobte und Semmelweis Recht gab. Außer einigen Briefen, die Semmelweis mit der Bitte um Prüfung an den Professor der Geburtshilfe in Kiel sandte, nahm Semmelweis trotz vieler Ersuchen und Möglichkeiten weder schriftlich noch mündlich Stellung. Öffentlich trat er erst ab Mitte 1850 in Wien auf. Seine Biografen erklären dies mit mangelhafter Schulbildung und der damit verbundenen Angst vor dem Sprechen und Schreiben. Semmelweis machte grammatikalische und orthographische Fehler und sprach Dialekt. Semmelweis wird als bescheiden und anspruchslos, als guter Gesellschafter, von kindlich-naiver Denkungsart und vertrauensvoll beschrieben, der aber sehr entschieden auf Gemeinheiten reagierte (Alfred Hegar, 1882). Seine spätere Verbitterung und zunehmende psychische Veränderung – Aggressivität, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unbeherrschtheit – werden häufig als Grund für das Scheitern seiner Ideen angenommen. Alwin Schönberger beschrieb seine Krankheit: „Er wurde zunehmend impulsiv, jähzornig und reizbar, er tobte, fluchte und beschimpfte Kollegen, hatte andererseits Phasen der Apathie und Antriebslosigkeit, vernachlässigte sein Äußeres, witterte überall Feinde, Neider und Intriganten. Forscher vermuten heute eine fortschreitende Erkrankung als Ursache. Die Symptome könnten zu einer Neurosyphilis passen, die nicht mit körperlichem Verfall einherging, aber mit einer dramatischen Veränderung des Charakters.“ Stand der Forschung Die Resonanz auf seine These war anfänglich relativ groß, die Revolution von 1848 lenkte das Interesse jedoch auf andere Bereiche. Ihr Scheitern stärkte dann die Reaktion und damit die althergebrachte Ordnung. Die deutschen und österreichischen Lehrbücher der Geburtshilfe ignorierten Semmelweis und vertraten weiterhin alte Lehren. Vereinzelt wurden Chlorwaschungen eingeführt, ohne dass die zuständigen Professoren sich wissenschaftlich zur Desinfizierung bekannten. Ein größeres Hindernis für die Verbreitung und Annahme seiner Theorie war aber nicht die Ignoranz, sondern die nachlässige Durchführung der Chlorwaschungen, deren mangelhafter Erfolg als Widerlegung der Semmelweisschen These angesehen wurde. Im In- und Ausland wurden Semmelweis’ Erkenntnisse nicht akzeptiert. Führende Ärzte standen ihm kritisch und ablehnend gegenüber. Der Stand der Forschung war ein anderer, die Theorie der Wundkrankheiten hatte durch Rudolf Virchow eine andere Erklärungsbasis gefunden. Für das Kindbettfieber machte dieser vor allem Witterungsverhältnisse und Erkrankungen verantwortlich. Schriften (Auswahl) Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni. Pest 1861 (online). Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers. 1861 (). Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis. Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen 1862 (online). Tiberius von Györy (Hrsg.): Semmelweis’ gesammelte Werke. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0692-5. Literatur Sachbuch Paul de Kruif: Kämpfer für das Leben. Ruhmestaten großer Naturforscher und Ärzte. Verlag des Druckhauses Tempelhof, Berlin 1951. György Gortvay: Semmelweis, Retter der Mütter. Hirzel, Leipzig 1977. Louis-Ferdinand Céline: Leben und Werk Philipp des Ignaz Semmelweis (1818–1865). Edition Age d’Homme, Wien 1980, ISBN 3-85418-004-7. Georg Silló-Seidl: Die Wahrheit über Semmelweis. Semmelweis, Hoya 1984, ISBN 3-925524-22-3. István Benedek: Ignaz Philipp Semmelweis (1818–1865). Böhlau, Wien 1985, ISBN 3-205-00537-6. Georg Silló-Seidl: Die Affaire Semmelweis. Herold, Wien 1985, ISBN 3-7008-0303-6. Sherwin B. Nuland: Ignaz Semmelweis. Arzt und großer Entdecker. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04825-0. Karl Semmelweis: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. Eigenverlag, Eisenstadt 2007. Sabine Fellner, Katrin Unterreiner: Medizin in Wien: Semmelweis, Billroth und Co. Metro, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-601-3. Hermann Baum: Ignaz Semmelweis: seine Mutter und ihre Vorfahren. Grin, München 2015, ISBN 978-3-656-89784-2. Fachliteratur Erna Lesky: Ignaz Philipp Semmelweis und die Wiener Medizinische Schule. Wien 1964 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 245, Band 1965, 3. Abhandlung). K. C. Carter, S. Abbott, J. L. Siebach: Five documents relating to the final illness and death of Ignaz Semmelweis. In: Bulletin of the history of medicine. Band 69, Nummer 2, 1995, S. 255–270. PMID 7613067. K. A. Sepkowitz: Cassandra and Ignaz Semmelweis. In: International Journal of Infectious Diseases, 1/1996, S. 57–58. J. Lange: Ignaz Semmelweis – “Savior of Mothers”. Long fight for recognition. In: Fortschritte der Medizin. Band 115, Nummer 33, November 1997, S. 60, PMID 9480285. V. Jay: Ignaz Semmelweis and the conquest of puerperal sepsis. In: Archives of Pathology & Laboratory Medicine, Band 123, Nummer 7, Juli 1999, S. 561–562, . PMID 10388906. M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Quality & safety in health care. Band 13, Nummer 3, Juni 2004, S. 233–234, doi:10.1136/qhc.13.3.233. PMID 15175497. . M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Qual Saf Health Care., 13/2004, S. 233–4. PMID 15175497. D. Gilles: Hempelian and Kuhnian Approaches in the Philosophy of Medicine: the Semmelweis Case (PDF; 210 kB). In: Studies in History and Philosophy of Science Part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 36/2005, , S. 159–181. Belletristik Hans José Rehfisch: Doktor Semmelweis. In: Ders.: Sieben Dramen. Desch, München 1961. Filme 1938: That Mothers Might Live, USA MGM, Regie Fred Zinnemann, Oscar für den besten Kurzfilm 1940: Semmelweis, Ungarn Mester Film, Regie André De Toth 1950: Semmelweis – Retter der Mütter, DDR DEFA, Regie Georg C. Klaren 1980: Semmelweis, Italien RAI, Regie Gianfranco Bettetini 1987: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen, BRD/Österreich ZDF/ORF, Regie Michael Verhoeven 1994: Semmelweis, Niederlande Humanistische Omroep Stichting, Regie Floor Maas 1995: Docteur Semmelweis, Frankreich/Polen, Regie Roger Andrieux 2001: Semmelweis (Kurzfilm), USA/Österreich Belvedere Film, Regie Jim Berry Drama/Schauspiele Jens Bjørneboe: Semmelweis. Gyldendal Norsk Forlag / Gyldendals moderne skuespillserie, Oslo 1968. Popkultur Fatoni: Semmelweisreflex – 2015: Yo, Picasso (mit Dexter, WSP Records / Universal Music Group) Weblinks Einzelnachweise Gynäkologe, Geburtshelfer Hygieniker Mediziner (19. Jahrhundert) Person als Namensgeber für einen Asteroiden Hochschullehrer (Semmelweis-Universität) Person (Kaisertum Österreich) Ungarndeutscher Ungar Geboren 1818 Gestorben 1865 Mann
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Wer war Ignaz Philipp Semmelweis?
Ignaz Philipp Semmelweis (; * 1. Juli 1818 im Teilbezirk Tabán von Buda, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 13. August 1865 in Oberdöbling bei Wien, Kaisertum Österreich) war ein Chirurg und Geburtshelfer. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien. Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin. Leben Jugend und Laufbahn Ignaz Semmelweis wurde 1818 als fünftes Kind des Spezial- und Kolonialwaren-Großhändlers Josef Semmelweis (1778–1846) und der aus wohlhabendem Hause stammenden Theresa geb. Müller (1789–1844) im Teilbezirk Tabán in Buda geboren. Seine Eltern legten großen Wert auf eine gute Schulausbildung ihrer Kinder, da sie dadurch in die maßgeblichen gesellschaftlichen Schichten der heimischen Intelligenz aufsteigen konnten. Der Vater ließ alle Söhne im erzbischöflichen Gymnasium von Buda einschreiben. Nach dem Besuch der Elementarschule in Buda ging Ignaz auf das Piaristen-Gymnasium am St.-Niklas-Turm. Anschließend absolvierte er ein Jahr das Gymnasium in Stuhlweißenburg. Ursprünglich sollte er Militäranwalt werden, weshalb er von 1835 bis 1837 Philosophie und Jura an der Universität Pest studierte. 1837 kam er nach Wien, um Rechtswissenschaft zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin, setzte das Studium 1839 bis 1840 in Pest und ab 1841 wiederum in Wien fort. 1844 schloss er das Studium mit dem Magister der Geburtshilfe und im gleichen Jahr mit der Promotion zum Dr. med. ab. Seine Dissertation (Tractatus de vita plantarum „Über das Leben der Pflanzen“) behandelte die damals populäre Theorie des Vitalismus. Sie wurde durch die von ihm selbst schon bald (1847/48) verlangte Einführung einer systematisch vorgehenden klinischen Beobachtung, die ihn zum Mitbegründer der evidenzbasierten Medizin machte, allmählich als unwissenschaftlich verdrängt. 1845 folgte die Promotion zum Doktor der Chirurgie. Anschließend begann er an der Brustambulanz von Josef Skoda (1805–1881) und in der von Ferdinand von Hebra (1816–1880) geleiteten Ausschlagabteilung des von Kaiser Joseph II. gegründeten k.k. allgemeinen Krankenhauses zu arbeiten. Hier erlernte er Skodas Methode der Diagnose durch Ausschließen („diagnosis per exclusionem“) und die wissenschaftliche Arbeit mit statistischen Instrumenten. Im Institut für pathologische Anatomie unter der Leitung von Carl von Rokitansky (1804–1878) erstellte er Befunde an Frauenleichen. Assistenzarzt in Wien 1846 wurde Semmelweis Assistenzarzt in der geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Gefördert von namhaften Ärzten, wurde er Assistent von Prof. Johann Klein (1788–1856), Leiter der 1. geburtshilflichen Klinik, unter dessen Leitung die Letalitätsrate zwischen 5 und 15 Prozent betrug; teilweise reichte sie in Kliniken sogar bis zu 30 Prozent. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die durch das Kindbettfieber bedingte Sterblichkeit von Müttern nach der Entbindung wesentlich höher lag als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet und keine Leichensektionen vorgenommen wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür herausfinden und untersuchte die Mütter daher noch gründlicher. Doch gerade durch diese Bemühungen stieg die Zahl der Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich schließlich weigerten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinen Tagebuchaufzeichnungen starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Ein Kind auf die Welt zu bringen, war demnach also ebenso gefährlich, wie an einer Lungenentzündung zu erkranken. Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803–1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb – einer Krankheit, die einen ähnlichen Verlauf zeigte wie das Kindbettfieber –, glaubte Semmelweis, die Ursache für die Erkrankung benennen zu können: Die Mediziner und die Studenten führten täglich klinische Sektionen an den Leichen der Patientinnen durch, die zuvor am Kindbettfieber verstorben waren. Anschließend gingen sie „mit an der Hand klebenden Cadavertheilen“ zu den Gebärenden und wuschen sich die Hände mit Seife (oder in einzelnen Fällen überhaupt nicht), desinfizierten sie jedoch nicht. Mit diesen Händen untersuchten sie Frauen während der Entbindung und übertrugen infektiöses Material. Die eigentliche Ursache der Infektion – die Übertragung von Bakterien, die normalerweise massenhaft auf den Händen vorhanden sind – war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen nicht mit Leichen in Berührung und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch. In den Jahren 1847 bis 1848 fertigte er gezielt eine Studie unter dem Titel Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers an. Im Ergebnis dieser Studie wies Ignaz Semmelweis seine Studenten an, nach Leichensektionen die Hände und Instrumente mit Chlorlösung, später mit dem billigeren Chlorkalk zu desinfizieren – wie sich herausstellte, eine wirkungsvolle Maßnahme, da die Sterblichkeitsrate in nur wenigen Monaten von 12,3 auf 2 bis 3 Prozent sank. Als trotzdem noch einmal zwölf Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache zunächst das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet worden war, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen, sondern auch von lebenden Personen ausgehen konnte. So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung zu desinfizieren seien. Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 Prozent zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag. Trotz dieses Erfolgs wurden die Arbeiten von Semmelweis lange Zeit, vor allem von führenden Medizinern wie Anton von Rosas (1791–1855), Rudolf Virchow (1821–1902), Eduard Kaspar Jakob von Siebold (1801–1861), Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (1821–1891), James Young Simpson (1811–1870) und Weiteren, nicht anerkannt. Viele Ärzte und auch seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig und wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Einige Ärzte, wie Gustav Adolf Michaelis, veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner feindeten Semmelweis stark an und bezeichneten ihn als „Nestbeschmutzer“. Unterstützung fand er mit seiner Theorie bei namhaften Vertretern der Wiener Medizinischen Fakultät wie Skoda, Rokitansky und Hebra. Ferdinand von Hebra hatte Semmelweis sogar gedrängt, seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu veröffentlichen. Als er dies jedoch nicht tat, übernahm von Hebra selbst die Aufgabe. Die Gegner von Semmelweis verhinderten 1849 die Verlängerung seiner Assistenzarzttätigkeit, sodass er im März 1849 aus dem Dienst des Krankenhauses ausschied. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Mitglied der k. k. Gesellschaft der Ärzte gewählt. Hier wurde die angeregte Bildung einer Kommission zur Prüfung der Semmelweisschen Thesen mit Mehrheitsbeschluss angenommen, allerdings auf Betreiben seines ehemaligen Chefs in Wien, Professor Klein, dann ministeriell abgelehnt. Erst am 15. März 1850 präsentierte Semmelweis seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte. Professor in Pest Aufgrund weiterer Anfeindungen und Intrigen von Kollegen, wie Johann Klein oder Anton von Rosas, wurde Ignaz Semmelweis 1850 nur zum Privatdozenten für theoretische Geburtshilfe mit Übungen am Phantom ernannt. Über diese Einschränkung reagierte er dermaßen erbost, dass er nur fünf Tage nach seiner Ernennung Wien verließ und nach Pest übersiedelte. Hier eröffnete er eine Privatpraxis. Daneben arbeitete er als unbesoldeter Primararzt auf der Entbindungsstation des St.-Rochus-Spitals in Pest. Ab 1851 war Semmelweis Leiter der Geburtshilfeabteilung in Pest, ab 1855 Professor für theoretische und praktische Geburtshilfe sowie als Hebammenlehrer an der dortigen Universität, der heute nach ihm benannten Semmelweis-Universität. 1857 lehnte er die Berufung auf eine Professur nach Zürich ab. In Pest jedoch beschäftigte er sich auch mit der operativen Gynäkologie, hier führte er erstmals eine OP am Eierstock durch. Zwar veröffentlichte er seine Arbeitsergebnisse im ärztlichen Wochenblatt „Orvosi Hetilap“. Da dieses Blatt jedoch nur eine geringe Verbreitung hatte, war dieser Veröffentlichung keine große Wirksamkeit beschieden. Daher konnte Semmelweis mit solchen Aktivitäten seinen internationalen Widersachern nicht Paroli bieten. Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er dann bis 1860 in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Dem mit 500 Seiten zwar sehr umfangreichen, aber ungeschickt präsentierten und zudem sprachlich nicht elaborierten Buch blieb der Erfolg versagt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn (Semmelweis selbst nennt die Professoren Michaelis aus Kiel und Wilhelm Lange aus Heidelberg, aber auch Hebra, Škoda und von Rokitansky machten sich für ihn stark), da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Vielmehr wurde von vielen das Kindbettfieber beispielsweise auf schlechte Luft, das Ausbleiben der Menstruation oder einen Milchstau zurückgeführt. Da er immer wieder auf Ablehnung in Teilen der Ärzteschaft hinsichtlich der von ihm empfohlenen Desinfektionsmethoden stieß, ging er ab etwa 1861 dazu über, offene Briefe – zuerst an die ärgsten Widersacher, an Scanzoni, Späth und v. Siebold, dann später an alle Professoren im Bereich der Geburtshilfe – zu versenden. In diesen Briefen drohte er, die Uneinsichtigen öffentlich zu entlarven, wenn sie seine Verhaltensregeln nicht umsetzen. Dass es ihm dabei nicht immer gelang, diplomatisch die richtigen Worte zu wählen, verdeutlicht das folgende Zitat aus einem dieser offenen Briefe von Semmelweis: Und Semmelweis fährt fort: Offenbar als Antwort auf Semmelweis’ Denkbrief schrieb Louis Kugelmann aus Hannover am 10. August 1861: Tod 1865 erkrankte Ignaz Semmelweis an schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in die staatliche Landesirrenanstalt Döbling bei Wien eingeliefert. Einigen Quellen zufolge soll Semmelweis’ Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen sein. Semmelweis hatte wiederholt versucht, seine Kollegen von der Richtigkeit seiner Erkenntnisse schriftlich zu überzeugen, dennoch war ihm fast nur Ablehnung entgegengeschlagen, wie auch schon um 1850 von seinem ehemaligen Vorgesetzten am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Johann Klein (1788–1856), in dessen pathologischem Institut Semmelweis später obduziert wurde. Der Biograf Fritz Schürer von Waldheim schrieb 1905: Lobend erwähnt hatte Semmelweis diesbezüglich nur die Professoren Michaelis in Kiel und Lange in Heidelberg. Aus seiner Konversation in Briefen sind einzelne weitere bekannt, die ihm zumindest zugeneigt waren. Am 13. August 1865, zwei Wochen nach seiner Einweisung in Döbling, starb Ignaz Semmelweis – den damaligen Obduktionsberichten zufolge – mit 47 Jahren infolge einer kleinen Verletzung, die er sich durch eine eigene Schnittverletzung bei seinen Sektionen zugezogen habe, an einer Blutvergiftung. Eine ganz ähnliche Vermutung (gestorben „an Pyämie, wahrscheinlich in Folge einer Verwundung bei einer Operation“) wurde damals in der medizinischen Fachliteratur geäußert. Anderen Berichten zufolge sei dies stattdessen bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal bzw. zumindest innerhalb des Klinikaufenthalts erfolgt. So habe der Kinderarzt Janós Bókai, der 1865 einen Bericht über Semmelweis’ vorherigen Zustand verfasste, laut dem Gynäkologen und Medizinhistoriker Georg Silló-Seidl, welcher die ursprünglichen Klinikunterlagen im Archiv der Wiener Gesundheitsbehörde recherchierte, von einer vorherigen Verletzung nichts erwähnt, obwohl diese, wie behauptet, bereits zuvor entzündet gewesen sei. Laut Silló-Seidl gab es diverse weitere Ungereimtheiten. Da 1963 bei einer Exhumierung der sterblichen Überreste Semmelweis’ multiple Frakturen an Händen, Armen und am linken Brustkorb festgestellt wurden, erscheint die Aktennotiz der Klinik, in der stattdessen Gehirnlähmung als sein Sterbegrund genannt wurde, umso dubioser. Überlegungen zufolge, u. a. vom amerikanischen Semmelweis-Biografen Sherwin Nuland, sollen Pfleger Semmelweis auf dem Anstaltshof geschlagen haben und auf ihm herumgetrampelt sein. Ignaz Semmelweis wurde zunächst am 15. August auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt. Nachdem dieser aufgelassen worden war, begrub man die sterblichen Überreste im Grab seiner Eltern auf dem Budapester Kerepesi temető. 1963 überführte man sie in sein Geburtshaus, das heute das Semmelweis-Museum für Medizingeschichte ist. Semmelweis hinterließ Frau und drei Kinder. Nachrufe waren kärglich und knapp. Eine Würdigung seines Lebenswerks fand sich lediglich in der Fachzeitschrift Orvosi Hetilap, in der Semmelweis, noch bevor er sein Buch verfasste, einige seiner Vorträge in ungarischer Sprache veröffentlicht hatte. Immerhin widmete ihm die Wiener Medizinische Wochenschrift einen kurzen Nachruf: „Dienstag wurde Professor Semmelweis begraben. Viele Professoren, Primarärzte etc. folgten seinem Sarge, und geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Verstorbene war erst 47 Jahre alt, und hinterlässt eine trauernde Witwe, und drei unmündige Kinder. Ruhe seiner Asche.“ Semmelweis’ Bedeutung wurde lange Zeit nicht erkannt. Erst 1882 erhielt er durch die Biografie von Alfred Hegar die erste öffentliche Anerkennung. Seine Biografen, deren Bücher meist zu Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, setzten sich häufig mit drastischen, sehr klaren Worten für ihn ein. Im Hauptgebäude der Anstalt in Wien-Döbling ist seit 1991 das Bezirksgericht Döbling untergebracht. Auf dem ehemaligen Gelände der Anstalt befindet sich der Neubau eines Seniorenheimes. Nachwirkung Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827–1912) im Jahr 1867 demonstrierte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein drastischer Rückgang der Operationsmortalität erreicht. Oft wird die Asepsis ihm zugeschrieben, obwohl er seine Erkenntnisse aus denen von Semmelweis gezogen hatte. Eine Ärztegeneration später setzte sich die Umsetzung von Hygienemaßnahmen bei Frauen im Kindbett durch, und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Semmelweis’ Erkenntnissen gewahr. Der im englischen Sprachraum bekannte Begriff Semmelweis-Reflex beschreibt die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“. In vielen Fällen habe die wissenschaftliche Leistung dann eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge. Die Begriffsbildung wird dem amerikanischen Autor Robert Anton Wilson zugeschrieben. 1993 wurde der Asteroid (4170) Semmelweis nach ihm benannt. Darüber hinaus tragen die Semmelweis-Universität in Budapest und die Semmelweis-Frauenklinik in Wien seinen Namen. Im ehemaligen Bezirkskrankenhaus Brandenburg an der Havel, heute Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, befand sich rechts neben dem Eingang zum alten Kreißsaal eine Büste von Ignaz Semmelweis. Mit dem Abriss des Gebäudetrakts und dem Umzug des Kreißsaals in den Neubau West verschwand diese Büste. Am 20. Februar 2019 wurde an der Medizinischen Universität Wien eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest. Die Enthüllung erfolgte in Anwesenheit von János Áder, Ernst Woller sowie der Rektoren beider Universitäten, Béla Merkely und Markus Müller. Die Statue wurde vom ungarischen Künstler Péter Párkányi Raab geschaffen. Die Bundesregierung Österreichs plant ab dem Studienjahr 2022/23 den Aufbau eines universitätsübergreifenden Ignaz-Semmelweis-Instituts (ISI) und schafft dafür bis zu 30 neue Professuren. Dieses Institut für Infektionsfragen soll sowohl Forschung betreiben als auch als Ansprechpartner für die Politik fungieren. Das Kooperationszentrum soll als Zusammenarbeit der MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck, JKU Linz und der VetMedUni Wien entstehen. Die Klientel Die Geburtshilfe genoss als medizinisches Fachgebiet ein geringes Ansehen. Geburtshilfliche Abteilungen lagen häufig in alten, desolaten Kliniktrakten mit Blick zum Hof oder zum Leichenhaus. Die Einrichtungen und hygienischen Verhältnisse waren extrem primitiv, teilweise auch, weil die Verbindung zwischen Hygiene und Infektionsgefahren nicht bekannt war. Leider fehlen demographische Daten der Patientinnen zu Status, Herkunft, Familienstand usw. in den Statistiken. Aus den vorliegenden Schriften geht lediglich hervor, dass ein Großteil der Patientinnen aus ärmlichen Verhältnissen stammte und keine Lobby hatte. Persönlichkeit Einflussreiche Ärzte sprachen für ihn, ihnen unterliefen aber kleine Fehler, die Semmelweis nicht korrigierte und die ihn angreifbar machten. Sein erster kollegialer Unterstützer war Gustav Adolf Michaelis, der als erster Geburtshelfer die Entdeckung erprobte und Semmelweis Recht gab. Außer einigen Briefen, die Semmelweis mit der Bitte um Prüfung an den Professor der Geburtshilfe in Kiel sandte, nahm Semmelweis trotz vieler Ersuchen und Möglichkeiten weder schriftlich noch mündlich Stellung. Öffentlich trat er erst ab Mitte 1850 in Wien auf. Seine Biografen erklären dies mit mangelhafter Schulbildung und der damit verbundenen Angst vor dem Sprechen und Schreiben. Semmelweis machte grammatikalische und orthographische Fehler und sprach Dialekt. Semmelweis wird als bescheiden und anspruchslos, als guter Gesellschafter, von kindlich-naiver Denkungsart und vertrauensvoll beschrieben, der aber sehr entschieden auf Gemeinheiten reagierte (Alfred Hegar, 1882). Seine spätere Verbitterung und zunehmende psychische Veränderung – Aggressivität, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unbeherrschtheit – werden häufig als Grund für das Scheitern seiner Ideen angenommen. Alwin Schönberger beschrieb seine Krankheit: „Er wurde zunehmend impulsiv, jähzornig und reizbar, er tobte, fluchte und beschimpfte Kollegen, hatte andererseits Phasen der Apathie und Antriebslosigkeit, vernachlässigte sein Äußeres, witterte überall Feinde, Neider und Intriganten. Forscher vermuten heute eine fortschreitende Erkrankung als Ursache. Die Symptome könnten zu einer Neurosyphilis passen, die nicht mit körperlichem Verfall einherging, aber mit einer dramatischen Veränderung des Charakters.“ Stand der Forschung Die Resonanz auf seine These war anfänglich relativ groß, die Revolution von 1848 lenkte das Interesse jedoch auf andere Bereiche. Ihr Scheitern stärkte dann die Reaktion und damit die althergebrachte Ordnung. Die deutschen und österreichischen Lehrbücher der Geburtshilfe ignorierten Semmelweis und vertraten weiterhin alte Lehren. Vereinzelt wurden Chlorwaschungen eingeführt, ohne dass die zuständigen Professoren sich wissenschaftlich zur Desinfizierung bekannten. Ein größeres Hindernis für die Verbreitung und Annahme seiner Theorie war aber nicht die Ignoranz, sondern die nachlässige Durchführung der Chlorwaschungen, deren mangelhafter Erfolg als Widerlegung der Semmelweisschen These angesehen wurde. Im In- und Ausland wurden Semmelweis’ Erkenntnisse nicht akzeptiert. Führende Ärzte standen ihm kritisch und ablehnend gegenüber. Der Stand der Forschung war ein anderer, die Theorie der Wundkrankheiten hatte durch Rudolf Virchow eine andere Erklärungsbasis gefunden. Für das Kindbettfieber machte dieser vor allem Witterungsverhältnisse und Erkrankungen verantwortlich. Schriften (Auswahl) Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni. Pest 1861 (online). Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers. 1861 (). Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis. Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen 1862 (online). Tiberius von Györy (Hrsg.): Semmelweis’ gesammelte Werke. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0692-5. Literatur Sachbuch Paul de Kruif: Kämpfer für das Leben. Ruhmestaten großer Naturforscher und Ärzte. Verlag des Druckhauses Tempelhof, Berlin 1951. György Gortvay: Semmelweis, Retter der Mütter. Hirzel, Leipzig 1977. Louis-Ferdinand Céline: Leben und Werk Philipp des Ignaz Semmelweis (1818–1865). Edition Age d’Homme, Wien 1980, ISBN 3-85418-004-7. Georg Silló-Seidl: Die Wahrheit über Semmelweis. Semmelweis, Hoya 1984, ISBN 3-925524-22-3. István Benedek: Ignaz Philipp Semmelweis (1818–1865). Böhlau, Wien 1985, ISBN 3-205-00537-6. Georg Silló-Seidl: Die Affaire Semmelweis. Herold, Wien 1985, ISBN 3-7008-0303-6. Sherwin B. Nuland: Ignaz Semmelweis. Arzt und großer Entdecker. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04825-0. Karl Semmelweis: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. Eigenverlag, Eisenstadt 2007. Sabine Fellner, Katrin Unterreiner: Medizin in Wien: Semmelweis, Billroth und Co. Metro, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-601-3. Hermann Baum: Ignaz Semmelweis: seine Mutter und ihre Vorfahren. Grin, München 2015, ISBN 978-3-656-89784-2. Fachliteratur Erna Lesky: Ignaz Philipp Semmelweis und die Wiener Medizinische Schule. Wien 1964 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 245, Band 1965, 3. Abhandlung). K. C. Carter, S. Abbott, J. L. Siebach: Five documents relating to the final illness and death of Ignaz Semmelweis. In: Bulletin of the history of medicine. Band 69, Nummer 2, 1995, S. 255–270. PMID 7613067. K. A. Sepkowitz: Cassandra and Ignaz Semmelweis. In: International Journal of Infectious Diseases, 1/1996, S. 57–58. J. Lange: Ignaz Semmelweis – “Savior of Mothers”. Long fight for recognition. In: Fortschritte der Medizin. Band 115, Nummer 33, November 1997, S. 60, PMID 9480285. V. Jay: Ignaz Semmelweis and the conquest of puerperal sepsis. In: Archives of Pathology & Laboratory Medicine, Band 123, Nummer 7, Juli 1999, S. 561–562, . PMID 10388906. M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Quality & safety in health care. Band 13, Nummer 3, Juni 2004, S. 233–234, doi:10.1136/qhc.13.3.233. PMID 15175497. . M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Qual Saf Health Care., 13/2004, S. 233–4. PMID 15175497. D. Gilles: Hempelian and Kuhnian Approaches in the Philosophy of Medicine: the Semmelweis Case (PDF; 210 kB). In: Studies in History and Philosophy of Science Part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 36/2005, , S. 159–181. Belletristik Hans José Rehfisch: Doktor Semmelweis. In: Ders.: Sieben Dramen. Desch, München 1961. Filme 1938: That Mothers Might Live, USA MGM, Regie Fred Zinnemann, Oscar für den besten Kurzfilm 1940: Semmelweis, Ungarn Mester Film, Regie André De Toth 1950: Semmelweis – Retter der Mütter, DDR DEFA, Regie Georg C. Klaren 1980: Semmelweis, Italien RAI, Regie Gianfranco Bettetini 1987: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen, BRD/Österreich ZDF/ORF, Regie Michael Verhoeven 1994: Semmelweis, Niederlande Humanistische Omroep Stichting, Regie Floor Maas 1995: Docteur Semmelweis, Frankreich/Polen, Regie Roger Andrieux 2001: Semmelweis (Kurzfilm), USA/Österreich Belvedere Film, Regie Jim Berry Drama/Schauspiele Jens Bjørneboe: Semmelweis. Gyldendal Norsk Forlag / Gyldendals moderne skuespillserie, Oslo 1968. Popkultur Fatoni: Semmelweisreflex – 2015: Yo, Picasso (mit Dexter, WSP Records / Universal Music Group) Weblinks Einzelnachweise Gynäkologe, Geburtshelfer Hygieniker Mediziner (19. Jahrhundert) Person als Namensgeber für einen Asteroiden Hochschullehrer (Semmelweis-Universität) Person (Kaisertum Österreich) Ungarndeutscher Ungar Geboren 1818 Gestorben 1865 Mann
Royal Textile shop wholesale mark / Primaviera Deluxe "; htmlText = 'An error has occurred. 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Wer war Ignaz Philipp Semmelweis?
Ignaz Philipp Semmelweis (; * 1. Juli 1818 im Teilbezirk Tabán von Buda, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 13. August 1865 in Oberdöbling bei Wien, Kaisertum Österreich) war ein Chirurg und Geburtshelfer. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien. Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin. Leben Jugend und Laufbahn Ignaz Semmelweis wurde 1818 als fünftes Kind des Spezial- und Kolonialwaren-Großhändlers Josef Semmelweis (1778–1846) und der aus wohlhabendem Hause stammenden Theresa geb. Müller (1789–1844) im Teilbezirk Tabán in Buda geboren. Seine Eltern legten großen Wert auf eine gute Schulausbildung ihrer Kinder, da sie dadurch in die maßgeblichen gesellschaftlichen Schichten der heimischen Intelligenz aufsteigen konnten. Der Vater ließ alle Söhne im erzbischöflichen Gymnasium von Buda einschreiben. Nach dem Besuch der Elementarschule in Buda ging Ignaz auf das Piaristen-Gymnasium am St.-Niklas-Turm. Anschließend absolvierte er ein Jahr das Gymnasium in Stuhlweißenburg. Ursprünglich sollte er Militäranwalt werden, weshalb er von 1835 bis 1837 Philosophie und Jura an der Universität Pest studierte. 1837 kam er nach Wien, um Rechtswissenschaft zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin, setzte das Studium 1839 bis 1840 in Pest und ab 1841 wiederum in Wien fort. 1844 schloss er das Studium mit dem Magister der Geburtshilfe und im gleichen Jahr mit der Promotion zum Dr. med. ab. Seine Dissertation (Tractatus de vita plantarum „Über das Leben der Pflanzen“) behandelte die damals populäre Theorie des Vitalismus. Sie wurde durch die von ihm selbst schon bald (1847/48) verlangte Einführung einer systematisch vorgehenden klinischen Beobachtung, die ihn zum Mitbegründer der evidenzbasierten Medizin machte, allmählich als unwissenschaftlich verdrängt. 1845 folgte die Promotion zum Doktor der Chirurgie. Anschließend begann er an der Brustambulanz von Josef Skoda (1805–1881) und in der von Ferdinand von Hebra (1816–1880) geleiteten Ausschlagabteilung des von Kaiser Joseph II. gegründeten k.k. allgemeinen Krankenhauses zu arbeiten. Hier erlernte er Skodas Methode der Diagnose durch Ausschließen („diagnosis per exclusionem“) und die wissenschaftliche Arbeit mit statistischen Instrumenten. Im Institut für pathologische Anatomie unter der Leitung von Carl von Rokitansky (1804–1878) erstellte er Befunde an Frauenleichen. Assistenzarzt in Wien 1846 wurde Semmelweis Assistenzarzt in der geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Gefördert von namhaften Ärzten, wurde er Assistent von Prof. Johann Klein (1788–1856), Leiter der 1. geburtshilflichen Klinik, unter dessen Leitung die Letalitätsrate zwischen 5 und 15 Prozent betrug; teilweise reichte sie in Kliniken sogar bis zu 30 Prozent. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die durch das Kindbettfieber bedingte Sterblichkeit von Müttern nach der Entbindung wesentlich höher lag als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet und keine Leichensektionen vorgenommen wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür herausfinden und untersuchte die Mütter daher noch gründlicher. Doch gerade durch diese Bemühungen stieg die Zahl der Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich schließlich weigerten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinen Tagebuchaufzeichnungen starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Ein Kind auf die Welt zu bringen, war demnach also ebenso gefährlich, wie an einer Lungenentzündung zu erkranken. Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803–1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb – einer Krankheit, die einen ähnlichen Verlauf zeigte wie das Kindbettfieber –, glaubte Semmelweis, die Ursache für die Erkrankung benennen zu können: Die Mediziner und die Studenten führten täglich klinische Sektionen an den Leichen der Patientinnen durch, die zuvor am Kindbettfieber verstorben waren. Anschließend gingen sie „mit an der Hand klebenden Cadavertheilen“ zu den Gebärenden und wuschen sich die Hände mit Seife (oder in einzelnen Fällen überhaupt nicht), desinfizierten sie jedoch nicht. Mit diesen Händen untersuchten sie Frauen während der Entbindung und übertrugen infektiöses Material. Die eigentliche Ursache der Infektion – die Übertragung von Bakterien, die normalerweise massenhaft auf den Händen vorhanden sind – war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen nicht mit Leichen in Berührung und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch. In den Jahren 1847 bis 1848 fertigte er gezielt eine Studie unter dem Titel Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers an. Im Ergebnis dieser Studie wies Ignaz Semmelweis seine Studenten an, nach Leichensektionen die Hände und Instrumente mit Chlorlösung, später mit dem billigeren Chlorkalk zu desinfizieren – wie sich herausstellte, eine wirkungsvolle Maßnahme, da die Sterblichkeitsrate in nur wenigen Monaten von 12,3 auf 2 bis 3 Prozent sank. Als trotzdem noch einmal zwölf Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache zunächst das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet worden war, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen, sondern auch von lebenden Personen ausgehen konnte. So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung zu desinfizieren seien. Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 Prozent zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag. Trotz dieses Erfolgs wurden die Arbeiten von Semmelweis lange Zeit, vor allem von führenden Medizinern wie Anton von Rosas (1791–1855), Rudolf Virchow (1821–1902), Eduard Kaspar Jakob von Siebold (1801–1861), Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (1821–1891), James Young Simpson (1811–1870) und Weiteren, nicht anerkannt. Viele Ärzte und auch seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig und wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Einige Ärzte, wie Gustav Adolf Michaelis, veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner feindeten Semmelweis stark an und bezeichneten ihn als „Nestbeschmutzer“. Unterstützung fand er mit seiner Theorie bei namhaften Vertretern der Wiener Medizinischen Fakultät wie Skoda, Rokitansky und Hebra. Ferdinand von Hebra hatte Semmelweis sogar gedrängt, seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu veröffentlichen. Als er dies jedoch nicht tat, übernahm von Hebra selbst die Aufgabe. Die Gegner von Semmelweis verhinderten 1849 die Verlängerung seiner Assistenzarzttätigkeit, sodass er im März 1849 aus dem Dienst des Krankenhauses ausschied. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Mitglied der k. k. Gesellschaft der Ärzte gewählt. Hier wurde die angeregte Bildung einer Kommission zur Prüfung der Semmelweisschen Thesen mit Mehrheitsbeschluss angenommen, allerdings auf Betreiben seines ehemaligen Chefs in Wien, Professor Klein, dann ministeriell abgelehnt. Erst am 15. März 1850 präsentierte Semmelweis seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte. Professor in Pest Aufgrund weiterer Anfeindungen und Intrigen von Kollegen, wie Johann Klein oder Anton von Rosas, wurde Ignaz Semmelweis 1850 nur zum Privatdozenten für theoretische Geburtshilfe mit Übungen am Phantom ernannt. Über diese Einschränkung reagierte er dermaßen erbost, dass er nur fünf Tage nach seiner Ernennung Wien verließ und nach Pest übersiedelte. Hier eröffnete er eine Privatpraxis. Daneben arbeitete er als unbesoldeter Primararzt auf der Entbindungsstation des St.-Rochus-Spitals in Pest. Ab 1851 war Semmelweis Leiter der Geburtshilfeabteilung in Pest, ab 1855 Professor für theoretische und praktische Geburtshilfe sowie als Hebammenlehrer an der dortigen Universität, der heute nach ihm benannten Semmelweis-Universität. 1857 lehnte er die Berufung auf eine Professur nach Zürich ab. In Pest jedoch beschäftigte er sich auch mit der operativen Gynäkologie, hier führte er erstmals eine OP am Eierstock durch. Zwar veröffentlichte er seine Arbeitsergebnisse im ärztlichen Wochenblatt „Orvosi Hetilap“. Da dieses Blatt jedoch nur eine geringe Verbreitung hatte, war dieser Veröffentlichung keine große Wirksamkeit beschieden. Daher konnte Semmelweis mit solchen Aktivitäten seinen internationalen Widersachern nicht Paroli bieten. Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er dann bis 1860 in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Dem mit 500 Seiten zwar sehr umfangreichen, aber ungeschickt präsentierten und zudem sprachlich nicht elaborierten Buch blieb der Erfolg versagt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn (Semmelweis selbst nennt die Professoren Michaelis aus Kiel und Wilhelm Lange aus Heidelberg, aber auch Hebra, Škoda und von Rokitansky machten sich für ihn stark), da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Vielmehr wurde von vielen das Kindbettfieber beispielsweise auf schlechte Luft, das Ausbleiben der Menstruation oder einen Milchstau zurückgeführt. Da er immer wieder auf Ablehnung in Teilen der Ärzteschaft hinsichtlich der von ihm empfohlenen Desinfektionsmethoden stieß, ging er ab etwa 1861 dazu über, offene Briefe – zuerst an die ärgsten Widersacher, an Scanzoni, Späth und v. Siebold, dann später an alle Professoren im Bereich der Geburtshilfe – zu versenden. In diesen Briefen drohte er, die Uneinsichtigen öffentlich zu entlarven, wenn sie seine Verhaltensregeln nicht umsetzen. Dass es ihm dabei nicht immer gelang, diplomatisch die richtigen Worte zu wählen, verdeutlicht das folgende Zitat aus einem dieser offenen Briefe von Semmelweis: Und Semmelweis fährt fort: Offenbar als Antwort auf Semmelweis’ Denkbrief schrieb Louis Kugelmann aus Hannover am 10. August 1861: Tod 1865 erkrankte Ignaz Semmelweis an schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in die staatliche Landesirrenanstalt Döbling bei Wien eingeliefert. Einigen Quellen zufolge soll Semmelweis’ Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen sein. Semmelweis hatte wiederholt versucht, seine Kollegen von der Richtigkeit seiner Erkenntnisse schriftlich zu überzeugen, dennoch war ihm fast nur Ablehnung entgegengeschlagen, wie auch schon um 1850 von seinem ehemaligen Vorgesetzten am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Johann Klein (1788–1856), in dessen pathologischem Institut Semmelweis später obduziert wurde. Der Biograf Fritz Schürer von Waldheim schrieb 1905: Lobend erwähnt hatte Semmelweis diesbezüglich nur die Professoren Michaelis in Kiel und Lange in Heidelberg. Aus seiner Konversation in Briefen sind einzelne weitere bekannt, die ihm zumindest zugeneigt waren. Am 13. August 1865, zwei Wochen nach seiner Einweisung in Döbling, starb Ignaz Semmelweis – den damaligen Obduktionsberichten zufolge – mit 47 Jahren infolge einer kleinen Verletzung, die er sich durch eine eigene Schnittverletzung bei seinen Sektionen zugezogen habe, an einer Blutvergiftung. Eine ganz ähnliche Vermutung (gestorben „an Pyämie, wahrscheinlich in Folge einer Verwundung bei einer Operation“) wurde damals in der medizinischen Fachliteratur geäußert. Anderen Berichten zufolge sei dies stattdessen bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal bzw. zumindest innerhalb des Klinikaufenthalts erfolgt. So habe der Kinderarzt Janós Bókai, der 1865 einen Bericht über Semmelweis’ vorherigen Zustand verfasste, laut dem Gynäkologen und Medizinhistoriker Georg Silló-Seidl, welcher die ursprünglichen Klinikunterlagen im Archiv der Wiener Gesundheitsbehörde recherchierte, von einer vorherigen Verletzung nichts erwähnt, obwohl diese, wie behauptet, bereits zuvor entzündet gewesen sei. Laut Silló-Seidl gab es diverse weitere Ungereimtheiten. Da 1963 bei einer Exhumierung der sterblichen Überreste Semmelweis’ multiple Frakturen an Händen, Armen und am linken Brustkorb festgestellt wurden, erscheint die Aktennotiz der Klinik, in der stattdessen Gehirnlähmung als sein Sterbegrund genannt wurde, umso dubioser. Überlegungen zufolge, u. a. vom amerikanischen Semmelweis-Biografen Sherwin Nuland, sollen Pfleger Semmelweis auf dem Anstaltshof geschlagen haben und auf ihm herumgetrampelt sein. Ignaz Semmelweis wurde zunächst am 15. August auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt. Nachdem dieser aufgelassen worden war, begrub man die sterblichen Überreste im Grab seiner Eltern auf dem Budapester Kerepesi temető. 1963 überführte man sie in sein Geburtshaus, das heute das Semmelweis-Museum für Medizingeschichte ist. Semmelweis hinterließ Frau und drei Kinder. Nachrufe waren kärglich und knapp. Eine Würdigung seines Lebenswerks fand sich lediglich in der Fachzeitschrift Orvosi Hetilap, in der Semmelweis, noch bevor er sein Buch verfasste, einige seiner Vorträge in ungarischer Sprache veröffentlicht hatte. Immerhin widmete ihm die Wiener Medizinische Wochenschrift einen kurzen Nachruf: „Dienstag wurde Professor Semmelweis begraben. Viele Professoren, Primarärzte etc. folgten seinem Sarge, und geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Verstorbene war erst 47 Jahre alt, und hinterlässt eine trauernde Witwe, und drei unmündige Kinder. Ruhe seiner Asche.“ Semmelweis’ Bedeutung wurde lange Zeit nicht erkannt. Erst 1882 erhielt er durch die Biografie von Alfred Hegar die erste öffentliche Anerkennung. Seine Biografen, deren Bücher meist zu Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, setzten sich häufig mit drastischen, sehr klaren Worten für ihn ein. Im Hauptgebäude der Anstalt in Wien-Döbling ist seit 1991 das Bezirksgericht Döbling untergebracht. Auf dem ehemaligen Gelände der Anstalt befindet sich der Neubau eines Seniorenheimes. Nachwirkung Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827–1912) im Jahr 1867 demonstrierte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein drastischer Rückgang der Operationsmortalität erreicht. Oft wird die Asepsis ihm zugeschrieben, obwohl er seine Erkenntnisse aus denen von Semmelweis gezogen hatte. Eine Ärztegeneration später setzte sich die Umsetzung von Hygienemaßnahmen bei Frauen im Kindbett durch, und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Semmelweis’ Erkenntnissen gewahr. Der im englischen Sprachraum bekannte Begriff Semmelweis-Reflex beschreibt die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“. In vielen Fällen habe die wissenschaftliche Leistung dann eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge. Die Begriffsbildung wird dem amerikanischen Autor Robert Anton Wilson zugeschrieben. 1993 wurde der Asteroid (4170) Semmelweis nach ihm benannt. Darüber hinaus tragen die Semmelweis-Universität in Budapest und die Semmelweis-Frauenklinik in Wien seinen Namen. Im ehemaligen Bezirkskrankenhaus Brandenburg an der Havel, heute Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, befand sich rechts neben dem Eingang zum alten Kreißsaal eine Büste von Ignaz Semmelweis. Mit dem Abriss des Gebäudetrakts und dem Umzug des Kreißsaals in den Neubau West verschwand diese Büste. Am 20. Februar 2019 wurde an der Medizinischen Universität Wien eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest. Die Enthüllung erfolgte in Anwesenheit von János Áder, Ernst Woller sowie der Rektoren beider Universitäten, Béla Merkely und Markus Müller. Die Statue wurde vom ungarischen Künstler Péter Párkányi Raab geschaffen. Die Bundesregierung Österreichs plant ab dem Studienjahr 2022/23 den Aufbau eines universitätsübergreifenden Ignaz-Semmelweis-Instituts (ISI) und schafft dafür bis zu 30 neue Professuren. Dieses Institut für Infektionsfragen soll sowohl Forschung betreiben als auch als Ansprechpartner für die Politik fungieren. Das Kooperationszentrum soll als Zusammenarbeit der MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck, JKU Linz und der VetMedUni Wien entstehen. Die Klientel Die Geburtshilfe genoss als medizinisches Fachgebiet ein geringes Ansehen. Geburtshilfliche Abteilungen lagen häufig in alten, desolaten Kliniktrakten mit Blick zum Hof oder zum Leichenhaus. Die Einrichtungen und hygienischen Verhältnisse waren extrem primitiv, teilweise auch, weil die Verbindung zwischen Hygiene und Infektionsgefahren nicht bekannt war. Leider fehlen demographische Daten der Patientinnen zu Status, Herkunft, Familienstand usw. in den Statistiken. Aus den vorliegenden Schriften geht lediglich hervor, dass ein Großteil der Patientinnen aus ärmlichen Verhältnissen stammte und keine Lobby hatte. Persönlichkeit Einflussreiche Ärzte sprachen für ihn, ihnen unterliefen aber kleine Fehler, die Semmelweis nicht korrigierte und die ihn angreifbar machten. Sein erster kollegialer Unterstützer war Gustav Adolf Michaelis, der als erster Geburtshelfer die Entdeckung erprobte und Semmelweis Recht gab. Außer einigen Briefen, die Semmelweis mit der Bitte um Prüfung an den Professor der Geburtshilfe in Kiel sandte, nahm Semmelweis trotz vieler Ersuchen und Möglichkeiten weder schriftlich noch mündlich Stellung. Öffentlich trat er erst ab Mitte 1850 in Wien auf. Seine Biografen erklären dies mit mangelhafter Schulbildung und der damit verbundenen Angst vor dem Sprechen und Schreiben. Semmelweis machte grammatikalische und orthographische Fehler und sprach Dialekt. Semmelweis wird als bescheiden und anspruchslos, als guter Gesellschafter, von kindlich-naiver Denkungsart und vertrauensvoll beschrieben, der aber sehr entschieden auf Gemeinheiten reagierte (Alfred Hegar, 1882). Seine spätere Verbitterung und zunehmende psychische Veränderung – Aggressivität, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unbeherrschtheit – werden häufig als Grund für das Scheitern seiner Ideen angenommen. Alwin Schönberger beschrieb seine Krankheit: „Er wurde zunehmend impulsiv, jähzornig und reizbar, er tobte, fluchte und beschimpfte Kollegen, hatte andererseits Phasen der Apathie und Antriebslosigkeit, vernachlässigte sein Äußeres, witterte überall Feinde, Neider und Intriganten. Forscher vermuten heute eine fortschreitende Erkrankung als Ursache. Die Symptome könnten zu einer Neurosyphilis passen, die nicht mit körperlichem Verfall einherging, aber mit einer dramatischen Veränderung des Charakters.“ Stand der Forschung Die Resonanz auf seine These war anfänglich relativ groß, die Revolution von 1848 lenkte das Interesse jedoch auf andere Bereiche. Ihr Scheitern stärkte dann die Reaktion und damit die althergebrachte Ordnung. Die deutschen und österreichischen Lehrbücher der Geburtshilfe ignorierten Semmelweis und vertraten weiterhin alte Lehren. Vereinzelt wurden Chlorwaschungen eingeführt, ohne dass die zuständigen Professoren sich wissenschaftlich zur Desinfizierung bekannten. Ein größeres Hindernis für die Verbreitung und Annahme seiner Theorie war aber nicht die Ignoranz, sondern die nachlässige Durchführung der Chlorwaschungen, deren mangelhafter Erfolg als Widerlegung der Semmelweisschen These angesehen wurde. Im In- und Ausland wurden Semmelweis’ Erkenntnisse nicht akzeptiert. Führende Ärzte standen ihm kritisch und ablehnend gegenüber. Der Stand der Forschung war ein anderer, die Theorie der Wundkrankheiten hatte durch Rudolf Virchow eine andere Erklärungsbasis gefunden. Für das Kindbettfieber machte dieser vor allem Witterungsverhältnisse und Erkrankungen verantwortlich. Schriften (Auswahl) Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni. Pest 1861 (online). Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers. 1861 (). Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis. Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen 1862 (online). Tiberius von Györy (Hrsg.): Semmelweis’ gesammelte Werke. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0692-5. Literatur Sachbuch Paul de Kruif: Kämpfer für das Leben. Ruhmestaten großer Naturforscher und Ärzte. Verlag des Druckhauses Tempelhof, Berlin 1951. György Gortvay: Semmelweis, Retter der Mütter. Hirzel, Leipzig 1977. Louis-Ferdinand Céline: Leben und Werk Philipp des Ignaz Semmelweis (1818–1865). Edition Age d’Homme, Wien 1980, ISBN 3-85418-004-7. Georg Silló-Seidl: Die Wahrheit über Semmelweis. Semmelweis, Hoya 1984, ISBN 3-925524-22-3. István Benedek: Ignaz Philipp Semmelweis (1818–1865). Böhlau, Wien 1985, ISBN 3-205-00537-6. Georg Silló-Seidl: Die Affaire Semmelweis. Herold, Wien 1985, ISBN 3-7008-0303-6. Sherwin B. Nuland: Ignaz Semmelweis. Arzt und großer Entdecker. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04825-0. Karl Semmelweis: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. Eigenverlag, Eisenstadt 2007. Sabine Fellner, Katrin Unterreiner: Medizin in Wien: Semmelweis, Billroth und Co. Metro, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-601-3. Hermann Baum: Ignaz Semmelweis: seine Mutter und ihre Vorfahren. Grin, München 2015, ISBN 978-3-656-89784-2. Fachliteratur Erna Lesky: Ignaz Philipp Semmelweis und die Wiener Medizinische Schule. Wien 1964 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 245, Band 1965, 3. Abhandlung). K. C. Carter, S. Abbott, J. L. Siebach: Five documents relating to the final illness and death of Ignaz Semmelweis. In: Bulletin of the history of medicine. Band 69, Nummer 2, 1995, S. 255–270. PMID 7613067. K. A. Sepkowitz: Cassandra and Ignaz Semmelweis. In: International Journal of Infectious Diseases, 1/1996, S. 57–58. J. Lange: Ignaz Semmelweis – “Savior of Mothers”. Long fight for recognition. In: Fortschritte der Medizin. Band 115, Nummer 33, November 1997, S. 60, PMID 9480285. V. Jay: Ignaz Semmelweis and the conquest of puerperal sepsis. In: Archives of Pathology & Laboratory Medicine, Band 123, Nummer 7, Juli 1999, S. 561–562, . PMID 10388906. M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Quality & safety in health care. Band 13, Nummer 3, Juni 2004, S. 233–234, doi:10.1136/qhc.13.3.233. PMID 15175497. . M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Qual Saf Health Care., 13/2004, S. 233–4. PMID 15175497. D. Gilles: Hempelian and Kuhnian Approaches in the Philosophy of Medicine: the Semmelweis Case (PDF; 210 kB). In: Studies in History and Philosophy of Science Part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 36/2005, , S. 159–181. Belletristik Hans José Rehfisch: Doktor Semmelweis. In: Ders.: Sieben Dramen. Desch, München 1961. Filme 1938: That Mothers Might Live, USA MGM, Regie Fred Zinnemann, Oscar für den besten Kurzfilm 1940: Semmelweis, Ungarn Mester Film, Regie André De Toth 1950: Semmelweis – Retter der Mütter, DDR DEFA, Regie Georg C. Klaren 1980: Semmelweis, Italien RAI, Regie Gianfranco Bettetini 1987: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen, BRD/Österreich ZDF/ORF, Regie Michael Verhoeven 1994: Semmelweis, Niederlande Humanistische Omroep Stichting, Regie Floor Maas 1995: Docteur Semmelweis, Frankreich/Polen, Regie Roger Andrieux 2001: Semmelweis (Kurzfilm), USA/Österreich Belvedere Film, Regie Jim Berry Drama/Schauspiele Jens Bjørneboe: Semmelweis. Gyldendal Norsk Forlag / Gyldendals moderne skuespillserie, Oslo 1968. Popkultur Fatoni: Semmelweisreflex – 2015: Yo, Picasso (mit Dexter, WSP Records / Universal Music Group) Weblinks Einzelnachweise Gynäkologe, Geburtshelfer Hygieniker Mediziner (19. Jahrhundert) Person als Namensgeber für einen Asteroiden Hochschullehrer (Semmelweis-Universität) Person (Kaisertum Österreich) Ungarndeutscher Ungar Geboren 1818 Gestorben 1865 Mann
Isais: Unterschied zwischen den Versionen – ThuleTempel Isais: Unterschied zwischen den Versionen Version vom 4. Januar 2017, 21:31 Uhr (Quelltext anzeigen) K (→‎Deutsch-Germanische Isais) Aktuelle Version vom 10. März 2020, 14:48 Uhr (Quelltext anzeigen) Aktuelle Version vom 10. März 2020, 14:48 Uhr 1 Andere Bezeichnungen 4.1 Assyrische Isais 4.2 Phönizische Isais 4.3 Griechische Isais 4.4 Deutsch-Germanische Isais 5 Von Isais geoffenbarte Texte Isaria, Isaie, Isaiet zweifache Isais - jeweils mit dem magischen Stein Ilua. Isais ist nicht Leitgestalt irgendeiner Religionsgemeinschaft oder Sekte. In keinem Schlosspark stehen Marmorstatuen von ihr und keine antike Tempelruine zeugt von ihrer Verehrung. Überdies ist ihre Geschichte so vage überliefert, dass kaum Ersthandquellen zur Verfügung stehen. Anscheinend hat sie in dieser Welt nur wenige Spuren hinterlassen. Daher ist Isais als Wesenheit schwer zu erfassen. Während sie manchmal wie eine alte Göttin (besser gesagt Großengel) erscheint, handelt es sich wohl eher um eine Dämonin. Wie bereits unter „Kuthagracht“ erwähnt ist der Begriff „Dämon“ in der Ilu-Lehre generell nicht negativ belegt. Viel mehr sind die Dämonen vollkommen unabhängige Wesen und besonders aktive Gegner der Höllengeister. Die Verehrung der Isais wird um das dritte/vierte Jahrhundert erstmals in den griechisch-gnostischen Isais-Bünden greifbar. Eine herausragende Stellung nahm sie auch bei den Geheimwissenschaftlichen Templern, dem Ordo Bucintoro und der Vril-Gesellschaft ein. Eine eventuelle Identität mit Istara kann nach wie vor nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden, ist aber unwahrscheinlich. Ohnehin wird sie im Gegensatz zur fraulichen Erscheinung der Istara eher als „mädchenhaft“ geschildert. Von den Herren vom Schwarzen Stein ist die Geschichte „Isais Höllenreise“ überliefert. Demnach gelang es den Teufeln Schaddais vor langer Zeit den magischen Stein Ilua aus Mittelreich zu stehlen. Isais wurde beauftragt den Stein zurückzuholen, denn aufgrund ihrer Herkunft aus dem Dämonenreich konnte nur sie in die Hölle eindringen. Als Knabe verkleidet schlich sie in den Thronsaal Schaddais und gewann letztendlich den Stein zurück. Diesen brachte sie später zu den D.H.v.S.S., denen sie über Jahre hinweg erschien. Mehrfache Beschreibungen gibt es über das Phänomen, dass die Haarfarbe der Isais sich unter freiem Himmel mit dem Tageslauf kontinuierlich von Hellblond über Rot und Braun bis zu Schwarz wandeln konnte. Über das Wesen der „Göttin“ Isais schrieb einmal der Gnosis-Forscher Leisegang in einer Skizze, sie gleiche einem anmutigen jungen Mädchen, dass sich bevorzugt in Knabenkleidung zeige und ein wenig der „weibliche Till Eulenspiegel“ einer anderen Weltensphäre sei. Dies trifft die Persönlichkeit der Isais bestimmt recht gut. Isais hat die Knabenverkleidung ursprünglich um eines bestimmten Abenteuers (Isais Höllenreise) willen angenommen. Ihr Eulenspiegel-hafter Aspekt wird besonders beim Studium von mythologisch weniger bedeutsamen Texten deutlich, die bisher nicht für die Veröffentlichung aufbereitet worden sind. Isais ist also keine strenge „Göttin“. Nichts an ihr ist herrisch oder gar furchterregend. Sie scheint auch eher mädchenhaft als eigentlich fraulich. Isais ist keine Ischtar oder Aphrodite. Ihre Faszination geht aber wohl gerade von dieser beinahe menschnahen Lebhaftigkeit aus, aber sicherlich auch von der rein äußerlich hübschen, jedoch nicht übermäßig erhabenen, Erscheinung, die es den Menschen leicht macht, eine Beziehung zu dieser Wesenheit zu entwickeln. Der geschichtliche Hintergrund der Isais – oder Isaie – ist nicht ganz einfach zu erfassen. Die überlieferten Zeugnisse sind spärlich gesät und überdies häufig bruchstückhaft. Das erste kann als Indiz für eine nur geringfügige Bedeutung dieser „Göttin“ gewertet werden – das zweite hingegen könnte bezeugen, dass seit jeher eine besonders geheimnisvolle Bewandtnis mit ihr verbunden war. Wo immer die „Göttin“ Isais in Erscheinung tritt, sind auch Geheimbünde mit im Spiel. Dies erleichtert die Suche nach den Quellen naturgemäß nicht. Assyrische Isais Erstmals belegbar wird eine „Göttin“ Isa-Is als persönliche Schutzgöttin Teglath Phelesers I., Großkönig von Assyrien. Da später der Tempelritter Hubertus Koch seine erste Erscheinung der „Göttin“ Isais in der Nähe assyrischer Ruinen empfangen haben will, scheint die Verbindung nahezuliegen. Es ist denkbar, dass Isais (Isa-Is) aus der ursprünglichen nordassyrischen Götterwelt entstammt, welche später durch die verwandte sumerisch-babylonische fast völlig überlagert und schließlich aufgesogen worden sein dürfte. Wäre dies der Fall, könnte Isais (Isa-Is) eine altassyrische Hauptgottheit gewesen sein. Allerdings bestehen dafür keinerlei greifbare Hinweise. Phönizische Isais Das nächste Mal begegnet man Isais als „Isaiet“ sporadisch bei den Phöniziern (Vorfahren der Karthager). Und zwar als Tochter der Astarte, der Göttin der Morgenröte. Die Spuren sind indes gering. Ein bemerkenswertes Indiz für ein Weiterwirken der Isais (Isaiet) könnte aus einer Bilddarstellung der Königin Isebel geschlossen werden. Isebel wird dort mit einem für die damalige Zeit ungewöhnlichen kurzen Haarschnitt gezeigt, der eventuell ein Anzeichen für Isais-Verehrung sein könnte, obschon dies eine gewagte Spekulation ist. Jedenfalls ist kurzgeschnittenes Haar wohl immer ein Zeichen der Isais-Priesterinnen gewesen. Allerdings ist bei der bewussten Isebel-Darstellung nicht zu erkennen, ob sie den für den „Isais-Kopf“ charakteristisch betont seitlichen Scheitel hat. Doch das Geheimnisvolle hat anscheinend immer zu Isais gehört, weshalb manches um diese Gottheit und ihre Anhängerschaft wahrscheinlich stets unergründet bleiben wird. Griechische Isais Erst sehr viel später, etwa im 3. bis 5. Jahrhundert nach Christus, tritt Isais erneut in Erscheinung. Diesmal in griechischen Geheimbünden, die nicht selten als gnostisch bezeichnet wurden. Sowohl unter dem Namen Isais wie auch „Isaie“ (letzte Form häufiger), wird sie in gewisser Weise zu einer geheimen Führerin jener Griechen, die ihre Tradition in den Wurzeln Homerischer Größe sahen und namentlich im Vordingen von Judentum und Christentum eine Bedrohung für ihre Identität erkannten. Für die „griechische Isais“ finden sich vier unterschiedliche Herkunftsdeutungen, die von verschiedenen Isais-Bünden angenommen wurden. 1. Isais (Isaie) als die jüngere Schwester der Göttin Athene, von Zeus zur Errettung des wahren Griechentums heimlich gesandt. 2. Isais (Isaie) als ersts „verborgenes“ Kind von Isis, gezeugt mit Seth. Als besondere Schutzgeister der Isais werden die ägyptischen Göttinnen Bastet und Sechmet genannt sowie der phönizische Moloch (was aber auch ein Missverständnis sein kann und womöglich den geflügelten Stier Babylons und Assur meint). Für diese Version lassen sich jedoch konkrete Spuren finden. 3. Isais (Isaie) als Tochter von Pallas Athene und dem Gotte Apollon. Nach dieser häufigsten Darstellung opferte Athene ihre Jungfräulichkeit, um mit Apollon ein Wesen zu zeugen, dass dem alten heren Griechentum in der Not beistehen möge, und zwar aus dem Geheimen heraus wirkend, wie die damaligen Zeitumstände dies erforderten. Mit dieser „griechischen Isais“ wird auch erstmals etwas über den Isais-Kult bekannt. Er ist durchaus lichtvoll und kennt keine Blutopfer. Auch die sonst im alten Griechenland üblich gewesenen Tieropfer kommen nicht vor, solche sind sogar ausdrücklich verboten. Der „Isais-Kult“ bestand wohl vor allem darin, dass Szenen aus den Geschichten der Isais in dramatisierter Form nachgespielt wurden – stets in einer Anrufung um Beistand mündend. Ferner darin, dass junge Mädchen und Frauen, die Isais-Priesterinnen wurden, ihre langen Haare abschnitten und den kurzen „Isaiskopf“ annahmen. Die abgeschnittenen Priesterhaare wurden in speziellen Gefäßen oder Schreinen aufbewahrt, wo sie quasi als „Antennen“ ins Jenseits, zur Götterwelt und somit zu Isais dienten. Außerdem gab es verschiedene magische Räucherpulver, die aus Mineralien und getrockneten Kräutern hergestellt wurden. Die griechischen Isais-Geheimbünde hatten es bis ins 5. Jahrhundert hinein wohl zu einigem Einfluss gebracht, konnten aber weder das Vordringen der jüdisch-christlichen Religion aufhalten noch die zunehmende Einwanderung Fremder nach Griechenland verhindern, durch welche das Wesen von Volk und Land und sogar der Sprache sich veränderte. Das alte Griechentum Homers, das schon damals längst nicht mehr bestand, erlosch unwiederbringlich. Auch Isais konnte daran nichts ändern. Deutsch-Germanische Isais Um 1220 erscheint erstmals die „germanische Isais“, allerdings im Orient, wo sich der spätere Templer-Komtur Hubertus Koch mit einem kleinen Trupp Getreuer anschickte, vom Kreuzzug heimzukehren. Zuvor aber wollte er auf den Spuren der Kuthäer nach Mesopotamien. Unter König Sargon II. war Samaria zu einem assyrischen Siedlungsgebiet geworden. Auf diese Weise war der alte babylonisch-assyrische Glaubenszweig der „Kuthäer“ nach Palästina gelangt, eine dualistische Glaubensrichtung, die einstmals von der mesopotamischen Stadt Kuthar ausgegangen war. Koch nahm an (was im 20. Jh. u.a. Friedrich Delitzsch bestätigte), dass die ursprüngliche Lehre Christi mit der kuthäischen verknüpft gewesen sein muss. Es gab also vielleicht eine Verbindung des wahren Christentums mit den Göttern und Lehren der Assyrer, anstatt mit dem El Schaddai-Jahwe und dessen Lehren im Alten Testament in der Bibel. Auf dieser Reise durch Mesopotamien, während eines Übernachtungslagers im Raume des alten Ninive(s), erschien Hubertus Koch jene „Göttin“ Isais, um die es hier geht. Sie wies ihm in seiner Vision den Weg zu einem fernen Berg im Abendland. Dorthin solle er mit seinen treuesten Genossen ziehen, ein Haus bauen und da warten bis sie, Isais, dort erscheinen und wichtige Weisungen für ein neues goldenes Weltzeitalter geben würde, dessen Weg er und die seinen der Welt bereiten sollten. Koch identifizierte dies mit dem in der Apokalypse Johannis verheißenen „tausendjährigen Reich“ (Kap. 20). In fünf Jahren, so sprach die „Göttin“ Isais, werde sie zu jenem bezeichneten Berg der alten Götter, nämlich zum Untersberg, kommen. Bis dahin solle er mit den seinigen dort auf sie und das kommende Werk vorbereitet sein. Koch wusste, welchen Berg im Abendland die Isais-Erscheinung bezeichnet hatte: Den Untersberg bei Salzburg, einen Wohnsitz der alten germanischen Götter. Hubertus Koch stammte aus der Gegend von Linz in Oberösterreich und hatte von dort aus schon Reisen nach West- und Norddeutschland, wie auch ins Elsaß unternommen. Er kannte den Untersberg also vermutlich nicht nur aus Sagen, sondern auch vom Ansehen her. Im Jahre 1221 erreichte Hubertus Koch mit seiner kleinen Ritterschar den Untersberg. Am Fuße des Berges, der heute Ettenberg heißt, und ungefähr auf der gegenwärtigen bayrisch-salzburgischen Grenze liegt, errichteten Koch und die seinen ihre erste Komturei. Dieses Gebäude steht nicht mehr, doch Spuren der Sockelmauer sind noch immer erkennbar. Anschließend wurde ein zweites Gebäude errichtet, das sich in großer Höhe, unmittelbar am Untersberg selbst, befunden haben muss. Der genaue Ort ist jedoch nicht sicher überliefert. Dieses Haus, das vermutlich nicht sehr aufwendig gebaut war, muss als unauffindbar gelten. Es ist wahrscheinlich erst um 1230 erweitert und dann häufiger benutzt worden. Sicher besaß es eine unmittelbare Anbindung an eine der zahlreichen Untersberghöhlen, denn in einer solchen ist der „Isais-Tempel“ errichtet worden, von dem es heißt, die Ritter konnten ihn durch einen unterirdischen Gang erreichen. Später wurde dieser Zugang von ihnen selbst verschlossen und unkenntlich gemacht. Das erste bezeugte Erscheinen der Isais am Untersberg fällt in das Jahr 1226. Von da an sollten die Isais-Erscheinungen zwölf Jahre lang anhalten, gipfelnd in der Übergabe der großen „Isais Offenbarung“ im Jahre 1238. (Interessanterweise trifft dies zeitlich ungefähr mit den beiden „Templeroffenbarungen“ zusammen, die 1235 oder 1236 in Karthago, beziehungsweise 1238 in Tempelhof, dem späteren Berlin, erfolgten, und zwar gleichfalls durch Göttinnen.) Am Anfang der durch Isais übergebenen Worte dürfen jene Texte gestanden haben, die unter den Titeln „Isais Erdenwandern I.“, „Vom Schwarzen Stein“, „Isais Höllenreise“ und „Isais Ruf“ ins Ordensbuch eingetragen wurden. Zahlreiche folgende Texte müssen als verschollen gelten. Die erhaltenen Texte „Isais-Offenbarung“, „Isais Gebot“ und „Isais Hoffnung“ dürfen aus der Schlussphase des Offenbarungszeitraumes stammen. Von Isais geoffenbarte Texte Abgerufen von „http://thuletempel.org/wb/index.php?title=Isais&oldid=152“
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Wer war Ignaz Philipp Semmelweis?
Ignaz Philipp Semmelweis (; * 1. Juli 1818 im Teilbezirk Tabán von Buda, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 13. August 1865 in Oberdöbling bei Wien, Kaisertum Österreich) war ein Chirurg und Geburtshelfer. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien. Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin. Leben Jugend und Laufbahn Ignaz Semmelweis wurde 1818 als fünftes Kind des Spezial- und Kolonialwaren-Großhändlers Josef Semmelweis (1778–1846) und der aus wohlhabendem Hause stammenden Theresa geb. Müller (1789–1844) im Teilbezirk Tabán in Buda geboren. Seine Eltern legten großen Wert auf eine gute Schulausbildung ihrer Kinder, da sie dadurch in die maßgeblichen gesellschaftlichen Schichten der heimischen Intelligenz aufsteigen konnten. Der Vater ließ alle Söhne im erzbischöflichen Gymnasium von Buda einschreiben. Nach dem Besuch der Elementarschule in Buda ging Ignaz auf das Piaristen-Gymnasium am St.-Niklas-Turm. Anschließend absolvierte er ein Jahr das Gymnasium in Stuhlweißenburg. Ursprünglich sollte er Militäranwalt werden, weshalb er von 1835 bis 1837 Philosophie und Jura an der Universität Pest studierte. 1837 kam er nach Wien, um Rechtswissenschaft zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin, setzte das Studium 1839 bis 1840 in Pest und ab 1841 wiederum in Wien fort. 1844 schloss er das Studium mit dem Magister der Geburtshilfe und im gleichen Jahr mit der Promotion zum Dr. med. ab. Seine Dissertation (Tractatus de vita plantarum „Über das Leben der Pflanzen“) behandelte die damals populäre Theorie des Vitalismus. Sie wurde durch die von ihm selbst schon bald (1847/48) verlangte Einführung einer systematisch vorgehenden klinischen Beobachtung, die ihn zum Mitbegründer der evidenzbasierten Medizin machte, allmählich als unwissenschaftlich verdrängt. 1845 folgte die Promotion zum Doktor der Chirurgie. Anschließend begann er an der Brustambulanz von Josef Skoda (1805–1881) und in der von Ferdinand von Hebra (1816–1880) geleiteten Ausschlagabteilung des von Kaiser Joseph II. gegründeten k.k. allgemeinen Krankenhauses zu arbeiten. Hier erlernte er Skodas Methode der Diagnose durch Ausschließen („diagnosis per exclusionem“) und die wissenschaftliche Arbeit mit statistischen Instrumenten. Im Institut für pathologische Anatomie unter der Leitung von Carl von Rokitansky (1804–1878) erstellte er Befunde an Frauenleichen. Assistenzarzt in Wien 1846 wurde Semmelweis Assistenzarzt in der geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Gefördert von namhaften Ärzten, wurde er Assistent von Prof. Johann Klein (1788–1856), Leiter der 1. geburtshilflichen Klinik, unter dessen Leitung die Letalitätsrate zwischen 5 und 15 Prozent betrug; teilweise reichte sie in Kliniken sogar bis zu 30 Prozent. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die durch das Kindbettfieber bedingte Sterblichkeit von Müttern nach der Entbindung wesentlich höher lag als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet und keine Leichensektionen vorgenommen wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür herausfinden und untersuchte die Mütter daher noch gründlicher. Doch gerade durch diese Bemühungen stieg die Zahl der Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich schließlich weigerten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinen Tagebuchaufzeichnungen starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Ein Kind auf die Welt zu bringen, war demnach also ebenso gefährlich, wie an einer Lungenentzündung zu erkranken. Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803–1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb – einer Krankheit, die einen ähnlichen Verlauf zeigte wie das Kindbettfieber –, glaubte Semmelweis, die Ursache für die Erkrankung benennen zu können: Die Mediziner und die Studenten führten täglich klinische Sektionen an den Leichen der Patientinnen durch, die zuvor am Kindbettfieber verstorben waren. Anschließend gingen sie „mit an der Hand klebenden Cadavertheilen“ zu den Gebärenden und wuschen sich die Hände mit Seife (oder in einzelnen Fällen überhaupt nicht), desinfizierten sie jedoch nicht. Mit diesen Händen untersuchten sie Frauen während der Entbindung und übertrugen infektiöses Material. Die eigentliche Ursache der Infektion – die Übertragung von Bakterien, die normalerweise massenhaft auf den Händen vorhanden sind – war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen nicht mit Leichen in Berührung und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch. In den Jahren 1847 bis 1848 fertigte er gezielt eine Studie unter dem Titel Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers an. Im Ergebnis dieser Studie wies Ignaz Semmelweis seine Studenten an, nach Leichensektionen die Hände und Instrumente mit Chlorlösung, später mit dem billigeren Chlorkalk zu desinfizieren – wie sich herausstellte, eine wirkungsvolle Maßnahme, da die Sterblichkeitsrate in nur wenigen Monaten von 12,3 auf 2 bis 3 Prozent sank. Als trotzdem noch einmal zwölf Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache zunächst das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet worden war, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen, sondern auch von lebenden Personen ausgehen konnte. So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung zu desinfizieren seien. Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 Prozent zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag. Trotz dieses Erfolgs wurden die Arbeiten von Semmelweis lange Zeit, vor allem von führenden Medizinern wie Anton von Rosas (1791–1855), Rudolf Virchow (1821–1902), Eduard Kaspar Jakob von Siebold (1801–1861), Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (1821–1891), James Young Simpson (1811–1870) und Weiteren, nicht anerkannt. Viele Ärzte und auch seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig und wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Einige Ärzte, wie Gustav Adolf Michaelis, veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner feindeten Semmelweis stark an und bezeichneten ihn als „Nestbeschmutzer“. Unterstützung fand er mit seiner Theorie bei namhaften Vertretern der Wiener Medizinischen Fakultät wie Skoda, Rokitansky und Hebra. Ferdinand von Hebra hatte Semmelweis sogar gedrängt, seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu veröffentlichen. Als er dies jedoch nicht tat, übernahm von Hebra selbst die Aufgabe. Die Gegner von Semmelweis verhinderten 1849 die Verlängerung seiner Assistenzarzttätigkeit, sodass er im März 1849 aus dem Dienst des Krankenhauses ausschied. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Mitglied der k. k. Gesellschaft der Ärzte gewählt. Hier wurde die angeregte Bildung einer Kommission zur Prüfung der Semmelweisschen Thesen mit Mehrheitsbeschluss angenommen, allerdings auf Betreiben seines ehemaligen Chefs in Wien, Professor Klein, dann ministeriell abgelehnt. Erst am 15. März 1850 präsentierte Semmelweis seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte. Professor in Pest Aufgrund weiterer Anfeindungen und Intrigen von Kollegen, wie Johann Klein oder Anton von Rosas, wurde Ignaz Semmelweis 1850 nur zum Privatdozenten für theoretische Geburtshilfe mit Übungen am Phantom ernannt. Über diese Einschränkung reagierte er dermaßen erbost, dass er nur fünf Tage nach seiner Ernennung Wien verließ und nach Pest übersiedelte. Hier eröffnete er eine Privatpraxis. Daneben arbeitete er als unbesoldeter Primararzt auf der Entbindungsstation des St.-Rochus-Spitals in Pest. Ab 1851 war Semmelweis Leiter der Geburtshilfeabteilung in Pest, ab 1855 Professor für theoretische und praktische Geburtshilfe sowie als Hebammenlehrer an der dortigen Universität, der heute nach ihm benannten Semmelweis-Universität. 1857 lehnte er die Berufung auf eine Professur nach Zürich ab. In Pest jedoch beschäftigte er sich auch mit der operativen Gynäkologie, hier führte er erstmals eine OP am Eierstock durch. Zwar veröffentlichte er seine Arbeitsergebnisse im ärztlichen Wochenblatt „Orvosi Hetilap“. Da dieses Blatt jedoch nur eine geringe Verbreitung hatte, war dieser Veröffentlichung keine große Wirksamkeit beschieden. Daher konnte Semmelweis mit solchen Aktivitäten seinen internationalen Widersachern nicht Paroli bieten. Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er dann bis 1860 in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Dem mit 500 Seiten zwar sehr umfangreichen, aber ungeschickt präsentierten und zudem sprachlich nicht elaborierten Buch blieb der Erfolg versagt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn (Semmelweis selbst nennt die Professoren Michaelis aus Kiel und Wilhelm Lange aus Heidelberg, aber auch Hebra, Škoda und von Rokitansky machten sich für ihn stark), da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Vielmehr wurde von vielen das Kindbettfieber beispielsweise auf schlechte Luft, das Ausbleiben der Menstruation oder einen Milchstau zurückgeführt. Da er immer wieder auf Ablehnung in Teilen der Ärzteschaft hinsichtlich der von ihm empfohlenen Desinfektionsmethoden stieß, ging er ab etwa 1861 dazu über, offene Briefe – zuerst an die ärgsten Widersacher, an Scanzoni, Späth und v. Siebold, dann später an alle Professoren im Bereich der Geburtshilfe – zu versenden. In diesen Briefen drohte er, die Uneinsichtigen öffentlich zu entlarven, wenn sie seine Verhaltensregeln nicht umsetzen. Dass es ihm dabei nicht immer gelang, diplomatisch die richtigen Worte zu wählen, verdeutlicht das folgende Zitat aus einem dieser offenen Briefe von Semmelweis: Und Semmelweis fährt fort: Offenbar als Antwort auf Semmelweis’ Denkbrief schrieb Louis Kugelmann aus Hannover am 10. August 1861: Tod 1865 erkrankte Ignaz Semmelweis an schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in die staatliche Landesirrenanstalt Döbling bei Wien eingeliefert. Einigen Quellen zufolge soll Semmelweis’ Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen sein. Semmelweis hatte wiederholt versucht, seine Kollegen von der Richtigkeit seiner Erkenntnisse schriftlich zu überzeugen, dennoch war ihm fast nur Ablehnung entgegengeschlagen, wie auch schon um 1850 von seinem ehemaligen Vorgesetzten am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Johann Klein (1788–1856), in dessen pathologischem Institut Semmelweis später obduziert wurde. Der Biograf Fritz Schürer von Waldheim schrieb 1905: Lobend erwähnt hatte Semmelweis diesbezüglich nur die Professoren Michaelis in Kiel und Lange in Heidelberg. Aus seiner Konversation in Briefen sind einzelne weitere bekannt, die ihm zumindest zugeneigt waren. Am 13. August 1865, zwei Wochen nach seiner Einweisung in Döbling, starb Ignaz Semmelweis – den damaligen Obduktionsberichten zufolge – mit 47 Jahren infolge einer kleinen Verletzung, die er sich durch eine eigene Schnittverletzung bei seinen Sektionen zugezogen habe, an einer Blutvergiftung. Eine ganz ähnliche Vermutung (gestorben „an Pyämie, wahrscheinlich in Folge einer Verwundung bei einer Operation“) wurde damals in der medizinischen Fachliteratur geäußert. Anderen Berichten zufolge sei dies stattdessen bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal bzw. zumindest innerhalb des Klinikaufenthalts erfolgt. So habe der Kinderarzt Janós Bókai, der 1865 einen Bericht über Semmelweis’ vorherigen Zustand verfasste, laut dem Gynäkologen und Medizinhistoriker Georg Silló-Seidl, welcher die ursprünglichen Klinikunterlagen im Archiv der Wiener Gesundheitsbehörde recherchierte, von einer vorherigen Verletzung nichts erwähnt, obwohl diese, wie behauptet, bereits zuvor entzündet gewesen sei. Laut Silló-Seidl gab es diverse weitere Ungereimtheiten. Da 1963 bei einer Exhumierung der sterblichen Überreste Semmelweis’ multiple Frakturen an Händen, Armen und am linken Brustkorb festgestellt wurden, erscheint die Aktennotiz der Klinik, in der stattdessen Gehirnlähmung als sein Sterbegrund genannt wurde, umso dubioser. Überlegungen zufolge, u. a. vom amerikanischen Semmelweis-Biografen Sherwin Nuland, sollen Pfleger Semmelweis auf dem Anstaltshof geschlagen haben und auf ihm herumgetrampelt sein. Ignaz Semmelweis wurde zunächst am 15. August auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt. Nachdem dieser aufgelassen worden war, begrub man die sterblichen Überreste im Grab seiner Eltern auf dem Budapester Kerepesi temető. 1963 überführte man sie in sein Geburtshaus, das heute das Semmelweis-Museum für Medizingeschichte ist. Semmelweis hinterließ Frau und drei Kinder. Nachrufe waren kärglich und knapp. Eine Würdigung seines Lebenswerks fand sich lediglich in der Fachzeitschrift Orvosi Hetilap, in der Semmelweis, noch bevor er sein Buch verfasste, einige seiner Vorträge in ungarischer Sprache veröffentlicht hatte. Immerhin widmete ihm die Wiener Medizinische Wochenschrift einen kurzen Nachruf: „Dienstag wurde Professor Semmelweis begraben. Viele Professoren, Primarärzte etc. folgten seinem Sarge, und geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Verstorbene war erst 47 Jahre alt, und hinterlässt eine trauernde Witwe, und drei unmündige Kinder. Ruhe seiner Asche.“ Semmelweis’ Bedeutung wurde lange Zeit nicht erkannt. Erst 1882 erhielt er durch die Biografie von Alfred Hegar die erste öffentliche Anerkennung. Seine Biografen, deren Bücher meist zu Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, setzten sich häufig mit drastischen, sehr klaren Worten für ihn ein. Im Hauptgebäude der Anstalt in Wien-Döbling ist seit 1991 das Bezirksgericht Döbling untergebracht. Auf dem ehemaligen Gelände der Anstalt befindet sich der Neubau eines Seniorenheimes. Nachwirkung Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827–1912) im Jahr 1867 demonstrierte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein drastischer Rückgang der Operationsmortalität erreicht. Oft wird die Asepsis ihm zugeschrieben, obwohl er seine Erkenntnisse aus denen von Semmelweis gezogen hatte. Eine Ärztegeneration später setzte sich die Umsetzung von Hygienemaßnahmen bei Frauen im Kindbett durch, und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Semmelweis’ Erkenntnissen gewahr. Der im englischen Sprachraum bekannte Begriff Semmelweis-Reflex beschreibt die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“. In vielen Fällen habe die wissenschaftliche Leistung dann eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge. Die Begriffsbildung wird dem amerikanischen Autor Robert Anton Wilson zugeschrieben. 1993 wurde der Asteroid (4170) Semmelweis nach ihm benannt. Darüber hinaus tragen die Semmelweis-Universität in Budapest und die Semmelweis-Frauenklinik in Wien seinen Namen. Im ehemaligen Bezirkskrankenhaus Brandenburg an der Havel, heute Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, befand sich rechts neben dem Eingang zum alten Kreißsaal eine Büste von Ignaz Semmelweis. Mit dem Abriss des Gebäudetrakts und dem Umzug des Kreißsaals in den Neubau West verschwand diese Büste. Am 20. Februar 2019 wurde an der Medizinischen Universität Wien eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest. Die Enthüllung erfolgte in Anwesenheit von János Áder, Ernst Woller sowie der Rektoren beider Universitäten, Béla Merkely und Markus Müller. Die Statue wurde vom ungarischen Künstler Péter Párkányi Raab geschaffen. Die Bundesregierung Österreichs plant ab dem Studienjahr 2022/23 den Aufbau eines universitätsübergreifenden Ignaz-Semmelweis-Instituts (ISI) und schafft dafür bis zu 30 neue Professuren. Dieses Institut für Infektionsfragen soll sowohl Forschung betreiben als auch als Ansprechpartner für die Politik fungieren. Das Kooperationszentrum soll als Zusammenarbeit der MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck, JKU Linz und der VetMedUni Wien entstehen. Die Klientel Die Geburtshilfe genoss als medizinisches Fachgebiet ein geringes Ansehen. Geburtshilfliche Abteilungen lagen häufig in alten, desolaten Kliniktrakten mit Blick zum Hof oder zum Leichenhaus. Die Einrichtungen und hygienischen Verhältnisse waren extrem primitiv, teilweise auch, weil die Verbindung zwischen Hygiene und Infektionsgefahren nicht bekannt war. Leider fehlen demographische Daten der Patientinnen zu Status, Herkunft, Familienstand usw. in den Statistiken. Aus den vorliegenden Schriften geht lediglich hervor, dass ein Großteil der Patientinnen aus ärmlichen Verhältnissen stammte und keine Lobby hatte. Persönlichkeit Einflussreiche Ärzte sprachen für ihn, ihnen unterliefen aber kleine Fehler, die Semmelweis nicht korrigierte und die ihn angreifbar machten. Sein erster kollegialer Unterstützer war Gustav Adolf Michaelis, der als erster Geburtshelfer die Entdeckung erprobte und Semmelweis Recht gab. Außer einigen Briefen, die Semmelweis mit der Bitte um Prüfung an den Professor der Geburtshilfe in Kiel sandte, nahm Semmelweis trotz vieler Ersuchen und Möglichkeiten weder schriftlich noch mündlich Stellung. Öffentlich trat er erst ab Mitte 1850 in Wien auf. Seine Biografen erklären dies mit mangelhafter Schulbildung und der damit verbundenen Angst vor dem Sprechen und Schreiben. Semmelweis machte grammatikalische und orthographische Fehler und sprach Dialekt. Semmelweis wird als bescheiden und anspruchslos, als guter Gesellschafter, von kindlich-naiver Denkungsart und vertrauensvoll beschrieben, der aber sehr entschieden auf Gemeinheiten reagierte (Alfred Hegar, 1882). Seine spätere Verbitterung und zunehmende psychische Veränderung – Aggressivität, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unbeherrschtheit – werden häufig als Grund für das Scheitern seiner Ideen angenommen. Alwin Schönberger beschrieb seine Krankheit: „Er wurde zunehmend impulsiv, jähzornig und reizbar, er tobte, fluchte und beschimpfte Kollegen, hatte andererseits Phasen der Apathie und Antriebslosigkeit, vernachlässigte sein Äußeres, witterte überall Feinde, Neider und Intriganten. Forscher vermuten heute eine fortschreitende Erkrankung als Ursache. Die Symptome könnten zu einer Neurosyphilis passen, die nicht mit körperlichem Verfall einherging, aber mit einer dramatischen Veränderung des Charakters.“ Stand der Forschung Die Resonanz auf seine These war anfänglich relativ groß, die Revolution von 1848 lenkte das Interesse jedoch auf andere Bereiche. Ihr Scheitern stärkte dann die Reaktion und damit die althergebrachte Ordnung. Die deutschen und österreichischen Lehrbücher der Geburtshilfe ignorierten Semmelweis und vertraten weiterhin alte Lehren. Vereinzelt wurden Chlorwaschungen eingeführt, ohne dass die zuständigen Professoren sich wissenschaftlich zur Desinfizierung bekannten. Ein größeres Hindernis für die Verbreitung und Annahme seiner Theorie war aber nicht die Ignoranz, sondern die nachlässige Durchführung der Chlorwaschungen, deren mangelhafter Erfolg als Widerlegung der Semmelweisschen These angesehen wurde. Im In- und Ausland wurden Semmelweis’ Erkenntnisse nicht akzeptiert. Führende Ärzte standen ihm kritisch und ablehnend gegenüber. Der Stand der Forschung war ein anderer, die Theorie der Wundkrankheiten hatte durch Rudolf Virchow eine andere Erklärungsbasis gefunden. Für das Kindbettfieber machte dieser vor allem Witterungsverhältnisse und Erkrankungen verantwortlich. Schriften (Auswahl) Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni. Pest 1861 (online). Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers. 1861 (). Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis. Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen 1862 (online). Tiberius von Györy (Hrsg.): Semmelweis’ gesammelte Werke. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0692-5. Literatur Sachbuch Paul de Kruif: Kämpfer für das Leben. Ruhmestaten großer Naturforscher und Ärzte. Verlag des Druckhauses Tempelhof, Berlin 1951. György Gortvay: Semmelweis, Retter der Mütter. Hirzel, Leipzig 1977. Louis-Ferdinand Céline: Leben und Werk Philipp des Ignaz Semmelweis (1818–1865). Edition Age d’Homme, Wien 1980, ISBN 3-85418-004-7. Georg Silló-Seidl: Die Wahrheit über Semmelweis. Semmelweis, Hoya 1984, ISBN 3-925524-22-3. István Benedek: Ignaz Philipp Semmelweis (1818–1865). Böhlau, Wien 1985, ISBN 3-205-00537-6. Georg Silló-Seidl: Die Affaire Semmelweis. Herold, Wien 1985, ISBN 3-7008-0303-6. Sherwin B. Nuland: Ignaz Semmelweis. Arzt und großer Entdecker. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04825-0. Karl Semmelweis: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. Eigenverlag, Eisenstadt 2007. Sabine Fellner, Katrin Unterreiner: Medizin in Wien: Semmelweis, Billroth und Co. Metro, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-601-3. Hermann Baum: Ignaz Semmelweis: seine Mutter und ihre Vorfahren. Grin, München 2015, ISBN 978-3-656-89784-2. Fachliteratur Erna Lesky: Ignaz Philipp Semmelweis und die Wiener Medizinische Schule. Wien 1964 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 245, Band 1965, 3. Abhandlung). K. C. Carter, S. Abbott, J. L. Siebach: Five documents relating to the final illness and death of Ignaz Semmelweis. In: Bulletin of the history of medicine. Band 69, Nummer 2, 1995, S. 255–270. PMID 7613067. K. A. Sepkowitz: Cassandra and Ignaz Semmelweis. In: International Journal of Infectious Diseases, 1/1996, S. 57–58. J. Lange: Ignaz Semmelweis – “Savior of Mothers”. Long fight for recognition. In: Fortschritte der Medizin. Band 115, Nummer 33, November 1997, S. 60, PMID 9480285. V. Jay: Ignaz Semmelweis and the conquest of puerperal sepsis. In: Archives of Pathology & Laboratory Medicine, Band 123, Nummer 7, Juli 1999, S. 561–562, . PMID 10388906. M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Quality & safety in health care. Band 13, Nummer 3, Juni 2004, S. 233–234, doi:10.1136/qhc.13.3.233. PMID 15175497. . M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Qual Saf Health Care., 13/2004, S. 233–4. PMID 15175497. D. Gilles: Hempelian and Kuhnian Approaches in the Philosophy of Medicine: the Semmelweis Case (PDF; 210 kB). In: Studies in History and Philosophy of Science Part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 36/2005, , S. 159–181. Belletristik Hans José Rehfisch: Doktor Semmelweis. In: Ders.: Sieben Dramen. Desch, München 1961. Filme 1938: That Mothers Might Live, USA MGM, Regie Fred Zinnemann, Oscar für den besten Kurzfilm 1940: Semmelweis, Ungarn Mester Film, Regie André De Toth 1950: Semmelweis – Retter der Mütter, DDR DEFA, Regie Georg C. Klaren 1980: Semmelweis, Italien RAI, Regie Gianfranco Bettetini 1987: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen, BRD/Österreich ZDF/ORF, Regie Michael Verhoeven 1994: Semmelweis, Niederlande Humanistische Omroep Stichting, Regie Floor Maas 1995: Docteur Semmelweis, Frankreich/Polen, Regie Roger Andrieux 2001: Semmelweis (Kurzfilm), USA/Österreich Belvedere Film, Regie Jim Berry Drama/Schauspiele Jens Bjørneboe: Semmelweis. Gyldendal Norsk Forlag / Gyldendals moderne skuespillserie, Oslo 1968. Popkultur Fatoni: Semmelweisreflex – 2015: Yo, Picasso (mit Dexter, WSP Records / Universal Music Group) Weblinks Einzelnachweise Gynäkologe, Geburtshelfer Hygieniker Mediziner (19. Jahrhundert) Person als Namensgeber für einen Asteroiden Hochschullehrer (Semmelweis-Universität) Person (Kaisertum Österreich) Ungarndeutscher Ungar Geboren 1818 Gestorben 1865 Mann
Kasumama | silvias.net Im Rahmen meiner Recherchen zum Buen Vivir – Bem Viver, oder Sumak Kawsay (quíchua), Teko Porã (guarani), setze ich mich natürlich mit den spirituellen Wurzeln Brasiliens auseinander, Kultur verstehe ich dabei als den Weg zum Empowerment, zur Selbstfindung. Für Afro-Brasilien ist es der Candomblê, … Weiter
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Wer war Ignaz Philipp Semmelweis?
Ignaz Philipp Semmelweis (; * 1. Juli 1818 im Teilbezirk Tabán von Buda, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 13. August 1865 in Oberdöbling bei Wien, Kaisertum Österreich) war ein Chirurg und Geburtshelfer. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien. Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin. Leben Jugend und Laufbahn Ignaz Semmelweis wurde 1818 als fünftes Kind des Spezial- und Kolonialwaren-Großhändlers Josef Semmelweis (1778–1846) und der aus wohlhabendem Hause stammenden Theresa geb. Müller (1789–1844) im Teilbezirk Tabán in Buda geboren. Seine Eltern legten großen Wert auf eine gute Schulausbildung ihrer Kinder, da sie dadurch in die maßgeblichen gesellschaftlichen Schichten der heimischen Intelligenz aufsteigen konnten. Der Vater ließ alle Söhne im erzbischöflichen Gymnasium von Buda einschreiben. Nach dem Besuch der Elementarschule in Buda ging Ignaz auf das Piaristen-Gymnasium am St.-Niklas-Turm. Anschließend absolvierte er ein Jahr das Gymnasium in Stuhlweißenburg. Ursprünglich sollte er Militäranwalt werden, weshalb er von 1835 bis 1837 Philosophie und Jura an der Universität Pest studierte. 1837 kam er nach Wien, um Rechtswissenschaft zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin, setzte das Studium 1839 bis 1840 in Pest und ab 1841 wiederum in Wien fort. 1844 schloss er das Studium mit dem Magister der Geburtshilfe und im gleichen Jahr mit der Promotion zum Dr. med. ab. Seine Dissertation (Tractatus de vita plantarum „Über das Leben der Pflanzen“) behandelte die damals populäre Theorie des Vitalismus. Sie wurde durch die von ihm selbst schon bald (1847/48) verlangte Einführung einer systematisch vorgehenden klinischen Beobachtung, die ihn zum Mitbegründer der evidenzbasierten Medizin machte, allmählich als unwissenschaftlich verdrängt. 1845 folgte die Promotion zum Doktor der Chirurgie. Anschließend begann er an der Brustambulanz von Josef Skoda (1805–1881) und in der von Ferdinand von Hebra (1816–1880) geleiteten Ausschlagabteilung des von Kaiser Joseph II. gegründeten k.k. allgemeinen Krankenhauses zu arbeiten. Hier erlernte er Skodas Methode der Diagnose durch Ausschließen („diagnosis per exclusionem“) und die wissenschaftliche Arbeit mit statistischen Instrumenten. Im Institut für pathologische Anatomie unter der Leitung von Carl von Rokitansky (1804–1878) erstellte er Befunde an Frauenleichen. Assistenzarzt in Wien 1846 wurde Semmelweis Assistenzarzt in der geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Gefördert von namhaften Ärzten, wurde er Assistent von Prof. Johann Klein (1788–1856), Leiter der 1. geburtshilflichen Klinik, unter dessen Leitung die Letalitätsrate zwischen 5 und 15 Prozent betrug; teilweise reichte sie in Kliniken sogar bis zu 30 Prozent. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die durch das Kindbettfieber bedingte Sterblichkeit von Müttern nach der Entbindung wesentlich höher lag als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet und keine Leichensektionen vorgenommen wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür herausfinden und untersuchte die Mütter daher noch gründlicher. Doch gerade durch diese Bemühungen stieg die Zahl der Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich schließlich weigerten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinen Tagebuchaufzeichnungen starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Ein Kind auf die Welt zu bringen, war demnach also ebenso gefährlich, wie an einer Lungenentzündung zu erkranken. Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803–1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb – einer Krankheit, die einen ähnlichen Verlauf zeigte wie das Kindbettfieber –, glaubte Semmelweis, die Ursache für die Erkrankung benennen zu können: Die Mediziner und die Studenten führten täglich klinische Sektionen an den Leichen der Patientinnen durch, die zuvor am Kindbettfieber verstorben waren. Anschließend gingen sie „mit an der Hand klebenden Cadavertheilen“ zu den Gebärenden und wuschen sich die Hände mit Seife (oder in einzelnen Fällen überhaupt nicht), desinfizierten sie jedoch nicht. Mit diesen Händen untersuchten sie Frauen während der Entbindung und übertrugen infektiöses Material. Die eigentliche Ursache der Infektion – die Übertragung von Bakterien, die normalerweise massenhaft auf den Händen vorhanden sind – war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen nicht mit Leichen in Berührung und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch. In den Jahren 1847 bis 1848 fertigte er gezielt eine Studie unter dem Titel Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers an. Im Ergebnis dieser Studie wies Ignaz Semmelweis seine Studenten an, nach Leichensektionen die Hände und Instrumente mit Chlorlösung, später mit dem billigeren Chlorkalk zu desinfizieren – wie sich herausstellte, eine wirkungsvolle Maßnahme, da die Sterblichkeitsrate in nur wenigen Monaten von 12,3 auf 2 bis 3 Prozent sank. Als trotzdem noch einmal zwölf Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache zunächst das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet worden war, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen, sondern auch von lebenden Personen ausgehen konnte. So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung zu desinfizieren seien. Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 Prozent zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag. Trotz dieses Erfolgs wurden die Arbeiten von Semmelweis lange Zeit, vor allem von führenden Medizinern wie Anton von Rosas (1791–1855), Rudolf Virchow (1821–1902), Eduard Kaspar Jakob von Siebold (1801–1861), Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (1821–1891), James Young Simpson (1811–1870) und Weiteren, nicht anerkannt. Viele Ärzte und auch seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig und wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Einige Ärzte, wie Gustav Adolf Michaelis, veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner feindeten Semmelweis stark an und bezeichneten ihn als „Nestbeschmutzer“. Unterstützung fand er mit seiner Theorie bei namhaften Vertretern der Wiener Medizinischen Fakultät wie Skoda, Rokitansky und Hebra. Ferdinand von Hebra hatte Semmelweis sogar gedrängt, seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu veröffentlichen. Als er dies jedoch nicht tat, übernahm von Hebra selbst die Aufgabe. Die Gegner von Semmelweis verhinderten 1849 die Verlängerung seiner Assistenzarzttätigkeit, sodass er im März 1849 aus dem Dienst des Krankenhauses ausschied. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Mitglied der k. k. Gesellschaft der Ärzte gewählt. Hier wurde die angeregte Bildung einer Kommission zur Prüfung der Semmelweisschen Thesen mit Mehrheitsbeschluss angenommen, allerdings auf Betreiben seines ehemaligen Chefs in Wien, Professor Klein, dann ministeriell abgelehnt. Erst am 15. März 1850 präsentierte Semmelweis seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte. Professor in Pest Aufgrund weiterer Anfeindungen und Intrigen von Kollegen, wie Johann Klein oder Anton von Rosas, wurde Ignaz Semmelweis 1850 nur zum Privatdozenten für theoretische Geburtshilfe mit Übungen am Phantom ernannt. Über diese Einschränkung reagierte er dermaßen erbost, dass er nur fünf Tage nach seiner Ernennung Wien verließ und nach Pest übersiedelte. Hier eröffnete er eine Privatpraxis. Daneben arbeitete er als unbesoldeter Primararzt auf der Entbindungsstation des St.-Rochus-Spitals in Pest. Ab 1851 war Semmelweis Leiter der Geburtshilfeabteilung in Pest, ab 1855 Professor für theoretische und praktische Geburtshilfe sowie als Hebammenlehrer an der dortigen Universität, der heute nach ihm benannten Semmelweis-Universität. 1857 lehnte er die Berufung auf eine Professur nach Zürich ab. In Pest jedoch beschäftigte er sich auch mit der operativen Gynäkologie, hier führte er erstmals eine OP am Eierstock durch. Zwar veröffentlichte er seine Arbeitsergebnisse im ärztlichen Wochenblatt „Orvosi Hetilap“. Da dieses Blatt jedoch nur eine geringe Verbreitung hatte, war dieser Veröffentlichung keine große Wirksamkeit beschieden. Daher konnte Semmelweis mit solchen Aktivitäten seinen internationalen Widersachern nicht Paroli bieten. Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er dann bis 1860 in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Dem mit 500 Seiten zwar sehr umfangreichen, aber ungeschickt präsentierten und zudem sprachlich nicht elaborierten Buch blieb der Erfolg versagt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn (Semmelweis selbst nennt die Professoren Michaelis aus Kiel und Wilhelm Lange aus Heidelberg, aber auch Hebra, Škoda und von Rokitansky machten sich für ihn stark), da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Vielmehr wurde von vielen das Kindbettfieber beispielsweise auf schlechte Luft, das Ausbleiben der Menstruation oder einen Milchstau zurückgeführt. Da er immer wieder auf Ablehnung in Teilen der Ärzteschaft hinsichtlich der von ihm empfohlenen Desinfektionsmethoden stieß, ging er ab etwa 1861 dazu über, offene Briefe – zuerst an die ärgsten Widersacher, an Scanzoni, Späth und v. Siebold, dann später an alle Professoren im Bereich der Geburtshilfe – zu versenden. In diesen Briefen drohte er, die Uneinsichtigen öffentlich zu entlarven, wenn sie seine Verhaltensregeln nicht umsetzen. Dass es ihm dabei nicht immer gelang, diplomatisch die richtigen Worte zu wählen, verdeutlicht das folgende Zitat aus einem dieser offenen Briefe von Semmelweis: Und Semmelweis fährt fort: Offenbar als Antwort auf Semmelweis’ Denkbrief schrieb Louis Kugelmann aus Hannover am 10. August 1861: Tod 1865 erkrankte Ignaz Semmelweis an schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in die staatliche Landesirrenanstalt Döbling bei Wien eingeliefert. Einigen Quellen zufolge soll Semmelweis’ Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen sein. Semmelweis hatte wiederholt versucht, seine Kollegen von der Richtigkeit seiner Erkenntnisse schriftlich zu überzeugen, dennoch war ihm fast nur Ablehnung entgegengeschlagen, wie auch schon um 1850 von seinem ehemaligen Vorgesetzten am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Johann Klein (1788–1856), in dessen pathologischem Institut Semmelweis später obduziert wurde. Der Biograf Fritz Schürer von Waldheim schrieb 1905: Lobend erwähnt hatte Semmelweis diesbezüglich nur die Professoren Michaelis in Kiel und Lange in Heidelberg. Aus seiner Konversation in Briefen sind einzelne weitere bekannt, die ihm zumindest zugeneigt waren. Am 13. August 1865, zwei Wochen nach seiner Einweisung in Döbling, starb Ignaz Semmelweis – den damaligen Obduktionsberichten zufolge – mit 47 Jahren infolge einer kleinen Verletzung, die er sich durch eine eigene Schnittverletzung bei seinen Sektionen zugezogen habe, an einer Blutvergiftung. Eine ganz ähnliche Vermutung (gestorben „an Pyämie, wahrscheinlich in Folge einer Verwundung bei einer Operation“) wurde damals in der medizinischen Fachliteratur geäußert. Anderen Berichten zufolge sei dies stattdessen bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal bzw. zumindest innerhalb des Klinikaufenthalts erfolgt. So habe der Kinderarzt Janós Bókai, der 1865 einen Bericht über Semmelweis’ vorherigen Zustand verfasste, laut dem Gynäkologen und Medizinhistoriker Georg Silló-Seidl, welcher die ursprünglichen Klinikunterlagen im Archiv der Wiener Gesundheitsbehörde recherchierte, von einer vorherigen Verletzung nichts erwähnt, obwohl diese, wie behauptet, bereits zuvor entzündet gewesen sei. Laut Silló-Seidl gab es diverse weitere Ungereimtheiten. Da 1963 bei einer Exhumierung der sterblichen Überreste Semmelweis’ multiple Frakturen an Händen, Armen und am linken Brustkorb festgestellt wurden, erscheint die Aktennotiz der Klinik, in der stattdessen Gehirnlähmung als sein Sterbegrund genannt wurde, umso dubioser. Überlegungen zufolge, u. a. vom amerikanischen Semmelweis-Biografen Sherwin Nuland, sollen Pfleger Semmelweis auf dem Anstaltshof geschlagen haben und auf ihm herumgetrampelt sein. Ignaz Semmelweis wurde zunächst am 15. August auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt. Nachdem dieser aufgelassen worden war, begrub man die sterblichen Überreste im Grab seiner Eltern auf dem Budapester Kerepesi temető. 1963 überführte man sie in sein Geburtshaus, das heute das Semmelweis-Museum für Medizingeschichte ist. Semmelweis hinterließ Frau und drei Kinder. Nachrufe waren kärglich und knapp. Eine Würdigung seines Lebenswerks fand sich lediglich in der Fachzeitschrift Orvosi Hetilap, in der Semmelweis, noch bevor er sein Buch verfasste, einige seiner Vorträge in ungarischer Sprache veröffentlicht hatte. Immerhin widmete ihm die Wiener Medizinische Wochenschrift einen kurzen Nachruf: „Dienstag wurde Professor Semmelweis begraben. Viele Professoren, Primarärzte etc. folgten seinem Sarge, und geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Verstorbene war erst 47 Jahre alt, und hinterlässt eine trauernde Witwe, und drei unmündige Kinder. Ruhe seiner Asche.“ Semmelweis’ Bedeutung wurde lange Zeit nicht erkannt. Erst 1882 erhielt er durch die Biografie von Alfred Hegar die erste öffentliche Anerkennung. Seine Biografen, deren Bücher meist zu Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, setzten sich häufig mit drastischen, sehr klaren Worten für ihn ein. Im Hauptgebäude der Anstalt in Wien-Döbling ist seit 1991 das Bezirksgericht Döbling untergebracht. Auf dem ehemaligen Gelände der Anstalt befindet sich der Neubau eines Seniorenheimes. Nachwirkung Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827–1912) im Jahr 1867 demonstrierte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein drastischer Rückgang der Operationsmortalität erreicht. Oft wird die Asepsis ihm zugeschrieben, obwohl er seine Erkenntnisse aus denen von Semmelweis gezogen hatte. Eine Ärztegeneration später setzte sich die Umsetzung von Hygienemaßnahmen bei Frauen im Kindbett durch, und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Semmelweis’ Erkenntnissen gewahr. Der im englischen Sprachraum bekannte Begriff Semmelweis-Reflex beschreibt die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“. In vielen Fällen habe die wissenschaftliche Leistung dann eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge. Die Begriffsbildung wird dem amerikanischen Autor Robert Anton Wilson zugeschrieben. 1993 wurde der Asteroid (4170) Semmelweis nach ihm benannt. Darüber hinaus tragen die Semmelweis-Universität in Budapest und die Semmelweis-Frauenklinik in Wien seinen Namen. Im ehemaligen Bezirkskrankenhaus Brandenburg an der Havel, heute Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, befand sich rechts neben dem Eingang zum alten Kreißsaal eine Büste von Ignaz Semmelweis. Mit dem Abriss des Gebäudetrakts und dem Umzug des Kreißsaals in den Neubau West verschwand diese Büste. Am 20. Februar 2019 wurde an der Medizinischen Universität Wien eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest. Die Enthüllung erfolgte in Anwesenheit von János Áder, Ernst Woller sowie der Rektoren beider Universitäten, Béla Merkely und Markus Müller. Die Statue wurde vom ungarischen Künstler Péter Párkányi Raab geschaffen. Die Bundesregierung Österreichs plant ab dem Studienjahr 2022/23 den Aufbau eines universitätsübergreifenden Ignaz-Semmelweis-Instituts (ISI) und schafft dafür bis zu 30 neue Professuren. Dieses Institut für Infektionsfragen soll sowohl Forschung betreiben als auch als Ansprechpartner für die Politik fungieren. Das Kooperationszentrum soll als Zusammenarbeit der MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck, JKU Linz und der VetMedUni Wien entstehen. Die Klientel Die Geburtshilfe genoss als medizinisches Fachgebiet ein geringes Ansehen. Geburtshilfliche Abteilungen lagen häufig in alten, desolaten Kliniktrakten mit Blick zum Hof oder zum Leichenhaus. Die Einrichtungen und hygienischen Verhältnisse waren extrem primitiv, teilweise auch, weil die Verbindung zwischen Hygiene und Infektionsgefahren nicht bekannt war. Leider fehlen demographische Daten der Patientinnen zu Status, Herkunft, Familienstand usw. in den Statistiken. Aus den vorliegenden Schriften geht lediglich hervor, dass ein Großteil der Patientinnen aus ärmlichen Verhältnissen stammte und keine Lobby hatte. Persönlichkeit Einflussreiche Ärzte sprachen für ihn, ihnen unterliefen aber kleine Fehler, die Semmelweis nicht korrigierte und die ihn angreifbar machten. Sein erster kollegialer Unterstützer war Gustav Adolf Michaelis, der als erster Geburtshelfer die Entdeckung erprobte und Semmelweis Recht gab. Außer einigen Briefen, die Semmelweis mit der Bitte um Prüfung an den Professor der Geburtshilfe in Kiel sandte, nahm Semmelweis trotz vieler Ersuchen und Möglichkeiten weder schriftlich noch mündlich Stellung. Öffentlich trat er erst ab Mitte 1850 in Wien auf. Seine Biografen erklären dies mit mangelhafter Schulbildung und der damit verbundenen Angst vor dem Sprechen und Schreiben. Semmelweis machte grammatikalische und orthographische Fehler und sprach Dialekt. Semmelweis wird als bescheiden und anspruchslos, als guter Gesellschafter, von kindlich-naiver Denkungsart und vertrauensvoll beschrieben, der aber sehr entschieden auf Gemeinheiten reagierte (Alfred Hegar, 1882). Seine spätere Verbitterung und zunehmende psychische Veränderung – Aggressivität, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unbeherrschtheit – werden häufig als Grund für das Scheitern seiner Ideen angenommen. Alwin Schönberger beschrieb seine Krankheit: „Er wurde zunehmend impulsiv, jähzornig und reizbar, er tobte, fluchte und beschimpfte Kollegen, hatte andererseits Phasen der Apathie und Antriebslosigkeit, vernachlässigte sein Äußeres, witterte überall Feinde, Neider und Intriganten. Forscher vermuten heute eine fortschreitende Erkrankung als Ursache. Die Symptome könnten zu einer Neurosyphilis passen, die nicht mit körperlichem Verfall einherging, aber mit einer dramatischen Veränderung des Charakters.“ Stand der Forschung Die Resonanz auf seine These war anfänglich relativ groß, die Revolution von 1848 lenkte das Interesse jedoch auf andere Bereiche. Ihr Scheitern stärkte dann die Reaktion und damit die althergebrachte Ordnung. Die deutschen und österreichischen Lehrbücher der Geburtshilfe ignorierten Semmelweis und vertraten weiterhin alte Lehren. Vereinzelt wurden Chlorwaschungen eingeführt, ohne dass die zuständigen Professoren sich wissenschaftlich zur Desinfizierung bekannten. Ein größeres Hindernis für die Verbreitung und Annahme seiner Theorie war aber nicht die Ignoranz, sondern die nachlässige Durchführung der Chlorwaschungen, deren mangelhafter Erfolg als Widerlegung der Semmelweisschen These angesehen wurde. Im In- und Ausland wurden Semmelweis’ Erkenntnisse nicht akzeptiert. Führende Ärzte standen ihm kritisch und ablehnend gegenüber. Der Stand der Forschung war ein anderer, die Theorie der Wundkrankheiten hatte durch Rudolf Virchow eine andere Erklärungsbasis gefunden. Für das Kindbettfieber machte dieser vor allem Witterungsverhältnisse und Erkrankungen verantwortlich. Schriften (Auswahl) Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni. Pest 1861 (online). Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers. 1861 (). Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis. Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen 1862 (online). Tiberius von Györy (Hrsg.): Semmelweis’ gesammelte Werke. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0692-5. Literatur Sachbuch Paul de Kruif: Kämpfer für das Leben. Ruhmestaten großer Naturforscher und Ärzte. Verlag des Druckhauses Tempelhof, Berlin 1951. György Gortvay: Semmelweis, Retter der Mütter. Hirzel, Leipzig 1977. Louis-Ferdinand Céline: Leben und Werk Philipp des Ignaz Semmelweis (1818–1865). Edition Age d’Homme, Wien 1980, ISBN 3-85418-004-7. Georg Silló-Seidl: Die Wahrheit über Semmelweis. Semmelweis, Hoya 1984, ISBN 3-925524-22-3. István Benedek: Ignaz Philipp Semmelweis (1818–1865). Böhlau, Wien 1985, ISBN 3-205-00537-6. Georg Silló-Seidl: Die Affaire Semmelweis. Herold, Wien 1985, ISBN 3-7008-0303-6. Sherwin B. Nuland: Ignaz Semmelweis. Arzt und großer Entdecker. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04825-0. Karl Semmelweis: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. Eigenverlag, Eisenstadt 2007. Sabine Fellner, Katrin Unterreiner: Medizin in Wien: Semmelweis, Billroth und Co. Metro, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-601-3. Hermann Baum: Ignaz Semmelweis: seine Mutter und ihre Vorfahren. Grin, München 2015, ISBN 978-3-656-89784-2. Fachliteratur Erna Lesky: Ignaz Philipp Semmelweis und die Wiener Medizinische Schule. Wien 1964 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 245, Band 1965, 3. Abhandlung). K. C. Carter, S. Abbott, J. L. Siebach: Five documents relating to the final illness and death of Ignaz Semmelweis. In: Bulletin of the history of medicine. Band 69, Nummer 2, 1995, S. 255–270. PMID 7613067. K. A. Sepkowitz: Cassandra and Ignaz Semmelweis. In: International Journal of Infectious Diseases, 1/1996, S. 57–58. J. Lange: Ignaz Semmelweis – “Savior of Mothers”. Long fight for recognition. In: Fortschritte der Medizin. Band 115, Nummer 33, November 1997, S. 60, PMID 9480285. V. Jay: Ignaz Semmelweis and the conquest of puerperal sepsis. In: Archives of Pathology & Laboratory Medicine, Band 123, Nummer 7, Juli 1999, S. 561–562, . PMID 10388906. M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Quality & safety in health care. Band 13, Nummer 3, Juni 2004, S. 233–234, doi:10.1136/qhc.13.3.233. PMID 15175497. . M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Qual Saf Health Care., 13/2004, S. 233–4. PMID 15175497. D. Gilles: Hempelian and Kuhnian Approaches in the Philosophy of Medicine: the Semmelweis Case (PDF; 210 kB). In: Studies in History and Philosophy of Science Part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 36/2005, , S. 159–181. Belletristik Hans José Rehfisch: Doktor Semmelweis. In: Ders.: Sieben Dramen. Desch, München 1961. Filme 1938: That Mothers Might Live, USA MGM, Regie Fred Zinnemann, Oscar für den besten Kurzfilm 1940: Semmelweis, Ungarn Mester Film, Regie André De Toth 1950: Semmelweis – Retter der Mütter, DDR DEFA, Regie Georg C. Klaren 1980: Semmelweis, Italien RAI, Regie Gianfranco Bettetini 1987: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen, BRD/Österreich ZDF/ORF, Regie Michael Verhoeven 1994: Semmelweis, Niederlande Humanistische Omroep Stichting, Regie Floor Maas 1995: Docteur Semmelweis, Frankreich/Polen, Regie Roger Andrieux 2001: Semmelweis (Kurzfilm), USA/Österreich Belvedere Film, Regie Jim Berry Drama/Schauspiele Jens Bjørneboe: Semmelweis. Gyldendal Norsk Forlag / Gyldendals moderne skuespillserie, Oslo 1968. Popkultur Fatoni: Semmelweisreflex – 2015: Yo, Picasso (mit Dexter, WSP Records / Universal Music Group) Weblinks Einzelnachweise Gynäkologe, Geburtshelfer Hygieniker Mediziner (19. Jahrhundert) Person als Namensgeber für einen Asteroiden Hochschullehrer (Semmelweis-Universität) Person (Kaisertum Österreich) Ungarndeutscher Ungar Geboren 1818 Gestorben 1865 Mann
Johanna Stöckl, Freie Journalistin aus München | promis-helfen Erschienen in ALPIN Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits erreichen wir bei einem ersten Telefonat zu dieser Geschichte auf der Rückfahrt vom Filmfest in St. Anton, wo sie mit einem zweiteiligen Film – produziert von Servus TV – den Publikumspreis gewonnen haben. Neben einem Pokal und einer Urkunde hat das berühmte Bergsteigerehepaar auch einen Scheck in der Höhe von € 1.000,00 als Preisgeld im Gepäck, welchen sie umgehend an den Vorsitzenden der Nepalhilfe Beilngries, Ralf Petschl, weiterleiten werden. Volltreffer! Mitten im Thema. Ralf unterstützt seit 1992, Gerlinde seit 2002 die Nepalhilfe Beilngries. „Was ursprünglich mit der ganzjährigen Finanzierung eines Lehrers und dem Transport von Hilfsgütern nach Nepal begann, ist heute eine vielfältige Zusammenarbeit“, sagt Ralf „gemeinsam mit Hans Kammerlander stellen wir z. B. jedes Jahr auch Fotos für einen Kalender zur Verfügung und verkaufen diesen bei unseren Vorträgen. Die Einnahmen gehen komplett an die Nepalhilfe.“ Außerdem halten Gerlinde, Ralf, wie auch Hans diverse Benefizvorträge, deren Gesamterlös sie der Nepalhilfe Beilngries zur Verfügung stellen. 2009 konnten Gerlinde und Ralf eine Schule, die ihren Namen trägt, in Thulosirubari, einweihen. Von der Idee bis zur Fertigstellung der Schule konnten beide das Projekt begleiten. „Zu wissen, dass so eine Aktion zu einem Großteil von Geldern finanziert wurde, die wir aufbringen konnten, das macht einen schon zufrieden.“ sagt Gerlinde und erklärt weiter, wieso sie sich gerade für die Nepalhilfe engagiert: „Aus Nepal konnten wir unglaublich viele positive und nahegehende Momente nach Hause mitnehmen. Es war uns irgendwann ein Bedürfnis den Menschen von Nepal etwas zurückzugeben. Dies in Form von Bildung für junge Menschen zu tun, war unser Hauptmotiv. Die Schule ist ein wunderbares Beispiel dafür.“ Im Hushe Valley im Karakorum/Pakistan finanzieren Gerlinde und Ralf außerdem ganzjährig eine Lehrerin an der neuen Mädchenschule in Khande. „Zur besseren Koordination sämtlicher Projekte im oberen Hushe-Valley fördern wir inzwischen in enger Zusammenarbeit die Felix Iñurrategi Stiftung Baltistan“ erklärt Ralf. Das Hushe-Valley liegt am Ende des Concordia Treks, eine Tagesfahrt von Skardu entfernt. Immer wieder wird die Region von großen Murenabgängen heimgesucht. 2010 war das Gebiet von der großen Flutkatastrophe schwer betroffen. Nun können überaus erfahrene, erfolgreiche, medial stark präsente Bergsteiger wie Kaltenbrunner, Dujmovits oder Kammerlander sicher leichter finanzielle Mittel aufbringen und auch abgeben, als junge Bergsteiger oder Kletterer, die noch nicht mit großen Vortragsreihen in ganz Europa und sogar Übersee auf Tour sind. Dennoch engagieren sich auch diese, wie die beiden erfolgreichen Österreicher David Lama und Kilian Fischhuber für soziale Projekte. Beide haben sich Wings for Life, einer Stiftung für Rückenmarksforschung verschrieben. David erklärt seine Beweggründe: „Ich bin Botschafter für Wings for Life und das mit voller Überzeugung.“ Er sei ganz und gar nicht „zwangsverpflichtet“, weil Red Bull als sein Sponsor bzw. Firmengründer Dieter Mateschitz persönlich diese Stiftung ins Leben gerufen hat. „Als Sportler, besonders als Kletterer, wird man irgendwann mit dem Thema Querschnittslähmung konfrontiert. Es kann jedem von uns passieren“ sagt der 21-jährige Tiroler, „Ich unterstütze Wings for Life in der Hoffnung, dass über stiftungsfinanzierte Forschungsprojekte Querschnittspatienten irgendwann geheilt werden können. In allererster Linie mache ich, genauso wie Kilian Fischhuber, auf die Stiftung aufmerksam. Ich nutze also meine Popularität, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.“ Dass sich Kletterprofi Ines Papert als Mutter einem Projekt mit Kindern widmet, liegt gewissermaßen auf der Hand. Anders als die meisten Bergsteiger muss Ines allerdings aktiv vor Ort, mitten im Geschehen sein, um Spaß am Engagement zu finden. „Ich spende auch mal Geld für eine wohltätige Projekte oder für Opfer einer Naturkatastrophe, aber das ist dann Privatsache.“ Eine Herzensangelegenheit war es ihr allerdings das Caritas Kinderdorf am Irschenberg zu unterstützen. „Als ich von einer Alpenüberquerung hörte, welche die Kids gemeinsam mit ihren Betreuern im Sommer 2011 realisierten, hat mich das unheimlich angesprochen. Ich hab die Kinder und deren Betreuer relativ spontan zu mir nach Hause eingeladen. Wir sind zum Klettern am Karlstein gegangen, haben gegrillt, bei mir zu Hause später Kuchen gegessen und ein gemeinsames Projekt für 2013 ausgerufen. So wie es momentan aussieht, werden wir gemeinsam eine alpine Hochtourendurchquerung im Zillertal machen, vom Schlegeisspeicher zum Breitlahner, die hohe technische und konditionelle Anforderungen an die Kinder stellen wird. Einige Dreitausender werden dabei bestiegen.“ Ines Sponsor Arc’teryx wird dieses Projekt gerne mit unterstützen. Kletterprofi Stefan Glowacz ist zwar Botschafter für die SOS Kinderdörfer, will das aber nicht an die große Glocke hängen, weil es für ihn eine Selbstverständlichkeit ist zu helfen und er sich mit einem sozialen Engagement nicht wichtig machen will. „Ich tue das um zu helfen, nicht aus PR Gründen!“ Ziemlich gezielt und überaus wirksam setzt er seine Publicity hingegen zum Schutz der Berge für die Alpenschutzorganisation Mountain Wilderness ein. In Interviews, zahlreichen Veröffentlichungen und Vorträgen wird er nicht müde gegen die rückhaltlose Erschließung der Berge unter rein kommerziellen Gesichtspunkten zu kämpfen. In seiner Heimat Garmisch legte er sich 2010 mit den Obrigkeiten der Stadt an. Eine Aussichtsplattform auf dem Osterfelderkopf war Stein des Anstoßes. Am Eröffnungstag demonstrierte Glowacz im Hängebiwak an der Aussichtsplattform baumelnd gegen die Eröffnung des „AlpspiX“. „Ich bin gegen den Ausverkauf der Berge. Diese ganzen Geschmacksverstärker braucht kein Mensch. Die Berge an sich sind Attraktion genug. Wem das zu wenig ist, der soll bitte unten bleiben.“ Als Bergsteiger sehe er es als seine Pflicht sich für den Erhalt der Berge einzusetzen. Mountain Wilderness sei der ideale Partner in diesem Kampf. Ganz ähnlich sieht dies auch Stefans Kumpel und Kletterkollege Robert Jasper, der in Kooperation mit Mountain Wilderness das Projekt Clean Climbing bzw. „KeepWild!Climbs“ ins Leben gerufen hat, dessen Ziel es ist, Kletterrouten ursprünglich, wild und somit bohrhakenfrei zu erhalten. Der Ötztaler Hansjörg Auer meldet sich auf unsere Anfrage direkt vom Kletterfestival aus Kalymnos. Am Telefon erzählt er, dass er sich für die Organisation Climb for Life stark macht. Sein Freund Pietro dal Pra hat zusammen mit Giovanni Spitale diese Initiative ins Leben gerufen. Für Hansjörg war es logisch die Idee zu unterstützen und Knochenmarksspender zu werden. Er will andere Kletterer und deren Freunde dazu ermutigen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Neben Hansjörg Auer engagieren sich auch Kletterer wie Adam Ondra, James Pearson und Caro Ciavaldini für Climb for Life. Auf unsere Nachfrage bei Giovanni Spitale selbst sagt dieser: „Wir sehen Climb for Life als eine Idee und eine Art Kommunikations Kit. Wir wollen in Kletterkreisen auf Knochenmarksspenden aufmerksam machen und möglichst viele Menschen dazu bringen, sich typisieren zu lassen.“ Am Herzen liegt Hansjörg außerdem die European Outdoor Conservation Association, kurz EOCA, ein Zusammenschluss Europäischer Unternehmen der Outdoorindustrie, die sich dem Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz verschrieben haben und Gelder hierfür mobilisieren. Die noch recht frische Kooperation will Auer durch einige Benefizvorträge und eine gemeinsame Aktion auf der Outdoor Messe in Friedrichshafen 2013 untermauern. Die Huberbuam dürfen in dieser Runde natürlich nicht keinesfalls fehlen. Ihr über 10-jähriges Engagement für die Karakorum Hilfe hat jeder registriert, der einmal einen Vortag von Thomas oder Alexander Huber besucht hat. Wenn nach den Präsentationen Poster signiert werden, wird um eine freiwillige Spende für die Karakorum Hilfe gebeten. „Dies ist einer von drei Kanälen unseres Engagements“, erklärt Alexander, „wir verleihen der Karakorum Hilfe einerseits eine Stimme, halten Benefizvorträge und verkaufen eben unsere Plakate, deren Erlös zu 100 Prozent gespendet wird.“ Dass sie sich für dieses Projekt einsetzen, sei eine Selbstverständlichkeit. „Wir haben bisher an die 10 Expeditionen ins Karakorum unternommen, haben dort einige Erfolge feiern dürfen, zahlreiche Menschen vor Ort kennengelernt und ein dringendes Bedürfnis dort zu helfen. Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe, indem wir beispielsweise besseres Saatgut und Bewässerungssysteme sicherstellen, Obstbäume pflanzen, Fahrzeuge für Krankentransporte etc. finanzieren.“ Barbara Hirschbichler – neben ihrem Mann Rasool – Gründungsmitglied und erste Vorsitzende des Vereins, gibt unumwunden zu, dass die Huberbuam einen gewaltigen Beitrag zur Karakorumhilfe leisten: „Deren Engagement kann man gar nicht genug hervorheben und loben. Wir sind sehr dankbar über deren Einsatz.“ Nicht erst seit einfache Bergbauern 1970 das Leben von Reinhold Messner am Nanga Parbat retteten, fühlt er sich eng mit den Menschen dort verbunden und organisiert – auch schon vor der Gründung einer eigenen Stiftung – Hilfe für die Bewohner abgelegener Täler rund um den Schicksalsberg und anderer Bergregionen. Mit der Messner Mountain Foundation übernimmt der 68-jährige Grenzgänger seit 2003 soziale Verantwortung für die Bergvölker. Konzipiert als Hilfe zur Selbsthilfe, geht es darum, den Einheimischen hoch oben in den Bergen des Himalaja, Karakorum, im Hindukush, in den Anden oder im Kaukasus mit Landwirtschaft und Tourismus das Überleben zu sichern. Das erste Projekt, eine Schule im Diamir-Tal, in der – worauf Messner besonderen Wert legt – auch Mädchen unterrichtet werden, ist längst abgeschlossen. Auch der Aufbau von Boulder Village, einem Dorf im Industal/Pakistan, ist abgeschlossen. Für Alai-Valley (2005) und Hushe-Valley (2007) erfolgte jeweils eine Erdbebenhilfe. Hilfsleistungen liefen auch für das Hunza-Valley nach dem katastrophaler Erdrutsch in Attabad im Jahr 2010. Nach den großen Überschwemmungen im Bunar Valley (Nanga Parbat Gebiet, 2010) hat die MMF mit dem Aufbau von 30 Häusern begonnen. In einer Email schreibt Reinhold Messner: „Es ist mir ein Bedürfnis den einheimischen Helfern, Trägern, Gastgebern etwas zurückzugeben. Die MMF ist allerdings nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wir können jährlich nur ca. € 100.000,-- ausgeben um Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Sollte dieser Bericht, was zu wünschen wäre, den einen oder anderen Leser von ALPIN dazu animieren, sich ebenfalls einem Projekt anzuschließen, würde sich die Redaktion über eine kurze Meldung freuen. Leo Tolstoi sagte einmal „Wer anderen nützen will, findet überall Betätigung.“ In einem zusammenfassenden Überblick haben wir alle wichtigen Kontaktdaten der genannten Hilfs- und Naturschutzorganisationen für unsere Leser gelistet. Es dürfte für jeden etwas dabei sein. INFO, KONTAKTDATEN http://www.nepalhilfe.org/ Die Nepalhilfe Beilngries kann auf 19 Jahre soziales Engagement in Nepal zurückblicken. Mit dem Bau von Schulen hat alles begonnen. Mittlerweile ist die Nepalhilfe mit der Unterstützung des Siddhi Memorial Hospitals und der Armenapotheke im Bir Hospital, sowie der Anschaffung von Sanitätsfahrzeugen sowohl im medizinischen Bereich als auch im sozialen Bereich, wie dem Bau des Shaligram Kinderhauses oder dem Bau des Altenheims in Bakthapur, tätig. ALPINTIPP: Um die Jahreskosten von € 40.000,- eines Kinderhauses abzusichern, werden dringend Paten gesucht. Mit einem Monatsbeitrag von € 25,00 sichert man einem Kind Schuldgeld und Essen. Die Felix Iñurrategi Stiftung Baltistan, mit Sitz im Baskenland bzw. in Machulu im Hushe Valley in Pakistan, wurde vor über 10 Jahren von einigen Baskischen Bergsteigern in Erinnerung an Felix Iñurrategi gegründet, welcher im Sommer 2000 beim Abstieg vom Gasherbrum II ums Leben kam. Was mit einer Bergsteigerschule begann, ist inzwischen eine große Stiftung, die sich um die dörfliche Entwicklung im gesamten Hushe-Valley kümmert und die Infrastruktur vor Ort in den letzten Jahren mit zahlreichen Projekten verbessert hat. ALPINTIPP: Von Geldspenden einmal abgesehen, freut sich die Felix Iñurrategi Stiftung Baltistan auch immer wieder über Volunteers, die projektweise und zeitlich begrenzt, ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Bei Interesse über die Website anmelden. Hannes Kinigadner verunglückte 2003 im Alter von 19 Jahren bei einem Benefiz-Motocross-Rennen und ist seither vom Hals abwärts gelähmt. Sein Schicksal steht repräsentativ für rund 3 Millionen Menschen, die aufgrund einer Verletzung des Rückenmarks querschnittsgelähmt sind. Bewegt durch die schwerwiegende Verletzung seines Sohnes gründete der zweifache Motocross-Weltmeister Heinz Kinigadner im Juli 2004 gemeinsam mit seinem Freund und Red Bull-Gründer Dietrich Mateschitz die staatlich anerkannte, private Stiftung für Rückenmarksforschung Wings for Life. ALPINTIPP: Alle Erlöse aus dem Verkauf der Wings For Life Collection fließen zu hundert Prozent in die Stiftung. Besonders beliebt: Der Red Calender für € 24,95 wäre ein ideales Weihnachtsgeschenk für alle Outdoor- und Abenteuerfans. http://www.kinderdorf.de/ Das 1972 gegründete Caritas-Kinderdorf im oberbayrischen Irschenberg ist die Heimat von derzeit rund 115 Kindern und Jugendlichen. Neben den Kinderdorffamilien, die das Dorfgefüge mit mehreren Häusern bilden, werden vielfältige Hilfsprogramme für Kinder und Jugendliche und deren Familien in der Region angeboten: ALPINTIPP: Bergführer und Erlebnispädagogen, die Ines Papert und das Projekt „Zillertal 3000er“ unterstützen wollen, können sich bei Ines oder dem Kinderdorf direkt melden. Über Lesungen, Konzerte, Kochkurse, Initiativen für Tagesausflüge, Einladungen in Museen o. ä. freut sich das Kinderdorf ebenfalls. Mountain Wilderness Deutschland setzt sich für den Erhalt der letzten vitalen Wildnisgebiete der deutschen Alpen und Bergregionen ein. Sie sind die verbliebenen Rückzugsgebiete für selten gewordene Pflanzen und Tiere. Auch für die Menschen, die zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit und zur Erhaltung ihrer seelischen und körperlichen Gesundheit die hautnahe Erfahrung dieser Landschaften brauchen. Die Schwerpunkte des Engagements richten sich daher gegen weitere Erschließungspläne in den Alpen (Forststraßen, Klettersteigen, Seilbahnen, Anlage neuer Skipisten oder Beschneiungsanlagen). ALPINTIPP: Mit einem „Gefällt mir“ kann Mountain Wilderness auf Facebook unterstützt werden. Ein simpler Klick hilft die Idee nach außen zu tragen und die Community zu vergrößern. Außerdem werden für diverse Protestaktionen immer wieder Unterstützer gesucht. http://www.climbforlife.it/en/ Diese Plattform hat das Ziel in Kletterkreisen und darüber hinaus auf Knochenmarksspenden aufmerksam zu machen und zur Typisierung aufzurufen. Über die Website und einen Facebook Auftritt ruft Initiator Giovanni Spitale dazu auf, die Idee in die Welt hinauszutragen. Das Leben eines Kletterers liegt meist in den Händen seines Seilpartners. Dieses Bild überträgt Spitale auf all jene Menschen, die auf Knochenmarksspenden angewiesen sind. Es gibt möglicherweise draußen in der Welt einen Menschen, der Leben retten kann. Werde Spender! ALPINTIPP: Auch hier ist mit einem „Gefällt mir“ auf Facebook bereits geholfen. Sollten sich ein paar Leser typisieren lassen, wäre dies bereits ein großer Erfolg. Wo man dies in Deutschland machen kann erklärt sich auf der Internetseite des Zentralen Knochenmarkspenderregisters unter http://www.zkrd.de/de/ http://www.eoca.de/ EOCA ist eine Gruppe von Unternehmen in der europäischen Outdoor Industire, die sich zusammengeschlossen haben, um Geldmittel einzuwerben, die direkt in weltweite Naturschutzprojekte einfließen. In den letzten 6 Jahren konnten 46 Projekte in der Höhe von € 1.076.000,-- unterstützt werden. Jedes neue Mitglied bedeutet mehr Geld für diese Projekte. ALPINTIPP: Von Geldspenden abgesehen, kann man sich auf der Website zu diversen Freiwilligentätigkeiten anmelden. Auch Praktikas und Vollzeitengagements sind möglich! http://www.himkara.de/ Der Verein unter dem Vorsitz von Barbara Hirschbichler unterstützt Menschen, die unter härtesten Bedingungen in den Bergen des Himalaya und Karakorum, am äußersten Rand der Siedlungsgrenze und immer auch an der absoluten Existenzgrenze leben. Den Dorfbewohnern soll das Überleben in ihrer angestammten Heimat nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe erleichtert werden. ALPINTIPP: In jedem Dorf im Braldo-Tal gibt es zwar eine Schule, doch können die meisten Eltern das Schulgeld für ihre Kinder nicht aufbringen. Es besteht die Möglichkeit, die Schulkosten für ein Kind zu übernehmen. Für die Klassen 1-5 (Dorfschule) kostet eine Patenschaft € 50/Jahr. Für Kinder, die auf eine höhere Schule in Skardu gehen, kostet eine Schulpatenschaft € 200 Euro / Jahr. Auf der Website von Reinhold Messner können unter MMF alle Details zur Messner Mountain Foundation nachgelesen werden. Weitere Infos gibt es direkt über das Büro Reinhold Messner: info@reinholdmessner.it ALPINTIPP: Jeder Euro hilft, um Medizin, Yaks oder andere Hilfsmittel und Lehrkräfte zu finanzieren.
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Wer war Ignaz Philipp Semmelweis?
Ignaz Philipp Semmelweis (; * 1. Juli 1818 im Teilbezirk Tabán von Buda, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 13. August 1865 in Oberdöbling bei Wien, Kaisertum Österreich) war ein Chirurg und Geburtshelfer. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien. Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin. Leben Jugend und Laufbahn Ignaz Semmelweis wurde 1818 als fünftes Kind des Spezial- und Kolonialwaren-Großhändlers Josef Semmelweis (1778–1846) und der aus wohlhabendem Hause stammenden Theresa geb. Müller (1789–1844) im Teilbezirk Tabán in Buda geboren. Seine Eltern legten großen Wert auf eine gute Schulausbildung ihrer Kinder, da sie dadurch in die maßgeblichen gesellschaftlichen Schichten der heimischen Intelligenz aufsteigen konnten. Der Vater ließ alle Söhne im erzbischöflichen Gymnasium von Buda einschreiben. Nach dem Besuch der Elementarschule in Buda ging Ignaz auf das Piaristen-Gymnasium am St.-Niklas-Turm. Anschließend absolvierte er ein Jahr das Gymnasium in Stuhlweißenburg. Ursprünglich sollte er Militäranwalt werden, weshalb er von 1835 bis 1837 Philosophie und Jura an der Universität Pest studierte. 1837 kam er nach Wien, um Rechtswissenschaft zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin, setzte das Studium 1839 bis 1840 in Pest und ab 1841 wiederum in Wien fort. 1844 schloss er das Studium mit dem Magister der Geburtshilfe und im gleichen Jahr mit der Promotion zum Dr. med. ab. Seine Dissertation (Tractatus de vita plantarum „Über das Leben der Pflanzen“) behandelte die damals populäre Theorie des Vitalismus. Sie wurde durch die von ihm selbst schon bald (1847/48) verlangte Einführung einer systematisch vorgehenden klinischen Beobachtung, die ihn zum Mitbegründer der evidenzbasierten Medizin machte, allmählich als unwissenschaftlich verdrängt. 1845 folgte die Promotion zum Doktor der Chirurgie. Anschließend begann er an der Brustambulanz von Josef Skoda (1805–1881) und in der von Ferdinand von Hebra (1816–1880) geleiteten Ausschlagabteilung des von Kaiser Joseph II. gegründeten k.k. allgemeinen Krankenhauses zu arbeiten. Hier erlernte er Skodas Methode der Diagnose durch Ausschließen („diagnosis per exclusionem“) und die wissenschaftliche Arbeit mit statistischen Instrumenten. Im Institut für pathologische Anatomie unter der Leitung von Carl von Rokitansky (1804–1878) erstellte er Befunde an Frauenleichen. Assistenzarzt in Wien 1846 wurde Semmelweis Assistenzarzt in der geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Gefördert von namhaften Ärzten, wurde er Assistent von Prof. Johann Klein (1788–1856), Leiter der 1. geburtshilflichen Klinik, unter dessen Leitung die Letalitätsrate zwischen 5 und 15 Prozent betrug; teilweise reichte sie in Kliniken sogar bis zu 30 Prozent. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die durch das Kindbettfieber bedingte Sterblichkeit von Müttern nach der Entbindung wesentlich höher lag als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet und keine Leichensektionen vorgenommen wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür herausfinden und untersuchte die Mütter daher noch gründlicher. Doch gerade durch diese Bemühungen stieg die Zahl der Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich schließlich weigerten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinen Tagebuchaufzeichnungen starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Ein Kind auf die Welt zu bringen, war demnach also ebenso gefährlich, wie an einer Lungenentzündung zu erkranken. Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803–1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb – einer Krankheit, die einen ähnlichen Verlauf zeigte wie das Kindbettfieber –, glaubte Semmelweis, die Ursache für die Erkrankung benennen zu können: Die Mediziner und die Studenten führten täglich klinische Sektionen an den Leichen der Patientinnen durch, die zuvor am Kindbettfieber verstorben waren. Anschließend gingen sie „mit an der Hand klebenden Cadavertheilen“ zu den Gebärenden und wuschen sich die Hände mit Seife (oder in einzelnen Fällen überhaupt nicht), desinfizierten sie jedoch nicht. Mit diesen Händen untersuchten sie Frauen während der Entbindung und übertrugen infektiöses Material. Die eigentliche Ursache der Infektion – die Übertragung von Bakterien, die normalerweise massenhaft auf den Händen vorhanden sind – war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen nicht mit Leichen in Berührung und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch. In den Jahren 1847 bis 1848 fertigte er gezielt eine Studie unter dem Titel Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers an. Im Ergebnis dieser Studie wies Ignaz Semmelweis seine Studenten an, nach Leichensektionen die Hände und Instrumente mit Chlorlösung, später mit dem billigeren Chlorkalk zu desinfizieren – wie sich herausstellte, eine wirkungsvolle Maßnahme, da die Sterblichkeitsrate in nur wenigen Monaten von 12,3 auf 2 bis 3 Prozent sank. Als trotzdem noch einmal zwölf Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache zunächst das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet worden war, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen, sondern auch von lebenden Personen ausgehen konnte. So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung zu desinfizieren seien. Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 Prozent zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag. Trotz dieses Erfolgs wurden die Arbeiten von Semmelweis lange Zeit, vor allem von führenden Medizinern wie Anton von Rosas (1791–1855), Rudolf Virchow (1821–1902), Eduard Kaspar Jakob von Siebold (1801–1861), Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (1821–1891), James Young Simpson (1811–1870) und Weiteren, nicht anerkannt. Viele Ärzte und auch seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig und wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Einige Ärzte, wie Gustav Adolf Michaelis, veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner feindeten Semmelweis stark an und bezeichneten ihn als „Nestbeschmutzer“. Unterstützung fand er mit seiner Theorie bei namhaften Vertretern der Wiener Medizinischen Fakultät wie Skoda, Rokitansky und Hebra. Ferdinand von Hebra hatte Semmelweis sogar gedrängt, seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu veröffentlichen. Als er dies jedoch nicht tat, übernahm von Hebra selbst die Aufgabe. Die Gegner von Semmelweis verhinderten 1849 die Verlängerung seiner Assistenzarzttätigkeit, sodass er im März 1849 aus dem Dienst des Krankenhauses ausschied. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Mitglied der k. k. Gesellschaft der Ärzte gewählt. Hier wurde die angeregte Bildung einer Kommission zur Prüfung der Semmelweisschen Thesen mit Mehrheitsbeschluss angenommen, allerdings auf Betreiben seines ehemaligen Chefs in Wien, Professor Klein, dann ministeriell abgelehnt. Erst am 15. März 1850 präsentierte Semmelweis seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte. Professor in Pest Aufgrund weiterer Anfeindungen und Intrigen von Kollegen, wie Johann Klein oder Anton von Rosas, wurde Ignaz Semmelweis 1850 nur zum Privatdozenten für theoretische Geburtshilfe mit Übungen am Phantom ernannt. Über diese Einschränkung reagierte er dermaßen erbost, dass er nur fünf Tage nach seiner Ernennung Wien verließ und nach Pest übersiedelte. Hier eröffnete er eine Privatpraxis. Daneben arbeitete er als unbesoldeter Primararzt auf der Entbindungsstation des St.-Rochus-Spitals in Pest. Ab 1851 war Semmelweis Leiter der Geburtshilfeabteilung in Pest, ab 1855 Professor für theoretische und praktische Geburtshilfe sowie als Hebammenlehrer an der dortigen Universität, der heute nach ihm benannten Semmelweis-Universität. 1857 lehnte er die Berufung auf eine Professur nach Zürich ab. In Pest jedoch beschäftigte er sich auch mit der operativen Gynäkologie, hier führte er erstmals eine OP am Eierstock durch. Zwar veröffentlichte er seine Arbeitsergebnisse im ärztlichen Wochenblatt „Orvosi Hetilap“. Da dieses Blatt jedoch nur eine geringe Verbreitung hatte, war dieser Veröffentlichung keine große Wirksamkeit beschieden. Daher konnte Semmelweis mit solchen Aktivitäten seinen internationalen Widersachern nicht Paroli bieten. Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er dann bis 1860 in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Dem mit 500 Seiten zwar sehr umfangreichen, aber ungeschickt präsentierten und zudem sprachlich nicht elaborierten Buch blieb der Erfolg versagt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn (Semmelweis selbst nennt die Professoren Michaelis aus Kiel und Wilhelm Lange aus Heidelberg, aber auch Hebra, Škoda und von Rokitansky machten sich für ihn stark), da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Vielmehr wurde von vielen das Kindbettfieber beispielsweise auf schlechte Luft, das Ausbleiben der Menstruation oder einen Milchstau zurückgeführt. Da er immer wieder auf Ablehnung in Teilen der Ärzteschaft hinsichtlich der von ihm empfohlenen Desinfektionsmethoden stieß, ging er ab etwa 1861 dazu über, offene Briefe – zuerst an die ärgsten Widersacher, an Scanzoni, Späth und v. Siebold, dann später an alle Professoren im Bereich der Geburtshilfe – zu versenden. In diesen Briefen drohte er, die Uneinsichtigen öffentlich zu entlarven, wenn sie seine Verhaltensregeln nicht umsetzen. Dass es ihm dabei nicht immer gelang, diplomatisch die richtigen Worte zu wählen, verdeutlicht das folgende Zitat aus einem dieser offenen Briefe von Semmelweis: Und Semmelweis fährt fort: Offenbar als Antwort auf Semmelweis’ Denkbrief schrieb Louis Kugelmann aus Hannover am 10. August 1861: Tod 1865 erkrankte Ignaz Semmelweis an schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in die staatliche Landesirrenanstalt Döbling bei Wien eingeliefert. Einigen Quellen zufolge soll Semmelweis’ Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen sein. Semmelweis hatte wiederholt versucht, seine Kollegen von der Richtigkeit seiner Erkenntnisse schriftlich zu überzeugen, dennoch war ihm fast nur Ablehnung entgegengeschlagen, wie auch schon um 1850 von seinem ehemaligen Vorgesetzten am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Johann Klein (1788–1856), in dessen pathologischem Institut Semmelweis später obduziert wurde. Der Biograf Fritz Schürer von Waldheim schrieb 1905: Lobend erwähnt hatte Semmelweis diesbezüglich nur die Professoren Michaelis in Kiel und Lange in Heidelberg. Aus seiner Konversation in Briefen sind einzelne weitere bekannt, die ihm zumindest zugeneigt waren. Am 13. August 1865, zwei Wochen nach seiner Einweisung in Döbling, starb Ignaz Semmelweis – den damaligen Obduktionsberichten zufolge – mit 47 Jahren infolge einer kleinen Verletzung, die er sich durch eine eigene Schnittverletzung bei seinen Sektionen zugezogen habe, an einer Blutvergiftung. Eine ganz ähnliche Vermutung (gestorben „an Pyämie, wahrscheinlich in Folge einer Verwundung bei einer Operation“) wurde damals in der medizinischen Fachliteratur geäußert. Anderen Berichten zufolge sei dies stattdessen bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal bzw. zumindest innerhalb des Klinikaufenthalts erfolgt. So habe der Kinderarzt Janós Bókai, der 1865 einen Bericht über Semmelweis’ vorherigen Zustand verfasste, laut dem Gynäkologen und Medizinhistoriker Georg Silló-Seidl, welcher die ursprünglichen Klinikunterlagen im Archiv der Wiener Gesundheitsbehörde recherchierte, von einer vorherigen Verletzung nichts erwähnt, obwohl diese, wie behauptet, bereits zuvor entzündet gewesen sei. Laut Silló-Seidl gab es diverse weitere Ungereimtheiten. Da 1963 bei einer Exhumierung der sterblichen Überreste Semmelweis’ multiple Frakturen an Händen, Armen und am linken Brustkorb festgestellt wurden, erscheint die Aktennotiz der Klinik, in der stattdessen Gehirnlähmung als sein Sterbegrund genannt wurde, umso dubioser. Überlegungen zufolge, u. a. vom amerikanischen Semmelweis-Biografen Sherwin Nuland, sollen Pfleger Semmelweis auf dem Anstaltshof geschlagen haben und auf ihm herumgetrampelt sein. Ignaz Semmelweis wurde zunächst am 15. August auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt. Nachdem dieser aufgelassen worden war, begrub man die sterblichen Überreste im Grab seiner Eltern auf dem Budapester Kerepesi temető. 1963 überführte man sie in sein Geburtshaus, das heute das Semmelweis-Museum für Medizingeschichte ist. Semmelweis hinterließ Frau und drei Kinder. Nachrufe waren kärglich und knapp. Eine Würdigung seines Lebenswerks fand sich lediglich in der Fachzeitschrift Orvosi Hetilap, in der Semmelweis, noch bevor er sein Buch verfasste, einige seiner Vorträge in ungarischer Sprache veröffentlicht hatte. Immerhin widmete ihm die Wiener Medizinische Wochenschrift einen kurzen Nachruf: „Dienstag wurde Professor Semmelweis begraben. Viele Professoren, Primarärzte etc. folgten seinem Sarge, und geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Verstorbene war erst 47 Jahre alt, und hinterlässt eine trauernde Witwe, und drei unmündige Kinder. Ruhe seiner Asche.“ Semmelweis’ Bedeutung wurde lange Zeit nicht erkannt. Erst 1882 erhielt er durch die Biografie von Alfred Hegar die erste öffentliche Anerkennung. Seine Biografen, deren Bücher meist zu Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, setzten sich häufig mit drastischen, sehr klaren Worten für ihn ein. Im Hauptgebäude der Anstalt in Wien-Döbling ist seit 1991 das Bezirksgericht Döbling untergebracht. Auf dem ehemaligen Gelände der Anstalt befindet sich der Neubau eines Seniorenheimes. Nachwirkung Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827–1912) im Jahr 1867 demonstrierte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein drastischer Rückgang der Operationsmortalität erreicht. Oft wird die Asepsis ihm zugeschrieben, obwohl er seine Erkenntnisse aus denen von Semmelweis gezogen hatte. Eine Ärztegeneration später setzte sich die Umsetzung von Hygienemaßnahmen bei Frauen im Kindbett durch, und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Semmelweis’ Erkenntnissen gewahr. Der im englischen Sprachraum bekannte Begriff Semmelweis-Reflex beschreibt die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“. In vielen Fällen habe die wissenschaftliche Leistung dann eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge. Die Begriffsbildung wird dem amerikanischen Autor Robert Anton Wilson zugeschrieben. 1993 wurde der Asteroid (4170) Semmelweis nach ihm benannt. Darüber hinaus tragen die Semmelweis-Universität in Budapest und die Semmelweis-Frauenklinik in Wien seinen Namen. Im ehemaligen Bezirkskrankenhaus Brandenburg an der Havel, heute Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, befand sich rechts neben dem Eingang zum alten Kreißsaal eine Büste von Ignaz Semmelweis. Mit dem Abriss des Gebäudetrakts und dem Umzug des Kreißsaals in den Neubau West verschwand diese Büste. Am 20. Februar 2019 wurde an der Medizinischen Universität Wien eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest. Die Enthüllung erfolgte in Anwesenheit von János Áder, Ernst Woller sowie der Rektoren beider Universitäten, Béla Merkely und Markus Müller. Die Statue wurde vom ungarischen Künstler Péter Párkányi Raab geschaffen. Die Bundesregierung Österreichs plant ab dem Studienjahr 2022/23 den Aufbau eines universitätsübergreifenden Ignaz-Semmelweis-Instituts (ISI) und schafft dafür bis zu 30 neue Professuren. Dieses Institut für Infektionsfragen soll sowohl Forschung betreiben als auch als Ansprechpartner für die Politik fungieren. Das Kooperationszentrum soll als Zusammenarbeit der MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck, JKU Linz und der VetMedUni Wien entstehen. Die Klientel Die Geburtshilfe genoss als medizinisches Fachgebiet ein geringes Ansehen. Geburtshilfliche Abteilungen lagen häufig in alten, desolaten Kliniktrakten mit Blick zum Hof oder zum Leichenhaus. Die Einrichtungen und hygienischen Verhältnisse waren extrem primitiv, teilweise auch, weil die Verbindung zwischen Hygiene und Infektionsgefahren nicht bekannt war. Leider fehlen demographische Daten der Patientinnen zu Status, Herkunft, Familienstand usw. in den Statistiken. Aus den vorliegenden Schriften geht lediglich hervor, dass ein Großteil der Patientinnen aus ärmlichen Verhältnissen stammte und keine Lobby hatte. Persönlichkeit Einflussreiche Ärzte sprachen für ihn, ihnen unterliefen aber kleine Fehler, die Semmelweis nicht korrigierte und die ihn angreifbar machten. Sein erster kollegialer Unterstützer war Gustav Adolf Michaelis, der als erster Geburtshelfer die Entdeckung erprobte und Semmelweis Recht gab. Außer einigen Briefen, die Semmelweis mit der Bitte um Prüfung an den Professor der Geburtshilfe in Kiel sandte, nahm Semmelweis trotz vieler Ersuchen und Möglichkeiten weder schriftlich noch mündlich Stellung. Öffentlich trat er erst ab Mitte 1850 in Wien auf. Seine Biografen erklären dies mit mangelhafter Schulbildung und der damit verbundenen Angst vor dem Sprechen und Schreiben. Semmelweis machte grammatikalische und orthographische Fehler und sprach Dialekt. Semmelweis wird als bescheiden und anspruchslos, als guter Gesellschafter, von kindlich-naiver Denkungsart und vertrauensvoll beschrieben, der aber sehr entschieden auf Gemeinheiten reagierte (Alfred Hegar, 1882). Seine spätere Verbitterung und zunehmende psychische Veränderung – Aggressivität, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unbeherrschtheit – werden häufig als Grund für das Scheitern seiner Ideen angenommen. Alwin Schönberger beschrieb seine Krankheit: „Er wurde zunehmend impulsiv, jähzornig und reizbar, er tobte, fluchte und beschimpfte Kollegen, hatte andererseits Phasen der Apathie und Antriebslosigkeit, vernachlässigte sein Äußeres, witterte überall Feinde, Neider und Intriganten. Forscher vermuten heute eine fortschreitende Erkrankung als Ursache. Die Symptome könnten zu einer Neurosyphilis passen, die nicht mit körperlichem Verfall einherging, aber mit einer dramatischen Veränderung des Charakters.“ Stand der Forschung Die Resonanz auf seine These war anfänglich relativ groß, die Revolution von 1848 lenkte das Interesse jedoch auf andere Bereiche. Ihr Scheitern stärkte dann die Reaktion und damit die althergebrachte Ordnung. Die deutschen und österreichischen Lehrbücher der Geburtshilfe ignorierten Semmelweis und vertraten weiterhin alte Lehren. Vereinzelt wurden Chlorwaschungen eingeführt, ohne dass die zuständigen Professoren sich wissenschaftlich zur Desinfizierung bekannten. Ein größeres Hindernis für die Verbreitung und Annahme seiner Theorie war aber nicht die Ignoranz, sondern die nachlässige Durchführung der Chlorwaschungen, deren mangelhafter Erfolg als Widerlegung der Semmelweisschen These angesehen wurde. Im In- und Ausland wurden Semmelweis’ Erkenntnisse nicht akzeptiert. Führende Ärzte standen ihm kritisch und ablehnend gegenüber. Der Stand der Forschung war ein anderer, die Theorie der Wundkrankheiten hatte durch Rudolf Virchow eine andere Erklärungsbasis gefunden. Für das Kindbettfieber machte dieser vor allem Witterungsverhältnisse und Erkrankungen verantwortlich. Schriften (Auswahl) Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni. Pest 1861 (online). Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers. 1861 (). Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis. Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen 1862 (online). Tiberius von Györy (Hrsg.): Semmelweis’ gesammelte Werke. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0692-5. Literatur Sachbuch Paul de Kruif: Kämpfer für das Leben. Ruhmestaten großer Naturforscher und Ärzte. Verlag des Druckhauses Tempelhof, Berlin 1951. György Gortvay: Semmelweis, Retter der Mütter. Hirzel, Leipzig 1977. Louis-Ferdinand Céline: Leben und Werk Philipp des Ignaz Semmelweis (1818–1865). Edition Age d’Homme, Wien 1980, ISBN 3-85418-004-7. Georg Silló-Seidl: Die Wahrheit über Semmelweis. Semmelweis, Hoya 1984, ISBN 3-925524-22-3. István Benedek: Ignaz Philipp Semmelweis (1818–1865). Böhlau, Wien 1985, ISBN 3-205-00537-6. Georg Silló-Seidl: Die Affaire Semmelweis. Herold, Wien 1985, ISBN 3-7008-0303-6. Sherwin B. Nuland: Ignaz Semmelweis. Arzt und großer Entdecker. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04825-0. Karl Semmelweis: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. Eigenverlag, Eisenstadt 2007. Sabine Fellner, Katrin Unterreiner: Medizin in Wien: Semmelweis, Billroth und Co. Metro, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-601-3. Hermann Baum: Ignaz Semmelweis: seine Mutter und ihre Vorfahren. Grin, München 2015, ISBN 978-3-656-89784-2. Fachliteratur Erna Lesky: Ignaz Philipp Semmelweis und die Wiener Medizinische Schule. Wien 1964 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 245, Band 1965, 3. Abhandlung). K. C. Carter, S. Abbott, J. L. Siebach: Five documents relating to the final illness and death of Ignaz Semmelweis. In: Bulletin of the history of medicine. Band 69, Nummer 2, 1995, S. 255–270. PMID 7613067. K. A. Sepkowitz: Cassandra and Ignaz Semmelweis. In: International Journal of Infectious Diseases, 1/1996, S. 57–58. J. Lange: Ignaz Semmelweis – “Savior of Mothers”. Long fight for recognition. In: Fortschritte der Medizin. Band 115, Nummer 33, November 1997, S. 60, PMID 9480285. V. Jay: Ignaz Semmelweis and the conquest of puerperal sepsis. In: Archives of Pathology & Laboratory Medicine, Band 123, Nummer 7, Juli 1999, S. 561–562, . PMID 10388906. M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Quality & safety in health care. Band 13, Nummer 3, Juni 2004, S. 233–234, doi:10.1136/qhc.13.3.233. PMID 15175497. . M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Qual Saf Health Care., 13/2004, S. 233–4. PMID 15175497. D. Gilles: Hempelian and Kuhnian Approaches in the Philosophy of Medicine: the Semmelweis Case (PDF; 210 kB). In: Studies in History and Philosophy of Science Part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 36/2005, , S. 159–181. Belletristik Hans José Rehfisch: Doktor Semmelweis. In: Ders.: Sieben Dramen. Desch, München 1961. Filme 1938: That Mothers Might Live, USA MGM, Regie Fred Zinnemann, Oscar für den besten Kurzfilm 1940: Semmelweis, Ungarn Mester Film, Regie André De Toth 1950: Semmelweis – Retter der Mütter, DDR DEFA, Regie Georg C. Klaren 1980: Semmelweis, Italien RAI, Regie Gianfranco Bettetini 1987: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen, BRD/Österreich ZDF/ORF, Regie Michael Verhoeven 1994: Semmelweis, Niederlande Humanistische Omroep Stichting, Regie Floor Maas 1995: Docteur Semmelweis, Frankreich/Polen, Regie Roger Andrieux 2001: Semmelweis (Kurzfilm), USA/Österreich Belvedere Film, Regie Jim Berry Drama/Schauspiele Jens Bjørneboe: Semmelweis. Gyldendal Norsk Forlag / Gyldendals moderne skuespillserie, Oslo 1968. Popkultur Fatoni: Semmelweisreflex – 2015: Yo, Picasso (mit Dexter, WSP Records / Universal Music Group) Weblinks Einzelnachweise Gynäkologe, Geburtshelfer Hygieniker Mediziner (19. Jahrhundert) Person als Namensgeber für einen Asteroiden Hochschullehrer (Semmelweis-Universität) Person (Kaisertum Österreich) Ungarndeutscher Ungar Geboren 1818 Gestorben 1865 Mann
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Wer war Ignaz Philipp Semmelweis?
Ignaz Philipp Semmelweis (; * 1. Juli 1818 im Teilbezirk Tabán von Buda, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 13. August 1865 in Oberdöbling bei Wien, Kaisertum Österreich) war ein Chirurg und Geburtshelfer. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien. Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin. Leben Jugend und Laufbahn Ignaz Semmelweis wurde 1818 als fünftes Kind des Spezial- und Kolonialwaren-Großhändlers Josef Semmelweis (1778–1846) und der aus wohlhabendem Hause stammenden Theresa geb. Müller (1789–1844) im Teilbezirk Tabán in Buda geboren. Seine Eltern legten großen Wert auf eine gute Schulausbildung ihrer Kinder, da sie dadurch in die maßgeblichen gesellschaftlichen Schichten der heimischen Intelligenz aufsteigen konnten. Der Vater ließ alle Söhne im erzbischöflichen Gymnasium von Buda einschreiben. Nach dem Besuch der Elementarschule in Buda ging Ignaz auf das Piaristen-Gymnasium am St.-Niklas-Turm. Anschließend absolvierte er ein Jahr das Gymnasium in Stuhlweißenburg. Ursprünglich sollte er Militäranwalt werden, weshalb er von 1835 bis 1837 Philosophie und Jura an der Universität Pest studierte. 1837 kam er nach Wien, um Rechtswissenschaft zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin, setzte das Studium 1839 bis 1840 in Pest und ab 1841 wiederum in Wien fort. 1844 schloss er das Studium mit dem Magister der Geburtshilfe und im gleichen Jahr mit der Promotion zum Dr. med. ab. Seine Dissertation (Tractatus de vita plantarum „Über das Leben der Pflanzen“) behandelte die damals populäre Theorie des Vitalismus. Sie wurde durch die von ihm selbst schon bald (1847/48) verlangte Einführung einer systematisch vorgehenden klinischen Beobachtung, die ihn zum Mitbegründer der evidenzbasierten Medizin machte, allmählich als unwissenschaftlich verdrängt. 1845 folgte die Promotion zum Doktor der Chirurgie. Anschließend begann er an der Brustambulanz von Josef Skoda (1805–1881) und in der von Ferdinand von Hebra (1816–1880) geleiteten Ausschlagabteilung des von Kaiser Joseph II. gegründeten k.k. allgemeinen Krankenhauses zu arbeiten. Hier erlernte er Skodas Methode der Diagnose durch Ausschließen („diagnosis per exclusionem“) und die wissenschaftliche Arbeit mit statistischen Instrumenten. Im Institut für pathologische Anatomie unter der Leitung von Carl von Rokitansky (1804–1878) erstellte er Befunde an Frauenleichen. Assistenzarzt in Wien 1846 wurde Semmelweis Assistenzarzt in der geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Gefördert von namhaften Ärzten, wurde er Assistent von Prof. Johann Klein (1788–1856), Leiter der 1. geburtshilflichen Klinik, unter dessen Leitung die Letalitätsrate zwischen 5 und 15 Prozent betrug; teilweise reichte sie in Kliniken sogar bis zu 30 Prozent. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die durch das Kindbettfieber bedingte Sterblichkeit von Müttern nach der Entbindung wesentlich höher lag als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet und keine Leichensektionen vorgenommen wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür herausfinden und untersuchte die Mütter daher noch gründlicher. Doch gerade durch diese Bemühungen stieg die Zahl der Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich schließlich weigerten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinen Tagebuchaufzeichnungen starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Ein Kind auf die Welt zu bringen, war demnach also ebenso gefährlich, wie an einer Lungenentzündung zu erkranken. Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803–1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb – einer Krankheit, die einen ähnlichen Verlauf zeigte wie das Kindbettfieber –, glaubte Semmelweis, die Ursache für die Erkrankung benennen zu können: Die Mediziner und die Studenten führten täglich klinische Sektionen an den Leichen der Patientinnen durch, die zuvor am Kindbettfieber verstorben waren. Anschließend gingen sie „mit an der Hand klebenden Cadavertheilen“ zu den Gebärenden und wuschen sich die Hände mit Seife (oder in einzelnen Fällen überhaupt nicht), desinfizierten sie jedoch nicht. Mit diesen Händen untersuchten sie Frauen während der Entbindung und übertrugen infektiöses Material. Die eigentliche Ursache der Infektion – die Übertragung von Bakterien, die normalerweise massenhaft auf den Händen vorhanden sind – war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen nicht mit Leichen in Berührung und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch. In den Jahren 1847 bis 1848 fertigte er gezielt eine Studie unter dem Titel Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers an. Im Ergebnis dieser Studie wies Ignaz Semmelweis seine Studenten an, nach Leichensektionen die Hände und Instrumente mit Chlorlösung, später mit dem billigeren Chlorkalk zu desinfizieren – wie sich herausstellte, eine wirkungsvolle Maßnahme, da die Sterblichkeitsrate in nur wenigen Monaten von 12,3 auf 2 bis 3 Prozent sank. Als trotzdem noch einmal zwölf Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache zunächst das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet worden war, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen, sondern auch von lebenden Personen ausgehen konnte. So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung zu desinfizieren seien. Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 Prozent zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag. Trotz dieses Erfolgs wurden die Arbeiten von Semmelweis lange Zeit, vor allem von führenden Medizinern wie Anton von Rosas (1791–1855), Rudolf Virchow (1821–1902), Eduard Kaspar Jakob von Siebold (1801–1861), Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (1821–1891), James Young Simpson (1811–1870) und Weiteren, nicht anerkannt. Viele Ärzte und auch seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig und wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Einige Ärzte, wie Gustav Adolf Michaelis, veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner feindeten Semmelweis stark an und bezeichneten ihn als „Nestbeschmutzer“. Unterstützung fand er mit seiner Theorie bei namhaften Vertretern der Wiener Medizinischen Fakultät wie Skoda, Rokitansky und Hebra. Ferdinand von Hebra hatte Semmelweis sogar gedrängt, seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu veröffentlichen. Als er dies jedoch nicht tat, übernahm von Hebra selbst die Aufgabe. Die Gegner von Semmelweis verhinderten 1849 die Verlängerung seiner Assistenzarzttätigkeit, sodass er im März 1849 aus dem Dienst des Krankenhauses ausschied. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Mitglied der k. k. Gesellschaft der Ärzte gewählt. Hier wurde die angeregte Bildung einer Kommission zur Prüfung der Semmelweisschen Thesen mit Mehrheitsbeschluss angenommen, allerdings auf Betreiben seines ehemaligen Chefs in Wien, Professor Klein, dann ministeriell abgelehnt. Erst am 15. März 1850 präsentierte Semmelweis seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte. Professor in Pest Aufgrund weiterer Anfeindungen und Intrigen von Kollegen, wie Johann Klein oder Anton von Rosas, wurde Ignaz Semmelweis 1850 nur zum Privatdozenten für theoretische Geburtshilfe mit Übungen am Phantom ernannt. Über diese Einschränkung reagierte er dermaßen erbost, dass er nur fünf Tage nach seiner Ernennung Wien verließ und nach Pest übersiedelte. Hier eröffnete er eine Privatpraxis. Daneben arbeitete er als unbesoldeter Primararzt auf der Entbindungsstation des St.-Rochus-Spitals in Pest. Ab 1851 war Semmelweis Leiter der Geburtshilfeabteilung in Pest, ab 1855 Professor für theoretische und praktische Geburtshilfe sowie als Hebammenlehrer an der dortigen Universität, der heute nach ihm benannten Semmelweis-Universität. 1857 lehnte er die Berufung auf eine Professur nach Zürich ab. In Pest jedoch beschäftigte er sich auch mit der operativen Gynäkologie, hier führte er erstmals eine OP am Eierstock durch. Zwar veröffentlichte er seine Arbeitsergebnisse im ärztlichen Wochenblatt „Orvosi Hetilap“. Da dieses Blatt jedoch nur eine geringe Verbreitung hatte, war dieser Veröffentlichung keine große Wirksamkeit beschieden. Daher konnte Semmelweis mit solchen Aktivitäten seinen internationalen Widersachern nicht Paroli bieten. Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er dann bis 1860 in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Dem mit 500 Seiten zwar sehr umfangreichen, aber ungeschickt präsentierten und zudem sprachlich nicht elaborierten Buch blieb der Erfolg versagt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn (Semmelweis selbst nennt die Professoren Michaelis aus Kiel und Wilhelm Lange aus Heidelberg, aber auch Hebra, Škoda und von Rokitansky machten sich für ihn stark), da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Vielmehr wurde von vielen das Kindbettfieber beispielsweise auf schlechte Luft, das Ausbleiben der Menstruation oder einen Milchstau zurückgeführt. Da er immer wieder auf Ablehnung in Teilen der Ärzteschaft hinsichtlich der von ihm empfohlenen Desinfektionsmethoden stieß, ging er ab etwa 1861 dazu über, offene Briefe – zuerst an die ärgsten Widersacher, an Scanzoni, Späth und v. Siebold, dann später an alle Professoren im Bereich der Geburtshilfe – zu versenden. In diesen Briefen drohte er, die Uneinsichtigen öffentlich zu entlarven, wenn sie seine Verhaltensregeln nicht umsetzen. Dass es ihm dabei nicht immer gelang, diplomatisch die richtigen Worte zu wählen, verdeutlicht das folgende Zitat aus einem dieser offenen Briefe von Semmelweis: Und Semmelweis fährt fort: Offenbar als Antwort auf Semmelweis’ Denkbrief schrieb Louis Kugelmann aus Hannover am 10. August 1861: Tod 1865 erkrankte Ignaz Semmelweis an schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in die staatliche Landesirrenanstalt Döbling bei Wien eingeliefert. Einigen Quellen zufolge soll Semmelweis’ Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen sein. Semmelweis hatte wiederholt versucht, seine Kollegen von der Richtigkeit seiner Erkenntnisse schriftlich zu überzeugen, dennoch war ihm fast nur Ablehnung entgegengeschlagen, wie auch schon um 1850 von seinem ehemaligen Vorgesetzten am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Johann Klein (1788–1856), in dessen pathologischem Institut Semmelweis später obduziert wurde. Der Biograf Fritz Schürer von Waldheim schrieb 1905: Lobend erwähnt hatte Semmelweis diesbezüglich nur die Professoren Michaelis in Kiel und Lange in Heidelberg. Aus seiner Konversation in Briefen sind einzelne weitere bekannt, die ihm zumindest zugeneigt waren. Am 13. August 1865, zwei Wochen nach seiner Einweisung in Döbling, starb Ignaz Semmelweis – den damaligen Obduktionsberichten zufolge – mit 47 Jahren infolge einer kleinen Verletzung, die er sich durch eine eigene Schnittverletzung bei seinen Sektionen zugezogen habe, an einer Blutvergiftung. Eine ganz ähnliche Vermutung (gestorben „an Pyämie, wahrscheinlich in Folge einer Verwundung bei einer Operation“) wurde damals in der medizinischen Fachliteratur geäußert. Anderen Berichten zufolge sei dies stattdessen bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal bzw. zumindest innerhalb des Klinikaufenthalts erfolgt. So habe der Kinderarzt Janós Bókai, der 1865 einen Bericht über Semmelweis’ vorherigen Zustand verfasste, laut dem Gynäkologen und Medizinhistoriker Georg Silló-Seidl, welcher die ursprünglichen Klinikunterlagen im Archiv der Wiener Gesundheitsbehörde recherchierte, von einer vorherigen Verletzung nichts erwähnt, obwohl diese, wie behauptet, bereits zuvor entzündet gewesen sei. Laut Silló-Seidl gab es diverse weitere Ungereimtheiten. Da 1963 bei einer Exhumierung der sterblichen Überreste Semmelweis’ multiple Frakturen an Händen, Armen und am linken Brustkorb festgestellt wurden, erscheint die Aktennotiz der Klinik, in der stattdessen Gehirnlähmung als sein Sterbegrund genannt wurde, umso dubioser. Überlegungen zufolge, u. a. vom amerikanischen Semmelweis-Biografen Sherwin Nuland, sollen Pfleger Semmelweis auf dem Anstaltshof geschlagen haben und auf ihm herumgetrampelt sein. Ignaz Semmelweis wurde zunächst am 15. August auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt. Nachdem dieser aufgelassen worden war, begrub man die sterblichen Überreste im Grab seiner Eltern auf dem Budapester Kerepesi temető. 1963 überführte man sie in sein Geburtshaus, das heute das Semmelweis-Museum für Medizingeschichte ist. Semmelweis hinterließ Frau und drei Kinder. Nachrufe waren kärglich und knapp. Eine Würdigung seines Lebenswerks fand sich lediglich in der Fachzeitschrift Orvosi Hetilap, in der Semmelweis, noch bevor er sein Buch verfasste, einige seiner Vorträge in ungarischer Sprache veröffentlicht hatte. Immerhin widmete ihm die Wiener Medizinische Wochenschrift einen kurzen Nachruf: „Dienstag wurde Professor Semmelweis begraben. Viele Professoren, Primarärzte etc. folgten seinem Sarge, und geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Verstorbene war erst 47 Jahre alt, und hinterlässt eine trauernde Witwe, und drei unmündige Kinder. Ruhe seiner Asche.“ Semmelweis’ Bedeutung wurde lange Zeit nicht erkannt. Erst 1882 erhielt er durch die Biografie von Alfred Hegar die erste öffentliche Anerkennung. Seine Biografen, deren Bücher meist zu Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, setzten sich häufig mit drastischen, sehr klaren Worten für ihn ein. Im Hauptgebäude der Anstalt in Wien-Döbling ist seit 1991 das Bezirksgericht Döbling untergebracht. Auf dem ehemaligen Gelände der Anstalt befindet sich der Neubau eines Seniorenheimes. Nachwirkung Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827–1912) im Jahr 1867 demonstrierte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein drastischer Rückgang der Operationsmortalität erreicht. Oft wird die Asepsis ihm zugeschrieben, obwohl er seine Erkenntnisse aus denen von Semmelweis gezogen hatte. Eine Ärztegeneration später setzte sich die Umsetzung von Hygienemaßnahmen bei Frauen im Kindbett durch, und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Semmelweis’ Erkenntnissen gewahr. Der im englischen Sprachraum bekannte Begriff Semmelweis-Reflex beschreibt die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“. In vielen Fällen habe die wissenschaftliche Leistung dann eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge. Die Begriffsbildung wird dem amerikanischen Autor Robert Anton Wilson zugeschrieben. 1993 wurde der Asteroid (4170) Semmelweis nach ihm benannt. Darüber hinaus tragen die Semmelweis-Universität in Budapest und die Semmelweis-Frauenklinik in Wien seinen Namen. Im ehemaligen Bezirkskrankenhaus Brandenburg an der Havel, heute Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, befand sich rechts neben dem Eingang zum alten Kreißsaal eine Büste von Ignaz Semmelweis. Mit dem Abriss des Gebäudetrakts und dem Umzug des Kreißsaals in den Neubau West verschwand diese Büste. Am 20. Februar 2019 wurde an der Medizinischen Universität Wien eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest. Die Enthüllung erfolgte in Anwesenheit von János Áder, Ernst Woller sowie der Rektoren beider Universitäten, Béla Merkely und Markus Müller. Die Statue wurde vom ungarischen Künstler Péter Párkányi Raab geschaffen. Die Bundesregierung Österreichs plant ab dem Studienjahr 2022/23 den Aufbau eines universitätsübergreifenden Ignaz-Semmelweis-Instituts (ISI) und schafft dafür bis zu 30 neue Professuren. Dieses Institut für Infektionsfragen soll sowohl Forschung betreiben als auch als Ansprechpartner für die Politik fungieren. Das Kooperationszentrum soll als Zusammenarbeit der MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck, JKU Linz und der VetMedUni Wien entstehen. Die Klientel Die Geburtshilfe genoss als medizinisches Fachgebiet ein geringes Ansehen. Geburtshilfliche Abteilungen lagen häufig in alten, desolaten Kliniktrakten mit Blick zum Hof oder zum Leichenhaus. Die Einrichtungen und hygienischen Verhältnisse waren extrem primitiv, teilweise auch, weil die Verbindung zwischen Hygiene und Infektionsgefahren nicht bekannt war. Leider fehlen demographische Daten der Patientinnen zu Status, Herkunft, Familienstand usw. in den Statistiken. Aus den vorliegenden Schriften geht lediglich hervor, dass ein Großteil der Patientinnen aus ärmlichen Verhältnissen stammte und keine Lobby hatte. Persönlichkeit Einflussreiche Ärzte sprachen für ihn, ihnen unterliefen aber kleine Fehler, die Semmelweis nicht korrigierte und die ihn angreifbar machten. Sein erster kollegialer Unterstützer war Gustav Adolf Michaelis, der als erster Geburtshelfer die Entdeckung erprobte und Semmelweis Recht gab. Außer einigen Briefen, die Semmelweis mit der Bitte um Prüfung an den Professor der Geburtshilfe in Kiel sandte, nahm Semmelweis trotz vieler Ersuchen und Möglichkeiten weder schriftlich noch mündlich Stellung. Öffentlich trat er erst ab Mitte 1850 in Wien auf. Seine Biografen erklären dies mit mangelhafter Schulbildung und der damit verbundenen Angst vor dem Sprechen und Schreiben. Semmelweis machte grammatikalische und orthographische Fehler und sprach Dialekt. Semmelweis wird als bescheiden und anspruchslos, als guter Gesellschafter, von kindlich-naiver Denkungsart und vertrauensvoll beschrieben, der aber sehr entschieden auf Gemeinheiten reagierte (Alfred Hegar, 1882). Seine spätere Verbitterung und zunehmende psychische Veränderung – Aggressivität, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unbeherrschtheit – werden häufig als Grund für das Scheitern seiner Ideen angenommen. Alwin Schönberger beschrieb seine Krankheit: „Er wurde zunehmend impulsiv, jähzornig und reizbar, er tobte, fluchte und beschimpfte Kollegen, hatte andererseits Phasen der Apathie und Antriebslosigkeit, vernachlässigte sein Äußeres, witterte überall Feinde, Neider und Intriganten. Forscher vermuten heute eine fortschreitende Erkrankung als Ursache. Die Symptome könnten zu einer Neurosyphilis passen, die nicht mit körperlichem Verfall einherging, aber mit einer dramatischen Veränderung des Charakters.“ Stand der Forschung Die Resonanz auf seine These war anfänglich relativ groß, die Revolution von 1848 lenkte das Interesse jedoch auf andere Bereiche. Ihr Scheitern stärkte dann die Reaktion und damit die althergebrachte Ordnung. Die deutschen und österreichischen Lehrbücher der Geburtshilfe ignorierten Semmelweis und vertraten weiterhin alte Lehren. Vereinzelt wurden Chlorwaschungen eingeführt, ohne dass die zuständigen Professoren sich wissenschaftlich zur Desinfizierung bekannten. Ein größeres Hindernis für die Verbreitung und Annahme seiner Theorie war aber nicht die Ignoranz, sondern die nachlässige Durchführung der Chlorwaschungen, deren mangelhafter Erfolg als Widerlegung der Semmelweisschen These angesehen wurde. Im In- und Ausland wurden Semmelweis’ Erkenntnisse nicht akzeptiert. Führende Ärzte standen ihm kritisch und ablehnend gegenüber. Der Stand der Forschung war ein anderer, die Theorie der Wundkrankheiten hatte durch Rudolf Virchow eine andere Erklärungsbasis gefunden. Für das Kindbettfieber machte dieser vor allem Witterungsverhältnisse und Erkrankungen verantwortlich. Schriften (Auswahl) Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni. Pest 1861 (online). Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers. 1861 (). Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis. Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen 1862 (online). Tiberius von Györy (Hrsg.): Semmelweis’ gesammelte Werke. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0692-5. Literatur Sachbuch Paul de Kruif: Kämpfer für das Leben. Ruhmestaten großer Naturforscher und Ärzte. Verlag des Druckhauses Tempelhof, Berlin 1951. György Gortvay: Semmelweis, Retter der Mütter. Hirzel, Leipzig 1977. Louis-Ferdinand Céline: Leben und Werk Philipp des Ignaz Semmelweis (1818–1865). Edition Age d’Homme, Wien 1980, ISBN 3-85418-004-7. Georg Silló-Seidl: Die Wahrheit über Semmelweis. Semmelweis, Hoya 1984, ISBN 3-925524-22-3. István Benedek: Ignaz Philipp Semmelweis (1818–1865). Böhlau, Wien 1985, ISBN 3-205-00537-6. Georg Silló-Seidl: Die Affaire Semmelweis. Herold, Wien 1985, ISBN 3-7008-0303-6. Sherwin B. Nuland: Ignaz Semmelweis. Arzt und großer Entdecker. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04825-0. Karl Semmelweis: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. Eigenverlag, Eisenstadt 2007. Sabine Fellner, Katrin Unterreiner: Medizin in Wien: Semmelweis, Billroth und Co. Metro, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-601-3. Hermann Baum: Ignaz Semmelweis: seine Mutter und ihre Vorfahren. Grin, München 2015, ISBN 978-3-656-89784-2. Fachliteratur Erna Lesky: Ignaz Philipp Semmelweis und die Wiener Medizinische Schule. Wien 1964 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 245, Band 1965, 3. Abhandlung). K. C. Carter, S. Abbott, J. L. Siebach: Five documents relating to the final illness and death of Ignaz Semmelweis. In: Bulletin of the history of medicine. Band 69, Nummer 2, 1995, S. 255–270. PMID 7613067. K. A. Sepkowitz: Cassandra and Ignaz Semmelweis. In: International Journal of Infectious Diseases, 1/1996, S. 57–58. J. Lange: Ignaz Semmelweis – “Savior of Mothers”. Long fight for recognition. In: Fortschritte der Medizin. Band 115, Nummer 33, November 1997, S. 60, PMID 9480285. V. Jay: Ignaz Semmelweis and the conquest of puerperal sepsis. In: Archives of Pathology & Laboratory Medicine, Band 123, Nummer 7, Juli 1999, S. 561–562, . PMID 10388906. M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Quality & safety in health care. Band 13, Nummer 3, Juni 2004, S. 233–234, doi:10.1136/qhc.13.3.233. PMID 15175497. . M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Qual Saf Health Care., 13/2004, S. 233–4. PMID 15175497. D. Gilles: Hempelian and Kuhnian Approaches in the Philosophy of Medicine: the Semmelweis Case (PDF; 210 kB). In: Studies in History and Philosophy of Science Part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 36/2005, , S. 159–181. Belletristik Hans José Rehfisch: Doktor Semmelweis. In: Ders.: Sieben Dramen. Desch, München 1961. Filme 1938: That Mothers Might Live, USA MGM, Regie Fred Zinnemann, Oscar für den besten Kurzfilm 1940: Semmelweis, Ungarn Mester Film, Regie André De Toth 1950: Semmelweis – Retter der Mütter, DDR DEFA, Regie Georg C. Klaren 1980: Semmelweis, Italien RAI, Regie Gianfranco Bettetini 1987: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen, BRD/Österreich ZDF/ORF, Regie Michael Verhoeven 1994: Semmelweis, Niederlande Humanistische Omroep Stichting, Regie Floor Maas 1995: Docteur Semmelweis, Frankreich/Polen, Regie Roger Andrieux 2001: Semmelweis (Kurzfilm), USA/Österreich Belvedere Film, Regie Jim Berry Drama/Schauspiele Jens Bjørneboe: Semmelweis. Gyldendal Norsk Forlag / Gyldendals moderne skuespillserie, Oslo 1968. Popkultur Fatoni: Semmelweisreflex – 2015: Yo, Picasso (mit Dexter, WSP Records / Universal Music Group) Weblinks Einzelnachweise Gynäkologe, Geburtshelfer Hygieniker Mediziner (19. Jahrhundert) Person als Namensgeber für einen Asteroiden Hochschullehrer (Semmelweis-Universität) Person (Kaisertum Österreich) Ungarndeutscher Ungar Geboren 1818 Gestorben 1865 Mann
Betriebssportgemeinschaft Robotron. Walter Ulbricht: "Jedermann an jedem Ort, einmal in der Woche Telefon: 0361 / 3775-400 Fax: 0361 / 3775-401 Internet: http://www.thueringen.de/th4/thgsta/staatsanwaltschaften/sta_erfurt/index.aspx Erfurt (06/2017) in Thüringen eigentlich Steuern, wenn die Thüringische Staatsbürokratie nicht Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt: Bettina Keil-Rüther (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1961) - Leitende Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 08.03.2013, ..., 2017) - im Handbuch der Justiz 1998 ab 23.11.1993 als Staatsanwältin als Gruppenleiterin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 unter dem Namen Bettina Keil ab 01.04.1999 als Oberstaatsanwältin bei der Generalstaatsanwaltschaft Jena aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010 unter dem Namen Bettina Keil ab 01.04.2008 als Leitende Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Meiningen aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2012 unter dem Namen Bettina Keil-Rüther ab 01.04.2008 als Leitende Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Meiningen aufgeführt. ... zensiert Glückwunsch, möge die Liebe niemals enden. Im Handbuch der Justiz 2014 und 2016 ab 08.03.2013 als Leitende Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Staatsanwaltschaft Erfurt: Michael Lehmann (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1960) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 10.10.2013, ..., 2017) - im Handbuch der Justiz 2012 und 2014 ab 01.02.1997 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 10.10.2013 als stellvertretender Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. 2013: kommissarischer Ständiger Vertreter des Leitenden Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt. Die Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes Thüringen beschäftigen bei der Staatsanwaltschaft Erfurt 142 Mitarbeiter/innen, davon Höherer Dienst (Staatsanwälte) 56 (AKA 52.67) Wirtschaftsreferenten 0 Amtsanwälte 2 Wirtschaftssachbearbeiter 1 Gehobener Dienst 6 Mittlerer- und Schreibdienst 76 Einfacher Dienst 1 Der Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft Erfurt umfasst den Landgerichtsbezirk Erfurt. Jena - Thüringer Generalstaatsanwaltschaft Elvira Beißwenger (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1962) - Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 01.10.2008, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2016 ab 01.10.2008 als Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Alexander Gröll (geb. zensiert - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 03.03.2003, ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 13.12.1999 als Richter/Staatsanwalt auf Probe im OLG-Bezirk Jena aufgeführt. 2004: Abordnung an die Staatsanwaltschaft Mühlhausen? Hannes Grünseisen (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1968) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab , ..., 2017) - im Handbuch der Justiz 2010 ab 24.01.2000 als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 05.10.2011 als Staatsanwalt als Gruppenleiter bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. 2010, ..., 2017: Pressesprecher bei der Staatsanwaltschaft Erfurt. Silke Jacob (geb. zensiert Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 27.04.2006, ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.01.2001 als Richterin/Staatsanwältin auf Probe im OLG-Bezirk Jena aufgeführt. Namensgleichheit mit: Roland Jacob (geb. 1963 in Marl/Westfalen - von Bernhard Kern (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1963) - Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 10.10.1995, ..., 2012) Ute Koch (Jg. 1953) - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 28.05.1996, ..., 2002) Michael Lehmann (geb. zensiert 01.02.1997 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 10.10.2013 als stellvertretender Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. 2013: kommissarischer Ständiger Vertreter des Leitenden Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt. Dorothee Ohlendorf (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1972) - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 18.09.2006, ..., 2012) - Namensgleichheit mit: Björn Ohlendorf (geb. zensiert mit: Dorothee Garnreiter (Jg. 1972) - Richterin/Staatsanwältin auf Probe im OLG-Bezirk Jena (ab 01.04.2001, ..., 2002) Willi Proff (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1955) - Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 06.10.1994, ..., 2010) - Namensgleichheit mit: Heike-Luise Proff (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1964) - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 11.10.1995, ..., 2010) Heike-Luise Proff (geb. zensiert 11.10.1995, ..., 2010) - Namensgleichheit mit: Willi Proff (geb. zensiert 06.10.1994, ..., 2010) Annette Schmitt-ter Hell (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1961) - Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 01.04.1998, ..., 2017) - im Handbuch der Justiz 2012 unter dem Namen Annette Schmitt ab 01.04.1998 als Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 und 2016 unter dem Namen Annette Schmitt-ter Hell ab 01.04.1998 als Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. ... zensiert Glückwunsch, möge die Liebe niemals enden. 2013: unter dem Namen Annette Schmitt-Heller auf der Internetseite der Staatsanwaltschaft Erfurt als stellvertretende Pressesprecherin aufgeführt. 2011, ..., 2017: stellvertretende Pressesprecherin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt. 2016: unter dem Namen Annette Schmitt-ter Hell stellvertretende Pressesprecherin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt. Corinna Schwarz (geb. zensiert Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 14.02.1995, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2014 ab 14.02.1995 als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Namensgleichheit mit: Frank Michael Schwarz (geb. zensiert Staatsanwaltschaft Erfurt - abgeordnet - aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft. Im Handbuch der Justiz 2014 ab 18.10.2012 als Ministerialrat im Justizministerium Thüringen aufgeführt. 2009: Stellvertretender Landesvorsitzender des Thüringer Richterbundes - http://www.thueringer-richterbund.de/22.html. Sabine Stahl (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1955) - Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 01.04.2000, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2016 ab 01.04.2000 als Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Viola Thiel (Jg. 1963) - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 06.04.1994, ..., 2002) Gabriele Triebel (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1952) - Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 01.10.1995, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2016 ab 01.10.1995 als Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Detlef Wehner (geb. zensiert Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 22.02.1994, ..., 2008) - 2004 bei der Staatsanwaltschaft Mühlhausen? Stephan Willrich (geb. zensiert Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab , ..., 2010, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.04.2001 als Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Jena - abgeordnet - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010 und 2012 ab 01.04.2001 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 und 2016 ab 08.11.2006 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft. # Joachim Becker # Peter Kunis # Wolf Günter Steppat # Arnd Herrmann # Uwe Strewe # Michael Heß # Heike Zawadil-Bunge # Rainer Kästner-Hengst # Petra Jarisch # Petra Peinelt # Klaus-Dieter Thomalla # Werner Peters # Maik Hübner # Marion Keller # Andrea-Christine Tolksdorf-Fraßeck # Rainer Dieckhoff # Steffen Krieger # Silke Becker # Gabriele Decker # Christiane Schmitz-Kern # Börries Glanz # Herbert Kronas # Martin Weller # Gerold von Wagner # Martin Scheler # Britta Huwe # Christiane Neubig # Patricia Philipp # Silke Kronas # Wolf-Dietrich Wenzel # Sabine Neumann # Heinz Jürgen # Karen Thore # Hagen Scharfenberg # Michael Scholz # Sandra Bergmann - Oberamtsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab , ..., Staatsanwaltschaft Erfurt tätig: Markus Bechtelsheimer (geb. zensiert Generalstaatsanwaltschaft Jena (ab 01.07.2005, ..., 2010) - ab 01.06.1996 Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt. 2009: Stellvertretender Landesvorsitzender des Thüringer Richterbundes - http://www.thueringer-richterbund.de/22.html Andreas Becker (geb. zensiert Meiningen (ab 01.07.2006, ..., 2008) - ab 28.04.1994 Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.07.2006 als Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Meiningen aufgeführt. Norbert Denk (geb. zensiert Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Meiningen (ab , ..., 2014, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.03.1994 als Staatsanwalt als Gruppenleiter bei der Staatsanwaltschaft Mühlhausen aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 07.11.2006 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010 und 2012 ab 01.10.2002 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 und 2016 ab 01.10.2002 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Meiningen aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft. Petra Hütte (geb. zensiert (ab 15.10.2010, ..., 2015) - im Handbuch der Justiz 1992 ab 08.13.1990 als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Düsseldorf aufgeführt. Justiz 1994 ab 03.11.1992 als Richterin am Landgericht Köln aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2000 ab 15.10.1997 als Richterin am Landgericht Düsseldorf aufgeführt. Justiz 2002 ab 03.11.1992 als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft. Im Handbuch der Justiz 2006 ab 03.03.2003 als Richterin am Amtsgericht Erfurt aufgeführt. Handbuch der Justiz 2008 ab 03.11.1992 als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010 ab 03.11.1992 als Richterin am Amtsgericht Erfurt aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft. Im Handbuch der Justiz 2014 ab 15.10.2010 als Richterin am Oberlandesgericht Jena aufgeführt. Oberlandesgericht Jena - GVP 01.08.2014: Beisitzerin / 2. Familiensenat. Hermann-Josef Klüber (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1956) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 20.04.1999, ..., 2010) - im Handbuch der Justiz 2008 und 2010 ab 20.04.1999 als stellvertretender Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt - abgeordnet - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2012, 2014 und 2016 nicht aufgeführt. Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1947) - Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Marburg (ab 01.10.2006, ..., 01.03.2012) - 1993 bis 1999 Staatsanwalt in Gera. Ab 21.09.1994 Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt. Einjährige Amtszeit als Landesanwalt - http://www.fr-online.de/rhein-main/hessischer-staatsgerichtshof-landtag-waehlt-neuen-praesidenten,1472796,3348742.html Martin Meister (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1962) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt Staatsanwaltschaft Erfurt (ab , ..., 2009, 2010) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.10.1995 als Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Jena - abgeordnet - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.04.2004 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Gera - abgeordnet - aufgeführt. Hans-Otto Niedhammer (geb. zensiert Generalstaatsanwaltschaft Thüringen. Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 14.02.1995, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2014 ab 14.02.1995 als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Franz 2012) - ab 1980 Staatsanwalt in Kassel. Ab 1992 Oberstaatsanwalt in Erfurt, war im Justizministerium tätig. Im Handbuch der Justiz 1998 ab 01.06.1996 als Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Meiningen aufgeführt. Siehe Pressemeldung unten. Roland Weidmann (Jg. 1939) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 01.02.1997, ..., 2002) Telefon: (03 61) 3454193 Kontaktstelle im Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft Erfurt Grausiges Familiendrama: Mutter findet ihre sterbenden Kinder Altenfeld (dpa) Sie kam frisch aus dem Krankenhaus, doch ihre drei Kinder konnte sie nicht mehr freudig in den Arm nehmen: Eine 29-jährige Mutter fand ihre Jungen am Donnerstag blutüberströmt in ihrer Wohnung im thüringischen Altenfeld. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler wurden die Kinder im Alter von einem, drei und vier Jahren von ihrem eigenen Vater niedergestochen. Für zwei der Jungs kam jede Hilfe zu spät, der Dreijährige wurde lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus gebracht.Die Polizei nahm den Mann noch am Tatort fest - er steht unter Mordverdacht. Zunächst wurde der 27-Jährige aber in eine Klinik gebracht, weil er auch sich selbst schwere Verletzungen zugefügt hatte. Was den Deutschen zu der grausamen Tat getrieben haben könnte, dazu konnte Staatsanwältin Anette Schmittter Hell zunächst noch nichts sagen. Auch die Frage, womit er zugestochen hat, blieb vorerst offen. Zuerst würden Spuren am Tatort gesichert, hieß es. http://www.moz.de/nachrichten/alle-ressorts/artikel-ansicht/dg/0/1/1581621/ Ilmenau (Ilm-Kreis). Richter Jörg Türpitz stellte vor dem Amtsgericht in Ilmenau das Verfahren gegen einen säumigen Vater trotzdem ein.Wer als Elternteil – gleich ob Vater oder Mutter – den gerechtfertigten Unterhalt gar nicht oder nur teilweise zahlt, der bekommt Ärger. Und zwar nicht nur mit dem unterhaltsberechtigten Elternteil oder später dem Jugendamt: Verletzung der Unterhaltspflicht ist eine Straftat.Die Höhe des Verzuges ist formell erst einmal zweitrangig. Deswegen hatte sich Axel U. aus einer Stadt östlich von Ilmenau zu verantworten.Im Juni, Juli und August 2014 verdiente er als Beschäftigter in einem mittelständischen Unternehmen Geld. Nicht viel, doch ein wenig über dem, was zu dieser Zeit als unantastbarer Selbstbehalt galt, nämlich glatt 1000 Euro. Er lagt im Juni 124 Euro darüber, in den beiden anderen Monaten sogar noch deutlich mehr. Seine Ex-Frau, mit der er zwei Kinder hat, hätte also Unterhalt bekommen müssen.Das bestreitet auch der Angeklagte nicht. Allerdings stellt sich ebenso bald heraus, dass der Angeklagte nicht nur für diese beiden Kinder Unterhalt leisten muss, sondern für zwei weitere Kinder. Die 100 Euro monatlich, derentwegen seine Ex-Frau sich ans Jugendamt wandte, hätten ihr also nicht zugestanden. Vom Richter nach den Ursachen dieses Verzugs befragt, erklärt Axel U., er habe Rechnungen zu begleichen gehabt, was nur auf den ersten Blick wie eine Ausflucht gilt.Die Zahlungen wurden in Form eines Bußgeldbescheides fällig. Das Bußgeld wurde an die gemeinsam sorgeberechtigten Eltern von Silvio, eines der beiden Kinder erlassen, weil er fortgesetzt die Schule geschwänzt hatte. Dass Silvio bei seiner Mutter lebt und Axel U. schlechterdings keinen unmittelbaren Einfluss darauf hat, ob Silvio morgens zur Schule geht oder nicht, habe, so der Angeklagte, die Bußgeldstelle nicht interessiert. Richter Türpitz kennt den Fachbegriff: Aufenthaltsbestimmungsrecht. Seine Ex-Frau bestätigt später, dass dieses Recht ungeklärt ist, es seit Oktober 2015 aber eine Übereinkunft gibt, nach der sowohl der aktuelle Unterhalt als auch die Rückstände ausgeglichen werden.Falls er nachweist, dass dies in der nächsten Zeit so bleibt, wird das Verfahren eingestellt. Henry Trefz / 18.04.16 / TA Kein Wunder, wenn da die AFD oben aufschwimmt, bei so viel Schildbürgergehabe in den staatsbürokratischen Behörden. Anklage zum Landgericht wegen Körperverletzung mit Todesfolge u. a. BABYFUND IN MÜLLTONNE Mutter gesteht Kindstötung - Richter verweigert Haftbefehl Der Fall scheint klar - das zuständige Amtsgericht in Thüringen aber sieht es anders: Die Richter lehnten den Haftbefehl gegen eine Mutter ab, obwohl sie gestanden hatte, ihr Baby getötet und in einer Mülltonne entsorgt zu haben. Erfurt/Neudietendorf - Es war ein grausiger Fund im Müllcontainer: Ein Neugeborenes, in eine Tüte gestopft, erstickt im grauen Behälter, in einer Ecke eines öden Hinterhofs. Wieder war eine Mutter mit der Geburt ihres Kindes nicht fertig geworden, sah keinen Ausweg als die verzweifelte Tat. Die Frau hatte alles gestanden, der Fall schien klar. Und dennoch hat das Amtsgericht Gotha heute überraschend den Haftbefehl gegen die Mutter abgelehnt. Die Erfurter Staatsanwaltschaft kann es nicht fassen: "Wir kennen dafür keine Begründung und sind extrem überrascht", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hannes Grünseisen. Todes-Container: In diesem Behälter wurde die Neugeborene abgelegt und Die Frau hatte gestanden, ihre Tochter vor einer Woche heimlich zur Welt gebracht und aus Geldnot getötet zu haben. Die Polizei hatte die Leiche gestern in einer Mülltonne in Neudietendorf - einem Ort in West-Thüringen zwischen Erfurt und Gotha - entdeckt. Die Frau soll ihre Schwangerschaft verheimlicht haben. "Ich kann mir kein Kind leisten. Ich muss doch arbeiten gehen und Miete zahlen" - so wird sie von dem Behördensprecher zitiert. Laut Obduktion war das Kind lebend geboren und dann erstickt. Angesichts des Geständnisses sei die Verweigerung des Haftbefehls durch die Gothaer Richter besonders verwunderlich, heißt es bei der Erfurter Staatsanwaltschaft. "So viele gleich gelagerte Fälle gibt es zum Glück nicht, aber so eine Entscheidung habe ich noch nicht erlebt", sagte Sprecher Grünseisen. Die Begründung werde voraussichtlich erst am Montag an die Ermittlungsbehörde übergeben. Dann will die Behörde prüfen, ob sie Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlegt. Kinderschutzbund fordert Schwangeren-Pflichtberatung Kritik kam auch vom Kinderschutzbund. Damit solche Taten besser verhindert werden könnten, sprach sich der Thüringer Landesverband für engmaschige Pflichtberatungen für Schwangere aus. "Je näher die Geburt rückt, umso stärker muss die Betreuung der werdenden Mütter sein", sagte Konstanze Hartung vom Kinderschutzbund in Erfurt der dpa. Die sozialen Gruppen, in denen solche Verzweiflungstaten geschehen, würden die vorhandenen freiwilligen Angebote nicht nutzen. "Es sollte daher ein Vorsorgeheft geführt werden, in dem die Beratungen eingetragen werden müssen." Das Thüringer Justizministerium wollte die überraschende Ablehnung der Haft nicht kommentieren. Haftbefehle können prinzipiell dann abgelehnt werden, wenn kein dringender Tatverdacht besteht oder kein Haftgrund vorliegt. Erst in der vergangenen Woche hatte das Amtsgericht Wernigerode einen Haftbefehl gegen eine junge Mutter abgelehnt, die gestanden hatte, ihren lebend zur Welt gekommenen Jungen unmittelbar nach der Geburt in einem Wassergraben abgelegt zu haben. Der Haftrichter war davon ausgegangen, dass sich die Frau in einer psychischen Notlage befunden hat und von einem minderschweren Fall des Totschlags auszugehen war. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,513978,00.html Führungswechsel bei der Erfurter Staatsanwaltschaft Erfurt – Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat einen neuen Leitenden Oberstaatsanwalt. Justizminister Harald Schliemann führte ihn feierlich in sein Amt ein. Ort der Amtseinführung: Der Schwurgerichtssaal im Landgericht. Der „Neue“ heißt Franz Trost, ist 59 Jahre und stammt aus Hessen. Ein Staatsanwalt mit Polizei-Erfahrung: Franz Trost war als Personenschützer in Bonn, bewachte unter anderem das Bundeshaus. Jura studierte er in Gießen, Bonn und Würzburg, arbeitete als Richter, wurde 1980 zum Staatsanwalt in Kassel ernannt. 1992 kam Franz Trost nach Thüringen, wurde Oberstaatsanwalt in Erfurt, war im Justizministerium tätig, kam 1996 als Leitender Oberstaatsanwalt nach Meiningen. Diesen Posten hat er nun in Erfurt inne. Justizminister Harald Schliemann verriet weitere Leidenschaften neben der Juristerei: Er ist leidenschaftlicher Motorradfahrer und Teetrinker. Deshalb bekam er von ihm auch ein Teeglas als Geschenk. Und von Staatsanwaltschaftskollegen ein Bierglas mit der (fast historischen) Aufschrift: „35 Jahre Betriebssportgemeinschaft Robotron“ - weil seine Behörde auf dem ehemaligen Gelände steht. Gleichzeitig verabschiedete der Justizminister den bisherigen Chef der Staatsanwaltschaft, Dieter Möller. Er war seit dem Jahr 2002 Leitender Oberstaatsanwalt in Erfurt, verbringt jetzt seinen Ruhestand in seiner Heimatstadt Marburg. Justizminister Harald Schliemann (links) führte Franz Trost feierlich in sein Amt ein. http://www.hallo-th.de/index.php?page=infodienst&doku_kat_neu=&doku_action=doku_id&suchwort=&doku_id=1531 Meinungen über Bücher und Zeitschriften WDR 3, 27. 03. 2000 Hans-Detlev v. Kirchbach über: "Betrifft Justiz" Nr. 61, 1/2000 Redaktion: Eberhard Rondholz Im nunmehr 15. Jahrgang erscheint eine Zeitschrift, die überwiegend von "Richtern und Richterinnen, Staatsanwältinnen und Staatsanwälten" gemacht wird. "Betrifft Justiz" heißt dieses "Diskussionsforum für alle in der Justiz tätigen Juristinnen und Juristen, die das Bedürfnis nach einer wachen und kritischen Ausübung ihres Berufes haben". Aus praktischer Erfahrung, aus der Justiz selbst heraus, soll diese Zeitschrift den Zustand der gesellschaftlichen Institution Justiz authentisch widerspiegeln, deren "allgemeinpolitische Bedeutung" öffentlich tansparent machen, auch zu Widerspruch ermutigen, Veränderungen anstoßen. Richter und Staatsanwälte unternehmen hier den für ihren Berufsstand namentlich in Deutschland eher ungewöhnlichen Versuch, Justiz auch aus der anderen Perspektive zu sehen - aus dem Blickwinkel derer, die in die Mühlen der Justiz geraten. So fehlt es in den bisher 61 Ausgaben nicht an Schilderung und Kritik staatlicher "Rechtsanwendung", bei der Grundrechte unter die Räder geraten. So etwa im Fall jener 16-jährigen, die ihre ursprüngliche Anzeige gegen ihren Freund wegen Körperverletzung widerrufen wollte, der Liebe halber. Staatsanwaltschaft und Jugendgericht steckten das Mädchen in U-Haft, um von ihr jene Aussage zu erzwingen, die die Justiz gern hören wollte. Dierk Helmken schrieb anhand dieses "mißbräuchlichen Einsatzes der U-Haft" ein für das Selbstverständnis der Macher von "Betrifft Justiz" programmatisches Resüme: "Der ‘furchtbare Jurist‘ im Sinne Ingo Müllers ist leider nicht der Jurist, der bar jeder Furcht Recht spricht, sondern derjenige, den alle, die in die Mühlen der Strafjustiz geraten, fürchten müssen, weil er in der Verfolgung der von ihm für richtig gehaltenen Ziele zuweilen wenig Skrupel zeigt , sich über rechtsstaatliche Schranken hinwegzusetzen. Zur Spezies des ‘furchtbaren Juristen‘ ist auch jener zu zählen, der dem soeben skizzierten Kollegen keinen Widerstand entgegensetzt, sondern das unwürdige Spiel mitträgt." Ob es sich um Fragen der Justizorganisation handelt, um Strafrechtsprobleme oder um Spezialthemen wie die genetischen Fahndungsdateien- im Zweifel plädieren die Autoren der BJ "offensiv für Grundrechte" und gegen den ausufernden Maßnahmenstaat". Dieser Ansatz zeigt sich auch in den Themen des neuen Heftes. Aus den Niederlanden berichtet Martina Tragter-Schubert, Oberstaatsanwältin in Groningen, über Versuche, die holländische Justiz effizienter und demokratischer zu gestalten. Vor allem die Zielsetzungen Autoritätsabbau und Entmythologisierung" wären der deutschen Justiz dringlich anzuempfehlen. Wie dringlich, zeigt etwa der Beitrag von Rolf Gössner. Unter dem Titel: "Tod eines Wanderers" zeichnet der bekannte Bürgerrechtsanwalt und Polizeiexperte das gewaltsame Ende eines Kölner Touristen nach, den Polizisten in Erfurt mit dem Gewaltverbrecher Zurwehme verwechselten und über den Haufen schossen. Als besonders skandalös wertet Gössner die Einstellung des Verfahrens gegen die beamteten Todesschützen. Deren "vegetative Reaktion" sei aus ihrer leider irrtümlichen Überzeugung zu erklären, es mit dem gesuchten Zurwehme zu tun zu haben und von daher "nicht vorwerfbar", meinte die Erfurter Staatsanwaltschaft. Gössner fordert rechtspolitische Konsequenzen: "Polizeiliche Todesschützen dürfen sich nicht länger hinter das Schutzschild der Amtsautorität zurückziehen. Es darf nicht länger passieren, daß die Exekutive prägenden Einfluß auf die Ermittlungen ... in eigener Sache ... und auf die anschließenden Strafverfahren nimmt, in denen meistens die Polizeiversion thriumphiert." Daß vor deutschen Gerichten die "Machtversion" allzuoft "thriumphiert", kritisiert auch Helmut Kramer anhand der "Welle von Strafverfahren gegen Pazifisten" im Gefolge des Kosovo-Krieges. In der Auffassung vor allem der Berliner Staatsanwaltschaft, daß auch Völkerrechtsverstöße nicht zur Dienstverweigerung berechtigten, daß der Soldat nicht einmal über den Angriffscharakter eines Krieges nachzudenken habe, sieht Kramer eine Wiederbelebung des Kadavergehorsam unseligen Angedenkens in geschichtsblinder, "furchtbarer" Rechtstradition. Gerade aber angesichts des Fortwährens solcher Justiztradition erweist sich die Notwendigkeit eines Organs wie "Betrifft Justiz" - als Artikulation demokratischer Reformpotentiale innerhalb der Justiz selbst. Die Nr. 61 - 1. Quartal 2000 - ist soeben im Verlag ReNo GmbH, Berlin, erschienen. Im Abonnement kosten vier Hefte pro Jahr 60 Mark. http://www.betrifftjustiz.de/
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Wer war Ignaz Philipp Semmelweis?
