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Was war der Durchbruch von Julia Roberts als Schauspielerin?
Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie hatte 1990 mit der Filmromanze Pretty Woman ihren internationalen Durchbruch und erhielt für die Rolle den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie Die Akte (1993), Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), Notting Hill (1999) und Die Braut, die sich nicht traut (1999) etablierte sie sich als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle in Erin Brockovich (2000) gewann sie den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Kinohits hatte sie mit Ocean’s Eleven (2001), der Fortsetzung Ocean’s 12 (2004) und Mona Lisas Lächeln (2003). Leben Kindheit und Jugend Roberts wurde 1967 in Atlanta geboren. Ihre Eltern, Walter Grady Roberts (1933–1977) und Betty Lou Bredemus (1934–2015), leiteten eine Schauspielschule für Kinder in der Innenstadt von Atlanta, die auch von Julias beiden älteren Geschwistern Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts Gillan (* 1965) besucht wurde. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten gab es in der Schule keine Rassentrennung; zu den Schülern zählten unter anderem die Kinder des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Eltern trennten sich, als Julia Roberts vier Jahre alt war. Während ihr Bruder beim Vater blieb, zog die Mutter mit den Töchtern nach Smyrna, wo Roberts die High School besuchte. 1972 heiratete Roberts’ Mutter den Theaterkritiker Michael Motes. Aus dieser Ehe, die 1983 geschieden wurde, ging Roberts’ Halbschwester Nancy Motes (1976–2014) hervor. Während ihrer Schulzeit spielte Roberts in Amateurtheatervorstellungen mit, da sie die schauspielerischen Erfolge ihres Bruders beeindruckten, der an der Royal Academy of Dramatic Art in London und an der American Academy of Dramatic Arts in New York City Schauspiel studiert hatte und für seine Rolle in König der Zigeuner (1978) für einen Golden Globe Award nominiert worden war. Karrierebeginn Nach ihrem High-School-Abschluss im Juni 1985 zog Roberts zu ihrer Schwester Lisa nach New York, wo sie gelegentlich als Model arbeitete und in einem Schuhgeschäft sowie einer Eisdiele jobbte. Ihr eigentliches Ziel war jedoch, Schauspielerin zu werden. Sie wurde in die Kartei der Agentur von Bob McGowan aufgenommen und nahm Sprachunterricht, um ihren Südstaatenakzent loszuwerden. Den Besuch eines Schauspielkurses brach sie ab, weil sie den Unterricht als nutzlos empfand. Nach zahlreichen Vorsprechterminen erhielt sie 1986 eine Gastrolle in der Fernsehserie Crime Story und wurde für eine kleine Rolle in der Komödie Firehouse engagiert. Der Film wurde von den Kritikern oft als „viertklassig“ bezeichnet und Roberts’ Auftritt dauerte nur etwa fünfzehn Sekunden. Mit Unterstützung ihres Bruders Eric, der 1986 für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film Expreß in die Hölle nominiert worden war, erhielt sie eine Rolle an seiner Seite in dem Film Blood Red – Stirb für dein Land. Die Dreharbeiten fanden im November und Dezember 1986 statt, der Film kam jedoch erst 1989 ins Kino und war nicht erfolgreich. Ihre erste größere Rolle spielte Roberts in Satisfaction (1988). Für die Rollen der jugendlichen Mitglieder einer Band wurden Schauspieler gesucht, die Musikinstrumente spielen konnten. Roberts fing daraufhin an, Schlagzeugunterricht zu nehmen, allerdings wurde die entsprechende Rolle in der Zwischenzeit mit Trini Alvarado besetzt. Stattdessen bekam Roberts die Rolle eines Mädchens, das Bassgitarre spielt, so dass sie erneut Unterricht nehmen musste. Die Dreharbeiten fanden im Mai und Juni 1987 in Charleston statt. Durchbruch Mit der Komödie Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel, gedreht im Herbst 1987, konnte Roberts ihren ersten Kinoerfolg verbuchen. Sie glaubte zunächst nicht, die richtige Besetzung für die erotisch wirkende Daisy Arujo, eine junge Frau portugiesischer Abstammung, zu sein. Außerdem fand die Produktionsassistentin Jane Jenkins Roberts’ Haare zu hell, so dass sie sie rot färbte. Insbesondere diese Eigeninitiative überzeugte den Regisseur Donald Petrie davon, sie zu engagieren. Ihre Gage betrug 50.000 US-Dollar. Für ihre Rolle wurde Roberts für die Filmpreise Independent Spirit Award und Young Artist Award nominiert. 1988 hatte Roberts einen Gastauftritt in der Fernsehserie Miami Vice. 1989 spielte sie an der Seite ihrer namhaften Schauspielkolleginnen Sally Field, Dolly Parton, Shirley McLaine und Daryl Hannah eine Nebenrolle in dem Drama Magnolien aus Stahl, das in der Kleinstadt Natchitoches in Louisiana gedreht wurde. Die US-Premiere des Films fand am 15. November 1989 statt, und Roberts erhielt für ihre Rolle, die zuvor von Meg Ryan abgelehnt worden war, einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Während der Dreharbeiten zu Magnolien aus Stahl waren Roberts und ihr Filmpartner Dylan McDermott ein Paar geworden. Nach einer kurzen Verlobungszeit trennte sich das Paar 1990. Erfolg mit Pretty Woman Roberts’ nächstes Filmprojekt machte sie zu einem internationalen Superstar: Unter der Regie von Garry Marshall verkörperte sie in der Filmromanze Pretty Woman die Prostituierte Vivian, die sich in einen schwerreichen Geschäftsmann (gespielt von Richard Gere) verliebt. Die Dreharbeiten begannen im Juli 1989 unter dem Arbeitstitel 3.000 – in Anlehnung an die Geldsumme, die Vivian für ihre Liebesdienste erhalten sollte – und wurden im Oktober 1989 in Los Angeles abgeschlossen. Ein Happy End war zunächst nicht vorgesehen gewesen, während des Schnitts von 3.000 entfielen aber fast alle düsteren Szenen, so dass die Handlung schließlich doch eine positive Wendung nahm. Marshall entschied schließlich auch, den Film nach dem gleichnamigen Lied von Roy Orbison, das in einer Szene des Films zu hören ist, umzubenennen. Die US-Premiere fand am 23. März 1990 statt. Obwohl die Kritiken nicht besonders gut waren, entwickelte sich die moderne Aschenputtel-Geschichte zu einem erfolgreichen Kinohit: Weltweit spielte der Film 463,4 Mio. US-Dollar ein und verzeichnete allein in Deutschland über zehn Millionen Kinobesucher. Roberts, die für die Rolle eine Gage von 300.000 US-Dollar erhalten hatte, wurde zur damals gefragtesten Schauspielerin Hollywoods und erhielt für die Rolle ihren zweiten Golden Globe und ihre zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Als nächstes spielte sie für eine Gage von 550.000 US-Dollar in dem Thriller Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990) an der Seite von Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und William Baldwin eine Medizinstudentin, die mit Nahtoderfahrungen experimentiert. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, studierte sie das tibetische Totenbuch. Während der Dreharbeiten, die von Oktober 1989 bis Januar 1990 dauerten, wurden Roberts und Sutherland ein Paar. Roberts beendete die Beziehung kurz vor der geplanten Hochzeit im Juni 1991. In dem Psychothriller Der Feind in meinem Bett von 1991 verkörperte Roberts eine junge Frau, die ihren eigenen Tod inszeniert, um ihrem sadistischen Ehemann, gespielt von Patrick Bergin, zu entkommen. Der Spielfilm erzielte allein in den Vereinigten Staaten ein Einspielergebnis von 101,5 Mio. US-Dollar und Roberts erhielt eine Gage von einer Million US-Dollar. Im selben Jahr war Roberts in der tragischen Liebesgeschichte Entscheidung aus Liebe zu sehen. Der Film blieb mit Einnahmen von 33,6 Mio. US-Dollar an den US-Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen des Filmstudios 20th Century Fox zurück und die Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Nach den Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Fantasyfilm Hook (1991), in dem sie die Rolle der Fee Glöckchen spielte, nahm Roberts eine fast zweijährige berufliche Auszeit, nachdem sie in den Jahren zuvor einen Film nach dem anderen gedreht hatte. Lediglich in Robert Altmans The Player hatte sie 1992 einen kurzen Cameo-Auftritt. Über die Gründe für ihre Abkehr von der Filmindustrie wurde in den Medien viel spekuliert und Anfang 1993 fragte das People Magazine auf seiner Titelseite “What happened to Julia Roberts?” (zu dt.: „Was ist mit Julia Roberts passiert?“). Später begründete Roberts ihre Auszeit damit, dass sie zu sich selbst finden wollte, da der plötzliche Ruhm und Erfolg vollkommen neu für sie gewesen seien. Sie habe in dieser Zeit viele Drehbücher gelesen, aber kein Projekt angenommen. Zu den von ihr damals abgelehnten Rollen gehörten die weibliche Hauptrolle in dem Erotikthriller Basic Instinct, durch die Sharon Stone 1992 weltberühmt wurde, und Meg Ryans Part in Schlaflos in Seattle (1993). Karriere von 1993 bis 1999 An der Seite von Denzel Washington und unter der Regie von Alan J. Pakula gelang Roberts mit der John-Grisham-Verfilmung Die Akte 1993 ein erfolgreiches Comeback. Obwohl die Kritiker ihre schauspielerische Leistung in dem Thriller gemischt aufnahmen, spielte der Film weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie I Love Trouble – Nichts als Ärger (1994) mit Nick Nolte, erwies sich dagegen als finanzieller Flop und wurde mehrfach für die fehlende Leinwand-Chemie seiner beiden Hauptdarsteller kritisiert. In Prêt-à-Porter, eine Komödie aus dem Jahr 1994 über die Pariser Modewelt, spielte Roberts an der Seite ihres damaligen Ehemannes Lyle Lovett, den sie am Filmset von The Player kennengelernt und am 27. Juni 1993 geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1995 nach knapp zwei Jahren geschieden. Power of Love war der einzige Film, den Roberts 1995 drehte. Im folgenden Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der 13. Folge der zweiten Staffel der US-Sitcom Friends und erhielt für ihre Titelrolle im erfolglosen Horrorfilm Mary Reilly eine Nominierung für den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin. Die Verfilmung des Lebens von Michael Collins (1996) mit Liam Neeson, in dem Roberts eine Nebenrolle spielte, war ebenfalls kein finanzieller Erfolg. Der Woody-Allen-Film Alle sagen: I love you, in dem Roberts auch ihre Fähigkeiten als Sängerin unter Beweis stellte, erhielt hingegen gute Kritiken. 1997 landete Roberts mit der romantischen Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes einen weltweiten Kinohit. Die romantische Komödie, in der Roberts’ Filmcharakter mit allen Mitteln versucht, eine Eheschließung zu verhindern, spielte knapp 300 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgenden Filme, der Thriller Fletcher’s Visionen (1997) mit Mel Gibson und das Drama Seite an Seite (1998) mit Roberts’ langjähriger Freundin Susan Sarandon, waren ebenfalls im Kino erfolgreich. Für Notting Hill (1999) mit Hugh Grant konnte Roberts die Rekordgage von 15 Mio. US-Dollar verlangen, für Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit ihrem Pretty Woman-Filmpartner Richard Gere sogar 17 Millionen. Beide Filme – romantische Komödien – gehören mit Einspielergebnissen von 363,8 Mio. US-Dollar (Notting Hill) und 309,4 Mio. US-Dollar (Die Braut, die sich nicht traut) zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen in Roberts’ Karriere. Für Notting Hill bekam sie ihre vierte Golden-Globe-Nominierung. Oscar-Gewinn und die 2000er Jahre 2000 bekam Roberts für die Hauptrolle im Film Erin Brockovich 20 Mio. US-Dollar und war damit die erste Schauspielerin, die diese Summe für eine Filmrolle aushandeln konnte. Die wahre Geschichte von Erin Brockovich, die als Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei einen Umweltskandal aufdeckte und im anschließenden Gerichtsverfahren eine Rekordsumme als Entschädigungszahlung aushandeln konnte, wurde für Roberts zum Höhepunkt ihrer Karriere: Sie erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Kritikerpreise, darunter ihren dritten Golden Globe, den British Academy Film Award, den Critics’ Choice Award, den Screen Actors Guild Award und im dritten Anlauf auch den Oscar. 2001 spielte Roberts erfolgreich an der Seite von Brad Pitt im Road-Movie The Mexican, es folgte die Komödie America’s Sweethearts mit Catherine Zeta-Jones. Ocean’s Eleven (2001), eine Neuverfilmung von Frankie und seine Spießgesellen aus dem Jahr 1960, brachte Roberts wieder mit Brad Pitt zusammen vor die Kamera. Der prominent besetzte Film (George Clooney, Matt Damon, Andy García) wurde mit einem Einspielergebnis von 450,7 Mio. US-Dollar zu Roberts’ finanziell erfolgreichstem Film nach Pretty Woman. Mit George Clooney drehte sie auch ihren nächsten Film Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002). 2003 drehte Roberts Mona Lisas Lächeln, 2004 Hautnah und ihre erste Filmfortsetzung, Ocean’s 12, wieder mit Brad Pitt und George Clooney und wieder äußerst erfolgreich (362,7 Mio. weltweites Einspielergebnis). In Ocean’s Twelve spielte Roberts wieder die Rolle der Tess Ocean, die sich hier ihre Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Julia Roberts zunutze macht, um einen Raub in einem Museum durchzuführen. Nach der Geburt ihrer Zwillinge 2004 nahm Roberts erneut eine Auszeit von der Schauspielerei, und seit der Geburt ihres dritten Kindes 2007 nimmt Roberts nur noch sporadisch Filmrollen an: In Der Krieg des Charlie Wilson (2007) spielte sie an der Seite von Tom Hanks und erhielt dafür ihre sechste Golden-Globe-Nominierung. Sie war zu sehen in Zurück im Sommer (2008) und in Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (2009), für den sie ihre siebte Golden Globe-Nominierung bekam. Seit 2010 2010 spielte sie in der Komödie Valentinstag an der Seite von Jessica Alba, Kathy Bates, Bradley Cooper, Jamie Foxx, Jessica Biel, Jennifer Garner und Anne Hathaway. Im Jahr 2009 beendete sie die Dreharbeiten zu der Dramakomödie Eat Pray Love, in der sie die Rolle der Elizabeth Gilbert spielt. Das Drehbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, die Elizabeth Gilbert in ihrem gleichnamigen Bestseller niederschrieb. Der Kinostart erfolgte am 23. August 2010. Das weltweite Einspielergebnis betrug 204,5 Mio. US-Dollar. Im Jahr 2010 drehte sie den Liebesfilm Larry Crowne, der von Tom Hanks produziert wurde. Hanks spielt auch den männlichen Gegenpart zu Roberts und führte Regie. 2012 drehte sie an der Seite von Lily Collins den Film Spieglein Spieglein, eine neue Version des Märchen-Klassikers Schneewittchen, in dem sie den Part der bösen Königin übernahm. Außerdem übernahm sie in der Theater-Verfilmung Im August in Osage County die Rolle der Barbara Fordham. 2018 spielte sie die Hauptrolle in der zehnteiligen Serie Homecoming, die am 2. November 2018 bei Amazons Streamingdienst Prime Video ihre internationale Premiere feierte. Sonstiges Für das deutsche Kino wird Roberts seit dem Film Pretty Woman von Daniela Hoffmann synchronisiert. Roberts’ eigene Produktionsfirma heißt Red Om – der Nachname ihres Ehemannes Danny Moder in umgekehrter Schreibweise. 1990, 1991, 2000, 2002, 2005 und 2010 wurde Roberts vom US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt. Das britische Magazin Empire wählte sie im Oktober 1997 auf Platz 66 der 100 größten Filmstars aller Zeiten. Als Brad Pitt und George Clooney herausgefunden hatten, dass Roberts zusammen mit ihnen für Ocean’s Eleven (2001) vor der Kamera stehen würde, schickten sie ihr eine Karte, in der stand „Wir haben gehört, dass du 20 pro Film bekommst“ zusammen mit einem 20-Dollar-Schein. Roberts hatte zuvor für Erin Brockovich (2000) eine Gage von 20 Millionen Dollar erhalten. Im November 2005 führte Roberts, ungeachtet ihrer damaligen Karriereunterbrechung, laut dem Hollywood-Reporter mit einer Gage von 20 Mio. US-Dollar die Riege der bestbezahlten Hollywood-Schauspielerinnen an. Ein Jahr später verlor sie diese Spitzenposition jedoch an Nicole Kidman. 2007 wurde sie mit einer Gagenhöhe von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film auf Platz 7 der bestbezahlten Hollywood-Aktricen ausgewiesen. 2006 erhielt Roberts fünf Millionen US-Dollar dafür, dass sie für acht Werbeanzeigen des Modedesigners Gianfranco Ferré vor der Kamera stand. Die Aufnahmen wurden innerhalb von einem Tag gemacht. Der Chilene Miljenko Parserisas Bukovic ist ein großer Fan von Julia Roberts. Nachdem er Erin Brockovich gesehen hatte, war er so begeistert von ihrer Leistung, dass er sich insgesamt 82 Tattoos mit ihrem Porträt stechen ließ. Er hat die Absicht, noch mehr Tattoos anfertigen zu lassen. Privatleben Roberts ist die Tante der Schauspielerin Emma Roberts. Auch ihre Geschwister Eric Roberts und Lisa Roberts Gillan sind als Schauspieler erfolgreich. 2014 wurde ihre Halbschwester Nancy Motes tot aufgefunden. 2015 starb ihre Mutter Betty Lou Bredemus nach langer Krankheit an Lungenkrebs. 1989 war Roberts kurzzeitig mit ihrem Filmpartner in Magnolien aus Stahl, Dylan McDermott, verlobt. 1990 verliebte sie sich auf dem Set von Flatliners in Kiefer Sutherland; Roberts beendete die Beziehung im folgenden Jahr, nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit. Im Juni 1993 heiratete sie den Country-Musiker Lyle Lovett, kurz darauf spielten beide in dem Film Prêt-à-Porter. Im März 1995 gab das Paar die Trennung bekannt und ließ sich scheiden. Von 1998 bis 2001 war Roberts mit dem Law & Order-Star Benjamin Bratt liiert. Im Jahr 2000 lernte sie am Set von The Mexican den Kameramann Daniel Moder kennen. Er und Roberts heirateten im Juli 2002. 2004 wurden sie Eltern von zweieiigen Zwillingen, Hazel und Phinnaeus; 2007 wurde ihr zweiter Sohn Henry Daniel geboren. Filmografie Darstellung Synchronisation 2006: Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) 2006: Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) 2017: Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (Smurfs: The Lost Village) Nicht realisierte Filmprojekte Während Du schliefst (1995) – Roberts lehnte die Rolle ab, Sandra Bullock erkannte das Potenzial des Films und er wurde zu einem der größten Erfolge ihrer schauspielerischen Laufbahn. Batman & Robin (1997) – Roberts war im Gespräch für die Rolle der Poison Ivy, die Rolle bekam dann Uma Thurman. Shakespeare in Love (1998) – Roberts war für die Hauptrolle in diesem Film vorgesehen, lehnte jedoch ab. Gwyneth Paltrow sprang ein und gewann für ihre Darstellung den Oscar. Sechs Tage, sieben Nächte (1998) – Anne Heche spielte an der Seite von Harrison Ford, nachdem Roberts die Rolle abgelehnt hatte. Selbst ist die Braut (2009) – angeblich war den Produzenten Roberts’ Gagenforderung zu hoch. Sie engagierten daraufhin Sandra Bullock und die Komödie wurde ein weltweiter Erfolg. 1999 waren Bullock und Roberts schon einmal Konkurrentinnen um eine Rolle (Die Braut, die sich nicht traut); damals war Roberts siegreich. 2009 wurde Roberts auch die Hauptrolle in Bullocks bislang erfolgreichstem Film Blind Side – Die große Chance angeboten. Für diese Rolle erhielt Bullock den Oscar für die beste Hauptrolle. Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Negativpreise Roberts erhielt außerdem zahlreiche Beliebtheits- und Publikumspreise in aller Welt (u. a. elf „Bravo-Ottos“ in Deutschland). Zuletzt erhielt sie im Oktober 2007 den Preis der American Cinematheque. Literatur Penning, Lars: Julia Roberts. Berlin, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-929470-36-5. James Spada: Julia Roberts. Die Biografie. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09436-8. Meinolf Zurhorst: Julia Roberts. „Pretty Woman“. Heyne Filmbibliothek, Band 168 (3. Auflage). Wilhelm Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-05757-0. Weblinks Einzelnachweise Filmschauspieler Theaterschauspieler Oscarpreisträger Golden-Globe-Preisträger Person (Atlanta) US-Amerikaner Geboren 1967 Frau
Betriebssportgemeinschaft Robotron. Walter Ulbricht: "Jedermann an jedem Ort, einmal in der Woche Telefon: 0361 / 3775-400 Fax: 0361 / 3775-401 Internet: http://www.thueringen.de/th4/thgsta/staatsanwaltschaften/sta_erfurt/index.aspx Erfurt (06/2017) in Thüringen eigentlich Steuern, wenn die Thüringische Staatsbürokratie nicht Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt: Bettina Keil-Rüther (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1961) - Leitende Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 08.03.2013, ..., 2017) - im Handbuch der Justiz 1998 ab 23.11.1993 als Staatsanwältin als Gruppenleiterin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 unter dem Namen Bettina Keil ab 01.04.1999 als Oberstaatsanwältin bei der Generalstaatsanwaltschaft Jena aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010 unter dem Namen Bettina Keil ab 01.04.2008 als Leitende Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Meiningen aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2012 unter dem Namen Bettina Keil-Rüther ab 01.04.2008 als Leitende Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Meiningen aufgeführt. ... zensiert Glückwunsch, möge die Liebe niemals enden. Im Handbuch der Justiz 2014 und 2016 ab 08.03.2013 als Leitende Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Staatsanwaltschaft Erfurt: Michael Lehmann (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1960) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 10.10.2013, ..., 2017) - im Handbuch der Justiz 2012 und 2014 ab 01.02.1997 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 10.10.2013 als stellvertretender Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. 2013: kommissarischer Ständiger Vertreter des Leitenden Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt. Die Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes Thüringen beschäftigen bei der Staatsanwaltschaft Erfurt 142 Mitarbeiter/innen, davon Höherer Dienst (Staatsanwälte) 56 (AKA 52.67) Wirtschaftsreferenten 0 Amtsanwälte 2 Wirtschaftssachbearbeiter 1 Gehobener Dienst 6 Mittlerer- und Schreibdienst 76 Einfacher Dienst 1 Der Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft Erfurt umfasst den Landgerichtsbezirk Erfurt. Jena - Thüringer Generalstaatsanwaltschaft Elvira Beißwenger (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1962) - Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 01.10.2008, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2016 ab 01.10.2008 als Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Alexander Gröll (geb. zensiert - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 03.03.2003, ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 13.12.1999 als Richter/Staatsanwalt auf Probe im OLG-Bezirk Jena aufgeführt. 2004: Abordnung an die Staatsanwaltschaft Mühlhausen? Hannes Grünseisen (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1968) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab , ..., 2017) - im Handbuch der Justiz 2010 ab 24.01.2000 als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 05.10.2011 als Staatsanwalt als Gruppenleiter bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. 2010, ..., 2017: Pressesprecher bei der Staatsanwaltschaft Erfurt. Silke Jacob (geb. zensiert Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 27.04.2006, ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.01.2001 als Richterin/Staatsanwältin auf Probe im OLG-Bezirk Jena aufgeführt. Namensgleichheit mit: Roland Jacob (geb. 1963 in Marl/Westfalen - von Bernhard Kern (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1963) - Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 10.10.1995, ..., 2012) Ute Koch (Jg. 1953) - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 28.05.1996, ..., 2002) Michael Lehmann (geb. zensiert 01.02.1997 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 10.10.2013 als stellvertretender Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. 2013: kommissarischer Ständiger Vertreter des Leitenden Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt. Dorothee Ohlendorf (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1972) - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 18.09.2006, ..., 2012) - Namensgleichheit mit: Björn Ohlendorf (geb. zensiert mit: Dorothee Garnreiter (Jg. 1972) - Richterin/Staatsanwältin auf Probe im OLG-Bezirk Jena (ab 01.04.2001, ..., 2002) Willi Proff (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1955) - Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 06.10.1994, ..., 2010) - Namensgleichheit mit: Heike-Luise Proff (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1964) - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 11.10.1995, ..., 2010) Heike-Luise Proff (geb. zensiert 11.10.1995, ..., 2010) - Namensgleichheit mit: Willi Proff (geb. zensiert 06.10.1994, ..., 2010) Annette Schmitt-ter Hell (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1961) - Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 01.04.1998, ..., 2017) - im Handbuch der Justiz 2012 unter dem Namen Annette Schmitt ab 01.04.1998 als Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 und 2016 unter dem Namen Annette Schmitt-ter Hell ab 01.04.1998 als Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. ... zensiert Glückwunsch, möge die Liebe niemals enden. 2013: unter dem Namen Annette Schmitt-Heller auf der Internetseite der Staatsanwaltschaft Erfurt als stellvertretende Pressesprecherin aufgeführt. 2011, ..., 2017: stellvertretende Pressesprecherin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt. 2016: unter dem Namen Annette Schmitt-ter Hell stellvertretende Pressesprecherin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt. Corinna Schwarz (geb. zensiert Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 14.02.1995, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2014 ab 14.02.1995 als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Namensgleichheit mit: Frank Michael Schwarz (geb. zensiert Staatsanwaltschaft Erfurt - abgeordnet - aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft. Im Handbuch der Justiz 2014 ab 18.10.2012 als Ministerialrat im Justizministerium Thüringen aufgeführt. 2009: Stellvertretender Landesvorsitzender des Thüringer Richterbundes - http://www.thueringer-richterbund.de/22.html. Sabine Stahl (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1955) - Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 01.04.2000, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2016 ab 01.04.2000 als Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Viola Thiel (Jg. 1963) - Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 06.04.1994, ..., 2002) Gabriele Triebel (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1952) - Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 01.10.1995, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2016 ab 01.10.1995 als Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Detlef Wehner (geb. zensiert Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 22.02.1994, ..., 2008) - 2004 bei der Staatsanwaltschaft Mühlhausen? Stephan Willrich (geb. zensiert Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab , ..., 2010, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.04.2001 als Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Jena - abgeordnet - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010 und 2012 ab 01.04.2001 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 und 2016 ab 08.11.2006 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft. # Joachim Becker # Peter Kunis # Wolf Günter Steppat # Arnd Herrmann # Uwe Strewe # Michael Heß # Heike Zawadil-Bunge # Rainer Kästner-Hengst # Petra Jarisch # Petra Peinelt # Klaus-Dieter Thomalla # Werner Peters # Maik Hübner # Marion Keller # Andrea-Christine Tolksdorf-Fraßeck # Rainer Dieckhoff # Steffen Krieger # Silke Becker # Gabriele Decker # Christiane Schmitz-Kern # Börries Glanz # Herbert Kronas # Martin Weller # Gerold von Wagner # Martin Scheler # Britta Huwe # Christiane Neubig # Patricia Philipp # Silke Kronas # Wolf-Dietrich Wenzel # Sabine Neumann # Heinz Jürgen # Karen Thore # Hagen Scharfenberg # Michael Scholz # Sandra Bergmann - Oberamtsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab , ..., Staatsanwaltschaft Erfurt tätig: Markus Bechtelsheimer (geb. zensiert Generalstaatsanwaltschaft Jena (ab 01.07.2005, ..., 2010) - ab 01.06.1996 Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt. 2009: Stellvertretender Landesvorsitzender des Thüringer Richterbundes - http://www.thueringer-richterbund.de/22.html Andreas Becker (geb. zensiert Meiningen (ab 01.07.2006, ..., 2008) - ab 28.04.1994 Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.07.2006 als Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Meiningen aufgeführt. Norbert Denk (geb. zensiert Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Meiningen (ab , ..., 2014, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.03.1994 als Staatsanwalt als Gruppenleiter bei der Staatsanwaltschaft Mühlhausen aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 07.11.2006 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010 und 2012 ab 01.10.2002 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 und 2016 ab 01.10.2002 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Meiningen aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft. Petra Hütte (geb. zensiert (ab 15.10.2010, ..., 2015) - im Handbuch der Justiz 1992 ab 08.13.1990 als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Düsseldorf aufgeführt. Justiz 1994 ab 03.11.1992 als Richterin am Landgericht Köln aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2000 ab 15.10.1997 als Richterin am Landgericht Düsseldorf aufgeführt. Justiz 2002 ab 03.11.1992 als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft. Im Handbuch der Justiz 2006 ab 03.03.2003 als Richterin am Amtsgericht Erfurt aufgeführt. Handbuch der Justiz 2008 ab 03.11.1992 als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010 ab 03.11.1992 als Richterin am Amtsgericht Erfurt aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft. Im Handbuch der Justiz 2014 ab 15.10.2010 als Richterin am Oberlandesgericht Jena aufgeführt. Oberlandesgericht Jena - GVP 01.08.2014: Beisitzerin / 2. Familiensenat. Hermann-Josef Klüber (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1956) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 20.04.1999, ..., 2010) - im Handbuch der Justiz 2008 und 2010 ab 20.04.1999 als stellvertretender Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt - abgeordnet - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2012, 2014 und 2016 nicht aufgeführt. Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1947) - Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Marburg (ab 01.10.2006, ..., 01.03.2012) - 1993 bis 1999 Staatsanwalt in Gera. Ab 21.09.1994 Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt. Einjährige Amtszeit als Landesanwalt - http://www.fr-online.de/rhein-main/hessischer-staatsgerichtshof-landtag-waehlt-neuen-praesidenten,1472796,3348742.html Martin Meister (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1962) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt Staatsanwaltschaft Erfurt (ab , ..., 2009, 2010) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.10.1995 als Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Jena - abgeordnet - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.04.2004 als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Gera - abgeordnet - aufgeführt. Hans-Otto Niedhammer (geb. zensiert Generalstaatsanwaltschaft Thüringen. Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 14.02.1995, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2014 ab 14.02.1995 als Staatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Erfurt aufgeführt. Franz 2012) - ab 1980 Staatsanwalt in Kassel. Ab 1992 Oberstaatsanwalt in Erfurt, war im Justizministerium tätig. Im Handbuch der Justiz 1998 ab 01.06.1996 als Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Meiningen aufgeführt. Siehe Pressemeldung unten. Roland Weidmann (Jg. 1939) - Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Erfurt (ab 01.02.1997, ..., 2002) Telefon: (03 61) 3454193 Kontaktstelle im Zuständigkeitsbereich der Staatsanwaltschaft Erfurt Grausiges Familiendrama: Mutter findet ihre sterbenden Kinder Altenfeld (dpa) Sie kam frisch aus dem Krankenhaus, doch ihre drei Kinder konnte sie nicht mehr freudig in den Arm nehmen: Eine 29-jährige Mutter fand ihre Jungen am Donnerstag blutüberströmt in ihrer Wohnung im thüringischen Altenfeld. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler wurden die Kinder im Alter von einem, drei und vier Jahren von ihrem eigenen Vater niedergestochen. Für zwei der Jungs kam jede Hilfe zu spät, der Dreijährige wurde lebensgefährlich verletzt ins Krankenhaus gebracht.Die Polizei nahm den Mann noch am Tatort fest - er steht unter Mordverdacht. Zunächst wurde der 27-Jährige aber in eine Klinik gebracht, weil er auch sich selbst schwere Verletzungen zugefügt hatte. Was den Deutschen zu der grausamen Tat getrieben haben könnte, dazu konnte Staatsanwältin Anette Schmittter Hell zunächst noch nichts sagen. Auch die Frage, womit er zugestochen hat, blieb vorerst offen. Zuerst würden Spuren am Tatort gesichert, hieß es. http://www.moz.de/nachrichten/alle-ressorts/artikel-ansicht/dg/0/1/1581621/ Ilmenau (Ilm-Kreis). Richter Jörg Türpitz stellte vor dem Amtsgericht in Ilmenau das Verfahren gegen einen säumigen Vater trotzdem ein.Wer als Elternteil – gleich ob Vater oder Mutter – den gerechtfertigten Unterhalt gar nicht oder nur teilweise zahlt, der bekommt Ärger. Und zwar nicht nur mit dem unterhaltsberechtigten Elternteil oder später dem Jugendamt: Verletzung der Unterhaltspflicht ist eine Straftat.Die Höhe des Verzuges ist formell erst einmal zweitrangig. Deswegen hatte sich Axel U. aus einer Stadt östlich von Ilmenau zu verantworten.Im Juni, Juli und August 2014 verdiente er als Beschäftigter in einem mittelständischen Unternehmen Geld. Nicht viel, doch ein wenig über dem, was zu dieser Zeit als unantastbarer Selbstbehalt galt, nämlich glatt 1000 Euro. Er lagt im Juni 124 Euro darüber, in den beiden anderen Monaten sogar noch deutlich mehr. Seine Ex-Frau, mit der er zwei Kinder hat, hätte also Unterhalt bekommen müssen.Das bestreitet auch der Angeklagte nicht. Allerdings stellt sich ebenso bald heraus, dass der Angeklagte nicht nur für diese beiden Kinder Unterhalt leisten muss, sondern für zwei weitere Kinder. Die 100 Euro monatlich, derentwegen seine Ex-Frau sich ans Jugendamt wandte, hätten ihr also nicht zugestanden. Vom Richter nach den Ursachen dieses Verzugs befragt, erklärt Axel U., er habe Rechnungen zu begleichen gehabt, was nur auf den ersten Blick wie eine Ausflucht gilt.Die Zahlungen wurden in Form eines Bußgeldbescheides fällig. Das Bußgeld wurde an die gemeinsam sorgeberechtigten Eltern von Silvio, eines der beiden Kinder erlassen, weil er fortgesetzt die Schule geschwänzt hatte. Dass Silvio bei seiner Mutter lebt und Axel U. schlechterdings keinen unmittelbaren Einfluss darauf hat, ob Silvio morgens zur Schule geht oder nicht, habe, so der Angeklagte, die Bußgeldstelle nicht interessiert. Richter Türpitz kennt den Fachbegriff: Aufenthaltsbestimmungsrecht. Seine Ex-Frau bestätigt später, dass dieses Recht ungeklärt ist, es seit Oktober 2015 aber eine Übereinkunft gibt, nach der sowohl der aktuelle Unterhalt als auch die Rückstände ausgeglichen werden.Falls er nachweist, dass dies in der nächsten Zeit so bleibt, wird das Verfahren eingestellt. Henry Trefz / 18.04.16 / TA Kein Wunder, wenn da die AFD oben aufschwimmt, bei so viel Schildbürgergehabe in den staatsbürokratischen Behörden. Anklage zum Landgericht wegen Körperverletzung mit Todesfolge u. a. BABYFUND IN MÜLLTONNE Mutter gesteht Kindstötung - Richter verweigert Haftbefehl Der Fall scheint klar - das zuständige Amtsgericht in Thüringen aber sieht es anders: Die Richter lehnten den Haftbefehl gegen eine Mutter ab, obwohl sie gestanden hatte, ihr Baby getötet und in einer Mülltonne entsorgt zu haben. Erfurt/Neudietendorf - Es war ein grausiger Fund im Müllcontainer: Ein Neugeborenes, in eine Tüte gestopft, erstickt im grauen Behälter, in einer Ecke eines öden Hinterhofs. Wieder war eine Mutter mit der Geburt ihres Kindes nicht fertig geworden, sah keinen Ausweg als die verzweifelte Tat. Die Frau hatte alles gestanden, der Fall schien klar. Und dennoch hat das Amtsgericht Gotha heute überraschend den Haftbefehl gegen die Mutter abgelehnt. Die Erfurter Staatsanwaltschaft kann es nicht fassen: "Wir kennen dafür keine Begründung und sind extrem überrascht", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hannes Grünseisen. Todes-Container: In diesem Behälter wurde die Neugeborene abgelegt und Die Frau hatte gestanden, ihre Tochter vor einer Woche heimlich zur Welt gebracht und aus Geldnot getötet zu haben. Die Polizei hatte die Leiche gestern in einer Mülltonne in Neudietendorf - einem Ort in West-Thüringen zwischen Erfurt und Gotha - entdeckt. Die Frau soll ihre Schwangerschaft verheimlicht haben. "Ich kann mir kein Kind leisten. Ich muss doch arbeiten gehen und Miete zahlen" - so wird sie von dem Behördensprecher zitiert. Laut Obduktion war das Kind lebend geboren und dann erstickt. Angesichts des Geständnisses sei die Verweigerung des Haftbefehls durch die Gothaer Richter besonders verwunderlich, heißt es bei der Erfurter Staatsanwaltschaft. "So viele gleich gelagerte Fälle gibt es zum Glück nicht, aber so eine Entscheidung habe ich noch nicht erlebt", sagte Sprecher Grünseisen. Die Begründung werde voraussichtlich erst am Montag an die Ermittlungsbehörde übergeben. Dann will die Behörde prüfen, ob sie Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlegt. Kinderschutzbund fordert Schwangeren-Pflichtberatung Kritik kam auch vom Kinderschutzbund. Damit solche Taten besser verhindert werden könnten, sprach sich der Thüringer Landesverband für engmaschige Pflichtberatungen für Schwangere aus. "Je näher die Geburt rückt, umso stärker muss die Betreuung der werdenden Mütter sein", sagte Konstanze Hartung vom Kinderschutzbund in Erfurt der dpa. Die sozialen Gruppen, in denen solche Verzweiflungstaten geschehen, würden die vorhandenen freiwilligen Angebote nicht nutzen. "Es sollte daher ein Vorsorgeheft geführt werden, in dem die Beratungen eingetragen werden müssen." Das Thüringer Justizministerium wollte die überraschende Ablehnung der Haft nicht kommentieren. Haftbefehle können prinzipiell dann abgelehnt werden, wenn kein dringender Tatverdacht besteht oder kein Haftgrund vorliegt. Erst in der vergangenen Woche hatte das Amtsgericht Wernigerode einen Haftbefehl gegen eine junge Mutter abgelehnt, die gestanden hatte, ihren lebend zur Welt gekommenen Jungen unmittelbar nach der Geburt in einem Wassergraben abgelegt zu haben. Der Haftrichter war davon ausgegangen, dass sich die Frau in einer psychischen Notlage befunden hat und von einem minderschweren Fall des Totschlags auszugehen war. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,513978,00.html Führungswechsel bei der Erfurter Staatsanwaltschaft Erfurt – Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat einen neuen Leitenden Oberstaatsanwalt. Justizminister Harald Schliemann führte ihn feierlich in sein Amt ein. Ort der Amtseinführung: Der Schwurgerichtssaal im Landgericht. Der „Neue“ heißt Franz Trost, ist 59 Jahre und stammt aus Hessen. Ein Staatsanwalt mit Polizei-Erfahrung: Franz Trost war als Personenschützer in Bonn, bewachte unter anderem das Bundeshaus. Jura studierte er in Gießen, Bonn und Würzburg, arbeitete als Richter, wurde 1980 zum Staatsanwalt in Kassel ernannt. 1992 kam Franz Trost nach Thüringen, wurde Oberstaatsanwalt in Erfurt, war im Justizministerium tätig, kam 1996 als Leitender Oberstaatsanwalt nach Meiningen. Diesen Posten hat er nun in Erfurt inne. Justizminister Harald Schliemann verriet weitere Leidenschaften neben der Juristerei: Er ist leidenschaftlicher Motorradfahrer und Teetrinker. Deshalb bekam er von ihm auch ein Teeglas als Geschenk. Und von Staatsanwaltschaftskollegen ein Bierglas mit der (fast historischen) Aufschrift: „35 Jahre Betriebssportgemeinschaft Robotron“ - weil seine Behörde auf dem ehemaligen Gelände steht. Gleichzeitig verabschiedete der Justizminister den bisherigen Chef der Staatsanwaltschaft, Dieter Möller. Er war seit dem Jahr 2002 Leitender Oberstaatsanwalt in Erfurt, verbringt jetzt seinen Ruhestand in seiner Heimatstadt Marburg. Justizminister Harald Schliemann (links) führte Franz Trost feierlich in sein Amt ein. http://www.hallo-th.de/index.php?page=infodienst&doku_kat_neu=&doku_action=doku_id&suchwort=&doku_id=1531 Meinungen über Bücher und Zeitschriften WDR 3, 27. 03. 2000 Hans-Detlev v. Kirchbach über: "Betrifft Justiz" Nr. 61, 1/2000 Redaktion: Eberhard Rondholz Im nunmehr 15. Jahrgang erscheint eine Zeitschrift, die überwiegend von "Richtern und Richterinnen, Staatsanwältinnen und Staatsanwälten" gemacht wird. "Betrifft Justiz" heißt dieses "Diskussionsforum für alle in der Justiz tätigen Juristinnen und Juristen, die das Bedürfnis nach einer wachen und kritischen Ausübung ihres Berufes haben". Aus praktischer Erfahrung, aus der Justiz selbst heraus, soll diese Zeitschrift den Zustand der gesellschaftlichen Institution Justiz authentisch widerspiegeln, deren "allgemeinpolitische Bedeutung" öffentlich tansparent machen, auch zu Widerspruch ermutigen, Veränderungen anstoßen. Richter und Staatsanwälte unternehmen hier den für ihren Berufsstand namentlich in Deutschland eher ungewöhnlichen Versuch, Justiz auch aus der anderen Perspektive zu sehen - aus dem Blickwinkel derer, die in die Mühlen der Justiz geraten. So fehlt es in den bisher 61 Ausgaben nicht an Schilderung und Kritik staatlicher "Rechtsanwendung", bei der Grundrechte unter die Räder geraten. So etwa im Fall jener 16-jährigen, die ihre ursprüngliche Anzeige gegen ihren Freund wegen Körperverletzung widerrufen wollte, der Liebe halber. Staatsanwaltschaft und Jugendgericht steckten das Mädchen in U-Haft, um von ihr jene Aussage zu erzwingen, die die Justiz gern hören wollte. Dierk Helmken schrieb anhand dieses "mißbräuchlichen Einsatzes der U-Haft" ein für das Selbstverständnis der Macher von "Betrifft Justiz" programmatisches Resüme: "Der ‘furchtbare Jurist‘ im Sinne Ingo Müllers ist leider nicht der Jurist, der bar jeder Furcht Recht spricht, sondern derjenige, den alle, die in die Mühlen der Strafjustiz geraten, fürchten müssen, weil er in der Verfolgung der von ihm für richtig gehaltenen Ziele zuweilen wenig Skrupel zeigt , sich über rechtsstaatliche Schranken hinwegzusetzen. Zur Spezies des ‘furchtbaren Juristen‘ ist auch jener zu zählen, der dem soeben skizzierten Kollegen keinen Widerstand entgegensetzt, sondern das unwürdige Spiel mitträgt." Ob es sich um Fragen der Justizorganisation handelt, um Strafrechtsprobleme oder um Spezialthemen wie die genetischen Fahndungsdateien- im Zweifel plädieren die Autoren der BJ "offensiv für Grundrechte" und gegen den ausufernden Maßnahmenstaat". Dieser Ansatz zeigt sich auch in den Themen des neuen Heftes. Aus den Niederlanden berichtet Martina Tragter-Schubert, Oberstaatsanwältin in Groningen, über Versuche, die holländische Justiz effizienter und demokratischer zu gestalten. Vor allem die Zielsetzungen Autoritätsabbau und Entmythologisierung" wären der deutschen Justiz dringlich anzuempfehlen. Wie dringlich, zeigt etwa der Beitrag von Rolf Gössner. Unter dem Titel: "Tod eines Wanderers" zeichnet der bekannte Bürgerrechtsanwalt und Polizeiexperte das gewaltsame Ende eines Kölner Touristen nach, den Polizisten in Erfurt mit dem Gewaltverbrecher Zurwehme verwechselten und über den Haufen schossen. Als besonders skandalös wertet Gössner die Einstellung des Verfahrens gegen die beamteten Todesschützen. Deren "vegetative Reaktion" sei aus ihrer leider irrtümlichen Überzeugung zu erklären, es mit dem gesuchten Zurwehme zu tun zu haben und von daher "nicht vorwerfbar", meinte die Erfurter Staatsanwaltschaft. Gössner fordert rechtspolitische Konsequenzen: "Polizeiliche Todesschützen dürfen sich nicht länger hinter das Schutzschild der Amtsautorität zurückziehen. Es darf nicht länger passieren, daß die Exekutive prägenden Einfluß auf die Ermittlungen ... in eigener Sache ... und auf die anschließenden Strafverfahren nimmt, in denen meistens die Polizeiversion thriumphiert." Daß vor deutschen Gerichten die "Machtversion" allzuoft "thriumphiert", kritisiert auch Helmut Kramer anhand der "Welle von Strafverfahren gegen Pazifisten" im Gefolge des Kosovo-Krieges. In der Auffassung vor allem der Berliner Staatsanwaltschaft, daß auch Völkerrechtsverstöße nicht zur Dienstverweigerung berechtigten, daß der Soldat nicht einmal über den Angriffscharakter eines Krieges nachzudenken habe, sieht Kramer eine Wiederbelebung des Kadavergehorsam unseligen Angedenkens in geschichtsblinder, "furchtbarer" Rechtstradition. Gerade aber angesichts des Fortwährens solcher Justiztradition erweist sich die Notwendigkeit eines Organs wie "Betrifft Justiz" - als Artikulation demokratischer Reformpotentiale innerhalb der Justiz selbst. Die Nr. 61 - 1. Quartal 2000 - ist soeben im Verlag ReNo GmbH, Berlin, erschienen. Im Abonnement kosten vier Hefte pro Jahr 60 Mark. http://www.betrifftjustiz.de/
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Was war der Durchbruch von Julia Roberts als Schauspielerin?
Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie hatte 1990 mit der Filmromanze Pretty Woman ihren internationalen Durchbruch und erhielt für die Rolle den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie Die Akte (1993), Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), Notting Hill (1999) und Die Braut, die sich nicht traut (1999) etablierte sie sich als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle in Erin Brockovich (2000) gewann sie den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Kinohits hatte sie mit Ocean’s Eleven (2001), der Fortsetzung Ocean’s 12 (2004) und Mona Lisas Lächeln (2003). Leben Kindheit und Jugend Roberts wurde 1967 in Atlanta geboren. Ihre Eltern, Walter Grady Roberts (1933–1977) und Betty Lou Bredemus (1934–2015), leiteten eine Schauspielschule für Kinder in der Innenstadt von Atlanta, die auch von Julias beiden älteren Geschwistern Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts Gillan (* 1965) besucht wurde. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten gab es in der Schule keine Rassentrennung; zu den Schülern zählten unter anderem die Kinder des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Eltern trennten sich, als Julia Roberts vier Jahre alt war. Während ihr Bruder beim Vater blieb, zog die Mutter mit den Töchtern nach Smyrna, wo Roberts die High School besuchte. 1972 heiratete Roberts’ Mutter den Theaterkritiker Michael Motes. Aus dieser Ehe, die 1983 geschieden wurde, ging Roberts’ Halbschwester Nancy Motes (1976–2014) hervor. Während ihrer Schulzeit spielte Roberts in Amateurtheatervorstellungen mit, da sie die schauspielerischen Erfolge ihres Bruders beeindruckten, der an der Royal Academy of Dramatic Art in London und an der American Academy of Dramatic Arts in New York City Schauspiel studiert hatte und für seine Rolle in König der Zigeuner (1978) für einen Golden Globe Award nominiert worden war. Karrierebeginn Nach ihrem High-School-Abschluss im Juni 1985 zog Roberts zu ihrer Schwester Lisa nach New York, wo sie gelegentlich als Model arbeitete und in einem Schuhgeschäft sowie einer Eisdiele jobbte. Ihr eigentliches Ziel war jedoch, Schauspielerin zu werden. Sie wurde in die Kartei der Agentur von Bob McGowan aufgenommen und nahm Sprachunterricht, um ihren Südstaatenakzent loszuwerden. Den Besuch eines Schauspielkurses brach sie ab, weil sie den Unterricht als nutzlos empfand. Nach zahlreichen Vorsprechterminen erhielt sie 1986 eine Gastrolle in der Fernsehserie Crime Story und wurde für eine kleine Rolle in der Komödie Firehouse engagiert. Der Film wurde von den Kritikern oft als „viertklassig“ bezeichnet und Roberts’ Auftritt dauerte nur etwa fünfzehn Sekunden. Mit Unterstützung ihres Bruders Eric, der 1986 für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film Expreß in die Hölle nominiert worden war, erhielt sie eine Rolle an seiner Seite in dem Film Blood Red – Stirb für dein Land. Die Dreharbeiten fanden im November und Dezember 1986 statt, der Film kam jedoch erst 1989 ins Kino und war nicht erfolgreich. Ihre erste größere Rolle spielte Roberts in Satisfaction (1988). Für die Rollen der jugendlichen Mitglieder einer Band wurden Schauspieler gesucht, die Musikinstrumente spielen konnten. Roberts fing daraufhin an, Schlagzeugunterricht zu nehmen, allerdings wurde die entsprechende Rolle in der Zwischenzeit mit Trini Alvarado besetzt. Stattdessen bekam Roberts die Rolle eines Mädchens, das Bassgitarre spielt, so dass sie erneut Unterricht nehmen musste. Die Dreharbeiten fanden im Mai und Juni 1987 in Charleston statt. Durchbruch Mit der Komödie Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel, gedreht im Herbst 1987, konnte Roberts ihren ersten Kinoerfolg verbuchen. Sie glaubte zunächst nicht, die richtige Besetzung für die erotisch wirkende Daisy Arujo, eine junge Frau portugiesischer Abstammung, zu sein. Außerdem fand die Produktionsassistentin Jane Jenkins Roberts’ Haare zu hell, so dass sie sie rot färbte. Insbesondere diese Eigeninitiative überzeugte den Regisseur Donald Petrie davon, sie zu engagieren. Ihre Gage betrug 50.000 US-Dollar. Für ihre Rolle wurde Roberts für die Filmpreise Independent Spirit Award und Young Artist Award nominiert. 1988 hatte Roberts einen Gastauftritt in der Fernsehserie Miami Vice. 1989 spielte sie an der Seite ihrer namhaften Schauspielkolleginnen Sally Field, Dolly Parton, Shirley McLaine und Daryl Hannah eine Nebenrolle in dem Drama Magnolien aus Stahl, das in der Kleinstadt Natchitoches in Louisiana gedreht wurde. Die US-Premiere des Films fand am 15. November 1989 statt, und Roberts erhielt für ihre Rolle, die zuvor von Meg Ryan abgelehnt worden war, einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Während der Dreharbeiten zu Magnolien aus Stahl waren Roberts und ihr Filmpartner Dylan McDermott ein Paar geworden. Nach einer kurzen Verlobungszeit trennte sich das Paar 1990. Erfolg mit Pretty Woman Roberts’ nächstes Filmprojekt machte sie zu einem internationalen Superstar: Unter der Regie von Garry Marshall verkörperte sie in der Filmromanze Pretty Woman die Prostituierte Vivian, die sich in einen schwerreichen Geschäftsmann (gespielt von Richard Gere) verliebt. Die Dreharbeiten begannen im Juli 1989 unter dem Arbeitstitel 3.000 – in Anlehnung an die Geldsumme, die Vivian für ihre Liebesdienste erhalten sollte – und wurden im Oktober 1989 in Los Angeles abgeschlossen. Ein Happy End war zunächst nicht vorgesehen gewesen, während des Schnitts von 3.000 entfielen aber fast alle düsteren Szenen, so dass die Handlung schließlich doch eine positive Wendung nahm. Marshall entschied schließlich auch, den Film nach dem gleichnamigen Lied von Roy Orbison, das in einer Szene des Films zu hören ist, umzubenennen. Die US-Premiere fand am 23. März 1990 statt. Obwohl die Kritiken nicht besonders gut waren, entwickelte sich die moderne Aschenputtel-Geschichte zu einem erfolgreichen Kinohit: Weltweit spielte der Film 463,4 Mio. US-Dollar ein und verzeichnete allein in Deutschland über zehn Millionen Kinobesucher. Roberts, die für die Rolle eine Gage von 300.000 US-Dollar erhalten hatte, wurde zur damals gefragtesten Schauspielerin Hollywoods und erhielt für die Rolle ihren zweiten Golden Globe und ihre zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Als nächstes spielte sie für eine Gage von 550.000 US-Dollar in dem Thriller Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990) an der Seite von Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und William Baldwin eine Medizinstudentin, die mit Nahtoderfahrungen experimentiert. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, studierte sie das tibetische Totenbuch. Während der Dreharbeiten, die von Oktober 1989 bis Januar 1990 dauerten, wurden Roberts und Sutherland ein Paar. Roberts beendete die Beziehung kurz vor der geplanten Hochzeit im Juni 1991. In dem Psychothriller Der Feind in meinem Bett von 1991 verkörperte Roberts eine junge Frau, die ihren eigenen Tod inszeniert, um ihrem sadistischen Ehemann, gespielt von Patrick Bergin, zu entkommen. Der Spielfilm erzielte allein in den Vereinigten Staaten ein Einspielergebnis von 101,5 Mio. US-Dollar und Roberts erhielt eine Gage von einer Million US-Dollar. Im selben Jahr war Roberts in der tragischen Liebesgeschichte Entscheidung aus Liebe zu sehen. Der Film blieb mit Einnahmen von 33,6 Mio. US-Dollar an den US-Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen des Filmstudios 20th Century Fox zurück und die Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Nach den Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Fantasyfilm Hook (1991), in dem sie die Rolle der Fee Glöckchen spielte, nahm Roberts eine fast zweijährige berufliche Auszeit, nachdem sie in den Jahren zuvor einen Film nach dem anderen gedreht hatte. Lediglich in Robert Altmans The Player hatte sie 1992 einen kurzen Cameo-Auftritt. Über die Gründe für ihre Abkehr von der Filmindustrie wurde in den Medien viel spekuliert und Anfang 1993 fragte das People Magazine auf seiner Titelseite “What happened to Julia Roberts?” (zu dt.: „Was ist mit Julia Roberts passiert?“). Später begründete Roberts ihre Auszeit damit, dass sie zu sich selbst finden wollte, da der plötzliche Ruhm und Erfolg vollkommen neu für sie gewesen seien. Sie habe in dieser Zeit viele Drehbücher gelesen, aber kein Projekt angenommen. Zu den von ihr damals abgelehnten Rollen gehörten die weibliche Hauptrolle in dem Erotikthriller Basic Instinct, durch die Sharon Stone 1992 weltberühmt wurde, und Meg Ryans Part in Schlaflos in Seattle (1993). Karriere von 1993 bis 1999 An der Seite von Denzel Washington und unter der Regie von Alan J. Pakula gelang Roberts mit der John-Grisham-Verfilmung Die Akte 1993 ein erfolgreiches Comeback. Obwohl die Kritiker ihre schauspielerische Leistung in dem Thriller gemischt aufnahmen, spielte der Film weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie I Love Trouble – Nichts als Ärger (1994) mit Nick Nolte, erwies sich dagegen als finanzieller Flop und wurde mehrfach für die fehlende Leinwand-Chemie seiner beiden Hauptdarsteller kritisiert. In Prêt-à-Porter, eine Komödie aus dem Jahr 1994 über die Pariser Modewelt, spielte Roberts an der Seite ihres damaligen Ehemannes Lyle Lovett, den sie am Filmset von The Player kennengelernt und am 27. Juni 1993 geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1995 nach knapp zwei Jahren geschieden. Power of Love war der einzige Film, den Roberts 1995 drehte. Im folgenden Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der 13. Folge der zweiten Staffel der US-Sitcom Friends und erhielt für ihre Titelrolle im erfolglosen Horrorfilm Mary Reilly eine Nominierung für den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin. Die Verfilmung des Lebens von Michael Collins (1996) mit Liam Neeson, in dem Roberts eine Nebenrolle spielte, war ebenfalls kein finanzieller Erfolg. Der Woody-Allen-Film Alle sagen: I love you, in dem Roberts auch ihre Fähigkeiten als Sängerin unter Beweis stellte, erhielt hingegen gute Kritiken. 1997 landete Roberts mit der romantischen Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes einen weltweiten Kinohit. Die romantische Komödie, in der Roberts’ Filmcharakter mit allen Mitteln versucht, eine Eheschließung zu verhindern, spielte knapp 300 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgenden Filme, der Thriller Fletcher’s Visionen (1997) mit Mel Gibson und das Drama Seite an Seite (1998) mit Roberts’ langjähriger Freundin Susan Sarandon, waren ebenfalls im Kino erfolgreich. Für Notting Hill (1999) mit Hugh Grant konnte Roberts die Rekordgage von 15 Mio. US-Dollar verlangen, für Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit ihrem Pretty Woman-Filmpartner Richard Gere sogar 17 Millionen. Beide Filme – romantische Komödien – gehören mit Einspielergebnissen von 363,8 Mio. US-Dollar (Notting Hill) und 309,4 Mio. US-Dollar (Die Braut, die sich nicht traut) zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen in Roberts’ Karriere. Für Notting Hill bekam sie ihre vierte Golden-Globe-Nominierung. Oscar-Gewinn und die 2000er Jahre 2000 bekam Roberts für die Hauptrolle im Film Erin Brockovich 20 Mio. US-Dollar und war damit die erste Schauspielerin, die diese Summe für eine Filmrolle aushandeln konnte. Die wahre Geschichte von Erin Brockovich, die als Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei einen Umweltskandal aufdeckte und im anschließenden Gerichtsverfahren eine Rekordsumme als Entschädigungszahlung aushandeln konnte, wurde für Roberts zum Höhepunkt ihrer Karriere: Sie erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Kritikerpreise, darunter ihren dritten Golden Globe, den British Academy Film Award, den Critics’ Choice Award, den Screen Actors Guild Award und im dritten Anlauf auch den Oscar. 2001 spielte Roberts erfolgreich an der Seite von Brad Pitt im Road-Movie The Mexican, es folgte die Komödie America’s Sweethearts mit Catherine Zeta-Jones. Ocean’s Eleven (2001), eine Neuverfilmung von Frankie und seine Spießgesellen aus dem Jahr 1960, brachte Roberts wieder mit Brad Pitt zusammen vor die Kamera. Der prominent besetzte Film (George Clooney, Matt Damon, Andy García) wurde mit einem Einspielergebnis von 450,7 Mio. US-Dollar zu Roberts’ finanziell erfolgreichstem Film nach Pretty Woman. Mit George Clooney drehte sie auch ihren nächsten Film Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002). 2003 drehte Roberts Mona Lisas Lächeln, 2004 Hautnah und ihre erste Filmfortsetzung, Ocean’s 12, wieder mit Brad Pitt und George Clooney und wieder äußerst erfolgreich (362,7 Mio. weltweites Einspielergebnis). In Ocean’s Twelve spielte Roberts wieder die Rolle der Tess Ocean, die sich hier ihre Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Julia Roberts zunutze macht, um einen Raub in einem Museum durchzuführen. Nach der Geburt ihrer Zwillinge 2004 nahm Roberts erneut eine Auszeit von der Schauspielerei, und seit der Geburt ihres dritten Kindes 2007 nimmt Roberts nur noch sporadisch Filmrollen an: In Der Krieg des Charlie Wilson (2007) spielte sie an der Seite von Tom Hanks und erhielt dafür ihre sechste Golden-Globe-Nominierung. Sie war zu sehen in Zurück im Sommer (2008) und in Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (2009), für den sie ihre siebte Golden Globe-Nominierung bekam. Seit 2010 2010 spielte sie in der Komödie Valentinstag an der Seite von Jessica Alba, Kathy Bates, Bradley Cooper, Jamie Foxx, Jessica Biel, Jennifer Garner und Anne Hathaway. Im Jahr 2009 beendete sie die Dreharbeiten zu der Dramakomödie Eat Pray Love, in der sie die Rolle der Elizabeth Gilbert spielt. Das Drehbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, die Elizabeth Gilbert in ihrem gleichnamigen Bestseller niederschrieb. Der Kinostart erfolgte am 23. August 2010. Das weltweite Einspielergebnis betrug 204,5 Mio. US-Dollar. Im Jahr 2010 drehte sie den Liebesfilm Larry Crowne, der von Tom Hanks produziert wurde. Hanks spielt auch den männlichen Gegenpart zu Roberts und führte Regie. 2012 drehte sie an der Seite von Lily Collins den Film Spieglein Spieglein, eine neue Version des Märchen-Klassikers Schneewittchen, in dem sie den Part der bösen Königin übernahm. Außerdem übernahm sie in der Theater-Verfilmung Im August in Osage County die Rolle der Barbara Fordham. 2018 spielte sie die Hauptrolle in der zehnteiligen Serie Homecoming, die am 2. November 2018 bei Amazons Streamingdienst Prime Video ihre internationale Premiere feierte. Sonstiges Für das deutsche Kino wird Roberts seit dem Film Pretty Woman von Daniela Hoffmann synchronisiert. Roberts’ eigene Produktionsfirma heißt Red Om – der Nachname ihres Ehemannes Danny Moder in umgekehrter Schreibweise. 1990, 1991, 2000, 2002, 2005 und 2010 wurde Roberts vom US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt. Das britische Magazin Empire wählte sie im Oktober 1997 auf Platz 66 der 100 größten Filmstars aller Zeiten. Als Brad Pitt und George Clooney herausgefunden hatten, dass Roberts zusammen mit ihnen für Ocean’s Eleven (2001) vor der Kamera stehen würde, schickten sie ihr eine Karte, in der stand „Wir haben gehört, dass du 20 pro Film bekommst“ zusammen mit einem 20-Dollar-Schein. Roberts hatte zuvor für Erin Brockovich (2000) eine Gage von 20 Millionen Dollar erhalten. Im November 2005 führte Roberts, ungeachtet ihrer damaligen Karriereunterbrechung, laut dem Hollywood-Reporter mit einer Gage von 20 Mio. US-Dollar die Riege der bestbezahlten Hollywood-Schauspielerinnen an. Ein Jahr später verlor sie diese Spitzenposition jedoch an Nicole Kidman. 2007 wurde sie mit einer Gagenhöhe von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film auf Platz 7 der bestbezahlten Hollywood-Aktricen ausgewiesen. 2006 erhielt Roberts fünf Millionen US-Dollar dafür, dass sie für acht Werbeanzeigen des Modedesigners Gianfranco Ferré vor der Kamera stand. Die Aufnahmen wurden innerhalb von einem Tag gemacht. Der Chilene Miljenko Parserisas Bukovic ist ein großer Fan von Julia Roberts. Nachdem er Erin Brockovich gesehen hatte, war er so begeistert von ihrer Leistung, dass er sich insgesamt 82 Tattoos mit ihrem Porträt stechen ließ. Er hat die Absicht, noch mehr Tattoos anfertigen zu lassen. Privatleben Roberts ist die Tante der Schauspielerin Emma Roberts. Auch ihre Geschwister Eric Roberts und Lisa Roberts Gillan sind als Schauspieler erfolgreich. 2014 wurde ihre Halbschwester Nancy Motes tot aufgefunden. 2015 starb ihre Mutter Betty Lou Bredemus nach langer Krankheit an Lungenkrebs. 1989 war Roberts kurzzeitig mit ihrem Filmpartner in Magnolien aus Stahl, Dylan McDermott, verlobt. 1990 verliebte sie sich auf dem Set von Flatliners in Kiefer Sutherland; Roberts beendete die Beziehung im folgenden Jahr, nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit. Im Juni 1993 heiratete sie den Country-Musiker Lyle Lovett, kurz darauf spielten beide in dem Film Prêt-à-Porter. Im März 1995 gab das Paar die Trennung bekannt und ließ sich scheiden. Von 1998 bis 2001 war Roberts mit dem Law & Order-Star Benjamin Bratt liiert. Im Jahr 2000 lernte sie am Set von The Mexican den Kameramann Daniel Moder kennen. Er und Roberts heirateten im Juli 2002. 2004 wurden sie Eltern von zweieiigen Zwillingen, Hazel und Phinnaeus; 2007 wurde ihr zweiter Sohn Henry Daniel geboren. Filmografie Darstellung Synchronisation 2006: Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) 2006: Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) 2017: Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (Smurfs: The Lost Village) Nicht realisierte Filmprojekte Während Du schliefst (1995) – Roberts lehnte die Rolle ab, Sandra Bullock erkannte das Potenzial des Films und er wurde zu einem der größten Erfolge ihrer schauspielerischen Laufbahn. Batman & Robin (1997) – Roberts war im Gespräch für die Rolle der Poison Ivy, die Rolle bekam dann Uma Thurman. Shakespeare in Love (1998) – Roberts war für die Hauptrolle in diesem Film vorgesehen, lehnte jedoch ab. Gwyneth Paltrow sprang ein und gewann für ihre Darstellung den Oscar. Sechs Tage, sieben Nächte (1998) – Anne Heche spielte an der Seite von Harrison Ford, nachdem Roberts die Rolle abgelehnt hatte. Selbst ist die Braut (2009) – angeblich war den Produzenten Roberts’ Gagenforderung zu hoch. Sie engagierten daraufhin Sandra Bullock und die Komödie wurde ein weltweiter Erfolg. 1999 waren Bullock und Roberts schon einmal Konkurrentinnen um eine Rolle (Die Braut, die sich nicht traut); damals war Roberts siegreich. 2009 wurde Roberts auch die Hauptrolle in Bullocks bislang erfolgreichstem Film Blind Side – Die große Chance angeboten. Für diese Rolle erhielt Bullock den Oscar für die beste Hauptrolle. Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Negativpreise Roberts erhielt außerdem zahlreiche Beliebtheits- und Publikumspreise in aller Welt (u. a. elf „Bravo-Ottos“ in Deutschland). Zuletzt erhielt sie im Oktober 2007 den Preis der American Cinematheque. Literatur Penning, Lars: Julia Roberts. Berlin, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-929470-36-5. James Spada: Julia Roberts. Die Biografie. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09436-8. Meinolf Zurhorst: Julia Roberts. „Pretty Woman“. Heyne Filmbibliothek, Band 168 (3. Auflage). Wilhelm Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-05757-0. Weblinks Einzelnachweise Filmschauspieler Theaterschauspieler Oscarpreisträger Golden-Globe-Preisträger Person (Atlanta) US-Amerikaner Geboren 1967 Frau
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Was war der Durchbruch von Julia Roberts als Schauspielerin?
Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie hatte 1990 mit der Filmromanze Pretty Woman ihren internationalen Durchbruch und erhielt für die Rolle den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie Die Akte (1993), Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), Notting Hill (1999) und Die Braut, die sich nicht traut (1999) etablierte sie sich als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle in Erin Brockovich (2000) gewann sie den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Kinohits hatte sie mit Ocean’s Eleven (2001), der Fortsetzung Ocean’s 12 (2004) und Mona Lisas Lächeln (2003). Leben Kindheit und Jugend Roberts wurde 1967 in Atlanta geboren. Ihre Eltern, Walter Grady Roberts (1933–1977) und Betty Lou Bredemus (1934–2015), leiteten eine Schauspielschule für Kinder in der Innenstadt von Atlanta, die auch von Julias beiden älteren Geschwistern Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts Gillan (* 1965) besucht wurde. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten gab es in der Schule keine Rassentrennung; zu den Schülern zählten unter anderem die Kinder des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Eltern trennten sich, als Julia Roberts vier Jahre alt war. Während ihr Bruder beim Vater blieb, zog die Mutter mit den Töchtern nach Smyrna, wo Roberts die High School besuchte. 1972 heiratete Roberts’ Mutter den Theaterkritiker Michael Motes. Aus dieser Ehe, die 1983 geschieden wurde, ging Roberts’ Halbschwester Nancy Motes (1976–2014) hervor. Während ihrer Schulzeit spielte Roberts in Amateurtheatervorstellungen mit, da sie die schauspielerischen Erfolge ihres Bruders beeindruckten, der an der Royal Academy of Dramatic Art in London und an der American Academy of Dramatic Arts in New York City Schauspiel studiert hatte und für seine Rolle in König der Zigeuner (1978) für einen Golden Globe Award nominiert worden war. Karrierebeginn Nach ihrem High-School-Abschluss im Juni 1985 zog Roberts zu ihrer Schwester Lisa nach New York, wo sie gelegentlich als Model arbeitete und in einem Schuhgeschäft sowie einer Eisdiele jobbte. Ihr eigentliches Ziel war jedoch, Schauspielerin zu werden. Sie wurde in die Kartei der Agentur von Bob McGowan aufgenommen und nahm Sprachunterricht, um ihren Südstaatenakzent loszuwerden. Den Besuch eines Schauspielkurses brach sie ab, weil sie den Unterricht als nutzlos empfand. Nach zahlreichen Vorsprechterminen erhielt sie 1986 eine Gastrolle in der Fernsehserie Crime Story und wurde für eine kleine Rolle in der Komödie Firehouse engagiert. Der Film wurde von den Kritikern oft als „viertklassig“ bezeichnet und Roberts’ Auftritt dauerte nur etwa fünfzehn Sekunden. Mit Unterstützung ihres Bruders Eric, der 1986 für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film Expreß in die Hölle nominiert worden war, erhielt sie eine Rolle an seiner Seite in dem Film Blood Red – Stirb für dein Land. Die Dreharbeiten fanden im November und Dezember 1986 statt, der Film kam jedoch erst 1989 ins Kino und war nicht erfolgreich. Ihre erste größere Rolle spielte Roberts in Satisfaction (1988). Für die Rollen der jugendlichen Mitglieder einer Band wurden Schauspieler gesucht, die Musikinstrumente spielen konnten. Roberts fing daraufhin an, Schlagzeugunterricht zu nehmen, allerdings wurde die entsprechende Rolle in der Zwischenzeit mit Trini Alvarado besetzt. Stattdessen bekam Roberts die Rolle eines Mädchens, das Bassgitarre spielt, so dass sie erneut Unterricht nehmen musste. Die Dreharbeiten fanden im Mai und Juni 1987 in Charleston statt. Durchbruch Mit der Komödie Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel, gedreht im Herbst 1987, konnte Roberts ihren ersten Kinoerfolg verbuchen. Sie glaubte zunächst nicht, die richtige Besetzung für die erotisch wirkende Daisy Arujo, eine junge Frau portugiesischer Abstammung, zu sein. Außerdem fand die Produktionsassistentin Jane Jenkins Roberts’ Haare zu hell, so dass sie sie rot färbte. Insbesondere diese Eigeninitiative überzeugte den Regisseur Donald Petrie davon, sie zu engagieren. Ihre Gage betrug 50.000 US-Dollar. Für ihre Rolle wurde Roberts für die Filmpreise Independent Spirit Award und Young Artist Award nominiert. 1988 hatte Roberts einen Gastauftritt in der Fernsehserie Miami Vice. 1989 spielte sie an der Seite ihrer namhaften Schauspielkolleginnen Sally Field, Dolly Parton, Shirley McLaine und Daryl Hannah eine Nebenrolle in dem Drama Magnolien aus Stahl, das in der Kleinstadt Natchitoches in Louisiana gedreht wurde. Die US-Premiere des Films fand am 15. November 1989 statt, und Roberts erhielt für ihre Rolle, die zuvor von Meg Ryan abgelehnt worden war, einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Während der Dreharbeiten zu Magnolien aus Stahl waren Roberts und ihr Filmpartner Dylan McDermott ein Paar geworden. Nach einer kurzen Verlobungszeit trennte sich das Paar 1990. Erfolg mit Pretty Woman Roberts’ nächstes Filmprojekt machte sie zu einem internationalen Superstar: Unter der Regie von Garry Marshall verkörperte sie in der Filmromanze Pretty Woman die Prostituierte Vivian, die sich in einen schwerreichen Geschäftsmann (gespielt von Richard Gere) verliebt. Die Dreharbeiten begannen im Juli 1989 unter dem Arbeitstitel 3.000 – in Anlehnung an die Geldsumme, die Vivian für ihre Liebesdienste erhalten sollte – und wurden im Oktober 1989 in Los Angeles abgeschlossen. Ein Happy End war zunächst nicht vorgesehen gewesen, während des Schnitts von 3.000 entfielen aber fast alle düsteren Szenen, so dass die Handlung schließlich doch eine positive Wendung nahm. Marshall entschied schließlich auch, den Film nach dem gleichnamigen Lied von Roy Orbison, das in einer Szene des Films zu hören ist, umzubenennen. Die US-Premiere fand am 23. März 1990 statt. Obwohl die Kritiken nicht besonders gut waren, entwickelte sich die moderne Aschenputtel-Geschichte zu einem erfolgreichen Kinohit: Weltweit spielte der Film 463,4 Mio. US-Dollar ein und verzeichnete allein in Deutschland über zehn Millionen Kinobesucher. Roberts, die für die Rolle eine Gage von 300.000 US-Dollar erhalten hatte, wurde zur damals gefragtesten Schauspielerin Hollywoods und erhielt für die Rolle ihren zweiten Golden Globe und ihre zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Als nächstes spielte sie für eine Gage von 550.000 US-Dollar in dem Thriller Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990) an der Seite von Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und William Baldwin eine Medizinstudentin, die mit Nahtoderfahrungen experimentiert. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, studierte sie das tibetische Totenbuch. Während der Dreharbeiten, die von Oktober 1989 bis Januar 1990 dauerten, wurden Roberts und Sutherland ein Paar. Roberts beendete die Beziehung kurz vor der geplanten Hochzeit im Juni 1991. In dem Psychothriller Der Feind in meinem Bett von 1991 verkörperte Roberts eine junge Frau, die ihren eigenen Tod inszeniert, um ihrem sadistischen Ehemann, gespielt von Patrick Bergin, zu entkommen. Der Spielfilm erzielte allein in den Vereinigten Staaten ein Einspielergebnis von 101,5 Mio. US-Dollar und Roberts erhielt eine Gage von einer Million US-Dollar. Im selben Jahr war Roberts in der tragischen Liebesgeschichte Entscheidung aus Liebe zu sehen. Der Film blieb mit Einnahmen von 33,6 Mio. US-Dollar an den US-Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen des Filmstudios 20th Century Fox zurück und die Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Nach den Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Fantasyfilm Hook (1991), in dem sie die Rolle der Fee Glöckchen spielte, nahm Roberts eine fast zweijährige berufliche Auszeit, nachdem sie in den Jahren zuvor einen Film nach dem anderen gedreht hatte. Lediglich in Robert Altmans The Player hatte sie 1992 einen kurzen Cameo-Auftritt. Über die Gründe für ihre Abkehr von der Filmindustrie wurde in den Medien viel spekuliert und Anfang 1993 fragte das People Magazine auf seiner Titelseite “What happened to Julia Roberts?” (zu dt.: „Was ist mit Julia Roberts passiert?“). Später begründete Roberts ihre Auszeit damit, dass sie zu sich selbst finden wollte, da der plötzliche Ruhm und Erfolg vollkommen neu für sie gewesen seien. Sie habe in dieser Zeit viele Drehbücher gelesen, aber kein Projekt angenommen. Zu den von ihr damals abgelehnten Rollen gehörten die weibliche Hauptrolle in dem Erotikthriller Basic Instinct, durch die Sharon Stone 1992 weltberühmt wurde, und Meg Ryans Part in Schlaflos in Seattle (1993). Karriere von 1993 bis 1999 An der Seite von Denzel Washington und unter der Regie von Alan J. Pakula gelang Roberts mit der John-Grisham-Verfilmung Die Akte 1993 ein erfolgreiches Comeback. Obwohl die Kritiker ihre schauspielerische Leistung in dem Thriller gemischt aufnahmen, spielte der Film weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie I Love Trouble – Nichts als Ärger (1994) mit Nick Nolte, erwies sich dagegen als finanzieller Flop und wurde mehrfach für die fehlende Leinwand-Chemie seiner beiden Hauptdarsteller kritisiert. In Prêt-à-Porter, eine Komödie aus dem Jahr 1994 über die Pariser Modewelt, spielte Roberts an der Seite ihres damaligen Ehemannes Lyle Lovett, den sie am Filmset von The Player kennengelernt und am 27. Juni 1993 geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1995 nach knapp zwei Jahren geschieden. Power of Love war der einzige Film, den Roberts 1995 drehte. Im folgenden Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der 13. Folge der zweiten Staffel der US-Sitcom Friends und erhielt für ihre Titelrolle im erfolglosen Horrorfilm Mary Reilly eine Nominierung für den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin. Die Verfilmung des Lebens von Michael Collins (1996) mit Liam Neeson, in dem Roberts eine Nebenrolle spielte, war ebenfalls kein finanzieller Erfolg. Der Woody-Allen-Film Alle sagen: I love you, in dem Roberts auch ihre Fähigkeiten als Sängerin unter Beweis stellte, erhielt hingegen gute Kritiken. 1997 landete Roberts mit der romantischen Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes einen weltweiten Kinohit. Die romantische Komödie, in der Roberts’ Filmcharakter mit allen Mitteln versucht, eine Eheschließung zu verhindern, spielte knapp 300 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgenden Filme, der Thriller Fletcher’s Visionen (1997) mit Mel Gibson und das Drama Seite an Seite (1998) mit Roberts’ langjähriger Freundin Susan Sarandon, waren ebenfalls im Kino erfolgreich. Für Notting Hill (1999) mit Hugh Grant konnte Roberts die Rekordgage von 15 Mio. US-Dollar verlangen, für Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit ihrem Pretty Woman-Filmpartner Richard Gere sogar 17 Millionen. Beide Filme – romantische Komödien – gehören mit Einspielergebnissen von 363,8 Mio. US-Dollar (Notting Hill) und 309,4 Mio. US-Dollar (Die Braut, die sich nicht traut) zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen in Roberts’ Karriere. Für Notting Hill bekam sie ihre vierte Golden-Globe-Nominierung. Oscar-Gewinn und die 2000er Jahre 2000 bekam Roberts für die Hauptrolle im Film Erin Brockovich 20 Mio. US-Dollar und war damit die erste Schauspielerin, die diese Summe für eine Filmrolle aushandeln konnte. Die wahre Geschichte von Erin Brockovich, die als Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei einen Umweltskandal aufdeckte und im anschließenden Gerichtsverfahren eine Rekordsumme als Entschädigungszahlung aushandeln konnte, wurde für Roberts zum Höhepunkt ihrer Karriere: Sie erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Kritikerpreise, darunter ihren dritten Golden Globe, den British Academy Film Award, den Critics’ Choice Award, den Screen Actors Guild Award und im dritten Anlauf auch den Oscar. 2001 spielte Roberts erfolgreich an der Seite von Brad Pitt im Road-Movie The Mexican, es folgte die Komödie America’s Sweethearts mit Catherine Zeta-Jones. Ocean’s Eleven (2001), eine Neuverfilmung von Frankie und seine Spießgesellen aus dem Jahr 1960, brachte Roberts wieder mit Brad Pitt zusammen vor die Kamera. Der prominent besetzte Film (George Clooney, Matt Damon, Andy García) wurde mit einem Einspielergebnis von 450,7 Mio. US-Dollar zu Roberts’ finanziell erfolgreichstem Film nach Pretty Woman. Mit George Clooney drehte sie auch ihren nächsten Film Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002). 2003 drehte Roberts Mona Lisas Lächeln, 2004 Hautnah und ihre erste Filmfortsetzung, Ocean’s 12, wieder mit Brad Pitt und George Clooney und wieder äußerst erfolgreich (362,7 Mio. weltweites Einspielergebnis). In Ocean’s Twelve spielte Roberts wieder die Rolle der Tess Ocean, die sich hier ihre Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Julia Roberts zunutze macht, um einen Raub in einem Museum durchzuführen. Nach der Geburt ihrer Zwillinge 2004 nahm Roberts erneut eine Auszeit von der Schauspielerei, und seit der Geburt ihres dritten Kindes 2007 nimmt Roberts nur noch sporadisch Filmrollen an: In Der Krieg des Charlie Wilson (2007) spielte sie an der Seite von Tom Hanks und erhielt dafür ihre sechste Golden-Globe-Nominierung. Sie war zu sehen in Zurück im Sommer (2008) und in Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (2009), für den sie ihre siebte Golden Globe-Nominierung bekam. Seit 2010 2010 spielte sie in der Komödie Valentinstag an der Seite von Jessica Alba, Kathy Bates, Bradley Cooper, Jamie Foxx, Jessica Biel, Jennifer Garner und Anne Hathaway. Im Jahr 2009 beendete sie die Dreharbeiten zu der Dramakomödie Eat Pray Love, in der sie die Rolle der Elizabeth Gilbert spielt. Das Drehbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, die Elizabeth Gilbert in ihrem gleichnamigen Bestseller niederschrieb. Der Kinostart erfolgte am 23. August 2010. Das weltweite Einspielergebnis betrug 204,5 Mio. US-Dollar. Im Jahr 2010 drehte sie den Liebesfilm Larry Crowne, der von Tom Hanks produziert wurde. Hanks spielt auch den männlichen Gegenpart zu Roberts und führte Regie. 2012 drehte sie an der Seite von Lily Collins den Film Spieglein Spieglein, eine neue Version des Märchen-Klassikers Schneewittchen, in dem sie den Part der bösen Königin übernahm. Außerdem übernahm sie in der Theater-Verfilmung Im August in Osage County die Rolle der Barbara Fordham. 2018 spielte sie die Hauptrolle in der zehnteiligen Serie Homecoming, die am 2. November 2018 bei Amazons Streamingdienst Prime Video ihre internationale Premiere feierte. Sonstiges Für das deutsche Kino wird Roberts seit dem Film Pretty Woman von Daniela Hoffmann synchronisiert. Roberts’ eigene Produktionsfirma heißt Red Om – der Nachname ihres Ehemannes Danny Moder in umgekehrter Schreibweise. 1990, 1991, 2000, 2002, 2005 und 2010 wurde Roberts vom US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt. Das britische Magazin Empire wählte sie im Oktober 1997 auf Platz 66 der 100 größten Filmstars aller Zeiten. Als Brad Pitt und George Clooney herausgefunden hatten, dass Roberts zusammen mit ihnen für Ocean’s Eleven (2001) vor der Kamera stehen würde, schickten sie ihr eine Karte, in der stand „Wir haben gehört, dass du 20 pro Film bekommst“ zusammen mit einem 20-Dollar-Schein. Roberts hatte zuvor für Erin Brockovich (2000) eine Gage von 20 Millionen Dollar erhalten. Im November 2005 führte Roberts, ungeachtet ihrer damaligen Karriereunterbrechung, laut dem Hollywood-Reporter mit einer Gage von 20 Mio. US-Dollar die Riege der bestbezahlten Hollywood-Schauspielerinnen an. Ein Jahr später verlor sie diese Spitzenposition jedoch an Nicole Kidman. 2007 wurde sie mit einer Gagenhöhe von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film auf Platz 7 der bestbezahlten Hollywood-Aktricen ausgewiesen. 2006 erhielt Roberts fünf Millionen US-Dollar dafür, dass sie für acht Werbeanzeigen des Modedesigners Gianfranco Ferré vor der Kamera stand. Die Aufnahmen wurden innerhalb von einem Tag gemacht. Der Chilene Miljenko Parserisas Bukovic ist ein großer Fan von Julia Roberts. Nachdem er Erin Brockovich gesehen hatte, war er so begeistert von ihrer Leistung, dass er sich insgesamt 82 Tattoos mit ihrem Porträt stechen ließ. Er hat die Absicht, noch mehr Tattoos anfertigen zu lassen. Privatleben Roberts ist die Tante der Schauspielerin Emma Roberts. Auch ihre Geschwister Eric Roberts und Lisa Roberts Gillan sind als Schauspieler erfolgreich. 2014 wurde ihre Halbschwester Nancy Motes tot aufgefunden. 2015 starb ihre Mutter Betty Lou Bredemus nach langer Krankheit an Lungenkrebs. 1989 war Roberts kurzzeitig mit ihrem Filmpartner in Magnolien aus Stahl, Dylan McDermott, verlobt. 1990 verliebte sie sich auf dem Set von Flatliners in Kiefer Sutherland; Roberts beendete die Beziehung im folgenden Jahr, nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit. Im Juni 1993 heiratete sie den Country-Musiker Lyle Lovett, kurz darauf spielten beide in dem Film Prêt-à-Porter. Im März 1995 gab das Paar die Trennung bekannt und ließ sich scheiden. Von 1998 bis 2001 war Roberts mit dem Law & Order-Star Benjamin Bratt liiert. Im Jahr 2000 lernte sie am Set von The Mexican den Kameramann Daniel Moder kennen. Er und Roberts heirateten im Juli 2002. 2004 wurden sie Eltern von zweieiigen Zwillingen, Hazel und Phinnaeus; 2007 wurde ihr zweiter Sohn Henry Daniel geboren. Filmografie Darstellung Synchronisation 2006: Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) 2006: Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) 2017: Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (Smurfs: The Lost Village) Nicht realisierte Filmprojekte Während Du schliefst (1995) – Roberts lehnte die Rolle ab, Sandra Bullock erkannte das Potenzial des Films und er wurde zu einem der größten Erfolge ihrer schauspielerischen Laufbahn. Batman & Robin (1997) – Roberts war im Gespräch für die Rolle der Poison Ivy, die Rolle bekam dann Uma Thurman. Shakespeare in Love (1998) – Roberts war für die Hauptrolle in diesem Film vorgesehen, lehnte jedoch ab. Gwyneth Paltrow sprang ein und gewann für ihre Darstellung den Oscar. Sechs Tage, sieben Nächte (1998) – Anne Heche spielte an der Seite von Harrison Ford, nachdem Roberts die Rolle abgelehnt hatte. Selbst ist die Braut (2009) – angeblich war den Produzenten Roberts’ Gagenforderung zu hoch. Sie engagierten daraufhin Sandra Bullock und die Komödie wurde ein weltweiter Erfolg. 1999 waren Bullock und Roberts schon einmal Konkurrentinnen um eine Rolle (Die Braut, die sich nicht traut); damals war Roberts siegreich. 2009 wurde Roberts auch die Hauptrolle in Bullocks bislang erfolgreichstem Film Blind Side – Die große Chance angeboten. Für diese Rolle erhielt Bullock den Oscar für die beste Hauptrolle. Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Negativpreise Roberts erhielt außerdem zahlreiche Beliebtheits- und Publikumspreise in aller Welt (u. a. elf „Bravo-Ottos“ in Deutschland). Zuletzt erhielt sie im Oktober 2007 den Preis der American Cinematheque. Literatur Penning, Lars: Julia Roberts. Berlin, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-929470-36-5. James Spada: Julia Roberts. Die Biografie. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09436-8. Meinolf Zurhorst: Julia Roberts. „Pretty Woman“. Heyne Filmbibliothek, Band 168 (3. Auflage). Wilhelm Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-05757-0. Weblinks Einzelnachweise Filmschauspieler Theaterschauspieler Oscarpreisträger Golden-Globe-Preisträger Person (Atlanta) US-Amerikaner Geboren 1967 Frau
Highlights 2012/2013 - SAP Arena Startseite Events & Tickets Events Kartenvorverkauf Besucherservice Anfahrt & Parken Besuchereingänge Barrierefreiheit Gastronomie Restaurant Rosso Getränkekarte Speisekarte Business Lunch Buffet Speisekarte Besucherfoyer Fankneipe Friedrichspark WLAN-Internet Hotels Jugendschutz FAQ VIP & Hospitality Bereiche Einzelbuchungen VIP-Tickets Dauerkarten VIP Specials VIP Newsletter Business Werbung & Sponsoring Partner Firmenveranstaltungen Großveranstaltungen Konferenzen & Tagungen Eishockey Incentive Veranstalterservice Event Management / Produktion Ticketing Marketing / Vertrieb Facility Management IT Die Arena Gewinnspiel Führungen 360° Tour Hall of Fame Highlights 2015/2016 Highlights 2014/2015 Highlights 2013/2014 Highlights 2012/2013 Highlights 2011/2012 Highlights 2010/2011 Highlights 2009/2010 Highlights 2008/2009 Highlights 2007/2008 Highlights 2006/2007 Highlights 2005/2006 Historie Die Region Hausordnung News Media Bilder SAP Arena Magazin Startseite > Die Arena > Hall of Fame > Highlights 2012/2013 Highlights 2015/2016 Highlights 2014/2015 Highlights 2013/2014 Highlights 2012/2013 Highlights 2011/2012 Highlights 2010/2011 Highlights 2009/2010 Highlights 2008/2009 Highlights 2007/2008 Highlights 2006/2007 Highlights 2005/2006 Highlights 2012/2013 Marius Müller-Westernhagen – 18. September 2012 Nicht zum ersten Mal gastierte Marius Müller-Westernhagen in der SAP Arena. Der beliebte Deutsch-Rocker lässt die Mannheimer Arena bei seinen Tourneen nicht mehr aus, was gerade seine Fans in der Rhein-Neckar Region freut. So spielte er auch am 18. September 2012 für „sein“ Mannheimer Publikum und reihte sich ein in die lange Liste der hochkarätigen deutschen Künstler, die 2012 in der SAP Arena Station machten. Spendengala/Xavier Naidoo – 8. November 2012 Es war mal wieder Zeit, eine großartige Veranstaltung für den guten Zweck in der SAP Arena auszurichten. So sollten ursprünglich die beiden Mannheimer Lokalmatadoren Bülent Ceylan und Xavier Naidoo gemeinsam auftreten, doch ein Trauerfall in Bülent Ceylans Familie verhinderte den Auftritt, so dass Xavier Naidoo mit einigen Freunden ein Solo-Konzert gab und 13.000 Fans begeisterte. Doch das beste an jenem Abend war die Spendenübergabe an die Aktion „Ein Herz für Kinder“. Arena-Chef Daniel Hopp freute sich, den Scheck über unfassbare 500.000 Euro an die charitative Einrichtung überreichen zu dürfen. David Garrett – 24. November 2012 Auch David Garrett kommt gerne in die Mannheimer Arena. Schon zum dritten Mal gastierte der Violinen-Virtuose im November 2012 in der SAP Arena. Und wieder war die Halle mit 10.000 Fans ausverkauft. Eine gut zweistündige Show sorgte für beste Unterhaltung und Stimmung auf den Rängen, was die Fans mit nicht abebbendem Beifall honorierten. Seeed – 5. März 2013 Peter Fox und seine Mitstreiter von Seeed verwandelten die SAP Arena regelrecht in ein Tollhaus. Die Show war fantastisch und live überzeugt die Band nach wie vor besonders, so dass die knapp 11.000 Fans die Halle gar nicht mehr verlassen wollten und eine Zugabe nach der nächsten forderten. Schwergewichts-Weltmeisterschaft: Wladimir Klitschko vs. Francesco Pianeta – 4. Mai 2013 Zum vierten Mal trat Wladimir Klitschko in der SAP Arena an und zum vierten Mal verließ der Schwergewichts-Champion die Mannheimer Arena als Sieger. Der Deutsch-Italiener hatte in dem einseitigen Kampf keine Chance und ging in der sechsten Runde nach dem dritten Niederschlag K.O. Wladimir Klitschko bleibt Weltmeister und behält zudem seine „weiße Weste“ in der SAP Arena. Deutsches Turnfest – 19. – 23. Mai 2013 Mehr als 7.800 begeisterte Zuschauer in der ausverkauften SAP-Arena feierten am Abend des 22. Mai die 16 besten Gruppen der Showveranstaltung "Rendezvous der Besten".Sie erlebten eine emotional mitreißende Show auf hohem Niveau. Es war zugleich das zehnjährige Jubiläum des erfolgreichen Show-Formats, das einst von Anita Traulsen ins Leben gerufen wurde und sich zu einer großartigen Erfolgsgeschichte des Vereinssports entwickelt hat. Unter dem Motto "AtemLos" war die Gala nicht nur für die angetretenen Gruppen ein besonderes Highlight, sondern auch für die Zuschauer. Insgesamt fanden in der SAP Arena fünf großartige Turnabende jeweils unter einem anderen Motto statt. Germany's Next Top Model – Das Finale – 30. Mai 2013 Heidi Klum und ihre Finalmodels sorgten für ganz großes „Theater“ in der SAP Arena. Über 10.000 Fans der Show live in der SAP Arena und mehrere Millionen Zuschauer live vor den TV-Geräten erlebten nicht nur eine perfekt inszenierte Show, sondern auch eine schillernde SAP Arena, die dieses Finale erstmals austragen und sich so einem Millionenpublikum von seiner besten Seite präsentieren konnte. Leonard Cohen – 28. Juni 2013 Der kanadische Singer und Songwriter begeisterte seine Fans in der mit 9.000 Zuschauern ausverkauften SAP Arena mit einem grandiosen Drei-Stunden-Konzert. Der 78-jährige Cohen zog alle Register seines Könnens und sorgte so mal wieder für ein unvergessliches Konzerterlebnis in der SAP Arena. 25.08.2012Fanparty “The Boys are Back in Town”3.000 25.08.2012European Trophy: Adler Mannheim – Färjestads BK6.458 26.08.2012European Trophy: Adler Mannheim – Frölunda Indians6.435 31.08.2012European Trophy: Adler Mannheim – ERC Ingolstadt6.145 05.09.2012Rhein-Neckar Löwen – TuS Nettelstedt-Lübbecke5.321 15.09.2012Rhein-Neckar Löwen – HSG Wetzlar5.396 16.09.2012Adler Mannheim – Eisbären Berlin13.047 18.09.2012Marius Müller-Westernhagen6.000 21.09.2012Adler Mannheim – Straubing Tigers8.615 28.09.2012Adler Mannheim – Thomas Sabo Ice Tigers9.564 02.10.2012Adler Mannheim – Iserlohn Roosters9.127 06.10.2012Rhein-Neckar Löwen – TBV Lemgo6.732 07.10.2012Adler Mannheim – Düsseldorfer EG11.012 09.10.2012Rhein-Neckar Löwen – SG Flensburg-Handewitt6.360 12.10.2012Adler Mannheim – Krefeld Pinguine9.715 14.10.2012DJ Bobo5.000 16.10.2012European Trophy: Adler Mannheim – EV Zug5.935 21.10.2012Adler Mannheim – Grizzly Adams Wolfsburg8.770 26.10.2012Adler Mannheim – Augsburger Panther9.763 28.10.2012Rhein-Neckar Löwen – SC Magdeburg7.278 31.10.2012Adler Mannheim – Düsseldorfer EG9.372 01.11.2012Handball Länderspiel: Deutschland - Montenegro7.247 04.11.2012Adler Mannheim – Hannover Scorpions11.137 06.11.2012Peter Maffay - Tabaluga8.300 08.11.2012Spendenmarathon: Xavier Naidoo13.000 09.-11.11.2012Mario Barth30.000 17.11.2012Rhein-Neckar Löwen – Füchse Berlin10.975 18.11.2012Adler Mannheim – Hamburg Freezers10.748 23.11.2012Adler Mannheim – Kölner Haie13.600 24.11.2012David Garrett10.000 27.11.2012Helene Fischer10.000 28.11.2012Rhein-Neckar Löwen – THW Kiel13.200 02.12.2012Adler Mannheim – Thomas Sabo Ice Tigers9.315 05.12.2012Cirque du Soleil – Michael Jackson8.500 09.12.2012Adler Mannheim – EHC Redbull München10.431 11.12.2012Silbermond6.500 12.12.2012DHB-Pokal: Rhein-Neckar Löwen – SC Magdeburg1.960 14.12.2012Rhein-Neckar Löwen – TV 1893 Neuhausen6.110 15.12.2012Die Toten Hosen10.500 16.12.2012Adler Mannheim - ERC Ingolstadt10.242 18.12.2012Adler Mannheim – Augsburger Panther9.277 19.12.2012AIDA Night of the Proms6.000 21.12.2012Adler Mannheim – Krefeld Pinguine13.600 22.12.2012Rhein-Neckar Löwen – Frisch Auf Göppingen13.200 26.12.2012Rhein-Neckar Löwen – MT Melsungen7.588 05.01.2013Harder13 Cup11.420 06.01.2013Turngala4.800 07.01.2013Voice of Germany7.000 13.01.2013Adler Mannheim – Grizzly Adams Wolfsburg10.659 19.01.2013Floyd Reloaded4.500 20.01.2013Adler Mannheim – Straubing Tigers10.423 24.-26.01.2013Bülent Ceylan30.000 27.01.2013Adler Mannheim – Hannover Scorpions9.228 01.02.2013Adler Mannheim – Eisbären Berlin13.600 03.02.2013Adler Mannheim – Hamburg Freezers10.796 08.02.2013Ice Age Live!20.000 17.02.2013Adler Mannheim – Kölner Haie13.600 24.02.2013Adler Mannheim – Iserlohn Roosters10.610 26.02.2013PUR9.000 27.02.2013Rhein-Neckar Löwen – TV Grosswallstadt4.264 28.02.2013ABBA The Show4.500 02.03.2013Rhein-Neckar Löwen – HSV Hamburg13.200 03.03.2013Adler Mannheim – EHC Redbull München12.537 05.03.2013Seeed10.700 08.03.2013Rock meets Classic2.500 09.03.2013SWR4-Schlagernacht11.000 10.03.2013Adler Mannheim -ERC Ingolstadt12.082 20.03.2013Playoff Viertelfinale: Adler Mannheim – Grizzly Adams Wolfsburg11.033 24.03.2013Playoff Viertelfinale: Adler Mannheim – Grizzly Adams Wolfsburg13.200 27.03.2013Rhein-Neckar Löwen – TSV Hannover-Burgdorf6.883 28.03.2013Playoff Viertelfinale: Adler Mannheim – Grizzly Adams Wolfsburg12.159 13.04.2013Chris de Burgh4.200 17.04.2013Rhein-Neckar Löwen – VfL Gummersbach5.521 26.04.2013Martin Rütter9.500 27.04.2013Wrestling7.000 28.04.2013Joe Cocker9.000 04.05.2013Boxen: Klitschko vs. Pianeta14.000 08.05.2013Rhein-Neckar Löwen –TUSEM Essen5.118 11.05.2013Rhein-Neckar Löwen - Minden7.573 15.05.2013David Garrett10.000 16.05.2013P!NK11.500 19.05.2013Turnfest Gala 19.000 20.05.2013Turnfest Gala 28.500 21.05.2013Turnfest Japanes Culture Night4.500 22.05.2013Turnfest Rendevez der Besten Gala7.500 23.05.2013Turnfest Danish Performance Team 5.500 30.05.2013Germany's Next Top Model10.000 08.06.2013Rhein-Neckar Löwen - Balingen-Weilstetten9.013 23.06.2013Crosby, Stills & Nash3.500 28.06.2013Leonard Cohen9.000
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Was war der Durchbruch von Julia Roberts als Schauspielerin?
Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie hatte 1990 mit der Filmromanze Pretty Woman ihren internationalen Durchbruch und erhielt für die Rolle den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie Die Akte (1993), Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), Notting Hill (1999) und Die Braut, die sich nicht traut (1999) etablierte sie sich als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle in Erin Brockovich (2000) gewann sie den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Kinohits hatte sie mit Ocean’s Eleven (2001), der Fortsetzung Ocean’s 12 (2004) und Mona Lisas Lächeln (2003). Leben Kindheit und Jugend Roberts wurde 1967 in Atlanta geboren. Ihre Eltern, Walter Grady Roberts (1933–1977) und Betty Lou Bredemus (1934–2015), leiteten eine Schauspielschule für Kinder in der Innenstadt von Atlanta, die auch von Julias beiden älteren Geschwistern Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts Gillan (* 1965) besucht wurde. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten gab es in der Schule keine Rassentrennung; zu den Schülern zählten unter anderem die Kinder des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Eltern trennten sich, als Julia Roberts vier Jahre alt war. Während ihr Bruder beim Vater blieb, zog die Mutter mit den Töchtern nach Smyrna, wo Roberts die High School besuchte. 1972 heiratete Roberts’ Mutter den Theaterkritiker Michael Motes. Aus dieser Ehe, die 1983 geschieden wurde, ging Roberts’ Halbschwester Nancy Motes (1976–2014) hervor. Während ihrer Schulzeit spielte Roberts in Amateurtheatervorstellungen mit, da sie die schauspielerischen Erfolge ihres Bruders beeindruckten, der an der Royal Academy of Dramatic Art in London und an der American Academy of Dramatic Arts in New York City Schauspiel studiert hatte und für seine Rolle in König der Zigeuner (1978) für einen Golden Globe Award nominiert worden war. Karrierebeginn Nach ihrem High-School-Abschluss im Juni 1985 zog Roberts zu ihrer Schwester Lisa nach New York, wo sie gelegentlich als Model arbeitete und in einem Schuhgeschäft sowie einer Eisdiele jobbte. Ihr eigentliches Ziel war jedoch, Schauspielerin zu werden. Sie wurde in die Kartei der Agentur von Bob McGowan aufgenommen und nahm Sprachunterricht, um ihren Südstaatenakzent loszuwerden. Den Besuch eines Schauspielkurses brach sie ab, weil sie den Unterricht als nutzlos empfand. Nach zahlreichen Vorsprechterminen erhielt sie 1986 eine Gastrolle in der Fernsehserie Crime Story und wurde für eine kleine Rolle in der Komödie Firehouse engagiert. Der Film wurde von den Kritikern oft als „viertklassig“ bezeichnet und Roberts’ Auftritt dauerte nur etwa fünfzehn Sekunden. Mit Unterstützung ihres Bruders Eric, der 1986 für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film Expreß in die Hölle nominiert worden war, erhielt sie eine Rolle an seiner Seite in dem Film Blood Red – Stirb für dein Land. Die Dreharbeiten fanden im November und Dezember 1986 statt, der Film kam jedoch erst 1989 ins Kino und war nicht erfolgreich. Ihre erste größere Rolle spielte Roberts in Satisfaction (1988). Für die Rollen der jugendlichen Mitglieder einer Band wurden Schauspieler gesucht, die Musikinstrumente spielen konnten. Roberts fing daraufhin an, Schlagzeugunterricht zu nehmen, allerdings wurde die entsprechende Rolle in der Zwischenzeit mit Trini Alvarado besetzt. Stattdessen bekam Roberts die Rolle eines Mädchens, das Bassgitarre spielt, so dass sie erneut Unterricht nehmen musste. Die Dreharbeiten fanden im Mai und Juni 1987 in Charleston statt. Durchbruch Mit der Komödie Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel, gedreht im Herbst 1987, konnte Roberts ihren ersten Kinoerfolg verbuchen. Sie glaubte zunächst nicht, die richtige Besetzung für die erotisch wirkende Daisy Arujo, eine junge Frau portugiesischer Abstammung, zu sein. Außerdem fand die Produktionsassistentin Jane Jenkins Roberts’ Haare zu hell, so dass sie sie rot färbte. Insbesondere diese Eigeninitiative überzeugte den Regisseur Donald Petrie davon, sie zu engagieren. Ihre Gage betrug 50.000 US-Dollar. Für ihre Rolle wurde Roberts für die Filmpreise Independent Spirit Award und Young Artist Award nominiert. 1988 hatte Roberts einen Gastauftritt in der Fernsehserie Miami Vice. 1989 spielte sie an der Seite ihrer namhaften Schauspielkolleginnen Sally Field, Dolly Parton, Shirley McLaine und Daryl Hannah eine Nebenrolle in dem Drama Magnolien aus Stahl, das in der Kleinstadt Natchitoches in Louisiana gedreht wurde. Die US-Premiere des Films fand am 15. November 1989 statt, und Roberts erhielt für ihre Rolle, die zuvor von Meg Ryan abgelehnt worden war, einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Während der Dreharbeiten zu Magnolien aus Stahl waren Roberts und ihr Filmpartner Dylan McDermott ein Paar geworden. Nach einer kurzen Verlobungszeit trennte sich das Paar 1990. Erfolg mit Pretty Woman Roberts’ nächstes Filmprojekt machte sie zu einem internationalen Superstar: Unter der Regie von Garry Marshall verkörperte sie in der Filmromanze Pretty Woman die Prostituierte Vivian, die sich in einen schwerreichen Geschäftsmann (gespielt von Richard Gere) verliebt. Die Dreharbeiten begannen im Juli 1989 unter dem Arbeitstitel 3.000 – in Anlehnung an die Geldsumme, die Vivian für ihre Liebesdienste erhalten sollte – und wurden im Oktober 1989 in Los Angeles abgeschlossen. Ein Happy End war zunächst nicht vorgesehen gewesen, während des Schnitts von 3.000 entfielen aber fast alle düsteren Szenen, so dass die Handlung schließlich doch eine positive Wendung nahm. Marshall entschied schließlich auch, den Film nach dem gleichnamigen Lied von Roy Orbison, das in einer Szene des Films zu hören ist, umzubenennen. Die US-Premiere fand am 23. März 1990 statt. Obwohl die Kritiken nicht besonders gut waren, entwickelte sich die moderne Aschenputtel-Geschichte zu einem erfolgreichen Kinohit: Weltweit spielte der Film 463,4 Mio. US-Dollar ein und verzeichnete allein in Deutschland über zehn Millionen Kinobesucher. Roberts, die für die Rolle eine Gage von 300.000 US-Dollar erhalten hatte, wurde zur damals gefragtesten Schauspielerin Hollywoods und erhielt für die Rolle ihren zweiten Golden Globe und ihre zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Als nächstes spielte sie für eine Gage von 550.000 US-Dollar in dem Thriller Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990) an der Seite von Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und William Baldwin eine Medizinstudentin, die mit Nahtoderfahrungen experimentiert. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, studierte sie das tibetische Totenbuch. Während der Dreharbeiten, die von Oktober 1989 bis Januar 1990 dauerten, wurden Roberts und Sutherland ein Paar. Roberts beendete die Beziehung kurz vor der geplanten Hochzeit im Juni 1991. In dem Psychothriller Der Feind in meinem Bett von 1991 verkörperte Roberts eine junge Frau, die ihren eigenen Tod inszeniert, um ihrem sadistischen Ehemann, gespielt von Patrick Bergin, zu entkommen. Der Spielfilm erzielte allein in den Vereinigten Staaten ein Einspielergebnis von 101,5 Mio. US-Dollar und Roberts erhielt eine Gage von einer Million US-Dollar. Im selben Jahr war Roberts in der tragischen Liebesgeschichte Entscheidung aus Liebe zu sehen. Der Film blieb mit Einnahmen von 33,6 Mio. US-Dollar an den US-Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen des Filmstudios 20th Century Fox zurück und die Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Nach den Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Fantasyfilm Hook (1991), in dem sie die Rolle der Fee Glöckchen spielte, nahm Roberts eine fast zweijährige berufliche Auszeit, nachdem sie in den Jahren zuvor einen Film nach dem anderen gedreht hatte. Lediglich in Robert Altmans The Player hatte sie 1992 einen kurzen Cameo-Auftritt. Über die Gründe für ihre Abkehr von der Filmindustrie wurde in den Medien viel spekuliert und Anfang 1993 fragte das People Magazine auf seiner Titelseite “What happened to Julia Roberts?” (zu dt.: „Was ist mit Julia Roberts passiert?“). Später begründete Roberts ihre Auszeit damit, dass sie zu sich selbst finden wollte, da der plötzliche Ruhm und Erfolg vollkommen neu für sie gewesen seien. Sie habe in dieser Zeit viele Drehbücher gelesen, aber kein Projekt angenommen. Zu den von ihr damals abgelehnten Rollen gehörten die weibliche Hauptrolle in dem Erotikthriller Basic Instinct, durch die Sharon Stone 1992 weltberühmt wurde, und Meg Ryans Part in Schlaflos in Seattle (1993). Karriere von 1993 bis 1999 An der Seite von Denzel Washington und unter der Regie von Alan J. Pakula gelang Roberts mit der John-Grisham-Verfilmung Die Akte 1993 ein erfolgreiches Comeback. Obwohl die Kritiker ihre schauspielerische Leistung in dem Thriller gemischt aufnahmen, spielte der Film weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie I Love Trouble – Nichts als Ärger (1994) mit Nick Nolte, erwies sich dagegen als finanzieller Flop und wurde mehrfach für die fehlende Leinwand-Chemie seiner beiden Hauptdarsteller kritisiert. In Prêt-à-Porter, eine Komödie aus dem Jahr 1994 über die Pariser Modewelt, spielte Roberts an der Seite ihres damaligen Ehemannes Lyle Lovett, den sie am Filmset von The Player kennengelernt und am 27. Juni 1993 geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1995 nach knapp zwei Jahren geschieden. Power of Love war der einzige Film, den Roberts 1995 drehte. Im folgenden Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der 13. Folge der zweiten Staffel der US-Sitcom Friends und erhielt für ihre Titelrolle im erfolglosen Horrorfilm Mary Reilly eine Nominierung für den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin. Die Verfilmung des Lebens von Michael Collins (1996) mit Liam Neeson, in dem Roberts eine Nebenrolle spielte, war ebenfalls kein finanzieller Erfolg. Der Woody-Allen-Film Alle sagen: I love you, in dem Roberts auch ihre Fähigkeiten als Sängerin unter Beweis stellte, erhielt hingegen gute Kritiken. 1997 landete Roberts mit der romantischen Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes einen weltweiten Kinohit. Die romantische Komödie, in der Roberts’ Filmcharakter mit allen Mitteln versucht, eine Eheschließung zu verhindern, spielte knapp 300 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgenden Filme, der Thriller Fletcher’s Visionen (1997) mit Mel Gibson und das Drama Seite an Seite (1998) mit Roberts’ langjähriger Freundin Susan Sarandon, waren ebenfalls im Kino erfolgreich. Für Notting Hill (1999) mit Hugh Grant konnte Roberts die Rekordgage von 15 Mio. US-Dollar verlangen, für Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit ihrem Pretty Woman-Filmpartner Richard Gere sogar 17 Millionen. Beide Filme – romantische Komödien – gehören mit Einspielergebnissen von 363,8 Mio. US-Dollar (Notting Hill) und 309,4 Mio. US-Dollar (Die Braut, die sich nicht traut) zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen in Roberts’ Karriere. Für Notting Hill bekam sie ihre vierte Golden-Globe-Nominierung. Oscar-Gewinn und die 2000er Jahre 2000 bekam Roberts für die Hauptrolle im Film Erin Brockovich 20 Mio. US-Dollar und war damit die erste Schauspielerin, die diese Summe für eine Filmrolle aushandeln konnte. Die wahre Geschichte von Erin Brockovich, die als Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei einen Umweltskandal aufdeckte und im anschließenden Gerichtsverfahren eine Rekordsumme als Entschädigungszahlung aushandeln konnte, wurde für Roberts zum Höhepunkt ihrer Karriere: Sie erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Kritikerpreise, darunter ihren dritten Golden Globe, den British Academy Film Award, den Critics’ Choice Award, den Screen Actors Guild Award und im dritten Anlauf auch den Oscar. 2001 spielte Roberts erfolgreich an der Seite von Brad Pitt im Road-Movie The Mexican, es folgte die Komödie America’s Sweethearts mit Catherine Zeta-Jones. Ocean’s Eleven (2001), eine Neuverfilmung von Frankie und seine Spießgesellen aus dem Jahr 1960, brachte Roberts wieder mit Brad Pitt zusammen vor die Kamera. Der prominent besetzte Film (George Clooney, Matt Damon, Andy García) wurde mit einem Einspielergebnis von 450,7 Mio. US-Dollar zu Roberts’ finanziell erfolgreichstem Film nach Pretty Woman. Mit George Clooney drehte sie auch ihren nächsten Film Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002). 2003 drehte Roberts Mona Lisas Lächeln, 2004 Hautnah und ihre erste Filmfortsetzung, Ocean’s 12, wieder mit Brad Pitt und George Clooney und wieder äußerst erfolgreich (362,7 Mio. weltweites Einspielergebnis). In Ocean’s Twelve spielte Roberts wieder die Rolle der Tess Ocean, die sich hier ihre Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Julia Roberts zunutze macht, um einen Raub in einem Museum durchzuführen. Nach der Geburt ihrer Zwillinge 2004 nahm Roberts erneut eine Auszeit von der Schauspielerei, und seit der Geburt ihres dritten Kindes 2007 nimmt Roberts nur noch sporadisch Filmrollen an: In Der Krieg des Charlie Wilson (2007) spielte sie an der Seite von Tom Hanks und erhielt dafür ihre sechste Golden-Globe-Nominierung. Sie war zu sehen in Zurück im Sommer (2008) und in Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (2009), für den sie ihre siebte Golden Globe-Nominierung bekam. Seit 2010 2010 spielte sie in der Komödie Valentinstag an der Seite von Jessica Alba, Kathy Bates, Bradley Cooper, Jamie Foxx, Jessica Biel, Jennifer Garner und Anne Hathaway. Im Jahr 2009 beendete sie die Dreharbeiten zu der Dramakomödie Eat Pray Love, in der sie die Rolle der Elizabeth Gilbert spielt. Das Drehbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, die Elizabeth Gilbert in ihrem gleichnamigen Bestseller niederschrieb. Der Kinostart erfolgte am 23. August 2010. Das weltweite Einspielergebnis betrug 204,5 Mio. US-Dollar. Im Jahr 2010 drehte sie den Liebesfilm Larry Crowne, der von Tom Hanks produziert wurde. Hanks spielt auch den männlichen Gegenpart zu Roberts und führte Regie. 2012 drehte sie an der Seite von Lily Collins den Film Spieglein Spieglein, eine neue Version des Märchen-Klassikers Schneewittchen, in dem sie den Part der bösen Königin übernahm. Außerdem übernahm sie in der Theater-Verfilmung Im August in Osage County die Rolle der Barbara Fordham. 2018 spielte sie die Hauptrolle in der zehnteiligen Serie Homecoming, die am 2. November 2018 bei Amazons Streamingdienst Prime Video ihre internationale Premiere feierte. Sonstiges Für das deutsche Kino wird Roberts seit dem Film Pretty Woman von Daniela Hoffmann synchronisiert. Roberts’ eigene Produktionsfirma heißt Red Om – der Nachname ihres Ehemannes Danny Moder in umgekehrter Schreibweise. 1990, 1991, 2000, 2002, 2005 und 2010 wurde Roberts vom US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt. Das britische Magazin Empire wählte sie im Oktober 1997 auf Platz 66 der 100 größten Filmstars aller Zeiten. Als Brad Pitt und George Clooney herausgefunden hatten, dass Roberts zusammen mit ihnen für Ocean’s Eleven (2001) vor der Kamera stehen würde, schickten sie ihr eine Karte, in der stand „Wir haben gehört, dass du 20 pro Film bekommst“ zusammen mit einem 20-Dollar-Schein. Roberts hatte zuvor für Erin Brockovich (2000) eine Gage von 20 Millionen Dollar erhalten. Im November 2005 führte Roberts, ungeachtet ihrer damaligen Karriereunterbrechung, laut dem Hollywood-Reporter mit einer Gage von 20 Mio. US-Dollar die Riege der bestbezahlten Hollywood-Schauspielerinnen an. Ein Jahr später verlor sie diese Spitzenposition jedoch an Nicole Kidman. 2007 wurde sie mit einer Gagenhöhe von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film auf Platz 7 der bestbezahlten Hollywood-Aktricen ausgewiesen. 2006 erhielt Roberts fünf Millionen US-Dollar dafür, dass sie für acht Werbeanzeigen des Modedesigners Gianfranco Ferré vor der Kamera stand. Die Aufnahmen wurden innerhalb von einem Tag gemacht. Der Chilene Miljenko Parserisas Bukovic ist ein großer Fan von Julia Roberts. Nachdem er Erin Brockovich gesehen hatte, war er so begeistert von ihrer Leistung, dass er sich insgesamt 82 Tattoos mit ihrem Porträt stechen ließ. Er hat die Absicht, noch mehr Tattoos anfertigen zu lassen. Privatleben Roberts ist die Tante der Schauspielerin Emma Roberts. Auch ihre Geschwister Eric Roberts und Lisa Roberts Gillan sind als Schauspieler erfolgreich. 2014 wurde ihre Halbschwester Nancy Motes tot aufgefunden. 2015 starb ihre Mutter Betty Lou Bredemus nach langer Krankheit an Lungenkrebs. 1989 war Roberts kurzzeitig mit ihrem Filmpartner in Magnolien aus Stahl, Dylan McDermott, verlobt. 1990 verliebte sie sich auf dem Set von Flatliners in Kiefer Sutherland; Roberts beendete die Beziehung im folgenden Jahr, nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit. Im Juni 1993 heiratete sie den Country-Musiker Lyle Lovett, kurz darauf spielten beide in dem Film Prêt-à-Porter. Im März 1995 gab das Paar die Trennung bekannt und ließ sich scheiden. Von 1998 bis 2001 war Roberts mit dem Law & Order-Star Benjamin Bratt liiert. Im Jahr 2000 lernte sie am Set von The Mexican den Kameramann Daniel Moder kennen. Er und Roberts heirateten im Juli 2002. 2004 wurden sie Eltern von zweieiigen Zwillingen, Hazel und Phinnaeus; 2007 wurde ihr zweiter Sohn Henry Daniel geboren. Filmografie Darstellung Synchronisation 2006: Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) 2006: Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) 2017: Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (Smurfs: The Lost Village) Nicht realisierte Filmprojekte Während Du schliefst (1995) – Roberts lehnte die Rolle ab, Sandra Bullock erkannte das Potenzial des Films und er wurde zu einem der größten Erfolge ihrer schauspielerischen Laufbahn. Batman & Robin (1997) – Roberts war im Gespräch für die Rolle der Poison Ivy, die Rolle bekam dann Uma Thurman. Shakespeare in Love (1998) – Roberts war für die Hauptrolle in diesem Film vorgesehen, lehnte jedoch ab. Gwyneth Paltrow sprang ein und gewann für ihre Darstellung den Oscar. Sechs Tage, sieben Nächte (1998) – Anne Heche spielte an der Seite von Harrison Ford, nachdem Roberts die Rolle abgelehnt hatte. Selbst ist die Braut (2009) – angeblich war den Produzenten Roberts’ Gagenforderung zu hoch. Sie engagierten daraufhin Sandra Bullock und die Komödie wurde ein weltweiter Erfolg. 1999 waren Bullock und Roberts schon einmal Konkurrentinnen um eine Rolle (Die Braut, die sich nicht traut); damals war Roberts siegreich. 2009 wurde Roberts auch die Hauptrolle in Bullocks bislang erfolgreichstem Film Blind Side – Die große Chance angeboten. Für diese Rolle erhielt Bullock den Oscar für die beste Hauptrolle. Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Negativpreise Roberts erhielt außerdem zahlreiche Beliebtheits- und Publikumspreise in aller Welt (u. a. elf „Bravo-Ottos“ in Deutschland). Zuletzt erhielt sie im Oktober 2007 den Preis der American Cinematheque. Literatur Penning, Lars: Julia Roberts. Berlin, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-929470-36-5. James Spada: Julia Roberts. Die Biografie. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09436-8. Meinolf Zurhorst: Julia Roberts. „Pretty Woman“. Heyne Filmbibliothek, Band 168 (3. Auflage). Wilhelm Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-05757-0. Weblinks Einzelnachweise Filmschauspieler Theaterschauspieler Oscarpreisträger Golden-Globe-Preisträger Person (Atlanta) US-Amerikaner Geboren 1967 Frau
Postillon erfinder geschlechtsverkehr arbeit als prostituierte Januar 2017 ] „Alternative Fakten“ sind keine Trump Erfindung Hintergrund . und erkennen, daß es außer Sex noch andere schöne Sachen gibt. Die sind nicht mal das Arbeiten gewöhnt, woher sollen die dann wissen, was Hobbies sind?! . Denkbonus · Der Postillon · Kamelopedia · Net News Express. Beispiel eine Anekdote über Trump, die mit Prostituierten in einem Moskauer Hotel zu tun hat. auch professionell arbeitende Medien unbewiesene Gerüchte über Erfindungen oder unbewiesenen Theorien unters Volk zu bringen? dass Internetnutzer " Postillon "-Meldungen für bare Münze nehmen. Du bist schlecht in der Schule, in der Uni, in der Arbeit? zeigt, wie Super Mario Erfinder Shigeru Miyamoto Klassiker kreiert .. irgendwas falsch verstehen, siehe den von Dir genannten Postillon. . Und warum gehts bei euch immer um Geschlechtsorgane, Sex oder wie werde ich eine gute Prostituierte ?. Zumindest dann, wenn man die Zuhörer nicht explizit auf den Umstand aufmerksam macht, dass sie gerade von Vollverschleierten medial fernbehandelt werden. Schaffung von Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefordert. Eine Verteidigung der modernen Selbstfotografie. Werbung hilft auch uns … diesen Platz sehen allerdings auch Nutzer die zu unserem Leidwesen Werbeblocker verwenden und uns deshalb keinen K l ick geben können. Aus Buchstaben Wörter bilden, aus Wörtern Sätze bauen und aus den Sätzen werden Geschichten: Schreiben, Lesen, Hören. Postillon erfinder geschlechtsverkehr arbeit als prostituierte - greifen ICH FINDE und werde gefunden…, - Besitzt Du evtl. Besser gesagt, die Anne, die Willige, präsentierte einen sprechenden, zweibeinigen Stoffbeutel. YouTube und die Alten. TCM ist auch die Abkürzung von Texas Chainsaw Massacre. Als undemokratisch, reaktionär und eventuell rechtsradikal gilt es, diese Spielart des Lebens hier nicht zulassen zu wollen. Work like a workaholic and party like a Tornado! SPD muss den Dorf-Schulz von Würselen barbieren. zog sie | ist natürlich auch und scheint hamss misch 0 schau ich doch mal | 12.03.2016 doch mal aus lachen auffällig wie nennt man eine italienische prostituierte möchte hier noch End bedeutet Erotische massage in magdeburg geschlechtsverkehr videos Ausschabung wann wieder geschlechtsverkehr prostituierte mieten münchen Erotische massage schwetzingen harnwegsinfekt nach geschlechtsverkehr Erotische massage strausberg teen prostituierte Massage tipps arabisch geschlechtsverkehr steht drauf stehen Schwanz hat sich ist sofort gekommen und ich
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Was war der Durchbruch von Julia Roberts als Schauspielerin?
Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie hatte 1990 mit der Filmromanze Pretty Woman ihren internationalen Durchbruch und erhielt für die Rolle den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie Die Akte (1993), Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), Notting Hill (1999) und Die Braut, die sich nicht traut (1999) etablierte sie sich als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle in Erin Brockovich (2000) gewann sie den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Kinohits hatte sie mit Ocean’s Eleven (2001), der Fortsetzung Ocean’s 12 (2004) und Mona Lisas Lächeln (2003). Leben Kindheit und Jugend Roberts wurde 1967 in Atlanta geboren. Ihre Eltern, Walter Grady Roberts (1933–1977) und Betty Lou Bredemus (1934–2015), leiteten eine Schauspielschule für Kinder in der Innenstadt von Atlanta, die auch von Julias beiden älteren Geschwistern Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts Gillan (* 1965) besucht wurde. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten gab es in der Schule keine Rassentrennung; zu den Schülern zählten unter anderem die Kinder des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Eltern trennten sich, als Julia Roberts vier Jahre alt war. Während ihr Bruder beim Vater blieb, zog die Mutter mit den Töchtern nach Smyrna, wo Roberts die High School besuchte. 1972 heiratete Roberts’ Mutter den Theaterkritiker Michael Motes. Aus dieser Ehe, die 1983 geschieden wurde, ging Roberts’ Halbschwester Nancy Motes (1976–2014) hervor. Während ihrer Schulzeit spielte Roberts in Amateurtheatervorstellungen mit, da sie die schauspielerischen Erfolge ihres Bruders beeindruckten, der an der Royal Academy of Dramatic Art in London und an der American Academy of Dramatic Arts in New York City Schauspiel studiert hatte und für seine Rolle in König der Zigeuner (1978) für einen Golden Globe Award nominiert worden war. Karrierebeginn Nach ihrem High-School-Abschluss im Juni 1985 zog Roberts zu ihrer Schwester Lisa nach New York, wo sie gelegentlich als Model arbeitete und in einem Schuhgeschäft sowie einer Eisdiele jobbte. Ihr eigentliches Ziel war jedoch, Schauspielerin zu werden. Sie wurde in die Kartei der Agentur von Bob McGowan aufgenommen und nahm Sprachunterricht, um ihren Südstaatenakzent loszuwerden. Den Besuch eines Schauspielkurses brach sie ab, weil sie den Unterricht als nutzlos empfand. Nach zahlreichen Vorsprechterminen erhielt sie 1986 eine Gastrolle in der Fernsehserie Crime Story und wurde für eine kleine Rolle in der Komödie Firehouse engagiert. Der Film wurde von den Kritikern oft als „viertklassig“ bezeichnet und Roberts’ Auftritt dauerte nur etwa fünfzehn Sekunden. Mit Unterstützung ihres Bruders Eric, der 1986 für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film Expreß in die Hölle nominiert worden war, erhielt sie eine Rolle an seiner Seite in dem Film Blood Red – Stirb für dein Land. Die Dreharbeiten fanden im November und Dezember 1986 statt, der Film kam jedoch erst 1989 ins Kino und war nicht erfolgreich. Ihre erste größere Rolle spielte Roberts in Satisfaction (1988). Für die Rollen der jugendlichen Mitglieder einer Band wurden Schauspieler gesucht, die Musikinstrumente spielen konnten. Roberts fing daraufhin an, Schlagzeugunterricht zu nehmen, allerdings wurde die entsprechende Rolle in der Zwischenzeit mit Trini Alvarado besetzt. Stattdessen bekam Roberts die Rolle eines Mädchens, das Bassgitarre spielt, so dass sie erneut Unterricht nehmen musste. Die Dreharbeiten fanden im Mai und Juni 1987 in Charleston statt. Durchbruch Mit der Komödie Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel, gedreht im Herbst 1987, konnte Roberts ihren ersten Kinoerfolg verbuchen. Sie glaubte zunächst nicht, die richtige Besetzung für die erotisch wirkende Daisy Arujo, eine junge Frau portugiesischer Abstammung, zu sein. Außerdem fand die Produktionsassistentin Jane Jenkins Roberts’ Haare zu hell, so dass sie sie rot färbte. Insbesondere diese Eigeninitiative überzeugte den Regisseur Donald Petrie davon, sie zu engagieren. Ihre Gage betrug 50.000 US-Dollar. Für ihre Rolle wurde Roberts für die Filmpreise Independent Spirit Award und Young Artist Award nominiert. 1988 hatte Roberts einen Gastauftritt in der Fernsehserie Miami Vice. 1989 spielte sie an der Seite ihrer namhaften Schauspielkolleginnen Sally Field, Dolly Parton, Shirley McLaine und Daryl Hannah eine Nebenrolle in dem Drama Magnolien aus Stahl, das in der Kleinstadt Natchitoches in Louisiana gedreht wurde. Die US-Premiere des Films fand am 15. November 1989 statt, und Roberts erhielt für ihre Rolle, die zuvor von Meg Ryan abgelehnt worden war, einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Während der Dreharbeiten zu Magnolien aus Stahl waren Roberts und ihr Filmpartner Dylan McDermott ein Paar geworden. Nach einer kurzen Verlobungszeit trennte sich das Paar 1990. Erfolg mit Pretty Woman Roberts’ nächstes Filmprojekt machte sie zu einem internationalen Superstar: Unter der Regie von Garry Marshall verkörperte sie in der Filmromanze Pretty Woman die Prostituierte Vivian, die sich in einen schwerreichen Geschäftsmann (gespielt von Richard Gere) verliebt. Die Dreharbeiten begannen im Juli 1989 unter dem Arbeitstitel 3.000 – in Anlehnung an die Geldsumme, die Vivian für ihre Liebesdienste erhalten sollte – und wurden im Oktober 1989 in Los Angeles abgeschlossen. Ein Happy End war zunächst nicht vorgesehen gewesen, während des Schnitts von 3.000 entfielen aber fast alle düsteren Szenen, so dass die Handlung schließlich doch eine positive Wendung nahm. Marshall entschied schließlich auch, den Film nach dem gleichnamigen Lied von Roy Orbison, das in einer Szene des Films zu hören ist, umzubenennen. Die US-Premiere fand am 23. März 1990 statt. Obwohl die Kritiken nicht besonders gut waren, entwickelte sich die moderne Aschenputtel-Geschichte zu einem erfolgreichen Kinohit: Weltweit spielte der Film 463,4 Mio. US-Dollar ein und verzeichnete allein in Deutschland über zehn Millionen Kinobesucher. Roberts, die für die Rolle eine Gage von 300.000 US-Dollar erhalten hatte, wurde zur damals gefragtesten Schauspielerin Hollywoods und erhielt für die Rolle ihren zweiten Golden Globe und ihre zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Als nächstes spielte sie für eine Gage von 550.000 US-Dollar in dem Thriller Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990) an der Seite von Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und William Baldwin eine Medizinstudentin, die mit Nahtoderfahrungen experimentiert. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, studierte sie das tibetische Totenbuch. Während der Dreharbeiten, die von Oktober 1989 bis Januar 1990 dauerten, wurden Roberts und Sutherland ein Paar. Roberts beendete die Beziehung kurz vor der geplanten Hochzeit im Juni 1991. In dem Psychothriller Der Feind in meinem Bett von 1991 verkörperte Roberts eine junge Frau, die ihren eigenen Tod inszeniert, um ihrem sadistischen Ehemann, gespielt von Patrick Bergin, zu entkommen. Der Spielfilm erzielte allein in den Vereinigten Staaten ein Einspielergebnis von 101,5 Mio. US-Dollar und Roberts erhielt eine Gage von einer Million US-Dollar. Im selben Jahr war Roberts in der tragischen Liebesgeschichte Entscheidung aus Liebe zu sehen. Der Film blieb mit Einnahmen von 33,6 Mio. US-Dollar an den US-Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen des Filmstudios 20th Century Fox zurück und die Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Nach den Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Fantasyfilm Hook (1991), in dem sie die Rolle der Fee Glöckchen spielte, nahm Roberts eine fast zweijährige berufliche Auszeit, nachdem sie in den Jahren zuvor einen Film nach dem anderen gedreht hatte. Lediglich in Robert Altmans The Player hatte sie 1992 einen kurzen Cameo-Auftritt. Über die Gründe für ihre Abkehr von der Filmindustrie wurde in den Medien viel spekuliert und Anfang 1993 fragte das People Magazine auf seiner Titelseite “What happened to Julia Roberts?” (zu dt.: „Was ist mit Julia Roberts passiert?“). Später begründete Roberts ihre Auszeit damit, dass sie zu sich selbst finden wollte, da der plötzliche Ruhm und Erfolg vollkommen neu für sie gewesen seien. Sie habe in dieser Zeit viele Drehbücher gelesen, aber kein Projekt angenommen. Zu den von ihr damals abgelehnten Rollen gehörten die weibliche Hauptrolle in dem Erotikthriller Basic Instinct, durch die Sharon Stone 1992 weltberühmt wurde, und Meg Ryans Part in Schlaflos in Seattle (1993). Karriere von 1993 bis 1999 An der Seite von Denzel Washington und unter der Regie von Alan J. Pakula gelang Roberts mit der John-Grisham-Verfilmung Die Akte 1993 ein erfolgreiches Comeback. Obwohl die Kritiker ihre schauspielerische Leistung in dem Thriller gemischt aufnahmen, spielte der Film weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie I Love Trouble – Nichts als Ärger (1994) mit Nick Nolte, erwies sich dagegen als finanzieller Flop und wurde mehrfach für die fehlende Leinwand-Chemie seiner beiden Hauptdarsteller kritisiert. In Prêt-à-Porter, eine Komödie aus dem Jahr 1994 über die Pariser Modewelt, spielte Roberts an der Seite ihres damaligen Ehemannes Lyle Lovett, den sie am Filmset von The Player kennengelernt und am 27. Juni 1993 geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1995 nach knapp zwei Jahren geschieden. Power of Love war der einzige Film, den Roberts 1995 drehte. Im folgenden Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der 13. Folge der zweiten Staffel der US-Sitcom Friends und erhielt für ihre Titelrolle im erfolglosen Horrorfilm Mary Reilly eine Nominierung für den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin. Die Verfilmung des Lebens von Michael Collins (1996) mit Liam Neeson, in dem Roberts eine Nebenrolle spielte, war ebenfalls kein finanzieller Erfolg. Der Woody-Allen-Film Alle sagen: I love you, in dem Roberts auch ihre Fähigkeiten als Sängerin unter Beweis stellte, erhielt hingegen gute Kritiken. 1997 landete Roberts mit der romantischen Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes einen weltweiten Kinohit. Die romantische Komödie, in der Roberts’ Filmcharakter mit allen Mitteln versucht, eine Eheschließung zu verhindern, spielte knapp 300 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgenden Filme, der Thriller Fletcher’s Visionen (1997) mit Mel Gibson und das Drama Seite an Seite (1998) mit Roberts’ langjähriger Freundin Susan Sarandon, waren ebenfalls im Kino erfolgreich. Für Notting Hill (1999) mit Hugh Grant konnte Roberts die Rekordgage von 15 Mio. US-Dollar verlangen, für Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit ihrem Pretty Woman-Filmpartner Richard Gere sogar 17 Millionen. Beide Filme – romantische Komödien – gehören mit Einspielergebnissen von 363,8 Mio. US-Dollar (Notting Hill) und 309,4 Mio. US-Dollar (Die Braut, die sich nicht traut) zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen in Roberts’ Karriere. Für Notting Hill bekam sie ihre vierte Golden-Globe-Nominierung. Oscar-Gewinn und die 2000er Jahre 2000 bekam Roberts für die Hauptrolle im Film Erin Brockovich 20 Mio. US-Dollar und war damit die erste Schauspielerin, die diese Summe für eine Filmrolle aushandeln konnte. Die wahre Geschichte von Erin Brockovich, die als Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei einen Umweltskandal aufdeckte und im anschließenden Gerichtsverfahren eine Rekordsumme als Entschädigungszahlung aushandeln konnte, wurde für Roberts zum Höhepunkt ihrer Karriere: Sie erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Kritikerpreise, darunter ihren dritten Golden Globe, den British Academy Film Award, den Critics’ Choice Award, den Screen Actors Guild Award und im dritten Anlauf auch den Oscar. 2001 spielte Roberts erfolgreich an der Seite von Brad Pitt im Road-Movie The Mexican, es folgte die Komödie America’s Sweethearts mit Catherine Zeta-Jones. Ocean’s Eleven (2001), eine Neuverfilmung von Frankie und seine Spießgesellen aus dem Jahr 1960, brachte Roberts wieder mit Brad Pitt zusammen vor die Kamera. Der prominent besetzte Film (George Clooney, Matt Damon, Andy García) wurde mit einem Einspielergebnis von 450,7 Mio. US-Dollar zu Roberts’ finanziell erfolgreichstem Film nach Pretty Woman. Mit George Clooney drehte sie auch ihren nächsten Film Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002). 2003 drehte Roberts Mona Lisas Lächeln, 2004 Hautnah und ihre erste Filmfortsetzung, Ocean’s 12, wieder mit Brad Pitt und George Clooney und wieder äußerst erfolgreich (362,7 Mio. weltweites Einspielergebnis). In Ocean’s Twelve spielte Roberts wieder die Rolle der Tess Ocean, die sich hier ihre Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Julia Roberts zunutze macht, um einen Raub in einem Museum durchzuführen. Nach der Geburt ihrer Zwillinge 2004 nahm Roberts erneut eine Auszeit von der Schauspielerei, und seit der Geburt ihres dritten Kindes 2007 nimmt Roberts nur noch sporadisch Filmrollen an: In Der Krieg des Charlie Wilson (2007) spielte sie an der Seite von Tom Hanks und erhielt dafür ihre sechste Golden-Globe-Nominierung. Sie war zu sehen in Zurück im Sommer (2008) und in Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (2009), für den sie ihre siebte Golden Globe-Nominierung bekam. Seit 2010 2010 spielte sie in der Komödie Valentinstag an der Seite von Jessica Alba, Kathy Bates, Bradley Cooper, Jamie Foxx, Jessica Biel, Jennifer Garner und Anne Hathaway. Im Jahr 2009 beendete sie die Dreharbeiten zu der Dramakomödie Eat Pray Love, in der sie die Rolle der Elizabeth Gilbert spielt. Das Drehbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, die Elizabeth Gilbert in ihrem gleichnamigen Bestseller niederschrieb. Der Kinostart erfolgte am 23. August 2010. Das weltweite Einspielergebnis betrug 204,5 Mio. US-Dollar. Im Jahr 2010 drehte sie den Liebesfilm Larry Crowne, der von Tom Hanks produziert wurde. Hanks spielt auch den männlichen Gegenpart zu Roberts und führte Regie. 2012 drehte sie an der Seite von Lily Collins den Film Spieglein Spieglein, eine neue Version des Märchen-Klassikers Schneewittchen, in dem sie den Part der bösen Königin übernahm. Außerdem übernahm sie in der Theater-Verfilmung Im August in Osage County die Rolle der Barbara Fordham. 2018 spielte sie die Hauptrolle in der zehnteiligen Serie Homecoming, die am 2. November 2018 bei Amazons Streamingdienst Prime Video ihre internationale Premiere feierte. Sonstiges Für das deutsche Kino wird Roberts seit dem Film Pretty Woman von Daniela Hoffmann synchronisiert. Roberts’ eigene Produktionsfirma heißt Red Om – der Nachname ihres Ehemannes Danny Moder in umgekehrter Schreibweise. 1990, 1991, 2000, 2002, 2005 und 2010 wurde Roberts vom US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt. Das britische Magazin Empire wählte sie im Oktober 1997 auf Platz 66 der 100 größten Filmstars aller Zeiten. Als Brad Pitt und George Clooney herausgefunden hatten, dass Roberts zusammen mit ihnen für Ocean’s Eleven (2001) vor der Kamera stehen würde, schickten sie ihr eine Karte, in der stand „Wir haben gehört, dass du 20 pro Film bekommst“ zusammen mit einem 20-Dollar-Schein. Roberts hatte zuvor für Erin Brockovich (2000) eine Gage von 20 Millionen Dollar erhalten. Im November 2005 führte Roberts, ungeachtet ihrer damaligen Karriereunterbrechung, laut dem Hollywood-Reporter mit einer Gage von 20 Mio. US-Dollar die Riege der bestbezahlten Hollywood-Schauspielerinnen an. Ein Jahr später verlor sie diese Spitzenposition jedoch an Nicole Kidman. 2007 wurde sie mit einer Gagenhöhe von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film auf Platz 7 der bestbezahlten Hollywood-Aktricen ausgewiesen. 2006 erhielt Roberts fünf Millionen US-Dollar dafür, dass sie für acht Werbeanzeigen des Modedesigners Gianfranco Ferré vor der Kamera stand. Die Aufnahmen wurden innerhalb von einem Tag gemacht. Der Chilene Miljenko Parserisas Bukovic ist ein großer Fan von Julia Roberts. Nachdem er Erin Brockovich gesehen hatte, war er so begeistert von ihrer Leistung, dass er sich insgesamt 82 Tattoos mit ihrem Porträt stechen ließ. Er hat die Absicht, noch mehr Tattoos anfertigen zu lassen. Privatleben Roberts ist die Tante der Schauspielerin Emma Roberts. Auch ihre Geschwister Eric Roberts und Lisa Roberts Gillan sind als Schauspieler erfolgreich. 2014 wurde ihre Halbschwester Nancy Motes tot aufgefunden. 2015 starb ihre Mutter Betty Lou Bredemus nach langer Krankheit an Lungenkrebs. 1989 war Roberts kurzzeitig mit ihrem Filmpartner in Magnolien aus Stahl, Dylan McDermott, verlobt. 1990 verliebte sie sich auf dem Set von Flatliners in Kiefer Sutherland; Roberts beendete die Beziehung im folgenden Jahr, nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit. Im Juni 1993 heiratete sie den Country-Musiker Lyle Lovett, kurz darauf spielten beide in dem Film Prêt-à-Porter. Im März 1995 gab das Paar die Trennung bekannt und ließ sich scheiden. Von 1998 bis 2001 war Roberts mit dem Law & Order-Star Benjamin Bratt liiert. Im Jahr 2000 lernte sie am Set von The Mexican den Kameramann Daniel Moder kennen. Er und Roberts heirateten im Juli 2002. 2004 wurden sie Eltern von zweieiigen Zwillingen, Hazel und Phinnaeus; 2007 wurde ihr zweiter Sohn Henry Daniel geboren. Filmografie Darstellung Synchronisation 2006: Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) 2006: Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) 2017: Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (Smurfs: The Lost Village) Nicht realisierte Filmprojekte Während Du schliefst (1995) – Roberts lehnte die Rolle ab, Sandra Bullock erkannte das Potenzial des Films und er wurde zu einem der größten Erfolge ihrer schauspielerischen Laufbahn. Batman & Robin (1997) – Roberts war im Gespräch für die Rolle der Poison Ivy, die Rolle bekam dann Uma Thurman. Shakespeare in Love (1998) – Roberts war für die Hauptrolle in diesem Film vorgesehen, lehnte jedoch ab. Gwyneth Paltrow sprang ein und gewann für ihre Darstellung den Oscar. Sechs Tage, sieben Nächte (1998) – Anne Heche spielte an der Seite von Harrison Ford, nachdem Roberts die Rolle abgelehnt hatte. Selbst ist die Braut (2009) – angeblich war den Produzenten Roberts’ Gagenforderung zu hoch. Sie engagierten daraufhin Sandra Bullock und die Komödie wurde ein weltweiter Erfolg. 1999 waren Bullock und Roberts schon einmal Konkurrentinnen um eine Rolle (Die Braut, die sich nicht traut); damals war Roberts siegreich. 2009 wurde Roberts auch die Hauptrolle in Bullocks bislang erfolgreichstem Film Blind Side – Die große Chance angeboten. Für diese Rolle erhielt Bullock den Oscar für die beste Hauptrolle. Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Negativpreise Roberts erhielt außerdem zahlreiche Beliebtheits- und Publikumspreise in aller Welt (u. a. elf „Bravo-Ottos“ in Deutschland). Zuletzt erhielt sie im Oktober 2007 den Preis der American Cinematheque. Literatur Penning, Lars: Julia Roberts. Berlin, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-929470-36-5. James Spada: Julia Roberts. Die Biografie. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09436-8. Meinolf Zurhorst: Julia Roberts. „Pretty Woman“. Heyne Filmbibliothek, Band 168 (3. Auflage). Wilhelm Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-05757-0. Weblinks Einzelnachweise Filmschauspieler Theaterschauspieler Oscarpreisträger Golden-Globe-Preisträger Person (Atlanta) US-Amerikaner Geboren 1967 Frau
schürmann pr | PR Agentur Berlin | Schauspieler PR | Event | Marken | Gastro | Hotel | Lifestyle | Full Service Agentur | Public Relation – Drama Zurück zur Hauptseite Premiere des Kinofilms “Die Haut der Anderen” mit Oliver Mommsen in der Hauptrolle auf den 50. Hofer Filmtagen Auf den 50. Hofer Filmtagen vom 25. – 30.10.2016, wird der Kinofilm “Die Haut der Anderen” mit Oliver Mommsen in der Hauptrolle seine offizielle Premiere feiern. DIE HAUT DER ANDEREN von Thomas Stiller beschreibt eine Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die in ihren sexuellen Obsessionen gefangen sind. Marc Deville (Oliver Mommsen) ist ein erfolgreicher Autor für erotische Literatur. Doch im Alltag kann er sich nicht auf körperliche nähe mit dem anderen Geschlecht einlassen. Er ist süchtig nach Pornos und Sexualität funktioniert für ihn nur durch eine zwischengeschaltete Kamera und Selbstbefriedigung vor dem Abbild. Eines Tages lernt Marc die Krankenschwester Justine (Isabel Thierauch) … AMNESTY INTERNATIONAL verleiht dem Filmteam des ARD Spielfilms “Sternstunde ihres Lebens” den “Maler Medienpreis für Menschenrechte 2015″. Anna Maria Mühe spielt in dem Politdrama an der Seite von Iris Berben die Sekretärin der Gleichstellungsaktivistin Elisabeth Selbert. Okt “CHUZPE” MIT ANJA KLING AM 19.09. Anja Kling spielt im ARD Film “Chuzpe” die Rolle der Ruth, Tochter eines Holocaust-Überlebenden, die versucht, ihre Ängste und Zwänge unter Kontrolle zu halten. Drama: Schuld- nach Ferdinand von Schirach: Ausgleich – Anna Maria Mühe im ZDF ANNA MARIA MÜHE ist am Freitag, dem 06.03. um 21.15 Uhr auf ZDF zu sehen. In dem Justizdrama spielt sie die gedemütigte Ehefrau, die vor Gericht wegen des Mordes an Ihrem Ehemann verurteilt werden soll.
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Was war der Durchbruch von Julia Roberts als Schauspielerin?
Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie hatte 1990 mit der Filmromanze Pretty Woman ihren internationalen Durchbruch und erhielt für die Rolle den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie Die Akte (1993), Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), Notting Hill (1999) und Die Braut, die sich nicht traut (1999) etablierte sie sich als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle in Erin Brockovich (2000) gewann sie den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Kinohits hatte sie mit Ocean’s Eleven (2001), der Fortsetzung Ocean’s 12 (2004) und Mona Lisas Lächeln (2003). Leben Kindheit und Jugend Roberts wurde 1967 in Atlanta geboren. Ihre Eltern, Walter Grady Roberts (1933–1977) und Betty Lou Bredemus (1934–2015), leiteten eine Schauspielschule für Kinder in der Innenstadt von Atlanta, die auch von Julias beiden älteren Geschwistern Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts Gillan (* 1965) besucht wurde. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten gab es in der Schule keine Rassentrennung; zu den Schülern zählten unter anderem die Kinder des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Eltern trennten sich, als Julia Roberts vier Jahre alt war. Während ihr Bruder beim Vater blieb, zog die Mutter mit den Töchtern nach Smyrna, wo Roberts die High School besuchte. 1972 heiratete Roberts’ Mutter den Theaterkritiker Michael Motes. Aus dieser Ehe, die 1983 geschieden wurde, ging Roberts’ Halbschwester Nancy Motes (1976–2014) hervor. Während ihrer Schulzeit spielte Roberts in Amateurtheatervorstellungen mit, da sie die schauspielerischen Erfolge ihres Bruders beeindruckten, der an der Royal Academy of Dramatic Art in London und an der American Academy of Dramatic Arts in New York City Schauspiel studiert hatte und für seine Rolle in König der Zigeuner (1978) für einen Golden Globe Award nominiert worden war. Karrierebeginn Nach ihrem High-School-Abschluss im Juni 1985 zog Roberts zu ihrer Schwester Lisa nach New York, wo sie gelegentlich als Model arbeitete und in einem Schuhgeschäft sowie einer Eisdiele jobbte. Ihr eigentliches Ziel war jedoch, Schauspielerin zu werden. Sie wurde in die Kartei der Agentur von Bob McGowan aufgenommen und nahm Sprachunterricht, um ihren Südstaatenakzent loszuwerden. Den Besuch eines Schauspielkurses brach sie ab, weil sie den Unterricht als nutzlos empfand. Nach zahlreichen Vorsprechterminen erhielt sie 1986 eine Gastrolle in der Fernsehserie Crime Story und wurde für eine kleine Rolle in der Komödie Firehouse engagiert. Der Film wurde von den Kritikern oft als „viertklassig“ bezeichnet und Roberts’ Auftritt dauerte nur etwa fünfzehn Sekunden. Mit Unterstützung ihres Bruders Eric, der 1986 für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film Expreß in die Hölle nominiert worden war, erhielt sie eine Rolle an seiner Seite in dem Film Blood Red – Stirb für dein Land. Die Dreharbeiten fanden im November und Dezember 1986 statt, der Film kam jedoch erst 1989 ins Kino und war nicht erfolgreich. Ihre erste größere Rolle spielte Roberts in Satisfaction (1988). Für die Rollen der jugendlichen Mitglieder einer Band wurden Schauspieler gesucht, die Musikinstrumente spielen konnten. Roberts fing daraufhin an, Schlagzeugunterricht zu nehmen, allerdings wurde die entsprechende Rolle in der Zwischenzeit mit Trini Alvarado besetzt. Stattdessen bekam Roberts die Rolle eines Mädchens, das Bassgitarre spielt, so dass sie erneut Unterricht nehmen musste. Die Dreharbeiten fanden im Mai und Juni 1987 in Charleston statt. Durchbruch Mit der Komödie Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel, gedreht im Herbst 1987, konnte Roberts ihren ersten Kinoerfolg verbuchen. Sie glaubte zunächst nicht, die richtige Besetzung für die erotisch wirkende Daisy Arujo, eine junge Frau portugiesischer Abstammung, zu sein. Außerdem fand die Produktionsassistentin Jane Jenkins Roberts’ Haare zu hell, so dass sie sie rot färbte. Insbesondere diese Eigeninitiative überzeugte den Regisseur Donald Petrie davon, sie zu engagieren. Ihre Gage betrug 50.000 US-Dollar. Für ihre Rolle wurde Roberts für die Filmpreise Independent Spirit Award und Young Artist Award nominiert. 1988 hatte Roberts einen Gastauftritt in der Fernsehserie Miami Vice. 1989 spielte sie an der Seite ihrer namhaften Schauspielkolleginnen Sally Field, Dolly Parton, Shirley McLaine und Daryl Hannah eine Nebenrolle in dem Drama Magnolien aus Stahl, das in der Kleinstadt Natchitoches in Louisiana gedreht wurde. Die US-Premiere des Films fand am 15. November 1989 statt, und Roberts erhielt für ihre Rolle, die zuvor von Meg Ryan abgelehnt worden war, einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Während der Dreharbeiten zu Magnolien aus Stahl waren Roberts und ihr Filmpartner Dylan McDermott ein Paar geworden. Nach einer kurzen Verlobungszeit trennte sich das Paar 1990. Erfolg mit Pretty Woman Roberts’ nächstes Filmprojekt machte sie zu einem internationalen Superstar: Unter der Regie von Garry Marshall verkörperte sie in der Filmromanze Pretty Woman die Prostituierte Vivian, die sich in einen schwerreichen Geschäftsmann (gespielt von Richard Gere) verliebt. Die Dreharbeiten begannen im Juli 1989 unter dem Arbeitstitel 3.000 – in Anlehnung an die Geldsumme, die Vivian für ihre Liebesdienste erhalten sollte – und wurden im Oktober 1989 in Los Angeles abgeschlossen. Ein Happy End war zunächst nicht vorgesehen gewesen, während des Schnitts von 3.000 entfielen aber fast alle düsteren Szenen, so dass die Handlung schließlich doch eine positive Wendung nahm. Marshall entschied schließlich auch, den Film nach dem gleichnamigen Lied von Roy Orbison, das in einer Szene des Films zu hören ist, umzubenennen. Die US-Premiere fand am 23. März 1990 statt. Obwohl die Kritiken nicht besonders gut waren, entwickelte sich die moderne Aschenputtel-Geschichte zu einem erfolgreichen Kinohit: Weltweit spielte der Film 463,4 Mio. US-Dollar ein und verzeichnete allein in Deutschland über zehn Millionen Kinobesucher. Roberts, die für die Rolle eine Gage von 300.000 US-Dollar erhalten hatte, wurde zur damals gefragtesten Schauspielerin Hollywoods und erhielt für die Rolle ihren zweiten Golden Globe und ihre zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Als nächstes spielte sie für eine Gage von 550.000 US-Dollar in dem Thriller Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990) an der Seite von Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und William Baldwin eine Medizinstudentin, die mit Nahtoderfahrungen experimentiert. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, studierte sie das tibetische Totenbuch. Während der Dreharbeiten, die von Oktober 1989 bis Januar 1990 dauerten, wurden Roberts und Sutherland ein Paar. Roberts beendete die Beziehung kurz vor der geplanten Hochzeit im Juni 1991. In dem Psychothriller Der Feind in meinem Bett von 1991 verkörperte Roberts eine junge Frau, die ihren eigenen Tod inszeniert, um ihrem sadistischen Ehemann, gespielt von Patrick Bergin, zu entkommen. Der Spielfilm erzielte allein in den Vereinigten Staaten ein Einspielergebnis von 101,5 Mio. US-Dollar und Roberts erhielt eine Gage von einer Million US-Dollar. Im selben Jahr war Roberts in der tragischen Liebesgeschichte Entscheidung aus Liebe zu sehen. Der Film blieb mit Einnahmen von 33,6 Mio. US-Dollar an den US-Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen des Filmstudios 20th Century Fox zurück und die Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Nach den Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Fantasyfilm Hook (1991), in dem sie die Rolle der Fee Glöckchen spielte, nahm Roberts eine fast zweijährige berufliche Auszeit, nachdem sie in den Jahren zuvor einen Film nach dem anderen gedreht hatte. Lediglich in Robert Altmans The Player hatte sie 1992 einen kurzen Cameo-Auftritt. Über die Gründe für ihre Abkehr von der Filmindustrie wurde in den Medien viel spekuliert und Anfang 1993 fragte das People Magazine auf seiner Titelseite “What happened to Julia Roberts?” (zu dt.: „Was ist mit Julia Roberts passiert?“). Später begründete Roberts ihre Auszeit damit, dass sie zu sich selbst finden wollte, da der plötzliche Ruhm und Erfolg vollkommen neu für sie gewesen seien. Sie habe in dieser Zeit viele Drehbücher gelesen, aber kein Projekt angenommen. Zu den von ihr damals abgelehnten Rollen gehörten die weibliche Hauptrolle in dem Erotikthriller Basic Instinct, durch die Sharon Stone 1992 weltberühmt wurde, und Meg Ryans Part in Schlaflos in Seattle (1993). Karriere von 1993 bis 1999 An der Seite von Denzel Washington und unter der Regie von Alan J. Pakula gelang Roberts mit der John-Grisham-Verfilmung Die Akte 1993 ein erfolgreiches Comeback. Obwohl die Kritiker ihre schauspielerische Leistung in dem Thriller gemischt aufnahmen, spielte der Film weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie I Love Trouble – Nichts als Ärger (1994) mit Nick Nolte, erwies sich dagegen als finanzieller Flop und wurde mehrfach für die fehlende Leinwand-Chemie seiner beiden Hauptdarsteller kritisiert. In Prêt-à-Porter, eine Komödie aus dem Jahr 1994 über die Pariser Modewelt, spielte Roberts an der Seite ihres damaligen Ehemannes Lyle Lovett, den sie am Filmset von The Player kennengelernt und am 27. Juni 1993 geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1995 nach knapp zwei Jahren geschieden. Power of Love war der einzige Film, den Roberts 1995 drehte. Im folgenden Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der 13. Folge der zweiten Staffel der US-Sitcom Friends und erhielt für ihre Titelrolle im erfolglosen Horrorfilm Mary Reilly eine Nominierung für den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin. Die Verfilmung des Lebens von Michael Collins (1996) mit Liam Neeson, in dem Roberts eine Nebenrolle spielte, war ebenfalls kein finanzieller Erfolg. Der Woody-Allen-Film Alle sagen: I love you, in dem Roberts auch ihre Fähigkeiten als Sängerin unter Beweis stellte, erhielt hingegen gute Kritiken. 1997 landete Roberts mit der romantischen Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes einen weltweiten Kinohit. Die romantische Komödie, in der Roberts’ Filmcharakter mit allen Mitteln versucht, eine Eheschließung zu verhindern, spielte knapp 300 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgenden Filme, der Thriller Fletcher’s Visionen (1997) mit Mel Gibson und das Drama Seite an Seite (1998) mit Roberts’ langjähriger Freundin Susan Sarandon, waren ebenfalls im Kino erfolgreich. Für Notting Hill (1999) mit Hugh Grant konnte Roberts die Rekordgage von 15 Mio. US-Dollar verlangen, für Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit ihrem Pretty Woman-Filmpartner Richard Gere sogar 17 Millionen. Beide Filme – romantische Komödien – gehören mit Einspielergebnissen von 363,8 Mio. US-Dollar (Notting Hill) und 309,4 Mio. US-Dollar (Die Braut, die sich nicht traut) zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen in Roberts’ Karriere. Für Notting Hill bekam sie ihre vierte Golden-Globe-Nominierung. Oscar-Gewinn und die 2000er Jahre 2000 bekam Roberts für die Hauptrolle im Film Erin Brockovich 20 Mio. US-Dollar und war damit die erste Schauspielerin, die diese Summe für eine Filmrolle aushandeln konnte. Die wahre Geschichte von Erin Brockovich, die als Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei einen Umweltskandal aufdeckte und im anschließenden Gerichtsverfahren eine Rekordsumme als Entschädigungszahlung aushandeln konnte, wurde für Roberts zum Höhepunkt ihrer Karriere: Sie erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Kritikerpreise, darunter ihren dritten Golden Globe, den British Academy Film Award, den Critics’ Choice Award, den Screen Actors Guild Award und im dritten Anlauf auch den Oscar. 2001 spielte Roberts erfolgreich an der Seite von Brad Pitt im Road-Movie The Mexican, es folgte die Komödie America’s Sweethearts mit Catherine Zeta-Jones. Ocean’s Eleven (2001), eine Neuverfilmung von Frankie und seine Spießgesellen aus dem Jahr 1960, brachte Roberts wieder mit Brad Pitt zusammen vor die Kamera. Der prominent besetzte Film (George Clooney, Matt Damon, Andy García) wurde mit einem Einspielergebnis von 450,7 Mio. US-Dollar zu Roberts’ finanziell erfolgreichstem Film nach Pretty Woman. Mit George Clooney drehte sie auch ihren nächsten Film Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002). 2003 drehte Roberts Mona Lisas Lächeln, 2004 Hautnah und ihre erste Filmfortsetzung, Ocean’s 12, wieder mit Brad Pitt und George Clooney und wieder äußerst erfolgreich (362,7 Mio. weltweites Einspielergebnis). In Ocean’s Twelve spielte Roberts wieder die Rolle der Tess Ocean, die sich hier ihre Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Julia Roberts zunutze macht, um einen Raub in einem Museum durchzuführen. Nach der Geburt ihrer Zwillinge 2004 nahm Roberts erneut eine Auszeit von der Schauspielerei, und seit der Geburt ihres dritten Kindes 2007 nimmt Roberts nur noch sporadisch Filmrollen an: In Der Krieg des Charlie Wilson (2007) spielte sie an der Seite von Tom Hanks und erhielt dafür ihre sechste Golden-Globe-Nominierung. Sie war zu sehen in Zurück im Sommer (2008) und in Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (2009), für den sie ihre siebte Golden Globe-Nominierung bekam. Seit 2010 2010 spielte sie in der Komödie Valentinstag an der Seite von Jessica Alba, Kathy Bates, Bradley Cooper, Jamie Foxx, Jessica Biel, Jennifer Garner und Anne Hathaway. Im Jahr 2009 beendete sie die Dreharbeiten zu der Dramakomödie Eat Pray Love, in der sie die Rolle der Elizabeth Gilbert spielt. Das Drehbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, die Elizabeth Gilbert in ihrem gleichnamigen Bestseller niederschrieb. Der Kinostart erfolgte am 23. August 2010. Das weltweite Einspielergebnis betrug 204,5 Mio. US-Dollar. Im Jahr 2010 drehte sie den Liebesfilm Larry Crowne, der von Tom Hanks produziert wurde. Hanks spielt auch den männlichen Gegenpart zu Roberts und führte Regie. 2012 drehte sie an der Seite von Lily Collins den Film Spieglein Spieglein, eine neue Version des Märchen-Klassikers Schneewittchen, in dem sie den Part der bösen Königin übernahm. Außerdem übernahm sie in der Theater-Verfilmung Im August in Osage County die Rolle der Barbara Fordham. 2018 spielte sie die Hauptrolle in der zehnteiligen Serie Homecoming, die am 2. November 2018 bei Amazons Streamingdienst Prime Video ihre internationale Premiere feierte. Sonstiges Für das deutsche Kino wird Roberts seit dem Film Pretty Woman von Daniela Hoffmann synchronisiert. Roberts’ eigene Produktionsfirma heißt Red Om – der Nachname ihres Ehemannes Danny Moder in umgekehrter Schreibweise. 1990, 1991, 2000, 2002, 2005 und 2010 wurde Roberts vom US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt. Das britische Magazin Empire wählte sie im Oktober 1997 auf Platz 66 der 100 größten Filmstars aller Zeiten. Als Brad Pitt und George Clooney herausgefunden hatten, dass Roberts zusammen mit ihnen für Ocean’s Eleven (2001) vor der Kamera stehen würde, schickten sie ihr eine Karte, in der stand „Wir haben gehört, dass du 20 pro Film bekommst“ zusammen mit einem 20-Dollar-Schein. Roberts hatte zuvor für Erin Brockovich (2000) eine Gage von 20 Millionen Dollar erhalten. Im November 2005 führte Roberts, ungeachtet ihrer damaligen Karriereunterbrechung, laut dem Hollywood-Reporter mit einer Gage von 20 Mio. US-Dollar die Riege der bestbezahlten Hollywood-Schauspielerinnen an. Ein Jahr später verlor sie diese Spitzenposition jedoch an Nicole Kidman. 2007 wurde sie mit einer Gagenhöhe von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film auf Platz 7 der bestbezahlten Hollywood-Aktricen ausgewiesen. 2006 erhielt Roberts fünf Millionen US-Dollar dafür, dass sie für acht Werbeanzeigen des Modedesigners Gianfranco Ferré vor der Kamera stand. Die Aufnahmen wurden innerhalb von einem Tag gemacht. Der Chilene Miljenko Parserisas Bukovic ist ein großer Fan von Julia Roberts. Nachdem er Erin Brockovich gesehen hatte, war er so begeistert von ihrer Leistung, dass er sich insgesamt 82 Tattoos mit ihrem Porträt stechen ließ. Er hat die Absicht, noch mehr Tattoos anfertigen zu lassen. Privatleben Roberts ist die Tante der Schauspielerin Emma Roberts. Auch ihre Geschwister Eric Roberts und Lisa Roberts Gillan sind als Schauspieler erfolgreich. 2014 wurde ihre Halbschwester Nancy Motes tot aufgefunden. 2015 starb ihre Mutter Betty Lou Bredemus nach langer Krankheit an Lungenkrebs. 1989 war Roberts kurzzeitig mit ihrem Filmpartner in Magnolien aus Stahl, Dylan McDermott, verlobt. 1990 verliebte sie sich auf dem Set von Flatliners in Kiefer Sutherland; Roberts beendete die Beziehung im folgenden Jahr, nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit. Im Juni 1993 heiratete sie den Country-Musiker Lyle Lovett, kurz darauf spielten beide in dem Film Prêt-à-Porter. Im März 1995 gab das Paar die Trennung bekannt und ließ sich scheiden. Von 1998 bis 2001 war Roberts mit dem Law & Order-Star Benjamin Bratt liiert. Im Jahr 2000 lernte sie am Set von The Mexican den Kameramann Daniel Moder kennen. Er und Roberts heirateten im Juli 2002. 2004 wurden sie Eltern von zweieiigen Zwillingen, Hazel und Phinnaeus; 2007 wurde ihr zweiter Sohn Henry Daniel geboren. Filmografie Darstellung Synchronisation 2006: Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) 2006: Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) 2017: Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (Smurfs: The Lost Village) Nicht realisierte Filmprojekte Während Du schliefst (1995) – Roberts lehnte die Rolle ab, Sandra Bullock erkannte das Potenzial des Films und er wurde zu einem der größten Erfolge ihrer schauspielerischen Laufbahn. Batman & Robin (1997) – Roberts war im Gespräch für die Rolle der Poison Ivy, die Rolle bekam dann Uma Thurman. Shakespeare in Love (1998) – Roberts war für die Hauptrolle in diesem Film vorgesehen, lehnte jedoch ab. Gwyneth Paltrow sprang ein und gewann für ihre Darstellung den Oscar. Sechs Tage, sieben Nächte (1998) – Anne Heche spielte an der Seite von Harrison Ford, nachdem Roberts die Rolle abgelehnt hatte. Selbst ist die Braut (2009) – angeblich war den Produzenten Roberts’ Gagenforderung zu hoch. Sie engagierten daraufhin Sandra Bullock und die Komödie wurde ein weltweiter Erfolg. 1999 waren Bullock und Roberts schon einmal Konkurrentinnen um eine Rolle (Die Braut, die sich nicht traut); damals war Roberts siegreich. 2009 wurde Roberts auch die Hauptrolle in Bullocks bislang erfolgreichstem Film Blind Side – Die große Chance angeboten. Für diese Rolle erhielt Bullock den Oscar für die beste Hauptrolle. Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Negativpreise Roberts erhielt außerdem zahlreiche Beliebtheits- und Publikumspreise in aller Welt (u. a. elf „Bravo-Ottos“ in Deutschland). Zuletzt erhielt sie im Oktober 2007 den Preis der American Cinematheque. Literatur Penning, Lars: Julia Roberts. Berlin, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-929470-36-5. James Spada: Julia Roberts. Die Biografie. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09436-8. Meinolf Zurhorst: Julia Roberts. „Pretty Woman“. Heyne Filmbibliothek, Band 168 (3. Auflage). Wilhelm Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-05757-0. Weblinks Einzelnachweise Filmschauspieler Theaterschauspieler Oscarpreisträger Golden-Globe-Preisträger Person (Atlanta) US-Amerikaner Geboren 1967 Frau
ExGay-Observer: Leben Homosexuelle in Uganda wirklich so gefährlich? Leben Homosexuelle in Uganda wirklich so gefährlich? Liest man über Ugandas neuen Gesetzesentwurf, Homosexuelle und deren Freunde wegzusperren oder zu töten, dann mag man gar nicht glauben, dass so etwas in diesem christlichen afrikanischen Land drohende Wirklichkeit ist (wir berichteten). Bisher ist man derart hässliches Denken nur aus islamistischen Ländern gewohnt. US-Evangelikale haben voriges Jahr bei einem Kongress selbst dazu inspiriert, die Homosexualität aus Uganda auszulöschen. Nach weltweiter Kritik kommen manche nun doch zum Nachdenken, einzelne Evangelikale distanzieren sich nun von dem "Kill-Gays"-Gesetzesentwurf, angeblich hätten sie die Macht ihrer eigenen Worte unterschätzt, heißt es. Dass dies erst später zugegeben wird ist tatsächlich bedenklich, wirft dies doch kein gutes Licht auf die Evangelikalen, die dafür bekannt sind, Homosexuelle entweder umtransformiert oder wenigstens nicht als so störend zu wissen (siehe Links unten). Genau deshalb ist Martin Ssempa, evangelikaler Pastor aus Uganda, so für das "Kill-Gays"-Gesetz: Er glaubt fest daran, dass Homosexuelle aus dem Westen importiert worden sind, um die Gesellschaft in Uganda zu zerstören, und um das zu beweisen, zeigt er seinen Mitstreitern öffentlich Gaypornos. Zusammen mit Christen und Moslems spornt er zu Kundgebungen an, in denen er zum Gebet gegen Homosexuelle aufruft und sie symbolisch in Grund und Boden stampft. Dass die US-Evangelikalen der ExGay-Bewegung das nicht gewusst haben wollen, will man ihnen kaum abnehmen. Interessant: Gestern wurde ein großer inhaltlicher Teil des Blogs von Ssempa gelöscht. Passagen, die beweisen sollten, wie Homosexuelle Kinder rekrutierten und Gottes Ordnung zerstörten. Was sie tue, sei des Teufels, schreien religiöse Eiferer. Die Frau mit den Rastalocken und der Baseballkappe ist homosexuell. Sie lebt gefährlich in diesem Land, weil Fundamentalisten, evangelikale Gruppen und einflussreiche Politiker lautstark gegen Schwule und Lesben hetzen. Und ein neues Gesetz fordern, das die Homosexuellen noch stärker kriminalisiert als bisher. Dass Schwule und Lesben in Uganda, wie auch in vielen anderen Ländern Afrikas, diskriminiert werden, ist nicht neu - neu sind die Schärfe und Aggressivität, mit der die angeblichen Hüter der afrikanischen Moral nun gegen diese sexuelle Minderheiten zu Felde ziehen. In Uganda stehen Leute wie Martin Ssempa an der Spitze der Bewegung. An einem bewölkten Nachmittag hüpfte der Pastor, ein Führer der Wiedergeborenen-Bewegung, auf einem hohen Podest am Taxibahnhof der Stadt Jinja herum. Er trägt einen schwarzen Talar, mit zwei roten Kreuzen auf der Brust. Dazwischen leuchtet ein Button: "Uganda against Sodomy". Neben ihm steht ein islamischer Religionsführer. Unten auf dem Platz lauschen einige hundert Demonstranten. Und Ssempa gerät mächtig in Fahrt. "Homosexualität ist das Böse", brüllt er ins Mikrofon. Afrika müsse sich davor schützen. Dann trampelt er auf den Boden, und alle machen mit. Immer wieder. Das Böse muss ja jetzt zertreten werden. Ssempa, der Demagoge: Er sagt, dass der Westen von Homosexuellen schon übernommen worden sei. Er setzt sie mit Pädophilen gleich. Er behauptet, dass Ugander von Homosexuellen aus dem Ausland "rekrutiert" würden. Menschenrechte? Schutz von Minderheiten? "Ich sage Ihnen was: Unser Recht ist es, unsere Kinder vor dem Bösen zu schützen." Bei Pressekonferenzen zeigt er gerne homosexuelle Pornos. Dazu schneidet er die wildesten Grimassen, um seine Abscheu auszudrücken. Er wirkt manchmal wie ein Clown, aber das alles ist todernst. Ssempa versteht es, Stimmung zu machen für seine Sache, und zu hetzen wie kaum ein anderer in Kampala. (Süddeutsche) Nach der internationalen Empörung über das geplante Anti-Homosexuellen-Gesetz in Uganda haben auch konservative evangelikale Christen in den USA das Vorhaben verurteilt. Dabei haben sie selbst mit ihrer homofeindlichen Einstellung den Boden für das Gesetz bereitet. Der Entwurf für das Gesetz entstand, nachdem in der Hauptstadt Kampala im März 2009 ein Seminar von evangelikalen Christen aus den USA stattgefunden hatte, in dem die Heilung von Homosexualität gepredigt wurde. Mit dabei: der ugandische Parlamentarier David Bahati, der die Vorlage im Oktober im Parlament einbrachte. Sollte das Gesetz, das auch die Todesstrafe vorsieht, in Kraft treten, würde Uganda zu den gefährlichsten Länder für Homosexuelle gehören. Der aus Sambia stammende anglikanische Pastor Kapya Kaoma sagte dem epd, konservative Evangelikale hätten ihren "Kulturkrieg" gegen Homosexualität nach Afrika exportiert, vor allem nach Uganda, Kenia und Nigeria. Beim US-Politikforschungsinstitut "Political Research Associates" veröffentlichte Kaoma eine Studie über die engen Verbindungen US-amerikanischer Kirchen zu Anti-Homosexuellen-Kampagnen in Afrika. Bei ihrer Verurteilung von Homosexualität hätten die US-Amerikaner die Macht ihrer Worte vielleicht unterschätzt, sagte Kaoma. In den USA würden homosexuell orientierte Menschen durch Gesetze geschützt, in Afrika vielerorts aber nicht. Die Warnungen aus den USA gälten "vielen Afrikanern als Evangelium, nicht als Meinung" (evangelisch.de) Richtig gelesen: Die sexuelle Orientierung kann in Uganda möglicherweise demnächst über das Recht auf Leben entscheiden. Selbstverständlich hat dieses Gesetzesvorhaben bei den Schwulen und Lesben Ugandas absolutes Entsetzen hervorgerufen, und auch im Ausland ist die Angelegenheit mit Aufmerksamkeit beobachtet worden. Das ist auch nur recht und billig, denn einige der religiös inspirierten Schwulenhasser, die hier ihre Dummheit in Gesetzesform gießen wollen, kommen gar nicht aus Uganda, sondern unter anderem aus den USA. (heise.de) Es gibt immer noch die Möglichkeit, eine weltweite Petition für Menschenrechte in Uganda mit zu unterzeichnen, bisher wurden knapp 500.000 Unterschriften abgegeben: hier unterschreiben! Links: Süddeutsche Zeitung - "Mein Vater würde mich erschlagen" evangelisch.de - US-Evangelikale gegen Todesstrafe für Schwule die Presse - Kreuzzug gegen Homosexuelle in Uganda geht weiter Telepolis - Auf den letzten Metern BBC - Uganda cleric shows gay porn film BoxTurtleBulletin - Slouching Towards Kampala: Uganda's Deadly Embrace of Hate Kommentiert: Truth Wins Out - Martin Ssempa, Blogging? ExGayWatch - Christianity Today on Uganda: Condemnation Violates Human Rights BoxTurtleBulletin - Will Gay Porn Becomes Christianity's New Recruiting Tool? BoxTurtleBulletin - Group Presents Petition Against Anti-Gay Bill to Ugandan Parliament Eingestellt von ExGay-Observer um 00:02 Hi hab es veröffentlicht bei Facebook und Lesarion damit es ganz viele lesen und unterschreiben. Laut dem ugandischen "Observer" pilgern mittlerweile die Menschen zu Ssempas Kirche. Sie hoffen, einen Blick auf die berüchtigten Pornostreifen werfen zu dürfen, deren Besitz in Uganda eigentlich verboten ist - und beschweren sich dann auch schonmal über den "schlechten Geschmack" Ssempas, keine Lesbenfilmchen gezeigt zu bekommen. Kirche ad absurdum. Quelle: Shortnews - Observer.ug Mittlerweile haben ugandische Kirchenführer eine Petition mit über einer halben Million Unterschriften gegen das geplante Gesetz dem Parlament überreicht. Seit Bekanntwerden des Gesetzentwurfes kam es in mehreren afrikanischen Ländern zu gewaltsamen Übergriffen gegen schwule Männer. 4. März 2010 um 01:41
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q-de-2238
Was war der Durchbruch von Julia Roberts als Schauspielerin?
Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie hatte 1990 mit der Filmromanze Pretty Woman ihren internationalen Durchbruch und erhielt für die Rolle den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie Die Akte (1993), Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), Notting Hill (1999) und Die Braut, die sich nicht traut (1999) etablierte sie sich als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle in Erin Brockovich (2000) gewann sie den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Kinohits hatte sie mit Ocean’s Eleven (2001), der Fortsetzung Ocean’s 12 (2004) und Mona Lisas Lächeln (2003). Leben Kindheit und Jugend Roberts wurde 1967 in Atlanta geboren. Ihre Eltern, Walter Grady Roberts (1933–1977) und Betty Lou Bredemus (1934–2015), leiteten eine Schauspielschule für Kinder in der Innenstadt von Atlanta, die auch von Julias beiden älteren Geschwistern Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts Gillan (* 1965) besucht wurde. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten gab es in der Schule keine Rassentrennung; zu den Schülern zählten unter anderem die Kinder des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Eltern trennten sich, als Julia Roberts vier Jahre alt war. Während ihr Bruder beim Vater blieb, zog die Mutter mit den Töchtern nach Smyrna, wo Roberts die High School besuchte. 1972 heiratete Roberts’ Mutter den Theaterkritiker Michael Motes. Aus dieser Ehe, die 1983 geschieden wurde, ging Roberts’ Halbschwester Nancy Motes (1976–2014) hervor. Während ihrer Schulzeit spielte Roberts in Amateurtheatervorstellungen mit, da sie die schauspielerischen Erfolge ihres Bruders beeindruckten, der an der Royal Academy of Dramatic Art in London und an der American Academy of Dramatic Arts in New York City Schauspiel studiert hatte und für seine Rolle in König der Zigeuner (1978) für einen Golden Globe Award nominiert worden war. Karrierebeginn Nach ihrem High-School-Abschluss im Juni 1985 zog Roberts zu ihrer Schwester Lisa nach New York, wo sie gelegentlich als Model arbeitete und in einem Schuhgeschäft sowie einer Eisdiele jobbte. Ihr eigentliches Ziel war jedoch, Schauspielerin zu werden. Sie wurde in die Kartei der Agentur von Bob McGowan aufgenommen und nahm Sprachunterricht, um ihren Südstaatenakzent loszuwerden. Den Besuch eines Schauspielkurses brach sie ab, weil sie den Unterricht als nutzlos empfand. Nach zahlreichen Vorsprechterminen erhielt sie 1986 eine Gastrolle in der Fernsehserie Crime Story und wurde für eine kleine Rolle in der Komödie Firehouse engagiert. Der Film wurde von den Kritikern oft als „viertklassig“ bezeichnet und Roberts’ Auftritt dauerte nur etwa fünfzehn Sekunden. Mit Unterstützung ihres Bruders Eric, der 1986 für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film Expreß in die Hölle nominiert worden war, erhielt sie eine Rolle an seiner Seite in dem Film Blood Red – Stirb für dein Land. Die Dreharbeiten fanden im November und Dezember 1986 statt, der Film kam jedoch erst 1989 ins Kino und war nicht erfolgreich. Ihre erste größere Rolle spielte Roberts in Satisfaction (1988). Für die Rollen der jugendlichen Mitglieder einer Band wurden Schauspieler gesucht, die Musikinstrumente spielen konnten. Roberts fing daraufhin an, Schlagzeugunterricht zu nehmen, allerdings wurde die entsprechende Rolle in der Zwischenzeit mit Trini Alvarado besetzt. Stattdessen bekam Roberts die Rolle eines Mädchens, das Bassgitarre spielt, so dass sie erneut Unterricht nehmen musste. Die Dreharbeiten fanden im Mai und Juni 1987 in Charleston statt. Durchbruch Mit der Komödie Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel, gedreht im Herbst 1987, konnte Roberts ihren ersten Kinoerfolg verbuchen. Sie glaubte zunächst nicht, die richtige Besetzung für die erotisch wirkende Daisy Arujo, eine junge Frau portugiesischer Abstammung, zu sein. Außerdem fand die Produktionsassistentin Jane Jenkins Roberts’ Haare zu hell, so dass sie sie rot färbte. Insbesondere diese Eigeninitiative überzeugte den Regisseur Donald Petrie davon, sie zu engagieren. Ihre Gage betrug 50.000 US-Dollar. Für ihre Rolle wurde Roberts für die Filmpreise Independent Spirit Award und Young Artist Award nominiert. 1988 hatte Roberts einen Gastauftritt in der Fernsehserie Miami Vice. 1989 spielte sie an der Seite ihrer namhaften Schauspielkolleginnen Sally Field, Dolly Parton, Shirley McLaine und Daryl Hannah eine Nebenrolle in dem Drama Magnolien aus Stahl, das in der Kleinstadt Natchitoches in Louisiana gedreht wurde. Die US-Premiere des Films fand am 15. November 1989 statt, und Roberts erhielt für ihre Rolle, die zuvor von Meg Ryan abgelehnt worden war, einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Während der Dreharbeiten zu Magnolien aus Stahl waren Roberts und ihr Filmpartner Dylan McDermott ein Paar geworden. Nach einer kurzen Verlobungszeit trennte sich das Paar 1990. Erfolg mit Pretty Woman Roberts’ nächstes Filmprojekt machte sie zu einem internationalen Superstar: Unter der Regie von Garry Marshall verkörperte sie in der Filmromanze Pretty Woman die Prostituierte Vivian, die sich in einen schwerreichen Geschäftsmann (gespielt von Richard Gere) verliebt. Die Dreharbeiten begannen im Juli 1989 unter dem Arbeitstitel 3.000 – in Anlehnung an die Geldsumme, die Vivian für ihre Liebesdienste erhalten sollte – und wurden im Oktober 1989 in Los Angeles abgeschlossen. Ein Happy End war zunächst nicht vorgesehen gewesen, während des Schnitts von 3.000 entfielen aber fast alle düsteren Szenen, so dass die Handlung schließlich doch eine positive Wendung nahm. Marshall entschied schließlich auch, den Film nach dem gleichnamigen Lied von Roy Orbison, das in einer Szene des Films zu hören ist, umzubenennen. Die US-Premiere fand am 23. März 1990 statt. Obwohl die Kritiken nicht besonders gut waren, entwickelte sich die moderne Aschenputtel-Geschichte zu einem erfolgreichen Kinohit: Weltweit spielte der Film 463,4 Mio. US-Dollar ein und verzeichnete allein in Deutschland über zehn Millionen Kinobesucher. Roberts, die für die Rolle eine Gage von 300.000 US-Dollar erhalten hatte, wurde zur damals gefragtesten Schauspielerin Hollywoods und erhielt für die Rolle ihren zweiten Golden Globe und ihre zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Als nächstes spielte sie für eine Gage von 550.000 US-Dollar in dem Thriller Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990) an der Seite von Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und William Baldwin eine Medizinstudentin, die mit Nahtoderfahrungen experimentiert. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, studierte sie das tibetische Totenbuch. Während der Dreharbeiten, die von Oktober 1989 bis Januar 1990 dauerten, wurden Roberts und Sutherland ein Paar. Roberts beendete die Beziehung kurz vor der geplanten Hochzeit im Juni 1991. In dem Psychothriller Der Feind in meinem Bett von 1991 verkörperte Roberts eine junge Frau, die ihren eigenen Tod inszeniert, um ihrem sadistischen Ehemann, gespielt von Patrick Bergin, zu entkommen. Der Spielfilm erzielte allein in den Vereinigten Staaten ein Einspielergebnis von 101,5 Mio. US-Dollar und Roberts erhielt eine Gage von einer Million US-Dollar. Im selben Jahr war Roberts in der tragischen Liebesgeschichte Entscheidung aus Liebe zu sehen. Der Film blieb mit Einnahmen von 33,6 Mio. US-Dollar an den US-Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen des Filmstudios 20th Century Fox zurück und die Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Nach den Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Fantasyfilm Hook (1991), in dem sie die Rolle der Fee Glöckchen spielte, nahm Roberts eine fast zweijährige berufliche Auszeit, nachdem sie in den Jahren zuvor einen Film nach dem anderen gedreht hatte. Lediglich in Robert Altmans The Player hatte sie 1992 einen kurzen Cameo-Auftritt. Über die Gründe für ihre Abkehr von der Filmindustrie wurde in den Medien viel spekuliert und Anfang 1993 fragte das People Magazine auf seiner Titelseite “What happened to Julia Roberts?” (zu dt.: „Was ist mit Julia Roberts passiert?“). Später begründete Roberts ihre Auszeit damit, dass sie zu sich selbst finden wollte, da der plötzliche Ruhm und Erfolg vollkommen neu für sie gewesen seien. Sie habe in dieser Zeit viele Drehbücher gelesen, aber kein Projekt angenommen. Zu den von ihr damals abgelehnten Rollen gehörten die weibliche Hauptrolle in dem Erotikthriller Basic Instinct, durch die Sharon Stone 1992 weltberühmt wurde, und Meg Ryans Part in Schlaflos in Seattle (1993). Karriere von 1993 bis 1999 An der Seite von Denzel Washington und unter der Regie von Alan J. Pakula gelang Roberts mit der John-Grisham-Verfilmung Die Akte 1993 ein erfolgreiches Comeback. Obwohl die Kritiker ihre schauspielerische Leistung in dem Thriller gemischt aufnahmen, spielte der Film weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie I Love Trouble – Nichts als Ärger (1994) mit Nick Nolte, erwies sich dagegen als finanzieller Flop und wurde mehrfach für die fehlende Leinwand-Chemie seiner beiden Hauptdarsteller kritisiert. In Prêt-à-Porter, eine Komödie aus dem Jahr 1994 über die Pariser Modewelt, spielte Roberts an der Seite ihres damaligen Ehemannes Lyle Lovett, den sie am Filmset von The Player kennengelernt und am 27. Juni 1993 geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1995 nach knapp zwei Jahren geschieden. Power of Love war der einzige Film, den Roberts 1995 drehte. Im folgenden Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der 13. Folge der zweiten Staffel der US-Sitcom Friends und erhielt für ihre Titelrolle im erfolglosen Horrorfilm Mary Reilly eine Nominierung für den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin. Die Verfilmung des Lebens von Michael Collins (1996) mit Liam Neeson, in dem Roberts eine Nebenrolle spielte, war ebenfalls kein finanzieller Erfolg. Der Woody-Allen-Film Alle sagen: I love you, in dem Roberts auch ihre Fähigkeiten als Sängerin unter Beweis stellte, erhielt hingegen gute Kritiken. 1997 landete Roberts mit der romantischen Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes einen weltweiten Kinohit. Die romantische Komödie, in der Roberts’ Filmcharakter mit allen Mitteln versucht, eine Eheschließung zu verhindern, spielte knapp 300 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgenden Filme, der Thriller Fletcher’s Visionen (1997) mit Mel Gibson und das Drama Seite an Seite (1998) mit Roberts’ langjähriger Freundin Susan Sarandon, waren ebenfalls im Kino erfolgreich. Für Notting Hill (1999) mit Hugh Grant konnte Roberts die Rekordgage von 15 Mio. US-Dollar verlangen, für Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit ihrem Pretty Woman-Filmpartner Richard Gere sogar 17 Millionen. Beide Filme – romantische Komödien – gehören mit Einspielergebnissen von 363,8 Mio. US-Dollar (Notting Hill) und 309,4 Mio. US-Dollar (Die Braut, die sich nicht traut) zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen in Roberts’ Karriere. Für Notting Hill bekam sie ihre vierte Golden-Globe-Nominierung. Oscar-Gewinn und die 2000er Jahre 2000 bekam Roberts für die Hauptrolle im Film Erin Brockovich 20 Mio. US-Dollar und war damit die erste Schauspielerin, die diese Summe für eine Filmrolle aushandeln konnte. Die wahre Geschichte von Erin Brockovich, die als Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei einen Umweltskandal aufdeckte und im anschließenden Gerichtsverfahren eine Rekordsumme als Entschädigungszahlung aushandeln konnte, wurde für Roberts zum Höhepunkt ihrer Karriere: Sie erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Kritikerpreise, darunter ihren dritten Golden Globe, den British Academy Film Award, den Critics’ Choice Award, den Screen Actors Guild Award und im dritten Anlauf auch den Oscar. 2001 spielte Roberts erfolgreich an der Seite von Brad Pitt im Road-Movie The Mexican, es folgte die Komödie America’s Sweethearts mit Catherine Zeta-Jones. Ocean’s Eleven (2001), eine Neuverfilmung von Frankie und seine Spießgesellen aus dem Jahr 1960, brachte Roberts wieder mit Brad Pitt zusammen vor die Kamera. Der prominent besetzte Film (George Clooney, Matt Damon, Andy García) wurde mit einem Einspielergebnis von 450,7 Mio. US-Dollar zu Roberts’ finanziell erfolgreichstem Film nach Pretty Woman. Mit George Clooney drehte sie auch ihren nächsten Film Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002). 2003 drehte Roberts Mona Lisas Lächeln, 2004 Hautnah und ihre erste Filmfortsetzung, Ocean’s 12, wieder mit Brad Pitt und George Clooney und wieder äußerst erfolgreich (362,7 Mio. weltweites Einspielergebnis). In Ocean’s Twelve spielte Roberts wieder die Rolle der Tess Ocean, die sich hier ihre Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Julia Roberts zunutze macht, um einen Raub in einem Museum durchzuführen. Nach der Geburt ihrer Zwillinge 2004 nahm Roberts erneut eine Auszeit von der Schauspielerei, und seit der Geburt ihres dritten Kindes 2007 nimmt Roberts nur noch sporadisch Filmrollen an: In Der Krieg des Charlie Wilson (2007) spielte sie an der Seite von Tom Hanks und erhielt dafür ihre sechste Golden-Globe-Nominierung. Sie war zu sehen in Zurück im Sommer (2008) und in Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (2009), für den sie ihre siebte Golden Globe-Nominierung bekam. Seit 2010 2010 spielte sie in der Komödie Valentinstag an der Seite von Jessica Alba, Kathy Bates, Bradley Cooper, Jamie Foxx, Jessica Biel, Jennifer Garner und Anne Hathaway. Im Jahr 2009 beendete sie die Dreharbeiten zu der Dramakomödie Eat Pray Love, in der sie die Rolle der Elizabeth Gilbert spielt. Das Drehbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, die Elizabeth Gilbert in ihrem gleichnamigen Bestseller niederschrieb. Der Kinostart erfolgte am 23. August 2010. Das weltweite Einspielergebnis betrug 204,5 Mio. US-Dollar. Im Jahr 2010 drehte sie den Liebesfilm Larry Crowne, der von Tom Hanks produziert wurde. Hanks spielt auch den männlichen Gegenpart zu Roberts und führte Regie. 2012 drehte sie an der Seite von Lily Collins den Film Spieglein Spieglein, eine neue Version des Märchen-Klassikers Schneewittchen, in dem sie den Part der bösen Königin übernahm. Außerdem übernahm sie in der Theater-Verfilmung Im August in Osage County die Rolle der Barbara Fordham. 2018 spielte sie die Hauptrolle in der zehnteiligen Serie Homecoming, die am 2. November 2018 bei Amazons Streamingdienst Prime Video ihre internationale Premiere feierte. Sonstiges Für das deutsche Kino wird Roberts seit dem Film Pretty Woman von Daniela Hoffmann synchronisiert. Roberts’ eigene Produktionsfirma heißt Red Om – der Nachname ihres Ehemannes Danny Moder in umgekehrter Schreibweise. 1990, 1991, 2000, 2002, 2005 und 2010 wurde Roberts vom US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt. Das britische Magazin Empire wählte sie im Oktober 1997 auf Platz 66 der 100 größten Filmstars aller Zeiten. Als Brad Pitt und George Clooney herausgefunden hatten, dass Roberts zusammen mit ihnen für Ocean’s Eleven (2001) vor der Kamera stehen würde, schickten sie ihr eine Karte, in der stand „Wir haben gehört, dass du 20 pro Film bekommst“ zusammen mit einem 20-Dollar-Schein. Roberts hatte zuvor für Erin Brockovich (2000) eine Gage von 20 Millionen Dollar erhalten. Im November 2005 führte Roberts, ungeachtet ihrer damaligen Karriereunterbrechung, laut dem Hollywood-Reporter mit einer Gage von 20 Mio. US-Dollar die Riege der bestbezahlten Hollywood-Schauspielerinnen an. Ein Jahr später verlor sie diese Spitzenposition jedoch an Nicole Kidman. 2007 wurde sie mit einer Gagenhöhe von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film auf Platz 7 der bestbezahlten Hollywood-Aktricen ausgewiesen. 2006 erhielt Roberts fünf Millionen US-Dollar dafür, dass sie für acht Werbeanzeigen des Modedesigners Gianfranco Ferré vor der Kamera stand. Die Aufnahmen wurden innerhalb von einem Tag gemacht. Der Chilene Miljenko Parserisas Bukovic ist ein großer Fan von Julia Roberts. Nachdem er Erin Brockovich gesehen hatte, war er so begeistert von ihrer Leistung, dass er sich insgesamt 82 Tattoos mit ihrem Porträt stechen ließ. Er hat die Absicht, noch mehr Tattoos anfertigen zu lassen. Privatleben Roberts ist die Tante der Schauspielerin Emma Roberts. Auch ihre Geschwister Eric Roberts und Lisa Roberts Gillan sind als Schauspieler erfolgreich. 2014 wurde ihre Halbschwester Nancy Motes tot aufgefunden. 2015 starb ihre Mutter Betty Lou Bredemus nach langer Krankheit an Lungenkrebs. 1989 war Roberts kurzzeitig mit ihrem Filmpartner in Magnolien aus Stahl, Dylan McDermott, verlobt. 1990 verliebte sie sich auf dem Set von Flatliners in Kiefer Sutherland; Roberts beendete die Beziehung im folgenden Jahr, nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit. Im Juni 1993 heiratete sie den Country-Musiker Lyle Lovett, kurz darauf spielten beide in dem Film Prêt-à-Porter. Im März 1995 gab das Paar die Trennung bekannt und ließ sich scheiden. Von 1998 bis 2001 war Roberts mit dem Law & Order-Star Benjamin Bratt liiert. Im Jahr 2000 lernte sie am Set von The Mexican den Kameramann Daniel Moder kennen. Er und Roberts heirateten im Juli 2002. 2004 wurden sie Eltern von zweieiigen Zwillingen, Hazel und Phinnaeus; 2007 wurde ihr zweiter Sohn Henry Daniel geboren. Filmografie Darstellung Synchronisation 2006: Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) 2006: Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) 2017: Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (Smurfs: The Lost Village) Nicht realisierte Filmprojekte Während Du schliefst (1995) – Roberts lehnte die Rolle ab, Sandra Bullock erkannte das Potenzial des Films und er wurde zu einem der größten Erfolge ihrer schauspielerischen Laufbahn. Batman & Robin (1997) – Roberts war im Gespräch für die Rolle der Poison Ivy, die Rolle bekam dann Uma Thurman. Shakespeare in Love (1998) – Roberts war für die Hauptrolle in diesem Film vorgesehen, lehnte jedoch ab. Gwyneth Paltrow sprang ein und gewann für ihre Darstellung den Oscar. Sechs Tage, sieben Nächte (1998) – Anne Heche spielte an der Seite von Harrison Ford, nachdem Roberts die Rolle abgelehnt hatte. Selbst ist die Braut (2009) – angeblich war den Produzenten Roberts’ Gagenforderung zu hoch. Sie engagierten daraufhin Sandra Bullock und die Komödie wurde ein weltweiter Erfolg. 1999 waren Bullock und Roberts schon einmal Konkurrentinnen um eine Rolle (Die Braut, die sich nicht traut); damals war Roberts siegreich. 2009 wurde Roberts auch die Hauptrolle in Bullocks bislang erfolgreichstem Film Blind Side – Die große Chance angeboten. Für diese Rolle erhielt Bullock den Oscar für die beste Hauptrolle. Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Negativpreise Roberts erhielt außerdem zahlreiche Beliebtheits- und Publikumspreise in aller Welt (u. a. elf „Bravo-Ottos“ in Deutschland). Zuletzt erhielt sie im Oktober 2007 den Preis der American Cinematheque. Literatur Penning, Lars: Julia Roberts. Berlin, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-929470-36-5. James Spada: Julia Roberts. Die Biografie. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09436-8. Meinolf Zurhorst: Julia Roberts. „Pretty Woman“. Heyne Filmbibliothek, Band 168 (3. Auflage). Wilhelm Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-05757-0. Weblinks Einzelnachweise Filmschauspieler Theaterschauspieler Oscarpreisträger Golden-Globe-Preisträger Person (Atlanta) US-Amerikaner Geboren 1967 Frau
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Was war der Durchbruch von Julia Roberts als Schauspielerin?
Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie hatte 1990 mit der Filmromanze Pretty Woman ihren internationalen Durchbruch und erhielt für die Rolle den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie Die Akte (1993), Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), Notting Hill (1999) und Die Braut, die sich nicht traut (1999) etablierte sie sich als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle in Erin Brockovich (2000) gewann sie den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Kinohits hatte sie mit Ocean’s Eleven (2001), der Fortsetzung Ocean’s 12 (2004) und Mona Lisas Lächeln (2003). Leben Kindheit und Jugend Roberts wurde 1967 in Atlanta geboren. Ihre Eltern, Walter Grady Roberts (1933–1977) und Betty Lou Bredemus (1934–2015), leiteten eine Schauspielschule für Kinder in der Innenstadt von Atlanta, die auch von Julias beiden älteren Geschwistern Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts Gillan (* 1965) besucht wurde. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten gab es in der Schule keine Rassentrennung; zu den Schülern zählten unter anderem die Kinder des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Eltern trennten sich, als Julia Roberts vier Jahre alt war. Während ihr Bruder beim Vater blieb, zog die Mutter mit den Töchtern nach Smyrna, wo Roberts die High School besuchte. 1972 heiratete Roberts’ Mutter den Theaterkritiker Michael Motes. Aus dieser Ehe, die 1983 geschieden wurde, ging Roberts’ Halbschwester Nancy Motes (1976–2014) hervor. Während ihrer Schulzeit spielte Roberts in Amateurtheatervorstellungen mit, da sie die schauspielerischen Erfolge ihres Bruders beeindruckten, der an der Royal Academy of Dramatic Art in London und an der American Academy of Dramatic Arts in New York City Schauspiel studiert hatte und für seine Rolle in König der Zigeuner (1978) für einen Golden Globe Award nominiert worden war. Karrierebeginn Nach ihrem High-School-Abschluss im Juni 1985 zog Roberts zu ihrer Schwester Lisa nach New York, wo sie gelegentlich als Model arbeitete und in einem Schuhgeschäft sowie einer Eisdiele jobbte. Ihr eigentliches Ziel war jedoch, Schauspielerin zu werden. Sie wurde in die Kartei der Agentur von Bob McGowan aufgenommen und nahm Sprachunterricht, um ihren Südstaatenakzent loszuwerden. Den Besuch eines Schauspielkurses brach sie ab, weil sie den Unterricht als nutzlos empfand. Nach zahlreichen Vorsprechterminen erhielt sie 1986 eine Gastrolle in der Fernsehserie Crime Story und wurde für eine kleine Rolle in der Komödie Firehouse engagiert. Der Film wurde von den Kritikern oft als „viertklassig“ bezeichnet und Roberts’ Auftritt dauerte nur etwa fünfzehn Sekunden. Mit Unterstützung ihres Bruders Eric, der 1986 für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film Expreß in die Hölle nominiert worden war, erhielt sie eine Rolle an seiner Seite in dem Film Blood Red – Stirb für dein Land. Die Dreharbeiten fanden im November und Dezember 1986 statt, der Film kam jedoch erst 1989 ins Kino und war nicht erfolgreich. Ihre erste größere Rolle spielte Roberts in Satisfaction (1988). Für die Rollen der jugendlichen Mitglieder einer Band wurden Schauspieler gesucht, die Musikinstrumente spielen konnten. Roberts fing daraufhin an, Schlagzeugunterricht zu nehmen, allerdings wurde die entsprechende Rolle in der Zwischenzeit mit Trini Alvarado besetzt. Stattdessen bekam Roberts die Rolle eines Mädchens, das Bassgitarre spielt, so dass sie erneut Unterricht nehmen musste. Die Dreharbeiten fanden im Mai und Juni 1987 in Charleston statt. Durchbruch Mit der Komödie Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel, gedreht im Herbst 1987, konnte Roberts ihren ersten Kinoerfolg verbuchen. Sie glaubte zunächst nicht, die richtige Besetzung für die erotisch wirkende Daisy Arujo, eine junge Frau portugiesischer Abstammung, zu sein. Außerdem fand die Produktionsassistentin Jane Jenkins Roberts’ Haare zu hell, so dass sie sie rot färbte. Insbesondere diese Eigeninitiative überzeugte den Regisseur Donald Petrie davon, sie zu engagieren. Ihre Gage betrug 50.000 US-Dollar. Für ihre Rolle wurde Roberts für die Filmpreise Independent Spirit Award und Young Artist Award nominiert. 1988 hatte Roberts einen Gastauftritt in der Fernsehserie Miami Vice. 1989 spielte sie an der Seite ihrer namhaften Schauspielkolleginnen Sally Field, Dolly Parton, Shirley McLaine und Daryl Hannah eine Nebenrolle in dem Drama Magnolien aus Stahl, das in der Kleinstadt Natchitoches in Louisiana gedreht wurde. Die US-Premiere des Films fand am 15. November 1989 statt, und Roberts erhielt für ihre Rolle, die zuvor von Meg Ryan abgelehnt worden war, einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Während der Dreharbeiten zu Magnolien aus Stahl waren Roberts und ihr Filmpartner Dylan McDermott ein Paar geworden. Nach einer kurzen Verlobungszeit trennte sich das Paar 1990. Erfolg mit Pretty Woman Roberts’ nächstes Filmprojekt machte sie zu einem internationalen Superstar: Unter der Regie von Garry Marshall verkörperte sie in der Filmromanze Pretty Woman die Prostituierte Vivian, die sich in einen schwerreichen Geschäftsmann (gespielt von Richard Gere) verliebt. Die Dreharbeiten begannen im Juli 1989 unter dem Arbeitstitel 3.000 – in Anlehnung an die Geldsumme, die Vivian für ihre Liebesdienste erhalten sollte – und wurden im Oktober 1989 in Los Angeles abgeschlossen. Ein Happy End war zunächst nicht vorgesehen gewesen, während des Schnitts von 3.000 entfielen aber fast alle düsteren Szenen, so dass die Handlung schließlich doch eine positive Wendung nahm. Marshall entschied schließlich auch, den Film nach dem gleichnamigen Lied von Roy Orbison, das in einer Szene des Films zu hören ist, umzubenennen. Die US-Premiere fand am 23. März 1990 statt. Obwohl die Kritiken nicht besonders gut waren, entwickelte sich die moderne Aschenputtel-Geschichte zu einem erfolgreichen Kinohit: Weltweit spielte der Film 463,4 Mio. US-Dollar ein und verzeichnete allein in Deutschland über zehn Millionen Kinobesucher. Roberts, die für die Rolle eine Gage von 300.000 US-Dollar erhalten hatte, wurde zur damals gefragtesten Schauspielerin Hollywoods und erhielt für die Rolle ihren zweiten Golden Globe und ihre zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Als nächstes spielte sie für eine Gage von 550.000 US-Dollar in dem Thriller Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990) an der Seite von Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und William Baldwin eine Medizinstudentin, die mit Nahtoderfahrungen experimentiert. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, studierte sie das tibetische Totenbuch. Während der Dreharbeiten, die von Oktober 1989 bis Januar 1990 dauerten, wurden Roberts und Sutherland ein Paar. Roberts beendete die Beziehung kurz vor der geplanten Hochzeit im Juni 1991. In dem Psychothriller Der Feind in meinem Bett von 1991 verkörperte Roberts eine junge Frau, die ihren eigenen Tod inszeniert, um ihrem sadistischen Ehemann, gespielt von Patrick Bergin, zu entkommen. Der Spielfilm erzielte allein in den Vereinigten Staaten ein Einspielergebnis von 101,5 Mio. US-Dollar und Roberts erhielt eine Gage von einer Million US-Dollar. Im selben Jahr war Roberts in der tragischen Liebesgeschichte Entscheidung aus Liebe zu sehen. Der Film blieb mit Einnahmen von 33,6 Mio. US-Dollar an den US-Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen des Filmstudios 20th Century Fox zurück und die Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Nach den Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Fantasyfilm Hook (1991), in dem sie die Rolle der Fee Glöckchen spielte, nahm Roberts eine fast zweijährige berufliche Auszeit, nachdem sie in den Jahren zuvor einen Film nach dem anderen gedreht hatte. Lediglich in Robert Altmans The Player hatte sie 1992 einen kurzen Cameo-Auftritt. Über die Gründe für ihre Abkehr von der Filmindustrie wurde in den Medien viel spekuliert und Anfang 1993 fragte das People Magazine auf seiner Titelseite “What happened to Julia Roberts?” (zu dt.: „Was ist mit Julia Roberts passiert?“). Später begründete Roberts ihre Auszeit damit, dass sie zu sich selbst finden wollte, da der plötzliche Ruhm und Erfolg vollkommen neu für sie gewesen seien. Sie habe in dieser Zeit viele Drehbücher gelesen, aber kein Projekt angenommen. Zu den von ihr damals abgelehnten Rollen gehörten die weibliche Hauptrolle in dem Erotikthriller Basic Instinct, durch die Sharon Stone 1992 weltberühmt wurde, und Meg Ryans Part in Schlaflos in Seattle (1993). Karriere von 1993 bis 1999 An der Seite von Denzel Washington und unter der Regie von Alan J. Pakula gelang Roberts mit der John-Grisham-Verfilmung Die Akte 1993 ein erfolgreiches Comeback. Obwohl die Kritiker ihre schauspielerische Leistung in dem Thriller gemischt aufnahmen, spielte der Film weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie I Love Trouble – Nichts als Ärger (1994) mit Nick Nolte, erwies sich dagegen als finanzieller Flop und wurde mehrfach für die fehlende Leinwand-Chemie seiner beiden Hauptdarsteller kritisiert. In Prêt-à-Porter, eine Komödie aus dem Jahr 1994 über die Pariser Modewelt, spielte Roberts an der Seite ihres damaligen Ehemannes Lyle Lovett, den sie am Filmset von The Player kennengelernt und am 27. Juni 1993 geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1995 nach knapp zwei Jahren geschieden. Power of Love war der einzige Film, den Roberts 1995 drehte. Im folgenden Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der 13. Folge der zweiten Staffel der US-Sitcom Friends und erhielt für ihre Titelrolle im erfolglosen Horrorfilm Mary Reilly eine Nominierung für den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin. Die Verfilmung des Lebens von Michael Collins (1996) mit Liam Neeson, in dem Roberts eine Nebenrolle spielte, war ebenfalls kein finanzieller Erfolg. Der Woody-Allen-Film Alle sagen: I love you, in dem Roberts auch ihre Fähigkeiten als Sängerin unter Beweis stellte, erhielt hingegen gute Kritiken. 1997 landete Roberts mit der romantischen Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes einen weltweiten Kinohit. Die romantische Komödie, in der Roberts’ Filmcharakter mit allen Mitteln versucht, eine Eheschließung zu verhindern, spielte knapp 300 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgenden Filme, der Thriller Fletcher’s Visionen (1997) mit Mel Gibson und das Drama Seite an Seite (1998) mit Roberts’ langjähriger Freundin Susan Sarandon, waren ebenfalls im Kino erfolgreich. Für Notting Hill (1999) mit Hugh Grant konnte Roberts die Rekordgage von 15 Mio. US-Dollar verlangen, für Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit ihrem Pretty Woman-Filmpartner Richard Gere sogar 17 Millionen. Beide Filme – romantische Komödien – gehören mit Einspielergebnissen von 363,8 Mio. US-Dollar (Notting Hill) und 309,4 Mio. US-Dollar (Die Braut, die sich nicht traut) zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen in Roberts’ Karriere. Für Notting Hill bekam sie ihre vierte Golden-Globe-Nominierung. Oscar-Gewinn und die 2000er Jahre 2000 bekam Roberts für die Hauptrolle im Film Erin Brockovich 20 Mio. US-Dollar und war damit die erste Schauspielerin, die diese Summe für eine Filmrolle aushandeln konnte. Die wahre Geschichte von Erin Brockovich, die als Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei einen Umweltskandal aufdeckte und im anschließenden Gerichtsverfahren eine Rekordsumme als Entschädigungszahlung aushandeln konnte, wurde für Roberts zum Höhepunkt ihrer Karriere: Sie erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Kritikerpreise, darunter ihren dritten Golden Globe, den British Academy Film Award, den Critics’ Choice Award, den Screen Actors Guild Award und im dritten Anlauf auch den Oscar. 2001 spielte Roberts erfolgreich an der Seite von Brad Pitt im Road-Movie The Mexican, es folgte die Komödie America’s Sweethearts mit Catherine Zeta-Jones. Ocean’s Eleven (2001), eine Neuverfilmung von Frankie und seine Spießgesellen aus dem Jahr 1960, brachte Roberts wieder mit Brad Pitt zusammen vor die Kamera. Der prominent besetzte Film (George Clooney, Matt Damon, Andy García) wurde mit einem Einspielergebnis von 450,7 Mio. US-Dollar zu Roberts’ finanziell erfolgreichstem Film nach Pretty Woman. Mit George Clooney drehte sie auch ihren nächsten Film Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002). 2003 drehte Roberts Mona Lisas Lächeln, 2004 Hautnah und ihre erste Filmfortsetzung, Ocean’s 12, wieder mit Brad Pitt und George Clooney und wieder äußerst erfolgreich (362,7 Mio. weltweites Einspielergebnis). In Ocean’s Twelve spielte Roberts wieder die Rolle der Tess Ocean, die sich hier ihre Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Julia Roberts zunutze macht, um einen Raub in einem Museum durchzuführen. Nach der Geburt ihrer Zwillinge 2004 nahm Roberts erneut eine Auszeit von der Schauspielerei, und seit der Geburt ihres dritten Kindes 2007 nimmt Roberts nur noch sporadisch Filmrollen an: In Der Krieg des Charlie Wilson (2007) spielte sie an der Seite von Tom Hanks und erhielt dafür ihre sechste Golden-Globe-Nominierung. Sie war zu sehen in Zurück im Sommer (2008) und in Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (2009), für den sie ihre siebte Golden Globe-Nominierung bekam. Seit 2010 2010 spielte sie in der Komödie Valentinstag an der Seite von Jessica Alba, Kathy Bates, Bradley Cooper, Jamie Foxx, Jessica Biel, Jennifer Garner und Anne Hathaway. Im Jahr 2009 beendete sie die Dreharbeiten zu der Dramakomödie Eat Pray Love, in der sie die Rolle der Elizabeth Gilbert spielt. Das Drehbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, die Elizabeth Gilbert in ihrem gleichnamigen Bestseller niederschrieb. Der Kinostart erfolgte am 23. August 2010. Das weltweite Einspielergebnis betrug 204,5 Mio. US-Dollar. Im Jahr 2010 drehte sie den Liebesfilm Larry Crowne, der von Tom Hanks produziert wurde. Hanks spielt auch den männlichen Gegenpart zu Roberts und führte Regie. 2012 drehte sie an der Seite von Lily Collins den Film Spieglein Spieglein, eine neue Version des Märchen-Klassikers Schneewittchen, in dem sie den Part der bösen Königin übernahm. Außerdem übernahm sie in der Theater-Verfilmung Im August in Osage County die Rolle der Barbara Fordham. 2018 spielte sie die Hauptrolle in der zehnteiligen Serie Homecoming, die am 2. November 2018 bei Amazons Streamingdienst Prime Video ihre internationale Premiere feierte. Sonstiges Für das deutsche Kino wird Roberts seit dem Film Pretty Woman von Daniela Hoffmann synchronisiert. Roberts’ eigene Produktionsfirma heißt Red Om – der Nachname ihres Ehemannes Danny Moder in umgekehrter Schreibweise. 1990, 1991, 2000, 2002, 2005 und 2010 wurde Roberts vom US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt. Das britische Magazin Empire wählte sie im Oktober 1997 auf Platz 66 der 100 größten Filmstars aller Zeiten. Als Brad Pitt und George Clooney herausgefunden hatten, dass Roberts zusammen mit ihnen für Ocean’s Eleven (2001) vor der Kamera stehen würde, schickten sie ihr eine Karte, in der stand „Wir haben gehört, dass du 20 pro Film bekommst“ zusammen mit einem 20-Dollar-Schein. Roberts hatte zuvor für Erin Brockovich (2000) eine Gage von 20 Millionen Dollar erhalten. Im November 2005 führte Roberts, ungeachtet ihrer damaligen Karriereunterbrechung, laut dem Hollywood-Reporter mit einer Gage von 20 Mio. US-Dollar die Riege der bestbezahlten Hollywood-Schauspielerinnen an. Ein Jahr später verlor sie diese Spitzenposition jedoch an Nicole Kidman. 2007 wurde sie mit einer Gagenhöhe von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film auf Platz 7 der bestbezahlten Hollywood-Aktricen ausgewiesen. 2006 erhielt Roberts fünf Millionen US-Dollar dafür, dass sie für acht Werbeanzeigen des Modedesigners Gianfranco Ferré vor der Kamera stand. Die Aufnahmen wurden innerhalb von einem Tag gemacht. Der Chilene Miljenko Parserisas Bukovic ist ein großer Fan von Julia Roberts. Nachdem er Erin Brockovich gesehen hatte, war er so begeistert von ihrer Leistung, dass er sich insgesamt 82 Tattoos mit ihrem Porträt stechen ließ. Er hat die Absicht, noch mehr Tattoos anfertigen zu lassen. Privatleben Roberts ist die Tante der Schauspielerin Emma Roberts. Auch ihre Geschwister Eric Roberts und Lisa Roberts Gillan sind als Schauspieler erfolgreich. 2014 wurde ihre Halbschwester Nancy Motes tot aufgefunden. 2015 starb ihre Mutter Betty Lou Bredemus nach langer Krankheit an Lungenkrebs. 1989 war Roberts kurzzeitig mit ihrem Filmpartner in Magnolien aus Stahl, Dylan McDermott, verlobt. 1990 verliebte sie sich auf dem Set von Flatliners in Kiefer Sutherland; Roberts beendete die Beziehung im folgenden Jahr, nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit. Im Juni 1993 heiratete sie den Country-Musiker Lyle Lovett, kurz darauf spielten beide in dem Film Prêt-à-Porter. Im März 1995 gab das Paar die Trennung bekannt und ließ sich scheiden. Von 1998 bis 2001 war Roberts mit dem Law & Order-Star Benjamin Bratt liiert. Im Jahr 2000 lernte sie am Set von The Mexican den Kameramann Daniel Moder kennen. Er und Roberts heirateten im Juli 2002. 2004 wurden sie Eltern von zweieiigen Zwillingen, Hazel und Phinnaeus; 2007 wurde ihr zweiter Sohn Henry Daniel geboren. Filmografie Darstellung Synchronisation 2006: Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) 2006: Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) 2017: Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (Smurfs: The Lost Village) Nicht realisierte Filmprojekte Während Du schliefst (1995) – Roberts lehnte die Rolle ab, Sandra Bullock erkannte das Potenzial des Films und er wurde zu einem der größten Erfolge ihrer schauspielerischen Laufbahn. Batman & Robin (1997) – Roberts war im Gespräch für die Rolle der Poison Ivy, die Rolle bekam dann Uma Thurman. Shakespeare in Love (1998) – Roberts war für die Hauptrolle in diesem Film vorgesehen, lehnte jedoch ab. Gwyneth Paltrow sprang ein und gewann für ihre Darstellung den Oscar. Sechs Tage, sieben Nächte (1998) – Anne Heche spielte an der Seite von Harrison Ford, nachdem Roberts die Rolle abgelehnt hatte. Selbst ist die Braut (2009) – angeblich war den Produzenten Roberts’ Gagenforderung zu hoch. Sie engagierten daraufhin Sandra Bullock und die Komödie wurde ein weltweiter Erfolg. 1999 waren Bullock und Roberts schon einmal Konkurrentinnen um eine Rolle (Die Braut, die sich nicht traut); damals war Roberts siegreich. 2009 wurde Roberts auch die Hauptrolle in Bullocks bislang erfolgreichstem Film Blind Side – Die große Chance angeboten. Für diese Rolle erhielt Bullock den Oscar für die beste Hauptrolle. Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Negativpreise Roberts erhielt außerdem zahlreiche Beliebtheits- und Publikumspreise in aller Welt (u. a. elf „Bravo-Ottos“ in Deutschland). Zuletzt erhielt sie im Oktober 2007 den Preis der American Cinematheque. Literatur Penning, Lars: Julia Roberts. Berlin, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-929470-36-5. James Spada: Julia Roberts. Die Biografie. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09436-8. Meinolf Zurhorst: Julia Roberts. „Pretty Woman“. Heyne Filmbibliothek, Band 168 (3. Auflage). Wilhelm Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-05757-0. Weblinks Einzelnachweise Filmschauspieler Theaterschauspieler Oscarpreisträger Golden-Globe-Preisträger Person (Atlanta) US-Amerikaner Geboren 1967 Frau
Europameisterschaft im Distanzreiten 2017 in Brüssel / Belgien - Distanzreiten Am 17. August 2017 (14.-19. August) fand die Europameisterschaft im Distanzreiten 2017 im Bois de la Cambre in Brüssel (Belgien) statt. Für Deutschland gingen Sabrina, Melanie, Rebecca Arnold und Ursula Klingbeil an den Start. Sabrina Arnold gewann mit Tarzibus (07:14:52 / 22,531 km/h) und ist Europameisterin im Distanzreiten 2017. Glückwunsch auch an Rebecca Arnold mit Serpa 2 (11:14:46 / 14,521 km/h) zum erfolgreichen Finish. In der Teamwertung gewann Spanien vor Italien und Schweden. Platz 4 für die Schweiz, Platz 5 für Bulgarien. Leider konnten Ursula Klingbeil mit Aid du Florival und Melanie Arnold mit Sevinc OX aus Deutschland, sowie Veronika Münger mit Ups du Cavallon und Andrea Amacher mit Rustik d’Alsace aus der Schweiz den Ritt nicht in der Wertung beenden. 68 Starter, 33 in der Wertung Sabrina Arnold (Deutschland) mit Tarzibus (07:14:52 / 22,531 km/h) Alex Luque Moral (Spanien) mit Calandria PH (07:32:41 / 21,644 km/h) Angel Soy Coll (Spanien) mit Tonik de Becherel (07:32:42 / 21,643 km/h) Omar Blanco Rodrigo (Spanien) mit Selif de la Nie (07:50:22 / 20,831 km/h) Kamilla Kart (Polen) mit For Ferro (08:07:20 / 20,105 km) Laetitia Goncalves (Frankreich) mit Tam Tam Tokay (08:11:45 / 19,925 km/h) Allan Leon (Frankreich) mit Spirit de Crouz (08:11:46 / 19,924 km/h) Carmen Römer (Niederlande) mit Priam des Roches (08:13:40 / 19,847 km/h) Perrine Campanini (Italien) mit Vega du Clos (08:35:43 / 18,999 km/h) Sara Henriksson (Schweden) mit Elopolda (08:35:44 / 18,998 km/h) Tom Macguinness (Irland) mit Sasha d’Aillais (08:47:35 / 18,571 km/h) Barbara Lissarrague (Schweiz) mit Ainhoa Arkiris (09:09:12 / 17,840 km/h) Karin Boulanger (Belgien) mit Tawfiq du Courtisot (09:09:13 / 17,840 km/h) Constanza Laliscia (Italien mit Rok (09:18:21 / 17,548 km/h) Miriam Mala (Slowakai) mit Spirit (09:24:35 / 17,354 km/h) Harry Ingram (Großbritannien) mit Warrens Hill Chayze (09:25:54 / 17,314 km/h) Rachel Atkinson (Großbritannien) mit Tannasg Psyches Realm (09:25:56 / 17,313 km/h) Jeanette Wilhelm (Niederlande) mit Chatar F (09:25:58 / 17,312 km/h) Luca Campagnoni (Italien) mit Kida (09:44:01 / 16,777 km/h) Patricia Schilliger (Schweiz) mit Djoba de Luriecq (09:52:27 / 16,538 km/h) Gina Saetrang Holby (Norwegen) mit PL Sharif (09:59:44 / 16,337 km/h) Margarida Oliveira Soares (Portugal) mit Eclipse da Camoeira (09:59:45 / 16,337 km/h) Romane Yernaux (Belgien) mit Sichen des Sauvlons (10:01:26 / 16,291 km/h) Rumen Boyanov (Bulgarien) mit Tihawan d’Emmare (10:19:28 / 15,817 km/h) Denis Furlanski (Bulgarien) mit Pompey (10:25:07 / 15,674 km/h) Emma Svanang (Schweden) mit TS Coyote (10:26:47 / 15,632 km/h) Anneli Ohlen (Schweden) mit Min Pontijack (10:26:48 / 15,632 km/h) Lena Erikkson (Schweden) mit Willy Wonka (10:26:49 / 15,631 km/h) Ivan Stoichev (Bulgarien) mit Moz (10:31:06 / 15,525 km/h) Petr Jadlovsky (Tschechische Republik) mit Naomi Dakota (10:58:12 / 14,886 km/h) Heigo Rohtla (Estland) mit Fatas Zanzibaar (10:58:13 / 14,886 km/h) Rebecca Arnold (Deutschland) mit Serpa 2 (11:14:46 / 14,521 km/h) Jeanne Brefin (Schweiz) mit Partiba CH (11:14:47 / 14,520 km/h) Spanien (22:55:45 – erste 3 Reiter zusammen) Italien (27:38:05 – erste 3 Reiter zusammen) Schweden (29:29:19 – erste 3 Reiter zusammen) Schweiz (30:16:26 – erste 3 Reiter zusammen) Bulgarien (31:15:41 – erste 3 Reiter zusammen) Startlisten zum Download: Startliste Einzelreiter BRÜSSEL – EUROPAMEISTERSCHAFT IM DISTANZREITEN 2017 von Christian Lüke Am 17. August war die belgische Hauptstadt Brüssel Veranstaltungssort der Europameisterschaft im Distanzreiten 2017.Zwei Tage später wurde auf der gleichen Strecke zusätzlich die Weltmeisterschaft der Jungen Pferde auf 120 km ausgetragen. Die Beflaggung entlang der Strecke war Schwarz-Gelb-Rot, die Farben der belgischen Fahne, aber auch die Farben Deutschlands! Sabrina Arnold war die überragende Reiterin in Brüssel, auf beiden Wettbewerben stand sie ganzoben auf dem Podest: Europameisterin mit Tarzibus und Siegerin der WM der Jungen Pferde mit Tammam la Lizonne. Die Austragung eines Distanzritt-Championats in einer Großstadt ist selten. Organisiert wurde die diesjährige Europameisterschaft in Brüssel vom ehemaligen belgischen Distanzreiter und jetzigen belgischen Nationaltrainer Pierre Arnould. Nachdem die EM 2015 und WM 2016 in dem slowakischen Šamorín stattfanden, hatte sich sich Arnould für Brüssel als Austragungsort der EM 2017 stark gemacht. Eines seiner Anliegen war es, den Distanzreitsport durch die Großstadtnähe in der Öffentlichkeit bekannter zu machen, so wie 1994 im Stadtpark von Den Haag, wo Arnould einst mit seinem Pferd Belle bei den WEG den 7. Rang belegte. Nach den Brussels Equestrian Endurance Masters im August 2016 – der erfolgreichen EM-Testveranstaltung – stand Brüssel als Veranstaltungsort der EM in diesem Jahr fest, ebenfalls auch für die WM der Jungen Pferde 2017. Man dufte gespannt sein, wie sich ein solches Großevent mit einer Hauptstadt verbinden lässt. Für Deutschland konnten sich im Vorfeld vier Distanzreiterinnen für die EM qualifizieren: Rebecca Arnold (Walddorf-Häslach) mit ihrem 10-jährigen Wallach Serpa 2, Sabrina Arnold (Venelles/ Südfrankreich) mit dem ebenfalls 10-jährigen Wallach Tarzibus, Uschi Klingbeil (Buch) mit der 10-jährigen Stute Aid du Florival und Melanie Arnold (Kirchheim-Teck) mit Sevinc OX, der 14 Jahre alten Stute, die bereits dreimal die Deutsche Meisterschaft unter Melanie gewonnen hat. Als Team-Tierärztin begleitete Martina Zink die Mannschaft, Nicolas Hörmann vom DOKR war zusätzlich in Brüssel, um sich als Beobachter ein Bild von unserem Team zu machen. Die Wahrscheinlichkeit einer oder sogar mehrerer Medaillen für Deutschland unter Equipechefin Annette Nothhaft war hoch, denn sowohl die 4 Starterinnen, als auch die Pferde sind absolut hochkarätig. Allerdings war die Konkurrenz von Weltklasse! Mitdabei waren u.a. Jaume Punti Dachs und Alex Luque Moral, die amtierenden Welt- und Vizeweltmeister. Jaume wusste von Sabrinas Favoritenrolle und hatte Tarzibus im Vorfeld schon genau beobachtet, sogar dessen Mutter gekauft, da er wusste, um was für ein Ausnahmepferd es sich bei Tarzibus handelt! Vor dem Ritt gab es eine gemeinsame Telefonkonferenz und der Plan für den Ritt war der, dass Sabrina mit Tarzibus auf Sieg reitet. Unsere anderen drei Reiterinnen wollten ihren Ritt nach Eigeneinschätzung entsprechend des Leistungsvermögens ihrer Pferdes einteilen, Uschi weiter vorne, Melanie und Rebecca gemeinsam in der hinteren Hälfte, da für sie in dem starken Startfeld die Hoffnung auf eine Einzelmedaille nicht realistisch erschien. Die Top-Teams der Mitbewerber hießen Spanien, Frankreich und Italien. Melanie und Rebecca, die bereits gemeinsam trainiert hatten, beschlossen, auf Sicherheit zu gehen und zusammen den Ritt in einem soliden Tempo zu reiten. Reiter aus Frankreich, die in Brüssel bereits im Vorjahr am Start waren, empfanden die Strecke als anspruchsvoll und vermuteten, dass bei dieser EM ein Sieg mit etwa 20 km/h geritten wird. So wussten unsere Starterinnen in etwa, welche Geschwindigkeit zu erwarten war. Sabrina war als Einzige der deutschen Teilnehmerinnen schon vor der EM in Brüssel und fuhr die Strecke komplett mit dem Rad ab, um sich Details im Vorfeld einzuprägen. Zu Beginn des Veranstaltungstages 17. August waren die äußeren Bedingungen ideal, das Wetter war freundlich, trocken, kühl aber nicht zu kalt – ein positives Vorzeichen für eine gute Veranstaltung, einzig die Werbung für die EM durch Pierre Arnould brachte nicht den gewünschten Erfolg. Es gab nur wenige Zuschauer aus Brüssel, aber auch keine für mich sichtbaren Veranstaltungsplakate in der Stadt, die den Weg zum Veranstaltungsort im Bois de la Cambre, dem großen Stadtpark/-wald gewiesen hätten. Für die Trosser bot die Verkehrsführung einer Großstadt samt Einbahnstraßen eine besondere Herausforderung, doch auch dies war letztlich eine Frage der Organisation: Hatte man mehr Helfer, war man besser aufgestellt, aber das sollte auch klar sein, zumal bei einer Europameisterschaft. Um 7 Uhr gingen die 68 Starter aus den 13 teilnehmenden Ländern auf die 160 km lange Strecke, bestehend aus 5 Loops, die sich zum Teil stark ähnelten, so dass man sie als 2 unterschiedliche Streckenrunden mit leichten Varianten bezeichnen könnte. Ein Großteil verlief in den tiefen Wäldern des Bois de la Cambre, gut bei heißer Witterung. Die Strecke selbst war anspruchsvoll, aber trotzdem sehr schön, so die durchgängige Meinung unserer Teilnehmer. Im steten Auf und Ab ging es durch den Wald, das Geläuf war sehr unterschiedlich: Waldböden, Schotter, teils Sand, aber auch Asphalt und herausfordernde Bordsteinübergänge auf Straßen sowie Hindernisse, z.B. Begrenzungspfosten auf der Strecke. Die Menschen vor Ort waren nicht ausreichend über die Veranstaltung informiert. Auf der Strecke gab es zahlreiche Spaziergänger mit noch zahlreicheren, freilaufenden Hunden, ebenfalls eine Herausforderung an die Reiter, denn die Stadt Brüssel hatte keine Erlaubnis erteilt, diese von der Strecke auszugrenzen – schließlich wollte man auch Zuschauer haben! Schon am Start formierten sich die Reiter entsprechend ihrer Ziele für den Ritt: Sabrina war im vorderen Feld, Uschi ebenfalls vorne mit dabei, Melanie und Rebecca zusammen im hinteren Drittel. Bewusst vermied es Sabrina von Beginn an zu führen, denn sie wollte die Geschwindigkeit nicht unnötig hochtreiben. So ließ sie den starken Reitern aus Spanien die Führungsrolle, um das Tempo zu bestimmen. Es wurde vom Start weg sehr schnell geritten, denn die Spanier wussten, dass sie nur siegen können, wenn sie Tarzibus alles entgegenhalten, was möglich ist. Sabrina reihte sich zu Beginn in der Mitte der Spitzengruppe ein. Aber bereits nach der ersten, roten 39,5 km-Runde verringerte die hohe Geschwindigkeit mit über 22 km/h die Spitzengruppe auf 12 Reiter. Von diesen Reitern, die fast zeitgleich im Gate ankamen, stellte Sabrina als erste nach nur 1 min. 25 sec Tarzibus vor und übernahm damit die Führung. Uschi, die im hinteren Teil der Spitzengruppe ritt, stellte als neunte vor. Auf dem zweiten, blauen 37,4 km Loop wurde das Feld mit über 22,5 km/h noch etwas schneller. Zu den elf führenden Reitern zählten neben den beiden Deutschen auch Sabrinas Lebensgefährte Jean Philippe Frances, die Polin Kamila Kart und die komplette fünfköpfige spanische Mannschaft. Für 13 Pferde endete das Rennen nach Loop zwei, darunter auch T´aime de Coeur von Mehrfachchampion Maria Alvarez Ponton. Das Tempo von über 22 km/h konnte Sabrina, die nun die Spitze anführte, von nun an im weiteren Verlauf des Rittes halten, während der Rest der Spitzengruppe langsam zurückfiel und sich auch noch deutlich verkleinerte. Für Melanie Arnold und Sevinc war nach 77 km wegen Lahmheit leider Schluss. Somit waren für Deutschland noch Sabrina, Uschi und Rebecca auf der Strecke, eine Team-Medaille – sogar Silber – war noch möglich, allerdings war Rebecca nun ohne Mitreiterin Melanie alleine unterwegs. Am Ende der 4. Runde kam leider auch für Aid du Florival von Uschi Klingbeil das Aus. Das Urteil „Metabolik“ fiel bei Puls 61 in der Re-Inspection durch einen 3er Entscheid der Tierärzte. Es war eine große Enttäuschung für Uschi, denn auf der WM 2016 in Šamorin hatten beide mit knapp 19,5 km/h als beste Deutsche auf Platz 26 gefinisht. Der Traum der Team-Medaille war nun leider geplatzt, aber Sabrina lag immer noch auf Kurs für Einzelgold! In jedem Gate lag Sabrinas Zeit von der Ankunft bis zur In Time bei weniger als 90 Sekunden. So konnte sie im vierten Gate einen Vorsprung von 3,45 Minuten auf ihren letzten Verfolger Alex Luque Moral herausarbeiten. Unser Feld in Brüssel bestand nun noch aus Sabrina an der Spitze und ihrer Cousine Rebecca, die am Ende des Feldes mit einer Geschwindigkeit von unter 14 km/h versuchte, Serpa 2 sicher ins Ziel zu bringen. Auf der letzten Runde führte sie bereits mit 11 Minuten vor ihrem direkten Verfolger. Sabrina wollte mit Tarzibus in den Trab wechseln, dieser wollte aber unbedingt galoppieren und so überquerten beide mit 18 Minuten Vorsprung als erste nach 07:14:52 und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 22,531 km/h die Zielline. Auf Platz 2 und 3 lieferten sich die Spanier Alex Luque Moral mit Calandria PH (07:32:41 / 21,644 km/h) und Angel Soy Coll mit Tonik de Becherel (07:32:42 / 21,643 km/h) ein packendes Finish. Rebecca Arnold erreichte mit Serpa 2 Platz 32 (11:14:46 / 14,521 km/h). Von insgesamt 68 Startern, erreichten 33 das Ziel in der Wertung. Sabrina Arnold gelang mit Tarzibus als erster Deutschen in der Geschichte, eine Europameisterschaft im Distanzreiten zu gewinnen. Nach Silber in Florac ging damit für sie der lange Wunsch, zum Sieg auf einer Europameisterschaft, in Erfüllung. Und dieser riesen Erfolg wurde von Sabrina noch getoppt, denn 2 Tage später gelang ihr auf gleicher Strecke die Meisterleistung, ebenfalls die Weltmeisterschaft der Siebenjährigen in Brüssel mit Tammam la Lizonne zu gewinnen. Hiermit bewies Sabrina zusammen mit ihren Pferden ihre derzeitige Ausnahmestellung. Zweimal ließ sie die gesamte europäische Elite im Distanzreiten hinter sich. Auch Rebecca Arnold brachte mit Serpa 2 eine solide Leistung. Für Serpa, der 7-jährig zu Rebecca kam, ist es bereits der 3. Hundertmeiler in Folge in der Wertung. In der Teamwertung gewann Spanien vor Italien und Schweden, einem Team, das geschlossen, allerdings mit einer mäßigen Geschwindigkeit von 15,6 km/h das Ziel erreichte. Für die Platzierten gab es neben der Medaille auch eine „Manneken Pis“-Figur als Geschenk – Geschmackssache -aber nicht der Grund dafür, dass es für zahlreiche Teilnehmer nach dem Ritt gleich weiter nach Euston Park ging, der „Konkurrenzveranstaltung“ des HH Sheikh Mohammed Bin Rashid Al Maktoum Endurance Cup Festival im Wettstreit zum HH Sheikh Mansoor Bin Zayed Al Nahyan Festival (Brüssel), also zwischen Abu Dhabi und Dubai: Hier lockten eine top organisierte Veranstaltung, eine sehr attraktive Strecke, aber auch interessante finanzielle Gaben des Veranstalters. IM INTERVIEW: SABRINA ARNOLD Sabrina, was für eine große Leistung: Zum ersten Mal in der Geschichte geht der EM-Titel im Distanzreiten an eine Teilnehmerin aus Deutschland. Der VDD gratuliert Dir zu dieser großen Leistung mit Deinem Ausnahmepferd Tarzibus. Vielen Dank, ja ich freue mich sehr über den Sieg, er war mein Ziel für den Ritt in Brüssel, und es hat geklappt. Und wie es geklappt hat – mit über 22,5 km/h bei einer anspruchsvollen Strecke? Im Vorfeld hieß es, dass ein Sieg mit ca. 20 km/h zu erwarten wäre. Darauf hatte ich mich eingestellt, allerdings wurde von Beginn an von den Spaniern ein deutlich höheres Tempo geritten, an das ich mich angehängt hatte, obwohl ich kannte jedoch das Leistungsvermögen von Tarzibus, so dass wir kein Problem damit hatten. Aber einige haben sich von dem Tempo mitreißen lassen, denke ich. Wenn sich die Distanzler darüber freuen, dass Du Gold für Deutschland geholt hast, was denkst Du dann darüber? Ja ich freue mich, das ist schon so ok. Ich wohne nun inzwischen seit 10 Jahren in Frankreich, fühle mich dort zuhause und reite auch zum großen Teil in dem Land. Der Bezug zum Distanzreiten in Deutschland ist natürlich nicht mehr so groß wie damals, aber ich informiere mich, was so läuft. Ich habe nach wie vor einen deutschen Pass und möchte auch nicht wechseln, das hat aber auch einen kleinen Hintergedanken, denn es ist in Frankreich aufgrund der Leistungsdichte deutlich schwerer in den Kader zu kommen und dort zu bleiben, als in Deutschland. Wahrscheinlich eine dumme Frage, aber wie schafft man es an Europas Spitze im Distanzreiten? Dumme Fragen gibt es nicht. Man muss einfach sehen, dass ich den Sport als Profi betreibe. Das bedeutet harte Arbeit, und ein 12 Stunden Arbeitstag ist nicht selten. Wenn man den ganzen Tag auf Pferden sitzt und auch die Möglichkeit hat, viele unterschiedliche Pferde zu reiten, dann bekommt man ein gutes Gefühl für den vierbeinigen Partner. Wir merken auch sehr schnell, welches Pferd großes Potenzial hat, so war es auch mit Tarzibus von meinem Mann Jean-Philippe, der vor vier Jahren zu uns kam oder auch Tammam la Lizonne, dem Siegerpferde der WM der Siebenjährigen in Brüssel. Allerdings hatten wir Glück, dieses Fohlen für meinen 2. Platz in Florac 2011 als Geschenk zu bekommen. Und man darf nicht vergessen, dass ich nun etwa 25 Jahre auf Distanzern unterwegs bin und ca. 40 Hundertmeiler erlebt habe, das sind Erfahrungen, die sehr hilfreich sind. Was gibt es über Brüssel zu sagen? Gute Veranstaltung, gute Strecke, nach meiner Meinung vom Start weg anspruchsvolles Tempo, leider etwas wenig Publikum, besonders bei der WM der Siebenjährigen. Insgesamt für mich natürlich die Erfüllung eines ganz großen Traumes mit sogar 2 Siegen. Aber warum sprichst Du mich nicht auf das Thema Doping an, das ist doch eine sehr häufig gestellte Frage. Ich sage Dir dazu, Distanzreiten als Hochleistungssport ist meine große Leidenschaft und das natürlich dopingfrei! Ein sauberer Sport ist meingroßes Anliegen und ich wünsche mir, dass ich es noch erleben kann, dass es in der ganzen Welt so gesehen wird. Ich bin absolut für ein hartes Vorgehen der FEI, z.B. mit Sperren und hohen Geldstrafen gegenüber unfairen Sportlern. Was denkst Du über den Leistungssport in Deutschland? Oh, interessantes Thema. Ich sehe Potenzial in Deutschland und eine EM-Medaille halte ich immer für erreichbar, allerdings müsste sich in Zukunft so Einiges ändern – sowohl in den Qualifikationskriterien des DOKR, besonders aber im Miteinander unter den Reitern. SABRINA ARNOLD – STATIONEN DES ERFOLGES Mit dem Sieg bei der Europameisterschaft im Distanzreiten 2017 erreichte Sabrina Arnold ein persönliches, sportliches Lebensziel, die erste Goldmedaille für Deutschland im Distanzreiten: Nach Team-Bronze bei den WEG 2010 in Kentucky und Silber auf der EM in Florac 2011, erreichte Sabrina Arnold in diesem Jahr einen neuen Höhepunkt ihrer Karriere. Sabrina reitet seit etwa 25 Jahren Distanzen sie lebt seit 10 Jahren in Südfrankreich derzeitiger 4. Weltranglistenplatz (2013 schon Platz 1) Sabrina ritt ca. 40 Hundertmeiler in die Wertung Auswahl der Erfolge: 1993: Bronze mit Jappeloup de Luze in Wulkau-Ziesar 1994: Bronze mit Jappeloup de Luze in Börger 2001: Gold mit Te Quiero ox in Trendelburg 2007: Bronze mit Madaq in Göttingen-Holzerode 2009: 5. Platz und BC: mit Beau ox in Assisi / Italien 2011: Silber mit Beau ox in Florac / Frankreich 2013: 6. Platz mit Saltan 2 in Most, Tschechische Republik 2017: Gold mit Tarzibus 160 km in Brüssel / Belgien 2001: 3. Platz Jugend-WM mit Te Quiero ox 2006: 11. Platz mit Madaq in Aachen / Deutschland 2010: 16. Platz mit Beau ox in Lexington / USA, Bronze in der Teamwertung Weltmeisterschaften der Jungen Pferde 2016: 1. Platz mit Tsagan Nour in Nègrepelisse / Frankreich 2017: 1. Platz mit Tammam la Lizonne in Brüssel / Belgien EM 2017 - Sabrina Arnold im Ziel EM 2017 - Warmreiten 1 EM 2017 - Warmreiten 2 EM 2017 - Warmreiten 3 EM 2017 - Auf dem Weg zum Start 1 EM 2017 - Auf dem Weg zum Start 2 EM 2017 - Vor dem Start 1 EM 2017 - Vor dem Start 2 EM 2017 - Start 1 EM 2017 - Start 2 EM 2017 - Ende 1. Loop 1 EM 2017 - Ende 1. Loop 2 EM 2017 - Ende 1. Loop 3 EM 2017 - Ende 1. Loop EM 2017 - 1. Gate Melanie und Rebecca EM 2017 - Ende 2. Loop 1 EM 2017 - Ende 2. Loop 2 EM 2017 - Ende 2. Loop 3 EM 2017 - 2. Gate Sabrina und Uschi EM 2017 - 3. Gate Rebecca EM 2017 - Start 4. Loop EM 2017 - Ende 4. Loop 1 EM 2017 - Ende 4. Loop 2 EM 2017 - Ende 4. Loop 3 EM 2017 - Ende 4. Loop Sabrina EM 2017 - 4. Gate EM 2017 - Start 5. Loop 1 EM 2017 - Start 5. Loop 2 EM 2017 - Start 5. Loop 3 EM 2017 - Ziel 1 EM 2017 - Ziel 2 EM 2017 - Ziel 3 EM 2017 - Ziel 4 - Rebecca EM 2017 - Nachuntersuchung Sabrina EM 2017 - Nachuntersuchung Rebecca 1. Loop – rot 2. Loop – blau 3. Loop – grün 4. Loop – gelb 5. Loop – weiß Sabrina Arnold, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Barbara Miller Sabrina Arnold, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Sabrina Arnold mit Tarzibus, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Sabrina Arnold, EM Brüssel, Foto: Martin Dokoupil Sabrina Arnold, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Miriam Lewin Rebecca Arnold mit Serpa 2, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Rebecca Arnold, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Melanie Arnold mit Sevinc und Rebecca Arnold mit Serpa 2, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Melanie Arnold mit Sevinc, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Ursula Klingbeil mit Aid du Florival, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Team Deutschland, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Barbara Miller Ursula Klingbeil mit Aid du Florival, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Barbara Miller Melanie Arnold mit Cevinc, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Barbara Miller Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Barbara Miller Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Mouaffak Al Zbibi Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Leonard Liesens Andrea Baran, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Tanja Kraft Perrine Campanini mit Vega du Clos, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Romane Yernaux (BEL) mit Sichen des Sauvlons, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Laura Houassin (BEL) mit Yotan des Sauvlons, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Ivan Boyanov (BUL) mit Tihawan d’Emmare, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Denis Furlanski (BUL) mit Pompey, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Lucie Skabova (CZE) mit Sahar, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Lucie Kubikova (CZE) mit Matyas, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Tereza Kopecka (CZE) mit Tuzemec 13, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Petr Jadlovsky (CZE) mit Naomi Dakota, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Maria Alvarez Ponton (ESP) mit T’aime de coeur, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Jaume Punti Dachs (ESP) mit Twyst Maison Blanche, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Angel Soy Coll (ESP) mit Tonik de Becherel, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Omar Blanco Rodrigo (ESP) mit Selif de la nie, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Alex Luque Moral (ESP) mit Calandria PH, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Heigo Rohtla (EST) mit Fatas Zanzibaar, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Alina Huovinen Garcia (FIN) mit Jussuf VIII 7, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Jean Philippe Frances (FRA) mit Secret de mon coeur, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Julien Goachet (FRA) mit Amelia du cayrou, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Allan Leon (FRA) mit Spirit de Crouz, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Nicola Thorne (GBR) mit L M Bolena, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Tom Macguinness (IRL) mit Sasha d’Aillais, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Luca Campagnoni (ITA) mit Kida, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Constanza Laliscia (Italien) mit Rok, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Nora Penfornis (LUX) mit Quasizur coatmeur, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Jarmilla Lakeman (NED) mit El Kabir Florival, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Carmen Römer (NED) mit Priam des Roches, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Melisa Huijsman (NED) mit Kain, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Michelle Schuijt (NED) mit Gyshgun, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Jeanette Wilhelm (NED) mit Chatar F, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Gina Sætrang Holby (NOR) mit PL Sharif, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Kamila Kart (POL) mit For Ferro, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Rui Lanternas (POR) mit Alcantava, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Margarida Oliveira Soares (POR) mit Eclipse da Camoeira, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Rui Pereira (POR) mit Ainhoa Djel, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Jeanne Brefin (SUI) mit Partiba CH, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Veronika Münger (SUI) mit Ups du Cavallon, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Patricia Schilliger (SUI) mit Djoba de Lurievq, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Mario Hoffmann (SVK) mit Novisaad d’Aqui, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Petra Hubacova (SVK) mit Ocaz, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Simona Zelmanova (SVK) mit Tom Jones FT, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Miriam Malá (SVK) mit Spirit, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Lena Eriksson (SWE) mit Willy Wonka, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Emma Svanãng (SWE) mit TS Coyote, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Jessica Holmberg (SWE) mit Prince of Shades, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke Startbereich, Europameisterschaft im Distanzreiten 2017, Foto: Christian Lüke
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Was war der Durchbruch von Julia Roberts als Schauspielerin?
Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie hatte 1990 mit der Filmromanze Pretty Woman ihren internationalen Durchbruch und erhielt für die Rolle den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie Die Akte (1993), Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), Notting Hill (1999) und Die Braut, die sich nicht traut (1999) etablierte sie sich als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle in Erin Brockovich (2000) gewann sie den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Kinohits hatte sie mit Ocean’s Eleven (2001), der Fortsetzung Ocean’s 12 (2004) und Mona Lisas Lächeln (2003). Leben Kindheit und Jugend Roberts wurde 1967 in Atlanta geboren. Ihre Eltern, Walter Grady Roberts (1933–1977) und Betty Lou Bredemus (1934–2015), leiteten eine Schauspielschule für Kinder in der Innenstadt von Atlanta, die auch von Julias beiden älteren Geschwistern Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts Gillan (* 1965) besucht wurde. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten gab es in der Schule keine Rassentrennung; zu den Schülern zählten unter anderem die Kinder des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Eltern trennten sich, als Julia Roberts vier Jahre alt war. Während ihr Bruder beim Vater blieb, zog die Mutter mit den Töchtern nach Smyrna, wo Roberts die High School besuchte. 1972 heiratete Roberts’ Mutter den Theaterkritiker Michael Motes. Aus dieser Ehe, die 1983 geschieden wurde, ging Roberts’ Halbschwester Nancy Motes (1976–2014) hervor. Während ihrer Schulzeit spielte Roberts in Amateurtheatervorstellungen mit, da sie die schauspielerischen Erfolge ihres Bruders beeindruckten, der an der Royal Academy of Dramatic Art in London und an der American Academy of Dramatic Arts in New York City Schauspiel studiert hatte und für seine Rolle in König der Zigeuner (1978) für einen Golden Globe Award nominiert worden war. Karrierebeginn Nach ihrem High-School-Abschluss im Juni 1985 zog Roberts zu ihrer Schwester Lisa nach New York, wo sie gelegentlich als Model arbeitete und in einem Schuhgeschäft sowie einer Eisdiele jobbte. Ihr eigentliches Ziel war jedoch, Schauspielerin zu werden. Sie wurde in die Kartei der Agentur von Bob McGowan aufgenommen und nahm Sprachunterricht, um ihren Südstaatenakzent loszuwerden. Den Besuch eines Schauspielkurses brach sie ab, weil sie den Unterricht als nutzlos empfand. Nach zahlreichen Vorsprechterminen erhielt sie 1986 eine Gastrolle in der Fernsehserie Crime Story und wurde für eine kleine Rolle in der Komödie Firehouse engagiert. Der Film wurde von den Kritikern oft als „viertklassig“ bezeichnet und Roberts’ Auftritt dauerte nur etwa fünfzehn Sekunden. Mit Unterstützung ihres Bruders Eric, der 1986 für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film Expreß in die Hölle nominiert worden war, erhielt sie eine Rolle an seiner Seite in dem Film Blood Red – Stirb für dein Land. Die Dreharbeiten fanden im November und Dezember 1986 statt, der Film kam jedoch erst 1989 ins Kino und war nicht erfolgreich. Ihre erste größere Rolle spielte Roberts in Satisfaction (1988). Für die Rollen der jugendlichen Mitglieder einer Band wurden Schauspieler gesucht, die Musikinstrumente spielen konnten. Roberts fing daraufhin an, Schlagzeugunterricht zu nehmen, allerdings wurde die entsprechende Rolle in der Zwischenzeit mit Trini Alvarado besetzt. Stattdessen bekam Roberts die Rolle eines Mädchens, das Bassgitarre spielt, so dass sie erneut Unterricht nehmen musste. Die Dreharbeiten fanden im Mai und Juni 1987 in Charleston statt. Durchbruch Mit der Komödie Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel, gedreht im Herbst 1987, konnte Roberts ihren ersten Kinoerfolg verbuchen. Sie glaubte zunächst nicht, die richtige Besetzung für die erotisch wirkende Daisy Arujo, eine junge Frau portugiesischer Abstammung, zu sein. Außerdem fand die Produktionsassistentin Jane Jenkins Roberts’ Haare zu hell, so dass sie sie rot färbte. Insbesondere diese Eigeninitiative überzeugte den Regisseur Donald Petrie davon, sie zu engagieren. Ihre Gage betrug 50.000 US-Dollar. Für ihre Rolle wurde Roberts für die Filmpreise Independent Spirit Award und Young Artist Award nominiert. 1988 hatte Roberts einen Gastauftritt in der Fernsehserie Miami Vice. 1989 spielte sie an der Seite ihrer namhaften Schauspielkolleginnen Sally Field, Dolly Parton, Shirley McLaine und Daryl Hannah eine Nebenrolle in dem Drama Magnolien aus Stahl, das in der Kleinstadt Natchitoches in Louisiana gedreht wurde. Die US-Premiere des Films fand am 15. November 1989 statt, und Roberts erhielt für ihre Rolle, die zuvor von Meg Ryan abgelehnt worden war, einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Während der Dreharbeiten zu Magnolien aus Stahl waren Roberts und ihr Filmpartner Dylan McDermott ein Paar geworden. Nach einer kurzen Verlobungszeit trennte sich das Paar 1990. Erfolg mit Pretty Woman Roberts’ nächstes Filmprojekt machte sie zu einem internationalen Superstar: Unter der Regie von Garry Marshall verkörperte sie in der Filmromanze Pretty Woman die Prostituierte Vivian, die sich in einen schwerreichen Geschäftsmann (gespielt von Richard Gere) verliebt. Die Dreharbeiten begannen im Juli 1989 unter dem Arbeitstitel 3.000 – in Anlehnung an die Geldsumme, die Vivian für ihre Liebesdienste erhalten sollte – und wurden im Oktober 1989 in Los Angeles abgeschlossen. Ein Happy End war zunächst nicht vorgesehen gewesen, während des Schnitts von 3.000 entfielen aber fast alle düsteren Szenen, so dass die Handlung schließlich doch eine positive Wendung nahm. Marshall entschied schließlich auch, den Film nach dem gleichnamigen Lied von Roy Orbison, das in einer Szene des Films zu hören ist, umzubenennen. Die US-Premiere fand am 23. März 1990 statt. Obwohl die Kritiken nicht besonders gut waren, entwickelte sich die moderne Aschenputtel-Geschichte zu einem erfolgreichen Kinohit: Weltweit spielte der Film 463,4 Mio. US-Dollar ein und verzeichnete allein in Deutschland über zehn Millionen Kinobesucher. Roberts, die für die Rolle eine Gage von 300.000 US-Dollar erhalten hatte, wurde zur damals gefragtesten Schauspielerin Hollywoods und erhielt für die Rolle ihren zweiten Golden Globe und ihre zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Als nächstes spielte sie für eine Gage von 550.000 US-Dollar in dem Thriller Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990) an der Seite von Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und William Baldwin eine Medizinstudentin, die mit Nahtoderfahrungen experimentiert. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, studierte sie das tibetische Totenbuch. Während der Dreharbeiten, die von Oktober 1989 bis Januar 1990 dauerten, wurden Roberts und Sutherland ein Paar. Roberts beendete die Beziehung kurz vor der geplanten Hochzeit im Juni 1991. In dem Psychothriller Der Feind in meinem Bett von 1991 verkörperte Roberts eine junge Frau, die ihren eigenen Tod inszeniert, um ihrem sadistischen Ehemann, gespielt von Patrick Bergin, zu entkommen. Der Spielfilm erzielte allein in den Vereinigten Staaten ein Einspielergebnis von 101,5 Mio. US-Dollar und Roberts erhielt eine Gage von einer Million US-Dollar. Im selben Jahr war Roberts in der tragischen Liebesgeschichte Entscheidung aus Liebe zu sehen. Der Film blieb mit Einnahmen von 33,6 Mio. US-Dollar an den US-Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen des Filmstudios 20th Century Fox zurück und die Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Nach den Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Fantasyfilm Hook (1991), in dem sie die Rolle der Fee Glöckchen spielte, nahm Roberts eine fast zweijährige berufliche Auszeit, nachdem sie in den Jahren zuvor einen Film nach dem anderen gedreht hatte. Lediglich in Robert Altmans The Player hatte sie 1992 einen kurzen Cameo-Auftritt. Über die Gründe für ihre Abkehr von der Filmindustrie wurde in den Medien viel spekuliert und Anfang 1993 fragte das People Magazine auf seiner Titelseite “What happened to Julia Roberts?” (zu dt.: „Was ist mit Julia Roberts passiert?“). Später begründete Roberts ihre Auszeit damit, dass sie zu sich selbst finden wollte, da der plötzliche Ruhm und Erfolg vollkommen neu für sie gewesen seien. Sie habe in dieser Zeit viele Drehbücher gelesen, aber kein Projekt angenommen. Zu den von ihr damals abgelehnten Rollen gehörten die weibliche Hauptrolle in dem Erotikthriller Basic Instinct, durch die Sharon Stone 1992 weltberühmt wurde, und Meg Ryans Part in Schlaflos in Seattle (1993). Karriere von 1993 bis 1999 An der Seite von Denzel Washington und unter der Regie von Alan J. Pakula gelang Roberts mit der John-Grisham-Verfilmung Die Akte 1993 ein erfolgreiches Comeback. Obwohl die Kritiker ihre schauspielerische Leistung in dem Thriller gemischt aufnahmen, spielte der Film weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie I Love Trouble – Nichts als Ärger (1994) mit Nick Nolte, erwies sich dagegen als finanzieller Flop und wurde mehrfach für die fehlende Leinwand-Chemie seiner beiden Hauptdarsteller kritisiert. In Prêt-à-Porter, eine Komödie aus dem Jahr 1994 über die Pariser Modewelt, spielte Roberts an der Seite ihres damaligen Ehemannes Lyle Lovett, den sie am Filmset von The Player kennengelernt und am 27. Juni 1993 geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1995 nach knapp zwei Jahren geschieden. Power of Love war der einzige Film, den Roberts 1995 drehte. Im folgenden Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der 13. Folge der zweiten Staffel der US-Sitcom Friends und erhielt für ihre Titelrolle im erfolglosen Horrorfilm Mary Reilly eine Nominierung für den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin. Die Verfilmung des Lebens von Michael Collins (1996) mit Liam Neeson, in dem Roberts eine Nebenrolle spielte, war ebenfalls kein finanzieller Erfolg. Der Woody-Allen-Film Alle sagen: I love you, in dem Roberts auch ihre Fähigkeiten als Sängerin unter Beweis stellte, erhielt hingegen gute Kritiken. 1997 landete Roberts mit der romantischen Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes einen weltweiten Kinohit. Die romantische Komödie, in der Roberts’ Filmcharakter mit allen Mitteln versucht, eine Eheschließung zu verhindern, spielte knapp 300 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgenden Filme, der Thriller Fletcher’s Visionen (1997) mit Mel Gibson und das Drama Seite an Seite (1998) mit Roberts’ langjähriger Freundin Susan Sarandon, waren ebenfalls im Kino erfolgreich. Für Notting Hill (1999) mit Hugh Grant konnte Roberts die Rekordgage von 15 Mio. US-Dollar verlangen, für Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit ihrem Pretty Woman-Filmpartner Richard Gere sogar 17 Millionen. Beide Filme – romantische Komödien – gehören mit Einspielergebnissen von 363,8 Mio. US-Dollar (Notting Hill) und 309,4 Mio. US-Dollar (Die Braut, die sich nicht traut) zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen in Roberts’ Karriere. Für Notting Hill bekam sie ihre vierte Golden-Globe-Nominierung. Oscar-Gewinn und die 2000er Jahre 2000 bekam Roberts für die Hauptrolle im Film Erin Brockovich 20 Mio. US-Dollar und war damit die erste Schauspielerin, die diese Summe für eine Filmrolle aushandeln konnte. Die wahre Geschichte von Erin Brockovich, die als Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei einen Umweltskandal aufdeckte und im anschließenden Gerichtsverfahren eine Rekordsumme als Entschädigungszahlung aushandeln konnte, wurde für Roberts zum Höhepunkt ihrer Karriere: Sie erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Kritikerpreise, darunter ihren dritten Golden Globe, den British Academy Film Award, den Critics’ Choice Award, den Screen Actors Guild Award und im dritten Anlauf auch den Oscar. 2001 spielte Roberts erfolgreich an der Seite von Brad Pitt im Road-Movie The Mexican, es folgte die Komödie America’s Sweethearts mit Catherine Zeta-Jones. Ocean’s Eleven (2001), eine Neuverfilmung von Frankie und seine Spießgesellen aus dem Jahr 1960, brachte Roberts wieder mit Brad Pitt zusammen vor die Kamera. Der prominent besetzte Film (George Clooney, Matt Damon, Andy García) wurde mit einem Einspielergebnis von 450,7 Mio. US-Dollar zu Roberts’ finanziell erfolgreichstem Film nach Pretty Woman. Mit George Clooney drehte sie auch ihren nächsten Film Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002). 2003 drehte Roberts Mona Lisas Lächeln, 2004 Hautnah und ihre erste Filmfortsetzung, Ocean’s 12, wieder mit Brad Pitt und George Clooney und wieder äußerst erfolgreich (362,7 Mio. weltweites Einspielergebnis). In Ocean’s Twelve spielte Roberts wieder die Rolle der Tess Ocean, die sich hier ihre Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Julia Roberts zunutze macht, um einen Raub in einem Museum durchzuführen. Nach der Geburt ihrer Zwillinge 2004 nahm Roberts erneut eine Auszeit von der Schauspielerei, und seit der Geburt ihres dritten Kindes 2007 nimmt Roberts nur noch sporadisch Filmrollen an: In Der Krieg des Charlie Wilson (2007) spielte sie an der Seite von Tom Hanks und erhielt dafür ihre sechste Golden-Globe-Nominierung. Sie war zu sehen in Zurück im Sommer (2008) und in Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (2009), für den sie ihre siebte Golden Globe-Nominierung bekam. Seit 2010 2010 spielte sie in der Komödie Valentinstag an der Seite von Jessica Alba, Kathy Bates, Bradley Cooper, Jamie Foxx, Jessica Biel, Jennifer Garner und Anne Hathaway. Im Jahr 2009 beendete sie die Dreharbeiten zu der Dramakomödie Eat Pray Love, in der sie die Rolle der Elizabeth Gilbert spielt. Das Drehbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, die Elizabeth Gilbert in ihrem gleichnamigen Bestseller niederschrieb. Der Kinostart erfolgte am 23. August 2010. Das weltweite Einspielergebnis betrug 204,5 Mio. US-Dollar. Im Jahr 2010 drehte sie den Liebesfilm Larry Crowne, der von Tom Hanks produziert wurde. Hanks spielt auch den männlichen Gegenpart zu Roberts und führte Regie. 2012 drehte sie an der Seite von Lily Collins den Film Spieglein Spieglein, eine neue Version des Märchen-Klassikers Schneewittchen, in dem sie den Part der bösen Königin übernahm. Außerdem übernahm sie in der Theater-Verfilmung Im August in Osage County die Rolle der Barbara Fordham. 2018 spielte sie die Hauptrolle in der zehnteiligen Serie Homecoming, die am 2. November 2018 bei Amazons Streamingdienst Prime Video ihre internationale Premiere feierte. Sonstiges Für das deutsche Kino wird Roberts seit dem Film Pretty Woman von Daniela Hoffmann synchronisiert. Roberts’ eigene Produktionsfirma heißt Red Om – der Nachname ihres Ehemannes Danny Moder in umgekehrter Schreibweise. 1990, 1991, 2000, 2002, 2005 und 2010 wurde Roberts vom US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt. Das britische Magazin Empire wählte sie im Oktober 1997 auf Platz 66 der 100 größten Filmstars aller Zeiten. Als Brad Pitt und George Clooney herausgefunden hatten, dass Roberts zusammen mit ihnen für Ocean’s Eleven (2001) vor der Kamera stehen würde, schickten sie ihr eine Karte, in der stand „Wir haben gehört, dass du 20 pro Film bekommst“ zusammen mit einem 20-Dollar-Schein. Roberts hatte zuvor für Erin Brockovich (2000) eine Gage von 20 Millionen Dollar erhalten. Im November 2005 führte Roberts, ungeachtet ihrer damaligen Karriereunterbrechung, laut dem Hollywood-Reporter mit einer Gage von 20 Mio. US-Dollar die Riege der bestbezahlten Hollywood-Schauspielerinnen an. Ein Jahr später verlor sie diese Spitzenposition jedoch an Nicole Kidman. 2007 wurde sie mit einer Gagenhöhe von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film auf Platz 7 der bestbezahlten Hollywood-Aktricen ausgewiesen. 2006 erhielt Roberts fünf Millionen US-Dollar dafür, dass sie für acht Werbeanzeigen des Modedesigners Gianfranco Ferré vor der Kamera stand. Die Aufnahmen wurden innerhalb von einem Tag gemacht. Der Chilene Miljenko Parserisas Bukovic ist ein großer Fan von Julia Roberts. Nachdem er Erin Brockovich gesehen hatte, war er so begeistert von ihrer Leistung, dass er sich insgesamt 82 Tattoos mit ihrem Porträt stechen ließ. Er hat die Absicht, noch mehr Tattoos anfertigen zu lassen. Privatleben Roberts ist die Tante der Schauspielerin Emma Roberts. Auch ihre Geschwister Eric Roberts und Lisa Roberts Gillan sind als Schauspieler erfolgreich. 2014 wurde ihre Halbschwester Nancy Motes tot aufgefunden. 2015 starb ihre Mutter Betty Lou Bredemus nach langer Krankheit an Lungenkrebs. 1989 war Roberts kurzzeitig mit ihrem Filmpartner in Magnolien aus Stahl, Dylan McDermott, verlobt. 1990 verliebte sie sich auf dem Set von Flatliners in Kiefer Sutherland; Roberts beendete die Beziehung im folgenden Jahr, nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit. Im Juni 1993 heiratete sie den Country-Musiker Lyle Lovett, kurz darauf spielten beide in dem Film Prêt-à-Porter. Im März 1995 gab das Paar die Trennung bekannt und ließ sich scheiden. Von 1998 bis 2001 war Roberts mit dem Law & Order-Star Benjamin Bratt liiert. Im Jahr 2000 lernte sie am Set von The Mexican den Kameramann Daniel Moder kennen. Er und Roberts heirateten im Juli 2002. 2004 wurden sie Eltern von zweieiigen Zwillingen, Hazel und Phinnaeus; 2007 wurde ihr zweiter Sohn Henry Daniel geboren. Filmografie Darstellung Synchronisation 2006: Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) 2006: Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) 2017: Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (Smurfs: The Lost Village) Nicht realisierte Filmprojekte Während Du schliefst (1995) – Roberts lehnte die Rolle ab, Sandra Bullock erkannte das Potenzial des Films und er wurde zu einem der größten Erfolge ihrer schauspielerischen Laufbahn. Batman & Robin (1997) – Roberts war im Gespräch für die Rolle der Poison Ivy, die Rolle bekam dann Uma Thurman. Shakespeare in Love (1998) – Roberts war für die Hauptrolle in diesem Film vorgesehen, lehnte jedoch ab. Gwyneth Paltrow sprang ein und gewann für ihre Darstellung den Oscar. Sechs Tage, sieben Nächte (1998) – Anne Heche spielte an der Seite von Harrison Ford, nachdem Roberts die Rolle abgelehnt hatte. Selbst ist die Braut (2009) – angeblich war den Produzenten Roberts’ Gagenforderung zu hoch. Sie engagierten daraufhin Sandra Bullock und die Komödie wurde ein weltweiter Erfolg. 1999 waren Bullock und Roberts schon einmal Konkurrentinnen um eine Rolle (Die Braut, die sich nicht traut); damals war Roberts siegreich. 2009 wurde Roberts auch die Hauptrolle in Bullocks bislang erfolgreichstem Film Blind Side – Die große Chance angeboten. Für diese Rolle erhielt Bullock den Oscar für die beste Hauptrolle. Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Negativpreise Roberts erhielt außerdem zahlreiche Beliebtheits- und Publikumspreise in aller Welt (u. a. elf „Bravo-Ottos“ in Deutschland). Zuletzt erhielt sie im Oktober 2007 den Preis der American Cinematheque. Literatur Penning, Lars: Julia Roberts. Berlin, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-929470-36-5. James Spada: Julia Roberts. Die Biografie. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09436-8. Meinolf Zurhorst: Julia Roberts. „Pretty Woman“. Heyne Filmbibliothek, Band 168 (3. Auflage). Wilhelm Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-05757-0. Weblinks Einzelnachweise Filmschauspieler Theaterschauspieler Oscarpreisträger Golden-Globe-Preisträger Person (Atlanta) US-Amerikaner Geboren 1967 Frau
Buch in der Datenbank seit 10.11.2007 11:32:27Buch zuletzt gefunden am 23.06.2015 02:38:55ISBN/EAN: 0548184119 ISBN - alternative Schreibweisen: 0-548-18411-9, 978-0-548-18411-0 "Gleanings in Old Garden Literature", von "Hazlitt, William Carew" (9780548184103)"Deep-Sea Plunderings", von "Bullen, Frank T." (9780548184127)"Mrs. Montagu 1720-1800: An Essay", von "Huchon, R." (9780548184134)"The Development of Shakespeare as a Dramatist", von "Baker, George Pierce" (9780548184080)"Traditions and Customs of Cathedrals", von "Walcott, MacKenzie E. C." (9780548184141)"Beaumont, the Dramatist: A Portrait with Some Account of His Circle, Elizabethan and Jacobean and of His Association with John Fletcher", von "Gayley, Charles Mills" (9780548184073) © 2017 Eurobuch GmbH | eurobuch.com ist ein Unternehmen der Mediantis AG | zur Mobilversion
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q-de-2238
Was war der Durchbruch von Julia Roberts als Schauspielerin?
Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie hatte 1990 mit der Filmromanze Pretty Woman ihren internationalen Durchbruch und erhielt für die Rolle den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie Die Akte (1993), Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), Notting Hill (1999) und Die Braut, die sich nicht traut (1999) etablierte sie sich als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle in Erin Brockovich (2000) gewann sie den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Kinohits hatte sie mit Ocean’s Eleven (2001), der Fortsetzung Ocean’s 12 (2004) und Mona Lisas Lächeln (2003). Leben Kindheit und Jugend Roberts wurde 1967 in Atlanta geboren. Ihre Eltern, Walter Grady Roberts (1933–1977) und Betty Lou Bredemus (1934–2015), leiteten eine Schauspielschule für Kinder in der Innenstadt von Atlanta, die auch von Julias beiden älteren Geschwistern Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts Gillan (* 1965) besucht wurde. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten gab es in der Schule keine Rassentrennung; zu den Schülern zählten unter anderem die Kinder des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Eltern trennten sich, als Julia Roberts vier Jahre alt war. Während ihr Bruder beim Vater blieb, zog die Mutter mit den Töchtern nach Smyrna, wo Roberts die High School besuchte. 1972 heiratete Roberts’ Mutter den Theaterkritiker Michael Motes. Aus dieser Ehe, die 1983 geschieden wurde, ging Roberts’ Halbschwester Nancy Motes (1976–2014) hervor. Während ihrer Schulzeit spielte Roberts in Amateurtheatervorstellungen mit, da sie die schauspielerischen Erfolge ihres Bruders beeindruckten, der an der Royal Academy of Dramatic Art in London und an der American Academy of Dramatic Arts in New York City Schauspiel studiert hatte und für seine Rolle in König der Zigeuner (1978) für einen Golden Globe Award nominiert worden war. Karrierebeginn Nach ihrem High-School-Abschluss im Juni 1985 zog Roberts zu ihrer Schwester Lisa nach New York, wo sie gelegentlich als Model arbeitete und in einem Schuhgeschäft sowie einer Eisdiele jobbte. Ihr eigentliches Ziel war jedoch, Schauspielerin zu werden. Sie wurde in die Kartei der Agentur von Bob McGowan aufgenommen und nahm Sprachunterricht, um ihren Südstaatenakzent loszuwerden. Den Besuch eines Schauspielkurses brach sie ab, weil sie den Unterricht als nutzlos empfand. Nach zahlreichen Vorsprechterminen erhielt sie 1986 eine Gastrolle in der Fernsehserie Crime Story und wurde für eine kleine Rolle in der Komödie Firehouse engagiert. Der Film wurde von den Kritikern oft als „viertklassig“ bezeichnet und Roberts’ Auftritt dauerte nur etwa fünfzehn Sekunden. Mit Unterstützung ihres Bruders Eric, der 1986 für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film Expreß in die Hölle nominiert worden war, erhielt sie eine Rolle an seiner Seite in dem Film Blood Red – Stirb für dein Land. Die Dreharbeiten fanden im November und Dezember 1986 statt, der Film kam jedoch erst 1989 ins Kino und war nicht erfolgreich. Ihre erste größere Rolle spielte Roberts in Satisfaction (1988). Für die Rollen der jugendlichen Mitglieder einer Band wurden Schauspieler gesucht, die Musikinstrumente spielen konnten. Roberts fing daraufhin an, Schlagzeugunterricht zu nehmen, allerdings wurde die entsprechende Rolle in der Zwischenzeit mit Trini Alvarado besetzt. Stattdessen bekam Roberts die Rolle eines Mädchens, das Bassgitarre spielt, so dass sie erneut Unterricht nehmen musste. Die Dreharbeiten fanden im Mai und Juni 1987 in Charleston statt. Durchbruch Mit der Komödie Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel, gedreht im Herbst 1987, konnte Roberts ihren ersten Kinoerfolg verbuchen. Sie glaubte zunächst nicht, die richtige Besetzung für die erotisch wirkende Daisy Arujo, eine junge Frau portugiesischer Abstammung, zu sein. Außerdem fand die Produktionsassistentin Jane Jenkins Roberts’ Haare zu hell, so dass sie sie rot färbte. Insbesondere diese Eigeninitiative überzeugte den Regisseur Donald Petrie davon, sie zu engagieren. Ihre Gage betrug 50.000 US-Dollar. Für ihre Rolle wurde Roberts für die Filmpreise Independent Spirit Award und Young Artist Award nominiert. 1988 hatte Roberts einen Gastauftritt in der Fernsehserie Miami Vice. 1989 spielte sie an der Seite ihrer namhaften Schauspielkolleginnen Sally Field, Dolly Parton, Shirley McLaine und Daryl Hannah eine Nebenrolle in dem Drama Magnolien aus Stahl, das in der Kleinstadt Natchitoches in Louisiana gedreht wurde. Die US-Premiere des Films fand am 15. November 1989 statt, und Roberts erhielt für ihre Rolle, die zuvor von Meg Ryan abgelehnt worden war, einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Während der Dreharbeiten zu Magnolien aus Stahl waren Roberts und ihr Filmpartner Dylan McDermott ein Paar geworden. Nach einer kurzen Verlobungszeit trennte sich das Paar 1990. Erfolg mit Pretty Woman Roberts’ nächstes Filmprojekt machte sie zu einem internationalen Superstar: Unter der Regie von Garry Marshall verkörperte sie in der Filmromanze Pretty Woman die Prostituierte Vivian, die sich in einen schwerreichen Geschäftsmann (gespielt von Richard Gere) verliebt. Die Dreharbeiten begannen im Juli 1989 unter dem Arbeitstitel 3.000 – in Anlehnung an die Geldsumme, die Vivian für ihre Liebesdienste erhalten sollte – und wurden im Oktober 1989 in Los Angeles abgeschlossen. Ein Happy End war zunächst nicht vorgesehen gewesen, während des Schnitts von 3.000 entfielen aber fast alle düsteren Szenen, so dass die Handlung schließlich doch eine positive Wendung nahm. Marshall entschied schließlich auch, den Film nach dem gleichnamigen Lied von Roy Orbison, das in einer Szene des Films zu hören ist, umzubenennen. Die US-Premiere fand am 23. März 1990 statt. Obwohl die Kritiken nicht besonders gut waren, entwickelte sich die moderne Aschenputtel-Geschichte zu einem erfolgreichen Kinohit: Weltweit spielte der Film 463,4 Mio. US-Dollar ein und verzeichnete allein in Deutschland über zehn Millionen Kinobesucher. Roberts, die für die Rolle eine Gage von 300.000 US-Dollar erhalten hatte, wurde zur damals gefragtesten Schauspielerin Hollywoods und erhielt für die Rolle ihren zweiten Golden Globe und ihre zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Als nächstes spielte sie für eine Gage von 550.000 US-Dollar in dem Thriller Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990) an der Seite von Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und William Baldwin eine Medizinstudentin, die mit Nahtoderfahrungen experimentiert. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, studierte sie das tibetische Totenbuch. Während der Dreharbeiten, die von Oktober 1989 bis Januar 1990 dauerten, wurden Roberts und Sutherland ein Paar. Roberts beendete die Beziehung kurz vor der geplanten Hochzeit im Juni 1991. In dem Psychothriller Der Feind in meinem Bett von 1991 verkörperte Roberts eine junge Frau, die ihren eigenen Tod inszeniert, um ihrem sadistischen Ehemann, gespielt von Patrick Bergin, zu entkommen. Der Spielfilm erzielte allein in den Vereinigten Staaten ein Einspielergebnis von 101,5 Mio. US-Dollar und Roberts erhielt eine Gage von einer Million US-Dollar. Im selben Jahr war Roberts in der tragischen Liebesgeschichte Entscheidung aus Liebe zu sehen. Der Film blieb mit Einnahmen von 33,6 Mio. US-Dollar an den US-Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen des Filmstudios 20th Century Fox zurück und die Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Nach den Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Fantasyfilm Hook (1991), in dem sie die Rolle der Fee Glöckchen spielte, nahm Roberts eine fast zweijährige berufliche Auszeit, nachdem sie in den Jahren zuvor einen Film nach dem anderen gedreht hatte. Lediglich in Robert Altmans The Player hatte sie 1992 einen kurzen Cameo-Auftritt. Über die Gründe für ihre Abkehr von der Filmindustrie wurde in den Medien viel spekuliert und Anfang 1993 fragte das People Magazine auf seiner Titelseite “What happened to Julia Roberts?” (zu dt.: „Was ist mit Julia Roberts passiert?“). Später begründete Roberts ihre Auszeit damit, dass sie zu sich selbst finden wollte, da der plötzliche Ruhm und Erfolg vollkommen neu für sie gewesen seien. Sie habe in dieser Zeit viele Drehbücher gelesen, aber kein Projekt angenommen. Zu den von ihr damals abgelehnten Rollen gehörten die weibliche Hauptrolle in dem Erotikthriller Basic Instinct, durch die Sharon Stone 1992 weltberühmt wurde, und Meg Ryans Part in Schlaflos in Seattle (1993). Karriere von 1993 bis 1999 An der Seite von Denzel Washington und unter der Regie von Alan J. Pakula gelang Roberts mit der John-Grisham-Verfilmung Die Akte 1993 ein erfolgreiches Comeback. Obwohl die Kritiker ihre schauspielerische Leistung in dem Thriller gemischt aufnahmen, spielte der Film weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie I Love Trouble – Nichts als Ärger (1994) mit Nick Nolte, erwies sich dagegen als finanzieller Flop und wurde mehrfach für die fehlende Leinwand-Chemie seiner beiden Hauptdarsteller kritisiert. In Prêt-à-Porter, eine Komödie aus dem Jahr 1994 über die Pariser Modewelt, spielte Roberts an der Seite ihres damaligen Ehemannes Lyle Lovett, den sie am Filmset von The Player kennengelernt und am 27. Juni 1993 geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1995 nach knapp zwei Jahren geschieden. Power of Love war der einzige Film, den Roberts 1995 drehte. Im folgenden Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der 13. Folge der zweiten Staffel der US-Sitcom Friends und erhielt für ihre Titelrolle im erfolglosen Horrorfilm Mary Reilly eine Nominierung für den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin. Die Verfilmung des Lebens von Michael Collins (1996) mit Liam Neeson, in dem Roberts eine Nebenrolle spielte, war ebenfalls kein finanzieller Erfolg. Der Woody-Allen-Film Alle sagen: I love you, in dem Roberts auch ihre Fähigkeiten als Sängerin unter Beweis stellte, erhielt hingegen gute Kritiken. 1997 landete Roberts mit der romantischen Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes einen weltweiten Kinohit. Die romantische Komödie, in der Roberts’ Filmcharakter mit allen Mitteln versucht, eine Eheschließung zu verhindern, spielte knapp 300 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgenden Filme, der Thriller Fletcher’s Visionen (1997) mit Mel Gibson und das Drama Seite an Seite (1998) mit Roberts’ langjähriger Freundin Susan Sarandon, waren ebenfalls im Kino erfolgreich. Für Notting Hill (1999) mit Hugh Grant konnte Roberts die Rekordgage von 15 Mio. US-Dollar verlangen, für Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit ihrem Pretty Woman-Filmpartner Richard Gere sogar 17 Millionen. Beide Filme – romantische Komödien – gehören mit Einspielergebnissen von 363,8 Mio. US-Dollar (Notting Hill) und 309,4 Mio. US-Dollar (Die Braut, die sich nicht traut) zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen in Roberts’ Karriere. Für Notting Hill bekam sie ihre vierte Golden-Globe-Nominierung. Oscar-Gewinn und die 2000er Jahre 2000 bekam Roberts für die Hauptrolle im Film Erin Brockovich 20 Mio. US-Dollar und war damit die erste Schauspielerin, die diese Summe für eine Filmrolle aushandeln konnte. Die wahre Geschichte von Erin Brockovich, die als Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei einen Umweltskandal aufdeckte und im anschließenden Gerichtsverfahren eine Rekordsumme als Entschädigungszahlung aushandeln konnte, wurde für Roberts zum Höhepunkt ihrer Karriere: Sie erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Kritikerpreise, darunter ihren dritten Golden Globe, den British Academy Film Award, den Critics’ Choice Award, den Screen Actors Guild Award und im dritten Anlauf auch den Oscar. 2001 spielte Roberts erfolgreich an der Seite von Brad Pitt im Road-Movie The Mexican, es folgte die Komödie America’s Sweethearts mit Catherine Zeta-Jones. Ocean’s Eleven (2001), eine Neuverfilmung von Frankie und seine Spießgesellen aus dem Jahr 1960, brachte Roberts wieder mit Brad Pitt zusammen vor die Kamera. Der prominent besetzte Film (George Clooney, Matt Damon, Andy García) wurde mit einem Einspielergebnis von 450,7 Mio. US-Dollar zu Roberts’ finanziell erfolgreichstem Film nach Pretty Woman. Mit George Clooney drehte sie auch ihren nächsten Film Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002). 2003 drehte Roberts Mona Lisas Lächeln, 2004 Hautnah und ihre erste Filmfortsetzung, Ocean’s 12, wieder mit Brad Pitt und George Clooney und wieder äußerst erfolgreich (362,7 Mio. weltweites Einspielergebnis). In Ocean’s Twelve spielte Roberts wieder die Rolle der Tess Ocean, die sich hier ihre Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Julia Roberts zunutze macht, um einen Raub in einem Museum durchzuführen. Nach der Geburt ihrer Zwillinge 2004 nahm Roberts erneut eine Auszeit von der Schauspielerei, und seit der Geburt ihres dritten Kindes 2007 nimmt Roberts nur noch sporadisch Filmrollen an: In Der Krieg des Charlie Wilson (2007) spielte sie an der Seite von Tom Hanks und erhielt dafür ihre sechste Golden-Globe-Nominierung. Sie war zu sehen in Zurück im Sommer (2008) und in Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (2009), für den sie ihre siebte Golden Globe-Nominierung bekam. Seit 2010 2010 spielte sie in der Komödie Valentinstag an der Seite von Jessica Alba, Kathy Bates, Bradley Cooper, Jamie Foxx, Jessica Biel, Jennifer Garner und Anne Hathaway. Im Jahr 2009 beendete sie die Dreharbeiten zu der Dramakomödie Eat Pray Love, in der sie die Rolle der Elizabeth Gilbert spielt. Das Drehbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, die Elizabeth Gilbert in ihrem gleichnamigen Bestseller niederschrieb. Der Kinostart erfolgte am 23. August 2010. Das weltweite Einspielergebnis betrug 204,5 Mio. US-Dollar. Im Jahr 2010 drehte sie den Liebesfilm Larry Crowne, der von Tom Hanks produziert wurde. Hanks spielt auch den männlichen Gegenpart zu Roberts und führte Regie. 2012 drehte sie an der Seite von Lily Collins den Film Spieglein Spieglein, eine neue Version des Märchen-Klassikers Schneewittchen, in dem sie den Part der bösen Königin übernahm. Außerdem übernahm sie in der Theater-Verfilmung Im August in Osage County die Rolle der Barbara Fordham. 2018 spielte sie die Hauptrolle in der zehnteiligen Serie Homecoming, die am 2. November 2018 bei Amazons Streamingdienst Prime Video ihre internationale Premiere feierte. Sonstiges Für das deutsche Kino wird Roberts seit dem Film Pretty Woman von Daniela Hoffmann synchronisiert. Roberts’ eigene Produktionsfirma heißt Red Om – der Nachname ihres Ehemannes Danny Moder in umgekehrter Schreibweise. 1990, 1991, 2000, 2002, 2005 und 2010 wurde Roberts vom US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt. Das britische Magazin Empire wählte sie im Oktober 1997 auf Platz 66 der 100 größten Filmstars aller Zeiten. Als Brad Pitt und George Clooney herausgefunden hatten, dass Roberts zusammen mit ihnen für Ocean’s Eleven (2001) vor der Kamera stehen würde, schickten sie ihr eine Karte, in der stand „Wir haben gehört, dass du 20 pro Film bekommst“ zusammen mit einem 20-Dollar-Schein. Roberts hatte zuvor für Erin Brockovich (2000) eine Gage von 20 Millionen Dollar erhalten. Im November 2005 führte Roberts, ungeachtet ihrer damaligen Karriereunterbrechung, laut dem Hollywood-Reporter mit einer Gage von 20 Mio. US-Dollar die Riege der bestbezahlten Hollywood-Schauspielerinnen an. Ein Jahr später verlor sie diese Spitzenposition jedoch an Nicole Kidman. 2007 wurde sie mit einer Gagenhöhe von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film auf Platz 7 der bestbezahlten Hollywood-Aktricen ausgewiesen. 2006 erhielt Roberts fünf Millionen US-Dollar dafür, dass sie für acht Werbeanzeigen des Modedesigners Gianfranco Ferré vor der Kamera stand. Die Aufnahmen wurden innerhalb von einem Tag gemacht. Der Chilene Miljenko Parserisas Bukovic ist ein großer Fan von Julia Roberts. Nachdem er Erin Brockovich gesehen hatte, war er so begeistert von ihrer Leistung, dass er sich insgesamt 82 Tattoos mit ihrem Porträt stechen ließ. Er hat die Absicht, noch mehr Tattoos anfertigen zu lassen. Privatleben Roberts ist die Tante der Schauspielerin Emma Roberts. Auch ihre Geschwister Eric Roberts und Lisa Roberts Gillan sind als Schauspieler erfolgreich. 2014 wurde ihre Halbschwester Nancy Motes tot aufgefunden. 2015 starb ihre Mutter Betty Lou Bredemus nach langer Krankheit an Lungenkrebs. 1989 war Roberts kurzzeitig mit ihrem Filmpartner in Magnolien aus Stahl, Dylan McDermott, verlobt. 1990 verliebte sie sich auf dem Set von Flatliners in Kiefer Sutherland; Roberts beendete die Beziehung im folgenden Jahr, nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit. Im Juni 1993 heiratete sie den Country-Musiker Lyle Lovett, kurz darauf spielten beide in dem Film Prêt-à-Porter. Im März 1995 gab das Paar die Trennung bekannt und ließ sich scheiden. Von 1998 bis 2001 war Roberts mit dem Law & Order-Star Benjamin Bratt liiert. Im Jahr 2000 lernte sie am Set von The Mexican den Kameramann Daniel Moder kennen. Er und Roberts heirateten im Juli 2002. 2004 wurden sie Eltern von zweieiigen Zwillingen, Hazel und Phinnaeus; 2007 wurde ihr zweiter Sohn Henry Daniel geboren. Filmografie Darstellung Synchronisation 2006: Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) 2006: Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) 2017: Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (Smurfs: The Lost Village) Nicht realisierte Filmprojekte Während Du schliefst (1995) – Roberts lehnte die Rolle ab, Sandra Bullock erkannte das Potenzial des Films und er wurde zu einem der größten Erfolge ihrer schauspielerischen Laufbahn. Batman & Robin (1997) – Roberts war im Gespräch für die Rolle der Poison Ivy, die Rolle bekam dann Uma Thurman. Shakespeare in Love (1998) – Roberts war für die Hauptrolle in diesem Film vorgesehen, lehnte jedoch ab. Gwyneth Paltrow sprang ein und gewann für ihre Darstellung den Oscar. Sechs Tage, sieben Nächte (1998) – Anne Heche spielte an der Seite von Harrison Ford, nachdem Roberts die Rolle abgelehnt hatte. Selbst ist die Braut (2009) – angeblich war den Produzenten Roberts’ Gagenforderung zu hoch. Sie engagierten daraufhin Sandra Bullock und die Komödie wurde ein weltweiter Erfolg. 1999 waren Bullock und Roberts schon einmal Konkurrentinnen um eine Rolle (Die Braut, die sich nicht traut); damals war Roberts siegreich. 2009 wurde Roberts auch die Hauptrolle in Bullocks bislang erfolgreichstem Film Blind Side – Die große Chance angeboten. Für diese Rolle erhielt Bullock den Oscar für die beste Hauptrolle. Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Negativpreise Roberts erhielt außerdem zahlreiche Beliebtheits- und Publikumspreise in aller Welt (u. a. elf „Bravo-Ottos“ in Deutschland). Zuletzt erhielt sie im Oktober 2007 den Preis der American Cinematheque. Literatur Penning, Lars: Julia Roberts. Berlin, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-929470-36-5. James Spada: Julia Roberts. Die Biografie. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09436-8. Meinolf Zurhorst: Julia Roberts. „Pretty Woman“. Heyne Filmbibliothek, Band 168 (3. Auflage). Wilhelm Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-05757-0. Weblinks Einzelnachweise Filmschauspieler Theaterschauspieler Oscarpreisträger Golden-Globe-Preisträger Person (Atlanta) US-Amerikaner Geboren 1967 Frau
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Was war der Durchbruch von Julia Roberts als Schauspielerin?
Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie hatte 1990 mit der Filmromanze Pretty Woman ihren internationalen Durchbruch und erhielt für die Rolle den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie Die Akte (1993), Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), Notting Hill (1999) und Die Braut, die sich nicht traut (1999) etablierte sie sich als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle in Erin Brockovich (2000) gewann sie den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Kinohits hatte sie mit Ocean’s Eleven (2001), der Fortsetzung Ocean’s 12 (2004) und Mona Lisas Lächeln (2003). Leben Kindheit und Jugend Roberts wurde 1967 in Atlanta geboren. Ihre Eltern, Walter Grady Roberts (1933–1977) und Betty Lou Bredemus (1934–2015), leiteten eine Schauspielschule für Kinder in der Innenstadt von Atlanta, die auch von Julias beiden älteren Geschwistern Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts Gillan (* 1965) besucht wurde. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten gab es in der Schule keine Rassentrennung; zu den Schülern zählten unter anderem die Kinder des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Eltern trennten sich, als Julia Roberts vier Jahre alt war. Während ihr Bruder beim Vater blieb, zog die Mutter mit den Töchtern nach Smyrna, wo Roberts die High School besuchte. 1972 heiratete Roberts’ Mutter den Theaterkritiker Michael Motes. Aus dieser Ehe, die 1983 geschieden wurde, ging Roberts’ Halbschwester Nancy Motes (1976–2014) hervor. Während ihrer Schulzeit spielte Roberts in Amateurtheatervorstellungen mit, da sie die schauspielerischen Erfolge ihres Bruders beeindruckten, der an der Royal Academy of Dramatic Art in London und an der American Academy of Dramatic Arts in New York City Schauspiel studiert hatte und für seine Rolle in König der Zigeuner (1978) für einen Golden Globe Award nominiert worden war. Karrierebeginn Nach ihrem High-School-Abschluss im Juni 1985 zog Roberts zu ihrer Schwester Lisa nach New York, wo sie gelegentlich als Model arbeitete und in einem Schuhgeschäft sowie einer Eisdiele jobbte. Ihr eigentliches Ziel war jedoch, Schauspielerin zu werden. Sie wurde in die Kartei der Agentur von Bob McGowan aufgenommen und nahm Sprachunterricht, um ihren Südstaatenakzent loszuwerden. Den Besuch eines Schauspielkurses brach sie ab, weil sie den Unterricht als nutzlos empfand. Nach zahlreichen Vorsprechterminen erhielt sie 1986 eine Gastrolle in der Fernsehserie Crime Story und wurde für eine kleine Rolle in der Komödie Firehouse engagiert. Der Film wurde von den Kritikern oft als „viertklassig“ bezeichnet und Roberts’ Auftritt dauerte nur etwa fünfzehn Sekunden. Mit Unterstützung ihres Bruders Eric, der 1986 für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film Expreß in die Hölle nominiert worden war, erhielt sie eine Rolle an seiner Seite in dem Film Blood Red – Stirb für dein Land. Die Dreharbeiten fanden im November und Dezember 1986 statt, der Film kam jedoch erst 1989 ins Kino und war nicht erfolgreich. Ihre erste größere Rolle spielte Roberts in Satisfaction (1988). Für die Rollen der jugendlichen Mitglieder einer Band wurden Schauspieler gesucht, die Musikinstrumente spielen konnten. Roberts fing daraufhin an, Schlagzeugunterricht zu nehmen, allerdings wurde die entsprechende Rolle in der Zwischenzeit mit Trini Alvarado besetzt. Stattdessen bekam Roberts die Rolle eines Mädchens, das Bassgitarre spielt, so dass sie erneut Unterricht nehmen musste. Die Dreharbeiten fanden im Mai und Juni 1987 in Charleston statt. Durchbruch Mit der Komödie Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel, gedreht im Herbst 1987, konnte Roberts ihren ersten Kinoerfolg verbuchen. Sie glaubte zunächst nicht, die richtige Besetzung für die erotisch wirkende Daisy Arujo, eine junge Frau portugiesischer Abstammung, zu sein. Außerdem fand die Produktionsassistentin Jane Jenkins Roberts’ Haare zu hell, so dass sie sie rot färbte. Insbesondere diese Eigeninitiative überzeugte den Regisseur Donald Petrie davon, sie zu engagieren. Ihre Gage betrug 50.000 US-Dollar. Für ihre Rolle wurde Roberts für die Filmpreise Independent Spirit Award und Young Artist Award nominiert. 1988 hatte Roberts einen Gastauftritt in der Fernsehserie Miami Vice. 1989 spielte sie an der Seite ihrer namhaften Schauspielkolleginnen Sally Field, Dolly Parton, Shirley McLaine und Daryl Hannah eine Nebenrolle in dem Drama Magnolien aus Stahl, das in der Kleinstadt Natchitoches in Louisiana gedreht wurde. Die US-Premiere des Films fand am 15. November 1989 statt, und Roberts erhielt für ihre Rolle, die zuvor von Meg Ryan abgelehnt worden war, einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Während der Dreharbeiten zu Magnolien aus Stahl waren Roberts und ihr Filmpartner Dylan McDermott ein Paar geworden. Nach einer kurzen Verlobungszeit trennte sich das Paar 1990. Erfolg mit Pretty Woman Roberts’ nächstes Filmprojekt machte sie zu einem internationalen Superstar: Unter der Regie von Garry Marshall verkörperte sie in der Filmromanze Pretty Woman die Prostituierte Vivian, die sich in einen schwerreichen Geschäftsmann (gespielt von Richard Gere) verliebt. Die Dreharbeiten begannen im Juli 1989 unter dem Arbeitstitel 3.000 – in Anlehnung an die Geldsumme, die Vivian für ihre Liebesdienste erhalten sollte – und wurden im Oktober 1989 in Los Angeles abgeschlossen. Ein Happy End war zunächst nicht vorgesehen gewesen, während des Schnitts von 3.000 entfielen aber fast alle düsteren Szenen, so dass die Handlung schließlich doch eine positive Wendung nahm. Marshall entschied schließlich auch, den Film nach dem gleichnamigen Lied von Roy Orbison, das in einer Szene des Films zu hören ist, umzubenennen. Die US-Premiere fand am 23. März 1990 statt. Obwohl die Kritiken nicht besonders gut waren, entwickelte sich die moderne Aschenputtel-Geschichte zu einem erfolgreichen Kinohit: Weltweit spielte der Film 463,4 Mio. US-Dollar ein und verzeichnete allein in Deutschland über zehn Millionen Kinobesucher. Roberts, die für die Rolle eine Gage von 300.000 US-Dollar erhalten hatte, wurde zur damals gefragtesten Schauspielerin Hollywoods und erhielt für die Rolle ihren zweiten Golden Globe und ihre zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Als nächstes spielte sie für eine Gage von 550.000 US-Dollar in dem Thriller Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990) an der Seite von Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und William Baldwin eine Medizinstudentin, die mit Nahtoderfahrungen experimentiert. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, studierte sie das tibetische Totenbuch. Während der Dreharbeiten, die von Oktober 1989 bis Januar 1990 dauerten, wurden Roberts und Sutherland ein Paar. Roberts beendete die Beziehung kurz vor der geplanten Hochzeit im Juni 1991. In dem Psychothriller Der Feind in meinem Bett von 1991 verkörperte Roberts eine junge Frau, die ihren eigenen Tod inszeniert, um ihrem sadistischen Ehemann, gespielt von Patrick Bergin, zu entkommen. Der Spielfilm erzielte allein in den Vereinigten Staaten ein Einspielergebnis von 101,5 Mio. US-Dollar und Roberts erhielt eine Gage von einer Million US-Dollar. Im selben Jahr war Roberts in der tragischen Liebesgeschichte Entscheidung aus Liebe zu sehen. Der Film blieb mit Einnahmen von 33,6 Mio. US-Dollar an den US-Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen des Filmstudios 20th Century Fox zurück und die Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Nach den Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Fantasyfilm Hook (1991), in dem sie die Rolle der Fee Glöckchen spielte, nahm Roberts eine fast zweijährige berufliche Auszeit, nachdem sie in den Jahren zuvor einen Film nach dem anderen gedreht hatte. Lediglich in Robert Altmans The Player hatte sie 1992 einen kurzen Cameo-Auftritt. Über die Gründe für ihre Abkehr von der Filmindustrie wurde in den Medien viel spekuliert und Anfang 1993 fragte das People Magazine auf seiner Titelseite “What happened to Julia Roberts?” (zu dt.: „Was ist mit Julia Roberts passiert?“). Später begründete Roberts ihre Auszeit damit, dass sie zu sich selbst finden wollte, da der plötzliche Ruhm und Erfolg vollkommen neu für sie gewesen seien. Sie habe in dieser Zeit viele Drehbücher gelesen, aber kein Projekt angenommen. Zu den von ihr damals abgelehnten Rollen gehörten die weibliche Hauptrolle in dem Erotikthriller Basic Instinct, durch die Sharon Stone 1992 weltberühmt wurde, und Meg Ryans Part in Schlaflos in Seattle (1993). Karriere von 1993 bis 1999 An der Seite von Denzel Washington und unter der Regie von Alan J. Pakula gelang Roberts mit der John-Grisham-Verfilmung Die Akte 1993 ein erfolgreiches Comeback. Obwohl die Kritiker ihre schauspielerische Leistung in dem Thriller gemischt aufnahmen, spielte der Film weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie I Love Trouble – Nichts als Ärger (1994) mit Nick Nolte, erwies sich dagegen als finanzieller Flop und wurde mehrfach für die fehlende Leinwand-Chemie seiner beiden Hauptdarsteller kritisiert. In Prêt-à-Porter, eine Komödie aus dem Jahr 1994 über die Pariser Modewelt, spielte Roberts an der Seite ihres damaligen Ehemannes Lyle Lovett, den sie am Filmset von The Player kennengelernt und am 27. Juni 1993 geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1995 nach knapp zwei Jahren geschieden. Power of Love war der einzige Film, den Roberts 1995 drehte. Im folgenden Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der 13. Folge der zweiten Staffel der US-Sitcom Friends und erhielt für ihre Titelrolle im erfolglosen Horrorfilm Mary Reilly eine Nominierung für den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin. Die Verfilmung des Lebens von Michael Collins (1996) mit Liam Neeson, in dem Roberts eine Nebenrolle spielte, war ebenfalls kein finanzieller Erfolg. Der Woody-Allen-Film Alle sagen: I love you, in dem Roberts auch ihre Fähigkeiten als Sängerin unter Beweis stellte, erhielt hingegen gute Kritiken. 1997 landete Roberts mit der romantischen Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes einen weltweiten Kinohit. Die romantische Komödie, in der Roberts’ Filmcharakter mit allen Mitteln versucht, eine Eheschließung zu verhindern, spielte knapp 300 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgenden Filme, der Thriller Fletcher’s Visionen (1997) mit Mel Gibson und das Drama Seite an Seite (1998) mit Roberts’ langjähriger Freundin Susan Sarandon, waren ebenfalls im Kino erfolgreich. Für Notting Hill (1999) mit Hugh Grant konnte Roberts die Rekordgage von 15 Mio. US-Dollar verlangen, für Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit ihrem Pretty Woman-Filmpartner Richard Gere sogar 17 Millionen. Beide Filme – romantische Komödien – gehören mit Einspielergebnissen von 363,8 Mio. US-Dollar (Notting Hill) und 309,4 Mio. US-Dollar (Die Braut, die sich nicht traut) zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen in Roberts’ Karriere. Für Notting Hill bekam sie ihre vierte Golden-Globe-Nominierung. Oscar-Gewinn und die 2000er Jahre 2000 bekam Roberts für die Hauptrolle im Film Erin Brockovich 20 Mio. US-Dollar und war damit die erste Schauspielerin, die diese Summe für eine Filmrolle aushandeln konnte. Die wahre Geschichte von Erin Brockovich, die als Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei einen Umweltskandal aufdeckte und im anschließenden Gerichtsverfahren eine Rekordsumme als Entschädigungszahlung aushandeln konnte, wurde für Roberts zum Höhepunkt ihrer Karriere: Sie erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Kritikerpreise, darunter ihren dritten Golden Globe, den British Academy Film Award, den Critics’ Choice Award, den Screen Actors Guild Award und im dritten Anlauf auch den Oscar. 2001 spielte Roberts erfolgreich an der Seite von Brad Pitt im Road-Movie The Mexican, es folgte die Komödie America’s Sweethearts mit Catherine Zeta-Jones. Ocean’s Eleven (2001), eine Neuverfilmung von Frankie und seine Spießgesellen aus dem Jahr 1960, brachte Roberts wieder mit Brad Pitt zusammen vor die Kamera. Der prominent besetzte Film (George Clooney, Matt Damon, Andy García) wurde mit einem Einspielergebnis von 450,7 Mio. US-Dollar zu Roberts’ finanziell erfolgreichstem Film nach Pretty Woman. Mit George Clooney drehte sie auch ihren nächsten Film Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002). 2003 drehte Roberts Mona Lisas Lächeln, 2004 Hautnah und ihre erste Filmfortsetzung, Ocean’s 12, wieder mit Brad Pitt und George Clooney und wieder äußerst erfolgreich (362,7 Mio. weltweites Einspielergebnis). In Ocean’s Twelve spielte Roberts wieder die Rolle der Tess Ocean, die sich hier ihre Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Julia Roberts zunutze macht, um einen Raub in einem Museum durchzuführen. Nach der Geburt ihrer Zwillinge 2004 nahm Roberts erneut eine Auszeit von der Schauspielerei, und seit der Geburt ihres dritten Kindes 2007 nimmt Roberts nur noch sporadisch Filmrollen an: In Der Krieg des Charlie Wilson (2007) spielte sie an der Seite von Tom Hanks und erhielt dafür ihre sechste Golden-Globe-Nominierung. Sie war zu sehen in Zurück im Sommer (2008) und in Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (2009), für den sie ihre siebte Golden Globe-Nominierung bekam. Seit 2010 2010 spielte sie in der Komödie Valentinstag an der Seite von Jessica Alba, Kathy Bates, Bradley Cooper, Jamie Foxx, Jessica Biel, Jennifer Garner und Anne Hathaway. Im Jahr 2009 beendete sie die Dreharbeiten zu der Dramakomödie Eat Pray Love, in der sie die Rolle der Elizabeth Gilbert spielt. Das Drehbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, die Elizabeth Gilbert in ihrem gleichnamigen Bestseller niederschrieb. Der Kinostart erfolgte am 23. August 2010. Das weltweite Einspielergebnis betrug 204,5 Mio. US-Dollar. Im Jahr 2010 drehte sie den Liebesfilm Larry Crowne, der von Tom Hanks produziert wurde. Hanks spielt auch den männlichen Gegenpart zu Roberts und führte Regie. 2012 drehte sie an der Seite von Lily Collins den Film Spieglein Spieglein, eine neue Version des Märchen-Klassikers Schneewittchen, in dem sie den Part der bösen Königin übernahm. Außerdem übernahm sie in der Theater-Verfilmung Im August in Osage County die Rolle der Barbara Fordham. 2018 spielte sie die Hauptrolle in der zehnteiligen Serie Homecoming, die am 2. November 2018 bei Amazons Streamingdienst Prime Video ihre internationale Premiere feierte. Sonstiges Für das deutsche Kino wird Roberts seit dem Film Pretty Woman von Daniela Hoffmann synchronisiert. Roberts’ eigene Produktionsfirma heißt Red Om – der Nachname ihres Ehemannes Danny Moder in umgekehrter Schreibweise. 1990, 1991, 2000, 2002, 2005 und 2010 wurde Roberts vom US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt. Das britische Magazin Empire wählte sie im Oktober 1997 auf Platz 66 der 100 größten Filmstars aller Zeiten. Als Brad Pitt und George Clooney herausgefunden hatten, dass Roberts zusammen mit ihnen für Ocean’s Eleven (2001) vor der Kamera stehen würde, schickten sie ihr eine Karte, in der stand „Wir haben gehört, dass du 20 pro Film bekommst“ zusammen mit einem 20-Dollar-Schein. Roberts hatte zuvor für Erin Brockovich (2000) eine Gage von 20 Millionen Dollar erhalten. Im November 2005 führte Roberts, ungeachtet ihrer damaligen Karriereunterbrechung, laut dem Hollywood-Reporter mit einer Gage von 20 Mio. US-Dollar die Riege der bestbezahlten Hollywood-Schauspielerinnen an. Ein Jahr später verlor sie diese Spitzenposition jedoch an Nicole Kidman. 2007 wurde sie mit einer Gagenhöhe von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film auf Platz 7 der bestbezahlten Hollywood-Aktricen ausgewiesen. 2006 erhielt Roberts fünf Millionen US-Dollar dafür, dass sie für acht Werbeanzeigen des Modedesigners Gianfranco Ferré vor der Kamera stand. Die Aufnahmen wurden innerhalb von einem Tag gemacht. Der Chilene Miljenko Parserisas Bukovic ist ein großer Fan von Julia Roberts. Nachdem er Erin Brockovich gesehen hatte, war er so begeistert von ihrer Leistung, dass er sich insgesamt 82 Tattoos mit ihrem Porträt stechen ließ. Er hat die Absicht, noch mehr Tattoos anfertigen zu lassen. Privatleben Roberts ist die Tante der Schauspielerin Emma Roberts. Auch ihre Geschwister Eric Roberts und Lisa Roberts Gillan sind als Schauspieler erfolgreich. 2014 wurde ihre Halbschwester Nancy Motes tot aufgefunden. 2015 starb ihre Mutter Betty Lou Bredemus nach langer Krankheit an Lungenkrebs. 1989 war Roberts kurzzeitig mit ihrem Filmpartner in Magnolien aus Stahl, Dylan McDermott, verlobt. 1990 verliebte sie sich auf dem Set von Flatliners in Kiefer Sutherland; Roberts beendete die Beziehung im folgenden Jahr, nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit. Im Juni 1993 heiratete sie den Country-Musiker Lyle Lovett, kurz darauf spielten beide in dem Film Prêt-à-Porter. Im März 1995 gab das Paar die Trennung bekannt und ließ sich scheiden. Von 1998 bis 2001 war Roberts mit dem Law & Order-Star Benjamin Bratt liiert. Im Jahr 2000 lernte sie am Set von The Mexican den Kameramann Daniel Moder kennen. Er und Roberts heirateten im Juli 2002. 2004 wurden sie Eltern von zweieiigen Zwillingen, Hazel und Phinnaeus; 2007 wurde ihr zweiter Sohn Henry Daniel geboren. Filmografie Darstellung Synchronisation 2006: Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) 2006: Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) 2017: Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (Smurfs: The Lost Village) Nicht realisierte Filmprojekte Während Du schliefst (1995) – Roberts lehnte die Rolle ab, Sandra Bullock erkannte das Potenzial des Films und er wurde zu einem der größten Erfolge ihrer schauspielerischen Laufbahn. Batman & Robin (1997) – Roberts war im Gespräch für die Rolle der Poison Ivy, die Rolle bekam dann Uma Thurman. Shakespeare in Love (1998) – Roberts war für die Hauptrolle in diesem Film vorgesehen, lehnte jedoch ab. Gwyneth Paltrow sprang ein und gewann für ihre Darstellung den Oscar. Sechs Tage, sieben Nächte (1998) – Anne Heche spielte an der Seite von Harrison Ford, nachdem Roberts die Rolle abgelehnt hatte. Selbst ist die Braut (2009) – angeblich war den Produzenten Roberts’ Gagenforderung zu hoch. Sie engagierten daraufhin Sandra Bullock und die Komödie wurde ein weltweiter Erfolg. 1999 waren Bullock und Roberts schon einmal Konkurrentinnen um eine Rolle (Die Braut, die sich nicht traut); damals war Roberts siegreich. 2009 wurde Roberts auch die Hauptrolle in Bullocks bislang erfolgreichstem Film Blind Side – Die große Chance angeboten. Für diese Rolle erhielt Bullock den Oscar für die beste Hauptrolle. Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Negativpreise Roberts erhielt außerdem zahlreiche Beliebtheits- und Publikumspreise in aller Welt (u. a. elf „Bravo-Ottos“ in Deutschland). Zuletzt erhielt sie im Oktober 2007 den Preis der American Cinematheque. Literatur Penning, Lars: Julia Roberts. Berlin, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-929470-36-5. James Spada: Julia Roberts. Die Biografie. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09436-8. Meinolf Zurhorst: Julia Roberts. „Pretty Woman“. Heyne Filmbibliothek, Band 168 (3. Auflage). Wilhelm Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-05757-0. Weblinks Einzelnachweise Filmschauspieler Theaterschauspieler Oscarpreisträger Golden-Globe-Preisträger Person (Atlanta) US-Amerikaner Geboren 1967 Frau
- Alle -AfrikanischBallettBrasilianischFlamencoJazz DanceKreativer Kindertanz KörperarbeitLatinModern DanceOrientalischStandardTango ArgentinoTanz für Menschen mit ParkinsonTap DanceUrban StylesZeitgenössisch - Alle -0-56-910-1213-16 - Alle -Albi GjikajAle JaraAlexAlfonso BordiAndrea Stegmaier & Stefanie Pla PérezAnja BornšekAnna-Mirjam GriesbachArnika RiedeBarboraBirgitt StammBouniBridget Q. FearnBridget Q. Fearn und Dawna P. DryhorubBritta KochCarlinhos BatáCarlo MelisCarmen MarChris ParkerChrystel GuillebeaudClaudia Iglesias UngoColin SinclairDaniel LukaDawna P. DryhorubDiene „Waaw Waaw“ Sagna Edwin MotaEmma ValtonenErika WinklerFlockey OcscorFrancesco BattigagliaFranky DeeGabrielle StaigerHeinz LoiggeIrina HortinIvana KisicIvana ScavuzzoIvana Scavuzzo & El Bachatero VilsonIvana Scavuzzo & Zohair ZouirechJanis & ZoéJetzenia LigondeJoseph P. CookseyJosé M. Sánchez MorenoJulio César Iglesias UngoKofie da VibeKunie BabaLaila ClematideLaura VirgillitoManisMareike Focken & Jost BuddeMiguel CartagenaMiroMisael LópezMoussa DiagneNora PfahlOboja AduOthello JohnsPorquinhoRayRonaldo NavarroSabine SeumeStefanie Pla Pérez & Jost BuddeSurenaSvenja SchulteTanja EmmerichTeck Voon NgTereza MatosVanessa ClaroWilhelmina „Willie“ Stark Alle Tanzstile Afrikanisch Ballett Brasilianisch Flamenco Jazz Dance Kreativer Kindertanz Körperarbeit Latin Modern Dance Orientalisch Standard Tango Argentino Tanz für Menschen mit Parkinson Tap Dance Urban Styles Zeitgenössisch Fantasie, Kreativität und die Freude an der Bewegung stehen im Mittelpunkt des Kreativen Kindertanzes, wie ihn die verschiedenen Dozent*innen am tanzhaus nrw... mehr über Kreativer Kindertanz erfahren Ich steh allein auf einem Bein® Musik und Tanz für Kinder und Ihre Eltern Ich steh allein auf einem Bein® - Musik und Tanz für Kinder und ihre Eltern Di 15:00 – 16:00 mit Klavierbegleitung von Kadir Akar Mi 16:00 – 17:00 Do 15:00 – 16:00 Ich steh allein auf einem Bein - Musik und Tanz für Kinder und ihre Eltern Do 16:00 – 17:00 Fr 14:30 – 15:30 Fr 15:30 – 16:30 So 10:30 – 11:30 mit Klavierbegleitung von Andreas Link So 11:30 – 12:30 Mo 14:30 – 15:30 Mo 15:30 – 16:30 Mo 16:30 – 17:30 Do 15:30 – 16:30 Do 16:30 – 17:30 Hier geht’s zu den aktuellen Akademie-Projekten. Hier geht’s zum aktuellen Akademie-Angebot für Kinder & Jugendliche. zu Teens & Kids Hier geht’s zum Akademie-Angebot für professionelle Tänzer*innen.
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Was war der Durchbruch von Julia Roberts als Schauspielerin?
Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie hatte 1990 mit der Filmromanze Pretty Woman ihren internationalen Durchbruch und erhielt für die Rolle den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie Die Akte (1993), Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), Notting Hill (1999) und Die Braut, die sich nicht traut (1999) etablierte sie sich als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle in Erin Brockovich (2000) gewann sie den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Kinohits hatte sie mit Ocean’s Eleven (2001), der Fortsetzung Ocean’s 12 (2004) und Mona Lisas Lächeln (2003). Leben Kindheit und Jugend Roberts wurde 1967 in Atlanta geboren. Ihre Eltern, Walter Grady Roberts (1933–1977) und Betty Lou Bredemus (1934–2015), leiteten eine Schauspielschule für Kinder in der Innenstadt von Atlanta, die auch von Julias beiden älteren Geschwistern Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts Gillan (* 1965) besucht wurde. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten gab es in der Schule keine Rassentrennung; zu den Schülern zählten unter anderem die Kinder des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Eltern trennten sich, als Julia Roberts vier Jahre alt war. Während ihr Bruder beim Vater blieb, zog die Mutter mit den Töchtern nach Smyrna, wo Roberts die High School besuchte. 1972 heiratete Roberts’ Mutter den Theaterkritiker Michael Motes. Aus dieser Ehe, die 1983 geschieden wurde, ging Roberts’ Halbschwester Nancy Motes (1976–2014) hervor. Während ihrer Schulzeit spielte Roberts in Amateurtheatervorstellungen mit, da sie die schauspielerischen Erfolge ihres Bruders beeindruckten, der an der Royal Academy of Dramatic Art in London und an der American Academy of Dramatic Arts in New York City Schauspiel studiert hatte und für seine Rolle in König der Zigeuner (1978) für einen Golden Globe Award nominiert worden war. Karrierebeginn Nach ihrem High-School-Abschluss im Juni 1985 zog Roberts zu ihrer Schwester Lisa nach New York, wo sie gelegentlich als Model arbeitete und in einem Schuhgeschäft sowie einer Eisdiele jobbte. Ihr eigentliches Ziel war jedoch, Schauspielerin zu werden. Sie wurde in die Kartei der Agentur von Bob McGowan aufgenommen und nahm Sprachunterricht, um ihren Südstaatenakzent loszuwerden. Den Besuch eines Schauspielkurses brach sie ab, weil sie den Unterricht als nutzlos empfand. Nach zahlreichen Vorsprechterminen erhielt sie 1986 eine Gastrolle in der Fernsehserie Crime Story und wurde für eine kleine Rolle in der Komödie Firehouse engagiert. Der Film wurde von den Kritikern oft als „viertklassig“ bezeichnet und Roberts’ Auftritt dauerte nur etwa fünfzehn Sekunden. Mit Unterstützung ihres Bruders Eric, der 1986 für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film Expreß in die Hölle nominiert worden war, erhielt sie eine Rolle an seiner Seite in dem Film Blood Red – Stirb für dein Land. Die Dreharbeiten fanden im November und Dezember 1986 statt, der Film kam jedoch erst 1989 ins Kino und war nicht erfolgreich. Ihre erste größere Rolle spielte Roberts in Satisfaction (1988). Für die Rollen der jugendlichen Mitglieder einer Band wurden Schauspieler gesucht, die Musikinstrumente spielen konnten. Roberts fing daraufhin an, Schlagzeugunterricht zu nehmen, allerdings wurde die entsprechende Rolle in der Zwischenzeit mit Trini Alvarado besetzt. Stattdessen bekam Roberts die Rolle eines Mädchens, das Bassgitarre spielt, so dass sie erneut Unterricht nehmen musste. Die Dreharbeiten fanden im Mai und Juni 1987 in Charleston statt. Durchbruch Mit der Komödie Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel, gedreht im Herbst 1987, konnte Roberts ihren ersten Kinoerfolg verbuchen. Sie glaubte zunächst nicht, die richtige Besetzung für die erotisch wirkende Daisy Arujo, eine junge Frau portugiesischer Abstammung, zu sein. Außerdem fand die Produktionsassistentin Jane Jenkins Roberts’ Haare zu hell, so dass sie sie rot färbte. Insbesondere diese Eigeninitiative überzeugte den Regisseur Donald Petrie davon, sie zu engagieren. Ihre Gage betrug 50.000 US-Dollar. Für ihre Rolle wurde Roberts für die Filmpreise Independent Spirit Award und Young Artist Award nominiert. 1988 hatte Roberts einen Gastauftritt in der Fernsehserie Miami Vice. 1989 spielte sie an der Seite ihrer namhaften Schauspielkolleginnen Sally Field, Dolly Parton, Shirley McLaine und Daryl Hannah eine Nebenrolle in dem Drama Magnolien aus Stahl, das in der Kleinstadt Natchitoches in Louisiana gedreht wurde. Die US-Premiere des Films fand am 15. November 1989 statt, und Roberts erhielt für ihre Rolle, die zuvor von Meg Ryan abgelehnt worden war, einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Während der Dreharbeiten zu Magnolien aus Stahl waren Roberts und ihr Filmpartner Dylan McDermott ein Paar geworden. Nach einer kurzen Verlobungszeit trennte sich das Paar 1990. Erfolg mit Pretty Woman Roberts’ nächstes Filmprojekt machte sie zu einem internationalen Superstar: Unter der Regie von Garry Marshall verkörperte sie in der Filmromanze Pretty Woman die Prostituierte Vivian, die sich in einen schwerreichen Geschäftsmann (gespielt von Richard Gere) verliebt. Die Dreharbeiten begannen im Juli 1989 unter dem Arbeitstitel 3.000 – in Anlehnung an die Geldsumme, die Vivian für ihre Liebesdienste erhalten sollte – und wurden im Oktober 1989 in Los Angeles abgeschlossen. Ein Happy End war zunächst nicht vorgesehen gewesen, während des Schnitts von 3.000 entfielen aber fast alle düsteren Szenen, so dass die Handlung schließlich doch eine positive Wendung nahm. Marshall entschied schließlich auch, den Film nach dem gleichnamigen Lied von Roy Orbison, das in einer Szene des Films zu hören ist, umzubenennen. Die US-Premiere fand am 23. März 1990 statt. Obwohl die Kritiken nicht besonders gut waren, entwickelte sich die moderne Aschenputtel-Geschichte zu einem erfolgreichen Kinohit: Weltweit spielte der Film 463,4 Mio. US-Dollar ein und verzeichnete allein in Deutschland über zehn Millionen Kinobesucher. Roberts, die für die Rolle eine Gage von 300.000 US-Dollar erhalten hatte, wurde zur damals gefragtesten Schauspielerin Hollywoods und erhielt für die Rolle ihren zweiten Golden Globe und ihre zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Als nächstes spielte sie für eine Gage von 550.000 US-Dollar in dem Thriller Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990) an der Seite von Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und William Baldwin eine Medizinstudentin, die mit Nahtoderfahrungen experimentiert. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, studierte sie das tibetische Totenbuch. Während der Dreharbeiten, die von Oktober 1989 bis Januar 1990 dauerten, wurden Roberts und Sutherland ein Paar. Roberts beendete die Beziehung kurz vor der geplanten Hochzeit im Juni 1991. In dem Psychothriller Der Feind in meinem Bett von 1991 verkörperte Roberts eine junge Frau, die ihren eigenen Tod inszeniert, um ihrem sadistischen Ehemann, gespielt von Patrick Bergin, zu entkommen. Der Spielfilm erzielte allein in den Vereinigten Staaten ein Einspielergebnis von 101,5 Mio. US-Dollar und Roberts erhielt eine Gage von einer Million US-Dollar. Im selben Jahr war Roberts in der tragischen Liebesgeschichte Entscheidung aus Liebe zu sehen. Der Film blieb mit Einnahmen von 33,6 Mio. US-Dollar an den US-Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen des Filmstudios 20th Century Fox zurück und die Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Nach den Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Fantasyfilm Hook (1991), in dem sie die Rolle der Fee Glöckchen spielte, nahm Roberts eine fast zweijährige berufliche Auszeit, nachdem sie in den Jahren zuvor einen Film nach dem anderen gedreht hatte. Lediglich in Robert Altmans The Player hatte sie 1992 einen kurzen Cameo-Auftritt. Über die Gründe für ihre Abkehr von der Filmindustrie wurde in den Medien viel spekuliert und Anfang 1993 fragte das People Magazine auf seiner Titelseite “What happened to Julia Roberts?” (zu dt.: „Was ist mit Julia Roberts passiert?“). Später begründete Roberts ihre Auszeit damit, dass sie zu sich selbst finden wollte, da der plötzliche Ruhm und Erfolg vollkommen neu für sie gewesen seien. Sie habe in dieser Zeit viele Drehbücher gelesen, aber kein Projekt angenommen. Zu den von ihr damals abgelehnten Rollen gehörten die weibliche Hauptrolle in dem Erotikthriller Basic Instinct, durch die Sharon Stone 1992 weltberühmt wurde, und Meg Ryans Part in Schlaflos in Seattle (1993). Karriere von 1993 bis 1999 An der Seite von Denzel Washington und unter der Regie von Alan J. Pakula gelang Roberts mit der John-Grisham-Verfilmung Die Akte 1993 ein erfolgreiches Comeback. Obwohl die Kritiker ihre schauspielerische Leistung in dem Thriller gemischt aufnahmen, spielte der Film weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie I Love Trouble – Nichts als Ärger (1994) mit Nick Nolte, erwies sich dagegen als finanzieller Flop und wurde mehrfach für die fehlende Leinwand-Chemie seiner beiden Hauptdarsteller kritisiert. In Prêt-à-Porter, eine Komödie aus dem Jahr 1994 über die Pariser Modewelt, spielte Roberts an der Seite ihres damaligen Ehemannes Lyle Lovett, den sie am Filmset von The Player kennengelernt und am 27. Juni 1993 geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1995 nach knapp zwei Jahren geschieden. Power of Love war der einzige Film, den Roberts 1995 drehte. Im folgenden Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der 13. Folge der zweiten Staffel der US-Sitcom Friends und erhielt für ihre Titelrolle im erfolglosen Horrorfilm Mary Reilly eine Nominierung für den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin. Die Verfilmung des Lebens von Michael Collins (1996) mit Liam Neeson, in dem Roberts eine Nebenrolle spielte, war ebenfalls kein finanzieller Erfolg. Der Woody-Allen-Film Alle sagen: I love you, in dem Roberts auch ihre Fähigkeiten als Sängerin unter Beweis stellte, erhielt hingegen gute Kritiken. 1997 landete Roberts mit der romantischen Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes einen weltweiten Kinohit. Die romantische Komödie, in der Roberts’ Filmcharakter mit allen Mitteln versucht, eine Eheschließung zu verhindern, spielte knapp 300 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgenden Filme, der Thriller Fletcher’s Visionen (1997) mit Mel Gibson und das Drama Seite an Seite (1998) mit Roberts’ langjähriger Freundin Susan Sarandon, waren ebenfalls im Kino erfolgreich. Für Notting Hill (1999) mit Hugh Grant konnte Roberts die Rekordgage von 15 Mio. US-Dollar verlangen, für Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit ihrem Pretty Woman-Filmpartner Richard Gere sogar 17 Millionen. Beide Filme – romantische Komödien – gehören mit Einspielergebnissen von 363,8 Mio. US-Dollar (Notting Hill) und 309,4 Mio. US-Dollar (Die Braut, die sich nicht traut) zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen in Roberts’ Karriere. Für Notting Hill bekam sie ihre vierte Golden-Globe-Nominierung. Oscar-Gewinn und die 2000er Jahre 2000 bekam Roberts für die Hauptrolle im Film Erin Brockovich 20 Mio. US-Dollar und war damit die erste Schauspielerin, die diese Summe für eine Filmrolle aushandeln konnte. Die wahre Geschichte von Erin Brockovich, die als Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei einen Umweltskandal aufdeckte und im anschließenden Gerichtsverfahren eine Rekordsumme als Entschädigungszahlung aushandeln konnte, wurde für Roberts zum Höhepunkt ihrer Karriere: Sie erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Kritikerpreise, darunter ihren dritten Golden Globe, den British Academy Film Award, den Critics’ Choice Award, den Screen Actors Guild Award und im dritten Anlauf auch den Oscar. 2001 spielte Roberts erfolgreich an der Seite von Brad Pitt im Road-Movie The Mexican, es folgte die Komödie America’s Sweethearts mit Catherine Zeta-Jones. Ocean’s Eleven (2001), eine Neuverfilmung von Frankie und seine Spießgesellen aus dem Jahr 1960, brachte Roberts wieder mit Brad Pitt zusammen vor die Kamera. Der prominent besetzte Film (George Clooney, Matt Damon, Andy García) wurde mit einem Einspielergebnis von 450,7 Mio. US-Dollar zu Roberts’ finanziell erfolgreichstem Film nach Pretty Woman. Mit George Clooney drehte sie auch ihren nächsten Film Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002). 2003 drehte Roberts Mona Lisas Lächeln, 2004 Hautnah und ihre erste Filmfortsetzung, Ocean’s 12, wieder mit Brad Pitt und George Clooney und wieder äußerst erfolgreich (362,7 Mio. weltweites Einspielergebnis). In Ocean’s Twelve spielte Roberts wieder die Rolle der Tess Ocean, die sich hier ihre Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Julia Roberts zunutze macht, um einen Raub in einem Museum durchzuführen. Nach der Geburt ihrer Zwillinge 2004 nahm Roberts erneut eine Auszeit von der Schauspielerei, und seit der Geburt ihres dritten Kindes 2007 nimmt Roberts nur noch sporadisch Filmrollen an: In Der Krieg des Charlie Wilson (2007) spielte sie an der Seite von Tom Hanks und erhielt dafür ihre sechste Golden-Globe-Nominierung. Sie war zu sehen in Zurück im Sommer (2008) und in Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (2009), für den sie ihre siebte Golden Globe-Nominierung bekam. Seit 2010 2010 spielte sie in der Komödie Valentinstag an der Seite von Jessica Alba, Kathy Bates, Bradley Cooper, Jamie Foxx, Jessica Biel, Jennifer Garner und Anne Hathaway. Im Jahr 2009 beendete sie die Dreharbeiten zu der Dramakomödie Eat Pray Love, in der sie die Rolle der Elizabeth Gilbert spielt. Das Drehbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, die Elizabeth Gilbert in ihrem gleichnamigen Bestseller niederschrieb. Der Kinostart erfolgte am 23. August 2010. Das weltweite Einspielergebnis betrug 204,5 Mio. US-Dollar. Im Jahr 2010 drehte sie den Liebesfilm Larry Crowne, der von Tom Hanks produziert wurde. Hanks spielt auch den männlichen Gegenpart zu Roberts und führte Regie. 2012 drehte sie an der Seite von Lily Collins den Film Spieglein Spieglein, eine neue Version des Märchen-Klassikers Schneewittchen, in dem sie den Part der bösen Königin übernahm. Außerdem übernahm sie in der Theater-Verfilmung Im August in Osage County die Rolle der Barbara Fordham. 2018 spielte sie die Hauptrolle in der zehnteiligen Serie Homecoming, die am 2. November 2018 bei Amazons Streamingdienst Prime Video ihre internationale Premiere feierte. Sonstiges Für das deutsche Kino wird Roberts seit dem Film Pretty Woman von Daniela Hoffmann synchronisiert. Roberts’ eigene Produktionsfirma heißt Red Om – der Nachname ihres Ehemannes Danny Moder in umgekehrter Schreibweise. 1990, 1991, 2000, 2002, 2005 und 2010 wurde Roberts vom US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt. Das britische Magazin Empire wählte sie im Oktober 1997 auf Platz 66 der 100 größten Filmstars aller Zeiten. Als Brad Pitt und George Clooney herausgefunden hatten, dass Roberts zusammen mit ihnen für Ocean’s Eleven (2001) vor der Kamera stehen würde, schickten sie ihr eine Karte, in der stand „Wir haben gehört, dass du 20 pro Film bekommst“ zusammen mit einem 20-Dollar-Schein. Roberts hatte zuvor für Erin Brockovich (2000) eine Gage von 20 Millionen Dollar erhalten. Im November 2005 führte Roberts, ungeachtet ihrer damaligen Karriereunterbrechung, laut dem Hollywood-Reporter mit einer Gage von 20 Mio. US-Dollar die Riege der bestbezahlten Hollywood-Schauspielerinnen an. Ein Jahr später verlor sie diese Spitzenposition jedoch an Nicole Kidman. 2007 wurde sie mit einer Gagenhöhe von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film auf Platz 7 der bestbezahlten Hollywood-Aktricen ausgewiesen. 2006 erhielt Roberts fünf Millionen US-Dollar dafür, dass sie für acht Werbeanzeigen des Modedesigners Gianfranco Ferré vor der Kamera stand. Die Aufnahmen wurden innerhalb von einem Tag gemacht. Der Chilene Miljenko Parserisas Bukovic ist ein großer Fan von Julia Roberts. Nachdem er Erin Brockovich gesehen hatte, war er so begeistert von ihrer Leistung, dass er sich insgesamt 82 Tattoos mit ihrem Porträt stechen ließ. Er hat die Absicht, noch mehr Tattoos anfertigen zu lassen. Privatleben Roberts ist die Tante der Schauspielerin Emma Roberts. Auch ihre Geschwister Eric Roberts und Lisa Roberts Gillan sind als Schauspieler erfolgreich. 2014 wurde ihre Halbschwester Nancy Motes tot aufgefunden. 2015 starb ihre Mutter Betty Lou Bredemus nach langer Krankheit an Lungenkrebs. 1989 war Roberts kurzzeitig mit ihrem Filmpartner in Magnolien aus Stahl, Dylan McDermott, verlobt. 1990 verliebte sie sich auf dem Set von Flatliners in Kiefer Sutherland; Roberts beendete die Beziehung im folgenden Jahr, nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit. Im Juni 1993 heiratete sie den Country-Musiker Lyle Lovett, kurz darauf spielten beide in dem Film Prêt-à-Porter. Im März 1995 gab das Paar die Trennung bekannt und ließ sich scheiden. Von 1998 bis 2001 war Roberts mit dem Law & Order-Star Benjamin Bratt liiert. Im Jahr 2000 lernte sie am Set von The Mexican den Kameramann Daniel Moder kennen. Er und Roberts heirateten im Juli 2002. 2004 wurden sie Eltern von zweieiigen Zwillingen, Hazel und Phinnaeus; 2007 wurde ihr zweiter Sohn Henry Daniel geboren. Filmografie Darstellung Synchronisation 2006: Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) 2006: Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) 2017: Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (Smurfs: The Lost Village) Nicht realisierte Filmprojekte Während Du schliefst (1995) – Roberts lehnte die Rolle ab, Sandra Bullock erkannte das Potenzial des Films und er wurde zu einem der größten Erfolge ihrer schauspielerischen Laufbahn. Batman & Robin (1997) – Roberts war im Gespräch für die Rolle der Poison Ivy, die Rolle bekam dann Uma Thurman. Shakespeare in Love (1998) – Roberts war für die Hauptrolle in diesem Film vorgesehen, lehnte jedoch ab. Gwyneth Paltrow sprang ein und gewann für ihre Darstellung den Oscar. Sechs Tage, sieben Nächte (1998) – Anne Heche spielte an der Seite von Harrison Ford, nachdem Roberts die Rolle abgelehnt hatte. Selbst ist die Braut (2009) – angeblich war den Produzenten Roberts’ Gagenforderung zu hoch. Sie engagierten daraufhin Sandra Bullock und die Komödie wurde ein weltweiter Erfolg. 1999 waren Bullock und Roberts schon einmal Konkurrentinnen um eine Rolle (Die Braut, die sich nicht traut); damals war Roberts siegreich. 2009 wurde Roberts auch die Hauptrolle in Bullocks bislang erfolgreichstem Film Blind Side – Die große Chance angeboten. Für diese Rolle erhielt Bullock den Oscar für die beste Hauptrolle. Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Negativpreise Roberts erhielt außerdem zahlreiche Beliebtheits- und Publikumspreise in aller Welt (u. a. elf „Bravo-Ottos“ in Deutschland). Zuletzt erhielt sie im Oktober 2007 den Preis der American Cinematheque. Literatur Penning, Lars: Julia Roberts. Berlin, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-929470-36-5. James Spada: Julia Roberts. Die Biografie. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09436-8. Meinolf Zurhorst: Julia Roberts. „Pretty Woman“. Heyne Filmbibliothek, Band 168 (3. Auflage). Wilhelm Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-05757-0. Weblinks Einzelnachweise Filmschauspieler Theaterschauspieler Oscarpreisträger Golden-Globe-Preisträger Person (Atlanta) US-Amerikaner Geboren 1967 Frau
Wiesel | rufus still thinks about his title… Archiv der Kategorie: Wiesel Lange war es bei mir – das Wiesel. Es war mit in Alessandria und auch mit in der Sauna. Dann kam es kurz in den Verdacht, mir die Krawatten weg zu futtern und jetzt hat es sich auch noch auf den … Weiterlesen → Veröffentlicht unter Bilanz, Fastenzeit, Krawatte, Wiesel | 7 Kommentare Grillfasten Veröffentlicht am März 26, 2011 von Rufus Die Zeit ist seit heute wieder vorbei – YEAAAAAAAH ❗ Bilanz: +0.8 (tja, das kommt dabei heraus – was sonst 😉 ) Und ein paar Glaserl Wein von der Nachbarin… wer noch dabei war, sage ich aber nicht. Veröffentlicht unter Bilanz, Fastenzeit, grillen, Wiesel, YATA | 2 Kommentare Manche haben sich schon gefragt, wo das Wiesel die Feiertage verbracht hat – hier nun ein paar Einblicke. Es liegt also faul in der Sauna herum und sonnt sich – waren wohl etwas viel die Weihnachtsköstlichkeiten. Dann noch etwas von … Weiterlesen → Veröffentlicht unter Sauna, Schnee, Wiesel | 12 Kommentare Hatte ich vor ein paar Wochen doch glatt behauptet, dass das Wiesel meine Krawatten gefuttert hat, muss ich nun wohl oder übel zurück rudern. In Wirklichkeit hatten wir (sFrauli) 3 meiner schönsten Krawatten im Hotel angebaut bzw. nicht erahnt, wo … Weiterlesen → Veröffentlicht unter Krawatte, Wiesel | 12 Kommentare Seit Tagen sinniere ich in der Früh darüber, was wohl der Unterschied zwischen den anderen Insassen im Bus und mir ist: haben die am Wochenende ein paar Opernarien gesungen? Sind sie dafür ca. 1.400 km mit dem Auto gefahren? Haben … Weiterlesen → Veröffentlicht unter Gesang, Reise, Wettbewerb, Wiesel | 12 Kommentare …Wiesels? nein. Es gibt zwar Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone und Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott, aber beim weltberühmten Wiesel gibt es so etwas doch nicht. Obwohl, man könnte schon fast an eine Entführung denken, wenn man … Weiterlesen → Veröffentlicht unter Abenteuer, Wiesel | 5 Kommentare
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Was war der Durchbruch von Julia Roberts als Schauspielerin?
Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie hatte 1990 mit der Filmromanze Pretty Woman ihren internationalen Durchbruch und erhielt für die Rolle den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie Die Akte (1993), Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), Notting Hill (1999) und Die Braut, die sich nicht traut (1999) etablierte sie sich als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle in Erin Brockovich (2000) gewann sie den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Kinohits hatte sie mit Ocean’s Eleven (2001), der Fortsetzung Ocean’s 12 (2004) und Mona Lisas Lächeln (2003). Leben Kindheit und Jugend Roberts wurde 1967 in Atlanta geboren. Ihre Eltern, Walter Grady Roberts (1933–1977) und Betty Lou Bredemus (1934–2015), leiteten eine Schauspielschule für Kinder in der Innenstadt von Atlanta, die auch von Julias beiden älteren Geschwistern Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts Gillan (* 1965) besucht wurde. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten gab es in der Schule keine Rassentrennung; zu den Schülern zählten unter anderem die Kinder des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Eltern trennten sich, als Julia Roberts vier Jahre alt war. Während ihr Bruder beim Vater blieb, zog die Mutter mit den Töchtern nach Smyrna, wo Roberts die High School besuchte. 1972 heiratete Roberts’ Mutter den Theaterkritiker Michael Motes. Aus dieser Ehe, die 1983 geschieden wurde, ging Roberts’ Halbschwester Nancy Motes (1976–2014) hervor. Während ihrer Schulzeit spielte Roberts in Amateurtheatervorstellungen mit, da sie die schauspielerischen Erfolge ihres Bruders beeindruckten, der an der Royal Academy of Dramatic Art in London und an der American Academy of Dramatic Arts in New York City Schauspiel studiert hatte und für seine Rolle in König der Zigeuner (1978) für einen Golden Globe Award nominiert worden war. Karrierebeginn Nach ihrem High-School-Abschluss im Juni 1985 zog Roberts zu ihrer Schwester Lisa nach New York, wo sie gelegentlich als Model arbeitete und in einem Schuhgeschäft sowie einer Eisdiele jobbte. Ihr eigentliches Ziel war jedoch, Schauspielerin zu werden. Sie wurde in die Kartei der Agentur von Bob McGowan aufgenommen und nahm Sprachunterricht, um ihren Südstaatenakzent loszuwerden. Den Besuch eines Schauspielkurses brach sie ab, weil sie den Unterricht als nutzlos empfand. Nach zahlreichen Vorsprechterminen erhielt sie 1986 eine Gastrolle in der Fernsehserie Crime Story und wurde für eine kleine Rolle in der Komödie Firehouse engagiert. Der Film wurde von den Kritikern oft als „viertklassig“ bezeichnet und Roberts’ Auftritt dauerte nur etwa fünfzehn Sekunden. Mit Unterstützung ihres Bruders Eric, der 1986 für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film Expreß in die Hölle nominiert worden war, erhielt sie eine Rolle an seiner Seite in dem Film Blood Red – Stirb für dein Land. Die Dreharbeiten fanden im November und Dezember 1986 statt, der Film kam jedoch erst 1989 ins Kino und war nicht erfolgreich. Ihre erste größere Rolle spielte Roberts in Satisfaction (1988). Für die Rollen der jugendlichen Mitglieder einer Band wurden Schauspieler gesucht, die Musikinstrumente spielen konnten. Roberts fing daraufhin an, Schlagzeugunterricht zu nehmen, allerdings wurde die entsprechende Rolle in der Zwischenzeit mit Trini Alvarado besetzt. Stattdessen bekam Roberts die Rolle eines Mädchens, das Bassgitarre spielt, so dass sie erneut Unterricht nehmen musste. Die Dreharbeiten fanden im Mai und Juni 1987 in Charleston statt. Durchbruch Mit der Komödie Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel, gedreht im Herbst 1987, konnte Roberts ihren ersten Kinoerfolg verbuchen. Sie glaubte zunächst nicht, die richtige Besetzung für die erotisch wirkende Daisy Arujo, eine junge Frau portugiesischer Abstammung, zu sein. Außerdem fand die Produktionsassistentin Jane Jenkins Roberts’ Haare zu hell, so dass sie sie rot färbte. Insbesondere diese Eigeninitiative überzeugte den Regisseur Donald Petrie davon, sie zu engagieren. Ihre Gage betrug 50.000 US-Dollar. Für ihre Rolle wurde Roberts für die Filmpreise Independent Spirit Award und Young Artist Award nominiert. 1988 hatte Roberts einen Gastauftritt in der Fernsehserie Miami Vice. 1989 spielte sie an der Seite ihrer namhaften Schauspielkolleginnen Sally Field, Dolly Parton, Shirley McLaine und Daryl Hannah eine Nebenrolle in dem Drama Magnolien aus Stahl, das in der Kleinstadt Natchitoches in Louisiana gedreht wurde. Die US-Premiere des Films fand am 15. November 1989 statt, und Roberts erhielt für ihre Rolle, die zuvor von Meg Ryan abgelehnt worden war, einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Während der Dreharbeiten zu Magnolien aus Stahl waren Roberts und ihr Filmpartner Dylan McDermott ein Paar geworden. Nach einer kurzen Verlobungszeit trennte sich das Paar 1990. Erfolg mit Pretty Woman Roberts’ nächstes Filmprojekt machte sie zu einem internationalen Superstar: Unter der Regie von Garry Marshall verkörperte sie in der Filmromanze Pretty Woman die Prostituierte Vivian, die sich in einen schwerreichen Geschäftsmann (gespielt von Richard Gere) verliebt. Die Dreharbeiten begannen im Juli 1989 unter dem Arbeitstitel 3.000 – in Anlehnung an die Geldsumme, die Vivian für ihre Liebesdienste erhalten sollte – und wurden im Oktober 1989 in Los Angeles abgeschlossen. Ein Happy End war zunächst nicht vorgesehen gewesen, während des Schnitts von 3.000 entfielen aber fast alle düsteren Szenen, so dass die Handlung schließlich doch eine positive Wendung nahm. Marshall entschied schließlich auch, den Film nach dem gleichnamigen Lied von Roy Orbison, das in einer Szene des Films zu hören ist, umzubenennen. Die US-Premiere fand am 23. März 1990 statt. Obwohl die Kritiken nicht besonders gut waren, entwickelte sich die moderne Aschenputtel-Geschichte zu einem erfolgreichen Kinohit: Weltweit spielte der Film 463,4 Mio. US-Dollar ein und verzeichnete allein in Deutschland über zehn Millionen Kinobesucher. Roberts, die für die Rolle eine Gage von 300.000 US-Dollar erhalten hatte, wurde zur damals gefragtesten Schauspielerin Hollywoods und erhielt für die Rolle ihren zweiten Golden Globe und ihre zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Als nächstes spielte sie für eine Gage von 550.000 US-Dollar in dem Thriller Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990) an der Seite von Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und William Baldwin eine Medizinstudentin, die mit Nahtoderfahrungen experimentiert. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, studierte sie das tibetische Totenbuch. Während der Dreharbeiten, die von Oktober 1989 bis Januar 1990 dauerten, wurden Roberts und Sutherland ein Paar. Roberts beendete die Beziehung kurz vor der geplanten Hochzeit im Juni 1991. In dem Psychothriller Der Feind in meinem Bett von 1991 verkörperte Roberts eine junge Frau, die ihren eigenen Tod inszeniert, um ihrem sadistischen Ehemann, gespielt von Patrick Bergin, zu entkommen. Der Spielfilm erzielte allein in den Vereinigten Staaten ein Einspielergebnis von 101,5 Mio. US-Dollar und Roberts erhielt eine Gage von einer Million US-Dollar. Im selben Jahr war Roberts in der tragischen Liebesgeschichte Entscheidung aus Liebe zu sehen. Der Film blieb mit Einnahmen von 33,6 Mio. US-Dollar an den US-Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen des Filmstudios 20th Century Fox zurück und die Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Nach den Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Fantasyfilm Hook (1991), in dem sie die Rolle der Fee Glöckchen spielte, nahm Roberts eine fast zweijährige berufliche Auszeit, nachdem sie in den Jahren zuvor einen Film nach dem anderen gedreht hatte. Lediglich in Robert Altmans The Player hatte sie 1992 einen kurzen Cameo-Auftritt. Über die Gründe für ihre Abkehr von der Filmindustrie wurde in den Medien viel spekuliert und Anfang 1993 fragte das People Magazine auf seiner Titelseite “What happened to Julia Roberts?” (zu dt.: „Was ist mit Julia Roberts passiert?“). Später begründete Roberts ihre Auszeit damit, dass sie zu sich selbst finden wollte, da der plötzliche Ruhm und Erfolg vollkommen neu für sie gewesen seien. Sie habe in dieser Zeit viele Drehbücher gelesen, aber kein Projekt angenommen. Zu den von ihr damals abgelehnten Rollen gehörten die weibliche Hauptrolle in dem Erotikthriller Basic Instinct, durch die Sharon Stone 1992 weltberühmt wurde, und Meg Ryans Part in Schlaflos in Seattle (1993). Karriere von 1993 bis 1999 An der Seite von Denzel Washington und unter der Regie von Alan J. Pakula gelang Roberts mit der John-Grisham-Verfilmung Die Akte 1993 ein erfolgreiches Comeback. Obwohl die Kritiker ihre schauspielerische Leistung in dem Thriller gemischt aufnahmen, spielte der Film weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie I Love Trouble – Nichts als Ärger (1994) mit Nick Nolte, erwies sich dagegen als finanzieller Flop und wurde mehrfach für die fehlende Leinwand-Chemie seiner beiden Hauptdarsteller kritisiert. In Prêt-à-Porter, eine Komödie aus dem Jahr 1994 über die Pariser Modewelt, spielte Roberts an der Seite ihres damaligen Ehemannes Lyle Lovett, den sie am Filmset von The Player kennengelernt und am 27. Juni 1993 geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1995 nach knapp zwei Jahren geschieden. Power of Love war der einzige Film, den Roberts 1995 drehte. Im folgenden Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der 13. Folge der zweiten Staffel der US-Sitcom Friends und erhielt für ihre Titelrolle im erfolglosen Horrorfilm Mary Reilly eine Nominierung für den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin. Die Verfilmung des Lebens von Michael Collins (1996) mit Liam Neeson, in dem Roberts eine Nebenrolle spielte, war ebenfalls kein finanzieller Erfolg. Der Woody-Allen-Film Alle sagen: I love you, in dem Roberts auch ihre Fähigkeiten als Sängerin unter Beweis stellte, erhielt hingegen gute Kritiken. 1997 landete Roberts mit der romantischen Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes einen weltweiten Kinohit. Die romantische Komödie, in der Roberts’ Filmcharakter mit allen Mitteln versucht, eine Eheschließung zu verhindern, spielte knapp 300 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgenden Filme, der Thriller Fletcher’s Visionen (1997) mit Mel Gibson und das Drama Seite an Seite (1998) mit Roberts’ langjähriger Freundin Susan Sarandon, waren ebenfalls im Kino erfolgreich. Für Notting Hill (1999) mit Hugh Grant konnte Roberts die Rekordgage von 15 Mio. US-Dollar verlangen, für Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit ihrem Pretty Woman-Filmpartner Richard Gere sogar 17 Millionen. Beide Filme – romantische Komödien – gehören mit Einspielergebnissen von 363,8 Mio. US-Dollar (Notting Hill) und 309,4 Mio. US-Dollar (Die Braut, die sich nicht traut) zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen in Roberts’ Karriere. Für Notting Hill bekam sie ihre vierte Golden-Globe-Nominierung. Oscar-Gewinn und die 2000er Jahre 2000 bekam Roberts für die Hauptrolle im Film Erin Brockovich 20 Mio. US-Dollar und war damit die erste Schauspielerin, die diese Summe für eine Filmrolle aushandeln konnte. Die wahre Geschichte von Erin Brockovich, die als Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei einen Umweltskandal aufdeckte und im anschließenden Gerichtsverfahren eine Rekordsumme als Entschädigungszahlung aushandeln konnte, wurde für Roberts zum Höhepunkt ihrer Karriere: Sie erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Kritikerpreise, darunter ihren dritten Golden Globe, den British Academy Film Award, den Critics’ Choice Award, den Screen Actors Guild Award und im dritten Anlauf auch den Oscar. 2001 spielte Roberts erfolgreich an der Seite von Brad Pitt im Road-Movie The Mexican, es folgte die Komödie America’s Sweethearts mit Catherine Zeta-Jones. Ocean’s Eleven (2001), eine Neuverfilmung von Frankie und seine Spießgesellen aus dem Jahr 1960, brachte Roberts wieder mit Brad Pitt zusammen vor die Kamera. Der prominent besetzte Film (George Clooney, Matt Damon, Andy García) wurde mit einem Einspielergebnis von 450,7 Mio. US-Dollar zu Roberts’ finanziell erfolgreichstem Film nach Pretty Woman. Mit George Clooney drehte sie auch ihren nächsten Film Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002). 2003 drehte Roberts Mona Lisas Lächeln, 2004 Hautnah und ihre erste Filmfortsetzung, Ocean’s 12, wieder mit Brad Pitt und George Clooney und wieder äußerst erfolgreich (362,7 Mio. weltweites Einspielergebnis). In Ocean’s Twelve spielte Roberts wieder die Rolle der Tess Ocean, die sich hier ihre Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Julia Roberts zunutze macht, um einen Raub in einem Museum durchzuführen. Nach der Geburt ihrer Zwillinge 2004 nahm Roberts erneut eine Auszeit von der Schauspielerei, und seit der Geburt ihres dritten Kindes 2007 nimmt Roberts nur noch sporadisch Filmrollen an: In Der Krieg des Charlie Wilson (2007) spielte sie an der Seite von Tom Hanks und erhielt dafür ihre sechste Golden-Globe-Nominierung. Sie war zu sehen in Zurück im Sommer (2008) und in Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (2009), für den sie ihre siebte Golden Globe-Nominierung bekam. Seit 2010 2010 spielte sie in der Komödie Valentinstag an der Seite von Jessica Alba, Kathy Bates, Bradley Cooper, Jamie Foxx, Jessica Biel, Jennifer Garner und Anne Hathaway. Im Jahr 2009 beendete sie die Dreharbeiten zu der Dramakomödie Eat Pray Love, in der sie die Rolle der Elizabeth Gilbert spielt. Das Drehbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, die Elizabeth Gilbert in ihrem gleichnamigen Bestseller niederschrieb. Der Kinostart erfolgte am 23. August 2010. Das weltweite Einspielergebnis betrug 204,5 Mio. US-Dollar. Im Jahr 2010 drehte sie den Liebesfilm Larry Crowne, der von Tom Hanks produziert wurde. Hanks spielt auch den männlichen Gegenpart zu Roberts und führte Regie. 2012 drehte sie an der Seite von Lily Collins den Film Spieglein Spieglein, eine neue Version des Märchen-Klassikers Schneewittchen, in dem sie den Part der bösen Königin übernahm. Außerdem übernahm sie in der Theater-Verfilmung Im August in Osage County die Rolle der Barbara Fordham. 2018 spielte sie die Hauptrolle in der zehnteiligen Serie Homecoming, die am 2. November 2018 bei Amazons Streamingdienst Prime Video ihre internationale Premiere feierte. Sonstiges Für das deutsche Kino wird Roberts seit dem Film Pretty Woman von Daniela Hoffmann synchronisiert. Roberts’ eigene Produktionsfirma heißt Red Om – der Nachname ihres Ehemannes Danny Moder in umgekehrter Schreibweise. 1990, 1991, 2000, 2002, 2005 und 2010 wurde Roberts vom US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt. Das britische Magazin Empire wählte sie im Oktober 1997 auf Platz 66 der 100 größten Filmstars aller Zeiten. Als Brad Pitt und George Clooney herausgefunden hatten, dass Roberts zusammen mit ihnen für Ocean’s Eleven (2001) vor der Kamera stehen würde, schickten sie ihr eine Karte, in der stand „Wir haben gehört, dass du 20 pro Film bekommst“ zusammen mit einem 20-Dollar-Schein. Roberts hatte zuvor für Erin Brockovich (2000) eine Gage von 20 Millionen Dollar erhalten. Im November 2005 führte Roberts, ungeachtet ihrer damaligen Karriereunterbrechung, laut dem Hollywood-Reporter mit einer Gage von 20 Mio. US-Dollar die Riege der bestbezahlten Hollywood-Schauspielerinnen an. Ein Jahr später verlor sie diese Spitzenposition jedoch an Nicole Kidman. 2007 wurde sie mit einer Gagenhöhe von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film auf Platz 7 der bestbezahlten Hollywood-Aktricen ausgewiesen. 2006 erhielt Roberts fünf Millionen US-Dollar dafür, dass sie für acht Werbeanzeigen des Modedesigners Gianfranco Ferré vor der Kamera stand. Die Aufnahmen wurden innerhalb von einem Tag gemacht. Der Chilene Miljenko Parserisas Bukovic ist ein großer Fan von Julia Roberts. Nachdem er Erin Brockovich gesehen hatte, war er so begeistert von ihrer Leistung, dass er sich insgesamt 82 Tattoos mit ihrem Porträt stechen ließ. Er hat die Absicht, noch mehr Tattoos anfertigen zu lassen. Privatleben Roberts ist die Tante der Schauspielerin Emma Roberts. Auch ihre Geschwister Eric Roberts und Lisa Roberts Gillan sind als Schauspieler erfolgreich. 2014 wurde ihre Halbschwester Nancy Motes tot aufgefunden. 2015 starb ihre Mutter Betty Lou Bredemus nach langer Krankheit an Lungenkrebs. 1989 war Roberts kurzzeitig mit ihrem Filmpartner in Magnolien aus Stahl, Dylan McDermott, verlobt. 1990 verliebte sie sich auf dem Set von Flatliners in Kiefer Sutherland; Roberts beendete die Beziehung im folgenden Jahr, nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit. Im Juni 1993 heiratete sie den Country-Musiker Lyle Lovett, kurz darauf spielten beide in dem Film Prêt-à-Porter. Im März 1995 gab das Paar die Trennung bekannt und ließ sich scheiden. Von 1998 bis 2001 war Roberts mit dem Law & Order-Star Benjamin Bratt liiert. Im Jahr 2000 lernte sie am Set von The Mexican den Kameramann Daniel Moder kennen. Er und Roberts heirateten im Juli 2002. 2004 wurden sie Eltern von zweieiigen Zwillingen, Hazel und Phinnaeus; 2007 wurde ihr zweiter Sohn Henry Daniel geboren. Filmografie Darstellung Synchronisation 2006: Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) 2006: Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) 2017: Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (Smurfs: The Lost Village) Nicht realisierte Filmprojekte Während Du schliefst (1995) – Roberts lehnte die Rolle ab, Sandra Bullock erkannte das Potenzial des Films und er wurde zu einem der größten Erfolge ihrer schauspielerischen Laufbahn. Batman & Robin (1997) – Roberts war im Gespräch für die Rolle der Poison Ivy, die Rolle bekam dann Uma Thurman. Shakespeare in Love (1998) – Roberts war für die Hauptrolle in diesem Film vorgesehen, lehnte jedoch ab. Gwyneth Paltrow sprang ein und gewann für ihre Darstellung den Oscar. Sechs Tage, sieben Nächte (1998) – Anne Heche spielte an der Seite von Harrison Ford, nachdem Roberts die Rolle abgelehnt hatte. Selbst ist die Braut (2009) – angeblich war den Produzenten Roberts’ Gagenforderung zu hoch. Sie engagierten daraufhin Sandra Bullock und die Komödie wurde ein weltweiter Erfolg. 1999 waren Bullock und Roberts schon einmal Konkurrentinnen um eine Rolle (Die Braut, die sich nicht traut); damals war Roberts siegreich. 2009 wurde Roberts auch die Hauptrolle in Bullocks bislang erfolgreichstem Film Blind Side – Die große Chance angeboten. Für diese Rolle erhielt Bullock den Oscar für die beste Hauptrolle. Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Negativpreise Roberts erhielt außerdem zahlreiche Beliebtheits- und Publikumspreise in aller Welt (u. a. elf „Bravo-Ottos“ in Deutschland). Zuletzt erhielt sie im Oktober 2007 den Preis der American Cinematheque. Literatur Penning, Lars: Julia Roberts. Berlin, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-929470-36-5. James Spada: Julia Roberts. Die Biografie. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09436-8. Meinolf Zurhorst: Julia Roberts. „Pretty Woman“. Heyne Filmbibliothek, Band 168 (3. Auflage). Wilhelm Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-05757-0. Weblinks Einzelnachweise Filmschauspieler Theaterschauspieler Oscarpreisträger Golden-Globe-Preisträger Person (Atlanta) US-Amerikaner Geboren 1967 Frau
Tag 14 - MAF-Adventskalender MAF-Adventskalender Spare Zeit und registriere dich Mit der Registration musst du deine Angaben nur einmal ausfüllen. Zudem kannst du für jedes Kind eine Antwort einreichen. Registrieren Check-In Was nehmen wir aus Liberia mit? Ich würde gerne das Magazin "flying for life" erhalten. (4x jährlich; gratis) Ich habe die Allgemeinen Geschäftsbedinungen gelesen und stimme diesen zu.* Gestützt auf Artikel 13 der schweizerischen Bundesverfassung und die datenschutzrechtlichen Bestimmungen des Bundes (Datenschutzgesetz, DSG) hat jede Person Anspruch auf Schutz ihrer Privatsphäre sowie auf Schutz vor Missbrauch ihrer persönlichen Daten. Wir halten diese Bestimmungen ein. Persönliche Daten werden vertraulich behandelt und weder an Dritte verkauft noch weitergegeben. Deine Antwort * Hast du noch keine Bordkarte? Registriere dich Der heutige Wettbewerb ist geschlossen. Gehe zurück zum Kalender, um das Türchen von heute zu öffnen. Bisherige Gewinner ansehen Der Lehrer hat heut’ in der Schule gesagt, dass man zu Weihnacht ein Krippenspiel wagt. „So sollt ihr in der Adventszeit erfahren, warum man dies feiert seit 2000 Jahren.“ Maria und Josef, die sind schnell gewählt, Hirten und Engel, auch das Volk, das man zählt. Und aus all den Kindern, den vielen, dürfen drei Freunde die Könige spielen. Sie freuen sich riesig und finden es toll und beraten, was jeder anziehen soll. Auch woll’n sie auf jeden Fall daran denken, dem Kind etwas ganz Spezielles zu schenken. „Hey, ich kenn da einen Pilot, der heisst Mike, der hilft bestimmt, wenn ich das Drehbuch ihm zeig. Er kann in entfernte Länder uns fliegen, da kann man gewiss was Besonderes kriegen.“ Mike ist begeistert von der Idee der drei und meint: „Ich nehm’ mir in der Adventszeit frei. So haben wir Zeit Geschenke zu suchen und können mehrere Länder besuchen. Packt die Koffer, macht euch schon mal parat, ihr werdet staunen, wie schnell Weihnachten naht. Vergesst nicht zu lernen Texte und Lieder, repetieren müsst ihr sie immer wieder.“ Am ersten Dezember dann ist es so weit, die drei stehen beim Hangar zum Abflug bereit. Mike hat dort das Flugzeug schon vorbereitet, er wird von Alpha und Foxtrott begleitet. Nachdem Mike sie einander hat vorgestellt, kann endlich beginnen der Flug um die Welt. „Fasten your seatbelts“ bittet Mike und wartet, bevor er den Motor des Flugzeuges startet. Alpha studiert Wetter und Karten und spricht: „Der Flug wird heut’ ruhig bei sehr guter Sicht. In der Mongolei wird gelandet heute. Dort lernt ihr dann kennen ganz freundliche Leute.“ Die Zeit verstreicht für die Kinder ganz schnell. Am Himmel scheint die Sonne schon nicht mehr so hell, als Mike am Abend den Sinkflug einleitet und über weiss-glänzende Hügel gleitet. Am Flugplatz kommt aus einer Jurte ein Mann, freundlich und fragend sieht er die Kinder an. Doch diese sind scheu und flüstern nur leise, darum erklärt Mike ihm das Ziel ihrer Reise. „Hätt‘ ich das nur gewusst“, spricht der Mann, „ich denk’, ich hätte gefunden ein passend Geschenk. Doch nehmt diese Kiste, ihr könnt sie haben und füllt sie unterwegs mit allerlei Gaben.“ „Ein herzliches Danke, es hat uns gefreut, es geht weiter auf unserer Reise heut.“ Nach Bangladesch wollen wir zusammen fliegen, die meiste Zeit wird China unter uns liegen.“ Als die Sonne kräftig am Himmel dann strahlt, das Flugzeug Kondensstreifen hinter sich malt. Die Kinder fragen, warum sie entstehen und nach einiger Zeit doch wieder vergehen. Voll Freude erklärt Alpha den Kindern das. Sie hat an den Fragen von ihnen viel Spass. Die langen Stunden so im Nu vergehen, schon können sie Bangladesch unter sich sehen. Unzählige Flüsse durchziehen das Land, Mike hält den Steuerknüppel fest in der Hand. Auf einem von diesen wird er aufsetzen, die Kinder sind bleich und schrei‘n vor Entsetzen. Doch Mike landet sicher und ebenso sacht, als hätte er noch nie etwas Andres gemacht. Da kommt schon ein Mann zu ihnen geschwommen, kaum ist das Flugzeug zum Stillstand gekommen. „Als ich beim Fischen im Wasser dort stand, hab ich doch gleich euer Flugzeug erkannt. Seht her, da den Krebs, den schenk ich euch gerne, nehmt ihn doch mit als einen Gruss aus der Ferne!“ Der Krebs wird ruckzuck in die Kiste geschickt, so sind sie sich sicher, dass er keinen zwickt. Bevor sie dann in den Himmel entschweben, sie alle die Hände zum Grusse erheben. Nach Stunden seh‘n sie eine Insel in Grün mit herrlichen Pflanzen, die wunderschön blüh’n. Aber als sie der Insel näherkommen, wird ihnen allen auf einmal beklommen. Überall Chaos und überschwemmtes Land. Da möchten sie helfen, das liegt auf der Hand. „Das sehen wir uns alle von nahem an!“, ruft Mike und landet flugs in Kalimantan. Sie überlegen schon, wie man helfen kann, da nähert sich ihnen ein kräftiger Mann. Er trägt einen Sack – fast zu schwer zum Heben –, gefüllt mit dem, was er noch hat zum Leben. „Seid herzlich willkommen, ich freue mich sehr, ich bring euch diesen Sack, wir haben nicht mehr. Reisnudeln sind unser häufigstes Essen, dieses Geschenk dürft ihr ja nicht vergessen. Auf eurer Reise wünschen wir noch viel Glück und dass wieder alle gesund kehr‘n zurück. Und ihr werdet seh‘n an all euren Gaben werden viele Menschen ihre Freude haben.“ Weiter gegen Südosten Mike nun fliegt, wo eine grüne Insel im Meere liegt. In diese Richtung wird Mike das Flugzeug wenden, das Land ist umgeben von herrlichen Stränden. Zur Info fliegt Mike einen Bogen und dann setzen sie mit dem Flugzeug zur Landung an. Noch ein paar Meter vom Boden sie trennen, da können sie die grosse Armut erkennen. Die Kinder sind barfuss, die Hütten sehr klein, trotzdem scheinen alle sehr glücklich zu sein. Sie werden begrüsst von mehreren Frauen, die freundlich lächelnd zu ihnen aufschauen. „Willkommen in Osttimor, das finden wir taff, dass ihr zu uns kommt mit dem Flugzeug der MAF. Wir fühlen uns mit euch sehr verbunden und sind drum gewandert mehrere Stunden. Wir wollten euch bringen ein Küken noch klein, es kann die Rettung in Not und Sorge sein. Ist es erst gross, so wird es Eier legen und für eine Familie zum reichen Segen.“ Ein Kind bekommt es in die Hände gelegt. „Gebt acht, dass ihr‘s zusammen sorgfältig pflegt. Gebrauchen kann man ein Ei alle Tage, es lindert des Hungers schmerzhafte Plage.“ „In Papua planen wir heut’ einen Stopp, es darf nur nicht regnen, sonst wird das ein Flopp. In diesem Dschungel kann kein Auto fahren, da fliegt die MAF schon seit ganz vielen Jahren.“ Auf der holprigen Bahn das Flugzeug noch rollt, als eine Gruppe ihnen entgegen tollt. Sie wird von viel Gesang und Tanz begleitet und einem kraushaarigen Mann angeleitet. Dazu tragen die Leute Röcke aus Gras „Was ist wohl der Grund?“, fragt sich Alpha, „Was? Wollen auch diese ein Geschenk uns bringen, dass sie zusammen so laut tanzen und singen?“ Als die Gruppe dann vor dem Flugzeug bleibt steh’n, kann Alpha einen grunzenden Eber seh’n. Im Bergland von Indonesien gefangen, soll dieser zu ihnen ins Flugzeug gelangen. „Lasst uns helfen, wir laden den Eber ein, dies Geschenk aus Papua wird einmalig sein: Gewürzt und gebraten mit Raffinesse, wird dieses Wildschwein zur Delikatesse.“ Mit grossen Augen sehen die Kinder da zu, der störrische Eber, der gibt keine Ruh. Endlich hat Foxtrott die Lösung gefunden, ruhig liegt er im Frachtraum dann angebunden. Auf den östlichen Teil der Insel geht’s heut’, nur ein kurzer Flug, was die Kinder sehr freut. Nicht immer wollen sie so lange sitzen, sondern auch mal zu Fuss durch die Gegend flitzen. Kaum sind sie gestartet, entdeckt Mike schon bald Hügel um Hügel, endlosen Regenwald, Dazwischen auf Gras eine Flugzeugpiste, jetzt heisst es: ganz vorsichtig landen, die Kiste! „Alles anschnallen, bitte, wir landen jetzt,“ mahnt Mike, bevor er sacht auf dem Gras aufsetzt. Begrüsst werden sie von Menschen, die tanzen, und in ihren Händen halten sie Pflanzen. „Von weit hinter den Hügeln kommen wir her, dass wir euch hier treffen, das freut uns so sehr. Der Orangenbaum, den wir bei uns haben, er wird schnell wachsen und Früchte tragen. Nehmt sie bitte mit euch von uns als Präsent und feiert zusammen die Zeit des Advent. Aus PNG lassen wir herzlich grüssen, wir wollen euch die Zeit bis Weihnacht versüssen. Bei diesem Gespräch wird den Kindern bewusst, auf diese Orangen, da hätten sie Lust. Doch daran wollen sie sicher nicht denken, sie wollen das Bäumchen ja schliesslich verschenken. Als ein lautes Knurren Mikes Hunger verrät, ist er froh, dass Alpha Australien erspäht. Die Anweisung ist, ganz im Norden zu landen, die Kinder fragen sich: „Wo werden wir stranden?“ Zu Arnhemland gehört die nächste Station, es ist eine grosse, verlass’ne Region. Und als sie gerade gelandet waren, entdecken sie eine Frau mit blonden Haaren. „Herzlich willkommen an diesem schönen Ort! Sehet die Kinder der Einwohner dort! So viel Besuch, das gibt es da selten, die Schweiz und hier – zwei ganz verschiedene Welten. Ich komme mit der MAF hierher Jahr für Jahr als Zahnärztin für die grosse Kinderschar. Auch bringe ich immer etwas zu essen, damit die Menschen spür’n, sie sind nicht vergessen. Die Menschen sind dankbar, das ist gut zu seh’n, auch wenn sie manchmal sehr schüchtern dort steh’n. Der Lohn für mich ist ihr strahlendes Lachen, darum werde ich auch künftig weitermachen. Doch jetzt muss ich wieder nach Haus zurück. Bitte nehmt mich mit für das nächste Stück. Sandwiches und Tee will ich gern mit euch teilen. Ich sag nur noch Goodbye und werd‘ mich beeilen.“ Gut, hat die Zahnärztin Sandwiches dabei. Für Mike ist’s, als sei’s die grösste Leckerei. Während sie wieder durch die Lüfte sausen, beginnen auch die Kinder kräftig zu schmausen. Darum ist es lange im Flugzeug ganz still, bevor eines der Kinder dann wissen will: „Was ist das Ziel unserer Reise heute? Ich freue mich auf noch mehr Länder und Leute!“ „In Australien machen wir noch einmal Halt, in Mareeba, ihr werdet es sehen bald. Diese kleine Stadt dürft ihr dann entdecken, und wir lassen kurz unser Flugzeug durchchecken.“ Kaum sind sie dann gelandet am neuen Ort, springt Foxtrott hinaus und verschwindet sofort. Vor Freude ist er ein wenig benommen, er fühlt sich, als wär‘ er nach Hause gekommen. Die Zahnärztin spricht: „Ich sage tschüss euch hier, und grüsset Foxtrott noch ganz herzlich von mir. Wünsch euch viel Glück auf der weiteren Reise, mögt ihr noch viel erleben auf diese Weise. Als später alle wieder beisammen sind, kommt Foxtrott keuchend als letzter geschwind. In den Händen schleppt er entlang der Piste eine riesige und schwere Werkzeugkiste. Mike mahnt die Kinder: „Wir fliegen jetzt lange Zeit, seid lieb miteinander, ich will keinen Streit!“ Alle bestürmen nun Foxtrott mit Fragen, warum die Leute ihm Werkzeuge gaben. „Dort hab ich Flieger reparieren gelernt und arbeite seither für MAF in der Welt. Wir wollen so Hilfe und Hoffnung bringen mit Ärzten und Nahrung und anderen Dingen. Von Kriegen oder Katastrophen bedroht, fehlt Menschen oft mehr als das tägliche Brot. Ich musste mich zwar von zu Hause trennen, doch es gibt nichts Bess‘res als helfen zu können.“ Schnell vergeht so die Zeit, das Flugzeug schon sinkt, eine Gruppe von Menschen dort unten winkt. Auf einer Bahre, gezeichnet von Schmerzen, liegt eine Frau, das tut weh in den Herzen. Die Kinder sehen, dass man hier helfen muss. „Hola amigos“ tönt es von unten zum Gruss. Das Flugzeug wird von der Menge umrandet, in Mexiko sind sie soeben gelandet. „Gut, seid ihr gekommen, uns fällt ab die Last, nehmt doch bitte die kranke Frau mit als Gast. Wir hoffen, so wird ihr Leben gerettet.“ Dann wird sie behutsam ins Flugzeug gebettet. „Next Stopp Haiti!“, Alpha nun kommentiert, während er Mike Richtung Osten dirigiert. Von hinten hören sie ein leises Wimmern, obwohl sich die Kinder um die Kranke kümmern. Und als sie dann endlich erreichen das Land, hat Mike das Gefühl, dieses sei ihm bekannt, denn schon oft wurde im TV berichtet, dass vieles von Erdbeben wurde vernichtet. „Die meisten hier haben verloren ihr Haus, so ein Beben ist für die Menschen ein Graus. Vielleicht können wir etwas Hoffnung bringen, was könnten wir schenken von unseren Dingen?“ Die Kinder diskutieren noch hin und her, sich von etwas zu trennen, fällt ihnen schwer. Da kommt eine Gruppe ihnen entgegen und will ihnen etwas ins Flugzeug legen. „Wir hörten schon von eurem Trip um die Welt, doch wir haben nur dieses einfache Zelt. Möget ihr’s bringen dem Kind in der Krippe, Platz findet darin eine ganze Sippe.“ Die Kinder sagen herzlichen Dank dafür und lassen nun das Orangenbäumchen hier. Sie sehen das grosse Elend im Ganzen und wollen mit dem Bäumchen Hoffnung pflanzen. Etwas Hoffnung bringen für Menschen im Schmerz bringt Wärme und Freude ins eigene Herz. So woll’n sie das nächste Ziel anvisieren. Alpha wird sie sicher dorthin navigieren. Die Reise führt sie heute nach Ecuador. Singend werden sie begrüsst von einem Chor: „von nah und fern sind wir hierher gekommen. Bienvenido, ihr seid uns herzlich willkommen. Es wurde von Schule zu Schule erzählt, dass ihr zu uns habt eure Route gewählt. Wir finden das toll und geben euch gerne Geschenke für das Krippenspiel in der Ferne. Nun seht, was wir alles für euch haben hier: die Bücher, bunte Stifte und auch Papier. Für uns wertvoll, doch ihr sollt es haben, weil auch die Könige nur das Beste gaben. Und weil das Fest auch noch gefeiert wird heut‘, haben wir weder Weg noch Aufwand gescheut. Kommt, kommt, wir helfen noch gern beim Verladen, bevor ihr weiter reist auf des Fliegers Pfaden.“ Schnell hat sich Alpha Papier und Stift geschnappt, grad bevor Mike die Türe hat zugeklappt. Er wird in den nächsten Stunden probieren, die Erlebnisse der Reise zu notieren. Nun schweben sie ruhig unterm Himmelszelt, Mike ruft: „Ach, wie schön ist doch unsere Welt! Seht die Regenwälder und Bergesketten, wie reich an Nuancen und vielen Facetten!“ Da staunen die Kinder und reden nicht viel und freuen sich leise auf das nächste Ziel. Doch plötzlich fängt der Motor an zu stottern, den Kindern beginnen die Knie zu schlottern. „Anschnallen“, meint Mike und er bleibt ganz gefasst, „wir müssen bald landen, auch wenn’s uns nicht passt.“ „Nur ruhig“, denkt er, „und jetzt ja nicht hasten, nur so kann ich sicher landen den Kasten.“ Die Passagiere halten den Atem an, noch ein paar Meter und sie sind unten dann. Foxtrott greift nach hinten zu den Werkzeugen und beginnt das Flugzeug genau zu beäugen. Sie steh‘n am Rand des Urwalds von Surinam, es begrüssen sie Menschen vom Trio-Stamm: „Willkommen, während ihr hier müsst verweilen, möchten wir mit euch unsere Freude teilen.“ Fröhlich schwingen sie Bibeln in ihrer Hand, endlich in ihrer Sprache, in ihrem Land! Sie haben gehört schon viele Berichte, doch jetzt könn‘ sie lesen die Weihnachtsgeschichte! Dank dem Können unseres lieben Foxtrott ist die Maschine nun endlich wieder flott. Die Kinder staunen, die Münder steh‘n offen, jetzt dürfen sie auf noch mehr Geschenke hoffen. Brasilien wird ihre nächste Station, dort werden sie wassern, das kennen sie schon. Doch sieht man ringsum nur Urwald und Wasser, da werden die Kinder schon etwas blasser. „Ist da überhaupt jemand“, denken sie still, „der von uns etwas weiss und auch kommen will?“ Nach einiger Zeit, ihr Mut will schon sinken, seh’n sie einen Jungen am Ufer winken. „Olá, ich hoffte, ihr werdet kommen heut‘, ich hab mich schon sehr auf diesen Tag gefreut! Mein grösster Wunsch ist jetzt mit euch zu fliegen, um die Ausbildung als Pilot zu kriegen. Doch adeus möcht‘ ich noch sagen geschwind, dass meine Eltern nicht zu traurig dann sind.“ „Yeah, ein grosses Abschiedsfest soll es geben, wir opfern dazu unseres Ebers Leben.“ Sie verbringen ein unvergessliches Fest, seh’n dann, wie der Junge die Eltern verlässt. Er weiss, er bekommt die Chance auf Erden, für MAF zu fliegen und ein Pilot zu werden. Mike war sich bewusst, das wird ein langer Flug, doch Rückenwind gibt ihnen zusätzlich Schub. „Land in Sicht“ ruft ein Kind nach vielen Stunden. Alpha meint: „Lasst uns jetzt Liberia erkunden.“ Seht an der Küste diesen Mangrovenhain, viele Flüsse fliessen hier ins Meer hinein. Schildkröten und Vögel zu Hauf da leben, und auch die Stummelaffen soll es hier geben. Die Kinder schnallen sich bereits selber an, Mike steuert das Flugzeug Richtung Landebahn. Er betont, auf die Schlaglöcher zu achten, es gilt, diese auszubessern bis Weihnachten. Ein Mann, einen Stapel Karten in der Hand, kommt ihnen entgegen, entlang dem Strand. „Wir woll’n viele liebe Grüsse verteilen. Ich bitt‘ euch, mir dabei zu Hilfe zu eilen.“ Mike staunt, dass er dies vor einem Hallo hört, doch es scheint, als ob es die Kinder nicht stört, denn sie lassen nicht lange auf sich warten und strecken ihre Hände aus nach den Karten. Dafür geben sie ihm Stifte und Papier, damit er weitermache mit viel Gespür und weiterhin Liebe und Freude bringe, was viel wichtiger ist als andere Dinge. Wieder in der Luft ertönt plötzlich ein Schrei, die Kinder rufen ängstlich Alpha herbei. Sie sagt sofort: „Wir brauchen dringend Hilfe, du musst schnell landen, Mike – sei es auch im Schilfe.“ Der Patientin geht es offensichtlich schlecht, wenn man nichts macht, ist sie bald ausser Gefecht. Die Stimmung im Flugzeug ist sehr angespannt, aufkommender Hektik leistet man Widerstand. Alpha studiert die Karte in ihrer Hand, die Patientin ist blass und macht keinen Wank. Es gilt schleunigst zum Sinkflug anzusetzen, und Foxtrott ermahnt: „Lasst uns jetzt nur nicht hetzen!“ Als das Flugzeug dann in Angola still steht, ruft Alpha: „Da kommt jemand auf uns zu, seht!“ Ein Arzt, das tun die Kinder schnell benennen, sie können ihn an seinem Kittel erkennen. Sie rufen ihm zu: „Hilfe, wir sind in Not! Kannst du uns helfen mit deinem Stethoskop? Die Patientin muss sich regenerieren, wir dürfen hier ja keine Zeit mehr verlieren.“ Er fragt sie: „Habt ihr denn bei all dem Vieh auch noch etwas stärkendes Essen für sie?“ Rasch überlegen die Kinder und meinen: „Man kann den Sack Reisnudeln öffnen und teilen.“ Sie heben wieder ab, den Arzt mit an Bord, denn sie müssen weiter, von Angola fort. Während die Patientin noch wimmert leise, ist Kongo das nächste Ziel ihrer Reise. Als dann Alpha ankündigt den nächsten Halt, seh‘n sie etwas, das lässt sie erschaudern kalt: Unter ihnen Männer mit grossen Netzen, welche einer Gruppe Schimpansen nachhetzen. „Ich kann nicht glauben, dass man Tiere so plagt, und sie durch Wälder und über Felder jagt. Ich möchte so gerne allesamt retten, damit sie nicht landen in Netzen und Ketten.“ Foxtrott ärgert sich über dies Lumpenpack, da sieht er eine Frau mit einem grossen Sack, den sie mit Mühe trägt auf ihrem Rücken, weil er sich bewegt und so hat seine Tücken. „Diese drei Affen müssen schnell von hier fort, bitte bringt sie an einen sicheren Ort. Ach, so viele haben wir schon verloren, es scheint, als wär’n sie zum Sterben geboren.“ „Ganz klar und auf jeden Fall, das machen wir, und schau, wir schenken dir ein anderes Tier. Und dank diesem herzigen, kleinen Küken wirst du deinen Esstisch bald mit Eiern schmücken.“ Die Kranke schliesst die Affen schnell in ihr Herz, und Pillen lindern ihren stechenden Schmerz. Weiter geht es in des Kontinents Süden, die Kinder strecken ihre Glieder, die müden. Über Lesotho seh’n sie der Landschaft Reiz Berge und Seen erinnern an die Schweiz. Da kommt zum Vorschein eine trock’ne Piste, und das ist der nächste Ort auf ihrer Liste. Als in der Luft noch eine Staubwolke hängt, bemerkt Alpha, dass sie hier niemand empfängt. Während sie noch verwundert um sich schauen, kann Foxtrott plötzlich seinen Augen nicht trauen. Da kommt ein Fahrzeug auf sie zu rasend schnell, Alpha stellt’s die Haare auf von ihrem Fell. Ein Quad braust herbei, eine Frau am Steuer, und die Kinder staunen: Welch ein Abenteuer! „Hallo zusammen, ich hab an euch gedacht, etwas Kaffee und Tee zur Stärkung gebracht.“ Doch Foxtrott fragt keck: „Darf ich es mal wagen, mit dem Gefährt über die Piste zu jagen?“ „Nur nicht übermütig“, ermahnt da die Frau, „doch ich will den Quad euch schenken, komm und schau! Ich werde mit dir drehen eine Runde, und das ist dann gleich deine Übungs-Fahrstunde.“ Wieder wartet eine Insel auf den Trupp, und eh sie sich versehen, kommt auch schon – schwupp – ein Tier mit schwarz-weissem Schwanz hergesprungen. Verblüfft und begeistert sind da die drei Jungen. Ein Mann namens James taucht nun auf im Cockpit: „Ich brachte den Lemur alias Larry mit. Er soll mit euch die weite Reise machen, er bringt mit seinen Künsten alle zum Lachen.“ Der Lemur zuerst in die Runde blickt, dann turnt er durchs Flugzeug ganz geschickt. Und als James ihm mit der Hand gibt ein Zeichen, lässt Larry durch die Tür sich noch Futter reichen. Genug hat’s für alle, es beginnt der Schmaus, und Mike hält das Schmatzen schon fast nicht mehr aus. Er redet mit James und muss da erfahren, dass die Lemuren einst viel zahlreicher waren. James ist ein Tierwärter und er sorgt sich hier um Lemuren, Vögel und andres Getier. Sehr oft muss er durch Madagaskar reisen, um Tieren zu helfen auf mancherlei Weisen. „Diese Reisen kosten doch sicher viel Geld, doch wir können dir helfen mit einem Zelt. Dieses soll dir dienen auf deinen Touren, wenn du unterwegs bist zum Schutz der Lemuren.“ Zurück geht’s von der Insel auf‘s feste Land nach Afrika an den südöstlichen Rand. Mosambik hat weisse, herrliche Strände doch für die Menschen ganz schwierige Umstände. Spuren hinterlassen hat so mancher Krieg, da gab’s nur Verlierer, da gab’s keinen Sieg. Eines der ärmsten ist das Land noch heute, saub‘res Wasser hat nur die Hälfte der Leute. Arbeiten anstatt lernen muss manches Kind und asphaltiert nur wenige Strassen sind. MAF fliegt auch hier für diverse Bereiche, damit Hilfe in Not die Menschen erreiche. Als sie in der Savanne gelandet sind, kommt ein Mann mit einem Elefantenkind. „Könnt ihr vielleicht für diesen Kleinen sorgen? Wilderer erschossen die Eltern heut Morgen. Elefanten werden hier häufig gejagt, denn das Elfenbein ist im Ausland gefragt, und das Fleisch kann man zum Braten benützen, darum will kaum jemand die Dickhäuter schützen.“ Doch so ein Elefantenbaby ist schwer! „Kann es noch mit?“, die Kinder hoffen es sehr. Foxtrott muss jetzt ganz genau kalkulieren, und er gibt das Okay: „Wir können’s riskieren!“ Nach Tansania im Norden Mike nun fliegt, wo der bekannte Kilimandscharo liegt. Wie sie auf der holprigen Piste landen, sind die Kinder froh, als sie dann endlich standen. Neben einem kleinen Haus, mit Gras bedeckt, haben sie eine Menschenreihe entdeckt. Denn hierher ist ein Arzt gekommen heute, und nun warten geduldig die vielen Leute. Allgemein wird die Gesundheit kontrolliert und Impfungen bei den Kindern durchgeführt. Der Arzt im Flugzeug meint: „Ich werde gehen, um dem Kollegen und den Menschen beizustehen. Denn unsrer Patientin geht’s jetzt wieder gut, es reicht, wenn sie sich noch paar Tage ausruht. Auch braucht sie nicht mehr die Bahre zum Liegen, die soll besser ein Kranker dort draussen kriegen.“ „Ach, Mike, können wir heut noch“, bittet ein Kind, „über die Serengeti fliegen geschwind?“ „Gut“, meint Mike, „ich hoffe, dass wir was sehen, wenn wir ein paar Runden mit dem Flugzeug drehen.“ Der Arzt bleibt jedoch bei der Station zurück, denn da gibt es noch Arbeit ein ganzes Stück. Nur Tabletten will er ihnen mitgeben, die soll’n noch andern Kindern retten das Leben. Sie fliegen nah der Grenze Kenias entlang, landen in der Nähe von einem Enkang. Auf trockenem Boden zwischen Gestrüppen stehen im Kreise einige Kuhdunghütten. Die Kinder lassen erst die Tiere hinaus, denn die halten‘s im Flugzeug fast nicht mehr aus. Sie haben sehr Durst und wollen sich regen, zum Wasserloch in der Nähe sich bewegen. Auf einmal hören sie von den Hütten her Gesang und Klatschen, das gefällt ihnen sehr. Die vielen Tänzer, mit Schmuck ausgestattet, die haben schon auf ihre Ankunft gewartet. Gross gewachsene Menschen im bunten Kleid rufen: „Schön, dass ihr gekommen seid!“ „Sie schenken uns“, flüstert Mike, „ich könnt‘ wetten, bestimmt einige ihrer tollen Halsketten.“ Und tatsächlich, die Kinder jubeln vor Glück, bekommt jeder ein ganz besonderes Stück. Die Tiere kehren um, denn sie sind müde, wenn man sie nur nicht wieder ins Flugzeug lüde! „Wir möchten bleiben“, bettelt der Elefant, „im Park in der Nähe, der ist recht bekannt.“ Zunächst gibt es von den Kindern Proteste, doch sie merken, das ist für alle das Beste. „Uganda ist ein Land mit grosser Vielfalt, Pflanzen und Tieren von vielerlei Gestalt. Und zwischen Savannen und Regenwäldern werdet ihr sogar sehen Reis auf den Feldern. Öl und Erdgas kommen hier ebenfalls vor, und ganz im Westen gibt es sogar ein Moor und einen Nationalpark, der soll schützen Tiere und Pflanzen, die den Lebensraum nützen.“ Während Mike noch den Kindern erklärt all dies, fragt er sich: „Warum geht’s diesem Land so mies?“ Am liebsten würde er bleiben und schauen, ob er hier kann helfen das Land aufzubauen. Da kommt ein junger Mann, der im Rollstuhl sitzt, ihnen voll Freude entgegengeflitzt. Und er erklärt mit einem breiten Lachen: „Ich wurde geheilt, kann wieder Schritte machen. Darum brauche ich jetzt keinen Rollstuhl mehr, habt Dank dafür, denn dieser nützte mir sehr! Deshalb möchte ich ihn euch gern mitgeben für jemanden sonst, der sich nicht kann bewegen.“ Die Kinder klatschen, denn das freut sie so sehr, und sie geben dafür den Quad wieder her. „Du kannst damit in die Dörfer nun fahren, um dort zu berichten, was dir widerfahren.“ Mike sagt: „Wir landen heut kurz im Südsudan, etwa um die Mittagszeit kommen wir an. Vielleicht habt ihr gehört, dass seit fünf Jahren hier die Menschen am Kämpfen und Kriegen waren. Einen Friedensvertrag gibt’s seit kurzem zwar, doch noch gross ist das Elend, das ist ja klar. Viele Menschen mussten ihr Heim verlassen und Waisenkinder gibt es leider in Massen.“ Die Landebahn liegt abgelegen so sehr, die Kinder blicken ziemlich ängstlich umher. Keine Menschenseele können sie sehen. Müssen sie wohl wenden und gleich wieder gehen? Doch plötzlich erscheint ein Mann mit schnellem Schritt, in den Armen trägt er einen Welpen mit. „Hallo, wie gut macht ihr hier eine Pause, denn der kleine Hund braucht ein neues Zuhause. Ich komm von dem Dorf ganz dort hinten beim Wald. Viele sind weg, doch ich hoffe, sie kommen bald zurück nach des Krieges schrecklichen Grauen, um ihre Häuser wieder neu aufzubauen.“ Bestürzt sagen die Kinder: „Wir geben dir unsere Grüsse mit auf diesen Karten hier. Schenk sie den Menschen und lass ihnen sagen, wir wollen beten für sie in diesen Tagen.“ Wer hätte das gedacht, sie nähern sich schon heute dem Tschad, es ist die letzte Station. Wie sie so fliegen, da seh’n sie von oben ein paar Wadis und sehr viel trockenen Boden. Bei der Landung, da wirbelt heftig der Staub, und nach einer Weile, da seh’n sie, ich glaub, unter ein paar Schirmakazien dort liegen Hirten, Kamele, Esel, Schafe und Ziegen. „Oh, so stellen wir uns auch Bethlehem vor!“, rufen da die Kinder zusammen im Chor. Doch nach diesen Worten sie traurig denken: „Was ist nur gescheh’n mit den vielen Geschenken!“ Das allermeiste gaben sie wieder her, jetzt haben sie für das Krippenspiel nichts mehr. Und auch der kleine Hund, der möchte bleiben, um mit dem Hirtenkind die Zeit zu vertreiben. Doch erklären die Hirten den Kindern dann, dass sie schon das Richtige haben getan. „Denn schenkt ihr den Ärmsten etwas zum Leben, ist’s, als hättet ihr’s Jesus direkt gegeben. Er selbst sagte: ‚Das Brot des Lebens bin ich, und habe lebendiges Wasser für dich.‘ Nehmet nun Wasser und Brot mit als Gaben, diese dürft ihr getrost zu der Krippe tragen.“ Morgen erfährst du, wie unsere Adventsgeschichte endet! Dies und Das zu Liberia... Jeder mag einen Weihnachtsbaum schmücken, aber in Liberia verwendet man dafür keine Tannenbäume. Stattdessen werden in vielen Häusern Palmenzweige mit Lichtern und Glöckchen dekoriert. Zwar sind die MAF-Flieger keine Postflugzeuge, aber in Liberia hilft MAF, wichtige Post an abgelegene Orte zu transportieren und den Empfängern zuzustellen. In diesem Jahr werden wir vielleicht auch Weihnachtskarten fliegen. In der Regenzeit vom Mai bis Oktober regnet es in Liberia ausgesprochen viel. Etwa fünfmal so viel wie in der Schweiz! Aber im Dezember ist es in der Regel trockener und wärmer mit Temperaturen um +32°C. Wir alle haben schon einen Computer benutzt. In der Schule brauchen wir ihn zum Lernen und zuhause, um einen Film anzuschauen oder uns mit unseren Freunden auszutauschen. Stell dir vor, wie ein Leben ohne Computer aussehen könnte! In Liberia haben viele Schulkinder keine Computer. MAF fliegt dort für ein Hilfswerk, das Innovative Education Liberia heisst. Für sie fliegen wir spezielle Computerboxen zu Schulklassen in entlegenen Gegenden. Jede Box enthält Laptops oder Tablets mit Kursen in den verschiedensten Schulfächern, mit Büchern und Filmen und vielem mehr. Die Stromversorgung in den abgelegenen Schulen ist meist sehr schlecht. Das ist für die Laptops und Tablets aber kein Problem. Sie haben gute Akkus. Sie können einen ganzen Tag ohne Aufladen betrieben werden. Das Projekt «Digitales Klassenzimmer in einer Box» unterstützt die Lehrer beim Unterrichten und die Schüler beim Lernen. So können sie sich besser auf die Zukunft vorbereiten, auch wenn sie ganz abgeschieden leben. Im Video siehst du verschiedene Eindrücke von unserem MAF-Programm in diesem wunderschönen Land. Adventsgutscheine Heute kannst du diese Gutscheine ausdrucken. Du kannst die Vorlage ausfüllen. So hast du einen Gutschein für deine Eltern, Geschwister oder sogar deine Lehrperson. PDF herunterladen Alle Aktivitäten ansehen Wir helfen Menschen in Notlagen und schwer zugänglichen Gebieten, aber wir können es nicht ohne dich. Zürück zum Kalender www.maf-swiss.org Copyright 2020 MAF Schweiz © Alle Rechte vorbehalten
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Was war der Durchbruch von Julia Roberts als Schauspielerin?
Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie hatte 1990 mit der Filmromanze Pretty Woman ihren internationalen Durchbruch und erhielt für die Rolle den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie Die Akte (1993), Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), Notting Hill (1999) und Die Braut, die sich nicht traut (1999) etablierte sie sich als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle in Erin Brockovich (2000) gewann sie den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Kinohits hatte sie mit Ocean’s Eleven (2001), der Fortsetzung Ocean’s 12 (2004) und Mona Lisas Lächeln (2003). Leben Kindheit und Jugend Roberts wurde 1967 in Atlanta geboren. Ihre Eltern, Walter Grady Roberts (1933–1977) und Betty Lou Bredemus (1934–2015), leiteten eine Schauspielschule für Kinder in der Innenstadt von Atlanta, die auch von Julias beiden älteren Geschwistern Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts Gillan (* 1965) besucht wurde. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten gab es in der Schule keine Rassentrennung; zu den Schülern zählten unter anderem die Kinder des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Eltern trennten sich, als Julia Roberts vier Jahre alt war. Während ihr Bruder beim Vater blieb, zog die Mutter mit den Töchtern nach Smyrna, wo Roberts die High School besuchte. 1972 heiratete Roberts’ Mutter den Theaterkritiker Michael Motes. Aus dieser Ehe, die 1983 geschieden wurde, ging Roberts’ Halbschwester Nancy Motes (1976–2014) hervor. Während ihrer Schulzeit spielte Roberts in Amateurtheatervorstellungen mit, da sie die schauspielerischen Erfolge ihres Bruders beeindruckten, der an der Royal Academy of Dramatic Art in London und an der American Academy of Dramatic Arts in New York City Schauspiel studiert hatte und für seine Rolle in König der Zigeuner (1978) für einen Golden Globe Award nominiert worden war. Karrierebeginn Nach ihrem High-School-Abschluss im Juni 1985 zog Roberts zu ihrer Schwester Lisa nach New York, wo sie gelegentlich als Model arbeitete und in einem Schuhgeschäft sowie einer Eisdiele jobbte. Ihr eigentliches Ziel war jedoch, Schauspielerin zu werden. Sie wurde in die Kartei der Agentur von Bob McGowan aufgenommen und nahm Sprachunterricht, um ihren Südstaatenakzent loszuwerden. Den Besuch eines Schauspielkurses brach sie ab, weil sie den Unterricht als nutzlos empfand. Nach zahlreichen Vorsprechterminen erhielt sie 1986 eine Gastrolle in der Fernsehserie Crime Story und wurde für eine kleine Rolle in der Komödie Firehouse engagiert. Der Film wurde von den Kritikern oft als „viertklassig“ bezeichnet und Roberts’ Auftritt dauerte nur etwa fünfzehn Sekunden. Mit Unterstützung ihres Bruders Eric, der 1986 für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film Expreß in die Hölle nominiert worden war, erhielt sie eine Rolle an seiner Seite in dem Film Blood Red – Stirb für dein Land. Die Dreharbeiten fanden im November und Dezember 1986 statt, der Film kam jedoch erst 1989 ins Kino und war nicht erfolgreich. Ihre erste größere Rolle spielte Roberts in Satisfaction (1988). Für die Rollen der jugendlichen Mitglieder einer Band wurden Schauspieler gesucht, die Musikinstrumente spielen konnten. Roberts fing daraufhin an, Schlagzeugunterricht zu nehmen, allerdings wurde die entsprechende Rolle in der Zwischenzeit mit Trini Alvarado besetzt. Stattdessen bekam Roberts die Rolle eines Mädchens, das Bassgitarre spielt, so dass sie erneut Unterricht nehmen musste. Die Dreharbeiten fanden im Mai und Juni 1987 in Charleston statt. Durchbruch Mit der Komödie Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel, gedreht im Herbst 1987, konnte Roberts ihren ersten Kinoerfolg verbuchen. Sie glaubte zunächst nicht, die richtige Besetzung für die erotisch wirkende Daisy Arujo, eine junge Frau portugiesischer Abstammung, zu sein. Außerdem fand die Produktionsassistentin Jane Jenkins Roberts’ Haare zu hell, so dass sie sie rot färbte. Insbesondere diese Eigeninitiative überzeugte den Regisseur Donald Petrie davon, sie zu engagieren. Ihre Gage betrug 50.000 US-Dollar. Für ihre Rolle wurde Roberts für die Filmpreise Independent Spirit Award und Young Artist Award nominiert. 1988 hatte Roberts einen Gastauftritt in der Fernsehserie Miami Vice. 1989 spielte sie an der Seite ihrer namhaften Schauspielkolleginnen Sally Field, Dolly Parton, Shirley McLaine und Daryl Hannah eine Nebenrolle in dem Drama Magnolien aus Stahl, das in der Kleinstadt Natchitoches in Louisiana gedreht wurde. Die US-Premiere des Films fand am 15. November 1989 statt, und Roberts erhielt für ihre Rolle, die zuvor von Meg Ryan abgelehnt worden war, einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Während der Dreharbeiten zu Magnolien aus Stahl waren Roberts und ihr Filmpartner Dylan McDermott ein Paar geworden. Nach einer kurzen Verlobungszeit trennte sich das Paar 1990. Erfolg mit Pretty Woman Roberts’ nächstes Filmprojekt machte sie zu einem internationalen Superstar: Unter der Regie von Garry Marshall verkörperte sie in der Filmromanze Pretty Woman die Prostituierte Vivian, die sich in einen schwerreichen Geschäftsmann (gespielt von Richard Gere) verliebt. Die Dreharbeiten begannen im Juli 1989 unter dem Arbeitstitel 3.000 – in Anlehnung an die Geldsumme, die Vivian für ihre Liebesdienste erhalten sollte – und wurden im Oktober 1989 in Los Angeles abgeschlossen. Ein Happy End war zunächst nicht vorgesehen gewesen, während des Schnitts von 3.000 entfielen aber fast alle düsteren Szenen, so dass die Handlung schließlich doch eine positive Wendung nahm. Marshall entschied schließlich auch, den Film nach dem gleichnamigen Lied von Roy Orbison, das in einer Szene des Films zu hören ist, umzubenennen. Die US-Premiere fand am 23. März 1990 statt. Obwohl die Kritiken nicht besonders gut waren, entwickelte sich die moderne Aschenputtel-Geschichte zu einem erfolgreichen Kinohit: Weltweit spielte der Film 463,4 Mio. US-Dollar ein und verzeichnete allein in Deutschland über zehn Millionen Kinobesucher. Roberts, die für die Rolle eine Gage von 300.000 US-Dollar erhalten hatte, wurde zur damals gefragtesten Schauspielerin Hollywoods und erhielt für die Rolle ihren zweiten Golden Globe und ihre zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Als nächstes spielte sie für eine Gage von 550.000 US-Dollar in dem Thriller Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990) an der Seite von Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und William Baldwin eine Medizinstudentin, die mit Nahtoderfahrungen experimentiert. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, studierte sie das tibetische Totenbuch. Während der Dreharbeiten, die von Oktober 1989 bis Januar 1990 dauerten, wurden Roberts und Sutherland ein Paar. Roberts beendete die Beziehung kurz vor der geplanten Hochzeit im Juni 1991. In dem Psychothriller Der Feind in meinem Bett von 1991 verkörperte Roberts eine junge Frau, die ihren eigenen Tod inszeniert, um ihrem sadistischen Ehemann, gespielt von Patrick Bergin, zu entkommen. Der Spielfilm erzielte allein in den Vereinigten Staaten ein Einspielergebnis von 101,5 Mio. US-Dollar und Roberts erhielt eine Gage von einer Million US-Dollar. Im selben Jahr war Roberts in der tragischen Liebesgeschichte Entscheidung aus Liebe zu sehen. Der Film blieb mit Einnahmen von 33,6 Mio. US-Dollar an den US-Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen des Filmstudios 20th Century Fox zurück und die Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Nach den Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Fantasyfilm Hook (1991), in dem sie die Rolle der Fee Glöckchen spielte, nahm Roberts eine fast zweijährige berufliche Auszeit, nachdem sie in den Jahren zuvor einen Film nach dem anderen gedreht hatte. Lediglich in Robert Altmans The Player hatte sie 1992 einen kurzen Cameo-Auftritt. Über die Gründe für ihre Abkehr von der Filmindustrie wurde in den Medien viel spekuliert und Anfang 1993 fragte das People Magazine auf seiner Titelseite “What happened to Julia Roberts?” (zu dt.: „Was ist mit Julia Roberts passiert?“). Später begründete Roberts ihre Auszeit damit, dass sie zu sich selbst finden wollte, da der plötzliche Ruhm und Erfolg vollkommen neu für sie gewesen seien. Sie habe in dieser Zeit viele Drehbücher gelesen, aber kein Projekt angenommen. Zu den von ihr damals abgelehnten Rollen gehörten die weibliche Hauptrolle in dem Erotikthriller Basic Instinct, durch die Sharon Stone 1992 weltberühmt wurde, und Meg Ryans Part in Schlaflos in Seattle (1993). Karriere von 1993 bis 1999 An der Seite von Denzel Washington und unter der Regie von Alan J. Pakula gelang Roberts mit der John-Grisham-Verfilmung Die Akte 1993 ein erfolgreiches Comeback. Obwohl die Kritiker ihre schauspielerische Leistung in dem Thriller gemischt aufnahmen, spielte der Film weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie I Love Trouble – Nichts als Ärger (1994) mit Nick Nolte, erwies sich dagegen als finanzieller Flop und wurde mehrfach für die fehlende Leinwand-Chemie seiner beiden Hauptdarsteller kritisiert. In Prêt-à-Porter, eine Komödie aus dem Jahr 1994 über die Pariser Modewelt, spielte Roberts an der Seite ihres damaligen Ehemannes Lyle Lovett, den sie am Filmset von The Player kennengelernt und am 27. Juni 1993 geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1995 nach knapp zwei Jahren geschieden. Power of Love war der einzige Film, den Roberts 1995 drehte. Im folgenden Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der 13. Folge der zweiten Staffel der US-Sitcom Friends und erhielt für ihre Titelrolle im erfolglosen Horrorfilm Mary Reilly eine Nominierung für den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin. Die Verfilmung des Lebens von Michael Collins (1996) mit Liam Neeson, in dem Roberts eine Nebenrolle spielte, war ebenfalls kein finanzieller Erfolg. Der Woody-Allen-Film Alle sagen: I love you, in dem Roberts auch ihre Fähigkeiten als Sängerin unter Beweis stellte, erhielt hingegen gute Kritiken. 1997 landete Roberts mit der romantischen Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes einen weltweiten Kinohit. Die romantische Komödie, in der Roberts’ Filmcharakter mit allen Mitteln versucht, eine Eheschließung zu verhindern, spielte knapp 300 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgenden Filme, der Thriller Fletcher’s Visionen (1997) mit Mel Gibson und das Drama Seite an Seite (1998) mit Roberts’ langjähriger Freundin Susan Sarandon, waren ebenfalls im Kino erfolgreich. Für Notting Hill (1999) mit Hugh Grant konnte Roberts die Rekordgage von 15 Mio. US-Dollar verlangen, für Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit ihrem Pretty Woman-Filmpartner Richard Gere sogar 17 Millionen. Beide Filme – romantische Komödien – gehören mit Einspielergebnissen von 363,8 Mio. US-Dollar (Notting Hill) und 309,4 Mio. US-Dollar (Die Braut, die sich nicht traut) zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen in Roberts’ Karriere. Für Notting Hill bekam sie ihre vierte Golden-Globe-Nominierung. Oscar-Gewinn und die 2000er Jahre 2000 bekam Roberts für die Hauptrolle im Film Erin Brockovich 20 Mio. US-Dollar und war damit die erste Schauspielerin, die diese Summe für eine Filmrolle aushandeln konnte. Die wahre Geschichte von Erin Brockovich, die als Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei einen Umweltskandal aufdeckte und im anschließenden Gerichtsverfahren eine Rekordsumme als Entschädigungszahlung aushandeln konnte, wurde für Roberts zum Höhepunkt ihrer Karriere: Sie erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Kritikerpreise, darunter ihren dritten Golden Globe, den British Academy Film Award, den Critics’ Choice Award, den Screen Actors Guild Award und im dritten Anlauf auch den Oscar. 2001 spielte Roberts erfolgreich an der Seite von Brad Pitt im Road-Movie The Mexican, es folgte die Komödie America’s Sweethearts mit Catherine Zeta-Jones. Ocean’s Eleven (2001), eine Neuverfilmung von Frankie und seine Spießgesellen aus dem Jahr 1960, brachte Roberts wieder mit Brad Pitt zusammen vor die Kamera. Der prominent besetzte Film (George Clooney, Matt Damon, Andy García) wurde mit einem Einspielergebnis von 450,7 Mio. US-Dollar zu Roberts’ finanziell erfolgreichstem Film nach Pretty Woman. Mit George Clooney drehte sie auch ihren nächsten Film Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002). 2003 drehte Roberts Mona Lisas Lächeln, 2004 Hautnah und ihre erste Filmfortsetzung, Ocean’s 12, wieder mit Brad Pitt und George Clooney und wieder äußerst erfolgreich (362,7 Mio. weltweites Einspielergebnis). In Ocean’s Twelve spielte Roberts wieder die Rolle der Tess Ocean, die sich hier ihre Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Julia Roberts zunutze macht, um einen Raub in einem Museum durchzuführen. Nach der Geburt ihrer Zwillinge 2004 nahm Roberts erneut eine Auszeit von der Schauspielerei, und seit der Geburt ihres dritten Kindes 2007 nimmt Roberts nur noch sporadisch Filmrollen an: In Der Krieg des Charlie Wilson (2007) spielte sie an der Seite von Tom Hanks und erhielt dafür ihre sechste Golden-Globe-Nominierung. Sie war zu sehen in Zurück im Sommer (2008) und in Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (2009), für den sie ihre siebte Golden Globe-Nominierung bekam. Seit 2010 2010 spielte sie in der Komödie Valentinstag an der Seite von Jessica Alba, Kathy Bates, Bradley Cooper, Jamie Foxx, Jessica Biel, Jennifer Garner und Anne Hathaway. Im Jahr 2009 beendete sie die Dreharbeiten zu der Dramakomödie Eat Pray Love, in der sie die Rolle der Elizabeth Gilbert spielt. Das Drehbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, die Elizabeth Gilbert in ihrem gleichnamigen Bestseller niederschrieb. Der Kinostart erfolgte am 23. August 2010. Das weltweite Einspielergebnis betrug 204,5 Mio. US-Dollar. Im Jahr 2010 drehte sie den Liebesfilm Larry Crowne, der von Tom Hanks produziert wurde. Hanks spielt auch den männlichen Gegenpart zu Roberts und führte Regie. 2012 drehte sie an der Seite von Lily Collins den Film Spieglein Spieglein, eine neue Version des Märchen-Klassikers Schneewittchen, in dem sie den Part der bösen Königin übernahm. Außerdem übernahm sie in der Theater-Verfilmung Im August in Osage County die Rolle der Barbara Fordham. 2018 spielte sie die Hauptrolle in der zehnteiligen Serie Homecoming, die am 2. November 2018 bei Amazons Streamingdienst Prime Video ihre internationale Premiere feierte. Sonstiges Für das deutsche Kino wird Roberts seit dem Film Pretty Woman von Daniela Hoffmann synchronisiert. Roberts’ eigene Produktionsfirma heißt Red Om – der Nachname ihres Ehemannes Danny Moder in umgekehrter Schreibweise. 1990, 1991, 2000, 2002, 2005 und 2010 wurde Roberts vom US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt. Das britische Magazin Empire wählte sie im Oktober 1997 auf Platz 66 der 100 größten Filmstars aller Zeiten. Als Brad Pitt und George Clooney herausgefunden hatten, dass Roberts zusammen mit ihnen für Ocean’s Eleven (2001) vor der Kamera stehen würde, schickten sie ihr eine Karte, in der stand „Wir haben gehört, dass du 20 pro Film bekommst“ zusammen mit einem 20-Dollar-Schein. Roberts hatte zuvor für Erin Brockovich (2000) eine Gage von 20 Millionen Dollar erhalten. Im November 2005 führte Roberts, ungeachtet ihrer damaligen Karriereunterbrechung, laut dem Hollywood-Reporter mit einer Gage von 20 Mio. US-Dollar die Riege der bestbezahlten Hollywood-Schauspielerinnen an. Ein Jahr später verlor sie diese Spitzenposition jedoch an Nicole Kidman. 2007 wurde sie mit einer Gagenhöhe von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film auf Platz 7 der bestbezahlten Hollywood-Aktricen ausgewiesen. 2006 erhielt Roberts fünf Millionen US-Dollar dafür, dass sie für acht Werbeanzeigen des Modedesigners Gianfranco Ferré vor der Kamera stand. Die Aufnahmen wurden innerhalb von einem Tag gemacht. Der Chilene Miljenko Parserisas Bukovic ist ein großer Fan von Julia Roberts. Nachdem er Erin Brockovich gesehen hatte, war er so begeistert von ihrer Leistung, dass er sich insgesamt 82 Tattoos mit ihrem Porträt stechen ließ. Er hat die Absicht, noch mehr Tattoos anfertigen zu lassen. Privatleben Roberts ist die Tante der Schauspielerin Emma Roberts. Auch ihre Geschwister Eric Roberts und Lisa Roberts Gillan sind als Schauspieler erfolgreich. 2014 wurde ihre Halbschwester Nancy Motes tot aufgefunden. 2015 starb ihre Mutter Betty Lou Bredemus nach langer Krankheit an Lungenkrebs. 1989 war Roberts kurzzeitig mit ihrem Filmpartner in Magnolien aus Stahl, Dylan McDermott, verlobt. 1990 verliebte sie sich auf dem Set von Flatliners in Kiefer Sutherland; Roberts beendete die Beziehung im folgenden Jahr, nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit. Im Juni 1993 heiratete sie den Country-Musiker Lyle Lovett, kurz darauf spielten beide in dem Film Prêt-à-Porter. Im März 1995 gab das Paar die Trennung bekannt und ließ sich scheiden. Von 1998 bis 2001 war Roberts mit dem Law & Order-Star Benjamin Bratt liiert. Im Jahr 2000 lernte sie am Set von The Mexican den Kameramann Daniel Moder kennen. Er und Roberts heirateten im Juli 2002. 2004 wurden sie Eltern von zweieiigen Zwillingen, Hazel und Phinnaeus; 2007 wurde ihr zweiter Sohn Henry Daniel geboren. Filmografie Darstellung Synchronisation 2006: Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) 2006: Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) 2017: Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (Smurfs: The Lost Village) Nicht realisierte Filmprojekte Während Du schliefst (1995) – Roberts lehnte die Rolle ab, Sandra Bullock erkannte das Potenzial des Films und er wurde zu einem der größten Erfolge ihrer schauspielerischen Laufbahn. Batman & Robin (1997) – Roberts war im Gespräch für die Rolle der Poison Ivy, die Rolle bekam dann Uma Thurman. Shakespeare in Love (1998) – Roberts war für die Hauptrolle in diesem Film vorgesehen, lehnte jedoch ab. Gwyneth Paltrow sprang ein und gewann für ihre Darstellung den Oscar. Sechs Tage, sieben Nächte (1998) – Anne Heche spielte an der Seite von Harrison Ford, nachdem Roberts die Rolle abgelehnt hatte. Selbst ist die Braut (2009) – angeblich war den Produzenten Roberts’ Gagenforderung zu hoch. Sie engagierten daraufhin Sandra Bullock und die Komödie wurde ein weltweiter Erfolg. 1999 waren Bullock und Roberts schon einmal Konkurrentinnen um eine Rolle (Die Braut, die sich nicht traut); damals war Roberts siegreich. 2009 wurde Roberts auch die Hauptrolle in Bullocks bislang erfolgreichstem Film Blind Side – Die große Chance angeboten. Für diese Rolle erhielt Bullock den Oscar für die beste Hauptrolle. Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Negativpreise Roberts erhielt außerdem zahlreiche Beliebtheits- und Publikumspreise in aller Welt (u. a. elf „Bravo-Ottos“ in Deutschland). Zuletzt erhielt sie im Oktober 2007 den Preis der American Cinematheque. Literatur Penning, Lars: Julia Roberts. Berlin, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-929470-36-5. James Spada: Julia Roberts. Die Biografie. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09436-8. Meinolf Zurhorst: Julia Roberts. „Pretty Woman“. Heyne Filmbibliothek, Band 168 (3. Auflage). Wilhelm Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-05757-0. Weblinks Einzelnachweise Filmschauspieler Theaterschauspieler Oscarpreisträger Golden-Globe-Preisträger Person (Atlanta) US-Amerikaner Geboren 1967 Frau
",!0)})})},t=function(e){var t;return(t=new URL(document.location.href)).hostname=("en"===e?"":e+".")+"player.fm",t.toString()},n=function(e,t,a,s){return null==s&&(s=function(){}),i(function(){return document.documentElement.classList.add("has-top-promo"),document.documentElement.classList.add(a),document.querySelector(".top-promo").classList.add(a),document.querySelector(".top-promo .promo-message").innerHTML=e,t||document.querySelector(".top-promo .close").remove(),s()})},e=function(){var e;if(document.documentElement.classList.remove("has-top-promo"),document.documentElement.classList.remove("legal-disclaimer"),e=document.querySelector(".top-promo"))return e.remove()},i=function(e){return"loading"!==document.readyState?e():document.addEventListener("DOMContentLoaded",e)},"false"!==U.getParameterByName("top_promo_enabled")&&(a()?r():s()?o():e())}.call(this),function(){var e,t=function(e,t){return function(){return e.apply(t,arguments)}};window.GRAY3="#999999",window.PRIMARY_RED="#D81422",e=colorUtil,window.Theme=function(){function a(a){this.themeColor=a,this.apply=t(this.apply,this),this.css=t(this.css,this),this.calculateColors=t(this.calculateColors,this),document.documentElement.classList.contains("part-bleed")||(this.themeColor||(this.themeColor=PRIMARY_RED),e.tooLightForWhiteText(this.themeColor)&&(this.themeColor=e.shadeColor(this.themeColor,-.15)),this.calculateColors())}return a.prototype.calculateColors=function(){return this.hoverColor=e.shadeColor(this.themeColor,-.3),this.textColor=e.shadeColor(this.themeColor,.993),this.cardHoverColor=e.shadeColor(this.themeColor,.9),this.quickNavColor=e.shadeColor(this.themeColor,-.2),this.quickAllColor=e.shadeColor(this.themeColor,.3)},a.prototype.css=function(){return".top, nav.top .search-control .popover a.selected, .text-list-popover-control + .popover.bottom a:hover { background-color: "+this.themeColor+"; 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Inspiriert durch Marte Meo, Maria Aarts, Gerald Hüther & Maria Montessori was, wenn? ist der Podcast für alle, die sich ein wenig verloren fühlen. Inka ist deine virtuelle große Schwester mit der du über alles reden kannst, was dich beschäftigt. Ist das eigentlich normal? Bin ich komisch? Was soll ich tun? Hier findest du die Antwort. Schickt eure Fragen und Meinungen an waswenn@einfachinka.de, schreibt auf Instagram unter @einfachinka, folgt mir auf Spotify oder hinterlasst eine Bewertung auf iTunes. Ich freue mich von euch zu hören! Auf meinem YouTube Kanal einf ... Zukunft kann man gestalten, sagen die Gründer der Offenen Gesellschaft. Im gemeinsamen Podcast was wäre wenn spielen wir regelmäßig realistische Utopien durch. WENN KINDER NICHT HÖREN - Der Podcast zum Buch für Eltern und Lehrer Wie kann man Kinder motivieren? Welche Erziehungsansätze sind gut erforscht und funktionieren wirklich? Wie führt man eine Klasse? In diesem Podcast erfahren Eltern, Lehrer und Erziehende - auf leicht verständliche Weise - die neuesten Forschungsergebnisse aus den Bereichen Pädagogische Psychologie, Erziehungspsychologie, Klassenführung und Motivationspsychologie. Für jeden, der das viele Schreien und Schimpfen leid ist. :) Mehr Informationen finden Sie im Buch "Was tun, wenn Kinder nicht hö ... Dem Klima auf der Spur: Wenn Tiere und Pflanzen auswandern (HD 1280) Pflanzen und Tiere reagieren auf vielfältige Weise auf den heutigen Klimawandel. Sie verändern ihren jahreszeitlichen Rhythmus, wachsen teils schneller, teils langsamer – und vor allem wandern sie. Die erwärmungsbedingten Migrationen ziehen Flora und Fauna überwiegend polwärts, aber die räumliche Dynamik des Klimas führt auch zu ganz anderen Wanderrouten. Der Vortrag von Prof. Wolfgang Kießling zeigt Vorhersagen, wohin und über welche Routen Pflanzen und Tiere im 21. Jahrhundert wandern werd ... Wenn der Job stinkt Hey ich bin Dominik und ich bin der Meinung meine Generation quält mehr und mehr das selbe Problem. Alle sind irgendwie unzufrieden mit dem was sie tun oder wissen nicht wofür sie es tun... Mir ging es genauso! Das will ich jetzt ändern! In diesem Podcast erzähle ich meine Geschichte und lege offen was ich nun tun möchte um mein Leben, meine Karriere so zu verändern, dass ich am Ende nicht sagen muss „hätte ich mal“. Viel Spaß dabei! Rechtschreibschwierigkeiten - Späte Förderung (2/2) 29:57 Eine große Stärke unseres Gehirns ist die Fähigkeit, aus vielen Einzelbeispielen allgemeine Regeln zu generieren und diese auch anzuwenden. Somit werden viele Rechtschreibmuster und Rechtschreibregeln beim allgemeinen Schriftsprachgebrauch quasi nebenbei mitgelernt.Allerdings gelingt dieses unbewusst ablaufende (implizite) Lernen bei weitem nicht i… Rechtschreibschwierigkeiten - Späte Förderung (1/2) 26:38 21d ago 26:38 Häufig suchen Eltern von Kindern mit massiven Rechtschreibschwierigekeiten erst dann nach zusätzlichen Unterstützungsangeboten, wenn frühe Fördermaßnahmen (z.B. Förderung der phonologischen Bewusstheit) nicht mehr ihre volle Wirkung entfalten können.Späte Förderbemühungen (ab ca. 4. Klasse) sind mit ungleich mehr Aufwand verbunden. Sie basieren wen… Sollte man Schüler mit Geld motivieren? 25:37 Viele Schüler kennen das Belohnungssystem aus eigener Erfahrung: Für jede gute bzw. sehr gute Note gibt es einen kleinen Geldbetrag von den Eltern oder z.B. den Großeltern. Welche Auswirkungen ein solches Vorgehen hat, wurde in den USA durch eine gigantische Studie evaluiert. Beim Earning by Learning-Programm wurden insgesamt 6,3 Millionen Dollar a… Über den (Un-)Sinn des Sitzenbleibens 25:50 Nahezu jeder 4. Schüler hat in Deutschland im Alter von 15 Jahren mindestens einmal eine Klasse wiederholt.Doch was bringt der sogenannte "Schuss vor den Bug"? Führt er wirklich zur erhofften Kursänderung oder bringt er das Schiff letztlich vollständig zum kentern?Zu kaum einem anderen Thema ist die Datenlage so eindeutig: Sitzenbleiben stigmatisie… Lese-/Rechtschreibschwierigkeiten - Warum wir den Legasthenie-Begriff abschaffen sollten 23:33 Noch immer wird vielerorts die althergebrachte Legasthenie-Diagnostik durchgeführt. Vereinfacht ausgedrückt hat aufgrund dieser Testungen Legasthenie, wer Probleme beim Lesen und/oder Rechtschreiben hat, aber gleichzeitig eine normale oder auch überdurchschnittliche Intelligenz besitzt. Die Leidtragenden sind häufig jene Schüler, die zwar Probleme … Lese-/Rechtschreibschwierigkeiten - Prävention und frühe Förderung 37:20 In einem Punkt sind sich fast alle Forscher und Praktiker einig:Je früher gefördert wird, desto besser!Wenn (drohende) Lese-Rechtschreibschwierigkeiten frühzeitig erkannt und mit entsprechenden Fördermaßnahmen "bekämpft" werden, sind Erfolgserlebnisse schon mit relativ geringem Aufwand zu erreichen.Doch welche Prävention bzw. Förderung macht Sinn?W… Lese-/Rechtschreibschwierigkeiten - Das Ursachenpuzzle (2/2) 28:41 Auch wenn der Einfluss der Gene nicht zu unterschätzen ist (ca. 50%), so gibt es doch eine Reihe von Umwelteinflüssen, die im Verdacht stehen, das Auftreten von L-R-Schwierigkeiten zu begünstigen.Jene Faktoren genauer unter die Lupe zu nehmen, lohnt sich besonders, da wir auf sie (im Gegensatz zur genetischen Anlage) verändernd einwirken können.Im … Lese-/Rechtschreibschwierigkeiten - Das Ursachenpuzzle (1/2) 31:56 Wie kommt es überhaupt zu massiven Lese-/ Rechtschreibschwierigkeiten?Die Liste der verdächtigten Faktoren ist ellenlang. Wie so häufig in der Psychologie gibt es nicht die eine Ursache, sondern ein ganzes Bedingungsgefüge (Multideterminismus). Im Fokus des ersten Teils des Ursachenpuzzles stehen: -> Der Einfluss der Gene -> (vermeintliche) visuell… Die Psychologie des Lesens (2/2) - Die Bedeutung des Vorwissens 27:58 Was passiert in unserem Kopf, wenn wir lesen? Handelt es sich beim Lesen wirklich nur um eine Entnahme von Bedeutungen (bottom-up-Prozesse)? Bei weitem nicht! Ob und wie wir Texte verarbeiten bzw. verstehen, hängt vor allem von unseren erfahrungsabhängigen Wissensstrukturen (kognitiven Schemata) ab. Je größer unser Vorwissen, desto leichter fällt u… Eine demokratischere Demokratie? 43:28 Wir leben in einer Demokratie, in der alle mitbestimmen können. So zumindest in der Theorie. In der Praxis gibt es noch viel zu tun. Der Artikel zum Nachlesen: https://detektor.fm/politik/was-waere-wenn-demokratie Die Psychologie des Lesens (1/2) - Der Matthäus-Effekt 21:53 Deutschland gehört zu den 7 Ländern, deren Schüler seit PISA 2000 einen signifikanten (wenn auch wirklich sehr geringen!) Zuwachs in der Lesekompetenz ihrer Schüler zu verzeichnen haben.Verbesserungen sind allerdings auch dringend notwendig, schließlich ist Lesen die Kulturtechnik schlechthin, mit der wir uns Wissen aneignen. Wissen bzw. Vorwissen … Gemeinsam Probleme lösen - Warum es gut ist, einen Plan B zu haben. 31:11 Allzu häufig enden reaktive Erziehungsgsversuche bezgl. Hausaufgaben, Zimmer aufräumen oder Zähne putzen in heftigen Auseinandersetzungen. Eltern drohen mit Strafe - Kinder reagieren mit Trotzreaktionen (Reaktanz) und Beleidigungen. Im Nachhinein ist das schlechte Gewissen (kognitve Dissonanz) auf beiden Seiten groß - besonders wenn es sogar zu Han… Classroom management (4/4) - Schwierige Fälle 30:47 Die meisten "Disziplinprobleme" lassen sich mit den bereits kennengelernten Regeln der Klassenführung in den Griff kriegen. Was jedoch wenn die Fronten bereits verhärtet sind?Sollten wir Schüler, die immer wieder negativ auffallen, wirklich bestrafen oder ignorieren?Sowohl verhaltensanalytische (z.B. erwünschtes Verhalten verstärken) als auch human… Classroom management (3/4) Plädoyer für den konsequenten Umgang mit Regeln 27:50 Obwohl kaum jemand bestreiten würde, dass Regeln sehr hilfreich sein können, so fällt es doch häufig schwer, diese zu etablieren. Zu oft kapituliert man vor dem vermeindlich großen Widerstand, der sich erhebt, wenn man Regeln durchzusetzen versucht.Wenn wir jedoch Regelverstöße tolerieren, dann heißt das für den einzelnen Schüler: "Naja, wenn sich … Classroom management (2/4) oder wie führt man eine Klasse? 31:39 Was macht gute Klassenführung aus? Lange haben sich Forscher an dieser Frage die Zähne ausgebissen. Viele zunächst plausibel klingenden Erklärungen hielten einer empirischen Überprüfung nicht stand. Weder fand man ein besonders geeignetes Lehrer-Persönlichkeitsmuster, noch wurde die Annahme bestätigt, dass die Art, wie streng ein Lehrer die Schüler… Classroom management (1/4) - Warum wir mehr darüber wissen sollten... 24:25 PISA, DESI und viele andere Studien haben gezeigt: Kaum ein anderes Unterrichtsmerkmal hängt so konsistent mit Leistungsniveau und Leistungsfortschritt zusammen wie die Fähigkeit des Lehrers die Klasse zu führen.Logisch: Wenn andauernd Quatsch gemacht wird und der Geräuschpegel unangenehm hoch ist, fällt es einem Schüler schwer sich zu konzentriere… Der "overjustification effect" oder zerstört Belohnung die intrinsische Motivation? 26:03 5M ago 26:03 "Earning by Learning" heißt ein in den USA durchgeführtes Programm, bei dem Schüler für's Lesen lernen bezahlt werden. Um eine intiale Motivation herzustellen sind Belohnungen sicherlich sehr effektiv. Was passiert jedoch wenn diese extrinsischen (von außen kommenden) Belohnungen abgesetzt werden? Können Belohnungen auch nach hinten losgehen und ei… Wie lobt man richtig? 20:03 Beim Loben kann man doch nichts falsch machen, oder?"Du bist ein Riesentalent." "Du bist ja so begabt." Warum solche gutgemeinten Formen des Lobens vielleicht nicht ideal sind, wurde in den letzten beiden Episoden schon angesprochen.Worauf sollten wir noch achten, wenn wir anderen - in unserem Fall natürlich Schülern - unsere Anerkennung zu Teil we… Der Schlüssel zur Motivation? (2/2) - Lernen lohnt sich! 30:39 Der Glaube, dass Veränderung bzw. Wachstum kaum oder gar nicht möglich ist, kann dazu führen, dass man angesichts eines verhauenen Tests versucht, sich beim nächsten mal eher durchzumogeln versucht (z.B. durch Spicken), anstatt einfach mehr zu lernen. Denn wenn meine Intelligenz unveränderbar ist, dann lohnt es sich ja nicht zu lernen... Aber ist e… Der Schlüssel zur Motivation? (1/2) - Die Forschung der Carol Dweck 27:41 Menschen unterscheiden sich in ihrer Fähigkeit Rückschläge und Niederlagen zu verkraften. Was für den einen ein lehrreicher Fehler ist, versetzt den anderen wochenlang in ein Gefühl der Hilflosigkeit. Wie kommt dieser Unterschied zustande? Und warum sind manche Menschen eher daran interessiert einen guten Eindruck zu hinterlassen (performance goal … Moralpredigt vs. Man wird wie man gesehen wird... 19:34 "Ihr solltet euren Klassenraum sauberhalten." "Ihr solltet besser zuhören." "Ihr solltet mehr tun für Mathematik. Mathe ist wichtig!" Häufig verbringen Lehrer und Eltern viel Zeit mit solchen "Moralpredigten". Aber bringen sie überhaupt etwas?Studien legen nahe, dass es sicherlich effektivere Vorgehensweisen gibt.keywords: Müllentsorgung - baseline… was wäre wenn | Gesundheit - Eine freie Versorgung für die Zukunft? 39:24 Eine sich ändernde Gesellschaft braucht mit der Zeit auch eine Gesundheitsversorgung, die sich an die neuen Verhältnisse anpasst. Wie das gelingen könnte, zeigt die aktuelle Ausgabe von „was wäre wenn“. Der Artikel zum Nachlesen: https://detektor.fm/gesellschaft/was-waere-wenn-gesundheit Der Rosenthal-Effekt (Teil 3) - Verhängnisvolle Aussagen 26:15 "Du bist wohl nicht auf der richtigen Schule." "Eine blinde Henne findet auch mal ein Korn." "Sitzen hier lauter Idioten?"... Solche Aussagen können sich geradezu in unser Gedächtnis einbrennen und der Anfangspunkt einer negativen self-fulfilling prophecy sein. Aber: Es ist es auch möglich einem Kind eine positive Vision mit auf den Weg zu geben. W… Der Rosenthal-Effekt (Teil 2) - Free your mind 25:47 Unter anderem über ein Pferd das kleinste Körpersignale lesen konnte und einen Psychologen, der es ihm gleich tat... Was wir einem Schüler zutrauen, schlägt sich auch in unserer Körpersprache ihm gegenüber nieder. Von welchen fehlgeleiteten Erwartungen sollten wir "unseren Geist befreien", um nicht verhängnisvolle (nonverbale) Rückmeldungen zu gebe… Der Rosenthal-Effekt oder man wird wie man gesehen wird... 35:10 7M ago 35:10 Einer der mächtigsten und eindrucksvollsten psychologischen Effekte die es gibt. Wenn ich einen Schüler für besonders begabt halte, bekommt dieser von mir auch eine besondere Behandlung (besondere Hilfestellungen, häufigeres Zunicken/Zulächeln). Das führt dazu, dass er immer mehr an sich und seine Fähigkeiten glaubt. Er wird besser, wodurch ich in … was wäre wenn | Demokratieförderung - Von Staat und Stiftungen 44:01 Derzeit wird viel über die Demokratieförderung durch den Staat diskutiert. Denn: Vielen Initiativen drohen Kürzungen. Auf der letzten Konferenz der Offenen Gesellschaft haben zivilgesellschaftliche Organisationen über die Bedeutung von und Alternativen zur staatlichen Förderung diskutiert. Der Artikel zum Nachlesen: https://detektor.fm/gesellschaft… was wäre wenn | Arbeit und Technologie - Technologie als Chance 37:27 Neue Technologie, Künstliche Intelligenz und Roboter werden unsere Arbeitsplätze verändern. Sara Steinert fragt: Was wäre, wenn uns Technologie die Arbeit abnähme – im positiven Sinne? Der Artikel zum Nachlesen: https://detektor.fm/gesellschaft/was-waere-wenn-arbeit-und-technologie Bin ich Schuld daran, dass ich single bin? 17:49 9M ago 17:49 Folge 26 Sabotieren wir uns vielleicht selbst? Sind wir in Wirklichkeit die, mit der Bindungsangst? Ich teile meine aktuellen Gedankengänge mit euch. Werbung: Danke an eis.de, die diese Folge gesponsert haben! Mit inka30 bekommt ihr 30% auf das gesamte Sortiment (außer auf den Kalender und Sonderangebote). Ab 79,99€ versandkostenfrei gibt es dort a… Motivation: Trau dich! Angst bekämpfen 13:41 10M ago 13:41 Folge 25 Manchmal sind wir selbst unser größter Feind. Wir tragen so viel unergründetes Potenzial in uns, welches wir jedoch nicht nutzen, weil wir uns selbst im Weg stehen. Du kannst jederzeit neu starten! Heute ist dein Tag! Schickt eure Fragen und Meinungen an waswenn@einfachinka.de, schreibt auf Instagram unter @einfachinka, folgt mir auf Spoti… was wäre wenn | Schule von morgen - Wie sieht bessere Bildung aus? 49:57 10M ago 49:57 Die Welt ändert sich rasant – doch in den meisten Schulen hierzulande sieht es aus wie vor 30 Jahren. Was muss getan werden, um Schulen und den Unterricht fit für die Zukunft zu machen? Dieser Frage geht Sara Steinert in dieser Folge von „was wäre wenn“ nach. Der Artikel zum Nachlesen: https://detektor.fm/gesellschaft/was-waere-wenn-schule-von-morg… was wäre wenn | Human Rights Film Festival - Filme, die die Welt verändern 38:41 Können Filme echten gesellschaftlichen Wandel anstoßen? Sara Steinert hat sich auf dem Human Rights Film Festival in Berlin umgehört. Der Artikel zum Nachlesen: https://detektor.fm/politik/was-waere-wenn-human-rights-film-festival was wäre wenn | Utopien als Beruf - Wer Visionen hat, sollte nicht zum Arzt gehen 40:22 In der neuen Folge von „was wäre wenn“ spricht Sara Steinert mit zwei Gästen, deren Job es ist, Utopien zu entwickeln. Anne Pinnow und Kai Kuhnhenn vom „Konzeptwerk Neue Ökonomie“ wollen mit ihrer Arbeit zeigen, wie befreiend Utopien für die Zukunft sein können. Der Artikel zum Nachlesen: https://detektor.fm/gesellschaft/was-waere-wenn-utopie-als-b… was wäre wenn | Klimastadt - Von Bürgerbeteiligung und Klimaschutz 43:54 1y ago 43:54 was wäre, wenn … Städte zu einer positiven Klimabilanz beitragen würden? Sara Steinert hat mit zwei Experten gesprochen und herausgefunden, wie das Leben in der Stadt klimaneutral werden könnte. Der Artikel zum Nachlesen: https://detektor.fm/gesellschaft/was-waere-wenn-klimastadt was wäre wenn | Soziale Netzwerke - Gemeinschaftsgut Social Media? 42:03 Was wäre, wenn … soziale Netzwerke den Nutzerinnen und Nutzern gehören würden? Sara Steinert spricht mit Georg Diez über Blockchain, digitale Freiheit und Alternativen zu Facebook & Co. Der Artikel zum Nachlesen: https://detektor.fm/digital/was-waere-wenn-soziale-netzwerke was wäre wenn | Kostenloser Nahverkehr - Freie Fahrt für alle! 40:51 Was wäre, wenn … der öffentliche Nahverkehr gratis wäre? Bisher zahlen wir für jede Fahrt mit Bahn, Bus oder Tram. In der neuen www-Folge geht Sara Steinert der Frage nach, ob das unbedingt so sein muss. Der Artikel zum Nachlesen: https://detektor.fm/gesellschaft/was-waere-wenn-kostenloser-nahverkehr… was wäre wenn | Hoffnung für ein neues Europa - In Vielfalt geeint? 42:07 Was wäre, wenn … wir Europa neu gestalten würden? Pünktlich zur Europawahl redet Sara Steinert mit ihren Gästen über Hoffnungen und Ideen für ein besseres Zusammenleben auf dem zweitkleinsten Kontinent der Welt. Der Artikel zum Nachlesen: https://detektor.fm/gesellschaft/was-waere-wenn-hoffnung-fuer-ein-neues-europa… was wäre wenn | Was bedeutet Feminismus heute? - "Leider immer noch notwendig" 31:53 Was wäre, wenn … Feminismus nicht mehr nötig wäre? Sara Steinert, Gilda Sahebi und Raven Musialik stellen sich eine Welt vor, in der nicht mehr aufgrund des Geschlechts diskriminiert wird. Und sie diskutieren, was Feminismus heute noch bedeutet. Der Artikel zum Nachlesen: https://detektor.fm/gesellschaft/was-waere-wenn-feminismus-heute… Work and Travel: Fails, Tipps & Tricks 29:44 Folge 24 Goodbye Deutschland, hello Abenteuer! Von einem Auslandsaufenthalt träumen viele, aber wie finanziert man das eigentlich? Was erwartet einen alles? Wie findet man schnell Anschluss? Werbung: Wer reist, verbringt viel Zeit in Bussen, Zügen und Flugzeugen. Bestes Mittel gegen Langweile: BookBeat, die App mit der so viele Hörbücher im Monat h… was wäre wenn | Eine Welt ohne Gefängnisse - "Respekt statt Stigmatisierung" 36:03 Was wäre, wenn … es keine Gefängnisse gäbe? Sara Steinert und Georg Diez diskutieren über Alternativen zum Strafvollzug. Der Artikel zum Nachlesen: https://detektor.fm/gesellschaft/was-waere-wenn-eine-welt-ohne-gefaengnisse was wäre wenn | Neuer Podcast mit der „Offenen Gesellschaft“ - "Das Utopie-Vakuum füllen" 16:02 „Zukunft kann man gestalten“ – sagen die Gründer der „Offenen Gesellschaft“. Im gemeinsamen Podcast „was wäre wenn“ spielen wir nun regelmäßig realistische Utopien durch. Der Artikel zum Nachlesen: https://detektor.fm/gesellschaft/was-waere-wenn-podcast-zur-offenen-gesellschaft Was, wenn ich mich nicht traue? 2.0 (Blind Date am Flughafen) 21:26 Folge 23 Wie bekommt man eigentlich Eier aus Stahl? Wie schafft man es, einfach mal die Arschbacken zusammenzukneifen und sich was zu trauen? Ich erzähle euch von meiner Sucht nach Adrenalin und wie ich es schaffe, mich selbst zu neuen Abenteuern zu motivieren! Schickt eure Fragen und Meinungen an waswenn@einfachinka.de, schreibt auf Instagram unte… Selbstoptimierung bis zum Burnout 22:14 Folge 22 Meditation, Produktivität, Yoga, Mindfulness, Bullte Journals, etc. Das sind eigentlich alles Dinge, die unser Leben verbessern sollen, aber sind diese Übungen am Ende des Tages wirklich hilfreich oder stressen sie uns nicht doch eher? Schickt eure Fragen und Meinungen an waswenn@einfachinka.de, schreibt auf Instagram unter @einfachinka, f… Was, wenn ich mich in die Falschen verliebe? 18:53 Folge 21 Ich würde diese Folge gerne "Was, wenn ich eine dumme Kartoffel bin?" nennen. Ich erzähle euch nämlich von meinem peinlichen Mantra bereit für eine Beziehung zu sein und wie ich es daraufhin geschafft habe, mich der Reihe nach in einen Blödmann nach dem anderen zu vergucken. Schickt eure Fragen und Meinungen an waswenn@einfachinka.de, schr… Was, wenn ich antriebslos bin? (Mehr Motivation) 19:51 2y ago 19:51 Folge 20 Schickt eure Fragen und Meinungen an waswenn@einfachinka.de, schreibt auf Instagram unter @einfachinka, folgt mir auf Spotify oder hinterlasst eine Bewertung auf iTunes. Ich freue mich von euch zu hören!Von einfach inka: deine virtuelle große Schwester Was, wenn ich ausziehe? || Ich ziehe nach Köln! 18:19 Folge 19Schickt eure Fragen und Meinungen an waswenn@einfachinka.de, schreibt auf Instagram unter @einfachinka, folgt mir auf Spotify oder hinterlasst eine Bewertung auf iTunes. Ich freue mich von euch zu hören!Von einfach inka: deine virtuelle große Schwester Sex mit dem besten Freund, single sein und Fernbeziehungen... || Dr. Inka 20:07 2y ago 20:07 Folge 18 Wer soll Dr. Sommer sein? Heute gibt's Dr. Inka! Ihr habt mir eure Kummerkasten-Fragen geschickt und ich gebe euch Ratschläge rund um das Thema Beziehung. Ein bisschen gemein bin ich auch noch. Was will man mehr? :D Schickt eure Fragen und Meinungen an waswenn@einfachinka.de, schreibt auf Instagram unter @einfachinka, folgt mir auf Spotify… Was, wenn ich alleine verreisen will? (Angst/ Meine Israelreise) 20:28 2y ago 20:28 Folge 17 Alleine reisen kann so viel Spaß machen, aber auch super viel Angst machen. Ich habe richtig vergessen, wie sehr ich die Freiheit des Alleinsein genieße und diese in meinem letzten Urlaub wiederentdeckt. Wie konnte ich nur vergessen, wie viel Spaß das macht? Außerdem erzähle ich euch von der ein oder anderen Anekdote und gebe euch meine Ti… Was, wenn ich nicht heterosexuell bin? Mit Lisa Sophie Laurent 30:58 Folge 16Folgt Lisa: https://www.youtube.com/user/ItsColeslawSchickt eure Fragen und Meinungen an waswenn@einfachinka.de, schreibt auf Instagram unter @einfachinka, folgt mir auf Spotify oder hinterlasst eine Bewertung auf iTunes. Ich freue mich von euch zu hören!Von einfach inka: deine virtuelle große Schwester Was, wenn ich in einen Bad Boy verliebt bin? 19:09 Folge 15 Kennst du dieses Gefühl? Du lernst einen Typ kennen, der ein Benehmen an den Tag legt, das dich eigentlich abschrecken sollte. Du weißt, dieser Typ bedeutet Ärger und doch kannst du nicht aufhören an ihn zu denken. Doch warum stehen wir eigentlich so oft auf Bad Boys? Und kann man das rational begründen? Verlosung: Gewinne die komplette Bu… Was, wenn ich nicht mehr leben will? (Suizid) 27:17 Folge 14 Suizid ist die zweithäufigste Todesursache bei Jugendlichen. Dabei gibt es so viele Gründe für das Leben! Heute rede ich mit Anna von U25 über dieses Thema. Was kann ich tun, wenn ich merke, dass es einem meiner Freunde nicht gut geht? Wie kann ich helfen? Diese und weitere Fragen beantworten wir dir heute. Holt euch Hilfe: http://www.u25.…
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Was war der Durchbruch von Julia Roberts als Schauspielerin?
Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie hatte 1990 mit der Filmromanze Pretty Woman ihren internationalen Durchbruch und erhielt für die Rolle den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie Die Akte (1993), Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), Notting Hill (1999) und Die Braut, die sich nicht traut (1999) etablierte sie sich als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle in Erin Brockovich (2000) gewann sie den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Kinohits hatte sie mit Ocean’s Eleven (2001), der Fortsetzung Ocean’s 12 (2004) und Mona Lisas Lächeln (2003). Leben Kindheit und Jugend Roberts wurde 1967 in Atlanta geboren. Ihre Eltern, Walter Grady Roberts (1933–1977) und Betty Lou Bredemus (1934–2015), leiteten eine Schauspielschule für Kinder in der Innenstadt von Atlanta, die auch von Julias beiden älteren Geschwistern Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts Gillan (* 1965) besucht wurde. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten gab es in der Schule keine Rassentrennung; zu den Schülern zählten unter anderem die Kinder des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Eltern trennten sich, als Julia Roberts vier Jahre alt war. Während ihr Bruder beim Vater blieb, zog die Mutter mit den Töchtern nach Smyrna, wo Roberts die High School besuchte. 1972 heiratete Roberts’ Mutter den Theaterkritiker Michael Motes. Aus dieser Ehe, die 1983 geschieden wurde, ging Roberts’ Halbschwester Nancy Motes (1976–2014) hervor. Während ihrer Schulzeit spielte Roberts in Amateurtheatervorstellungen mit, da sie die schauspielerischen Erfolge ihres Bruders beeindruckten, der an der Royal Academy of Dramatic Art in London und an der American Academy of Dramatic Arts in New York City Schauspiel studiert hatte und für seine Rolle in König der Zigeuner (1978) für einen Golden Globe Award nominiert worden war. Karrierebeginn Nach ihrem High-School-Abschluss im Juni 1985 zog Roberts zu ihrer Schwester Lisa nach New York, wo sie gelegentlich als Model arbeitete und in einem Schuhgeschäft sowie einer Eisdiele jobbte. Ihr eigentliches Ziel war jedoch, Schauspielerin zu werden. Sie wurde in die Kartei der Agentur von Bob McGowan aufgenommen und nahm Sprachunterricht, um ihren Südstaatenakzent loszuwerden. Den Besuch eines Schauspielkurses brach sie ab, weil sie den Unterricht als nutzlos empfand. Nach zahlreichen Vorsprechterminen erhielt sie 1986 eine Gastrolle in der Fernsehserie Crime Story und wurde für eine kleine Rolle in der Komödie Firehouse engagiert. Der Film wurde von den Kritikern oft als „viertklassig“ bezeichnet und Roberts’ Auftritt dauerte nur etwa fünfzehn Sekunden. Mit Unterstützung ihres Bruders Eric, der 1986 für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film Expreß in die Hölle nominiert worden war, erhielt sie eine Rolle an seiner Seite in dem Film Blood Red – Stirb für dein Land. Die Dreharbeiten fanden im November und Dezember 1986 statt, der Film kam jedoch erst 1989 ins Kino und war nicht erfolgreich. Ihre erste größere Rolle spielte Roberts in Satisfaction (1988). Für die Rollen der jugendlichen Mitglieder einer Band wurden Schauspieler gesucht, die Musikinstrumente spielen konnten. Roberts fing daraufhin an, Schlagzeugunterricht zu nehmen, allerdings wurde die entsprechende Rolle in der Zwischenzeit mit Trini Alvarado besetzt. Stattdessen bekam Roberts die Rolle eines Mädchens, das Bassgitarre spielt, so dass sie erneut Unterricht nehmen musste. Die Dreharbeiten fanden im Mai und Juni 1987 in Charleston statt. Durchbruch Mit der Komödie Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel, gedreht im Herbst 1987, konnte Roberts ihren ersten Kinoerfolg verbuchen. Sie glaubte zunächst nicht, die richtige Besetzung für die erotisch wirkende Daisy Arujo, eine junge Frau portugiesischer Abstammung, zu sein. Außerdem fand die Produktionsassistentin Jane Jenkins Roberts’ Haare zu hell, so dass sie sie rot färbte. Insbesondere diese Eigeninitiative überzeugte den Regisseur Donald Petrie davon, sie zu engagieren. Ihre Gage betrug 50.000 US-Dollar. Für ihre Rolle wurde Roberts für die Filmpreise Independent Spirit Award und Young Artist Award nominiert. 1988 hatte Roberts einen Gastauftritt in der Fernsehserie Miami Vice. 1989 spielte sie an der Seite ihrer namhaften Schauspielkolleginnen Sally Field, Dolly Parton, Shirley McLaine und Daryl Hannah eine Nebenrolle in dem Drama Magnolien aus Stahl, das in der Kleinstadt Natchitoches in Louisiana gedreht wurde. Die US-Premiere des Films fand am 15. November 1989 statt, und Roberts erhielt für ihre Rolle, die zuvor von Meg Ryan abgelehnt worden war, einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Während der Dreharbeiten zu Magnolien aus Stahl waren Roberts und ihr Filmpartner Dylan McDermott ein Paar geworden. Nach einer kurzen Verlobungszeit trennte sich das Paar 1990. Erfolg mit Pretty Woman Roberts’ nächstes Filmprojekt machte sie zu einem internationalen Superstar: Unter der Regie von Garry Marshall verkörperte sie in der Filmromanze Pretty Woman die Prostituierte Vivian, die sich in einen schwerreichen Geschäftsmann (gespielt von Richard Gere) verliebt. Die Dreharbeiten begannen im Juli 1989 unter dem Arbeitstitel 3.000 – in Anlehnung an die Geldsumme, die Vivian für ihre Liebesdienste erhalten sollte – und wurden im Oktober 1989 in Los Angeles abgeschlossen. Ein Happy End war zunächst nicht vorgesehen gewesen, während des Schnitts von 3.000 entfielen aber fast alle düsteren Szenen, so dass die Handlung schließlich doch eine positive Wendung nahm. Marshall entschied schließlich auch, den Film nach dem gleichnamigen Lied von Roy Orbison, das in einer Szene des Films zu hören ist, umzubenennen. Die US-Premiere fand am 23. März 1990 statt. Obwohl die Kritiken nicht besonders gut waren, entwickelte sich die moderne Aschenputtel-Geschichte zu einem erfolgreichen Kinohit: Weltweit spielte der Film 463,4 Mio. US-Dollar ein und verzeichnete allein in Deutschland über zehn Millionen Kinobesucher. Roberts, die für die Rolle eine Gage von 300.000 US-Dollar erhalten hatte, wurde zur damals gefragtesten Schauspielerin Hollywoods und erhielt für die Rolle ihren zweiten Golden Globe und ihre zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Als nächstes spielte sie für eine Gage von 550.000 US-Dollar in dem Thriller Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990) an der Seite von Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und William Baldwin eine Medizinstudentin, die mit Nahtoderfahrungen experimentiert. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, studierte sie das tibetische Totenbuch. Während der Dreharbeiten, die von Oktober 1989 bis Januar 1990 dauerten, wurden Roberts und Sutherland ein Paar. Roberts beendete die Beziehung kurz vor der geplanten Hochzeit im Juni 1991. In dem Psychothriller Der Feind in meinem Bett von 1991 verkörperte Roberts eine junge Frau, die ihren eigenen Tod inszeniert, um ihrem sadistischen Ehemann, gespielt von Patrick Bergin, zu entkommen. Der Spielfilm erzielte allein in den Vereinigten Staaten ein Einspielergebnis von 101,5 Mio. US-Dollar und Roberts erhielt eine Gage von einer Million US-Dollar. Im selben Jahr war Roberts in der tragischen Liebesgeschichte Entscheidung aus Liebe zu sehen. Der Film blieb mit Einnahmen von 33,6 Mio. US-Dollar an den US-Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen des Filmstudios 20th Century Fox zurück und die Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Nach den Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Fantasyfilm Hook (1991), in dem sie die Rolle der Fee Glöckchen spielte, nahm Roberts eine fast zweijährige berufliche Auszeit, nachdem sie in den Jahren zuvor einen Film nach dem anderen gedreht hatte. Lediglich in Robert Altmans The Player hatte sie 1992 einen kurzen Cameo-Auftritt. Über die Gründe für ihre Abkehr von der Filmindustrie wurde in den Medien viel spekuliert und Anfang 1993 fragte das People Magazine auf seiner Titelseite “What happened to Julia Roberts?” (zu dt.: „Was ist mit Julia Roberts passiert?“). Später begründete Roberts ihre Auszeit damit, dass sie zu sich selbst finden wollte, da der plötzliche Ruhm und Erfolg vollkommen neu für sie gewesen seien. Sie habe in dieser Zeit viele Drehbücher gelesen, aber kein Projekt angenommen. Zu den von ihr damals abgelehnten Rollen gehörten die weibliche Hauptrolle in dem Erotikthriller Basic Instinct, durch die Sharon Stone 1992 weltberühmt wurde, und Meg Ryans Part in Schlaflos in Seattle (1993). Karriere von 1993 bis 1999 An der Seite von Denzel Washington und unter der Regie von Alan J. Pakula gelang Roberts mit der John-Grisham-Verfilmung Die Akte 1993 ein erfolgreiches Comeback. Obwohl die Kritiker ihre schauspielerische Leistung in dem Thriller gemischt aufnahmen, spielte der Film weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie I Love Trouble – Nichts als Ärger (1994) mit Nick Nolte, erwies sich dagegen als finanzieller Flop und wurde mehrfach für die fehlende Leinwand-Chemie seiner beiden Hauptdarsteller kritisiert. In Prêt-à-Porter, eine Komödie aus dem Jahr 1994 über die Pariser Modewelt, spielte Roberts an der Seite ihres damaligen Ehemannes Lyle Lovett, den sie am Filmset von The Player kennengelernt und am 27. Juni 1993 geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1995 nach knapp zwei Jahren geschieden. Power of Love war der einzige Film, den Roberts 1995 drehte. Im folgenden Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der 13. Folge der zweiten Staffel der US-Sitcom Friends und erhielt für ihre Titelrolle im erfolglosen Horrorfilm Mary Reilly eine Nominierung für den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin. Die Verfilmung des Lebens von Michael Collins (1996) mit Liam Neeson, in dem Roberts eine Nebenrolle spielte, war ebenfalls kein finanzieller Erfolg. Der Woody-Allen-Film Alle sagen: I love you, in dem Roberts auch ihre Fähigkeiten als Sängerin unter Beweis stellte, erhielt hingegen gute Kritiken. 1997 landete Roberts mit der romantischen Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes einen weltweiten Kinohit. Die romantische Komödie, in der Roberts’ Filmcharakter mit allen Mitteln versucht, eine Eheschließung zu verhindern, spielte knapp 300 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgenden Filme, der Thriller Fletcher’s Visionen (1997) mit Mel Gibson und das Drama Seite an Seite (1998) mit Roberts’ langjähriger Freundin Susan Sarandon, waren ebenfalls im Kino erfolgreich. Für Notting Hill (1999) mit Hugh Grant konnte Roberts die Rekordgage von 15 Mio. US-Dollar verlangen, für Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit ihrem Pretty Woman-Filmpartner Richard Gere sogar 17 Millionen. Beide Filme – romantische Komödien – gehören mit Einspielergebnissen von 363,8 Mio. US-Dollar (Notting Hill) und 309,4 Mio. US-Dollar (Die Braut, die sich nicht traut) zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen in Roberts’ Karriere. Für Notting Hill bekam sie ihre vierte Golden-Globe-Nominierung. Oscar-Gewinn und die 2000er Jahre 2000 bekam Roberts für die Hauptrolle im Film Erin Brockovich 20 Mio. US-Dollar und war damit die erste Schauspielerin, die diese Summe für eine Filmrolle aushandeln konnte. Die wahre Geschichte von Erin Brockovich, die als Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei einen Umweltskandal aufdeckte und im anschließenden Gerichtsverfahren eine Rekordsumme als Entschädigungszahlung aushandeln konnte, wurde für Roberts zum Höhepunkt ihrer Karriere: Sie erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Kritikerpreise, darunter ihren dritten Golden Globe, den British Academy Film Award, den Critics’ Choice Award, den Screen Actors Guild Award und im dritten Anlauf auch den Oscar. 2001 spielte Roberts erfolgreich an der Seite von Brad Pitt im Road-Movie The Mexican, es folgte die Komödie America’s Sweethearts mit Catherine Zeta-Jones. Ocean’s Eleven (2001), eine Neuverfilmung von Frankie und seine Spießgesellen aus dem Jahr 1960, brachte Roberts wieder mit Brad Pitt zusammen vor die Kamera. Der prominent besetzte Film (George Clooney, Matt Damon, Andy García) wurde mit einem Einspielergebnis von 450,7 Mio. US-Dollar zu Roberts’ finanziell erfolgreichstem Film nach Pretty Woman. Mit George Clooney drehte sie auch ihren nächsten Film Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002). 2003 drehte Roberts Mona Lisas Lächeln, 2004 Hautnah und ihre erste Filmfortsetzung, Ocean’s 12, wieder mit Brad Pitt und George Clooney und wieder äußerst erfolgreich (362,7 Mio. weltweites Einspielergebnis). In Ocean’s Twelve spielte Roberts wieder die Rolle der Tess Ocean, die sich hier ihre Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Julia Roberts zunutze macht, um einen Raub in einem Museum durchzuführen. Nach der Geburt ihrer Zwillinge 2004 nahm Roberts erneut eine Auszeit von der Schauspielerei, und seit der Geburt ihres dritten Kindes 2007 nimmt Roberts nur noch sporadisch Filmrollen an: In Der Krieg des Charlie Wilson (2007) spielte sie an der Seite von Tom Hanks und erhielt dafür ihre sechste Golden-Globe-Nominierung. Sie war zu sehen in Zurück im Sommer (2008) und in Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (2009), für den sie ihre siebte Golden Globe-Nominierung bekam. Seit 2010 2010 spielte sie in der Komödie Valentinstag an der Seite von Jessica Alba, Kathy Bates, Bradley Cooper, Jamie Foxx, Jessica Biel, Jennifer Garner und Anne Hathaway. Im Jahr 2009 beendete sie die Dreharbeiten zu der Dramakomödie Eat Pray Love, in der sie die Rolle der Elizabeth Gilbert spielt. Das Drehbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, die Elizabeth Gilbert in ihrem gleichnamigen Bestseller niederschrieb. Der Kinostart erfolgte am 23. August 2010. Das weltweite Einspielergebnis betrug 204,5 Mio. US-Dollar. Im Jahr 2010 drehte sie den Liebesfilm Larry Crowne, der von Tom Hanks produziert wurde. Hanks spielt auch den männlichen Gegenpart zu Roberts und führte Regie. 2012 drehte sie an der Seite von Lily Collins den Film Spieglein Spieglein, eine neue Version des Märchen-Klassikers Schneewittchen, in dem sie den Part der bösen Königin übernahm. Außerdem übernahm sie in der Theater-Verfilmung Im August in Osage County die Rolle der Barbara Fordham. 2018 spielte sie die Hauptrolle in der zehnteiligen Serie Homecoming, die am 2. November 2018 bei Amazons Streamingdienst Prime Video ihre internationale Premiere feierte. Sonstiges Für das deutsche Kino wird Roberts seit dem Film Pretty Woman von Daniela Hoffmann synchronisiert. Roberts’ eigene Produktionsfirma heißt Red Om – der Nachname ihres Ehemannes Danny Moder in umgekehrter Schreibweise. 1990, 1991, 2000, 2002, 2005 und 2010 wurde Roberts vom US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt. Das britische Magazin Empire wählte sie im Oktober 1997 auf Platz 66 der 100 größten Filmstars aller Zeiten. Als Brad Pitt und George Clooney herausgefunden hatten, dass Roberts zusammen mit ihnen für Ocean’s Eleven (2001) vor der Kamera stehen würde, schickten sie ihr eine Karte, in der stand „Wir haben gehört, dass du 20 pro Film bekommst“ zusammen mit einem 20-Dollar-Schein. Roberts hatte zuvor für Erin Brockovich (2000) eine Gage von 20 Millionen Dollar erhalten. Im November 2005 führte Roberts, ungeachtet ihrer damaligen Karriereunterbrechung, laut dem Hollywood-Reporter mit einer Gage von 20 Mio. US-Dollar die Riege der bestbezahlten Hollywood-Schauspielerinnen an. Ein Jahr später verlor sie diese Spitzenposition jedoch an Nicole Kidman. 2007 wurde sie mit einer Gagenhöhe von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film auf Platz 7 der bestbezahlten Hollywood-Aktricen ausgewiesen. 2006 erhielt Roberts fünf Millionen US-Dollar dafür, dass sie für acht Werbeanzeigen des Modedesigners Gianfranco Ferré vor der Kamera stand. Die Aufnahmen wurden innerhalb von einem Tag gemacht. Der Chilene Miljenko Parserisas Bukovic ist ein großer Fan von Julia Roberts. Nachdem er Erin Brockovich gesehen hatte, war er so begeistert von ihrer Leistung, dass er sich insgesamt 82 Tattoos mit ihrem Porträt stechen ließ. Er hat die Absicht, noch mehr Tattoos anfertigen zu lassen. Privatleben Roberts ist die Tante der Schauspielerin Emma Roberts. Auch ihre Geschwister Eric Roberts und Lisa Roberts Gillan sind als Schauspieler erfolgreich. 2014 wurde ihre Halbschwester Nancy Motes tot aufgefunden. 2015 starb ihre Mutter Betty Lou Bredemus nach langer Krankheit an Lungenkrebs. 1989 war Roberts kurzzeitig mit ihrem Filmpartner in Magnolien aus Stahl, Dylan McDermott, verlobt. 1990 verliebte sie sich auf dem Set von Flatliners in Kiefer Sutherland; Roberts beendete die Beziehung im folgenden Jahr, nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit. Im Juni 1993 heiratete sie den Country-Musiker Lyle Lovett, kurz darauf spielten beide in dem Film Prêt-à-Porter. Im März 1995 gab das Paar die Trennung bekannt und ließ sich scheiden. Von 1998 bis 2001 war Roberts mit dem Law & Order-Star Benjamin Bratt liiert. Im Jahr 2000 lernte sie am Set von The Mexican den Kameramann Daniel Moder kennen. Er und Roberts heirateten im Juli 2002. 2004 wurden sie Eltern von zweieiigen Zwillingen, Hazel und Phinnaeus; 2007 wurde ihr zweiter Sohn Henry Daniel geboren. Filmografie Darstellung Synchronisation 2006: Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) 2006: Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) 2017: Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (Smurfs: The Lost Village) Nicht realisierte Filmprojekte Während Du schliefst (1995) – Roberts lehnte die Rolle ab, Sandra Bullock erkannte das Potenzial des Films und er wurde zu einem der größten Erfolge ihrer schauspielerischen Laufbahn. Batman & Robin (1997) – Roberts war im Gespräch für die Rolle der Poison Ivy, die Rolle bekam dann Uma Thurman. Shakespeare in Love (1998) – Roberts war für die Hauptrolle in diesem Film vorgesehen, lehnte jedoch ab. Gwyneth Paltrow sprang ein und gewann für ihre Darstellung den Oscar. Sechs Tage, sieben Nächte (1998) – Anne Heche spielte an der Seite von Harrison Ford, nachdem Roberts die Rolle abgelehnt hatte. Selbst ist die Braut (2009) – angeblich war den Produzenten Roberts’ Gagenforderung zu hoch. Sie engagierten daraufhin Sandra Bullock und die Komödie wurde ein weltweiter Erfolg. 1999 waren Bullock und Roberts schon einmal Konkurrentinnen um eine Rolle (Die Braut, die sich nicht traut); damals war Roberts siegreich. 2009 wurde Roberts auch die Hauptrolle in Bullocks bislang erfolgreichstem Film Blind Side – Die große Chance angeboten. Für diese Rolle erhielt Bullock den Oscar für die beste Hauptrolle. Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Negativpreise Roberts erhielt außerdem zahlreiche Beliebtheits- und Publikumspreise in aller Welt (u. a. elf „Bravo-Ottos“ in Deutschland). Zuletzt erhielt sie im Oktober 2007 den Preis der American Cinematheque. Literatur Penning, Lars: Julia Roberts. Berlin, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-929470-36-5. James Spada: Julia Roberts. Die Biografie. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09436-8. Meinolf Zurhorst: Julia Roberts. „Pretty Woman“. Heyne Filmbibliothek, Band 168 (3. Auflage). Wilhelm Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-05757-0. Weblinks Einzelnachweise Filmschauspieler Theaterschauspieler Oscarpreisträger Golden-Globe-Preisträger Person (Atlanta) US-Amerikaner Geboren 1967 Frau
Wikiloc | Leipziger Notenspur Trail Wandern (Die besten Wandern Routen in Germany → Sachsen → Leipzig ) Leipzig (Wandern) imfree Alle Rechte vorbehalten angezeigt 775 Mal, heruntergeladen 20 Mal Dies ist ein Stadtspaziergang wie auf dieser Website dargestellt: Die Leipziger Notenspur verbindet die wichtigsten Wohn- und Arbeitsstätten der Leipziger Komponisten mit einem sichtbaren Weg durch die Innenstadt. Der Trail ist 5,3 km lang und kann zu Fuß verfolgt werden. Ich bin den Weg gegangen und habe der Karte auf der Website gefolgt. Ich habe die ersten paar Wegpunkte nicht betreten und gegen Ende der Wanderung ein paar falsche Kurven genommen. Und mein GPS-Signal scheint von den Straßen zu springen, sieht ein wenig unberechenbar aus. Also ist jeder eingeladen, das nochmal zu tun und eine bessere Version hochzuladen! Das Leipziger Museum für Musikinstrumente befindet sich im Grassi-Museumskomplex und ist die größte Sammlung von Musikinstrumenten in Deutschland. Das Museum bietet Besuchern jeden Alters einen Einblick in die vielfältige Welt der Musikinstrumente, aber auch in das Handwerk und die künstlerischen und experimentellen Fähigkeiten der Instrumentenbauer seit dem 16. Jahrhundert. Das Museum wurde am 30. Mai 1929 eröffnet. Als Institut der Universität Leipzig dient es der Forschung und Wissenschaft dieser Institution und stellt seine Schätze der Öffentlichkeit aus. Das Museum für Musikinstrumente besitzt mehr als 5.000 Stücke. Das älteste noch erhaltene große Fortepiano der Welt aus dem Jahre 1726 ist ausgestellt, ebenso wie fünf weitere Beispiele des Werkes des Erfinders des Fortepiano, Bartolomeo Cristofori. Meisterwerke aus den Leipziger Werkstätten, Spuren des frühen Klavierbaus in Leipzig, eine Kinoregion, Musikmaschinen und Kuriositäten aller Art sind zu sehen. Ergänzt werden die Instrumente durch grafische Displays, 3D-Musikbeispiele, eine Hologramm-Installation und ein Klanglabor, das die Musikgeschichte multisensorisch lebendig werden lässt. Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag 10-18 Uhr; Sonderregelungen an Feiertagen Alter John Cemetery, Foto: Werner Schneider Die ehrwürdigen Bäume, efeubewachsene Mauern, Statuen aus der Renaissance bis zum Jugendstil, Ziersäulen und Grabsteine ​​des Alten Johannisfriedhofs laden den Besucher ein, mehr als nur ein paar Minuten in diesem landschaftlichen Kleinod zu verweilen. Die Romantiker werden sicherlich zu jeder Jahreszeit vom ehemaligen Friedhof verzaubert. Herzog Georg verfügte 1536 die Weihe eines Friedhofs auf dem Friedhof; Heute ist es das älteste in Leipzig. Ein besonderes Highlight für Musikliebhaber ist die Grabstätte von Richard Wagners Mutter Johanna (1778-1848) und Schwester Rosalie (1803-37). Weitere interessante Gräber sind Thomaskantor (Thomaskantor) Christian Weinlig (1780-1842) - Pädagoge, Komponist und nicht zuletzt Lehrer Richard Wagners. Friedrich Rochlitz (1769-1842) spielt eine herausragende Rolle in der Geschichte der Musikliteratur, als Kritiker und Herausgeber der allgemein verbreiteten Musikzeitschrift Allgemeine Musikalische Zeitung. Hommage an Carl Friedrich Zöllner (1800-60), Komponist des unsterblichen Liedes Das Wandern ist des Müllers Lust mit seinem Grabstein, übertragen vom Neuen St. Johannis Friedhof. Die Durchsicht der Gräber vieler, vieler historischer Persönlichkeiten, darunter Schulleiter der Thomasschule, Philosophen, Museumsgründer, Dichter und Frauenrechtler, bietet einen faszinierenden Einblick in die Leipziger Vergangenheit. Der Alter Johannisfriedhof erstreckte sich ursprünglich über eine wesentlich größere Fläche als heute, einschließlich des heutigen Grassi-Museumskomplexes: der Friedhofsteil mit dem Grab Johann Sebastian Bachs. Robert Schumann führte die Klagen wegen mangelnder Identifizierung der genauen Ruhestätte des großen Meisters an. Dies wurde am Ende des 19. Jahrhunderts durch die Erweiterungsarbeiten an der Johanniskirche korrigiert; Bachs sterbliche Überreste wurden ausgegraben, identifiziert und in einer Gedenkgrabstätte wiedergefunden. Die Schäden an der Johanniskirche während des Zweiten Weltkrieges waren so gravierend, dass das Verlassen des Grabmals selbst so schwerwiegend war, dass man beschloss, Bachs sterbliche Überreste 1949 in seine letzte Ruhestätte, die Thomaskirche, zu verlegen. Standort: hinter dem Grassimuseum, Eingang über Täubchenweg oder Prager Straße Öffnungszeiten: täglich ab 10 Uhr; schließt von 16 bis 20 Uhr, je nach Jahreszeit Die "Wohnung im ersten Stock rechts" in diesem klassischen Haus wurde nach ihrer Hochzeit im September 1840 Sitz des Komponisten Robert Schumann (1810-1856) und der Pianistin Clara Wieck (1819-1896) fruchtbare musikalische Zusammenarbeit begann, bis Ende 1844 bis nach Dresden fortdauernd. Robert komponierte seine Erste Symphonie (Frühling), den ersten Satz seines Klavierkonzertes in a-Moll, diverse Kammermusik- und Liederzyklen; Clara legte den Grundstein für ihre beeindruckende pianistische Fähigkeit. Die ersten beiden Kinder des Paares, Marie und Elise, wurden hier geboren. Prominente Gäste des Schumann-Hauses sind Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt, Hector Berlioz, Richard Wagner und Hans Christian Andersen. "Klärchen, ich habe dir gesagt, was von dir ich fürchte; jetzt sagst du mir, was von mir dir nicht gefällt. Ich will mich besser machen; hier meine Hand und ein Kuss auf dein Herz." (Robert zu Clara, 1840) Der erste Stock beherbergt heute einen Konzertsaal und eine Gedenkstätte für das Paar. Öffnungszeiten: Mittwoch-Freitag 14-17 Uhr, Samstag und Sonntag 10-17 Uhr; Sonderregelungen an Feiertagen Internet: Robert und Clara Schumann Verein Leipzig Wikipedia: Robert Schumann | Clara Schumann Im Laufe des 19. Jahrhunderts avancierte Leipzig zu einer der führenden europäischen Musikmetropolen. Von großer Bedeutung für diese Entwicklung war die Anwesenheit einiger der bedeutendsten Fachverlage der Stadt in der Stadt. Die älteste dieser Institutionen, der wohl traditionsreichste Musikverlag der Welt, ist Breitkopf, 1719 von Bernhard Christoph Breitkopf gegründet. Gottfried Christoph Härtel übernahm 1795 den Verlag (mit dem Namen Breitkopf & Härtel) und knüpfte eine enge Zusammenarbeit ua mit Ludwig van Beethoven. Breitkopf & Härtel wurde zum vertrauten Herausgeber von vielen der Koryphäen der romantischen Epoche: zB Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann, Franz Liszt und Richard Wagner. Der Verlag CF Peters ist ebenfalls in Leipzig verwurzelt. 1800 von Franz Anton Hoffmeister und Ambrosius Kühnel als Bureau de Musique gegründet, veröffentlichte es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hochbedeutende Editionen von Werken JS Bachs. Edvard Grieg, der von 1858 bis 1862 am Leipziger Konservatorium studierte, wurde später von CF Peters tatkräftig gefördert. Die dritte bis heute erhaltene Institution ist der Friedrich Hofmeister Musikverlag aus dem Jahr 1807, benannt nach seinem Gründer. Hofmeister erlernte sein Handwerk bei Breitkopf & Härtel, bevor er Erfahrungen bei Kühnel und Hoffmeister's Bureau de Musique sammelte. Nach Gründung seiner eigenen Firma veröffentlichte er frühe Werke von Robert Schumann und Clara Wieck, sowie die Produktion weniger bekannter Komponisten wie Ignaz Moscheles und Heinrich Marschner. Neben diesen drei Hauptdarstellern der Branche waren zahlreiche andere Institutionen, die eine aktive Rolle in der Entwicklung des Musikverlags spielten, bis ins 20. Jahrhundert in Leipzig ansässig. Das Grafische Viertel wurde durch den Bombenangriff auf Leipzig im Zweiten Weltkrieg zerstört. Der Beginn der sozialistischen Ära in Ostdeutschland im Jahr 1949 führte in der Folge zur Abwanderung zahlreicher Verleger in den Westen. Das heutige Leipzig beherbergt die Flügel von Breitkopf & Härtel und CF Peters; der Hofmeister Verlag ist vollständig an den Ort seiner Gründung zurückgekehrt. Internet: Breitkopf & Härtel Musikverlag | Friedrich Hofmeister Musikverlag | CF Peters Musikverlag Richard Wagner, der berühmteste aller in Leipzig geborenen Komponisten, erblickte am 22. Mai 1813 im Gasthaus Zum roten und weißen Löwen auf der Brühlstraße das Licht der Welt. Er wurde anschließend am 16. August 1813 in der Thomaskirche getauft. Im Jahr 1886 musste Wagners Geburtshaus Platz machen für die Entwicklung auf dem Gelände. Andere Häuser, in denen die Familie Wagner lebte, wurden entweder 1886 abgerissen oder bei den Bombenangriffen 1943-44 zerstört. Ein erhaltenes Gebäude von Interesse ist das Königshaus auf der Südseite des Marktplatzes, der Wohnsitz von Richards Onkel, dem Philologen und Gelehrten Adolf Wagner. Für den jungen Richard erwies sich Adolf, ein Bekannter Goethes, Schillers, ETA Hoffmanns, Ludwig Tiecks und anderer Lyriker als eine Quelle literarischer Reize. Überliefert ist auch die Alte Niklaischule, an der Wagner von 1828 bis 1830 eingeschrieben war. Wagners nächste Schule, die Alte Thomassschule, musste leider 1902 wegen der "Neuen Schule" abgerissen werden verfallener Zustand. Wagner erhielt Kompositionsunterricht vom Thomaskantor Theodor Weinlig in der Kantorwohnung der Schule von 1831 bis 1832. Viele Erfahrungen und Begegnungen, die für die Entwicklung des jungen Wagners entscheidend waren, fanden im Alten Gewandhaus in der Universitätsstraße statt; hier dirigierte er am 1. November 1862 die Ouvertüre zu den Meistersingern von Nürnberg. Ende des 19. Jahrhunderts wurde auch dieser Ort neu gestaltet. Einen ähnlich entscheidenden Einfluss hatten die Opernaufführungen, an denen Richard Wagner während seiner Jugendzeit im Alten Theater (am heutigen Richard-Wagner-Platz bis zu seiner Zerstörung durch Bombenangriffe am 4. Dezember 1943) teilnahm. Nach seinem Abschied von Leipzig im Jahr 1834 war Wagner ein gern gesehener Gast im Hause Robert und Clara Schumanns bei Besuchen in seiner Heimatstadt. Der Nachfolger der Schumanns in der Wohnung in der heutigen Inselstraße war Wagners Halbschwester Cäcilie, die Frau Eduard Avenarius; das Schumann-Haus blieb also auch nach der Abreise des berühmten Paares Wagners Anlaufstelle. Oper, Foto: A. Schmidt Die Oper Leipzig kann auf eine fast 320-jährige Tradition zurückblicken. Das erste Opernhaus der Stadt, das 1693 in der Brühlstraße eröffnet wurde, folgte den Häusern in Venedig und Hamburg als drittes städtisches Musiktheater in Europa. Die erste Zusammenarbeit zwischen der Oper und den Musikern des Großen Konzerts (später Gewandhausorchester) fand 1766 statt. Im gleichen Jahr wurde das Komödienhaus eingeweiht, das später als Altes Theater (Altes Theater) bekannt wurde. Für ein gutes Jahrhundert hat dieses Theater einen enormen Beitrag zur Entwicklung der deutschen Operntradition geleistet (siehe Notenbogen-Station 2). Mit der Eröffnung des Neuen Theaters am Augustusplatz 1868 erhielten die Leipziger Opern- und Theaterhäuser ein neues Zuhause. Ab diesem Zeitpunkt legte die Oper Leipzig neben dem Standardrepertoire von Mozart, Weber und Gluck großen Wert auf die Aufführung des Opernschaffens des berühmten Sohnes der Stadt, Richard Wagner. Die Uraufführung von Wagners Ring-Trilogie vor Bayreuth fand 1878 in Leipzig statt. Die Liste der weltberühmten Dirigenten, die bis 1890 eine Stelle am Opernhaus annahmen, umfasst Artur Seidl, Arthur Nikisch und Gustav Mahler. Die 1920er Jahre waren durch das besondere Engagement der Oper für die Produktion des zeitgenössischen Repertoires gekennzeichnet. Von den zahlreichen Opern-Uraufführungen, die in Leipzig stattfinden, ist Kurt Weill und Berthold Brechts "Der Aufstieg und Fall von Mahagonny", der 1930 uraufgeführt wurde, von besonderer Bedeutung. Nach der Zerstörung des Neuen Theaters im Jahr 1943 sollte Leipzig bis 1956 warten, um mit dem Bau eines neuen Hauses zu beginnen. An der gleichen Stelle errichtet, ist das neue Gebäude eine architektonische Hommage an das Neue Theater mit seinen spätklassischen Elementen. Die Fertigstellung des Opernhauses wurde 1960 mit einer Inszenierung von Wagners Die Meistersinger von Nürnberg unter der Leitung von Joachim Herz gefeiert. In den folgenden Jahrzehnten hielt die Oper Leipzig die traditionelle Betonung der Opernproduktion Wagners sowie die Wiederaufnahme vernachlässigter Werke früherer Zeiten im Repertoire. Udo Zimmermann übernahm 1990 die Leitung der Oper Leipzig und steuerte neue Höhen. Im Jahr 1991 brachte Zimmermann Uwe Scholz als Ballettdirektor und Chefchoreograf in die Oper, was zur Gründung des Leipziger Balletts als eines der führenden Unternehmen in Deutschland führen sollte. Henri Maier folgte 2001 Zimmermann und eröffnete die Oper Leipzig für Bereiche des Opernrepertoires, die bis dahin in der Stadt unbekannt waren, zB Die Verdammung von Faust und Die Trojaner von Berlioz. Maier verließ 2007 die Oper Leipzig; Ein Jahr später wurde Peter Konwitschny zum Chief Stage Director ernannt. Konwitschny tritt für eine besonders lebendige Annäherung an die Musiktheaterproduktion ein, ein Repertoire, das alle Opernepochen vom Barock bis zur Gegenwart und die Förderung junger Regisseure umfasst. Die Foyers und das Auditorium des Opernhauses wurden 2007 nach den Vorgaben des denkmalgeschützten Gebäudes renoviert. Das Theater hat jetzt eine Kapazität von 1267. Die Oper Leipzig, bestehend aus dem Ensemble von Solisten, dem Chor und dem Leipziger Ballett, umfasst auch die Musikalische Komödie, die Operette und Musicals in einem eigenen Theater in Lindenau im Westen der Stadt. Die Leipziger Oper zeigt pro Saison etwa 300 Vorstellungen. Richard Wagner war von 1828 bis 1830 an der Nikolaischule eingeschrieben - eine der wenigen erhaltenen authentischen Wagner-Locations in Leipzig. Wagner war sicherlich kein Musterschüler, wie er in seiner Autobiographie erzählt: "Der Niedergang meines Studiums und meine vollendete Abweichung vom Weg einer gut regulierten Ausbildung begannen am ersten Schultag; die Arroganz der Schulpedantie könnte durchaus schuld sein." Zu dieser Zeit bot die Thomassschule keine echte Alternative zu Wagner: "... die Nikolaischule genossen damals einen wesentlich besseren Ruf als ihre Schwester; ich musste einfach dort aufgenommen werden." Entsprechend seinen "phantastischen Tendenzen" widmete er sich jedoch nicht seinen Studien und konzentrierte sich lieber auf den Fortgang seines lyrischen Dramas Leubald und Adelaide. Später schrieb Wagner die Prioritäten seiner Jugend und schrieb: "Die Vernachlässigung meiner schulischen Arbeit erreichte ein solches Ausmaß, dass sie unweigerlich zu unserer Abschiedsgesellschaft führte." Vermutlich mehr Inhalt in ihren Studien an der Nikolaischule waren Gottfried Wilhelm Leibniz, Christian Thomasius und Johann Gottfried Seume. Die Nikolaischule beschäftigte auch Kantoren, die offiziell den Thomaskantoren gleichgestellt waren. Aufgrund der starken wissenschaftlichen Voreingenommenheit des Lehrplans der Nikolaischule konnten sie jedoch nicht mit ihren Kollegen von St. Thomas konkurrieren und blieben weitgehend ohne Einfluss auf das Musikleben der Stadt. Das Gebäude der Nikolaischule beherbergte die Schule von ihrer Gründung im Jahr 1512, die diesem Zweck bis 1872 diente. Nach langen Jahren der allmählichen Verschlechterung wurde das verlassene Gebäude schließlich von 1991 bis 1994 restauriert. Die spätgotische Nikolaikirche, deren Inneres im Jahre 1790 klassizisiert wurde, ist eine der beiden erhaltenen Kirchen in Leipzig, für deren geistliche Musik Johann Sebastian Bach verantwortlich war. Bach begann seine Tätigkeit in der Nikolaikirche am 30. Mai 1723 mit der Leitung einer Kantate im Dienst. Die Musik der Nikolaikirche war lange eng mit der der Thomaskirche verbunden. Obwohl die Nikolaikirche die Hauptpfarrkirche von Leipzig war, beschäftigte sie nur einen Organisten, keinen Kantor. Bachs Stellung als Thomaskantor (Kantor von St. Thomas) und die Dirigentenmusiken der Stadt erforderten von ihm, den musikalischen Beitrag zum Gottesdienst in allen vier Leipziger Hauptkirchen zu organisieren: Nikolaikirche, Thomaskirche, Neue Kirche St. Matthäi (Neue Kirche St. Matthäi ) und Peterskirche. Tatsächlich war die Nikolaikirche der Schauplatz für mehr Kantatenaufführungen unter Bachs Leitung als irgendeine der anderen Kirchen. Darüber hinaus erlebte die Nikolaikirche die Uraufführung von zwei der größten Meisterwerke Bachs: die Passion von Johannes 1724 und das Weihnachtsoratorium über die Festtage 1734/35. Von den vor Bachs Zeit bei der Nikolaikirche angestellten Organisten sind zwei besonders hervorzuheben: Johann Rosenmüller (1619-1684) und Adam Krieger (1634-1666). Die heutige Orgel basiert auf dem 1862 von Friedrich Ladegast erbauten Instrument, das maßgeblich an der Neigung zu einer eher romantischen Interpretation von Bachs Orgelwerken in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beteiligt war. Die Ladegast-Orgel wurde in den Jahren 1902-03 von der Firma Frankfurt-an-der-Oder, Wilhelm Sauer, erweitert. Das 2002-2003 von Hermann Eule in Bautzen gebaute neue Instrument basiert auf dem Original und integriert viel von der vorhandenen historischen Substanz. Als Ergebnis der "Gebete für den Frieden", die heute jeden Montag um 17 Uhr gehalten werden, wurde die Nikolaikirche 1989 zum Ursprung der Friedlichen Revolution und später zum Symbol der deutschen Wiedervereinigung. Leipzigs Altes Rathaus beherbergt zahlreiche wertvolle Relikte der Musikgeschichte der Stadt. Johann Sebastian Bach, wahrscheinlich der prominenteste Mensch, der jemals das Alte Rathaus betreten hatte, unterzeichnete im Mai 1723 seinen Bürgervertrag als Thomaskantor (Kantor der Thomaskirche) und Dirigentenmusiken im Ratssaal. Der an die Kammer angrenzende Raum ist Bachs Erinnerung gewidmet. Das einzige authentische Porträt des berühmtesten Musikers unserer Stadt (von Elias Gottlob Haussmann, 1746) ist ebenso ausgestellt wie eine Originalhandschrift in Bachs Hand. Der nächste Raum ist der Leipziger Musiktradition gewidmet: Kirchenmusik vor Bachs Zeit, bürgerliche Musik, besonders Johann Gottfried Reiche, und die Frühgeschichte des Gewandhauses. Zu den Raritäten gehören die Stiftung Charta der Gewandhauskonzerte von 1781, ein Modell des ersten Gewandhauses im Maßstab 1:25 und der Dirigentenstand aus dem alten Konzertsaal. Neben dem Gewandhauskapellmeister von Felix Mendelssohn Bartholdy bis Carl Reinecke war dieser Stand der Dirigenten von Wolfgang Amadeus Mozart (1789), Muzio Clementi (1812), Carl Maria von Weber (1813), Johann Strauß (1834), Robert Schumann (1853) ), Franz Liszt (1857), Johannes Brahms (1860) und Richard Wagner (1862). Das Porträt von Leipzigs berühmtestem bürgerlichen Musiker Johann Gottfried Reiche ist ebenfalls das Werk von Haussmann, das um 1726 entstanden ist. Eine Replik der Trompete von Reiche im Gemälde ist zusammen mit anderen historischen Blechblasinstrumenten zu sehen. Auf der Nordseite des Festsaales befindet sich der Pfeiferstuhl, der so alt ist wie das Alte Rathaus (1556). Die sogenannten Stadtpfeifer spielten von diesem nun öffentlich zugänglichen Balkon zu festlichen Anlässen. Die Musikstadt Leipzig von Mendelssohn bis heute wird im Rahmen der Dauerausstellung "Moderne Zeiten" der Stadtgeschichte gefeiert. Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag, 10-18 Uhr; Sonderregelungen an Feiertagen Obwohl Ludwig van Beethoven nur einmal in seinem Leben in Leipzig war (als junger, ehrgeiziger Pianist und Komponist), hatte er eine enge Beziehung zur Stadt. Ein erheblicher Teil seiner Werke wurde in Leipzig veröffentlicht, zuerst vom Bureau de Musique (später CF Peters), dann vom weltweit längsten Musikverlag Breitkopf & Härtel (siehe Notenspur-Station 8). Härtel wandte sich 1801 an Beethoven und bot an, die erste Ausgabe der neuen Werke des vielversprechenden Komponisten zu veröffentlichen. Gelegentliche Zusammenarbeit zwischen den beiden begann 1802, was dazu führte, dass Breitkopf & Härtel von 1808 bis 1812 Beethovens Hauptverleger war. Zu den Erstausgaben von Beethoven in diesem Jahrzehnt gehören die Fünfte und Sechste (Pastoral) -Symphonien, die Oper Leonore (später umbenannt in Fidelio), das Fünfte Klavierkonzert (Kaiser) und die Schauspielmusik zu Goethes Egmont. Drei von Beethovens Werken wurden in Leipzig uraufgeführt: eine Sopranarie im Alten Theater (siehe Notenbogen Station 2) im November 1796, das Tripelkonzert im Februar 1808 und das Fünfte Klavierkonzert im November 1811, beide im ersten Gewandhaus (vgl Notenspur Station 21.) Da der Hauptsitz von Breitkopf & Härtel im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, ehrt die Notenspur Beethoven mit einem künstlerischen Ort: dem Museum der bildenden Künste. Das ist nicht so unrealistisch, wie man meinen könnte, denn die Galerie besitzt eines der berühmtesten musikalisch relevanten Kunstwerke der Welt: Klingers Beethoven. Max Klinger arbeitete von 1885 bis 1902 an seinem 3,1 m hohen Meisterwerk. Als eines der besten Beispiele für die Symbolik der Kunst vereint die Skulptur Elemente der Antike und des Christentums. Beethoven wird als Musiktitan dargestellt, zu dem sogar der Adler ehrfürchtig aufblickt. Er blickt in die Ferne (die Zukunft?), Undurchdringlich und unerschrocken, vertraut nur seiner eigenen Inspiration. Das Museum verfügt über ein umfangreiches Angebot an musischen Werken - ein kleines Wunder in Leipzig. Max Klingers Zyklus Brahms-Fantasie sowie seine Skizzen für ein geplantes Denkmal für Wagner (siehe Notenrad Station 6) sind im Besitz des Museums, ebenso das Gemälde Die Toteninsel von Arnold Böcklin (1827-1901), Inspirationsquelle für Tondichtungen von Max Reger und Sergej Rachmaninow. Wie es im Zentrum von Leipzig häufig der Fall ist, hat der Standort des Museums eine starke musikalische Verbindung: Bis zu seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg stand das Zimmermannsche Kaffeehaus nur wenige Meter entfernt. In diesem Café fanden die regelmäßigen Konzerte des Collegium musicum statt, das nach seiner Gründung durch Georg Philipp Telemann im Jahr 1703 von Johann Sebastian Bach von 1729 bis mindestens 1741 geleitet wurde. Veranda des Hôtel de Saxe; Autogramm von WA Mozarts Requiem Die barocke Vorhalle der Klostergasse 9 steht heute als Erinnerung an das Hôtel de Saxe, das viele berühmte Besucher der Stadt beherbergte. Es ist nicht bekannt, ob Wolfgang Amadeus Mozart persönlich das Hotel während seines Aufenthaltes in Leipzig 1789 bevormundet hat; Seine Witwe Constanze war jedoch ein Gast, als sie 1796 mit der Partitur des Requiems ihres verstorbenen Gatten in die Stadt reiste und im April desselben Jahres ihre Leipziger Premiere feierte. Frédéric Chopin war am 27. September 1835 im Hotel. Neben seiner Hauptfunktion war das Hôtel de Saxe auch ein beliebter Ort für alle Arten von Veranstaltungen und Veranstaltungen. Der Festsaal diente während des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts als Konzertsaal. Neben der Ausstattung der Leipziger Konzertveranstalter und Musikgesellschaften zog das Hotel viele Touring-Virtuosen an. Das Collegium musicum unter der Leitung des Unversitätsmusikdirektors, Johann Gottlieb Görner (das konkurrierende Ensemble zu Bachs eigenem Collegium musicum), residierte im Konzertsaal des Hotels. Johann Adam Hiller inszenierte hier im Sommer 1787 seine Sommerkonzerte, und 1791 wählte der preußische Hofkomponist Carl Stamitz das Hotel für seine Musikalische Akademie. Die Konzertsaison des Hôtel de Saxe 1809/10 war für Leipziger Musikfreunde ein Novum: die ersten öffentlichen Streichquartettkonzerte der Stadt. Das ansässige Ensemble war das 1808 gegründete Gewandhaus-Quartett, das älteste Quartett der Welt. Das Hotel sollte ein Jahrhundert später im Jahr 1909 schließen. Nach Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schließlich 1968 abgerissen. Das heutige Gebäude auf dem Gelände stammt aus dem Jahr 1977, in dem die unvollständige Nachbildung des ursprünglichen Barocks Veranda wurde später eingestellt. Eine Gedenktafel erinnert an die historische Bedeutung des ehemaligen Hotels. Die Thomaskirche ist das wahre Tor zur Musikstadt Leipzig. Im Jahr 1212 war die Gründung der Augustiner-Chorherren in Leipzig gleichzeitig die Geburt des Thomanerchors. In den ersten Jahrhunderten der Chorgeschichte beschränkte sich die Musik in der Thomaskirche auf die musikalische Begleitung der Liturgie in der Messe. Mit dem Beginn der Reformation in Sachsen im Jahr 1539 sollte jedoch eine neue Ära der Kirchenmusik eingeläutet werden. Musik wurde nun als ein integraler Bestandteil der Verkündigung im Gottesdienst geschätzt, was einen wesentlich größeren Beitrag des Thomanerchors erforderte und die Komposition einer beträchtlichen Menge neuer geistlicher Musik vom jeweiligen Kantor verlangte. Dies war der Beginn der goldenen Epoche der Thomaskirche, ihrer Schule und ihres Chors. Nachdem er 1543 die Verantwortung für die Thomasschule und den Thomanerchor übernommen hatte, gelang es dem Stadtrat, eine lange Reihe prominenter Komponisten in das Amt des Thomaskantors (Thomaskantor) wie Sethus Calvisius, Johann Hermann Schein, Johann Kuhnau, Johann Sebastian zu berufen Bach, Friedrich Doles, Johann Adam Hiller, Moritz Hauptmann, Theodor Weinlig und Gustav Schreck. Besonders hervorzuheben unter den Kantoren des 20. Jahrhunderts sind Karl Straube, Günther Ramin und Kurt Thomas. Die Thomaskirche bildet den Mittelpunkt des jährlichen Bachfestes in Leipzig, das Musiker und Musikliebhaber aus aller Welt anzieht. Neben den Werken von Bach ist die Kirche auch Gastgeber für die Aufführung von Musik aller Epochen, Woche für Woche, in dem Kontext, für den sie geschaffen wurde: zur Ehre Gottes. Das Erste Gewandhaus wurde im letzten Viertel des 15. Jahrhunderts errichtet. Das zweiflügelige Gebäude stand in Gewandgäßchen und Universitätsstraße. Das Gewandhaus fungierte sowohl als Zunfthaus der Textilkaufleute als auch als Waffenarsenal: Im Erdgeschoss des Flügels der Universitätsstraße befand sich die Waffenkammer der Stadt. 1711 besetzte die Stadtbibliothek die Stockwerke über der Waffenkammer, bevor fünfzig Jahre später im Gewandgäßchen-Flügel entsprechende Unterkünfte zur Verfügung gestellt wurden. Der von der Bibliothek geräumte Raum wurde dann auf Initiative des Stadtrates zum ersten echten Konzertsaal Leipzigs umgebaut. Die Halle wurde im November 1781 eröffnet und beherbergte seit 1743 die Abonnement-Orchesterkonzerte, die in Leipzig stattfanden. Die Konzertreihe wurde bald Gewandhauskonzerte; das ansässige Orchester erwarb ebenfalls den Namen Gewandhausorchester. Der Konzertsaal, der ganz aus Holz gebaut war und den zweiten und obersten Stock des Waffenhauses einnahm, war, ähnlich wie eine Geige in seinem Koffer, eine riesige Resonanzkammer - quasi ein Instrument für sich. Die 500 Konzertbesucher in der Halle waren Zeuge von Mozarts einzigem Konzert in Leipzig (1789), Clara Wiecks öffentlichem Debüt (1828) und der Uraufführung vieler Werke, die sich seitdem im klassischen Standardrepertoire der Welt etabliert haben: Beethovens Triple Concerto und Fifth Piano Concerto (Kaiser), Schuberts C-Dur-Symphonie (The Great), Mendelssohns Dritte Symphonie (Scottish) und Violinkonzert, Schumanns Erste Symphonie (Frühling), Wagners Vorspiel zu den Meistersingern von Nürnberg und Brahms 'Violinkonzert. Dem Ersten Gewandhaus gelang es, neben den regelmäßigen Konzerten unter der Leitung des Gewandhauskapellmeisters von Johann Adam Hiller über Felix Mendelssohn Bartholdy bis Carl Reinecke viele Komponisten nach Leipzig zu holen, um dort eigene Werke zu dirigieren. Trotz mehrerer Maßnahmen zur Erhöhung der Hallenkapazität über die Jahre konnte die öffentliche Nachfrage schließlich nicht mehr befriedigt werden. Um 1865 begannen ernsthafte Überlegungen zum Bau eines neuen Konzerthauses. Das Management des Gewandhauses hoffte, einen geeigneten Standort direkt in der Innenstadt zu finden, während die Stadtverwaltung den Bau der Halle in Richtung des Stadtrands von Leipzig bevorzugte, um so den Beginn einer ganz neuen Nachbarschaft zu fördern. Und so stellte sich heraus: Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit leitete die Einweihung des Neuen Gewandhauses im Dezember 1884 die Entwicklung des Musikviertels ein. Das Neue Gewandhaus (heute bekannt als zweites Gewandhaus) fiel im Zweiten Weltkrieg der Bombardierung von Leipzig zum Opfer. Die Gewandhauskonzerte fanden anschließend im Zoo in der Kongresshalle statt, bis sich das Gewandhausorchester 1981 im neuen Gewandhaus am Augustusplatz niederließ (siehe Notenspur Station 1). Das erste Gewandhaus wurde 1894 abgerissen und durch ein neues Gebäude für Leipziger Messen, das Städtische Kaufhaus, ersetzt. Durch das neue Vermarktungskonzept der "erzwungenen Schaltung", das nur noch das Verlassen des Gebäudes durch die gesamte Ausstellung gewährleisten konnte, war das Städtische Kaufhaus ein starker Katalysator für den Erfolg der Leipziger Messen. Diese Seite kann zweifellos ihren Anspruch auf einen auffälligen Platz sowohl in der Musik- als auch in der Handelsgeschichte geltend machen. 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Was war der Durchbruch von Julia Roberts als Schauspielerin?
Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie hatte 1990 mit der Filmromanze Pretty Woman ihren internationalen Durchbruch und erhielt für die Rolle den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie Die Akte (1993), Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), Notting Hill (1999) und Die Braut, die sich nicht traut (1999) etablierte sie sich als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle in Erin Brockovich (2000) gewann sie den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Kinohits hatte sie mit Ocean’s Eleven (2001), der Fortsetzung Ocean’s 12 (2004) und Mona Lisas Lächeln (2003). Leben Kindheit und Jugend Roberts wurde 1967 in Atlanta geboren. Ihre Eltern, Walter Grady Roberts (1933–1977) und Betty Lou Bredemus (1934–2015), leiteten eine Schauspielschule für Kinder in der Innenstadt von Atlanta, die auch von Julias beiden älteren Geschwistern Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts Gillan (* 1965) besucht wurde. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten gab es in der Schule keine Rassentrennung; zu den Schülern zählten unter anderem die Kinder des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Eltern trennten sich, als Julia Roberts vier Jahre alt war. Während ihr Bruder beim Vater blieb, zog die Mutter mit den Töchtern nach Smyrna, wo Roberts die High School besuchte. 1972 heiratete Roberts’ Mutter den Theaterkritiker Michael Motes. Aus dieser Ehe, die 1983 geschieden wurde, ging Roberts’ Halbschwester Nancy Motes (1976–2014) hervor. Während ihrer Schulzeit spielte Roberts in Amateurtheatervorstellungen mit, da sie die schauspielerischen Erfolge ihres Bruders beeindruckten, der an der Royal Academy of Dramatic Art in London und an der American Academy of Dramatic Arts in New York City Schauspiel studiert hatte und für seine Rolle in König der Zigeuner (1978) für einen Golden Globe Award nominiert worden war. Karrierebeginn Nach ihrem High-School-Abschluss im Juni 1985 zog Roberts zu ihrer Schwester Lisa nach New York, wo sie gelegentlich als Model arbeitete und in einem Schuhgeschäft sowie einer Eisdiele jobbte. Ihr eigentliches Ziel war jedoch, Schauspielerin zu werden. Sie wurde in die Kartei der Agentur von Bob McGowan aufgenommen und nahm Sprachunterricht, um ihren Südstaatenakzent loszuwerden. Den Besuch eines Schauspielkurses brach sie ab, weil sie den Unterricht als nutzlos empfand. Nach zahlreichen Vorsprechterminen erhielt sie 1986 eine Gastrolle in der Fernsehserie Crime Story und wurde für eine kleine Rolle in der Komödie Firehouse engagiert. Der Film wurde von den Kritikern oft als „viertklassig“ bezeichnet und Roberts’ Auftritt dauerte nur etwa fünfzehn Sekunden. Mit Unterstützung ihres Bruders Eric, der 1986 für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film Expreß in die Hölle nominiert worden war, erhielt sie eine Rolle an seiner Seite in dem Film Blood Red – Stirb für dein Land. Die Dreharbeiten fanden im November und Dezember 1986 statt, der Film kam jedoch erst 1989 ins Kino und war nicht erfolgreich. Ihre erste größere Rolle spielte Roberts in Satisfaction (1988). Für die Rollen der jugendlichen Mitglieder einer Band wurden Schauspieler gesucht, die Musikinstrumente spielen konnten. Roberts fing daraufhin an, Schlagzeugunterricht zu nehmen, allerdings wurde die entsprechende Rolle in der Zwischenzeit mit Trini Alvarado besetzt. Stattdessen bekam Roberts die Rolle eines Mädchens, das Bassgitarre spielt, so dass sie erneut Unterricht nehmen musste. Die Dreharbeiten fanden im Mai und Juni 1987 in Charleston statt. Durchbruch Mit der Komödie Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel, gedreht im Herbst 1987, konnte Roberts ihren ersten Kinoerfolg verbuchen. Sie glaubte zunächst nicht, die richtige Besetzung für die erotisch wirkende Daisy Arujo, eine junge Frau portugiesischer Abstammung, zu sein. Außerdem fand die Produktionsassistentin Jane Jenkins Roberts’ Haare zu hell, so dass sie sie rot färbte. Insbesondere diese Eigeninitiative überzeugte den Regisseur Donald Petrie davon, sie zu engagieren. Ihre Gage betrug 50.000 US-Dollar. Für ihre Rolle wurde Roberts für die Filmpreise Independent Spirit Award und Young Artist Award nominiert. 1988 hatte Roberts einen Gastauftritt in der Fernsehserie Miami Vice. 1989 spielte sie an der Seite ihrer namhaften Schauspielkolleginnen Sally Field, Dolly Parton, Shirley McLaine und Daryl Hannah eine Nebenrolle in dem Drama Magnolien aus Stahl, das in der Kleinstadt Natchitoches in Louisiana gedreht wurde. Die US-Premiere des Films fand am 15. November 1989 statt, und Roberts erhielt für ihre Rolle, die zuvor von Meg Ryan abgelehnt worden war, einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Während der Dreharbeiten zu Magnolien aus Stahl waren Roberts und ihr Filmpartner Dylan McDermott ein Paar geworden. Nach einer kurzen Verlobungszeit trennte sich das Paar 1990. Erfolg mit Pretty Woman Roberts’ nächstes Filmprojekt machte sie zu einem internationalen Superstar: Unter der Regie von Garry Marshall verkörperte sie in der Filmromanze Pretty Woman die Prostituierte Vivian, die sich in einen schwerreichen Geschäftsmann (gespielt von Richard Gere) verliebt. Die Dreharbeiten begannen im Juli 1989 unter dem Arbeitstitel 3.000 – in Anlehnung an die Geldsumme, die Vivian für ihre Liebesdienste erhalten sollte – und wurden im Oktober 1989 in Los Angeles abgeschlossen. Ein Happy End war zunächst nicht vorgesehen gewesen, während des Schnitts von 3.000 entfielen aber fast alle düsteren Szenen, so dass die Handlung schließlich doch eine positive Wendung nahm. Marshall entschied schließlich auch, den Film nach dem gleichnamigen Lied von Roy Orbison, das in einer Szene des Films zu hören ist, umzubenennen. Die US-Premiere fand am 23. März 1990 statt. Obwohl die Kritiken nicht besonders gut waren, entwickelte sich die moderne Aschenputtel-Geschichte zu einem erfolgreichen Kinohit: Weltweit spielte der Film 463,4 Mio. US-Dollar ein und verzeichnete allein in Deutschland über zehn Millionen Kinobesucher. Roberts, die für die Rolle eine Gage von 300.000 US-Dollar erhalten hatte, wurde zur damals gefragtesten Schauspielerin Hollywoods und erhielt für die Rolle ihren zweiten Golden Globe und ihre zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Als nächstes spielte sie für eine Gage von 550.000 US-Dollar in dem Thriller Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990) an der Seite von Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und William Baldwin eine Medizinstudentin, die mit Nahtoderfahrungen experimentiert. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, studierte sie das tibetische Totenbuch. Während der Dreharbeiten, die von Oktober 1989 bis Januar 1990 dauerten, wurden Roberts und Sutherland ein Paar. Roberts beendete die Beziehung kurz vor der geplanten Hochzeit im Juni 1991. In dem Psychothriller Der Feind in meinem Bett von 1991 verkörperte Roberts eine junge Frau, die ihren eigenen Tod inszeniert, um ihrem sadistischen Ehemann, gespielt von Patrick Bergin, zu entkommen. Der Spielfilm erzielte allein in den Vereinigten Staaten ein Einspielergebnis von 101,5 Mio. US-Dollar und Roberts erhielt eine Gage von einer Million US-Dollar. Im selben Jahr war Roberts in der tragischen Liebesgeschichte Entscheidung aus Liebe zu sehen. Der Film blieb mit Einnahmen von 33,6 Mio. US-Dollar an den US-Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen des Filmstudios 20th Century Fox zurück und die Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Nach den Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Fantasyfilm Hook (1991), in dem sie die Rolle der Fee Glöckchen spielte, nahm Roberts eine fast zweijährige berufliche Auszeit, nachdem sie in den Jahren zuvor einen Film nach dem anderen gedreht hatte. Lediglich in Robert Altmans The Player hatte sie 1992 einen kurzen Cameo-Auftritt. Über die Gründe für ihre Abkehr von der Filmindustrie wurde in den Medien viel spekuliert und Anfang 1993 fragte das People Magazine auf seiner Titelseite “What happened to Julia Roberts?” (zu dt.: „Was ist mit Julia Roberts passiert?“). Später begründete Roberts ihre Auszeit damit, dass sie zu sich selbst finden wollte, da der plötzliche Ruhm und Erfolg vollkommen neu für sie gewesen seien. Sie habe in dieser Zeit viele Drehbücher gelesen, aber kein Projekt angenommen. Zu den von ihr damals abgelehnten Rollen gehörten die weibliche Hauptrolle in dem Erotikthriller Basic Instinct, durch die Sharon Stone 1992 weltberühmt wurde, und Meg Ryans Part in Schlaflos in Seattle (1993). Karriere von 1993 bis 1999 An der Seite von Denzel Washington und unter der Regie von Alan J. Pakula gelang Roberts mit der John-Grisham-Verfilmung Die Akte 1993 ein erfolgreiches Comeback. Obwohl die Kritiker ihre schauspielerische Leistung in dem Thriller gemischt aufnahmen, spielte der Film weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie I Love Trouble – Nichts als Ärger (1994) mit Nick Nolte, erwies sich dagegen als finanzieller Flop und wurde mehrfach für die fehlende Leinwand-Chemie seiner beiden Hauptdarsteller kritisiert. In Prêt-à-Porter, eine Komödie aus dem Jahr 1994 über die Pariser Modewelt, spielte Roberts an der Seite ihres damaligen Ehemannes Lyle Lovett, den sie am Filmset von The Player kennengelernt und am 27. Juni 1993 geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1995 nach knapp zwei Jahren geschieden. Power of Love war der einzige Film, den Roberts 1995 drehte. Im folgenden Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der 13. Folge der zweiten Staffel der US-Sitcom Friends und erhielt für ihre Titelrolle im erfolglosen Horrorfilm Mary Reilly eine Nominierung für den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin. Die Verfilmung des Lebens von Michael Collins (1996) mit Liam Neeson, in dem Roberts eine Nebenrolle spielte, war ebenfalls kein finanzieller Erfolg. Der Woody-Allen-Film Alle sagen: I love you, in dem Roberts auch ihre Fähigkeiten als Sängerin unter Beweis stellte, erhielt hingegen gute Kritiken. 1997 landete Roberts mit der romantischen Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes einen weltweiten Kinohit. Die romantische Komödie, in der Roberts’ Filmcharakter mit allen Mitteln versucht, eine Eheschließung zu verhindern, spielte knapp 300 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgenden Filme, der Thriller Fletcher’s Visionen (1997) mit Mel Gibson und das Drama Seite an Seite (1998) mit Roberts’ langjähriger Freundin Susan Sarandon, waren ebenfalls im Kino erfolgreich. Für Notting Hill (1999) mit Hugh Grant konnte Roberts die Rekordgage von 15 Mio. US-Dollar verlangen, für Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit ihrem Pretty Woman-Filmpartner Richard Gere sogar 17 Millionen. Beide Filme – romantische Komödien – gehören mit Einspielergebnissen von 363,8 Mio. US-Dollar (Notting Hill) und 309,4 Mio. US-Dollar (Die Braut, die sich nicht traut) zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen in Roberts’ Karriere. Für Notting Hill bekam sie ihre vierte Golden-Globe-Nominierung. Oscar-Gewinn und die 2000er Jahre 2000 bekam Roberts für die Hauptrolle im Film Erin Brockovich 20 Mio. US-Dollar und war damit die erste Schauspielerin, die diese Summe für eine Filmrolle aushandeln konnte. Die wahre Geschichte von Erin Brockovich, die als Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei einen Umweltskandal aufdeckte und im anschließenden Gerichtsverfahren eine Rekordsumme als Entschädigungszahlung aushandeln konnte, wurde für Roberts zum Höhepunkt ihrer Karriere: Sie erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Kritikerpreise, darunter ihren dritten Golden Globe, den British Academy Film Award, den Critics’ Choice Award, den Screen Actors Guild Award und im dritten Anlauf auch den Oscar. 2001 spielte Roberts erfolgreich an der Seite von Brad Pitt im Road-Movie The Mexican, es folgte die Komödie America’s Sweethearts mit Catherine Zeta-Jones. Ocean’s Eleven (2001), eine Neuverfilmung von Frankie und seine Spießgesellen aus dem Jahr 1960, brachte Roberts wieder mit Brad Pitt zusammen vor die Kamera. Der prominent besetzte Film (George Clooney, Matt Damon, Andy García) wurde mit einem Einspielergebnis von 450,7 Mio. US-Dollar zu Roberts’ finanziell erfolgreichstem Film nach Pretty Woman. Mit George Clooney drehte sie auch ihren nächsten Film Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002). 2003 drehte Roberts Mona Lisas Lächeln, 2004 Hautnah und ihre erste Filmfortsetzung, Ocean’s 12, wieder mit Brad Pitt und George Clooney und wieder äußerst erfolgreich (362,7 Mio. weltweites Einspielergebnis). In Ocean’s Twelve spielte Roberts wieder die Rolle der Tess Ocean, die sich hier ihre Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Julia Roberts zunutze macht, um einen Raub in einem Museum durchzuführen. Nach der Geburt ihrer Zwillinge 2004 nahm Roberts erneut eine Auszeit von der Schauspielerei, und seit der Geburt ihres dritten Kindes 2007 nimmt Roberts nur noch sporadisch Filmrollen an: In Der Krieg des Charlie Wilson (2007) spielte sie an der Seite von Tom Hanks und erhielt dafür ihre sechste Golden-Globe-Nominierung. Sie war zu sehen in Zurück im Sommer (2008) und in Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (2009), für den sie ihre siebte Golden Globe-Nominierung bekam. Seit 2010 2010 spielte sie in der Komödie Valentinstag an der Seite von Jessica Alba, Kathy Bates, Bradley Cooper, Jamie Foxx, Jessica Biel, Jennifer Garner und Anne Hathaway. Im Jahr 2009 beendete sie die Dreharbeiten zu der Dramakomödie Eat Pray Love, in der sie die Rolle der Elizabeth Gilbert spielt. Das Drehbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, die Elizabeth Gilbert in ihrem gleichnamigen Bestseller niederschrieb. Der Kinostart erfolgte am 23. August 2010. Das weltweite Einspielergebnis betrug 204,5 Mio. US-Dollar. Im Jahr 2010 drehte sie den Liebesfilm Larry Crowne, der von Tom Hanks produziert wurde. Hanks spielt auch den männlichen Gegenpart zu Roberts und führte Regie. 2012 drehte sie an der Seite von Lily Collins den Film Spieglein Spieglein, eine neue Version des Märchen-Klassikers Schneewittchen, in dem sie den Part der bösen Königin übernahm. Außerdem übernahm sie in der Theater-Verfilmung Im August in Osage County die Rolle der Barbara Fordham. 2018 spielte sie die Hauptrolle in der zehnteiligen Serie Homecoming, die am 2. November 2018 bei Amazons Streamingdienst Prime Video ihre internationale Premiere feierte. Sonstiges Für das deutsche Kino wird Roberts seit dem Film Pretty Woman von Daniela Hoffmann synchronisiert. Roberts’ eigene Produktionsfirma heißt Red Om – der Nachname ihres Ehemannes Danny Moder in umgekehrter Schreibweise. 1990, 1991, 2000, 2002, 2005 und 2010 wurde Roberts vom US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt. Das britische Magazin Empire wählte sie im Oktober 1997 auf Platz 66 der 100 größten Filmstars aller Zeiten. Als Brad Pitt und George Clooney herausgefunden hatten, dass Roberts zusammen mit ihnen für Ocean’s Eleven (2001) vor der Kamera stehen würde, schickten sie ihr eine Karte, in der stand „Wir haben gehört, dass du 20 pro Film bekommst“ zusammen mit einem 20-Dollar-Schein. Roberts hatte zuvor für Erin Brockovich (2000) eine Gage von 20 Millionen Dollar erhalten. Im November 2005 führte Roberts, ungeachtet ihrer damaligen Karriereunterbrechung, laut dem Hollywood-Reporter mit einer Gage von 20 Mio. US-Dollar die Riege der bestbezahlten Hollywood-Schauspielerinnen an. Ein Jahr später verlor sie diese Spitzenposition jedoch an Nicole Kidman. 2007 wurde sie mit einer Gagenhöhe von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film auf Platz 7 der bestbezahlten Hollywood-Aktricen ausgewiesen. 2006 erhielt Roberts fünf Millionen US-Dollar dafür, dass sie für acht Werbeanzeigen des Modedesigners Gianfranco Ferré vor der Kamera stand. Die Aufnahmen wurden innerhalb von einem Tag gemacht. Der Chilene Miljenko Parserisas Bukovic ist ein großer Fan von Julia Roberts. Nachdem er Erin Brockovich gesehen hatte, war er so begeistert von ihrer Leistung, dass er sich insgesamt 82 Tattoos mit ihrem Porträt stechen ließ. Er hat die Absicht, noch mehr Tattoos anfertigen zu lassen. Privatleben Roberts ist die Tante der Schauspielerin Emma Roberts. Auch ihre Geschwister Eric Roberts und Lisa Roberts Gillan sind als Schauspieler erfolgreich. 2014 wurde ihre Halbschwester Nancy Motes tot aufgefunden. 2015 starb ihre Mutter Betty Lou Bredemus nach langer Krankheit an Lungenkrebs. 1989 war Roberts kurzzeitig mit ihrem Filmpartner in Magnolien aus Stahl, Dylan McDermott, verlobt. 1990 verliebte sie sich auf dem Set von Flatliners in Kiefer Sutherland; Roberts beendete die Beziehung im folgenden Jahr, nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit. Im Juni 1993 heiratete sie den Country-Musiker Lyle Lovett, kurz darauf spielten beide in dem Film Prêt-à-Porter. Im März 1995 gab das Paar die Trennung bekannt und ließ sich scheiden. Von 1998 bis 2001 war Roberts mit dem Law & Order-Star Benjamin Bratt liiert. Im Jahr 2000 lernte sie am Set von The Mexican den Kameramann Daniel Moder kennen. Er und Roberts heirateten im Juli 2002. 2004 wurden sie Eltern von zweieiigen Zwillingen, Hazel und Phinnaeus; 2007 wurde ihr zweiter Sohn Henry Daniel geboren. Filmografie Darstellung Synchronisation 2006: Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) 2006: Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) 2017: Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (Smurfs: The Lost Village) Nicht realisierte Filmprojekte Während Du schliefst (1995) – Roberts lehnte die Rolle ab, Sandra Bullock erkannte das Potenzial des Films und er wurde zu einem der größten Erfolge ihrer schauspielerischen Laufbahn. Batman & Robin (1997) – Roberts war im Gespräch für die Rolle der Poison Ivy, die Rolle bekam dann Uma Thurman. Shakespeare in Love (1998) – Roberts war für die Hauptrolle in diesem Film vorgesehen, lehnte jedoch ab. Gwyneth Paltrow sprang ein und gewann für ihre Darstellung den Oscar. Sechs Tage, sieben Nächte (1998) – Anne Heche spielte an der Seite von Harrison Ford, nachdem Roberts die Rolle abgelehnt hatte. Selbst ist die Braut (2009) – angeblich war den Produzenten Roberts’ Gagenforderung zu hoch. Sie engagierten daraufhin Sandra Bullock und die Komödie wurde ein weltweiter Erfolg. 1999 waren Bullock und Roberts schon einmal Konkurrentinnen um eine Rolle (Die Braut, die sich nicht traut); damals war Roberts siegreich. 2009 wurde Roberts auch die Hauptrolle in Bullocks bislang erfolgreichstem Film Blind Side – Die große Chance angeboten. Für diese Rolle erhielt Bullock den Oscar für die beste Hauptrolle. Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Negativpreise Roberts erhielt außerdem zahlreiche Beliebtheits- und Publikumspreise in aller Welt (u. a. elf „Bravo-Ottos“ in Deutschland). Zuletzt erhielt sie im Oktober 2007 den Preis der American Cinematheque. Literatur Penning, Lars: Julia Roberts. Berlin, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-929470-36-5. James Spada: Julia Roberts. Die Biografie. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09436-8. Meinolf Zurhorst: Julia Roberts. „Pretty Woman“. Heyne Filmbibliothek, Band 168 (3. Auflage). Wilhelm Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-05757-0. Weblinks Einzelnachweise Filmschauspieler Theaterschauspieler Oscarpreisträger Golden-Globe-Preisträger Person (Atlanta) US-Amerikaner Geboren 1967 Frau
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Was war der Durchbruch von Julia Roberts als Schauspielerin?
Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie hatte 1990 mit der Filmromanze Pretty Woman ihren internationalen Durchbruch und erhielt für die Rolle den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie Die Akte (1993), Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), Notting Hill (1999) und Die Braut, die sich nicht traut (1999) etablierte sie sich als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle in Erin Brockovich (2000) gewann sie den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Kinohits hatte sie mit Ocean’s Eleven (2001), der Fortsetzung Ocean’s 12 (2004) und Mona Lisas Lächeln (2003). Leben Kindheit und Jugend Roberts wurde 1967 in Atlanta geboren. Ihre Eltern, Walter Grady Roberts (1933–1977) und Betty Lou Bredemus (1934–2015), leiteten eine Schauspielschule für Kinder in der Innenstadt von Atlanta, die auch von Julias beiden älteren Geschwistern Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts Gillan (* 1965) besucht wurde. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten gab es in der Schule keine Rassentrennung; zu den Schülern zählten unter anderem die Kinder des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Eltern trennten sich, als Julia Roberts vier Jahre alt war. Während ihr Bruder beim Vater blieb, zog die Mutter mit den Töchtern nach Smyrna, wo Roberts die High School besuchte. 1972 heiratete Roberts’ Mutter den Theaterkritiker Michael Motes. Aus dieser Ehe, die 1983 geschieden wurde, ging Roberts’ Halbschwester Nancy Motes (1976–2014) hervor. Während ihrer Schulzeit spielte Roberts in Amateurtheatervorstellungen mit, da sie die schauspielerischen Erfolge ihres Bruders beeindruckten, der an der Royal Academy of Dramatic Art in London und an der American Academy of Dramatic Arts in New York City Schauspiel studiert hatte und für seine Rolle in König der Zigeuner (1978) für einen Golden Globe Award nominiert worden war. Karrierebeginn Nach ihrem High-School-Abschluss im Juni 1985 zog Roberts zu ihrer Schwester Lisa nach New York, wo sie gelegentlich als Model arbeitete und in einem Schuhgeschäft sowie einer Eisdiele jobbte. Ihr eigentliches Ziel war jedoch, Schauspielerin zu werden. Sie wurde in die Kartei der Agentur von Bob McGowan aufgenommen und nahm Sprachunterricht, um ihren Südstaatenakzent loszuwerden. Den Besuch eines Schauspielkurses brach sie ab, weil sie den Unterricht als nutzlos empfand. Nach zahlreichen Vorsprechterminen erhielt sie 1986 eine Gastrolle in der Fernsehserie Crime Story und wurde für eine kleine Rolle in der Komödie Firehouse engagiert. Der Film wurde von den Kritikern oft als „viertklassig“ bezeichnet und Roberts’ Auftritt dauerte nur etwa fünfzehn Sekunden. Mit Unterstützung ihres Bruders Eric, der 1986 für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film Expreß in die Hölle nominiert worden war, erhielt sie eine Rolle an seiner Seite in dem Film Blood Red – Stirb für dein Land. Die Dreharbeiten fanden im November und Dezember 1986 statt, der Film kam jedoch erst 1989 ins Kino und war nicht erfolgreich. Ihre erste größere Rolle spielte Roberts in Satisfaction (1988). Für die Rollen der jugendlichen Mitglieder einer Band wurden Schauspieler gesucht, die Musikinstrumente spielen konnten. Roberts fing daraufhin an, Schlagzeugunterricht zu nehmen, allerdings wurde die entsprechende Rolle in der Zwischenzeit mit Trini Alvarado besetzt. Stattdessen bekam Roberts die Rolle eines Mädchens, das Bassgitarre spielt, so dass sie erneut Unterricht nehmen musste. Die Dreharbeiten fanden im Mai und Juni 1987 in Charleston statt. Durchbruch Mit der Komödie Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel, gedreht im Herbst 1987, konnte Roberts ihren ersten Kinoerfolg verbuchen. Sie glaubte zunächst nicht, die richtige Besetzung für die erotisch wirkende Daisy Arujo, eine junge Frau portugiesischer Abstammung, zu sein. Außerdem fand die Produktionsassistentin Jane Jenkins Roberts’ Haare zu hell, so dass sie sie rot färbte. Insbesondere diese Eigeninitiative überzeugte den Regisseur Donald Petrie davon, sie zu engagieren. Ihre Gage betrug 50.000 US-Dollar. Für ihre Rolle wurde Roberts für die Filmpreise Independent Spirit Award und Young Artist Award nominiert. 1988 hatte Roberts einen Gastauftritt in der Fernsehserie Miami Vice. 1989 spielte sie an der Seite ihrer namhaften Schauspielkolleginnen Sally Field, Dolly Parton, Shirley McLaine und Daryl Hannah eine Nebenrolle in dem Drama Magnolien aus Stahl, das in der Kleinstadt Natchitoches in Louisiana gedreht wurde. Die US-Premiere des Films fand am 15. November 1989 statt, und Roberts erhielt für ihre Rolle, die zuvor von Meg Ryan abgelehnt worden war, einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Während der Dreharbeiten zu Magnolien aus Stahl waren Roberts und ihr Filmpartner Dylan McDermott ein Paar geworden. Nach einer kurzen Verlobungszeit trennte sich das Paar 1990. Erfolg mit Pretty Woman Roberts’ nächstes Filmprojekt machte sie zu einem internationalen Superstar: Unter der Regie von Garry Marshall verkörperte sie in der Filmromanze Pretty Woman die Prostituierte Vivian, die sich in einen schwerreichen Geschäftsmann (gespielt von Richard Gere) verliebt. Die Dreharbeiten begannen im Juli 1989 unter dem Arbeitstitel 3.000 – in Anlehnung an die Geldsumme, die Vivian für ihre Liebesdienste erhalten sollte – und wurden im Oktober 1989 in Los Angeles abgeschlossen. Ein Happy End war zunächst nicht vorgesehen gewesen, während des Schnitts von 3.000 entfielen aber fast alle düsteren Szenen, so dass die Handlung schließlich doch eine positive Wendung nahm. Marshall entschied schließlich auch, den Film nach dem gleichnamigen Lied von Roy Orbison, das in einer Szene des Films zu hören ist, umzubenennen. Die US-Premiere fand am 23. März 1990 statt. Obwohl die Kritiken nicht besonders gut waren, entwickelte sich die moderne Aschenputtel-Geschichte zu einem erfolgreichen Kinohit: Weltweit spielte der Film 463,4 Mio. US-Dollar ein und verzeichnete allein in Deutschland über zehn Millionen Kinobesucher. Roberts, die für die Rolle eine Gage von 300.000 US-Dollar erhalten hatte, wurde zur damals gefragtesten Schauspielerin Hollywoods und erhielt für die Rolle ihren zweiten Golden Globe und ihre zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Als nächstes spielte sie für eine Gage von 550.000 US-Dollar in dem Thriller Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990) an der Seite von Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und William Baldwin eine Medizinstudentin, die mit Nahtoderfahrungen experimentiert. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, studierte sie das tibetische Totenbuch. Während der Dreharbeiten, die von Oktober 1989 bis Januar 1990 dauerten, wurden Roberts und Sutherland ein Paar. Roberts beendete die Beziehung kurz vor der geplanten Hochzeit im Juni 1991. In dem Psychothriller Der Feind in meinem Bett von 1991 verkörperte Roberts eine junge Frau, die ihren eigenen Tod inszeniert, um ihrem sadistischen Ehemann, gespielt von Patrick Bergin, zu entkommen. Der Spielfilm erzielte allein in den Vereinigten Staaten ein Einspielergebnis von 101,5 Mio. US-Dollar und Roberts erhielt eine Gage von einer Million US-Dollar. Im selben Jahr war Roberts in der tragischen Liebesgeschichte Entscheidung aus Liebe zu sehen. Der Film blieb mit Einnahmen von 33,6 Mio. US-Dollar an den US-Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen des Filmstudios 20th Century Fox zurück und die Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Nach den Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Fantasyfilm Hook (1991), in dem sie die Rolle der Fee Glöckchen spielte, nahm Roberts eine fast zweijährige berufliche Auszeit, nachdem sie in den Jahren zuvor einen Film nach dem anderen gedreht hatte. Lediglich in Robert Altmans The Player hatte sie 1992 einen kurzen Cameo-Auftritt. Über die Gründe für ihre Abkehr von der Filmindustrie wurde in den Medien viel spekuliert und Anfang 1993 fragte das People Magazine auf seiner Titelseite “What happened to Julia Roberts?” (zu dt.: „Was ist mit Julia Roberts passiert?“). Später begründete Roberts ihre Auszeit damit, dass sie zu sich selbst finden wollte, da der plötzliche Ruhm und Erfolg vollkommen neu für sie gewesen seien. Sie habe in dieser Zeit viele Drehbücher gelesen, aber kein Projekt angenommen. Zu den von ihr damals abgelehnten Rollen gehörten die weibliche Hauptrolle in dem Erotikthriller Basic Instinct, durch die Sharon Stone 1992 weltberühmt wurde, und Meg Ryans Part in Schlaflos in Seattle (1993). Karriere von 1993 bis 1999 An der Seite von Denzel Washington und unter der Regie von Alan J. Pakula gelang Roberts mit der John-Grisham-Verfilmung Die Akte 1993 ein erfolgreiches Comeback. Obwohl die Kritiker ihre schauspielerische Leistung in dem Thriller gemischt aufnahmen, spielte der Film weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie I Love Trouble – Nichts als Ärger (1994) mit Nick Nolte, erwies sich dagegen als finanzieller Flop und wurde mehrfach für die fehlende Leinwand-Chemie seiner beiden Hauptdarsteller kritisiert. In Prêt-à-Porter, eine Komödie aus dem Jahr 1994 über die Pariser Modewelt, spielte Roberts an der Seite ihres damaligen Ehemannes Lyle Lovett, den sie am Filmset von The Player kennengelernt und am 27. Juni 1993 geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1995 nach knapp zwei Jahren geschieden. Power of Love war der einzige Film, den Roberts 1995 drehte. Im folgenden Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der 13. Folge der zweiten Staffel der US-Sitcom Friends und erhielt für ihre Titelrolle im erfolglosen Horrorfilm Mary Reilly eine Nominierung für den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin. Die Verfilmung des Lebens von Michael Collins (1996) mit Liam Neeson, in dem Roberts eine Nebenrolle spielte, war ebenfalls kein finanzieller Erfolg. Der Woody-Allen-Film Alle sagen: I love you, in dem Roberts auch ihre Fähigkeiten als Sängerin unter Beweis stellte, erhielt hingegen gute Kritiken. 1997 landete Roberts mit der romantischen Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes einen weltweiten Kinohit. Die romantische Komödie, in der Roberts’ Filmcharakter mit allen Mitteln versucht, eine Eheschließung zu verhindern, spielte knapp 300 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgenden Filme, der Thriller Fletcher’s Visionen (1997) mit Mel Gibson und das Drama Seite an Seite (1998) mit Roberts’ langjähriger Freundin Susan Sarandon, waren ebenfalls im Kino erfolgreich. Für Notting Hill (1999) mit Hugh Grant konnte Roberts die Rekordgage von 15 Mio. US-Dollar verlangen, für Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit ihrem Pretty Woman-Filmpartner Richard Gere sogar 17 Millionen. Beide Filme – romantische Komödien – gehören mit Einspielergebnissen von 363,8 Mio. US-Dollar (Notting Hill) und 309,4 Mio. US-Dollar (Die Braut, die sich nicht traut) zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen in Roberts’ Karriere. Für Notting Hill bekam sie ihre vierte Golden-Globe-Nominierung. Oscar-Gewinn und die 2000er Jahre 2000 bekam Roberts für die Hauptrolle im Film Erin Brockovich 20 Mio. US-Dollar und war damit die erste Schauspielerin, die diese Summe für eine Filmrolle aushandeln konnte. Die wahre Geschichte von Erin Brockovich, die als Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei einen Umweltskandal aufdeckte und im anschließenden Gerichtsverfahren eine Rekordsumme als Entschädigungszahlung aushandeln konnte, wurde für Roberts zum Höhepunkt ihrer Karriere: Sie erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Kritikerpreise, darunter ihren dritten Golden Globe, den British Academy Film Award, den Critics’ Choice Award, den Screen Actors Guild Award und im dritten Anlauf auch den Oscar. 2001 spielte Roberts erfolgreich an der Seite von Brad Pitt im Road-Movie The Mexican, es folgte die Komödie America’s Sweethearts mit Catherine Zeta-Jones. Ocean’s Eleven (2001), eine Neuverfilmung von Frankie und seine Spießgesellen aus dem Jahr 1960, brachte Roberts wieder mit Brad Pitt zusammen vor die Kamera. Der prominent besetzte Film (George Clooney, Matt Damon, Andy García) wurde mit einem Einspielergebnis von 450,7 Mio. US-Dollar zu Roberts’ finanziell erfolgreichstem Film nach Pretty Woman. Mit George Clooney drehte sie auch ihren nächsten Film Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002). 2003 drehte Roberts Mona Lisas Lächeln, 2004 Hautnah und ihre erste Filmfortsetzung, Ocean’s 12, wieder mit Brad Pitt und George Clooney und wieder äußerst erfolgreich (362,7 Mio. weltweites Einspielergebnis). In Ocean’s Twelve spielte Roberts wieder die Rolle der Tess Ocean, die sich hier ihre Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Julia Roberts zunutze macht, um einen Raub in einem Museum durchzuführen. Nach der Geburt ihrer Zwillinge 2004 nahm Roberts erneut eine Auszeit von der Schauspielerei, und seit der Geburt ihres dritten Kindes 2007 nimmt Roberts nur noch sporadisch Filmrollen an: In Der Krieg des Charlie Wilson (2007) spielte sie an der Seite von Tom Hanks und erhielt dafür ihre sechste Golden-Globe-Nominierung. Sie war zu sehen in Zurück im Sommer (2008) und in Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (2009), für den sie ihre siebte Golden Globe-Nominierung bekam. Seit 2010 2010 spielte sie in der Komödie Valentinstag an der Seite von Jessica Alba, Kathy Bates, Bradley Cooper, Jamie Foxx, Jessica Biel, Jennifer Garner und Anne Hathaway. Im Jahr 2009 beendete sie die Dreharbeiten zu der Dramakomödie Eat Pray Love, in der sie die Rolle der Elizabeth Gilbert spielt. Das Drehbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, die Elizabeth Gilbert in ihrem gleichnamigen Bestseller niederschrieb. Der Kinostart erfolgte am 23. August 2010. Das weltweite Einspielergebnis betrug 204,5 Mio. US-Dollar. Im Jahr 2010 drehte sie den Liebesfilm Larry Crowne, der von Tom Hanks produziert wurde. Hanks spielt auch den männlichen Gegenpart zu Roberts und führte Regie. 2012 drehte sie an der Seite von Lily Collins den Film Spieglein Spieglein, eine neue Version des Märchen-Klassikers Schneewittchen, in dem sie den Part der bösen Königin übernahm. Außerdem übernahm sie in der Theater-Verfilmung Im August in Osage County die Rolle der Barbara Fordham. 2018 spielte sie die Hauptrolle in der zehnteiligen Serie Homecoming, die am 2. November 2018 bei Amazons Streamingdienst Prime Video ihre internationale Premiere feierte. Sonstiges Für das deutsche Kino wird Roberts seit dem Film Pretty Woman von Daniela Hoffmann synchronisiert. Roberts’ eigene Produktionsfirma heißt Red Om – der Nachname ihres Ehemannes Danny Moder in umgekehrter Schreibweise. 1990, 1991, 2000, 2002, 2005 und 2010 wurde Roberts vom US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt. Das britische Magazin Empire wählte sie im Oktober 1997 auf Platz 66 der 100 größten Filmstars aller Zeiten. Als Brad Pitt und George Clooney herausgefunden hatten, dass Roberts zusammen mit ihnen für Ocean’s Eleven (2001) vor der Kamera stehen würde, schickten sie ihr eine Karte, in der stand „Wir haben gehört, dass du 20 pro Film bekommst“ zusammen mit einem 20-Dollar-Schein. Roberts hatte zuvor für Erin Brockovich (2000) eine Gage von 20 Millionen Dollar erhalten. Im November 2005 führte Roberts, ungeachtet ihrer damaligen Karriereunterbrechung, laut dem Hollywood-Reporter mit einer Gage von 20 Mio. US-Dollar die Riege der bestbezahlten Hollywood-Schauspielerinnen an. Ein Jahr später verlor sie diese Spitzenposition jedoch an Nicole Kidman. 2007 wurde sie mit einer Gagenhöhe von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film auf Platz 7 der bestbezahlten Hollywood-Aktricen ausgewiesen. 2006 erhielt Roberts fünf Millionen US-Dollar dafür, dass sie für acht Werbeanzeigen des Modedesigners Gianfranco Ferré vor der Kamera stand. Die Aufnahmen wurden innerhalb von einem Tag gemacht. Der Chilene Miljenko Parserisas Bukovic ist ein großer Fan von Julia Roberts. Nachdem er Erin Brockovich gesehen hatte, war er so begeistert von ihrer Leistung, dass er sich insgesamt 82 Tattoos mit ihrem Porträt stechen ließ. Er hat die Absicht, noch mehr Tattoos anfertigen zu lassen. Privatleben Roberts ist die Tante der Schauspielerin Emma Roberts. Auch ihre Geschwister Eric Roberts und Lisa Roberts Gillan sind als Schauspieler erfolgreich. 2014 wurde ihre Halbschwester Nancy Motes tot aufgefunden. 2015 starb ihre Mutter Betty Lou Bredemus nach langer Krankheit an Lungenkrebs. 1989 war Roberts kurzzeitig mit ihrem Filmpartner in Magnolien aus Stahl, Dylan McDermott, verlobt. 1990 verliebte sie sich auf dem Set von Flatliners in Kiefer Sutherland; Roberts beendete die Beziehung im folgenden Jahr, nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit. Im Juni 1993 heiratete sie den Country-Musiker Lyle Lovett, kurz darauf spielten beide in dem Film Prêt-à-Porter. Im März 1995 gab das Paar die Trennung bekannt und ließ sich scheiden. Von 1998 bis 2001 war Roberts mit dem Law & Order-Star Benjamin Bratt liiert. Im Jahr 2000 lernte sie am Set von The Mexican den Kameramann Daniel Moder kennen. Er und Roberts heirateten im Juli 2002. 2004 wurden sie Eltern von zweieiigen Zwillingen, Hazel und Phinnaeus; 2007 wurde ihr zweiter Sohn Henry Daniel geboren. Filmografie Darstellung Synchronisation 2006: Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) 2006: Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) 2017: Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (Smurfs: The Lost Village) Nicht realisierte Filmprojekte Während Du schliefst (1995) – Roberts lehnte die Rolle ab, Sandra Bullock erkannte das Potenzial des Films und er wurde zu einem der größten Erfolge ihrer schauspielerischen Laufbahn. Batman & Robin (1997) – Roberts war im Gespräch für die Rolle der Poison Ivy, die Rolle bekam dann Uma Thurman. Shakespeare in Love (1998) – Roberts war für die Hauptrolle in diesem Film vorgesehen, lehnte jedoch ab. Gwyneth Paltrow sprang ein und gewann für ihre Darstellung den Oscar. Sechs Tage, sieben Nächte (1998) – Anne Heche spielte an der Seite von Harrison Ford, nachdem Roberts die Rolle abgelehnt hatte. Selbst ist die Braut (2009) – angeblich war den Produzenten Roberts’ Gagenforderung zu hoch. Sie engagierten daraufhin Sandra Bullock und die Komödie wurde ein weltweiter Erfolg. 1999 waren Bullock und Roberts schon einmal Konkurrentinnen um eine Rolle (Die Braut, die sich nicht traut); damals war Roberts siegreich. 2009 wurde Roberts auch die Hauptrolle in Bullocks bislang erfolgreichstem Film Blind Side – Die große Chance angeboten. Für diese Rolle erhielt Bullock den Oscar für die beste Hauptrolle. Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Negativpreise Roberts erhielt außerdem zahlreiche Beliebtheits- und Publikumspreise in aller Welt (u. a. elf „Bravo-Ottos“ in Deutschland). Zuletzt erhielt sie im Oktober 2007 den Preis der American Cinematheque. Literatur Penning, Lars: Julia Roberts. Berlin, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-929470-36-5. James Spada: Julia Roberts. Die Biografie. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09436-8. Meinolf Zurhorst: Julia Roberts. „Pretty Woman“. Heyne Filmbibliothek, Band 168 (3. Auflage). Wilhelm Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-05757-0. Weblinks Einzelnachweise Filmschauspieler Theaterschauspieler Oscarpreisträger Golden-Globe-Preisträger Person (Atlanta) US-Amerikaner Geboren 1967 Frau
Freiheit durch Selbständigkeit - JakBlog Veröffentlicht voncjakubetz 3. August 2009 Veröffentliche einen Kommentar zu Freiheit durch Selbständigkeit Veröffentlicht voncjakubetz 3. August 2009 Veröffentlicht inLESETIPP
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Was war der Durchbruch von Julia Roberts als Schauspielerin?
Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie hatte 1990 mit der Filmromanze Pretty Woman ihren internationalen Durchbruch und erhielt für die Rolle den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie Die Akte (1993), Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), Notting Hill (1999) und Die Braut, die sich nicht traut (1999) etablierte sie sich als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle in Erin Brockovich (2000) gewann sie den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Kinohits hatte sie mit Ocean’s Eleven (2001), der Fortsetzung Ocean’s 12 (2004) und Mona Lisas Lächeln (2003). Leben Kindheit und Jugend Roberts wurde 1967 in Atlanta geboren. Ihre Eltern, Walter Grady Roberts (1933–1977) und Betty Lou Bredemus (1934–2015), leiteten eine Schauspielschule für Kinder in der Innenstadt von Atlanta, die auch von Julias beiden älteren Geschwistern Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts Gillan (* 1965) besucht wurde. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten gab es in der Schule keine Rassentrennung; zu den Schülern zählten unter anderem die Kinder des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Eltern trennten sich, als Julia Roberts vier Jahre alt war. Während ihr Bruder beim Vater blieb, zog die Mutter mit den Töchtern nach Smyrna, wo Roberts die High School besuchte. 1972 heiratete Roberts’ Mutter den Theaterkritiker Michael Motes. Aus dieser Ehe, die 1983 geschieden wurde, ging Roberts’ Halbschwester Nancy Motes (1976–2014) hervor. Während ihrer Schulzeit spielte Roberts in Amateurtheatervorstellungen mit, da sie die schauspielerischen Erfolge ihres Bruders beeindruckten, der an der Royal Academy of Dramatic Art in London und an der American Academy of Dramatic Arts in New York City Schauspiel studiert hatte und für seine Rolle in König der Zigeuner (1978) für einen Golden Globe Award nominiert worden war. Karrierebeginn Nach ihrem High-School-Abschluss im Juni 1985 zog Roberts zu ihrer Schwester Lisa nach New York, wo sie gelegentlich als Model arbeitete und in einem Schuhgeschäft sowie einer Eisdiele jobbte. Ihr eigentliches Ziel war jedoch, Schauspielerin zu werden. Sie wurde in die Kartei der Agentur von Bob McGowan aufgenommen und nahm Sprachunterricht, um ihren Südstaatenakzent loszuwerden. Den Besuch eines Schauspielkurses brach sie ab, weil sie den Unterricht als nutzlos empfand. Nach zahlreichen Vorsprechterminen erhielt sie 1986 eine Gastrolle in der Fernsehserie Crime Story und wurde für eine kleine Rolle in der Komödie Firehouse engagiert. Der Film wurde von den Kritikern oft als „viertklassig“ bezeichnet und Roberts’ Auftritt dauerte nur etwa fünfzehn Sekunden. Mit Unterstützung ihres Bruders Eric, der 1986 für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film Expreß in die Hölle nominiert worden war, erhielt sie eine Rolle an seiner Seite in dem Film Blood Red – Stirb für dein Land. Die Dreharbeiten fanden im November und Dezember 1986 statt, der Film kam jedoch erst 1989 ins Kino und war nicht erfolgreich. Ihre erste größere Rolle spielte Roberts in Satisfaction (1988). Für die Rollen der jugendlichen Mitglieder einer Band wurden Schauspieler gesucht, die Musikinstrumente spielen konnten. Roberts fing daraufhin an, Schlagzeugunterricht zu nehmen, allerdings wurde die entsprechende Rolle in der Zwischenzeit mit Trini Alvarado besetzt. Stattdessen bekam Roberts die Rolle eines Mädchens, das Bassgitarre spielt, so dass sie erneut Unterricht nehmen musste. Die Dreharbeiten fanden im Mai und Juni 1987 in Charleston statt. Durchbruch Mit der Komödie Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel, gedreht im Herbst 1987, konnte Roberts ihren ersten Kinoerfolg verbuchen. Sie glaubte zunächst nicht, die richtige Besetzung für die erotisch wirkende Daisy Arujo, eine junge Frau portugiesischer Abstammung, zu sein. Außerdem fand die Produktionsassistentin Jane Jenkins Roberts’ Haare zu hell, so dass sie sie rot färbte. Insbesondere diese Eigeninitiative überzeugte den Regisseur Donald Petrie davon, sie zu engagieren. Ihre Gage betrug 50.000 US-Dollar. Für ihre Rolle wurde Roberts für die Filmpreise Independent Spirit Award und Young Artist Award nominiert. 1988 hatte Roberts einen Gastauftritt in der Fernsehserie Miami Vice. 1989 spielte sie an der Seite ihrer namhaften Schauspielkolleginnen Sally Field, Dolly Parton, Shirley McLaine und Daryl Hannah eine Nebenrolle in dem Drama Magnolien aus Stahl, das in der Kleinstadt Natchitoches in Louisiana gedreht wurde. Die US-Premiere des Films fand am 15. November 1989 statt, und Roberts erhielt für ihre Rolle, die zuvor von Meg Ryan abgelehnt worden war, einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Während der Dreharbeiten zu Magnolien aus Stahl waren Roberts und ihr Filmpartner Dylan McDermott ein Paar geworden. Nach einer kurzen Verlobungszeit trennte sich das Paar 1990. Erfolg mit Pretty Woman Roberts’ nächstes Filmprojekt machte sie zu einem internationalen Superstar: Unter der Regie von Garry Marshall verkörperte sie in der Filmromanze Pretty Woman die Prostituierte Vivian, die sich in einen schwerreichen Geschäftsmann (gespielt von Richard Gere) verliebt. Die Dreharbeiten begannen im Juli 1989 unter dem Arbeitstitel 3.000 – in Anlehnung an die Geldsumme, die Vivian für ihre Liebesdienste erhalten sollte – und wurden im Oktober 1989 in Los Angeles abgeschlossen. Ein Happy End war zunächst nicht vorgesehen gewesen, während des Schnitts von 3.000 entfielen aber fast alle düsteren Szenen, so dass die Handlung schließlich doch eine positive Wendung nahm. Marshall entschied schließlich auch, den Film nach dem gleichnamigen Lied von Roy Orbison, das in einer Szene des Films zu hören ist, umzubenennen. Die US-Premiere fand am 23. März 1990 statt. Obwohl die Kritiken nicht besonders gut waren, entwickelte sich die moderne Aschenputtel-Geschichte zu einem erfolgreichen Kinohit: Weltweit spielte der Film 463,4 Mio. US-Dollar ein und verzeichnete allein in Deutschland über zehn Millionen Kinobesucher. Roberts, die für die Rolle eine Gage von 300.000 US-Dollar erhalten hatte, wurde zur damals gefragtesten Schauspielerin Hollywoods und erhielt für die Rolle ihren zweiten Golden Globe und ihre zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Als nächstes spielte sie für eine Gage von 550.000 US-Dollar in dem Thriller Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990) an der Seite von Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und William Baldwin eine Medizinstudentin, die mit Nahtoderfahrungen experimentiert. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, studierte sie das tibetische Totenbuch. Während der Dreharbeiten, die von Oktober 1989 bis Januar 1990 dauerten, wurden Roberts und Sutherland ein Paar. Roberts beendete die Beziehung kurz vor der geplanten Hochzeit im Juni 1991. In dem Psychothriller Der Feind in meinem Bett von 1991 verkörperte Roberts eine junge Frau, die ihren eigenen Tod inszeniert, um ihrem sadistischen Ehemann, gespielt von Patrick Bergin, zu entkommen. Der Spielfilm erzielte allein in den Vereinigten Staaten ein Einspielergebnis von 101,5 Mio. US-Dollar und Roberts erhielt eine Gage von einer Million US-Dollar. Im selben Jahr war Roberts in der tragischen Liebesgeschichte Entscheidung aus Liebe zu sehen. Der Film blieb mit Einnahmen von 33,6 Mio. US-Dollar an den US-Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen des Filmstudios 20th Century Fox zurück und die Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Nach den Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Fantasyfilm Hook (1991), in dem sie die Rolle der Fee Glöckchen spielte, nahm Roberts eine fast zweijährige berufliche Auszeit, nachdem sie in den Jahren zuvor einen Film nach dem anderen gedreht hatte. Lediglich in Robert Altmans The Player hatte sie 1992 einen kurzen Cameo-Auftritt. Über die Gründe für ihre Abkehr von der Filmindustrie wurde in den Medien viel spekuliert und Anfang 1993 fragte das People Magazine auf seiner Titelseite “What happened to Julia Roberts?” (zu dt.: „Was ist mit Julia Roberts passiert?“). Später begründete Roberts ihre Auszeit damit, dass sie zu sich selbst finden wollte, da der plötzliche Ruhm und Erfolg vollkommen neu für sie gewesen seien. Sie habe in dieser Zeit viele Drehbücher gelesen, aber kein Projekt angenommen. Zu den von ihr damals abgelehnten Rollen gehörten die weibliche Hauptrolle in dem Erotikthriller Basic Instinct, durch die Sharon Stone 1992 weltberühmt wurde, und Meg Ryans Part in Schlaflos in Seattle (1993). Karriere von 1993 bis 1999 An der Seite von Denzel Washington und unter der Regie von Alan J. Pakula gelang Roberts mit der John-Grisham-Verfilmung Die Akte 1993 ein erfolgreiches Comeback. Obwohl die Kritiker ihre schauspielerische Leistung in dem Thriller gemischt aufnahmen, spielte der Film weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie I Love Trouble – Nichts als Ärger (1994) mit Nick Nolte, erwies sich dagegen als finanzieller Flop und wurde mehrfach für die fehlende Leinwand-Chemie seiner beiden Hauptdarsteller kritisiert. In Prêt-à-Porter, eine Komödie aus dem Jahr 1994 über die Pariser Modewelt, spielte Roberts an der Seite ihres damaligen Ehemannes Lyle Lovett, den sie am Filmset von The Player kennengelernt und am 27. Juni 1993 geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1995 nach knapp zwei Jahren geschieden. Power of Love war der einzige Film, den Roberts 1995 drehte. Im folgenden Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der 13. Folge der zweiten Staffel der US-Sitcom Friends und erhielt für ihre Titelrolle im erfolglosen Horrorfilm Mary Reilly eine Nominierung für den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin. Die Verfilmung des Lebens von Michael Collins (1996) mit Liam Neeson, in dem Roberts eine Nebenrolle spielte, war ebenfalls kein finanzieller Erfolg. Der Woody-Allen-Film Alle sagen: I love you, in dem Roberts auch ihre Fähigkeiten als Sängerin unter Beweis stellte, erhielt hingegen gute Kritiken. 1997 landete Roberts mit der romantischen Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes einen weltweiten Kinohit. Die romantische Komödie, in der Roberts’ Filmcharakter mit allen Mitteln versucht, eine Eheschließung zu verhindern, spielte knapp 300 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgenden Filme, der Thriller Fletcher’s Visionen (1997) mit Mel Gibson und das Drama Seite an Seite (1998) mit Roberts’ langjähriger Freundin Susan Sarandon, waren ebenfalls im Kino erfolgreich. Für Notting Hill (1999) mit Hugh Grant konnte Roberts die Rekordgage von 15 Mio. US-Dollar verlangen, für Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit ihrem Pretty Woman-Filmpartner Richard Gere sogar 17 Millionen. Beide Filme – romantische Komödien – gehören mit Einspielergebnissen von 363,8 Mio. US-Dollar (Notting Hill) und 309,4 Mio. US-Dollar (Die Braut, die sich nicht traut) zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen in Roberts’ Karriere. Für Notting Hill bekam sie ihre vierte Golden-Globe-Nominierung. Oscar-Gewinn und die 2000er Jahre 2000 bekam Roberts für die Hauptrolle im Film Erin Brockovich 20 Mio. US-Dollar und war damit die erste Schauspielerin, die diese Summe für eine Filmrolle aushandeln konnte. Die wahre Geschichte von Erin Brockovich, die als Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei einen Umweltskandal aufdeckte und im anschließenden Gerichtsverfahren eine Rekordsumme als Entschädigungszahlung aushandeln konnte, wurde für Roberts zum Höhepunkt ihrer Karriere: Sie erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Kritikerpreise, darunter ihren dritten Golden Globe, den British Academy Film Award, den Critics’ Choice Award, den Screen Actors Guild Award und im dritten Anlauf auch den Oscar. 2001 spielte Roberts erfolgreich an der Seite von Brad Pitt im Road-Movie The Mexican, es folgte die Komödie America’s Sweethearts mit Catherine Zeta-Jones. Ocean’s Eleven (2001), eine Neuverfilmung von Frankie und seine Spießgesellen aus dem Jahr 1960, brachte Roberts wieder mit Brad Pitt zusammen vor die Kamera. Der prominent besetzte Film (George Clooney, Matt Damon, Andy García) wurde mit einem Einspielergebnis von 450,7 Mio. US-Dollar zu Roberts’ finanziell erfolgreichstem Film nach Pretty Woman. Mit George Clooney drehte sie auch ihren nächsten Film Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002). 2003 drehte Roberts Mona Lisas Lächeln, 2004 Hautnah und ihre erste Filmfortsetzung, Ocean’s 12, wieder mit Brad Pitt und George Clooney und wieder äußerst erfolgreich (362,7 Mio. weltweites Einspielergebnis). In Ocean’s Twelve spielte Roberts wieder die Rolle der Tess Ocean, die sich hier ihre Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Julia Roberts zunutze macht, um einen Raub in einem Museum durchzuführen. Nach der Geburt ihrer Zwillinge 2004 nahm Roberts erneut eine Auszeit von der Schauspielerei, und seit der Geburt ihres dritten Kindes 2007 nimmt Roberts nur noch sporadisch Filmrollen an: In Der Krieg des Charlie Wilson (2007) spielte sie an der Seite von Tom Hanks und erhielt dafür ihre sechste Golden-Globe-Nominierung. Sie war zu sehen in Zurück im Sommer (2008) und in Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (2009), für den sie ihre siebte Golden Globe-Nominierung bekam. Seit 2010 2010 spielte sie in der Komödie Valentinstag an der Seite von Jessica Alba, Kathy Bates, Bradley Cooper, Jamie Foxx, Jessica Biel, Jennifer Garner und Anne Hathaway. Im Jahr 2009 beendete sie die Dreharbeiten zu der Dramakomödie Eat Pray Love, in der sie die Rolle der Elizabeth Gilbert spielt. Das Drehbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, die Elizabeth Gilbert in ihrem gleichnamigen Bestseller niederschrieb. Der Kinostart erfolgte am 23. August 2010. Das weltweite Einspielergebnis betrug 204,5 Mio. US-Dollar. Im Jahr 2010 drehte sie den Liebesfilm Larry Crowne, der von Tom Hanks produziert wurde. Hanks spielt auch den männlichen Gegenpart zu Roberts und führte Regie. 2012 drehte sie an der Seite von Lily Collins den Film Spieglein Spieglein, eine neue Version des Märchen-Klassikers Schneewittchen, in dem sie den Part der bösen Königin übernahm. Außerdem übernahm sie in der Theater-Verfilmung Im August in Osage County die Rolle der Barbara Fordham. 2018 spielte sie die Hauptrolle in der zehnteiligen Serie Homecoming, die am 2. November 2018 bei Amazons Streamingdienst Prime Video ihre internationale Premiere feierte. Sonstiges Für das deutsche Kino wird Roberts seit dem Film Pretty Woman von Daniela Hoffmann synchronisiert. Roberts’ eigene Produktionsfirma heißt Red Om – der Nachname ihres Ehemannes Danny Moder in umgekehrter Schreibweise. 1990, 1991, 2000, 2002, 2005 und 2010 wurde Roberts vom US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt. Das britische Magazin Empire wählte sie im Oktober 1997 auf Platz 66 der 100 größten Filmstars aller Zeiten. Als Brad Pitt und George Clooney herausgefunden hatten, dass Roberts zusammen mit ihnen für Ocean’s Eleven (2001) vor der Kamera stehen würde, schickten sie ihr eine Karte, in der stand „Wir haben gehört, dass du 20 pro Film bekommst“ zusammen mit einem 20-Dollar-Schein. Roberts hatte zuvor für Erin Brockovich (2000) eine Gage von 20 Millionen Dollar erhalten. Im November 2005 führte Roberts, ungeachtet ihrer damaligen Karriereunterbrechung, laut dem Hollywood-Reporter mit einer Gage von 20 Mio. US-Dollar die Riege der bestbezahlten Hollywood-Schauspielerinnen an. Ein Jahr später verlor sie diese Spitzenposition jedoch an Nicole Kidman. 2007 wurde sie mit einer Gagenhöhe von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film auf Platz 7 der bestbezahlten Hollywood-Aktricen ausgewiesen. 2006 erhielt Roberts fünf Millionen US-Dollar dafür, dass sie für acht Werbeanzeigen des Modedesigners Gianfranco Ferré vor der Kamera stand. Die Aufnahmen wurden innerhalb von einem Tag gemacht. Der Chilene Miljenko Parserisas Bukovic ist ein großer Fan von Julia Roberts. Nachdem er Erin Brockovich gesehen hatte, war er so begeistert von ihrer Leistung, dass er sich insgesamt 82 Tattoos mit ihrem Porträt stechen ließ. Er hat die Absicht, noch mehr Tattoos anfertigen zu lassen. Privatleben Roberts ist die Tante der Schauspielerin Emma Roberts. Auch ihre Geschwister Eric Roberts und Lisa Roberts Gillan sind als Schauspieler erfolgreich. 2014 wurde ihre Halbschwester Nancy Motes tot aufgefunden. 2015 starb ihre Mutter Betty Lou Bredemus nach langer Krankheit an Lungenkrebs. 1989 war Roberts kurzzeitig mit ihrem Filmpartner in Magnolien aus Stahl, Dylan McDermott, verlobt. 1990 verliebte sie sich auf dem Set von Flatliners in Kiefer Sutherland; Roberts beendete die Beziehung im folgenden Jahr, nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit. Im Juni 1993 heiratete sie den Country-Musiker Lyle Lovett, kurz darauf spielten beide in dem Film Prêt-à-Porter. Im März 1995 gab das Paar die Trennung bekannt und ließ sich scheiden. Von 1998 bis 2001 war Roberts mit dem Law & Order-Star Benjamin Bratt liiert. Im Jahr 2000 lernte sie am Set von The Mexican den Kameramann Daniel Moder kennen. Er und Roberts heirateten im Juli 2002. 2004 wurden sie Eltern von zweieiigen Zwillingen, Hazel und Phinnaeus; 2007 wurde ihr zweiter Sohn Henry Daniel geboren. Filmografie Darstellung Synchronisation 2006: Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) 2006: Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) 2017: Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (Smurfs: The Lost Village) Nicht realisierte Filmprojekte Während Du schliefst (1995) – Roberts lehnte die Rolle ab, Sandra Bullock erkannte das Potenzial des Films und er wurde zu einem der größten Erfolge ihrer schauspielerischen Laufbahn. Batman & Robin (1997) – Roberts war im Gespräch für die Rolle der Poison Ivy, die Rolle bekam dann Uma Thurman. Shakespeare in Love (1998) – Roberts war für die Hauptrolle in diesem Film vorgesehen, lehnte jedoch ab. Gwyneth Paltrow sprang ein und gewann für ihre Darstellung den Oscar. Sechs Tage, sieben Nächte (1998) – Anne Heche spielte an der Seite von Harrison Ford, nachdem Roberts die Rolle abgelehnt hatte. Selbst ist die Braut (2009) – angeblich war den Produzenten Roberts’ Gagenforderung zu hoch. Sie engagierten daraufhin Sandra Bullock und die Komödie wurde ein weltweiter Erfolg. 1999 waren Bullock und Roberts schon einmal Konkurrentinnen um eine Rolle (Die Braut, die sich nicht traut); damals war Roberts siegreich. 2009 wurde Roberts auch die Hauptrolle in Bullocks bislang erfolgreichstem Film Blind Side – Die große Chance angeboten. Für diese Rolle erhielt Bullock den Oscar für die beste Hauptrolle. Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Negativpreise Roberts erhielt außerdem zahlreiche Beliebtheits- und Publikumspreise in aller Welt (u. a. elf „Bravo-Ottos“ in Deutschland). Zuletzt erhielt sie im Oktober 2007 den Preis der American Cinematheque. Literatur Penning, Lars: Julia Roberts. Berlin, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-929470-36-5. James Spada: Julia Roberts. Die Biografie. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09436-8. Meinolf Zurhorst: Julia Roberts. „Pretty Woman“. Heyne Filmbibliothek, Band 168 (3. Auflage). Wilhelm Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-05757-0. Weblinks Einzelnachweise Filmschauspieler Theaterschauspieler Oscarpreisträger Golden-Globe-Preisträger Person (Atlanta) US-Amerikaner Geboren 1967 Frau
IAA 1973: Ölkrise und BMW 2002 turbo: Mit Fußhupe und Turbine gegen die Ölkrise - FOCUS Online IAA 1973: Ölkrise und BMW 2002 turbo: Mit Fußhupe und Turbine gegen die Ölkrise Dienstag, 10.09.2013, 01:22 · von FOCUS-Online-Redakteur Sebastian Viehmann Der BMW 2002 turbo hatte im Prospekt sogar einen spiegelverkehrten Turbo-Schriftzug, damit man ihn im Rückspiegel sofort als Bedrohung wahrnahm – BMW ließ schnell die Angeberei 1973 war das Jahr der ersten Ölkrise – einen ungünstigeren Zeitpunkt hätten sich die Münchner für ihren Turbo-Spritfresser 2002 turbo nicht aussuchen können Der BMW 2002 turbo und ein BMW 3.0 CSL jagen über die Piste Das Interieur des 2002 turbo mit schicken Sportsitzen. Der Clou war eine Hupe, die mit dem Fuß bedient wurde – da hatte der Pilot beim Drängeln die Hände frei Blick auf das leere Autobahnkreuz Duisburg-Kaiserberg. Im Jahr 1973 wurde wegen der Ölkrise ein sonntägliches Fahrverbot verhängt. (Archivfoto) press-inform / G. Muschalla Der BMW 2002 ti Rallye war eines der spektakulärsten Autos im Feld Hier noch mit funktionierendem Licht unterwegs: der BMW 2002 ti mit der Startnummer 19 Ebenfalls eine Autobahn-Legende: Dieser BMW 2002 tii mit kaum mehr als 50 000 Meilen auf der Uhr SP-X/autodrom archiv Der Karosseriebauer Baur verwandelte den 2002 zum Cabriolet Der 2002 wurde zu einem riesigen Erfolg für BMW Der 2002 in echt bajuwarischem Ambiente Mit 130 PS bot der 2002 tii sportwagenmäßige Leistung Fußballer Gerd Müller und sein BMW 2002 Bis 1976 wurde der 2002 in die USA exportiert Freie Fahrt für freie Bürger im BMW 2002 ti Auch Youngtimer erfreuen sich zunehmender Beliebtheit Der 02er geht um die Ecken wie ein Karnickel mit Verfolgungswahn Der Klassiker, Baujahr 1974, ist schlichtweg eine Augenweide Freude am Fahren war bereits in den 70-er Jahren eine BMW-Domäne Der 2002 Touring ist klassisch schön, filigran aus jeder Perspektive und so gar nicht protzig Das Cockpit aus Hartplastik ist funktionell, mehr nicht Der Tacho reicht bis 240 km/h Zum Fahrer gewandte Zusatzinstrumente in der Mittelkonsole Manchmal muss man einfach auf hohe Spritpreise pfeifen und Gas geben. Vor 40 Jahren kam die Ölkrise – und der BMW 2002 turbo schlug auf der IAA die Political Correctness kurz und klein. Wie sich die Zeiten gleichen: Auf der IAA in Frankfurt dreht sich in dieser Woche vieles ums Sprit Sparen – ein echtes Déja Vu-Erlebnis. Denn schon vor 40 Jahren war die Autobranche in Alarmstimmung. Kann ich mir das Tanken noch leisten? Gibt es bald überhaupt noch Benzin? Bricht jetzt der Krieg auf den Straßen aus? Das Jahr 1973 hat sich als kollektiver Schockmoment ins Gedächtnis der Autobranche eingebrannt: Die erste Ölkrise verändert eine ganze Industrie. Die Scheichs nehmen den Westen als Geisel – und drehen den Ölhahn zu. Der Preis für ein Fass – 159 Liter – schnellt bis Anfang 1974 von drei auf zwölf Dollar. 75 Prozent ihres Öls bezieht die Bundesrepublik damals aus arabischen Ländern. An vier Sonntagen Ende 1973 dürfen keine Autos mehr über die Straßen rollen. Ist der Wohlstand endlich? Der Club of Rome, ein Denkerzirkel, fabuliert über die „Grenzen des Wachstums“ – und erregt international Aufsehen.Downsizing und Schlangen an der ZapfsäuleVor allem für die Amerikaner, bei denen der Sprit billiger war als Wasser, liegen die Nerven blank. Lange Schlangen an den Tankstellen – das hat es noch nie gegeben. Der Ölpreis-Schock verändert die US-Autoindustrie grundlegend. Es werden völlig neue, kleinere und sparsamere Modelle entwickelt, unter denen sich leider auch einige der hässlichsten und vergessenswertesten Autos der US-Geschichte befinden. „Downsizing“ heißt der Trend der 70er – aus Straßenkreuzern werden Kreuzerchen. Die Ära der hubraumstarken „Muscle Cars“ allerdings war schon 1972 durch neue Sicherheits- und Umweltschutzbestimmungen zuende gegangen.Auch in Deutschland führen die Nachwehen der Ölkrise zu Veränderungen, die noch in den 80er zu spüren sind. Plötzlich gibt es leere Autobahnen – der „autofreie Sonntag“ soll die Deutschen zum Sprit Sparen zwingen. Die Autobauer arbeiten fieberhaft an neuen Spritspar-Technologien, Volkswagen zum Beispiel führt die „Formel E“-Modelle mit einer ziemlich unpraktischen Start-Stopp-Automatik ein. Tempolimit, Waldsterben, Öko-Bewegung, Startbahn West: All die emotionalen Themen der Nach-Ölkrisen-Ära haben ihren Ursprung auch in der Erkenntnis, dass das Benzin irgendwann ausgehen könnte. Selbst wenn sich diese Angst bis heute nicht bewahrheitet hat und sogar die Wälder noch stehen. Hupen, drängeln, SpiegelschriftWer also ausgerechnet pünktlich zur Ölkrise ein Auto wie den BMW 2002 turbo auf den Markt bringt, der muss schon ausgesprochen schmerzfrei sein. Zur Verteidigung der Münchner sei gesagt, dass die Entwicklung des aufgepumpten 02er natürlich schon vorher begonnen hatte. 1972 sorgte das futuristische Showcar BMW Turbo für Aufsehen. Ein Jahr später kam die Technik in der kompakten 02er Reihe in Serie. Aus 1990 Kubikzentimetern Hubraum holte der verbreiterte 02er mit seinem aufgeladenen Vierzylinder 170 Pferdestärken und 245 Newtonmeter Drehmoment. Damit konnte man den steigenden Spritpreisen in – für 1973 – atemberaubenden 6,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h enteilen und sich darüber freuen, dass die zitternde Tachonadel erst bei 211 km/h zum Stillstand kam, begleitet von einer ohrenbetäubenden Fahrtwind-Kulisse.Ein sportlich abgestimmtes Fünfgang-Getriebe und ein Sperrdifferenzial mit 40-prozentiger Sperrwirkung an der Antriebsachse – beim BMW natürlich hinten – sorgen noch heute dafür, dass sich der nur 1080 Kilo schwere Turbo-Senior wie ein übermütiges Schulkind um die Kurven scheuchen lässt. Auf Wunsch lieferte BMW sogar einen spiegelverkehrten „Turbo“-Schriftzug für den Frontspoiler – diese Angeberei goss zusätzliches Öl ins Krisen-Feuer und ließ Kritiker erbost aufschreien.Vollgas in der Krise: Klickdown BMW 2002 turbo FOCUS Online Klickdown BMW 2002 turbo: Mit 170 PS und der Fußhupe gegen die Ölkrise Und der Turbo-Schub? Naja...Noch krasser als der Schriftzug, der an unserem Testwagen aus der BMW-Classic-Abteilung nicht vorhanden ist, ist allerdings die „Drängler-Hupe“: Man kann das laute Quäk-Organ auch mit dem linken Fuß bedienen, damit man eine Hand für die Lixchthupe und die andere fürs Lenken freihat. Oder wahlweise den Arm lässig im Fensterausschnitt ablegen kann. Derweil freut man sich über das Cockpit. Es ist, wie es schon der Originalprospekt des 2002 turbo verspricht, „schnellen Reaktionen angepasst, mit kurzen Griffwegen und konzentrierter Übersicht“. Das rot abgesetzte Armaturenbrett sieht ein bisschen aus wie nachträglich mit Baumarkt-Farbe lackiert, doch das wichtigste hat man sofort im Blick: Drehzahlmesser, Tachometer – etwas optimistisch bis 240 reichend – und natürlich das Ladedruckbarometer. Übersicht: IAA 1973: Ölkrise und BMW 2002 turbo Kann der Turbo-Schub heute noch begeistern? Technische Daten BMW 2002 turbo Kniefall, Ölkrise, Deutscher Herbst Probefahrt BMW 750i König der Drängler: Dieser 7er wurde Mercedes erstmals gefährlich Alle Neuheiten der IAA BMW kaufen BMW Gebrauchtwagen BMW 5 BMW X3 Gebraucht BMW X1 Gebraucht BMW Köln Archiv Auto Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zum Artikel: IAA 1973: Ölkrise und BMW 2002 turbo Mit Fußhupe und Turbine gegen die Ölkrise Spötter sagten damals über den aufgeladen BMW, dass man bei schneller Fahrweise die Tanknadel fallen sehen kann. Leider wird zum Spritbedarf dieses Fahrzeugs hier sehr wenig geschrieben. Antwort schreiben weitere Kommentare (1) 08.01.2013 Vorgänger 2002 tii Ich habe 1968 den Vorgänger des 2002Turbo gefahren das war einfach eine Granate und der Neupreis damals DM 14 000.- also ca 7000.- Euro.Sehen Sie sich mal den 1zer heute an, was der kostet.Ich fahre seit mehr als 6 Jahren keinen BMW mehr weil das Preis-Leistungsverhältnis nicht mehr stimmt und In USA werden die BMW praktisch verschenkt. Antwort schreiben Der turboversion war ja auch exakt der 2002 tii der die mechanische Einspritzung hatte. Die deutschen Autos waren schon zu meinem 1. USA Trip 1981 so billig daß ich anfangs dachte ich lese falsch,also nix neues...der deutsche durfte immer viel mehr zahlen. Heiter bis bockig - Der BMW X3 als GebrauchterIm Jahr 2000 war es, als bei BMW das Zeitalter des SUV anbrach. Drei Jahre später kam das Modell X3. Dieser Mittelklassewagen ist eigentlich recht zuverlässig. » Beliebteste Automarken: Die Deutschen lieben den Luxus – und die AsiatenDie Deutschen stehen nach wie vor auf Edelkarossen. Besonders einem deutschen Autobauer halten sie seit Jahren die Treue. Doch ein asiatisches Ausstattungswunder ist ihm dicht auf den Fersen. » Fahrbericht VW Golf GTI ClubsportKlingt schön dreckig: 290 PS-Golf gibt Vollgas in der Krise Fahrbericht Suzuki Baleno 1.0Überraschung aus Japan: Suzukis neuer Kleinwagen hat es in sich Fahrbericht Bentley Bentayga W12Das luxuriöseste SUV der Welt offenbart im Test ein dickes Problem Fahrbericht Toyota Prius 2016Kein bisschen Spaß muss sein: Der neue Prius im ersten Test Fahrbericht Audi A4 Avant 3.0 TDI quattroLinke Spur, Vollgas: Dieser Audi bleibt der König der Dienstwagen Fünf Erkenntnisse aus der Regierungserklärung der Kanzlerin im BundestagAngela Merkel verteidigt ihre Politik, die in den eigenen Reihen kritisch gesehen wird - und bleibt bei ihrer Vorstellung von einem tiefer verbundenen Europa. FOCUS Online fasst die fünf wichtigsten Erkenntnisse aus ihrer Regierungserklärung zusammen. Von FOCUS-Online-Korrespondentin Martina Fietz » Andreas Bourani kritisiert ARD nach ESC-Debakel: „Verein ohne Rückgrat"Sänger Andreas Bourani kann die Kehrtwende im ESC-Chaos um Xavier Naidoo nicht nachvollziehen. Der ARD wirft er mangelndes Rückgrat vor. Den Shitstorm gegen Naidoo im Netz vergleicht er mit Hexenverfolgungen im Mittelalter. Auch sein Kollege Herbert Grönemeyer zeigt sich über die Vorgänge empört. » Innenministerium: Paris-Attentäter doch nicht in Bayern als Flüchtling registriertTerror in Europa: Nach den grausamen Tagen von Paris hat sich das Augenmerk nun nach Brüssel verlagert. Dort herrscht seit mehreren Tagen Ausnahmezustand. Die Polizei jagt nicht nur den Paris-Attentäter Salah Abdeslam, sondern schützt die ganze Stadt vor Anschlägen. Verfolgen Sie die Entwicklung im Live-Ticker von FOCUS Online. » Top-Ökonom prophezeit: Flüchtlingskrise wird uns eine Billion Euro kostenBisher heißt es, die Flüchtlingskrise werde Deutschland mehrere Milliarden Euro im Jahr kosten. Doch was bedeutet das langfristig. Der deutsche Wirtschaftswissenschaftler Bernd Raffelhüschen rechnet das Ausmaß vor. » Sieben Milliarden Franken: NRW lässt 10.000 griechische Konten auffliegenDie Finanzverwaltung von Nordrhein-Westfalen hat dem griechischen Finanzministerium 10.558 Datensätze zur Verfolgung von Steuerhinterziehung zur Verfügung gestellt. Es soll um Beträge von insgesamt 6,8 Milliarden Franken gehen. » Sie befinden sich hier: Auto > Gebrauchtwagen > Oldtimer > BMW > IAA 1973: Ölkrise und BMW 2002 turbo: Mit Fußhupe und Turbine gegen die Ölkrise Mein Tier-Moment: Kleine Genießerin: Hier lässt sich Pudel Susi ganz schön verwöhnen Streit mit der Türkei: Russland sicher: Flugzeugabschuss war "geplante Provokation" und "Hinterhalt" Nach Paris-Anschlägen: Deutscher Musiker rührt mit gefühlvollem Anti-Terror-Song Millionen Geschichte: Neros Mutter: Köln feiert 2000 Jahre Agrippina Porsche 911 Carrera 2,7 versus Carrera GTS: Spaß ohne Turbo vor 4 Min.Mein Tier-Moment: Kleine Genießerin:... vor 4 Min.Germany's next Topmodel: „Germany's ... Volkswagen, dpa/Etienne Laurent, FOCUS Online/Wochit, Audi, SP-X/autodrom archiv (7), dpa/BMW, AFP (5), Webasto, Viehmann (49), dpa (6), dpa/Armin Weigel (2), Suzuki, ADAC, ZDF, dpa/Uli Deck, press-inform (16), dpa / Kai Remmers), dpa/Julian Stratenschulte, Bernhard Santer (10), dpa/Michael Kappeler, FOCUS Online, BMW (6), Marcel Sommer / press-inform (10), press-inform / Bentley, Hersteller, dpa / Oliver Berg, press-inform / G. Muschalla (2), Nils Franck, Colourbox.de, Matthias Knödler/SP-X
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Was war der Durchbruch von Julia Roberts als Schauspielerin?
Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie hatte 1990 mit der Filmromanze Pretty Woman ihren internationalen Durchbruch und erhielt für die Rolle den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie Die Akte (1993), Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), Notting Hill (1999) und Die Braut, die sich nicht traut (1999) etablierte sie sich als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle in Erin Brockovich (2000) gewann sie den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Kinohits hatte sie mit Ocean’s Eleven (2001), der Fortsetzung Ocean’s 12 (2004) und Mona Lisas Lächeln (2003). Leben Kindheit und Jugend Roberts wurde 1967 in Atlanta geboren. Ihre Eltern, Walter Grady Roberts (1933–1977) und Betty Lou Bredemus (1934–2015), leiteten eine Schauspielschule für Kinder in der Innenstadt von Atlanta, die auch von Julias beiden älteren Geschwistern Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts Gillan (* 1965) besucht wurde. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten gab es in der Schule keine Rassentrennung; zu den Schülern zählten unter anderem die Kinder des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Eltern trennten sich, als Julia Roberts vier Jahre alt war. Während ihr Bruder beim Vater blieb, zog die Mutter mit den Töchtern nach Smyrna, wo Roberts die High School besuchte. 1972 heiratete Roberts’ Mutter den Theaterkritiker Michael Motes. Aus dieser Ehe, die 1983 geschieden wurde, ging Roberts’ Halbschwester Nancy Motes (1976–2014) hervor. Während ihrer Schulzeit spielte Roberts in Amateurtheatervorstellungen mit, da sie die schauspielerischen Erfolge ihres Bruders beeindruckten, der an der Royal Academy of Dramatic Art in London und an der American Academy of Dramatic Arts in New York City Schauspiel studiert hatte und für seine Rolle in König der Zigeuner (1978) für einen Golden Globe Award nominiert worden war. Karrierebeginn Nach ihrem High-School-Abschluss im Juni 1985 zog Roberts zu ihrer Schwester Lisa nach New York, wo sie gelegentlich als Model arbeitete und in einem Schuhgeschäft sowie einer Eisdiele jobbte. Ihr eigentliches Ziel war jedoch, Schauspielerin zu werden. Sie wurde in die Kartei der Agentur von Bob McGowan aufgenommen und nahm Sprachunterricht, um ihren Südstaatenakzent loszuwerden. Den Besuch eines Schauspielkurses brach sie ab, weil sie den Unterricht als nutzlos empfand. Nach zahlreichen Vorsprechterminen erhielt sie 1986 eine Gastrolle in der Fernsehserie Crime Story und wurde für eine kleine Rolle in der Komödie Firehouse engagiert. Der Film wurde von den Kritikern oft als „viertklassig“ bezeichnet und Roberts’ Auftritt dauerte nur etwa fünfzehn Sekunden. Mit Unterstützung ihres Bruders Eric, der 1986 für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film Expreß in die Hölle nominiert worden war, erhielt sie eine Rolle an seiner Seite in dem Film Blood Red – Stirb für dein Land. Die Dreharbeiten fanden im November und Dezember 1986 statt, der Film kam jedoch erst 1989 ins Kino und war nicht erfolgreich. Ihre erste größere Rolle spielte Roberts in Satisfaction (1988). Für die Rollen der jugendlichen Mitglieder einer Band wurden Schauspieler gesucht, die Musikinstrumente spielen konnten. Roberts fing daraufhin an, Schlagzeugunterricht zu nehmen, allerdings wurde die entsprechende Rolle in der Zwischenzeit mit Trini Alvarado besetzt. Stattdessen bekam Roberts die Rolle eines Mädchens, das Bassgitarre spielt, so dass sie erneut Unterricht nehmen musste. Die Dreharbeiten fanden im Mai und Juni 1987 in Charleston statt. Durchbruch Mit der Komödie Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel, gedreht im Herbst 1987, konnte Roberts ihren ersten Kinoerfolg verbuchen. Sie glaubte zunächst nicht, die richtige Besetzung für die erotisch wirkende Daisy Arujo, eine junge Frau portugiesischer Abstammung, zu sein. Außerdem fand die Produktionsassistentin Jane Jenkins Roberts’ Haare zu hell, so dass sie sie rot färbte. Insbesondere diese Eigeninitiative überzeugte den Regisseur Donald Petrie davon, sie zu engagieren. Ihre Gage betrug 50.000 US-Dollar. Für ihre Rolle wurde Roberts für die Filmpreise Independent Spirit Award und Young Artist Award nominiert. 1988 hatte Roberts einen Gastauftritt in der Fernsehserie Miami Vice. 1989 spielte sie an der Seite ihrer namhaften Schauspielkolleginnen Sally Field, Dolly Parton, Shirley McLaine und Daryl Hannah eine Nebenrolle in dem Drama Magnolien aus Stahl, das in der Kleinstadt Natchitoches in Louisiana gedreht wurde. Die US-Premiere des Films fand am 15. November 1989 statt, und Roberts erhielt für ihre Rolle, die zuvor von Meg Ryan abgelehnt worden war, einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Während der Dreharbeiten zu Magnolien aus Stahl waren Roberts und ihr Filmpartner Dylan McDermott ein Paar geworden. Nach einer kurzen Verlobungszeit trennte sich das Paar 1990. Erfolg mit Pretty Woman Roberts’ nächstes Filmprojekt machte sie zu einem internationalen Superstar: Unter der Regie von Garry Marshall verkörperte sie in der Filmromanze Pretty Woman die Prostituierte Vivian, die sich in einen schwerreichen Geschäftsmann (gespielt von Richard Gere) verliebt. Die Dreharbeiten begannen im Juli 1989 unter dem Arbeitstitel 3.000 – in Anlehnung an die Geldsumme, die Vivian für ihre Liebesdienste erhalten sollte – und wurden im Oktober 1989 in Los Angeles abgeschlossen. Ein Happy End war zunächst nicht vorgesehen gewesen, während des Schnitts von 3.000 entfielen aber fast alle düsteren Szenen, so dass die Handlung schließlich doch eine positive Wendung nahm. Marshall entschied schließlich auch, den Film nach dem gleichnamigen Lied von Roy Orbison, das in einer Szene des Films zu hören ist, umzubenennen. Die US-Premiere fand am 23. März 1990 statt. Obwohl die Kritiken nicht besonders gut waren, entwickelte sich die moderne Aschenputtel-Geschichte zu einem erfolgreichen Kinohit: Weltweit spielte der Film 463,4 Mio. US-Dollar ein und verzeichnete allein in Deutschland über zehn Millionen Kinobesucher. Roberts, die für die Rolle eine Gage von 300.000 US-Dollar erhalten hatte, wurde zur damals gefragtesten Schauspielerin Hollywoods und erhielt für die Rolle ihren zweiten Golden Globe und ihre zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Als nächstes spielte sie für eine Gage von 550.000 US-Dollar in dem Thriller Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990) an der Seite von Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und William Baldwin eine Medizinstudentin, die mit Nahtoderfahrungen experimentiert. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, studierte sie das tibetische Totenbuch. Während der Dreharbeiten, die von Oktober 1989 bis Januar 1990 dauerten, wurden Roberts und Sutherland ein Paar. Roberts beendete die Beziehung kurz vor der geplanten Hochzeit im Juni 1991. In dem Psychothriller Der Feind in meinem Bett von 1991 verkörperte Roberts eine junge Frau, die ihren eigenen Tod inszeniert, um ihrem sadistischen Ehemann, gespielt von Patrick Bergin, zu entkommen. Der Spielfilm erzielte allein in den Vereinigten Staaten ein Einspielergebnis von 101,5 Mio. US-Dollar und Roberts erhielt eine Gage von einer Million US-Dollar. Im selben Jahr war Roberts in der tragischen Liebesgeschichte Entscheidung aus Liebe zu sehen. Der Film blieb mit Einnahmen von 33,6 Mio. US-Dollar an den US-Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen des Filmstudios 20th Century Fox zurück und die Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Nach den Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Fantasyfilm Hook (1991), in dem sie die Rolle der Fee Glöckchen spielte, nahm Roberts eine fast zweijährige berufliche Auszeit, nachdem sie in den Jahren zuvor einen Film nach dem anderen gedreht hatte. Lediglich in Robert Altmans The Player hatte sie 1992 einen kurzen Cameo-Auftritt. Über die Gründe für ihre Abkehr von der Filmindustrie wurde in den Medien viel spekuliert und Anfang 1993 fragte das People Magazine auf seiner Titelseite “What happened to Julia Roberts?” (zu dt.: „Was ist mit Julia Roberts passiert?“). Später begründete Roberts ihre Auszeit damit, dass sie zu sich selbst finden wollte, da der plötzliche Ruhm und Erfolg vollkommen neu für sie gewesen seien. Sie habe in dieser Zeit viele Drehbücher gelesen, aber kein Projekt angenommen. Zu den von ihr damals abgelehnten Rollen gehörten die weibliche Hauptrolle in dem Erotikthriller Basic Instinct, durch die Sharon Stone 1992 weltberühmt wurde, und Meg Ryans Part in Schlaflos in Seattle (1993). Karriere von 1993 bis 1999 An der Seite von Denzel Washington und unter der Regie von Alan J. Pakula gelang Roberts mit der John-Grisham-Verfilmung Die Akte 1993 ein erfolgreiches Comeback. Obwohl die Kritiker ihre schauspielerische Leistung in dem Thriller gemischt aufnahmen, spielte der Film weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie I Love Trouble – Nichts als Ärger (1994) mit Nick Nolte, erwies sich dagegen als finanzieller Flop und wurde mehrfach für die fehlende Leinwand-Chemie seiner beiden Hauptdarsteller kritisiert. In Prêt-à-Porter, eine Komödie aus dem Jahr 1994 über die Pariser Modewelt, spielte Roberts an der Seite ihres damaligen Ehemannes Lyle Lovett, den sie am Filmset von The Player kennengelernt und am 27. Juni 1993 geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1995 nach knapp zwei Jahren geschieden. Power of Love war der einzige Film, den Roberts 1995 drehte. Im folgenden Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der 13. Folge der zweiten Staffel der US-Sitcom Friends und erhielt für ihre Titelrolle im erfolglosen Horrorfilm Mary Reilly eine Nominierung für den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin. Die Verfilmung des Lebens von Michael Collins (1996) mit Liam Neeson, in dem Roberts eine Nebenrolle spielte, war ebenfalls kein finanzieller Erfolg. Der Woody-Allen-Film Alle sagen: I love you, in dem Roberts auch ihre Fähigkeiten als Sängerin unter Beweis stellte, erhielt hingegen gute Kritiken. 1997 landete Roberts mit der romantischen Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes einen weltweiten Kinohit. Die romantische Komödie, in der Roberts’ Filmcharakter mit allen Mitteln versucht, eine Eheschließung zu verhindern, spielte knapp 300 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgenden Filme, der Thriller Fletcher’s Visionen (1997) mit Mel Gibson und das Drama Seite an Seite (1998) mit Roberts’ langjähriger Freundin Susan Sarandon, waren ebenfalls im Kino erfolgreich. Für Notting Hill (1999) mit Hugh Grant konnte Roberts die Rekordgage von 15 Mio. US-Dollar verlangen, für Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit ihrem Pretty Woman-Filmpartner Richard Gere sogar 17 Millionen. Beide Filme – romantische Komödien – gehören mit Einspielergebnissen von 363,8 Mio. US-Dollar (Notting Hill) und 309,4 Mio. US-Dollar (Die Braut, die sich nicht traut) zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen in Roberts’ Karriere. Für Notting Hill bekam sie ihre vierte Golden-Globe-Nominierung. Oscar-Gewinn und die 2000er Jahre 2000 bekam Roberts für die Hauptrolle im Film Erin Brockovich 20 Mio. US-Dollar und war damit die erste Schauspielerin, die diese Summe für eine Filmrolle aushandeln konnte. Die wahre Geschichte von Erin Brockovich, die als Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei einen Umweltskandal aufdeckte und im anschließenden Gerichtsverfahren eine Rekordsumme als Entschädigungszahlung aushandeln konnte, wurde für Roberts zum Höhepunkt ihrer Karriere: Sie erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Kritikerpreise, darunter ihren dritten Golden Globe, den British Academy Film Award, den Critics’ Choice Award, den Screen Actors Guild Award und im dritten Anlauf auch den Oscar. 2001 spielte Roberts erfolgreich an der Seite von Brad Pitt im Road-Movie The Mexican, es folgte die Komödie America’s Sweethearts mit Catherine Zeta-Jones. Ocean’s Eleven (2001), eine Neuverfilmung von Frankie und seine Spießgesellen aus dem Jahr 1960, brachte Roberts wieder mit Brad Pitt zusammen vor die Kamera. Der prominent besetzte Film (George Clooney, Matt Damon, Andy García) wurde mit einem Einspielergebnis von 450,7 Mio. US-Dollar zu Roberts’ finanziell erfolgreichstem Film nach Pretty Woman. Mit George Clooney drehte sie auch ihren nächsten Film Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002). 2003 drehte Roberts Mona Lisas Lächeln, 2004 Hautnah und ihre erste Filmfortsetzung, Ocean’s 12, wieder mit Brad Pitt und George Clooney und wieder äußerst erfolgreich (362,7 Mio. weltweites Einspielergebnis). In Ocean’s Twelve spielte Roberts wieder die Rolle der Tess Ocean, die sich hier ihre Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Julia Roberts zunutze macht, um einen Raub in einem Museum durchzuführen. Nach der Geburt ihrer Zwillinge 2004 nahm Roberts erneut eine Auszeit von der Schauspielerei, und seit der Geburt ihres dritten Kindes 2007 nimmt Roberts nur noch sporadisch Filmrollen an: In Der Krieg des Charlie Wilson (2007) spielte sie an der Seite von Tom Hanks und erhielt dafür ihre sechste Golden-Globe-Nominierung. Sie war zu sehen in Zurück im Sommer (2008) und in Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (2009), für den sie ihre siebte Golden Globe-Nominierung bekam. Seit 2010 2010 spielte sie in der Komödie Valentinstag an der Seite von Jessica Alba, Kathy Bates, Bradley Cooper, Jamie Foxx, Jessica Biel, Jennifer Garner und Anne Hathaway. Im Jahr 2009 beendete sie die Dreharbeiten zu der Dramakomödie Eat Pray Love, in der sie die Rolle der Elizabeth Gilbert spielt. Das Drehbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, die Elizabeth Gilbert in ihrem gleichnamigen Bestseller niederschrieb. Der Kinostart erfolgte am 23. August 2010. Das weltweite Einspielergebnis betrug 204,5 Mio. US-Dollar. Im Jahr 2010 drehte sie den Liebesfilm Larry Crowne, der von Tom Hanks produziert wurde. Hanks spielt auch den männlichen Gegenpart zu Roberts und führte Regie. 2012 drehte sie an der Seite von Lily Collins den Film Spieglein Spieglein, eine neue Version des Märchen-Klassikers Schneewittchen, in dem sie den Part der bösen Königin übernahm. Außerdem übernahm sie in der Theater-Verfilmung Im August in Osage County die Rolle der Barbara Fordham. 2018 spielte sie die Hauptrolle in der zehnteiligen Serie Homecoming, die am 2. November 2018 bei Amazons Streamingdienst Prime Video ihre internationale Premiere feierte. Sonstiges Für das deutsche Kino wird Roberts seit dem Film Pretty Woman von Daniela Hoffmann synchronisiert. Roberts’ eigene Produktionsfirma heißt Red Om – der Nachname ihres Ehemannes Danny Moder in umgekehrter Schreibweise. 1990, 1991, 2000, 2002, 2005 und 2010 wurde Roberts vom US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt. Das britische Magazin Empire wählte sie im Oktober 1997 auf Platz 66 der 100 größten Filmstars aller Zeiten. Als Brad Pitt und George Clooney herausgefunden hatten, dass Roberts zusammen mit ihnen für Ocean’s Eleven (2001) vor der Kamera stehen würde, schickten sie ihr eine Karte, in der stand „Wir haben gehört, dass du 20 pro Film bekommst“ zusammen mit einem 20-Dollar-Schein. Roberts hatte zuvor für Erin Brockovich (2000) eine Gage von 20 Millionen Dollar erhalten. Im November 2005 führte Roberts, ungeachtet ihrer damaligen Karriereunterbrechung, laut dem Hollywood-Reporter mit einer Gage von 20 Mio. US-Dollar die Riege der bestbezahlten Hollywood-Schauspielerinnen an. Ein Jahr später verlor sie diese Spitzenposition jedoch an Nicole Kidman. 2007 wurde sie mit einer Gagenhöhe von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film auf Platz 7 der bestbezahlten Hollywood-Aktricen ausgewiesen. 2006 erhielt Roberts fünf Millionen US-Dollar dafür, dass sie für acht Werbeanzeigen des Modedesigners Gianfranco Ferré vor der Kamera stand. Die Aufnahmen wurden innerhalb von einem Tag gemacht. Der Chilene Miljenko Parserisas Bukovic ist ein großer Fan von Julia Roberts. Nachdem er Erin Brockovich gesehen hatte, war er so begeistert von ihrer Leistung, dass er sich insgesamt 82 Tattoos mit ihrem Porträt stechen ließ. Er hat die Absicht, noch mehr Tattoos anfertigen zu lassen. Privatleben Roberts ist die Tante der Schauspielerin Emma Roberts. Auch ihre Geschwister Eric Roberts und Lisa Roberts Gillan sind als Schauspieler erfolgreich. 2014 wurde ihre Halbschwester Nancy Motes tot aufgefunden. 2015 starb ihre Mutter Betty Lou Bredemus nach langer Krankheit an Lungenkrebs. 1989 war Roberts kurzzeitig mit ihrem Filmpartner in Magnolien aus Stahl, Dylan McDermott, verlobt. 1990 verliebte sie sich auf dem Set von Flatliners in Kiefer Sutherland; Roberts beendete die Beziehung im folgenden Jahr, nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit. Im Juni 1993 heiratete sie den Country-Musiker Lyle Lovett, kurz darauf spielten beide in dem Film Prêt-à-Porter. Im März 1995 gab das Paar die Trennung bekannt und ließ sich scheiden. Von 1998 bis 2001 war Roberts mit dem Law & Order-Star Benjamin Bratt liiert. Im Jahr 2000 lernte sie am Set von The Mexican den Kameramann Daniel Moder kennen. Er und Roberts heirateten im Juli 2002. 2004 wurden sie Eltern von zweieiigen Zwillingen, Hazel und Phinnaeus; 2007 wurde ihr zweiter Sohn Henry Daniel geboren. Filmografie Darstellung Synchronisation 2006: Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) 2006: Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) 2017: Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (Smurfs: The Lost Village) Nicht realisierte Filmprojekte Während Du schliefst (1995) – Roberts lehnte die Rolle ab, Sandra Bullock erkannte das Potenzial des Films und er wurde zu einem der größten Erfolge ihrer schauspielerischen Laufbahn. Batman & Robin (1997) – Roberts war im Gespräch für die Rolle der Poison Ivy, die Rolle bekam dann Uma Thurman. Shakespeare in Love (1998) – Roberts war für die Hauptrolle in diesem Film vorgesehen, lehnte jedoch ab. Gwyneth Paltrow sprang ein und gewann für ihre Darstellung den Oscar. Sechs Tage, sieben Nächte (1998) – Anne Heche spielte an der Seite von Harrison Ford, nachdem Roberts die Rolle abgelehnt hatte. Selbst ist die Braut (2009) – angeblich war den Produzenten Roberts’ Gagenforderung zu hoch. Sie engagierten daraufhin Sandra Bullock und die Komödie wurde ein weltweiter Erfolg. 1999 waren Bullock und Roberts schon einmal Konkurrentinnen um eine Rolle (Die Braut, die sich nicht traut); damals war Roberts siegreich. 2009 wurde Roberts auch die Hauptrolle in Bullocks bislang erfolgreichstem Film Blind Side – Die große Chance angeboten. Für diese Rolle erhielt Bullock den Oscar für die beste Hauptrolle. Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Negativpreise Roberts erhielt außerdem zahlreiche Beliebtheits- und Publikumspreise in aller Welt (u. a. elf „Bravo-Ottos“ in Deutschland). Zuletzt erhielt sie im Oktober 2007 den Preis der American Cinematheque. Literatur Penning, Lars: Julia Roberts. Berlin, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-929470-36-5. James Spada: Julia Roberts. Die Biografie. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09436-8. Meinolf Zurhorst: Julia Roberts. „Pretty Woman“. Heyne Filmbibliothek, Band 168 (3. Auflage). Wilhelm Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-05757-0. Weblinks Einzelnachweise Filmschauspieler Theaterschauspieler Oscarpreisträger Golden-Globe-Preisträger Person (Atlanta) US-Amerikaner Geboren 1967 Frau
Posted on 20.10.2017 | by Satilar Jan. Matthias Sammer meldet sich auf der Fußball-Bühne zurück und kritisiert Bayern- Präsident Uli Hoeneß. Zudem Matthias Sammer kritisiert Bayern-Präsident Uli Hoeneß scharf. Sammer . Watzkes Gehalt veröffentlicht. März Als Spieler gewann Matthias Sammer mit Borussia Dortmund die Champions League, als Trainer führte er den Klub zur Meisterschaft. März Der BVB steht vor dem Umbruch: Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kündigt zwei spektakuläre Personalien an - es geht auch um Matthias. Physische Präsenz geht über Tiki-taka. Dezember gegen die Schweiz in Stuttgart 4: Der jüngste Götze tritt aus Marios Schatten. Dafür erhält casino istanbul 2. Doch sollte sie nach https://www.sfu.ac.at/data/Skripten_Batthyany/4. Horodecki-Spielsuchthilfe_und_Therapie.pdf Wahl am Sonntag auf die 1 fc köln gegen bayern als Koalitionspartner angewiesen sein, muss das für Beste Spielothek in Betra finden Wirtschaft trotzdem nicht schlecht sein. Politik Alles bleibt http://berliner-orgelfest.de/sizzling-hot/spielsucht-selbstmord.php Matthias sammer gehalt Oktober um 888 casino new player bonus So wollen wir debattieren. Ramaj fühlt sich nun um mindestens Michael Horeni Korrespondent für Sport in Berlin. Der wirklich wichtige Teil dieses Artikels ist der letzte Abschnitt. Bei vielen anderen [ Der wohl nie eine Option war. Er wurde im Rahmen seines Dienstes nie zu MfS-typischen Spitzeldiensten herangezogen, sondern war in geringem Umfang selbst Gegenstand der Beobachtung. Die spinnen, http://www.psychforums.com/gambling-addiction/topic191179.html Dortmunder. OCEAN RUSH SPIELAUTOMAT - SPIELEN SIE SOFORT GRATIS ONLINE FC Kaiserslautern recht ordentlich: Schon in meinen Kommentaren v. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie neujahrslotterie. Aktivieren Sie Javascript jetzt, um unsere Artikel wieder lesen zu können. Aber in dieser geballten Form: Das funktionierte nicht so gut wie geplant, sodass Marvin Sammer seinen Geschäftspartner im Mai bat, seine Anteile am Ilona lucas zu verkaufen — an ihn selbst oder seinen Vater. Wie die Binde Marco Reus beflügelt. Bei vielen anderen [ FOTO FOX GUTSCHEIN CODE 215 Matthias sammer gehalt Doubleu casino chip generator no survey Matthias sammer gehalt Zuvor hatte Sammer seit Ende April aufgrund eines leichten Schlaganfalles pausieren müssen. Bitte versuchen Sie es erneut. Sammer hingegen griff bei jenen Verpflichtungen, die ihm zugeschrieben werden, eher daneben: Der leidenschaftliche Verbal-Stürmer Sammer sah sich stets der bayerntypischen "Abteilung Attacke" verpflichtet. Im März geriet Sammer in die Kritik, nachdem er den konkurrierenden Vereinen in der Bundesliga mangelhaftes Training vorgeworfen hatte. Aber er war einer aus dem Osten, den musste man doppelkopf spiel, wie alle siehe Ballack! Er brachte seine Mannschaft in der Es war so etwas wie Sammers Antrittsrede. Sammer hat sehr viel Gutes für Bayern München geleistet, dass man ihn entmündigt ist mir unverständlich. Darüber hinaus sieht er die Münchner im Rennen um die Meisterschaft konkurrenzlos: Der Rasen muss immer gepflegt sein, damit sich die Profis keine Verletzungen holen. Warum sollen junge Unternehmen, die Infrastruktur und Arbeitsplätze sichern, wo auf einem Toplevel für eine Region gearbeitet wird, das nicht machen? Keine Tattoos, keine Bärte, keine Ohrringe und anständige Frisuren: Sein erstes Spiel für Borussia Dortmund bestritt er am Wie die Binde Marco Reus beflügelt. Doch sollte sie nach der Wahl am Sonntag auf die Grünen als Koalitionspartner angewiesen sein, muss das für die Wirtschaft trotzdem nicht schlecht sein. Sammer hat sehr viel Gutes für Bayern München geleistet, dass man ihn entmündigt ist mir unverständlich. Beitrag per E-Mail versenden Sammer: Der wirklich wichtige Teil dieses Artikels ist der letzte Abschnitt. Das lässt er sich was kosten und zwar 1,5 Millionen Euro im Jahr. Er setzte damit die Tradition seines Vaters Klaus Sammer fort, der von bis ebenfalls bei Dynamo Dresden gespielt hatte. Zuvor hatte er bei Bayer 04 Leverkusen einen Vorvertrag, der jedoch wieder aufgelöst wurde. Scharmützel dürfen aber nicht alles sein, er hat da auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Video Renaturierung Zinser Bachtal. Nach kurzer Zeit hatte Online casinos wie stargames genug. Sammer wird woanders einen für sich sinnvollen Platz finden. Diese Vorschriften gelten für die Spieler des italienischen Drittligaklubs, dessen neuer Besitzer der ehemalige Ministerpräsident ist. Er arbeitet erhrenamtlich und bleibt ohne Gehalt. Frauen fordern ein, dass ihnen zugehört wird — und Männer lernen ihre Geschlechtsgenossen neu kennen. Bei vielen anderen [ Italiens Präsident wirbt für…. Aber die Ungewissheit steckte den Dortmunder Bossen trotzdem lange in den Gliedern: Dort schied sie schon in der zweiten Runde aus und belegte in der Bundesliga den sechsten Platz. Paco Alcacer ist einmal mehr der perfekte Joker. Er löste Udo Lattek ab, dem er zuvor schon übergangsweise assistiert hatte. Da muss man sich doch nicht aufregen: Der gelernte Maschinen- und Anlagenmonteur [23] ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit seiner Familie in Grünwald bei München. Video Renaturierung Zinser Bachtal. Da sollten einige "Möchtegern-Manager" mal bei den Lederhosen in die Lehre gehen. Ende März wurde bekannt, dass Sammer mit sofortiger Wirkung als externer Berater bei seinem ehemaligen Club Borussia Dortmund verpflichtet wurde.
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Was war der Durchbruch von Julia Roberts als Schauspielerin?
Julia Fiona Roberts (* 28. Oktober 1967 in Atlanta, Georgia) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Sie hatte 1990 mit der Filmromanze Pretty Woman ihren internationalen Durchbruch und erhielt für die Rolle den Golden Globe und eine Oscar-Nominierung. Mit Filmen wie Die Akte (1993), Die Hochzeit meines besten Freundes (1997), Notting Hill (1999) und Die Braut, die sich nicht traut (1999) etablierte sie sich als eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen Hollywoods. Für ihre Rolle in Erin Brockovich (2000) gewann sie den Golden Globe und den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Weitere Kinohits hatte sie mit Ocean’s Eleven (2001), der Fortsetzung Ocean’s 12 (2004) und Mona Lisas Lächeln (2003). Leben Kindheit und Jugend Roberts wurde 1967 in Atlanta geboren. Ihre Eltern, Walter Grady Roberts (1933–1977) und Betty Lou Bredemus (1934–2015), leiteten eine Schauspielschule für Kinder in der Innenstadt von Atlanta, die auch von Julias beiden älteren Geschwistern Eric Roberts (* 1956) und Lisa Roberts Gillan (* 1965) besucht wurde. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten gab es in der Schule keine Rassentrennung; zu den Schülern zählten unter anderem die Kinder des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King. Die Eltern trennten sich, als Julia Roberts vier Jahre alt war. Während ihr Bruder beim Vater blieb, zog die Mutter mit den Töchtern nach Smyrna, wo Roberts die High School besuchte. 1972 heiratete Roberts’ Mutter den Theaterkritiker Michael Motes. Aus dieser Ehe, die 1983 geschieden wurde, ging Roberts’ Halbschwester Nancy Motes (1976–2014) hervor. Während ihrer Schulzeit spielte Roberts in Amateurtheatervorstellungen mit, da sie die schauspielerischen Erfolge ihres Bruders beeindruckten, der an der Royal Academy of Dramatic Art in London und an der American Academy of Dramatic Arts in New York City Schauspiel studiert hatte und für seine Rolle in König der Zigeuner (1978) für einen Golden Globe Award nominiert worden war. Karrierebeginn Nach ihrem High-School-Abschluss im Juni 1985 zog Roberts zu ihrer Schwester Lisa nach New York, wo sie gelegentlich als Model arbeitete und in einem Schuhgeschäft sowie einer Eisdiele jobbte. Ihr eigentliches Ziel war jedoch, Schauspielerin zu werden. Sie wurde in die Kartei der Agentur von Bob McGowan aufgenommen und nahm Sprachunterricht, um ihren Südstaatenakzent loszuwerden. Den Besuch eines Schauspielkurses brach sie ab, weil sie den Unterricht als nutzlos empfand. Nach zahlreichen Vorsprechterminen erhielt sie 1986 eine Gastrolle in der Fernsehserie Crime Story und wurde für eine kleine Rolle in der Komödie Firehouse engagiert. Der Film wurde von den Kritikern oft als „viertklassig“ bezeichnet und Roberts’ Auftritt dauerte nur etwa fünfzehn Sekunden. Mit Unterstützung ihres Bruders Eric, der 1986 für einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film Expreß in die Hölle nominiert worden war, erhielt sie eine Rolle an seiner Seite in dem Film Blood Red – Stirb für dein Land. Die Dreharbeiten fanden im November und Dezember 1986 statt, der Film kam jedoch erst 1989 ins Kino und war nicht erfolgreich. Ihre erste größere Rolle spielte Roberts in Satisfaction (1988). Für die Rollen der jugendlichen Mitglieder einer Band wurden Schauspieler gesucht, die Musikinstrumente spielen konnten. Roberts fing daraufhin an, Schlagzeugunterricht zu nehmen, allerdings wurde die entsprechende Rolle in der Zwischenzeit mit Trini Alvarado besetzt. Stattdessen bekam Roberts die Rolle eines Mädchens, das Bassgitarre spielt, so dass sie erneut Unterricht nehmen musste. Die Dreharbeiten fanden im Mai und Juni 1987 in Charleston statt. Durchbruch Mit der Komödie Pizza Pizza – Ein Stück vom Himmel, gedreht im Herbst 1987, konnte Roberts ihren ersten Kinoerfolg verbuchen. Sie glaubte zunächst nicht, die richtige Besetzung für die erotisch wirkende Daisy Arujo, eine junge Frau portugiesischer Abstammung, zu sein. Außerdem fand die Produktionsassistentin Jane Jenkins Roberts’ Haare zu hell, so dass sie sie rot färbte. Insbesondere diese Eigeninitiative überzeugte den Regisseur Donald Petrie davon, sie zu engagieren. Ihre Gage betrug 50.000 US-Dollar. Für ihre Rolle wurde Roberts für die Filmpreise Independent Spirit Award und Young Artist Award nominiert. 1988 hatte Roberts einen Gastauftritt in der Fernsehserie Miami Vice. 1989 spielte sie an der Seite ihrer namhaften Schauspielkolleginnen Sally Field, Dolly Parton, Shirley McLaine und Daryl Hannah eine Nebenrolle in dem Drama Magnolien aus Stahl, das in der Kleinstadt Natchitoches in Louisiana gedreht wurde. Die US-Premiere des Films fand am 15. November 1989 statt, und Roberts erhielt für ihre Rolle, die zuvor von Meg Ryan abgelehnt worden war, einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin. Während der Dreharbeiten zu Magnolien aus Stahl waren Roberts und ihr Filmpartner Dylan McDermott ein Paar geworden. Nach einer kurzen Verlobungszeit trennte sich das Paar 1990. Erfolg mit Pretty Woman Roberts’ nächstes Filmprojekt machte sie zu einem internationalen Superstar: Unter der Regie von Garry Marshall verkörperte sie in der Filmromanze Pretty Woman die Prostituierte Vivian, die sich in einen schwerreichen Geschäftsmann (gespielt von Richard Gere) verliebt. Die Dreharbeiten begannen im Juli 1989 unter dem Arbeitstitel 3.000 – in Anlehnung an die Geldsumme, die Vivian für ihre Liebesdienste erhalten sollte – und wurden im Oktober 1989 in Los Angeles abgeschlossen. Ein Happy End war zunächst nicht vorgesehen gewesen, während des Schnitts von 3.000 entfielen aber fast alle düsteren Szenen, so dass die Handlung schließlich doch eine positive Wendung nahm. Marshall entschied schließlich auch, den Film nach dem gleichnamigen Lied von Roy Orbison, das in einer Szene des Films zu hören ist, umzubenennen. Die US-Premiere fand am 23. März 1990 statt. Obwohl die Kritiken nicht besonders gut waren, entwickelte sich die moderne Aschenputtel-Geschichte zu einem erfolgreichen Kinohit: Weltweit spielte der Film 463,4 Mio. US-Dollar ein und verzeichnete allein in Deutschland über zehn Millionen Kinobesucher. Roberts, die für die Rolle eine Gage von 300.000 US-Dollar erhalten hatte, wurde zur damals gefragtesten Schauspielerin Hollywoods und erhielt für die Rolle ihren zweiten Golden Globe und ihre zweite Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Als nächstes spielte sie für eine Gage von 550.000 US-Dollar in dem Thriller Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben (1990) an der Seite von Kiefer Sutherland, Kevin Bacon und William Baldwin eine Medizinstudentin, die mit Nahtoderfahrungen experimentiert. Um sich auf die Rolle vorzubereiten, studierte sie das tibetische Totenbuch. Während der Dreharbeiten, die von Oktober 1989 bis Januar 1990 dauerten, wurden Roberts und Sutherland ein Paar. Roberts beendete die Beziehung kurz vor der geplanten Hochzeit im Juni 1991. In dem Psychothriller Der Feind in meinem Bett von 1991 verkörperte Roberts eine junge Frau, die ihren eigenen Tod inszeniert, um ihrem sadistischen Ehemann, gespielt von Patrick Bergin, zu entkommen. Der Spielfilm erzielte allein in den Vereinigten Staaten ein Einspielergebnis von 101,5 Mio. US-Dollar und Roberts erhielt eine Gage von einer Million US-Dollar. Im selben Jahr war Roberts in der tragischen Liebesgeschichte Entscheidung aus Liebe zu sehen. Der Film blieb mit Einnahmen von 33,6 Mio. US-Dollar an den US-Kinokassen deutlich hinter den Erwartungen des Filmstudios 20th Century Fox zurück und die Kritiken fielen überwiegend negativ aus. Nach den Dreharbeiten zu Steven Spielbergs Fantasyfilm Hook (1991), in dem sie die Rolle der Fee Glöckchen spielte, nahm Roberts eine fast zweijährige berufliche Auszeit, nachdem sie in den Jahren zuvor einen Film nach dem anderen gedreht hatte. Lediglich in Robert Altmans The Player hatte sie 1992 einen kurzen Cameo-Auftritt. Über die Gründe für ihre Abkehr von der Filmindustrie wurde in den Medien viel spekuliert und Anfang 1993 fragte das People Magazine auf seiner Titelseite “What happened to Julia Roberts?” (zu dt.: „Was ist mit Julia Roberts passiert?“). Später begründete Roberts ihre Auszeit damit, dass sie zu sich selbst finden wollte, da der plötzliche Ruhm und Erfolg vollkommen neu für sie gewesen seien. Sie habe in dieser Zeit viele Drehbücher gelesen, aber kein Projekt angenommen. Zu den von ihr damals abgelehnten Rollen gehörten die weibliche Hauptrolle in dem Erotikthriller Basic Instinct, durch die Sharon Stone 1992 weltberühmt wurde, und Meg Ryans Part in Schlaflos in Seattle (1993). Karriere von 1993 bis 1999 An der Seite von Denzel Washington und unter der Regie von Alan J. Pakula gelang Roberts mit der John-Grisham-Verfilmung Die Akte 1993 ein erfolgreiches Comeback. Obwohl die Kritiker ihre schauspielerische Leistung in dem Thriller gemischt aufnahmen, spielte der Film weltweit knapp 200 Mio. US-Dollar ein. Der folgende Film, die Komödie I Love Trouble – Nichts als Ärger (1994) mit Nick Nolte, erwies sich dagegen als finanzieller Flop und wurde mehrfach für die fehlende Leinwand-Chemie seiner beiden Hauptdarsteller kritisiert. In Prêt-à-Porter, eine Komödie aus dem Jahr 1994 über die Pariser Modewelt, spielte Roberts an der Seite ihres damaligen Ehemannes Lyle Lovett, den sie am Filmset von The Player kennengelernt und am 27. Juni 1993 geheiratet hatte. Die Ehe wurde 1995 nach knapp zwei Jahren geschieden. Power of Love war der einzige Film, den Roberts 1995 drehte. Im folgenden Jahr hatte sie einen Gastauftritt in der 13. Folge der zweiten Staffel der US-Sitcom Friends und erhielt für ihre Titelrolle im erfolglosen Horrorfilm Mary Reilly eine Nominierung für den Negativpreis Goldene Himbeere als schlechteste Hauptdarstellerin. Die Verfilmung des Lebens von Michael Collins (1996) mit Liam Neeson, in dem Roberts eine Nebenrolle spielte, war ebenfalls kein finanzieller Erfolg. Der Woody-Allen-Film Alle sagen: I love you, in dem Roberts auch ihre Fähigkeiten als Sängerin unter Beweis stellte, erhielt hingegen gute Kritiken. 1997 landete Roberts mit der romantischen Komödie Die Hochzeit meines besten Freundes einen weltweiten Kinohit. Die romantische Komödie, in der Roberts’ Filmcharakter mit allen Mitteln versucht, eine Eheschließung zu verhindern, spielte knapp 300 Mio. US-Dollar ein und bescherte ihr die dritte Golden-Globe-Nominierung. Die folgenden Filme, der Thriller Fletcher’s Visionen (1997) mit Mel Gibson und das Drama Seite an Seite (1998) mit Roberts’ langjähriger Freundin Susan Sarandon, waren ebenfalls im Kino erfolgreich. Für Notting Hill (1999) mit Hugh Grant konnte Roberts die Rekordgage von 15 Mio. US-Dollar verlangen, für Die Braut, die sich nicht traut (1999) mit ihrem Pretty Woman-Filmpartner Richard Gere sogar 17 Millionen. Beide Filme – romantische Komödien – gehören mit Einspielergebnissen von 363,8 Mio. US-Dollar (Notting Hill) und 309,4 Mio. US-Dollar (Die Braut, die sich nicht traut) zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen in Roberts’ Karriere. Für Notting Hill bekam sie ihre vierte Golden-Globe-Nominierung. Oscar-Gewinn und die 2000er Jahre 2000 bekam Roberts für die Hauptrolle im Film Erin Brockovich 20 Mio. US-Dollar und war damit die erste Schauspielerin, die diese Summe für eine Filmrolle aushandeln konnte. Die wahre Geschichte von Erin Brockovich, die als Mitarbeiterin einer Anwaltskanzlei einen Umweltskandal aufdeckte und im anschließenden Gerichtsverfahren eine Rekordsumme als Entschädigungszahlung aushandeln konnte, wurde für Roberts zum Höhepunkt ihrer Karriere: Sie erhielt für ihre Darstellung zahlreiche Kritikerpreise, darunter ihren dritten Golden Globe, den British Academy Film Award, den Critics’ Choice Award, den Screen Actors Guild Award und im dritten Anlauf auch den Oscar. 2001 spielte Roberts erfolgreich an der Seite von Brad Pitt im Road-Movie The Mexican, es folgte die Komödie America’s Sweethearts mit Catherine Zeta-Jones. Ocean’s Eleven (2001), eine Neuverfilmung von Frankie und seine Spießgesellen aus dem Jahr 1960, brachte Roberts wieder mit Brad Pitt zusammen vor die Kamera. Der prominent besetzte Film (George Clooney, Matt Damon, Andy García) wurde mit einem Einspielergebnis von 450,7 Mio. US-Dollar zu Roberts’ finanziell erfolgreichstem Film nach Pretty Woman. Mit George Clooney drehte sie auch ihren nächsten Film Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind (2002). 2003 drehte Roberts Mona Lisas Lächeln, 2004 Hautnah und ihre erste Filmfortsetzung, Ocean’s 12, wieder mit Brad Pitt und George Clooney und wieder äußerst erfolgreich (362,7 Mio. weltweites Einspielergebnis). In Ocean’s Twelve spielte Roberts wieder die Rolle der Tess Ocean, die sich hier ihre Ähnlichkeit mit der Schauspielerin Julia Roberts zunutze macht, um einen Raub in einem Museum durchzuführen. Nach der Geburt ihrer Zwillinge 2004 nahm Roberts erneut eine Auszeit von der Schauspielerei, und seit der Geburt ihres dritten Kindes 2007 nimmt Roberts nur noch sporadisch Filmrollen an: In Der Krieg des Charlie Wilson (2007) spielte sie an der Seite von Tom Hanks und erhielt dafür ihre sechste Golden-Globe-Nominierung. Sie war zu sehen in Zurück im Sommer (2008) und in Duplicity – Gemeinsame Geheimsache (2009), für den sie ihre siebte Golden Globe-Nominierung bekam. Seit 2010 2010 spielte sie in der Komödie Valentinstag an der Seite von Jessica Alba, Kathy Bates, Bradley Cooper, Jamie Foxx, Jessica Biel, Jennifer Garner und Anne Hathaway. Im Jahr 2009 beendete sie die Dreharbeiten zu der Dramakomödie Eat Pray Love, in der sie die Rolle der Elizabeth Gilbert spielt. Das Drehbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, die Elizabeth Gilbert in ihrem gleichnamigen Bestseller niederschrieb. Der Kinostart erfolgte am 23. August 2010. Das weltweite Einspielergebnis betrug 204,5 Mio. US-Dollar. Im Jahr 2010 drehte sie den Liebesfilm Larry Crowne, der von Tom Hanks produziert wurde. Hanks spielt auch den männlichen Gegenpart zu Roberts und führte Regie. 2012 drehte sie an der Seite von Lily Collins den Film Spieglein Spieglein, eine neue Version des Märchen-Klassikers Schneewittchen, in dem sie den Part der bösen Königin übernahm. Außerdem übernahm sie in der Theater-Verfilmung Im August in Osage County die Rolle der Barbara Fordham. 2018 spielte sie die Hauptrolle in der zehnteiligen Serie Homecoming, die am 2. November 2018 bei Amazons Streamingdienst Prime Video ihre internationale Premiere feierte. Sonstiges Für das deutsche Kino wird Roberts seit dem Film Pretty Woman von Daniela Hoffmann synchronisiert. Roberts’ eigene Produktionsfirma heißt Red Om – der Nachname ihres Ehemannes Danny Moder in umgekehrter Schreibweise. 1990, 1991, 2000, 2002, 2005 und 2010 wurde Roberts vom US-Magazin People unter die 50 schönsten Menschen der Welt gewählt. Das britische Magazin Empire wählte sie im Oktober 1997 auf Platz 66 der 100 größten Filmstars aller Zeiten. Als Brad Pitt und George Clooney herausgefunden hatten, dass Roberts zusammen mit ihnen für Ocean’s Eleven (2001) vor der Kamera stehen würde, schickten sie ihr eine Karte, in der stand „Wir haben gehört, dass du 20 pro Film bekommst“ zusammen mit einem 20-Dollar-Schein. Roberts hatte zuvor für Erin Brockovich (2000) eine Gage von 20 Millionen Dollar erhalten. Im November 2005 führte Roberts, ungeachtet ihrer damaligen Karriereunterbrechung, laut dem Hollywood-Reporter mit einer Gage von 20 Mio. US-Dollar die Riege der bestbezahlten Hollywood-Schauspielerinnen an. Ein Jahr später verlor sie diese Spitzenposition jedoch an Nicole Kidman. 2007 wurde sie mit einer Gagenhöhe von geschätzten 10 bis 15 Millionen US-Dollar pro Film auf Platz 7 der bestbezahlten Hollywood-Aktricen ausgewiesen. 2006 erhielt Roberts fünf Millionen US-Dollar dafür, dass sie für acht Werbeanzeigen des Modedesigners Gianfranco Ferré vor der Kamera stand. Die Aufnahmen wurden innerhalb von einem Tag gemacht. Der Chilene Miljenko Parserisas Bukovic ist ein großer Fan von Julia Roberts. Nachdem er Erin Brockovich gesehen hatte, war er so begeistert von ihrer Leistung, dass er sich insgesamt 82 Tattoos mit ihrem Porträt stechen ließ. Er hat die Absicht, noch mehr Tattoos anfertigen zu lassen. Privatleben Roberts ist die Tante der Schauspielerin Emma Roberts. Auch ihre Geschwister Eric Roberts und Lisa Roberts Gillan sind als Schauspieler erfolgreich. 2014 wurde ihre Halbschwester Nancy Motes tot aufgefunden. 2015 starb ihre Mutter Betty Lou Bredemus nach langer Krankheit an Lungenkrebs. 1989 war Roberts kurzzeitig mit ihrem Filmpartner in Magnolien aus Stahl, Dylan McDermott, verlobt. 1990 verliebte sie sich auf dem Set von Flatliners in Kiefer Sutherland; Roberts beendete die Beziehung im folgenden Jahr, nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit. Im Juni 1993 heiratete sie den Country-Musiker Lyle Lovett, kurz darauf spielten beide in dem Film Prêt-à-Porter. Im März 1995 gab das Paar die Trennung bekannt und ließ sich scheiden. Von 1998 bis 2001 war Roberts mit dem Law & Order-Star Benjamin Bratt liiert. Im Jahr 2000 lernte sie am Set von The Mexican den Kameramann Daniel Moder kennen. Er und Roberts heirateten im Juli 2002. 2004 wurden sie Eltern von zweieiigen Zwillingen, Hazel und Phinnaeus; 2007 wurde ihr zweiter Sohn Henry Daniel geboren. Filmografie Darstellung Synchronisation 2006: Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) 2006: Lucas, der Ameisenschreck (The Ant Bully) 2017: Die Schlümpfe – Das verlorene Dorf (Smurfs: The Lost Village) Nicht realisierte Filmprojekte Während Du schliefst (1995) – Roberts lehnte die Rolle ab, Sandra Bullock erkannte das Potenzial des Films und er wurde zu einem der größten Erfolge ihrer schauspielerischen Laufbahn. Batman & Robin (1997) – Roberts war im Gespräch für die Rolle der Poison Ivy, die Rolle bekam dann Uma Thurman. Shakespeare in Love (1998) – Roberts war für die Hauptrolle in diesem Film vorgesehen, lehnte jedoch ab. Gwyneth Paltrow sprang ein und gewann für ihre Darstellung den Oscar. Sechs Tage, sieben Nächte (1998) – Anne Heche spielte an der Seite von Harrison Ford, nachdem Roberts die Rolle abgelehnt hatte. Selbst ist die Braut (2009) – angeblich war den Produzenten Roberts’ Gagenforderung zu hoch. Sie engagierten daraufhin Sandra Bullock und die Komödie wurde ein weltweiter Erfolg. 1999 waren Bullock und Roberts schon einmal Konkurrentinnen um eine Rolle (Die Braut, die sich nicht traut); damals war Roberts siegreich. 2009 wurde Roberts auch die Hauptrolle in Bullocks bislang erfolgreichstem Film Blind Side – Die große Chance angeboten. Für diese Rolle erhielt Bullock den Oscar für die beste Hauptrolle. Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) Negativpreise Roberts erhielt außerdem zahlreiche Beliebtheits- und Publikumspreise in aller Welt (u. a. elf „Bravo-Ottos“ in Deutschland). Zuletzt erhielt sie im Oktober 2007 den Preis der American Cinematheque. Literatur Penning, Lars: Julia Roberts. Berlin, Bertz + Fischer Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-929470-36-5. James Spada: Julia Roberts. Die Biografie. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2004, ISBN 3-455-09436-8. Meinolf Zurhorst: Julia Roberts. „Pretty Woman“. Heyne Filmbibliothek, Band 168 (3. Auflage). Wilhelm Heyne Verlag, München 1999, ISBN 3-453-05757-0. Weblinks Einzelnachweise Filmschauspieler Theaterschauspieler Oscarpreisträger Golden-Globe-Preisträger Person (Atlanta) US-Amerikaner Geboren 1967 Frau
Auslaufende Netflix-Lizenzen (März 2020, Teil 2) ⋆ Geek Germany Auslaufende Netflix-Lizenzen (März 2020, Teil 2) 26. März 2020 26. März 2020 Redaktion 0 Kommentare Netflix 30.04.2020 Deadly Women (1 Staffel) 30.03.2020 Luther (4 Staffeln) 31.03.2020 Cheer Squad (1 Staffel) 31.03.2020 Der große Eisenraub 1963 (1 Staffel) 31.03.2020 Derren Brown: Apocalypse and Fear (1 Staffel) 31.03.2020 Quiz Taxi: New York (1 Staffel) 31.03.2020 The Heroic Legend of Arslan (1 Staffel) 31.03.2020 Undateables – Partnersuche mit Handicap (3 Staffeln) 31.03.2020 Worst Cooks – Endlich schmeckt’s (1 Staffel) 04.04.2020 Chewing Gum (2 Staffeln) 09.04.2020 Outcast (1 Staffel) 14.04.2020 Ben 10 (3 Staffeln) 14.04.2020 Die Powerpuff Girls (1 Staffel) 14.04.2020 Hinter der Gartenmauer (1 Staffel) 14.04.2020 Rurouni Kenshin (3 Staffeln) ← Silent War – Der Gejagte Anime Winter Season 2020 / Woche #12 →
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Wer war Jassir Arafat?
Jassir Arafat (* 24. August 1929 in Kairo, Ägypten; † 11. November 2004 in Clamart, Département Hauts-de-Seine, Frankreich), , ursprünglich , Kunya: , war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war seit dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1957 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge und Bombenattentate auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte. Jahrzehntelang galt Arafats Bemühen der Vernichtung Israels; als strategische Mittel zur Umsetzung dieses Ziels favorisierte er Gewalt gegen israelische Bürger und Zivileinrichtungen, die den Staat grundlegend destabilisieren, seine Bürger verunsichern und Israel letztendlich zur leichten Beute eines Angriffs arabischer Armeen machen sollte. Arafats Unterstützung der irakischen Invasion Kuwaits hatte die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 zur Folge. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachte Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. 1994 erhielt er dafür gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2000 verhandelte Arafat mit Israels damaligem Regierungschef Ehud Barak und dem damaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, erfolglos über die Gründung eines unabhängigen, palästinensischen Staates. Nach dem Scheitern von Camp David II unterstützte Arafat die Zweite Intifada, wodurch er in seinen letzten Lebensjahren vor allem außenpolitisch an Einfluss verlor. Erst nach dem Tod Arafats waren führende palästinensische Vertreter bereit, sich für Arafats Unterstützung Saddam Husseins und der Invasion in Kuwait zu entschuldigen. Die Beurteilungen seiner Person gehen weit auseinander, von Freiheitskämpfer über Guerillakämpfer bis Terrorist. Leben Jassir Arafat wurde übereinstimmenden Erkenntnissen verschiedener Biographen zufolge in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Arafat hingegen behauptete häufig, in Palästina geboren worden zu sein, wobei er im Laufe der Zeit widersprüchliche Angaben machte. Mal behauptete er, in der Altstadt Jerusalems geboren worden zu sein, mal im Gazastreifen. Sicher ist, dass sein Vater aus Gaza und seine Mutter aus einer angesehenen Jerusalemer Familie stammten. Sie hatten in den 1920er Jahren geheiratet und waren nach Kairo ausgewandert. Jassir war das sechste von sieben Kindern. Als er etwa vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Um den Vater mit den sechs Halbwaisen zu entlasten, nahm der Bruder der Mutter, Salim Abu Saud, Jassir und seinen jüngeren Bruder zu sich nach Jerusalem, das damals zum britischen Mandatsgebiet Palästina gehörte. Er lebte dort vier Jahre. Frühe Jahre Als er nach der erneuten Heirat seines Vaters nach Kairo zurückkehrte, besuchte er die Schule und später die Universität, an der er Elektrotechnik studierte. Eine Zeit lang beschäftigte er sich mit der jüdischen Kultur, hatte jüdische Bekannte und las zionistische Werke z. B. von Theodor Herzl. 1946 soll Arafat intensiven Kontakt mit Mohammed Amin al-Husseini, dem mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem, gehabt haben, der in Ägypten Asyl gefunden hatte. Al-Husseini war ein entfernter Verwandter Arafats. Dass er jedoch der Onkel Arafats gewesen sei, ist eine Legende. Arafat engagierte sich nun aktiv in der arabischen Nationalbewegung in Palästina. Zu dieser Zeit war er ein Befürworter der militärischen Konfrontation und beschaffte Waffen, die ins Mandatsgebiet geschmuggelt wurden. In Kairo hatte sich Jassir Arafat mit Abd al-Qadir al-Husseini angefreundet, der die Einheiten palästinensischer Araber in der Region Jerusalem anführte. Als Arafat von Abdel Khader al-Husseinis Tod im Palästinakrieg bei der Schlacht am Kastel-Berg im April 1948 hörte, brach er sein Studium in Kairo ab und nahm aktiv am Krieg teil. Er trat der Moslem-Bruderschaft bei, die im Gazastreifen und in der Schlacht bei Kfar Darom kämpfte. Als die ägyptische Armee am 15. Mai 1948 in den Palästinakrieg eingriff, wurde Arafat und seiner Einheit befohlen abzuziehen. Dies war für ihn ein prägendes Erlebnis. Er beschuldigte später die arabischen Staaten des Verrates, weil sie den Palästinensern nicht geholfen hätten, die Schlacht zu gewinnen, und ihnen nicht erlaubt hätten zu kämpfen. Die palästinensischen Araber erlitten eine militärische Niederlage gegen Israel. Etwa 750.000 Palästinenser wurden vertrieben oder ergriffen die Flucht und lebten von da an überwiegend als Staatenlose in den Nachbarländern. In den 1950er Jahren studierte Arafat an der Universität Kairo. 1952 gründete er die Generalunion Palästinensischer Studenten (GUPS), der er bis 1957 vorstand. Ende 1952 wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser vorübergehend verhaftet. 1956 verließ er die Universität als diplomierter Ingenieur und gründete die Union der Palästinensischen Hochschulabsolventen. Danach meldete er sich freiwillig zur ägyptischen Armee und kämpfte im Sueskrieg 1956 gegen Frankreich, Großbritannien und Israel. Er war Leutnant in der ägyptischen Armee und galt als Sprengstoffexperte. Noch im selben Jahr ging er nach Kuwait, wo er als Ingenieur arbeitete und ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. Gründung der Fatah 1957 gründete er in Kuwait zusammen mit Chalil al-Wazir (Abu Dschihad) die erste Zelle der Bewegung zur Befreiung Palästinas (al-Fatah), aus der 1959 die gleichnamige politische Partei hervorging. Ab 1958 war Arafat Vorstandsmitglied und ab 1968 Vorsitzender der Fatah. Durch seine aktive Teilnahme an der Schlacht von Karame 1968 begründete er seinen Heldenmythos und war ab 1969 Vorsitzender der PLO, die 1964 durch die Arabische Liga ins Leben gerufen worden war. Ende der 1960er Jahre wuchsen die Spannungen zwischen der PLO und der jordanischen Regierung; palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien etabliert und kontrollierten strategische Positionen wie die Öl-Raffinerien bei Zarqa. Jordanien betrachtete diese Umstände als eine wachsende Bedrohung seiner Souveränität und seiner Sicherheit und versuchte, die palästinensischen Milizen zu entwaffnen. Im Juni 1970 brachen nach einem fehlgeschlagenen palästinensischen Attentat auf den jordanischen König offene Kämpfe aus, die mit der Flucht der PLO aus Jordanien in den Libanon endeten. Wurde die Schlacht von Karame als erster historischer Sieg der PLO angesehen, so erlitt sie unter Arafats Führung 1970 mit dem Schwarzen September eine schwere Niederlage. Dieser musste zunächst nach Kairo, dann in den Libanon fliehen. Aufsehen erregte der historische Auftritt Arafats vor der UN-Vollversammlung am 13. November 1974, bei dem er in Uniform, mit der Kufiya und umgeschnalltem Pistolenholster eine Rede hielt, die von arabischen und kommunistischen Staaten mit Begeisterung aufgenommen wurde. In der Rede reklamierte Arafat den alleinigen Machtanspruch über Palästina für die PLO. Er sprach davon, eine Welt ohne Kolonialismus, Imperialismus, Neokolonialismus und ohne „Rassismus in all seinen Ausformungen, einschließlich des Zionismus“ schaffen zu wollen. Arafat vermied es, von Israel zu sprechen, um dem Staat jegliche Legitimität abzusprechen, und verwendete stattdessen den Begriff zionistische Entität. Den Zionismus stellte er in dieser Rede als eine imperialistische, kolonialistische und rassistische Ideologie dar, die – dezidiert reaktionär und diskriminierend – mit dem Antisemitismus gleichzusetzen sei. Ferner wiederholte er ein altes antisemitisches Stereotyp, wonach der Zionismus wolle, dass die Juden ihren Heimatländern keine Loyalität entgegenbrächten und sich über ihre Mitbürger erhöben. Er sprach der UNO das Recht ab, das unteilbare Heimatland der Palästinenser zu teilen, und wies damit den Teilungsbeschluss von 1947 zurück. Auch behauptete er, der Palästinakrieg von 1948 sei von Israel und nicht von den arabischen Staaten begonnen worden. Die PLO erhielt als legitime politische Vertretung der Palästinenser Beobachterstatus bei der UNO. Das Palästinensertuch – drapiert wie die Konturen Palästinas – gehörte ebenso wie das Holster auch später zu seinen Markenzeichen, ohne die er selten auftrat. Eine weitere bedeutende Rede hielt er am 13. Dezember 1988. Ein Novum war hier, dass die PLO die UN-Resolution anerkannte und Willen zum Kompromiss zeigte. Die gewaltsamen Aktionen der PLO wollte Arafat allerdings als legitimen Widerstand verstanden wissen. In dieser Rede wird auch jene Interpretation der Resolution 194 der UN-Vollversammlung bekräftigt, nach der diese das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge garantiere, womit er eine Doktrin festlegte, die auch heute noch, zumindest in offiziellen Verlautbarungen der PLO, Bestand hat. In der Rede gestand Arafat den Juden nicht explizit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung zu und akzeptierte nicht ausdrücklich, dass Israel ein jüdischer Staat sein könnte. Als Konsequenz des israelischen Libanonfeldzugs gegen das Hauptquartier der PLO in Beirut im Juli/August 1982 musste Arafat nach Tunesien fliehen. Er verließ mit seinen Gefolgsleuten das von Israel besetzte Beirut und errichtete einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis. Der Weg zur internationalen Anerkennung 1988 erkannte Arafat Israel indirekt an und erklärte 1989 die PLO-Charta von 1964, in der zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wurde, für hinfällig. Im Jahre 1990 begrüßte Arafat den irakischen Einmarsch in Kuwait und solidarisierte sich mit Saddam Hussein. Die reichen arabischen Ölstaaten an der Seite des Kriegsgegners USA froren daraufhin ihre finanzielle Unterstützung der PLO ein. Eine weitere Folge war die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachten Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. Statt das Ende abzuwarten, sympathisierte Arafat 1991 noch während des laufenden Augustputsches gegen Michail Gorbatschow mit den Putschisten, womit er einen langjährigen Unterstützer verärgerte. Am 7. April 1992 überlebte Arafat einen Absturz einer Passagiermaschine der Air Bissau aufgrund eines Sandsturms in der libyschen Wüste. Arafat wurde in einem Krankenhaus in Misrata aufgrund eines Blutgerinnsels von dem Chirurgen Meftah Shwedy mehrmals am Gehirn operiert und am rechten Auge behandelt. Am 13. September 1993 kam es bei der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung über die vorübergehende (palästinensische) Selbstverwaltung zwischen dem Staat Israel und der PLO in Washington zu einem historischen Handschlag zwischen Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Jizhak Rabin. Friedensnobelpreisträger Rabin bezahlte später für dieses Entgegenkommen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt durch einen Terroranschlag eines jüdischen Ultra-Nationalisten mit seinem Leben. Nach 27 Jahren Exil kehrte Arafat infolge des Autonomieabkommens am 1. Juli 1994 nach Palästina zurück und bildete in Gaza eine autonome Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde. 1993 wählte das TIME Magazin Die Friedensstifter (Nelson Mandela, Frederik Willem de Klerk, Jassir Arafat und Jitzchak Rabin) zu den Personen des Jahres. Im Dezember 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Während der Trauerwoche für Jitzchak Rabin nach dessen Ermordung im November 1995 besuchte Arafat Leah Rabin und ihre Familie in ihrer Wohnung in Tel Aviv, um seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Es war das erste Mal, dass er israelischen Boden betrat. Aus Sicherheitsgründen hatte er nicht an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen können. Er schilderte, wie sehr ihn der Mord bestürzt habe und wie verzweifelt er darüber sei, seinen Partner im Friedensprozess verloren zu haben. 1995 erhielt Arafat den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. 2000 verhandelte Arafat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und US-Präsident Clinton in Camp David über die Schaffung eines palästinensischen Staates. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Der abtretende Präsident Clinton und Barak, der kurz darauf in allgemeinen Wahlen von seinem politischen Gegner Ariel Scharon abgelöst wurde, gaben Arafat die alleinige Schuld am Scheitern dieser Verhandlungen. Arafat hingegen gab Barak und Clinton die Schuld am Scheitern. Zweite Intifada und politischer Niedergang Arafat wurde schon vor der Zweiten Intifada vorgeworfen, ein doppeltes Spiel zu treiben. Während er sich auf internationalem Parkett für Frieden und Diplomatie starkmachte, soll er vor seinen Anhängern in Gaza mit teilweise antisemitischen Reden Stimmung gegen Israel gemacht haben. Auch wurde ihm mehrfach vorgeworfen, sich aktiv am Waffenschmuggel für paramilitärische und terroristische Zwecke zu beteiligen (siehe Karine-A-Affäre) und die allein von ihm befehligten Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde für Übergriffe auf Israel zur Verfügung zu stellen. Außerdem gab es Berichte britischer Medien wie der BBC, dass Terror-Organisationen wie die Fatah-nahen al-Aqsa-Märtyrerbrigaden über den Umweg der von Arafat regierten Autonomiebehörde indirekt von EU-Geldern finanziert würden. Schließlich duldete oder unterstützte er den erneuten Palästinenseraufstand, was ihn vor allem außenpolitisch isolierte. Als Reaktion auf die Zweite Intifada besetzte Israel immer wieder Teile der autonomen Palästinensergebiete. Die israelische Regierung machte auch Arafat selbst für gewaltsamen Übergriffe verantwortlich. Ab 2001 wurde der in Ramallah lebende Arafat von Israel mehrfach unter Hausarrest gestellt. Seine Hubschrauber wurden im Dezember 2001 zerstört, sodass er nicht mehr zwischen Gaza und Ramallah reisen konnte. Im Rahmen der Operation Schutzschild vom 29. März 2002 bis 3. Mai 2002 zerstörte die israelische Armee einen Teil von Arafats Hauptquartier, der Muqāta'a. Am 11. September 2003 fasste die israelische Regierung den Beschluss, Arafat auszuweisen. Mit einem Hubschrauber sollte er ins Exil nach Nordafrika gebracht werden. Nach dem Ausweisungsbeschluss gingen zehntausende Palästinenser protestierend auf die Straße. Arafat appellierte an die Bevölkerung, Widerstand gegen den Beschluss zu leisten. Er wolle „lieber sterben, als sich zu ergeben“. Am 14. September 2003 stellte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auch ein Attentat auf Arafat als eine legitime Möglichkeit seiner Entfernung dar. Am 16. September 2003 ließen die USA eine Resolution des Weltsicherheitsrates gegen die Ausweisung Arafats an ihrem Veto scheitern. Deutschland enthielt sich der Stimme. Korruption Im Mai 2002 stellte der BND fest, dass die Verwendung von EU-Geldern für den Terrorismus „nicht auszuschließen“ sei, da Arafat offensichtlich nicht zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung trenne. Das Gutachten spricht weiterhin von „bekanntem Missmanagement“ und „weit verbreiteter Korruption“ (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Die USA und Israel hatten die Europäische Union in Brüssel zu dem Zeitpunkt bereits mehrfach aufgefordert, die Verwendung der Subventionen für die Palästinensische Autonomiebehörde genauer zu überprüfen. Brüssel erklärte, für Transparenz und Kontrolle der Fördermittel sorge der Internationale Währungsfonds. Der IWF legte 2003 jedoch einen Bericht über „Ökonomische Leistungen und Reformen unter Konfliktbedingungen“ vor, aus dem hervorging, dass zwischen 1995 und 2000 mehr als 900 Millionen Dollar an Fördergeldern für die Palästinensische Autonomiebehörde „verschwanden“. Weisungsbefugt für die Verwendung des Geldes seien allein Arafat und „enge Vertraute“ gewesen. Arafat kontrollierte dem Bericht zufolge bis zu seinem Tod allein 8 % des palästinensischen Gesamtbudgets. Familie Arafat war seit dem 17. Juli 1990 mit Suha at-Tawil, mit der er eine Tochter, Zahwa (* 24. Juli 1995 in Neuilly-sur-Seine), hat, verheiratet. Ab dem Beginn der zweiten Intifada, also ab 2001, lebten Frau und Tochter in Paris und Tunis. 2007 zog Suha nach Malta. Sein Neffe Musa Arafat war Leiter des palästinensischen Militärgeheimdienstes, sein Bruder Fathi Arafat Mediziner. Tod Jassir Arafats Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum 28. Oktober 2004 akut. Er hatte bereits über eine Woche wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes nichts gegessen. Die israelische Regierung hob aufgrund seiner schweren Krankheit das Reiseverbot auf und sicherte ihm eine Rückkehr ins Westjordanland zu. Am folgenden Tag wurde Arafat nach Paris geflogen und zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Percy gebracht, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält. Am 4. November verschlechterte sich sein Zustand noch einmal; es wurde von einem „tiefen Koma“ berichtet. Am 10. November versagten Nieren und Leber. Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte wurde aus religiösen Gründen abgelehnt. Infolge der Leberschädigung und der daraus resultierenden Störung der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren kam es zu einer Gehirnblutung. Am 11. November 2004 um 3.30 Uhr (MEZ) starb Jassir Arafat. Nach Verabschiedung mit militärischen Ehren wurde der Leichnam Arafats in Begleitung seiner Witwe mit einer französischen Militärmaschine nach Kairo geflogen. Die zentrale Trauerfeier fand am 12. November am Flughafen Kairo-International statt, wozu hochrangige Politiker aus aller Welt eingeladen waren. Im Anschluss an die militärische Zeremonie in Kairo wurde der Sarg nach Ramallah geflogen, wo die Beisetzungszeremonie am frühen Nachmittag stattfand. Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“. Arafat wurde in einem Steinsarg auf dem Gelände seines ehemaligen Amtssitzes in Ramallah unter großer Anteilnahme der palästinensischen Bevölkerung beigesetzt. Sein Sarg wurde mit Erde vom Jerusalemer Tempelberg umgeben. Am 10. November 2016 wurde in Ramallah neben dem Arafat-Mausoleum ein „Arafat-Museum“ eröffnet. Es kostete 7 Millionen Dollar und wurde von den palästinensischen Behörden im Westjordanland finanziert. Ausgestellt sind unter anderem seine Brille, sein Revolver, „sein charakteristischer schwarz-weiß karierter Keffiyeh-Kopfschmuck“, sein Reisepass, seine Friedensnobelpreismedaille (zwischenzeitlich im Besitz der Hamas) und andere Memorabilien. Vermittelt wird eine unkritische palästinensische Sicht der Dinge, etwa in der Darstellung des Massakers bei den olympischen Spielen von München 1972 („Antwort auf Überfall israelischer und deutscher Sicherheitskräfte“). Arafats Geburt wird von Kairo in ein palästinensisches Dorf in der Nähe der Jerusalemer Altstadt verlegt, wie es palästinensischer Legendenbildung entspricht. Hinweise auf seine Ehefrau Suha at-Tawil werden vermieden, völlig ausgeblendet werden die vielen Vorwürfe hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Reaktionen Nur wenige Stunden, nachdem der Tod Arafats bekannt gegeben worden war, griffen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Netsarim im Gaza-Streifen an. In Ramallah warnten Extremisten die neue palästinensische Führung unter Mahmud Abbas vor einem „Ausverkauf der palästinensischen Sache“ und drohten den Nachfolgern Arafats mit dem Tod, sollten sie zu Zugeständnissen gegenüber Israel bereit sein. Die Fatah-Splittergruppe „al-Aqsa-Brigaden“ benannte sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland nach Arafats Tod vollständig ab. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis durften nicht nach Israel einreisen. Jedoch transportierten mehrere hundert Busse Palästinenser aus dem Gazastreifen zur Trauerfeier nach Ramallah. Befürchtungen, dass der Tod von Jassir Arafat einen Rückschlag für den Nahost-Friedensprozess bedeute, bewahrheiteten sich zunächst nicht. Die Palästinensische Autonomiebehörde setzte antiisraelische Fernsehspots ab und unternahm Anstrengungen zur Reform der Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung ließ im Gegenzug ca. 150 palästinensische Gefangene frei, sicherte Unterstützung bei den palästinensischen Wahlen zu und kündigte eine Rückkehr zur Roadmap an. Die Palästinenserführung ernannte den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattuh verfassungsgemäß zum vorläufigen Nachfolger Arafats und rief eine 40-tägige Trauer aus. In den Präsidentschaftswahlen vom 9. Januar 2005 wurde Mahmud Abbas zum Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Nach seinem Tode wurde Jassir Arafat von 200 Rabbinern als „Amalek und Hitler unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als „Freudentag“ zu feiern. Spekulationen und Ermittlungen zur Todesursache und Exhumierung Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden machten ebenso wie die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Israel für den Tod Arafats verantwortlich und drohten mit Rache. So äußerte sich Dschihad-Anführer Chalid al-Batesch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon habe „bei der Tötung Arafats seine Hand im Spiel“ gehabt. Ärzte im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris, in dem Arafat zuletzt behandelt wurde, und Vertraute Arafats schlossen jedoch seinerzeit aus, dass der Palästinenserchef vergiftet worden sei. Eine Autopsie fand nach dem Willen der Witwe nicht statt. Da weder Arafats Ärzte noch dessen Witwe die genaue Todesursache bekannt gaben, kam es in der Folge zu weiteren öffentlichen Spekulationen. Dabei wurden von Spezialisten besonders Vergiftung und AIDS nahegelegt. Ahmad Dschibril, der Generalsekretär der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC), erklärte im Juli 2007, er habe Einblick in den französischen Bericht über den Tod Arafats gehabt. Der Bericht gebe an, dass Arafat an AIDS erkrankt gewesen sei. Aschraf al-Kurdi, seit 1986 persönlicher Leibarzt von Jassir Arafat, erklärte am 12. August 2007 gegenüber der jordanischen Nachrichten-Webseite Amman, dass der Palästinenserführer unter dem HI-Virus litt, aber nicht an der Immunschwächekrankheit AIDS starb. Das Virus soll Arafat erst kurz vor seinem Tod in dessen Blut injiziert worden sein, so al-Kurdi, der aber angab, dass die tatsächliche Todesursache eine Vergiftung gewesen sei. Im August 2011 beschuldigte die Fatah den zuvor aus der Partei ausgeschlossenen Mohammed Dahlan, hinter der Vergiftung Arafats zu stecken und sogar selbst das Gift aus Paris besorgt zu haben. Haaretz veröffentlichte 2005 eine Analyse israelischer Experten, wonach eine eventuelle Vergiftung am ehesten bei einem Abendessen am 12. Oktober 2004 stattgefunden haben müsste. Verdacht auf Vergiftung mit Polonium 210 Im Dezember 2011 und Januar 2012 kontaktierte der Reporter Clayton Swisher Arafats Witwe in Malta und Paris und erhielt von ihr Akten und eine Tasche mit persönlichen Gegenständen (Zahnbürste, Kleidung, Kufiya), die Arafat in seinen letzten Tagen benutzt hatte. Am 3. Juli 2012 veröffentlichte der Fernsehsender al-Dschasira den Befund des Schweizer Institut de Radiophysique der Universität Lausanne, dem die Gegenstände zur Untersuchung gegeben worden waren. Festgestellt wurden gegenüber den natürlichen Vorkommen erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Polonium 210. Aufgrund dessen geringer Halbwertszeit von nur 138,38 Tagen halbiert sich die Strahlung alle 138 Tage. Von der Ursprungsmenge wäre acht Jahre nach Arafats Tod nur ein Millionstel übrig. Das Schweizer Institut betonte, die Ergebnisse seien kein Beweis für eine Vergiftung, aber zumindest ein Hinweis darauf. Die in den französischen Krankenakten Arafats beschriebenen Symptome, die zu seinem Tod führten, stimmten nicht mit den bekannten Symptomen einer radioaktiven Vergiftung überein. Zur Theorie über einen Gifttod Arafats durch Polonium wurden auch von verschiedenen anderen Experten Zweifel geäußert. Die vom radiologischen Institut bekannt gegebenen Poloniumkonzentrationen auf den persönlichen Gegenständen Arafats könnten nach einem von der Jerusalem Post zitierten Experten wegen der Halbwertszeit des Polonium 210 nicht auf eine acht Jahre zurückliegende Vergiftung zurückgeführt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen worden sein. Am 31. Juli 2012 erstattete Suha Arafat im französischen Nanterre Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung. Die französische Justiz leitete Ende August 2012 Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Palästinenserführung und auch die Witwe befürworteten eine im Islam normalerweise verbotene Exhumierung. Anfang November wurden die ersten Vorbereitungen dafür getroffen, da dafür viel Beton im Mausoleum abgetragen werden musste. Am 27. November 2012 wurde Arafats Leichnam exhumiert und ein ausländisches Expertenteam nahm Proben. Im September 2015 beschlossen die zuständigen französischen Untersuchungsrichter eine Einstellung des laufenden Verfahrens, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit, da es keine ausreichenden Beweise für einen Mord gebe. Umstrittene Untersuchungsergebnisse Mitte Oktober 2013 wurde ein Zwischenergebnis von Schweizer Toxikologen bekannt, wonach eine Vergiftung möglich, aber nicht sicher sei. Am 6. November 2013 gab die Universität Lausanne bekannt, einen gegenüber natürlichen Konzentrationen stark erhöhten Wert von Polonium 210 in den Proben nachgewiesen zu haben. Zugleich stellten sie eine über das natürliche Vorkommen hinaus deutlich erhöhte Menge von Blei 210 fest. Blei 210 kann eine Poloniumvergiftung maskieren, weil Polonium 210 ein Folgeprodukt des Blei 210 in der radioaktiven Zerfallskette ist und nach einiger Zeit mit dem Blei im radioaktiven Gleichgewicht steht. Da Blei 210 eine wesentlich längere Halbwertszeit hat, sind aufgrund der Neuentstehung von Polonium 210 die Reste einer möglicherweise vorangegangenen Poloniumvergiftung nicht mehr nachweisbar. Die Anwesenheit des Blei 210 wurde als mögliche Verunreinigung des hypothetisch als Gift verwendeten Poloniums erklärt. Es wurde vorgerechnet, dass von einer angenommenen Giftdosis von 1 GBq zum Todeszeitpunkt noch 4–5 % im Körper verblieben wären, die bis zur Exhumierung auf ca. 15 Bq Gesamtdosis abgeklungen wären. Die Forscher konnten Polonium nicht als Todesursache ausschließen, bezeichneten es aber auch nicht als sicher, dass Polonium den Tod verursachte. Die Ergebnisse würden letztere These „mäßig stützen“ („moderately support the proposition“: „moderately“ ist sicherer als „slightly“ und unsicherer als „strongly“). Unabhängige Forscher kommentierten, dass die Studie deshalb kein Beweis für eine Vergiftung sei. Am 3. Dezember 2013 wurde berichtet, dass das ebenfalls beauftragte französische Untersuchungsteam zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Vergiftung sei auszuschließen, vielmehr weise es auf eine natürliche Todesursache hin. Die Forschungsberichte eines russischen Untersuchungsteams, das ebenfalls Zugang zu Arafats sterblichen Überresten hatte, schließen eine Vergiftung ebenfalls aus. Nachdem die Staatsanwaltschaft von Nanterre im März 2015 mitgeteilt hatte, dass die Polonium-Spuren aus Arafats Grab natürlichen Ursprungs seien, beantragte sie Mitte Juli 2015 das Verfahren einzustellen. Die Ermittlungsrichter in Nanterre folgten dem Antrag und stellten das Verfahren Anfang September 2015 ein. Schlussfolgerungen In einem im November 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel des Schweizer Teams wird eine Vergiftung als plausibel, aber nicht bewiesen eingestuft. Die gleiche Studie ermittelt eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Annahme einer Vergiftung mit Po 210 als für die gegenteilige Annahme, falls man von einer mehrfachen Einnahme des Po 210 in kleinen Dosen ausgehe. Im Juni 2016 lehnte ein Gericht in Paris (nicht letztinstanzlich) die Wiedereröffnung der Untersuchungen bzgl. des vermuteten Mordes ab, weil dafür die Rechtsgrundlage fehle. Ehrungen 1993 Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens 1993 Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1994 Prinz-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 1994 Friedensnobelpreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1995 Deutscher Medienpreis 1999 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Held der Demokratischen Volksrepublik Korea Alter Freund des chinesischen Volkes Literatur Helga Baumgarten: Arafat: zwischen Kampf und Diplomatie. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36419-5. Andrew Gowers, Tony Walker: Arafat: hinter dem Mythos. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50035-9 (Übersetzung von Behind the myth: Yasser Arafat and the Palestinian revolution, 1990). Amnon Kapeliuk: Yassir Arafat: Die Biographie. Mit einem Vorwort von Nelson Mandela, Palmyra, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-930378-59-3. Gerhard Konzelmann: Arafat. Vom Terroristen zum Mann des Friedens. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-61296-5. (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch, Band 61296, Biographie). Aharon Moshel: In einer Hand den Ölzweig: Jassir Arafat und die PLO. Facta, München / Hamburg 1988, ISBN 3-926827-10-6. Barry Rubin, Judith Colp Rubin: Yasir Arafat : A Political Biography. Oxford University, Oxford 2005, ISBN 978-0-19-516689-7. Danny Rubinstein: Yassir Arafat. Vom Guerillakämpfer zum Staatsmann. Palmyra, Heidelberg 1996, ISBN 3-930378-09-4 (Übersetzung von The Mystery of Arafat, 1995). Hassan Sadek: Arafat. Hugendubel, München / Kreuzlingen 2006, ISBN 978-3-7205-2751-4. (= Diederichs kompakt). Janet und John Wallach: Jassir Arafat. Die Biographie. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-08755-0. Weblinks Themenschwerpunkt Arafat in der ägyptischen Wochenzeitung Al Ahram Rafael Seligmann: Begrabt ihn in Jerusalem, FAZ, 7. November 2004 , nahostkonflikt.net Internetpräsenz der PLO (Negotiations Affairs Department) (englisch, arabisch, hebräisch) Wolfgang G. Schwanitz: Yasir Arafat: Palästinensischer Politiker (PDF, 1,3 MiB) Einige kritische Betrachtungen: Michael Naumann: Keine Kugel für Arafat, Die Zeit, 18. September 2003 Petra Steinberger: Der Hoffnungsschimmerlügner, SZ, 4. November 2004 Gisela Dachs und Reiner Luyken: So opfert Arafat die Jugend Palästinas, Die Zeit, 44/2000 Jörg Steinhaus: Der lange Weg des Jassir Arafat, Kronos, 2. Februar 2001 Palestinians mourn Arafat but struggle for liberation will continue – Trotzkistische Analyse von Arafats Wirken, Maavak Sozialisti (israelische Sektion des CWI), 11. November 2004 (englisch) Anmerkungen Politiker (Palästina) Fatah Mitglied der PLO Person des Antizionismus Person im Nahostkonflikt Friedensnobelpreisträger Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette) Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großkreuz) Träger des Ordens des Weißen Löwen Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Palästinenser Ägypter Geboren 1929 Gestorben 2004 Mann
Kolumne - Allgemeines - Denk' ich an Le Mans... - MotoGP Allgemeines: Denk' ich an Le Mans... - Mielke - Flag to Flag: Folger reif für MotoGP 03.05.2016, 10:00 Uhr Jonas Folger - ist seine Zeit für die MotoGP nun reif?Foto: Intact GP …denke ich an ganz viel, aber vor allen Dingen an die Startnummer 94. Also an Jonas Folger. Denn in Le Mans ging 2009 erstmals der Stern des jungen Bayern auf internationaler Ebene auf. Bei typisch wechselhaften Le-Mans-Bedingungen holte der damalige Teenager sein erstes Podest. Mit der 125cc-Ongetta-Aprilia wurde der damalige Rookie nur von Julian Simon geschlagen. Ein erster Beweis seines unglaublichen Talents. Es war ein schwieriger Sonntag damals. Aber immer wenn die Bedingungen tückisch sind, zeigte sich das sensationelle Naturtalent des heute 22-Jährigen. Fast schon klar, dass der gute Jonas damals zum jüngsten Deutschen aller Zeiten auf dem Podest wurde. Denn Jonas Folger war fast immer der jüngste. Im Falle 2009 sogar zu jung, um auf dem Podest mit seinen Rivalen anstoßen zu dürfen. Denn er war damals erst 15 Jahre jung. Typisch Folger allerdings auch, dass es dann noch zwei Jahre bis zum ersten Sieg 2011 in Silverstone dauerte. Jonas Folger im Porträt: (00:40 Min.) Auch mit diesem Meilenstein war er der jüngste deutsche Sieger aller Zeiten. Mit gerade mal 17 Jahren. Jetzt, 2016, ist Jonas Folger 22 Jahre alt. Und erwachsen geworden. Das spürt man in jedem Gespräch mit ihm. Das merkt man in jedem Interview. Gerade mal 22 Jahre jung. Aber schon 122 Rennen in der Weltmeisterschaft, dabei vier Siege und 19 Podestplätze. Beeindruckend! Die Elite hatte einst das Nachsehen Ja, aber…. Marc Marquez ist nur ein halbes Jahr älter, hat aber schon ein paar Titel mehr auf seinem Konto. Natürlich ist der Spanier ein Ausnahmetalent. Folger aber auch. Denn wenn ich an Le Mans denke, denke ich 2009. Auch weil die Folger-Show von damals mit Platz zwei so phänomenal war. Was deutlich wird, wenn wir mal die Liste der an dem Rennsonntag geschlagenen betrachten: Teamkollege damals ein gewisser Andrea Ianone. Aber auch von Folger geschlagen, die Herren Bradl, Cortese, Smith, Pol Espargaro, Redding, Zarco, Terol und eben auch ein gewisser Marc Marquez. An diesem Sonntag im Jahr 2009 hatten diese Herrschaften keine Chance gegen den jungen Mann aus Schwindegg. Wenn man die Liste der damals Geschlagenen durchschaut, fällt 2016 auf, dass viele davon danach entweder Weltmeister wurden oder aber heutzutage längst in der MotoGP fahren. Nur Jonas Folger nicht. Und das trotz seines unstrittig vorhandenen Talents. Das im Übrigen nie jemand angezweifelt hat. Woran hat es also gelegen, dass Folgers Marktwert erst jetzt - so viel später als bei den damals von ihm geschlagenen Gegnern - MotoGP-würdige Ausmaße annimmt? Sicherlich auch ein wenig an Folger selbst. Nicht immer war Trainingsfleiß seine große Stärke. Jetzt schon! Nicht immer waren alle Management-Entscheidungen glücklich. Wie zum Beispiel MZ oder Ioda Racing. An solchen Fehlern in der Karriereplanung sind schon so manches Mal Laufbahnen auch zerstört worden. Bei Folger nicht. Folger endlich reif für die MotoGP Es sieht so aus, als hätte der Moto2-Fahrer endlich verstanden, über welch ungewöhnliche Begabung er verfügt. Vielleicht ist er auch deshalb endlich erwachsen geworden, weil er zwischendurch Vater einer Tochter wurde. Und das schöne für seine Fans und für Motorrad-Deutschland: Mit 22 Jahren ist er immer noch jung genug, um den ganz großen Sprung zu schaffen. Wozu auch seine neue sportliche Heimat beiträgt. Bei Dynavolt Intact GP wird er jetzt von absoluten Profis betreut. Egal ob der Technische Direktor Jürgen Lingg, Crewchief Patrick Mellauner oder der Rest der Truppe aus dem Allgäu. Es wirkt als sei ein Reisender endlich zu Hause angekommen. Und das sechs Jahre nach Le Mans 2009. Sechs Jahre nach dem ersten Ausrufezeichen. Moto2 2016: Jonas Folger über seine Ziele: (02:59 Min.) Auch die Zusammenarbeit mit Sandro Cortese scheint zu funktionieren. Der Moto3-Weltmeister ist zwar bisher immer der Geschlagene, aber hat auch viel Pech. Und auch wenn es auf dem Papier nicht so aussieht, es wäre ein Fehler, Cortese jetzt schon abzuschreiben. Das Bild von Jerez mit zwei Deutschen in der ersten Reihe war doch wunderbar. Und es wird nicht das letzte Mal so gewesen sein! Was auch für die weitere Entwicklung von Jonas Folger sehr gut sein dürfte, denn es ist immer besser einen schnellen Teamkollegen zu haben. Denk' ich an Le Mans, denke ich an Jonas Folger. Denn jetzt geht es nach Le Mans. Und diese Strecke liegt ihm. Kommt in Le Mans alles zusammen? Diese brutale Hacker-Strecke, die nicht jeder mag. Mit stinkenden Toiletten und ewigem, von der französischen Polizei hervorgerufenem Verkehrschaos. Kaum jemand mag Le Mans. Jonas Folger schon. Denn er ist endlich hundertprozentig im Fokus. Mit dem großen Ziel, so schnell wie möglich MotoGP-Fahrer zu werden. Und die Chancen dafür stehen extrem gut. Vielleicht so gut wie nie. Man kann davon ausgehen, dass die vorhandenen Irrungen und Wirrungen in der bisherigen Karriere Jonas Folger stärker gemacht haben. Wenn man das Vergnügen hat, ihm im Jahr 2016 von der Service Road aus mit seiner Kalex in Aktion zu erleben, dann stellt man auch als Nicht-Rennfahrer fest, dass sein Fahrstil ein Gedicht ist. Ein Gemälde aus der Kombination Mensch und Maschine. Wie gemacht auch für die Königsklasse. Und Fehler wie in Katar werden ihm sicher nicht mehr so oft passieren. Was schon in Jerez zu sehen war und was ihm auch seine Intact-GP-Mannschaft vermittelt. Warum also nicht zum ganz großen Schlag ausholen? In Frankreich. Wo ja auch das Tech3 MotoGP Team zu Hause ist, bei dem er einer der Kandidaten für 2017 ist. Le Mans 2009, Mann war das beeindruckend! Le Mans 2016? Denk' ich an Le Mans, denke ich an Jonas Folger. Suzuki und Aprilia verwehren sich Kunden - Hersteller blockieren: Kein 24. Startplatz! Wie geht es mit den Motorrad-Rechten weiter? - MotoGP-Schock: Servus TV stellt Betrieb ein Mielke - Flag to Flag: Schwächelnde MotoGP-Rookies Edgar Mielke - Flag to Flag: Held in Warteschleife Flag to Flag: Die neue Kolumne von Edgar Mielke. Diesmal befasst sich der Kult-Kommentator mit der aktuell vielversprechendsten deutschen Motorrad-Hoffnung. Edgar MielkeJonas FolgerFahrermarkt, MotoGP
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Wer war Jassir Arafat?