Ignaz Philipp Semmelweis (; * 1. Juli 1818 im Teilbezirk Tabán von Buda, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 13. August 1865 in Oberdöbling bei Wien, Kaisertum Österreich) war ein Chirurg und Geburtshelfer. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien. Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin. Leben Jugend und Laufbahn Ignaz Semmelweis wurde 1818 als fünftes Kind des Spezial- und Kolonialwaren-Großhändlers Josef Semmelweis (1778–1846) und der aus wohlhabendem Hause stammenden Theresa geb. Müller (1789–1844) im Teilbezirk Tabán in Buda geboren. Seine Eltern legten großen Wert auf eine gute Schulausbildung ihrer Kinder, da sie dadurch in die maßgeblichen gesellschaftlichen Schichten der heimischen Intelligenz aufsteigen konnten. Der Vater ließ alle Söhne im erzbischöflichen Gymnasium von Buda einschreiben. Nach dem Besuch der Elementarschule in Buda ging Ignaz auf das Piaristen-Gymnasium am St.-Niklas-Turm. Anschließend absolvierte er ein Jahr das Gymnasium in Stuhlweißenburg. Ursprünglich sollte er Militäranwalt werden, weshalb er von 1835 bis 1837 Philosophie und Jura an der Universität Pest studierte. 1837 kam er nach Wien, um Rechtswissenschaft zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin, setzte das Studium 1839 bis 1840 in Pest und ab 1841 wiederum in Wien fort. 1844 schloss er das Studium mit dem Magister der Geburtshilfe und im gleichen Jahr mit der Promotion zum Dr. med. ab. Seine Dissertation (Tractatus de vita plantarum „Über das Leben der Pflanzen“) behandelte die damals populäre Theorie des Vitalismus. Sie wurde durch die von ihm selbst schon bald (1847/48) verlangte Einführung einer systematisch vorgehenden klinischen Beobachtung, die ihn zum Mitbegründer der evidenzbasierten Medizin machte, allmählich als unwissenschaftlich verdrängt. 1845 folgte die Promotion zum Doktor der Chirurgie. Anschließend begann er an der Brustambulanz von Josef Skoda (1805–1881) und in der von Ferdinand von Hebra (1816–1880) geleiteten Ausschlagabteilung des von Kaiser Joseph II. gegründeten k.k. allgemeinen Krankenhauses zu arbeiten. Hier erlernte er Skodas Methode der Diagnose durch Ausschließen („diagnosis per exclusionem“) und die wissenschaftliche Arbeit mit statistischen Instrumenten. Im Institut für pathologische Anatomie unter der Leitung von Carl von Rokitansky (1804–1878) erstellte er Befunde an Frauenleichen. Assistenzarzt in Wien 1846 wurde Semmelweis Assistenzarzt in der geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Gefördert von namhaften Ärzten, wurde er Assistent von Prof. Johann Klein (1788–1856), Leiter der 1. geburtshilflichen Klinik, unter dessen Leitung die Letalitätsrate zwischen 5 und 15 Prozent betrug; teilweise reichte sie in Kliniken sogar bis zu 30 Prozent. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die durch das Kindbettfieber bedingte Sterblichkeit von Müttern nach der Entbindung wesentlich höher lag als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet und keine Leichensektionen vorgenommen wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür herausfinden und untersuchte die Mütter daher noch gründlicher. Doch gerade durch diese Bemühungen stieg die Zahl der Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich schließlich weigerten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinen Tagebuchaufzeichnungen starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Ein Kind auf die Welt zu bringen, war demnach also ebenso gefährlich, wie an einer Lungenentzündung zu erkranken. Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803–1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb – einer Krankheit, die einen ähnlichen Verlauf zeigte wie das Kindbettfieber –, glaubte Semmelweis, die Ursache für die Erkrankung benennen zu können: Die Mediziner und die Studenten führten täglich klinische Sektionen an den Leichen der Patientinnen durch, die zuvor am Kindbettfieber verstorben waren. Anschließend gingen sie „mit an der Hand klebenden Cadavertheilen“ zu den Gebärenden und wuschen sich die Hände mit Seife (oder in einzelnen Fällen überhaupt nicht), desinfizierten sie jedoch nicht. Mit diesen Händen untersuchten sie Frauen während der Entbindung und übertrugen infektiöses Material. Die eigentliche Ursache der Infektion – die Übertragung von Bakterien, die normalerweise massenhaft auf den Händen vorhanden sind – war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen nicht mit Leichen in Berührung und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch. In den Jahren 1847 bis 1848 fertigte er gezielt eine Studie unter dem Titel Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers an. Im Ergebnis dieser Studie wies Ignaz Semmelweis seine Studenten an, nach Leichensektionen die Hände und Instrumente mit Chlorlösung, später mit dem billigeren Chlorkalk zu desinfizieren – wie sich herausstellte, eine wirkungsvolle Maßnahme, da die Sterblichkeitsrate in nur wenigen Monaten von 12,3 auf 2 bis 3 Prozent sank. Als trotzdem noch einmal zwölf Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache zunächst das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet worden war, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen, sondern auch von lebenden Personen ausgehen konnte. So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung zu desinfizieren seien. Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 Prozent zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag. Trotz dieses Erfolgs wurden die Arbeiten von Semmelweis lange Zeit, vor allem von führenden Medizinern wie Anton von Rosas (1791–1855), Rudolf Virchow (1821–1902), Eduard Kaspar Jakob von Siebold (1801–1861), Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (1821–1891), James Young Simpson (1811–1870) und Weiteren, nicht anerkannt. Viele Ärzte und auch seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig und wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Einige Ärzte, wie Gustav Adolf Michaelis, veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner feindeten Semmelweis stark an und bezeichneten ihn als „Nestbeschmutzer“. Unterstützung fand er mit seiner Theorie bei namhaften Vertretern der Wiener Medizinischen Fakultät wie Skoda, Rokitansky und Hebra. Ferdinand von Hebra hatte Semmelweis sogar gedrängt, seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu veröffentlichen. Als er dies jedoch nicht tat, übernahm von Hebra selbst die Aufgabe. Die Gegner von Semmelweis verhinderten 1849 die Verlängerung seiner Assistenzarzttätigkeit, sodass er im März 1849 aus dem Dienst des Krankenhauses ausschied. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Mitglied der k. k. Gesellschaft der Ärzte gewählt. Hier wurde die angeregte Bildung einer Kommission zur Prüfung der Semmelweisschen Thesen mit Mehrheitsbeschluss angenommen, allerdings auf Betreiben seines ehemaligen Chefs in Wien, Professor Klein, dann ministeriell abgelehnt. Erst am 15. März 1850 präsentierte Semmelweis seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte. Professor in Pest Aufgrund weiterer Anfeindungen und Intrigen von Kollegen, wie Johann Klein oder Anton von Rosas, wurde Ignaz Semmelweis 1850 nur zum Privatdozenten für theoretische Geburtshilfe mit Übungen am Phantom ernannt. Über diese Einschränkung reagierte er dermaßen erbost, dass er nur fünf Tage nach seiner Ernennung Wien verließ und nach Pest übersiedelte. Hier eröffnete er eine Privatpraxis. Daneben arbeitete er als unbesoldeter Primararzt auf der Entbindungsstation des St.-Rochus-Spitals in Pest. Ab 1851 war Semmelweis Leiter der Geburtshilfeabteilung in Pest, ab 1855 Professor für theoretische und praktische Geburtshilfe sowie als Hebammenlehrer an der dortigen Universität, der heute nach ihm benannten Semmelweis-Universität. 1857 lehnte er die Berufung auf eine Professur nach Zürich ab. In Pest jedoch beschäftigte er sich auch mit der operativen Gynäkologie, hier führte er erstmals eine OP am Eierstock durch. Zwar veröffentlichte er seine Arbeitsergebnisse im ärztlichen Wochenblatt „Orvosi Hetilap“. Da dieses Blatt jedoch nur eine geringe Verbreitung hatte, war dieser Veröffentlichung keine große Wirksamkeit beschieden. Daher konnte Semmelweis mit solchen Aktivitäten seinen internationalen Widersachern nicht Paroli bieten. Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er dann bis 1860 in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Dem mit 500 Seiten zwar sehr umfangreichen, aber ungeschickt präsentierten und zudem sprachlich nicht elaborierten Buch blieb der Erfolg versagt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn (Semmelweis selbst nennt die Professoren Michaelis aus Kiel und Wilhelm Lange aus Heidelberg, aber auch Hebra, Škoda und von Rokitansky machten sich für ihn stark), da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Vielmehr wurde von vielen das Kindbettfieber beispielsweise auf schlechte Luft, das Ausbleiben der Menstruation oder einen Milchstau zurückgeführt. Da er immer wieder auf Ablehnung in Teilen der Ärzteschaft hinsichtlich der von ihm empfohlenen Desinfektionsmethoden stieß, ging er ab etwa 1861 dazu über, offene Briefe – zuerst an die ärgsten Widersacher, an Scanzoni, Späth und v. Siebold, dann später an alle Professoren im Bereich der Geburtshilfe – zu versenden. In diesen Briefen drohte er, die Uneinsichtigen öffentlich zu entlarven, wenn sie seine Verhaltensregeln nicht umsetzen. Dass es ihm dabei nicht immer gelang, diplomatisch die richtigen Worte zu wählen, verdeutlicht das folgende Zitat aus einem dieser offenen Briefe von Semmelweis: Und Semmelweis fährt fort: Offenbar als Antwort auf Semmelweis’ Denkbrief schrieb Louis Kugelmann aus Hannover am 10. August 1861: Tod 1865 erkrankte Ignaz Semmelweis an schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in die staatliche Landesirrenanstalt Döbling bei Wien eingeliefert. Einigen Quellen zufolge soll Semmelweis’ Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen sein. Semmelweis hatte wiederholt versucht, seine Kollegen von der Richtigkeit seiner Erkenntnisse schriftlich zu überzeugen, dennoch war ihm fast nur Ablehnung entgegengeschlagen, wie auch schon um 1850 von seinem ehemaligen Vorgesetzten am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Johann Klein (1788–1856), in dessen pathologischem Institut Semmelweis später obduziert wurde. Der Biograf Fritz Schürer von Waldheim schrieb 1905: Lobend erwähnt hatte Semmelweis diesbezüglich nur die Professoren Michaelis in Kiel und Lange in Heidelberg. Aus seiner Konversation in Briefen sind einzelne weitere bekannt, die ihm zumindest zugeneigt waren. Am 13. August 1865, zwei Wochen nach seiner Einweisung in Döbling, starb Ignaz Semmelweis – den damaligen Obduktionsberichten zufolge – mit 47 Jahren infolge einer kleinen Verletzung, die er sich durch eine eigene Schnittverletzung bei seinen Sektionen zugezogen habe, an einer Blutvergiftung. Eine ganz ähnliche Vermutung (gestorben „an Pyämie, wahrscheinlich in Folge einer Verwundung bei einer Operation“) wurde damals in der medizinischen Fachliteratur geäußert. Anderen Berichten zufolge sei dies stattdessen bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal bzw. zumindest innerhalb des Klinikaufenthalts erfolgt. So habe der Kinderarzt Janós Bókai, der 1865 einen Bericht über Semmelweis’ vorherigen Zustand verfasste, laut dem Gynäkologen und Medizinhistoriker Georg Silló-Seidl, welcher die ursprünglichen Klinikunterlagen im Archiv der Wiener Gesundheitsbehörde recherchierte, von einer vorherigen Verletzung nichts erwähnt, obwohl diese, wie behauptet, bereits zuvor entzündet gewesen sei. Laut Silló-Seidl gab es diverse weitere Ungereimtheiten. Da 1963 bei einer Exhumierung der sterblichen Überreste Semmelweis’ multiple Frakturen an Händen, Armen und am linken Brustkorb festgestellt wurden, erscheint die Aktennotiz der Klinik, in der stattdessen Gehirnlähmung als sein Sterbegrund genannt wurde, umso dubioser. Überlegungen zufolge, u. a. vom amerikanischen Semmelweis-Biografen Sherwin Nuland, sollen Pfleger Semmelweis auf dem Anstaltshof geschlagen haben und auf ihm herumgetrampelt sein. Ignaz Semmelweis wurde zunächst am 15. August auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt. Nachdem dieser aufgelassen worden war, begrub man die sterblichen Überreste im Grab seiner Eltern auf dem Budapester Kerepesi temető. 1963 überführte man sie in sein Geburtshaus, das heute das Semmelweis-Museum für Medizingeschichte ist. Semmelweis hinterließ Frau und drei Kinder. Nachrufe waren kärglich und knapp. Eine Würdigung seines Lebenswerks fand sich lediglich in der Fachzeitschrift Orvosi Hetilap, in der Semmelweis, noch bevor er sein Buch verfasste, einige seiner Vorträge in ungarischer Sprache veröffentlicht hatte. Immerhin widmete ihm die Wiener Medizinische Wochenschrift einen kurzen Nachruf: „Dienstag wurde Professor Semmelweis begraben. Viele Professoren, Primarärzte etc. folgten seinem Sarge, und geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Verstorbene war erst 47 Jahre alt, und hinterlässt eine trauernde Witwe, und drei unmündige Kinder. Ruhe seiner Asche.“ Semmelweis’ Bedeutung wurde lange Zeit nicht erkannt. Erst 1882 erhielt er durch die Biografie von Alfred Hegar die erste öffentliche Anerkennung. Seine Biografen, deren Bücher meist zu Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, setzten sich häufig mit drastischen, sehr klaren Worten für ihn ein. Im Hauptgebäude der Anstalt in Wien-Döbling ist seit 1991 das Bezirksgericht Döbling untergebracht. Auf dem ehemaligen Gelände der Anstalt befindet sich der Neubau eines Seniorenheimes. Nachwirkung Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827–1912) im Jahr 1867 demonstrierte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein drastischer Rückgang der Operationsmortalität erreicht. Oft wird die Asepsis ihm zugeschrieben, obwohl er seine Erkenntnisse aus denen von Semmelweis gezogen hatte. Eine Ärztegeneration später setzte sich die Umsetzung von Hygienemaßnahmen bei Frauen im Kindbett durch, und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Semmelweis’ Erkenntnissen gewahr. Der im englischen Sprachraum bekannte Begriff Semmelweis-Reflex beschreibt die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“. In vielen Fällen habe die wissenschaftliche Leistung dann eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge. Die Begriffsbildung wird dem amerikanischen Autor Robert Anton Wilson zugeschrieben. 1993 wurde der Asteroid (4170) Semmelweis nach ihm benannt. Darüber hinaus tragen die Semmelweis-Universität in Budapest und die Semmelweis-Frauenklinik in Wien seinen Namen. Im ehemaligen Bezirkskrankenhaus Brandenburg an der Havel, heute Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, befand sich rechts neben dem Eingang zum alten Kreißsaal eine Büste von Ignaz Semmelweis. Mit dem Abriss des Gebäudetrakts und dem Umzug des Kreißsaals in den Neubau West verschwand diese Büste. Am 20. Februar 2019 wurde an der Medizinischen Universität Wien eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest. Die Enthüllung erfolgte in Anwesenheit von János Áder, Ernst Woller sowie der Rektoren beider Universitäten, Béla Merkely und Markus Müller. Die Statue wurde vom ungarischen Künstler Péter Párkányi Raab geschaffen. Die Bundesregierung Österreichs plant ab dem Studienjahr 2022/23 den Aufbau eines universitätsübergreifenden Ignaz-Semmelweis-Instituts (ISI) und schafft dafür bis zu 30 neue Professuren. Dieses Institut für Infektionsfragen soll sowohl Forschung betreiben als auch als Ansprechpartner für die Politik fungieren. Das Kooperationszentrum soll als Zusammenarbeit der MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck, JKU Linz und der VetMedUni Wien entstehen. Die Klientel Die Geburtshilfe genoss als medizinisches Fachgebiet ein geringes Ansehen. Geburtshilfliche Abteilungen lagen häufig in alten, desolaten Kliniktrakten mit Blick zum Hof oder zum Leichenhaus. Die Einrichtungen und hygienischen Verhältnisse waren extrem primitiv, teilweise auch, weil die Verbindung zwischen Hygiene und Infektionsgefahren nicht bekannt war. Leider fehlen demographische Daten der Patientinnen zu Status, Herkunft, Familienstand usw. in den Statistiken. Aus den vorliegenden Schriften geht lediglich hervor, dass ein Großteil der Patientinnen aus ärmlichen Verhältnissen stammte und keine Lobby hatte. Persönlichkeit Einflussreiche Ärzte sprachen für ihn, ihnen unterliefen aber kleine Fehler, die Semmelweis nicht korrigierte und die ihn angreifbar machten. Sein erster kollegialer Unterstützer war Gustav Adolf Michaelis, der als erster Geburtshelfer die Entdeckung erprobte und Semmelweis Recht gab. Außer einigen Briefen, die Semmelweis mit der Bitte um Prüfung an den Professor der Geburtshilfe in Kiel sandte, nahm Semmelweis trotz vieler Ersuchen und Möglichkeiten weder schriftlich noch mündlich Stellung. Öffentlich trat er erst ab Mitte 1850 in Wien auf. Seine Biografen erklären dies mit mangelhafter Schulbildung und der damit verbundenen Angst vor dem Sprechen und Schreiben. Semmelweis machte grammatikalische und orthographische Fehler und sprach Dialekt. Semmelweis wird als bescheiden und anspruchslos, als guter Gesellschafter, von kindlich-naiver Denkungsart und vertrauensvoll beschrieben, der aber sehr entschieden auf Gemeinheiten reagierte (Alfred Hegar, 1882). Seine spätere Verbitterung und zunehmende psychische Veränderung – Aggressivität, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unbeherrschtheit – werden häufig als Grund für das Scheitern seiner Ideen angenommen. Alwin Schönberger beschrieb seine Krankheit: „Er wurde zunehmend impulsiv, jähzornig und reizbar, er tobte, fluchte und beschimpfte Kollegen, hatte andererseits Phasen der Apathie und Antriebslosigkeit, vernachlässigte sein Äußeres, witterte überall Feinde, Neider und Intriganten. Forscher vermuten heute eine fortschreitende Erkrankung als Ursache. Die Symptome könnten zu einer Neurosyphilis passen, die nicht mit körperlichem Verfall einherging, aber mit einer dramatischen Veränderung des Charakters.“ Stand der Forschung Die Resonanz auf seine These war anfänglich relativ groß, die Revolution von 1848 lenkte das Interesse jedoch auf andere Bereiche. Ihr Scheitern stärkte dann die Reaktion und damit die althergebrachte Ordnung. Die deutschen und österreichischen Lehrbücher der Geburtshilfe ignorierten Semmelweis und vertraten weiterhin alte Lehren. Vereinzelt wurden Chlorwaschungen eingeführt, ohne dass die zuständigen Professoren sich wissenschaftlich zur Desinfizierung bekannten. Ein größeres Hindernis für die Verbreitung und Annahme seiner Theorie war aber nicht die Ignoranz, sondern die nachlässige Durchführung der Chlorwaschungen, deren mangelhafter Erfolg als Widerlegung der Semmelweisschen These angesehen wurde. Im In- und Ausland wurden Semmelweis’ Erkenntnisse nicht akzeptiert. Führende Ärzte standen ihm kritisch und ablehnend gegenüber. Der Stand der Forschung war ein anderer, die Theorie der Wundkrankheiten hatte durch Rudolf Virchow eine andere Erklärungsbasis gefunden. Für das Kindbettfieber machte dieser vor allem Witterungsverhältnisse und Erkrankungen verantwortlich. Schriften (Auswahl) Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni. Pest 1861 (online). Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers. 1861 (). Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis. Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen 1862 (online). Tiberius von Györy (Hrsg.): Semmelweis’ gesammelte Werke. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0692-5. Literatur Sachbuch Paul de Kruif: Kämpfer für das Leben. Ruhmestaten großer Naturforscher und Ärzte. Verlag des Druckhauses Tempelhof, Berlin 1951. György Gortvay: Semmelweis, Retter der Mütter. Hirzel, Leipzig 1977. Louis-Ferdinand Céline: Leben und Werk Philipp des Ignaz Semmelweis (1818–1865). Edition Age d’Homme, Wien 1980, ISBN 3-85418-004-7. Georg Silló-Seidl: Die Wahrheit über Semmelweis. Semmelweis, Hoya 1984, ISBN 3-925524-22-3. István Benedek: Ignaz Philipp Semmelweis (1818–1865). Böhlau, Wien 1985, ISBN 3-205-00537-6. Georg Silló-Seidl: Die Affaire Semmelweis. Herold, Wien 1985, ISBN 3-7008-0303-6. Sherwin B. Nuland: Ignaz Semmelweis. Arzt und großer Entdecker. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04825-0. Karl Semmelweis: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. Eigenverlag, Eisenstadt 2007. Sabine Fellner, Katrin Unterreiner: Medizin in Wien: Semmelweis, Billroth und Co. Metro, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-601-3. Hermann Baum: Ignaz Semmelweis: seine Mutter und ihre Vorfahren. Grin, München 2015, ISBN 978-3-656-89784-2. Fachliteratur Erna Lesky: Ignaz Philipp Semmelweis und die Wiener Medizinische Schule. Wien 1964 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 245, Band 1965, 3. Abhandlung). K. C. Carter, S. Abbott, J. L. Siebach: Five documents relating to the final illness and death of Ignaz Semmelweis. In: Bulletin of the history of medicine. Band 69, Nummer 2, 1995, S. 255–270. PMID 7613067. K. A. Sepkowitz: Cassandra and Ignaz Semmelweis. In: International Journal of Infectious Diseases, 1/1996, S. 57–58. J. Lange: Ignaz Semmelweis – “Savior of Mothers”. Long fight for recognition. In: Fortschritte der Medizin. Band 115, Nummer 33, November 1997, S. 60, PMID 9480285. V. Jay: Ignaz Semmelweis and the conquest of puerperal sepsis. In: Archives of Pathology & Laboratory Medicine, Band 123, Nummer 7, Juli 1999, S. 561–562, . PMID 10388906. M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Quality & safety in health care. Band 13, Nummer 3, Juni 2004, S. 233–234, doi:10.1136/qhc.13.3.233. PMID 15175497. . M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Qual Saf Health Care., 13/2004, S. 233–4. PMID 15175497. D. Gilles: Hempelian and Kuhnian Approaches in the Philosophy of Medicine: the Semmelweis Case (PDF; 210 kB). In: Studies in History and Philosophy of Science Part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 36/2005, , S. 159–181. Belletristik Hans José Rehfisch: Doktor Semmelweis. In: Ders.: Sieben Dramen. Desch, München 1961. Filme 1938: That Mothers Might Live, USA MGM, Regie Fred Zinnemann, Oscar für den besten Kurzfilm 1940: Semmelweis, Ungarn Mester Film, Regie André De Toth 1950: Semmelweis – Retter der Mütter, DDR DEFA, Regie Georg C. Klaren 1980: Semmelweis, Italien RAI, Regie Gianfranco Bettetini 1987: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen, BRD/Österreich ZDF/ORF, Regie Michael Verhoeven 1994: Semmelweis, Niederlande Humanistische Omroep Stichting, Regie Floor Maas 1995: Docteur Semmelweis, Frankreich/Polen, Regie Roger Andrieux 2001: Semmelweis (Kurzfilm), USA/Österreich Belvedere Film, Regie Jim Berry Drama/Schauspiele Jens Bjørneboe: Semmelweis. Gyldendal Norsk Forlag / Gyldendals moderne skuespillserie, Oslo 1968. Popkultur Fatoni: Semmelweisreflex – 2015: Yo, Picasso (mit Dexter, WSP Records / Universal Music Group) Weblinks Einzelnachweise Gynäkologe, Geburtshelfer Hygieniker Mediziner (19. Jahrhundert) Person als Namensgeber für einen Asteroiden Hochschullehrer (Semmelweis-Universität) Person (Kaisertum Österreich) Ungarndeutscher Ungar Geboren 1818 Gestorben 1865 Mann
Segelyacht Out of Rosenheim » 07. Dezember 2014 – Nicht nur dumme Sprüche 07. Dezember 2014 – Nicht nur dumme Sprüche Wir suchen immer noch vergeblich nach einem Mechaniker der dazu bereit ist den Motor einzubauen und zu marinisieren. Wir haben einige Kontakte aber keiner ist mir (uns) recht. Klaus bemüht sich wirklich um uns zu helfen. Nach ein, zwei Wochen telefoniert er mit einem Bekannten, der hier fünf Zweimast-Schoner a 20-25 Meter, auch Bierdampfer genannt, besitzt, mit denen Touris durch die Gegend geschaukelt und bei lauter Musik abgefüllt werden. Er hat eine deutsche Frau und will bald nach Deutschland übersiedeln. Daher ist er auch dabei seine Schiffe zu verkaufen. Eins hat er noch. Also falls jemand Interesse hat hier in Brasilien ins Tourismusgewerbe einzusteigen, melden:-). Bruno, so heißt der Mann, empfiehlt Klaus er solle doch mit seinem Mechaniker Verbindung aufnehmen. Gesagt, getan. Der Mechaniker, Luano, so sein Name, ist ca. 30 Jahre alt und macht einen sehr guten Eindruck. Bruno und Luano kommen auf unser Boot und wir besprechen alle Details. Er nennt mir den Preis für den Einbau des Motors. Für die Marinisierung kann er keinen Preis nennen da er noch nicht weiß wie viel Arbeit es werden wird und welche Probleme evtl. dabei auftreten.Alle Teile die noch gebraucht werden gehen auf meine Kosten. Das sind klare Aussagen und ich weiß (oder auch nicht) was auf mich zukommt Eins aber weiß ich genau, es wird nochmal teuer. Morgen will Luano kommen und mit dem Einbau des Motors, welcher immer noch im Cockpit auf der Bank festgezurrt ist und wartet im Motorraum verschwinden zu können, beginnen.. Luano kommt pünktlich (was hier nicht selbstverständlich ist) um neun Uhr und bringt einen kleinen Flaschenzug mit. Dieser wird gleich mal am Baum befestigt, den wir mit einem massiven Balken abgestützt haben. Schließlich wiegt der Motor mit Getriebe ca. 400kg. So ganz wohl ist mir nicht bei der Sache wenn ich da so den mickrigen Flaschenzug ansehe. Jedenfalls geht es zur Sache und der Motor baumelt bereits über dem offenen Motorraum und wartet um n der Versenkung zu verschwinden. Stück für Stück geht es abwärts. Manchmal rutscht die Kette durch und aus einigen Zentimetern werden gleich mehrere die es abwärts geht. Nun schaut auch Luano nicht mehr ganz so zuversichtlich wie Anfangs drein. Nach etwa 10 – 15 Minuten steht die Maschine endlich auf dem für sie zugedachten Platz im Motorraum auf dem Fundament. So weit so gut. Nun muss der eiserne Gustav aber noch ein ganzes Stück nach achtern um den Getriebeflansch mit der Propellerwelle verbinden zu können. Dabei hilft ein hydraulischer Wagenheber. Luano hebt den Motor ein winziges Stück an und schiebt ihn dann immer näher an die Propellerwelle ran bis es passt und der Motor seine Endstellung erreicht hat. Da aber der Perkins rausgeschmissen wurde und ein Mercedes eingebaut, stimmen natürlich die Bohrungen der Motoraufhängung am Fundament nicht mehr überein. Mit Bohrmaschine und einem 12er Bohrer ist die Sache aber schnell behoben. Der Motor ist schon mal drin und wir machen für heute Schluss. Luano hat erst nächste Woche wieder Zeit und dann machen wir gemeinsam weiter. Am nächsten Tag stürze ich mich, mit neuem Mut und guter Laune, da wir nun wieder Land sehen, in meinen so geliebten Motorraum. Es gibt nichts schöneres als bei heißem Wetter im öligen und beengtem Motorraum zu schwitzen und Arbeiten an Stellen durchzuführen die man nicht sieht sondern nur erahnen oder erfühlen kann. Jedenfalls gelingt es mir. Was mir ebenfalls gelingt ist die tausend Kabel, na ja ganz so viele sind es nicht, die da in der Gegend rumhängen am jeweiligen richtigen Anschluss anzuschrauben. Die 24 Kabel (diese Zahl stimmt)der verschiedenen Verbraucher, die Solaranlage, der Generator und die Lichtmaschine sowie die 2×200 AH Servicebatterien sind angeschlossen. Nicht nur das. Es funktioniert auch noch. Verdreckt und verschwitzt klettere ich aus dem Motorraum. Und jetzt eine Dusche. Ich stehe im Cockpit eingeseift unter der selbst gebastelten (kalten) Dusche und wasche mir Dreck und Schweiß vom Körper. Die (Hand) Dusche ist an der Druckwasserpumpe angeschlossen und ich kann die benötigte Länge Schlauch, der durch eine Öffnung in der Cockpitbank aus dem Motorraum kommt, raus ziehen. Um Wasser zu sparen ist ein Druckschalter am Duschkopf und wenn ich diesen los lasse schaltet sich die Wasserpumpe ab. Welch ein Luxus. Da die Batterien eingebaut und der Generator, der zwecks Service, Entrostung und neuer Farbgebung ausgebaut war, nun wieder an seinem alten Platz.steht, wird es sehr eng im Motorraum. Zwar muss noch die gesamte Marinisierung durchgeführt werden aber trotzdem müssen die eben genannten Teile bereits eingebaut sein. Bevor die kniffligste Sache kommt:. der Auspuff. Dieser wird genau zwischen Batterien und Lastverteiler der elektrischen Anlage durchgeführt und da geht es um Zentimeter. Zwar wird der Auspuff mit Wasser gekühlt, trotzdem sollte er nicht all zu nahe an Kabeln und Batterien vorbeiführen. Luano ist dabei alles auszumessen und sich Notizen zu machen wie und wo Auspuffrohr und Schwanenhals hinkommen. Es fehlen noch die Impellerpumpe (Salzwasserpumpe) und ein Frischwasser bzw. Kühlwassertank (Süßwasser), so wie sämtliche benötigten Schläuche. Das haut nochmal richtig rein in das Budget. Vorher waren Kühlwassertank und Salzwasserpumpe am Motor angebaut. Das geht jetzt nicht mehr. Da nicht der original Mercedes Marinisierungssatz vorhanden ist muss improvisiert werden. Alle Teile wie Wärmetauscher, Kühlwassertank, Impellerpumpe sind extern, also nicht am Motor angebracht. Das kostet Platz. Auspuff-Wassereinspritzung Kühlwassertank und Wärmetauscher Irgendwann ist dann auch dies geschafft, nachdem das Auspuffrohr mit Schwanenhals mehrmals ein und ausgebaut wurde um richtig platziert zu sein.Dann ist es so weit dass der Motor gestartet werden kann. Natürlich sind Zündschloss und die dazugehörigen Kabel samt Steuersäule noch nicht montiert. Also wird der Starter einfach mit einem Schraubenzieher kurz geschlossen . Der Motor TUT NICHTS! Es macht zwar ein wenig klack aber das war´s schon. Der Kontakt der normal zum Zündschloss geht ist locker und die kleine Schraube geht ab. Also Anlasser raus und zur Reparatur gebracht. Ist doch ein gutes Gefühl wenn ein „neuer“ Motor gleich mit einer Reparatur beginnt. Zusätzlich ist auch noch die Hochleistungssicherung mit der ich die komplette Stromanlage mit 200 Ampere abgesichert habe, durchgebrannt. So gesehen ist es gut, da der Anlasser dadurch nicht beschädigt wurde. Für die nächsten Tage steht auf alle Fälle wieder mal alles still bis der Anlasser gerichtet ist und Luano wieder Zeit hat. Es vergeht fast eine Woche und dann bringt Luano den Anlasser wieder. Schnell ist er eingebaut. Ich frage was denn daran kaputt war. Der Minus Kontakt war abgebrochen. Innen fehlte eine Kohle! Außerdem waren die „Innereien“ Anker und Wicklung total ölverschmiert. Das ist nun behoben. Der erste Startversuch. Klack. Das war´s schon wieder. Der Motor dreht nicht durch. Ich stehe kurz vor dem explodieren. Ich wünsche Joao der den Motor zusammengebaut hat alles, nur nichts Gutes. Luano beruhigt mich und meint das komme schon mal vor wenn die „Innereien“ alle neu und die Kompressionsringe noch nicht eingelaufen sind. Er sagt er kommt in den nächsten Tagen wieder mit dem nötigen Werkzeug um den Motor erst mal von Hand durchzudrehen. Die Tage vergehen und der Zeitpunkt dass unser Besuch aus Deutschland kommt, die Nichte von Annemarie, rückt immer näher. Zwar sind es noch knapp vier Wochen bis dahin aber bei der Geschwindigkeit die hier herrscht… Mit einer 46iger Nuss und einem langen Knebel bewaffnet erscheint einige Tage später Luano. Motorraumdeckel auf und es kann los gehen. Luano hat sich zur Verstärkung noch einen Kollegen mitgebracht. Nuss angesetzt und kräftig gezogen. Der Motor dreht sich. Er wird so lange gedreht bis einmal alle vier Takte durchgelaufen sind. Ist ja schon mal positiv. Dann der Startversuch. Der Anlasser dreht einige male durch und dann hört es sich an als wären die Batterien leer, was nicht sein kann. Die Messung ergibt 14,2 Volt, schließlich hängen ja die Solarzellen dran und die Sonne knallt was vom Himmel kommt. Daran kann es nicht liegen. Überbrückungskabel raus und direkt an die Batterien angeschlossen. Erfolg: das Kabel wird heiß aber es tut sich nichts. Das Kabel ist zu schwach. Ich suche ein dickes Kabel mit 50 qmm. Der Mechaniker schließt es direkt an den Batterien an und hält es an den Anlasser. Sofort springt der Motor an und rappelt so vor sich hin. Alle Aggregate arbeiten zufriedenstellend. Problem ist im Moment nur, dass die Motorinstrumente wie Öldruck und Wassertemperatur nicht funktionieren. Zwar habe ich die fehlenden Fühler zwischenzeitlich gekauft aber leider sind sie nicht kompatibel mit den Instrumenten. Also kann ich die neuen Instrument wieder ausbauen und wegwerfen, denn die arbeiten nur mit den speziell dafür vorgesehenen Fühlern und die gibt es nicht einzeln zu kaufen. Da kann ich nur sagen: Danke Joao, gut gemacht. Er hat mir die von ihm verschlampten Fühler natürlich nicht, wie versprochen, ersetzt bzw. neue Instrumente verschafft. Also haben wir nach kurzer Zeit den Motor aus Sicherheitsgründen wieder abgestellt. Jedenfalls läuft er. Aber warum der Motor mit der normalen Verkabelung (50qmm) nicht anspringt liegt immer noch im Dunkeln. Der Kollege von Luano meint , die Kabel wären zu schwach. Es müssten mindestens 70qmm sein. Kann ich mir fast nicht vorstellen. Falls sie wirklich zu dünn sind, dann hätten sie wenigstens heiß werden müssen, was aber nicht der Fall ist. Trotzdem ist wieder eine Woche vergangen und wir sind nur ein kleines Stück vorwärts gekommen. Aber immer noch besser als gar nichts. Die Gewissheit, dass der Motor läuft ist schon mal beruhigend. Obwohl ich es nicht ganz glauben kann, kaufe ich am nächsten Tag ein dickes 70qmm Kabel mit den dazugehörigen Kabelschuhen. Meine Presszange geht allerdings nur bis 50qmm. Kein Problem meint der Mechaniker. Hau mit dem Hammer drauf bis der Schuh flach ist, das hält. Klasse. Und der irre hohe Übergangswiderstand der entstehen kann wenn nicht ALLE feinen Drähtchen fest am Kabelschuh anliegen? Was ist damit? Da kann schnell mal was passieren abgesehen davon, dass es unprofessionell ist. Kabelschuhzange in der Größe kann ich nicht auftreiben. Ich versuche jedenfalls Kabel und Kabelschuh schon mal ineinander zu stecken. Wieder Fehlanzeige. Entweder ist der Kabelschuh zu klein oder das Kabel zu dick oder beides. Meine Schieblehre sagt mir, dass das Kabel zwei Zehntel dicker ist als der Kabelschuh. Das wird schon mal nichts. Ich ziehe wieder los und besorge mir die nächste Größe. Das sind 95qmm. Da passen die Kabel anstandslos rein. Aber einfach flach klopfen will ich die Dinger dann doch nicht. Also hole ich mir Lötzinn und Kolben. Ich verzinne den Anschluss so dass alle Fasern des Kabels auch Kontakt miteinander haben und auch nicht die kleinste Faser absteht. Dann nehme ich den Hammer und hau etliche male mit ganzer Kraft auf den Kabelschuh. Nun sitzt er fest auf dem Kabel welches sogar noch eine rundliche Form aufweist. Wie gesagt, nicht gerade professionell aber besser als total flach klopfen. Da fällt mir was ein. Ich schleife meinen Läppi aus der Ecke und schalte ihn an. Ich suche mir den selbstgefertigten Schaltplan raus und studiere ihn nochmal ganz genau. Keine Beanstandung. Diese Schaltung muss, trotz „Eigenkonstruktion“ funktionieren. Ich bin sicher ich brauche die 70iger Kabel nicht. Ich steige nochmal in den Motorraum und sehe mir den Verlauf der Kabel an. Werner, du bist ein Dummkopf., schelte ich mich selbst. Ich hatte den Schaltplan gezeichnet um danach die Kabel dementsprechend zu verlegen bzw. anzuschließen. Irgendwie musste ich irgendwann dabei gestört worden sein, denn die Kabel waren zwar alle angeschlossen aber die Schaltung nicht ganz zu Ende geführt. Also schnell einen 17 Schlüssel (den für die Schrauben, nicht den für die Bierflaschen)geholt und die letzten beiden Kabel an die richtige Stelle geklemmt und schon springt der Motor an und lässt sein kräftiges Röhren hören. Was jetzt noch gemacht werden muss ist den Luftfilter für den Motor anzubauen und einige kleine Schläuche mit deren Qualität ich nicht einverstanden bin, auszuwechseln. Für die Instrumente muss ich noch eine vorläufige Alternative finden, denn meine nächsten Instrumente kommen erst Weihnachten mit dem Besuch aus Deutschland. Die nächste größere Arbeit ist das Cockpit wieder auf Vordermann zu bringen. In die Steuersäule muss ich das neue Zündschloss einbauen und die Verkabelung muss neu gemacht bzw. erweitert werden. Wir haben uns einen neuen Drehzahlmesser angeschafft und der muss mit dem Zündschloss verbunden werden. Da gibt es noch einiges zu tun. Nicht wie früher die Anzeige an der Lichtmaschine an der Klemme „W“ anklemmen und plus und minus anschließen und das Ding arbeitet. Nein, bei weitem nicht. Es sind insgesamt 14, in Worten „VIERZEHN“ Kabel anzuschließen damit das Teil funktioniert. Da bin ich mal gespannt ob und wie das klappt. Fertig sind wir also noch lange nicht, höchstens mit den Nerven. Aber wie gesagt: gelobt sei was hart macht. Oder was nicht unmittelbar zum Tod führt dient der Abhärtung. Nun aber genug mit dummen Sprüchen. Mal sehen wie es weiter geht. Ankerwinsch Einbau 1 Ankerwinsch Einbau 2 Hier gleich mal die Fortsetzung des vorherigen Berichtes. Das kommt daher, dass wir seit längerer Zeit (mehr als eine Woche) kein Internet mehr besitzen. Das heißt besitzen ja aber es funktioniert nicht. Es hat damals geregnet, nicht sehr stark aber immerhin geregnet, und seit der Zeit gibt es kein Internet mehr. Ein Internet Café zu besuchen hat auch keinen Zweck. Die Angst, dass jemand mit Viren das System lahmlegen könnte ist zu groß und deshalb gibt es keine Schnittstellen um Daten runter oder hochzuladen. Selbst die Brasilianer machen sich schon lustig darüber wie hier so die Technik funktioniert. Eine Moderatorin im Fernsehen sagte mal einen guten Satz: >wir haben zwar die Technik der ersten Welt, funktionieren tut sie aber wie in der Dritten.< Ende des Zitats. Damit ist wohl alles gesagt. Gerade erfahre ich, dass in der ganzen Stadt seit über einer Woche kein Internet zur Verfügung steht. Diese Inkompetenz schreit wirklich zum Himmel. Mit den Instrumenten hat der obige Bericht geendet und da will ich weitermachen. Also eine Alternative habe ich nicht gefunden und somit müssen wir neue Instrumente kaufen. Öldruck und Wassertemperatur. Falls jetzt vielleicht einer glaubt, dass die nur eingebaut werden müssen, dann liegt er daneben. Die Instrumente sind nicht wie gewohnt im Set, sondern Fühler und Öldruckgeber müssen extra erstanden werden. Was bleibt mir anderes übrig? Bald ist es (hoffentlich) so weit, dass wir eine Testfahrt machen können und dann ohne Instrumente? Nicht wirklich. Also die Instrumente sind gekauft und vorsichtshalber haben wir sie nur provisorisch angeschlossen um zu testen. Das funktioniert jedenfalls. Was nicht funktioniert ist der (alte) Drehzahlmesser.. Wir versuchen etliches aber nichts funktioniert. Dann messe ich die Klemme W und DF+ durch. Für DF+ müsste die Anzeige zwischen 12 und 14,8 Volt betragen und die der Klemme W variabel je nach Drehzahl. Beide null Volt. Lichtmaschine ausgebaut und zur Reparatur gebracht. Die ist nicht kaputt die funktioniert bekomme ich zu hören. Also ab zum Boot, wieder eingebaut und… das gleiche wieder. Sie funktioniert nicht. Alles nochmal durchgemessen. Das gleiche Ergebnis wie vor. Also wieder ausgebaut, das Teil Luano dem Mechaniker in die Hand gedrückt und ab zum Elektriker. Luano kommt nach zwei Stunden wieder und sagt dass die LIMA in Ordnung ist. Eingebaut und Motor laufen lassen. Ergebnis: sie funktioniert NICHT!! Luano meint, er habe aber gesehen, dass die Instrumente beim Elektriker 14 Volt angezeigt hätten. Das mag sein. Bei mir zeigen sie 12,65 Volt an. Das ist der Strom von der Batterie, nicht von der Lichtmaschine. Das DF+ Kabel welches direkt an der plus Kohle angelötet ist welche den erzeugten Strom weiterleitet hat nach wie vor null Volt. Es müsste aber, egal wie voll die Batterien sind, zwischen 12 und 14,8 Volt haben. Also ist das Teil KAPUTT!. Während ich die Zeilen schreibe liegt die LIMA neben mir und wartet zum (dritten) mal , dass sie den Elektriker besuchen darf. Diesmal nehme ich meinen Multimeter mit und zeige ihm meine Messung. Ich hoffe er nimmt es mir dann ab, dass der Strom der angezeigt wird, nicht von der LIMA sondern von der Batterie kommt. Luano hat auch den noch fehlenden Luftfilter für den Motor mitgebracht. Aufsetzen und den Motor anlassen. Der Motor röhrt wie der eines Panzers. Der Lärm ist so stark, man kann sich nur sehr laut verständigen kann. Einfach blöd. So kann das nicht bleiben. Ich habe aber noch das externe Filtergehäuse vom Perkins. Dieses war mit einem Luftschlauch mit dem Ansaugkanal des Motors verbunden. Wenn ich dann mal den Schlauch abgezogen habe, dann hat der auch sehr laut geröhrt. Luano nimmt Maß und verschwindet. Ich baue das Filtergehäuse inzwischen an die Schottwand, wo es auch beim vorherigen Motor war. Zwei Stunden später ist Luano mit Schlauch und passendem Reduzierstück zurück. Nachdem alles montiert ist wird der Motor angeworfen. Was eine Wohltat. Der Lärm hat sich auf ein erträgliches Maß gesenkt. Wenn dann der Motorraumdeckel angebracht ist, ist die Lautstärke wieder wie früher. Für heute ist dann Schluss und ich bringe Luano mit dem Dinghy an Land. Das heißt ich habe es vor. Wenn nur der Außenborder der gleichen Meinung wäre wie ich. Der gibt sich nicht die geringste Mühe auch nur den Anschein zu machen, dass er anspringt. Er macht schon längere Zeit Mucken obwohl er erst in Reparatur war. Er läuft einige Tage dann fängt er wieder an zu spucken und springt schwer oder gar nicht an. Aber nun macht er keinen Mucks mehr. Luano bemüht sich, aber nichts geht mehr. Er überprüft die Kompression indem er den Finger in das für die Zündkerze vorgesehene Loch steckt und dann meint, dass der Motor kaum noch Kompression hat. Luano wird mit seinem Freund reden, er repariert Außenborder, ob er sich den Motor mal ansehen will. Da dieser allerdings ca. 20 Jahre auf dem Buckel hat ist es fraglich ob sich eine Reparatur noch lohnt. Annemarie und ich haben vor zwei Wochen ein Sonderangebot eines Tohatsu 5PS gesehen, also der gleiche wie unserer, für 3500 Riais (ca.1100 €). Ist für hier sehr günstig. Falls wir den wirklich kaufen müssen, dann wechselt aber die Farbe des Kontos von Hell nach Dunkelrot. Haben wir doch für unseren Motor alles in allem etwas mehr als 6000 Euronen gelöhnt.
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Wer war Ignaz Philipp Semmelweis?
Ignaz Philipp Semmelweis (; * 1. Juli 1818 im Teilbezirk Tabán von Buda, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 13. August 1865 in Oberdöbling bei Wien, Kaisertum Österreich) war ein Chirurg und Geburtshelfer. Er studierte an den Universitäten Pest und Wien Medizin und erhielt 1844 seinen Doktorgrad an der Universität Wien. Semmelweis führte das häufigere Auftreten von Kindbettfieber in öffentlichen Kliniken im Vergleich zur privaten Entbindung auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurück und bemühte sich, Hygienevorschriften einzuführen. Später wurde er „Retter der Mütter“ genannt. Seine Studie von 1847/48 gilt heute als erster praktischer Fall von evidenzbasierter Medizin (auf empirische Belege gestützte Heilkunde) in Österreich und als Musterbeispiel für eine methodisch korrekte Überprüfung wissenschaftlicher Hypothesen. Zu seinen Lebzeiten wurden seine Erkenntnisse nicht anerkannt und von Kollegen als „spekulativer Unfug“ abgelehnt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn, da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Semmelweis praktizierte zeitweise in Pest im heutigen Ungarn. Er starb im Alter von 47 Jahren in Wien unter nicht näher geklärten Umständen während eines zweiwöchigen Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik „Landesirrenanstalt Döbling“ bei Wien. Zahlreiche Widersprüche und Ungereimtheiten deuten neben dem Exhumierungsbericht aus dem Jahr 1963 und Motiven für seine Beseitigung auf willkürliche Psychiatrisierung und ein darauf folgendes Tötungsdelikt hin. Leben Jugend und Laufbahn Ignaz Semmelweis wurde 1818 als fünftes Kind des Spezial- und Kolonialwaren-Großhändlers Josef Semmelweis (1778–1846) und der aus wohlhabendem Hause stammenden Theresa geb. Müller (1789–1844) im Teilbezirk Tabán in Buda geboren. Seine Eltern legten großen Wert auf eine gute Schulausbildung ihrer Kinder, da sie dadurch in die maßgeblichen gesellschaftlichen Schichten der heimischen Intelligenz aufsteigen konnten. Der Vater ließ alle Söhne im erzbischöflichen Gymnasium von Buda einschreiben. Nach dem Besuch der Elementarschule in Buda ging Ignaz auf das Piaristen-Gymnasium am St.-Niklas-Turm. Anschließend absolvierte er ein Jahr das Gymnasium in Stuhlweißenburg. Ursprünglich sollte er Militäranwalt werden, weshalb er von 1835 bis 1837 Philosophie und Jura an der Universität Pest studierte. 1837 kam er nach Wien, um Rechtswissenschaft zu studieren, wechselte jedoch 1838 zur Medizin, setzte das Studium 1839 bis 1840 in Pest und ab 1841 wiederum in Wien fort. 1844 schloss er das Studium mit dem Magister der Geburtshilfe und im gleichen Jahr mit der Promotion zum Dr. med. ab. Seine Dissertation (Tractatus de vita plantarum „Über das Leben der Pflanzen“) behandelte die damals populäre Theorie des Vitalismus. Sie wurde durch die von ihm selbst schon bald (1847/48) verlangte Einführung einer systematisch vorgehenden klinischen Beobachtung, die ihn zum Mitbegründer der evidenzbasierten Medizin machte, allmählich als unwissenschaftlich verdrängt. 1845 folgte die Promotion zum Doktor der Chirurgie. Anschließend begann er an der Brustambulanz von Josef Skoda (1805–1881) und in der von Ferdinand von Hebra (1816–1880) geleiteten Ausschlagabteilung des von Kaiser Joseph II. gegründeten k.k. allgemeinen Krankenhauses zu arbeiten. Hier erlernte er Skodas Methode der Diagnose durch Ausschließen („diagnosis per exclusionem“) und die wissenschaftliche Arbeit mit statistischen Instrumenten. Im Institut für pathologische Anatomie unter der Leitung von Carl von Rokitansky (1804–1878) erstellte er Befunde an Frauenleichen. Assistenzarzt in Wien 1846 wurde Semmelweis Assistenzarzt in der geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses. Gefördert von namhaften Ärzten, wurde er Assistent von Prof. Johann Klein (1788–1856), Leiter der 1. geburtshilflichen Klinik, unter dessen Leitung die Letalitätsrate zwischen 5 und 15 Prozent betrug; teilweise reichte sie in Kliniken sogar bis zu 30 Prozent. Es war bekannt, dass in der Abteilung, in der Ärzte und Medizinstudenten arbeiteten, die durch das Kindbettfieber bedingte Sterblichkeit von Müttern nach der Entbindung wesentlich höher lag als in der zweiten Abteilung, in der Hebammenschülerinnen ausgebildet und keine Leichensektionen vorgenommen wurden. Semmelweis wollte den Grund dafür herausfinden und untersuchte die Mütter daher noch gründlicher. Doch gerade durch diese Bemühungen stieg die Zahl der Todesfälle in seiner Abteilung noch weiter an, so dass werdende Mütter sich schließlich weigerten, in seine Abteilung verlegt zu werden. Nach seinen Tagebuchaufzeichnungen starben in der gesamten Klinik 36 von 208 Müttern an Kindbettfieber. Ein Kind auf die Welt zu bringen, war demnach also ebenso gefährlich, wie an einer Lungenentzündung zu erkranken. Erst als der mit ihm befreundete Gerichtsmediziner Jakob Kolletschka (1803–1847) während einer Leichensektion von einem Studenten mit dem Skalpell verletzt wurde und wenige Tage später an einer Blutvergiftung verstarb – einer Krankheit, die einen ähnlichen Verlauf zeigte wie das Kindbettfieber –, glaubte Semmelweis, die Ursache für die Erkrankung benennen zu können: Die Mediziner und die Studenten führten täglich klinische Sektionen an den Leichen der Patientinnen durch, die zuvor am Kindbettfieber verstorben waren. Anschließend gingen sie „mit an der Hand klebenden Cadavertheilen“ zu den Gebärenden und wuschen sich die Hände mit Seife (oder in einzelnen Fällen überhaupt nicht), desinfizierten sie jedoch nicht. Mit diesen Händen untersuchten sie Frauen während der Entbindung und übertrugen infektiöses Material. Die eigentliche Ursache der Infektion – die Übertragung von Bakterien, die normalerweise massenhaft auf den Händen vorhanden sind – war damals noch nicht bekannt (vgl. Leichengift). Die Hebammenschülerinnen an der zweiten Abteilung hingegen kamen nicht mit Leichen in Berührung und führten auch keine vaginalen Untersuchungen durch. In den Jahren 1847 bis 1848 fertigte er gezielt eine Studie unter dem Titel Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers an. Im Ergebnis dieser Studie wies Ignaz Semmelweis seine Studenten an, nach Leichensektionen die Hände und Instrumente mit Chlorlösung, später mit dem billigeren Chlorkalk zu desinfizieren – wie sich herausstellte, eine wirkungsvolle Maßnahme, da die Sterblichkeitsrate in nur wenigen Monaten von 12,3 auf 2 bis 3 Prozent sank. Als trotzdem noch einmal zwölf Wöchnerinnen auf einen Schlag am Kindbettfieber erkrankten, als dessen Ursache zunächst das infizierte, jauchige Uteruskarzinom einer Mitpatientin vermutet worden war, erkannte er, dass die Ansteckung nicht nur von Leichen, sondern auch von lebenden Personen ausgehen konnte. So verschärfte er die Vorschriften dahingehend, dass die Hände vor jeder Untersuchung zu desinfizieren seien. Dadurch gelang es ihm, 1848 die Sterblichkeitsrate auf 1,3 Prozent zu senken, ein Wert, der sogar geringfügig unter dem der zweiten Krankenhausabteilung mit Hebammen lag. Trotz dieses Erfolgs wurden die Arbeiten von Semmelweis lange Zeit, vor allem von führenden Medizinern wie Anton von Rosas (1791–1855), Rudolf Virchow (1821–1902), Eduard Kaspar Jakob von Siebold (1801–1861), Friedrich Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (1821–1891), James Young Simpson (1811–1870) und Weiteren, nicht anerkannt. Viele Ärzte und auch seine Studenten hielten Sauberkeit für unnötig und wollten nicht wahrhaben, dass sie selbst die Verursacher jener Krankheit waren, die sie eigentlich heilen wollten. Einige Ärzte, wie Gustav Adolf Michaelis, veranlasste dies dazu, sich das Leben zu nehmen, da sie diese Schuld nicht ertrugen. Andere Mediziner feindeten Semmelweis stark an und bezeichneten ihn als „Nestbeschmutzer“. Unterstützung fand er mit seiner Theorie bei namhaften Vertretern der Wiener Medizinischen Fakultät wie Skoda, Rokitansky und Hebra. Ferdinand von Hebra hatte Semmelweis sogar gedrängt, seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu veröffentlichen. Als er dies jedoch nicht tat, übernahm von Hebra selbst die Aufgabe. Die Gegner von Semmelweis verhinderten 1849 die Verlängerung seiner Assistenzarzttätigkeit, sodass er im März 1849 aus dem Dienst des Krankenhauses ausschied. Im Juni desselben Jahres wurde er zum Mitglied der k. k. Gesellschaft der Ärzte gewählt. Hier wurde die angeregte Bildung einer Kommission zur Prüfung der Semmelweisschen Thesen mit Mehrheitsbeschluss angenommen, allerdings auf Betreiben seines ehemaligen Chefs in Wien, Professor Klein, dann ministeriell abgelehnt. Erst am 15. März 1850 präsentierte Semmelweis seine Erkenntnisse in einem Vortrag vor der Gesellschaft der Ärzte. Professor in Pest Aufgrund weiterer Anfeindungen und Intrigen von Kollegen, wie Johann Klein oder Anton von Rosas, wurde Ignaz Semmelweis 1850 nur zum Privatdozenten für theoretische Geburtshilfe mit Übungen am Phantom ernannt. Über diese Einschränkung reagierte er dermaßen erbost, dass er nur fünf Tage nach seiner Ernennung Wien verließ und nach Pest übersiedelte. Hier eröffnete er eine Privatpraxis. Daneben arbeitete er als unbesoldeter Primararzt auf der Entbindungsstation des St.-Rochus-Spitals in Pest. Ab 1851 war Semmelweis Leiter der Geburtshilfeabteilung in Pest, ab 1855 Professor für theoretische und praktische Geburtshilfe sowie als Hebammenlehrer an der dortigen Universität, der heute nach ihm benannten Semmelweis-Universität. 1857 lehnte er die Berufung auf eine Professur nach Zürich ab. In Pest jedoch beschäftigte er sich auch mit der operativen Gynäkologie, hier führte er erstmals eine OP am Eierstock durch. Zwar veröffentlichte er seine Arbeitsergebnisse im ärztlichen Wochenblatt „Orvosi Hetilap“. Da dieses Blatt jedoch nur eine geringe Verbreitung hatte, war dieser Veröffentlichung keine große Wirksamkeit beschieden. Daher konnte Semmelweis mit solchen Aktivitäten seinen internationalen Widersachern nicht Paroli bieten. Seine Ergebnisse und Erfahrungen fasste er dann bis 1860 in dem Buch Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers zusammen, das 1861 erschien. Dem mit 500 Seiten zwar sehr umfangreichen, aber ungeschickt präsentierten und zudem sprachlich nicht elaborierten Buch blieb der Erfolg versagt. Nur wenige Ärzte unterstützten ihn (Semmelweis selbst nennt die Professoren Michaelis aus Kiel und Wilhelm Lange aus Heidelberg, aber auch Hebra, Škoda und von Rokitansky machten sich für ihn stark), da Hygiene als Zeitverschwendung und unvereinbar mit den damals geltenden Theorien über Krankheitsursachen angesehen wurde. Vielmehr wurde von vielen das Kindbettfieber beispielsweise auf schlechte Luft, das Ausbleiben der Menstruation oder einen Milchstau zurückgeführt. Da er immer wieder auf Ablehnung in Teilen der Ärzteschaft hinsichtlich der von ihm empfohlenen Desinfektionsmethoden stieß, ging er ab etwa 1861 dazu über, offene Briefe – zuerst an die ärgsten Widersacher, an Scanzoni, Späth und v. Siebold, dann später an alle Professoren im Bereich der Geburtshilfe – zu versenden. In diesen Briefen drohte er, die Uneinsichtigen öffentlich zu entlarven, wenn sie seine Verhaltensregeln nicht umsetzen. Dass es ihm dabei nicht immer gelang, diplomatisch die richtigen Worte zu wählen, verdeutlicht das folgende Zitat aus einem dieser offenen Briefe von Semmelweis: Und Semmelweis fährt fort: Offenbar als Antwort auf Semmelweis’ Denkbrief schrieb Louis Kugelmann aus Hannover am 10. August 1861: Tod 1865 erkrankte Ignaz Semmelweis an schweren Depressionen und wurde im Juli 1865 ohne Diagnose von drei Ärztekollegen in die staatliche Landesirrenanstalt Döbling bei Wien eingeliefert. Einigen Quellen zufolge soll Semmelweis’ Einlieferung auf eine Intrige zurückzuführen sein. Semmelweis hatte wiederholt versucht, seine Kollegen von der Richtigkeit seiner Erkenntnisse schriftlich zu überzeugen, dennoch war ihm fast nur Ablehnung entgegengeschlagen, wie auch schon um 1850 von seinem ehemaligen Vorgesetzten am Allgemeinen Krankenhaus Wien, Johann Klein (1788–1856), in dessen pathologischem Institut Semmelweis später obduziert wurde. Der Biograf Fritz Schürer von Waldheim schrieb 1905: Lobend erwähnt hatte Semmelweis diesbezüglich nur die Professoren Michaelis in Kiel und Lange in Heidelberg. Aus seiner Konversation in Briefen sind einzelne weitere bekannt, die ihm zumindest zugeneigt waren. Am 13. August 1865, zwei Wochen nach seiner Einweisung in Döbling, starb Ignaz Semmelweis – den damaligen Obduktionsberichten zufolge – mit 47 Jahren infolge einer kleinen Verletzung, die er sich durch eine eigene Schnittverletzung bei seinen Sektionen zugezogen habe, an einer Blutvergiftung. Eine ganz ähnliche Vermutung (gestorben „an Pyämie, wahrscheinlich in Folge einer Verwundung bei einer Operation“) wurde damals in der medizinischen Fachliteratur geäußert. Anderen Berichten zufolge sei dies stattdessen bei einem Kampf mit dem Anstaltspersonal bzw. zumindest innerhalb des Klinikaufenthalts erfolgt. So habe der Kinderarzt Janós Bókai, der 1865 einen Bericht über Semmelweis’ vorherigen Zustand verfasste, laut dem Gynäkologen und Medizinhistoriker Georg Silló-Seidl, welcher die ursprünglichen Klinikunterlagen im Archiv der Wiener Gesundheitsbehörde recherchierte, von einer vorherigen Verletzung nichts erwähnt, obwohl diese, wie behauptet, bereits zuvor entzündet gewesen sei. Laut Silló-Seidl gab es diverse weitere Ungereimtheiten. Da 1963 bei einer Exhumierung der sterblichen Überreste Semmelweis’ multiple Frakturen an Händen, Armen und am linken Brustkorb festgestellt wurden, erscheint die Aktennotiz der Klinik, in der stattdessen Gehirnlähmung als sein Sterbegrund genannt wurde, umso dubioser. Überlegungen zufolge, u. a. vom amerikanischen Semmelweis-Biografen Sherwin Nuland, sollen Pfleger Semmelweis auf dem Anstaltshof geschlagen haben und auf ihm herumgetrampelt sein. Ignaz Semmelweis wurde zunächst am 15. August auf dem Schmelzer Friedhof in Wien beigesetzt. Nachdem dieser aufgelassen worden war, begrub man die sterblichen Überreste im Grab seiner Eltern auf dem Budapester Kerepesi temető. 1963 überführte man sie in sein Geburtshaus, das heute das Semmelweis-Museum für Medizingeschichte ist. Semmelweis hinterließ Frau und drei Kinder. Nachrufe waren kärglich und knapp. Eine Würdigung seines Lebenswerks fand sich lediglich in der Fachzeitschrift Orvosi Hetilap, in der Semmelweis, noch bevor er sein Buch verfasste, einige seiner Vorträge in ungarischer Sprache veröffentlicht hatte. Immerhin widmete ihm die Wiener Medizinische Wochenschrift einen kurzen Nachruf: „Dienstag wurde Professor Semmelweis begraben. Viele Professoren, Primarärzte etc. folgten seinem Sarge, und geleiteten ihn zur letzten Ruhestätte. Der Verstorbene war erst 47 Jahre alt, und hinterlässt eine trauernde Witwe, und drei unmündige Kinder. Ruhe seiner Asche.“ Semmelweis’ Bedeutung wurde lange Zeit nicht erkannt. Erst 1882 erhielt er durch die Biografie von Alfred Hegar die erste öffentliche Anerkennung. Seine Biografen, deren Bücher meist zu Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts erschienen, setzten sich häufig mit drastischen, sehr klaren Worten für ihn ein. Im Hauptgebäude der Anstalt in Wien-Döbling ist seit 1991 das Bezirksgericht Döbling untergebracht. Auf dem ehemaligen Gelände der Anstalt befindet sich der Neubau eines Seniorenheimes. Nachwirkung Nach seinem Tod wurde das vom schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827–1912) im Jahr 1867 demonstrierte Besprühen des Operationsfeldes mit desinfizierendem Karbol in die Chirurgie eingeführt und damit ein drastischer Rückgang der Operationsmortalität erreicht. Oft wird die Asepsis ihm zugeschrieben, obwohl er seine Erkenntnisse aus denen von Semmelweis gezogen hatte. Eine Ärztegeneration später setzte sich die Umsetzung von Hygienemaßnahmen bei Frauen im Kindbett durch, und die wissenschaftliche Welt wurde der Bedeutung von Semmelweis’ Erkenntnissen gewahr. Der im englischen Sprachraum bekannte Begriff Semmelweis-Reflex beschreibt die „unmittelbare Ablehnung einer Information oder wissenschaftlichen Entdeckung ohne weitere Überlegung oder Überprüfung des Sachverhaltes“. In vielen Fällen habe die wissenschaftliche Leistung dann eher eine Bestrafung als eine entsprechende Honorierung zur Folge. Die Begriffsbildung wird dem amerikanischen Autor Robert Anton Wilson zugeschrieben. 1993 wurde der Asteroid (4170) Semmelweis nach ihm benannt. Darüber hinaus tragen die Semmelweis-Universität in Budapest und die Semmelweis-Frauenklinik in Wien seinen Namen. Im ehemaligen Bezirkskrankenhaus Brandenburg an der Havel, heute Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel, befand sich rechts neben dem Eingang zum alten Kreißsaal eine Büste von Ignaz Semmelweis. Mit dem Abriss des Gebäudetrakts und dem Umzug des Kreißsaals in den Neubau West verschwand diese Büste. Am 20. Februar 2019 wurde an der Medizinischen Universität Wien eine Statue des Mediziners enthüllt, ein Geschenk der Semmelweis-Universität Budapest. Die Enthüllung erfolgte in Anwesenheit von János Áder, Ernst Woller sowie der Rektoren beider Universitäten, Béla Merkely und Markus Müller. Die Statue wurde vom ungarischen Künstler Péter Párkányi Raab geschaffen. Die Bundesregierung Österreichs plant ab dem Studienjahr 2022/23 den Aufbau eines universitätsübergreifenden Ignaz-Semmelweis-Instituts (ISI) und schafft dafür bis zu 30 neue Professuren. Dieses Institut für Infektionsfragen soll sowohl Forschung betreiben als auch als Ansprechpartner für die Politik fungieren. Das Kooperationszentrum soll als Zusammenarbeit der MedUni Wien, MedUni Graz, MedUni Innsbruck, JKU Linz und der VetMedUni Wien entstehen. Die Klientel Die Geburtshilfe genoss als medizinisches Fachgebiet ein geringes Ansehen. Geburtshilfliche Abteilungen lagen häufig in alten, desolaten Kliniktrakten mit Blick zum Hof oder zum Leichenhaus. Die Einrichtungen und hygienischen Verhältnisse waren extrem primitiv, teilweise auch, weil die Verbindung zwischen Hygiene und Infektionsgefahren nicht bekannt war. Leider fehlen demographische Daten der Patientinnen zu Status, Herkunft, Familienstand usw. in den Statistiken. Aus den vorliegenden Schriften geht lediglich hervor, dass ein Großteil der Patientinnen aus ärmlichen Verhältnissen stammte und keine Lobby hatte. Persönlichkeit Einflussreiche Ärzte sprachen für ihn, ihnen unterliefen aber kleine Fehler, die Semmelweis nicht korrigierte und die ihn angreifbar machten. Sein erster kollegialer Unterstützer war Gustav Adolf Michaelis, der als erster Geburtshelfer die Entdeckung erprobte und Semmelweis Recht gab. Außer einigen Briefen, die Semmelweis mit der Bitte um Prüfung an den Professor der Geburtshilfe in Kiel sandte, nahm Semmelweis trotz vieler Ersuchen und Möglichkeiten weder schriftlich noch mündlich Stellung. Öffentlich trat er erst ab Mitte 1850 in Wien auf. Seine Biografen erklären dies mit mangelhafter Schulbildung und der damit verbundenen Angst vor dem Sprechen und Schreiben. Semmelweis machte grammatikalische und orthographische Fehler und sprach Dialekt. Semmelweis wird als bescheiden und anspruchslos, als guter Gesellschafter, von kindlich-naiver Denkungsart und vertrauensvoll beschrieben, der aber sehr entschieden auf Gemeinheiten reagierte (Alfred Hegar, 1882). Seine spätere Verbitterung und zunehmende psychische Veränderung – Aggressivität, Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Unbeherrschtheit – werden häufig als Grund für das Scheitern seiner Ideen angenommen. Alwin Schönberger beschrieb seine Krankheit: „Er wurde zunehmend impulsiv, jähzornig und reizbar, er tobte, fluchte und beschimpfte Kollegen, hatte andererseits Phasen der Apathie und Antriebslosigkeit, vernachlässigte sein Äußeres, witterte überall Feinde, Neider und Intriganten. Forscher vermuten heute eine fortschreitende Erkrankung als Ursache. Die Symptome könnten zu einer Neurosyphilis passen, die nicht mit körperlichem Verfall einherging, aber mit einer dramatischen Veränderung des Charakters.“ Stand der Forschung Die Resonanz auf seine These war anfänglich relativ groß, die Revolution von 1848 lenkte das Interesse jedoch auf andere Bereiche. Ihr Scheitern stärkte dann die Reaktion und damit die althergebrachte Ordnung. Die deutschen und österreichischen Lehrbücher der Geburtshilfe ignorierten Semmelweis und vertraten weiterhin alte Lehren. Vereinzelt wurden Chlorwaschungen eingeführt, ohne dass die zuständigen Professoren sich wissenschaftlich zur Desinfizierung bekannten. Ein größeres Hindernis für die Verbreitung und Annahme seiner Theorie war aber nicht die Ignoranz, sondern die nachlässige Durchführung der Chlorwaschungen, deren mangelhafter Erfolg als Widerlegung der Semmelweisschen These angesehen wurde. Im In- und Ausland wurden Semmelweis’ Erkenntnisse nicht akzeptiert. Führende Ärzte standen ihm kritisch und ablehnend gegenüber. Der Stand der Forschung war ein anderer, die Theorie der Wundkrankheiten hatte durch Rudolf Virchow eine andere Erklärungsbasis gefunden. Für das Kindbettfieber machte dieser vor allem Witterungsverhältnisse und Erkrankungen verantwortlich. Schriften (Auswahl) Zwei offene Briefe an Hofrath Dr. von Siebold und Hofrath Dr. Scanzoni. Pest 1861 (online). Die Ätiologie, der Begriff und die Prophylaxe des Kindbettfiebers. 1861 (). Offener Brief an sämtliche Professoren der Geburtshilfe von Ignaz Semmelweis. Königl. ungar. Universitäts-Buchdruckerei, Ofen 1862 (online). Tiberius von Györy (Hrsg.): Semmelweis’ gesammelte Werke. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2007, ISBN 978-3-8364-0692-5. Literatur Sachbuch Paul de Kruif: Kämpfer für das Leben. Ruhmestaten großer Naturforscher und Ärzte. Verlag des Druckhauses Tempelhof, Berlin 1951. György Gortvay: Semmelweis, Retter der Mütter. Hirzel, Leipzig 1977. Louis-Ferdinand Céline: Leben und Werk Philipp des Ignaz Semmelweis (1818–1865). Edition Age d’Homme, Wien 1980, ISBN 3-85418-004-7. Georg Silló-Seidl: Die Wahrheit über Semmelweis. Semmelweis, Hoya 1984, ISBN 3-925524-22-3. István Benedek: Ignaz Philipp Semmelweis (1818–1865). Böhlau, Wien 1985, ISBN 3-205-00537-6. Georg Silló-Seidl: Die Affaire Semmelweis. Herold, Wien 1985, ISBN 3-7008-0303-6. Sherwin B. Nuland: Ignaz Semmelweis. Arzt und großer Entdecker. Piper, München 2006, ISBN 3-492-04825-0. Karl Semmelweis: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. Eigenverlag, Eisenstadt 2007. Sabine Fellner, Katrin Unterreiner: Medizin in Wien: Semmelweis, Billroth und Co. Metro, Wien 2010, ISBN 978-3-99300-601-3. Hermann Baum: Ignaz Semmelweis: seine Mutter und ihre Vorfahren. Grin, München 2015, ISBN 978-3-656-89784-2. Fachliteratur Erna Lesky: Ignaz Philipp Semmelweis und die Wiener Medizinische Schule. Wien 1964 (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, Sitzungsberichte 245, Band 1965, 3. Abhandlung). K. C. Carter, S. Abbott, J. L. Siebach: Five documents relating to the final illness and death of Ignaz Semmelweis. In: Bulletin of the history of medicine. Band 69, Nummer 2, 1995, S. 255–270. PMID 7613067. K. A. Sepkowitz: Cassandra and Ignaz Semmelweis. In: International Journal of Infectious Diseases, 1/1996, S. 57–58. J. Lange: Ignaz Semmelweis – “Savior of Mothers”. Long fight for recognition. In: Fortschritte der Medizin. Band 115, Nummer 33, November 1997, S. 60, PMID 9480285. V. Jay: Ignaz Semmelweis and the conquest of puerperal sepsis. In: Archives of Pathology & Laboratory Medicine, Band 123, Nummer 7, Juli 1999, S. 561–562, . PMID 10388906. M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Quality & safety in health care. Band 13, Nummer 3, Juni 2004, S. 233–234, doi:10.1136/qhc.13.3.233. PMID 15175497. . M. Best, D. Neuhauser: Ignaz Semmelweis and the birth of infection control. In: Qual Saf Health Care., 13/2004, S. 233–4. PMID 15175497. D. Gilles: Hempelian and Kuhnian Approaches in the Philosophy of Medicine: the Semmelweis Case (PDF; 210 kB). In: Studies in History and Philosophy of Science Part C: Studies in History and Philosophy of Biological and Biomedical Sciences, 36/2005, , S. 159–181. Belletristik Hans José Rehfisch: Doktor Semmelweis. In: Ders.: Sieben Dramen. Desch, München 1961. Filme 1938: That Mothers Might Live, USA MGM, Regie Fred Zinnemann, Oscar für den besten Kurzfilm 1940: Semmelweis, Ungarn Mester Film, Regie André De Toth 1950: Semmelweis – Retter der Mütter, DDR DEFA, Regie Georg C. Klaren 1980: Semmelweis, Italien RAI, Regie Gianfranco Bettetini 1987: Ignaz Semmelweis – Arzt der Frauen, BRD/Österreich ZDF/ORF, Regie Michael Verhoeven 1994: Semmelweis, Niederlande Humanistische Omroep Stichting, Regie Floor Maas 1995: Docteur Semmelweis, Frankreich/Polen, Regie Roger Andrieux 2001: Semmelweis (Kurzfilm), USA/Österreich Belvedere Film, Regie Jim Berry Drama/Schauspiele Jens Bjørneboe: Semmelweis. Gyldendal Norsk Forlag / Gyldendals moderne skuespillserie, Oslo 1968. Popkultur Fatoni: Semmelweisreflex – 2015: Yo, Picasso (mit Dexter, WSP Records / Universal Music Group) Weblinks Einzelnachweise Gynäkologe, Geburtshelfer Hygieniker Mediziner (19. Jahrhundert) Person als Namensgeber für einen Asteroiden Hochschullehrer (Semmelweis-Universität) Person (Kaisertum Österreich) Ungarndeutscher Ungar Geboren 1818 Gestorben 1865 Mann
NLSetc.de: ... Bulbus olfactorius Gedankensplitter – ‚Layer to layer’ ... Bulbus olfactorius – Riechkolben “Olfaction is distinct from the other sensory systems where peripheral sensory receptors have a relay in the diencephalon. Therefore the olfactory bulb plays this role for the olfactory system.” [Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Olfactory_bulb] Nasenhöhle, Nasenmuscheln, Nasennebenhöhlen Siebbein, ‚Lamina cribrosa’, Dura mater etc. Wichtige Neurotransmitter im Bulbus olfactorius: Rezeptoren des Geruchssinns Bulbus olfactorius und Verbindung zu: Paukensaite (Chorda tympani) -> Siehe: Gedankensplitter – Paukensaite, Zunge Nervus terminalis – sog. ‘O. Hirnnerv’ -> Siehe: Nervus-terminalis-Komplex Nasenhöhle und Nasenmuscheln In der Nase beginnen die Atemwege (= sog. ‚Respirationstrakt’). Die Riechschleimhaut der Nase (Regio olfactoria nasi) liegt in einem kleinen Bezirk an der oberen Nasenmuschel und am gegenüber liegenden Teil der Nasenscheidewand. Unter der Riechschleimhaut liegen die Glandulae olfactoriae (Bowmann-Drüsen). Es sind ‚seröse’ Drüsen, die ein flüssiges, eiweißreiches Sekret abgeben. Die Nasenscheidewand (Septum nasi) besteht aus einem knorpeligen und knöchernen Anteil. Sie wird gebildet vom Siebbein (Os ethmoidale) und vom Pflugscharbein (Vomer). Der vordere Anteil der Nasenscheidewand (Locus Kiesselbachi) ist besonders gefäßreich. Die Nasenmuscheln (Concha nasalis superior, media und inferior) vergrößern die Seitenwände der Nasenhöhle. Sie unterteilen jede Nasenhöhle in drei Gänge: Oberer, mittlerer und unterer Nasengang (Meatus). Die mittlere und obere Nasenmuschel gehören zum Siebbein (Os ethmoidale), die untere Nasenmuschel ist ein eigenständiger Schädelknochen. Die Nasenhöhlen haben u. a. auch eine Verbindung über die Ohrtrompete (Tuba auditiva) zum Mittelohr: Die Ohrtrompete ist eine ‚Röhre’ mit einem knöchernen und knorpeligen Abschnitt; sie verläuft von der Paukenhöhle (Teil des Mittelohrs mit den Gehörknöchelchen) zum Rachen (Pharynx). Aufgabe der Ohrtrompete: Luft- und Druckausgleich zwischen Paukenhöhle und Außenluft. - Bitte hierzu auch weiterlesen bei: Bulbus olfactorius ... und Paukensaite - Die Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte, mit Schleimhaut ausgekleidete Räume. - Siebbeinzellen (Cellulae ethmoidales; Siebbeinlabyrinth) [Schleimhaut (Tunica mucosa, mucosa, mucous membrane): Schleimhaut kleidet das Innere von Hohlräumen aus, wird von Drüsensekreten feucht gehalten. Sie besteht aus Epithel (‚Deckgewebe’) und einer darunter liegenden Bindegewebsschicht (Lamina propria). -> Siehe dazu auch: Glossar – Bindegewebe, Drüsen] Die vordere und mittlere Gruppe der Siebbeinzellen münden im mittleren Nasengang, die hintere Gruppe im oberen Nasengang. Die Tränenflüssigkeit fließt ab durch den Tränen-Nasen-Gang (Ductus nasolacrimalis) in den unteren Nasengang: Tränenwege ... Bildung in den Tränendrüsen -> über die Ausführungsgänge der Tränendrüse in den Bindehautsack -> durch den Lidschlag ‚Weitertransport’ in den Tränensee (im medialen Lidwinkel) -> Ansaugung durch die Tränenpunkte des Ober- und Unterlids -> über die Tränenkanälchen in den Tränensack [wird durch Bindegewebezüge offen gehalten] -> Abfluss durch den Tränen-Nasen-Gang in den unteren Nasengang ... Aufgabe der Tränenflüssigkeit: - Befeuchtung und Reinigung der Augenbindehaut (Conjunctiva) und Hornhaut (Cornea) - Physiologische Quellung des Hornhautepithels (‚Deckschicht’) - Keimtötende (bakterizide) Wirkung durch enthaltenes Lysozym* * Lysozym = Muramidase: Spaltet Murein (= innerste Schicht der Zellwand von Bakterien); Vorkommen beim Menschen z. B. in der Tränenflüssigkeit, im Nasen-, Bronchial- und Darmsekret, im Blutplasma, in Leukozyten. Vorkommen von Lysozym auch in Bakteriophagen (= Viren, die sich in Bakterien vermehren), Hühnereiweiß. -> Siehe auch: Wunderwerk Gehirn – Cornea; Glossar – Makrophagen (Lysozym) Zur Riechbahn gehören alle an der Geruchsempfindung beteiligten Strukturen. Die NEURITEN der Riechzellen der Riechschleimhaut (REGIO OLFACTORIA NASI) - 1. Neuron - Neurit = Axon: Zylindrischer Fortsatz der Nervenzelle, der Nervenimpulse zu anderen Nervenzellen weiterleitet. Riechschleimhaut: Liegt im Bereich der oberen Nasenmuschel und im gegenüberliegenden Teil des Nasenseptums. ... verlaufen als NERVI OLFACTORII I. Hirnnerv – Riechnerv: Gesamtheit der Axone (Nervenzellfortsätze) der Riechzellen der Riechschleimhaut Der I. und der II. Hirnnerv (Nervus olfactorius und Nervus opticus) sind von Meninges umgeben: Meninges = Hirn- und Rückenmarkhäute; dazu gehören: Arachnoidea = sog. ‘Spinnwebenhaut’; äußeres Blatt der Leptomeninx* Pia mater = gefäßführender Teil der Leptomeninx*; inneres Blatt Dura mater = harte Hirn- und Rückenmarkhaut; bildet die bindegewebige (fibröse) Schutzkapsel des Gehirns und das Periost* der Schädelinnenfläche * Leptomeninx = weiche Hirn- und Rückenmarkhaut * Periost = bindegewebige Knochenhaut [Die Arachnoidea ist eine bindegewebige Membran über den Furchen und Windungen des Gehirns (und Rückenmarks); ihre Innenfläche ist über ein bindegewebiges Bälkchenwerk mit der Pia mater verbunden, dazwischen liegt der ‚Subarachnoidalraum’.] ... durch die LAMINA CRIBROSA und durch die DURA MATER Lamina cribrosa = Teil des Siebbeins beidseits der Crista galli (‚Hahnenkamm) mit zahlreichen Löchern für den Durchtritt der Nervi olfactorii; s. u. Dura mater = harte Hirnhaut; bildet die fibröse Schutzkapsel des Gehirns und das Periost (Knochenhaut) der Schädelinnenfläche; s. u. ... zu den Mitralzellen des BULBUS OLFACTORIUS - Primäres Areal – Bulbus olfactorius = Anschwellung auf der ‚Lamina cribrosa’ des Siebbeins; s. u. Vom BULBUS OLFACTORIUS über den TRACTUS OLFACTORIUS - 2. Neuron – Tractus = Leitungsbahn ... zum OLFACTORISCHEN CORTEX - Sekundäres Areal - Olfactorischer Cortex mit: Area subcallosa (= Rindenfeld vor dem Rostrum [‚Schnabel’] des Corpus callosum [Balken]) Pars corticomedialis des Corpus amygdaloideum (Amygdala) Die Amygdala (= Mandelkern) liegt an der Innenseite des Temporallappens [= Schläfenlappen; enthält das Hörzentrum und das Wernicke-Zentrum für die Spracherkennung] und gehört zum ‚limbischen System’. Von hier Projektionen zu: CORPUS AMYGDALOIDEUM(basolateraler Teil) - Tertiäres Areal - Projektion = Fortleitung eines Nervenimpulses Corpus amygdaloideum = Amygdala; Teil des ‚limbischen Systems’ Gyrus parahippocampalis = Windung an der Basalfläche des Temporallappens (Schläfenlappen; enthält das Hörzentrum und das Wernicke-Zentrum für die Spracherkennung) ... und zu weiteren Anteilen des LIMBISCHEN CORTEX Rindenfelder in der Großhirnrinde, z. B.: Parietal-temporal-okzipitaler Assoziationscortex Limbischer Assoziationscortex Das ‚limbische System’ empfängt u. a. Erregungen vom ‚olfaktorischen System’. Wunderwerk Gehirn – Rindenarchitektonik Limbisches System (Wichtige Bahnen des olfaktorischen und limbischen Systems) -> Und siehe auch: Essen & Co. – Liquor; Wunderwerk Mensch – Riechbahn; Fragen, Fragen, Fragen – Hirnlokales Syndrom (Frontalhirnsyndrom, Temporalhirnsyndrom, Parietal- und Okzipitallappensyndrom), Galaktose/Fruktose (... und Schockformen) Axon und Myelin-Scheide bzw. Schwann-Scheide Bilden die Nervenfaser. Ist die ‚elektrische Isolierung’, die Umhüllung der Axone. Nach dem Myelingehalt werden Nerven eingeteilt in markhaltige und marklose Nervenfasern. Die 'weiße Substanz' (Substantia alba) des Gehirns und des Rückenmarks ist aus markhaltigen Nervenfasern aufgebaut. Sind in das bindegewebige Endoneurium eingelagert. Werden im Perineurium (Bindegewebeumhülung um die Faserbündel eines peripheren Nerven) zu Faszikeln zusammengefasst. Werden umhüllt vom Epineurium (Fortsetzung der Dura; enthält größere Blutgefäße). * Dura = Dura mater cranialis und spinalis = harte Hirn- und Rückenmarkhaut: Die ‚harte Hirnhaut’ (Dura mater cranialis) bildet die fibröse Schutzkapsel des Gehirns und das Periost der Schädelinnenfläche. Die ‚harte Rückenmarkhaut’ (Dura mater spinalis) besteht aus einem äußeren und inneren Blatt (Endorhachis und Duralsack). Bindegewebig; aus Bindegewebe bestehend. Bindegewebe bildet sich aus dem mittleren Keimblatt (Mesoderm), umhüllt und unterteilt Organe und dient der Zuleitung von Nerven und Gefäßen. -> Siehe auch: Glossar – Bindegewebe, Keimblätter Knochenhaut; bindegewebige Haut, die den Knochen umgibt. Äußeres Blatt der Dura mater spinalis; bildet die Knochenhaut (Periost) des Wirbelkanals (syn. Spinalkanal für das Rückenmark). Inneres Blatt der Dura mater spinalis; es umhüllt: Rückenmark -> Medulla spinalis = Teil des ZNS im Wirbelkanal mit grauer und weißer Substanz (Substantia alba und grisea) und der Substantia gelatinosa* Cauda equina -> Nervenfaserbündel mit den Vorder- und Hinterwurzeln der Rückenmarksegmente ab L3 (3. Lendenwirbel) Spinalganglien* (mit seinen seitlichen Aussackungen) * Die Substantia gelatinosa ist eine Schicht mit fast ausschließlich unmyelinisierten Axonen unterhalb der Spitze des Hinterhorns. * Ein Ganglion (Mz. Ganglien) ist ein Nervenknoten: Eine Anhäufung von Ganglienzellen im Verlauf eines peripheren Nerven. Nervenknoten 'verdicken' den Nerv; umgeben ist der Nervenknoten von einer bindegewebigen Kapsel. Das untere Ende des Rückenmarks (Conus medullaris) setzt sich fort als ‚Filum terminale’: Es ist angeheftet am Periost des 2. Steißbeinwirbelrests. 16 cm liegen innerhalb des Duralsacks, 8 cm außerhalb. [Filum = Faden] -> Siehe dazu: Leitungsbahnen - Rückenmarksbahnen, Sensible Leitungsbahnen; Wunderwerk Gehirn – Substantia alba, grisea; Glossar – Plexus (Spinalnervenplexus) Die Nervenfasern und ihre bindegewebige Umhüllung bilden die Nerven. -> Siehe dazu: Glossar – Nervenzellen und Nervenzellfortsätze, Gliazellen; Bindegewebe Zum Nachdenken - Projektionsbahnen Sog. '0. Hirnnerv'. Er verläuft von der Riechschleimhaut zur 'Substantia perforata anterior'*. * Diese liegt vor dem Tractus opticus (Abschnitt der Sehbahn) und hinter dem Trigonum olfactorium (Verbreiterung am Ende des Tractus olfactorius); ihre 'graue Substanz' (Substantia grisea) fließt zusammen mit der des Corpus striatum (Streifenhügel; Teil des extrapyramidalen Systems) und wird durchzogen von zahlreichen kleinen Blutgefäßen, die u. a. die Capsula interna (Innere Kapsel; Markschicht des Großhirns mit auf- und absteigenden Projektionsbahnen) versorgen. [Wikipedia] - Bitte hierzu weiterlesen bei: Nervus-terminalis-Komplex - Lage des Bulbus olfactorius Der Bulbus olfactorius ist eine Anschwellung auf der ‚Lamina cribrosa’ des Siebbeins. Das Siebbein (= Os ethmoidale) ist Bestandteil der Schädelbasis, der mittleren Augenhöhlenwand, der seitlichen Nasenwand und der Nasenscheidewand. (mit Foramina cribrosa) Teil des Siebbeins beidseits der Crista galli mit zahlreichen Löchern (‚Foramina’) für den Durchtritt der Nervi olfactorii*. * I. Hirnnerv – Riechnerv: Gesamtheit der ‚Fila olfactoria’ = Axone der Riechzellen (‘Hahnenkamm’) Vorspringender Knochenkamm des Siebbeins und Ansatz der Falx cerebri (= Großhirnsichel: Duraduplikatur [‚Dura-Verdoppelung’] zwischen den Großhirnhemisphären in der Fissura longitudinalis*). * Längsfurche, die das Gehirn in zwei Hälften teilt; verläuft von vorne nach hinten. Knochenlamelle des Siebbeins; bildet den oberen Teil der Nasenscheidewand. Hohlraumsystem zwischen Augen- und Nasenhöhle mit den Siebbeinzellen (Cellulae ethmoidales); gehört zu den Nasennebenhöhlen. Spezialisierte Zellen des Bulbus olfactorius ... -> Siehe dazu auch: de.wikipedia.org/wiki/Körnerzelle etc. Wichtige Neurotransmitter im Bulbus olfactorius ... “Across the vertebrate family, the olfactory bulb (OB) contains the major DA [Dopamin] system in the forebrain. OB DA cells are primarily periglomerular interneurons that define the glomerular structures in which they receive innervation from olfactory receptor neurons as well as mitral and tufted cells, the primary OB output neurons.” http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19731547] [- Vertebraten = Wirbeltiere (Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere). - Interneurone = Nervenzellen im ZNS, deren kurzes Axon die Substantia grisea nicht verlässt. Sie verschalten Leitungsbahnen exzitatorisch oder inhibitorisch miteinander ... - Tufted cells = Pinselzellen] Bulbus olfactorius, Dopamin und GABA ... periglomerular cell (main) Hauptanteil ... [peri = um ... herum, in der Umgebung von] glomerular layer (accessory) [Glomerulosus = reich an Gefäßknäueln] Calleja-Riechinseln an der Gehirnbasis (Insulae olfactoriae der Pars basalis des Telencephalons) Telencephalon = Endhirn; dazu gehören: Frontal-, Parietal, Okzipital- und Temporallappen In der Tiefe: Seitenventrikel (1. und 2. Hirnventrikel) Claustrum (gehört zu den Basalganglien) Striatum (Teil des extrapyramidalen Systems) [Quelle: neurolex.org/wiki/Category:Dopaminergic_neuron; abgerufen am 05.03.2012] Mitral- und Körnerzellen Die Synapsen (= ‚Umschaltstellen’) zwischen Mitral- und Körnerzellen sind ‚dendro-dendritisch’, d. h.: Beide Seiten sind Dendriten*, die Neurotransmitter freisetzen. Mitralzellen –> setzen Glutamat frei Körnerzellen –> setzen GABA frei * Dendriten = zuführende Nervenzellfortsätze: Sie nehmen Erregungsimpulse von benachbarten Nervenzellen auf und leiten sie weiter zum Zellkörper. -> Siehe dazu auch: Glossar – Nervenzellen, Nervenzellfortsätze Salz der Glutaminsäure: Exzitatorischer, erregender Neurotransmitter. (syn. 4-Aminobuttersäure) Gammaaminobuttersäure: Inhibitorischer, hemmender Neurotransmitter, der in ca. 30 % der Synapsen des ZNS nachweisbar ist. GABAA-Rezeptor: Ist ein ligandengesteuerter Cl--Kanal; hier wirken viele Hypnotika und Narkotika. GABAB-Rezeptoren: Vermitteln über G-Proteine eine verminderte Leitfähigkeit für Ca2+-Kanäle. - S. a. ANHANG: Stickstoffmonoxid - -> Siehe auch: Essen & Co.; Wunderwerk Gehirn; Nervensystem; Fragen, Fragen, Fragen – Galaktose/Fruktose/Glutathion/GABA (Basalganglien etc.); Glossar - GABA, GHB, GABA und Pankreas de.wikipedia.org/wiki/Olfaktorische Wahrnehmung, Riechkolben en.wikipedia.org/wiki/Olfactory bulb, Mitral cell Sind Chemorezeptoren/Chemosensoren. Sie liegen in den Riechfeldern im oberen Bereich der Nasenscheidewand und an der oberen Nasenmuschel in beiden Nasengängen. Chemorezeptoren/ Sind spezialisierte Zellen und Nervenendigungen, die chemische Reize in elektrische Erregungen umwandeln, z. B.: Geruchssensoren in der Riechschleimhaut -> Siehe auch: Bulbus olfactorius ... und Zunge Riechstörungen (Dysosmien) Riechstörungen treten oft zusammen mit Schmeckstörungen auf oder auch als sog. ‚Geruchsaura’, die einen epileptischen Anfall einleitet. Riechstörungen - Formen: Anosmie = völliges Fehlen des Riechvermögens, z. B. nach einer traumatischen oder infektiösen Schädigung des Riechepithels oder der Riechbahn oder beim ‚olfaktogenitalen Syndrom’ Hyposmie = herabgesetztes Riechvermögen, z. B. bei einem Schädel-Hirn-Trauma, einer Entzündung der Hirnnerven oder beim Parkinson-Syndrom Kakosmie = Täuschung des Riechempfindens (-> alles riecht ‚übel’) Parosmie = veränderte Wahrnehmung von Gerüchen, z. B. in der Schwangerschaft oder als ‚Geruchsaura’ bei Epilepsie Hyperosmie = gesteigerte Riechwahrnehmung, z. B. bei Epilepsie oder in der Schwangerschaft -> Siehe auch: Fragen, Fragen, Fragen – Epilepsie; Zum Nachdenken – Hypogonadismus (Olfaktogenitales Syndrom) Stickstoffmonoxid (NO) wird aus Arginin biosynthetisiert: Arginin ist Zwischenprodukt im Harnstoffzyklus und eine – im Säuglingsalter – essentielle Aminosäure. Im Harnstoffzyklus wird Ammoniak entgiftet, das v. a. beim Abbau von Aminosäuren entsteht ... -> Siehe dazu: Essen & Co. – Aminosäuren; Glossar – ATP; Zum Nachdenken – Hyperammonämie, Zellorganellen etc. Stickstoffmonoxid- Synthasen (NOS) ... sind „Ca2+-abhängige Enzmye, die in Anwesenheit von NADPH in 2 Schritten L-Arginin zu Stickstoffmonoxid und Citrullin reduzieren (Übertragung von 5 Elektronen).“ [Pschyrembel] Neuronale, endotheliale und induzierbare NOS Ca2+ = Calcium im Serum in ionisierter Form NADPH = gehört zu den Pyridinnukleotid-Coenzymen (= nicotinamidhaltige Coenzyme); NADPH steht normalerweise zur Verfügung für Biosynthesen - von z. B. Fettsäuren und Steroidhormonen (... dazu gehören auch die sog. ‚Stresshormone’ [Glukokortikoide] ...) Citrullin = (... und auch Ornithin ...) benötigt einen Carrier (Träger, Transporter) für den Transport zwischen Mitochondrien und Zytosol Elektronen = sind negativ geladen Neuronale NOS = in Nervenzellen Endotheliale NOS = in der Innenauskleidung der Gefäße -> Siehe auch: Dopamin & Co. – Ein Anfang, Die Stress-Reaktion; Glossar – Nervenzellen, Puffersysteme; Zum Nachdenken – Hyperammonämie, Zellorganellen (Mitochondrien, Zytosol) etc. Stickstoffmonoxid und Acetylcholin ... Nach Aktivierung der Acetylcholin-Rezeptoren der Endothelzellen* diffundiert Stickstoffmonoxid in die Muskelschicht. * Endothel = Innenauskleidung der Gefäße (einschichtiges Plattenepithel) Stickstoffmonoxid und cGMP ... Durch die vermehrte Bildung von cGMP (= cyclisches Guanosinmonophosphat) entspannt Stickstoffmonoxid die Muskelschicht. cGMP ist sog. ‚second messenger’ und vermittelt Hormonwirkungen, z. B. von: cGMP ist auch beteiligt an NO-vermittelten biochemischen Sehprozessen ... Essen & Co. – Acetylcholin, Fette, Kohlenhydrate etc.; Glossar – ATP/GTP, cAMP/cGMP, Second messenger; Zum Nachdenken – Cholin bindet an nicotinerge oder muscarinerge Rezeptoren der postsynaptischen Membran öffnet nicotinerge Na+-Kanäle führt zur Erhöhung von Inositol-1,4,5-trisphosphat und Diacylglycerol (m1-Subtyp des muscarinergen Rezeptors) hemmt die Adenylatcyclase* (m2-Subtyp des muscarinergen Rezeptors) * Adenylatcyclase ist ein membrangebundenes Enzym; es überführt ATP in cAMP. Inositol-1,4,5-trisphosphat und Diacylglycerol sind ‚second messenger’: Inositoltrisphosphat erhöht die intrazelluläre Ca2+-Konzentration; es wird frei nach Bindung an den Rezeptor aus Phosphatiden der Zellmembran. Diacylglycerol (syn. Diglycerid) ist mit 2 Fettsäuren verestertes Glycerol (syn. Glyzerin) und aktiviert die Proteinkinase C. [Phosphatide sind - lt. Pschyrembel - Plasmalogene und Glycerophospholipide] Plasmalogene werden in Peroxisomen biosynthetisiert: Peroxisomen (= sog. Microbodies; kugelförmige Organellen, die von einer einschichtigen Membran umhüllt sind) finden sich v. a. in Hepatozyten (Leberzellen) und in Zellen des Nierenepithels; sie enthalten Peroxidasen und Katalase. Peroxidasen ... nutzen Wasserstoffperoxid als Oxidationsmittel; sie haben häufig HÄM als prosthetische Gruppe. HÄM (= Bestandteil des Hämoglobins) ist wichtig für: Sauerstoffbindung -> im Hämoglobin (... und Myoglobin) Sauerstofftransport -> Hämoglobin Sauerstoffübertragung -> Monooxygenasen, Peroxidasen Elektronentransport -> Zytochrome (in der Atmungskette) [Prosthetische Gruppe: Hämoglobin (sog. ‚roter Blutfarbstoff’) besteht aus Globin und 4 Häm als prosthetische Gruppe ... Myoglobin ist ‚roter Muskelfarbstoff’.] -> Siehe dazu auch: Essen & Co. – Biosynthese der Porphyrine (Häm etc.); Glossar – Bilirubin (Häm, Hämoglobin und enterohepatischer Kreislauf) Katalase gehört zu den Oxidoreduktasen (= erste Hauptklasse der Enzyme) mit HÄM als prosthetischer Gruppe in jeder Untereinheit. Es spaltet toxisches Wasserstoffperoxid (2H2O2 -> 2H2O+O2). Vorkommen von Katalase: In Erythrozyten (rote Blutkörperchen) und in Peroxisomen vieler Organe (v. a. in der Leber und in der Niere), in Pflanzen und aeroben Mikroorganismen. „Man konnte im Laborversuch zeigen, daß Wasserstoffperoxid die Funktion des für die Melaninproduktion notwendigen Enzyms Tyrosinase durch Oxidation der in der Tyrosinase enthaltenen Aminosäure Methionin behindert.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoffperoxid] [Tyrosinase oxidiert die Aminosäure Tyrosin zu DOPA; Cofaktor: Cu2+ (Kupferionen). DOPA ist Zwischenprodukt in der Biosynthese von Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin und der Melanine.] -> Siehe auch: Essen & Co. – Phenylalanin (und Tyrosin, Tyrosinase); Fragen, Fragen, Fragen – Katalase; Glossar – Leukozyten (und Erythrozyten); Zum Nachdenken – Cholin (... und Methionin), Zellorganellen Glycerophospholipide sind Derviate (‚Abkömmlinge’) der Phosphatidsäuren. Phosphatidsäuren sind Zwischenprodukte in der Biosynthese der Phosphatide (= Plasmalogene und Glycerophospholipide; s. o.) und der Triglyceride. Phosphatidsäuren sind in Position 1 mit einer gesättigten und in Position 2 mit einer ungesättigten Fettsäure verestert. [Veresterung = Bildung eines Esters aus Alkohol und Säure unter Wasserabspaltung. Triglyceride = Neutralfette: Mit 3 Fettsäuren verestertes Glycerol; Zwischenstufen in der Biosynthese sind Phosphatidsäuren und Diacylglycerole (s. u.). -> Siehe auch: Essen & Co. – Fette, Fettstoffwechsel etc.] Zu den Glycerophospholipiden gehören z. B.: Vorkommen in verschiedenen Geweben und v. a. in Membranen der Mitochondrien -> Siehe dazu auch: Zum Nachdenken - Zellorganellen Hauptbestandteil von Surfactant; wird mit den Gallensäuren ausgeschieden -> Siehe dazu auch: Essen & Co. - Fette (Membranlipide Phosphatidylserin und Phosphatidylethanolamin) Vorkommen besonders häufig im Myelin (Myelin bildet die Myelinscheide = isolierende Schicht der markhaltigen Nervenfasern [Substantia alba]). -> Siehe dazu auch: Wunderwerk Gehirn – Substantia alba Syn. Diglyceride: Mit 2 Fettsäuren verestertes Glycerol (syn. Glycerin, ein Nebenprodukt der alkoholischen Gärung). Es entsteht ... durch Phosphokinase C (auch: Kreatinkinase/Creatinkinase) und aktiviert als ‚second messenger’ die Proteinkinase C (s. u.). Kreatinkinase/Creatinkinase; Abk. CK (frühere Bezeichnung: Creatinphosphokinase; Abk. CPK) ist ein intrazelluläres Enzym: Es phosphoryliert Kreatin in Abhängigkeit von ATP. Es gibt 3 Untereinheiten: Essen & Co. – Fette etc., Mengen- und Spurenelemente (Kreatinin, Niere) Glossar – ATP, Gärung, Leukozyten Reguliert Zellteilung und –proliferation (= -wucherung). Es gibt mindestens 12 verschiedene Untergruppen. Beta-Rezeptor (Adrenalin- und Noradrenalin-Rezeptor) Cytochrome P-450 (Hämoproteine der inneren Mitochondrienmembran) Die Tyrosinkinase oxidiert Tyrosin zu DOPA; Cofaktor ist Cu2+ (Kupfer). Die Tyrosinhydroxylase hydroxyliert Tyrosin zu DOPA; Cofaktoren sind Fe2+ (Eisen), Tetrahydrobiopterin und Sauerstoff. [Oxidation = Entzug von Elektronen Hydroxylierung = Einführung einer oder mehrerer OH-Gruppen (Hydroxygruppe; i. e. S. alle basischen und ‚zwitterhaften’ Salze der Metalle und des Ammoniums) in eine organische Verbindung] Zum Nachdenken: Tetrahydrobiopterin ... „Tetrahydrobiopterin wird in den Zellen in drei enzymatischen Schritten aus Guanosintriphosphat [GTP] hergestellt. ... Als Kofaktor wirkt es bei der von Phenylalaninhydroxylase katalysierten Umwandlung von Phenylalanin zu Tyrosin, bei Tyrosinhydroxylase die Umwandlung von Tyrosin in Levodopa, bei Tryptophanhydroxylase Tryptophan in 5-Hydroxytryptophan sowie bei NO-Synthase die Synthese von Stickstoffmonoxid.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Tetrahydrobiopterin] -> Siehe dazu auch: Essen & Co. – Citratzyklus, Erklärungs-ABC (Zytochrome etc.), Phenylalanin/Tyrosin, Triglyzeride (Proteinkinase C); Glossar – ATP (und GTP), GABA und Pankreas; Zum Nachdenken – Hyperammonämie; de.wikipedia.org/wiki/Ammonium etc. Essen & Co. – Aminosäuren, Phenylalanin/Tyrosin, Fette, Fettstoffwechsel, Glutathion und Vitamin K etc. Glossar – Hautschichten (Melanozyten, Melanin etc.), Nervenzellen Gedankensplitter – Blutchimärismus, Neuroleptika de.wikipedia.org/wiki/Phosphoglyceride en.wikipedia.org/wiki/Phospholipase C, Protein kinase C
de
q-de-2201
Was ist die Bedeutung von IA-32 in Bezug auf die x86-Prozessorarchitektur?
Als IA-32, eine Abkürzung für „,“ bezeichnet Intel die Architektur des x86-Prozessors ab dem 80386, ursprünglich als 32-Bit-Architektur. Mit der Befehlssatzerweiterung x64 ist jedoch auch die 64-Bit-x86-Architektur inkludiert. x86 ist die generelle Bezeichnung für die Prozessorarchitektur, die mit dem 8086-Prozessor von Intel 1978 als 16-Bit-Architektur begründet wurde. Mit dem 80386 wurde 1985 von Intel eine Erweiterung des Befehlssatzes auf 32-Bit eingeführt, weshalb für 80386-kompatible Mikroprozessoren auch oft die Bezeichnung i386 verwendet wird bzw. retronym IA-32. Ab 1999 wurde von AMD an der Erweiterung des Befehlssatzes auf 64-Bit gearbeitet, anfangs unter der Bezeichnung x86-64, die 2003 als AMD64 und 2005 von Intel als Intel 64 eingeführt wurde. Auch diese nunmehr oft als x64 bezeichnete Erweiterung des Befehlssatzes zählt zur „.“ Die x86-Befehlssatzarchitektur wird von Intel und AMD weiterentwickelt. Itanium Mit der Neuentwicklung des Itanium-Prozessors von Intel und Hewlett-Packard, die 2001 auf den Markt kam, wollte Intel die zu x86 bzw. IA-32 inkompatible Itanium-Architektur einführen. Diese wurde von Intel auch „“ bezeichnet, da Intel die neue Architektur als die Nachfolge für die damals 32-Bit-x86-Architektur ansah. IA-64 (Itanium) setzte sich jedoch nicht durch, auch deshalb nicht, weil die Architektur als Neuentwicklung nicht x86-kompatibel ist und somit nicht zur IA-32-Architektur mit i386-Befehlssatz zählt, die durch viele Hersteller implementiert wurde. Da x86 seit den 1980er Jahren die weltweit am weitesten verbreitete Prozessorarchitektur für Personal Computer war, gab es eine Vielzahl an bestehenden Programmen, die für den Itanium-Prozessor neu programmiert werden mussten – oder: hätten programmiert werden müssen. Als AMD 2003 die 64-Bit-Erweiterung AMD64 für die bestehende x86-Architektur (IA-32) einführte, wurde diese auf Anhieb vom Markt erfolgreich angenommen, unter anderem gerade deswegen, weil bestehende x86-Programme unverändert darauf liefen. Intel musste 2005 notgedrungen nachziehen und implementierte mit Intel 64 eine zu AMD64 kompatible 64-Bit-Erweiterung für die x86-Architektur „IA-32,“ was die „“ zu einer 64-Bit-Architektur macht. Um Verwirrung zu vermeiden wird 64-Bit-x86 auch mit x64 (in Anlehnung an x86) bezeichnet. IA-64 hingegen steht für die Itanium-Architektur, die zwar auch eine 64-Bit-Architektur ist, die aber nicht zum x86-Befehlssatz „IA-32“ (80x86, i386, x64) kompatibel ist. Architekturmerkmale Die IA-32-Architektur ist eine Weiterentwicklung der 16-Bit-Architekturen von Intels 8086- und 80286-Prozessoren. Alle Register, einschließlich der Adressregister, wurden in dieser Architektur auf 32 Bits erweitert. Die Anzahl der Register blieb gleich. Die Mnemonic der erweiterten Register wurden mit einem vorangestellten E, für extended (deutsch: erweitert), gekennzeichnet, beispielsweise EAX (32-Bit) von zuvor AX (16-Bit). Um Abwärtskompatibilität zu erzielen wurden die 32-Bit-Register als Erweiterung der 16-Bit-Register der 80286-Architektur realisiert, sodass unter der Bezeichnungen für die 16-Bit-Register auf die unteren 16-Bit der 32-Bit-Register weiterhin zugegriffen werden kann: beispielsweise liefert AX auf die unteren 16-Bit des 32-Bit-EAX-Registers. Der Adressbus ist 32 Bits breit und demzufolge ist die Adressierbarkeit auf 4 GB (physikalischer Adressraum) begrenzt. Ausnahmen sind der 80386SX, welcher nur einen 24-Bit-Adressbus besaß. Ab dem Pentium Pro wurde mittels PAE eine Adresserweiterung auf 36 Bits erzielt, bei späteren Generationen sogar mehr, z. B. 40 Bits beim AMD K8. Mit 36 Bits lassen sich 64 GiB adressieren, sodass unter einer 32-Bit-Umgebung mit Einschränkungen mehr als 4 GiB genutzt werden können, wenn vom Betriebssystem PAE umgesetzt wird. Beispielsweise nutzt Linux die PAE-Erweiterung automatisch, wenn diese vom Prozessor unterstützt wird – bei neueren Distributionen ist PAE sogar Voraussetzung, da sich damit auch das NX-Bit nutzen lässt. Unter 32-Bit-Versionen von Windows von Microsoft hingegen wurde PAE wegen Kompatibilitätsproblemen mit bestehenden Treibern nicht genutzt, sodass 32-Bit-Windows-NT auf 4 GiB Arbeitsspeicher beschränkt ist. Mit der 64-Bit-Befehlssatzerweiterung x64 wurde IA-32 zu einer 64-Bit-Architektur weiterentwickelt, wobei auch die Anzahl der Register verdoppelt wurde. Im neuen Betriebsmodus sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Submodi vorhanden, sodass auch 32-Bit-Software von der doppelten Anzahl an Registern profitieren kann (x32). Nomenklatur „“ bzw. abgekürzt „IA-32“ bezeichnete ursprünglich nur die 32-Bit-x86-Architektur des 80386 und seiner Nachfolger, denn damals waren diese allesamt 32-Bit-Prozessoren. Problematisch wird die von Intel gewählte Bezeichnung erst mit der 64-Bit-Erweiterung x64 – denn diese zählt als Weiterentwicklung und Erweiterung zu IA-32, zu der x64 voll kompatibel ist. Retronym finden sich zur genaueren Unterscheidung daher auch die Bezeichnungen x86-32 für die 32-Bit- und x86-64 für die 64-Bit-x86-Architektur. Die von Intel und HP entwickelte Itanium-Architektur, auch mit „“ bzw. abgekürzt „IA-64“ bezeichnet, ist keine x86-Architektur. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit „x64“, der 64-Bit-x86-Architektur, die eine Erweiterung von IA-32 ist. Zur Unterscheidung findet sich dennoch oft IA-32 (auch als „IA32“ oder „ia32“) für die 32-Bit-x86-Architektur bzw. x64 (oder amd64, „x86-64“ oder „x86_64“) für die 64-Bit-x86-Architektur. Beispiele dafür sind u. a. diverse Betriebssysteme, so unterscheidet etwa Slackware zwischen „ia32“ (32-Bit-x86) und „x64_64“ (64-Bit-x86), oder auch UEFI-Bootloader auf Wechseldatenträgern (32-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\BootIA32.efi, 64-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\Bootx64.efi). Betriebsarten Neben dem Real Mode, in dem kompatibel zum 16-Bit-Intel-8086 der konventionelle Arbeitsspeicher und der obere Speicherbereich, das ist der erste, untere Megabyte des Arbeitsspeichers, ohne Beschränkung über Offset und Segment angesprochen werden kann, kennt die zwei bzw. drei weitere Betriebsarten: , der bis zu 4 GB Speicher durchgängig (linear) adressieren kann und einen hardwareseitigen Speicherschutz garantiert (über die Virtuelle Speicherverwaltung der MMU), was Multitasking-/Multiuser-Betriebssysteme mit präemptivem Multitasking ermöglicht. (SMM), welcher für die Leistungsreduktion und Hersteller-spezifische Eigenschaften eingesetzt wird. Der SMM läuft in einem separaten Arbeitsspeicher ab, sodass laufende Prozesse und Betriebssysteme nicht beeinflusst werden. Bei 64-Bit-x86-Prozessoren kommt zusätzlich der (AMD) bzw. der (Intel) hinzu, der die zwei Submodi und bereitstellt. (Siehe x64#Betriebsmodi.) Als Option des (32-Bit) existiert außerdem der , der ein oder mehrere -Programme ausführen kann – dies wurde zur Ausführung von MS-DOS-kompatiblen Programmen unter 32-Bit-Betriebssystemen benötigt und war wichtig für eine schonende Migration von DOS zu moderneren Betriebssystemen. Seit der Umstellung auf 64-Bit spielt der keine sehr große Rolle mehr, da MS-DOS-kompatible Programme nur noch relativ wenig genutzt werden oder aber auf 64-Bit-Betriebssystemen ohnehin vollständig emuliert werden (müssen). Protected Mode: Virtuelle Speicherverwaltung und Speicherschutz Virtuelle Speicherverwaltung Die neue Virtuelle Speicherverwaltung ist primär für den Multitasking-Betrieb ausgelegt (). Mittels (MMU) können mehrere Programme im Speicher konfliktfrei quasi-gleichzeitig ausgeführt werden. Hierzu wird jedes Programm in einem (virtuellen) Speicherraum ausgeführt in dem es alleine existiert und damit nicht mit anderen Programmen in Speicherzugriffskonflikte kommen kann, so dass Speicherschutz erzielt wird (z. B. "Programm A überschreibt irrtümlich bei Programm B eine Variable im Speicher" kann nicht mehr auftreten). Dies erreicht die MMU über eine Tabelle (TLB) in der für die zuletzt lokalisierten virtuellen Adresse aller Programme die echte physikalische Adresse eines Speicherblocks vermerkt ist. Bei jedem Zugriff (Speicher anfordernd, schreibend oder lesend) wird, transparent für Programme und Programmierer, auf eine eindeutige physikalische Adresse umgelenkt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Speicherfragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr auftreten kann. Durch die Adressumsetzung kann die MMU fast beliebig zerstückelten physikalischen Speicher als durchgängig zugreifbaren Block virtuellen Speichers dem Programm präsentieren. Dies ist ein effektiver Mechanismus, so lange die Größe des physikalischen Speichers deutlich kleiner ist als die des virtuellen Adressraums (4 GByte). Durch die kontinuierlich fallenden RAM-Speicherpreise ist dies inzwischen nicht mehr gegeben; der virtuelle Speicherraum kann die Fragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr immer kaschieren, da er nun selbst zu stark fragmentiert sein kann. Virtuelle Adressübersetzung Die IA-32-Architektur verwendet eine 48 Bit breite segmentierte logische Adresse, welche zu 16 Bit aus Selektor und zu 32 Bit aus Offset besteht. Durch die Segmentierung wird die logische Adresse in eine lineare 32-Bit-Adresse übersetzt und kann anschließend durch den Paging-Mechanismus in eine physische 32-Bit-Adresse übersetzt werden. Wird Paging vom System nicht eingesetzt, so ist die lineare 32-Bit-Adresse die physische Adresse. Schutzfunktionen durch die Virtuelle Speicherverwaltung Die MMU enthält vier zentrale Systemregister GDTR (), IDTR (), LDTR () und TR (). Damit werden die Schutzmechanismen realisiert. Die IA-32 Architektur enthält für den Multitasking/Multiuser-Betrieb die folgenden fünf Schutzfunktionen: Typ-Check Limit-Check Zugriff auf Daten Kontroll-Transfer Instruction-Check Diese Schutzfunktionen werden mit verschiedenen Hardware-Mechanismen realisiert. Weitere Funktionen In den nachfolgenden CPU-Generationen wurden weitere Funktionen hinzugefügt: Die Modelle des i486DX haben einen mathematischen Koprozessor bereits integriert, zusätzlich wurde ein Cache auf den Chip integriert (die Budget-Version i486 SX wurde mit deaktiviertem Koprozessor gefertigt). Außerdem wurde die Ausführungseinheit nach dem Fließbandprinzip aufgebaut, genannt Prozessor-Pipeline, was den Befehlsdurchsatz deutlich erhöht. Mit dem Pentium wurde eine zweite Ausführungseinheit der Architektur hinzugefügt. Diese nun parallelen Ausführungseinheiten, genannt Pipelines U und V, ermöglichen superskalare Programmausführung über Out-of-order execution des Prozessors. Beim Pentium MMX wurden Befehle hinzugefügt, die mehrere ganzzahlige Daten gleichzeitig bearbeiten (SIMD) – dies ist vor allem für Multimedia-Daten sinnvoll. MMX steht für , besonders vom Marketing aber auch häufig tituliert. Mit dem Pentium III wurden die SIMD-Befehle erweitert, um auch Gleitkommazahlen bearbeiten zu können (/SSE). Beginnend mit den Prescott-Modellen der Xeon-/Pentium-4-Reihe erhalten die Prozessoren eine Erweiterung um einen 64-Bit-Modus (Intel 64, früher auch EM64T genannt), der weitgehend dem AMD64-Modus der Opteron- und Athlon-64-CPUs von Mitbewerber AMD entspricht. Siehe auch x86-Prozessor x64 (auch x86-64) Itanium-Architektur bzw. IA-64 ( – nicht x86-kompatible 64-Bit-Architektur von Intel) Liste der Mikroprozessoren von Intel Liste von Mikroprozessoren Weblinks IA-64- und IA-32-Handbücher von Intel (PDF, englisch) Einzelnachweise Prozessorarchitektur nach Befehlssatz Intel-Prozessor IA32
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Was ist die Bedeutung von IA-32 in Bezug auf die x86-Prozessorarchitektur?
Als IA-32, eine Abkürzung für „,“ bezeichnet Intel die Architektur des x86-Prozessors ab dem 80386, ursprünglich als 32-Bit-Architektur. Mit der Befehlssatzerweiterung x64 ist jedoch auch die 64-Bit-x86-Architektur inkludiert. x86 ist die generelle Bezeichnung für die Prozessorarchitektur, die mit dem 8086-Prozessor von Intel 1978 als 16-Bit-Architektur begründet wurde. Mit dem 80386 wurde 1985 von Intel eine Erweiterung des Befehlssatzes auf 32-Bit eingeführt, weshalb für 80386-kompatible Mikroprozessoren auch oft die Bezeichnung i386 verwendet wird bzw. retronym IA-32. Ab 1999 wurde von AMD an der Erweiterung des Befehlssatzes auf 64-Bit gearbeitet, anfangs unter der Bezeichnung x86-64, die 2003 als AMD64 und 2005 von Intel als Intel 64 eingeführt wurde. Auch diese nunmehr oft als x64 bezeichnete Erweiterung des Befehlssatzes zählt zur „.“ Die x86-Befehlssatzarchitektur wird von Intel und AMD weiterentwickelt. Itanium Mit der Neuentwicklung des Itanium-Prozessors von Intel und Hewlett-Packard, die 2001 auf den Markt kam, wollte Intel die zu x86 bzw. IA-32 inkompatible Itanium-Architektur einführen. Diese wurde von Intel auch „“ bezeichnet, da Intel die neue Architektur als die Nachfolge für die damals 32-Bit-x86-Architektur ansah. IA-64 (Itanium) setzte sich jedoch nicht durch, auch deshalb nicht, weil die Architektur als Neuentwicklung nicht x86-kompatibel ist und somit nicht zur IA-32-Architektur mit i386-Befehlssatz zählt, die durch viele Hersteller implementiert wurde. Da x86 seit den 1980er Jahren die weltweit am weitesten verbreitete Prozessorarchitektur für Personal Computer war, gab es eine Vielzahl an bestehenden Programmen, die für den Itanium-Prozessor neu programmiert werden mussten – oder: hätten programmiert werden müssen. Als AMD 2003 die 64-Bit-Erweiterung AMD64 für die bestehende x86-Architektur (IA-32) einführte, wurde diese auf Anhieb vom Markt erfolgreich angenommen, unter anderem gerade deswegen, weil bestehende x86-Programme unverändert darauf liefen. Intel musste 2005 notgedrungen nachziehen und implementierte mit Intel 64 eine zu AMD64 kompatible 64-Bit-Erweiterung für die x86-Architektur „IA-32,“ was die „“ zu einer 64-Bit-Architektur macht. Um Verwirrung zu vermeiden wird 64-Bit-x86 auch mit x64 (in Anlehnung an x86) bezeichnet. IA-64 hingegen steht für die Itanium-Architektur, die zwar auch eine 64-Bit-Architektur ist, die aber nicht zum x86-Befehlssatz „IA-32“ (80x86, i386, x64) kompatibel ist. Architekturmerkmale Die IA-32-Architektur ist eine Weiterentwicklung der 16-Bit-Architekturen von Intels 8086- und 80286-Prozessoren. Alle Register, einschließlich der Adressregister, wurden in dieser Architektur auf 32 Bits erweitert. Die Anzahl der Register blieb gleich. Die Mnemonic der erweiterten Register wurden mit einem vorangestellten E, für extended (deutsch: erweitert), gekennzeichnet, beispielsweise EAX (32-Bit) von zuvor AX (16-Bit). Um Abwärtskompatibilität zu erzielen wurden die 32-Bit-Register als Erweiterung der 16-Bit-Register der 80286-Architektur realisiert, sodass unter der Bezeichnungen für die 16-Bit-Register auf die unteren 16-Bit der 32-Bit-Register weiterhin zugegriffen werden kann: beispielsweise liefert AX auf die unteren 16-Bit des 32-Bit-EAX-Registers. Der Adressbus ist 32 Bits breit und demzufolge ist die Adressierbarkeit auf 4 GB (physikalischer Adressraum) begrenzt. Ausnahmen sind der 80386SX, welcher nur einen 24-Bit-Adressbus besaß. Ab dem Pentium Pro wurde mittels PAE eine Adresserweiterung auf 36 Bits erzielt, bei späteren Generationen sogar mehr, z. B. 40 Bits beim AMD K8. Mit 36 Bits lassen sich 64 GiB adressieren, sodass unter einer 32-Bit-Umgebung mit Einschränkungen mehr als 4 GiB genutzt werden können, wenn vom Betriebssystem PAE umgesetzt wird. Beispielsweise nutzt Linux die PAE-Erweiterung automatisch, wenn diese vom Prozessor unterstützt wird – bei neueren Distributionen ist PAE sogar Voraussetzung, da sich damit auch das NX-Bit nutzen lässt. Unter 32-Bit-Versionen von Windows von Microsoft hingegen wurde PAE wegen Kompatibilitätsproblemen mit bestehenden Treibern nicht genutzt, sodass 32-Bit-Windows-NT auf 4 GiB Arbeitsspeicher beschränkt ist. Mit der 64-Bit-Befehlssatzerweiterung x64 wurde IA-32 zu einer 64-Bit-Architektur weiterentwickelt, wobei auch die Anzahl der Register verdoppelt wurde. Im neuen Betriebsmodus sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Submodi vorhanden, sodass auch 32-Bit-Software von der doppelten Anzahl an Registern profitieren kann (x32). Nomenklatur „“ bzw. abgekürzt „IA-32“ bezeichnete ursprünglich nur die 32-Bit-x86-Architektur des 80386 und seiner Nachfolger, denn damals waren diese allesamt 32-Bit-Prozessoren. Problematisch wird die von Intel gewählte Bezeichnung erst mit der 64-Bit-Erweiterung x64 – denn diese zählt als Weiterentwicklung und Erweiterung zu IA-32, zu der x64 voll kompatibel ist. Retronym finden sich zur genaueren Unterscheidung daher auch die Bezeichnungen x86-32 für die 32-Bit- und x86-64 für die 64-Bit-x86-Architektur. Die von Intel und HP entwickelte Itanium-Architektur, auch mit „“ bzw. abgekürzt „IA-64“ bezeichnet, ist keine x86-Architektur. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit „x64“, der 64-Bit-x86-Architektur, die eine Erweiterung von IA-32 ist. Zur Unterscheidung findet sich dennoch oft IA-32 (auch als „IA32“ oder „ia32“) für die 32-Bit-x86-Architektur bzw. x64 (oder amd64, „x86-64“ oder „x86_64“) für die 64-Bit-x86-Architektur. Beispiele dafür sind u. a. diverse Betriebssysteme, so unterscheidet etwa Slackware zwischen „ia32“ (32-Bit-x86) und „x64_64“ (64-Bit-x86), oder auch UEFI-Bootloader auf Wechseldatenträgern (32-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\BootIA32.efi, 64-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\Bootx64.efi). Betriebsarten Neben dem Real Mode, in dem kompatibel zum 16-Bit-Intel-8086 der konventionelle Arbeitsspeicher und der obere Speicherbereich, das ist der erste, untere Megabyte des Arbeitsspeichers, ohne Beschränkung über Offset und Segment angesprochen werden kann, kennt die zwei bzw. drei weitere Betriebsarten: , der bis zu 4 GB Speicher durchgängig (linear) adressieren kann und einen hardwareseitigen Speicherschutz garantiert (über die Virtuelle Speicherverwaltung der MMU), was Multitasking-/Multiuser-Betriebssysteme mit präemptivem Multitasking ermöglicht. (SMM), welcher für die Leistungsreduktion und Hersteller-spezifische Eigenschaften eingesetzt wird. Der SMM läuft in einem separaten Arbeitsspeicher ab, sodass laufende Prozesse und Betriebssysteme nicht beeinflusst werden. Bei 64-Bit-x86-Prozessoren kommt zusätzlich der (AMD) bzw. der (Intel) hinzu, der die zwei Submodi und bereitstellt. (Siehe x64#Betriebsmodi.) Als Option des (32-Bit) existiert außerdem der , der ein oder mehrere -Programme ausführen kann – dies wurde zur Ausführung von MS-DOS-kompatiblen Programmen unter 32-Bit-Betriebssystemen benötigt und war wichtig für eine schonende Migration von DOS zu moderneren Betriebssystemen. Seit der Umstellung auf 64-Bit spielt der keine sehr große Rolle mehr, da MS-DOS-kompatible Programme nur noch relativ wenig genutzt werden oder aber auf 64-Bit-Betriebssystemen ohnehin vollständig emuliert werden (müssen). Protected Mode: Virtuelle Speicherverwaltung und Speicherschutz Virtuelle Speicherverwaltung Die neue Virtuelle Speicherverwaltung ist primär für den Multitasking-Betrieb ausgelegt (). Mittels (MMU) können mehrere Programme im Speicher konfliktfrei quasi-gleichzeitig ausgeführt werden. Hierzu wird jedes Programm in einem (virtuellen) Speicherraum ausgeführt in dem es alleine existiert und damit nicht mit anderen Programmen in Speicherzugriffskonflikte kommen kann, so dass Speicherschutz erzielt wird (z. B. "Programm A überschreibt irrtümlich bei Programm B eine Variable im Speicher" kann nicht mehr auftreten). Dies erreicht die MMU über eine Tabelle (TLB) in der für die zuletzt lokalisierten virtuellen Adresse aller Programme die echte physikalische Adresse eines Speicherblocks vermerkt ist. Bei jedem Zugriff (Speicher anfordernd, schreibend oder lesend) wird, transparent für Programme und Programmierer, auf eine eindeutige physikalische Adresse umgelenkt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Speicherfragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr auftreten kann. Durch die Adressumsetzung kann die MMU fast beliebig zerstückelten physikalischen Speicher als durchgängig zugreifbaren Block virtuellen Speichers dem Programm präsentieren. Dies ist ein effektiver Mechanismus, so lange die Größe des physikalischen Speichers deutlich kleiner ist als die des virtuellen Adressraums (4 GByte). Durch die kontinuierlich fallenden RAM-Speicherpreise ist dies inzwischen nicht mehr gegeben; der virtuelle Speicherraum kann die Fragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr immer kaschieren, da er nun selbst zu stark fragmentiert sein kann. Virtuelle Adressübersetzung Die IA-32-Architektur verwendet eine 48 Bit breite segmentierte logische Adresse, welche zu 16 Bit aus Selektor und zu 32 Bit aus Offset besteht. Durch die Segmentierung wird die logische Adresse in eine lineare 32-Bit-Adresse übersetzt und kann anschließend durch den Paging-Mechanismus in eine physische 32-Bit-Adresse übersetzt werden. Wird Paging vom System nicht eingesetzt, so ist die lineare 32-Bit-Adresse die physische Adresse. Schutzfunktionen durch die Virtuelle Speicherverwaltung Die MMU enthält vier zentrale Systemregister GDTR (), IDTR (), LDTR () und TR (). Damit werden die Schutzmechanismen realisiert. Die IA-32 Architektur enthält für den Multitasking/Multiuser-Betrieb die folgenden fünf Schutzfunktionen: Typ-Check Limit-Check Zugriff auf Daten Kontroll-Transfer Instruction-Check Diese Schutzfunktionen werden mit verschiedenen Hardware-Mechanismen realisiert. Weitere Funktionen In den nachfolgenden CPU-Generationen wurden weitere Funktionen hinzugefügt: Die Modelle des i486DX haben einen mathematischen Koprozessor bereits integriert, zusätzlich wurde ein Cache auf den Chip integriert (die Budget-Version i486 SX wurde mit deaktiviertem Koprozessor gefertigt). Außerdem wurde die Ausführungseinheit nach dem Fließbandprinzip aufgebaut, genannt Prozessor-Pipeline, was den Befehlsdurchsatz deutlich erhöht. Mit dem Pentium wurde eine zweite Ausführungseinheit der Architektur hinzugefügt. Diese nun parallelen Ausführungseinheiten, genannt Pipelines U und V, ermöglichen superskalare Programmausführung über Out-of-order execution des Prozessors. Beim Pentium MMX wurden Befehle hinzugefügt, die mehrere ganzzahlige Daten gleichzeitig bearbeiten (SIMD) – dies ist vor allem für Multimedia-Daten sinnvoll. MMX steht für , besonders vom Marketing aber auch häufig tituliert. Mit dem Pentium III wurden die SIMD-Befehle erweitert, um auch Gleitkommazahlen bearbeiten zu können (/SSE). Beginnend mit den Prescott-Modellen der Xeon-/Pentium-4-Reihe erhalten die Prozessoren eine Erweiterung um einen 64-Bit-Modus (Intel 64, früher auch EM64T genannt), der weitgehend dem AMD64-Modus der Opteron- und Athlon-64-CPUs von Mitbewerber AMD entspricht. Siehe auch x86-Prozessor x64 (auch x86-64) Itanium-Architektur bzw. IA-64 ( – nicht x86-kompatible 64-Bit-Architektur von Intel) Liste der Mikroprozessoren von Intel Liste von Mikroprozessoren Weblinks IA-64- und IA-32-Handbücher von Intel (PDF, englisch) Einzelnachweise Prozessorarchitektur nach Befehlssatz Intel-Prozessor IA32
Modulübersicht. Studiengang BWL. Studienrichtung SPEDITION, TRANSPORT und LOGISTIK - PDF Modulübersicht. Studiengang BWL. Studienrichtung SPEDITION, TRANSPORT und LOGISTIK Download "Modulübersicht. Studiengang BWL. Studienrichtung SPEDITION, TRANSPORT und LOGISTIK" 1 Duale Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim Fakultät Wirtschaft übersicht Studiengang BWL Studienrichtung SPEDITION, TRANSPORT und LOGISTIK Stand:2 Allgemeine Betriebswirtschaftslehre ABWL I: BWL-Grundlagen Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre Gegenstand und Geschichte der BWL Betriebswirtschaftliche Forschungskonzeptionen Methoden der BWL Erfahrungs- und Erkenntnisobjekt Unternehmen und Umwelt Konstitutive Entscheidungen (z.b. Standort- und Rechtsformwahl) Wertschöpfung im Leistungs- und Führungsprozess Dienstleistung und Produktion Überblick: Einkauf/Disposition, Waren-/Materialwirtschaft, Logistik (Ziele, Begriffe, Organisation) Aufgaben und Konzepte von Beschaffung/Einkauf Fertigungsplanung und Konzepte der Fertigungssteuerung Arten der Lagerung und Kommissionierung, Transport und Warenverteilung Charakteristika des Produktes Dienstleistung Aspekte der Dienstleistungserstellung ABWL II-I: Kosten- und Leistungsrechnung Produktions- und kostentheoretische Grundlagen Kostenarten-, Kostenstellenund Kostenträgerrechnung Voll- und Teilkostenrechnung Betriebsergebnisrechnung Entscheidungen mit Kostenrechnungsdaten Ansätze der Prozesskostenrechnung ABWL II-II: Marketing Verhaltenswissenschaftliche Grundlagen Marktforschung Marketing- Instrumente Marketing-Mix Marketingplanung und Marketingkontrolle Lehrveranstaltung 3 ABWL III: Rechnungswesen I Bilanzierung Jahresabschluss (Ziele und Aufgaben) Verhältnis von Handels- und Steuerbilanz bilanzielle Rechtsgrundlagen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung Ausweis-, Ansatz- und Bewertungsvorschriften: Pflichten, Verbote, Wahlrechte Vergleichende Darstellung der entsprechenden Merkmale und Regelungen nach IAS/IFRS Grundlagen der Jahresabschlussanalyse Unternehmensbesteuerung Steuersystem Besteuerungsverfahren Steuerarten: Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Umsatzsteuer Besteuerungswirkungen ausgewählter betrieblicher Entscheidungen Europäische Steuerharmonisierung Investition und Finanzierung Betrieblichen Finanzwirtschaft (Ziele und Aufgaben) Finanzmärkte und Finanzinstitutionen Finanzierungsarten und Finanzierungsquellen Finanz- und Liquiditätsplanung Grundlagen der Investitionsplanung Verfahren der Investitionsrechnung ABWL IV: Organisation und Personal Organisation und Projektmanagement Organisationstheorie und Organisationspraxis Formen der Aufbauorganisation Formen der Ablauforganisation Neuere Entwicklungen der Unternehmensorganisation (z.b. Netzwerkorganisation) Projektmanagement Personalwirtschaft Aufgaben, Ziele und Funktionsbereiche der Personalwirtschaft Entwicklungstendenzen in der Personalpolitik Personalbedarfsplanung Personalmarketing / Personalbeschaffung / Personalabbau Personalentwicklung Personaleinsatz und -verwaltung Entlohnung und betriebliche Sozialpolitik Personalcontrolling 23 ABWL V: Rechnungswesen II Finanzmanagement Ausgewählte Instrumente des Finanz- und Risikocontrollings Cash Management - Finanzwirtschaft und Unternehmenszusammenschlüsse Außenhandelsgeschäfte - Grundlagen der Außenhandelsfinanzierung kapitalmarktorientierte Informationssysteme Bilanzanalyse Ziele und Grenzen der Bilanzanalyse - Quantitative Bilanzanalyse (finanz- /erfolgswirtschaftliche Kennzahlen einschl. Erfolgsspaltung) Kennzahlensysteme Cash-flow-Analyse Kapitalflussrechnung Segmentberichterstattung Wertorientierte Bilanzanalyse Qualitative Bilanzanalyse (Anhangsangaben, Lagebericht einschl. Risikobericht) Lehrveranstaltung 3 Konzernrechnungslegung Konzernabschluss (Grundlagen und Zwecke) Konsolidierungsverfahren Konzernanhang und Konzernlagebericht wesentliche Unterschiede von HGB und IAS/IFRS Lehrveranstaltung 3 ABWL VI: Führung Mitarbeiterführung Personalführungsinstrumente und -systeme Personalbewertungsinstrumente und -systeme Motivation Qualifizierung / Weiterbildung Mitarbeiterbindung Employability / Selbstverantwortung Kommunikation Konfliktmanagement Unternehmenskultur Unternehmensführung Strategische Unternehmensführung Frühwarnsysteme gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmung Informationsmanagement Prognosemodelle Controlling Führen mit Kennzahlen Operation Research Planungs- und Kontrollinstrumente Grundlagen des Wissensmanagements Integrative Managementsysteme Kritische Diskussion vorhandener integrativer Managementsysteme, wie z.b. Prozessmanagement Qualitätsmanagement St. Gallener Management Grundlagen des Change Management 34 Volkswirtschaftslehre VWL I: Mikroökonomie Einführung, Mikroökonomie I Grundbegriffe der VWL Inhalte, Abgrenzung und Methoden der VWL Einführung in die volkswirtschaftliche Dogmengeschichte Wirtschaftssysteme Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland Einführung in die Mikroökonomik Theorie des Haushalts Mikroökonomie II Theorie der Unternehmung: Produktion, Kosten, Angebot Marktabgrenzung Marktbeziehungen Marktformen Preisbildung im Polypol, Monopol und Oligopol Faktormärkte Marktunvollkommenheiten Wirkungen staatlicher Eingriffe Wettbewerbstheorie Wettbewerbspolitik VWL II: Makroökonomie Makroökonomie Kreislaufanalyse, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Zahlungsbilanz Analyse des Gütermarktes Analyse des Geldmarktes IS-LM Modell stabilisierungspolitische Wirkungen der Fiskal- und Geldpolitik Analyse des Arbeitsmarktes Konjunkturtheorien in klassischen Modellen Wachstum und technischer Fortschritt Geld und Währung Monetäre Grundbegriffe Geldnachfrage- und Geldangebotstheorie Inflation Grundlagen der Geldpolitik Geldpolitik der Europäischen Zentralbank Theorie der Wechselkurse Devisenmarkt Internationale Währungsordnung VWL III: Wirtschaftspolitik Wirtschaftspolitik I Einführung in die Wirtschaftspolitik Werturteilsproblematik, Zielanalyse (Beschäftigung, Preisniveau, Wachstum, außenwirtschaftliches Gleichgewicht, Umwelt, Verteilung) Angebots- und Nachfragesteuerung Mittelanalyse Trägeranalyse Wirtschaftspolitik II Systeme der sozialen Sicherung in Deutschland mit Schwerpunkt Altersversorgung und Gesundheitswesen Sozialbudget und langfristige Finanzierungsprobleme Verteilungsbegriffe und -maße Empirische Einkommens- und Vermögensverteilung Grundlegende Verteilungstheorien Ansatzpunkte der Verteilungspolitik (Steuern und Transfers) Globalisierung Politische Ökonomie 45 Recht Recht I: Bürgerliches Recht Grundlagen des Rechts, Bürgerliches Recht I Überblick über das Rechtsystem und die Rechtgebiete Juristische Arbeitstechniken Einführung in das BGB Natürlich und juristische Personen Rechtsgeschäfte (Willenserklärung / Anfechtung) Abstraktionsprinzip Vertretung / Vollmacht Fristen und Termine / Verjährung Schuldverhältnisse Pflichtverletzungen Inhalt und Beendigung von Schuldverhältnissen Allgemeine Geschäftsbedingungen Bürgerliches Recht II Kaufvertrag (E-Commerce, Fernabsatz) Werkvertrag Sonstige Vertragstypen Unerlaubte Handlungen Erwerb und Verlust des Eigentums an beweglichen und unbeweglichen Sachen Sicherungsrechte Sicherungsübereignung (Hypotheken / Grundschulden) Grundzüge der Rechtsdurchsetzung Recht II: Wirtschaftsrecht Handels- und Gesellschaftsrecht Unternehmer Kaufmann Sonderprivatrecht Prinzipien des Handelsrechts wie Publizität, Schnelligkeit und Verkehrsschutz Register Vollmachten Hilfspersonen Rechtsschein Firmenrecht Formfreiheit Handelsbräuche und papiere Juristische Person und Personengesellschaft Überblick über Gesellschaftsformen Prinzipien des Gesellschaftsrechts wie numerus clausus Gestaltungsfreiheit und grenzen Typenvermischung Entstehung laufender Betrieb Beendigung Vertretung Geschäftsführung Vermögensordnung Überblick Kapitalaufbringung und erhaltung Gesamtschau Vorteile und Nachteile Rechtsformen Überblick Konzern Gläubiger- und Minderheitsschutz Haftungsgefahren Grundzüge des Arbeits- und Insolvenzrechts Grundlagen des Arbeitsrechts Der Begriff des Arbeitnehmers Die Anbahnung des Arbeitsverhältnisses Die Situation vor Vertragsabschluss, Vorverhandlungen Arbeitsvertrag und Arbeitsverhältnis Formen des Arbeitsverhältnisses Die Pflichten des Arbeitnehmers aus dem Arbeitsvertrag Die Pflichten des Arbeitgebers aus dem Arbeitsvertrag - Beendigung des Arbeitsverhältnisses Tarifvertragsrecht Betriebsverfassungsrecht Regelinsolvenzverfahren Verbraucherinsolvenzverfahren Insolvenzgründe Der Insolvenzantrag Das Eröffnungsverfahren Gläubigerbenachteiligung Anfechtbare Handlungen und Rechtsfolgen Haftung und Insolvenzdelikte 56 Technik der Finanzbuchführung Technik der Finanzbuchführung Technik der Finanzbuchführung I Rechnungswesen und Finanzbuchführung Organisation, System und Technik der Finanzbuchführung Warenverkehr und Umsatzsteuer Anschaffung, Herstellung, Abschreibung und Abgang von Anlagegütern Bewertung und Buchungen im Vorratsvermögen Buchtechnische Behandlung von Forderungen und Wertpapieren Buchung von Eigenkapitalveränderungen inkl. Erfolgsverbuchungen und Rechtsformen Finanzgeschäfte, Finanzinnovationen und Leasing Technik der Finanzbuchführung II Buchungen im Personalbereich Verbuchen von Steuern Rechnungsabgrenzung und Rückstellungen Hauptabschlussübersicht und Jahresabschlusserstellung EDV-Anwendung in der Buchführung Buchführungsbesonderheiten bei internationaler Rechnungslegung Mathematik und Statistik Mathematik und Statistik Mathematik Finanzmathematik; Differential- und Integralrechnung für Funktionen mit einer unabhängigen Variablen, Differentialrechnung mit mehreren unabhängigen Variablen; Matrizen und Vektoren, Determinanten, Lineare Gleichungssysteme. Statistik Datenentstehungsprozess, univariate und bivariate Verteilungen mit ihren deskriptiven Maßzahlen; wirtschaftsstatistische Anwendungen; Grundlagen der induktiven Statistik mit Anwendungen, insbesondere Zufallsstichprobenverfahren und Hypothesenteste. 67 Informationstechnologie Informationstechnologie Grundlagen Informationstechnologie - Grundbegriffe der Datenverarbeitung -- Komponenten eines Rechnersystems - - Darstellung von Informationen Softwarearten - Anwendungsarchitekturen - Grundkonzepte Datenbanken, Datenmodellierung - Informations- und Wissensmanagement Kommunikation, Netze - Grundkonzepte betrieblicher Informationssysteme - unternehmens- interne/- übergreifende Informationssysteme - Grundlagen Rechnernetze - LAN, WAN, TCP/IP und das Internet Netzwerksicherheit Erstellung von Internetseiten - neue Technologien Wissenschaftliches Arbeiten Wissenschaftliches Arbeiten Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten Kennzeichen und Formen wissenschaftlicher Arbeiten - Wahl und Konkretisierung des Themas - Literaturrecherche und Informationsbeschaffung - Festlegung des Aufbaus und Gliederung der Arbeit - inhaltliche und formale Ausgestaltung des Manuskripts Wissenschaftstheorie und wissenschaftliches Arbeiten Wissenschaftstheorie: Wissenschaftstheoretische Grundpositionen - wissenschaftstheoretische Grundbegriffe - Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft Methoden der empirischen Sozialforschung: Phasen des Forschungsprozesses - Konzeptspezifikation, Operationalisierung und Messung - Forschungsdesign - Auswahlverfahren - Datenerhebungstechniken: Beobachtung, Befragung, Inhaltsanalyse, Experiment 78 Spezielle Betriebswirtschaftslehre I Lehrveranstaltung 3 e Lehrveranstaltung 3 Spedition und Logistik I Verkehrsbetriebslehre I Es wird ein Einblick und Überblick über die Entwicklung und Bedeutung der Verkehrsträger LKW, Eisenbahn und Binnenschiff im nationalen Bereich vermittelt. Arten von Verkehrsbetrieben; Spedition; Logistisches Dienstleistungsunternehmen; Marktsegmente der Branche für logistische Dienstleistungen; Spediteursammelgutverkehre, Grundzüge und Probleme der Abrechnung; Möbelspedition; Einführung in die Lagerhaltung; Grundzüge des Transportrechts Verkehrsträger I Gewerblicher Güterkraftverkehr; Marktordnung, Beförderungsleistungen national; Transportequipment LKW, Bahngüterwagen, Binnenschiffe; Straßen-, Eisenbahn-, Wasserstraßennetze; Umschlagseinrichtungen und Lademittel, Port Logistics, Kombiverkehr, nationale Verkehrsgeographie Logistik I Begriff der Logistik, Merkmale der Logistikkonzeption, Logistiksysteme, Gestaltungsprinzipien der Logistik, Informationslogistik, Supply Chain Management, Bedeutung der Logistik Spedition und Logistik II Verkehrsbetriebslehre II Ablauforganisation in Speditionen, Fuhrparkmanagement, Abwicklung europäischer Landverkehre, Abrechnung europäischer Landverkehre, Grundzüge des Zollwesens, Speditions- und Transportrecht Verkehrsträger II Außenwirtschaftsverkehr, Internationaler Straßengüterverkehr, Internationale Abkommen, Transportverfahren, Transportgenehmigungen, Incoterms, CMR- Beförderungsbedingungen, Internationale Bahnspedition, grenzüberschreitende Bahn- und Kombi-Verkehre Logistik II Aufgaben und Ziele der Beschaffungslogistik, Konzepte des Materialmanagements, Beschaffungsstrategien 89 Spedition und Logistik III Verkehrsträger III Güterarten, Transportleistungen, Transportrelationen im Seeverkehr, Tragfähigkeit/Ladefähigkeit/Klassifikation/Flaggen von Seeschiffen, Vollcontainer-/RoRo- Schiffe, Barge-Carrier-Verkehre, Spezial-/Massengutschiff, Tanker, Seehäfen und Seehafendienstleister, wichtige Seehäfen (Deutschland und Europa), Freihäfen, Linien-/Trampschifffahrt, Fahrtgebiete der Linienschifffahrt und wichtige Häfen (Welt), Schifffahrtskonferenzen Konsortien Allianzen Outsider, Projektabwicklung im Seeverkehr Verkehrsbetriebslehre III Speditionelle Kostenartenrechnung am Beispiel der Fahrzeugkostenrechnung, Systematik der primären Kostenarten Speditionelle Kostenstellen - tabellarische speditionelle Kostenstellenrechnung - Verrechnung innerbetrieblicher Leistungen - Verrechnungs- und Zuschlagssätze Absatzpolitisches Instrumentarium und dessen Einsatz im speditionellen Dienstleistungsmarketing Lehrveranstaltung 3 Lehrveranstaltung 3 Logistik III Aufgaben und Ziele der Produktionslogistik, Standort- und Fabrikstrukturen, Systeme zur Planung und Steuerung der Produktion, Aufgaben und Ziele der Distributionslogistik, Gestaltung von Distributionssystemen, operative Abwicklung im Distributionszentrum, Efficient Consumer Response Spedition und Logistik IV Verkehrsträger IV Leistungsmerkmale der Luftverkehrs, Aufgaben und Arbeitsweise von IATA und ICAO, Luftfrachtspedition, Luftverkehrsgesellschaften/ Integrators/Flughäfen/Handlingsgesellschaften/Truckingunternehmen, Organisation und Leistungsangebot eines Luftfrachtspediteurs, Abwicklung von Einzel und Sammelsendungen, Verkehrsmittel Flugzeug Lademittel Container, Speditionsvertrag/Luftfrachtvertrag, IATA-Agentur Vertragsbeteiligte - Rechtsgrundlagen Formen des AWB, Luftfrachtratenstruktur TACT Frankaturen, ATLAS/TRAXON Verkehrsbetriebslehre IV Aufgaben/Stellung der speditionellen Kostenträgerrechnung - Kalkulationsverfahren - sped. Auftragskalkulation bei Ladungsverkehren, Partieverkehren, Sammelguthauptläufen - Vollkostenkalkulation und Grenzkostenkalkulation bei Sammelgutleistungen - Rolle von Empfehlungstarifen bei der Auftragskalkulation - Gewichtsund Entfernungsdegression Funktionen und Formen der Marketing-Kontrolle, Kontrollobjekte und Kontrollgrößen, Vertriebserfolgsrechnung im Marketinginformationsprozess, sowie deren E- lemente Vertriebskosten- und Absatzsegmentrechnung auf Voll- und Teilkostenbasis Luftverkehrsbezogenes Frachtrechnen - Akkreditiv - Zoll Bedeutung des Luftfrachtvertrages(Absender/Empfänger/Spediteur als IATA Agent) für die Abrechnung - Cass-Zahlungsabwicklung - ERA - Akkreditiv-Formen - Akkreditiv-Prüfung Nichtbeachten von Zollvorschriften - Erstattung/Erlass von Einfuhrabgaben Logistik IV Aufgaben und Ziele der Entsorgungslogistik, Entsorgung von Produktionsrückständen, verladerbezogene Logistiksysteme, Industrie- versus handelsgesteuerte Logistik. Outsourcing logistischer Leistungen, Konzepte der Einbindung von Logistikdienstleistern, Efficient Consumer Response 910 Lehrveranstaltung 3 Lehrveranstaltung 4 Lehrveranstaltung 5 Lehrveranstaltung 6 Spedition und Logistik V Logistik-Controlling I Transportbezogene Controllingformen Logistikplanung und berichtswesen Risikomanagement - Standortcontrolling Investitionscontrolling - Finanzierungsstrategien unter dem Aspekt Basel ll Qualitätscontrolling, Fallstudien zum Kostencontrolling und Produktivitätscontrolling - Mautcontrolling - Fallstudien zur transportbezogenen Prozesskostenrechnung Logistik V Logistik als Dienstleistung, Produktion/Industrialisierung von Dienstleistungen, Logistiksysteme der Speditionen, Gestaltung von Logistiknetzen, Logistische Kooperationen zwischen Logistikdienstleistern und zwischen Verladern und Logistikdienstleistern e-logistics/scm I Begriffliche Grundlagen und Abgrenzung von e-logistics und e-business Enabling-Funktion von Internet-Technologien Grundlagen und Bestandteile elektronischer Märkte sowie deren Gestaltungsmöglichkeiten, logistische Unterstützung für elektronische Märkte (e-fulfillment) Konzepte der elektronischen Beschaffung, Ausschreibungssysteme, Beschaffungsmarktplätze, Desktop Purchasing, Marktplätze zur Beschaffung logistischer Dienstleistungen (Transportmarktplätze, und -börsen) Logistik-Controlling II Lagerplanung, Outsourcing an Logistikdienstleister, Kalkulation und Controlling von Warehouseprojekten, Preisbildungsmechanismen, Einsatz der Prozesskostenrechnung, Kennzahlen und Kennzahlensystematiken, Benchmarking Logistik VI Internationale Logistik, Integration von Netzwerken, interkulturelles Management, Besonderheiten ausgewählter Logistikbereiche: Kontraktlogistik, Logistik in Ballungsräumen, Gebäudelogistik, Baustellenlogistik, Verpackungslogistik, Mehrwegbehälter-Logistik, Kreislaufwirtschaft e-logistics/scm II Gestaltung der logistischen Wertschöpfungskette Anwendungsbeispiele Formen und Konzepte logistischer Dienstleistungen (LLP, 3PL, 4PL), IT- Unterstützung des Outsourcing, Informationslogistik, Prozesssteuerung, Konzepte des Kundenbindungsmanagements, Integration des Kundenlebenszyklus, Formen von e-crm 1011 Spezielle Betriebswirtschaftslehre II Rahmenbedingungen des Güterverkehrs Verkehrspolitik I Ziele der Verkehrspolitik Instrument, Ordnungs-Infrastrukturpolitik, Europäische Verkehrspolitik, Regulierung und Liberalisierung von Verkehrsmärkten, Regulierungsbereiche, Fiskalabgaben, Nationalitäts-, Territorialitätsprinzip, Sozialvorschriften, technische Vorschriften, staatliche Interventionen, Marktzugang, Dienstleistungsfreiheit, Arbeitnehmerfreizügigkeit Haftung/Versicherung I Aktualisierung des Grundlagenwissens; Zivil- und handelsrechtliche Grundlagen des Transportrechts; Haftung des Frachtführers nach HGB-Frachtrecht; Haftung des Spediteurs und Lagerhalters nach HGB und ADSp; Haftungsproblematik bei Logistikverträgen; Haftung der Verkehrsträger nach internationalen Frachtrechten. Lehrveranstaltung 3 Verkehrspolitik II Verkehrswachstum, Modal Split, Entwicklung, Prognosen, Ursachenanalyse Bundesverkehrswegeplan (BVWP), Transeuropäische Netze (TEN), Public-Private- Partnership (PPP),V-Methoden, Road-Pricing, Maut - Internalisierung externer Effekte, externe Kosten/-Nutzen, Nachhaltigkeit der Verkehrspolitik Lehrveranstaltung 4 Haftung/Versicherung II Rechtsgrundlagen des Versicherungsgeschäfts im Allgemeinen (BGB, HGB, VVG) und Besonderen (ADS, DTV-Güter); Bedeutung und Funktion der Versicherungen in Spedition, Lager und Beförderung: Güterversicherung (Transportversicherung, Lagerversicherung, ADSp-Güterversicherung), Haftungsversicherung (ADSP- Haftungsversicherung, GüKG-Güterschadenhaftpflichtversicherung, Betriebshaftpflichtversicherung) und Sachversicherung (Lager-Elementarversicherung, Gebäudeversicherung, BU-Versicherung, Umweltversicherung); Versicherungsbedarf und Risk-Management im Unternehmen; Marktüberblick und Perspektiven. 1112 AWT/Planspiele Wirtschaftsenglisch: Correspondence und Logistics Correspondence commercial corresponcence: enquiry, offer, order, acknowledgement; Zeitmanagement; Selbsteinschätzung der eigenen sprachlichen Fähigkeiten, z.b. durch die Benutzung des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen; Strategien für das Sprachenlernen (Vokabeln, Grammatik), Stil und Register, sprachliche Varietäten des Englischen, Fachvokabular Logistics Carriers, freight forwarders and logistics: working in the logistic industry, departments of a freight forwarding company; business phone calls: problems of transport, complaint about late delivery; giving and understanding instructions: giving directions, giving loading instructions; giving specifications: nature of goods, weights, measurements and their conversion Logistics und Management Consulting Einführung in Logistik- und Unternehmensberatung Problemidentifikation (logistisch/kaufmännisch) -Problemstrukturierung - Problemanalyse (Kreativität in der Problemlösung, Informationsbeschaffung, Fragebogengestaltung, Interviews und Interviewtechniken) - Kommunikation (Gestaltung einer Kommunikationsstruktur, Kommunikation mit Schaubildern, Verhandlung und Verhandlungstechniken) Tutorium zur Logistik- und Unternehmensberatung Anwendung der Problemidentifikation, Problemanalyse und Kommunikation an logistischen und kaufmännischen Fragestellungen im Unternehmen Logistik-Planspiele Planspiel Landverkehr Teil- und Komplettladungsverkehre: Fahrzeugbereitstellung - Zeitplanung - Betriebsergebnisplanung - Disposition - Auslastungsplanung - Rückladungsplanung - Aurftragsakquisition - Besetzung mit 1/2 Fahrern - Kombiverkehre Systemverkehre: Marketing von Stückgutverkehren - Preisgestaltung - Qualität - Auftragsvolumenplanung - Produktivität - Netzauslastung - Berichtswesen Planspiel Logistik Inbound-Logistik: Bedarfsermittlung - Beschaffungsstrategien (vorrats- vs. fertigungssynchron) Inhouse-Logistik: Kapazitätensteuerung - Optimierung Prozesszeiten - Materialflusssteuerung Outbound-Logistik: Distributionskanäle - strategische Lagerlogistik - Bull-Whip-Effekte - Transportoptimierung 1213 Profilfach Logistik-Informationssysteme Logistik-Informationssysteme I: Grundlagen Logistik- Informationssysteme Einführung in Logistik-Informationssysteme Informationssysteme für Logistik-Prozesse: eprocurement - Lagersysteme - Objektidentifizierungsysteme - Komissioniersysteme - Dispositionssysteme Navigationssysteme - Flottenmanagement - edistribution epayment - ERP-Systeme Schnittstellen zu Logistik-Subsystemen - Elektronische Märkte/Auktionen- Fracht- und Laderaumausgleichsysteme SCM- Systeme. Produkterkennung und -klassifikation Produktklassifikationsstandards: Historische Entwicklung gebräuchliche Standards: EAN, UN/SPSC, E- TIM Vorteile/Nachteile Marktübersicht Klassifikations-Software. Scannertechnologien: Möglichkeiten der Produkterkennung im Überblick Barcode-Technologien RFID- Technologien Standards Einsatzszenarien - Marktübersicht Best-Practice. Logistik-Informationssysteme II: eprocurement, Lagerorganisation eprocurement Beschaffungsprozesse: Materialdisposition Bestellmengenplanung Lieferantenauswahl - Einkauf Qualitätskontrolle Lagermanagement - Beschaffungsmanagement (ECR, VMI, JiT, ) Supplier Relationship Management Beschaffungs- und Beständecontrolling. eprocurement-systeme: Systemkategorien (ERP-, dedizierte Systeme) - Funktionalitäten Qualitätsmerkmale Marktübersicht Vorgehen bei der Systemeinführung Beschaffungsportale und plattformen, Elektronische Marktplätze - Beispielhafte Abbildung von Beschaffungsprozessen auf einem marktgängigen eprocurement-system. Lagerorganisation Lagertechnik: Grundlagen, Begriffe Fördertechniken Hochregallagertechnik - Leistung, Sicherheit, Brandschutz Lagerorganisation: Grundlagen: Bestände, Prozesse, Lagerhaltungsmodelle - Lagerverwaltung - Lagerverwaltungssysteme, Technische Lagersteuerung - Kommissioniertechniken moderne Lagerkonzepte (z.b. Konsignationslager, KANBAN) Logistik-Informationssysteme III: Fulfillment, Disposition Fulfillment Fulfillmentprozesse: Versandläger Versandbereitstellung - Transportalternativen Warenübergabe an den Kunden Billing Payment - Warenrücknahme Reklamationsmanagement Serviceprozesse CRM Distributionsdienstleister/Outsourcing. efulfillment-systeme: epayment ebilling - Systemkategorien (ERP-, dedizierte Systeme) - Funktionalitäten Qualitätsmerkmale Marktübersicht Vorgehen bei der Systemeinführung internetbasiertes Fulfillment (z.b. Pickpoint, Transportbörsen, ). Disposition Dispositionsprozesse: z.b. Auftragsannahme - Kommissionierung Tourenplanung Dispositionssysteme: z.b. Systemkategorien (ERP-,, Dispositionssysteme), - Funktionalitäten Qualitätsmerkmale Marktübersicht Vorgehen bei der Systemeinführung 1314 Logistik-Informationssysteme IV: ERP-Integration, EDI Abbildung von Logistikketten in ERP-Systemen Logistik-Funktionalitäten marktgängiger ERP-Systeme: z.b. Systemkategorien - Funktionalitäten - Qualitätsmerkmale Marktübersicht. Schnittstellen dedizierter Logistik-Systeme zu ERP-Systemen: z.b. Systembeispiele Schnittstellentechniken (Dateien, ODBC, RMI, Webservices, EAI ) EDI-Verfahren Überbetriebliche Integration von Logistik-Prozessen: Möglichkeiten der Koordination von Logistikfunktionen zwischen Unternehmen - Datenstrukturen, Datenflüsse B2B-Standards (EDIFACT, EDIFOR, ebxml, ) APS-Systeme - SC-Monitoring. Zwischenbetriebliche Datenkommunikation: EDI-Technologie (Standards, Konverter, Systeminfrastruktur, ) EDI- Funktionalitäten marktgängiger Logistik- und ERP-Systeme 14 Ähnliche Dokumente Eingesetzte Lerneinheiten im Studiengang Betriebswirtschaft (B.A) IfV NRW Freitag, 6. Februar 2015 Betriebswirtschaft (B.A) SEITE 1 VON 25 Fach: Beschaffung 2872-1799 Beschaffung Lerneinheit 4 Beschaffungsmanagement, Mehr Studiengang BWL Spedition, Transport und Logistik Duale Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim Fakultät Wirtschaft Modulübersicht Studiengang BWL Spedition, Transport und Logistik Modul: Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre (Lehr- und Lerneinheit Mehr Staatliche Studienakademie Thüringen Berufsakademie Gera University of Cooperative Education. Rahmenplan des Bachelorstudiengangs. 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de
q-de-2201
Was ist die Bedeutung von IA-32 in Bezug auf die x86-Prozessorarchitektur?
Als IA-32, eine Abkürzung für „,“ bezeichnet Intel die Architektur des x86-Prozessors ab dem 80386, ursprünglich als 32-Bit-Architektur. Mit der Befehlssatzerweiterung x64 ist jedoch auch die 64-Bit-x86-Architektur inkludiert. x86 ist die generelle Bezeichnung für die Prozessorarchitektur, die mit dem 8086-Prozessor von Intel 1978 als 16-Bit-Architektur begründet wurde. Mit dem 80386 wurde 1985 von Intel eine Erweiterung des Befehlssatzes auf 32-Bit eingeführt, weshalb für 80386-kompatible Mikroprozessoren auch oft die Bezeichnung i386 verwendet wird bzw. retronym IA-32. Ab 1999 wurde von AMD an der Erweiterung des Befehlssatzes auf 64-Bit gearbeitet, anfangs unter der Bezeichnung x86-64, die 2003 als AMD64 und 2005 von Intel als Intel 64 eingeführt wurde. Auch diese nunmehr oft als x64 bezeichnete Erweiterung des Befehlssatzes zählt zur „.“ Die x86-Befehlssatzarchitektur wird von Intel und AMD weiterentwickelt. Itanium Mit der Neuentwicklung des Itanium-Prozessors von Intel und Hewlett-Packard, die 2001 auf den Markt kam, wollte Intel die zu x86 bzw. IA-32 inkompatible Itanium-Architektur einführen. Diese wurde von Intel auch „“ bezeichnet, da Intel die neue Architektur als die Nachfolge für die damals 32-Bit-x86-Architektur ansah. IA-64 (Itanium) setzte sich jedoch nicht durch, auch deshalb nicht, weil die Architektur als Neuentwicklung nicht x86-kompatibel ist und somit nicht zur IA-32-Architektur mit i386-Befehlssatz zählt, die durch viele Hersteller implementiert wurde. Da x86 seit den 1980er Jahren die weltweit am weitesten verbreitete Prozessorarchitektur für Personal Computer war, gab es eine Vielzahl an bestehenden Programmen, die für den Itanium-Prozessor neu programmiert werden mussten – oder: hätten programmiert werden müssen. Als AMD 2003 die 64-Bit-Erweiterung AMD64 für die bestehende x86-Architektur (IA-32) einführte, wurde diese auf Anhieb vom Markt erfolgreich angenommen, unter anderem gerade deswegen, weil bestehende x86-Programme unverändert darauf liefen. Intel musste 2005 notgedrungen nachziehen und implementierte mit Intel 64 eine zu AMD64 kompatible 64-Bit-Erweiterung für die x86-Architektur „IA-32,“ was die „“ zu einer 64-Bit-Architektur macht. Um Verwirrung zu vermeiden wird 64-Bit-x86 auch mit x64 (in Anlehnung an x86) bezeichnet. IA-64 hingegen steht für die Itanium-Architektur, die zwar auch eine 64-Bit-Architektur ist, die aber nicht zum x86-Befehlssatz „IA-32“ (80x86, i386, x64) kompatibel ist. Architekturmerkmale Die IA-32-Architektur ist eine Weiterentwicklung der 16-Bit-Architekturen von Intels 8086- und 80286-Prozessoren. Alle Register, einschließlich der Adressregister, wurden in dieser Architektur auf 32 Bits erweitert. Die Anzahl der Register blieb gleich. Die Mnemonic der erweiterten Register wurden mit einem vorangestellten E, für extended (deutsch: erweitert), gekennzeichnet, beispielsweise EAX (32-Bit) von zuvor AX (16-Bit). Um Abwärtskompatibilität zu erzielen wurden die 32-Bit-Register als Erweiterung der 16-Bit-Register der 80286-Architektur realisiert, sodass unter der Bezeichnungen für die 16-Bit-Register auf die unteren 16-Bit der 32-Bit-Register weiterhin zugegriffen werden kann: beispielsweise liefert AX auf die unteren 16-Bit des 32-Bit-EAX-Registers. Der Adressbus ist 32 Bits breit und demzufolge ist die Adressierbarkeit auf 4 GB (physikalischer Adressraum) begrenzt. Ausnahmen sind der 80386SX, welcher nur einen 24-Bit-Adressbus besaß. Ab dem Pentium Pro wurde mittels PAE eine Adresserweiterung auf 36 Bits erzielt, bei späteren Generationen sogar mehr, z. B. 40 Bits beim AMD K8. Mit 36 Bits lassen sich 64 GiB adressieren, sodass unter einer 32-Bit-Umgebung mit Einschränkungen mehr als 4 GiB genutzt werden können, wenn vom Betriebssystem PAE umgesetzt wird. Beispielsweise nutzt Linux die PAE-Erweiterung automatisch, wenn diese vom Prozessor unterstützt wird – bei neueren Distributionen ist PAE sogar Voraussetzung, da sich damit auch das NX-Bit nutzen lässt. Unter 32-Bit-Versionen von Windows von Microsoft hingegen wurde PAE wegen Kompatibilitätsproblemen mit bestehenden Treibern nicht genutzt, sodass 32-Bit-Windows-NT auf 4 GiB Arbeitsspeicher beschränkt ist. Mit der 64-Bit-Befehlssatzerweiterung x64 wurde IA-32 zu einer 64-Bit-Architektur weiterentwickelt, wobei auch die Anzahl der Register verdoppelt wurde. Im neuen Betriebsmodus sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Submodi vorhanden, sodass auch 32-Bit-Software von der doppelten Anzahl an Registern profitieren kann (x32). Nomenklatur „“ bzw. abgekürzt „IA-32“ bezeichnete ursprünglich nur die 32-Bit-x86-Architektur des 80386 und seiner Nachfolger, denn damals waren diese allesamt 32-Bit-Prozessoren. Problematisch wird die von Intel gewählte Bezeichnung erst mit der 64-Bit-Erweiterung x64 – denn diese zählt als Weiterentwicklung und Erweiterung zu IA-32, zu der x64 voll kompatibel ist. Retronym finden sich zur genaueren Unterscheidung daher auch die Bezeichnungen x86-32 für die 32-Bit- und x86-64 für die 64-Bit-x86-Architektur. Die von Intel und HP entwickelte Itanium-Architektur, auch mit „“ bzw. abgekürzt „IA-64“ bezeichnet, ist keine x86-Architektur. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit „x64“, der 64-Bit-x86-Architektur, die eine Erweiterung von IA-32 ist. Zur Unterscheidung findet sich dennoch oft IA-32 (auch als „IA32“ oder „ia32“) für die 32-Bit-x86-Architektur bzw. x64 (oder amd64, „x86-64“ oder „x86_64“) für die 64-Bit-x86-Architektur. Beispiele dafür sind u. a. diverse Betriebssysteme, so unterscheidet etwa Slackware zwischen „ia32“ (32-Bit-x86) und „x64_64“ (64-Bit-x86), oder auch UEFI-Bootloader auf Wechseldatenträgern (32-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\BootIA32.efi, 64-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\Bootx64.efi). Betriebsarten Neben dem Real Mode, in dem kompatibel zum 16-Bit-Intel-8086 der konventionelle Arbeitsspeicher und der obere Speicherbereich, das ist der erste, untere Megabyte des Arbeitsspeichers, ohne Beschränkung über Offset und Segment angesprochen werden kann, kennt die zwei bzw. drei weitere Betriebsarten: , der bis zu 4 GB Speicher durchgängig (linear) adressieren kann und einen hardwareseitigen Speicherschutz garantiert (über die Virtuelle Speicherverwaltung der MMU), was Multitasking-/Multiuser-Betriebssysteme mit präemptivem Multitasking ermöglicht. (SMM), welcher für die Leistungsreduktion und Hersteller-spezifische Eigenschaften eingesetzt wird. Der SMM läuft in einem separaten Arbeitsspeicher ab, sodass laufende Prozesse und Betriebssysteme nicht beeinflusst werden. Bei 64-Bit-x86-Prozessoren kommt zusätzlich der (AMD) bzw. der (Intel) hinzu, der die zwei Submodi und bereitstellt. (Siehe x64#Betriebsmodi.) Als Option des (32-Bit) existiert außerdem der , der ein oder mehrere -Programme ausführen kann – dies wurde zur Ausführung von MS-DOS-kompatiblen Programmen unter 32-Bit-Betriebssystemen benötigt und war wichtig für eine schonende Migration von DOS zu moderneren Betriebssystemen. Seit der Umstellung auf 64-Bit spielt der keine sehr große Rolle mehr, da MS-DOS-kompatible Programme nur noch relativ wenig genutzt werden oder aber auf 64-Bit-Betriebssystemen ohnehin vollständig emuliert werden (müssen). Protected Mode: Virtuelle Speicherverwaltung und Speicherschutz Virtuelle Speicherverwaltung Die neue Virtuelle Speicherverwaltung ist primär für den Multitasking-Betrieb ausgelegt (). Mittels (MMU) können mehrere Programme im Speicher konfliktfrei quasi-gleichzeitig ausgeführt werden. Hierzu wird jedes Programm in einem (virtuellen) Speicherraum ausgeführt in dem es alleine existiert und damit nicht mit anderen Programmen in Speicherzugriffskonflikte kommen kann, so dass Speicherschutz erzielt wird (z. B. "Programm A überschreibt irrtümlich bei Programm B eine Variable im Speicher" kann nicht mehr auftreten). Dies erreicht die MMU über eine Tabelle (TLB) in der für die zuletzt lokalisierten virtuellen Adresse aller Programme die echte physikalische Adresse eines Speicherblocks vermerkt ist. Bei jedem Zugriff (Speicher anfordernd, schreibend oder lesend) wird, transparent für Programme und Programmierer, auf eine eindeutige physikalische Adresse umgelenkt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Speicherfragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr auftreten kann. Durch die Adressumsetzung kann die MMU fast beliebig zerstückelten physikalischen Speicher als durchgängig zugreifbaren Block virtuellen Speichers dem Programm präsentieren. Dies ist ein effektiver Mechanismus, so lange die Größe des physikalischen Speichers deutlich kleiner ist als die des virtuellen Adressraums (4 GByte). Durch die kontinuierlich fallenden RAM-Speicherpreise ist dies inzwischen nicht mehr gegeben; der virtuelle Speicherraum kann die Fragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr immer kaschieren, da er nun selbst zu stark fragmentiert sein kann. Virtuelle Adressübersetzung Die IA-32-Architektur verwendet eine 48 Bit breite segmentierte logische Adresse, welche zu 16 Bit aus Selektor und zu 32 Bit aus Offset besteht. Durch die Segmentierung wird die logische Adresse in eine lineare 32-Bit-Adresse übersetzt und kann anschließend durch den Paging-Mechanismus in eine physische 32-Bit-Adresse übersetzt werden. Wird Paging vom System nicht eingesetzt, so ist die lineare 32-Bit-Adresse die physische Adresse. Schutzfunktionen durch die Virtuelle Speicherverwaltung Die MMU enthält vier zentrale Systemregister GDTR (), IDTR (), LDTR () und TR (). Damit werden die Schutzmechanismen realisiert. Die IA-32 Architektur enthält für den Multitasking/Multiuser-Betrieb die folgenden fünf Schutzfunktionen: Typ-Check Limit-Check Zugriff auf Daten Kontroll-Transfer Instruction-Check Diese Schutzfunktionen werden mit verschiedenen Hardware-Mechanismen realisiert. Weitere Funktionen In den nachfolgenden CPU-Generationen wurden weitere Funktionen hinzugefügt: Die Modelle des i486DX haben einen mathematischen Koprozessor bereits integriert, zusätzlich wurde ein Cache auf den Chip integriert (die Budget-Version i486 SX wurde mit deaktiviertem Koprozessor gefertigt). Außerdem wurde die Ausführungseinheit nach dem Fließbandprinzip aufgebaut, genannt Prozessor-Pipeline, was den Befehlsdurchsatz deutlich erhöht. Mit dem Pentium wurde eine zweite Ausführungseinheit der Architektur hinzugefügt. Diese nun parallelen Ausführungseinheiten, genannt Pipelines U und V, ermöglichen superskalare Programmausführung über Out-of-order execution des Prozessors. Beim Pentium MMX wurden Befehle hinzugefügt, die mehrere ganzzahlige Daten gleichzeitig bearbeiten (SIMD) – dies ist vor allem für Multimedia-Daten sinnvoll. MMX steht für , besonders vom Marketing aber auch häufig tituliert. Mit dem Pentium III wurden die SIMD-Befehle erweitert, um auch Gleitkommazahlen bearbeiten zu können (/SSE). Beginnend mit den Prescott-Modellen der Xeon-/Pentium-4-Reihe erhalten die Prozessoren eine Erweiterung um einen 64-Bit-Modus (Intel 64, früher auch EM64T genannt), der weitgehend dem AMD64-Modus der Opteron- und Athlon-64-CPUs von Mitbewerber AMD entspricht. Siehe auch x86-Prozessor x64 (auch x86-64) Itanium-Architektur bzw. IA-64 ( – nicht x86-kompatible 64-Bit-Architektur von Intel) Liste der Mikroprozessoren von Intel Liste von Mikroprozessoren Weblinks IA-64- und IA-32-Handbücher von Intel (PDF, englisch) Einzelnachweise Prozessorarchitektur nach Befehlssatz Intel-Prozessor IA32
B 34/02 (31.12.2003) B 34/02 Urteil vom 31. Dezember 2003 Präsident Schön, Bundesrichter Borella, Bundesrichterin Leuzinger, Bundesrichter Rüedi und Ferrari; Gerichtsschreiberin Amstutz Pensionskasse Gemeinde X.________, Beschwerdeührer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Mark Kurmann, Schweizerhofquai 2, 6004 Luzern, 5. P.________, Aufgrund individueller Rentenverfügungen zahlt die Pensionskasse Gemeinde X.________ A.________ und K.________ seit 1988 sowie B.________, H.________ und P.________ seit Anfang der 1990-er Jahre Altersrenten aus. Auf diesen wurden bis Ende 1997 gestützt auf Art. 17 der seit 1. Januar 1990 gültigen Statuten der Pensionskasse Gemeinde X.________ vom 19. Oktober 1989 jeweils die gleichen Teuerungszulagen wie auf den Besoldungen des aktiven Personals ausgerichtet. Am 14. Januar 1998 erliess der Gemeinderat für die Pensionskasse ein neues Reglement (genehmigt durch den Einwohnerrat am 12. Februar 1998), welches rückwirkend per 1. Januar 1998 in Kraft trat und später aufsichtsrechtlich als einwandfrei beurteilt wurde (Verfügung des Amtes für berufliche Vorsorge des Kantons Y.________ vom 21. April 1999). In Anwendung der als massgebend erachteten neuen Reglementsordnung, wonach die Renten der Preisentwicklung "im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Kasse" angepasst werden (Art. 15 Abs. 1), lehnte die Verwaltungskommission der Pensionskasse am 6. Februar 2001 das Begehren der von A.________ präsidierten "Rentnervereinigung Gemeindepersonal" vom 30. November 2000, es seien die Altersrenten nach Massgabe des Art. 17 des alten Reglements für das Jahr 2001 im gleichen Umfang wie die Löhne des aktiven Personals der Teuerung anzupassen, ab (Schreiben der Pensionskasse vom 9. Februar 2001). Die auf den Beschluss der Verwaltungskommission vom 6. Februar 2001 hin von A.________ und, durch diesen vertreten, B.________, H.________, K.________ und P.________ am 5. April 2001 eingereichte Klage mit dem Antrag, ihre Renten seien entsprechend dem Begehren vom 30. November 2000 der Teuerung anzupassen, hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern insoweit gut, als es die Pensionskasse Gemeinde X.________ gestützt auf Art. 15 Abs. 1 des seit 1998 geltenden Reglements verpflichtete, den Klägern für das Jahr 2001 auf den laufenden Renten eine Teuerungszulage im Sinne der Erwägungen - in masslicher Hinsicht entsprechend den finanziellen Möglichkeiten der Kasse - auszurichten; im Übrigen wurde die Klage abgewiesen (Entscheid vom 25. März 2002). Die Pensionskasse Gemeinde X.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen mit dem Antrag, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei die Klage vom 5. April 2001 abzuweisen. Das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern sowie A.________ und Weitere beantragen Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt für Sozialversicherung hat auf eine Vernehmlassung verzichtet. Strittig ist, ob die Pensionskasse Gemeinde X.________ auf den Altersrenten der Beschwerdegegner für das Jahr 2001 eine Teuerungszulage auszurichten hat. 2.1 Nach Art. 73 BVG bezeichnet jeder Kanton als letzte kantonale Instanz ein Gericht, das über Streitigkeiten zwischen Vorsorgeeinrichtungen, Arbeitgebern und Anspruchsberechtigten entscheidet (Abs. 1 erster Satz). Die Entscheide der kantonalen Gerichte können auf dem Wege der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Eidgenössischen Versicherungsgericht angefochten werden (Abs. 4). Art. 73 BVG findet auf den obligatorischen, vor-, unter- und überobligatorischen Bereich registrierter privat- und öffentlich-rechtlicher Vorsorgeeinrichtungen Anwendung, ferner auf nicht registrierte Personalvorsorgestiftungen. Dabei ist ohne Belang, ob sich die fraglichen Ansprüche aus privatem oder öffentlichem Recht ergeben. Voraussetzung für den Rechtsweg nach Art. 73 Abs. 1 und 4 BVG bildet jedoch, dass eine Streitigkeit aus beruflicher Vorsorge im engeren oder weiteren Sinn vorliegt (BGE 127 V 35 Erw. 3b, 125 V 168 Erw. 2, 122 V 323 Erw. 2b, 120 V 18 Erw. 1a, 117 V 50 Erw. 1 und 341 Erw. 1b, 116 V 220 Erw. 1a mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung). Zudem darf die streitige berufsvorsorgerechtliche Angelegenheit nicht in den Zuständigkeitsbereich der Aufsichtsbehörden gemäss Art. 61 ff. BVG fallen (BGE 119 V 197 Erw. 3b/bb, 115 V 373 Erw. 3, 112 Ia 180 ff.; SVR 1995 BVG Nr. 31 S. 89 Erw. 3a; SZS 1995 S. 374 Erw. 1a). 2.2 Nachdem die Beschwerdegegner mit ihrem Begehren aus dem Bereich der beruflichen Vorsorge an das kantonale Gericht gelangt sind und dieses in Bejahung seiner Zuständigkeit einen Entscheid in der Sache gefällt hat, ist für das letztinstanzliche Rechtsmittelverfahren Art. 73 Abs. 4 BVG massgebend und dementsprechend auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde einzutreten. Ob der vorinstanzliche Eintretensentscheid im Lichte der Bestimmungen über die Rechtspflegezuständigkeit gemäss Art. 73 BVG vor Bundesrecht standhält (Erw. 2.1 hievor), ist - im Rahmen der materiellen Beurteilung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde - von Amtes wegen zu prüfen (vgl. BGE 129 V 337 Erw. 1.2, 125 V 405 Erw. 4a, 120 V 18 Erw. 1a, 119 V 12 Erw. 1b mit Hinweisen). 3.1 Während das kantonale Gericht sich zur Beurteilung der Streitfrage als zuständig im Sinne von Art. 73 BVG erachtet hat, vertritt die Beschwerdeführerin den Standpunkt, mangels eines individuellen Rechtsanspruchs der Beschwerdegegner auf eine Teuerungszulage sowie aufgrund der generell-abstrakten Natur des Entscheids über deren Gewährung oder Nichtgewährung unterliege die Streitigkeit nicht der richterlichen Überprüfung im Klageverfahren nach Art. 73 BVG; stattdessen hätten die Beschwerdegegner den Weg an die Aufsichtsbehörden gemäss Art. 61 ff. in Verbindung mit Art. 74 BVG beschreiten müssen. 3.2.1 Gemäss Art. 73 BVG steht der Klageweg an das kantonale Berufsvorsorgegericht und in letzter Instanz der Beschwerdeweg an das Eidgenössische Versicherungsgericht den "Anspruchsberechtigten" offen. Gestützt darauf wurde in der Rechtsprechung wiederholt festgestellt, dass der Rechtsweg nach Art. 73 BVG ausgeschlossen und stattdessen der aufsichtsrechtliche Beschwerdeweg gemäss Art. 74 BVG einzuschlagen sei, wenn die Ausrichtung reiner Ermessensleistungen in Frage stehe (SVR 1995 BVG Nr. 21 S. 53 ff. mit Hinweisen; vgl. auch SZS 2001 S. 192 Erw. 2b, 2000 S. 151 Erw. 2b; Urteile G. vom 30. Oktober 2001 [B 24/00] Erw. 3c/cc und S. vom 30. November 2001 [B 68/01] Erw. 3a). 3.2.2 Im hier betroffenen Bereich der weitergehenden beruflichen Vorsorge besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Anpassung der Renten an die Preisentwicklung, weshalb sich die Teuerungsanpassung nach dem Reglement der Vorsorgeeinrichtung oder nach den auf die Vorsorgeeinrichtung anwendbaren öffentlich-rechtlichen Normen richtet (BGE 127 V 264 f. Erw. 2a). Dabei hat die Auslegung der reglementarischen Bestimmungen bei Vorsorgeeinrichtungen des öffentlichen Rechts nach den gewöhnlichen Regeln der Gesetzesauslegung (BGE 116 V 193 Erw. 3a mit Hinweisen) zu geschehen. Denn anders als bei den privatrechtlichen Vorsorgeträgern, wo das Rechtsverhältnis zu den Versicherten im Bereich der freiwilligen Vorsorge auf dem so genannten Vorsorgevertrag beruht, dessen Auslegung folgerichtig nach Vertrauensprinzip, unter Berücksichtigung der Unklarheits- und Ungewöhnlichkeitsregeln erfolgt (BGE 116 V 221 f. Erw. 2 mit Hinweisen; SZS 2000 S. 154 Erw. 5a, 1998 S. 68 Erw. II/3b), weist das dem öffentlichen Recht unterstehende Vorsorgeverhältnis keine vertraglichen Elemente auf (SVR 2000 BVG Nr. 11 S. 55 Erw. 2b; SZS 1997 S. 565; Urteil B. vom 18. Februar 2002 [B 35/01] Erw. 5). 3.2.3 Nach Art. 15 des seit 1. Januar 1998 in Kraft stehenden und nach der übergangsrechtlichen Regelung des Art. 61 Abs. 2 auf den hier zu beurteilenden Sachverhalt anwendbaren Reglements der Pensionskasse Gemeinde X.________ werden die Renten der Preisentwicklung "im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten" angepasst (Abs. 1). Dabei prüft die Verwaltungskommission jährlich die Notwendigkeit einer Anpassung der Renten an die Teuerung (Abs. 2). Gemäss Art. 45 lit. i des Reglements obliegt der Verwaltungskommission der Entscheid über eine "allfällige" Anpassung der Renten an die Preisentwicklung und nach Art. 46 Abs. 1 überwacht sie überdies die Einhaltung des Leistungsziels und des finanziellen Gleichgewichts der Kasse, einschliesslich der Amortisation des versicherungstechnischen Fehlbetrags. 3.2.4 Aus dem - nach den Regeln der Gesetzesauslegung (BGE 129 II 118 Erw. 3.1, 129 V 103 Erw. 3.2, je mit Hinweisen; vgl. Erw. 3.2.2 hievor) in erster Linie massgebenden - Wortlaut der Reglementsbestimmungen ergibt sich, dass der Verwaltungskommission beim Entscheid über die Gewährung einer Teuerungszulage ein weiter Ermessensspielraum zukommt. Ob es sich bei der Teuerungsanpassung ausschliesslich um einen Ermessensentscheid (Entschliessungsermessen) handelt oder - bei gegebener finanzieller Möglichkeit - zumindest ein grundsätzlicher Rechtsanspruch auf Teuerungsanpassung besteht und lediglich der Entscheid über deren Höhe Ermessenscharakter trägt (Auswahlermessen), ergibt sich aus Art. 15 und Art. 45 lit. i des Reglements nicht eindeutig. Nach Art. 15 "werden" die Renten im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten der Preisentwicklung angepasst; demgegenüber ist in Art. 45 lit. i des Reglements lediglich von einer "allfälligen" Anpassung an die Preisentwicklung die Rede. Der in Art. 15 enthaltene Verweis auf die finanziellen Möglichkeiten der Kasse verpflichtet die Verwaltungskommission, beim Entscheid über die Anpassung der Renten an die Preisentwicklung die gesamte Vermögenssituation in Rechnung zu stellen. Sie hat dafür besorgt zu sein, dass die Sicherheit der Erfüllung der Vorsorgezwecke, insbesondere die Deckung des voraussichtlichen Bedarfs an flüssigen Mitteln gewährleistet ist (vgl. Art. 49 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 71 Abs. 1 BVG; Art. 50 BVV 2). Mit Blick auf die - im Interesse der Mitglieder liegende - zweckmässige, verantwortungs- und wirkungsvolle Wahrnehmung der ihr in Art. 46 Abs. 1 des Reglements übertragenen Aufgabe, das finanzielle Gleichgewicht der Kasse (einschliesslich der Amortisation des versicherungstechnischen Fehlbetrags) zu überwachen, muss es ihr im Rahmen pflichtgemässer Ermessensausübung offen stehen, bei ihrem Entscheid auch die (voraussichtliche) mittelfristige wirtschaftliche Entwicklung und Prosperität der Pensionskasse mit zu berücksichtigen, und selbst dann, wenn eine Teuerungsanpassung aktuell (noch) verkraftet werden könnte, zu Gunsten der Verbesserung der Gesamtbilanz auf deren Ausrichtung zu verzichten. Aus teleologischer Sicht lässt sich daher aus Art. 15 weder in prinzipieller noch masslicher Hinsicht ein Anspruch auf Teuerungsanpassung für ein bestimmtes Jahr oder in zum Voraus fixierten, periodischen Abständen ableiten. 3.2.5 Letztinstanzlich wird zu Recht nicht mehr behauptet, die geltend gemachte Teuerungszulage sei kraft eines aus Art. 17 der von 1. Januar 1990 bis Ende Dezember 1997 gültig gewesenen Statuten der Pensionskasse vom 14. Dezember 1989 fliessenden wohlerworbenen Rechts auszurichten. Nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz wurde mit dieser Bestimmung, welche vorsah, dass auf allen Rentenleistungen die gleichen Teuerungszulagen wie auf den Besoldungen des aktiven Personals ausgerichtet werden, keine ein- für allemal gültige, von den Einwirkungen der gesetzlichen Entwicklung ausgenommene Regelung getroffen. Ebenso wenig sind gegenüber den Beschwerdegegnern qualifizierte, nach dem Grundsatz von Treu und Glauben zu respektierende Zusicherungen gemacht worden, die, als wohlerworbene Rechte, nur bei Vorliegen einer gesetzlichen Grundlage, eines öffentlichen Interesses und gegen volle Entschädigung entzogen werden dürften (zum Ganzen SZS 1994 S. 379 Erw. 6b mit Hinweisen; ferner SVR 2000 BVG Nr. 12 S. 59 Erw. 3c; SZS 1997 S. 51 Erw. 2a in fine; Urteile O. vom 13. September 2002 [B 94/01] Erw. 6.1 und B. vom 18. Februar 2002 [B 35/01] Erw. 6a). 3.2.6 Nach dem Gesagten besteht kein individueller, gerichtlich durchsetzbarer Rechtsanspruch der Beschwerdegegner auf eine Teuerungszulage für das Jahr 2001. Deren Ausrichtung liegt vielmehr im pflichtgemässen Ermessen der Pensionskasse. Trotz des Ermessenscharakters der strittigen Leistung (vgl. Erw. 3.2.1 hievor) ist jedoch die Rechtspflegezuständigkeit nach Art. 73 BVG mit der Vorinstanz zu bejahen, wie sich aus nachstehender Erwägung ergibt. "wenn ein Versicherter im Zusammenhang mit seiner Pensionierung ohnehin Anspruch auf Leistungen der Vorsorgeeinrichtung hat (für deren Geltendmachung der Weg gemäss Art. 73 BVG zu beschreiten ist), zwischen ihm und der Vorsorgeeinrichtung aber Uneinigkeit darüber herrscht, ob weitergehende - z.B. abweichend von einer rein versicherungstechnischen Berechnung zu ermittelnde - Leistungen zuzusprechen seien. Bei einer solchen Konstellation ist gerade im Interesse einer klaren Abgrenzung zwischen den Verfahren nach Art. 73 und 74 BVG allein im Verfahren nach Art. 73 BVG vorzugehen (...). (Die) im Zusammenhang mit der Pensionierung beanspruchten Leistungen stellen ein untrennbares Ganzes dar" (BGE 128 II 392 Erw. 2.3.1 in fine). 3.3.2 Nach den in BGE 128 II 386 dargelegten Grundsätzen schliesst der Ermessenscharakter einer geltend gemachten Leistung den Rechtsweg nach Art. 73 BVG jedenfalls dann nicht aus, wenn sie unmittelbar an ein bestehendes - im Streitfall dem Klageweg nach Art. 73 BVG unterliegendes - Leistungsverhältnis zwischen der anspruchsberechtigten Person und der Vorsorgeeinrichtung anknüpft und mit diesem ein untrennbares Ganzes bildet. In diesem Sinne ist die Rechtsprechung zur Rechtspflegezuständigkeit des Eidgenössischen Versicherungsgerichts bei Ermessensleistungen (vgl. Erw. 3.2.1 hievor) zu präzisieren. Eine Aufsplitterung des Rechtsweges in jenen Fällen, in denen die Gewährung oder Nichtgewährung einer vermögensrechtlichen Zuwendung direkten Einfluss auf die Festsetzung (Höhe) einer laufenden vorsorgerechtlichen Leistung hat, auf welche ein grundsätzlicher Rechtsanspruch besteht, liesse sich weder im Lichte der Rechtssicherheit noch mit Blick auf die vom Gesetzgeber angestrebte strikte Trennung des Rechtsweges nach Art. 73 und des aufsichtsrechtlichen Verfahrens nach Art. 74 BVG (siehe BGE 128 II 391 Erw. 2.3.1 mit Hinweisen; vgl. SVR 1995 BVG Nr. 21 S. 54 Erw. 2b in fine) sachlich rechtfertigen. 3.3.3 Die mit Bezug auf die Rechtspflegezuständigkeit bei Ermessensleistungen dargelegte Präzisierung bezieht sich auf in der beruflichen Vorsorge im engeren oder weiteren Sinne tätige Einrichtungen mit Versicherungscharakter, wozu nebst den öffentlich-rechtlich organisierten Pensionskassen von Bund, Kantonen und Gemeinden jene privatrechtlichen Personalfürsorgestiftungen gehören, welche den Destinatären prinzipiell Rechtsansprüche auf (Versicherungs-) Leistungen bei Eintritt versicherter Risiken gewähren und nicht bloss Ermessensleistungen in Aussicht stellen (vgl. dazu BGE 117 V 216 Erw. 1). Insoweit steht sie nicht in Widerspruch zur bisherigen Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts, wonach die Beurteilung "reiner" Ermessensleistungen nicht der Rechtspflegezuständigkeit der Berufsvorsorgegerichte nach Art. 73 BVG untersteht. Hierbei ging es entweder um Zuwendungen von privatrechtlichen Personalfürsorgestiftungen ohne Versicherungscharakter, d.h. von so genannten "patronalen Wohlfahrtsfonds", welche Leistungen ohne festen Plan nach Ermessen der Stiftungsverwaltung (ohne Beiträge der Destinatäre und ohne Rechtsansprüche derselben) in besonderen Fällen erbringen, sodass der Klageweg nach Art. 73 BVG bereits gestützt auf Art. 89bis Abs. 5 ZGB (Umkehrschluss) grundsätzlich ausscheidet (vgl. BGE 117 V 216 f. Erw. 1a und 1b; SZS 2001 S. 192 Erw. 2b; SVR 1995 BVG Nr. 21 S. 54 Erw. 2b; ferner Urteil S. vom 8. August 2001 [B 81/00], Erw. 3c). Oder aber es waren freiwillige Leistungen eigentlicher Vorsorgeeinrichtungen losgelöst von einem direkt-anspruchsbegründenden Leistungsverhältnis strittig, etwa die Verteilung freier Mittel im Rahmen einer Teil- oder Gesamtliquidation. Einwendungen gegen entsprechende Verteilungspläne, bei deren Erstellung die zuständigen Organe der Vorsorgeeinrichtung über einen grossen Ermessensspielraum verfügen, sind rechtsprechungsgemäss auf dem Verwaltungsrechtsweg nach Art. 74 BVG geltend zu machen (SZS 1995 S. 377 Erw. 3a; Urteil S. vom 30. November 2001 [B 68/01], je mit Hinweisen; Urteil G. vom 30. Oktober 2001 [B 24/00] Erw. 3a). Lediglich dann, wenn die konkrete Umsetzung resp. der Vollzug eines von der Aufsichtsbehörde (vgl. Art. 23 Abs. 1 Satz 3 FZG) rechtskräftig genehmigten Verteilungsplanes Streitgegenstand bildet, fällt der Klageweg nach Art. 73 BVG in Betracht (siehe dazu Urteil R. vom 14. November 2003 [B 41/03]). 3.3.4 Art. 129 Abs. 1 lit. c OG steht dem Grundsatz, dass der Rechtsweg nach Art. 73 BVG in der unter Erw. 3.3.2 genannten Konstellation trotz eines fehlenden gesetzlichen oder reglementarischen Anspruchs auf die konkret strittige Leistung beschritten werden kann, nicht entgegen. Bei Art. 73 BVG handelt es sich um eine bundesrechtliche Sondernorm (lex specialis; vgl. BGE 116 V 207 Erw. II.1b,114 V 102), welche Art. 129 Abs. 1 lit. c OG vorgeht und im Streitfall vom Gericht autonom auszulegen ist. 3.3.5 Die hier zu beurteilende Teuerungszulage stellt eine Zuwendung dar, die mit dem in Art. 18 des Reglements statuierten Anspruch auf eine Altersrente untrennbar verknüpft ist, zumal sie unmittelbaren Einfluss auf die Höhe der Rente hat und ohne den Grundanspruch kein eigenständiges, rechtliches Ganzes bildet. Sodann stellen die dem Rentenanspruch zu Grunde liegenden Rentenverfügungen sowie die mit Beschluss vom 6. Februar 2001 (Schreiben der Pensionskasse vom 9. Februar 2001) erfolgte Ablehnung des am 30. November 2000 von den Beschwerdegegnern ausdrücklich gestellten Begehrens um Zusprechung einer Teuerungszulage für das Jahr 2001 eine hinreichend individuell-konkrete Grundlage für die richterliche Beurteilung der Streitigkeit dar (vgl. Ulrich Meyer, Die Rechtswege nach dem Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [BVG], in: ZSR 1987 I S. 613). Vor diesem Hintergrund ist - nach dem unter Erw. 3.3.1 - 3.3.4 Gesagten - die Zuständigkeit des kantonalen Gerichts nach Art. 73 BVG zu bejahen, womit der Eintretensentscheid der Vorinstanz vor Bundesrecht standhält. Zu prüfen ist des weitern, ob die Vorinstanz den (grundsätzlichen) Anspruch der Beschwerdegegner auf eine Teuerungszulage für das Jahr 2001 im Lichte der finanziellen Möglichkeiten der Kasse (vgl. Erw. 3.2.3 und 3.2.4 hievor) zu Recht bejaht hat. 4.1 Beim Streit um Gewährung des Teuerungsausgleichs auf laufenden Renten geht es um die Anpassung von "Versicherungsleistungen" an die Preisentwicklung. Damit ist die Überprüfungsbefugnis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts nicht auf die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens beschränkt, sondern sie erstreckt sich auch auf die Angemessenheit des angefochtenen Entscheids (Art. 132 OG; BGE 118 V 254 Erw. I/3a, 117 V 306 Erw. 1; vgl. auch BGE 120 V 448 Erw. 2a/aa). Nach der Rechtsprechung überprüft das Eidgenössische Versicherungsgericht zudem im Rahmen von Art. 73 Abs. 4 BVG die Anwendung des kantonalen und kommunalen Vorsorgerechts frei (BGE 120 V 448 Erw. 2b mit Hinweis; SZS 2001 S. 384 Erw. 1a). Mit dem Begriff der Unangemessenheit (Art. 132 lit. a OG) ist die Frage angesprochen, ob der zu überprüfende Entscheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckmässigerweise anders hätte ausfallen sollen. Allerdings darf das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (vgl. BGE 126 V 81 Erw. 6, 123 V 152 Erw. 2). Dabei hat das Gericht namentlich bei der Überprüfung jener Ermessensentscheide Zurückhaltung zu üben, zu deren Beurteilung das Gericht aufgrund der Komplexität oder Technizität der Regelungsmaterie nur beschränkt funktionell geeignet ist und bei welchen sich das vorinstanzliche Entscheidorgan durch besonderen Sachverstand und grössere Vertrautheit mit den tatsächlichen Verhältnissen auszeichnet oder gestützt auf ein Expertengutachten entschieden hat (zur richterlichen Zurückhaltung bei der Überprüfung von Ermessensentscheiden siehe etwa auch BGE 128 V 162 Erw. 3b/cc in fine [mit Hinweis], 126 V 509 Erw. 2a in fine; SVR 2003 UV Nr. 1 S. 1 Erw. 2; vgl. ferner VPB 64 [2000] Nr. 43, 59 [1995] Nr. 63, S. 529 f.; Ulrich Häfelin /Georg Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, Zürich/Basel/Genf 2002, S. 100 Rz. 474, betreffend die Praxis des Bundesrates bei der Überprüfung von Ermessensentscheiden untergeordneter Verwaltungsbehörden). 4.2.1 Vorab ist festzuhalten, dass der kantonale Entscheid nicht bereits deshalb Bundesrecht verletzt, weil er die Pensionskasse bloss dem Grundsatz nach zur Ausrichtung einer Teuerungszulage für das Jahr 2001 verpflichtet, ohne deren Höhe konkret festzulegen (vgl. BGE 129 V 452 ff. Erw. 3). 4.2.2 Nach Art. 15 des Reglements der Beschwerdeführerin sind die Renten "im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten" der Preisentwicklung anzupassen. Gemäss Art. 45 lit. i in Verbindung mit Art. 46 Abs. 1 des Reglements hat die zuständige Verwaltungskommission bei ihrem Entscheid auch die Einhaltung des materiellen Leistungsziels und des finanziellen Gleichgewichts der Kasse, einschliesslich die Amortisation des versicherungstechnischen Fehlbetrags, zu berücksichtigen (vgl. Erw. 3.2.4). Vor diesem Hintergrund lag es nach Auffassung der Beschwerdeführerin im Rahmen pflichtgemässer Ermessensausübung, auf die Zusprechung einer Teuerungszulage für das Jahr 2001 zu verzichten. Angemessenheit und Sachgerechtigkeit des Entscheids ergäben sich namentlich aus dem versicherungstechnischen Gutachten per 1. Januar 2001 der G.________ AG, Unabhängige Pensionskassenberatung, vom 27. August 2001 sowie aus der von der Kontrollstelle am 23. April 2001 für gesetzes- und reglementskonform befundenen Jahresrechnung 2000. Daraus gehe hervor, dass die Pensionskasse im Jahre 2001 offenkundig als Sanierungsfall zu werten gewesen sei und die Abtragung des von den Experten ausgewiesenen versicherungstechnischen Defizits daher hohe Priorität haben musste. So habe im damaligen Zeitpunkt eine erhebliche vermögensrechtliche Unterdeckung des erforderlichen Deckungskapitals und eine substantielle Unterfinanzierung für den laufenden Betrieb bestanden; zudem seien im Jahr 2000 die notwendigen Mittel bei weitem nicht erwirtschaftet worden, um auch nur die Altersguthaben der Versicherten zu 4 verzinsen zu können. 4.3.1 Die Jahresrechnung 2000 ergab per 31. Dezember 2000 einen Ertragsüberschuss von Fr. 932'539.76, welcher auf Anraten der Kontrollstelle der Pensionskasse und der Experten für berufliche Vorsorge je zur Hälfte zur Reduktion des versicherungstechnischen Fehlbetrags per 1.1.2000 und zur Äufnung der Rückstellung für Bewertungsschwankungen eingesetzt wurde. Letztere wird damit begründet, dass die Wertschwankungsreserven per 31. Dezember 2000 lediglich 8,6 des Buchwertes der Wertschriftenanlagen betrugen, die Kontrollstelle dagegen eine Wertschwankungsreserve von 15 bis 20 als notwendig erachtet. Ferner wurde eine Rückstellung im Hinblick auf die 1. BVG-Revision in der Höhe von Fr. 500'000.-- bilanziert. Die Massnahme diente nach Angaben der Beschwerdeführerin der Erhaltung des Leistungsziels im Sinne von Art. 46 Abs. 1 des Reglements; vorgesehen war, den zurückgestellten Betrag den Altersguthaben der Versicherten gutzuschreiben, sobald der Umwandlungssatz sinken würde. 4.3.2 Dem Gutachten der G.________ AG vom 27. August 2001 ist zu entnehmen, dass die versicherungstechnische Bilanz am Stichtag 1. Januar 2001 bei einem Vorsorgekapital von 42'940'323.- sowie einem erforderlichen Deckungskapital (=technische Rückstellungen) von Fr. 75'202'363.-- ein Defizit von Fr. 32'262'041.-- aufwies und der Deckungsgrad damit lediglich 57,1 betrug. Das erforderliche Deckungskapital umfasst in erster Linie die Sparkapitalien der Aktiven und Invaliden sowie das Deckungskapital der Rentner. Da nach Auffassung der Gutachter das vorhandene Alterskapital nicht ausreichte, um den Barwert der aufgrund eines Umwandlungssatzes von 7.2 berechneten Alters- und anwartschaftlichen Ehegattenrenten zu finanzieren, wurde in der versicherungstechnischen Bilanz zusätzlich eine Rückstellung von Fr. 300'000.-- berücksichtigt. Aufgrund des Umstands, dass bei der Ermittlung des Deckungsgrades per 1. Januar 2001 neu auf die (Berechnungs-) Grundlagen der Eidgenössischen Versicherungskasse 2000 (EVK 2000) abgestellt und die bisher geäufnete Rückstellung für den Grundlagenwechsel von jährlich je 0.5 des Deckungskapitals ab 1991 bis 1. Januar 2000 aufgelöst wurde, erachteten es die Gutachter im Hinblick auf die künftige Entwicklung der Lebenserwartung und einen nächsten Grundlagenwechsel sodann als notwendig, wiederum 0,5 (Fr. 170'422.--) des Deckungskapitals der Rentnerinnen und Rentner zurückzustellen. Ferner drängten sich aufgrund der Risikoanalyse der Experten Rückstellungen in der Höhe von 650'000.- für den Risikoschwankungsfonds auf; dieser müsste aufgrund des erwarteten Risikoverlaufs ohne Rückversicherung Fr. 4'910'000.-- betragen, konnte aber dank Abschluss einer Stop Loss-Rückversicherung im Anschluss an das letzte versicherungstechnische Gutachten deutlich reduziert werden. Insgesamt ergab die versicherungstechnische Gesamtbeurteilung, dass die eingegangenen Verpflichtungen der Vorsorgeeinrichtung am Bilanzstichtag durch das vorhandene Vermögen nicht gedeckt und namentlich die reglementarischen Altersgutschriften aufgrund des Grundlagenwechsels auf EVK 2000 und der reglementarischen Beiträge "nicht mehr ausreichend"/"ungenügend" finanziert waren (Unterfinanzierung in der Höhe von 1.29 der versicherten Lohnsumme). Die Experten empfahlen eine intensivere Überprüfung der versicherungstechnischen Unterfinanzierung im Risikobereich; falls eine solche länger fortwähren sollte, müsste in einem zweiten Schritt "eine Überprüfung der Beiträge (ev. Erhöhung) stattfinden" (Gutachten, S. 19). 4.4 Da die Gemeinde X.________ zusammen mit andern Arbeitgebern gestützt auf Art. 49 Abs. 2 und 69 Abs. 2 BVG in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 BVV 2 (vgl. auch Art. 43 des Reglements) für die Deckung der Risiken Garantie bietet, war die Erfüllung der reglementarischen Verpflichtungen der Pensionskasse für das Jahr 2001 zwar gewährleistet. Mit einer Unterdeckung von 42, 9 war die finanzielle Situation der Kasse zum damaligen Zeitpunkt aber offenkundig prekär. Dass die Verwaltungskommission bei der Prioritätensetzung nicht unmittelbar zu Gunsten der Rentnerinnen und Rentner entschied, sondern der Verbesserung des finanziellen Gleichgewichts der Kasse und der Sicherstellung des gesamten Leistungsziels im Jahr 2001 (vor allem mittels Rückstellungen) überwiegendes Gewicht einräumte, stellt vor diesem Hintergrund weder eine pflichtwidrige noch missbräuchliche Ermessensausübung dar (vgl. auch Erw. 3.2.4). Namentlich kann nicht gesagt werden, dass der Verzicht auf Anpassung der Renten an die Preisentwicklung im Jahre 2001 zu einer unzumutbaren Härte für die Betroffenen führte (vgl. auch Botschaft des Bundesrates über Massnahmen zur Behebung von Unterdeckungen in der beruflichen Vorsorge vom 19. September 2003, in: BBl 2003, S. 6419), was umso mehr gilt, als die Beschwerdegegner im Jahr 2000 in den Genuss einer Teuerungszulage gekommen waren. Es sind daher - auch im Lichte der aufgrund der Technizität der vorliegenden Materie und des erforderlichen Expertenwissens gebotenen Zurückhaltung des Gerichts (vgl. Erw. 4.1 hievor) - keine triftigen Gründe ersichtlich, welche es der Vorinstanz erlaubt hätten, das richterliche Ermessen an die Stelle desjenigen der Verwaltungskommission zu setzen. Soweit die Beschwerdegegner geltend machen, aufgrund der Garantieverpflichtung der Gemeinde und der Arbeitgeber (vgl. oben) wäre die Ausrichtung der Teuerungszulage selbst bei ungenügenden finanziellen Möglichkeiten der Kasse geschuldet gewesen, kann dem nicht beigepflichtet werden. Weder erstreckt sich die Garantieverpflichtung auf die Sicherstellung von Leistungen, auf welche - wie hier - kein Rechtsanspruch besteht, noch bietet sie selbst Grundlage für die Entstehung solcher Ansprüche. Namentlich kann sie nicht dazu dienen, den reglementarisch eingeräumten Ermessensspielraum der Kasse bei der pflichtgemässen Vermögensverwaltung sowie der Überwachung des Leistungsziels und des finanziellen Gleichgewichts der Vorsorgeeinrichtung einzuschränken. Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Der obsiegenden Beschwerdeführerin steht nach ständiger Praxis zu Art. 159 Abs. 2 OG, von welcher abzugehen vorliegend kein Anlass besteht, keine Parteientschädigung zu (BGE 126 V 150 Erw. 4b und 118 V 169 f. Erw. 7 mit Hinweisen). In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 25. März 2002, soweit er die Beschwerdeführerin verpflichtet, den Beschwerdegegnern für das Jahr 2001 im Sinne der Erwägungen eine Teuerungszulage auszurichten, aufgehoben, und es wird die Klage vom 5. April 2001 entsprechend abgewiesen. Luzern, 31. Dezember 2003
de
q-de-2201
Was ist die Bedeutung von IA-32 in Bezug auf die x86-Prozessorarchitektur?
Als IA-32, eine Abkürzung für „,“ bezeichnet Intel die Architektur des x86-Prozessors ab dem 80386, ursprünglich als 32-Bit-Architektur. Mit der Befehlssatzerweiterung x64 ist jedoch auch die 64-Bit-x86-Architektur inkludiert. x86 ist die generelle Bezeichnung für die Prozessorarchitektur, die mit dem 8086-Prozessor von Intel 1978 als 16-Bit-Architektur begründet wurde. Mit dem 80386 wurde 1985 von Intel eine Erweiterung des Befehlssatzes auf 32-Bit eingeführt, weshalb für 80386-kompatible Mikroprozessoren auch oft die Bezeichnung i386 verwendet wird bzw. retronym IA-32. Ab 1999 wurde von AMD an der Erweiterung des Befehlssatzes auf 64-Bit gearbeitet, anfangs unter der Bezeichnung x86-64, die 2003 als AMD64 und 2005 von Intel als Intel 64 eingeführt wurde. Auch diese nunmehr oft als x64 bezeichnete Erweiterung des Befehlssatzes zählt zur „.“ Die x86-Befehlssatzarchitektur wird von Intel und AMD weiterentwickelt. Itanium Mit der Neuentwicklung des Itanium-Prozessors von Intel und Hewlett-Packard, die 2001 auf den Markt kam, wollte Intel die zu x86 bzw. IA-32 inkompatible Itanium-Architektur einführen. Diese wurde von Intel auch „“ bezeichnet, da Intel die neue Architektur als die Nachfolge für die damals 32-Bit-x86-Architektur ansah. IA-64 (Itanium) setzte sich jedoch nicht durch, auch deshalb nicht, weil die Architektur als Neuentwicklung nicht x86-kompatibel ist und somit nicht zur IA-32-Architektur mit i386-Befehlssatz zählt, die durch viele Hersteller implementiert wurde. Da x86 seit den 1980er Jahren die weltweit am weitesten verbreitete Prozessorarchitektur für Personal Computer war, gab es eine Vielzahl an bestehenden Programmen, die für den Itanium-Prozessor neu programmiert werden mussten – oder: hätten programmiert werden müssen. Als AMD 2003 die 64-Bit-Erweiterung AMD64 für die bestehende x86-Architektur (IA-32) einführte, wurde diese auf Anhieb vom Markt erfolgreich angenommen, unter anderem gerade deswegen, weil bestehende x86-Programme unverändert darauf liefen. Intel musste 2005 notgedrungen nachziehen und implementierte mit Intel 64 eine zu AMD64 kompatible 64-Bit-Erweiterung für die x86-Architektur „IA-32,“ was die „“ zu einer 64-Bit-Architektur macht. Um Verwirrung zu vermeiden wird 64-Bit-x86 auch mit x64 (in Anlehnung an x86) bezeichnet. IA-64 hingegen steht für die Itanium-Architektur, die zwar auch eine 64-Bit-Architektur ist, die aber nicht zum x86-Befehlssatz „IA-32“ (80x86, i386, x64) kompatibel ist. Architekturmerkmale Die IA-32-Architektur ist eine Weiterentwicklung der 16-Bit-Architekturen von Intels 8086- und 80286-Prozessoren. Alle Register, einschließlich der Adressregister, wurden in dieser Architektur auf 32 Bits erweitert. Die Anzahl der Register blieb gleich. Die Mnemonic der erweiterten Register wurden mit einem vorangestellten E, für extended (deutsch: erweitert), gekennzeichnet, beispielsweise EAX (32-Bit) von zuvor AX (16-Bit). Um Abwärtskompatibilität zu erzielen wurden die 32-Bit-Register als Erweiterung der 16-Bit-Register der 80286-Architektur realisiert, sodass unter der Bezeichnungen für die 16-Bit-Register auf die unteren 16-Bit der 32-Bit-Register weiterhin zugegriffen werden kann: beispielsweise liefert AX auf die unteren 16-Bit des 32-Bit-EAX-Registers. Der Adressbus ist 32 Bits breit und demzufolge ist die Adressierbarkeit auf 4 GB (physikalischer Adressraum) begrenzt. Ausnahmen sind der 80386SX, welcher nur einen 24-Bit-Adressbus besaß. Ab dem Pentium Pro wurde mittels PAE eine Adresserweiterung auf 36 Bits erzielt, bei späteren Generationen sogar mehr, z. B. 40 Bits beim AMD K8. Mit 36 Bits lassen sich 64 GiB adressieren, sodass unter einer 32-Bit-Umgebung mit Einschränkungen mehr als 4 GiB genutzt werden können, wenn vom Betriebssystem PAE umgesetzt wird. Beispielsweise nutzt Linux die PAE-Erweiterung automatisch, wenn diese vom Prozessor unterstützt wird – bei neueren Distributionen ist PAE sogar Voraussetzung, da sich damit auch das NX-Bit nutzen lässt. Unter 32-Bit-Versionen von Windows von Microsoft hingegen wurde PAE wegen Kompatibilitätsproblemen mit bestehenden Treibern nicht genutzt, sodass 32-Bit-Windows-NT auf 4 GiB Arbeitsspeicher beschränkt ist. Mit der 64-Bit-Befehlssatzerweiterung x64 wurde IA-32 zu einer 64-Bit-Architektur weiterentwickelt, wobei auch die Anzahl der Register verdoppelt wurde. Im neuen Betriebsmodus sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Submodi vorhanden, sodass auch 32-Bit-Software von der doppelten Anzahl an Registern profitieren kann (x32). Nomenklatur „“ bzw. abgekürzt „IA-32“ bezeichnete ursprünglich nur die 32-Bit-x86-Architektur des 80386 und seiner Nachfolger, denn damals waren diese allesamt 32-Bit-Prozessoren. Problematisch wird die von Intel gewählte Bezeichnung erst mit der 64-Bit-Erweiterung x64 – denn diese zählt als Weiterentwicklung und Erweiterung zu IA-32, zu der x64 voll kompatibel ist. Retronym finden sich zur genaueren Unterscheidung daher auch die Bezeichnungen x86-32 für die 32-Bit- und x86-64 für die 64-Bit-x86-Architektur. Die von Intel und HP entwickelte Itanium-Architektur, auch mit „“ bzw. abgekürzt „IA-64“ bezeichnet, ist keine x86-Architektur. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit „x64“, der 64-Bit-x86-Architektur, die eine Erweiterung von IA-32 ist. Zur Unterscheidung findet sich dennoch oft IA-32 (auch als „IA32“ oder „ia32“) für die 32-Bit-x86-Architektur bzw. x64 (oder amd64, „x86-64“ oder „x86_64“) für die 64-Bit-x86-Architektur. Beispiele dafür sind u. a. diverse Betriebssysteme, so unterscheidet etwa Slackware zwischen „ia32“ (32-Bit-x86) und „x64_64“ (64-Bit-x86), oder auch UEFI-Bootloader auf Wechseldatenträgern (32-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\BootIA32.efi, 64-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\Bootx64.efi). Betriebsarten Neben dem Real Mode, in dem kompatibel zum 16-Bit-Intel-8086 der konventionelle Arbeitsspeicher und der obere Speicherbereich, das ist der erste, untere Megabyte des Arbeitsspeichers, ohne Beschränkung über Offset und Segment angesprochen werden kann, kennt die zwei bzw. drei weitere Betriebsarten: , der bis zu 4 GB Speicher durchgängig (linear) adressieren kann und einen hardwareseitigen Speicherschutz garantiert (über die Virtuelle Speicherverwaltung der MMU), was Multitasking-/Multiuser-Betriebssysteme mit präemptivem Multitasking ermöglicht. (SMM), welcher für die Leistungsreduktion und Hersteller-spezifische Eigenschaften eingesetzt wird. Der SMM läuft in einem separaten Arbeitsspeicher ab, sodass laufende Prozesse und Betriebssysteme nicht beeinflusst werden. Bei 64-Bit-x86-Prozessoren kommt zusätzlich der (AMD) bzw. der (Intel) hinzu, der die zwei Submodi und bereitstellt. (Siehe x64#Betriebsmodi.) Als Option des (32-Bit) existiert außerdem der , der ein oder mehrere -Programme ausführen kann – dies wurde zur Ausführung von MS-DOS-kompatiblen Programmen unter 32-Bit-Betriebssystemen benötigt und war wichtig für eine schonende Migration von DOS zu moderneren Betriebssystemen. Seit der Umstellung auf 64-Bit spielt der keine sehr große Rolle mehr, da MS-DOS-kompatible Programme nur noch relativ wenig genutzt werden oder aber auf 64-Bit-Betriebssystemen ohnehin vollständig emuliert werden (müssen). Protected Mode: Virtuelle Speicherverwaltung und Speicherschutz Virtuelle Speicherverwaltung Die neue Virtuelle Speicherverwaltung ist primär für den Multitasking-Betrieb ausgelegt (). Mittels (MMU) können mehrere Programme im Speicher konfliktfrei quasi-gleichzeitig ausgeführt werden. Hierzu wird jedes Programm in einem (virtuellen) Speicherraum ausgeführt in dem es alleine existiert und damit nicht mit anderen Programmen in Speicherzugriffskonflikte kommen kann, so dass Speicherschutz erzielt wird (z. B. "Programm A überschreibt irrtümlich bei Programm B eine Variable im Speicher" kann nicht mehr auftreten). Dies erreicht die MMU über eine Tabelle (TLB) in der für die zuletzt lokalisierten virtuellen Adresse aller Programme die echte physikalische Adresse eines Speicherblocks vermerkt ist. Bei jedem Zugriff (Speicher anfordernd, schreibend oder lesend) wird, transparent für Programme und Programmierer, auf eine eindeutige physikalische Adresse umgelenkt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Speicherfragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr auftreten kann. Durch die Adressumsetzung kann die MMU fast beliebig zerstückelten physikalischen Speicher als durchgängig zugreifbaren Block virtuellen Speichers dem Programm präsentieren. Dies ist ein effektiver Mechanismus, so lange die Größe des physikalischen Speichers deutlich kleiner ist als die des virtuellen Adressraums (4 GByte). Durch die kontinuierlich fallenden RAM-Speicherpreise ist dies inzwischen nicht mehr gegeben; der virtuelle Speicherraum kann die Fragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr immer kaschieren, da er nun selbst zu stark fragmentiert sein kann. Virtuelle Adressübersetzung Die IA-32-Architektur verwendet eine 48 Bit breite segmentierte logische Adresse, welche zu 16 Bit aus Selektor und zu 32 Bit aus Offset besteht. Durch die Segmentierung wird die logische Adresse in eine lineare 32-Bit-Adresse übersetzt und kann anschließend durch den Paging-Mechanismus in eine physische 32-Bit-Adresse übersetzt werden. Wird Paging vom System nicht eingesetzt, so ist die lineare 32-Bit-Adresse die physische Adresse. Schutzfunktionen durch die Virtuelle Speicherverwaltung Die MMU enthält vier zentrale Systemregister GDTR (), IDTR (), LDTR () und TR (). Damit werden die Schutzmechanismen realisiert. Die IA-32 Architektur enthält für den Multitasking/Multiuser-Betrieb die folgenden fünf Schutzfunktionen: Typ-Check Limit-Check Zugriff auf Daten Kontroll-Transfer Instruction-Check Diese Schutzfunktionen werden mit verschiedenen Hardware-Mechanismen realisiert. Weitere Funktionen In den nachfolgenden CPU-Generationen wurden weitere Funktionen hinzugefügt: Die Modelle des i486DX haben einen mathematischen Koprozessor bereits integriert, zusätzlich wurde ein Cache auf den Chip integriert (die Budget-Version i486 SX wurde mit deaktiviertem Koprozessor gefertigt). Außerdem wurde die Ausführungseinheit nach dem Fließbandprinzip aufgebaut, genannt Prozessor-Pipeline, was den Befehlsdurchsatz deutlich erhöht. Mit dem Pentium wurde eine zweite Ausführungseinheit der Architektur hinzugefügt. Diese nun parallelen Ausführungseinheiten, genannt Pipelines U und V, ermöglichen superskalare Programmausführung über Out-of-order execution des Prozessors. Beim Pentium MMX wurden Befehle hinzugefügt, die mehrere ganzzahlige Daten gleichzeitig bearbeiten (SIMD) – dies ist vor allem für Multimedia-Daten sinnvoll. MMX steht für , besonders vom Marketing aber auch häufig tituliert. Mit dem Pentium III wurden die SIMD-Befehle erweitert, um auch Gleitkommazahlen bearbeiten zu können (/SSE). Beginnend mit den Prescott-Modellen der Xeon-/Pentium-4-Reihe erhalten die Prozessoren eine Erweiterung um einen 64-Bit-Modus (Intel 64, früher auch EM64T genannt), der weitgehend dem AMD64-Modus der Opteron- und Athlon-64-CPUs von Mitbewerber AMD entspricht. Siehe auch x86-Prozessor x64 (auch x86-64) Itanium-Architektur bzw. IA-64 ( – nicht x86-kompatible 64-Bit-Architektur von Intel) Liste der Mikroprozessoren von Intel Liste von Mikroprozessoren Weblinks IA-64- und IA-32-Handbücher von Intel (PDF, englisch) Einzelnachweise Prozessorarchitektur nach Befehlssatz Intel-Prozessor IA32
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Was ist die Bedeutung von IA-32 in Bezug auf die x86-Prozessorarchitektur?
Als IA-32, eine Abkürzung für „,“ bezeichnet Intel die Architektur des x86-Prozessors ab dem 80386, ursprünglich als 32-Bit-Architektur. Mit der Befehlssatzerweiterung x64 ist jedoch auch die 64-Bit-x86-Architektur inkludiert. x86 ist die generelle Bezeichnung für die Prozessorarchitektur, die mit dem 8086-Prozessor von Intel 1978 als 16-Bit-Architektur begründet wurde. Mit dem 80386 wurde 1985 von Intel eine Erweiterung des Befehlssatzes auf 32-Bit eingeführt, weshalb für 80386-kompatible Mikroprozessoren auch oft die Bezeichnung i386 verwendet wird bzw. retronym IA-32. Ab 1999 wurde von AMD an der Erweiterung des Befehlssatzes auf 64-Bit gearbeitet, anfangs unter der Bezeichnung x86-64, die 2003 als AMD64 und 2005 von Intel als Intel 64 eingeführt wurde. Auch diese nunmehr oft als x64 bezeichnete Erweiterung des Befehlssatzes zählt zur „.“ Die x86-Befehlssatzarchitektur wird von Intel und AMD weiterentwickelt. Itanium Mit der Neuentwicklung des Itanium-Prozessors von Intel und Hewlett-Packard, die 2001 auf den Markt kam, wollte Intel die zu x86 bzw. IA-32 inkompatible Itanium-Architektur einführen. Diese wurde von Intel auch „“ bezeichnet, da Intel die neue Architektur als die Nachfolge für die damals 32-Bit-x86-Architektur ansah. IA-64 (Itanium) setzte sich jedoch nicht durch, auch deshalb nicht, weil die Architektur als Neuentwicklung nicht x86-kompatibel ist und somit nicht zur IA-32-Architektur mit i386-Befehlssatz zählt, die durch viele Hersteller implementiert wurde. Da x86 seit den 1980er Jahren die weltweit am weitesten verbreitete Prozessorarchitektur für Personal Computer war, gab es eine Vielzahl an bestehenden Programmen, die für den Itanium-Prozessor neu programmiert werden mussten – oder: hätten programmiert werden müssen. Als AMD 2003 die 64-Bit-Erweiterung AMD64 für die bestehende x86-Architektur (IA-32) einführte, wurde diese auf Anhieb vom Markt erfolgreich angenommen, unter anderem gerade deswegen, weil bestehende x86-Programme unverändert darauf liefen. Intel musste 2005 notgedrungen nachziehen und implementierte mit Intel 64 eine zu AMD64 kompatible 64-Bit-Erweiterung für die x86-Architektur „IA-32,“ was die „“ zu einer 64-Bit-Architektur macht. Um Verwirrung zu vermeiden wird 64-Bit-x86 auch mit x64 (in Anlehnung an x86) bezeichnet. IA-64 hingegen steht für die Itanium-Architektur, die zwar auch eine 64-Bit-Architektur ist, die aber nicht zum x86-Befehlssatz „IA-32“ (80x86, i386, x64) kompatibel ist. Architekturmerkmale Die IA-32-Architektur ist eine Weiterentwicklung der 16-Bit-Architekturen von Intels 8086- und 80286-Prozessoren. Alle Register, einschließlich der Adressregister, wurden in dieser Architektur auf 32 Bits erweitert. Die Anzahl der Register blieb gleich. Die Mnemonic der erweiterten Register wurden mit einem vorangestellten E, für extended (deutsch: erweitert), gekennzeichnet, beispielsweise EAX (32-Bit) von zuvor AX (16-Bit). Um Abwärtskompatibilität zu erzielen wurden die 32-Bit-Register als Erweiterung der 16-Bit-Register der 80286-Architektur realisiert, sodass unter der Bezeichnungen für die 16-Bit-Register auf die unteren 16-Bit der 32-Bit-Register weiterhin zugegriffen werden kann: beispielsweise liefert AX auf die unteren 16-Bit des 32-Bit-EAX-Registers. Der Adressbus ist 32 Bits breit und demzufolge ist die Adressierbarkeit auf 4 GB (physikalischer Adressraum) begrenzt. Ausnahmen sind der 80386SX, welcher nur einen 24-Bit-Adressbus besaß. Ab dem Pentium Pro wurde mittels PAE eine Adresserweiterung auf 36 Bits erzielt, bei späteren Generationen sogar mehr, z. B. 40 Bits beim AMD K8. Mit 36 Bits lassen sich 64 GiB adressieren, sodass unter einer 32-Bit-Umgebung mit Einschränkungen mehr als 4 GiB genutzt werden können, wenn vom Betriebssystem PAE umgesetzt wird. Beispielsweise nutzt Linux die PAE-Erweiterung automatisch, wenn diese vom Prozessor unterstützt wird – bei neueren Distributionen ist PAE sogar Voraussetzung, da sich damit auch das NX-Bit nutzen lässt. Unter 32-Bit-Versionen von Windows von Microsoft hingegen wurde PAE wegen Kompatibilitätsproblemen mit bestehenden Treibern nicht genutzt, sodass 32-Bit-Windows-NT auf 4 GiB Arbeitsspeicher beschränkt ist. Mit der 64-Bit-Befehlssatzerweiterung x64 wurde IA-32 zu einer 64-Bit-Architektur weiterentwickelt, wobei auch die Anzahl der Register verdoppelt wurde. Im neuen Betriebsmodus sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Submodi vorhanden, sodass auch 32-Bit-Software von der doppelten Anzahl an Registern profitieren kann (x32). Nomenklatur „“ bzw. abgekürzt „IA-32“ bezeichnete ursprünglich nur die 32-Bit-x86-Architektur des 80386 und seiner Nachfolger, denn damals waren diese allesamt 32-Bit-Prozessoren. Problematisch wird die von Intel gewählte Bezeichnung erst mit der 64-Bit-Erweiterung x64 – denn diese zählt als Weiterentwicklung und Erweiterung zu IA-32, zu der x64 voll kompatibel ist. Retronym finden sich zur genaueren Unterscheidung daher auch die Bezeichnungen x86-32 für die 32-Bit- und x86-64 für die 64-Bit-x86-Architektur. Die von Intel und HP entwickelte Itanium-Architektur, auch mit „“ bzw. abgekürzt „IA-64“ bezeichnet, ist keine x86-Architektur. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit „x64“, der 64-Bit-x86-Architektur, die eine Erweiterung von IA-32 ist. Zur Unterscheidung findet sich dennoch oft IA-32 (auch als „IA32“ oder „ia32“) für die 32-Bit-x86-Architektur bzw. x64 (oder amd64, „x86-64“ oder „x86_64“) für die 64-Bit-x86-Architektur. Beispiele dafür sind u. a. diverse Betriebssysteme, so unterscheidet etwa Slackware zwischen „ia32“ (32-Bit-x86) und „x64_64“ (64-Bit-x86), oder auch UEFI-Bootloader auf Wechseldatenträgern (32-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\BootIA32.efi, 64-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\Bootx64.efi). Betriebsarten Neben dem Real Mode, in dem kompatibel zum 16-Bit-Intel-8086 der konventionelle Arbeitsspeicher und der obere Speicherbereich, das ist der erste, untere Megabyte des Arbeitsspeichers, ohne Beschränkung über Offset und Segment angesprochen werden kann, kennt die zwei bzw. drei weitere Betriebsarten: , der bis zu 4 GB Speicher durchgängig (linear) adressieren kann und einen hardwareseitigen Speicherschutz garantiert (über die Virtuelle Speicherverwaltung der MMU), was Multitasking-/Multiuser-Betriebssysteme mit präemptivem Multitasking ermöglicht. (SMM), welcher für die Leistungsreduktion und Hersteller-spezifische Eigenschaften eingesetzt wird. Der SMM läuft in einem separaten Arbeitsspeicher ab, sodass laufende Prozesse und Betriebssysteme nicht beeinflusst werden. Bei 64-Bit-x86-Prozessoren kommt zusätzlich der (AMD) bzw. der (Intel) hinzu, der die zwei Submodi und bereitstellt. (Siehe x64#Betriebsmodi.) Als Option des (32-Bit) existiert außerdem der , der ein oder mehrere -Programme ausführen kann – dies wurde zur Ausführung von MS-DOS-kompatiblen Programmen unter 32-Bit-Betriebssystemen benötigt und war wichtig für eine schonende Migration von DOS zu moderneren Betriebssystemen. Seit der Umstellung auf 64-Bit spielt der keine sehr große Rolle mehr, da MS-DOS-kompatible Programme nur noch relativ wenig genutzt werden oder aber auf 64-Bit-Betriebssystemen ohnehin vollständig emuliert werden (müssen). Protected Mode: Virtuelle Speicherverwaltung und Speicherschutz Virtuelle Speicherverwaltung Die neue Virtuelle Speicherverwaltung ist primär für den Multitasking-Betrieb ausgelegt (). Mittels (MMU) können mehrere Programme im Speicher konfliktfrei quasi-gleichzeitig ausgeführt werden. Hierzu wird jedes Programm in einem (virtuellen) Speicherraum ausgeführt in dem es alleine existiert und damit nicht mit anderen Programmen in Speicherzugriffskonflikte kommen kann, so dass Speicherschutz erzielt wird (z. B. "Programm A überschreibt irrtümlich bei Programm B eine Variable im Speicher" kann nicht mehr auftreten). Dies erreicht die MMU über eine Tabelle (TLB) in der für die zuletzt lokalisierten virtuellen Adresse aller Programme die echte physikalische Adresse eines Speicherblocks vermerkt ist. Bei jedem Zugriff (Speicher anfordernd, schreibend oder lesend) wird, transparent für Programme und Programmierer, auf eine eindeutige physikalische Adresse umgelenkt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Speicherfragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr auftreten kann. Durch die Adressumsetzung kann die MMU fast beliebig zerstückelten physikalischen Speicher als durchgängig zugreifbaren Block virtuellen Speichers dem Programm präsentieren. Dies ist ein effektiver Mechanismus, so lange die Größe des physikalischen Speichers deutlich kleiner ist als die des virtuellen Adressraums (4 GByte). Durch die kontinuierlich fallenden RAM-Speicherpreise ist dies inzwischen nicht mehr gegeben; der virtuelle Speicherraum kann die Fragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr immer kaschieren, da er nun selbst zu stark fragmentiert sein kann. Virtuelle Adressübersetzung Die IA-32-Architektur verwendet eine 48 Bit breite segmentierte logische Adresse, welche zu 16 Bit aus Selektor und zu 32 Bit aus Offset besteht. Durch die Segmentierung wird die logische Adresse in eine lineare 32-Bit-Adresse übersetzt und kann anschließend durch den Paging-Mechanismus in eine physische 32-Bit-Adresse übersetzt werden. Wird Paging vom System nicht eingesetzt, so ist die lineare 32-Bit-Adresse die physische Adresse. Schutzfunktionen durch die Virtuelle Speicherverwaltung Die MMU enthält vier zentrale Systemregister GDTR (), IDTR (), LDTR () und TR (). Damit werden die Schutzmechanismen realisiert. Die IA-32 Architektur enthält für den Multitasking/Multiuser-Betrieb die folgenden fünf Schutzfunktionen: Typ-Check Limit-Check Zugriff auf Daten Kontroll-Transfer Instruction-Check Diese Schutzfunktionen werden mit verschiedenen Hardware-Mechanismen realisiert. Weitere Funktionen In den nachfolgenden CPU-Generationen wurden weitere Funktionen hinzugefügt: Die Modelle des i486DX haben einen mathematischen Koprozessor bereits integriert, zusätzlich wurde ein Cache auf den Chip integriert (die Budget-Version i486 SX wurde mit deaktiviertem Koprozessor gefertigt). Außerdem wurde die Ausführungseinheit nach dem Fließbandprinzip aufgebaut, genannt Prozessor-Pipeline, was den Befehlsdurchsatz deutlich erhöht. Mit dem Pentium wurde eine zweite Ausführungseinheit der Architektur hinzugefügt. Diese nun parallelen Ausführungseinheiten, genannt Pipelines U und V, ermöglichen superskalare Programmausführung über Out-of-order execution des Prozessors. Beim Pentium MMX wurden Befehle hinzugefügt, die mehrere ganzzahlige Daten gleichzeitig bearbeiten (SIMD) – dies ist vor allem für Multimedia-Daten sinnvoll. MMX steht für , besonders vom Marketing aber auch häufig tituliert. Mit dem Pentium III wurden die SIMD-Befehle erweitert, um auch Gleitkommazahlen bearbeiten zu können (/SSE). Beginnend mit den Prescott-Modellen der Xeon-/Pentium-4-Reihe erhalten die Prozessoren eine Erweiterung um einen 64-Bit-Modus (Intel 64, früher auch EM64T genannt), der weitgehend dem AMD64-Modus der Opteron- und Athlon-64-CPUs von Mitbewerber AMD entspricht. Siehe auch x86-Prozessor x64 (auch x86-64) Itanium-Architektur bzw. IA-64 ( – nicht x86-kompatible 64-Bit-Architektur von Intel) Liste der Mikroprozessoren von Intel Liste von Mikroprozessoren Weblinks IA-64- und IA-32-Handbücher von Intel (PDF, englisch) Einzelnachweise Prozessorarchitektur nach Befehlssatz Intel-Prozessor IA32
Book Catalog: nut Nut: the goddess of life in text and iconography Uppsala. Dep. of Archaeology and Ancient History, Uppsala University. 2002. VIII, 490 S.. Uppsala studies in Egyptology; 5. ISBN 91-506-1653-6 Nutana bhaktamala: jisameòm 128 santa sadha mahatma aura bhaktoòm ki saçnkshipta jivaniyaòm tatha unake kucha bacana bani diye gaye haiòm Maheshwari, S. D. Agara. Santadasa Maheâsvari,. 1974.. 400 p., [1] leaf of plates. NÅutana chanda-parikramÅa Sena, Prabodhacandra 3. Aufl. KalakÅatÅa. ÅAnanda Publ.. 1993. 35, 323 S.. ISBN 81-7066576-0 Nutation and the earth's rotation: [symposium] held in Kiev, USSR, 23-28 May, 1977 Fedorov, E. P. ; Smith, M. L. ; Bender, P. L. Dordrecht, Holland ; . D. Reidel Pub. Co., ;. c1980.. xvi, 266 p.. Nutation, croissance et graviréaction des racines de maÉis Ney, Daniel 1981. getr. Zählung. DIE NUTATIONEN DER BLUETHENSTIELE DER PAPAVER-ARTEN UND DER SPROSSENDEN VON AMPELOPSIS QUINQUEFOLIA MICHX. VON MAX SCHOLTZ. BRESLAU: NISCHKOWSKY 1892. S.374-406. 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Leben und Wandel der rechten und wahren Christen Arndt, Johann ; Ozawa, Seiji ¬[Dirigent/in]¬ Zürich . in Bürcklischer Truckerey getruckt. 1746. [10] Bl., 1352 S.. Elektronik im Kraftfahrzeug: Tagung Baden-Baden, 25. und 26. September 2003 Nichtred. Ms.-Dr.. Düsseldorf. VDI-Verl.. 2003. 1226 S. : Ill., graph. Darst.. VDI-Berichte ; 1789. ISBN 3-18-091789-X Marz, Fritz ; Arnold, Rolf ; Reischmann, Jost ; Petipa, Marius ; Malachov, Vladimir ; Saidakova, Nadja ; Matz, Oliver ; Barenboim, Daniel ; Spinatelli, Luisa 1. Aufl.. Stuttgart. Klett. 1978. 230 S.. Anmerkungen und Argumente zur historischen und politischen Bildung ; 21. ISBN 3-12-927560-6 London. Bodley Head. 1984. 102 S.. ISBN 0-370-30840-9 New Jersey. Paganiniana Publications. 1985. 112 S.. ISBN 0-86622-325-8 Hoffmann, Ernst T. A. ; Innocenti, Roberto [Ill.] 1. ed. Mankato, Minn.. Creative Ed. [u.a.]. 1996. 135 S.. ISBN 0-15-100227-4 Nutcracker: money, madness, murder ; a family album Garden City, NY. Doubleday. 1985. 444 S.. 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de
q-de-2201
Was ist die Bedeutung von IA-32 in Bezug auf die x86-Prozessorarchitektur?
Als IA-32, eine Abkürzung für „,“ bezeichnet Intel die Architektur des x86-Prozessors ab dem 80386, ursprünglich als 32-Bit-Architektur. Mit der Befehlssatzerweiterung x64 ist jedoch auch die 64-Bit-x86-Architektur inkludiert. x86 ist die generelle Bezeichnung für die Prozessorarchitektur, die mit dem 8086-Prozessor von Intel 1978 als 16-Bit-Architektur begründet wurde. Mit dem 80386 wurde 1985 von Intel eine Erweiterung des Befehlssatzes auf 32-Bit eingeführt, weshalb für 80386-kompatible Mikroprozessoren auch oft die Bezeichnung i386 verwendet wird bzw. retronym IA-32. Ab 1999 wurde von AMD an der Erweiterung des Befehlssatzes auf 64-Bit gearbeitet, anfangs unter der Bezeichnung x86-64, die 2003 als AMD64 und 2005 von Intel als Intel 64 eingeführt wurde. Auch diese nunmehr oft als x64 bezeichnete Erweiterung des Befehlssatzes zählt zur „.“ Die x86-Befehlssatzarchitektur wird von Intel und AMD weiterentwickelt. Itanium Mit der Neuentwicklung des Itanium-Prozessors von Intel und Hewlett-Packard, die 2001 auf den Markt kam, wollte Intel die zu x86 bzw. IA-32 inkompatible Itanium-Architektur einführen. Diese wurde von Intel auch „“ bezeichnet, da Intel die neue Architektur als die Nachfolge für die damals 32-Bit-x86-Architektur ansah. IA-64 (Itanium) setzte sich jedoch nicht durch, auch deshalb nicht, weil die Architektur als Neuentwicklung nicht x86-kompatibel ist und somit nicht zur IA-32-Architektur mit i386-Befehlssatz zählt, die durch viele Hersteller implementiert wurde. Da x86 seit den 1980er Jahren die weltweit am weitesten verbreitete Prozessorarchitektur für Personal Computer war, gab es eine Vielzahl an bestehenden Programmen, die für den Itanium-Prozessor neu programmiert werden mussten – oder: hätten programmiert werden müssen. Als AMD 2003 die 64-Bit-Erweiterung AMD64 für die bestehende x86-Architektur (IA-32) einführte, wurde diese auf Anhieb vom Markt erfolgreich angenommen, unter anderem gerade deswegen, weil bestehende x86-Programme unverändert darauf liefen. Intel musste 2005 notgedrungen nachziehen und implementierte mit Intel 64 eine zu AMD64 kompatible 64-Bit-Erweiterung für die x86-Architektur „IA-32,“ was die „“ zu einer 64-Bit-Architektur macht. Um Verwirrung zu vermeiden wird 64-Bit-x86 auch mit x64 (in Anlehnung an x86) bezeichnet. IA-64 hingegen steht für die Itanium-Architektur, die zwar auch eine 64-Bit-Architektur ist, die aber nicht zum x86-Befehlssatz „IA-32“ (80x86, i386, x64) kompatibel ist. Architekturmerkmale Die IA-32-Architektur ist eine Weiterentwicklung der 16-Bit-Architekturen von Intels 8086- und 80286-Prozessoren. Alle Register, einschließlich der Adressregister, wurden in dieser Architektur auf 32 Bits erweitert. Die Anzahl der Register blieb gleich. Die Mnemonic der erweiterten Register wurden mit einem vorangestellten E, für extended (deutsch: erweitert), gekennzeichnet, beispielsweise EAX (32-Bit) von zuvor AX (16-Bit). Um Abwärtskompatibilität zu erzielen wurden die 32-Bit-Register als Erweiterung der 16-Bit-Register der 80286-Architektur realisiert, sodass unter der Bezeichnungen für die 16-Bit-Register auf die unteren 16-Bit der 32-Bit-Register weiterhin zugegriffen werden kann: beispielsweise liefert AX auf die unteren 16-Bit des 32-Bit-EAX-Registers. Der Adressbus ist 32 Bits breit und demzufolge ist die Adressierbarkeit auf 4 GB (physikalischer Adressraum) begrenzt. Ausnahmen sind der 80386SX, welcher nur einen 24-Bit-Adressbus besaß. Ab dem Pentium Pro wurde mittels PAE eine Adresserweiterung auf 36 Bits erzielt, bei späteren Generationen sogar mehr, z. B. 40 Bits beim AMD K8. Mit 36 Bits lassen sich 64 GiB adressieren, sodass unter einer 32-Bit-Umgebung mit Einschränkungen mehr als 4 GiB genutzt werden können, wenn vom Betriebssystem PAE umgesetzt wird. Beispielsweise nutzt Linux die PAE-Erweiterung automatisch, wenn diese vom Prozessor unterstützt wird – bei neueren Distributionen ist PAE sogar Voraussetzung, da sich damit auch das NX-Bit nutzen lässt. Unter 32-Bit-Versionen von Windows von Microsoft hingegen wurde PAE wegen Kompatibilitätsproblemen mit bestehenden Treibern nicht genutzt, sodass 32-Bit-Windows-NT auf 4 GiB Arbeitsspeicher beschränkt ist. Mit der 64-Bit-Befehlssatzerweiterung x64 wurde IA-32 zu einer 64-Bit-Architektur weiterentwickelt, wobei auch die Anzahl der Register verdoppelt wurde. Im neuen Betriebsmodus sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Submodi vorhanden, sodass auch 32-Bit-Software von der doppelten Anzahl an Registern profitieren kann (x32). Nomenklatur „“ bzw. abgekürzt „IA-32“ bezeichnete ursprünglich nur die 32-Bit-x86-Architektur des 80386 und seiner Nachfolger, denn damals waren diese allesamt 32-Bit-Prozessoren. Problematisch wird die von Intel gewählte Bezeichnung erst mit der 64-Bit-Erweiterung x64 – denn diese zählt als Weiterentwicklung und Erweiterung zu IA-32, zu der x64 voll kompatibel ist. Retronym finden sich zur genaueren Unterscheidung daher auch die Bezeichnungen x86-32 für die 32-Bit- und x86-64 für die 64-Bit-x86-Architektur. Die von Intel und HP entwickelte Itanium-Architektur, auch mit „“ bzw. abgekürzt „IA-64“ bezeichnet, ist keine x86-Architektur. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit „x64“, der 64-Bit-x86-Architektur, die eine Erweiterung von IA-32 ist. Zur Unterscheidung findet sich dennoch oft IA-32 (auch als „IA32“ oder „ia32“) für die 32-Bit-x86-Architektur bzw. x64 (oder amd64, „x86-64“ oder „x86_64“) für die 64-Bit-x86-Architektur. Beispiele dafür sind u. a. diverse Betriebssysteme, so unterscheidet etwa Slackware zwischen „ia32“ (32-Bit-x86) und „x64_64“ (64-Bit-x86), oder auch UEFI-Bootloader auf Wechseldatenträgern (32-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\BootIA32.efi, 64-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\Bootx64.efi). Betriebsarten Neben dem Real Mode, in dem kompatibel zum 16-Bit-Intel-8086 der konventionelle Arbeitsspeicher und der obere Speicherbereich, das ist der erste, untere Megabyte des Arbeitsspeichers, ohne Beschränkung über Offset und Segment angesprochen werden kann, kennt die zwei bzw. drei weitere Betriebsarten: , der bis zu 4 GB Speicher durchgängig (linear) adressieren kann und einen hardwareseitigen Speicherschutz garantiert (über die Virtuelle Speicherverwaltung der MMU), was Multitasking-/Multiuser-Betriebssysteme mit präemptivem Multitasking ermöglicht. (SMM), welcher für die Leistungsreduktion und Hersteller-spezifische Eigenschaften eingesetzt wird. Der SMM läuft in einem separaten Arbeitsspeicher ab, sodass laufende Prozesse und Betriebssysteme nicht beeinflusst werden. Bei 64-Bit-x86-Prozessoren kommt zusätzlich der (AMD) bzw. der (Intel) hinzu, der die zwei Submodi und bereitstellt. (Siehe x64#Betriebsmodi.) Als Option des (32-Bit) existiert außerdem der , der ein oder mehrere -Programme ausführen kann – dies wurde zur Ausführung von MS-DOS-kompatiblen Programmen unter 32-Bit-Betriebssystemen benötigt und war wichtig für eine schonende Migration von DOS zu moderneren Betriebssystemen. Seit der Umstellung auf 64-Bit spielt der keine sehr große Rolle mehr, da MS-DOS-kompatible Programme nur noch relativ wenig genutzt werden oder aber auf 64-Bit-Betriebssystemen ohnehin vollständig emuliert werden (müssen). Protected Mode: Virtuelle Speicherverwaltung und Speicherschutz Virtuelle Speicherverwaltung Die neue Virtuelle Speicherverwaltung ist primär für den Multitasking-Betrieb ausgelegt (). Mittels (MMU) können mehrere Programme im Speicher konfliktfrei quasi-gleichzeitig ausgeführt werden. Hierzu wird jedes Programm in einem (virtuellen) Speicherraum ausgeführt in dem es alleine existiert und damit nicht mit anderen Programmen in Speicherzugriffskonflikte kommen kann, so dass Speicherschutz erzielt wird (z. B. "Programm A überschreibt irrtümlich bei Programm B eine Variable im Speicher" kann nicht mehr auftreten). Dies erreicht die MMU über eine Tabelle (TLB) in der für die zuletzt lokalisierten virtuellen Adresse aller Programme die echte physikalische Adresse eines Speicherblocks vermerkt ist. Bei jedem Zugriff (Speicher anfordernd, schreibend oder lesend) wird, transparent für Programme und Programmierer, auf eine eindeutige physikalische Adresse umgelenkt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Speicherfragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr auftreten kann. Durch die Adressumsetzung kann die MMU fast beliebig zerstückelten physikalischen Speicher als durchgängig zugreifbaren Block virtuellen Speichers dem Programm präsentieren. Dies ist ein effektiver Mechanismus, so lange die Größe des physikalischen Speichers deutlich kleiner ist als die des virtuellen Adressraums (4 GByte). Durch die kontinuierlich fallenden RAM-Speicherpreise ist dies inzwischen nicht mehr gegeben; der virtuelle Speicherraum kann die Fragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr immer kaschieren, da er nun selbst zu stark fragmentiert sein kann. Virtuelle Adressübersetzung Die IA-32-Architektur verwendet eine 48 Bit breite segmentierte logische Adresse, welche zu 16 Bit aus Selektor und zu 32 Bit aus Offset besteht. Durch die Segmentierung wird die logische Adresse in eine lineare 32-Bit-Adresse übersetzt und kann anschließend durch den Paging-Mechanismus in eine physische 32-Bit-Adresse übersetzt werden. Wird Paging vom System nicht eingesetzt, so ist die lineare 32-Bit-Adresse die physische Adresse. Schutzfunktionen durch die Virtuelle Speicherverwaltung Die MMU enthält vier zentrale Systemregister GDTR (), IDTR (), LDTR () und TR (). Damit werden die Schutzmechanismen realisiert. Die IA-32 Architektur enthält für den Multitasking/Multiuser-Betrieb die folgenden fünf Schutzfunktionen: Typ-Check Limit-Check Zugriff auf Daten Kontroll-Transfer Instruction-Check Diese Schutzfunktionen werden mit verschiedenen Hardware-Mechanismen realisiert. Weitere Funktionen In den nachfolgenden CPU-Generationen wurden weitere Funktionen hinzugefügt: Die Modelle des i486DX haben einen mathematischen Koprozessor bereits integriert, zusätzlich wurde ein Cache auf den Chip integriert (die Budget-Version i486 SX wurde mit deaktiviertem Koprozessor gefertigt). Außerdem wurde die Ausführungseinheit nach dem Fließbandprinzip aufgebaut, genannt Prozessor-Pipeline, was den Befehlsdurchsatz deutlich erhöht. Mit dem Pentium wurde eine zweite Ausführungseinheit der Architektur hinzugefügt. Diese nun parallelen Ausführungseinheiten, genannt Pipelines U und V, ermöglichen superskalare Programmausführung über Out-of-order execution des Prozessors. Beim Pentium MMX wurden Befehle hinzugefügt, die mehrere ganzzahlige Daten gleichzeitig bearbeiten (SIMD) – dies ist vor allem für Multimedia-Daten sinnvoll. MMX steht für , besonders vom Marketing aber auch häufig tituliert. Mit dem Pentium III wurden die SIMD-Befehle erweitert, um auch Gleitkommazahlen bearbeiten zu können (/SSE). Beginnend mit den Prescott-Modellen der Xeon-/Pentium-4-Reihe erhalten die Prozessoren eine Erweiterung um einen 64-Bit-Modus (Intel 64, früher auch EM64T genannt), der weitgehend dem AMD64-Modus der Opteron- und Athlon-64-CPUs von Mitbewerber AMD entspricht. Siehe auch x86-Prozessor x64 (auch x86-64) Itanium-Architektur bzw. IA-64 ( – nicht x86-kompatible 64-Bit-Architektur von Intel) Liste der Mikroprozessoren von Intel Liste von Mikroprozessoren Weblinks IA-64- und IA-32-Handbücher von Intel (PDF, englisch) Einzelnachweise Prozessorarchitektur nach Befehlssatz Intel-Prozessor IA32
Amazon.de:Kundenrezensionen: Mass Effect [EA Value Games] - [PC] Alle RezensentenNur verifizierte Käufe Alle Rezensenten Alle SterneNur 5 SterneNur 4 SterneNur 3 SterneNur 2 SterneNur 1 Stern Alle positivenAlle kritischen Alle Sterne Alle FormatePlattform: PC | Version: EA Value Games Alle Formate 5,0 von 5 SternenDer Anfang einer Legende VonAmaterasuam 6. April 2012 Plattform: PC|Version: EA Value Games Mass Effect (ME) ist eines der besten Spiele, das ich je gespielt habe und der erste Teil einer absolut süchtig machenden Trilogie. Wer nicht alles lesen will, ich werde am Schluss die wichtigsten Pros und Kontras zusammenfassen. == Story, Graphik und Sound == Man kann die Story von ME eigentlich nur mit einem Wort beschreiben: genial. BioWare hat ein sehr detaillreiches und -verliebtes Universum erschaffen, das in sich logisch ist: 2148 entdeckt die Menschheit unter dem Südpol des Mars Überbleibsel der längst vergangenen Zivilisation der Prothean. Diese waren technologisch viel weiter fortgeschritten als die Menscheit und so lernt selbige von der Existenz des bis dato unbekannten Elements "Element Zero" (auch Eezo genannt). Mit diesem Element und dem durch die Prothean-Artefakte gefundenen Mass Relay, das die Menscheit zuvor für Plutos Begleiter Charon gehalten hat, weil es völlig von einer Eisschicht überzogen war, können gigantische Distanzen in kürzester Zeit überwunden werden. Und so findet die Menschheit heraus, dass sie nicht allein in der Galaxie ist... ME spielt nun 34 Jahre nach diesen Ereignissen und nachdem die Menschheit so ihre Schwierigkeiten hatte, sich in der galaktischen Gesellschaft zurecht zu finden, geht es zwar friedlich zu, völlig vertraut wird den "Neulingen" in der Galxie aber noch nicht. Commander Shepard soll die Gelegenheit nutzen, die der Council der Citadel (die übergeordnete Regierung einiger Rassen, die sich zusammengeschlossen haben, so ähnlich wie die EU) anbietet, und ein Kandidat für die Spectre werden, die Eleiteeinheit des Council. Das würde dem Ansehen der Menschheit gut tun. Bei der Mission, die seine Eignung für diese Truppe prüfen soll, geht aber so ziemlich alles schief und Shepard wird in einen Konflikt hineingezogen, dessen Auswirkungen und Hintergründe für Shepard lange im Dunkeln bleiben, das einzige was er sicher weiß: es hat mit den Prothean und ihrem plötzlichen, unerklärlichen Verschwinden vor 50.000 Jahren zu tun... Die Story ist perfekt erzählt: rudimentäre Hintergründe um die Entdeckung des namensgebenden Mass Effect und der galaktischen Gesellschaft werden erläutert, das wird aber schön kurz (und kurzweilig) gehalten, wer aber mehr wissen will, kann den sich im Laufe des Spiels füllenden Codex zu Rate ziehen, der sehr ausführlich ist. Es gibt einige unerwartete Wendungen in der Geschichte und man fiebert richtig mit und will wissen, was als nächstes passiert. Ich war völlig an den Bildschirm gefesselt, das Universum und die Story haben mich einfach komplett in ihren Bann gezogen, das habe ich wirklich nur selten erlebt, einfach phantastisch. Auch die Integration der biotischen Fähigkeiten (so zu sagen die "Magie" dieses Universums) wird durch Element Zero sinnvoll erklärt. Da ME nun schon 4-5 Jahre auf dem Buckel hat, sollte man natürlich keine Skyrim-Graphik erwarten, aber sie ist trotzdem noch sehr schön. Damals fand ich die Graphik ausgezeichnet. Toll ist auch der Charaktereditor, mit dem das Aussehen und Geschlecht seines Shepards bestimmt werden kann, wem das zu aufwendig ist, wählt einfach das Standardaussehen. Der Soundtrack ist einfach super und sorgt genau für die richtige Stimmung. Zu dem Gänsehautgefühl von ME trägt aber auch die ausgezeichnete englische (!) Synchronisation bei, die deutsche ist meiner Meinung nach zu monoton und gefühlsarm. == Dialoge und Crew == DAS herasuragendste Merkmal von ME ist die Entscheidungsfreiheit, die mit einem ausladenenden Dialogsystem daherkommt. Wenn man denn will, kann man sehr viel mit vielen Leuten reden und so viel über das Universum, aber auch die einzelnen Personen erfahren. So wachsen einem seine Crewmitglieder, die man im Laufe der Geschichte rekrutiert, richtig ans Herz (außer vielleicht Ashley, die war mir immer unsympathisch :-)). Es kann zwischen drei Grundausrichtungen gewählt werden - Paragon, Renegade oder neutral - oder einfach wild alles miteinander kombinieren. Als Paragon ist man der Held, der kein Unrecht duldet, als Renegade ist nur das Ziel wichtig, wer zwischendurch auf der Strecke bleibt, ist Kollateralschaden. Dadurch kann man seinen Shepard schön individualisieren und baut so eine gewisse Beziehung zu "seinem" Shepard auf. Weitreichende Entscheidungen, ob man jemanden tötet oder hilft, jemanden vertraut oder nicht, sind so an der Tagesordnung und beschert einem ein sehr persönliches ME. Absolut genial. Die Dialoge dabei sind sehr gut geschrieben und sehr unterhaltsam, das hat BioWare sehr gut gemacht. Die Interaktion mit der Crew geht so weit, dass man mit bestimmten Mitgliedern sogar Romanzen anfangen kann. Dadurch ist auch der Wiederspielwert sehr hoch, da man andere Entscheidungen ausprobieren möchte. == Ausrüstung und Inventar == Ach ja, das Inventar... das hat mir nicht gut gefallen an ME1. Man findet wirklich sehr, sehr viele Waffen und Modifikationen für selbige, das Inventar ist aber irgendwann voll, was dafür sorgt, dass man meistens 90% des Zeugs einfach verkaufen muss oder es in Omnigel umwandelt, mit dem man hauptsächlich irgendwelche Sachen repariert oder überbrückt (s.u.). Das ist sehr nervtötend, denn das Zeug, was man findet, ist meistens deutlich schlechter, als die Waffen und Rüstungen, die man schon hat. Sie kommen nämlich gelevelt daher (I bis X) und wenn man schon ne Waffe Level VIII hat und dann die gleiche auf Level III findet... nicht so toll. Außerdem sehen die Waffen bis auf die Farbe alle gleich aus, egal welcher Hersteller und die meisten sind auch ziemlich schlecht. Zudem sind die Specrtewaffen, die man kaufen kann, mit Abstand die besten Waffen, Abwägen zwischen Vorzügen der einen oder der anderen Waffe gibt es nicht. Ab der Hälfte des Spiels hatte ich die für Shep, dann hab ich nur noch alles verkauft. Shotguns sind in ME auch viel zu stark, die machen auf jede Entfernung sehr viel Schaden und treffen auch sehr genau. Somit war jeder Spieldurchgang recht ähnlich ab dem Zeitpunkt, ab dem man die Spectre-Shotgun hatte, egal welche Klasse: einfach draufhalten. Etwas langweilig. Dafür kann man seine komplette Truppe ausrüsten: je nach Rasse kann entweder light, medium oder heavy Armor ausgerüstet werden, bei Sheprad abhängig von der Klasse. Jeder kann alle Waffen ausrüsten, aber unterschiedlich gut benutzen. Bioten und Techniker können zusätzlich Biotic Aps oder Omni-Tools ausrüsten, um ihre Fähigkeiten zu verbessern. == Händler, Manufacturers und Spectre-Waffen == Man findet aber nicht nur tonnenweise Items, man kann sie auch kaufen. In jedem der drei Häfen, in denen man landen kann, gibt es einen oder mehrere Händler und auf der Normandy (Shepards Raumschiff) selber auch einen. Deren Inventar ist leider zufällig, was die Suche nach einem bestimmten Item ziemlich aufwendig macht, es wird aber durch bestimmte Bedingungen wieder neu bestückt. Die Wahrscheinlichkeit, mit der ein bestimmtes Item erscheint, kann aber etwas beeinflusst werden und zwar durch die Wahl der Manufacturers. Bei verschiedenen Händlern kann ich Lizenzen für Verschiedene Waffen- und Rüstungshersteller (das sind die Manufacturers) erwerben, deren Items dann im Inventar des Normandy Requisition Officers (= NRO, der Händler der Normandy) auftauchen. Je weniger von diesen Lizenzen ich erwerbe, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, Items von einer der erworbenen Lizenzen angeboten zu bekommen. Deswegen sollte man sich gut überlegen, welche Hersteller man haben möchte. Lizenzen können erst ab verschiedenen Leveln gekauft werden, daher ist die Qualität der in der Lizenz erhaltenen Items sehr unterschiedlich (Eine Lizenz, die ich erst mit Level 36 haben kann, hat natürlich bessere Items als eine, die ich schon auf Level 5 haben kann). Lizenzen werden nicht übertragen, wenn ich ein New Game + starte, also kann man im ersten Durchgang etwas rumprobieren. Die Items, die in der Lizenz enthalten sind, werden nämlich leider nicht angezeigt. Im New Game + kann man dann besser sortieren: ich persönlich erwerbe immer nur 3 bestimmte Lizenzen. Die Spectre-Waffen kann man nur an zwei Orten erwerben, beim NRO und beim C-Sec Requisition Officer in der Citadel (beides erst durch das Achievement „Rich“). Diese Waffen sind immer auf Level VII, erst ab Level 50 hat man Zugriff auf Level X Spectre-Waffen, die mit Abstand die besten Waffen im Spiel sind. == Klassen und Skills == Shep kann zwischen 6 Klassen wählen: die drei Grundklassen Soldier (Kämpfer), Adept (Biot) und Engineer (Techniker) und deren Mischungen Infiltrator (Kämpfer + Techniker), Sentinel (Techniker und Biot) und Vanguard (Biot + Kämpfer). Shepard kann dadurch unterschiedliche Rüstungen ausrüsten, verschiedene Waffengattungen unterschiedlich gut benutzen und andere Fähigkeiten einsetzen. Durch die oben angesprochenen Spectrewaffen-Thematik, spielen die sich aber nicht sooo unterschiedlich. Schade. Gut ist aber, dass durch eine bestimmte Quest diese Klassenfähigkeit nochmals individualisiert werden kann. Biotische und Tech-Fähigkeiten sind nicht sehr zielgenau und deswegen teilweise nicht so gut oder sehr unterschiedlich gut. Pro Klasse gibt es 8 Fähigkeiten plus 4 allgemeine Skills, die Shepard immer hat: Spectretraining, Intimidate, Charm und die passive Klassenfähigkeit. Ich habe nie so viele Skills gebraucht, ich hab mich auf 2 aktive und die passiven konzentriert, mehr brauch ich echt nicht. Ich finde es überflüssig aus Charm und Intimidate ein Skill zu machen: es ermöglicht zusätzliche Paragon- (Charm) und Renegade(Intimidate)-Antworten (die sehr gut sind), man kann aber nur so viele Punkte reinsetzten, wie hoch der jeweilige Paragon- oder Renegadewert ist (diese Steigen je nach dem, welche Entscheidungen man im Spiel trifft). In ME 2 sind die einfach direkt proportional, das ist besser. Es gibt ein Minispiel, für die die beiden Fähigkeiten Hacking und Electronics nötig sind, ist der Skill zu niedrig, kann man den Behälter, der damit verschlossen ist, nicht öffnen. Das bedeutet, man muss immer ein Mitglied mitnehmen, das diese Fähigkeit hat, wenn Shep diese nicht besitzt. Es hat mich gestört, dadurch in der Wahl meiner Teammitglieder eingeschränkt zu sein. Was aber sehr schön ist, sind die Waffenskills: je nach Klasse kann Shep bestimmte Waffentypen besser benutzen, repräsentier durch diese Skills (beim Vanguard z.B. Shotgun und Pistol). == Kampf, Erfahrung und Quests == Erfahrung bekommt man durch das Töten von Gegnern und Erfüllung von Quests. Dadurch bekommt ein reiner Paragon-Charakter etwas weniger Erfahrung als ein reiner Renegade, weil man an manchen Punkten Leute auch verschonen kann. Etwas schade aber nicht wirklich wichtig, weil es ohnehin etwas schwierig ist, das Maximallevel von 50 zu erreichen. Dafür gibt es dann ein New Game+, bei dem Ausrüstung, Skills und Erfahrung erhalten bleiben, neues Levelcap ist dann 60. Da es sehr viele Achievements gibt, die einem für einen zweiten Durchlauf Vorteile geben, lohnt sich dies auch. Ein Nachteil ist die blöde Gegner- und Begleiter-KI: viele Gegner rennen einfach ohne Deckung zu nehmen auf einen zu und betteln geradewegs darum, abgeschossen zu werden, während die Begleiter sich einen feuchten Dreck darum scheren, ob sie aus diesem Winkel die Gegner überhaupt treffen könnten und schießen trotzdem einfach mal grob in die Richtung, in der ein Gegner ist, auch wenn direkt vor ihnen eine meterhohe Kistenwand ist. Nicht sehr klug, Shep muss hier schon wirklich die meiste Arbeit leisten. Es gibt keine Munition, die Waffen überhitzen nur wenn man sie zu oft hintereinander abfeuert, wenn dies geschieht, muss man darauf warten, dass sie wieder völlig auskühlen. Da gibt es aber einen Bug, der dies verhindert, so dass man öfter mal, wenn eine Waffe überhitz, neu laden muss. Geheilt wird durch Medigel, das auch gefallene Kammerade wieder kampfbereit macht. Die Sidequests haben zwar oft interessante Ansätze und es gibt sehr viele von ihnen, aber sie befinden sich meistens nur in einem von 3 Bunkersystemen oder auf dem einzigen Raumschifftyp, so dass sie sehr unabwechslungsreich sind, hier wurde viel Potential verschenkt. Außerdem tritt man fast nur gegen Menschen an, was ich unlogisch finde, es gibt auch andere Rassen. Gut ist, dass die Quests teilweise schwer zu finden sind oder aufeinander aufbauen. == Allgemeines Gameplay == Eines der größten Mankos finde ich den Mako. Das Bodengefährt kommt beim Erkunden der Sidequestplaneten zum Einsatz. Es lässt sich aber sehr blöd steuren und die Planeten sind sehr öde mit riesigen Gebirgen, um die man immer einen riesigen Bogen fahren muss. Furchtbar. Außerdem gibt es zwar eine Karte, auf der ist aber nicht alles verzeichnet. Toll, dann hätten die die auch gleich weglassen können... In den Hauptmissionen fährt man auch manchmal den Mako, da macht das auch Spass, weil da Wege für das Gefährt vorgegeben sind. Die Citadel ist etwas zu groß, man muss ewige Strecken zurücklegen, um von A nach B zu kommen, das nervt auf die Dauer. Etwas relativiert wird dies aber durch das Schnellreisesystem in der Citadel, das hilft ein wenig. Die Fahrstuhlfarten zwischen den Gebieten der Citadel finde ich eine Zumutung, sie dauern viel zu lang und meine Leute haben sich praktisch nie unterhalten. Die Strenenkarte ist zu dunkel, manche Planeten habe ich fast übersehen, es gibt auch keine Erkundungsanzeige, ich musste mir immer eine Liste schreiben, wo ich schon war, da in Clustern auch im Laufe der Zeit Sonnensysteme dazukommen. Dazu kommt, dass das Spiel leider manchmal abstürzt, also sollte man oft speichern. Mass Effect macht das richtig, was wichtig ist für ein Rollenspiel: Die Story und das Gefühl, wirklich eine Person zu sein, die mit ihrer Umwelt interagiert. Das ist BioWare mit ME so gut gelungen wie mit keinem anderen Spiel. Die Gameplayschwächen, die es hat, kann man deswegen leicht verzeihen, da sie auch nicht gravierend sind. ME ist viel zu fesselnd und spannend und einafch zu genial, um etwas anderes als 5 Sterne zu verdienen, die Gameplayschwächen habe ich in dem einen abgezogenen Stern beim Spielspass berücksichtigt. Wer eine tolle Geschichte in einem superinteressanten Universum erleben will, der soll zugreifen, man wird locker 60 h bestens beschäftig! + geniale Story mit riesigem Universum + Tolle englische Synchronisation und Soundtrack + tiefgründiges Dialogsystem + Komplettes Team ausrüstbar + Schönes Skillsystem + New Game+ lohnt sich - unabwechslungsreiche Bunker - ständig überfülltes, unübersichtliches Inventar - Spectrewaffen zu stark - Blöde Gegner- und Begleiter-KI 5,0 von 5 SternenEines des besten Spiele der letzten Jahre Vonchsalphaam 7. Februar 2012 Mass Effect ist mit Abstand eines der besten (Rollen-)Spiele der letzten Jahre. Es bietet eine filmreife Inszenierung, eine spannende, wendungsreiche Handlung, interessante Charaktere, viele Entscheidungen und massig Action. Auch ist es IMO mal erfrischend, ein Rollenspiel in einem Sci-Fi Setting serviert zu bekommen, anstatt das 1000. Mittelalter-Fantasy-RPG. Das Universum von Mass Effect (Aliens, Geschichte, etc.) ist absolut faszinierend und gut durchdacht und kann IMO mit den Universen von Star Trek oder Star Wars mithalten. Das Spiel sollte jeder Sci-Fi Fan und Rollenspielfan einmal durchgespielt haben. Das Beste an Mass Effect ist meiner Meinung nach (neben der tollen filmreifen Story und dem faszinierenden Universum), dass man seinen Charakter absolut individuell gestalten kann und jedes Spiel vollkommen anderes ist, dank der diveresen Lösungsmöglichkeiten. Auch die Möglichkeit des Imports seines Charakters in Mass Effect 2 & 3 ist eine tolle Idee. + freie Charaktergestaltung (Geschlecht, Klasse, Aussehen, Fähigkeiten) + sehr viele weiterentwickelbare Fähigkeiten + sehr viele Waffen und Rüstungen + erforschbare, riesige Galaxis + fimlreife Inszenierung + faszinierendes Universum + spannende, wendungsreiche Handlung + "Gut" & "Böse" Entscheidungen + Beziehungen zu Teamkameraden möglich + viele Dialoge + einige nette Rätsel + Planetenerkundung mit MAKO-Fahrzeug + tolles Level- und Missionsdesign (außer einige Nebenquests) - Kampfsystem nicht voll ausgereift (Deckung und Taktik nur selten nötig, etc.) - MAKO Fahrphysik nicht voll ausgreift (bewegt sich teilweise wie ein Flummi) - Inventar zu groß und unübersichtlich - Basen bei Nebenmissionen werden zu oft recyled (lediglich 3 Basentypen und 1 Frachtschiff werden für über 20 Missionen verwendet) VonWutzam 27. März 2011 Hab mir Mass Effect gekauft, obwohl es hier die schlechte Kritik bekommen hat. Ich hatte unter Windows 7 auch das Problem das es nicht starten wollte, aber mit dem Patch 1.02 lief es dann. Damit die vermatschten Texturen richtig dargestellt werden muss man den Depth of Field effekt abschalten!!! Einfach in ( My Documents\BioWare\Mass Effect\Config) die Datei BIOengine.ini öffnen und DepthOfField=TRUE in DepthOfField=FALSE ändern. Datei abspeichern und schon erstahlt Mass Effect in ganzer Pracht. So macht das Spiel um einiger mehr Spass und verdient meiner Meinung nach 5 Sterne 5,0 von 5 SternenIhr kennt Mass Effect nicht... VonUweam 1. März 2012 ...ich bis vor wenigen Monaten auch noch nicht. Folgende Rezension ist für Käufer gedacht, die von Mass Effect noch nie zuvor gehört haben und sich nun fragen: Soll ich es mir zulegen? Als 2008 Mass Effect bei uns in Deutschland erschien, hab ich das nur zur Kenntnis genommen; mir das Spiel aber nicht gekauft. November 2011: 2 Woche krank und ich bestell mir dieses Spiel beim Durchstöbern von Amazon aus Langeweile (muss bis heute über diesen Umstand lachen) für 9,99 € und denk mir nichts Böses dabei. Die zwei Wochen verliefen dann hauptsächlich in diesem Spiel. Zur Bewertung: 5 STERNE. Warum? 1) Die gesamte Story und Mass-Effect-Welt! Es war das erste Mal, dass ich bei einem Science-Fiction Spiel das Gefühl hatte, eine futuristische Darstellung der Zukunft zu spielen. Fantasy-Elemente wie Lichtschwerter, die Macht usw. wird man hier vergeblich suchen. Die Alien-Spezien sind glaubhaft in die Story mit eingewoben, allerdings in unterschiedlichen Umfang. Wer besonders heiß auf den Hintergrund der Story(-welt) ist, liest sowohl den "Kodex" der im Spiel nach und nach freigeschaltetet wird (und teilweise sogar von einer Sprecherin vorgelesen wird), als auch die Bücher zur Mass Effect-Reihe ("Mass Effect: Die Offenbarung von Drew Karpyshyn und Mick Schnelle" sei hier jedem ans Herz gelegt, der sich dieses Spiel holen will oder noch mehr in das Universum von ME eintauchen will). (5/5 persönlichen Punkten) 2) Charaktererstellung: Hier frag ich mich immer noch: "Warum nicht mehr?" Zwar ist der Charaktereditor umfrangreich genug und das standardisierte Gesicht ist auch gut; persönlich hätte ich mir aber mehr Frisuren gewünscht. (4/5 persönlichen Punkten) 3) Kampfsystem und Benutzeroberfläche: Das Kampfsystem ist durchaus abwechslungsreich genug (Es gibt 6 spielbare "Klassen"; wobei es 3 "Grundklassen" gibt und die anderen 3 Klassen Überschneidungen der ersten 3 Klassen sind). Das Waffen und Rüstungsarsenal ist breit gefächert. Ansonsten unterscheiden sich die Kämpfe nicht groß von einem normalen Shooter (wenn man mal von den biotischen Fähigkeiten absieht). Der Schwierigkeitsgrad ist frei einstellbar und bietet Platz für Neulinge als auch Hardcore- Gamer mit masochistischen Tendenzen. Die Benutzeroberfläche könnte in einigen Fällen besser sein. Jedoch kann ich aus meiner Spielerfahrung sagen, dass mich dies nie wirklich beeinträchtigt hat oder auch nur am Spielen gehindert hat. Einziger Kritikpunkt: Die Steuerung des Bodenfahrzeuges im Spiel. Hier muss man sich wirklich dran gewöhnen und Übung macht hier den Meister. Es dauert wirklich etwas und es wird einem den ein oder anderen Tod einbringen, wenn man die Steuerung nicht drauf hat. Von daher einen Punkt Abzug. (4/5 persönlichen Punkten). 4) RPG: Für RPG Fans ist dieses Spiel einen Kauf auf JEDENFALL wert. Sämtliche Quests (ob Haupt- oder Nebenquests) sind vertont und bieten immer die Möglichkeit einer Entscheidung (Vorbildlich oder Abtrünnig). Dieses (entscheidungs-)System hat dann auch bestimmte Auswirkungen auf das Situationen im Spiel selbst, als auch auf die "Nachfolgetitel", da man seinen Endspielstand in die Nachfolger Mass Effect 2 und danach in Mass Effect 3 importieren kann und mit den getroffenen Entscheidungen weiterleben muss und die Konsequenzen zu tragen hat. Wer übrigens "Star Wars: The Knights of the Old Republic" kennt oder gespielt hat, wird sich sofort heimisch und geborgen fühlen. (5/5 persönlichen Punkten) 5) NPC: Warum erwähn ich die? Ganz einfach: Weil man eine Beziehung zu ihnen aufbaut (vor allem zu den eigenen Begleitern; Romanzen lassen sich auch Spielen, sind aber kein Pflicht, wenn man kein Verlangen danach hat). Man wird förmlich in einen Bann gezogen und die Begleiter kommentieren auch oft die Gespräche des Hauptcharakters. Hier verrat ich mal nix, aber es kann durchaus witzig sein, wenn zwei Begleiter unterschiedlicher Ansicht sich zum Beispiel in einer Bar unterhalten. (5/5 persönlichen Punkten) 6) Grafik: Macht natürlich heute nicht mehr ganz soviel her (ist ja auch schon 4 Jahre her). Stimmig ist sie trotzdem; kommt einem allerdings manchmal etwas steril und "kalt" vor. Von daher hier: (3/5 persönlichen Punkten). 7) Sound: Es ist das erste Spiel, wo ich mir sogar den Abspann mit den Namen angsehen/angehört hab, weil die Musik dabei ein echtes Highlight ist. Auch sonst trumpft das Spiel mit einem guten Sound und guter Musik auf, die einen echten Wiedererkennungswert hat. (5/5 persönlichen Punkten) Ich glaube mit diesen sieben Punkten hab ich das Meiste hoffentlich gesagt. Mich hat selten ein Spiel so in den Bann (!!!!) gezogen. Hab mir dann zu Weihnachten sofort Mass Effect 2 bestellt, Bücher (als auch Comic) zuegelegt und warte nun gerade voller Ungeduld auf Mass Effect 3. Ich bin bis November 2011 nie in eine "Merchandising- Falle" getappt, aber dieses Spiel hat mich wirklich schwer erwischt. Kaufempfehlung meinerseits jedenfalls. Auswertung meiner kleinen Punktezählung: 31 von 35 möglichen Punkten. Schnitt 4,4! Das es trotzdem 5 Sterne vedient hat, ist meiner subjektiven Sicht auf das Spiel geschuldet. PS: Es gibt auch 2 DLCs zu diesem Spiel, welche sich allerdings nur mit sehr viel Mühe installieren lassen. Dort am besten gleich die Supportseite von Bioware oder EA befragen. Hatte danach keine Probleme mehr mit der Installation der DLCs. 4,0 von 5 SternenEin wirklich gutes Spiel. VonJörg Bam 21. März 2012 Ich werde mich kurz halten, da das meiste hier schon gesagt wurde. Mass Effect "1" ist sicherlich ein Meilenstein, was dieses Genre angeht. Ich habe Mass Effect vor Tagen noch einmal aufgespielt, nachdem ich Teil 3 durchgespielt hatte, um zu sehen, warum ich von dem ersten Teil so begeistert war. Es hat natürlich seine Schwächen, was das Fahren mit dem Mako angeht. Die kleinen Minispiele nerven, da extrem häufig. Allerdings wird das ganze wettgemacht durch erstklassige Mitstreiter. Die Dialoge sind nicht so abgeschnitten, wie in Teil 2 und 3, die immer mehr auf Gelegenheitsspieler zugeschnitten wurden. Ich habe in keinem Spiel, eine derartige Aufbruchstimmung gefühlt. Die Ansprache von Commander Shepard zu seiner Crew, beim Start der Normandy, begleitet durch die treibende Musik, ist unvergessen. Man fühlt den Aufbruch ins Unbekannte. In Mass Effect 2 und noch mehr in Teil 3 ist die Aufgabe von Anfang an klar vorgegeben. In Mass Effect ist man noch Entdecker, nichts ist von Anfang an klar. Mass Effect "1" ist nicht so geplagt von ellenlangen Filmsequenzen. Mass Effect 3 kommt mir fast nur noch wie ein Film vor, unterbrochen von Action, sprich Ballereien. In Teil 3 ist mir Shepard irgendwie fremd geworden. Ich würde mir eine Neuauflage von Mass Effect "1" wünschen, mit HD Auflösung und besseren Texturen. 4,0 von 5 SternenNach 5 Jahren immer noch ein meisterhaftes...Meisterwerk VonPlasticheromanam 14. April 2012 Was soll ich zu diesem Spiel noch sagen? Wer's bis heute nicht gespielt hat, hat was verpasst! Habe es mir kürzlich erst geholt, weil Mass Effect 3 mich gereizt hat und ich umbedingt die ganze Trilogie von Anfang an erleben wollte. Obwohl ich durch das Alter des Spiels etwas Langeweile befürchtet habe, bzw. das es nicht mit heutigen "Standarts" mithalten könnte, bin deshalb sehr neutral rangegangen und muss sagen: Ha! geirrt! Fesselt immer noch von Anfang bis Ende, mit tollen Charakteren, einer schönen Story und den besten Dialogen der jüngsten Spielegeschichte! Die Steuerung ist im Vergleich zu heutigen Shootern zwar nicht mehr so frisch, allerdings gewöhnt man sich schnell dran. Nur das Inventarmanagement und die etwas langwierigen MAKO-Missionen sind (wenn überhaupt) zu bemängeln. 5,0 von 5 SternenGewaltiges Science-Fiction Epos VonGroffinam 15. Dezember 2011 das Spiel ist als Trilogie angelegt. Jedes Spiel ist zwar für sich selbständig, aber die Storyline knüpft jeweils aneinander an. Durch Charakter-Import werden Entscheidungen aus dem ersten Spiel sich auch auf die darauffolgenden auswirken. Dies sollte man beachten, wenn man auch die nachfolgenden Spiele durchspielen will. Zu Beginn des Spiels kann man seinen Charakter individuell gestalten und die Klasse bestimmen. Ich habe mich an die Vorgabe des Spiels gehalten und den vorgefertigten Commander Shepard gewählt. Dies Spielewelt ist riesig und sehr abwechslungsreich. Einzig bei den Nebenquests und den Außeneinsätzen hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht. Die Story ist filmreif und die unterschiedlichen Charaktere sauber herausgearbeitet. Auch die Grafik hat mich positiv überrascht. Ähnlich wie bei Dragon Age folgt die Handlung einem Hauptstrang neben dem noch zahlreiche Nebenquests erfüllt werden können. Diese füllen das Konto und können hier und da mit nützlichen Gegenständen dienen. Lange Wege sind immer wieder ein Problem bei Rollenspielen, gerade wenn die Welt eine solche Dimension wie bei Mass Effect einnimmt. Bioware hat sich bemüht, dieses Problem zu minimieren, aber hier und da hat sich es nicht ganz vermeiden lassen und so stapft man minutenlang durch Gänge, um von A nach B und wieder zurück zu gelangen. Während dem Spiel wird der Spieler mit zahlreichen Entscheidungen konfrontiert. Neben der Entscheidung, ob er den guten oder bösen Weg wählt, kann man Romanzen eingehen (die sich auch auf die späteren Teile auswirken), sich mit Teammitgliedern anlegen, usw. Kämpfe gibt es zuhauf, wenngleich sie nie zu einem einfachen Hack n Slay ausarten. Die KI ist dabei keine zu hohe Herausforderung und somit hält sich der Frust in den meisten Fällen in Grenzen. Im Vergleich zu Dragon Age, hinkt die Taktik bei den Kämpfen zurück und wurde im zweiten Teil schon nachgebessert. Die Gegner sind vielfältig und mir zumindest wurde es selten langweilig. Beim Sound kann ich ebenfalls wenig bemängeln. Das komplette Spiel ist mit Sprachausgabe unterlegt und die Musik passt sich dem jeweiligen Geschehen an, ohne zu eintönig zu werden. Meiner Meinung nach kann man mit diesem Spiel nicht viel falsch machen. Für Leute, die nur auf reine Action aus sind, wird das Spiel vielleicht nicht optimal geeignet sein, aber für alle anderen ist es nur zu empfehlen. Mass Effect hat sein eigenes Universum erschaffen, ohne sich zu sehr an gängigen Vorlagen zu orientieren. Die Geschichte ist spannend, wenn auch nicht ohne Pathos, die Charaktere und Spielwelten sind liebevoll gestaltet und es macht Spaß, die Welt zu erkunden. Mich hat das Spiel viele Stunden vor den Bildschirm gefesselt und es hat mir Apetitt auf mehr gemacht. Den zweiten Teil habe ich mir gleich im Anschluss gekauft und werde sicher auch den dritten Teil spielen. 5,0 von 5 SternenGroßer Umfang für kleines Geld!! VonReneam 11. November 2012 Ich habe das Spiel über Origin im Angebot für 5€ erworben, aber auch für rund 10€ kann man hier locker zugreifen!! Allein die Spielzeit von rund 22-25 Stunden ist ein Kaufargument. Aber ist diese Spielzeit auch zweckmäßig mit Content gefüllt? Ich würde sagen ja! Die zahlreichen vollvertonten Dialoge sind nett anzuhören wobei ich leider kein Fan deutscher Synchronisation bin was aber wiederum all die jenigen freuen dürfte die die englische Sprache nicht allzu gut beherrschen. Die Story ist auch so gestrickt das man alles verstehen sollte da sonst an der ein oder anderen Stelle doch der berühmte rote Faden verloren gehen könnte. Die Geschichte fand ich sehr gut und auch gut erzählt nur ist das Spiel an einigen Stellen etwas zäh und ab und an fand ich den Fortgang der Story etwas schleppend und "langweilig". Wobei langweilig schon fast etwas zu hart ausgedrückt ist. Alles in allem muss ich nach dem Durchspielen sagen das sich der Kauf mehr als gelohnt hat und ich mittlerweile auch den 2ten und 3ten Teil besitze. Gewisse Entscheidungen die man im Spiel trifft wirken sich auf den Spielverlauf aus was das ganze nochmal zusätzlich interessant macht und den Rollenspielcharakter prägt. Auch wirken sich jene Entscheidungen auf die anderen Teile der Serie aus. So habe ich zb. meinen Mass Effect 1 Spielstand in Mass Effect 2 importiert und trage somit auch weiterhin die Konsequenzen meiner Handlungen im ersten Teil. Eine sehr gute Sache wie ich finde denn somit macht die Serie erst recht den Eindruck ein "Ganzes" zu sein. Die Grafik finde ich auch heute noch völlig ok und für ein RPG mehr als ausreichend. Natürlich ist es in die Jahre gekommen aber hier geht es mehr um den Inhalt als um Grafik und zudem kann das Spiel auch auf älteren Systemen in guter Optik gespielt werden. (Auch der zweite und dritte Teil gehen recht sparsam mit der Hardware um was für viele sicher auch interessant sein dürfte) Also allen die sich jetzt noch überlegen ob sie es sich nun kaufen sollen oder nicht kann ich nur eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen da die gesamte Serie einfach Spaß macht und insgesamt eine gute und auch spannende Geschichte erzählt. Edit: Ein weiterer positiver Aspekt ist die spielerische Freiheit die einem in gewisser Weise gelassen wird denn man hat sein eigenes Raumschiff mit dem sich Planeten anfliegen und teilweise erkunden was auch für Missionen essentiell ist. So entscheidet man wann ob und wie man eine Neben- oder auch Hauptmission angeht. 5,0 von 5 SternenDer grandiose Auftakt zur Trilogie VonJapanfahrerinam 2. Mai 2012 Mass Effect bietet ein neues Spielgefühl; eine Mischung aus Shooter und Rollenspiel. Dein Leben heilt sich von automatisch, was für mich damals noch ein neues Spielelement war. Die Biotik bietet euch ein abwechslungsreiches Kampferlebnis. Manchmal bieten die Folgetitel so viele Verbesserungen, dass einem das erneute Spielen des ersten Teils keinen großen Spaß mehr macht, weil man diese vermisst. Dies ist bei Mass Effect nicht der Fall! Auch nachdem man den zweiten Teil oder sogar den dritten mehrmals gespielt hat, bleibt Mass Effect 1 immer noch ein schönes Spiel, dass einfach nur Spaß macht und spannend ist. Mass Effect hat eine spannende Story und ist schön zu spielen. Obwohl ich den zweiten Teil noch besser finde, so ist doch auch Mass Effect 1 in meiner Liste der Lieblingsspiele ganz weit oben mit dabei und ich spiele es auch heute noch gerne! 5,0 von 5 SternenGuter Einstieg für das Singleplay VonMarkusam 24. Dezember 2011 Spiel erst zu 33% durchgezockt! Bisher 1. Amazon Lieferzeit 1,5 Tage (uhhwow!) 2. Spieleinstallation in Windows7 64bit deutsch (alle aktuellen Updates) problemlos. Start des Spiel nach der Installation und aufspielen des aktuellen Patches des Spieles problemlos. 3. Keine CD zum Start notwendig. Positiv, weil mein CD-Laufwerk manchmal probleme mit den Kopier-geschützten CDs/DVDs hat. 1. Spiel stürtzt manchmal ab. Deshalb sichere ich nun regelmäßig. Die Abstürtze können eventuell auch an meiner Graphikkarte liegen, es ist eine ATI Radeon HD5770. Eigentlich nervt es garnicht, weil es selten vorkommt, und man dadurch auch mal zu einer Pause gezwungen ist :-D 2. Shepard ist ein Unsympath :-D 3. Im Vollbildmodus der Wechsel auf den Desktop führt meistens zum Spielabsturz. Deshalb habe ich in den Fenstermodus gewechselt, dann ist aber leider der Fensterrand links und oben mit den Windows-typischen Rahmen und Kreuzen zu sehen. Habe keine Einstellung gefunden, den Rahmen auszuschalten. 4. Der freie Inventarplatz ist iG nicht einsehbar. Deshalb ist Organistion im Haushalt der (seiner) Gegenstände angebracht. Für Messies eine Qual :-( Zudem gibt es (glaube ich) keinen Gesamtüberblick über die seine gesammelten Gegenstände während einer Mission. Ausser man geht danach zum Händler, dann ist es ersichtlich. 5. Dadurch kommt manchmal das Feeling auf, dass dieses Spiel für die Konsole entwickelt wurde. Hat aber (für mich) auch den Vorteil, dass die großen Schaltflächen, Schriften, usw. auch sehr relaxed im Wohnzimmersofa, ohne groß Mods zu installieren, spielbar sind. 6. Die Installations-CD Nr.2 in der Verpackung befindet sich in einer Papp-Falttasche, anstelle in das Spiele-Etui mitintegriert zu sein. Das empfinde ich als billig! Das war aber auch schon bei Dragonage Origins, und auch bei Mass Effekt 2 so. Mehr Negativ- als Positiv-Punkte? Nein! Das Spiel ist seeehr Stimmungsvoll. Und danach pack ich dann ME2 an, um für ME3 bestens gewappnet zu sein. Die Ego-Shooter-Einlagen habe ich mir GENAUSO gewünscht. Mit Story, und einfach der Möglichkeit, missglückte oder unperfekte Szenarien nochmal auszuprobieren (da mir das Ego-Shooter-Genre bislang völlig entgangen ist). Geiles Game! vonBioware 3,3 von 5 Sternen456 ‹ Alle Details für Mass Effect [EA Value Games] - [PC] anzeigen
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q-de-2201
Was ist die Bedeutung von IA-32 in Bezug auf die x86-Prozessorarchitektur?
Als IA-32, eine Abkürzung für „,“ bezeichnet Intel die Architektur des x86-Prozessors ab dem 80386, ursprünglich als 32-Bit-Architektur. Mit der Befehlssatzerweiterung x64 ist jedoch auch die 64-Bit-x86-Architektur inkludiert. x86 ist die generelle Bezeichnung für die Prozessorarchitektur, die mit dem 8086-Prozessor von Intel 1978 als 16-Bit-Architektur begründet wurde. Mit dem 80386 wurde 1985 von Intel eine Erweiterung des Befehlssatzes auf 32-Bit eingeführt, weshalb für 80386-kompatible Mikroprozessoren auch oft die Bezeichnung i386 verwendet wird bzw. retronym IA-32. Ab 1999 wurde von AMD an der Erweiterung des Befehlssatzes auf 64-Bit gearbeitet, anfangs unter der Bezeichnung x86-64, die 2003 als AMD64 und 2005 von Intel als Intel 64 eingeführt wurde. Auch diese nunmehr oft als x64 bezeichnete Erweiterung des Befehlssatzes zählt zur „.“ Die x86-Befehlssatzarchitektur wird von Intel und AMD weiterentwickelt. Itanium Mit der Neuentwicklung des Itanium-Prozessors von Intel und Hewlett-Packard, die 2001 auf den Markt kam, wollte Intel die zu x86 bzw. IA-32 inkompatible Itanium-Architektur einführen. Diese wurde von Intel auch „“ bezeichnet, da Intel die neue Architektur als die Nachfolge für die damals 32-Bit-x86-Architektur ansah. IA-64 (Itanium) setzte sich jedoch nicht durch, auch deshalb nicht, weil die Architektur als Neuentwicklung nicht x86-kompatibel ist und somit nicht zur IA-32-Architektur mit i386-Befehlssatz zählt, die durch viele Hersteller implementiert wurde. Da x86 seit den 1980er Jahren die weltweit am weitesten verbreitete Prozessorarchitektur für Personal Computer war, gab es eine Vielzahl an bestehenden Programmen, die für den Itanium-Prozessor neu programmiert werden mussten – oder: hätten programmiert werden müssen. Als AMD 2003 die 64-Bit-Erweiterung AMD64 für die bestehende x86-Architektur (IA-32) einführte, wurde diese auf Anhieb vom Markt erfolgreich angenommen, unter anderem gerade deswegen, weil bestehende x86-Programme unverändert darauf liefen. Intel musste 2005 notgedrungen nachziehen und implementierte mit Intel 64 eine zu AMD64 kompatible 64-Bit-Erweiterung für die x86-Architektur „IA-32,“ was die „“ zu einer 64-Bit-Architektur macht. Um Verwirrung zu vermeiden wird 64-Bit-x86 auch mit x64 (in Anlehnung an x86) bezeichnet. IA-64 hingegen steht für die Itanium-Architektur, die zwar auch eine 64-Bit-Architektur ist, die aber nicht zum x86-Befehlssatz „IA-32“ (80x86, i386, x64) kompatibel ist. Architekturmerkmale Die IA-32-Architektur ist eine Weiterentwicklung der 16-Bit-Architekturen von Intels 8086- und 80286-Prozessoren. Alle Register, einschließlich der Adressregister, wurden in dieser Architektur auf 32 Bits erweitert. Die Anzahl der Register blieb gleich. Die Mnemonic der erweiterten Register wurden mit einem vorangestellten E, für extended (deutsch: erweitert), gekennzeichnet, beispielsweise EAX (32-Bit) von zuvor AX (16-Bit). Um Abwärtskompatibilität zu erzielen wurden die 32-Bit-Register als Erweiterung der 16-Bit-Register der 80286-Architektur realisiert, sodass unter der Bezeichnungen für die 16-Bit-Register auf die unteren 16-Bit der 32-Bit-Register weiterhin zugegriffen werden kann: beispielsweise liefert AX auf die unteren 16-Bit des 32-Bit-EAX-Registers. Der Adressbus ist 32 Bits breit und demzufolge ist die Adressierbarkeit auf 4 GB (physikalischer Adressraum) begrenzt. Ausnahmen sind der 80386SX, welcher nur einen 24-Bit-Adressbus besaß. Ab dem Pentium Pro wurde mittels PAE eine Adresserweiterung auf 36 Bits erzielt, bei späteren Generationen sogar mehr, z. B. 40 Bits beim AMD K8. Mit 36 Bits lassen sich 64 GiB adressieren, sodass unter einer 32-Bit-Umgebung mit Einschränkungen mehr als 4 GiB genutzt werden können, wenn vom Betriebssystem PAE umgesetzt wird. Beispielsweise nutzt Linux die PAE-Erweiterung automatisch, wenn diese vom Prozessor unterstützt wird – bei neueren Distributionen ist PAE sogar Voraussetzung, da sich damit auch das NX-Bit nutzen lässt. Unter 32-Bit-Versionen von Windows von Microsoft hingegen wurde PAE wegen Kompatibilitätsproblemen mit bestehenden Treibern nicht genutzt, sodass 32-Bit-Windows-NT auf 4 GiB Arbeitsspeicher beschränkt ist. Mit der 64-Bit-Befehlssatzerweiterung x64 wurde IA-32 zu einer 64-Bit-Architektur weiterentwickelt, wobei auch die Anzahl der Register verdoppelt wurde. Im neuen Betriebsmodus sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Submodi vorhanden, sodass auch 32-Bit-Software von der doppelten Anzahl an Registern profitieren kann (x32). Nomenklatur „“ bzw. abgekürzt „IA-32“ bezeichnete ursprünglich nur die 32-Bit-x86-Architektur des 80386 und seiner Nachfolger, denn damals waren diese allesamt 32-Bit-Prozessoren. Problematisch wird die von Intel gewählte Bezeichnung erst mit der 64-Bit-Erweiterung x64 – denn diese zählt als Weiterentwicklung und Erweiterung zu IA-32, zu der x64 voll kompatibel ist. Retronym finden sich zur genaueren Unterscheidung daher auch die Bezeichnungen x86-32 für die 32-Bit- und x86-64 für die 64-Bit-x86-Architektur. Die von Intel und HP entwickelte Itanium-Architektur, auch mit „“ bzw. abgekürzt „IA-64“ bezeichnet, ist keine x86-Architektur. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit „x64“, der 64-Bit-x86-Architektur, die eine Erweiterung von IA-32 ist. Zur Unterscheidung findet sich dennoch oft IA-32 (auch als „IA32“ oder „ia32“) für die 32-Bit-x86-Architektur bzw. x64 (oder amd64, „x86-64“ oder „x86_64“) für die 64-Bit-x86-Architektur. Beispiele dafür sind u. a. diverse Betriebssysteme, so unterscheidet etwa Slackware zwischen „ia32“ (32-Bit-x86) und „x64_64“ (64-Bit-x86), oder auch UEFI-Bootloader auf Wechseldatenträgern (32-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\BootIA32.efi, 64-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\Bootx64.efi). Betriebsarten Neben dem Real Mode, in dem kompatibel zum 16-Bit-Intel-8086 der konventionelle Arbeitsspeicher und der obere Speicherbereich, das ist der erste, untere Megabyte des Arbeitsspeichers, ohne Beschränkung über Offset und Segment angesprochen werden kann, kennt die zwei bzw. drei weitere Betriebsarten: , der bis zu 4 GB Speicher durchgängig (linear) adressieren kann und einen hardwareseitigen Speicherschutz garantiert (über die Virtuelle Speicherverwaltung der MMU), was Multitasking-/Multiuser-Betriebssysteme mit präemptivem Multitasking ermöglicht. (SMM), welcher für die Leistungsreduktion und Hersteller-spezifische Eigenschaften eingesetzt wird. Der SMM läuft in einem separaten Arbeitsspeicher ab, sodass laufende Prozesse und Betriebssysteme nicht beeinflusst werden. Bei 64-Bit-x86-Prozessoren kommt zusätzlich der (AMD) bzw. der (Intel) hinzu, der die zwei Submodi und bereitstellt. (Siehe x64#Betriebsmodi.) Als Option des (32-Bit) existiert außerdem der , der ein oder mehrere -Programme ausführen kann – dies wurde zur Ausführung von MS-DOS-kompatiblen Programmen unter 32-Bit-Betriebssystemen benötigt und war wichtig für eine schonende Migration von DOS zu moderneren Betriebssystemen. Seit der Umstellung auf 64-Bit spielt der keine sehr große Rolle mehr, da MS-DOS-kompatible Programme nur noch relativ wenig genutzt werden oder aber auf 64-Bit-Betriebssystemen ohnehin vollständig emuliert werden (müssen). Protected Mode: Virtuelle Speicherverwaltung und Speicherschutz Virtuelle Speicherverwaltung Die neue Virtuelle Speicherverwaltung ist primär für den Multitasking-Betrieb ausgelegt (). Mittels (MMU) können mehrere Programme im Speicher konfliktfrei quasi-gleichzeitig ausgeführt werden. Hierzu wird jedes Programm in einem (virtuellen) Speicherraum ausgeführt in dem es alleine existiert und damit nicht mit anderen Programmen in Speicherzugriffskonflikte kommen kann, so dass Speicherschutz erzielt wird (z. B. "Programm A überschreibt irrtümlich bei Programm B eine Variable im Speicher" kann nicht mehr auftreten). Dies erreicht die MMU über eine Tabelle (TLB) in der für die zuletzt lokalisierten virtuellen Adresse aller Programme die echte physikalische Adresse eines Speicherblocks vermerkt ist. Bei jedem Zugriff (Speicher anfordernd, schreibend oder lesend) wird, transparent für Programme und Programmierer, auf eine eindeutige physikalische Adresse umgelenkt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Speicherfragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr auftreten kann. Durch die Adressumsetzung kann die MMU fast beliebig zerstückelten physikalischen Speicher als durchgängig zugreifbaren Block virtuellen Speichers dem Programm präsentieren. Dies ist ein effektiver Mechanismus, so lange die Größe des physikalischen Speichers deutlich kleiner ist als die des virtuellen Adressraums (4 GByte). Durch die kontinuierlich fallenden RAM-Speicherpreise ist dies inzwischen nicht mehr gegeben; der virtuelle Speicherraum kann die Fragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr immer kaschieren, da er nun selbst zu stark fragmentiert sein kann. Virtuelle Adressübersetzung Die IA-32-Architektur verwendet eine 48 Bit breite segmentierte logische Adresse, welche zu 16 Bit aus Selektor und zu 32 Bit aus Offset besteht. Durch die Segmentierung wird die logische Adresse in eine lineare 32-Bit-Adresse übersetzt und kann anschließend durch den Paging-Mechanismus in eine physische 32-Bit-Adresse übersetzt werden. Wird Paging vom System nicht eingesetzt, so ist die lineare 32-Bit-Adresse die physische Adresse. Schutzfunktionen durch die Virtuelle Speicherverwaltung Die MMU enthält vier zentrale Systemregister GDTR (), IDTR (), LDTR () und TR (). Damit werden die Schutzmechanismen realisiert. Die IA-32 Architektur enthält für den Multitasking/Multiuser-Betrieb die folgenden fünf Schutzfunktionen: Typ-Check Limit-Check Zugriff auf Daten Kontroll-Transfer Instruction-Check Diese Schutzfunktionen werden mit verschiedenen Hardware-Mechanismen realisiert. Weitere Funktionen In den nachfolgenden CPU-Generationen wurden weitere Funktionen hinzugefügt: Die Modelle des i486DX haben einen mathematischen Koprozessor bereits integriert, zusätzlich wurde ein Cache auf den Chip integriert (die Budget-Version i486 SX wurde mit deaktiviertem Koprozessor gefertigt). Außerdem wurde die Ausführungseinheit nach dem Fließbandprinzip aufgebaut, genannt Prozessor-Pipeline, was den Befehlsdurchsatz deutlich erhöht. Mit dem Pentium wurde eine zweite Ausführungseinheit der Architektur hinzugefügt. Diese nun parallelen Ausführungseinheiten, genannt Pipelines U und V, ermöglichen superskalare Programmausführung über Out-of-order execution des Prozessors. Beim Pentium MMX wurden Befehle hinzugefügt, die mehrere ganzzahlige Daten gleichzeitig bearbeiten (SIMD) – dies ist vor allem für Multimedia-Daten sinnvoll. MMX steht für , besonders vom Marketing aber auch häufig tituliert. Mit dem Pentium III wurden die SIMD-Befehle erweitert, um auch Gleitkommazahlen bearbeiten zu können (/SSE). Beginnend mit den Prescott-Modellen der Xeon-/Pentium-4-Reihe erhalten die Prozessoren eine Erweiterung um einen 64-Bit-Modus (Intel 64, früher auch EM64T genannt), der weitgehend dem AMD64-Modus der Opteron- und Athlon-64-CPUs von Mitbewerber AMD entspricht. Siehe auch x86-Prozessor x64 (auch x86-64) Itanium-Architektur bzw. IA-64 ( – nicht x86-kompatible 64-Bit-Architektur von Intel) Liste der Mikroprozessoren von Intel Liste von Mikroprozessoren Weblinks IA-64- und IA-32-Handbücher von Intel (PDF, englisch) Einzelnachweise Prozessorarchitektur nach Befehlssatz Intel-Prozessor IA32
PC-Experience Reviews: | Xigmatek Elysium Big Tower im Test PC-Experience » Hardware Reviews: » Reviews: » Xigmatek Elysium Big Tower im Test » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren] Xigmatek Elysium Big Tower im Test Xigmatek hat offenkundig den nordischen Gottheiten endgültig entsagt, doch wohin geht die Reise diesmal? nach Südafrika, nach Baden-Würtemberg oder gar in die klassische Musik oder doch auf die Oberfläche des Mars? diese Frage bleibt offen, zumal keine der möglichen Metaphern einen passenden Bezug bildet. Das ist vermutlich auch gar nicht die Intention, Xigmatek will möglicherweise ein einzigartiges Gehäuse anbieten, das sowohl vom Platzangebot als auch bezüglich der technischen Features ein Novum darstellt. Die Vorrausetzungen dafür erscheinen plausibel, wenn man sich die technischen Eckdaten anschaut und mit der Konkurrenz vergleicht. Aber reicht die Kompatibilität zu den riesigen SR-2 HPTX-Mainboards von EVGA oder zu üppigen SLI/Crossfire Bestückungen schon aus, um sich einen Stammplatz in der obersten Spielklasse zu sichern? wir haben es für euch verifiziert und in unserem neuesten Gehäuse-Test entsprechend reflektiert. Wir wünschen euch wieder viel Spaß beim Studieren unseres Reviews und beim Vertiefen der Erkenntnisse... • Xigmatek Elysium Black Window in Retail Verpackung • Gehäuserollen • Gehäusematerial Basisstruktur: Stahl (SECC 0.8) • Frontverkleidung: Kunststoff (ABS) • Gehäusedeckel: Stahl (SECC 0.8) • Seitenteile: Stahl (SECC 0.8) • Farbe: schwarz (Innenraum schwarz) • Abmessungen: 230mm x 618mm x 663mm (B x H x T) • Formfaktor: ATX, HPTX, E-ATX, XL-ATX, Micro-ATX • Gewicht: ca. 15,5 Kg netto • verfügbare Slots für Erweiterungskarten: 10 • Durchführungen für Wakü: 7 (je 18mm Durchmesser) • CPU-Kühler Einbauoptionen: Towerkühler (bis 185mm Bauhöhe) • max. Grafikkartenbautiefe: 440mm • max. Netzteilbautiefe: bis 300mm Einbautiefe • mögliche WAKÜ-Radiatoren: 120mm bis 420mm • Netzteileinbau-Optionen: Gehäuseboden und Gehäusedeckel • Netzteil-Position (Lüfter nach oben/nach unten): variabel (beides möglich) • Lüfter- Konfiguration: 1x 140 mm (Rückseite, Blackline, White LED) 1x 230x200x30 mm (linkes Seitenteil, White LED) 1x 120 mm (Rückseite, optional statt 140 mm) 2x 200 / 3x 140 / 120 mm (Deckel, optional) 1x 200 / 2x 140 / 120 mm (Boden, optional) 2x Lüfterverteilerplatinen (4-Pol Molex) für je 5x Lüfter • Staubfilter: Netzteilbereich und Frontlüfter • I/O Panel: 2x USB 3.0, 2x USB 2,0, 1x eSATA, 1x HD+AC 97 Audio • Preis: ca. 169,90 € Gehäuse-Verarbeitung und Technik: Wer das Gehäuse kauft, sollte sich zum Auspacken Verstärkung suchen, das Paket wiegt fast 20 Kg und aufreißen und rausfallen lassen wäre keine ernsthafte Option. Die Frontpartie aus ABS-Kunststoff wurde raffiniert arrangiert, denn dass sie aus Kunststoff besteht, fällt auch auf den zweiten Blick kaum auf und darum fügt sie sich nahtlos ins optische Gesamtkonzept ein. Auffälligstes Merkmal ist natürlich das filligran gestaltete I/O Panel, das alle Zutaten besitzt, die wir von so einer Schaltzentrale erwarten. Insgesamt vier USB-Ports, wovon zwei als USB 3.0 ausgelegt wurden (warum eigentlich nur zwei?). Dazu noch ein Port für eSATA, die obligatorischen Audio Ports und ganz rechts der Reset Schalter. Verschließbar ist diese Portleiste über eine etwas wackelige Schubklappe, aber auch die schützt vor unnötigem Staubbefall. Oben links sitzt der gewaltige Ein/Ausschalter und die länglichen Funktions-LEDs finden wir vorne oben an der Frontverkleidung, eine davon signalisiert den Betrieb der Dockingstation. Das war aber beileibe noch nicht alles, denn hinten sehen wir die externe SATA-Dockingstation, über die wir 2,5 und 3,5 Laufwerke einspeisen können. Dieses Konzept ist zwar nicht wirklich neu, aber trotzdem ein äußerst praktisches Feature und es funktioniert ausgezeichnet. Die Abmessungen des Gehäuses lesen sich nicht nur mit ihren 230mm x 618mm x 663mm (B x H x T) gewaltig, sie sind es auch. Dagegen wirken handelsübliche Midi Tower ziemlich unterernährt. Die Frontpartie läßt sich übrigens völlig unproblematisch abclipsen, wie wir noch sehen werden. Ob der Mesh Charakter dieses Gehäuse nun jedem zusagt, ist natürlich auch eine Frage des Geschmacks, eines steht aber jetzt schon fest: es wird nicht leicht, dieses perforierte Gehäuse als Basis für ein leises System zu nutzen, sofern dies auf der Agenda des zukünftigen Besitzers steht. Davon unabhängig kann die Optik, zumindest was die Verarbeitung angeht, durchaus überzeugen, die Seitenteile weisen eine gute Passgenauigkeit auf und die Gleichmäßigkeit der Spaltmaße liegen auf einem recht hohem Niveau. Zu den Stärken des Elysium Gehäuses zählt, das wird niemanden überraschen, natürlich eine unerschüttliche Statik. Dieses Gehäuse steht dank vieler stabilisierender Zusatzverstrebungen wie ein Fels in der Brandung und wird demzufolge nicht auf vielen LAN-Parties zu bewundern sein. Im Heck geht das üppige Angebot von Xigmatek ebenfalls neue Wege. Sieben gummierte Durchführungen für Wasserkühlungsschläuche dürften einen neuen Rekord darstellen. Dies gilt ebenso für die 10 Slotabdeckungen, damit auch das propagierte SR2- Mainboard von EVGA dort seinen Platz einnehmen kann und entsprechende SLI/Crossfire Systeme ein neues Zuhause finden. Ganz oben ist noch ein weitere Netzteil-Einbauplatz zu finden. Einerseits um den angestammten unteren Platz im Gehäuse zu ergänzen, andererseits um eventuell zwei Netzteile parallel zu betreiben. Das Lüftergitter des hinteren 140mm Lüfters kann leider nicht entfernt werden, womit Luftverwirbelungen und somit Störgeräuche vorprogrammiert wären. Insgesamt betrachtet hinterläßt die Heckpartie einen stimmigen und gut verarbeiteten Eindruck, zumal auch hier alles scharz lackiert wurde, das paßt und sieht ansprechend aus. Viele werden sich sicherlich fragen: kann man das obere Gitter abnehmen? man kann und zwar betätigen wir dafür einen kleinen Arretierungshebel an der Rückseite des I/O Panels und schon läßt sich das Gitter abschieben. Das Gehäuse wurde auf sehr massive Gummifüße gestellt, die einereits einen rutschsicheren Stand und andererseits auch eine gewisse Entkoppelung vom Untergrund bewirken. Wem das nicht genügt und auf etwas mehr Mobilität setzen möchte/muß, der kann die mitgelieferten Gehäuserollen an der Unterseite verschrauben und nutzen, damit läßt sich das Gehäuse dann auch ohne Bandscheibenvorfall von A nach B schieben. Das lange Filtermeshgitter an der Unterseite dürfte vielen Anwender übel aufstoßen, denn es ist weder praktikabel zu entfernen noch ebenso einfach zu reinigen. Da hat der Konstrukteur wirklich komplett geschlafen, oder grad Mittagspause gemacht. Der tiefschwarze Innenraum paßt ebenfalls rein stylistisch betrachtet zum Rest des Gehäuses. Die Verarbeitung attestieren wir auch hier als hochwertig, scharfe Kanten konnten wir keine entdecken und dort wo es notwendig war, wurde entsprechend gefalzt, das paßt also. Auffällig sind zwei große Öffnungen, um CPU-Kühler ohne den Ausbau des Mainboards auszuwechseln. Scheinbar dachten die Konstrukteure auch hier ausschließlich an das SR-2 von EVGA, denn die zweite Aussparrung kann nicht optional verschlossen werden. Dies gilt leider für alle Mesh-Öffnungen dieses Gehäuses. Der hintere zentrale 140mm Lüfter sitzt direkt im Einzugsbereich des Mainboards/Grafikkarte/CPU, also genau an der richtigen Stelle. Die Steckkarten werden konventionell verschraubt, was wir sehr begrüssen, zumal wir den teilweise angebotenen Plastikschnellverschlüssen nur soweit trauen, wie wir sie werfen können. Da in diesem Gehäuse unzählige Zusatzlüfter verbaut werden könnten, hat Xigmatek zwei zusätzliche Platinen mit entsprechenden Versorgungsanschlüssen verbaut (siehe Bilder), so daß auch wirklich alle optionalen Lüfter ans Stromnetz angeschlossen werden können. Die zentrale Anlaufstelle in Form einer Lüftersteuerung bleibt Xigmatek indes schuldig. Die Netzteilaufnahme wird durch keine Lüfter oder andere Gegenstände eingeschränkt, insofern passen auch Netzteile in das Gehäuse, die über große Bautiefen (bis zu 300mm) verfügen. Auf den Netzteileinbau gehen wir im Kapitel Komplettierung noch detalliert ein, denn diesbezüglich sollte man schon einige wichtige Aspekte beachten. Grundsätzlich sind jedenfalls gummierte Aufnahmen vorhanden, die aber wenn überhaupt einen rudimentären Entkoppelungseffekt erarbeiten. Die Beschriftung der einzelnen Kabel ist vorbildlich und sollte niemanden bei der Komplettierung des Rechners vor größere Probleme stellen. Die jeweiligen vorkonfigurierten Kabellängen sollten normalerweise ausreichend dimensoniert sein, so daß man durchaus in der Lage ist, die Kabel sehr sauber und gerne auch etwas versteckt zu verlegen, damit sie den Airflow im Gehäuse nicht behindern. Platz genug wäre zwischen Mainboard-Tray und Seitenwand dafür durchaus vorhanden. Alle Lüfter verfügen über einen 3-pin Stromanschluß, der bequem an eine eventuelle Lüftersteuerung angeschlossen werden könnte. Wer die Lüfter gerne ans Netzteil anschließen möchte, geht allerdings leer aus, denn diesbezüglich exisitieren keinerlei Adapter im Lieferumfang. Besonders üppig geschnürt wurde das Zubehörpaket von Xigmatek nicht gerade, außer einem kaum lesbaren Handbuch, den erwähnten Rollen, ein paar Kabelbindern und einem Beutel Schrauben finden wir in der Schachtel nichts weiter. Die USB 3.0 Kabel sind sehr lang ausgelegt worden, um sie gegebenfalls an den rückwärtigen USB 3.0 Buchsen eines Mainboards anzustöpseln. Das ist zwar soweit machbar, sah aber schon bei Lian Li sehr provisorisch aus. Um die Kabel auf den USB 3.0 Headern (19 Pins) aktueller Mainboards aufzustecken sind demzufolge passende Adapter notweindig, die leider auch fehlen. Wir haben auf dem Bild einen Adapter von IN WIN verwendet. Weitere Alternativen finden wir beispielsweise bei Bitfenix und Lian LI . Eines haben alle Adapter gemeinsam, sie stellen eine zusätzliche Investition dar. Die Frontverkleidung läßt sich wie bereits erwähnt mit minimalem Kraftaufwand genauso leicht entfernen, rohe Gewalt ist aber hüben wie drüben eindeutig fehl am Platz, die Plastikschnapper können durchaus auch abbrechen. Der Einbau eines optischen Laufwerkes sollte auch ungeübte Anwender vor keine größeren Probleme stellen, denn die seitlichen Arretierungshebel lassen sich leicht entriegeln/herausnehmen. Das Problem ist nur, das gleich der erste obere 5,25" Schacht nicht genutzt werden kann, weil dort die Elektronik der Dockingstation hineinragt. Ein weiterer Punkt also, den die Qualitätskontrolle von Xigmatek übersehen hat. Ansonsten können sehr viele Laufwerke verbaut werden, ob nun in den herausnehmbaren Festplattenkäfigen oder in den 5,25er Schächten, obliegt den Bedürfnissen des Anwenders. Hinter der Frontverkleidung befinden sich keine weiteren Blenden, die womöglich auch noch herausgebrochen werden müssen. So kann das Gehäuse immer wieder in den Auslieferungszustand zurückversetzt werden. Wir haben natürlich grundsätzlich Laufwerke mit schwarzer Frontblende verwendet, damit die Corporate Identity nicht gestört wird und die Farbgebung stimmig wirkt. Die beiderseitigen Arretierungen für die 5,25 Laufwerke sitzen wirklich sehr fest, so daß man im Grunde auf eine Verschraubung verzichten könnte. Wer dies trotzdem ins Auge gefaßt hat, kann die Arretierungsbügel entfernen und dann die Laufwerke nach eigenem Gusto verschrauben. Was allerdings gänzlich fehlt ist eine Berücksichtigung von sowohl interner 2,5" Laufwerke als auch externer 3,5" Laufwerke, es können dementsprechend also weder SSDs oder externe Cardreader usw. verbaut werden. Zumindest nicht ohne mitgelieferte Adapter der jeweiligen Hersteller. 3,5" Schächte mögen anachronistisch anmuten, haben aber immer noch ihre Daseinsberechtigung und sei es nur, in einer weitestgehend risikolosen Umgebung (DOS) ein Bios Update zu bewerkstelligen, was mittlerweile wieder viele Mainboard-Hersteller empfehlen. Das ist zwar auf aktuellen Mainboards auch über einen USB-Stick zu realisieren, aber warum sollten wir auf unser schönes Multifunktionsgerät von Scythe verzichten? das gilt auch für viele Lüftersteuerungen, die einen 3,5" Platz benötigen. Wenn wir die Festplattenkäfige herausnehmen, sind die Festplatten schnell verschraubt und dank kleinerer Gummierungen in den Käfigen auch einigermaßen entkoppelt. Achtet aber bitte unbedingt darauf, das ihr die Schrauben für diese gummierten Aufnahmen nicht zu fest anzieht, dadurch würden die Gummies zerdrückt und der Entkoppelungseffekt schnell unwirksam. Erwartet durch die Entkoppelung aber auch nicht zu viel Wirkung, tatsächlich reduziert werden durch die Entkoppelung lediglich mögliche Vibrationen, eine Dämmung der Festplatte zur Reduzierung der Zugriffsgeräusche findet über die Entkoppelung kaum statt, da sind professionelle Speziallösungen in Form von entkoppelten Dämmboxen deutlich im Vorteil. Die Seitenteile sind leider nicht hermetisch verschlossen worden, so daß nicht nur Staub nach innen dringen kann, sondern auch Lärm nach außen. Der 230x200x30 Lüfter im Window Seitenteil blockiert hohe Towerkühler ab 155mm Bauhöhe, das muß man wissen, bevor man sich die Komponenten für den Rechner zusammenstellt, oder man baut den Lüfter gleich aus. Auch an dieser Stelle sind keine optionalen Verschlußmöglichkeiten seitens Xigmatek vorgesehen worden, da ist nicht nur schade sondern auch wenig durchdacht. Der Einbau des Netzteils sollte im schon entsprechend vorbereiteten unteren Gehäusebereich erfolgen. Nun könnte man einerseits das Netzteil in seiner "normalen" Position mit dem Lüfter nach unten einbauen. Dann kümmert sich das Netzteil im Grund nur um sich selbst und seine Kühlung, was sehr leise vonstatten gehen kann, da es weitestgehend vom Rest der heißen Komponenten abgeschottet arbeitet. Dank der variablen Bohrungen ist es aber auch möglich, das Netzteil mit dem Lüfter gen Innenraum zu verbauen, beides besitzt Vor-und Nachteile. Da das Netzteil gen Innenraum nicht hermetisch abisoliert ist, gelangt ohnhin Abwärme aus dem Innenraum ins Netzteil, egal welche Einbaurichtung bevorzugt wird und unten positionierte heiße Soundkarten (bis 50°C) sind sicherlich dankbar für eine aktive Unterstützung. Außerdem saugt der Netzteillüfter dann nicht den ganzen Staub und Dreck unter eurem Gehäuse an, auch wenn ein Filter vorhanden ist. Der Netzteillüfter wird durch die Abwärme des Innenraums allerdings stärker beansprucht, was durchaus in einer erhöhten Geräuschkulisse resultieren kann. Der gerne gehörte Vorteil, das so das Netzteil auch die Grafikkarte unterstützt, weil es Abwärme von der Grafikkarte absaugt, ist ein zweischneidiges Schwert. Wenn die Grafikkarte über einen Radiallüfter seine Abwärme selbst aus dem Gehäuse bläst, spielt die Einbauposition des Netzteils eh keine Rolle. Besitzt die Grafikkarte allerdings einen oder zwei Axiallüfter, die auf die Platine der Grafikkarte blasen, "gräbt" das Netzteil der Grafikkarte die angesaugte Luft ab, weil das Netzteil diese Luft ebenfalls ansaugt. Für den Einbau im unteren Gehäusebereich sollte ein Netzteil auch über ausreichend Kabellänge verfügen, weil der Weg von unten nach oben zum Mainboard einige cm weiter ist, als umgekehrt, da hilft dann nur ausprobieren. Das Platzangebot ist wie schon mehrfach betont enorm üppig, so daß auch Grafikkarten mit einer Platinenlänge von 310mm anstandslos zu verbauen wären. Ein normales ATX Mainboard wirkt in dem Gehäuse etwas verloren, daran ändern auch kein Crossfire-Gespann etwas. Der problemlose Einbau gilt gleichermaßen für ausladende Towerkühler wie z.B den IFX-14 von Thermalright mitsamt seines HR10 Zusatzkühlers. Auch sehr sperrige Towerkühler mit einer Breite über 135mm, kollidieren ganz sicher nicht mit dem weit entfernten Gehäusedeckel. Wenn denn endlich alles komplettiert wurde, erfreuen uns die vorhandenen LED-Lüfter mit einer recht dezenten weißen Beleuchtung, die weder zu grell noch zu aufdringlich wirkt, das paßt und hat durchaus Stil. Bleibt aber natürlich auch eine Frage des individuellen Geschmacks, insofern hätten wir uns einen Abschaltknopf für die Beleuchtung gewünscht. Noiseblocker Blacksilent Pro PK2 Betriebsspannung 4 bis 13,8 Volt Abmessungen 140 x 140 x 25mm Nenndrehzahl 1200 U/min ( + /- 10% ) max. Volumenstrom 93 m³/Std Lautstärke ca. 20 dBA Kabellänge 50 +20 cm sleeved MTBF in Stunden ca. 180.000 Stunden Extras verschiedenes Entkoppelung Stifte Bezugsquelle Caseking Mit Core Temp 0.99.8, Real Temp 3.60, dem Hardware Monitor 1.18 und AIDA64 v1.80.1477 Beta wurden die Temperaturen mit den Werten verglichen, die wir nach vier Stunden Stunden 3D Mark 2006 und Prime 95 (Orthos) über unser digitales Temperaturmessgerät TL-305 (Messbereich von Minus 200°C bis plus 1370°C) erhalten haben. Die Zimmertemperatur lag bei 20 °C (klimatisierter Raum). Die Werksbestückung der Lüfter beliessen wir im Testdurchlauf so wie geliefert, steuerten aber für den Test die Lüfter über unsere eigens dafür kalibrierte Zalman ZM-MFC1 Plus Steuerung entsprechend herunter: Temps-Idle 12Volt Temps-Last 12Volt Temps-Idle 7Volt Temps-Last 7Volt Gehäuse 28,8°C 32,7°C 32,1°C 34,9°C Mainboard 29,9°C 34,1°C 32,3°C 35,2°C CPU 36,1°C 53,2°C 38,6°C 58,1°C Grafikkarte 50,7°C 62,1°C 52,6°C 66,3°C Festplatte (Samsung F4 320GB) 22,3°C 30,1°C 25,4°C 32,3°C Festplatte (VelociRaptor VR200M) 25,1°C 32,4°C 28,8°C 35,7°C Die Temperaturen gehen völlig in Ordnung, wobei sich dies auch nicht nennenswert ändert, wenn der seitliche Lüfter entfernt wird, der ohnehin größere Towerkühler blockiert. Eine wirklich Optimierung wäre die Montage von einem 200mm Lüfter im hinteren Gehäusedeckelbereich. Was den Schalldruck angeht, bietet sich noch weitaus mehr Optimierungspotential: Der große 230x200x30mm Lüfter im Seitenteil, den wir auch aus Aerocool und NZXT Gehäusen kennen, rotiert unter 12 Volt Ansteuerung mit 807 U/min und erzeugt dabei 20,5 dBA Schalldruck (0,1 sone). Eine Reduzierung auf 7 Volt wäre möglich, dann dreht der Lüfter noch mit 516 U/min und erzeugt 15,5 dBA (0,1 sone). Eine weitere Reduzierung ist allerdings nicht möglich, weil der Lüfter unterhalb von 6,4 Volt nicht mehr anläuft. Bei 12 Volt und realen 1189 U/min belasten die beiden 120mm Lüfter in der Frontpartie das menschliche Ohr mit jeweils 25,3 dBA Schalldruck (0,6 sone). Wenn wir die Ansteuerung auf 7 Volt absenken, bleiben davon 779 U/min und 18,7 dBA (0,1 sone) übrig. Da beide Lüfter schon ab 4,63 Volt anlaufen, konnten wir auch entsprechende 5 Volt Werte liefern: 541 U/min und 13,3 dBA (0,1 sone). Mit anderen Worten, wer eine funktionierende Lüftersteuerung besitzt, kann die Lüfter auf ein sehr leises Niveau herunterregeln. Der hintere 140mm Lüfter rotiert bei 12 Volt Ansteuerung mit 1076 U/min und erzeugt 23,8 dBA (0,4 sone) Schalldruck. Das läßt sich problemlos auf 7 Volt reduzieren, so daß noch 688 U/min und 17,1 dBA (0,1 sone) übrig bleiben. Unterhalb von 6,03 Volt lief dieser Lüfter allerdings nicht mehr an. Die Lagerqualität der drei unterschiedlichen Lüftersortierungen gestaltet sich sehr different. Der große 230x200mm Lüfter neigt in nahezu jedem Ansteuerungsspektrum zum Schleifen, die beiden 120mm Lüfter tendieren eher zum unauffälligen und weitestgehend störungsgeräuschfreiem Lauf, der 140mm Lüfter wirkt etwas brummig, was sich erst ab 7 Volt reduziert. Entkoppelungsstifte würden bei der Ruhigstellung der Lüfter deutlich helfen, leider liefert Xigmatek ab Werk nichts dergleichen mit. Solltet ihr daran interessiert sein, die Lüfter auszutauschen, möchten wir euch entsprechende Artikel ans Herz legen, die eure Auswahl erleichtern. Adäquate 200mm Lüfter lassen sich im Sortiment von BitFenix, Cooler Master und NZXT finden, wobei speziell die Cooler Master Lüfter zu empfehlen wären. Die Lautstärke der Festplatten und optischen Laufwerke wären durchaus noch optimierbar, was allerdings nicht ohne finanziellen Aufwand erreicht werden kann. Unsere Samsung Spinpoint F4 320GB Festplatte war aus unserem Testsystem nicht herauszuhören. Das gilt ebenso für die vorhandenen Samsung F1 oder F3 Festplatten mit einem Platter, die sich auf sehr ähnlich niedrigem Geräuschniveau bewegen. Unsere neuen VelociRaptoren VR200M lärmen ohne Entkoppelung normalerweise mit 32,5 dBA (idle) und 38,5 dBA unter Last, was durch die Festplatten-Entkoppelung des Xigmatek Gehäuses um jeweils 2,9 dBA reduziert wurde. Professionelle Dämmboxen wie z.B. die Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox, können da bis zu 7 dBA Reduktion erwirken, sind aber auch deutlich teurer: Wer das Xigmatek Elysium für ein leises System ins Auge gefaßt hat, was angesichts der Mesh-Perforierungen nicht einfach wird, kommt an einer Lüftersteuerung nicht vorbei und sollte die vorhandenen Lüfter entkoppeln und/oder in qualitativ hohwertigere Lüfter investieren investieren. Eine Gehäusedämmung, die darüber hinaus auch dabei hilft, die Perforierungen zu schließen, wäre sicherlich eine diskutable Option. Die Seitenwände klappern dank ausreichender Wandstärke definitiv nicht, die Statik des Gehäuses stellt sich als überaus verwindungssteif dar und die Festplatten werden einigermaßen entkoppelt. Damit wäre es dann aber noch lange nicht getan, denn wir erinnern uns: für ein leises System müssen auch entsprechende Komponenten verbaut sein (Grafikkarten, Festplatten und Kühler-Lüfter, Netzteil etc.), ansonsten wird das Vorhaben wieder konterkariert und unser bisheriger Aufwand verpufft. Da Xigmatek ab Werk nichts beilegt und wir diesbezüglich immer wieder gefragt werden, welche dazu passende Lüftersteuerung zu empfehlen sei, möchten wir euch unseren Favoriten vorstellen: Die Zalman Lüftersteuerung paßt nicht nur vom Material her perfekt, sie reiht sich auch designtechnisch unserer Meinung nach ideal in diese Aluminium Gehäuse Designs ein. Dazu kommt noch ein wichtiger Aspekt, es ist keine PWM Steuerung sondern eine analog ausgelegte Steuerung, so daß keine ständigen Stromunterbrechungen stattfinden, die den Lüfter auf lange Sicht betrachtet schädigen können und außerdem Störgeräuche produzieren. Darüber hinaus ist sie sehr preiswert und verfügt über einen Regelbereich von 5,1 bis 11,9Volt.. Das Xigmatel Elysium Gehäuse bietet vor allem eines und das ist unverschämt viel Platz. Die Hardware, die dort nicht verbaut werden kann, muß vermutlich noch konzipiert werden. Diese Begeisterung wird vermutlich auch zu den Fans von Wasserkühlungen herüberschwappen, die dieses Gehäuse wegen ihrer entsprechenden Optionen in die engere Wahl ziehen könnten. Dazu kommt ein vorbildliches I/O Panel mit allen Vorzügen, die so ein Kontrollcenter bieten kann, dabei sei insbesondere die clevere Dockingstation erwähnt. Verarbeitung und Temperaturverhalten kategorisieren wir auf einem hohen Qualitätslevel, wobei hier erste Abstriche zu machen wären, da eine andere Lüfterbestückung ähnlich gute Temperaturen ermöglicht, ohne große Towerkühler ab 155mm Bauhöhe zu blockieren. Diesbezüglich spielt auch die Gehäuse-Ästhetik eine nicht unwesentliche Rolle, denn der große Lüfter im Window-Seitenteil wirkt einfach deplaziert. Es wäre auch schön, wenn sich Hersteller und Händler auf eine gemeinsame Sprache bezüglich der Lüfterdimensionen einigen könnten, denn der Seitenlüfter ist weder ein reinrassiger 200mm noch 230mm Lüfter. Die korrekte Bezeichnung lautet 230x200x30mm, alles andere ist falsch und verwirrt nur unnötigerweise den Kunden. Verwirrung herrschte bei uns auch bezüglich der unausgegorenen Ausstattung, ein 160 € Gehäuse ohne Lüftersteuerung und 2,5" Einbauoptionen anzubieten, stellt ein schwer zu verkraftendes Faktum dar. Xigmatek will zwar ein HOT SWAP HDD CAGE für den Einbau von SSDs anbieten, den darf der Kunde dann aber zusätzlich bezahlen. Ein rudimentäres Handbuch mit kaum zu erkennenden Bildern, fehlende Lüfterentkoppelungen und ein durch die Elektronik der Dockingstation blockierter oberster 5,25" Schacht, korrespondieren ebenfalls nicht mit den Ansprüchen dieses Gehäuses. Oder geht Xigmatek davon aus, das ohnehin nur eine kleine Gruppe von Enthusiasten mit Crossfire/SLI und EVGA SR-2 Ambitionen als Kundenklientel in Frage kommt, bei denen die Lautstärke eines Systems vermutlich nicht im Vordergrund steht? dann hat man das Klassenziel definitiv verfehlt. Schöne lange USB 3.0 Kabel sind sicherlich nicht zu verachten, sie nützen nur ohne passende Adapter nichts, wenn der Anwender sie auf die USB 3.0 Header seines Mainboards stecken möchte. Natürlich kann man sie auch nach hinten durchreichen und dort an die externen USB 3.0 Mainboard-Ports anschließen, das sieht dann aber genauso unprofessionell aus wie bei Lian Li. Das Elysium Gehäuse bringt einige wirklich gute Ansätze mit, das steht zweifelos außer Frage, aber uns fehlt einfach die letzte Konsequenz in der Umsetzung, denn wenn die erfolgt wäre, müßten wir uns an dieser Stelle ganz sicher nicht über die Defizite dieses Gehäuses unterhalten... • ansprechende wertige massive Optik/Haptik • sehr gute Verarbeitung (mit Einschränkungen) • herausragende Statik und Verwindungssteifigkeit • recht passgenaue und klapperfreie Seitenteile • rutschfester kippelfreier Stand, Laufrollen gehören zur Ausstattung • extrem viel Platz im Gehäuse • äußerst praktische Dockingstation für externe Festplatten und SSDs • optische Laufwerks- und Steckkartenbefestigung sehr stabil • Kompatibilität zu überlangen Netzteilen (bis 300mm) • Kompatibilität zu überlangen Grafikkarten (bis 440mm) • keine Probleme bei der Aufnahme großer Towerkühler bis 185mm (eingeschränkt) • Schlauch-Durchführungen für Wasserkühlung vorhanden (7x) • variable Radiator-Optionen (120 bis 420mm) • äußerst praktische gummierte Kabeldurchführungen im Mainboardtray • USB 3.0 Anbindung über Mainboard Pfostenstecker (USB Header) möglich, sonst nur extern • sehr funktionelles I/O Panel mit Staubklappe • auswaschbare Staubfilter (Frontlüfter)) • noch ausreichendes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 149,90 €) • Lüfter unter 12 Volt Ansteuerung zu laut, keine Lüftersteuerung • keine Lüfter-Entkoppelungen • spartanisches Handbuch mit miserablen Bildern • keine externen 3,5" und internen 2,5" Laufwerks-Einbauoptionen vorhanden • Window-Plastikclip-Befestigung nicht sehr vertrauenserweckend • Lüfter im Seitenteil blockiert Kühler ab 155mm Bauhöhe • Staubfilter im Bodenblech umständlich zu reinigen • Gehäuse-Perforierungen nicht optional verschließbar • erster 5,25" Schacht durch Elektronik der Dockingstation blockiert Der Xigmatek Elysium Big Tower erhält den PC-Experience Award in Bronze Xigmatek Elysium bei Caseking 18.07.2011 00:06 PC-Experience » Hardware Reviews: » Reviews: » Xigmatek Elysium Big Tower im Test
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q-de-2201
Was ist die Bedeutung von IA-32 in Bezug auf die x86-Prozessorarchitektur?
Als IA-32, eine Abkürzung für „,“ bezeichnet Intel die Architektur des x86-Prozessors ab dem 80386, ursprünglich als 32-Bit-Architektur. Mit der Befehlssatzerweiterung x64 ist jedoch auch die 64-Bit-x86-Architektur inkludiert. x86 ist die generelle Bezeichnung für die Prozessorarchitektur, die mit dem 8086-Prozessor von Intel 1978 als 16-Bit-Architektur begründet wurde. Mit dem 80386 wurde 1985 von Intel eine Erweiterung des Befehlssatzes auf 32-Bit eingeführt, weshalb für 80386-kompatible Mikroprozessoren auch oft die Bezeichnung i386 verwendet wird bzw. retronym IA-32. Ab 1999 wurde von AMD an der Erweiterung des Befehlssatzes auf 64-Bit gearbeitet, anfangs unter der Bezeichnung x86-64, die 2003 als AMD64 und 2005 von Intel als Intel 64 eingeführt wurde. Auch diese nunmehr oft als x64 bezeichnete Erweiterung des Befehlssatzes zählt zur „.“ Die x86-Befehlssatzarchitektur wird von Intel und AMD weiterentwickelt. Itanium Mit der Neuentwicklung des Itanium-Prozessors von Intel und Hewlett-Packard, die 2001 auf den Markt kam, wollte Intel die zu x86 bzw. IA-32 inkompatible Itanium-Architektur einführen. Diese wurde von Intel auch „“ bezeichnet, da Intel die neue Architektur als die Nachfolge für die damals 32-Bit-x86-Architektur ansah. IA-64 (Itanium) setzte sich jedoch nicht durch, auch deshalb nicht, weil die Architektur als Neuentwicklung nicht x86-kompatibel ist und somit nicht zur IA-32-Architektur mit i386-Befehlssatz zählt, die durch viele Hersteller implementiert wurde. Da x86 seit den 1980er Jahren die weltweit am weitesten verbreitete Prozessorarchitektur für Personal Computer war, gab es eine Vielzahl an bestehenden Programmen, die für den Itanium-Prozessor neu programmiert werden mussten – oder: hätten programmiert werden müssen. Als AMD 2003 die 64-Bit-Erweiterung AMD64 für die bestehende x86-Architektur (IA-32) einführte, wurde diese auf Anhieb vom Markt erfolgreich angenommen, unter anderem gerade deswegen, weil bestehende x86-Programme unverändert darauf liefen. Intel musste 2005 notgedrungen nachziehen und implementierte mit Intel 64 eine zu AMD64 kompatible 64-Bit-Erweiterung für die x86-Architektur „IA-32,“ was die „“ zu einer 64-Bit-Architektur macht. Um Verwirrung zu vermeiden wird 64-Bit-x86 auch mit x64 (in Anlehnung an x86) bezeichnet. IA-64 hingegen steht für die Itanium-Architektur, die zwar auch eine 64-Bit-Architektur ist, die aber nicht zum x86-Befehlssatz „IA-32“ (80x86, i386, x64) kompatibel ist. Architekturmerkmale Die IA-32-Architektur ist eine Weiterentwicklung der 16-Bit-Architekturen von Intels 8086- und 80286-Prozessoren. Alle Register, einschließlich der Adressregister, wurden in dieser Architektur auf 32 Bits erweitert. Die Anzahl der Register blieb gleich. Die Mnemonic der erweiterten Register wurden mit einem vorangestellten E, für extended (deutsch: erweitert), gekennzeichnet, beispielsweise EAX (32-Bit) von zuvor AX (16-Bit). Um Abwärtskompatibilität zu erzielen wurden die 32-Bit-Register als Erweiterung der 16-Bit-Register der 80286-Architektur realisiert, sodass unter der Bezeichnungen für die 16-Bit-Register auf die unteren 16-Bit der 32-Bit-Register weiterhin zugegriffen werden kann: beispielsweise liefert AX auf die unteren 16-Bit des 32-Bit-EAX-Registers. Der Adressbus ist 32 Bits breit und demzufolge ist die Adressierbarkeit auf 4 GB (physikalischer Adressraum) begrenzt. Ausnahmen sind der 80386SX, welcher nur einen 24-Bit-Adressbus besaß. Ab dem Pentium Pro wurde mittels PAE eine Adresserweiterung auf 36 Bits erzielt, bei späteren Generationen sogar mehr, z. B. 40 Bits beim AMD K8. Mit 36 Bits lassen sich 64 GiB adressieren, sodass unter einer 32-Bit-Umgebung mit Einschränkungen mehr als 4 GiB genutzt werden können, wenn vom Betriebssystem PAE umgesetzt wird. Beispielsweise nutzt Linux die PAE-Erweiterung automatisch, wenn diese vom Prozessor unterstützt wird – bei neueren Distributionen ist PAE sogar Voraussetzung, da sich damit auch das NX-Bit nutzen lässt. Unter 32-Bit-Versionen von Windows von Microsoft hingegen wurde PAE wegen Kompatibilitätsproblemen mit bestehenden Treibern nicht genutzt, sodass 32-Bit-Windows-NT auf 4 GiB Arbeitsspeicher beschränkt ist. Mit der 64-Bit-Befehlssatzerweiterung x64 wurde IA-32 zu einer 64-Bit-Architektur weiterentwickelt, wobei auch die Anzahl der Register verdoppelt wurde. Im neuen Betriebsmodus sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Submodi vorhanden, sodass auch 32-Bit-Software von der doppelten Anzahl an Registern profitieren kann (x32). Nomenklatur „“ bzw. abgekürzt „IA-32“ bezeichnete ursprünglich nur die 32-Bit-x86-Architektur des 80386 und seiner Nachfolger, denn damals waren diese allesamt 32-Bit-Prozessoren. Problematisch wird die von Intel gewählte Bezeichnung erst mit der 64-Bit-Erweiterung x64 – denn diese zählt als Weiterentwicklung und Erweiterung zu IA-32, zu der x64 voll kompatibel ist. Retronym finden sich zur genaueren Unterscheidung daher auch die Bezeichnungen x86-32 für die 32-Bit- und x86-64 für die 64-Bit-x86-Architektur. Die von Intel und HP entwickelte Itanium-Architektur, auch mit „“ bzw. abgekürzt „IA-64“ bezeichnet, ist keine x86-Architektur. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit „x64“, der 64-Bit-x86-Architektur, die eine Erweiterung von IA-32 ist. Zur Unterscheidung findet sich dennoch oft IA-32 (auch als „IA32“ oder „ia32“) für die 32-Bit-x86-Architektur bzw. x64 (oder amd64, „x86-64“ oder „x86_64“) für die 64-Bit-x86-Architektur. Beispiele dafür sind u. a. diverse Betriebssysteme, so unterscheidet etwa Slackware zwischen „ia32“ (32-Bit-x86) und „x64_64“ (64-Bit-x86), oder auch UEFI-Bootloader auf Wechseldatenträgern (32-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\BootIA32.efi, 64-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\Bootx64.efi). Betriebsarten Neben dem Real Mode, in dem kompatibel zum 16-Bit-Intel-8086 der konventionelle Arbeitsspeicher und der obere Speicherbereich, das ist der erste, untere Megabyte des Arbeitsspeichers, ohne Beschränkung über Offset und Segment angesprochen werden kann, kennt die zwei bzw. drei weitere Betriebsarten: , der bis zu 4 GB Speicher durchgängig (linear) adressieren kann und einen hardwareseitigen Speicherschutz garantiert (über die Virtuelle Speicherverwaltung der MMU), was Multitasking-/Multiuser-Betriebssysteme mit präemptivem Multitasking ermöglicht. (SMM), welcher für die Leistungsreduktion und Hersteller-spezifische Eigenschaften eingesetzt wird. Der SMM läuft in einem separaten Arbeitsspeicher ab, sodass laufende Prozesse und Betriebssysteme nicht beeinflusst werden. Bei 64-Bit-x86-Prozessoren kommt zusätzlich der (AMD) bzw. der (Intel) hinzu, der die zwei Submodi und bereitstellt. (Siehe x64#Betriebsmodi.) Als Option des (32-Bit) existiert außerdem der , der ein oder mehrere -Programme ausführen kann – dies wurde zur Ausführung von MS-DOS-kompatiblen Programmen unter 32-Bit-Betriebssystemen benötigt und war wichtig für eine schonende Migration von DOS zu moderneren Betriebssystemen. Seit der Umstellung auf 64-Bit spielt der keine sehr große Rolle mehr, da MS-DOS-kompatible Programme nur noch relativ wenig genutzt werden oder aber auf 64-Bit-Betriebssystemen ohnehin vollständig emuliert werden (müssen). Protected Mode: Virtuelle Speicherverwaltung und Speicherschutz Virtuelle Speicherverwaltung Die neue Virtuelle Speicherverwaltung ist primär für den Multitasking-Betrieb ausgelegt (). Mittels (MMU) können mehrere Programme im Speicher konfliktfrei quasi-gleichzeitig ausgeführt werden. Hierzu wird jedes Programm in einem (virtuellen) Speicherraum ausgeführt in dem es alleine existiert und damit nicht mit anderen Programmen in Speicherzugriffskonflikte kommen kann, so dass Speicherschutz erzielt wird (z. B. "Programm A überschreibt irrtümlich bei Programm B eine Variable im Speicher" kann nicht mehr auftreten). Dies erreicht die MMU über eine Tabelle (TLB) in der für die zuletzt lokalisierten virtuellen Adresse aller Programme die echte physikalische Adresse eines Speicherblocks vermerkt ist. Bei jedem Zugriff (Speicher anfordernd, schreibend oder lesend) wird, transparent für Programme und Programmierer, auf eine eindeutige physikalische Adresse umgelenkt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Speicherfragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr auftreten kann. Durch die Adressumsetzung kann die MMU fast beliebig zerstückelten physikalischen Speicher als durchgängig zugreifbaren Block virtuellen Speichers dem Programm präsentieren. Dies ist ein effektiver Mechanismus, so lange die Größe des physikalischen Speichers deutlich kleiner ist als die des virtuellen Adressraums (4 GByte). Durch die kontinuierlich fallenden RAM-Speicherpreise ist dies inzwischen nicht mehr gegeben; der virtuelle Speicherraum kann die Fragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr immer kaschieren, da er nun selbst zu stark fragmentiert sein kann. Virtuelle Adressübersetzung Die IA-32-Architektur verwendet eine 48 Bit breite segmentierte logische Adresse, welche zu 16 Bit aus Selektor und zu 32 Bit aus Offset besteht. Durch die Segmentierung wird die logische Adresse in eine lineare 32-Bit-Adresse übersetzt und kann anschließend durch den Paging-Mechanismus in eine physische 32-Bit-Adresse übersetzt werden. Wird Paging vom System nicht eingesetzt, so ist die lineare 32-Bit-Adresse die physische Adresse. Schutzfunktionen durch die Virtuelle Speicherverwaltung Die MMU enthält vier zentrale Systemregister GDTR (), IDTR (), LDTR () und TR (). Damit werden die Schutzmechanismen realisiert. Die IA-32 Architektur enthält für den Multitasking/Multiuser-Betrieb die folgenden fünf Schutzfunktionen: Typ-Check Limit-Check Zugriff auf Daten Kontroll-Transfer Instruction-Check Diese Schutzfunktionen werden mit verschiedenen Hardware-Mechanismen realisiert. Weitere Funktionen In den nachfolgenden CPU-Generationen wurden weitere Funktionen hinzugefügt: Die Modelle des i486DX haben einen mathematischen Koprozessor bereits integriert, zusätzlich wurde ein Cache auf den Chip integriert (die Budget-Version i486 SX wurde mit deaktiviertem Koprozessor gefertigt). Außerdem wurde die Ausführungseinheit nach dem Fließbandprinzip aufgebaut, genannt Prozessor-Pipeline, was den Befehlsdurchsatz deutlich erhöht. Mit dem Pentium wurde eine zweite Ausführungseinheit der Architektur hinzugefügt. Diese nun parallelen Ausführungseinheiten, genannt Pipelines U und V, ermöglichen superskalare Programmausführung über Out-of-order execution des Prozessors. Beim Pentium MMX wurden Befehle hinzugefügt, die mehrere ganzzahlige Daten gleichzeitig bearbeiten (SIMD) – dies ist vor allem für Multimedia-Daten sinnvoll. MMX steht für , besonders vom Marketing aber auch häufig tituliert. Mit dem Pentium III wurden die SIMD-Befehle erweitert, um auch Gleitkommazahlen bearbeiten zu können (/SSE). Beginnend mit den Prescott-Modellen der Xeon-/Pentium-4-Reihe erhalten die Prozessoren eine Erweiterung um einen 64-Bit-Modus (Intel 64, früher auch EM64T genannt), der weitgehend dem AMD64-Modus der Opteron- und Athlon-64-CPUs von Mitbewerber AMD entspricht. Siehe auch x86-Prozessor x64 (auch x86-64) Itanium-Architektur bzw. IA-64 ( – nicht x86-kompatible 64-Bit-Architektur von Intel) Liste der Mikroprozessoren von Intel Liste von Mikroprozessoren Weblinks IA-64- und IA-32-Handbücher von Intel (PDF, englisch) Einzelnachweise Prozessorarchitektur nach Befehlssatz Intel-Prozessor IA32
Wer eine eige­ne WordPress-Website haben möch­te, auf die er zu 100 Prozent Einfluss neh­men kann, benö­tigt ein WordPress-Hosting. Doch es gibt so vie­le Möglichkeiten, wel­che soll man wäh­len? Dazu kommt, dass du in jedem Bereich wirk­lich gute Lösungen bekom­men kannst. Jede die­ser Lösungen hat sei­ne Vor- und Nachteile. Wir lei­ten dich heu­te durch den Dschungel des Webhosting für WordPress. WordPress funk­tio­niert so ziem­lich mit allen Optionen, die dir Hosting bie­ten kann. Im Grunde genom­men ist es also eine Entscheidung, die du mit einer Prognose für die Zukunft tref­fen musst. Natürlich wird eine Website auf einem guten Dedicated Server immer vor­aus­sicht­lich am schnells­ten aus­ge­lie­fert wer­den, doch so einen Server muss man auch admi­nis­trie­ren kön­nen. Dazu kommt noch der geplan­te Einsatzbereich der Website. Wird es ein per­sön­li­cher Blog, oder doch eher ein sehr umfang­rei­cher Online-Shop, der, mit einem eige­nen Werbeetat bewor­ben, sehr vie­le Besucher anlo­cken wird. Daher stel­le dir zuerst ein­mal die Frage: Was genau will ich für eine Website haben und wie vie­le Besucher wer­de ich in der Anfangszeit erwar­ten? Wenn du das getan hast, dann erwar­ten dich die fol­gen­den Möglichkeiten, aus denen du aus­wäh­len kannst: Bei einem soge­nann­ten Shared-Hosting teilst du dir mit sehr vie­len ande­ren Kunden einen Server. Das muss nicht schlecht sein. Für Anfänger und Websites, die nicht so viel Besucherverkehr erwar­ten, kann dies eine gute Lösung sein. Shared-Hosting ist sehr preis­güns­tig und bei man­chen Anbietern auch gut aus­ge­stat­tet. Wenn du nur einen per­sön­li­chen Blog haben möch­test, oder viel­leicht eine Website für dei­ne Hochzeit dein eigen nen­nen magst, dann funk­tio­niert Shared-Hosting sehr gut für dich. Allerdings kann es auch knall­har­te Nachteile haben. Sehr güns­tig. Bereits ab unge­fähr 5,99 Euro monat­lich bekommt man ein brauch­ba­res Paket mit SSD und PHP7. 96 MB PHP Memory Limit und zwei Domains sind eben­falls inklu­si­ve. Du musst dich nicht um die Sicherheit des Servers küm­mern, und die meis­ten Dinge, die du benö­tigst, sind bereits instal­liert. Solltest du ein­mal Probleme haben, kannst du dich an den Support des Hosters wen­den. Auf man­chen Shared-Hosting-Servern tei­len sich Hunderte die Ressourcen des Servers. Wenn eine der ande­ren Websites ange­grif­fen wird oder sehr viel Traffic bekommt, geht auch dei­ne Website mit in die Knie. Denn wenn eine Website mehr Ressourcen ver­braucht, als ein­kal­ku­liert, haben die ande­ren dar­un­ter zu lei­den. Zudem gibt es nur sehr weni­ge, wirk­lich gute Hoster, die für die Geschwindigkeit und die Sicherheit aller Websites auf dem Shared-Server sor­gen. Dein Zugriff auf Ressourcen und Einstellungen ist eben­falls sehr beschränkt. Empfehlenswert für: Einsteiger und Projekte mit klei­nem Budget Bis wie viel Traffic: Nach eige­ner Erfahrung steckt ein gutes Shared-Hosting auch mal 20.000 Besucher monat­lich weg. Sogenannte vServer sind vir­tu­el­le Server. Das bedeu­tet nicht ande­res als dass es sich um ein stark auf­ge­bohr­tes Shared-Hosting han­delt. Du teilst dir immer noch mit ande­ren Sites einen Server, nur sind es bei einem vServer bedeu­tend weni­ger. Ein ech­ter, phy­si­ka­li­scher Server wird mit­tels Software in eini­ge vir­tu­el­le Server ein­ge­teilt. Da die­se vir­tu­el­len Server durch die Software von­ein­an­der getrennt ist, hast du einen Bereich mit dir zuge­si­cher­ten Ressourcen, die du kei­nes­falls mit ande­ren tei­len musst. In die­sem Bereich fin­dest du gleich zwei Arten von Servern: einen soge­nann­ten Managed-vServer und einen »nor­ma­len«, Unmanaged-vServer. Die Managed-Variante wird vom Hoster ver­wal­tet und abge­si­chert. Zudem stellt dir der Hoster alle Tools zur Verfügung, die du zur Erstellung und Verwaltung dei­ner Website(s) benö­tigst. Ein ver­nünf­ti­ger vServer kann schon eini­ges an Traffic weg­ste­cken. Wenn dei­ne Website grö­ßer wird und du eini­ge tau­send Besucher monat­lich erwar­test, dann ist ein vServer die rich­ti­ge Wahl für Dich. Auch eige­ne Skripte kannst du mit einem vir­tu­el­len Server aus­füh­ren. Du bekommst ein deut­lich grö­ße­res Stück vom Kuchen und hast zuge­si­cher­te Ressourcen. Deine Website wird nicht mehr dar­un­ter lei­den, wenn ande­re Websites ange­grif­fen wer­den oder sehr viel Traffic bekom­men. Bei einer Managed-Variante sorgt dein Hoster für die Sicherheit des Servers und stellt dir alle Mittel zur Verwaltung dei­nes Servers zur Verfügung. Zudem hast du deut­lich mehr Einstellungsmöglichkeiten und kannst daher bestim­men, wie die wich­ti­gen Parameter des Servers aus­se­hen sol­len. Php-Version, das wich­ti­ge Php-Memory-Limit und vie­le ande­re Dinge kannst du nun indi­vi­du­ell ein­stel­len. Wenn du nicht die teu­re­re Managed-Variante gewählt hast, dann bist du selbst für die Sicherheit und die Software zur Verwaltung und Erstellung einer Website und der Server-Einstellungen ver­ant­wort­lich. Wenn du kei­ne Ahnung von Servern und ihrer Verwaltung hast, wäre ein vServer eine schlech­te Wahl. Zudem hat ein Unmanaged-Server kaum Zugriff auf einen guten Support vom Hoster. Preis: Ein brauch­ba­rer vServer ist für unge­fähr 18.- Euro monat­lich zu bekom­men. Empfehlenswert für: Fortgeschrittene und Server-Profis. Wer nichts von Servern ver­steht, soll­te defi­ni­tiv einen Managed vServer wäh­len und lie­ber mehr Geld aus­ge­ben. Bis wie viel Traffic: Steckt nach eige­ner Erfahrung auch locker 100.000 Besucher monat­lich weg, wenn eine ver­nünf­ti­ge Variante gewählt wird Ein Managed-Root Cloud Server ist eine intel­li­gen­te Sache und zudem zukunfts­si­cher. Im Grunde genom­men ist es eben­falls ein vServer, aller­dings mit eini­gen wirk­lich greif­ba­ren Vorteilen. Erstens ist er gema­na­ged und wird mit Support ange­bo­ten, zwei­tens sind die zuge­si­cher­ten Ressourcen nicht sta­tisch. Sollte ein nor­ma­ler vServer nicht mehr aus­rei­chen, muss man ein ande­res Produkt wäh­len und viel­leicht wesent­lich mehr Geld in die Hand neh­men, als even­tu­ell nötig. Zudem steht dann ein Umzug der Website ins Haus. Bei die­ser Variante des vServers bekommt man bestimm­te Ressourcen zuge­si­chert, die immer da sind. Kommt man jedoch mit die­sen Ressourcen nicht mehr aus, kann man ganz ein­fach in der Serververwaltung die Eckdaten abän­dern. Mehr Ram, mehr CPU-Power oder eine grö­ße­re SSD? Kein Problem, ist in Sekunden erle­digt. Bezahlen muss man nur das, was man auch benö­tigt. Braucht man mehr, wird es selbst­ver­ständ­lich teu­rer. Doch man kann sich ganz easy soviel Power zuwei­sen, wie man benö­tigt. Das kann zum Beispiel wich­tig sein, wenn ein­mal kurz­fris­tig viel mehr Besucherstrom kommt als zu nor­ma­len Zeiten. Kurz die Ressourcen hoch­dre­hen und gut. Geht der Besucherstrom zurück, kann man die Leistung wie­der zurück­schrau­ben. Bezahlt wird sekun­den­ge­nau. Ein gerin­ger Preis ermög­licht einen leich­ten Einstieg. Das Produkt ist voll ska­lier­bar und passt sich dei­nen Anforderungen an. Um die Sicherheit musst du dich nicht sor­gen, das erle­digt der Hoster für dich. Abgerechnet wird sekun­den­ge­nau, so sind die monat­li­chen Kosten gut kal­ku­lier­bar. Ein Auto-Installer sorgt für die schnel­le Installation der bekann­tes­ten Content Management Systeme. Wenn bestän­dig sehr hoher Traffic auf der Website ist, lohnt sich das Preisgefüge nicht mehr. Hier muss dann genau ver­gli­chen wer­den, ob man preis­lich und vor allem auch mit der Leistung nicht auf einen Dedicated-Server wech­seln soll­te. Preis: Ab 0,02 Euro die Stunde oder 14,40 Euro im Monat. Bei Erhöhung der Ressourcen natür­lich mehr. Empfehlenswert für: Vorausschauende Menschen, die sich nicht groß um die Server-Administration küm­mern kön­nen oder wol­len. Bis zu einem gewis­sen Grad ist die­se Variante zukunfts­si­cher. Bis wie viel Traffic: Auch in der kleins­ten Variante steckt der Managed-Root Cloud Server locker mehr als 100.000 Besucher monat­lich weg. Eine hal­be Million soll­te mit Erhöhung der Ressourcen preis­lich akzep­ta­bel mach­bar sein. Diese inter­es­san­te, jedoch nicht so güns­ti­ge Möglichkeit wird schnell über­se­hen, des­halb stel­le ich sie hier kurz vor. Managed-WordPress-Hosting bedeu­tet eben­falls ein Hosting auf einem vServer, aller­dings einem sehr klei­nen. Gerade ein­mal eine Website kann auf die­ser Variante gehos­tet wer­den. Dafür jedoch musst du dich um über­haupt nichts küm­mern. Selbst der Umzug dei­ner Website wird vom Service-Team gemacht. Sie sichern dei­nen klei­nen vServer ab, sichern dei­ne WordPress-Core-Dateien und sor­gen sogar dafür, dass dein WordPress immer die neu­es­ten Updates bekommt. Auf Wunsch wer­den sogar dei­ne Plugins und die Themes auf den neu­es­ten Stand gehal­ten. Auch um das schnel­le Ausliefern dei­ner Website musst du dich nicht bemü­hen, denn selbst die­se Dinge erle­di­gen die Techniker des Hosters für dich. Du musst dich nur und aus­schließ­lich um die Inhalte dei­ner Website küm­mern. Dir wird wirk­lich alles abge­nom­men, du musst dich um nichts mehr küm­mern. Absolutes Wohlfühl-Hosting. Zudem setzt der mir bekann­te deut­sche Anbieter Raidboxes auf SSDs, HTTP2, PHP7, nginx statt Apache und ser­ver­sei­ti­ges Caching. Das sorgt für wirk­lich rasant schnel­le Websites. Es kann nur eine ein­zi­ge Website gehos­tet wer­den, jede wei­te­re kos­tet dich noch mal die glei­che Summe. Du kannst nichts beein­flus­sen, musst alles so hin­neh­men, wie man es dir vor­setzt. Preis: Bei einem brauch­ba­ren Paket ab 17,85 Euro im Monat inklu­si­ve MwSt. Empfehlenswert für: Menschen, die sich um nichts küm­mern wol­len und trotz­dem eine schnel­le Website haben möch­ten. Bis wie viel Traffic: Hier lie­gen mir kei­ne Erfahrungswerte vor. Bei Interesse wen­de dich bit­te an den Support von Raidboxes. Hier kom­men wir in den pro­fes­sio­nel­len Bereich. Ein Dedicated Server ist etwas, was du anfas­sen kannst. Ein eige­nes, voll­wer­ti­ges Gerät, dass du mit nie­man­dem tei­len musst. Dies ist dei­ne Wahl, wenn dei­ne Website einen wirk­lich sehr hohen Besucherstrom im Monat bekommt und Page-Views hat, dass ande­ren die Augen trä­nen vor Neid. Allerdings bist du voll­stän­dig für die Sicherheit, die Einrichtung, das Betriebssystem und das Tuning zustän­dig. Wenn Du kein Server-Profi bist, dann ist die­se Wahl nichts für dich. Zudem muss die Wahl eines eige­nen Servers gut bedacht sein, denn in der Regel muss man mit den vor­han­de­nen Ressourcen leben und kann nicht ein­fach auf­sto­cken. Server gibt es in jeder Leistungsklasse, daher soll­te man sich vor­her gut infor­mie­ren und ver­glei­chen, was wirk­lich gebo­ten wird. Wichtig zu wis­sen ist eben­falls, ob man für den Preis, den man zahlt, auch Anspruch auf einen gewis­sen Support hat. Du bekommst ein eige­nes Gerät und musst die Leistung nicht mit ande­ren tei­len. Du kannst jedes Betriebssystem dei­ner Wahl instal­lie­ren und jede Variante von zusätz­li­cher Software. Du kannst zum Beispiel nginx statt Apache nut­zen, oder HTTP2 instal­lie­ren. Die neu­es­te PHP-Version ist kein Thema, denn du kannst jedes klei­ne Detail beein­flus­sen. Websites auf einem guten Server ren­nen gewöhn­lich und haben genug Power für sehr viel Traffic. Du bist für alles selbst ver­ant­wort­lich und musst dich wirk­lich küm­mern. Du musst den Server kom­plett selbst admi­nis­trie­ren mit allem, was dazu­ge­hört. Betriebssystem, Verwaltungsoberfläche, Sicherheit, Tuning, zusätz­li­che Software – all das musst du bereit­stel­len und auf dem neu­es­ten Stand hal­ten. Tust du es nicht, machst du dei­nen Server angreif­bar. Preis: Ein brauch­ba­rer Server mit Zukunftssicherheit kos­tet ab 130 Euro im Monat. Empfehlenswert für: Wenn du Linux sprichst und Konsole denkst, dann ist die­se Wahl für dich rich­tig. Auch für Reseller und Agenturen, die ihre Kunden-Websites selbst hos­ten wol­len, wäre dies eine gute Wahl. Bis wie viel Traffic: Ab 300.000 Besuchern monat­lich. Doch auch ein Dedicated-Server kann nicht unbe­grenzt Traffic weg­ste­cken. Savvii ist ein nie­der­län­di­scher Anbieter, der sich auf das Hosting für WordPress und Woocommerce Shops spe­zia­li­siert hat und rela­tiv neu auf dem deut­schen Markt ist. Angeboten wer­den meh­re­re Pakete, die von Shared-Hosting bis hin zu VPS-Servern vari­ie­ren. Um sich heu­te im knall­har­ten Wettbewerb unter den Hosting-Anbietern durch­set­zen zu kön­nen, muss man sich schon etwas ein­fal­len las­sen. Genau das hat Savvii getan und aus die­sem Grund ergän­ze ich den Artikel um die­se Vorstellung. Ich will es nicht ver­schwei­gen, der Anbieter ist nicht gera­de bil­lig. Doch bil­lig in Verbindung mit WordPress ist nie­mals eine gute Entscheidung. Bereits die Shared-Hosting Pakete unter­schei­den sich grund­le­gend von ande­ren Hosting-Anbietern. Hier geht es nicht um bil­lig, son­dern um gut. Du kannst zwar nur eine ein­zi­ge Website pro Paket hos­ten, doch dafür bekommst einen ent­spre­chen­den Gegenwert: Savvii küm­mert sich um WordPress- und Plugin-Updates für dich Deine Website wird täg­lich auf Malware, Backdoors, Viren und ähn­li­ches gescannt Ein täg­li­ches Backup ist inklu­si­ve Es wird ein Varnish Cache für schnel­le Ladezeiten genutzt Du bekommst ein kos­ten­lo­ses SSL-Zertifikat mit Let’s Encrypt Eine ein­fa­che Migration der Website mit­tels Plugin erleich­tert dir den Umzug Ab 11 Euro monat­lich geht es mit dem Starter-Paket los. Für 29 Euro monat­lich bekommst du noch die fol­gen­den Leistungen dazu: Ein kos­ten­lo­ses CDN (Content Delivery Network). Snapshot-Backups – du kannst selbst ein Backup zu einer bestimm­ten Zeit erstel­len und rück­si­chern Falls dei­ne Website gehackt wur­de, ist die Reparatur ein­mal pro Jahr gra­tis Die VPN Hosting-Pakete bie­ten neben erhöh­ter Leistung noch wei­te­re inter­es­san­te Details. Preislich geht es ab 69 Euro pro Monat für eine Website los. Alle oben genann­ten Leistungen sind eben­falls inklu­si­ve. Hier die Mehrleistungen der VPN-Pakete: Eine eige­ne IP-Adresse Serverstandort aus­wähl­bar: GB, DE, US, JP Zwei Reparaturen gehack­ter Websites jähr­lich kos­ten­frei Du musst dich genau wie beim Managed WordPress Hosting unter Punkt vier um nichts küm­mern. Der Hosting-Anbieter nimmt dir alles ab, die Websites wer­den sehr schnell aus­ge­lie­fert. Zudem musst du die Katze nicht im Sack kau­fen, denn du kannst jeden Tarif 30 Tage kos­ten­los tes­ten. Optimal ist das Hosting für Menschen, die sich nicht mit Servern aus­ken­nen, son­dern ein­fach nur eine Heimat für ihre Website suchen. In den güns­ti­ge­ren Tarifen ist nur das Hosting einer ein­zi­gen Website inklu­diert. Wenn du wie ich gleich vier Websites besitzt, dann wird es schnell teu­er. Savvii bie­tet zudem kein Hosting von Domains und E-Mails an, sodass hier noch wei­te­re Kosten auf dich zukom­men. Savvii Website auf­ru­fen » Ich emp­feh­le dir den Managed-Root Cloud Server. Er ist noch rela­tiv kos­ten­güns­tig und eine Investition in die Zukunft. Zudem wird die Sicherheit, das Betriebssystem, neue Software und alles ande­re Wichtige vom Hoster erle­digt und bereit­ge­stellt. Doch mit etwas tech­ni­schem Verständnis kannst du trotz­dem noch vie­les selbst erle­di­gen, denn du hast einen vol­len Root-Zugriff. Mit SSD, HTTP2 und PHP7 sorgt der Server für ech­te Website-Power. Noch NGINX dazu instal­lie­ren und es dürf­ten sich locker Websites rea­li­sie­ren las­sen, die im Bereich von 300 Millisekunden laden. Selbstverständlich kann ich bei einem sol­chen Artikel nicht rich­tig in die Tiefe gehen, doch die wirk­li­chen Vor- und Nachteile dürf­ten deut­lich gewor­den sein. All mei­ne Erfahrungen aus etwas über zehn Jahren Webhosting sind in die­sen Artikel ein­ge­flos­sen. Alle Traffic-Angaben habe ich aus mei­ner eige­nen Erfahrung gemacht. Natürlich hört das Hosting nicht mit einem dedi­zier­ten Server auf, auch dar­über gibt es noch etli­che wei­te­re Möglichkeiten wie Managed-Cluster Server. Diese aller­dings loh­nen sich nur für Websites wie das Smashing Magazine, dass es regel­mä­ßig schaff­te, sei­nen Server zu über­for­dern. Die gan­ze Story um das Smashing Magazine kannst du bei Sven Lennartz nach­le­sen. Dort fin­dest du auch die Geschichte um das Dr. Web Magazin. Dr. Web: Dr. Web-Ratgeber zur Hosterwahl: Worauf musst du ach­ten? Der Beitrag erschien erst­ma­lig am 9.8.2016 und wird seit­dem regel­mä­ßig aktua­li­siert. Danke Herr Hecht, habe mei­ne Nischen-Webseite bei Raidboxes gehos­tet. Bin ser­ver­tech­nisch eine abso­lu­te Null. Hatte damals bei einem Preisausschreiben ein Jahr dort das Hosting gewon­nen. Aber der super Service, deren Know-How, die SSD-Technik, die auto­ma­ti­schen Updates, die Backups, kos­ten­frei­es SSL und und und.… haben dazu geführt, dass ich die Mehrkosten ger­ne in Kauf neh­me und dort geblie­ben bin. Für mich ist mei­ne Webseite mein täg­lich Brot und ich füh­le mich dort mit ihr gut auf­ge­ho­ben, da ich kein IT’ler bin. Und das Paket wel­ches für mich dicke reicht, liegt dann noch unter dem hier genann­ten Preis von 17,85 €, habe aber auch nicht den wahn­sin­ni­gen Traffic zu ver­zeich­nen, aber eine sta­bi­le Webseite. Dein Hoster ist gut, wenn er SSDs anstatt HDD und PHP7 anbie­te Frage: Können Sie uns mal ein Benchmark vor­zei­gen wo die SSD Technik schnel­ler ist als nor­ma­le HDD im Raid 50/10 bei einer Webseite? PHP 7 ist natür­lich was WordPress angeht mit OPCache eine tol­le Sache, das war es aber auch schon, bringt noch vie­le Probleme mit sich, auf­grund das nicht alles mit PHP 7 läuft ver­nünf­tig ion­cu­be läuft der­zeit nur als Beta bei PHP7 und somit kön­nen schon Verschlüsselte Codes/Plugins/Theme/Software nicht benutzt wer­den und führt zu Problemen. Auch sind noch genug Plugins im Umlauf die bei PHP 7 eini­ge Fehler Produzieren. Die Aussage das ein Hoster “gut” ist wenn er SSD und PHP 7 hat, hal­te ich für frag­wür­dig wenn ich Ehrlich bin. Ich Spielen viel ande­re din­ger einen Rolle, wie z.b Support & Uptime war­um soll ich einen Benchmark für etwas vor­zei­gen, was völ­lig logisch ist? Ein Notebook oder Pc läuft auch wesent­lich schnel­ler mit SSD, anstatt mit HDD. Zudem wird das jeder bestä­ti­gen kön­nen, der auf SSD hos­tet. Die Zugriffszeiten müs­sen wesent­lich schnel­ler sein, es sind schliess­lich kei­ne beweg­li­chen Teile in einer SSD. Das ein Hoster PHP7 im Paket hat, heißt noch lan­ge nicht, dass man es auch nut­zen muss. Wenn wich­ti­ge Dinge nicht lau­fen, schraubt man halt zurück. Übrigens lau­fen mitt­ler­wei­le wirk­lich vie­le Plugins mit PHP7 pro­blem­los – wenn sie stän­dig wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. Wenn nicht, dann nicht. Das kann man jedoch bereits vor der Installation sehen. Das irgend­wel­che Nischenprodukte mit PHP7 nicht lau­fen, ist Pech. Ich ste­he zu mei­ner Aussage, das ein Hoster gut ist, wenn er auch bei güns­ti­gen Shared-Tarifen SSD und PHP7 anbie­tet. Das bedeu­tet Service am Kunden. Der Hoster bie­tet sei­nen Kunden dann stets die neu­es­te Technik an, das ist nicht selbst­ver­ständ­lich. Uptime soll­te heu­te kei­ne Frage mehr sein, son­dern eine Selbstverständlichkeit. Support ist immer sehr wich­tig, doch den bie­ten vie­le Hoster. Manche haben einen bes­se­ren Support, man­che einen schlech­te­ren. Meiner Erfahrung nach unter­schei­det sich guter und schlech­ter Support nur nach der Zeitspanne, die zur Reaktion auf eine Anfrage benö­tigt wird. Ich glau­be die aller­meis­ten WP Installation kom­men mit einen güns­ti­gen Shared Tarif aus. Viele den­ken hier immer “Oh ich habe 1000 Besucher am Tag”. Aber die­se 1.000 Besucher sind rein gar nichts für einen Server – Also gera­de ein­mal 41,6 Besucher pro Stunde und damit 0,69 pro Minute – Das ist ein­fach Sandkorn für einen Server. Das gene­riert nicht ein­mal wirk­lich Last auf einen halb­wegs akzep­ta­blen Server. Natürlich kom­men die Besucher zu Stoßzeiten, oder zumin­dest wohl tags­über. Also könn­te man / 12 tei­len anstatt durch /24. Aber raus kom­men tut das­sel­be. Man soll­te hier ein­fach die Last im Auge behal­ten und natür­lich den Traffic. Dann und nur dann kann man ent­schei­den, wie man vor­ge­hen möch­te. Aber ohne genaue Daten zu dem Traffic und der Seite an sich zu haben, kann man kei­ne halb­wegs genaue Empfehlung abge­ben. Daher hal­te ich die­sen Artikel auch mehr für Werbung als was ande­res. erst sprichst Du von einem Shared-Hosting-Paket und hältst das für die meis­ten Anwender für aus­rei­chend, und dann sprichst Du nur noch von einem Server und den 1.000 Besuchern am Tag auf dem SERVER. Und dann kommt noch der Vorwurf mit der Werbung… Also, wenn wir von Shared-Hosting spre­chen, dann ist Deine Rechnung ein­fach falsch, weil sich hun­der­te von Websites die­sen einen Server tei­len müs­sen. Das bedeu­tet Shared-Hosting. Wie schnell mei­ne Website auf einem Shared-Paket ist, hängt auch ganz stark von den Nachbarn ab, und wie viel Besucher sie ver­trägt eben­falls. Geht eine Website in die Knie, hat dies Auswirkungen auf die ande­ren Websites. Ist eine Website gehackt wor­den, KANN dies eben­falls Auswirkungen auf die ande­ren haben. Es zählt nicht nur, wie viel Traffic ICH habe, son­dern auch, wie viel Traffic die ANDEREN haben. Nur und aus­schliess­lich bei einem eige­nen Server (Virtuell oder nicht), stim­men Deine Aussagen. Und nein, der Artikel ist defi­ni­tiv kei­ne Werbung. Sondern eine Empfehlung aus 17 Jahren Erfahrung. Ich glau­be es kommt sehr stark auf den Anbieter und das Paketangebot an, ob und wie vie­le Domains z.B. inklu­si­ve sind. Natürlich müs­sen die Pakete den Anforderungen und dem Know-How ent­spre­chen, aber eben auch im gesam­ten ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis bie­ten. Auch wenn Sicherheit, Datenschutz und Verfügbarkeit dar­über hin­aus berück­sich­tigt wer­den soll­ten. Ich kann mir das ein­fach nicht mit der Serverhaftung erklä­ren – Sorry! Flattert eine Anzeige ins Haus, wird erst ein­mal Anzeige gegen Unbekannt gestellt, vor­aus­ge­setzt man war es wirk­lich nicht selbst. Ich hat­te Webspace – letzt­lich kann auch WordPress oder ein ande­res CMS gehackt wer­den und dar­über “schäd­li­cher” Content gestreut wer­den. Dafür haf­te auch Ich und nicht der Provider. Ich habe mei­nen Server als sepa­ra­te Maschine mit einer Festen IP zuhau­se in der DMZ ste­hen. Wobei ich den­ke, dass mein Desktop grund­sätz­lich ein grö­ße­res Sicherheitsrisiko dar­stellt als ein Server, der nur bestimm­te Dienste aus­führt. Einfach, weil damit viel mehr Content aus dem Netz gela­den und aus­ge­führt wird. Verstehe die Panikmache daher über­haupt nicht mehr in 2016 mit hei­mi­schen Bandbreiten. Ich ver­ste­he Deinen Kommentar nicht. Also ent­we­der bin ich blind oder habe in dem Artikel unsicht­ba­re Wörter geschrie­ben. Denn von Serverhaftung habe ich nicht ein ein­zi­ges Wort geschrie­ben. Lediglich davon, dass bei bestimm­ten Hosting-Varianten die Administration und die Sicherheit des Servers selbst über­nom­men wer­den muss. Absatz vServer bei con­tra. Aber ok, Verantwortlich ist nicht das glei­che wie Haftung… war gedank­lich evtl. schon Lichtjahre weit weg… Stichwort: Buzzwort und Hirn abschal­ten und Goldfischaufmerksamkeit und so… *grumml* Ich ver­such die Kurve noch zu bekom­men ;-) …aber evtl. wärs ja schon nen neu­es Thema… dan­ke für einen (wie­der­mal) infor­ma­ti­ven Artikel. Hast du mal die Features von Hostnet und Cloudways ver­gli­chen? Nein, habe ich nicht. Auf den ers­ten Blick schien das Produkt nicht kon­kur­renz­fä­hig genug zu sein. Ich schaue es mir bei Gelegenheit genau­er an. Woran erkennt man denn, ob der aktu­el­le Hoster gut ist? Ich habe aktu­ell einen sha­red Server bei Prosite. Mit dem Support und den Preisen bin ich sehr zufrie­den. Allerdings bin ich mir unsi­cher, ob nach einem even­tu­el­len Umzug z.B. die Ladezeiten bes­ser wären. Gibt es da gewis­se Richtwerte oder Benchmarks für die Hoster. sor­ry, dass ich Deinen Kommentar erst jetzt bemer­ke. Also, Dein Hoster ist gut, wenn er SSDs anstatt HDD und PHP7 anbie­tet. Wenn Deine Website zudem noch akzep­ta­bel schnell ist und der Support hilf­reich und schnell, dann ist er gut. Nein, mir sind kei­ne Benchmarks bekannt. Aus eige­ner Erfahrung kann ich Dir Alfahosting emp­feh­len, die bie­ten alles und haben einen extrem guten Support. Die Websites sind dort sehr schnell für ein Shared-Hosting. Kosten sie­he oben unter Punkt eins. Halte ich für eine frag­li­che Antwort ob SSD hier wirk­lich gro­ße Vorteile hat, wenn man sich mal die VPS mit SSD von Contabo anschaut, sind die­se extrem gedros­selt im Lesen und Schreiben. Einzig die IOPS sind höher als mit einer HDD/SAS ( unse­re Erfahrung) Wir haben uns lan­ge mit dem Thema beschäf­tigt und viel getes­tet, der Unterschied SSD und ver­nünf­tig HDD/SAS war kaum spürbar/messbar nach mei­ner Erfahrung. Der Hype um SSD ist oft mehr Marketing, der Endnutzer wür­de gar nicht mer­ken ob der Hoster wirk­lich SSD oder HDD/SAS ein­setzt (wie auch) Strato.de – Schnecken Support und extrem lan­ge Ladezeiten Contabo VPS – Support sehr schnell, SSD aber gedros­selt (Lesen/Schreiben)
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Was ist die Bedeutung von IA-32 in Bezug auf die x86-Prozessorarchitektur?
Als IA-32, eine Abkürzung für „,“ bezeichnet Intel die Architektur des x86-Prozessors ab dem 80386, ursprünglich als 32-Bit-Architektur. Mit der Befehlssatzerweiterung x64 ist jedoch auch die 64-Bit-x86-Architektur inkludiert. x86 ist die generelle Bezeichnung für die Prozessorarchitektur, die mit dem 8086-Prozessor von Intel 1978 als 16-Bit-Architektur begründet wurde. Mit dem 80386 wurde 1985 von Intel eine Erweiterung des Befehlssatzes auf 32-Bit eingeführt, weshalb für 80386-kompatible Mikroprozessoren auch oft die Bezeichnung i386 verwendet wird bzw. retronym IA-32. Ab 1999 wurde von AMD an der Erweiterung des Befehlssatzes auf 64-Bit gearbeitet, anfangs unter der Bezeichnung x86-64, die 2003 als AMD64 und 2005 von Intel als Intel 64 eingeführt wurde. Auch diese nunmehr oft als x64 bezeichnete Erweiterung des Befehlssatzes zählt zur „.“ Die x86-Befehlssatzarchitektur wird von Intel und AMD weiterentwickelt. Itanium Mit der Neuentwicklung des Itanium-Prozessors von Intel und Hewlett-Packard, die 2001 auf den Markt kam, wollte Intel die zu x86 bzw. IA-32 inkompatible Itanium-Architektur einführen. Diese wurde von Intel auch „“ bezeichnet, da Intel die neue Architektur als die Nachfolge für die damals 32-Bit-x86-Architektur ansah. IA-64 (Itanium) setzte sich jedoch nicht durch, auch deshalb nicht, weil die Architektur als Neuentwicklung nicht x86-kompatibel ist und somit nicht zur IA-32-Architektur mit i386-Befehlssatz zählt, die durch viele Hersteller implementiert wurde. Da x86 seit den 1980er Jahren die weltweit am weitesten verbreitete Prozessorarchitektur für Personal Computer war, gab es eine Vielzahl an bestehenden Programmen, die für den Itanium-Prozessor neu programmiert werden mussten – oder: hätten programmiert werden müssen. Als AMD 2003 die 64-Bit-Erweiterung AMD64 für die bestehende x86-Architektur (IA-32) einführte, wurde diese auf Anhieb vom Markt erfolgreich angenommen, unter anderem gerade deswegen, weil bestehende x86-Programme unverändert darauf liefen. Intel musste 2005 notgedrungen nachziehen und implementierte mit Intel 64 eine zu AMD64 kompatible 64-Bit-Erweiterung für die x86-Architektur „IA-32,“ was die „“ zu einer 64-Bit-Architektur macht. Um Verwirrung zu vermeiden wird 64-Bit-x86 auch mit x64 (in Anlehnung an x86) bezeichnet. IA-64 hingegen steht für die Itanium-Architektur, die zwar auch eine 64-Bit-Architektur ist, die aber nicht zum x86-Befehlssatz „IA-32“ (80x86, i386, x64) kompatibel ist. Architekturmerkmale Die IA-32-Architektur ist eine Weiterentwicklung der 16-Bit-Architekturen von Intels 8086- und 80286-Prozessoren. Alle Register, einschließlich der Adressregister, wurden in dieser Architektur auf 32 Bits erweitert. Die Anzahl der Register blieb gleich. Die Mnemonic der erweiterten Register wurden mit einem vorangestellten E, für extended (deutsch: erweitert), gekennzeichnet, beispielsweise EAX (32-Bit) von zuvor AX (16-Bit). Um Abwärtskompatibilität zu erzielen wurden die 32-Bit-Register als Erweiterung der 16-Bit-Register der 80286-Architektur realisiert, sodass unter der Bezeichnungen für die 16-Bit-Register auf die unteren 16-Bit der 32-Bit-Register weiterhin zugegriffen werden kann: beispielsweise liefert AX auf die unteren 16-Bit des 32-Bit-EAX-Registers. Der Adressbus ist 32 Bits breit und demzufolge ist die Adressierbarkeit auf 4 GB (physikalischer Adressraum) begrenzt. Ausnahmen sind der 80386SX, welcher nur einen 24-Bit-Adressbus besaß. Ab dem Pentium Pro wurde mittels PAE eine Adresserweiterung auf 36 Bits erzielt, bei späteren Generationen sogar mehr, z. B. 40 Bits beim AMD K8. Mit 36 Bits lassen sich 64 GiB adressieren, sodass unter einer 32-Bit-Umgebung mit Einschränkungen mehr als 4 GiB genutzt werden können, wenn vom Betriebssystem PAE umgesetzt wird. Beispielsweise nutzt Linux die PAE-Erweiterung automatisch, wenn diese vom Prozessor unterstützt wird – bei neueren Distributionen ist PAE sogar Voraussetzung, da sich damit auch das NX-Bit nutzen lässt. Unter 32-Bit-Versionen von Windows von Microsoft hingegen wurde PAE wegen Kompatibilitätsproblemen mit bestehenden Treibern nicht genutzt, sodass 32-Bit-Windows-NT auf 4 GiB Arbeitsspeicher beschränkt ist. Mit der 64-Bit-Befehlssatzerweiterung x64 wurde IA-32 zu einer 64-Bit-Architektur weiterentwickelt, wobei auch die Anzahl der Register verdoppelt wurde. Im neuen Betriebsmodus sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Submodi vorhanden, sodass auch 32-Bit-Software von der doppelten Anzahl an Registern profitieren kann (x32). Nomenklatur „“ bzw. abgekürzt „IA-32“ bezeichnete ursprünglich nur die 32-Bit-x86-Architektur des 80386 und seiner Nachfolger, denn damals waren diese allesamt 32-Bit-Prozessoren. Problematisch wird die von Intel gewählte Bezeichnung erst mit der 64-Bit-Erweiterung x64 – denn diese zählt als Weiterentwicklung und Erweiterung zu IA-32, zu der x64 voll kompatibel ist. Retronym finden sich zur genaueren Unterscheidung daher auch die Bezeichnungen x86-32 für die 32-Bit- und x86-64 für die 64-Bit-x86-Architektur. Die von Intel und HP entwickelte Itanium-Architektur, auch mit „“ bzw. abgekürzt „IA-64“ bezeichnet, ist keine x86-Architektur. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit „x64“, der 64-Bit-x86-Architektur, die eine Erweiterung von IA-32 ist. Zur Unterscheidung findet sich dennoch oft IA-32 (auch als „IA32“ oder „ia32“) für die 32-Bit-x86-Architektur bzw. x64 (oder amd64, „x86-64“ oder „x86_64“) für die 64-Bit-x86-Architektur. Beispiele dafür sind u. a. diverse Betriebssysteme, so unterscheidet etwa Slackware zwischen „ia32“ (32-Bit-x86) und „x64_64“ (64-Bit-x86), oder auch UEFI-Bootloader auf Wechseldatenträgern (32-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\BootIA32.efi, 64-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\Bootx64.efi). Betriebsarten Neben dem Real Mode, in dem kompatibel zum 16-Bit-Intel-8086 der konventionelle Arbeitsspeicher und der obere Speicherbereich, das ist der erste, untere Megabyte des Arbeitsspeichers, ohne Beschränkung über Offset und Segment angesprochen werden kann, kennt die zwei bzw. drei weitere Betriebsarten: , der bis zu 4 GB Speicher durchgängig (linear) adressieren kann und einen hardwareseitigen Speicherschutz garantiert (über die Virtuelle Speicherverwaltung der MMU), was Multitasking-/Multiuser-Betriebssysteme mit präemptivem Multitasking ermöglicht. (SMM), welcher für die Leistungsreduktion und Hersteller-spezifische Eigenschaften eingesetzt wird. Der SMM läuft in einem separaten Arbeitsspeicher ab, sodass laufende Prozesse und Betriebssysteme nicht beeinflusst werden. Bei 64-Bit-x86-Prozessoren kommt zusätzlich der (AMD) bzw. der (Intel) hinzu, der die zwei Submodi und bereitstellt. (Siehe x64#Betriebsmodi.) Als Option des (32-Bit) existiert außerdem der , der ein oder mehrere -Programme ausführen kann – dies wurde zur Ausführung von MS-DOS-kompatiblen Programmen unter 32-Bit-Betriebssystemen benötigt und war wichtig für eine schonende Migration von DOS zu moderneren Betriebssystemen. Seit der Umstellung auf 64-Bit spielt der keine sehr große Rolle mehr, da MS-DOS-kompatible Programme nur noch relativ wenig genutzt werden oder aber auf 64-Bit-Betriebssystemen ohnehin vollständig emuliert werden (müssen). Protected Mode: Virtuelle Speicherverwaltung und Speicherschutz Virtuelle Speicherverwaltung Die neue Virtuelle Speicherverwaltung ist primär für den Multitasking-Betrieb ausgelegt (). Mittels (MMU) können mehrere Programme im Speicher konfliktfrei quasi-gleichzeitig ausgeführt werden. Hierzu wird jedes Programm in einem (virtuellen) Speicherraum ausgeführt in dem es alleine existiert und damit nicht mit anderen Programmen in Speicherzugriffskonflikte kommen kann, so dass Speicherschutz erzielt wird (z. B. "Programm A überschreibt irrtümlich bei Programm B eine Variable im Speicher" kann nicht mehr auftreten). Dies erreicht die MMU über eine Tabelle (TLB) in der für die zuletzt lokalisierten virtuellen Adresse aller Programme die echte physikalische Adresse eines Speicherblocks vermerkt ist. Bei jedem Zugriff (Speicher anfordernd, schreibend oder lesend) wird, transparent für Programme und Programmierer, auf eine eindeutige physikalische Adresse umgelenkt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Speicherfragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr auftreten kann. Durch die Adressumsetzung kann die MMU fast beliebig zerstückelten physikalischen Speicher als durchgängig zugreifbaren Block virtuellen Speichers dem Programm präsentieren. Dies ist ein effektiver Mechanismus, so lange die Größe des physikalischen Speichers deutlich kleiner ist als die des virtuellen Adressraums (4 GByte). Durch die kontinuierlich fallenden RAM-Speicherpreise ist dies inzwischen nicht mehr gegeben; der virtuelle Speicherraum kann die Fragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr immer kaschieren, da er nun selbst zu stark fragmentiert sein kann. Virtuelle Adressübersetzung Die IA-32-Architektur verwendet eine 48 Bit breite segmentierte logische Adresse, welche zu 16 Bit aus Selektor und zu 32 Bit aus Offset besteht. Durch die Segmentierung wird die logische Adresse in eine lineare 32-Bit-Adresse übersetzt und kann anschließend durch den Paging-Mechanismus in eine physische 32-Bit-Adresse übersetzt werden. Wird Paging vom System nicht eingesetzt, so ist die lineare 32-Bit-Adresse die physische Adresse. Schutzfunktionen durch die Virtuelle Speicherverwaltung Die MMU enthält vier zentrale Systemregister GDTR (), IDTR (), LDTR () und TR (). Damit werden die Schutzmechanismen realisiert. Die IA-32 Architektur enthält für den Multitasking/Multiuser-Betrieb die folgenden fünf Schutzfunktionen: Typ-Check Limit-Check Zugriff auf Daten Kontroll-Transfer Instruction-Check Diese Schutzfunktionen werden mit verschiedenen Hardware-Mechanismen realisiert. Weitere Funktionen In den nachfolgenden CPU-Generationen wurden weitere Funktionen hinzugefügt: Die Modelle des i486DX haben einen mathematischen Koprozessor bereits integriert, zusätzlich wurde ein Cache auf den Chip integriert (die Budget-Version i486 SX wurde mit deaktiviertem Koprozessor gefertigt). Außerdem wurde die Ausführungseinheit nach dem Fließbandprinzip aufgebaut, genannt Prozessor-Pipeline, was den Befehlsdurchsatz deutlich erhöht. Mit dem Pentium wurde eine zweite Ausführungseinheit der Architektur hinzugefügt. Diese nun parallelen Ausführungseinheiten, genannt Pipelines U und V, ermöglichen superskalare Programmausführung über Out-of-order execution des Prozessors. Beim Pentium MMX wurden Befehle hinzugefügt, die mehrere ganzzahlige Daten gleichzeitig bearbeiten (SIMD) – dies ist vor allem für Multimedia-Daten sinnvoll. MMX steht für , besonders vom Marketing aber auch häufig tituliert. Mit dem Pentium III wurden die SIMD-Befehle erweitert, um auch Gleitkommazahlen bearbeiten zu können (/SSE). Beginnend mit den Prescott-Modellen der Xeon-/Pentium-4-Reihe erhalten die Prozessoren eine Erweiterung um einen 64-Bit-Modus (Intel 64, früher auch EM64T genannt), der weitgehend dem AMD64-Modus der Opteron- und Athlon-64-CPUs von Mitbewerber AMD entspricht. Siehe auch x86-Prozessor x64 (auch x86-64) Itanium-Architektur bzw. IA-64 ( – nicht x86-kompatible 64-Bit-Architektur von Intel) Liste der Mikroprozessoren von Intel Liste von Mikroprozessoren Weblinks IA-64- und IA-32-Handbücher von Intel (PDF, englisch) Einzelnachweise Prozessorarchitektur nach Befehlssatz Intel-Prozessor IA32
Für die Modelle Audi A3 (8V/content/iph/market_de/DEU34185/footnotes/jcr:content/par_footnotes_content_e6) und Audi Q2 (GA/content/iph/market_de/DEU34185/footnotes/jcr:content/par_footnotes_content_e6) erhältlich. Kamerabasierte Erkennung und Anzeige von Überholverboten, Geschwindigkeitsbegrenzungen inklusive temporärer Geschwindigkeitsanzeigen (z. B. über Autobahnen): Innerhalb von Systemgrenzen erkennt das System Beginn und Ende von Autobahnen, Kraftfahrstraßen, Ortschaften sowie verkehrsberuhigten Bereichen und zeigt das dazugehörige Geschwindigkeitslimit an. Zusätzlich erfolgt eine situationsabhängige Bewertung bei Nässe, Nebel, Anhängerbetrieb (bei werksseitig verbauten Anhängevorrichtungen) und bei tageszeitabhängigen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Z. B. für Audi A4 (F4/content/iph/market_de/DEU34185/footnotes/jcr:content/par_footnotes_content_e6). Auch für die Audi Modelle A5 (F5/content/iph/market_de/DEU34185/footnotes/jcr:content/par_footnotes_content_e6), Q5 (FY/content/iph/market_de/DEU34185/footnotes/jcr:content/par_footnotes_content_e6), TT (FV/content/iph/market_de/DEU34185/footnotes/jcr:content/par_footnotes_content_e6) erhältlich. Mit der Nachrüstung eines Head-up Displays werden während der Fahrt die aktuelle Geschwindigkeit oder Navigationshinweise so angezeigt, dass der Blick immer auf der Straße bleiben kann. Auch wenn kein Navigationssystem ab Werk vorhanden oder freigeschaltet ist, können Navigationsdaten mittels Smartphone auf dem Head-up Display angezeigt werden. Voraussetzung dafür ist die Installation der kostenfreien Navigations-App WAZE sowie der neuesten Version der App Audi Head-up Display, die beide für Android- und Apple-Geräte verfügbar sind. Für Audi A1 (8X/content/iph/market_de/DEU34185/footnotes/jcr:content/par_footnotes_content_e6), Audi A3 (8V/content/iph/market_de/DEU34185/footnotes/jcr:content/par_footnotes_content_e6, nicht für Cabriolet), Audi A4 (8K/content/iph/market_de/DEU34185/footnotes/jcr:content/par_footnotes_content_e6), Audi Q5 (8R/content/iph/market_de/DEU34185/footnotes/jcr:content/par_footnotes_content_e6) und Audi A6 (4G/content/iph/market_de/DEU34185/footnotes/jcr:content/par_footnotes_content_e6).
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Was ist die Bedeutung von IA-32 in Bezug auf die x86-Prozessorarchitektur?
Als IA-32, eine Abkürzung für „,“ bezeichnet Intel die Architektur des x86-Prozessors ab dem 80386, ursprünglich als 32-Bit-Architektur. Mit der Befehlssatzerweiterung x64 ist jedoch auch die 64-Bit-x86-Architektur inkludiert. x86 ist die generelle Bezeichnung für die Prozessorarchitektur, die mit dem 8086-Prozessor von Intel 1978 als 16-Bit-Architektur begründet wurde. Mit dem 80386 wurde 1985 von Intel eine Erweiterung des Befehlssatzes auf 32-Bit eingeführt, weshalb für 80386-kompatible Mikroprozessoren auch oft die Bezeichnung i386 verwendet wird bzw. retronym IA-32. Ab 1999 wurde von AMD an der Erweiterung des Befehlssatzes auf 64-Bit gearbeitet, anfangs unter der Bezeichnung x86-64, die 2003 als AMD64 und 2005 von Intel als Intel 64 eingeführt wurde. Auch diese nunmehr oft als x64 bezeichnete Erweiterung des Befehlssatzes zählt zur „.“ Die x86-Befehlssatzarchitektur wird von Intel und AMD weiterentwickelt. Itanium Mit der Neuentwicklung des Itanium-Prozessors von Intel und Hewlett-Packard, die 2001 auf den Markt kam, wollte Intel die zu x86 bzw. IA-32 inkompatible Itanium-Architektur einführen. Diese wurde von Intel auch „“ bezeichnet, da Intel die neue Architektur als die Nachfolge für die damals 32-Bit-x86-Architektur ansah. IA-64 (Itanium) setzte sich jedoch nicht durch, auch deshalb nicht, weil die Architektur als Neuentwicklung nicht x86-kompatibel ist und somit nicht zur IA-32-Architektur mit i386-Befehlssatz zählt, die durch viele Hersteller implementiert wurde. Da x86 seit den 1980er Jahren die weltweit am weitesten verbreitete Prozessorarchitektur für Personal Computer war, gab es eine Vielzahl an bestehenden Programmen, die für den Itanium-Prozessor neu programmiert werden mussten – oder: hätten programmiert werden müssen. Als AMD 2003 die 64-Bit-Erweiterung AMD64 für die bestehende x86-Architektur (IA-32) einführte, wurde diese auf Anhieb vom Markt erfolgreich angenommen, unter anderem gerade deswegen, weil bestehende x86-Programme unverändert darauf liefen. Intel musste 2005 notgedrungen nachziehen und implementierte mit Intel 64 eine zu AMD64 kompatible 64-Bit-Erweiterung für die x86-Architektur „IA-32,“ was die „“ zu einer 64-Bit-Architektur macht. Um Verwirrung zu vermeiden wird 64-Bit-x86 auch mit x64 (in Anlehnung an x86) bezeichnet. IA-64 hingegen steht für die Itanium-Architektur, die zwar auch eine 64-Bit-Architektur ist, die aber nicht zum x86-Befehlssatz „IA-32“ (80x86, i386, x64) kompatibel ist. Architekturmerkmale Die IA-32-Architektur ist eine Weiterentwicklung der 16-Bit-Architekturen von Intels 8086- und 80286-Prozessoren. Alle Register, einschließlich der Adressregister, wurden in dieser Architektur auf 32 Bits erweitert. Die Anzahl der Register blieb gleich. Die Mnemonic der erweiterten Register wurden mit einem vorangestellten E, für extended (deutsch: erweitert), gekennzeichnet, beispielsweise EAX (32-Bit) von zuvor AX (16-Bit). Um Abwärtskompatibilität zu erzielen wurden die 32-Bit-Register als Erweiterung der 16-Bit-Register der 80286-Architektur realisiert, sodass unter der Bezeichnungen für die 16-Bit-Register auf die unteren 16-Bit der 32-Bit-Register weiterhin zugegriffen werden kann: beispielsweise liefert AX auf die unteren 16-Bit des 32-Bit-EAX-Registers. Der Adressbus ist 32 Bits breit und demzufolge ist die Adressierbarkeit auf 4 GB (physikalischer Adressraum) begrenzt. Ausnahmen sind der 80386SX, welcher nur einen 24-Bit-Adressbus besaß. Ab dem Pentium Pro wurde mittels PAE eine Adresserweiterung auf 36 Bits erzielt, bei späteren Generationen sogar mehr, z. B. 40 Bits beim AMD K8. Mit 36 Bits lassen sich 64 GiB adressieren, sodass unter einer 32-Bit-Umgebung mit Einschränkungen mehr als 4 GiB genutzt werden können, wenn vom Betriebssystem PAE umgesetzt wird. Beispielsweise nutzt Linux die PAE-Erweiterung automatisch, wenn diese vom Prozessor unterstützt wird – bei neueren Distributionen ist PAE sogar Voraussetzung, da sich damit auch das NX-Bit nutzen lässt. Unter 32-Bit-Versionen von Windows von Microsoft hingegen wurde PAE wegen Kompatibilitätsproblemen mit bestehenden Treibern nicht genutzt, sodass 32-Bit-Windows-NT auf 4 GiB Arbeitsspeicher beschränkt ist. Mit der 64-Bit-Befehlssatzerweiterung x64 wurde IA-32 zu einer 64-Bit-Architektur weiterentwickelt, wobei auch die Anzahl der Register verdoppelt wurde. Im neuen Betriebsmodus sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Submodi vorhanden, sodass auch 32-Bit-Software von der doppelten Anzahl an Registern profitieren kann (x32). Nomenklatur „“ bzw. abgekürzt „IA-32“ bezeichnete ursprünglich nur die 32-Bit-x86-Architektur des 80386 und seiner Nachfolger, denn damals waren diese allesamt 32-Bit-Prozessoren. Problematisch wird die von Intel gewählte Bezeichnung erst mit der 64-Bit-Erweiterung x64 – denn diese zählt als Weiterentwicklung und Erweiterung zu IA-32, zu der x64 voll kompatibel ist. Retronym finden sich zur genaueren Unterscheidung daher auch die Bezeichnungen x86-32 für die 32-Bit- und x86-64 für die 64-Bit-x86-Architektur. Die von Intel und HP entwickelte Itanium-Architektur, auch mit „“ bzw. abgekürzt „IA-64“ bezeichnet, ist keine x86-Architektur. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit „x64“, der 64-Bit-x86-Architektur, die eine Erweiterung von IA-32 ist. Zur Unterscheidung findet sich dennoch oft IA-32 (auch als „IA32“ oder „ia32“) für die 32-Bit-x86-Architektur bzw. x64 (oder amd64, „x86-64“ oder „x86_64“) für die 64-Bit-x86-Architektur. Beispiele dafür sind u. a. diverse Betriebssysteme, so unterscheidet etwa Slackware zwischen „ia32“ (32-Bit-x86) und „x64_64“ (64-Bit-x86), oder auch UEFI-Bootloader auf Wechseldatenträgern (32-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\BootIA32.efi, 64-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\Bootx64.efi). Betriebsarten Neben dem Real Mode, in dem kompatibel zum 16-Bit-Intel-8086 der konventionelle Arbeitsspeicher und der obere Speicherbereich, das ist der erste, untere Megabyte des Arbeitsspeichers, ohne Beschränkung über Offset und Segment angesprochen werden kann, kennt die zwei bzw. drei weitere Betriebsarten: , der bis zu 4 GB Speicher durchgängig (linear) adressieren kann und einen hardwareseitigen Speicherschutz garantiert (über die Virtuelle Speicherverwaltung der MMU), was Multitasking-/Multiuser-Betriebssysteme mit präemptivem Multitasking ermöglicht. (SMM), welcher für die Leistungsreduktion und Hersteller-spezifische Eigenschaften eingesetzt wird. Der SMM läuft in einem separaten Arbeitsspeicher ab, sodass laufende Prozesse und Betriebssysteme nicht beeinflusst werden. Bei 64-Bit-x86-Prozessoren kommt zusätzlich der (AMD) bzw. der (Intel) hinzu, der die zwei Submodi und bereitstellt. (Siehe x64#Betriebsmodi.) Als Option des (32-Bit) existiert außerdem der , der ein oder mehrere -Programme ausführen kann – dies wurde zur Ausführung von MS-DOS-kompatiblen Programmen unter 32-Bit-Betriebssystemen benötigt und war wichtig für eine schonende Migration von DOS zu moderneren Betriebssystemen. Seit der Umstellung auf 64-Bit spielt der keine sehr große Rolle mehr, da MS-DOS-kompatible Programme nur noch relativ wenig genutzt werden oder aber auf 64-Bit-Betriebssystemen ohnehin vollständig emuliert werden (müssen). Protected Mode: Virtuelle Speicherverwaltung und Speicherschutz Virtuelle Speicherverwaltung Die neue Virtuelle Speicherverwaltung ist primär für den Multitasking-Betrieb ausgelegt (). Mittels (MMU) können mehrere Programme im Speicher konfliktfrei quasi-gleichzeitig ausgeführt werden. Hierzu wird jedes Programm in einem (virtuellen) Speicherraum ausgeführt in dem es alleine existiert und damit nicht mit anderen Programmen in Speicherzugriffskonflikte kommen kann, so dass Speicherschutz erzielt wird (z. B. "Programm A überschreibt irrtümlich bei Programm B eine Variable im Speicher" kann nicht mehr auftreten). Dies erreicht die MMU über eine Tabelle (TLB) in der für die zuletzt lokalisierten virtuellen Adresse aller Programme die echte physikalische Adresse eines Speicherblocks vermerkt ist. Bei jedem Zugriff (Speicher anfordernd, schreibend oder lesend) wird, transparent für Programme und Programmierer, auf eine eindeutige physikalische Adresse umgelenkt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Speicherfragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr auftreten kann. Durch die Adressumsetzung kann die MMU fast beliebig zerstückelten physikalischen Speicher als durchgängig zugreifbaren Block virtuellen Speichers dem Programm präsentieren. Dies ist ein effektiver Mechanismus, so lange die Größe des physikalischen Speichers deutlich kleiner ist als die des virtuellen Adressraums (4 GByte). Durch die kontinuierlich fallenden RAM-Speicherpreise ist dies inzwischen nicht mehr gegeben; der virtuelle Speicherraum kann die Fragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr immer kaschieren, da er nun selbst zu stark fragmentiert sein kann. Virtuelle Adressübersetzung Die IA-32-Architektur verwendet eine 48 Bit breite segmentierte logische Adresse, welche zu 16 Bit aus Selektor und zu 32 Bit aus Offset besteht. Durch die Segmentierung wird die logische Adresse in eine lineare 32-Bit-Adresse übersetzt und kann anschließend durch den Paging-Mechanismus in eine physische 32-Bit-Adresse übersetzt werden. Wird Paging vom System nicht eingesetzt, so ist die lineare 32-Bit-Adresse die physische Adresse. Schutzfunktionen durch die Virtuelle Speicherverwaltung Die MMU enthält vier zentrale Systemregister GDTR (), IDTR (), LDTR () und TR (). Damit werden die Schutzmechanismen realisiert. Die IA-32 Architektur enthält für den Multitasking/Multiuser-Betrieb die folgenden fünf Schutzfunktionen: Typ-Check Limit-Check Zugriff auf Daten Kontroll-Transfer Instruction-Check Diese Schutzfunktionen werden mit verschiedenen Hardware-Mechanismen realisiert. Weitere Funktionen In den nachfolgenden CPU-Generationen wurden weitere Funktionen hinzugefügt: Die Modelle des i486DX haben einen mathematischen Koprozessor bereits integriert, zusätzlich wurde ein Cache auf den Chip integriert (die Budget-Version i486 SX wurde mit deaktiviertem Koprozessor gefertigt). Außerdem wurde die Ausführungseinheit nach dem Fließbandprinzip aufgebaut, genannt Prozessor-Pipeline, was den Befehlsdurchsatz deutlich erhöht. Mit dem Pentium wurde eine zweite Ausführungseinheit der Architektur hinzugefügt. Diese nun parallelen Ausführungseinheiten, genannt Pipelines U und V, ermöglichen superskalare Programmausführung über Out-of-order execution des Prozessors. Beim Pentium MMX wurden Befehle hinzugefügt, die mehrere ganzzahlige Daten gleichzeitig bearbeiten (SIMD) – dies ist vor allem für Multimedia-Daten sinnvoll. MMX steht für , besonders vom Marketing aber auch häufig tituliert. Mit dem Pentium III wurden die SIMD-Befehle erweitert, um auch Gleitkommazahlen bearbeiten zu können (/SSE). Beginnend mit den Prescott-Modellen der Xeon-/Pentium-4-Reihe erhalten die Prozessoren eine Erweiterung um einen 64-Bit-Modus (Intel 64, früher auch EM64T genannt), der weitgehend dem AMD64-Modus der Opteron- und Athlon-64-CPUs von Mitbewerber AMD entspricht. Siehe auch x86-Prozessor x64 (auch x86-64) Itanium-Architektur bzw. IA-64 ( – nicht x86-kompatible 64-Bit-Architektur von Intel) Liste der Mikroprozessoren von Intel Liste von Mikroprozessoren Weblinks IA-64- und IA-32-Handbücher von Intel (PDF, englisch) Einzelnachweise Prozessorarchitektur nach Befehlssatz Intel-Prozessor IA32
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q-de-2201
Was ist die Bedeutung von IA-32 in Bezug auf die x86-Prozessorarchitektur?
Als IA-32, eine Abkürzung für „,“ bezeichnet Intel die Architektur des x86-Prozessors ab dem 80386, ursprünglich als 32-Bit-Architektur. Mit der Befehlssatzerweiterung x64 ist jedoch auch die 64-Bit-x86-Architektur inkludiert. x86 ist die generelle Bezeichnung für die Prozessorarchitektur, die mit dem 8086-Prozessor von Intel 1978 als 16-Bit-Architektur begründet wurde. Mit dem 80386 wurde 1985 von Intel eine Erweiterung des Befehlssatzes auf 32-Bit eingeführt, weshalb für 80386-kompatible Mikroprozessoren auch oft die Bezeichnung i386 verwendet wird bzw. retronym IA-32. Ab 1999 wurde von AMD an der Erweiterung des Befehlssatzes auf 64-Bit gearbeitet, anfangs unter der Bezeichnung x86-64, die 2003 als AMD64 und 2005 von Intel als Intel 64 eingeführt wurde. Auch diese nunmehr oft als x64 bezeichnete Erweiterung des Befehlssatzes zählt zur „.“ Die x86-Befehlssatzarchitektur wird von Intel und AMD weiterentwickelt. Itanium Mit der Neuentwicklung des Itanium-Prozessors von Intel und Hewlett-Packard, die 2001 auf den Markt kam, wollte Intel die zu x86 bzw. IA-32 inkompatible Itanium-Architektur einführen. Diese wurde von Intel auch „“ bezeichnet, da Intel die neue Architektur als die Nachfolge für die damals 32-Bit-x86-Architektur ansah. IA-64 (Itanium) setzte sich jedoch nicht durch, auch deshalb nicht, weil die Architektur als Neuentwicklung nicht x86-kompatibel ist und somit nicht zur IA-32-Architektur mit i386-Befehlssatz zählt, die durch viele Hersteller implementiert wurde. Da x86 seit den 1980er Jahren die weltweit am weitesten verbreitete Prozessorarchitektur für Personal Computer war, gab es eine Vielzahl an bestehenden Programmen, die für den Itanium-Prozessor neu programmiert werden mussten – oder: hätten programmiert werden müssen. Als AMD 2003 die 64-Bit-Erweiterung AMD64 für die bestehende x86-Architektur (IA-32) einführte, wurde diese auf Anhieb vom Markt erfolgreich angenommen, unter anderem gerade deswegen, weil bestehende x86-Programme unverändert darauf liefen. Intel musste 2005 notgedrungen nachziehen und implementierte mit Intel 64 eine zu AMD64 kompatible 64-Bit-Erweiterung für die x86-Architektur „IA-32,“ was die „“ zu einer 64-Bit-Architektur macht. Um Verwirrung zu vermeiden wird 64-Bit-x86 auch mit x64 (in Anlehnung an x86) bezeichnet. IA-64 hingegen steht für die Itanium-Architektur, die zwar auch eine 64-Bit-Architektur ist, die aber nicht zum x86-Befehlssatz „IA-32“ (80x86, i386, x64) kompatibel ist. Architekturmerkmale Die IA-32-Architektur ist eine Weiterentwicklung der 16-Bit-Architekturen von Intels 8086- und 80286-Prozessoren. Alle Register, einschließlich der Adressregister, wurden in dieser Architektur auf 32 Bits erweitert. Die Anzahl der Register blieb gleich. Die Mnemonic der erweiterten Register wurden mit einem vorangestellten E, für extended (deutsch: erweitert), gekennzeichnet, beispielsweise EAX (32-Bit) von zuvor AX (16-Bit). Um Abwärtskompatibilität zu erzielen wurden die 32-Bit-Register als Erweiterung der 16-Bit-Register der 80286-Architektur realisiert, sodass unter der Bezeichnungen für die 16-Bit-Register auf die unteren 16-Bit der 32-Bit-Register weiterhin zugegriffen werden kann: beispielsweise liefert AX auf die unteren 16-Bit des 32-Bit-EAX-Registers. Der Adressbus ist 32 Bits breit und demzufolge ist die Adressierbarkeit auf 4 GB (physikalischer Adressraum) begrenzt. Ausnahmen sind der 80386SX, welcher nur einen 24-Bit-Adressbus besaß. Ab dem Pentium Pro wurde mittels PAE eine Adresserweiterung auf 36 Bits erzielt, bei späteren Generationen sogar mehr, z. B. 40 Bits beim AMD K8. Mit 36 Bits lassen sich 64 GiB adressieren, sodass unter einer 32-Bit-Umgebung mit Einschränkungen mehr als 4 GiB genutzt werden können, wenn vom Betriebssystem PAE umgesetzt wird. Beispielsweise nutzt Linux die PAE-Erweiterung automatisch, wenn diese vom Prozessor unterstützt wird – bei neueren Distributionen ist PAE sogar Voraussetzung, da sich damit auch das NX-Bit nutzen lässt. Unter 32-Bit-Versionen von Windows von Microsoft hingegen wurde PAE wegen Kompatibilitätsproblemen mit bestehenden Treibern nicht genutzt, sodass 32-Bit-Windows-NT auf 4 GiB Arbeitsspeicher beschränkt ist. Mit der 64-Bit-Befehlssatzerweiterung x64 wurde IA-32 zu einer 64-Bit-Architektur weiterentwickelt, wobei auch die Anzahl der Register verdoppelt wurde. Im neuen Betriebsmodus sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Submodi vorhanden, sodass auch 32-Bit-Software von der doppelten Anzahl an Registern profitieren kann (x32). Nomenklatur „“ bzw. abgekürzt „IA-32“ bezeichnete ursprünglich nur die 32-Bit-x86-Architektur des 80386 und seiner Nachfolger, denn damals waren diese allesamt 32-Bit-Prozessoren. Problematisch wird die von Intel gewählte Bezeichnung erst mit der 64-Bit-Erweiterung x64 – denn diese zählt als Weiterentwicklung und Erweiterung zu IA-32, zu der x64 voll kompatibel ist. Retronym finden sich zur genaueren Unterscheidung daher auch die Bezeichnungen x86-32 für die 32-Bit- und x86-64 für die 64-Bit-x86-Architektur. Die von Intel und HP entwickelte Itanium-Architektur, auch mit „“ bzw. abgekürzt „IA-64“ bezeichnet, ist keine x86-Architektur. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit „x64“, der 64-Bit-x86-Architektur, die eine Erweiterung von IA-32 ist. Zur Unterscheidung findet sich dennoch oft IA-32 (auch als „IA32“ oder „ia32“) für die 32-Bit-x86-Architektur bzw. x64 (oder amd64, „x86-64“ oder „x86_64“) für die 64-Bit-x86-Architektur. Beispiele dafür sind u. a. diverse Betriebssysteme, so unterscheidet etwa Slackware zwischen „ia32“ (32-Bit-x86) und „x64_64“ (64-Bit-x86), oder auch UEFI-Bootloader auf Wechseldatenträgern (32-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\BootIA32.efi, 64-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\Bootx64.efi). Betriebsarten Neben dem Real Mode, in dem kompatibel zum 16-Bit-Intel-8086 der konventionelle Arbeitsspeicher und der obere Speicherbereich, das ist der erste, untere Megabyte des Arbeitsspeichers, ohne Beschränkung über Offset und Segment angesprochen werden kann, kennt die zwei bzw. drei weitere Betriebsarten: , der bis zu 4 GB Speicher durchgängig (linear) adressieren kann und einen hardwareseitigen Speicherschutz garantiert (über die Virtuelle Speicherverwaltung der MMU), was Multitasking-/Multiuser-Betriebssysteme mit präemptivem Multitasking ermöglicht. (SMM), welcher für die Leistungsreduktion und Hersteller-spezifische Eigenschaften eingesetzt wird. Der SMM läuft in einem separaten Arbeitsspeicher ab, sodass laufende Prozesse und Betriebssysteme nicht beeinflusst werden. Bei 64-Bit-x86-Prozessoren kommt zusätzlich der (AMD) bzw. der (Intel) hinzu, der die zwei Submodi und bereitstellt. (Siehe x64#Betriebsmodi.) Als Option des (32-Bit) existiert außerdem der , der ein oder mehrere -Programme ausführen kann – dies wurde zur Ausführung von MS-DOS-kompatiblen Programmen unter 32-Bit-Betriebssystemen benötigt und war wichtig für eine schonende Migration von DOS zu moderneren Betriebssystemen. Seit der Umstellung auf 64-Bit spielt der keine sehr große Rolle mehr, da MS-DOS-kompatible Programme nur noch relativ wenig genutzt werden oder aber auf 64-Bit-Betriebssystemen ohnehin vollständig emuliert werden (müssen). Protected Mode: Virtuelle Speicherverwaltung und Speicherschutz Virtuelle Speicherverwaltung Die neue Virtuelle Speicherverwaltung ist primär für den Multitasking-Betrieb ausgelegt (). Mittels (MMU) können mehrere Programme im Speicher konfliktfrei quasi-gleichzeitig ausgeführt werden. Hierzu wird jedes Programm in einem (virtuellen) Speicherraum ausgeführt in dem es alleine existiert und damit nicht mit anderen Programmen in Speicherzugriffskonflikte kommen kann, so dass Speicherschutz erzielt wird (z. B. "Programm A überschreibt irrtümlich bei Programm B eine Variable im Speicher" kann nicht mehr auftreten). Dies erreicht die MMU über eine Tabelle (TLB) in der für die zuletzt lokalisierten virtuellen Adresse aller Programme die echte physikalische Adresse eines Speicherblocks vermerkt ist. Bei jedem Zugriff (Speicher anfordernd, schreibend oder lesend) wird, transparent für Programme und Programmierer, auf eine eindeutige physikalische Adresse umgelenkt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Speicherfragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr auftreten kann. Durch die Adressumsetzung kann die MMU fast beliebig zerstückelten physikalischen Speicher als durchgängig zugreifbaren Block virtuellen Speichers dem Programm präsentieren. Dies ist ein effektiver Mechanismus, so lange die Größe des physikalischen Speichers deutlich kleiner ist als die des virtuellen Adressraums (4 GByte). Durch die kontinuierlich fallenden RAM-Speicherpreise ist dies inzwischen nicht mehr gegeben; der virtuelle Speicherraum kann die Fragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr immer kaschieren, da er nun selbst zu stark fragmentiert sein kann. Virtuelle Adressübersetzung Die IA-32-Architektur verwendet eine 48 Bit breite segmentierte logische Adresse, welche zu 16 Bit aus Selektor und zu 32 Bit aus Offset besteht. Durch die Segmentierung wird die logische Adresse in eine lineare 32-Bit-Adresse übersetzt und kann anschließend durch den Paging-Mechanismus in eine physische 32-Bit-Adresse übersetzt werden. Wird Paging vom System nicht eingesetzt, so ist die lineare 32-Bit-Adresse die physische Adresse. Schutzfunktionen durch die Virtuelle Speicherverwaltung Die MMU enthält vier zentrale Systemregister GDTR (), IDTR (), LDTR () und TR (). Damit werden die Schutzmechanismen realisiert. Die IA-32 Architektur enthält für den Multitasking/Multiuser-Betrieb die folgenden fünf Schutzfunktionen: Typ-Check Limit-Check Zugriff auf Daten Kontroll-Transfer Instruction-Check Diese Schutzfunktionen werden mit verschiedenen Hardware-Mechanismen realisiert. Weitere Funktionen In den nachfolgenden CPU-Generationen wurden weitere Funktionen hinzugefügt: Die Modelle des i486DX haben einen mathematischen Koprozessor bereits integriert, zusätzlich wurde ein Cache auf den Chip integriert (die Budget-Version i486 SX wurde mit deaktiviertem Koprozessor gefertigt). Außerdem wurde die Ausführungseinheit nach dem Fließbandprinzip aufgebaut, genannt Prozessor-Pipeline, was den Befehlsdurchsatz deutlich erhöht. Mit dem Pentium wurde eine zweite Ausführungseinheit der Architektur hinzugefügt. Diese nun parallelen Ausführungseinheiten, genannt Pipelines U und V, ermöglichen superskalare Programmausführung über Out-of-order execution des Prozessors. Beim Pentium MMX wurden Befehle hinzugefügt, die mehrere ganzzahlige Daten gleichzeitig bearbeiten (SIMD) – dies ist vor allem für Multimedia-Daten sinnvoll. MMX steht für , besonders vom Marketing aber auch häufig tituliert. Mit dem Pentium III wurden die SIMD-Befehle erweitert, um auch Gleitkommazahlen bearbeiten zu können (/SSE). Beginnend mit den Prescott-Modellen der Xeon-/Pentium-4-Reihe erhalten die Prozessoren eine Erweiterung um einen 64-Bit-Modus (Intel 64, früher auch EM64T genannt), der weitgehend dem AMD64-Modus der Opteron- und Athlon-64-CPUs von Mitbewerber AMD entspricht. Siehe auch x86-Prozessor x64 (auch x86-64) Itanium-Architektur bzw. IA-64 ( – nicht x86-kompatible 64-Bit-Architektur von Intel) Liste der Mikroprozessoren von Intel Liste von Mikroprozessoren Weblinks IA-64- und IA-32-Handbücher von Intel (PDF, englisch) Einzelnachweise Prozessorarchitektur nach Befehlssatz Intel-Prozessor IA32
› vServer Erfahrungen eines Einsteigers vServer Erfahrungen eines Einsteigers Inhaltsverzeichnis1 Die Vorbereitungen2 Worin die Unterschiede bestehen3 Erste Schritte4 Sicherheit ist ein Prozess, kein Status!5 Basics installieren6 Apache und andere Indianer7 Was dann passierte8 Wer sich so etwas (nicht) antun sollte9 Warum das ganze hier? Es gibt sie wie Sand am Meer, vielleicht sogar noch häufiger: vServer. Ein Einsteiger berichtet über die Erfahrungen, die er in den ersten Wochen mit seinem gemieteten vServer gemacht hat. Es war von langer Hand geplant: Der Vertrag mit dem Webhoster wird bald auslaufen und sollte planmäßig nicht verlängert werden. Statt dem normalen Webspace mit einer MySQL-Datenbank und E-Mail Accounts soll diesmal etwas mit Hand und Fuß her: ein vServer, der nahezu vollkommene Unabhängigkeit garantiert. Wir selbst sind Chef, niemand kann uns dazwischen gehen, wir können tun und lassen was wir wollen und Serverdienste laufen lassen sowieso. Immerhin gibt es ja reichlich Beispiele dafür, außerdem gibt es hunderte Pakete für E-Mail- und Jabberserver. Das kann eigentlich gar nicht so schwierig sein. Und mit der Konsole kommen wir auch schon sehr gut zurecht. Außerdem ist WordPress für unser Blog ja auch schnell installiert. Doch ganz so spielend leicht, wie wir uns das gedacht haben, war der Start in den „Profibereich“ des Webhostings nun auch wieder nicht. Nachdem mein Freund und ich uns dazu entschieden haben, dass wir den bestehenden Vertrag mit unserem damaligen Webhoster auslaufen lassen wollen, stand die erste große Frage im Raum: Gleicher Service bei anderem Anbieter, einen vServer oder gar einen Root Server? Letzteres schied relativ schnell aus: Unser geplantes Budget würde dadurch um ein vielfaches überstiegen. Ersteres hingegen auch, denn wir wollten endlich von den „Standardservices“ abkommen und was professionelles betreiben. Also musste ein vServer (virtueller Server, mehrere vServer teilen sich einen Kernel) her. Doch damit ging die Suche erst richtig los! Anbieter für vServer gibt es quasi wie Buchläden: an jeder Ecke ist einer. Die Preise reichen von „viel zu teuer“ bis „da muss irgendwo ein Haken sein“. Bei den vielen Hilferufen im Internet zu ebendieser Frage stand ein Tipp immer relativ weit oben: webhostlist.de. Hier sind etliche Anbieter eingetragen und lassen sich miteinander vergleichen. Doch so oft zu dieser Seite geraten wurde, so oft wurde auch davor gewarnt: nicht objektiv, Support werde nicht berücksichtigt, die Liste sei nicht vollständig usw.. Letztendlich haben wir unseren Anbieter aus einer Mischung aus Empfehlungen, Werbung, Vergleichen und Bauchgefühl ausgesucht. Ganz abgesehen von der Hardware, die vermutlich der größte und wichtigste Unterschied zwischen den Anbietern ausmacht, ist es vor allem der Support, der den guten vom schlechten Anbieter trennt. Gibt es eine Hotline, ist sie erreichbar, gibt es eine E-Mail Adresse oder nur ein Webformular für Anfragen etc.. Ebenso wichtig ist die Erreichbarkeit der Server. Seriöse Anbieter geben diese, meistens in Prozent, an. Die Bestellung zieht sich nach den wenigen Minuten Antrag formulieren dann oft doch über mehrere Stunden, da die beantragten Services natürlich erst bereitgestellt werden müssen. Nach geschätzten 5 Stunden war unser vServer bereit zur Einrichtung: Im Webinterface des Anbieters anmelden, kurzen Überblick verschaffen, was es alles so gibt, und dann an die Einrichtung des vServers machen. Zunächst die Installation des Betriebssystems: Debian 4.0 minimal (damals war das noch voll OK, mittlerweile ist Debian 4.0 ausgelaufen. Um das Update mussten wir uns später selber kümmern). Wir hatten noch andere Linuxdistributionen zur Auswahl, wollten aber unbedingt Debian haben. Neben der Minimalinstallation gab es noch „PLESK“ und „LAME“ zur Wahl, mit welchem wir rein gar keine Erfahrung hatten. In Rücksprache mit Leuten, die ich zweifellos als „Profis“ bezeichne, ließen wir die beiden letztgenannten Alternativen außen vor. Nach der Installation meldeten wir uns via SSH das erste mal auf dem Server an. Die notwendigen Zugangsdaten inklusive Passwort waren im Adminbereich der Webseite unseres Anbieters zu finden. Sicherheit ist ein Prozess, kein Status! Das Thema Sicherheit ist natürlich immer aktuell. Mit der Miete eines vServers ist dieses Thema aber auf ein ganz anderes Level gerückt. Mit einer 100Mbit Anbindung ans Internet und 25 GB Speicherplatz ist das Absichern vor fremden Zugriffen um ein vielfaches wichtiger. vServer, sehr oft in Besitz von blutigen Anfängern, sind oft Ziele von Hackerangriffen, insbesondere von Kriminellen, die die schnelle Internetverbindung des Servers für ihre Zwecke nutzen wollen. Es kommt sehr oft vor, dass sich Mieter mit dieser Gefahr erst dann konfrontiert sehen, wenn der Serveranbieter eine Monatsrechnung für Extratraffic stellt. Kriminelle nutzen die oft mageren Sicherheitsvorkehrungen aus, um meist illegale Materialien (Kinofilme, Musik, kinderpornografisches Material etc.) auf den Server zu legen, damit diese eine schnelle Verbreitung finden. 100Mbit, da ist schon was drin… Diesen Vortrag durfte ich mir von den oben genannten Profis schon nahezu spöttisch anhören. Sehr oft wurde man auf den Artikel von burnachurch verwiesen, in dem dieses Thema angesprochen wird. Darum ist uns bewusst geworden, dass unser vServer nicht als Fang von Kriminellen herhalten soll. Somit begannen wir sofort mit den ersten Schritten für einen sicheren vServer: Gleich nach dem Anmelden über den Benutzer root erstellten wir über SSH eine neue Gruppe sowie zwei neue Benutzer. Beide Benutzer wurden dieser Gruppe angefügt. Daraufhin installierte ich sudo und konfigurierte es so, dass ausschließlich Benutzer dieser Gruppe es benutzen dürfen. Als dies erledigt war, schloss ich die erste und einzige Sitzung des Benutzers root, meldete mich mit einem der Benutzernamen an und konfigurierte SSH nun so, dass wieder nur Benutzer aus der Gruppe durchgelassen werden. Root ist damit ausgesperrt. Auf diesem Niveau wurden weitere Sicherheitsvorkehrungen vorgenommen, bis es endlich an das Installieren der wichtigsten Sachen ging, die auf einem Server laufen sollten bzw. die wir für unsere Vorstellungen von vServer benötigen. Doch was viel wichtiger war, ist dass das Betriebssystem auf dem aktuellsten Stand ist. Da wir den vServer kurz vor Ende des Supports für Debian Etch erwarben, mussten wir auf schnellstem Wege auf die neue Version, Debian Lenny, kommen. Da wir noch keine Daten auf dem Server gespeichert und keine schwierig einzurichtende Programme installiert hatten, konnten wir ohne Backup ein Upgrade vornehmen. Unter fachmännischer Betreuung über IRC war das auch gar kein Problem. Schließlich hatten wir Debian Lenny installiert und konnten das erste mal das System updaten: Jetzt kann ich es zugeben: obwohl ich wirklich SEHR oft auf das Thema angesprochen wurde und mir die Dringlichkeit hervorgehoben wurde, habe ich das Thema Sicherheit wirklich unterschätzt. Ich dachte es ist ausreichend, wenn man regelmäßig seine Updates installiert und am Anfang von jeder Installation die Konfiguration gewissenhaft macht. Doch das ist nicht so! Sicherheit ist ein Prozess, der niemals aufhört. Man kann nicht einfach zwei Wochen auf den Server verzichten und ihn sich selbst überlassen. Man muss ständig die Serverdienste überwachen, Auffälligkeiten bemerken, Aktivitäten, die man nicht selbst hervorgerufen hat überprüfen, die Log Dateien analysieren etc.. Es ist ein Fass ohne Boden, auf das wir schlichtweg nicht vorbereitet waren. Basics installieren Die Hauptaufgabe unseres Server sollte darin liegen, unser Blog zu hosten. Für das Betreiben eines WordPressblogs sind viele Pakete notwendig, die grundsätzlich auf einem Webserver installiert sein müssen. Zunächst ist dabei Apache zu führen, der unser Webserver werden sollte. Wenn man sich per SSH auf dem Server angemeldet hat, ist die Handhabung wie die Bedienung bei einem lokalen PC über die Konsole. Da Ubuntu – das Betriebssystem unserer Heimcomputer – von Debian abstammt, kamen wir mit der Bedienung von Debian sehr schnell zurecht. Außerdem mussten natürlich noch PHP und MySQL installiert werden. Ohne die ist es nicht so einfach möglich, WordPress laufen zu lassen 😉 Als diese Pakete dann fertig installiert und eingerichtet worden waren (wir haben schnell begriffen, dass man nicht auf die trial and error Methode an Apache rumspielen sollte, denn diese wirklich mächtige Paket lässt sich sehr schnell kaputt-konfigurieren). Also haben wir uns erstmal ein Fachbuch zugelegt und uns ein paar Tipps daraus ausgesucht, die wir umgesetzt haben. Nachdem Apache gut lief, WordPress installiert war, die alten Artikel importiert worden, und der alte Vertrag kurz vorm Auslaufen war, kam die nächste Herausforderung: die Domain auf den neuen Server umleiten. Das Webinterface unseres neuen Abieters erlaubte es uns, den DNS Eintrag auf die neue IP umzustellen. Der Domainumzug lief um einiges einfacher als erwartet. Mit Apache konnten wir dann sowohl die Haupt- als auch die Subdomains auf die richtigen Ordner umleiten. Dadurch konnten wir quasi „über Nacht“ das alte Webspaceangebot verlassen. Apache und andere Indianer Wir hatten so gut wie keine Erfahrung mit Apache, denn welcher normale User hat das auf seinem Heimrechner schon installiert? Im Nachhinein vertrete ich die Meinung, dass eine ausführliche Trainingseinheit in der VirtualBox auf dem Heimcomputer sehr hilfreich gewesen wäre, so dass man schon frühzeitig sieht, wie man seine Serverdienste in den Griff bekommt. Das ist ja etwa so, als würde man auf der Autobahn bei 180 km/h anfangen, seine Spiegel zu richten und das Lenkrad einzustellen. Dennoch: Apache bekamen wir für unsere Verhältnisse relativ schnell in den Griff. Natürlich haben wir außer Apache nach einiger Zeit noch weitere Dienste installiert. Wir wollten ja Profis sein und experimentierten viel mit weiteren Diensten: E-Mail stand ganz oben auf der Prioritätenliste, dann natürlich noch Jabber (was gibt es cooleres als einen eigenen Jabber-Server??) und wenn man schon dabei ist: warum nicht gleich einen Gobby-Server? Ihr seht schon: für uns galt der vServer als ein Spielzeug, an dem wir uns so richtig austoben wollten. Allerdings haben wir die Sicherheitspflege unterschätzt. Es kam wie es kommen musste. Ausgerechnet das, was wir unbedingt vermeiden wollten (denn wir dachten wir seien klüger als der Junge von burnachurch), ist eingetreten. Ein Unbefugter hat es geschafft, sich Zutritt auf unseren vServer zu verschaffen. Ohne dass wir es merkten, wurde ein IRC-Bot auf unserem System installiert, der irgendeinen IRC-Channel zugespamt hat. Unserem Anbieter ist die hohe Aktivität zu Ohren gekommen und hat unseren vServer offline genommen (das einzig vernünftige, was er tun konnte). Wir haben unsere Daten sichern können, und da wir nicht wussten wie, haben wir gar nicht erst versucht, diesem Angriff auf den Grund zu gehen. Dann hat das Spiel von vorne begonnen, wieder alles installieren, sichern, einrichten und der ganze Käse. Diesmal wollten wir aber vorsichtig sein und haben nicht jeden Serverdienst gleich aktiviert ohne zu recherchieren was man einstellen muss. Diesmal haben wir länger durchgehalten als beim ersten mal, doch schon bald kam der nächste Angriff. Irgendjemandem ist es gelungen, unser Apache so zu konfigurieren, dass etwa jeder zweite Besucher, der über Google zu uns kam, auf eine Malwareseite weiterzuleiten (es gab bei heise online mal einen Artikel zu einer ganzen Hack-Serie mit diesen Symptomen, das geschah gerade zur gleichen Zeit wie bei uns. Leider finde ich ihn nicht mehr!). Wir haben auch dieses Problem relativ spät bemerkt und uns daraufhin entschieden, das Projekt vServer bis auf weiteres fallen zu lassen. Wer sich so etwas (nicht) antun sollte Zugegeben, es ist sehr verlockend, sich einen vServer zu mieten: er ist meist schneller als normaler Webspace, durchaus bezahlbar und man schreit quasi vor Unabhängigkeit. Doch meine Erfahrungen zeigen: lasst lieber die Finger davon, wenn ihr nicht wisst was auf euch zukommt. Ein bisschen Übung mit dem Terminal auf dem Heimcomputer reicht bei Weiten nicht aus, um die Aufgaben auf dem vServer zu bewerkstelligen. Die Bedienung des Terminals ist so ziemlich das einfachste, was es an diesem Projekt gibt. Wenn euer Hauptanliegen darin liegt, dass ihr ein Blog betreibt, das mit viel Speicherplatz auf einem schnellen Server liegt, dann gebt bitte mehr Geld bei der Miete eines Webspaces aus, bevor ihr auf die hirnrissige Idee kommt, einen vServer zu übernehmen. Ihr habt enorm viel Verantwortung dafür, und für denn Fall, dass eine Straftat darüber begangen wird, steht nicht der Hacker, sondern ihr dafür gerade. Ein vServer ist kein Spielzeug! Unser „Scheitern“ soll die, die mit dem gleichen Gedanken spielen, zum nochmaligen Nachdenken anregen. Seid ihr euch wirklich sicher, dass ihr diese Verantwortung tragen könnt? Wisst ihr WIRKLICH, was das bedeutet? Man hört nämlich relativ häufig den gut gemeinten Rat, dass man auf einen vServer umsteigen soll, weil dort „alles besser“ ist. Wir möchten, dass ihr aus unserem Fehler lernt. Inhaltsverzeichnis1 Die Vorbereitungen2 Worin die Unterschiede bestehen3 Erste Schritte4 Sicherheit ist ein Prozess, kein Status!5 Basics installieren6 Apache und andere Indianer7 Was dann passierte8 Wer sich so etwas (nicht) antun... 35 Kommentare zu "vServer Erfahrungen eines Einsteigers" Valentin sagt: 13. Oktober 2011 um 18:33 Hallo Benni und Jonas, danke für den interessanten Artikel. Da ich selbst mitten im Umzug stecke, interessierte mich die Geschichte natürlich sehr. Auch ich habe mal kurz darüber nachgedacht, einen vServer zu mieten, die Idee aber gleich wieder verworfen. Ich bin kein Netzwerkspezialist und hab von Sicherheit in dem Bereich einfach keine Ahnung. Ich traute mir das erstens nicht zu und wollte mir zweitens die Arbeit nicht antun. Dass es wirklich so schlimm ist mit der Sicherheit und so schnell gehen kann hätte ich aber nicht gedacht … oder hattet ihr einfach Pech? Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich mich wieder für einen Webspace (wenn auch bei einem anderen Anbieter) entschieden habe. Gruß Valentin benni sagt: 13. Oktober 2011 um 23:35 Wieviel Pech da jetzt dabei war, kann ich auch nicht sagen. Dennoch war die Angriffsdichte bei uns relativ hoch, wobei beim zweiten mal auch ein Hack auf den DNS-Server gewesen sein könnte (laut heise waren hunderte andere Seiten ebenfalls betroffen, siehe oben). Ein guter Webspace mit schneller MySQL ist sicherlich immernoch besser als ein vServer, wenn es nur ums bloggen geht… Manuel sagt: 13. Oktober 2011 um 18:53 Ui, klingt ja wirklich übel, dass da so oft jemand bei euch eingestiegen ist. Auch gerade weil ihr schreibt, dass ihr im Vorfeld schon über die Sicherheit nachgedacht habt… Bin sehr froh, dass ich für mich nen guten Hoster gefunden hab (mit ssh-Zugang!) und mich nicht um Serverkram kümmern muss, wenn ich nicht will. Heinrich sagt: 20. März 2012 um 14:17 Hallo Manuel, ich bin auf der Suche nach so einem Hoster für ein schnelles und sicheres WordPress Hosting auf deutschen Servern. Wo bist du denn? Hoffe deine Antwort würde nicht als versteckte Werbung gelöscht! linuxnetzer sagt: 13. Oktober 2011 um 19:19 Respekt dafür, dass ihr hier auch mal von einem „fail“ berichtet. So ganz (oder fast) ohne Apache-Erfahrung da reinzugehen, ist natürlich schon ein gewisses Risiko. Die Materie Server-Sicherheit ist schon ziemlich komplex. Dass es euch sooo schnell erwischt, ist vielleicht auch Pech. Vielleicht probiert ihr mal ein bisschen mit virtualbox rum und startet irgendwann einen neuen versuch. das würde ich jetzt nicht als endgültige entscheidung sehen. Bernd sagt: 13. Oktober 2011 um 19:20 Ein wirklich interessanter Erfahrungsbericht. Für mich kommt ein vServer nicht in Frage, für meine Blogs genügt herkömmlicher Webspace. Wenn ich nun von Euren Erfahrungen lese, dann heißt es für mich erst recht Finger weg vom vServer. Ralf sagt: 13. Oktober 2011 um 19:29 Klasse Artikel! Besonders gut finde ich Eure Schlussfolgerung in den letzten zwei Absätzen, richtig erkannt! Zum drittletzten Absatz, das kann passieren, auch bei einem gut abgesicherter Server kann so etwas passieren, ein Einbruch erfolgt fast auszuschließen über Dienste, die können fehlerhaft sein, oder aber auch nur einfach schlecht konfiguriert. Warum ich hier Poste? Ich hatte im laufe des Jahres 4 Server (Vserver) zu richten, und warum? ja genau, weil man halt meinte das kann ja nicht so schwer sein, her mit so einem Server, ja und die persönliche Haftung für das Teil mal außen vor 😉 Viele verstehen es eben nicht was es mit einem eigenen Server auf sich hat. Werde Euren Artikel weiterempfehlen! Gerd sagt: 13. Oktober 2011 um 20:20 Hallo Benni und Jonas, könnt ihr mehr über die erfolgreichen Angriffe erzählen? Wie kamen der/die Angreifer auf euer System? Falsche Konfiguration? Schlechte Passwörter? Über welche Dienste? benni sagt: 13. Oktober 2011 um 23:36 Schwache Passwörter ist so ziemlich das einzige, das wir zu 100% ausschließen können 😉 Gerd sagt: 14. Oktober 2011 um 18:37 Danke für die Antwort 🙂 Könnte man die Konfig-Dateien mal sehen? Irgendwo muss ja die Schwachstelle gewesen sein. benni sagt: 14. Oktober 2011 um 20:37 Warum sollte ich dir unsere Konfig-Dateien geben? Ich kenne dich ja nichtmal! Bachsau sagt: 24. September 2014 um 15:02 Meine Konfigs darf gene jeder sehen. Wenn das eine Gefahr für mich darstellt, habe ich meine Hausaufgaben nicht gemacht. schneida sagt: 13. Oktober 2011 um 23:15 Da ich selbst auch Betreiber eines eigenen VServers bin hab ich den Artikel gut nachvollziehen können! Der Hauptgrund für die Entscheidung vServer lag bei mir bei der mangelnden Unterstützung von PHP5.3 (mittlerweile hat sich die Situation ja bereits verbessert), das ich zwingend für eines meiner Projekte benötigt habe und natürlich der grundsätzliche Wunsch nach Freiheit…. Insgesamt muss ich sagen habe ich durch die Konfiguration des Servers extrem viel gelernt und würde die Entscheidung für einen vServer jederzeit wiederholen. Die Chance einmal einen DNS-Server aufzusetzen, eine eigene Mail server zu warten oder eine Fedora DVD in knapp 5 Minuten herunterzuladen oder seine eigenen Dropbox like Cloud Storage aufzubauen ist einfach toll. Dabei darf man die Sicherheit natürlich nicht außer Acht lassen. Bisher bin ich von Angriffen verschont geblieben (oder habe sie nicht bemerkt, was natürlich schlimm wäre) obwohl ich mittlerweile bereits nachlässiger werde und nicht mehr jeden Tag alle Logs durchsehe. Man muss lernen damit umzugehen und sich auf die wichtigsten Parameter beschränken. Was aber schon ziemlich erschreckend ist, ist die Anzahl an Hacking Versuche pro Tag von unterschiedlichsten Servern (unter anderem vServer deutscher Anbieter und sehr skurril auch von Servern des rumänischen Innenministeriums (!)), die dank Sicherheitssystemen wie fail2ban von BruteForce Attacken über SSH abgehalten werden. Spelter sagt: 14. Oktober 2011 um 08:26 Also ich betreibe nun seit 6 Jahren Rootserver im Netz und nur einmal ist ein Einbruch passiert. In mein Urlaub… als ich das Update von apt automatisiert hatte (apt-get -y upgrade). Das hat damals meine Configs überschrieben (httpd.conf und php.ini), mod_security aus dem Apachen geworfen und als ich wieder aus dem Urlaub kam traute ich meinen Augen nicht. Eine Neuinstallation war natürlich die folge, aber das war der einzige Sicherheitsvorfall all die Jahre. Das tolle war, ich konnte diesen möchtegern Hacker bis zur Haustür in St. Marino verfolgen und genau rekonstruieren was passiert ist. Hat die Polizei nicht interessiert, aber die GVU und die FXP Gruppe wurde hochgenommen 🙂 Revenge of an Sith-Admin 😉 Dabei ist es doch gar nicht so schwer: 1) SSH nur über Public Key Authentifizierung (und natürlich sudo und kein User root) – hast du fast richtig gemacht 2) SSH Port verlegen um Logs etwas sauberer zu halten – Bots scannen nur Port 22 ab 3) Webserver sicher konfigurieren, wobei ich Lighttpd nehme und PHP mit dem Suhoshin Patch verwende 4) Sowenig Dienste wie möglich um die Angriffsfläche gering zu halten. 5) Webseiten nur mit sicherer Software ausstatten. Statt WordPress -> Serendipity, phpBB -> VBulletin oder WordPress, OSCommerce -> Magento oder XTC:Modified. Nur um mal ein paar zu nennen. Die Full Disclosure Mailingliste ist zusammen mit Packetstorm Security und milw0rm eine gute Quelle ob es Exploits für eine Software gibt. Server Software die ich nutze ist nur Postfix, Dovecot, Lighttpd und OpenVPN. Alles andere ist nur über VPN zu erreichen. Alles durch IPFire in einer Xen DomU gesichert. Da ich einen Rootserver habe, kann ich mittlerweile virtualisieren, was ein Vorteil ist wenn man doch gerne mal einen Dienst ala Jabber nutzen möchte. Standardmässig sieht es so aus: dom0 -> nur die SSH Dom1 -> IPFire -> verbindet die jeweiligen DomU´s mit der Aussenwelt und hier ist OpenVPN installiert. Die wichtigste DomU Dom2 -> Webserver (Lighttp) Dom3 -> Mailserver Dom4 -> Fileserver (NFS, FTP) Dom5 -> Mysql Server Dom6 -> Update Server (apt-proxy) Die feinheiten wie das LVM, die Firewall usw. passen hier natürlich nicht hin, aber das ist genauso wie es ein Professioneller Hoster macht. Auf den Servern selbst läuft keine SSH und ich komme nur auf die Dom0 und dort über die Xen Console an meine Server. IPFire blockiert alle Servern die Standardports die sie nicht brauchen (z.B. ausgehend Port 80 und 443) und Statefull Firewalling sei dank, auch ohne Probleme für User. Updates zieht nur ein Server, das ist der Updateserver und alle anderen saugen Ihre Updates von dort. Die Festplatte ist für die DomU´s nur gemountet via NFS und mit LVM auf der Dom0 so klein wie möglich gehalten. Sozusagen als Quota. Glaub mehr habe ich nicht umgesetzt. Das ist eben der Grund warum ich einen Root nehme und vServer links liegen lasse, nur hier gibt es echte Freiheit. 100% Sicherheit gibt es nicht, aber die Hürden kann man hoch hängen. Ach ja, das rumänische Innenministerium soll dich angegriffen haben…. eher geknackte Rechner im Ministerium genutzt von Fremden. Und Müllsoftware ala fail2ban braucht man nicht wenn man nur Public Key Authentifizierung nutzt, da mach ich mir nichtmal sorgen das jemand unberechtigtes sich einloggen könnte. Und das Port verlegen mache ich nur, weil mich dann die automatisierten Bots nicht in meiner auth.log nerven 😉 schneida sagt: 14. Oktober 2011 um 18:00 Ich geb dir recht, eine Authentifizierung per PublicKey ist noch sinvoller, würde mich aber stark Einschränken, da ich auch hin und wieder auf fremden Computern Zugang zum Server benötige (wobei mir klar ist, dass das natürlich ein weiteres Sicherheitsrisiko darstellt). Auch bezüglich der Virtualisierung hast du natürlich Recht, nur leider ist das auf vServern volkommen ausgeschlossen und ein echter eigener Rootserver kostet dann natürlich auch dementsprechend mehr. Die Angriffe kammen von www60.mai.gov.ro , wobei ich auch nicht behauptet habe, dass mich das Innenministerium angegriffen hat sondern „von Servern des rumänischen Innenministeriums“ angegriffen wurde. Unter welcher Kontrolle diese standen kann ich natürlich nicht nachvollziehen. Bachsau sagt: 24. September 2014 um 15:10 Nichts, aber auch gar nichts kann einen ausreichenden Grund bieten, sich von fremden Computern aus auf einen Root zu verbinden. Du benötigst das nicht, du tust es halt einfach. Bachsau sagt: 24. September 2014 um 15:06 Lol. vBulletin sicherer als phpBB? Da lachen ja die Hühner. Du hast noch viel zu lernen. philipp sagt: 14. Oktober 2011 um 11:45 Super Artikel und auch gute Kommentare. Ich habe ähnliche Erfahrung auch schon gemacht. Im Internet ist Krieg, ständig versucht irgend ein Trottel, die Acccounts zu knacken oder via irgendwelcher Bugs in der Software auf’s System zu kommen. Wenn man Zeit und Lust hat, sich täglich darum zukümmern, ist ein Root-Server unschlagbar. Aber ich setzte nur noch auf Managed Servers, aber viel mehr als eine externe Festplatte brauche ich auch nicht. seb sagt: 15. Oktober 2011 um 03:36 Danke für den post. Bei all den Sicherheitsaspekten will ich überhaupt nicht an meine NAS denken, Bilder freigeben o.ä. Infos zum kürzlichen Blog-Umzug | picomol.de sagt: 16. Oktober 2011 um 15:38 […] ich mir noch viele Gedanken machen müssen. Und nachdem ich Erfahrungsberichte über vServer wie diesen hier gelesen habe, bereue ich meine Entscheidung auch kein […] Colttt sagt: 24. Oktober 2011 um 09:54 Hier evtl noch ein guter Hinweis an alle die Server betreiben. Dadurch merkt man sofort ob/wann wer eingebrochen bzw sich eingeloggt hat. http://www.linux-magazin.de/Heft-Abo/Ausgaben/2010/07/Tuerspion mayhem sagt: 17. November 2011 um 20:58 Hi, Ich habe mal vor ein paar Jahren einen vServer gehabt. Über die Risiken war ich mir damals nicht bewusst. Über die Jahre habe ich nun Erfahrung gesammelt und wollte mich wieder an vServer herantrauen. Nach diesem Artikel werde ich das Thema begraben, weil es wohl doch eine oder zwei Nummern zu groß für mich ist. Wenn und überhaupt, dann nur einen „managed“ vServer… die Kosten für die Sicherheit sollte man tragen, bevor man sich richtigen Ärger und damit noch höhere Kosten einhandelt! X-Server und Gnome - Seite 2 - Linux: Linux-Forum sagt: 2. Januar 2012 um 21:01 […] […] Xserver Hilfe :( - Linux: Linux-Forum sagt: 4. Januar 2012 um 23:42 […] */ Vielleicht hilft dir das hier weiter beim […] Website auf V-Server? - Seite 2 - php.de sagt: 21. Februar 2012 um 17:10 […] Hier findest du einen schönen Erfahrungsbericht zum Thema eigener Server. Lies dir den doch mal in Ruhe durch. __________________ Programming PHP […] Anonymous sagt: 7. Juni 2013 um 20:44 […] […] Wade sagt: 13. November 2013 um 10:30 Wow, this piece of writing is fastidious, my homepage – 販売中 ブーツ (Wade) Vorüberlegungen zur Anschaffung eines Rootservers › Projekt Rootserver sagt: 24. November 2013 um 17:14 […] vServer Erfahrungen eines Einsteigers – Am Selbstversuch wird erläutert, dass es trotz Updates zu einer Kaperung des Servers gekommen ist. Einen Server abzusichern ist nicht trivial und erfordert zudem ständige Wachsamkeit. Ebenfalls wird darauf hingewiesen, nur Dienste zu installieren, die man wirklich braucht und die man auch konfigurieren kann. […] jede menge bouncemails - Linux: Linux-Forum sagt: 6. Dezember 2013 um 22:08 […] […] Gameserver kaufen ? - Seite 2 sagt: 1. März 2014 um 13:10 […] […] ESXi 5.5 mit Linux - Linux: Linux-Forum sagt: 10. März 2014 um 12:50 […] […] nicklas sagt: 2. Oktober 2014 um 20:33 Sehr guter Artikel, ich denke ich überdenke meine pläne nochmal 🙂 Luca sagt: 5. Oktober 2014 um 12:38 Ja… Das lassen wir dann wohl lieber mit unserem Server^^ Wir hatten eigentlich auch vor, uns demnächst einen zu holen, aber wenn ich das alles so lese, fällt mir vor allem auch auf, dass ich als Schüler für soviel Zeitinvestition überhaupt keine Zeit habe. Vielleicht wird’s ja ein ManagedServer 😀 S3 sagt: 13. März 2016 um 15:42 „virtueller Server, mehrere vServer teilen sich einen Kernel“ Falsch. Die Teilen sich die selbe Hardware, aber nicht die selbe Software. Der Kernel ist Software. Bachsau sagt: 13. März 2016 um 20:13 Kommt auf die Virtualisierungslösung an. Bei OpenVZ beispielsweise teilen sich die einzelnen VMs (die eigentlich nur getrennte Benutzerumgebungen sind) ein und denselben Kernel. Hardware wird dabei gar nicht virtualisiert, sondern das userland. Tags: Erfahrungen, Free as I am, vServer ← Gnome 3 auf dem WeTab – Video Piwik 1.6 mit neuen Funktionen →
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Was ist die Bedeutung von IA-32 in Bezug auf die x86-Prozessorarchitektur?
Als IA-32, eine Abkürzung für „,“ bezeichnet Intel die Architektur des x86-Prozessors ab dem 80386, ursprünglich als 32-Bit-Architektur. Mit der Befehlssatzerweiterung x64 ist jedoch auch die 64-Bit-x86-Architektur inkludiert. x86 ist die generelle Bezeichnung für die Prozessorarchitektur, die mit dem 8086-Prozessor von Intel 1978 als 16-Bit-Architektur begründet wurde. Mit dem 80386 wurde 1985 von Intel eine Erweiterung des Befehlssatzes auf 32-Bit eingeführt, weshalb für 80386-kompatible Mikroprozessoren auch oft die Bezeichnung i386 verwendet wird bzw. retronym IA-32. Ab 1999 wurde von AMD an der Erweiterung des Befehlssatzes auf 64-Bit gearbeitet, anfangs unter der Bezeichnung x86-64, die 2003 als AMD64 und 2005 von Intel als Intel 64 eingeführt wurde. Auch diese nunmehr oft als x64 bezeichnete Erweiterung des Befehlssatzes zählt zur „.“ Die x86-Befehlssatzarchitektur wird von Intel und AMD weiterentwickelt. Itanium Mit der Neuentwicklung des Itanium-Prozessors von Intel und Hewlett-Packard, die 2001 auf den Markt kam, wollte Intel die zu x86 bzw. IA-32 inkompatible Itanium-Architektur einführen. Diese wurde von Intel auch „“ bezeichnet, da Intel die neue Architektur als die Nachfolge für die damals 32-Bit-x86-Architektur ansah. IA-64 (Itanium) setzte sich jedoch nicht durch, auch deshalb nicht, weil die Architektur als Neuentwicklung nicht x86-kompatibel ist und somit nicht zur IA-32-Architektur mit i386-Befehlssatz zählt, die durch viele Hersteller implementiert wurde. Da x86 seit den 1980er Jahren die weltweit am weitesten verbreitete Prozessorarchitektur für Personal Computer war, gab es eine Vielzahl an bestehenden Programmen, die für den Itanium-Prozessor neu programmiert werden mussten – oder: hätten programmiert werden müssen. Als AMD 2003 die 64-Bit-Erweiterung AMD64 für die bestehende x86-Architektur (IA-32) einführte, wurde diese auf Anhieb vom Markt erfolgreich angenommen, unter anderem gerade deswegen, weil bestehende x86-Programme unverändert darauf liefen. Intel musste 2005 notgedrungen nachziehen und implementierte mit Intel 64 eine zu AMD64 kompatible 64-Bit-Erweiterung für die x86-Architektur „IA-32,“ was die „“ zu einer 64-Bit-Architektur macht. Um Verwirrung zu vermeiden wird 64-Bit-x86 auch mit x64 (in Anlehnung an x86) bezeichnet. IA-64 hingegen steht für die Itanium-Architektur, die zwar auch eine 64-Bit-Architektur ist, die aber nicht zum x86-Befehlssatz „IA-32“ (80x86, i386, x64) kompatibel ist. Architekturmerkmale Die IA-32-Architektur ist eine Weiterentwicklung der 16-Bit-Architekturen von Intels 8086- und 80286-Prozessoren. Alle Register, einschließlich der Adressregister, wurden in dieser Architektur auf 32 Bits erweitert. Die Anzahl der Register blieb gleich. Die Mnemonic der erweiterten Register wurden mit einem vorangestellten E, für extended (deutsch: erweitert), gekennzeichnet, beispielsweise EAX (32-Bit) von zuvor AX (16-Bit). Um Abwärtskompatibilität zu erzielen wurden die 32-Bit-Register als Erweiterung der 16-Bit-Register der 80286-Architektur realisiert, sodass unter der Bezeichnungen für die 16-Bit-Register auf die unteren 16-Bit der 32-Bit-Register weiterhin zugegriffen werden kann: beispielsweise liefert AX auf die unteren 16-Bit des 32-Bit-EAX-Registers. Der Adressbus ist 32 Bits breit und demzufolge ist die Adressierbarkeit auf 4 GB (physikalischer Adressraum) begrenzt. Ausnahmen sind der 80386SX, welcher nur einen 24-Bit-Adressbus besaß. Ab dem Pentium Pro wurde mittels PAE eine Adresserweiterung auf 36 Bits erzielt, bei späteren Generationen sogar mehr, z. B. 40 Bits beim AMD K8. Mit 36 Bits lassen sich 64 GiB adressieren, sodass unter einer 32-Bit-Umgebung mit Einschränkungen mehr als 4 GiB genutzt werden können, wenn vom Betriebssystem PAE umgesetzt wird. Beispielsweise nutzt Linux die PAE-Erweiterung automatisch, wenn diese vom Prozessor unterstützt wird – bei neueren Distributionen ist PAE sogar Voraussetzung, da sich damit auch das NX-Bit nutzen lässt. Unter 32-Bit-Versionen von Windows von Microsoft hingegen wurde PAE wegen Kompatibilitätsproblemen mit bestehenden Treibern nicht genutzt, sodass 32-Bit-Windows-NT auf 4 GiB Arbeitsspeicher beschränkt ist. Mit der 64-Bit-Befehlssatzerweiterung x64 wurde IA-32 zu einer 64-Bit-Architektur weiterentwickelt, wobei auch die Anzahl der Register verdoppelt wurde. Im neuen Betriebsmodus sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Submodi vorhanden, sodass auch 32-Bit-Software von der doppelten Anzahl an Registern profitieren kann (x32). Nomenklatur „“ bzw. abgekürzt „IA-32“ bezeichnete ursprünglich nur die 32-Bit-x86-Architektur des 80386 und seiner Nachfolger, denn damals waren diese allesamt 32-Bit-Prozessoren. Problematisch wird die von Intel gewählte Bezeichnung erst mit der 64-Bit-Erweiterung x64 – denn diese zählt als Weiterentwicklung und Erweiterung zu IA-32, zu der x64 voll kompatibel ist. Retronym finden sich zur genaueren Unterscheidung daher auch die Bezeichnungen x86-32 für die 32-Bit- und x86-64 für die 64-Bit-x86-Architektur. Die von Intel und HP entwickelte Itanium-Architektur, auch mit „“ bzw. abgekürzt „IA-64“ bezeichnet, ist keine x86-Architektur. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit „x64“, der 64-Bit-x86-Architektur, die eine Erweiterung von IA-32 ist. Zur Unterscheidung findet sich dennoch oft IA-32 (auch als „IA32“ oder „ia32“) für die 32-Bit-x86-Architektur bzw. x64 (oder amd64, „x86-64“ oder „x86_64“) für die 64-Bit-x86-Architektur. Beispiele dafür sind u. a. diverse Betriebssysteme, so unterscheidet etwa Slackware zwischen „ia32“ (32-Bit-x86) und „x64_64“ (64-Bit-x86), oder auch UEFI-Bootloader auf Wechseldatenträgern (32-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\BootIA32.efi, 64-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\Bootx64.efi). Betriebsarten Neben dem Real Mode, in dem kompatibel zum 16-Bit-Intel-8086 der konventionelle Arbeitsspeicher und der obere Speicherbereich, das ist der erste, untere Megabyte des Arbeitsspeichers, ohne Beschränkung über Offset und Segment angesprochen werden kann, kennt die zwei bzw. drei weitere Betriebsarten: , der bis zu 4 GB Speicher durchgängig (linear) adressieren kann und einen hardwareseitigen Speicherschutz garantiert (über die Virtuelle Speicherverwaltung der MMU), was Multitasking-/Multiuser-Betriebssysteme mit präemptivem Multitasking ermöglicht. (SMM), welcher für die Leistungsreduktion und Hersteller-spezifische Eigenschaften eingesetzt wird. Der SMM läuft in einem separaten Arbeitsspeicher ab, sodass laufende Prozesse und Betriebssysteme nicht beeinflusst werden. Bei 64-Bit-x86-Prozessoren kommt zusätzlich der (AMD) bzw. der (Intel) hinzu, der die zwei Submodi und bereitstellt. (Siehe x64#Betriebsmodi.) Als Option des (32-Bit) existiert außerdem der , der ein oder mehrere -Programme ausführen kann – dies wurde zur Ausführung von MS-DOS-kompatiblen Programmen unter 32-Bit-Betriebssystemen benötigt und war wichtig für eine schonende Migration von DOS zu moderneren Betriebssystemen. Seit der Umstellung auf 64-Bit spielt der keine sehr große Rolle mehr, da MS-DOS-kompatible Programme nur noch relativ wenig genutzt werden oder aber auf 64-Bit-Betriebssystemen ohnehin vollständig emuliert werden (müssen). Protected Mode: Virtuelle Speicherverwaltung und Speicherschutz Virtuelle Speicherverwaltung Die neue Virtuelle Speicherverwaltung ist primär für den Multitasking-Betrieb ausgelegt (). Mittels (MMU) können mehrere Programme im Speicher konfliktfrei quasi-gleichzeitig ausgeführt werden. Hierzu wird jedes Programm in einem (virtuellen) Speicherraum ausgeführt in dem es alleine existiert und damit nicht mit anderen Programmen in Speicherzugriffskonflikte kommen kann, so dass Speicherschutz erzielt wird (z. B. "Programm A überschreibt irrtümlich bei Programm B eine Variable im Speicher" kann nicht mehr auftreten). Dies erreicht die MMU über eine Tabelle (TLB) in der für die zuletzt lokalisierten virtuellen Adresse aller Programme die echte physikalische Adresse eines Speicherblocks vermerkt ist. Bei jedem Zugriff (Speicher anfordernd, schreibend oder lesend) wird, transparent für Programme und Programmierer, auf eine eindeutige physikalische Adresse umgelenkt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Speicherfragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr auftreten kann. Durch die Adressumsetzung kann die MMU fast beliebig zerstückelten physikalischen Speicher als durchgängig zugreifbaren Block virtuellen Speichers dem Programm präsentieren. Dies ist ein effektiver Mechanismus, so lange die Größe des physikalischen Speichers deutlich kleiner ist als die des virtuellen Adressraums (4 GByte). Durch die kontinuierlich fallenden RAM-Speicherpreise ist dies inzwischen nicht mehr gegeben; der virtuelle Speicherraum kann die Fragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr immer kaschieren, da er nun selbst zu stark fragmentiert sein kann. Virtuelle Adressübersetzung Die IA-32-Architektur verwendet eine 48 Bit breite segmentierte logische Adresse, welche zu 16 Bit aus Selektor und zu 32 Bit aus Offset besteht. Durch die Segmentierung wird die logische Adresse in eine lineare 32-Bit-Adresse übersetzt und kann anschließend durch den Paging-Mechanismus in eine physische 32-Bit-Adresse übersetzt werden. Wird Paging vom System nicht eingesetzt, so ist die lineare 32-Bit-Adresse die physische Adresse. Schutzfunktionen durch die Virtuelle Speicherverwaltung Die MMU enthält vier zentrale Systemregister GDTR (), IDTR (), LDTR () und TR (). Damit werden die Schutzmechanismen realisiert. Die IA-32 Architektur enthält für den Multitasking/Multiuser-Betrieb die folgenden fünf Schutzfunktionen: Typ-Check Limit-Check Zugriff auf Daten Kontroll-Transfer Instruction-Check Diese Schutzfunktionen werden mit verschiedenen Hardware-Mechanismen realisiert. Weitere Funktionen In den nachfolgenden CPU-Generationen wurden weitere Funktionen hinzugefügt: Die Modelle des i486DX haben einen mathematischen Koprozessor bereits integriert, zusätzlich wurde ein Cache auf den Chip integriert (die Budget-Version i486 SX wurde mit deaktiviertem Koprozessor gefertigt). Außerdem wurde die Ausführungseinheit nach dem Fließbandprinzip aufgebaut, genannt Prozessor-Pipeline, was den Befehlsdurchsatz deutlich erhöht. Mit dem Pentium wurde eine zweite Ausführungseinheit der Architektur hinzugefügt. Diese nun parallelen Ausführungseinheiten, genannt Pipelines U und V, ermöglichen superskalare Programmausführung über Out-of-order execution des Prozessors. Beim Pentium MMX wurden Befehle hinzugefügt, die mehrere ganzzahlige Daten gleichzeitig bearbeiten (SIMD) – dies ist vor allem für Multimedia-Daten sinnvoll. MMX steht für , besonders vom Marketing aber auch häufig tituliert. Mit dem Pentium III wurden die SIMD-Befehle erweitert, um auch Gleitkommazahlen bearbeiten zu können (/SSE). Beginnend mit den Prescott-Modellen der Xeon-/Pentium-4-Reihe erhalten die Prozessoren eine Erweiterung um einen 64-Bit-Modus (Intel 64, früher auch EM64T genannt), der weitgehend dem AMD64-Modus der Opteron- und Athlon-64-CPUs von Mitbewerber AMD entspricht. Siehe auch x86-Prozessor x64 (auch x86-64) Itanium-Architektur bzw. IA-64 ( – nicht x86-kompatible 64-Bit-Architektur von Intel) Liste der Mikroprozessoren von Intel Liste von Mikroprozessoren Weblinks IA-64- und IA-32-Handbücher von Intel (PDF, englisch) Einzelnachweise Prozessorarchitektur nach Befehlssatz Intel-Prozessor IA32
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q-de-2201
Was ist die Bedeutung von IA-32 in Bezug auf die x86-Prozessorarchitektur?