Jassir Arafat (* 24. August 1929 in Kairo, Ägypten; † 11. November 2004 in Clamart, Département Hauts-de-Seine, Frankreich), , ursprünglich , Kunya: , war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war seit dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1957 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge und Bombenattentate auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte. Jahrzehntelang galt Arafats Bemühen der Vernichtung Israels; als strategische Mittel zur Umsetzung dieses Ziels favorisierte er Gewalt gegen israelische Bürger und Zivileinrichtungen, die den Staat grundlegend destabilisieren, seine Bürger verunsichern und Israel letztendlich zur leichten Beute eines Angriffs arabischer Armeen machen sollte. Arafats Unterstützung der irakischen Invasion Kuwaits hatte die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 zur Folge. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachte Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. 1994 erhielt er dafür gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2000 verhandelte Arafat mit Israels damaligem Regierungschef Ehud Barak und dem damaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, erfolglos über die Gründung eines unabhängigen, palästinensischen Staates. Nach dem Scheitern von Camp David II unterstützte Arafat die Zweite Intifada, wodurch er in seinen letzten Lebensjahren vor allem außenpolitisch an Einfluss verlor. Erst nach dem Tod Arafats waren führende palästinensische Vertreter bereit, sich für Arafats Unterstützung Saddam Husseins und der Invasion in Kuwait zu entschuldigen. Die Beurteilungen seiner Person gehen weit auseinander, von Freiheitskämpfer über Guerillakämpfer bis Terrorist. Leben Jassir Arafat wurde übereinstimmenden Erkenntnissen verschiedener Biographen zufolge in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Arafat hingegen behauptete häufig, in Palästina geboren worden zu sein, wobei er im Laufe der Zeit widersprüchliche Angaben machte. Mal behauptete er, in der Altstadt Jerusalems geboren worden zu sein, mal im Gazastreifen. Sicher ist, dass sein Vater aus Gaza und seine Mutter aus einer angesehenen Jerusalemer Familie stammten. Sie hatten in den 1920er Jahren geheiratet und waren nach Kairo ausgewandert. Jassir war das sechste von sieben Kindern. Als er etwa vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Um den Vater mit den sechs Halbwaisen zu entlasten, nahm der Bruder der Mutter, Salim Abu Saud, Jassir und seinen jüngeren Bruder zu sich nach Jerusalem, das damals zum britischen Mandatsgebiet Palästina gehörte. Er lebte dort vier Jahre. Frühe Jahre Als er nach der erneuten Heirat seines Vaters nach Kairo zurückkehrte, besuchte er die Schule und später die Universität, an der er Elektrotechnik studierte. Eine Zeit lang beschäftigte er sich mit der jüdischen Kultur, hatte jüdische Bekannte und las zionistische Werke z. B. von Theodor Herzl. 1946 soll Arafat intensiven Kontakt mit Mohammed Amin al-Husseini, dem mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem, gehabt haben, der in Ägypten Asyl gefunden hatte. Al-Husseini war ein entfernter Verwandter Arafats. Dass er jedoch der Onkel Arafats gewesen sei, ist eine Legende. Arafat engagierte sich nun aktiv in der arabischen Nationalbewegung in Palästina. Zu dieser Zeit war er ein Befürworter der militärischen Konfrontation und beschaffte Waffen, die ins Mandatsgebiet geschmuggelt wurden. In Kairo hatte sich Jassir Arafat mit Abd al-Qadir al-Husseini angefreundet, der die Einheiten palästinensischer Araber in der Region Jerusalem anführte. Als Arafat von Abdel Khader al-Husseinis Tod im Palästinakrieg bei der Schlacht am Kastel-Berg im April 1948 hörte, brach er sein Studium in Kairo ab und nahm aktiv am Krieg teil. Er trat der Moslem-Bruderschaft bei, die im Gazastreifen und in der Schlacht bei Kfar Darom kämpfte. Als die ägyptische Armee am 15. Mai 1948 in den Palästinakrieg eingriff, wurde Arafat und seiner Einheit befohlen abzuziehen. Dies war für ihn ein prägendes Erlebnis. Er beschuldigte später die arabischen Staaten des Verrates, weil sie den Palästinensern nicht geholfen hätten, die Schlacht zu gewinnen, und ihnen nicht erlaubt hätten zu kämpfen. Die palästinensischen Araber erlitten eine militärische Niederlage gegen Israel. Etwa 750.000 Palästinenser wurden vertrieben oder ergriffen die Flucht und lebten von da an überwiegend als Staatenlose in den Nachbarländern. In den 1950er Jahren studierte Arafat an der Universität Kairo. 1952 gründete er die Generalunion Palästinensischer Studenten (GUPS), der er bis 1957 vorstand. Ende 1952 wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser vorübergehend verhaftet. 1956 verließ er die Universität als diplomierter Ingenieur und gründete die Union der Palästinensischen Hochschulabsolventen. Danach meldete er sich freiwillig zur ägyptischen Armee und kämpfte im Sueskrieg 1956 gegen Frankreich, Großbritannien und Israel. Er war Leutnant in der ägyptischen Armee und galt als Sprengstoffexperte. Noch im selben Jahr ging er nach Kuwait, wo er als Ingenieur arbeitete und ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. Gründung der Fatah 1957 gründete er in Kuwait zusammen mit Chalil al-Wazir (Abu Dschihad) die erste Zelle der Bewegung zur Befreiung Palästinas (al-Fatah), aus der 1959 die gleichnamige politische Partei hervorging. Ab 1958 war Arafat Vorstandsmitglied und ab 1968 Vorsitzender der Fatah. Durch seine aktive Teilnahme an der Schlacht von Karame 1968 begründete er seinen Heldenmythos und war ab 1969 Vorsitzender der PLO, die 1964 durch die Arabische Liga ins Leben gerufen worden war. Ende der 1960er Jahre wuchsen die Spannungen zwischen der PLO und der jordanischen Regierung; palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien etabliert und kontrollierten strategische Positionen wie die Öl-Raffinerien bei Zarqa. Jordanien betrachtete diese Umstände als eine wachsende Bedrohung seiner Souveränität und seiner Sicherheit und versuchte, die palästinensischen Milizen zu entwaffnen. Im Juni 1970 brachen nach einem fehlgeschlagenen palästinensischen Attentat auf den jordanischen König offene Kämpfe aus, die mit der Flucht der PLO aus Jordanien in den Libanon endeten. Wurde die Schlacht von Karame als erster historischer Sieg der PLO angesehen, so erlitt sie unter Arafats Führung 1970 mit dem Schwarzen September eine schwere Niederlage. Dieser musste zunächst nach Kairo, dann in den Libanon fliehen. Aufsehen erregte der historische Auftritt Arafats vor der UN-Vollversammlung am 13. November 1974, bei dem er in Uniform, mit der Kufiya und umgeschnalltem Pistolenholster eine Rede hielt, die von arabischen und kommunistischen Staaten mit Begeisterung aufgenommen wurde. In der Rede reklamierte Arafat den alleinigen Machtanspruch über Palästina für die PLO. Er sprach davon, eine Welt ohne Kolonialismus, Imperialismus, Neokolonialismus und ohne „Rassismus in all seinen Ausformungen, einschließlich des Zionismus“ schaffen zu wollen. Arafat vermied es, von Israel zu sprechen, um dem Staat jegliche Legitimität abzusprechen, und verwendete stattdessen den Begriff zionistische Entität. Den Zionismus stellte er in dieser Rede als eine imperialistische, kolonialistische und rassistische Ideologie dar, die – dezidiert reaktionär und diskriminierend – mit dem Antisemitismus gleichzusetzen sei. Ferner wiederholte er ein altes antisemitisches Stereotyp, wonach der Zionismus wolle, dass die Juden ihren Heimatländern keine Loyalität entgegenbrächten und sich über ihre Mitbürger erhöben. Er sprach der UNO das Recht ab, das unteilbare Heimatland der Palästinenser zu teilen, und wies damit den Teilungsbeschluss von 1947 zurück. Auch behauptete er, der Palästinakrieg von 1948 sei von Israel und nicht von den arabischen Staaten begonnen worden. Die PLO erhielt als legitime politische Vertretung der Palästinenser Beobachterstatus bei der UNO. Das Palästinensertuch – drapiert wie die Konturen Palästinas – gehörte ebenso wie das Holster auch später zu seinen Markenzeichen, ohne die er selten auftrat. Eine weitere bedeutende Rede hielt er am 13. Dezember 1988. Ein Novum war hier, dass die PLO die UN-Resolution anerkannte und Willen zum Kompromiss zeigte. Die gewaltsamen Aktionen der PLO wollte Arafat allerdings als legitimen Widerstand verstanden wissen. In dieser Rede wird auch jene Interpretation der Resolution 194 der UN-Vollversammlung bekräftigt, nach der diese das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge garantiere, womit er eine Doktrin festlegte, die auch heute noch, zumindest in offiziellen Verlautbarungen der PLO, Bestand hat. In der Rede gestand Arafat den Juden nicht explizit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung zu und akzeptierte nicht ausdrücklich, dass Israel ein jüdischer Staat sein könnte. Als Konsequenz des israelischen Libanonfeldzugs gegen das Hauptquartier der PLO in Beirut im Juli/August 1982 musste Arafat nach Tunesien fliehen. Er verließ mit seinen Gefolgsleuten das von Israel besetzte Beirut und errichtete einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis. Der Weg zur internationalen Anerkennung 1988 erkannte Arafat Israel indirekt an und erklärte 1989 die PLO-Charta von 1964, in der zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wurde, für hinfällig. Im Jahre 1990 begrüßte Arafat den irakischen Einmarsch in Kuwait und solidarisierte sich mit Saddam Hussein. Die reichen arabischen Ölstaaten an der Seite des Kriegsgegners USA froren daraufhin ihre finanzielle Unterstützung der PLO ein. Eine weitere Folge war die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachten Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. Statt das Ende abzuwarten, sympathisierte Arafat 1991 noch während des laufenden Augustputsches gegen Michail Gorbatschow mit den Putschisten, womit er einen langjährigen Unterstützer verärgerte. Am 7. April 1992 überlebte Arafat einen Absturz einer Passagiermaschine der Air Bissau aufgrund eines Sandsturms in der libyschen Wüste. Arafat wurde in einem Krankenhaus in Misrata aufgrund eines Blutgerinnsels von dem Chirurgen Meftah Shwedy mehrmals am Gehirn operiert und am rechten Auge behandelt. Am 13. September 1993 kam es bei der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung über die vorübergehende (palästinensische) Selbstverwaltung zwischen dem Staat Israel und der PLO in Washington zu einem historischen Handschlag zwischen Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Jizhak Rabin. Friedensnobelpreisträger Rabin bezahlte später für dieses Entgegenkommen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt durch einen Terroranschlag eines jüdischen Ultra-Nationalisten mit seinem Leben. Nach 27 Jahren Exil kehrte Arafat infolge des Autonomieabkommens am 1. Juli 1994 nach Palästina zurück und bildete in Gaza eine autonome Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde. 1993 wählte das TIME Magazin Die Friedensstifter (Nelson Mandela, Frederik Willem de Klerk, Jassir Arafat und Jitzchak Rabin) zu den Personen des Jahres. Im Dezember 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Während der Trauerwoche für Jitzchak Rabin nach dessen Ermordung im November 1995 besuchte Arafat Leah Rabin und ihre Familie in ihrer Wohnung in Tel Aviv, um seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Es war das erste Mal, dass er israelischen Boden betrat. Aus Sicherheitsgründen hatte er nicht an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen können. Er schilderte, wie sehr ihn der Mord bestürzt habe und wie verzweifelt er darüber sei, seinen Partner im Friedensprozess verloren zu haben. 1995 erhielt Arafat den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. 2000 verhandelte Arafat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und US-Präsident Clinton in Camp David über die Schaffung eines palästinensischen Staates. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Der abtretende Präsident Clinton und Barak, der kurz darauf in allgemeinen Wahlen von seinem politischen Gegner Ariel Scharon abgelöst wurde, gaben Arafat die alleinige Schuld am Scheitern dieser Verhandlungen. Arafat hingegen gab Barak und Clinton die Schuld am Scheitern. Zweite Intifada und politischer Niedergang Arafat wurde schon vor der Zweiten Intifada vorgeworfen, ein doppeltes Spiel zu treiben. Während er sich auf internationalem Parkett für Frieden und Diplomatie starkmachte, soll er vor seinen Anhängern in Gaza mit teilweise antisemitischen Reden Stimmung gegen Israel gemacht haben. Auch wurde ihm mehrfach vorgeworfen, sich aktiv am Waffenschmuggel für paramilitärische und terroristische Zwecke zu beteiligen (siehe Karine-A-Affäre) und die allein von ihm befehligten Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde für Übergriffe auf Israel zur Verfügung zu stellen. Außerdem gab es Berichte britischer Medien wie der BBC, dass Terror-Organisationen wie die Fatah-nahen al-Aqsa-Märtyrerbrigaden über den Umweg der von Arafat regierten Autonomiebehörde indirekt von EU-Geldern finanziert würden. Schließlich duldete oder unterstützte er den erneuten Palästinenseraufstand, was ihn vor allem außenpolitisch isolierte. Als Reaktion auf die Zweite Intifada besetzte Israel immer wieder Teile der autonomen Palästinensergebiete. Die israelische Regierung machte auch Arafat selbst für gewaltsamen Übergriffe verantwortlich. Ab 2001 wurde der in Ramallah lebende Arafat von Israel mehrfach unter Hausarrest gestellt. Seine Hubschrauber wurden im Dezember 2001 zerstört, sodass er nicht mehr zwischen Gaza und Ramallah reisen konnte. Im Rahmen der Operation Schutzschild vom 29. März 2002 bis 3. Mai 2002 zerstörte die israelische Armee einen Teil von Arafats Hauptquartier, der Muqāta'a. Am 11. September 2003 fasste die israelische Regierung den Beschluss, Arafat auszuweisen. Mit einem Hubschrauber sollte er ins Exil nach Nordafrika gebracht werden. Nach dem Ausweisungsbeschluss gingen zehntausende Palästinenser protestierend auf die Straße. Arafat appellierte an die Bevölkerung, Widerstand gegen den Beschluss zu leisten. Er wolle „lieber sterben, als sich zu ergeben“. Am 14. September 2003 stellte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auch ein Attentat auf Arafat als eine legitime Möglichkeit seiner Entfernung dar. Am 16. September 2003 ließen die USA eine Resolution des Weltsicherheitsrates gegen die Ausweisung Arafats an ihrem Veto scheitern. Deutschland enthielt sich der Stimme. Korruption Im Mai 2002 stellte der BND fest, dass die Verwendung von EU-Geldern für den Terrorismus „nicht auszuschließen“ sei, da Arafat offensichtlich nicht zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung trenne. Das Gutachten spricht weiterhin von „bekanntem Missmanagement“ und „weit verbreiteter Korruption“ (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Die USA und Israel hatten die Europäische Union in Brüssel zu dem Zeitpunkt bereits mehrfach aufgefordert, die Verwendung der Subventionen für die Palästinensische Autonomiebehörde genauer zu überprüfen. Brüssel erklärte, für Transparenz und Kontrolle der Fördermittel sorge der Internationale Währungsfonds. Der IWF legte 2003 jedoch einen Bericht über „Ökonomische Leistungen und Reformen unter Konfliktbedingungen“ vor, aus dem hervorging, dass zwischen 1995 und 2000 mehr als 900 Millionen Dollar an Fördergeldern für die Palästinensische Autonomiebehörde „verschwanden“. Weisungsbefugt für die Verwendung des Geldes seien allein Arafat und „enge Vertraute“ gewesen. Arafat kontrollierte dem Bericht zufolge bis zu seinem Tod allein 8 % des palästinensischen Gesamtbudgets. Familie Arafat war seit dem 17. Juli 1990 mit Suha at-Tawil, mit der er eine Tochter, Zahwa (* 24. Juli 1995 in Neuilly-sur-Seine), hat, verheiratet. Ab dem Beginn der zweiten Intifada, also ab 2001, lebten Frau und Tochter in Paris und Tunis. 2007 zog Suha nach Malta. Sein Neffe Musa Arafat war Leiter des palästinensischen Militärgeheimdienstes, sein Bruder Fathi Arafat Mediziner. Tod Jassir Arafats Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum 28. Oktober 2004 akut. Er hatte bereits über eine Woche wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes nichts gegessen. Die israelische Regierung hob aufgrund seiner schweren Krankheit das Reiseverbot auf und sicherte ihm eine Rückkehr ins Westjordanland zu. Am folgenden Tag wurde Arafat nach Paris geflogen und zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Percy gebracht, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält. Am 4. November verschlechterte sich sein Zustand noch einmal; es wurde von einem „tiefen Koma“ berichtet. Am 10. November versagten Nieren und Leber. Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte wurde aus religiösen Gründen abgelehnt. Infolge der Leberschädigung und der daraus resultierenden Störung der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren kam es zu einer Gehirnblutung. Am 11. November 2004 um 3.30 Uhr (MEZ) starb Jassir Arafat. Nach Verabschiedung mit militärischen Ehren wurde der Leichnam Arafats in Begleitung seiner Witwe mit einer französischen Militärmaschine nach Kairo geflogen. Die zentrale Trauerfeier fand am 12. November am Flughafen Kairo-International statt, wozu hochrangige Politiker aus aller Welt eingeladen waren. Im Anschluss an die militärische Zeremonie in Kairo wurde der Sarg nach Ramallah geflogen, wo die Beisetzungszeremonie am frühen Nachmittag stattfand. Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“. Arafat wurde in einem Steinsarg auf dem Gelände seines ehemaligen Amtssitzes in Ramallah unter großer Anteilnahme der palästinensischen Bevölkerung beigesetzt. Sein Sarg wurde mit Erde vom Jerusalemer Tempelberg umgeben. Am 10. November 2016 wurde in Ramallah neben dem Arafat-Mausoleum ein „Arafat-Museum“ eröffnet. Es kostete 7 Millionen Dollar und wurde von den palästinensischen Behörden im Westjordanland finanziert. Ausgestellt sind unter anderem seine Brille, sein Revolver, „sein charakteristischer schwarz-weiß karierter Keffiyeh-Kopfschmuck“, sein Reisepass, seine Friedensnobelpreismedaille (zwischenzeitlich im Besitz der Hamas) und andere Memorabilien. Vermittelt wird eine unkritische palästinensische Sicht der Dinge, etwa in der Darstellung des Massakers bei den olympischen Spielen von München 1972 („Antwort auf Überfall israelischer und deutscher Sicherheitskräfte“). Arafats Geburt wird von Kairo in ein palästinensisches Dorf in der Nähe der Jerusalemer Altstadt verlegt, wie es palästinensischer Legendenbildung entspricht. Hinweise auf seine Ehefrau Suha at-Tawil werden vermieden, völlig ausgeblendet werden die vielen Vorwürfe hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Reaktionen Nur wenige Stunden, nachdem der Tod Arafats bekannt gegeben worden war, griffen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Netsarim im Gaza-Streifen an. In Ramallah warnten Extremisten die neue palästinensische Führung unter Mahmud Abbas vor einem „Ausverkauf der palästinensischen Sache“ und drohten den Nachfolgern Arafats mit dem Tod, sollten sie zu Zugeständnissen gegenüber Israel bereit sein. Die Fatah-Splittergruppe „al-Aqsa-Brigaden“ benannte sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland nach Arafats Tod vollständig ab. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis durften nicht nach Israel einreisen. Jedoch transportierten mehrere hundert Busse Palästinenser aus dem Gazastreifen zur Trauerfeier nach Ramallah. Befürchtungen, dass der Tod von Jassir Arafat einen Rückschlag für den Nahost-Friedensprozess bedeute, bewahrheiteten sich zunächst nicht. Die Palästinensische Autonomiebehörde setzte antiisraelische Fernsehspots ab und unternahm Anstrengungen zur Reform der Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung ließ im Gegenzug ca. 150 palästinensische Gefangene frei, sicherte Unterstützung bei den palästinensischen Wahlen zu und kündigte eine Rückkehr zur Roadmap an. Die Palästinenserführung ernannte den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattuh verfassungsgemäß zum vorläufigen Nachfolger Arafats und rief eine 40-tägige Trauer aus. In den Präsidentschaftswahlen vom 9. Januar 2005 wurde Mahmud Abbas zum Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Nach seinem Tode wurde Jassir Arafat von 200 Rabbinern als „Amalek und Hitler unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als „Freudentag“ zu feiern. Spekulationen und Ermittlungen zur Todesursache und Exhumierung Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden machten ebenso wie die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Israel für den Tod Arafats verantwortlich und drohten mit Rache. So äußerte sich Dschihad-Anführer Chalid al-Batesch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon habe „bei der Tötung Arafats seine Hand im Spiel“ gehabt. Ärzte im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris, in dem Arafat zuletzt behandelt wurde, und Vertraute Arafats schlossen jedoch seinerzeit aus, dass der Palästinenserchef vergiftet worden sei. Eine Autopsie fand nach dem Willen der Witwe nicht statt. Da weder Arafats Ärzte noch dessen Witwe die genaue Todesursache bekannt gaben, kam es in der Folge zu weiteren öffentlichen Spekulationen. Dabei wurden von Spezialisten besonders Vergiftung und AIDS nahegelegt. Ahmad Dschibril, der Generalsekretär der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC), erklärte im Juli 2007, er habe Einblick in den französischen Bericht über den Tod Arafats gehabt. Der Bericht gebe an, dass Arafat an AIDS erkrankt gewesen sei. Aschraf al-Kurdi, seit 1986 persönlicher Leibarzt von Jassir Arafat, erklärte am 12. August 2007 gegenüber der jordanischen Nachrichten-Webseite Amman, dass der Palästinenserführer unter dem HI-Virus litt, aber nicht an der Immunschwächekrankheit AIDS starb. Das Virus soll Arafat erst kurz vor seinem Tod in dessen Blut injiziert worden sein, so al-Kurdi, der aber angab, dass die tatsächliche Todesursache eine Vergiftung gewesen sei. Im August 2011 beschuldigte die Fatah den zuvor aus der Partei ausgeschlossenen Mohammed Dahlan, hinter der Vergiftung Arafats zu stecken und sogar selbst das Gift aus Paris besorgt zu haben. Haaretz veröffentlichte 2005 eine Analyse israelischer Experten, wonach eine eventuelle Vergiftung am ehesten bei einem Abendessen am 12. Oktober 2004 stattgefunden haben müsste. Verdacht auf Vergiftung mit Polonium 210 Im Dezember 2011 und Januar 2012 kontaktierte der Reporter Clayton Swisher Arafats Witwe in Malta und Paris und erhielt von ihr Akten und eine Tasche mit persönlichen Gegenständen (Zahnbürste, Kleidung, Kufiya), die Arafat in seinen letzten Tagen benutzt hatte. Am 3. Juli 2012 veröffentlichte der Fernsehsender al-Dschasira den Befund des Schweizer Institut de Radiophysique der Universität Lausanne, dem die Gegenstände zur Untersuchung gegeben worden waren. Festgestellt wurden gegenüber den natürlichen Vorkommen erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Polonium 210. Aufgrund dessen geringer Halbwertszeit von nur 138,38 Tagen halbiert sich die Strahlung alle 138 Tage. Von der Ursprungsmenge wäre acht Jahre nach Arafats Tod nur ein Millionstel übrig. Das Schweizer Institut betonte, die Ergebnisse seien kein Beweis für eine Vergiftung, aber zumindest ein Hinweis darauf. Die in den französischen Krankenakten Arafats beschriebenen Symptome, die zu seinem Tod führten, stimmten nicht mit den bekannten Symptomen einer radioaktiven Vergiftung überein. Zur Theorie über einen Gifttod Arafats durch Polonium wurden auch von verschiedenen anderen Experten Zweifel geäußert. Die vom radiologischen Institut bekannt gegebenen Poloniumkonzentrationen auf den persönlichen Gegenständen Arafats könnten nach einem von der Jerusalem Post zitierten Experten wegen der Halbwertszeit des Polonium 210 nicht auf eine acht Jahre zurückliegende Vergiftung zurückgeführt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen worden sein. Am 31. Juli 2012 erstattete Suha Arafat im französischen Nanterre Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung. Die französische Justiz leitete Ende August 2012 Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Palästinenserführung und auch die Witwe befürworteten eine im Islam normalerweise verbotene Exhumierung. Anfang November wurden die ersten Vorbereitungen dafür getroffen, da dafür viel Beton im Mausoleum abgetragen werden musste. Am 27. November 2012 wurde Arafats Leichnam exhumiert und ein ausländisches Expertenteam nahm Proben. Im September 2015 beschlossen die zuständigen französischen Untersuchungsrichter eine Einstellung des laufenden Verfahrens, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit, da es keine ausreichenden Beweise für einen Mord gebe. Umstrittene Untersuchungsergebnisse Mitte Oktober 2013 wurde ein Zwischenergebnis von Schweizer Toxikologen bekannt, wonach eine Vergiftung möglich, aber nicht sicher sei. Am 6. November 2013 gab die Universität Lausanne bekannt, einen gegenüber natürlichen Konzentrationen stark erhöhten Wert von Polonium 210 in den Proben nachgewiesen zu haben. Zugleich stellten sie eine über das natürliche Vorkommen hinaus deutlich erhöhte Menge von Blei 210 fest. Blei 210 kann eine Poloniumvergiftung maskieren, weil Polonium 210 ein Folgeprodukt des Blei 210 in der radioaktiven Zerfallskette ist und nach einiger Zeit mit dem Blei im radioaktiven Gleichgewicht steht. Da Blei 210 eine wesentlich längere Halbwertszeit hat, sind aufgrund der Neuentstehung von Polonium 210 die Reste einer möglicherweise vorangegangenen Poloniumvergiftung nicht mehr nachweisbar. Die Anwesenheit des Blei 210 wurde als mögliche Verunreinigung des hypothetisch als Gift verwendeten Poloniums erklärt. Es wurde vorgerechnet, dass von einer angenommenen Giftdosis von 1 GBq zum Todeszeitpunkt noch 4–5 % im Körper verblieben wären, die bis zur Exhumierung auf ca. 15 Bq Gesamtdosis abgeklungen wären. Die Forscher konnten Polonium nicht als Todesursache ausschließen, bezeichneten es aber auch nicht als sicher, dass Polonium den Tod verursachte. Die Ergebnisse würden letztere These „mäßig stützen“ („moderately support the proposition“: „moderately“ ist sicherer als „slightly“ und unsicherer als „strongly“). Unabhängige Forscher kommentierten, dass die Studie deshalb kein Beweis für eine Vergiftung sei. Am 3. Dezember 2013 wurde berichtet, dass das ebenfalls beauftragte französische Untersuchungsteam zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Vergiftung sei auszuschließen, vielmehr weise es auf eine natürliche Todesursache hin. Die Forschungsberichte eines russischen Untersuchungsteams, das ebenfalls Zugang zu Arafats sterblichen Überresten hatte, schließen eine Vergiftung ebenfalls aus. Nachdem die Staatsanwaltschaft von Nanterre im März 2015 mitgeteilt hatte, dass die Polonium-Spuren aus Arafats Grab natürlichen Ursprungs seien, beantragte sie Mitte Juli 2015 das Verfahren einzustellen. Die Ermittlungsrichter in Nanterre folgten dem Antrag und stellten das Verfahren Anfang September 2015 ein. Schlussfolgerungen In einem im November 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel des Schweizer Teams wird eine Vergiftung als plausibel, aber nicht bewiesen eingestuft. Die gleiche Studie ermittelt eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Annahme einer Vergiftung mit Po 210 als für die gegenteilige Annahme, falls man von einer mehrfachen Einnahme des Po 210 in kleinen Dosen ausgehe. Im Juni 2016 lehnte ein Gericht in Paris (nicht letztinstanzlich) die Wiedereröffnung der Untersuchungen bzgl. des vermuteten Mordes ab, weil dafür die Rechtsgrundlage fehle. Ehrungen 1993 Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens 1993 Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1994 Prinz-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 1994 Friedensnobelpreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1995 Deutscher Medienpreis 1999 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Held der Demokratischen Volksrepublik Korea Alter Freund des chinesischen Volkes Literatur Helga Baumgarten: Arafat: zwischen Kampf und Diplomatie. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36419-5. Andrew Gowers, Tony Walker: Arafat: hinter dem Mythos. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50035-9 (Übersetzung von Behind the myth: Yasser Arafat and the Palestinian revolution, 1990). Amnon Kapeliuk: Yassir Arafat: Die Biographie. Mit einem Vorwort von Nelson Mandela, Palmyra, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-930378-59-3. Gerhard Konzelmann: Arafat. Vom Terroristen zum Mann des Friedens. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-61296-5. (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch, Band 61296, Biographie). Aharon Moshel: In einer Hand den Ölzweig: Jassir Arafat und die PLO. Facta, München / Hamburg 1988, ISBN 3-926827-10-6. Barry Rubin, Judith Colp Rubin: Yasir Arafat : A Political Biography. Oxford University, Oxford 2005, ISBN 978-0-19-516689-7. Danny Rubinstein: Yassir Arafat. Vom Guerillakämpfer zum Staatsmann. Palmyra, Heidelberg 1996, ISBN 3-930378-09-4 (Übersetzung von The Mystery of Arafat, 1995). Hassan Sadek: Arafat. Hugendubel, München / Kreuzlingen 2006, ISBN 978-3-7205-2751-4. (= Diederichs kompakt). Janet und John Wallach: Jassir Arafat. Die Biographie. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-08755-0. Weblinks Themenschwerpunkt Arafat in der ägyptischen Wochenzeitung Al Ahram Rafael Seligmann: Begrabt ihn in Jerusalem, FAZ, 7. November 2004 , nahostkonflikt.net Internetpräsenz der PLO (Negotiations Affairs Department) (englisch, arabisch, hebräisch) Wolfgang G. Schwanitz: Yasir Arafat: Palästinensischer Politiker (PDF, 1,3 MiB) Einige kritische Betrachtungen: Michael Naumann: Keine Kugel für Arafat, Die Zeit, 18. September 2003 Petra Steinberger: Der Hoffnungsschimmerlügner, SZ, 4. November 2004 Gisela Dachs und Reiner Luyken: So opfert Arafat die Jugend Palästinas, Die Zeit, 44/2000 Jörg Steinhaus: Der lange Weg des Jassir Arafat, Kronos, 2. Februar 2001 Palestinians mourn Arafat but struggle for liberation will continue – Trotzkistische Analyse von Arafats Wirken, Maavak Sozialisti (israelische Sektion des CWI), 11. November 2004 (englisch) Anmerkungen Politiker (Palästina) Fatah Mitglied der PLO Person des Antizionismus Person im Nahostkonflikt Friedensnobelpreisträger Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette) Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großkreuz) Träger des Ordens des Weißen Löwen Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Palästinenser Ägypter Geboren 1929 Gestorben 2004 Mann
die andere form des terrors: amok | gwr 411 | september 2016 "Man begreift sehr viel mehr von möglichen Mordmotiven, je mehr man über das Leben der Killer weiß. Das Bündel der erfahrenen Verletzungen und Traumata ist in allen Fällen erheblich. Ebenso erheblich ist es aber bei Hunderttausenden anderer jugendlicher oder auch etwas älterer Männer auf der Welt, die dann doch nicht zu Attentätern werden. Wer letztendlich den Entschluss zum Morden und zur Selbstauslöschung fasst, ist durch biografische Details nicht schlüssig erklärbar." (Klaus Theweleit, (1)) Medien, PolitikerInnen, die Terroranschläge in Frankreich und Verlautbarungen des "Islamischen Staates" (IS) schufen im Sommer 2016 in Deutschland eine Atmosphäre, in der alle auf das erste islamistische Attentat warteten, nachdem das Land bisher ausgespart geblieben war. Wie um diese Erwartung zu bestätigen, wurde dann die Reihe Würzburg, München, Ansbach aufgemacht. Als ließe sich das alles unter einer Perspektive zusammenfassen, erklärte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU): "Der islamistische Terror ist in Deutschland angekommen." (2) Obwohl viele wissen, dass islamistische Attentäter auch deutsche Staatsbürger, im Land aufgewachsen (so wie das auch bei den meisten AttentäterInnen in Frankreich der Fall ist) sein können, verabsolutiert die Rede vom "Ankommen" die natürlich auch bestehende Möglichkeit, dass sich Eingeschleuste, Geflüchtete zu vom IS gesteuerten Attentaten hinreißen lassen. Die reflexartige Aneinanderreihung der drei Attentate vom 18., 22. und 24. Juli lenkte die unmittelbare Kritik sofort auf die Flüchtlingspolitik Merkels vom letzten Jahr, in der etwa auch die Linke Sahra Wagenknecht "Gefahrenpotenziale" entdeckte, die man aufspüren müsse, damit "sich die Menschen in unserem Land wieder sicher fühlen". (3) Auch auf Seiten der "Linken" wurde also suggeriert, von Geflüchteten aus Syrien und Afghanistan gingen vorwiegend "Gefahren" aus. Auch wenn es dort Kritik an Wagenknecht gab, zeigt das Beispiel, zu welch skandalösen Positionen wahltaktischer "linker" Opportunismus führen kann. Dass die AfD in diesen Chor aus allen parteipolitischen Richtungen an prominenter Stelle mit einstimmte, verwunderte nicht. Noch am Abend des Münchner Attentats, das sich schließlich als das mit zehn Toten und vielen Verletzten blutigste herausstellte, wollte sie den Beginn einer ganzen islamistischen Anschlagswelle sehen. Tweets von AfD-Mitgliedern sprachen am 22. Juli ohne nähere Kenntnis des Hergangs, aber sofort in Anspielung auf das bürgerbewegte Engagement für Geflüchtete von "verblendeten GutmenschInnen" (sic!; die Feminisierung wurde dabei gleich mit erledigt), von "Merklern" oder von "Linksidioten" und fragte im Imperativ: "Wann macht Frau Merkel endlich die Grenze dicht!" (sic!) Doch schnell geschah in der Phase der unmittelbaren Aufklärung zum Münchner Attentat das Unerwartete: Auf einem Video, das ihn auf einem Dach zeigte, schrie der in München geborene und aufgewachsene Täter David S., 18 Jahre alt, klar hörbar: "Ich bin Deutscher!" Wenn auch das Bekanntwerden der Tatsache, dass David der Sohn eines eingewanderten Iraners war, wieder in das Raster, nach dem jede Terrorgefahr aus dem Ausland kommen muss, passte, wurde dieses endgültig zerstört, als die gesamte Amoklauf-Szene in den Blick der BeobachterInnen kam; als etwa ein deutscher Freund Davids, ein 15-Jähriger aus Gerlingen bei Ludwigsburg, unter Verdacht eines Amoklaufs festgenommen wurde, weil er unter "Diabolic Psychopath" die Mörder Eric Harris und Dylan Klebold, die Täter des Amoklaufs 1999 in Columbine/USA (siehe dazu den Dokumentarfilm von Michael Moore: "Bowling for Columbine"), verherrlicht, außerdem Messer, Patronen, Chemikalien, Bombenbauanleitungen sowie Fluchtpläne seiner Schule zuhause versteckt hatte. (4) Es zeigte sich, dass das zeitliche Zusammentreffen des Münchner Attentats mit denen von Würzburg und Ansbach rein zufällig war. Für David S. war das wirklich bedeutsame Datum der 22. Juli, der 5. Jahrestag des Attentats von Anders Behring Breivik von 2011, war. Letzterer hatte in Norwegen 77 Menschen ermordet, aus antiislamischen, antifeministischen und neofaschistischen Motiven. (5) Breivik sieht sich in der Tradition der Kreuzritter. In seiner Kampfschrift, in der er vor "Marxismus und Islamisierung" warnt, bezeichnet er sich selbst als "Justiciar Knight Commander". Seinen Ausführungen zufolge ist das der höchste Rang bei den Tempelrittern. Bei der Hausdurchsuchung bei S. wurden alle Ingredenzien eines Amokläufers gefunden, der Täter nannte sich im Internet "Hass" und "Amok"; Peter Langmans Buch "Amok im Kopf. Warum Schüler töten" über Lebensläufe von Amokläufern wurde als Lektüre des Täters ausgemacht. Wie viele Amokläufer vor ihm spielte er das Ego-Shooter-Spiel "Counterstrike" mit eigener Konfiguration des Tatorts. Er war behütet und in geordneten Familienverhältnissen in München-Hasenbergl aufgewachsen, zuletzt in den wohlhabenden Nymphenburger Höfen. Neben Breivik und den Columbine-Amokläufern verehrte er Tim K., den Amokläufer von Winnenden 2009. David war sogar im Mai 2015 vor Ort in Winnenden. Die Waffe, eine Glock 17, hatte neben Breivik auch Robert Steinhäuser, Amokläufer von Erfurt 2002, benutzt. Für David war der Iran die historische "Heimstätte der Arier". Internet-Mitspieler äußerten über David: "Er sei sehr nationalistisch gewesen. Auf den Plattformen (...) äußerte er sich so offen fremdenfeindlich, dass viele den Kontakt abbrachen." David war am 20. April 1998 geboren, für ihn eine "Auszeichnung", "dass sein Geburtstag auf den von Adolf Hitler fiel". (6) Alle Opfer dieses rassistischen Attentäters hatten einen Migrationshintergrund. Amokläufe - Terror von rechts? Medien und PolitikerInnen tun sich schwer damit, Amokläufe unter Terrorismus zu fassen. Man sucht das Wort zu vermeiden, oder eiert herum wie der "Spiegel": "Alles Terror? Mitnichten." Dann aber werde es doch schwieriger, "die eruptive von der geplanten Tat" zu unterscheiden. "Irrer oder Islamist? Oder weder noch?" Fast schon verzweifelt: Es sei eben ein "Wimmelbild". (7) Neofaschistische Motive für Terrorismus mag die Öffentlichkeit gerade jetzt nicht hören, sie passen nicht ins Erwartungsbild: "Schon vor den Anschlägen des Juli hatte die Terrorangst [vor dem Islamismus; d.A.] alle anderen Ängste der Deutschen in Umfragen verdrängt." (8) Doch die Szene im Internet, in der sich David bewegte, ist ideologisch immer wieder eindeutig. So sagte ein Mit-Gamer des Spiels "Doom", in dem der Columbine-Amoklauf nachgespielt wurde: "Ich liebe das System der natürlichen Auslese. Aber leider erfolgt diese unter Menschen nicht mehr." (9) Eine europäische Studie zu 98 Einzelangriffen von sogenannten "einsamen Wölfen" in der EU, der Schweiz und Norwegen kam zu dem Ergebnis, dass "von 2009 bis 2014 zwar 38 Prozent ‚religiös motiviert' waren, aber auch 33 Prozent von Rechtsextremisten begangen wurden." (10) Hier wäre noch zu klären, ob "religiös motiviert" in jedem Fall islamistisch bedeutet, Breivik war überzeugt, mit seinem Massenmord das christliche Abendland zu verteidigen. Das Verhältnis kehrt sich für die BRD deutlich um: Einerseits sind die durch islamistischen Terror Ermordeten noch immer sehr wenige (im Wesentlichen die Attentäter von Ansbach und Würzburg selbst, der Messermord eines Syrers am 24. Juli in Reutlingen (11) war offensichtlich nicht islamistisch motiviert). Dazu der "Spiegel": "Seit der Axtattacke von Würzburg jedenfalls greifen Bundesbürger wieder zur Selbstjustiz. Im niedersächsischen Gailhof und im nordrhein-westfälischen Rösrath wurden Asylbewerber auf offener Straße attackiert. Im sächsischen Niesky fielen aus einem Auto heraus Schüsse auf eine Asylunterkunft. In Dresden, Heidenau und Königstein malten Unbekannte Leichenumrisse vor die Bahnhöfe und hinterließen Flugblätter mit der Aufschrift ‚Migration tötet'." (12) Auch an die Opfer der NSU-Mordserie sei an dieser Stelle erinnert, wenngleich es sich hier gerade nicht um EinzeltäterInnen handelte. Narzisstische Kränkung des Amokläufers und des islamistischen Terroristen David Sonboly wurde in der Schule gemobbt. Er habe schwer Anschluss gefunden und sei oft schikaniert worden. "Er habe so weibisch geredet, sagen Leute, die Sonboly aus der Schulzeit kannten. Auch sein Gang, der wirkte, als hätte er einen Handball zwischen den Beinen, gab Anlass zu Hänseleien. (...) Ein anderes Mal meldet er sich bei der Polizei, weil er von drei Jugendlichen verdroschen wurde. (...) In dieser Zeit entwickelt David offenbar einen Hass auf Türken und Araber, die, so berichten Mitschüler, zu seinen größten Peinigern gehörten." (13) Auch islamistische Attentäter sind in der Regel jung und haben bereits in frühem Alter, oft schon in der Schule und in Familienkreisen, eine Kränkung ihres Selbst erlebt, die sie offenbar nicht verarbeiten konnten, wodurch sie suizidgefährdet wurden oder einen Hass auf die Gesellschaft entwickelten. Mohammed D., der Ansbacher Täter, hatte bereits zwei Suizidversuche unternommen. Französische Kommentatoren wie Farhad Khosrokhavar (14) oder Olivier Roy (15) sehen hier eine Möglichkeit für einen Verhaltenswandel, der die erlittene Frustration mitunter nach außen wendet: Früher brachten sich Depressive still und ohne Aufsehens um, seit dem 11. September 2001 "nehmen sie andere Menschen mit in den Tod" (16) und/oder berufen sich dabei auf den IS. So ähneln sich islamistische Attentäter und Amokläufer, auch wenn Letztere nicht immer einer neofaschistischen Ideologie nachhängen oder diese nachgewiesen werden kann: Der aus Montabaur stammende, deutsche Ko-Pilot Andreas L. nahm an Bord eines Airbus A 320 am 24. März 2015 genau 149 Fluggäste beim Flug Barcelona-Düsseldorf in den französischen Alpen mit sich in den Tod. L. lief aus seiner eigenen Sicht Gefahr, im kapitalistischen Wettbewerb um seine Berufskarriere alsbald als Verlierer dazustehen, weil er Angststörungen hatte, Sehstörungen, Furcht vor Erblindung und ein Arzt ihn zwei Wochen vor seinem Suizid und Massenmord in eine psychiatrische Klinik einweisen wollte. (17) Wer will heute schon ein Loser sein? Ganz besonders übrigens nicht in den USA, wo "Loser" ein gesellschaftlich verbreitetes Schimpfwort ist, wo es mehr Waffen als EinwohnerInnen gibt und wo die weißen, männlichen und amoklaufenden Terroristen weltweit am zahlreichsten sind. Aus dieser Sicht heraus besteht bei KommentatorInnen die Versuchung, das so unvermittelt wie als störend registrierte Amokphänomen nach der psychologischen Seite hin aufzulösen. Der Autor und Psychoanalytiker Peter Altmeyer etwa stellt zwar ebenfalls eine Ähnlichkeit zwischen amoklaufendem und islamistischem Terroristen fest, konzentriert sich aber ganz auf das psychologische Erklärungsmuster einer "enormen Kränkungswut", die sich dann in "eitlem Größenwahn", einer "öffentlichen Inszenierung von Allmachtphantasien" Luft mache. Der Amokläufer und der Islamist würden beide über längere Zeit hinweg ein "rampage killing" vorbereiten (also kein Gegensatz zwischen "eruptiver" und "geplanter" Tat), sie seien beide auf der Suche nach "Resonanz", nach einer "offenen Bühne". Es ginge beiden erkennbar darum, "möglichst viele Opfer" umzubringen, um ihre eigene "posthume Berühmtheit" zu erzielen. Da gebe es eine "Ökonomie der Aufmerksamkeit": Amokläufer und Islamist seien in einem "pathologischen Narzissmus" auf eine "Neugeburt" aus, die "aus einer schwachen eine starke Figur, aus dem Gekränkten einen Rächer, aus dem Verlierer einen Gewinner macht." (18) Neben der psychologischen Dimension will Altmeyer aber die gesellschaftspolitische Ideologie vieler Amokläufer nicht zur Kenntnis nehmen, dabei gibt es da fließende Übergänge, die bei Amokläufern nur unterschiedlich stark ausgeprägt sind: "Es gibt Onlinegruppen, in denen die Grenzen zwischen Ausländerhass, Rechtsextremismus und allgemeiner Menschenverachtung zerfließen. Die ‚social club misfit gang' begrüßt Besucher mit einem Hakenkreuz und den Worten ‚Willkommen, potenzieller zukünftiger Amokläufer'. Rund 1600 Mitglieder aus aller Welt gehören dieser virtuellen Gang an." (19) So auch der 15jährige Freund Sonbolys aus Gerlingen. Er formuliert eine Ästhetik, die die ideologische Verbindung zwischen Amoklauf und Neofaschismus herstellt: "Ich wünschte, ich könnte meine Brandbomben an einem lebendigen Körper testen. Ich würde so gerne die verbrannte Haut und den Ruß auf dem Fleisch sehen." (20) Unter denen, die so denken, endet da nicht manchmal notwendig einer bei einer Wiederholungstat nach dem Vorbild Breiviks? Insofern ist der Terrorismus nicht im Juli 2016 in Deutschland "angekommen", er war längst da, würden auch Amokläufe und die dahinter stehende Ästhetik als Terror behandelt, nicht nur das islamistische Attentat. Hoffnungszeichen der Solidarität anstatt immer neuer Repression Wenn Amoklauf und islamistisches Attentat in der politischen und Medienöffentlichkeit gleichwertig behandelt würden, bestünde zwar die Gefahr, dass sich als Nebeneffekt gesellschaftliche Ängste stärker auf psychisch Kranke verlagern. Aber wäre damit nicht eine andere, fatale und falsche Zuspitzung wenigstens gebrochen? Dass nämlich Geflüchtete, die hierzulande Attentate begehen, die einzig vorstellbare Form des Terrors sind, während einheimische Amokläufer, die bis heute bei weitem mehr Opfer verursachen, immer mit einem psychologischen Bonus rechnen können? Warum wird kaum über die alltäglichen rassistisch motivierten Brandanschläge und Angriffe von deutschen RassistInnen auf Flüchtlingsheime und MigrantInnen berichtet? Seit 1990 wurden Hunderte Menschen in Deutschland durch Neonazis getötet. Im gleichen Zeitraum kamen in Deutschland zwei Menschen durch islamistischen Terror ums Leben. Der größte (bis heute nicht aufgeklärte) Terrorangriff in der deutschen Nachkriegsgeschichte wurde nicht durch Islamisten oder die RAF verübt, sondern am 26.9.1980 von Neonazis. Durch die Explosion einer selbstgebauten Rohrbombe wurden damals auf dem Münchner Oktoberfest 13 Menschen getötet und 211 verletzt, 68 davon schwer. Wer sich diese Fakten vergegenwärtigt, kann erkennen, dass die Hauptprobleme in Deutschland der Rassismus und der neofaschistische Terrorismus sind. Dies wird in den deutschen Medien aber kaum erwähnt. Auch aufgrund dieser unterschiedlichen Wahrnehmung haben sich die regierungsoffiziellen Vorschläge für Gesetzesverschärfungen trotz des Münchner Amokläufers wieder schwerpunktmäßig auf Maßnahmen gegen MigrantInnen eingependelt, ganz so, als brächte eine Kehrtwende bei der Flüchtlingspolitik Merkels automatisch ein Ende der Terroranschläge. Ein Blick nach Frankreich reicht, um das als Mythos zu enttarnen: Dort wurden 2015 insgesamt nur 65.000 Menschen aufgenommen und 30.000 abgeschoben. Wurden dadurch etwa Terroranschläge verhindert? Sei es die Diskussion um ein Burka-Verbot, um die Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft, um schnellere Verfahren zur Ausweisung, um den Zugriff der Nachrichtendienste auf die Vorratsdatenspeicherung, um verstärkte Videoüberwachung, um verstärkte Bundeswehr-Einsätze im Innern, Fußfesseln für sogenannte "Gefährder" - alle in der öffentlichen Diskussion stehenden Maßnahmen zielen auf den Typus des geflüchteten, nicht-deutschen, islamistischen Terroristen ab. (21) Damit ist über die Frage der Wirksamkeit der einzelnen Maßnahmen noch gar nichts gesagt. Könnte die nicht sogar überhaupt vom militärischen Engagement bei den Kriegen im Mittleren Osten abhängen? Waren solche Maßnahmen vielleicht nur deshalb in Spanien und Großbritannien wirksam (beide Länder zogen ihre Truppen weitgehend zurück), während sie in Frankreich, wo das Burkaverbot seit Jahren existiert und jetzt sogar der Schwimmanzug "Burkini" verboten wird, allesamt scheiterten? Nur das Vorhaben, die ärztliche Schweigepflicht zu lockern, könnte im Prinzip neben traumatisierten Bürgerkriegsflüchtlingen auch auf Amokläufer abzielen. Zum Glück laufen die Ärztevereinigungen dagegen Sturm. Bereits jetzt sind Ärzte befugt, Behörden zu informieren, wenn in einem Therapiegespräch Attentatspläne offenbar werden. Ansonsten: "Würde man die Regelungen verschärfen, führte das möglicherweise dazu, dass gefährdete Menschen gar nicht erst zum Therapeuten gingen." (22) Wieder würde versucht, der Repression den Vorrang vor der Prävention zu geben und etwa die Unterstützung für wichtige Einrichtungen wie das Behandlungszentrum für Folteropfer in Berlin der nächsten Repressionsschleife zu opfern. Doch es gibt auch Lichtblicke angesichts dieses Ängsteschürens und der noch immer einseitigen Ausrichtung der Terrordiskussion auf Geflüchtete. Zu allererst ist hier das aller Hetze zum Trotz anhaltende große humanitäre Engagement vieler FlüchtlingshelferInnen zu nennen. Ein Lichtblick ist auch der beträchtliche Widerstand bei Abschiebungen: Seit Anfang 2015 wurden laut WDR 637 Abschiebungen abgebrochen. In mindestens 330 Fällen von diesen 637 geht dies nach Angaben der Tageszeitung "Neues Deutschland" auf die Gegenwehr der AsylbewerberInnen zurück. In 160 Fällen haben die Piloten Humanität und Zivilcourage gezeigt und die Entscheidung getroffen, die Person nicht mitzunehmen. (23) Auch im Chaos des Attentatsabends des Münchner Amokläufers, als durch überhitzte und zum Teil verantwortungslose Meldungen in den "sozialen Netzwerken" vor einem islamistischen Terrorangriff auf eine ganze Stadt gewarnt wurde, nahmen MünchnerInnen "gestrandete, verängstigte und panische Menschen bei sich auf. Auch der Bayerische Landtag und mehrere Moscheen öffneten spontan ihre Pforten. Unter dem Hashtag #offenetuer organisierten Twitter-Nutzer Notunterkünfte in der Nachbarschaft." (24) (1) Klaus Theweleit, in: ak 618, Hamburg, 16.8.2016, S. 31 (2) Horst Seehofer, zit. nach: "Angst vor der Angst", in: Spiegel 31/2016, S. 14. (3) Sahra Wagenknecht, zit. nach: "Volkes Stimme", in: Spiegel 31/2016, S. 38. (4) Morten Friedel: "Wie Schüler andere Schüler abknallen", in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 31. Juli 2016, S. 2. (5) Vgl. zu Breivik die interessanten Informationen und Charakteranalysen aus anti-maskulinistischer Sicht in Andreas Kemper (Hg.): Die Maskulinisten. Organisierter Antifeminismus im deutschsprachigen Raum, Unrast, Münster 2012. (6) Informationen nach: "Im Tunnel des Wahnsinns", Spiegel 31/2016, S. 21ff. (7) "Angst vor der Angst", in: Spiegel 31/2016, S. 15. (8) Ebenda, S. 19. (9) Zit. nach Morten Friedel: "Wie Schüler andere Schüler abknallen", in Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 31. Juli 2016, S. 2. (10) "Angst vor der Angst", in: Spiegel 31/2016, S. 15. (11) Siehe: http://opposition24.com/letzter-stand-zum-macheten-mord-in-reutlingen/291528, 25. Juli 2016. (12) "Angst vor der Angst", in: Spiegel 31/2016, S. 19. (13) Zit. nach: "Im Tunnel des Wahnsinns", Spiegel 31/2016, S. 21. (14) Zit. nach "Angst vor der Angst", in: Spiegel 31/2016, S. 15. (15) Vgl. zu Olivier Roy auch Lou Marin: "Frankreichs hausgemachter Terror", in: Hintergrund. Das Nachrichtenmagazin, Nr. 1/2016, S. 37ff., sowie einen jüngeren Artikel im "Spiegel" über den offen ausgetragenen Streit zwischen den französischen Islamismusforschern Gilles Kepel, der die systemkompatible Variante vertritt und den Islamismus als lineare Radikalisierung aus dem Islam heraus versteht, und Olivier Roy, der den Terrorismus für ein auch hausgemachtes Phänomen hält und von einem neuen Nihilismus spricht, nicht von einer "Radikalisierung des Islam", sondern von einer "Islamisierung des Radikalismus"; siehe Spiegel 30/2016. (16) Farhad Khosrokhavar, zit. nach: "Angst vor der Angst", in: Spiegel 31/2016, S. 15. (17) Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Lubitz sowie https://de.wikipedia.org/wiki/Germanwings-Flug_9525. (18) Martin Altmeyer: "Morden im Rampenlicht", in: Spiegel 31/2016, S. 122ff. (19) Laura Backes: "Bleib ruhig und knall alle ab", in: Spiegel 31/2016, S. 23. (20) Zit. nach ebenda. (21) Vgl. zu den Vorschlägen: "Filmen, Speichern, Abschieben", in: Süddeutsche Zeitung, 11. August 2016, S. 2 sowie "Das Panik-Orchester", in: Spiegel 33/2016, S. 16ff. (22) Zit nach: "Das Panik-Orchester", in: Spiegel 33/2016, S. 18. (23) Quellen: WDR-Fernsehen, Meldung vom 18. August 2016: "Hunderte Abschiebungen abgebrochen." ; Siehe: http://bit.ly/2bduLNs (24) Zit. nach: "Angst vor der Angst", in: Spiegel, 31/2016, S. 19.
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q-de-2239
Wer war Jassir Arafat?
Jassir Arafat (* 24. August 1929 in Kairo, Ägypten; † 11. November 2004 in Clamart, Département Hauts-de-Seine, Frankreich), , ursprünglich , Kunya: , war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war seit dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1957 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge und Bombenattentate auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte. Jahrzehntelang galt Arafats Bemühen der Vernichtung Israels; als strategische Mittel zur Umsetzung dieses Ziels favorisierte er Gewalt gegen israelische Bürger und Zivileinrichtungen, die den Staat grundlegend destabilisieren, seine Bürger verunsichern und Israel letztendlich zur leichten Beute eines Angriffs arabischer Armeen machen sollte. Arafats Unterstützung der irakischen Invasion Kuwaits hatte die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 zur Folge. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachte Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. 1994 erhielt er dafür gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2000 verhandelte Arafat mit Israels damaligem Regierungschef Ehud Barak und dem damaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, erfolglos über die Gründung eines unabhängigen, palästinensischen Staates. Nach dem Scheitern von Camp David II unterstützte Arafat die Zweite Intifada, wodurch er in seinen letzten Lebensjahren vor allem außenpolitisch an Einfluss verlor. Erst nach dem Tod Arafats waren führende palästinensische Vertreter bereit, sich für Arafats Unterstützung Saddam Husseins und der Invasion in Kuwait zu entschuldigen. Die Beurteilungen seiner Person gehen weit auseinander, von Freiheitskämpfer über Guerillakämpfer bis Terrorist. Leben Jassir Arafat wurde übereinstimmenden Erkenntnissen verschiedener Biographen zufolge in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Arafat hingegen behauptete häufig, in Palästina geboren worden zu sein, wobei er im Laufe der Zeit widersprüchliche Angaben machte. Mal behauptete er, in der Altstadt Jerusalems geboren worden zu sein, mal im Gazastreifen. Sicher ist, dass sein Vater aus Gaza und seine Mutter aus einer angesehenen Jerusalemer Familie stammten. Sie hatten in den 1920er Jahren geheiratet und waren nach Kairo ausgewandert. Jassir war das sechste von sieben Kindern. Als er etwa vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Um den Vater mit den sechs Halbwaisen zu entlasten, nahm der Bruder der Mutter, Salim Abu Saud, Jassir und seinen jüngeren Bruder zu sich nach Jerusalem, das damals zum britischen Mandatsgebiet Palästina gehörte. Er lebte dort vier Jahre. Frühe Jahre Als er nach der erneuten Heirat seines Vaters nach Kairo zurückkehrte, besuchte er die Schule und später die Universität, an der er Elektrotechnik studierte. Eine Zeit lang beschäftigte er sich mit der jüdischen Kultur, hatte jüdische Bekannte und las zionistische Werke z. B. von Theodor Herzl. 1946 soll Arafat intensiven Kontakt mit Mohammed Amin al-Husseini, dem mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem, gehabt haben, der in Ägypten Asyl gefunden hatte. Al-Husseini war ein entfernter Verwandter Arafats. Dass er jedoch der Onkel Arafats gewesen sei, ist eine Legende. Arafat engagierte sich nun aktiv in der arabischen Nationalbewegung in Palästina. Zu dieser Zeit war er ein Befürworter der militärischen Konfrontation und beschaffte Waffen, die ins Mandatsgebiet geschmuggelt wurden. In Kairo hatte sich Jassir Arafat mit Abd al-Qadir al-Husseini angefreundet, der die Einheiten palästinensischer Araber in der Region Jerusalem anführte. Als Arafat von Abdel Khader al-Husseinis Tod im Palästinakrieg bei der Schlacht am Kastel-Berg im April 1948 hörte, brach er sein Studium in Kairo ab und nahm aktiv am Krieg teil. Er trat der Moslem-Bruderschaft bei, die im Gazastreifen und in der Schlacht bei Kfar Darom kämpfte. Als die ägyptische Armee am 15. Mai 1948 in den Palästinakrieg eingriff, wurde Arafat und seiner Einheit befohlen abzuziehen. Dies war für ihn ein prägendes Erlebnis. Er beschuldigte später die arabischen Staaten des Verrates, weil sie den Palästinensern nicht geholfen hätten, die Schlacht zu gewinnen, und ihnen nicht erlaubt hätten zu kämpfen. Die palästinensischen Araber erlitten eine militärische Niederlage gegen Israel. Etwa 750.000 Palästinenser wurden vertrieben oder ergriffen die Flucht und lebten von da an überwiegend als Staatenlose in den Nachbarländern. In den 1950er Jahren studierte Arafat an der Universität Kairo. 1952 gründete er die Generalunion Palästinensischer Studenten (GUPS), der er bis 1957 vorstand. Ende 1952 wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser vorübergehend verhaftet. 1956 verließ er die Universität als diplomierter Ingenieur und gründete die Union der Palästinensischen Hochschulabsolventen. Danach meldete er sich freiwillig zur ägyptischen Armee und kämpfte im Sueskrieg 1956 gegen Frankreich, Großbritannien und Israel. Er war Leutnant in der ägyptischen Armee und galt als Sprengstoffexperte. Noch im selben Jahr ging er nach Kuwait, wo er als Ingenieur arbeitete und ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. Gründung der Fatah 1957 gründete er in Kuwait zusammen mit Chalil al-Wazir (Abu Dschihad) die erste Zelle der Bewegung zur Befreiung Palästinas (al-Fatah), aus der 1959 die gleichnamige politische Partei hervorging. Ab 1958 war Arafat Vorstandsmitglied und ab 1968 Vorsitzender der Fatah. Durch seine aktive Teilnahme an der Schlacht von Karame 1968 begründete er seinen Heldenmythos und war ab 1969 Vorsitzender der PLO, die 1964 durch die Arabische Liga ins Leben gerufen worden war. Ende der 1960er Jahre wuchsen die Spannungen zwischen der PLO und der jordanischen Regierung; palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien etabliert und kontrollierten strategische Positionen wie die Öl-Raffinerien bei Zarqa. Jordanien betrachtete diese Umstände als eine wachsende Bedrohung seiner Souveränität und seiner Sicherheit und versuchte, die palästinensischen Milizen zu entwaffnen. Im Juni 1970 brachen nach einem fehlgeschlagenen palästinensischen Attentat auf den jordanischen König offene Kämpfe aus, die mit der Flucht der PLO aus Jordanien in den Libanon endeten. Wurde die Schlacht von Karame als erster historischer Sieg der PLO angesehen, so erlitt sie unter Arafats Führung 1970 mit dem Schwarzen September eine schwere Niederlage. Dieser musste zunächst nach Kairo, dann in den Libanon fliehen. Aufsehen erregte der historische Auftritt Arafats vor der UN-Vollversammlung am 13. November 1974, bei dem er in Uniform, mit der Kufiya und umgeschnalltem Pistolenholster eine Rede hielt, die von arabischen und kommunistischen Staaten mit Begeisterung aufgenommen wurde. In der Rede reklamierte Arafat den alleinigen Machtanspruch über Palästina für die PLO. Er sprach davon, eine Welt ohne Kolonialismus, Imperialismus, Neokolonialismus und ohne „Rassismus in all seinen Ausformungen, einschließlich des Zionismus“ schaffen zu wollen. Arafat vermied es, von Israel zu sprechen, um dem Staat jegliche Legitimität abzusprechen, und verwendete stattdessen den Begriff zionistische Entität. Den Zionismus stellte er in dieser Rede als eine imperialistische, kolonialistische und rassistische Ideologie dar, die – dezidiert reaktionär und diskriminierend – mit dem Antisemitismus gleichzusetzen sei. Ferner wiederholte er ein altes antisemitisches Stereotyp, wonach der Zionismus wolle, dass die Juden ihren Heimatländern keine Loyalität entgegenbrächten und sich über ihre Mitbürger erhöben. Er sprach der UNO das Recht ab, das unteilbare Heimatland der Palästinenser zu teilen, und wies damit den Teilungsbeschluss von 1947 zurück. Auch behauptete er, der Palästinakrieg von 1948 sei von Israel und nicht von den arabischen Staaten begonnen worden. Die PLO erhielt als legitime politische Vertretung der Palästinenser Beobachterstatus bei der UNO. Das Palästinensertuch – drapiert wie die Konturen Palästinas – gehörte ebenso wie das Holster auch später zu seinen Markenzeichen, ohne die er selten auftrat. Eine weitere bedeutende Rede hielt er am 13. Dezember 1988. Ein Novum war hier, dass die PLO die UN-Resolution anerkannte und Willen zum Kompromiss zeigte. Die gewaltsamen Aktionen der PLO wollte Arafat allerdings als legitimen Widerstand verstanden wissen. In dieser Rede wird auch jene Interpretation der Resolution 194 der UN-Vollversammlung bekräftigt, nach der diese das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge garantiere, womit er eine Doktrin festlegte, die auch heute noch, zumindest in offiziellen Verlautbarungen der PLO, Bestand hat. In der Rede gestand Arafat den Juden nicht explizit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung zu und akzeptierte nicht ausdrücklich, dass Israel ein jüdischer Staat sein könnte. Als Konsequenz des israelischen Libanonfeldzugs gegen das Hauptquartier der PLO in Beirut im Juli/August 1982 musste Arafat nach Tunesien fliehen. Er verließ mit seinen Gefolgsleuten das von Israel besetzte Beirut und errichtete einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis. Der Weg zur internationalen Anerkennung 1988 erkannte Arafat Israel indirekt an und erklärte 1989 die PLO-Charta von 1964, in der zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wurde, für hinfällig. Im Jahre 1990 begrüßte Arafat den irakischen Einmarsch in Kuwait und solidarisierte sich mit Saddam Hussein. Die reichen arabischen Ölstaaten an der Seite des Kriegsgegners USA froren daraufhin ihre finanzielle Unterstützung der PLO ein. Eine weitere Folge war die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachten Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. Statt das Ende abzuwarten, sympathisierte Arafat 1991 noch während des laufenden Augustputsches gegen Michail Gorbatschow mit den Putschisten, womit er einen langjährigen Unterstützer verärgerte. Am 7. April 1992 überlebte Arafat einen Absturz einer Passagiermaschine der Air Bissau aufgrund eines Sandsturms in der libyschen Wüste. Arafat wurde in einem Krankenhaus in Misrata aufgrund eines Blutgerinnsels von dem Chirurgen Meftah Shwedy mehrmals am Gehirn operiert und am rechten Auge behandelt. Am 13. September 1993 kam es bei der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung über die vorübergehende (palästinensische) Selbstverwaltung zwischen dem Staat Israel und der PLO in Washington zu einem historischen Handschlag zwischen Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Jizhak Rabin. Friedensnobelpreisträger Rabin bezahlte später für dieses Entgegenkommen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt durch einen Terroranschlag eines jüdischen Ultra-Nationalisten mit seinem Leben. Nach 27 Jahren Exil kehrte Arafat infolge des Autonomieabkommens am 1. Juli 1994 nach Palästina zurück und bildete in Gaza eine autonome Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde. 1993 wählte das TIME Magazin Die Friedensstifter (Nelson Mandela, Frederik Willem de Klerk, Jassir Arafat und Jitzchak Rabin) zu den Personen des Jahres. Im Dezember 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Während der Trauerwoche für Jitzchak Rabin nach dessen Ermordung im November 1995 besuchte Arafat Leah Rabin und ihre Familie in ihrer Wohnung in Tel Aviv, um seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Es war das erste Mal, dass er israelischen Boden betrat. Aus Sicherheitsgründen hatte er nicht an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen können. Er schilderte, wie sehr ihn der Mord bestürzt habe und wie verzweifelt er darüber sei, seinen Partner im Friedensprozess verloren zu haben. 1995 erhielt Arafat den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. 2000 verhandelte Arafat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und US-Präsident Clinton in Camp David über die Schaffung eines palästinensischen Staates. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Der abtretende Präsident Clinton und Barak, der kurz darauf in allgemeinen Wahlen von seinem politischen Gegner Ariel Scharon abgelöst wurde, gaben Arafat die alleinige Schuld am Scheitern dieser Verhandlungen. Arafat hingegen gab Barak und Clinton die Schuld am Scheitern. Zweite Intifada und politischer Niedergang Arafat wurde schon vor der Zweiten Intifada vorgeworfen, ein doppeltes Spiel zu treiben. Während er sich auf internationalem Parkett für Frieden und Diplomatie starkmachte, soll er vor seinen Anhängern in Gaza mit teilweise antisemitischen Reden Stimmung gegen Israel gemacht haben. Auch wurde ihm mehrfach vorgeworfen, sich aktiv am Waffenschmuggel für paramilitärische und terroristische Zwecke zu beteiligen (siehe Karine-A-Affäre) und die allein von ihm befehligten Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde für Übergriffe auf Israel zur Verfügung zu stellen. Außerdem gab es Berichte britischer Medien wie der BBC, dass Terror-Organisationen wie die Fatah-nahen al-Aqsa-Märtyrerbrigaden über den Umweg der von Arafat regierten Autonomiebehörde indirekt von EU-Geldern finanziert würden. Schließlich duldete oder unterstützte er den erneuten Palästinenseraufstand, was ihn vor allem außenpolitisch isolierte. Als Reaktion auf die Zweite Intifada besetzte Israel immer wieder Teile der autonomen Palästinensergebiete. Die israelische Regierung machte auch Arafat selbst für gewaltsamen Übergriffe verantwortlich. Ab 2001 wurde der in Ramallah lebende Arafat von Israel mehrfach unter Hausarrest gestellt. Seine Hubschrauber wurden im Dezember 2001 zerstört, sodass er nicht mehr zwischen Gaza und Ramallah reisen konnte. Im Rahmen der Operation Schutzschild vom 29. März 2002 bis 3. Mai 2002 zerstörte die israelische Armee einen Teil von Arafats Hauptquartier, der Muqāta'a. Am 11. September 2003 fasste die israelische Regierung den Beschluss, Arafat auszuweisen. Mit einem Hubschrauber sollte er ins Exil nach Nordafrika gebracht werden. Nach dem Ausweisungsbeschluss gingen zehntausende Palästinenser protestierend auf die Straße. Arafat appellierte an die Bevölkerung, Widerstand gegen den Beschluss zu leisten. Er wolle „lieber sterben, als sich zu ergeben“. Am 14. September 2003 stellte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auch ein Attentat auf Arafat als eine legitime Möglichkeit seiner Entfernung dar. Am 16. September 2003 ließen die USA eine Resolution des Weltsicherheitsrates gegen die Ausweisung Arafats an ihrem Veto scheitern. Deutschland enthielt sich der Stimme. Korruption Im Mai 2002 stellte der BND fest, dass die Verwendung von EU-Geldern für den Terrorismus „nicht auszuschließen“ sei, da Arafat offensichtlich nicht zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung trenne. Das Gutachten spricht weiterhin von „bekanntem Missmanagement“ und „weit verbreiteter Korruption“ (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Die USA und Israel hatten die Europäische Union in Brüssel zu dem Zeitpunkt bereits mehrfach aufgefordert, die Verwendung der Subventionen für die Palästinensische Autonomiebehörde genauer zu überprüfen. Brüssel erklärte, für Transparenz und Kontrolle der Fördermittel sorge der Internationale Währungsfonds. Der IWF legte 2003 jedoch einen Bericht über „Ökonomische Leistungen und Reformen unter Konfliktbedingungen“ vor, aus dem hervorging, dass zwischen 1995 und 2000 mehr als 900 Millionen Dollar an Fördergeldern für die Palästinensische Autonomiebehörde „verschwanden“. Weisungsbefugt für die Verwendung des Geldes seien allein Arafat und „enge Vertraute“ gewesen. Arafat kontrollierte dem Bericht zufolge bis zu seinem Tod allein 8 % des palästinensischen Gesamtbudgets. Familie Arafat war seit dem 17. Juli 1990 mit Suha at-Tawil, mit der er eine Tochter, Zahwa (* 24. Juli 1995 in Neuilly-sur-Seine), hat, verheiratet. Ab dem Beginn der zweiten Intifada, also ab 2001, lebten Frau und Tochter in Paris und Tunis. 2007 zog Suha nach Malta. Sein Neffe Musa Arafat war Leiter des palästinensischen Militärgeheimdienstes, sein Bruder Fathi Arafat Mediziner. Tod Jassir Arafats Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum 28. Oktober 2004 akut. Er hatte bereits über eine Woche wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes nichts gegessen. Die israelische Regierung hob aufgrund seiner schweren Krankheit das Reiseverbot auf und sicherte ihm eine Rückkehr ins Westjordanland zu. Am folgenden Tag wurde Arafat nach Paris geflogen und zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Percy gebracht, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält. Am 4. November verschlechterte sich sein Zustand noch einmal; es wurde von einem „tiefen Koma“ berichtet. Am 10. November versagten Nieren und Leber. Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte wurde aus religiösen Gründen abgelehnt. Infolge der Leberschädigung und der daraus resultierenden Störung der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren kam es zu einer Gehirnblutung. Am 11. November 2004 um 3.30 Uhr (MEZ) starb Jassir Arafat. Nach Verabschiedung mit militärischen Ehren wurde der Leichnam Arafats in Begleitung seiner Witwe mit einer französischen Militärmaschine nach Kairo geflogen. Die zentrale Trauerfeier fand am 12. November am Flughafen Kairo-International statt, wozu hochrangige Politiker aus aller Welt eingeladen waren. Im Anschluss an die militärische Zeremonie in Kairo wurde der Sarg nach Ramallah geflogen, wo die Beisetzungszeremonie am frühen Nachmittag stattfand. Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“. Arafat wurde in einem Steinsarg auf dem Gelände seines ehemaligen Amtssitzes in Ramallah unter großer Anteilnahme der palästinensischen Bevölkerung beigesetzt. Sein Sarg wurde mit Erde vom Jerusalemer Tempelberg umgeben. Am 10. November 2016 wurde in Ramallah neben dem Arafat-Mausoleum ein „Arafat-Museum“ eröffnet. Es kostete 7 Millionen Dollar und wurde von den palästinensischen Behörden im Westjordanland finanziert. Ausgestellt sind unter anderem seine Brille, sein Revolver, „sein charakteristischer schwarz-weiß karierter Keffiyeh-Kopfschmuck“, sein Reisepass, seine Friedensnobelpreismedaille (zwischenzeitlich im Besitz der Hamas) und andere Memorabilien. Vermittelt wird eine unkritische palästinensische Sicht der Dinge, etwa in der Darstellung des Massakers bei den olympischen Spielen von München 1972 („Antwort auf Überfall israelischer und deutscher Sicherheitskräfte“). Arafats Geburt wird von Kairo in ein palästinensisches Dorf in der Nähe der Jerusalemer Altstadt verlegt, wie es palästinensischer Legendenbildung entspricht. Hinweise auf seine Ehefrau Suha at-Tawil werden vermieden, völlig ausgeblendet werden die vielen Vorwürfe hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Reaktionen Nur wenige Stunden, nachdem der Tod Arafats bekannt gegeben worden war, griffen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Netsarim im Gaza-Streifen an. In Ramallah warnten Extremisten die neue palästinensische Führung unter Mahmud Abbas vor einem „Ausverkauf der palästinensischen Sache“ und drohten den Nachfolgern Arafats mit dem Tod, sollten sie zu Zugeständnissen gegenüber Israel bereit sein. Die Fatah-Splittergruppe „al-Aqsa-Brigaden“ benannte sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland nach Arafats Tod vollständig ab. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis durften nicht nach Israel einreisen. Jedoch transportierten mehrere hundert Busse Palästinenser aus dem Gazastreifen zur Trauerfeier nach Ramallah. Befürchtungen, dass der Tod von Jassir Arafat einen Rückschlag für den Nahost-Friedensprozess bedeute, bewahrheiteten sich zunächst nicht. Die Palästinensische Autonomiebehörde setzte antiisraelische Fernsehspots ab und unternahm Anstrengungen zur Reform der Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung ließ im Gegenzug ca. 150 palästinensische Gefangene frei, sicherte Unterstützung bei den palästinensischen Wahlen zu und kündigte eine Rückkehr zur Roadmap an. Die Palästinenserführung ernannte den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattuh verfassungsgemäß zum vorläufigen Nachfolger Arafats und rief eine 40-tägige Trauer aus. In den Präsidentschaftswahlen vom 9. Januar 2005 wurde Mahmud Abbas zum Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Nach seinem Tode wurde Jassir Arafat von 200 Rabbinern als „Amalek und Hitler unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als „Freudentag“ zu feiern. Spekulationen und Ermittlungen zur Todesursache und Exhumierung Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden machten ebenso wie die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Israel für den Tod Arafats verantwortlich und drohten mit Rache. So äußerte sich Dschihad-Anführer Chalid al-Batesch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon habe „bei der Tötung Arafats seine Hand im Spiel“ gehabt. Ärzte im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris, in dem Arafat zuletzt behandelt wurde, und Vertraute Arafats schlossen jedoch seinerzeit aus, dass der Palästinenserchef vergiftet worden sei. Eine Autopsie fand nach dem Willen der Witwe nicht statt. Da weder Arafats Ärzte noch dessen Witwe die genaue Todesursache bekannt gaben, kam es in der Folge zu weiteren öffentlichen Spekulationen. Dabei wurden von Spezialisten besonders Vergiftung und AIDS nahegelegt. Ahmad Dschibril, der Generalsekretär der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC), erklärte im Juli 2007, er habe Einblick in den französischen Bericht über den Tod Arafats gehabt. Der Bericht gebe an, dass Arafat an AIDS erkrankt gewesen sei. Aschraf al-Kurdi, seit 1986 persönlicher Leibarzt von Jassir Arafat, erklärte am 12. August 2007 gegenüber der jordanischen Nachrichten-Webseite Amman, dass der Palästinenserführer unter dem HI-Virus litt, aber nicht an der Immunschwächekrankheit AIDS starb. Das Virus soll Arafat erst kurz vor seinem Tod in dessen Blut injiziert worden sein, so al-Kurdi, der aber angab, dass die tatsächliche Todesursache eine Vergiftung gewesen sei. Im August 2011 beschuldigte die Fatah den zuvor aus der Partei ausgeschlossenen Mohammed Dahlan, hinter der Vergiftung Arafats zu stecken und sogar selbst das Gift aus Paris besorgt zu haben. Haaretz veröffentlichte 2005 eine Analyse israelischer Experten, wonach eine eventuelle Vergiftung am ehesten bei einem Abendessen am 12. Oktober 2004 stattgefunden haben müsste. Verdacht auf Vergiftung mit Polonium 210 Im Dezember 2011 und Januar 2012 kontaktierte der Reporter Clayton Swisher Arafats Witwe in Malta und Paris und erhielt von ihr Akten und eine Tasche mit persönlichen Gegenständen (Zahnbürste, Kleidung, Kufiya), die Arafat in seinen letzten Tagen benutzt hatte. Am 3. Juli 2012 veröffentlichte der Fernsehsender al-Dschasira den Befund des Schweizer Institut de Radiophysique der Universität Lausanne, dem die Gegenstände zur Untersuchung gegeben worden waren. Festgestellt wurden gegenüber den natürlichen Vorkommen erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Polonium 210. Aufgrund dessen geringer Halbwertszeit von nur 138,38 Tagen halbiert sich die Strahlung alle 138 Tage. Von der Ursprungsmenge wäre acht Jahre nach Arafats Tod nur ein Millionstel übrig. Das Schweizer Institut betonte, die Ergebnisse seien kein Beweis für eine Vergiftung, aber zumindest ein Hinweis darauf. Die in den französischen Krankenakten Arafats beschriebenen Symptome, die zu seinem Tod führten, stimmten nicht mit den bekannten Symptomen einer radioaktiven Vergiftung überein. Zur Theorie über einen Gifttod Arafats durch Polonium wurden auch von verschiedenen anderen Experten Zweifel geäußert. Die vom radiologischen Institut bekannt gegebenen Poloniumkonzentrationen auf den persönlichen Gegenständen Arafats könnten nach einem von der Jerusalem Post zitierten Experten wegen der Halbwertszeit des Polonium 210 nicht auf eine acht Jahre zurückliegende Vergiftung zurückgeführt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen worden sein. Am 31. Juli 2012 erstattete Suha Arafat im französischen Nanterre Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung. Die französische Justiz leitete Ende August 2012 Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Palästinenserführung und auch die Witwe befürworteten eine im Islam normalerweise verbotene Exhumierung. Anfang November wurden die ersten Vorbereitungen dafür getroffen, da dafür viel Beton im Mausoleum abgetragen werden musste. Am 27. November 2012 wurde Arafats Leichnam exhumiert und ein ausländisches Expertenteam nahm Proben. Im September 2015 beschlossen die zuständigen französischen Untersuchungsrichter eine Einstellung des laufenden Verfahrens, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit, da es keine ausreichenden Beweise für einen Mord gebe. Umstrittene Untersuchungsergebnisse Mitte Oktober 2013 wurde ein Zwischenergebnis von Schweizer Toxikologen bekannt, wonach eine Vergiftung möglich, aber nicht sicher sei. Am 6. November 2013 gab die Universität Lausanne bekannt, einen gegenüber natürlichen Konzentrationen stark erhöhten Wert von Polonium 210 in den Proben nachgewiesen zu haben. Zugleich stellten sie eine über das natürliche Vorkommen hinaus deutlich erhöhte Menge von Blei 210 fest. Blei 210 kann eine Poloniumvergiftung maskieren, weil Polonium 210 ein Folgeprodukt des Blei 210 in der radioaktiven Zerfallskette ist und nach einiger Zeit mit dem Blei im radioaktiven Gleichgewicht steht. Da Blei 210 eine wesentlich längere Halbwertszeit hat, sind aufgrund der Neuentstehung von Polonium 210 die Reste einer möglicherweise vorangegangenen Poloniumvergiftung nicht mehr nachweisbar. Die Anwesenheit des Blei 210 wurde als mögliche Verunreinigung des hypothetisch als Gift verwendeten Poloniums erklärt. Es wurde vorgerechnet, dass von einer angenommenen Giftdosis von 1 GBq zum Todeszeitpunkt noch 4–5 % im Körper verblieben wären, die bis zur Exhumierung auf ca. 15 Bq Gesamtdosis abgeklungen wären. Die Forscher konnten Polonium nicht als Todesursache ausschließen, bezeichneten es aber auch nicht als sicher, dass Polonium den Tod verursachte. Die Ergebnisse würden letztere These „mäßig stützen“ („moderately support the proposition“: „moderately“ ist sicherer als „slightly“ und unsicherer als „strongly“). Unabhängige Forscher kommentierten, dass die Studie deshalb kein Beweis für eine Vergiftung sei. Am 3. Dezember 2013 wurde berichtet, dass das ebenfalls beauftragte französische Untersuchungsteam zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Vergiftung sei auszuschließen, vielmehr weise es auf eine natürliche Todesursache hin. Die Forschungsberichte eines russischen Untersuchungsteams, das ebenfalls Zugang zu Arafats sterblichen Überresten hatte, schließen eine Vergiftung ebenfalls aus. Nachdem die Staatsanwaltschaft von Nanterre im März 2015 mitgeteilt hatte, dass die Polonium-Spuren aus Arafats Grab natürlichen Ursprungs seien, beantragte sie Mitte Juli 2015 das Verfahren einzustellen. Die Ermittlungsrichter in Nanterre folgten dem Antrag und stellten das Verfahren Anfang September 2015 ein. Schlussfolgerungen In einem im November 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel des Schweizer Teams wird eine Vergiftung als plausibel, aber nicht bewiesen eingestuft. Die gleiche Studie ermittelt eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Annahme einer Vergiftung mit Po 210 als für die gegenteilige Annahme, falls man von einer mehrfachen Einnahme des Po 210 in kleinen Dosen ausgehe. Im Juni 2016 lehnte ein Gericht in Paris (nicht letztinstanzlich) die Wiedereröffnung der Untersuchungen bzgl. des vermuteten Mordes ab, weil dafür die Rechtsgrundlage fehle. Ehrungen 1993 Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens 1993 Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1994 Prinz-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 1994 Friedensnobelpreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1995 Deutscher Medienpreis 1999 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Held der Demokratischen Volksrepublik Korea Alter Freund des chinesischen Volkes Literatur Helga Baumgarten: Arafat: zwischen Kampf und Diplomatie. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36419-5. Andrew Gowers, Tony Walker: Arafat: hinter dem Mythos. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50035-9 (Übersetzung von Behind the myth: Yasser Arafat and the Palestinian revolution, 1990). Amnon Kapeliuk: Yassir Arafat: Die Biographie. Mit einem Vorwort von Nelson Mandela, Palmyra, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-930378-59-3. Gerhard Konzelmann: Arafat. Vom Terroristen zum Mann des Friedens. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-61296-5. (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch, Band 61296, Biographie). Aharon Moshel: In einer Hand den Ölzweig: Jassir Arafat und die PLO. Facta, München / Hamburg 1988, ISBN 3-926827-10-6. Barry Rubin, Judith Colp Rubin: Yasir Arafat : A Political Biography. Oxford University, Oxford 2005, ISBN 978-0-19-516689-7. Danny Rubinstein: Yassir Arafat. Vom Guerillakämpfer zum Staatsmann. Palmyra, Heidelberg 1996, ISBN 3-930378-09-4 (Übersetzung von The Mystery of Arafat, 1995). Hassan Sadek: Arafat. Hugendubel, München / Kreuzlingen 2006, ISBN 978-3-7205-2751-4. (= Diederichs kompakt). Janet und John Wallach: Jassir Arafat. Die Biographie. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-08755-0. Weblinks Themenschwerpunkt Arafat in der ägyptischen Wochenzeitung Al Ahram Rafael Seligmann: Begrabt ihn in Jerusalem, FAZ, 7. November 2004 , nahostkonflikt.net Internetpräsenz der PLO (Negotiations Affairs Department) (englisch, arabisch, hebräisch) Wolfgang G. Schwanitz: Yasir Arafat: Palästinensischer Politiker (PDF, 1,3 MiB) Einige kritische Betrachtungen: Michael Naumann: Keine Kugel für Arafat, Die Zeit, 18. September 2003 Petra Steinberger: Der Hoffnungsschimmerlügner, SZ, 4. November 2004 Gisela Dachs und Reiner Luyken: So opfert Arafat die Jugend Palästinas, Die Zeit, 44/2000 Jörg Steinhaus: Der lange Weg des Jassir Arafat, Kronos, 2. Februar 2001 Palestinians mourn Arafat but struggle for liberation will continue – Trotzkistische Analyse von Arafats Wirken, Maavak Sozialisti (israelische Sektion des CWI), 11. November 2004 (englisch) Anmerkungen Politiker (Palästina) Fatah Mitglied der PLO Person des Antizionismus Person im Nahostkonflikt Friedensnobelpreisträger Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette) Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großkreuz) Träger des Ordens des Weißen Löwen Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Palästinenser Ägypter Geboren 1929 Gestorben 2004 Mann
Eine Darstellung des Faschismus über seine Entstehung, Bedeutung ... | Hausarbeiten publizieren Die Entstehung des Faschismus Gründung und Aufstieg der „fasci di combattimento“ Der „Marsch auf Rom“ Bundeszentrale für politische Bildung, Informationen zur politischen Bildung 123/126/127, Sonderauflage 1982, Seite 11,66 Geschichte und Geschehen A 4, Klett-Verlag, Stuttgart 1997, Seite 28 - 30 MANTEI, Christian, Der italienische Faschismus, Internet, www.unimagdeburg.de MAY, Dieter, Die faschistische Herausforderung, Internet, www.grin.de/hausarbeiten ZANGE, Melanie, Die Entstehung des Faschismus in Italien, Internet, www.hausarbeiten.de Seit Aufkommen des Faschismus beschäftigen sich Anhänger und Gegner mit dem Phänomen „Faschismus“. In der politischen Publizistik ebenso wie in der wissenschaftlichen Literatur wurden zahlreiche Theorien über Entstehungsursachen und Erscheinungsformen des Faschismus entwickelt. - Die früheste Deutung stammt von Kommunisten/Marxisten; sie besagt, faschistische Parteien entstünden immer aus wirtschaftlichen Interessen von Kapitalisten, die durch faschistische Diktatur ihre Macht zu erhalten suchten. - In der westlichen Faschismusforschung wird von Wissenschaftlern die Auffassung vertreten, der Faschismus sei aus dem Abwehrwillen gegenüber Kommunismus und Bolschewismus entstanden. - Eine wiederum andere Interpretation hebt stärker die Bedeutung der einzelnen Persönlichkeit für Entstehung und Entwicklung faschistischer Parteien hervor. Insbesondere beim deutschen Nationalsozialismus müsse dem „Faktor Hitler“ eine entscheidende Rolle zugemessen werden. Karl Dietrich Bracher warnt vor einer undifferenzierten Verwendung des Begriffs Faschismus: „ Der inflationäre Gebrauch des Faschismusbegriffes, gängig nicht nur in kommunistischer Propaganda, sondern auch wieder verstärkt in liberaler Publizistik und Wissenschaft, bedeutet im Grunde die Bagatellisierung einer wirklich totalitären Diktatur wie der nationalsozialistischen, weil damit alles in einen Topf geworfen wird; ob es sich um Militärregime oder Entwicklungsdiktaturen oder lateinamerikanische Oligarchien 1 handelt, oder ob westliche Demokratien in ihren Krisenpunkten als faschistisch bezeichnet werden. Das läuft entweder auf eine Dämonisierung aller Diktaturtendenzen oder aber auf eine Bagatellisierung derjenigen Regime hinaus, die wie das nationalsozialistische Gewalt und Vernichtungssystem auch vom italienischen Faschismus weit und prinzipiell unterschieden sind “ . Mussolini selbst beschrieb 1932 seine Lehre des Faschismus wie folgt: „Der Faschismus ist eine antiindividualistische Idee, welche für den Staat eintritt. Das Individuum wird akzeptiert, soweit es im Staat aufgeht. Der Faschismus ist gegen den Liberalismus, da dieser im Sinne des einzelnen Individuums regiert und handelt. Die einzige Freiheit, die der Faschismus akzeptiert, ist die des Staates und des Individuums im Staat. Der Faschismus ist totalitär ( alle Lebensbereiche erfassend ) und der faschistische Staat, als Zusammenfassung und Vereinheitlichung aller Werte gibt dem Volk Bedeutung, bringt es zur Entfaltung und kräftigt es. Außerhalb des Staates werden keine Parteien, Syndikate, Vereine oder Klassen geduldet. Der Faschismus geht in seinem Denken von der Realität aus und glaubt nicht an den ewigen Frieden. Daher lehnt er auch den Pazifismus ab. Nur der Krieg allein bringt die Menschen zu Höchstleistungen und verleiht ihnen die Würde des Adels. Alle anderen Erprobungen sind nur Ersatz, da sie den Mann nicht vor die Alternative von Leben und Tod stellen. In der Lehre des Faschismus ist „impero“, die Ausdehnung der Nation, ein geistiger und moralischer Begriff, „impero“ gilt als Zeichen der Vitalität. Der Faschismus ist die angemessene Lehre, um die Bestrebungen und den Geist eines Volkes darzustellen, welches sich nach Niederlagen und Jahren der Fremdherrschaft wieder erhebt. Doch das „impero“ erfordert viel Disziplin, Zusammenwirken der Kräfte, Pflichten und auch Opfer von den Menschen“. Was den italienischen Faschismus abhob von anderen Formen und „Bewegungen“ in Europa, die dem Nationalsozialismus verwandte Merkmale aufwiesen, war sein früher Erfolg, der ihn zum Vorbild für die Machtergreifungspläne in anderen Ländern werden ließ. Nach dem Ersten Weltkrieg und der Zerstörung der alten Ordnung suchten viele Menschen in Europa nach neuen Orientierungen. Große Anziehungskraft besaß die sozialistische Umwälzung in Russland. Vielen galt aber auch die faschistische Diktatur in Italien als Vorbild für eine erstrebenswerte politische Ordnung. Wie war der Faschismus entstanden und was waren seine Kennzeichen ? Viele Menschen in Italien waren vom Kriegsausgang enttäuscht. Obwohl das Land den Siegern des Krieges gehörte, erhielt es nur einen Teil der Gebietsgewinne, die die Alliierten zugesagt hatten. Die Nationalisten beklagten den „verlorenen Sieg“ und forderten weiterhin Landbesitz rings um Adria und Ägäis sowie Kolonialgebiete in Afrika. Der besitzlosen Landbevölkerung war während des Krieges eine Landreform versprochen worden. Aber sie bleib aus. Deshalb schlossen sich viele Landarbeiter zu Gewerkschaften ( Ligen ) gegen die Großgrundbesitzer zusammen. Es gelang ihnen, höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen zu erkämpfen. Auch die Gewerkschaften der Industriearbeiterinnen und -arbeiter konnten durch Streiks und Fabrikbesetzungen bessere Einkommen und Lebensbedingungen durchsetzen. Wegen der Erfolge der Arbeiterbewegung befürchteten die bürgerlichen Mittelschichten, deren Situation sich vergleichsweise verschlechterte, eine Revolution wie in Russland. In dieser wirren und unsicheren Nachkriegssituation entstand der Faschismus. Im März 1919 gründete Benito Mussolini, ursprünglich führender Funktionär des radikalen Flügels der Sozialistischen Partei, faschistische „Kampfbünde“. Ihr Symbol waren die „Fasces“, das Rutenbündel mit dem Beil als Zeichen der Amts- und Gerichtsgewalt im antiken Rom. Mit bescheidenem Kapital wurde die Partei „fasci di combattimento“ gegründet. Es schlossen sich Menschen aus verschiedensten Bevölkerungsgruppen Mussolinis Partei an. Das Parteiprogramm war eher linksgerichtet. Die Partei forderte: Acht- Stunden Woche, Mindestlöhne, Versicherungen ... und die Einführung der Republik. Aber die Partei erzielte nirgends den erhofften Sieg, nein im Gegenteil, sie schafften es bei der Parlamentswahl 1919 nicht einmal einen einzigen Abgeordneten ins Parlament zu bringen. Mussolini zog die Konsequenzen. Er merkte, dass mit dem linken Parteiprogramm nichts zu holen war, da hier sowieso die Sozialisten dominierten, stattdessen folgte er nun der politisch Rechten, die führerlos durch die Gegend irrte. Hier konnte er wieder eine politische Basis finden. Man warf das linke Programm über Bord und fing an die Sozialisten anzugreifen, anfangs mit Worten, später auch mit Gewalt, was der Partei Sympathisanten im Großbürgertum verschaffte, da sie es gerne sahen, wie die Sozialisten einen Dämpfer bekamen. Bald fraß sich die Partei immer tiefer in die bürgerlichen Schichten. Es bildeten sich sogenannte „Squadren“, deren Überfälle bald Schule machen sollten. Die Landbesitzer waren die Gönner der Faschisten, die sie mit Geld unterstützten. Bald gingen die Faschisten zum Angriff über und erkämpften für die Großgrundbesitzer wieder die alten Rechte. Auch das äußerst militante Auftreten war ein Grund für den Erfolg der Faschisten. Die „fasci“ wurden zum Teil eher als militärischer Stoßtrupp gesehen, statt als Partei. Dabei verloren fast 2000 Menschen ihr Leben. Der Begriff „Marsch auf Rom“ geisterte schon seit 1919 in zahllosen Gruppierungen der nationalen Rechten durch die Gegend. Von Bedeutung wurde er aber erst drei Jahre später, als die faschistische Partei zu einer mitreißenden Kraft geworden war, die die totale Macht beanspruchte. Die Faschisten waren kaum noch aufzuhalten; sie hatten unglaubliche Erfolge in der Provinz, aber waren damit ihrem eigentlichen Ziel nicht sehr viel näher gekommen. Es gab in Rom Anzeichen dafür, dass sich eine handlungsfähige Regierung bilden würde, die dem Aufstieg der Faschisten nicht weiter zusehen wollte, wie es die jetzige Regierung tat. Es gab Pläne für eine große Koalition gegen die Faschisten, aber auch welche für ein links-mitte-rechts-Bündnis, welches die Faschisten in sich aufsaugen wollten. Jede dieser Lösungen wäre für den Faschismus Gift gewesen, das wusste Mussolini, aber er wusste auch, dass sie zu schwach für eine Revolution waren. Im Ernstfall hätten die Schwarzhemden der Polizei und dem Militär gegenüber den Kürzeren gezogen. Er entschloss sich deshalb für die „psychologische Kriegsführung“, die darauf abzielte, mit illegalen Mitteln eine legale Machtergreifung der Faschisten zu erzwingen. Das faschistische Generalkomitee einigte sich am 13./14.August 1922 darauf, eine faschistische Generalmobilmachung zu starten, die einerseits den Zweck hatte die Parteispitze zu ermutigen und andererseits die Liberalen zu schwächen. Parallel dazu verhandelte Mussolini mit allen führenden Leuten in der Politik. Keiner war sich dazu zu schade. Alle dachten man könne den Faschismus domestizieren1 und für die eigenen Zwecke einspannen. Am 16. Oktober 1922 war es fast soweit, man traf sich in Mailand und plante das Wann und Wie des Marsches auf Rom; ein Datum wurde nicht festgelegt. In Neapel setzte man den 28.Oktober 1922 als Termin fest. In der Nacht davor sollten von den Milizen Präfekturen, Bahnhöfe, Telegrafenstationen und Ähnliches besetzt werden. Mussolini überließ die Vorbereitungen dem Quadriumvirat und ging nach Mailand um Handlungsspielraum zu bekommen. Er verhandelte weiter mit Politikern. Er stellte ihnen sogar ein Regierungsbündnis in Aussicht, gleichzeitig ließ er den Monarchen wissen, dass er nichts von Faschisten zu befürchten habe, wenn der König die schützende Hand über die Regierung Facta wegziehe. Damit wollte er die Regierung entmachten und sich selbst als der Einzige präsentieren, der in der Lage war die Schwarzhemden zurückzupfeifen. Die meisten durchschauten den „Duce“, wie Mussolini genannt wurde, nicht. Entsprechend ernst war deshalb die Lage, als er am 27.Oktober 1922 den Befehl zum Losschlagen gab. An diesem einen Tag eroberten die Schwarzhemden mehrere Dörfer. Die Regierung Facta reagierte beinahe panisch, als sie von dem beginnenden Aufmarsch hörte. Luigi Facta war sich nicht sicher, wie er reagieren sollte. Man entschloss sich dazu, dass die Minister ihre Ämter zur Verfügung stellten, aber auch der Belagerungszustand über die Stadt verhängt wurde, um den Schwarzhemden die Stirn bieten zu können. Damit kam der König ins Spiel, der den Gesetzesentwurf bestätigen musste, was er auch tat. Die Regierung war nun in dem Glauben, den König als Stütze zu haben. Man entschloss sich für Gegenmaßnahmen, es wurde ein Manifest aufgestellt, welches zum Widerstand gegen die Faschisten aufrief und den Präfekten Anweisung gab, faschistische Rädelsführer zu verhaften. Emanuel III. weigerte sich aber auf einmal doch den Dekret über den Belagerungszustand abzuschließen. Was diesen Sinneswandel des Königs bewirkt hatte ist bis heute noch nicht geklärt. Vielleicht hatte er Angst vor dem Verlust seines Postens, vielleicht dachte er, die Faschisten würden einen besseren Schutz gegen die rote Gefahr bieten, als die Regierung der Liberalen. Man weiß es nicht. Am 29.Oktober 1922 wurde der „Duce“ zum Ministerpräsidenten ernannt. Der Marsch auf Rom fand also gar nicht statt, er blieb im Schlamm stecken. Die Truppenstärke war inzwischen auf 40.000 Mann angestiegen, die aber nur mit dem Regen kämpften. Am 31.Oktober 1922 inszenierte er dann doch noch den Einmarsch, der deutlich machte, dass der Regierungswechsel kein normaler war, sondern revolutionäres Ausmaß hatte. „Entweder man vertraut uns die Regierungsgewalt an, oder wir werden sie uns nehmen, indem wir nach Rom marschieren!“ Diese tollkühne Drohung wurde auf dem Parteitag der italienischen Faschisten ausgestoßen, der gegen Ende 1922 in Neapel stattfand und von den 40.000 Besuchern und Delegierten mit dem vielstimmigen Schrei: „Roma ! Roma ! Roma!“ beantwortet wurde. Redner war kein Geringerer als „Duce“ Benito Mussolini. In vier Kolonnen aufgeteilt marschieren 26.000 Faschisten sternförmig auf Rom zu und erreichten die Stadt am 28.Oktober 1922. Die Regierung wollte das Kriegsrecht verhängen, doch der König weigerte sich, die Verordnung zu unterzeichnen. Als sich herumsprach, dass er bereit war, Mussolini zu akzeptieren, legten Polizei und Armee die Hände in den Schoß und ließen die Schwarzhemden, die mit Zügen, Bussen und teilweise auch zu Fuß in die Stadt stürmten, gewähren. Mussolini, bislang in Mailand, traf am Morgen des 30.Oktober 1922 mit dem Zug in Rom ein. Der Marsch auf Rom machte dennoch Geschichte, denn hier deutete sich eine Alternative zur ausgelaugten liberal-demokratischen Demokratie, zur Königs- und Militärdiktatur und zum Bolschewismus an, die nicht auf der Machtgrundlage legitimiert wurde, sondern auf der Unterstützung breiter Bevölkerungsschichten beruhte. Es entwickelte sich die große faschistische Herausforderung, die sich gegen alles richtete, was sich Demokratie, Liberalismus, und Menschenrechte nannte und nur in einer Kraftanstrengung der demokratischen und kommunistischen Welt zu bestehen war. Italien blieb von modernen Strömungen der Internationalen Kultur lange unberührt. Faschistische Werte beherrschten das Denken der Italiener und haben tiefe Spuren hinterlassen. Diese in Italien und Europa entstandene Situation waren die hauptsächlichen Ursachen für den Erfolg des Faschismus und damit für den Erfolg Mussolinis in Italien. Mussolini stellte sich ab dem Frühjahr 1922 jeder antifaschistischen Regierung entgegen und drohte mit Terror und Gewalt, falls eine solche an die Macht kommen sollte. Am 30.10.1922 bildete Mussolini sein erstes Kabinett. Er selbst behielt das Amt des Außen- und Innenministers für sich und besetzte die anderen Ämter mit selbst gewählten Persönlichkeiten aus den Koalitionsparteien. Damit war der Weg für den Faschismus in Italien geebnet. Durch Kontakte zur katholischen Kirche, die Umbildung der Squadre zur Sicherheitspolizei, die Reform der höheren Bildung, der Neuordnung der öffentlichen Verwaltung, hatte Mussolini in kurzer Zeit einen Großteil der Macht in seinen Händen konzentrieren können. Um die volle Handlungsgewalt zu bekommen, versuchte er politisch konservative Schichten aus der Reserve zu locken um Stellung zu beziehen. Es erfolgten verschiedene Aktionen und Maßnahmen, wie Eingliederung der Wirtschaft in den internationalen Markt, Abwertung der Lira, Freigabe der Mietpreise, Privatisierung von Telefon und Versicherungsgesellschaften. Unter der Regierung Mussolinis blieben in den ersten Jahren die Löhne konstant, während die öffentlichen Investitionen fast um das Zehnfache stiegen. Dies war ein Grund für die -trotz der wirtschaftlichen Erfolge- aufkommende Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Die Ergebnisse der Wahlen 1924 entsprachen voll und ganz den Erwartungen der Faschisten. Mit diesem Ergebnis bekamen sie ungefähr 80 % der Sitze im Parlament. Im Frühjahr 1924 wurde einer der wenigen stärkeren Widersacher Mussolinis, der Sozialist Matteotti, entführt und getötet. Mussolini selbst sah sich nicht als Schuldiger, sondern wälzte alles auf seine Mitarbeiter ab, von denen er einige entließ und gegen Genehmere austauschte. Aufgrund dieser Tatsache zogen sich 1924 alle oppositionellen Parteien aus dem Parlament zurück. Von 1929 bis 1935 steckte Europa und damit auch Italien in einer tiefen Krise. Im September 1930 kam es in Europa zu einer neuen politischen Konstellation. Der Erfolg der nationalsozialistischen Parteien in Deutschland und einigen anderen Staaten kam Mussolinis Bestrebungen sehr entgegen. Der Gedanke eines „rechten“ Deutschlands an der Seite Italiens war ihm nicht unlieb. Bei den Wahlen 1932 in Deutschland errang die NSDAP sogar die Mehrheit im Parlament und übernahm die Regierung. Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum deutschen Kanzler erhoben und errichtetet mit der Weimarer Republik eine Diktatur. Nach eigenen Aussagen wurde Hitler von Mussolini und dessen Erfolg inspiriert und bewunderte ihn sogar. Auf Grund dieser neuen Situation übernahm Mussolini wieder die Ämter des Außenministers und die der militärischen Ministerien, die er zeitweise abgegeben hatte. Die wirtschaftlichen Beziehungen mit Deutschland wurden tiefer gefestigt und sogar noch verstärkt. Italien begab sich nach und nach in eine wirtschaftliche Abhängigkeit zu Deutschland. In den Jahren 1933 und 34 kam es erneut zu Spannungen in Europa. Einige Staaten, darunter auch Italien, stellten Gebietsrückforderungen und inszenierten Pressekampagnen gegen andere Staaten. Es kam vereinzelt auch wieder zu aggressiven Handlungen und Anschlägen. Italien war wiederum der erste Staat, der in den offenen Krieg zog, indem es am 3.10.1935 in Äthiopien einfiel. Großbritannien und Frankreich waren gegen diesen Krieg. Sie übten wirtschaftlichen und politischen Druck auf Italien aus, wobei es aber nicht zu einer Kriegserklärung kam. In Spanien kam es erstmals zu einer direkten militärischen Auseinandersetzung zwischen Faschismus und Antifaschismus. Aufgrund dieser Vorkommnisse im Jahre 1936 trat Italien aus dem Völkerbund aus und es kam zu einem Abkommen zur Bildung einer Allianz zwischen Deutschland und Italien. Beide Staaten sprachen sich für einen Kampf gegen den Bolschewismus und damit auch gegen die Sowjetunion aus. Am 1. November 1936 verkündete Mussolini die Gründung der „Achse“ zwischen Rom und Berlin, um die sich in Zukunft in Europa alles drehen sollte. Anfang des Jahres 1938 wurden erstmals in Italien antisemitische Gesetze erlassen. Bis 1937 hatte nur das nationalsozialistische Deutschland eine judenfeindliche Gesetzgebung, aber ab 1938 schlossen sich neben Italien auch Rumänien und Ungarn an. Die italienische Regierung erließ verschiedene diskriminierende Verfügungen. Diese wurden durch 2 Standpunkte unterstützt. Erstens übte Deutschland hinsichtlich der Juden Druck auf Italien aus und bedrängte den Verbündeten zur Nachahmung der in Deutschland eingeführten Maßnahmen. Zweitens entschieden sich Mussolini und einige andere hohe Parteifunktionäre, dem deutschen Staat nachzueifern. In dieser Zeit wurde erstmals zugegeben, dass der Rassismus eine Eigenschaft des Faschismus ist. Im Gegensatz zu Deutschland gab es in Italien jedoch Unterschiede in der Behandlung von Juden. Der Antisemitismus wurde in Italien nicht mit der Konsequenz und Gewalt verfolgt wie im Dritten Reich. Am 31. August 1939 fielen deutsche Truppen in Polen ein, woraufhin Großbritannien und Frankreich Deutschland am 03. September den Krieg erklärten. Damit hatte der Zweite Weltkrieg begonnen. Rom hingegen verkündete eine Nicht- Kriegsführung, was ein strategisch wichtiger Zug war. Italien bezog damit keine neutrale Position in diesem Krieg, sondern hielt sich nur mit militärischen Handlungen zurück. Eine neutrale Position hätte Italien auch nicht vertreten können, da es inzwischen zu sehr von Deutschland abhängig geworden war. Es war zu einer strategischen Reserve für Deutschland geworden. Um von Seiten der anderen europäischen Staaten Druck auf Mussolini auszuüben, kam es zu einer Seeblockade gegen Italien und Deutschland. Somit war Italien von Rohstoffimporten aus Deutschland auf dem Seeweg abgeschnitten. Italiens Abhängigkeit wurde immer stärker. Im Laufe des Jahres 1940 fiel Deutschland in eine Reihe neutraler Länder ein und errang somit eine Vorherrschaft über Europa. An dieser Stelle sah Mussolini seine Chance, am Ende des Krieges mit auf der Seite der Gewinner zu stehen und beschloss, am 10. Juni 1940, an der Seite Hitlers in das Kriegsgeschehen einzugreifen. Im gleichen Monat ergab sich Frankreich, und dies gab Mussolini die Möglichkeit, seine Expansionspläne auf dem Balkan in Angriff zu nehmen. 1940 fiel Mussolini mit seinen Truppen in Griechenland ein. Mussolini hegte weiterhin Eroberungspläne in Nordafrika und verweigerte Deutschland die Unterstützung gegen Frankreich. Im Krieg gegen Ägypten gab es große Verluste, zudem verlor Italien Kolonien und Provinzen in Äthiopien, Somalia, etc. In deutschen Führungsetagen regten sich nach diesen Blamagen ernste Zweifel an dem Verbündeten, welche nicht ohne Folgen blieben. Italien wurde immer abhängiger von Deutschland und Hitler forderte Mussolini auf, ihn bei seinen Vorstößen im Osten zu unterstützen. Italien nahm alles aus seiner Reserve und schickte sämtliche Truppen an die Ostfront und vergaß dabei die Heimatverteidigung. 1941/42 forderte der harte Winter, in dem auch eine große Hungersnot herrschte, seine Opfer. So langsam kam auch in der italienischen Bevölkerung eine Missstimmung auf. Es kam zu Missernten, Hungersnöten, die Inflation nahm wieder stark zu. Die Regierung aber kümmerte sich hauptsächlich um die Kriegsführung. Anfang 1943 zeigten sich bereits erste Risse im deutsch - römischen Bündnis. Im Juli 1943 war es dann soweit. Sizilien musste sich der Übermacht der Alliierten ergeben, die wenig später auf der Insel landeten. Nach dieser Niederlage kam es erneut zu sozialen Konflikten in der italienischen Bevölkerung. Es kam sogar zu Demonstrationen für Frieden in Europa. Dies war ein Zeichen dafür, dass sich die Arbeiter das Streikrecht wieder erkämpft hatten. Auf diesem Boden hatten natürlich auch antifaschistische Bewegungen einen festen Halt. In der Bevölkerung sah man den Krieg schon eine Weile als aussichtslos und verloren an, doch erst im Frühjahr 1943, nachdem die Alliierten bereits im Januar schon die bedingungslose Kapitulation gefordert hatten, gewann auch in der Führungsebene und in der PNF die Einsicht, dass der Krieg verloren war, die Oberhand. Während dessen sah Mussolini seinen letzten Ausweg in der Zentralisierung der gesamten Macht in seinen Händen. So unternahm er einen letzten Versuch, indem er noch einmal die Regierung umbaute. Er tauschte viele seiner Minister gegen neue, ihm noch völlig untergebene aus. Parallel erstarkten aber auch die demokratischen und kommunistischen Parteien wieder. In Italien gab es zwei Strömungen, welche die Absetzung Mussolinis als Ziel hatten. Einmal waren da Teile der Faschisten, die unter Dino Grandi eine faschistische Regierung ohne Mussolini wollten, und zum anderen gab es verschiedene gemäßigte liberale Vertreter, die den Faschismus ganz absetzen wollten. Folge dieser Wiedererstarkung antifaschistischer Kräfte war der Staatsstreich vom 25. Juli 1943. Am Nachmittag dieses Tages erfuhr Mussolini vom italienischen König, dass er abgesetzt wurde. Noch am gleichen Tage wurde er verhaftet. Zum neuen Regierungschef wurde Marschall Badoglio ernannt. Am 3. September 1943 unterzeichnete General Giuseppe Castellano die Kapitulation Italiens vor den Alliierten. Deutsche Truppen besetzten Gebiete Nord und Mittelitaliens und befreiten Mussolini aus seinem Gefängnis. Mit ihm und der neugegründeten PFR-Partei sollte ein neues faschistisches Regime aufgebaut werden. Die neue Regierung unter Mussolini zog aus Sicherheitsgründen in den Norden, an den Gardasee. So war Mussolini mit Hitlers Hilfe wieder an die Macht gekommen. Es gab eine erneute Judenverfolgung. Diese und andere Staatsfeinde wurden verhaftet, in Konzentrationslager gesteckt und zum Teil auch hingerichtet. Italien war trotz dieser Regierung kein richtiger Staat mehr. Am 11. Mai 1944 brach dann die sogenannte Gustav-Linie zusammen. Die Alliierten drangen nach Mittelitalien vor, befreiten Rom und Florenz von den deutschen Besatzern. Die Alliierten wurden durch die Hilfe der Partisanen unterstützt, die die flüchtende Regierung Mussolinis abfingen und gefangen nahmen. Mussolini wurde am 28. April 1945 von den Partisanen erschossen. Für Italien war der Krieg beendet und damit auch der Faschismus. Der „Duce“, wie Mussolini genannt wurde, ist 1883 in einem kleinen Dorf in der Region Emilia- Romangna geboren. Er war ausgebildeter Lehrer, ging diesem Beruf aber nur sporadisch nach. Er versuchte sein Glück im Ausland, wo er bei der Politik und dem Journalismus blieb. Er schrieb sozialistische Flugblätter, die ihm bald zu einem Namen unter der sozialistischen Parteiführung verhalfen. Von 1912-14 war er Chefredakteur des sozialistischen Parteiorgans „L´Avanti“, einer Zeitschrift in Mailand. 1919 Gründung des Kampfbundes 1921 Abgeordneter des Partitio Nazionale Fascista ( PNF ) 1922 wurde er mit der Regierungsbildung beauftragt 1925 durch einen Staatsstreich erlangte er absolute Vollmacht 1943 der große Faschistische Rat sprach ihm das Misstrauen aus; er wurde auf Befehl des Königs gefangengenommen; er wurde von deutschen Fallschirmjägern aus der Haft befreit, Mussolini wurde vollkommen von Hitler abhängig. 1945 kurz vor Kriegsende wurde Mussolini von italienischen Partisanen erschossen. Mussolini besaß das Potential eines Revolutionärs, dass er aus koalitionspolitischer Rücksicht nicht ausnutzen konnte. Er war ein Verächter der rechtsstaatlichen und demokratischen Regeln. Des weiteren war er ein hervorragender Populist, der wohl erkannte, dass sich die Menschen nicht nach Partizipation, sondern nach Führung sehnten. Nationalist war Mussolini anfangs nicht, aber mit dem Kampf für den Kriegseintritt 1914 geriet er in den Kreis der völkischen Ideologen und Propagandisten, aus dem er schließlich sogar als Imperialist hervorging. März 1919: Benito Mussolini gründet in Mailand aus nationalistischen Gruppen die faschistische Partei. Oktober 1922: „Marsch auf Rom“ Mussolini wird von Viktor Emanuel III. zum Regierungschef ernannt und erhält auf ein Jahr befristete diktatorische Gewalt. 1924: Bei den Parlamentswahlen erreicht Mussolini die Mehrheit 10.06.1924: Ermordung von Giacome Mattiotti, dem Generalsekretär der „Unitaristischen Sozialistischen Partei“ durch Faschisten 1925: Faschistische Syndikate treten an die Stelle von Gewerkschaften, Einschränkung der Grundrechte, Verfolgung der Opposition 1926: Die faschistische Partei wird dem Staat gleichgesetzt. Verbot von allen Gewerkschaften und nichtfaschistischen Organisationen, Abschaffung des Streikrechts 1929: „Lateranverträge“ mit der katholischen Kirche 1935: Erste Zusammenarbeit mit Adolf Hitler, Angriff auf das Kaiserreich Äthiopien, um sich Kolonien in Ostafrika zu schaffen. 1936: Annäherung an das Deutsche Reich 1936-39: Eroberung Abessiniens, Unterstützung Francos im Spanischen Bürgerkrieg 1939: Annexion Albaniens 1940: Eintritt in den Zweiten Weltkrieg 1943: Absetzung Mussolinis durch führende Faschisten In fast allen Staaten Europas gab es in den 1920er und 1930er-Jahren faschistische Bewegungen: Letztendlich bleibt zu sagen, dass sich der italienische Faschismus durch seine Charakteristiken von den anderen faschistischen Regimen unterschied. Im großen und Ganzen war der italienische Faschismus jedoch gemäßigter als der deutsche Nationalsozialismus, auch was die Härte der Judenverfolgung betraf. Mussolinis Diktatur war beispielgebend für politische Führer, Bewegungen und Parteien in ganz Europa. 1 Oligarchien, die Oligarchie: Herrschaft einer kleinen Gruppe 1 domestizieren : zähmen Andreas Nickel (Autor) V100903 Eine Darstellung Faschismus Entstehung Bedeutung Aufstieg Benito Mussolinis Andreas Nickel (Autor), 2001, Eine Darstellung des Faschismus über seine Entstehung, Bedeutung und den Aufstieg Benito Mussolinis, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/100903 Andreas Nickel - Faschismus. Vor der von Andreas Nickel ins Internet gestellten Arbeit kann nur gewarnt werden! - Sicherlich geht der Schreibling ausführlich auf das Italien der 30er Jahre ein, allerdings stellt sich die Frage, wie kann er dies tun, wenn der KRITISCHE Betrachter einen Blick auf die Bibliographie wirft, die Nickel anführt! - Wer sich ERNSTHAFT mit dem italienischen Faschismus auseinandergesetzt hat, vermißt in Nickels Bibliographie : erstens: sämtliche Werke von RENZO DE FELICE (WIe könnte ohne DE FELICE jemals eine Diskussion über den italienischen Faschismus stattfinden?) zweitens: auch die links orientierten Historiker wie Enzo Collotti oder Nicola Tranfaglia (der mit seinem Opus LA PRIMA GUERRA MONDIALE E IL FASCISMO ein wahres Meisterwerk vorgelegt hat) fehlen bei Nickels ausführen! drittens: sämtliche ´faschistischen`Quellen fehlen! (Seit 1951 existiert die OPERA OMNIA DI benito mussolini - ein Gesamtwerk der Schriften des ´duce` - dieses Werk noch nicht einmal zu erwähnen grenzt schon an IGNORANZ!) viertens: es wäre zu wünschen gewesen, daß Nickel wenigstens auf Rudolf Lill poder Jens Petersen -die als beste deutschsprachige Italienkenner gelten können - bezug genommen hätte! Da all dies nicht geschehen ist, bleibt Nickels Arbeit eine ´Lächerlichkeit`
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q-de-2239
Wer war Jassir Arafat?
Jassir Arafat (* 24. August 1929 in Kairo, Ägypten; † 11. November 2004 in Clamart, Département Hauts-de-Seine, Frankreich), , ursprünglich , Kunya: , war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war seit dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1957 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge und Bombenattentate auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte. Jahrzehntelang galt Arafats Bemühen der Vernichtung Israels; als strategische Mittel zur Umsetzung dieses Ziels favorisierte er Gewalt gegen israelische Bürger und Zivileinrichtungen, die den Staat grundlegend destabilisieren, seine Bürger verunsichern und Israel letztendlich zur leichten Beute eines Angriffs arabischer Armeen machen sollte. Arafats Unterstützung der irakischen Invasion Kuwaits hatte die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 zur Folge. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachte Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. 1994 erhielt er dafür gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2000 verhandelte Arafat mit Israels damaligem Regierungschef Ehud Barak und dem damaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, erfolglos über die Gründung eines unabhängigen, palästinensischen Staates. Nach dem Scheitern von Camp David II unterstützte Arafat die Zweite Intifada, wodurch er in seinen letzten Lebensjahren vor allem außenpolitisch an Einfluss verlor. Erst nach dem Tod Arafats waren führende palästinensische Vertreter bereit, sich für Arafats Unterstützung Saddam Husseins und der Invasion in Kuwait zu entschuldigen. Die Beurteilungen seiner Person gehen weit auseinander, von Freiheitskämpfer über Guerillakämpfer bis Terrorist. Leben Jassir Arafat wurde übereinstimmenden Erkenntnissen verschiedener Biographen zufolge in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Arafat hingegen behauptete häufig, in Palästina geboren worden zu sein, wobei er im Laufe der Zeit widersprüchliche Angaben machte. Mal behauptete er, in der Altstadt Jerusalems geboren worden zu sein, mal im Gazastreifen. Sicher ist, dass sein Vater aus Gaza und seine Mutter aus einer angesehenen Jerusalemer Familie stammten. Sie hatten in den 1920er Jahren geheiratet und waren nach Kairo ausgewandert. Jassir war das sechste von sieben Kindern. Als er etwa vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Um den Vater mit den sechs Halbwaisen zu entlasten, nahm der Bruder der Mutter, Salim Abu Saud, Jassir und seinen jüngeren Bruder zu sich nach Jerusalem, das damals zum britischen Mandatsgebiet Palästina gehörte. Er lebte dort vier Jahre. Frühe Jahre Als er nach der erneuten Heirat seines Vaters nach Kairo zurückkehrte, besuchte er die Schule und später die Universität, an der er Elektrotechnik studierte. Eine Zeit lang beschäftigte er sich mit der jüdischen Kultur, hatte jüdische Bekannte und las zionistische Werke z. B. von Theodor Herzl. 1946 soll Arafat intensiven Kontakt mit Mohammed Amin al-Husseini, dem mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem, gehabt haben, der in Ägypten Asyl gefunden hatte. Al-Husseini war ein entfernter Verwandter Arafats. Dass er jedoch der Onkel Arafats gewesen sei, ist eine Legende. Arafat engagierte sich nun aktiv in der arabischen Nationalbewegung in Palästina. Zu dieser Zeit war er ein Befürworter der militärischen Konfrontation und beschaffte Waffen, die ins Mandatsgebiet geschmuggelt wurden. In Kairo hatte sich Jassir Arafat mit Abd al-Qadir al-Husseini angefreundet, der die Einheiten palästinensischer Araber in der Region Jerusalem anführte. Als Arafat von Abdel Khader al-Husseinis Tod im Palästinakrieg bei der Schlacht am Kastel-Berg im April 1948 hörte, brach er sein Studium in Kairo ab und nahm aktiv am Krieg teil. Er trat der Moslem-Bruderschaft bei, die im Gazastreifen und in der Schlacht bei Kfar Darom kämpfte. Als die ägyptische Armee am 15. Mai 1948 in den Palästinakrieg eingriff, wurde Arafat und seiner Einheit befohlen abzuziehen. Dies war für ihn ein prägendes Erlebnis. Er beschuldigte später die arabischen Staaten des Verrates, weil sie den Palästinensern nicht geholfen hätten, die Schlacht zu gewinnen, und ihnen nicht erlaubt hätten zu kämpfen. Die palästinensischen Araber erlitten eine militärische Niederlage gegen Israel. Etwa 750.000 Palästinenser wurden vertrieben oder ergriffen die Flucht und lebten von da an überwiegend als Staatenlose in den Nachbarländern. In den 1950er Jahren studierte Arafat an der Universität Kairo. 1952 gründete er die Generalunion Palästinensischer Studenten (GUPS), der er bis 1957 vorstand. Ende 1952 wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser vorübergehend verhaftet. 1956 verließ er die Universität als diplomierter Ingenieur und gründete die Union der Palästinensischen Hochschulabsolventen. Danach meldete er sich freiwillig zur ägyptischen Armee und kämpfte im Sueskrieg 1956 gegen Frankreich, Großbritannien und Israel. Er war Leutnant in der ägyptischen Armee und galt als Sprengstoffexperte. Noch im selben Jahr ging er nach Kuwait, wo er als Ingenieur arbeitete und ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. Gründung der Fatah 1957 gründete er in Kuwait zusammen mit Chalil al-Wazir (Abu Dschihad) die erste Zelle der Bewegung zur Befreiung Palästinas (al-Fatah), aus der 1959 die gleichnamige politische Partei hervorging. Ab 1958 war Arafat Vorstandsmitglied und ab 1968 Vorsitzender der Fatah. Durch seine aktive Teilnahme an der Schlacht von Karame 1968 begründete er seinen Heldenmythos und war ab 1969 Vorsitzender der PLO, die 1964 durch die Arabische Liga ins Leben gerufen worden war. Ende der 1960er Jahre wuchsen die Spannungen zwischen der PLO und der jordanischen Regierung; palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien etabliert und kontrollierten strategische Positionen wie die Öl-Raffinerien bei Zarqa. Jordanien betrachtete diese Umstände als eine wachsende Bedrohung seiner Souveränität und seiner Sicherheit und versuchte, die palästinensischen Milizen zu entwaffnen. Im Juni 1970 brachen nach einem fehlgeschlagenen palästinensischen Attentat auf den jordanischen König offene Kämpfe aus, die mit der Flucht der PLO aus Jordanien in den Libanon endeten. Wurde die Schlacht von Karame als erster historischer Sieg der PLO angesehen, so erlitt sie unter Arafats Führung 1970 mit dem Schwarzen September eine schwere Niederlage. Dieser musste zunächst nach Kairo, dann in den Libanon fliehen. Aufsehen erregte der historische Auftritt Arafats vor der UN-Vollversammlung am 13. November 1974, bei dem er in Uniform, mit der Kufiya und umgeschnalltem Pistolenholster eine Rede hielt, die von arabischen und kommunistischen Staaten mit Begeisterung aufgenommen wurde. In der Rede reklamierte Arafat den alleinigen Machtanspruch über Palästina für die PLO. Er sprach davon, eine Welt ohne Kolonialismus, Imperialismus, Neokolonialismus und ohne „Rassismus in all seinen Ausformungen, einschließlich des Zionismus“ schaffen zu wollen. Arafat vermied es, von Israel zu sprechen, um dem Staat jegliche Legitimität abzusprechen, und verwendete stattdessen den Begriff zionistische Entität. Den Zionismus stellte er in dieser Rede als eine imperialistische, kolonialistische und rassistische Ideologie dar, die – dezidiert reaktionär und diskriminierend – mit dem Antisemitismus gleichzusetzen sei. Ferner wiederholte er ein altes antisemitisches Stereotyp, wonach der Zionismus wolle, dass die Juden ihren Heimatländern keine Loyalität entgegenbrächten und sich über ihre Mitbürger erhöben. Er sprach der UNO das Recht ab, das unteilbare Heimatland der Palästinenser zu teilen, und wies damit den Teilungsbeschluss von 1947 zurück. Auch behauptete er, der Palästinakrieg von 1948 sei von Israel und nicht von den arabischen Staaten begonnen worden. Die PLO erhielt als legitime politische Vertretung der Palästinenser Beobachterstatus bei der UNO. Das Palästinensertuch – drapiert wie die Konturen Palästinas – gehörte ebenso wie das Holster auch später zu seinen Markenzeichen, ohne die er selten auftrat. Eine weitere bedeutende Rede hielt er am 13. Dezember 1988. Ein Novum war hier, dass die PLO die UN-Resolution anerkannte und Willen zum Kompromiss zeigte. Die gewaltsamen Aktionen der PLO wollte Arafat allerdings als legitimen Widerstand verstanden wissen. In dieser Rede wird auch jene Interpretation der Resolution 194 der UN-Vollversammlung bekräftigt, nach der diese das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge garantiere, womit er eine Doktrin festlegte, die auch heute noch, zumindest in offiziellen Verlautbarungen der PLO, Bestand hat. In der Rede gestand Arafat den Juden nicht explizit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung zu und akzeptierte nicht ausdrücklich, dass Israel ein jüdischer Staat sein könnte. Als Konsequenz des israelischen Libanonfeldzugs gegen das Hauptquartier der PLO in Beirut im Juli/August 1982 musste Arafat nach Tunesien fliehen. Er verließ mit seinen Gefolgsleuten das von Israel besetzte Beirut und errichtete einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis. Der Weg zur internationalen Anerkennung 1988 erkannte Arafat Israel indirekt an und erklärte 1989 die PLO-Charta von 1964, in der zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wurde, für hinfällig. Im Jahre 1990 begrüßte Arafat den irakischen Einmarsch in Kuwait und solidarisierte sich mit Saddam Hussein. Die reichen arabischen Ölstaaten an der Seite des Kriegsgegners USA froren daraufhin ihre finanzielle Unterstützung der PLO ein. Eine weitere Folge war die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachten Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. Statt das Ende abzuwarten, sympathisierte Arafat 1991 noch während des laufenden Augustputsches gegen Michail Gorbatschow mit den Putschisten, womit er einen langjährigen Unterstützer verärgerte. Am 7. April 1992 überlebte Arafat einen Absturz einer Passagiermaschine der Air Bissau aufgrund eines Sandsturms in der libyschen Wüste. Arafat wurde in einem Krankenhaus in Misrata aufgrund eines Blutgerinnsels von dem Chirurgen Meftah Shwedy mehrmals am Gehirn operiert und am rechten Auge behandelt. Am 13. September 1993 kam es bei der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung über die vorübergehende (palästinensische) Selbstverwaltung zwischen dem Staat Israel und der PLO in Washington zu einem historischen Handschlag zwischen Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Jizhak Rabin. Friedensnobelpreisträger Rabin bezahlte später für dieses Entgegenkommen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt durch einen Terroranschlag eines jüdischen Ultra-Nationalisten mit seinem Leben. Nach 27 Jahren Exil kehrte Arafat infolge des Autonomieabkommens am 1. Juli 1994 nach Palästina zurück und bildete in Gaza eine autonome Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde. 1993 wählte das TIME Magazin Die Friedensstifter (Nelson Mandela, Frederik Willem de Klerk, Jassir Arafat und Jitzchak Rabin) zu den Personen des Jahres. Im Dezember 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Während der Trauerwoche für Jitzchak Rabin nach dessen Ermordung im November 1995 besuchte Arafat Leah Rabin und ihre Familie in ihrer Wohnung in Tel Aviv, um seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Es war das erste Mal, dass er israelischen Boden betrat. Aus Sicherheitsgründen hatte er nicht an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen können. Er schilderte, wie sehr ihn der Mord bestürzt habe und wie verzweifelt er darüber sei, seinen Partner im Friedensprozess verloren zu haben. 1995 erhielt Arafat den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. 2000 verhandelte Arafat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und US-Präsident Clinton in Camp David über die Schaffung eines palästinensischen Staates. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Der abtretende Präsident Clinton und Barak, der kurz darauf in allgemeinen Wahlen von seinem politischen Gegner Ariel Scharon abgelöst wurde, gaben Arafat die alleinige Schuld am Scheitern dieser Verhandlungen. Arafat hingegen gab Barak und Clinton die Schuld am Scheitern. Zweite Intifada und politischer Niedergang Arafat wurde schon vor der Zweiten Intifada vorgeworfen, ein doppeltes Spiel zu treiben. Während er sich auf internationalem Parkett für Frieden und Diplomatie starkmachte, soll er vor seinen Anhängern in Gaza mit teilweise antisemitischen Reden Stimmung gegen Israel gemacht haben. Auch wurde ihm mehrfach vorgeworfen, sich aktiv am Waffenschmuggel für paramilitärische und terroristische Zwecke zu beteiligen (siehe Karine-A-Affäre) und die allein von ihm befehligten Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde für Übergriffe auf Israel zur Verfügung zu stellen. Außerdem gab es Berichte britischer Medien wie der BBC, dass Terror-Organisationen wie die Fatah-nahen al-Aqsa-Märtyrerbrigaden über den Umweg der von Arafat regierten Autonomiebehörde indirekt von EU-Geldern finanziert würden. Schließlich duldete oder unterstützte er den erneuten Palästinenseraufstand, was ihn vor allem außenpolitisch isolierte. Als Reaktion auf die Zweite Intifada besetzte Israel immer wieder Teile der autonomen Palästinensergebiete. Die israelische Regierung machte auch Arafat selbst für gewaltsamen Übergriffe verantwortlich. Ab 2001 wurde der in Ramallah lebende Arafat von Israel mehrfach unter Hausarrest gestellt. Seine Hubschrauber wurden im Dezember 2001 zerstört, sodass er nicht mehr zwischen Gaza und Ramallah reisen konnte. Im Rahmen der Operation Schutzschild vom 29. März 2002 bis 3. Mai 2002 zerstörte die israelische Armee einen Teil von Arafats Hauptquartier, der Muqāta'a. Am 11. September 2003 fasste die israelische Regierung den Beschluss, Arafat auszuweisen. Mit einem Hubschrauber sollte er ins Exil nach Nordafrika gebracht werden. Nach dem Ausweisungsbeschluss gingen zehntausende Palästinenser protestierend auf die Straße. Arafat appellierte an die Bevölkerung, Widerstand gegen den Beschluss zu leisten. Er wolle „lieber sterben, als sich zu ergeben“. Am 14. September 2003 stellte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auch ein Attentat auf Arafat als eine legitime Möglichkeit seiner Entfernung dar. Am 16. September 2003 ließen die USA eine Resolution des Weltsicherheitsrates gegen die Ausweisung Arafats an ihrem Veto scheitern. Deutschland enthielt sich der Stimme. Korruption Im Mai 2002 stellte der BND fest, dass die Verwendung von EU-Geldern für den Terrorismus „nicht auszuschließen“ sei, da Arafat offensichtlich nicht zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung trenne. Das Gutachten spricht weiterhin von „bekanntem Missmanagement“ und „weit verbreiteter Korruption“ (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Die USA und Israel hatten die Europäische Union in Brüssel zu dem Zeitpunkt bereits mehrfach aufgefordert, die Verwendung der Subventionen für die Palästinensische Autonomiebehörde genauer zu überprüfen. Brüssel erklärte, für Transparenz und Kontrolle der Fördermittel sorge der Internationale Währungsfonds. Der IWF legte 2003 jedoch einen Bericht über „Ökonomische Leistungen und Reformen unter Konfliktbedingungen“ vor, aus dem hervorging, dass zwischen 1995 und 2000 mehr als 900 Millionen Dollar an Fördergeldern für die Palästinensische Autonomiebehörde „verschwanden“. Weisungsbefugt für die Verwendung des Geldes seien allein Arafat und „enge Vertraute“ gewesen. Arafat kontrollierte dem Bericht zufolge bis zu seinem Tod allein 8 % des palästinensischen Gesamtbudgets. Familie Arafat war seit dem 17. Juli 1990 mit Suha at-Tawil, mit der er eine Tochter, Zahwa (* 24. Juli 1995 in Neuilly-sur-Seine), hat, verheiratet. Ab dem Beginn der zweiten Intifada, also ab 2001, lebten Frau und Tochter in Paris und Tunis. 2007 zog Suha nach Malta. Sein Neffe Musa Arafat war Leiter des palästinensischen Militärgeheimdienstes, sein Bruder Fathi Arafat Mediziner. Tod Jassir Arafats Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum 28. Oktober 2004 akut. Er hatte bereits über eine Woche wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes nichts gegessen. Die israelische Regierung hob aufgrund seiner schweren Krankheit das Reiseverbot auf und sicherte ihm eine Rückkehr ins Westjordanland zu. Am folgenden Tag wurde Arafat nach Paris geflogen und zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Percy gebracht, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält. Am 4. November verschlechterte sich sein Zustand noch einmal; es wurde von einem „tiefen Koma“ berichtet. Am 10. November versagten Nieren und Leber. Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte wurde aus religiösen Gründen abgelehnt. Infolge der Leberschädigung und der daraus resultierenden Störung der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren kam es zu einer Gehirnblutung. Am 11. November 2004 um 3.30 Uhr (MEZ) starb Jassir Arafat. Nach Verabschiedung mit militärischen Ehren wurde der Leichnam Arafats in Begleitung seiner Witwe mit einer französischen Militärmaschine nach Kairo geflogen. Die zentrale Trauerfeier fand am 12. November am Flughafen Kairo-International statt, wozu hochrangige Politiker aus aller Welt eingeladen waren. Im Anschluss an die militärische Zeremonie in Kairo wurde der Sarg nach Ramallah geflogen, wo die Beisetzungszeremonie am frühen Nachmittag stattfand. Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“. Arafat wurde in einem Steinsarg auf dem Gelände seines ehemaligen Amtssitzes in Ramallah unter großer Anteilnahme der palästinensischen Bevölkerung beigesetzt. Sein Sarg wurde mit Erde vom Jerusalemer Tempelberg umgeben. Am 10. November 2016 wurde in Ramallah neben dem Arafat-Mausoleum ein „Arafat-Museum“ eröffnet. Es kostete 7 Millionen Dollar und wurde von den palästinensischen Behörden im Westjordanland finanziert. Ausgestellt sind unter anderem seine Brille, sein Revolver, „sein charakteristischer schwarz-weiß karierter Keffiyeh-Kopfschmuck“, sein Reisepass, seine Friedensnobelpreismedaille (zwischenzeitlich im Besitz der Hamas) und andere Memorabilien. Vermittelt wird eine unkritische palästinensische Sicht der Dinge, etwa in der Darstellung des Massakers bei den olympischen Spielen von München 1972 („Antwort auf Überfall israelischer und deutscher Sicherheitskräfte“). Arafats Geburt wird von Kairo in ein palästinensisches Dorf in der Nähe der Jerusalemer Altstadt verlegt, wie es palästinensischer Legendenbildung entspricht. Hinweise auf seine Ehefrau Suha at-Tawil werden vermieden, völlig ausgeblendet werden die vielen Vorwürfe hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Reaktionen Nur wenige Stunden, nachdem der Tod Arafats bekannt gegeben worden war, griffen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Netsarim im Gaza-Streifen an. In Ramallah warnten Extremisten die neue palästinensische Führung unter Mahmud Abbas vor einem „Ausverkauf der palästinensischen Sache“ und drohten den Nachfolgern Arafats mit dem Tod, sollten sie zu Zugeständnissen gegenüber Israel bereit sein. Die Fatah-Splittergruppe „al-Aqsa-Brigaden“ benannte sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland nach Arafats Tod vollständig ab. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis durften nicht nach Israel einreisen. Jedoch transportierten mehrere hundert Busse Palästinenser aus dem Gazastreifen zur Trauerfeier nach Ramallah. Befürchtungen, dass der Tod von Jassir Arafat einen Rückschlag für den Nahost-Friedensprozess bedeute, bewahrheiteten sich zunächst nicht. Die Palästinensische Autonomiebehörde setzte antiisraelische Fernsehspots ab und unternahm Anstrengungen zur Reform der Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung ließ im Gegenzug ca. 150 palästinensische Gefangene frei, sicherte Unterstützung bei den palästinensischen Wahlen zu und kündigte eine Rückkehr zur Roadmap an. Die Palästinenserführung ernannte den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattuh verfassungsgemäß zum vorläufigen Nachfolger Arafats und rief eine 40-tägige Trauer aus. In den Präsidentschaftswahlen vom 9. Januar 2005 wurde Mahmud Abbas zum Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Nach seinem Tode wurde Jassir Arafat von 200 Rabbinern als „Amalek und Hitler unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als „Freudentag“ zu feiern. Spekulationen und Ermittlungen zur Todesursache und Exhumierung Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden machten ebenso wie die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Israel für den Tod Arafats verantwortlich und drohten mit Rache. So äußerte sich Dschihad-Anführer Chalid al-Batesch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon habe „bei der Tötung Arafats seine Hand im Spiel“ gehabt. Ärzte im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris, in dem Arafat zuletzt behandelt wurde, und Vertraute Arafats schlossen jedoch seinerzeit aus, dass der Palästinenserchef vergiftet worden sei. Eine Autopsie fand nach dem Willen der Witwe nicht statt. Da weder Arafats Ärzte noch dessen Witwe die genaue Todesursache bekannt gaben, kam es in der Folge zu weiteren öffentlichen Spekulationen. Dabei wurden von Spezialisten besonders Vergiftung und AIDS nahegelegt. Ahmad Dschibril, der Generalsekretär der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC), erklärte im Juli 2007, er habe Einblick in den französischen Bericht über den Tod Arafats gehabt. Der Bericht gebe an, dass Arafat an AIDS erkrankt gewesen sei. Aschraf al-Kurdi, seit 1986 persönlicher Leibarzt von Jassir Arafat, erklärte am 12. August 2007 gegenüber der jordanischen Nachrichten-Webseite Amman, dass der Palästinenserführer unter dem HI-Virus litt, aber nicht an der Immunschwächekrankheit AIDS starb. Das Virus soll Arafat erst kurz vor seinem Tod in dessen Blut injiziert worden sein, so al-Kurdi, der aber angab, dass die tatsächliche Todesursache eine Vergiftung gewesen sei. Im August 2011 beschuldigte die Fatah den zuvor aus der Partei ausgeschlossenen Mohammed Dahlan, hinter der Vergiftung Arafats zu stecken und sogar selbst das Gift aus Paris besorgt zu haben. Haaretz veröffentlichte 2005 eine Analyse israelischer Experten, wonach eine eventuelle Vergiftung am ehesten bei einem Abendessen am 12. Oktober 2004 stattgefunden haben müsste. Verdacht auf Vergiftung mit Polonium 210 Im Dezember 2011 und Januar 2012 kontaktierte der Reporter Clayton Swisher Arafats Witwe in Malta und Paris und erhielt von ihr Akten und eine Tasche mit persönlichen Gegenständen (Zahnbürste, Kleidung, Kufiya), die Arafat in seinen letzten Tagen benutzt hatte. Am 3. Juli 2012 veröffentlichte der Fernsehsender al-Dschasira den Befund des Schweizer Institut de Radiophysique der Universität Lausanne, dem die Gegenstände zur Untersuchung gegeben worden waren. Festgestellt wurden gegenüber den natürlichen Vorkommen erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Polonium 210. Aufgrund dessen geringer Halbwertszeit von nur 138,38 Tagen halbiert sich die Strahlung alle 138 Tage. Von der Ursprungsmenge wäre acht Jahre nach Arafats Tod nur ein Millionstel übrig. Das Schweizer Institut betonte, die Ergebnisse seien kein Beweis für eine Vergiftung, aber zumindest ein Hinweis darauf. Die in den französischen Krankenakten Arafats beschriebenen Symptome, die zu seinem Tod führten, stimmten nicht mit den bekannten Symptomen einer radioaktiven Vergiftung überein. Zur Theorie über einen Gifttod Arafats durch Polonium wurden auch von verschiedenen anderen Experten Zweifel geäußert. Die vom radiologischen Institut bekannt gegebenen Poloniumkonzentrationen auf den persönlichen Gegenständen Arafats könnten nach einem von der Jerusalem Post zitierten Experten wegen der Halbwertszeit des Polonium 210 nicht auf eine acht Jahre zurückliegende Vergiftung zurückgeführt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen worden sein. Am 31. Juli 2012 erstattete Suha Arafat im französischen Nanterre Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung. Die französische Justiz leitete Ende August 2012 Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Palästinenserführung und auch die Witwe befürworteten eine im Islam normalerweise verbotene Exhumierung. Anfang November wurden die ersten Vorbereitungen dafür getroffen, da dafür viel Beton im Mausoleum abgetragen werden musste. Am 27. November 2012 wurde Arafats Leichnam exhumiert und ein ausländisches Expertenteam nahm Proben. Im September 2015 beschlossen die zuständigen französischen Untersuchungsrichter eine Einstellung des laufenden Verfahrens, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit, da es keine ausreichenden Beweise für einen Mord gebe. Umstrittene Untersuchungsergebnisse Mitte Oktober 2013 wurde ein Zwischenergebnis von Schweizer Toxikologen bekannt, wonach eine Vergiftung möglich, aber nicht sicher sei. Am 6. November 2013 gab die Universität Lausanne bekannt, einen gegenüber natürlichen Konzentrationen stark erhöhten Wert von Polonium 210 in den Proben nachgewiesen zu haben. Zugleich stellten sie eine über das natürliche Vorkommen hinaus deutlich erhöhte Menge von Blei 210 fest. Blei 210 kann eine Poloniumvergiftung maskieren, weil Polonium 210 ein Folgeprodukt des Blei 210 in der radioaktiven Zerfallskette ist und nach einiger Zeit mit dem Blei im radioaktiven Gleichgewicht steht. Da Blei 210 eine wesentlich längere Halbwertszeit hat, sind aufgrund der Neuentstehung von Polonium 210 die Reste einer möglicherweise vorangegangenen Poloniumvergiftung nicht mehr nachweisbar. Die Anwesenheit des Blei 210 wurde als mögliche Verunreinigung des hypothetisch als Gift verwendeten Poloniums erklärt. Es wurde vorgerechnet, dass von einer angenommenen Giftdosis von 1 GBq zum Todeszeitpunkt noch 4–5 % im Körper verblieben wären, die bis zur Exhumierung auf ca. 15 Bq Gesamtdosis abgeklungen wären. Die Forscher konnten Polonium nicht als Todesursache ausschließen, bezeichneten es aber auch nicht als sicher, dass Polonium den Tod verursachte. Die Ergebnisse würden letztere These „mäßig stützen“ („moderately support the proposition“: „moderately“ ist sicherer als „slightly“ und unsicherer als „strongly“). Unabhängige Forscher kommentierten, dass die Studie deshalb kein Beweis für eine Vergiftung sei. Am 3. Dezember 2013 wurde berichtet, dass das ebenfalls beauftragte französische Untersuchungsteam zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Vergiftung sei auszuschließen, vielmehr weise es auf eine natürliche Todesursache hin. Die Forschungsberichte eines russischen Untersuchungsteams, das ebenfalls Zugang zu Arafats sterblichen Überresten hatte, schließen eine Vergiftung ebenfalls aus. Nachdem die Staatsanwaltschaft von Nanterre im März 2015 mitgeteilt hatte, dass die Polonium-Spuren aus Arafats Grab natürlichen Ursprungs seien, beantragte sie Mitte Juli 2015 das Verfahren einzustellen. Die Ermittlungsrichter in Nanterre folgten dem Antrag und stellten das Verfahren Anfang September 2015 ein. Schlussfolgerungen In einem im November 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel des Schweizer Teams wird eine Vergiftung als plausibel, aber nicht bewiesen eingestuft. Die gleiche Studie ermittelt eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Annahme einer Vergiftung mit Po 210 als für die gegenteilige Annahme, falls man von einer mehrfachen Einnahme des Po 210 in kleinen Dosen ausgehe. Im Juni 2016 lehnte ein Gericht in Paris (nicht letztinstanzlich) die Wiedereröffnung der Untersuchungen bzgl. des vermuteten Mordes ab, weil dafür die Rechtsgrundlage fehle. Ehrungen 1993 Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens 1993 Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1994 Prinz-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 1994 Friedensnobelpreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1995 Deutscher Medienpreis 1999 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. 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Februar 2001 Palestinians mourn Arafat but struggle for liberation will continue – Trotzkistische Analyse von Arafats Wirken, Maavak Sozialisti (israelische Sektion des CWI), 11. November 2004 (englisch) Anmerkungen Politiker (Palästina) Fatah Mitglied der PLO Person des Antizionismus Person im Nahostkonflikt Friedensnobelpreisträger Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette) Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großkreuz) Träger des Ordens des Weißen Löwen Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Palästinenser Ägypter Geboren 1929 Gestorben 2004 Mann
Book Catalog: nut Nut: the goddess of life in text and iconography Uppsala. Dep. of Archaeology and Ancient History, Uppsala University. 2002. VIII, 490 S.. Uppsala studies in Egyptology; 5. ISBN 91-506-1653-6 Nutana bhaktamala: jisameòm 128 santa sadha mahatma aura bhaktoòm ki saçnkshipta jivaniyaòm tatha unake kucha bacana bani diye gaye haiòm Maheshwari, S. D. Agara. Santadasa Maheâsvari,. 1974.. 400 p., [1] leaf of plates. NÅutana chanda-parikramÅa Sena, Prabodhacandra 3. Aufl. KalakÅatÅa. ÅAnanda Publ.. 1993. 35, 323 S.. ISBN 81-7066576-0 Nutation and the earth's rotation: [symposium] held in Kiev, USSR, 23-28 May, 1977 Fedorov, E. P. ; Smith, M. L. ; Bender, P. L. Dordrecht, Holland ; . D. Reidel Pub. Co., ;. c1980.. xvi, 266 p.. Nutation, croissance et graviréaction des racines de maÉis Ney, Daniel 1981. getr. Zählung. DIE NUTATIONEN DER BLUETHENSTIELE DER PAPAVER-ARTEN UND DER SPROSSENDEN VON AMPELOPSIS QUINQUEFOLIA MICHX. VON MAX SCHOLTZ. BRESLAU: NISCHKOWSKY 1892. S.374-406. 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Leben und Wandel der rechten und wahren Christen Arndt, Johann ; Ozawa, Seiji ¬[Dirigent/in]¬ Zürich . in Bürcklischer Truckerey getruckt. 1746. [10] Bl., 1352 S.. Elektronik im Kraftfahrzeug: Tagung Baden-Baden, 25. und 26. September 2003 Nichtred. Ms.-Dr.. Düsseldorf. VDI-Verl.. 2003. 1226 S. : Ill., graph. Darst.. VDI-Berichte ; 1789. ISBN 3-18-091789-X Marz, Fritz ; Arnold, Rolf ; Reischmann, Jost ; Petipa, Marius ; Malachov, Vladimir ; Saidakova, Nadja ; Matz, Oliver ; Barenboim, Daniel ; Spinatelli, Luisa 1. Aufl.. Stuttgart. Klett. 1978. 230 S.. Anmerkungen und Argumente zur historischen und politischen Bildung ; 21. ISBN 3-12-927560-6 London. Bodley Head. 1984. 102 S.. ISBN 0-370-30840-9 New Jersey. Paganiniana Publications. 1985. 112 S.. ISBN 0-86622-325-8 Hoffmann, Ernst T. A. ; Innocenti, Roberto [Ill.] 1. ed. Mankato, Minn.. Creative Ed. [u.a.]. 1996. 135 S.. ISBN 0-15-100227-4 Nutcracker: money, madness, murder ; a family album Garden City, NY. Doubleday. 1985. 444 S.. 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q-de-2239
Wer war Jassir Arafat?