Als IA-32, eine Abkürzung für „,“ bezeichnet Intel die Architektur des x86-Prozessors ab dem 80386, ursprünglich als 32-Bit-Architektur. Mit der Befehlssatzerweiterung x64 ist jedoch auch die 64-Bit-x86-Architektur inkludiert. x86 ist die generelle Bezeichnung für die Prozessorarchitektur, die mit dem 8086-Prozessor von Intel 1978 als 16-Bit-Architektur begründet wurde. Mit dem 80386 wurde 1985 von Intel eine Erweiterung des Befehlssatzes auf 32-Bit eingeführt, weshalb für 80386-kompatible Mikroprozessoren auch oft die Bezeichnung i386 verwendet wird bzw. retronym IA-32. Ab 1999 wurde von AMD an der Erweiterung des Befehlssatzes auf 64-Bit gearbeitet, anfangs unter der Bezeichnung x86-64, die 2003 als AMD64 und 2005 von Intel als Intel 64 eingeführt wurde. Auch diese nunmehr oft als x64 bezeichnete Erweiterung des Befehlssatzes zählt zur „.“ Die x86-Befehlssatzarchitektur wird von Intel und AMD weiterentwickelt. Itanium Mit der Neuentwicklung des Itanium-Prozessors von Intel und Hewlett-Packard, die 2001 auf den Markt kam, wollte Intel die zu x86 bzw. IA-32 inkompatible Itanium-Architektur einführen. Diese wurde von Intel auch „“ bezeichnet, da Intel die neue Architektur als die Nachfolge für die damals 32-Bit-x86-Architektur ansah. IA-64 (Itanium) setzte sich jedoch nicht durch, auch deshalb nicht, weil die Architektur als Neuentwicklung nicht x86-kompatibel ist und somit nicht zur IA-32-Architektur mit i386-Befehlssatz zählt, die durch viele Hersteller implementiert wurde. Da x86 seit den 1980er Jahren die weltweit am weitesten verbreitete Prozessorarchitektur für Personal Computer war, gab es eine Vielzahl an bestehenden Programmen, die für den Itanium-Prozessor neu programmiert werden mussten – oder: hätten programmiert werden müssen. Als AMD 2003 die 64-Bit-Erweiterung AMD64 für die bestehende x86-Architektur (IA-32) einführte, wurde diese auf Anhieb vom Markt erfolgreich angenommen, unter anderem gerade deswegen, weil bestehende x86-Programme unverändert darauf liefen. Intel musste 2005 notgedrungen nachziehen und implementierte mit Intel 64 eine zu AMD64 kompatible 64-Bit-Erweiterung für die x86-Architektur „IA-32,“ was die „“ zu einer 64-Bit-Architektur macht. Um Verwirrung zu vermeiden wird 64-Bit-x86 auch mit x64 (in Anlehnung an x86) bezeichnet. IA-64 hingegen steht für die Itanium-Architektur, die zwar auch eine 64-Bit-Architektur ist, die aber nicht zum x86-Befehlssatz „IA-32“ (80x86, i386, x64) kompatibel ist. Architekturmerkmale Die IA-32-Architektur ist eine Weiterentwicklung der 16-Bit-Architekturen von Intels 8086- und 80286-Prozessoren. Alle Register, einschließlich der Adressregister, wurden in dieser Architektur auf 32 Bits erweitert. Die Anzahl der Register blieb gleich. Die Mnemonic der erweiterten Register wurden mit einem vorangestellten E, für extended (deutsch: erweitert), gekennzeichnet, beispielsweise EAX (32-Bit) von zuvor AX (16-Bit). Um Abwärtskompatibilität zu erzielen wurden die 32-Bit-Register als Erweiterung der 16-Bit-Register der 80286-Architektur realisiert, sodass unter der Bezeichnungen für die 16-Bit-Register auf die unteren 16-Bit der 32-Bit-Register weiterhin zugegriffen werden kann: beispielsweise liefert AX auf die unteren 16-Bit des 32-Bit-EAX-Registers. Der Adressbus ist 32 Bits breit und demzufolge ist die Adressierbarkeit auf 4 GB (physikalischer Adressraum) begrenzt. Ausnahmen sind der 80386SX, welcher nur einen 24-Bit-Adressbus besaß. Ab dem Pentium Pro wurde mittels PAE eine Adresserweiterung auf 36 Bits erzielt, bei späteren Generationen sogar mehr, z. B. 40 Bits beim AMD K8. Mit 36 Bits lassen sich 64 GiB adressieren, sodass unter einer 32-Bit-Umgebung mit Einschränkungen mehr als 4 GiB genutzt werden können, wenn vom Betriebssystem PAE umgesetzt wird. Beispielsweise nutzt Linux die PAE-Erweiterung automatisch, wenn diese vom Prozessor unterstützt wird – bei neueren Distributionen ist PAE sogar Voraussetzung, da sich damit auch das NX-Bit nutzen lässt. Unter 32-Bit-Versionen von Windows von Microsoft hingegen wurde PAE wegen Kompatibilitätsproblemen mit bestehenden Treibern nicht genutzt, sodass 32-Bit-Windows-NT auf 4 GiB Arbeitsspeicher beschränkt ist. Mit der 64-Bit-Befehlssatzerweiterung x64 wurde IA-32 zu einer 64-Bit-Architektur weiterentwickelt, wobei auch die Anzahl der Register verdoppelt wurde. Im neuen Betriebsmodus sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Submodi vorhanden, sodass auch 32-Bit-Software von der doppelten Anzahl an Registern profitieren kann (x32). Nomenklatur „“ bzw. abgekürzt „IA-32“ bezeichnete ursprünglich nur die 32-Bit-x86-Architektur des 80386 und seiner Nachfolger, denn damals waren diese allesamt 32-Bit-Prozessoren. Problematisch wird die von Intel gewählte Bezeichnung erst mit der 64-Bit-Erweiterung x64 – denn diese zählt als Weiterentwicklung und Erweiterung zu IA-32, zu der x64 voll kompatibel ist. Retronym finden sich zur genaueren Unterscheidung daher auch die Bezeichnungen x86-32 für die 32-Bit- und x86-64 für die 64-Bit-x86-Architektur. Die von Intel und HP entwickelte Itanium-Architektur, auch mit „“ bzw. abgekürzt „IA-64“ bezeichnet, ist keine x86-Architektur. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit „x64“, der 64-Bit-x86-Architektur, die eine Erweiterung von IA-32 ist. Zur Unterscheidung findet sich dennoch oft IA-32 (auch als „IA32“ oder „ia32“) für die 32-Bit-x86-Architektur bzw. x64 (oder amd64, „x86-64“ oder „x86_64“) für die 64-Bit-x86-Architektur. Beispiele dafür sind u. a. diverse Betriebssysteme, so unterscheidet etwa Slackware zwischen „ia32“ (32-Bit-x86) und „x64_64“ (64-Bit-x86), oder auch UEFI-Bootloader auf Wechseldatenträgern (32-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\BootIA32.efi, 64-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\Bootx64.efi). Betriebsarten Neben dem Real Mode, in dem kompatibel zum 16-Bit-Intel-8086 der konventionelle Arbeitsspeicher und der obere Speicherbereich, das ist der erste, untere Megabyte des Arbeitsspeichers, ohne Beschränkung über Offset und Segment angesprochen werden kann, kennt die zwei bzw. drei weitere Betriebsarten: , der bis zu 4 GB Speicher durchgängig (linear) adressieren kann und einen hardwareseitigen Speicherschutz garantiert (über die Virtuelle Speicherverwaltung der MMU), was Multitasking-/Multiuser-Betriebssysteme mit präemptivem Multitasking ermöglicht. (SMM), welcher für die Leistungsreduktion und Hersteller-spezifische Eigenschaften eingesetzt wird. Der SMM läuft in einem separaten Arbeitsspeicher ab, sodass laufende Prozesse und Betriebssysteme nicht beeinflusst werden. Bei 64-Bit-x86-Prozessoren kommt zusätzlich der (AMD) bzw. der (Intel) hinzu, der die zwei Submodi und bereitstellt. (Siehe x64#Betriebsmodi.) Als Option des (32-Bit) existiert außerdem der , der ein oder mehrere -Programme ausführen kann – dies wurde zur Ausführung von MS-DOS-kompatiblen Programmen unter 32-Bit-Betriebssystemen benötigt und war wichtig für eine schonende Migration von DOS zu moderneren Betriebssystemen. Seit der Umstellung auf 64-Bit spielt der keine sehr große Rolle mehr, da MS-DOS-kompatible Programme nur noch relativ wenig genutzt werden oder aber auf 64-Bit-Betriebssystemen ohnehin vollständig emuliert werden (müssen). Protected Mode: Virtuelle Speicherverwaltung und Speicherschutz Virtuelle Speicherverwaltung Die neue Virtuelle Speicherverwaltung ist primär für den Multitasking-Betrieb ausgelegt (). Mittels (MMU) können mehrere Programme im Speicher konfliktfrei quasi-gleichzeitig ausgeführt werden. Hierzu wird jedes Programm in einem (virtuellen) Speicherraum ausgeführt in dem es alleine existiert und damit nicht mit anderen Programmen in Speicherzugriffskonflikte kommen kann, so dass Speicherschutz erzielt wird (z. B. "Programm A überschreibt irrtümlich bei Programm B eine Variable im Speicher" kann nicht mehr auftreten). Dies erreicht die MMU über eine Tabelle (TLB) in der für die zuletzt lokalisierten virtuellen Adresse aller Programme die echte physikalische Adresse eines Speicherblocks vermerkt ist. Bei jedem Zugriff (Speicher anfordernd, schreibend oder lesend) wird, transparent für Programme und Programmierer, auf eine eindeutige physikalische Adresse umgelenkt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Speicherfragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr auftreten kann. Durch die Adressumsetzung kann die MMU fast beliebig zerstückelten physikalischen Speicher als durchgängig zugreifbaren Block virtuellen Speichers dem Programm präsentieren. Dies ist ein effektiver Mechanismus, so lange die Größe des physikalischen Speichers deutlich kleiner ist als die des virtuellen Adressraums (4 GByte). Durch die kontinuierlich fallenden RAM-Speicherpreise ist dies inzwischen nicht mehr gegeben; der virtuelle Speicherraum kann die Fragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr immer kaschieren, da er nun selbst zu stark fragmentiert sein kann. Virtuelle Adressübersetzung Die IA-32-Architektur verwendet eine 48 Bit breite segmentierte logische Adresse, welche zu 16 Bit aus Selektor und zu 32 Bit aus Offset besteht. Durch die Segmentierung wird die logische Adresse in eine lineare 32-Bit-Adresse übersetzt und kann anschließend durch den Paging-Mechanismus in eine physische 32-Bit-Adresse übersetzt werden. Wird Paging vom System nicht eingesetzt, so ist die lineare 32-Bit-Adresse die physische Adresse. Schutzfunktionen durch die Virtuelle Speicherverwaltung Die MMU enthält vier zentrale Systemregister GDTR (), IDTR (), LDTR () und TR (). Damit werden die Schutzmechanismen realisiert. Die IA-32 Architektur enthält für den Multitasking/Multiuser-Betrieb die folgenden fünf Schutzfunktionen: Typ-Check Limit-Check Zugriff auf Daten Kontroll-Transfer Instruction-Check Diese Schutzfunktionen werden mit verschiedenen Hardware-Mechanismen realisiert. Weitere Funktionen In den nachfolgenden CPU-Generationen wurden weitere Funktionen hinzugefügt: Die Modelle des i486DX haben einen mathematischen Koprozessor bereits integriert, zusätzlich wurde ein Cache auf den Chip integriert (die Budget-Version i486 SX wurde mit deaktiviertem Koprozessor gefertigt). Außerdem wurde die Ausführungseinheit nach dem Fließbandprinzip aufgebaut, genannt Prozessor-Pipeline, was den Befehlsdurchsatz deutlich erhöht. Mit dem Pentium wurde eine zweite Ausführungseinheit der Architektur hinzugefügt. Diese nun parallelen Ausführungseinheiten, genannt Pipelines U und V, ermöglichen superskalare Programmausführung über Out-of-order execution des Prozessors. Beim Pentium MMX wurden Befehle hinzugefügt, die mehrere ganzzahlige Daten gleichzeitig bearbeiten (SIMD) – dies ist vor allem für Multimedia-Daten sinnvoll. MMX steht für , besonders vom Marketing aber auch häufig tituliert. Mit dem Pentium III wurden die SIMD-Befehle erweitert, um auch Gleitkommazahlen bearbeiten zu können (/SSE). Beginnend mit den Prescott-Modellen der Xeon-/Pentium-4-Reihe erhalten die Prozessoren eine Erweiterung um einen 64-Bit-Modus (Intel 64, früher auch EM64T genannt), der weitgehend dem AMD64-Modus der Opteron- und Athlon-64-CPUs von Mitbewerber AMD entspricht. Siehe auch x86-Prozessor x64 (auch x86-64) Itanium-Architektur bzw. IA-64 ( – nicht x86-kompatible 64-Bit-Architektur von Intel) Liste der Mikroprozessoren von Intel Liste von Mikroprozessoren Weblinks IA-64- und IA-32-Handbücher von Intel (PDF, englisch) Einzelnachweise Prozessorarchitektur nach Befehlssatz Intel-Prozessor IA32
Idexx Laboratories Inc. long FaktorZert open end (MST) Porträt Zertifikat - MF2MP7 - DE000MF2MP79 21,93 +1,34% WKN:MF2MP7 ISIN:DE000MF2MP79 Symbol: Gattung:Zertifikat Typ:Index Faktor Kurs: 22,02 0,00 Eröffnung: 21,63 Tages-Hoch: 22,03 Tages-Tief: 21,63 Schlusskurs: 21,93 Abstand Allzeithoch: 24,59% Jahreshoch: 29,08 Jahrestief: 5,05 Bezugsverhältnis: 0,34765688 Kurs: 275,41 0,86% Abstand zum Emissionspreis: 120,20% Produktbezeichnung des Emittenten: flatex Faktor 4x Long IDEXX Laboratories emittiert von Morgan Stanley & Co. Int. plc Zertifikat -7,39% -17,99% +148,92% +242,66% -10,34% -- Basiswert +0,67% -1,85% +35,50% +48,59% +16,12% +149,67% Mit diesem Zertifikat hätten Sie eine Performance von -10,34% erzielt, wenn Sie es vor einem Jahr gekauft hätten. Volatilität: 97,89% 103,50% 16.08.19 - 21:59:56, Bid: 22,02 EUR Differenz +1,34% -1,26% Volumen 0,0 53,0
de
q-de-2201
Was ist die Bedeutung von IA-32 in Bezug auf die x86-Prozessorarchitektur?
Als IA-32, eine Abkürzung für „,“ bezeichnet Intel die Architektur des x86-Prozessors ab dem 80386, ursprünglich als 32-Bit-Architektur. Mit der Befehlssatzerweiterung x64 ist jedoch auch die 64-Bit-x86-Architektur inkludiert. x86 ist die generelle Bezeichnung für die Prozessorarchitektur, die mit dem 8086-Prozessor von Intel 1978 als 16-Bit-Architektur begründet wurde. Mit dem 80386 wurde 1985 von Intel eine Erweiterung des Befehlssatzes auf 32-Bit eingeführt, weshalb für 80386-kompatible Mikroprozessoren auch oft die Bezeichnung i386 verwendet wird bzw. retronym IA-32. Ab 1999 wurde von AMD an der Erweiterung des Befehlssatzes auf 64-Bit gearbeitet, anfangs unter der Bezeichnung x86-64, die 2003 als AMD64 und 2005 von Intel als Intel 64 eingeführt wurde. Auch diese nunmehr oft als x64 bezeichnete Erweiterung des Befehlssatzes zählt zur „.“ Die x86-Befehlssatzarchitektur wird von Intel und AMD weiterentwickelt. Itanium Mit der Neuentwicklung des Itanium-Prozessors von Intel und Hewlett-Packard, die 2001 auf den Markt kam, wollte Intel die zu x86 bzw. IA-32 inkompatible Itanium-Architektur einführen. Diese wurde von Intel auch „“ bezeichnet, da Intel die neue Architektur als die Nachfolge für die damals 32-Bit-x86-Architektur ansah. IA-64 (Itanium) setzte sich jedoch nicht durch, auch deshalb nicht, weil die Architektur als Neuentwicklung nicht x86-kompatibel ist und somit nicht zur IA-32-Architektur mit i386-Befehlssatz zählt, die durch viele Hersteller implementiert wurde. Da x86 seit den 1980er Jahren die weltweit am weitesten verbreitete Prozessorarchitektur für Personal Computer war, gab es eine Vielzahl an bestehenden Programmen, die für den Itanium-Prozessor neu programmiert werden mussten – oder: hätten programmiert werden müssen. Als AMD 2003 die 64-Bit-Erweiterung AMD64 für die bestehende x86-Architektur (IA-32) einführte, wurde diese auf Anhieb vom Markt erfolgreich angenommen, unter anderem gerade deswegen, weil bestehende x86-Programme unverändert darauf liefen. Intel musste 2005 notgedrungen nachziehen und implementierte mit Intel 64 eine zu AMD64 kompatible 64-Bit-Erweiterung für die x86-Architektur „IA-32,“ was die „“ zu einer 64-Bit-Architektur macht. Um Verwirrung zu vermeiden wird 64-Bit-x86 auch mit x64 (in Anlehnung an x86) bezeichnet. IA-64 hingegen steht für die Itanium-Architektur, die zwar auch eine 64-Bit-Architektur ist, die aber nicht zum x86-Befehlssatz „IA-32“ (80x86, i386, x64) kompatibel ist. Architekturmerkmale Die IA-32-Architektur ist eine Weiterentwicklung der 16-Bit-Architekturen von Intels 8086- und 80286-Prozessoren. Alle Register, einschließlich der Adressregister, wurden in dieser Architektur auf 32 Bits erweitert. Die Anzahl der Register blieb gleich. Die Mnemonic der erweiterten Register wurden mit einem vorangestellten E, für extended (deutsch: erweitert), gekennzeichnet, beispielsweise EAX (32-Bit) von zuvor AX (16-Bit). Um Abwärtskompatibilität zu erzielen wurden die 32-Bit-Register als Erweiterung der 16-Bit-Register der 80286-Architektur realisiert, sodass unter der Bezeichnungen für die 16-Bit-Register auf die unteren 16-Bit der 32-Bit-Register weiterhin zugegriffen werden kann: beispielsweise liefert AX auf die unteren 16-Bit des 32-Bit-EAX-Registers. Der Adressbus ist 32 Bits breit und demzufolge ist die Adressierbarkeit auf 4 GB (physikalischer Adressraum) begrenzt. Ausnahmen sind der 80386SX, welcher nur einen 24-Bit-Adressbus besaß. Ab dem Pentium Pro wurde mittels PAE eine Adresserweiterung auf 36 Bits erzielt, bei späteren Generationen sogar mehr, z. B. 40 Bits beim AMD K8. Mit 36 Bits lassen sich 64 GiB adressieren, sodass unter einer 32-Bit-Umgebung mit Einschränkungen mehr als 4 GiB genutzt werden können, wenn vom Betriebssystem PAE umgesetzt wird. Beispielsweise nutzt Linux die PAE-Erweiterung automatisch, wenn diese vom Prozessor unterstützt wird – bei neueren Distributionen ist PAE sogar Voraussetzung, da sich damit auch das NX-Bit nutzen lässt. Unter 32-Bit-Versionen von Windows von Microsoft hingegen wurde PAE wegen Kompatibilitätsproblemen mit bestehenden Treibern nicht genutzt, sodass 32-Bit-Windows-NT auf 4 GiB Arbeitsspeicher beschränkt ist. Mit der 64-Bit-Befehlssatzerweiterung x64 wurde IA-32 zu einer 64-Bit-Architektur weiterentwickelt, wobei auch die Anzahl der Register verdoppelt wurde. Im neuen Betriebsmodus sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Submodi vorhanden, sodass auch 32-Bit-Software von der doppelten Anzahl an Registern profitieren kann (x32). Nomenklatur „“ bzw. abgekürzt „IA-32“ bezeichnete ursprünglich nur die 32-Bit-x86-Architektur des 80386 und seiner Nachfolger, denn damals waren diese allesamt 32-Bit-Prozessoren. Problematisch wird die von Intel gewählte Bezeichnung erst mit der 64-Bit-Erweiterung x64 – denn diese zählt als Weiterentwicklung und Erweiterung zu IA-32, zu der x64 voll kompatibel ist. Retronym finden sich zur genaueren Unterscheidung daher auch die Bezeichnungen x86-32 für die 32-Bit- und x86-64 für die 64-Bit-x86-Architektur. Die von Intel und HP entwickelte Itanium-Architektur, auch mit „“ bzw. abgekürzt „IA-64“ bezeichnet, ist keine x86-Architektur. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit „x64“, der 64-Bit-x86-Architektur, die eine Erweiterung von IA-32 ist. Zur Unterscheidung findet sich dennoch oft IA-32 (auch als „IA32“ oder „ia32“) für die 32-Bit-x86-Architektur bzw. x64 (oder amd64, „x86-64“ oder „x86_64“) für die 64-Bit-x86-Architektur. Beispiele dafür sind u. a. diverse Betriebssysteme, so unterscheidet etwa Slackware zwischen „ia32“ (32-Bit-x86) und „x64_64“ (64-Bit-x86), oder auch UEFI-Bootloader auf Wechseldatenträgern (32-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\BootIA32.efi, 64-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\Bootx64.efi). Betriebsarten Neben dem Real Mode, in dem kompatibel zum 16-Bit-Intel-8086 der konventionelle Arbeitsspeicher und der obere Speicherbereich, das ist der erste, untere Megabyte des Arbeitsspeichers, ohne Beschränkung über Offset und Segment angesprochen werden kann, kennt die zwei bzw. drei weitere Betriebsarten: , der bis zu 4 GB Speicher durchgängig (linear) adressieren kann und einen hardwareseitigen Speicherschutz garantiert (über die Virtuelle Speicherverwaltung der MMU), was Multitasking-/Multiuser-Betriebssysteme mit präemptivem Multitasking ermöglicht. (SMM), welcher für die Leistungsreduktion und Hersteller-spezifische Eigenschaften eingesetzt wird. Der SMM läuft in einem separaten Arbeitsspeicher ab, sodass laufende Prozesse und Betriebssysteme nicht beeinflusst werden. Bei 64-Bit-x86-Prozessoren kommt zusätzlich der (AMD) bzw. der (Intel) hinzu, der die zwei Submodi und bereitstellt. (Siehe x64#Betriebsmodi.) Als Option des (32-Bit) existiert außerdem der , der ein oder mehrere -Programme ausführen kann – dies wurde zur Ausführung von MS-DOS-kompatiblen Programmen unter 32-Bit-Betriebssystemen benötigt und war wichtig für eine schonende Migration von DOS zu moderneren Betriebssystemen. Seit der Umstellung auf 64-Bit spielt der keine sehr große Rolle mehr, da MS-DOS-kompatible Programme nur noch relativ wenig genutzt werden oder aber auf 64-Bit-Betriebssystemen ohnehin vollständig emuliert werden (müssen). Protected Mode: Virtuelle Speicherverwaltung und Speicherschutz Virtuelle Speicherverwaltung Die neue Virtuelle Speicherverwaltung ist primär für den Multitasking-Betrieb ausgelegt (). Mittels (MMU) können mehrere Programme im Speicher konfliktfrei quasi-gleichzeitig ausgeführt werden. Hierzu wird jedes Programm in einem (virtuellen) Speicherraum ausgeführt in dem es alleine existiert und damit nicht mit anderen Programmen in Speicherzugriffskonflikte kommen kann, so dass Speicherschutz erzielt wird (z. B. "Programm A überschreibt irrtümlich bei Programm B eine Variable im Speicher" kann nicht mehr auftreten). Dies erreicht die MMU über eine Tabelle (TLB) in der für die zuletzt lokalisierten virtuellen Adresse aller Programme die echte physikalische Adresse eines Speicherblocks vermerkt ist. Bei jedem Zugriff (Speicher anfordernd, schreibend oder lesend) wird, transparent für Programme und Programmierer, auf eine eindeutige physikalische Adresse umgelenkt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Speicherfragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr auftreten kann. Durch die Adressumsetzung kann die MMU fast beliebig zerstückelten physikalischen Speicher als durchgängig zugreifbaren Block virtuellen Speichers dem Programm präsentieren. Dies ist ein effektiver Mechanismus, so lange die Größe des physikalischen Speichers deutlich kleiner ist als die des virtuellen Adressraums (4 GByte). Durch die kontinuierlich fallenden RAM-Speicherpreise ist dies inzwischen nicht mehr gegeben; der virtuelle Speicherraum kann die Fragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr immer kaschieren, da er nun selbst zu stark fragmentiert sein kann. Virtuelle Adressübersetzung Die IA-32-Architektur verwendet eine 48 Bit breite segmentierte logische Adresse, welche zu 16 Bit aus Selektor und zu 32 Bit aus Offset besteht. Durch die Segmentierung wird die logische Adresse in eine lineare 32-Bit-Adresse übersetzt und kann anschließend durch den Paging-Mechanismus in eine physische 32-Bit-Adresse übersetzt werden. Wird Paging vom System nicht eingesetzt, so ist die lineare 32-Bit-Adresse die physische Adresse. Schutzfunktionen durch die Virtuelle Speicherverwaltung Die MMU enthält vier zentrale Systemregister GDTR (), IDTR (), LDTR () und TR (). Damit werden die Schutzmechanismen realisiert. Die IA-32 Architektur enthält für den Multitasking/Multiuser-Betrieb die folgenden fünf Schutzfunktionen: Typ-Check Limit-Check Zugriff auf Daten Kontroll-Transfer Instruction-Check Diese Schutzfunktionen werden mit verschiedenen Hardware-Mechanismen realisiert. Weitere Funktionen In den nachfolgenden CPU-Generationen wurden weitere Funktionen hinzugefügt: Die Modelle des i486DX haben einen mathematischen Koprozessor bereits integriert, zusätzlich wurde ein Cache auf den Chip integriert (die Budget-Version i486 SX wurde mit deaktiviertem Koprozessor gefertigt). Außerdem wurde die Ausführungseinheit nach dem Fließbandprinzip aufgebaut, genannt Prozessor-Pipeline, was den Befehlsdurchsatz deutlich erhöht. Mit dem Pentium wurde eine zweite Ausführungseinheit der Architektur hinzugefügt. Diese nun parallelen Ausführungseinheiten, genannt Pipelines U und V, ermöglichen superskalare Programmausführung über Out-of-order execution des Prozessors. Beim Pentium MMX wurden Befehle hinzugefügt, die mehrere ganzzahlige Daten gleichzeitig bearbeiten (SIMD) – dies ist vor allem für Multimedia-Daten sinnvoll. MMX steht für , besonders vom Marketing aber auch häufig tituliert. Mit dem Pentium III wurden die SIMD-Befehle erweitert, um auch Gleitkommazahlen bearbeiten zu können (/SSE). Beginnend mit den Prescott-Modellen der Xeon-/Pentium-4-Reihe erhalten die Prozessoren eine Erweiterung um einen 64-Bit-Modus (Intel 64, früher auch EM64T genannt), der weitgehend dem AMD64-Modus der Opteron- und Athlon-64-CPUs von Mitbewerber AMD entspricht. Siehe auch x86-Prozessor x64 (auch x86-64) Itanium-Architektur bzw. IA-64 ( – nicht x86-kompatible 64-Bit-Architektur von Intel) Liste der Mikroprozessoren von Intel Liste von Mikroprozessoren Weblinks IA-64- und IA-32-Handbücher von Intel (PDF, englisch) Einzelnachweise Prozessorarchitektur nach Befehlssatz Intel-Prozessor IA32
Sichern der BlackBerry Enterprise Server Express-Datenbanken Parameter des BlackBerry Configuration Database Backup Tool Mit BlackBerry Enterprise Server Express-Komponenten installierte Anwendungen Voraussetzungen: Aktualisieren der BlackBerry Enterprise Server Express-Software Ausführen eines Testupgrades der BlackBerry Configuration Database Aktualisieren des BlackBerry Enterprise Server Express mithilfe der Übergangsaktualisierung und Erstellen einer BlackBerry Configuration Database Aktualisieren der BlackBerry Enterprise Server Express-Software in Phasen Konfigurieren einer Gruppe für den BlackBerry Enterprise Server Express Sie müssen eine Gruppe mit dem Namen "BlackBerryAdmins" in der Nachrichtenumgebung Ihres Unternehmens konfigurieren. Die Gruppe "BlackBerryAdmins" enthält Rechte, die der BlackBerry® Enterprise Server Express für den Zugriff auf bestimmte Datenbanken verwenden kann. Sie können den BlackBerry Enterprise Server Express und den BlackBerry Administration Service nur mit den Gruppen und Benutzerkonten verwalten, die in der Gruppe "BlackBerryAdmins" enthalten sind.Vor Beginn erforderliche Aktion: Stellen Sie sicher, dass die LocalDomainServers-Gruppe den Computer beinhaltet, auf dem Sie den BlackBerry Enterprise Server Express installieren möchten.Erstellen Sie auf einem Computer, der die IBM® Lotus® Domino®-Verwaltungskonsole hostet, im Administrationsserververzeichnis eine IBM Lotus Domino-Gruppe mit den folgenden Attributen: Name: BlackBerryAdmins Gruppentyp: Nur Zugriffssteuerungsliste Beschreibung: Benutzer, die Einstellungen für BlackBerry-Gerätebenutzer hinzufügen, löschen und ändern können. Mitglieder: LocalDomainServers, alle Gruppen oder Benutzer, die für das Verwalten des BlackBerry Enterprise Server Express in Frage kommen Replizieren Sie auf dem Server, auf dem Sie den BlackBerry Enterprise Server Express installieren möchten, die Gruppe "BlackBerryAdmins" im IBM Lotus Domino-Verzeichnis. Konfigurieren des Serverdokuments, um dem BlackBerry Enterprise Server Express das Verschieben von Benutzerkonten innerhalb einer BlackBerry Domain zu ermöglichen Sie müssen das Serverdokument konfigurieren, damit Sie Benutzerkonten zwischen BlackBerry® Enterprise Server Express-Instanzen in der BlackBerry Domain Ihres Unternehmens verschieben können.Öffnen Sie auf einem Computer, der die IBM® Lotus® Domino®-Verwaltungskonsole hostet, das Serverdokument für den IBM Lotus Domino-Server, der auf dem BlackBerry Enterprise Server Express installiert werden soll. Fügen Sie im Feld Methoden und Operationen uneingeschränkt ausführen die Gruppe LocalDomainServers hinzu. Nächstes Thema: Konfigurieren von Verbindungen für die BlackBerry Enterprise Server Express-Datenbanken Vorheriges Thema: Aufgaben vor dem Upgrade
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q-de-2201
Was ist die Bedeutung von IA-32 in Bezug auf die x86-Prozessorarchitektur?
Als IA-32, eine Abkürzung für „,“ bezeichnet Intel die Architektur des x86-Prozessors ab dem 80386, ursprünglich als 32-Bit-Architektur. Mit der Befehlssatzerweiterung x64 ist jedoch auch die 64-Bit-x86-Architektur inkludiert. x86 ist die generelle Bezeichnung für die Prozessorarchitektur, die mit dem 8086-Prozessor von Intel 1978 als 16-Bit-Architektur begründet wurde. Mit dem 80386 wurde 1985 von Intel eine Erweiterung des Befehlssatzes auf 32-Bit eingeführt, weshalb für 80386-kompatible Mikroprozessoren auch oft die Bezeichnung i386 verwendet wird bzw. retronym IA-32. Ab 1999 wurde von AMD an der Erweiterung des Befehlssatzes auf 64-Bit gearbeitet, anfangs unter der Bezeichnung x86-64, die 2003 als AMD64 und 2005 von Intel als Intel 64 eingeführt wurde. Auch diese nunmehr oft als x64 bezeichnete Erweiterung des Befehlssatzes zählt zur „.“ Die x86-Befehlssatzarchitektur wird von Intel und AMD weiterentwickelt. Itanium Mit der Neuentwicklung des Itanium-Prozessors von Intel und Hewlett-Packard, die 2001 auf den Markt kam, wollte Intel die zu x86 bzw. IA-32 inkompatible Itanium-Architektur einführen. Diese wurde von Intel auch „“ bezeichnet, da Intel die neue Architektur als die Nachfolge für die damals 32-Bit-x86-Architektur ansah. IA-64 (Itanium) setzte sich jedoch nicht durch, auch deshalb nicht, weil die Architektur als Neuentwicklung nicht x86-kompatibel ist und somit nicht zur IA-32-Architektur mit i386-Befehlssatz zählt, die durch viele Hersteller implementiert wurde. Da x86 seit den 1980er Jahren die weltweit am weitesten verbreitete Prozessorarchitektur für Personal Computer war, gab es eine Vielzahl an bestehenden Programmen, die für den Itanium-Prozessor neu programmiert werden mussten – oder: hätten programmiert werden müssen. Als AMD 2003 die 64-Bit-Erweiterung AMD64 für die bestehende x86-Architektur (IA-32) einführte, wurde diese auf Anhieb vom Markt erfolgreich angenommen, unter anderem gerade deswegen, weil bestehende x86-Programme unverändert darauf liefen. Intel musste 2005 notgedrungen nachziehen und implementierte mit Intel 64 eine zu AMD64 kompatible 64-Bit-Erweiterung für die x86-Architektur „IA-32,“ was die „“ zu einer 64-Bit-Architektur macht. Um Verwirrung zu vermeiden wird 64-Bit-x86 auch mit x64 (in Anlehnung an x86) bezeichnet. IA-64 hingegen steht für die Itanium-Architektur, die zwar auch eine 64-Bit-Architektur ist, die aber nicht zum x86-Befehlssatz „IA-32“ (80x86, i386, x64) kompatibel ist. Architekturmerkmale Die IA-32-Architektur ist eine Weiterentwicklung der 16-Bit-Architekturen von Intels 8086- und 80286-Prozessoren. Alle Register, einschließlich der Adressregister, wurden in dieser Architektur auf 32 Bits erweitert. Die Anzahl der Register blieb gleich. Die Mnemonic der erweiterten Register wurden mit einem vorangestellten E, für extended (deutsch: erweitert), gekennzeichnet, beispielsweise EAX (32-Bit) von zuvor AX (16-Bit). Um Abwärtskompatibilität zu erzielen wurden die 32-Bit-Register als Erweiterung der 16-Bit-Register der 80286-Architektur realisiert, sodass unter der Bezeichnungen für die 16-Bit-Register auf die unteren 16-Bit der 32-Bit-Register weiterhin zugegriffen werden kann: beispielsweise liefert AX auf die unteren 16-Bit des 32-Bit-EAX-Registers. Der Adressbus ist 32 Bits breit und demzufolge ist die Adressierbarkeit auf 4 GB (physikalischer Adressraum) begrenzt. Ausnahmen sind der 80386SX, welcher nur einen 24-Bit-Adressbus besaß. Ab dem Pentium Pro wurde mittels PAE eine Adresserweiterung auf 36 Bits erzielt, bei späteren Generationen sogar mehr, z. B. 40 Bits beim AMD K8. Mit 36 Bits lassen sich 64 GiB adressieren, sodass unter einer 32-Bit-Umgebung mit Einschränkungen mehr als 4 GiB genutzt werden können, wenn vom Betriebssystem PAE umgesetzt wird. Beispielsweise nutzt Linux die PAE-Erweiterung automatisch, wenn diese vom Prozessor unterstützt wird – bei neueren Distributionen ist PAE sogar Voraussetzung, da sich damit auch das NX-Bit nutzen lässt. Unter 32-Bit-Versionen von Windows von Microsoft hingegen wurde PAE wegen Kompatibilitätsproblemen mit bestehenden Treibern nicht genutzt, sodass 32-Bit-Windows-NT auf 4 GiB Arbeitsspeicher beschränkt ist. Mit der 64-Bit-Befehlssatzerweiterung x64 wurde IA-32 zu einer 64-Bit-Architektur weiterentwickelt, wobei auch die Anzahl der Register verdoppelt wurde. Im neuen Betriebsmodus sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Submodi vorhanden, sodass auch 32-Bit-Software von der doppelten Anzahl an Registern profitieren kann (x32). Nomenklatur „“ bzw. abgekürzt „IA-32“ bezeichnete ursprünglich nur die 32-Bit-x86-Architektur des 80386 und seiner Nachfolger, denn damals waren diese allesamt 32-Bit-Prozessoren. Problematisch wird die von Intel gewählte Bezeichnung erst mit der 64-Bit-Erweiterung x64 – denn diese zählt als Weiterentwicklung und Erweiterung zu IA-32, zu der x64 voll kompatibel ist. Retronym finden sich zur genaueren Unterscheidung daher auch die Bezeichnungen x86-32 für die 32-Bit- und x86-64 für die 64-Bit-x86-Architektur. Die von Intel und HP entwickelte Itanium-Architektur, auch mit „“ bzw. abgekürzt „IA-64“ bezeichnet, ist keine x86-Architektur. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit „x64“, der 64-Bit-x86-Architektur, die eine Erweiterung von IA-32 ist. Zur Unterscheidung findet sich dennoch oft IA-32 (auch als „IA32“ oder „ia32“) für die 32-Bit-x86-Architektur bzw. x64 (oder amd64, „x86-64“ oder „x86_64“) für die 64-Bit-x86-Architektur. Beispiele dafür sind u. a. diverse Betriebssysteme, so unterscheidet etwa Slackware zwischen „ia32“ (32-Bit-x86) und „x64_64“ (64-Bit-x86), oder auch UEFI-Bootloader auf Wechseldatenträgern (32-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\BootIA32.efi, 64-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\Bootx64.efi). Betriebsarten Neben dem Real Mode, in dem kompatibel zum 16-Bit-Intel-8086 der konventionelle Arbeitsspeicher und der obere Speicherbereich, das ist der erste, untere Megabyte des Arbeitsspeichers, ohne Beschränkung über Offset und Segment angesprochen werden kann, kennt die zwei bzw. drei weitere Betriebsarten: , der bis zu 4 GB Speicher durchgängig (linear) adressieren kann und einen hardwareseitigen Speicherschutz garantiert (über die Virtuelle Speicherverwaltung der MMU), was Multitasking-/Multiuser-Betriebssysteme mit präemptivem Multitasking ermöglicht. (SMM), welcher für die Leistungsreduktion und Hersteller-spezifische Eigenschaften eingesetzt wird. Der SMM läuft in einem separaten Arbeitsspeicher ab, sodass laufende Prozesse und Betriebssysteme nicht beeinflusst werden. Bei 64-Bit-x86-Prozessoren kommt zusätzlich der (AMD) bzw. der (Intel) hinzu, der die zwei Submodi und bereitstellt. (Siehe x64#Betriebsmodi.) Als Option des (32-Bit) existiert außerdem der , der ein oder mehrere -Programme ausführen kann – dies wurde zur Ausführung von MS-DOS-kompatiblen Programmen unter 32-Bit-Betriebssystemen benötigt und war wichtig für eine schonende Migration von DOS zu moderneren Betriebssystemen. Seit der Umstellung auf 64-Bit spielt der keine sehr große Rolle mehr, da MS-DOS-kompatible Programme nur noch relativ wenig genutzt werden oder aber auf 64-Bit-Betriebssystemen ohnehin vollständig emuliert werden (müssen). Protected Mode: Virtuelle Speicherverwaltung und Speicherschutz Virtuelle Speicherverwaltung Die neue Virtuelle Speicherverwaltung ist primär für den Multitasking-Betrieb ausgelegt (). Mittels (MMU) können mehrere Programme im Speicher konfliktfrei quasi-gleichzeitig ausgeführt werden. Hierzu wird jedes Programm in einem (virtuellen) Speicherraum ausgeführt in dem es alleine existiert und damit nicht mit anderen Programmen in Speicherzugriffskonflikte kommen kann, so dass Speicherschutz erzielt wird (z. B. "Programm A überschreibt irrtümlich bei Programm B eine Variable im Speicher" kann nicht mehr auftreten). Dies erreicht die MMU über eine Tabelle (TLB) in der für die zuletzt lokalisierten virtuellen Adresse aller Programme die echte physikalische Adresse eines Speicherblocks vermerkt ist. Bei jedem Zugriff (Speicher anfordernd, schreibend oder lesend) wird, transparent für Programme und Programmierer, auf eine eindeutige physikalische Adresse umgelenkt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Speicherfragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr auftreten kann. Durch die Adressumsetzung kann die MMU fast beliebig zerstückelten physikalischen Speicher als durchgängig zugreifbaren Block virtuellen Speichers dem Programm präsentieren. Dies ist ein effektiver Mechanismus, so lange die Größe des physikalischen Speichers deutlich kleiner ist als die des virtuellen Adressraums (4 GByte). Durch die kontinuierlich fallenden RAM-Speicherpreise ist dies inzwischen nicht mehr gegeben; der virtuelle Speicherraum kann die Fragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr immer kaschieren, da er nun selbst zu stark fragmentiert sein kann. Virtuelle Adressübersetzung Die IA-32-Architektur verwendet eine 48 Bit breite segmentierte logische Adresse, welche zu 16 Bit aus Selektor und zu 32 Bit aus Offset besteht. Durch die Segmentierung wird die logische Adresse in eine lineare 32-Bit-Adresse übersetzt und kann anschließend durch den Paging-Mechanismus in eine physische 32-Bit-Adresse übersetzt werden. Wird Paging vom System nicht eingesetzt, so ist die lineare 32-Bit-Adresse die physische Adresse. Schutzfunktionen durch die Virtuelle Speicherverwaltung Die MMU enthält vier zentrale Systemregister GDTR (), IDTR (), LDTR () und TR (). Damit werden die Schutzmechanismen realisiert. Die IA-32 Architektur enthält für den Multitasking/Multiuser-Betrieb die folgenden fünf Schutzfunktionen: Typ-Check Limit-Check Zugriff auf Daten Kontroll-Transfer Instruction-Check Diese Schutzfunktionen werden mit verschiedenen Hardware-Mechanismen realisiert. Weitere Funktionen In den nachfolgenden CPU-Generationen wurden weitere Funktionen hinzugefügt: Die Modelle des i486DX haben einen mathematischen Koprozessor bereits integriert, zusätzlich wurde ein Cache auf den Chip integriert (die Budget-Version i486 SX wurde mit deaktiviertem Koprozessor gefertigt). Außerdem wurde die Ausführungseinheit nach dem Fließbandprinzip aufgebaut, genannt Prozessor-Pipeline, was den Befehlsdurchsatz deutlich erhöht. Mit dem Pentium wurde eine zweite Ausführungseinheit der Architektur hinzugefügt. Diese nun parallelen Ausführungseinheiten, genannt Pipelines U und V, ermöglichen superskalare Programmausführung über Out-of-order execution des Prozessors. Beim Pentium MMX wurden Befehle hinzugefügt, die mehrere ganzzahlige Daten gleichzeitig bearbeiten (SIMD) – dies ist vor allem für Multimedia-Daten sinnvoll. MMX steht für , besonders vom Marketing aber auch häufig tituliert. Mit dem Pentium III wurden die SIMD-Befehle erweitert, um auch Gleitkommazahlen bearbeiten zu können (/SSE). Beginnend mit den Prescott-Modellen der Xeon-/Pentium-4-Reihe erhalten die Prozessoren eine Erweiterung um einen 64-Bit-Modus (Intel 64, früher auch EM64T genannt), der weitgehend dem AMD64-Modus der Opteron- und Athlon-64-CPUs von Mitbewerber AMD entspricht. Siehe auch x86-Prozessor x64 (auch x86-64) Itanium-Architektur bzw. IA-64 ( – nicht x86-kompatible 64-Bit-Architektur von Intel) Liste der Mikroprozessoren von Intel Liste von Mikroprozessoren Weblinks IA-64- und IA-32-Handbücher von Intel (PDF, englisch) Einzelnachweise Prozessorarchitektur nach Befehlssatz Intel-Prozessor IA32
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Was ist die Bedeutung von IA-32 in Bezug auf die x86-Prozessorarchitektur?
Als IA-32, eine Abkürzung für „,“ bezeichnet Intel die Architektur des x86-Prozessors ab dem 80386, ursprünglich als 32-Bit-Architektur. Mit der Befehlssatzerweiterung x64 ist jedoch auch die 64-Bit-x86-Architektur inkludiert. x86 ist die generelle Bezeichnung für die Prozessorarchitektur, die mit dem 8086-Prozessor von Intel 1978 als 16-Bit-Architektur begründet wurde. Mit dem 80386 wurde 1985 von Intel eine Erweiterung des Befehlssatzes auf 32-Bit eingeführt, weshalb für 80386-kompatible Mikroprozessoren auch oft die Bezeichnung i386 verwendet wird bzw. retronym IA-32. Ab 1999 wurde von AMD an der Erweiterung des Befehlssatzes auf 64-Bit gearbeitet, anfangs unter der Bezeichnung x86-64, die 2003 als AMD64 und 2005 von Intel als Intel 64 eingeführt wurde. Auch diese nunmehr oft als x64 bezeichnete Erweiterung des Befehlssatzes zählt zur „.“ Die x86-Befehlssatzarchitektur wird von Intel und AMD weiterentwickelt. Itanium Mit der Neuentwicklung des Itanium-Prozessors von Intel und Hewlett-Packard, die 2001 auf den Markt kam, wollte Intel die zu x86 bzw. IA-32 inkompatible Itanium-Architektur einführen. Diese wurde von Intel auch „“ bezeichnet, da Intel die neue Architektur als die Nachfolge für die damals 32-Bit-x86-Architektur ansah. IA-64 (Itanium) setzte sich jedoch nicht durch, auch deshalb nicht, weil die Architektur als Neuentwicklung nicht x86-kompatibel ist und somit nicht zur IA-32-Architektur mit i386-Befehlssatz zählt, die durch viele Hersteller implementiert wurde. Da x86 seit den 1980er Jahren die weltweit am weitesten verbreitete Prozessorarchitektur für Personal Computer war, gab es eine Vielzahl an bestehenden Programmen, die für den Itanium-Prozessor neu programmiert werden mussten – oder: hätten programmiert werden müssen. Als AMD 2003 die 64-Bit-Erweiterung AMD64 für die bestehende x86-Architektur (IA-32) einführte, wurde diese auf Anhieb vom Markt erfolgreich angenommen, unter anderem gerade deswegen, weil bestehende x86-Programme unverändert darauf liefen. Intel musste 2005 notgedrungen nachziehen und implementierte mit Intel 64 eine zu AMD64 kompatible 64-Bit-Erweiterung für die x86-Architektur „IA-32,“ was die „“ zu einer 64-Bit-Architektur macht. Um Verwirrung zu vermeiden wird 64-Bit-x86 auch mit x64 (in Anlehnung an x86) bezeichnet. IA-64 hingegen steht für die Itanium-Architektur, die zwar auch eine 64-Bit-Architektur ist, die aber nicht zum x86-Befehlssatz „IA-32“ (80x86, i386, x64) kompatibel ist. Architekturmerkmale Die IA-32-Architektur ist eine Weiterentwicklung der 16-Bit-Architekturen von Intels 8086- und 80286-Prozessoren. Alle Register, einschließlich der Adressregister, wurden in dieser Architektur auf 32 Bits erweitert. Die Anzahl der Register blieb gleich. Die Mnemonic der erweiterten Register wurden mit einem vorangestellten E, für extended (deutsch: erweitert), gekennzeichnet, beispielsweise EAX (32-Bit) von zuvor AX (16-Bit). Um Abwärtskompatibilität zu erzielen wurden die 32-Bit-Register als Erweiterung der 16-Bit-Register der 80286-Architektur realisiert, sodass unter der Bezeichnungen für die 16-Bit-Register auf die unteren 16-Bit der 32-Bit-Register weiterhin zugegriffen werden kann: beispielsweise liefert AX auf die unteren 16-Bit des 32-Bit-EAX-Registers. Der Adressbus ist 32 Bits breit und demzufolge ist die Adressierbarkeit auf 4 GB (physikalischer Adressraum) begrenzt. Ausnahmen sind der 80386SX, welcher nur einen 24-Bit-Adressbus besaß. Ab dem Pentium Pro wurde mittels PAE eine Adresserweiterung auf 36 Bits erzielt, bei späteren Generationen sogar mehr, z. B. 40 Bits beim AMD K8. Mit 36 Bits lassen sich 64 GiB adressieren, sodass unter einer 32-Bit-Umgebung mit Einschränkungen mehr als 4 GiB genutzt werden können, wenn vom Betriebssystem PAE umgesetzt wird. Beispielsweise nutzt Linux die PAE-Erweiterung automatisch, wenn diese vom Prozessor unterstützt wird – bei neueren Distributionen ist PAE sogar Voraussetzung, da sich damit auch das NX-Bit nutzen lässt. Unter 32-Bit-Versionen von Windows von Microsoft hingegen wurde PAE wegen Kompatibilitätsproblemen mit bestehenden Treibern nicht genutzt, sodass 32-Bit-Windows-NT auf 4 GiB Arbeitsspeicher beschränkt ist. Mit der 64-Bit-Befehlssatzerweiterung x64 wurde IA-32 zu einer 64-Bit-Architektur weiterentwickelt, wobei auch die Anzahl der Register verdoppelt wurde. Im neuen Betriebsmodus sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Submodi vorhanden, sodass auch 32-Bit-Software von der doppelten Anzahl an Registern profitieren kann (x32). Nomenklatur „“ bzw. abgekürzt „IA-32“ bezeichnete ursprünglich nur die 32-Bit-x86-Architektur des 80386 und seiner Nachfolger, denn damals waren diese allesamt 32-Bit-Prozessoren. Problematisch wird die von Intel gewählte Bezeichnung erst mit der 64-Bit-Erweiterung x64 – denn diese zählt als Weiterentwicklung und Erweiterung zu IA-32, zu der x64 voll kompatibel ist. Retronym finden sich zur genaueren Unterscheidung daher auch die Bezeichnungen x86-32 für die 32-Bit- und x86-64 für die 64-Bit-x86-Architektur. Die von Intel und HP entwickelte Itanium-Architektur, auch mit „“ bzw. abgekürzt „IA-64“ bezeichnet, ist keine x86-Architektur. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit „x64“, der 64-Bit-x86-Architektur, die eine Erweiterung von IA-32 ist. Zur Unterscheidung findet sich dennoch oft IA-32 (auch als „IA32“ oder „ia32“) für die 32-Bit-x86-Architektur bzw. x64 (oder amd64, „x86-64“ oder „x86_64“) für die 64-Bit-x86-Architektur. Beispiele dafür sind u. a. diverse Betriebssysteme, so unterscheidet etwa Slackware zwischen „ia32“ (32-Bit-x86) und „x64_64“ (64-Bit-x86), oder auch UEFI-Bootloader auf Wechseldatenträgern (32-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\BootIA32.efi, 64-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\Bootx64.efi). Betriebsarten Neben dem Real Mode, in dem kompatibel zum 16-Bit-Intel-8086 der konventionelle Arbeitsspeicher und der obere Speicherbereich, das ist der erste, untere Megabyte des Arbeitsspeichers, ohne Beschränkung über Offset und Segment angesprochen werden kann, kennt die zwei bzw. drei weitere Betriebsarten: , der bis zu 4 GB Speicher durchgängig (linear) adressieren kann und einen hardwareseitigen Speicherschutz garantiert (über die Virtuelle Speicherverwaltung der MMU), was Multitasking-/Multiuser-Betriebssysteme mit präemptivem Multitasking ermöglicht. (SMM), welcher für die Leistungsreduktion und Hersteller-spezifische Eigenschaften eingesetzt wird. Der SMM läuft in einem separaten Arbeitsspeicher ab, sodass laufende Prozesse und Betriebssysteme nicht beeinflusst werden. Bei 64-Bit-x86-Prozessoren kommt zusätzlich der (AMD) bzw. der (Intel) hinzu, der die zwei Submodi und bereitstellt. (Siehe x64#Betriebsmodi.) Als Option des (32-Bit) existiert außerdem der , der ein oder mehrere -Programme ausführen kann – dies wurde zur Ausführung von MS-DOS-kompatiblen Programmen unter 32-Bit-Betriebssystemen benötigt und war wichtig für eine schonende Migration von DOS zu moderneren Betriebssystemen. Seit der Umstellung auf 64-Bit spielt der keine sehr große Rolle mehr, da MS-DOS-kompatible Programme nur noch relativ wenig genutzt werden oder aber auf 64-Bit-Betriebssystemen ohnehin vollständig emuliert werden (müssen). Protected Mode: Virtuelle Speicherverwaltung und Speicherschutz Virtuelle Speicherverwaltung Die neue Virtuelle Speicherverwaltung ist primär für den Multitasking-Betrieb ausgelegt (). Mittels (MMU) können mehrere Programme im Speicher konfliktfrei quasi-gleichzeitig ausgeführt werden. Hierzu wird jedes Programm in einem (virtuellen) Speicherraum ausgeführt in dem es alleine existiert und damit nicht mit anderen Programmen in Speicherzugriffskonflikte kommen kann, so dass Speicherschutz erzielt wird (z. B. "Programm A überschreibt irrtümlich bei Programm B eine Variable im Speicher" kann nicht mehr auftreten). Dies erreicht die MMU über eine Tabelle (TLB) in der für die zuletzt lokalisierten virtuellen Adresse aller Programme die echte physikalische Adresse eines Speicherblocks vermerkt ist. Bei jedem Zugriff (Speicher anfordernd, schreibend oder lesend) wird, transparent für Programme und Programmierer, auf eine eindeutige physikalische Adresse umgelenkt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Speicherfragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr auftreten kann. Durch die Adressumsetzung kann die MMU fast beliebig zerstückelten physikalischen Speicher als durchgängig zugreifbaren Block virtuellen Speichers dem Programm präsentieren. Dies ist ein effektiver Mechanismus, so lange die Größe des physikalischen Speichers deutlich kleiner ist als die des virtuellen Adressraums (4 GByte). Durch die kontinuierlich fallenden RAM-Speicherpreise ist dies inzwischen nicht mehr gegeben; der virtuelle Speicherraum kann die Fragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr immer kaschieren, da er nun selbst zu stark fragmentiert sein kann. Virtuelle Adressübersetzung Die IA-32-Architektur verwendet eine 48 Bit breite segmentierte logische Adresse, welche zu 16 Bit aus Selektor und zu 32 Bit aus Offset besteht. Durch die Segmentierung wird die logische Adresse in eine lineare 32-Bit-Adresse übersetzt und kann anschließend durch den Paging-Mechanismus in eine physische 32-Bit-Adresse übersetzt werden. Wird Paging vom System nicht eingesetzt, so ist die lineare 32-Bit-Adresse die physische Adresse. Schutzfunktionen durch die Virtuelle Speicherverwaltung Die MMU enthält vier zentrale Systemregister GDTR (), IDTR (), LDTR () und TR (). Damit werden die Schutzmechanismen realisiert. Die IA-32 Architektur enthält für den Multitasking/Multiuser-Betrieb die folgenden fünf Schutzfunktionen: Typ-Check Limit-Check Zugriff auf Daten Kontroll-Transfer Instruction-Check Diese Schutzfunktionen werden mit verschiedenen Hardware-Mechanismen realisiert. Weitere Funktionen In den nachfolgenden CPU-Generationen wurden weitere Funktionen hinzugefügt: Die Modelle des i486DX haben einen mathematischen Koprozessor bereits integriert, zusätzlich wurde ein Cache auf den Chip integriert (die Budget-Version i486 SX wurde mit deaktiviertem Koprozessor gefertigt). Außerdem wurde die Ausführungseinheit nach dem Fließbandprinzip aufgebaut, genannt Prozessor-Pipeline, was den Befehlsdurchsatz deutlich erhöht. Mit dem Pentium wurde eine zweite Ausführungseinheit der Architektur hinzugefügt. Diese nun parallelen Ausführungseinheiten, genannt Pipelines U und V, ermöglichen superskalare Programmausführung über Out-of-order execution des Prozessors. Beim Pentium MMX wurden Befehle hinzugefügt, die mehrere ganzzahlige Daten gleichzeitig bearbeiten (SIMD) – dies ist vor allem für Multimedia-Daten sinnvoll. MMX steht für , besonders vom Marketing aber auch häufig tituliert. Mit dem Pentium III wurden die SIMD-Befehle erweitert, um auch Gleitkommazahlen bearbeiten zu können (/SSE). Beginnend mit den Prescott-Modellen der Xeon-/Pentium-4-Reihe erhalten die Prozessoren eine Erweiterung um einen 64-Bit-Modus (Intel 64, früher auch EM64T genannt), der weitgehend dem AMD64-Modus der Opteron- und Athlon-64-CPUs von Mitbewerber AMD entspricht. Siehe auch x86-Prozessor x64 (auch x86-64) Itanium-Architektur bzw. IA-64 ( – nicht x86-kompatible 64-Bit-Architektur von Intel) Liste der Mikroprozessoren von Intel Liste von Mikroprozessoren Weblinks IA-64- und IA-32-Handbücher von Intel (PDF, englisch) Einzelnachweise Prozessorarchitektur nach Befehlssatz Intel-Prozessor IA32
aktivierung anruf bandansage beitrag computer fragen hardware installation irgendein laden leitung lizen lizenz mitarbeiter nochmal nummer nutzen unstimmigkeit warten window 12:32, 7.3.2006 ich hab mein pc neu formatiert da sagte diese aktivier ding das ich den Product Key zu oft verwendet hab. nun ist 30 tage vor?ber kann aber mit ne trick noch in meinen pc rum s?rfen. So hab auch angerufen und hab auch die fragen von Kundendienst beantwortet... ich wusste garnicht das man XP OEM version nur auf einen Rechner benutzten darf O.o So jetzt geben sie nicht. Ich werde gleich wieder anrufen.. glaub fast ne Stunde ist her das ich angerufen hab. Ich werde sagen das ich von anderen Pc den MS windws XP entfernt habe (das werde ich nachher tats?chlich tun nachdem ich daten gesichert hab, weil hab da linux drauf kann damit auch s?rfen). NUr w?rden sie das glauben? Oder kann ich noch was anderes tun? (sagen?) Hab irgendwie voll angst. weil ist ja strafbar <.< 12:37, 7.3.2006 Es d?fte hierbei keinerlei Probleme geben. Du darfst dein Windows jeweils auf einen Rechner installieren und nutzen. Wenn du es von einem deinstallierst und auf einem anderen installierst ist dies legal. Normalerweise gibt es bei der Freischaltung keinerlei Probleme. Wahrscheinlich hast du nur einen Mitarbeiter erwischt, der einen schlechten Tag hatte. Ich prs?nlich hatte auch in deiner Situation keine Probleme mit der telefonischen Aktivierung, bzw. mit den Mitarbeitern. 13:04, 7.3.2006 hey misst >.< hab die gleiche mitarbeiterin erwischt -.- aber danke trotzdem hat es super geklappt endlich ist es aktiviert ^^. Diese Aktivierungsnummer kann man die immer wieder verwenden oder kriegt man das immer neu? Beitrag ge?ndert am 7.03.2006 13:05 von bilo 14:43, 7.3.2006 Die kriegt man immer neu. Nach jeder Installation musst du neu aktivieren. Bevor das SP1 rauskam, konnte man die Aktivierung allerdings sichern. Das geht jetzt aber nicht mehr. 15:58, 7.3.2006 Eigentlich interessant: Der "Anforderungscode" (den man bei der tel. Aktivierung auf der Tastatur eingeben mu?) wird ja aus div. Daten betreffend Hardware errechnet. Wenn ich Windows XP auf einem Rechner installieren, auf dem's schon mal drauf war, wieso ist dann eigentlich der Aktivierungscode, vorausgesetzt ich hab die Hardware nicht ver?ndert, nicht der gleiche wie beim ersten Mal? 16:10, 7.3.2006 Vielleicht wird der Aktivierungscode auch nur einmal vergeben. So das du jedesmal eine neuen Code bekommst. Was anderes kann ich mir auch nicht vorstellen. Frage: Als du bei Microsoft angerufen hast, hattest du wirklich einen Mitarbeiter am Apperat?? Denn als ich Win XP aktiviert habe, war nur eine Computerstimme am Apperat. 16:24, 7.3.2006 Wenn keine Leitung zu einem menschlichen Wesen frei ist, dann bekommste die Bandansage. Musst entweder warten oder es sp?ter nochmals probieren. 16:40, 7.3.2006 wieso ist dann eigentlich der Aktivierungscode, vorausgesetzt ich hab die Hardware nicht ver?ndert, nicht der gleiche wie beim ersten Mal? Soweit ich wei? werden z.B. das Installationsdatum, usw. in den Aktivierungscode mit einbezogen. Wahrscheinlich werden auch noch Zufallszahlen generiert. Somit ergibt sich immer ein anderer Aktivierungscode. Nicht ganz. Man wird immer mit der Bandansage verbunden. Eine menschliche Person gibt es nur bei einer anderen Telefonnummer. Diese ist soweit ich wei? dann auch kostenpflichtig. Sonst wird man nur mit einer menschlichen Person verbunden, wenn der Computer der Ansicht ist, dass man zu bl?d zum Aktivieren ist. D.h. wenn man 3x was falsches eingibt, bekommt man einen Menschen an den Apparat. Die 2. M?glichkeit, bei der man auch ein menschliches Wesen an die Strippe kriegt ist, wenn es Unstimmigkeiten mit der Aktivierung gibt. Das ist z.B. bei diesem Thread der Fall. Wenn dies der Fall ist, muss man n?mlich auch den Product-Key angeben, um den Aktivierungscode zu bekommen. Dieser wird dann auf die neue Hardware in der Microsoft Datenbank umgeschrieben. 23:08, 7.3.2006 Gibst xp version wo man auf mehrere PC-Systeme installieren kann was man zu hause hat? d648237 d648237 hat kostenlosen Webspace. 23:27, 7.3.2006 Als ich da mal angerufen hatte, weil ich meinen PC schon zu oft Formatiert hatte , wurde ich zu einem Freien Mitarbeiter verbunden und musste nur den ersten der ganzen Zahlenblocks angeben und der Mitarbeiter hat mir dann den Aktivierungscode gesagt, ohne irgendeine andere Frage. Und was sagt uns das, zum aktivieren wird eigentlich nur der erste Teil des Codes ben?tigt und wof?r ist der Rest, oder bekommen die diesen COde den man da dafor angegeben hat etwa angezeigt und das ist nur zur SIcherheit? Beitrag ge?ndert am 7.03.2006 23:28 von d648237 18:01, 8.3.2006 Also meine Version nur f?r einen. Zitat EULA: "1.2 ?bertragung. Diese Lizenz darf nicht geteilt, auf mehrere Computer ?bertragen oder auf mehreren EULA dargelegt, verwendet werden." Da musst du mal bei dir in der EULA nachlesen. 18:07, 8.3.2006 Erst reicht auch, anzurufen und dann erst anfangen den Key abzuschreiben, um ihn im Telefon, dass nicht im selben Zimmer steht einzugeben. Also 2 Minuten warten geht auch. ^^ Man sollte den Typen in der Leitung dann aber nicht ausversehen zu lange warten lassen, die werden dann etwas ungehalten. xD 18:27, 8.3.2006 Ich meinte ja auch, dass diese Zahlen nur einmal bei der Installation generiert werden. Der Aktivierungscode bleibt dann gleich. Du kannst auch heute anrufen und erst nach 30 Tagen aktivieren. Auch das ist kein Problem. '1.2 ?bertragung. Diese Lizenz darf nicht geteilt, EULA dargelegt, verwendet werden.' Hier handelt es sich um einen normalen Endbenutzerlizenzvertrag (End User License Agreement (EULA)) Es gibt auch diverse Volumenlizensprogramme, in denen die Version auf eine bestimmt Anzahl an Rechnern installiert werden darf. Es gibt sogar noch Lizenzvereinbarungen im Rahmen der Volumenlizenzprogramme, wo man Windows so oft installieren kann wie man will. Man muss dann 1x im Jahr (oder so) eine Meldung an Microsft t?tigen in der man dann angibt wie oft man es installiert hat. Demnach werden dann die Lizenzen berechnet. Aber bevor sich jetzt jemand freut: Diese Volumenlizensprogramme kosten viele tausend ?uros. Also nichts f?r den Privatanwender, sondern nur f?r gro?e Unternehmen geeignet und bezahlbar. 19:33, 10.3.2006 hey nachdem ich den code eingegeben hab und n?chste tag wieder mein computer eingeschaltet hab musste ich wieder eingeben Oo Naja wahrscheinlich war der grund das mein pc nicht heruntergefahren wurde ^^, weil jetzt kommt das nicht mehr. Ich hab die gleiche code wieder eingegeben und es geht. Also kann man es mehrmals benutzten muss man nur teleakivieren w?hlen. 21:45, 22.4.2006 Also, ich brauch auch mal Hilfe, sonst dreht mein Vater durch -.- Ist eine etwas lange Geschichte: Vor etwa einem Monat hat mein Bruder auf meinem PC Windows neu installiert. Nach 30 Tagen muss man das ja aktualisieren, da ich aber kein Internetanschluss habe, rief ich den Kundendienst an. Ich gab die Nummer ein, die Stimme sagte der Code sei nicht verifiziert. Also wurde ich zum Kundendienst weitergeleitet. Dort sagte ich mein Problem dem Mann, der sagte mir ich soll auf Product Key ?ndern dr?cken und den Code eingeben, der auf der Verpackung steht und nochmal anrufen. Also gab ich den Code ein, doch der ist "unzul?ssig". Also rief ich nochmal dorthin an, es nahm so eine unfreundliche Frau ab, ich erkl?rte nochmal alles, die sagte mir dasselbe wie der Mann. Ich sagte ihr dass das nicht geht, dann hat sie gefragt ob die CD gekauft sei. Ich hab gesagt ja, was ja auch stimmt, sie ist einfach von jemandem ausgelehnt. Jedenfalls hat sie gesagt ich soll in den Laden gehen, in dem ich bzw. der Junge, dem das geh?rt, gekauft habe. Nur weiss derjenige nicht mehr wo, also bin ich heute in irgendeinen PC-Laden fragen gegangen, hab dem alles erkl?rt. Er sagte mir, man k?nne die CD nur auf einem PC benutzen. Das kann doch nicht sein, bei meinem Bruder gings ja auch, der hat's aber mit Internet aktualisiert. Der Mann hat mir gesagt ich soll nochmal anrufen, aber ich hab ehrlich gesagt keinen Bock nochmal mit der unfreundlichen Frau zu reden... Was soll ich nur machen? Ich meine das ist doch nicht illegal, oder? 22:04, 22.4.2006 Ja, gibt es. Dies sind sogenannte Bussines-Editionen, da wird gar kein Code abgefragt. ^^ Aber an so etwas kommen nur Gro?unternehmen ran. ^^ Jetzt nochmal zum Mitschreiben... die Windows-CD wurde bereits einmal registiert? Wenn ja, von wem und auf welchem PC und wo soll sie jetzt registriert werden? oO Nur nochmal zur allgemeinen Info: Eine (?bliche) Windows-CD kann nur f?r einen PC (gleichzeitig) registriert sein. Eine OEM-Version kann NUR f?r den PC registriert sein, mit dem sie gekauft wurde. (Mircosoft handelt da allerdings oft sehr kullant.) F?r eine OEM-Version gibt es von Microsoft KEINEN Support. Beitrag ge?ndert am 22.04.2006 22:16 von bluedragonebook reziplikant reziplikant hat kostenlosen Webspace. 20:57, 24.4.2006 Es geht sicher nicht darum, das man nur einen pc mit dem einem windowskey betreibt, sondern wenn dieser key 10 auftaucht, dann wird microsoft aufmerksam, also ich kenne keinen der damit probleme hatte. wenn diese regestrierung nicht geht, dann guck mal nach ob die uhr + datum genau stimmen, das hindert den pc n?mlich auch daran regestriert zu werden Beitrag ge?ndert am 24.04.2006 20:58 von reziplikant 4:36, 28.4.2006 Ihr vergesst da etwas entscheidendes... Zum einen, wie schon gesagt, gibt es Business-Versionen, sogenannte Corporates. Das sind Mehrplatzlizenzen und unterscheiden sich auch von der Aktivierung. Und dann die Einzelbenutzerlizenz. Folgendes. Eine Installaions-CD kann DEFINITV auf mehrere Computern MIT EIGENEM PRODUCTKEY f?r DIESE VERSION (Home, Professional, Server, Corporate) installiert werden. Gibt keine Key-gebundene-CD. Wenn Du also eine andere Version (ja, es gibt auch XP Home Corporate) gebrannt bekommen haben solltest, funktioniert diese nicht mit diesem Key. Dennoch DARFST Du sowohl eine Sicherheitskopie als auch eine geliehene CD Deines Freundes/Bekannten/whatever zur Installation nutzen, solange Du einen eigenen Produktschl?ssel f?r diese Version hast. Ich vermute du hast einfach eine falsche CD bekommen... P.S.: Ich arbeite als Computerfachtechniker. Bevor die Frage kommt woher ich das wissen will... 6:06, 28.4.2006 Also bei uns Zuhause haben wir zwei PC'S. Jetzt ist meine Frage meine Ma hat sich Windows XP gekauft. Wenn ich das jetzt auch installieren will, reicht es wenn ich mir dann auch nur eine Lizens kaufe? Ich will mir n?mlich nicht auch noch eine CD kaufen. Wenn ja wo bekomme ich den nur die Lizens? 9:19, 28.4.2006 hm... wie night scho sagte, installieren kannst du von einer cd 200 pc?s, nur brauchst du f?r die 200 pc?s auch immer einen eigenen produkt-key. es sei denn, du hast eine mehrplatzlizens, dann darfst du einen key f?r soviele rechner nehmen, wie du die lizens hast. wnn deine mum nun xp gekauft hat kannst du nat?rlich von der cd installieren, brauchst aber deinen eigenen (also nich den, der bei dieser xp version bei war) produktkey. lizensen kannst du denke ich bei vielen bekommen, jedoch denke ich nich, ob das viel billiger is, als wenn du ne cd + key kaufts, denn die cd is ja nur nen cent artikel...
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Was ist die Bedeutung von IA-32 in Bezug auf die x86-Prozessorarchitektur?
Als IA-32, eine Abkürzung für „,“ bezeichnet Intel die Architektur des x86-Prozessors ab dem 80386, ursprünglich als 32-Bit-Architektur. Mit der Befehlssatzerweiterung x64 ist jedoch auch die 64-Bit-x86-Architektur inkludiert. x86 ist die generelle Bezeichnung für die Prozessorarchitektur, die mit dem 8086-Prozessor von Intel 1978 als 16-Bit-Architektur begründet wurde. Mit dem 80386 wurde 1985 von Intel eine Erweiterung des Befehlssatzes auf 32-Bit eingeführt, weshalb für 80386-kompatible Mikroprozessoren auch oft die Bezeichnung i386 verwendet wird bzw. retronym IA-32. Ab 1999 wurde von AMD an der Erweiterung des Befehlssatzes auf 64-Bit gearbeitet, anfangs unter der Bezeichnung x86-64, die 2003 als AMD64 und 2005 von Intel als Intel 64 eingeführt wurde. Auch diese nunmehr oft als x64 bezeichnete Erweiterung des Befehlssatzes zählt zur „.“ Die x86-Befehlssatzarchitektur wird von Intel und AMD weiterentwickelt. Itanium Mit der Neuentwicklung des Itanium-Prozessors von Intel und Hewlett-Packard, die 2001 auf den Markt kam, wollte Intel die zu x86 bzw. IA-32 inkompatible Itanium-Architektur einführen. Diese wurde von Intel auch „“ bezeichnet, da Intel die neue Architektur als die Nachfolge für die damals 32-Bit-x86-Architektur ansah. IA-64 (Itanium) setzte sich jedoch nicht durch, auch deshalb nicht, weil die Architektur als Neuentwicklung nicht x86-kompatibel ist und somit nicht zur IA-32-Architektur mit i386-Befehlssatz zählt, die durch viele Hersteller implementiert wurde. Da x86 seit den 1980er Jahren die weltweit am weitesten verbreitete Prozessorarchitektur für Personal Computer war, gab es eine Vielzahl an bestehenden Programmen, die für den Itanium-Prozessor neu programmiert werden mussten – oder: hätten programmiert werden müssen. Als AMD 2003 die 64-Bit-Erweiterung AMD64 für die bestehende x86-Architektur (IA-32) einführte, wurde diese auf Anhieb vom Markt erfolgreich angenommen, unter anderem gerade deswegen, weil bestehende x86-Programme unverändert darauf liefen. Intel musste 2005 notgedrungen nachziehen und implementierte mit Intel 64 eine zu AMD64 kompatible 64-Bit-Erweiterung für die x86-Architektur „IA-32,“ was die „“ zu einer 64-Bit-Architektur macht. Um Verwirrung zu vermeiden wird 64-Bit-x86 auch mit x64 (in Anlehnung an x86) bezeichnet. IA-64 hingegen steht für die Itanium-Architektur, die zwar auch eine 64-Bit-Architektur ist, die aber nicht zum x86-Befehlssatz „IA-32“ (80x86, i386, x64) kompatibel ist. Architekturmerkmale Die IA-32-Architektur ist eine Weiterentwicklung der 16-Bit-Architekturen von Intels 8086- und 80286-Prozessoren. Alle Register, einschließlich der Adressregister, wurden in dieser Architektur auf 32 Bits erweitert. Die Anzahl der Register blieb gleich. Die Mnemonic der erweiterten Register wurden mit einem vorangestellten E, für extended (deutsch: erweitert), gekennzeichnet, beispielsweise EAX (32-Bit) von zuvor AX (16-Bit). Um Abwärtskompatibilität zu erzielen wurden die 32-Bit-Register als Erweiterung der 16-Bit-Register der 80286-Architektur realisiert, sodass unter der Bezeichnungen für die 16-Bit-Register auf die unteren 16-Bit der 32-Bit-Register weiterhin zugegriffen werden kann: beispielsweise liefert AX auf die unteren 16-Bit des 32-Bit-EAX-Registers. Der Adressbus ist 32 Bits breit und demzufolge ist die Adressierbarkeit auf 4 GB (physikalischer Adressraum) begrenzt. Ausnahmen sind der 80386SX, welcher nur einen 24-Bit-Adressbus besaß. Ab dem Pentium Pro wurde mittels PAE eine Adresserweiterung auf 36 Bits erzielt, bei späteren Generationen sogar mehr, z. B. 40 Bits beim AMD K8. Mit 36 Bits lassen sich 64 GiB adressieren, sodass unter einer 32-Bit-Umgebung mit Einschränkungen mehr als 4 GiB genutzt werden können, wenn vom Betriebssystem PAE umgesetzt wird. Beispielsweise nutzt Linux die PAE-Erweiterung automatisch, wenn diese vom Prozessor unterstützt wird – bei neueren Distributionen ist PAE sogar Voraussetzung, da sich damit auch das NX-Bit nutzen lässt. Unter 32-Bit-Versionen von Windows von Microsoft hingegen wurde PAE wegen Kompatibilitätsproblemen mit bestehenden Treibern nicht genutzt, sodass 32-Bit-Windows-NT auf 4 GiB Arbeitsspeicher beschränkt ist. Mit der 64-Bit-Befehlssatzerweiterung x64 wurde IA-32 zu einer 64-Bit-Architektur weiterentwickelt, wobei auch die Anzahl der Register verdoppelt wurde. Im neuen Betriebsmodus sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Submodi vorhanden, sodass auch 32-Bit-Software von der doppelten Anzahl an Registern profitieren kann (x32). Nomenklatur „“ bzw. abgekürzt „IA-32“ bezeichnete ursprünglich nur die 32-Bit-x86-Architektur des 80386 und seiner Nachfolger, denn damals waren diese allesamt 32-Bit-Prozessoren. Problematisch wird die von Intel gewählte Bezeichnung erst mit der 64-Bit-Erweiterung x64 – denn diese zählt als Weiterentwicklung und Erweiterung zu IA-32, zu der x64 voll kompatibel ist. Retronym finden sich zur genaueren Unterscheidung daher auch die Bezeichnungen x86-32 für die 32-Bit- und x86-64 für die 64-Bit-x86-Architektur. Die von Intel und HP entwickelte Itanium-Architektur, auch mit „“ bzw. abgekürzt „IA-64“ bezeichnet, ist keine x86-Architektur. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit „x64“, der 64-Bit-x86-Architektur, die eine Erweiterung von IA-32 ist. Zur Unterscheidung findet sich dennoch oft IA-32 (auch als „IA32“ oder „ia32“) für die 32-Bit-x86-Architektur bzw. x64 (oder amd64, „x86-64“ oder „x86_64“) für die 64-Bit-x86-Architektur. Beispiele dafür sind u. a. diverse Betriebssysteme, so unterscheidet etwa Slackware zwischen „ia32“ (32-Bit-x86) und „x64_64“ (64-Bit-x86), oder auch UEFI-Bootloader auf Wechseldatenträgern (32-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\BootIA32.efi, 64-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\Bootx64.efi). Betriebsarten Neben dem Real Mode, in dem kompatibel zum 16-Bit-Intel-8086 der konventionelle Arbeitsspeicher und der obere Speicherbereich, das ist der erste, untere Megabyte des Arbeitsspeichers, ohne Beschränkung über Offset und Segment angesprochen werden kann, kennt die zwei bzw. drei weitere Betriebsarten: , der bis zu 4 GB Speicher durchgängig (linear) adressieren kann und einen hardwareseitigen Speicherschutz garantiert (über die Virtuelle Speicherverwaltung der MMU), was Multitasking-/Multiuser-Betriebssysteme mit präemptivem Multitasking ermöglicht. (SMM), welcher für die Leistungsreduktion und Hersteller-spezifische Eigenschaften eingesetzt wird. Der SMM läuft in einem separaten Arbeitsspeicher ab, sodass laufende Prozesse und Betriebssysteme nicht beeinflusst werden. Bei 64-Bit-x86-Prozessoren kommt zusätzlich der (AMD) bzw. der (Intel) hinzu, der die zwei Submodi und bereitstellt. (Siehe x64#Betriebsmodi.) Als Option des (32-Bit) existiert außerdem der , der ein oder mehrere -Programme ausführen kann – dies wurde zur Ausführung von MS-DOS-kompatiblen Programmen unter 32-Bit-Betriebssystemen benötigt und war wichtig für eine schonende Migration von DOS zu moderneren Betriebssystemen. Seit der Umstellung auf 64-Bit spielt der keine sehr große Rolle mehr, da MS-DOS-kompatible Programme nur noch relativ wenig genutzt werden oder aber auf 64-Bit-Betriebssystemen ohnehin vollständig emuliert werden (müssen). Protected Mode: Virtuelle Speicherverwaltung und Speicherschutz Virtuelle Speicherverwaltung Die neue Virtuelle Speicherverwaltung ist primär für den Multitasking-Betrieb ausgelegt (). Mittels (MMU) können mehrere Programme im Speicher konfliktfrei quasi-gleichzeitig ausgeführt werden. Hierzu wird jedes Programm in einem (virtuellen) Speicherraum ausgeführt in dem es alleine existiert und damit nicht mit anderen Programmen in Speicherzugriffskonflikte kommen kann, so dass Speicherschutz erzielt wird (z. B. "Programm A überschreibt irrtümlich bei Programm B eine Variable im Speicher" kann nicht mehr auftreten). Dies erreicht die MMU über eine Tabelle (TLB) in der für die zuletzt lokalisierten virtuellen Adresse aller Programme die echte physikalische Adresse eines Speicherblocks vermerkt ist. Bei jedem Zugriff (Speicher anfordernd, schreibend oder lesend) wird, transparent für Programme und Programmierer, auf eine eindeutige physikalische Adresse umgelenkt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Speicherfragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr auftreten kann. Durch die Adressumsetzung kann die MMU fast beliebig zerstückelten physikalischen Speicher als durchgängig zugreifbaren Block virtuellen Speichers dem Programm präsentieren. Dies ist ein effektiver Mechanismus, so lange die Größe des physikalischen Speichers deutlich kleiner ist als die des virtuellen Adressraums (4 GByte). Durch die kontinuierlich fallenden RAM-Speicherpreise ist dies inzwischen nicht mehr gegeben; der virtuelle Speicherraum kann die Fragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr immer kaschieren, da er nun selbst zu stark fragmentiert sein kann. Virtuelle Adressübersetzung Die IA-32-Architektur verwendet eine 48 Bit breite segmentierte logische Adresse, welche zu 16 Bit aus Selektor und zu 32 Bit aus Offset besteht. Durch die Segmentierung wird die logische Adresse in eine lineare 32-Bit-Adresse übersetzt und kann anschließend durch den Paging-Mechanismus in eine physische 32-Bit-Adresse übersetzt werden. Wird Paging vom System nicht eingesetzt, so ist die lineare 32-Bit-Adresse die physische Adresse. Schutzfunktionen durch die Virtuelle Speicherverwaltung Die MMU enthält vier zentrale Systemregister GDTR (), IDTR (), LDTR () und TR (). Damit werden die Schutzmechanismen realisiert. Die IA-32 Architektur enthält für den Multitasking/Multiuser-Betrieb die folgenden fünf Schutzfunktionen: Typ-Check Limit-Check Zugriff auf Daten Kontroll-Transfer Instruction-Check Diese Schutzfunktionen werden mit verschiedenen Hardware-Mechanismen realisiert. Weitere Funktionen In den nachfolgenden CPU-Generationen wurden weitere Funktionen hinzugefügt: Die Modelle des i486DX haben einen mathematischen Koprozessor bereits integriert, zusätzlich wurde ein Cache auf den Chip integriert (die Budget-Version i486 SX wurde mit deaktiviertem Koprozessor gefertigt). Außerdem wurde die Ausführungseinheit nach dem Fließbandprinzip aufgebaut, genannt Prozessor-Pipeline, was den Befehlsdurchsatz deutlich erhöht. Mit dem Pentium wurde eine zweite Ausführungseinheit der Architektur hinzugefügt. Diese nun parallelen Ausführungseinheiten, genannt Pipelines U und V, ermöglichen superskalare Programmausführung über Out-of-order execution des Prozessors. Beim Pentium MMX wurden Befehle hinzugefügt, die mehrere ganzzahlige Daten gleichzeitig bearbeiten (SIMD) – dies ist vor allem für Multimedia-Daten sinnvoll. MMX steht für , besonders vom Marketing aber auch häufig tituliert. Mit dem Pentium III wurden die SIMD-Befehle erweitert, um auch Gleitkommazahlen bearbeiten zu können (/SSE). Beginnend mit den Prescott-Modellen der Xeon-/Pentium-4-Reihe erhalten die Prozessoren eine Erweiterung um einen 64-Bit-Modus (Intel 64, früher auch EM64T genannt), der weitgehend dem AMD64-Modus der Opteron- und Athlon-64-CPUs von Mitbewerber AMD entspricht. Siehe auch x86-Prozessor x64 (auch x86-64) Itanium-Architektur bzw. IA-64 ( – nicht x86-kompatible 64-Bit-Architektur von Intel) Liste der Mikroprozessoren von Intel Liste von Mikroprozessoren Weblinks IA-64- und IA-32-Handbücher von Intel (PDF, englisch) Einzelnachweise Prozessorarchitektur nach Befehlssatz Intel-Prozessor IA32
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de
q-de-2201
Was ist die Bedeutung von IA-32 in Bezug auf die x86-Prozessorarchitektur?
Als IA-32, eine Abkürzung für „,“ bezeichnet Intel die Architektur des x86-Prozessors ab dem 80386, ursprünglich als 32-Bit-Architektur. Mit der Befehlssatzerweiterung x64 ist jedoch auch die 64-Bit-x86-Architektur inkludiert. x86 ist die generelle Bezeichnung für die Prozessorarchitektur, die mit dem 8086-Prozessor von Intel 1978 als 16-Bit-Architektur begründet wurde. Mit dem 80386 wurde 1985 von Intel eine Erweiterung des Befehlssatzes auf 32-Bit eingeführt, weshalb für 80386-kompatible Mikroprozessoren auch oft die Bezeichnung i386 verwendet wird bzw. retronym IA-32. Ab 1999 wurde von AMD an der Erweiterung des Befehlssatzes auf 64-Bit gearbeitet, anfangs unter der Bezeichnung x86-64, die 2003 als AMD64 und 2005 von Intel als Intel 64 eingeführt wurde. Auch diese nunmehr oft als x64 bezeichnete Erweiterung des Befehlssatzes zählt zur „.“ Die x86-Befehlssatzarchitektur wird von Intel und AMD weiterentwickelt. Itanium Mit der Neuentwicklung des Itanium-Prozessors von Intel und Hewlett-Packard, die 2001 auf den Markt kam, wollte Intel die zu x86 bzw. IA-32 inkompatible Itanium-Architektur einführen. Diese wurde von Intel auch „“ bezeichnet, da Intel die neue Architektur als die Nachfolge für die damals 32-Bit-x86-Architektur ansah. IA-64 (Itanium) setzte sich jedoch nicht durch, auch deshalb nicht, weil die Architektur als Neuentwicklung nicht x86-kompatibel ist und somit nicht zur IA-32-Architektur mit i386-Befehlssatz zählt, die durch viele Hersteller implementiert wurde. Da x86 seit den 1980er Jahren die weltweit am weitesten verbreitete Prozessorarchitektur für Personal Computer war, gab es eine Vielzahl an bestehenden Programmen, die für den Itanium-Prozessor neu programmiert werden mussten – oder: hätten programmiert werden müssen. Als AMD 2003 die 64-Bit-Erweiterung AMD64 für die bestehende x86-Architektur (IA-32) einführte, wurde diese auf Anhieb vom Markt erfolgreich angenommen, unter anderem gerade deswegen, weil bestehende x86-Programme unverändert darauf liefen. Intel musste 2005 notgedrungen nachziehen und implementierte mit Intel 64 eine zu AMD64 kompatible 64-Bit-Erweiterung für die x86-Architektur „IA-32,“ was die „“ zu einer 64-Bit-Architektur macht. Um Verwirrung zu vermeiden wird 64-Bit-x86 auch mit x64 (in Anlehnung an x86) bezeichnet. IA-64 hingegen steht für die Itanium-Architektur, die zwar auch eine 64-Bit-Architektur ist, die aber nicht zum x86-Befehlssatz „IA-32“ (80x86, i386, x64) kompatibel ist. Architekturmerkmale Die IA-32-Architektur ist eine Weiterentwicklung der 16-Bit-Architekturen von Intels 8086- und 80286-Prozessoren. Alle Register, einschließlich der Adressregister, wurden in dieser Architektur auf 32 Bits erweitert. Die Anzahl der Register blieb gleich. Die Mnemonic der erweiterten Register wurden mit einem vorangestellten E, für extended (deutsch: erweitert), gekennzeichnet, beispielsweise EAX (32-Bit) von zuvor AX (16-Bit). Um Abwärtskompatibilität zu erzielen wurden die 32-Bit-Register als Erweiterung der 16-Bit-Register der 80286-Architektur realisiert, sodass unter der Bezeichnungen für die 16-Bit-Register auf die unteren 16-Bit der 32-Bit-Register weiterhin zugegriffen werden kann: beispielsweise liefert AX auf die unteren 16-Bit des 32-Bit-EAX-Registers. Der Adressbus ist 32 Bits breit und demzufolge ist die Adressierbarkeit auf 4 GB (physikalischer Adressraum) begrenzt. Ausnahmen sind der 80386SX, welcher nur einen 24-Bit-Adressbus besaß. Ab dem Pentium Pro wurde mittels PAE eine Adresserweiterung auf 36 Bits erzielt, bei späteren Generationen sogar mehr, z. B. 40 Bits beim AMD K8. Mit 36 Bits lassen sich 64 GiB adressieren, sodass unter einer 32-Bit-Umgebung mit Einschränkungen mehr als 4 GiB genutzt werden können, wenn vom Betriebssystem PAE umgesetzt wird. Beispielsweise nutzt Linux die PAE-Erweiterung automatisch, wenn diese vom Prozessor unterstützt wird – bei neueren Distributionen ist PAE sogar Voraussetzung, da sich damit auch das NX-Bit nutzen lässt. Unter 32-Bit-Versionen von Windows von Microsoft hingegen wurde PAE wegen Kompatibilitätsproblemen mit bestehenden Treibern nicht genutzt, sodass 32-Bit-Windows-NT auf 4 GiB Arbeitsspeicher beschränkt ist. Mit der 64-Bit-Befehlssatzerweiterung x64 wurde IA-32 zu einer 64-Bit-Architektur weiterentwickelt, wobei auch die Anzahl der Register verdoppelt wurde. Im neuen Betriebsmodus sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Submodi vorhanden, sodass auch 32-Bit-Software von der doppelten Anzahl an Registern profitieren kann (x32). Nomenklatur „“ bzw. abgekürzt „IA-32“ bezeichnete ursprünglich nur die 32-Bit-x86-Architektur des 80386 und seiner Nachfolger, denn damals waren diese allesamt 32-Bit-Prozessoren. Problematisch wird die von Intel gewählte Bezeichnung erst mit der 64-Bit-Erweiterung x64 – denn diese zählt als Weiterentwicklung und Erweiterung zu IA-32, zu der x64 voll kompatibel ist. Retronym finden sich zur genaueren Unterscheidung daher auch die Bezeichnungen x86-32 für die 32-Bit- und x86-64 für die 64-Bit-x86-Architektur. Die von Intel und HP entwickelte Itanium-Architektur, auch mit „“ bzw. abgekürzt „IA-64“ bezeichnet, ist keine x86-Architektur. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit „x64“, der 64-Bit-x86-Architektur, die eine Erweiterung von IA-32 ist. Zur Unterscheidung findet sich dennoch oft IA-32 (auch als „IA32“ oder „ia32“) für die 32-Bit-x86-Architektur bzw. x64 (oder amd64, „x86-64“ oder „x86_64“) für die 64-Bit-x86-Architektur. Beispiele dafür sind u. a. diverse Betriebssysteme, so unterscheidet etwa Slackware zwischen „ia32“ (32-Bit-x86) und „x64_64“ (64-Bit-x86), oder auch UEFI-Bootloader auf Wechseldatenträgern (32-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\BootIA32.efi, 64-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\Bootx64.efi). Betriebsarten Neben dem Real Mode, in dem kompatibel zum 16-Bit-Intel-8086 der konventionelle Arbeitsspeicher und der obere Speicherbereich, das ist der erste, untere Megabyte des Arbeitsspeichers, ohne Beschränkung über Offset und Segment angesprochen werden kann, kennt die zwei bzw. drei weitere Betriebsarten: , der bis zu 4 GB Speicher durchgängig (linear) adressieren kann und einen hardwareseitigen Speicherschutz garantiert (über die Virtuelle Speicherverwaltung der MMU), was Multitasking-/Multiuser-Betriebssysteme mit präemptivem Multitasking ermöglicht. (SMM), welcher für die Leistungsreduktion und Hersteller-spezifische Eigenschaften eingesetzt wird. Der SMM läuft in einem separaten Arbeitsspeicher ab, sodass laufende Prozesse und Betriebssysteme nicht beeinflusst werden. Bei 64-Bit-x86-Prozessoren kommt zusätzlich der (AMD) bzw. der (Intel) hinzu, der die zwei Submodi und bereitstellt. (Siehe x64#Betriebsmodi.) Als Option des (32-Bit) existiert außerdem der , der ein oder mehrere -Programme ausführen kann – dies wurde zur Ausführung von MS-DOS-kompatiblen Programmen unter 32-Bit-Betriebssystemen benötigt und war wichtig für eine schonende Migration von DOS zu moderneren Betriebssystemen. Seit der Umstellung auf 64-Bit spielt der keine sehr große Rolle mehr, da MS-DOS-kompatible Programme nur noch relativ wenig genutzt werden oder aber auf 64-Bit-Betriebssystemen ohnehin vollständig emuliert werden (müssen). Protected Mode: Virtuelle Speicherverwaltung und Speicherschutz Virtuelle Speicherverwaltung Die neue Virtuelle Speicherverwaltung ist primär für den Multitasking-Betrieb ausgelegt (). Mittels (MMU) können mehrere Programme im Speicher konfliktfrei quasi-gleichzeitig ausgeführt werden. Hierzu wird jedes Programm in einem (virtuellen) Speicherraum ausgeführt in dem es alleine existiert und damit nicht mit anderen Programmen in Speicherzugriffskonflikte kommen kann, so dass Speicherschutz erzielt wird (z. B. "Programm A überschreibt irrtümlich bei Programm B eine Variable im Speicher" kann nicht mehr auftreten). Dies erreicht die MMU über eine Tabelle (TLB) in der für die zuletzt lokalisierten virtuellen Adresse aller Programme die echte physikalische Adresse eines Speicherblocks vermerkt ist. Bei jedem Zugriff (Speicher anfordernd, schreibend oder lesend) wird, transparent für Programme und Programmierer, auf eine eindeutige physikalische Adresse umgelenkt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Speicherfragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr auftreten kann. Durch die Adressumsetzung kann die MMU fast beliebig zerstückelten physikalischen Speicher als durchgängig zugreifbaren Block virtuellen Speichers dem Programm präsentieren. Dies ist ein effektiver Mechanismus, so lange die Größe des physikalischen Speichers deutlich kleiner ist als die des virtuellen Adressraums (4 GByte). Durch die kontinuierlich fallenden RAM-Speicherpreise ist dies inzwischen nicht mehr gegeben; der virtuelle Speicherraum kann die Fragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr immer kaschieren, da er nun selbst zu stark fragmentiert sein kann. Virtuelle Adressübersetzung Die IA-32-Architektur verwendet eine 48 Bit breite segmentierte logische Adresse, welche zu 16 Bit aus Selektor und zu 32 Bit aus Offset besteht. Durch die Segmentierung wird die logische Adresse in eine lineare 32-Bit-Adresse übersetzt und kann anschließend durch den Paging-Mechanismus in eine physische 32-Bit-Adresse übersetzt werden. Wird Paging vom System nicht eingesetzt, so ist die lineare 32-Bit-Adresse die physische Adresse. Schutzfunktionen durch die Virtuelle Speicherverwaltung Die MMU enthält vier zentrale Systemregister GDTR (), IDTR (), LDTR () und TR (). Damit werden die Schutzmechanismen realisiert. Die IA-32 Architektur enthält für den Multitasking/Multiuser-Betrieb die folgenden fünf Schutzfunktionen: Typ-Check Limit-Check Zugriff auf Daten Kontroll-Transfer Instruction-Check Diese Schutzfunktionen werden mit verschiedenen Hardware-Mechanismen realisiert. Weitere Funktionen In den nachfolgenden CPU-Generationen wurden weitere Funktionen hinzugefügt: Die Modelle des i486DX haben einen mathematischen Koprozessor bereits integriert, zusätzlich wurde ein Cache auf den Chip integriert (die Budget-Version i486 SX wurde mit deaktiviertem Koprozessor gefertigt). Außerdem wurde die Ausführungseinheit nach dem Fließbandprinzip aufgebaut, genannt Prozessor-Pipeline, was den Befehlsdurchsatz deutlich erhöht. Mit dem Pentium wurde eine zweite Ausführungseinheit der Architektur hinzugefügt. Diese nun parallelen Ausführungseinheiten, genannt Pipelines U und V, ermöglichen superskalare Programmausführung über Out-of-order execution des Prozessors. Beim Pentium MMX wurden Befehle hinzugefügt, die mehrere ganzzahlige Daten gleichzeitig bearbeiten (SIMD) – dies ist vor allem für Multimedia-Daten sinnvoll. MMX steht für , besonders vom Marketing aber auch häufig tituliert. Mit dem Pentium III wurden die SIMD-Befehle erweitert, um auch Gleitkommazahlen bearbeiten zu können (/SSE). Beginnend mit den Prescott-Modellen der Xeon-/Pentium-4-Reihe erhalten die Prozessoren eine Erweiterung um einen 64-Bit-Modus (Intel 64, früher auch EM64T genannt), der weitgehend dem AMD64-Modus der Opteron- und Athlon-64-CPUs von Mitbewerber AMD entspricht. Siehe auch x86-Prozessor x64 (auch x86-64) Itanium-Architektur bzw. IA-64 ( – nicht x86-kompatible 64-Bit-Architektur von Intel) Liste der Mikroprozessoren von Intel Liste von Mikroprozessoren Weblinks IA-64- und IA-32-Handbücher von Intel (PDF, englisch) Einzelnachweise Prozessorarchitektur nach Befehlssatz Intel-Prozessor IA32
 Hodo I. - LinkFang.de Hodo I. (Lausitz) (Weitergeleitet von: Hodo_I._(Lausitz)) Hodo I. (auch Odo; * um 930; † 13. März 993) war ein ostsächsischer Graf aus dem Nordthüringgau. Ab 974 wird er als Markgraf erwähnt. Er gilt als Markgraf der Mark Lausitz. Hodo war ein Verwandter des Markgrafen Gero und ein enger Vertrauter sowohl König Ottos I. als auch König Ottos II., dessen Erziehung ihm zuvor übertragen worden war. Die Erwähnung in einer Urkunde Ottos III. macht es wahrscheinlich, dass er auch während dessen Herrschaft noch eine einflussreiche Stellung einnahm. Um das Jahr 963, vielleicht auch erst nach Geros Tod 965, erhielt er die Aufgabe eines Grenzschützers im Gebiet zwischen dem nördlichen Thüringen und der Lausitz, von der modernen Forschung auch als „Sächsische Ostmark“ bezeichnet, obwohl von dem gleichnamigen Markengebiet Geros zu unterscheiden. Obwohl er in den meisten Königsurkunden als Graf (comes) bezeichnet wird, finden sich aus den Jahren 974, 978, 992 und 993 auch Titulierungen als Markgraf. Ausschlaggebend für die Verwendung des Markgrafentitels scheint die Wahrnehmung königlicher Aufgaben im ehemaligen Mandatsgebiet Geros gewesen zu sein, wenn auch für Hodo in den Schriftquellen nie von einer Mark Hodos, etwa einer Mark Lausitz, die Rede ist. Darüber hinaus könnte ähnlich wie bei Gero die Verleihung des Markgrafentitels Ausdruck für eine besondere Nähe Hodos zum Herrscher gewesen sein, ohne dass Hodo jedoch wie Gero eine herausragende Position zwischen dem König und dem sächsischen Adel eingenommen hätte.[1] Er verbrachte viel Zeit in den Abwehrkämpfen und der Unterwerfung der Elbslawen an der Ostgrenze des Ostfrankenreichs. Hodo drang bei seinen Kriegszügen bis an die Warthe vor, um die Polanen in Abhängigkeit vom Reich zu halten. Er wurde dann aber am 24. Juni 972 von Cidibur, dem Bruder des Polanen-Fürsten Mieszko I., in der Schlacht bei Zehden in der Nähe der heutigen Stadt Cedynia geschlagen.[2] Auf Befehl Kaiser Ottos II. hatte Mieszko daraufhin 973 auf dem Reichstag zu Quedlinburg zu erscheinen,[2] wo der Kaiser zwischen den verfeindeten Parteien Frieden stiftete. Mieszko hatte allerdings seinen Sohn Bolesław als Geisel zur Sicherung des Friedens zu stellen. Hodo beteiligte sich 983 erfolglos an der Niederschlagung des Großen Slawenaufstands der Liutizen und Abodriten, die sich gegen die ab 928 erfolgte Eroberung ihrer Gebiete durch das Ostfrankenreich und speziell das Herzogtum Sachsen unter den Ottonen zur Wehr setzten. Hodo beerbte im Jahr 979 Teile der Herrschaft des Markgrafen Thietmar I., bekam aber nicht dessen Marken Meißen und Merseburg. Er lag in beständigem Streit mit den Erzbischöfen von Magdeburg. Er konnte die Nachfolge seines Sohnes Siegfried in der Mark Lausitz nicht gegen die Ansprüche des Markgrafen Gero, eines Sohnes von Thietmar I., durchsetzen. Hodo starb 993 und wurde im Kloster Nienburg an der Saale beerdigt. Hodo war verheiratet mit Frederuno († 28. Oktober 1015), von der man annimmt, dass sie eine Tochter des Markgrafen Christian von Serimunt war. Sie hatten folgende namentlich bekannte Kinder: Siegfried († nach 1030) Hidda, Frau des Grafen Adalbert von Ballenstedt, Mutter von Esico von Ballenstedt Alfrinus, Mönch zu Corvey Heinrich Theodor Flathe: Hodo I. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 12, Duncker & Humblot, Leipzig 1880, S. 541. ↑ Andrea Stieldorf: Marken und Markgrafen. Studien zur Grenzsicherung durch die fränkisch-deutschen Herrscher. (=MGH Schriften 64) Hahnsche Buchhandlung, Hannover 2012 ISBN 978-3-7752-5764-0, S. 244 f. ↑ 2,0 2,1 Richard Roepell: Geschichte Polens. Band 1, Hamburg 1840, S. 98.  — Markgraf der Lausitz 965–993 Gero Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Hodo I. (Lausitz) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte]) Lizenz: CC-by-sa-3.0
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Was ist die Bedeutung von IA-32 in Bezug auf die x86-Prozessorarchitektur?
Als IA-32, eine Abkürzung für „,“ bezeichnet Intel die Architektur des x86-Prozessors ab dem 80386, ursprünglich als 32-Bit-Architektur. Mit der Befehlssatzerweiterung x64 ist jedoch auch die 64-Bit-x86-Architektur inkludiert. x86 ist die generelle Bezeichnung für die Prozessorarchitektur, die mit dem 8086-Prozessor von Intel 1978 als 16-Bit-Architektur begründet wurde. Mit dem 80386 wurde 1985 von Intel eine Erweiterung des Befehlssatzes auf 32-Bit eingeführt, weshalb für 80386-kompatible Mikroprozessoren auch oft die Bezeichnung i386 verwendet wird bzw. retronym IA-32. Ab 1999 wurde von AMD an der Erweiterung des Befehlssatzes auf 64-Bit gearbeitet, anfangs unter der Bezeichnung x86-64, die 2003 als AMD64 und 2005 von Intel als Intel 64 eingeführt wurde. Auch diese nunmehr oft als x64 bezeichnete Erweiterung des Befehlssatzes zählt zur „.“ Die x86-Befehlssatzarchitektur wird von Intel und AMD weiterentwickelt. Itanium Mit der Neuentwicklung des Itanium-Prozessors von Intel und Hewlett-Packard, die 2001 auf den Markt kam, wollte Intel die zu x86 bzw. IA-32 inkompatible Itanium-Architektur einführen. Diese wurde von Intel auch „“ bezeichnet, da Intel die neue Architektur als die Nachfolge für die damals 32-Bit-x86-Architektur ansah. IA-64 (Itanium) setzte sich jedoch nicht durch, auch deshalb nicht, weil die Architektur als Neuentwicklung nicht x86-kompatibel ist und somit nicht zur IA-32-Architektur mit i386-Befehlssatz zählt, die durch viele Hersteller implementiert wurde. Da x86 seit den 1980er Jahren die weltweit am weitesten verbreitete Prozessorarchitektur für Personal Computer war, gab es eine Vielzahl an bestehenden Programmen, die für den Itanium-Prozessor neu programmiert werden mussten – oder: hätten programmiert werden müssen. Als AMD 2003 die 64-Bit-Erweiterung AMD64 für die bestehende x86-Architektur (IA-32) einführte, wurde diese auf Anhieb vom Markt erfolgreich angenommen, unter anderem gerade deswegen, weil bestehende x86-Programme unverändert darauf liefen. Intel musste 2005 notgedrungen nachziehen und implementierte mit Intel 64 eine zu AMD64 kompatible 64-Bit-Erweiterung für die x86-Architektur „IA-32,“ was die „“ zu einer 64-Bit-Architektur macht. Um Verwirrung zu vermeiden wird 64-Bit-x86 auch mit x64 (in Anlehnung an x86) bezeichnet. IA-64 hingegen steht für die Itanium-Architektur, die zwar auch eine 64-Bit-Architektur ist, die aber nicht zum x86-Befehlssatz „IA-32“ (80x86, i386, x64) kompatibel ist. Architekturmerkmale Die IA-32-Architektur ist eine Weiterentwicklung der 16-Bit-Architekturen von Intels 8086- und 80286-Prozessoren. Alle Register, einschließlich der Adressregister, wurden in dieser Architektur auf 32 Bits erweitert. Die Anzahl der Register blieb gleich. Die Mnemonic der erweiterten Register wurden mit einem vorangestellten E, für extended (deutsch: erweitert), gekennzeichnet, beispielsweise EAX (32-Bit) von zuvor AX (16-Bit). Um Abwärtskompatibilität zu erzielen wurden die 32-Bit-Register als Erweiterung der 16-Bit-Register der 80286-Architektur realisiert, sodass unter der Bezeichnungen für die 16-Bit-Register auf die unteren 16-Bit der 32-Bit-Register weiterhin zugegriffen werden kann: beispielsweise liefert AX auf die unteren 16-Bit des 32-Bit-EAX-Registers. Der Adressbus ist 32 Bits breit und demzufolge ist die Adressierbarkeit auf 4 GB (physikalischer Adressraum) begrenzt. Ausnahmen sind der 80386SX, welcher nur einen 24-Bit-Adressbus besaß. Ab dem Pentium Pro wurde mittels PAE eine Adresserweiterung auf 36 Bits erzielt, bei späteren Generationen sogar mehr, z. B. 40 Bits beim AMD K8. Mit 36 Bits lassen sich 64 GiB adressieren, sodass unter einer 32-Bit-Umgebung mit Einschränkungen mehr als 4 GiB genutzt werden können, wenn vom Betriebssystem PAE umgesetzt wird. Beispielsweise nutzt Linux die PAE-Erweiterung automatisch, wenn diese vom Prozessor unterstützt wird – bei neueren Distributionen ist PAE sogar Voraussetzung, da sich damit auch das NX-Bit nutzen lässt. Unter 32-Bit-Versionen von Windows von Microsoft hingegen wurde PAE wegen Kompatibilitätsproblemen mit bestehenden Treibern nicht genutzt, sodass 32-Bit-Windows-NT auf 4 GiB Arbeitsspeicher beschränkt ist. Mit der 64-Bit-Befehlssatzerweiterung x64 wurde IA-32 zu einer 64-Bit-Architektur weiterentwickelt, wobei auch die Anzahl der Register verdoppelt wurde. Im neuen Betriebsmodus sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Submodi vorhanden, sodass auch 32-Bit-Software von der doppelten Anzahl an Registern profitieren kann (x32). Nomenklatur „“ bzw. abgekürzt „IA-32“ bezeichnete ursprünglich nur die 32-Bit-x86-Architektur des 80386 und seiner Nachfolger, denn damals waren diese allesamt 32-Bit-Prozessoren. Problematisch wird die von Intel gewählte Bezeichnung erst mit der 64-Bit-Erweiterung x64 – denn diese zählt als Weiterentwicklung und Erweiterung zu IA-32, zu der x64 voll kompatibel ist. Retronym finden sich zur genaueren Unterscheidung daher auch die Bezeichnungen x86-32 für die 32-Bit- und x86-64 für die 64-Bit-x86-Architektur. Die von Intel und HP entwickelte Itanium-Architektur, auch mit „“ bzw. abgekürzt „IA-64“ bezeichnet, ist keine x86-Architektur. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit „x64“, der 64-Bit-x86-Architektur, die eine Erweiterung von IA-32 ist. Zur Unterscheidung findet sich dennoch oft IA-32 (auch als „IA32“ oder „ia32“) für die 32-Bit-x86-Architektur bzw. x64 (oder amd64, „x86-64“ oder „x86_64“) für die 64-Bit-x86-Architektur. Beispiele dafür sind u. a. diverse Betriebssysteme, so unterscheidet etwa Slackware zwischen „ia32“ (32-Bit-x86) und „x64_64“ (64-Bit-x86), oder auch UEFI-Bootloader auf Wechseldatenträgern (32-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\BootIA32.efi, 64-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\Bootx64.efi). Betriebsarten Neben dem Real Mode, in dem kompatibel zum 16-Bit-Intel-8086 der konventionelle Arbeitsspeicher und der obere Speicherbereich, das ist der erste, untere Megabyte des Arbeitsspeichers, ohne Beschränkung über Offset und Segment angesprochen werden kann, kennt die zwei bzw. drei weitere Betriebsarten: , der bis zu 4 GB Speicher durchgängig (linear) adressieren kann und einen hardwareseitigen Speicherschutz garantiert (über die Virtuelle Speicherverwaltung der MMU), was Multitasking-/Multiuser-Betriebssysteme mit präemptivem Multitasking ermöglicht. (SMM), welcher für die Leistungsreduktion und Hersteller-spezifische Eigenschaften eingesetzt wird. Der SMM läuft in einem separaten Arbeitsspeicher ab, sodass laufende Prozesse und Betriebssysteme nicht beeinflusst werden. Bei 64-Bit-x86-Prozessoren kommt zusätzlich der (AMD) bzw. der (Intel) hinzu, der die zwei Submodi und bereitstellt. (Siehe x64#Betriebsmodi.) Als Option des (32-Bit) existiert außerdem der , der ein oder mehrere -Programme ausführen kann – dies wurde zur Ausführung von MS-DOS-kompatiblen Programmen unter 32-Bit-Betriebssystemen benötigt und war wichtig für eine schonende Migration von DOS zu moderneren Betriebssystemen. Seit der Umstellung auf 64-Bit spielt der keine sehr große Rolle mehr, da MS-DOS-kompatible Programme nur noch relativ wenig genutzt werden oder aber auf 64-Bit-Betriebssystemen ohnehin vollständig emuliert werden (müssen). Protected Mode: Virtuelle Speicherverwaltung und Speicherschutz Virtuelle Speicherverwaltung Die neue Virtuelle Speicherverwaltung ist primär für den Multitasking-Betrieb ausgelegt (). Mittels (MMU) können mehrere Programme im Speicher konfliktfrei quasi-gleichzeitig ausgeführt werden. Hierzu wird jedes Programm in einem (virtuellen) Speicherraum ausgeführt in dem es alleine existiert und damit nicht mit anderen Programmen in Speicherzugriffskonflikte kommen kann, so dass Speicherschutz erzielt wird (z. B. "Programm A überschreibt irrtümlich bei Programm B eine Variable im Speicher" kann nicht mehr auftreten). Dies erreicht die MMU über eine Tabelle (TLB) in der für die zuletzt lokalisierten virtuellen Adresse aller Programme die echte physikalische Adresse eines Speicherblocks vermerkt ist. Bei jedem Zugriff (Speicher anfordernd, schreibend oder lesend) wird, transparent für Programme und Programmierer, auf eine eindeutige physikalische Adresse umgelenkt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Speicherfragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr auftreten kann. Durch die Adressumsetzung kann die MMU fast beliebig zerstückelten physikalischen Speicher als durchgängig zugreifbaren Block virtuellen Speichers dem Programm präsentieren. Dies ist ein effektiver Mechanismus, so lange die Größe des physikalischen Speichers deutlich kleiner ist als die des virtuellen Adressraums (4 GByte). Durch die kontinuierlich fallenden RAM-Speicherpreise ist dies inzwischen nicht mehr gegeben; der virtuelle Speicherraum kann die Fragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr immer kaschieren, da er nun selbst zu stark fragmentiert sein kann. Virtuelle Adressübersetzung Die IA-32-Architektur verwendet eine 48 Bit breite segmentierte logische Adresse, welche zu 16 Bit aus Selektor und zu 32 Bit aus Offset besteht. Durch die Segmentierung wird die logische Adresse in eine lineare 32-Bit-Adresse übersetzt und kann anschließend durch den Paging-Mechanismus in eine physische 32-Bit-Adresse übersetzt werden. Wird Paging vom System nicht eingesetzt, so ist die lineare 32-Bit-Adresse die physische Adresse. Schutzfunktionen durch die Virtuelle Speicherverwaltung Die MMU enthält vier zentrale Systemregister GDTR (), IDTR (), LDTR () und TR (). Damit werden die Schutzmechanismen realisiert. Die IA-32 Architektur enthält für den Multitasking/Multiuser-Betrieb die folgenden fünf Schutzfunktionen: Typ-Check Limit-Check Zugriff auf Daten Kontroll-Transfer Instruction-Check Diese Schutzfunktionen werden mit verschiedenen Hardware-Mechanismen realisiert. Weitere Funktionen In den nachfolgenden CPU-Generationen wurden weitere Funktionen hinzugefügt: Die Modelle des i486DX haben einen mathematischen Koprozessor bereits integriert, zusätzlich wurde ein Cache auf den Chip integriert (die Budget-Version i486 SX wurde mit deaktiviertem Koprozessor gefertigt). Außerdem wurde die Ausführungseinheit nach dem Fließbandprinzip aufgebaut, genannt Prozessor-Pipeline, was den Befehlsdurchsatz deutlich erhöht. Mit dem Pentium wurde eine zweite Ausführungseinheit der Architektur hinzugefügt. Diese nun parallelen Ausführungseinheiten, genannt Pipelines U und V, ermöglichen superskalare Programmausführung über Out-of-order execution des Prozessors. Beim Pentium MMX wurden Befehle hinzugefügt, die mehrere ganzzahlige Daten gleichzeitig bearbeiten (SIMD) – dies ist vor allem für Multimedia-Daten sinnvoll. MMX steht für , besonders vom Marketing aber auch häufig tituliert. Mit dem Pentium III wurden die SIMD-Befehle erweitert, um auch Gleitkommazahlen bearbeiten zu können (/SSE). Beginnend mit den Prescott-Modellen der Xeon-/Pentium-4-Reihe erhalten die Prozessoren eine Erweiterung um einen 64-Bit-Modus (Intel 64, früher auch EM64T genannt), der weitgehend dem AMD64-Modus der Opteron- und Athlon-64-CPUs von Mitbewerber AMD entspricht. Siehe auch x86-Prozessor x64 (auch x86-64) Itanium-Architektur bzw. IA-64 ( – nicht x86-kompatible 64-Bit-Architektur von Intel) Liste der Mikroprozessoren von Intel Liste von Mikroprozessoren Weblinks IA-64- und IA-32-Handbücher von Intel (PDF, englisch) Einzelnachweise Prozessorarchitektur nach Befehlssatz Intel-Prozessor IA32
Seite: Zurück 1, 2, 3, 4 ... 133, 134, 135, 136, 137 ... 149, 150, 151, 152 Weiter Dabei seit: 07.04.2002 Ort: - Alter: 76 Geschlecht: Verfasst Do 01.04.2004 11:09 Titel pseudoheld hat geschrieben: Da wir eh noch keinen Produzenten haben sehe ich das ganze noch eher als PDF-Magazin. Sollte niemend Bock haben unser Buch (oder zugegebenermaßen Heftchen) zu produzieren, wird das wenigstens n obergeiles PDF-Magazin. Die Deadline und hartes Durchgreifen vom Ike muss einfach sein, sonst wird das ein verschlafenes nerwerending Projekt. würde man wirklich ein pdf magazin machen, gäbs ja viele viele möglichkieten da was richtig gutes drumrum zu machen. website, posterdownload...etc... das hätte sogar nen überschaubaren aufwand. Threadersteller Dabei seit: 31.03.2003 Ort: in der Wüste Alter: 38 Geschlecht: Verfasst Do 01.04.2004 11:19 Titel das nette und sehr schicke werk hat genau eine impressumseite, daneben eine platzhalterseite. dann kommen 3 doppelseiten mit text und dann 44 DS mit grafiken. und es ist ein amazon.de hat geschrieben: ? "Jetzt lassen sich die schönsten Kreationen von den besten Insider-Gestaltern ganz in Ruhe bestaunen!" (Max 1/9 - "Netter Querschnitt durch das heimische Flugzettelgestalterwesen" (Groove Dez./Jan. 9 - "Ein Buch, das den fliegenden Kunstwerken ein Denkmal setzt!" kann man sich natürlich drüber streiten. will aber gar nicht. natürlich sieht es eher wie ein magazinbüchlein aus aber es wurde produziert und vertrieben. pseudo hat geschrieben: Sollte niemend Bock haben unser Buch (oder zugegebenermaßen Heftchen) zu produzieren, wird das wenigstens n obergeiles PDF-Magazin. im moment ist es ein geiles PDF - in der tat. das war mein allererstes ziel. nach pdf dann EVTL.!!! ein buch. wenn output stimmt und alles klar geht wegen organisation und so. und jetzt wollen wir mal die leutchen beim namen nennen die mich/uns im stich gelassen haben. klar und deutlich gesagt: tigger Happosai El zeratulo Eisdealer Mirco Bonestruca Niffi Reddenz Bulboeas Dominic Shakadi Mattz gtz Lowtechmatt alesch sotek Xaven DooH nils_p Nam-x beeviZ dwanborgir desert cecilia out joanoe incmik_mp da wären wir bei weiteren 27 doppelseiten =60 DS und das wäre schon ein netter inhalt ... lowtechmatt lass ich mal in klammern stehen denn da kommt evtl noch was. + die flitzpiepen (3 an der zahl) die sich durch klauen disqualifiziert haben. V$ hat geschrieben: würde man wirklich ein pdf magazin machen, gäbs ja viele viele möglichkieten da was richtig gutes drumrum zu machen. website, posterdownload...etc... das hätte sogar nen überschaubaren aufwand. superideen die hier aufgezeigt werden. ich sehe es ist doch noch nicht hoffnungslos Zuletzt bearbeitet von Orkan-Ike am Do 01.04.2004 11:22, insgesamt 1-mal bearbeitet Anzeige Dabei seit: 18.04.2002 Ort: Düsseldorf Alter: 39 Geschlecht: Verfasst Do 01.04.2004 11:33 Titel mann könnte jedem teilnehmer eine profildoppelseite noch voranstellen . mit bild und selbstgetipperten text. übe gott und die welt. aber wurde glaub ich auch schon vorgeschlagen. Dabei seit: 14.02.2004 Ort: NIC Alter: 31 Geschlecht: Verfasst Do 01.04.2004 11:49 Titel mmh orkan ike. ich hab unglaublich bock in das buch zu kommen. da du sagst dass dich 33 leute im stich gelassen haben ( ) wäre doch noch platz für ne doppelseite von mir oder? der namensthreat dauert noch 3 wochen also hätte ich theoretische 2 wochen um was fertig zu machen was in das buch kommen soll. wenn du mir sagst, dass das in ordnung geht, fange ich damit an und bastle noch was hübsches dazu. wenn nicht bin ich unendlich traurig ( ) und werde mir das aber trotzdem kaufen. sind ja grösstenteils sehr geile sachen drin. ist das format und alles noch das selbe geblieben? Dabei seit: 06.02.2003 Ort: bln Alter: 34 Geschlecht: Verfasst Do 01.04.2004 11:50 Titel erstens nochma nen dickes lob an den orki, weil von den mgf projekten die ich hier bis jetze gesehen habe is das richtig weit gekommen und das nur dank dem hinterhersein vom ork ... zweitens war ich ja jetzt auch nich so der pünktlichste weshalb ichs auch nich ganz falsch fänd nochmal ne zweite runde ein- zuholen, aber wenn das nochn paar monate läuft wird wohl keiner mehr mit seim alten werk zufrieden sein... website find ich ne richtig gute idee, über die liesse sich sicher später auch der vertrieb recht gut regeln. ich finde das pdf hat so einige ziemlich pralle sachen drin, und da sollte man definiv nochn bisschen versuchen was rauszureissen. es sind allerdings wirklich nochn bisschen wenig sachen, 20 stk mehr und es is entgültig ne runde geschichte. fallste noch hilfe bei irgendwas brauchst schick ma pn, ork undn cover vorschlag kömmt von mir auch noch... / zur pdf verlinkung guck ma hier und nochmal das hier allgemein zu javaScript in pdfs... Dabei seit: 15.01.2003 Ort: - Alter: 37 Geschlecht: Verfasst Do 01.04.2004 11:54 Titel Für ein PDF-Magazin reichen die Seiten schonma aus. In 2 Monaten würde dann das zweite kommen usw. Dann hätten die Leute die jetzt noch Bock bekommen haben ne Chance und genügend Zeit was zu machen. Dabei seit: 07.04.2002 Ort: - Alter: 76 Geschlecht: Verfasst Do 01.04.2004 12:05 Titel pseudoheld hat geschrieben: Für ein PDF-Magazin reichen die Seiten schonma aus. In 2 Monaten würde dann das zweite kommen usw. Dann hätten die Leute die jetzt noch Bock bekommen haben ne Chance und genügend Zeit was zu machen. oder so. dann könnte man schonmal layouts für ne website erstellen bzw. hier vorstellen. Dabei seit: 28.01.2003 Ort: Augsburg Alter: - Geschlecht: Verfasst Do 01.04.2004 20:46 Titel [quote="Orkan-Ike Moment ah moi, sry ich hätt dich nicht im stich lassen wollen tun und so und will mich auch net rechtfertigen, aber ich hatte da ziemlich viel stress mit meinem Praktikumsbetrieb der mich jetzt anzeigen will Hat a aba pech. Denn isch habe die macht Ne aba mal im Ernst. Sry hatte echt viel stress Umsetzung der Buchgrafiken ins Layout - (Aus)Selektierung Willkommen im Club Optik Plakat Buttons, erster Entwurf - Feedback willkommen! Mal Paar neue arbeiten von Betz-Art.de, Herzlich Willkommen Webdesign - Kommentare pseudobrain.de - Kommentare? Seite: Zurück 1, 2, 3, 4 ... 133, 134, 135, 136, 137 ... 149, 150, 151, 152 Weiter
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q-de-2201
Was ist die Bedeutung von IA-32 in Bezug auf die x86-Prozessorarchitektur?
Als IA-32, eine Abkürzung für „,“ bezeichnet Intel die Architektur des x86-Prozessors ab dem 80386, ursprünglich als 32-Bit-Architektur. Mit der Befehlssatzerweiterung x64 ist jedoch auch die 64-Bit-x86-Architektur inkludiert. x86 ist die generelle Bezeichnung für die Prozessorarchitektur, die mit dem 8086-Prozessor von Intel 1978 als 16-Bit-Architektur begründet wurde. Mit dem 80386 wurde 1985 von Intel eine Erweiterung des Befehlssatzes auf 32-Bit eingeführt, weshalb für 80386-kompatible Mikroprozessoren auch oft die Bezeichnung i386 verwendet wird bzw. retronym IA-32. Ab 1999 wurde von AMD an der Erweiterung des Befehlssatzes auf 64-Bit gearbeitet, anfangs unter der Bezeichnung x86-64, die 2003 als AMD64 und 2005 von Intel als Intel 64 eingeführt wurde. Auch diese nunmehr oft als x64 bezeichnete Erweiterung des Befehlssatzes zählt zur „.“ Die x86-Befehlssatzarchitektur wird von Intel und AMD weiterentwickelt. Itanium Mit der Neuentwicklung des Itanium-Prozessors von Intel und Hewlett-Packard, die 2001 auf den Markt kam, wollte Intel die zu x86 bzw. IA-32 inkompatible Itanium-Architektur einführen. Diese wurde von Intel auch „“ bezeichnet, da Intel die neue Architektur als die Nachfolge für die damals 32-Bit-x86-Architektur ansah. IA-64 (Itanium) setzte sich jedoch nicht durch, auch deshalb nicht, weil die Architektur als Neuentwicklung nicht x86-kompatibel ist und somit nicht zur IA-32-Architektur mit i386-Befehlssatz zählt, die durch viele Hersteller implementiert wurde. Da x86 seit den 1980er Jahren die weltweit am weitesten verbreitete Prozessorarchitektur für Personal Computer war, gab es eine Vielzahl an bestehenden Programmen, die für den Itanium-Prozessor neu programmiert werden mussten – oder: hätten programmiert werden müssen. Als AMD 2003 die 64-Bit-Erweiterung AMD64 für die bestehende x86-Architektur (IA-32) einführte, wurde diese auf Anhieb vom Markt erfolgreich angenommen, unter anderem gerade deswegen, weil bestehende x86-Programme unverändert darauf liefen. Intel musste 2005 notgedrungen nachziehen und implementierte mit Intel 64 eine zu AMD64 kompatible 64-Bit-Erweiterung für die x86-Architektur „IA-32,“ was die „“ zu einer 64-Bit-Architektur macht. Um Verwirrung zu vermeiden wird 64-Bit-x86 auch mit x64 (in Anlehnung an x86) bezeichnet. IA-64 hingegen steht für die Itanium-Architektur, die zwar auch eine 64-Bit-Architektur ist, die aber nicht zum x86-Befehlssatz „IA-32“ (80x86, i386, x64) kompatibel ist. Architekturmerkmale Die IA-32-Architektur ist eine Weiterentwicklung der 16-Bit-Architekturen von Intels 8086- und 80286-Prozessoren. Alle Register, einschließlich der Adressregister, wurden in dieser Architektur auf 32 Bits erweitert. Die Anzahl der Register blieb gleich. Die Mnemonic der erweiterten Register wurden mit einem vorangestellten E, für extended (deutsch: erweitert), gekennzeichnet, beispielsweise EAX (32-Bit) von zuvor AX (16-Bit). Um Abwärtskompatibilität zu erzielen wurden die 32-Bit-Register als Erweiterung der 16-Bit-Register der 80286-Architektur realisiert, sodass unter der Bezeichnungen für die 16-Bit-Register auf die unteren 16-Bit der 32-Bit-Register weiterhin zugegriffen werden kann: beispielsweise liefert AX auf die unteren 16-Bit des 32-Bit-EAX-Registers. Der Adressbus ist 32 Bits breit und demzufolge ist die Adressierbarkeit auf 4 GB (physikalischer Adressraum) begrenzt. Ausnahmen sind der 80386SX, welcher nur einen 24-Bit-Adressbus besaß. Ab dem Pentium Pro wurde mittels PAE eine Adresserweiterung auf 36 Bits erzielt, bei späteren Generationen sogar mehr, z. B. 40 Bits beim AMD K8. Mit 36 Bits lassen sich 64 GiB adressieren, sodass unter einer 32-Bit-Umgebung mit Einschränkungen mehr als 4 GiB genutzt werden können, wenn vom Betriebssystem PAE umgesetzt wird. Beispielsweise nutzt Linux die PAE-Erweiterung automatisch, wenn diese vom Prozessor unterstützt wird – bei neueren Distributionen ist PAE sogar Voraussetzung, da sich damit auch das NX-Bit nutzen lässt. Unter 32-Bit-Versionen von Windows von Microsoft hingegen wurde PAE wegen Kompatibilitätsproblemen mit bestehenden Treibern nicht genutzt, sodass 32-Bit-Windows-NT auf 4 GiB Arbeitsspeicher beschränkt ist. Mit der 64-Bit-Befehlssatzerweiterung x64 wurde IA-32 zu einer 64-Bit-Architektur weiterentwickelt, wobei auch die Anzahl der Register verdoppelt wurde. Im neuen Betriebsmodus sind sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Submodi vorhanden, sodass auch 32-Bit-Software von der doppelten Anzahl an Registern profitieren kann (x32). Nomenklatur „“ bzw. abgekürzt „IA-32“ bezeichnete ursprünglich nur die 32-Bit-x86-Architektur des 80386 und seiner Nachfolger, denn damals waren diese allesamt 32-Bit-Prozessoren. Problematisch wird die von Intel gewählte Bezeichnung erst mit der 64-Bit-Erweiterung x64 – denn diese zählt als Weiterentwicklung und Erweiterung zu IA-32, zu der x64 voll kompatibel ist. Retronym finden sich zur genaueren Unterscheidung daher auch die Bezeichnungen x86-32 für die 32-Bit- und x86-64 für die 64-Bit-x86-Architektur. Die von Intel und HP entwickelte Itanium-Architektur, auch mit „“ bzw. abgekürzt „IA-64“ bezeichnet, ist keine x86-Architektur. Es besteht jedoch die Gefahr der Verwechslung mit „x64“, der 64-Bit-x86-Architektur, die eine Erweiterung von IA-32 ist. Zur Unterscheidung findet sich dennoch oft IA-32 (auch als „IA32“ oder „ia32“) für die 32-Bit-x86-Architektur bzw. x64 (oder amd64, „x86-64“ oder „x86_64“) für die 64-Bit-x86-Architektur. Beispiele dafür sind u. a. diverse Betriebssysteme, so unterscheidet etwa Slackware zwischen „ia32“ (32-Bit-x86) und „x64_64“ (64-Bit-x86), oder auch UEFI-Bootloader auf Wechseldatenträgern (32-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\BootIA32.efi, 64-Bit-EFI auf x86: \EFI\Boot\Bootx64.efi). Betriebsarten Neben dem Real Mode, in dem kompatibel zum 16-Bit-Intel-8086 der konventionelle Arbeitsspeicher und der obere Speicherbereich, das ist der erste, untere Megabyte des Arbeitsspeichers, ohne Beschränkung über Offset und Segment angesprochen werden kann, kennt die zwei bzw. drei weitere Betriebsarten: , der bis zu 4 GB Speicher durchgängig (linear) adressieren kann und einen hardwareseitigen Speicherschutz garantiert (über die Virtuelle Speicherverwaltung der MMU), was Multitasking-/Multiuser-Betriebssysteme mit präemptivem Multitasking ermöglicht. (SMM), welcher für die Leistungsreduktion und Hersteller-spezifische Eigenschaften eingesetzt wird. Der SMM läuft in einem separaten Arbeitsspeicher ab, sodass laufende Prozesse und Betriebssysteme nicht beeinflusst werden. Bei 64-Bit-x86-Prozessoren kommt zusätzlich der (AMD) bzw. der (Intel) hinzu, der die zwei Submodi und bereitstellt. (Siehe x64#Betriebsmodi.) Als Option des (32-Bit) existiert außerdem der , der ein oder mehrere -Programme ausführen kann – dies wurde zur Ausführung von MS-DOS-kompatiblen Programmen unter 32-Bit-Betriebssystemen benötigt und war wichtig für eine schonende Migration von DOS zu moderneren Betriebssystemen. Seit der Umstellung auf 64-Bit spielt der keine sehr große Rolle mehr, da MS-DOS-kompatible Programme nur noch relativ wenig genutzt werden oder aber auf 64-Bit-Betriebssystemen ohnehin vollständig emuliert werden (müssen). Protected Mode: Virtuelle Speicherverwaltung und Speicherschutz Virtuelle Speicherverwaltung Die neue Virtuelle Speicherverwaltung ist primär für den Multitasking-Betrieb ausgelegt (). Mittels (MMU) können mehrere Programme im Speicher konfliktfrei quasi-gleichzeitig ausgeführt werden. Hierzu wird jedes Programm in einem (virtuellen) Speicherraum ausgeführt in dem es alleine existiert und damit nicht mit anderen Programmen in Speicherzugriffskonflikte kommen kann, so dass Speicherschutz erzielt wird (z. B. "Programm A überschreibt irrtümlich bei Programm B eine Variable im Speicher" kann nicht mehr auftreten). Dies erreicht die MMU über eine Tabelle (TLB) in der für die zuletzt lokalisierten virtuellen Adresse aller Programme die echte physikalische Adresse eines Speicherblocks vermerkt ist. Bei jedem Zugriff (Speicher anfordernd, schreibend oder lesend) wird, transparent für Programme und Programmierer, auf eine eindeutige physikalische Adresse umgelenkt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Speicherfragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr auftreten kann. Durch die Adressumsetzung kann die MMU fast beliebig zerstückelten physikalischen Speicher als durchgängig zugreifbaren Block virtuellen Speichers dem Programm präsentieren. Dies ist ein effektiver Mechanismus, so lange die Größe des physikalischen Speichers deutlich kleiner ist als die des virtuellen Adressraums (4 GByte). Durch die kontinuierlich fallenden RAM-Speicherpreise ist dies inzwischen nicht mehr gegeben; der virtuelle Speicherraum kann die Fragmentierung des physikalischen Speichers nicht mehr immer kaschieren, da er nun selbst zu stark fragmentiert sein kann. Virtuelle Adressübersetzung Die IA-32-Architektur verwendet eine 48 Bit breite segmentierte logische Adresse, welche zu 16 Bit aus Selektor und zu 32 Bit aus Offset besteht. Durch die Segmentierung wird die logische Adresse in eine lineare 32-Bit-Adresse übersetzt und kann anschließend durch den Paging-Mechanismus in eine physische 32-Bit-Adresse übersetzt werden. Wird Paging vom System nicht eingesetzt, so ist die lineare 32-Bit-Adresse die physische Adresse. Schutzfunktionen durch die Virtuelle Speicherverwaltung Die MMU enthält vier zentrale Systemregister GDTR (), IDTR (), LDTR () und TR (). Damit werden die Schutzmechanismen realisiert. Die IA-32 Architektur enthält für den Multitasking/Multiuser-Betrieb die folgenden fünf Schutzfunktionen: Typ-Check Limit-Check Zugriff auf Daten Kontroll-Transfer Instruction-Check Diese Schutzfunktionen werden mit verschiedenen Hardware-Mechanismen realisiert. Weitere Funktionen In den nachfolgenden CPU-Generationen wurden weitere Funktionen hinzugefügt: Die Modelle des i486DX haben einen mathematischen Koprozessor bereits integriert, zusätzlich wurde ein Cache auf den Chip integriert (die Budget-Version i486 SX wurde mit deaktiviertem Koprozessor gefertigt). Außerdem wurde die Ausführungseinheit nach dem Fließbandprinzip aufgebaut, genannt Prozessor-Pipeline, was den Befehlsdurchsatz deutlich erhöht. Mit dem Pentium wurde eine zweite Ausführungseinheit der Architektur hinzugefügt. Diese nun parallelen Ausführungseinheiten, genannt Pipelines U und V, ermöglichen superskalare Programmausführung über Out-of-order execution des Prozessors. Beim Pentium MMX wurden Befehle hinzugefügt, die mehrere ganzzahlige Daten gleichzeitig bearbeiten (SIMD) – dies ist vor allem für Multimedia-Daten sinnvoll. MMX steht für , besonders vom Marketing aber auch häufig tituliert. Mit dem Pentium III wurden die SIMD-Befehle erweitert, um auch Gleitkommazahlen bearbeiten zu können (/SSE). Beginnend mit den Prescott-Modellen der Xeon-/Pentium-4-Reihe erhalten die Prozessoren eine Erweiterung um einen 64-Bit-Modus (Intel 64, früher auch EM64T genannt), der weitgehend dem AMD64-Modus der Opteron- und Athlon-64-CPUs von Mitbewerber AMD entspricht. Siehe auch x86-Prozessor x64 (auch x86-64) Itanium-Architektur bzw. IA-64 ( – nicht x86-kompatible 64-Bit-Architektur von Intel) Liste der Mikroprozessoren von Intel Liste von Mikroprozessoren Weblinks IA-64- und IA-32-Handbücher von Intel (PDF, englisch) Einzelnachweise Prozessorarchitektur nach Befehlssatz Intel-Prozessor IA32
MOA-SPSS 3.0.0-RC1 MOA-SPSS 3.0.0-RC1 was released. In MOA-SPSS 3.0.0-RC1 most of the underlying signature verification libraries were exchanged to support form validation of CAdES, XAdES and PAdES signatures with MOA-SPSS. The certificate store format is different from version 3.0.0 onwards, but is automatically converted to the new format. In case of a failed update, administrators should create a backup of the currently used certificate store. https://joinup.ec.europa.eu/software/moa-spss/asset_release/moa-spss-300-rc1 EGIZ Inside Out am 06.06.2016 Wir laden Sie zu einer zweistündigen Veranstaltung mit den Experten des E-Government Innovationszentrums ein, um über aktuelle Themen, Innovationen und Forschungsergebnisse in den Bereichen E-Government und IT-Sicherheit zu diskutieren. Ort: Bundeskanzleramt, Dachfoyer, Wir bitten Sie Ihre Anmeldung bis zum 31.05.2016 an folgende e-Mail Adresse zu senden: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. MOA-ID 3.1.0 Release veröffentlicht MOA-ID 3.1.0 wurden veröffentlicht. Mehrere virtuelle IDP Instanzen je deployer MOA-ID Instanz möglich (unterschiedliche Entity-IDs je virtueller Instanz) Anpassung der von MOA-ID verwendeten PVP 2.x EntityID (entspricht nun SAML2 'well-known-location' method) Überarbeitung der grafischen Oberflächen (Konfigurationstool, BKU-Auswahl, ...) Inkludierung der neuen Logos für Karte und Handy-Signatur Sicherheitsupdates, Fehlerkorrekturen und Bibliotheksupdates Digitalstaatssekretärin Steßl: Österreich ist mit neuer Handy-Signatur App Vorreiter in Europa "Mit der Handy-Signatur haben wir ein sehr innovatives, sicheres Instrument zur eindeutigen Identifizierung in der digitalen Welt. Gerade durch die immer stärker werdende Kriminalität im Internet sind die Argumente für die kostenfreie Handy-Signatur so überzeugend, dass wir mittlerweile über 640.000 aktive Signaturen haben. Mit der neuen App gehen wir einen technologischen Schritt weiter" sagt Staatssekräterin Sonja Steßl bei der Pressekonferenz am Montag 18. April 2016 "Handy-Signatur – der sichere digitale Ausweis. Jetzt auch als App" Total vernetzt und trotzdem sicher - Podiumsdiskussion 4.4. Kunsthaus Graz Podiumsdiskussion "Total vernetzt und trotzdem sicher" Im Kunsthaus Graz widmen wir uns am 4.4.2016 im Rahmen einer Podiumsdiskussion dem Thema Datenschutz und Datensicherheit in einer zusehends mehr und mehr vernetzten Welt. Total vernetzt und trotzdem sicher – Leben und arbeiten in einer informatisierten Welt 4.4.2016, 19:00 Uhr Mehr Information unter: https://www.tuv.at/tuev-austria-gruppe/events/
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Was ist Inflation und wie wird sie definiert?
Inflation, auch Preissteigerungsrate oder Teuerung, bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Steigt das allgemeine Preisniveau, kann jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen kaufen (Verteuerung). Folglich spiegelt die Inflation eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit wider – ein realer Wertverlust des Zahlungsmittels. Das Gegenteil von Inflation ist Deflation, ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Das übliche Maß für die Inflation ist die Inflationsrate, die annualisierte prozentuale Veränderung eines allgemeinen Preisindexes, normalerweise eines Verbraucherpreisindexes, im Zeitverlauf. Es ist ökonomischer Konsens, dass sowohl Deflation, als auch sehr hohe Inflationsraten und Hyperinflation schädlich sind. Heute befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und konstante Inflationsrate. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen Inflation) verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich im Abschwung schneller anzupassen, und verringert das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die geldpolitische Stabilisierung der Wirtschaft verhindert. Die Aufgabe, die Inflationsrate niedrig und stabil zu halten, wird in der Regel den Zentralbanken übertragen. Sie sollen die Inflationsrate durch Geldpolitik steuern. Dazu nutzen Zentralbanken verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik, die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken, sowie Kommunikationsstrategien wie Forward guidance. Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an. Die Ansichten darüber, welche Faktoren niedrige, moderate oder gar sehr hohe Inflationsraten bestimmen, sind unterschiedlich. Es ist ein aktuelles Forschungsthema der Makroökonomie. Eine niedrige oder moderate Inflation kann auf Schwankungen der realen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder auf Veränderungen des verfügbaren Angebots, beispielsweise bei Knappheiten, zurückgeführt werden. Außerdem können die Inflationserwartungen der ökonomischen Agenten einen wesentlichen Einfluss haben. Inflation beeinflusst Ökonomien auf verschiedene Weisen. Zu den Effekten gehört ein Anstieg der Opportunitätskosten für das Halten von Geld, was Sparen unattraktiver macht und Verschuldung oder Konsum begünstigt. Es kann bei hoher Inflation sogar zu Knappheit kommen, da die Verbraucher aus Sorge vor einem weiteren Preisanstieg Güter horten. Zu den positiven Effekten einer stabilen niedrigen Inflation zählt die Vermeidung von Ineffizienzen, die mit einer Deflation einhergehen. Definition Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Historisch bedeutete Inflation dabei einen spezifischen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Handelsbedarf. Heute verwenden Ökonomen den Begriff Inflation ausschließlich, um sich auf steigende Preisniveaus zu beziehen. Eine Zunahme der Geldmenge kann als monetäre Inflation bezeichnet werden, um sie von steigenden Preisen zu unterscheiden, die der Übersichtlichkeit halber als Preisinflation bezeichnet werden. Ökonomen sind sich einig, dass die Preisinflation auf lange Sicht mit einer Erhöhung der Geldmenge zusammenhängt. Kurz- und mittelfristig können aber andere Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen. Inflation bezieht sich auf die allgemeine Preisentwicklung, nicht auf Änderungen bestimmter Preise. Kaufen Konsumenten beispielsweise mehr Gurken als Tomaten, werden Gurken teurer und Tomaten billiger. Diese Veränderungen sind jedoch keine Inflation – sie spiegeln lediglich eine Veränderung in den Präferenzen der Konsumenten wider. Das Wort Inflation stammt aus dem Lateinischen: das Substantiv „inflatio“, bedeutet „Sichaufblasen“ und stammt vom Verb „flare“ ab, was „blasen“ bedeutet. Andere Begriffe der Wirtschaftswissenschaft im Zusammenhang mit Inflation sind: Deflation – ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus Disinflation – ein Rückgang der Inflationsrate Hyperinflation – eine außer Kontrolle geratene Inflationsspirale Stagflation – eine Kombination aus Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit Reflation – ein Versuch, das allgemeine Preisniveau anzuheben, um einem Deflationsdruck entgegenzuwirken Vermögenspreisinflation – ein allgemeiner Anstieg der Preise von finanziellen Vermögenswerten, wie Aktien, Immobilien oder Gold, ohne einen entsprechenden Anstieg der Preise von Gütern oder Dienstleistungen Messung Da die Inflation als allgemeiner Anstieg des Preisniveaus definiert wird, hängt die Messung der Inflation davon ab, wie das allgemeine Preisniveau bestimmt ist. Es existieren dabei verschiedene mögliche Maßzahlen für das Preisniveau. Benötigt wird ein breiter Preisindex, der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen in der Wirtschaft abbildet. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCEPI) und der BIP-Deflator sind einige Beispiele für solche breiten Preisindizes. Die EZB verwendet zur Messung der Inflation der Eurozone den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt festgesetzt wird. Außerdem werden die Kostenänderungen zum Erwerb von typischen nationalen Konsumbündeln auf das Niveau der Eurozone aggregiert. Neben dieser Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften auch der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen. Warenkorb Verbraucherpreisindizes basieren anders als der BIP-Deflator auf einem repräsentativ ausgewählten Warenkorb. Auf Grundlage dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Kosten der Waren und Dienstleistungen und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat ermittelt in Deutschland das Statistische Bundesamt, in Österreich die Statistik Austria und in der Schweiz das Bundesamt für Statistik die Preissteigerungen und veröffentlicht sie. Messungen der Inflation mittels Warenkörben nehmen implizit an, dass sich das Konsumentenverhalten über definierte Zeiträume nicht verändert. Daher könne sich eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Inflation und der gemessenen Inflation ergeben. Abrupte Änderungen im Konsumentenverhalten können die Inflationsmessung ebenfalls gewichtungsbedingt verzerren. Das hat sich beispielsweise in der COVID-19-Pandemie gezeigt, als aufgrund der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen zahlreiche Waren und Dienstleistungen nicht mehr konsumiert werden konnten und der Warenkorb damit nicht mehr repräsentativ für den Konsum während der Krise war. Weiterhin müssen Qualitätsveränderungen der beobachteten Produkte im Zeitverlauf betrachtet werden. So unterliegen z. B. IT-Produkte einem großen technischen Fortschritt, weshalb die Qualitätsverbesserungen in der Inflationsmessung berücksichtigt werden müssen. Andererseits können Hersteller statt einer Preiserhöhung auch eine Qualitätsverschlechterung des Produktes durchführen, indem etwa die Verpackungsgröße bei gleichem Preis verkleinert wird. Diese und andere Qualitätsveränderungen müssen daher für eine korrekte Inflationsmessung erfasst werden. Daher wenden Statistikbehörden wie das Statistische Bundesamt Methoden zur Qualitätsbereinigung an. Das sind verschiedene statistische Methoden, die sicherstellen sollen, dass trotz qualitativen Veränderungen der Produkte des Warenkorbs "Gleiches mit Gleichem" verglichen wird. In der deutschen Preisstatistik werden unter anderem folgende Methoden zur Qualitätsbereinigung angewendet: Direkter Preisvergleich (Direct Price Comparison) Mengenbereinigung (Package Size Adjustment) Expertenurteil (Judgmental quality adjustment) Hedonische Techniken (Hedonics) Preisänderung interpretiert als reine Qualitätsänderung (Price change taken as quality change) Internationale Studien zeigen, dass die mit Warenkörben ermittelte Inflation systematisch zu hoch liegt. Kernrate Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind. Gefühlte Inflation Gefühlte Inflation bezeichnet die von einigen Konsumenten subjektiv wahrgenommene Inflation, gegenüber der real gemessenen Inflationsrate. Ein Grund für mögliche Abweichungen der gefühlten Inflation zur gemessenen Inflation ist die Tatsache, dass im Warenkorb, der zur Inflationsmessung herangezogen wird, sowohl Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) als auch langlebige Konsumgüter (z. B. Autos) enthalten sind. Daher können die Produkte in Auswahl oder Gewichtung nicht mit jedem individuellen Konsumenten bzw. jeder individuellen Konsumentengruppe übereinstimmen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als die für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als langlebiger Konsumgüter. Auch Preissteigerungen von meist automatisch abgebuchten Zahlungen wie Miete, Versicherungen, Energie und Wasser werden geringer wahrgenommen als bei anderen Gütern. Die moderne Verhaltensökonomik erklärt das Phänomen als kognitive Verzerrung, genauer gesagt als Bestätigungsfehler. Teuro Das Phänomen der gefühlten Inflation wurde insbesondere nach der Einführung des Euro in Deutschland und Österreich breit diskutiert. Dabei kam es nach Umfragen in der deutschen Bevölkerung zu Abweichungen von den statistisch ermittelten Inflationsraten. Aus diesem Grund hat Hans Wolfgang Brachinger in einem gemeinsamen Projekt mit dem Statistischen Bundesamt den Index der wahrgenommenen Inflation für Deutschland berechnet. Es konnte dabei gezeigt werden, dass die wahrgenommene Inflation (gemessen mit Hilfe des Indexes der wahrgenommenen Inflation) bei der Euro-Bargeldeinführung deutlich höher lag als die gemessene Inflationsrate. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Produktkategorien wie Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen relativ höheren Preisanstieg hatten als Produktkategorien wie Computer, Autos oder Pauschalreisen. Eine weitere Erklärung für die gefühlte Abweichung kann auch die schwache Lohnentwicklung sein, die unterhalb der Inflationsrate lag. Die Nettolöhne in Deutschland waren in den 10 Jahren nach Euro-Einführung leicht rückläufig. Die Kaufkraft ist also real gesunken. Auch in Österreich zeigt sich ein Rückgang der Kaufkraft. Effekte Allgemein Inflation spiegelt die Abnahme der Kaufkraft einer Währung wider. Das heißt, wenn das allgemeine Preisniveau steigt, kann jede Währungseinheit insgesamt weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Man unterscheidet dabei zwischen erwarteter und unerwarteter Inflation. Die Effekte der Inflation können davon abhängen, ob es erwartete oder unerwartete Inflation ist. Erwartete Inflation kann von rationalen Akteuren bereits in ökonomische Handlungen und Prognosen integriert werden. Gewerkschaften führen Lohnverhandlungen in Abhängigkeit von der erwarteten Inflationsentwicklung. Unternehmen gestalten die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Inflation. Das ist jedoch kurz- und mittelfristig davon abhängig, inwiefern Starrheiten bei Löhnen und Preisen existieren. Diese können dann nicht sofort an die Inflationserwartungen angepasst werden. Schuldner, die zum Beispiel Schulden mit einem festen Nominalzins haben, erhalten mit steigender Inflationsrate eine Senkung ihres „realen“ Zinssatzes. Der Realzins eines Kredits ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Banken und andere Kreditgeber passen sich dem Inflationsrisiko an, indem sie entweder eine Inflationsrisikoprämie für festverzinsliche Kredite verlangen, oder Kredite mit einem variablen Zinssatz vergeben. Lediglich ein unerwarteter Anstieg der Inflationsrate über die bereits eingepreiste Risikoprämie hinaus würde zu realem Zinsgewinn führen. Negativ Hohe oder unerwartete Inflation gilt als schädlich für die Ökonomie. Sie führt zu Ineffizienzen auf dem Markt und erschwert es Konsumenten und Unternehmen langfristig zu planen. Inflation kann die Produktivität beeinträchtigen, da Unternehmen gezwungen sind, eigene Ressourcen weg von Produkten und Dienstleistungen zu verlagern, um sich auf die Steuerung der Inflation zu konzentrieren. Unsicherheit über die zukünftige Kaufkraft des Geldes führt dazu, dass nominale Vermögenswerte wie Spareinlagen und Anleihen unattraktiver werden, da diese im Falle einer Inflation an Wert verlieren. Dies führt zu höheren Risikoprämien, da Investoren eine Absicherung gegen das eingegangene Inflationsrisiko fordern. Die Folge sind höhere Zinsen, was die Investitionstätigkeit senkt. Bei hoher Inflation wird die Kaufkraft von Personen mit fixem Nominaleinkommen, zu Personen mit variablem Einkommen umverteilt, da deren Einkommen mit der Inflation besser Schritt halten können. Diese Umverteilung der Kaufkraft findet auch zwischen internationalen Handelspartnern statt. Wenn feste Wechselkurse bestehen, führt Inflation dazu, dass sich die Importe aus diesem Währungsraum verteuern. Dies kann sich auf die Handelsbilanz auswirken. Bei flexiblen Wechselkursen führt unerwartete Inflation zu erhöhter Volatilität der Wechselkurse, was sich negativ auf den Handel auswirken kann. Horten Die Menschen kaufen langlebige und/oder nicht verderbliche Waren und andere Güter als Vermögensaufbewahrung, um die erwarteten Verluste durch die sinkende Kaufkraft des Geldes zu vermeiden, die zu einer Verknappung der gehorteten Güter führen. Soziale Unruhen Hohe, nicht durch höhere Löhne hervorgerufene Inflation kann zu massiven Demonstrationen und Revolutionen führen. Die Inflation und insbesondere die Nahrungsmittelinflation wird beispielsweise als einer der Hauptgründe für die Revolution in Tunesien 2010/2011 und die Revolution in Ägypten 2011 angesehen. Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali wurde gestürzt, auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde nach nur 18 Tagen Demonstrationen gestürzt, und die Proteste breiteten sich bald in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Hyperinflation Wenn die Inflation zu hoch wird, kann dies dazu führen, dass die Menschen ihre Verwendung der Währung stark einschränken, was zu einer Beschleunigung der Inflationsrate führt. Die hohe und sich beschleunigende Inflation stört das normale Funktionieren der Wirtschaft massiv und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Waren zu liefern. Hyperinflation kann dazu führen, dass die Landeswährung nicht mehr verwendet wird (z. B. in Nordkorea), was zur Einführung einer Außenwährung (Dollarisierung) führt. Allokative Ineffizienz Eine Änderung des Angebots oder der Nachfrage nach einem Gut führt normalerweise zu einer Änderung seines relativen Preises. Dies signalisiert den Käufern und Verkäufern, dass sie als Reaktion auf die neuen Preise Ressourcen neu zuteilen sollten. Aber wenn sich Preise aufgrund von hoher Inflation ständig ändern, sind Preisänderungen aufgrund echter relativer Preissignale schwer von Preisänderungen aufgrund allgemeiner Inflation zu unterscheiden. Dadurch können die Agenten nur langsam darauf reagieren. Die Folge ist ein Verlust an allokativer Effizienz. Preisanpassungskosten Bei hoher Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufig ändern, um mit den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Aber oft verursacht das Ändern von Preisen selbst wieder Kosten. So müssen Preisschilder und Verträge neu gedruckt, oder ganze Preiskalkulationen neu berechnet werden, was Ressourcen bindet. Man nennt diese Kosten Preisanpassungskosten. Positiv Arbeitsmarkt Die Nominallöhne passen sich nur langsam nach unten an. Dies kann zu anhaltenden Ungleichgewichten und hoher Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen. Da die Inflation die Reallöhne auch bei konstanten Nominallöhnen sinken lässt, ermöglicht eine moderate Inflation ein schnelleres Gleichgewicht auf den Arbeitsmärkten. Dies gilt, insofern die Löhne nicht in Lohnverhandlungen an die Inflation angepasst werden können. Liquiditätsfalle Eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge ist die Möglichkeit, die Leitzinsen festzulegen, also den Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können. Daneben gibt es die Offenmarktpolitik, d. h. Interventionen der Zentralbank auf dem Rentenmarkt, mit dem Ziel, den nominalen Zinssatz zu senken. Beide Maßnahmen sollen die allgemeinen Zinsen senken, um dadurch positive Konjunktureffekte auszulösen. Befindet sich eine Ökonomie in einer Rezession mit bereits niedrigen oder sogar null Nominalzinsen, kann die Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken, um die Wirtschaft anzukurbeln – diese Situation wird als Liquiditätsfalle bezeichnet. Diese Situation kann aber durch niedrige und konstante Inflation verhindert werden. Mundell-Tobin-Effekt Robert Mundell stellte fest, dass eine moderate Inflation die Sparer veranlassen würde, Kredite durch Spareinlagen zu ersetzen, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Diese Substitution würde dazu führen, dass die Realzinssätze für das Marktgleichgewicht sinken. Der niedrigere Realzins würde zu einer höheren Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen führen. In ähnlicher Weise zeigte James Tobin, dass eine solche Inflation Unternehmen dazu veranlassen würde, Investitionen in Sachkapital (Anlagen, Ausrüstung und Vorräte) durch Geldguthaben in ihren Vermögensportfolios zu ersetzen. Diese Substitution würde bedeuten, sich für Investitionen mit niedrigeren realen Renditen zu entscheiden. (Die Renditen sind niedriger, da bereits früher Investitionen mit höheren Renditen getätigt wurden.) Sofern die Wirtschaft nicht bereits nach Modellen der Wachstumstheorie überinvestiert, würden diese zusätzlichen Investitionen positive Effekte haben. Formen Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: akzelerierte Phase (steigende, beschleunigte) – stabilisierte (gleichbleibende) Phase – dezelerierte (abnehmende) Phase. Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Der Begriff „Inflation“ bezeichnete ursprünglich die Inflationen der frühen 1920er Jahre, die heute als schwere oder Hyperinflationen gelten. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Leichte Inflation (bis etwa 5 % Wertverlust im Jahr) hat nachfragefördernde Wirkung, da Leute ihr Geld ausgeben oder investieren wollen. Freilich verlangen sie für Investitionen immer noch eine Liquiditätsprämie, das heißt die Renditen müssen deutlich über der Inflationsrate liegen. Bei schwerer Inflation (ab rund 5 % Wertverlust im Jahr) verliert das Tauschmittel Geld seinen Wert schneller als andere Güter (zum Beispiel Immobilien, Aktien, Sachkapital allgemein) und büßt daher die Wertmaßstabsfunktion und Wertaufbewahrungsfunktion ein, stattdessen wird eine Ersatzwährung verwendet, so zum Beispiel Zigaretten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der US-Dollar in der Türkei (früher) oder Argentinien. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, überschulden sich. Besonders schwere Inflationen mit monatlichen Wertverlusten von über 50 % werden auch als Hyperinflationen bezeichnet. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Schwere Inflationen waren in der Geschichte unter anderem zu beobachten: die Preisrevolution im 16. Jahrhundert, um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (siehe Kipper- und Wipperzeit und Kursächsische Kippermünzstätten), in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat, um 1920 bis 1924 in Österreich, um 1923 in Deutschland und in Ungarn, 1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform), 1945–1946 in Ungarn (siehe Pengő) Nach den beiden Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 kam es zu relativ hohen Inflationsraten. In den 1970er Jahren trugen auch andere Faktoren zu relativ hohen Inflationsraten bei, jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien, jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien (→ Brasilianischer Real), um 1995 in Mexiko (→ Peso), um 1997 in Südostasien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise), um 2002 in Argentinien, Hyperinflation 2008/2009 in Simbabwe; nach dessen Abschaffung im Oktober 2015 hatte das Land bis 2019 keine eigene Währung mehr. Laut dem CATO Institute betrug die Hyperinflation in Simbabwe per Ende Oktober 2008 gegenüber Ende Oktober 2007 2,79 Trillionen %. Ursachen Die Geldmenge wird weithin als wichtigste Ursache für hohe Inflationen bis Hyperinflationen und langfristige Inflationsraten akzeptiert. Folglich existiert unter Ökonomen inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Inflationsrate auf lange Sicht im Wesentlichen von der Wachstumsrate der Geldmenge im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum abhängt. Kurz- und mittelfristig kann die Inflation aber außerdem durch die relative Elastizität von Löhnen, Preisen, Zinssätzen, Angebot und Nachfrage, sowie der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beeinflusst werden. Außerdem spielen die Erwartungen der ökonomischen Agenten eine wesentliche Rolle. Geldmenge Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung: . Dabei ist Geldmenge Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Preisniveau Reale Produktion An der umgestellten Gleichung bzw. an der Darstellung mit Änderungsraten kann man erkennen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn (bei Konstanz der jeweiligen beiden anderen Größen) die Geldmenge zunimmt (Geldschöpfung), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunimmt (empirische Untersuchungen zeigen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig annähernd konstant bleibt), die reale Produktion (das Handelsvolumen) sinkt. Betrachtet man alle vier Größen gleichzeitig, entsteht nach der Quantitätsgleichung Inflation () dann, wenn das Geldmengenwachstum () größer ist als die Differenz aus der Änderung des Handelsvolumens und der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit (). Die Inflation lässt sich also kurz- bis mittelfristig nicht auf eine Ausweitung der Geldmenge reduzieren, sondern es müssen ebenso die Umlaufgeschwindigkeit und die reale Produktion betrachtet werden. Der langfristige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung ist empirisch gut belegt. Auf kurze bis mittlere Sicht kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Zusammenhang kommen. Angebot Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; ) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind. Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will. Nachfrage Kommt es zur Nachfragesoginflation (), sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach Gütern derart schnell, dass die Angebotsseite nicht durch Anheben des mengenmäßigen Angebots reagieren kann und stattdessen die Preise nach den Marktgesetzen steigen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich. Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Man unterscheidet zusätzlich zwischen „hausgemachter“ und „importierter“ Nachfragesoginflation, je nachdem, ob die Nachfrage aus dem In- oder Ausland herrührt. Erwartungen Die Erwartungen der ökonomischen Agenten über zukünftige Inflationsraten sind sehr wichtig in der Ökonomie. Sie können die Inflationsraten, Zinssätze und damit die Konjunktur wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel werden Unternehmen abhängig von ihren Inflationserwartungen unternehmerische Entscheidungen, etwa über Investitionen, treffen. Konsumenten passen ihr Konsumverhalten abhängig von ihren Inflationserwartungen an. Der Kommunikation der Geldpolitik kommt somit eine Schlüsselrolle zu. Notenbanken nutzen Kommunikationsstrategien wie Forward guidance, um die Inflationserwartungen von Märkten und Konsumenten zu beeinflussen. Studien zeigen eine konjunkturstabiliserende Wirkung. Theorien Über die Ursachen der Inflation gab es historisch verschiedene Theorien. Dabei ist besonders Debatte zwischen Monetaristen und Keynesianern hervorzuheben. Diese wurden im Rahmen der neukeynesianischen Synthese zusammengeführt. Der Neukeynesianismus stellt die heute allgemein akzeptierte makroökonomische Theorie dar. Daneben gibt es heterodoxe Theorien über Inflation. Diese werden vom ökonomischen Mainstream nicht geteilt. Keynesianismus Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden (Phillips-Kurve). Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt (siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate). Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus – man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK), Synonym Transformationskurve – so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer (vgl. Nachfrage-Sog-Inflation oben). Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist. Monetarismus Der Monetarismus sieht allein im Wachstum der Geldmenge die Ursache für Inflation. Milton Friedman prägte dafür den griffigen Slogan:„Money matters“ – „Es kommt auf die Geldmenge an“. Inflation sei immer und überall ein monetäres Phänomen. Der Monetarismus griff eine zentrale Annahme der keynesianischen Inflationstheorie an: die Phillips-Kurve. Friedman und Edmund Phelps (der kein Monetarist war) schlugen eine "erweiterte" Form der Phillips-Kurve vor, die die Möglichkeit eines stabilen, langfristigen Kompromisses zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ausschloss. Die Ölschocks der 1970er Jahre führten zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Inflation, wodurch Friedman und Phelps empirisch bestätigt wurden. Der Monetarismus war in den frühen 1980er Jahren besonders einflussreich. Er verlor in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder an Einfluss, da es den Zentralbanken schwerfiel, die Geldmenge anstelle der Zinssätze zu steuern. NKM Die neue klassische Makroökonomie (NKM) forderte zentrale Annahmen des Keynesianismus heraus. Die theoretische Weiterentwicklung war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die Modellbildung durch Robert Lucas. Zuvor hatten keynesianische Ökonomen im Allgemeinen mit adaptive Erwartungen gearbeitet, bei denen angenommen wurde, dass ökonomische Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Rationalen Erwartungen bedeuten eine höhere Komplexität der Agenten. Zum Beispiel werden Verbraucher nicht einfach eine Inflationsrate von 2 % annehmen, nur weil dies der Durchschnitt der letzten Jahre war. Sie werden sich mit der aktuellen Geldpolitik und den wirtschaftlichen Bedingungen befassen, um eine eigene Prognose zu erstellen. Die NKM konnte zeigen, dass unter Annahme von perfekter Preiselastizität und rationalen Erwartungen Geldpolitik nur zu Inflation führe und keine konjunkturellen Effekte aufwies. Neukeynesianismus Die moderne keynesianische Theorie geht davon aus, dass Veränderungen der Geldmenge langfristig die Inflationsrate bestimmen, aber kurzfristig durchaus von Lohn und Preisstarrheiten beeinflusst werden können. Außerdem treffen Agenten ökonomische Entscheidungen oft aufgrund von unvollständigen Informationen. Daher kann Fiskal- und Geldpolitik zu einem effizienteren makroökonomischen Ergebnis führen, als Laissez-faire-Politik. Der Neukeynesianismus stellt den gegenwärtigen internationalen Konsens der Makroökonomik dar. Er ist eine Synthese aus Monetarismus, NKM, sowie einigen Elementen des klassischen Keynesianismus. Der Neukeynesianismus führte zur Entwicklung von dynamischen stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen (DSGE), welche heute von vielen Zentralbanken zur Modellierung der Geldpolitik eingesetzt werden. Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen. Heterodoxe Theorien Es gibt Inflationstheorien, die vom Mainstream der ökonomischen Wissenschaft nicht geteilt werden. Österreichische Schule Ludwig von Mises, ein Vertreter der Österreichischen Schule, verstand unter Inflation die Ausweitung (lat. inflare) der ungedeckten Geldmenge. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten. Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern, die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank- und Finanzwesens zu finden (Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln, Zentralbankwesen, Teilreservebanken, Währungsmonopol usw.). Aus dieser Sicht geht auch hervor, dass die Inflation sich nicht gleichmäßig in allen Preisen widerspiegelt, sondern durch Cantillon-Effekte beeinflusst wird. Produktionskosten Die klassischen Ökonomen wie Adam Smith, David Ricardo bis hin zu Karl Marx vertraten eine Produktionskostentheorie des Geldes. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: „Das Verhältnis zwischen dem Werte des Goldes und Silbers und dem irgendwelcher anderer Güter hängt … von dem Verhältnis zwischen der Menge Arbeit ab, die nötig ist, um eine bestimmte Menge Gold und Silber, und der Menge Arbeit, die nötig ist, um eine bestimmte Menge irgendeiner anderen Art auf den Markt zu bringen.“ Die Warenpreise konnten nach der Arbeitswertlehre also nur dann dauerhaft steigen, wenn die Arbeitsproduktivität bei der Gold- oder Silbergewinnung dauerhaft rascher gesteigert werden konnte, als diejenige bei der Produktion der anderen Waren. Nach der Produktionskostentheorie des Geldes (oder nach der Arbeitswerttheorie) führten die großen Gold- und Silberimporte aus Südamerika nach der Entdeckung Amerikas nicht deshalb zu einer Inflation in Europa, weil das viele Gold eine vergleichsweise kleine Menge an Waren „jagte“ – das sagt die Quantitätstheorie des Geldes –, sondern weil plötzlich weniger Arbeitszeit erforderlich war, um eine bestimmte Menge an Gold oder Silber zu gewinnen. Die Ausdehnung der Geldmenge (Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen) war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle. Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt. Die Erhöhung der Geldmenge war also nur Symptom der Verminderung des Wertes der einzelnen Goldmünze. Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Die Wirtschaftssubjekte wollten Gold nicht unter Wert gegen Waren tauschen, so die Annahme der Klassiker. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Aber beispielsweise während der Koalitionskriege floss aus Großbritannien sehr viel Gold ins Ausland ab oder wurde gehortet. Schließlich wurde die Goldeinlösungspflicht für Papierbanknoten durch den englischen Staat aufgehoben. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Die stabilen Preise der Waren in Gold ausgedrückt und die steigenden Preise der Waren in Papiergeld ausgedrückt. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Wird aber in Notzeiten von den Banken der Papiergeldumlauf über den notwendigen Goldumlauf gesteigert, dann steigen genau in dem Maße die Preise in Papiergeld ausgedrückt. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Dann „jagen“ aber zu viele Banknoten zu wenige Waren. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen. Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Steuerung Geldpolitik Obwohl sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik die Inflation beeinflussen können, verlassen sich die meisten Länder seit den 1980er Jahren hauptsächlich auf die Geldpolitik, um die Inflation zu steuern. Wenn eine Inflation über ein akzeptables Niveau hinaus auftritt, kann die Zentralbank des Landes den Zinssatz erhöhen, was in der Regel das Wachstum der Geldmenge verlangsamt oder stoppt. Einige Zentralbanken haben ein symmetrisches Inflationsziel, während andere die Inflation nur kontrollieren, wenn sie einen Schwellenwert überschreitet.Im 21. Jahrhundert befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und stetige Inflationsrate. In den meisten Ländern haben die Zentralbanken oder andere Währungsbehörden die Aufgabe, den Interbankenzins stabil auf niedrigem Niveau und die Zielinflationsrate von etwa 2 bis 3 % zu halten. Zentralbanken streben eine niedrige Inflationsrate an, weil sie glauben, dass eine hohe Inflation wirtschaftliche Kosten verursacht, da Unsicherheit in den Erwartungen über Unterschiede in den relativen Preisen und über die Inflationsrate erzeugt würde. Das Ziel ist daher eine niedrige positive Inflationsrate und nicht eine Null- oder negative Inflationsrate, da letztere Rezessionen verursachen oder verschlimmern könnte. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen) Inflation verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich in einem wirtschaftlichen Abschwung schneller anzupassen. Ferner verringert sie das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die Geldpolitik daran hindert, die Wirtschaft zu stabilisieren. Höhere Zinsen reduzieren die Geldmenge der Wirtschaft, weil weniger Menschen Kredite nachfragen. Wenn Banken Kredite vergeben, werden die Krediterlöse in der Regel auf Bankkonten eingezahlt, die Teil der Geldmenge sind. Wenn also eine Person einen Kredit zurückzahlt und keine anderen Kredite als Ersatz vergeben werden, sinkt die Höhe der Bankeinlagen und damit die Geldmenge. Als beispielsweise der Federal Funds Rate in den frühen 1980er Jahren 15 % überstieg, fiel die Menge der Federal Reserve Dollar um 8,1 % von 8,6 Billionen US-Dollar auf 7,9 Billionen US-Dollar. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Debatte zwischen Keynesianern und Monetaristen über das geeignete Instrument zur Kontrolle der Inflation. Monetaristen betonen eine niedrige und stetige Wachstumsrate der Geldmenge, während die Keynesianer betonen, dass die Gesamtnachfrage während der Wirtschaftsexpansion reduziert und die Nachfrage während der Rezession erhöht wird, um die Inflation stabil zu halten. Andere Methoden Goldstandard Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem das gemeinsame Tauschmittel einer Region Papiernoten sind, die normalerweise frei in voreingestellte, feste Goldmengen umgewandelt werden können. Der Standard legt fest, wie die Golddeckung umgesetzt wird, einschließlich der Menge an Gold pro Währungseinheit. Die Währung selbst hat keinen intrinsischen Wert, wird aber von Händlern akzeptiert, da sie gegen die entsprechende Menge Goldes eingelöst werden kann. Der Goldstandard wurde durch die internationale Übernahme des Bretton-Woods-Systems teilweise aufgegeben. Unter diesem System waren alle anderen wichtigen Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar gebunden, der selbst von der US-Regierung zu einem Kurs von 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Das Bretton-Woods-System brach 1971 zusammen, was dazu führte, dass die meisten Länder auf Fiatgeld umstiegen – Geld, das nur durch die Gesetze und Rechtssicherheit des Landes garantiert wird. Bei einem Goldstandard würde die langfristige Inflationsrate (oder Deflation) durch die Wachstumsrate des Goldangebots im Verhältnis zur Gesamtproduktion bestimmt. Kritiker argumentieren, dass dies zu willkürlichen Schwankungen der Inflationsrate führen und die Geldpolitik im Wesentlichen durch den Goldabbau bestimmt würde. Dies hätte in wirtschaftlichen Abschwüngen katastrophale Folgen. Der Goldstandard wird besonders von Vertretern der heterodoxen Österreichischen Schule propagiert. Preiskontrollen Eine andere historische Methode zur Inflationssteuerung waren Lohn- und Preiskontrollen. Lohn- und Preiskontrollen haben sich in Kriegszeiten in Kombination mit Rationierung bewährt. Ihre Verwendung in anderen Kontexten ist jedoch weitaus gemischter. Zu den bemerkenswerten Misserfolgen bei ihrer Verwendung gehört die Einführung von Lohn- und Preiskontrollen im Jahr 1972 durch Richard Nixon. Viele Ökonomen halten Preisbindungen für sinnlos oder schädlich. Im Allgemeinen werden Lohn- und Preiskontrollen als vorübergehende und außergewöhnliche Maßnahme angesehen, die nur in Verbindung mit Maßnahmen zur Verringerung der zugrunde liegenden Inflationsursachen während des Lohn- und Preiskontrollregimes wirksam sind, z. B. wenn der Krieg gewonnen wird. Sie haben oft sehr negative Auswirkungen aufgrund der verzerrten Preissignale, die sie an den Markt senden. Künstlich niedrige Preise führen oft zu Knappheit und Engpässen und schrecken zukünftige Investitionen ab, was zu weiterem Mangel führt. Die übliche ökonomische Analyse zeigt, dass jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die zu niedrig bepreist wird, zu stark konsumiert wird. Wenn beispielsweise der offizielle Brotpreis zu niedrig ist, wird es zu wenig Brot zu den festgelegten Preisen geben und der Markt wird zu wenig in die Brotherstellung investieren, um den zukünftigen Bedarf zu decken, wodurch das Problem langfristig verschärft wird. Abgrenzung Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind. Kassenhaltung Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch (staatlich) administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor. Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten (Schwarzmarkt) gemessen werden. Ob Inflation vorliegt, ist also eine Frage der Anerkennung einer Definitions-Autorität. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar. Externer Preisschock Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus. Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Inflationssteuer Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort, das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt. Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert (dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist). Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen. Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Siehe auch Liste der Länder nach Inflationsrate Lohn-Preis-Spirale Geräuschlose Kriegsfinanzierung Kippertaler der Kipper- und Wipperinflation Kippermünzstätten (Kursachsen) – Münzstätten der Kipper- und Wipperinflation Böse Halser der Schinderlingszeit, eine Inflation (1457–1460) Shrinkflation Literatur Inflation – Inflationstheorien – Geldpolitik. In: Gabler Wirtschaftslexikon, Gabler Verlag Hans H. Lechner: Währungspolitik. De Gruyter, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-11-007412-5. Fritz Neumark: Inflationsprobleme – Alt und Neu. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (= Göttinger Universitätsreden. Heft 59). Weblinks Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreis-Index für Deutschland Verbraucherpreis-Index für Österreich Schweizerischer Landesindex der Konsumentenpreise Statistiken der EZB (englisch) Inflation in den Neuen Bundesländern (in Quartalsberichten) Jürgen Pätzold: Das Inflationsproblem. Ursachen und Strategien. Informationen und Daten zum US-CPI beim Bureau of Labor Statistics Einzelnachweise
Baufinanzierung - 14. September 2018, 08:33 - Immobilienfinanzierung Zitat von TGrube: „Hallo Community, Ich habe seit 21.03.2016 mehrere Kunden mit o.g. Herausforderung betreuen dürfen und helfen können! Mindestens eine Bank in Deutschland bietet es momentan unter bestimmten Vorsussetzungen an - U.a. Nachfolgend eine Möglichkeit: - Beleihungsobjekt in Deutschland - Währung des Landes des Interessenten/Kunden in EURO - Einkünfte US Dollar Das Darlehen wird in EURO sein (somit kein Fremdwährungsrisiko für die Bank) es muss demnach die Möglichkeit vom Kunden gescha… Baufinanzierung - 6. September 2018, 08:50 - Immobilienfinanzierung Zitat von Hitnik: „Für meine Kinder habe ich sowas auch. Es kommt sehr gut wenn es später mal um den Kauf des Autos oder so geht. Bei mir sind es 20€ im Monat welche zur Seite gehen. “ Um die volle Wohnungsbauprämie auszunutzen würde ich den max. geförderten Beitrag von 42,67€ mtl. einzahlen, falls es dir möglich ist. Hallo zusammen, Zitat von Jonas1251: „ich bin auf den Ratgeber zu Bausparverträgen für Kinder (Wohnungsbauprämie) gestoßen und habe ein paar Fragen: 1. Kann die Regel für Jugendlic… Variable bzw. kurzzeitige Immobilienkredite Baufinanzierung - 6. September 2018, 08:41 - Immobilienfinanzierung Hallo Emil, Darlehen mit einer Grundschuld sind eine der günstigsten Variationen der Kredite. Also wird der Zins hier wohl am günstigsten sein. Jedoch hat man hier wieder den Aufwand das die Bank sich an jedem Objekt eine Grundschuld eintragen muss, falls das komplette Grundstück nicht unter einer Flurnummer hinterlegt ist. Variable Zinsen sind meist hoch, so zumindest meine Erfahrung. Du könntest das Darlehen aber für 1 Jahr festschreiben und so einen durchaus sehr günstigen Kredit erhalten und… Finanzierung trotz 100% Eigenkapital? Baufinanzierung - 6. September 2018, 08:29 - Immobilienfinanzierung Hallo, also mir ist nicht ganz schlüssig ob es sich hier um eine Kapitalanlage handelt.Meinst du mit Partner deinen Lebenspartner und du willst das Objekt für dich selbst kaufen und bewohnen. Dann würde ich so viel EK einsetzten wie möglich, wenn du dort langfristig wohnen wirst oder teilweise finanzieren und den restlichen Betrag wie du schon erwähnt hast in ETF etc. anlegen. ( würde das letzte tun) So streust du dein Risiko. Handelt es sich hierbei um eine Kapitalanlage und Ihr kauft etwas zus…
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q-de-2202
Was ist Inflation und wie wird sie definiert?
Inflation, auch Preissteigerungsrate oder Teuerung, bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Steigt das allgemeine Preisniveau, kann jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen kaufen (Verteuerung). Folglich spiegelt die Inflation eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit wider – ein realer Wertverlust des Zahlungsmittels. Das Gegenteil von Inflation ist Deflation, ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Das übliche Maß für die Inflation ist die Inflationsrate, die annualisierte prozentuale Veränderung eines allgemeinen Preisindexes, normalerweise eines Verbraucherpreisindexes, im Zeitverlauf. Es ist ökonomischer Konsens, dass sowohl Deflation, als auch sehr hohe Inflationsraten und Hyperinflation schädlich sind. Heute befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und konstante Inflationsrate. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen Inflation) verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich im Abschwung schneller anzupassen, und verringert das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die geldpolitische Stabilisierung der Wirtschaft verhindert. Die Aufgabe, die Inflationsrate niedrig und stabil zu halten, wird in der Regel den Zentralbanken übertragen. Sie sollen die Inflationsrate durch Geldpolitik steuern. Dazu nutzen Zentralbanken verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik, die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken, sowie Kommunikationsstrategien wie Forward guidance. Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an. Die Ansichten darüber, welche Faktoren niedrige, moderate oder gar sehr hohe Inflationsraten bestimmen, sind unterschiedlich. Es ist ein aktuelles Forschungsthema der Makroökonomie. Eine niedrige oder moderate Inflation kann auf Schwankungen der realen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder auf Veränderungen des verfügbaren Angebots, beispielsweise bei Knappheiten, zurückgeführt werden. Außerdem können die Inflationserwartungen der ökonomischen Agenten einen wesentlichen Einfluss haben. Inflation beeinflusst Ökonomien auf verschiedene Weisen. Zu den Effekten gehört ein Anstieg der Opportunitätskosten für das Halten von Geld, was Sparen unattraktiver macht und Verschuldung oder Konsum begünstigt. Es kann bei hoher Inflation sogar zu Knappheit kommen, da die Verbraucher aus Sorge vor einem weiteren Preisanstieg Güter horten. Zu den positiven Effekten einer stabilen niedrigen Inflation zählt die Vermeidung von Ineffizienzen, die mit einer Deflation einhergehen. Definition Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Historisch bedeutete Inflation dabei einen spezifischen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Handelsbedarf. Heute verwenden Ökonomen den Begriff Inflation ausschließlich, um sich auf steigende Preisniveaus zu beziehen. Eine Zunahme der Geldmenge kann als monetäre Inflation bezeichnet werden, um sie von steigenden Preisen zu unterscheiden, die der Übersichtlichkeit halber als Preisinflation bezeichnet werden. Ökonomen sind sich einig, dass die Preisinflation auf lange Sicht mit einer Erhöhung der Geldmenge zusammenhängt. Kurz- und mittelfristig können aber andere Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen. Inflation bezieht sich auf die allgemeine Preisentwicklung, nicht auf Änderungen bestimmter Preise. Kaufen Konsumenten beispielsweise mehr Gurken als Tomaten, werden Gurken teurer und Tomaten billiger. Diese Veränderungen sind jedoch keine Inflation – sie spiegeln lediglich eine Veränderung in den Präferenzen der Konsumenten wider. Das Wort Inflation stammt aus dem Lateinischen: das Substantiv „inflatio“, bedeutet „Sichaufblasen“ und stammt vom Verb „flare“ ab, was „blasen“ bedeutet. Andere Begriffe der Wirtschaftswissenschaft im Zusammenhang mit Inflation sind: Deflation – ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus Disinflation – ein Rückgang der Inflationsrate Hyperinflation – eine außer Kontrolle geratene Inflationsspirale Stagflation – eine Kombination aus Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit Reflation – ein Versuch, das allgemeine Preisniveau anzuheben, um einem Deflationsdruck entgegenzuwirken Vermögenspreisinflation – ein allgemeiner Anstieg der Preise von finanziellen Vermögenswerten, wie Aktien, Immobilien oder Gold, ohne einen entsprechenden Anstieg der Preise von Gütern oder Dienstleistungen Messung Da die Inflation als allgemeiner Anstieg des Preisniveaus definiert wird, hängt die Messung der Inflation davon ab, wie das allgemeine Preisniveau bestimmt ist. Es existieren dabei verschiedene mögliche Maßzahlen für das Preisniveau. Benötigt wird ein breiter Preisindex, der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen in der Wirtschaft abbildet. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCEPI) und der BIP-Deflator sind einige Beispiele für solche breiten Preisindizes. Die EZB verwendet zur Messung der Inflation der Eurozone den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt festgesetzt wird. Außerdem werden die Kostenänderungen zum Erwerb von typischen nationalen Konsumbündeln auf das Niveau der Eurozone aggregiert. Neben dieser Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften auch der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen. Warenkorb Verbraucherpreisindizes basieren anders als der BIP-Deflator auf einem repräsentativ ausgewählten Warenkorb. Auf Grundlage dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Kosten der Waren und Dienstleistungen und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat ermittelt in Deutschland das Statistische Bundesamt, in Österreich die Statistik Austria und in der Schweiz das Bundesamt für Statistik die Preissteigerungen und veröffentlicht sie. Messungen der Inflation mittels Warenkörben nehmen implizit an, dass sich das Konsumentenverhalten über definierte Zeiträume nicht verändert. Daher könne sich eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Inflation und der gemessenen Inflation ergeben. Abrupte Änderungen im Konsumentenverhalten können die Inflationsmessung ebenfalls gewichtungsbedingt verzerren. Das hat sich beispielsweise in der COVID-19-Pandemie gezeigt, als aufgrund der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen zahlreiche Waren und Dienstleistungen nicht mehr konsumiert werden konnten und der Warenkorb damit nicht mehr repräsentativ für den Konsum während der Krise war. Weiterhin müssen Qualitätsveränderungen der beobachteten Produkte im Zeitverlauf betrachtet werden. So unterliegen z. B. IT-Produkte einem großen technischen Fortschritt, weshalb die Qualitätsverbesserungen in der Inflationsmessung berücksichtigt werden müssen. Andererseits können Hersteller statt einer Preiserhöhung auch eine Qualitätsverschlechterung des Produktes durchführen, indem etwa die Verpackungsgröße bei gleichem Preis verkleinert wird. Diese und andere Qualitätsveränderungen müssen daher für eine korrekte Inflationsmessung erfasst werden. Daher wenden Statistikbehörden wie das Statistische Bundesamt Methoden zur Qualitätsbereinigung an. Das sind verschiedene statistische Methoden, die sicherstellen sollen, dass trotz qualitativen Veränderungen der Produkte des Warenkorbs "Gleiches mit Gleichem" verglichen wird. In der deutschen Preisstatistik werden unter anderem folgende Methoden zur Qualitätsbereinigung angewendet: Direkter Preisvergleich (Direct Price Comparison) Mengenbereinigung (Package Size Adjustment) Expertenurteil (Judgmental quality adjustment) Hedonische Techniken (Hedonics) Preisänderung interpretiert als reine Qualitätsänderung (Price change taken as quality change) Internationale Studien zeigen, dass die mit Warenkörben ermittelte Inflation systematisch zu hoch liegt. Kernrate Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind. Gefühlte Inflation Gefühlte Inflation bezeichnet die von einigen Konsumenten subjektiv wahrgenommene Inflation, gegenüber der real gemessenen Inflationsrate. Ein Grund für mögliche Abweichungen der gefühlten Inflation zur gemessenen Inflation ist die Tatsache, dass im Warenkorb, der zur Inflationsmessung herangezogen wird, sowohl Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) als auch langlebige Konsumgüter (z. B. Autos) enthalten sind. Daher können die Produkte in Auswahl oder Gewichtung nicht mit jedem individuellen Konsumenten bzw. jeder individuellen Konsumentengruppe übereinstimmen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als die für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als langlebiger Konsumgüter. Auch Preissteigerungen von meist automatisch abgebuchten Zahlungen wie Miete, Versicherungen, Energie und Wasser werden geringer wahrgenommen als bei anderen Gütern. Die moderne Verhaltensökonomik erklärt das Phänomen als kognitive Verzerrung, genauer gesagt als Bestätigungsfehler. Teuro Das Phänomen der gefühlten Inflation wurde insbesondere nach der Einführung des Euro in Deutschland und Österreich breit diskutiert. Dabei kam es nach Umfragen in der deutschen Bevölkerung zu Abweichungen von den statistisch ermittelten Inflationsraten. Aus diesem Grund hat Hans Wolfgang Brachinger in einem gemeinsamen Projekt mit dem Statistischen Bundesamt den Index der wahrgenommenen Inflation für Deutschland berechnet. Es konnte dabei gezeigt werden, dass die wahrgenommene Inflation (gemessen mit Hilfe des Indexes der wahrgenommenen Inflation) bei der Euro-Bargeldeinführung deutlich höher lag als die gemessene Inflationsrate. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Produktkategorien wie Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen relativ höheren Preisanstieg hatten als Produktkategorien wie Computer, Autos oder Pauschalreisen. Eine weitere Erklärung für die gefühlte Abweichung kann auch die schwache Lohnentwicklung sein, die unterhalb der Inflationsrate lag. Die Nettolöhne in Deutschland waren in den 10 Jahren nach Euro-Einführung leicht rückläufig. Die Kaufkraft ist also real gesunken. Auch in Österreich zeigt sich ein Rückgang der Kaufkraft. Effekte Allgemein Inflation spiegelt die Abnahme der Kaufkraft einer Währung wider. Das heißt, wenn das allgemeine Preisniveau steigt, kann jede Währungseinheit insgesamt weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Man unterscheidet dabei zwischen erwarteter und unerwarteter Inflation. Die Effekte der Inflation können davon abhängen, ob es erwartete oder unerwartete Inflation ist. Erwartete Inflation kann von rationalen Akteuren bereits in ökonomische Handlungen und Prognosen integriert werden. Gewerkschaften führen Lohnverhandlungen in Abhängigkeit von der erwarteten Inflationsentwicklung. Unternehmen gestalten die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Inflation. Das ist jedoch kurz- und mittelfristig davon abhängig, inwiefern Starrheiten bei Löhnen und Preisen existieren. Diese können dann nicht sofort an die Inflationserwartungen angepasst werden. Schuldner, die zum Beispiel Schulden mit einem festen Nominalzins haben, erhalten mit steigender Inflationsrate eine Senkung ihres „realen“ Zinssatzes. Der Realzins eines Kredits ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Banken und andere Kreditgeber passen sich dem Inflationsrisiko an, indem sie entweder eine Inflationsrisikoprämie für festverzinsliche Kredite verlangen, oder Kredite mit einem variablen Zinssatz vergeben. Lediglich ein unerwarteter Anstieg der Inflationsrate über die bereits eingepreiste Risikoprämie hinaus würde zu realem Zinsgewinn führen. Negativ Hohe oder unerwartete Inflation gilt als schädlich für die Ökonomie. Sie führt zu Ineffizienzen auf dem Markt und erschwert es Konsumenten und Unternehmen langfristig zu planen. Inflation kann die Produktivität beeinträchtigen, da Unternehmen gezwungen sind, eigene Ressourcen weg von Produkten und Dienstleistungen zu verlagern, um sich auf die Steuerung der Inflation zu konzentrieren. Unsicherheit über die zukünftige Kaufkraft des Geldes führt dazu, dass nominale Vermögenswerte wie Spareinlagen und Anleihen unattraktiver werden, da diese im Falle einer Inflation an Wert verlieren. Dies führt zu höheren Risikoprämien, da Investoren eine Absicherung gegen das eingegangene Inflationsrisiko fordern. Die Folge sind höhere Zinsen, was die Investitionstätigkeit senkt. Bei hoher Inflation wird die Kaufkraft von Personen mit fixem Nominaleinkommen, zu Personen mit variablem Einkommen umverteilt, da deren Einkommen mit der Inflation besser Schritt halten können. Diese Umverteilung der Kaufkraft findet auch zwischen internationalen Handelspartnern statt. Wenn feste Wechselkurse bestehen, führt Inflation dazu, dass sich die Importe aus diesem Währungsraum verteuern. Dies kann sich auf die Handelsbilanz auswirken. Bei flexiblen Wechselkursen führt unerwartete Inflation zu erhöhter Volatilität der Wechselkurse, was sich negativ auf den Handel auswirken kann. Horten Die Menschen kaufen langlebige und/oder nicht verderbliche Waren und andere Güter als Vermögensaufbewahrung, um die erwarteten Verluste durch die sinkende Kaufkraft des Geldes zu vermeiden, die zu einer Verknappung der gehorteten Güter führen. Soziale Unruhen Hohe, nicht durch höhere Löhne hervorgerufene Inflation kann zu massiven Demonstrationen und Revolutionen führen. Die Inflation und insbesondere die Nahrungsmittelinflation wird beispielsweise als einer der Hauptgründe für die Revolution in Tunesien 2010/2011 und die Revolution in Ägypten 2011 angesehen. Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali wurde gestürzt, auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde nach nur 18 Tagen Demonstrationen gestürzt, und die Proteste breiteten sich bald in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Hyperinflation Wenn die Inflation zu hoch wird, kann dies dazu führen, dass die Menschen ihre Verwendung der Währung stark einschränken, was zu einer Beschleunigung der Inflationsrate führt. Die hohe und sich beschleunigende Inflation stört das normale Funktionieren der Wirtschaft massiv und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Waren zu liefern. Hyperinflation kann dazu führen, dass die Landeswährung nicht mehr verwendet wird (z. B. in Nordkorea), was zur Einführung einer Außenwährung (Dollarisierung) führt. Allokative Ineffizienz Eine Änderung des Angebots oder der Nachfrage nach einem Gut führt normalerweise zu einer Änderung seines relativen Preises. Dies signalisiert den Käufern und Verkäufern, dass sie als Reaktion auf die neuen Preise Ressourcen neu zuteilen sollten. Aber wenn sich Preise aufgrund von hoher Inflation ständig ändern, sind Preisänderungen aufgrund echter relativer Preissignale schwer von Preisänderungen aufgrund allgemeiner Inflation zu unterscheiden. Dadurch können die Agenten nur langsam darauf reagieren. Die Folge ist ein Verlust an allokativer Effizienz. Preisanpassungskosten Bei hoher Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufig ändern, um mit den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Aber oft verursacht das Ändern von Preisen selbst wieder Kosten. So müssen Preisschilder und Verträge neu gedruckt, oder ganze Preiskalkulationen neu berechnet werden, was Ressourcen bindet. Man nennt diese Kosten Preisanpassungskosten. Positiv Arbeitsmarkt Die Nominallöhne passen sich nur langsam nach unten an. Dies kann zu anhaltenden Ungleichgewichten und hoher Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen. Da die Inflation die Reallöhne auch bei konstanten Nominallöhnen sinken lässt, ermöglicht eine moderate Inflation ein schnelleres Gleichgewicht auf den Arbeitsmärkten. Dies gilt, insofern die Löhne nicht in Lohnverhandlungen an die Inflation angepasst werden können. Liquiditätsfalle Eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge ist die Möglichkeit, die Leitzinsen festzulegen, also den Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können. Daneben gibt es die Offenmarktpolitik, d. h. Interventionen der Zentralbank auf dem Rentenmarkt, mit dem Ziel, den nominalen Zinssatz zu senken. Beide Maßnahmen sollen die allgemeinen Zinsen senken, um dadurch positive Konjunktureffekte auszulösen. Befindet sich eine Ökonomie in einer Rezession mit bereits niedrigen oder sogar null Nominalzinsen, kann die Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken, um die Wirtschaft anzukurbeln – diese Situation wird als Liquiditätsfalle bezeichnet. Diese Situation kann aber durch niedrige und konstante Inflation verhindert werden. Mundell-Tobin-Effekt Robert Mundell stellte fest, dass eine moderate Inflation die Sparer veranlassen würde, Kredite durch Spareinlagen zu ersetzen, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Diese Substitution würde dazu führen, dass die Realzinssätze für das Marktgleichgewicht sinken. Der niedrigere Realzins würde zu einer höheren Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen führen. In ähnlicher Weise zeigte James Tobin, dass eine solche Inflation Unternehmen dazu veranlassen würde, Investitionen in Sachkapital (Anlagen, Ausrüstung und Vorräte) durch Geldguthaben in ihren Vermögensportfolios zu ersetzen. Diese Substitution würde bedeuten, sich für Investitionen mit niedrigeren realen Renditen zu entscheiden. (Die Renditen sind niedriger, da bereits früher Investitionen mit höheren Renditen getätigt wurden.) Sofern die Wirtschaft nicht bereits nach Modellen der Wachstumstheorie überinvestiert, würden diese zusätzlichen Investitionen positive Effekte haben. Formen Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: akzelerierte Phase (steigende, beschleunigte) – stabilisierte (gleichbleibende) Phase – dezelerierte (abnehmende) Phase. Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Der Begriff „Inflation“ bezeichnete ursprünglich die Inflationen der frühen 1920er Jahre, die heute als schwere oder Hyperinflationen gelten. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Leichte Inflation (bis etwa 5 % Wertverlust im Jahr) hat nachfragefördernde Wirkung, da Leute ihr Geld ausgeben oder investieren wollen. Freilich verlangen sie für Investitionen immer noch eine Liquiditätsprämie, das heißt die Renditen müssen deutlich über der Inflationsrate liegen. Bei schwerer Inflation (ab rund 5 % Wertverlust im Jahr) verliert das Tauschmittel Geld seinen Wert schneller als andere Güter (zum Beispiel Immobilien, Aktien, Sachkapital allgemein) und büßt daher die Wertmaßstabsfunktion und Wertaufbewahrungsfunktion ein, stattdessen wird eine Ersatzwährung verwendet, so zum Beispiel Zigaretten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der US-Dollar in der Türkei (früher) oder Argentinien. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, überschulden sich. Besonders schwere Inflationen mit monatlichen Wertverlusten von über 50 % werden auch als Hyperinflationen bezeichnet. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Schwere Inflationen waren in der Geschichte unter anderem zu beobachten: die Preisrevolution im 16. Jahrhundert, um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (siehe Kipper- und Wipperzeit und Kursächsische Kippermünzstätten), in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat, um 1920 bis 1924 in Österreich, um 1923 in Deutschland und in Ungarn, 1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform), 1945–1946 in Ungarn (siehe Pengő) Nach den beiden Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 kam es zu relativ hohen Inflationsraten. In den 1970er Jahren trugen auch andere Faktoren zu relativ hohen Inflationsraten bei, jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien, jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien (→ Brasilianischer Real), um 1995 in Mexiko (→ Peso), um 1997 in Südostasien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise), um 2002 in Argentinien, Hyperinflation 2008/2009 in Simbabwe; nach dessen Abschaffung im Oktober 2015 hatte das Land bis 2019 keine eigene Währung mehr. Laut dem CATO Institute betrug die Hyperinflation in Simbabwe per Ende Oktober 2008 gegenüber Ende Oktober 2007 2,79 Trillionen %. Ursachen Die Geldmenge wird weithin als wichtigste Ursache für hohe Inflationen bis Hyperinflationen und langfristige Inflationsraten akzeptiert. Folglich existiert unter Ökonomen inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Inflationsrate auf lange Sicht im Wesentlichen von der Wachstumsrate der Geldmenge im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum abhängt. Kurz- und mittelfristig kann die Inflation aber außerdem durch die relative Elastizität von Löhnen, Preisen, Zinssätzen, Angebot und Nachfrage, sowie der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beeinflusst werden. Außerdem spielen die Erwartungen der ökonomischen Agenten eine wesentliche Rolle. Geldmenge Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung: . Dabei ist Geldmenge Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Preisniveau Reale Produktion An der umgestellten Gleichung bzw. an der Darstellung mit Änderungsraten kann man erkennen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn (bei Konstanz der jeweiligen beiden anderen Größen) die Geldmenge zunimmt (Geldschöpfung), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunimmt (empirische Untersuchungen zeigen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig annähernd konstant bleibt), die reale Produktion (das Handelsvolumen) sinkt. Betrachtet man alle vier Größen gleichzeitig, entsteht nach der Quantitätsgleichung Inflation () dann, wenn das Geldmengenwachstum () größer ist als die Differenz aus der Änderung des Handelsvolumens und der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit (). Die Inflation lässt sich also kurz- bis mittelfristig nicht auf eine Ausweitung der Geldmenge reduzieren, sondern es müssen ebenso die Umlaufgeschwindigkeit und die reale Produktion betrachtet werden. Der langfristige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung ist empirisch gut belegt. Auf kurze bis mittlere Sicht kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Zusammenhang kommen. Angebot Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; ) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind. Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will. Nachfrage Kommt es zur Nachfragesoginflation (), sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach Gütern derart schnell, dass die Angebotsseite nicht durch Anheben des mengenmäßigen Angebots reagieren kann und stattdessen die Preise nach den Marktgesetzen steigen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich. Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Man unterscheidet zusätzlich zwischen „hausgemachter“ und „importierter“ Nachfragesoginflation, je nachdem, ob die Nachfrage aus dem In- oder Ausland herrührt. Erwartungen Die Erwartungen der ökonomischen Agenten über zukünftige Inflationsraten sind sehr wichtig in der Ökonomie. Sie können die Inflationsraten, Zinssätze und damit die Konjunktur wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel werden Unternehmen abhängig von ihren Inflationserwartungen unternehmerische Entscheidungen, etwa über Investitionen, treffen. Konsumenten passen ihr Konsumverhalten abhängig von ihren Inflationserwartungen an. Der Kommunikation der Geldpolitik kommt somit eine Schlüsselrolle zu. Notenbanken nutzen Kommunikationsstrategien wie Forward guidance, um die Inflationserwartungen von Märkten und Konsumenten zu beeinflussen. Studien zeigen eine konjunkturstabiliserende Wirkung. Theorien Über die Ursachen der Inflation gab es historisch verschiedene Theorien. Dabei ist besonders Debatte zwischen Monetaristen und Keynesianern hervorzuheben. Diese wurden im Rahmen der neukeynesianischen Synthese zusammengeführt. Der Neukeynesianismus stellt die heute allgemein akzeptierte makroökonomische Theorie dar. Daneben gibt es heterodoxe Theorien über Inflation. Diese werden vom ökonomischen Mainstream nicht geteilt. Keynesianismus Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden (Phillips-Kurve). Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt (siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate). Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus – man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK), Synonym Transformationskurve – so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer (vgl. Nachfrage-Sog-Inflation oben). Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist. Monetarismus Der Monetarismus sieht allein im Wachstum der Geldmenge die Ursache für Inflation. Milton Friedman prägte dafür den griffigen Slogan:„Money matters“ – „Es kommt auf die Geldmenge an“. Inflation sei immer und überall ein monetäres Phänomen. Der Monetarismus griff eine zentrale Annahme der keynesianischen Inflationstheorie an: die Phillips-Kurve. Friedman und Edmund Phelps (der kein Monetarist war) schlugen eine "erweiterte" Form der Phillips-Kurve vor, die die Möglichkeit eines stabilen, langfristigen Kompromisses zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ausschloss. Die Ölschocks der 1970er Jahre führten zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Inflation, wodurch Friedman und Phelps empirisch bestätigt wurden. Der Monetarismus war in den frühen 1980er Jahren besonders einflussreich. Er verlor in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder an Einfluss, da es den Zentralbanken schwerfiel, die Geldmenge anstelle der Zinssätze zu steuern. NKM Die neue klassische Makroökonomie (NKM) forderte zentrale Annahmen des Keynesianismus heraus. Die theoretische Weiterentwicklung war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die Modellbildung durch Robert Lucas. Zuvor hatten keynesianische Ökonomen im Allgemeinen mit adaptive Erwartungen gearbeitet, bei denen angenommen wurde, dass ökonomische Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Rationalen Erwartungen bedeuten eine höhere Komplexität der Agenten. Zum Beispiel werden Verbraucher nicht einfach eine Inflationsrate von 2 % annehmen, nur weil dies der Durchschnitt der letzten Jahre war. Sie werden sich mit der aktuellen Geldpolitik und den wirtschaftlichen Bedingungen befassen, um eine eigene Prognose zu erstellen. Die NKM konnte zeigen, dass unter Annahme von perfekter Preiselastizität und rationalen Erwartungen Geldpolitik nur zu Inflation führe und keine konjunkturellen Effekte aufwies. Neukeynesianismus Die moderne keynesianische Theorie geht davon aus, dass Veränderungen der Geldmenge langfristig die Inflationsrate bestimmen, aber kurzfristig durchaus von Lohn und Preisstarrheiten beeinflusst werden können. Außerdem treffen Agenten ökonomische Entscheidungen oft aufgrund von unvollständigen Informationen. Daher kann Fiskal- und Geldpolitik zu einem effizienteren makroökonomischen Ergebnis führen, als Laissez-faire-Politik. Der Neukeynesianismus stellt den gegenwärtigen internationalen Konsens der Makroökonomik dar. Er ist eine Synthese aus Monetarismus, NKM, sowie einigen Elementen des klassischen Keynesianismus. Der Neukeynesianismus führte zur Entwicklung von dynamischen stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen (DSGE), welche heute von vielen Zentralbanken zur Modellierung der Geldpolitik eingesetzt werden. Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen. Heterodoxe Theorien Es gibt Inflationstheorien, die vom Mainstream der ökonomischen Wissenschaft nicht geteilt werden. Österreichische Schule Ludwig von Mises, ein Vertreter der Österreichischen Schule, verstand unter Inflation die Ausweitung (lat. inflare) der ungedeckten Geldmenge. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten. Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern, die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank- und Finanzwesens zu finden (Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln, Zentralbankwesen, Teilreservebanken, Währungsmonopol usw.). Aus dieser Sicht geht auch hervor, dass die Inflation sich nicht gleichmäßig in allen Preisen widerspiegelt, sondern durch Cantillon-Effekte beeinflusst wird. Produktionskosten Die klassischen Ökonomen wie Adam Smith, David Ricardo bis hin zu Karl Marx vertraten eine Produktionskostentheorie des Geldes. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: „Das Verhältnis zwischen dem Werte des Goldes und Silbers und dem irgendwelcher anderer Güter hängt … von dem Verhältnis zwischen der Menge Arbeit ab, die nötig ist, um eine bestimmte Menge Gold und Silber, und der Menge Arbeit, die nötig ist, um eine bestimmte Menge irgendeiner anderen Art auf den Markt zu bringen.“ Die Warenpreise konnten nach der Arbeitswertlehre also nur dann dauerhaft steigen, wenn die Arbeitsproduktivität bei der Gold- oder Silbergewinnung dauerhaft rascher gesteigert werden konnte, als diejenige bei der Produktion der anderen Waren. Nach der Produktionskostentheorie des Geldes (oder nach der Arbeitswerttheorie) führten die großen Gold- und Silberimporte aus Südamerika nach der Entdeckung Amerikas nicht deshalb zu einer Inflation in Europa, weil das viele Gold eine vergleichsweise kleine Menge an Waren „jagte“ – das sagt die Quantitätstheorie des Geldes –, sondern weil plötzlich weniger Arbeitszeit erforderlich war, um eine bestimmte Menge an Gold oder Silber zu gewinnen. Die Ausdehnung der Geldmenge (Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen) war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle. Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt. Die Erhöhung der Geldmenge war also nur Symptom der Verminderung des Wertes der einzelnen Goldmünze. Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Die Wirtschaftssubjekte wollten Gold nicht unter Wert gegen Waren tauschen, so die Annahme der Klassiker. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Aber beispielsweise während der Koalitionskriege floss aus Großbritannien sehr viel Gold ins Ausland ab oder wurde gehortet. Schließlich wurde die Goldeinlösungspflicht für Papierbanknoten durch den englischen Staat aufgehoben. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Die stabilen Preise der Waren in Gold ausgedrückt und die steigenden Preise der Waren in Papiergeld ausgedrückt. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Wird aber in Notzeiten von den Banken der Papiergeldumlauf über den notwendigen Goldumlauf gesteigert, dann steigen genau in dem Maße die Preise in Papiergeld ausgedrückt. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Dann „jagen“ aber zu viele Banknoten zu wenige Waren. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen. Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Steuerung Geldpolitik Obwohl sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik die Inflation beeinflussen können, verlassen sich die meisten Länder seit den 1980er Jahren hauptsächlich auf die Geldpolitik, um die Inflation zu steuern. Wenn eine Inflation über ein akzeptables Niveau hinaus auftritt, kann die Zentralbank des Landes den Zinssatz erhöhen, was in der Regel das Wachstum der Geldmenge verlangsamt oder stoppt. Einige Zentralbanken haben ein symmetrisches Inflationsziel, während andere die Inflation nur kontrollieren, wenn sie einen Schwellenwert überschreitet.Im 21. Jahrhundert befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und stetige Inflationsrate. In den meisten Ländern haben die Zentralbanken oder andere Währungsbehörden die Aufgabe, den Interbankenzins stabil auf niedrigem Niveau und die Zielinflationsrate von etwa 2 bis 3 % zu halten. Zentralbanken streben eine niedrige Inflationsrate an, weil sie glauben, dass eine hohe Inflation wirtschaftliche Kosten verursacht, da Unsicherheit in den Erwartungen über Unterschiede in den relativen Preisen und über die Inflationsrate erzeugt würde. Das Ziel ist daher eine niedrige positive Inflationsrate und nicht eine Null- oder negative Inflationsrate, da letztere Rezessionen verursachen oder verschlimmern könnte. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen) Inflation verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich in einem wirtschaftlichen Abschwung schneller anzupassen. Ferner verringert sie das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die Geldpolitik daran hindert, die Wirtschaft zu stabilisieren. Höhere Zinsen reduzieren die Geldmenge der Wirtschaft, weil weniger Menschen Kredite nachfragen. Wenn Banken Kredite vergeben, werden die Krediterlöse in der Regel auf Bankkonten eingezahlt, die Teil der Geldmenge sind. Wenn also eine Person einen Kredit zurückzahlt und keine anderen Kredite als Ersatz vergeben werden, sinkt die Höhe der Bankeinlagen und damit die Geldmenge. Als beispielsweise der Federal Funds Rate in den frühen 1980er Jahren 15 % überstieg, fiel die Menge der Federal Reserve Dollar um 8,1 % von 8,6 Billionen US-Dollar auf 7,9 Billionen US-Dollar. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Debatte zwischen Keynesianern und Monetaristen über das geeignete Instrument zur Kontrolle der Inflation. Monetaristen betonen eine niedrige und stetige Wachstumsrate der Geldmenge, während die Keynesianer betonen, dass die Gesamtnachfrage während der Wirtschaftsexpansion reduziert und die Nachfrage während der Rezession erhöht wird, um die Inflation stabil zu halten. Andere Methoden Goldstandard Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem das gemeinsame Tauschmittel einer Region Papiernoten sind, die normalerweise frei in voreingestellte, feste Goldmengen umgewandelt werden können. Der Standard legt fest, wie die Golddeckung umgesetzt wird, einschließlich der Menge an Gold pro Währungseinheit. Die Währung selbst hat keinen intrinsischen Wert, wird aber von Händlern akzeptiert, da sie gegen die entsprechende Menge Goldes eingelöst werden kann. Der Goldstandard wurde durch die internationale Übernahme des Bretton-Woods-Systems teilweise aufgegeben. Unter diesem System waren alle anderen wichtigen Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar gebunden, der selbst von der US-Regierung zu einem Kurs von 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Das Bretton-Woods-System brach 1971 zusammen, was dazu führte, dass die meisten Länder auf Fiatgeld umstiegen – Geld, das nur durch die Gesetze und Rechtssicherheit des Landes garantiert wird. Bei einem Goldstandard würde die langfristige Inflationsrate (oder Deflation) durch die Wachstumsrate des Goldangebots im Verhältnis zur Gesamtproduktion bestimmt. Kritiker argumentieren, dass dies zu willkürlichen Schwankungen der Inflationsrate führen und die Geldpolitik im Wesentlichen durch den Goldabbau bestimmt würde. Dies hätte in wirtschaftlichen Abschwüngen katastrophale Folgen. Der Goldstandard wird besonders von Vertretern der heterodoxen Österreichischen Schule propagiert. Preiskontrollen Eine andere historische Methode zur Inflationssteuerung waren Lohn- und Preiskontrollen. Lohn- und Preiskontrollen haben sich in Kriegszeiten in Kombination mit Rationierung bewährt. Ihre Verwendung in anderen Kontexten ist jedoch weitaus gemischter. Zu den bemerkenswerten Misserfolgen bei ihrer Verwendung gehört die Einführung von Lohn- und Preiskontrollen im Jahr 1972 durch Richard Nixon. Viele Ökonomen halten Preisbindungen für sinnlos oder schädlich. Im Allgemeinen werden Lohn- und Preiskontrollen als vorübergehende und außergewöhnliche Maßnahme angesehen, die nur in Verbindung mit Maßnahmen zur Verringerung der zugrunde liegenden Inflationsursachen während des Lohn- und Preiskontrollregimes wirksam sind, z. B. wenn der Krieg gewonnen wird. Sie haben oft sehr negative Auswirkungen aufgrund der verzerrten Preissignale, die sie an den Markt senden. Künstlich niedrige Preise führen oft zu Knappheit und Engpässen und schrecken zukünftige Investitionen ab, was zu weiterem Mangel führt. Die übliche ökonomische Analyse zeigt, dass jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die zu niedrig bepreist wird, zu stark konsumiert wird. Wenn beispielsweise der offizielle Brotpreis zu niedrig ist, wird es zu wenig Brot zu den festgelegten Preisen geben und der Markt wird zu wenig in die Brotherstellung investieren, um den zukünftigen Bedarf zu decken, wodurch das Problem langfristig verschärft wird. Abgrenzung Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind. Kassenhaltung Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch (staatlich) administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor. Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten (Schwarzmarkt) gemessen werden. Ob Inflation vorliegt, ist also eine Frage der Anerkennung einer Definitions-Autorität. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar. Externer Preisschock Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus. Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Inflationssteuer Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort, das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt. Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert (dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist). Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen. Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Siehe auch Liste der Länder nach Inflationsrate Lohn-Preis-Spirale Geräuschlose Kriegsfinanzierung Kippertaler der Kipper- und Wipperinflation Kippermünzstätten (Kursachsen) – Münzstätten der Kipper- und Wipperinflation Böse Halser der Schinderlingszeit, eine Inflation (1457–1460) Shrinkflation Literatur Inflation – Inflationstheorien – Geldpolitik. In: Gabler Wirtschaftslexikon, Gabler Verlag Hans H. Lechner: Währungspolitik. De Gruyter, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-11-007412-5. Fritz Neumark: Inflationsprobleme – Alt und Neu. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (= Göttinger Universitätsreden. Heft 59). Weblinks Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreis-Index für Deutschland Verbraucherpreis-Index für Österreich Schweizerischer Landesindex der Konsumentenpreise Statistiken der EZB (englisch) Inflation in den Neuen Bundesländern (in Quartalsberichten) Jürgen Pätzold: Das Inflationsproblem. Ursachen und Strategien. Informationen und Daten zum US-CPI beim Bureau of Labor Statistics Einzelnachweise
Nicolaus Wurm, Hamburg: Rechtsanwalt - Gesellschaftsrecht, Erbrecht #8941 Abgabenordnung - Zur Frage des groben Verschuldens im Sinne von § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO, wenn der Steuerpflichtige einen Beleg im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung nicht einreicht, weil er ihn vers 01.02.2012 #8942 Erbschaftsteuer - Zur Anwendung des Freibetrages und des verminderten Wertansatzes nach § 13a ErbStG a.F. auf die Übertragung von Rechten betreffend die Be-teiligung an einer GmbH, an der der Schenker 01.02.2012 #8943 Einkommensteuer - Zur Frage, ob eine von der Europäischen Kommission wegen Verstoßes gegen kartellrechtliche Vorschriften verhängte Geldbuße in einen "Sanktionsteil" und in einen nach § 4 Abs. 5 Satz 01.02.2012 #8944 Einkommensteuer - Zur Verfassungsmäßigkeit der Besteuerung von Leibrenten nach § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchstabe a) EStG in der Fassung des AltEinkG vom 5.7.2004 01.02.2012 #8945 Einkommensteuer - Zur Abnutzbarkeit von Zahlungsansprüchen, die aufgrund von zur Reform der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP-Reform 2003) ergangenen EU-Verordnungen zugewiesen werden. 01.02.2012 #8946 Einkommensteuer - Zur Frage der Verfassungsmäßigkeit des rückwirkend angeordneten Ausschlusses der Abzugsfähigkeit von Aufwendungen für ein Erststudium als Werbungskosten nach der durch das BeitrRLUms 01.02.2012 #8947 Einkommensteuer - Zur Frage der Berücksichtigung von Aufwendungen für ein nach erfolgloser vierjähriger Erstausbildung absolviertes Studium als vorweggenommene Werbungskosten. 01.02.2012 #8948 Vorlagebeschluss an den EuGH: Richtlinie 2005/29/EG über unlautere Geschäftspraktiken Art. 3 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 2 Buchst. d; UWG §§ 3, 5 Abs. 1 Nr. 7 01.02.2012 #8949 Misslungene Schönheitsoperation - dennoch kein Schadensersatz vom Arzt 01.02.2012 #8950 Schadensersatz, Diebstahl, Videoüberwachung, verdeckte, Geständnis, Verwertungsverbot, "Früchte des verbotenen Baumes", Schadenshöhe, Anscheinsbeweis 01.02.2012 #8951 Befristetes Arbeitsverhältnis, Befristung, sachgrundlos, Arbeitgeber, derselbe, Vorbeschäftigung 01.02.2012 #8952 Zahlungsklage, Verzugslohn, Verwirkung, Zeitmoment, Umstandsmoment, Annahmeverzug, Darlegungslast der Arbeitnehmerin 01.02.2012 #8953 Vergütungsansprüche, Verfall, Ausschlussfrist, tarifliche, Annahmeverzug, Kündigung, Schriftformerfordernis, Ausscheiden aus dem Betrieb 01.02.2012 #8954 Betriebliche Altersversorgung, Gesamtversorgung, Höhe, Versorgungszuschuss, Kindererziehungszeiten, Berücksichtigung 01.02.2012 #8955 Zahlungsansprüche, Provision, Provisionsvorschüsse, Abschlagszahlung, Rückzahlung, Provisionsanspruch, nachvertraglich, AGB-Inhaltskontrolle 01.02.2012 #8956 Kündigung, Unwirksamkeit, Betriebsratsanhörung, ordnungsgemäß (nicht), Unterrichtung, Eigentumsdelikt, Diebstahl von Fundsachen, Gesichtspunkte, entlastende, Arbeitsverhältnis, Verlauf des Arbeitsverh 01.02.2012 #8957 Gehaltsansprüche, Vergütungspflicht, Annahmeverzug, Freistellung von der Arbeit, Arbeitspflicht, Erlass der Arbeitspflicht, Beschäftigungsanspruch, Auslegung 01.02.2012 #8958 Feststellungsklage, Feststellungsinteresse, Arbeitsleistung, Versetzung an anderen Ort, Direktionsrecht, Schwerbehinderung 01.02.2012 #8959 Zeitpunkt der Versteuerung eines Veräußerungsgewinns auf Grund einer Call-Put-Option 30.01.2012 #8960 Keine Möglichkeit der Änderung eines Vermögensteuerbescheides auf Grund geänderter Feststellungsbescheide über den gemeinen Wert nicht notierter Anteile nach Ablauf der Festsetzungsfrist 30.01.2012 #8961 Kapitalabfindung aus berufsständischer Versorgungseinrichtung als "andere Einkünfte" i. S. des § 22 Nr.1 Satz 3 a) aa)? 30.01.2012 #8962 BGB § 2348 27.01.2012 #8963 Prozesskostenhilfe, teilweise Versagung, Erfolgsaussichten, Zurückverweisung an das Arbeitsgericht, Schuldanerkenntnis, notarielles, Sittenwidrigkeit, Anfechtung 27.01.2012 #8964 Prozesskostenhilfe, Versagung, Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse, Belege, fehlende, Fristsetzung, Nachreichen, Beendigung der Instanz, Nichtberücksichtigung 27.01.2012 #8965 Betriebliche Altersversorgung; Schadenersatz wegen unrichtiger Betriebsrentenauskunft 26.01.2012 #8966 Zweck des § 171 Abs. 14 AO 25.01.2012 #8967 Darlegung einer Rechtsprechungsdivergenz: Gewerblicher Grundstückshandel - Revisionszulassung wegen eines Rechtsfehlers des FG 25.01.2012 #8968 Übergang des wirtschaftlichen Eigentums an einem Grundstück 25.01.2012 #8969 Gegenvorstellung und Anhörungsrüge 25.01.2012 #8970 Häusliches Arbeitszimmer bei Erwerbslosigkeit; Zulässigkeit von gegen eine Entscheidung des FG gerichteten Angriffsmitteln 25.01.2012 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 346 347 348 349
de
q-de-2202
Was ist Inflation und wie wird sie definiert?
Inflation, auch Preissteigerungsrate oder Teuerung, bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Steigt das allgemeine Preisniveau, kann jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen kaufen (Verteuerung). Folglich spiegelt die Inflation eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit wider – ein realer Wertverlust des Zahlungsmittels. Das Gegenteil von Inflation ist Deflation, ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Das übliche Maß für die Inflation ist die Inflationsrate, die annualisierte prozentuale Veränderung eines allgemeinen Preisindexes, normalerweise eines Verbraucherpreisindexes, im Zeitverlauf. Es ist ökonomischer Konsens, dass sowohl Deflation, als auch sehr hohe Inflationsraten und Hyperinflation schädlich sind. Heute befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und konstante Inflationsrate. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen Inflation) verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich im Abschwung schneller anzupassen, und verringert das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die geldpolitische Stabilisierung der Wirtschaft verhindert. Die Aufgabe, die Inflationsrate niedrig und stabil zu halten, wird in der Regel den Zentralbanken übertragen. Sie sollen die Inflationsrate durch Geldpolitik steuern. Dazu nutzen Zentralbanken verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik, die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken, sowie Kommunikationsstrategien wie Forward guidance. Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an. Die Ansichten darüber, welche Faktoren niedrige, moderate oder gar sehr hohe Inflationsraten bestimmen, sind unterschiedlich. Es ist ein aktuelles Forschungsthema der Makroökonomie. Eine niedrige oder moderate Inflation kann auf Schwankungen der realen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder auf Veränderungen des verfügbaren Angebots, beispielsweise bei Knappheiten, zurückgeführt werden. Außerdem können die Inflationserwartungen der ökonomischen Agenten einen wesentlichen Einfluss haben. Inflation beeinflusst Ökonomien auf verschiedene Weisen. Zu den Effekten gehört ein Anstieg der Opportunitätskosten für das Halten von Geld, was Sparen unattraktiver macht und Verschuldung oder Konsum begünstigt. Es kann bei hoher Inflation sogar zu Knappheit kommen, da die Verbraucher aus Sorge vor einem weiteren Preisanstieg Güter horten. Zu den positiven Effekten einer stabilen niedrigen Inflation zählt die Vermeidung von Ineffizienzen, die mit einer Deflation einhergehen. Definition Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Historisch bedeutete Inflation dabei einen spezifischen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Handelsbedarf. Heute verwenden Ökonomen den Begriff Inflation ausschließlich, um sich auf steigende Preisniveaus zu beziehen. Eine Zunahme der Geldmenge kann als monetäre Inflation bezeichnet werden, um sie von steigenden Preisen zu unterscheiden, die der Übersichtlichkeit halber als Preisinflation bezeichnet werden. Ökonomen sind sich einig, dass die Preisinflation auf lange Sicht mit einer Erhöhung der Geldmenge zusammenhängt. Kurz- und mittelfristig können aber andere Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen. Inflation bezieht sich auf die allgemeine Preisentwicklung, nicht auf Änderungen bestimmter Preise. Kaufen Konsumenten beispielsweise mehr Gurken als Tomaten, werden Gurken teurer und Tomaten billiger. Diese Veränderungen sind jedoch keine Inflation – sie spiegeln lediglich eine Veränderung in den Präferenzen der Konsumenten wider. Das Wort Inflation stammt aus dem Lateinischen: das Substantiv „inflatio“, bedeutet „Sichaufblasen“ und stammt vom Verb „flare“ ab, was „blasen“ bedeutet. Andere Begriffe der Wirtschaftswissenschaft im Zusammenhang mit Inflation sind: Deflation – ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus Disinflation – ein Rückgang der Inflationsrate Hyperinflation – eine außer Kontrolle geratene Inflationsspirale Stagflation – eine Kombination aus Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit Reflation – ein Versuch, das allgemeine Preisniveau anzuheben, um einem Deflationsdruck entgegenzuwirken Vermögenspreisinflation – ein allgemeiner Anstieg der Preise von finanziellen Vermögenswerten, wie Aktien, Immobilien oder Gold, ohne einen entsprechenden Anstieg der Preise von Gütern oder Dienstleistungen Messung Da die Inflation als allgemeiner Anstieg des Preisniveaus definiert wird, hängt die Messung der Inflation davon ab, wie das allgemeine Preisniveau bestimmt ist. Es existieren dabei verschiedene mögliche Maßzahlen für das Preisniveau. Benötigt wird ein breiter Preisindex, der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen in der Wirtschaft abbildet. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCEPI) und der BIP-Deflator sind einige Beispiele für solche breiten Preisindizes. Die EZB verwendet zur Messung der Inflation der Eurozone den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt festgesetzt wird. Außerdem werden die Kostenänderungen zum Erwerb von typischen nationalen Konsumbündeln auf das Niveau der Eurozone aggregiert. Neben dieser Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften auch der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen. Warenkorb Verbraucherpreisindizes basieren anders als der BIP-Deflator auf einem repräsentativ ausgewählten Warenkorb. Auf Grundlage dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Kosten der Waren und Dienstleistungen und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat ermittelt in Deutschland das Statistische Bundesamt, in Österreich die Statistik Austria und in der Schweiz das Bundesamt für Statistik die Preissteigerungen und veröffentlicht sie. Messungen der Inflation mittels Warenkörben nehmen implizit an, dass sich das Konsumentenverhalten über definierte Zeiträume nicht verändert. Daher könne sich eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Inflation und der gemessenen Inflation ergeben. Abrupte Änderungen im Konsumentenverhalten können die Inflationsmessung ebenfalls gewichtungsbedingt verzerren. Das hat sich beispielsweise in der COVID-19-Pandemie gezeigt, als aufgrund der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen zahlreiche Waren und Dienstleistungen nicht mehr konsumiert werden konnten und der Warenkorb damit nicht mehr repräsentativ für den Konsum während der Krise war. Weiterhin müssen Qualitätsveränderungen der beobachteten Produkte im Zeitverlauf betrachtet werden. So unterliegen z. B. IT-Produkte einem großen technischen Fortschritt, weshalb die Qualitätsverbesserungen in der Inflationsmessung berücksichtigt werden müssen. Andererseits können Hersteller statt einer Preiserhöhung auch eine Qualitätsverschlechterung des Produktes durchführen, indem etwa die Verpackungsgröße bei gleichem Preis verkleinert wird. Diese und andere Qualitätsveränderungen müssen daher für eine korrekte Inflationsmessung erfasst werden. Daher wenden Statistikbehörden wie das Statistische Bundesamt Methoden zur Qualitätsbereinigung an. Das sind verschiedene statistische Methoden, die sicherstellen sollen, dass trotz qualitativen Veränderungen der Produkte des Warenkorbs "Gleiches mit Gleichem" verglichen wird. In der deutschen Preisstatistik werden unter anderem folgende Methoden zur Qualitätsbereinigung angewendet: Direkter Preisvergleich (Direct Price Comparison) Mengenbereinigung (Package Size Adjustment) Expertenurteil (Judgmental quality adjustment) Hedonische Techniken (Hedonics) Preisänderung interpretiert als reine Qualitätsänderung (Price change taken as quality change) Internationale Studien zeigen, dass die mit Warenkörben ermittelte Inflation systematisch zu hoch liegt. Kernrate Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind. Gefühlte Inflation Gefühlte Inflation bezeichnet die von einigen Konsumenten subjektiv wahrgenommene Inflation, gegenüber der real gemessenen Inflationsrate. Ein Grund für mögliche Abweichungen der gefühlten Inflation zur gemessenen Inflation ist die Tatsache, dass im Warenkorb, der zur Inflationsmessung herangezogen wird, sowohl Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) als auch langlebige Konsumgüter (z. B. Autos) enthalten sind. Daher können die Produkte in Auswahl oder Gewichtung nicht mit jedem individuellen Konsumenten bzw. jeder individuellen Konsumentengruppe übereinstimmen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als die für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als langlebiger Konsumgüter. Auch Preissteigerungen von meist automatisch abgebuchten Zahlungen wie Miete, Versicherungen, Energie und Wasser werden geringer wahrgenommen als bei anderen Gütern. Die moderne Verhaltensökonomik erklärt das Phänomen als kognitive Verzerrung, genauer gesagt als Bestätigungsfehler. Teuro Das Phänomen der gefühlten Inflation wurde insbesondere nach der Einführung des Euro in Deutschland und Österreich breit diskutiert. Dabei kam es nach Umfragen in der deutschen Bevölkerung zu Abweichungen von den statistisch ermittelten Inflationsraten. Aus diesem Grund hat Hans Wolfgang Brachinger in einem gemeinsamen Projekt mit dem Statistischen Bundesamt den Index der wahrgenommenen Inflation für Deutschland berechnet. Es konnte dabei gezeigt werden, dass die wahrgenommene Inflation (gemessen mit Hilfe des Indexes der wahrgenommenen Inflation) bei der Euro-Bargeldeinführung deutlich höher lag als die gemessene Inflationsrate. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Produktkategorien wie Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen relativ höheren Preisanstieg hatten als Produktkategorien wie Computer, Autos oder Pauschalreisen. Eine weitere Erklärung für die gefühlte Abweichung kann auch die schwache Lohnentwicklung sein, die unterhalb der Inflationsrate lag. Die Nettolöhne in Deutschland waren in den 10 Jahren nach Euro-Einführung leicht rückläufig. Die Kaufkraft ist also real gesunken. Auch in Österreich zeigt sich ein Rückgang der Kaufkraft. Effekte Allgemein Inflation spiegelt die Abnahme der Kaufkraft einer Währung wider. Das heißt, wenn das allgemeine Preisniveau steigt, kann jede Währungseinheit insgesamt weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Man unterscheidet dabei zwischen erwarteter und unerwarteter Inflation. Die Effekte der Inflation können davon abhängen, ob es erwartete oder unerwartete Inflation ist. Erwartete Inflation kann von rationalen Akteuren bereits in ökonomische Handlungen und Prognosen integriert werden. Gewerkschaften führen Lohnverhandlungen in Abhängigkeit von der erwarteten Inflationsentwicklung. Unternehmen gestalten die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Inflation. Das ist jedoch kurz- und mittelfristig davon abhängig, inwiefern Starrheiten bei Löhnen und Preisen existieren. Diese können dann nicht sofort an die Inflationserwartungen angepasst werden. Schuldner, die zum Beispiel Schulden mit einem festen Nominalzins haben, erhalten mit steigender Inflationsrate eine Senkung ihres „realen“ Zinssatzes. Der Realzins eines Kredits ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Banken und andere Kreditgeber passen sich dem Inflationsrisiko an, indem sie entweder eine Inflationsrisikoprämie für festverzinsliche Kredite verlangen, oder Kredite mit einem variablen Zinssatz vergeben. Lediglich ein unerwarteter Anstieg der Inflationsrate über die bereits eingepreiste Risikoprämie hinaus würde zu realem Zinsgewinn führen. Negativ Hohe oder unerwartete Inflation gilt als schädlich für die Ökonomie. Sie führt zu Ineffizienzen auf dem Markt und erschwert es Konsumenten und Unternehmen langfristig zu planen. Inflation kann die Produktivität beeinträchtigen, da Unternehmen gezwungen sind, eigene Ressourcen weg von Produkten und Dienstleistungen zu verlagern, um sich auf die Steuerung der Inflation zu konzentrieren. Unsicherheit über die zukünftige Kaufkraft des Geldes führt dazu, dass nominale Vermögenswerte wie Spareinlagen und Anleihen unattraktiver werden, da diese im Falle einer Inflation an Wert verlieren. Dies führt zu höheren Risikoprämien, da Investoren eine Absicherung gegen das eingegangene Inflationsrisiko fordern. Die Folge sind höhere Zinsen, was die Investitionstätigkeit senkt. Bei hoher Inflation wird die Kaufkraft von Personen mit fixem Nominaleinkommen, zu Personen mit variablem Einkommen umverteilt, da deren Einkommen mit der Inflation besser Schritt halten können. Diese Umverteilung der Kaufkraft findet auch zwischen internationalen Handelspartnern statt. Wenn feste Wechselkurse bestehen, führt Inflation dazu, dass sich die Importe aus diesem Währungsraum verteuern. Dies kann sich auf die Handelsbilanz auswirken. Bei flexiblen Wechselkursen führt unerwartete Inflation zu erhöhter Volatilität der Wechselkurse, was sich negativ auf den Handel auswirken kann. Horten Die Menschen kaufen langlebige und/oder nicht verderbliche Waren und andere Güter als Vermögensaufbewahrung, um die erwarteten Verluste durch die sinkende Kaufkraft des Geldes zu vermeiden, die zu einer Verknappung der gehorteten Güter führen. Soziale Unruhen Hohe, nicht durch höhere Löhne hervorgerufene Inflation kann zu massiven Demonstrationen und Revolutionen führen. Die Inflation und insbesondere die Nahrungsmittelinflation wird beispielsweise als einer der Hauptgründe für die Revolution in Tunesien 2010/2011 und die Revolution in Ägypten 2011 angesehen. Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali wurde gestürzt, auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde nach nur 18 Tagen Demonstrationen gestürzt, und die Proteste breiteten sich bald in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Hyperinflation Wenn die Inflation zu hoch wird, kann dies dazu führen, dass die Menschen ihre Verwendung der Währung stark einschränken, was zu einer Beschleunigung der Inflationsrate führt. Die hohe und sich beschleunigende Inflation stört das normale Funktionieren der Wirtschaft massiv und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Waren zu liefern. Hyperinflation kann dazu führen, dass die Landeswährung nicht mehr verwendet wird (z. B. in Nordkorea), was zur Einführung einer Außenwährung (Dollarisierung) führt. Allokative Ineffizienz Eine Änderung des Angebots oder der Nachfrage nach einem Gut führt normalerweise zu einer Änderung seines relativen Preises. Dies signalisiert den Käufern und Verkäufern, dass sie als Reaktion auf die neuen Preise Ressourcen neu zuteilen sollten. Aber wenn sich Preise aufgrund von hoher Inflation ständig ändern, sind Preisänderungen aufgrund echter relativer Preissignale schwer von Preisänderungen aufgrund allgemeiner Inflation zu unterscheiden. Dadurch können die Agenten nur langsam darauf reagieren. Die Folge ist ein Verlust an allokativer Effizienz. Preisanpassungskosten Bei hoher Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufig ändern, um mit den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Aber oft verursacht das Ändern von Preisen selbst wieder Kosten. So müssen Preisschilder und Verträge neu gedruckt, oder ganze Preiskalkulationen neu berechnet werden, was Ressourcen bindet. Man nennt diese Kosten Preisanpassungskosten. Positiv Arbeitsmarkt Die Nominallöhne passen sich nur langsam nach unten an. Dies kann zu anhaltenden Ungleichgewichten und hoher Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen. Da die Inflation die Reallöhne auch bei konstanten Nominallöhnen sinken lässt, ermöglicht eine moderate Inflation ein schnelleres Gleichgewicht auf den Arbeitsmärkten. Dies gilt, insofern die Löhne nicht in Lohnverhandlungen an die Inflation angepasst werden können. Liquiditätsfalle Eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge ist die Möglichkeit, die Leitzinsen festzulegen, also den Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können. Daneben gibt es die Offenmarktpolitik, d. h. Interventionen der Zentralbank auf dem Rentenmarkt, mit dem Ziel, den nominalen Zinssatz zu senken. Beide Maßnahmen sollen die allgemeinen Zinsen senken, um dadurch positive Konjunktureffekte auszulösen. Befindet sich eine Ökonomie in einer Rezession mit bereits niedrigen oder sogar null Nominalzinsen, kann die Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken, um die Wirtschaft anzukurbeln – diese Situation wird als Liquiditätsfalle bezeichnet. Diese Situation kann aber durch niedrige und konstante Inflation verhindert werden. Mundell-Tobin-Effekt Robert Mundell stellte fest, dass eine moderate Inflation die Sparer veranlassen würde, Kredite durch Spareinlagen zu ersetzen, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Diese Substitution würde dazu führen, dass die Realzinssätze für das Marktgleichgewicht sinken. Der niedrigere Realzins würde zu einer höheren Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen führen. In ähnlicher Weise zeigte James Tobin, dass eine solche Inflation Unternehmen dazu veranlassen würde, Investitionen in Sachkapital (Anlagen, Ausrüstung und Vorräte) durch Geldguthaben in ihren Vermögensportfolios zu ersetzen. Diese Substitution würde bedeuten, sich für Investitionen mit niedrigeren realen Renditen zu entscheiden. (Die Renditen sind niedriger, da bereits früher Investitionen mit höheren Renditen getätigt wurden.) Sofern die Wirtschaft nicht bereits nach Modellen der Wachstumstheorie überinvestiert, würden diese zusätzlichen Investitionen positive Effekte haben. Formen Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: akzelerierte Phase (steigende, beschleunigte) – stabilisierte (gleichbleibende) Phase – dezelerierte (abnehmende) Phase. Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Der Begriff „Inflation“ bezeichnete ursprünglich die Inflationen der frühen 1920er Jahre, die heute als schwere oder Hyperinflationen gelten. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Leichte Inflation (bis etwa 5 % Wertverlust im Jahr) hat nachfragefördernde Wirkung, da Leute ihr Geld ausgeben oder investieren wollen. Freilich verlangen sie für Investitionen immer noch eine Liquiditätsprämie, das heißt die Renditen müssen deutlich über der Inflationsrate liegen. Bei schwerer Inflation (ab rund 5 % Wertverlust im Jahr) verliert das Tauschmittel Geld seinen Wert schneller als andere Güter (zum Beispiel Immobilien, Aktien, Sachkapital allgemein) und büßt daher die Wertmaßstabsfunktion und Wertaufbewahrungsfunktion ein, stattdessen wird eine Ersatzwährung verwendet, so zum Beispiel Zigaretten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der US-Dollar in der Türkei (früher) oder Argentinien. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, überschulden sich. Besonders schwere Inflationen mit monatlichen Wertverlusten von über 50 % werden auch als Hyperinflationen bezeichnet. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Schwere Inflationen waren in der Geschichte unter anderem zu beobachten: die Preisrevolution im 16. Jahrhundert, um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (siehe Kipper- und Wipperzeit und Kursächsische Kippermünzstätten), in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat, um 1920 bis 1924 in Österreich, um 1923 in Deutschland und in Ungarn, 1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform), 1945–1946 in Ungarn (siehe Pengő) Nach den beiden Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 kam es zu relativ hohen Inflationsraten. In den 1970er Jahren trugen auch andere Faktoren zu relativ hohen Inflationsraten bei, jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien, jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien (→ Brasilianischer Real), um 1995 in Mexiko (→ Peso), um 1997 in Südostasien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise), um 2002 in Argentinien, Hyperinflation 2008/2009 in Simbabwe; nach dessen Abschaffung im Oktober 2015 hatte das Land bis 2019 keine eigene Währung mehr. Laut dem CATO Institute betrug die Hyperinflation in Simbabwe per Ende Oktober 2008 gegenüber Ende Oktober 2007 2,79 Trillionen %. Ursachen Die Geldmenge wird weithin als wichtigste Ursache für hohe Inflationen bis Hyperinflationen und langfristige Inflationsraten akzeptiert. Folglich existiert unter Ökonomen inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Inflationsrate auf lange Sicht im Wesentlichen von der Wachstumsrate der Geldmenge im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum abhängt. Kurz- und mittelfristig kann die Inflation aber außerdem durch die relative Elastizität von Löhnen, Preisen, Zinssätzen, Angebot und Nachfrage, sowie der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beeinflusst werden. Außerdem spielen die Erwartungen der ökonomischen Agenten eine wesentliche Rolle. Geldmenge Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung: . Dabei ist Geldmenge Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Preisniveau Reale Produktion An der umgestellten Gleichung bzw. an der Darstellung mit Änderungsraten kann man erkennen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn (bei Konstanz der jeweiligen beiden anderen Größen) die Geldmenge zunimmt (Geldschöpfung), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunimmt (empirische Untersuchungen zeigen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig annähernd konstant bleibt), die reale Produktion (das Handelsvolumen) sinkt. Betrachtet man alle vier Größen gleichzeitig, entsteht nach der Quantitätsgleichung Inflation () dann, wenn das Geldmengenwachstum () größer ist als die Differenz aus der Änderung des Handelsvolumens und der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit (). Die Inflation lässt sich also kurz- bis mittelfristig nicht auf eine Ausweitung der Geldmenge reduzieren, sondern es müssen ebenso die Umlaufgeschwindigkeit und die reale Produktion betrachtet werden. Der langfristige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung ist empirisch gut belegt. Auf kurze bis mittlere Sicht kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Zusammenhang kommen. Angebot Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; ) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind. Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will. Nachfrage Kommt es zur Nachfragesoginflation (), sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach Gütern derart schnell, dass die Angebotsseite nicht durch Anheben des mengenmäßigen Angebots reagieren kann und stattdessen die Preise nach den Marktgesetzen steigen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich. Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Man unterscheidet zusätzlich zwischen „hausgemachter“ und „importierter“ Nachfragesoginflation, je nachdem, ob die Nachfrage aus dem In- oder Ausland herrührt. Erwartungen Die Erwartungen der ökonomischen Agenten über zukünftige Inflationsraten sind sehr wichtig in der Ökonomie. Sie können die Inflationsraten, Zinssätze und damit die Konjunktur wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel werden Unternehmen abhängig von ihren Inflationserwartungen unternehmerische Entscheidungen, etwa über Investitionen, treffen. Konsumenten passen ihr Konsumverhalten abhängig von ihren Inflationserwartungen an. Der Kommunikation der Geldpolitik kommt somit eine Schlüsselrolle zu. Notenbanken nutzen Kommunikationsstrategien wie Forward guidance, um die Inflationserwartungen von Märkten und Konsumenten zu beeinflussen. Studien zeigen eine konjunkturstabiliserende Wirkung. Theorien Über die Ursachen der Inflation gab es historisch verschiedene Theorien. Dabei ist besonders Debatte zwischen Monetaristen und Keynesianern hervorzuheben. Diese wurden im Rahmen der neukeynesianischen Synthese zusammengeführt. Der Neukeynesianismus stellt die heute allgemein akzeptierte makroökonomische Theorie dar. Daneben gibt es heterodoxe Theorien über Inflation. Diese werden vom ökonomischen Mainstream nicht geteilt. Keynesianismus Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden (Phillips-Kurve). Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt (siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate). Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus – man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK), Synonym Transformationskurve – so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer (vgl. Nachfrage-Sog-Inflation oben). Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist. Monetarismus Der Monetarismus sieht allein im Wachstum der Geldmenge die Ursache für Inflation. Milton Friedman prägte dafür den griffigen Slogan:„Money matters“ – „Es kommt auf die Geldmenge an“. Inflation sei immer und überall ein monetäres Phänomen. Der Monetarismus griff eine zentrale Annahme der keynesianischen Inflationstheorie an: die Phillips-Kurve. Friedman und Edmund Phelps (der kein Monetarist war) schlugen eine "erweiterte" Form der Phillips-Kurve vor, die die Möglichkeit eines stabilen, langfristigen Kompromisses zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ausschloss. Die Ölschocks der 1970er Jahre führten zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Inflation, wodurch Friedman und Phelps empirisch bestätigt wurden. Der Monetarismus war in den frühen 1980er Jahren besonders einflussreich. Er verlor in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder an Einfluss, da es den Zentralbanken schwerfiel, die Geldmenge anstelle der Zinssätze zu steuern. NKM Die neue klassische Makroökonomie (NKM) forderte zentrale Annahmen des Keynesianismus heraus. Die theoretische Weiterentwicklung war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die Modellbildung durch Robert Lucas. Zuvor hatten keynesianische Ökonomen im Allgemeinen mit adaptive Erwartungen gearbeitet, bei denen angenommen wurde, dass ökonomische Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Rationalen Erwartungen bedeuten eine höhere Komplexität der Agenten. Zum Beispiel werden Verbraucher nicht einfach eine Inflationsrate von 2 % annehmen, nur weil dies der Durchschnitt der letzten Jahre war. Sie werden sich mit der aktuellen Geldpolitik und den wirtschaftlichen Bedingungen befassen, um eine eigene Prognose zu erstellen. Die NKM konnte zeigen, dass unter Annahme von perfekter Preiselastizität und rationalen Erwartungen Geldpolitik nur zu Inflation führe und keine konjunkturellen Effekte aufwies. Neukeynesianismus Die moderne keynesianische Theorie geht davon aus, dass Veränderungen der Geldmenge langfristig die Inflationsrate bestimmen, aber kurzfristig durchaus von Lohn und Preisstarrheiten beeinflusst werden können. Außerdem treffen Agenten ökonomische Entscheidungen oft aufgrund von unvollständigen Informationen. Daher kann Fiskal- und Geldpolitik zu einem effizienteren makroökonomischen Ergebnis führen, als Laissez-faire-Politik. Der Neukeynesianismus stellt den gegenwärtigen internationalen Konsens der Makroökonomik dar. Er ist eine Synthese aus Monetarismus, NKM, sowie einigen Elementen des klassischen Keynesianismus. Der Neukeynesianismus führte zur Entwicklung von dynamischen stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen (DSGE), welche heute von vielen Zentralbanken zur Modellierung der Geldpolitik eingesetzt werden. Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen. Heterodoxe Theorien Es gibt Inflationstheorien, die vom Mainstream der ökonomischen Wissenschaft nicht geteilt werden. Österreichische Schule Ludwig von Mises, ein Vertreter der Österreichischen Schule, verstand unter Inflation die Ausweitung (lat. inflare) der ungedeckten Geldmenge. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten. Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern, die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank- und Finanzwesens zu finden (Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln, Zentralbankwesen, Teilreservebanken, Währungsmonopol usw.). Aus dieser Sicht geht auch hervor, dass die Inflation sich nicht gleichmäßig in allen Preisen widerspiegelt, sondern durch Cantillon-Effekte beeinflusst wird. Produktionskosten Die klassischen Ökonomen wie Adam Smith, David Ricardo bis hin zu Karl Marx vertraten eine Produktionskostentheorie des Geldes. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: „Das Verhältnis zwischen dem Werte des Goldes und Silbers und dem irgendwelcher anderer Güter hängt … von dem Verhältnis zwischen der Menge Arbeit ab, die nötig ist, um eine bestimmte Menge Gold und Silber, und der Menge Arbeit, die nötig ist, um eine bestimmte Menge irgendeiner anderen Art auf den Markt zu bringen.“ Die Warenpreise konnten nach der Arbeitswertlehre also nur dann dauerhaft steigen, wenn die Arbeitsproduktivität bei der Gold- oder Silbergewinnung dauerhaft rascher gesteigert werden konnte, als diejenige bei der Produktion der anderen Waren. Nach der Produktionskostentheorie des Geldes (oder nach der Arbeitswerttheorie) führten die großen Gold- und Silberimporte aus Südamerika nach der Entdeckung Amerikas nicht deshalb zu einer Inflation in Europa, weil das viele Gold eine vergleichsweise kleine Menge an Waren „jagte“ – das sagt die Quantitätstheorie des Geldes –, sondern weil plötzlich weniger Arbeitszeit erforderlich war, um eine bestimmte Menge an Gold oder Silber zu gewinnen. Die Ausdehnung der Geldmenge (Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen) war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle. Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt. Die Erhöhung der Geldmenge war also nur Symptom der Verminderung des Wertes der einzelnen Goldmünze. Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Die Wirtschaftssubjekte wollten Gold nicht unter Wert gegen Waren tauschen, so die Annahme der Klassiker. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Aber beispielsweise während der Koalitionskriege floss aus Großbritannien sehr viel Gold ins Ausland ab oder wurde gehortet. Schließlich wurde die Goldeinlösungspflicht für Papierbanknoten durch den englischen Staat aufgehoben. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Die stabilen Preise der Waren in Gold ausgedrückt und die steigenden Preise der Waren in Papiergeld ausgedrückt. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Wird aber in Notzeiten von den Banken der Papiergeldumlauf über den notwendigen Goldumlauf gesteigert, dann steigen genau in dem Maße die Preise in Papiergeld ausgedrückt. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Dann „jagen“ aber zu viele Banknoten zu wenige Waren. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen. Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Steuerung Geldpolitik Obwohl sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik die Inflation beeinflussen können, verlassen sich die meisten Länder seit den 1980er Jahren hauptsächlich auf die Geldpolitik, um die Inflation zu steuern. Wenn eine Inflation über ein akzeptables Niveau hinaus auftritt, kann die Zentralbank des Landes den Zinssatz erhöhen, was in der Regel das Wachstum der Geldmenge verlangsamt oder stoppt. Einige Zentralbanken haben ein symmetrisches Inflationsziel, während andere die Inflation nur kontrollieren, wenn sie einen Schwellenwert überschreitet.Im 21. Jahrhundert befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und stetige Inflationsrate. In den meisten Ländern haben die Zentralbanken oder andere Währungsbehörden die Aufgabe, den Interbankenzins stabil auf niedrigem Niveau und die Zielinflationsrate von etwa 2 bis 3 % zu halten. Zentralbanken streben eine niedrige Inflationsrate an, weil sie glauben, dass eine hohe Inflation wirtschaftliche Kosten verursacht, da Unsicherheit in den Erwartungen über Unterschiede in den relativen Preisen und über die Inflationsrate erzeugt würde. Das Ziel ist daher eine niedrige positive Inflationsrate und nicht eine Null- oder negative Inflationsrate, da letztere Rezessionen verursachen oder verschlimmern könnte. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen) Inflation verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich in einem wirtschaftlichen Abschwung schneller anzupassen. Ferner verringert sie das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die Geldpolitik daran hindert, die Wirtschaft zu stabilisieren. Höhere Zinsen reduzieren die Geldmenge der Wirtschaft, weil weniger Menschen Kredite nachfragen. Wenn Banken Kredite vergeben, werden die Krediterlöse in der Regel auf Bankkonten eingezahlt, die Teil der Geldmenge sind. Wenn also eine Person einen Kredit zurückzahlt und keine anderen Kredite als Ersatz vergeben werden, sinkt die Höhe der Bankeinlagen und damit die Geldmenge. Als beispielsweise der Federal Funds Rate in den frühen 1980er Jahren 15 % überstieg, fiel die Menge der Federal Reserve Dollar um 8,1 % von 8,6 Billionen US-Dollar auf 7,9 Billionen US-Dollar. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Debatte zwischen Keynesianern und Monetaristen über das geeignete Instrument zur Kontrolle der Inflation. Monetaristen betonen eine niedrige und stetige Wachstumsrate der Geldmenge, während die Keynesianer betonen, dass die Gesamtnachfrage während der Wirtschaftsexpansion reduziert und die Nachfrage während der Rezession erhöht wird, um die Inflation stabil zu halten. Andere Methoden Goldstandard Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem das gemeinsame Tauschmittel einer Region Papiernoten sind, die normalerweise frei in voreingestellte, feste Goldmengen umgewandelt werden können. Der Standard legt fest, wie die Golddeckung umgesetzt wird, einschließlich der Menge an Gold pro Währungseinheit. Die Währung selbst hat keinen intrinsischen Wert, wird aber von Händlern akzeptiert, da sie gegen die entsprechende Menge Goldes eingelöst werden kann. Der Goldstandard wurde durch die internationale Übernahme des Bretton-Woods-Systems teilweise aufgegeben. Unter diesem System waren alle anderen wichtigen Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar gebunden, der selbst von der US-Regierung zu einem Kurs von 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Das Bretton-Woods-System brach 1971 zusammen, was dazu führte, dass die meisten Länder auf Fiatgeld umstiegen – Geld, das nur durch die Gesetze und Rechtssicherheit des Landes garantiert wird. Bei einem Goldstandard würde die langfristige Inflationsrate (oder Deflation) durch die Wachstumsrate des Goldangebots im Verhältnis zur Gesamtproduktion bestimmt. Kritiker argumentieren, dass dies zu willkürlichen Schwankungen der Inflationsrate führen und die Geldpolitik im Wesentlichen durch den Goldabbau bestimmt würde. Dies hätte in wirtschaftlichen Abschwüngen katastrophale Folgen. Der Goldstandard wird besonders von Vertretern der heterodoxen Österreichischen Schule propagiert. Preiskontrollen Eine andere historische Methode zur Inflationssteuerung waren Lohn- und Preiskontrollen. Lohn- und Preiskontrollen haben sich in Kriegszeiten in Kombination mit Rationierung bewährt. Ihre Verwendung in anderen Kontexten ist jedoch weitaus gemischter. Zu den bemerkenswerten Misserfolgen bei ihrer Verwendung gehört die Einführung von Lohn- und Preiskontrollen im Jahr 1972 durch Richard Nixon. Viele Ökonomen halten Preisbindungen für sinnlos oder schädlich. Im Allgemeinen werden Lohn- und Preiskontrollen als vorübergehende und außergewöhnliche Maßnahme angesehen, die nur in Verbindung mit Maßnahmen zur Verringerung der zugrunde liegenden Inflationsursachen während des Lohn- und Preiskontrollregimes wirksam sind, z. B. wenn der Krieg gewonnen wird. Sie haben oft sehr negative Auswirkungen aufgrund der verzerrten Preissignale, die sie an den Markt senden. Künstlich niedrige Preise führen oft zu Knappheit und Engpässen und schrecken zukünftige Investitionen ab, was zu weiterem Mangel führt. Die übliche ökonomische Analyse zeigt, dass jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die zu niedrig bepreist wird, zu stark konsumiert wird. Wenn beispielsweise der offizielle Brotpreis zu niedrig ist, wird es zu wenig Brot zu den festgelegten Preisen geben und der Markt wird zu wenig in die Brotherstellung investieren, um den zukünftigen Bedarf zu decken, wodurch das Problem langfristig verschärft wird. Abgrenzung Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind. Kassenhaltung Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch (staatlich) administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor. Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten (Schwarzmarkt) gemessen werden. Ob Inflation vorliegt, ist also eine Frage der Anerkennung einer Definitions-Autorität. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar. Externer Preisschock Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus. Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Inflationssteuer Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort, das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt. Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert (dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist). Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen. Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Siehe auch Liste der Länder nach Inflationsrate Lohn-Preis-Spirale Geräuschlose Kriegsfinanzierung Kippertaler der Kipper- und Wipperinflation Kippermünzstätten (Kursachsen) – Münzstätten der Kipper- und Wipperinflation Böse Halser der Schinderlingszeit, eine Inflation (1457–1460) Shrinkflation Literatur Inflation – Inflationstheorien – Geldpolitik. In: Gabler Wirtschaftslexikon, Gabler Verlag Hans H. Lechner: Währungspolitik. De Gruyter, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-11-007412-5. Fritz Neumark: Inflationsprobleme – Alt und Neu. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (= Göttinger Universitätsreden. Heft 59). Weblinks Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreis-Index für Deutschland Verbraucherpreis-Index für Österreich Schweizerischer Landesindex der Konsumentenpreise Statistiken der EZB (englisch) Inflation in den Neuen Bundesländern (in Quartalsberichten) Jürgen Pätzold: Das Inflationsproblem. Ursachen und Strategien. Informationen und Daten zum US-CPI beim Bureau of Labor Statistics Einzelnachweise
Wegen eines Tippfehlers ist ein Hartz-IV-Betrüger in Niedersachsen aufgeflogen. Wie der Zoll in Osnabrück am Donnerstag mitteilte, hatte der 51-Jährige dem Jobcenter die Höhe seiner Einkünfte aus selbstständiger Arbeit nicht ordnungsgemäß gemeldet und so 13.800 Euro zu Unrecht kassiert. » Ein Mitarbeiter eines dubiosen Schlüsseldienstes ist in Augsburg wegen Wuchers zu einer Geldstrafe von 2000 Euro verurteilt worden. Der 52-Jährige hatte laut Anklage von einem Mann, der sich aus seiner Wohnung ausgesperrt hatte, für die Öffnung der Tür im Voraus rund 414 Euro verlangt - für weniger als zehn Minuten Arbeit. » Ein Streit um den Aufruf zu Hitzepausen beim Playmobil-Hersteller Geobra Brandstätter spaltet den Betriebsrat des Unternehmens. Der Versuch einer gütlichen Einigung im Amtsenthebungsverfahren des Herstellers gegen acht Mitglieder des Gremiums scheiterte am Montag im Nürnberger Arbeitsgericht. » 12.000 Euro pro Kind: Baukindergeld kann ab heute beantragt werden Staatliche Zuschüsse für Hausbau und Wohnungskauf: Eltern können ab dem 18. September das neu eingeführte Baukindergeld beantragen. Um die Fördermittel zu beziehen, müssen aber einige Voraussetzungen erfüllt sein. » Katholische Klinik kündigte Arzt, weil er nochmal heiratete - EuGH watscht Kirche ab Die Kündigung eines Chefarztes durch ein katholisches Krankenhaus wegen Wiederheirat kann eine "verbotene Diskriminierung" aufgrund der Religion darstellen. » Gerichtsvollzieher, Lohnpfändung, Haftbefehl: Betrüger kassieren mit solchen Drohungen dreist ab. Auch seriöse Inkassofirmen machen so mächtig Druck – und dürfen das, wie der BGH jetzt entschied. So lassen sich gefälschte Forderungen von begründeten unterscheiden. Von FOCUS-Online-Autorin Berrit Gräber » Kinder müssen finanziell einspringen, wenn ihre Eltern den Lebensunterhalt nicht mehr selbst tragen können. Das gilt auch, wenn die Eltern pflegebedürftig sind und die Versicherung nicht alle Kosten deckt. Doch es gibt Ausnahmen. Darauf weist die Verbraucherzentrale Hessen hin. » Wegen Kuhle im Doppelbett: Single verklagt Bettengeschäft Ein Single ist mit seiner Klage gegen ein Möbelhaus wegen einer Kuhle im gekauften Doppelbett gescheitert. Wie das Landgericht Koblenz am Freitag mitteilte, hatte der "Alleinschläfer" ein Boxspringbett mit einem gefederten Untergestell, zwei nebeneinanderliegenden Matratzen und einer aufliegenden Matte (Topper) mit den Maßen 1,60 mal 2,00 Meter für 2000 Euro gekauft. » Arbeitgeber haben es künftig leichter, Bilder von Überwachungskameras als Beweis für Diebstähle und andere Verfehlungen von Arbeitnehmern vor Gericht einzusetzen. Das hat das Bundesarbeitsgericht am Donnerstag entschieden. » Bayer-Chef Werner Baumann hat mit der Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto Finanzgeschichte geschrieben - doch bisher gab es nur Ärger. Der Berechnung einer US-Bank zufolge drohen dem Unternehmen Schadensersatzzahlungen von fünf Milliarden US-Dollar - wegen des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat. » Ein Fluggast hat sich vor dem Amtsgericht Nürtingen gegen die Fluglinie Eurowings durchgesetzt - trotz aller Blockadeversuche durch das Unternehmen. Bei einem Urlaubsflug hatte die Airline den Kinderwagen der Familie beschädigt, wollte jedoch nicht für den Schaden aufkommen. Das mussten die Geschädigten erst vor Gericht einklagen. » dpa/Jens Schierenbeck, dpa/Marcus Führer dpa, FOCUS Online/Wochit (3), Screenshot: NRD "NDR Talkshow", AFP (2), Getty Images/mapodile, WirWinzer/FOL, netbank, dpa/Burhan Ozbilici/AP, dpa/Matthias Balk, Barclays Bank PLC, dpa/Horst Ossinger, dpa/Caroline Seidel, dpa (8), dpa/Marijan Murat, Wochit/FOCUS Online, Oliver Berg/dpa, Jassy Harant, dpa/Felix Hörhager, dpa/Andrea Warnecke (2), ADAC, dpa/Ralf Hirschberger, dpa / Jens Schierenbeck, Erwin Wodicka - wodicka@aon.at, www.die-frau-am-grill.de, dpa/Steven Lüdtke/Forum Moderne Landwirtschaft, Cardscout, Getty Images/iStockphoto/Alena Kravchenko, FOCUS Online, dpa/Oliver Berg, dpa/Jan Woitas, dpa/Christian Charisius, Focus Online, Targobank, dpa/David Ebener (2), Getty Images/praetorianphoto, dpa/Lukas Schulze/dpa, Colourbox.de (5) '),K(a.childNodes,function(t,e){L(n,e)})}if(document.querySelectorAll("#sidebar > .block.grid_4 > .header+.content+.footer").length>0){var 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de
q-de-2202
Was ist Inflation und wie wird sie definiert?
Inflation, auch Preissteigerungsrate oder Teuerung, bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Steigt das allgemeine Preisniveau, kann jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen kaufen (Verteuerung). Folglich spiegelt die Inflation eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit wider – ein realer Wertverlust des Zahlungsmittels. Das Gegenteil von Inflation ist Deflation, ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Das übliche Maß für die Inflation ist die Inflationsrate, die annualisierte prozentuale Veränderung eines allgemeinen Preisindexes, normalerweise eines Verbraucherpreisindexes, im Zeitverlauf. Es ist ökonomischer Konsens, dass sowohl Deflation, als auch sehr hohe Inflationsraten und Hyperinflation schädlich sind. Heute befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und konstante Inflationsrate. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen Inflation) verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich im Abschwung schneller anzupassen, und verringert das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die geldpolitische Stabilisierung der Wirtschaft verhindert. Die Aufgabe, die Inflationsrate niedrig und stabil zu halten, wird in der Regel den Zentralbanken übertragen. Sie sollen die Inflationsrate durch Geldpolitik steuern. Dazu nutzen Zentralbanken verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik, die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken, sowie Kommunikationsstrategien wie Forward guidance. Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an. Die Ansichten darüber, welche Faktoren niedrige, moderate oder gar sehr hohe Inflationsraten bestimmen, sind unterschiedlich. Es ist ein aktuelles Forschungsthema der Makroökonomie. Eine niedrige oder moderate Inflation kann auf Schwankungen der realen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder auf Veränderungen des verfügbaren Angebots, beispielsweise bei Knappheiten, zurückgeführt werden. Außerdem können die Inflationserwartungen der ökonomischen Agenten einen wesentlichen Einfluss haben. Inflation beeinflusst Ökonomien auf verschiedene Weisen. Zu den Effekten gehört ein Anstieg der Opportunitätskosten für das Halten von Geld, was Sparen unattraktiver macht und Verschuldung oder Konsum begünstigt. Es kann bei hoher Inflation sogar zu Knappheit kommen, da die Verbraucher aus Sorge vor einem weiteren Preisanstieg Güter horten. Zu den positiven Effekten einer stabilen niedrigen Inflation zählt die Vermeidung von Ineffizienzen, die mit einer Deflation einhergehen. Definition Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Historisch bedeutete Inflation dabei einen spezifischen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Handelsbedarf. Heute verwenden Ökonomen den Begriff Inflation ausschließlich, um sich auf steigende Preisniveaus zu beziehen. Eine Zunahme der Geldmenge kann als monetäre Inflation bezeichnet werden, um sie von steigenden Preisen zu unterscheiden, die der Übersichtlichkeit halber als Preisinflation bezeichnet werden. Ökonomen sind sich einig, dass die Preisinflation auf lange Sicht mit einer Erhöhung der Geldmenge zusammenhängt. Kurz- und mittelfristig können aber andere Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen. Inflation bezieht sich auf die allgemeine Preisentwicklung, nicht auf Änderungen bestimmter Preise. Kaufen Konsumenten beispielsweise mehr Gurken als Tomaten, werden Gurken teurer und Tomaten billiger. Diese Veränderungen sind jedoch keine Inflation – sie spiegeln lediglich eine Veränderung in den Präferenzen der Konsumenten wider. Das Wort Inflation stammt aus dem Lateinischen: das Substantiv „inflatio“, bedeutet „Sichaufblasen“ und stammt vom Verb „flare“ ab, was „blasen“ bedeutet. Andere Begriffe der Wirtschaftswissenschaft im Zusammenhang mit Inflation sind: Deflation – ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus Disinflation – ein Rückgang der Inflationsrate Hyperinflation – eine außer Kontrolle geratene Inflationsspirale Stagflation – eine Kombination aus Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit Reflation – ein Versuch, das allgemeine Preisniveau anzuheben, um einem Deflationsdruck entgegenzuwirken Vermögenspreisinflation – ein allgemeiner Anstieg der Preise von finanziellen Vermögenswerten, wie Aktien, Immobilien oder Gold, ohne einen entsprechenden Anstieg der Preise von Gütern oder Dienstleistungen Messung Da die Inflation als allgemeiner Anstieg des Preisniveaus definiert wird, hängt die Messung der Inflation davon ab, wie das allgemeine Preisniveau bestimmt ist. Es existieren dabei verschiedene mögliche Maßzahlen für das Preisniveau. Benötigt wird ein breiter Preisindex, der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen in der Wirtschaft abbildet. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCEPI) und der BIP-Deflator sind einige Beispiele für solche breiten Preisindizes. Die EZB verwendet zur Messung der Inflation der Eurozone den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt festgesetzt wird. Außerdem werden die Kostenänderungen zum Erwerb von typischen nationalen Konsumbündeln auf das Niveau der Eurozone aggregiert. Neben dieser Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften auch der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen. Warenkorb Verbraucherpreisindizes basieren anders als der BIP-Deflator auf einem repräsentativ ausgewählten Warenkorb. Auf Grundlage dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Kosten der Waren und Dienstleistungen und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat ermittelt in Deutschland das Statistische Bundesamt, in Österreich die Statistik Austria und in der Schweiz das Bundesamt für Statistik die Preissteigerungen und veröffentlicht sie. Messungen der Inflation mittels Warenkörben nehmen implizit an, dass sich das Konsumentenverhalten über definierte Zeiträume nicht verändert. Daher könne sich eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Inflation und der gemessenen Inflation ergeben. Abrupte Änderungen im Konsumentenverhalten können die Inflationsmessung ebenfalls gewichtungsbedingt verzerren. Das hat sich beispielsweise in der COVID-19-Pandemie gezeigt, als aufgrund der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen zahlreiche Waren und Dienstleistungen nicht mehr konsumiert werden konnten und der Warenkorb damit nicht mehr repräsentativ für den Konsum während der Krise war. Weiterhin müssen Qualitätsveränderungen der beobachteten Produkte im Zeitverlauf betrachtet werden. So unterliegen z. B. IT-Produkte einem großen technischen Fortschritt, weshalb die Qualitätsverbesserungen in der Inflationsmessung berücksichtigt werden müssen. Andererseits können Hersteller statt einer Preiserhöhung auch eine Qualitätsverschlechterung des Produktes durchführen, indem etwa die Verpackungsgröße bei gleichem Preis verkleinert wird. Diese und andere Qualitätsveränderungen müssen daher für eine korrekte Inflationsmessung erfasst werden. Daher wenden Statistikbehörden wie das Statistische Bundesamt Methoden zur Qualitätsbereinigung an. Das sind verschiedene statistische Methoden, die sicherstellen sollen, dass trotz qualitativen Veränderungen der Produkte des Warenkorbs "Gleiches mit Gleichem" verglichen wird. In der deutschen Preisstatistik werden unter anderem folgende Methoden zur Qualitätsbereinigung angewendet: Direkter Preisvergleich (Direct Price Comparison) Mengenbereinigung (Package Size Adjustment) Expertenurteil (Judgmental quality adjustment) Hedonische Techniken (Hedonics) Preisänderung interpretiert als reine Qualitätsänderung (Price change taken as quality change) Internationale Studien zeigen, dass die mit Warenkörben ermittelte Inflation systematisch zu hoch liegt. Kernrate Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind. Gefühlte Inflation Gefühlte Inflation bezeichnet die von einigen Konsumenten subjektiv wahrgenommene Inflation, gegenüber der real gemessenen Inflationsrate. Ein Grund für mögliche Abweichungen der gefühlten Inflation zur gemessenen Inflation ist die Tatsache, dass im Warenkorb, der zur Inflationsmessung herangezogen wird, sowohl Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) als auch langlebige Konsumgüter (z. B. Autos) enthalten sind. Daher können die Produkte in Auswahl oder Gewichtung nicht mit jedem individuellen Konsumenten bzw. jeder individuellen Konsumentengruppe übereinstimmen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als die für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als langlebiger Konsumgüter. Auch Preissteigerungen von meist automatisch abgebuchten Zahlungen wie Miete, Versicherungen, Energie und Wasser werden geringer wahrgenommen als bei anderen Gütern. Die moderne Verhaltensökonomik erklärt das Phänomen als kognitive Verzerrung, genauer gesagt als Bestätigungsfehler. Teuro Das Phänomen der gefühlten Inflation wurde insbesondere nach der Einführung des Euro in Deutschland und Österreich breit diskutiert. Dabei kam es nach Umfragen in der deutschen Bevölkerung zu Abweichungen von den statistisch ermittelten Inflationsraten. Aus diesem Grund hat Hans Wolfgang Brachinger in einem gemeinsamen Projekt mit dem Statistischen Bundesamt den Index der wahrgenommenen Inflation für Deutschland berechnet. Es konnte dabei gezeigt werden, dass die wahrgenommene Inflation (gemessen mit Hilfe des Indexes der wahrgenommenen Inflation) bei der Euro-Bargeldeinführung deutlich höher lag als die gemessene Inflationsrate. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Produktkategorien wie Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen relativ höheren Preisanstieg hatten als Produktkategorien wie Computer, Autos oder Pauschalreisen. Eine weitere Erklärung für die gefühlte Abweichung kann auch die schwache Lohnentwicklung sein, die unterhalb der Inflationsrate lag. Die Nettolöhne in Deutschland waren in den 10 Jahren nach Euro-Einführung leicht rückläufig. Die Kaufkraft ist also real gesunken. Auch in Österreich zeigt sich ein Rückgang der Kaufkraft. Effekte Allgemein Inflation spiegelt die Abnahme der Kaufkraft einer Währung wider. Das heißt, wenn das allgemeine Preisniveau steigt, kann jede Währungseinheit insgesamt weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Man unterscheidet dabei zwischen erwarteter und unerwarteter Inflation. Die Effekte der Inflation können davon abhängen, ob es erwartete oder unerwartete Inflation ist. Erwartete Inflation kann von rationalen Akteuren bereits in ökonomische Handlungen und Prognosen integriert werden. Gewerkschaften führen Lohnverhandlungen in Abhängigkeit von der erwarteten Inflationsentwicklung. Unternehmen gestalten die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Inflation. Das ist jedoch kurz- und mittelfristig davon abhängig, inwiefern Starrheiten bei Löhnen und Preisen existieren. Diese können dann nicht sofort an die Inflationserwartungen angepasst werden. Schuldner, die zum Beispiel Schulden mit einem festen Nominalzins haben, erhalten mit steigender Inflationsrate eine Senkung ihres „realen“ Zinssatzes. Der Realzins eines Kredits ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Banken und andere Kreditgeber passen sich dem Inflationsrisiko an, indem sie entweder eine Inflationsrisikoprämie für festverzinsliche Kredite verlangen, oder Kredite mit einem variablen Zinssatz vergeben. Lediglich ein unerwarteter Anstieg der Inflationsrate über die bereits eingepreiste Risikoprämie hinaus würde zu realem Zinsgewinn führen. Negativ Hohe oder unerwartete Inflation gilt als schädlich für die Ökonomie. Sie führt zu Ineffizienzen auf dem Markt und erschwert es Konsumenten und Unternehmen langfristig zu planen. Inflation kann die Produktivität beeinträchtigen, da Unternehmen gezwungen sind, eigene Ressourcen weg von Produkten und Dienstleistungen zu verlagern, um sich auf die Steuerung der Inflation zu konzentrieren. Unsicherheit über die zukünftige Kaufkraft des Geldes führt dazu, dass nominale Vermögenswerte wie Spareinlagen und Anleihen unattraktiver werden, da diese im Falle einer Inflation an Wert verlieren. Dies führt zu höheren Risikoprämien, da Investoren eine Absicherung gegen das eingegangene Inflationsrisiko fordern. Die Folge sind höhere Zinsen, was die Investitionstätigkeit senkt. Bei hoher Inflation wird die Kaufkraft von Personen mit fixem Nominaleinkommen, zu Personen mit variablem Einkommen umverteilt, da deren Einkommen mit der Inflation besser Schritt halten können. Diese Umverteilung der Kaufkraft findet auch zwischen internationalen Handelspartnern statt. Wenn feste Wechselkurse bestehen, führt Inflation dazu, dass sich die Importe aus diesem Währungsraum verteuern. Dies kann sich auf die Handelsbilanz auswirken. Bei flexiblen Wechselkursen führt unerwartete Inflation zu erhöhter Volatilität der Wechselkurse, was sich negativ auf den Handel auswirken kann. Horten Die Menschen kaufen langlebige und/oder nicht verderbliche Waren und andere Güter als Vermögensaufbewahrung, um die erwarteten Verluste durch die sinkende Kaufkraft des Geldes zu vermeiden, die zu einer Verknappung der gehorteten Güter führen. Soziale Unruhen Hohe, nicht durch höhere Löhne hervorgerufene Inflation kann zu massiven Demonstrationen und Revolutionen führen. Die Inflation und insbesondere die Nahrungsmittelinflation wird beispielsweise als einer der Hauptgründe für die Revolution in Tunesien 2010/2011 und die Revolution in Ägypten 2011 angesehen. Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali wurde gestürzt, auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde nach nur 18 Tagen Demonstrationen gestürzt, und die Proteste breiteten sich bald in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Hyperinflation Wenn die Inflation zu hoch wird, kann dies dazu führen, dass die Menschen ihre Verwendung der Währung stark einschränken, was zu einer Beschleunigung der Inflationsrate führt. Die hohe und sich beschleunigende Inflation stört das normale Funktionieren der Wirtschaft massiv und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Waren zu liefern. Hyperinflation kann dazu führen, dass die Landeswährung nicht mehr verwendet wird (z. B. in Nordkorea), was zur Einführung einer Außenwährung (Dollarisierung) führt. Allokative Ineffizienz Eine Änderung des Angebots oder der Nachfrage nach einem Gut führt normalerweise zu einer Änderung seines relativen Preises. Dies signalisiert den Käufern und Verkäufern, dass sie als Reaktion auf die neuen Preise Ressourcen neu zuteilen sollten. Aber wenn sich Preise aufgrund von hoher Inflation ständig ändern, sind Preisänderungen aufgrund echter relativer Preissignale schwer von Preisänderungen aufgrund allgemeiner Inflation zu unterscheiden. Dadurch können die Agenten nur langsam darauf reagieren. Die Folge ist ein Verlust an allokativer Effizienz. Preisanpassungskosten Bei hoher Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufig ändern, um mit den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Aber oft verursacht das Ändern von Preisen selbst wieder Kosten. So müssen Preisschilder und Verträge neu gedruckt, oder ganze Preiskalkulationen neu berechnet werden, was Ressourcen bindet. Man nennt diese Kosten Preisanpassungskosten. Positiv Arbeitsmarkt Die Nominallöhne passen sich nur langsam nach unten an. Dies kann zu anhaltenden Ungleichgewichten und hoher Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen. Da die Inflation die Reallöhne auch bei konstanten Nominallöhnen sinken lässt, ermöglicht eine moderate Inflation ein schnelleres Gleichgewicht auf den Arbeitsmärkten. Dies gilt, insofern die Löhne nicht in Lohnverhandlungen an die Inflation angepasst werden können. Liquiditätsfalle Eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge ist die Möglichkeit, die Leitzinsen festzulegen, also den Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können. Daneben gibt es die Offenmarktpolitik, d. h. Interventionen der Zentralbank auf dem Rentenmarkt, mit dem Ziel, den nominalen Zinssatz zu senken. Beide Maßnahmen sollen die allgemeinen Zinsen senken, um dadurch positive Konjunktureffekte auszulösen. Befindet sich eine Ökonomie in einer Rezession mit bereits niedrigen oder sogar null Nominalzinsen, kann die Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken, um die Wirtschaft anzukurbeln – diese Situation wird als Liquiditätsfalle bezeichnet. Diese Situation kann aber durch niedrige und konstante Inflation verhindert werden. Mundell-Tobin-Effekt Robert Mundell stellte fest, dass eine moderate Inflation die Sparer veranlassen würde, Kredite durch Spareinlagen zu ersetzen, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Diese Substitution würde dazu führen, dass die Realzinssätze für das Marktgleichgewicht sinken. Der niedrigere Realzins würde zu einer höheren Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen führen. In ähnlicher Weise zeigte James Tobin, dass eine solche Inflation Unternehmen dazu veranlassen würde, Investitionen in Sachkapital (Anlagen, Ausrüstung und Vorräte) durch Geldguthaben in ihren Vermögensportfolios zu ersetzen. Diese Substitution würde bedeuten, sich für Investitionen mit niedrigeren realen Renditen zu entscheiden. (Die Renditen sind niedriger, da bereits früher Investitionen mit höheren Renditen getätigt wurden.) Sofern die Wirtschaft nicht bereits nach Modellen der Wachstumstheorie überinvestiert, würden diese zusätzlichen Investitionen positive Effekte haben. Formen Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: akzelerierte Phase (steigende, beschleunigte) – stabilisierte (gleichbleibende) Phase – dezelerierte (abnehmende) Phase. Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Der Begriff „Inflation“ bezeichnete ursprünglich die Inflationen der frühen 1920er Jahre, die heute als schwere oder Hyperinflationen gelten. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Leichte Inflation (bis etwa 5 % Wertverlust im Jahr) hat nachfragefördernde Wirkung, da Leute ihr Geld ausgeben oder investieren wollen. Freilich verlangen sie für Investitionen immer noch eine Liquiditätsprämie, das heißt die Renditen müssen deutlich über der Inflationsrate liegen. Bei schwerer Inflation (ab rund 5 % Wertverlust im Jahr) verliert das Tauschmittel Geld seinen Wert schneller als andere Güter (zum Beispiel Immobilien, Aktien, Sachkapital allgemein) und büßt daher die Wertmaßstabsfunktion und Wertaufbewahrungsfunktion ein, stattdessen wird eine Ersatzwährung verwendet, so zum Beispiel Zigaretten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der US-Dollar in der Türkei (früher) oder Argentinien. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, überschulden sich. Besonders schwere Inflationen mit monatlichen Wertverlusten von über 50 % werden auch als Hyperinflationen bezeichnet. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Schwere Inflationen waren in der Geschichte unter anderem zu beobachten: die Preisrevolution im 16. Jahrhundert, um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (siehe Kipper- und Wipperzeit und Kursächsische Kippermünzstätten), in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat, um 1920 bis 1924 in Österreich, um 1923 in Deutschland und in Ungarn, 1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform), 1945–1946 in Ungarn (siehe Pengő) Nach den beiden Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 kam es zu relativ hohen Inflationsraten. In den 1970er Jahren trugen auch andere Faktoren zu relativ hohen Inflationsraten bei, jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien, jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien (→ Brasilianischer Real), um 1995 in Mexiko (→ Peso), um 1997 in Südostasien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise), um 2002 in Argentinien, Hyperinflation 2008/2009 in Simbabwe; nach dessen Abschaffung im Oktober 2015 hatte das Land bis 2019 keine eigene Währung mehr. Laut dem CATO Institute betrug die Hyperinflation in Simbabwe per Ende Oktober 2008 gegenüber Ende Oktober 2007 2,79 Trillionen %. Ursachen Die Geldmenge wird weithin als wichtigste Ursache für hohe Inflationen bis Hyperinflationen und langfristige Inflationsraten akzeptiert. Folglich existiert unter Ökonomen inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Inflationsrate auf lange Sicht im Wesentlichen von der Wachstumsrate der Geldmenge im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum abhängt. Kurz- und mittelfristig kann die Inflation aber außerdem durch die relative Elastizität von Löhnen, Preisen, Zinssätzen, Angebot und Nachfrage, sowie der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beeinflusst werden. Außerdem spielen die Erwartungen der ökonomischen Agenten eine wesentliche Rolle. Geldmenge Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung: . Dabei ist Geldmenge Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Preisniveau Reale Produktion An der umgestellten Gleichung bzw. an der Darstellung mit Änderungsraten kann man erkennen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn (bei Konstanz der jeweiligen beiden anderen Größen) die Geldmenge zunimmt (Geldschöpfung), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunimmt (empirische Untersuchungen zeigen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig annähernd konstant bleibt), die reale Produktion (das Handelsvolumen) sinkt. Betrachtet man alle vier Größen gleichzeitig, entsteht nach der Quantitätsgleichung Inflation () dann, wenn das Geldmengenwachstum () größer ist als die Differenz aus der Änderung des Handelsvolumens und der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit (). Die Inflation lässt sich also kurz- bis mittelfristig nicht auf eine Ausweitung der Geldmenge reduzieren, sondern es müssen ebenso die Umlaufgeschwindigkeit und die reale Produktion betrachtet werden. Der langfristige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung ist empirisch gut belegt. Auf kurze bis mittlere Sicht kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Zusammenhang kommen. Angebot Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; ) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind. Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will. Nachfrage Kommt es zur Nachfragesoginflation (), sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach Gütern derart schnell, dass die Angebotsseite nicht durch Anheben des mengenmäßigen Angebots reagieren kann und stattdessen die Preise nach den Marktgesetzen steigen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich. Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Man unterscheidet zusätzlich zwischen „hausgemachter“ und „importierter“ Nachfragesoginflation, je nachdem, ob die Nachfrage aus dem In- oder Ausland herrührt. Erwartungen Die Erwartungen der ökonomischen Agenten über zukünftige Inflationsraten sind sehr wichtig in der Ökonomie. Sie können die Inflationsraten, Zinssätze und damit die Konjunktur wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel werden Unternehmen abhängig von ihren Inflationserwartungen unternehmerische Entscheidungen, etwa über Investitionen, treffen. Konsumenten passen ihr Konsumverhalten abhängig von ihren Inflationserwartungen an. Der Kommunikation der Geldpolitik kommt somit eine Schlüsselrolle zu. Notenbanken nutzen Kommunikationsstrategien wie Forward guidance, um die Inflationserwartungen von Märkten und Konsumenten zu beeinflussen. Studien zeigen eine konjunkturstabiliserende Wirkung. Theorien Über die Ursachen der Inflation gab es historisch verschiedene Theorien. Dabei ist besonders Debatte zwischen Monetaristen und Keynesianern hervorzuheben. Diese wurden im Rahmen der neukeynesianischen Synthese zusammengeführt. Der Neukeynesianismus stellt die heute allgemein akzeptierte makroökonomische Theorie dar. Daneben gibt es heterodoxe Theorien über Inflation. Diese werden vom ökonomischen Mainstream nicht geteilt. Keynesianismus Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden (Phillips-Kurve). Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt (siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate). Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus – man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK), Synonym Transformationskurve – so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer (vgl. Nachfrage-Sog-Inflation oben). Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist. Monetarismus Der Monetarismus sieht allein im Wachstum der Geldmenge die Ursache für Inflation. Milton Friedman prägte dafür den griffigen Slogan:„Money matters“ – „Es kommt auf die Geldmenge an“. Inflation sei immer und überall ein monetäres Phänomen. Der Monetarismus griff eine zentrale Annahme der keynesianischen Inflationstheorie an: die Phillips-Kurve. Friedman und Edmund Phelps (der kein Monetarist war) schlugen eine "erweiterte" Form der Phillips-Kurve vor, die die Möglichkeit eines stabilen, langfristigen Kompromisses zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ausschloss. Die Ölschocks der 1970er Jahre führten zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Inflation, wodurch Friedman und Phelps empirisch bestätigt wurden. Der Monetarismus war in den frühen 1980er Jahren besonders einflussreich. Er verlor in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder an Einfluss, da es den Zentralbanken schwerfiel, die Geldmenge anstelle der Zinssätze zu steuern. NKM Die neue klassische Makroökonomie (NKM) forderte zentrale Annahmen des Keynesianismus heraus. Die theoretische Weiterentwicklung war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die Modellbildung durch Robert Lucas. Zuvor hatten keynesianische Ökonomen im Allgemeinen mit adaptive Erwartungen gearbeitet, bei denen angenommen wurde, dass ökonomische Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Rationalen Erwartungen bedeuten eine höhere Komplexität der Agenten. Zum Beispiel werden Verbraucher nicht einfach eine Inflationsrate von 2 % annehmen, nur weil dies der Durchschnitt der letzten Jahre war. Sie werden sich mit der aktuellen Geldpolitik und den wirtschaftlichen Bedingungen befassen, um eine eigene Prognose zu erstellen. Die NKM konnte zeigen, dass unter Annahme von perfekter Preiselastizität und rationalen Erwartungen Geldpolitik nur zu Inflation führe und keine konjunkturellen Effekte aufwies. Neukeynesianismus Die moderne keynesianische Theorie geht davon aus, dass Veränderungen der Geldmenge langfristig die Inflationsrate bestimmen, aber kurzfristig durchaus von Lohn und Preisstarrheiten beeinflusst werden können. Außerdem treffen Agenten ökonomische Entscheidungen oft aufgrund von unvollständigen Informationen. Daher kann Fiskal- und Geldpolitik zu einem effizienteren makroökonomischen Ergebnis führen, als Laissez-faire-Politik. Der Neukeynesianismus stellt den gegenwärtigen internationalen Konsens der Makroökonomik dar. Er ist eine Synthese aus Monetarismus, NKM, sowie einigen Elementen des klassischen Keynesianismus. Der Neukeynesianismus führte zur Entwicklung von dynamischen stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen (DSGE), welche heute von vielen Zentralbanken zur Modellierung der Geldpolitik eingesetzt werden. Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen. Heterodoxe Theorien Es gibt Inflationstheorien, die vom Mainstream der ökonomischen Wissenschaft nicht geteilt werden. Österreichische Schule Ludwig von Mises, ein Vertreter der Österreichischen Schule, verstand unter Inflation die Ausweitung (lat. inflare) der ungedeckten Geldmenge. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten. Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern, die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank- und Finanzwesens zu finden (Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln, Zentralbankwesen, Teilreservebanken, Währungsmonopol usw.). Aus dieser Sicht geht auch hervor, dass die Inflation sich nicht gleichmäßig in allen Preisen widerspiegelt, sondern durch Cantillon-Effekte beeinflusst wird. Produktionskosten Die klassischen Ökonomen wie Adam Smith, David Ricardo bis hin zu Karl Marx vertraten eine Produktionskostentheorie des Geldes. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: „Das Verhältnis zwischen dem Werte des Goldes und Silbers und dem irgendwelcher anderer Güter hängt … von dem Verhältnis zwischen der Menge Arbeit ab, die nötig ist, um eine bestimmte Menge Gold und Silber, und der Menge Arbeit, die nötig ist, um eine bestimmte Menge irgendeiner anderen Art auf den Markt zu bringen.“ Die Warenpreise konnten nach der Arbeitswertlehre also nur dann dauerhaft steigen, wenn die Arbeitsproduktivität bei der Gold- oder Silbergewinnung dauerhaft rascher gesteigert werden konnte, als diejenige bei der Produktion der anderen Waren. Nach der Produktionskostentheorie des Geldes (oder nach der Arbeitswerttheorie) führten die großen Gold- und Silberimporte aus Südamerika nach der Entdeckung Amerikas nicht deshalb zu einer Inflation in Europa, weil das viele Gold eine vergleichsweise kleine Menge an Waren „jagte“ – das sagt die Quantitätstheorie des Geldes –, sondern weil plötzlich weniger Arbeitszeit erforderlich war, um eine bestimmte Menge an Gold oder Silber zu gewinnen. Die Ausdehnung der Geldmenge (Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen) war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle. Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt. Die Erhöhung der Geldmenge war also nur Symptom der Verminderung des Wertes der einzelnen Goldmünze. Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Die Wirtschaftssubjekte wollten Gold nicht unter Wert gegen Waren tauschen, so die Annahme der Klassiker. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Aber beispielsweise während der Koalitionskriege floss aus Großbritannien sehr viel Gold ins Ausland ab oder wurde gehortet. Schließlich wurde die Goldeinlösungspflicht für Papierbanknoten durch den englischen Staat aufgehoben. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Die stabilen Preise der Waren in Gold ausgedrückt und die steigenden Preise der Waren in Papiergeld ausgedrückt. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Wird aber in Notzeiten von den Banken der Papiergeldumlauf über den notwendigen Goldumlauf gesteigert, dann steigen genau in dem Maße die Preise in Papiergeld ausgedrückt. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Dann „jagen“ aber zu viele Banknoten zu wenige Waren. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen. Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Steuerung Geldpolitik Obwohl sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik die Inflation beeinflussen können, verlassen sich die meisten Länder seit den 1980er Jahren hauptsächlich auf die Geldpolitik, um die Inflation zu steuern. Wenn eine Inflation über ein akzeptables Niveau hinaus auftritt, kann die Zentralbank des Landes den Zinssatz erhöhen, was in der Regel das Wachstum der Geldmenge verlangsamt oder stoppt. Einige Zentralbanken haben ein symmetrisches Inflationsziel, während andere die Inflation nur kontrollieren, wenn sie einen Schwellenwert überschreitet.Im 21. Jahrhundert befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und stetige Inflationsrate. In den meisten Ländern haben die Zentralbanken oder andere Währungsbehörden die Aufgabe, den Interbankenzins stabil auf niedrigem Niveau und die Zielinflationsrate von etwa 2 bis 3 % zu halten. Zentralbanken streben eine niedrige Inflationsrate an, weil sie glauben, dass eine hohe Inflation wirtschaftliche Kosten verursacht, da Unsicherheit in den Erwartungen über Unterschiede in den relativen Preisen und über die Inflationsrate erzeugt würde. Das Ziel ist daher eine niedrige positive Inflationsrate und nicht eine Null- oder negative Inflationsrate, da letztere Rezessionen verursachen oder verschlimmern könnte. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen) Inflation verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich in einem wirtschaftlichen Abschwung schneller anzupassen. Ferner verringert sie das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die Geldpolitik daran hindert, die Wirtschaft zu stabilisieren. Höhere Zinsen reduzieren die Geldmenge der Wirtschaft, weil weniger Menschen Kredite nachfragen. Wenn Banken Kredite vergeben, werden die Krediterlöse in der Regel auf Bankkonten eingezahlt, die Teil der Geldmenge sind. Wenn also eine Person einen Kredit zurückzahlt und keine anderen Kredite als Ersatz vergeben werden, sinkt die Höhe der Bankeinlagen und damit die Geldmenge. Als beispielsweise der Federal Funds Rate in den frühen 1980er Jahren 15 % überstieg, fiel die Menge der Federal Reserve Dollar um 8,1 % von 8,6 Billionen US-Dollar auf 7,9 Billionen US-Dollar. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Debatte zwischen Keynesianern und Monetaristen über das geeignete Instrument zur Kontrolle der Inflation. Monetaristen betonen eine niedrige und stetige Wachstumsrate der Geldmenge, während die Keynesianer betonen, dass die Gesamtnachfrage während der Wirtschaftsexpansion reduziert und die Nachfrage während der Rezession erhöht wird, um die Inflation stabil zu halten. Andere Methoden Goldstandard Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem das gemeinsame Tauschmittel einer Region Papiernoten sind, die normalerweise frei in voreingestellte, feste Goldmengen umgewandelt werden können. Der Standard legt fest, wie die Golddeckung umgesetzt wird, einschließlich der Menge an Gold pro Währungseinheit. Die Währung selbst hat keinen intrinsischen Wert, wird aber von Händlern akzeptiert, da sie gegen die entsprechende Menge Goldes eingelöst werden kann. Der Goldstandard wurde durch die internationale Übernahme des Bretton-Woods-Systems teilweise aufgegeben. Unter diesem System waren alle anderen wichtigen Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar gebunden, der selbst von der US-Regierung zu einem Kurs von 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Das Bretton-Woods-System brach 1971 zusammen, was dazu führte, dass die meisten Länder auf Fiatgeld umstiegen – Geld, das nur durch die Gesetze und Rechtssicherheit des Landes garantiert wird. Bei einem Goldstandard würde die langfristige Inflationsrate (oder Deflation) durch die Wachstumsrate des Goldangebots im Verhältnis zur Gesamtproduktion bestimmt. Kritiker argumentieren, dass dies zu willkürlichen Schwankungen der Inflationsrate führen und die Geldpolitik im Wesentlichen durch den Goldabbau bestimmt würde. Dies hätte in wirtschaftlichen Abschwüngen katastrophale Folgen. Der Goldstandard wird besonders von Vertretern der heterodoxen Österreichischen Schule propagiert. Preiskontrollen Eine andere historische Methode zur Inflationssteuerung waren Lohn- und Preiskontrollen. Lohn- und Preiskontrollen haben sich in Kriegszeiten in Kombination mit Rationierung bewährt. Ihre Verwendung in anderen Kontexten ist jedoch weitaus gemischter. Zu den bemerkenswerten Misserfolgen bei ihrer Verwendung gehört die Einführung von Lohn- und Preiskontrollen im Jahr 1972 durch Richard Nixon. Viele Ökonomen halten Preisbindungen für sinnlos oder schädlich. Im Allgemeinen werden Lohn- und Preiskontrollen als vorübergehende und außergewöhnliche Maßnahme angesehen, die nur in Verbindung mit Maßnahmen zur Verringerung der zugrunde liegenden Inflationsursachen während des Lohn- und Preiskontrollregimes wirksam sind, z. B. wenn der Krieg gewonnen wird. Sie haben oft sehr negative Auswirkungen aufgrund der verzerrten Preissignale, die sie an den Markt senden. Künstlich niedrige Preise führen oft zu Knappheit und Engpässen und schrecken zukünftige Investitionen ab, was zu weiterem Mangel führt. Die übliche ökonomische Analyse zeigt, dass jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die zu niedrig bepreist wird, zu stark konsumiert wird. Wenn beispielsweise der offizielle Brotpreis zu niedrig ist, wird es zu wenig Brot zu den festgelegten Preisen geben und der Markt wird zu wenig in die Brotherstellung investieren, um den zukünftigen Bedarf zu decken, wodurch das Problem langfristig verschärft wird. Abgrenzung Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind. Kassenhaltung Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch (staatlich) administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor. Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten (Schwarzmarkt) gemessen werden. Ob Inflation vorliegt, ist also eine Frage der Anerkennung einer Definitions-Autorität. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar. Externer Preisschock Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus. Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Inflationssteuer Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort, das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt. Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert (dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist). Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen. Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Siehe auch Liste der Länder nach Inflationsrate Lohn-Preis-Spirale Geräuschlose Kriegsfinanzierung Kippertaler der Kipper- und Wipperinflation Kippermünzstätten (Kursachsen) – Münzstätten der Kipper- und Wipperinflation Böse Halser der Schinderlingszeit, eine Inflation (1457–1460) Shrinkflation Literatur Inflation – Inflationstheorien – Geldpolitik. In: Gabler Wirtschaftslexikon, Gabler Verlag Hans H. Lechner: Währungspolitik. De Gruyter, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-11-007412-5. Fritz Neumark: Inflationsprobleme – Alt und Neu. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (= Göttinger Universitätsreden. Heft 59). Weblinks Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreis-Index für Deutschland Verbraucherpreis-Index für Österreich Schweizerischer Landesindex der Konsumentenpreise Statistiken der EZB (englisch) Inflation in den Neuen Bundesländern (in Quartalsberichten) Jürgen Pätzold: Das Inflationsproblem. Ursachen und Strategien. Informationen und Daten zum US-CPI beim Bureau of Labor Statistics Einzelnachweise
Standheizung im VW Bus Standheizung? Alles Klar! Wirklich? 2. Welche Arten von Standheizung gibt es gewöhnlich im VW Bus? Es geht nicht um Namen! WEBASTO, EBERSPÄCHER - es geht ums Prinzip! Namen braucht Ihr erst wenn Ihr Teile braucht, der Wirkungsgrad hängt nicht vom Namen ab, sondern von der KW Angabe. Der gemeine VW Bus Interessent wird mit dem Begriff Standheizung, nen warmen VW Bus in Zeiten verbinden, in denen es draussen nicht wirklich warm ist. Bist Du ein Wintercamper? Oder ein Wassersportler der ab und an mal nen nassen Neoprenanzug mit im VW Bus hat, sagen wir sich nach ner Frühjahrs oder Herbstsession, in seinem wohl temperierten VW Bus umziehen will? Oder bist im Altweibersommer, dem wohlig warmen Ausklang jeden Jahres, mit relativ warmen Sommerabenden im VW Bus eingeschlafen und wachst erschrocken auf, am anderen Morgen deinen kondensierenden Atem vor Augen, mit der sicheren Erkenntniss - es wird langsam aber sicher wieder kälter, der Sommer ist vorbei - ich steh noch nicht auf, verdammt kalt hier drinnen. 2. Bauarten von Standheizungen - Um solchen zu erwartenden Erlebnissen gut vorbereitet den gar aus zu machen, kannst Du Dir nen VW Bus mit Standheizung zulegen. Für Dich ist ganz wichtig zu wissen - Du kaufst Dir grad nen gebrauchten VW Bus? Die inserierten Standheizungen werden gerne angepriesen, auch auf genaue Nachfrage vor der Anreise zum Dich interessierenden VW Bus, wird stets behauptet wie toll Se funktioniert. Am VW Bus dann wird sich zu 95% aus irgend einem Grund heraus stellen, das die Standheizung grad nicht funktioniert - dieser Fakt, wird Dich mindestens Euro 500 kosten! Schon allein die Diagnose kostet leicht Euro 150 - dann ist die Standheizung noch nicht repariert oder es ist nicht klar ob Sie überhaupt repariert werden kann. In den Baujahren bis ca 1990 sind sehr oft Umluftheizungen zur Erwärmung des Innenraumes oder auch ab und an mal Wasserheizungen, zur Erwärmung des Kühlwassers verbaut. 2.a Umluftheizungen zur Erwärmung des Innenraumes per Gas oder per vom VW Bus zur Verfügung stehendem Kraftstoff betrieben - hier die per Dieselkraftstoff betriebene Abb oben zeigt Dir so eine Umluftheizung ab VW Werk verbaut im Transporter, meisst in Fahrzeugen der Bundeswehr, um die Moral der Truppe hoch zu halten - mit kalten Füssen ist schlecht Wehrübung auszuhalten. Sofern so eine Heizung noch funktioniert, ja! Sie funktionieren meisst, selbst die Umluftheizung unserer Feuerwehr Baujahr 1978 tut erquicklich Ihren Dienst. Tut Sie das nicht fehlt in den meissten Fällen nur die Stromversorgung der Zweitbatterie oder wenn es eine Ausführung ohne separate Batterie unterm Beifahrersitz ist, dann stimmt etwas mit der Stromversorgung nicht. Abb drunter, die ab Werk verbauten Standheizungen/ Umluftheizungen sehen so aus, es ist immer ein "riesen Ballon" unterm VW Bus, der Wärmetauscher, egal ob Benziner oder Diesel, sie sehen gleich aus auf den ersten Blick, der Unterschied ist in der Brennkammer. Abb drunter, in neu sieht so was so aus, nicht nur kompakter sondern auch wesentlich sparsamer im Strom- und Benzin/ Diesel Verbrauch. 2.b Umluftheizungen zur Erwärmung des Innenraumes - hier die per Benzin betriebene Schaust den Absatz drüber, alles das selbe - Unterschied ist einzig der zum Betrieb verwendete Kraftstoff. 2.c Umluftheizungen zur Erwärmung des Innenraumes - hier die per Gas betriebene mit Gebläselüftung (Abbildungen unter diesem Absatz) Abb oben - Standheizung/ Umlauftheizung Modell Truma auf Gasbetrieb, Gaszufuhr kann man an der Einleitung links am Gehäuse erkennen, rechts verlässt die Standheizung ein Schlauch un grossem Durchmesser, über ihn wird die warme Luft an benötigte oder bevorzugte Stellen im VW Bus verbracht, in der Abb drunter hat man sich für das Ausströmen zwischen Küchenzeile und Fahrersitz im VW Bus T4 entschieden. Abb drunter - per Vorwähluhr/ digitales Display links der beiden Anzeigen, können bervozugte Heizzeiten und auch die Dauer der Heizperiode programmiert werden. Im Bedienteil rechts daneben befindet sich die Vorwahluhr für die Temperatur, im Drehschalter befindet sich auch ein Temperaturfühler/ Thermostat. Wird an dieser Stelle des VW Busses die vorgewählte Temperatur erreicht, schaltet die Heizung so lange ab, bis die Temperatur im Innenraum wieder unter die Vorgabe fällt, dann beginnt der Heizvorgang erneut - das hilft sparen. Nicht nur Gas, sondern auch Strom! Hier ist die Truma eine absolute Empfehlung, der Hit was Sparsamkeit in Stro- & Gasverbraucht, geringe Betriebsgeräusche und Zuverlässigkeit angeht. 2. d Umluftheizungen zur Erwärmung des Innenraumes - per Gas betriebene ohne Gebläse (Abb drunter) Nachteile dieser Anlagen - 2. e - Zuheizer/ Motorvorwärmung aufgeschaltet zur Standheizung Und nun kommt Kuddelmuddel - Ihnen wird erzählt es wäre eine Standheizung. Ist es irgendwie auch, aber Sie sollten wissen, was Sie von Ihrer Standheizung wollen! Ab ca Baujahr 1996 werden in den enorm effizient verbrennenden neuen Motorengenrationen der TDI und Pumpe/ Düse Motoren sogenannte Zuheizer in das Kühlsystem des Motors verbaut, die auch zur Standheizung aufgeschaltet werden können oder bereits ab Werk, je nach Neuwagenbestellung aufgeschaltet sind, zu erkennen am Bediendisplay im Armaturenbrett für Standheizungsfunktionen. Das heisst übersetzt...der Motor wird im Betrieb nicht ausreichend warm, so das im Winter die Fahrgäste frieren würden ohne diese zusätzlich verbauten Zuheizer. Abb drunter - Ob Euer T4 Tdi nen Zuheitzer seht Ihr im Radhaus, vielleicht ist er sogar schon als Standheizung zur Innenraumerwärmung aufgeschaltet, dann habt Ihr ein Bediendisplay im VW Bus. Abb drunter, und hier in Nahaufnahme Wenn Sie diesen Zuheizer jedoch als Umluftheizung verkauft bekommen haben oder Ihn in der Hoffnung auch mal im VW Bus schlafen zu können bei Heizungsbetrieb zur Umluftheizung haben aufschalten lassen, den Bus mit dieser Option erworben haben....dann werden sie die Nachteile ganz schnell davon überzeugen haben, das Sie eben nicht den erhofften Nutzen aus Ihrer Heizung ziehen können. 1. hoher Stromverbrauch - beschreibt schon das Wirkprinzip, vorrangig soll das Kühlwasser des Motors erwärmt werden, erst wenn Temperaturgeber eine ausreichende Erwärmung gemessen haben, werden die je nach Neuwagenbestellung angeschlossen Innenraumwärmetauscher der Innenraumbelüftung/ deren Gebläse zugeschaltet. Während der gesamten Vorwärmphase wird das Wasser im Motorraum durch Umwälzpumpen in allen Bereichen erwärmt, vorrangig die Betriebstemperatur des Motors erreicht. Dann werden die Gebläse innen auf die von Ihnen vorgewählte Lüftungsstufe zugeschaltet, nun würde der Innenraum mit warmer Luft versorgt. Hier ergibt ergibt sich der hohe Stromverbrauch bei relativ geringem Wirkungsgrad als Innenraumheizung/ Umluftheizung. Zum einen wird nach maximal einer Stunde diese Funktion abgeschaltet, weiterhin gilt als Faustregel bei den Wasserheizungen, die die Motoren schonen in der Kaltstartphase oder per Zuheizung dafür sorgend den Passagieren angenehme Temperaturen währen der Fahrt zu bescheren...Faustregel...Heizzeit muss auch unbedingt der anschliessenden Fahrzeit entsprechen. Denn der Stromverbrauch ist so gross, das Sie ansonsten die Standheizung an zwei Tagen nacheinander benutzen würden, um einen tollen Warmstart/ die Schonung des Motors zu haben, jedoch Ihr VW Bus nicht mehr anspringen würde. Die Starterbatterie wäre nach zwei Tagen Betrieb eines aufgeschalteten Zuheizers bereits entsprechend stark geschwächt . HEIZZEIT soll also genau so lange sein wie die Fahrzeit, sonst Batterie leer. 2. Wenn nicht aufgeschaltet ab Werk, kostet eine Freischaltung einschliesslich diverser benötigter Bauteile von Kabelbäumen über Anzeigen im VW Bus bis hin zu möglichen Fernbedienungen leicht Euro 1000. Ist das die Investition Wert, wenn Sie es im Bus warm haben möchten und nicht warten möchten bis der Motor endlich warm ist ... irgendwann der riesige VW Bus Innenraum und wenn es schön kuschelig warm ist, nach spätestens der zweiten kalten Nacht und nicht genügender Aufladung der Bordbatterien, Ihr VW Bus nicht mehr anspringt? Anders beschrieben, da das Thema vielleicht etwas verwirrend ist - Das ab Werk verbaute System "aufgeschalteter Zuheizer“ wird auch oft mit einer Zusatzbatterie in Ihrem VW Bus versehen, die dann aber nicht entkoppelt ist. Muss man sich so vorstellen…Sie haben statt der Batterien, Eimer mit Wasser. Ein Eimer ist schneller verbraucht als zwei. Nehmen wir an die beiden Eimer stellen die Batterien in Ihrem VW Bus dar, ab Werk ist die Schaltung/ die Kopplung/ Verbindung der Eimer so angelegt, das Sie miteinander verbunden sind (Die Eimer wie Regentonnen am Boden quasi), wenn Sie also denken Sie nehmen ja nur aus dem einen Eimer immer fleissig mit der Kelle Wasser raus, dann müsste der andere doch noch voll bleiben - eben nicht. Da beide mit einander verbunden/ gekoppelt sind. Und genau so sind die ab Werk verbauten Zusatzbatterien nicht entkoppelt. Sie stellen eine Potentialvergrösserung dar, aber keine autarke Reserve. Abb oben - Bedienfeld aufgeschalteter Zuheizer mit Umluft Standheizung VW Bus T4. Stellen Sie sich einfach vor, das kleine Drehrädchen auf das der rote Pfeil direkt zeigt wäre nicht da. Dann sehen Sie das Schaltgerät für den aufgeschalteten Zuheizer, hier das Bediendisplay ab Werk - KEINE STANDHEIZUNG, einfach nur Motorvorwärmung. Wenn also der Sie interessierende inserierte VW Bus dieses Bedienfeld aufweist UND das Drehrädchen hat, dann haben Sie auch die zusätzlich am Unterboden links mittig verbaute Umluftheizung/ Standheizung. Mit dieser können Sie irgend im stehen den Bus beheizen und müssen nicht Angst haben, das Ihr VW Bus irgendwann nicht mehr anspringt. Natürlich sollten Sie prüfen ob es sich nur ein Display im Armaturenbrett handelt oder ob tatsächlich unter Ihrem VW Bus am Unterboden beschriebene Heizung verbaut ist ;-) Abb oben - unteres Ende des Pfeiles ist das Bedienelement des Zuheizers/ der Wasserheizung. Verweisen tut der Pfeil mit seiner Spitze auf die Bedienung Umluftstandheizung in VW Bus Campingmodellen, hier das Westfalia Display Abb drunter, ist Ihr Zuhaizer nicht ab Werk aufgeschaltet, dann haben Sie eventuell so ein Bedienteil verbaut, so was gibt es als Nachrüstsatz. Dann bleibt Ihr Zuheizer aber immer noch der Srtromfresser, wenn Sie Ihn als Zusatzinneraumumluftheizung missbrauchen wollen und nicht wenigstens genau so lange fahren, wie Sie im Stand geheizt haben. Wasserstandheizung für den VW Bus Motor nachrüsten - Nachteil - hoher Stromverbrauch, Faustregel - eine halbe Stunde Vorheizzeit erfordert wenigstens genau so eine halbe Stunde Fahrtzeit. Dieses System ist in den skandinavischen Ländern sehr beliebt und geht sogar so weit, das an vielen öffntlichen Stellplätzen, wie Zb auf Supermarktparkplätzen Steckdosen zum beheizen der Kfz vorgehalten werden. Hier kommt nicht nur der Bequehmlichkeitsfaktor/ Sie möchten morgens keine Scheiben kratzen oder Sie haben aus Gründen des wesentlich geringer zu erwartenden Verschleisses investiert. Nein es geht eine Idee weiter in Landstrichen der harten Winter. Damit die Fahrzeugeigner die Fahrzeuge nicht immer und überall, den ganzen Winter durchlaufen lassen, werden diese Möglichkeiten geboten und auch rege genutzt - der Umwelt zu liebe, mal den Motor abschalten. Abb drunter, leider haben wir nur eine chematische Darstellung, versäumt bei unseren Kunden mal den Einbau zu dokumentieren, so sehen wir keinen VW Bus. Bild copyright WAECO Abb drunter, so sieht es aus, nagelneu, ordentlich verbaut wenigstens 10 Jahre ruhe, Standheizung an/ in diesem Fall möchte lieber Motorvorwärmung oder Wasserheizung sagen und der VW Bus Motor ist warm nach ein paar Minuten, wenn entsprechend geordert, können wir die Gebläsemotoren für den Fahrgastraum ansteuern lassen, sofern der Motor seine Betriebstemperatur erreicht hat, werden diese eingeschaltet, der Innenraum zusätzlich erwärmt/ die Frontscheibe abgetaut.
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q-de-2202
Was ist Inflation und wie wird sie definiert?
Inflation, auch Preissteigerungsrate oder Teuerung, bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Steigt das allgemeine Preisniveau, kann jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen kaufen (Verteuerung). Folglich spiegelt die Inflation eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit wider – ein realer Wertverlust des Zahlungsmittels. Das Gegenteil von Inflation ist Deflation, ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Das übliche Maß für die Inflation ist die Inflationsrate, die annualisierte prozentuale Veränderung eines allgemeinen Preisindexes, normalerweise eines Verbraucherpreisindexes, im Zeitverlauf. Es ist ökonomischer Konsens, dass sowohl Deflation, als auch sehr hohe Inflationsraten und Hyperinflation schädlich sind. Heute befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und konstante Inflationsrate. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen Inflation) verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich im Abschwung schneller anzupassen, und verringert das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die geldpolitische Stabilisierung der Wirtschaft verhindert. Die Aufgabe, die Inflationsrate niedrig und stabil zu halten, wird in der Regel den Zentralbanken übertragen. Sie sollen die Inflationsrate durch Geldpolitik steuern. Dazu nutzen Zentralbanken verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik, die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken, sowie Kommunikationsstrategien wie Forward guidance. Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an. Die Ansichten darüber, welche Faktoren niedrige, moderate oder gar sehr hohe Inflationsraten bestimmen, sind unterschiedlich. Es ist ein aktuelles Forschungsthema der Makroökonomie. Eine niedrige oder moderate Inflation kann auf Schwankungen der realen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder auf Veränderungen des verfügbaren Angebots, beispielsweise bei Knappheiten, zurückgeführt werden. Außerdem können die Inflationserwartungen der ökonomischen Agenten einen wesentlichen Einfluss haben. Inflation beeinflusst Ökonomien auf verschiedene Weisen. Zu den Effekten gehört ein Anstieg der Opportunitätskosten für das Halten von Geld, was Sparen unattraktiver macht und Verschuldung oder Konsum begünstigt. Es kann bei hoher Inflation sogar zu Knappheit kommen, da die Verbraucher aus Sorge vor einem weiteren Preisanstieg Güter horten. Zu den positiven Effekten einer stabilen niedrigen Inflation zählt die Vermeidung von Ineffizienzen, die mit einer Deflation einhergehen. Definition Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Historisch bedeutete Inflation dabei einen spezifischen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Handelsbedarf. Heute verwenden Ökonomen den Begriff Inflation ausschließlich, um sich auf steigende Preisniveaus zu beziehen. Eine Zunahme der Geldmenge kann als monetäre Inflation bezeichnet werden, um sie von steigenden Preisen zu unterscheiden, die der Übersichtlichkeit halber als Preisinflation bezeichnet werden. Ökonomen sind sich einig, dass die Preisinflation auf lange Sicht mit einer Erhöhung der Geldmenge zusammenhängt. Kurz- und mittelfristig können aber andere Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen. Inflation bezieht sich auf die allgemeine Preisentwicklung, nicht auf Änderungen bestimmter Preise. Kaufen Konsumenten beispielsweise mehr Gurken als Tomaten, werden Gurken teurer und Tomaten billiger. Diese Veränderungen sind jedoch keine Inflation – sie spiegeln lediglich eine Veränderung in den Präferenzen der Konsumenten wider. Das Wort Inflation stammt aus dem Lateinischen: das Substantiv „inflatio“, bedeutet „Sichaufblasen“ und stammt vom Verb „flare“ ab, was „blasen“ bedeutet. Andere Begriffe der Wirtschaftswissenschaft im Zusammenhang mit Inflation sind: Deflation – ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus Disinflation – ein Rückgang der Inflationsrate Hyperinflation – eine außer Kontrolle geratene Inflationsspirale Stagflation – eine Kombination aus Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit Reflation – ein Versuch, das allgemeine Preisniveau anzuheben, um einem Deflationsdruck entgegenzuwirken Vermögenspreisinflation – ein allgemeiner Anstieg der Preise von finanziellen Vermögenswerten, wie Aktien, Immobilien oder Gold, ohne einen entsprechenden Anstieg der Preise von Gütern oder Dienstleistungen Messung Da die Inflation als allgemeiner Anstieg des Preisniveaus definiert wird, hängt die Messung der Inflation davon ab, wie das allgemeine Preisniveau bestimmt ist. Es existieren dabei verschiedene mögliche Maßzahlen für das Preisniveau. Benötigt wird ein breiter Preisindex, der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen in der Wirtschaft abbildet. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCEPI) und der BIP-Deflator sind einige Beispiele für solche breiten Preisindizes. Die EZB verwendet zur Messung der Inflation der Eurozone den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt festgesetzt wird. Außerdem werden die Kostenänderungen zum Erwerb von typischen nationalen Konsumbündeln auf das Niveau der Eurozone aggregiert. Neben dieser Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften auch der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen. Warenkorb Verbraucherpreisindizes basieren anders als der BIP-Deflator auf einem repräsentativ ausgewählten Warenkorb. Auf Grundlage dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Kosten der Waren und Dienstleistungen und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat ermittelt in Deutschland das Statistische Bundesamt, in Österreich die Statistik Austria und in der Schweiz das Bundesamt für Statistik die Preissteigerungen und veröffentlicht sie. Messungen der Inflation mittels Warenkörben nehmen implizit an, dass sich das Konsumentenverhalten über definierte Zeiträume nicht verändert. Daher könne sich eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Inflation und der gemessenen Inflation ergeben. Abrupte Änderungen im Konsumentenverhalten können die Inflationsmessung ebenfalls gewichtungsbedingt verzerren. Das hat sich beispielsweise in der COVID-19-Pandemie gezeigt, als aufgrund der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen zahlreiche Waren und Dienstleistungen nicht mehr konsumiert werden konnten und der Warenkorb damit nicht mehr repräsentativ für den Konsum während der Krise war. Weiterhin müssen Qualitätsveränderungen der beobachteten Produkte im Zeitverlauf betrachtet werden. So unterliegen z. B. IT-Produkte einem großen technischen Fortschritt, weshalb die Qualitätsverbesserungen in der Inflationsmessung berücksichtigt werden müssen. Andererseits können Hersteller statt einer Preiserhöhung auch eine Qualitätsverschlechterung des Produktes durchführen, indem etwa die Verpackungsgröße bei gleichem Preis verkleinert wird. Diese und andere Qualitätsveränderungen müssen daher für eine korrekte Inflationsmessung erfasst werden. Daher wenden Statistikbehörden wie das Statistische Bundesamt Methoden zur Qualitätsbereinigung an. Das sind verschiedene statistische Methoden, die sicherstellen sollen, dass trotz qualitativen Veränderungen der Produkte des Warenkorbs "Gleiches mit Gleichem" verglichen wird. In der deutschen Preisstatistik werden unter anderem folgende Methoden zur Qualitätsbereinigung angewendet: Direkter Preisvergleich (Direct Price Comparison) Mengenbereinigung (Package Size Adjustment) Expertenurteil (Judgmental quality adjustment) Hedonische Techniken (Hedonics) Preisänderung interpretiert als reine Qualitätsänderung (Price change taken as quality change) Internationale Studien zeigen, dass die mit Warenkörben ermittelte Inflation systematisch zu hoch liegt. Kernrate Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind. Gefühlte Inflation Gefühlte Inflation bezeichnet die von einigen Konsumenten subjektiv wahrgenommene Inflation, gegenüber der real gemessenen Inflationsrate. Ein Grund für mögliche Abweichungen der gefühlten Inflation zur gemessenen Inflation ist die Tatsache, dass im Warenkorb, der zur Inflationsmessung herangezogen wird, sowohl Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) als auch langlebige Konsumgüter (z. B. Autos) enthalten sind. Daher können die Produkte in Auswahl oder Gewichtung nicht mit jedem individuellen Konsumenten bzw. jeder individuellen Konsumentengruppe übereinstimmen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als die für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als langlebiger Konsumgüter. Auch Preissteigerungen von meist automatisch abgebuchten Zahlungen wie Miete, Versicherungen, Energie und Wasser werden geringer wahrgenommen als bei anderen Gütern. Die moderne Verhaltensökonomik erklärt das Phänomen als kognitive Verzerrung, genauer gesagt als Bestätigungsfehler. Teuro Das Phänomen der gefühlten Inflation wurde insbesondere nach der Einführung des Euro in Deutschland und Österreich breit diskutiert. Dabei kam es nach Umfragen in der deutschen Bevölkerung zu Abweichungen von den statistisch ermittelten Inflationsraten. Aus diesem Grund hat Hans Wolfgang Brachinger in einem gemeinsamen Projekt mit dem Statistischen Bundesamt den Index der wahrgenommenen Inflation für Deutschland berechnet. Es konnte dabei gezeigt werden, dass die wahrgenommene Inflation (gemessen mit Hilfe des Indexes der wahrgenommenen Inflation) bei der Euro-Bargeldeinführung deutlich höher lag als die gemessene Inflationsrate. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Produktkategorien wie Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen relativ höheren Preisanstieg hatten als Produktkategorien wie Computer, Autos oder Pauschalreisen. Eine weitere Erklärung für die gefühlte Abweichung kann auch die schwache Lohnentwicklung sein, die unterhalb der Inflationsrate lag. Die Nettolöhne in Deutschland waren in den 10 Jahren nach Euro-Einführung leicht rückläufig. Die Kaufkraft ist also real gesunken. Auch in Österreich zeigt sich ein Rückgang der Kaufkraft. Effekte Allgemein Inflation spiegelt die Abnahme der Kaufkraft einer Währung wider. Das heißt, wenn das allgemeine Preisniveau steigt, kann jede Währungseinheit insgesamt weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Man unterscheidet dabei zwischen erwarteter und unerwarteter Inflation. Die Effekte der Inflation können davon abhängen, ob es erwartete oder unerwartete Inflation ist. Erwartete Inflation kann von rationalen Akteuren bereits in ökonomische Handlungen und Prognosen integriert werden. Gewerkschaften führen Lohnverhandlungen in Abhängigkeit von der erwarteten Inflationsentwicklung. Unternehmen gestalten die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Inflation. Das ist jedoch kurz- und mittelfristig davon abhängig, inwiefern Starrheiten bei Löhnen und Preisen existieren. Diese können dann nicht sofort an die Inflationserwartungen angepasst werden. Schuldner, die zum Beispiel Schulden mit einem festen Nominalzins haben, erhalten mit steigender Inflationsrate eine Senkung ihres „realen“ Zinssatzes. Der Realzins eines Kredits ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Banken und andere Kreditgeber passen sich dem Inflationsrisiko an, indem sie entweder eine Inflationsrisikoprämie für festverzinsliche Kredite verlangen, oder Kredite mit einem variablen Zinssatz vergeben. Lediglich ein unerwarteter Anstieg der Inflationsrate über die bereits eingepreiste Risikoprämie hinaus würde zu realem Zinsgewinn führen. Negativ Hohe oder unerwartete Inflation gilt als schädlich für die Ökonomie. Sie führt zu Ineffizienzen auf dem Markt und erschwert es Konsumenten und Unternehmen langfristig zu planen. Inflation kann die Produktivität beeinträchtigen, da Unternehmen gezwungen sind, eigene Ressourcen weg von Produkten und Dienstleistungen zu verlagern, um sich auf die Steuerung der Inflation zu konzentrieren. Unsicherheit über die zukünftige Kaufkraft des Geldes führt dazu, dass nominale Vermögenswerte wie Spareinlagen und Anleihen unattraktiver werden, da diese im Falle einer Inflation an Wert verlieren. Dies führt zu höheren Risikoprämien, da Investoren eine Absicherung gegen das eingegangene Inflationsrisiko fordern. Die Folge sind höhere Zinsen, was die Investitionstätigkeit senkt. Bei hoher Inflation wird die Kaufkraft von Personen mit fixem Nominaleinkommen, zu Personen mit variablem Einkommen umverteilt, da deren Einkommen mit der Inflation besser Schritt halten können. Diese Umverteilung der Kaufkraft findet auch zwischen internationalen Handelspartnern statt. Wenn feste Wechselkurse bestehen, führt Inflation dazu, dass sich die Importe aus diesem Währungsraum verteuern. Dies kann sich auf die Handelsbilanz auswirken. Bei flexiblen Wechselkursen führt unerwartete Inflation zu erhöhter Volatilität der Wechselkurse, was sich negativ auf den Handel auswirken kann. Horten Die Menschen kaufen langlebige und/oder nicht verderbliche Waren und andere Güter als Vermögensaufbewahrung, um die erwarteten Verluste durch die sinkende Kaufkraft des Geldes zu vermeiden, die zu einer Verknappung der gehorteten Güter führen. Soziale Unruhen Hohe, nicht durch höhere Löhne hervorgerufene Inflation kann zu massiven Demonstrationen und Revolutionen führen. Die Inflation und insbesondere die Nahrungsmittelinflation wird beispielsweise als einer der Hauptgründe für die Revolution in Tunesien 2010/2011 und die Revolution in Ägypten 2011 angesehen. Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali wurde gestürzt, auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde nach nur 18 Tagen Demonstrationen gestürzt, und die Proteste breiteten sich bald in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Hyperinflation Wenn die Inflation zu hoch wird, kann dies dazu führen, dass die Menschen ihre Verwendung der Währung stark einschränken, was zu einer Beschleunigung der Inflationsrate führt. Die hohe und sich beschleunigende Inflation stört das normale Funktionieren der Wirtschaft massiv und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Waren zu liefern. Hyperinflation kann dazu führen, dass die Landeswährung nicht mehr verwendet wird (z. B. in Nordkorea), was zur Einführung einer Außenwährung (Dollarisierung) führt. Allokative Ineffizienz Eine Änderung des Angebots oder der Nachfrage nach einem Gut führt normalerweise zu einer Änderung seines relativen Preises. Dies signalisiert den Käufern und Verkäufern, dass sie als Reaktion auf die neuen Preise Ressourcen neu zuteilen sollten. Aber wenn sich Preise aufgrund von hoher Inflation ständig ändern, sind Preisänderungen aufgrund echter relativer Preissignale schwer von Preisänderungen aufgrund allgemeiner Inflation zu unterscheiden. Dadurch können die Agenten nur langsam darauf reagieren. Die Folge ist ein Verlust an allokativer Effizienz. Preisanpassungskosten Bei hoher Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufig ändern, um mit den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Aber oft verursacht das Ändern von Preisen selbst wieder Kosten. So müssen Preisschilder und Verträge neu gedruckt, oder ganze Preiskalkulationen neu berechnet werden, was Ressourcen bindet. Man nennt diese Kosten Preisanpassungskosten. Positiv Arbeitsmarkt Die Nominallöhne passen sich nur langsam nach unten an. Dies kann zu anhaltenden Ungleichgewichten und hoher Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen. Da die Inflation die Reallöhne auch bei konstanten Nominallöhnen sinken lässt, ermöglicht eine moderate Inflation ein schnelleres Gleichgewicht auf den Arbeitsmärkten. Dies gilt, insofern die Löhne nicht in Lohnverhandlungen an die Inflation angepasst werden können. Liquiditätsfalle Eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge ist die Möglichkeit, die Leitzinsen festzulegen, also den Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können. Daneben gibt es die Offenmarktpolitik, d. h. Interventionen der Zentralbank auf dem Rentenmarkt, mit dem Ziel, den nominalen Zinssatz zu senken. Beide Maßnahmen sollen die allgemeinen Zinsen senken, um dadurch positive Konjunktureffekte auszulösen. Befindet sich eine Ökonomie in einer Rezession mit bereits niedrigen oder sogar null Nominalzinsen, kann die Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken, um die Wirtschaft anzukurbeln – diese Situation wird als Liquiditätsfalle bezeichnet. Diese Situation kann aber durch niedrige und konstante Inflation verhindert werden. Mundell-Tobin-Effekt Robert Mundell stellte fest, dass eine moderate Inflation die Sparer veranlassen würde, Kredite durch Spareinlagen zu ersetzen, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Diese Substitution würde dazu führen, dass die Realzinssätze für das Marktgleichgewicht sinken. Der niedrigere Realzins würde zu einer höheren Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen führen. In ähnlicher Weise zeigte James Tobin, dass eine solche Inflation Unternehmen dazu veranlassen würde, Investitionen in Sachkapital (Anlagen, Ausrüstung und Vorräte) durch Geldguthaben in ihren Vermögensportfolios zu ersetzen. Diese Substitution würde bedeuten, sich für Investitionen mit niedrigeren realen Renditen zu entscheiden. (Die Renditen sind niedriger, da bereits früher Investitionen mit höheren Renditen getätigt wurden.) Sofern die Wirtschaft nicht bereits nach Modellen der Wachstumstheorie überinvestiert, würden diese zusätzlichen Investitionen positive Effekte haben. Formen Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: akzelerierte Phase (steigende, beschleunigte) – stabilisierte (gleichbleibende) Phase – dezelerierte (abnehmende) Phase. Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Der Begriff „Inflation“ bezeichnete ursprünglich die Inflationen der frühen 1920er Jahre, die heute als schwere oder Hyperinflationen gelten. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Leichte Inflation (bis etwa 5 % Wertverlust im Jahr) hat nachfragefördernde Wirkung, da Leute ihr Geld ausgeben oder investieren wollen. Freilich verlangen sie für Investitionen immer noch eine Liquiditätsprämie, das heißt die Renditen müssen deutlich über der Inflationsrate liegen. Bei schwerer Inflation (ab rund 5 % Wertverlust im Jahr) verliert das Tauschmittel Geld seinen Wert schneller als andere Güter (zum Beispiel Immobilien, Aktien, Sachkapital allgemein) und büßt daher die Wertmaßstabsfunktion und Wertaufbewahrungsfunktion ein, stattdessen wird eine Ersatzwährung verwendet, so zum Beispiel Zigaretten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der US-Dollar in der Türkei (früher) oder Argentinien. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, überschulden sich. Besonders schwere Inflationen mit monatlichen Wertverlusten von über 50 % werden auch als Hyperinflationen bezeichnet. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Schwere Inflationen waren in der Geschichte unter anderem zu beobachten: die Preisrevolution im 16. Jahrhundert, um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (siehe Kipper- und Wipperzeit und Kursächsische Kippermünzstätten), in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat, um 1920 bis 1924 in Österreich, um 1923 in Deutschland und in Ungarn, 1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform), 1945–1946 in Ungarn (siehe Pengő) Nach den beiden Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 kam es zu relativ hohen Inflationsraten. In den 1970er Jahren trugen auch andere Faktoren zu relativ hohen Inflationsraten bei, jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien, jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien (→ Brasilianischer Real), um 1995 in Mexiko (→ Peso), um 1997 in Südostasien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise), um 2002 in Argentinien, Hyperinflation 2008/2009 in Simbabwe; nach dessen Abschaffung im Oktober 2015 hatte das Land bis 2019 keine eigene Währung mehr. Laut dem CATO Institute betrug die Hyperinflation in Simbabwe per Ende Oktober 2008 gegenüber Ende Oktober 2007 2,79 Trillionen %. Ursachen Die Geldmenge wird weithin als wichtigste Ursache für hohe Inflationen bis Hyperinflationen und langfristige Inflationsraten akzeptiert. Folglich existiert unter Ökonomen inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Inflationsrate auf lange Sicht im Wesentlichen von der Wachstumsrate der Geldmenge im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum abhängt. Kurz- und mittelfristig kann die Inflation aber außerdem durch die relative Elastizität von Löhnen, Preisen, Zinssätzen, Angebot und Nachfrage, sowie der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beeinflusst werden. Außerdem spielen die Erwartungen der ökonomischen Agenten eine wesentliche Rolle. Geldmenge Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung: . Dabei ist Geldmenge Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Preisniveau Reale Produktion An der umgestellten Gleichung bzw. an der Darstellung mit Änderungsraten kann man erkennen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn (bei Konstanz der jeweiligen beiden anderen Größen) die Geldmenge zunimmt (Geldschöpfung), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunimmt (empirische Untersuchungen zeigen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig annähernd konstant bleibt), die reale Produktion (das Handelsvolumen) sinkt. Betrachtet man alle vier Größen gleichzeitig, entsteht nach der Quantitätsgleichung Inflation () dann, wenn das Geldmengenwachstum () größer ist als die Differenz aus der Änderung des Handelsvolumens und der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit (). Die Inflation lässt sich also kurz- bis mittelfristig nicht auf eine Ausweitung der Geldmenge reduzieren, sondern es müssen ebenso die Umlaufgeschwindigkeit und die reale Produktion betrachtet werden. Der langfristige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung ist empirisch gut belegt. Auf kurze bis mittlere Sicht kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Zusammenhang kommen. Angebot Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; ) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind. Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will. Nachfrage Kommt es zur Nachfragesoginflation (), sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach Gütern derart schnell, dass die Angebotsseite nicht durch Anheben des mengenmäßigen Angebots reagieren kann und stattdessen die Preise nach den Marktgesetzen steigen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich. Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Man unterscheidet zusätzlich zwischen „hausgemachter“ und „importierter“ Nachfragesoginflation, je nachdem, ob die Nachfrage aus dem In- oder Ausland herrührt. Erwartungen Die Erwartungen der ökonomischen Agenten über zukünftige Inflationsraten sind sehr wichtig in der Ökonomie. Sie können die Inflationsraten, Zinssätze und damit die Konjunktur wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel werden Unternehmen abhängig von ihren Inflationserwartungen unternehmerische Entscheidungen, etwa über Investitionen, treffen. Konsumenten passen ihr Konsumverhalten abhängig von ihren Inflationserwartungen an. Der Kommunikation der Geldpolitik kommt somit eine Schlüsselrolle zu. Notenbanken nutzen Kommunikationsstrategien wie Forward guidance, um die Inflationserwartungen von Märkten und Konsumenten zu beeinflussen. Studien zeigen eine konjunkturstabiliserende Wirkung. Theorien Über die Ursachen der Inflation gab es historisch verschiedene Theorien. Dabei ist besonders Debatte zwischen Monetaristen und Keynesianern hervorzuheben. Diese wurden im Rahmen der neukeynesianischen Synthese zusammengeführt. Der Neukeynesianismus stellt die heute allgemein akzeptierte makroökonomische Theorie dar. Daneben gibt es heterodoxe Theorien über Inflation. Diese werden vom ökonomischen Mainstream nicht geteilt. Keynesianismus Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden (Phillips-Kurve). Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt (siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate). Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus – man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK), Synonym Transformationskurve – so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer (vgl. Nachfrage-Sog-Inflation oben). Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist. Monetarismus Der Monetarismus sieht allein im Wachstum der Geldmenge die Ursache für Inflation. Milton Friedman prägte dafür den griffigen Slogan:„Money matters“ – „Es kommt auf die Geldmenge an“. Inflation sei immer und überall ein monetäres Phänomen. Der Monetarismus griff eine zentrale Annahme der keynesianischen Inflationstheorie an: die Phillips-Kurve. Friedman und Edmund Phelps (der kein Monetarist war) schlugen eine "erweiterte" Form der Phillips-Kurve vor, die die Möglichkeit eines stabilen, langfristigen Kompromisses zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ausschloss. Die Ölschocks der 1970er Jahre führten zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Inflation, wodurch Friedman und Phelps empirisch bestätigt wurden. Der Monetarismus war in den frühen 1980er Jahren besonders einflussreich. Er verlor in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder an Einfluss, da es den Zentralbanken schwerfiel, die Geldmenge anstelle der Zinssätze zu steuern. NKM Die neue klassische Makroökonomie (NKM) forderte zentrale Annahmen des Keynesianismus heraus. Die theoretische Weiterentwicklung war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die Modellbildung durch Robert Lucas. Zuvor hatten keynesianische Ökonomen im Allgemeinen mit adaptive Erwartungen gearbeitet, bei denen angenommen wurde, dass ökonomische Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Rationalen Erwartungen bedeuten eine höhere Komplexität der Agenten. Zum Beispiel werden Verbraucher nicht einfach eine Inflationsrate von 2 % annehmen, nur weil dies der Durchschnitt der letzten Jahre war. Sie werden sich mit der aktuellen Geldpolitik und den wirtschaftlichen Bedingungen befassen, um eine eigene Prognose zu erstellen. Die NKM konnte zeigen, dass unter Annahme von perfekter Preiselastizität und rationalen Erwartungen Geldpolitik nur zu Inflation führe und keine konjunkturellen Effekte aufwies. Neukeynesianismus Die moderne keynesianische Theorie geht davon aus, dass Veränderungen der Geldmenge langfristig die Inflationsrate bestimmen, aber kurzfristig durchaus von Lohn und Preisstarrheiten beeinflusst werden können. Außerdem treffen Agenten ökonomische Entscheidungen oft aufgrund von unvollständigen Informationen. Daher kann Fiskal- und Geldpolitik zu einem effizienteren makroökonomischen Ergebnis führen, als Laissez-faire-Politik. Der Neukeynesianismus stellt den gegenwärtigen internationalen Konsens der Makroökonomik dar. Er ist eine Synthese aus Monetarismus, NKM, sowie einigen Elementen des klassischen Keynesianismus. Der Neukeynesianismus führte zur Entwicklung von dynamischen stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen (DSGE), welche heute von vielen Zentralbanken zur Modellierung der Geldpolitik eingesetzt werden. Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen. Heterodoxe Theorien Es gibt Inflationstheorien, die vom Mainstream der ökonomischen Wissenschaft nicht geteilt werden. Österreichische Schule Ludwig von Mises, ein Vertreter der Österreichischen Schule, verstand unter Inflation die Ausweitung (lat. inflare) der ungedeckten Geldmenge. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten. Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern, die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank- und Finanzwesens zu finden (Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln, Zentralbankwesen, Teilreservebanken, Währungsmonopol usw.). Aus dieser Sicht geht auch hervor, dass die Inflation sich nicht gleichmäßig in allen Preisen widerspiegelt, sondern durch Cantillon-Effekte beeinflusst wird. Produktionskosten Die klassischen Ökonomen wie Adam Smith, David Ricardo bis hin zu Karl Marx vertraten eine Produktionskostentheorie des Geldes. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: „Das Verhältnis zwischen dem Werte des Goldes und Silbers und dem irgendwelcher anderer Güter hängt … von dem Verhältnis zwischen der Menge Arbeit ab, die nötig ist, um eine bestimmte Menge Gold und Silber, und der Menge Arbeit, die nötig ist, um eine bestimmte Menge irgendeiner anderen Art auf den Markt zu bringen.“ Die Warenpreise konnten nach der Arbeitswertlehre also nur dann dauerhaft steigen, wenn die Arbeitsproduktivität bei der Gold- oder Silbergewinnung dauerhaft rascher gesteigert werden konnte, als diejenige bei der Produktion der anderen Waren. Nach der Produktionskostentheorie des Geldes (oder nach der Arbeitswerttheorie) führten die großen Gold- und Silberimporte aus Südamerika nach der Entdeckung Amerikas nicht deshalb zu einer Inflation in Europa, weil das viele Gold eine vergleichsweise kleine Menge an Waren „jagte“ – das sagt die Quantitätstheorie des Geldes –, sondern weil plötzlich weniger Arbeitszeit erforderlich war, um eine bestimmte Menge an Gold oder Silber zu gewinnen. Die Ausdehnung der Geldmenge (Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen) war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle. Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt. Die Erhöhung der Geldmenge war also nur Symptom der Verminderung des Wertes der einzelnen Goldmünze. Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Die Wirtschaftssubjekte wollten Gold nicht unter Wert gegen Waren tauschen, so die Annahme der Klassiker. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Aber beispielsweise während der Koalitionskriege floss aus Großbritannien sehr viel Gold ins Ausland ab oder wurde gehortet. Schließlich wurde die Goldeinlösungspflicht für Papierbanknoten durch den englischen Staat aufgehoben. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Die stabilen Preise der Waren in Gold ausgedrückt und die steigenden Preise der Waren in Papiergeld ausgedrückt. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Wird aber in Notzeiten von den Banken der Papiergeldumlauf über den notwendigen Goldumlauf gesteigert, dann steigen genau in dem Maße die Preise in Papiergeld ausgedrückt. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Dann „jagen“ aber zu viele Banknoten zu wenige Waren. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen. Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Steuerung Geldpolitik Obwohl sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik die Inflation beeinflussen können, verlassen sich die meisten Länder seit den 1980er Jahren hauptsächlich auf die Geldpolitik, um die Inflation zu steuern. Wenn eine Inflation über ein akzeptables Niveau hinaus auftritt, kann die Zentralbank des Landes den Zinssatz erhöhen, was in der Regel das Wachstum der Geldmenge verlangsamt oder stoppt. Einige Zentralbanken haben ein symmetrisches Inflationsziel, während andere die Inflation nur kontrollieren, wenn sie einen Schwellenwert überschreitet.Im 21. Jahrhundert befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und stetige Inflationsrate. In den meisten Ländern haben die Zentralbanken oder andere Währungsbehörden die Aufgabe, den Interbankenzins stabil auf niedrigem Niveau und die Zielinflationsrate von etwa 2 bis 3 % zu halten. Zentralbanken streben eine niedrige Inflationsrate an, weil sie glauben, dass eine hohe Inflation wirtschaftliche Kosten verursacht, da Unsicherheit in den Erwartungen über Unterschiede in den relativen Preisen und über die Inflationsrate erzeugt würde. Das Ziel ist daher eine niedrige positive Inflationsrate und nicht eine Null- oder negative Inflationsrate, da letztere Rezessionen verursachen oder verschlimmern könnte. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen) Inflation verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich in einem wirtschaftlichen Abschwung schneller anzupassen. Ferner verringert sie das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die Geldpolitik daran hindert, die Wirtschaft zu stabilisieren. Höhere Zinsen reduzieren die Geldmenge der Wirtschaft, weil weniger Menschen Kredite nachfragen. Wenn Banken Kredite vergeben, werden die Krediterlöse in der Regel auf Bankkonten eingezahlt, die Teil der Geldmenge sind. Wenn also eine Person einen Kredit zurückzahlt und keine anderen Kredite als Ersatz vergeben werden, sinkt die Höhe der Bankeinlagen und damit die Geldmenge. Als beispielsweise der Federal Funds Rate in den frühen 1980er Jahren 15 % überstieg, fiel die Menge der Federal Reserve Dollar um 8,1 % von 8,6 Billionen US-Dollar auf 7,9 Billionen US-Dollar. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Debatte zwischen Keynesianern und Monetaristen über das geeignete Instrument zur Kontrolle der Inflation. Monetaristen betonen eine niedrige und stetige Wachstumsrate der Geldmenge, während die Keynesianer betonen, dass die Gesamtnachfrage während der Wirtschaftsexpansion reduziert und die Nachfrage während der Rezession erhöht wird, um die Inflation stabil zu halten. Andere Methoden Goldstandard Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem das gemeinsame Tauschmittel einer Region Papiernoten sind, die normalerweise frei in voreingestellte, feste Goldmengen umgewandelt werden können. Der Standard legt fest, wie die Golddeckung umgesetzt wird, einschließlich der Menge an Gold pro Währungseinheit. Die Währung selbst hat keinen intrinsischen Wert, wird aber von Händlern akzeptiert, da sie gegen die entsprechende Menge Goldes eingelöst werden kann. Der Goldstandard wurde durch die internationale Übernahme des Bretton-Woods-Systems teilweise aufgegeben. Unter diesem System waren alle anderen wichtigen Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar gebunden, der selbst von der US-Regierung zu einem Kurs von 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Das Bretton-Woods-System brach 1971 zusammen, was dazu führte, dass die meisten Länder auf Fiatgeld umstiegen – Geld, das nur durch die Gesetze und Rechtssicherheit des Landes garantiert wird. Bei einem Goldstandard würde die langfristige Inflationsrate (oder Deflation) durch die Wachstumsrate des Goldangebots im Verhältnis zur Gesamtproduktion bestimmt. Kritiker argumentieren, dass dies zu willkürlichen Schwankungen der Inflationsrate führen und die Geldpolitik im Wesentlichen durch den Goldabbau bestimmt würde. Dies hätte in wirtschaftlichen Abschwüngen katastrophale Folgen. Der Goldstandard wird besonders von Vertretern der heterodoxen Österreichischen Schule propagiert. Preiskontrollen Eine andere historische Methode zur Inflationssteuerung waren Lohn- und Preiskontrollen. Lohn- und Preiskontrollen haben sich in Kriegszeiten in Kombination mit Rationierung bewährt. Ihre Verwendung in anderen Kontexten ist jedoch weitaus gemischter. Zu den bemerkenswerten Misserfolgen bei ihrer Verwendung gehört die Einführung von Lohn- und Preiskontrollen im Jahr 1972 durch Richard Nixon. Viele Ökonomen halten Preisbindungen für sinnlos oder schädlich. Im Allgemeinen werden Lohn- und Preiskontrollen als vorübergehende und außergewöhnliche Maßnahme angesehen, die nur in Verbindung mit Maßnahmen zur Verringerung der zugrunde liegenden Inflationsursachen während des Lohn- und Preiskontrollregimes wirksam sind, z. B. wenn der Krieg gewonnen wird. Sie haben oft sehr negative Auswirkungen aufgrund der verzerrten Preissignale, die sie an den Markt senden. Künstlich niedrige Preise führen oft zu Knappheit und Engpässen und schrecken zukünftige Investitionen ab, was zu weiterem Mangel führt. Die übliche ökonomische Analyse zeigt, dass jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die zu niedrig bepreist wird, zu stark konsumiert wird. Wenn beispielsweise der offizielle Brotpreis zu niedrig ist, wird es zu wenig Brot zu den festgelegten Preisen geben und der Markt wird zu wenig in die Brotherstellung investieren, um den zukünftigen Bedarf zu decken, wodurch das Problem langfristig verschärft wird. Abgrenzung Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind. Kassenhaltung Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch (staatlich) administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor. Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten (Schwarzmarkt) gemessen werden. Ob Inflation vorliegt, ist also eine Frage der Anerkennung einer Definitions-Autorität. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar. Externer Preisschock Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus. Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Inflationssteuer Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort, das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt. Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert (dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist). Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen. Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Siehe auch Liste der Länder nach Inflationsrate Lohn-Preis-Spirale Geräuschlose Kriegsfinanzierung Kippertaler der Kipper- und Wipperinflation Kippermünzstätten (Kursachsen) – Münzstätten der Kipper- und Wipperinflation Böse Halser der Schinderlingszeit, eine Inflation (1457–1460) Shrinkflation Literatur Inflation – Inflationstheorien – Geldpolitik. In: Gabler Wirtschaftslexikon, Gabler Verlag Hans H. Lechner: Währungspolitik. De Gruyter, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-11-007412-5. Fritz Neumark: Inflationsprobleme – Alt und Neu. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (= Göttinger Universitätsreden. Heft 59). Weblinks Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreis-Index für Deutschland Verbraucherpreis-Index für Österreich Schweizerischer Landesindex der Konsumentenpreise Statistiken der EZB (englisch) Inflation in den Neuen Bundesländern (in Quartalsberichten) Jürgen Pätzold: Das Inflationsproblem. Ursachen und Strategien. Informationen und Daten zum US-CPI beim Bureau of Labor Statistics Einzelnachweise
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q-de-2202
Was ist Inflation und wie wird sie definiert?
Inflation, auch Preissteigerungsrate oder Teuerung, bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Steigt das allgemeine Preisniveau, kann jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen kaufen (Verteuerung). Folglich spiegelt die Inflation eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit wider – ein realer Wertverlust des Zahlungsmittels. Das Gegenteil von Inflation ist Deflation, ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Das übliche Maß für die Inflation ist die Inflationsrate, die annualisierte prozentuale Veränderung eines allgemeinen Preisindexes, normalerweise eines Verbraucherpreisindexes, im Zeitverlauf. Es ist ökonomischer Konsens, dass sowohl Deflation, als auch sehr hohe Inflationsraten und Hyperinflation schädlich sind. Heute befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und konstante Inflationsrate. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen Inflation) verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich im Abschwung schneller anzupassen, und verringert das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die geldpolitische Stabilisierung der Wirtschaft verhindert. Die Aufgabe, die Inflationsrate niedrig und stabil zu halten, wird in der Regel den Zentralbanken übertragen. Sie sollen die Inflationsrate durch Geldpolitik steuern. Dazu nutzen Zentralbanken verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik, die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken, sowie Kommunikationsstrategien wie Forward guidance. Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an. Die Ansichten darüber, welche Faktoren niedrige, moderate oder gar sehr hohe Inflationsraten bestimmen, sind unterschiedlich. Es ist ein aktuelles Forschungsthema der Makroökonomie. Eine niedrige oder moderate Inflation kann auf Schwankungen der realen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder auf Veränderungen des verfügbaren Angebots, beispielsweise bei Knappheiten, zurückgeführt werden. Außerdem können die Inflationserwartungen der ökonomischen Agenten einen wesentlichen Einfluss haben. Inflation beeinflusst Ökonomien auf verschiedene Weisen. Zu den Effekten gehört ein Anstieg der Opportunitätskosten für das Halten von Geld, was Sparen unattraktiver macht und Verschuldung oder Konsum begünstigt. Es kann bei hoher Inflation sogar zu Knappheit kommen, da die Verbraucher aus Sorge vor einem weiteren Preisanstieg Güter horten. Zu den positiven Effekten einer stabilen niedrigen Inflation zählt die Vermeidung von Ineffizienzen, die mit einer Deflation einhergehen. Definition Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Historisch bedeutete Inflation dabei einen spezifischen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Handelsbedarf. Heute verwenden Ökonomen den Begriff Inflation ausschließlich, um sich auf steigende Preisniveaus zu beziehen. Eine Zunahme der Geldmenge kann als monetäre Inflation bezeichnet werden, um sie von steigenden Preisen zu unterscheiden, die der Übersichtlichkeit halber als Preisinflation bezeichnet werden. Ökonomen sind sich einig, dass die Preisinflation auf lange Sicht mit einer Erhöhung der Geldmenge zusammenhängt. Kurz- und mittelfristig können aber andere Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen. Inflation bezieht sich auf die allgemeine Preisentwicklung, nicht auf Änderungen bestimmter Preise. Kaufen Konsumenten beispielsweise mehr Gurken als Tomaten, werden Gurken teurer und Tomaten billiger. Diese Veränderungen sind jedoch keine Inflation – sie spiegeln lediglich eine Veränderung in den Präferenzen der Konsumenten wider. Das Wort Inflation stammt aus dem Lateinischen: das Substantiv „inflatio“, bedeutet „Sichaufblasen“ und stammt vom Verb „flare“ ab, was „blasen“ bedeutet. Andere Begriffe der Wirtschaftswissenschaft im Zusammenhang mit Inflation sind: Deflation – ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus Disinflation – ein Rückgang der Inflationsrate Hyperinflation – eine außer Kontrolle geratene Inflationsspirale Stagflation – eine Kombination aus Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit Reflation – ein Versuch, das allgemeine Preisniveau anzuheben, um einem Deflationsdruck entgegenzuwirken Vermögenspreisinflation – ein allgemeiner Anstieg der Preise von finanziellen Vermögenswerten, wie Aktien, Immobilien oder Gold, ohne einen entsprechenden Anstieg der Preise von Gütern oder Dienstleistungen Messung Da die Inflation als allgemeiner Anstieg des Preisniveaus definiert wird, hängt die Messung der Inflation davon ab, wie das allgemeine Preisniveau bestimmt ist. Es existieren dabei verschiedene mögliche Maßzahlen für das Preisniveau. Benötigt wird ein breiter Preisindex, der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen in der Wirtschaft abbildet. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCEPI) und der BIP-Deflator sind einige Beispiele für solche breiten Preisindizes. Die EZB verwendet zur Messung der Inflation der Eurozone den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt festgesetzt wird. Außerdem werden die Kostenänderungen zum Erwerb von typischen nationalen Konsumbündeln auf das Niveau der Eurozone aggregiert. Neben dieser Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften auch der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen. Warenkorb Verbraucherpreisindizes basieren anders als der BIP-Deflator auf einem repräsentativ ausgewählten Warenkorb. Auf Grundlage dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Kosten der Waren und Dienstleistungen und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat ermittelt in Deutschland das Statistische Bundesamt, in Österreich die Statistik Austria und in der Schweiz das Bundesamt für Statistik die Preissteigerungen und veröffentlicht sie. Messungen der Inflation mittels Warenkörben nehmen implizit an, dass sich das Konsumentenverhalten über definierte Zeiträume nicht verändert. Daher könne sich eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Inflation und der gemessenen Inflation ergeben. Abrupte Änderungen im Konsumentenverhalten können die Inflationsmessung ebenfalls gewichtungsbedingt verzerren. Das hat sich beispielsweise in der COVID-19-Pandemie gezeigt, als aufgrund der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen zahlreiche Waren und Dienstleistungen nicht mehr konsumiert werden konnten und der Warenkorb damit nicht mehr repräsentativ für den Konsum während der Krise war. Weiterhin müssen Qualitätsveränderungen der beobachteten Produkte im Zeitverlauf betrachtet werden. So unterliegen z. B. IT-Produkte einem großen technischen Fortschritt, weshalb die Qualitätsverbesserungen in der Inflationsmessung berücksichtigt werden müssen. Andererseits können Hersteller statt einer Preiserhöhung auch eine Qualitätsverschlechterung des Produktes durchführen, indem etwa die Verpackungsgröße bei gleichem Preis verkleinert wird. Diese und andere Qualitätsveränderungen müssen daher für eine korrekte Inflationsmessung erfasst werden. Daher wenden Statistikbehörden wie das Statistische Bundesamt Methoden zur Qualitätsbereinigung an. Das sind verschiedene statistische Methoden, die sicherstellen sollen, dass trotz qualitativen Veränderungen der Produkte des Warenkorbs "Gleiches mit Gleichem" verglichen wird. In der deutschen Preisstatistik werden unter anderem folgende Methoden zur Qualitätsbereinigung angewendet: Direkter Preisvergleich (Direct Price Comparison) Mengenbereinigung (Package Size Adjustment) Expertenurteil (Judgmental quality adjustment) Hedonische Techniken (Hedonics) Preisänderung interpretiert als reine Qualitätsänderung (Price change taken as quality change) Internationale Studien zeigen, dass die mit Warenkörben ermittelte Inflation systematisch zu hoch liegt. Kernrate Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind. Gefühlte Inflation Gefühlte Inflation bezeichnet die von einigen Konsumenten subjektiv wahrgenommene Inflation, gegenüber der real gemessenen Inflationsrate. Ein Grund für mögliche Abweichungen der gefühlten Inflation zur gemessenen Inflation ist die Tatsache, dass im Warenkorb, der zur Inflationsmessung herangezogen wird, sowohl Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) als auch langlebige Konsumgüter (z. B. Autos) enthalten sind. Daher können die Produkte in Auswahl oder Gewichtung nicht mit jedem individuellen Konsumenten bzw. jeder individuellen Konsumentengruppe übereinstimmen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als die für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als langlebiger Konsumgüter. Auch Preissteigerungen von meist automatisch abgebuchten Zahlungen wie Miete, Versicherungen, Energie und Wasser werden geringer wahrgenommen als bei anderen Gütern. Die moderne Verhaltensökonomik erklärt das Phänomen als kognitive Verzerrung, genauer gesagt als Bestätigungsfehler. Teuro Das Phänomen der gefühlten Inflation wurde insbesondere nach der Einführung des Euro in Deutschland und Österreich breit diskutiert. Dabei kam es nach Umfragen in der deutschen Bevölkerung zu Abweichungen von den statistisch ermittelten Inflationsraten. Aus diesem Grund hat Hans Wolfgang Brachinger in einem gemeinsamen Projekt mit dem Statistischen Bundesamt den Index der wahrgenommenen Inflation für Deutschland berechnet. Es konnte dabei gezeigt werden, dass die wahrgenommene Inflation (gemessen mit Hilfe des Indexes der wahrgenommenen Inflation) bei der Euro-Bargeldeinführung deutlich höher lag als die gemessene Inflationsrate. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Produktkategorien wie Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen relativ höheren Preisanstieg hatten als Produktkategorien wie Computer, Autos oder Pauschalreisen. Eine weitere Erklärung für die gefühlte Abweichung kann auch die schwache Lohnentwicklung sein, die unterhalb der Inflationsrate lag. Die Nettolöhne in Deutschland waren in den 10 Jahren nach Euro-Einführung leicht rückläufig. Die Kaufkraft ist also real gesunken. Auch in Österreich zeigt sich ein Rückgang der Kaufkraft. Effekte Allgemein Inflation spiegelt die Abnahme der Kaufkraft einer Währung wider. Das heißt, wenn das allgemeine Preisniveau steigt, kann jede Währungseinheit insgesamt weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Man unterscheidet dabei zwischen erwarteter und unerwarteter Inflation. Die Effekte der Inflation können davon abhängen, ob es erwartete oder unerwartete Inflation ist. Erwartete Inflation kann von rationalen Akteuren bereits in ökonomische Handlungen und Prognosen integriert werden. Gewerkschaften führen Lohnverhandlungen in Abhängigkeit von der erwarteten Inflationsentwicklung. Unternehmen gestalten die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Inflation. Das ist jedoch kurz- und mittelfristig davon abhängig, inwiefern Starrheiten bei Löhnen und Preisen existieren. Diese können dann nicht sofort an die Inflationserwartungen angepasst werden. Schuldner, die zum Beispiel Schulden mit einem festen Nominalzins haben, erhalten mit steigender Inflationsrate eine Senkung ihres „realen“ Zinssatzes. Der Realzins eines Kredits ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Banken und andere Kreditgeber passen sich dem Inflationsrisiko an, indem sie entweder eine Inflationsrisikoprämie für festverzinsliche Kredite verlangen, oder Kredite mit einem variablen Zinssatz vergeben. Lediglich ein unerwarteter Anstieg der Inflationsrate über die bereits eingepreiste Risikoprämie hinaus würde zu realem Zinsgewinn führen. Negativ Hohe oder unerwartete Inflation gilt als schädlich für die Ökonomie. Sie führt zu Ineffizienzen auf dem Markt und erschwert es Konsumenten und Unternehmen langfristig zu planen. Inflation kann die Produktivität beeinträchtigen, da Unternehmen gezwungen sind, eigene Ressourcen weg von Produkten und Dienstleistungen zu verlagern, um sich auf die Steuerung der Inflation zu konzentrieren. Unsicherheit über die zukünftige Kaufkraft des Geldes führt dazu, dass nominale Vermögenswerte wie Spareinlagen und Anleihen unattraktiver werden, da diese im Falle einer Inflation an Wert verlieren. Dies führt zu höheren Risikoprämien, da Investoren eine Absicherung gegen das eingegangene Inflationsrisiko fordern. Die Folge sind höhere Zinsen, was die Investitionstätigkeit senkt. Bei hoher Inflation wird die Kaufkraft von Personen mit fixem Nominaleinkommen, zu Personen mit variablem Einkommen umverteilt, da deren Einkommen mit der Inflation besser Schritt halten können. Diese Umverteilung der Kaufkraft findet auch zwischen internationalen Handelspartnern statt. Wenn feste Wechselkurse bestehen, führt Inflation dazu, dass sich die Importe aus diesem Währungsraum verteuern. Dies kann sich auf die Handelsbilanz auswirken. Bei flexiblen Wechselkursen führt unerwartete Inflation zu erhöhter Volatilität der Wechselkurse, was sich negativ auf den Handel auswirken kann. Horten Die Menschen kaufen langlebige und/oder nicht verderbliche Waren und andere Güter als Vermögensaufbewahrung, um die erwarteten Verluste durch die sinkende Kaufkraft des Geldes zu vermeiden, die zu einer Verknappung der gehorteten Güter führen. Soziale Unruhen Hohe, nicht durch höhere Löhne hervorgerufene Inflation kann zu massiven Demonstrationen und Revolutionen führen. Die Inflation und insbesondere die Nahrungsmittelinflation wird beispielsweise als einer der Hauptgründe für die Revolution in Tunesien 2010/2011 und die Revolution in Ägypten 2011 angesehen. Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali wurde gestürzt, auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde nach nur 18 Tagen Demonstrationen gestürzt, und die Proteste breiteten sich bald in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Hyperinflation Wenn die Inflation zu hoch wird, kann dies dazu führen, dass die Menschen ihre Verwendung der Währung stark einschränken, was zu einer Beschleunigung der Inflationsrate führt. Die hohe und sich beschleunigende Inflation stört das normale Funktionieren der Wirtschaft massiv und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Waren zu liefern. Hyperinflation kann dazu führen, dass die Landeswährung nicht mehr verwendet wird (z. B. in Nordkorea), was zur Einführung einer Außenwährung (Dollarisierung) führt. Allokative Ineffizienz Eine Änderung des Angebots oder der Nachfrage nach einem Gut führt normalerweise zu einer Änderung seines relativen Preises. Dies signalisiert den Käufern und Verkäufern, dass sie als Reaktion auf die neuen Preise Ressourcen neu zuteilen sollten. Aber wenn sich Preise aufgrund von hoher Inflation ständig ändern, sind Preisänderungen aufgrund echter relativer Preissignale schwer von Preisänderungen aufgrund allgemeiner Inflation zu unterscheiden. Dadurch können die Agenten nur langsam darauf reagieren. Die Folge ist ein Verlust an allokativer Effizienz. Preisanpassungskosten Bei hoher Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufig ändern, um mit den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Aber oft verursacht das Ändern von Preisen selbst wieder Kosten. So müssen Preisschilder und Verträge neu gedruckt, oder ganze Preiskalkulationen neu berechnet werden, was Ressourcen bindet. Man nennt diese Kosten Preisanpassungskosten. Positiv Arbeitsmarkt Die Nominallöhne passen sich nur langsam nach unten an. Dies kann zu anhaltenden Ungleichgewichten und hoher Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen. Da die Inflation die Reallöhne auch bei konstanten Nominallöhnen sinken lässt, ermöglicht eine moderate Inflation ein schnelleres Gleichgewicht auf den Arbeitsmärkten. Dies gilt, insofern die Löhne nicht in Lohnverhandlungen an die Inflation angepasst werden können. Liquiditätsfalle Eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge ist die Möglichkeit, die Leitzinsen festzulegen, also den Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können. Daneben gibt es die Offenmarktpolitik, d. h. Interventionen der Zentralbank auf dem Rentenmarkt, mit dem Ziel, den nominalen Zinssatz zu senken. Beide Maßnahmen sollen die allgemeinen Zinsen senken, um dadurch positive Konjunktureffekte auszulösen. Befindet sich eine Ökonomie in einer Rezession mit bereits niedrigen oder sogar null Nominalzinsen, kann die Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken, um die Wirtschaft anzukurbeln – diese Situation wird als Liquiditätsfalle bezeichnet. Diese Situation kann aber durch niedrige und konstante Inflation verhindert werden. Mundell-Tobin-Effekt Robert Mundell stellte fest, dass eine moderate Inflation die Sparer veranlassen würde, Kredite durch Spareinlagen zu ersetzen, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Diese Substitution würde dazu führen, dass die Realzinssätze für das Marktgleichgewicht sinken. Der niedrigere Realzins würde zu einer höheren Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen führen. In ähnlicher Weise zeigte James Tobin, dass eine solche Inflation Unternehmen dazu veranlassen würde, Investitionen in Sachkapital (Anlagen, Ausrüstung und Vorräte) durch Geldguthaben in ihren Vermögensportfolios zu ersetzen. Diese Substitution würde bedeuten, sich für Investitionen mit niedrigeren realen Renditen zu entscheiden. (Die Renditen sind niedriger, da bereits früher Investitionen mit höheren Renditen getätigt wurden.) Sofern die Wirtschaft nicht bereits nach Modellen der Wachstumstheorie überinvestiert, würden diese zusätzlichen Investitionen positive Effekte haben. Formen Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: akzelerierte Phase (steigende, beschleunigte) – stabilisierte (gleichbleibende) Phase – dezelerierte (abnehmende) Phase. Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Der Begriff „Inflation“ bezeichnete ursprünglich die Inflationen der frühen 1920er Jahre, die heute als schwere oder Hyperinflationen gelten. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Leichte Inflation (bis etwa 5 % Wertverlust im Jahr) hat nachfragefördernde Wirkung, da Leute ihr Geld ausgeben oder investieren wollen. Freilich verlangen sie für Investitionen immer noch eine Liquiditätsprämie, das heißt die Renditen müssen deutlich über der Inflationsrate liegen. Bei schwerer Inflation (ab rund 5 % Wertverlust im Jahr) verliert das Tauschmittel Geld seinen Wert schneller als andere Güter (zum Beispiel Immobilien, Aktien, Sachkapital allgemein) und büßt daher die Wertmaßstabsfunktion und Wertaufbewahrungsfunktion ein, stattdessen wird eine Ersatzwährung verwendet, so zum Beispiel Zigaretten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der US-Dollar in der Türkei (früher) oder Argentinien. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, überschulden sich. Besonders schwere Inflationen mit monatlichen Wertverlusten von über 50 % werden auch als Hyperinflationen bezeichnet. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Schwere Inflationen waren in der Geschichte unter anderem zu beobachten: die Preisrevolution im 16. Jahrhundert, um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (siehe Kipper- und Wipperzeit und Kursächsische Kippermünzstätten), in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat, um 1920 bis 1924 in Österreich, um 1923 in Deutschland und in Ungarn, 1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform), 1945–1946 in Ungarn (siehe Pengő) Nach den beiden Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 kam es zu relativ hohen Inflationsraten. In den 1970er Jahren trugen auch andere Faktoren zu relativ hohen Inflationsraten bei, jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien, jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien (→ Brasilianischer Real), um 1995 in Mexiko (→ Peso), um 1997 in Südostasien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise), um 2002 in Argentinien, Hyperinflation 2008/2009 in Simbabwe; nach dessen Abschaffung im Oktober 2015 hatte das Land bis 2019 keine eigene Währung mehr. Laut dem CATO Institute betrug die Hyperinflation in Simbabwe per Ende Oktober 2008 gegenüber Ende Oktober 2007 2,79 Trillionen %. Ursachen Die Geldmenge wird weithin als wichtigste Ursache für hohe Inflationen bis Hyperinflationen und langfristige Inflationsraten akzeptiert. Folglich existiert unter Ökonomen inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Inflationsrate auf lange Sicht im Wesentlichen von der Wachstumsrate der Geldmenge im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum abhängt. Kurz- und mittelfristig kann die Inflation aber außerdem durch die relative Elastizität von Löhnen, Preisen, Zinssätzen, Angebot und Nachfrage, sowie der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beeinflusst werden. Außerdem spielen die Erwartungen der ökonomischen Agenten eine wesentliche Rolle. Geldmenge Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung: . Dabei ist Geldmenge Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Preisniveau Reale Produktion An der umgestellten Gleichung bzw. an der Darstellung mit Änderungsraten kann man erkennen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn (bei Konstanz der jeweiligen beiden anderen Größen) die Geldmenge zunimmt (Geldschöpfung), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunimmt (empirische Untersuchungen zeigen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig annähernd konstant bleibt), die reale Produktion (das Handelsvolumen) sinkt. Betrachtet man alle vier Größen gleichzeitig, entsteht nach der Quantitätsgleichung Inflation () dann, wenn das Geldmengenwachstum () größer ist als die Differenz aus der Änderung des Handelsvolumens und der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit (). Die Inflation lässt sich also kurz- bis mittelfristig nicht auf eine Ausweitung der Geldmenge reduzieren, sondern es müssen ebenso die Umlaufgeschwindigkeit und die reale Produktion betrachtet werden. Der langfristige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung ist empirisch gut belegt. Auf kurze bis mittlere Sicht kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Zusammenhang kommen. Angebot Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; ) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind. Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will. Nachfrage Kommt es zur Nachfragesoginflation (), sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach Gütern derart schnell, dass die Angebotsseite nicht durch Anheben des mengenmäßigen Angebots reagieren kann und stattdessen die Preise nach den Marktgesetzen steigen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich. Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Man unterscheidet zusätzlich zwischen „hausgemachter“ und „importierter“ Nachfragesoginflation, je nachdem, ob die Nachfrage aus dem In- oder Ausland herrührt. Erwartungen Die Erwartungen der ökonomischen Agenten über zukünftige Inflationsraten sind sehr wichtig in der Ökonomie. Sie können die Inflationsraten, Zinssätze und damit die Konjunktur wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel werden Unternehmen abhängig von ihren Inflationserwartungen unternehmerische Entscheidungen, etwa über Investitionen, treffen. Konsumenten passen ihr Konsumverhalten abhängig von ihren Inflationserwartungen an. Der Kommunikation der Geldpolitik kommt somit eine Schlüsselrolle zu. Notenbanken nutzen Kommunikationsstrategien wie Forward guidance, um die Inflationserwartungen von Märkten und Konsumenten zu beeinflussen. Studien zeigen eine konjunkturstabiliserende Wirkung. Theorien Über die Ursachen der Inflation gab es historisch verschiedene Theorien. Dabei ist besonders Debatte zwischen Monetaristen und Keynesianern hervorzuheben. Diese wurden im Rahmen der neukeynesianischen Synthese zusammengeführt. Der Neukeynesianismus stellt die heute allgemein akzeptierte makroökonomische Theorie dar. Daneben gibt es heterodoxe Theorien über Inflation. Diese werden vom ökonomischen Mainstream nicht geteilt. Keynesianismus Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden (Phillips-Kurve). Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt (siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate). Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus – man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK), Synonym Transformationskurve – so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer (vgl. Nachfrage-Sog-Inflation oben). Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist. Monetarismus Der Monetarismus sieht allein im Wachstum der Geldmenge die Ursache für Inflation. Milton Friedman prägte dafür den griffigen Slogan:„Money matters“ – „Es kommt auf die Geldmenge an“. Inflation sei immer und überall ein monetäres Phänomen. Der Monetarismus griff eine zentrale Annahme der keynesianischen Inflationstheorie an: die Phillips-Kurve. Friedman und Edmund Phelps (der kein Monetarist war) schlugen eine "erweiterte" Form der Phillips-Kurve vor, die die Möglichkeit eines stabilen, langfristigen Kompromisses zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ausschloss. Die Ölschocks der 1970er Jahre führten zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Inflation, wodurch Friedman und Phelps empirisch bestätigt wurden. Der Monetarismus war in den frühen 1980er Jahren besonders einflussreich. Er verlor in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder an Einfluss, da es den Zentralbanken schwerfiel, die Geldmenge anstelle der Zinssätze zu steuern. NKM Die neue klassische Makroökonomie (NKM) forderte zentrale Annahmen des Keynesianismus heraus. Die theoretische Weiterentwicklung war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die Modellbildung durch Robert Lucas. Zuvor hatten keynesianische Ökonomen im Allgemeinen mit adaptive Erwartungen gearbeitet, bei denen angenommen wurde, dass ökonomische Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Rationalen Erwartungen bedeuten eine höhere Komplexität der Agenten. Zum Beispiel werden Verbraucher nicht einfach eine Inflationsrate von 2 % annehmen, nur weil dies der Durchschnitt der letzten Jahre war. Sie werden sich mit der aktuellen Geldpolitik und den wirtschaftlichen Bedingungen befassen, um eine eigene Prognose zu erstellen. Die NKM konnte zeigen, dass unter Annahme von perfekter Preiselastizität und rationalen Erwartungen Geldpolitik nur zu Inflation führe und keine konjunkturellen Effekte aufwies. Neukeynesianismus Die moderne keynesianische Theorie geht davon aus, dass Veränderungen der Geldmenge langfristig die Inflationsrate bestimmen, aber kurzfristig durchaus von Lohn und Preisstarrheiten beeinflusst werden können. Außerdem treffen Agenten ökonomische Entscheidungen oft aufgrund von unvollständigen Informationen. Daher kann Fiskal- und Geldpolitik zu einem effizienteren makroökonomischen Ergebnis führen, als Laissez-faire-Politik. Der Neukeynesianismus stellt den gegenwärtigen internationalen Konsens der Makroökonomik dar. Er ist eine Synthese aus Monetarismus, NKM, sowie einigen Elementen des klassischen Keynesianismus. Der Neukeynesianismus führte zur Entwicklung von dynamischen stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen (DSGE), welche heute von vielen Zentralbanken zur Modellierung der Geldpolitik eingesetzt werden. Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen. Heterodoxe Theorien Es gibt Inflationstheorien, die vom Mainstream der ökonomischen Wissenschaft nicht geteilt werden. Österreichische Schule Ludwig von Mises, ein Vertreter der Österreichischen Schule, verstand unter Inflation die Ausweitung (lat. inflare) der ungedeckten Geldmenge. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten. Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern, die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank- und Finanzwesens zu finden (Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln, Zentralbankwesen, Teilreservebanken, Währungsmonopol usw.). Aus dieser Sicht geht auch hervor, dass die Inflation sich nicht gleichmäßig in allen Preisen widerspiegelt, sondern durch Cantillon-Effekte beeinflusst wird. Produktionskosten Die klassischen Ökonomen wie Adam Smith, David Ricardo bis hin zu Karl Marx vertraten eine Produktionskostentheorie des Geldes. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: „Das Verhältnis zwischen dem Werte des Goldes und Silbers und dem irgendwelcher anderer Güter hängt … von dem Verhältnis zwischen der Menge Arbeit ab, die nötig ist, um eine bestimmte Menge Gold und Silber, und der Menge Arbeit, die nötig ist, um eine bestimmte Menge irgendeiner anderen Art auf den Markt zu bringen.“ Die Warenpreise konnten nach der Arbeitswertlehre also nur dann dauerhaft steigen, wenn die Arbeitsproduktivität bei der Gold- oder Silbergewinnung dauerhaft rascher gesteigert werden konnte, als diejenige bei der Produktion der anderen Waren. Nach der Produktionskostentheorie des Geldes (oder nach der Arbeitswerttheorie) führten die großen Gold- und Silberimporte aus Südamerika nach der Entdeckung Amerikas nicht deshalb zu einer Inflation in Europa, weil das viele Gold eine vergleichsweise kleine Menge an Waren „jagte“ – das sagt die Quantitätstheorie des Geldes –, sondern weil plötzlich weniger Arbeitszeit erforderlich war, um eine bestimmte Menge an Gold oder Silber zu gewinnen. Die Ausdehnung der Geldmenge (Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen) war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle. Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt. Die Erhöhung der Geldmenge war also nur Symptom der Verminderung des Wertes der einzelnen Goldmünze. Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Die Wirtschaftssubjekte wollten Gold nicht unter Wert gegen Waren tauschen, so die Annahme der Klassiker. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Aber beispielsweise während der Koalitionskriege floss aus Großbritannien sehr viel Gold ins Ausland ab oder wurde gehortet. Schließlich wurde die Goldeinlösungspflicht für Papierbanknoten durch den englischen Staat aufgehoben. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Die stabilen Preise der Waren in Gold ausgedrückt und die steigenden Preise der Waren in Papiergeld ausgedrückt. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Wird aber in Notzeiten von den Banken der Papiergeldumlauf über den notwendigen Goldumlauf gesteigert, dann steigen genau in dem Maße die Preise in Papiergeld ausgedrückt. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Dann „jagen“ aber zu viele Banknoten zu wenige Waren. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen. Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Steuerung Geldpolitik Obwohl sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik die Inflation beeinflussen können, verlassen sich die meisten Länder seit den 1980er Jahren hauptsächlich auf die Geldpolitik, um die Inflation zu steuern. Wenn eine Inflation über ein akzeptables Niveau hinaus auftritt, kann die Zentralbank des Landes den Zinssatz erhöhen, was in der Regel das Wachstum der Geldmenge verlangsamt oder stoppt. Einige Zentralbanken haben ein symmetrisches Inflationsziel, während andere die Inflation nur kontrollieren, wenn sie einen Schwellenwert überschreitet.Im 21. Jahrhundert befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und stetige Inflationsrate. In den meisten Ländern haben die Zentralbanken oder andere Währungsbehörden die Aufgabe, den Interbankenzins stabil auf niedrigem Niveau und die Zielinflationsrate von etwa 2 bis 3 % zu halten. Zentralbanken streben eine niedrige Inflationsrate an, weil sie glauben, dass eine hohe Inflation wirtschaftliche Kosten verursacht, da Unsicherheit in den Erwartungen über Unterschiede in den relativen Preisen und über die Inflationsrate erzeugt würde. Das Ziel ist daher eine niedrige positive Inflationsrate und nicht eine Null- oder negative Inflationsrate, da letztere Rezessionen verursachen oder verschlimmern könnte. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen) Inflation verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich in einem wirtschaftlichen Abschwung schneller anzupassen. Ferner verringert sie das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die Geldpolitik daran hindert, die Wirtschaft zu stabilisieren. Höhere Zinsen reduzieren die Geldmenge der Wirtschaft, weil weniger Menschen Kredite nachfragen. Wenn Banken Kredite vergeben, werden die Krediterlöse in der Regel auf Bankkonten eingezahlt, die Teil der Geldmenge sind. Wenn also eine Person einen Kredit zurückzahlt und keine anderen Kredite als Ersatz vergeben werden, sinkt die Höhe der Bankeinlagen und damit die Geldmenge. Als beispielsweise der Federal Funds Rate in den frühen 1980er Jahren 15 % überstieg, fiel die Menge der Federal Reserve Dollar um 8,1 % von 8,6 Billionen US-Dollar auf 7,9 Billionen US-Dollar. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Debatte zwischen Keynesianern und Monetaristen über das geeignete Instrument zur Kontrolle der Inflation. Monetaristen betonen eine niedrige und stetige Wachstumsrate der Geldmenge, während die Keynesianer betonen, dass die Gesamtnachfrage während der Wirtschaftsexpansion reduziert und die Nachfrage während der Rezession erhöht wird, um die Inflation stabil zu halten. Andere Methoden Goldstandard Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem das gemeinsame Tauschmittel einer Region Papiernoten sind, die normalerweise frei in voreingestellte, feste Goldmengen umgewandelt werden können. Der Standard legt fest, wie die Golddeckung umgesetzt wird, einschließlich der Menge an Gold pro Währungseinheit. Die Währung selbst hat keinen intrinsischen Wert, wird aber von Händlern akzeptiert, da sie gegen die entsprechende Menge Goldes eingelöst werden kann. Der Goldstandard wurde durch die internationale Übernahme des Bretton-Woods-Systems teilweise aufgegeben. Unter diesem System waren alle anderen wichtigen Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar gebunden, der selbst von der US-Regierung zu einem Kurs von 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Das Bretton-Woods-System brach 1971 zusammen, was dazu führte, dass die meisten Länder auf Fiatgeld umstiegen – Geld, das nur durch die Gesetze und Rechtssicherheit des Landes garantiert wird. Bei einem Goldstandard würde die langfristige Inflationsrate (oder Deflation) durch die Wachstumsrate des Goldangebots im Verhältnis zur Gesamtproduktion bestimmt. Kritiker argumentieren, dass dies zu willkürlichen Schwankungen der Inflationsrate führen und die Geldpolitik im Wesentlichen durch den Goldabbau bestimmt würde. Dies hätte in wirtschaftlichen Abschwüngen katastrophale Folgen. Der Goldstandard wird besonders von Vertretern der heterodoxen Österreichischen Schule propagiert. Preiskontrollen Eine andere historische Methode zur Inflationssteuerung waren Lohn- und Preiskontrollen. Lohn- und Preiskontrollen haben sich in Kriegszeiten in Kombination mit Rationierung bewährt. Ihre Verwendung in anderen Kontexten ist jedoch weitaus gemischter. Zu den bemerkenswerten Misserfolgen bei ihrer Verwendung gehört die Einführung von Lohn- und Preiskontrollen im Jahr 1972 durch Richard Nixon. Viele Ökonomen halten Preisbindungen für sinnlos oder schädlich. Im Allgemeinen werden Lohn- und Preiskontrollen als vorübergehende und außergewöhnliche Maßnahme angesehen, die nur in Verbindung mit Maßnahmen zur Verringerung der zugrunde liegenden Inflationsursachen während des Lohn- und Preiskontrollregimes wirksam sind, z. B. wenn der Krieg gewonnen wird. Sie haben oft sehr negative Auswirkungen aufgrund der verzerrten Preissignale, die sie an den Markt senden. Künstlich niedrige Preise führen oft zu Knappheit und Engpässen und schrecken zukünftige Investitionen ab, was zu weiterem Mangel führt. Die übliche ökonomische Analyse zeigt, dass jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die zu niedrig bepreist wird, zu stark konsumiert wird. Wenn beispielsweise der offizielle Brotpreis zu niedrig ist, wird es zu wenig Brot zu den festgelegten Preisen geben und der Markt wird zu wenig in die Brotherstellung investieren, um den zukünftigen Bedarf zu decken, wodurch das Problem langfristig verschärft wird. Abgrenzung Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind. Kassenhaltung Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch (staatlich) administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor. Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten (Schwarzmarkt) gemessen werden. Ob Inflation vorliegt, ist also eine Frage der Anerkennung einer Definitions-Autorität. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar. Externer Preisschock Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus. Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Inflationssteuer Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort, das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt. Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert (dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist). Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen. Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Siehe auch Liste der Länder nach Inflationsrate Lohn-Preis-Spirale Geräuschlose Kriegsfinanzierung Kippertaler der Kipper- und Wipperinflation Kippermünzstätten (Kursachsen) – Münzstätten der Kipper- und Wipperinflation Böse Halser der Schinderlingszeit, eine Inflation (1457–1460) Shrinkflation Literatur Inflation – Inflationstheorien – Geldpolitik. In: Gabler Wirtschaftslexikon, Gabler Verlag Hans H. Lechner: Währungspolitik. De Gruyter, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-11-007412-5. Fritz Neumark: Inflationsprobleme – Alt und Neu. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (= Göttinger Universitätsreden. Heft 59). Weblinks Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreis-Index für Deutschland Verbraucherpreis-Index für Österreich Schweizerischer Landesindex der Konsumentenpreise Statistiken der EZB (englisch) Inflation in den Neuen Bundesländern (in Quartalsberichten) Jürgen Pätzold: Das Inflationsproblem. Ursachen und Strategien. Informationen und Daten zum US-CPI beim Bureau of Labor Statistics Einzelnachweise
Reflexionen zur „neoliberalen Hegemonie" in Lateinamerika (Dieter Boris, Stefan Schmalz, Anne Tittor) (Z. ZEITSCHRIFT MARXISTISCHE ERNEUERUNG) Reflexionen zur „neoliberalen Hegemonie" in Lateinamerika Dieter Boris, Stefan Schmalz, Anne Tittor „Überlebte Gesellschaften pflegen langsam zu sterben. Selbst wenn sie keine Kraft mehr besitzen, halten sie sich noch lange, und das Geflecht ihrer Wurzeln behindert das Wachstum neuer Triebe. Diese Konfrontation zwischen Altem und Neuem bedarf der sorgfältigen Untersuchung, denn sie enthüllt die wahre Identität sowohl der untergehenden wie der heraufziehenden neuen Zeit.“ (Der französische Mediävist Guy Bois in seinem Buch „Umbruch im Jahr 1000“, München 1999: 16) Diese Fragen erweisen sich bei näherem Hinsehen als relativ komplex und sind in dieser Allgemeinheit und ohne Vorklärungen kaum zu beantworten. Abgesehen von der immer zu beachtenden Länderspezifik sind auch viele begriffliche und theoretische Probleme in diese Fragen eingeschlossen. Zunächst müsste darüber nachgedacht werden, was wir unter „neoliberaler Hegemonie“ verstehen wollen. Überdies müsste darüber reflektiert werden, was „Hegemonie“ in einem peripheren Land – ohne ausgebildete, historisch gewachsene zivile Gesellschaft (im Sinne Gramscis) – bedeuten könnte. Des Weiteren ist die zeitliche und räumliche Variabilität von neoliberaler Hegemonie zu reflektieren, die ja auch unterschiedlich intensiv und tief verankert ist. Schließlich ist die historische Tatsache zu bedenken, dass in der Peripherie bislang nie ein Paradigmenwechsel oder Hegemoniewandel ohne entsprechende vorgängige Prozesse in den Metropolen stattgefunden hat (siehe 1870/80, 1930ff., 1982ff.).[1] Zunächst beeinflusst die (semi-)periphere Position des Subkontinents im globalen Kapitalismus maßgeblich die Herstellung und Ausübung von Hegemonie. Hierbei lassen sich verschiedene Dimensionen ausmachen: Erstens wird die wirtschaftliche Entwicklung in der lateinamerikanischen (Semi-)Peri­pherie stark von den ökonomischen Abhängigkeitsmustern, etwa den tendenziell sich verschlechternden terms of trade, der technologischen Abhängigkeit von den Zentren und der ökonomischen Durchdringung des Subkontinents durch ausländische transnationale Konzerne, aber auch neue Formen der Dominanz der internationalen Finanzmärkte oder der Festschreibung von Wirtschaftsstrukturen durch internationale Handelsverträge, wie der geplanten panamerikanischen Freihandelszone ALCA beeinflusst. Zum anderen spiegelt sich diese ökonomische Abhängigkeit in der Herausbildung von spezifischen (transnationalisierten) Klassenfraktionen wider, die wie bereits Fernando Henrique Cardoso und Enzo Faletto (1976: 31) treffend anmerkten, maßgeblich von der vorherrschenden Einbindung in den Weltmarkt profitieren und damit zu Garanten der Festschreibung der semiperipheren Position der lateinamerikanischen Volkswirtschaften werden. Außerdem wird gerade dieser Prozess der Transnationalisierung von Klassenstrukturen von einer gewissen Internationalisierung und Transformation von Staatlichkeit in der Peripherie begleitet, welche seit den späten 1980er Jahren eine neue Qualität erreicht hat. Vor allem Institutionen wie der IWF, die WTO oder die Weltbank gewannen eine neue Bedeutung als wichtige Regulierungsinstanzen der Weltwirtschaft, die einen großen Einfluss auf die Gestaltung der internen Wirtschaftspolitik (semi-)peripherer Länder besitzen. Diese Institutionen können als eine über den Nationalstaaten angesiedelte Verdichtung gesellschaftlicher Kräfteverhältnisse „zweiten Grades“ begriffen werden (Brand 2005: 53), in denen die Zentrenstaaten eine klare Vormachtstellung besitzen. Auf diese Weise dienen sie als ein Rückzugspunkt für die Durchsetzung der Interessen der dominanten Sektoren in Lateinamerika. Denn falls sich die sozialen Kräfteverhältnisse auf der nationalen Ebene in den einzelnen lateinamerikanischen Gesellschaften verschieben sollten, bleiben die Machtrelationen in den supra- bzw. multinationalen Organisationen oftmals unangetastet. Hiermit verbindet sich ein weiterer Punkt: die internen Kräfteverhältnisse in den Zentren stecken infolge der ökonomischen sozio-strukturell/ institutionell vermittelten Abhängigkeit die Rahmenbedingungen der Entwicklungsweise der lateinamerikanischen Länder ab. Darüber hinaus artikuliert sich die (semi-)periphere Position Lateinamerikas im globalen Kapitalismus in einer charakteristischen Sozialstruktur, die mit der Marginalität großer Teile der Einwohner des Subkontinents einhergeht. Die Marginalität ist die Folge eines komplexen Gesamtensembles verschiedener Produktions- und Subsistenzformen, die nebeneinander existieren und miteinander korrespondieren. Diese „strukturelle Heterogenität“ (Córdova, 1973) spiegelt sich in einer Fülle von Widersprüchen wie der Koexistenz von hochentwickelten industriellen und marginalen Sektoren, einem ausgeprägten Stadt-Land-Gegensatz, hoher struktureller Arbeitslosigkeit und einer extrem ungleichen Einkommensverteilung wider. Diese spezifische Anatomie der lateinamerikanischen Gesellschaftsformationen zieht wichtige Implikationen für die Herstellung und Aufrechterhaltung von Hegemonie nach sich. Denn der Block an der Macht gruppiert sich zwangsläufig primär um die integrierten Sektoren, wobei immer wieder populistische politische Anrufungen, etwa durch den Peronismus (1946-1955) oder Vargaismus (1937-1945) produziert werden, um Teile der marginalen Bevölkerungssektoren mittels materieller und ideeller Konzessionen temporär in den hegemonialen Block zu integrieren. Ferner führen die extrem ungleiche Einkommensverteilung und die damit einhergehenden sozialen Auseinandersetzungen fast regelmäßig zum Wiederaufleben repressiver Politikmuster wie es in der Hochphase der Militärdiktaturen während der 1970er Jahre zu beobachten war. Zuletzt muss die Rolle einer für Lateinamerika typischen politischen Kultur erwähnt werden, die zwar auf der einen Seite in vielen Ländern, etwa in Bolivien oder Ekuador zu einem stetigen Wechsel von Regierungen infolge von sozialen Krisen und „golpes“ und „contra-golpes“ führt, aber paradoxerweise zur Stabilität der Hegemonie des Machtblocks beiträgt. Diese „Stabilität durch Instabilität“ scheint ein sich wiederholendes Muster in der politischen Kultur zu sein, bei dem soziale Widersprüche dahingehend bearbeitet werden, dass trotz massiven Protestes keine tiefgreifenden politischen Änderungen zu verzeichnen sind. Trotz häufiger Regierungswechsel werden die politischen Weichenstellungen nicht verändert – Hegemonie verfällt nur in der öffentlichen Meinung. Denn diese explosionsartigen sozialen Auseinandersetzungen binden sich oftmals nicht in institutionell-organisatorischen Formen, etwa parteiförmigen Strukturen, sondern entladen sich und führen lediglich, um einen Gramscianischen Terminus aufzugreifen, zur ständigen Wiederkehr einer „passiven Revolution“ im Sinne eines von oben eingeleiteten Modernisierungsprozesses des Staates. Die in der von der politischen Rechten dominierten politischen Kulturforschung immer wieder hervorgebrachten Argumente für eine Reform des politischen Systems oder des Rechtssystems oder der stärkeren Institutionalisierung von Partizipationsmöglichkeiten berühren daher durchaus reale Probleme auf dem Subkontinent, ohne jedoch die soziale Grundlage für diese Prozesse angemessen zu benennen und zu analysieren (Thesing, 1994). Für eine tiefergehende hegemonietheoretische Untersuchung muss deswegen im Auge behalten werden, dass nicht jede plötzliche, hurrikanartige soziale Auseinandersetzung – wie z.B. die heftigen Turbulenzen in Argentinien 2001/02 – als ein zuverlässiger Indikator für den Verfall von Hegemonie zu bewerten ist. Angesichts der internen und externen Umstände und Zeiträume bei der Etablierung der neoliberalen Hegemonie in Lateinamerika kann unseres Erachtens nur von einer relativ oberflächlichen und teilweise künstlichen Hegemonie, die eben nicht längerfristig und tieferliegend angelegt war – d.h. von zivilen, privaten Organisationen getragen und breit sozialisiert wurde – gesprochen werden. In Lateinamerika handelte es sich um einen von außen (im Gefolge der Schuldenkrise) angestoßenen Strategiewechsel in der allgemeinen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Orientierung auf höchster Ebene, der erst später propagandistisch, organisatorisch und politisch „nach unten“ diffundiert wurde. Bei der Herstellung eines „spontanen“ Konsens in der subalternen Bevölkerung haben Erziehungs- und Bildungsprozesse eine nicht unerhebliche Bedeutung (Bernhard 2005: 123), sie scheinen aber in Lateinamerika – außer in Chile – bei der Einführung des Neoliberalismus keine nennenswerte Rolle gespielt zu haben. Gerade der zuletzt genannte Fall weist insofern Besonderheiten auf als er a) in Lateinamerika eine Pionierrolle spielte, b) der Neoliberalismus nicht im Gefolge der Schuldenkrise, sondern nach einem blutigen Militärputsch gegen eine sozialistische Regierung zunächst „manu militari“ eingeführt wurde und er daher c) besonders breiter und intensiver Propagierungsmechanismen bedurfte (Fischer 2002: 225ff.).[2] Die Erlangung neoliberaler Hegemonie wurde erleichtert, weil die vorangegangene wirtschaftspolitische Grundstrategie erschöpft und korrumpiert erschien. Gelegentlich war sie sogar mit dem Odium autoritär-staatlicher bzw. diktatorischer Herrschaft verwoben. Neoliberale Politik wurde häufig als Befreiung von bürokratisch-staatlichen Fesseln, von Korruption und Vetternwirtschaft verkauft: wo nur die anonymen Gesetze des Marktes obwalten, könne es personale Herrschaft und Abhängigkeitsbeziehungen nicht mehr geben. Andererseits war die Präsenz des Staates im gesellschaftlichen und ökonomischen Bereich nicht durchweg negativ besetzt. Deswegen scheint es heute, im Rückblick, fraglich, ob man von einer wirklichen neoliberalen Hegemonie als Projekt sprechen kann, wenn man einen sehr weitgehenden und positiven Begriff davon besitzt. Wenn davon ausgegangen wird, dass Hegemonie mehr als nur die stillschweigende passive Einwilligung der Massen bedeutet und vielmehr die aktive Zustimmung und das selbstmotivierte Engagement der subalternen Klassen einschließt, dann erscheint es vielleicht fragwürdig, in Lateinamerika von einem neoliberalen, hegemonialen Projekt zu sprechen.[3] Unterstellt man, „dass politische, insbesondere ‚hegemoniale’ Projekte niemals nur auf materiell hergeleiteten Interessen und den rationalen Strategien sozialer Akteure beruhen“, sondern sie „immer auch Bedeutungen, Interpretationen, kulturelle Formen, Ideologien, subjektive Gefühle, Vorstellungen etc.“ umschließen (Bieling/Steinhilber 2000: 107), so ist es fraglich, ob in Lateinamerika diese „affektive Imagination“ oder dieser positive, motivierende soziale Mythos für die neoliberale Hegemonie in Lateinamerika eine derart konstitutive Rolle gespielt hat. Eine aktive Zustimmung und Propagierung von breiten Bewegungen für eine „neoliberale Revolution“ hat es zweifellos in Lateinamerika nicht gegeben[4]. So ist zu überlegen, ob der Begriff Gramscis von einer „passiven Revolution“ für den Übergang zum Neoliberalismus auch für Lateinamerika angemessen ist. „So bedeutet z.B. die ‚passive Revolution’ einen tiefgehenden Wandel der sozialen und ökonomischen Beziehungen, ohne dass ihm eine starke Volksbewegung vorangegangen wäre ... Konkret historisch kann eine ‚passive Revolution’ bei Gramsci aber recht verschiedene Wertungen erfahren. Als ‚passive Revolution’ ist z.B. der Fordismus nicht vollständig als ‚Restauration’ zu verstehen, da er auch sozialen Fortschritt produzierte.“ (Kebir 2004: 37). Passend ist für Lateinamerika aber durchaus ein (eher eingegrenzter) Hegemoniebegriff, der Hegemonie konstatiert, wenn die Vorstellung allgemein anerkannt ist, dass es zu der jeweiligen Form der Vergesellschaftung keine Alternative gäbe. Damit besteht Hegemonie nicht nur, wenn die Stabilität einer bestimmten Ordnung gegeben ist, sondern dann, wenn eine historische Konstellation in der Lage ist, der Bearbeitung von gesellschaftlichen Widersprüchen eine bestimmte Richtung und Form zu geben (Candeias 2004: 45). Das Element des „aktiven Konsenses“, die mythisch-affektive Verklärung eines Projekts – hier des neoliberalen – wurde nicht wirklich in den Köpfen und Herzen der Massen verankert; eine derartige Begeisterung für die neoliberale Wende war wohl zunächst nur bei neoliberalen Spitzen-Technokraten, bei relevanten Teilen der Export-Import-Bourgeoisie und der Finanzoligarchie zu verspüren. Zudem wurde die neoliberale Orientierung gewissermaßen konditioniert durchgesetzt in der Weise, dass eine materielle Besserstellung und Konsolidierung der Lebensverhältnisse in der Regel das unmittelbare Versprechen der neoliberalen Wende-Politiker war, wofür sich insbesondere die Bevölkerung des informellen Sektors empfänglich zeigten. Man könnte auch argumentieren, dass ein aktiver Konsens oder eine enthusiastische Zustimmung zu den ersten makroökonomischen Stabilisierungsmaßnahmen nach der Verschuldungskrise kaum denkbar und nicht nötig war, da eine alternative Strategie zur Öffnung der Ökonomie und zur Exportorientierung nicht – jedenfalls innerhalb der nationalen und internationalen Kräfteverhältnisse von damals – zur Verfügung stand. Aus diesem Grund war die Einführung und Implementierung dieser ersten Phase der neoliberalen Reformen von der breiten Zustimmung der Bevölkerung weitgehend unabhängig. Zum anderen war es häufig so, dass nicht wenige zu Regierungschefs gewählte Politiker mit einem traditionellen, staatszentrierten Diskurs in den Wahlkampf gegangen waren, aber nach Beginn der Regierungstätigkeit einen diametral entgegengesetzten Kurs einschlugen (z.B. Fujimori, Menem, A. Perez etc.). Die zeitweise aufflammenden Proteste gegen diese Missachtung und Verhöhnung des Wählerwillens legten sich aber in den meisten Fällen bald, als die einzelnen neoliberalen Maßnahmen, z.B. bezüglich der Bekämpfung der Hyperinflation zu greifen begannen. Es war zugleich die große Stunde der Technokraten, die nun die vorderste Bühne der Politik betraten (Maihold 1999: 169f.). Dennoch wurden Politiker mit neoliberalem Kurswechsel meist einmal wiedergewählt; die für den Neoliberalismus charakteristische Marktkultur, wurde durchaus von vielen Mitgliedern der lateinamerikanischen Gesellschaften – wenn vielleicht auch nicht in us-amerikanischen und europäischen Dimensionen – übernommen. Die feste Etablierung und Aufwertung der Technokraten, vor allem im ökonomischen Bereich, und die damit einhergehende Hegemoniegewinnung des Neoliberalismus war u.a. dadurch vermittelt, dass in der Zeit nach dem Beginn der Verschuldungskrise und der Strukturanpassungsprogramme die neoliberalen Ökonome eine wichtige Scharnierfunktion zwischen internen gesellschaftlichen und ökonomischen Strukturen und den externen Instanzen einnahmen. Sie waren gewissermaßen lokale Garanten der Durchsetzung einer – auch und vor allem außerhalb Lateinamerikas (bei den multilateralen Finanzinstitutionen, den ausländischen Gläubigern etc.) geforderten – wirtschaftspolitischen Leitlinie (Silva 1998: 79). Zwar begann der Aufstieg der neoliberal orientierten Technokraten in einigen Ländern unter strengen diktatorischen Bedingungen (Chile, Uruguay, Argentinien). Im Diskurs über eine neutrale, technokratisch und rational zu implementierende Politik, die eigentlich Antipolitik (pragmatisch und nicht-ideologisch) ist, d.h. gerade gegen die traditionellen Politiker und politischen Ideologien gerichtet ist, und in der Forderung nach der Abgehobenheit der Exekutive der gesellschaftlichen Interessengruppen und Auseinandersetzungen – treffen sich die Militärmachthaber und Technokraten auf einem gemeinsamen Terrain. Insofern kann von einer „selektiven Affinität“ (Silva) zwischen Technokraten und Militärregimes gesprochen werden. Aber auch nach dem Übergang zu formellen Demokratien wurden nicht selten die neoliberalen Orientierungen und die sie implementierenden Technokraten in der Exekutive bestätigt und in ihrem Rang weiter aufgewertet. Dies kann einerseits durch die Stärke des finanziellen, internationalen und nationalen Establishments (der Rechten) erklärt werden, muss aber auch mit der Schwäche und Alternativlosigkeit einer Linken gerade in jenen Ländern in Zusammenhang gebracht werden, in denen es im Gefolge der Militärdiktaturen zu traumatischen, kollektiven Eindrücken und zu Erinnerungen an eine von heftigen politischen Turbulenzen und bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen geprägten Vergangenheit gekommen war (Silva 1998: 81f.). Das fast obszessive Suchen nach Vereinbarungen und Konsens zwecks Herstellung einer fetischisierten Regierbarkeit hatte in vielen Ländern zur Folge, dass viele politische Kernfragen tendenziell entpolitisiert wurden und diese Entpolitisierung und Hinwendung zum privaten Konsum auch von großen Bevölkerungsteilen hingenommen und akzeptiert wurde. In diesem Klima wird es verständlich, dass diametrale Interessengegensätze und polare Herrschaftsbeziehungen anders gedeutet und gesehen wurden als strukturell vorhandene. Die für die Erlangung von politischer und teilweise kultureller Hegemonie typische Umbiegung von Antagonismen in bloße Differenzen, die jederzeit ausgehandelt und geschlichtet werden können, konnte in solchen post-diktatorischen Gesellschaften relativ leicht erreicht werden (Laclau 1981: 140f.). Diese Form von Hegemonie, die darin besteht, tendenziell systemfeindliche Modi der Bearbeitung von Widersprüchen von vornherein mit Erfolg auszuschließen, dauerte in den meisten lateinamerikanischen Ländern nicht sehr lange, je nach Land ca. 10 bis 15 Jahre.[5] Man kann darüber streiten, ob es überhaupt sinnvoll ist, eine so kurze Phase als Hegemonie zu beschreiben. Wenn zur Zeit tatsächlich das Ende des Neoliberalismus in Lateinamerika eingeleitet wird, dann sollte man vielleicht im Rückblick von dem Begriff Abstand nehmen. Sicherlich war der Neoliberalismus nie so hegemonial, wie seinerzeit das Export-Import-Regime (1870-1929), das selbst von seinen potentiellen Gegenkräften (wie etwa der meist anarchosyndikalistisch orientierten Arbeiterbewegung) nicht in Frage gestellt wurde[6]. Auch während der Phase der Importsubstituierenden Industrialisierung gab es gewaltige gesellschaftliche Instabilitäten und mächtige soziale Kräfte, die das Modell umgestalten, transformieren oder ganz ersetzen wollten. Auch wenn es sich seit ca. 1955 in einer instabilen Phase befand, blieb es trotzdem bis ca. 1982 dominantes Entwicklungsmodell. Zur Zeit sieht es so aus, als wenn die Phase des klar hegemonialen Neoliberalismus vor allem durch zwei miteinander verbundene Elemente gestört bzw. beendet wurde. Zum einen durch die schwachen Ergebnisse der neoliberalen Wirtschaftspolitik in Bezug auf Wachstum, Beschäftigung, Armutsreduktion etc. Zum anderen durch die wiederbelebten sozialen Bewegungen mit anti-neoliberaler Stoßrichtung, die ihre Mobilisierungskraft gerade auch aus den defizitären wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Resultaten des neoliberalen Regimes zogen. Nachdem zu Anfang der 1990er Jahre mittlere, in einigen Ländern sogar hohe Wachstumsraten erreicht worden waren, schien gegen Ende dieses Jahrzehnts das neoliberale Strohfeuer verpufft zu sein. Die sich häufenden Währungs- und Finanzkrisen, niedrige bis negative Wachstumsraten, das Ausbleiben weiterer Direktinvestitionen (nach Abschluss der Privatisierungswelle) und der spekulative Zufluss von Geldkapital für Staatsanleihen zeigte nicht nur die hochgradige ökonomische Verletzlichkeit dieses Modells, sondern auch seine Folgen in Bezug auf soziale Polarisierung, mit anhaltender hoher Armutsquote, beträchtlicher Beschäftigungslosigkeit etc.[7] Die positive Lesart der neoliberalen Politikversprechen ließ sich immer weniger mit der Realität vereinbaren. An diesen Schwachpunkten neoliberaler Orientierung bildeten sich im Laufe der 90er – zunächst vereinzelt und/oder in abgelegenen Regionen und daher weitgehend „unbemerkt“ – unterschiedliche soziale Bewegungen, wie z.B. die Arbeitslosenbewegung (Piqueterobewegung) in Argentinien, die auf dem Höhepunkt der Krise 2001/02 eine bedeutende Rolle spielte. Lange vorher hatte sich die zapatistische Bewegung in Chiapas/Mexiko der Öffentlichkeit präsentiert, nachdem sie sich über zehn Jahre organisatorisch und programmatisch vorbereitet hatte. Auch andere Bewegungen, wie die ebenfalls in ihrer Entstehung weit zurückreichende Landlosenbewegung in Brasilien (MST) oder die indigenen Bewegungen in Ecuador und Bolivien waren politische Artikulationen, die sich gegen massive Benachteiligungen und Diskriminierungen in wesentlichen Aspekten der Lebenslage wandten und deren hoher Mobilisierungsgrad gegen Ende der 90er und Anfang der 2000er Jahre auch auf die sozialen Zuspitzungen im Gefolge neoliberaler Politik zurückzuführen war (Algranati u.a. 2004). Dennoch ist es bezüglich der wirtschaftspolitischen Grundentscheidungen der neoliberalen Phase in den meisten Ländern Lateinamerikas nicht zu einer eindeutigen Kurskorrektur gekommen. Dies scheint mit dem Profil und dem ökonomischen Gewicht dieser Bewegungen zusammenzuhängen. „Die Bewegungen finden an den Rändern der Gesellschaft statt, und das ist wohl ihre schwerwiegendste Begrenzung. Die beschriebenen Tendenzen zeigen sich im Lakandonischen Urwald, aber nicht in der mexikanischen Maquila-Industrie, die für den Weltmarkt produziert, sie zeigen sich bei den Besetzungen der Landlosen, aber nicht in den Autofabriken in Brasilien. Sie sind bei Piqueteros zu finden (wo ehemalige Ölarbeiter aktiv sind), aber nicht in der Erdölindustrie Argentiniens. Die besten Experimente mit hierarchiefreiem Leben müssen begrenzt bleiben, solange die reale Macht nicht beseitigt ist und die Ausbeutung drum herum weitergeht. Die entscheidende Frage wird sein, ob die neuen Antworten eine Randerscheinung bleiben, oder ob sie von denjenigen aufgenommen werden, die das System mit ihrer Arbeit am Laufen halten – und die in der Lage wären – die kapitalistische Maschine zu stoppen.“ (Wildcat, No. 73, Frühjahr 2005: 27) Stellt man die relativ hohe Kontinuität dieser Elemente, die mit der neoliberalen Hegemoniegewinnung im Zusammenhang standen in Rechnung, so wird man den durch die neuen Mitte-Links-Regierungen angeblich angezeigten Bruch mit dem neoliberalen Diskurs relativieren müssen. Die Diskontinuität bezieht sich vor allem auf die Diskurs- und Stilebene, auf Elemente an der Oberfläche und weniger auf die durch den Neoliberalismus geschaffenen wirtschaftspolitischen Institutionen und Verhältnisse. So ist z.B. bislang nirgendwo die Öffnung der Ökonomien, die Unabhängigkeit der Zentralbanken, die hervorgehobene Bedeutung der Geld- und Fiskalpolitik in Zweifel gezogen worden. Von einer Umkehr in Bezug auf die privatisierten Staatsunternehmen und der Liberalisierung der Arbeitsmärkte ist bislang ebenfalls wenig zu hören. Aus diesem Grund muss Atilio Borón zugestimmt werden, wenn er schreibt: „Im gegenwärtigen Moment ist ein bemerkenswertes Auseinanderklaffen zwischen einer unübersehbaren Schwächung neoliberaler Impulse in den Bereichen der Kultur, des öffentlichen Bewusstseins und der Politik einerseits und, zur gleichen Zeit, deren eingewurzelter Fortdauer auf dem entscheidenden Terrain der Wirtschaft und des ‚Policy-Making’ andererseits festzustellen.“ (Borón 2004: 43). Aus all diesen Gründen (Umstände der Einführung des Neoliberalismus, Art und Intensität seiner Verankerung, ambivalente Wirkungsweise und Fortbestehen zentraler Regulierungsfaktoren des Neoliberalismus etc.) kann man in Bezug auf die neuen Mitte-Links-Regierungen und ihren teilweise anti-neoliberalen Diskurs zwar von einer Schwächung oder Krise der neoliberalen Hegemonie im hier angedeuteten begrenzten Sinne ausgehen. Aber es scheint gleichzeitig angemessen zu sein, mit Anibal Quijano hinzuzufügen, dass es sich hier um einen Versuch „der Reorganisation der bürgerlichen Hegemonie“ (Quijano 2004: 83) handelt. Denn es geht in der Agenda dieser Regierungen nicht um die weitergehende Perspektive eines irgendwie gearteten anti-kapitalistischen Projekts, sondern um die Korrektur der schlimmsten „neoliberalen Auswüchse“. Das heißt, angestrebt wird die Wiedereinführung einer nationalen oder regional ausgelegten, staatszentrierten Regulierung, die Elemente der sozialen Wohlfahrt für bislang ausgeschlossene Bevölkerungssegmente enthält. Die ökonomischen und politischen Bedingungen, intern wie international, sind indes für ein derartiges Vorhaben weitgehend abwesend. Infolgedessen muss die konkrete Ausformung eines möglichen neuen Modus von bürgerlicher Hegemonie in Lateinamerika als offen angesehen werden. Da die nationalstaatlich steuerbaren und verfügbaren Ressourcen ebenso zusammengeschmolzen sind wie die fungierenden nationalen Kapitalgruppen unterliegen alle solche Ausbruchsversuche dem restaurativ wirkenden Magnetfeld neoliberaler Institutionen. Insofern ist Vorsicht gegenüber vorschnellen und leicht euphorisierten Feststellungen geboten, die davon ausgehen, dass „dem gescheiterten neoliberalen Kapitalismusprojekt“ Alternativen gegenüber „gestellt werden“ (Thimmel 2005: 154). Auf der anderen Seite sollte die Möglichkeit eines stärker national und regional zentrierten Entwicklungsmodus – unter Beteiligung bürgerlicher Kräfte – nicht ausgeschlossen werden. Eine völlige Negierung dieser Möglichkeit käme einer Akzeptanz des Postulates „there is no alternative“, sozusagen einem TINA-Verdikt unter veränderten Vorzeichen gleich: Es gibt – unter der Schwelle der Systemveränderung – keine Alternative zum Neoliberalismus (auch) in der Peripherie. Die wieder auflebende Diskussion über „nationale Bourgeoisien“ in der Peripherie ist ein Zeichen dafür, dass diese Möglichkeiten theoretisch und praktisch zur Zeit ausgelotet werden (Chibber 2004; Realidad Económica 2004). Gleichwohl haben sich in den letzten fünf Jahren in Lateinamerika diskursive Felder und konkrete Handlungsspielräume für eine andere Politik geöffnet. Bestimmte Momente, wie etwa die Versuche der lateinamerikanischen Integration, Ansätze einer Süd-Süd-Kooperation, die politische Artikulation der sozialen Widersprüche in Venezuela, die Umgangsweise mit dem IWF seitens des argentinischen Präsidenten Néstor Kirchner (nicht aber von Luiz Inácio „Lula“ da Silva) deuten Momente des Bruchs an. Wenngleich es immer problematisch ist über zukünftige Tendenzen zu spekulieren, scheint es legitim zu sein, über die in der Konstellation angelegten Entwicklungsmöglichkeiten nachzudenken. Grundsätzlich scheinen drei zu unterscheidende Entwicklungsvarianten für die von Mitte-Links-Regierungen geführten Länder denkbar zu sein. Korrektur des neoliberalen Modells durch soziale Abfederungen und partielle Ausgleichsmechanismen, also Einführung eines „Sozialliberalismus“, wie er sich z.B. in Brasilien abzeichnet: neoliberale Wirtschaftspolitik plus begrenztes Hungerbekämpfungsprogramm, neben Elementen einer progressiven Außenpolitik. Staatskapitalistische Transformation der Ökonomie und Etablierung eines kooperativen Wirtschaftsbereiches in der Landwirtschaft und im Gewerbe mit der Möglichkeit, neue Zugänge zu Ressourcen, Bildung und Gesundheitsversorgung für größere Teile der Bevölkerung des Landes zu schaffen. In gewissem Umfang könnte bei einem solchen Modell – zumindest auf mittlere Sicht – ein kooperationsbereites lokales Bürgertum miteinbezogen werden. Gleichzeitig handelt es sich um die Entwicklungsvariante, bei der zu einem späteren Zeitpunkt weitergehende politische Optionen durchaus denkbar sind (Typus Venezuela). Bei allen möglichen Varianten sind aber bei der Beurteilung der Tiefe eines Bruchs zur vorangehenden Periode die bremsende Schwerkraft neoliberaler Institutionen und der vorherrschenden Elemente der politischen Kultur zu bedenken.[8] Chibber, Vivek (2004): Reviving the Developmental State? The Myth of the “National Bourgeosie”, in: Socialist Register 2005, hg.v. Panitch, Leo und Carolin Leys, London, New York, S. 144-165 Kebir, Sabine (2004): Hegel reitet zwei Pferde. „Revolution – Restauration“ und „passive Revolution“ – zwei universalhistorische Konzepte Antonio Gramscis, in: Sozialismus, 31. Jg., H. 2, S. 35-41 Laclau, Ernesto (1981): Politik und Ideologie im Marxismus. Kapitalismus – Faschismus – Populismus, Berlin Thimmel, Stefan (2005): Ein Schritt vor, zwei Schritte zur Seite? Die sozialen Bewegungen in Argentinien, Brasilien und Uruguay zwischen Unabhängigkeit und Vereinnahmung, in: Badzuira, A. u.a. (Hg.): Hegemonie – Krise – Krieg, Hamburg, S. 140-155 [2] „Voraussetzung [für die relative Stabilität der chilenischen Militärregierung] war zum einen die Unterstützung der gesellschaftlich dominanten (Unternehmer-)Sektoren, die – bis weit in die Mittelschichten hinein – die soziale Basis des Regimes bildeten. Zum anderen bedurfte es der Entfaltung eines machtvollen neoliberalen Diskurses, um die Transformation als „revolutionäres Projekt“ in der Gesellschaft zu verankern. Die diskursiv-ideologischen Praktiken des Regimes bewirkten einen weitreichenden Wandel in der Orientierung breiter Teile der Bevölkerung und der Opposition, einen Mentalitätswandel, der auch nach dem 1990 vollzogenen Übergang zur Demokratie fortwirkt und neoliberalen Prinzipien eine anhaltende Wirkungsmacht in der Gesellschaft sichert.“ (Fischer 2002: 225) [4] Allerdings ist zu fragen, ob nach dieser Lesart dann in Europa oder den USA eine neoliberale Hegemonie je bestanden hat. Zwar waren die Gegenbewegungen gegen den Fordismus, insbesondere die 68er Bewegung, in den Metropolen stärker und inhaltlich anders orientiert als die zum gleichen Zeitpunkt in der Peripherie beobachtbaren Bewegungen. Gleichwohl haben sie sich nie als revolutionäre Bewegung für den Neoliberalismus verstanden. Der Übergang zum Neoliberalismus passt vielleicht allgemein eher in die Denkfigur der „passiven Revolution“ als einer Modernisierung im Sinne eines Anpassungs- und Erneuerungsprozesses des Staates, ohne dass es zu einer politischen Revolution „radikal-jakobinischen Typs“ gekommen wäre. [5] Z.B. könnte man für Bolivien die Phase von 1985 bis 2000 als die „belle epoque“ des Neoliberalismus qualifizieren, für Argentinien als entsprechenden Zeitraum die Jahre von 1990 bis ca. 2000 nennen. [6] Den Freihandel umgab ein außergewöhnliches Prestige, nicht nur, weil er den metropolitanen Regionen, wie Historiker der marginalen Regionen gerne betonen, ein hervorragendes ideologisches Instrument zur ökonomischen Durchdringung dieser Regionen an die Hand gab, sondern auch, weil er innerhalb dieser Gebiete die Funktion einer sozialen Versöhnung in den Grenzen der kapitalistischen Ordnung zu erfüllen versprach“ (Donghi 1991: 227).
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q-de-2202
Was ist Inflation und wie wird sie definiert?
Inflation, auch Preissteigerungsrate oder Teuerung, bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Steigt das allgemeine Preisniveau, kann jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen kaufen (Verteuerung). Folglich spiegelt die Inflation eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit wider – ein realer Wertverlust des Zahlungsmittels. Das Gegenteil von Inflation ist Deflation, ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Das übliche Maß für die Inflation ist die Inflationsrate, die annualisierte prozentuale Veränderung eines allgemeinen Preisindexes, normalerweise eines Verbraucherpreisindexes, im Zeitverlauf. Es ist ökonomischer Konsens, dass sowohl Deflation, als auch sehr hohe Inflationsraten und Hyperinflation schädlich sind. Heute befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und konstante Inflationsrate. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen Inflation) verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich im Abschwung schneller anzupassen, und verringert das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die geldpolitische Stabilisierung der Wirtschaft verhindert. Die Aufgabe, die Inflationsrate niedrig und stabil zu halten, wird in der Regel den Zentralbanken übertragen. Sie sollen die Inflationsrate durch Geldpolitik steuern. Dazu nutzen Zentralbanken verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik, die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken, sowie Kommunikationsstrategien wie Forward guidance. Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an. Die Ansichten darüber, welche Faktoren niedrige, moderate oder gar sehr hohe Inflationsraten bestimmen, sind unterschiedlich. Es ist ein aktuelles Forschungsthema der Makroökonomie. Eine niedrige oder moderate Inflation kann auf Schwankungen der realen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder auf Veränderungen des verfügbaren Angebots, beispielsweise bei Knappheiten, zurückgeführt werden. Außerdem können die Inflationserwartungen der ökonomischen Agenten einen wesentlichen Einfluss haben. Inflation beeinflusst Ökonomien auf verschiedene Weisen. Zu den Effekten gehört ein Anstieg der Opportunitätskosten für das Halten von Geld, was Sparen unattraktiver macht und Verschuldung oder Konsum begünstigt. Es kann bei hoher Inflation sogar zu Knappheit kommen, da die Verbraucher aus Sorge vor einem weiteren Preisanstieg Güter horten. Zu den positiven Effekten einer stabilen niedrigen Inflation zählt die Vermeidung von Ineffizienzen, die mit einer Deflation einhergehen. Definition Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Historisch bedeutete Inflation dabei einen spezifischen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Handelsbedarf. Heute verwenden Ökonomen den Begriff Inflation ausschließlich, um sich auf steigende Preisniveaus zu beziehen. Eine Zunahme der Geldmenge kann als monetäre Inflation bezeichnet werden, um sie von steigenden Preisen zu unterscheiden, die der Übersichtlichkeit halber als Preisinflation bezeichnet werden. Ökonomen sind sich einig, dass die Preisinflation auf lange Sicht mit einer Erhöhung der Geldmenge zusammenhängt. Kurz- und mittelfristig können aber andere Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen. Inflation bezieht sich auf die allgemeine Preisentwicklung, nicht auf Änderungen bestimmter Preise. Kaufen Konsumenten beispielsweise mehr Gurken als Tomaten, werden Gurken teurer und Tomaten billiger. Diese Veränderungen sind jedoch keine Inflation – sie spiegeln lediglich eine Veränderung in den Präferenzen der Konsumenten wider. Das Wort Inflation stammt aus dem Lateinischen: das Substantiv „inflatio“, bedeutet „Sichaufblasen“ und stammt vom Verb „flare“ ab, was „blasen“ bedeutet. Andere Begriffe der Wirtschaftswissenschaft im Zusammenhang mit Inflation sind: Deflation – ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus Disinflation – ein Rückgang der Inflationsrate Hyperinflation – eine außer Kontrolle geratene Inflationsspirale Stagflation – eine Kombination aus Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit Reflation – ein Versuch, das allgemeine Preisniveau anzuheben, um einem Deflationsdruck entgegenzuwirken Vermögenspreisinflation – ein allgemeiner Anstieg der Preise von finanziellen Vermögenswerten, wie Aktien, Immobilien oder Gold, ohne einen entsprechenden Anstieg der Preise von Gütern oder Dienstleistungen Messung Da die Inflation als allgemeiner Anstieg des Preisniveaus definiert wird, hängt die Messung der Inflation davon ab, wie das allgemeine Preisniveau bestimmt ist. Es existieren dabei verschiedene mögliche Maßzahlen für das Preisniveau. Benötigt wird ein breiter Preisindex, der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen in der Wirtschaft abbildet. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCEPI) und der BIP-Deflator sind einige Beispiele für solche breiten Preisindizes. Die EZB verwendet zur Messung der Inflation der Eurozone den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt festgesetzt wird. Außerdem werden die Kostenänderungen zum Erwerb von typischen nationalen Konsumbündeln auf das Niveau der Eurozone aggregiert. Neben dieser Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften auch der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen. Warenkorb Verbraucherpreisindizes basieren anders als der BIP-Deflator auf einem repräsentativ ausgewählten Warenkorb. Auf Grundlage dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Kosten der Waren und Dienstleistungen und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat ermittelt in Deutschland das Statistische Bundesamt, in Österreich die Statistik Austria und in der Schweiz das Bundesamt für Statistik die Preissteigerungen und veröffentlicht sie. Messungen der Inflation mittels Warenkörben nehmen implizit an, dass sich das Konsumentenverhalten über definierte Zeiträume nicht verändert. Daher könne sich eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Inflation und der gemessenen Inflation ergeben. Abrupte Änderungen im Konsumentenverhalten können die Inflationsmessung ebenfalls gewichtungsbedingt verzerren. Das hat sich beispielsweise in der COVID-19-Pandemie gezeigt, als aufgrund der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen zahlreiche Waren und Dienstleistungen nicht mehr konsumiert werden konnten und der Warenkorb damit nicht mehr repräsentativ für den Konsum während der Krise war. Weiterhin müssen Qualitätsveränderungen der beobachteten Produkte im Zeitverlauf betrachtet werden. So unterliegen z. B. IT-Produkte einem großen technischen Fortschritt, weshalb die Qualitätsverbesserungen in der Inflationsmessung berücksichtigt werden müssen. Andererseits können Hersteller statt einer Preiserhöhung auch eine Qualitätsverschlechterung des Produktes durchführen, indem etwa die Verpackungsgröße bei gleichem Preis verkleinert wird. Diese und andere Qualitätsveränderungen müssen daher für eine korrekte Inflationsmessung erfasst werden. Daher wenden Statistikbehörden wie das Statistische Bundesamt Methoden zur Qualitätsbereinigung an. Das sind verschiedene statistische Methoden, die sicherstellen sollen, dass trotz qualitativen Veränderungen der Produkte des Warenkorbs "Gleiches mit Gleichem" verglichen wird. In der deutschen Preisstatistik werden unter anderem folgende Methoden zur Qualitätsbereinigung angewendet: Direkter Preisvergleich (Direct Price Comparison) Mengenbereinigung (Package Size Adjustment) Expertenurteil (Judgmental quality adjustment) Hedonische Techniken (Hedonics) Preisänderung interpretiert als reine Qualitätsänderung (Price change taken as quality change) Internationale Studien zeigen, dass die mit Warenkörben ermittelte Inflation systematisch zu hoch liegt. Kernrate Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind. Gefühlte Inflation Gefühlte Inflation bezeichnet die von einigen Konsumenten subjektiv wahrgenommene Inflation, gegenüber der real gemessenen Inflationsrate. Ein Grund für mögliche Abweichungen der gefühlten Inflation zur gemessenen Inflation ist die Tatsache, dass im Warenkorb, der zur Inflationsmessung herangezogen wird, sowohl Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) als auch langlebige Konsumgüter (z. B. Autos) enthalten sind. Daher können die Produkte in Auswahl oder Gewichtung nicht mit jedem individuellen Konsumenten bzw. jeder individuellen Konsumentengruppe übereinstimmen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als die für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als langlebiger Konsumgüter. Auch Preissteigerungen von meist automatisch abgebuchten Zahlungen wie Miete, Versicherungen, Energie und Wasser werden geringer wahrgenommen als bei anderen Gütern. Die moderne Verhaltensökonomik erklärt das Phänomen als kognitive Verzerrung, genauer gesagt als Bestätigungsfehler. Teuro Das Phänomen der gefühlten Inflation wurde insbesondere nach der Einführung des Euro in Deutschland und Österreich breit diskutiert. Dabei kam es nach Umfragen in der deutschen Bevölkerung zu Abweichungen von den statistisch ermittelten Inflationsraten. Aus diesem Grund hat Hans Wolfgang Brachinger in einem gemeinsamen Projekt mit dem Statistischen Bundesamt den Index der wahrgenommenen Inflation für Deutschland berechnet. Es konnte dabei gezeigt werden, dass die wahrgenommene Inflation (gemessen mit Hilfe des Indexes der wahrgenommenen Inflation) bei der Euro-Bargeldeinführung deutlich höher lag als die gemessene Inflationsrate. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Produktkategorien wie Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen relativ höheren Preisanstieg hatten als Produktkategorien wie Computer, Autos oder Pauschalreisen. Eine weitere Erklärung für die gefühlte Abweichung kann auch die schwache Lohnentwicklung sein, die unterhalb der Inflationsrate lag. Die Nettolöhne in Deutschland waren in den 10 Jahren nach Euro-Einführung leicht rückläufig. Die Kaufkraft ist also real gesunken. Auch in Österreich zeigt sich ein Rückgang der Kaufkraft. Effekte Allgemein Inflation spiegelt die Abnahme der Kaufkraft einer Währung wider. Das heißt, wenn das allgemeine Preisniveau steigt, kann jede Währungseinheit insgesamt weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Man unterscheidet dabei zwischen erwarteter und unerwarteter Inflation. Die Effekte der Inflation können davon abhängen, ob es erwartete oder unerwartete Inflation ist. Erwartete Inflation kann von rationalen Akteuren bereits in ökonomische Handlungen und Prognosen integriert werden. Gewerkschaften führen Lohnverhandlungen in Abhängigkeit von der erwarteten Inflationsentwicklung. Unternehmen gestalten die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Inflation. Das ist jedoch kurz- und mittelfristig davon abhängig, inwiefern Starrheiten bei Löhnen und Preisen existieren. Diese können dann nicht sofort an die Inflationserwartungen angepasst werden. Schuldner, die zum Beispiel Schulden mit einem festen Nominalzins haben, erhalten mit steigender Inflationsrate eine Senkung ihres „realen“ Zinssatzes. Der Realzins eines Kredits ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Banken und andere Kreditgeber passen sich dem Inflationsrisiko an, indem sie entweder eine Inflationsrisikoprämie für festverzinsliche Kredite verlangen, oder Kredite mit einem variablen Zinssatz vergeben. Lediglich ein unerwarteter Anstieg der Inflationsrate über die bereits eingepreiste Risikoprämie hinaus würde zu realem Zinsgewinn führen. Negativ Hohe oder unerwartete Inflation gilt als schädlich für die Ökonomie. Sie führt zu Ineffizienzen auf dem Markt und erschwert es Konsumenten und Unternehmen langfristig zu planen. Inflation kann die Produktivität beeinträchtigen, da Unternehmen gezwungen sind, eigene Ressourcen weg von Produkten und Dienstleistungen zu verlagern, um sich auf die Steuerung der Inflation zu konzentrieren. Unsicherheit über die zukünftige Kaufkraft des Geldes führt dazu, dass nominale Vermögenswerte wie Spareinlagen und Anleihen unattraktiver werden, da diese im Falle einer Inflation an Wert verlieren. Dies führt zu höheren Risikoprämien, da Investoren eine Absicherung gegen das eingegangene Inflationsrisiko fordern. Die Folge sind höhere Zinsen, was die Investitionstätigkeit senkt. Bei hoher Inflation wird die Kaufkraft von Personen mit fixem Nominaleinkommen, zu Personen mit variablem Einkommen umverteilt, da deren Einkommen mit der Inflation besser Schritt halten können. Diese Umverteilung der Kaufkraft findet auch zwischen internationalen Handelspartnern statt. Wenn feste Wechselkurse bestehen, führt Inflation dazu, dass sich die Importe aus diesem Währungsraum verteuern. Dies kann sich auf die Handelsbilanz auswirken. Bei flexiblen Wechselkursen führt unerwartete Inflation zu erhöhter Volatilität der Wechselkurse, was sich negativ auf den Handel auswirken kann. Horten Die Menschen kaufen langlebige und/oder nicht verderbliche Waren und andere Güter als Vermögensaufbewahrung, um die erwarteten Verluste durch die sinkende Kaufkraft des Geldes zu vermeiden, die zu einer Verknappung der gehorteten Güter führen. Soziale Unruhen Hohe, nicht durch höhere Löhne hervorgerufene Inflation kann zu massiven Demonstrationen und Revolutionen führen. Die Inflation und insbesondere die Nahrungsmittelinflation wird beispielsweise als einer der Hauptgründe für die Revolution in Tunesien 2010/2011 und die Revolution in Ägypten 2011 angesehen. Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali wurde gestürzt, auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde nach nur 18 Tagen Demonstrationen gestürzt, und die Proteste breiteten sich bald in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Hyperinflation Wenn die Inflation zu hoch wird, kann dies dazu führen, dass die Menschen ihre Verwendung der Währung stark einschränken, was zu einer Beschleunigung der Inflationsrate führt. Die hohe und sich beschleunigende Inflation stört das normale Funktionieren der Wirtschaft massiv und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Waren zu liefern. Hyperinflation kann dazu führen, dass die Landeswährung nicht mehr verwendet wird (z. B. in Nordkorea), was zur Einführung einer Außenwährung (Dollarisierung) führt. Allokative Ineffizienz Eine Änderung des Angebots oder der Nachfrage nach einem Gut führt normalerweise zu einer Änderung seines relativen Preises. Dies signalisiert den Käufern und Verkäufern, dass sie als Reaktion auf die neuen Preise Ressourcen neu zuteilen sollten. Aber wenn sich Preise aufgrund von hoher Inflation ständig ändern, sind Preisänderungen aufgrund echter relativer Preissignale schwer von Preisänderungen aufgrund allgemeiner Inflation zu unterscheiden. Dadurch können die Agenten nur langsam darauf reagieren. Die Folge ist ein Verlust an allokativer Effizienz. Preisanpassungskosten Bei hoher Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufig ändern, um mit den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Aber oft verursacht das Ändern von Preisen selbst wieder Kosten. So müssen Preisschilder und Verträge neu gedruckt, oder ganze Preiskalkulationen neu berechnet werden, was Ressourcen bindet. Man nennt diese Kosten Preisanpassungskosten. Positiv Arbeitsmarkt Die Nominallöhne passen sich nur langsam nach unten an. Dies kann zu anhaltenden Ungleichgewichten und hoher Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen. Da die Inflation die Reallöhne auch bei konstanten Nominallöhnen sinken lässt, ermöglicht eine moderate Inflation ein schnelleres Gleichgewicht auf den Arbeitsmärkten. Dies gilt, insofern die Löhne nicht in Lohnverhandlungen an die Inflation angepasst werden können. Liquiditätsfalle Eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge ist die Möglichkeit, die Leitzinsen festzulegen, also den Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können. Daneben gibt es die Offenmarktpolitik, d. h. Interventionen der Zentralbank auf dem Rentenmarkt, mit dem Ziel, den nominalen Zinssatz zu senken. Beide Maßnahmen sollen die allgemeinen Zinsen senken, um dadurch positive Konjunktureffekte auszulösen. Befindet sich eine Ökonomie in einer Rezession mit bereits niedrigen oder sogar null Nominalzinsen, kann die Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken, um die Wirtschaft anzukurbeln – diese Situation wird als Liquiditätsfalle bezeichnet. Diese Situation kann aber durch niedrige und konstante Inflation verhindert werden. Mundell-Tobin-Effekt Robert Mundell stellte fest, dass eine moderate Inflation die Sparer veranlassen würde, Kredite durch Spareinlagen zu ersetzen, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Diese Substitution würde dazu führen, dass die Realzinssätze für das Marktgleichgewicht sinken. Der niedrigere Realzins würde zu einer höheren Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen führen. In ähnlicher Weise zeigte James Tobin, dass eine solche Inflation Unternehmen dazu veranlassen würde, Investitionen in Sachkapital (Anlagen, Ausrüstung und Vorräte) durch Geldguthaben in ihren Vermögensportfolios zu ersetzen. Diese Substitution würde bedeuten, sich für Investitionen mit niedrigeren realen Renditen zu entscheiden. (Die Renditen sind niedriger, da bereits früher Investitionen mit höheren Renditen getätigt wurden.) Sofern die Wirtschaft nicht bereits nach Modellen der Wachstumstheorie überinvestiert, würden diese zusätzlichen Investitionen positive Effekte haben. Formen Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: akzelerierte Phase (steigende, beschleunigte) – stabilisierte (gleichbleibende) Phase – dezelerierte (abnehmende) Phase. Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Der Begriff „Inflation“ bezeichnete ursprünglich die Inflationen der frühen 1920er Jahre, die heute als schwere oder Hyperinflationen gelten. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Leichte Inflation (bis etwa 5 % Wertverlust im Jahr) hat nachfragefördernde Wirkung, da Leute ihr Geld ausgeben oder investieren wollen. Freilich verlangen sie für Investitionen immer noch eine Liquiditätsprämie, das heißt die Renditen müssen deutlich über der Inflationsrate liegen. Bei schwerer Inflation (ab rund 5 % Wertverlust im Jahr) verliert das Tauschmittel Geld seinen Wert schneller als andere Güter (zum Beispiel Immobilien, Aktien, Sachkapital allgemein) und büßt daher die Wertmaßstabsfunktion und Wertaufbewahrungsfunktion ein, stattdessen wird eine Ersatzwährung verwendet, so zum Beispiel Zigaretten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der US-Dollar in der Türkei (früher) oder Argentinien. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, überschulden sich. Besonders schwere Inflationen mit monatlichen Wertverlusten von über 50 % werden auch als Hyperinflationen bezeichnet. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Schwere Inflationen waren in der Geschichte unter anderem zu beobachten: die Preisrevolution im 16. Jahrhundert, um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (siehe Kipper- und Wipperzeit und Kursächsische Kippermünzstätten), in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat, um 1920 bis 1924 in Österreich, um 1923 in Deutschland und in Ungarn, 1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform), 1945–1946 in Ungarn (siehe Pengő) Nach den beiden Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 kam es zu relativ hohen Inflationsraten. In den 1970er Jahren trugen auch andere Faktoren zu relativ hohen Inflationsraten bei, jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien, jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien (→ Brasilianischer Real), um 1995 in Mexiko (→ Peso), um 1997 in Südostasien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise), um 2002 in Argentinien, Hyperinflation 2008/2009 in Simbabwe; nach dessen Abschaffung im Oktober 2015 hatte das Land bis 2019 keine eigene Währung mehr. Laut dem CATO Institute betrug die Hyperinflation in Simbabwe per Ende Oktober 2008 gegenüber Ende Oktober 2007 2,79 Trillionen %. Ursachen Die Geldmenge wird weithin als wichtigste Ursache für hohe Inflationen bis Hyperinflationen und langfristige Inflationsraten akzeptiert. Folglich existiert unter Ökonomen inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Inflationsrate auf lange Sicht im Wesentlichen von der Wachstumsrate der Geldmenge im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum abhängt. Kurz- und mittelfristig kann die Inflation aber außerdem durch die relative Elastizität von Löhnen, Preisen, Zinssätzen, Angebot und Nachfrage, sowie der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beeinflusst werden. Außerdem spielen die Erwartungen der ökonomischen Agenten eine wesentliche Rolle. Geldmenge Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung: . Dabei ist Geldmenge Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Preisniveau Reale Produktion An der umgestellten Gleichung bzw. an der Darstellung mit Änderungsraten kann man erkennen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn (bei Konstanz der jeweiligen beiden anderen Größen) die Geldmenge zunimmt (Geldschöpfung), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunimmt (empirische Untersuchungen zeigen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig annähernd konstant bleibt), die reale Produktion (das Handelsvolumen) sinkt. Betrachtet man alle vier Größen gleichzeitig, entsteht nach der Quantitätsgleichung Inflation () dann, wenn das Geldmengenwachstum () größer ist als die Differenz aus der Änderung des Handelsvolumens und der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit (). Die Inflation lässt sich also kurz- bis mittelfristig nicht auf eine Ausweitung der Geldmenge reduzieren, sondern es müssen ebenso die Umlaufgeschwindigkeit und die reale Produktion betrachtet werden. Der langfristige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung ist empirisch gut belegt. Auf kurze bis mittlere Sicht kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Zusammenhang kommen. Angebot Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; ) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind. Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will. Nachfrage Kommt es zur Nachfragesoginflation (), sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach Gütern derart schnell, dass die Angebotsseite nicht durch Anheben des mengenmäßigen Angebots reagieren kann und stattdessen die Preise nach den Marktgesetzen steigen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich. Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Man unterscheidet zusätzlich zwischen „hausgemachter“ und „importierter“ Nachfragesoginflation, je nachdem, ob die Nachfrage aus dem In- oder Ausland herrührt. Erwartungen Die Erwartungen der ökonomischen Agenten über zukünftige Inflationsraten sind sehr wichtig in der Ökonomie. Sie können die Inflationsraten, Zinssätze und damit die Konjunktur wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel werden Unternehmen abhängig von ihren Inflationserwartungen unternehmerische Entscheidungen, etwa über Investitionen, treffen. Konsumenten passen ihr Konsumverhalten abhängig von ihren Inflationserwartungen an. Der Kommunikation der Geldpolitik kommt somit eine Schlüsselrolle zu. Notenbanken nutzen Kommunikationsstrategien wie Forward guidance, um die Inflationserwartungen von Märkten und Konsumenten zu beeinflussen. Studien zeigen eine konjunkturstabiliserende Wirkung. Theorien Über die Ursachen der Inflation gab es historisch verschiedene Theorien. Dabei ist besonders Debatte zwischen Monetaristen und Keynesianern hervorzuheben. Diese wurden im Rahmen der neukeynesianischen Synthese zusammengeführt. Der Neukeynesianismus stellt die heute allgemein akzeptierte makroökonomische Theorie dar. Daneben gibt es heterodoxe Theorien über Inflation. Diese werden vom ökonomischen Mainstream nicht geteilt. Keynesianismus Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden (Phillips-Kurve). Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt (siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate). Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus – man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK), Synonym Transformationskurve – so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer (vgl. Nachfrage-Sog-Inflation oben). Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist. Monetarismus Der Monetarismus sieht allein im Wachstum der Geldmenge die Ursache für Inflation. Milton Friedman prägte dafür den griffigen Slogan:„Money matters“ – „Es kommt auf die Geldmenge an“. Inflation sei immer und überall ein monetäres Phänomen. Der Monetarismus griff eine zentrale Annahme der keynesianischen Inflationstheorie an: die Phillips-Kurve. Friedman und Edmund Phelps (der kein Monetarist war) schlugen eine "erweiterte" Form der Phillips-Kurve vor, die die Möglichkeit eines stabilen, langfristigen Kompromisses zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ausschloss. Die Ölschocks der 1970er Jahre führten zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Inflation, wodurch Friedman und Phelps empirisch bestätigt wurden. Der Monetarismus war in den frühen 1980er Jahren besonders einflussreich. Er verlor in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder an Einfluss, da es den Zentralbanken schwerfiel, die Geldmenge anstelle der Zinssätze zu steuern. NKM Die neue klassische Makroökonomie (NKM) forderte zentrale Annahmen des Keynesianismus heraus. Die theoretische Weiterentwicklung war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die Modellbildung durch Robert Lucas. Zuvor hatten keynesianische Ökonomen im Allgemeinen mit adaptive Erwartungen gearbeitet, bei denen angenommen wurde, dass ökonomische Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Rationalen Erwartungen bedeuten eine höhere Komplexität der Agenten. Zum Beispiel werden Verbraucher nicht einfach eine Inflationsrate von 2 % annehmen, nur weil dies der Durchschnitt der letzten Jahre war. Sie werden sich mit der aktuellen Geldpolitik und den wirtschaftlichen Bedingungen befassen, um eine eigene Prognose zu erstellen. Die NKM konnte zeigen, dass unter Annahme von perfekter Preiselastizität und rationalen Erwartungen Geldpolitik nur zu Inflation führe und keine konjunkturellen Effekte aufwies. Neukeynesianismus Die moderne keynesianische Theorie geht davon aus, dass Veränderungen der Geldmenge langfristig die Inflationsrate bestimmen, aber kurzfristig durchaus von Lohn und Preisstarrheiten beeinflusst werden können. Außerdem treffen Agenten ökonomische Entscheidungen oft aufgrund von unvollständigen Informationen. Daher kann Fiskal- und Geldpolitik zu einem effizienteren makroökonomischen Ergebnis führen, als Laissez-faire-Politik. Der Neukeynesianismus stellt den gegenwärtigen internationalen Konsens der Makroökonomik dar. Er ist eine Synthese aus Monetarismus, NKM, sowie einigen Elementen des klassischen Keynesianismus. Der Neukeynesianismus führte zur Entwicklung von dynamischen stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen (DSGE), welche heute von vielen Zentralbanken zur Modellierung der Geldpolitik eingesetzt werden. Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen. Heterodoxe Theorien Es gibt Inflationstheorien, die vom Mainstream der ökonomischen Wissenschaft nicht geteilt werden. Österreichische Schule Ludwig von Mises, ein Vertreter der Österreichischen Schule, verstand unter Inflation die Ausweitung (lat. inflare) der ungedeckten Geldmenge. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten. Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern, die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank- und Finanzwesens zu finden (Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln, Zentralbankwesen, Teilreservebanken, Währungsmonopol usw.). Aus dieser Sicht geht auch hervor, dass die Inflation sich nicht gleichmäßig in allen Preisen widerspiegelt, sondern durch Cantillon-Effekte beeinflusst wird. Produktionskosten Die klassischen Ökonomen wie Adam Smith, David Ricardo bis hin zu Karl Marx vertraten eine Produktionskostentheorie des Geldes. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: „Das Verhältnis zwischen dem Werte des Goldes und Silbers und dem irgendwelcher anderer Güter hängt … von dem Verhältnis zwischen der Menge Arbeit ab, die nötig ist, um eine bestimmte Menge Gold und Silber, und der Menge Arbeit, die nötig ist, um eine bestimmte Menge irgendeiner anderen Art auf den Markt zu bringen.“ Die Warenpreise konnten nach der Arbeitswertlehre also nur dann dauerhaft steigen, wenn die Arbeitsproduktivität bei der Gold- oder Silbergewinnung dauerhaft rascher gesteigert werden konnte, als diejenige bei der Produktion der anderen Waren. Nach der Produktionskostentheorie des Geldes (oder nach der Arbeitswerttheorie) führten die großen Gold- und Silberimporte aus Südamerika nach der Entdeckung Amerikas nicht deshalb zu einer Inflation in Europa, weil das viele Gold eine vergleichsweise kleine Menge an Waren „jagte“ – das sagt die Quantitätstheorie des Geldes –, sondern weil plötzlich weniger Arbeitszeit erforderlich war, um eine bestimmte Menge an Gold oder Silber zu gewinnen. Die Ausdehnung der Geldmenge (Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen) war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle. Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt. Die Erhöhung der Geldmenge war also nur Symptom der Verminderung des Wertes der einzelnen Goldmünze. Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Die Wirtschaftssubjekte wollten Gold nicht unter Wert gegen Waren tauschen, so die Annahme der Klassiker. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Aber beispielsweise während der Koalitionskriege floss aus Großbritannien sehr viel Gold ins Ausland ab oder wurde gehortet. Schließlich wurde die Goldeinlösungspflicht für Papierbanknoten durch den englischen Staat aufgehoben. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Die stabilen Preise der Waren in Gold ausgedrückt und die steigenden Preise der Waren in Papiergeld ausgedrückt. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Wird aber in Notzeiten von den Banken der Papiergeldumlauf über den notwendigen Goldumlauf gesteigert, dann steigen genau in dem Maße die Preise in Papiergeld ausgedrückt. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Dann „jagen“ aber zu viele Banknoten zu wenige Waren. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen. Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Steuerung Geldpolitik Obwohl sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik die Inflation beeinflussen können, verlassen sich die meisten Länder seit den 1980er Jahren hauptsächlich auf die Geldpolitik, um die Inflation zu steuern. Wenn eine Inflation über ein akzeptables Niveau hinaus auftritt, kann die Zentralbank des Landes den Zinssatz erhöhen, was in der Regel das Wachstum der Geldmenge verlangsamt oder stoppt. Einige Zentralbanken haben ein symmetrisches Inflationsziel, während andere die Inflation nur kontrollieren, wenn sie einen Schwellenwert überschreitet.Im 21. Jahrhundert befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und stetige Inflationsrate. In den meisten Ländern haben die Zentralbanken oder andere Währungsbehörden die Aufgabe, den Interbankenzins stabil auf niedrigem Niveau und die Zielinflationsrate von etwa 2 bis 3 % zu halten. Zentralbanken streben eine niedrige Inflationsrate an, weil sie glauben, dass eine hohe Inflation wirtschaftliche Kosten verursacht, da Unsicherheit in den Erwartungen über Unterschiede in den relativen Preisen und über die Inflationsrate erzeugt würde. Das Ziel ist daher eine niedrige positive Inflationsrate und nicht eine Null- oder negative Inflationsrate, da letztere Rezessionen verursachen oder verschlimmern könnte. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen) Inflation verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich in einem wirtschaftlichen Abschwung schneller anzupassen. Ferner verringert sie das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die Geldpolitik daran hindert, die Wirtschaft zu stabilisieren. Höhere Zinsen reduzieren die Geldmenge der Wirtschaft, weil weniger Menschen Kredite nachfragen. Wenn Banken Kredite vergeben, werden die Krediterlöse in der Regel auf Bankkonten eingezahlt, die Teil der Geldmenge sind. Wenn also eine Person einen Kredit zurückzahlt und keine anderen Kredite als Ersatz vergeben werden, sinkt die Höhe der Bankeinlagen und damit die Geldmenge. Als beispielsweise der Federal Funds Rate in den frühen 1980er Jahren 15 % überstieg, fiel die Menge der Federal Reserve Dollar um 8,1 % von 8,6 Billionen US-Dollar auf 7,9 Billionen US-Dollar. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Debatte zwischen Keynesianern und Monetaristen über das geeignete Instrument zur Kontrolle der Inflation. Monetaristen betonen eine niedrige und stetige Wachstumsrate der Geldmenge, während die Keynesianer betonen, dass die Gesamtnachfrage während der Wirtschaftsexpansion reduziert und die Nachfrage während der Rezession erhöht wird, um die Inflation stabil zu halten. Andere Methoden Goldstandard Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem das gemeinsame Tauschmittel einer Region Papiernoten sind, die normalerweise frei in voreingestellte, feste Goldmengen umgewandelt werden können. Der Standard legt fest, wie die Golddeckung umgesetzt wird, einschließlich der Menge an Gold pro Währungseinheit. Die Währung selbst hat keinen intrinsischen Wert, wird aber von Händlern akzeptiert, da sie gegen die entsprechende Menge Goldes eingelöst werden kann. Der Goldstandard wurde durch die internationale Übernahme des Bretton-Woods-Systems teilweise aufgegeben. Unter diesem System waren alle anderen wichtigen Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar gebunden, der selbst von der US-Regierung zu einem Kurs von 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Das Bretton-Woods-System brach 1971 zusammen, was dazu führte, dass die meisten Länder auf Fiatgeld umstiegen – Geld, das nur durch die Gesetze und Rechtssicherheit des Landes garantiert wird. Bei einem Goldstandard würde die langfristige Inflationsrate (oder Deflation) durch die Wachstumsrate des Goldangebots im Verhältnis zur Gesamtproduktion bestimmt. Kritiker argumentieren, dass dies zu willkürlichen Schwankungen der Inflationsrate führen und die Geldpolitik im Wesentlichen durch den Goldabbau bestimmt würde. Dies hätte in wirtschaftlichen Abschwüngen katastrophale Folgen. Der Goldstandard wird besonders von Vertretern der heterodoxen Österreichischen Schule propagiert. Preiskontrollen Eine andere historische Methode zur Inflationssteuerung waren Lohn- und Preiskontrollen. Lohn- und Preiskontrollen haben sich in Kriegszeiten in Kombination mit Rationierung bewährt. Ihre Verwendung in anderen Kontexten ist jedoch weitaus gemischter. Zu den bemerkenswerten Misserfolgen bei ihrer Verwendung gehört die Einführung von Lohn- und Preiskontrollen im Jahr 1972 durch Richard Nixon. Viele Ökonomen halten Preisbindungen für sinnlos oder schädlich. Im Allgemeinen werden Lohn- und Preiskontrollen als vorübergehende und außergewöhnliche Maßnahme angesehen, die nur in Verbindung mit Maßnahmen zur Verringerung der zugrunde liegenden Inflationsursachen während des Lohn- und Preiskontrollregimes wirksam sind, z. B. wenn der Krieg gewonnen wird. Sie haben oft sehr negative Auswirkungen aufgrund der verzerrten Preissignale, die sie an den Markt senden. Künstlich niedrige Preise führen oft zu Knappheit und Engpässen und schrecken zukünftige Investitionen ab, was zu weiterem Mangel führt. Die übliche ökonomische Analyse zeigt, dass jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die zu niedrig bepreist wird, zu stark konsumiert wird. Wenn beispielsweise der offizielle Brotpreis zu niedrig ist, wird es zu wenig Brot zu den festgelegten Preisen geben und der Markt wird zu wenig in die Brotherstellung investieren, um den zukünftigen Bedarf zu decken, wodurch das Problem langfristig verschärft wird. Abgrenzung Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind. Kassenhaltung Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch (staatlich) administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor. Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten (Schwarzmarkt) gemessen werden. Ob Inflation vorliegt, ist also eine Frage der Anerkennung einer Definitions-Autorität. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar. Externer Preisschock Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus. Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Inflationssteuer Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort, das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt. Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert (dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist). Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen. Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Siehe auch Liste der Länder nach Inflationsrate Lohn-Preis-Spirale Geräuschlose Kriegsfinanzierung Kippertaler der Kipper- und Wipperinflation Kippermünzstätten (Kursachsen) – Münzstätten der Kipper- und Wipperinflation Böse Halser der Schinderlingszeit, eine Inflation (1457–1460) Shrinkflation Literatur Inflation – Inflationstheorien – Geldpolitik. In: Gabler Wirtschaftslexikon, Gabler Verlag Hans H. Lechner: Währungspolitik. De Gruyter, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-11-007412-5. Fritz Neumark: Inflationsprobleme – Alt und Neu. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (= Göttinger Universitätsreden. Heft 59). Weblinks Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreis-Index für Deutschland Verbraucherpreis-Index für Österreich Schweizerischer Landesindex der Konsumentenpreise Statistiken der EZB (englisch) Inflation in den Neuen Bundesländern (in Quartalsberichten) Jürgen Pätzold: Das Inflationsproblem. Ursachen und Strategien. Informationen und Daten zum US-CPI beim Bureau of Labor Statistics Einzelnachweise
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Was ist Inflation und wie wird sie definiert?