Jassir Arafat (* 24. August 1929 in Kairo, Ägypten; † 11. November 2004 in Clamart, Département Hauts-de-Seine, Frankreich), , ursprünglich , Kunya: , war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war seit dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1957 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge und Bombenattentate auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte. Jahrzehntelang galt Arafats Bemühen der Vernichtung Israels; als strategische Mittel zur Umsetzung dieses Ziels favorisierte er Gewalt gegen israelische Bürger und Zivileinrichtungen, die den Staat grundlegend destabilisieren, seine Bürger verunsichern und Israel letztendlich zur leichten Beute eines Angriffs arabischer Armeen machen sollte. Arafats Unterstützung der irakischen Invasion Kuwaits hatte die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 zur Folge. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachte Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. 1994 erhielt er dafür gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2000 verhandelte Arafat mit Israels damaligem Regierungschef Ehud Barak und dem damaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, erfolglos über die Gründung eines unabhängigen, palästinensischen Staates. Nach dem Scheitern von Camp David II unterstützte Arafat die Zweite Intifada, wodurch er in seinen letzten Lebensjahren vor allem außenpolitisch an Einfluss verlor. Erst nach dem Tod Arafats waren führende palästinensische Vertreter bereit, sich für Arafats Unterstützung Saddam Husseins und der Invasion in Kuwait zu entschuldigen. Die Beurteilungen seiner Person gehen weit auseinander, von Freiheitskämpfer über Guerillakämpfer bis Terrorist. Leben Jassir Arafat wurde übereinstimmenden Erkenntnissen verschiedener Biographen zufolge in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Arafat hingegen behauptete häufig, in Palästina geboren worden zu sein, wobei er im Laufe der Zeit widersprüchliche Angaben machte. Mal behauptete er, in der Altstadt Jerusalems geboren worden zu sein, mal im Gazastreifen. Sicher ist, dass sein Vater aus Gaza und seine Mutter aus einer angesehenen Jerusalemer Familie stammten. Sie hatten in den 1920er Jahren geheiratet und waren nach Kairo ausgewandert. Jassir war das sechste von sieben Kindern. Als er etwa vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Um den Vater mit den sechs Halbwaisen zu entlasten, nahm der Bruder der Mutter, Salim Abu Saud, Jassir und seinen jüngeren Bruder zu sich nach Jerusalem, das damals zum britischen Mandatsgebiet Palästina gehörte. Er lebte dort vier Jahre. Frühe Jahre Als er nach der erneuten Heirat seines Vaters nach Kairo zurückkehrte, besuchte er die Schule und später die Universität, an der er Elektrotechnik studierte. Eine Zeit lang beschäftigte er sich mit der jüdischen Kultur, hatte jüdische Bekannte und las zionistische Werke z. B. von Theodor Herzl. 1946 soll Arafat intensiven Kontakt mit Mohammed Amin al-Husseini, dem mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem, gehabt haben, der in Ägypten Asyl gefunden hatte. Al-Husseini war ein entfernter Verwandter Arafats. Dass er jedoch der Onkel Arafats gewesen sei, ist eine Legende. Arafat engagierte sich nun aktiv in der arabischen Nationalbewegung in Palästina. Zu dieser Zeit war er ein Befürworter der militärischen Konfrontation und beschaffte Waffen, die ins Mandatsgebiet geschmuggelt wurden. In Kairo hatte sich Jassir Arafat mit Abd al-Qadir al-Husseini angefreundet, der die Einheiten palästinensischer Araber in der Region Jerusalem anführte. Als Arafat von Abdel Khader al-Husseinis Tod im Palästinakrieg bei der Schlacht am Kastel-Berg im April 1948 hörte, brach er sein Studium in Kairo ab und nahm aktiv am Krieg teil. Er trat der Moslem-Bruderschaft bei, die im Gazastreifen und in der Schlacht bei Kfar Darom kämpfte. Als die ägyptische Armee am 15. Mai 1948 in den Palästinakrieg eingriff, wurde Arafat und seiner Einheit befohlen abzuziehen. Dies war für ihn ein prägendes Erlebnis. Er beschuldigte später die arabischen Staaten des Verrates, weil sie den Palästinensern nicht geholfen hätten, die Schlacht zu gewinnen, und ihnen nicht erlaubt hätten zu kämpfen. Die palästinensischen Araber erlitten eine militärische Niederlage gegen Israel. Etwa 750.000 Palästinenser wurden vertrieben oder ergriffen die Flucht und lebten von da an überwiegend als Staatenlose in den Nachbarländern. In den 1950er Jahren studierte Arafat an der Universität Kairo. 1952 gründete er die Generalunion Palästinensischer Studenten (GUPS), der er bis 1957 vorstand. Ende 1952 wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser vorübergehend verhaftet. 1956 verließ er die Universität als diplomierter Ingenieur und gründete die Union der Palästinensischen Hochschulabsolventen. Danach meldete er sich freiwillig zur ägyptischen Armee und kämpfte im Sueskrieg 1956 gegen Frankreich, Großbritannien und Israel. Er war Leutnant in der ägyptischen Armee und galt als Sprengstoffexperte. Noch im selben Jahr ging er nach Kuwait, wo er als Ingenieur arbeitete und ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. Gründung der Fatah 1957 gründete er in Kuwait zusammen mit Chalil al-Wazir (Abu Dschihad) die erste Zelle der Bewegung zur Befreiung Palästinas (al-Fatah), aus der 1959 die gleichnamige politische Partei hervorging. Ab 1958 war Arafat Vorstandsmitglied und ab 1968 Vorsitzender der Fatah. Durch seine aktive Teilnahme an der Schlacht von Karame 1968 begründete er seinen Heldenmythos und war ab 1969 Vorsitzender der PLO, die 1964 durch die Arabische Liga ins Leben gerufen worden war. Ende der 1960er Jahre wuchsen die Spannungen zwischen der PLO und der jordanischen Regierung; palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien etabliert und kontrollierten strategische Positionen wie die Öl-Raffinerien bei Zarqa. Jordanien betrachtete diese Umstände als eine wachsende Bedrohung seiner Souveränität und seiner Sicherheit und versuchte, die palästinensischen Milizen zu entwaffnen. Im Juni 1970 brachen nach einem fehlgeschlagenen palästinensischen Attentat auf den jordanischen König offene Kämpfe aus, die mit der Flucht der PLO aus Jordanien in den Libanon endeten. Wurde die Schlacht von Karame als erster historischer Sieg der PLO angesehen, so erlitt sie unter Arafats Führung 1970 mit dem Schwarzen September eine schwere Niederlage. Dieser musste zunächst nach Kairo, dann in den Libanon fliehen. Aufsehen erregte der historische Auftritt Arafats vor der UN-Vollversammlung am 13. November 1974, bei dem er in Uniform, mit der Kufiya und umgeschnalltem Pistolenholster eine Rede hielt, die von arabischen und kommunistischen Staaten mit Begeisterung aufgenommen wurde. In der Rede reklamierte Arafat den alleinigen Machtanspruch über Palästina für die PLO. Er sprach davon, eine Welt ohne Kolonialismus, Imperialismus, Neokolonialismus und ohne „Rassismus in all seinen Ausformungen, einschließlich des Zionismus“ schaffen zu wollen. Arafat vermied es, von Israel zu sprechen, um dem Staat jegliche Legitimität abzusprechen, und verwendete stattdessen den Begriff zionistische Entität. Den Zionismus stellte er in dieser Rede als eine imperialistische, kolonialistische und rassistische Ideologie dar, die – dezidiert reaktionär und diskriminierend – mit dem Antisemitismus gleichzusetzen sei. Ferner wiederholte er ein altes antisemitisches Stereotyp, wonach der Zionismus wolle, dass die Juden ihren Heimatländern keine Loyalität entgegenbrächten und sich über ihre Mitbürger erhöben. Er sprach der UNO das Recht ab, das unteilbare Heimatland der Palästinenser zu teilen, und wies damit den Teilungsbeschluss von 1947 zurück. Auch behauptete er, der Palästinakrieg von 1948 sei von Israel und nicht von den arabischen Staaten begonnen worden. Die PLO erhielt als legitime politische Vertretung der Palästinenser Beobachterstatus bei der UNO. Das Palästinensertuch – drapiert wie die Konturen Palästinas – gehörte ebenso wie das Holster auch später zu seinen Markenzeichen, ohne die er selten auftrat. Eine weitere bedeutende Rede hielt er am 13. Dezember 1988. Ein Novum war hier, dass die PLO die UN-Resolution anerkannte und Willen zum Kompromiss zeigte. Die gewaltsamen Aktionen der PLO wollte Arafat allerdings als legitimen Widerstand verstanden wissen. In dieser Rede wird auch jene Interpretation der Resolution 194 der UN-Vollversammlung bekräftigt, nach der diese das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge garantiere, womit er eine Doktrin festlegte, die auch heute noch, zumindest in offiziellen Verlautbarungen der PLO, Bestand hat. In der Rede gestand Arafat den Juden nicht explizit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung zu und akzeptierte nicht ausdrücklich, dass Israel ein jüdischer Staat sein könnte. Als Konsequenz des israelischen Libanonfeldzugs gegen das Hauptquartier der PLO in Beirut im Juli/August 1982 musste Arafat nach Tunesien fliehen. Er verließ mit seinen Gefolgsleuten das von Israel besetzte Beirut und errichtete einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis. Der Weg zur internationalen Anerkennung 1988 erkannte Arafat Israel indirekt an und erklärte 1989 die PLO-Charta von 1964, in der zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wurde, für hinfällig. Im Jahre 1990 begrüßte Arafat den irakischen Einmarsch in Kuwait und solidarisierte sich mit Saddam Hussein. Die reichen arabischen Ölstaaten an der Seite des Kriegsgegners USA froren daraufhin ihre finanzielle Unterstützung der PLO ein. Eine weitere Folge war die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachten Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. Statt das Ende abzuwarten, sympathisierte Arafat 1991 noch während des laufenden Augustputsches gegen Michail Gorbatschow mit den Putschisten, womit er einen langjährigen Unterstützer verärgerte. Am 7. April 1992 überlebte Arafat einen Absturz einer Passagiermaschine der Air Bissau aufgrund eines Sandsturms in der libyschen Wüste. Arafat wurde in einem Krankenhaus in Misrata aufgrund eines Blutgerinnsels von dem Chirurgen Meftah Shwedy mehrmals am Gehirn operiert und am rechten Auge behandelt. Am 13. September 1993 kam es bei der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung über die vorübergehende (palästinensische) Selbstverwaltung zwischen dem Staat Israel und der PLO in Washington zu einem historischen Handschlag zwischen Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Jizhak Rabin. Friedensnobelpreisträger Rabin bezahlte später für dieses Entgegenkommen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt durch einen Terroranschlag eines jüdischen Ultra-Nationalisten mit seinem Leben. Nach 27 Jahren Exil kehrte Arafat infolge des Autonomieabkommens am 1. Juli 1994 nach Palästina zurück und bildete in Gaza eine autonome Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde. 1993 wählte das TIME Magazin Die Friedensstifter (Nelson Mandela, Frederik Willem de Klerk, Jassir Arafat und Jitzchak Rabin) zu den Personen des Jahres. Im Dezember 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Während der Trauerwoche für Jitzchak Rabin nach dessen Ermordung im November 1995 besuchte Arafat Leah Rabin und ihre Familie in ihrer Wohnung in Tel Aviv, um seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Es war das erste Mal, dass er israelischen Boden betrat. Aus Sicherheitsgründen hatte er nicht an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen können. Er schilderte, wie sehr ihn der Mord bestürzt habe und wie verzweifelt er darüber sei, seinen Partner im Friedensprozess verloren zu haben. 1995 erhielt Arafat den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. 2000 verhandelte Arafat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und US-Präsident Clinton in Camp David über die Schaffung eines palästinensischen Staates. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Der abtretende Präsident Clinton und Barak, der kurz darauf in allgemeinen Wahlen von seinem politischen Gegner Ariel Scharon abgelöst wurde, gaben Arafat die alleinige Schuld am Scheitern dieser Verhandlungen. Arafat hingegen gab Barak und Clinton die Schuld am Scheitern. Zweite Intifada und politischer Niedergang Arafat wurde schon vor der Zweiten Intifada vorgeworfen, ein doppeltes Spiel zu treiben. Während er sich auf internationalem Parkett für Frieden und Diplomatie starkmachte, soll er vor seinen Anhängern in Gaza mit teilweise antisemitischen Reden Stimmung gegen Israel gemacht haben. Auch wurde ihm mehrfach vorgeworfen, sich aktiv am Waffenschmuggel für paramilitärische und terroristische Zwecke zu beteiligen (siehe Karine-A-Affäre) und die allein von ihm befehligten Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde für Übergriffe auf Israel zur Verfügung zu stellen. Außerdem gab es Berichte britischer Medien wie der BBC, dass Terror-Organisationen wie die Fatah-nahen al-Aqsa-Märtyrerbrigaden über den Umweg der von Arafat regierten Autonomiebehörde indirekt von EU-Geldern finanziert würden. Schließlich duldete oder unterstützte er den erneuten Palästinenseraufstand, was ihn vor allem außenpolitisch isolierte. Als Reaktion auf die Zweite Intifada besetzte Israel immer wieder Teile der autonomen Palästinensergebiete. Die israelische Regierung machte auch Arafat selbst für gewaltsamen Übergriffe verantwortlich. Ab 2001 wurde der in Ramallah lebende Arafat von Israel mehrfach unter Hausarrest gestellt. Seine Hubschrauber wurden im Dezember 2001 zerstört, sodass er nicht mehr zwischen Gaza und Ramallah reisen konnte. Im Rahmen der Operation Schutzschild vom 29. März 2002 bis 3. Mai 2002 zerstörte die israelische Armee einen Teil von Arafats Hauptquartier, der Muqāta'a. Am 11. September 2003 fasste die israelische Regierung den Beschluss, Arafat auszuweisen. Mit einem Hubschrauber sollte er ins Exil nach Nordafrika gebracht werden. Nach dem Ausweisungsbeschluss gingen zehntausende Palästinenser protestierend auf die Straße. Arafat appellierte an die Bevölkerung, Widerstand gegen den Beschluss zu leisten. Er wolle „lieber sterben, als sich zu ergeben“. Am 14. September 2003 stellte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auch ein Attentat auf Arafat als eine legitime Möglichkeit seiner Entfernung dar. Am 16. September 2003 ließen die USA eine Resolution des Weltsicherheitsrates gegen die Ausweisung Arafats an ihrem Veto scheitern. Deutschland enthielt sich der Stimme. Korruption Im Mai 2002 stellte der BND fest, dass die Verwendung von EU-Geldern für den Terrorismus „nicht auszuschließen“ sei, da Arafat offensichtlich nicht zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung trenne. Das Gutachten spricht weiterhin von „bekanntem Missmanagement“ und „weit verbreiteter Korruption“ (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Die USA und Israel hatten die Europäische Union in Brüssel zu dem Zeitpunkt bereits mehrfach aufgefordert, die Verwendung der Subventionen für die Palästinensische Autonomiebehörde genauer zu überprüfen. Brüssel erklärte, für Transparenz und Kontrolle der Fördermittel sorge der Internationale Währungsfonds. Der IWF legte 2003 jedoch einen Bericht über „Ökonomische Leistungen und Reformen unter Konfliktbedingungen“ vor, aus dem hervorging, dass zwischen 1995 und 2000 mehr als 900 Millionen Dollar an Fördergeldern für die Palästinensische Autonomiebehörde „verschwanden“. Weisungsbefugt für die Verwendung des Geldes seien allein Arafat und „enge Vertraute“ gewesen. Arafat kontrollierte dem Bericht zufolge bis zu seinem Tod allein 8 % des palästinensischen Gesamtbudgets. Familie Arafat war seit dem 17. Juli 1990 mit Suha at-Tawil, mit der er eine Tochter, Zahwa (* 24. Juli 1995 in Neuilly-sur-Seine), hat, verheiratet. Ab dem Beginn der zweiten Intifada, also ab 2001, lebten Frau und Tochter in Paris und Tunis. 2007 zog Suha nach Malta. Sein Neffe Musa Arafat war Leiter des palästinensischen Militärgeheimdienstes, sein Bruder Fathi Arafat Mediziner. Tod Jassir Arafats Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum 28. Oktober 2004 akut. Er hatte bereits über eine Woche wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes nichts gegessen. Die israelische Regierung hob aufgrund seiner schweren Krankheit das Reiseverbot auf und sicherte ihm eine Rückkehr ins Westjordanland zu. Am folgenden Tag wurde Arafat nach Paris geflogen und zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Percy gebracht, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält. Am 4. November verschlechterte sich sein Zustand noch einmal; es wurde von einem „tiefen Koma“ berichtet. Am 10. November versagten Nieren und Leber. Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte wurde aus religiösen Gründen abgelehnt. Infolge der Leberschädigung und der daraus resultierenden Störung der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren kam es zu einer Gehirnblutung. Am 11. November 2004 um 3.30 Uhr (MEZ) starb Jassir Arafat. Nach Verabschiedung mit militärischen Ehren wurde der Leichnam Arafats in Begleitung seiner Witwe mit einer französischen Militärmaschine nach Kairo geflogen. Die zentrale Trauerfeier fand am 12. November am Flughafen Kairo-International statt, wozu hochrangige Politiker aus aller Welt eingeladen waren. Im Anschluss an die militärische Zeremonie in Kairo wurde der Sarg nach Ramallah geflogen, wo die Beisetzungszeremonie am frühen Nachmittag stattfand. Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“. Arafat wurde in einem Steinsarg auf dem Gelände seines ehemaligen Amtssitzes in Ramallah unter großer Anteilnahme der palästinensischen Bevölkerung beigesetzt. Sein Sarg wurde mit Erde vom Jerusalemer Tempelberg umgeben. Am 10. November 2016 wurde in Ramallah neben dem Arafat-Mausoleum ein „Arafat-Museum“ eröffnet. Es kostete 7 Millionen Dollar und wurde von den palästinensischen Behörden im Westjordanland finanziert. Ausgestellt sind unter anderem seine Brille, sein Revolver, „sein charakteristischer schwarz-weiß karierter Keffiyeh-Kopfschmuck“, sein Reisepass, seine Friedensnobelpreismedaille (zwischenzeitlich im Besitz der Hamas) und andere Memorabilien. Vermittelt wird eine unkritische palästinensische Sicht der Dinge, etwa in der Darstellung des Massakers bei den olympischen Spielen von München 1972 („Antwort auf Überfall israelischer und deutscher Sicherheitskräfte“). Arafats Geburt wird von Kairo in ein palästinensisches Dorf in der Nähe der Jerusalemer Altstadt verlegt, wie es palästinensischer Legendenbildung entspricht. Hinweise auf seine Ehefrau Suha at-Tawil werden vermieden, völlig ausgeblendet werden die vielen Vorwürfe hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Reaktionen Nur wenige Stunden, nachdem der Tod Arafats bekannt gegeben worden war, griffen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Netsarim im Gaza-Streifen an. In Ramallah warnten Extremisten die neue palästinensische Führung unter Mahmud Abbas vor einem „Ausverkauf der palästinensischen Sache“ und drohten den Nachfolgern Arafats mit dem Tod, sollten sie zu Zugeständnissen gegenüber Israel bereit sein. Die Fatah-Splittergruppe „al-Aqsa-Brigaden“ benannte sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland nach Arafats Tod vollständig ab. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis durften nicht nach Israel einreisen. Jedoch transportierten mehrere hundert Busse Palästinenser aus dem Gazastreifen zur Trauerfeier nach Ramallah. Befürchtungen, dass der Tod von Jassir Arafat einen Rückschlag für den Nahost-Friedensprozess bedeute, bewahrheiteten sich zunächst nicht. Die Palästinensische Autonomiebehörde setzte antiisraelische Fernsehspots ab und unternahm Anstrengungen zur Reform der Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung ließ im Gegenzug ca. 150 palästinensische Gefangene frei, sicherte Unterstützung bei den palästinensischen Wahlen zu und kündigte eine Rückkehr zur Roadmap an. Die Palästinenserführung ernannte den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattuh verfassungsgemäß zum vorläufigen Nachfolger Arafats und rief eine 40-tägige Trauer aus. In den Präsidentschaftswahlen vom 9. Januar 2005 wurde Mahmud Abbas zum Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Nach seinem Tode wurde Jassir Arafat von 200 Rabbinern als „Amalek und Hitler unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als „Freudentag“ zu feiern. Spekulationen und Ermittlungen zur Todesursache und Exhumierung Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden machten ebenso wie die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Israel für den Tod Arafats verantwortlich und drohten mit Rache. So äußerte sich Dschihad-Anführer Chalid al-Batesch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon habe „bei der Tötung Arafats seine Hand im Spiel“ gehabt. Ärzte im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris, in dem Arafat zuletzt behandelt wurde, und Vertraute Arafats schlossen jedoch seinerzeit aus, dass der Palästinenserchef vergiftet worden sei. Eine Autopsie fand nach dem Willen der Witwe nicht statt. Da weder Arafats Ärzte noch dessen Witwe die genaue Todesursache bekannt gaben, kam es in der Folge zu weiteren öffentlichen Spekulationen. Dabei wurden von Spezialisten besonders Vergiftung und AIDS nahegelegt. Ahmad Dschibril, der Generalsekretär der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC), erklärte im Juli 2007, er habe Einblick in den französischen Bericht über den Tod Arafats gehabt. Der Bericht gebe an, dass Arafat an AIDS erkrankt gewesen sei. Aschraf al-Kurdi, seit 1986 persönlicher Leibarzt von Jassir Arafat, erklärte am 12. August 2007 gegenüber der jordanischen Nachrichten-Webseite Amman, dass der Palästinenserführer unter dem HI-Virus litt, aber nicht an der Immunschwächekrankheit AIDS starb. Das Virus soll Arafat erst kurz vor seinem Tod in dessen Blut injiziert worden sein, so al-Kurdi, der aber angab, dass die tatsächliche Todesursache eine Vergiftung gewesen sei. Im August 2011 beschuldigte die Fatah den zuvor aus der Partei ausgeschlossenen Mohammed Dahlan, hinter der Vergiftung Arafats zu stecken und sogar selbst das Gift aus Paris besorgt zu haben. Haaretz veröffentlichte 2005 eine Analyse israelischer Experten, wonach eine eventuelle Vergiftung am ehesten bei einem Abendessen am 12. Oktober 2004 stattgefunden haben müsste. Verdacht auf Vergiftung mit Polonium 210 Im Dezember 2011 und Januar 2012 kontaktierte der Reporter Clayton Swisher Arafats Witwe in Malta und Paris und erhielt von ihr Akten und eine Tasche mit persönlichen Gegenständen (Zahnbürste, Kleidung, Kufiya), die Arafat in seinen letzten Tagen benutzt hatte. Am 3. Juli 2012 veröffentlichte der Fernsehsender al-Dschasira den Befund des Schweizer Institut de Radiophysique der Universität Lausanne, dem die Gegenstände zur Untersuchung gegeben worden waren. Festgestellt wurden gegenüber den natürlichen Vorkommen erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Polonium 210. Aufgrund dessen geringer Halbwertszeit von nur 138,38 Tagen halbiert sich die Strahlung alle 138 Tage. Von der Ursprungsmenge wäre acht Jahre nach Arafats Tod nur ein Millionstel übrig. Das Schweizer Institut betonte, die Ergebnisse seien kein Beweis für eine Vergiftung, aber zumindest ein Hinweis darauf. Die in den französischen Krankenakten Arafats beschriebenen Symptome, die zu seinem Tod führten, stimmten nicht mit den bekannten Symptomen einer radioaktiven Vergiftung überein. Zur Theorie über einen Gifttod Arafats durch Polonium wurden auch von verschiedenen anderen Experten Zweifel geäußert. Die vom radiologischen Institut bekannt gegebenen Poloniumkonzentrationen auf den persönlichen Gegenständen Arafats könnten nach einem von der Jerusalem Post zitierten Experten wegen der Halbwertszeit des Polonium 210 nicht auf eine acht Jahre zurückliegende Vergiftung zurückgeführt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen worden sein. Am 31. Juli 2012 erstattete Suha Arafat im französischen Nanterre Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung. Die französische Justiz leitete Ende August 2012 Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Palästinenserführung und auch die Witwe befürworteten eine im Islam normalerweise verbotene Exhumierung. Anfang November wurden die ersten Vorbereitungen dafür getroffen, da dafür viel Beton im Mausoleum abgetragen werden musste. Am 27. November 2012 wurde Arafats Leichnam exhumiert und ein ausländisches Expertenteam nahm Proben. Im September 2015 beschlossen die zuständigen französischen Untersuchungsrichter eine Einstellung des laufenden Verfahrens, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit, da es keine ausreichenden Beweise für einen Mord gebe. Umstrittene Untersuchungsergebnisse Mitte Oktober 2013 wurde ein Zwischenergebnis von Schweizer Toxikologen bekannt, wonach eine Vergiftung möglich, aber nicht sicher sei. Am 6. November 2013 gab die Universität Lausanne bekannt, einen gegenüber natürlichen Konzentrationen stark erhöhten Wert von Polonium 210 in den Proben nachgewiesen zu haben. Zugleich stellten sie eine über das natürliche Vorkommen hinaus deutlich erhöhte Menge von Blei 210 fest. Blei 210 kann eine Poloniumvergiftung maskieren, weil Polonium 210 ein Folgeprodukt des Blei 210 in der radioaktiven Zerfallskette ist und nach einiger Zeit mit dem Blei im radioaktiven Gleichgewicht steht. Da Blei 210 eine wesentlich längere Halbwertszeit hat, sind aufgrund der Neuentstehung von Polonium 210 die Reste einer möglicherweise vorangegangenen Poloniumvergiftung nicht mehr nachweisbar. Die Anwesenheit des Blei 210 wurde als mögliche Verunreinigung des hypothetisch als Gift verwendeten Poloniums erklärt. Es wurde vorgerechnet, dass von einer angenommenen Giftdosis von 1 GBq zum Todeszeitpunkt noch 4–5 % im Körper verblieben wären, die bis zur Exhumierung auf ca. 15 Bq Gesamtdosis abgeklungen wären. Die Forscher konnten Polonium nicht als Todesursache ausschließen, bezeichneten es aber auch nicht als sicher, dass Polonium den Tod verursachte. Die Ergebnisse würden letztere These „mäßig stützen“ („moderately support the proposition“: „moderately“ ist sicherer als „slightly“ und unsicherer als „strongly“). Unabhängige Forscher kommentierten, dass die Studie deshalb kein Beweis für eine Vergiftung sei. Am 3. Dezember 2013 wurde berichtet, dass das ebenfalls beauftragte französische Untersuchungsteam zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Vergiftung sei auszuschließen, vielmehr weise es auf eine natürliche Todesursache hin. Die Forschungsberichte eines russischen Untersuchungsteams, das ebenfalls Zugang zu Arafats sterblichen Überresten hatte, schließen eine Vergiftung ebenfalls aus. Nachdem die Staatsanwaltschaft von Nanterre im März 2015 mitgeteilt hatte, dass die Polonium-Spuren aus Arafats Grab natürlichen Ursprungs seien, beantragte sie Mitte Juli 2015 das Verfahren einzustellen. Die Ermittlungsrichter in Nanterre folgten dem Antrag und stellten das Verfahren Anfang September 2015 ein. Schlussfolgerungen In einem im November 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel des Schweizer Teams wird eine Vergiftung als plausibel, aber nicht bewiesen eingestuft. Die gleiche Studie ermittelt eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Annahme einer Vergiftung mit Po 210 als für die gegenteilige Annahme, falls man von einer mehrfachen Einnahme des Po 210 in kleinen Dosen ausgehe. Im Juni 2016 lehnte ein Gericht in Paris (nicht letztinstanzlich) die Wiedereröffnung der Untersuchungen bzgl. des vermuteten Mordes ab, weil dafür die Rechtsgrundlage fehle. Ehrungen 1993 Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens 1993 Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1994 Prinz-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 1994 Friedensnobelpreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1995 Deutscher Medienpreis 1999 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Held der Demokratischen Volksrepublik Korea Alter Freund des chinesischen Volkes Literatur Helga Baumgarten: Arafat: zwischen Kampf und Diplomatie. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36419-5. Andrew Gowers, Tony Walker: Arafat: hinter dem Mythos. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50035-9 (Übersetzung von Behind the myth: Yasser Arafat and the Palestinian revolution, 1990). Amnon Kapeliuk: Yassir Arafat: Die Biographie. Mit einem Vorwort von Nelson Mandela, Palmyra, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-930378-59-3. Gerhard Konzelmann: Arafat. Vom Terroristen zum Mann des Friedens. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-61296-5. (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch, Band 61296, Biographie). Aharon Moshel: In einer Hand den Ölzweig: Jassir Arafat und die PLO. Facta, München / Hamburg 1988, ISBN 3-926827-10-6. Barry Rubin, Judith Colp Rubin: Yasir Arafat : A Political Biography. Oxford University, Oxford 2005, ISBN 978-0-19-516689-7. Danny Rubinstein: Yassir Arafat. Vom Guerillakämpfer zum Staatsmann. Palmyra, Heidelberg 1996, ISBN 3-930378-09-4 (Übersetzung von The Mystery of Arafat, 1995). Hassan Sadek: Arafat. Hugendubel, München / Kreuzlingen 2006, ISBN 978-3-7205-2751-4. (= Diederichs kompakt). Janet und John Wallach: Jassir Arafat. Die Biographie. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-08755-0. Weblinks Themenschwerpunkt Arafat in der ägyptischen Wochenzeitung Al Ahram Rafael Seligmann: Begrabt ihn in Jerusalem, FAZ, 7. November 2004 , nahostkonflikt.net Internetpräsenz der PLO (Negotiations Affairs Department) (englisch, arabisch, hebräisch) Wolfgang G. Schwanitz: Yasir Arafat: Palästinensischer Politiker (PDF, 1,3 MiB) Einige kritische Betrachtungen: Michael Naumann: Keine Kugel für Arafat, Die Zeit, 18. September 2003 Petra Steinberger: Der Hoffnungsschimmerlügner, SZ, 4. November 2004 Gisela Dachs und Reiner Luyken: So opfert Arafat die Jugend Palästinas, Die Zeit, 44/2000 Jörg Steinhaus: Der lange Weg des Jassir Arafat, Kronos, 2. Februar 2001 Palestinians mourn Arafat but struggle for liberation will continue – Trotzkistische Analyse von Arafats Wirken, Maavak Sozialisti (israelische Sektion des CWI), 11. November 2004 (englisch) Anmerkungen Politiker (Palästina) Fatah Mitglied der PLO Person des Antizionismus Person im Nahostkonflikt Friedensnobelpreisträger Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette) Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großkreuz) Träger des Ordens des Weißen Löwen Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Palästinenser Ägypter Geboren 1929 Gestorben 2004 Mann
House of Night: Kabinett Nr. 38236 Kabinett Nr. 38236 Katze von Catharina Throne Eigene Bewertung: Keines Durchschnitt: 5 (639 Bewertungen) Catharina, Lady Marian für Miss Anna :D Gezeichnet und Jungvampyr werden(✔) am 19.06.2012, Vampyr werden(), von einer Katze erwählt werden(✔) meine Star ღ am 26.08.2012 um 13: 57 Uhr :), eine Affinität bekommen(✔) feuer <3 am 26.09.2012, Untersekunda (✔), Obersekunda (✔), Unterprima (✔), Oberprima (✔), Lehrer (), 1.000 Blutstropfen(✔), 5.000 Blutstropfen(✔), 10.000 Blutstropfen(✔), 13.000 Blutstropfen(), 100 Bewertungen(✔), 300 Bewertungen(✔), 500 Bewertungen (✔), 800 Bewertungen(), 1.000 Bewertungen() *•. .•* 100 Bücher lesen(✔), 150 Bücher lesen(✔), 200 Bücher lesen(✔), 250 Bücher lesen() Hmm... Also ich liebe es zu lesen, aber besonders liebe ich es, im Sommer zu lesen, wenn die Sonne erst nach 23 Uhr untergeht, und im Winter, wenn der Kamin an ist und ich mit einer Decke zugedeckt auf der Couch sitze und dazu eine Tasse Tee oder heißen Kakao trinken kann, ich bin 15 und hab am 11. April Geburtstag, gehe in die 10. Klasse einer Realschule in Bottrop(liegt in Nordrhein- Westfalen), chatte sehr oft, hab dunkel blonde, glatte haare (will aber unbedingt locken haben :D) und grüne Augen , hör jeden tag musik ♥ ohne Musik könnte ich nicht leben, filme ♥ gucken wenn ich zeit dafür hab :D, ich liebe die Englische- Sprache, ich bin FC Bayern München- Fan :D, Ich schreibe "Geschichten" drei heißen Secret Fly- The Secret of me, Secret Fly 2- Jamie's choice(noch nicht fertig) und Gefangen im Alptraum(erst vor kurzem Angefangen), wer sonst noch irgendwelche Fragen über mich/ an mich hat kann ruhig fragen ;) ᏜMeine LieblingszitateᏜ †At this moment, there are six billion, 470 million, 818 thousand, 671 people in the world. Some are running scared. Some are coming home. Some tell lies to make it through the day. Others are just now facing the truth. Some are evil men, at war with good. And some are good, struggling with evil. Six billion people in the world. Six billion souls. And sometimes, all you need is one. †Tragödien passieren eben. Was soll man machen? Aufgeben? Aufhören? Nein. Eins ist mir klar geworden: Wenn einem das Herz gebrochen wird muss man wie verrückt kämpfen damit man spürt, dass man noch am Leben ist. †Wenn deine Augen nicht offen wären, würdest du den Unterschied zwischen Träumen und Wachen nicht kennen. †I've given up on you. Love fades. Mine has. †Du bist es wert, dass ich um dich kämpfe. Du bist es sogar wert, dass ich für dich sterbe. †Es war als wären wir allein auf der Welt. Als gäbe es nur uns. Nur das jetzt. Für eine kurze Ewigkeit. †Manches, was man über Jahrhunderte aufbaut, kann in wenigen Augenblicken zerstört werden. †I told you that I will always be with you . And I will love you forever and always , no matter what ! 1. House of Night von P.C. und Kristin Cast: ~ House of Night 1- Gezeichnet ~ House of Night 2- Betrogen ~ House of Night 3- Erwählt ~ House of Night 4- Ungezähmt ~ House of Night 5- Gejagt ~ House of Night 6- Versucht ~ House of Night 7- Verbrannt ~ House of Night 8- Geweckt ~ House of Night 9- Bestimmt ~ House of Night 10- Verloren ~ House of Night 11- Entfesselt ஜ۩۞۩ஜ 2. Dragons Schwur von P. C. und Kristin Cast ஜ۩۞۩ஜ 3. Lenobias Verschprechen von P.C. und Kristin Cast ஜ۩۞۩ஜ 4. Neferets Fluch von P.C. und Kristin Cast ஜ۩۞۩ஜ 5. Nyx- Das Begleitbuch von P.C. Cast ஜ۩۞۩ஜ 6. Verdammt von Kristin Cast, Alyson Noël, Kelley Armstrong, Richelle Mead und Francesca Lia Block ஜ۩۞۩ஜ 7. Tagebuch eines Vampirs von Lisa J. Smith: ~ Tagebuch eines Vampirs 1- Im Zwielicht ~ Tagebuch eines Vampirs 2- Bei Dämmerung ~ Tagebuch eines Vampirs 3- In der Dunkelheit ~ Tagebuch eines Vampirs 4- In der Schattenwelt ~ Tagebuch eines Vampirs 5- Rückkehr bei Nacht ~ Tagebuch eines Vampirs 6- Seelen der Finsternis ~ Tagebuch eines Vampirs 7- Schwarze Mitternacht ஜ۩۞۩ஜ 8. The Vampire Diaries- Stefan's Diaries von Lisa J. Smith: ~ The Vampire Diaries- Stefan's Diaries 1- Am Anfang der Ewigkeit ~ The Vampire Diaries- Stefan's Diaries 2- Nur ein Tropfen Blut ~ The Vampire Diaries- Stefan's Diaries 3- Rache ist nicht genug ~ The Vampire Diaries- Stefan's Diaries 4- Nebel der Vergangenheit ~ The Vampire Diaries- Stefan's Diaries 5- Schatten des Schicksals ஜ۩۞۩ஜ 9. Der magische Zirkel von Lisa J. Smith: ~ Der magische Zirkel 1- Die Ankunft ~ Der magische Zirkel 2- Der Verrat ~ Der magische Zirkel 3- Die Erlösung ஜ۩۞۩ஜ 10. Das dunkle Spiel von Lisa J. Smith: ~ Das dunkle Spiel 1- Die Gejagte ~ Das dunkle Spiel 2- Die Beute ~ Das dunkle Spiel 3- Die Entscheidung ஜ۩۞۩ஜ 11. Unter dem Vampirmond von Amanda Hocking: ~ Unter dem Vampirmond 1- Versuchung ~ Unter dem Vampirmond 2- Verführung ~ Unter dem Vampirmond 3- Verlangen ~ Unter dem Vampirmond 4- Schicksal ஜ۩۞۩ஜ 12. Evernight von Claudia Gray: ~ Evernight ~ Evernight 2- Tochter der Dämmerung ~ Evernight 3- Hüterin des Zwielichts ~ Evernight 4- Gefährtin der Morgenröte ஜ۩۞۩ஜ 13. Vampire Academy von Richelle Mead: ~ Vampire Academy 1- Blutschwestern ~ Vampire Academy 2- Blaues Blut ~ Vampire Academy 3- Schattenträume ~ Vampire Academy 4- Blutschwur ~ Vampire Academy 5- Seelenruf ~ Vampire Academy 6- Schicksalsbande ஜ۩۞۩ஜ 14. Blood Lines von Richelle Mead: ~ Blood Lines 1- Falsche Versprechen ~ Blood Lines 2- Die goldene Lilie ~ Blood Lines 3- Magisches Erbe ~ Blood Lines 4- Feuriges Herz ஜ۩۞۩ஜ 15. Harry Potter von J.K. Rowling: ~ Harry Potter und der Stein der Weisen ~ Harry Potter und die Kammer des Schreckens ~ Harry Potter und der Gefangene von Askaban ~ Harry Potter und der Feuerkelch ~ Harry Potter und der Orden des Phönix ~ Harry Potter und der Halbblutprinz ~ Harry Potter und die Heiligtümer des Todes ஜ۩۞۩ஜ 16. Die Märchen von Beedle dem Barden von J.K. Rowling ஜ۩۞۩ஜ 17. Angelfire von Courtney Allison Moulton: ~ Angelfire 1- Meine Seele gehört dir ~ Angelfire 2- Auf den Schwingen des Bösen ஜ۩۞۩ஜ 18. Percy Jackson von Rick Riordan: ~ Percy Jackson 1- Diebe im Olymp ~ Percy Jackson 2- Im Bann des Zyklopen ஜ۩۞۩ஜ 19. Die Helden des Olymp von Rick Riordan: ~ Die Helden des Olymp 1- Der verschwundene Halbgott ஜ۩۞۩ஜ 20. Evermore von Alyson Noël: ~ Evermore 1- Die Unsterblichen ~ Evermore 2- Der blaue Mond ~ Evermore 3- Das Schattenland ~ Evermore 4- Das dunkle Feuer ~ Evermore 5- Der Stern der Nacht ~ Evermore 6- Für immer und Ewig ஜ۩۞۩ஜ 21. Riley- Die Geisterjägerin von Alyson Noël: ~ Riley- Die Geisterjägerin 1- Das Mädchen im Licht ~ Riley- Die Geisterjägerin 2- Im Schein der Finsternis ~ Riley- Die Geisterjägerin 3- Die Geisterjägerin ~ Riley- Die Geisterjägerin 4- Der erste Kuss ஜ۩۞۩ஜ 22. Finger Prints von Melinda Metz: ~ Finger Prints 1- Tödliche Gedanken ~ Fing er Prints 2- Eisklates Spiel ~ Finger Prints 3- Dunkles Erbe ~ Finger Prints 4- Gefährliches Geheimnis ~ Finger Prints 5- Mörderischer Verrat ~ Finger Prints 6- Erkenntnis ஜ۩۞۩ஜ 23. Haus der Vampire von Rachel Caine: ~ Haus der Vampire 1- Verfolgt bis aufs Blut ~ Haus der Vampire 2- Der letzte Kuss ~ Haus der Vampire 3- Rendezvous mit einem Unbekannten ~ Haus der Vampire 4- Ball der Versuchung ~ Haus der Vampire 5- Der Nacht geweiht ~ Haus der Vampire 6- Schwur für die Ewigkeit ~ Haus der Vampire 7- Bittersüßer Verrat ~ Haus der Vampire 8- Flirt mit der Unsterblichkeit ~ Haus der Vampire 9- Gefährliche Sehnsucht ~ Haus der Vampire 10- Bis die Dämmerung uns scheidet ஜ۩۞۩ஜ 24. Der geheime Zirkel von Libba Bray: ~ Der geheime Zirkel 1- Gemmas Visionen ~ Der geheime Zirkel 2- Circes Rückkehr ~ Der geheime Zirkle 3- Kartiks Schicksal ஜ۩۞۩ஜ 25. Dawn und Julien von Lynn Raven: ~ Der Kuss des Dämons ~ Das Herz des Dämons ~ Das Blut des Dämons ஜ۩۞۩ஜ 26. Werwolf von Lynn Raven ஜ۩۞۩ஜ 27. Blutbraut von Lynn Raven ஜ۩۞۩ஜ 28. Urbat von Bree Despain: ~ Urbat 1- Die dunkle Gabe ஜ۩۞۩ஜ 29. Engel der Nacht von Becca Fitzpatrick: ~ Engel der Nacht ~ Engel der Nacht 2- Bis das Feuer die Nacht erhellt ஜ۩۞۩ஜ 30. Engelsnacht von Lauren Kate: ~ Engelsnacht ~ Engelsmorgen ~ Engelsflammen ஜ۩۞۩ஜ 31. The Immortals von Melissa de la Cruz: ~ The Immortals 1- Tochter der Finsternis ~ The Immortals 2- Hüter des Unheils ~ The Immortals 3- Schwester des Dämons ~ The Immortals 4- Engel der Dämmerung ~ The Immortals 5.1- Jäger der Schatten ~ The Immortals 5.2- Gefährtin der Nacht ~ The Immortals 6- Rivalin des Schicksals ஜ۩۞۩ஜ 32. Night Academy von Inara Scott: ~ Night Academy 1- Die Begabte ~ Night Academy 2- Die Verschwörer ஜ۩۞۩ஜ 33. Zweilicht von Nina Blazon ஜ۩۞۩ஜ 34. Totenbraut von Nina Blazon ஜ۩۞۩ஜ 35. Die Tintenwelt- Trilogie von Cornelia Funke: ~ Tintenherz ~ Tintenblut ~ Tintentod ஜ۩۞۩ஜ 36. Vampire Knight 1- 12 von Matsuri Hino ஜ۩۞۩ஜ 37. Die Edelstein- Trilogie von Kerstin Gier: ~ Rubinrot ~ Saphirblau ~ Smaragdgrün ஜ۩۞۩ஜ 38. Riley Blackthorne- Die Dämonenfängerin von Jana Oliver: ~ Riley Blackthorne- Die Dämonenfängerin 1- Aller Anfang ist Hölle ~ Riley Blackthorne- Die Dämonenfängerin 2- Seelenraub ~ Riley Blackthorne- Die Dämonenfängerin 3- Höllenflüstern ~ Riley Blackthorne- Die Dämonenfängerin 4- Engelsfeuer ஜ۩۞۩ஜ 39. The Caster Chronicles von Kami Garcia und Margaret Stohl: ~ Sixteen Moons- Eine unsterbliche Liebe ~ Seventeen Moons- Eine unheilvolle Liebe ~ Eighteen Moons- Eine grenzenlose Liebe ~ Nineteen Moons- Eine ewige Liebe ஜ۩۞۩ஜ 40. Das Erwachen der Wölfin von J.M. Sampson: ~ Das Erwachen der Wölfin 1- Die Verwandlung ஜ۩۞۩ஜ 41. Bridget Jones von Helen Fielding: ~ Bridget Jones 1- Schokolade zum Frühstück ஜ۩۞۩ஜ 42. Dracula von Bram Stoker ஜ۩۞۩ஜ 43. Vampirsohn von J.R. Ward ஜ۩۞۩ஜ 44. Saugfest von Steffi von Wolff ஜ۩۞۩ஜ 45. Seelen von Stephenie Meyer ஜ۩۞۩ஜ 46. Blood on my Hands von Todd Strasser ஜ۩۞۩ஜ 47. Tote Mädchen lügen nicht von Jay Asher ஜ۩۞۩ஜ 48. Wenn die Liebe erwacht von Sandra Brown ஜ۩۞۩ஜ 49. Sams Briefe an Jennifer von James Patterson ஜ۩۞۩ஜ 50. P.S. Ich liebe dich von Cecelia Ahern ஜ۩۞۩ஜ 51. Rosendorn von Jenna Black ஜ۩۞۩ஜ 52. Böser Bruder, Toter Bruder von Narinder Dhami ஜ۩۞۩ஜ 53. Herz aus Eis von Martina Dierks ஜ۩۞۩ஜ 54. Nick & Norah- Soundtrack einer Nacht von Rachel Cohn & David Levithan ஜ۩۞۩ஜ 55. Shadow Falls Camp von C.C. Hunter: ~ Shadow Falls Camp 1- Geboren um Mitternacht ~ Shadow Falls Camp 2- Erwacht im Morgengrauen ஜ۩۞۩ஜ 56. Die Erben der Nacht von Ulrike Schweikert: ~ Die Erben der Nacht 1- Nosferas ~ Die Erben der Nacht 2- Lycana ~ Die Erben der Nacht 3- Pyras ~ Die Erben der Nacht 4- Dracas ~ Die Erben der Nacht 5- Vyrad ஜ۩۞۩ஜ 57. Die Tribute von Panem von Suzanne Collins: ~ Die Tribute von Panem 1- Tödliche Spiele ஜ۩۞۩ஜ 58. Schattenschwingen von Tanja Heitmann: ~ Schattenschwingen 1- Schattenschwingen ஜ۩۞۩ஜ 59. Gossip Girl von Cecily von Ziegesar: ~ Gossip Girl 1- Ist es nicht schön, gemein zu sein? ~ Gossip Girl 2- Ihr wisst genau, dass ihr mich liebt ~ Gossip Girl 3- Alles ist mir nicht genug ஜ۩۞۩ஜ 60. Immortal Beloved von Cate Tiernan: ~ Immortal Beloved 1- Entflammt ~ Immortal Beloved 2- Ersehnt ~ Immortal Beloved 3- Entfesselt ஜ۩۞۩ஜ 61. Soul Seeker von Alyson Noël: ~ Soul Seeker 1- Vom Schicksal bestimmt ஜ۩۞۩ஜ 62. Das Buch der Zeit von Guillaume Prévost: ~ Das Buch der Zeit 1- Die steinerne Pforte ~ Das Buch der Zeit 2- Die sieben Münzen ~ Das Buch der Zeit 3- Der magische Reif ஜ۩۞۩ஜ 63. Arkadien von Kai Meyer: ~ Arkadien erwacht ~ Arkadien brennt ~ Arkadien fällt ஜ۩۞۩ஜ 64. Das Buch der Schatten von Cate Tiernan: ~ Das Buch der Schatten 1- Verwandlung ஜ۩۞۩ஜ 65. Beastly von Alex Flinn ஜ۩۞۩ஜ 66. Perfect Chemistry von Simone Elkeles: ~ Du oder das ganze Leben ஜ۩۞۩ஜ 67. The Forest- Wald der Tausend Augen von Carrie Ryan ஜ۩۞۩ஜ 68. Lucian von Isabel Abedi ஜ۩۞۩ஜ 69. Boot Camp von Morton Rhue ஜ۩۞۩ஜ 70. The Violet Eden Chapters von Jessica Shirvington: ~ Erwacht ஜ۩۞۩ஜ One Tree Hill ♥ , The Vampire Diaries ♥ , O.C. California ♥ , Hart of Dixie ♥ , Teen Wolf ♥ , Dallas(2012) ♥ , Arrow ♥ , The Secret Circle, Under the Dome, New Girl, Witches of East End, Beauty and the Beast, Grimm, Pretty Little Liars, Gossip Girl, American Horror Story, Once upon a time- Es war einmal..., Lost Girl, Big Time Rush, Harper's Island, 90210, Glee, 10 Dinge, die ich an dir hasse, Wolfblood- Verwandlung bei Vollmond, H2O- Plötzlich Meerjungfrau, Mako- Einfach Meerjungfrau, Beeing Human, Iron Man- Die Zukunft beginnt, Mein Babysitter ist ein Vampir- Die Serie, Die Zauberer vom Waverly Place, Merlin- Die neuen Abenteuer, Switched at Birth, Baby Daddy, Two and a Half Man Titanic ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Star Wars Episode I- VI ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Seelen ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Jumper ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Twilight 1- 4.2 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Beilight- Bis(s) zum Abendbrot ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Ich bin Nummer 4 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Underworld 1(Uncut)- 4 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ P.S. Ich liebe dich ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Das Bildnis des Dorian Gray ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Die Tribute von Panem ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Remember me- Lebe den Augenblick ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ In Time- Deine Zeit läuft ab ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Step up 1&2 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Red Riding Hood- Unter dem Wolfsmond ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Big Time Rush- The Movie ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Fluch der Karibik 1- 4 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Dark Shadows ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ 21JumpStreet ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Einfach zu haben ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ LOL ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Kiss& Kill ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Knight and Day ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Love and other Drugs- Nebenwirkungen inklusive ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Percy Jackson 1&2 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Beautiful Creatures ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Hangover 1- 3 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Harry Potter 1- 7.2 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Iron Man 1- 3 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Hänsel& Gretel- Hexenjäger ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Atemlos- Gefährliche Wahrheit ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Ted ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Duell der Magier ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Warm Bodies- Ein Zombie mit Herz ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Jack& the Giants ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Kokowääh 1& 2 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Voll Abgezockt ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Die Fantastische Welt von Oz ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Schlussmacher ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Der Herr der Ringe (Special Extended DVD Edition) 1-3 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Der Hobbit 1& 2 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Abraham Lincoln- Vampirjäger ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Fright Night ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Wir sind die Nacht ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ After. Life ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Krabat ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ VanHelsing ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Les Misérable ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Das Haus der Dämonen ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Beastly ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Freundschaft Plus ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ The Lucky One- Für immer der Deine ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Lesbian Vampire Killers ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Vampire Party ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Vampire in Brooklyn ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Ultraviolet ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Mitternachtszirkus- Wilkommen in der Welt der Vampire ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Mein Babysitter ist ein Vampir- Der Film ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Biss zur großen Pause- Das Highschool Vampir Grusical ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Werwolf wider Willen ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Blood and Chocolate ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Pitch Perfect ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Small Town Secret ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Rache ist Sexy ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Beim Leben meiner Schwester ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Thor 1 & 2 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ The Amazing Spiderman ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Plötzlich Star ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Schwesterherzen- Ramonas wilde Welt ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Die Zauberer vom Waverly Place- Der Film ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ The Wizards Return: Alex vs. Alex ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Prinzessinnen Schutzprogramm ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Wendy Wu- Die Highschool- Kriegerin ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ The Social Network ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Der 16. Wunsch ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Wasser für die Elefanten ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Cosmopolis ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ 17 Again- Back to High School ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Wie durch ein Wunder ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Eine für 4 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Eine für 4- Unterwegs in Sachen Liebe ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Vielleicht lieber morgen ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Die Chroniken von Narnia 1-3 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Die Vampirschwestern ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Türkisch für Anfänger ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Arena ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Sucker Punch ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ The Blind Side- Die große Chance ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Super 8 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Bad Teacher ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Die Frau in Schwarz(Uncut) ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Ghost Rider ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Fired Up!- Das Cheerleader-Camp ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Wild Child ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Valentinstag ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Spieglein Spieglein- Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Snow White and the Huntsman ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Liebe geht durch alle Zeiten- Rubinrot ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Das Haus Anubis- Pfad der sieben Sünden ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Rock It! ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Groupies bleiben nicht zum Frühstück ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Freche Mädchen 1& 2 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Mit dir an meiner Seite ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Halloweentown 1- 4 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Hocus Pocus ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ The Hole- Die geheimnisvolle Falltür ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Die Wanderhure 1-3 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Scary Movie 4& 5 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Der Grosse Gatsby ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Gefallene Engel 1- 3 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ After Earth ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Tintenherz ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Zombieland ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ December Boys ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ The Woods ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Man of Steel ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Verlobung auf Umwegen ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Wer ist Hanna? ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Adventureland ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Parkland ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Crazy, Stupid, Love. ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ ''Helden''- Wenn dein Land dich braucht ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Das Leuchten der Stille ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Push ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Sydney White- Campus Queen ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Shakespear in Love (1998) ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ BandSlam- Get Ready to Rock! ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Das Beste kommt zum Schluss ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ FreundeMitGewissenVorzügen ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Der Fluch der 2 Schwestern ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Blutschwestern- jung, magisch, tödlich ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Verrückt nach dir ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Briefe an Julia ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Fack ju Goethe ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Jennifer's Body- Jungs nach ihrem Geschmack ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ R.L. Stine's Und wieder schlägt die Geisterstunde: Das Monster, das ich rief ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Friendship! ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Die Frau des Zeitreisenden ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ New York, I love you! ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Lone Ranger ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Source Code ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Easy Virtue- Eine unmoralische Ehefrau ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Anna Karenina (2013) ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ A Cinderella Story- Once upon a Song ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Teen Spirit ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Happy New Year ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Prom- Die Nacht deines Lebens ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Chroniken der Unterwelt- City of Bones ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Chloe ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Eragon- Das Vermächtnis der Drachenreiter ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ William Shakespears- Romeo + Julia ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Wie ein einziger Tag ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Total verknallt in Tad Hamilton ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Wir sind die Millers ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ The Messengers ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Gravity ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Brücke nach Terabithia ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Schwindel ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Marvel's: The Avengers ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Alles, was wir geben mussten ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Movie 43 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Marie Antoinette (2006) ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Mitten ins Herz- Ein Song für dich ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Geld her oder Autsch'n ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Prinzessin Ithaka ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Die Unfassbaren- Now you see me ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Gefährten ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Marry Me ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Green Lantern ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Legion ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Captain America- The First Avenger ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ The Green Hornet ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Juno ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Das ist das Ende ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Kindsköpfe 1 & 2 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ So spielt das Leben ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Ultraviolet ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Black Swan ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Das Kabinett des Doktor Panassus ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Der letzte Kuss ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ X- Men: First Class- Erste Entscheidung ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Dead Man Walking ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Drag me to hell ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Wie Ausgewechselt ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Frozen- Eiskalter Abgrund ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Krieg der Götter ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Kill the Boss ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ A Nightmare on Elm Street ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ X-Men Origins: Wolverine 1 & 2 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Shutter Island ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Date Movie ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Gangster Squad ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Brothers ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Der Kautions-Cop ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ 127 Hours ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ House at the End of the Street ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Nach 7 Tagen- Ausgeflittert ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ All Inclusive ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Leg dich nicht mit Zohan an ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Evan Allmächtig ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Chuck & Larry- Wie Feuer und Flamme ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Rezept zum Verlieben ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Das Kabinett des Doktor Parnassus ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Fantastic Four 1 & 2 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ 21 ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Elektra ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Mr. & Mrs. Smith ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Aviator ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Brothers Grimm ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Das Schwiegermonster ♥Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ♥ Selena Gomez, Eric Saade, Fall out Boy, Avicii, Katy Perry, James Blunt, Linkin Park, Imagine Dragons, Example, Taylor Swift, Demi Lovato, One Direction, The Wanted, Those Dancing Days- Help me close my eyes, Big Time Rush, Heffron Drive, Conor Maynard, Austin Mahone, Avril Lavigne, Deadmau5- Ghost N Stuff, Dada Life- Kick out the epic Motherfu**ker, will.i.am, Mika, Maroon5, Sheryl Crow, Jessica Simpson, Christina Perri, Stanfour, One Republik, Macklemore and Ryan Lewis, Ellie Goulding, Ed Sheeran, Becky G, Flo Rida, David Guetta, Carly Rae Jepson, Leona Lewis, Pitbull, alles was gut ist halt... :) Selena Gomez♥ , Hayden Christensen♥ , Rachel Bilson♥ , Robert Downey junior♥ , Leonardo DiCaprio ♥, Evan Peters♥ , Emma Stone, Andrew Garfield, Amanda Sayfried, Logan Lerman♥ , Leighton Meester, Matt Lanter, Ashley Benson, Jennifer Lawrence♥ , Josh Hutcherson♥ , Liam Hemsworth♥ , Tyler Posey, Holland Roden♥ , Dylan O'Brian ♥ , Claire Holt ♥ , Josh Henderson ♥ , Lucy Hale, Nina Dobrev, Ian Sommerhalder, Paul Wesley, Sophia Bush, Ben Barnes, Taylor Swift Sa, 26/07/2014 - 10:00 http://annas-blog-f-s-b.blogs http://annas-blog-f-s-b.blogspot.de/=>wenn ihr wollt, könnt ihr euch ja mal meinen blog angucken :) KatjaRedbird Di, 07/01/2014 - 10:26 Wow dein Kabinett ist ja der dein Kabinett ist ja der Wahnsinn :) Sa, 05/10/2013 - 17:58 Vielen Dank für deine Bewertung (Ich verstehe zwar den Sinn darin nicht, freue mich aber trotzdem) Interessante Filmliste. Besonders lachen musste ich bei "Abraham Lincoln- Vampierjäger" ... so ein verdammter Schwachsinn. Einige auf deiner Liste, muss ich mir dringend ansehen. Und du hast schon ziemlich viele Bücher gelesen. Respekt! Noch einen schönen Abend. =) Di, 01/10/2013 - 17:52 Hey, vielen Dank für deine Fa!!! Mo, 30/09/2013 - 19:00 Heeyy danke für deine fa :) Heeyy danke für deine fa :) vielleicht schreibt man sich ja ;) Sa, 28/09/2013 - 10:40 Heeyy, danke für deine FA. Heeyy, danke für deine FA. Habe mich sehr gefreut. Kannst dich ja mal melden wenn du willst Do, 26/09/2013 - 17:47 Hey :) Danke für die FA und Danke für die FA und die Bewertung von dir:) Do, 19/09/2013 - 18:59 danke dir für die bewertung und die fa. :)) Mo, 16/09/2013 - 17:48 Danke für die Fa habe mich habe mich sehr gefreut über die Fa.Danke!!! Célya Ivette Do, 12/09/2013 - 20:18 Haay :D Danke für deine Ich habe sie angenommen und vielleicht hören wir uns mal ;D Monia Nyxes Melinazwilling Kleo Redbird Nina Fennella Catharina Throne... ...ist in der Oberprima, hat insgesamt bereits 11437 Blutstropfen gesammelt und ist derzeit
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Wer war Jassir Arafat?
Jassir Arafat (* 24. August 1929 in Kairo, Ägypten; † 11. November 2004 in Clamart, Département Hauts-de-Seine, Frankreich), , ursprünglich , Kunya: , war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war seit dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1957 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge und Bombenattentate auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte. Jahrzehntelang galt Arafats Bemühen der Vernichtung Israels; als strategische Mittel zur Umsetzung dieses Ziels favorisierte er Gewalt gegen israelische Bürger und Zivileinrichtungen, die den Staat grundlegend destabilisieren, seine Bürger verunsichern und Israel letztendlich zur leichten Beute eines Angriffs arabischer Armeen machen sollte. Arafats Unterstützung der irakischen Invasion Kuwaits hatte die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 zur Folge. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachte Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. 1994 erhielt er dafür gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2000 verhandelte Arafat mit Israels damaligem Regierungschef Ehud Barak und dem damaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, erfolglos über die Gründung eines unabhängigen, palästinensischen Staates. Nach dem Scheitern von Camp David II unterstützte Arafat die Zweite Intifada, wodurch er in seinen letzten Lebensjahren vor allem außenpolitisch an Einfluss verlor. Erst nach dem Tod Arafats waren führende palästinensische Vertreter bereit, sich für Arafats Unterstützung Saddam Husseins und der Invasion in Kuwait zu entschuldigen. Die Beurteilungen seiner Person gehen weit auseinander, von Freiheitskämpfer über Guerillakämpfer bis Terrorist. Leben Jassir Arafat wurde übereinstimmenden Erkenntnissen verschiedener Biographen zufolge in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Arafat hingegen behauptete häufig, in Palästina geboren worden zu sein, wobei er im Laufe der Zeit widersprüchliche Angaben machte. Mal behauptete er, in der Altstadt Jerusalems geboren worden zu sein, mal im Gazastreifen. Sicher ist, dass sein Vater aus Gaza und seine Mutter aus einer angesehenen Jerusalemer Familie stammten. Sie hatten in den 1920er Jahren geheiratet und waren nach Kairo ausgewandert. Jassir war das sechste von sieben Kindern. Als er etwa vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Um den Vater mit den sechs Halbwaisen zu entlasten, nahm der Bruder der Mutter, Salim Abu Saud, Jassir und seinen jüngeren Bruder zu sich nach Jerusalem, das damals zum britischen Mandatsgebiet Palästina gehörte. Er lebte dort vier Jahre. Frühe Jahre Als er nach der erneuten Heirat seines Vaters nach Kairo zurückkehrte, besuchte er die Schule und später die Universität, an der er Elektrotechnik studierte. Eine Zeit lang beschäftigte er sich mit der jüdischen Kultur, hatte jüdische Bekannte und las zionistische Werke z. B. von Theodor Herzl. 1946 soll Arafat intensiven Kontakt mit Mohammed Amin al-Husseini, dem mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem, gehabt haben, der in Ägypten Asyl gefunden hatte. Al-Husseini war ein entfernter Verwandter Arafats. Dass er jedoch der Onkel Arafats gewesen sei, ist eine Legende. Arafat engagierte sich nun aktiv in der arabischen Nationalbewegung in Palästina. Zu dieser Zeit war er ein Befürworter der militärischen Konfrontation und beschaffte Waffen, die ins Mandatsgebiet geschmuggelt wurden. In Kairo hatte sich Jassir Arafat mit Abd al-Qadir al-Husseini angefreundet, der die Einheiten palästinensischer Araber in der Region Jerusalem anführte. Als Arafat von Abdel Khader al-Husseinis Tod im Palästinakrieg bei der Schlacht am Kastel-Berg im April 1948 hörte, brach er sein Studium in Kairo ab und nahm aktiv am Krieg teil. Er trat der Moslem-Bruderschaft bei, die im Gazastreifen und in der Schlacht bei Kfar Darom kämpfte. Als die ägyptische Armee am 15. Mai 1948 in den Palästinakrieg eingriff, wurde Arafat und seiner Einheit befohlen abzuziehen. Dies war für ihn ein prägendes Erlebnis. Er beschuldigte später die arabischen Staaten des Verrates, weil sie den Palästinensern nicht geholfen hätten, die Schlacht zu gewinnen, und ihnen nicht erlaubt hätten zu kämpfen. Die palästinensischen Araber erlitten eine militärische Niederlage gegen Israel. Etwa 750.000 Palästinenser wurden vertrieben oder ergriffen die Flucht und lebten von da an überwiegend als Staatenlose in den Nachbarländern. In den 1950er Jahren studierte Arafat an der Universität Kairo. 1952 gründete er die Generalunion Palästinensischer Studenten (GUPS), der er bis 1957 vorstand. Ende 1952 wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser vorübergehend verhaftet. 1956 verließ er die Universität als diplomierter Ingenieur und gründete die Union der Palästinensischen Hochschulabsolventen. Danach meldete er sich freiwillig zur ägyptischen Armee und kämpfte im Sueskrieg 1956 gegen Frankreich, Großbritannien und Israel. Er war Leutnant in der ägyptischen Armee und galt als Sprengstoffexperte. Noch im selben Jahr ging er nach Kuwait, wo er als Ingenieur arbeitete und ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. Gründung der Fatah 1957 gründete er in Kuwait zusammen mit Chalil al-Wazir (Abu Dschihad) die erste Zelle der Bewegung zur Befreiung Palästinas (al-Fatah), aus der 1959 die gleichnamige politische Partei hervorging. Ab 1958 war Arafat Vorstandsmitglied und ab 1968 Vorsitzender der Fatah. Durch seine aktive Teilnahme an der Schlacht von Karame 1968 begründete er seinen Heldenmythos und war ab 1969 Vorsitzender der PLO, die 1964 durch die Arabische Liga ins Leben gerufen worden war. Ende der 1960er Jahre wuchsen die Spannungen zwischen der PLO und der jordanischen Regierung; palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien etabliert und kontrollierten strategische Positionen wie die Öl-Raffinerien bei Zarqa. Jordanien betrachtete diese Umstände als eine wachsende Bedrohung seiner Souveränität und seiner Sicherheit und versuchte, die palästinensischen Milizen zu entwaffnen. Im Juni 1970 brachen nach einem fehlgeschlagenen palästinensischen Attentat auf den jordanischen König offene Kämpfe aus, die mit der Flucht der PLO aus Jordanien in den Libanon endeten. Wurde die Schlacht von Karame als erster historischer Sieg der PLO angesehen, so erlitt sie unter Arafats Führung 1970 mit dem Schwarzen September eine schwere Niederlage. Dieser musste zunächst nach Kairo, dann in den Libanon fliehen. Aufsehen erregte der historische Auftritt Arafats vor der UN-Vollversammlung am 13. November 1974, bei dem er in Uniform, mit der Kufiya und umgeschnalltem Pistolenholster eine Rede hielt, die von arabischen und kommunistischen Staaten mit Begeisterung aufgenommen wurde. In der Rede reklamierte Arafat den alleinigen Machtanspruch über Palästina für die PLO. Er sprach davon, eine Welt ohne Kolonialismus, Imperialismus, Neokolonialismus und ohne „Rassismus in all seinen Ausformungen, einschließlich des Zionismus“ schaffen zu wollen. Arafat vermied es, von Israel zu sprechen, um dem Staat jegliche Legitimität abzusprechen, und verwendete stattdessen den Begriff zionistische Entität. Den Zionismus stellte er in dieser Rede als eine imperialistische, kolonialistische und rassistische Ideologie dar, die – dezidiert reaktionär und diskriminierend – mit dem Antisemitismus gleichzusetzen sei. Ferner wiederholte er ein altes antisemitisches Stereotyp, wonach der Zionismus wolle, dass die Juden ihren Heimatländern keine Loyalität entgegenbrächten und sich über ihre Mitbürger erhöben. Er sprach der UNO das Recht ab, das unteilbare Heimatland der Palästinenser zu teilen, und wies damit den Teilungsbeschluss von 1947 zurück. Auch behauptete er, der Palästinakrieg von 1948 sei von Israel und nicht von den arabischen Staaten begonnen worden. Die PLO erhielt als legitime politische Vertretung der Palästinenser Beobachterstatus bei der UNO. Das Palästinensertuch – drapiert wie die Konturen Palästinas – gehörte ebenso wie das Holster auch später zu seinen Markenzeichen, ohne die er selten auftrat. Eine weitere bedeutende Rede hielt er am 13. Dezember 1988. Ein Novum war hier, dass die PLO die UN-Resolution anerkannte und Willen zum Kompromiss zeigte. Die gewaltsamen Aktionen der PLO wollte Arafat allerdings als legitimen Widerstand verstanden wissen. In dieser Rede wird auch jene Interpretation der Resolution 194 der UN-Vollversammlung bekräftigt, nach der diese das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge garantiere, womit er eine Doktrin festlegte, die auch heute noch, zumindest in offiziellen Verlautbarungen der PLO, Bestand hat. In der Rede gestand Arafat den Juden nicht explizit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung zu und akzeptierte nicht ausdrücklich, dass Israel ein jüdischer Staat sein könnte. Als Konsequenz des israelischen Libanonfeldzugs gegen das Hauptquartier der PLO in Beirut im Juli/August 1982 musste Arafat nach Tunesien fliehen. Er verließ mit seinen Gefolgsleuten das von Israel besetzte Beirut und errichtete einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis. Der Weg zur internationalen Anerkennung 1988 erkannte Arafat Israel indirekt an und erklärte 1989 die PLO-Charta von 1964, in der zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wurde, für hinfällig. Im Jahre 1990 begrüßte Arafat den irakischen Einmarsch in Kuwait und solidarisierte sich mit Saddam Hussein. Die reichen arabischen Ölstaaten an der Seite des Kriegsgegners USA froren daraufhin ihre finanzielle Unterstützung der PLO ein. Eine weitere Folge war die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachten Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. Statt das Ende abzuwarten, sympathisierte Arafat 1991 noch während des laufenden Augustputsches gegen Michail Gorbatschow mit den Putschisten, womit er einen langjährigen Unterstützer verärgerte. Am 7. April 1992 überlebte Arafat einen Absturz einer Passagiermaschine der Air Bissau aufgrund eines Sandsturms in der libyschen Wüste. Arafat wurde in einem Krankenhaus in Misrata aufgrund eines Blutgerinnsels von dem Chirurgen Meftah Shwedy mehrmals am Gehirn operiert und am rechten Auge behandelt. Am 13. September 1993 kam es bei der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung über die vorübergehende (palästinensische) Selbstverwaltung zwischen dem Staat Israel und der PLO in Washington zu einem historischen Handschlag zwischen Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Jizhak Rabin. Friedensnobelpreisträger Rabin bezahlte später für dieses Entgegenkommen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt durch einen Terroranschlag eines jüdischen Ultra-Nationalisten mit seinem Leben. Nach 27 Jahren Exil kehrte Arafat infolge des Autonomieabkommens am 1. Juli 1994 nach Palästina zurück und bildete in Gaza eine autonome Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde. 1993 wählte das TIME Magazin Die Friedensstifter (Nelson Mandela, Frederik Willem de Klerk, Jassir Arafat und Jitzchak Rabin) zu den Personen des Jahres. Im Dezember 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Während der Trauerwoche für Jitzchak Rabin nach dessen Ermordung im November 1995 besuchte Arafat Leah Rabin und ihre Familie in ihrer Wohnung in Tel Aviv, um seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Es war das erste Mal, dass er israelischen Boden betrat. Aus Sicherheitsgründen hatte er nicht an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen können. Er schilderte, wie sehr ihn der Mord bestürzt habe und wie verzweifelt er darüber sei, seinen Partner im Friedensprozess verloren zu haben. 1995 erhielt Arafat den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. 2000 verhandelte Arafat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und US-Präsident Clinton in Camp David über die Schaffung eines palästinensischen Staates. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Der abtretende Präsident Clinton und Barak, der kurz darauf in allgemeinen Wahlen von seinem politischen Gegner Ariel Scharon abgelöst wurde, gaben Arafat die alleinige Schuld am Scheitern dieser Verhandlungen. Arafat hingegen gab Barak und Clinton die Schuld am Scheitern. Zweite Intifada und politischer Niedergang Arafat wurde schon vor der Zweiten Intifada vorgeworfen, ein doppeltes Spiel zu treiben. Während er sich auf internationalem Parkett für Frieden und Diplomatie starkmachte, soll er vor seinen Anhängern in Gaza mit teilweise antisemitischen Reden Stimmung gegen Israel gemacht haben. Auch wurde ihm mehrfach vorgeworfen, sich aktiv am Waffenschmuggel für paramilitärische und terroristische Zwecke zu beteiligen (siehe Karine-A-Affäre) und die allein von ihm befehligten Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde für Übergriffe auf Israel zur Verfügung zu stellen. Außerdem gab es Berichte britischer Medien wie der BBC, dass Terror-Organisationen wie die Fatah-nahen al-Aqsa-Märtyrerbrigaden über den Umweg der von Arafat regierten Autonomiebehörde indirekt von EU-Geldern finanziert würden. Schließlich duldete oder unterstützte er den erneuten Palästinenseraufstand, was ihn vor allem außenpolitisch isolierte. Als Reaktion auf die Zweite Intifada besetzte Israel immer wieder Teile der autonomen Palästinensergebiete. Die israelische Regierung machte auch Arafat selbst für gewaltsamen Übergriffe verantwortlich. Ab 2001 wurde der in Ramallah lebende Arafat von Israel mehrfach unter Hausarrest gestellt. Seine Hubschrauber wurden im Dezember 2001 zerstört, sodass er nicht mehr zwischen Gaza und Ramallah reisen konnte. Im Rahmen der Operation Schutzschild vom 29. März 2002 bis 3. Mai 2002 zerstörte die israelische Armee einen Teil von Arafats Hauptquartier, der Muqāta'a. Am 11. September 2003 fasste die israelische Regierung den Beschluss, Arafat auszuweisen. Mit einem Hubschrauber sollte er ins Exil nach Nordafrika gebracht werden. Nach dem Ausweisungsbeschluss gingen zehntausende Palästinenser protestierend auf die Straße. Arafat appellierte an die Bevölkerung, Widerstand gegen den Beschluss zu leisten. Er wolle „lieber sterben, als sich zu ergeben“. Am 14. September 2003 stellte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auch ein Attentat auf Arafat als eine legitime Möglichkeit seiner Entfernung dar. Am 16. September 2003 ließen die USA eine Resolution des Weltsicherheitsrates gegen die Ausweisung Arafats an ihrem Veto scheitern. Deutschland enthielt sich der Stimme. Korruption Im Mai 2002 stellte der BND fest, dass die Verwendung von EU-Geldern für den Terrorismus „nicht auszuschließen“ sei, da Arafat offensichtlich nicht zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung trenne. Das Gutachten spricht weiterhin von „bekanntem Missmanagement“ und „weit verbreiteter Korruption“ (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Die USA und Israel hatten die Europäische Union in Brüssel zu dem Zeitpunkt bereits mehrfach aufgefordert, die Verwendung der Subventionen für die Palästinensische Autonomiebehörde genauer zu überprüfen. Brüssel erklärte, für Transparenz und Kontrolle der Fördermittel sorge der Internationale Währungsfonds. Der IWF legte 2003 jedoch einen Bericht über „Ökonomische Leistungen und Reformen unter Konfliktbedingungen“ vor, aus dem hervorging, dass zwischen 1995 und 2000 mehr als 900 Millionen Dollar an Fördergeldern für die Palästinensische Autonomiebehörde „verschwanden“. Weisungsbefugt für die Verwendung des Geldes seien allein Arafat und „enge Vertraute“ gewesen. Arafat kontrollierte dem Bericht zufolge bis zu seinem Tod allein 8 % des palästinensischen Gesamtbudgets. Familie Arafat war seit dem 17. Juli 1990 mit Suha at-Tawil, mit der er eine Tochter, Zahwa (* 24. Juli 1995 in Neuilly-sur-Seine), hat, verheiratet. Ab dem Beginn der zweiten Intifada, also ab 2001, lebten Frau und Tochter in Paris und Tunis. 2007 zog Suha nach Malta. Sein Neffe Musa Arafat war Leiter des palästinensischen Militärgeheimdienstes, sein Bruder Fathi Arafat Mediziner. Tod Jassir Arafats Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum 28. Oktober 2004 akut. Er hatte bereits über eine Woche wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes nichts gegessen. Die israelische Regierung hob aufgrund seiner schweren Krankheit das Reiseverbot auf und sicherte ihm eine Rückkehr ins Westjordanland zu. Am folgenden Tag wurde Arafat nach Paris geflogen und zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Percy gebracht, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält. Am 4. November verschlechterte sich sein Zustand noch einmal; es wurde von einem „tiefen Koma“ berichtet. Am 10. November versagten Nieren und Leber. Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte wurde aus religiösen Gründen abgelehnt. Infolge der Leberschädigung und der daraus resultierenden Störung der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren kam es zu einer Gehirnblutung. Am 11. November 2004 um 3.30 Uhr (MEZ) starb Jassir Arafat. Nach Verabschiedung mit militärischen Ehren wurde der Leichnam Arafats in Begleitung seiner Witwe mit einer französischen Militärmaschine nach Kairo geflogen. Die zentrale Trauerfeier fand am 12. November am Flughafen Kairo-International statt, wozu hochrangige Politiker aus aller Welt eingeladen waren. Im Anschluss an die militärische Zeremonie in Kairo wurde der Sarg nach Ramallah geflogen, wo die Beisetzungszeremonie am frühen Nachmittag stattfand. Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“. Arafat wurde in einem Steinsarg auf dem Gelände seines ehemaligen Amtssitzes in Ramallah unter großer Anteilnahme der palästinensischen Bevölkerung beigesetzt. Sein Sarg wurde mit Erde vom Jerusalemer Tempelberg umgeben. Am 10. November 2016 wurde in Ramallah neben dem Arafat-Mausoleum ein „Arafat-Museum“ eröffnet. Es kostete 7 Millionen Dollar und wurde von den palästinensischen Behörden im Westjordanland finanziert. Ausgestellt sind unter anderem seine Brille, sein Revolver, „sein charakteristischer schwarz-weiß karierter Keffiyeh-Kopfschmuck“, sein Reisepass, seine Friedensnobelpreismedaille (zwischenzeitlich im Besitz der Hamas) und andere Memorabilien. Vermittelt wird eine unkritische palästinensische Sicht der Dinge, etwa in der Darstellung des Massakers bei den olympischen Spielen von München 1972 („Antwort auf Überfall israelischer und deutscher Sicherheitskräfte“). Arafats Geburt wird von Kairo in ein palästinensisches Dorf in der Nähe der Jerusalemer Altstadt verlegt, wie es palästinensischer Legendenbildung entspricht. Hinweise auf seine Ehefrau Suha at-Tawil werden vermieden, völlig ausgeblendet werden die vielen Vorwürfe hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Reaktionen Nur wenige Stunden, nachdem der Tod Arafats bekannt gegeben worden war, griffen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Netsarim im Gaza-Streifen an. In Ramallah warnten Extremisten die neue palästinensische Führung unter Mahmud Abbas vor einem „Ausverkauf der palästinensischen Sache“ und drohten den Nachfolgern Arafats mit dem Tod, sollten sie zu Zugeständnissen gegenüber Israel bereit sein. Die Fatah-Splittergruppe „al-Aqsa-Brigaden“ benannte sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland nach Arafats Tod vollständig ab. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis durften nicht nach Israel einreisen. Jedoch transportierten mehrere hundert Busse Palästinenser aus dem Gazastreifen zur Trauerfeier nach Ramallah. Befürchtungen, dass der Tod von Jassir Arafat einen Rückschlag für den Nahost-Friedensprozess bedeute, bewahrheiteten sich zunächst nicht. Die Palästinensische Autonomiebehörde setzte antiisraelische Fernsehspots ab und unternahm Anstrengungen zur Reform der Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung ließ im Gegenzug ca. 150 palästinensische Gefangene frei, sicherte Unterstützung bei den palästinensischen Wahlen zu und kündigte eine Rückkehr zur Roadmap an. Die Palästinenserführung ernannte den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattuh verfassungsgemäß zum vorläufigen Nachfolger Arafats und rief eine 40-tägige Trauer aus. In den Präsidentschaftswahlen vom 9. Januar 2005 wurde Mahmud Abbas zum Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Nach seinem Tode wurde Jassir Arafat von 200 Rabbinern als „Amalek und Hitler unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als „Freudentag“ zu feiern. Spekulationen und Ermittlungen zur Todesursache und Exhumierung Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden machten ebenso wie die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Israel für den Tod Arafats verantwortlich und drohten mit Rache. So äußerte sich Dschihad-Anführer Chalid al-Batesch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon habe „bei der Tötung Arafats seine Hand im Spiel“ gehabt. Ärzte im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris, in dem Arafat zuletzt behandelt wurde, und Vertraute Arafats schlossen jedoch seinerzeit aus, dass der Palästinenserchef vergiftet worden sei. Eine Autopsie fand nach dem Willen der Witwe nicht statt. Da weder Arafats Ärzte noch dessen Witwe die genaue Todesursache bekannt gaben, kam es in der Folge zu weiteren öffentlichen Spekulationen. Dabei wurden von Spezialisten besonders Vergiftung und AIDS nahegelegt. Ahmad Dschibril, der Generalsekretär der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC), erklärte im Juli 2007, er habe Einblick in den französischen Bericht über den Tod Arafats gehabt. Der Bericht gebe an, dass Arafat an AIDS erkrankt gewesen sei. Aschraf al-Kurdi, seit 1986 persönlicher Leibarzt von Jassir Arafat, erklärte am 12. August 2007 gegenüber der jordanischen Nachrichten-Webseite Amman, dass der Palästinenserführer unter dem HI-Virus litt, aber nicht an der Immunschwächekrankheit AIDS starb. Das Virus soll Arafat erst kurz vor seinem Tod in dessen Blut injiziert worden sein, so al-Kurdi, der aber angab, dass die tatsächliche Todesursache eine Vergiftung gewesen sei. Im August 2011 beschuldigte die Fatah den zuvor aus der Partei ausgeschlossenen Mohammed Dahlan, hinter der Vergiftung Arafats zu stecken und sogar selbst das Gift aus Paris besorgt zu haben. Haaretz veröffentlichte 2005 eine Analyse israelischer Experten, wonach eine eventuelle Vergiftung am ehesten bei einem Abendessen am 12. Oktober 2004 stattgefunden haben müsste. Verdacht auf Vergiftung mit Polonium 210 Im Dezember 2011 und Januar 2012 kontaktierte der Reporter Clayton Swisher Arafats Witwe in Malta und Paris und erhielt von ihr Akten und eine Tasche mit persönlichen Gegenständen (Zahnbürste, Kleidung, Kufiya), die Arafat in seinen letzten Tagen benutzt hatte. Am 3. Juli 2012 veröffentlichte der Fernsehsender al-Dschasira den Befund des Schweizer Institut de Radiophysique der Universität Lausanne, dem die Gegenstände zur Untersuchung gegeben worden waren. Festgestellt wurden gegenüber den natürlichen Vorkommen erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Polonium 210. Aufgrund dessen geringer Halbwertszeit von nur 138,38 Tagen halbiert sich die Strahlung alle 138 Tage. Von der Ursprungsmenge wäre acht Jahre nach Arafats Tod nur ein Millionstel übrig. Das Schweizer Institut betonte, die Ergebnisse seien kein Beweis für eine Vergiftung, aber zumindest ein Hinweis darauf. Die in den französischen Krankenakten Arafats beschriebenen Symptome, die zu seinem Tod führten, stimmten nicht mit den bekannten Symptomen einer radioaktiven Vergiftung überein. Zur Theorie über einen Gifttod Arafats durch Polonium wurden auch von verschiedenen anderen Experten Zweifel geäußert. Die vom radiologischen Institut bekannt gegebenen Poloniumkonzentrationen auf den persönlichen Gegenständen Arafats könnten nach einem von der Jerusalem Post zitierten Experten wegen der Halbwertszeit des Polonium 210 nicht auf eine acht Jahre zurückliegende Vergiftung zurückgeführt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen worden sein. Am 31. Juli 2012 erstattete Suha Arafat im französischen Nanterre Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung. Die französische Justiz leitete Ende August 2012 Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Palästinenserführung und auch die Witwe befürworteten eine im Islam normalerweise verbotene Exhumierung. Anfang November wurden die ersten Vorbereitungen dafür getroffen, da dafür viel Beton im Mausoleum abgetragen werden musste. Am 27. November 2012 wurde Arafats Leichnam exhumiert und ein ausländisches Expertenteam nahm Proben. Im September 2015 beschlossen die zuständigen französischen Untersuchungsrichter eine Einstellung des laufenden Verfahrens, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit, da es keine ausreichenden Beweise für einen Mord gebe. Umstrittene Untersuchungsergebnisse Mitte Oktober 2013 wurde ein Zwischenergebnis von Schweizer Toxikologen bekannt, wonach eine Vergiftung möglich, aber nicht sicher sei. Am 6. November 2013 gab die Universität Lausanne bekannt, einen gegenüber natürlichen Konzentrationen stark erhöhten Wert von Polonium 210 in den Proben nachgewiesen zu haben. Zugleich stellten sie eine über das natürliche Vorkommen hinaus deutlich erhöhte Menge von Blei 210 fest. Blei 210 kann eine Poloniumvergiftung maskieren, weil Polonium 210 ein Folgeprodukt des Blei 210 in der radioaktiven Zerfallskette ist und nach einiger Zeit mit dem Blei im radioaktiven Gleichgewicht steht. Da Blei 210 eine wesentlich längere Halbwertszeit hat, sind aufgrund der Neuentstehung von Polonium 210 die Reste einer möglicherweise vorangegangenen Poloniumvergiftung nicht mehr nachweisbar. Die Anwesenheit des Blei 210 wurde als mögliche Verunreinigung des hypothetisch als Gift verwendeten Poloniums erklärt. Es wurde vorgerechnet, dass von einer angenommenen Giftdosis von 1 GBq zum Todeszeitpunkt noch 4–5 % im Körper verblieben wären, die bis zur Exhumierung auf ca. 15 Bq Gesamtdosis abgeklungen wären. Die Forscher konnten Polonium nicht als Todesursache ausschließen, bezeichneten es aber auch nicht als sicher, dass Polonium den Tod verursachte. Die Ergebnisse würden letztere These „mäßig stützen“ („moderately support the proposition“: „moderately“ ist sicherer als „slightly“ und unsicherer als „strongly“). Unabhängige Forscher kommentierten, dass die Studie deshalb kein Beweis für eine Vergiftung sei. Am 3. Dezember 2013 wurde berichtet, dass das ebenfalls beauftragte französische Untersuchungsteam zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Vergiftung sei auszuschließen, vielmehr weise es auf eine natürliche Todesursache hin. Die Forschungsberichte eines russischen Untersuchungsteams, das ebenfalls Zugang zu Arafats sterblichen Überresten hatte, schließen eine Vergiftung ebenfalls aus. Nachdem die Staatsanwaltschaft von Nanterre im März 2015 mitgeteilt hatte, dass die Polonium-Spuren aus Arafats Grab natürlichen Ursprungs seien, beantragte sie Mitte Juli 2015 das Verfahren einzustellen. Die Ermittlungsrichter in Nanterre folgten dem Antrag und stellten das Verfahren Anfang September 2015 ein. Schlussfolgerungen In einem im November 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel des Schweizer Teams wird eine Vergiftung als plausibel, aber nicht bewiesen eingestuft. Die gleiche Studie ermittelt eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Annahme einer Vergiftung mit Po 210 als für die gegenteilige Annahme, falls man von einer mehrfachen Einnahme des Po 210 in kleinen Dosen ausgehe. Im Juni 2016 lehnte ein Gericht in Paris (nicht letztinstanzlich) die Wiedereröffnung der Untersuchungen bzgl. des vermuteten Mordes ab, weil dafür die Rechtsgrundlage fehle. Ehrungen 1993 Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens 1993 Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1994 Prinz-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 1994 Friedensnobelpreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1995 Deutscher Medienpreis 1999 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Held der Demokratischen Volksrepublik Korea Alter Freund des chinesischen Volkes Literatur Helga Baumgarten: Arafat: zwischen Kampf und Diplomatie. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36419-5. Andrew Gowers, Tony Walker: Arafat: hinter dem Mythos. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50035-9 (Übersetzung von Behind the myth: Yasser Arafat and the Palestinian revolution, 1990). Amnon Kapeliuk: Yassir Arafat: Die Biographie. Mit einem Vorwort von Nelson Mandela, Palmyra, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-930378-59-3. Gerhard Konzelmann: Arafat. Vom Terroristen zum Mann des Friedens. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-61296-5. (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch, Band 61296, Biographie). Aharon Moshel: In einer Hand den Ölzweig: Jassir Arafat und die PLO. Facta, München / Hamburg 1988, ISBN 3-926827-10-6. Barry Rubin, Judith Colp Rubin: Yasir Arafat : A Political Biography. Oxford University, Oxford 2005, ISBN 978-0-19-516689-7. Danny Rubinstein: Yassir Arafat. Vom Guerillakämpfer zum Staatsmann. Palmyra, Heidelberg 1996, ISBN 3-930378-09-4 (Übersetzung von The Mystery of Arafat, 1995). Hassan Sadek: Arafat. Hugendubel, München / Kreuzlingen 2006, ISBN 978-3-7205-2751-4. (= Diederichs kompakt). Janet und John Wallach: Jassir Arafat. Die Biographie. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-08755-0. Weblinks Themenschwerpunkt Arafat in der ägyptischen Wochenzeitung Al Ahram Rafael Seligmann: Begrabt ihn in Jerusalem, FAZ, 7. November 2004 , nahostkonflikt.net Internetpräsenz der PLO (Negotiations Affairs Department) (englisch, arabisch, hebräisch) Wolfgang G. Schwanitz: Yasir Arafat: Palästinensischer Politiker (PDF, 1,3 MiB) Einige kritische Betrachtungen: Michael Naumann: Keine Kugel für Arafat, Die Zeit, 18. September 2003 Petra Steinberger: Der Hoffnungsschimmerlügner, SZ, 4. November 2004 Gisela Dachs und Reiner Luyken: So opfert Arafat die Jugend Palästinas, Die Zeit, 44/2000 Jörg Steinhaus: Der lange Weg des Jassir Arafat, Kronos, 2. Februar 2001 Palestinians mourn Arafat but struggle for liberation will continue – Trotzkistische Analyse von Arafats Wirken, Maavak Sozialisti (israelische Sektion des CWI), 11. November 2004 (englisch) Anmerkungen Politiker (Palästina) Fatah Mitglied der PLO Person des Antizionismus Person im Nahostkonflikt Friedensnobelpreisträger Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette) Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großkreuz) Träger des Ordens des Weißen Löwen Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Palästinenser Ägypter Geboren 1929 Gestorben 2004 Mann
Karl Kautsky: Das Werden eines Marxisten (1924) Sonderausgabe aus Die Volkswirtschaftslehre der Gegenwart in Selbstdarstellungen, Herausgegeben von Dr. oec. publ. F. Meiner, I. Band, Copyright 1924 by Felix Meiner in Leipzig (Ausgabe 1930). Der Aufforderung, eine Charakteristik meines Lebenswerks, mit besonderer Berücksichtigung meiner ökonomischen Auffassungen, zu geben, komme ich gerne nach. Denn es geht seinem Ende entgegen, und soll seine Zusammenfassung von mir selbst herrühren, dann ist es Zeit, an sie heranzugehen. Das Staatswesen, in dem ich geboren wurde, existiert nicht mehr. Die Stürme von 1918 haben es zerschlagen. Aber, schon zur. Zeit meiner Jugend war es im Niedergang und Zerfall begriffen, und das hat meine Entwicklung aufs tiefste beeinflußt. Meine Abstammung war bereits ein Spiegelbild des nationalen Durcheinanders im österreichischen Kaiserstaat. Ich wurde am 16. Oktober 1854 in Prag geboren als Sohn eines Tschechen und einer Deutschen. Der Vater meiner Mutter war Wiener, aber dessen Vater stammte aus Ungarn (ich vermute aus Kroatien) und war mit einer Italienerin verheiratet. Die Mutter meiner Mutter war eine Niederösterreicherin. Der Vater meines Vaters war Tscheche, seine Mutter aber polnischen Ursprungs. Mein Vater war stets tschechisch national gesinnt, der Vater meiner Mutter dagegen lebte fast zwei Jahrzehnte lang in Prag, ohne ein Wort Tschechisch zu lernen. Es war damals noch der Umgangssprache nach eine deutsche Stadt. Im Jahre 1848 nahm er sich der deutschen Sache gegenüber den Tschechen so entschieden an, daß ihn erregte Tschechen in arge Bedrängnis brachten, als das rebellische Prag durch Windischgrätz beschossen wurde. Die Reaktion traf dann mit gleicher Härte Tschechen und Deutsche, und der gemeinsame Haß gegen das Polizeiregiment überbrückte zeitweise die nationalen Gegensätze. In diese Zeit fällt die Eheschließung meiner Eltern, deren erstes Kind ich war. Ich wuchs auf im Haß gegen das absolute Regime, aber auch mit Verachtung gegen das Staatswesen selbst, an dessen Lebensfähigkeit nach den Schlägen von 1859 und 1866 und nach dem Aufkommen der von Tag zu Tag sich verschärfenden nationalen Gegensätze, wenigstens in den Kreisen, die meine Umgebung bildeten, kaum noch jemand glaubte, Deutsche ebensowenig wie Tschechen. Meine erste politische Idee war die nationale Idee. Ich wurde von tschechischem Nationalismus erfüllt, und zwar von dem radikalsten, hussitischer Art. Aber, ich war von Anfang an nicht einseitig tschechischnational. Meine Muttersprache und die Familie meiner Mutter waren deutsch. Mit neun Jahren nach Wien versetzt, wuchs ich dort in einer ganz deutschen Umgebung auf. So begann ich, seit 1866, auch national für die Deutschen in Österreich zu empfinden, insofern als ich deren Wiedervereinigung mit den andern Deutschen in einer Republik ersehnte; und in diesem Sinne empfand ich national auch für die Ungarn und Italiener. Ich ehrte Kossuth, vor allem aber Garibaldi. Von ihnen erhoffte ich die Zerstörung Österreichs. In diesem, natürlich sehr kindisch geformten, unbestimmten politischen Gefühlsleben, traf mich der deutsch-französische Krieg. Die Seite, auf die Garibaldi trat, war die meine. Ich begeisterte mich zuerst für die französische Republik und dann für die Pariser Kommune. Dabei aber stieß ich auf ein Element, das mir bis dahin ganz fremd geblieben war und das mich von da an plötzlich mit aller Macht gefangen nahm: den Sozialismus. Mit ihm verbunden war die Idee der Internationalität. Meine nationale Ader war von vornherein nicht auf eine einzelne Nation allein eingerichtet gewesen. So kostete es mich keine Mühe, zu internationalem Denken zu kommen; nicht zu einem Denken, das für die Nationalität kein Interesse und Verständnis hat, sondern einem, das jeder Nationalität mit gleichem Interesse und Verständnis entgegenzukommen sucht, jeder von ihnen ein gedeihendes Heim auf dieser Erde bereiten will durch freies und freudiges Zusammenwirken aller. Mehr zu schaffen gab mir der Sozialismus. Was ich aus den Zeitungen darüber erfuhr, gab mir kein klares Bild. Eine richtig aufklärende Literatur über den Sozialismus, war damals in Österreich für einen Gymnasiasten ohne besonderen Glücksfall nicht erreichbar, und dieser Glücksfall wollte nicht kommen. Da mir das Interesse für den Sozialismus durch die Pariser Erhebung, also aus Frankreich, gekommen war, haschte ich nach allem, was ich in französischer Literatur über Sozialismus erfahren konnte. Die sozialistischen Romane der George Sand übten den tiefsten Eindruck auf mich. Nicht als ob sie mir sozialistische Klarheit gebracht hätten. Dazu waren sie wahrlich nicht geeignet. Aber sie verliehen mir Kraft und Zuversicht. Das, was ich als Sozialismus, natürlich höchst konfus, aus einzelnen Andeutungen auf eigene Faust damals entwickelte, stieß in meiner Umgebung auf solchen Hohn, die ganze sozialistische Bewegung wurde dort mit solcher Wegwerfung behandelt, daß ich selbst die Zweifel und Bedenken darüber nicht los wurde. Da sah ich, daß die damals allgemein aufs höchste verehrte George Sand dem Sozialismus die Palme reichte. Damit gewann ich eine mich höchst beglückende Zuversicht. Einiges positives Wissen über den Sozialismus empfing ich dann, als mir Louis Blancs historische Werke — Geschichte der großen Revolution, Geschichte der zehn Jahre, sowie endlich der Revolution von 1848 — in die Hände fielen. Was von Sozialismus daraus entnommen werden konnte, war indes immer noch reichlich unklar und sentimental. Eine Wendung trat erst ein, als ich 1874 des österreichischen Parteiorgans, der Gleichheit, habhaft wurde. Nun wurde ich auf die deutsche sozialistische Literatur, zunächst auf Lassalles Schriften hingewiesen, damit aber auch auf die Notwendigkeit, mich mit Nationalökonomie zu beschäftigen. Erst im Herbst 1874 bezog ich die Universität, in Wien. Eine Krankheit und deren Nachwirkungen hatten meine Gymnasiallaufbahn unliebsam verlängert. Ich ließ mich in der philosophischen Fakultät immatrikulieren. Bald darauf, im Januar 1875, schloß ich mich der sozialdemokratischen Partei an. Von da an bis heute blieb meine Tätigkeit zwischen Wissenschaft und Politik, Theorie und Praxis, geteilt. Ob die eine Seite die andere befruchtet oder gehemmt hat, habe ich nicht zu beurteilen. Ich neige zur Ansicht, die enge Verbindung von Theorie und Praxis habe mir genützt, mir manche Einsicht verschafft, die einseitiger Theorie oder Praxis vorenthalten geblieben wäre. In der vorliegenden Darstellung habe ich nur über meine wissenschaftliche, nicht meine politische Entwicklung zu berichten. Doch kann ich von dieser auch hier nicht ganz absehen. Sie hat mein wissenschaftliches Denken zu sehr beeinflußt. Die Partei war damals, nach einer kurzen Periode glänzenden Aufschwungs, in Wien in raschem Niedergang begriffen. Sie zählte niemand in ihren Reihen, der mich hätte wissenschaftlich anleiten können. Aber auch unter meinen Kollegen und Professoren an der Universität fand ich keinen, der für die Probleme, die mich beschäftigten, das geringste Interesse gezeigt oder sie auch nur gestreift hätte. Im Gefühl meiner Unbedeutendheit wagte ich nicht, mich mit hervorragenden Sozialisten außerhalb Österreichs in Verbindung zu setzen. So mußte ich meinen Weg in der Wissenschaft allein, ohne jede Führung, suchen. Schon auf dem Gymnasium hatten mich historische Arbeiten am meisten angezogen. Ich beschloß, Historiker zu werden und belegte vornehmlich historische Vorlesungen, namentlich bei den Professoren Max Büdinger und Ottokar Lorenz. Doch befriedigte mich die bloße Geschichtsdarstellung nicht, ich suchte nach einer historischen Theorie, nach einem Prinzip, das den geschichtlichen Prozeß vorwärts treibe, und da mir niemand eine solche Theorie gab, machte ich mir mit der ganzen Verwegenheit der Jugend gleich eine auf eigene Faust zurecht, ja, ich faßte mit 21 Jahren schon den kühnen Plan, eine Universalgeschichte zu schreiben. Und da diese natürlich mit Ägypten, Mesopotamien, Indien anfangen mußte, machte ich mich auch an das Studium ihrer Geschichte. Neben geschichtlichen Studien beschäftigten mich auch naturwissenschaftliche. Der Darwinismus nahm in den siebziger Jahren die ganze gebildete Welt gefangen. ich akzeptierte ihn mit Enthusiasmus, und meine Geschichtstheorie wollte nichts anderes sein, als die Anwendung des Darwinismus auf die gesellschaftliche Entwicklung. Sie lief ungefähr auf dasselbe hinaus, wie jene Theorie, die Professor Gumplowicz in seinem Buche Der Rassenkampf 1883 entwickelte. Ich konnte natürlich von ihr um 1876 herum keine Ahnung haben. Und als Gumplowicz sein Buch veröffentlichte, hatte ich meine ursprüngliche Auffassung bereits zu einer andern fortentwickelt. Neben Geschichte und Darwinismus forderte aber auch der Sozialismus sein Recht. Er drängte mich zu ökonomischen Studien. Ich machte mich sofort an das Marxsche Kapital, scheiterte aber dabei vollständig und wendete mich entmutigt davon ab, bis ich bedachte, daß das Buch doch „eine Kritik der politischen Ökonomie“ sein wolle, daß ich also zuerst diese verstehen lernen müsse. Der biedere Roscher war das erste ökonomische Lehrbuch, das ich in die Hände bekam, es war als erste Einführung sehr nützlich, erschien mir aber sehr ledern. Ganz anders Adam Smith und Ricardo, die ich dann durchnahm, so wie John Stuart Mill, damals auf dem Gipfel seines Ruhmes, der ebenso wie Buckle mich jahrelang weit mehr beschäftigte als Marx. Auf der andern Seite interessierte mich der Widerpart der Engländer, Carey, der in den siebziger Jahren auch sehr viel gelesen wurde, und sein Prophet Dühring. Doch stand ich ihren Einseitigkeiten stets kritisch, den Dühringschen sogar mit Widerwillen gegenüber, wegen ihrer maßlosen Überhebung und Unfruchtbarkeit. Um so sympathischer war mir ein anderer deutscher Professor, der in den Jahren vor dem Sozialistengesetz im Geruch des Sozialismus stand, Schäffle. Und neben ihm Albert Lange. Nicht seine Philosophie — ich war eingefleischter Materialist — wohl aber seine sozialen Anschauungen, die mit Mill und Darwin so viele Berührungspunkte hatten. Der Darwinismus wurde auch der Ausgangspunkt meines ersten Werkes. Ich hatte gegen Malthus viel einzuwenden gefunden, aber mit Darwin erkannte ich an, daß die organischen Lebewesen alle die Tendenz aufweisen, sich über ihren Nahrungsspielraum hinaus zu vermehren. Wohl lehnte ich die Lehre ab, daß das bestehende Elend von der Übervölkerung herrühre. Hier acceptierte ich vollständig die Gesellschaftskritik der Sozialisten. Aber ich trennte mich von meinen Genossen, da ich die Gefahr zugeben mußte, die dem Sozialismus drohe, wenn er das Elend der unteren Klassen beseitige: er werde durch die allgemeine Prosperität notwendig zur Übervölkerung führen und somit nach einer vorübergehenden Verbesserung neues Elend herbeiführen. Die Einwände der Sozialisten gegen Malthus, die eine mystische Anpassung der menschlichen Fruchtbarkeit an die jeweilige Ausdehnung des Nahrungsspielraums annahmen, erschienen mir nichtig. Eine Rettung ich nur im Neumalthusianismus, der in der Mitte der siebziger Jahre rasch zu Bedeutung gelangte. Ich nahm also meinen Eingang in die sozialistische Literatur mit einem Buche, das einer allgemein verbreiteten sozialistischen Anschauung entgegentrat. Ich stand Marx damals noch kühl gegenüber, meine ökonomischen Anschauungen waren sehr eklektischer Natur. Das Buch führte den Titel: Der Einfluß der Volksvermehrung auf den Fortschritt der Gesellschaft (Wien 1880, VIII, 195 S.). Es war schon im Frühjahr 1878 fertig und ein sozialistischer Verleger, Bracke, hatte sich bereit erklärt, es im Herbst zu veröffentlichen. Doch unmittelbar darauf ertönten die unheilvollen Schüsse der Hödel und Nobiling, kam das Sozialistengesetz, und für lange Zeit war an sozialistische Publikationen in Deutschland nicht mehr zu denken. Ich mußte froh sein, daß es mir mit Freundeshilfe gelang, im Herbst 1879 einen Wiener Verlag zur Herausgabe des Buches zu veranlassen. Um Druckkosten zu sparen, ließ ich zwei historische Exkurse weg, einen über Irland und einen über Indien, die ich in einem Anhang hatte bringen wollen. Diese beiden Länder wurden mit Vorliebe als Beweise dafür vorgebracht, daß das Elend aus zu rascher Volkszunahme entspringe. Ich suchte nun aus der Geschichte und den sozialen Lebensbedingungen der Volksmassen jener Gebiete den Nachweis zu liefern, daß ihr Elend unabhängig sei von der Volksvermehrung. Den Exkurs über Irland veröffentlichte ich bald darauf als Broschüre, den weit umfangreicheren über Indien, der mich viel Schweiß gekostet, überließ ich dagegen, um mit Engels zu sprechen, „der nagenden Kritik der Mäuse“, denn als ich in die Lage kam, ihn herauszugeben, war meine Geschichtsauffassung nicht mehr die alte. Ich hatte mich zum Marxismus durchgerungen. In dieser Zeit hatten mich nicht allein Fragen der Wissenschaft und der Parteipolitik bewegt, an der ich eifrig teilnahm, in der Form von Beiträgen für die Wiener Parteipresse und den Leipziger Volksstaat, seit 1875 Vorwärts. Ich war dadurch in Korrespondenz mit Wilhelm Liebknecht, 1876 bei einer Reise nach Leipzig in persönliche Berührung mit ihm und Bebel gekommen. Neben dieser Tätigkeit beschäftigte mich noch eine persönliche Frage, seitdem ich die Universität bezogen: welchem Broterwerb sollte ich mich zuwenden? Je enger ich mein Schicksal mit dem meiner Partei verschmolz, desto aussichtsloser erschien mir die akademische Karriere. Als tätiger Sozialdemokrat Professor oder auch nur Gymnasiallehrer zu werden, war ausgeschlossen. Ebensowenig aber bot mir die Parteiarbeit damals die Aussicht auf Broterwerb. Die Parteipresse war dürftig, gering die Zahl ihrer Redakteure, deren Bezahlung erinnerte an Weberlöhne. Für die Mitarbeiter hatte man keine Honorare. So sah ich mich nach einem Beruf um, der mich ökonomisch unabhängig machte und mir doch die Fortführung der wissenschaftlichen und politischen Arbeit erlaubte, die ich bereits als meine Lebensaufgabe erkannt hatte. Zuerst erwog ich, ob ich nicht Advokat werden sollte. Schon im zweiten Semester sattelte ich um und ließ mich an der juristischen Fakultät immatrikulieren. Doch erkannte ich bald, daß ich zum Juristen untauglich sei. Mein Denken nimmt immer historische Formen an, bei jedem Zusammenhang, den ich erkennen will und soll, beschäftigt mich vor allem die Frage, wie er geworden ist. Mich in mathematisches oder juristisches Denken hineinzufinden, kostet mich immer große Anstrengung. Ich hätte als Jurist kaum etwas geleistet. So kehrte ich im dritten Semester wieder zur Philosophie zurück, habe mich aber gleichzeitig der Magie ergeben, nämlich der Magie der Kunst. Mein Vater war Maler, mein Großvater auch. Von Kindheit an war ich mit malerischer Produktion und malerischen Auffassungen vertraut, hatte schon in der Gymnasialzeit dilettantisch viel gezeichnet, so lag es nahe, daß ich den Versuch machte, in der Malerei meinen Broterwerb zu suchen. Ein Augenleiden zwang mich jedoch schon nach einigen Monaten, diese Laufbahn aufzugeben, und so schmerzlich die Enttäuschung für mich wurde, sie war vielleicht zu meinem Frommen. Denn meine Lehrer versicherten wohl, daß ich Talent habe, aber man wird kein bedeutender Künstler, wenn man sich nicht mit seinem ganzen Sein der Kunst ergibt. Sie duldet nicht gleichzeitige intensive Hingabe an Wissenschaft und Politik, es sei denn, man wäre ein ganz Großer, ein Michel Angelo oder Leonardo da Vinci. Ich wäre wahrscheinlich nur ein mittelmäßiger Maler geworden, und hätte dabei die Möglichkeit der Konzentration auf jenen Gebieten außerhalb der Kunst verloren, die mir unter allen Umständen die wenigsten geblieben wären. So hätte ich hier wie dort nur mittelmäßiges geleistet. Zunächst versuchte ich es mit einer andern Kunst. Mehr noch als mit der Malerei, war meine Familie mit dem Theater verbunden. Vater und Großvater waren Theatermaler, meine Mutter Schauspielerin und Romane schrieb, nachdem Krankheit sie gezwungen, der Bühne zu entsagen. Schon als Gymnasiast hatte ich Theaterstücke und Romane verbrochen. Einen sozialen Roman, den ich 1875 verfaßt, versuchte ich sogar zu veröffentlichen. Das Hamburger Parteiblatt, dem ich ihn sandte, lehnte ihn ab, weil sein verantwortlicher Redakteur nicht um des Romans willen das Ende seines Lebens im Zuchthaus verbringen wolle. Er verstieß gegen zu viele Paragraphen. Ich habe bald aus einem andern Grunde auf die Veröffentlichung verzichtet, weil er mir als jugendliche Torheit erschien. Aber sollte ich mit einem Theaterstück nicht mehr Glück haben, wenn es nicht protestierenden Rebellentrotz atmete, sondern ebenso harmlos war, wie etwa Schweitzers Possen, die in den siebziger Jahren alle Welt entzückten? Es gelang mir, ein Stück auf die Bühne zu bringen, in Wien, 1878, ja es fiel nicht einmal durch. Aber die Aufführung zeigte mir selbst, daß mir die nötige dramatische Ader fehlte. Trotz Zuredens einiger Freunde, weitere Versuche zu machen, kam ich zur Überzeugung, daß auch diese Laufbahn mir keine Aussichten böte. Das Jahr 1879 sah mich aufs äußerste enttäuscht und unbefriedigt. Alle Versuche waren gescheitert, mir einen Wirkungskreis zu schaffen, unabhängig von Staat und Partei. Mein Buch, das ich schon 1878 vollendet, lagerte ungedruckt in meinem Schreibtisch, und die Partei, auf die ich solche Hoffnungen gesetzt, schien unter den Schlägen des Ausnahmegesetzes zusammengebrochen zu sein. In dieser Situation glaubte ich zunächst nichts Besseres tun zu können, als wenigstens meine Universitätsstudien formell abzuschließen, die ich bis dahin nur lässig betrieben, neben vielem andern, was mir weit wichtiger erschien. Ich wollte mich auf diese Studien nun mit größtem Eifer konzentrieren und bereitete auch schon eine Doktorarbeit vor. Mein Buch hätte dazu nicht getaugt, obwohl es später, nach seinem Erscheinen, Adolf Wagners Lob gewann. Aber der cand. rer. pol. war damals noch nicht erfunden. Ich mußte eine historische Arbeit machen und wählte als mein Thema: Jeffersons Beziehungen zur französischen Revolution. Diese Revolution hatte ich mit besonderem Eifer studiert, auf die Beziehungen zwischen amerikanischen und französischen Demokraten war mein Interesse durch das Arbeiten im historischen Seminar des Professor Büdinger gelenkt worden, bei dem ich zu promovieren gedachte. Zunächst warf ich mich auf das Studium der amerikanischen Geschichte und ihrer Eigenart und begann bereits festen Boden unter den Füßen zu fühlen, da kam eine neue Wendung in meinem Leben. Ein junger Frankfurter Privatgelehrter, Karl Höchberg, mit bedeutenden Mitteln, hatte sich kurz vor dem Sozialistengesetz der deutschen Sozialdemokratie angeschlossen, und stand ihr nun in der Not des Ausnahmegesetzes tatkräftig bei. Er unterstützte sie mit Geld, und veröffentlichte einige Zeitschriften, die der sozialistischen Propaganda dienen sollten. In Leipzig ließ er als Dr. Karl Seyfferth die Staatswirtschaftlichen Abhandlungen erscheinen, die nicht offen den Sozialismus vertreten, aber ökonomische Fragen im Sinne einer „Staatswirtschaft“ behandeln sollten. In Zürich förderte er das Erscheinen der politischen Wochenschrift Sozialdemokrat und gab er als Dr. Ludwig Richter das Jahrbuch für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik heraus. Liebknechthatte ihn auf mich aufmerksam gemacht, ich schrieb im Laufe des Jahres 1879 einige Beiträge für ihn, er interessierte sich für mich, verschaffte mir die Möglichkeit, mein Buch erscheinen zu lassen und machte mir endlich, nach dessen Veröffentlichung, den Antrag, nach Zürich zu kommen und in seine Dienste als ständiger Mitarbeiter an seinen Publikationen zu treten. Freudig schlug ich ein. Endlich hatte ich gefunden, was ich gesucht. Nun gab es kein unsicheres Tasten und Abschweifen nach den verschiedensten Richtungen mehr. Von nun an lebte ich ausschließlich historischer und ökonomischer Forschung und der Anwendung ihrer Ergebnisse in der Politik. Diese Tätigkeit, die ich bis dahin ohne jegliches Entgelt geleistet, brachte mir nun auch die Mittel, zu existieren, freilich zeitweise recht kümmerliche. Im Januar 1880 übersiedelte ich nach Zürich. Es war mir, als käme ich in eine neue Welt, als ich aus der dörflichen Enge, die das Wiener Parteileben jener Zeit bezeichnete, heraus in die damals schon bedeutende deutsche Sozialdemokratie hineinversetzt wurde, wenn auch zunächst nur durch das Mittelglied der Züricher Emigration. Mein Horizont wurde mit einem Schlage enorm erweitert, und zugleich gewann ich, was mir bis dahin für die Theorie gefehlt hatte, Lehrer und Führer. Karl Höchberg, ebenso alt wie ich, konnte mir das allerdings nicht werden. Seine wissenschaftlichen Interessen waren vorwiegend philosophischer, namentlich ethischer, sowie musikhistorischer Art. An der Ökonomie interessierte ihn nur der praktische, nicht der theoretische Teil. Sein Sozialismus war ganz unmarxistisch und konnte mich nicht befriedigen, der ich mich, trotz aller Bedenken, allmählich immer mehr mit Marxismus infiziert hatte. Je mehr meine allgemeinen ökonomischen Kenntnisse wuchsen, desto mehr lernte ich das Marxsche Kapital begreifen und schätzen. Und meine Geschichtsauffassung hatte angefangen, sich umzubilden, seitdem ich mich mit Engels Antidühring vertraut gemacht hatte, was freilich nicht sofort nach dessen Erscheinen geschehen war. Engels hatte seine Kritik Dührings zuerst im Leipziger Vorwärts in Fortsetzungen veröffentlicht, die so weit auseinanderlagen, daß die Artikelserie von Januar 1877 bis in den Juli 1878 ging! Bei einer solchen Erscheinungweise ging jeder Eindruck verloren. Die Buchausgabe fiel bereits in die Anfänge des Sozialistengesetzes, in denen wir andere Sorgen hatten, als die der Theorie. Immerhin, die Schrift beschäftigte mich. Für mein ökonomisches und historisches Denken strebte ich nach Überwindung meines bisherigen Eklektizismus und nach einheitlichem Denken. Dabei fand ich einen kraftvollen Führer in Eduard Bernstein, Höchbergs Sekretär. Fünf Jahre älter als ich, aufgewachsen in Berlin, unter den Anregungen des regsten sozialistischen Lebens, das die damalige Welt kannte, war er mir weit überlegen und brachte mir reiche Anregungen und Aufschlüsse. Seine zeitweiligen Dühringschen Neigungen hatte er überwunden und sich mit beiden Füßen auf den Boden des Marxismus gestellt. Eifrig studierten wir vereint die marxistische Literatur und wurden dabei bald so sehr ein Herz und eine Seele, daß man uns als eine Art roter Orestes und Pylades betrachtete. Gewaltige Förderung erfuhren wir bei unserem Studium, als wir mit den beiden Altmeistern in London bekannt wurden, worüber Bebel bereits in seinen Erinnerungen Mitteilung gemacht hat. Da Marx und Engels Höchberg und seinen literarischen Unternehmungen höchst mißtrauisch gegenüberstanden, wurden im Herbst 1880 Bebel und Bernstein nach London geschickt, um einen modus vivendi herbeizuführen. Im März 1881 ward ich hingesandt, um die hergestellten guten Beziehungen fortzuführen. Ich blieb damals in London bis zum Juni. Zu Marx kam ich nur selten. Seine Frau war schon schwer krank, das fatale Ende bereits als unvermeidlich erkannt, da trug ich Bedenken, die Stille des Hauses durch öftere Besuche zu stören. Um so öfter kam ich mit Engels zusammen, unsere Bekanntschaft wurde zur Freundschaft und führte zu einem engen, teils mündlichen, teils schriftlichen Verkehr, der bis zum Tod meines großen Freundes währte, und dem ich unendlich viel verdanke. Wurde mir 1880 durch die Berufung nach Zürich meine Lebensbahn als sozialdemokratischer Parteischriftsteller vorgeschrieben, so gab jene Zeit auch meiner wissenschaftlichen Arbeit den definitiven Stempel eines konsequenten, von allem eklektischen Beiwerk befreiten Marxismus. Meine ökonomischen wie meine historischen Arbeiten wurden von nun an streng nach marxistischer Methode betrieben. Mein Wirken für die Höchbergschen Unternehmungen dauerte nicht lange. Im Frühjahr 1882 zwang eine finanzielle Katastrophe Höchberg, seine Ausgaben aufs äußerste einzuschränken. Seine Unternehmungen hörten auf, abgesehen vom Züricher Sozialdemokrat, der so weit war, sich ohne Subvention zu behaupten. Ich nahm meine Entlassung und ging wieder nach Wien. Nicht mehr der unschlüssige Sucher von früher. Ich wußte jetzt, was ich wollte. Ich hatte viel gelernt und war entschlossen, mir nun ein eigenes Organ zu schaffen. Doch ging das nicht so schnell, und in der Zwischenpause riet mir Heinrich Braun, den ich damals mit H.E. Sax und Victor Adler in Wien kennen lernte, die freie Zeit zu benutzen, um doch noch meinen Doktor zu machen. Ich legte keinen großen Wert darauf, namentlich seit mir Engels erklärt, wenn ich nicht auf die akademische Laufbahn aspiriere, sei die Arbeit für das Rigorosum bloße Zeitverschwendung. Indes meinte Braun, die Sache brauche mich nicht viel Zeit zu kosten. Eine Untersuchung, die als Doktordissertation gebraucht werden konnte, hatte ich eben fertig gestellt. Noch war meine Idee der Universalgeschichte nicht ganz aufgegeben. Die Vorarbeiten dazu hatten mir gezeigt, daß ich ohne vorgeschichtliche Kenntnisse nicht auskam. So hatte ich mich daran gemacht, Prähistorie zu studieren. Der Zufall unterstützte mich dabei Höchberg hatte auch ethnologische Neigungen, schon wegen seiner ethischen Studien. Seine Bibliothek enthielt eine Reihe der wichtigsten Werke über Vorgeschichte und Ethnologie. Als ich 1881 nach London kam, fand ich aber auch Marx und Engels mit vorgeschichtlichen Studien beschäftigt, deren Frucht dann 1884 in dem Büchlein über den Ursprung der Familie etc. das Engels, gestützt auf Marxsche Aufzeichnungen, herausgab. Während meines Londoner Aufenthalts studierte Marx eben Bancrofts Werk über die Indianer des westlichen Nordamerika (The native races of the Pacific states, 1875), während Engels mich auf Bachofens Mutterrecht aufmerksam machte. Merkwürdigerweise nannte mir weder der eine noch der andere Morgans Werk Ancient society, 1877 erschienen, das ich auch sonst nicht verzeichnet fand. Ich lernte damals nur dessen großes Werk Systems of consanguinity (1871) kennen. Das Ergebnis meiner Arbeiten war eine Abhandlung über Die Entstehung der Ehe und Familie, die ich im Winter 1881/1882 fertigstellte. Ich kam dort stellenweise zu anderen Ergebnissen, als später Engels, doch darf ich mit Genugtuung verzeichnen, daß in den Punkten, in denen Engels eine gegenteilige Auffassung vertrat, die spätere Forschung mir recht gab. So verwarf ich bereits 1882 die Morgansche Annahme der Punaluaehe, und ich glaube, ich bin der erste gewesen, der die Verwandtschaftsbezeichnungen, auf die Morgan sich stützte, als Bezeichnungen von Generationsstufen, nicht von Abstammungsgraden auffaßte. Daß manches von dem, was ich vor vierzig Jahren annahm, durch die neuere Forschung überholt ist, gebe ich natürlich gerne zu. Diese Arbeit sollte meine Doktordissertation werden. Braun riet mir, sie als anthropologische Untersuchung an Häckel zu senden und in Jena zu promovieren. Anfangs ging auch alles nach Wunsch. Häckel acceptierte die Dissertation und erklärte sich bereit, mich zu prüfen. Sofort reiste ich nach Jena, um mich mit ihm in Verbindung zu setzen. Doch kam ich zu spät. Die Sommerferien hatten begonnen und Häckel hatte Jena verlassen. Dafür beschied mich der Dekan der philosophischen Fakultät (ich habe den Namen vergessen) zu sich, um mir zu eröffnen, es ginge nicht an, daß Häckel mich prüfe. Die Arbeit sei eine philologische, keine naturwissenschaftliche, und ich müsse als Philolog promovieren. Ich entgegnete darauf, daß ich das nicht könne, da ich seit dem Gymnasium nicht mehr Philologie getrieben. Und wenn ich auch gelegentlich Herodot und Tacitus und andere antike Autoren zitiere, so sei doch meine Arbeit rein ethnologisch und könne nur von einem Soziologen oder Anthropologen beurteilt werden. Unter den Jenenser Professoren sei Häckel jedenfalls derjenige, der dem Gegenstand am nächsten stehe. Der Dekan ließ sich nicht überzeugen, wir schieden im Unfrieden voneinander. Unter diesen Umständen in Jena promovieren zu wollen, erschien mir aussichtslos. Ich verzichtete definitiv auf den Doktortitel, um so eher, als inzwischen die Verhandlungen wegen Begründung meiner Zeitschrift zu einem günstigen Ergebnis geführt hatten. Engels, Liebknecht, Bebel interessierten sich für sie und in Dietz wurde ein trefflicher Verleger gefunden, der ihre Herausgabe unternahm. Die Vorbereitung meines Organs beschäftigte mich für den Rest des Jahres 1882 genugsam, um keine weiteren Doktorpläne aufkommen zu lassen. Die vorbeigeglückte Doktordissertation veröffentlichte ich noch im gleichen Jahr als Artikelserie im Stuttgarter Kosmos, einer seither eingegangenen, damals sehr angesehenen Darwinistischen Monatsschrift. Im Januar 1883, unmittelbar vor Marx’ Tod, erschien das erste Heft der Neuen Zeit, die ich von da an bis zum Herbst 1917 redigierte. Wie Bernstein gleichzeitig den Sozialdemokrat (in Zürich und später in London), so stellte ich meine Monatsschrift in Stuttgart in den Dienst des Marxismus. Die beiden Zeitschriften unterschieden sich dadurch, daß die Bernsteins mehr politisch und als Organ außerhalb des Bereichs des Sozialistengesetzes ganz rücksichtslos war, während die meine vorsichtiger gehalten sein mußte und mehr theoretischen Charakter annahm. Aber in der Tendenz stimmten beide völlig überein. Nach den Zeitschriften, die vor und unmittelbar nach der Revolution von 1848 Marx und Engels herausgegeben hatten, waren die unsrigen die ersten, die bewußt und systematisch der Propagierung und Fortentwicklung marxistischen Denkens und Forschens dienten. Erst von ihnen an kann man von einer marxistischen Schule sprechen. Natürlich trachtete ich, die Eigenart der Marxschen Auffassungen der Ökonomie, der Geschichte, des Sozialismus gegenüber dem sozialistischen Eklektizismus, den ich vorfand, zur Geltung zu bringen. Dabei geriet ich früh in Polemiken mit manchen meiner Genossen. In die erste schon 1884, als ich auf die Verschiedenheiten hinwies, die Marx von Rodbertus trennten. Darob kam ich in Konflikt mit dem nach Marx und Engels damals angesehensten ökonomischen Theoretiker der deutschen Sozialdemokratie, C.A. Schramm. Die Zahl der Polemiken, in die ich seitdem um des Marxismus willen verwickelt wurde, ist Legion. Daneben machte ich mich daran, nach der Methode, die ich mir nun angeeignet, auch systematisch zu arbeiten in Ökonomie und Geschichtsforschung, oder vielmehr, nach Marxscher Methode beide immer mehr gemeinsam zu betreiben, die Ökonomie historisch, die Historie ökonomisch. Diese Tätigkeit erhielt einen befruchtenden Anstoß, als es mir möglich wurde, meinen Wohnsitz nach London zu verlegen (1885), sobald die Redaktionsführung meiner Monatsschrift im Gange war. In stetem Verkehr mit Engels, inmitten der Schätze des britischen Museums, wurde es eine Lust, zu arbeiten. Ich hatte erkannt, daß
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Wer war Jassir Arafat?