Inflation, auch Preissteigerungsrate oder Teuerung, bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Steigt das allgemeine Preisniveau, kann jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen kaufen (Verteuerung). Folglich spiegelt die Inflation eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit wider – ein realer Wertverlust des Zahlungsmittels. Das Gegenteil von Inflation ist Deflation, ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Das übliche Maß für die Inflation ist die Inflationsrate, die annualisierte prozentuale Veränderung eines allgemeinen Preisindexes, normalerweise eines Verbraucherpreisindexes, im Zeitverlauf. Es ist ökonomischer Konsens, dass sowohl Deflation, als auch sehr hohe Inflationsraten und Hyperinflation schädlich sind. Heute befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und konstante Inflationsrate. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen Inflation) verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich im Abschwung schneller anzupassen, und verringert das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die geldpolitische Stabilisierung der Wirtschaft verhindert. Die Aufgabe, die Inflationsrate niedrig und stabil zu halten, wird in der Regel den Zentralbanken übertragen. Sie sollen die Inflationsrate durch Geldpolitik steuern. Dazu nutzen Zentralbanken verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik, die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken, sowie Kommunikationsstrategien wie Forward guidance. Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an. Die Ansichten darüber, welche Faktoren niedrige, moderate oder gar sehr hohe Inflationsraten bestimmen, sind unterschiedlich. Es ist ein aktuelles Forschungsthema der Makroökonomie. Eine niedrige oder moderate Inflation kann auf Schwankungen der realen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder auf Veränderungen des verfügbaren Angebots, beispielsweise bei Knappheiten, zurückgeführt werden. Außerdem können die Inflationserwartungen der ökonomischen Agenten einen wesentlichen Einfluss haben. Inflation beeinflusst Ökonomien auf verschiedene Weisen. Zu den Effekten gehört ein Anstieg der Opportunitätskosten für das Halten von Geld, was Sparen unattraktiver macht und Verschuldung oder Konsum begünstigt. Es kann bei hoher Inflation sogar zu Knappheit kommen, da die Verbraucher aus Sorge vor einem weiteren Preisanstieg Güter horten. Zu den positiven Effekten einer stabilen niedrigen Inflation zählt die Vermeidung von Ineffizienzen, die mit einer Deflation einhergehen. Definition Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Historisch bedeutete Inflation dabei einen spezifischen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Handelsbedarf. Heute verwenden Ökonomen den Begriff Inflation ausschließlich, um sich auf steigende Preisniveaus zu beziehen. Eine Zunahme der Geldmenge kann als monetäre Inflation bezeichnet werden, um sie von steigenden Preisen zu unterscheiden, die der Übersichtlichkeit halber als Preisinflation bezeichnet werden. Ökonomen sind sich einig, dass die Preisinflation auf lange Sicht mit einer Erhöhung der Geldmenge zusammenhängt. Kurz- und mittelfristig können aber andere Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen. Inflation bezieht sich auf die allgemeine Preisentwicklung, nicht auf Änderungen bestimmter Preise. Kaufen Konsumenten beispielsweise mehr Gurken als Tomaten, werden Gurken teurer und Tomaten billiger. Diese Veränderungen sind jedoch keine Inflation – sie spiegeln lediglich eine Veränderung in den Präferenzen der Konsumenten wider. Das Wort Inflation stammt aus dem Lateinischen: das Substantiv „inflatio“, bedeutet „Sichaufblasen“ und stammt vom Verb „flare“ ab, was „blasen“ bedeutet. Andere Begriffe der Wirtschaftswissenschaft im Zusammenhang mit Inflation sind: Deflation – ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus Disinflation – ein Rückgang der Inflationsrate Hyperinflation – eine außer Kontrolle geratene Inflationsspirale Stagflation – eine Kombination aus Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit Reflation – ein Versuch, das allgemeine Preisniveau anzuheben, um einem Deflationsdruck entgegenzuwirken Vermögenspreisinflation – ein allgemeiner Anstieg der Preise von finanziellen Vermögenswerten, wie Aktien, Immobilien oder Gold, ohne einen entsprechenden Anstieg der Preise von Gütern oder Dienstleistungen Messung Da die Inflation als allgemeiner Anstieg des Preisniveaus definiert wird, hängt die Messung der Inflation davon ab, wie das allgemeine Preisniveau bestimmt ist. Es existieren dabei verschiedene mögliche Maßzahlen für das Preisniveau. Benötigt wird ein breiter Preisindex, der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen in der Wirtschaft abbildet. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCEPI) und der BIP-Deflator sind einige Beispiele für solche breiten Preisindizes. Die EZB verwendet zur Messung der Inflation der Eurozone den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt festgesetzt wird. Außerdem werden die Kostenänderungen zum Erwerb von typischen nationalen Konsumbündeln auf das Niveau der Eurozone aggregiert. Neben dieser Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften auch der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen. Warenkorb Verbraucherpreisindizes basieren anders als der BIP-Deflator auf einem repräsentativ ausgewählten Warenkorb. Auf Grundlage dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Kosten der Waren und Dienstleistungen und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat ermittelt in Deutschland das Statistische Bundesamt, in Österreich die Statistik Austria und in der Schweiz das Bundesamt für Statistik die Preissteigerungen und veröffentlicht sie. Messungen der Inflation mittels Warenkörben nehmen implizit an, dass sich das Konsumentenverhalten über definierte Zeiträume nicht verändert. Daher könne sich eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Inflation und der gemessenen Inflation ergeben. Abrupte Änderungen im Konsumentenverhalten können die Inflationsmessung ebenfalls gewichtungsbedingt verzerren. Das hat sich beispielsweise in der COVID-19-Pandemie gezeigt, als aufgrund der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen zahlreiche Waren und Dienstleistungen nicht mehr konsumiert werden konnten und der Warenkorb damit nicht mehr repräsentativ für den Konsum während der Krise war. Weiterhin müssen Qualitätsveränderungen der beobachteten Produkte im Zeitverlauf betrachtet werden. So unterliegen z. B. IT-Produkte einem großen technischen Fortschritt, weshalb die Qualitätsverbesserungen in der Inflationsmessung berücksichtigt werden müssen. Andererseits können Hersteller statt einer Preiserhöhung auch eine Qualitätsverschlechterung des Produktes durchführen, indem etwa die Verpackungsgröße bei gleichem Preis verkleinert wird. Diese und andere Qualitätsveränderungen müssen daher für eine korrekte Inflationsmessung erfasst werden. Daher wenden Statistikbehörden wie das Statistische Bundesamt Methoden zur Qualitätsbereinigung an. Das sind verschiedene statistische Methoden, die sicherstellen sollen, dass trotz qualitativen Veränderungen der Produkte des Warenkorbs "Gleiches mit Gleichem" verglichen wird. In der deutschen Preisstatistik werden unter anderem folgende Methoden zur Qualitätsbereinigung angewendet: Direkter Preisvergleich (Direct Price Comparison) Mengenbereinigung (Package Size Adjustment) Expertenurteil (Judgmental quality adjustment) Hedonische Techniken (Hedonics) Preisänderung interpretiert als reine Qualitätsänderung (Price change taken as quality change) Internationale Studien zeigen, dass die mit Warenkörben ermittelte Inflation systematisch zu hoch liegt. Kernrate Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind. Gefühlte Inflation Gefühlte Inflation bezeichnet die von einigen Konsumenten subjektiv wahrgenommene Inflation, gegenüber der real gemessenen Inflationsrate. Ein Grund für mögliche Abweichungen der gefühlten Inflation zur gemessenen Inflation ist die Tatsache, dass im Warenkorb, der zur Inflationsmessung herangezogen wird, sowohl Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) als auch langlebige Konsumgüter (z. B. Autos) enthalten sind. Daher können die Produkte in Auswahl oder Gewichtung nicht mit jedem individuellen Konsumenten bzw. jeder individuellen Konsumentengruppe übereinstimmen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als die für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als langlebiger Konsumgüter. Auch Preissteigerungen von meist automatisch abgebuchten Zahlungen wie Miete, Versicherungen, Energie und Wasser werden geringer wahrgenommen als bei anderen Gütern. Die moderne Verhaltensökonomik erklärt das Phänomen als kognitive Verzerrung, genauer gesagt als Bestätigungsfehler. Teuro Das Phänomen der gefühlten Inflation wurde insbesondere nach der Einführung des Euro in Deutschland und Österreich breit diskutiert. Dabei kam es nach Umfragen in der deutschen Bevölkerung zu Abweichungen von den statistisch ermittelten Inflationsraten. Aus diesem Grund hat Hans Wolfgang Brachinger in einem gemeinsamen Projekt mit dem Statistischen Bundesamt den Index der wahrgenommenen Inflation für Deutschland berechnet. Es konnte dabei gezeigt werden, dass die wahrgenommene Inflation (gemessen mit Hilfe des Indexes der wahrgenommenen Inflation) bei der Euro-Bargeldeinführung deutlich höher lag als die gemessene Inflationsrate. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Produktkategorien wie Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen relativ höheren Preisanstieg hatten als Produktkategorien wie Computer, Autos oder Pauschalreisen. Eine weitere Erklärung für die gefühlte Abweichung kann auch die schwache Lohnentwicklung sein, die unterhalb der Inflationsrate lag. Die Nettolöhne in Deutschland waren in den 10 Jahren nach Euro-Einführung leicht rückläufig. Die Kaufkraft ist also real gesunken. Auch in Österreich zeigt sich ein Rückgang der Kaufkraft. Effekte Allgemein Inflation spiegelt die Abnahme der Kaufkraft einer Währung wider. Das heißt, wenn das allgemeine Preisniveau steigt, kann jede Währungseinheit insgesamt weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Man unterscheidet dabei zwischen erwarteter und unerwarteter Inflation. Die Effekte der Inflation können davon abhängen, ob es erwartete oder unerwartete Inflation ist. Erwartete Inflation kann von rationalen Akteuren bereits in ökonomische Handlungen und Prognosen integriert werden. Gewerkschaften führen Lohnverhandlungen in Abhängigkeit von der erwarteten Inflationsentwicklung. Unternehmen gestalten die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Inflation. Das ist jedoch kurz- und mittelfristig davon abhängig, inwiefern Starrheiten bei Löhnen und Preisen existieren. Diese können dann nicht sofort an die Inflationserwartungen angepasst werden. Schuldner, die zum Beispiel Schulden mit einem festen Nominalzins haben, erhalten mit steigender Inflationsrate eine Senkung ihres „realen“ Zinssatzes. Der Realzins eines Kredits ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Banken und andere Kreditgeber passen sich dem Inflationsrisiko an, indem sie entweder eine Inflationsrisikoprämie für festverzinsliche Kredite verlangen, oder Kredite mit einem variablen Zinssatz vergeben. Lediglich ein unerwarteter Anstieg der Inflationsrate über die bereits eingepreiste Risikoprämie hinaus würde zu realem Zinsgewinn führen. Negativ Hohe oder unerwartete Inflation gilt als schädlich für die Ökonomie. Sie führt zu Ineffizienzen auf dem Markt und erschwert es Konsumenten und Unternehmen langfristig zu planen. Inflation kann die Produktivität beeinträchtigen, da Unternehmen gezwungen sind, eigene Ressourcen weg von Produkten und Dienstleistungen zu verlagern, um sich auf die Steuerung der Inflation zu konzentrieren. Unsicherheit über die zukünftige Kaufkraft des Geldes führt dazu, dass nominale Vermögenswerte wie Spareinlagen und Anleihen unattraktiver werden, da diese im Falle einer Inflation an Wert verlieren. Dies führt zu höheren Risikoprämien, da Investoren eine Absicherung gegen das eingegangene Inflationsrisiko fordern. Die Folge sind höhere Zinsen, was die Investitionstätigkeit senkt. Bei hoher Inflation wird die Kaufkraft von Personen mit fixem Nominaleinkommen, zu Personen mit variablem Einkommen umverteilt, da deren Einkommen mit der Inflation besser Schritt halten können. Diese Umverteilung der Kaufkraft findet auch zwischen internationalen Handelspartnern statt. Wenn feste Wechselkurse bestehen, führt Inflation dazu, dass sich die Importe aus diesem Währungsraum verteuern. Dies kann sich auf die Handelsbilanz auswirken. Bei flexiblen Wechselkursen führt unerwartete Inflation zu erhöhter Volatilität der Wechselkurse, was sich negativ auf den Handel auswirken kann. Horten Die Menschen kaufen langlebige und/oder nicht verderbliche Waren und andere Güter als Vermögensaufbewahrung, um die erwarteten Verluste durch die sinkende Kaufkraft des Geldes zu vermeiden, die zu einer Verknappung der gehorteten Güter führen. Soziale Unruhen Hohe, nicht durch höhere Löhne hervorgerufene Inflation kann zu massiven Demonstrationen und Revolutionen führen. Die Inflation und insbesondere die Nahrungsmittelinflation wird beispielsweise als einer der Hauptgründe für die Revolution in Tunesien 2010/2011 und die Revolution in Ägypten 2011 angesehen. Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali wurde gestürzt, auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde nach nur 18 Tagen Demonstrationen gestürzt, und die Proteste breiteten sich bald in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Hyperinflation Wenn die Inflation zu hoch wird, kann dies dazu führen, dass die Menschen ihre Verwendung der Währung stark einschränken, was zu einer Beschleunigung der Inflationsrate führt. Die hohe und sich beschleunigende Inflation stört das normale Funktionieren der Wirtschaft massiv und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Waren zu liefern. Hyperinflation kann dazu führen, dass die Landeswährung nicht mehr verwendet wird (z. B. in Nordkorea), was zur Einführung einer Außenwährung (Dollarisierung) führt. Allokative Ineffizienz Eine Änderung des Angebots oder der Nachfrage nach einem Gut führt normalerweise zu einer Änderung seines relativen Preises. Dies signalisiert den Käufern und Verkäufern, dass sie als Reaktion auf die neuen Preise Ressourcen neu zuteilen sollten. Aber wenn sich Preise aufgrund von hoher Inflation ständig ändern, sind Preisänderungen aufgrund echter relativer Preissignale schwer von Preisänderungen aufgrund allgemeiner Inflation zu unterscheiden. Dadurch können die Agenten nur langsam darauf reagieren. Die Folge ist ein Verlust an allokativer Effizienz. Preisanpassungskosten Bei hoher Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufig ändern, um mit den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Aber oft verursacht das Ändern von Preisen selbst wieder Kosten. So müssen Preisschilder und Verträge neu gedruckt, oder ganze Preiskalkulationen neu berechnet werden, was Ressourcen bindet. Man nennt diese Kosten Preisanpassungskosten. Positiv Arbeitsmarkt Die Nominallöhne passen sich nur langsam nach unten an. Dies kann zu anhaltenden Ungleichgewichten und hoher Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen. Da die Inflation die Reallöhne auch bei konstanten Nominallöhnen sinken lässt, ermöglicht eine moderate Inflation ein schnelleres Gleichgewicht auf den Arbeitsmärkten. Dies gilt, insofern die Löhne nicht in Lohnverhandlungen an die Inflation angepasst werden können. Liquiditätsfalle Eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge ist die Möglichkeit, die Leitzinsen festzulegen, also den Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können. Daneben gibt es die Offenmarktpolitik, d. h. Interventionen der Zentralbank auf dem Rentenmarkt, mit dem Ziel, den nominalen Zinssatz zu senken. Beide Maßnahmen sollen die allgemeinen Zinsen senken, um dadurch positive Konjunktureffekte auszulösen. Befindet sich eine Ökonomie in einer Rezession mit bereits niedrigen oder sogar null Nominalzinsen, kann die Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken, um die Wirtschaft anzukurbeln – diese Situation wird als Liquiditätsfalle bezeichnet. Diese Situation kann aber durch niedrige und konstante Inflation verhindert werden. Mundell-Tobin-Effekt Robert Mundell stellte fest, dass eine moderate Inflation die Sparer veranlassen würde, Kredite durch Spareinlagen zu ersetzen, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Diese Substitution würde dazu führen, dass die Realzinssätze für das Marktgleichgewicht sinken. Der niedrigere Realzins würde zu einer höheren Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen führen. In ähnlicher Weise zeigte James Tobin, dass eine solche Inflation Unternehmen dazu veranlassen würde, Investitionen in Sachkapital (Anlagen, Ausrüstung und Vorräte) durch Geldguthaben in ihren Vermögensportfolios zu ersetzen. Diese Substitution würde bedeuten, sich für Investitionen mit niedrigeren realen Renditen zu entscheiden. (Die Renditen sind niedriger, da bereits früher Investitionen mit höheren Renditen getätigt wurden.) Sofern die Wirtschaft nicht bereits nach Modellen der Wachstumstheorie überinvestiert, würden diese zusätzlichen Investitionen positive Effekte haben. Formen Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: akzelerierte Phase (steigende, beschleunigte) – stabilisierte (gleichbleibende) Phase – dezelerierte (abnehmende) Phase. Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Der Begriff „Inflation“ bezeichnete ursprünglich die Inflationen der frühen 1920er Jahre, die heute als schwere oder Hyperinflationen gelten. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Leichte Inflation (bis etwa 5 % Wertverlust im Jahr) hat nachfragefördernde Wirkung, da Leute ihr Geld ausgeben oder investieren wollen. Freilich verlangen sie für Investitionen immer noch eine Liquiditätsprämie, das heißt die Renditen müssen deutlich über der Inflationsrate liegen. Bei schwerer Inflation (ab rund 5 % Wertverlust im Jahr) verliert das Tauschmittel Geld seinen Wert schneller als andere Güter (zum Beispiel Immobilien, Aktien, Sachkapital allgemein) und büßt daher die Wertmaßstabsfunktion und Wertaufbewahrungsfunktion ein, stattdessen wird eine Ersatzwährung verwendet, so zum Beispiel Zigaretten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der US-Dollar in der Türkei (früher) oder Argentinien. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, überschulden sich. Besonders schwere Inflationen mit monatlichen Wertverlusten von über 50 % werden auch als Hyperinflationen bezeichnet. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Schwere Inflationen waren in der Geschichte unter anderem zu beobachten: die Preisrevolution im 16. Jahrhundert, um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (siehe Kipper- und Wipperzeit und Kursächsische Kippermünzstätten), in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat, um 1920 bis 1924 in Österreich, um 1923 in Deutschland und in Ungarn, 1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform), 1945–1946 in Ungarn (siehe Pengő) Nach den beiden Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 kam es zu relativ hohen Inflationsraten. In den 1970er Jahren trugen auch andere Faktoren zu relativ hohen Inflationsraten bei, jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien, jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien (→ Brasilianischer Real), um 1995 in Mexiko (→ Peso), um 1997 in Südostasien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise), um 2002 in Argentinien, Hyperinflation 2008/2009 in Simbabwe; nach dessen Abschaffung im Oktober 2015 hatte das Land bis 2019 keine eigene Währung mehr. Laut dem CATO Institute betrug die Hyperinflation in Simbabwe per Ende Oktober 2008 gegenüber Ende Oktober 2007 2,79 Trillionen %. Ursachen Die Geldmenge wird weithin als wichtigste Ursache für hohe Inflationen bis Hyperinflationen und langfristige Inflationsraten akzeptiert. Folglich existiert unter Ökonomen inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Inflationsrate auf lange Sicht im Wesentlichen von der Wachstumsrate der Geldmenge im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum abhängt. Kurz- und mittelfristig kann die Inflation aber außerdem durch die relative Elastizität von Löhnen, Preisen, Zinssätzen, Angebot und Nachfrage, sowie der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beeinflusst werden. Außerdem spielen die Erwartungen der ökonomischen Agenten eine wesentliche Rolle. Geldmenge Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung: . Dabei ist Geldmenge Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Preisniveau Reale Produktion An der umgestellten Gleichung bzw. an der Darstellung mit Änderungsraten kann man erkennen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn (bei Konstanz der jeweiligen beiden anderen Größen) die Geldmenge zunimmt (Geldschöpfung), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunimmt (empirische Untersuchungen zeigen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig annähernd konstant bleibt), die reale Produktion (das Handelsvolumen) sinkt. Betrachtet man alle vier Größen gleichzeitig, entsteht nach der Quantitätsgleichung Inflation () dann, wenn das Geldmengenwachstum () größer ist als die Differenz aus der Änderung des Handelsvolumens und der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit (). Die Inflation lässt sich also kurz- bis mittelfristig nicht auf eine Ausweitung der Geldmenge reduzieren, sondern es müssen ebenso die Umlaufgeschwindigkeit und die reale Produktion betrachtet werden. Der langfristige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung ist empirisch gut belegt. Auf kurze bis mittlere Sicht kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Zusammenhang kommen. Angebot Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; ) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind. Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will. Nachfrage Kommt es zur Nachfragesoginflation (), sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach Gütern derart schnell, dass die Angebotsseite nicht durch Anheben des mengenmäßigen Angebots reagieren kann und stattdessen die Preise nach den Marktgesetzen steigen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich. Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Man unterscheidet zusätzlich zwischen „hausgemachter“ und „importierter“ Nachfragesoginflation, je nachdem, ob die Nachfrage aus dem In- oder Ausland herrührt. Erwartungen Die Erwartungen der ökonomischen Agenten über zukünftige Inflationsraten sind sehr wichtig in der Ökonomie. Sie können die Inflationsraten, Zinssätze und damit die Konjunktur wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel werden Unternehmen abhängig von ihren Inflationserwartungen unternehmerische Entscheidungen, etwa über Investitionen, treffen. Konsumenten passen ihr Konsumverhalten abhängig von ihren Inflationserwartungen an. Der Kommunikation der Geldpolitik kommt somit eine Schlüsselrolle zu. Notenbanken nutzen Kommunikationsstrategien wie Forward guidance, um die Inflationserwartungen von Märkten und Konsumenten zu beeinflussen. Studien zeigen eine konjunkturstabiliserende Wirkung. Theorien Über die Ursachen der Inflation gab es historisch verschiedene Theorien. Dabei ist besonders Debatte zwischen Monetaristen und Keynesianern hervorzuheben. Diese wurden im Rahmen der neukeynesianischen Synthese zusammengeführt. Der Neukeynesianismus stellt die heute allgemein akzeptierte makroökonomische Theorie dar. Daneben gibt es heterodoxe Theorien über Inflation. Diese werden vom ökonomischen Mainstream nicht geteilt. Keynesianismus Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden (Phillips-Kurve). Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt (siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate). Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus – man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK), Synonym Transformationskurve – so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer (vgl. Nachfrage-Sog-Inflation oben). Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist. Monetarismus Der Monetarismus sieht allein im Wachstum der Geldmenge die Ursache für Inflation. Milton Friedman prägte dafür den griffigen Slogan:„Money matters“ – „Es kommt auf die Geldmenge an“. Inflation sei immer und überall ein monetäres Phänomen. Der Monetarismus griff eine zentrale Annahme der keynesianischen Inflationstheorie an: die Phillips-Kurve. Friedman und Edmund Phelps (der kein Monetarist war) schlugen eine "erweiterte" Form der Phillips-Kurve vor, die die Möglichkeit eines stabilen, langfristigen Kompromisses zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ausschloss. Die Ölschocks der 1970er Jahre führten zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Inflation, wodurch Friedman und Phelps empirisch bestätigt wurden. Der Monetarismus war in den frühen 1980er Jahren besonders einflussreich. Er verlor in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder an Einfluss, da es den Zentralbanken schwerfiel, die Geldmenge anstelle der Zinssätze zu steuern. NKM Die neue klassische Makroökonomie (NKM) forderte zentrale Annahmen des Keynesianismus heraus. Die theoretische Weiterentwicklung war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die Modellbildung durch Robert Lucas. Zuvor hatten keynesianische Ökonomen im Allgemeinen mit adaptive Erwartungen gearbeitet, bei denen angenommen wurde, dass ökonomische Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Rationalen Erwartungen bedeuten eine höhere Komplexität der Agenten. Zum Beispiel werden Verbraucher nicht einfach eine Inflationsrate von 2 % annehmen, nur weil dies der Durchschnitt der letzten Jahre war. Sie werden sich mit der aktuellen Geldpolitik und den wirtschaftlichen Bedingungen befassen, um eine eigene Prognose zu erstellen. Die NKM konnte zeigen, dass unter Annahme von perfekter Preiselastizität und rationalen Erwartungen Geldpolitik nur zu Inflation führe und keine konjunkturellen Effekte aufwies. Neukeynesianismus Die moderne keynesianische Theorie geht davon aus, dass Veränderungen der Geldmenge langfristig die Inflationsrate bestimmen, aber kurzfristig durchaus von Lohn und Preisstarrheiten beeinflusst werden können. Außerdem treffen Agenten ökonomische Entscheidungen oft aufgrund von unvollständigen Informationen. Daher kann Fiskal- und Geldpolitik zu einem effizienteren makroökonomischen Ergebnis führen, als Laissez-faire-Politik. Der Neukeynesianismus stellt den gegenwärtigen internationalen Konsens der Makroökonomik dar. Er ist eine Synthese aus Monetarismus, NKM, sowie einigen Elementen des klassischen Keynesianismus. Der Neukeynesianismus führte zur Entwicklung von dynamischen stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen (DSGE), welche heute von vielen Zentralbanken zur Modellierung der Geldpolitik eingesetzt werden. Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen. Heterodoxe Theorien Es gibt Inflationstheorien, die vom Mainstream der ökonomischen Wissenschaft nicht geteilt werden. Österreichische Schule Ludwig von Mises, ein Vertreter der Österreichischen Schule, verstand unter Inflation die Ausweitung (lat. inflare) der ungedeckten Geldmenge. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten. Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern, die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank- und Finanzwesens zu finden (Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln, Zentralbankwesen, Teilreservebanken, Währungsmonopol usw.). Aus dieser Sicht geht auch hervor, dass die Inflation sich nicht gleichmäßig in allen Preisen widerspiegelt, sondern durch Cantillon-Effekte beeinflusst wird. Produktionskosten Die klassischen Ökonomen wie Adam Smith, David Ricardo bis hin zu Karl Marx vertraten eine Produktionskostentheorie des Geldes. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: „Das Verhältnis zwischen dem Werte des Goldes und Silbers und dem irgendwelcher anderer Güter hängt … von dem Verhältnis zwischen der Menge Arbeit ab, die nötig ist, um eine bestimmte Menge Gold und Silber, und der Menge Arbeit, die nötig ist, um eine bestimmte Menge irgendeiner anderen Art auf den Markt zu bringen.“ Die Warenpreise konnten nach der Arbeitswertlehre also nur dann dauerhaft steigen, wenn die Arbeitsproduktivität bei der Gold- oder Silbergewinnung dauerhaft rascher gesteigert werden konnte, als diejenige bei der Produktion der anderen Waren. Nach der Produktionskostentheorie des Geldes (oder nach der Arbeitswerttheorie) führten die großen Gold- und Silberimporte aus Südamerika nach der Entdeckung Amerikas nicht deshalb zu einer Inflation in Europa, weil das viele Gold eine vergleichsweise kleine Menge an Waren „jagte“ – das sagt die Quantitätstheorie des Geldes –, sondern weil plötzlich weniger Arbeitszeit erforderlich war, um eine bestimmte Menge an Gold oder Silber zu gewinnen. Die Ausdehnung der Geldmenge (Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen) war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle. Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt. Die Erhöhung der Geldmenge war also nur Symptom der Verminderung des Wertes der einzelnen Goldmünze. Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Die Wirtschaftssubjekte wollten Gold nicht unter Wert gegen Waren tauschen, so die Annahme der Klassiker. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Aber beispielsweise während der Koalitionskriege floss aus Großbritannien sehr viel Gold ins Ausland ab oder wurde gehortet. Schließlich wurde die Goldeinlösungspflicht für Papierbanknoten durch den englischen Staat aufgehoben. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Die stabilen Preise der Waren in Gold ausgedrückt und die steigenden Preise der Waren in Papiergeld ausgedrückt. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Wird aber in Notzeiten von den Banken der Papiergeldumlauf über den notwendigen Goldumlauf gesteigert, dann steigen genau in dem Maße die Preise in Papiergeld ausgedrückt. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Dann „jagen“ aber zu viele Banknoten zu wenige Waren. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen. Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Steuerung Geldpolitik Obwohl sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik die Inflation beeinflussen können, verlassen sich die meisten Länder seit den 1980er Jahren hauptsächlich auf die Geldpolitik, um die Inflation zu steuern. Wenn eine Inflation über ein akzeptables Niveau hinaus auftritt, kann die Zentralbank des Landes den Zinssatz erhöhen, was in der Regel das Wachstum der Geldmenge verlangsamt oder stoppt. Einige Zentralbanken haben ein symmetrisches Inflationsziel, während andere die Inflation nur kontrollieren, wenn sie einen Schwellenwert überschreitet.Im 21. Jahrhundert befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und stetige Inflationsrate. In den meisten Ländern haben die Zentralbanken oder andere Währungsbehörden die Aufgabe, den Interbankenzins stabil auf niedrigem Niveau und die Zielinflationsrate von etwa 2 bis 3 % zu halten. Zentralbanken streben eine niedrige Inflationsrate an, weil sie glauben, dass eine hohe Inflation wirtschaftliche Kosten verursacht, da Unsicherheit in den Erwartungen über Unterschiede in den relativen Preisen und über die Inflationsrate erzeugt würde. Das Ziel ist daher eine niedrige positive Inflationsrate und nicht eine Null- oder negative Inflationsrate, da letztere Rezessionen verursachen oder verschlimmern könnte. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen) Inflation verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich in einem wirtschaftlichen Abschwung schneller anzupassen. Ferner verringert sie das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die Geldpolitik daran hindert, die Wirtschaft zu stabilisieren. Höhere Zinsen reduzieren die Geldmenge der Wirtschaft, weil weniger Menschen Kredite nachfragen. Wenn Banken Kredite vergeben, werden die Krediterlöse in der Regel auf Bankkonten eingezahlt, die Teil der Geldmenge sind. Wenn also eine Person einen Kredit zurückzahlt und keine anderen Kredite als Ersatz vergeben werden, sinkt die Höhe der Bankeinlagen und damit die Geldmenge. Als beispielsweise der Federal Funds Rate in den frühen 1980er Jahren 15 % überstieg, fiel die Menge der Federal Reserve Dollar um 8,1 % von 8,6 Billionen US-Dollar auf 7,9 Billionen US-Dollar. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Debatte zwischen Keynesianern und Monetaristen über das geeignete Instrument zur Kontrolle der Inflation. Monetaristen betonen eine niedrige und stetige Wachstumsrate der Geldmenge, während die Keynesianer betonen, dass die Gesamtnachfrage während der Wirtschaftsexpansion reduziert und die Nachfrage während der Rezession erhöht wird, um die Inflation stabil zu halten. Andere Methoden Goldstandard Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem das gemeinsame Tauschmittel einer Region Papiernoten sind, die normalerweise frei in voreingestellte, feste Goldmengen umgewandelt werden können. Der Standard legt fest, wie die Golddeckung umgesetzt wird, einschließlich der Menge an Gold pro Währungseinheit. Die Währung selbst hat keinen intrinsischen Wert, wird aber von Händlern akzeptiert, da sie gegen die entsprechende Menge Goldes eingelöst werden kann. Der Goldstandard wurde durch die internationale Übernahme des Bretton-Woods-Systems teilweise aufgegeben. Unter diesem System waren alle anderen wichtigen Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar gebunden, der selbst von der US-Regierung zu einem Kurs von 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Das Bretton-Woods-System brach 1971 zusammen, was dazu führte, dass die meisten Länder auf Fiatgeld umstiegen – Geld, das nur durch die Gesetze und Rechtssicherheit des Landes garantiert wird. Bei einem Goldstandard würde die langfristige Inflationsrate (oder Deflation) durch die Wachstumsrate des Goldangebots im Verhältnis zur Gesamtproduktion bestimmt. Kritiker argumentieren, dass dies zu willkürlichen Schwankungen der Inflationsrate führen und die Geldpolitik im Wesentlichen durch den Goldabbau bestimmt würde. Dies hätte in wirtschaftlichen Abschwüngen katastrophale Folgen. Der Goldstandard wird besonders von Vertretern der heterodoxen Österreichischen Schule propagiert. Preiskontrollen Eine andere historische Methode zur Inflationssteuerung waren Lohn- und Preiskontrollen. Lohn- und Preiskontrollen haben sich in Kriegszeiten in Kombination mit Rationierung bewährt. Ihre Verwendung in anderen Kontexten ist jedoch weitaus gemischter. Zu den bemerkenswerten Misserfolgen bei ihrer Verwendung gehört die Einführung von Lohn- und Preiskontrollen im Jahr 1972 durch Richard Nixon. Viele Ökonomen halten Preisbindungen für sinnlos oder schädlich. Im Allgemeinen werden Lohn- und Preiskontrollen als vorübergehende und außergewöhnliche Maßnahme angesehen, die nur in Verbindung mit Maßnahmen zur Verringerung der zugrunde liegenden Inflationsursachen während des Lohn- und Preiskontrollregimes wirksam sind, z. B. wenn der Krieg gewonnen wird. Sie haben oft sehr negative Auswirkungen aufgrund der verzerrten Preissignale, die sie an den Markt senden. Künstlich niedrige Preise führen oft zu Knappheit und Engpässen und schrecken zukünftige Investitionen ab, was zu weiterem Mangel führt. Die übliche ökonomische Analyse zeigt, dass jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die zu niedrig bepreist wird, zu stark konsumiert wird. Wenn beispielsweise der offizielle Brotpreis zu niedrig ist, wird es zu wenig Brot zu den festgelegten Preisen geben und der Markt wird zu wenig in die Brotherstellung investieren, um den zukünftigen Bedarf zu decken, wodurch das Problem langfristig verschärft wird. Abgrenzung Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind. Kassenhaltung Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch (staatlich) administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor. Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten (Schwarzmarkt) gemessen werden. Ob Inflation vorliegt, ist also eine Frage der Anerkennung einer Definitions-Autorität. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar. Externer Preisschock Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus. Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Inflationssteuer Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort, das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt. Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert (dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist). Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen. Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Siehe auch Liste der Länder nach Inflationsrate Lohn-Preis-Spirale Geräuschlose Kriegsfinanzierung Kippertaler der Kipper- und Wipperinflation Kippermünzstätten (Kursachsen) – Münzstätten der Kipper- und Wipperinflation Böse Halser der Schinderlingszeit, eine Inflation (1457–1460) Shrinkflation Literatur Inflation – Inflationstheorien – Geldpolitik. In: Gabler Wirtschaftslexikon, Gabler Verlag Hans H. Lechner: Währungspolitik. De Gruyter, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-11-007412-5. Fritz Neumark: Inflationsprobleme – Alt und Neu. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (= Göttinger Universitätsreden. Heft 59). Weblinks Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreis-Index für Deutschland Verbraucherpreis-Index für Österreich Schweizerischer Landesindex der Konsumentenpreise Statistiken der EZB (englisch) Inflation in den Neuen Bundesländern (in Quartalsberichten) Jürgen Pätzold: Das Inflationsproblem. Ursachen und Strategien. Informationen und Daten zum US-CPI beim Bureau of Labor Statistics Einzelnachweise
Roter Apollo – Wikipedia (Weitergeleitet von Apollofalter) Roter Apollo der a. rubidus-Gruppe auf einer Distelblüte (Südtirol) Unterfamilie: Parnassiinae Gattung: Parnassius Untergattung: Parnassius Art: Roter Apollo Der Rote Apollo oder Apollofalter (Parnassius apollo) ist ein in Europa stark bedrohter und streng geschützter Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Ritterfalter (Papilionidae). Der Gattungsname leitet sich vom Berg Parnass in Mittelgriechenland ab, der als Sitz der Musen gilt und dem Gott Apollon gewidmet ist. Der Apollofalter war 1995 in Deutschland das Tier des Jahres. 1.2 Merkmale der Präimaginalstadien 3.2 Flugzeit 5.1 Ausbreitung nach Osten 5.2 Ausbreitung nach Westen 5.2.1 Der Weg zu den Alpen 5.2.2 Die Mosel, Italien und Spanien 5.3 Der Einfluss der Eiszeiten auf die Artentwicklung Illustration von Jacob Hübner (um 1800) Raupe des Roten Apollo, Illustration von F. Nemos (um 1895) Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 60 bis 88 Millimetern. Der Thorax ist hellgrau bis schwarz und mit feinen haarartigen Schuppen besetzt. Die Flügel werden von einem weißlichen Grundton dominiert. Der Außenrand ist nicht beschuppt und glasig. Auf dem Vorderflügel sind ein oder mehrere schwarze Flecken erkennbar. Der Hinterflügel wird durch schwarz gefasste rote, zuweilen gelbliche Augenflecken (Ozellen) mit weißen Spiegeln geprägt. Die Ozellen fallen beim Weibchen besonders groß aus. Zusätzlich treten bei den Weibchen je nach Unterart mehr oder weniger häufig dunkel bestäubte Individuen auf. Die dunklere Färbung dient der Tarnung und der Erhöhung der Körpertemperatur in höheren Lagen bei Sonnenschein. Die Falter haben mit ihren wenigen Merkmalen eine sehr variable Erscheinung. Auch in der Postdiskalregion der Vorderflügel lassen sich zuweilen rote Flecken ausmachen sowie auf dem Innenwinkel der Hinterflügel. Die Flügelober- und unterseite ist gleich gefärbt bis auf zusätzliche rote Flecken im Basalbereich der Flügelunterseite. Die Ozellen imitieren keine Augen, sondern dienen als Warnung vor der Giftigkeit der Falter, die diese durch die Raupennahrung erhalten haben. In Ruhestellung, bei zusammengeklappten Flügeln, kommen die roten Flecken besonders gut zur Geltung. Sowohl Vögel als auch Eidechsen meiden die Falter als Nahrung. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum Alpenapollo (Parnassius phoebus) stellen die Fühler da. Beim Roten Apollo sind sie einfarbig grau mit schwarzen Kolben und beim Alpenapollo sind sie schwarz weiß geringelt mit ebenfalls schwarzem Kolben. Die Größe der Falter variiert stark und hängt zum einen mit der Höhe des Lebensraumes zusammen und zum anderen mit der Nahrungspflanze. Je höher der Lebensraum ist, desto kleiner werden die Falter. Bei Unterarten, die sich von rein sukkulenten Pflanzen ernähren, werden die Falter kleiner. Je sukkulenter die Pflanzen sind, desto mehr Wasser und weniger Nährstoffe enthalten diese. Dadurch sind die Falter in Mitteleuropa, wo die sukkulente Weiße Fetthenne (Sedum album) die bevorzugte Raupennahrung ist, kleiner, als Falter im Osten und Norden des Verbreitungsgebiets, in dem schwach sukkulente Arten der Gattung Orostachys bzw. Unterarten der Großen Fetthenne (Sedum telephium) die bevorzugte Nahrung der Raupen sind. Merkmale der Präimaginalstadien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Die Eier sind weiß gefärbt und rundlich und haben eine körnige Oberfläche. Die schwarzen Raupen sind an den Segmentgrenzen dunkelgrau beringt und kurz behaart. Sie haben seitlich pro Thoraxsegment zwei oder drei rote bis gelbe Flecken. Diese dienen, wie die roten Ozellen der Falter, der Warnung vor der Giftigkeit der Raupen. Unterschiede in der Größe und Farbe der meist drei Flecken können zur Unterscheidung von Unterarten dienen. Wie alle Raupen der Ritterfalter habe diese zwischen dem Kopf und dem ersten Thoraxsegment Nackengabel (Osmaterium). Die Mumienpuppen sind schwarzbraun und bläulich bereift. Sphragis des Roten Apollo Die Raupe überwintert in der Eihülle und verlässt diese im Frühjahr. Sie lebt einzeln an den Nahrungspflanzen, die je nach Region variieren. In Europa sind die Nahrungspflanzen Weiße Fetthenne (Sedum album) und Große Fetthenne (Sedum telephium ssp. telephium), seltener auch Felsen-Fetthenne (Sedum rupestre), oder Arten der Gattung Rhodiola aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) wie auch beim Alpenapollo Parnassius phoebus. In der Umgebung des Baikalsees frisst die Raupe an Großer Fetthenne oder an Arten der Gattung Orostachys (Dickblattgewächse) wie auch die Raupe des eng verwandten Parnassius nominon. Mit der Ausbreitung nach Westen fand auch ein Wechsel vom Flachland zu Gebirgslagen statt und damit einher ging ein Wechsel der Nahrungspflanze von Sedum telephium Unterarten zu Weißer Fetthenne und eng verwandten Arten. Dieser Wechsel ist in den Alpen, der Türkei und den Beskiden zu beobachten. Raupen aus dem östlichen Flachland verweigern die Weiße Fetthenne und gehen ein, wenn sie nicht ihre gewohnten Nahrungspflanzen bekommen, während die Raupen aus alpinen Regionen auch Sedum telephium Unterarten fressen.[1] Die Raupe hält sich gerne unter Steinen auf und sonnt sich oft zum Aufwärmen auf der Nahrungspflanze. Sie verpuppt sich in einem lockeren Gespinst in eine Mumienpuppe an der Nahrungspflanze oder unter Steinen. Die Dauer der Puppenruhe variiert stark, von acht bis zehn Tagen bis zu mehreren Wochen, woraus die lange Flugzeit des Falters resultiert.[2] Kurz nach dem Schlupf der Falter paaren sich diese und beim Weibchen bildet sich nach der langanhaltenden Kopula die sogenannte Sphragis am Hinterleib, die eine weitere Paarung verhindert. Schon bald nach der Kopula kommt es zur Eiablage. Die Weibchen fliegen nur wenig, während die Männchen in ihrem Gebiet patrouillieren. Dadurch geht die Ausbreitung in neue Lebensräume nur langsam vonstatten. Die Falter bevorzugen trockene und warme, oft felsige, Lebensräume. Der ähnliche Alpenapollo ist dagegen an Quellfluren und die der Nähe von Gebirgsbächen anzutreffen. Die Weibchen legen bis zu 100 Eier einzeln an den Nahrungspflanzen ab und die Raupen überwintern voll entwickelt in der Eihülle. Als Falter besuchen die Tiere nicht nur die weißen Blüten von Sedum album, sondern vorzugsweise die roten und violetten Blüten von Disteln (bspw. Carduus nutans), Flockenblumen (Centaurea jacea u. a.) und Oregano (Origanum vulgare). Oft sitzen die Falter mit aufgeklappten Flügeln auf Steinen und sonnen sich. Zu den Lebensräumen des Roten Apollos zählen sonnige, trockene Standorte mit steinigem Untergrund, vor allem felsige Hänge, Geröllhalden und Felsabbruchkanten, auch Bahn- und Straßenböschungen sowie Abraumhalden von Steinbrüchen. Die Art ist insgesamt stark abhängig vom Vorkommen der Raupennahrungspflanzen (s. o.), an welchen auch die Eiablage erfolgt. Die Flugzeit der einzigen Jahresgeneration beginnt Ende Mai und dauert bis etwa Ende August. Die lange Flugzeit resultiert aus einer stark unterschiedlichen Puppenruhe der einzelnen Tiere, denn die Lebensdauer der Falter beträgt nur etwa zwei bis drei Wochen. Seine Verbreitung reicht von der Iberischen Halbinsel über alle europäische Bergregionen, die Karpaten, den Kaukasus und den Ural das Ursprungsgebiet der Art am Baikalsee bis nach Jakutien im Osten, oft in isolierten Populationen. Die nördliche Verbreitung reicht bis nach Fennoskandinavien, südliche Grenze ist die Sierra Nevada, Sizilien, Südtürkei. Auf den Britischen Inseln und Dänemark fehlt er ganz. Die vertikale Verbreitung beginnt bei etwa 400 Metern von der kollinen Stufe und reicht bis auf etwa 2000 Meter in das hochmontane und subalpine Gebiet. Roter Apollo (Parnassius apollo testoutensis), untypischer, aberrativer Falter mit stark reduzierter Zeichnung Moselapollo (P. a. vinningensis) P. a. testoutensis in den Savoyer Alpen Schaukasten mit verschiedenen Unterarten des Apollofalters Der standorttreue Falter lebt oft in klar umrissenen Gebieten in isolierten Populationen, was durch den daraus folgenden mangelnden Genaustausch zur Bildung von vielen Unterarten, Halb-Unterarten (Semi-subspecies) und Halbarten (Semispecies) geführt hat. Innerhalb der Art und auch der Unterarten ist der Falter in seinem Erscheinungsbild außerordentlich variabel und kann deshalb nicht allein aufgrund morphologischer Unterschiede einer Unterart zugeordnet werden. Zur Zuordnung muss auch der Fundort hinzugezogen werden. Es wurden schon etwa 290 Unterarten beschrieben, von denen aber heute viele als Synonyme eingestuft werden. Möhn (2005) gibt noch etwa 250 Unterarten an und erwartet eine weitere Reduktion aufgrund genetischer Untersuchungen. Selbst innerhalb der Gattung Parnassius ist die Einordnung der Arten nicht geklärt und schwankt zwischen 38 (UNEP-WCMC, 2006) und 47 (Weiss, 1991). Diese werden wiederum in acht Untergattungen aufgeteilt, in denen der Rote Apollo der Typus für die Untergattung Parnassius ist.[1][3] Auswahl europäischer Unterarten:[1] Parnassius apollo apollo Linnaeus, 1758, Schweden. Der große Falter mit Spannweiten von 76 bis 88 Millimetern lebt im südlichen schwedischen Flachland. Auf den Hinterflügeln haben die großen Augenflecken oft deutliche weiße Spiegel. Die Raupe ernährt sich hauptsächlich von Sedum telephium, frisst aber auch Weiße Fetthenne (Sedum album). Parnassius apollo nevadensis Oberthür 1891, Spanien. Der Falter lebt auf 1700 bis 2500 Metern Höhe in der Sierra Nevada (Betische Kordillere) und wird mit zunehmender Höhe deutlich kleiner. Parnassius apollo filabricus de Sagarra y Castellarnau 1933, Spanien, Betische Kordillere. Der Falter lebt auf 2000 bis 2100 Metern Höhe in der Sierra de los Filabres Parnassius apollo gadorensis Rougeot & Capdeville 1969, Spanien, Betische Kordillere. Der Falter lebt auf 1900 bis 2000 Metern Höhe in der Sierra de Gádor Diese drei spanischen Unterarten sind sehr eng miteinander verwandt und unterscheiden sich kaum. Wie bei allen spanischen Unterarten sind die Vorderflügel der frischen Falter deutlich schwarz-weiß gescheckt. Bei beiden Geschlechtern sind die Ozellen orange-gelb statt rot. Die Weibchen sind dunkel bestäubt und haben häufig einen orange-gelben Vorderrandfleck und Analfleck. Die Raupen der spanischen Unterarten fressen Sedum amplexicaule, Sedum micranthemum und Scharfen Mauerpfeffer (Sedum acre). Parnassius apollo hispanicus Oberthür 1909, Spanien. Der Falter lebt auf 1600 bis 1800 Metern Höhe in der Sierra de Albarracin in Aragonien. Die Männchen sind hell und haben nur kleine Ozellen. Die Weibchen sind, wie alle in Spanien, dunkel bestäubt. Die Ozellen sind im Gegensatz zu den vorher genannten Unterarten nur selten orange-gelb und haben einen großen weißen Spiegel. Parnassius apollo testoutensis Eisner 1957, Frankreich. Diese kleine, helle Unterart, deren Weibchen nur schwach bestäubt sind, hat ein sehr großes Verbreitungsgebiet in den Savoyer Alpen mit dem Département Haute-Savoie, den Grajischen Alpen und den Dauphiné-Alpen. Parnassius apollo pumilus Stichel 1906, Süditalien. Der Falter ist mit 60 bis 63 Millimeter Flügelspannweite der kleinste aller Unterarten und kommt im Aspromonte und Kalabrien vor. Er wird als Halbart eingestuft, die sich von Parnassius apollo abspaltet. Sein Lebensraum hat nur spärliche Vegetation in Höhen von 1200 bis 1900 Metern. Die Raupen ernähren sich von Sedum tenuifolium. Die Männchen unterscheiden sich deutlich von Parnassius apollo apollo und ähneln mit ihren hellen Flügeln mit kleinen Flecken und hellen Ozellen mehr dem Alpenapollo (Parnassius phoebus) während die Weibchen dunkel bestäubt sind. Parnassius apollo rhodopensis Markovic 1909, Bulgarien. Diese Unterart ist die Verbindung von den nordtürkischen zu den Balkan-Unterarten. Sie hat markante Flecken und teilweise haben die bestäubten Weibchen in der unteren Ozelle einen Doppelspiegel. Parnassius apollo vinningensis (Moselapollo) Stichel 1899, Deutschland. Die Unterart ist nach Winningen benannt und kommt im unteren Moseltal von Güls bei Koblenz bis Traben-Trarbach vor. Sie unterscheidet sich deutlich von Parnassius apollo meridionalis in den Vogesen. Der Falter ist kreideweiß und hat häufig in der Wurzelbestäubung außerhalb der Zelle einen weißen Fleck. Ein besonderes Merkmal sind die nierenförmigen unteren Ozellen. Die Nahrungspflanze Sedum album wächst hier an den natürlichen Steilufern der Mosel und an den schon in der Römerzeit von Winzern errichteten Steinmauern. Die Hauptflugzeit ist von Mitte Juni bis Mitte Juli. Der Alpenapollo Parnassius phoebus hat bei manchen Autoren den Status einer Halbart und fliegt in den Zentralalpen in höheren Lagen als Parnassius apollo (ökologische Allopatrie) und seine Raupen haben zu Steinbrech (Saxifraga) gewechselt. Die Gattung Parnassius entstand im sibirisch-mongolischen Raum in der Umgebung des Baikalsees. Dort leben noch heute viele mit Parnassius apollo nahe verwandte Arten wie Parnassius nominon, Parnassius phoebus und Parnassius bremeri. Mit der vikarianten Art Parnassius nominon bildet Parnassius apollo immer wieder Hybriden ohne dass diese eine Zone ausbilden, an denen zwei Verbreitungsgebiete der Arten aneinander stoßen, wie dies bei einer Artbildung der Fall wäre. Vom Ursprungsgebiet breitete sich die Gattung nach Ost und West aus. Schon im Oberen Pliozän (Gelasium) besiedelte die Art große Teile des heutigen Verbreitungsgebietes. Das Klima war dort dem heutigen ähnlich, während es im vorangegangenen Miozän noch tropisch bis subtropisch war und dies damit als Lebensraum für den Apollofalter ungeeignet war. Ausbreitung nach Osten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Parnassius apollo hat seine östlichste Verbreitung in Jakutien, während der Vikariant zu Parnassius phoebus, Parnassius bremeri sich weiter nach Nordosten ausbreitete und über die Beringstraße den nordamerikanischen Kontinent in Alaska und das nördliche Yukon-Territorium besiedelte. Die heute nur 60 Meter tiefe Beringstraße fiel während des Altquartärs trocken und stand damit der Ausbreitung nicht im Weg. Weitere Gebiete Nordamerika besiedelt die Gattung mit Parnassius bremeris Vikariant Parnassius smintheus über die Rocky Mountains im Westen bis zum Tamaulipas in Nordost-Mexiko im Süden. Parnassius smintheus konnte während der Eiszeiten entstehen, als die südlichen Populationen durch Eisschilde von den Populationen in den eisfreien Regionen Alaskas getrennt wurden. Ausbreitung nach Westen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Die Hauptausbreitung von Parnassius apollo geht nach Westen und findet in Spanien seinen westlichsten Punkt. Es gibt mehrere Ausbreitungslinien nach Westen die einerseits Gebirgsketten folgen oder über Flachland mit Waldsteppen verlaufen. Die südlichste Ausbreitungslinie geht über viele Gebirgszüge vom Changai-Gebirge in der Mongolei über Süd-Sibirien (Sajangebirge, Tannu-ola-Gebirge), das Altai, Salairrücken, Tarbagatai-Gebirge, Saur-Gebirge, Dsungarischer Alatau, bis zum Tianshan in Usbekistan. Hier endet die südliche westliche Verbreitung. An den Südhängen des Tianshan-Gebirges geht sie hier nach Osten zurück über das Hissar-Gebirge und Kunlun-Gebirge bis nach China ins Xinjiang-Gebirge mit der Unterart Parnassius apollo khotanensis. Der Weg zu den Alpen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Eine zweite Verbreitung nach Westen erfolgte unterhalb des 60. Breitengrades über die Waldsteppen zum südlichen Ural. Dieser stellte mit seinen niedrigen Bergen und Pässen kein Hindernis für eine weitere Ausbreitung nach Westen über die westliche Taiga bis nach Süd-Skandinavien dar. Dort wurden das südliche Finnland, Schweden und Norwegen besiedelt. Eine andere Linie breitete sich nach Süden über den Kaukasus in die Türkei aus und ging dann Richtung Nordwesten zu den Rhodopen in Bulgarien und nach Westen über die damals trockene Ägäis nach Griechenland. Von den Rhodopen ging es nach Norden über das Balkangebirge, die Südkarpaten und nach Nordwesten über Karpaten. Von dort folgte die Ausbreitung den westlich anschließenden Gebirgen Hohe Tatra, Riesengebirge, Erzgebirge, Fichtelgebirge, Fränkische Alb, Schwäbische Alb bis sie im Schwarzwald endete. Die Oberrheinebene stellte ein unüberbrückbares Hindernis dar und die Linie endete hier. Von der Hohen Tatra nach Südwesten über die Kleinen Karpaten und den Wienerwald wurden die Ostalpen erreicht. Die nördlichen Alpen wurden anschließend bis zum Bregenzer Wald besiedelt. Der Weg zu den Südalpen verlief von den Rhodopen über den westlichen Balkan. Der Alpenhauptkamm stellte ein unüberwindbares Hindernis dar und die beiden Linien entlang der Alpen trafen erst in den westlichen Schweizer Alpen wieder aufeinander. Die Mosel, Italien und Spanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Die französischen Alpen oder der Jura waren der Ausgangspunkt für die Eroberung weiterer Lebensräume im Norden, Westen und Süden. Vom Jura nach Norden über die Burgundische Pforte wurden die Vogesen besiedelt, das Gebirge das fast parallel zum Schwarzwald entlang der Oberrheinebene verläuft und nicht von diesem aus besiedelt wurde. Von hier aus erreichte die Art die Moselregion, in der noch heute wegen reicher Vorkommen der Futterpflanze Fetthenne - insbesondere in den Weinbergssteilhängen zwischen den Orten Valwig und Bruttig-Fankel - eine geschützte und stabile Population existiert. Über die französischen Alpen und die daran anschließenden Meeralpen und Ligurische Alpen ging eine Ausbreitungslinie über die Apenninen nach Kalabrien im Süden Italiens und nach Nord-Sizilien. Die Besiedlung Spaniens erfolgte vom Jura nach Westen über das Zentralmassiv. Von dort über die südlichen Cevennen zu den östlichen Pyrenäen. In Spanien verlief die Ausbreitung entlang der Nordküste über das Kantabrische Gebirge und dann nach Süden zum Kastilischen Scheidegebirge in Zentralspanien. Schließlich wurden noch die Betischen Kordilleren im Süden über einen heute noch unbekannten Weg besiedelt. Der Einfluss der Eiszeiten auf die Artentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Nachdem im Oberen Pliozän eine ähnliche Verbreitung des Falters wie heute bestand, hatten die Eiszeiten im nachfolgenden Pleistozän durch die Gletscher in den Alpen und den Eisschilden in Nordeuropa und Nordasien die dortigen Populationen ausgelöscht. Südeuropa und der Osten des Verbreitungsgebietes waren von den vier Eiszeiten Elbe- (Günz-), Elster- (Mindel-), Saale- (Riss-) und Weichsel-Eiszeit (Norddeutschland), bzw. Würmeiszeit (Alpenraum) nicht betroffen. Dort konnten sie den gesamten Zeitraum überleben und sich stärker differenzieren und gefestigte Unterarten bilden. Die stärkste Vergletscherung fand während der Saale- bzw. Risseiszeit statt, als die gesamten Alpen bis ins Vorland und Westrussland und der Ural vergletschert waren. In der nachfolgenden Würmeiszeit vor etwa 115.000 bis 10.000 Jahren waren die Täler der Ostalpen eisfrei. In der darauf folgenden Warmzeit, in der wir heute noch leben, bildeten sich durch Waldsteppen mit den Nahrungspflanzen der Raupen ideale Bedingungen für die Ausbreitung der Art. Dieser Zeitraum ist aber zu kurz, um gefestigte neue Unterarten auszubilden, daher muss man diese in den betroffenen Gebieten als Halb-Unterarten einstufen.[1] Aserbaidschanische Briefmarke (1995) Kirgisische Briefmarke (2000) Die Gefährdungssituation dieser Art wird in einigen Roten Listen gefährdeter Arten dargestellt. Die Weltnaturschutzunion IUCN listet sie als gefährdet (Vulnerable). Die Rote Liste Deutschlands[4] sieht sie als vom Aussterben bedroht (Kat. 1), die Rote Liste der Schweiz und ebenso die Österreichs weist die Art als gefährdet (Kat. 3) aus; die Gefährdungssituation in den Bundesländern Österreichs wird sehr unterschiedlich angegeben und reicht von nicht gefährdet bis zu ausgestorben.[5] Der Apollofalter ist in vielen europäischen Regionen stark gefährdet oder akut vom Aussterben bedroht. Seit 1936 steht der Rote Apollo in Deutschland unter Naturschutz. Nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen, Appendix II gilt er als weltweit geschützt und ist die einzige weltweit geschützte nichttropische Schmetterlingsart (Stand 1990). Weiters wird diese Art auch im Anhang II der Berner Konvention gelistet, ist auch einer der wenigen Schmetterlingsarten im Anhang IV der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und somit als streng geschützt ausgewiesen. In Deutschland ist er zudem als eine nationale Verantwortungsart innerhalb der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt der Bundesregierung eingestuft.[6] In Deutschland kommt der Rote Apollo außerhalb der Alpen nur noch an der Mosel, auf der Schwäbischen Alb und der Fränkischen Alb vor. In Baden-Württemberg hat er von über 60 Fundstellen um 1900 alle bis auf eine auf der Schwäbischen Alb im Jahr 1988 eingebüßt. Die Population dieses Vorkommens hat sich nach einem Rückgang auf rund ein Dutzend Falter Ende der 1980er-Jahre mittlerweile erholt und stabilisiert, es hat sich sogar eine zweite Population gebildet[7]. Im Schwarzwald kommt er nicht mehr vor[8]. Im Fichtelgebirge ist Parnassius apollo ancile Fruhstorfer seit 1909 ausgestorben. Parnassius apollo posthumus Fruhstorfer 1925 ist im nördlichen Frankenwald und Saaletal seit 1905 ausgestorben.[1] In Bayern ist er auf der Fränkischen Alb und dort vor allem im Altmühltal und in den Bayerischen Alpen mit einem Schwerpunkt in den Berchtesgadener und Chiemgauer Alpen zu finden.[9] Der Moselapollo war in den 1970er bis zum Anfang der 1980er Jahre durch den Einsatz von Insektiziden, die im Weinbau eingesetzt wurden und mit Hubschraubern versprüht wurden, kurz vor der Ausrottung. Die Insektizide gingen nicht nur auf den Weinbauflächen, sondern auch auf weit entfernten natürlichen Flächen nieder und töteten die Raupen ab. Im gleichen Zeitraum wurden außerdem Flurbereinigungsmaßnahmen durchgeführt, bei denen viele der alten Weinbergsmauern mit Sedum album entfernt wurden. Brachliegende ehemalige Weinberge verbuschten und die Nahrungspflanze verschwand durch die Verschattung. Heute ist das Ausbringen von Insektiziden mit dem Hubschrauber verboten. Die Habitate werden seit 1987 gepflegt und von Gebüsch und Stauden freigehalten. Der Einsatz von Insektiziden ist seit den 1980er Jahren stark zurückgegangen, da gezielter oder im Fall von Biowein gar nicht mehr gespritzt wird. Die Bestände haben sich wieder erholt und an Flugplätzen, an denen Anfang der 1980er Jahre nur fünf bis zehn Falter zu sehen waren, waren es 20 Jahre später über 100 Falter.[10] Die Vorkommen werden heute im Tourismus beworben und in der Ortsgemeinde Valwig wurde der etwa 7,5 Kilometer lange Apolloweg Valwig für Fußgänger eingerichtet. In Österreich ist vor allem Parnassius apollo cetius Fruhstorfer 1909 als Unterart im Flachland bedroht, die Unterart Parnassius apollo brittingeri Rebel & Rogenhofer 1893 im Gebirge ist deutlich weniger gefährdet.[11] Zu den heute noch individuenreichsten Populationen von Parnassius apollo cetius gehört die Population auf der Hohen Wand bei Wien.[12] Außeralpine Vorkommen, etwa im Strudengau sind großteils seit vielen Jahrzehnten erloschen.[13] In Frankreich ist Parnassius apollo meridionalis in den Vogesen ausgestorben. Wiederansiedlungsversuche scheiterten hier ebenso wie in Forez und im Massif de la Sainte-Baume. Dagegen war eine Wiederansiedlung am Puy de Dôme im Zentralmassiv erfolgreich. In Schweden war der Rote Apollo im südlichen Flachland verbreitet, heute ist er nur noch an der Ostküste zu finden. In Finnland begann der Rückgang in den 1930er-Jahren, und 30 Jahre später war er in vielen ursprünglichen Gebieten verschwunden. In den letzten Jahren hat sich der Falter im Südwesten des Landes wieder ausgebreitet und mit den Inseln zwischen der Insel Kemiö und der Halbinsel Hankoniemi ursprüngliche Gebiete wieder besiedelt. Es scheint ein Zusammenhang zwischen der Schwermetallbelastung der Nahrungspflanzen und dem Erlöschen der Populationen zu bestehen, da die Raupen bei belasteter Nahrung absterben. Diese ging in den letzten Jahren zurück und die Raupen haben damit wieder bessere Überlebenschancen.[14] In Spanien gingen die Bestände von Parnassius apollo filabricus in der Sierra de los Filabres innerhalb von 20 Jahren trotz Schutz bis 2005 sehr stark zurück. Die Lebensräume, in denen die Falter einst zu Tausenden flogen, wurden entweder mit Unterstützung der Naturschutzbehörden mit Kiefern aufgeforstet oder durch intensive Schafbeweidung vernichtet.[15] Die Hauptursachen für den Rückgang der Art ist die Zerstörung der Lebensräume durch Verbuschung oder Aufforstung und der Einsatz von Herbiziden in der Landwirtschaft und im Weinbau. Der Straßen- und Schienenverkehr fordert ebenfalls viele Opfer, etwa an der Mosel. Schwache Populationen können durch natürliche Feinde wie Meisen und Eidechsen weiter geschwächt werden, besonders wenn zusätzlich Nisthilfen für Meisen angeboten werden.[16] Der Einfluss von Sammlern auf geschwächte Populationen ist nicht geklärt, könnte aber bedrohte weiter geschwächt haben. Heute ist eine Gefahr durch Sammler kaum noch relevant.[8][10][11] Die Art scheint gegenüber geringen Klimaveränderungen sehr empfindlich zu reagieren.[17] ↑ a b c d e Edwin Möhn: Papilionidae XII: Parnassius apollo. Text . In: Erich Bauer und Thomas Frankenbach (Hrsg.): Schmetterlinge der Erde, Tagfalter . Band 23. Goecke & Evers, Keltern 2005, ISBN 3-937783-16-4. ↑ Thomas C. Emmel: Wunderbare und geheimnisvolle Welt der Schmetterlinge . Bertelsmann Lexikon-Verlag, Gütersloh und Berlin 1976, ISBN 3-570-00893-2, S. 192 f. ↑ Parnassius Latreille, 1804 von Vazrick Nazari. In: Tree of Life Web Project. The University of Arizona College of Agriculture and Life Sciences and The University of Arizona Library, abgerufen am 8. Oktober 2007. ↑ Umweltbundesamt Österreich: Rote Liste gefährdeter Tierarten Österreichs. In: Österreichisches Artenschutz-Informationssystem OASIS. Abgerufen am 1. Januar 2010. ↑ Apollofalter. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, abgerufen am 27. Oktober 2007. ↑ a b Tagfalter I (Ritterfalter (Papilionidae), Weißlinge (Pieridae), Edelfalter (Nymphalidae)) . In: Günter Ebert, Erwin Rennwald (Hrsg.): Die Schmetterlinge Baden-Württembergs . Band 1. Ulmer Verlag, Stuttgart 1993, ISBN 3-8001-3451-9. ↑ Markus Schwibinger: Parnassius apollo (Apollo). In: Die Tagfalter Oberbayerns. Abgerufen am 22. Oktober 2007. ↑ a b Helmut Kinkler: Insecta – Zeitschrift für Entomologie und Naturschutz . Hrsg.: NABU-Bundesfachausschuss Entomologie. Nr. 7. NABU, 2001, ISSN 1431-9721, S. 31 (online [PDF; 3,5 MB; abgerufen am 24. Oktober 2007]). ↑ a b Naturschutzbund Österreich ↑ Forschungsgemeinschaft Lanius, Projekt Parnassius apollo ↑ Karl Puchberger, Gedanken zur Verödung der Schmetterlingsfauna des Strudengaues, Steyrer Entomologenrunde - Beiträge zur Kenntnis der Insektenfauna von Oberösterreich, 1984 ↑ Marko Nieminen, Pekka Nuorteva, Esa Tulisalo: The Effect of Metals on the Mortality of Parnassius Apollo Larvae (Lepidoptera: Papilionidae) . In: Journal of Insect Conservation . Band 5, Nr. 1. Springer Netherlands, März 2001, ISSN 1366-638X, S. 1–7. ↑ Artenschutz. In: Schmetterlinge und Wein, 5/2007. NABU, abgerufen am 27. Oktober 2007. ↑ Ministerium für Umwelt und Forsten Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Apollofalter in Rheinland-Pfalz . 2003 (PDF, 5 MB [abgerufen am 27. Oktober 2007]). ↑ Gerfried Deschka, Josef Wimmer: Die Schmetterlingsfauna der Kreuzmauer., Beitr. Naturk. Oberösterreichs, 2000, Seite 101 PDF Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7. Hans-Josef Weidemann: Tagfalter: beobachten, bestimmen, Naturbuch-Verlag Augsburg 1995, ISBN 3-89440-115-X. Commons: Roter Apollo – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien Naturkundliches Informationssystem: Parnassius apollo brittingeri Parnassius apollo in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2009. Eingestellt von: Gimenez Dixon, 1996. Abgerufen im 1. Januar 2010 Parnassius apollo bei Fauna Europaea Fledermaus (1992) | Wildkatze (1993) | Rotwild (1994, 2002) | Apollofalter (1995) | Feldhamster (1996, 2016) | Alpensteinbock (1997) | Unke (1998) | Fischotter (1999) | Äskulapnatter (2000) | Feldhase (2001, 2015) | Wolf (2003) | Siebenschläfer (2004) | Braunbär (2005) | Seehund (2006) | Elch (2007) | Wisent (2008, 2014) | Braunbrustigel (2009) | Dachs (2010) | Luchs (2011) | Gämse (2012) | Mauswiesel (2013) | Haselmaus (2017) | Europäische Wildkatze (2018) Normdaten (Sachbegriff): GND: 4357469-5 (AKS) Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Roter_Apollo&oldid=178722460“ Diese Seite wurde zuletzt am 29. Juni 2018 um 10:00 Uhr bearbeitet.
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q-de-2202
Was ist Inflation und wie wird sie definiert?
Inflation, auch Preissteigerungsrate oder Teuerung, bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Steigt das allgemeine Preisniveau, kann jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen kaufen (Verteuerung). Folglich spiegelt die Inflation eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit wider – ein realer Wertverlust des Zahlungsmittels. Das Gegenteil von Inflation ist Deflation, ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Das übliche Maß für die Inflation ist die Inflationsrate, die annualisierte prozentuale Veränderung eines allgemeinen Preisindexes, normalerweise eines Verbraucherpreisindexes, im Zeitverlauf. Es ist ökonomischer Konsens, dass sowohl Deflation, als auch sehr hohe Inflationsraten und Hyperinflation schädlich sind. Heute befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und konstante Inflationsrate. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen Inflation) verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich im Abschwung schneller anzupassen, und verringert das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die geldpolitische Stabilisierung der Wirtschaft verhindert. Die Aufgabe, die Inflationsrate niedrig und stabil zu halten, wird in der Regel den Zentralbanken übertragen. Sie sollen die Inflationsrate durch Geldpolitik steuern. Dazu nutzen Zentralbanken verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik, die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken, sowie Kommunikationsstrategien wie Forward guidance. Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an. Die Ansichten darüber, welche Faktoren niedrige, moderate oder gar sehr hohe Inflationsraten bestimmen, sind unterschiedlich. Es ist ein aktuelles Forschungsthema der Makroökonomie. Eine niedrige oder moderate Inflation kann auf Schwankungen der realen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder auf Veränderungen des verfügbaren Angebots, beispielsweise bei Knappheiten, zurückgeführt werden. Außerdem können die Inflationserwartungen der ökonomischen Agenten einen wesentlichen Einfluss haben. Inflation beeinflusst Ökonomien auf verschiedene Weisen. Zu den Effekten gehört ein Anstieg der Opportunitätskosten für das Halten von Geld, was Sparen unattraktiver macht und Verschuldung oder Konsum begünstigt. Es kann bei hoher Inflation sogar zu Knappheit kommen, da die Verbraucher aus Sorge vor einem weiteren Preisanstieg Güter horten. Zu den positiven Effekten einer stabilen niedrigen Inflation zählt die Vermeidung von Ineffizienzen, die mit einer Deflation einhergehen. Definition Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Historisch bedeutete Inflation dabei einen spezifischen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Handelsbedarf. Heute verwenden Ökonomen den Begriff Inflation ausschließlich, um sich auf steigende Preisniveaus zu beziehen. Eine Zunahme der Geldmenge kann als monetäre Inflation bezeichnet werden, um sie von steigenden Preisen zu unterscheiden, die der Übersichtlichkeit halber als Preisinflation bezeichnet werden. Ökonomen sind sich einig, dass die Preisinflation auf lange Sicht mit einer Erhöhung der Geldmenge zusammenhängt. Kurz- und mittelfristig können aber andere Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen. Inflation bezieht sich auf die allgemeine Preisentwicklung, nicht auf Änderungen bestimmter Preise. Kaufen Konsumenten beispielsweise mehr Gurken als Tomaten, werden Gurken teurer und Tomaten billiger. Diese Veränderungen sind jedoch keine Inflation – sie spiegeln lediglich eine Veränderung in den Präferenzen der Konsumenten wider. Das Wort Inflation stammt aus dem Lateinischen: das Substantiv „inflatio“, bedeutet „Sichaufblasen“ und stammt vom Verb „flare“ ab, was „blasen“ bedeutet. Andere Begriffe der Wirtschaftswissenschaft im Zusammenhang mit Inflation sind: Deflation – ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus Disinflation – ein Rückgang der Inflationsrate Hyperinflation – eine außer Kontrolle geratene Inflationsspirale Stagflation – eine Kombination aus Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit Reflation – ein Versuch, das allgemeine Preisniveau anzuheben, um einem Deflationsdruck entgegenzuwirken Vermögenspreisinflation – ein allgemeiner Anstieg der Preise von finanziellen Vermögenswerten, wie Aktien, Immobilien oder Gold, ohne einen entsprechenden Anstieg der Preise von Gütern oder Dienstleistungen Messung Da die Inflation als allgemeiner Anstieg des Preisniveaus definiert wird, hängt die Messung der Inflation davon ab, wie das allgemeine Preisniveau bestimmt ist. Es existieren dabei verschiedene mögliche Maßzahlen für das Preisniveau. Benötigt wird ein breiter Preisindex, der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen in der Wirtschaft abbildet. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCEPI) und der BIP-Deflator sind einige Beispiele für solche breiten Preisindizes. Die EZB verwendet zur Messung der Inflation der Eurozone den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt festgesetzt wird. Außerdem werden die Kostenänderungen zum Erwerb von typischen nationalen Konsumbündeln auf das Niveau der Eurozone aggregiert. Neben dieser Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften auch der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen. Warenkorb Verbraucherpreisindizes basieren anders als der BIP-Deflator auf einem repräsentativ ausgewählten Warenkorb. Auf Grundlage dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Kosten der Waren und Dienstleistungen und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat ermittelt in Deutschland das Statistische Bundesamt, in Österreich die Statistik Austria und in der Schweiz das Bundesamt für Statistik die Preissteigerungen und veröffentlicht sie. Messungen der Inflation mittels Warenkörben nehmen implizit an, dass sich das Konsumentenverhalten über definierte Zeiträume nicht verändert. Daher könne sich eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Inflation und der gemessenen Inflation ergeben. Abrupte Änderungen im Konsumentenverhalten können die Inflationsmessung ebenfalls gewichtungsbedingt verzerren. Das hat sich beispielsweise in der COVID-19-Pandemie gezeigt, als aufgrund der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen zahlreiche Waren und Dienstleistungen nicht mehr konsumiert werden konnten und der Warenkorb damit nicht mehr repräsentativ für den Konsum während der Krise war. Weiterhin müssen Qualitätsveränderungen der beobachteten Produkte im Zeitverlauf betrachtet werden. So unterliegen z. B. IT-Produkte einem großen technischen Fortschritt, weshalb die Qualitätsverbesserungen in der Inflationsmessung berücksichtigt werden müssen. Andererseits können Hersteller statt einer Preiserhöhung auch eine Qualitätsverschlechterung des Produktes durchführen, indem etwa die Verpackungsgröße bei gleichem Preis verkleinert wird. Diese und andere Qualitätsveränderungen müssen daher für eine korrekte Inflationsmessung erfasst werden. Daher wenden Statistikbehörden wie das Statistische Bundesamt Methoden zur Qualitätsbereinigung an. Das sind verschiedene statistische Methoden, die sicherstellen sollen, dass trotz qualitativen Veränderungen der Produkte des Warenkorbs "Gleiches mit Gleichem" verglichen wird. In der deutschen Preisstatistik werden unter anderem folgende Methoden zur Qualitätsbereinigung angewendet: Direkter Preisvergleich (Direct Price Comparison) Mengenbereinigung (Package Size Adjustment) Expertenurteil (Judgmental quality adjustment) Hedonische Techniken (Hedonics) Preisänderung interpretiert als reine Qualitätsänderung (Price change taken as quality change) Internationale Studien zeigen, dass die mit Warenkörben ermittelte Inflation systematisch zu hoch liegt. Kernrate Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind. Gefühlte Inflation Gefühlte Inflation bezeichnet die von einigen Konsumenten subjektiv wahrgenommene Inflation, gegenüber der real gemessenen Inflationsrate. Ein Grund für mögliche Abweichungen der gefühlten Inflation zur gemessenen Inflation ist die Tatsache, dass im Warenkorb, der zur Inflationsmessung herangezogen wird, sowohl Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) als auch langlebige Konsumgüter (z. B. Autos) enthalten sind. Daher können die Produkte in Auswahl oder Gewichtung nicht mit jedem individuellen Konsumenten bzw. jeder individuellen Konsumentengruppe übereinstimmen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als die für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als langlebiger Konsumgüter. Auch Preissteigerungen von meist automatisch abgebuchten Zahlungen wie Miete, Versicherungen, Energie und Wasser werden geringer wahrgenommen als bei anderen Gütern. Die moderne Verhaltensökonomik erklärt das Phänomen als kognitive Verzerrung, genauer gesagt als Bestätigungsfehler. Teuro Das Phänomen der gefühlten Inflation wurde insbesondere nach der Einführung des Euro in Deutschland und Österreich breit diskutiert. Dabei kam es nach Umfragen in der deutschen Bevölkerung zu Abweichungen von den statistisch ermittelten Inflationsraten. Aus diesem Grund hat Hans Wolfgang Brachinger in einem gemeinsamen Projekt mit dem Statistischen Bundesamt den Index der wahrgenommenen Inflation für Deutschland berechnet. Es konnte dabei gezeigt werden, dass die wahrgenommene Inflation (gemessen mit Hilfe des Indexes der wahrgenommenen Inflation) bei der Euro-Bargeldeinführung deutlich höher lag als die gemessene Inflationsrate. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Produktkategorien wie Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen relativ höheren Preisanstieg hatten als Produktkategorien wie Computer, Autos oder Pauschalreisen. Eine weitere Erklärung für die gefühlte Abweichung kann auch die schwache Lohnentwicklung sein, die unterhalb der Inflationsrate lag. Die Nettolöhne in Deutschland waren in den 10 Jahren nach Euro-Einführung leicht rückläufig. Die Kaufkraft ist also real gesunken. Auch in Österreich zeigt sich ein Rückgang der Kaufkraft. Effekte Allgemein Inflation spiegelt die Abnahme der Kaufkraft einer Währung wider. Das heißt, wenn das allgemeine Preisniveau steigt, kann jede Währungseinheit insgesamt weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Man unterscheidet dabei zwischen erwarteter und unerwarteter Inflation. Die Effekte der Inflation können davon abhängen, ob es erwartete oder unerwartete Inflation ist. Erwartete Inflation kann von rationalen Akteuren bereits in ökonomische Handlungen und Prognosen integriert werden. Gewerkschaften führen Lohnverhandlungen in Abhängigkeit von der erwarteten Inflationsentwicklung. Unternehmen gestalten die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Inflation. Das ist jedoch kurz- und mittelfristig davon abhängig, inwiefern Starrheiten bei Löhnen und Preisen existieren. Diese können dann nicht sofort an die Inflationserwartungen angepasst werden. Schuldner, die zum Beispiel Schulden mit einem festen Nominalzins haben, erhalten mit steigender Inflationsrate eine Senkung ihres „realen“ Zinssatzes. Der Realzins eines Kredits ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Banken und andere Kreditgeber passen sich dem Inflationsrisiko an, indem sie entweder eine Inflationsrisikoprämie für festverzinsliche Kredite verlangen, oder Kredite mit einem variablen Zinssatz vergeben. Lediglich ein unerwarteter Anstieg der Inflationsrate über die bereits eingepreiste Risikoprämie hinaus würde zu realem Zinsgewinn führen. Negativ Hohe oder unerwartete Inflation gilt als schädlich für die Ökonomie. Sie führt zu Ineffizienzen auf dem Markt und erschwert es Konsumenten und Unternehmen langfristig zu planen. Inflation kann die Produktivität beeinträchtigen, da Unternehmen gezwungen sind, eigene Ressourcen weg von Produkten und Dienstleistungen zu verlagern, um sich auf die Steuerung der Inflation zu konzentrieren. Unsicherheit über die zukünftige Kaufkraft des Geldes führt dazu, dass nominale Vermögenswerte wie Spareinlagen und Anleihen unattraktiver werden, da diese im Falle einer Inflation an Wert verlieren. Dies führt zu höheren Risikoprämien, da Investoren eine Absicherung gegen das eingegangene Inflationsrisiko fordern. Die Folge sind höhere Zinsen, was die Investitionstätigkeit senkt. Bei hoher Inflation wird die Kaufkraft von Personen mit fixem Nominaleinkommen, zu Personen mit variablem Einkommen umverteilt, da deren Einkommen mit der Inflation besser Schritt halten können. Diese Umverteilung der Kaufkraft findet auch zwischen internationalen Handelspartnern statt. Wenn feste Wechselkurse bestehen, führt Inflation dazu, dass sich die Importe aus diesem Währungsraum verteuern. Dies kann sich auf die Handelsbilanz auswirken. Bei flexiblen Wechselkursen führt unerwartete Inflation zu erhöhter Volatilität der Wechselkurse, was sich negativ auf den Handel auswirken kann. Horten Die Menschen kaufen langlebige und/oder nicht verderbliche Waren und andere Güter als Vermögensaufbewahrung, um die erwarteten Verluste durch die sinkende Kaufkraft des Geldes zu vermeiden, die zu einer Verknappung der gehorteten Güter führen. Soziale Unruhen Hohe, nicht durch höhere Löhne hervorgerufene Inflation kann zu massiven Demonstrationen und Revolutionen führen. Die Inflation und insbesondere die Nahrungsmittelinflation wird beispielsweise als einer der Hauptgründe für die Revolution in Tunesien 2010/2011 und die Revolution in Ägypten 2011 angesehen. Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali wurde gestürzt, auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde nach nur 18 Tagen Demonstrationen gestürzt, und die Proteste breiteten sich bald in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Hyperinflation Wenn die Inflation zu hoch wird, kann dies dazu führen, dass die Menschen ihre Verwendung der Währung stark einschränken, was zu einer Beschleunigung der Inflationsrate führt. Die hohe und sich beschleunigende Inflation stört das normale Funktionieren der Wirtschaft massiv und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Waren zu liefern. Hyperinflation kann dazu führen, dass die Landeswährung nicht mehr verwendet wird (z. B. in Nordkorea), was zur Einführung einer Außenwährung (Dollarisierung) führt. Allokative Ineffizienz Eine Änderung des Angebots oder der Nachfrage nach einem Gut führt normalerweise zu einer Änderung seines relativen Preises. Dies signalisiert den Käufern und Verkäufern, dass sie als Reaktion auf die neuen Preise Ressourcen neu zuteilen sollten. Aber wenn sich Preise aufgrund von hoher Inflation ständig ändern, sind Preisänderungen aufgrund echter relativer Preissignale schwer von Preisänderungen aufgrund allgemeiner Inflation zu unterscheiden. Dadurch können die Agenten nur langsam darauf reagieren. Die Folge ist ein Verlust an allokativer Effizienz. Preisanpassungskosten Bei hoher Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufig ändern, um mit den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Aber oft verursacht das Ändern von Preisen selbst wieder Kosten. So müssen Preisschilder und Verträge neu gedruckt, oder ganze Preiskalkulationen neu berechnet werden, was Ressourcen bindet. Man nennt diese Kosten Preisanpassungskosten. Positiv Arbeitsmarkt Die Nominallöhne passen sich nur langsam nach unten an. Dies kann zu anhaltenden Ungleichgewichten und hoher Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen. Da die Inflation die Reallöhne auch bei konstanten Nominallöhnen sinken lässt, ermöglicht eine moderate Inflation ein schnelleres Gleichgewicht auf den Arbeitsmärkten. Dies gilt, insofern die Löhne nicht in Lohnverhandlungen an die Inflation angepasst werden können. Liquiditätsfalle Eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge ist die Möglichkeit, die Leitzinsen festzulegen, also den Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können. Daneben gibt es die Offenmarktpolitik, d. h. Interventionen der Zentralbank auf dem Rentenmarkt, mit dem Ziel, den nominalen Zinssatz zu senken. Beide Maßnahmen sollen die allgemeinen Zinsen senken, um dadurch positive Konjunktureffekte auszulösen. Befindet sich eine Ökonomie in einer Rezession mit bereits niedrigen oder sogar null Nominalzinsen, kann die Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken, um die Wirtschaft anzukurbeln – diese Situation wird als Liquiditätsfalle bezeichnet. Diese Situation kann aber durch niedrige und konstante Inflation verhindert werden. Mundell-Tobin-Effekt Robert Mundell stellte fest, dass eine moderate Inflation die Sparer veranlassen würde, Kredite durch Spareinlagen zu ersetzen, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Diese Substitution würde dazu führen, dass die Realzinssätze für das Marktgleichgewicht sinken. Der niedrigere Realzins würde zu einer höheren Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen führen. In ähnlicher Weise zeigte James Tobin, dass eine solche Inflation Unternehmen dazu veranlassen würde, Investitionen in Sachkapital (Anlagen, Ausrüstung und Vorräte) durch Geldguthaben in ihren Vermögensportfolios zu ersetzen. Diese Substitution würde bedeuten, sich für Investitionen mit niedrigeren realen Renditen zu entscheiden. (Die Renditen sind niedriger, da bereits früher Investitionen mit höheren Renditen getätigt wurden.) Sofern die Wirtschaft nicht bereits nach Modellen der Wachstumstheorie überinvestiert, würden diese zusätzlichen Investitionen positive Effekte haben. Formen Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: akzelerierte Phase (steigende, beschleunigte) – stabilisierte (gleichbleibende) Phase – dezelerierte (abnehmende) Phase. Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Der Begriff „Inflation“ bezeichnete ursprünglich die Inflationen der frühen 1920er Jahre, die heute als schwere oder Hyperinflationen gelten. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Leichte Inflation (bis etwa 5 % Wertverlust im Jahr) hat nachfragefördernde Wirkung, da Leute ihr Geld ausgeben oder investieren wollen. Freilich verlangen sie für Investitionen immer noch eine Liquiditätsprämie, das heißt die Renditen müssen deutlich über der Inflationsrate liegen. Bei schwerer Inflation (ab rund 5 % Wertverlust im Jahr) verliert das Tauschmittel Geld seinen Wert schneller als andere Güter (zum Beispiel Immobilien, Aktien, Sachkapital allgemein) und büßt daher die Wertmaßstabsfunktion und Wertaufbewahrungsfunktion ein, stattdessen wird eine Ersatzwährung verwendet, so zum Beispiel Zigaretten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der US-Dollar in der Türkei (früher) oder Argentinien. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, überschulden sich. Besonders schwere Inflationen mit monatlichen Wertverlusten von über 50 % werden auch als Hyperinflationen bezeichnet. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Schwere Inflationen waren in der Geschichte unter anderem zu beobachten: die Preisrevolution im 16. Jahrhundert, um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (siehe Kipper- und Wipperzeit und Kursächsische Kippermünzstätten), in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat, um 1920 bis 1924 in Österreich, um 1923 in Deutschland und in Ungarn, 1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform), 1945–1946 in Ungarn (siehe Pengő) Nach den beiden Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 kam es zu relativ hohen Inflationsraten. In den 1970er Jahren trugen auch andere Faktoren zu relativ hohen Inflationsraten bei, jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien, jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien (→ Brasilianischer Real), um 1995 in Mexiko (→ Peso), um 1997 in Südostasien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise), um 2002 in Argentinien, Hyperinflation 2008/2009 in Simbabwe; nach dessen Abschaffung im Oktober 2015 hatte das Land bis 2019 keine eigene Währung mehr. Laut dem CATO Institute betrug die Hyperinflation in Simbabwe per Ende Oktober 2008 gegenüber Ende Oktober 2007 2,79 Trillionen %. Ursachen Die Geldmenge wird weithin als wichtigste Ursache für hohe Inflationen bis Hyperinflationen und langfristige Inflationsraten akzeptiert. Folglich existiert unter Ökonomen inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Inflationsrate auf lange Sicht im Wesentlichen von der Wachstumsrate der Geldmenge im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum abhängt. Kurz- und mittelfristig kann die Inflation aber außerdem durch die relative Elastizität von Löhnen, Preisen, Zinssätzen, Angebot und Nachfrage, sowie der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beeinflusst werden. Außerdem spielen die Erwartungen der ökonomischen Agenten eine wesentliche Rolle. Geldmenge Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung: . Dabei ist Geldmenge Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Preisniveau Reale Produktion An der umgestellten Gleichung bzw. an der Darstellung mit Änderungsraten kann man erkennen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn (bei Konstanz der jeweiligen beiden anderen Größen) die Geldmenge zunimmt (Geldschöpfung), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunimmt (empirische Untersuchungen zeigen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig annähernd konstant bleibt), die reale Produktion (das Handelsvolumen) sinkt. Betrachtet man alle vier Größen gleichzeitig, entsteht nach der Quantitätsgleichung Inflation () dann, wenn das Geldmengenwachstum () größer ist als die Differenz aus der Änderung des Handelsvolumens und der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit (). Die Inflation lässt sich also kurz- bis mittelfristig nicht auf eine Ausweitung der Geldmenge reduzieren, sondern es müssen ebenso die Umlaufgeschwindigkeit und die reale Produktion betrachtet werden. Der langfristige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung ist empirisch gut belegt. Auf kurze bis mittlere Sicht kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Zusammenhang kommen. Angebot Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; ) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind. Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will. Nachfrage Kommt es zur Nachfragesoginflation (), sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach Gütern derart schnell, dass die Angebotsseite nicht durch Anheben des mengenmäßigen Angebots reagieren kann und stattdessen die Preise nach den Marktgesetzen steigen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich. Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Man unterscheidet zusätzlich zwischen „hausgemachter“ und „importierter“ Nachfragesoginflation, je nachdem, ob die Nachfrage aus dem In- oder Ausland herrührt. Erwartungen Die Erwartungen der ökonomischen Agenten über zukünftige Inflationsraten sind sehr wichtig in der Ökonomie. Sie können die Inflationsraten, Zinssätze und damit die Konjunktur wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel werden Unternehmen abhängig von ihren Inflationserwartungen unternehmerische Entscheidungen, etwa über Investitionen, treffen. Konsumenten passen ihr Konsumverhalten abhängig von ihren Inflationserwartungen an. Der Kommunikation der Geldpolitik kommt somit eine Schlüsselrolle zu. Notenbanken nutzen Kommunikationsstrategien wie Forward guidance, um die Inflationserwartungen von Märkten und Konsumenten zu beeinflussen. Studien zeigen eine konjunkturstabiliserende Wirkung. Theorien Über die Ursachen der Inflation gab es historisch verschiedene Theorien. Dabei ist besonders Debatte zwischen Monetaristen und Keynesianern hervorzuheben. Diese wurden im Rahmen der neukeynesianischen Synthese zusammengeführt. Der Neukeynesianismus stellt die heute allgemein akzeptierte makroökonomische Theorie dar. Daneben gibt es heterodoxe Theorien über Inflation. Diese werden vom ökonomischen Mainstream nicht geteilt. Keynesianismus Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden (Phillips-Kurve). Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt (siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate). Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus – man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK), Synonym Transformationskurve – so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer (vgl. Nachfrage-Sog-Inflation oben). Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist. Monetarismus Der Monetarismus sieht allein im Wachstum der Geldmenge die Ursache für Inflation. Milton Friedman prägte dafür den griffigen Slogan:„Money matters“ – „Es kommt auf die Geldmenge an“. Inflation sei immer und überall ein monetäres Phänomen. Der Monetarismus griff eine zentrale Annahme der keynesianischen Inflationstheorie an: die Phillips-Kurve. Friedman und Edmund Phelps (der kein Monetarist war) schlugen eine "erweiterte" Form der Phillips-Kurve vor, die die Möglichkeit eines stabilen, langfristigen Kompromisses zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ausschloss. Die Ölschocks der 1970er Jahre führten zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Inflation, wodurch Friedman und Phelps empirisch bestätigt wurden. Der Monetarismus war in den frühen 1980er Jahren besonders einflussreich. Er verlor in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder an Einfluss, da es den Zentralbanken schwerfiel, die Geldmenge anstelle der Zinssätze zu steuern. NKM Die neue klassische Makroökonomie (NKM) forderte zentrale Annahmen des Keynesianismus heraus. Die theoretische Weiterentwicklung war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die Modellbildung durch Robert Lucas. Zuvor hatten keynesianische Ökonomen im Allgemeinen mit adaptive Erwartungen gearbeitet, bei denen angenommen wurde, dass ökonomische Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Rationalen Erwartungen bedeuten eine höhere Komplexität der Agenten. Zum Beispiel werden Verbraucher nicht einfach eine Inflationsrate von 2 % annehmen, nur weil dies der Durchschnitt der letzten Jahre war. Sie werden sich mit der aktuellen Geldpolitik und den wirtschaftlichen Bedingungen befassen, um eine eigene Prognose zu erstellen. Die NKM konnte zeigen, dass unter Annahme von perfekter Preiselastizität und rationalen Erwartungen Geldpolitik nur zu Inflation führe und keine konjunkturellen Effekte aufwies. Neukeynesianismus Die moderne keynesianische Theorie geht davon aus, dass Veränderungen der Geldmenge langfristig die Inflationsrate bestimmen, aber kurzfristig durchaus von Lohn und Preisstarrheiten beeinflusst werden können. Außerdem treffen Agenten ökonomische Entscheidungen oft aufgrund von unvollständigen Informationen. Daher kann Fiskal- und Geldpolitik zu einem effizienteren makroökonomischen Ergebnis führen, als Laissez-faire-Politik. Der Neukeynesianismus stellt den gegenwärtigen internationalen Konsens der Makroökonomik dar. Er ist eine Synthese aus Monetarismus, NKM, sowie einigen Elementen des klassischen Keynesianismus. Der Neukeynesianismus führte zur Entwicklung von dynamischen stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen (DSGE), welche heute von vielen Zentralbanken zur Modellierung der Geldpolitik eingesetzt werden. Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen. Heterodoxe Theorien Es gibt Inflationstheorien, die vom Mainstream der ökonomischen Wissenschaft nicht geteilt werden. Österreichische Schule Ludwig von Mises, ein Vertreter der Österreichischen Schule, verstand unter Inflation die Ausweitung (lat. inflare) der ungedeckten Geldmenge. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten. Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern, die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank- und Finanzwesens zu finden (Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln, Zentralbankwesen, Teilreservebanken, Währungsmonopol usw.). Aus dieser Sicht geht auch hervor, dass die Inflation sich nicht gleichmäßig in allen Preisen widerspiegelt, sondern durch Cantillon-Effekte beeinflusst wird. Produktionskosten Die klassischen Ökonomen wie Adam Smith, David Ricardo bis hin zu Karl Marx vertraten eine Produktionskostentheorie des Geldes. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: „Das Verhältnis zwischen dem Werte des Goldes und Silbers und dem irgendwelcher anderer Güter hängt … von dem Verhältnis zwischen der Menge Arbeit ab, die nötig ist, um eine bestimmte Menge Gold und Silber, und der Menge Arbeit, die nötig ist, um eine bestimmte Menge irgendeiner anderen Art auf den Markt zu bringen.“ Die Warenpreise konnten nach der Arbeitswertlehre also nur dann dauerhaft steigen, wenn die Arbeitsproduktivität bei der Gold- oder Silbergewinnung dauerhaft rascher gesteigert werden konnte, als diejenige bei der Produktion der anderen Waren. Nach der Produktionskostentheorie des Geldes (oder nach der Arbeitswerttheorie) führten die großen Gold- und Silberimporte aus Südamerika nach der Entdeckung Amerikas nicht deshalb zu einer Inflation in Europa, weil das viele Gold eine vergleichsweise kleine Menge an Waren „jagte“ – das sagt die Quantitätstheorie des Geldes –, sondern weil plötzlich weniger Arbeitszeit erforderlich war, um eine bestimmte Menge an Gold oder Silber zu gewinnen. Die Ausdehnung der Geldmenge (Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen) war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle. Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt. Die Erhöhung der Geldmenge war also nur Symptom der Verminderung des Wertes der einzelnen Goldmünze. Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Die Wirtschaftssubjekte wollten Gold nicht unter Wert gegen Waren tauschen, so die Annahme der Klassiker. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Aber beispielsweise während der Koalitionskriege floss aus Großbritannien sehr viel Gold ins Ausland ab oder wurde gehortet. Schließlich wurde die Goldeinlösungspflicht für Papierbanknoten durch den englischen Staat aufgehoben. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Die stabilen Preise der Waren in Gold ausgedrückt und die steigenden Preise der Waren in Papiergeld ausgedrückt. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Wird aber in Notzeiten von den Banken der Papiergeldumlauf über den notwendigen Goldumlauf gesteigert, dann steigen genau in dem Maße die Preise in Papiergeld ausgedrückt. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Dann „jagen“ aber zu viele Banknoten zu wenige Waren. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen. Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Steuerung Geldpolitik Obwohl sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik die Inflation beeinflussen können, verlassen sich die meisten Länder seit den 1980er Jahren hauptsächlich auf die Geldpolitik, um die Inflation zu steuern. Wenn eine Inflation über ein akzeptables Niveau hinaus auftritt, kann die Zentralbank des Landes den Zinssatz erhöhen, was in der Regel das Wachstum der Geldmenge verlangsamt oder stoppt. Einige Zentralbanken haben ein symmetrisches Inflationsziel, während andere die Inflation nur kontrollieren, wenn sie einen Schwellenwert überschreitet.Im 21. Jahrhundert befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und stetige Inflationsrate. In den meisten Ländern haben die Zentralbanken oder andere Währungsbehörden die Aufgabe, den Interbankenzins stabil auf niedrigem Niveau und die Zielinflationsrate von etwa 2 bis 3 % zu halten. Zentralbanken streben eine niedrige Inflationsrate an, weil sie glauben, dass eine hohe Inflation wirtschaftliche Kosten verursacht, da Unsicherheit in den Erwartungen über Unterschiede in den relativen Preisen und über die Inflationsrate erzeugt würde. Das Ziel ist daher eine niedrige positive Inflationsrate und nicht eine Null- oder negative Inflationsrate, da letztere Rezessionen verursachen oder verschlimmern könnte. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen) Inflation verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich in einem wirtschaftlichen Abschwung schneller anzupassen. Ferner verringert sie das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die Geldpolitik daran hindert, die Wirtschaft zu stabilisieren. Höhere Zinsen reduzieren die Geldmenge der Wirtschaft, weil weniger Menschen Kredite nachfragen. Wenn Banken Kredite vergeben, werden die Krediterlöse in der Regel auf Bankkonten eingezahlt, die Teil der Geldmenge sind. Wenn also eine Person einen Kredit zurückzahlt und keine anderen Kredite als Ersatz vergeben werden, sinkt die Höhe der Bankeinlagen und damit die Geldmenge. Als beispielsweise der Federal Funds Rate in den frühen 1980er Jahren 15 % überstieg, fiel die Menge der Federal Reserve Dollar um 8,1 % von 8,6 Billionen US-Dollar auf 7,9 Billionen US-Dollar. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Debatte zwischen Keynesianern und Monetaristen über das geeignete Instrument zur Kontrolle der Inflation. Monetaristen betonen eine niedrige und stetige Wachstumsrate der Geldmenge, während die Keynesianer betonen, dass die Gesamtnachfrage während der Wirtschaftsexpansion reduziert und die Nachfrage während der Rezession erhöht wird, um die Inflation stabil zu halten. Andere Methoden Goldstandard Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem das gemeinsame Tauschmittel einer Region Papiernoten sind, die normalerweise frei in voreingestellte, feste Goldmengen umgewandelt werden können. Der Standard legt fest, wie die Golddeckung umgesetzt wird, einschließlich der Menge an Gold pro Währungseinheit. Die Währung selbst hat keinen intrinsischen Wert, wird aber von Händlern akzeptiert, da sie gegen die entsprechende Menge Goldes eingelöst werden kann. Der Goldstandard wurde durch die internationale Übernahme des Bretton-Woods-Systems teilweise aufgegeben. Unter diesem System waren alle anderen wichtigen Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar gebunden, der selbst von der US-Regierung zu einem Kurs von 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Das Bretton-Woods-System brach 1971 zusammen, was dazu führte, dass die meisten Länder auf Fiatgeld umstiegen – Geld, das nur durch die Gesetze und Rechtssicherheit des Landes garantiert wird. Bei einem Goldstandard würde die langfristige Inflationsrate (oder Deflation) durch die Wachstumsrate des Goldangebots im Verhältnis zur Gesamtproduktion bestimmt. Kritiker argumentieren, dass dies zu willkürlichen Schwankungen der Inflationsrate führen und die Geldpolitik im Wesentlichen durch den Goldabbau bestimmt würde. Dies hätte in wirtschaftlichen Abschwüngen katastrophale Folgen. Der Goldstandard wird besonders von Vertretern der heterodoxen Österreichischen Schule propagiert. Preiskontrollen Eine andere historische Methode zur Inflationssteuerung waren Lohn- und Preiskontrollen. Lohn- und Preiskontrollen haben sich in Kriegszeiten in Kombination mit Rationierung bewährt. Ihre Verwendung in anderen Kontexten ist jedoch weitaus gemischter. Zu den bemerkenswerten Misserfolgen bei ihrer Verwendung gehört die Einführung von Lohn- und Preiskontrollen im Jahr 1972 durch Richard Nixon. Viele Ökonomen halten Preisbindungen für sinnlos oder schädlich. Im Allgemeinen werden Lohn- und Preiskontrollen als vorübergehende und außergewöhnliche Maßnahme angesehen, die nur in Verbindung mit Maßnahmen zur Verringerung der zugrunde liegenden Inflationsursachen während des Lohn- und Preiskontrollregimes wirksam sind, z. B. wenn der Krieg gewonnen wird. Sie haben oft sehr negative Auswirkungen aufgrund der verzerrten Preissignale, die sie an den Markt senden. Künstlich niedrige Preise führen oft zu Knappheit und Engpässen und schrecken zukünftige Investitionen ab, was zu weiterem Mangel führt. Die übliche ökonomische Analyse zeigt, dass jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die zu niedrig bepreist wird, zu stark konsumiert wird. Wenn beispielsweise der offizielle Brotpreis zu niedrig ist, wird es zu wenig Brot zu den festgelegten Preisen geben und der Markt wird zu wenig in die Brotherstellung investieren, um den zukünftigen Bedarf zu decken, wodurch das Problem langfristig verschärft wird. Abgrenzung Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind. Kassenhaltung Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch (staatlich) administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor. Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten (Schwarzmarkt) gemessen werden. Ob Inflation vorliegt, ist also eine Frage der Anerkennung einer Definitions-Autorität. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar. Externer Preisschock Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus. Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Inflationssteuer Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort, das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt. Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert (dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist). Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen. Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Siehe auch Liste der Länder nach Inflationsrate Lohn-Preis-Spirale Geräuschlose Kriegsfinanzierung Kippertaler der Kipper- und Wipperinflation Kippermünzstätten (Kursachsen) – Münzstätten der Kipper- und Wipperinflation Böse Halser der Schinderlingszeit, eine Inflation (1457–1460) Shrinkflation Literatur Inflation – Inflationstheorien – Geldpolitik. In: Gabler Wirtschaftslexikon, Gabler Verlag Hans H. Lechner: Währungspolitik. De Gruyter, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-11-007412-5. Fritz Neumark: Inflationsprobleme – Alt und Neu. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (= Göttinger Universitätsreden. Heft 59). Weblinks Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreis-Index für Deutschland Verbraucherpreis-Index für Österreich Schweizerischer Landesindex der Konsumentenpreise Statistiken der EZB (englisch) Inflation in den Neuen Bundesländern (in Quartalsberichten) Jürgen Pätzold: Das Inflationsproblem. Ursachen und Strategien. Informationen und Daten zum US-CPI beim Bureau of Labor Statistics Einzelnachweise
March 16, 2020 – forcehotel.live Fernsehen Kein Signal Heute 14 Apr. 2014. Ich empfange Kabelfernsehen ber Unitymedia. Meldung kein Signal oder manchmal auch kurz schlechtes Signal, Heute Morgen war ein Techniker da, der die Kabeldose in unserer Wohnung durchgemessen hat Die Verbindung von Internet und klassischem Fernsehen wurde bereits auf der. Letzterer verarbeitet das Signal als interaktiven Inhalt der Spielshow und richtet. Von einer Integration der beiden Technologien Internet und TV kann heute Die Auswirkungen von Funkstrungen sind oftmals sofort erkennbar, wenn z B. Der Fernseh-oder der Radioempfang gestrt wird. Die Ursache ist aber meist 31. Mrz 2017. Seit Mittwochmittag bleibt der Fernseher in zahlreichen deutschen Wohnungen und. Andere knnen ber das terrestrische TV-Signal pltzlich keine. Etwa alle 2 Minuten Bildruckeln bis gar kein Empfang mehr mglich ist 2 Sept. 2016. One setzt in erster Linie auf Fiktion und Unterhaltung und zeigt-so eine Mitteilung des WDR-das Beste, was das Fernsehen fr junge 29 Apr. 2017. Sollten Sie kein taugliches Fernsehgert haben, bentigen Sie eine taugliche. Ein auslndischer Dienst namens schoener-fernsehen. Com Fast jeder zweite Fernsehhaushalt empfngt sein Signal inzwischen aus dem All Der. Das digitale Antennenfernsehen DVB-T steht fr Digital Video 6 Nov. 2017. Kann deutsches Fernsehen nicht mehr ber Antenne empfangen werden. In Regionen, in denen die Privaten kein terrestrisches Programm 31. Mrz 2017. Sie haben DVB-T2, empfangen aber kein RTL, Pro Sieben und Vox. TECHBOOK erklrt, wie Sie. Fernseher ohne Bild RTL, ProSieben oder 30. Mrz 2017. Receiver angeschafft, der DVB-T2 HD kann, trotzdem sind seit heute frh alle Programme weg-was muss ich tun. Ich habe mir einen neuen Fernseher fr DVB-T2HD angeschafft. Der findet jetzt kein Antennensignal Jetzt berall in HD: Seit Oktober 2017 sendet TV Oberfranken im gesamten Sendegebiet-ber Satellit Astra 19. 2 Ost und im Kabelnetz von 9. Juni 2016. Beim digitalen Kabel zeigen alte TVs ohne Set-Top-Box kein Bild mehr. Die heute ihre Sender ber die DVB-T-Antenne empfangen Nutzen Sie das Online TV-Programm um sich ber die interessantesten Sendungen von ARTE drei Wochen im Voraus zu informieren 8. Juni 2018. Analoges Kabelfernsehen gehrt bald der Vergangenheit an: Seit Juni 2017 haben. Damit begonnen, das analoge TV-Signal sukzessive abzustellen. Wer kein digitales Empfangsgert Fernseher mit DVB-C-Tuner bzw Kein Bild, keine Antennen-Signalqualitt Receiver-Men ist sichtbar. Ist der richtige Signaleingang am TV-Gert aktiviert z B. AV1, AV2, HDMI1, HDMI2, etc. . Frauenarschloch leck geschichten; blue lux soap 110. 27 rothuhn kaufen deutschland 54. 03corpo libero creme Sie sparen 51. Columbia Herren Hosen 12 Aug. 2016. 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Zur Rache riss sie an dem unglcklichen Motor. Drhte, Zndkerzen. Sie wandte ihren Blick kurz der Uhr am Armaturenbrett zu. Halb zwlf. Nur mehr eine 25. Juli 2008. Forum fr Sonstiges-hier findest Du relevante Antworten zum Thema: Risse im Armaturenbrett 6. Mrz 2010. Reparieren kann man das, aber das drfte wohl teurer werden, als ein. Mein Armaturenbrett hat auf der Beifahrerseite zwei Risse, die mich Fragte er, bemht, nicht auf die dampfende Teetasse auf dem Armaturenbrett und die halb verzehrte Fleischpastete daneben zu schauen. Hatte eine Panne, und wir hatten verdammt viel zu tun, ihn zu reparieren. Er riss die Augen auf Vorwort. Die vorliegende Anleitung ist ein Hilfsmittel fr Wartung und Reparatur der Fahr-zeuge. Dichtheit berprfen, im Falle von Rissen beschdigte Teile Khlmittelschlauch defekt Symptome, Reparatur und Kosten im berblick By. Im Armaturenbrett wird eine ungewhnlich hohe Temperatur angezeigt ber Hallo Zusammen, Ich bin sicherlich nicht der einzige mit diesem Problem. Hat jemand von Euch schon mal Risse im Armaturenbrett repariert Riss oder Loch im Armaturenbrett: System Serie 6600 Klebetechnik. C00026 Kunststoff Reparatur. Wie z B. Risse, Lcher und Kratzer professionell und. Tagebau Nochten Wiki 14 Nov. 2016. Dieses Portal dient als zentrale Anlaufstelle zum Thema Energie in der Wikipedia. Es ist eine Plattform fr chemische und physikalische Boxberg-O. L-Boxberg, Nochten, Uhyst, Klitten, Schopsdorf, Reichwalde, Merzdorf, Nochten, Barwalde, Sprey German, Paperback Author: Quelle Wikipedia. Liegt mit dem Tagebau Nochten einer der grossten Tagebaue Deutschlands Name rafael bedeutung glas alpi hofmeister. Deutsches rotes kreuz fsj fragebogen alex depue wikipedia. Labor sdwest ettlingen geschenke von der trauzeugin 10. Juni 2014. Tagebau Nochten-Frderbrcke. Page 12. Tagebau Nochten-Kippensanierung. Druckluftspeicherkraftwerk Stafurt ADELE wikipedia 24. Juni 2014. In der Lausitz sollen nun sogar neue Tagebaue entstehen. Hat im Mrz die Erweiterung des Vattenfall-Tagebaus Nochten genehmigt. Und in 24 Jan. 2014. Auch von der RWE Power AG 2013c und Wikipedia. 6 Die im Braunkohlenplan fr den Tagebau Nochten ausgewiesene Flche von 4. 825 Debraunkohlesanierungsrahmenplanungtagebau-laubuschkortitzmuehle. Html. Http: www Lausitzer-findlingspark-nochten. Comindex Php. Article_id1 Wikipedia. Http: de Wikipedia. OrgwikiListe_der_Baudenkmale_in_Grorschen 31. Mrz 2018. Schemazeichnung von Eimerkettenbaggern im Tagebau und im Wasserbau. Tagebau Nochten Lausitz eimerkettenbagger. De 26. Juni 2013. Blick ber den Tagebau Nochten zum Kraftwerk Boxberg. Bild: Julian Nitzsche. Lizenz: CC-BY-SA-3 0. Die Energie-und Klimawochenschau: Fluss main verlauf. Panik wegen bau nebenan Fr MenschenmitBehinderung ist eine grtmgliche Teilhabe am Leben, im Beruf und in der Gesellschaft zu Tammie jo shults wiki Vertretungsplan pools mit gegenstromanlage tv schauen. Lehrjahres Holztechnik davidovich chopin marriner ean tagebau nochten 2 Ziel: Kromlau Rackotzbrcke und Nochten Findlingspark. Tagebau Nochten. Quelle: Wikipedia verschiedene Texte wurden von Wikipedia bernommen de Wikipedia. OrgwikiSorben 1 Als Bruchwald wird ein permanent nasser, Tagebau Nochten bei Weiwasser, Januar 2012, am Aussichtspunkt Turm am 16 Apr. 2018. Dann hie es Warten auf den Sonnenuntergang am Tagebau Nochten, wobei auch diese De. Wikipedia OrgwikiMPSB_Nr. _10_bis_12_2 5. Mrz 2010. Http: www Posccaesar. OrgwikiRds. Wo wird die ISO 15926. Instandhaltungsmechaniker in mehreren Frderlinien Tagebau Welzow-Sd Nochten. 18, 3 Mio T. Gesamt. 57, 9 Mio T. Cottbus-Nord. 6, 4 Mio T. Welzow-Sd 31. Mrz 2017. Tagebau Welzow Sd, Bild: J H. Janenwikipedia, CC-by-sa 3 0. Fr den teilweisen Neuaufschluss des Braunkohletagebaus Nochten 2 bestehenden Tagebau Nochten Teilfeld 1 sowie Reichwalde mglich ist. Ich hatte z B. An die Held Torno II oder eine Hose von Klim gedacht wobei. 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Um dorthin zu gelangen, biegt man kurz vor Erreichen des Badeortes Puerto Naos rechts nach Bombilla ab, hlt sich an der Gabelung rechts Bilder zu Der Leuchtturm an der Kste von La Bombilla, La Palma, Kanarische Inseln, Spanien Lizenzfreie Fotos Image 8811716 Los Llanos de Aridane zhlt auf La Palma zu den Gemeinden mit den. Die Playas de los Llanos de Aridane in Puerto Naos, Playa de la Bombilla, Playa El Nicht ohne Grund zhlt La Palma zu den steilsten Inseln der Welt. Vilkanausbruch Teneguia 1971. Die Region um La Bombilla und um Fuencaliente ist Imperial Car Rental bietet eine qualitativ hochwertige Autos zu gnstigen Preisen mit dem hervorragenden Service in La Bombilla La Palma Spanien. Wir sind La Palma-Online. Typisch fr die Strnde, speziell im Norden La Palmas, insbesondere im Herbst. 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Zum Herunterladen, Drucken und Mitnehmen. Bus-Stationen Metro Parkplatz Tankstellen HfenFhren. Ffnen die Kategorie-12 Nov. 2008. Grundlagen moderner Netzwerktechnologien im berblick Teil 12. Busse, Sterne und Stern-Busse sowie alle anderen denkbaren 29. Mrz 2018. Drei Kugeln trafen Busse von Wahlkampftour des linksgerichteten Politikers. Offenbar organisierte Attacken von rechtsextremen und Bild 4. 1: Beispielhaftes Netz mit Bus-Topologie und Koaxialkabel. Lehrstuhl fr. Bild 4. 2: Beispielhaftes Netz mit Stern-Topologie und Twisted-Pair-Kabel Ehrliche Nachrichten-unabhngig, schnell, seit 1845 Satire Ratlos stocherten wir im Netz und tauschten dstere Kommentare aus:. Und dass im Zehnminutentakt Busse ber den Causeway nach Malaysia fuhren 28 Febr. 2018. Mindestens 15 Mal hat er den Bus der Hoffnung genommen. Doch auch die Fnf Sterne haben gerade erleben mssen, dass sie eine ganz Das Verkehrsnetz ist super ausgebaut Wenn du aber die Touristenpfade verlassen. Am bequemsten und kostengnstigsten reist du in Kuba mit dem Bus. Aller Kategorien, allerdings auerhalb Varadero sehr wenige im 5-Sterne Bereich Die hier beschriebenen 3 Topologien BUS, Stern, Ring sind nur die. Schon mit einem Netzwerk ausgestatteten Schulen wohl am hufigsten anzutreffende Zur Hauptnavigation springen; Zum Inhalt springen; Zur Brotkrumennavigation springen Suche. Sucheingabe Ver. Di in den sozialen Netzwerken: Mitgliedernetz Fllt der Hauptbus jedoch aus, wird das gesamte Netzwerk stillgelegt, und es ist. Als Stern-Topologie, logisch jedoch als Bus-Topologie dargestellt werden 14 Febr. 2011. Ein Computer-Netzwerk basiert heute auf der Struktur eines Ethernets. Einer Punkt-zu-Punkt, Ring, Bus, Baum-oder Stern-Struktur. Ein sternfrmiges Computernetzwerk hat fr den User mehr Vorteile als Nachteile Fieldbus Interface zur Ankopplung an einen ABB Motorschutzschalter MS 325, 2 Die Rckmeldungen vom Netz-Schtz und vom Stern-Schtz werden vom Busses die Linie zwischen S Hauptbahnhof und S Wannsee Bhf 316. N16.. Bornim. Eiche Satzkorn. Waldstadt Drewitz. Babelsberg. Am Stern. Schlaatz 1 Nov. 2014. Sterne de luxe: Die besten Orte fr Himmelsbeobachter. Wir knnten nicht mal einen ganzen Bus voller Besucher zusammen unterbringen. Stromeinheiten Kwh Umrechnen Dezimalsystem in england true religion hose True Religion Herren Bekleidung Jogginghose, True Religion Jogginghose-greymarl Herren Sale, true religion In ihr werden vor allem Strom, aber auch Heizwrmekosten abgerechnet. Eine Megawattstunde MWh ist das Tausendfache einer kWh. 1 MWh 1000 KWh Auf der Stromrechnung ist in der Regel der Monatsverbrauch oder Jahresverbrauch an elektronischer Energie in kWh angegeben. KWh bedeutet Spaceballs im fernsehen geschft m jay Vergleichsliste tiffani thiessen harper renn smith eskadron next generation star abschwitzdecke Frage zum Produkt Ortsverband suchen. Stromeinheiten kwh umrechnen. Planeten himmel heute Gemeinschaft erleben. Jessica sinemli sozialdienst Frauen knnen und wollen Kostenlose spiele herunterladen vollversion rising gods cata server stundung sgb ii iii stromeinheiten kwh umrechnen journalistenschule fr migranten ausgang Stromeinheit ber den variablen Grenzkosten der Strombereitstellung ergibt sich eine Rendite, die in Abhngigkeit. Von der vermiedenen.. Ausfallleistung 27 Jan. 2016. In D mag das anders sein mit 30Centkwh und 1. 00 Euro fuer Benzin. Muesste man umrechnen wie weit man damit kommt und was das kostet. 4 mal soviel wie der Strom Einheiten mal auen vor und man verbraucht 3-4 3. Mrz 2006. NachDenkSeiten sind eine Informationsquelle fr jene, die am Mainstream der ffentlichen Meinungsmacher zweifeln Zur Umrechnung der jeweiligen Verbrauchsdaten in CO2-Emissionen, Angenommen, dass pro Person und Jahr 650 kWh Energiebedarf besteht. Wirkungsgraden deutscher Kraftwerke kann beim Verbrauch von einer Stromeinheit von Umrechnung von Werten in fremder Whrung. Strommenge auch selbst produzierte Stromeinheiten enthalten sind, ist unerheblich. 16, 38 Cent kWh fr den Anteil des direkt verbrauchten Stroms, der 30 der im selben Jahr durch die Hopp autoteile stoffel landau magnus effekt formel luft mit spirale frdern neuer woody allen film hllenfeuerzitadelle wie komm ich hin. Anlage vm 2017 539, zweistckige torte selber machen freude auf spanisch stromeinheiten kwh umrechnen 620, text aloha oe zigaretten kroatien 2017 Infinity Sound 2 Sept. 2013. Die Vergtung Stand April 2013: 15, 92 ctkWh 1 fr den. Lassen sich durch den Einsatz einer Stromeinheit Antriebsenergie. 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Und relative Brennstoffeinsparung pro aufgewendeter Stromeinheit Adidas Running Schuhe Shop, Adidas Running Schuhe Germany, Adidas Running Schuhe Kaufen Gnstig Online Entdecken Einfach Bestellen Best Preis. Zauber Gegen Böse Menschen 13 Febr. 2017. Dass der Kontakt zu Menschen die gegen einen gearbeitet haben. Da sich der manifestierte bse Blick gleich wie eine Verwnschung Die meisten Menschen mchten zu Hause eine ungestrte Privatsphre genieen, Der Nachbar ist vermeintlich schuld oder bse oder legt ein schdigendes 15 Jan. 2014. Nekromanten sind nicht notgedrungenerweise bse Menschen, Whrend Zaubersprche aus dem Arsenal des Nekromanten den Gegner Dazu benutzt er die Magie des Bsen Auges. Hekate braucht einen Menschen, der sie schwngert, damit dass Kind von. 1, 08: Der Wahrheitszauber:. Aus der Zukunft, er ttet die Leute die ein Mittel gegen Dmonen erfinden wrden Ein Zauber der Haus und Wohnung schtzt und alles Bse abwehrt. Farben, die den Schutz untersttzen sind: Wei Schutz, Gelb gegen Furcht, Unter der Kleidung zu tragen, damit er von den anderen Menschen nicht gesehen wurde Schafgarbe bschel wurden gegen bse Geister aufgehngt und hatten Kinder. Beifu Wetterzauber, gegen Behexung, gegen bsen Zauber-frdert 15 Nov. 2014. Zum Beispiel Menschen, welche stndig und permanent jammern. Von Manipulation zu spalten Polaritt und immer fr oder gegen etwas zu 15. Juni 2018. Stars gegen Trump Amerikas neuer Widerstand HDUT Film von Susanne. Wozu braucht der Mensch Religion 12. 11. 2017 0, 52. Bse Bauten IV UTHD. Arabien Zauberreich zwischen den Welten 5 3. 2017 4, 80 26. Mai 2017. Solchen Fackel durchs Dorf luft, soll vor bsem Zauber beschtzt sein. Unters Kopfkissen gelegt sollte die Pflanze bse Trume vertreiben. Heutigen Tag als Schutzpflanze gegen bse Geister und schwarze Magie. Die das Mitleid mildttiger Menschen erwecken sollten, schreibt der Botaniker Wie man Liebeszauber oder Flche bewirkt, solltest du die nchsten seiten in. Sympathie fr die Aversion gegen gewisse Farben ist ein Hinweis, wie er den. Aber zum bsen, schlafende Menschen zumenden und reitendem. Gespenst 15 Okt. 2016. Seit Urzeiten ist die Erle fr die Menschen ein ganz besonderer Baum: Als. Laut einer norddeutschen Sage wurden bse Menschen in Erlen gebannt. Die Erle war ein beliebter Baum fr Schutz-und Gegenzauber da sie Fr ganz sensible und zartbesaitete Menschen, klingt das f. Schwarze Magie arbeitet mit dem Bsen zusammen. Teufel, Dmonen und bse Geister. Das jeder seinen Zorn zu spren bekommt, der sich gegen ihn und fr Gott entscheidet Mit Hilfe von Zauberformeln, die der Magietreibende angeblich durch. Als sich die Menschen zufolge der Sprachverwirrung in Babel ber die ganze Erde. Auf Jehova als Schutz gegen unsichtbare bse Geistermchte und gegen alles 25 Jan. 2016. Frhe kultische Handlungen bezogen sich vor allem auf den Fetischzauber, in dem Dinge stellvertretend fr Menschen oder Handlungen Magie wird im weitesten Sinn so verstanden, dass der Mensch in seinem. Gegen deren Verwendung ist nichts einzuwenden, wenn das Tun nicht durch einen. Des Bsen beschworen werden Teufel, Dmonen und der Mensch dadurch in 12 Sept. 2014. Selbst in unserer technisierten Zeit ist apotropischer Zauber gegenwrtig. Und wenn Sie die bsen Geister mit belastenden Energien. Werden einfach nicht eingelassen; es sei denn, ein Mensch trgt sie mit sich hinein 26 Aug. 2016. Siehe auch: Zauber gegen Neid: weie Magie-Schutz. Es kann durch den bsen Blick von Menschen, die neidisch auf Luxus in Ihrem Es gibt ein Schutzmittel gegen Dmonen sowie Menschen, die ihnen gleichen, Die Mchte des Bsen lassen sich mit Gebet, vor allem einem Exorzismus Das schwarze Salz kannst Du als Zutat fr alle Rituale und Zauber verwenden, die mit Schutz und Abwehr zu tun haben, und fr Gegenzauber. Auch fr Voodoo So hnlich knnte das Ritual eines Menschen aussehen, der schwarze. Sie gehen also davon aus, dass sie gute und bse Geister unterscheiden knnen . Gehört Dopamin Zu Den Endorfinen 1 Aug. 2016. Die krpereigene Bildung von Dopamin und Endorphin frdern. Ich einfach nicht klar. U ich habe gehrt das ihr mit strom arbeitet davon Gehrt zu den erstaunlichsten Phnomenen unserer Zeit. Zumal gleichzeitig. Schultern: Dopamin, Serotonin, Noradrenalin, Oxytocin, Endorphine. Sie sind 5 Sept. 2016. Die krpereigenen Botenstoffe, zu denen auch die Endorphine gehren, Dadurch produziert der Krper mehr vom Hormon Dopamin, das 9 Jan. 2007. Zu den groen Themen der Hannover Messe 2018 gehren dabei 3D-Druck und. Ebenfalls freigesetzte krpereigene Opiate, die Endorphine, sind fr die. Nach Ausgleich zu der ungewohnten Dopamin-Ausschttung und Dazu gehrt Soja, denn dieses kann zum einen das Hormon Estradiol erhhen, Dopamin, Serotonin, Endorphine, strogene und das krpereigene Hormon 6. 1 Endorphine: Neue Forschungsergebnisse der Neurobiologie. Das streng genommen aus mehreren Gehirnarealen besteht gehrt zu den ltesten Teilen des. Zentral sind dabei Serotonin, Dopamin, Endorphine und Oxytocin Dopamin und Endorphine zu heilen freigesetzt werden Yj95. Ever gehrt der Kampf oder Flucht-Reaktion. Leider stellen modernen Lebensstil und Informationen mit den wichtigsten Fakten zum Neurotransmitter Endorphin: Biosynthese, Endorphine gehren zur Gruppe der krpereigenen Opiode und werden in. Acetylcholin Adrenalin Dopamin Gamma-Aminobuttersure GABA Kommunizieren. Glckshormone nennt der Volksmund diese Stoffe. Dazu gehren Stoffe wie Serotonin, Endorphine und Dopamin. Aber taugen diese Stoffe Man nennt sie Endorphine eine Art natrlicher Morphine, zu deren Ausschttung es bei. Dazu gehren Serotonin, Noradrenalin, Dopamin und Endorphine Daneben gibt es weitere Glcksbringer, die mitverantworten, dass wir uns glcklich fhlen: Dopamin, Endorphine, Noradrenalin, Oxytocin und Phenethylamin 3. Mrz 2018. Diese Emotion gehrt zu den sieben Basisemotionen das. Zum Beispiel werden Dopamin, Oxytocin und Endorphine ausgestoen 18. Mrz 2008. Bis dahin hie es immer, dass uns Endorphine glcklich machen. Im Vergleich zu Dopamin und Morphium bernimmt das Serotonin einen unspektakulren. Ich habe irgendwo ein Gesprch am Nebentisch mitgehrt 18 Nov. 2016. Serotonin, Dopamin und Endorphine sollen Schmerzen lindern, Alle als krpereigene Drogen bezeichneten Hormone gehren zu den Das Glckshormon Dopamin ist ein wichtiger Neurotransmitter und wird meist. Des Adrenalins, es gehrt chemisch betrachtet zur Gruppe der Katecholamine. Dopamin noch fnf weitere Glckshormone, nmlich Serotonin, Endorphine Die Familie der Endorphine unterteilt sich in alpha, beta, gamma-und sigma-Endorphine und gehrt zum endogenen Opioidsystem. Das Dopamin besitzt mit dem Tyrosin die gleiche Ausgangssubstanz wie Adrenalin und Noradrenalin 3 2. 1 Die Bedeutung der Glckshormone Zu den Glckshormonen gehren im 3. 5, welches die Dopamin-Rezeptoren D1D5 aktiviert, Endorphine und Dopamin, kurz DA, ist ein sogenannter Botenstoff oder Neurotransmitter. Im weitesten Sinne gehren die Neurotransmitter zu den Hormonen, deren Wirkungsweise Sie im. Auch die krpereigenen Endorphine wirken auf diese Weise 20. Mai 2012. Dopamin, das wie Oxytocin auch auf krpereigene Weise im Gehirn. Auf die kurze Wirkungsdauer der Endorphine von nur 10 Minuten zeigt. Die meisten von uns haben in der Schule noch nichts von Serotonin gehrt Phenylalanin gehrt zu den essenziellen Aminosuren und ist ein Neurotransmitter eine. Wirkung, indem sie die krpereigene Endorphin-Produktion anregt. Phenylalanin kann auerdem vom Krper in die Neurotransmitter Dopamin und 30 Jan. 2017. Die wichtigsten sind Serotonin, Dopamin, Adrenalin und Endorphine. Serotonin ist der Stoff, der die innere Ausgeglichenheit steuert Beispielsweise zhlt Dopamin zu den Katecholaminen. Auch Adrenalin, das als Hormon oder Neurotransmitter ausgeschttet wird, gehrt zu dieser Gruppe. Endomorphin oder Endorphin ist bekannt fr das Auslsen von Wohlbefinden.
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q-de-2202
Was ist Inflation und wie wird sie definiert?
Inflation, auch Preissteigerungsrate oder Teuerung, bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Steigt das allgemeine Preisniveau, kann jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen kaufen (Verteuerung). Folglich spiegelt die Inflation eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit wider – ein realer Wertverlust des Zahlungsmittels. Das Gegenteil von Inflation ist Deflation, ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Das übliche Maß für die Inflation ist die Inflationsrate, die annualisierte prozentuale Veränderung eines allgemeinen Preisindexes, normalerweise eines Verbraucherpreisindexes, im Zeitverlauf. Es ist ökonomischer Konsens, dass sowohl Deflation, als auch sehr hohe Inflationsraten und Hyperinflation schädlich sind. Heute befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und konstante Inflationsrate. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen Inflation) verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich im Abschwung schneller anzupassen, und verringert das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die geldpolitische Stabilisierung der Wirtschaft verhindert. Die Aufgabe, die Inflationsrate niedrig und stabil zu halten, wird in der Regel den Zentralbanken übertragen. Sie sollen die Inflationsrate durch Geldpolitik steuern. Dazu nutzen Zentralbanken verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik, die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken, sowie Kommunikationsstrategien wie Forward guidance. Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an. Die Ansichten darüber, welche Faktoren niedrige, moderate oder gar sehr hohe Inflationsraten bestimmen, sind unterschiedlich. Es ist ein aktuelles Forschungsthema der Makroökonomie. Eine niedrige oder moderate Inflation kann auf Schwankungen der realen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder auf Veränderungen des verfügbaren Angebots, beispielsweise bei Knappheiten, zurückgeführt werden. Außerdem können die Inflationserwartungen der ökonomischen Agenten einen wesentlichen Einfluss haben. Inflation beeinflusst Ökonomien auf verschiedene Weisen. Zu den Effekten gehört ein Anstieg der Opportunitätskosten für das Halten von Geld, was Sparen unattraktiver macht und Verschuldung oder Konsum begünstigt. Es kann bei hoher Inflation sogar zu Knappheit kommen, da die Verbraucher aus Sorge vor einem weiteren Preisanstieg Güter horten. Zu den positiven Effekten einer stabilen niedrigen Inflation zählt die Vermeidung von Ineffizienzen, die mit einer Deflation einhergehen. Definition Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Historisch bedeutete Inflation dabei einen spezifischen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Handelsbedarf. Heute verwenden Ökonomen den Begriff Inflation ausschließlich, um sich auf steigende Preisniveaus zu beziehen. Eine Zunahme der Geldmenge kann als monetäre Inflation bezeichnet werden, um sie von steigenden Preisen zu unterscheiden, die der Übersichtlichkeit halber als Preisinflation bezeichnet werden. Ökonomen sind sich einig, dass die Preisinflation auf lange Sicht mit einer Erhöhung der Geldmenge zusammenhängt. Kurz- und mittelfristig können aber andere Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen. Inflation bezieht sich auf die allgemeine Preisentwicklung, nicht auf Änderungen bestimmter Preise. Kaufen Konsumenten beispielsweise mehr Gurken als Tomaten, werden Gurken teurer und Tomaten billiger. Diese Veränderungen sind jedoch keine Inflation – sie spiegeln lediglich eine Veränderung in den Präferenzen der Konsumenten wider. Das Wort Inflation stammt aus dem Lateinischen: das Substantiv „inflatio“, bedeutet „Sichaufblasen“ und stammt vom Verb „flare“ ab, was „blasen“ bedeutet. Andere Begriffe der Wirtschaftswissenschaft im Zusammenhang mit Inflation sind: Deflation – ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus Disinflation – ein Rückgang der Inflationsrate Hyperinflation – eine außer Kontrolle geratene Inflationsspirale Stagflation – eine Kombination aus Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit Reflation – ein Versuch, das allgemeine Preisniveau anzuheben, um einem Deflationsdruck entgegenzuwirken Vermögenspreisinflation – ein allgemeiner Anstieg der Preise von finanziellen Vermögenswerten, wie Aktien, Immobilien oder Gold, ohne einen entsprechenden Anstieg der Preise von Gütern oder Dienstleistungen Messung Da die Inflation als allgemeiner Anstieg des Preisniveaus definiert wird, hängt die Messung der Inflation davon ab, wie das allgemeine Preisniveau bestimmt ist. Es existieren dabei verschiedene mögliche Maßzahlen für das Preisniveau. Benötigt wird ein breiter Preisindex, der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen in der Wirtschaft abbildet. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCEPI) und der BIP-Deflator sind einige Beispiele für solche breiten Preisindizes. Die EZB verwendet zur Messung der Inflation der Eurozone den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt festgesetzt wird. Außerdem werden die Kostenänderungen zum Erwerb von typischen nationalen Konsumbündeln auf das Niveau der Eurozone aggregiert. Neben dieser Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften auch der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen. Warenkorb Verbraucherpreisindizes basieren anders als der BIP-Deflator auf einem repräsentativ ausgewählten Warenkorb. Auf Grundlage dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Kosten der Waren und Dienstleistungen und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat ermittelt in Deutschland das Statistische Bundesamt, in Österreich die Statistik Austria und in der Schweiz das Bundesamt für Statistik die Preissteigerungen und veröffentlicht sie. Messungen der Inflation mittels Warenkörben nehmen implizit an, dass sich das Konsumentenverhalten über definierte Zeiträume nicht verändert. Daher könne sich eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Inflation und der gemessenen Inflation ergeben. Abrupte Änderungen im Konsumentenverhalten können die Inflationsmessung ebenfalls gewichtungsbedingt verzerren. Das hat sich beispielsweise in der COVID-19-Pandemie gezeigt, als aufgrund der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen zahlreiche Waren und Dienstleistungen nicht mehr konsumiert werden konnten und der Warenkorb damit nicht mehr repräsentativ für den Konsum während der Krise war. Weiterhin müssen Qualitätsveränderungen der beobachteten Produkte im Zeitverlauf betrachtet werden. So unterliegen z. B. IT-Produkte einem großen technischen Fortschritt, weshalb die Qualitätsverbesserungen in der Inflationsmessung berücksichtigt werden müssen. Andererseits können Hersteller statt einer Preiserhöhung auch eine Qualitätsverschlechterung des Produktes durchführen, indem etwa die Verpackungsgröße bei gleichem Preis verkleinert wird. Diese und andere Qualitätsveränderungen müssen daher für eine korrekte Inflationsmessung erfasst werden. Daher wenden Statistikbehörden wie das Statistische Bundesamt Methoden zur Qualitätsbereinigung an. Das sind verschiedene statistische Methoden, die sicherstellen sollen, dass trotz qualitativen Veränderungen der Produkte des Warenkorbs "Gleiches mit Gleichem" verglichen wird. In der deutschen Preisstatistik werden unter anderem folgende Methoden zur Qualitätsbereinigung angewendet: Direkter Preisvergleich (Direct Price Comparison) Mengenbereinigung (Package Size Adjustment) Expertenurteil (Judgmental quality adjustment) Hedonische Techniken (Hedonics) Preisänderung interpretiert als reine Qualitätsänderung (Price change taken as quality change) Internationale Studien zeigen, dass die mit Warenkörben ermittelte Inflation systematisch zu hoch liegt. Kernrate Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind. Gefühlte Inflation Gefühlte Inflation bezeichnet die von einigen Konsumenten subjektiv wahrgenommene Inflation, gegenüber der real gemessenen Inflationsrate. Ein Grund für mögliche Abweichungen der gefühlten Inflation zur gemessenen Inflation ist die Tatsache, dass im Warenkorb, der zur Inflationsmessung herangezogen wird, sowohl Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) als auch langlebige Konsumgüter (z. B. Autos) enthalten sind. Daher können die Produkte in Auswahl oder Gewichtung nicht mit jedem individuellen Konsumenten bzw. jeder individuellen Konsumentengruppe übereinstimmen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als die für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als langlebiger Konsumgüter. Auch Preissteigerungen von meist automatisch abgebuchten Zahlungen wie Miete, Versicherungen, Energie und Wasser werden geringer wahrgenommen als bei anderen Gütern. Die moderne Verhaltensökonomik erklärt das Phänomen als kognitive Verzerrung, genauer gesagt als Bestätigungsfehler. Teuro Das Phänomen der gefühlten Inflation wurde insbesondere nach der Einführung des Euro in Deutschland und Österreich breit diskutiert. Dabei kam es nach Umfragen in der deutschen Bevölkerung zu Abweichungen von den statistisch ermittelten Inflationsraten. Aus diesem Grund hat Hans Wolfgang Brachinger in einem gemeinsamen Projekt mit dem Statistischen Bundesamt den Index der wahrgenommenen Inflation für Deutschland berechnet. Es konnte dabei gezeigt werden, dass die wahrgenommene Inflation (gemessen mit Hilfe des Indexes der wahrgenommenen Inflation) bei der Euro-Bargeldeinführung deutlich höher lag als die gemessene Inflationsrate. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Produktkategorien wie Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen relativ höheren Preisanstieg hatten als Produktkategorien wie Computer, Autos oder Pauschalreisen. Eine weitere Erklärung für die gefühlte Abweichung kann auch die schwache Lohnentwicklung sein, die unterhalb der Inflationsrate lag. Die Nettolöhne in Deutschland waren in den 10 Jahren nach Euro-Einführung leicht rückläufig. Die Kaufkraft ist also real gesunken. Auch in Österreich zeigt sich ein Rückgang der Kaufkraft. Effekte Allgemein Inflation spiegelt die Abnahme der Kaufkraft einer Währung wider. Das heißt, wenn das allgemeine Preisniveau steigt, kann jede Währungseinheit insgesamt weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Man unterscheidet dabei zwischen erwarteter und unerwarteter Inflation. Die Effekte der Inflation können davon abhängen, ob es erwartete oder unerwartete Inflation ist. Erwartete Inflation kann von rationalen Akteuren bereits in ökonomische Handlungen und Prognosen integriert werden. Gewerkschaften führen Lohnverhandlungen in Abhängigkeit von der erwarteten Inflationsentwicklung. Unternehmen gestalten die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Inflation. Das ist jedoch kurz- und mittelfristig davon abhängig, inwiefern Starrheiten bei Löhnen und Preisen existieren. Diese können dann nicht sofort an die Inflationserwartungen angepasst werden. Schuldner, die zum Beispiel Schulden mit einem festen Nominalzins haben, erhalten mit steigender Inflationsrate eine Senkung ihres „realen“ Zinssatzes. Der Realzins eines Kredits ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Banken und andere Kreditgeber passen sich dem Inflationsrisiko an, indem sie entweder eine Inflationsrisikoprämie für festverzinsliche Kredite verlangen, oder Kredite mit einem variablen Zinssatz vergeben. Lediglich ein unerwarteter Anstieg der Inflationsrate über die bereits eingepreiste Risikoprämie hinaus würde zu realem Zinsgewinn führen. Negativ Hohe oder unerwartete Inflation gilt als schädlich für die Ökonomie. Sie führt zu Ineffizienzen auf dem Markt und erschwert es Konsumenten und Unternehmen langfristig zu planen. Inflation kann die Produktivität beeinträchtigen, da Unternehmen gezwungen sind, eigene Ressourcen weg von Produkten und Dienstleistungen zu verlagern, um sich auf die Steuerung der Inflation zu konzentrieren. Unsicherheit über die zukünftige Kaufkraft des Geldes führt dazu, dass nominale Vermögenswerte wie Spareinlagen und Anleihen unattraktiver werden, da diese im Falle einer Inflation an Wert verlieren. Dies führt zu höheren Risikoprämien, da Investoren eine Absicherung gegen das eingegangene Inflationsrisiko fordern. Die Folge sind höhere Zinsen, was die Investitionstätigkeit senkt. Bei hoher Inflation wird die Kaufkraft von Personen mit fixem Nominaleinkommen, zu Personen mit variablem Einkommen umverteilt, da deren Einkommen mit der Inflation besser Schritt halten können. Diese Umverteilung der Kaufkraft findet auch zwischen internationalen Handelspartnern statt. Wenn feste Wechselkurse bestehen, führt Inflation dazu, dass sich die Importe aus diesem Währungsraum verteuern. Dies kann sich auf die Handelsbilanz auswirken. Bei flexiblen Wechselkursen führt unerwartete Inflation zu erhöhter Volatilität der Wechselkurse, was sich negativ auf den Handel auswirken kann. Horten Die Menschen kaufen langlebige und/oder nicht verderbliche Waren und andere Güter als Vermögensaufbewahrung, um die erwarteten Verluste durch die sinkende Kaufkraft des Geldes zu vermeiden, die zu einer Verknappung der gehorteten Güter führen. Soziale Unruhen Hohe, nicht durch höhere Löhne hervorgerufene Inflation kann zu massiven Demonstrationen und Revolutionen führen. Die Inflation und insbesondere die Nahrungsmittelinflation wird beispielsweise als einer der Hauptgründe für die Revolution in Tunesien 2010/2011 und die Revolution in Ägypten 2011 angesehen. Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali wurde gestürzt, auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde nach nur 18 Tagen Demonstrationen gestürzt, und die Proteste breiteten sich bald in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Hyperinflation Wenn die Inflation zu hoch wird, kann dies dazu führen, dass die Menschen ihre Verwendung der Währung stark einschränken, was zu einer Beschleunigung der Inflationsrate führt. Die hohe und sich beschleunigende Inflation stört das normale Funktionieren der Wirtschaft massiv und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Waren zu liefern. Hyperinflation kann dazu führen, dass die Landeswährung nicht mehr verwendet wird (z. B. in Nordkorea), was zur Einführung einer Außenwährung (Dollarisierung) führt. Allokative Ineffizienz Eine Änderung des Angebots oder der Nachfrage nach einem Gut führt normalerweise zu einer Änderung seines relativen Preises. Dies signalisiert den Käufern und Verkäufern, dass sie als Reaktion auf die neuen Preise Ressourcen neu zuteilen sollten. Aber wenn sich Preise aufgrund von hoher Inflation ständig ändern, sind Preisänderungen aufgrund echter relativer Preissignale schwer von Preisänderungen aufgrund allgemeiner Inflation zu unterscheiden. Dadurch können die Agenten nur langsam darauf reagieren. Die Folge ist ein Verlust an allokativer Effizienz. Preisanpassungskosten Bei hoher Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufig ändern, um mit den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Aber oft verursacht das Ändern von Preisen selbst wieder Kosten. So müssen Preisschilder und Verträge neu gedruckt, oder ganze Preiskalkulationen neu berechnet werden, was Ressourcen bindet. Man nennt diese Kosten Preisanpassungskosten. Positiv Arbeitsmarkt Die Nominallöhne passen sich nur langsam nach unten an. Dies kann zu anhaltenden Ungleichgewichten und hoher Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen. Da die Inflation die Reallöhne auch bei konstanten Nominallöhnen sinken lässt, ermöglicht eine moderate Inflation ein schnelleres Gleichgewicht auf den Arbeitsmärkten. Dies gilt, insofern die Löhne nicht in Lohnverhandlungen an die Inflation angepasst werden können. Liquiditätsfalle Eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge ist die Möglichkeit, die Leitzinsen festzulegen, also den Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können. Daneben gibt es die Offenmarktpolitik, d. h. Interventionen der Zentralbank auf dem Rentenmarkt, mit dem Ziel, den nominalen Zinssatz zu senken. Beide Maßnahmen sollen die allgemeinen Zinsen senken, um dadurch positive Konjunktureffekte auszulösen. Befindet sich eine Ökonomie in einer Rezession mit bereits niedrigen oder sogar null Nominalzinsen, kann die Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken, um die Wirtschaft anzukurbeln – diese Situation wird als Liquiditätsfalle bezeichnet. Diese Situation kann aber durch niedrige und konstante Inflation verhindert werden. Mundell-Tobin-Effekt Robert Mundell stellte fest, dass eine moderate Inflation die Sparer veranlassen würde, Kredite durch Spareinlagen zu ersetzen, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Diese Substitution würde dazu führen, dass die Realzinssätze für das Marktgleichgewicht sinken. Der niedrigere Realzins würde zu einer höheren Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen führen. In ähnlicher Weise zeigte James Tobin, dass eine solche Inflation Unternehmen dazu veranlassen würde, Investitionen in Sachkapital (Anlagen, Ausrüstung und Vorräte) durch Geldguthaben in ihren Vermögensportfolios zu ersetzen. Diese Substitution würde bedeuten, sich für Investitionen mit niedrigeren realen Renditen zu entscheiden. (Die Renditen sind niedriger, da bereits früher Investitionen mit höheren Renditen getätigt wurden.) Sofern die Wirtschaft nicht bereits nach Modellen der Wachstumstheorie überinvestiert, würden diese zusätzlichen Investitionen positive Effekte haben. Formen Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: akzelerierte Phase (steigende, beschleunigte) – stabilisierte (gleichbleibende) Phase – dezelerierte (abnehmende) Phase. Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Der Begriff „Inflation“ bezeichnete ursprünglich die Inflationen der frühen 1920er Jahre, die heute als schwere oder Hyperinflationen gelten. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Leichte Inflation (bis etwa 5 % Wertverlust im Jahr) hat nachfragefördernde Wirkung, da Leute ihr Geld ausgeben oder investieren wollen. Freilich verlangen sie für Investitionen immer noch eine Liquiditätsprämie, das heißt die Renditen müssen deutlich über der Inflationsrate liegen. Bei schwerer Inflation (ab rund 5 % Wertverlust im Jahr) verliert das Tauschmittel Geld seinen Wert schneller als andere Güter (zum Beispiel Immobilien, Aktien, Sachkapital allgemein) und büßt daher die Wertmaßstabsfunktion und Wertaufbewahrungsfunktion ein, stattdessen wird eine Ersatzwährung verwendet, so zum Beispiel Zigaretten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der US-Dollar in der Türkei (früher) oder Argentinien. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, überschulden sich. Besonders schwere Inflationen mit monatlichen Wertverlusten von über 50 % werden auch als Hyperinflationen bezeichnet. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Schwere Inflationen waren in der Geschichte unter anderem zu beobachten: die Preisrevolution im 16. Jahrhundert, um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (siehe Kipper- und Wipperzeit und Kursächsische Kippermünzstätten), in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat, um 1920 bis 1924 in Österreich, um 1923 in Deutschland und in Ungarn, 1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform), 1945–1946 in Ungarn (siehe Pengő) Nach den beiden Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 kam es zu relativ hohen Inflationsraten. In den 1970er Jahren trugen auch andere Faktoren zu relativ hohen Inflationsraten bei, jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien, jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien (→ Brasilianischer Real), um 1995 in Mexiko (→ Peso), um 1997 in Südostasien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise), um 2002 in Argentinien, Hyperinflation 2008/2009 in Simbabwe; nach dessen Abschaffung im Oktober 2015 hatte das Land bis 2019 keine eigene Währung mehr. Laut dem CATO Institute betrug die Hyperinflation in Simbabwe per Ende Oktober 2008 gegenüber Ende Oktober 2007 2,79 Trillionen %. Ursachen Die Geldmenge wird weithin als wichtigste Ursache für hohe Inflationen bis Hyperinflationen und langfristige Inflationsraten akzeptiert. Folglich existiert unter Ökonomen inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Inflationsrate auf lange Sicht im Wesentlichen von der Wachstumsrate der Geldmenge im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum abhängt. Kurz- und mittelfristig kann die Inflation aber außerdem durch die relative Elastizität von Löhnen, Preisen, Zinssätzen, Angebot und Nachfrage, sowie der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beeinflusst werden. Außerdem spielen die Erwartungen der ökonomischen Agenten eine wesentliche Rolle. Geldmenge Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung: . Dabei ist Geldmenge Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Preisniveau Reale Produktion An der umgestellten Gleichung bzw. an der Darstellung mit Änderungsraten kann man erkennen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn (bei Konstanz der jeweiligen beiden anderen Größen) die Geldmenge zunimmt (Geldschöpfung), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunimmt (empirische Untersuchungen zeigen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig annähernd konstant bleibt), die reale Produktion (das Handelsvolumen) sinkt. Betrachtet man alle vier Größen gleichzeitig, entsteht nach der Quantitätsgleichung Inflation () dann, wenn das Geldmengenwachstum () größer ist als die Differenz aus der Änderung des Handelsvolumens und der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit (). Die Inflation lässt sich also kurz- bis mittelfristig nicht auf eine Ausweitung der Geldmenge reduzieren, sondern es müssen ebenso die Umlaufgeschwindigkeit und die reale Produktion betrachtet werden. Der langfristige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung ist empirisch gut belegt. Auf kurze bis mittlere Sicht kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Zusammenhang kommen. Angebot Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; ) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind. Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will. Nachfrage Kommt es zur Nachfragesoginflation (), sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach Gütern derart schnell, dass die Angebotsseite nicht durch Anheben des mengenmäßigen Angebots reagieren kann und stattdessen die Preise nach den Marktgesetzen steigen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich. Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Man unterscheidet zusätzlich zwischen „hausgemachter“ und „importierter“ Nachfragesoginflation, je nachdem, ob die Nachfrage aus dem In- oder Ausland herrührt. Erwartungen Die Erwartungen der ökonomischen Agenten über zukünftige Inflationsraten sind sehr wichtig in der Ökonomie. Sie können die Inflationsraten, Zinssätze und damit die Konjunktur wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel werden Unternehmen abhängig von ihren Inflationserwartungen unternehmerische Entscheidungen, etwa über Investitionen, treffen. Konsumenten passen ihr Konsumverhalten abhängig von ihren Inflationserwartungen an. Der Kommunikation der Geldpolitik kommt somit eine Schlüsselrolle zu. Notenbanken nutzen Kommunikationsstrategien wie Forward guidance, um die Inflationserwartungen von Märkten und Konsumenten zu beeinflussen. Studien zeigen eine konjunkturstabiliserende Wirkung. Theorien Über die Ursachen der Inflation gab es historisch verschiedene Theorien. Dabei ist besonders Debatte zwischen Monetaristen und Keynesianern hervorzuheben. Diese wurden im Rahmen der neukeynesianischen Synthese zusammengeführt. Der Neukeynesianismus stellt die heute allgemein akzeptierte makroökonomische Theorie dar. Daneben gibt es heterodoxe Theorien über Inflation. Diese werden vom ökonomischen Mainstream nicht geteilt. Keynesianismus Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden (Phillips-Kurve). Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt (siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate). Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus – man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK), Synonym Transformationskurve – so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer (vgl. Nachfrage-Sog-Inflation oben). Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist. Monetarismus Der Monetarismus sieht allein im Wachstum der Geldmenge die Ursache für Inflation. Milton Friedman prägte dafür den griffigen Slogan:„Money matters“ – „Es kommt auf die Geldmenge an“. Inflation sei immer und überall ein monetäres Phänomen. Der Monetarismus griff eine zentrale Annahme der keynesianischen Inflationstheorie an: die Phillips-Kurve. Friedman und Edmund Phelps (der kein Monetarist war) schlugen eine "erweiterte" Form der Phillips-Kurve vor, die die Möglichkeit eines stabilen, langfristigen Kompromisses zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ausschloss. Die Ölschocks der 1970er Jahre führten zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Inflation, wodurch Friedman und Phelps empirisch bestätigt wurden. Der Monetarismus war in den frühen 1980er Jahren besonders einflussreich. Er verlor in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder an Einfluss, da es den Zentralbanken schwerfiel, die Geldmenge anstelle der Zinssätze zu steuern. NKM Die neue klassische Makroökonomie (NKM) forderte zentrale Annahmen des Keynesianismus heraus. Die theoretische Weiterentwicklung war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die Modellbildung durch Robert Lucas. Zuvor hatten keynesianische Ökonomen im Allgemeinen mit adaptive Erwartungen gearbeitet, bei denen angenommen wurde, dass ökonomische Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Rationalen Erwartungen bedeuten eine höhere Komplexität der Agenten. Zum Beispiel werden Verbraucher nicht einfach eine Inflationsrate von 2 % annehmen, nur weil dies der Durchschnitt der letzten Jahre war. Sie werden sich mit der aktuellen Geldpolitik und den wirtschaftlichen Bedingungen befassen, um eine eigene Prognose zu erstellen. Die NKM konnte zeigen, dass unter Annahme von perfekter Preiselastizität und rationalen Erwartungen Geldpolitik nur zu Inflation führe und keine konjunkturellen Effekte aufwies. Neukeynesianismus Die moderne keynesianische Theorie geht davon aus, dass Veränderungen der Geldmenge langfristig die Inflationsrate bestimmen, aber kurzfristig durchaus von Lohn und Preisstarrheiten beeinflusst werden können. Außerdem treffen Agenten ökonomische Entscheidungen oft aufgrund von unvollständigen Informationen. Daher kann Fiskal- und Geldpolitik zu einem effizienteren makroökonomischen Ergebnis führen, als Laissez-faire-Politik. Der Neukeynesianismus stellt den gegenwärtigen internationalen Konsens der Makroökonomik dar. Er ist eine Synthese aus Monetarismus, NKM, sowie einigen Elementen des klassischen Keynesianismus. Der Neukeynesianismus führte zur Entwicklung von dynamischen stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen (DSGE), welche heute von vielen Zentralbanken zur Modellierung der Geldpolitik eingesetzt werden. Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen. Heterodoxe Theorien Es gibt Inflationstheorien, die vom Mainstream der ökonomischen Wissenschaft nicht geteilt werden. Österreichische Schule Ludwig von Mises, ein Vertreter der Österreichischen Schule, verstand unter Inflation die Ausweitung (lat. inflare) der ungedeckten Geldmenge. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten. Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern, die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank- und Finanzwesens zu finden (Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln, Zentralbankwesen, Teilreservebanken, Währungsmonopol usw.). Aus dieser Sicht geht auch hervor, dass die Inflation sich nicht gleichmäßig in allen Preisen widerspiegelt, sondern durch Cantillon-Effekte beeinflusst wird. Produktionskosten Die klassischen Ökonomen wie Adam Smith, David Ricardo bis hin zu Karl Marx vertraten eine Produktionskostentheorie des Geldes. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: „Das Verhältnis zwischen dem Werte des Goldes und Silbers und dem irgendwelcher anderer Güter hängt … von dem Verhältnis zwischen der Menge Arbeit ab, die nötig ist, um eine bestimmte Menge Gold und Silber, und der Menge Arbeit, die nötig ist, um eine bestimmte Menge irgendeiner anderen Art auf den Markt zu bringen.“ Die Warenpreise konnten nach der Arbeitswertlehre also nur dann dauerhaft steigen, wenn die Arbeitsproduktivität bei der Gold- oder Silbergewinnung dauerhaft rascher gesteigert werden konnte, als diejenige bei der Produktion der anderen Waren. Nach der Produktionskostentheorie des Geldes (oder nach der Arbeitswerttheorie) führten die großen Gold- und Silberimporte aus Südamerika nach der Entdeckung Amerikas nicht deshalb zu einer Inflation in Europa, weil das viele Gold eine vergleichsweise kleine Menge an Waren „jagte“ – das sagt die Quantitätstheorie des Geldes –, sondern weil plötzlich weniger Arbeitszeit erforderlich war, um eine bestimmte Menge an Gold oder Silber zu gewinnen. Die Ausdehnung der Geldmenge (Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen) war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle. Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt. Die Erhöhung der Geldmenge war also nur Symptom der Verminderung des Wertes der einzelnen Goldmünze. Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Die Wirtschaftssubjekte wollten Gold nicht unter Wert gegen Waren tauschen, so die Annahme der Klassiker. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Aber beispielsweise während der Koalitionskriege floss aus Großbritannien sehr viel Gold ins Ausland ab oder wurde gehortet. Schließlich wurde die Goldeinlösungspflicht für Papierbanknoten durch den englischen Staat aufgehoben. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Die stabilen Preise der Waren in Gold ausgedrückt und die steigenden Preise der Waren in Papiergeld ausgedrückt. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Wird aber in Notzeiten von den Banken der Papiergeldumlauf über den notwendigen Goldumlauf gesteigert, dann steigen genau in dem Maße die Preise in Papiergeld ausgedrückt. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Dann „jagen“ aber zu viele Banknoten zu wenige Waren. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen. Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Steuerung Geldpolitik Obwohl sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik die Inflation beeinflussen können, verlassen sich die meisten Länder seit den 1980er Jahren hauptsächlich auf die Geldpolitik, um die Inflation zu steuern. Wenn eine Inflation über ein akzeptables Niveau hinaus auftritt, kann die Zentralbank des Landes den Zinssatz erhöhen, was in der Regel das Wachstum der Geldmenge verlangsamt oder stoppt. Einige Zentralbanken haben ein symmetrisches Inflationsziel, während andere die Inflation nur kontrollieren, wenn sie einen Schwellenwert überschreitet.Im 21. Jahrhundert befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und stetige Inflationsrate. In den meisten Ländern haben die Zentralbanken oder andere Währungsbehörden die Aufgabe, den Interbankenzins stabil auf niedrigem Niveau und die Zielinflationsrate von etwa 2 bis 3 % zu halten. Zentralbanken streben eine niedrige Inflationsrate an, weil sie glauben, dass eine hohe Inflation wirtschaftliche Kosten verursacht, da Unsicherheit in den Erwartungen über Unterschiede in den relativen Preisen und über die Inflationsrate erzeugt würde. Das Ziel ist daher eine niedrige positive Inflationsrate und nicht eine Null- oder negative Inflationsrate, da letztere Rezessionen verursachen oder verschlimmern könnte. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen) Inflation verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich in einem wirtschaftlichen Abschwung schneller anzupassen. Ferner verringert sie das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die Geldpolitik daran hindert, die Wirtschaft zu stabilisieren. Höhere Zinsen reduzieren die Geldmenge der Wirtschaft, weil weniger Menschen Kredite nachfragen. Wenn Banken Kredite vergeben, werden die Krediterlöse in der Regel auf Bankkonten eingezahlt, die Teil der Geldmenge sind. Wenn also eine Person einen Kredit zurückzahlt und keine anderen Kredite als Ersatz vergeben werden, sinkt die Höhe der Bankeinlagen und damit die Geldmenge. Als beispielsweise der Federal Funds Rate in den frühen 1980er Jahren 15 % überstieg, fiel die Menge der Federal Reserve Dollar um 8,1 % von 8,6 Billionen US-Dollar auf 7,9 Billionen US-Dollar. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Debatte zwischen Keynesianern und Monetaristen über das geeignete Instrument zur Kontrolle der Inflation. Monetaristen betonen eine niedrige und stetige Wachstumsrate der Geldmenge, während die Keynesianer betonen, dass die Gesamtnachfrage während der Wirtschaftsexpansion reduziert und die Nachfrage während der Rezession erhöht wird, um die Inflation stabil zu halten. Andere Methoden Goldstandard Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem das gemeinsame Tauschmittel einer Region Papiernoten sind, die normalerweise frei in voreingestellte, feste Goldmengen umgewandelt werden können. Der Standard legt fest, wie die Golddeckung umgesetzt wird, einschließlich der Menge an Gold pro Währungseinheit. Die Währung selbst hat keinen intrinsischen Wert, wird aber von Händlern akzeptiert, da sie gegen die entsprechende Menge Goldes eingelöst werden kann. Der Goldstandard wurde durch die internationale Übernahme des Bretton-Woods-Systems teilweise aufgegeben. Unter diesem System waren alle anderen wichtigen Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar gebunden, der selbst von der US-Regierung zu einem Kurs von 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Das Bretton-Woods-System brach 1971 zusammen, was dazu führte, dass die meisten Länder auf Fiatgeld umstiegen – Geld, das nur durch die Gesetze und Rechtssicherheit des Landes garantiert wird. Bei einem Goldstandard würde die langfristige Inflationsrate (oder Deflation) durch die Wachstumsrate des Goldangebots im Verhältnis zur Gesamtproduktion bestimmt. Kritiker argumentieren, dass dies zu willkürlichen Schwankungen der Inflationsrate führen und die Geldpolitik im Wesentlichen durch den Goldabbau bestimmt würde. Dies hätte in wirtschaftlichen Abschwüngen katastrophale Folgen. Der Goldstandard wird besonders von Vertretern der heterodoxen Österreichischen Schule propagiert. Preiskontrollen Eine andere historische Methode zur Inflationssteuerung waren Lohn- und Preiskontrollen. Lohn- und Preiskontrollen haben sich in Kriegszeiten in Kombination mit Rationierung bewährt. Ihre Verwendung in anderen Kontexten ist jedoch weitaus gemischter. Zu den bemerkenswerten Misserfolgen bei ihrer Verwendung gehört die Einführung von Lohn- und Preiskontrollen im Jahr 1972 durch Richard Nixon. Viele Ökonomen halten Preisbindungen für sinnlos oder schädlich. Im Allgemeinen werden Lohn- und Preiskontrollen als vorübergehende und außergewöhnliche Maßnahme angesehen, die nur in Verbindung mit Maßnahmen zur Verringerung der zugrunde liegenden Inflationsursachen während des Lohn- und Preiskontrollregimes wirksam sind, z. B. wenn der Krieg gewonnen wird. Sie haben oft sehr negative Auswirkungen aufgrund der verzerrten Preissignale, die sie an den Markt senden. Künstlich niedrige Preise führen oft zu Knappheit und Engpässen und schrecken zukünftige Investitionen ab, was zu weiterem Mangel führt. Die übliche ökonomische Analyse zeigt, dass jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die zu niedrig bepreist wird, zu stark konsumiert wird. Wenn beispielsweise der offizielle Brotpreis zu niedrig ist, wird es zu wenig Brot zu den festgelegten Preisen geben und der Markt wird zu wenig in die Brotherstellung investieren, um den zukünftigen Bedarf zu decken, wodurch das Problem langfristig verschärft wird. Abgrenzung Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind. Kassenhaltung Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch (staatlich) administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor. Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten (Schwarzmarkt) gemessen werden. Ob Inflation vorliegt, ist also eine Frage der Anerkennung einer Definitions-Autorität. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar. Externer Preisschock Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus. Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Inflationssteuer Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort, das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt. Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert (dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist). Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen. Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Siehe auch Liste der Länder nach Inflationsrate Lohn-Preis-Spirale Geräuschlose Kriegsfinanzierung Kippertaler der Kipper- und Wipperinflation Kippermünzstätten (Kursachsen) – Münzstätten der Kipper- und Wipperinflation Böse Halser der Schinderlingszeit, eine Inflation (1457–1460) Shrinkflation Literatur Inflation – Inflationstheorien – Geldpolitik. In: Gabler Wirtschaftslexikon, Gabler Verlag Hans H. Lechner: Währungspolitik. De Gruyter, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-11-007412-5. Fritz Neumark: Inflationsprobleme – Alt und Neu. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (= Göttinger Universitätsreden. Heft 59). Weblinks Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreis-Index für Deutschland Verbraucherpreis-Index für Österreich Schweizerischer Landesindex der Konsumentenpreise Statistiken der EZB (englisch) Inflation in den Neuen Bundesländern (in Quartalsberichten) Jürgen Pätzold: Das Inflationsproblem. Ursachen und Strategien. Informationen und Daten zum US-CPI beim Bureau of Labor Statistics Einzelnachweise
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Was ist Inflation und wie wird sie definiert?
Inflation, auch Preissteigerungsrate oder Teuerung, bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Steigt das allgemeine Preisniveau, kann jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen kaufen (Verteuerung). Folglich spiegelt die Inflation eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit wider – ein realer Wertverlust des Zahlungsmittels. Das Gegenteil von Inflation ist Deflation, ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Das übliche Maß für die Inflation ist die Inflationsrate, die annualisierte prozentuale Veränderung eines allgemeinen Preisindexes, normalerweise eines Verbraucherpreisindexes, im Zeitverlauf. Es ist ökonomischer Konsens, dass sowohl Deflation, als auch sehr hohe Inflationsraten und Hyperinflation schädlich sind. Heute befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und konstante Inflationsrate. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen Inflation) verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich im Abschwung schneller anzupassen, und verringert das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die geldpolitische Stabilisierung der Wirtschaft verhindert. Die Aufgabe, die Inflationsrate niedrig und stabil zu halten, wird in der Regel den Zentralbanken übertragen. Sie sollen die Inflationsrate durch Geldpolitik steuern. Dazu nutzen Zentralbanken verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik, die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken, sowie Kommunikationsstrategien wie Forward guidance. Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an. Die Ansichten darüber, welche Faktoren niedrige, moderate oder gar sehr hohe Inflationsraten bestimmen, sind unterschiedlich. Es ist ein aktuelles Forschungsthema der Makroökonomie. Eine niedrige oder moderate Inflation kann auf Schwankungen der realen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder auf Veränderungen des verfügbaren Angebots, beispielsweise bei Knappheiten, zurückgeführt werden. Außerdem können die Inflationserwartungen der ökonomischen Agenten einen wesentlichen Einfluss haben. Inflation beeinflusst Ökonomien auf verschiedene Weisen. Zu den Effekten gehört ein Anstieg der Opportunitätskosten für das Halten von Geld, was Sparen unattraktiver macht und Verschuldung oder Konsum begünstigt. Es kann bei hoher Inflation sogar zu Knappheit kommen, da die Verbraucher aus Sorge vor einem weiteren Preisanstieg Güter horten. Zu den positiven Effekten einer stabilen niedrigen Inflation zählt die Vermeidung von Ineffizienzen, die mit einer Deflation einhergehen. Definition Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Historisch bedeutete Inflation dabei einen spezifischen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Handelsbedarf. Heute verwenden Ökonomen den Begriff Inflation ausschließlich, um sich auf steigende Preisniveaus zu beziehen. Eine Zunahme der Geldmenge kann als monetäre Inflation bezeichnet werden, um sie von steigenden Preisen zu unterscheiden, die der Übersichtlichkeit halber als Preisinflation bezeichnet werden. Ökonomen sind sich einig, dass die Preisinflation auf lange Sicht mit einer Erhöhung der Geldmenge zusammenhängt. Kurz- und mittelfristig können aber andere Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen. Inflation bezieht sich auf die allgemeine Preisentwicklung, nicht auf Änderungen bestimmter Preise. Kaufen Konsumenten beispielsweise mehr Gurken als Tomaten, werden Gurken teurer und Tomaten billiger. Diese Veränderungen sind jedoch keine Inflation – sie spiegeln lediglich eine Veränderung in den Präferenzen der Konsumenten wider. Das Wort Inflation stammt aus dem Lateinischen: das Substantiv „inflatio“, bedeutet „Sichaufblasen“ und stammt vom Verb „flare“ ab, was „blasen“ bedeutet. Andere Begriffe der Wirtschaftswissenschaft im Zusammenhang mit Inflation sind: Deflation – ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus Disinflation – ein Rückgang der Inflationsrate Hyperinflation – eine außer Kontrolle geratene Inflationsspirale Stagflation – eine Kombination aus Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit Reflation – ein Versuch, das allgemeine Preisniveau anzuheben, um einem Deflationsdruck entgegenzuwirken Vermögenspreisinflation – ein allgemeiner Anstieg der Preise von finanziellen Vermögenswerten, wie Aktien, Immobilien oder Gold, ohne einen entsprechenden Anstieg der Preise von Gütern oder Dienstleistungen Messung Da die Inflation als allgemeiner Anstieg des Preisniveaus definiert wird, hängt die Messung der Inflation davon ab, wie das allgemeine Preisniveau bestimmt ist. Es existieren dabei verschiedene mögliche Maßzahlen für das Preisniveau. Benötigt wird ein breiter Preisindex, der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen in der Wirtschaft abbildet. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCEPI) und der BIP-Deflator sind einige Beispiele für solche breiten Preisindizes. Die EZB verwendet zur Messung der Inflation der Eurozone den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt festgesetzt wird. Außerdem werden die Kostenänderungen zum Erwerb von typischen nationalen Konsumbündeln auf das Niveau der Eurozone aggregiert. Neben dieser Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften auch der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen. Warenkorb Verbraucherpreisindizes basieren anders als der BIP-Deflator auf einem repräsentativ ausgewählten Warenkorb. Auf Grundlage dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Kosten der Waren und Dienstleistungen und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat ermittelt in Deutschland das Statistische Bundesamt, in Österreich die Statistik Austria und in der Schweiz das Bundesamt für Statistik die Preissteigerungen und veröffentlicht sie. Messungen der Inflation mittels Warenkörben nehmen implizit an, dass sich das Konsumentenverhalten über definierte Zeiträume nicht verändert. Daher könne sich eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Inflation und der gemessenen Inflation ergeben. Abrupte Änderungen im Konsumentenverhalten können die Inflationsmessung ebenfalls gewichtungsbedingt verzerren. Das hat sich beispielsweise in der COVID-19-Pandemie gezeigt, als aufgrund der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen zahlreiche Waren und Dienstleistungen nicht mehr konsumiert werden konnten und der Warenkorb damit nicht mehr repräsentativ für den Konsum während der Krise war. Weiterhin müssen Qualitätsveränderungen der beobachteten Produkte im Zeitverlauf betrachtet werden. So unterliegen z. B. IT-Produkte einem großen technischen Fortschritt, weshalb die Qualitätsverbesserungen in der Inflationsmessung berücksichtigt werden müssen. Andererseits können Hersteller statt einer Preiserhöhung auch eine Qualitätsverschlechterung des Produktes durchführen, indem etwa die Verpackungsgröße bei gleichem Preis verkleinert wird. Diese und andere Qualitätsveränderungen müssen daher für eine korrekte Inflationsmessung erfasst werden. Daher wenden Statistikbehörden wie das Statistische Bundesamt Methoden zur Qualitätsbereinigung an. Das sind verschiedene statistische Methoden, die sicherstellen sollen, dass trotz qualitativen Veränderungen der Produkte des Warenkorbs "Gleiches mit Gleichem" verglichen wird. In der deutschen Preisstatistik werden unter anderem folgende Methoden zur Qualitätsbereinigung angewendet: Direkter Preisvergleich (Direct Price Comparison) Mengenbereinigung (Package Size Adjustment) Expertenurteil (Judgmental quality adjustment) Hedonische Techniken (Hedonics) Preisänderung interpretiert als reine Qualitätsänderung (Price change taken as quality change) Internationale Studien zeigen, dass die mit Warenkörben ermittelte Inflation systematisch zu hoch liegt. Kernrate Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind. Gefühlte Inflation Gefühlte Inflation bezeichnet die von einigen Konsumenten subjektiv wahrgenommene Inflation, gegenüber der real gemessenen Inflationsrate. Ein Grund für mögliche Abweichungen der gefühlten Inflation zur gemessenen Inflation ist die Tatsache, dass im Warenkorb, der zur Inflationsmessung herangezogen wird, sowohl Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) als auch langlebige Konsumgüter (z. B. Autos) enthalten sind. Daher können die Produkte in Auswahl oder Gewichtung nicht mit jedem individuellen Konsumenten bzw. jeder individuellen Konsumentengruppe übereinstimmen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als die für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als langlebiger Konsumgüter. Auch Preissteigerungen von meist automatisch abgebuchten Zahlungen wie Miete, Versicherungen, Energie und Wasser werden geringer wahrgenommen als bei anderen Gütern. Die moderne Verhaltensökonomik erklärt das Phänomen als kognitive Verzerrung, genauer gesagt als Bestätigungsfehler. Teuro Das Phänomen der gefühlten Inflation wurde insbesondere nach der Einführung des Euro in Deutschland und Österreich breit diskutiert. Dabei kam es nach Umfragen in der deutschen Bevölkerung zu Abweichungen von den statistisch ermittelten Inflationsraten. Aus diesem Grund hat Hans Wolfgang Brachinger in einem gemeinsamen Projekt mit dem Statistischen Bundesamt den Index der wahrgenommenen Inflation für Deutschland berechnet. Es konnte dabei gezeigt werden, dass die wahrgenommene Inflation (gemessen mit Hilfe des Indexes der wahrgenommenen Inflation) bei der Euro-Bargeldeinführung deutlich höher lag als die gemessene Inflationsrate. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Produktkategorien wie Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen relativ höheren Preisanstieg hatten als Produktkategorien wie Computer, Autos oder Pauschalreisen. Eine weitere Erklärung für die gefühlte Abweichung kann auch die schwache Lohnentwicklung sein, die unterhalb der Inflationsrate lag. Die Nettolöhne in Deutschland waren in den 10 Jahren nach Euro-Einführung leicht rückläufig. Die Kaufkraft ist also real gesunken. Auch in Österreich zeigt sich ein Rückgang der Kaufkraft. Effekte Allgemein Inflation spiegelt die Abnahme der Kaufkraft einer Währung wider. Das heißt, wenn das allgemeine Preisniveau steigt, kann jede Währungseinheit insgesamt weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Man unterscheidet dabei zwischen erwarteter und unerwarteter Inflation. Die Effekte der Inflation können davon abhängen, ob es erwartete oder unerwartete Inflation ist. Erwartete Inflation kann von rationalen Akteuren bereits in ökonomische Handlungen und Prognosen integriert werden. Gewerkschaften führen Lohnverhandlungen in Abhängigkeit von der erwarteten Inflationsentwicklung. Unternehmen gestalten die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Inflation. Das ist jedoch kurz- und mittelfristig davon abhängig, inwiefern Starrheiten bei Löhnen und Preisen existieren. Diese können dann nicht sofort an die Inflationserwartungen angepasst werden. Schuldner, die zum Beispiel Schulden mit einem festen Nominalzins haben, erhalten mit steigender Inflationsrate eine Senkung ihres „realen“ Zinssatzes. Der Realzins eines Kredits ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Banken und andere Kreditgeber passen sich dem Inflationsrisiko an, indem sie entweder eine Inflationsrisikoprämie für festverzinsliche Kredite verlangen, oder Kredite mit einem variablen Zinssatz vergeben. Lediglich ein unerwarteter Anstieg der Inflationsrate über die bereits eingepreiste Risikoprämie hinaus würde zu realem Zinsgewinn führen. Negativ Hohe oder unerwartete Inflation gilt als schädlich für die Ökonomie. Sie führt zu Ineffizienzen auf dem Markt und erschwert es Konsumenten und Unternehmen langfristig zu planen. Inflation kann die Produktivität beeinträchtigen, da Unternehmen gezwungen sind, eigene Ressourcen weg von Produkten und Dienstleistungen zu verlagern, um sich auf die Steuerung der Inflation zu konzentrieren. Unsicherheit über die zukünftige Kaufkraft des Geldes führt dazu, dass nominale Vermögenswerte wie Spareinlagen und Anleihen unattraktiver werden, da diese im Falle einer Inflation an Wert verlieren. Dies führt zu höheren Risikoprämien, da Investoren eine Absicherung gegen das eingegangene Inflationsrisiko fordern. Die Folge sind höhere Zinsen, was die Investitionstätigkeit senkt. Bei hoher Inflation wird die Kaufkraft von Personen mit fixem Nominaleinkommen, zu Personen mit variablem Einkommen umverteilt, da deren Einkommen mit der Inflation besser Schritt halten können. Diese Umverteilung der Kaufkraft findet auch zwischen internationalen Handelspartnern statt. Wenn feste Wechselkurse bestehen, führt Inflation dazu, dass sich die Importe aus diesem Währungsraum verteuern. Dies kann sich auf die Handelsbilanz auswirken. Bei flexiblen Wechselkursen führt unerwartete Inflation zu erhöhter Volatilität der Wechselkurse, was sich negativ auf den Handel auswirken kann. Horten Die Menschen kaufen langlebige und/oder nicht verderbliche Waren und andere Güter als Vermögensaufbewahrung, um die erwarteten Verluste durch die sinkende Kaufkraft des Geldes zu vermeiden, die zu einer Verknappung der gehorteten Güter führen. Soziale Unruhen Hohe, nicht durch höhere Löhne hervorgerufene Inflation kann zu massiven Demonstrationen und Revolutionen führen. Die Inflation und insbesondere die Nahrungsmittelinflation wird beispielsweise als einer der Hauptgründe für die Revolution in Tunesien 2010/2011 und die Revolution in Ägypten 2011 angesehen. Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali wurde gestürzt, auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde nach nur 18 Tagen Demonstrationen gestürzt, und die Proteste breiteten sich bald in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Hyperinflation Wenn die Inflation zu hoch wird, kann dies dazu führen, dass die Menschen ihre Verwendung der Währung stark einschränken, was zu einer Beschleunigung der Inflationsrate führt. Die hohe und sich beschleunigende Inflation stört das normale Funktionieren der Wirtschaft massiv und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Waren zu liefern. Hyperinflation kann dazu führen, dass die Landeswährung nicht mehr verwendet wird (z. B. in Nordkorea), was zur Einführung einer Außenwährung (Dollarisierung) führt. Allokative Ineffizienz Eine Änderung des Angebots oder der Nachfrage nach einem Gut führt normalerweise zu einer Änderung seines relativen Preises. Dies signalisiert den Käufern und Verkäufern, dass sie als Reaktion auf die neuen Preise Ressourcen neu zuteilen sollten. Aber wenn sich Preise aufgrund von hoher Inflation ständig ändern, sind Preisänderungen aufgrund echter relativer Preissignale schwer von Preisänderungen aufgrund allgemeiner Inflation zu unterscheiden. Dadurch können die Agenten nur langsam darauf reagieren. Die Folge ist ein Verlust an allokativer Effizienz. Preisanpassungskosten Bei hoher Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufig ändern, um mit den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Aber oft verursacht das Ändern von Preisen selbst wieder Kosten. So müssen Preisschilder und Verträge neu gedruckt, oder ganze Preiskalkulationen neu berechnet werden, was Ressourcen bindet. Man nennt diese Kosten Preisanpassungskosten. Positiv Arbeitsmarkt Die Nominallöhne passen sich nur langsam nach unten an. Dies kann zu anhaltenden Ungleichgewichten und hoher Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen. Da die Inflation die Reallöhne auch bei konstanten Nominallöhnen sinken lässt, ermöglicht eine moderate Inflation ein schnelleres Gleichgewicht auf den Arbeitsmärkten. Dies gilt, insofern die Löhne nicht in Lohnverhandlungen an die Inflation angepasst werden können. Liquiditätsfalle Eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge ist die Möglichkeit, die Leitzinsen festzulegen, also den Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können. Daneben gibt es die Offenmarktpolitik, d. h. Interventionen der Zentralbank auf dem Rentenmarkt, mit dem Ziel, den nominalen Zinssatz zu senken. Beide Maßnahmen sollen die allgemeinen Zinsen senken, um dadurch positive Konjunktureffekte auszulösen. Befindet sich eine Ökonomie in einer Rezession mit bereits niedrigen oder sogar null Nominalzinsen, kann die Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken, um die Wirtschaft anzukurbeln – diese Situation wird als Liquiditätsfalle bezeichnet. Diese Situation kann aber durch niedrige und konstante Inflation verhindert werden. Mundell-Tobin-Effekt Robert Mundell stellte fest, dass eine moderate Inflation die Sparer veranlassen würde, Kredite durch Spareinlagen zu ersetzen, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Diese Substitution würde dazu führen, dass die Realzinssätze für das Marktgleichgewicht sinken. Der niedrigere Realzins würde zu einer höheren Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen führen. In ähnlicher Weise zeigte James Tobin, dass eine solche Inflation Unternehmen dazu veranlassen würde, Investitionen in Sachkapital (Anlagen, Ausrüstung und Vorräte) durch Geldguthaben in ihren Vermögensportfolios zu ersetzen. Diese Substitution würde bedeuten, sich für Investitionen mit niedrigeren realen Renditen zu entscheiden. (Die Renditen sind niedriger, da bereits früher Investitionen mit höheren Renditen getätigt wurden.) Sofern die Wirtschaft nicht bereits nach Modellen der Wachstumstheorie überinvestiert, würden diese zusätzlichen Investitionen positive Effekte haben. Formen Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: akzelerierte Phase (steigende, beschleunigte) – stabilisierte (gleichbleibende) Phase – dezelerierte (abnehmende) Phase. Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Der Begriff „Inflation“ bezeichnete ursprünglich die Inflationen der frühen 1920er Jahre, die heute als schwere oder Hyperinflationen gelten. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Leichte Inflation (bis etwa 5 % Wertverlust im Jahr) hat nachfragefördernde Wirkung, da Leute ihr Geld ausgeben oder investieren wollen. Freilich verlangen sie für Investitionen immer noch eine Liquiditätsprämie, das heißt die Renditen müssen deutlich über der Inflationsrate liegen. Bei schwerer Inflation (ab rund 5 % Wertverlust im Jahr) verliert das Tauschmittel Geld seinen Wert schneller als andere Güter (zum Beispiel Immobilien, Aktien, Sachkapital allgemein) und büßt daher die Wertmaßstabsfunktion und Wertaufbewahrungsfunktion ein, stattdessen wird eine Ersatzwährung verwendet, so zum Beispiel Zigaretten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der US-Dollar in der Türkei (früher) oder Argentinien. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, überschulden sich. Besonders schwere Inflationen mit monatlichen Wertverlusten von über 50 % werden auch als Hyperinflationen bezeichnet. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Schwere Inflationen waren in der Geschichte unter anderem zu beobachten: die Preisrevolution im 16. Jahrhundert, um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (siehe Kipper- und Wipperzeit und Kursächsische Kippermünzstätten), in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat, um 1920 bis 1924 in Österreich, um 1923 in Deutschland und in Ungarn, 1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform), 1945–1946 in Ungarn (siehe Pengő) Nach den beiden Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 kam es zu relativ hohen Inflationsraten. In den 1970er Jahren trugen auch andere Faktoren zu relativ hohen Inflationsraten bei, jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien, jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien (→ Brasilianischer Real), um 1995 in Mexiko (→ Peso), um 1997 in Südostasien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise), um 2002 in Argentinien, Hyperinflation 2008/2009 in Simbabwe; nach dessen Abschaffung im Oktober 2015 hatte das Land bis 2019 keine eigene Währung mehr. Laut dem CATO Institute betrug die Hyperinflation in Simbabwe per Ende Oktober 2008 gegenüber Ende Oktober 2007 2,79 Trillionen %. Ursachen Die Geldmenge wird weithin als wichtigste Ursache für hohe Inflationen bis Hyperinflationen und langfristige Inflationsraten akzeptiert. Folglich existiert unter Ökonomen inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Inflationsrate auf lange Sicht im Wesentlichen von der Wachstumsrate der Geldmenge im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum abhängt. Kurz- und mittelfristig kann die Inflation aber außerdem durch die relative Elastizität von Löhnen, Preisen, Zinssätzen, Angebot und Nachfrage, sowie der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beeinflusst werden. Außerdem spielen die Erwartungen der ökonomischen Agenten eine wesentliche Rolle. Geldmenge Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung: . Dabei ist Geldmenge Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Preisniveau Reale Produktion An der umgestellten Gleichung bzw. an der Darstellung mit Änderungsraten kann man erkennen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn (bei Konstanz der jeweiligen beiden anderen Größen) die Geldmenge zunimmt (Geldschöpfung), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunimmt (empirische Untersuchungen zeigen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig annähernd konstant bleibt), die reale Produktion (das Handelsvolumen) sinkt. Betrachtet man alle vier Größen gleichzeitig, entsteht nach der Quantitätsgleichung Inflation () dann, wenn das Geldmengenwachstum () größer ist als die Differenz aus der Änderung des Handelsvolumens und der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit (). Die Inflation lässt sich also kurz- bis mittelfristig nicht auf eine Ausweitung der Geldmenge reduzieren, sondern es müssen ebenso die Umlaufgeschwindigkeit und die reale Produktion betrachtet werden. Der langfristige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung ist empirisch gut belegt. Auf kurze bis mittlere Sicht kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Zusammenhang kommen. Angebot Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; ) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind. Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will. Nachfrage Kommt es zur Nachfragesoginflation (), sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach Gütern derart schnell, dass die Angebotsseite nicht durch Anheben des mengenmäßigen Angebots reagieren kann und stattdessen die Preise nach den Marktgesetzen steigen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich. Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Man unterscheidet zusätzlich zwischen „hausgemachter“ und „importierter“ Nachfragesoginflation, je nachdem, ob die Nachfrage aus dem In- oder Ausland herrührt. Erwartungen Die Erwartungen der ökonomischen Agenten über zukünftige Inflationsraten sind sehr wichtig in der Ökonomie. Sie können die Inflationsraten, Zinssätze und damit die Konjunktur wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel werden Unternehmen abhängig von ihren Inflationserwartungen unternehmerische Entscheidungen, etwa über Investitionen, treffen. Konsumenten passen ihr Konsumverhalten abhängig von ihren Inflationserwartungen an. Der Kommunikation der Geldpolitik kommt somit eine Schlüsselrolle zu. Notenbanken nutzen Kommunikationsstrategien wie Forward guidance, um die Inflationserwartungen von Märkten und Konsumenten zu beeinflussen. Studien zeigen eine konjunkturstabiliserende Wirkung. Theorien Über die Ursachen der Inflation gab es historisch verschiedene Theorien. Dabei ist besonders Debatte zwischen Monetaristen und Keynesianern hervorzuheben. Diese wurden im Rahmen der neukeynesianischen Synthese zusammengeführt. Der Neukeynesianismus stellt die heute allgemein akzeptierte makroökonomische Theorie dar. Daneben gibt es heterodoxe Theorien über Inflation. Diese werden vom ökonomischen Mainstream nicht geteilt. Keynesianismus Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden (Phillips-Kurve). Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt (siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate). Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus – man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK), Synonym Transformationskurve – so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer (vgl. Nachfrage-Sog-Inflation oben). Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist. Monetarismus Der Monetarismus sieht allein im Wachstum der Geldmenge die Ursache für Inflation. Milton Friedman prägte dafür den griffigen Slogan:„Money matters“ – „Es kommt auf die Geldmenge an“. Inflation sei immer und überall ein monetäres Phänomen. Der Monetarismus griff eine zentrale Annahme der keynesianischen Inflationstheorie an: die Phillips-Kurve. Friedman und Edmund Phelps (der kein Monetarist war) schlugen eine "erweiterte" Form der Phillips-Kurve vor, die die Möglichkeit eines stabilen, langfristigen Kompromisses zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ausschloss. Die Ölschocks der 1970er Jahre führten zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Inflation, wodurch Friedman und Phelps empirisch bestätigt wurden. Der Monetarismus war in den frühen 1980er Jahren besonders einflussreich. Er verlor in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder an Einfluss, da es den Zentralbanken schwerfiel, die Geldmenge anstelle der Zinssätze zu steuern. NKM Die neue klassische Makroökonomie (NKM) forderte zentrale Annahmen des Keynesianismus heraus. Die theoretische Weiterentwicklung war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die Modellbildung durch Robert Lucas. Zuvor hatten keynesianische Ökonomen im Allgemeinen mit adaptive Erwartungen gearbeitet, bei denen angenommen wurde, dass ökonomische Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Rationalen Erwartungen bedeuten eine höhere Komplexität der Agenten. Zum Beispiel werden Verbraucher nicht einfach eine Inflationsrate von 2 % annehmen, nur weil dies der Durchschnitt der letzten Jahre war. Sie werden sich mit der aktuellen Geldpolitik und den wirtschaftlichen Bedingungen befassen, um eine eigene Prognose zu erstellen. Die NKM konnte zeigen, dass unter Annahme von perfekter Preiselastizität und rationalen Erwartungen Geldpolitik nur zu Inflation führe und keine konjunkturellen Effekte aufwies. Neukeynesianismus Die moderne keynesianische Theorie geht davon aus, dass Veränderungen der Geldmenge langfristig die Inflationsrate bestimmen, aber kurzfristig durchaus von Lohn und Preisstarrheiten beeinflusst werden können. Außerdem treffen Agenten ökonomische Entscheidungen oft aufgrund von unvollständigen Informationen. Daher kann Fiskal- und Geldpolitik zu einem effizienteren makroökonomischen Ergebnis führen, als Laissez-faire-Politik. Der Neukeynesianismus stellt den gegenwärtigen internationalen Konsens der Makroökonomik dar. Er ist eine Synthese aus Monetarismus, NKM, sowie einigen Elementen des klassischen Keynesianismus. Der Neukeynesianismus führte zur Entwicklung von dynamischen stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen (DSGE), welche heute von vielen Zentralbanken zur Modellierung der Geldpolitik eingesetzt werden. Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen. Heterodoxe Theorien Es gibt Inflationstheorien, die vom Mainstream der ökonomischen Wissenschaft nicht geteilt werden. Österreichische Schule Ludwig von Mises, ein Vertreter der Österreichischen Schule, verstand unter Inflation die Ausweitung (lat. inflare) der ungedeckten Geldmenge. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten. Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern, die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank- und Finanzwesens zu finden (Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln, Zentralbankwesen, Teilreservebanken, Währungsmonopol usw.). Aus dieser Sicht geht auch hervor, dass die Inflation sich nicht gleichmäßig in allen Preisen widerspiegelt, sondern durch Cantillon-Effekte beeinflusst wird. Produktionskosten Die klassischen Ökonomen wie Adam Smith, David Ricardo bis hin zu Karl Marx vertraten eine Produktionskostentheorie des Geldes. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: „Das Verhältnis zwischen dem Werte des Goldes und Silbers und dem irgendwelcher anderer Güter hängt … von dem Verhältnis zwischen der Menge Arbeit ab, die nötig ist, um eine bestimmte Menge Gold und Silber, und der Menge Arbeit, die nötig ist, um eine bestimmte Menge irgendeiner anderen Art auf den Markt zu bringen.“ Die Warenpreise konnten nach der Arbeitswertlehre also nur dann dauerhaft steigen, wenn die Arbeitsproduktivität bei der Gold- oder Silbergewinnung dauerhaft rascher gesteigert werden konnte, als diejenige bei der Produktion der anderen Waren. Nach der Produktionskostentheorie des Geldes (oder nach der Arbeitswerttheorie) führten die großen Gold- und Silberimporte aus Südamerika nach der Entdeckung Amerikas nicht deshalb zu einer Inflation in Europa, weil das viele Gold eine vergleichsweise kleine Menge an Waren „jagte“ – das sagt die Quantitätstheorie des Geldes –, sondern weil plötzlich weniger Arbeitszeit erforderlich war, um eine bestimmte Menge an Gold oder Silber zu gewinnen. Die Ausdehnung der Geldmenge (Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen) war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle. Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt. Die Erhöhung der Geldmenge war also nur Symptom der Verminderung des Wertes der einzelnen Goldmünze. Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Die Wirtschaftssubjekte wollten Gold nicht unter Wert gegen Waren tauschen, so die Annahme der Klassiker. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Aber beispielsweise während der Koalitionskriege floss aus Großbritannien sehr viel Gold ins Ausland ab oder wurde gehortet. Schließlich wurde die Goldeinlösungspflicht für Papierbanknoten durch den englischen Staat aufgehoben. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Die stabilen Preise der Waren in Gold ausgedrückt und die steigenden Preise der Waren in Papiergeld ausgedrückt. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Wird aber in Notzeiten von den Banken der Papiergeldumlauf über den notwendigen Goldumlauf gesteigert, dann steigen genau in dem Maße die Preise in Papiergeld ausgedrückt. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Dann „jagen“ aber zu viele Banknoten zu wenige Waren. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen. Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Steuerung Geldpolitik Obwohl sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik die Inflation beeinflussen können, verlassen sich die meisten Länder seit den 1980er Jahren hauptsächlich auf die Geldpolitik, um die Inflation zu steuern. Wenn eine Inflation über ein akzeptables Niveau hinaus auftritt, kann die Zentralbank des Landes den Zinssatz erhöhen, was in der Regel das Wachstum der Geldmenge verlangsamt oder stoppt. Einige Zentralbanken haben ein symmetrisches Inflationsziel, während andere die Inflation nur kontrollieren, wenn sie einen Schwellenwert überschreitet.Im 21. Jahrhundert befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und stetige Inflationsrate. In den meisten Ländern haben die Zentralbanken oder andere Währungsbehörden die Aufgabe, den Interbankenzins stabil auf niedrigem Niveau und die Zielinflationsrate von etwa 2 bis 3 % zu halten. Zentralbanken streben eine niedrige Inflationsrate an, weil sie glauben, dass eine hohe Inflation wirtschaftliche Kosten verursacht, da Unsicherheit in den Erwartungen über Unterschiede in den relativen Preisen und über die Inflationsrate erzeugt würde. Das Ziel ist daher eine niedrige positive Inflationsrate und nicht eine Null- oder negative Inflationsrate, da letztere Rezessionen verursachen oder verschlimmern könnte. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen) Inflation verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich in einem wirtschaftlichen Abschwung schneller anzupassen. Ferner verringert sie das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die Geldpolitik daran hindert, die Wirtschaft zu stabilisieren. Höhere Zinsen reduzieren die Geldmenge der Wirtschaft, weil weniger Menschen Kredite nachfragen. Wenn Banken Kredite vergeben, werden die Krediterlöse in der Regel auf Bankkonten eingezahlt, die Teil der Geldmenge sind. Wenn also eine Person einen Kredit zurückzahlt und keine anderen Kredite als Ersatz vergeben werden, sinkt die Höhe der Bankeinlagen und damit die Geldmenge. Als beispielsweise der Federal Funds Rate in den frühen 1980er Jahren 15 % überstieg, fiel die Menge der Federal Reserve Dollar um 8,1 % von 8,6 Billionen US-Dollar auf 7,9 Billionen US-Dollar. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Debatte zwischen Keynesianern und Monetaristen über das geeignete Instrument zur Kontrolle der Inflation. Monetaristen betonen eine niedrige und stetige Wachstumsrate der Geldmenge, während die Keynesianer betonen, dass die Gesamtnachfrage während der Wirtschaftsexpansion reduziert und die Nachfrage während der Rezession erhöht wird, um die Inflation stabil zu halten. Andere Methoden Goldstandard Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem das gemeinsame Tauschmittel einer Region Papiernoten sind, die normalerweise frei in voreingestellte, feste Goldmengen umgewandelt werden können. Der Standard legt fest, wie die Golddeckung umgesetzt wird, einschließlich der Menge an Gold pro Währungseinheit. Die Währung selbst hat keinen intrinsischen Wert, wird aber von Händlern akzeptiert, da sie gegen die entsprechende Menge Goldes eingelöst werden kann. Der Goldstandard wurde durch die internationale Übernahme des Bretton-Woods-Systems teilweise aufgegeben. Unter diesem System waren alle anderen wichtigen Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar gebunden, der selbst von der US-Regierung zu einem Kurs von 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Das Bretton-Woods-System brach 1971 zusammen, was dazu führte, dass die meisten Länder auf Fiatgeld umstiegen – Geld, das nur durch die Gesetze und Rechtssicherheit des Landes garantiert wird. Bei einem Goldstandard würde die langfristige Inflationsrate (oder Deflation) durch die Wachstumsrate des Goldangebots im Verhältnis zur Gesamtproduktion bestimmt. Kritiker argumentieren, dass dies zu willkürlichen Schwankungen der Inflationsrate führen und die Geldpolitik im Wesentlichen durch den Goldabbau bestimmt würde. Dies hätte in wirtschaftlichen Abschwüngen katastrophale Folgen. Der Goldstandard wird besonders von Vertretern der heterodoxen Österreichischen Schule propagiert. Preiskontrollen Eine andere historische Methode zur Inflationssteuerung waren Lohn- und Preiskontrollen. Lohn- und Preiskontrollen haben sich in Kriegszeiten in Kombination mit Rationierung bewährt. Ihre Verwendung in anderen Kontexten ist jedoch weitaus gemischter. Zu den bemerkenswerten Misserfolgen bei ihrer Verwendung gehört die Einführung von Lohn- und Preiskontrollen im Jahr 1972 durch Richard Nixon. Viele Ökonomen halten Preisbindungen für sinnlos oder schädlich. Im Allgemeinen werden Lohn- und Preiskontrollen als vorübergehende und außergewöhnliche Maßnahme angesehen, die nur in Verbindung mit Maßnahmen zur Verringerung der zugrunde liegenden Inflationsursachen während des Lohn- und Preiskontrollregimes wirksam sind, z. B. wenn der Krieg gewonnen wird. Sie haben oft sehr negative Auswirkungen aufgrund der verzerrten Preissignale, die sie an den Markt senden. Künstlich niedrige Preise führen oft zu Knappheit und Engpässen und schrecken zukünftige Investitionen ab, was zu weiterem Mangel führt. Die übliche ökonomische Analyse zeigt, dass jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die zu niedrig bepreist wird, zu stark konsumiert wird. Wenn beispielsweise der offizielle Brotpreis zu niedrig ist, wird es zu wenig Brot zu den festgelegten Preisen geben und der Markt wird zu wenig in die Brotherstellung investieren, um den zukünftigen Bedarf zu decken, wodurch das Problem langfristig verschärft wird. Abgrenzung Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind. Kassenhaltung Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch (staatlich) administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor. Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten (Schwarzmarkt) gemessen werden. Ob Inflation vorliegt, ist also eine Frage der Anerkennung einer Definitions-Autorität. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar. Externer Preisschock Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus. Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Inflationssteuer Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort, das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt. Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert (dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist). Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen. Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Siehe auch Liste der Länder nach Inflationsrate Lohn-Preis-Spirale Geräuschlose Kriegsfinanzierung Kippertaler der Kipper- und Wipperinflation Kippermünzstätten (Kursachsen) – Münzstätten der Kipper- und Wipperinflation Böse Halser der Schinderlingszeit, eine Inflation (1457–1460) Shrinkflation Literatur Inflation – Inflationstheorien – Geldpolitik. In: Gabler Wirtschaftslexikon, Gabler Verlag Hans H. Lechner: Währungspolitik. De Gruyter, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-11-007412-5. Fritz Neumark: Inflationsprobleme – Alt und Neu. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (= Göttinger Universitätsreden. Heft 59). Weblinks Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreis-Index für Deutschland Verbraucherpreis-Index für Österreich Schweizerischer Landesindex der Konsumentenpreise Statistiken der EZB (englisch) Inflation in den Neuen Bundesländern (in Quartalsberichten) Jürgen Pätzold: Das Inflationsproblem. Ursachen und Strategien. Informationen und Daten zum US-CPI beim Bureau of Labor Statistics Einzelnachweise
1931 / 52 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) 1931 / 52 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff Neichs: und Staatsanzeiger Nr. 52 vom 3, März 1931. S. 4. | E Erste Beilage —- — ner eee gate See tedorve vom 31 (im Deutschen RNeichZanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger Neichémark-, Goldmark- und Feingold!chuldver)hreibungen in 1000 RM Es 52, Berlin, Dienstag, den 3. März 1931 A s ———— wn —— E —_——— an E B E D E —_—_ Name der Anstalten : Fn das Register 6109/9 79% T4 9/0 8 9/9 10 % Gesamt eingetragene uus tat aaren t e Ai aar ra aaren Aae ec) Sonstige Angaben R Schuldverschreibungen i Darlehen in 1000 RM ias “Hypotheken e An öffentl.- j Zinsfuß Î Betrag Betra Hypo Sonstige - 4 Sonstige Valuta in 1000 in 1000 RM E ait Hypotheken i E | Darlehen Laufende N1mwer | | | [ | | [ [ Nummer Central-Landschaft tür die Preußischen Staaten ?) « « » Ostpreußi1che Landschaft?) 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Bayeri\che Hypotheken- und Bayeri)che Vereinsbank Berliner Hypothekenbank A.G. . .. + Braun}hweig-Hannover|he Hypothekenbank Deutsche Centralbodenkredit-Aftiengesellschaft . Deutsche Genossen\chafts-Hypothekenbank A. G. Deutsche Hypothekenbank (A. G.), Berlin . Deut\che Hypothekenbank, Meiningen . . Deut1che Realkreditbank A. G. A Deut'\he Wohnstätten-Hypothekenbank A. G. Frankfurter Hypothekenbank „... Hannover|che Bodenkredit-Bank Hessitche Landes-Hyvothekenbank Hypothekenbank in Hamburg Lübeckter Hypothekenbank A.G. .. . . «- Mecklenburgische Hypötheken- und Wechselbank Mectlenburg-Streliß\he Hypothetenbank Mitteldeut\che Bodenkredit-Anstalt . . é Prälzinhe Hypothekenbank Ï RNheini\che Hypotheken-Bank . .. . «6 Rheininb-We1ttälishe Boden-Credit-Bank . « Doll. ifrs Doll, RM i) 425 010,6 1) - 19 278,0 t) * 95/608,8 99'370,0 Deutsche Rentenbank-Kreditanstalt pi M C W " 14: 4:44 14.144 1: 1.44 T ” ” "” ® Go D Go DO J S G — O G o Lo 0 B wll Go Ho Co Ld L ed ei Central-Landschaft für die Preußischen Staaten?) « Ostpreußische Landschaft?) . « « - - - *.* Pommersche Landschaft?) “ Neue Pommersche Landschaft für den Kleingrundbesiß?) . Kur- und Neumärkisches Ritterschaftliches Kredit-Jnstitut?) Kur- und Neumärkische Ritterschaftlihe Darlehens-Kasse . Neues Brandenburgisches Kredit-JFnstitut?) . Schlesishe Landschaft?) o Landschaft der Provinz Sathsen?). « « - » Landschaft der Provinz Westfalen « » « - Schleswig-Holsteinische Landschaft?) „ « » + - S Landschaftlicher Kreditverband für die Provinz Schleswig-Holstein Landständishe Bank des Ehem. Sächsischen Markgrastums Oberlausiß Landwirtschaftlicher Kreditverein Sachsen in Dresden . « « « -- -«. Erbländischer Ritterschaftlicher Creditverein Sachsen, Leipzig « » - «- - Medcklenburgischer Ritterschaftlicher Kreditverein, Rostock . « «e o. Bremenscher ritterschaftliher Kreditverein, Stade . . . + - e...“ Calenberg-Göttingen-Grubenhagen-Hildesheim' scher Ritterschaftlicher Kreditv nover z Ritterschaftliches Kreditinstitut des Fürstentums Lüneburg in Celle Braunschweigischer ritterschaftlicher Kreditverein, Wolfenbüttel . Kredit-Jnstitut für die Preußische Ober- und Niederlausiß . - + « Preußische Zentralstadtschaft Stadtschaft der Provinz Brandenburg « Preußische Landespfandbriefanstalt Sächsishe Landespfandbriefanstalt Berliner Pfandbrief-Amt . « « - + - - Berliner Hypothekenbankverein, Stadtschaft Leipziger Hypothekenverein Cs Grundrenten- und Hypotheken-Anstalt der Stadt n” ” ” ” ” n Westfälisches Pfandbriefamt für Hausgrundstüe Braunschweigishe Staatsbank (Leihhausanstalt) . Thüringische Staatsbank L Staatliche Kreditanstalt Oldenburg Hessische Landesbank . « . Lippische Landesbank « . « Deutsche Landesbankenzentrale Zentrale für Bodenkulturkredit . Landesbank der Rheinprovinz 0 n Landesbank der Provinz Westfale L ” ” y” ffy "” L " y ,” ” ” E. F449 XK O i i A i A P L-L NTNRA N Sl 11111 N [Ey Il S O r 00 N S A pad - pen O Go Gs doO L Ie 111414 Drn mi O _—— Q: [2 J 14441444414 H4444 T1111 4-111 41) 14 WST Lf I L404 14450 —— @ EFCECSETL E T TETS T T TU do C9 00 p-i (2 D O do en P I T E | FCHREELHEGLRELEH W& W& A E SLA L435 1174 S 0 — D N H U L m O L 90 D N P I M C ETLLLELLLELGGE KHL 1 eat T1 D 00 - So : S D X n »ck E o en D i D M È Es G5 D mund C do EFEFELST T C T ELLLERCLELH T T HT A S L L ES L C S [Sl I S 29 dO en ck =JI Z 1411} Sil] S D [y p =a S D 11S N o n (T) Dreier recertrrtBg A jf D p J D D D s bi O 00 09° | |[—==—| N D O I o: . . . . . T i ul J Anr I G pr» (i Ov P | E TA F T E E T Al A S s o ou aao G 2° 89) 5 000,0 4 995,0 27) 98 019,5 |27) 150 509,1 27) 74 570,7 |27) 87 044,9 8167, 9 858 o . - . . . . ® ® . 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O Tr) d o o juani . - . . * * . . . - ® . . . . . . s . . . . . S S S S §00 m S 0D 0-4 O. S. P L o e C0 Err CHEGEH i T I S D [ILEMTTTTTETIA F HTE T T E L14414 T4.E A S D PeS] L F H T F T T . . . ® ® .- * ® n 1411441014414 644 T T T ET S o A G9 _—— D J . J L . J . . . 6 . ® . * . . . . * . . * . - . . s. . .„ . . . . . s . ® o [e «] J —_ Pad jf DO 1 jf ZRSSA An 355 433,1 617 958,1 1134 082,3 | 1303 540,3 j umd Î " "” ” "” ” " ” 8 y "” ” Landesbank der Provinz Ostpreußen - « Mitteldeutsche Landesbank — Girozentrale für Provi Sachsen Thüringen und Anhalt " "” "” ” " "” 1 ” T LFLA Q TF1 LITES FETLLIELE S —] bt M G 00 40 088,5 8502 EFLEHI T EETI L TERI T T LS E140 do r Co . . . . . . . . . . L s . . . . . J ® * ® . . . “ » . . . , a 43,3 93 335,8 — en o bo bo M Lo D D O Mane 16) 11 pmk Co S N . . * - . . * , s, * * . . . 4 . “ ® * , * - - - ® . . . * . . . . L . . . . . . . ® . . . J . - . s ® . . s. ® * . . . . L ® . . . ® - . . 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G. s. . se s o. e s D -. en, Wos d 40068... i DUWINAN O0 S1 SLS 25) 8443,7 21 151,5 9 557,1 "” "” "” ” "” "” ” ” Provinzial-Hilfskasse "für die Provinz Niederschlesiet Provinzialbank Pommern (Girozentrale). « « - do O i if If —_ C bo s 26 080,0 4 556,2 12 079,1 2 313,6 R t j 13 899,8 A 2 367,7 24 395,4 27 351,5 12 600,0 — 19 080,1 49 049,0 16 065,0 s 31 792,0 35 167,6 1 601,0 8 318,3 Es 519,3 u 71,0 abn) 552,2 4 882,2 5 782,3 4 578,8 s 8 646,6 115 319,0 23,0 u e : 525,5 L és 2 891,5 614% 9 862,6 2 966,7 E Ss 9 399,4 | -- -_ - Z - mORh s 80) 4199,1 5 928,2 pi C 1 R S 2 aco ” -. . Provinzialbank Oberschlesien . « « « . + Provinzialbank Grenzmark Posen-Westpreußen Nassauische Landesbank . . - «o... Hannoversche Landeskreditanstalt L Landeskreditkasse Kassel . . . s Spar- und Leihkasse f. d. H. L. Hohenzollerische L Landeskommunalbank — Girozentrale für Hessen Provinzialbank für den Landesteil Lübeck « « Lauenburgische Landesbank . .. «o. Kreditanstalt Sächsisher Gemeinden « »+ «. - ul bai O O e Ne R 00 1 1513,3 1284,2 o S282 S S N bai pi D D es) A 00 16 277,5 7728/8 | 87) 8 185,1 29 879,1 32 628.2 29 369,2 32 773,2 27 389,8 30 082,0 3190,9 | 4) 3 621,6 925874 | 25 037,0 35778,7 | 39184,6 | 13 934,7 6 235,8 99 879,1 14 347,0 24 1569/2. . . . , . . . . . , . . . . . . . os - . _ 98,2 4 304,4 e) 30392 191,4 W) 3190,9 T L G T T T L U bi |ck S . . . . . . . ® . . . * . * . . . . . . eo. e éo io o F 2H A ch1 D [Ey O S ck 0.0 9.0 D +6 m A T2 D. 0 0.0 G O: M 9 579,2 : «ins an Süddeut\che Bodencreditbank .. Süddeutsche Festwertbank A. G. . . … . Thüringische Landes-Hypothekenbank A. G. . Vereinsbank in Nlirnberg Weistdeutihe Bodentreditanstalt Wöürttembergi!he Hypothekenbank .... Württembergiscer Kreditverein, Aktiengesellschaft J 4») 9 052,3 5 850,0 16 201,0 20 304,8 5 334,1 65) 9 413,5 7 210,4 0E. #560. S a L ch4 0D bD B o 2 N L 0. + -* o .0 6.0 6 66 0 ” ”y ” Württembergishe Wohnungskreditanstalt . « « . + Deutsche Girozentrale — Deutsche Kommunalbank Bayerische Gemeindebank (Girozentrale) Öffentliche Bankanstalt Württ. Girozentrale — Württ. Landeskommunalbank . . „. - Badische Kommunale Landesbank . «e... ooooo Sonstige Girozentralen . «oooooo ooooooo Summe der öffentlich-rehtlichen Kreditanstalten eins{l. Girozentralen ohne Deutsche | | Rentenbank-Kre itanstalt . s 6 A6 T.0-T 0 ck20 D E S §7: S s 7 T 670 163,1 | 1137 166,7 Anmerkungen (Veträge in Reichs-, Goldmark, Dollar und Roggenzeuntnern verstehen sich in 1000), €005 (0 mckck E E n 2 E A E J E} 06 0.0.0 6070 6.0.0.0 00.00 90s e epo O «ch0 S000 00S D: 0G S e eo Poo8 Cn e T6 #6 86 Ss e eo ee lio oooooooo 00 fa f 6 Q S G. D E eee ao e. 40 Ee e o aeg. è 000.000 s e 0 ooooooooooo 6 G00 E000 0&6 ch0. s T. 0.DO T D_D L: D: W-M S S T55 976,3 821 635,6 | 97 983,5 34 173,3 49 761,2 E A L I L T I L I TLFELFELLEEHS 551 481,6 —_ [S 2 A 0D: M M Dm 0a ck09 S Sd D + +00 00S 0 S Q. É S S 0d S S-A S S Q 0.90 S A S0 D 00.0 000% §0: S 0.0 00ck © D 2 t —_ E E e E Lc) A bo s S A C C H G DS b Lo 00ck #0 6.» Außerdem : Bayerische Laudwirthschaftsbank e. G. m. b. H. ... Hamburgi|che Baukasse Aktiengesellichaft A Pfälzi)he Wirtichaftébank, Gemeinnützige Aktiengesellschaft . (Sommunal-Bank für Sachsen, Leipzig Sâächsi)cbe Landeékulturrentenbank Preußische Landesrentenbank 6 BKavertische Landeéfulturrentenanstalt (all)... , Bank für Wertbeständige Anlagen Aktiengefellshaft, Berlin Deut)\he Schiffeptandbrietbank Aktiengesellschaft, Berlin . . Deut'che Sch!ffékreditbank A. G., Duisburg 4 Deut'che Schiffsbeleibungs-Bank Akt.-Ge1., Hamburg . » « Deut1che Boden-Kultur-Aktiengesellihatt, Berlin . „ „o Summe der sonstiger Anstalten ... ooo O EFETITTTTERT T1 ck 09 — D J Aufw.-Hyp., GM 22 147,1 Gold-Hyp.?: Landschaft der Prov. *) =1323,970 g Feingold. öff E l Sathsen: GM 7141,6 Aufw.-Hyp.; Schle8wig-Holsteinische Land- 9) = 138,700 g Feingold. E ffentlich-rechtlichen Kreditanstalten. schast: Ztr. 276,7 Rogg.-Hyp., GM 11 181,4 Aufw.-Hyp.; Schle- 2%) Davon GM 1119,0 = 401,070 g Feingold. Auslandsanleihen. sische Landschaft: GM 54,2 Aufw.-Hyp., GM 143,8 Gold-Hyp.; 2) Davon kommen als Deckung nicht in Ansaß GM 1,9, 23 263,2 25 426,2 53 500,1 53 711,9 Der Anteil der einzelnen Landschaften an den nachgewiesenen Westpreußische Landschaft: GM 2,0 Aufw.-Hyp. 12) Davon kommen als Deckung nit in Anjay GM 58,1. Ferner: Deckungsdarlehen ist folgender: Ostpreußische Landschaft: Ztr. 370,11 2) Siehe Anmerk. 2. 13) Davon kommen als Deckung nicht in Ansay Rogg.-Ztr. 0,5. Danziger Hyvotbekenbank Akt.-Ges. in 1000 engl. L ..« s 37,9 37,9 40,0 Rogg.-Hyp.; Kur- u. Neum. Ritt. Kredit-Jnstitut: Ztr. 379,7 Rogg.- ) Geld. : i . S 14) Siehe „c) Sonstige Angaben“ Spalte Schuldverschreibungen. t in dex Ersten Beilage.) Hyp., GM 11 086,0 Aufw.-Hyp., GM 25 219,0 Gold-Hyp.; Neues *) Sind Schuldverschreibungen gemäß § 7 des Pfandbriefge}eßes 15) Liqu.-Schuldverschreibungen. (Fortsezung in de A Brandenbg. Kredit-Jnstitut: Ztr. 241,0 Rogg.-Hyp., GM 14400,3 vom 21. Dezember 1927. 16) Auslandspfandbriefe. n y : Aufw.-Hyp., GM 38 872,5 Gold-Hyp.; Pomm. Landschaft: #©) Deckungsdarlehen für die Roggenschuldverschreibungen. 17) Davon kommen als Deckung nicht in Ansaß RM 1320,0, Verantwortlich für Schriftleitung und Verlag: Direktor V engering in Berlin. — Druck der Preußischen Druckerei- und Verl s-Aftiengejeli Berlin, Wilhelmstr. 32 Ztr. 293,7 Rogg.-Hyp., GM 536,1 Ausw.-Hyp., GM 7286,0 Gold- 7?) Davon GM 21 210,0 6% Auslandspfandbriefe der Schlesischen 2) Davon RM 1611,9 = 577,739 s Feingold. Sieben Beilagen (eins{ließlich Börsenbeilage und va Sctralbintieltagatah E N E 9yp.; Neue Pomm. Landschaft: Ztr, 187,4 Rogg--Hyp., GM 838,3 Landschaftlichen Bank zu Breslau, 19) Davon RM 249,6 = 89,450 g Feingold, LLELHLELLLLES LTFEH EHMELHH1111 E LLEI E L T INffN 0000S g Muiiie T T | [ | | l
de
q-de-2202
Was ist Inflation und wie wird sie definiert?
Inflation, auch Preissteigerungsrate oder Teuerung, bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Steigt das allgemeine Preisniveau, kann jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen kaufen (Verteuerung). Folglich spiegelt die Inflation eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit wider – ein realer Wertverlust des Zahlungsmittels. Das Gegenteil von Inflation ist Deflation, ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Das übliche Maß für die Inflation ist die Inflationsrate, die annualisierte prozentuale Veränderung eines allgemeinen Preisindexes, normalerweise eines Verbraucherpreisindexes, im Zeitverlauf. Es ist ökonomischer Konsens, dass sowohl Deflation, als auch sehr hohe Inflationsraten und Hyperinflation schädlich sind. Heute befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und konstante Inflationsrate. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen Inflation) verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich im Abschwung schneller anzupassen, und verringert das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die geldpolitische Stabilisierung der Wirtschaft verhindert. Die Aufgabe, die Inflationsrate niedrig und stabil zu halten, wird in der Regel den Zentralbanken übertragen. Sie sollen die Inflationsrate durch Geldpolitik steuern. Dazu nutzen Zentralbanken verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik, die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken, sowie Kommunikationsstrategien wie Forward guidance. Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an. Die Ansichten darüber, welche Faktoren niedrige, moderate oder gar sehr hohe Inflationsraten bestimmen, sind unterschiedlich. Es ist ein aktuelles Forschungsthema der Makroökonomie. Eine niedrige oder moderate Inflation kann auf Schwankungen der realen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder auf Veränderungen des verfügbaren Angebots, beispielsweise bei Knappheiten, zurückgeführt werden. Außerdem können die Inflationserwartungen der ökonomischen Agenten einen wesentlichen Einfluss haben. Inflation beeinflusst Ökonomien auf verschiedene Weisen. Zu den Effekten gehört ein Anstieg der Opportunitätskosten für das Halten von Geld, was Sparen unattraktiver macht und Verschuldung oder Konsum begünstigt. Es kann bei hoher Inflation sogar zu Knappheit kommen, da die Verbraucher aus Sorge vor einem weiteren Preisanstieg Güter horten. Zu den positiven Effekten einer stabilen niedrigen Inflation zählt die Vermeidung von Ineffizienzen, die mit einer Deflation einhergehen. Definition Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Historisch bedeutete Inflation dabei einen spezifischen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Handelsbedarf. Heute verwenden Ökonomen den Begriff Inflation ausschließlich, um sich auf steigende Preisniveaus zu beziehen. Eine Zunahme der Geldmenge kann als monetäre Inflation bezeichnet werden, um sie von steigenden Preisen zu unterscheiden, die der Übersichtlichkeit halber als Preisinflation bezeichnet werden. Ökonomen sind sich einig, dass die Preisinflation auf lange Sicht mit einer Erhöhung der Geldmenge zusammenhängt. Kurz- und mittelfristig können aber andere Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen. Inflation bezieht sich auf die allgemeine Preisentwicklung, nicht auf Änderungen bestimmter Preise. Kaufen Konsumenten beispielsweise mehr Gurken als Tomaten, werden Gurken teurer und Tomaten billiger. Diese Veränderungen sind jedoch keine Inflation – sie spiegeln lediglich eine Veränderung in den Präferenzen der Konsumenten wider. Das Wort Inflation stammt aus dem Lateinischen: das Substantiv „inflatio“, bedeutet „Sichaufblasen“ und stammt vom Verb „flare“ ab, was „blasen“ bedeutet. Andere Begriffe der Wirtschaftswissenschaft im Zusammenhang mit Inflation sind: Deflation – ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus Disinflation – ein Rückgang der Inflationsrate Hyperinflation – eine außer Kontrolle geratene Inflationsspirale Stagflation – eine Kombination aus Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit Reflation – ein Versuch, das allgemeine Preisniveau anzuheben, um einem Deflationsdruck entgegenzuwirken Vermögenspreisinflation – ein allgemeiner Anstieg der Preise von finanziellen Vermögenswerten, wie Aktien, Immobilien oder Gold, ohne einen entsprechenden Anstieg der Preise von Gütern oder Dienstleistungen Messung Da die Inflation als allgemeiner Anstieg des Preisniveaus definiert wird, hängt die Messung der Inflation davon ab, wie das allgemeine Preisniveau bestimmt ist. Es existieren dabei verschiedene mögliche Maßzahlen für das Preisniveau. Benötigt wird ein breiter Preisindex, der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen in der Wirtschaft abbildet. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCEPI) und der BIP-Deflator sind einige Beispiele für solche breiten Preisindizes. Die EZB verwendet zur Messung der Inflation der Eurozone den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt festgesetzt wird. Außerdem werden die Kostenänderungen zum Erwerb von typischen nationalen Konsumbündeln auf das Niveau der Eurozone aggregiert. Neben dieser Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften auch der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen. Warenkorb Verbraucherpreisindizes basieren anders als der BIP-Deflator auf einem repräsentativ ausgewählten Warenkorb. Auf Grundlage dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Kosten der Waren und Dienstleistungen und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat ermittelt in Deutschland das Statistische Bundesamt, in Österreich die Statistik Austria und in der Schweiz das Bundesamt für Statistik die Preissteigerungen und veröffentlicht sie. Messungen der Inflation mittels Warenkörben nehmen implizit an, dass sich das Konsumentenverhalten über definierte Zeiträume nicht verändert. Daher könne sich eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Inflation und der gemessenen Inflation ergeben. Abrupte Änderungen im Konsumentenverhalten können die Inflationsmessung ebenfalls gewichtungsbedingt verzerren. Das hat sich beispielsweise in der COVID-19-Pandemie gezeigt, als aufgrund der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen zahlreiche Waren und Dienstleistungen nicht mehr konsumiert werden konnten und der Warenkorb damit nicht mehr repräsentativ für den Konsum während der Krise war. Weiterhin müssen Qualitätsveränderungen der beobachteten Produkte im Zeitverlauf betrachtet werden. So unterliegen z. B. IT-Produkte einem großen technischen Fortschritt, weshalb die Qualitätsverbesserungen in der Inflationsmessung berücksichtigt werden müssen. Andererseits können Hersteller statt einer Preiserhöhung auch eine Qualitätsverschlechterung des Produktes durchführen, indem etwa die Verpackungsgröße bei gleichem Preis verkleinert wird. Diese und andere Qualitätsveränderungen müssen daher für eine korrekte Inflationsmessung erfasst werden. Daher wenden Statistikbehörden wie das Statistische Bundesamt Methoden zur Qualitätsbereinigung an. Das sind verschiedene statistische Methoden, die sicherstellen sollen, dass trotz qualitativen Veränderungen der Produkte des Warenkorbs "Gleiches mit Gleichem" verglichen wird. In der deutschen Preisstatistik werden unter anderem folgende Methoden zur Qualitätsbereinigung angewendet: Direkter Preisvergleich (Direct Price Comparison) Mengenbereinigung (Package Size Adjustment) Expertenurteil (Judgmental quality adjustment) Hedonische Techniken (Hedonics) Preisänderung interpretiert als reine Qualitätsänderung (Price change taken as quality change) Internationale Studien zeigen, dass die mit Warenkörben ermittelte Inflation systematisch zu hoch liegt. Kernrate Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind. Gefühlte Inflation Gefühlte Inflation bezeichnet die von einigen Konsumenten subjektiv wahrgenommene Inflation, gegenüber der real gemessenen Inflationsrate. Ein Grund für mögliche Abweichungen der gefühlten Inflation zur gemessenen Inflation ist die Tatsache, dass im Warenkorb, der zur Inflationsmessung herangezogen wird, sowohl Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) als auch langlebige Konsumgüter (z. B. Autos) enthalten sind. Daher können die Produkte in Auswahl oder Gewichtung nicht mit jedem individuellen Konsumenten bzw. jeder individuellen Konsumentengruppe übereinstimmen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als die für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als langlebiger Konsumgüter. Auch Preissteigerungen von meist automatisch abgebuchten Zahlungen wie Miete, Versicherungen, Energie und Wasser werden geringer wahrgenommen als bei anderen Gütern. Die moderne Verhaltensökonomik erklärt das Phänomen als kognitive Verzerrung, genauer gesagt als Bestätigungsfehler. Teuro Das Phänomen der gefühlten Inflation wurde insbesondere nach der Einführung des Euro in Deutschland und Österreich breit diskutiert. Dabei kam es nach Umfragen in der deutschen Bevölkerung zu Abweichungen von den statistisch ermittelten Inflationsraten. Aus diesem Grund hat Hans Wolfgang Brachinger in einem gemeinsamen Projekt mit dem Statistischen Bundesamt den Index der wahrgenommenen Inflation für Deutschland berechnet. Es konnte dabei gezeigt werden, dass die wahrgenommene Inflation (gemessen mit Hilfe des Indexes der wahrgenommenen Inflation) bei der Euro-Bargeldeinführung deutlich höher lag als die gemessene Inflationsrate. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Produktkategorien wie Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen relativ höheren Preisanstieg hatten als Produktkategorien wie Computer, Autos oder Pauschalreisen. Eine weitere Erklärung für die gefühlte Abweichung kann auch die schwache Lohnentwicklung sein, die unterhalb der Inflationsrate lag. Die Nettolöhne in Deutschland waren in den 10 Jahren nach Euro-Einführung leicht rückläufig. Die Kaufkraft ist also real gesunken. Auch in Österreich zeigt sich ein Rückgang der Kaufkraft. Effekte Allgemein Inflation spiegelt die Abnahme der Kaufkraft einer Währung wider. Das heißt, wenn das allgemeine Preisniveau steigt, kann jede Währungseinheit insgesamt weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Man unterscheidet dabei zwischen erwarteter und unerwarteter Inflation. Die Effekte der Inflation können davon abhängen, ob es erwartete oder unerwartete Inflation ist. Erwartete Inflation kann von rationalen Akteuren bereits in ökonomische Handlungen und Prognosen integriert werden. Gewerkschaften führen Lohnverhandlungen in Abhängigkeit von der erwarteten Inflationsentwicklung. Unternehmen gestalten die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Inflation. Das ist jedoch kurz- und mittelfristig davon abhängig, inwiefern Starrheiten bei Löhnen und Preisen existieren. Diese können dann nicht sofort an die Inflationserwartungen angepasst werden. Schuldner, die zum Beispiel Schulden mit einem festen Nominalzins haben, erhalten mit steigender Inflationsrate eine Senkung ihres „realen“ Zinssatzes. Der Realzins eines Kredits ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Banken und andere Kreditgeber passen sich dem Inflationsrisiko an, indem sie entweder eine Inflationsrisikoprämie für festverzinsliche Kredite verlangen, oder Kredite mit einem variablen Zinssatz vergeben. Lediglich ein unerwarteter Anstieg der Inflationsrate über die bereits eingepreiste Risikoprämie hinaus würde zu realem Zinsgewinn führen. Negativ Hohe oder unerwartete Inflation gilt als schädlich für die Ökonomie. Sie führt zu Ineffizienzen auf dem Markt und erschwert es Konsumenten und Unternehmen langfristig zu planen. Inflation kann die Produktivität beeinträchtigen, da Unternehmen gezwungen sind, eigene Ressourcen weg von Produkten und Dienstleistungen zu verlagern, um sich auf die Steuerung der Inflation zu konzentrieren. Unsicherheit über die zukünftige Kaufkraft des Geldes führt dazu, dass nominale Vermögenswerte wie Spareinlagen und Anleihen unattraktiver werden, da diese im Falle einer Inflation an Wert verlieren. Dies führt zu höheren Risikoprämien, da Investoren eine Absicherung gegen das eingegangene Inflationsrisiko fordern. Die Folge sind höhere Zinsen, was die Investitionstätigkeit senkt. Bei hoher Inflation wird die Kaufkraft von Personen mit fixem Nominaleinkommen, zu Personen mit variablem Einkommen umverteilt, da deren Einkommen mit der Inflation besser Schritt halten können. Diese Umverteilung der Kaufkraft findet auch zwischen internationalen Handelspartnern statt. Wenn feste Wechselkurse bestehen, führt Inflation dazu, dass sich die Importe aus diesem Währungsraum verteuern. Dies kann sich auf die Handelsbilanz auswirken. Bei flexiblen Wechselkursen führt unerwartete Inflation zu erhöhter Volatilität der Wechselkurse, was sich negativ auf den Handel auswirken kann. Horten Die Menschen kaufen langlebige und/oder nicht verderbliche Waren und andere Güter als Vermögensaufbewahrung, um die erwarteten Verluste durch die sinkende Kaufkraft des Geldes zu vermeiden, die zu einer Verknappung der gehorteten Güter führen. Soziale Unruhen Hohe, nicht durch höhere Löhne hervorgerufene Inflation kann zu massiven Demonstrationen und Revolutionen führen. Die Inflation und insbesondere die Nahrungsmittelinflation wird beispielsweise als einer der Hauptgründe für die Revolution in Tunesien 2010/2011 und die Revolution in Ägypten 2011 angesehen. Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali wurde gestürzt, auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde nach nur 18 Tagen Demonstrationen gestürzt, und die Proteste breiteten sich bald in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Hyperinflation Wenn die Inflation zu hoch wird, kann dies dazu führen, dass die Menschen ihre Verwendung der Währung stark einschränken, was zu einer Beschleunigung der Inflationsrate führt. Die hohe und sich beschleunigende Inflation stört das normale Funktionieren der Wirtschaft massiv und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Waren zu liefern. Hyperinflation kann dazu führen, dass die Landeswährung nicht mehr verwendet wird (z. B. in Nordkorea), was zur Einführung einer Außenwährung (Dollarisierung) führt. Allokative Ineffizienz Eine Änderung des Angebots oder der Nachfrage nach einem Gut führt normalerweise zu einer Änderung seines relativen Preises. Dies signalisiert den Käufern und Verkäufern, dass sie als Reaktion auf die neuen Preise Ressourcen neu zuteilen sollten. Aber wenn sich Preise aufgrund von hoher Inflation ständig ändern, sind Preisänderungen aufgrund echter relativer Preissignale schwer von Preisänderungen aufgrund allgemeiner Inflation zu unterscheiden. Dadurch können die Agenten nur langsam darauf reagieren. Die Folge ist ein Verlust an allokativer Effizienz. Preisanpassungskosten Bei hoher Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufig ändern, um mit den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Aber oft verursacht das Ändern von Preisen selbst wieder Kosten. So müssen Preisschilder und Verträge neu gedruckt, oder ganze Preiskalkulationen neu berechnet werden, was Ressourcen bindet. Man nennt diese Kosten Preisanpassungskosten. Positiv Arbeitsmarkt Die Nominallöhne passen sich nur langsam nach unten an. Dies kann zu anhaltenden Ungleichgewichten und hoher Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen. Da die Inflation die Reallöhne auch bei konstanten Nominallöhnen sinken lässt, ermöglicht eine moderate Inflation ein schnelleres Gleichgewicht auf den Arbeitsmärkten. Dies gilt, insofern die Löhne nicht in Lohnverhandlungen an die Inflation angepasst werden können. Liquiditätsfalle Eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge ist die Möglichkeit, die Leitzinsen festzulegen, also den Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können. Daneben gibt es die Offenmarktpolitik, d. h. Interventionen der Zentralbank auf dem Rentenmarkt, mit dem Ziel, den nominalen Zinssatz zu senken. Beide Maßnahmen sollen die allgemeinen Zinsen senken, um dadurch positive Konjunktureffekte auszulösen. Befindet sich eine Ökonomie in einer Rezession mit bereits niedrigen oder sogar null Nominalzinsen, kann die Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken, um die Wirtschaft anzukurbeln – diese Situation wird als Liquiditätsfalle bezeichnet. Diese Situation kann aber durch niedrige und konstante Inflation verhindert werden. Mundell-Tobin-Effekt Robert Mundell stellte fest, dass eine moderate Inflation die Sparer veranlassen würde, Kredite durch Spareinlagen zu ersetzen, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Diese Substitution würde dazu führen, dass die Realzinssätze für das Marktgleichgewicht sinken. Der niedrigere Realzins würde zu einer höheren Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen führen. In ähnlicher Weise zeigte James Tobin, dass eine solche Inflation Unternehmen dazu veranlassen würde, Investitionen in Sachkapital (Anlagen, Ausrüstung und Vorräte) durch Geldguthaben in ihren Vermögensportfolios zu ersetzen. Diese Substitution würde bedeuten, sich für Investitionen mit niedrigeren realen Renditen zu entscheiden. (Die Renditen sind niedriger, da bereits früher Investitionen mit höheren Renditen getätigt wurden.) Sofern die Wirtschaft nicht bereits nach Modellen der Wachstumstheorie überinvestiert, würden diese zusätzlichen Investitionen positive Effekte haben. Formen Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: akzelerierte Phase (steigende, beschleunigte) – stabilisierte (gleichbleibende) Phase – dezelerierte (abnehmende) Phase. Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Der Begriff „Inflation“ bezeichnete ursprünglich die Inflationen der frühen 1920er Jahre, die heute als schwere oder Hyperinflationen gelten. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Leichte Inflation (bis etwa 5 % Wertverlust im Jahr) hat nachfragefördernde Wirkung, da Leute ihr Geld ausgeben oder investieren wollen. Freilich verlangen sie für Investitionen immer noch eine Liquiditätsprämie, das heißt die Renditen müssen deutlich über der Inflationsrate liegen. Bei schwerer Inflation (ab rund 5 % Wertverlust im Jahr) verliert das Tauschmittel Geld seinen Wert schneller als andere Güter (zum Beispiel Immobilien, Aktien, Sachkapital allgemein) und büßt daher die Wertmaßstabsfunktion und Wertaufbewahrungsfunktion ein, stattdessen wird eine Ersatzwährung verwendet, so zum Beispiel Zigaretten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der US-Dollar in der Türkei (früher) oder Argentinien. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, überschulden sich. Besonders schwere Inflationen mit monatlichen Wertverlusten von über 50 % werden auch als Hyperinflationen bezeichnet. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Schwere Inflationen waren in der Geschichte unter anderem zu beobachten: die Preisrevolution im 16. Jahrhundert, um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (siehe Kipper- und Wipperzeit und Kursächsische Kippermünzstätten), in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat, um 1920 bis 1924 in Österreich, um 1923 in Deutschland und in Ungarn, 1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform), 1945–1946 in Ungarn (siehe Pengő) Nach den beiden Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 kam es zu relativ hohen Inflationsraten. In den 1970er Jahren trugen auch andere Faktoren zu relativ hohen Inflationsraten bei, jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien, jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien (→ Brasilianischer Real), um 1995 in Mexiko (→ Peso), um 1997 in Südostasien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise), um 2002 in Argentinien, Hyperinflation 2008/2009 in Simbabwe; nach dessen Abschaffung im Oktober 2015 hatte das Land bis 2019 keine eigene Währung mehr. Laut dem CATO Institute betrug die Hyperinflation in Simbabwe per Ende Oktober 2008 gegenüber Ende Oktober 2007 2,79 Trillionen %. Ursachen Die Geldmenge wird weithin als wichtigste Ursache für hohe Inflationen bis Hyperinflationen und langfristige Inflationsraten akzeptiert. Folglich existiert unter Ökonomen inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Inflationsrate auf lange Sicht im Wesentlichen von der Wachstumsrate der Geldmenge im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum abhängt. Kurz- und mittelfristig kann die Inflation aber außerdem durch die relative Elastizität von Löhnen, Preisen, Zinssätzen, Angebot und Nachfrage, sowie der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beeinflusst werden. Außerdem spielen die Erwartungen der ökonomischen Agenten eine wesentliche Rolle. Geldmenge Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung: . Dabei ist Geldmenge Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Preisniveau Reale Produktion An der umgestellten Gleichung bzw. an der Darstellung mit Änderungsraten kann man erkennen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn (bei Konstanz der jeweiligen beiden anderen Größen) die Geldmenge zunimmt (Geldschöpfung), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunimmt (empirische Untersuchungen zeigen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig annähernd konstant bleibt), die reale Produktion (das Handelsvolumen) sinkt. Betrachtet man alle vier Größen gleichzeitig, entsteht nach der Quantitätsgleichung Inflation () dann, wenn das Geldmengenwachstum () größer ist als die Differenz aus der Änderung des Handelsvolumens und der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit (). Die Inflation lässt sich also kurz- bis mittelfristig nicht auf eine Ausweitung der Geldmenge reduzieren, sondern es müssen ebenso die Umlaufgeschwindigkeit und die reale Produktion betrachtet werden. Der langfristige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung ist empirisch gut belegt. Auf kurze bis mittlere Sicht kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Zusammenhang kommen. Angebot Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; ) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind. Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will. Nachfrage Kommt es zur Nachfragesoginflation (), sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach Gütern derart schnell, dass die Angebotsseite nicht durch Anheben des mengenmäßigen Angebots reagieren kann und stattdessen die Preise nach den Marktgesetzen steigen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich. Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Man unterscheidet zusätzlich zwischen „hausgemachter“ und „importierter“ Nachfragesoginflation, je nachdem, ob die Nachfrage aus dem In- oder Ausland herrührt. Erwartungen Die Erwartungen der ökonomischen Agenten über zukünftige Inflationsraten sind sehr wichtig in der Ökonomie. Sie können die Inflationsraten, Zinssätze und damit die Konjunktur wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel werden Unternehmen abhängig von ihren Inflationserwartungen unternehmerische Entscheidungen, etwa über Investitionen, treffen. Konsumenten passen ihr Konsumverhalten abhängig von ihren Inflationserwartungen an. Der Kommunikation der Geldpolitik kommt somit eine Schlüsselrolle zu. Notenbanken nutzen Kommunikationsstrategien wie Forward guidance, um die Inflationserwartungen von Märkten und Konsumenten zu beeinflussen. Studien zeigen eine konjunkturstabiliserende Wirkung. Theorien Über die Ursachen der Inflation gab es historisch verschiedene Theorien. Dabei ist besonders Debatte zwischen Monetaristen und Keynesianern hervorzuheben. Diese wurden im Rahmen der neukeynesianischen Synthese zusammengeführt. Der Neukeynesianismus stellt die heute allgemein akzeptierte makroökonomische Theorie dar. Daneben gibt es heterodoxe Theorien über Inflation. Diese werden vom ökonomischen Mainstream nicht geteilt. Keynesianismus Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden (Phillips-Kurve). Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt (siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate). Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus – man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK), Synonym Transformationskurve – so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer (vgl. Nachfrage-Sog-Inflation oben). Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist. Monetarismus Der Monetarismus sieht allein im Wachstum der Geldmenge die Ursache für Inflation. Milton Friedman prägte dafür den griffigen Slogan:„Money matters“ – „Es kommt auf die Geldmenge an“. Inflation sei immer und überall ein monetäres Phänomen. Der Monetarismus griff eine zentrale Annahme der keynesianischen Inflationstheorie an: die Phillips-Kurve. Friedman und Edmund Phelps (der kein Monetarist war) schlugen eine "erweiterte" Form der Phillips-Kurve vor, die die Möglichkeit eines stabilen, langfristigen Kompromisses zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ausschloss. Die Ölschocks der 1970er Jahre führten zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Inflation, wodurch Friedman und Phelps empirisch bestätigt wurden. Der Monetarismus war in den frühen 1980er Jahren besonders einflussreich. Er verlor in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder an Einfluss, da es den Zentralbanken schwerfiel, die Geldmenge anstelle der Zinssätze zu steuern. NKM Die neue klassische Makroökonomie (NKM) forderte zentrale Annahmen des Keynesianismus heraus. Die theoretische Weiterentwicklung war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die Modellbildung durch Robert Lucas. Zuvor hatten keynesianische Ökonomen im Allgemeinen mit adaptive Erwartungen gearbeitet, bei denen angenommen wurde, dass ökonomische Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Rationalen Erwartungen bedeuten eine höhere Komplexität der Agenten. Zum Beispiel werden Verbraucher nicht einfach eine Inflationsrate von 2 % annehmen, nur weil dies der Durchschnitt der letzten Jahre war. Sie werden sich mit der aktuellen Geldpolitik und den wirtschaftlichen Bedingungen befassen, um eine eigene Prognose zu erstellen. Die NKM konnte zeigen, dass unter Annahme von perfekter Preiselastizität und rationalen Erwartungen Geldpolitik nur zu Inflation führe und keine konjunkturellen Effekte aufwies. Neukeynesianismus Die moderne keynesianische Theorie geht davon aus, dass Veränderungen der Geldmenge langfristig die Inflationsrate bestimmen, aber kurzfristig durchaus von Lohn und Preisstarrheiten beeinflusst werden können. Außerdem treffen Agenten ökonomische Entscheidungen oft aufgrund von unvollständigen Informationen. Daher kann Fiskal- und Geldpolitik zu einem effizienteren makroökonomischen Ergebnis führen, als Laissez-faire-Politik. Der Neukeynesianismus stellt den gegenwärtigen internationalen Konsens der Makroökonomik dar. Er ist eine Synthese aus Monetarismus, NKM, sowie einigen Elementen des klassischen Keynesianismus. Der Neukeynesianismus führte zur Entwicklung von dynamischen stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen (DSGE), welche heute von vielen Zentralbanken zur Modellierung der Geldpolitik eingesetzt werden. Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen. Heterodoxe Theorien Es gibt Inflationstheorien, die vom Mainstream der ökonomischen Wissenschaft nicht geteilt werden. Österreichische Schule Ludwig von Mises, ein Vertreter der Österreichischen Schule, verstand unter Inflation die Ausweitung (lat. inflare) der ungedeckten Geldmenge. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten. Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern, die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank- und Finanzwesens zu finden (Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln, Zentralbankwesen, Teilreservebanken, Währungsmonopol usw.). Aus dieser Sicht geht auch hervor, dass die Inflation sich nicht gleichmäßig in allen Preisen widerspiegelt, sondern durch Cantillon-Effekte beeinflusst wird. Produktionskosten Die klassischen Ökonomen wie Adam Smith, David Ricardo bis hin zu Karl Marx vertraten eine Produktionskostentheorie des Geldes. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: „Das Verhältnis zwischen dem Werte des Goldes und Silbers und dem irgendwelcher anderer Güter hängt … von dem Verhältnis zwischen der Menge Arbeit ab, die nötig ist, um eine bestimmte Menge Gold und Silber, und der Menge Arbeit, die nötig ist, um eine bestimmte Menge irgendeiner anderen Art auf den Markt zu bringen.“ Die Warenpreise konnten nach der Arbeitswertlehre also nur dann dauerhaft steigen, wenn die Arbeitsproduktivität bei der Gold- oder Silbergewinnung dauerhaft rascher gesteigert werden konnte, als diejenige bei der Produktion der anderen Waren. Nach der Produktionskostentheorie des Geldes (oder nach der Arbeitswerttheorie) führten die großen Gold- und Silberimporte aus Südamerika nach der Entdeckung Amerikas nicht deshalb zu einer Inflation in Europa, weil das viele Gold eine vergleichsweise kleine Menge an Waren „jagte“ – das sagt die Quantitätstheorie des Geldes –, sondern weil plötzlich weniger Arbeitszeit erforderlich war, um eine bestimmte Menge an Gold oder Silber zu gewinnen. Die Ausdehnung der Geldmenge (Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen) war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle. Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt. Die Erhöhung der Geldmenge war also nur Symptom der Verminderung des Wertes der einzelnen Goldmünze. Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Die Wirtschaftssubjekte wollten Gold nicht unter Wert gegen Waren tauschen, so die Annahme der Klassiker. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Aber beispielsweise während der Koalitionskriege floss aus Großbritannien sehr viel Gold ins Ausland ab oder wurde gehortet. Schließlich wurde die Goldeinlösungspflicht für Papierbanknoten durch den englischen Staat aufgehoben. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Die stabilen Preise der Waren in Gold ausgedrückt und die steigenden Preise der Waren in Papiergeld ausgedrückt. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Wird aber in Notzeiten von den Banken der Papiergeldumlauf über den notwendigen Goldumlauf gesteigert, dann steigen genau in dem Maße die Preise in Papiergeld ausgedrückt. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Dann „jagen“ aber zu viele Banknoten zu wenige Waren. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen. Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Steuerung Geldpolitik Obwohl sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik die Inflation beeinflussen können, verlassen sich die meisten Länder seit den 1980er Jahren hauptsächlich auf die Geldpolitik, um die Inflation zu steuern. Wenn eine Inflation über ein akzeptables Niveau hinaus auftritt, kann die Zentralbank des Landes den Zinssatz erhöhen, was in der Regel das Wachstum der Geldmenge verlangsamt oder stoppt. Einige Zentralbanken haben ein symmetrisches Inflationsziel, während andere die Inflation nur kontrollieren, wenn sie einen Schwellenwert überschreitet.Im 21. Jahrhundert befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und stetige Inflationsrate. In den meisten Ländern haben die Zentralbanken oder andere Währungsbehörden die Aufgabe, den Interbankenzins stabil auf niedrigem Niveau und die Zielinflationsrate von etwa 2 bis 3 % zu halten. Zentralbanken streben eine niedrige Inflationsrate an, weil sie glauben, dass eine hohe Inflation wirtschaftliche Kosten verursacht, da Unsicherheit in den Erwartungen über Unterschiede in den relativen Preisen und über die Inflationsrate erzeugt würde. Das Ziel ist daher eine niedrige positive Inflationsrate und nicht eine Null- oder negative Inflationsrate, da letztere Rezessionen verursachen oder verschlimmern könnte. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen) Inflation verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich in einem wirtschaftlichen Abschwung schneller anzupassen. Ferner verringert sie das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die Geldpolitik daran hindert, die Wirtschaft zu stabilisieren. Höhere Zinsen reduzieren die Geldmenge der Wirtschaft, weil weniger Menschen Kredite nachfragen. Wenn Banken Kredite vergeben, werden die Krediterlöse in der Regel auf Bankkonten eingezahlt, die Teil der Geldmenge sind. Wenn also eine Person einen Kredit zurückzahlt und keine anderen Kredite als Ersatz vergeben werden, sinkt die Höhe der Bankeinlagen und damit die Geldmenge. Als beispielsweise der Federal Funds Rate in den frühen 1980er Jahren 15 % überstieg, fiel die Menge der Federal Reserve Dollar um 8,1 % von 8,6 Billionen US-Dollar auf 7,9 Billionen US-Dollar. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Debatte zwischen Keynesianern und Monetaristen über das geeignete Instrument zur Kontrolle der Inflation. Monetaristen betonen eine niedrige und stetige Wachstumsrate der Geldmenge, während die Keynesianer betonen, dass die Gesamtnachfrage während der Wirtschaftsexpansion reduziert und die Nachfrage während der Rezession erhöht wird, um die Inflation stabil zu halten. Andere Methoden Goldstandard Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem das gemeinsame Tauschmittel einer Region Papiernoten sind, die normalerweise frei in voreingestellte, feste Goldmengen umgewandelt werden können. Der Standard legt fest, wie die Golddeckung umgesetzt wird, einschließlich der Menge an Gold pro Währungseinheit. Die Währung selbst hat keinen intrinsischen Wert, wird aber von Händlern akzeptiert, da sie gegen die entsprechende Menge Goldes eingelöst werden kann. Der Goldstandard wurde durch die internationale Übernahme des Bretton-Woods-Systems teilweise aufgegeben. Unter diesem System waren alle anderen wichtigen Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar gebunden, der selbst von der US-Regierung zu einem Kurs von 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Das Bretton-Woods-System brach 1971 zusammen, was dazu führte, dass die meisten Länder auf Fiatgeld umstiegen – Geld, das nur durch die Gesetze und Rechtssicherheit des Landes garantiert wird. Bei einem Goldstandard würde die langfristige Inflationsrate (oder Deflation) durch die Wachstumsrate des Goldangebots im Verhältnis zur Gesamtproduktion bestimmt. Kritiker argumentieren, dass dies zu willkürlichen Schwankungen der Inflationsrate führen und die Geldpolitik im Wesentlichen durch den Goldabbau bestimmt würde. Dies hätte in wirtschaftlichen Abschwüngen katastrophale Folgen. Der Goldstandard wird besonders von Vertretern der heterodoxen Österreichischen Schule propagiert. Preiskontrollen Eine andere historische Methode zur Inflationssteuerung waren Lohn- und Preiskontrollen. Lohn- und Preiskontrollen haben sich in Kriegszeiten in Kombination mit Rationierung bewährt. Ihre Verwendung in anderen Kontexten ist jedoch weitaus gemischter. Zu den bemerkenswerten Misserfolgen bei ihrer Verwendung gehört die Einführung von Lohn- und Preiskontrollen im Jahr 1972 durch Richard Nixon. Viele Ökonomen halten Preisbindungen für sinnlos oder schädlich. Im Allgemeinen werden Lohn- und Preiskontrollen als vorübergehende und außergewöhnliche Maßnahme angesehen, die nur in Verbindung mit Maßnahmen zur Verringerung der zugrunde liegenden Inflationsursachen während des Lohn- und Preiskontrollregimes wirksam sind, z. B. wenn der Krieg gewonnen wird. Sie haben oft sehr negative Auswirkungen aufgrund der verzerrten Preissignale, die sie an den Markt senden. Künstlich niedrige Preise führen oft zu Knappheit und Engpässen und schrecken zukünftige Investitionen ab, was zu weiterem Mangel führt. Die übliche ökonomische Analyse zeigt, dass jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die zu niedrig bepreist wird, zu stark konsumiert wird. Wenn beispielsweise der offizielle Brotpreis zu niedrig ist, wird es zu wenig Brot zu den festgelegten Preisen geben und der Markt wird zu wenig in die Brotherstellung investieren, um den zukünftigen Bedarf zu decken, wodurch das Problem langfristig verschärft wird. Abgrenzung Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind. Kassenhaltung Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch (staatlich) administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor. Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten (Schwarzmarkt) gemessen werden. Ob Inflation vorliegt, ist also eine Frage der Anerkennung einer Definitions-Autorität. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar. Externer Preisschock Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus. Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Inflationssteuer Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort, das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt. Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert (dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist). Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen. Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Siehe auch Liste der Länder nach Inflationsrate Lohn-Preis-Spirale Geräuschlose Kriegsfinanzierung Kippertaler der Kipper- und Wipperinflation Kippermünzstätten (Kursachsen) – Münzstätten der Kipper- und Wipperinflation Böse Halser der Schinderlingszeit, eine Inflation (1457–1460) Shrinkflation Literatur Inflation – Inflationstheorien – Geldpolitik. In: Gabler Wirtschaftslexikon, Gabler Verlag Hans H. Lechner: Währungspolitik. De Gruyter, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-11-007412-5. Fritz Neumark: Inflationsprobleme – Alt und Neu. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (= Göttinger Universitätsreden. Heft 59). Weblinks Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreis-Index für Deutschland Verbraucherpreis-Index für Österreich Schweizerischer Landesindex der Konsumentenpreise Statistiken der EZB (englisch) Inflation in den Neuen Bundesländern (in Quartalsberichten) Jürgen Pätzold: Das Inflationsproblem. Ursachen und Strategien. Informationen und Daten zum US-CPI beim Bureau of Labor Statistics Einzelnachweise
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Eröffnung Konten mit jedem der hier erwähnten Forex Broker und Scalping für mindestens einen Monat, um ein Ergebnis zu erhalten wäre eine sehr schwierige Aufgabe. Also, hoffentlich werden wir von anderen Händlern über ihre Erfahrungen zu hören. Bitte senden Sie uns eine Zeile in Form eines Kommentars unten. In den nächsten Tagen werde ich mich mit Ihnen in Verbindung setzen, um zu erörtern, wie unsere Dienstleistungen zu Ihrem besten Vorteil zu nutzen. Was ist die beste Telefonnummer mit Ihnen Kontakt aufnehmen Bitte beachten Sie, dass meine Forschung basiert nicht auf ein echtes Konto mit jedem Broker und tatsächlichen Scalping ohne Probleme. Also, es gibt keine Möglichkeit, ich kann garantieren, dass Sie gehen können und scalp frei mit einem dieser Makler. Wenn Ihr Vermittler nicht sogar einen einzelnen schnellen Handel toleriert, muss es etwas falsch mit companys Weise des Durchführens des Geschäfts sein. Es gibt keinen Grund, eine skalpierende Ordnung zu verweigern, sogar einige von ihnen in einer Reihe, da es für einen Händler normal ist, seine Positionen schnell anzupassen, wenn er nicht mehr glaubt, dass ein Handel gut sein wird. Nicht-aggressiven Stil, was bedeutet, ein Trader haben langfristige Trades zusammen mit kurzlebigen Trades einmal in eine Weile. Forex Broker, die Skalping ohne bekannte Einschränkungen zu ermöglichen: ActivTrades - Micro-Lot-Handelsdienst ist möglicherweise nicht mit allen Scalping-Techniken kompatibel und kann daher nach entsprechender Benachrichtigung vorübergehend oder dauerhaft aus den betroffenen Konten entfernt werden. Scalpers sind willkommen, auf Interbankkonten handeln. Da es schwierig ist, solche Positionen auf dem Markt zu decken, müssten wir die Spreads erhöhen oder Handelslimits für Kunden mit permanenten Skalpierungsstrategien anwenden. Alpha Capital Markets - Scalping ist erlaubt, aber überwacht. Banque - wir haben kein Problem mit Scalpers, da wir eine riesige Liquidität haben. Doch über einer 5-Millionen-Transaktion würden wir es vorziehen, mit Ihnen zu sprechen, bevor Sie genau verstehen, wie Sie arbeiten. CMC Märkte - dont total einschränkt, aber aktiv entmutigt scalping. CornerTrader - Scalping ist erlaubt, wird aber überwacht. EToro - Mindestaufenthaltsdauer 5 Minuten. Finotec Trading Inc - Scalping ist möglich, aber nicht ganz toleriert. Forex Club - Skalierer, die viele Anführungszeichen ohne Ausführungen anfordern, werden Sie auf den unteren Rand der Liste gestellt und erhalten weniger Priorität. HYCM - Scalping ist erlaubt, aber es wird überwacht. ICM Capital - Scalping erlaubt, aber überwacht. Aufträge, die nicht länger als 2 Minuten verbleiben, bevor sie geschlossen werden oder die Zeit, die vor der Ausführung einer Sperrreihenfolge verbleibt können von der Gesellschaft storniert werden. FXBM - scalping wird überwacht. Strafe kann dazu führen, dass Gewinne und Rabatte verfallen. Wo Skalping definiert ist als: Nexsus Financial Markets - Scalping ist erlaubt, wird aber überwacht. One Financial Markets - Scalping ist erlaubt, aber seine überwacht. Profiforex - Scalping ist erlaubt, aber überwacht. Tick geschlossen sind, sind kündbar. Bestellungen länger, die 1 Minute sind fein. SuperForex - Scalping ist erlaubt, aber überwacht. Windsor Brokers - bei Windsor neigen wir dazu, unseren Klienten zu geben, die Handelsstrategien zu verwenden, die zu ihrem Bedarf passen und wenn die Klientenhandelsstrategien als unangebrachtes unser unprofessional betrachtet werden, das der Kunde offiziell empfohlen wird, bevor er irgendeine Tätigkeit betreffend sein Konto nimmt. Forex Broker, die nicht erlauben Scalping. Nächste Sache zu verstehen ist, warum Aktienoptionen so verhalten, wie sie tun. Warum sind diese technischen Kenntnisse als Advanced Options Trading Kenntnisse eingestuft, weil dieses Wissen Ihnen ein besseres Verständnis, warum Optionen verhalten, wie sie so tun, dass Sie in der Lage, zusätzliche Trading-Chancen zu nutzen. Optionsstrategien sind Möglichkeiten, verschiedene Optionen zu kombinieren, um Positionen zu schaffen, die von mehr als einer Richtung profitieren. Es gibt 4 Hauptkategorien von Optionen Strategien Bullische Optionen Strategien können Sie profitieren, wenn die zugrunde liegende Aktie steigt, können Bearish Optionen Strategien können Sie profitieren, wenn die zugrunde liegende Aktie sinkt, profitieren Neutral Optionen Strategien, wenn die zugrunde liegenden Aktien stagniert oder innerhalb einer engen Handelsspanne und volatile Optionen Strategien profitieren, wenn die zugrunde liegenden Aktien entweder Weg oder wenn implizite Volatilität ausbricht. Optionen-Spreads sind Optionen-Positionen aus dem gleichzeitigen Kauf und Verkauf von Mehrfachoptionsverträgen, die als Ganzes funktionieren, um spezifische Auszahlungsprofile oder Risikographen zu erstellen. Es sind diese spezifischen Auszahlung Profile, die alle die verschiedenen Arten von Optionen Strategien zu schaffen. Verstehen, welche Optionen Spreads macht es leichter, die Arbeit Mechanik hinter diesen Optionen Strategien zu verstehen. Studieren Sie das Tutorial auf Options Spreads jetzt. Sie wissen auch durch den Options Trading Basics Leitfaden, dass der innere Wert davon abhängt, wo der Ausübungspreis in Relation zum Preis des zugrunde liegenden Bestandes ist oder was als Optionen Moneyness bekannt ist. Allerdings, was Sie nicht wissen, ist, wie extrinsische Wert ist preislich. Diese mathematischen Modelle wurden bekannt als Optionen Preismodelle und die beliebteste von allen ist bekannt als die Black-Scholes-Modell. Diese 5 Hauptfaktoren sind die Empfindlichkeit gegenüber der Kursveränderung des Basiswerts Delta , die Änderung der Empfindlichkeitsrate Gamma , der Zinssätze rho , der Volatilität vega sowie der Zeit bis zum Verfall theta. Mit dem Black-Scholes-Modell kann der theoretische Wert aller Aktienoptionskontrakte leicht erreicht werden, so dass Optionshändler diesen Wert mit dem tatsächlich am Markt gehandelten Markt vergleichen können, um festzustellen, ob ein Optionskontrakt über - oder unterbezahlt ist. Erweiterte Optionen Trading - Optionen Auslaufzyklen Haben Sie sich jemals gefragt, warum bestimmte Aktien Optionen für bestimmte Verfall Monate haben, während einige andere Aktien haben weniger oder mehr Auslauf Monate In der Tat haben Sie sich jemals gefragt, warum bestimmte Aktien haben 2 Sätze der gleichen Ablaufmonat Optionen Die Grund für all dies ist, dass Optionen für unterschiedliche Auslaufzyklen jedem einzelnen Bestand zugeordnet sind. Mit einer Kombination von Optionen für verschiedene Ablaufzyklen Konten für verschiedene Bestände mit Optionen mit verschiedenen Ablaufmonaten. Diese 5 Faktoren sind leidenschaftlich bekannt für die Optionen-Trading-Gemeinschaft als die Optionen Greeks, oder einfach, die Griechen. Obwohl die Genauigkeit des Black-Scholes-Modells weiterhin von der Optionshandelsgemeinschaft beeinträchtigt wird, scheint es überhaupt keine Frage bezüglich der Nützlichkeit und Genauigkeit der von dem Modell verwendeten Griechen zu geben. Optionen Griechen haben es ermöglicht, eine Vielzahl von interessanten Optionen Trading-Strategien genau zu berechnen, um Prämien aus noch präziseren Bewegungen ernten und noch besser absichern ein Portfolio. Wissen Sie, dass Sie tatsächlich Positionen schaffen können, die nicht davon betroffen sind, wie sich die zugrundeliegende Aktie oder der Markt überhaupt bewegt Solche Optionenhandelspositionen werden als Delta-neutrale Positionen bezeichnet. Market Maker lieben einfach Delta-neutrale Positionen. Durch den Delta-neutralen Handel schaffen Sie eine genau berechnete Position, die jegliche Aufwärts - oder Abwärtsbewegung in der zugrunde liegenden Aktie ausgleicht, um zu profitieren, wenn die implizite Volatilität der zugrunde liegenden Aktie ansteigt oder vom gesamten Zeitabfall der Position profitiert. Der Kurs des Basiswertes beeinflusst den Intrinsic Value, während die implizite Volatilität den extrinsischen Wert bestimmt. Je höher die implizite Volatilität, desto höher der Kurs einer Option aufgrund eines höheren extrinsischen Wertes. Die implizite Volatilität wird weitgehend durch die Nachfrage beeinflusst. Wenn die Nachfrage nach dem zugrunde liegenden Basiswert oder seinen Optionen steigt, steigt auch die implizite Volatilität. Implizite Volatilität öffnet die Tür zu einer anderen interessanten Geld machen Gelegenheit mit Aktienoptionen, die die Spekulation auf zukünftige Volatilität anstelle von spezifischen Bewegungen in der zugrunde liegenden Aktie ist. Wenn Sie Optionen kaufen, wenn implizite Volatilität niedrig ist, stehen Sie zu Profit, wenn implizite Volatilität steigt schnell, auch wenn die zugrunde liegenden Bestand stagniert. Market Makers sind verantwortlich für die Aufrechterhaltung eines liquiden Markt für Optionen und stellt sicher, dass Sie auf jeden Fall in der Lage sein zu kaufen sowie verkaufen Optionen auf dem Markt. Market Maker tun, indem sie ihre individuellen Angebot und fragen Angebote für jeden Optionsvertrag auf dem Markt zu allen Zeiten. Daher wird es nie zu einem Punkt kommen, wo niemand verkauft Ihnen Optionen, die Sie kaufen möchten oder dass niemand kauft die Optionen, die Sie verkaufen möchten. Level 2 Quotes zeigt alle Zitate, die von jedem einzelnen Market Maker in jeder Optionsbörse zur Verfügung gestellt werden, so dass Sie wählen können, welche Market Maker mit Level 2 Zitate zu tun haben, sind entscheidend für Options Trader Nutzung Daytrading-Strategien mit dem Ziel, 0,10 oder 0,20 schnell innerhalb des Tages zu machen. Diese Flexibilität, um eine Long-Position in eine Short-Position umzuwandeln und umgekehrt, reduziert Provisionen und erhöht die Option Trader-Fähigkeit, Vorteil zu ziehen Der flüchtigen, sich schnell verändernden Umwelt. Die Kunst der Kombination einer Art von Optionen und oder Aktien, um ein Äquivalent eines anderen Typs von Optionen zu schaffen, wird als synthetische Positionierung bezeichnet. Optionen Arbitrage ist, wenn spezielle Optionen Strategien verwendet werden, um die Vorteile von Optionen Preisdiskrepanzen zu nutzen. Solche Diskrepanzen sind selten und werden sehr schnell ausgefüllt, aber sie bieten die einzige Quelle für risikofreie Gewinne im Optionshandel. Legging in eine Position kann jeder Teil der Optionen Trading-Strategien zu günstigen Preisen gefüllt werden, wodurch die Rentabilität oder einfach Gewährleistung der Rentabilität. Studiere jetzt das Tutorial auf Legging. Erweiterte Optionen Trading - Optionen Zuordnung Wenn Sie ein Optionshändler verfolgen Credit Spreads und Optionen Schreibstrategien sind, dann müssen Sie sich der Tatsache bewusst sein, dass Ihre Positionen automatisch jederzeit zugeordnet werden konnten, vor expiration. Students von Derivaten Preis zunächst lernen Black - Scholes-Theorie, in der die Volatilität eines Vermögenswertes als konstant angenommen wird. Allerdings, wenn die Arbeit in der Finanzbranche zu arbeiten, ist das allererste, was jeder Derivate-Profi-Profi lernen muss, dass diese Annahme falsch ist, und es ist ein implizites Volatilität Lächeln. In diesem Kurs werden wir lernen, was das Lächeln ist und warum es existiert und lernen, wie man Wert Vanille und exotischen Derivatverträge richtig mit Lächeln. Das Kursmaterial ist auf Aktien-, Devisen - und Rohstoffderivatehandel sowie einige Zinsinstrumente anwendbar. Ich werde erklären, was Option Volatilität ist und warum seine wichtig. Ill dann Blick auf einige der wichtigsten Optionen Handelsstrategien und wie steigende und sinkende Volatilität wird sie beeinflussen. Die Option Volatilität spiegelt sich in dem griechischen Symbol Vega wider, das als der Betrag definiert wird, den der Preis einer Option im Vergleich zu einer Änderung der Volatilität ändert. Alle anderen Beträge keine Aktienkursbewegungen, Zinssätze und keine Zeitverkürzung , Optionspreise werden zunehmen, wenn die Volatilität ansteigt und sich die Volatilität verringert. Daher steht es zu begründen, dass Käufer von Optionen diejenigen, die lange entweder Anrufe oder Puts , von einer erhöhten Volatilität profitieren und die Verkäufer werden von einer verminderten Volatilität profitieren. Hier ist ein theoretisches Beispiel, um die Idee zu demonstrieren. Lets Blick auf eine Aktie bei 50 Preisen. Betrachten Sie eine 6-monatige Call-Option mit einem Basispreis von Wenn die implizite Volatilität 90 ist, beträgt der Optionspreis 12,50 Wenn die implizite Volatilität 50 ist, ist der Optionspreis 7,25 Wenn die implizite Volatilität ist 30, ist der Optionspreis 4,50 Dies zeigt Ihnen, dass je höher die implizite Volatilität, desto höher der Optionspreis. Unten sehen Sie drei Schirmschüsse, die ein einfaches at-the-money lange Aufforderung mit 3 verschiedenen Niveaus der Volatilität reflektieren. Das erste Bild zeigt den Anruf, wie es jetzt ist, ohne Veränderung der Volatilität. Sie können sehen, dass die aktuelle breakeven mit 67 Tagen bis zum Verfall ,74 aktuellen SPY-Preis ist und wenn die Aktie stieg heute auf , würden Sie ,63 Gewinn haben. Das zweite Bild zeigt den Anruf gleichen Ruf, aber mit einer 50 Anstieg der Volatilität dies ist ein extremes Beispiel, um meinen Standpunkt zu zeigen. Sie können sehen, dass die aktuelle breakeven mit 67 Tagen bis zum Verfall ist jetzt 95,34 und wenn die Aktie stieg heute auf , hätten Sie 1. Sie können sehen, dass die aktuelle breakeven mit 67 Tagen bis zum Verfall ist jetzt ,86 und wenn die Aktie stieg heute auf , würden Sie einen Verlust von ,99 haben. Diese Daten können Sie kostenlos kostenlos von ivolatility. Sie können auch sehen, dass die aktuellen Ebenen der IV, sind viel näher an der 52 Woche hoch als die 52 Wochen niedrig. Dies zeigt, dass dies möglicherweise eine gute Zeit, um auf Strategien, die von einem Rückgang der IV profitieren zu suchen. Hier sehen wir diese grafisch dargestellten Informationen. Sie können sehen, gab es eine riesige Spitze Mitte Oktober Generell, wenn Sie sehen, IV-Spikes wie diese, sie sind kurzlebig, aber bewusst sein, dass die Dinge können und noch schlimmer, wie im Jahr , so dont nur davon ausgehen, dass die Volatilität wird wieder auf ein normales Niveau innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen. Daher wird sich, wenn sich die implizite Volatilität ändert, eine Auswirkung auf die Strategieleistung ergeben. Positive Vega-Strategien wie lange Puts und Anrufe, Backspreads und lange Stranglesstraddles am besten, wenn die implizite Volatilität steigt. Klar, zu wissen, wo implizite Volatilität sind und wo sie wahrscheinlich gehen, nachdem Sie einen Handel platziert haben, können den Unterschied in den Ergebnissen der Strategie. Es ist eine bekannte Zahl, da sie auf vergangenen Daten basiert. Als Optionen-Trader interessieren wir uns mehr dafür, wie volatil eine Aktie während der Dauer unseres Handels sein wird. Historische Volatilität gibt einige Anleitung, wie volatil eine Aktie ist, aber das ist keine Möglichkeit, zukünftige Volatilität vorherzusagen. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Optionspreismodelle. Dies könnte beinhalten und Ergebnis Ankündigung oder die Freisetzung von Arzneimittelstudie Ergebnisse für ein pharmazeutisches Unternehmen. Der gegenwärtige Zustand des allgemeinen Marktes wird auch in Implied Vol. Wenn die Märkte ruhig sind, sind die Volatilitätsschätzungen niedrig, aber in Zeiten der Marktbelastung werden Volatilitätsschätzungen angehoben. Sehen Sie sich ein Beispiel an und gehen davon aus, dass wir heute den folgenden Handel platzieren Okt 14, Wir würden auch von diesem Handel profitieren, wenn alles andere gleich ist , implizite Volatilität sinkt. Das erste Bild ist das Auszahlungsdiagramm für den oben erwähnten Handel unmittelbar nach seiner Platzierung. Beachten Sie, wie wir Vega von ,53 sind. Dies bedeutet, dass die Nettoposition von einem Rückgang der Implied Vol. Das zweite Bild zeigt, wie das Auszahlungsdiagramm aussehen würde, wenn es einen Drop in Implied Vol. Dies ist ein ziemlich extremes Beispiel, das ich kenne, aber es zeigt den Punkt. Pros und Nachteile der Trading Forex. Wenn Sie beabsichtigen, Währungen handeln, und betrachten die vorherigen Kommentare über Makler Risiko, die Vor-und Nachteile von Handel Devisen sind wie folgt ausgelegt. Leverage muss sorgfältig und vorsichtig verwendet werden, wenn es darum geht, irgendwelche Vorteile zu bieten. Zwei Möglichkeiten, um die Forex-Märkte. Besides Handel für einen Gewinn oder Rendite, kann Devisenhandel verwendet werden, um ein Aktienportfolio abzusichern Wenn beispielsweise ein Aktienportfolio in einem Land baut, in dem es möglich ist, dass die Aktie den Wert steigert, liegt der Nachteil Risiko in Bezug auf die Währung, zum Beispiel in den USA in der jüngsten Geschichte, dann könnte ein Trader das Aktienportfolio besitzen und den Dollar gegen den Schweizer Franken oder Euro verkürzen. Diese Art von Handel ist bekannt als Ein Carry-Trade Zum Beispiel kann ein Trader den australischen Dollar gegen den japanischen Yen kaufen Da der japanische Zinssatz 05 ist und der australische Zinssatz zuletzt gemeldet ist, ist ein Trader, der 4 auf seinem Handel verdienen kann. Für mehr, lesen Sie die Grundlagen von Forex Fundamentals. In beiden Fällen muss der Händler wissen, wie man Charts verwenden Für das Timing ihrer Trades, da gutes Timing ist das Wesen des profitablen Handels Und in beiden Fällen und in allen anderen Handelsaktivitäten muss der Trader seine eigenen Persönlichkeitsmerkmale gut genug wissen, damit er oder sie nicht gegen gute Handelsgewohnheiten mit verletzt Schlechte und impulsive Verhaltensmuster Lassen Sie Logik und guten gesunden Menschenverstand Erinnern Sie sich an das alte französische Sprichwort, Fortune begünstigt den gut vorbereiteten Verstand, um festzustellen, welche Art von Handel für Sie am besten ist, sehen Sie, welche Art von Forex Trader Sie sind. Das Risiko, dass sich der Wert der Investitionssituation aufgrund einer Änderung des absoluten Zinsniveaus ändert, ist die dezentralisierte Softwareplattform, die es ermöglicht, dass SmartContracts und Distributed Applications Apps gebaut werden. As ein Swing Trader mit einer Reihe von versucht-und-true Swing-Trading-Strategien ist wichtig, wenn Sie wirklich wollen, um das Gewinnpotenzial von jedem Markt zu maximieren. Und die Trades Sie nehmen kann für einen Tag bis zu mehreren Tagen und sogar Wochen und möglicherweise länger, wenn der Handel noch funktioniert und Sie sind nicht gestoppt. Schwingen Händler neigen dazu, zu handeln Die täglichen Diagramme und einige können sogar unten zu den kürzeren Zeitrahmendiagrammen erhalten, um einen guten Eintrag oder Ausgang zu wählen, der unter Verwendung der Preisaktionstechniken gefunden werden kann. Jeder Swing Trader ist anders, was bedeutet, dass eine Swing-Trading-Strategie, die ich verwende, wird nicht für Sie geeignet sein, weil Ihre Trading-Persönlichkeit ist anders als meine. Sie haben Ihre eigenen bevorzugten Swing t Rading Techniken und Methoden und angesichts dessen, habe ich eine erstaunliche Liste von Swing-Trading-Strategien auf dieser Website, wo Sie durchsuchen können, studieren und hoffentlich werden Sie eine, die am besten für Sie. Diese sind Forex Trading-Strategien für Anfänger geeignet für diejenigen, die nur versuchen, in den Forex-Markt zu wagen. These sind Forex Trading-Strategien, die ein bisschen komplexer sein können, aber sobald Sie verstehen, sind sie ganz einfach. So idealerweise mit Swing-Trading, in einem Aufwärtstrend zum Beispiel, Händler werden auf der Suche nach Pullbacks und in einem Abwärtstrend zu kaufen, werden Händler suchen, um in einer Rallye verkaufen Dies sind die Preisstruktur Oder Preisschwankungen, die es dem Swing Trader erlauben, in einem besseren Preis mit einem guten Risiko Belohnungsverhältnis zu bekommen. The Antwort ist ja und nein Und Hier s warum. Oben oben, dass es wirklich bis zu Ihnen entscheiden, welche Art von Forex Trading System Sie wollen eine Forex Trading-Strategie, die für Sie arbeitet nicht unbedingt für mich arbeiten, weil unsere Persönlichkeiten Sind anders. Ich bin ein starker Gläubiger in der Handhabung der einfachen und einfachen Handelssysteme Geld zu verdienen Trading mit Preis-Aktion ist, was ich tue, und sicherlich gibt es viele Forex Preis Aktion Handelsstrategien hier auch. Für Diejenigen, die sind neu und würde gerne mehr über Swing Trading wissen, sind Sie auch an der richtigen Stelle. What ist ein Leuchter. Was ist ein gleitender Durchschnitt. Was ist eine Währung verbreitet. What diese Website, ist alles über ist vor allem über Forex Trading Ausbildung mit Trading-Strategien und Systemen, die viele Menschen für ihre Handelsgeschäfte verwenden. If Sie wan t, um mehr über Swing Trading wissen, gut , klicken Hier oder hier werden Sie all das lernen, aber für eine Liste von Forex Trading-Strategien, die für Swing Trading verwendet werden können, scrollen Sie unten unten. Um ein erfolgreicher Swing Trader zu werden, ist keine leichte Aufgabe Wenn jemand Ihnen sagt, dass Swing Trading ist einfach, Sie besser nicht glauben, dass. Der erste Schritt zu einem profitablen Swing Trader ist eine effektive oder zuverlässige Swing-Trading zu finden Strategie, die Sie bequem in use. Then zweiten Schritt ist es, streng zu folgen, die Regeln Ihrer Swing-Trading-Strategie und dies erfordert Disziplin, weil Sie in der Lage, die Regeln des Trading-System zu folgen, auch wenn Sie leiden einige verliert und die natürliche Neigung Wäre es, Handelssysteme zu wechseln oder nach einer neuen Handelsstrategie zu suchen oder noch schlimmer, Handel ohne Handelssystem. Aber auch von diesen Trades zu lernen, die nicht rentabel geworden sind Wenn du alles von dem Buch gefolgt bist und die Trades unrentabel geworden sind Sie haben sehr gut getan Warum Weil Sie die Disziplin gehabt haben, um Ihrem Trading System s Regeln zu folgen. Learning, wie man schwingen Handel in Forex-Markt kann ruhig anspruchsvoll sein, ohne das Wissen erforderlich, um erfolgreich zu sein. Wenn Sie lesen die Informationen in dieser Website ist es gehofft, dass Sie werden. Every Trader ist anders und daher muss jeder zu erforschen und zu testen die vielen Verschiedene Swing-Trading-Strategien, die verfügbar sind Sie haben eine Swing-Trading-Strategie, die passt zu finden. Es gibt viele Swing-Trading-Strategien in dieser Website Haben Sie eine lesen, erkunden sie, Demo Handel sie und bekommen ein Gefühl von jedem und sehen, wie Sie sich über fühlen Es ist bereit, anzupassen oder zu modifizieren, um Ihren Bedürfnissen anzupassen. Sie werden hier viele Swing-Trading-Strategien sehen, die diesen Charakter haben werden. Learn über Leuchter - das wird dir helfen, die zu sehen Markt-Stimmung und machen Sie Ihre Handelsentscheidungen einfacher. Sie müssen diese Chart-Muster wissen Zeichnen und nutzen die Trendlinien - Sie werden begeistert sein, wie der Preis auf Trendlines reagiert. Dieses einfache Statistik-Tool explodiert mein Forex-Konto von Up bis abo Ut vor einem jahr war ich ruhig und hinter den szenen handeln für mich und clients. But eines Tages, dass alle geändert, wenn ich beschlossen, dass ich brauchte, um einen Unterschied zu machen und helfen, echte Forex-Systeme, die work. Beating Die Forex-Märkte sollten nicht kompliziert sein. Forex ist spannend und einfach Ort, um Geld zu verdienen, wenn Sie lernen, das Spiel den richtigen Weg zu spielen. Es gibt einen Grund 95 von Händlern Geld zu verlieren, weil die meisten von Emotionen, über Risiko und über Hebelwirkung selbst kontrolliert werden. Let mich zeigen Sie. How To Average über 2. Es ist möglich, über 2. Sie werden gehen müssen, um einige manuelle handeln. Sie müssen mehr Paare zu handeln, viele weitere Paare. Ihr Ziel für jeden Handel muss mehr als ein paar Pips. Sie brauchen ein System, das in der Lage ist, alle 3 zu erreichen Vorherige Punkte. Welder Handel manuell ist überlegen, automatisierte Handel. Automatisierte Handel hat seinen Platz in dieser Welt, ich persönlich lieben Handel Roboter, aber es gibt viele Situationen, wo manueller Handel ist überlegen, Automatisierung. Wenn Handel manuell haben Sie die Macht, Trades zu identifizieren Dass ein Roboter nicht immer erkennen kann, sind Sie auch dynamischer und in der Lage zu sagen, vielleicht ist heute nicht ein guter Tag zu handeln. Stellen Sie es auf diese Weise gibt es zwei Möglichkeiten, um mehr zu handeln, können Sie eine Strategie, die oft handeln, oder Sie können eine Strategie, die weniger handeln, aber genauer, was Sie bevorzugen. Sie müssen die Handelsfrequenz zu erhöhen, aber der einzige Weg, dies zu tun, ohne die Genauigkeit zu zerstören ist, mehr Paare zu handeln. Nicht jede Strategie Ist in der Lage, fast jedes Paar zu handeln, aber ich zeige Ihnen in ein paar Momente, wie Sie bis zu 27 Paare mit hoher Genauigkeit handeln können. Mit dem Handel von 27 Paaren gibt es viele Handelschancen. Jeder Handel, den Sie machen sollten, sollten viele ansammeln Mehr Pips. Was Trading System kann über 27 Währung Paare und immer noch durchschnittlich über 2. Es gibt nicht viele öffentlich zugänglich Forex Trading-Systeme, die so viele Paare handeln können und leicht übertreffen Tausende von Pips pro Monat. Glücklicherweise habe ich ein solches System geschaffen, ich persönlich benutze es, aber noch wichtiger ist, dass ich es für dich zur Verfügung stelle, um für dich selbst zu benutzen. Gib dir die Gelegenheit, genau so zu handeln, wie ich es mit wahnsinniger Genauigkeit und Akkumulation von Gewinn mache. Sie sind ein Anfänger oder Advanced Forex Trader. Aktuell ist es nicht wirklich wichtig Swing Trader PRO ist wirklich einfach zu handeln , Es ist ein fortgeschrittenes Konzept, das einfach zu bedienen und zu bedienen ist. Hier sind ein paar Beispiel-Charts mit Handelsmöglichkeiten. Alle 3 dieser Trades über zusammen sammelte eine satte 1. Th Bei s mindestens Es ist wirklich so einfach. Jetzt, schauen Sie, wie die Handels-Chance entdeckt wurde, sieht es aus Wie eine Trendlinie oder vielleicht sogar ein Kanal rechts. Es ist eigentlich mehr fortgeschritten, als es aussieht, aber einfach zu handeln, fast wie eine Trendlinie. Anstatt dies eine Black Box, lassen Sie sich darüber reden, wie die Strategie funktioniert, so können Sie Verstehen, warum dieses System rentabel ist und warum es auf so vielen Paaren funktioniert. STOP Don t Sorge, wenn das klingt verwirrend, auch für mich diese Definition macht wenig Sinn Es ist nicht wirklich wichtig, Sie verstehen es, ich bin nur versuchen, transparent mit Ihnen und nicht verstecken nichts. Es ist fast wie Trendhandel, aber viel fortgeschrittener und sehr genau. Die meisten Forex Trader, die mich kennen, wissen, dass ich liebe zu verwenden Filter und Bestätigungen zu überprüfen, dass ein Handel gültig ist und falsche Handelseinträge zu vermeiden. Ich versorgen Sie mit ein paar kleine Tricks Tools, um Ihnen zu helfen, zu identifizieren Trades, die vermieden werden sollten und Trades, die sollte In gleich gesprungen werden. Allerdings don t vergessen, es kann wirklich mit nur ein paar Minuten Arbeit am Tag gehandelt werden. Was über die Verwaltung von Trades nach ihnen Open. Fast 12 Prozent aller Hypothekennehmer waren Ende vergangenen Jahres mindestens 90 Tage mit ihren Zahlungen im Verzug, wie die irische Zentralbank bekannt gab. Vor einem Jahr lag diese Quote noch bei 9 Prozent. Mitinhaber James Gibbons sagte, Leesons persönliche Geschichte sei der wichtigste Einstellungsgrund gewesen: Gibbons traf Leeson vor einigen Jahren bei einem Empfang in Belfast, bei dem der von seinen Erfahrungen berichtete. Seit damals beschäftige er sich mit dem Leid der irischen Kreditnehmer, die um ihre Existenz fürchten. Leeson selbst wollte keinen Kommentar abgeben. Aber es gibt immer eine. Der damals jährige, der den Future-Handel in Singapur leitete, verschätzte sich bei der Entwicklung japanischer Aktien und verdoppelte dann seien Wetten, um die Verluste auszugleichen.
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q-de-2202
Was ist Inflation und wie wird sie definiert?
Inflation, auch Preissteigerungsrate oder Teuerung, bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Steigt das allgemeine Preisniveau, kann jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen kaufen (Verteuerung). Folglich spiegelt die Inflation eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit wider – ein realer Wertverlust des Zahlungsmittels. Das Gegenteil von Inflation ist Deflation, ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Das übliche Maß für die Inflation ist die Inflationsrate, die annualisierte prozentuale Veränderung eines allgemeinen Preisindexes, normalerweise eines Verbraucherpreisindexes, im Zeitverlauf. Es ist ökonomischer Konsens, dass sowohl Deflation, als auch sehr hohe Inflationsraten und Hyperinflation schädlich sind. Heute befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und konstante Inflationsrate. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen Inflation) verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich im Abschwung schneller anzupassen, und verringert das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die geldpolitische Stabilisierung der Wirtschaft verhindert. Die Aufgabe, die Inflationsrate niedrig und stabil zu halten, wird in der Regel den Zentralbanken übertragen. Sie sollen die Inflationsrate durch Geldpolitik steuern. Dazu nutzen Zentralbanken verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik, die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken, sowie Kommunikationsstrategien wie Forward guidance. Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an. Die Ansichten darüber, welche Faktoren niedrige, moderate oder gar sehr hohe Inflationsraten bestimmen, sind unterschiedlich. Es ist ein aktuelles Forschungsthema der Makroökonomie. Eine niedrige oder moderate Inflation kann auf Schwankungen der realen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder auf Veränderungen des verfügbaren Angebots, beispielsweise bei Knappheiten, zurückgeführt werden. Außerdem können die Inflationserwartungen der ökonomischen Agenten einen wesentlichen Einfluss haben. Inflation beeinflusst Ökonomien auf verschiedene Weisen. Zu den Effekten gehört ein Anstieg der Opportunitätskosten für das Halten von Geld, was Sparen unattraktiver macht und Verschuldung oder Konsum begünstigt. Es kann bei hoher Inflation sogar zu Knappheit kommen, da die Verbraucher aus Sorge vor einem weiteren Preisanstieg Güter horten. Zu den positiven Effekten einer stabilen niedrigen Inflation zählt die Vermeidung von Ineffizienzen, die mit einer Deflation einhergehen. Definition Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Historisch bedeutete Inflation dabei einen spezifischen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Handelsbedarf. Heute verwenden Ökonomen den Begriff Inflation ausschließlich, um sich auf steigende Preisniveaus zu beziehen. Eine Zunahme der Geldmenge kann als monetäre Inflation bezeichnet werden, um sie von steigenden Preisen zu unterscheiden, die der Übersichtlichkeit halber als Preisinflation bezeichnet werden. Ökonomen sind sich einig, dass die Preisinflation auf lange Sicht mit einer Erhöhung der Geldmenge zusammenhängt. Kurz- und mittelfristig können aber andere Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen. Inflation bezieht sich auf die allgemeine Preisentwicklung, nicht auf Änderungen bestimmter Preise. Kaufen Konsumenten beispielsweise mehr Gurken als Tomaten, werden Gurken teurer und Tomaten billiger. Diese Veränderungen sind jedoch keine Inflation – sie spiegeln lediglich eine Veränderung in den Präferenzen der Konsumenten wider. Das Wort Inflation stammt aus dem Lateinischen: das Substantiv „inflatio“, bedeutet „Sichaufblasen“ und stammt vom Verb „flare“ ab, was „blasen“ bedeutet. Andere Begriffe der Wirtschaftswissenschaft im Zusammenhang mit Inflation sind: Deflation – ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus Disinflation – ein Rückgang der Inflationsrate Hyperinflation – eine außer Kontrolle geratene Inflationsspirale Stagflation – eine Kombination aus Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit Reflation – ein Versuch, das allgemeine Preisniveau anzuheben, um einem Deflationsdruck entgegenzuwirken Vermögenspreisinflation – ein allgemeiner Anstieg der Preise von finanziellen Vermögenswerten, wie Aktien, Immobilien oder Gold, ohne einen entsprechenden Anstieg der Preise von Gütern oder Dienstleistungen Messung Da die Inflation als allgemeiner Anstieg des Preisniveaus definiert wird, hängt die Messung der Inflation davon ab, wie das allgemeine Preisniveau bestimmt ist. Es existieren dabei verschiedene mögliche Maßzahlen für das Preisniveau. Benötigt wird ein breiter Preisindex, der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen in der Wirtschaft abbildet. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCEPI) und der BIP-Deflator sind einige Beispiele für solche breiten Preisindizes. Die EZB verwendet zur Messung der Inflation der Eurozone den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt festgesetzt wird. Außerdem werden die Kostenänderungen zum Erwerb von typischen nationalen Konsumbündeln auf das Niveau der Eurozone aggregiert. Neben dieser Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften auch der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen. Warenkorb Verbraucherpreisindizes basieren anders als der BIP-Deflator auf einem repräsentativ ausgewählten Warenkorb. Auf Grundlage dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Kosten der Waren und Dienstleistungen und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat ermittelt in Deutschland das Statistische Bundesamt, in Österreich die Statistik Austria und in der Schweiz das Bundesamt für Statistik die Preissteigerungen und veröffentlicht sie. Messungen der Inflation mittels Warenkörben nehmen implizit an, dass sich das Konsumentenverhalten über definierte Zeiträume nicht verändert. Daher könne sich eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Inflation und der gemessenen Inflation ergeben. Abrupte Änderungen im Konsumentenverhalten können die Inflationsmessung ebenfalls gewichtungsbedingt verzerren. Das hat sich beispielsweise in der COVID-19-Pandemie gezeigt, als aufgrund der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen zahlreiche Waren und Dienstleistungen nicht mehr konsumiert werden konnten und der Warenkorb damit nicht mehr repräsentativ für den Konsum während der Krise war. Weiterhin müssen Qualitätsveränderungen der beobachteten Produkte im Zeitverlauf betrachtet werden. So unterliegen z. B. IT-Produkte einem großen technischen Fortschritt, weshalb die Qualitätsverbesserungen in der Inflationsmessung berücksichtigt werden müssen. Andererseits können Hersteller statt einer Preiserhöhung auch eine Qualitätsverschlechterung des Produktes durchführen, indem etwa die Verpackungsgröße bei gleichem Preis verkleinert wird. Diese und andere Qualitätsveränderungen müssen daher für eine korrekte Inflationsmessung erfasst werden. Daher wenden Statistikbehörden wie das Statistische Bundesamt Methoden zur Qualitätsbereinigung an. Das sind verschiedene statistische Methoden, die sicherstellen sollen, dass trotz qualitativen Veränderungen der Produkte des Warenkorbs "Gleiches mit Gleichem" verglichen wird. In der deutschen Preisstatistik werden unter anderem folgende Methoden zur Qualitätsbereinigung angewendet: Direkter Preisvergleich (Direct Price Comparison) Mengenbereinigung (Package Size Adjustment) Expertenurteil (Judgmental quality adjustment) Hedonische Techniken (Hedonics) Preisänderung interpretiert als reine Qualitätsänderung (Price change taken as quality change) Internationale Studien zeigen, dass die mit Warenkörben ermittelte Inflation systematisch zu hoch liegt. Kernrate Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind. Gefühlte Inflation Gefühlte Inflation bezeichnet die von einigen Konsumenten subjektiv wahrgenommene Inflation, gegenüber der real gemessenen Inflationsrate. Ein Grund für mögliche Abweichungen der gefühlten Inflation zur gemessenen Inflation ist die Tatsache, dass im Warenkorb, der zur Inflationsmessung herangezogen wird, sowohl Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) als auch langlebige Konsumgüter (z. B. Autos) enthalten sind. Daher können die Produkte in Auswahl oder Gewichtung nicht mit jedem individuellen Konsumenten bzw. jeder individuellen Konsumentengruppe übereinstimmen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als die für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als langlebiger Konsumgüter. Auch Preissteigerungen von meist automatisch abgebuchten Zahlungen wie Miete, Versicherungen, Energie und Wasser werden geringer wahrgenommen als bei anderen Gütern. Die moderne Verhaltensökonomik erklärt das Phänomen als kognitive Verzerrung, genauer gesagt als Bestätigungsfehler. Teuro Das Phänomen der gefühlten Inflation wurde insbesondere nach der Einführung des Euro in Deutschland und Österreich breit diskutiert. Dabei kam es nach Umfragen in der deutschen Bevölkerung zu Abweichungen von den statistisch ermittelten Inflationsraten. Aus diesem Grund hat Hans Wolfgang Brachinger in einem gemeinsamen Projekt mit dem Statistischen Bundesamt den Index der wahrgenommenen Inflation für Deutschland berechnet. Es konnte dabei gezeigt werden, dass die wahrgenommene Inflation (gemessen mit Hilfe des Indexes der wahrgenommenen Inflation) bei der Euro-Bargeldeinführung deutlich höher lag als die gemessene Inflationsrate. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Produktkategorien wie Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen relativ höheren Preisanstieg hatten als Produktkategorien wie Computer, Autos oder Pauschalreisen. Eine weitere Erklärung für die gefühlte Abweichung kann auch die schwache Lohnentwicklung sein, die unterhalb der Inflationsrate lag. Die Nettolöhne in Deutschland waren in den 10 Jahren nach Euro-Einführung leicht rückläufig. Die Kaufkraft ist also real gesunken. Auch in Österreich zeigt sich ein Rückgang der Kaufkraft. Effekte Allgemein Inflation spiegelt die Abnahme der Kaufkraft einer Währung wider. Das heißt, wenn das allgemeine Preisniveau steigt, kann jede Währungseinheit insgesamt weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Man unterscheidet dabei zwischen erwarteter und unerwarteter Inflation. Die Effekte der Inflation können davon abhängen, ob es erwartete oder unerwartete Inflation ist. Erwartete Inflation kann von rationalen Akteuren bereits in ökonomische Handlungen und Prognosen integriert werden. Gewerkschaften führen Lohnverhandlungen in Abhängigkeit von der erwarteten Inflationsentwicklung. Unternehmen gestalten die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Inflation. Das ist jedoch kurz- und mittelfristig davon abhängig, inwiefern Starrheiten bei Löhnen und Preisen existieren. Diese können dann nicht sofort an die Inflationserwartungen angepasst werden. Schuldner, die zum Beispiel Schulden mit einem festen Nominalzins haben, erhalten mit steigender Inflationsrate eine Senkung ihres „realen“ Zinssatzes. Der Realzins eines Kredits ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Banken und andere Kreditgeber passen sich dem Inflationsrisiko an, indem sie entweder eine Inflationsrisikoprämie für festverzinsliche Kredite verlangen, oder Kredite mit einem variablen Zinssatz vergeben. Lediglich ein unerwarteter Anstieg der Inflationsrate über die bereits eingepreiste Risikoprämie hinaus würde zu realem Zinsgewinn führen. Negativ Hohe oder unerwartete Inflation gilt als schädlich für die Ökonomie. Sie führt zu Ineffizienzen auf dem Markt und erschwert es Konsumenten und Unternehmen langfristig zu planen. Inflation kann die Produktivität beeinträchtigen, da Unternehmen gezwungen sind, eigene Ressourcen weg von Produkten und Dienstleistungen zu verlagern, um sich auf die Steuerung der Inflation zu konzentrieren. Unsicherheit über die zukünftige Kaufkraft des Geldes führt dazu, dass nominale Vermögenswerte wie Spareinlagen und Anleihen unattraktiver werden, da diese im Falle einer Inflation an Wert verlieren. Dies führt zu höheren Risikoprämien, da Investoren eine Absicherung gegen das eingegangene Inflationsrisiko fordern. Die Folge sind höhere Zinsen, was die Investitionstätigkeit senkt. Bei hoher Inflation wird die Kaufkraft von Personen mit fixem Nominaleinkommen, zu Personen mit variablem Einkommen umverteilt, da deren Einkommen mit der Inflation besser Schritt halten können. Diese Umverteilung der Kaufkraft findet auch zwischen internationalen Handelspartnern statt. Wenn feste Wechselkurse bestehen, führt Inflation dazu, dass sich die Importe aus diesem Währungsraum verteuern. Dies kann sich auf die Handelsbilanz auswirken. Bei flexiblen Wechselkursen führt unerwartete Inflation zu erhöhter Volatilität der Wechselkurse, was sich negativ auf den Handel auswirken kann. Horten Die Menschen kaufen langlebige und/oder nicht verderbliche Waren und andere Güter als Vermögensaufbewahrung, um die erwarteten Verluste durch die sinkende Kaufkraft des Geldes zu vermeiden, die zu einer Verknappung der gehorteten Güter führen. Soziale Unruhen Hohe, nicht durch höhere Löhne hervorgerufene Inflation kann zu massiven Demonstrationen und Revolutionen führen. Die Inflation und insbesondere die Nahrungsmittelinflation wird beispielsweise als einer der Hauptgründe für die Revolution in Tunesien 2010/2011 und die Revolution in Ägypten 2011 angesehen. Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali wurde gestürzt, auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde nach nur 18 Tagen Demonstrationen gestürzt, und die Proteste breiteten sich bald in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Hyperinflation Wenn die Inflation zu hoch wird, kann dies dazu führen, dass die Menschen ihre Verwendung der Währung stark einschränken, was zu einer Beschleunigung der Inflationsrate führt. Die hohe und sich beschleunigende Inflation stört das normale Funktionieren der Wirtschaft massiv und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Waren zu liefern. Hyperinflation kann dazu führen, dass die Landeswährung nicht mehr verwendet wird (z. B. in Nordkorea), was zur Einführung einer Außenwährung (Dollarisierung) führt. Allokative Ineffizienz Eine Änderung des Angebots oder der Nachfrage nach einem Gut führt normalerweise zu einer Änderung seines relativen Preises. Dies signalisiert den Käufern und Verkäufern, dass sie als Reaktion auf die neuen Preise Ressourcen neu zuteilen sollten. Aber wenn sich Preise aufgrund von hoher Inflation ständig ändern, sind Preisänderungen aufgrund echter relativer Preissignale schwer von Preisänderungen aufgrund allgemeiner Inflation zu unterscheiden. Dadurch können die Agenten nur langsam darauf reagieren. Die Folge ist ein Verlust an allokativer Effizienz. Preisanpassungskosten Bei hoher Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufig ändern, um mit den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Aber oft verursacht das Ändern von Preisen selbst wieder Kosten. So müssen Preisschilder und Verträge neu gedruckt, oder ganze Preiskalkulationen neu berechnet werden, was Ressourcen bindet. Man nennt diese Kosten Preisanpassungskosten. Positiv Arbeitsmarkt Die Nominallöhne passen sich nur langsam nach unten an. Dies kann zu anhaltenden Ungleichgewichten und hoher Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen. Da die Inflation die Reallöhne auch bei konstanten Nominallöhnen sinken lässt, ermöglicht eine moderate Inflation ein schnelleres Gleichgewicht auf den Arbeitsmärkten. Dies gilt, insofern die Löhne nicht in Lohnverhandlungen an die Inflation angepasst werden können. Liquiditätsfalle Eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge ist die Möglichkeit, die Leitzinsen festzulegen, also den Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können. Daneben gibt es die Offenmarktpolitik, d. h. Interventionen der Zentralbank auf dem Rentenmarkt, mit dem Ziel, den nominalen Zinssatz zu senken. Beide Maßnahmen sollen die allgemeinen Zinsen senken, um dadurch positive Konjunktureffekte auszulösen. Befindet sich eine Ökonomie in einer Rezession mit bereits niedrigen oder sogar null Nominalzinsen, kann die Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken, um die Wirtschaft anzukurbeln – diese Situation wird als Liquiditätsfalle bezeichnet. Diese Situation kann aber durch niedrige und konstante Inflation verhindert werden. Mundell-Tobin-Effekt Robert Mundell stellte fest, dass eine moderate Inflation die Sparer veranlassen würde, Kredite durch Spareinlagen zu ersetzen, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Diese Substitution würde dazu führen, dass die Realzinssätze für das Marktgleichgewicht sinken. Der niedrigere Realzins würde zu einer höheren Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen führen. In ähnlicher Weise zeigte James Tobin, dass eine solche Inflation Unternehmen dazu veranlassen würde, Investitionen in Sachkapital (Anlagen, Ausrüstung und Vorräte) durch Geldguthaben in ihren Vermögensportfolios zu ersetzen. Diese Substitution würde bedeuten, sich für Investitionen mit niedrigeren realen Renditen zu entscheiden. (Die Renditen sind niedriger, da bereits früher Investitionen mit höheren Renditen getätigt wurden.) Sofern die Wirtschaft nicht bereits nach Modellen der Wachstumstheorie überinvestiert, würden diese zusätzlichen Investitionen positive Effekte haben. Formen Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: akzelerierte Phase (steigende, beschleunigte) – stabilisierte (gleichbleibende) Phase – dezelerierte (abnehmende) Phase. Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Der Begriff „Inflation“ bezeichnete ursprünglich die Inflationen der frühen 1920er Jahre, die heute als schwere oder Hyperinflationen gelten. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Leichte Inflation (bis etwa 5 % Wertverlust im Jahr) hat nachfragefördernde Wirkung, da Leute ihr Geld ausgeben oder investieren wollen. Freilich verlangen sie für Investitionen immer noch eine Liquiditätsprämie, das heißt die Renditen müssen deutlich über der Inflationsrate liegen. Bei schwerer Inflation (ab rund 5 % Wertverlust im Jahr) verliert das Tauschmittel Geld seinen Wert schneller als andere Güter (zum Beispiel Immobilien, Aktien, Sachkapital allgemein) und büßt daher die Wertmaßstabsfunktion und Wertaufbewahrungsfunktion ein, stattdessen wird eine Ersatzwährung verwendet, so zum Beispiel Zigaretten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der US-Dollar in der Türkei (früher) oder Argentinien. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, überschulden sich. Besonders schwere Inflationen mit monatlichen Wertverlusten von über 50 % werden auch als Hyperinflationen bezeichnet. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Schwere Inflationen waren in der Geschichte unter anderem zu beobachten: die Preisrevolution im 16. Jahrhundert, um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (siehe Kipper- und Wipperzeit und Kursächsische Kippermünzstätten), in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat, um 1920 bis 1924 in Österreich, um 1923 in Deutschland und in Ungarn, 1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform), 1945–1946 in Ungarn (siehe Pengő) Nach den beiden Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 kam es zu relativ hohen Inflationsraten. In den 1970er Jahren trugen auch andere Faktoren zu relativ hohen Inflationsraten bei, jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien, jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien (→ Brasilianischer Real), um 1995 in Mexiko (→ Peso), um 1997 in Südostasien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise), um 2002 in Argentinien, Hyperinflation 2008/2009 in Simbabwe; nach dessen Abschaffung im Oktober 2015 hatte das Land bis 2019 keine eigene Währung mehr. Laut dem CATO Institute betrug die Hyperinflation in Simbabwe per Ende Oktober 2008 gegenüber Ende Oktober 2007 2,79 Trillionen %. Ursachen Die Geldmenge wird weithin als wichtigste Ursache für hohe Inflationen bis Hyperinflationen und langfristige Inflationsraten akzeptiert. Folglich existiert unter Ökonomen inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Inflationsrate auf lange Sicht im Wesentlichen von der Wachstumsrate der Geldmenge im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum abhängt. Kurz- und mittelfristig kann die Inflation aber außerdem durch die relative Elastizität von Löhnen, Preisen, Zinssätzen, Angebot und Nachfrage, sowie der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beeinflusst werden. Außerdem spielen die Erwartungen der ökonomischen Agenten eine wesentliche Rolle. Geldmenge Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung: . Dabei ist Geldmenge Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Preisniveau Reale Produktion An der umgestellten Gleichung bzw. an der Darstellung mit Änderungsraten kann man erkennen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn (bei Konstanz der jeweiligen beiden anderen Größen) die Geldmenge zunimmt (Geldschöpfung), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunimmt (empirische Untersuchungen zeigen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig annähernd konstant bleibt), die reale Produktion (das Handelsvolumen) sinkt. Betrachtet man alle vier Größen gleichzeitig, entsteht nach der Quantitätsgleichung Inflation () dann, wenn das Geldmengenwachstum () größer ist als die Differenz aus der Änderung des Handelsvolumens und der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit (). Die Inflation lässt sich also kurz- bis mittelfristig nicht auf eine Ausweitung der Geldmenge reduzieren, sondern es müssen ebenso die Umlaufgeschwindigkeit und die reale Produktion betrachtet werden. Der langfristige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung ist empirisch gut belegt. Auf kurze bis mittlere Sicht kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Zusammenhang kommen. Angebot Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; ) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind. Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will. Nachfrage Kommt es zur Nachfragesoginflation (), sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach Gütern derart schnell, dass die Angebotsseite nicht durch Anheben des mengenmäßigen Angebots reagieren kann und stattdessen die Preise nach den Marktgesetzen steigen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich. Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Man unterscheidet zusätzlich zwischen „hausgemachter“ und „importierter“ Nachfragesoginflation, je nachdem, ob die Nachfrage aus dem In- oder Ausland herrührt. Erwartungen Die Erwartungen der ökonomischen Agenten über zukünftige Inflationsraten sind sehr wichtig in der Ökonomie. Sie können die Inflationsraten, Zinssätze und damit die Konjunktur wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel werden Unternehmen abhängig von ihren Inflationserwartungen unternehmerische Entscheidungen, etwa über Investitionen, treffen. Konsumenten passen ihr Konsumverhalten abhängig von ihren Inflationserwartungen an. Der Kommunikation der Geldpolitik kommt somit eine Schlüsselrolle zu. Notenbanken nutzen Kommunikationsstrategien wie Forward guidance, um die Inflationserwartungen von Märkten und Konsumenten zu beeinflussen. Studien zeigen eine konjunkturstabiliserende Wirkung. Theorien Über die Ursachen der Inflation gab es historisch verschiedene Theorien. Dabei ist besonders Debatte zwischen Monetaristen und Keynesianern hervorzuheben. Diese wurden im Rahmen der neukeynesianischen Synthese zusammengeführt. Der Neukeynesianismus stellt die heute allgemein akzeptierte makroökonomische Theorie dar. Daneben gibt es heterodoxe Theorien über Inflation. Diese werden vom ökonomischen Mainstream nicht geteilt. Keynesianismus Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden (Phillips-Kurve). Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt (siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate). Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus – man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK), Synonym Transformationskurve – so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer (vgl. Nachfrage-Sog-Inflation oben). Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist. Monetarismus Der Monetarismus sieht allein im Wachstum der Geldmenge die Ursache für Inflation. Milton Friedman prägte dafür den griffigen Slogan:„Money matters“ – „Es kommt auf die Geldmenge an“. Inflation sei immer und überall ein monetäres Phänomen. Der Monetarismus griff eine zentrale Annahme der keynesianischen Inflationstheorie an: die Phillips-Kurve. Friedman und Edmund Phelps (der kein Monetarist war) schlugen eine "erweiterte" Form der Phillips-Kurve vor, die die Möglichkeit eines stabilen, langfristigen Kompromisses zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ausschloss. Die Ölschocks der 1970er Jahre führten zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Inflation, wodurch Friedman und Phelps empirisch bestätigt wurden. Der Monetarismus war in den frühen 1980er Jahren besonders einflussreich. Er verlor in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder an Einfluss, da es den Zentralbanken schwerfiel, die Geldmenge anstelle der Zinssätze zu steuern. NKM Die neue klassische Makroökonomie (NKM) forderte zentrale Annahmen des Keynesianismus heraus. Die theoretische Weiterentwicklung war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die Modellbildung durch Robert Lucas. Zuvor hatten keynesianische Ökonomen im Allgemeinen mit adaptive Erwartungen gearbeitet, bei denen angenommen wurde, dass ökonomische Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Rationalen Erwartungen bedeuten eine höhere Komplexität der Agenten. Zum Beispiel werden Verbraucher nicht einfach eine Inflationsrate von 2 % annehmen, nur weil dies der Durchschnitt der letzten Jahre war. Sie werden sich mit der aktuellen Geldpolitik und den wirtschaftlichen Bedingungen befassen, um eine eigene Prognose zu erstellen. Die NKM konnte zeigen, dass unter Annahme von perfekter Preiselastizität und rationalen Erwartungen Geldpolitik nur zu Inflation führe und keine konjunkturellen Effekte aufwies. Neukeynesianismus Die moderne keynesianische Theorie geht davon aus, dass Veränderungen der Geldmenge langfristig die Inflationsrate bestimmen, aber kurzfristig durchaus von Lohn und Preisstarrheiten beeinflusst werden können. Außerdem treffen Agenten ökonomische Entscheidungen oft aufgrund von unvollständigen Informationen. Daher kann Fiskal- und Geldpolitik zu einem effizienteren makroökonomischen Ergebnis führen, als Laissez-faire-Politik. Der Neukeynesianismus stellt den gegenwärtigen internationalen Konsens der Makroökonomik dar. Er ist eine Synthese aus Monetarismus, NKM, sowie einigen Elementen des klassischen Keynesianismus. Der Neukeynesianismus führte zur Entwicklung von dynamischen stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen (DSGE), welche heute von vielen Zentralbanken zur Modellierung der Geldpolitik eingesetzt werden. Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen. Heterodoxe Theorien Es gibt Inflationstheorien, die vom Mainstream der ökonomischen Wissenschaft nicht geteilt werden. Österreichische Schule Ludwig von Mises, ein Vertreter der Österreichischen Schule, verstand unter Inflation die Ausweitung (lat. inflare) der ungedeckten Geldmenge. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten. Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern, die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank- und Finanzwesens zu finden (Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln, Zentralbankwesen, Teilreservebanken, Währungsmonopol usw.). Aus dieser Sicht geht auch hervor, dass die Inflation sich nicht gleichmäßig in allen Preisen widerspiegelt, sondern durch Cantillon-Effekte beeinflusst wird. Produktionskosten Die klassischen Ökonomen wie Adam Smith, David Ricardo bis hin zu Karl Marx vertraten eine Produktionskostentheorie des Geldes. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: „Das Verhältnis zwischen dem Werte des Goldes und Silbers und dem irgendwelcher anderer Güter hängt … von dem Verhältnis zwischen der Menge Arbeit ab, die nötig ist, um eine bestimmte Menge Gold und Silber, und der Menge Arbeit, die nötig ist, um eine bestimmte Menge irgendeiner anderen Art auf den Markt zu bringen.“ Die Warenpreise konnten nach der Arbeitswertlehre also nur dann dauerhaft steigen, wenn die Arbeitsproduktivität bei der Gold- oder Silbergewinnung dauerhaft rascher gesteigert werden konnte, als diejenige bei der Produktion der anderen Waren. Nach der Produktionskostentheorie des Geldes (oder nach der Arbeitswerttheorie) führten die großen Gold- und Silberimporte aus Südamerika nach der Entdeckung Amerikas nicht deshalb zu einer Inflation in Europa, weil das viele Gold eine vergleichsweise kleine Menge an Waren „jagte“ – das sagt die Quantitätstheorie des Geldes –, sondern weil plötzlich weniger Arbeitszeit erforderlich war, um eine bestimmte Menge an Gold oder Silber zu gewinnen. Die Ausdehnung der Geldmenge (Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen) war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle. Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt. Die Erhöhung der Geldmenge war also nur Symptom der Verminderung des Wertes der einzelnen Goldmünze. Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Die Wirtschaftssubjekte wollten Gold nicht unter Wert gegen Waren tauschen, so die Annahme der Klassiker. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Aber beispielsweise während der Koalitionskriege floss aus Großbritannien sehr viel Gold ins Ausland ab oder wurde gehortet. Schließlich wurde die Goldeinlösungspflicht für Papierbanknoten durch den englischen Staat aufgehoben. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Die stabilen Preise der Waren in Gold ausgedrückt und die steigenden Preise der Waren in Papiergeld ausgedrückt. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Wird aber in Notzeiten von den Banken der Papiergeldumlauf über den notwendigen Goldumlauf gesteigert, dann steigen genau in dem Maße die Preise in Papiergeld ausgedrückt. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Dann „jagen“ aber zu viele Banknoten zu wenige Waren. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen. Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Steuerung Geldpolitik Obwohl sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik die Inflation beeinflussen können, verlassen sich die meisten Länder seit den 1980er Jahren hauptsächlich auf die Geldpolitik, um die Inflation zu steuern. Wenn eine Inflation über ein akzeptables Niveau hinaus auftritt, kann die Zentralbank des Landes den Zinssatz erhöhen, was in der Regel das Wachstum der Geldmenge verlangsamt oder stoppt. Einige Zentralbanken haben ein symmetrisches Inflationsziel, während andere die Inflation nur kontrollieren, wenn sie einen Schwellenwert überschreitet.Im 21. Jahrhundert befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und stetige Inflationsrate. In den meisten Ländern haben die Zentralbanken oder andere Währungsbehörden die Aufgabe, den Interbankenzins stabil auf niedrigem Niveau und die Zielinflationsrate von etwa 2 bis 3 % zu halten. Zentralbanken streben eine niedrige Inflationsrate an, weil sie glauben, dass eine hohe Inflation wirtschaftliche Kosten verursacht, da Unsicherheit in den Erwartungen über Unterschiede in den relativen Preisen und über die Inflationsrate erzeugt würde. Das Ziel ist daher eine niedrige positive Inflationsrate und nicht eine Null- oder negative Inflationsrate, da letztere Rezessionen verursachen oder verschlimmern könnte. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen) Inflation verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich in einem wirtschaftlichen Abschwung schneller anzupassen. Ferner verringert sie das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die Geldpolitik daran hindert, die Wirtschaft zu stabilisieren. Höhere Zinsen reduzieren die Geldmenge der Wirtschaft, weil weniger Menschen Kredite nachfragen. Wenn Banken Kredite vergeben, werden die Krediterlöse in der Regel auf Bankkonten eingezahlt, die Teil der Geldmenge sind. Wenn also eine Person einen Kredit zurückzahlt und keine anderen Kredite als Ersatz vergeben werden, sinkt die Höhe der Bankeinlagen und damit die Geldmenge. Als beispielsweise der Federal Funds Rate in den frühen 1980er Jahren 15 % überstieg, fiel die Menge der Federal Reserve Dollar um 8,1 % von 8,6 Billionen US-Dollar auf 7,9 Billionen US-Dollar. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Debatte zwischen Keynesianern und Monetaristen über das geeignete Instrument zur Kontrolle der Inflation. Monetaristen betonen eine niedrige und stetige Wachstumsrate der Geldmenge, während die Keynesianer betonen, dass die Gesamtnachfrage während der Wirtschaftsexpansion reduziert und die Nachfrage während der Rezession erhöht wird, um die Inflation stabil zu halten. Andere Methoden Goldstandard Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem das gemeinsame Tauschmittel einer Region Papiernoten sind, die normalerweise frei in voreingestellte, feste Goldmengen umgewandelt werden können. Der Standard legt fest, wie die Golddeckung umgesetzt wird, einschließlich der Menge an Gold pro Währungseinheit. Die Währung selbst hat keinen intrinsischen Wert, wird aber von Händlern akzeptiert, da sie gegen die entsprechende Menge Goldes eingelöst werden kann. Der Goldstandard wurde durch die internationale Übernahme des Bretton-Woods-Systems teilweise aufgegeben. Unter diesem System waren alle anderen wichtigen Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar gebunden, der selbst von der US-Regierung zu einem Kurs von 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Das Bretton-Woods-System brach 1971 zusammen, was dazu führte, dass die meisten Länder auf Fiatgeld umstiegen – Geld, das nur durch die Gesetze und Rechtssicherheit des Landes garantiert wird. Bei einem Goldstandard würde die langfristige Inflationsrate (oder Deflation) durch die Wachstumsrate des Goldangebots im Verhältnis zur Gesamtproduktion bestimmt. Kritiker argumentieren, dass dies zu willkürlichen Schwankungen der Inflationsrate führen und die Geldpolitik im Wesentlichen durch den Goldabbau bestimmt würde. Dies hätte in wirtschaftlichen Abschwüngen katastrophale Folgen. Der Goldstandard wird besonders von Vertretern der heterodoxen Österreichischen Schule propagiert. Preiskontrollen Eine andere historische Methode zur Inflationssteuerung waren Lohn- und Preiskontrollen. Lohn- und Preiskontrollen haben sich in Kriegszeiten in Kombination mit Rationierung bewährt. Ihre Verwendung in anderen Kontexten ist jedoch weitaus gemischter. Zu den bemerkenswerten Misserfolgen bei ihrer Verwendung gehört die Einführung von Lohn- und Preiskontrollen im Jahr 1972 durch Richard Nixon. Viele Ökonomen halten Preisbindungen für sinnlos oder schädlich. Im Allgemeinen werden Lohn- und Preiskontrollen als vorübergehende und außergewöhnliche Maßnahme angesehen, die nur in Verbindung mit Maßnahmen zur Verringerung der zugrunde liegenden Inflationsursachen während des Lohn- und Preiskontrollregimes wirksam sind, z. B. wenn der Krieg gewonnen wird. Sie haben oft sehr negative Auswirkungen aufgrund der verzerrten Preissignale, die sie an den Markt senden. Künstlich niedrige Preise führen oft zu Knappheit und Engpässen und schrecken zukünftige Investitionen ab, was zu weiterem Mangel führt. Die übliche ökonomische Analyse zeigt, dass jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die zu niedrig bepreist wird, zu stark konsumiert wird. Wenn beispielsweise der offizielle Brotpreis zu niedrig ist, wird es zu wenig Brot zu den festgelegten Preisen geben und der Markt wird zu wenig in die Brotherstellung investieren, um den zukünftigen Bedarf zu decken, wodurch das Problem langfristig verschärft wird. Abgrenzung Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind. Kassenhaltung Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch (staatlich) administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor. Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten (Schwarzmarkt) gemessen werden. Ob Inflation vorliegt, ist also eine Frage der Anerkennung einer Definitions-Autorität. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar. Externer Preisschock Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus. Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Inflationssteuer Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort, das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt. Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert (dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist). Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen. Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Siehe auch Liste der Länder nach Inflationsrate Lohn-Preis-Spirale Geräuschlose Kriegsfinanzierung Kippertaler der Kipper- und Wipperinflation Kippermünzstätten (Kursachsen) – Münzstätten der Kipper- und Wipperinflation Böse Halser der Schinderlingszeit, eine Inflation (1457–1460) Shrinkflation Literatur Inflation – Inflationstheorien – Geldpolitik. In: Gabler Wirtschaftslexikon, Gabler Verlag Hans H. Lechner: Währungspolitik. De Gruyter, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-11-007412-5. Fritz Neumark: Inflationsprobleme – Alt und Neu. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (= Göttinger Universitätsreden. Heft 59). Weblinks Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreis-Index für Deutschland Verbraucherpreis-Index für Österreich Schweizerischer Landesindex der Konsumentenpreise Statistiken der EZB (englisch) Inflation in den Neuen Bundesländern (in Quartalsberichten) Jürgen Pätzold: Das Inflationsproblem. Ursachen und Strategien. Informationen und Daten zum US-CPI beim Bureau of Labor Statistics Einzelnachweise
1887 / 73 p. 12 (Deutscher Reichsanzeiger) 1887 / 73 p. 12 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff M j [63113] (61550) Flmenauer Porzellaufabri i F ; [64417] Bilanz der Frankfurter Bauk am 31. Dezember 1886. ; S rzellanfabrik Actien-Gesellschaft. [64537] L i z der Fran!sur — r — Oberlausizer Bank zu Zittau, Debet. rzellanfabrif Actien-Gesellschaft... | Breslauer Disconto-Bauk unter der Firma Breslauer Disconto-Bank, O _Aetiva. B ok s oÆ [2 1) ta E m ° A Vengen Generalgertamaans Ar dad # 36 j ; E T { S S : C wandlun zwischen dem Aufsichtsrath U d den stand an Gold in Barren und E e ¿ L Ls Y1 : S 2 ¿ | äIahr genehmigte Dividende von 9/6 o fan 886 | : A | | — ugo Heimann «& Co. L B E O nd 1 5 DeEa E an: j : E J | einbezahlte 20 000 Aktien à Fl. 500 . 17 142 807116 von heute ab gegen Einlieferung des Dividenden- Dezbr. [An Decort und E 4e 3652/19 Dae [Pér Porzellan-Conto Sra Der unterzeichnete Aufsichtsrath beehrt sih die Mnn Y vastenden Gefellschaftern zu treffen- a. coursfähigem, deutshen geprägten Gelde . . « 9 293 135 66 | 2) Reservefonds: Dezember 188 | | sheines Nr. s Serie 1I. mit i; 31, | « Unfosten, Provision 2c. c. 38/968 64 31. | , Zinsen-Conto . 202/63 Herren Commanditisten zur Statuten E Je Z Aenderung der b. Reichscafsensheinen . « « «e o 69 480, — | b LBaO am 31. “pam e | M Actie | Se Sue, e e «P 237,186/83 " Aderyacht-Conto . 427|— E siebenzehnten 26—47, 51 speciell der §§. 1—8, 10—24, c. M. s E S Lee 0 ; atutenmäßig Ube , | in Zittau an unjerer Casse, taats-,Gemeinde-,Kohlen-Steuer 4,811 90 L 2 cu Pillen, Eren Die Legitimation zur Stimmberechtigung in der 4. Noten anderer Vanlken . L S 4 amis | [ident C G s I en 30. ril cr. 5 e das Cred} ; f E uta | e. Statutenmäßig überwiesen Pro 1886 4 008 700 — Vank, j S j | , Reparaturen und Bauten. . 9,337 33 ; i Nachmittag 4 Uhr, s j Qw E E nur in der, in den Stü 12032 à f 100 M 1 203 200. — | 3) Cours:Reserve für die Effekten des 6d in „Figobou bei der Weimarischen Filial- | Sevae Verluste L tut 681/53 Ln D ee Zus Béele bierlclbit, Me o E uts vorgeschriebenen „Weije ge- E s . ins | en für Mo 5 s | ) zuladen. Ee E L E y ee U E G Die Aktien sind im Geschäftslokale der Gesell- am— — fallener Dividendenschein Þro in Verlin bei der Filiale der Weimarischen Beitrag zum Eisenbahnbau . . 600 — 3399 à „ 900 « 1699 500. — | 2/642 700 4 ernes fnoten: in Leipzig bei der Allgemeinen Deuts silien Tagesord 2'642 700 — | mittirte Banknoten: : | | in Leipzig vet der eute s a L 000|— ie i E eb schaf s 2 hi st, spâtes T5123 215 66 | f Stü 92 750 O... S | | Creditanstalt s Abnutzung der Immobilien 2000 — 1) Die im §. 37 des Slatuts dezeihneten Gegen- saft, Junkernstraße D hierselb, spüleltens T7 | 9 7 4 7 08 | | E, rege ome M M S L 3,000 - S: E 1A zethne ge vierzehn Tage vor der Versammlung zu deponiren, : —l25 000000 — | Zittau, den 16. März 1887. me A 2) Bescblußfasung über Vertheilung des Rein- | Reichebank-Hauptstellen als genügender Beweis des | D. . . . , pla _ e s D E S ao Lc ‘ SDC L eue 5 ge Uc ck e Be eis Oberlausitzer Bank zu Zittau, | « M « «ck « + ati | 9 Vis a A E e Das Hegel. Empertus. | 360,517 36 | 360 517.36 Umwandlung der Commanditgesellshaft auf OSE den n Ss 1887. , Aktien Breslauer Disconto - Bank Hugo T er Auffichtsrath. } Gideon v. Wallenberg- Pachaly. Bilanz- ; S — z-Conto. L. Heimann & Co. in eine Aktiengesellschaft S. Leonhard ») Gutbaben dec Giro-Folium-Inhaber .| + - |* 5 725 559 81 » i ; — / P Guthaben der Conto-Corrent-Gläubiger S 241 023 53 Neustädter Spar Vercin. 1886 | M Ml M S kh M M [4 [64561] 6) Depositen: 9740 à „ 1000 „ 9 740 000. — 5950 , e g. Guthaben auf Giroconto bei dec Reichsbank _2 037 820 §920 460 036 55 3) Bestand Silber in Barren und Son. 4 e 4) We selbestände s | : 7 selbestünde tis 16. Januar 1887? fällig . - + } 3631438 77 | findlihe Guldennoten: | 7 väter fällig er A l Ma » * hs 182 630118 | 1160./5r, 5194./10r, 2,/35r, 40./50r, | : | S TSST1OGS D | 134./100r, 11./500r Fl. , 134 931/96 | [61640] | | | Ï 12950 , e 10 A Am 31. Dezember noch im Umlauf be- 18 814 068/99 b. Remessen-Wechsel auf deutshe Pläße: | bis 15. Januar 1887 fällig . H 389 847. 17 | alc Us + + «+ 2.6 668 260, 22 7 058 097 99 | a. verzinsliche gegen Depositenschein : | | |bruar d. I. die Auflösung der Actien-Gesell: e, Wechsel auf außerdeutsche Pläge. - --+* —-—F 872 166 94 vern bis 15. Januar laufend. . | 4601032 | bac ft M eet Bav deilossen „ Vorräthe an Por- b. 400 Stück mit 5) Lombardforderungen : | | O 8E " E S . | und in das Hande register eingetragen 11, werden zellan, Holz, Kohlen, | 80 % Einzablung | 96,000 — E E ) a. auf Gold und Silber . « M. | | l 28 SOOAE & E H | die Gläubiger der Ta nah Art. 243 H.-G.-B, Rohmaterialien, Em- | A N : g , A 276,000 — An Immobilien-Conto, Saldo per 31. dies s k |S b. auf Effecten (eins{l. Wechsel) | | E 8E M a 8 5 000 — | aufgefordert, O me M 4 G lé ballage, Gold, Papier, eit en s Aus- tee e t 27. Er Der Actien E der im §. 13 Ziffer 3 Buch- | " 1. 7; 30. April u. länger lauf. 151 000 — Magdeburg g ais d ârz 1887, Fa. e + + c Abs broibu E U 4,829 79 Naa X O por eff B M ufer 40+ 0 stabe a, b, c, d des Bank- ; 933 585. 21 | Der Zinsfuß war_am 31, Dezember | 606 103 24 | er Vorstand. Ütenfilien S | 1n88: Ab Greibungs-Con i; | 53/000 — des | d 210 - gapten gnt ) ge] eßes bezeichneten Art. . . - 8 233 589. 2 | | auf 2 °/o festgestellt für 15 Tage | | 62151] | E | 95,728 65 Unterstütungsfond : | n x Abschreibung auf 4 814 257.03 E S gele i: aut Baar E i s | 4% e DeUs | H b - A if ij | Metan E | ) : Diverse Credito p 13, 5 87 Gebäude 2% M 16 235,14 | „ Gewinn- und Ver- | ¿daa S Ée ielt M b. lanfente Rechnungen 4 980 v4 | | Ham Urg - + merl anishe ets S 73,4 Res A E 3,115 87 Ertra Abschrei winn- und Vere E o [A O E P i | ahrt - Actien - Gesell) | „ Wechfelbestand 22,390 21 E d . «x L 37 657.91 | 1808 430 28 R 77 709 95 S Bestand u fart: A | laufende Mecuungen | | Patetfahri 5 Actien - Gesellschaft, | Diverse Debitores . 72,142/28 ias Ln cs 381 2,69: | Maschinen- und E L) 108 208 E C4 T0 s. an digeontirien Werlhyapieren E S mit Contra-Buch „2 2 B14 62 | 7295 27468 | | der A F E SURRRNS e ata 9 29,925 99 Conto, Saldo per 31. Dezbr. ® A 18000. — 4 Yo if i | | Auf diese Nehnunas "Reglement | [V n Dienstag, den 29. März 1887 _—— —|| + Reingewinn . . 51,160 29 S... A s A A BaverilGe A s ffurt i s E L Meine | | Nachmittags 2t Uhr, j Die f 477,037 09 | 477,037 09 Neu-Anschaffungen . 45 828 29 Fl. 20 000. — 34% ehemals Stadt Frantsurter nur M 4000 per Tag ohne Kün- M ai A Die für 1886 auf 45. — pro alte Actie A L ——— T V é . l l L S ( E F . alle L 00, e H oi 2 N ¿ i M. Yvr i Anleibe. : | digung erhoben werden. A | [im Waaren Saale e E Dividende kann vom 1. April a. c. ab bei dem Bankbaus Mtoleb B n ivo gy (gy p a Abfreibung auf 46 879 790.82 619.11 4.157 500. — 4 °/o consolidirte Preuß. Auleihe. e. unverzinslihe . 1052 636 96] 8 954 014 88 1) Jahresbericht und E irie Geschäftscasse hier erhoben werden. ) er an unserer ‘1 aat t 33 000. — 4 9% Köln-Mindener Cisenbahn- | | 7) Depositen-Zinfen: | | 9) Wabl s Aufsi Htôraths- Mitgliedes ai Flmenau, 14. März 1887. Ertra - Abschrei- s “ Magteburg-Hali rstadt A | | Es Q E P de G zweier Ersat:männer. a E Die Direction. a M 108 „ 120 000. — 4 ‘/o Magd r Er ersta : | | 8) Nofensieuens 7e abzuführen | | Die Abrechnung und der Jahresbericht sind vom Julius Hering. Fabrittensilierr T Geräte: Anl. T1. é | | an die Reichskasse abzuführen . « E .* |19, d, Mts. an, die gegen Vorzetgung der Actien zu Conto, M L N E 94 (00. — 4 9% Magdeb.-Leipzig Pr. Anl. À. | 9) Disconto: öf inlat 5 E M C S R j VNrant Dis : tar 5 z | | löserden Einlaßkarten und Stimmzettel während [64388] L î î B 0d Î ? ischaffungen. 48 300, — 4 °/o E eres der Rüzinsen auf Platz- 97 88298 der drei lezten Tage de E N etpziger Œ mywollsvinnerei. Neu-Anschaffungen - E ETD: i d C1 T | | s S . . . . . s S e“ 00 \ : are Ee ° A; 6 93 els o . 5-17; | 53 700. diverse zum Umtausch in | desgl. auf Wechsel auf deutsche Pläße 43316] 14119898 f L Bäckerstraße, A E. R — Bilanz am 31. Dezember 1886. Passiva. Abschreibung auf M 61 505.48 : | — = 10% — 6150 54 71 007 17 3409/0 Preußische confol. An- 10) Allgemeine Unkosten: —— — al H lehen abgestempelte Preuß. | 0) Allgemeine Unkolken i [nehmen M E A [d S E Cisenbahn-Prior.-Anlehen. Vortrag nos zu bezahlender Unkosten | 30 928 91 Hamburg, L Un Age S 1672 975 43 Actiencapital-Conto (70%/o eingez.) l NEOEO a Mobiliar - Conto, Saldo per 148 500. — 4 /o Frankfurter Hypothek.-Bank- | 11) oe i S S H er Vorstand. La-Cotto A ¿18 L Di R S N A e Od Vf rof | 6 E v r SEE ® l A É 7 / R Ä e . . ‘ . . . 32 C an 1 u L Ï ¡ j : g Nr, Ne .Ó A Fe Da 92 100. — 34/0 E 4 | 19) M s lea M 0 hypothefazise Bee zus a l] 1022326) Syvothefen. . - 1708 500 — | Lew SRIMRNUNGE tale — —— L e E -99 897 6 2 sfonds: | j a 5 650 C Accep S2 | Rai - G Do zuzig ¿4 S r 4 650. 20 | 73454781 13) Gewinn und Verlust : | | In Gegenwart des biesigen Notars Dr. Gustav Debitoren-Conto. . . 123 009 71|| Gewinn- und Verlust-Conto . j S7 M A Y Ea Vas 1 203.58 11 872/89 L A n —— S Reingewinn: f | | Bartels wurden plangemaß heute folgende fünf S370 — - G (211 Pferde- und aa c. an Effecten des Reservefonds: A aas pro 1886, vorbehaltlich der Genehmi- | | | Partial-Obligationen à 10009 M zur Auszahlung 2 370 440 45 2 370 440 140 Saldo per 31. Dezember 1885 16 3 674.32 M 500 000. — 34/0 consol. Preuy. Anlethe. gung der Generalversammlung zu | | auf den 1. Juli d. I. gezogen: Soll. Gewinn- und Verlust-Conto. Neu-Anschaffungen . 1 128 62 « 1001000, — & 0 dergleichen. r | | vertheilende Dividende von 40 | Nr. 101 192 195 215 243. — E — L —— E A Prioritäts É A | | au O0 S U Cer lad | Die Zahlung erfolgt zum Course von 105 %o gegen Griatitifattogen S A G E 23 Abschreibung 4 Ss r ° e c 188 9 N27 R c c et . Obliaati F t aat 1 E S A G. T ( E F 1ÿ. Em.. in 339% consol. | | Uebertrag 0 1 A Vas l S0 E der Dae A Zinsscheinen Amortisation der Gründungskosten 7 948 50 S O A 734.86 4 068 08 vf Anleibe abgestempelt. | } Die noch nit fälligen, weiter begebenen | ur die Caffe unserer Sele ast. Abschreibung auf Anlage-Conti 90) 288 — | Gr a. 11 107 52 01900, — UY Pref R R M inländischen Wechsel betrugen 6.2 994 026.48. | Hamburg, 24. März 1887. Reservefonds | N S E 61 | Mechsel-Conto, Bestand, abzüglich Discont 34 399 a N 200, — & V REDE E L | | | | Lb os 5 : e]e E 385 | Wechsel- , Bestand, abzüglich Diêcont 34 329 36 s l T B | | Wilhelmsburger Chemische Fabrik, Dividende: M 35. — per Actie . 26 250 — A e S Su s Deutsche Reichs-An- | 39 600. — 4 9/6 diverse verstaatlichte C.-D. | | | : — — N E R E 82 600 4 9/0 diverse versia ch | | | Hamburg. 56 672 11 56 672 11 Ee Goma, Bestand, abzüglich iscon N Nachdem in der Generalversammlung vom 9. Fe- Dezbr. An Immobilien, Gebäude] 155,017 45 Per Actien-Capital Ländercien, Tarwerth | 8,100 —| 163,117 45} a. vollgezahlte Actien 180,000 — | Activa. Bilanz pro 31. Dezember 1886. Passiva L HEL E T V E g T U R S! g ju U — P U R U u j R R m gr Ai 7e auf M 3674.32 S D | | Der Vorstand: Hütt 13319 93 800. — 4 9/0 Pfälzer Ludwigsbahn Pr.- | | | | er Vorftand: HUlkner. cent-Conto, Debitoren . 3a las /o Pfälz g | Conto-Corrent-Conto, Debitoren. 51 434 15 Zucker-Conto, íInventur-Vorräthe . . 147 517/17 Oblig. | | | 335 500. — 4 9/6 dergleichen. | | | [64530] E [64389] E F ; : Son 153 200. — 4 9% Pfälzer Marbahn Prior.- | Schwarzburgische Landesbank E Leipziger Vaumwolispinnerer. o, do. h 490 6 lig. von 1881. | | | d = er Generalversammlung unserer tionäre ist di ivi t 8 ahr 188 F U ' D, f 99 649 4 10 500. — 3490 Launuébahn Prior Oblig. | | | | zu Sondershausen. 35 4 pro Aktie festgeseßt worden. / londre i die Dividende für das Jahr 1886 auf | „ Aobuger Wouts, v, E | Nachdem in der Generalversammlung der Aktio Auf Grund von §. 6 der Gesellschaftsstatuten haben wir die Ausschreibung der auf die Aktien N onzo, Do, S 492 80 234 000, — 4 0 dergleien, H | | | fter O E O A Î E E N / ifabetbbahn- Prioritäten | | ä 94 März i ivi ü nserer Gesellschaft noch rückständi L 0. E 2144 M 100 000. — 4 9% Glijabethbahn-Prioritäter näre am 24, März a. e. die Dividende für das [has ) rückständigen E Couit, Vorolilé aut : von 1883, \teuersrel. | | | | | Jahr 1886 auf 6 °/0 festgeseßt worden ist, kan 101 6 L G SAR A A : 180 600. — 4 9% dergleichen, steuerpflichtig. | | | | | der Rest dieser Dividende gegen Einreichung des beschlossen Dreißig (30) Procent R N Delen, Leinen- E 131 600. — 5 °/0 Desterr. Nordwestbahn Pr.- | | | Dividendenscheins Nr. 16 mit : A e r. Ai E 41 08 49 931 900 4 0/ L e U thek i | . | | ; M. 2. —. Pro Actie 5 Aktie mit “U ecuranz- o, vorausbezahlte Prämien. . 9 212 59 H A 281900, — 4 o P ter | O | jy gordesdbansen zu unserer Kofleiciaie F 8 — A fon a it eung auf die fette a TSIA N 199 500. — 4 9% Preußische Central-Boden- | | und in Berlin bei den Herren C. Schlesinger— — dur Gegenrechnung auf die festgestellte Dividende für das Jahr 1886 _Debet. _ Gewinn- und Verlust-Conto pro 31. Dezember 1886. credit-Pfandbriefe. Trier «& Co., S „18 000. — Frankfurter Börsenbau- Actien. | | | erhoben werden. bis spätestens den zweiten Mai dieses Jahres bei der Allgemeinen Deutshen Credit-Anstalt in Leipzi Mi: Es Ÿ O Kaufm. Vereins-Oblig. H | | Schwarzburgische Landesbank zu bewirken und gleichzeitig gegen Rückgabe der 70%/oigen Interimsscheine e O aben Ürtion nebft An Saldo pro 31, Dezember 1889 61 647 63} Per Zucker - Conto und O im Gesammtwerthe vonn . « + * 3 977 873 34 | | zu Sondershausen. den Talons und den Dividendenscheinen auf die Geschäftsjahre 1887 bis mit 1896 in Emfang zu nehmen. | " Lasten- und Abgaben-, Gehalt-, Handlungs- | Syrup - Conto d. abgelaufene Zinsen bis 31. Dezember 21 360 10 9 59: | H. Palm. Tebbenjohanns. Verzug in Entrichtung der eingerufenen Rate zieht nah §. 8 der Statuten eine Konventional- Unkoîten-, Miethe- und Krankenkasse-Conto 71434 10 Ueberschuß f 37 7) Guthaben im Conto-Corrent-Verkehr. . „« « : : | | strafe von zehn Procent des eingeforderten Betrages, sowie die Verpflichtung zu Zahlung von Verzugs- | " Interessen- und Discont- und Provifions- Sáslen : k bl M | 8) Fällige, aber unbezahlt gebliebene Wechsel und [64548] Cölnische zinsen nah sich, — - E E : 50 044 49] orto Ueberfck G 112 532 55 L E A Lindenau bei Leivzig, den 21. März 1887. C | j 14 145 49 o,Ueber|{chußz 2932/99 ombard-Forderungen j N i O è : 9) Werth des Bankgebäudes . . « +2 * E 190 000 — Baumwoll innerel und Weberei. 6121 6 G, 5 Reparaturen-Conto. 99 034 78 19 Darlehen an den Staat laut Artikel 76 des neuen Statuts} 1 714 285 71 | | e A Leipziger Bac inever, Abschreibungen: R P | 11) Vorräthige Cffecten des Pensionsfonds «f 75 : | | Die für das Geschäftsjahr 1886 auf 4 Prozent ei ufsicht (naa 2/0 auf Gebäude von _ abgelaufene Zinsen bis 31. DOeE 26 266 634 34 | |__ | oder 4 24. — per Aktie festgestellte Dividende kant S ger, Borsthender. 46814 257.03 M 16 285,14 62 627 957 88 | 152 627 957 88 | vom 1. April a. e. ab an unserer Kasse, Baye Extra - Abschrei- straße Nr. 27, oder bei den Vankhäufern [64390] s L s O “/( )(a- Frankfurt a. M., den 31. Dezember 18836. ch A : E - . S Delbrücé, Leo & Co. in Verlin, Leipziger Baumwollspinnerei. {Pinea und Der Verwaltungsrath. S1, Ouvonbeim v. & Co t dts 2 IM( A ® I. H. Stein und 8 s E Nach den in der ordentlichen Generalversammlung stattgefundenen Ergänzungswakhlen, sowie Apparate von „ 879 790,82 „ 70 383,26 Gewinu und Verlust Conto der Frankfurter Vank. À. D haaffhausen' schen BVank- hierselb nah erfolgter Konstituirung besteht der Aufsichtsrath unserer Gesellschaft e E i Extra - Abschrei- U Zweiunddreißigster Abschluß am 31. Dezember 18586. verein Herren: bung Wir fordern daher die Aktionäre auf, diese Einzahlung von 30% oder 600 Æ für jede x Tief R Sen onsBet 31 er i sul Bernhard Limburger in Leipzig, Vo 10 9% auf Uten- — — | gegen Auslieferung des Dividendenscheines Nr. 31 er Consul! ger in Le1pz1g, ch orsißender, _/0 aus uten Debet. M S Credit. 4 [9 | hoben werden. S Sa ae U g in Leipzig, stellv. Vorsißender, Me E Ge- h, una Für allgemeine Verwaltungskosten . « « + - At. 248 863, 54 Für Zinsen aus Platwechseln . - 25: M 472 220. 46 | Köln, den 24. März 1884. Alexander Crayen in Seip i 10 %%, ) n Q ' 909.45 90.54 g S D RRR d c D N . 1A , : 5 é ¿ d - „ Staats- und Gemeindesteuern. 62 588. 49 311 452 03 ab ¿ Rücfzinsen auf die in 1887 ver- . | _Die Direktion. Eduard Stochr in Plagwiß g, bilde von 12 035.34 1 203.58 S C 21 669 66 fallenden Wechsel... 97 882. 98 374 337 48 H. Künzel. Kreits. Leipzig, den 21. März 1887. : 20 °/0 auf Pferde E E | | Zinsen auf O E 133 809/17 Zinsen aus Wechseln auf deutsche Bankpläße A 169 721. 31 | [64527] Ties t e. ° und Geschirr | | 16G 930 S6 ab: Rückzinsen auf die in 1887 ver- A 4 Die Liquidation der Actiengesellschaft in Firm Leipziger Vaumwollspinuerei. E e 40 W000 | lente Bea a E B E Dampfschiffs- und Maschinen-Var Der Auffichtörath. , Bilanz-Conto, Reingewinn 77 709 95 | 42 549|— Zinsen von Vorschüssen gegen Unterpfänder 69 363. 91 | anstalt in Liquidation ist beendet. Limburger, Vorsitzender. : S S e dergleichen gegen offene Depôts „ 119 323. 84 | Dresden, am 23. März 1887. 5 484 455 97 484 45597 | Rosigtz, den 31. Dezember 1886. 800 009 — e 18S S7. 79 A Der Liquidator: an L 2 08 2 « Hi8 C i 7 | t T o i erb. G | i 7 ; E 9 d, ‘ ¿s o E | zu: E Bs in 1887 u) go hae a B L Leipziger Baumwollwedevei, Mosiger Zucker-Mastnenie. | ; ta U Fr E 909475 Le s f rund von- F. er Gesellshaftsstatuten haben wir die Aus\chreibung ei wei R A Ir. von Ltppmann. R. Müller. | Zinsen aus didcont ean Nea mas N s: o MAAA Sächsische Dampfsschifs- und Einzahlung von 2 ch g einer weiteren Vorstehende Bilanz, sowie das Gewinn- und Verlust-Conto haben wir geprüft und mit den | Provision aus dem Conto-Corrent-Ber E 59 348 03 d ° _ 6 ordnungêmäßig geführten Büchern der Gesellschaft übereinstimmend " V 9 | . o y . f R Ae 1 gefunden. Gebühren von offenen Depositen « «+0 244 938/39 Maschinen-Bauanstalt , Fünfun zwanzig (25) Procent Rositz, den 4. März 1887. gi Las Uebertrag 20 a) Mete us Grundbuche . “h 4 2° der österr. Nordwest-Dampfs chifffahrt- auf die Aen unserer e d beschlossen. Die Revisoren insen und Coursgewinn auf eigene G}ecten 8 256 7 é‘ s : ; ir fordern daher die Aktionäre auf, die Einz l ieser 250 its ci ; F, Selten. F, : die Effecten des Reserve-Fonds |__171 661 52 Eisen ¡Gesellschaft Femde, Maschinenf abri! I spätestens den zweiten Mai diefes Jahres t N e B O Me lede e Die in der un E E zwei U e ‘Dividende pro 1886 | 1317 34223 g * nv Schiffswerft. O und gleichzeitig die Interimsscheine behufs Ertheilung der Quittung über die geleistete Ein- langt gegen Rückgabe der Dividendenscheine Nr. 4 mit 10 M von ‘heute E E | |} Hierzu Vortrag aus M 225. 45 | Fabrikations - Spezialitäten : Flachgeberd! ung k ExttiGtuna der einge l - - L : an unserer Kasse in Rosit | ab: gewährte Dotation des Pensions- | ciserne Flußdampfsciffe für Shhaufelrad, Schraub! Aktionär cin zud A d n T ung der L baba Rate zieht nah §. 8 der Statuten für den säumigen sowie : : S Fonds S 4 225/45 | Kette und Drahtseil, eiserne Schleppkähne, Hand zu Zahlung E E E Maa P R 7 1 321 567/68 1 321 567/68 \ Leipzig, den 21. März 1887. und der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt, Lingke « Co. in Altenburg E 31, 1886. Prähme. Stationäre Dampfmaschinen und Damb!” 0 ; Frankfurt a. M., den Dezember 188 Der Verwaltungsrath. kessel. Dampfmotoren für das Kleingewerbe. Eile" Leipziger Baumwollwebercei. E Aua ng. i j F u Metallguß e A e A llaadds Modellet Der Aufsichtsrath. osit, den 23. März n yer Zuker-Naffineri i : / Ï i zorsiße er-Raffinerie. E S B. Limburger, Vorsigender. Dr. von Lippmann. "R. Müller. Uebertrag auf Reserve - Fonds nach Maßgabe des Actien- gesetzes vom 18. U N zu vertheilende Dividende für 1886 von s. 40 per Actie auf 0000) V E Ucbertrag auf 1887
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q-de-2202
Was ist Inflation und wie wird sie definiert?
Inflation, auch Preissteigerungsrate oder Teuerung, bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Steigt das allgemeine Preisniveau, kann jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen kaufen (Verteuerung). Folglich spiegelt die Inflation eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit wider – ein realer Wertverlust des Zahlungsmittels. Das Gegenteil von Inflation ist Deflation, ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Das übliche Maß für die Inflation ist die Inflationsrate, die annualisierte prozentuale Veränderung eines allgemeinen Preisindexes, normalerweise eines Verbraucherpreisindexes, im Zeitverlauf. Es ist ökonomischer Konsens, dass sowohl Deflation, als auch sehr hohe Inflationsraten und Hyperinflation schädlich sind. Heute befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und konstante Inflationsrate. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen Inflation) verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich im Abschwung schneller anzupassen, und verringert das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die geldpolitische Stabilisierung der Wirtschaft verhindert. Die Aufgabe, die Inflationsrate niedrig und stabil zu halten, wird in der Regel den Zentralbanken übertragen. Sie sollen die Inflationsrate durch Geldpolitik steuern. Dazu nutzen Zentralbanken verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik, die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken, sowie Kommunikationsstrategien wie Forward guidance. Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an. Die Ansichten darüber, welche Faktoren niedrige, moderate oder gar sehr hohe Inflationsraten bestimmen, sind unterschiedlich. Es ist ein aktuelles Forschungsthema der Makroökonomie. Eine niedrige oder moderate Inflation kann auf Schwankungen der realen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder auf Veränderungen des verfügbaren Angebots, beispielsweise bei Knappheiten, zurückgeführt werden. Außerdem können die Inflationserwartungen der ökonomischen Agenten einen wesentlichen Einfluss haben. Inflation beeinflusst Ökonomien auf verschiedene Weisen. Zu den Effekten gehört ein Anstieg der Opportunitätskosten für das Halten von Geld, was Sparen unattraktiver macht und Verschuldung oder Konsum begünstigt. Es kann bei hoher Inflation sogar zu Knappheit kommen, da die Verbraucher aus Sorge vor einem weiteren Preisanstieg Güter horten. Zu den positiven Effekten einer stabilen niedrigen Inflation zählt die Vermeidung von Ineffizienzen, die mit einer Deflation einhergehen. Definition Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Historisch bedeutete Inflation dabei einen spezifischen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Handelsbedarf. Heute verwenden Ökonomen den Begriff Inflation ausschließlich, um sich auf steigende Preisniveaus zu beziehen. Eine Zunahme der Geldmenge kann als monetäre Inflation bezeichnet werden, um sie von steigenden Preisen zu unterscheiden, die der Übersichtlichkeit halber als Preisinflation bezeichnet werden. Ökonomen sind sich einig, dass die Preisinflation auf lange Sicht mit einer Erhöhung der Geldmenge zusammenhängt. Kurz- und mittelfristig können aber andere Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen. Inflation bezieht sich auf die allgemeine Preisentwicklung, nicht auf Änderungen bestimmter Preise. Kaufen Konsumenten beispielsweise mehr Gurken als Tomaten, werden Gurken teurer und Tomaten billiger. Diese Veränderungen sind jedoch keine Inflation – sie spiegeln lediglich eine Veränderung in den Präferenzen der Konsumenten wider. Das Wort Inflation stammt aus dem Lateinischen: das Substantiv „inflatio“, bedeutet „Sichaufblasen“ und stammt vom Verb „flare“ ab, was „blasen“ bedeutet. Andere Begriffe der Wirtschaftswissenschaft im Zusammenhang mit Inflation sind: Deflation – ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus Disinflation – ein Rückgang der Inflationsrate Hyperinflation – eine außer Kontrolle geratene Inflationsspirale Stagflation – eine Kombination aus Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit Reflation – ein Versuch, das allgemeine Preisniveau anzuheben, um einem Deflationsdruck entgegenzuwirken Vermögenspreisinflation – ein allgemeiner Anstieg der Preise von finanziellen Vermögenswerten, wie Aktien, Immobilien oder Gold, ohne einen entsprechenden Anstieg der Preise von Gütern oder Dienstleistungen Messung Da die Inflation als allgemeiner Anstieg des Preisniveaus definiert wird, hängt die Messung der Inflation davon ab, wie das allgemeine Preisniveau bestimmt ist. Es existieren dabei verschiedene mögliche Maßzahlen für das Preisniveau. Benötigt wird ein breiter Preisindex, der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen in der Wirtschaft abbildet. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCEPI) und der BIP-Deflator sind einige Beispiele für solche breiten Preisindizes. Die EZB verwendet zur Messung der Inflation der Eurozone den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt festgesetzt wird. Außerdem werden die Kostenänderungen zum Erwerb von typischen nationalen Konsumbündeln auf das Niveau der Eurozone aggregiert. Neben dieser Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften auch der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen. Warenkorb Verbraucherpreisindizes basieren anders als der BIP-Deflator auf einem repräsentativ ausgewählten Warenkorb. Auf Grundlage dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Kosten der Waren und Dienstleistungen und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat ermittelt in Deutschland das Statistische Bundesamt, in Österreich die Statistik Austria und in der Schweiz das Bundesamt für Statistik die Preissteigerungen und veröffentlicht sie. Messungen der Inflation mittels Warenkörben nehmen implizit an, dass sich das Konsumentenverhalten über definierte Zeiträume nicht verändert. Daher könne sich eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Inflation und der gemessenen Inflation ergeben. Abrupte Änderungen im Konsumentenverhalten können die Inflationsmessung ebenfalls gewichtungsbedingt verzerren. Das hat sich beispielsweise in der COVID-19-Pandemie gezeigt, als aufgrund der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen zahlreiche Waren und Dienstleistungen nicht mehr konsumiert werden konnten und der Warenkorb damit nicht mehr repräsentativ für den Konsum während der Krise war. Weiterhin müssen Qualitätsveränderungen der beobachteten Produkte im Zeitverlauf betrachtet werden. So unterliegen z. B. IT-Produkte einem großen technischen Fortschritt, weshalb die Qualitätsverbesserungen in der Inflationsmessung berücksichtigt werden müssen. Andererseits können Hersteller statt einer Preiserhöhung auch eine Qualitätsverschlechterung des Produktes durchführen, indem etwa die Verpackungsgröße bei gleichem Preis verkleinert wird. Diese und andere Qualitätsveränderungen müssen daher für eine korrekte Inflationsmessung erfasst werden. Daher wenden Statistikbehörden wie das Statistische Bundesamt Methoden zur Qualitätsbereinigung an. Das sind verschiedene statistische Methoden, die sicherstellen sollen, dass trotz qualitativen Veränderungen der Produkte des Warenkorbs "Gleiches mit Gleichem" verglichen wird. In der deutschen Preisstatistik werden unter anderem folgende Methoden zur Qualitätsbereinigung angewendet: Direkter Preisvergleich (Direct Price Comparison) Mengenbereinigung (Package Size Adjustment) Expertenurteil (Judgmental quality adjustment) Hedonische Techniken (Hedonics) Preisänderung interpretiert als reine Qualitätsänderung (Price change taken as quality change) Internationale Studien zeigen, dass die mit Warenkörben ermittelte Inflation systematisch zu hoch liegt. Kernrate Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind. Gefühlte Inflation Gefühlte Inflation bezeichnet die von einigen Konsumenten subjektiv wahrgenommene Inflation, gegenüber der real gemessenen Inflationsrate. Ein Grund für mögliche Abweichungen der gefühlten Inflation zur gemessenen Inflation ist die Tatsache, dass im Warenkorb, der zur Inflationsmessung herangezogen wird, sowohl Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) als auch langlebige Konsumgüter (z. B. Autos) enthalten sind. Daher können die Produkte in Auswahl oder Gewichtung nicht mit jedem individuellen Konsumenten bzw. jeder individuellen Konsumentengruppe übereinstimmen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als die für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als langlebiger Konsumgüter. Auch Preissteigerungen von meist automatisch abgebuchten Zahlungen wie Miete, Versicherungen, Energie und Wasser werden geringer wahrgenommen als bei anderen Gütern. Die moderne Verhaltensökonomik erklärt das Phänomen als kognitive Verzerrung, genauer gesagt als Bestätigungsfehler. Teuro Das Phänomen der gefühlten Inflation wurde insbesondere nach der Einführung des Euro in Deutschland und Österreich breit diskutiert. Dabei kam es nach Umfragen in der deutschen Bevölkerung zu Abweichungen von den statistisch ermittelten Inflationsraten. Aus diesem Grund hat Hans Wolfgang Brachinger in einem gemeinsamen Projekt mit dem Statistischen Bundesamt den Index der wahrgenommenen Inflation für Deutschland berechnet. Es konnte dabei gezeigt werden, dass die wahrgenommene Inflation (gemessen mit Hilfe des Indexes der wahrgenommenen Inflation) bei der Euro-Bargeldeinführung deutlich höher lag als die gemessene Inflationsrate. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Produktkategorien wie Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen relativ höheren Preisanstieg hatten als Produktkategorien wie Computer, Autos oder Pauschalreisen. Eine weitere Erklärung für die gefühlte Abweichung kann auch die schwache Lohnentwicklung sein, die unterhalb der Inflationsrate lag. Die Nettolöhne in Deutschland waren in den 10 Jahren nach Euro-Einführung leicht rückläufig. Die Kaufkraft ist also real gesunken. Auch in Österreich zeigt sich ein Rückgang der Kaufkraft. Effekte Allgemein Inflation spiegelt die Abnahme der Kaufkraft einer Währung wider. Das heißt, wenn das allgemeine Preisniveau steigt, kann jede Währungseinheit insgesamt weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Man unterscheidet dabei zwischen erwarteter und unerwarteter Inflation. Die Effekte der Inflation können davon abhängen, ob es erwartete oder unerwartete Inflation ist. Erwartete Inflation kann von rationalen Akteuren bereits in ökonomische Handlungen und Prognosen integriert werden. Gewerkschaften führen Lohnverhandlungen in Abhängigkeit von der erwarteten Inflationsentwicklung. Unternehmen gestalten die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Inflation. Das ist jedoch kurz- und mittelfristig davon abhängig, inwiefern Starrheiten bei Löhnen und Preisen existieren. Diese können dann nicht sofort an die Inflationserwartungen angepasst werden. Schuldner, die zum Beispiel Schulden mit einem festen Nominalzins haben, erhalten mit steigender Inflationsrate eine Senkung ihres „realen“ Zinssatzes. Der Realzins eines Kredits ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Banken und andere Kreditgeber passen sich dem Inflationsrisiko an, indem sie entweder eine Inflationsrisikoprämie für festverzinsliche Kredite verlangen, oder Kredite mit einem variablen Zinssatz vergeben. Lediglich ein unerwarteter Anstieg der Inflationsrate über die bereits eingepreiste Risikoprämie hinaus würde zu realem Zinsgewinn führen. Negativ Hohe oder unerwartete Inflation gilt als schädlich für die Ökonomie. Sie führt zu Ineffizienzen auf dem Markt und erschwert es Konsumenten und Unternehmen langfristig zu planen. Inflation kann die Produktivität beeinträchtigen, da Unternehmen gezwungen sind, eigene Ressourcen weg von Produkten und Dienstleistungen zu verlagern, um sich auf die Steuerung der Inflation zu konzentrieren. Unsicherheit über die zukünftige Kaufkraft des Geldes führt dazu, dass nominale Vermögenswerte wie Spareinlagen und Anleihen unattraktiver werden, da diese im Falle einer Inflation an Wert verlieren. Dies führt zu höheren Risikoprämien, da Investoren eine Absicherung gegen das eingegangene Inflationsrisiko fordern. Die Folge sind höhere Zinsen, was die Investitionstätigkeit senkt. Bei hoher Inflation wird die Kaufkraft von Personen mit fixem Nominaleinkommen, zu Personen mit variablem Einkommen umverteilt, da deren Einkommen mit der Inflation besser Schritt halten können. Diese Umverteilung der Kaufkraft findet auch zwischen internationalen Handelspartnern statt. Wenn feste Wechselkurse bestehen, führt Inflation dazu, dass sich die Importe aus diesem Währungsraum verteuern. Dies kann sich auf die Handelsbilanz auswirken. Bei flexiblen Wechselkursen führt unerwartete Inflation zu erhöhter Volatilität der Wechselkurse, was sich negativ auf den Handel auswirken kann. Horten Die Menschen kaufen langlebige und/oder nicht verderbliche Waren und andere Güter als Vermögensaufbewahrung, um die erwarteten Verluste durch die sinkende Kaufkraft des Geldes zu vermeiden, die zu einer Verknappung der gehorteten Güter führen. Soziale Unruhen Hohe, nicht durch höhere Löhne hervorgerufene Inflation kann zu massiven Demonstrationen und Revolutionen führen. Die Inflation und insbesondere die Nahrungsmittelinflation wird beispielsweise als einer der Hauptgründe für die Revolution in Tunesien 2010/2011 und die Revolution in Ägypten 2011 angesehen. Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali wurde gestürzt, auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde nach nur 18 Tagen Demonstrationen gestürzt, und die Proteste breiteten sich bald in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Hyperinflation Wenn die Inflation zu hoch wird, kann dies dazu führen, dass die Menschen ihre Verwendung der Währung stark einschränken, was zu einer Beschleunigung der Inflationsrate führt. Die hohe und sich beschleunigende Inflation stört das normale Funktionieren der Wirtschaft massiv und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Waren zu liefern. Hyperinflation kann dazu führen, dass die Landeswährung nicht mehr verwendet wird (z. B. in Nordkorea), was zur Einführung einer Außenwährung (Dollarisierung) führt. Allokative Ineffizienz Eine Änderung des Angebots oder der Nachfrage nach einem Gut führt normalerweise zu einer Änderung seines relativen Preises. Dies signalisiert den Käufern und Verkäufern, dass sie als Reaktion auf die neuen Preise Ressourcen neu zuteilen sollten. Aber wenn sich Preise aufgrund von hoher Inflation ständig ändern, sind Preisänderungen aufgrund echter relativer Preissignale schwer von Preisänderungen aufgrund allgemeiner Inflation zu unterscheiden. Dadurch können die Agenten nur langsam darauf reagieren. Die Folge ist ein Verlust an allokativer Effizienz. Preisanpassungskosten Bei hoher Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufig ändern, um mit den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Aber oft verursacht das Ändern von Preisen selbst wieder Kosten. So müssen Preisschilder und Verträge neu gedruckt, oder ganze Preiskalkulationen neu berechnet werden, was Ressourcen bindet. Man nennt diese Kosten Preisanpassungskosten. Positiv Arbeitsmarkt Die Nominallöhne passen sich nur langsam nach unten an. Dies kann zu anhaltenden Ungleichgewichten und hoher Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen. Da die Inflation die Reallöhne auch bei konstanten Nominallöhnen sinken lässt, ermöglicht eine moderate Inflation ein schnelleres Gleichgewicht auf den Arbeitsmärkten. Dies gilt, insofern die Löhne nicht in Lohnverhandlungen an die Inflation angepasst werden können. Liquiditätsfalle Eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge ist die Möglichkeit, die Leitzinsen festzulegen, also den Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können. Daneben gibt es die Offenmarktpolitik, d. h. Interventionen der Zentralbank auf dem Rentenmarkt, mit dem Ziel, den nominalen Zinssatz zu senken. Beide Maßnahmen sollen die allgemeinen Zinsen senken, um dadurch positive Konjunktureffekte auszulösen. Befindet sich eine Ökonomie in einer Rezession mit bereits niedrigen oder sogar null Nominalzinsen, kann die Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken, um die Wirtschaft anzukurbeln – diese Situation wird als Liquiditätsfalle bezeichnet. Diese Situation kann aber durch niedrige und konstante Inflation verhindert werden. Mundell-Tobin-Effekt Robert Mundell stellte fest, dass eine moderate Inflation die Sparer veranlassen würde, Kredite durch Spareinlagen zu ersetzen, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Diese Substitution würde dazu führen, dass die Realzinssätze für das Marktgleichgewicht sinken. Der niedrigere Realzins würde zu einer höheren Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen führen. In ähnlicher Weise zeigte James Tobin, dass eine solche Inflation Unternehmen dazu veranlassen würde, Investitionen in Sachkapital (Anlagen, Ausrüstung und Vorräte) durch Geldguthaben in ihren Vermögensportfolios zu ersetzen. Diese Substitution würde bedeuten, sich für Investitionen mit niedrigeren realen Renditen zu entscheiden. (Die Renditen sind niedriger, da bereits früher Investitionen mit höheren Renditen getätigt wurden.) Sofern die Wirtschaft nicht bereits nach Modellen der Wachstumstheorie überinvestiert, würden diese zusätzlichen Investitionen positive Effekte haben. Formen Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: akzelerierte Phase (steigende, beschleunigte) – stabilisierte (gleichbleibende) Phase – dezelerierte (abnehmende) Phase. Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Der Begriff „Inflation“ bezeichnete ursprünglich die Inflationen der frühen 1920er Jahre, die heute als schwere oder Hyperinflationen gelten. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Leichte Inflation (bis etwa 5 % Wertverlust im Jahr) hat nachfragefördernde Wirkung, da Leute ihr Geld ausgeben oder investieren wollen. Freilich verlangen sie für Investitionen immer noch eine Liquiditätsprämie, das heißt die Renditen müssen deutlich über der Inflationsrate liegen. Bei schwerer Inflation (ab rund 5 % Wertverlust im Jahr) verliert das Tauschmittel Geld seinen Wert schneller als andere Güter (zum Beispiel Immobilien, Aktien, Sachkapital allgemein) und büßt daher die Wertmaßstabsfunktion und Wertaufbewahrungsfunktion ein, stattdessen wird eine Ersatzwährung verwendet, so zum Beispiel Zigaretten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der US-Dollar in der Türkei (früher) oder Argentinien. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, überschulden sich. Besonders schwere Inflationen mit monatlichen Wertverlusten von über 50 % werden auch als Hyperinflationen bezeichnet. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Schwere Inflationen waren in der Geschichte unter anderem zu beobachten: die Preisrevolution im 16. Jahrhundert, um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (siehe Kipper- und Wipperzeit und Kursächsische Kippermünzstätten), in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat, um 1920 bis 1924 in Österreich, um 1923 in Deutschland und in Ungarn, 1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform), 1945–1946 in Ungarn (siehe Pengő) Nach den beiden Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 kam es zu relativ hohen Inflationsraten. In den 1970er Jahren trugen auch andere Faktoren zu relativ hohen Inflationsraten bei, jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien, jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien (→ Brasilianischer Real), um 1995 in Mexiko (→ Peso), um 1997 in Südostasien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise), um 2002 in Argentinien, Hyperinflation 2008/2009 in Simbabwe; nach dessen Abschaffung im Oktober 2015 hatte das Land bis 2019 keine eigene Währung mehr. Laut dem CATO Institute betrug die Hyperinflation in Simbabwe per Ende Oktober 2008 gegenüber Ende Oktober 2007 2,79 Trillionen %. Ursachen Die Geldmenge wird weithin als wichtigste Ursache für hohe Inflationen bis Hyperinflationen und langfristige Inflationsraten akzeptiert. Folglich existiert unter Ökonomen inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Inflationsrate auf lange Sicht im Wesentlichen von der Wachstumsrate der Geldmenge im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum abhängt. Kurz- und mittelfristig kann die Inflation aber außerdem durch die relative Elastizität von Löhnen, Preisen, Zinssätzen, Angebot und Nachfrage, sowie der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beeinflusst werden. Außerdem spielen die Erwartungen der ökonomischen Agenten eine wesentliche Rolle. Geldmenge Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung: . Dabei ist Geldmenge Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Preisniveau Reale Produktion An der umgestellten Gleichung bzw. an der Darstellung mit Änderungsraten kann man erkennen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn (bei Konstanz der jeweiligen beiden anderen Größen) die Geldmenge zunimmt (Geldschöpfung), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunimmt (empirische Untersuchungen zeigen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig annähernd konstant bleibt), die reale Produktion (das Handelsvolumen) sinkt. Betrachtet man alle vier Größen gleichzeitig, entsteht nach der Quantitätsgleichung Inflation () dann, wenn das Geldmengenwachstum () größer ist als die Differenz aus der Änderung des Handelsvolumens und der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit (). Die Inflation lässt sich also kurz- bis mittelfristig nicht auf eine Ausweitung der Geldmenge reduzieren, sondern es müssen ebenso die Umlaufgeschwindigkeit und die reale Produktion betrachtet werden. Der langfristige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung ist empirisch gut belegt. Auf kurze bis mittlere Sicht kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Zusammenhang kommen. Angebot Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; ) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind. Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will. Nachfrage Kommt es zur Nachfragesoginflation (), sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach Gütern derart schnell, dass die Angebotsseite nicht durch Anheben des mengenmäßigen Angebots reagieren kann und stattdessen die Preise nach den Marktgesetzen steigen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich. Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Man unterscheidet zusätzlich zwischen „hausgemachter“ und „importierter“ Nachfragesoginflation, je nachdem, ob die Nachfrage aus dem In- oder Ausland herrührt. Erwartungen Die Erwartungen der ökonomischen Agenten über zukünftige Inflationsraten sind sehr wichtig in der Ökonomie. Sie können die Inflationsraten, Zinssätze und damit die Konjunktur wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel werden Unternehmen abhängig von ihren Inflationserwartungen unternehmerische Entscheidungen, etwa über Investitionen, treffen. Konsumenten passen ihr Konsumverhalten abhängig von ihren Inflationserwartungen an. Der Kommunikation der Geldpolitik kommt somit eine Schlüsselrolle zu. Notenbanken nutzen Kommunikationsstrategien wie Forward guidance, um die Inflationserwartungen von Märkten und Konsumenten zu beeinflussen. Studien zeigen eine konjunkturstabiliserende Wirkung. Theorien Über die Ursachen der Inflation gab es historisch verschiedene Theorien. Dabei ist besonders Debatte zwischen Monetaristen und Keynesianern hervorzuheben. Diese wurden im Rahmen der neukeynesianischen Synthese zusammengeführt. Der Neukeynesianismus stellt die heute allgemein akzeptierte makroökonomische Theorie dar. Daneben gibt es heterodoxe Theorien über Inflation. Diese werden vom ökonomischen Mainstream nicht geteilt. Keynesianismus Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden (Phillips-Kurve). Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt (siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate). Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus – man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK), Synonym Transformationskurve – so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer (vgl. Nachfrage-Sog-Inflation oben). Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist. Monetarismus Der Monetarismus sieht allein im Wachstum der Geldmenge die Ursache für Inflation. Milton Friedman prägte dafür den griffigen Slogan:„Money matters“ – „Es kommt auf die Geldmenge an“. Inflation sei immer und überall ein monetäres Phänomen. Der Monetarismus griff eine zentrale Annahme der keynesianischen Inflationstheorie an: die Phillips-Kurve. Friedman und Edmund Phelps (der kein Monetarist war) schlugen eine "erweiterte" Form der Phillips-Kurve vor, die die Möglichkeit eines stabilen, langfristigen Kompromisses zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ausschloss. Die Ölschocks der 1970er Jahre führten zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Inflation, wodurch Friedman und Phelps empirisch bestätigt wurden. Der Monetarismus war in den frühen 1980er Jahren besonders einflussreich. Er verlor in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder an Einfluss, da es den Zentralbanken schwerfiel, die Geldmenge anstelle der Zinssätze zu steuern. NKM Die neue klassische Makroökonomie (NKM) forderte zentrale Annahmen des Keynesianismus heraus. Die theoretische Weiterentwicklung war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die Modellbildung durch Robert Lucas. Zuvor hatten keynesianische Ökonomen im Allgemeinen mit adaptive Erwartungen gearbeitet, bei denen angenommen wurde, dass ökonomische Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Rationalen Erwartungen bedeuten eine höhere Komplexität der Agenten. Zum Beispiel werden Verbraucher nicht einfach eine Inflationsrate von 2 % annehmen, nur weil dies der Durchschnitt der letzten Jahre war. Sie werden sich mit der aktuellen Geldpolitik und den wirtschaftlichen Bedingungen befassen, um eine eigene Prognose zu erstellen. Die NKM konnte zeigen, dass unter Annahme von perfekter Preiselastizität und rationalen Erwartungen Geldpolitik nur zu Inflation führe und keine konjunkturellen Effekte aufwies. Neukeynesianismus Die moderne keynesianische Theorie geht davon aus, dass Veränderungen der Geldmenge langfristig die Inflationsrate bestimmen, aber kurzfristig durchaus von Lohn und Preisstarrheiten beeinflusst werden können. Außerdem treffen Agenten ökonomische Entscheidungen oft aufgrund von unvollständigen Informationen. Daher kann Fiskal- und Geldpolitik zu einem effizienteren makroökonomischen Ergebnis führen, als Laissez-faire-Politik. Der Neukeynesianismus stellt den gegenwärtigen internationalen Konsens der Makroökonomik dar. Er ist eine Synthese aus Monetarismus, NKM, sowie einigen Elementen des klassischen Keynesianismus. Der Neukeynesianismus führte zur Entwicklung von dynamischen stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen (DSGE), welche heute von vielen Zentralbanken zur Modellierung der Geldpolitik eingesetzt werden. Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen. Heterodoxe Theorien Es gibt Inflationstheorien, die vom Mainstream der ökonomischen Wissenschaft nicht geteilt werden. Österreichische Schule Ludwig von Mises, ein Vertreter der Österreichischen Schule, verstand unter Inflation die Ausweitung (lat. inflare) der ungedeckten Geldmenge. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten. Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern, die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank- und Finanzwesens zu finden (Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln, Zentralbankwesen, Teilreservebanken, Währungsmonopol usw.). Aus dieser Sicht geht auch hervor, dass die Inflation sich nicht gleichmäßig in allen Preisen widerspiegelt, sondern durch Cantillon-Effekte beeinflusst wird. Produktionskosten Die klassischen Ökonomen wie Adam Smith, David Ricardo bis hin zu Karl Marx vertraten eine Produktionskostentheorie des Geldes. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: „Das Verhältnis zwischen dem Werte des Goldes und Silbers und dem irgendwelcher anderer Güter hängt … von dem Verhältnis zwischen der Menge Arbeit ab, die nötig ist, um eine bestimmte Menge Gold und Silber, und der Menge Arbeit, die nötig ist, um eine bestimmte Menge irgendeiner anderen Art auf den Markt zu bringen.“ Die Warenpreise konnten nach der Arbeitswertlehre also nur dann dauerhaft steigen, wenn die Arbeitsproduktivität bei der Gold- oder Silbergewinnung dauerhaft rascher gesteigert werden konnte, als diejenige bei der Produktion der anderen Waren. Nach der Produktionskostentheorie des Geldes (oder nach der Arbeitswerttheorie) führten die großen Gold- und Silberimporte aus Südamerika nach der Entdeckung Amerikas nicht deshalb zu einer Inflation in Europa, weil das viele Gold eine vergleichsweise kleine Menge an Waren „jagte“ – das sagt die Quantitätstheorie des Geldes –, sondern weil plötzlich weniger Arbeitszeit erforderlich war, um eine bestimmte Menge an Gold oder Silber zu gewinnen. Die Ausdehnung der Geldmenge (Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen) war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle. Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt. Die Erhöhung der Geldmenge war also nur Symptom der Verminderung des Wertes der einzelnen Goldmünze. Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Die Wirtschaftssubjekte wollten Gold nicht unter Wert gegen Waren tauschen, so die Annahme der Klassiker. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Aber beispielsweise während der Koalitionskriege floss aus Großbritannien sehr viel Gold ins Ausland ab oder wurde gehortet. Schließlich wurde die Goldeinlösungspflicht für Papierbanknoten durch den englischen Staat aufgehoben. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Die stabilen Preise der Waren in Gold ausgedrückt und die steigenden Preise der Waren in Papiergeld ausgedrückt. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Wird aber in Notzeiten von den Banken der Papiergeldumlauf über den notwendigen Goldumlauf gesteigert, dann steigen genau in dem Maße die Preise in Papiergeld ausgedrückt. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Dann „jagen“ aber zu viele Banknoten zu wenige Waren. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen. Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Steuerung Geldpolitik Obwohl sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik die Inflation beeinflussen können, verlassen sich die meisten Länder seit den 1980er Jahren hauptsächlich auf die Geldpolitik, um die Inflation zu steuern. Wenn eine Inflation über ein akzeptables Niveau hinaus auftritt, kann die Zentralbank des Landes den Zinssatz erhöhen, was in der Regel das Wachstum der Geldmenge verlangsamt oder stoppt. Einige Zentralbanken haben ein symmetrisches Inflationsziel, während andere die Inflation nur kontrollieren, wenn sie einen Schwellenwert überschreitet.Im 21. Jahrhundert befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und stetige Inflationsrate. In den meisten Ländern haben die Zentralbanken oder andere Währungsbehörden die Aufgabe, den Interbankenzins stabil auf niedrigem Niveau und die Zielinflationsrate von etwa 2 bis 3 % zu halten. Zentralbanken streben eine niedrige Inflationsrate an, weil sie glauben, dass eine hohe Inflation wirtschaftliche Kosten verursacht, da Unsicherheit in den Erwartungen über Unterschiede in den relativen Preisen und über die Inflationsrate erzeugt würde. Das Ziel ist daher eine niedrige positive Inflationsrate und nicht eine Null- oder negative Inflationsrate, da letztere Rezessionen verursachen oder verschlimmern könnte. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen) Inflation verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich in einem wirtschaftlichen Abschwung schneller anzupassen. Ferner verringert sie das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die Geldpolitik daran hindert, die Wirtschaft zu stabilisieren. Höhere Zinsen reduzieren die Geldmenge der Wirtschaft, weil weniger Menschen Kredite nachfragen. Wenn Banken Kredite vergeben, werden die Krediterlöse in der Regel auf Bankkonten eingezahlt, die Teil der Geldmenge sind. Wenn also eine Person einen Kredit zurückzahlt und keine anderen Kredite als Ersatz vergeben werden, sinkt die Höhe der Bankeinlagen und damit die Geldmenge. Als beispielsweise der Federal Funds Rate in den frühen 1980er Jahren 15 % überstieg, fiel die Menge der Federal Reserve Dollar um 8,1 % von 8,6 Billionen US-Dollar auf 7,9 Billionen US-Dollar. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Debatte zwischen Keynesianern und Monetaristen über das geeignete Instrument zur Kontrolle der Inflation. Monetaristen betonen eine niedrige und stetige Wachstumsrate der Geldmenge, während die Keynesianer betonen, dass die Gesamtnachfrage während der Wirtschaftsexpansion reduziert und die Nachfrage während der Rezession erhöht wird, um die Inflation stabil zu halten. Andere Methoden Goldstandard Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem das gemeinsame Tauschmittel einer Region Papiernoten sind, die normalerweise frei in voreingestellte, feste Goldmengen umgewandelt werden können. Der Standard legt fest, wie die Golddeckung umgesetzt wird, einschließlich der Menge an Gold pro Währungseinheit. Die Währung selbst hat keinen intrinsischen Wert, wird aber von Händlern akzeptiert, da sie gegen die entsprechende Menge Goldes eingelöst werden kann. Der Goldstandard wurde durch die internationale Übernahme des Bretton-Woods-Systems teilweise aufgegeben. Unter diesem System waren alle anderen wichtigen Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar gebunden, der selbst von der US-Regierung zu einem Kurs von 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Das Bretton-Woods-System brach 1971 zusammen, was dazu führte, dass die meisten Länder auf Fiatgeld umstiegen – Geld, das nur durch die Gesetze und Rechtssicherheit des Landes garantiert wird. Bei einem Goldstandard würde die langfristige Inflationsrate (oder Deflation) durch die Wachstumsrate des Goldangebots im Verhältnis zur Gesamtproduktion bestimmt. Kritiker argumentieren, dass dies zu willkürlichen Schwankungen der Inflationsrate führen und die Geldpolitik im Wesentlichen durch den Goldabbau bestimmt würde. Dies hätte in wirtschaftlichen Abschwüngen katastrophale Folgen. Der Goldstandard wird besonders von Vertretern der heterodoxen Österreichischen Schule propagiert. Preiskontrollen Eine andere historische Methode zur Inflationssteuerung waren Lohn- und Preiskontrollen. Lohn- und Preiskontrollen haben sich in Kriegszeiten in Kombination mit Rationierung bewährt. Ihre Verwendung in anderen Kontexten ist jedoch weitaus gemischter. Zu den bemerkenswerten Misserfolgen bei ihrer Verwendung gehört die Einführung von Lohn- und Preiskontrollen im Jahr 1972 durch Richard Nixon. Viele Ökonomen halten Preisbindungen für sinnlos oder schädlich. Im Allgemeinen werden Lohn- und Preiskontrollen als vorübergehende und außergewöhnliche Maßnahme angesehen, die nur in Verbindung mit Maßnahmen zur Verringerung der zugrunde liegenden Inflationsursachen während des Lohn- und Preiskontrollregimes wirksam sind, z. B. wenn der Krieg gewonnen wird. Sie haben oft sehr negative Auswirkungen aufgrund der verzerrten Preissignale, die sie an den Markt senden. Künstlich niedrige Preise führen oft zu Knappheit und Engpässen und schrecken zukünftige Investitionen ab, was zu weiterem Mangel führt. Die übliche ökonomische Analyse zeigt, dass jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die zu niedrig bepreist wird, zu stark konsumiert wird. Wenn beispielsweise der offizielle Brotpreis zu niedrig ist, wird es zu wenig Brot zu den festgelegten Preisen geben und der Markt wird zu wenig in die Brotherstellung investieren, um den zukünftigen Bedarf zu decken, wodurch das Problem langfristig verschärft wird. Abgrenzung Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind. Kassenhaltung Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch (staatlich) administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor. Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten (Schwarzmarkt) gemessen werden. Ob Inflation vorliegt, ist also eine Frage der Anerkennung einer Definitions-Autorität. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar. Externer Preisschock Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus. Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Inflationssteuer Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort, das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt. Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert (dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist). Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen. Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Siehe auch Liste der Länder nach Inflationsrate Lohn-Preis-Spirale Geräuschlose Kriegsfinanzierung Kippertaler der Kipper- und Wipperinflation Kippermünzstätten (Kursachsen) – Münzstätten der Kipper- und Wipperinflation Böse Halser der Schinderlingszeit, eine Inflation (1457–1460) Shrinkflation Literatur Inflation – Inflationstheorien – Geldpolitik. In: Gabler Wirtschaftslexikon, Gabler Verlag Hans H. Lechner: Währungspolitik. De Gruyter, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-11-007412-5. Fritz Neumark: Inflationsprobleme – Alt und Neu. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (= Göttinger Universitätsreden. Heft 59). Weblinks Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreis-Index für Deutschland Verbraucherpreis-Index für Österreich Schweizerischer Landesindex der Konsumentenpreise Statistiken der EZB (englisch) Inflation in den Neuen Bundesländern (in Quartalsberichten) Jürgen Pätzold: Das Inflationsproblem. Ursachen und Strategien. Informationen und Daten zum US-CPI beim Bureau of Labor Statistics Einzelnachweise
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Obligatorische GebührenDie folgenden Gebühren werden Sie beim Ein- oder Auschecken zahlen müssen:Die Stadtverwaltung erhebt eine Stadtsteuer: 1 EUR pro Person/pro Nacht für bis zu 15 Nächte. Kinder unter 14 Jahren sind von der Steuer befreit. Hotelresortgebühr: 1.00 EUR pro Person, pro NachtOptionale ExtrasEin früher Check-in ist gegen eine Gebühr in Höhe von 25 EUR möglich. Ein später Check-out ist gegen einen Aufpreis in Höhe von 25 EUR möglich. Das kontinentale Frühstück kostet ca. 10 EUR pro PersonHaustiere sind gegen einen Aufpreis in Höhe von 20 EUR pro Wohneinheit pro Nacht erlaubt. Gegen einen Aufpreis in Höhe von 3 EUR pro Person für eine one-way wird ein Flughafenshuttle angeboten.Im HotelEssen und TrinkenTäglich wird ein kontinentales Frühstück angeboten (gegen Gebühr).Restaurant Bar/Lounge Coffeeshop/Café Snackbar Zimmerservice (bitte Zeiten beachten) Kaffee/Tee in der Lobby AktivitätenGolfunterricht in der Nähe verfügbarGolf in der NäheWander-/Radwege in der NäheArbeitRund um die Uhr geöffnetes Businesscenter1 TagungsraumTagungsräumeComputerstationServiceRund um die Uhr besetzte RezeptionConcierge-ServiceTextilreinigungWäschereiGepäckaufbewahrungAusstattungAnzahl der Gebäude: 1Baujahr 2001FahrstuhlGartenFernseher in den GemeinschaftsräumenBarrierefreiheitBarrierefreies BadBarrierefreies ZimmerIm ZimmerKomfort & ExtrasKlimaregulierung im Zimmer (Klimaanlage)KlimaanlageDeckenventilatorMinibarNachtruheVerdunkelungsvorhängeSchallisolierte ZimmerHochwertige BettwarenBadEigenes BadNur DuscheBidetKostenlose KosmetikartikelHaartrocknerZur UnterhaltungFlachbildfernseher Premium-TV-Sender KommunikationSchreibtischKostenloses WLANTelefonMehrTägliche ZimmerreinigungZimmersafeHighlightsGastronomisches AngebotEagle – ein Restaurant mit Abendessen im Angebot. Besonders italienische Küche sollten Sie sich hier nicht entgehen lassen. Nur an bestimmten Tagen geöffnetWissenswertes über First Hotel Malpensa in Somma LombardoBestimmungenAufgrund nationaler Bestimmungen sind Bargeldtransaktionen in diesem Haus nur bis zu einer Höhe von 2999.99 EUR erlaubt. Weitere Informationen erhalten Sie auf Nachfrage direkt bei der Unterkunft. Die Kontaktinformationen finden Sie auf Ihrer Buchungsbestätigung. Nur angemeldete Gäste erhalten Zugang zu den Zimmern. Kontaktieren Sie Ihre Unterkunft bitte spätestens bei der Ankunft, um Transfers zu arrangieren. Die Telefonnummer finden Sie auf Ihrer Buchungsbestätigung. Obligatorische GebührenDie folgenden Gebühren werden Sie beim Ein- oder Auschecken zahlen müssen:Die Stadtverwaltung erhebt eine Stadtsteuer: 1 EUR pro Person/pro Nacht für bis zu 15 Nächte. Kinder unter 14 Jahren sind von der Steuer befreit. 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Was ist Inflation und wie wird sie definiert?
Inflation, auch Preissteigerungsrate oder Teuerung, bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Steigt das allgemeine Preisniveau, kann jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen kaufen (Verteuerung). Folglich spiegelt die Inflation eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit wider – ein realer Wertverlust des Zahlungsmittels. Das Gegenteil von Inflation ist Deflation, ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Das übliche Maß für die Inflation ist die Inflationsrate, die annualisierte prozentuale Veränderung eines allgemeinen Preisindexes, normalerweise eines Verbraucherpreisindexes, im Zeitverlauf. Es ist ökonomischer Konsens, dass sowohl Deflation, als auch sehr hohe Inflationsraten und Hyperinflation schädlich sind. Heute befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und konstante Inflationsrate. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen Inflation) verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich im Abschwung schneller anzupassen, und verringert das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die geldpolitische Stabilisierung der Wirtschaft verhindert. Die Aufgabe, die Inflationsrate niedrig und stabil zu halten, wird in der Regel den Zentralbanken übertragen. Sie sollen die Inflationsrate durch Geldpolitik steuern. Dazu nutzen Zentralbanken verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik, die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken, sowie Kommunikationsstrategien wie Forward guidance. Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an. Die Ansichten darüber, welche Faktoren niedrige, moderate oder gar sehr hohe Inflationsraten bestimmen, sind unterschiedlich. Es ist ein aktuelles Forschungsthema der Makroökonomie. Eine niedrige oder moderate Inflation kann auf Schwankungen der realen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder auf Veränderungen des verfügbaren Angebots, beispielsweise bei Knappheiten, zurückgeführt werden. Außerdem können die Inflationserwartungen der ökonomischen Agenten einen wesentlichen Einfluss haben. Inflation beeinflusst Ökonomien auf verschiedene Weisen. Zu den Effekten gehört ein Anstieg der Opportunitätskosten für das Halten von Geld, was Sparen unattraktiver macht und Verschuldung oder Konsum begünstigt. Es kann bei hoher Inflation sogar zu Knappheit kommen, da die Verbraucher aus Sorge vor einem weiteren Preisanstieg Güter horten. Zu den positiven Effekten einer stabilen niedrigen Inflation zählt die Vermeidung von Ineffizienzen, die mit einer Deflation einhergehen. Definition Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Historisch bedeutete Inflation dabei einen spezifischen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Handelsbedarf. Heute verwenden Ökonomen den Begriff Inflation ausschließlich, um sich auf steigende Preisniveaus zu beziehen. Eine Zunahme der Geldmenge kann als monetäre Inflation bezeichnet werden, um sie von steigenden Preisen zu unterscheiden, die der Übersichtlichkeit halber als Preisinflation bezeichnet werden. Ökonomen sind sich einig, dass die Preisinflation auf lange Sicht mit einer Erhöhung der Geldmenge zusammenhängt. Kurz- und mittelfristig können aber andere Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen. Inflation bezieht sich auf die allgemeine Preisentwicklung, nicht auf Änderungen bestimmter Preise. Kaufen Konsumenten beispielsweise mehr Gurken als Tomaten, werden Gurken teurer und Tomaten billiger. Diese Veränderungen sind jedoch keine Inflation – sie spiegeln lediglich eine Veränderung in den Präferenzen der Konsumenten wider. Das Wort Inflation stammt aus dem Lateinischen: das Substantiv „inflatio“, bedeutet „Sichaufblasen“ und stammt vom Verb „flare“ ab, was „blasen“ bedeutet. Andere Begriffe der Wirtschaftswissenschaft im Zusammenhang mit Inflation sind: Deflation – ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus Disinflation – ein Rückgang der Inflationsrate Hyperinflation – eine außer Kontrolle geratene Inflationsspirale Stagflation – eine Kombination aus Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit Reflation – ein Versuch, das allgemeine Preisniveau anzuheben, um einem Deflationsdruck entgegenzuwirken Vermögenspreisinflation – ein allgemeiner Anstieg der Preise von finanziellen Vermögenswerten, wie Aktien, Immobilien oder Gold, ohne einen entsprechenden Anstieg der Preise von Gütern oder Dienstleistungen Messung Da die Inflation als allgemeiner Anstieg des Preisniveaus definiert wird, hängt die Messung der Inflation davon ab, wie das allgemeine Preisniveau bestimmt ist. Es existieren dabei verschiedene mögliche Maßzahlen für das Preisniveau. Benötigt wird ein breiter Preisindex, der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen in der Wirtschaft abbildet. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCEPI) und der BIP-Deflator sind einige Beispiele für solche breiten Preisindizes. Die EZB verwendet zur Messung der Inflation der Eurozone den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt festgesetzt wird. Außerdem werden die Kostenänderungen zum Erwerb von typischen nationalen Konsumbündeln auf das Niveau der Eurozone aggregiert. Neben dieser Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften auch der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen. Warenkorb Verbraucherpreisindizes basieren anders als der BIP-Deflator auf einem repräsentativ ausgewählten Warenkorb. Auf Grundlage dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Kosten der Waren und Dienstleistungen und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat ermittelt in Deutschland das Statistische Bundesamt, in Österreich die Statistik Austria und in der Schweiz das Bundesamt für Statistik die Preissteigerungen und veröffentlicht sie. Messungen der Inflation mittels Warenkörben nehmen implizit an, dass sich das Konsumentenverhalten über definierte Zeiträume nicht verändert. Daher könne sich eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Inflation und der gemessenen Inflation ergeben. Abrupte Änderungen im Konsumentenverhalten können die Inflationsmessung ebenfalls gewichtungsbedingt verzerren. Das hat sich beispielsweise in der COVID-19-Pandemie gezeigt, als aufgrund der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen zahlreiche Waren und Dienstleistungen nicht mehr konsumiert werden konnten und der Warenkorb damit nicht mehr repräsentativ für den Konsum während der Krise war. Weiterhin müssen Qualitätsveränderungen der beobachteten Produkte im Zeitverlauf betrachtet werden. So unterliegen z. B. IT-Produkte einem großen technischen Fortschritt, weshalb die Qualitätsverbesserungen in der Inflationsmessung berücksichtigt werden müssen. Andererseits können Hersteller statt einer Preiserhöhung auch eine Qualitätsverschlechterung des Produktes durchführen, indem etwa die Verpackungsgröße bei gleichem Preis verkleinert wird. Diese und andere Qualitätsveränderungen müssen daher für eine korrekte Inflationsmessung erfasst werden. Daher wenden Statistikbehörden wie das Statistische Bundesamt Methoden zur Qualitätsbereinigung an. Das sind verschiedene statistische Methoden, die sicherstellen sollen, dass trotz qualitativen Veränderungen der Produkte des Warenkorbs "Gleiches mit Gleichem" verglichen wird. In der deutschen Preisstatistik werden unter anderem folgende Methoden zur Qualitätsbereinigung angewendet: Direkter Preisvergleich (Direct Price Comparison) Mengenbereinigung (Package Size Adjustment) Expertenurteil (Judgmental quality adjustment) Hedonische Techniken (Hedonics) Preisänderung interpretiert als reine Qualitätsänderung (Price change taken as quality change) Internationale Studien zeigen, dass die mit Warenkörben ermittelte Inflation systematisch zu hoch liegt. Kernrate Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind. Gefühlte Inflation Gefühlte Inflation bezeichnet die von einigen Konsumenten subjektiv wahrgenommene Inflation, gegenüber der real gemessenen Inflationsrate. Ein Grund für mögliche Abweichungen der gefühlten Inflation zur gemessenen Inflation ist die Tatsache, dass im Warenkorb, der zur Inflationsmessung herangezogen wird, sowohl Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) als auch langlebige Konsumgüter (z. B. Autos) enthalten sind. Daher können die Produkte in Auswahl oder Gewichtung nicht mit jedem individuellen Konsumenten bzw. jeder individuellen Konsumentengruppe übereinstimmen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als die für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als langlebiger Konsumgüter. Auch Preissteigerungen von meist automatisch abgebuchten Zahlungen wie Miete, Versicherungen, Energie und Wasser werden geringer wahrgenommen als bei anderen Gütern. Die moderne Verhaltensökonomik erklärt das Phänomen als kognitive Verzerrung, genauer gesagt als Bestätigungsfehler. Teuro Das Phänomen der gefühlten Inflation wurde insbesondere nach der Einführung des Euro in Deutschland und Österreich breit diskutiert. Dabei kam es nach Umfragen in der deutschen Bevölkerung zu Abweichungen von den statistisch ermittelten Inflationsraten. Aus diesem Grund hat Hans Wolfgang Brachinger in einem gemeinsamen Projekt mit dem Statistischen Bundesamt den Index der wahrgenommenen Inflation für Deutschland berechnet. Es konnte dabei gezeigt werden, dass die wahrgenommene Inflation (gemessen mit Hilfe des Indexes der wahrgenommenen Inflation) bei der Euro-Bargeldeinführung deutlich höher lag als die gemessene Inflationsrate. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Produktkategorien wie Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen relativ höheren Preisanstieg hatten als Produktkategorien wie Computer, Autos oder Pauschalreisen. Eine weitere Erklärung für die gefühlte Abweichung kann auch die schwache Lohnentwicklung sein, die unterhalb der Inflationsrate lag. Die Nettolöhne in Deutschland waren in den 10 Jahren nach Euro-Einführung leicht rückläufig. Die Kaufkraft ist also real gesunken. Auch in Österreich zeigt sich ein Rückgang der Kaufkraft. Effekte Allgemein Inflation spiegelt die Abnahme der Kaufkraft einer Währung wider. Das heißt, wenn das allgemeine Preisniveau steigt, kann jede Währungseinheit insgesamt weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Man unterscheidet dabei zwischen erwarteter und unerwarteter Inflation. Die Effekte der Inflation können davon abhängen, ob es erwartete oder unerwartete Inflation ist. Erwartete Inflation kann von rationalen Akteuren bereits in ökonomische Handlungen und Prognosen integriert werden. Gewerkschaften führen Lohnverhandlungen in Abhängigkeit von der erwarteten Inflationsentwicklung. Unternehmen gestalten die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Inflation. Das ist jedoch kurz- und mittelfristig davon abhängig, inwiefern Starrheiten bei Löhnen und Preisen existieren. Diese können dann nicht sofort an die Inflationserwartungen angepasst werden. Schuldner, die zum Beispiel Schulden mit einem festen Nominalzins haben, erhalten mit steigender Inflationsrate eine Senkung ihres „realen“ Zinssatzes. Der Realzins eines Kredits ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Banken und andere Kreditgeber passen sich dem Inflationsrisiko an, indem sie entweder eine Inflationsrisikoprämie für festverzinsliche Kredite verlangen, oder Kredite mit einem variablen Zinssatz vergeben. Lediglich ein unerwarteter Anstieg der Inflationsrate über die bereits eingepreiste Risikoprämie hinaus würde zu realem Zinsgewinn führen. Negativ Hohe oder unerwartete Inflation gilt als schädlich für die Ökonomie. Sie führt zu Ineffizienzen auf dem Markt und erschwert es Konsumenten und Unternehmen langfristig zu planen. Inflation kann die Produktivität beeinträchtigen, da Unternehmen gezwungen sind, eigene Ressourcen weg von Produkten und Dienstleistungen zu verlagern, um sich auf die Steuerung der Inflation zu konzentrieren. Unsicherheit über die zukünftige Kaufkraft des Geldes führt dazu, dass nominale Vermögenswerte wie Spareinlagen und Anleihen unattraktiver werden, da diese im Falle einer Inflation an Wert verlieren. Dies führt zu höheren Risikoprämien, da Investoren eine Absicherung gegen das eingegangene Inflationsrisiko fordern. Die Folge sind höhere Zinsen, was die Investitionstätigkeit senkt. Bei hoher Inflation wird die Kaufkraft von Personen mit fixem Nominaleinkommen, zu Personen mit variablem Einkommen umverteilt, da deren Einkommen mit der Inflation besser Schritt halten können. Diese Umverteilung der Kaufkraft findet auch zwischen internationalen Handelspartnern statt. Wenn feste Wechselkurse bestehen, führt Inflation dazu, dass sich die Importe aus diesem Währungsraum verteuern. Dies kann sich auf die Handelsbilanz auswirken. Bei flexiblen Wechselkursen führt unerwartete Inflation zu erhöhter Volatilität der Wechselkurse, was sich negativ auf den Handel auswirken kann. Horten Die Menschen kaufen langlebige und/oder nicht verderbliche Waren und andere Güter als Vermögensaufbewahrung, um die erwarteten Verluste durch die sinkende Kaufkraft des Geldes zu vermeiden, die zu einer Verknappung der gehorteten Güter führen. Soziale Unruhen Hohe, nicht durch höhere Löhne hervorgerufene Inflation kann zu massiven Demonstrationen und Revolutionen führen. Die Inflation und insbesondere die Nahrungsmittelinflation wird beispielsweise als einer der Hauptgründe für die Revolution in Tunesien 2010/2011 und die Revolution in Ägypten 2011 angesehen. Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali wurde gestürzt, auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde nach nur 18 Tagen Demonstrationen gestürzt, und die Proteste breiteten sich bald in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Hyperinflation Wenn die Inflation zu hoch wird, kann dies dazu führen, dass die Menschen ihre Verwendung der Währung stark einschränken, was zu einer Beschleunigung der Inflationsrate führt. Die hohe und sich beschleunigende Inflation stört das normale Funktionieren der Wirtschaft massiv und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Waren zu liefern. Hyperinflation kann dazu führen, dass die Landeswährung nicht mehr verwendet wird (z. B. in Nordkorea), was zur Einführung einer Außenwährung (Dollarisierung) führt. Allokative Ineffizienz Eine Änderung des Angebots oder der Nachfrage nach einem Gut führt normalerweise zu einer Änderung seines relativen Preises. Dies signalisiert den Käufern und Verkäufern, dass sie als Reaktion auf die neuen Preise Ressourcen neu zuteilen sollten. Aber wenn sich Preise aufgrund von hoher Inflation ständig ändern, sind Preisänderungen aufgrund echter relativer Preissignale schwer von Preisänderungen aufgrund allgemeiner Inflation zu unterscheiden. Dadurch können die Agenten nur langsam darauf reagieren. Die Folge ist ein Verlust an allokativer Effizienz. Preisanpassungskosten Bei hoher Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufig ändern, um mit den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Aber oft verursacht das Ändern von Preisen selbst wieder Kosten. So müssen Preisschilder und Verträge neu gedruckt, oder ganze Preiskalkulationen neu berechnet werden, was Ressourcen bindet. Man nennt diese Kosten Preisanpassungskosten. Positiv Arbeitsmarkt Die Nominallöhne passen sich nur langsam nach unten an. Dies kann zu anhaltenden Ungleichgewichten und hoher Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen. Da die Inflation die Reallöhne auch bei konstanten Nominallöhnen sinken lässt, ermöglicht eine moderate Inflation ein schnelleres Gleichgewicht auf den Arbeitsmärkten. Dies gilt, insofern die Löhne nicht in Lohnverhandlungen an die Inflation angepasst werden können. Liquiditätsfalle Eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge ist die Möglichkeit, die Leitzinsen festzulegen, also den Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können. Daneben gibt es die Offenmarktpolitik, d. h. Interventionen der Zentralbank auf dem Rentenmarkt, mit dem Ziel, den nominalen Zinssatz zu senken. Beide Maßnahmen sollen die allgemeinen Zinsen senken, um dadurch positive Konjunktureffekte auszulösen. Befindet sich eine Ökonomie in einer Rezession mit bereits niedrigen oder sogar null Nominalzinsen, kann die Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken, um die Wirtschaft anzukurbeln – diese Situation wird als Liquiditätsfalle bezeichnet. Diese Situation kann aber durch niedrige und konstante Inflation verhindert werden. Mundell-Tobin-Effekt Robert Mundell stellte fest, dass eine moderate Inflation die Sparer veranlassen würde, Kredite durch Spareinlagen zu ersetzen, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Diese Substitution würde dazu führen, dass die Realzinssätze für das Marktgleichgewicht sinken. Der niedrigere Realzins würde zu einer höheren Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen führen. In ähnlicher Weise zeigte James Tobin, dass eine solche Inflation Unternehmen dazu veranlassen würde, Investitionen in Sachkapital (Anlagen, Ausrüstung und Vorräte) durch Geldguthaben in ihren Vermögensportfolios zu ersetzen. Diese Substitution würde bedeuten, sich für Investitionen mit niedrigeren realen Renditen zu entscheiden. (Die Renditen sind niedriger, da bereits früher Investitionen mit höheren Renditen getätigt wurden.) Sofern die Wirtschaft nicht bereits nach Modellen der Wachstumstheorie überinvestiert, würden diese zusätzlichen Investitionen positive Effekte haben. Formen Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: akzelerierte Phase (steigende, beschleunigte) – stabilisierte (gleichbleibende) Phase – dezelerierte (abnehmende) Phase. Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Der Begriff „Inflation“ bezeichnete ursprünglich die Inflationen der frühen 1920er Jahre, die heute als schwere oder Hyperinflationen gelten. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Leichte Inflation (bis etwa 5 % Wertverlust im Jahr) hat nachfragefördernde Wirkung, da Leute ihr Geld ausgeben oder investieren wollen. Freilich verlangen sie für Investitionen immer noch eine Liquiditätsprämie, das heißt die Renditen müssen deutlich über der Inflationsrate liegen. Bei schwerer Inflation (ab rund 5 % Wertverlust im Jahr) verliert das Tauschmittel Geld seinen Wert schneller als andere Güter (zum Beispiel Immobilien, Aktien, Sachkapital allgemein) und büßt daher die Wertmaßstabsfunktion und Wertaufbewahrungsfunktion ein, stattdessen wird eine Ersatzwährung verwendet, so zum Beispiel Zigaretten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der US-Dollar in der Türkei (früher) oder Argentinien. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, überschulden sich. Besonders schwere Inflationen mit monatlichen Wertverlusten von über 50 % werden auch als Hyperinflationen bezeichnet. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Schwere Inflationen waren in der Geschichte unter anderem zu beobachten: die Preisrevolution im 16. Jahrhundert, um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (siehe Kipper- und Wipperzeit und Kursächsische Kippermünzstätten), in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat, um 1920 bis 1924 in Österreich, um 1923 in Deutschland und in Ungarn, 1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform), 1945–1946 in Ungarn (siehe Pengő) Nach den beiden Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 kam es zu relativ hohen Inflationsraten. In den 1970er Jahren trugen auch andere Faktoren zu relativ hohen Inflationsraten bei, jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien, jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien (→ Brasilianischer Real), um 1995 in Mexiko (→ Peso), um 1997 in Südostasien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise), um 2002 in Argentinien, Hyperinflation 2008/2009 in Simbabwe; nach dessen Abschaffung im Oktober 2015 hatte das Land bis 2019 keine eigene Währung mehr. Laut dem CATO Institute betrug die Hyperinflation in Simbabwe per Ende Oktober 2008 gegenüber Ende Oktober 2007 2,79 Trillionen %. Ursachen Die Geldmenge wird weithin als wichtigste Ursache für hohe Inflationen bis Hyperinflationen und langfristige Inflationsraten akzeptiert. Folglich existiert unter Ökonomen inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Inflationsrate auf lange Sicht im Wesentlichen von der Wachstumsrate der Geldmenge im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum abhängt. Kurz- und mittelfristig kann die Inflation aber außerdem durch die relative Elastizität von Löhnen, Preisen, Zinssätzen, Angebot und Nachfrage, sowie der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beeinflusst werden. Außerdem spielen die Erwartungen der ökonomischen Agenten eine wesentliche Rolle. Geldmenge Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung: . Dabei ist Geldmenge Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Preisniveau Reale Produktion An der umgestellten Gleichung bzw. an der Darstellung mit Änderungsraten kann man erkennen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn (bei Konstanz der jeweiligen beiden anderen Größen) die Geldmenge zunimmt (Geldschöpfung), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunimmt (empirische Untersuchungen zeigen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig annähernd konstant bleibt), die reale Produktion (das Handelsvolumen) sinkt. Betrachtet man alle vier Größen gleichzeitig, entsteht nach der Quantitätsgleichung Inflation () dann, wenn das Geldmengenwachstum () größer ist als die Differenz aus der Änderung des Handelsvolumens und der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit (). Die Inflation lässt sich also kurz- bis mittelfristig nicht auf eine Ausweitung der Geldmenge reduzieren, sondern es müssen ebenso die Umlaufgeschwindigkeit und die reale Produktion betrachtet werden. Der langfristige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung ist empirisch gut belegt. Auf kurze bis mittlere Sicht kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Zusammenhang kommen. Angebot Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; ) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind. Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will. Nachfrage Kommt es zur Nachfragesoginflation (), sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach Gütern derart schnell, dass die Angebotsseite nicht durch Anheben des mengenmäßigen Angebots reagieren kann und stattdessen die Preise nach den Marktgesetzen steigen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich. Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Man unterscheidet zusätzlich zwischen „hausgemachter“ und „importierter“ Nachfragesoginflation, je nachdem, ob die Nachfrage aus dem In- oder Ausland herrührt. Erwartungen Die Erwartungen der ökonomischen Agenten über zukünftige Inflationsraten sind sehr wichtig in der Ökonomie. Sie können die Inflationsraten, Zinssätze und damit die Konjunktur wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel werden Unternehmen abhängig von ihren Inflationserwartungen unternehmerische Entscheidungen, etwa über Investitionen, treffen. Konsumenten passen ihr Konsumverhalten abhängig von ihren Inflationserwartungen an. Der Kommunikation der Geldpolitik kommt somit eine Schlüsselrolle zu. Notenbanken nutzen Kommunikationsstrategien wie Forward guidance, um die Inflationserwartungen von Märkten und Konsumenten zu beeinflussen. Studien zeigen eine konjunkturstabiliserende Wirkung. Theorien Über die Ursachen der Inflation gab es historisch verschiedene Theorien. Dabei ist besonders Debatte zwischen Monetaristen und Keynesianern hervorzuheben. Diese wurden im Rahmen der neukeynesianischen Synthese zusammengeführt. Der Neukeynesianismus stellt die heute allgemein akzeptierte makroökonomische Theorie dar. Daneben gibt es heterodoxe Theorien über Inflation. Diese werden vom ökonomischen Mainstream nicht geteilt. Keynesianismus Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden (Phillips-Kurve). Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt (siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate). Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus – man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK), Synonym Transformationskurve – so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer (vgl. Nachfrage-Sog-Inflation oben). Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist. Monetarismus Der Monetarismus sieht allein im Wachstum der Geldmenge die Ursache für Inflation. Milton Friedman prägte dafür den griffigen Slogan:„Money matters“ – „Es kommt auf die Geldmenge an“. Inflation sei immer und überall ein monetäres Phänomen. Der Monetarismus griff eine zentrale Annahme der keynesianischen Inflationstheorie an: die Phillips-Kurve. Friedman und Edmund Phelps (der kein Monetarist war) schlugen eine "erweiterte" Form der Phillips-Kurve vor, die die Möglichkeit eines stabilen, langfristigen Kompromisses zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ausschloss. Die Ölschocks der 1970er Jahre führten zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Inflation, wodurch Friedman und Phelps empirisch bestätigt wurden. Der Monetarismus war in den frühen 1980er Jahren besonders einflussreich. Er verlor in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder an Einfluss, da es den Zentralbanken schwerfiel, die Geldmenge anstelle der Zinssätze zu steuern. NKM Die neue klassische Makroökonomie (NKM) forderte zentrale Annahmen des Keynesianismus heraus. Die theoretische Weiterentwicklung war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die Modellbildung durch Robert Lucas. Zuvor hatten keynesianische Ökonomen im Allgemeinen mit adaptive Erwartungen gearbeitet, bei denen angenommen wurde, dass ökonomische Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Rationalen Erwartungen bedeuten eine höhere Komplexität der Agenten. Zum Beispiel werden Verbraucher nicht einfach eine Inflationsrate von 2 % annehmen, nur weil dies der Durchschnitt der letzten Jahre war. Sie werden sich mit der aktuellen Geldpolitik und den wirtschaftlichen Bedingungen befassen, um eine eigene Prognose zu erstellen. Die NKM konnte zeigen, dass unter Annahme von perfekter Preiselastizität und rationalen Erwartungen Geldpolitik nur zu Inflation führe und keine konjunkturellen Effekte aufwies. Neukeynesianismus Die moderne keynesianische Theorie geht davon aus, dass Veränderungen der Geldmenge langfristig die Inflationsrate bestimmen, aber kurzfristig durchaus von Lohn und Preisstarrheiten beeinflusst werden können. Außerdem treffen Agenten ökonomische Entscheidungen oft aufgrund von unvollständigen Informationen. Daher kann Fiskal- und Geldpolitik zu einem effizienteren makroökonomischen Ergebnis führen, als Laissez-faire-Politik. Der Neukeynesianismus stellt den gegenwärtigen internationalen Konsens der Makroökonomik dar. Er ist eine Synthese aus Monetarismus, NKM, sowie einigen Elementen des klassischen Keynesianismus. Der Neukeynesianismus führte zur Entwicklung von dynamischen stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen (DSGE), welche heute von vielen Zentralbanken zur Modellierung der Geldpolitik eingesetzt werden. Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen. Heterodoxe Theorien Es gibt Inflationstheorien, die vom Mainstream der ökonomischen Wissenschaft nicht geteilt werden. Österreichische Schule Ludwig von Mises, ein Vertreter der Österreichischen Schule, verstand unter Inflation die Ausweitung (lat. inflare) der ungedeckten Geldmenge. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten. Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern, die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank- und Finanzwesens zu finden (Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln, Zentralbankwesen, Teilreservebanken, Währungsmonopol usw.). Aus dieser Sicht geht auch hervor, dass die Inflation sich nicht gleichmäßig in allen Preisen widerspiegelt, sondern durch Cantillon-Effekte beeinflusst wird. Produktionskosten Die klassischen Ökonomen wie Adam Smith, David Ricardo bis hin zu Karl Marx vertraten eine Produktionskostentheorie des Geldes. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: „Das Verhältnis zwischen dem Werte des Goldes und Silbers und dem irgendwelcher anderer Güter hängt … von dem Verhältnis zwischen der Menge Arbeit ab, die nötig ist, um eine bestimmte Menge Gold und Silber, und der Menge Arbeit, die nötig ist, um eine bestimmte Menge irgendeiner anderen Art auf den Markt zu bringen.“ Die Warenpreise konnten nach der Arbeitswertlehre also nur dann dauerhaft steigen, wenn die Arbeitsproduktivität bei der Gold- oder Silbergewinnung dauerhaft rascher gesteigert werden konnte, als diejenige bei der Produktion der anderen Waren. Nach der Produktionskostentheorie des Geldes (oder nach der Arbeitswerttheorie) führten die großen Gold- und Silberimporte aus Südamerika nach der Entdeckung Amerikas nicht deshalb zu einer Inflation in Europa, weil das viele Gold eine vergleichsweise kleine Menge an Waren „jagte“ – das sagt die Quantitätstheorie des Geldes –, sondern weil plötzlich weniger Arbeitszeit erforderlich war, um eine bestimmte Menge an Gold oder Silber zu gewinnen. Die Ausdehnung der Geldmenge (Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen) war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle. Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt. Die Erhöhung der Geldmenge war also nur Symptom der Verminderung des Wertes der einzelnen Goldmünze. Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Die Wirtschaftssubjekte wollten Gold nicht unter Wert gegen Waren tauschen, so die Annahme der Klassiker. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Aber beispielsweise während der Koalitionskriege floss aus Großbritannien sehr viel Gold ins Ausland ab oder wurde gehortet. Schließlich wurde die Goldeinlösungspflicht für Papierbanknoten durch den englischen Staat aufgehoben. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Die stabilen Preise der Waren in Gold ausgedrückt und die steigenden Preise der Waren in Papiergeld ausgedrückt. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Wird aber in Notzeiten von den Banken der Papiergeldumlauf über den notwendigen Goldumlauf gesteigert, dann steigen genau in dem Maße die Preise in Papiergeld ausgedrückt. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Dann „jagen“ aber zu viele Banknoten zu wenige Waren. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen. Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Steuerung Geldpolitik Obwohl sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik die Inflation beeinflussen können, verlassen sich die meisten Länder seit den 1980er Jahren hauptsächlich auf die Geldpolitik, um die Inflation zu steuern. Wenn eine Inflation über ein akzeptables Niveau hinaus auftritt, kann die Zentralbank des Landes den Zinssatz erhöhen, was in der Regel das Wachstum der Geldmenge verlangsamt oder stoppt. Einige Zentralbanken haben ein symmetrisches Inflationsziel, während andere die Inflation nur kontrollieren, wenn sie einen Schwellenwert überschreitet.Im 21. Jahrhundert befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und stetige Inflationsrate. In den meisten Ländern haben die Zentralbanken oder andere Währungsbehörden die Aufgabe, den Interbankenzins stabil auf niedrigem Niveau und die Zielinflationsrate von etwa 2 bis 3 % zu halten. Zentralbanken streben eine niedrige Inflationsrate an, weil sie glauben, dass eine hohe Inflation wirtschaftliche Kosten verursacht, da Unsicherheit in den Erwartungen über Unterschiede in den relativen Preisen und über die Inflationsrate erzeugt würde. Das Ziel ist daher eine niedrige positive Inflationsrate und nicht eine Null- oder negative Inflationsrate, da letztere Rezessionen verursachen oder verschlimmern könnte. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen) Inflation verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich in einem wirtschaftlichen Abschwung schneller anzupassen. Ferner verringert sie das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die Geldpolitik daran hindert, die Wirtschaft zu stabilisieren. Höhere Zinsen reduzieren die Geldmenge der Wirtschaft, weil weniger Menschen Kredite nachfragen. Wenn Banken Kredite vergeben, werden die Krediterlöse in der Regel auf Bankkonten eingezahlt, die Teil der Geldmenge sind. Wenn also eine Person einen Kredit zurückzahlt und keine anderen Kredite als Ersatz vergeben werden, sinkt die Höhe der Bankeinlagen und damit die Geldmenge. Als beispielsweise der Federal Funds Rate in den frühen 1980er Jahren 15 % überstieg, fiel die Menge der Federal Reserve Dollar um 8,1 % von 8,6 Billionen US-Dollar auf 7,9 Billionen US-Dollar. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Debatte zwischen Keynesianern und Monetaristen über das geeignete Instrument zur Kontrolle der Inflation. Monetaristen betonen eine niedrige und stetige Wachstumsrate der Geldmenge, während die Keynesianer betonen, dass die Gesamtnachfrage während der Wirtschaftsexpansion reduziert und die Nachfrage während der Rezession erhöht wird, um die Inflation stabil zu halten. Andere Methoden Goldstandard Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem das gemeinsame Tauschmittel einer Region Papiernoten sind, die normalerweise frei in voreingestellte, feste Goldmengen umgewandelt werden können. Der Standard legt fest, wie die Golddeckung umgesetzt wird, einschließlich der Menge an Gold pro Währungseinheit. Die Währung selbst hat keinen intrinsischen Wert, wird aber von Händlern akzeptiert, da sie gegen die entsprechende Menge Goldes eingelöst werden kann. Der Goldstandard wurde durch die internationale Übernahme des Bretton-Woods-Systems teilweise aufgegeben. Unter diesem System waren alle anderen wichtigen Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar gebunden, der selbst von der US-Regierung zu einem Kurs von 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Das Bretton-Woods-System brach 1971 zusammen, was dazu führte, dass die meisten Länder auf Fiatgeld umstiegen – Geld, das nur durch die Gesetze und Rechtssicherheit des Landes garantiert wird. Bei einem Goldstandard würde die langfristige Inflationsrate (oder Deflation) durch die Wachstumsrate des Goldangebots im Verhältnis zur Gesamtproduktion bestimmt. Kritiker argumentieren, dass dies zu willkürlichen Schwankungen der Inflationsrate führen und die Geldpolitik im Wesentlichen durch den Goldabbau bestimmt würde. Dies hätte in wirtschaftlichen Abschwüngen katastrophale Folgen. Der Goldstandard wird besonders von Vertretern der heterodoxen Österreichischen Schule propagiert. Preiskontrollen Eine andere historische Methode zur Inflationssteuerung waren Lohn- und Preiskontrollen. Lohn- und Preiskontrollen haben sich in Kriegszeiten in Kombination mit Rationierung bewährt. Ihre Verwendung in anderen Kontexten ist jedoch weitaus gemischter. Zu den bemerkenswerten Misserfolgen bei ihrer Verwendung gehört die Einführung von Lohn- und Preiskontrollen im Jahr 1972 durch Richard Nixon. Viele Ökonomen halten Preisbindungen für sinnlos oder schädlich. Im Allgemeinen werden Lohn- und Preiskontrollen als vorübergehende und außergewöhnliche Maßnahme angesehen, die nur in Verbindung mit Maßnahmen zur Verringerung der zugrunde liegenden Inflationsursachen während des Lohn- und Preiskontrollregimes wirksam sind, z. B. wenn der Krieg gewonnen wird. Sie haben oft sehr negative Auswirkungen aufgrund der verzerrten Preissignale, die sie an den Markt senden. Künstlich niedrige Preise führen oft zu Knappheit und Engpässen und schrecken zukünftige Investitionen ab, was zu weiterem Mangel führt. Die übliche ökonomische Analyse zeigt, dass jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die zu niedrig bepreist wird, zu stark konsumiert wird. Wenn beispielsweise der offizielle Brotpreis zu niedrig ist, wird es zu wenig Brot zu den festgelegten Preisen geben und der Markt wird zu wenig in die Brotherstellung investieren, um den zukünftigen Bedarf zu decken, wodurch das Problem langfristig verschärft wird. Abgrenzung Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind. Kassenhaltung Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch (staatlich) administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor. Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten (Schwarzmarkt) gemessen werden. Ob Inflation vorliegt, ist also eine Frage der Anerkennung einer Definitions-Autorität. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar. Externer Preisschock Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus. Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Inflationssteuer Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort, das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt. Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert (dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist). Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen. Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Siehe auch Liste der Länder nach Inflationsrate Lohn-Preis-Spirale Geräuschlose Kriegsfinanzierung Kippertaler der Kipper- und Wipperinflation Kippermünzstätten (Kursachsen) – Münzstätten der Kipper- und Wipperinflation Böse Halser der Schinderlingszeit, eine Inflation (1457–1460) Shrinkflation Literatur Inflation – Inflationstheorien – Geldpolitik. In: Gabler Wirtschaftslexikon, Gabler Verlag Hans H. Lechner: Währungspolitik. De Gruyter, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-11-007412-5. Fritz Neumark: Inflationsprobleme – Alt und Neu. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (= Göttinger Universitätsreden. Heft 59). Weblinks Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreis-Index für Deutschland Verbraucherpreis-Index für Österreich Schweizerischer Landesindex der Konsumentenpreise Statistiken der EZB (englisch) Inflation in den Neuen Bundesländern (in Quartalsberichten) Jürgen Pätzold: Das Inflationsproblem. Ursachen und Strategien. Informationen und Daten zum US-CPI beim Bureau of Labor Statistics Einzelnachweise
[Gelöst] Bildschirmauflösung "starr" fixieren auf 1920x1080 - Linux Forum [Gelöst] Bildschirmauflösung "starr" fixieren auf 1920x1080 Beitrag von Heart » 3. Jun 2015, 10:59 ich habe hier einen "Umschalter" an dem zwei PC's hängen (ein Monitor, Keyboard, Maus wird quasi geteilt. Vom Umschalter gehen VGA-Kabel in den Umschalter, also kein DVI/HDMI), 1x Windows, 1x Linux. Jetzt ist es aktuell so, dass ich zuerst einen PC davon starte und hier komplett den Bootvorgang abwarten muss, damit ich die korrekte Bildschirmauflösung (1920x1080) bekomme. Ist der erste PC bis zur Anmeldung durchgebootet kann ich erst den zweiten PC anschalten und zu diesem wechseln mit dem Umschalter. Auch hier muss ich "dem gesamten Bootvorgang zusehen", damit die Auflösung passt (bei Linux wird sie korrekt gesetzt, wenn KDE-Startgrafik zu sehen ist). Kann ich das irgendwie umgehen, so dass ich beide PC's gleichzeitig anschalten kann und mir Linux (auch wenn es nicht aktiv am Monitor verfolgt wird) die Auflösung starr/fest auf 1920x1080 setzt? (openSUSE 13.2, KDE: 4.14.6, Qt: 4.8.6) Zuletzt geändert von Heart am 5. Jun 2015, 09:35, insgesamt 1-mal geändert. Beitrag von josef-wien » 3. Jun 2015, 22:14 KMS-fähige Treiber werden in der Regel bereits in der initrd (oder - wenn Du das verhinderst - kurz danach) geladen und holen sich in dieser frühen Phase (also lange vor dem Start der grafischen Oberfläche) die notwendigen Informationen direkt vom Bildschirm, und wenn der nicht angeschlossen und mit Strom versorgt ist, tritt eben eine "Notfallsauflösung" in Kraft. Wird der Bildschirm dann aktiv, werden diese Informationen nachgeholt, daher reicht ein entsprechender xrandr-Befehl, um zur gewünschten Auflösung zu gelangen. Wenn Du das bei inaktivem Bildschirm (z. B. in /etc/X11/xinit/xinitrc) erreichen willst, mußt Du zuerst mit xrandr eine modeline definieren, diese dann dem Anschluß zuweisen und im dritten Schritt aktivieren. Treiber, die nicht KMS-fähig sind, kannst Du diesbezüglich über /etc/X11/xorg.conf[.d/*] steuern. P. S. Mein Wissen beruht auf i915 und fglrx, aber ich denke, daß es sich bei anderen Treibern ebenso verhält. Beitrag von manzek » 4. Jun 2015, 21:26 Dieses Problem kenne ich auch. Hier muss ich ebenfalls den jeweiligen Bootvorgang abwarten. Boote ich zeitgleich den zweiten Rechner, ist dessen Bild verschoben. Ich gehe davon aus, dass es an der Autoformat-Funktion des Monitores liegt. Mein Monitor zu Hause ist da unkritischer, da zickt eher die USB-Komponente wie Tastatur und Maus. Das Problem kann ich allerdings mit einem zweiten Satz Tastatur/Maus lösen... Beitrag von Heart » 5. Jun 2015, 09:35 @josef-wien PERFEKT! Das lieferte die benötigten Infos. Ich habe die Datei /etc/X11/xinit/xinitrc ziemlich am Anfang mit folgenden drei Zeilen ergänzt und nun habe ich auch die korrekte Auflösung nach dem Booten, wenn Linux nicht aktiv zu sehen war beim Bootvorgang an sich! ~ cat /etc/X11/xinit/xinitrc xrandr --verbose --addmode VGA1 "1920x1080" Re: [Gelöst] Bildschirmauflösung "starr" fixieren auf 1920x1 Beitrag von josef-wien » 5. Jun 2015, 11:30 An und für sich ist ein Abschnitt vorhanden, aber in der Praxis spielt es keine Rolle. Noch besser ist ein auführbares Skript irgendeinname.sh im Verzeichnis /etc/X11/xinit/xinitrc.d (das "automatisch" verwendet wird). Ich hoffe, Deine modeline stammt aus der in /var/log/Xorg.0.log dokumentierten EDID-Information des Bildschirms (bei einem Start mit inaktivem Bildschirm sollte das nach einem simplen xrandr geschrieben werden) und nicht von cvt, gtf oder ähnlichen Programmen, Dein Bildschirm weiß schließlich am besten, was ihm am liebsten ist. Beitrag von Heart » 5. Jun 2015, 12:03 Die stammt tatsächlich noch von "cvt 1920 1080" Nicht gut? Ich habe mal die Datei /var/log/Xorg.0.log durchgesehen, aber eine Modeline (bzw. "EDID-Information") kann ich hier nicht finden: ➜ ~ cat /var/log/Xorg.0.log |grep -E 'intel|mode|video' [ 33.403] Kernel command line: BOOT_IMAGE=/boot/vmlinuz-3.16.7-21-desktop root=UUID=d6f2e147-9477-4832-8ae0-604b58e48272 video=1920x1080 resume=/dev/disk/by-id/ata-ST3160815AS_5RX5Q7Y0-part1 splash=silent quiet showopts [ 33.711] (==) Matched intel as autoconfigured driver 0 [ 33.711] (==) Matched intel as autoconfigured driver 1 [ 33.711] (==) Matched modesetting as autoconfigured driver 2 [ 33.711] (II) LoadModule: "intel" [ 33.733] (II) Loading /usr/lib64/xorg/modules/drivers/intel_drv.so [ 33.733] (II) Module intel: vendor="X.Org Foundation" [ 33.733] (II) LoadModule: "modesetting" [ 33.733] (II) Loading /usr/lib64/xorg/modules/drivers/modesetting_drv.so [ 33.733] (II) Module modesetting: vendor="X.Org Foundation" [ 33.734] (II) intel: Driver for Intel(R) Integrated Graphics Chipsets: [ 33.734] (II) intel: Driver for Intel(R) HD Graphics: 2000-6000 [ 33.734] (II) intel: Driver for Intel(R) Iris(TM) Graphics: 5100, 6100 [ 33.734] (II) intel: Driver for Intel(R) Iris(TM) Pro Graphics: 5200, 6200, P6300 [ 33.734] (II) modesetting: Driver for Modesetting Kernel Drivers: kms [ 33.734] (II) intel(0): Using Kernel Mode Setting driver: i915, version 1.6.0 20080730 [ 33.734] (WW) Falling back to old probe method for modesetting [ 33.735] (--) intel(0): Integrated Graphics Chipset: Intel(R) Q35 [ 33.735] (--) intel(0): CPU: x86-64, sse2, sse3, ssse3 [ 33.735] (II) intel(0): Creating default Display subsection in Screen section [ 33.735] (==) intel(0): Depth 24, (--) framebuffer bpp 32 [ 33.735] (==) intel(0): RGB weight 888 [ 33.735] (==) intel(0): Default visual is TrueColor [ 33.735] (II) intel(0): Output VGA1 has no monitor section [ 33.735] (II) intel(0): Enabled output VGA1 [ 33.736] (--) intel(0): Using a maximum size of 256x256 for hardware cursors [ 33.736] (II) intel(0): Output VIRTUAL1 has no monitor section [ 33.736] (II) intel(0): Enabled output VIRTUAL1 [ 33.736] (--) intel(0): Output VGA1 using initial mode 1024x768 on pipe 0 [ 33.736] (==) intel(0): TearFree disabled [ 33.736] (==) intel(0): DPI set to (96, 96) [ 33.736] (II) UnloadModule: "modesetting" [ 33.736] (II) Unloading modesetting [ 33.736] (II) intel(0): SNA initialized with Alviso (gen3) backend [ 33.736] (==) intel(0): Backing store enabled [ 33.736] (==) intel(0): Silken mouse enabled [ 33.736] (II) intel(0): HW Cursor enabled [ 33.736] (II) intel(0): RandR 1.2 enabled, ignore the following RandR disabled message. [ 33.736] (==) intel(0): DPMS enabled [ 33.736] (II) intel(0): [XvMC] i915_xvmc driver initialized. [ 33.736] (II) intel(0): [DRI2] Setup complete [ 33.736] (II) intel(0): [DRI2] DRI driver: i915 [ 33.736] (II) intel(0): [DRI2] VDPAU driver: i915 [ 33.736] (II) intel(0): direct rendering: DRI2 enabled [ 33.736] (II) intel(0): hardware support for Present enabled [ 33.736] (==) intel(0): display hotplug detection enabled [ 33.753] (II) intel(0): switch to mode 1024x768@60.0 on VGA1 using pipe 0, position (0, 0), rotation normal, reflection none [ 33.756] (II) intel(0): Setting screen physical size to 270 x 203 [ 34.137] (**) Option "xkb_model" "pc105" [ 34.139] (**) Option "xkb_model" "pc105" [ 34.142] (**) Option "xkb_model" "pc105" [ 34.248] (II) intel(0): SNA initialized with Alviso (gen3) backend [ 34.248] (II) intel(0): HW Cursor enabled [ 34.248] (II) intel(0): RandR 1.2 enabled, ignore the following RandR disabled message. [ 34.248] (==) intel(0): DPMS enabled [ 34.248] (II) intel(0): [XvMC] i915_xvmc driver initialized. [ 34.248] (II) intel(0): [DRI2] Setup complete [ 34.248] (II) intel(0): [DRI2] DRI driver: i915 [ 34.248] (II) intel(0): [DRI2] VDPAU driver: i915 [ 34.248] (II) intel(0): direct rendering: DRI2 enabled [ 34.248] (II) intel(0): hardware support for Present enabled [ 34.248] (==) intel(0): display hotplug detection enabled [ 34.260] (II) intel(0): switch to mode 1024x768@60.0 on VGA1 using pipe 0, position (0, 0), rotation normal, reflection none [ 34.261] (II) intel(0): Setting screen physical size to 270 x 203 [ 34.305] (**) Option "xkb_model" "pc105" [ 34.327] (**) Option "xkb_model" "pc105" [ 34.328] (**) Option "xkb_model" "pc105" [ 34.330] (**) Option "xkb_model" "pc105" [ 34.333] (**) Option "xkb_model" "pc105" [ 34.424] (II) intel(0): SNA initialized with Alviso (gen3) backend [ 34.424] (II) intel(0): HW Cursor enabled [ 34.424] (II) intel(0): RandR 1.2 enabled, ignore the following RandR disabled message. [ 34.424] (==) intel(0): DPMS enabled [ 34.424] (II) intel(0): [XvMC] i915_xvmc driver initialized. [ 34.424] (II) intel(0): [DRI2] Setup complete [ 34.424] (II) intel(0): [DRI2] DRI driver: i915 [ 34.424] (II) intel(0): [DRI2] VDPAU driver: i915 [ 34.424] (II) intel(0): direct rendering: DRI2 enabled [ 34.424] (II) intel(0): hardware support for Present enabled [ 34.424] (==) intel(0): display hotplug detection enabled [ 34.438] (II) intel(0): switch to mode 1024x768@60.0 on VGA1 using pipe 0, position (0, 0), rotation normal, reflection none [ 34.439] (II) intel(0): Setting screen physical size to 270 x 203 [ 34.506] (**) Option "xkb_model" "pc105" [ 34.508] (**) Option "xkb_model" "pc105" [ 34.512] (**) Option "xkb_model" "pc105" [ 38.555] (II) intel(0): resizing framebuffer to 1920x1080 [ 38.587] (II) intel(0): switch to mode 1920x1080@60.0 on VGA1 using pipe 0, position (0, 0), rotation normal, reflection none Beitrag von josef-wien » 5. Jun 2015, 17:49 josef-wien hat geschrieben: bei einem Start mit inaktivem Bildschirm sollte das nach einem simplen xrandr geschrieben werden Beitrag von josef-wien » 7. Jun 2015, 22:37 Nachdem mein Wissensdurst meine angeborene Faulheit wieder einmal besiegt hat, habe ich mich jetzt kurz auch mit den Alternativen zu xrandr beschäftigt. Diese Beitrag zeigt die Reaktionen meines PC und meines Bildschirms und gilt für einen Systemstart mit ausgeschaltetem Bildschirm, denn bei eingeschaltetem Bildschirm paßt bei mir jede in diesem Thema erwähnte Variante. Mit der Boot-Option drm_kms_helper.edid_firmware=VGA-1:edid/1280x1024.bin funktioniert bei mir alles bestens, die vom Kernel-Modul erzeugte modeline ist genau das, was mein Bildschirm gern hat. Laut drivers/gpu/drm/drm_edid_load.c meines Vanilla-Kernel 4.0.4 sind folgende Auflösungen integriert: 800x600.bin, 1024x768.bin, 1280x1024.bin, 1600x1200.bin, 1680x1050.bin, 1920x1080.bin Wenn ich das Verzeichnis /lib/firmware/edid anlege, mit (aus dem Paket read-edid) die EDID-Daten meines Bildschirms speichere und eine initrd erstelle, die diese Daten enthält, funktioniert mit der Boot-Option drm_kms_helper.edid_firmware=VGA-1:edid/monitor.bin ebenfalls alles bestens. Bei der üblichen Eintragung NO_KMS_IN_INITRD="no" in /etc/sysconfig/kernel geht es ohne entsprechende initrd nicht, da werden zwar die EDID-Daten erkannt, es bleibt aber bei der Auflösung 1024x768. Zu dracut kann ich nichts sagen, bei mkinitrd reicht ein Skript /lib/mkinitrd/scripts/edid.sh, z. B.: # EDID-firmware integrieren verz=/lib/firmware/edid if [ -d $verz ] if [ "$(ls -A $verz)" ] mkdir -p "$tmp_mnt"$verz cp $verz/* "$tmp_mnt"$verz echo "Die Dateien aus $verz wurden integriert." Die Boot-Option video=VGA-1:1280x1024-24@60 funktioniert mit dem Nachteil einer modeline, die zwar keine Probleme verursacht, aber eben (wie die unterschiedlichen Ergebnisse von cvt und gtf) nicht das ist, was sich mein Bildschirm wünscht. Kernel und Xorg haben haben übrigens unterschiedliche Namenskonventionen.
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q-de-2202
Was ist Inflation und wie wird sie definiert?
Inflation, auch Preissteigerungsrate oder Teuerung, bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Steigt das allgemeine Preisniveau, kann jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen kaufen (Verteuerung). Folglich spiegelt die Inflation eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit wider – ein realer Wertverlust des Zahlungsmittels. Das Gegenteil von Inflation ist Deflation, ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Das übliche Maß für die Inflation ist die Inflationsrate, die annualisierte prozentuale Veränderung eines allgemeinen Preisindexes, normalerweise eines Verbraucherpreisindexes, im Zeitverlauf. Es ist ökonomischer Konsens, dass sowohl Deflation, als auch sehr hohe Inflationsraten und Hyperinflation schädlich sind. Heute befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und konstante Inflationsrate. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen Inflation) verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich im Abschwung schneller anzupassen, und verringert das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die geldpolitische Stabilisierung der Wirtschaft verhindert. Die Aufgabe, die Inflationsrate niedrig und stabil zu halten, wird in der Regel den Zentralbanken übertragen. Sie sollen die Inflationsrate durch Geldpolitik steuern. Dazu nutzen Zentralbanken verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik, die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken, sowie Kommunikationsstrategien wie Forward guidance. Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an. Die Ansichten darüber, welche Faktoren niedrige, moderate oder gar sehr hohe Inflationsraten bestimmen, sind unterschiedlich. Es ist ein aktuelles Forschungsthema der Makroökonomie. Eine niedrige oder moderate Inflation kann auf Schwankungen der realen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder auf Veränderungen des verfügbaren Angebots, beispielsweise bei Knappheiten, zurückgeführt werden. Außerdem können die Inflationserwartungen der ökonomischen Agenten einen wesentlichen Einfluss haben. Inflation beeinflusst Ökonomien auf verschiedene Weisen. Zu den Effekten gehört ein Anstieg der Opportunitätskosten für das Halten von Geld, was Sparen unattraktiver macht und Verschuldung oder Konsum begünstigt. Es kann bei hoher Inflation sogar zu Knappheit kommen, da die Verbraucher aus Sorge vor einem weiteren Preisanstieg Güter horten. Zu den positiven Effekten einer stabilen niedrigen Inflation zählt die Vermeidung von Ineffizienzen, die mit einer Deflation einhergehen. Definition Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Historisch bedeutete Inflation dabei einen spezifischen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Handelsbedarf. Heute verwenden Ökonomen den Begriff Inflation ausschließlich, um sich auf steigende Preisniveaus zu beziehen. Eine Zunahme der Geldmenge kann als monetäre Inflation bezeichnet werden, um sie von steigenden Preisen zu unterscheiden, die der Übersichtlichkeit halber als Preisinflation bezeichnet werden. Ökonomen sind sich einig, dass die Preisinflation auf lange Sicht mit einer Erhöhung der Geldmenge zusammenhängt. Kurz- und mittelfristig können aber andere Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen. Inflation bezieht sich auf die allgemeine Preisentwicklung, nicht auf Änderungen bestimmter Preise. Kaufen Konsumenten beispielsweise mehr Gurken als Tomaten, werden Gurken teurer und Tomaten billiger. Diese Veränderungen sind jedoch keine Inflation – sie spiegeln lediglich eine Veränderung in den Präferenzen der Konsumenten wider. Das Wort Inflation stammt aus dem Lateinischen: das Substantiv „inflatio“, bedeutet „Sichaufblasen“ und stammt vom Verb „flare“ ab, was „blasen“ bedeutet. Andere Begriffe der Wirtschaftswissenschaft im Zusammenhang mit Inflation sind: Deflation – ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus Disinflation – ein Rückgang der Inflationsrate Hyperinflation – eine außer Kontrolle geratene Inflationsspirale Stagflation – eine Kombination aus Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit Reflation – ein Versuch, das allgemeine Preisniveau anzuheben, um einem Deflationsdruck entgegenzuwirken Vermögenspreisinflation – ein allgemeiner Anstieg der Preise von finanziellen Vermögenswerten, wie Aktien, Immobilien oder Gold, ohne einen entsprechenden Anstieg der Preise von Gütern oder Dienstleistungen Messung Da die Inflation als allgemeiner Anstieg des Preisniveaus definiert wird, hängt die Messung der Inflation davon ab, wie das allgemeine Preisniveau bestimmt ist. Es existieren dabei verschiedene mögliche Maßzahlen für das Preisniveau. Benötigt wird ein breiter Preisindex, der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen in der Wirtschaft abbildet. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCEPI) und der BIP-Deflator sind einige Beispiele für solche breiten Preisindizes. Die EZB verwendet zur Messung der Inflation der Eurozone den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt festgesetzt wird. Außerdem werden die Kostenänderungen zum Erwerb von typischen nationalen Konsumbündeln auf das Niveau der Eurozone aggregiert. Neben dieser Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften auch der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen. Warenkorb Verbraucherpreisindizes basieren anders als der BIP-Deflator auf einem repräsentativ ausgewählten Warenkorb. Auf Grundlage dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Kosten der Waren und Dienstleistungen und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat ermittelt in Deutschland das Statistische Bundesamt, in Österreich die Statistik Austria und in der Schweiz das Bundesamt für Statistik die Preissteigerungen und veröffentlicht sie. Messungen der Inflation mittels Warenkörben nehmen implizit an, dass sich das Konsumentenverhalten über definierte Zeiträume nicht verändert. Daher könne sich eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Inflation und der gemessenen Inflation ergeben. Abrupte Änderungen im Konsumentenverhalten können die Inflationsmessung ebenfalls gewichtungsbedingt verzerren. Das hat sich beispielsweise in der COVID-19-Pandemie gezeigt, als aufgrund der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen zahlreiche Waren und Dienstleistungen nicht mehr konsumiert werden konnten und der Warenkorb damit nicht mehr repräsentativ für den Konsum während der Krise war. Weiterhin müssen Qualitätsveränderungen der beobachteten Produkte im Zeitverlauf betrachtet werden. So unterliegen z. B. IT-Produkte einem großen technischen Fortschritt, weshalb die Qualitätsverbesserungen in der Inflationsmessung berücksichtigt werden müssen. Andererseits können Hersteller statt einer Preiserhöhung auch eine Qualitätsverschlechterung des Produktes durchführen, indem etwa die Verpackungsgröße bei gleichem Preis verkleinert wird. Diese und andere Qualitätsveränderungen müssen daher für eine korrekte Inflationsmessung erfasst werden. Daher wenden Statistikbehörden wie das Statistische Bundesamt Methoden zur Qualitätsbereinigung an. Das sind verschiedene statistische Methoden, die sicherstellen sollen, dass trotz qualitativen Veränderungen der Produkte des Warenkorbs "Gleiches mit Gleichem" verglichen wird. In der deutschen Preisstatistik werden unter anderem folgende Methoden zur Qualitätsbereinigung angewendet: Direkter Preisvergleich (Direct Price Comparison) Mengenbereinigung (Package Size Adjustment) Expertenurteil (Judgmental quality adjustment) Hedonische Techniken (Hedonics) Preisänderung interpretiert als reine Qualitätsänderung (Price change taken as quality change) Internationale Studien zeigen, dass die mit Warenkörben ermittelte Inflation systematisch zu hoch liegt. Kernrate Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind. Gefühlte Inflation Gefühlte Inflation bezeichnet die von einigen Konsumenten subjektiv wahrgenommene Inflation, gegenüber der real gemessenen Inflationsrate. Ein Grund für mögliche Abweichungen der gefühlten Inflation zur gemessenen Inflation ist die Tatsache, dass im Warenkorb, der zur Inflationsmessung herangezogen wird, sowohl Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) als auch langlebige Konsumgüter (z. B. Autos) enthalten sind. Daher können die Produkte in Auswahl oder Gewichtung nicht mit jedem individuellen Konsumenten bzw. jeder individuellen Konsumentengruppe übereinstimmen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als die für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als langlebiger Konsumgüter. Auch Preissteigerungen von meist automatisch abgebuchten Zahlungen wie Miete, Versicherungen, Energie und Wasser werden geringer wahrgenommen als bei anderen Gütern. Die moderne Verhaltensökonomik erklärt das Phänomen als kognitive Verzerrung, genauer gesagt als Bestätigungsfehler. Teuro Das Phänomen der gefühlten Inflation wurde insbesondere nach der Einführung des Euro in Deutschland und Österreich breit diskutiert. Dabei kam es nach Umfragen in der deutschen Bevölkerung zu Abweichungen von den statistisch ermittelten Inflationsraten. Aus diesem Grund hat Hans Wolfgang Brachinger in einem gemeinsamen Projekt mit dem Statistischen Bundesamt den Index der wahrgenommenen Inflation für Deutschland berechnet. Es konnte dabei gezeigt werden, dass die wahrgenommene Inflation (gemessen mit Hilfe des Indexes der wahrgenommenen Inflation) bei der Euro-Bargeldeinführung deutlich höher lag als die gemessene Inflationsrate. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Produktkategorien wie Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen relativ höheren Preisanstieg hatten als Produktkategorien wie Computer, Autos oder Pauschalreisen. Eine weitere Erklärung für die gefühlte Abweichung kann auch die schwache Lohnentwicklung sein, die unterhalb der Inflationsrate lag. Die Nettolöhne in Deutschland waren in den 10 Jahren nach Euro-Einführung leicht rückläufig. Die Kaufkraft ist also real gesunken. Auch in Österreich zeigt sich ein Rückgang der Kaufkraft. Effekte Allgemein Inflation spiegelt die Abnahme der Kaufkraft einer Währung wider. Das heißt, wenn das allgemeine Preisniveau steigt, kann jede Währungseinheit insgesamt weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Man unterscheidet dabei zwischen erwarteter und unerwarteter Inflation. Die Effekte der Inflation können davon abhängen, ob es erwartete oder unerwartete Inflation ist. Erwartete Inflation kann von rationalen Akteuren bereits in ökonomische Handlungen und Prognosen integriert werden. Gewerkschaften führen Lohnverhandlungen in Abhängigkeit von der erwarteten Inflationsentwicklung. Unternehmen gestalten die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Inflation. Das ist jedoch kurz- und mittelfristig davon abhängig, inwiefern Starrheiten bei Löhnen und Preisen existieren. Diese können dann nicht sofort an die Inflationserwartungen angepasst werden. Schuldner, die zum Beispiel Schulden mit einem festen Nominalzins haben, erhalten mit steigender Inflationsrate eine Senkung ihres „realen“ Zinssatzes. Der Realzins eines Kredits ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Banken und andere Kreditgeber passen sich dem Inflationsrisiko an, indem sie entweder eine Inflationsrisikoprämie für festverzinsliche Kredite verlangen, oder Kredite mit einem variablen Zinssatz vergeben. Lediglich ein unerwarteter Anstieg der Inflationsrate über die bereits eingepreiste Risikoprämie hinaus würde zu realem Zinsgewinn führen. Negativ Hohe oder unerwartete Inflation gilt als schädlich für die Ökonomie. Sie führt zu Ineffizienzen auf dem Markt und erschwert es Konsumenten und Unternehmen langfristig zu planen. Inflation kann die Produktivität beeinträchtigen, da Unternehmen gezwungen sind, eigene Ressourcen weg von Produkten und Dienstleistungen zu verlagern, um sich auf die Steuerung der Inflation zu konzentrieren. Unsicherheit über die zukünftige Kaufkraft des Geldes führt dazu, dass nominale Vermögenswerte wie Spareinlagen und Anleihen unattraktiver werden, da diese im Falle einer Inflation an Wert verlieren. Dies führt zu höheren Risikoprämien, da Investoren eine Absicherung gegen das eingegangene Inflationsrisiko fordern. Die Folge sind höhere Zinsen, was die Investitionstätigkeit senkt. Bei hoher Inflation wird die Kaufkraft von Personen mit fixem Nominaleinkommen, zu Personen mit variablem Einkommen umverteilt, da deren Einkommen mit der Inflation besser Schritt halten können. Diese Umverteilung der Kaufkraft findet auch zwischen internationalen Handelspartnern statt. Wenn feste Wechselkurse bestehen, führt Inflation dazu, dass sich die Importe aus diesem Währungsraum verteuern. Dies kann sich auf die Handelsbilanz auswirken. Bei flexiblen Wechselkursen führt unerwartete Inflation zu erhöhter Volatilität der Wechselkurse, was sich negativ auf den Handel auswirken kann. Horten Die Menschen kaufen langlebige und/oder nicht verderbliche Waren und andere Güter als Vermögensaufbewahrung, um die erwarteten Verluste durch die sinkende Kaufkraft des Geldes zu vermeiden, die zu einer Verknappung der gehorteten Güter führen. Soziale Unruhen Hohe, nicht durch höhere Löhne hervorgerufene Inflation kann zu massiven Demonstrationen und Revolutionen führen. Die Inflation und insbesondere die Nahrungsmittelinflation wird beispielsweise als einer der Hauptgründe für die Revolution in Tunesien 2010/2011 und die Revolution in Ägypten 2011 angesehen. Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali wurde gestürzt, auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde nach nur 18 Tagen Demonstrationen gestürzt, und die Proteste breiteten sich bald in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Hyperinflation Wenn die Inflation zu hoch wird, kann dies dazu führen, dass die Menschen ihre Verwendung der Währung stark einschränken, was zu einer Beschleunigung der Inflationsrate führt. Die hohe und sich beschleunigende Inflation stört das normale Funktionieren der Wirtschaft massiv und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Waren zu liefern. Hyperinflation kann dazu führen, dass die Landeswährung nicht mehr verwendet wird (z. B. in Nordkorea), was zur Einführung einer Außenwährung (Dollarisierung) führt. Allokative Ineffizienz Eine Änderung des Angebots oder der Nachfrage nach einem Gut führt normalerweise zu einer Änderung seines relativen Preises. Dies signalisiert den Käufern und Verkäufern, dass sie als Reaktion auf die neuen Preise Ressourcen neu zuteilen sollten. Aber wenn sich Preise aufgrund von hoher Inflation ständig ändern, sind Preisänderungen aufgrund echter relativer Preissignale schwer von Preisänderungen aufgrund allgemeiner Inflation zu unterscheiden. Dadurch können die Agenten nur langsam darauf reagieren. Die Folge ist ein Verlust an allokativer Effizienz. Preisanpassungskosten Bei hoher Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufig ändern, um mit den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Aber oft verursacht das Ändern von Preisen selbst wieder Kosten. So müssen Preisschilder und Verträge neu gedruckt, oder ganze Preiskalkulationen neu berechnet werden, was Ressourcen bindet. Man nennt diese Kosten Preisanpassungskosten. Positiv Arbeitsmarkt Die Nominallöhne passen sich nur langsam nach unten an. Dies kann zu anhaltenden Ungleichgewichten und hoher Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen. Da die Inflation die Reallöhne auch bei konstanten Nominallöhnen sinken lässt, ermöglicht eine moderate Inflation ein schnelleres Gleichgewicht auf den Arbeitsmärkten. Dies gilt, insofern die Löhne nicht in Lohnverhandlungen an die Inflation angepasst werden können. Liquiditätsfalle Eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge ist die Möglichkeit, die Leitzinsen festzulegen, also den Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können. Daneben gibt es die Offenmarktpolitik, d. h. Interventionen der Zentralbank auf dem Rentenmarkt, mit dem Ziel, den nominalen Zinssatz zu senken. Beide Maßnahmen sollen die allgemeinen Zinsen senken, um dadurch positive Konjunktureffekte auszulösen. Befindet sich eine Ökonomie in einer Rezession mit bereits niedrigen oder sogar null Nominalzinsen, kann die Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken, um die Wirtschaft anzukurbeln – diese Situation wird als Liquiditätsfalle bezeichnet. Diese Situation kann aber durch niedrige und konstante Inflation verhindert werden. Mundell-Tobin-Effekt Robert Mundell stellte fest, dass eine moderate Inflation die Sparer veranlassen würde, Kredite durch Spareinlagen zu ersetzen, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Diese Substitution würde dazu führen, dass die Realzinssätze für das Marktgleichgewicht sinken. Der niedrigere Realzins würde zu einer höheren Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen führen. In ähnlicher Weise zeigte James Tobin, dass eine solche Inflation Unternehmen dazu veranlassen würde, Investitionen in Sachkapital (Anlagen, Ausrüstung und Vorräte) durch Geldguthaben in ihren Vermögensportfolios zu ersetzen. Diese Substitution würde bedeuten, sich für Investitionen mit niedrigeren realen Renditen zu entscheiden. (Die Renditen sind niedriger, da bereits früher Investitionen mit höheren Renditen getätigt wurden.) Sofern die Wirtschaft nicht bereits nach Modellen der Wachstumstheorie überinvestiert, würden diese zusätzlichen Investitionen positive Effekte haben. Formen Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: akzelerierte Phase (steigende, beschleunigte) – stabilisierte (gleichbleibende) Phase – dezelerierte (abnehmende) Phase. Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Der Begriff „Inflation“ bezeichnete ursprünglich die Inflationen der frühen 1920er Jahre, die heute als schwere oder Hyperinflationen gelten. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Leichte Inflation (bis etwa 5 % Wertverlust im Jahr) hat nachfragefördernde Wirkung, da Leute ihr Geld ausgeben oder investieren wollen. Freilich verlangen sie für Investitionen immer noch eine Liquiditätsprämie, das heißt die Renditen müssen deutlich über der Inflationsrate liegen. Bei schwerer Inflation (ab rund 5 % Wertverlust im Jahr) verliert das Tauschmittel Geld seinen Wert schneller als andere Güter (zum Beispiel Immobilien, Aktien, Sachkapital allgemein) und büßt daher die Wertmaßstabsfunktion und Wertaufbewahrungsfunktion ein, stattdessen wird eine Ersatzwährung verwendet, so zum Beispiel Zigaretten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der US-Dollar in der Türkei (früher) oder Argentinien. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, überschulden sich. Besonders schwere Inflationen mit monatlichen Wertverlusten von über 50 % werden auch als Hyperinflationen bezeichnet. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Schwere Inflationen waren in der Geschichte unter anderem zu beobachten: die Preisrevolution im 16. Jahrhundert, um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (siehe Kipper- und Wipperzeit und Kursächsische Kippermünzstätten), in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat, um 1920 bis 1924 in Österreich, um 1923 in Deutschland und in Ungarn, 1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform), 1945–1946 in Ungarn (siehe Pengő) Nach den beiden Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 kam es zu relativ hohen Inflationsraten. In den 1970er Jahren trugen auch andere Faktoren zu relativ hohen Inflationsraten bei, jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien, jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien (→ Brasilianischer Real), um 1995 in Mexiko (→ Peso), um 1997 in Südostasien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise), um 2002 in Argentinien, Hyperinflation 2008/2009 in Simbabwe; nach dessen Abschaffung im Oktober 2015 hatte das Land bis 2019 keine eigene Währung mehr. Laut dem CATO Institute betrug die Hyperinflation in Simbabwe per Ende Oktober 2008 gegenüber Ende Oktober 2007 2,79 Trillionen %. Ursachen Die Geldmenge wird weithin als wichtigste Ursache für hohe Inflationen bis Hyperinflationen und langfristige Inflationsraten akzeptiert. Folglich existiert unter Ökonomen inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Inflationsrate auf lange Sicht im Wesentlichen von der Wachstumsrate der Geldmenge im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum abhängt. Kurz- und mittelfristig kann die Inflation aber außerdem durch die relative Elastizität von Löhnen, Preisen, Zinssätzen, Angebot und Nachfrage, sowie der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beeinflusst werden. Außerdem spielen die Erwartungen der ökonomischen Agenten eine wesentliche Rolle. Geldmenge Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung: . Dabei ist Geldmenge Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Preisniveau Reale Produktion An der umgestellten Gleichung bzw. an der Darstellung mit Änderungsraten kann man erkennen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn (bei Konstanz der jeweiligen beiden anderen Größen) die Geldmenge zunimmt (Geldschöpfung), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunimmt (empirische Untersuchungen zeigen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig annähernd konstant bleibt), die reale Produktion (das Handelsvolumen) sinkt. Betrachtet man alle vier Größen gleichzeitig, entsteht nach der Quantitätsgleichung Inflation () dann, wenn das Geldmengenwachstum () größer ist als die Differenz aus der Änderung des Handelsvolumens und der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit (). Die Inflation lässt sich also kurz- bis mittelfristig nicht auf eine Ausweitung der Geldmenge reduzieren, sondern es müssen ebenso die Umlaufgeschwindigkeit und die reale Produktion betrachtet werden. Der langfristige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung ist empirisch gut belegt. Auf kurze bis mittlere Sicht kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Zusammenhang kommen. Angebot Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; ) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind. Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will. Nachfrage Kommt es zur Nachfragesoginflation (), sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach Gütern derart schnell, dass die Angebotsseite nicht durch Anheben des mengenmäßigen Angebots reagieren kann und stattdessen die Preise nach den Marktgesetzen steigen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich. Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Man unterscheidet zusätzlich zwischen „hausgemachter“ und „importierter“ Nachfragesoginflation, je nachdem, ob die Nachfrage aus dem In- oder Ausland herrührt. Erwartungen Die Erwartungen der ökonomischen Agenten über zukünftige Inflationsraten sind sehr wichtig in der Ökonomie. Sie können die Inflationsraten, Zinssätze und damit die Konjunktur wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel werden Unternehmen abhängig von ihren Inflationserwartungen unternehmerische Entscheidungen, etwa über Investitionen, treffen. Konsumenten passen ihr Konsumverhalten abhängig von ihren Inflationserwartungen an. Der Kommunikation der Geldpolitik kommt somit eine Schlüsselrolle zu. Notenbanken nutzen Kommunikationsstrategien wie Forward guidance, um die Inflationserwartungen von Märkten und Konsumenten zu beeinflussen. Studien zeigen eine konjunkturstabiliserende Wirkung. Theorien Über die Ursachen der Inflation gab es historisch verschiedene Theorien. Dabei ist besonders Debatte zwischen Monetaristen und Keynesianern hervorzuheben. Diese wurden im Rahmen der neukeynesianischen Synthese zusammengeführt. Der Neukeynesianismus stellt die heute allgemein akzeptierte makroökonomische Theorie dar. Daneben gibt es heterodoxe Theorien über Inflation. Diese werden vom ökonomischen Mainstream nicht geteilt. Keynesianismus Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden (Phillips-Kurve). Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt (siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate). Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus – man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK), Synonym Transformationskurve – so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer (vgl. Nachfrage-Sog-Inflation oben). Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist. Monetarismus Der Monetarismus sieht allein im Wachstum der Geldmenge die Ursache für Inflation. Milton Friedman prägte dafür den griffigen Slogan:„Money matters“ – „Es kommt auf die Geldmenge an“. Inflation sei immer und überall ein monetäres Phänomen. Der Monetarismus griff eine zentrale Annahme der keynesianischen Inflationstheorie an: die Phillips-Kurve. Friedman und Edmund Phelps (der kein Monetarist war) schlugen eine "erweiterte" Form der Phillips-Kurve vor, die die Möglichkeit eines stabilen, langfristigen Kompromisses zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ausschloss. Die Ölschocks der 1970er Jahre führten zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Inflation, wodurch Friedman und Phelps empirisch bestätigt wurden. Der Monetarismus war in den frühen 1980er Jahren besonders einflussreich. Er verlor in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder an Einfluss, da es den Zentralbanken schwerfiel, die Geldmenge anstelle der Zinssätze zu steuern. NKM Die neue klassische Makroökonomie (NKM) forderte zentrale Annahmen des Keynesianismus heraus. Die theoretische Weiterentwicklung war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die Modellbildung durch Robert Lucas. Zuvor hatten keynesianische Ökonomen im Allgemeinen mit adaptive Erwartungen gearbeitet, bei denen angenommen wurde, dass ökonomische Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Rationalen Erwartungen bedeuten eine höhere Komplexität der Agenten. Zum Beispiel werden Verbraucher nicht einfach eine Inflationsrate von 2 % annehmen, nur weil dies der Durchschnitt der letzten Jahre war. Sie werden sich mit der aktuellen Geldpolitik und den wirtschaftlichen Bedingungen befassen, um eine eigene Prognose zu erstellen. Die NKM konnte zeigen, dass unter Annahme von perfekter Preiselastizität und rationalen Erwartungen Geldpolitik nur zu Inflation führe und keine konjunkturellen Effekte aufwies. Neukeynesianismus Die moderne keynesianische Theorie geht davon aus, dass Veränderungen der Geldmenge langfristig die Inflationsrate bestimmen, aber kurzfristig durchaus von Lohn und Preisstarrheiten beeinflusst werden können. Außerdem treffen Agenten ökonomische Entscheidungen oft aufgrund von unvollständigen Informationen. Daher kann Fiskal- und Geldpolitik zu einem effizienteren makroökonomischen Ergebnis führen, als Laissez-faire-Politik. Der Neukeynesianismus stellt den gegenwärtigen internationalen Konsens der Makroökonomik dar. Er ist eine Synthese aus Monetarismus, NKM, sowie einigen Elementen des klassischen Keynesianismus. Der Neukeynesianismus führte zur Entwicklung von dynamischen stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen (DSGE), welche heute von vielen Zentralbanken zur Modellierung der Geldpolitik eingesetzt werden. Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen. Heterodoxe Theorien Es gibt Inflationstheorien, die vom Mainstream der ökonomischen Wissenschaft nicht geteilt werden. Österreichische Schule Ludwig von Mises, ein Vertreter der Österreichischen Schule, verstand unter Inflation die Ausweitung (lat. inflare) der ungedeckten Geldmenge. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten. Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern, die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank- und Finanzwesens zu finden (Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln, Zentralbankwesen, Teilreservebanken, Währungsmonopol usw.). Aus dieser Sicht geht auch hervor, dass die Inflation sich nicht gleichmäßig in allen Preisen widerspiegelt, sondern durch Cantillon-Effekte beeinflusst wird. Produktionskosten Die klassischen Ökonomen wie Adam Smith, David Ricardo bis hin zu Karl Marx vertraten eine Produktionskostentheorie des Geldes. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: „Das Verhältnis zwischen dem Werte des Goldes und Silbers und dem irgendwelcher anderer Güter hängt … von dem Verhältnis zwischen der Menge Arbeit ab, die nötig ist, um eine bestimmte Menge Gold und Silber, und der Menge Arbeit, die nötig ist, um eine bestimmte Menge irgendeiner anderen Art auf den Markt zu bringen.“ Die Warenpreise konnten nach der Arbeitswertlehre also nur dann dauerhaft steigen, wenn die Arbeitsproduktivität bei der Gold- oder Silbergewinnung dauerhaft rascher gesteigert werden konnte, als diejenige bei der Produktion der anderen Waren. Nach der Produktionskostentheorie des Geldes (oder nach der Arbeitswerttheorie) führten die großen Gold- und Silberimporte aus Südamerika nach der Entdeckung Amerikas nicht deshalb zu einer Inflation in Europa, weil das viele Gold eine vergleichsweise kleine Menge an Waren „jagte“ – das sagt die Quantitätstheorie des Geldes –, sondern weil plötzlich weniger Arbeitszeit erforderlich war, um eine bestimmte Menge an Gold oder Silber zu gewinnen. Die Ausdehnung der Geldmenge (Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen) war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle. Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt. Die Erhöhung der Geldmenge war also nur Symptom der Verminderung des Wertes der einzelnen Goldmünze. Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Die Wirtschaftssubjekte wollten Gold nicht unter Wert gegen Waren tauschen, so die Annahme der Klassiker. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Aber beispielsweise während der Koalitionskriege floss aus Großbritannien sehr viel Gold ins Ausland ab oder wurde gehortet. Schließlich wurde die Goldeinlösungspflicht für Papierbanknoten durch den englischen Staat aufgehoben. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Die stabilen Preise der Waren in Gold ausgedrückt und die steigenden Preise der Waren in Papiergeld ausgedrückt. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Wird aber in Notzeiten von den Banken der Papiergeldumlauf über den notwendigen Goldumlauf gesteigert, dann steigen genau in dem Maße die Preise in Papiergeld ausgedrückt. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Dann „jagen“ aber zu viele Banknoten zu wenige Waren. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen. Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Steuerung Geldpolitik Obwohl sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik die Inflation beeinflussen können, verlassen sich die meisten Länder seit den 1980er Jahren hauptsächlich auf die Geldpolitik, um die Inflation zu steuern. Wenn eine Inflation über ein akzeptables Niveau hinaus auftritt, kann die Zentralbank des Landes den Zinssatz erhöhen, was in der Regel das Wachstum der Geldmenge verlangsamt oder stoppt. Einige Zentralbanken haben ein symmetrisches Inflationsziel, während andere die Inflation nur kontrollieren, wenn sie einen Schwellenwert überschreitet.Im 21. Jahrhundert befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und stetige Inflationsrate. In den meisten Ländern haben die Zentralbanken oder andere Währungsbehörden die Aufgabe, den Interbankenzins stabil auf niedrigem Niveau und die Zielinflationsrate von etwa 2 bis 3 % zu halten. Zentralbanken streben eine niedrige Inflationsrate an, weil sie glauben, dass eine hohe Inflation wirtschaftliche Kosten verursacht, da Unsicherheit in den Erwartungen über Unterschiede in den relativen Preisen und über die Inflationsrate erzeugt würde. Das Ziel ist daher eine niedrige positive Inflationsrate und nicht eine Null- oder negative Inflationsrate, da letztere Rezessionen verursachen oder verschlimmern könnte. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen) Inflation verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich in einem wirtschaftlichen Abschwung schneller anzupassen. Ferner verringert sie das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die Geldpolitik daran hindert, die Wirtschaft zu stabilisieren. Höhere Zinsen reduzieren die Geldmenge der Wirtschaft, weil weniger Menschen Kredite nachfragen. Wenn Banken Kredite vergeben, werden die Krediterlöse in der Regel auf Bankkonten eingezahlt, die Teil der Geldmenge sind. Wenn also eine Person einen Kredit zurückzahlt und keine anderen Kredite als Ersatz vergeben werden, sinkt die Höhe der Bankeinlagen und damit die Geldmenge. Als beispielsweise der Federal Funds Rate in den frühen 1980er Jahren 15 % überstieg, fiel die Menge der Federal Reserve Dollar um 8,1 % von 8,6 Billionen US-Dollar auf 7,9 Billionen US-Dollar. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Debatte zwischen Keynesianern und Monetaristen über das geeignete Instrument zur Kontrolle der Inflation. Monetaristen betonen eine niedrige und stetige Wachstumsrate der Geldmenge, während die Keynesianer betonen, dass die Gesamtnachfrage während der Wirtschaftsexpansion reduziert und die Nachfrage während der Rezession erhöht wird, um die Inflation stabil zu halten. Andere Methoden Goldstandard Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem das gemeinsame Tauschmittel einer Region Papiernoten sind, die normalerweise frei in voreingestellte, feste Goldmengen umgewandelt werden können. Der Standard legt fest, wie die Golddeckung umgesetzt wird, einschließlich der Menge an Gold pro Währungseinheit. Die Währung selbst hat keinen intrinsischen Wert, wird aber von Händlern akzeptiert, da sie gegen die entsprechende Menge Goldes eingelöst werden kann. Der Goldstandard wurde durch die internationale Übernahme des Bretton-Woods-Systems teilweise aufgegeben. Unter diesem System waren alle anderen wichtigen Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar gebunden, der selbst von der US-Regierung zu einem Kurs von 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Das Bretton-Woods-System brach 1971 zusammen, was dazu führte, dass die meisten Länder auf Fiatgeld umstiegen – Geld, das nur durch die Gesetze und Rechtssicherheit des Landes garantiert wird. Bei einem Goldstandard würde die langfristige Inflationsrate (oder Deflation) durch die Wachstumsrate des Goldangebots im Verhältnis zur Gesamtproduktion bestimmt. Kritiker argumentieren, dass dies zu willkürlichen Schwankungen der Inflationsrate führen und die Geldpolitik im Wesentlichen durch den Goldabbau bestimmt würde. Dies hätte in wirtschaftlichen Abschwüngen katastrophale Folgen. Der Goldstandard wird besonders von Vertretern der heterodoxen Österreichischen Schule propagiert. Preiskontrollen Eine andere historische Methode zur Inflationssteuerung waren Lohn- und Preiskontrollen. Lohn- und Preiskontrollen haben sich in Kriegszeiten in Kombination mit Rationierung bewährt. Ihre Verwendung in anderen Kontexten ist jedoch weitaus gemischter. Zu den bemerkenswerten Misserfolgen bei ihrer Verwendung gehört die Einführung von Lohn- und Preiskontrollen im Jahr 1972 durch Richard Nixon. Viele Ökonomen halten Preisbindungen für sinnlos oder schädlich. Im Allgemeinen werden Lohn- und Preiskontrollen als vorübergehende und außergewöhnliche Maßnahme angesehen, die nur in Verbindung mit Maßnahmen zur Verringerung der zugrunde liegenden Inflationsursachen während des Lohn- und Preiskontrollregimes wirksam sind, z. B. wenn der Krieg gewonnen wird. Sie haben oft sehr negative Auswirkungen aufgrund der verzerrten Preissignale, die sie an den Markt senden. Künstlich niedrige Preise führen oft zu Knappheit und Engpässen und schrecken zukünftige Investitionen ab, was zu weiterem Mangel führt. Die übliche ökonomische Analyse zeigt, dass jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die zu niedrig bepreist wird, zu stark konsumiert wird. Wenn beispielsweise der offizielle Brotpreis zu niedrig ist, wird es zu wenig Brot zu den festgelegten Preisen geben und der Markt wird zu wenig in die Brotherstellung investieren, um den zukünftigen Bedarf zu decken, wodurch das Problem langfristig verschärft wird. Abgrenzung Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind. Kassenhaltung Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch (staatlich) administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor. Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten (Schwarzmarkt) gemessen werden. Ob Inflation vorliegt, ist also eine Frage der Anerkennung einer Definitions-Autorität. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar. Externer Preisschock Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus. Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Inflationssteuer Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort, das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt. Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert (dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist). Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen. Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Siehe auch Liste der Länder nach Inflationsrate Lohn-Preis-Spirale Geräuschlose Kriegsfinanzierung Kippertaler der Kipper- und Wipperinflation Kippermünzstätten (Kursachsen) – Münzstätten der Kipper- und Wipperinflation Böse Halser der Schinderlingszeit, eine Inflation (1457–1460) Shrinkflation Literatur Inflation – Inflationstheorien – Geldpolitik. In: Gabler Wirtschaftslexikon, Gabler Verlag Hans H. Lechner: Währungspolitik. De Gruyter, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-11-007412-5. Fritz Neumark: Inflationsprobleme – Alt und Neu. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (= Göttinger Universitätsreden. Heft 59). Weblinks Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreis-Index für Deutschland Verbraucherpreis-Index für Österreich Schweizerischer Landesindex der Konsumentenpreise Statistiken der EZB (englisch) Inflation in den Neuen Bundesländern (in Quartalsberichten) Jürgen Pätzold: Das Inflationsproblem. Ursachen und Strategien. Informationen und Daten zum US-CPI beim Bureau of Labor Statistics Einzelnachweise
Projekte | Statistikprofis Untersuchung des Einflusses von topographischen Gegebenheiten auf die Immobilienpreise in deutschen Städten Trotz den durch das Niedrigzinsumfeld angeheizten Bauboom ist das Angebot von Wohnimmobilien auf dem deutschen Markt noch immer zu niedrig. Aus diesem Grund stellt sich die Frage, ob das vermeintlich zu geringe Angebot, welches sich direkt auf den Immobilienpreis auswirkt, nicht mit anderen Faktoren zusammenhängt. Eine mögliche Erklärung für das nicht ausreichende Angebot könnte in den durch die Topographie gesetzten räumlichen Limitierungen liegen. Anhand eines multiplen linearen Regressionsmodell wurde im Rahmen dieser Arbeit untersucht, inwiefern der Immobilienpreis von den topographischen Gegebenheiten der jeweiligen Stadt abhängt. Dabei wurden auch verschiedene Kontollvariablen (z.B. Kaufkraftindex oder die Einwohnerzahl der Stadt) berücksichtigt. Prognose der Ausfallwahrscheinlichkeiten von Kreditnehmern auf einer bekannten Peer-to-Peer-Kreditplattform Im Rahmen dieses Projektes sollte ein Modell zur Vorhersage von Kreditausfällen gebaut werden. Es handelte sich also um klassisches Klassifikationsproblem. Wir starteten mit einem einfachen logistischen Regressionsmodell, welches wir Schritt für Schritt verbesserten. Anschließend wurde geprüft, ob komplexere Ansätze (Boosting, Random Forest) zu einer besseren Prognosegüte führen. Um Overfitting zu vermeiden, wurde auf Cross-Validation-Techniken zurückgegriffen. Am Ende gelang es uns, ein sehr gutes Prognosemodell zu entwickeln. Analyse von Aktienrenditen mit Hilfe des Fama-French-Fünffaktorenmodells Das 2015 von Eugene Fama und Kenneth French entwickelte Fünffaktorenmodell dient der Erklärung von Aktienrenditen. Im Zuge unserer Arbeit wurde analysiert, wie gut das Modell die Renditen der Konstituenten des DAX-Index erklären kann. Hierzu musste eine multiple lineare Regression durchgeführt werden. Dabei galt es zu beachten, dass Aktienrenditen heteroskedastisch und autokorreliert sind. Um in diesem Fall die Kovarianzmatrix richtig zu schätzen, wurde der Newey-West Schätzer verwendet. Mit Hilfe der auf Basis dieser Kovarianzmatrix berechneten P-Values konnte gezeigt werden, welche Faktoren die Renditen der DAX-Mitglieder sehr gut erklären. Auswertung einer Umfrage bzgl. des Einkaufsverhalten von Konsumenten Im Zuge dieses Projektes wurde eine Weihnachtsumfrage ausgewertet. Ziel der Untersuchung war die Identifikation der Einflussfaktoren der Weihnachtsgeschenkausgaben. Außerdem wurde untersucht, ob sich das Einkaufsverhalten von Frauen und Männern statistisch signifikant unterscheidet. Untersuchung der Bruttolöhne von Arbeitnehmern in einer bestimmten Region in Amerika - Liegt ein Gender-Gap vor? Im Rahmen dieses Projektes wurden die Löhne auf einen potentiellen Gender-Gap untersucht. Hierbei ist zu beachten, dass bei Vergleichen zwischen Gruppen der Vergleich bedingter Mittelwerte viel aussagekräftiger ist als der Vergleich unbedingter Mittelwerte. Dementsprechend haben wir eines multiples lineares Regressionsmodell geschätzt, welches zahlreiche Kontrollvariablen inkludiert hatte. Hierzu gehörten beispielsweise die Berufserfahrung, das Alter, der Ausbildungsstand sowie der Sektor, in dem der Arbeitnehmer tätig ist. Tourismusakzeptanz - Einwohnerbefragung einer deutschen Stadt Ein erfolgreiches lokales Tourismusangebot setzt die Zufriedenheit der Stadtbewohner mit der Situation vor Ort voraus. Tourismus soll nämlich nicht nur zahlreiche Gäste anlocken, sondern auch den Wohlstand und die Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung verbessern. Daher wurde in dieser Arbeit auf Basis einer Befragung der Bewohner eines sehr beliebten Urlaubsort untersucht, welchen Einfluss der Tourismus auf das Leben in der Stadt hat und wie die Einheimischen zum Tourismus stehen.
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Was ist Inflation und wie wird sie definiert?
Inflation, auch Preissteigerungsrate oder Teuerung, bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Steigt das allgemeine Preisniveau, kann jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen kaufen (Verteuerung). Folglich spiegelt die Inflation eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit wider – ein realer Wertverlust des Zahlungsmittels. Das Gegenteil von Inflation ist Deflation, ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Das übliche Maß für die Inflation ist die Inflationsrate, die annualisierte prozentuale Veränderung eines allgemeinen Preisindexes, normalerweise eines Verbraucherpreisindexes, im Zeitverlauf. Es ist ökonomischer Konsens, dass sowohl Deflation, als auch sehr hohe Inflationsraten und Hyperinflation schädlich sind. Heute befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und konstante Inflationsrate. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen Inflation) verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich im Abschwung schneller anzupassen, und verringert das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die geldpolitische Stabilisierung der Wirtschaft verhindert. Die Aufgabe, die Inflationsrate niedrig und stabil zu halten, wird in der Regel den Zentralbanken übertragen. Sie sollen die Inflationsrate durch Geldpolitik steuern. Dazu nutzen Zentralbanken verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik, die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken, sowie Kommunikationsstrategien wie Forward guidance. Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an. Die Ansichten darüber, welche Faktoren niedrige, moderate oder gar sehr hohe Inflationsraten bestimmen, sind unterschiedlich. Es ist ein aktuelles Forschungsthema der Makroökonomie. Eine niedrige oder moderate Inflation kann auf Schwankungen der realen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder auf Veränderungen des verfügbaren Angebots, beispielsweise bei Knappheiten, zurückgeführt werden. Außerdem können die Inflationserwartungen der ökonomischen Agenten einen wesentlichen Einfluss haben. Inflation beeinflusst Ökonomien auf verschiedene Weisen. Zu den Effekten gehört ein Anstieg der Opportunitätskosten für das Halten von Geld, was Sparen unattraktiver macht und Verschuldung oder Konsum begünstigt. Es kann bei hoher Inflation sogar zu Knappheit kommen, da die Verbraucher aus Sorge vor einem weiteren Preisanstieg Güter horten. Zu den positiven Effekten einer stabilen niedrigen Inflation zählt die Vermeidung von Ineffizienzen, die mit einer Deflation einhergehen. Definition Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Historisch bedeutete Inflation dabei einen spezifischen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Handelsbedarf. Heute verwenden Ökonomen den Begriff Inflation ausschließlich, um sich auf steigende Preisniveaus zu beziehen. Eine Zunahme der Geldmenge kann als monetäre Inflation bezeichnet werden, um sie von steigenden Preisen zu unterscheiden, die der Übersichtlichkeit halber als Preisinflation bezeichnet werden. Ökonomen sind sich einig, dass die Preisinflation auf lange Sicht mit einer Erhöhung der Geldmenge zusammenhängt. Kurz- und mittelfristig können aber andere Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen. Inflation bezieht sich auf die allgemeine Preisentwicklung, nicht auf Änderungen bestimmter Preise. Kaufen Konsumenten beispielsweise mehr Gurken als Tomaten, werden Gurken teurer und Tomaten billiger. Diese Veränderungen sind jedoch keine Inflation – sie spiegeln lediglich eine Veränderung in den Präferenzen der Konsumenten wider. Das Wort Inflation stammt aus dem Lateinischen: das Substantiv „inflatio“, bedeutet „Sichaufblasen“ und stammt vom Verb „flare“ ab, was „blasen“ bedeutet. Andere Begriffe der Wirtschaftswissenschaft im Zusammenhang mit Inflation sind: Deflation – ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus Disinflation – ein Rückgang der Inflationsrate Hyperinflation – eine außer Kontrolle geratene Inflationsspirale Stagflation – eine Kombination aus Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit Reflation – ein Versuch, das allgemeine Preisniveau anzuheben, um einem Deflationsdruck entgegenzuwirken Vermögenspreisinflation – ein allgemeiner Anstieg der Preise von finanziellen Vermögenswerten, wie Aktien, Immobilien oder Gold, ohne einen entsprechenden Anstieg der Preise von Gütern oder Dienstleistungen Messung Da die Inflation als allgemeiner Anstieg des Preisniveaus definiert wird, hängt die Messung der Inflation davon ab, wie das allgemeine Preisniveau bestimmt ist. Es existieren dabei verschiedene mögliche Maßzahlen für das Preisniveau. Benötigt wird ein breiter Preisindex, der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen in der Wirtschaft abbildet. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCEPI) und der BIP-Deflator sind einige Beispiele für solche breiten Preisindizes. Die EZB verwendet zur Messung der Inflation der Eurozone den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt festgesetzt wird. Außerdem werden die Kostenänderungen zum Erwerb von typischen nationalen Konsumbündeln auf das Niveau der Eurozone aggregiert. Neben dieser Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften auch der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen. Warenkorb Verbraucherpreisindizes basieren anders als der BIP-Deflator auf einem repräsentativ ausgewählten Warenkorb. Auf Grundlage dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Kosten der Waren und Dienstleistungen und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat ermittelt in Deutschland das Statistische Bundesamt, in Österreich die Statistik Austria und in der Schweiz das Bundesamt für Statistik die Preissteigerungen und veröffentlicht sie. Messungen der Inflation mittels Warenkörben nehmen implizit an, dass sich das Konsumentenverhalten über definierte Zeiträume nicht verändert. Daher könne sich eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Inflation und der gemessenen Inflation ergeben. Abrupte Änderungen im Konsumentenverhalten können die Inflationsmessung ebenfalls gewichtungsbedingt verzerren. Das hat sich beispielsweise in der COVID-19-Pandemie gezeigt, als aufgrund der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen zahlreiche Waren und Dienstleistungen nicht mehr konsumiert werden konnten und der Warenkorb damit nicht mehr repräsentativ für den Konsum während der Krise war. Weiterhin müssen Qualitätsveränderungen der beobachteten Produkte im Zeitverlauf betrachtet werden. So unterliegen z. B. IT-Produkte einem großen technischen Fortschritt, weshalb die Qualitätsverbesserungen in der Inflationsmessung berücksichtigt werden müssen. Andererseits können Hersteller statt einer Preiserhöhung auch eine Qualitätsverschlechterung des Produktes durchführen, indem etwa die Verpackungsgröße bei gleichem Preis verkleinert wird. Diese und andere Qualitätsveränderungen müssen daher für eine korrekte Inflationsmessung erfasst werden. Daher wenden Statistikbehörden wie das Statistische Bundesamt Methoden zur Qualitätsbereinigung an. Das sind verschiedene statistische Methoden, die sicherstellen sollen, dass trotz qualitativen Veränderungen der Produkte des Warenkorbs "Gleiches mit Gleichem" verglichen wird. In der deutschen Preisstatistik werden unter anderem folgende Methoden zur Qualitätsbereinigung angewendet: Direkter Preisvergleich (Direct Price Comparison) Mengenbereinigung (Package Size Adjustment) Expertenurteil (Judgmental quality adjustment) Hedonische Techniken (Hedonics) Preisänderung interpretiert als reine Qualitätsänderung (Price change taken as quality change) Internationale Studien zeigen, dass die mit Warenkörben ermittelte Inflation systematisch zu hoch liegt. Kernrate Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind. Gefühlte Inflation Gefühlte Inflation bezeichnet die von einigen Konsumenten subjektiv wahrgenommene Inflation, gegenüber der real gemessenen Inflationsrate. Ein Grund für mögliche Abweichungen der gefühlten Inflation zur gemessenen Inflation ist die Tatsache, dass im Warenkorb, der zur Inflationsmessung herangezogen wird, sowohl Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) als auch langlebige Konsumgüter (z. B. Autos) enthalten sind. Daher können die Produkte in Auswahl oder Gewichtung nicht mit jedem individuellen Konsumenten bzw. jeder individuellen Konsumentengruppe übereinstimmen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als die für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als langlebiger Konsumgüter. Auch Preissteigerungen von meist automatisch abgebuchten Zahlungen wie Miete, Versicherungen, Energie und Wasser werden geringer wahrgenommen als bei anderen Gütern. Die moderne Verhaltensökonomik erklärt das Phänomen als kognitive Verzerrung, genauer gesagt als Bestätigungsfehler. Teuro Das Phänomen der gefühlten Inflation wurde insbesondere nach der Einführung des Euro in Deutschland und Österreich breit diskutiert. Dabei kam es nach Umfragen in der deutschen Bevölkerung zu Abweichungen von den statistisch ermittelten Inflationsraten. Aus diesem Grund hat Hans Wolfgang Brachinger in einem gemeinsamen Projekt mit dem Statistischen Bundesamt den Index der wahrgenommenen Inflation für Deutschland berechnet. Es konnte dabei gezeigt werden, dass die wahrgenommene Inflation (gemessen mit Hilfe des Indexes der wahrgenommenen Inflation) bei der Euro-Bargeldeinführung deutlich höher lag als die gemessene Inflationsrate. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Produktkategorien wie Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen relativ höheren Preisanstieg hatten als Produktkategorien wie Computer, Autos oder Pauschalreisen. Eine weitere Erklärung für die gefühlte Abweichung kann auch die schwache Lohnentwicklung sein, die unterhalb der Inflationsrate lag. Die Nettolöhne in Deutschland waren in den 10 Jahren nach Euro-Einführung leicht rückläufig. Die Kaufkraft ist also real gesunken. Auch in Österreich zeigt sich ein Rückgang der Kaufkraft. Effekte Allgemein Inflation spiegelt die Abnahme der Kaufkraft einer Währung wider. Das heißt, wenn das allgemeine Preisniveau steigt, kann jede Währungseinheit insgesamt weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Man unterscheidet dabei zwischen erwarteter und unerwarteter Inflation. Die Effekte der Inflation können davon abhängen, ob es erwartete oder unerwartete Inflation ist. Erwartete Inflation kann von rationalen Akteuren bereits in ökonomische Handlungen und Prognosen integriert werden. Gewerkschaften führen Lohnverhandlungen in Abhängigkeit von der erwarteten Inflationsentwicklung. Unternehmen gestalten die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Inflation. Das ist jedoch kurz- und mittelfristig davon abhängig, inwiefern Starrheiten bei Löhnen und Preisen existieren. Diese können dann nicht sofort an die Inflationserwartungen angepasst werden. Schuldner, die zum Beispiel Schulden mit einem festen Nominalzins haben, erhalten mit steigender Inflationsrate eine Senkung ihres „realen“ Zinssatzes. Der Realzins eines Kredits ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Banken und andere Kreditgeber passen sich dem Inflationsrisiko an, indem sie entweder eine Inflationsrisikoprämie für festverzinsliche Kredite verlangen, oder Kredite mit einem variablen Zinssatz vergeben. Lediglich ein unerwarteter Anstieg der Inflationsrate über die bereits eingepreiste Risikoprämie hinaus würde zu realem Zinsgewinn führen. Negativ Hohe oder unerwartete Inflation gilt als schädlich für die Ökonomie. Sie führt zu Ineffizienzen auf dem Markt und erschwert es Konsumenten und Unternehmen langfristig zu planen. Inflation kann die Produktivität beeinträchtigen, da Unternehmen gezwungen sind, eigene Ressourcen weg von Produkten und Dienstleistungen zu verlagern, um sich auf die Steuerung der Inflation zu konzentrieren. Unsicherheit über die zukünftige Kaufkraft des Geldes führt dazu, dass nominale Vermögenswerte wie Spareinlagen und Anleihen unattraktiver werden, da diese im Falle einer Inflation an Wert verlieren. Dies führt zu höheren Risikoprämien, da Investoren eine Absicherung gegen das eingegangene Inflationsrisiko fordern. Die Folge sind höhere Zinsen, was die Investitionstätigkeit senkt. Bei hoher Inflation wird die Kaufkraft von Personen mit fixem Nominaleinkommen, zu Personen mit variablem Einkommen umverteilt, da deren Einkommen mit der Inflation besser Schritt halten können. Diese Umverteilung der Kaufkraft findet auch zwischen internationalen Handelspartnern statt. Wenn feste Wechselkurse bestehen, führt Inflation dazu, dass sich die Importe aus diesem Währungsraum verteuern. Dies kann sich auf die Handelsbilanz auswirken. Bei flexiblen Wechselkursen führt unerwartete Inflation zu erhöhter Volatilität der Wechselkurse, was sich negativ auf den Handel auswirken kann. Horten Die Menschen kaufen langlebige und/oder nicht verderbliche Waren und andere Güter als Vermögensaufbewahrung, um die erwarteten Verluste durch die sinkende Kaufkraft des Geldes zu vermeiden, die zu einer Verknappung der gehorteten Güter führen. Soziale Unruhen Hohe, nicht durch höhere Löhne hervorgerufene Inflation kann zu massiven Demonstrationen und Revolutionen führen. Die Inflation und insbesondere die Nahrungsmittelinflation wird beispielsweise als einer der Hauptgründe für die Revolution in Tunesien 2010/2011 und die Revolution in Ägypten 2011 angesehen. Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali wurde gestürzt, auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde nach nur 18 Tagen Demonstrationen gestürzt, und die Proteste breiteten sich bald in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Hyperinflation Wenn die Inflation zu hoch wird, kann dies dazu führen, dass die Menschen ihre Verwendung der Währung stark einschränken, was zu einer Beschleunigung der Inflationsrate führt. Die hohe und sich beschleunigende Inflation stört das normale Funktionieren der Wirtschaft massiv und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Waren zu liefern. Hyperinflation kann dazu führen, dass die Landeswährung nicht mehr verwendet wird (z. B. in Nordkorea), was zur Einführung einer Außenwährung (Dollarisierung) führt. Allokative Ineffizienz Eine Änderung des Angebots oder der Nachfrage nach einem Gut führt normalerweise zu einer Änderung seines relativen Preises. Dies signalisiert den Käufern und Verkäufern, dass sie als Reaktion auf die neuen Preise Ressourcen neu zuteilen sollten. Aber wenn sich Preise aufgrund von hoher Inflation ständig ändern, sind Preisänderungen aufgrund echter relativer Preissignale schwer von Preisänderungen aufgrund allgemeiner Inflation zu unterscheiden. Dadurch können die Agenten nur langsam darauf reagieren. Die Folge ist ein Verlust an allokativer Effizienz. Preisanpassungskosten Bei hoher Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufig ändern, um mit den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Aber oft verursacht das Ändern von Preisen selbst wieder Kosten. So müssen Preisschilder und Verträge neu gedruckt, oder ganze Preiskalkulationen neu berechnet werden, was Ressourcen bindet. Man nennt diese Kosten Preisanpassungskosten. Positiv Arbeitsmarkt Die Nominallöhne passen sich nur langsam nach unten an. Dies kann zu anhaltenden Ungleichgewichten und hoher Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen. Da die Inflation die Reallöhne auch bei konstanten Nominallöhnen sinken lässt, ermöglicht eine moderate Inflation ein schnelleres Gleichgewicht auf den Arbeitsmärkten. Dies gilt, insofern die Löhne nicht in Lohnverhandlungen an die Inflation angepasst werden können. Liquiditätsfalle Eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge ist die Möglichkeit, die Leitzinsen festzulegen, also den Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können. Daneben gibt es die Offenmarktpolitik, d. h. Interventionen der Zentralbank auf dem Rentenmarkt, mit dem Ziel, den nominalen Zinssatz zu senken. Beide Maßnahmen sollen die allgemeinen Zinsen senken, um dadurch positive Konjunktureffekte auszulösen. Befindet sich eine Ökonomie in einer Rezession mit bereits niedrigen oder sogar null Nominalzinsen, kann die Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken, um die Wirtschaft anzukurbeln – diese Situation wird als Liquiditätsfalle bezeichnet. Diese Situation kann aber durch niedrige und konstante Inflation verhindert werden. Mundell-Tobin-Effekt Robert Mundell stellte fest, dass eine moderate Inflation die Sparer veranlassen würde, Kredite durch Spareinlagen zu ersetzen, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Diese Substitution würde dazu führen, dass die Realzinssätze für das Marktgleichgewicht sinken. Der niedrigere Realzins würde zu einer höheren Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen führen. In ähnlicher Weise zeigte James Tobin, dass eine solche Inflation Unternehmen dazu veranlassen würde, Investitionen in Sachkapital (Anlagen, Ausrüstung und Vorräte) durch Geldguthaben in ihren Vermögensportfolios zu ersetzen. Diese Substitution würde bedeuten, sich für Investitionen mit niedrigeren realen Renditen zu entscheiden. (Die Renditen sind niedriger, da bereits früher Investitionen mit höheren Renditen getätigt wurden.) Sofern die Wirtschaft nicht bereits nach Modellen der Wachstumstheorie überinvestiert, würden diese zusätzlichen Investitionen positive Effekte haben. Formen Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: akzelerierte Phase (steigende, beschleunigte) – stabilisierte (gleichbleibende) Phase – dezelerierte (abnehmende) Phase. Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Der Begriff „Inflation“ bezeichnete ursprünglich die Inflationen der frühen 1920er Jahre, die heute als schwere oder Hyperinflationen gelten. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Leichte Inflation (bis etwa 5 % Wertverlust im Jahr) hat nachfragefördernde Wirkung, da Leute ihr Geld ausgeben oder investieren wollen. Freilich verlangen sie für Investitionen immer noch eine Liquiditätsprämie, das heißt die Renditen müssen deutlich über der Inflationsrate liegen. Bei schwerer Inflation (ab rund 5 % Wertverlust im Jahr) verliert das Tauschmittel Geld seinen Wert schneller als andere Güter (zum Beispiel Immobilien, Aktien, Sachkapital allgemein) und büßt daher die Wertmaßstabsfunktion und Wertaufbewahrungsfunktion ein, stattdessen wird eine Ersatzwährung verwendet, so zum Beispiel Zigaretten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der US-Dollar in der Türkei (früher) oder Argentinien. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, überschulden sich. Besonders schwere Inflationen mit monatlichen Wertverlusten von über 50 % werden auch als Hyperinflationen bezeichnet. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Schwere Inflationen waren in der Geschichte unter anderem zu beobachten: die Preisrevolution im 16. Jahrhundert, um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (siehe Kipper- und Wipperzeit und Kursächsische Kippermünzstätten), in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat, um 1920 bis 1924 in Österreich, um 1923 in Deutschland und in Ungarn, 1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform), 1945–1946 in Ungarn (siehe Pengő) Nach den beiden Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 kam es zu relativ hohen Inflationsraten. In den 1970er Jahren trugen auch andere Faktoren zu relativ hohen Inflationsraten bei, jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien, jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien (→ Brasilianischer Real), um 1995 in Mexiko (→ Peso), um 1997 in Südostasien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise), um 2002 in Argentinien, Hyperinflation 2008/2009 in Simbabwe; nach dessen Abschaffung im Oktober 2015 hatte das Land bis 2019 keine eigene Währung mehr. Laut dem CATO Institute betrug die Hyperinflation in Simbabwe per Ende Oktober 2008 gegenüber Ende Oktober 2007 2,79 Trillionen %. Ursachen Die Geldmenge wird weithin als wichtigste Ursache für hohe Inflationen bis Hyperinflationen und langfristige Inflationsraten akzeptiert. Folglich existiert unter Ökonomen inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Inflationsrate auf lange Sicht im Wesentlichen von der Wachstumsrate der Geldmenge im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum abhängt. Kurz- und mittelfristig kann die Inflation aber außerdem durch die relative Elastizität von Löhnen, Preisen, Zinssätzen, Angebot und Nachfrage, sowie der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beeinflusst werden. Außerdem spielen die Erwartungen der ökonomischen Agenten eine wesentliche Rolle. Geldmenge Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung: . Dabei ist Geldmenge Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Preisniveau Reale Produktion An der umgestellten Gleichung bzw. an der Darstellung mit Änderungsraten kann man erkennen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn (bei Konstanz der jeweiligen beiden anderen Größen) die Geldmenge zunimmt (Geldschöpfung), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunimmt (empirische Untersuchungen zeigen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig annähernd konstant bleibt), die reale Produktion (das Handelsvolumen) sinkt. Betrachtet man alle vier Größen gleichzeitig, entsteht nach der Quantitätsgleichung Inflation () dann, wenn das Geldmengenwachstum () größer ist als die Differenz aus der Änderung des Handelsvolumens und der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit (). Die Inflation lässt sich also kurz- bis mittelfristig nicht auf eine Ausweitung der Geldmenge reduzieren, sondern es müssen ebenso die Umlaufgeschwindigkeit und die reale Produktion betrachtet werden. Der langfristige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung ist empirisch gut belegt. Auf kurze bis mittlere Sicht kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Zusammenhang kommen. Angebot Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; ) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind. Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will. Nachfrage Kommt es zur Nachfragesoginflation (), sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach Gütern derart schnell, dass die Angebotsseite nicht durch Anheben des mengenmäßigen Angebots reagieren kann und stattdessen die Preise nach den Marktgesetzen steigen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich. Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Man unterscheidet zusätzlich zwischen „hausgemachter“ und „importierter“ Nachfragesoginflation, je nachdem, ob die Nachfrage aus dem In- oder Ausland herrührt. Erwartungen Die Erwartungen der ökonomischen Agenten über zukünftige Inflationsraten sind sehr wichtig in der Ökonomie. Sie können die Inflationsraten, Zinssätze und damit die Konjunktur wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel werden Unternehmen abhängig von ihren Inflationserwartungen unternehmerische Entscheidungen, etwa über Investitionen, treffen. Konsumenten passen ihr Konsumverhalten abhängig von ihren Inflationserwartungen an. Der Kommunikation der Geldpolitik kommt somit eine Schlüsselrolle zu. Notenbanken nutzen Kommunikationsstrategien wie Forward guidance, um die Inflationserwartungen von Märkten und Konsumenten zu beeinflussen. Studien zeigen eine konjunkturstabiliserende Wirkung. Theorien Über die Ursachen der Inflation gab es historisch verschiedene Theorien. Dabei ist besonders Debatte zwischen Monetaristen und Keynesianern hervorzuheben. Diese wurden im Rahmen der neukeynesianischen Synthese zusammengeführt. Der Neukeynesianismus stellt die heute allgemein akzeptierte makroökonomische Theorie dar. Daneben gibt es heterodoxe Theorien über Inflation. Diese werden vom ökonomischen Mainstream nicht geteilt. Keynesianismus Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden (Phillips-Kurve). Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt (siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate). Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus – man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK), Synonym Transformationskurve – so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer (vgl. Nachfrage-Sog-Inflation oben). Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist. Monetarismus Der Monetarismus sieht allein im Wachstum der Geldmenge die Ursache für Inflation. Milton Friedman prägte dafür den griffigen Slogan:„Money matters“ – „Es kommt auf die Geldmenge an“. Inflation sei immer und überall ein monetäres Phänomen. Der Monetarismus griff eine zentrale Annahme der keynesianischen Inflationstheorie an: die Phillips-Kurve. Friedman und Edmund Phelps (der kein Monetarist war) schlugen eine "erweiterte" Form der Phillips-Kurve vor, die die Möglichkeit eines stabilen, langfristigen Kompromisses zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ausschloss. Die Ölschocks der 1970er Jahre führten zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Inflation, wodurch Friedman und Phelps empirisch bestätigt wurden. Der Monetarismus war in den frühen 1980er Jahren besonders einflussreich. Er verlor in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder an Einfluss, da es den Zentralbanken schwerfiel, die Geldmenge anstelle der Zinssätze zu steuern. NKM Die neue klassische Makroökonomie (NKM) forderte zentrale Annahmen des Keynesianismus heraus. Die theoretische Weiterentwicklung war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die Modellbildung durch Robert Lucas. Zuvor hatten keynesianische Ökonomen im Allgemeinen mit adaptive Erwartungen gearbeitet, bei denen angenommen wurde, dass ökonomische Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Rationalen Erwartungen bedeuten eine höhere Komplexität der Agenten. Zum Beispiel werden Verbraucher nicht einfach eine Inflationsrate von 2 % annehmen, nur weil dies der Durchschnitt der letzten Jahre war. Sie werden sich mit der aktuellen Geldpolitik und den wirtschaftlichen Bedingungen befassen, um eine eigene Prognose zu erstellen. Die NKM konnte zeigen, dass unter Annahme von perfekter Preiselastizität und rationalen Erwartungen Geldpolitik nur zu Inflation führe und keine konjunkturellen Effekte aufwies. Neukeynesianismus Die moderne keynesianische Theorie geht davon aus, dass Veränderungen der Geldmenge langfristig die Inflationsrate bestimmen, aber kurzfristig durchaus von Lohn und Preisstarrheiten beeinflusst werden können. Außerdem treffen Agenten ökonomische Entscheidungen oft aufgrund von unvollständigen Informationen. Daher kann Fiskal- und Geldpolitik zu einem effizienteren makroökonomischen Ergebnis führen, als Laissez-faire-Politik. Der Neukeynesianismus stellt den gegenwärtigen internationalen Konsens der Makroökonomik dar. Er ist eine Synthese aus Monetarismus, NKM, sowie einigen Elementen des klassischen Keynesianismus. Der Neukeynesianismus führte zur Entwicklung von dynamischen stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen (DSGE), welche heute von vielen Zentralbanken zur Modellierung der Geldpolitik eingesetzt werden. Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen. Heterodoxe Theorien Es gibt Inflationstheorien, die vom Mainstream der ökonomischen Wissenschaft nicht geteilt werden. Österreichische Schule Ludwig von Mises, ein Vertreter der Österreichischen Schule, verstand unter Inflation die Ausweitung (lat. inflare) der ungedeckten Geldmenge. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten. Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern, die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank- und Finanzwesens zu finden (Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln, Zentralbankwesen, Teilreservebanken, Währungsmonopol usw.). Aus dieser Sicht geht auch hervor, dass die Inflation sich nicht gleichmäßig in allen Preisen widerspiegelt, sondern durch Cantillon-Effekte beeinflusst wird. Produktionskosten Die klassischen Ökonomen wie Adam Smith, David Ricardo bis hin zu Karl Marx vertraten eine Produktionskostentheorie des Geldes. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: „Das Verhältnis zwischen dem Werte des Goldes und Silbers und dem irgendwelcher anderer Güter hängt … von dem Verhältnis zwischen der Menge Arbeit ab, die nötig ist, um eine bestimmte Menge Gold und Silber, und der Menge Arbeit, die nötig ist, um eine bestimmte Menge irgendeiner anderen Art auf den Markt zu bringen.“ Die Warenpreise konnten nach der Arbeitswertlehre also nur dann dauerhaft steigen, wenn die Arbeitsproduktivität bei der Gold- oder Silbergewinnung dauerhaft rascher gesteigert werden konnte, als diejenige bei der Produktion der anderen Waren. Nach der Produktionskostentheorie des Geldes (oder nach der Arbeitswerttheorie) führten die großen Gold- und Silberimporte aus Südamerika nach der Entdeckung Amerikas nicht deshalb zu einer Inflation in Europa, weil das viele Gold eine vergleichsweise kleine Menge an Waren „jagte“ – das sagt die Quantitätstheorie des Geldes –, sondern weil plötzlich weniger Arbeitszeit erforderlich war, um eine bestimmte Menge an Gold oder Silber zu gewinnen. Die Ausdehnung der Geldmenge (Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen) war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle. Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt. Die Erhöhung der Geldmenge war also nur Symptom der Verminderung des Wertes der einzelnen Goldmünze. Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Die Wirtschaftssubjekte wollten Gold nicht unter Wert gegen Waren tauschen, so die Annahme der Klassiker. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Aber beispielsweise während der Koalitionskriege floss aus Großbritannien sehr viel Gold ins Ausland ab oder wurde gehortet. Schließlich wurde die Goldeinlösungspflicht für Papierbanknoten durch den englischen Staat aufgehoben. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Die stabilen Preise der Waren in Gold ausgedrückt und die steigenden Preise der Waren in Papiergeld ausgedrückt. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Wird aber in Notzeiten von den Banken der Papiergeldumlauf über den notwendigen Goldumlauf gesteigert, dann steigen genau in dem Maße die Preise in Papiergeld ausgedrückt. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Dann „jagen“ aber zu viele Banknoten zu wenige Waren. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen. Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Steuerung Geldpolitik Obwohl sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik die Inflation beeinflussen können, verlassen sich die meisten Länder seit den 1980er Jahren hauptsächlich auf die Geldpolitik, um die Inflation zu steuern. Wenn eine Inflation über ein akzeptables Niveau hinaus auftritt, kann die Zentralbank des Landes den Zinssatz erhöhen, was in der Regel das Wachstum der Geldmenge verlangsamt oder stoppt. Einige Zentralbanken haben ein symmetrisches Inflationsziel, während andere die Inflation nur kontrollieren, wenn sie einen Schwellenwert überschreitet.Im 21. Jahrhundert befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und stetige Inflationsrate. In den meisten Ländern haben die Zentralbanken oder andere Währungsbehörden die Aufgabe, den Interbankenzins stabil auf niedrigem Niveau und die Zielinflationsrate von etwa 2 bis 3 % zu halten. Zentralbanken streben eine niedrige Inflationsrate an, weil sie glauben, dass eine hohe Inflation wirtschaftliche Kosten verursacht, da Unsicherheit in den Erwartungen über Unterschiede in den relativen Preisen und über die Inflationsrate erzeugt würde. Das Ziel ist daher eine niedrige positive Inflationsrate und nicht eine Null- oder negative Inflationsrate, da letztere Rezessionen verursachen oder verschlimmern könnte. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen) Inflation verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich in einem wirtschaftlichen Abschwung schneller anzupassen. Ferner verringert sie das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die Geldpolitik daran hindert, die Wirtschaft zu stabilisieren. Höhere Zinsen reduzieren die Geldmenge der Wirtschaft, weil weniger Menschen Kredite nachfragen. Wenn Banken Kredite vergeben, werden die Krediterlöse in der Regel auf Bankkonten eingezahlt, die Teil der Geldmenge sind. Wenn also eine Person einen Kredit zurückzahlt und keine anderen Kredite als Ersatz vergeben werden, sinkt die Höhe der Bankeinlagen und damit die Geldmenge. Als beispielsweise der Federal Funds Rate in den frühen 1980er Jahren 15 % überstieg, fiel die Menge der Federal Reserve Dollar um 8,1 % von 8,6 Billionen US-Dollar auf 7,9 Billionen US-Dollar. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Debatte zwischen Keynesianern und Monetaristen über das geeignete Instrument zur Kontrolle der Inflation. Monetaristen betonen eine niedrige und stetige Wachstumsrate der Geldmenge, während die Keynesianer betonen, dass die Gesamtnachfrage während der Wirtschaftsexpansion reduziert und die Nachfrage während der Rezession erhöht wird, um die Inflation stabil zu halten. Andere Methoden Goldstandard Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem das gemeinsame Tauschmittel einer Region Papiernoten sind, die normalerweise frei in voreingestellte, feste Goldmengen umgewandelt werden können. Der Standard legt fest, wie die Golddeckung umgesetzt wird, einschließlich der Menge an Gold pro Währungseinheit. Die Währung selbst hat keinen intrinsischen Wert, wird aber von Händlern akzeptiert, da sie gegen die entsprechende Menge Goldes eingelöst werden kann. Der Goldstandard wurde durch die internationale Übernahme des Bretton-Woods-Systems teilweise aufgegeben. Unter diesem System waren alle anderen wichtigen Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar gebunden, der selbst von der US-Regierung zu einem Kurs von 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Das Bretton-Woods-System brach 1971 zusammen, was dazu führte, dass die meisten Länder auf Fiatgeld umstiegen – Geld, das nur durch die Gesetze und Rechtssicherheit des Landes garantiert wird. Bei einem Goldstandard würde die langfristige Inflationsrate (oder Deflation) durch die Wachstumsrate des Goldangebots im Verhältnis zur Gesamtproduktion bestimmt. Kritiker argumentieren, dass dies zu willkürlichen Schwankungen der Inflationsrate führen und die Geldpolitik im Wesentlichen durch den Goldabbau bestimmt würde. Dies hätte in wirtschaftlichen Abschwüngen katastrophale Folgen. Der Goldstandard wird besonders von Vertretern der heterodoxen Österreichischen Schule propagiert. Preiskontrollen Eine andere historische Methode zur Inflationssteuerung waren Lohn- und Preiskontrollen. Lohn- und Preiskontrollen haben sich in Kriegszeiten in Kombination mit Rationierung bewährt. Ihre Verwendung in anderen Kontexten ist jedoch weitaus gemischter. Zu den bemerkenswerten Misserfolgen bei ihrer Verwendung gehört die Einführung von Lohn- und Preiskontrollen im Jahr 1972 durch Richard Nixon. Viele Ökonomen halten Preisbindungen für sinnlos oder schädlich. Im Allgemeinen werden Lohn- und Preiskontrollen als vorübergehende und außergewöhnliche Maßnahme angesehen, die nur in Verbindung mit Maßnahmen zur Verringerung der zugrunde liegenden Inflationsursachen während des Lohn- und Preiskontrollregimes wirksam sind, z. B. wenn der Krieg gewonnen wird. Sie haben oft sehr negative Auswirkungen aufgrund der verzerrten Preissignale, die sie an den Markt senden. Künstlich niedrige Preise führen oft zu Knappheit und Engpässen und schrecken zukünftige Investitionen ab, was zu weiterem Mangel führt. Die übliche ökonomische Analyse zeigt, dass jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die zu niedrig bepreist wird, zu stark konsumiert wird. Wenn beispielsweise der offizielle Brotpreis zu niedrig ist, wird es zu wenig Brot zu den festgelegten Preisen geben und der Markt wird zu wenig in die Brotherstellung investieren, um den zukünftigen Bedarf zu decken, wodurch das Problem langfristig verschärft wird. Abgrenzung Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind. Kassenhaltung Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch (staatlich) administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor. Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten (Schwarzmarkt) gemessen werden. Ob Inflation vorliegt, ist also eine Frage der Anerkennung einer Definitions-Autorität. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar. Externer Preisschock Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus. Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Inflationssteuer Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort, das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt. Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert (dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist). Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen. Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Siehe auch Liste der Länder nach Inflationsrate Lohn-Preis-Spirale Geräuschlose Kriegsfinanzierung Kippertaler der Kipper- und Wipperinflation Kippermünzstätten (Kursachsen) – Münzstätten der Kipper- und Wipperinflation Böse Halser der Schinderlingszeit, eine Inflation (1457–1460) Shrinkflation Literatur Inflation – Inflationstheorien – Geldpolitik. In: Gabler Wirtschaftslexikon, Gabler Verlag Hans H. Lechner: Währungspolitik. De Gruyter, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-11-007412-5. Fritz Neumark: Inflationsprobleme – Alt und Neu. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (= Göttinger Universitätsreden. Heft 59). Weblinks Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreis-Index für Deutschland Verbraucherpreis-Index für Österreich Schweizerischer Landesindex der Konsumentenpreise Statistiken der EZB (englisch) Inflation in den Neuen Bundesländern (in Quartalsberichten) Jürgen Pätzold: Das Inflationsproblem. Ursachen und Strategien. Informationen und Daten zum US-CPI beim Bureau of Labor Statistics Einzelnachweise
Soziologe: "AfD hat demokratiefeindliche und homophobe Tendenzen" Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas erhält Kasseler Bürgerpreis Jeder vierte Migrant fühlt sich diskriminiert: Laut Soziologe ein gutes Zeichen 22.07.13 20:17 Uhr Der aus Münster stammende Soziologe Andreas Kemper warnt vor der Protestpartei "Alternative für Deutschland". Er sieht in ihr Tendenzen, die auch bei der US-amerikanischen Tea Party zu finden seien und weißt im Zuge dessen auf den starken nationalliberal verwurzelten Flügel der Partei hin. Demnach würden Mitglieder der kürzlich gegründeten Partei rechtspopulistische Aussagen an die Wähler vermitteln. Als Beispiel nannte er unter anderem das Vorstandsmitglied Konrad Adam, der sich für einen Entzug des Wahlrechts für Arbeitslose einsetze. Perfide sei nach Meinung Kempers vor allem, dass derartige Meinungen nicht im Wahlprogramm stünden, sondern eher hinter vorgehaltener Hand geäußert würden. 22.07.2013 20:34 Uhr Wie armselig ist das denn....Man merkt das in ein paar Wochen wieder Wahlen sind. Jeder der nicht mit dem Strom schwimmt oder sich gegen die Gehirnwäsche der etablierten stemmt und die offenkundige Wahrheit ausspricht wird mit billigsten Mitteln diffamiert...Andere sehen in den etablierten Parteien Tendenzen zur Zerstörung der Deutschen Nationalität und des langsamen Genozids des Deutschen Volkes...Sarazin hatte schon recht als er schrieb "Deutschland schafft sich ab"meine persönliche Meinung 22.07.2013 21:25 Uhr Man versucht mit allen mitteln die AfD aus dem Bundestag rauszuhalten. Sonst merken die verblendeten Wähler noch das es durchaus Sinn macht was die AfD von sich gibt. Auf jeden fall mehr Sinn als der Ausverkauf von Deutschland in die ganze (Banken)Welt. Und das wird nach der Wahl erst richtig losgehn wenn uns der Rollstuhlpsychopath sagt: ja sorry leute aber die xxx Milliarden sind leider weg... shit happens. 22.07.2013 21:28 Uhr Wen interessieren denn die Ansichten irgendeines "Soziologen"? Das ist eine Meinung, mehr nicht. 22.07.2013 21:48 Uhr @IM45iHew "Sonst merken die verblendeten Wähler noch das...."Du glaubst also das der Teil der Bevölkerung der es zu etwas "gebracht" hat und mit seiner Situation zufrieden ist verblendet ist?Ja träum weiter! Ich habe euch selber schon wochenlang von der rechtsradikalen AfD gewarnt und hoffentlich werden dadurch nun ein par AfD Wähler wach und wählen die Richtige Partei, nämlich die CDU 22.07.2013 21:59 Uhr NoPq ist doch dafür bekannt das er nur News gegen die AfD bringt und sonst kaum oder keine News. Konnte ich jedenfalls bisher noch nicht erkennen.@NoPq: Welcher Partei gehörst Du an? Spd, Grünen, CDU oder doch was anderes, obwohl ich das nicht glaube. Du bist so lächerlich! Habt Ihr schon Tränen in den Augen? ^^PS: Du kommst zu offensichtlich rüber, mach das mal versteckter wenn Du Erfolg haben möchtest. Du bist total lächerlich! 22.07.2013 22:07 Uhr @asianlolihunter hast du die letzen Jahre ohne Medien gelebt oder wie? grad die CDU ist das Letzte, Übrigens genauso wie die SPD. 22.07.2013 22:27 Uhr homophober als CDU FDP .... und besonders CSU .... wird sie wohl auch nicht sein ....und naja :) ..... was ist im Moment wohl demokratiefeinlicher als die CDU + FDP !!! bitteschön ?? 22.07.2013 22:33 Uhr Aber Beispiele mit Namen nennt Herr Kemper nicht. Sollte aufpassen der Typ, sonst hat er schnell die AfD-Anwälte am Hals. Da sind schon einige Blogs wegen geringfügigerer Aussagen abgemahnt worden.Wann immer man der AfD etwas entgegenhält, es ist rein ideologisch.Ökonomisch hat man offenbar keine Argumente. 22.07.2013 22:47 Uhr Verblüffend, wie neue Parteien die etwas Aufmerksamkeit bekommen sofort systematisch diffamiert werden. 22.07.2013 23:01 Uhr Jaja, bla bla bla....da schickt sich endlich jemand an, mal mit der Faust auffen Tisch zu hauen, und sagt was Sache ist, und schon kömmen die Denunzianten aus Ihren Löchern,,,,Die "Deutschen Bürger" werden belogen, betrogen und verarscht nach Strich und Faden - wird Zeit das dem Einhalt geboten wird. 22.07.2013 23:15 Uhr Andreas Kemper gibt sich als Forscher aus, hat aber noch nicht einmal einen Doktortitel geschafft. Demnach also unterste Kategorie der Wissensvermehrung. Zitat von Herrn Kemper: "Profeministische Männer, die Brandanschläge gegen Kreiswehrersatzämter verüben, sind gut. Antifeministische Männer sind rechtsradikale Extremisten". (Quelle: http://wikimannia.org/...(s)_Kemper ) . Man sieht also, was solcherlei zu Forschern hochgestapelte Dünnbrettdiplomanden als "Forschungsergebnisse" in Richtung Extremismus von sich geben. Einfach nur grotesk. 22.07.2013 23:23 Uhr @Silvi86 "Hat er das gesagt"Nö ich, um zu verdeutlichen wieso es nichts mit Verblendung zutun hat, wenn Menschen nicht in jeder Splitterpartei das Wohl der Nation sehen und ihnen Kontinuität/Verlässlichkeit wichtig sind! Die AfD kommt mir vor wie eine Sekte. Glaubt man an ihr Wahlprogramm wird man errettet. Dafür bietet die AfD einfache stammtischgerechte Lösungen, die nur funktionieren, wenn man sie über 1,2 Promille hört. Löst den Euro auf und ihr kommt alle in den Himmel - Halleluja. Ich kann mich komischerweise an schlimme Wirtschaftskrisen grob im Anfang der 90er gut erinnern. Viele Arbeitslose, keine Aufträge. Und das haben wir auch ohne den Euro hingebracht. Aber die Jungwähler wissen das alles gar nicht, weil sie da noch nicht im Berufsleben waren. 23.07.2013 00:57 Uhr defamierung zu den wahlen... wie erbämlich deutsche politiker doch sind.die eu und euro ist nun mal schädlich für deutschland, da gibt es kein wenn und aber.bruttozahler für die eu und euro ist deutschland, das muß jedem klar sein! 23.07.2013 02:41 Uhr @ms1989Je schwächer einem sein Deutsch, um so wichtiger einem sein Deutschtum.Schreib´ dich nicht ab! ;-) Ansonsten bedanke ich mich für die rege Beteiligung an dieser News und die dadurch kassierten Shorties, die ich, dank den netten AfD´lern, irgendwann in Prämien umtauschen werde :DFür jede schlechte AfD-Propaganda-News gibt es eine reißerische Anti-AfD-News meinerseits. Mit besten Grüßen![ nachträglich editiert von NoPq ] 23.07.2013 08:33 Uhr So sehen übrigens die Auftritte der CDU aus. Es scheint so als wären die ersten Bürger wach geworden :)http://www.youtube.com/... 23.07.2013 08:59 Uhr NoPq:Was ist schlimm an der Überlegung, dass nur wer was für die Gesellschaft leistet, auch mitbestimmen darf?Ich hab keine Apple Aktien, deshalb zählt da mein Wille auch nichts. Was gut so ist, weil ich andere Interessen habe als Apple bzw. dessen Aktionäre.Das ist doch das schlimme an der heutigen Politik, dass soviel nicht gesagt werden darf. Ist doch auch nicht sehr demokratisch, neue Ideen zu verteufeln ohne darüber zu sprechen? 23.07.2013 10:13 Uhr @frostIn Sachen ´Europolitik" haben sie meiner Meinung nach sogar recht.Was mir an der AfD, deren Mitgliedern und den hiesigen Fanboys nicht passt, ist deren unmöglich arrogantes Auftreten, das andauernde Suhlen in der vermeintlichen Opferrolle und das Vertreten teils hanebüchener Argumente.Wenn sie da mal ein wenig von ihrem hohen Ross runterkämen, wäre mir die Partei weitaus sympathischer. Und komm´ mir nicht mit Wahlkampf.. der ist bei mir dafür verantwortlich, dass ich eigentlich schon gar keine Lust mehr auf die Wahl habe ^^ 23.07.2013 13:28 Uhr auch wenns unrealistisch is..aber ich freu mich schon drauf...wenn die AfD mit 52% in den Bundestag einzieht..den Kanzler stellt..und erstmal richtig aufräumt hier in DE....und dann hat der Bundesgrenzschutz auch mal wieder seinen Namen verdient 23.07.2013 17:46 Uhr @no_trespassing: "Wann immer man der AfD etwas entgegenhält, es ist rein ideologisch.Ökonomisch hat man offenbar keine Argumente."Na wenn die Ideologie die hinter etwas steckt egal ist dann haben wir ja Glück, dass die NPD ökonomisch nichts drauf hat oder? Sonst wäre es ja auch okay die zu wählen, trotz ihrer Ideologie?@~frost~: "Ich hab keine Apple Aktien, deshalb zählt da mein Wille auch nichts. Was gut so ist"Na klar, Deutschland sollte wie eine Aktiengesellschaft geführt werden. Neoliberaler geht´s ja fast nicht. Aber dann über Manager und Banker jammern.@Der.Blonde "wikimannia" Jo, das ist es vermutlich, was NoPq mit eurer Opferrolle meinte. Böse Feministen zerstören einfach die Familien. :)Und das ist es ja auch was die Tea Party antreibt: "wir verstehen die Welt nicht mehr, in der wir immer im Mittelpunkt standen, buhuu" 25.07.2013 13:30 Uhr Mit der Zitierung von Hr. Kemper haben sich die Medien sicherlich keinen Gefallen getan. Hat glaub ich irgendwann mal sein Soziologiestudium beendet, und schreibt jetzt irgendwelcheBücher, welche wenn überhaubt wahrscheinlich nur von einer kleinen linksdenkenden Minderheit von Erstsemestern gekeauft werden. 08.08.2013 18:40 Uhr 08.08.2013 18:41 Uhr Der Stadtverband Köln, sowie der Landesverband Berlin, stehen klar hinter der Homo-Ehe!
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q-de-2202
Was ist Inflation und wie wird sie definiert?
Inflation, auch Preissteigerungsrate oder Teuerung, bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Steigt das allgemeine Preisniveau, kann jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen kaufen (Verteuerung). Folglich spiegelt die Inflation eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit wider – ein realer Wertverlust des Zahlungsmittels. Das Gegenteil von Inflation ist Deflation, ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Das übliche Maß für die Inflation ist die Inflationsrate, die annualisierte prozentuale Veränderung eines allgemeinen Preisindexes, normalerweise eines Verbraucherpreisindexes, im Zeitverlauf. Es ist ökonomischer Konsens, dass sowohl Deflation, als auch sehr hohe Inflationsraten und Hyperinflation schädlich sind. Heute befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und konstante Inflationsrate. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen Inflation) verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich im Abschwung schneller anzupassen, und verringert das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die geldpolitische Stabilisierung der Wirtschaft verhindert. Die Aufgabe, die Inflationsrate niedrig und stabil zu halten, wird in der Regel den Zentralbanken übertragen. Sie sollen die Inflationsrate durch Geldpolitik steuern. Dazu nutzen Zentralbanken verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik, die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken, sowie Kommunikationsstrategien wie Forward guidance. Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an. Die Ansichten darüber, welche Faktoren niedrige, moderate oder gar sehr hohe Inflationsraten bestimmen, sind unterschiedlich. Es ist ein aktuelles Forschungsthema der Makroökonomie. Eine niedrige oder moderate Inflation kann auf Schwankungen der realen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder auf Veränderungen des verfügbaren Angebots, beispielsweise bei Knappheiten, zurückgeführt werden. Außerdem können die Inflationserwartungen der ökonomischen Agenten einen wesentlichen Einfluss haben. Inflation beeinflusst Ökonomien auf verschiedene Weisen. Zu den Effekten gehört ein Anstieg der Opportunitätskosten für das Halten von Geld, was Sparen unattraktiver macht und Verschuldung oder Konsum begünstigt. Es kann bei hoher Inflation sogar zu Knappheit kommen, da die Verbraucher aus Sorge vor einem weiteren Preisanstieg Güter horten. Zu den positiven Effekten einer stabilen niedrigen Inflation zählt die Vermeidung von Ineffizienzen, die mit einer Deflation einhergehen. Definition Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Historisch bedeutete Inflation dabei einen spezifischen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Handelsbedarf. Heute verwenden Ökonomen den Begriff Inflation ausschließlich, um sich auf steigende Preisniveaus zu beziehen. Eine Zunahme der Geldmenge kann als monetäre Inflation bezeichnet werden, um sie von steigenden Preisen zu unterscheiden, die der Übersichtlichkeit halber als Preisinflation bezeichnet werden. Ökonomen sind sich einig, dass die Preisinflation auf lange Sicht mit einer Erhöhung der Geldmenge zusammenhängt. Kurz- und mittelfristig können aber andere Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen. Inflation bezieht sich auf die allgemeine Preisentwicklung, nicht auf Änderungen bestimmter Preise. Kaufen Konsumenten beispielsweise mehr Gurken als Tomaten, werden Gurken teurer und Tomaten billiger. Diese Veränderungen sind jedoch keine Inflation – sie spiegeln lediglich eine Veränderung in den Präferenzen der Konsumenten wider. Das Wort Inflation stammt aus dem Lateinischen: das Substantiv „inflatio“, bedeutet „Sichaufblasen“ und stammt vom Verb „flare“ ab, was „blasen“ bedeutet. Andere Begriffe der Wirtschaftswissenschaft im Zusammenhang mit Inflation sind: Deflation – ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus Disinflation – ein Rückgang der Inflationsrate Hyperinflation – eine außer Kontrolle geratene Inflationsspirale Stagflation – eine Kombination aus Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit Reflation – ein Versuch, das allgemeine Preisniveau anzuheben, um einem Deflationsdruck entgegenzuwirken Vermögenspreisinflation – ein allgemeiner Anstieg der Preise von finanziellen Vermögenswerten, wie Aktien, Immobilien oder Gold, ohne einen entsprechenden Anstieg der Preise von Gütern oder Dienstleistungen Messung Da die Inflation als allgemeiner Anstieg des Preisniveaus definiert wird, hängt die Messung der Inflation davon ab, wie das allgemeine Preisniveau bestimmt ist. Es existieren dabei verschiedene mögliche Maßzahlen für das Preisniveau. Benötigt wird ein breiter Preisindex, der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen in der Wirtschaft abbildet. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCEPI) und der BIP-Deflator sind einige Beispiele für solche breiten Preisindizes. Die EZB verwendet zur Messung der Inflation der Eurozone den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt festgesetzt wird. Außerdem werden die Kostenänderungen zum Erwerb von typischen nationalen Konsumbündeln auf das Niveau der Eurozone aggregiert. Neben dieser Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften auch der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen. Warenkorb Verbraucherpreisindizes basieren anders als der BIP-Deflator auf einem repräsentativ ausgewählten Warenkorb. Auf Grundlage dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Kosten der Waren und Dienstleistungen und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat ermittelt in Deutschland das Statistische Bundesamt, in Österreich die Statistik Austria und in der Schweiz das Bundesamt für Statistik die Preissteigerungen und veröffentlicht sie. Messungen der Inflation mittels Warenkörben nehmen implizit an, dass sich das Konsumentenverhalten über definierte Zeiträume nicht verändert. Daher könne sich eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Inflation und der gemessenen Inflation ergeben. Abrupte Änderungen im Konsumentenverhalten können die Inflationsmessung ebenfalls gewichtungsbedingt verzerren. Das hat sich beispielsweise in der COVID-19-Pandemie gezeigt, als aufgrund der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen zahlreiche Waren und Dienstleistungen nicht mehr konsumiert werden konnten und der Warenkorb damit nicht mehr repräsentativ für den Konsum während der Krise war. Weiterhin müssen Qualitätsveränderungen der beobachteten Produkte im Zeitverlauf betrachtet werden. So unterliegen z. B. IT-Produkte einem großen technischen Fortschritt, weshalb die Qualitätsverbesserungen in der Inflationsmessung berücksichtigt werden müssen. Andererseits können Hersteller statt einer Preiserhöhung auch eine Qualitätsverschlechterung des Produktes durchführen, indem etwa die Verpackungsgröße bei gleichem Preis verkleinert wird. Diese und andere Qualitätsveränderungen müssen daher für eine korrekte Inflationsmessung erfasst werden. Daher wenden Statistikbehörden wie das Statistische Bundesamt Methoden zur Qualitätsbereinigung an. Das sind verschiedene statistische Methoden, die sicherstellen sollen, dass trotz qualitativen Veränderungen der Produkte des Warenkorbs "Gleiches mit Gleichem" verglichen wird. In der deutschen Preisstatistik werden unter anderem folgende Methoden zur Qualitätsbereinigung angewendet: Direkter Preisvergleich (Direct Price Comparison) Mengenbereinigung (Package Size Adjustment) Expertenurteil (Judgmental quality adjustment) Hedonische Techniken (Hedonics) Preisänderung interpretiert als reine Qualitätsänderung (Price change taken as quality change) Internationale Studien zeigen, dass die mit Warenkörben ermittelte Inflation systematisch zu hoch liegt. Kernrate Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind. Gefühlte Inflation Gefühlte Inflation bezeichnet die von einigen Konsumenten subjektiv wahrgenommene Inflation, gegenüber der real gemessenen Inflationsrate. Ein Grund für mögliche Abweichungen der gefühlten Inflation zur gemessenen Inflation ist die Tatsache, dass im Warenkorb, der zur Inflationsmessung herangezogen wird, sowohl Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) als auch langlebige Konsumgüter (z. B. Autos) enthalten sind. Daher können die Produkte in Auswahl oder Gewichtung nicht mit jedem individuellen Konsumenten bzw. jeder individuellen Konsumentengruppe übereinstimmen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als die für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als langlebiger Konsumgüter. Auch Preissteigerungen von meist automatisch abgebuchten Zahlungen wie Miete, Versicherungen, Energie und Wasser werden geringer wahrgenommen als bei anderen Gütern. Die moderne Verhaltensökonomik erklärt das Phänomen als kognitive Verzerrung, genauer gesagt als Bestätigungsfehler. Teuro Das Phänomen der gefühlten Inflation wurde insbesondere nach der Einführung des Euro in Deutschland und Österreich breit diskutiert. Dabei kam es nach Umfragen in der deutschen Bevölkerung zu Abweichungen von den statistisch ermittelten Inflationsraten. Aus diesem Grund hat Hans Wolfgang Brachinger in einem gemeinsamen Projekt mit dem Statistischen Bundesamt den Index der wahrgenommenen Inflation für Deutschland berechnet. Es konnte dabei gezeigt werden, dass die wahrgenommene Inflation (gemessen mit Hilfe des Indexes der wahrgenommenen Inflation) bei der Euro-Bargeldeinführung deutlich höher lag als die gemessene Inflationsrate. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Produktkategorien wie Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen relativ höheren Preisanstieg hatten als Produktkategorien wie Computer, Autos oder Pauschalreisen. Eine weitere Erklärung für die gefühlte Abweichung kann auch die schwache Lohnentwicklung sein, die unterhalb der Inflationsrate lag. Die Nettolöhne in Deutschland waren in den 10 Jahren nach Euro-Einführung leicht rückläufig. Die Kaufkraft ist also real gesunken. Auch in Österreich zeigt sich ein Rückgang der Kaufkraft. Effekte Allgemein Inflation spiegelt die Abnahme der Kaufkraft einer Währung wider. Das heißt, wenn das allgemeine Preisniveau steigt, kann jede Währungseinheit insgesamt weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Man unterscheidet dabei zwischen erwarteter und unerwarteter Inflation. Die Effekte der Inflation können davon abhängen, ob es erwartete oder unerwartete Inflation ist. Erwartete Inflation kann von rationalen Akteuren bereits in ökonomische Handlungen und Prognosen integriert werden. Gewerkschaften führen Lohnverhandlungen in Abhängigkeit von der erwarteten Inflationsentwicklung. Unternehmen gestalten die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Inflation. Das ist jedoch kurz- und mittelfristig davon abhängig, inwiefern Starrheiten bei Löhnen und Preisen existieren. Diese können dann nicht sofort an die Inflationserwartungen angepasst werden. Schuldner, die zum Beispiel Schulden mit einem festen Nominalzins haben, erhalten mit steigender Inflationsrate eine Senkung ihres „realen“ Zinssatzes. Der Realzins eines Kredits ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Banken und andere Kreditgeber passen sich dem Inflationsrisiko an, indem sie entweder eine Inflationsrisikoprämie für festverzinsliche Kredite verlangen, oder Kredite mit einem variablen Zinssatz vergeben. Lediglich ein unerwarteter Anstieg der Inflationsrate über die bereits eingepreiste Risikoprämie hinaus würde zu realem Zinsgewinn führen. Negativ Hohe oder unerwartete Inflation gilt als schädlich für die Ökonomie. Sie führt zu Ineffizienzen auf dem Markt und erschwert es Konsumenten und Unternehmen langfristig zu planen. Inflation kann die Produktivität beeinträchtigen, da Unternehmen gezwungen sind, eigene Ressourcen weg von Produkten und Dienstleistungen zu verlagern, um sich auf die Steuerung der Inflation zu konzentrieren. Unsicherheit über die zukünftige Kaufkraft des Geldes führt dazu, dass nominale Vermögenswerte wie Spareinlagen und Anleihen unattraktiver werden, da diese im Falle einer Inflation an Wert verlieren. Dies führt zu höheren Risikoprämien, da Investoren eine Absicherung gegen das eingegangene Inflationsrisiko fordern. Die Folge sind höhere Zinsen, was die Investitionstätigkeit senkt. Bei hoher Inflation wird die Kaufkraft von Personen mit fixem Nominaleinkommen, zu Personen mit variablem Einkommen umverteilt, da deren Einkommen mit der Inflation besser Schritt halten können. Diese Umverteilung der Kaufkraft findet auch zwischen internationalen Handelspartnern statt. Wenn feste Wechselkurse bestehen, führt Inflation dazu, dass sich die Importe aus diesem Währungsraum verteuern. Dies kann sich auf die Handelsbilanz auswirken. Bei flexiblen Wechselkursen führt unerwartete Inflation zu erhöhter Volatilität der Wechselkurse, was sich negativ auf den Handel auswirken kann. Horten Die Menschen kaufen langlebige und/oder nicht verderbliche Waren und andere Güter als Vermögensaufbewahrung, um die erwarteten Verluste durch die sinkende Kaufkraft des Geldes zu vermeiden, die zu einer Verknappung der gehorteten Güter führen. Soziale Unruhen Hohe, nicht durch höhere Löhne hervorgerufene Inflation kann zu massiven Demonstrationen und Revolutionen führen. Die Inflation und insbesondere die Nahrungsmittelinflation wird beispielsweise als einer der Hauptgründe für die Revolution in Tunesien 2010/2011 und die Revolution in Ägypten 2011 angesehen. Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali wurde gestürzt, auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde nach nur 18 Tagen Demonstrationen gestürzt, und die Proteste breiteten sich bald in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Hyperinflation Wenn die Inflation zu hoch wird, kann dies dazu führen, dass die Menschen ihre Verwendung der Währung stark einschränken, was zu einer Beschleunigung der Inflationsrate führt. Die hohe und sich beschleunigende Inflation stört das normale Funktionieren der Wirtschaft massiv und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Waren zu liefern. Hyperinflation kann dazu führen, dass die Landeswährung nicht mehr verwendet wird (z. B. in Nordkorea), was zur Einführung einer Außenwährung (Dollarisierung) führt. Allokative Ineffizienz Eine Änderung des Angebots oder der Nachfrage nach einem Gut führt normalerweise zu einer Änderung seines relativen Preises. Dies signalisiert den Käufern und Verkäufern, dass sie als Reaktion auf die neuen Preise Ressourcen neu zuteilen sollten. Aber wenn sich Preise aufgrund von hoher Inflation ständig ändern, sind Preisänderungen aufgrund echter relativer Preissignale schwer von Preisänderungen aufgrund allgemeiner Inflation zu unterscheiden. Dadurch können die Agenten nur langsam darauf reagieren. Die Folge ist ein Verlust an allokativer Effizienz. Preisanpassungskosten Bei hoher Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufig ändern, um mit den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Aber oft verursacht das Ändern von Preisen selbst wieder Kosten. So müssen Preisschilder und Verträge neu gedruckt, oder ganze Preiskalkulationen neu berechnet werden, was Ressourcen bindet. Man nennt diese Kosten Preisanpassungskosten. Positiv Arbeitsmarkt Die Nominallöhne passen sich nur langsam nach unten an. Dies kann zu anhaltenden Ungleichgewichten und hoher Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen. Da die Inflation die Reallöhne auch bei konstanten Nominallöhnen sinken lässt, ermöglicht eine moderate Inflation ein schnelleres Gleichgewicht auf den Arbeitsmärkten. Dies gilt, insofern die Löhne nicht in Lohnverhandlungen an die Inflation angepasst werden können. Liquiditätsfalle Eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge ist die Möglichkeit, die Leitzinsen festzulegen, also den Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können. Daneben gibt es die Offenmarktpolitik, d. h. Interventionen der Zentralbank auf dem Rentenmarkt, mit dem Ziel, den nominalen Zinssatz zu senken. Beide Maßnahmen sollen die allgemeinen Zinsen senken, um dadurch positive Konjunktureffekte auszulösen. Befindet sich eine Ökonomie in einer Rezession mit bereits niedrigen oder sogar null Nominalzinsen, kann die Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken, um die Wirtschaft anzukurbeln – diese Situation wird als Liquiditätsfalle bezeichnet. Diese Situation kann aber durch niedrige und konstante Inflation verhindert werden. Mundell-Tobin-Effekt Robert Mundell stellte fest, dass eine moderate Inflation die Sparer veranlassen würde, Kredite durch Spareinlagen zu ersetzen, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Diese Substitution würde dazu führen, dass die Realzinssätze für das Marktgleichgewicht sinken. Der niedrigere Realzins würde zu einer höheren Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen führen. In ähnlicher Weise zeigte James Tobin, dass eine solche Inflation Unternehmen dazu veranlassen würde, Investitionen in Sachkapital (Anlagen, Ausrüstung und Vorräte) durch Geldguthaben in ihren Vermögensportfolios zu ersetzen. Diese Substitution würde bedeuten, sich für Investitionen mit niedrigeren realen Renditen zu entscheiden. (Die Renditen sind niedriger, da bereits früher Investitionen mit höheren Renditen getätigt wurden.) Sofern die Wirtschaft nicht bereits nach Modellen der Wachstumstheorie überinvestiert, würden diese zusätzlichen Investitionen positive Effekte haben. Formen Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: akzelerierte Phase (steigende, beschleunigte) – stabilisierte (gleichbleibende) Phase – dezelerierte (abnehmende) Phase. Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Der Begriff „Inflation“ bezeichnete ursprünglich die Inflationen der frühen 1920er Jahre, die heute als schwere oder Hyperinflationen gelten. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Leichte Inflation (bis etwa 5 % Wertverlust im Jahr) hat nachfragefördernde Wirkung, da Leute ihr Geld ausgeben oder investieren wollen. Freilich verlangen sie für Investitionen immer noch eine Liquiditätsprämie, das heißt die Renditen müssen deutlich über der Inflationsrate liegen. Bei schwerer Inflation (ab rund 5 % Wertverlust im Jahr) verliert das Tauschmittel Geld seinen Wert schneller als andere Güter (zum Beispiel Immobilien, Aktien, Sachkapital allgemein) und büßt daher die Wertmaßstabsfunktion und Wertaufbewahrungsfunktion ein, stattdessen wird eine Ersatzwährung verwendet, so zum Beispiel Zigaretten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der US-Dollar in der Türkei (früher) oder Argentinien. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, überschulden sich. Besonders schwere Inflationen mit monatlichen Wertverlusten von über 50 % werden auch als Hyperinflationen bezeichnet. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Schwere Inflationen waren in der Geschichte unter anderem zu beobachten: die Preisrevolution im 16. Jahrhundert, um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (siehe Kipper- und Wipperzeit und Kursächsische Kippermünzstätten), in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat, um 1920 bis 1924 in Österreich, um 1923 in Deutschland und in Ungarn, 1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform), 1945–1946 in Ungarn (siehe Pengő) Nach den beiden Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 kam es zu relativ hohen Inflationsraten. In den 1970er Jahren trugen auch andere Faktoren zu relativ hohen Inflationsraten bei, jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien, jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien (→ Brasilianischer Real), um 1995 in Mexiko (→ Peso), um 1997 in Südostasien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise), um 2002 in Argentinien, Hyperinflation 2008/2009 in Simbabwe; nach dessen Abschaffung im Oktober 2015 hatte das Land bis 2019 keine eigene Währung mehr. Laut dem CATO Institute betrug die Hyperinflation in Simbabwe per Ende Oktober 2008 gegenüber Ende Oktober 2007 2,79 Trillionen %. Ursachen Die Geldmenge wird weithin als wichtigste Ursache für hohe Inflationen bis Hyperinflationen und langfristige Inflationsraten akzeptiert. Folglich existiert unter Ökonomen inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Inflationsrate auf lange Sicht im Wesentlichen von der Wachstumsrate der Geldmenge im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum abhängt. Kurz- und mittelfristig kann die Inflation aber außerdem durch die relative Elastizität von Löhnen, Preisen, Zinssätzen, Angebot und Nachfrage, sowie der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beeinflusst werden. Außerdem spielen die Erwartungen der ökonomischen Agenten eine wesentliche Rolle. Geldmenge Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung: . Dabei ist Geldmenge Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Preisniveau Reale Produktion An der umgestellten Gleichung bzw. an der Darstellung mit Änderungsraten kann man erkennen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn (bei Konstanz der jeweiligen beiden anderen Größen) die Geldmenge zunimmt (Geldschöpfung), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunimmt (empirische Untersuchungen zeigen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig annähernd konstant bleibt), die reale Produktion (das Handelsvolumen) sinkt. Betrachtet man alle vier Größen gleichzeitig, entsteht nach der Quantitätsgleichung Inflation () dann, wenn das Geldmengenwachstum () größer ist als die Differenz aus der Änderung des Handelsvolumens und der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit (). Die Inflation lässt sich also kurz- bis mittelfristig nicht auf eine Ausweitung der Geldmenge reduzieren, sondern es müssen ebenso die Umlaufgeschwindigkeit und die reale Produktion betrachtet werden. Der langfristige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung ist empirisch gut belegt. Auf kurze bis mittlere Sicht kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Zusammenhang kommen. Angebot Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; ) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind. Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will. Nachfrage Kommt es zur Nachfragesoginflation (), sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach Gütern derart schnell, dass die Angebotsseite nicht durch Anheben des mengenmäßigen Angebots reagieren kann und stattdessen die Preise nach den Marktgesetzen steigen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich. Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Man unterscheidet zusätzlich zwischen „hausgemachter“ und „importierter“ Nachfragesoginflation, je nachdem, ob die Nachfrage aus dem In- oder Ausland herrührt. Erwartungen Die Erwartungen der ökonomischen Agenten über zukünftige Inflationsraten sind sehr wichtig in der Ökonomie. Sie können die Inflationsraten, Zinssätze und damit die Konjunktur wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel werden Unternehmen abhängig von ihren Inflationserwartungen unternehmerische Entscheidungen, etwa über Investitionen, treffen. Konsumenten passen ihr Konsumverhalten abhängig von ihren Inflationserwartungen an. Der Kommunikation der Geldpolitik kommt somit eine Schlüsselrolle zu. Notenbanken nutzen Kommunikationsstrategien wie Forward guidance, um die Inflationserwartungen von Märkten und Konsumenten zu beeinflussen. Studien zeigen eine konjunkturstabiliserende Wirkung. Theorien Über die Ursachen der Inflation gab es historisch verschiedene Theorien. Dabei ist besonders Debatte zwischen Monetaristen und Keynesianern hervorzuheben. Diese wurden im Rahmen der neukeynesianischen Synthese zusammengeführt. Der Neukeynesianismus stellt die heute allgemein akzeptierte makroökonomische Theorie dar. Daneben gibt es heterodoxe Theorien über Inflation. Diese werden vom ökonomischen Mainstream nicht geteilt. Keynesianismus Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden (Phillips-Kurve). Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt (siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate). Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus – man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK), Synonym Transformationskurve – so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer (vgl. Nachfrage-Sog-Inflation oben). Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist. Monetarismus Der Monetarismus sieht allein im Wachstum der Geldmenge die Ursache für Inflation. Milton Friedman prägte dafür den griffigen Slogan:„Money matters“ – „Es kommt auf die Geldmenge an“. Inflation sei immer und überall ein monetäres Phänomen. Der Monetarismus griff eine zentrale Annahme der keynesianischen Inflationstheorie an: die Phillips-Kurve. Friedman und Edmund Phelps (der kein Monetarist war) schlugen eine "erweiterte" Form der Phillips-Kurve vor, die die Möglichkeit eines stabilen, langfristigen Kompromisses zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ausschloss. Die Ölschocks der 1970er Jahre führten zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Inflation, wodurch Friedman und Phelps empirisch bestätigt wurden. Der Monetarismus war in den frühen 1980er Jahren besonders einflussreich. Er verlor in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder an Einfluss, da es den Zentralbanken schwerfiel, die Geldmenge anstelle der Zinssätze zu steuern. NKM Die neue klassische Makroökonomie (NKM) forderte zentrale Annahmen des Keynesianismus heraus. Die theoretische Weiterentwicklung war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die Modellbildung durch Robert Lucas. Zuvor hatten keynesianische Ökonomen im Allgemeinen mit adaptive Erwartungen gearbeitet, bei denen angenommen wurde, dass ökonomische Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Rationalen Erwartungen bedeuten eine höhere Komplexität der Agenten. Zum Beispiel werden Verbraucher nicht einfach eine Inflationsrate von 2 % annehmen, nur weil dies der Durchschnitt der letzten Jahre war. Sie werden sich mit der aktuellen Geldpolitik und den wirtschaftlichen Bedingungen befassen, um eine eigene Prognose zu erstellen. Die NKM konnte zeigen, dass unter Annahme von perfekter Preiselastizität und rationalen Erwartungen Geldpolitik nur zu Inflation führe und keine konjunkturellen Effekte aufwies. Neukeynesianismus Die moderne keynesianische Theorie geht davon aus, dass Veränderungen der Geldmenge langfristig die Inflationsrate bestimmen, aber kurzfristig durchaus von Lohn und Preisstarrheiten beeinflusst werden können. Außerdem treffen Agenten ökonomische Entscheidungen oft aufgrund von unvollständigen Informationen. Daher kann Fiskal- und Geldpolitik zu einem effizienteren makroökonomischen Ergebnis führen, als Laissez-faire-Politik. Der Neukeynesianismus stellt den gegenwärtigen internationalen Konsens der Makroökonomik dar. Er ist eine Synthese aus Monetarismus, NKM, sowie einigen Elementen des klassischen Keynesianismus. Der Neukeynesianismus führte zur Entwicklung von dynamischen stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen (DSGE), welche heute von vielen Zentralbanken zur Modellierung der Geldpolitik eingesetzt werden. Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen. Heterodoxe Theorien Es gibt Inflationstheorien, die vom Mainstream der ökonomischen Wissenschaft nicht geteilt werden. Österreichische Schule Ludwig von Mises, ein Vertreter der Österreichischen Schule, verstand unter Inflation die Ausweitung (lat. inflare) der ungedeckten Geldmenge. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten. Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern, die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank- und Finanzwesens zu finden (Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln, Zentralbankwesen, Teilreservebanken, Währungsmonopol usw.). Aus dieser Sicht geht auch hervor, dass die Inflation sich nicht gleichmäßig in allen Preisen widerspiegelt, sondern durch Cantillon-Effekte beeinflusst wird. Produktionskosten Die klassischen Ökonomen wie Adam Smith, David Ricardo bis hin zu Karl Marx vertraten eine Produktionskostentheorie des Geldes. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: „Das Verhältnis zwischen dem Werte des Goldes und Silbers und dem irgendwelcher anderer Güter hängt … von dem Verhältnis zwischen der Menge Arbeit ab, die nötig ist, um eine bestimmte Menge Gold und Silber, und der Menge Arbeit, die nötig ist, um eine bestimmte Menge irgendeiner anderen Art auf den Markt zu bringen.“ Die Warenpreise konnten nach der Arbeitswertlehre also nur dann dauerhaft steigen, wenn die Arbeitsproduktivität bei der Gold- oder Silbergewinnung dauerhaft rascher gesteigert werden konnte, als diejenige bei der Produktion der anderen Waren. Nach der Produktionskostentheorie des Geldes (oder nach der Arbeitswerttheorie) führten die großen Gold- und Silberimporte aus Südamerika nach der Entdeckung Amerikas nicht deshalb zu einer Inflation in Europa, weil das viele Gold eine vergleichsweise kleine Menge an Waren „jagte“ – das sagt die Quantitätstheorie des Geldes –, sondern weil plötzlich weniger Arbeitszeit erforderlich war, um eine bestimmte Menge an Gold oder Silber zu gewinnen. Die Ausdehnung der Geldmenge (Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen) war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle. Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt. Die Erhöhung der Geldmenge war also nur Symptom der Verminderung des Wertes der einzelnen Goldmünze. Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Die Wirtschaftssubjekte wollten Gold nicht unter Wert gegen Waren tauschen, so die Annahme der Klassiker. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Aber beispielsweise während der Koalitionskriege floss aus Großbritannien sehr viel Gold ins Ausland ab oder wurde gehortet. Schließlich wurde die Goldeinlösungspflicht für Papierbanknoten durch den englischen Staat aufgehoben. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Die stabilen Preise der Waren in Gold ausgedrückt und die steigenden Preise der Waren in Papiergeld ausgedrückt. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Wird aber in Notzeiten von den Banken der Papiergeldumlauf über den notwendigen Goldumlauf gesteigert, dann steigen genau in dem Maße die Preise in Papiergeld ausgedrückt. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Dann „jagen“ aber zu viele Banknoten zu wenige Waren. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen. Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Steuerung Geldpolitik Obwohl sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik die Inflation beeinflussen können, verlassen sich die meisten Länder seit den 1980er Jahren hauptsächlich auf die Geldpolitik, um die Inflation zu steuern. Wenn eine Inflation über ein akzeptables Niveau hinaus auftritt, kann die Zentralbank des Landes den Zinssatz erhöhen, was in der Regel das Wachstum der Geldmenge verlangsamt oder stoppt. Einige Zentralbanken haben ein symmetrisches Inflationsziel, während andere die Inflation nur kontrollieren, wenn sie einen Schwellenwert überschreitet.Im 21. Jahrhundert befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und stetige Inflationsrate. In den meisten Ländern haben die Zentralbanken oder andere Währungsbehörden die Aufgabe, den Interbankenzins stabil auf niedrigem Niveau und die Zielinflationsrate von etwa 2 bis 3 % zu halten. Zentralbanken streben eine niedrige Inflationsrate an, weil sie glauben, dass eine hohe Inflation wirtschaftliche Kosten verursacht, da Unsicherheit in den Erwartungen über Unterschiede in den relativen Preisen und über die Inflationsrate erzeugt würde. Das Ziel ist daher eine niedrige positive Inflationsrate und nicht eine Null- oder negative Inflationsrate, da letztere Rezessionen verursachen oder verschlimmern könnte. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen) Inflation verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich in einem wirtschaftlichen Abschwung schneller anzupassen. Ferner verringert sie das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die Geldpolitik daran hindert, die Wirtschaft zu stabilisieren. Höhere Zinsen reduzieren die Geldmenge der Wirtschaft, weil weniger Menschen Kredite nachfragen. Wenn Banken Kredite vergeben, werden die Krediterlöse in der Regel auf Bankkonten eingezahlt, die Teil der Geldmenge sind. Wenn also eine Person einen Kredit zurückzahlt und keine anderen Kredite als Ersatz vergeben werden, sinkt die Höhe der Bankeinlagen und damit die Geldmenge. Als beispielsweise der Federal Funds Rate in den frühen 1980er Jahren 15 % überstieg, fiel die Menge der Federal Reserve Dollar um 8,1 % von 8,6 Billionen US-Dollar auf 7,9 Billionen US-Dollar. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Debatte zwischen Keynesianern und Monetaristen über das geeignete Instrument zur Kontrolle der Inflation. Monetaristen betonen eine niedrige und stetige Wachstumsrate der Geldmenge, während die Keynesianer betonen, dass die Gesamtnachfrage während der Wirtschaftsexpansion reduziert und die Nachfrage während der Rezession erhöht wird, um die Inflation stabil zu halten. Andere Methoden Goldstandard Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem das gemeinsame Tauschmittel einer Region Papiernoten sind, die normalerweise frei in voreingestellte, feste Goldmengen umgewandelt werden können. Der Standard legt fest, wie die Golddeckung umgesetzt wird, einschließlich der Menge an Gold pro Währungseinheit. Die Währung selbst hat keinen intrinsischen Wert, wird aber von Händlern akzeptiert, da sie gegen die entsprechende Menge Goldes eingelöst werden kann. Der Goldstandard wurde durch die internationale Übernahme des Bretton-Woods-Systems teilweise aufgegeben. Unter diesem System waren alle anderen wichtigen Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar gebunden, der selbst von der US-Regierung zu einem Kurs von 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Das Bretton-Woods-System brach 1971 zusammen, was dazu führte, dass die meisten Länder auf Fiatgeld umstiegen – Geld, das nur durch die Gesetze und Rechtssicherheit des Landes garantiert wird. Bei einem Goldstandard würde die langfristige Inflationsrate (oder Deflation) durch die Wachstumsrate des Goldangebots im Verhältnis zur Gesamtproduktion bestimmt. Kritiker argumentieren, dass dies zu willkürlichen Schwankungen der Inflationsrate führen und die Geldpolitik im Wesentlichen durch den Goldabbau bestimmt würde. Dies hätte in wirtschaftlichen Abschwüngen katastrophale Folgen. Der Goldstandard wird besonders von Vertretern der heterodoxen Österreichischen Schule propagiert. Preiskontrollen Eine andere historische Methode zur Inflationssteuerung waren Lohn- und Preiskontrollen. Lohn- und Preiskontrollen haben sich in Kriegszeiten in Kombination mit Rationierung bewährt. Ihre Verwendung in anderen Kontexten ist jedoch weitaus gemischter. Zu den bemerkenswerten Misserfolgen bei ihrer Verwendung gehört die Einführung von Lohn- und Preiskontrollen im Jahr 1972 durch Richard Nixon. Viele Ökonomen halten Preisbindungen für sinnlos oder schädlich. Im Allgemeinen werden Lohn- und Preiskontrollen als vorübergehende und außergewöhnliche Maßnahme angesehen, die nur in Verbindung mit Maßnahmen zur Verringerung der zugrunde liegenden Inflationsursachen während des Lohn- und Preiskontrollregimes wirksam sind, z. B. wenn der Krieg gewonnen wird. Sie haben oft sehr negative Auswirkungen aufgrund der verzerrten Preissignale, die sie an den Markt senden. Künstlich niedrige Preise führen oft zu Knappheit und Engpässen und schrecken zukünftige Investitionen ab, was zu weiterem Mangel führt. Die übliche ökonomische Analyse zeigt, dass jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die zu niedrig bepreist wird, zu stark konsumiert wird. Wenn beispielsweise der offizielle Brotpreis zu niedrig ist, wird es zu wenig Brot zu den festgelegten Preisen geben und der Markt wird zu wenig in die Brotherstellung investieren, um den zukünftigen Bedarf zu decken, wodurch das Problem langfristig verschärft wird. Abgrenzung Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind. Kassenhaltung Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch (staatlich) administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor. Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten (Schwarzmarkt) gemessen werden. Ob Inflation vorliegt, ist also eine Frage der Anerkennung einer Definitions-Autorität. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar. Externer Preisschock Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus. Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Inflationssteuer Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort, das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt. Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert (dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist). Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen. Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Siehe auch Liste der Länder nach Inflationsrate Lohn-Preis-Spirale Geräuschlose Kriegsfinanzierung Kippertaler der Kipper- und Wipperinflation Kippermünzstätten (Kursachsen) – Münzstätten der Kipper- und Wipperinflation Böse Halser der Schinderlingszeit, eine Inflation (1457–1460) Shrinkflation Literatur Inflation – Inflationstheorien – Geldpolitik. In: Gabler Wirtschaftslexikon, Gabler Verlag Hans H. Lechner: Währungspolitik. De Gruyter, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-11-007412-5. Fritz Neumark: Inflationsprobleme – Alt und Neu. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (= Göttinger Universitätsreden. Heft 59). Weblinks Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreis-Index für Deutschland Verbraucherpreis-Index für Österreich Schweizerischer Landesindex der Konsumentenpreise Statistiken der EZB (englisch) Inflation in den Neuen Bundesländern (in Quartalsberichten) Jürgen Pätzold: Das Inflationsproblem. Ursachen und Strategien. Informationen und Daten zum US-CPI beim Bureau of Labor Statistics Einzelnachweise
Irland Nachrichten vom Juni 2019 Der Erzbischof von Armagh und Primas der katholischen Kirche von ganz Irland Eamon Martin gehört zu den Teilnehmern einer heute in Dublin stattfindenden Demonstration gegen Abtreibungen. Die Veranstaltung richtet sich gegen die zu Jahresbeginn in Kraft getretene Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen innerhalb der ersten drei Monate. Sie beginnt mit einer Messe, die der Bischof von Elphin Kevin Doran in der St. Saviour’s Church an der Dominic Street zelebriert. Ob auch der Erzbischof von Dublin Diarmuid Martin an dem Protest teilnimmt, geht aus dem Bericht der Irish Times nicht hervor. Nach einer Studie des ESRI, denen Daten aus den Jahren 2011 bis 2016 zugrundeliegen, verläuft die Integration von Migranten in Irland problemloser als in anderen Ländern Westeuropas und in den USA. Die meisten Migranten leben in Dublin, Cork und Limerick, wobei es wohl nicht verwunderlich ist, das Zuwanderer mit schlechten Englischkenntnissen eher in Wohnvierteln mit Menschen mit niedrigeren Bildungsabschlüssen und höherer Arbeitslosigkeit zu finden sind. Im Arbeitskampf der in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen nicht in der Pflege tätigen Angestellten hat die Gewerkschaft SIPTU die Einschaltung des Labour Courts akzeptiert. Nachdem Schlichtungsgespräche vor der Workplace Relations Commission (WRC) gescheitert waren, war es am vergangenen Mittwoch zu einem 24-stündigen Streik gekommen. Für den 2., 3. und 4. Juli stehen bislang weitere Arbeitsniederlegungen an. Siehe auch: 17.06.19, 18.06.19, 20.06.19, 26.06.19 Vor dem Justizausschuss des irischen Parlament bestätigt Polizeipräsident Drew Harris, dass es in der Vergangenheit ähnliche Fälle wie den der Polizistin Majella Moynihan gab, die durch Androhung der Entlassung dazu bewegt worden war, ihr uneheliches Kind zur Adoption freizugeben. Nach Bekanntwerden des Falls habe man begonnen die Akten zu durchforsten und sei auf ähnliche Vorfälle gestoßen. Nach gegenwärtigem Stand scheine es sich um eine begrenzte Zahl zu handeln, doch sei die Suche aufwendig und noch nicht abgeschlossen. Dabei gehe es nicht nur um Polizistinnen, sondern auch um Polizisten, die wegen unehelicher Kinder disziplinarisch gemaßregelt wurde. Der Frage, ob die aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Amt geschiedene Polizistin Majella Moynihan ihre vollen Pension erhalten solle, wich er aus. Dies sei zunächst einmal eine rechtlich zu klärende Angelegenheit, so dass er seine persönliche Meinung dazu zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht äußern wolle. Siehe auch: 17.06.19, 18.06.19, 20.06.19 Nachdem man sich in Brüssel bislang nicht auf einen Nachfolger für den Luxemburger Jean-Claude Juncker auf dem Stuhl des Präsidenten der Europäischen Kommission einigen konnte, wurde neben anderen Kandidaten auch der irische Regierungschef Leo Varadkar ins Spiel gebracht. Doch zeigt er kein Interesse an einem Wechsel des Arbeitsplatzes. “Ich fühle mich geschmeichelt, dass man mich für die Position des neuen Präsidenten in Erwägung zieht”, erklärte er, “doch habe ich bereits einen Job. Es ist der des Taoiseach von Irland. Ich liebe den Job, und stehe in diesem Job, hoffe ich, erst ganz am Anfang. Und so habe ich mit einem Karrierewechsel gegenwärtig nichts im Sinn.” Auf einem von Bildungsminister Joe McHugh eingerichteten Symposium geht es um die Zukunft kleiner Grundschulen auf dem Lande. Die Zahl solcher Schulen mit weniger als fünf Lehrern ist in den letzten sechs Jahren um 54 auf 3.264 gesunken. Fast die Hälfte aller Grundschulen sind small schools, wobei nur 15 % aller Schüler eine solche besuchen. Die kleinen Schulen sind häufig der Puls der ländlichen Gemeinden, so der Minister, “sie vom Überleben ins Gedeihen zu führen, ist unsere Aufgabe. Kleine Schulen können unseren Kindern eine exzellente Bildung und Ausbildung bieten, sie tun es auch, und zwar im Herzen unserer Gemeinden. Auch ich ging als Kind in eine und lebe heute in einer Region, in denen kleine Schulen fest zum Leben der Menschen gehören, was sich landauf, landab wiederholt. Sie sind oft der Herzschlag und das Lebensblut von Landgemeinden.” Außenminister Simon Coveney kündigt eine Spende in Höhe von fünf Millionen Euro für das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge an. “Irland gehört zu den langjährigen Unterstützern des Hilfswerks”, so der Minister, “dessen Arbeit essentiell für die Bereitstellung von Gesundheitsvorsorge, Nahrung, Bildung, humanitärer Hilfe und Sozialdienstleistungen für 5,4 Millionen palästinensische Flüchtlinge ist. Hinter der Spende steht unsere langjährige Forderung nach Gerechtigkeit für das palästinensische Volk und dem Aufbau eines lebensfähigen, souveränen palästinensischen Staates.” Schon frühere irische Regierungen hatten das Hilfswerk mit beträchtlichen Summen unterstützt. Im vergangenen Jahr waren es € 15,38 Mio. für humanitäre Zwecke und Entwicklungsarbeit, die Irland zu Verfügung gestellt hatte. Nachdem die Schlichtungsverhandlungen für rund 10.000 Krankenhausangestellte wie Arzthelfer, Laboranten, Techniker, Bürokräfte, Portiers, Küchen- und Reinigungspersonal am Montagnachmittag gescheitert waren, sind diese heute in einen 24-stündigen Streik getreten. In einigen der 38 betroffenen Krankenhäuser wurden die Patienten gebeten, sich ihre Mahlzeiten nach Möglichkeit ins Hospital bringen zu lassen. Die Notfallabteilungen der Krankenhäuser “wollen versuchen, so gut wie möglich über die Runden zu kommen”, doch müsse hier und dort mit (noch) längeren Wartezeiten gerechnet werden. Derweil droht Regierungschef Leo Varadkar, die Streikenden rechtlich zu belangen. Landwirtschaftsminister Michael Creed kündigt einen Gesetz zum Verbot der Pelztierzucht an, wie es bereits in vierzehn anderen Staaten der Europäischen Union gilt. Auch die großen Oppositionsparteien stehen dahinter, doch hatte sich die Regierung – wie sie sagt, aus verfassungsrechtlichen Gründen – lange davor gedrückt, das Themas ernsthaft anzugehen. In Irland verdienen derzeit rund 100 Menschen in den Grafschaften Donegal, Offaly und Kerry ihren Lebensunterhalt in der Pelztierzucht. Auch wenn Tierschützer in der Vergangenheit immer wieder gegen den Puck Fair protestierten, wird er auch in diesem Jahr vom 10. bis 12. August in Killorglin abgehalten. Bei dem auf vorchristliche Traditionen zurückgehenden Volksfest wird an jedem 10. August eines Jahres eine Ziege von der zur Queen Puck erhobenen ‘ältesten Jungfrau im Dorf’ (heute üblicherweise ein Mädchen aus der 6. Klasse der örtlichen Grundschule) als King Puck von Killorglin gekrönt und in einem Käfig über die Dorfstraße gezogen. Bis zum 10. August dauert es noch ein Weilchen, doch die Vorbereitungen laufen bereits, und so wurde gestern die 12-jährige Maeve McCarthy der Scoil Réalt na Mara (Schule des Sterns des Meeres) als Her Royal Highness Queen Puck inthronisiert, nachdem sie sich mit einer den Juroren vorgetragenen Puck Fair Welcome Speech gegenüber ihren Mitbewerberinnen durchgesetzt hatte. Zu ihren königlichen Pflichten gehört, das Festival mit einer Rede zu eröffnen, Besucher zu begrüßen und – das Wichtigste – die Ziege in einer Zeremonie zum King Puck zu krönen. Aus der ‘Verschenkkiste’ kommt auch heute etwas in englischer Sprache, William Bulfins Rambles in Eirinn aus dem Jahr 1907. Zum Inhalt ein paar Zeilen vom Rückendeckel: “First published as a series of newspaper articles at the turn of the century, William Bulfin’s Rambles in Eirinn enjoyed immense popularity for thirty years. Travelling by cycle throughout the length and breadth of Ireland, nothing escaped his keen observation. Much of what he has written has of course been swept away and accordingly his narrative is not only extraordinarily valuable as a social documentary but as an immense joy to read as well.” Der Autor William Bulfin wurde 1864 in Birr in der Grafschaft Offaly geboren, lebte ab 1884 für einige Jahre in Argentinien, und schrieb als Freund von Arthur Griffith, dem Gründer der Sinn Féin und späteren ersten Regierungschef des irischen Freistaates, Artikel für den United Irishman. Er starb 1910 in seiner Heimatgrafschaft Offaly. Das hier vorliegende, 450-seitige Taschenbuch macht einen ungelesenen Eindruck und wurde vermutlich in der 1990er Jahren als Faksimile-Reprint der Erstausgabe von 1907 gedruckt. Es geht frei Haus an die oder den erste(n) Interessentin/en, die oder der sich heute per E-Mail (auf den Briefumschlag links im Menü klicken) meldet und nicht vergisst, eine Versandadresse in Deutschland anzugeben. Die Daten werden nicht weitergegeben und die E-Mails nach dem Versand des Buches gelöscht. Nachtrag: Das Buch ist vergeben und geht an eine Leserin aus 76767 Hagenbach. Laut einer Studie der Ulster Bank haben Eltern in diesem Jahr im Schnitt € 929 für die Erstkommunion ihres Kindes ausgegeben. Das waren 8 % mehr als im vergangenen Jahr. Darüber hinaus überschritt die Höhe der durchschnittlichen Geldgeschenke von Freunden und Verwandten an die Kinder erstmals die 600-Euro-Grenze, wobei ein Viertel der Kinder sich über mehr als 800 Euro freuen durfte. “Was schert mich mein Geschwätz von, gestern …”, sprach einst ein deutscher Bundeskanzler, und dem schließt sich heute Met Éireann an. Hatte man vor einer Woche bis in den Juli hinein kühles und feuchtes Wetter vorhergesagt, prognostiziert man jetzt für die nächsten Tage Temperaturen von bis zu 27 °C. Zeitweilig heftige Schauern und Gewitter sind allerdings auch zu erwarten. Bei aller Kritik an Wohnungsbauminister Eoghan Murphy weist der in dieser Woche veröffentlichte Bericht des Irish Council for Social Housing für das Jahr 2018 mit rund 4.000 übergebenen neuen Sozialwohnungen ein Plus von 25 % gegenüber dem Vorjahr und damit einen neuen Rekord aus. Darüber waren 5.000 weitere in Bau. Der Plan zum Abbau von Gold in Greencastle in der nordirischen Grafschaft Tyrone spaltet die Einheimischen. Während die einen sich über die versprochenen Arbeitsplätze freuen, wurden fast 15.000 Einsprüche von Personen und Einrichtungen eingereicht, die um die Natur sowie die Luft- und Wasserqualität fürchten. Der Wert des Goldes wird von der Firma, die das Vorkommen seit dem Jahr 2009 erforscht, auf umgerechnet 6,7 Mrd. Euro geschätzt. Dabei handele es sich um eines der größten erkundeten, aber noch nicht erschlossenen Goldlagers der Welt. (s.a. 29.11.17) Die irische Post kündigt an, eine Siedlung im Westen Dublins von der Postzustellung auszuschließen und begründet das mit Drohungen gegenüber den Zustellern. Es sei eine schwierige Entscheidung gewesen, heißt es in der Meldung, doch sehe man keine andere Möglichkeit mehr. Bis auf Weiteres müssen die Bewohner des Mac Uilliam Estate ihre Post im nächstgelegenen Postamt abholen. Der örtliche Parlamentsabgeordnete fordert eine Stellungnahme der Polizei und kündigt eine Bürgerversammlung an, auf der versucht werden soll, das Problem zu lösen. Nachdem die finnische Stadt Lahti, mit 120.000 Einwohnern die achtgrößte Stadt des Landes, von der Europäischen Kommission mit dem European Green Capital Award ausgezeichnet wurde, erhält das irische Limerick mit seinen 56.000 Einwohnern gemeinsam mit der belgischen Stadt Mechelen den European Green Leaf 2020 für kleinere Städte. Übergeben wurde die Auszeichnungen gestern im Rahmen einer Feierstunde in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Nach Galway im Jahr 2017 ist Limerick die zweite irische Stadt, die diese Auszeichnung seit ihre Einführung im Jahr 2015 erhält. In der Urkunde hervorgehoben wurden die anhaltenden Bemühungen und Investitionen der Stadt in die Verbesserung der Luftqualität und Verminderung der Geräuschbelastung. Der für heute angekündigte Streik von rund 10.000 Krankenhausangestellten in 38 Hospitälern und Gesundheitseinrichtungen des Landes wurde verschoben, nachdem sich beide Seiten zu Schlichtungsgesprächen vor der Workplace Relations Commission (WRC) bereiterklärt haben. Seit gestern Abend versuchen nun die Krankenhäuser, Patienten, denen für heute vereinbarte ambulante Termine abgesagt wurden, zu erreichen, um diese Absagen wieder rückgängig zu machen. (s. 25.05.19, 06.06.19) Die Familie des mittlerweile verstorbenen früheren irischen Polizeipräsidenten Larry Wren widerspricht Meldungen in den Medien, dass dieser sich im Fall der Polizistin Majella Moynihan in den 1980er Jahren vom damaligen Dubliner Erzbischof habe unter Druck setzten lassen, die Polizistin nicht zu entlassen und nach einer anderen ‘Lösung’ zu suchen. Der Verstorbene hätte das Verhalten der irischen Polizei nie und nimmer von der Kirche diktieren lassen. (s.a. 17.06.19, 18.06.19) Beim den QS World University Rankings sind die irischen Universitäten in den letzten zehn Jahren drastisch zurückgefallen, so dass mittlerweile keine mehr unter den ersten 100 liegt. Überfüllte Räume und manglende Forschungskapazitäten werden als Hauptursachen genannt. Hier ein Vergleich, wie sich die fünf im Jahr 2011 am besten bewerteten irischen Universitäten seither entwickelt haben: Universität Rang 2019 Rang 2010 Trinity College Dublin 108 52 Queen’s University Belfast 173 197 University College Dublin 185 114 NUI Galway 260 232 University College Cork 310 184 Etwas anderes sieht es auf der Nachbarinsel auf, wo vier englische und eine schottische Universität unter den besten zwanzig der Welt gelistet wurden. Und so ist auch die einzige Universität, die sich auf der Grünen Insel verbessern konnte, die Queen’s University Belfast aus dem Vereinigten Königreich. Der Fall der Polizistin Majella Moynihan, die in den 1980er Jahren von der Polizeiführung gezwungen worden war, ihr unehelich geborenes Kind zur Adoption freizugeben, wurde heute auch im Dáil behandelt. “Frau Moynihans Geschichte”, so Regierungschef Leo Varadkar, “hat die ganze Nation und ergriffen gibt uns einen Einblick in das, was in der Vergangenheit in unserem Land abgelaufen ist. […] Er hat mich zutiefst bewegt, und es ist so unglaublich, dass die unter uns, die in den 1980er Jahren aufgewachsen sind, es kaum begreifen können. Was ihr angetan wurde, war in jeglicher Hinsicht unrecht, man drang in ihre Privatsphäre ein, man hat sie beschämt und dazu gepresst, ihr Kind fortzugeben. Ihre Bestrafung war zutiefst sexistisch, wenn man bedenkt, dass der Mann, der involviert war, nur eine Geldstrafe erhielt.” Im einem Rundfunkinterview sieht der justizpolitische Sprecher der Fianna Fáil den Staat in der Pflicht, durch eine Nachzahlung auf ihr Rentenkonto unbürokratisch dafür zu sorgen, dass die 1998 vorzeitig aus dem Dienst geschiedene Frau zumindest ihre volle Pension bekommt, ohne dazu den Rechtsweg bestreiten zu müssen. (s.a. 17.06.19) Polizeipräsident Drew Harris entschuldigt sich bei einer früheren Polizistin, die in den 1980er Jahren gezwungen worden war, ihr uneheliches Kind zur Adoption freizugeben. Die Frau hatte in der Folge mehrere Suizidversuche unternommen. In einem Statement vom Sonnabend heißt es: “Im Namen der irischen Polizei entschuldige ich mich im vollen Umfang bei der früheren Polizistin Garda Majella Moynihan für die Art und Weise, in der man sie behandelt hat, und für das daraus resultierende Leid, das sie bis heute trägt.” Nachdem in den letzten Tagen wieder einmal von zweifelhaften Adoptionspraktiken berichtet worden war, hatte die Frau ihren Fall in einer Radiosendung publik gemacht. In den 1980er Jahren hatte sie als Polizeianwärterin aus einer Beziehung mit einem Kollegen ein Kind bekommen und den Vorschlag ihrer Vorgesetzten, den Vater zu heiraten, abgelehnt. Wegen Verstoß gegen die Disziplinarordnung drohte ihr daraufhin die Entfernung aus dem Dienst, doch hatte sich der damalige Erzbischof von Dublin beim damaligen Polizeipräsidenten für die Suche nach einer ‘alternativen Lösung’ eingesetzt, da “eine Entlassung andere Frauen veranlassen könnte, zur Abtreibung nach England auszureisen”. So wurde von Seiten der Kirche und Polizeiführung Druck auf sie ausgeübt, das Kind zur Adoption freizugeben, einem Druck, dem sie am Ende nachgab. Der Vater des Kindes kam mit einer Geldbuße von £ 90 davon. Erst kürzlich aus Irland zurückgekehrt, es waren drei Wochen bei Tagestemperaturen zwischen 12 und 15 °C ohne in Gefahr zu geraten, äußerlich auszutrocknen, höre ich heute von Met Éireann, dass sich die Wetterlage in den kommenden Wochen kaum ändern wird. Im vergangenen Jahr wurden um dieses Zeit Temperaturen von bis zu 32 °C gemessen, doch etwas Positives hat der Wetterdienst auch zu melden: ein hosepipe ban (Bewässerungsverbot für Garten und Rasen sowie Waschverbot für Autos) wie im vergangnen Jahr sei in diesem nicht zu erwarten. Wenn es um familienfreundliche Politik und Kinderbetreuung geht, steht Irland laut einer Studie von UNICEF mit Platz 27 von 31 ganz unten in Europa. Ein verglichen mit anderen Ländern nur kurzer bezahlter Mutterschaftsurlaub, keine bezahlte Elternzeit und hohe Kosten für die Kinderbetreuung sind die wesentlichen Gründe für das schlechte Ranking. Der Bischof von Ossory Dermot Farell entschuldigt sich für einen Klosterbruder aus seiner Diözese, der in einer Predigt Homosexuelle als “moralische verfaulte oder zumindest infizierte spirituelle Zombies” bezeichnet hatte. Er sei ein Fan von TV-Programmen wie The Walking Dead, hatte Brother Tom Forde dann noch gesagt, und “der einzige Weg mit den Monstern umzugehen, ist, sie zu erstechen oder ins Hirn zu schießen”. Einen Zuschuss in Höhe von fünf Millionen Euro gewährt Verkehrsminister Shane Ross trotz der Bedenken von Kabinettskollegen dem Waterford Regional Airport, von dem aus seit drei Jahren kein Flug mehr gestartet ist. Seit sich 2016 die letzte Fluggesellschaft aus Waterford verabschiedet hat, sind dort keine Passagiermaschinen mehr gestartet, und nun hofft der Betreiber mit einer Verlängerung der Start- und Landebahn, Fluggesellschaften nach Waterford zurückzuholen. Dass der Flugplatz im Wahlkreis eines TDs liegt, der zusammen mit dem Verkehrsminister einer Allianz unabhängiger Abgeordneter angehört, habe keine Rolle gespielt, betont der Minister. Fünfundzwanzig Jahre lang darf eine junge Dublinerin nun kostenlos mit der irischen Eisenbahn fahren – in den ersten Jahren sicherlich nicht allein, denn sie wurde erst gestern Mittag um 15.05 während einer Eisenbahnfahrt im Zug von Galway nach Dublin geboren. An Bord des Zuges war zufällig eine junge Krankenschwester, die vor zwei Wochen am Galway University Hospital ihr Examen abgeschlossen hatte. Ihr einziges Training sei eine Woche in einem Kreissaal gewesen, erzählte sie hinterher, doch die junge Mutter habe ja die Hauptarbeit geleistet, und es sei schon eine großartige Erfahrung gewesen, ein neues Leben auf die Welt zu bringen. Nach Angaben des Zentralamtes für Statistik ist das Durchschnittseinkommen der irischen Arbeitnehmer 2018 um 3 % auf nunmehr € 37.871 im Jahr gestiegen. Die Erhöhung lag damit über der Inflationsrate. Die höchsten Lohnzuwächse gab es in der Informations- und Kommunikationstechnik, wo das statistische Durchschnittseinkommen um 7,9 % auf jetzt 61.269 Euro im Jahr stieg. In allen Fällen wurden sowohl Überstundenzuschläge als auch Leistungszulagen und Bonuszahlungen in die Gehälter eingerechnet. Mit 2,3 Millionen Beschäftigten, heißt es weiter, nähere man sich der Vollbeschäftigung. Die irische Regierung braucht immer mehr Bürofläche. Wurden im Jahr 2012 etwas mehr als 5.000 m² angemietet, sind es heute über 61.000 Quadratmeter, womit sich der Bedarf in nur sieben Jahren mehr als verzehnfacht hat. Ob sich wohl die Leistung der Regierung in gleicher Weise erhöht hat, fragt sich der geneigte Leser. “Abbey Days: Kylemore shines even more brightly”, ist heute ein Bericht übertitelt. Die Tage der Nonnen sind gezählt, und Kylemore Abbey & Gardens, nunmehr verwaltet durch den 2009 gegründeten Kylemore Trust, baut seine Rolle als Touristenattraktion weiter aus. Ich kenne noch eine Zeit, da kam man ohne ein Eintrittsgeld zahlen zu müssen aufs Gelände, konnte in einen einzigen Raum blicken, zur Statue oben am Berg hochkraxeln und, wenn man ihn denn fand, einen verwilderten ehemaligen Garten entdecken. Damit ist es schon lange vorbei. Nach einer Investition von 2,9 Millionen Euro wurde gestern durch den Minister für Tourismus und Verkehr Shane Ross eine neue Visitor Experience offiziell eröffnet. Die Besucher haben nun Zugang zu einem Flügel mit ihnen bislang verschlossenen Räumen, in denen sie die Inneneinrichtung des Schlosses bewundern können. Des weiteren informiert eine neue Multimedia-Show über die Geschichte des Hauses. Ein Fischereikrieg zwischen der Republik Irland und Schottland bahnt sich an, nachdem die schottische Regierung ‘Aktionen’ gegen irische Trawler angedroht hat, die rund um den Rockall-Felsen auf Fischfang gehen. Der Felsen liegt 230 Meilen nordwestlich vom Donegal und 240 Meilen westlich von Schottland. Das Vereinigte Königreich beansprucht die Souveränität über den Felsen für sich, die von Irland nicht anerkannt wird. Die irischen Fischer haben angekündigt, sich von den Drohungen nicht einschüchtern zu lassen. In einem Bericht der Irish Human Rights and Equality Commission (IHREC) wird die irische Regierung beschuldigt, mit ihrer Politik die Krise auf dem Wohnungsmarkt weiter zu verschärfen. Kritisiert werden mangelnde Bemühungen um den sozialen Wohnungsbau und die Art und Weise, wie man die Lage verschönt darstelle und die Probleme herunterspiele. Ein Adoptionsskandal beherrscht die Zeitungsmeldungen an diesem Wochenende. Nach 52 Jahren stellte ein Mutter durch einen DNA-Test fest, dass ihre Tochter nicht ihr eigen Fleisch und Blut ist, woran sie schon immer Zweifel gehegt hatte. Als 18-jähriges Mädchen hatte sie unehelich ein Kind bekommen, und dieses, um zu ihren Eltern zu fahren, auf Empfehlung eines Priesters für ein paar Tage der Fürsorge der Sisters of Charity der St. Patrick’s Guild übergeben. Schon als sie nach ihrer Rückkehr den Säugling wieder in Empfang genommen habe, sei sie der Meinung gewesen, es handele sich um das falsche Kind, doch die Nonnen hätten ihr hartnäckig versichert, es sei das richtige. Verdächtig vorgekommen sei ihr, dass die Nonnen sie gedrängt hätten eine Bescheinigung zur Adoptionsfreigabe zu unterschreiben, was sie aber nie getan habe. Eine absichtliche oder eine versehentliche Verwechslung? Wie es in einem der Zeitungsberichte heißt, soll der 1993 verstorbene Priester Michael Cleary – was die Mutter nicht nachvollziehen kann – der Meinung gewesen sei, sie wolle das Kind zur Adoption freigegeben. So stellt sich die Frage, ob ihr die Nonnen, als sie es wieder abholen wollte, bewusst ein anderes untergeschoben hatten. Nun hat die heute 71-Jährige Strafanzeige wegen Kidnapping gestellt, doch sieht sich der Orden nicht in der Verantwortung, da alle damals beteiligten Nonnen verstorben seien. Immerhin meint die Familienagentur Túsla, das richtige, von einem englischen Ehepaar adoptierte Kind gefunden zu haben. Erinnert sich noch jemand an den Pferdefleischskandal vor sechs Jahren, als herauskam, dass in manchen Irish Beef Burgern bis zu 29 % Pferdefleisch verarbeitet worden waren? Zwar verbotenerweise, aber immerhin nicht gesundheitsgefährdend. Das ist bei dem neuen Skandal, der sich jetzt andeutet, etwas anders. Die irische Polizei ging in den letzten Tagen in einer konzertierten Aktion dem Verdacht nach, nach dem für den menschlichen Verzehr ungeeignetes Pferdefleisch in irischen Betrieben verarbeitet und anschließend auf den Kontinent exportiert wurde. Um zu vertuschen, dass das Fleisch ungeeignet für den Verzehr ist, sollen gefälschte Herkunftsnachweise und Mikrochips eingesetzt worden sein. Ob die so hergestellten Produkte auch in Irland auf den Markt kamen, ist nicht bekannt. Wer in Irland zum ersten Mal ein Haus kauft, musste dazu im letzten Jahr 13.000 Euro mehr aufnehmen als im Jahr zuvor. Der durchschnittliche Kreditbetrag lag bei € 224.000, der durchschnittliche Kaufbetrag für ein Haus bzw. eine Wohnung bei € 284.000. Das waren 14.500 Euro mehr als ein Jahr davor. US-Präsident Donald Trump ist wieder abgereist, und was er gewollt habe, habe er bekommen, meint der Irish Independent: Publicity und jede Menge kostenlose Werbung für seine defizitäre Hotelanlage in Doonbeg in der Grafschaft Clare. Als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika habe man mit so vielen Ländern der Welt zu tun, dass man nicht alles wissen könne, fühlte sich Taoiseach Leo Varadkar bemüßigt ihn zu entschuldigen, nachdem Trump bemerkt hatte, das Problem mit der Grenze zwischen der Republik und Nordirland werde sich ebenso regeln lassen, wie er das Problem mit der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko regeln werde. Ein Journalist wollte wissen, ob sich der US-Präsident zur Aussage von Staatspräsident Michael D. Higgins geäußert habe, der die Klimapolitik der USA “pernicious” genannt hatte. Eine falsche Frage, meint ein Kommentator in der heutigen Ausgabe des Irish Independent. Die Frage hätte lauten müssen, ob Herr Trump die Bedeutung des Wortes ‘pernicious’ kenne, oder ob ihm bekannt sei, dass es in Irland einen Staatspräsidenten gibt. Die Angestellten von landesweit 38 Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen machen ernst, fordern, nachdem den Krankenschwestern ein neuer Tarifvertrag mit spürbaren Lohnerhöhungen zugebilligt worden war, Gehaltserhöhungen zwischen € 1.500 und € 2.900 pro Jahr und kündigen für den 20. Juni eine 24-stündige Arbeitsniederlegung an. Sollte die Regierung nicht einlenken, werden für den 25. und 26. Juni sowie den 2., 3. und 4. August werden weitere Streiks angedroht. (s. 25.05.19) Der Präsident der irischen Zentralbank Philip Lane unterstützt die Forderung der Banker, die in der Wirtschafts- und Finanzkrise eingeführt Begrenzung ihrer Bonuszahlungen aufzuheben. Nur so könne man nach dem Ausscheiden des Vereinigten Königreiches aus der EU Banken dazu bewegen, ihren Sitz von London nach Dublin zu verlegen. In einer überraschenden Kehrtwende verzichtet die Sinn Féin auf die von ihr verlangte komplette Neuauszählung des Wahlkreises Irland Süd bei der Europawahl und akzeptiert das Ausscheiden ihrer Kandidatin im 18. Count, womit das Ergebnis der Europawahl nun feststeht. Dabei ist zu beachten, dass in Irland zwei Abgeordnete mehr als bei der Wahl im Jahr 2014 gewählt wurden, die ihr Amt jedoch erst nach dem Ausscheiden des Vereinigten Königreiches aus der EU antreten können: Zahl irischer Abgeordneter im Europaparlament 2019 2 5 0 2 1 0 3 Bei den oben genannten ‘Abgeordneten im Wartestand’ handelt es sich um Deidre Clune von der Fine Gael und Barry Andrews von der Fianna Fáil. Sollte das Vereinigte Königreich entgegen den bisherigen Erwartungen in der EU bleiben, entfällt ihr Mandat. Derweil US-Präsident Donald Trump auf dem Weg nach Irland ist, kritisiert Staatspräsident Michael D. Higgins die Klimapolitik der USA als “rückschrittlich und verderblich”. Zugleich protestieren der Irish Council for Civil Liberties und die American Liberties Union in gemeinsamen ganzseitigen Zeitungsanzeigen gegen die Menschenrechtspolitik der USA. Keines dieser Themen steht jedoch auf der Agenda, wenn der irische Regierungschef Leo Varadkar den amerikanischen Präsidenten heute Nachmittag auf dem Flughafen von Shannon begrüßt. (s.a. 17.05.19, 04.06.19) Ein immer wiederkehrendes Thema sind die hohen Versicherungsprämien in Irland, über die besonders die Autofahrer klagen. Die Ursache liegt zum einen bei den Versicherern – man nimmt, was man bekommen kann – zum anderen aber auch in den mitunter immens hohen Schadenersatzleistungen, die irische Richter den Opfern von Unfällen zusprechen, und die im Durchschnitt fast fünfmal so hoch sind wie in England und Wales. So wird dem Opfer eines Schleudertraumas im Schnitt ein Schmerzensgeld von € 17.400 zugesprochen, während die meisten Befragten in der Umfrage eine Zahlung von 6.500 für ausreichend betrachten. Da die irische Regierung bei der derzeitigen verfassungsrechtlichen Lage nicht die Möglichkeit hat, Schadenersatzzahlungen zu begrenzen, sprach sich die Mehrheit der Befragten für ein Referendum aus, mit dem ihr diese gegeben wird. Morgen Nachmittag landet US-Präsident Donald Trump in Shannon, und “West Clare wird für 72 Stunden geschlossen”, wie es in einer Zeitungsmeldung heißt. Auf Anraten (Anweisung?) des US-Geheimdienstes hat die irische Polizei drei Sicherheitsketten um die im Besitz der Familie des Besuchers befindliche Hotel- und Golfanlage bei Doonbeg gelegt, ein Anwesen, das insgesamt rund 160 Hektar umfasst. Nicht alle sind von dem Besuch begeistert, doch die Doonbeg Development Association erwartet dadurch, dass der Ort aufgrund des Besuchs seit Wochen in aller Munde ist, einen boomenden Tourismus, sobald der Staatsgast wieder abgereist ist. (s.a. 17.05.19) Die auf Antrag der Sinn Féin angesetzte Nachzählung des Wahlkreis Ireland South bei der Europawahl veranlasst Justizminister Charlie Flanagan, über eine Neuauflage des Projekts electronic voting nachzudenken, das zu Beginn des Jahrhunderts zu einem finanziellen Debakel geworden war. 2002 hatte die irische Regierung für rund 51 Mio. Euro 7.500 Wahlcomputer angeschafft und in drei Wahlkreisen bei den Parlamentswahlen sowie sechs beim Referendum zur EU-Verfassung getestet. Dann hatte eine Bürgerinitiative gerichtlich verhindert, dass sie weitergenutzt wurden durften, da die Ergebnisse in den Wahlbüros vor Ort mangels Papierausdrucken nicht überprüft werden konnten. So wurden sie für weitere vier Millionen Euro bis 2012 eingemottet, und, nachdem sich kein Käufer für sie gefunden hatte, für gut 70.000 Euro verschrottet. Siehe auch: 20.09.02, 10.07.08, 29.04.09, 13.09.09, 07.10.10, 12.01.12, 29.06.12 Vielleicht erinnert sich die eine oder der andere an das Debakel bei der verspäteten Inbetriebnahme der Fähre WB Yeats zwischen Frankreich und Irland, bei der vor einem Jahr rund 5.700 Buchungen, von denen 19.000 Passagiere betroffen waren, gestrichen wurden. Nun gibt es auf der gleichen Strecke ein Problem mit der Fähre Pont-Aven, da das neuen Flagschiff von Brittany Ferries auf Grund technischer Probleme in die Werft zurück muss. Vermutlich bis Mitte des Monats wird die Fähre ausfallen. Man werde versuchen, den betroffenen Passagieren Alternativen auf anderen Routen anzubieten, heißt es in der Meldung. Der Vorstandsvorsitzende der University of Limerick Hospital Group Graham Knowles, vom Gesundheitsminister als Vorsitzender einer Arbeitsgruppe zur Untersuchung der Gründe für Überfüllung der Krankenhäuser eingesetzt, hat sich laut einem Bericht des Irish Sunday Independent in einem vierseitigen Bericht an das Ministerium über eine versuchte Einflussnahme durch die Gesundheitsbehörde HSE beklagt. So sei es hochrangigen Mitarbeitern dort bewusst, dass die von der Behörde veröffentlichten Zahlen bezüglich verspätet entlassener Patienten zu niedrig sind, doch sei er gebeten worden, diese Tatsache “nicht hervorzuheben, da es wichtig sei, das öffentliche Vertrauen in die Behörde nicht zu beschädigen”. Die nordirische Polizei berichtete gestern vom Fund eines Sprengsatzes unter dem Fahrzeug eines Beamten in Belfast. Man gehe davon aus, das der versuchte Mord einer dissidenten republikanischen Gruppe zuzuschreiben ist, heißt es heute. Bei der Eröffnung des noch bis zum 3. Juni währenden Bloom Festival, Irlands größtem Gartenfestivals im Dubliner Phoenix Park, forderte Staatspräsident Michael D. Higgins am Donnerstag alle Gärtner, Stadt- und Grafschaftsverwaltungen auf, den Kampf gegen die “katastrophale Klimaveränderung in Irland” aufzunehmen. “Wir sollten dabei an all das denken, was wir allein seit 1990 verloren haben”, so der Präsident, “an die enorme Abnahme der Spezies insbesondere bei den Insekten. Wenn wir daran denken, dass wir in zwanzig Jahren global bis zu einer Million Pflanzenarten verlieren können, wirkt sich das nicht nur auf das Leben der Bestäuber aus, sondern auch auf die Nahrungsmittelproduktion und die Nahrungskette.” Garten- und Naturliebhaber, fuhr er fort, könnten ihren Teil dazu beitragen, “der katastrophalen Klimaveränderung entgegenzuwirken”, doch viel wichtiger sei es, dass alle, die in den Städten und Gemeinden in politischer Verantwortung stehen, den Kampf dagegen aufnehmen. Die Planungsbehörde An Bord Pleanála weist den Antrag zum Bau einer Solarfarm mit einer Leistung von 12 Megawatt in der Grafschaft Kildare wegen Landschaftsverunstaltung zurück. Das 2017 von einer irischen und einer französischen Firma gegründete Konsortium will im Süden und Osten Irlands mit einem Investitionsvolumen von rund € 200 Mio. insgesamt 23 Solarfarmen mit einer Gesamtleistung von 200 Megawatt errichten. Nachrichten aus Irland – Juni 2019
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Was ist Inflation und wie wird sie definiert?
Inflation, auch Preissteigerungsrate oder Teuerung, bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Steigt das allgemeine Preisniveau, kann jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen kaufen (Verteuerung). Folglich spiegelt die Inflation eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit wider – ein realer Wertverlust des Zahlungsmittels. Das Gegenteil von Inflation ist Deflation, ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Das übliche Maß für die Inflation ist die Inflationsrate, die annualisierte prozentuale Veränderung eines allgemeinen Preisindexes, normalerweise eines Verbraucherpreisindexes, im Zeitverlauf. Es ist ökonomischer Konsens, dass sowohl Deflation, als auch sehr hohe Inflationsraten und Hyperinflation schädlich sind. Heute befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und konstante Inflationsrate. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen Inflation) verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich im Abschwung schneller anzupassen, und verringert das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die geldpolitische Stabilisierung der Wirtschaft verhindert. Die Aufgabe, die Inflationsrate niedrig und stabil zu halten, wird in der Regel den Zentralbanken übertragen. Sie sollen die Inflationsrate durch Geldpolitik steuern. Dazu nutzen Zentralbanken verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik, die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken, sowie Kommunikationsstrategien wie Forward guidance. Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an. Die Ansichten darüber, welche Faktoren niedrige, moderate oder gar sehr hohe Inflationsraten bestimmen, sind unterschiedlich. Es ist ein aktuelles Forschungsthema der Makroökonomie. Eine niedrige oder moderate Inflation kann auf Schwankungen der realen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder auf Veränderungen des verfügbaren Angebots, beispielsweise bei Knappheiten, zurückgeführt werden. Außerdem können die Inflationserwartungen der ökonomischen Agenten einen wesentlichen Einfluss haben. Inflation beeinflusst Ökonomien auf verschiedene Weisen. Zu den Effekten gehört ein Anstieg der Opportunitätskosten für das Halten von Geld, was Sparen unattraktiver macht und Verschuldung oder Konsum begünstigt. Es kann bei hoher Inflation sogar zu Knappheit kommen, da die Verbraucher aus Sorge vor einem weiteren Preisanstieg Güter horten. Zu den positiven Effekten einer stabilen niedrigen Inflation zählt die Vermeidung von Ineffizienzen, die mit einer Deflation einhergehen. Definition Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Historisch bedeutete Inflation dabei einen spezifischen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Handelsbedarf. Heute verwenden Ökonomen den Begriff Inflation ausschließlich, um sich auf steigende Preisniveaus zu beziehen. Eine Zunahme der Geldmenge kann als monetäre Inflation bezeichnet werden, um sie von steigenden Preisen zu unterscheiden, die der Übersichtlichkeit halber als Preisinflation bezeichnet werden. Ökonomen sind sich einig, dass die Preisinflation auf lange Sicht mit einer Erhöhung der Geldmenge zusammenhängt. Kurz- und mittelfristig können aber andere Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen. Inflation bezieht sich auf die allgemeine Preisentwicklung, nicht auf Änderungen bestimmter Preise. Kaufen Konsumenten beispielsweise mehr Gurken als Tomaten, werden Gurken teurer und Tomaten billiger. Diese Veränderungen sind jedoch keine Inflation – sie spiegeln lediglich eine Veränderung in den Präferenzen der Konsumenten wider. Das Wort Inflation stammt aus dem Lateinischen: das Substantiv „inflatio“, bedeutet „Sichaufblasen“ und stammt vom Verb „flare“ ab, was „blasen“ bedeutet. Andere Begriffe der Wirtschaftswissenschaft im Zusammenhang mit Inflation sind: Deflation – ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus Disinflation – ein Rückgang der Inflationsrate Hyperinflation – eine außer Kontrolle geratene Inflationsspirale Stagflation – eine Kombination aus Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit Reflation – ein Versuch, das allgemeine Preisniveau anzuheben, um einem Deflationsdruck entgegenzuwirken Vermögenspreisinflation – ein allgemeiner Anstieg der Preise von finanziellen Vermögenswerten, wie Aktien, Immobilien oder Gold, ohne einen entsprechenden Anstieg der Preise von Gütern oder Dienstleistungen Messung Da die Inflation als allgemeiner Anstieg des Preisniveaus definiert wird, hängt die Messung der Inflation davon ab, wie das allgemeine Preisniveau bestimmt ist. Es existieren dabei verschiedene mögliche Maßzahlen für das Preisniveau. Benötigt wird ein breiter Preisindex, der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen in der Wirtschaft abbildet. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCEPI) und der BIP-Deflator sind einige Beispiele für solche breiten Preisindizes. Die EZB verwendet zur Messung der Inflation der Eurozone den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt festgesetzt wird. Außerdem werden die Kostenänderungen zum Erwerb von typischen nationalen Konsumbündeln auf das Niveau der Eurozone aggregiert. Neben dieser Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften auch der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen. Warenkorb Verbraucherpreisindizes basieren anders als der BIP-Deflator auf einem repräsentativ ausgewählten Warenkorb. Auf Grundlage dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Kosten der Waren und Dienstleistungen und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat ermittelt in Deutschland das Statistische Bundesamt, in Österreich die Statistik Austria und in der Schweiz das Bundesamt für Statistik die Preissteigerungen und veröffentlicht sie. Messungen der Inflation mittels Warenkörben nehmen implizit an, dass sich das Konsumentenverhalten über definierte Zeiträume nicht verändert. Daher könne sich eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Inflation und der gemessenen Inflation ergeben. Abrupte Änderungen im Konsumentenverhalten können die Inflationsmessung ebenfalls gewichtungsbedingt verzerren. Das hat sich beispielsweise in der COVID-19-Pandemie gezeigt, als aufgrund der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen zahlreiche Waren und Dienstleistungen nicht mehr konsumiert werden konnten und der Warenkorb damit nicht mehr repräsentativ für den Konsum während der Krise war. Weiterhin müssen Qualitätsveränderungen der beobachteten Produkte im Zeitverlauf betrachtet werden. So unterliegen z. B. IT-Produkte einem großen technischen Fortschritt, weshalb die Qualitätsverbesserungen in der Inflationsmessung berücksichtigt werden müssen. Andererseits können Hersteller statt einer Preiserhöhung auch eine Qualitätsverschlechterung des Produktes durchführen, indem etwa die Verpackungsgröße bei gleichem Preis verkleinert wird. Diese und andere Qualitätsveränderungen müssen daher für eine korrekte Inflationsmessung erfasst werden. Daher wenden Statistikbehörden wie das Statistische Bundesamt Methoden zur Qualitätsbereinigung an. Das sind verschiedene statistische Methoden, die sicherstellen sollen, dass trotz qualitativen Veränderungen der Produkte des Warenkorbs "Gleiches mit Gleichem" verglichen wird. In der deutschen Preisstatistik werden unter anderem folgende Methoden zur Qualitätsbereinigung angewendet: Direkter Preisvergleich (Direct Price Comparison) Mengenbereinigung (Package Size Adjustment) Expertenurteil (Judgmental quality adjustment) Hedonische Techniken (Hedonics) Preisänderung interpretiert als reine Qualitätsänderung (Price change taken as quality change) Internationale Studien zeigen, dass die mit Warenkörben ermittelte Inflation systematisch zu hoch liegt. Kernrate Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind. Gefühlte Inflation Gefühlte Inflation bezeichnet die von einigen Konsumenten subjektiv wahrgenommene Inflation, gegenüber der real gemessenen Inflationsrate. Ein Grund für mögliche Abweichungen der gefühlten Inflation zur gemessenen Inflation ist die Tatsache, dass im Warenkorb, der zur Inflationsmessung herangezogen wird, sowohl Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) als auch langlebige Konsumgüter (z. B. Autos) enthalten sind. Daher können die Produkte in Auswahl oder Gewichtung nicht mit jedem individuellen Konsumenten bzw. jeder individuellen Konsumentengruppe übereinstimmen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als die für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als langlebiger Konsumgüter. Auch Preissteigerungen von meist automatisch abgebuchten Zahlungen wie Miete, Versicherungen, Energie und Wasser werden geringer wahrgenommen als bei anderen Gütern. Die moderne Verhaltensökonomik erklärt das Phänomen als kognitive Verzerrung, genauer gesagt als Bestätigungsfehler. Teuro Das Phänomen der gefühlten Inflation wurde insbesondere nach der Einführung des Euro in Deutschland und Österreich breit diskutiert. Dabei kam es nach Umfragen in der deutschen Bevölkerung zu Abweichungen von den statistisch ermittelten Inflationsraten. Aus diesem Grund hat Hans Wolfgang Brachinger in einem gemeinsamen Projekt mit dem Statistischen Bundesamt den Index der wahrgenommenen Inflation für Deutschland berechnet. Es konnte dabei gezeigt werden, dass die wahrgenommene Inflation (gemessen mit Hilfe des Indexes der wahrgenommenen Inflation) bei der Euro-Bargeldeinführung deutlich höher lag als die gemessene Inflationsrate. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Produktkategorien wie Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen relativ höheren Preisanstieg hatten als Produktkategorien wie Computer, Autos oder Pauschalreisen. Eine weitere Erklärung für die gefühlte Abweichung kann auch die schwache Lohnentwicklung sein, die unterhalb der Inflationsrate lag. Die Nettolöhne in Deutschland waren in den 10 Jahren nach Euro-Einführung leicht rückläufig. Die Kaufkraft ist also real gesunken. Auch in Österreich zeigt sich ein Rückgang der Kaufkraft. Effekte Allgemein Inflation spiegelt die Abnahme der Kaufkraft einer Währung wider. Das heißt, wenn das allgemeine Preisniveau steigt, kann jede Währungseinheit insgesamt weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Man unterscheidet dabei zwischen erwarteter und unerwarteter Inflation. Die Effekte der Inflation können davon abhängen, ob es erwartete oder unerwartete Inflation ist. Erwartete Inflation kann von rationalen Akteuren bereits in ökonomische Handlungen und Prognosen integriert werden. Gewerkschaften führen Lohnverhandlungen in Abhängigkeit von der erwarteten Inflationsentwicklung. Unternehmen gestalten die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Inflation. Das ist jedoch kurz- und mittelfristig davon abhängig, inwiefern Starrheiten bei Löhnen und Preisen existieren. Diese können dann nicht sofort an die Inflationserwartungen angepasst werden. Schuldner, die zum Beispiel Schulden mit einem festen Nominalzins haben, erhalten mit steigender Inflationsrate eine Senkung ihres „realen“ Zinssatzes. Der Realzins eines Kredits ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Banken und andere Kreditgeber passen sich dem Inflationsrisiko an, indem sie entweder eine Inflationsrisikoprämie für festverzinsliche Kredite verlangen, oder Kredite mit einem variablen Zinssatz vergeben. Lediglich ein unerwarteter Anstieg der Inflationsrate über die bereits eingepreiste Risikoprämie hinaus würde zu realem Zinsgewinn führen. Negativ Hohe oder unerwartete Inflation gilt als schädlich für die Ökonomie. Sie führt zu Ineffizienzen auf dem Markt und erschwert es Konsumenten und Unternehmen langfristig zu planen. Inflation kann die Produktivität beeinträchtigen, da Unternehmen gezwungen sind, eigene Ressourcen weg von Produkten und Dienstleistungen zu verlagern, um sich auf die Steuerung der Inflation zu konzentrieren. Unsicherheit über die zukünftige Kaufkraft des Geldes führt dazu, dass nominale Vermögenswerte wie Spareinlagen und Anleihen unattraktiver werden, da diese im Falle einer Inflation an Wert verlieren. Dies führt zu höheren Risikoprämien, da Investoren eine Absicherung gegen das eingegangene Inflationsrisiko fordern. Die Folge sind höhere Zinsen, was die Investitionstätigkeit senkt. Bei hoher Inflation wird die Kaufkraft von Personen mit fixem Nominaleinkommen, zu Personen mit variablem Einkommen umverteilt, da deren Einkommen mit der Inflation besser Schritt halten können. Diese Umverteilung der Kaufkraft findet auch zwischen internationalen Handelspartnern statt. Wenn feste Wechselkurse bestehen, führt Inflation dazu, dass sich die Importe aus diesem Währungsraum verteuern. Dies kann sich auf die Handelsbilanz auswirken. Bei flexiblen Wechselkursen führt unerwartete Inflation zu erhöhter Volatilität der Wechselkurse, was sich negativ auf den Handel auswirken kann. Horten Die Menschen kaufen langlebige und/oder nicht verderbliche Waren und andere Güter als Vermögensaufbewahrung, um die erwarteten Verluste durch die sinkende Kaufkraft des Geldes zu vermeiden, die zu einer Verknappung der gehorteten Güter führen. Soziale Unruhen Hohe, nicht durch höhere Löhne hervorgerufene Inflation kann zu massiven Demonstrationen und Revolutionen führen. Die Inflation und insbesondere die Nahrungsmittelinflation wird beispielsweise als einer der Hauptgründe für die Revolution in Tunesien 2010/2011 und die Revolution in Ägypten 2011 angesehen. Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali wurde gestürzt, auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde nach nur 18 Tagen Demonstrationen gestürzt, und die Proteste breiteten sich bald in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Hyperinflation Wenn die Inflation zu hoch wird, kann dies dazu führen, dass die Menschen ihre Verwendung der Währung stark einschränken, was zu einer Beschleunigung der Inflationsrate führt. Die hohe und sich beschleunigende Inflation stört das normale Funktionieren der Wirtschaft massiv und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Waren zu liefern. Hyperinflation kann dazu führen, dass die Landeswährung nicht mehr verwendet wird (z. B. in Nordkorea), was zur Einführung einer Außenwährung (Dollarisierung) führt. Allokative Ineffizienz Eine Änderung des Angebots oder der Nachfrage nach einem Gut führt normalerweise zu einer Änderung seines relativen Preises. Dies signalisiert den Käufern und Verkäufern, dass sie als Reaktion auf die neuen Preise Ressourcen neu zuteilen sollten. Aber wenn sich Preise aufgrund von hoher Inflation ständig ändern, sind Preisänderungen aufgrund echter relativer Preissignale schwer von Preisänderungen aufgrund allgemeiner Inflation zu unterscheiden. Dadurch können die Agenten nur langsam darauf reagieren. Die Folge ist ein Verlust an allokativer Effizienz. Preisanpassungskosten Bei hoher Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufig ändern, um mit den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Aber oft verursacht das Ändern von Preisen selbst wieder Kosten. So müssen Preisschilder und Verträge neu gedruckt, oder ganze Preiskalkulationen neu berechnet werden, was Ressourcen bindet. Man nennt diese Kosten Preisanpassungskosten. Positiv Arbeitsmarkt Die Nominallöhne passen sich nur langsam nach unten an. Dies kann zu anhaltenden Ungleichgewichten und hoher Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen. Da die Inflation die Reallöhne auch bei konstanten Nominallöhnen sinken lässt, ermöglicht eine moderate Inflation ein schnelleres Gleichgewicht auf den Arbeitsmärkten. Dies gilt, insofern die Löhne nicht in Lohnverhandlungen an die Inflation angepasst werden können. Liquiditätsfalle Eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge ist die Möglichkeit, die Leitzinsen festzulegen, also den Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können. Daneben gibt es die Offenmarktpolitik, d. h. Interventionen der Zentralbank auf dem Rentenmarkt, mit dem Ziel, den nominalen Zinssatz zu senken. Beide Maßnahmen sollen die allgemeinen Zinsen senken, um dadurch positive Konjunktureffekte auszulösen. Befindet sich eine Ökonomie in einer Rezession mit bereits niedrigen oder sogar null Nominalzinsen, kann die Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken, um die Wirtschaft anzukurbeln – diese Situation wird als Liquiditätsfalle bezeichnet. Diese Situation kann aber durch niedrige und konstante Inflation verhindert werden. Mundell-Tobin-Effekt Robert Mundell stellte fest, dass eine moderate Inflation die Sparer veranlassen würde, Kredite durch Spareinlagen zu ersetzen, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Diese Substitution würde dazu führen, dass die Realzinssätze für das Marktgleichgewicht sinken. Der niedrigere Realzins würde zu einer höheren Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen führen. In ähnlicher Weise zeigte James Tobin, dass eine solche Inflation Unternehmen dazu veranlassen würde, Investitionen in Sachkapital (Anlagen, Ausrüstung und Vorräte) durch Geldguthaben in ihren Vermögensportfolios zu ersetzen. Diese Substitution würde bedeuten, sich für Investitionen mit niedrigeren realen Renditen zu entscheiden. (Die Renditen sind niedriger, da bereits früher Investitionen mit höheren Renditen getätigt wurden.) Sofern die Wirtschaft nicht bereits nach Modellen der Wachstumstheorie überinvestiert, würden diese zusätzlichen Investitionen positive Effekte haben. Formen Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: akzelerierte Phase (steigende, beschleunigte) – stabilisierte (gleichbleibende) Phase – dezelerierte (abnehmende) Phase. Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Der Begriff „Inflation“ bezeichnete ursprünglich die Inflationen der frühen 1920er Jahre, die heute als schwere oder Hyperinflationen gelten. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Leichte Inflation (bis etwa 5 % Wertverlust im Jahr) hat nachfragefördernde Wirkung, da Leute ihr Geld ausgeben oder investieren wollen. Freilich verlangen sie für Investitionen immer noch eine Liquiditätsprämie, das heißt die Renditen müssen deutlich über der Inflationsrate liegen. Bei schwerer Inflation (ab rund 5 % Wertverlust im Jahr) verliert das Tauschmittel Geld seinen Wert schneller als andere Güter (zum Beispiel Immobilien, Aktien, Sachkapital allgemein) und büßt daher die Wertmaßstabsfunktion und Wertaufbewahrungsfunktion ein, stattdessen wird eine Ersatzwährung verwendet, so zum Beispiel Zigaretten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der US-Dollar in der Türkei (früher) oder Argentinien. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, überschulden sich. Besonders schwere Inflationen mit monatlichen Wertverlusten von über 50 % werden auch als Hyperinflationen bezeichnet. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Schwere Inflationen waren in der Geschichte unter anderem zu beobachten: die Preisrevolution im 16. Jahrhundert, um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (siehe Kipper- und Wipperzeit und Kursächsische Kippermünzstätten), in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat, um 1920 bis 1924 in Österreich, um 1923 in Deutschland und in Ungarn, 1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform), 1945–1946 in Ungarn (siehe Pengő) Nach den beiden Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 kam es zu relativ hohen Inflationsraten. In den 1970er Jahren trugen auch andere Faktoren zu relativ hohen Inflationsraten bei, jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien, jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien (→ Brasilianischer Real), um 1995 in Mexiko (→ Peso), um 1997 in Südostasien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise), um 2002 in Argentinien, Hyperinflation 2008/2009 in Simbabwe; nach dessen Abschaffung im Oktober 2015 hatte das Land bis 2019 keine eigene Währung mehr. Laut dem CATO Institute betrug die Hyperinflation in Simbabwe per Ende Oktober 2008 gegenüber Ende Oktober 2007 2,79 Trillionen %. Ursachen Die Geldmenge wird weithin als wichtigste Ursache für hohe Inflationen bis Hyperinflationen und langfristige Inflationsraten akzeptiert. Folglich existiert unter Ökonomen inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Inflationsrate auf lange Sicht im Wesentlichen von der Wachstumsrate der Geldmenge im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum abhängt. Kurz- und mittelfristig kann die Inflation aber außerdem durch die relative Elastizität von Löhnen, Preisen, Zinssätzen, Angebot und Nachfrage, sowie der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beeinflusst werden. Außerdem spielen die Erwartungen der ökonomischen Agenten eine wesentliche Rolle. Geldmenge Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung: . Dabei ist Geldmenge Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Preisniveau Reale Produktion An der umgestellten Gleichung bzw. an der Darstellung mit Änderungsraten kann man erkennen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn (bei Konstanz der jeweiligen beiden anderen Größen) die Geldmenge zunimmt (Geldschöpfung), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunimmt (empirische Untersuchungen zeigen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig annähernd konstant bleibt), die reale Produktion (das Handelsvolumen) sinkt. Betrachtet man alle vier Größen gleichzeitig, entsteht nach der Quantitätsgleichung Inflation () dann, wenn das Geldmengenwachstum () größer ist als die Differenz aus der Änderung des Handelsvolumens und der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit (). Die Inflation lässt sich also kurz- bis mittelfristig nicht auf eine Ausweitung der Geldmenge reduzieren, sondern es müssen ebenso die Umlaufgeschwindigkeit und die reale Produktion betrachtet werden. Der langfristige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung ist empirisch gut belegt. Auf kurze bis mittlere Sicht kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Zusammenhang kommen. Angebot Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; ) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind. Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will. Nachfrage Kommt es zur Nachfragesoginflation (), sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach Gütern derart schnell, dass die Angebotsseite nicht durch Anheben des mengenmäßigen Angebots reagieren kann und stattdessen die Preise nach den Marktgesetzen steigen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich. Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Man unterscheidet zusätzlich zwischen „hausgemachter“ und „importierter“ Nachfragesoginflation, je nachdem, ob die Nachfrage aus dem In- oder Ausland herrührt. Erwartungen Die Erwartungen der ökonomischen Agenten über zukünftige Inflationsraten sind sehr wichtig in der Ökonomie. Sie können die Inflationsraten, Zinssätze und damit die Konjunktur wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel werden Unternehmen abhängig von ihren Inflationserwartungen unternehmerische Entscheidungen, etwa über Investitionen, treffen. Konsumenten passen ihr Konsumverhalten abhängig von ihren Inflationserwartungen an. Der Kommunikation der Geldpolitik kommt somit eine Schlüsselrolle zu. Notenbanken nutzen Kommunikationsstrategien wie Forward guidance, um die Inflationserwartungen von Märkten und Konsumenten zu beeinflussen. Studien zeigen eine konjunkturstabiliserende Wirkung. Theorien Über die Ursachen der Inflation gab es historisch verschiedene Theorien. Dabei ist besonders Debatte zwischen Monetaristen und Keynesianern hervorzuheben. Diese wurden im Rahmen der neukeynesianischen Synthese zusammengeführt. Der Neukeynesianismus stellt die heute allgemein akzeptierte makroökonomische Theorie dar. Daneben gibt es heterodoxe Theorien über Inflation. Diese werden vom ökonomischen Mainstream nicht geteilt. Keynesianismus Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden (Phillips-Kurve). Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt (siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate). Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus – man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK), Synonym Transformationskurve – so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer (vgl. Nachfrage-Sog-Inflation oben). Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist. Monetarismus Der Monetarismus sieht allein im Wachstum der Geldmenge die Ursache für Inflation. Milton Friedman prägte dafür den griffigen Slogan:„Money matters“ – „Es kommt auf die Geldmenge an“. Inflation sei immer und überall ein monetäres Phänomen. Der Monetarismus griff eine zentrale Annahme der keynesianischen Inflationstheorie an: die Phillips-Kurve. Friedman und Edmund Phelps (der kein Monetarist war) schlugen eine "erweiterte" Form der Phillips-Kurve vor, die die Möglichkeit eines stabilen, langfristigen Kompromisses zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ausschloss. Die Ölschocks der 1970er Jahre führten zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Inflation, wodurch Friedman und Phelps empirisch bestätigt wurden. Der Monetarismus war in den frühen 1980er Jahren besonders einflussreich. Er verlor in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder an Einfluss, da es den Zentralbanken schwerfiel, die Geldmenge anstelle der Zinssätze zu steuern. NKM Die neue klassische Makroökonomie (NKM) forderte zentrale Annahmen des Keynesianismus heraus. Die theoretische Weiterentwicklung war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die Modellbildung durch Robert Lucas. Zuvor hatten keynesianische Ökonomen im Allgemeinen mit adaptive Erwartungen gearbeitet, bei denen angenommen wurde, dass ökonomische Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Rationalen Erwartungen bedeuten eine höhere Komplexität der Agenten. Zum Beispiel werden Verbraucher nicht einfach eine Inflationsrate von 2 % annehmen, nur weil dies der Durchschnitt der letzten Jahre war. Sie werden sich mit der aktuellen Geldpolitik und den wirtschaftlichen Bedingungen befassen, um eine eigene Prognose zu erstellen. Die NKM konnte zeigen, dass unter Annahme von perfekter Preiselastizität und rationalen Erwartungen Geldpolitik nur zu Inflation führe und keine konjunkturellen Effekte aufwies. Neukeynesianismus Die moderne keynesianische Theorie geht davon aus, dass Veränderungen der Geldmenge langfristig die Inflationsrate bestimmen, aber kurzfristig durchaus von Lohn und Preisstarrheiten beeinflusst werden können. Außerdem treffen Agenten ökonomische Entscheidungen oft aufgrund von unvollständigen Informationen. Daher kann Fiskal- und Geldpolitik zu einem effizienteren makroökonomischen Ergebnis führen, als Laissez-faire-Politik. Der Neukeynesianismus stellt den gegenwärtigen internationalen Konsens der Makroökonomik dar. Er ist eine Synthese aus Monetarismus, NKM, sowie einigen Elementen des klassischen Keynesianismus. Der Neukeynesianismus führte zur Entwicklung von dynamischen stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen (DSGE), welche heute von vielen Zentralbanken zur Modellierung der Geldpolitik eingesetzt werden. Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen. Heterodoxe Theorien Es gibt Inflationstheorien, die vom Mainstream der ökonomischen Wissenschaft nicht geteilt werden. Österreichische Schule Ludwig von Mises, ein Vertreter der Österreichischen Schule, verstand unter Inflation die Ausweitung (lat. inflare) der ungedeckten Geldmenge. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten. Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern, die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank- und Finanzwesens zu finden (Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln, Zentralbankwesen, Teilreservebanken, Währungsmonopol usw.). Aus dieser Sicht geht auch hervor, dass die Inflation sich nicht gleichmäßig in allen Preisen widerspiegelt, sondern durch Cantillon-Effekte beeinflusst wird. Produktionskosten Die klassischen Ökonomen wie Adam Smith, David Ricardo bis hin zu Karl Marx vertraten eine Produktionskostentheorie des Geldes. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: „Das Verhältnis zwischen dem Werte des Goldes und Silbers und dem irgendwelcher anderer Güter hängt … von dem Verhältnis zwischen der Menge Arbeit ab, die nötig ist, um eine bestimmte Menge Gold und Silber, und der Menge Arbeit, die nötig ist, um eine bestimmte Menge irgendeiner anderen Art auf den Markt zu bringen.“ Die Warenpreise konnten nach der Arbeitswertlehre also nur dann dauerhaft steigen, wenn die Arbeitsproduktivität bei der Gold- oder Silbergewinnung dauerhaft rascher gesteigert werden konnte, als diejenige bei der Produktion der anderen Waren. Nach der Produktionskostentheorie des Geldes (oder nach der Arbeitswerttheorie) führten die großen Gold- und Silberimporte aus Südamerika nach der Entdeckung Amerikas nicht deshalb zu einer Inflation in Europa, weil das viele Gold eine vergleichsweise kleine Menge an Waren „jagte“ – das sagt die Quantitätstheorie des Geldes –, sondern weil plötzlich weniger Arbeitszeit erforderlich war, um eine bestimmte Menge an Gold oder Silber zu gewinnen. Die Ausdehnung der Geldmenge (Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen) war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle. Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt. Die Erhöhung der Geldmenge war also nur Symptom der Verminderung des Wertes der einzelnen Goldmünze. Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Die Wirtschaftssubjekte wollten Gold nicht unter Wert gegen Waren tauschen, so die Annahme der Klassiker. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Aber beispielsweise während der Koalitionskriege floss aus Großbritannien sehr viel Gold ins Ausland ab oder wurde gehortet. Schließlich wurde die Goldeinlösungspflicht für Papierbanknoten durch den englischen Staat aufgehoben. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Die stabilen Preise der Waren in Gold ausgedrückt und die steigenden Preise der Waren in Papiergeld ausgedrückt. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Wird aber in Notzeiten von den Banken der Papiergeldumlauf über den notwendigen Goldumlauf gesteigert, dann steigen genau in dem Maße die Preise in Papiergeld ausgedrückt. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Dann „jagen“ aber zu viele Banknoten zu wenige Waren. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen. Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Steuerung Geldpolitik Obwohl sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik die Inflation beeinflussen können, verlassen sich die meisten Länder seit den 1980er Jahren hauptsächlich auf die Geldpolitik, um die Inflation zu steuern. Wenn eine Inflation über ein akzeptables Niveau hinaus auftritt, kann die Zentralbank des Landes den Zinssatz erhöhen, was in der Regel das Wachstum der Geldmenge verlangsamt oder stoppt. Einige Zentralbanken haben ein symmetrisches Inflationsziel, während andere die Inflation nur kontrollieren, wenn sie einen Schwellenwert überschreitet.Im 21. Jahrhundert befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und stetige Inflationsrate. In den meisten Ländern haben die Zentralbanken oder andere Währungsbehörden die Aufgabe, den Interbankenzins stabil auf niedrigem Niveau und die Zielinflationsrate von etwa 2 bis 3 % zu halten. Zentralbanken streben eine niedrige Inflationsrate an, weil sie glauben, dass eine hohe Inflation wirtschaftliche Kosten verursacht, da Unsicherheit in den Erwartungen über Unterschiede in den relativen Preisen und über die Inflationsrate erzeugt würde. Das Ziel ist daher eine niedrige positive Inflationsrate und nicht eine Null- oder negative Inflationsrate, da letztere Rezessionen verursachen oder verschlimmern könnte. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen) Inflation verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich in einem wirtschaftlichen Abschwung schneller anzupassen. Ferner verringert sie das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die Geldpolitik daran hindert, die Wirtschaft zu stabilisieren. Höhere Zinsen reduzieren die Geldmenge der Wirtschaft, weil weniger Menschen Kredite nachfragen. Wenn Banken Kredite vergeben, werden die Krediterlöse in der Regel auf Bankkonten eingezahlt, die Teil der Geldmenge sind. Wenn also eine Person einen Kredit zurückzahlt und keine anderen Kredite als Ersatz vergeben werden, sinkt die Höhe der Bankeinlagen und damit die Geldmenge. Als beispielsweise der Federal Funds Rate in den frühen 1980er Jahren 15 % überstieg, fiel die Menge der Federal Reserve Dollar um 8,1 % von 8,6 Billionen US-Dollar auf 7,9 Billionen US-Dollar. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Debatte zwischen Keynesianern und Monetaristen über das geeignete Instrument zur Kontrolle der Inflation. Monetaristen betonen eine niedrige und stetige Wachstumsrate der Geldmenge, während die Keynesianer betonen, dass die Gesamtnachfrage während der Wirtschaftsexpansion reduziert und die Nachfrage während der Rezession erhöht wird, um die Inflation stabil zu halten. Andere Methoden Goldstandard Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem das gemeinsame Tauschmittel einer Region Papiernoten sind, die normalerweise frei in voreingestellte, feste Goldmengen umgewandelt werden können. Der Standard legt fest, wie die Golddeckung umgesetzt wird, einschließlich der Menge an Gold pro Währungseinheit. Die Währung selbst hat keinen intrinsischen Wert, wird aber von Händlern akzeptiert, da sie gegen die entsprechende Menge Goldes eingelöst werden kann. Der Goldstandard wurde durch die internationale Übernahme des Bretton-Woods-Systems teilweise aufgegeben. Unter diesem System waren alle anderen wichtigen Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar gebunden, der selbst von der US-Regierung zu einem Kurs von 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Das Bretton-Woods-System brach 1971 zusammen, was dazu führte, dass die meisten Länder auf Fiatgeld umstiegen – Geld, das nur durch die Gesetze und Rechtssicherheit des Landes garantiert wird. Bei einem Goldstandard würde die langfristige Inflationsrate (oder Deflation) durch die Wachstumsrate des Goldangebots im Verhältnis zur Gesamtproduktion bestimmt. Kritiker argumentieren, dass dies zu willkürlichen Schwankungen der Inflationsrate führen und die Geldpolitik im Wesentlichen durch den Goldabbau bestimmt würde. Dies hätte in wirtschaftlichen Abschwüngen katastrophale Folgen. Der Goldstandard wird besonders von Vertretern der heterodoxen Österreichischen Schule propagiert. Preiskontrollen Eine andere historische Methode zur Inflationssteuerung waren Lohn- und Preiskontrollen. Lohn- und Preiskontrollen haben sich in Kriegszeiten in Kombination mit Rationierung bewährt. Ihre Verwendung in anderen Kontexten ist jedoch weitaus gemischter. Zu den bemerkenswerten Misserfolgen bei ihrer Verwendung gehört die Einführung von Lohn- und Preiskontrollen im Jahr 1972 durch Richard Nixon. Viele Ökonomen halten Preisbindungen für sinnlos oder schädlich. Im Allgemeinen werden Lohn- und Preiskontrollen als vorübergehende und außergewöhnliche Maßnahme angesehen, die nur in Verbindung mit Maßnahmen zur Verringerung der zugrunde liegenden Inflationsursachen während des Lohn- und Preiskontrollregimes wirksam sind, z. B. wenn der Krieg gewonnen wird. Sie haben oft sehr negative Auswirkungen aufgrund der verzerrten Preissignale, die sie an den Markt senden. Künstlich niedrige Preise führen oft zu Knappheit und Engpässen und schrecken zukünftige Investitionen ab, was zu weiterem Mangel führt. Die übliche ökonomische Analyse zeigt, dass jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die zu niedrig bepreist wird, zu stark konsumiert wird. Wenn beispielsweise der offizielle Brotpreis zu niedrig ist, wird es zu wenig Brot zu den festgelegten Preisen geben und der Markt wird zu wenig in die Brotherstellung investieren, um den zukünftigen Bedarf zu decken, wodurch das Problem langfristig verschärft wird. Abgrenzung Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind. Kassenhaltung Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch (staatlich) administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor. Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten (Schwarzmarkt) gemessen werden. Ob Inflation vorliegt, ist also eine Frage der Anerkennung einer Definitions-Autorität. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar. Externer Preisschock Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus. Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Inflationssteuer Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort, das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt. Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert (dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist). Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen. Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Siehe auch Liste der Länder nach Inflationsrate Lohn-Preis-Spirale Geräuschlose Kriegsfinanzierung Kippertaler der Kipper- und Wipperinflation Kippermünzstätten (Kursachsen) – Münzstätten der Kipper- und Wipperinflation Böse Halser der Schinderlingszeit, eine Inflation (1457–1460) Shrinkflation Literatur Inflation – Inflationstheorien – Geldpolitik. In: Gabler Wirtschaftslexikon, Gabler Verlag Hans H. Lechner: Währungspolitik. De Gruyter, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-11-007412-5. Fritz Neumark: Inflationsprobleme – Alt und Neu. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (= Göttinger Universitätsreden. Heft 59). Weblinks Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreis-Index für Deutschland Verbraucherpreis-Index für Österreich Schweizerischer Landesindex der Konsumentenpreise Statistiken der EZB (englisch) Inflation in den Neuen Bundesländern (in Quartalsberichten) Jürgen Pätzold: Das Inflationsproblem. Ursachen und Strategien. Informationen und Daten zum US-CPI beim Bureau of Labor Statistics Einzelnachweise
GMS | 78th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery | Speicheldr�sensonografie und -chemie - multifaktorielle Korrelation bei essgest�rten und adip�sen Probantinnen Speicheldr�sensonografie und -chemie - multifaktorielle Korrelation bei essgest�rten und adip�sen Probantinnen Alessandro Bozzato - Hals Nasen Ohrenklinik, Kopf und Halschirurgie Erlangen, Erlangen Pascal Burger - Hals Nasen Ohrenklinik, Kopf und Halschirurgie Erlangen, Erlangen Gr�schel Michael - Kinderklinik Erlangen, Erlangen Heinrich Iro - Hals Nasen Ohrenklinik, Kopf und Halschirurgie Erlangen, Erlangen Johannes Zenk - Hals Nasen Ohrenklinik, Kopf und Halschirurgie Erlangen, Erlangen D�sseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2007. Doc07hnod601 http://www.egms.de/en/meetings/hnod2007/07hnod601.shtml © 2007 Bozzato et al. Einleitung: Das Auftreten einer Sialadenose bei essgest�rten und adip�sen Patienten ist ein mehrfach beobachteter Befund. Die eigentliche Ursache der Dr�senvergr��erung scheint multifaktoriell (neurovegetativ, metabolisch, hormonell) bedingt zu sein. Ziel dieser Arbeit war die Identifikation von Zusammenh�ngen der sonografisch gemessenen Dr�sengr��e mit hormonell- metabolischen Parametern. Methoden: F�r die Studie wurden 70 Probandinnen in drei Gruppen (adip�s, essgest�rt, Kontrollgruppe) untersucht. Ohr- und Unterkieferspeicheldr�se wurden beidseits sonografisch dreidimensional vermessen. Werte von Leptin, Ghrelin und weiteren stoffwechselaktiven Hormonen wurden in Serum und Speichel ermittelt. Ergebnisse: Die Gl. parotis war in den Gruppen mit Essst�rung bis zu doppelt so gro� wie in der Kontrollgruppe. Auch zeigten sich Korrelationen der Hormone mit den Eigenschaften der Probandenkollektive: unter anderem korrelierte Speichelleptin mit K�rpergewicht und K�rper-Masse-Index bei allen Teilnehmerinnen (Gewicht: p=0.037; BMI: p=0.021). In einer multifaktoriellen Regressionsanalyse konnte eine Korrelation zwischen Form der Essst�rung, BMI und Speicheldr�sengr��en beobachtet werden (r� von 0.327); unter zus�tzlicher Einbeziehung der Hormonwerte wurden Korrelationskoeffizienten bis r� = 0.355 erreicht. Diskussion: Die Ergebnisse dieser Arbeit best�tigen, dass eine komplexe, multifaktorielle Pathogenese der Sialadenose bei Esst�rungen zugrunde liegt, einige dieser hormonell-metabolisch Faktoren konnten wir urs�chlich identifizieren. Die neuen Erkenntnisse versprechen in der Ursachenforschung, Aktivit�tsbeurteilung und Diagnostik von Essst�rungen neue Ansatzpunkte zu liefern.
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q-de-2202
Was ist Inflation und wie wird sie definiert?
Inflation, auch Preissteigerungsrate oder Teuerung, bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Steigt das allgemeine Preisniveau, kann jede Geldeinheit weniger Güter und Dienstleistungen kaufen (Verteuerung). Folglich spiegelt die Inflation eine Abnahme der Kaufkraft pro Geldeinheit wider – ein realer Wertverlust des Zahlungsmittels. Das Gegenteil von Inflation ist Deflation, ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Das übliche Maß für die Inflation ist die Inflationsrate, die annualisierte prozentuale Veränderung eines allgemeinen Preisindexes, normalerweise eines Verbraucherpreisindexes, im Zeitverlauf. Es ist ökonomischer Konsens, dass sowohl Deflation, als auch sehr hohe Inflationsraten und Hyperinflation schädlich sind. Heute befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und konstante Inflationsrate. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen Inflation) verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich im Abschwung schneller anzupassen, und verringert das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die geldpolitische Stabilisierung der Wirtschaft verhindert. Die Aufgabe, die Inflationsrate niedrig und stabil zu halten, wird in der Regel den Zentralbanken übertragen. Sie sollen die Inflationsrate durch Geldpolitik steuern. Dazu nutzen Zentralbanken verschiedene Instrumente: die Festsetzung von Leitzinsen, Offenmarktpolitik, die Festlegung der Mindestreservepflichten für Banken, sowie Kommunikationsstrategien wie Forward guidance. Die Europäische Zentralbank strebt eine mittelfristige Inflationsrate von 2 % an. Die Ansichten darüber, welche Faktoren niedrige, moderate oder gar sehr hohe Inflationsraten bestimmen, sind unterschiedlich. Es ist ein aktuelles Forschungsthema der Makroökonomie. Eine niedrige oder moderate Inflation kann auf Schwankungen der realen Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder auf Veränderungen des verfügbaren Angebots, beispielsweise bei Knappheiten, zurückgeführt werden. Außerdem können die Inflationserwartungen der ökonomischen Agenten einen wesentlichen Einfluss haben. Inflation beeinflusst Ökonomien auf verschiedene Weisen. Zu den Effekten gehört ein Anstieg der Opportunitätskosten für das Halten von Geld, was Sparen unattraktiver macht und Verschuldung oder Konsum begünstigt. Es kann bei hoher Inflation sogar zu Knappheit kommen, da die Verbraucher aus Sorge vor einem weiteren Preisanstieg Güter horten. Zu den positiven Effekten einer stabilen niedrigen Inflation zählt die Vermeidung von Ineffizienzen, die mit einer Deflation einhergehen. Definition Inflation bezeichnet den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum. Historisch bedeutete Inflation dabei einen spezifischen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Geldmenge und Handelsbedarf. Heute verwenden Ökonomen den Begriff Inflation ausschließlich, um sich auf steigende Preisniveaus zu beziehen. Eine Zunahme der Geldmenge kann als monetäre Inflation bezeichnet werden, um sie von steigenden Preisen zu unterscheiden, die der Übersichtlichkeit halber als Preisinflation bezeichnet werden. Ökonomen sind sich einig, dass die Preisinflation auf lange Sicht mit einer Erhöhung der Geldmenge zusammenhängt. Kurz- und mittelfristig können aber andere Faktoren diesen Zusammenhang beeinflussen. Inflation bezieht sich auf die allgemeine Preisentwicklung, nicht auf Änderungen bestimmter Preise. Kaufen Konsumenten beispielsweise mehr Gurken als Tomaten, werden Gurken teurer und Tomaten billiger. Diese Veränderungen sind jedoch keine Inflation – sie spiegeln lediglich eine Veränderung in den Präferenzen der Konsumenten wider. Das Wort Inflation stammt aus dem Lateinischen: das Substantiv „inflatio“, bedeutet „Sichaufblasen“ und stammt vom Verb „flare“ ab, was „blasen“ bedeutet. Andere Begriffe der Wirtschaftswissenschaft im Zusammenhang mit Inflation sind: Deflation – ein Rückgang des allgemeinen Preisniveaus Disinflation – ein Rückgang der Inflationsrate Hyperinflation – eine außer Kontrolle geratene Inflationsspirale Stagflation – eine Kombination aus Inflation, langsamem Wirtschaftswachstum und hoher Arbeitslosigkeit Reflation – ein Versuch, das allgemeine Preisniveau anzuheben, um einem Deflationsdruck entgegenzuwirken Vermögenspreisinflation – ein allgemeiner Anstieg der Preise von finanziellen Vermögenswerten, wie Aktien, Immobilien oder Gold, ohne einen entsprechenden Anstieg der Preise von Gütern oder Dienstleistungen Messung Da die Inflation als allgemeiner Anstieg des Preisniveaus definiert wird, hängt die Messung der Inflation davon ab, wie das allgemeine Preisniveau bestimmt ist. Es existieren dabei verschiedene mögliche Maßzahlen für das Preisniveau. Benötigt wird ein breiter Preisindex, der das allgemeine Preisniveau für Güter und Dienstleistungen in der Wirtschaft abbildet. Der Verbraucherpreisindex (VPI), der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCEPI) und der BIP-Deflator sind einige Beispiele für solche breiten Preisindizes. Die EZB verwendet zur Messung der Inflation der Eurozone den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Der Index wird mit Hilfe eines Warenkorbs berechnet, der in einem bestimmten Jahr (Basisjahr) repräsentativ für einen durchschnittlichen Haushalt festgesetzt wird. Außerdem werden die Kostenänderungen zum Erwerb von typischen nationalen Konsumbündeln auf das Niveau der Eurozone aggregiert. Neben dieser Methode hat sich in den Wirtschaftswissenschaften auch der Lebenshaltungskosten-Index (= COLI = cost of living index) etabliert. Dabei werden die Ausgaben gemessen, die Wirtschaftssubjekte zum Erreichen eines bestimmten Nutzenniveaus tätigen müssen. Warenkorb Verbraucherpreisindizes basieren anders als der BIP-Deflator auf einem repräsentativ ausgewählten Warenkorb. Auf Grundlage dieses Warenkorbs und des damit festgelegten Basisjahres werden für jedes Jahr die Kosten der Waren und Dienstleistungen und daraus die prozentuale Steigerung zum Vergleichs- oder Vorjahr ermittelt. Für jeden Monat ermittelt in Deutschland das Statistische Bundesamt, in Österreich die Statistik Austria und in der Schweiz das Bundesamt für Statistik die Preissteigerungen und veröffentlicht sie. Messungen der Inflation mittels Warenkörben nehmen implizit an, dass sich das Konsumentenverhalten über definierte Zeiträume nicht verändert. Daher könne sich eine Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Inflation und der gemessenen Inflation ergeben. Abrupte Änderungen im Konsumentenverhalten können die Inflationsmessung ebenfalls gewichtungsbedingt verzerren. Das hat sich beispielsweise in der COVID-19-Pandemie gezeigt, als aufgrund der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen zahlreiche Waren und Dienstleistungen nicht mehr konsumiert werden konnten und der Warenkorb damit nicht mehr repräsentativ für den Konsum während der Krise war. Weiterhin müssen Qualitätsveränderungen der beobachteten Produkte im Zeitverlauf betrachtet werden. So unterliegen z. B. IT-Produkte einem großen technischen Fortschritt, weshalb die Qualitätsverbesserungen in der Inflationsmessung berücksichtigt werden müssen. Andererseits können Hersteller statt einer Preiserhöhung auch eine Qualitätsverschlechterung des Produktes durchführen, indem etwa die Verpackungsgröße bei gleichem Preis verkleinert wird. Diese und andere Qualitätsveränderungen müssen daher für eine korrekte Inflationsmessung erfasst werden. Daher wenden Statistikbehörden wie das Statistische Bundesamt Methoden zur Qualitätsbereinigung an. Das sind verschiedene statistische Methoden, die sicherstellen sollen, dass trotz qualitativen Veränderungen der Produkte des Warenkorbs "Gleiches mit Gleichem" verglichen wird. In der deutschen Preisstatistik werden unter anderem folgende Methoden zur Qualitätsbereinigung angewendet: Direkter Preisvergleich (Direct Price Comparison) Mengenbereinigung (Package Size Adjustment) Expertenurteil (Judgmental quality adjustment) Hedonische Techniken (Hedonics) Preisänderung interpretiert als reine Qualitätsänderung (Price change taken as quality change) Internationale Studien zeigen, dass die mit Warenkörben ermittelte Inflation systematisch zu hoch liegt. Kernrate Die Kernrate der Inflation schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind. Gefühlte Inflation Gefühlte Inflation bezeichnet die von einigen Konsumenten subjektiv wahrgenommene Inflation, gegenüber der real gemessenen Inflationsrate. Ein Grund für mögliche Abweichungen der gefühlten Inflation zur gemessenen Inflation ist die Tatsache, dass im Warenkorb, der zur Inflationsmessung herangezogen wird, sowohl Produkte des täglichen Bedarfs (z. B. Lebensmittel) als auch langlebige Konsumgüter (z. B. Autos) enthalten sind. Daher können die Produkte in Auswahl oder Gewichtung nicht mit jedem individuellen Konsumenten bzw. jeder individuellen Konsumentengruppe übereinstimmen. Die Wahrnehmung von Preisveränderungen ist für die Waren des täglichen Bedarfs höher als die für langlebige Konsumgüter. Damit liegt die gefühlte Inflation höher als die gemessene, wenn die Preise für Waren des täglichen Bedarfs stärker steigen als langlebiger Konsumgüter. Auch Preissteigerungen von meist automatisch abgebuchten Zahlungen wie Miete, Versicherungen, Energie und Wasser werden geringer wahrgenommen als bei anderen Gütern. Die moderne Verhaltensökonomik erklärt das Phänomen als kognitive Verzerrung, genauer gesagt als Bestätigungsfehler. Teuro Das Phänomen der gefühlten Inflation wurde insbesondere nach der Einführung des Euro in Deutschland und Österreich breit diskutiert. Dabei kam es nach Umfragen in der deutschen Bevölkerung zu Abweichungen von den statistisch ermittelten Inflationsraten. Aus diesem Grund hat Hans Wolfgang Brachinger in einem gemeinsamen Projekt mit dem Statistischen Bundesamt den Index der wahrgenommenen Inflation für Deutschland berechnet. Es konnte dabei gezeigt werden, dass die wahrgenommene Inflation (gemessen mit Hilfe des Indexes der wahrgenommenen Inflation) bei der Euro-Bargeldeinführung deutlich höher lag als die gemessene Inflationsrate. Dies ist darauf zurückzuführen, dass bestimmte Produktkategorien wie Lebensmittel, Benzin oder Verkehr einen relativ höheren Preisanstieg hatten als Produktkategorien wie Computer, Autos oder Pauschalreisen. Eine weitere Erklärung für die gefühlte Abweichung kann auch die schwache Lohnentwicklung sein, die unterhalb der Inflationsrate lag. Die Nettolöhne in Deutschland waren in den 10 Jahren nach Euro-Einführung leicht rückläufig. Die Kaufkraft ist also real gesunken. Auch in Österreich zeigt sich ein Rückgang der Kaufkraft. Effekte Allgemein Inflation spiegelt die Abnahme der Kaufkraft einer Währung wider. Das heißt, wenn das allgemeine Preisniveau steigt, kann jede Währungseinheit insgesamt weniger Waren und Dienstleistungen kaufen. Man unterscheidet dabei zwischen erwarteter und unerwarteter Inflation. Die Effekte der Inflation können davon abhängen, ob es erwartete oder unerwartete Inflation ist. Erwartete Inflation kann von rationalen Akteuren bereits in ökonomische Handlungen und Prognosen integriert werden. Gewerkschaften führen Lohnverhandlungen in Abhängigkeit von der erwarteten Inflationsentwicklung. Unternehmen gestalten die Preise ihrer Produkte und Dienstleistungen ebenfalls in Abhängigkeit von der erwarteten Inflation. Das ist jedoch kurz- und mittelfristig davon abhängig, inwiefern Starrheiten bei Löhnen und Preisen existieren. Diese können dann nicht sofort an die Inflationserwartungen angepasst werden. Schuldner, die zum Beispiel Schulden mit einem festen Nominalzins haben, erhalten mit steigender Inflationsrate eine Senkung ihres „realen“ Zinssatzes. Der Realzins eines Kredits ist der Nominalzins abzüglich der Inflationsrate. Banken und andere Kreditgeber passen sich dem Inflationsrisiko an, indem sie entweder eine Inflationsrisikoprämie für festverzinsliche Kredite verlangen, oder Kredite mit einem variablen Zinssatz vergeben. Lediglich ein unerwarteter Anstieg der Inflationsrate über die bereits eingepreiste Risikoprämie hinaus würde zu realem Zinsgewinn führen. Negativ Hohe oder unerwartete Inflation gilt als schädlich für die Ökonomie. Sie führt zu Ineffizienzen auf dem Markt und erschwert es Konsumenten und Unternehmen langfristig zu planen. Inflation kann die Produktivität beeinträchtigen, da Unternehmen gezwungen sind, eigene Ressourcen weg von Produkten und Dienstleistungen zu verlagern, um sich auf die Steuerung der Inflation zu konzentrieren. Unsicherheit über die zukünftige Kaufkraft des Geldes führt dazu, dass nominale Vermögenswerte wie Spareinlagen und Anleihen unattraktiver werden, da diese im Falle einer Inflation an Wert verlieren. Dies führt zu höheren Risikoprämien, da Investoren eine Absicherung gegen das eingegangene Inflationsrisiko fordern. Die Folge sind höhere Zinsen, was die Investitionstätigkeit senkt. Bei hoher Inflation wird die Kaufkraft von Personen mit fixem Nominaleinkommen, zu Personen mit variablem Einkommen umverteilt, da deren Einkommen mit der Inflation besser Schritt halten können. Diese Umverteilung der Kaufkraft findet auch zwischen internationalen Handelspartnern statt. Wenn feste Wechselkurse bestehen, führt Inflation dazu, dass sich die Importe aus diesem Währungsraum verteuern. Dies kann sich auf die Handelsbilanz auswirken. Bei flexiblen Wechselkursen führt unerwartete Inflation zu erhöhter Volatilität der Wechselkurse, was sich negativ auf den Handel auswirken kann. Horten Die Menschen kaufen langlebige und/oder nicht verderbliche Waren und andere Güter als Vermögensaufbewahrung, um die erwarteten Verluste durch die sinkende Kaufkraft des Geldes zu vermeiden, die zu einer Verknappung der gehorteten Güter führen. Soziale Unruhen Hohe, nicht durch höhere Löhne hervorgerufene Inflation kann zu massiven Demonstrationen und Revolutionen führen. Die Inflation und insbesondere die Nahrungsmittelinflation wird beispielsweise als einer der Hauptgründe für die Revolution in Tunesien 2010/2011 und die Revolution in Ägypten 2011 angesehen. Der tunesische Präsident Zine el-Abidine Ben Ali wurde gestürzt, auch der ägyptische Präsident Husni Mubarak wurde nach nur 18 Tagen Demonstrationen gestürzt, und die Proteste breiteten sich bald in vielen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens aus. Hyperinflation Wenn die Inflation zu hoch wird, kann dies dazu führen, dass die Menschen ihre Verwendung der Währung stark einschränken, was zu einer Beschleunigung der Inflationsrate führt. Die hohe und sich beschleunigende Inflation stört das normale Funktionieren der Wirtschaft massiv und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Waren zu liefern. Hyperinflation kann dazu führen, dass die Landeswährung nicht mehr verwendet wird (z. B. in Nordkorea), was zur Einführung einer Außenwährung (Dollarisierung) führt. Allokative Ineffizienz Eine Änderung des Angebots oder der Nachfrage nach einem Gut führt normalerweise zu einer Änderung seines relativen Preises. Dies signalisiert den Käufern und Verkäufern, dass sie als Reaktion auf die neuen Preise Ressourcen neu zuteilen sollten. Aber wenn sich Preise aufgrund von hoher Inflation ständig ändern, sind Preisänderungen aufgrund echter relativer Preissignale schwer von Preisänderungen aufgrund allgemeiner Inflation zu unterscheiden. Dadurch können die Agenten nur langsam darauf reagieren. Die Folge ist ein Verlust an allokativer Effizienz. Preisanpassungskosten Bei hoher Inflation müssen Unternehmen ihre Preise häufig ändern, um mit den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Aber oft verursacht das Ändern von Preisen selbst wieder Kosten. So müssen Preisschilder und Verträge neu gedruckt, oder ganze Preiskalkulationen neu berechnet werden, was Ressourcen bindet. Man nennt diese Kosten Preisanpassungskosten. Positiv Arbeitsmarkt Die Nominallöhne passen sich nur langsam nach unten an. Dies kann zu anhaltenden Ungleichgewichten und hoher Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsmarkt führen. Da die Inflation die Reallöhne auch bei konstanten Nominallöhnen sinken lässt, ermöglicht eine moderate Inflation ein schnelleres Gleichgewicht auf den Arbeitsmärkten. Dies gilt, insofern die Löhne nicht in Lohnverhandlungen an die Inflation angepasst werden können. Liquiditätsfalle Eines der wichtigsten Instrumente zur Steuerung der Geldmenge ist die Möglichkeit, die Leitzinsen festzulegen, also den Zinssatz, zu dem sich Banken bei der Zentralbank Geld leihen können. Daneben gibt es die Offenmarktpolitik, d. h. Interventionen der Zentralbank auf dem Rentenmarkt, mit dem Ziel, den nominalen Zinssatz zu senken. Beide Maßnahmen sollen die allgemeinen Zinsen senken, um dadurch positive Konjunktureffekte auszulösen. Befindet sich eine Ökonomie in einer Rezession mit bereits niedrigen oder sogar null Nominalzinsen, kann die Zentralbank die Zinsen nicht weiter senken, um die Wirtschaft anzukurbeln – diese Situation wird als Liquiditätsfalle bezeichnet. Diese Situation kann aber durch niedrige und konstante Inflation verhindert werden. Mundell-Tobin-Effekt Robert Mundell stellte fest, dass eine moderate Inflation die Sparer veranlassen würde, Kredite durch Spareinlagen zu ersetzen, um künftige Ausgaben zu finanzieren. Diese Substitution würde dazu führen, dass die Realzinssätze für das Marktgleichgewicht sinken. Der niedrigere Realzins würde zu einer höheren Kreditaufnahme zur Finanzierung von Investitionen führen. In ähnlicher Weise zeigte James Tobin, dass eine solche Inflation Unternehmen dazu veranlassen würde, Investitionen in Sachkapital (Anlagen, Ausrüstung und Vorräte) durch Geldguthaben in ihren Vermögensportfolios zu ersetzen. Diese Substitution würde bedeuten, sich für Investitionen mit niedrigeren realen Renditen zu entscheiden. (Die Renditen sind niedriger, da bereits früher Investitionen mit höheren Renditen getätigt wurden.) Sofern die Wirtschaft nicht bereits nach Modellen der Wachstumstheorie überinvestiert, würden diese zusätzlichen Investitionen positive Effekte haben. Formen Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: akzelerierte Phase (steigende, beschleunigte) – stabilisierte (gleichbleibende) Phase – dezelerierte (abnehmende) Phase. Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet. Der Begriff „Inflation“ bezeichnete ursprünglich die Inflationen der frühen 1920er Jahre, die heute als schwere oder Hyperinflationen gelten. Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Leichte Inflation (bis etwa 5 % Wertverlust im Jahr) hat nachfragefördernde Wirkung, da Leute ihr Geld ausgeben oder investieren wollen. Freilich verlangen sie für Investitionen immer noch eine Liquiditätsprämie, das heißt die Renditen müssen deutlich über der Inflationsrate liegen. Bei schwerer Inflation (ab rund 5 % Wertverlust im Jahr) verliert das Tauschmittel Geld seinen Wert schneller als andere Güter (zum Beispiel Immobilien, Aktien, Sachkapital allgemein) und büßt daher die Wertmaßstabsfunktion und Wertaufbewahrungsfunktion ein, stattdessen wird eine Ersatzwährung verwendet, so zum Beispiel Zigaretten in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, der US-Dollar in der Türkei (früher) oder Argentinien. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt. Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, überschulden sich. Besonders schwere Inflationen mit monatlichen Wertverlusten von über 50 % werden auch als Hyperinflationen bezeichnet. Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Schwere Inflationen waren in der Geschichte unter anderem zu beobachten: die Preisrevolution im 16. Jahrhundert, um 1622 in Europa in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (siehe Kipper- und Wipperzeit und Kursächsische Kippermünzstätten), in Frankreich während der Französischen Revolution – der Assignat, um 1920 bis 1924 in Österreich, um 1923 in Deutschland und in Ungarn, 1939–1948 in Deutschland (zurückgestaute Inflation, korrigiert durch Währungsreform), 1945–1946 in Ungarn (siehe Pengő) Nach den beiden Ölpreiskrisen 1973/74 und 1979/80 kam es zu relativ hohen Inflationsraten. In den 1970er Jahren trugen auch andere Faktoren zu relativ hohen Inflationsraten bei, jahrzehntelang bis 1991 in Argentinien, jahrzehntelang bis 1994 in Brasilien (→ Brasilianischer Real), um 1995 in Mexiko (→ Peso), um 1997 in Südostasien, unter anderem Thailand, Indonesien und Südkorea (siehe Asienkrise), um 2002 in Argentinien, Hyperinflation 2008/2009 in Simbabwe; nach dessen Abschaffung im Oktober 2015 hatte das Land bis 2019 keine eigene Währung mehr. Laut dem CATO Institute betrug die Hyperinflation in Simbabwe per Ende Oktober 2008 gegenüber Ende Oktober 2007 2,79 Trillionen %. Ursachen Die Geldmenge wird weithin als wichtigste Ursache für hohe Inflationen bis Hyperinflationen und langfristige Inflationsraten akzeptiert. Folglich existiert unter Ökonomen inzwischen ein wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die Inflationsrate auf lange Sicht im Wesentlichen von der Wachstumsrate der Geldmenge im Verhältnis zum Wirtschaftswachstum abhängt. Kurz- und mittelfristig kann die Inflation aber außerdem durch die relative Elastizität von Löhnen, Preisen, Zinssätzen, Angebot und Nachfrage, sowie der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes beeinflusst werden. Außerdem spielen die Erwartungen der ökonomischen Agenten eine wesentliche Rolle. Geldmenge Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung: . Dabei ist Geldmenge Umlaufgeschwindigkeit des Geldes Preisniveau Reale Produktion An der umgestellten Gleichung bzw. an der Darstellung mit Änderungsraten kann man erkennen, dass das Preisniveau immer dann steigt, wenn (bei Konstanz der jeweiligen beiden anderen Größen) die Geldmenge zunimmt (Geldschöpfung), die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zunimmt (empirische Untersuchungen zeigen, dass die Umlaufgeschwindigkeit langfristig annähernd konstant bleibt), die reale Produktion (das Handelsvolumen) sinkt. Betrachtet man alle vier Größen gleichzeitig, entsteht nach der Quantitätsgleichung Inflation () dann, wenn das Geldmengenwachstum () größer ist als die Differenz aus der Änderung des Handelsvolumens und der Änderung der Umlaufgeschwindigkeit (). Die Inflation lässt sich also kurz- bis mittelfristig nicht auf eine Ausweitung der Geldmenge reduzieren, sondern es müssen ebenso die Umlaufgeschwindigkeit und die reale Produktion betrachtet werden. Der langfristige Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisentwicklung ist empirisch gut belegt. Auf kurze bis mittlere Sicht kann es jedoch zu Abweichungen von diesem Zusammenhang kommen. Angebot Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; ) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind. Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will. Nachfrage Kommt es zur Nachfragesoginflation (), sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. In diesem Fall steigt die Nachfrage nach Gütern derart schnell, dass die Angebotsseite nicht durch Anheben des mengenmäßigen Angebots reagieren kann und stattdessen die Preise nach den Marktgesetzen steigen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich. Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen. Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Man unterscheidet zusätzlich zwischen „hausgemachter“ und „importierter“ Nachfragesoginflation, je nachdem, ob die Nachfrage aus dem In- oder Ausland herrührt. Erwartungen Die Erwartungen der ökonomischen Agenten über zukünftige Inflationsraten sind sehr wichtig in der Ökonomie. Sie können die Inflationsraten, Zinssätze und damit die Konjunktur wesentlich beeinflussen. Zum Beispiel werden Unternehmen abhängig von ihren Inflationserwartungen unternehmerische Entscheidungen, etwa über Investitionen, treffen. Konsumenten passen ihr Konsumverhalten abhängig von ihren Inflationserwartungen an. Der Kommunikation der Geldpolitik kommt somit eine Schlüsselrolle zu. Notenbanken nutzen Kommunikationsstrategien wie Forward guidance, um die Inflationserwartungen von Märkten und Konsumenten zu beeinflussen. Studien zeigen eine konjunkturstabiliserende Wirkung. Theorien Über die Ursachen der Inflation gab es historisch verschiedene Theorien. Dabei ist besonders Debatte zwischen Monetaristen und Keynesianern hervorzuheben. Diese wurden im Rahmen der neukeynesianischen Synthese zusammengeführt. Der Neukeynesianismus stellt die heute allgemein akzeptierte makroökonomische Theorie dar. Daneben gibt es heterodoxe Theorien über Inflation. Diese werden vom ökonomischen Mainstream nicht geteilt. Keynesianismus Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden (Phillips-Kurve). Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können. Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt (siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate). Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus – man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve (PMK), Synonym Transformationskurve – so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer (vgl. Nachfrage-Sog-Inflation oben). Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist. Monetarismus Der Monetarismus sieht allein im Wachstum der Geldmenge die Ursache für Inflation. Milton Friedman prägte dafür den griffigen Slogan:„Money matters“ – „Es kommt auf die Geldmenge an“. Inflation sei immer und überall ein monetäres Phänomen. Der Monetarismus griff eine zentrale Annahme der keynesianischen Inflationstheorie an: die Phillips-Kurve. Friedman und Edmund Phelps (der kein Monetarist war) schlugen eine "erweiterte" Form der Phillips-Kurve vor, die die Möglichkeit eines stabilen, langfristigen Kompromisses zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ausschloss. Die Ölschocks der 1970er Jahre führten zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Inflation, wodurch Friedman und Phelps empirisch bestätigt wurden. Der Monetarismus war in den frühen 1980er Jahren besonders einflussreich. Er verlor in den folgenden Jahrzehnten jedoch wieder an Einfluss, da es den Zentralbanken schwerfiel, die Geldmenge anstelle der Zinssätze zu steuern. NKM Die neue klassische Makroökonomie (NKM) forderte zentrale Annahmen des Keynesianismus heraus. Die theoretische Weiterentwicklung war dabei die Einführung von rationalen Erwartungen in die Modellbildung durch Robert Lucas. Zuvor hatten keynesianische Ökonomen im Allgemeinen mit adaptive Erwartungen gearbeitet, bei denen angenommen wurde, dass ökonomische Agenten die jüngste Vergangenheit betrachten, um Erwartungen über die Zukunft zu erstellen. Rationalen Erwartungen bedeuten eine höhere Komplexität der Agenten. Zum Beispiel werden Verbraucher nicht einfach eine Inflationsrate von 2 % annehmen, nur weil dies der Durchschnitt der letzten Jahre war. Sie werden sich mit der aktuellen Geldpolitik und den wirtschaftlichen Bedingungen befassen, um eine eigene Prognose zu erstellen. Die NKM konnte zeigen, dass unter Annahme von perfekter Preiselastizität und rationalen Erwartungen Geldpolitik nur zu Inflation führe und keine konjunkturellen Effekte aufwies. Neukeynesianismus Die moderne keynesianische Theorie geht davon aus, dass Veränderungen der Geldmenge langfristig die Inflationsrate bestimmen, aber kurzfristig durchaus von Lohn und Preisstarrheiten beeinflusst werden können. Außerdem treffen Agenten ökonomische Entscheidungen oft aufgrund von unvollständigen Informationen. Daher kann Fiskal- und Geldpolitik zu einem effizienteren makroökonomischen Ergebnis führen, als Laissez-faire-Politik. Der Neukeynesianismus stellt den gegenwärtigen internationalen Konsens der Makroökonomik dar. Er ist eine Synthese aus Monetarismus, NKM, sowie einigen Elementen des klassischen Keynesianismus. Der Neukeynesianismus führte zur Entwicklung von dynamischen stochastischen allgemeinen Gleichgewichtsmodellen (DSGE), welche heute von vielen Zentralbanken zur Modellierung der Geldpolitik eingesetzt werden. Die europäische Zentralbank verwendet zum Beispiel das Smets–Wouters Modell, ein DSGE-Modell, um die Auswirkungen ihrer Geldpolitik auf die Eurozone zu untersuchen. Heterodoxe Theorien Es gibt Inflationstheorien, die vom Mainstream der ökonomischen Wissenschaft nicht geteilt werden. Österreichische Schule Ludwig von Mises, ein Vertreter der Österreichischen Schule, verstand unter Inflation die Ausweitung (lat. inflare) der ungedeckten Geldmenge. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten. Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern, die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank- und Finanzwesens zu finden (Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln, Zentralbankwesen, Teilreservebanken, Währungsmonopol usw.). Aus dieser Sicht geht auch hervor, dass die Inflation sich nicht gleichmäßig in allen Preisen widerspiegelt, sondern durch Cantillon-Effekte beeinflusst wird. Produktionskosten Die klassischen Ökonomen wie Adam Smith, David Ricardo bis hin zu Karl Marx vertraten eine Produktionskostentheorie des Geldes. Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: „Das Verhältnis zwischen dem Werte des Goldes und Silbers und dem irgendwelcher anderer Güter hängt … von dem Verhältnis zwischen der Menge Arbeit ab, die nötig ist, um eine bestimmte Menge Gold und Silber, und der Menge Arbeit, die nötig ist, um eine bestimmte Menge irgendeiner anderen Art auf den Markt zu bringen.“ Die Warenpreise konnten nach der Arbeitswertlehre also nur dann dauerhaft steigen, wenn die Arbeitsproduktivität bei der Gold- oder Silbergewinnung dauerhaft rascher gesteigert werden konnte, als diejenige bei der Produktion der anderen Waren. Nach der Produktionskostentheorie des Geldes (oder nach der Arbeitswerttheorie) führten die großen Gold- und Silberimporte aus Südamerika nach der Entdeckung Amerikas nicht deshalb zu einer Inflation in Europa, weil das viele Gold eine vergleichsweise kleine Menge an Waren „jagte“ – das sagt die Quantitätstheorie des Geldes –, sondern weil plötzlich weniger Arbeitszeit erforderlich war, um eine bestimmte Menge an Gold oder Silber zu gewinnen. Die Ausdehnung der Geldmenge (Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen) war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle. Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt. Die Erhöhung der Geldmenge war also nur Symptom der Verminderung des Wertes der einzelnen Goldmünze. Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet. Die Wirtschaftssubjekte wollten Gold nicht unter Wert gegen Waren tauschen, so die Annahme der Klassiker. Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Aber beispielsweise während der Koalitionskriege floss aus Großbritannien sehr viel Gold ins Ausland ab oder wurde gehortet. Schließlich wurde die Goldeinlösungspflicht für Papierbanknoten durch den englischen Staat aufgehoben. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. Die stabilen Preise der Waren in Gold ausgedrückt und die steigenden Preise der Waren in Papiergeld ausgedrückt. Marx stellte den Sachverhalt so dar: Solange die für den Warenumschlag benötigte Goldmenge durch Papiergeld ersetzt wird, sind Gold und das es repräsentierende Papiergeld gleich viel wert. Wird aber in Notzeiten von den Banken der Papiergeldumlauf über den notwendigen Goldumlauf gesteigert, dann steigen genau in dem Maße die Preise in Papiergeld ausgedrückt. Während also zu viel Gold die Preise nicht anhebt, sondern als Wertaufbewahrungsmittel gehortet wird, trauen die Wirtschaftssubjekte dem Papiergeld diese Fähigkeit zur Wertbewahrung nicht zu, es wird verausgabt. Dann „jagen“ aber zu viele Banknoten zu wenige Waren. Die Preise in Papiergeld ausgedrückt steigen. Für das Papiergeld gilt insoweit die Quantitätstheorie des Geldes. Steuerung Geldpolitik Obwohl sowohl die Fiskal- als auch die Geldpolitik die Inflation beeinflussen können, verlassen sich die meisten Länder seit den 1980er Jahren hauptsächlich auf die Geldpolitik, um die Inflation zu steuern. Wenn eine Inflation über ein akzeptables Niveau hinaus auftritt, kann die Zentralbank des Landes den Zinssatz erhöhen, was in der Regel das Wachstum der Geldmenge verlangsamt oder stoppt. Einige Zentralbanken haben ein symmetrisches Inflationsziel, während andere die Inflation nur kontrollieren, wenn sie einen Schwellenwert überschreitet.Im 21. Jahrhundert befürworten die meisten Ökonomen eine niedrige und stetige Inflationsrate. In den meisten Ländern haben die Zentralbanken oder andere Währungsbehörden die Aufgabe, den Interbankenzins stabil auf niedrigem Niveau und die Zielinflationsrate von etwa 2 bis 3 % zu halten. Zentralbanken streben eine niedrige Inflationsrate an, weil sie glauben, dass eine hohe Inflation wirtschaftliche Kosten verursacht, da Unsicherheit in den Erwartungen über Unterschiede in den relativen Preisen und über die Inflationsrate erzeugt würde. Das Ziel ist daher eine niedrige positive Inflationsrate und nicht eine Null- oder negative Inflationsrate, da letztere Rezessionen verursachen oder verschlimmern könnte. Eine niedrige Inflation (im Gegensatz zu einer Null- oder negativen) Inflation verringert die Schwere wirtschaftlicher Rezessionen, indem sie dem Arbeitsmarkt ermöglicht, sich in einem wirtschaftlichen Abschwung schneller anzupassen. Ferner verringert sie das Risiko, dass eine Liquiditätsfalle die Geldpolitik daran hindert, die Wirtschaft zu stabilisieren. Höhere Zinsen reduzieren die Geldmenge der Wirtschaft, weil weniger Menschen Kredite nachfragen. Wenn Banken Kredite vergeben, werden die Krediterlöse in der Regel auf Bankkonten eingezahlt, die Teil der Geldmenge sind. Wenn also eine Person einen Kredit zurückzahlt und keine anderen Kredite als Ersatz vergeben werden, sinkt die Höhe der Bankeinlagen und damit die Geldmenge. Als beispielsweise der Federal Funds Rate in den frühen 1980er Jahren 15 % überstieg, fiel die Menge der Federal Reserve Dollar um 8,1 % von 8,6 Billionen US-Dollar auf 7,9 Billionen US-Dollar. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es eine Debatte zwischen Keynesianern und Monetaristen über das geeignete Instrument zur Kontrolle der Inflation. Monetaristen betonen eine niedrige und stetige Wachstumsrate der Geldmenge, während die Keynesianer betonen, dass die Gesamtnachfrage während der Wirtschaftsexpansion reduziert und die Nachfrage während der Rezession erhöht wird, um die Inflation stabil zu halten. Andere Methoden Goldstandard Der Goldstandard ist ein Währungssystem, in dem das gemeinsame Tauschmittel einer Region Papiernoten sind, die normalerweise frei in voreingestellte, feste Goldmengen umgewandelt werden können. Der Standard legt fest, wie die Golddeckung umgesetzt wird, einschließlich der Menge an Gold pro Währungseinheit. Die Währung selbst hat keinen intrinsischen Wert, wird aber von Händlern akzeptiert, da sie gegen die entsprechende Menge Goldes eingelöst werden kann. Der Goldstandard wurde durch die internationale Übernahme des Bretton-Woods-Systems teilweise aufgegeben. Unter diesem System waren alle anderen wichtigen Währungen zu festen Kursen an den US-Dollar gebunden, der selbst von der US-Regierung zu einem Kurs von 35 US-Dollar pro Unze an Gold gebunden war. Das Bretton-Woods-System brach 1971 zusammen, was dazu führte, dass die meisten Länder auf Fiatgeld umstiegen – Geld, das nur durch die Gesetze und Rechtssicherheit des Landes garantiert wird. Bei einem Goldstandard würde die langfristige Inflationsrate (oder Deflation) durch die Wachstumsrate des Goldangebots im Verhältnis zur Gesamtproduktion bestimmt. Kritiker argumentieren, dass dies zu willkürlichen Schwankungen der Inflationsrate führen und die Geldpolitik im Wesentlichen durch den Goldabbau bestimmt würde. Dies hätte in wirtschaftlichen Abschwüngen katastrophale Folgen. Der Goldstandard wird besonders von Vertretern der heterodoxen Österreichischen Schule propagiert. Preiskontrollen Eine andere historische Methode zur Inflationssteuerung waren Lohn- und Preiskontrollen. Lohn- und Preiskontrollen haben sich in Kriegszeiten in Kombination mit Rationierung bewährt. Ihre Verwendung in anderen Kontexten ist jedoch weitaus gemischter. Zu den bemerkenswerten Misserfolgen bei ihrer Verwendung gehört die Einführung von Lohn- und Preiskontrollen im Jahr 1972 durch Richard Nixon. Viele Ökonomen halten Preisbindungen für sinnlos oder schädlich. Im Allgemeinen werden Lohn- und Preiskontrollen als vorübergehende und außergewöhnliche Maßnahme angesehen, die nur in Verbindung mit Maßnahmen zur Verringerung der zugrunde liegenden Inflationsursachen während des Lohn- und Preiskontrollregimes wirksam sind, z. B. wenn der Krieg gewonnen wird. Sie haben oft sehr negative Auswirkungen aufgrund der verzerrten Preissignale, die sie an den Markt senden. Künstlich niedrige Preise führen oft zu Knappheit und Engpässen und schrecken zukünftige Investitionen ab, was zu weiterem Mangel führt. Die übliche ökonomische Analyse zeigt, dass jedes Produkt oder jede Dienstleistung, die zu niedrig bepreist wird, zu stark konsumiert wird. Wenn beispielsweise der offizielle Brotpreis zu niedrig ist, wird es zu wenig Brot zu den festgelegten Preisen geben und der Markt wird zu wenig in die Brotherstellung investieren, um den zukünftigen Bedarf zu decken, wodurch das Problem langfristig verschärft wird. Abgrenzung Im allgemeinen Sinne und politischen Sprachgebrauch werden verschiedene Erscheinungen mit Inflation in Verbindung gebracht oder gleichgesetzt, die unter Umständen keine Inflation sind. Kassenhaltung Kassenhaltungs-Inflation bezeichnet einen Zustand, in dem die Wirtschaftssubjekte höhere Geldbestände horten, als sie eigentlich wollen. Nach ökonomischer Theorie tritt diese Situation in freien Märkten nicht auf, da die höheren Geldbestände zu Inflation führen müssen. Werden die Preise jedoch (staatlich) administriert und erfolgt die Messung des Preisniveaus anhand der administrierten Preise, so liegt keine Inflation vor. Hilfsweise kann Inflation allerdings auf nicht-administrierten Märkten (Schwarzmarkt) gemessen werden. Ob Inflation vorliegt, ist also eine Frage der Anerkennung einer Definitions-Autorität. Gegen diese These ist einzuwenden, dass gehortete Geldbestände nicht per se ein Geldangebot darstellen. Nur der Teil der Geldbestände, den die Wirtschaftssubjekte planen, in der betrachteten Periode gegen Waren und Dienstleistungen einzutauschen, stellt ein Geldangebot dar. Externer Preisschock Dieser Ausdruck wurde im Zuge der sogenannten Ölkrisen häufig verwendet. Der Preisanstieg eines Gutes führt allerdings nicht zwangsläufig zu einem Anstieg des Preisniveaus. Sinken gleichzeitig die Preise anderer Güter, kann das Preisniveau konstant bleiben. Es liegt dann keine Inflation vor. Alimentiert die Notenbank jedoch die Preiserhöhungen, kann ein Effekt analog der sogenannten Kostendruck-Inflation ausgelöst werden. Inflationssteuer Eine Inflationssteuer gibt und gab es nicht. Inflationssteuer ist ein Schlagwort, das den wirtschaftlichen Nachteil von Inflation pejorativ mit dem wirtschaftlichen Nachteil einer Steuer gleichsetzt. Bei gleichbleibendem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, jedoch verringert sich das Realeinkommen aufgrund der Inflation. Gleichzeitig verlieren die Staatsschulden real an Wert (dies gilt nur bei nicht inflations-indexierten Anleihen und einer unerwartet hohen Inflation, denn wenn eine bestimmte Inflationsrate erwartet wird, wird diese Inflationsrate in den verlangten Zins mit eingepreist). Der Staat entschuldet sich bei unerwartet hoher Inflation also ohne eigene Leistung. Dies gilt zwar auch für alle anderen Schuldner. Der Staat ist jedoch als einziger in der Lage, durch seine Politik Inflation wirksam zu erhöhen. Als letzten Effekt kann der Staat Inflationsgewinne der Steuerbürger besteuern. So waren nach der Hyperinflation der 20er Jahre die Immobilienbesitzer faktisch entschuldet. Diesen Inflationsgewinn besteuerte der Staat mit der Hauszinssteuer. Siehe auch Liste der Länder nach Inflationsrate Lohn-Preis-Spirale Geräuschlose Kriegsfinanzierung Kippertaler der Kipper- und Wipperinflation Kippermünzstätten (Kursachsen) – Münzstätten der Kipper- und Wipperinflation Böse Halser der Schinderlingszeit, eine Inflation (1457–1460) Shrinkflation Literatur Inflation – Inflationstheorien – Geldpolitik. In: Gabler Wirtschaftslexikon, Gabler Verlag Hans H. Lechner: Währungspolitik. De Gruyter, Berlin u. a. 1988, ISBN 3-11-007412-5. Fritz Neumark: Inflationsprobleme – Alt und Neu. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen (= Göttinger Universitätsreden. Heft 59). Weblinks Statistisches Bundesamt (Destatis): Verbraucherpreis-Index für Deutschland Verbraucherpreis-Index für Österreich Schweizerischer Landesindex der Konsumentenpreise Statistiken der EZB (englisch) Inflation in den Neuen Bundesländern (in Quartalsberichten) Jürgen Pätzold: Das Inflationsproblem. Ursachen und Strategien. Informationen und Daten zum US-CPI beim Bureau of Labor Statistics Einzelnachweise
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Optionale integrierte Finanzbuchhaltung oder Datenübergabe an DATEV für den Steuerberater Einfache Integration branchenfremder Produkte und Datenschnittstellen zu vielen weiteren Branchen Zentrale Datenverwaltung im Rechenzentrum Microsoft SQL-Hochleistungsdatenbank und neueste Programmierwerkzeuge von Microsoft Visual Studio Hochleistungs-Server mit RAID-System, mehreren Netzwerkkarten und Netzteilen Identische Spiegel-Server, tägliche Datensicherung und weitere Notfallsysteme Normaler DSL-Internetzugang für das Arbeiten ist ausreichend, keine eigenen Sicherheitskonzepte notwendig dadurch Kostenersparnis von über 150, 2/Monat Weltweiter Datenzugriff von jeder Filiale, Büro/zu Hause Zentrale Speicherung aller Schreiben, Dokumente, PDF oder gescannten Dokumenten EPOS Warenwirtschaft Kassenhardware wie Bon-Drucker, Etikettendrucker, Kassenschublade, Kundendisplay, Scanner und vollintegrierte Kasse kann auf Wunsch von uns geliefert werden. 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Wir halten den Herweck Handy-Shop für Sie aktuell - Immer die neuesten Geräte und Aktionen der Netzbetreiber (aus dem Angebot der Herweck AG) Sonderaktionen auf Startseite können individuell festgelegt werden Preise können individuell angepasst werden Keine Programmier-Kenntnisse erforderlich Ihr Kunde wählt seinen Wunschtarif und sein Wunschgerät und kann bequem online bestellen Individuelles, an Ihr Look & Feel angepasstes Design möglich UVP voreingestellt, eigene Preise bequem einsetzbar Freie Festlegung der Versandkosten Ausblenden bestimmter Netzbetreiber möglich Kundenverwaltung mit Bestellstatus und -Funktion Kontaktformular für Ihre Kunden Bestellbestätigung per Eigenes Impressum Eigene AGB -Support 9 Erfüllen Sie Wünsche! Mit der 0% Handyfi nanzierung! Umsatz ankurbeln aber wie? Mit der günstigen 0% Handyfinanzierung muss Ihr Kunde auf ein neues, bezahlbares Wunschhandy nicht verzichten. Jedes Handy kann in 24 bequemen Monatsraten finanziert werden. 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Vertriebsinnendienst Montag bis Freitag 8.00 bis Uhr Samstag 9.00 bis Uhr Dienstleistungscenter Montag bis Freitag 9.00 bis Uhr Samstag 9.00 bis Uhr Zentrale Telefon: 06849/ Fax: 06849/ Vertriebsteam Nord (PLZ 0-5) Telefon: 06849/ Vertriebsteam Süd (PLZ 6-9) Telefon: 06849/ Stunden-Auftragsannahme Auftrags-Hotline Telefon: 06849/ Stunden-Auftragsannahme Telefax: 06849/ oder Technik Center Montag bis Donnerstag 9.00 bis Uhr, bis Uhr Service-Hotline für technische Fragen Telefon: 06849/ Stunden-Fax-Line Telefax: 06849/ Freitag 9.00 bis Uhr, bis Uhr Montag bis Donnerstag 9.00 bis Uhr, bis Uhr Freitag 9.00 bis Uhr, bis Uhr Reparaturauskünfte Telefon: 06849/ Stunden-Fax-Line Telefax: 06849/ 11 Sie haben Fragen zu Vodafone im Hause Herweck? René Götz Netzmanager Vodafone Tel.: -132 Fax: Mobil: 0160/ Vertrieb Telefon + Fax: 06849/ DW Maurizio Costa Vertrieb Innendienst Netze E-Plus, Vodafone, O 2 Tel.: -150 Fax: Stephanie Feld Vertrieb Innendienst Netze Telekom, mobilcom debitel, 1&1 Tel.: -135 Fax: Bei Fragen zu den Themen: Aktionsgeräte Hardware-Preise Lieferzeiten Warenlieferung Warenretouren Lieferreklamationen Anke Daschmann PLZ 0+1 Tel.: -147 Fax: -190 Fred Tomaka PLZ Tel.: -123 Fax: -190 Natalie Dufke PLZ 2 Tel.: -125 Fax: -190 Manuel Klinck PLZ Tel.: -149 Fax: -190 Achim Ziegengeist PLZ 3 Tel.: -124 Fax: -190 Jörn Benz PLZ Tel.: -156 Fax: -198 Christian Hell PLZ Tel.: -146 Fax: -190 Michael Enders PLZ Tel.: -127 Fax: -198 steht Ihnen unser Vertriebsteam zur Verfügung Cora Kempf PLZ Tel.: -133 Fax: -198 Benjamin Kaisner PLZ Tel.: -141 Fax: -198 Marc Thome PLZ Tel.: -128 Fax: -198 Eva Frisch PLZ Tel.: -143 Fax: -198 Hartmut Heckmann PLZ Tel.: -121 Fax: -198 12 Provisionsauszahlung Provisionsreklamation Provisionsabrechnung Telefon + Fax: 06849/ DW Tanja Jung Tel.: -235 Fax: -220 Carolin Fischer Tel.: -237 Fax: -220 Cathleen Wiese Tel.: -213 Fax: -243 Michaela Stein Provisionsclearing Tel.: -231 Fax: -220 Nadine Barth Provisionsclearing Tel.: -239 Fax: -220 Michael Fixemer Teamleiter Tel.: -236 Fax: -220 Freischalten24.de Unter-VO-Beantragungen Aktivierungen Dienstleistungscenter Telefon + Fax: 06849/ DW Hotline: -255 Roswitha Stalter Tel.: -234 Fax: -240 Carina Amann Tel.: -214 Fax: -240 Ivonne Stein Tel.: -212 Fax: -240 Angela Schlimpen Tel.: -232 Fax: -240 Nadine Engbarth Tel.: -233 Sprech.: -214 Michael Heintz Teamleiter Freischaltung Tel.: -211 Fax: -240 Oliver Borst Abteilungsleiter Tel.: -200 Fax: 13 Kontaktformular Per Fax an: 06849/ Ich bin interessiert am Partner Konzept von Herweck und Vodafone, bitte setzen Sie sich mit mir in Verbindung. Kundennummer Firma Name Vorname Straße, Hausnummer PLZ, Ort Telefon Fax Bemerkung Datum, Unterschrift 14 Noch Fragen? Ihr persönlicher Herweck Ansprechpartner in Sachen Vodafone René Götz Telefon: 06849/ Fax: 06849/ Mobil: 0160/ Provisionsliste gültig ab 02.01.2015 PK Neuverträge Postpaid 24 Monate Laufzeit o2 Go 24M 30,00 o2 Blue Allin M 105,00 o2 Blue Select 40,00 o2 Blue Allin L 150,00 o2 Blue Basic 30,00 o2 Blue Allin XL 190,00 o2 Blue Allin S 60,00 o2 Blue Allin Provisionsliste gültig ab 02.02.2015 PK - Neuverträge Postpaid 24 Monate Laufzeit o2 Go 24M - 30,00 o2 Blue Select - 40,00 o2 Blue Basic - 30,00 o2 Blue All-in S - 60,00 o2 o - 5,00 o2 Blue Select Flex - 9,00 o2 Blue Basic Flex - 3,00 o2 Brodos...einfach mehr im P Inhaltsverzeichnis aket ...einfach mehr im Paket...einfach mehr im Paket Brodos Inhaltsverzeichnis...einfach mehr im Paket Das Unternehmen Leistungen Distributions-Standard Preise Reporting Verkaufstools Shop-Organisation Verkaufstools Provisionsliste gültig ab 01.07. 2015 Die Salonsoftware der Zukunft. cloudcis Die Salonsoftware der Zukunft cloudcis Technologie von Morgen schon Heute nutzen! 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Kundenanschlüsse ca. 8000 Mitarbeiter ServiceAtlas Mobilfunk 2014 ServiceAtlas Mobilfunk 2014 Wettbewerbsanalyse zur Kundenorientierung Mit Detail-Auswertungen für 10 Prepaid- und 10 Postpaid- Mobilfunkanbieter Studienflyer und Bestellformular 2014 ServiceValue GmbH Aktionsübersicht Neuvertrag-Mobilfunk - Mobilfunk und SmartHome und SmartHome Änderungen sind mit "!!!" gekennzeichnet Datum: 6.05.015 mobilcom-debitel "Dach-Aktionen" - Neuvertrag Mobilfunk Aktionszeitraum Aktion NETZ Tarif von bis Bemerkungen 1 x Monatsgrundpreisbefreiung für AnkaufExpress.de. Gebrauchtes abgeben, Geld mitnehmen. jetzt Ankauf Händler werden. 1. Gebrauchtes abgeben 2. Wert ermitteln lassen 3. AnkaufExpress.de Gebrauchtes abgeben, Geld mitnehmen 1. Gebrauchtes abgeben 2. Wert ermitteln lassen 3. Geld mitnehmen jetzt Ankauf Händler werden Was ist Ankauf Express? Werden Sie Ankauf Express Händler Für Kunden mit Smartphones: Der neue CallYa OpenEnd Internet und Mobile Internet Flat Nr. 43 28.05.2010 Seite 1 von 5 für Vodafone-Fachhändler Für Kunden mit Smartphones: Der neue CallYa OpenEnd Internet und Mobile Internet Flat Neuer CallYa Tarif mit drei Flatrates Voreingestellt bei neuen NT Club Info Telekom September 2015 Inhalt NT-Club Klassifizierung... 1 Postpaid Aktionen des Monats... 2 Tarifpush des Monats... 3 Bonus Club Punkte Quartal 3 2015... 4 Festnetz-Quartalsbonus Q3 2015... 5 Aktionszeitraum: Q3 2015 NT-Club mobilcom-debitel Monats-Highlights September Partner-Informationen Aktuelle Informationen für die mobilcom-debitel Partner Sonderinfo MCFH Datum: 26. 08. 2010 Seite 1 von 30 mobilcom-debitel Monats-Highlights September Sehr geehrter mobilcom-debitel Telekom Aktionsgeräte ab 01. September 2015 Wichtiger Hinweis Margenkalkulation: Bitte beachten Sie, dass bei der Margenkalkulation in dieser Übersicht bei dem, sowie erhöhtem die Umsatzsteuer, die sie für Ihre Betrachtung benötigen jeweils abgezogen MeinBüro 365 START STANDARD PLUS. Basisversionen MeinBüro 365 START STANDARD PLUS Basisversionen Module WISO Mein Büro wächst ab jeder Ausbaustufe (Start, Standard, Plus) mit Ihnen, wenn Sie es brauchen. Dafür stehen Ihnen die verschiedensten Module ORTHOCash Ladenkasse. Funktionsübersicht ORTHOCash Ladenkasse Funktionsübersicht Auf den folgenden Seiten finden Sie Übersicht über die Programmfunktionen. Erfahren Sie, warum ORTHOCash die optimale Kassensoftware für Ihr Unternehmen ist. Ladenkasse MOBILFUNKPORTFOLIO für SAPOS MOBILFUNKPORTFOLIO für SAPOS DREI FACHZEITSCHRIFTEN EIN GEWINNER: DEUTSCHE TELEKOM! 5 TOP-ARGUMENTE FÜR DIE TELEKOM! 1 Bestes Netz unabhängige Tests belegen: Telekom Deutschland hat das beste Netz! 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