Jassir Arafat (* 24. August 1929 in Kairo, Ägypten; † 11. November 2004 in Clamart, Département Hauts-de-Seine, Frankreich), , ursprünglich , Kunya: , war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war seit dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1957 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge und Bombenattentate auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte. Jahrzehntelang galt Arafats Bemühen der Vernichtung Israels; als strategische Mittel zur Umsetzung dieses Ziels favorisierte er Gewalt gegen israelische Bürger und Zivileinrichtungen, die den Staat grundlegend destabilisieren, seine Bürger verunsichern und Israel letztendlich zur leichten Beute eines Angriffs arabischer Armeen machen sollte. Arafats Unterstützung der irakischen Invasion Kuwaits hatte die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 zur Folge. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachte Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. 1994 erhielt er dafür gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2000 verhandelte Arafat mit Israels damaligem Regierungschef Ehud Barak und dem damaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, erfolglos über die Gründung eines unabhängigen, palästinensischen Staates. Nach dem Scheitern von Camp David II unterstützte Arafat die Zweite Intifada, wodurch er in seinen letzten Lebensjahren vor allem außenpolitisch an Einfluss verlor. Erst nach dem Tod Arafats waren führende palästinensische Vertreter bereit, sich für Arafats Unterstützung Saddam Husseins und der Invasion in Kuwait zu entschuldigen. Die Beurteilungen seiner Person gehen weit auseinander, von Freiheitskämpfer über Guerillakämpfer bis Terrorist. Leben Jassir Arafat wurde übereinstimmenden Erkenntnissen verschiedener Biographen zufolge in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Arafat hingegen behauptete häufig, in Palästina geboren worden zu sein, wobei er im Laufe der Zeit widersprüchliche Angaben machte. Mal behauptete er, in der Altstadt Jerusalems geboren worden zu sein, mal im Gazastreifen. Sicher ist, dass sein Vater aus Gaza und seine Mutter aus einer angesehenen Jerusalemer Familie stammten. Sie hatten in den 1920er Jahren geheiratet und waren nach Kairo ausgewandert. Jassir war das sechste von sieben Kindern. Als er etwa vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Um den Vater mit den sechs Halbwaisen zu entlasten, nahm der Bruder der Mutter, Salim Abu Saud, Jassir und seinen jüngeren Bruder zu sich nach Jerusalem, das damals zum britischen Mandatsgebiet Palästina gehörte. Er lebte dort vier Jahre. Frühe Jahre Als er nach der erneuten Heirat seines Vaters nach Kairo zurückkehrte, besuchte er die Schule und später die Universität, an der er Elektrotechnik studierte. Eine Zeit lang beschäftigte er sich mit der jüdischen Kultur, hatte jüdische Bekannte und las zionistische Werke z. B. von Theodor Herzl. 1946 soll Arafat intensiven Kontakt mit Mohammed Amin al-Husseini, dem mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem, gehabt haben, der in Ägypten Asyl gefunden hatte. Al-Husseini war ein entfernter Verwandter Arafats. Dass er jedoch der Onkel Arafats gewesen sei, ist eine Legende. Arafat engagierte sich nun aktiv in der arabischen Nationalbewegung in Palästina. Zu dieser Zeit war er ein Befürworter der militärischen Konfrontation und beschaffte Waffen, die ins Mandatsgebiet geschmuggelt wurden. In Kairo hatte sich Jassir Arafat mit Abd al-Qadir al-Husseini angefreundet, der die Einheiten palästinensischer Araber in der Region Jerusalem anführte. Als Arafat von Abdel Khader al-Husseinis Tod im Palästinakrieg bei der Schlacht am Kastel-Berg im April 1948 hörte, brach er sein Studium in Kairo ab und nahm aktiv am Krieg teil. Er trat der Moslem-Bruderschaft bei, die im Gazastreifen und in der Schlacht bei Kfar Darom kämpfte. Als die ägyptische Armee am 15. Mai 1948 in den Palästinakrieg eingriff, wurde Arafat und seiner Einheit befohlen abzuziehen. Dies war für ihn ein prägendes Erlebnis. Er beschuldigte später die arabischen Staaten des Verrates, weil sie den Palästinensern nicht geholfen hätten, die Schlacht zu gewinnen, und ihnen nicht erlaubt hätten zu kämpfen. Die palästinensischen Araber erlitten eine militärische Niederlage gegen Israel. Etwa 750.000 Palästinenser wurden vertrieben oder ergriffen die Flucht und lebten von da an überwiegend als Staatenlose in den Nachbarländern. In den 1950er Jahren studierte Arafat an der Universität Kairo. 1952 gründete er die Generalunion Palästinensischer Studenten (GUPS), der er bis 1957 vorstand. Ende 1952 wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser vorübergehend verhaftet. 1956 verließ er die Universität als diplomierter Ingenieur und gründete die Union der Palästinensischen Hochschulabsolventen. Danach meldete er sich freiwillig zur ägyptischen Armee und kämpfte im Sueskrieg 1956 gegen Frankreich, Großbritannien und Israel. Er war Leutnant in der ägyptischen Armee und galt als Sprengstoffexperte. Noch im selben Jahr ging er nach Kuwait, wo er als Ingenieur arbeitete und ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. Gründung der Fatah 1957 gründete er in Kuwait zusammen mit Chalil al-Wazir (Abu Dschihad) die erste Zelle der Bewegung zur Befreiung Palästinas (al-Fatah), aus der 1959 die gleichnamige politische Partei hervorging. Ab 1958 war Arafat Vorstandsmitglied und ab 1968 Vorsitzender der Fatah. Durch seine aktive Teilnahme an der Schlacht von Karame 1968 begründete er seinen Heldenmythos und war ab 1969 Vorsitzender der PLO, die 1964 durch die Arabische Liga ins Leben gerufen worden war. Ende der 1960er Jahre wuchsen die Spannungen zwischen der PLO und der jordanischen Regierung; palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien etabliert und kontrollierten strategische Positionen wie die Öl-Raffinerien bei Zarqa. Jordanien betrachtete diese Umstände als eine wachsende Bedrohung seiner Souveränität und seiner Sicherheit und versuchte, die palästinensischen Milizen zu entwaffnen. Im Juni 1970 brachen nach einem fehlgeschlagenen palästinensischen Attentat auf den jordanischen König offene Kämpfe aus, die mit der Flucht der PLO aus Jordanien in den Libanon endeten. Wurde die Schlacht von Karame als erster historischer Sieg der PLO angesehen, so erlitt sie unter Arafats Führung 1970 mit dem Schwarzen September eine schwere Niederlage. Dieser musste zunächst nach Kairo, dann in den Libanon fliehen. Aufsehen erregte der historische Auftritt Arafats vor der UN-Vollversammlung am 13. November 1974, bei dem er in Uniform, mit der Kufiya und umgeschnalltem Pistolenholster eine Rede hielt, die von arabischen und kommunistischen Staaten mit Begeisterung aufgenommen wurde. In der Rede reklamierte Arafat den alleinigen Machtanspruch über Palästina für die PLO. Er sprach davon, eine Welt ohne Kolonialismus, Imperialismus, Neokolonialismus und ohne „Rassismus in all seinen Ausformungen, einschließlich des Zionismus“ schaffen zu wollen. Arafat vermied es, von Israel zu sprechen, um dem Staat jegliche Legitimität abzusprechen, und verwendete stattdessen den Begriff zionistische Entität. Den Zionismus stellte er in dieser Rede als eine imperialistische, kolonialistische und rassistische Ideologie dar, die – dezidiert reaktionär und diskriminierend – mit dem Antisemitismus gleichzusetzen sei. Ferner wiederholte er ein altes antisemitisches Stereotyp, wonach der Zionismus wolle, dass die Juden ihren Heimatländern keine Loyalität entgegenbrächten und sich über ihre Mitbürger erhöben. Er sprach der UNO das Recht ab, das unteilbare Heimatland der Palästinenser zu teilen, und wies damit den Teilungsbeschluss von 1947 zurück. Auch behauptete er, der Palästinakrieg von 1948 sei von Israel und nicht von den arabischen Staaten begonnen worden. Die PLO erhielt als legitime politische Vertretung der Palästinenser Beobachterstatus bei der UNO. Das Palästinensertuch – drapiert wie die Konturen Palästinas – gehörte ebenso wie das Holster auch später zu seinen Markenzeichen, ohne die er selten auftrat. Eine weitere bedeutende Rede hielt er am 13. Dezember 1988. Ein Novum war hier, dass die PLO die UN-Resolution anerkannte und Willen zum Kompromiss zeigte. Die gewaltsamen Aktionen der PLO wollte Arafat allerdings als legitimen Widerstand verstanden wissen. In dieser Rede wird auch jene Interpretation der Resolution 194 der UN-Vollversammlung bekräftigt, nach der diese das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge garantiere, womit er eine Doktrin festlegte, die auch heute noch, zumindest in offiziellen Verlautbarungen der PLO, Bestand hat. In der Rede gestand Arafat den Juden nicht explizit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung zu und akzeptierte nicht ausdrücklich, dass Israel ein jüdischer Staat sein könnte. Als Konsequenz des israelischen Libanonfeldzugs gegen das Hauptquartier der PLO in Beirut im Juli/August 1982 musste Arafat nach Tunesien fliehen. Er verließ mit seinen Gefolgsleuten das von Israel besetzte Beirut und errichtete einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis. Der Weg zur internationalen Anerkennung 1988 erkannte Arafat Israel indirekt an und erklärte 1989 die PLO-Charta von 1964, in der zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wurde, für hinfällig. Im Jahre 1990 begrüßte Arafat den irakischen Einmarsch in Kuwait und solidarisierte sich mit Saddam Hussein. Die reichen arabischen Ölstaaten an der Seite des Kriegsgegners USA froren daraufhin ihre finanzielle Unterstützung der PLO ein. Eine weitere Folge war die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachten Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. Statt das Ende abzuwarten, sympathisierte Arafat 1991 noch während des laufenden Augustputsches gegen Michail Gorbatschow mit den Putschisten, womit er einen langjährigen Unterstützer verärgerte. Am 7. April 1992 überlebte Arafat einen Absturz einer Passagiermaschine der Air Bissau aufgrund eines Sandsturms in der libyschen Wüste. Arafat wurde in einem Krankenhaus in Misrata aufgrund eines Blutgerinnsels von dem Chirurgen Meftah Shwedy mehrmals am Gehirn operiert und am rechten Auge behandelt. Am 13. September 1993 kam es bei der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung über die vorübergehende (palästinensische) Selbstverwaltung zwischen dem Staat Israel und der PLO in Washington zu einem historischen Handschlag zwischen Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Jizhak Rabin. Friedensnobelpreisträger Rabin bezahlte später für dieses Entgegenkommen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt durch einen Terroranschlag eines jüdischen Ultra-Nationalisten mit seinem Leben. Nach 27 Jahren Exil kehrte Arafat infolge des Autonomieabkommens am 1. Juli 1994 nach Palästina zurück und bildete in Gaza eine autonome Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde. 1993 wählte das TIME Magazin Die Friedensstifter (Nelson Mandela, Frederik Willem de Klerk, Jassir Arafat und Jitzchak Rabin) zu den Personen des Jahres. Im Dezember 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Während der Trauerwoche für Jitzchak Rabin nach dessen Ermordung im November 1995 besuchte Arafat Leah Rabin und ihre Familie in ihrer Wohnung in Tel Aviv, um seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Es war das erste Mal, dass er israelischen Boden betrat. Aus Sicherheitsgründen hatte er nicht an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen können. Er schilderte, wie sehr ihn der Mord bestürzt habe und wie verzweifelt er darüber sei, seinen Partner im Friedensprozess verloren zu haben. 1995 erhielt Arafat den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. 2000 verhandelte Arafat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und US-Präsident Clinton in Camp David über die Schaffung eines palästinensischen Staates. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Der abtretende Präsident Clinton und Barak, der kurz darauf in allgemeinen Wahlen von seinem politischen Gegner Ariel Scharon abgelöst wurde, gaben Arafat die alleinige Schuld am Scheitern dieser Verhandlungen. Arafat hingegen gab Barak und Clinton die Schuld am Scheitern. Zweite Intifada und politischer Niedergang Arafat wurde schon vor der Zweiten Intifada vorgeworfen, ein doppeltes Spiel zu treiben. Während er sich auf internationalem Parkett für Frieden und Diplomatie starkmachte, soll er vor seinen Anhängern in Gaza mit teilweise antisemitischen Reden Stimmung gegen Israel gemacht haben. Auch wurde ihm mehrfach vorgeworfen, sich aktiv am Waffenschmuggel für paramilitärische und terroristische Zwecke zu beteiligen (siehe Karine-A-Affäre) und die allein von ihm befehligten Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde für Übergriffe auf Israel zur Verfügung zu stellen. Außerdem gab es Berichte britischer Medien wie der BBC, dass Terror-Organisationen wie die Fatah-nahen al-Aqsa-Märtyrerbrigaden über den Umweg der von Arafat regierten Autonomiebehörde indirekt von EU-Geldern finanziert würden. Schließlich duldete oder unterstützte er den erneuten Palästinenseraufstand, was ihn vor allem außenpolitisch isolierte. Als Reaktion auf die Zweite Intifada besetzte Israel immer wieder Teile der autonomen Palästinensergebiete. Die israelische Regierung machte auch Arafat selbst für gewaltsamen Übergriffe verantwortlich. Ab 2001 wurde der in Ramallah lebende Arafat von Israel mehrfach unter Hausarrest gestellt. Seine Hubschrauber wurden im Dezember 2001 zerstört, sodass er nicht mehr zwischen Gaza und Ramallah reisen konnte. Im Rahmen der Operation Schutzschild vom 29. März 2002 bis 3. Mai 2002 zerstörte die israelische Armee einen Teil von Arafats Hauptquartier, der Muqāta'a. Am 11. September 2003 fasste die israelische Regierung den Beschluss, Arafat auszuweisen. Mit einem Hubschrauber sollte er ins Exil nach Nordafrika gebracht werden. Nach dem Ausweisungsbeschluss gingen zehntausende Palästinenser protestierend auf die Straße. Arafat appellierte an die Bevölkerung, Widerstand gegen den Beschluss zu leisten. Er wolle „lieber sterben, als sich zu ergeben“. Am 14. September 2003 stellte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auch ein Attentat auf Arafat als eine legitime Möglichkeit seiner Entfernung dar. Am 16. September 2003 ließen die USA eine Resolution des Weltsicherheitsrates gegen die Ausweisung Arafats an ihrem Veto scheitern. Deutschland enthielt sich der Stimme. Korruption Im Mai 2002 stellte der BND fest, dass die Verwendung von EU-Geldern für den Terrorismus „nicht auszuschließen“ sei, da Arafat offensichtlich nicht zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung trenne. Das Gutachten spricht weiterhin von „bekanntem Missmanagement“ und „weit verbreiteter Korruption“ (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Die USA und Israel hatten die Europäische Union in Brüssel zu dem Zeitpunkt bereits mehrfach aufgefordert, die Verwendung der Subventionen für die Palästinensische Autonomiebehörde genauer zu überprüfen. Brüssel erklärte, für Transparenz und Kontrolle der Fördermittel sorge der Internationale Währungsfonds. Der IWF legte 2003 jedoch einen Bericht über „Ökonomische Leistungen und Reformen unter Konfliktbedingungen“ vor, aus dem hervorging, dass zwischen 1995 und 2000 mehr als 900 Millionen Dollar an Fördergeldern für die Palästinensische Autonomiebehörde „verschwanden“. Weisungsbefugt für die Verwendung des Geldes seien allein Arafat und „enge Vertraute“ gewesen. Arafat kontrollierte dem Bericht zufolge bis zu seinem Tod allein 8 % des palästinensischen Gesamtbudgets. Familie Arafat war seit dem 17. Juli 1990 mit Suha at-Tawil, mit der er eine Tochter, Zahwa (* 24. Juli 1995 in Neuilly-sur-Seine), hat, verheiratet. Ab dem Beginn der zweiten Intifada, also ab 2001, lebten Frau und Tochter in Paris und Tunis. 2007 zog Suha nach Malta. Sein Neffe Musa Arafat war Leiter des palästinensischen Militärgeheimdienstes, sein Bruder Fathi Arafat Mediziner. Tod Jassir Arafats Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum 28. Oktober 2004 akut. Er hatte bereits über eine Woche wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes nichts gegessen. Die israelische Regierung hob aufgrund seiner schweren Krankheit das Reiseverbot auf und sicherte ihm eine Rückkehr ins Westjordanland zu. Am folgenden Tag wurde Arafat nach Paris geflogen und zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Percy gebracht, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält. Am 4. November verschlechterte sich sein Zustand noch einmal; es wurde von einem „tiefen Koma“ berichtet. Am 10. November versagten Nieren und Leber. Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte wurde aus religiösen Gründen abgelehnt. Infolge der Leberschädigung und der daraus resultierenden Störung der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren kam es zu einer Gehirnblutung. Am 11. November 2004 um 3.30 Uhr (MEZ) starb Jassir Arafat. Nach Verabschiedung mit militärischen Ehren wurde der Leichnam Arafats in Begleitung seiner Witwe mit einer französischen Militärmaschine nach Kairo geflogen. Die zentrale Trauerfeier fand am 12. November am Flughafen Kairo-International statt, wozu hochrangige Politiker aus aller Welt eingeladen waren. Im Anschluss an die militärische Zeremonie in Kairo wurde der Sarg nach Ramallah geflogen, wo die Beisetzungszeremonie am frühen Nachmittag stattfand. Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“. Arafat wurde in einem Steinsarg auf dem Gelände seines ehemaligen Amtssitzes in Ramallah unter großer Anteilnahme der palästinensischen Bevölkerung beigesetzt. Sein Sarg wurde mit Erde vom Jerusalemer Tempelberg umgeben. Am 10. November 2016 wurde in Ramallah neben dem Arafat-Mausoleum ein „Arafat-Museum“ eröffnet. Es kostete 7 Millionen Dollar und wurde von den palästinensischen Behörden im Westjordanland finanziert. Ausgestellt sind unter anderem seine Brille, sein Revolver, „sein charakteristischer schwarz-weiß karierter Keffiyeh-Kopfschmuck“, sein Reisepass, seine Friedensnobelpreismedaille (zwischenzeitlich im Besitz der Hamas) und andere Memorabilien. Vermittelt wird eine unkritische palästinensische Sicht der Dinge, etwa in der Darstellung des Massakers bei den olympischen Spielen von München 1972 („Antwort auf Überfall israelischer und deutscher Sicherheitskräfte“). Arafats Geburt wird von Kairo in ein palästinensisches Dorf in der Nähe der Jerusalemer Altstadt verlegt, wie es palästinensischer Legendenbildung entspricht. Hinweise auf seine Ehefrau Suha at-Tawil werden vermieden, völlig ausgeblendet werden die vielen Vorwürfe hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Reaktionen Nur wenige Stunden, nachdem der Tod Arafats bekannt gegeben worden war, griffen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Netsarim im Gaza-Streifen an. In Ramallah warnten Extremisten die neue palästinensische Führung unter Mahmud Abbas vor einem „Ausverkauf der palästinensischen Sache“ und drohten den Nachfolgern Arafats mit dem Tod, sollten sie zu Zugeständnissen gegenüber Israel bereit sein. Die Fatah-Splittergruppe „al-Aqsa-Brigaden“ benannte sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland nach Arafats Tod vollständig ab. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis durften nicht nach Israel einreisen. Jedoch transportierten mehrere hundert Busse Palästinenser aus dem Gazastreifen zur Trauerfeier nach Ramallah. Befürchtungen, dass der Tod von Jassir Arafat einen Rückschlag für den Nahost-Friedensprozess bedeute, bewahrheiteten sich zunächst nicht. Die Palästinensische Autonomiebehörde setzte antiisraelische Fernsehspots ab und unternahm Anstrengungen zur Reform der Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung ließ im Gegenzug ca. 150 palästinensische Gefangene frei, sicherte Unterstützung bei den palästinensischen Wahlen zu und kündigte eine Rückkehr zur Roadmap an. Die Palästinenserführung ernannte den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattuh verfassungsgemäß zum vorläufigen Nachfolger Arafats und rief eine 40-tägige Trauer aus. In den Präsidentschaftswahlen vom 9. Januar 2005 wurde Mahmud Abbas zum Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Nach seinem Tode wurde Jassir Arafat von 200 Rabbinern als „Amalek und Hitler unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als „Freudentag“ zu feiern. Spekulationen und Ermittlungen zur Todesursache und Exhumierung Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden machten ebenso wie die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Israel für den Tod Arafats verantwortlich und drohten mit Rache. So äußerte sich Dschihad-Anführer Chalid al-Batesch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon habe „bei der Tötung Arafats seine Hand im Spiel“ gehabt. Ärzte im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris, in dem Arafat zuletzt behandelt wurde, und Vertraute Arafats schlossen jedoch seinerzeit aus, dass der Palästinenserchef vergiftet worden sei. Eine Autopsie fand nach dem Willen der Witwe nicht statt. Da weder Arafats Ärzte noch dessen Witwe die genaue Todesursache bekannt gaben, kam es in der Folge zu weiteren öffentlichen Spekulationen. Dabei wurden von Spezialisten besonders Vergiftung und AIDS nahegelegt. Ahmad Dschibril, der Generalsekretär der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC), erklärte im Juli 2007, er habe Einblick in den französischen Bericht über den Tod Arafats gehabt. Der Bericht gebe an, dass Arafat an AIDS erkrankt gewesen sei. Aschraf al-Kurdi, seit 1986 persönlicher Leibarzt von Jassir Arafat, erklärte am 12. August 2007 gegenüber der jordanischen Nachrichten-Webseite Amman, dass der Palästinenserführer unter dem HI-Virus litt, aber nicht an der Immunschwächekrankheit AIDS starb. Das Virus soll Arafat erst kurz vor seinem Tod in dessen Blut injiziert worden sein, so al-Kurdi, der aber angab, dass die tatsächliche Todesursache eine Vergiftung gewesen sei. Im August 2011 beschuldigte die Fatah den zuvor aus der Partei ausgeschlossenen Mohammed Dahlan, hinter der Vergiftung Arafats zu stecken und sogar selbst das Gift aus Paris besorgt zu haben. Haaretz veröffentlichte 2005 eine Analyse israelischer Experten, wonach eine eventuelle Vergiftung am ehesten bei einem Abendessen am 12. Oktober 2004 stattgefunden haben müsste. Verdacht auf Vergiftung mit Polonium 210 Im Dezember 2011 und Januar 2012 kontaktierte der Reporter Clayton Swisher Arafats Witwe in Malta und Paris und erhielt von ihr Akten und eine Tasche mit persönlichen Gegenständen (Zahnbürste, Kleidung, Kufiya), die Arafat in seinen letzten Tagen benutzt hatte. Am 3. Juli 2012 veröffentlichte der Fernsehsender al-Dschasira den Befund des Schweizer Institut de Radiophysique der Universität Lausanne, dem die Gegenstände zur Untersuchung gegeben worden waren. Festgestellt wurden gegenüber den natürlichen Vorkommen erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Polonium 210. Aufgrund dessen geringer Halbwertszeit von nur 138,38 Tagen halbiert sich die Strahlung alle 138 Tage. Von der Ursprungsmenge wäre acht Jahre nach Arafats Tod nur ein Millionstel übrig. Das Schweizer Institut betonte, die Ergebnisse seien kein Beweis für eine Vergiftung, aber zumindest ein Hinweis darauf. Die in den französischen Krankenakten Arafats beschriebenen Symptome, die zu seinem Tod führten, stimmten nicht mit den bekannten Symptomen einer radioaktiven Vergiftung überein. Zur Theorie über einen Gifttod Arafats durch Polonium wurden auch von verschiedenen anderen Experten Zweifel geäußert. Die vom radiologischen Institut bekannt gegebenen Poloniumkonzentrationen auf den persönlichen Gegenständen Arafats könnten nach einem von der Jerusalem Post zitierten Experten wegen der Halbwertszeit des Polonium 210 nicht auf eine acht Jahre zurückliegende Vergiftung zurückgeführt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen worden sein. Am 31. Juli 2012 erstattete Suha Arafat im französischen Nanterre Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung. Die französische Justiz leitete Ende August 2012 Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Palästinenserführung und auch die Witwe befürworteten eine im Islam normalerweise verbotene Exhumierung. Anfang November wurden die ersten Vorbereitungen dafür getroffen, da dafür viel Beton im Mausoleum abgetragen werden musste. Am 27. November 2012 wurde Arafats Leichnam exhumiert und ein ausländisches Expertenteam nahm Proben. Im September 2015 beschlossen die zuständigen französischen Untersuchungsrichter eine Einstellung des laufenden Verfahrens, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit, da es keine ausreichenden Beweise für einen Mord gebe. Umstrittene Untersuchungsergebnisse Mitte Oktober 2013 wurde ein Zwischenergebnis von Schweizer Toxikologen bekannt, wonach eine Vergiftung möglich, aber nicht sicher sei. Am 6. November 2013 gab die Universität Lausanne bekannt, einen gegenüber natürlichen Konzentrationen stark erhöhten Wert von Polonium 210 in den Proben nachgewiesen zu haben. Zugleich stellten sie eine über das natürliche Vorkommen hinaus deutlich erhöhte Menge von Blei 210 fest. Blei 210 kann eine Poloniumvergiftung maskieren, weil Polonium 210 ein Folgeprodukt des Blei 210 in der radioaktiven Zerfallskette ist und nach einiger Zeit mit dem Blei im radioaktiven Gleichgewicht steht. Da Blei 210 eine wesentlich längere Halbwertszeit hat, sind aufgrund der Neuentstehung von Polonium 210 die Reste einer möglicherweise vorangegangenen Poloniumvergiftung nicht mehr nachweisbar. Die Anwesenheit des Blei 210 wurde als mögliche Verunreinigung des hypothetisch als Gift verwendeten Poloniums erklärt. Es wurde vorgerechnet, dass von einer angenommenen Giftdosis von 1 GBq zum Todeszeitpunkt noch 4–5 % im Körper verblieben wären, die bis zur Exhumierung auf ca. 15 Bq Gesamtdosis abgeklungen wären. Die Forscher konnten Polonium nicht als Todesursache ausschließen, bezeichneten es aber auch nicht als sicher, dass Polonium den Tod verursachte. Die Ergebnisse würden letztere These „mäßig stützen“ („moderately support the proposition“: „moderately“ ist sicherer als „slightly“ und unsicherer als „strongly“). Unabhängige Forscher kommentierten, dass die Studie deshalb kein Beweis für eine Vergiftung sei. Am 3. Dezember 2013 wurde berichtet, dass das ebenfalls beauftragte französische Untersuchungsteam zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Vergiftung sei auszuschließen, vielmehr weise es auf eine natürliche Todesursache hin. Die Forschungsberichte eines russischen Untersuchungsteams, das ebenfalls Zugang zu Arafats sterblichen Überresten hatte, schließen eine Vergiftung ebenfalls aus. Nachdem die Staatsanwaltschaft von Nanterre im März 2015 mitgeteilt hatte, dass die Polonium-Spuren aus Arafats Grab natürlichen Ursprungs seien, beantragte sie Mitte Juli 2015 das Verfahren einzustellen. Die Ermittlungsrichter in Nanterre folgten dem Antrag und stellten das Verfahren Anfang September 2015 ein. Schlussfolgerungen In einem im November 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel des Schweizer Teams wird eine Vergiftung als plausibel, aber nicht bewiesen eingestuft. Die gleiche Studie ermittelt eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Annahme einer Vergiftung mit Po 210 als für die gegenteilige Annahme, falls man von einer mehrfachen Einnahme des Po 210 in kleinen Dosen ausgehe. Im Juni 2016 lehnte ein Gericht in Paris (nicht letztinstanzlich) die Wiedereröffnung der Untersuchungen bzgl. des vermuteten Mordes ab, weil dafür die Rechtsgrundlage fehle. Ehrungen 1993 Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens 1993 Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1994 Prinz-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 1994 Friedensnobelpreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1995 Deutscher Medienpreis 1999 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Held der Demokratischen Volksrepublik Korea Alter Freund des chinesischen Volkes Literatur Helga Baumgarten: Arafat: zwischen Kampf und Diplomatie. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36419-5. Andrew Gowers, Tony Walker: Arafat: hinter dem Mythos. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50035-9 (Übersetzung von Behind the myth: Yasser Arafat and the Palestinian revolution, 1990). Amnon Kapeliuk: Yassir Arafat: Die Biographie. Mit einem Vorwort von Nelson Mandela, Palmyra, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-930378-59-3. Gerhard Konzelmann: Arafat. Vom Terroristen zum Mann des Friedens. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-61296-5. (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch, Band 61296, Biographie). Aharon Moshel: In einer Hand den Ölzweig: Jassir Arafat und die PLO. Facta, München / Hamburg 1988, ISBN 3-926827-10-6. Barry Rubin, Judith Colp Rubin: Yasir Arafat : A Political Biography. Oxford University, Oxford 2005, ISBN 978-0-19-516689-7. Danny Rubinstein: Yassir Arafat. Vom Guerillakämpfer zum Staatsmann. Palmyra, Heidelberg 1996, ISBN 3-930378-09-4 (Übersetzung von The Mystery of Arafat, 1995). Hassan Sadek: Arafat. Hugendubel, München / Kreuzlingen 2006, ISBN 978-3-7205-2751-4. (= Diederichs kompakt). Janet und John Wallach: Jassir Arafat. Die Biographie. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-08755-0. Weblinks Themenschwerpunkt Arafat in der ägyptischen Wochenzeitung Al Ahram Rafael Seligmann: Begrabt ihn in Jerusalem, FAZ, 7. November 2004 , nahostkonflikt.net Internetpräsenz der PLO (Negotiations Affairs Department) (englisch, arabisch, hebräisch) Wolfgang G. Schwanitz: Yasir Arafat: Palästinensischer Politiker (PDF, 1,3 MiB) Einige kritische Betrachtungen: Michael Naumann: Keine Kugel für Arafat, Die Zeit, 18. September 2003 Petra Steinberger: Der Hoffnungsschimmerlügner, SZ, 4. November 2004 Gisela Dachs und Reiner Luyken: So opfert Arafat die Jugend Palästinas, Die Zeit, 44/2000 Jörg Steinhaus: Der lange Weg des Jassir Arafat, Kronos, 2. Februar 2001 Palestinians mourn Arafat but struggle for liberation will continue – Trotzkistische Analyse von Arafats Wirken, Maavak Sozialisti (israelische Sektion des CWI), 11. November 2004 (englisch) Anmerkungen Politiker (Palästina) Fatah Mitglied der PLO Person des Antizionismus Person im Nahostkonflikt Friedensnobelpreisträger Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette) Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großkreuz) Träger des Ordens des Weißen Löwen Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Palästinenser Ägypter Geboren 1929 Gestorben 2004 Mann
Januar 2010 - Replica Watches Klassische Fusion modernen Ruibao Regulateur 30 Serie sehen echte Schuss Ruibao wurde 1983 geboren und vom Münchner Uhrenhersteller Gerd-Rüdiger Lang gegründet, einer Schweizer Luxusuhrenmarke, die seit jeher von der Familie geführt wird. Als unabhängige Indikatormarke wird Ruibao in seiner Arbeit niemals enttäuschen: An der Basler Uhrenmesse 2015 stellte Ruibao erneut seine Talente unter Beweis und brachte eine Reihe neuer Modelle heraus. Die Uhr der Regulateur 30-Serie, die im Folgenden vorgestellt wird, wurde speziell entwickelt, um das Auge einzufangen. Das Logo der Ruibao Regulateur 30 ist mit dem ikonischen Münzmuster eingraviert, das Trapezfenster wird um 12 Uhr und die Stunde in Hops angezeigt, die große Minute zeigt den vom Sprungfenster umgebenen Kreis und die Sekunde mit der 6-Uhr-Position. Kreise treffen sich, um ein mysteriöses ‚8‘ -Muster zu bilden. Die Uhr ist mit einem Automatikwerk von Ruibao ausgestattet. Das Zifferblatt ist mit einem Neonmuster verziert, und das Unterzifferblatt ist mit einem Schachbrettmuster verziert, das uralt und elegant ist. Der blattförmige Minutenzeiger und der Sekundenzeiger sind handgefertigte blau gegossene Stahlzeiger, die der Silberwelt eine leuchtende Farbe verleihen. Uhrvorwahlknopf Design einzigartig Dial dekoriert in Niusuo Muster Großer Minutenanzeigekreis, umgeben von einem Zeitfenster 6 Uhr Position kleine Sekunde Die Lünette ist mit dem ikonischen Münzmuster graviert Die langen Stollen sind sehr retro Münzenmuster ist vorzüglich und elegant Back-through-Sumpf-Design Fazit: Die erfolgreiche Leistung von Ruibao auf dem Markt zeigt, dass der pragmatische Geist Deutschlands die perfekte Kombination mit der Schweizer Präzisionstechnologie ist und sich seitdem zum ältesten und größten Hersteller der Schweizer Uhrenwelt entwickelt hat. Pronomen. Um mehr zu erfahren, klicken Sie bitte auf die Uhr der Watch Basel Live Show: BALL Watch präsentiert die neueste Automodelluhr BALL für BMW Timetrekker [Basel] BALL Watch wird anlässlich der Basler Messe 2015 das neue Modell BALL für BMW Timetrekker vorstellen, um den gemeinsamen Wert der Uhrenindustrie und der Automobilindustrie zu demonstrieren. Dieses einzigartige Modell steht exemplarisch für den Geist der beiden Marken: ‚Engineer for Perfection‘, ob Linie, Farbe, Textur oder Design der Uhr von der Automobilindustrie inspiriert. Dieses neue Timetrekker-Modell folgt dem einzigartigen Stil der BALL for BMW-Kollektion und stammt von der Schweizer Designerin Magali Métrailler. Magali Métrailler kombiniert raffinierte und raffinierte Funktionen zu einem eleganten und schlanken Design, das den Fans das Gefühl gibt, sich wohl zu fühlen. Das Modell Timetrekker hat einen Durchmesser von 44 mm und ist aus Edelstahl gefertigt. Das Design der Uhr unterstreicht die Gemeinsamkeit der beiden High-Tech-Fertigungsindustrien durch jedes Detail. Das schwarze Zifferblatt des Timetrekker-Modells ist kariert und sieht aus wie eine Geschwindigkeitsanzeige. Jeder Teil der Uhr wurde sorgfältig entworfen. Die exquisite Oberflächenskala und das BMW Logo mit 2,6 mm Durchmesser, das um 3 Uhr unabhängig in vier Farben gedruckt wurde, sind künstlerisch. Zusätzlich zu ihrer kompakten Erscheinung hat die BALL Watch ihre brandneue Kennzeichnungstechnologie für die neue BALL for BMW-Uhrenkollektion ausgestattet: Die Stunden- und Minutenzeiger des Timetrekker-Modells und die diamantgeschliffenen Metallwaagen sind mit selbstleuchtenden Schweizer 3H-Mikrogaslampen ausgestattet, um dies zu gewährleisten Beim Lesen im Dunkeln ist es noch klar. Die innovative selbstleuchtende Mikrogaslampe H3 sorgt dafür, dass das Zifferblatt auch in dunklen Umgebungen klar bleibt. Diese revolutionäre Schweizer Technologie erfordert keine externen Lichtquellen oder Energiequellen und ihre Helligkeit ist hundertmal so hoch wie die herkömmlicher Licht emittierender Farben. Das Modell BALL for BMW Timetrekker verwendet die fortschrittliche Keramikverarbeitungstechnologie von BALL Watch, um dem Chronographenring aus Keramik eine stark leuchtende Farbe zu verleihen, sodass die Zahlen und Skalen auf dem Chronographenring beleuchtet werden und der Träger im Dunkeln immer noch klar sein kann. Berechnen Sie die Zeit. Der drehbare Außenring aus Keramik erhöht die Lebensdauer der Uhr und reduziert die Auswirkungen von Korrosion, Kratzern und UV-Licht. Der Chronographenring verwendet ein Einweg-Rotationssystem, das die korrekte Standard-Tauchzeit nicht aus Versehen verlängert, selbst wenn der Träger ihn versehentlich berührt. Diese brandneue Uhr wurde von der Schweizerischen Sternwarte zertifiziert und ihre Präzision und Genauigkeit sind selbstverständlich. Zusätzlich zu den oben genannten erstaunlichen Eigenschaften beträgt die Wasserdichtigkeit der Uhr bis zu 200 Meter und die antimagnetische Leistung 4.800 A / m. Jedes Modell ist außerdem mit einem revolutionären patentierten Amortiser®-Antivibrationssystem ausgestattet. Diese außergewöhnliche Technologie reduziert die Auswirkungen von seitlichem Aufprall und schützt die mechanische Bewegung. Dieses Modell wird mit einem Kegelriemen oder einem hochwertigen Kautschukriemen geliefert. BALL für BMW Timetrekker Modell Werk ‧RR1102-C Automatikwerk, COSC Swiss Observatory zertifiziert Funktion ‧ 14 selbstleuchtende Mikrogaslampen, auf der Oberfläche angebracht, Stunden- und Minutenzeiger, praktisch zum Ablesen bei Nacht ‧ Patentiertes seismisches Ball Amortiser®-System ‧Antimagnetische Leistung 4.800 A / m, wasserdichte Leistung 200 m / 600 呎 ‧ Anzeige von Stunde, Minute, Sekunde, Wochentag und Datum Gehäuse ‧ Edelstahlgehäuse ‧ Durchmesser 44 mm, Dicke 13,45 mm ‧Antireflexibles Saphirglas »Verschlossene Krone Armband ‧ Edelstahlband oder hochwertiges Kautschukband mit geringerer Breite Zifferblatt ‧ schwarz / blau Landkartenuhr der Gibai Miracle Treasure Box-Serie Girard-Perregaux spielt den traditionellen Stil der Würfel der Kuriositäten nach, inspiriert von den Schätzen des Renaissance-Europas und der Wunderkammer, inspiriert von der Marvel-Schatzkiste Schatzkistenuhr. Öffnen Sie mit diesem besonderen Namen eine neue Uhrmachertür und entführen Sie die Uhrenfans in einen Ort voller wunderschöner Schätze: Erkunden Sie unendliche Geheimnisse, brillante Geschichten, natürliche Accessoires und verschiedene seltene Schätze … Durch die geschickten Handwerker, mit vielen erlesenen Edelsteinen und anderen Materialien als Basis, mit vielen erlesenen Bemalungsdetails, bietet diese Chambers of Wonders-Uhrenserie auf engstem Raum des Zifferblatts drei verschiedene Zeiten und Räume Magie ist ewig, mit poetischen und sogar träumerischen Reichen, die den Wunsch der Menschen befriedigen, die Welt zu erkunden, kann als magische Magie der Malereikunst beschrieben werden … Schätzen Sie die Welt durch verschiedene Altersgruppen Die Landkarten der frühen Jahre sind wie die Anhäufung von geografischem Wissen, weil die Zivilisationen, die diese Bilder produzieren, einfallsreiche Zitate und weniger vollständige wissenschaftliche Konzepte sind. Durch den Raum und die Grenzen, die sie interpretieren, beschreiben sie das Selbstbewusstsein der Menschen zu dieser Zeit und sind das Zentrum der Welt. Wie Dichter, Schriftsteller, Wissenschaftler und Entdecker, inspiriert durch das ständige Streben nach Wissen, stellen die Designer dieser Karten Nachbarländer oft als Orte voller exotischer Kreaturen dar. Die Größe der Grenzen, Flüsse und Regionen wird durch interdisziplinäre Wissenschaft bestimmt, aber es gibt immer noch viele unbekannte Welten, die erforscht werden müssen. Zu dieser Zeit wurden wissenschaftliche Beobachtungen oft durch kollektives Unterbewusstsein beeinflusst. Daher ist es überraschend, dass diese Karten immer noch eine Korrelation von Zeit und Raum vermitteln. Die Zeit ist ein Freund des Wissens, und mit dem Aufkommen neuer Botschaften von Generation zu Generation haben sich diese Grenzen allmählich geändert. Eine neue Serie, die den Meistern der vergangenen Karten Tribut zollt Drei neue Uhrenthemen interpretieren sich durch exzellentes Wissen und handwerkliches Können, drei verschiedene Epochen, verschiedene Welten, darunter: Die Perle der Wunder, die Landkarte und die Neue Welt. Die Renaissancebilder wurden auf den drei Handgelenkplatten von Girard-Perregaux ins Ewige transformiert. Drei roségoldene GP1966-Uhren mit automatischem Aufzug zeigen eine völlig andere Perspektive und Emotion. Das in der Uhrenfabrik geborene Kaliber GP03300 spiegelt die langjährige Uhrmachertradition von Girard-Perregaux sowie absolute Präzision und hohe Zuverlässigkeit wider. Sowohl das Erdgeschoss als auch die Brücke sind abgeschrägt, mit faszinierenden Runden und Genfer Wellen. Es ist mit 205 Bauteilen bestückt und verfügt über eine Gangreserve von mehr als 46 Stunden. Das Uhrwerk erreicht 28.000 Vibrationen pro Stunde. Mit einem Durchmesser von 25,60 mm und einer Dicke von 4,20 mm passt es perfekt zu einem zarten und eleganten Roségoldgehäuse, das in der Uhrenfabrik entwickelt und gefertigt wurde. Die perfekte Harmonie des Designs, gepaart mit einer weichen, gebogenen Lünette, verstärkt die dünne Form. Terrestrische Karte Landkarte Beobachten Girard-Perregaux wählte die alte chinesische Karte in einer kreisförmigen Form, die vom italienischen Jesuitengläubigen Matteo Ricci inspiriert wurde. Ricci ist Theologe, Philosoph, Mathematiker, Kosmologe und Astronom. Der Missionar hatte lange in Asien gepredigt, kam 1582 nach Macao und ließ sich in China nieder, teilte sein Wissen mit örtlichen Gelehrten und Beamten und wurde der erste Westler, der die Verbotene Stadt betreten durfte. Während der Ming-Dynastie veränderte seine übersetzte Karte die globale Geographie, um sich auf China zu konzentrieren. So wie damals der Ehrgeiz, neues Land zu erkunden, gefeiert wurde, sind auf dieser Landkarte fünf Kontinente entstanden. Auch wenn Libyen durch Afrika und Australien durch Australien vertreten ist, ist es auch vollständig mit den vier Ozeanen gekennzeichnet. Andere exquisite Ort, durch die chinesische Marke, extrem alarmierend geographische und astronomische Präzision zeigt: Der Nil ist der längste Fluss in der Welt, die Erde rund ist, ist der Unterschied zwischen Tag und Nacht sind mal erklärt dies der Fall ist, die Erde und andere Planeten Die Entfernung wird auch durch das Formular erklärt. Natürliche Materialien und die Verwendung von Tusche Girard-Perregaux wählt in diesem seltenen Werk als Grundstein reinweiße Jade und die transparenten Linien zeigen Tiefe. Jedes Zifferblatt ist mit einem Stück Jade zu einer dünnen Scheibe geformt, die poliert ist, um die optimale Dicke (0,70 mm) zu erzielen, und die Oberfläche ist vollständig flach. Als nächstes muss ein erfahrener Maler 17 Stunden für eine feine Zeichnung mit natürlicher Tusche und einem speziellen Kleber arbeiten. Die Tinte ist sehr schnell trocken, daher müssen die Pinselstriche nicht zögern. Die Linien und Linien mit Zuversicht und Talent können verwendet werden, um Licht und Schatten zu umreißen, und die Originalgemälde sind subtil original. Vollständig genaue Interpretation der Grautöne, Umrisse der feinen Küsten- und Bodenkrümmung, der bekannte Erdkörper und historische Reliefeffekte werden vorgestellt. GP Girard-Perregaux Terrestrische Karte Landkarte Beobachten Zifferblatt: weiße Jade Bauweise: Edelsteinschnitzerei, sorgfältige chinesische Tuschemalerei Bodenabdeckung: Bodenabdeckung aus Saphirglas GP03300-0060 automatisches mechanisches Uhrwerk Durchmesser: 25,60 mm (11 1/2 Cent) Gangreserve: mehr als 46 Stunden Automatische Platte: Roségold, poliert mit Genfer Wellen Anzahl der Teile: 205 Stück Schwarzes Krokodillederarmband mit Handnähten und anderen Details Faltschließe aus Roségold Nr. 49534-52-R05-BB60 Funktionsgesteuerte, kostengünstige Sportuhr 7. Januar 2010 admin Ein Wächter hat gesagt, dass ein Mann ein paar Uhren hat? Ich denke, es muss mindestens eine Uhr geben, die normalerweise getragen wird, eine Sportuhr und eine formelle Uhr. In der Realität können in der männlichen Gruppe um uns herum die erste und die zweite Tabelle gleichgesetzt werden. Männer bevorzugen Sportuhren unabhängig von Alter und Beruf. Das Design der Sportuhr ist relativ maskulin, männlich und viele Sportuhren sind sehr elegant, nicht nur für Freizeitkleidung geeignet, mit formeller Kleidung, auch der Eintritt in den Arbeitsplatz fällt ihnen leicht. Wenn Sie es sich nicht verdienen, Zeit zu verbringen, können Sie natürlich die Sportuhr von High-End-Marken mit Hunderttausenden vermeiden und die Armbanduhrprodukte mit hervorragenden Kosten und Funktionen im Auge behalten. Die Sportuhr hat auch die Funktion, die Bedürfnisse des Arbeitsplatzes zu erfüllen. Auf der Sportuhr erscheinen komplexe Funktionen, und einige stapeln sich sogar! Die zwei Orte, die Weltzeit, die Kalenderwoche … All diese Funktionen, die zum Verkauf angeboten werden, erscheinen nun nach und nach auf der Sportuhr. Denken Sie nicht, dass die Sportuhr nur eine endlose Taktfrequenz hat. Für die Bedürfnisse des modernen Arbeitsplatzes ist die Sportuhr nicht nur in der Formgebung immer vielseitiger, sondern auch im Streben nach Funktion immer selbstmotivierter. Ich habe einen Markenchef interviewt, ein Paar Taucheruhren mit einem Paar Anzügen, er sagte uns: Eine gute Uhr ist kein Anlass. Und was ist mit der Funktionalität? Es ist das Überleben der Herrenuhren. Wenn man sich die Farbe anschaut, weiß die Tudor-Uhr, dass sie nicht mit Sport zu tun hat. Zusätzlich zu einem tiefen Chronographen verfügt sie über eine runde Kalenderanzeige und eine zweite Zeitzonenanzeige. Sagen Sie, dass die Zeitzonenfunktion einfach die drei beliebtesten Funktionen ist, die von der Abstimmung ausgewählt wurden? Die Rome-Uhr ist definitiv ein gutes Beispiel für die Kombination von Sport und Arbeitsplatz. Zusätzlich zur Chronographenfunktion können Sie den Wochenkalender in der Mitte des Zifferblatts elektronisch überprüfen und rund um das Zifferblatt die Uhrzeit in den meisten Städten der Welt anzeigen Yu Xin, eine praktische Sportuhr, die für jeden sehr, sehr gut ist. Die Sportuhr von TAG Heuer ist in der Mundpropaganda hervorragend: Dieser Ganzstahl-Chronograph zeichnet sich nicht durch die Chronographenfunktion aus, sondern durch die ewige Kalenderanzeigefunktion „Rückwärtsspringen“, die nicht nur sehr praktisch ist, sondern auch erst 2099 eingestellt werden muss. Epoch und Certina Sportuhren Die Ebola Sportuhr ist aus Stahl sehr sportlich. Aufgrund des Zeitplans verfügt es auch über einen Wochenkalender und eine Kalenderanzeige, die die grundlegendste Hilfe für den Arbeitsplatz darstellen. Wie bei der Tierra wird nur die Sportuhr hergestellt, aber die Marke weiß, dass die Profis jetzt herumfliegen. Die GMT-Funktion für zwei Zeitzonen wurde der Sportuhr hinzugefügt. Diese Uhr basiert auf dem bekannten Doppelversicherungskonzept (DS) der Marke (auf der Oberseite der Schutzkrone ist ein Symbol eingraviert, um dieses Konzept darzustellen) und stellt eine auffällige zweite Zeitzonenanzeige zwischen 9 und 11 Uhr ein, die Sport und Funktionalität in Einklang bringt. . Es ist wichtiger, komplexe Motorfunktionen zu verbessern. Die Konzentration auf die eigene komplexe Motorik ist auch ein Hingucker! Neben der Erweiterung der Sportfunktionen haben viele Marken, die gut mit Sportuhren umgehen können, viel Energie, um ‚ihre Sportfunktionen weiter zu verbessern‘. Denn für Sportuhren gibt es nichts Wichtigeres als ‚Genauigkeit‘. Die Genauigkeit steigt um einen Liter und dann wieder an, was die Erstellung einer Drei-Fragen- oder Tourbillon-Uhr erschwert. Das mit der Geschwindigkeitsmessung verbundene Flyback oder Timing ist eines der wichtigsten Merkmale der Marke und der Verbraucher. Tipps: Was ist Flyback? Beim Chronographen wird meistens ein Flyback verwendet.Die Codetabelle ohne die Flyback-Funktion erfordert, dass der Benutzer den Zeiger nach dem Stoppen der Zeitfunktion auf Null setzt, um die nächste Zeitoperation auszuführen. Die Flyback-Timing-Funktion eliminiert diese komplizierten Schritte: Sobald die Timing-Funktion aktiviert ist, drücken Sie einfach die Flyback-Taste und alle Chronographenzeiger kehren automatisch auf Null zurück und starten das nächste Mal ohne Unterbrechung. Diese Uhr von Zenith ist mit dem legendären El Primero Striking 10TH-Kaliber mit einer Frequenz von bis zu 10-mal pro Sekunde ausgestattet und eines der fortschrittlichsten und am längsten bewährten mechanischen Modelle, die derzeit erhältlich sind. Die Uhr ist speziell für maskuline Männer konzipiert und das tolle Zifferblatt ist mit einer PVD-Beschichtung und einem rotgoldenen Gehäuse versehen. Die Flyback-Timing-Funktion ist bequem und praktisch, mit einer wasserdichten Funktion von 200 Metern und einer perfekten Sportuhr. Die hundertstel Sekunde von TAG Heuer wird in Kürze auf der Basler Messe vorgestellt. Die erste Uhr ist auf eine hundertstel Sekunde genau. Dies bedeutet, dass der Sekundenzeiger eine Sekunde lang um das Zifferblatt läuft. Sie können die zwei Dezimalstellen nach der festgelegten Zeit ablesen! Bedienung und Lesen sind sehr stark, aber die Bewegung ist eine große Herausforderung! Blaises neue Kompass-Militäruhr Die neue Kompass-Militäruhr aus Belize ist die erste vom Navigationskompass inspirierte Armbanduhr, die nicht nur sehr neu ist, sondern auch eine große Herausforderung für die Uhrmacher darstellt. Diese Kombination aus einer neuen festen Anzeigelinie und einer Zeiteinteilung ersetzt den traditionellen Anzeigemodus für Stunden- und Minutenzeiger und verkörpert die kühne Innovation der Marke und den Mut, das herkömmliche Konzept zu brechen. Tauchen, Rennen, nicht leicht zu verkaufen Eigenschaften + Hyun, bringen sie den besten Preis! Für Sportuhren sind Tauchen und Rennen neben dem regulären Chronographen die beiden meistverkauften Modelle. Um die Tauchtiefe tiefer zu machen, ist es besser, die wasserdichte Funktion zu einer der Grenzen der Sportuhr zu machen, um um den Durchbruch zu konkurrieren: Für den Renntisch genießen wir mehr von der Verbindung von Zeit und Geschwindigkeit, es geht nicht nur um Geschwindigkeit Sehr anspruchsvoll, und für das Design der Uhr, ist es auch bestrebt, mit dem Motorsport zu vereinen, auch bei der Auswahl und Verarbeitung der Materialien, sind sehr vorsichtig. Komplexe Timing- oder Tauchfunktionen + maskulines, robustes Design. Wenn Sie Geld für die Sportuhr ausgeben möchten, müssen diese beiden den „lohnendsten“ Verbrauch in Ihrem Herzen erzielen. Die Seiko-Kollektion ist die einzige Uhrensammlung der Welt, die ausschließlich aus Chronographen besteht und ausschließlich für den ‚Rennsport‘ bestimmt ist. Diese aus Edelstahl, Aluminium, Kohlefaser und Urethangummi gefertigte Uhr hat eine Alarmfunktion und verwendet ein Kinetic-Uhrwerk, von dem jedes eine Uhr ist! Das glamouröse Zifferblatt besteht aus Roségold. Aufgrund der Allianz mit F1 sind Design, Material oder Funktion des Williams F1-Teams hervorragend. Der aus reinem Gold gefertigte Durchflussmesser befindet sich auf dem oberen Ring und ist mit einer schwarzen Kohlefaser-Frontplatte versehen. Können Sie ihn im Büro tragen? Hamiltons Uhr kann definitiv mit Ihrer professionellsten Tauchausrüstung verwendet werden. Die allgemeine Taucheruhr hat eine Tiefe von 100 Metern und 1000 Meter! Es ist mit einer Ablassvorrichtung ausgestattet.Wenn der Taucher aufsteigt, wird das gespeicherte Heliumgas abgelassen, um den Abfall des Außendrucks auszugleichen und die Sicherheit der Uhr zu gewährleisten. Tissots Taucheruhr kann zusätzlich zum Tauchen spielen. Die bekannte Touch-Funktion hilft Ihnen dabei, die Tauchtiefe, die Tauchgeschwindigkeit, das ewige Kalenderdatum und die Temperaturbedingungen zu bestimmen und vieles mehr. Und das leuchtende Orange ist die Unterwasserschutzfarbe, egal wo Sie sich befinden, es ist für andere relativ leicht zu finden! Bulgari verfolgt eines der perfektesten Meisterwerke Kräftiges und solides Uhrwerk, symmetrische Ausgewogenheit des Stils, feinmechanische Verarbeitung. Die Diagono Calibro 303 Chronograph Blue Special Edition spiegelt den ästhetischen Geschmack des modernen Lebens und die Essenz hochwertiger Uhrmacherkunst wider. Diago Name stammt von dem altgriechischen Wort ‚Agon‘ ist beabsichtigt, oder Wettbewerb zu bestreiten, die Arbeit „Diskuswerfer“ sein Design inspiriert von antiken griechischen Bildhauers Myron Myron Design Uhren gezeichnet präsentiert eine präzise und dynamische Festigkeit, vererbte Antike griechische zeitgenössische Ästhetik. Die Diagono-Serie ist eine klassische Uhr mit einer Zeitverschiebung von 20 Jahren. Im Geiste der Originalität und weiterhin neue kreative Essenz in die Entwicklung von Stil und Material einfließen. Das Diagono Calibro 303 ist ein handgefertigtes BVL 303 Automatikaufzugswerk, das aus 303 Präzisionsteilen besteht und für 3.520 Stunden entwickelt wurde. Die Verriegelungskonstruktion arbeitet eng mit der Baugruppe aus zylindrischem Rad, Zahnrad und vertikaler Kupplung zusammen und ist somit der perfekte mechanische Betrieb für Kenner von Spitzenuhren. Das vertikal gekoppelte Getriebeseriensystem verhindert das Springen des Zeigers beim Starten, Stoppen und Zurücksetzen und ist ein ausgeklügeltes System, das die Zeitfunktion unterstützt. Die Timer sind in 12 Stunden, 30 Minuten und 60 Sekunden unterteilt, um die Genauigkeit der Timing-Funktion zu erhöhen. Es gibt auch ein Datumsanzeigefenster um 6 Uhr. Der transparente Gehäuseboden aus Saphir zeigt alle mechanischen Präzisionsoperationen und ist mit Geneva-Wellen, Perlmutt-Schleif- und Satiné-Soleil-Mustern verziert. Das Gehäuse besteht aus 75 verschiedenen Teilen, ist aus feinkörnigem poliertem Stahl gefertigt und abgeschrägt. Auf der Lünette aus 18 Karat Weißgold ist das Bulgari-Logo eingraviert. Die robuste Lünette wurde speziell zum Schutz der Krone entwickelt und mit einem blauen Krokodilband überzogen. Die handgeschnitzten Zeiger auf dem Zifferblatt zeichnen den Stil von BVLGARI Bulgari nach. Durch das mehrschichtige Zifferblattdesign sind die Funktionen auf einen Blick erkennbar. Dial Bergbau dreischichtigen Struktur, präsentierte auf unterschiedliche Weise: eine Metallsubstrat satiné soleil Musterdekoration, leuchtend blauen Überbau vertikale Streifen, kreisförmige Hilfszeitfenster Orte zu verarbeiten Kanten, mit Multi-Slice-Digital-Skala Leuchtseits und dem äußeren Das manuelle Detail des Rings gibt die Skala an. Die Diagono Calibro 303 Blue Special Edition verbindet zeitgemäßen Geschmack mit Schweizer Uhrmacherkunst und ist eine Sportmodeuhr Adams-Schmetterlingspaare erleben die Ewigkeit der Liebe 3. Januar 2010 admin In den 1960er und 1970er Jahren war die Piaget stolz auf die Frühlingsbrise, und die Freude an diesen Jahren erreichte 1979 ihren Höhepunkt, weil die Piaget Polo-Uhr geboren wurde. Polo beweist nicht nur die Position des Piaget in dem ultradünnen Uhrwerk, sondern seine einzigartige Form ist auch erfrischend: Polos Armband ist in das Gehäuse integriert, und die glatte und matte Oberfläche ist auf einen Blick erkennbar Ich denke fälschlicherweise, es ist ein Armband, keine Uhr. Da Polo von Polo inspiriert ist, ist die Marke Piaget seit den 1980er Jahren eng mit Polo verbunden: Sie sponsert das gleichnamige WM-Polo-Match, unterstützt das Charity-Polo-Match und so weiter. 2009 war Polo genau 30 Jahre alt, und der Piaget brachte auch das aus Titan geschmiedete Modell Piaget PoloFortyFive auf den Markt. An diesem Valentinstag sind die von uns empfohlenen diamantbesetzten Uhren nicht nur origineller als das Original-Polo, sondern auch wertvoller (zwei limitierte Editionen für Herren und Damen, jede mit einer eigenen Nummer). Seit 30 Jahren führend Piaget Polo 30th Anniversary Limited Männliche Uhr 523.800 Yuan (rechts) weibliche Uhr 387.400 Yuan Hinweis: Der große Herrenstil ist mit dem mechanischen Automatikwerk Piaget 534P ausgestattet, der Damenstil mit dem Quarzwerk Piaget 690P. Herrenuhr 135.500 Yuan (rechts) Damenuhr 120.500 Yuan Einfach und großzügig in der Stadt. Blancpain Villeret klassische ultradünne Serie Der Name Villeret ist etwas umständlich, eigentlich der Name der Stadt, in der Blancpain vor 275 Jahren entstand. Der Grund für die Benennung des Markenbasislagers liegt darin, dass die Villeret-Serie die einfachen und großzügigen Grundmerkmale von Blancpain zum Ausdruck bringt. Betrachten Sie das Aussehen, Sie können einfache und schlichte Linien, leichte und schlanke Körper sehen, obwohl die Oberfläche keine zusätzlichen Details und Dekoration hat, aber seine Innenseite ist sehr elegant: Villeret Bewegung ist eine mechanische nur 3,25 mm dick Edelsteine ​​sind absolut genau und zuverlässig. Trotz der kleinen Bewegung umfasst die Arbeitsteilung 175 bereits eine äußerst effiziente automatische mechanische Konstruktion, die selbst für sehr kleine Handbewegungen ausreicht, um 40 Stunden Standby-Energie für den Dauerbetrieb bereitzustellen. Darüber hinaus gewann es den Titel der besten ultradünnen Uhr bei den Geneva Timepiece Awards 2004. Weil diese Uhr sehr dünn ist, ist sie für Sie und Ihren Liebhaber geeignet, um sie jeden Tag zu tragen. Herrenuhr 237.000 Yuan (links) Damenuhr 159.000 Yuan Grand Goldkreuzmuster Vacheron Constantin Patrimony Classique goldene Uhrenkette Wenn Sie sich die Website von Vacheron Constantin ansehen, werden Sie feststellen, dass die Patrimony-Serie in allen Uhrenkollektionen an erster Stelle steht. Patrimony repräsentiert das klassische Design und spiegelt den eigenen Wert von Vacheron Constantin wider. Die beiden leicht gewaltigen 18 Karat Golduhren, die Sie sehen, sind perfekt für Überraschungen für Ihre Freundin. Diese Uhr wurde neu interpretiert, ihr leicht silbernes undurchsichtiges Zifferblatt mit stabförmigen Zeigern, ihr schlichtes und elegantes Design, ihr handgewebtes Kreuzsticharmband können Sie näher an Ihr Handgelenk bringen, mit verdeckter Schließe natürlich . Die beiden Uhren verfügen über ein 1400er-Handaufzugswerk (Herrenuhr) und ein 1202er-Quarzwerk (Damenuhr) mit der Marke Poinçon de Genève Geneva, die bis zu 30 Meter wasserdicht ist. Herrenuhr 52400 Yuan (rechts) Damenuhr 47600 Yuan Neue Konstellation, Ihre Wahl? Omega Omega brandneue Constellation 2009 Serie Stahl Rotgold Omega kann gut werben: ‚My Choice‘ -Werbung ist tief im Herzen der Menschen verwurzelt. Das war im Jahr 1995, als Cindy Crawford eine Uhr trug und Ihnen mitteilte, dass sie sich für die Omega Constellation-Serie entschieden hatte. Seitdem haben Sie sich an Omega erinnert und möchten die Konstellation Dai Dai wie Cindy wählen. Diese klassische Uhrenkollektion stammt aus dem Jahr 1982. Das ‚Klauen‘ -Design der Konstellation macht sie zu einem der bekanntesten Modelle der Welt. Die ‚Klaue‘ war früher noch nützlich: Das Saphirglas und die Unterlegscheibe waren fest mit dem Gehäuse verbunden, um die Wasserdichtigkeit zu gewährleisten. Heute ist die Klaue jedoch ein Zeichen der Konstellation. 2009 ist ein Meilenstein für die Constellation-Serie, denn es wird durch Omegas Werk mit einem koaxialen Hemmungssystem ersetzt (dieses System ist ein Muss, ‚Mr. Fashion‘ wurde im Januar dieses Jahres eingeführt, es sind fast zwei Jahrhunderte Das erste praktische neue Hemmungssystem hält Ihre Uhr seither extrem stabil.
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Wer war Jassir Arafat?
Jassir Arafat (* 24. August 1929 in Kairo, Ägypten; † 11. November 2004 in Clamart, Département Hauts-de-Seine, Frankreich), , ursprünglich , Kunya: , war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war seit dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1957 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge und Bombenattentate auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte. Jahrzehntelang galt Arafats Bemühen der Vernichtung Israels; als strategische Mittel zur Umsetzung dieses Ziels favorisierte er Gewalt gegen israelische Bürger und Zivileinrichtungen, die den Staat grundlegend destabilisieren, seine Bürger verunsichern und Israel letztendlich zur leichten Beute eines Angriffs arabischer Armeen machen sollte. Arafats Unterstützung der irakischen Invasion Kuwaits hatte die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 zur Folge. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachte Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. 1994 erhielt er dafür gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2000 verhandelte Arafat mit Israels damaligem Regierungschef Ehud Barak und dem damaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, erfolglos über die Gründung eines unabhängigen, palästinensischen Staates. Nach dem Scheitern von Camp David II unterstützte Arafat die Zweite Intifada, wodurch er in seinen letzten Lebensjahren vor allem außenpolitisch an Einfluss verlor. Erst nach dem Tod Arafats waren führende palästinensische Vertreter bereit, sich für Arafats Unterstützung Saddam Husseins und der Invasion in Kuwait zu entschuldigen. Die Beurteilungen seiner Person gehen weit auseinander, von Freiheitskämpfer über Guerillakämpfer bis Terrorist. Leben Jassir Arafat wurde übereinstimmenden Erkenntnissen verschiedener Biographen zufolge in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Arafat hingegen behauptete häufig, in Palästina geboren worden zu sein, wobei er im Laufe der Zeit widersprüchliche Angaben machte. Mal behauptete er, in der Altstadt Jerusalems geboren worden zu sein, mal im Gazastreifen. Sicher ist, dass sein Vater aus Gaza und seine Mutter aus einer angesehenen Jerusalemer Familie stammten. Sie hatten in den 1920er Jahren geheiratet und waren nach Kairo ausgewandert. Jassir war das sechste von sieben Kindern. Als er etwa vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Um den Vater mit den sechs Halbwaisen zu entlasten, nahm der Bruder der Mutter, Salim Abu Saud, Jassir und seinen jüngeren Bruder zu sich nach Jerusalem, das damals zum britischen Mandatsgebiet Palästina gehörte. Er lebte dort vier Jahre. Frühe Jahre Als er nach der erneuten Heirat seines Vaters nach Kairo zurückkehrte, besuchte er die Schule und später die Universität, an der er Elektrotechnik studierte. Eine Zeit lang beschäftigte er sich mit der jüdischen Kultur, hatte jüdische Bekannte und las zionistische Werke z. B. von Theodor Herzl. 1946 soll Arafat intensiven Kontakt mit Mohammed Amin al-Husseini, dem mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem, gehabt haben, der in Ägypten Asyl gefunden hatte. Al-Husseini war ein entfernter Verwandter Arafats. Dass er jedoch der Onkel Arafats gewesen sei, ist eine Legende. Arafat engagierte sich nun aktiv in der arabischen Nationalbewegung in Palästina. Zu dieser Zeit war er ein Befürworter der militärischen Konfrontation und beschaffte Waffen, die ins Mandatsgebiet geschmuggelt wurden. In Kairo hatte sich Jassir Arafat mit Abd al-Qadir al-Husseini angefreundet, der die Einheiten palästinensischer Araber in der Region Jerusalem anführte. Als Arafat von Abdel Khader al-Husseinis Tod im Palästinakrieg bei der Schlacht am Kastel-Berg im April 1948 hörte, brach er sein Studium in Kairo ab und nahm aktiv am Krieg teil. Er trat der Moslem-Bruderschaft bei, die im Gazastreifen und in der Schlacht bei Kfar Darom kämpfte. Als die ägyptische Armee am 15. Mai 1948 in den Palästinakrieg eingriff, wurde Arafat und seiner Einheit befohlen abzuziehen. Dies war für ihn ein prägendes Erlebnis. Er beschuldigte später die arabischen Staaten des Verrates, weil sie den Palästinensern nicht geholfen hätten, die Schlacht zu gewinnen, und ihnen nicht erlaubt hätten zu kämpfen. Die palästinensischen Araber erlitten eine militärische Niederlage gegen Israel. Etwa 750.000 Palästinenser wurden vertrieben oder ergriffen die Flucht und lebten von da an überwiegend als Staatenlose in den Nachbarländern. In den 1950er Jahren studierte Arafat an der Universität Kairo. 1952 gründete er die Generalunion Palästinensischer Studenten (GUPS), der er bis 1957 vorstand. Ende 1952 wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser vorübergehend verhaftet. 1956 verließ er die Universität als diplomierter Ingenieur und gründete die Union der Palästinensischen Hochschulabsolventen. Danach meldete er sich freiwillig zur ägyptischen Armee und kämpfte im Sueskrieg 1956 gegen Frankreich, Großbritannien und Israel. Er war Leutnant in der ägyptischen Armee und galt als Sprengstoffexperte. Noch im selben Jahr ging er nach Kuwait, wo er als Ingenieur arbeitete und ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. Gründung der Fatah 1957 gründete er in Kuwait zusammen mit Chalil al-Wazir (Abu Dschihad) die erste Zelle der Bewegung zur Befreiung Palästinas (al-Fatah), aus der 1959 die gleichnamige politische Partei hervorging. Ab 1958 war Arafat Vorstandsmitglied und ab 1968 Vorsitzender der Fatah. Durch seine aktive Teilnahme an der Schlacht von Karame 1968 begründete er seinen Heldenmythos und war ab 1969 Vorsitzender der PLO, die 1964 durch die Arabische Liga ins Leben gerufen worden war. Ende der 1960er Jahre wuchsen die Spannungen zwischen der PLO und der jordanischen Regierung; palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien etabliert und kontrollierten strategische Positionen wie die Öl-Raffinerien bei Zarqa. Jordanien betrachtete diese Umstände als eine wachsende Bedrohung seiner Souveränität und seiner Sicherheit und versuchte, die palästinensischen Milizen zu entwaffnen. Im Juni 1970 brachen nach einem fehlgeschlagenen palästinensischen Attentat auf den jordanischen König offene Kämpfe aus, die mit der Flucht der PLO aus Jordanien in den Libanon endeten. Wurde die Schlacht von Karame als erster historischer Sieg der PLO angesehen, so erlitt sie unter Arafats Führung 1970 mit dem Schwarzen September eine schwere Niederlage. Dieser musste zunächst nach Kairo, dann in den Libanon fliehen. Aufsehen erregte der historische Auftritt Arafats vor der UN-Vollversammlung am 13. November 1974, bei dem er in Uniform, mit der Kufiya und umgeschnalltem Pistolenholster eine Rede hielt, die von arabischen und kommunistischen Staaten mit Begeisterung aufgenommen wurde. In der Rede reklamierte Arafat den alleinigen Machtanspruch über Palästina für die PLO. Er sprach davon, eine Welt ohne Kolonialismus, Imperialismus, Neokolonialismus und ohne „Rassismus in all seinen Ausformungen, einschließlich des Zionismus“ schaffen zu wollen. Arafat vermied es, von Israel zu sprechen, um dem Staat jegliche Legitimität abzusprechen, und verwendete stattdessen den Begriff zionistische Entität. Den Zionismus stellte er in dieser Rede als eine imperialistische, kolonialistische und rassistische Ideologie dar, die – dezidiert reaktionär und diskriminierend – mit dem Antisemitismus gleichzusetzen sei. Ferner wiederholte er ein altes antisemitisches Stereotyp, wonach der Zionismus wolle, dass die Juden ihren Heimatländern keine Loyalität entgegenbrächten und sich über ihre Mitbürger erhöben. Er sprach der UNO das Recht ab, das unteilbare Heimatland der Palästinenser zu teilen, und wies damit den Teilungsbeschluss von 1947 zurück. Auch behauptete er, der Palästinakrieg von 1948 sei von Israel und nicht von den arabischen Staaten begonnen worden. Die PLO erhielt als legitime politische Vertretung der Palästinenser Beobachterstatus bei der UNO. Das Palästinensertuch – drapiert wie die Konturen Palästinas – gehörte ebenso wie das Holster auch später zu seinen Markenzeichen, ohne die er selten auftrat. Eine weitere bedeutende Rede hielt er am 13. Dezember 1988. Ein Novum war hier, dass die PLO die UN-Resolution anerkannte und Willen zum Kompromiss zeigte. Die gewaltsamen Aktionen der PLO wollte Arafat allerdings als legitimen Widerstand verstanden wissen. In dieser Rede wird auch jene Interpretation der Resolution 194 der UN-Vollversammlung bekräftigt, nach der diese das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge garantiere, womit er eine Doktrin festlegte, die auch heute noch, zumindest in offiziellen Verlautbarungen der PLO, Bestand hat. In der Rede gestand Arafat den Juden nicht explizit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung zu und akzeptierte nicht ausdrücklich, dass Israel ein jüdischer Staat sein könnte. Als Konsequenz des israelischen Libanonfeldzugs gegen das Hauptquartier der PLO in Beirut im Juli/August 1982 musste Arafat nach Tunesien fliehen. Er verließ mit seinen Gefolgsleuten das von Israel besetzte Beirut und errichtete einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis. Der Weg zur internationalen Anerkennung 1988 erkannte Arafat Israel indirekt an und erklärte 1989 die PLO-Charta von 1964, in der zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wurde, für hinfällig. Im Jahre 1990 begrüßte Arafat den irakischen Einmarsch in Kuwait und solidarisierte sich mit Saddam Hussein. Die reichen arabischen Ölstaaten an der Seite des Kriegsgegners USA froren daraufhin ihre finanzielle Unterstützung der PLO ein. Eine weitere Folge war die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachten Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. Statt das Ende abzuwarten, sympathisierte Arafat 1991 noch während des laufenden Augustputsches gegen Michail Gorbatschow mit den Putschisten, womit er einen langjährigen Unterstützer verärgerte. Am 7. April 1992 überlebte Arafat einen Absturz einer Passagiermaschine der Air Bissau aufgrund eines Sandsturms in der libyschen Wüste. Arafat wurde in einem Krankenhaus in Misrata aufgrund eines Blutgerinnsels von dem Chirurgen Meftah Shwedy mehrmals am Gehirn operiert und am rechten Auge behandelt. Am 13. September 1993 kam es bei der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung über die vorübergehende (palästinensische) Selbstverwaltung zwischen dem Staat Israel und der PLO in Washington zu einem historischen Handschlag zwischen Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Jizhak Rabin. Friedensnobelpreisträger Rabin bezahlte später für dieses Entgegenkommen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt durch einen Terroranschlag eines jüdischen Ultra-Nationalisten mit seinem Leben. Nach 27 Jahren Exil kehrte Arafat infolge des Autonomieabkommens am 1. Juli 1994 nach Palästina zurück und bildete in Gaza eine autonome Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde. 1993 wählte das TIME Magazin Die Friedensstifter (Nelson Mandela, Frederik Willem de Klerk, Jassir Arafat und Jitzchak Rabin) zu den Personen des Jahres. Im Dezember 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Während der Trauerwoche für Jitzchak Rabin nach dessen Ermordung im November 1995 besuchte Arafat Leah Rabin und ihre Familie in ihrer Wohnung in Tel Aviv, um seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Es war das erste Mal, dass er israelischen Boden betrat. Aus Sicherheitsgründen hatte er nicht an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen können. Er schilderte, wie sehr ihn der Mord bestürzt habe und wie verzweifelt er darüber sei, seinen Partner im Friedensprozess verloren zu haben. 1995 erhielt Arafat den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. 2000 verhandelte Arafat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und US-Präsident Clinton in Camp David über die Schaffung eines palästinensischen Staates. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Der abtretende Präsident Clinton und Barak, der kurz darauf in allgemeinen Wahlen von seinem politischen Gegner Ariel Scharon abgelöst wurde, gaben Arafat die alleinige Schuld am Scheitern dieser Verhandlungen. Arafat hingegen gab Barak und Clinton die Schuld am Scheitern. Zweite Intifada und politischer Niedergang Arafat wurde schon vor der Zweiten Intifada vorgeworfen, ein doppeltes Spiel zu treiben. Während er sich auf internationalem Parkett für Frieden und Diplomatie starkmachte, soll er vor seinen Anhängern in Gaza mit teilweise antisemitischen Reden Stimmung gegen Israel gemacht haben. Auch wurde ihm mehrfach vorgeworfen, sich aktiv am Waffenschmuggel für paramilitärische und terroristische Zwecke zu beteiligen (siehe Karine-A-Affäre) und die allein von ihm befehligten Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde für Übergriffe auf Israel zur Verfügung zu stellen. Außerdem gab es Berichte britischer Medien wie der BBC, dass Terror-Organisationen wie die Fatah-nahen al-Aqsa-Märtyrerbrigaden über den Umweg der von Arafat regierten Autonomiebehörde indirekt von EU-Geldern finanziert würden. Schließlich duldete oder unterstützte er den erneuten Palästinenseraufstand, was ihn vor allem außenpolitisch isolierte. Als Reaktion auf die Zweite Intifada besetzte Israel immer wieder Teile der autonomen Palästinensergebiete. Die israelische Regierung machte auch Arafat selbst für gewaltsamen Übergriffe verantwortlich. Ab 2001 wurde der in Ramallah lebende Arafat von Israel mehrfach unter Hausarrest gestellt. Seine Hubschrauber wurden im Dezember 2001 zerstört, sodass er nicht mehr zwischen Gaza und Ramallah reisen konnte. Im Rahmen der Operation Schutzschild vom 29. März 2002 bis 3. Mai 2002 zerstörte die israelische Armee einen Teil von Arafats Hauptquartier, der Muqāta'a. Am 11. September 2003 fasste die israelische Regierung den Beschluss, Arafat auszuweisen. Mit einem Hubschrauber sollte er ins Exil nach Nordafrika gebracht werden. Nach dem Ausweisungsbeschluss gingen zehntausende Palästinenser protestierend auf die Straße. Arafat appellierte an die Bevölkerung, Widerstand gegen den Beschluss zu leisten. Er wolle „lieber sterben, als sich zu ergeben“. Am 14. September 2003 stellte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auch ein Attentat auf Arafat als eine legitime Möglichkeit seiner Entfernung dar. Am 16. September 2003 ließen die USA eine Resolution des Weltsicherheitsrates gegen die Ausweisung Arafats an ihrem Veto scheitern. Deutschland enthielt sich der Stimme. Korruption Im Mai 2002 stellte der BND fest, dass die Verwendung von EU-Geldern für den Terrorismus „nicht auszuschließen“ sei, da Arafat offensichtlich nicht zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung trenne. Das Gutachten spricht weiterhin von „bekanntem Missmanagement“ und „weit verbreiteter Korruption“ (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Die USA und Israel hatten die Europäische Union in Brüssel zu dem Zeitpunkt bereits mehrfach aufgefordert, die Verwendung der Subventionen für die Palästinensische Autonomiebehörde genauer zu überprüfen. Brüssel erklärte, für Transparenz und Kontrolle der Fördermittel sorge der Internationale Währungsfonds. Der IWF legte 2003 jedoch einen Bericht über „Ökonomische Leistungen und Reformen unter Konfliktbedingungen“ vor, aus dem hervorging, dass zwischen 1995 und 2000 mehr als 900 Millionen Dollar an Fördergeldern für die Palästinensische Autonomiebehörde „verschwanden“. Weisungsbefugt für die Verwendung des Geldes seien allein Arafat und „enge Vertraute“ gewesen. Arafat kontrollierte dem Bericht zufolge bis zu seinem Tod allein 8 % des palästinensischen Gesamtbudgets. Familie Arafat war seit dem 17. Juli 1990 mit Suha at-Tawil, mit der er eine Tochter, Zahwa (* 24. Juli 1995 in Neuilly-sur-Seine), hat, verheiratet. Ab dem Beginn der zweiten Intifada, also ab 2001, lebten Frau und Tochter in Paris und Tunis. 2007 zog Suha nach Malta. Sein Neffe Musa Arafat war Leiter des palästinensischen Militärgeheimdienstes, sein Bruder Fathi Arafat Mediziner. Tod Jassir Arafats Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum 28. Oktober 2004 akut. Er hatte bereits über eine Woche wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes nichts gegessen. Die israelische Regierung hob aufgrund seiner schweren Krankheit das Reiseverbot auf und sicherte ihm eine Rückkehr ins Westjordanland zu. Am folgenden Tag wurde Arafat nach Paris geflogen und zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Percy gebracht, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält. Am 4. November verschlechterte sich sein Zustand noch einmal; es wurde von einem „tiefen Koma“ berichtet. Am 10. November versagten Nieren und Leber. Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte wurde aus religiösen Gründen abgelehnt. Infolge der Leberschädigung und der daraus resultierenden Störung der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren kam es zu einer Gehirnblutung. Am 11. November 2004 um 3.30 Uhr (MEZ) starb Jassir Arafat. Nach Verabschiedung mit militärischen Ehren wurde der Leichnam Arafats in Begleitung seiner Witwe mit einer französischen Militärmaschine nach Kairo geflogen. Die zentrale Trauerfeier fand am 12. November am Flughafen Kairo-International statt, wozu hochrangige Politiker aus aller Welt eingeladen waren. Im Anschluss an die militärische Zeremonie in Kairo wurde der Sarg nach Ramallah geflogen, wo die Beisetzungszeremonie am frühen Nachmittag stattfand. Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“. Arafat wurde in einem Steinsarg auf dem Gelände seines ehemaligen Amtssitzes in Ramallah unter großer Anteilnahme der palästinensischen Bevölkerung beigesetzt. Sein Sarg wurde mit Erde vom Jerusalemer Tempelberg umgeben. Am 10. November 2016 wurde in Ramallah neben dem Arafat-Mausoleum ein „Arafat-Museum“ eröffnet. Es kostete 7 Millionen Dollar und wurde von den palästinensischen Behörden im Westjordanland finanziert. Ausgestellt sind unter anderem seine Brille, sein Revolver, „sein charakteristischer schwarz-weiß karierter Keffiyeh-Kopfschmuck“, sein Reisepass, seine Friedensnobelpreismedaille (zwischenzeitlich im Besitz der Hamas) und andere Memorabilien. Vermittelt wird eine unkritische palästinensische Sicht der Dinge, etwa in der Darstellung des Massakers bei den olympischen Spielen von München 1972 („Antwort auf Überfall israelischer und deutscher Sicherheitskräfte“). Arafats Geburt wird von Kairo in ein palästinensisches Dorf in der Nähe der Jerusalemer Altstadt verlegt, wie es palästinensischer Legendenbildung entspricht. Hinweise auf seine Ehefrau Suha at-Tawil werden vermieden, völlig ausgeblendet werden die vielen Vorwürfe hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Reaktionen Nur wenige Stunden, nachdem der Tod Arafats bekannt gegeben worden war, griffen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Netsarim im Gaza-Streifen an. In Ramallah warnten Extremisten die neue palästinensische Führung unter Mahmud Abbas vor einem „Ausverkauf der palästinensischen Sache“ und drohten den Nachfolgern Arafats mit dem Tod, sollten sie zu Zugeständnissen gegenüber Israel bereit sein. Die Fatah-Splittergruppe „al-Aqsa-Brigaden“ benannte sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland nach Arafats Tod vollständig ab. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis durften nicht nach Israel einreisen. Jedoch transportierten mehrere hundert Busse Palästinenser aus dem Gazastreifen zur Trauerfeier nach Ramallah. Befürchtungen, dass der Tod von Jassir Arafat einen Rückschlag für den Nahost-Friedensprozess bedeute, bewahrheiteten sich zunächst nicht. Die Palästinensische Autonomiebehörde setzte antiisraelische Fernsehspots ab und unternahm Anstrengungen zur Reform der Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung ließ im Gegenzug ca. 150 palästinensische Gefangene frei, sicherte Unterstützung bei den palästinensischen Wahlen zu und kündigte eine Rückkehr zur Roadmap an. Die Palästinenserführung ernannte den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattuh verfassungsgemäß zum vorläufigen Nachfolger Arafats und rief eine 40-tägige Trauer aus. In den Präsidentschaftswahlen vom 9. Januar 2005 wurde Mahmud Abbas zum Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Nach seinem Tode wurde Jassir Arafat von 200 Rabbinern als „Amalek und Hitler unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als „Freudentag“ zu feiern. Spekulationen und Ermittlungen zur Todesursache und Exhumierung Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden machten ebenso wie die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Israel für den Tod Arafats verantwortlich und drohten mit Rache. So äußerte sich Dschihad-Anführer Chalid al-Batesch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon habe „bei der Tötung Arafats seine Hand im Spiel“ gehabt. Ärzte im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris, in dem Arafat zuletzt behandelt wurde, und Vertraute Arafats schlossen jedoch seinerzeit aus, dass der Palästinenserchef vergiftet worden sei. Eine Autopsie fand nach dem Willen der Witwe nicht statt. Da weder Arafats Ärzte noch dessen Witwe die genaue Todesursache bekannt gaben, kam es in der Folge zu weiteren öffentlichen Spekulationen. Dabei wurden von Spezialisten besonders Vergiftung und AIDS nahegelegt. Ahmad Dschibril, der Generalsekretär der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC), erklärte im Juli 2007, er habe Einblick in den französischen Bericht über den Tod Arafats gehabt. Der Bericht gebe an, dass Arafat an AIDS erkrankt gewesen sei. Aschraf al-Kurdi, seit 1986 persönlicher Leibarzt von Jassir Arafat, erklärte am 12. August 2007 gegenüber der jordanischen Nachrichten-Webseite Amman, dass der Palästinenserführer unter dem HI-Virus litt, aber nicht an der Immunschwächekrankheit AIDS starb. Das Virus soll Arafat erst kurz vor seinem Tod in dessen Blut injiziert worden sein, so al-Kurdi, der aber angab, dass die tatsächliche Todesursache eine Vergiftung gewesen sei. Im August 2011 beschuldigte die Fatah den zuvor aus der Partei ausgeschlossenen Mohammed Dahlan, hinter der Vergiftung Arafats zu stecken und sogar selbst das Gift aus Paris besorgt zu haben. Haaretz veröffentlichte 2005 eine Analyse israelischer Experten, wonach eine eventuelle Vergiftung am ehesten bei einem Abendessen am 12. Oktober 2004 stattgefunden haben müsste. Verdacht auf Vergiftung mit Polonium 210 Im Dezember 2011 und Januar 2012 kontaktierte der Reporter Clayton Swisher Arafats Witwe in Malta und Paris und erhielt von ihr Akten und eine Tasche mit persönlichen Gegenständen (Zahnbürste, Kleidung, Kufiya), die Arafat in seinen letzten Tagen benutzt hatte. Am 3. Juli 2012 veröffentlichte der Fernsehsender al-Dschasira den Befund des Schweizer Institut de Radiophysique der Universität Lausanne, dem die Gegenstände zur Untersuchung gegeben worden waren. Festgestellt wurden gegenüber den natürlichen Vorkommen erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Polonium 210. Aufgrund dessen geringer Halbwertszeit von nur 138,38 Tagen halbiert sich die Strahlung alle 138 Tage. Von der Ursprungsmenge wäre acht Jahre nach Arafats Tod nur ein Millionstel übrig. Das Schweizer Institut betonte, die Ergebnisse seien kein Beweis für eine Vergiftung, aber zumindest ein Hinweis darauf. Die in den französischen Krankenakten Arafats beschriebenen Symptome, die zu seinem Tod führten, stimmten nicht mit den bekannten Symptomen einer radioaktiven Vergiftung überein. Zur Theorie über einen Gifttod Arafats durch Polonium wurden auch von verschiedenen anderen Experten Zweifel geäußert. Die vom radiologischen Institut bekannt gegebenen Poloniumkonzentrationen auf den persönlichen Gegenständen Arafats könnten nach einem von der Jerusalem Post zitierten Experten wegen der Halbwertszeit des Polonium 210 nicht auf eine acht Jahre zurückliegende Vergiftung zurückgeführt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen worden sein. Am 31. Juli 2012 erstattete Suha Arafat im französischen Nanterre Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung. Die französische Justiz leitete Ende August 2012 Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Palästinenserführung und auch die Witwe befürworteten eine im Islam normalerweise verbotene Exhumierung. Anfang November wurden die ersten Vorbereitungen dafür getroffen, da dafür viel Beton im Mausoleum abgetragen werden musste. Am 27. November 2012 wurde Arafats Leichnam exhumiert und ein ausländisches Expertenteam nahm Proben. Im September 2015 beschlossen die zuständigen französischen Untersuchungsrichter eine Einstellung des laufenden Verfahrens, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit, da es keine ausreichenden Beweise für einen Mord gebe. Umstrittene Untersuchungsergebnisse Mitte Oktober 2013 wurde ein Zwischenergebnis von Schweizer Toxikologen bekannt, wonach eine Vergiftung möglich, aber nicht sicher sei. Am 6. November 2013 gab die Universität Lausanne bekannt, einen gegenüber natürlichen Konzentrationen stark erhöhten Wert von Polonium 210 in den Proben nachgewiesen zu haben. Zugleich stellten sie eine über das natürliche Vorkommen hinaus deutlich erhöhte Menge von Blei 210 fest. Blei 210 kann eine Poloniumvergiftung maskieren, weil Polonium 210 ein Folgeprodukt des Blei 210 in der radioaktiven Zerfallskette ist und nach einiger Zeit mit dem Blei im radioaktiven Gleichgewicht steht. Da Blei 210 eine wesentlich längere Halbwertszeit hat, sind aufgrund der Neuentstehung von Polonium 210 die Reste einer möglicherweise vorangegangenen Poloniumvergiftung nicht mehr nachweisbar. Die Anwesenheit des Blei 210 wurde als mögliche Verunreinigung des hypothetisch als Gift verwendeten Poloniums erklärt. Es wurde vorgerechnet, dass von einer angenommenen Giftdosis von 1 GBq zum Todeszeitpunkt noch 4–5 % im Körper verblieben wären, die bis zur Exhumierung auf ca. 15 Bq Gesamtdosis abgeklungen wären. Die Forscher konnten Polonium nicht als Todesursache ausschließen, bezeichneten es aber auch nicht als sicher, dass Polonium den Tod verursachte. Die Ergebnisse würden letztere These „mäßig stützen“ („moderately support the proposition“: „moderately“ ist sicherer als „slightly“ und unsicherer als „strongly“). Unabhängige Forscher kommentierten, dass die Studie deshalb kein Beweis für eine Vergiftung sei. Am 3. Dezember 2013 wurde berichtet, dass das ebenfalls beauftragte französische Untersuchungsteam zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Vergiftung sei auszuschließen, vielmehr weise es auf eine natürliche Todesursache hin. Die Forschungsberichte eines russischen Untersuchungsteams, das ebenfalls Zugang zu Arafats sterblichen Überresten hatte, schließen eine Vergiftung ebenfalls aus. Nachdem die Staatsanwaltschaft von Nanterre im März 2015 mitgeteilt hatte, dass die Polonium-Spuren aus Arafats Grab natürlichen Ursprungs seien, beantragte sie Mitte Juli 2015 das Verfahren einzustellen. Die Ermittlungsrichter in Nanterre folgten dem Antrag und stellten das Verfahren Anfang September 2015 ein. Schlussfolgerungen In einem im November 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel des Schweizer Teams wird eine Vergiftung als plausibel, aber nicht bewiesen eingestuft. Die gleiche Studie ermittelt eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Annahme einer Vergiftung mit Po 210 als für die gegenteilige Annahme, falls man von einer mehrfachen Einnahme des Po 210 in kleinen Dosen ausgehe. Im Juni 2016 lehnte ein Gericht in Paris (nicht letztinstanzlich) die Wiedereröffnung der Untersuchungen bzgl. des vermuteten Mordes ab, weil dafür die Rechtsgrundlage fehle. Ehrungen 1993 Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens 1993 Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1994 Prinz-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 1994 Friedensnobelpreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1995 Deutscher Medienpreis 1999 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Held der Demokratischen Volksrepublik Korea Alter Freund des chinesischen Volkes Literatur Helga Baumgarten: Arafat: zwischen Kampf und Diplomatie. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36419-5. Andrew Gowers, Tony Walker: Arafat: hinter dem Mythos. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50035-9 (Übersetzung von Behind the myth: Yasser Arafat and the Palestinian revolution, 1990). Amnon Kapeliuk: Yassir Arafat: Die Biographie. Mit einem Vorwort von Nelson Mandela, Palmyra, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-930378-59-3. Gerhard Konzelmann: Arafat. Vom Terroristen zum Mann des Friedens. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-61296-5. (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch, Band 61296, Biographie). Aharon Moshel: In einer Hand den Ölzweig: Jassir Arafat und die PLO. Facta, München / Hamburg 1988, ISBN 3-926827-10-6. Barry Rubin, Judith Colp Rubin: Yasir Arafat : A Political Biography. Oxford University, Oxford 2005, ISBN 978-0-19-516689-7. Danny Rubinstein: Yassir Arafat. Vom Guerillakämpfer zum Staatsmann. Palmyra, Heidelberg 1996, ISBN 3-930378-09-4 (Übersetzung von The Mystery of Arafat, 1995). Hassan Sadek: Arafat. Hugendubel, München / Kreuzlingen 2006, ISBN 978-3-7205-2751-4. (= Diederichs kompakt). Janet und John Wallach: Jassir Arafat. Die Biographie. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-08755-0. Weblinks Themenschwerpunkt Arafat in der ägyptischen Wochenzeitung Al Ahram Rafael Seligmann: Begrabt ihn in Jerusalem, FAZ, 7. November 2004 , nahostkonflikt.net Internetpräsenz der PLO (Negotiations Affairs Department) (englisch, arabisch, hebräisch) Wolfgang G. Schwanitz: Yasir Arafat: Palästinensischer Politiker (PDF, 1,3 MiB) Einige kritische Betrachtungen: Michael Naumann: Keine Kugel für Arafat, Die Zeit, 18. September 2003 Petra Steinberger: Der Hoffnungsschimmerlügner, SZ, 4. November 2004 Gisela Dachs und Reiner Luyken: So opfert Arafat die Jugend Palästinas, Die Zeit, 44/2000 Jörg Steinhaus: Der lange Weg des Jassir Arafat, Kronos, 2. Februar 2001 Palestinians mourn Arafat but struggle for liberation will continue – Trotzkistische Analyse von Arafats Wirken, Maavak Sozialisti (israelische Sektion des CWI), 11. November 2004 (englisch) Anmerkungen Politiker (Palästina) Fatah Mitglied der PLO Person des Antizionismus Person im Nahostkonflikt Friedensnobelpreisträger Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette) Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großkreuz) Träger des Ordens des Weißen Löwen Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Palästinenser Ägypter Geboren 1929 Gestorben 2004 Mann
Clapey 2017 : 20 Besten Bed & Breakfasts in Clapey - Airbnb Clapey, Aostatal, Italien Jetzt Gastgeber werdenHilfeRegistrierenLog-inClapey · Jederzeit · 1 GastClapeyJederzeit1 GastWoJederzeit1 GastArt der UnterkunftPreisspanneSofortbuchungWeitere Filter52 Bed & BreakfastsCamera tripla con servizi privati, wi-fi gratuito e parcheggio. Colazione inclusa e ristorante su prenotazione.E' possibile seguire un interessante itinerario escursionistico denominato ”Tour des Combins” che si snoda per circa 200 chilometri in territorio svizzero e italiano. 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Su richiesta si accettano animali di piccola taglia.La casa è costituita da un antico granaio risalente al 1462, e da una parte in muratura e pietra a vista datata all'inizio del XVII secolo. L'edificio è stato classificato dalla Sovrintendenza regionale ai Beni culturali come "edificio DOCUMENTO".La struttura, circondata da boschi verdeggianti e distese coltivate a pascolo, si trova a 1412 m s.l.m. nella Valle del G. S. Bernardo. Dista 15.6 km da Aosta e una ventina di km dal confine svizzero.Art der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypBed & BreakfastUnterkunft für2SchlafzimmerGignod, Aostatal, ItalienB&B CleMaison *Antica Dimora* a Gignod (AO)Preis82€ Ganze Unterkunft in GignodGanze Unterkunft · 1 Bett Mit Blick auf den Berg Grand Combin, Affittacamere Grand Saint Bernard ist von einem ruhigen Garten umgeben. Es bietet kostenloses WLAN und Alpenzimmer mit Balkon und eigenem Bad Die Zimmer im Grand Saint Bernard haben holzgetäfelte Wände und Parkettböden. Jedes Zimmer ist mit Garten- oder Bergblick, zusammen komfortable Zimmer mit Bad vor kurzem mit großen grünen Bereich Grill und Blick auf die Berge ideal für einen Zwischenstopp oder kleinen Wochen Ruhe renoviert Ein italienisches Frühstück mit Cappuccino und Croissants wird täglich angeboten. Pikante Frühstück Optionen sowie Abendessen können auf Anfrage organisiert werden. Wir haben unseren Aufenthalt sehr genossen. Obwohl Stefano weg war, als wir dort waren, waren seine Eltern sehr einladend. Das Frühstück am Morgen war erstklassig. Das Hotel zu finden war etwas schwierig: Sie können sich auf der gegenüberliegenden Seite der Hauptstraße auf dem Parkplatz parken und dann zu Fuß nach unten einen kleinen Weg, der ein Schild "Chambre d, Hote" vor sich hat. Die Zimmer waren sehr gut, ordentlich und sauber. Wir empfehlen diese für alle Besucher der Gegend.James2015-08-07T00:00:00ZDies ist ein großartiger Ort für die Erkundung der Aoste Region zu bleiben. Es gibt Plätze für Wandern in den Bergen, und Paola (unser Gastgeber) war sehr hilfreich bei der darauf hindeutet, gute Plätze zum Wandern zu gehen, sowie Restaurants in der Nähe. Das Haus befindet sich in einem ruhigen Ort, ein schönes Tal. Es gibt eine tolle Aussicht vom Garten und komfortable Stühle draußen nach einem Wandertag zu sitzen und den Abend zur Nacht beobachten und bewundern Sie die Lichter des Tales. Ein ausgezeichnetes Frühstück war außerhalb jeden Morgen serviert. Paola war auch sehr hilfsbereit und haben uns einen zusätzlichen Stuhl für den Balkon, und lassen Sie uns die Waschmaschine benutzen. Das Haus ist schwierig, das erste Mal, wenn Sie kommen zu finden, so sicher sein, Sie haben Anweisungen, wo man parken kann und wie das Haus zu finden. Sobald Sie dort sind, aber Sie werden diesen attraktiven Ort genießen.Hank2016-07-28T00:00:00ZDas Hotel ist schön und der Garten ist wunderschön (Bergblick). Das Zimmer, sauber und komfortabel. Das Frühstück mit leckeren Backwaren (Paola danke). Paola ist auch eine große Touristenführer und beraten Sie die tollsten Orte der Aostataler !! Nochmals vielen Dank für Ihre willkommen!olivier2015-08-03T00:00:00ZStefano und Paola sind herzlich willkommen. Die Zimmer sind sehr sauber und wahr zu Bildern. Paola war sehr gut beraten, uns auf Touren zu priorisieren und zeigte uns ein typisches Restaurant in der Gegend, hätten wir nie allein. Das Frühstück ist herzhaft und mit hausgemachten Kuchen verziert. Der Garten ist sehr schön, es ist schön zu schlendern und nehmen Sie es Frühstück. Wir empfehlen dieses Gästehaus und werden wiederkommen, wenn wir uns im Aostatal zu stoppen.Sab2015-08-10T00:00:00ZSchöne Unterkunft, sehr freundlich und glücklich Gastgeberin. Guter Ort und Preis, die Zimmer sind vollkommen in Ordnung, sauber, schönes Bad, leckeres Frühstück. Wir würden gerne wieder kommen und wir würden es jedem reccommend!lies2015-08-17T00:00:00ZStefano Frau Paola war zu Hause, als wir ankamen, und sie war sehr freundlich und konnte nicht genug für uns tun. Das Zimmer war wie beschrieben, sehr komfortabel. Die Lage war fantastisch, mit Blick auf die Berge auf beiden Seiten des Hauses. Allerdings war es schwierig zu finden, aber es gab viele Einheimische zu stellen und sie verwies uns an das Haus, das in einem kleinen Dorf ist.Raffaele (Rae)2015-06-07T00:00:00ZWir kamen spät am Samstagabend, verzögert durch Staus Urlaub ..... Wir von Paola sehr herzlich begrüßt wurden, die uns mit den Koffern geholfen ... Der erste Eindruck sehr positiv und angenehm .... am nächsten Morgen entdecken Sie dieses kleine Paradies, mit diesem geheimen Garten am Ende des Dorfes bukolisch, magische .... Und ein sehr schönes Mittagessen in der Sonne .... eine magische Adresse, wo wir auf jeden Fall wieder mehr davon zu genießen versteckten Ort, aber wunderbar ..... danke Paola!Céline 2016-08-22T00:00:00ZWow! Wir hatten eine sehr gute Zeit im Grand St. Bernard. Was für ein wunderbarer Ort im Tal. Stefano Frau Paula und ihre Eltern nahmen sehr um uns gekümmert. Wir fühlten uns sehr willkommen. Die Wohnung war sauber und groß und das Frühstück hervorragend. Jeden Morgen hatten wir frisches Brot, Croissants, Kuchen, Obst, Käse, Schinken, Marmelade und und einen leckeren Kaffee. Oft in den schönen Garten mit einem herrlichen Blick auf die Berge. Wenn Sie an einem tollen Ort im Aosta-Tal bleiben wollen, zögern Sie nicht und wählen Sie dieses B & B!Marko2014-08-24T00:00:00ZArt der UnterkunftPrivatzimmerObjekttypBed & BreakfastUnterkunft für4SchlafzimmerGignod, Valle D'aosta, ItalienGrand St Bernard B&B Gignod-AostaPreis74€ Grand St Bernard B&B Gignod-AostaPrivatzimmer · 2 Betten35 BewertungenDisponibile solo da maggio a settembre. WiFi free in prossimità della partenza dell'impianto di risalita.L'appartamento è datato ma comodo e molto pulito. Cristina e Paola sono molto disponibili. La casa si trova in una valle molto bella e tranquilla, da cui partono molte diverse escursioni.damiano2016-08-21T00:00:00ZA clean and spacious apartment in a fantastic location in the high Alps. Christina was very helpful and approachable. Highly recommended.Annelies2015-08-08T00:00:00ZCristina è stata una ospite eccezionale, cortese e disponibile. La mia famiglia ed io siamo stati accolti da Cristina, e sua sorella Paola, in questa splendida casa in mezzo alla natura, a pochi passi da verdi pascoli, colline, montagne, laghi ed animali come scoiattoli, cervi e caprioli che è possibile osservare pascolare al tramonto dietro casa. L'appartamento è accogliente, comodissimo per 5 persone (una camera matrimoniale, una con letto a castello ed uno singolo ed il soggiorno con divano letto matrimoniale), attrezzato di tutto e pulito. L'ingresso è al piano terra, mentre lato giardino, con balcone, si è al primo piano con una bella vista (ci sono altri appartamenti sotto ed ai lati). Il balcone è condiviso con un altro appartamento (vuoto durante la nostra permanenza). La televisione funziona correttamente, pochi canali ma quelli che servono per le notizie ci sono. C'è ottima copertura cellulare per TIM, VODAFONE e H3G in roaming. Il pavimento di casa è realizzato con assi di legno che, come letto in una recensione precedente, scricchiola. Per quanto mi riguarda è una caratteristica della casa. Girando per le stanze non potete non fare rumore, tenetelo presente se pensate di avere orari diversi dagli altri ospiti (tipo escursioni di mattina presto mentre gli altri restano a dormire o se siete sonnambuli o con sonno leggero). A noi non ha mai dato fastidio, anzi! :) Ad un centinaio di metri da casa c'è un bar e minimarket, più in là, con una piacevole camminata, una trattoria ed un ristorante. A 300 metri da casa c'è un'area pubblica, di fronte agli impianti sciistici, con connessione WIFI gratuita. Bellissime escursioni partono da Ollomont, proprio dietro casa, per arrivare al Colle Cormet (2354), lago omonimo e limitrofi. E' possibile poi proseguire fino al paesino di Glacier con viste mozza fiato. Consigliato! I giorni sono volati e ci è spiaciuto lasciare questa vallata e questa bella casa. Grazie ancora per l'ospitalità, alla prossima. Mauro & FamilyMauro2015-08-13T00:00:00ZArt der UnterkunftGanze UnterkunftObjekttypBed & BreakfastUnterkunft für7SchlafzimmerOllomont , Aostatal, ItalienAlloggio rustico con 7 posti comodiPreis59€ Ganze Unterkunft in Ollomont Ganze Unterkunft · 5 Betten3 BewertungenLa nostra splendida e accogliente suite con vasca idromassaggio gode di una splendida vista sulle montagne più alte d'europa! Si trova appena fuori Aosta in un caratteristico e tranquillo villaggio di montagna, coccolati da dell'ottimo vino italiano!La nostra romantica suite si trova all'ultimo piano del Bed & Breakfast Maison Du-Noyer e offre un comodo letto in ottone e una vasca idromassaggio con cromoterapia e ozonoterapia, un lungo balcone in legno con vista sulle più alte montagne d'europa, un TV Philips da 42" con tecnologia ambilight, Wi-Fi, e dell'ottimo vino italiano per brindare al vostro speciale incontro. Case che parlano di storie degli antenati degli abitanti, dove i profumi del forno del paese vi faranno immergere nelle più antiche tradizioni.La chambre est fantastique! lit chaud et confortable, salle de bain propre et le point culminant est le jacuzzi dans la chambre! Pour couronner le tout une bonne bouteille de vin mousseux! Le petit déjeuner est riche et variée avec des produits faits maison! Merci à la volonté de Philippe et de la famille!Paolo2016-12-17T00:00:00ZNous avons passé un week-end à la maison du Noyer, un lieu de conte de fées. Avec l'aimable autorisation de Mme Piera agréablement nous a surpris. Nous avons choisi la chambre avec le bain à remous et chromothérapie, très accueillant, nous avons été accueillis avec du vin mousseux et des fruits. La dame est également désireux de nous montrer les endroits à visiter. Nous reviendrons sans aucun doute.Alessandro2015-11-02T00:00:00ZNous avons passé une nuit dans ce B & B et je dois dire que nous avons vraiment apprécié. Excellent emplacement, très bien situé à quelques minutes du centre-ville, Philippe personne agréable et très serviable. Intérieur dans un style typique de la vallée d'Aoste, d'excellents environnements et les détails de soins, avec tout le confort imaginable. Vraiment parfait rester. Déjà recommandé à plusieurs personnes.Claudio2017-01-11T00:00:00ZAbbiamo avuto un grande tempo in questo sequel! Siamo rimasti molto sorpresi con la bottiglia di champagne servito all'arrivo. Il villaggio è molto bello, ma difficile da trovare! Grazie per la calorosa accoglienza.Clément2015-11-09T00:00:00ZArt der UnterkunftPrivatzimmerObjekttypBed & BreakfastUnterkunft für2SchlafzimmerAosta, Aostatal, ItalienRomantica Suite con IdromassaggioPreis144€ Privatzimmer in AostaPrivatzimmer · 1 Bett4 BewertungenCamera quadrupla con servizi privati, wi-fi gratuito e parcheggio. Colazione inclusa e ristorante su prenotazione.E' possibile seguire un interessante itinerario escursionistico denominato ”Tour des Combins” che si snoda per circa 200 chilometri in territorio svizzero e italiano. Tea-room | Bar, Free WiFi, Terrace, Whirlpool SuiteQuiet, calm and charming!The village is nestled in the quiet Excenex and is within walking distance of the beautiful lakes and walking paths. Houses discussing stories of the ancestors of the inhabitants, where the scents of the furnace in the country will plunge you into the most ancient traditions.Wir wurden von Philippe getroffen, die nicht mit Vorschlägen für unseren Aufenthalt mehr hilfreich sein könnte. Die Anzeige ist nicht die Unterkunft Gerechtigkeit; die Aussicht ist spektakulär, und die Zimmer besser, was zu einem äußerst komfortablen Aufenthalt ausgestattet. Aosta eine dringend benötigte Pause vorgesehen ist, und kommen am Morgen, es war schwer, uns weg zu ziehen und zu den Schweizer Alpen fahren zurück. Philippe und Francois bereitgestellt ein herzhaftes Frühstück und einen kurzen Spaziergang Weg, die hausgemachten Köstlichkeiten zu Fuß ab. Wir haben bereits diesen Ort in zwei anderen Paaren zu empfehlen und planen für ein Wochenende während der Skisaison auf Rückkehr.Ben2016-09-11T00:00:00ZSchönes, ruhiges Hotel in einem kleinen Dorf. Freundliche Gastgeber. Charming Schlafzimmer mit schönen BadezimmerKlaus2016-08-19T00:00:00ZEin wunderbares B & B in den Hügeln oberhalb von Aosta. Der Raum war schön und Check-in / Zugang war einfach. Francois war ein brillanter Gastgeber und ihr Englisch war perfekt. Lokale Kirchenglocken am Morgen klingelt, aber wir haben nichts dagegen. Das Frühstück war einfach, aber eine große Auswahl. Würde empfehlen.Kim2016-08-25T00:00:00ZWir waren sieben Tage im La Maison du Noyer de Philippe und Francoise. Sie sind sehr nett und gastfreundliche Gastgeber und haben unseren Aufenthalt einfach und komfortabel, nichts verpasst! Wir konnten auch unser Hund mitbringen, das ist ein Plus! Sie erklärten uns sehr gute Ziele für im Aosta-Tal wandern und die Umgebung sowie die besten Restaurants in der Stadt (kommen auf jeden Fall für eine Pizza in Bataclan). Vergessen Sie nicht, Mme pierra Abendessen, um zu versuchen, die schöne italienische Küche! Wir können dieses Hotel nur empfehlen und würde wieder dort übernachtenMirko2016-08-10T00:00:00ZSehr nette Begrüßung. komfortables und ruhiges Haus. Und ... Ein Dichter in der Küche. Was mehr?christine2016-08-20T00:00:00ZFantastisches Chalet, saubere Familie willkommen, ausgezeichnetes Essen!Maud & Arnaud2016-07-29T00:00:00ZDies war unser zweiter Aufenthalt im Maison Du-Noyer Aosta nach 2014. Der Empfang, die Freundlichkeit und die Freundlichkeit unserer Gastgeber haben uns herzerwärmend. Vielen Dank an Philippe und Françoise für ihre Verfügbarkeit, ihre Ratschläge Aostatal zu entdecken. ganz besonderer Dank an Piera für seine Lebensfreude, gute Laune und gutes Essen. Vielen Dank für ihr Lächeln. Vielen Dank für alles und @ Bald. Arrivederci. Nelly und Gildas.Gildas2016-07-29T00:00:00ZUitstekend thuis - dank u voor een verblijf tussen vrienden we behouden ons 5 kamers in Walnut House voor het weekend van Hemelvaart voor 4 dagen van reünies met vrienden. De Walnut House bevestigt de beschrijvingen, de kamers waren comfortabel en zeer stil. Wij waarderen ook dat Philip en zijn moeder tot onze beschikking de taverne (grote kamer op de begane grond) voor onze groep te ontmoeten in de avond en het diner op de site hebben gezet. Ik adviseer ook de ontbijten daar en diner bereid door Piera - we allemaal regales! De kinderen speelden in de tuin of op de binnenplaats. Kortom, een geweldige ontvangst door Philippe en zijn moeder. Nogmaals bedankt voor uw hulp ook om het probleem van warm water op te lossen en ook voor de waardevolle zakelijke adviezen in de regio.laurence2016-05-09T00:00:00ZArt der UnterkunftPrivatzimmerObjekttypBed & BreakfastUnterkunft für4SchlafzimmerAosta, Aostatal, ItalienMaison Du-Noyer | Boton d'Or RoomPreis70€ Maison Du-Noyer | Boton d'Or RoomPrivatzimmer · 3 Betten18 BewertungenCamera doppia con servizi privati, wi-fi gratuito e parcheggio. Colazione inclusa e ristorante su prenotazione.E' possibile seguire un interessante itinerario escursionistico denominato ”Tour des Combins” che si snoda per circa 200 chilometri in territorio svizzero e italiano. Ad Ollomont esiste la Sciovia Berio, una palestra di roccia , tracciato per mountain-bike (10 Km), cascate di ghiaccio ed eliski.I bambini da 0 a 5 anni sono nostri ospiti! però devono portare il loro lettino.Art der UnterkunftPrivatzimmerObjekttypBed & BreakfastUnterkunft für2SchlafzimmerOllomont, Aostatal, Italiencamera doppia con balcone e servizi privatiPreis62€ Privatzimmer in OllomontPrivatzimmer · 1 BettNEUAntica casa valdostana con spesse mura in pietra nel borgo di un caratteristico villaggio, dove avrete la sensazione di essere tornati indietro nel tempo! Free WiFi, TV Philips, Terrazza notturnaArt der UnterkunftPrivatzimmerObjekttypBed & BreakfastUnterkunft für2SchlafzimmerExcenex, Aosta, ItalienMaison Du-Noyer | Camera PaquerettePreis72€ Privatzimmer in ExcenexPrivatzimmer · 1 BettCamera tripla con servizi privati, wi-fi gratuito e parcheggio. Colazione inclusa e ristorante su prenotazione.E' possibile seguire un interessante itinerario escursionistico denominato ”Tour des Combins” che si snoda per circa 200 chilometri in territorio svizzero e italiano. Ad Ollomont esiste la Sciovia Berio, una palestra di roccia , tracciato per mountain-bike (10 Km), cascate di ghiaccio ed eliski.I bambini da 0 a 5 anni sono nostri ospiti! però devono portare il loro lettino.Art der UnterkunftPrivatzimmerObjekttypBed & BreakfastUnterkunft für3SchlafzimmerOllomont, Aostatal, Italiencamera tripla con soppalcoPreis82€ Privatzimmer in OllomontPrivatzimmer · 2 BettenNEUL'Ostello si trova a Bionaz, nella selvaggia Valpelline ed è l'ideale per famiglie, gruppi o viaggiatori indipendenti che vogliano vivere la montagna senza spendere troppo e incontrare altra gente. Offriamo camere da 2,4,6 o + letti,colazione inclusaL'Ostello La Batise è ospitato da un edificio in pietra del 1795 e completamente ristrutturato nel 2000. E' accessibile per i disabili ed offre camere private per famiglie e cameroni per gruppi. La cucina è ben fornita e la sala da pranzo spaziosa e confortevole. Il salottino è ideale per chi vuole rilassarsi dopo una passeggiata in montagna e magari leggere un libro della nostra biblioteca o giocare con un gioco in scatola in compagnia. I bagni sono spaziosi e puliti e offrono vaschetta per bimbi, riduttore per water e fasciatoio. Il giardino è speciale per una siesta al sole e la terrazza invitante per un aperitivo al tramonto.L' antico borghetto che ospita l'edificio è molto caratteristico e si distingue per il suo campanile. E' un luogo tranquillo dove circolano più mucche che persone e dove è facile immergersi anima e corpo nella natura circostante. A un paio di km il laghetto di Lexert è l'ideale per tranquille camminate in estate e per lo sci da fondo in inverno e a soli 9 km si può ammirare la maestosa Diga di Place Moulin e camminare sul sentiero che costeggia il lago godendo di una vista spettacolare. Ma gli antichi sentieri della zona sono moltissimi e i vari Rifugi Alpini aspettano ogni anno gli amanti della montagna per offrire loro un delizioso pranzetto.Art der UnterkunftPrivatzimmerObjekttypBed & BreakfastUnterkunft für4SchlafzimmerBionaz, Aostatal, ItalienLa Batise Hostel-camera familiarePreis95€ Privatzimmer in BionazPrivatzimmer · 4 BettenOrizzonti senza limiti, vette da raggiungere e verdi prati alpini. Dalle passeggiate in famiglia alle escursioni in quota, l'armonia della montagna ti aspetta con le nostre esclusive offerte. In ogni camera "'aromaterapia"' e i prodotti per la pulizia a base di piante officinali.Art der UnterkunftPrivatzimmerObjekttypBed & BreakfastUnterkunft für16SchlafzimmerAosta, Aostatal, ItalienL'officina delle coccolePreis92€ Privatzimmer in AostaPrivatzimmer · 1 Bett Die mittelalterlichen Burgen und die Festung von Bard ist ein gut etabliertes Besuch für Touristen das Tal zu besuchen. Der Nationalpark Gran Paradiso bietet eine Umgebung, in der Flora und Fauna noch unberührt sind. Sie nicht einen Besuch in den Thermen von Pré-Saint-Didier verpassen Für Sportler Skifahren, Rafting, Bergsteigen, Klettern und Reiten zwischen den Seitentälern sind eine schöne Visitenkarte. 5 der Zimmer sind in drei Häusern aus dem Hauptkörper und in den Weinbergen der Eigenschaften getrennt ist. Alle mit eigenem Bad, Haartrockner, Pelletofen (Holz) unabhängig, sind 2,3, 4 Sitze mit der Möglichkeit, ein Kinderbett. ein camare ist auch mit Einrichtungen für Behinderte ausgestattet. Die Gäste können eine schöne Küche mit allem Komfort (fornom induzine Kochfeld, Geschirrspüler, Kühlschrank), um Mahlzeiten zuzubereiten ausgestattet genießen. Das Frühstück ist süß und salzig und echte infredienti unserer profuzione im Hauptgebäude diente auch nur wenige Minuten von TV-Raum Die Preise verstehen sich pro Person Kinderermäßigung vorgesehen Kontakt David und seine Frau wre sehr nett und gastfreundlich. Ich würde dort wieder sicher zu bleiben. Ein schöner Ort, der das Tal überblickt, mit der Weinberg als direkt vor meiner Tür. Es wird nicht mehr romantisch.Tom2013-05-26T00:00:00ZAlles perfekt! Ein unvergessliches bleiben und bald wiederholt werden. hervorragende Gastfreundschaft, eine einzigartige willkommen und eine schöne Struktur und Liebe zum Detail, die nichts dem Zufall überlässt. das Frühstück wird gezielt und mit allen hausgemachten Gerichten. Ein Frühstücksbuffet am Morgen "klein", sondern einfach nur großartig! Wir können nicht erwarten, wieder zu gehen ...Simona2014-02-22T00:00:00ZGuten Morgen Herr Crest, danke, das Zimmer, das Frühstück, guter Aufenthalt, l`aiuto, Helmut Helmut2015-06-23T00:00:00ZWir empfehlen dringend die Viggni Crest, aus vielen Gründen: erstens, die Besonderheiten des Ortes mit Räumen von kleinen Häusern im Weinberg, die Ihnen Ruhe und Diskretion ermöglichen verstreut werden. Die strategische Lage mit Blick auf das Tal, in einer ruhigen, aber 3 Minuten von der Innenstadt. Der angenehme Holzofen-Sauna mit Blick auf das Tal. Die Begrüßung David und seine Familie, übermitteln sie alle die Leidenschaft, die sie für ihr Land haben. Alles ist bis ins Detail genau. Wenn Sie ein angenehmes Wochenende in Aosta verbringen, stoppen Sie hier, suchen Sie nicht weiter!Carlo & Luana2013-11-25T00:00:00ZTolle Lage, liebevoll gestaltet! Super Bett. Wir haben uns gut erholt! Der Marmorkuchen von Manuela zum Frühstück war sehr fein!Brigitte & Antonia2015-04-18T00:00:00ZDavid und seine Frau waren wundervolle Gastgeber. Ihre Domäne ist wie der Himmel auf Erden. Wenn Sie zurück zu Mutter Natur zu gehen und suchen Ruhe. Dies ist der richtige Ort zu sein. Leider war meine Zeit sehr begrenzt, so dass ich nur eine Nacht, aber ich würde auf jeden Fall wieder bei der ersten Gelegenheit. Dank DavidElias2012-03-23T00:00:00ZWas für ein schöner Ort! Leider war nur 1 Nacht, aber David war groß und die Aussicht im ganzen Tal Aosta ist unglaublich. Das Frühstück ist fantastisch, Schwimmbad und Jacuzzi, genug gesagt!Alex2015-03-27T00:00:00ZArt der UnterkunftPrivatzimmerObjekttypBed & BreakfastUnterkunft für2SchlafzimmerAosta, Aosta, ItalienAgriturismo La Viggni de CrestPreis52€ Privatzimmer in AostaPrivatzimmer · 1 Bett7 Bewertungen12312…31 – 18 von 52 Bed & BreakfastsDurchschnittlich 4.7 von 5 Sternen aus 70 Gäste-BewertungenGib deine Reisedaten ein, um den Gesamtpreis pro Nacht zu sehen.Italien>Aostatal>ClapeyApartments in MailandTermoliFerienwohnungen in ZürichFerienwohnungen in GenfCastles in TurinAccommodations in BergamoFerienwohnungen in ValledoriaFerienwohnungen in BernBellagioFerienwohnungen in Les HouchesComoLyonInserierenKarteFilterNutzungsbedingungenDatenschutzSitemapAirbnbmag
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Wer war Jassir Arafat?
Jassir Arafat (* 24. August 1929 in Kairo, Ägypten; † 11. November 2004 in Clamart, Département Hauts-de-Seine, Frankreich), , ursprünglich , Kunya: , war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war seit dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1957 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge und Bombenattentate auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte. Jahrzehntelang galt Arafats Bemühen der Vernichtung Israels; als strategische Mittel zur Umsetzung dieses Ziels favorisierte er Gewalt gegen israelische Bürger und Zivileinrichtungen, die den Staat grundlegend destabilisieren, seine Bürger verunsichern und Israel letztendlich zur leichten Beute eines Angriffs arabischer Armeen machen sollte. Arafats Unterstützung der irakischen Invasion Kuwaits hatte die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 zur Folge. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachte Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. 1994 erhielt er dafür gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2000 verhandelte Arafat mit Israels damaligem Regierungschef Ehud Barak und dem damaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, erfolglos über die Gründung eines unabhängigen, palästinensischen Staates. Nach dem Scheitern von Camp David II unterstützte Arafat die Zweite Intifada, wodurch er in seinen letzten Lebensjahren vor allem außenpolitisch an Einfluss verlor. Erst nach dem Tod Arafats waren führende palästinensische Vertreter bereit, sich für Arafats Unterstützung Saddam Husseins und der Invasion in Kuwait zu entschuldigen. Die Beurteilungen seiner Person gehen weit auseinander, von Freiheitskämpfer über Guerillakämpfer bis Terrorist. Leben Jassir Arafat wurde übereinstimmenden Erkenntnissen verschiedener Biographen zufolge in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Arafat hingegen behauptete häufig, in Palästina geboren worden zu sein, wobei er im Laufe der Zeit widersprüchliche Angaben machte. Mal behauptete er, in der Altstadt Jerusalems geboren worden zu sein, mal im Gazastreifen. Sicher ist, dass sein Vater aus Gaza und seine Mutter aus einer angesehenen Jerusalemer Familie stammten. Sie hatten in den 1920er Jahren geheiratet und waren nach Kairo ausgewandert. Jassir war das sechste von sieben Kindern. Als er etwa vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Um den Vater mit den sechs Halbwaisen zu entlasten, nahm der Bruder der Mutter, Salim Abu Saud, Jassir und seinen jüngeren Bruder zu sich nach Jerusalem, das damals zum britischen Mandatsgebiet Palästina gehörte. Er lebte dort vier Jahre. Frühe Jahre Als er nach der erneuten Heirat seines Vaters nach Kairo zurückkehrte, besuchte er die Schule und später die Universität, an der er Elektrotechnik studierte. Eine Zeit lang beschäftigte er sich mit der jüdischen Kultur, hatte jüdische Bekannte und las zionistische Werke z. B. von Theodor Herzl. 1946 soll Arafat intensiven Kontakt mit Mohammed Amin al-Husseini, dem mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem, gehabt haben, der in Ägypten Asyl gefunden hatte. Al-Husseini war ein entfernter Verwandter Arafats. Dass er jedoch der Onkel Arafats gewesen sei, ist eine Legende. Arafat engagierte sich nun aktiv in der arabischen Nationalbewegung in Palästina. Zu dieser Zeit war er ein Befürworter der militärischen Konfrontation und beschaffte Waffen, die ins Mandatsgebiet geschmuggelt wurden. In Kairo hatte sich Jassir Arafat mit Abd al-Qadir al-Husseini angefreundet, der die Einheiten palästinensischer Araber in der Region Jerusalem anführte. Als Arafat von Abdel Khader al-Husseinis Tod im Palästinakrieg bei der Schlacht am Kastel-Berg im April 1948 hörte, brach er sein Studium in Kairo ab und nahm aktiv am Krieg teil. Er trat der Moslem-Bruderschaft bei, die im Gazastreifen und in der Schlacht bei Kfar Darom kämpfte. Als die ägyptische Armee am 15. Mai 1948 in den Palästinakrieg eingriff, wurde Arafat und seiner Einheit befohlen abzuziehen. Dies war für ihn ein prägendes Erlebnis. Er beschuldigte später die arabischen Staaten des Verrates, weil sie den Palästinensern nicht geholfen hätten, die Schlacht zu gewinnen, und ihnen nicht erlaubt hätten zu kämpfen. Die palästinensischen Araber erlitten eine militärische Niederlage gegen Israel. Etwa 750.000 Palästinenser wurden vertrieben oder ergriffen die Flucht und lebten von da an überwiegend als Staatenlose in den Nachbarländern. In den 1950er Jahren studierte Arafat an der Universität Kairo. 1952 gründete er die Generalunion Palästinensischer Studenten (GUPS), der er bis 1957 vorstand. Ende 1952 wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser vorübergehend verhaftet. 1956 verließ er die Universität als diplomierter Ingenieur und gründete die Union der Palästinensischen Hochschulabsolventen. Danach meldete er sich freiwillig zur ägyptischen Armee und kämpfte im Sueskrieg 1956 gegen Frankreich, Großbritannien und Israel. Er war Leutnant in der ägyptischen Armee und galt als Sprengstoffexperte. Noch im selben Jahr ging er nach Kuwait, wo er als Ingenieur arbeitete und ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. Gründung der Fatah 1957 gründete er in Kuwait zusammen mit Chalil al-Wazir (Abu Dschihad) die erste Zelle der Bewegung zur Befreiung Palästinas (al-Fatah), aus der 1959 die gleichnamige politische Partei hervorging. Ab 1958 war Arafat Vorstandsmitglied und ab 1968 Vorsitzender der Fatah. Durch seine aktive Teilnahme an der Schlacht von Karame 1968 begründete er seinen Heldenmythos und war ab 1969 Vorsitzender der PLO, die 1964 durch die Arabische Liga ins Leben gerufen worden war. Ende der 1960er Jahre wuchsen die Spannungen zwischen der PLO und der jordanischen Regierung; palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien etabliert und kontrollierten strategische Positionen wie die Öl-Raffinerien bei Zarqa. Jordanien betrachtete diese Umstände als eine wachsende Bedrohung seiner Souveränität und seiner Sicherheit und versuchte, die palästinensischen Milizen zu entwaffnen. Im Juni 1970 brachen nach einem fehlgeschlagenen palästinensischen Attentat auf den jordanischen König offene Kämpfe aus, die mit der Flucht der PLO aus Jordanien in den Libanon endeten. Wurde die Schlacht von Karame als erster historischer Sieg der PLO angesehen, so erlitt sie unter Arafats Führung 1970 mit dem Schwarzen September eine schwere Niederlage. Dieser musste zunächst nach Kairo, dann in den Libanon fliehen. Aufsehen erregte der historische Auftritt Arafats vor der UN-Vollversammlung am 13. November 1974, bei dem er in Uniform, mit der Kufiya und umgeschnalltem Pistolenholster eine Rede hielt, die von arabischen und kommunistischen Staaten mit Begeisterung aufgenommen wurde. In der Rede reklamierte Arafat den alleinigen Machtanspruch über Palästina für die PLO. Er sprach davon, eine Welt ohne Kolonialismus, Imperialismus, Neokolonialismus und ohne „Rassismus in all seinen Ausformungen, einschließlich des Zionismus“ schaffen zu wollen. Arafat vermied es, von Israel zu sprechen, um dem Staat jegliche Legitimität abzusprechen, und verwendete stattdessen den Begriff zionistische Entität. Den Zionismus stellte er in dieser Rede als eine imperialistische, kolonialistische und rassistische Ideologie dar, die – dezidiert reaktionär und diskriminierend – mit dem Antisemitismus gleichzusetzen sei. Ferner wiederholte er ein altes antisemitisches Stereotyp, wonach der Zionismus wolle, dass die Juden ihren Heimatländern keine Loyalität entgegenbrächten und sich über ihre Mitbürger erhöben. Er sprach der UNO das Recht ab, das unteilbare Heimatland der Palästinenser zu teilen, und wies damit den Teilungsbeschluss von 1947 zurück. Auch behauptete er, der Palästinakrieg von 1948 sei von Israel und nicht von den arabischen Staaten begonnen worden. Die PLO erhielt als legitime politische Vertretung der Palästinenser Beobachterstatus bei der UNO. Das Palästinensertuch – drapiert wie die Konturen Palästinas – gehörte ebenso wie das Holster auch später zu seinen Markenzeichen, ohne die er selten auftrat. Eine weitere bedeutende Rede hielt er am 13. Dezember 1988. Ein Novum war hier, dass die PLO die UN-Resolution anerkannte und Willen zum Kompromiss zeigte. Die gewaltsamen Aktionen der PLO wollte Arafat allerdings als legitimen Widerstand verstanden wissen. In dieser Rede wird auch jene Interpretation der Resolution 194 der UN-Vollversammlung bekräftigt, nach der diese das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge garantiere, womit er eine Doktrin festlegte, die auch heute noch, zumindest in offiziellen Verlautbarungen der PLO, Bestand hat. In der Rede gestand Arafat den Juden nicht explizit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung zu und akzeptierte nicht ausdrücklich, dass Israel ein jüdischer Staat sein könnte. Als Konsequenz des israelischen Libanonfeldzugs gegen das Hauptquartier der PLO in Beirut im Juli/August 1982 musste Arafat nach Tunesien fliehen. Er verließ mit seinen Gefolgsleuten das von Israel besetzte Beirut und errichtete einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis. Der Weg zur internationalen Anerkennung 1988 erkannte Arafat Israel indirekt an und erklärte 1989 die PLO-Charta von 1964, in der zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wurde, für hinfällig. Im Jahre 1990 begrüßte Arafat den irakischen Einmarsch in Kuwait und solidarisierte sich mit Saddam Hussein. Die reichen arabischen Ölstaaten an der Seite des Kriegsgegners USA froren daraufhin ihre finanzielle Unterstützung der PLO ein. Eine weitere Folge war die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachten Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. Statt das Ende abzuwarten, sympathisierte Arafat 1991 noch während des laufenden Augustputsches gegen Michail Gorbatschow mit den Putschisten, womit er einen langjährigen Unterstützer verärgerte. Am 7. April 1992 überlebte Arafat einen Absturz einer Passagiermaschine der Air Bissau aufgrund eines Sandsturms in der libyschen Wüste. Arafat wurde in einem Krankenhaus in Misrata aufgrund eines Blutgerinnsels von dem Chirurgen Meftah Shwedy mehrmals am Gehirn operiert und am rechten Auge behandelt. Am 13. September 1993 kam es bei der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung über die vorübergehende (palästinensische) Selbstverwaltung zwischen dem Staat Israel und der PLO in Washington zu einem historischen Handschlag zwischen Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Jizhak Rabin. Friedensnobelpreisträger Rabin bezahlte später für dieses Entgegenkommen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt durch einen Terroranschlag eines jüdischen Ultra-Nationalisten mit seinem Leben. Nach 27 Jahren Exil kehrte Arafat infolge des Autonomieabkommens am 1. Juli 1994 nach Palästina zurück und bildete in Gaza eine autonome Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde. 1993 wählte das TIME Magazin Die Friedensstifter (Nelson Mandela, Frederik Willem de Klerk, Jassir Arafat und Jitzchak Rabin) zu den Personen des Jahres. Im Dezember 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Während der Trauerwoche für Jitzchak Rabin nach dessen Ermordung im November 1995 besuchte Arafat Leah Rabin und ihre Familie in ihrer Wohnung in Tel Aviv, um seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Es war das erste Mal, dass er israelischen Boden betrat. Aus Sicherheitsgründen hatte er nicht an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen können. Er schilderte, wie sehr ihn der Mord bestürzt habe und wie verzweifelt er darüber sei, seinen Partner im Friedensprozess verloren zu haben. 1995 erhielt Arafat den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. 2000 verhandelte Arafat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und US-Präsident Clinton in Camp David über die Schaffung eines palästinensischen Staates. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Der abtretende Präsident Clinton und Barak, der kurz darauf in allgemeinen Wahlen von seinem politischen Gegner Ariel Scharon abgelöst wurde, gaben Arafat die alleinige Schuld am Scheitern dieser Verhandlungen. Arafat hingegen gab Barak und Clinton die Schuld am Scheitern. Zweite Intifada und politischer Niedergang Arafat wurde schon vor der Zweiten Intifada vorgeworfen, ein doppeltes Spiel zu treiben. Während er sich auf internationalem Parkett für Frieden und Diplomatie starkmachte, soll er vor seinen Anhängern in Gaza mit teilweise antisemitischen Reden Stimmung gegen Israel gemacht haben. Auch wurde ihm mehrfach vorgeworfen, sich aktiv am Waffenschmuggel für paramilitärische und terroristische Zwecke zu beteiligen (siehe Karine-A-Affäre) und die allein von ihm befehligten Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde für Übergriffe auf Israel zur Verfügung zu stellen. Außerdem gab es Berichte britischer Medien wie der BBC, dass Terror-Organisationen wie die Fatah-nahen al-Aqsa-Märtyrerbrigaden über den Umweg der von Arafat regierten Autonomiebehörde indirekt von EU-Geldern finanziert würden. Schließlich duldete oder unterstützte er den erneuten Palästinenseraufstand, was ihn vor allem außenpolitisch isolierte. Als Reaktion auf die Zweite Intifada besetzte Israel immer wieder Teile der autonomen Palästinensergebiete. Die israelische Regierung machte auch Arafat selbst für gewaltsamen Übergriffe verantwortlich. Ab 2001 wurde der in Ramallah lebende Arafat von Israel mehrfach unter Hausarrest gestellt. Seine Hubschrauber wurden im Dezember 2001 zerstört, sodass er nicht mehr zwischen Gaza und Ramallah reisen konnte. Im Rahmen der Operation Schutzschild vom 29. März 2002 bis 3. Mai 2002 zerstörte die israelische Armee einen Teil von Arafats Hauptquartier, der Muqāta'a. Am 11. September 2003 fasste die israelische Regierung den Beschluss, Arafat auszuweisen. Mit einem Hubschrauber sollte er ins Exil nach Nordafrika gebracht werden. Nach dem Ausweisungsbeschluss gingen zehntausende Palästinenser protestierend auf die Straße. Arafat appellierte an die Bevölkerung, Widerstand gegen den Beschluss zu leisten. Er wolle „lieber sterben, als sich zu ergeben“. Am 14. September 2003 stellte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auch ein Attentat auf Arafat als eine legitime Möglichkeit seiner Entfernung dar. Am 16. September 2003 ließen die USA eine Resolution des Weltsicherheitsrates gegen die Ausweisung Arafats an ihrem Veto scheitern. Deutschland enthielt sich der Stimme. Korruption Im Mai 2002 stellte der BND fest, dass die Verwendung von EU-Geldern für den Terrorismus „nicht auszuschließen“ sei, da Arafat offensichtlich nicht zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung trenne. Das Gutachten spricht weiterhin von „bekanntem Missmanagement“ und „weit verbreiteter Korruption“ (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Die USA und Israel hatten die Europäische Union in Brüssel zu dem Zeitpunkt bereits mehrfach aufgefordert, die Verwendung der Subventionen für die Palästinensische Autonomiebehörde genauer zu überprüfen. Brüssel erklärte, für Transparenz und Kontrolle der Fördermittel sorge der Internationale Währungsfonds. Der IWF legte 2003 jedoch einen Bericht über „Ökonomische Leistungen und Reformen unter Konfliktbedingungen“ vor, aus dem hervorging, dass zwischen 1995 und 2000 mehr als 900 Millionen Dollar an Fördergeldern für die Palästinensische Autonomiebehörde „verschwanden“. Weisungsbefugt für die Verwendung des Geldes seien allein Arafat und „enge Vertraute“ gewesen. Arafat kontrollierte dem Bericht zufolge bis zu seinem Tod allein 8 % des palästinensischen Gesamtbudgets. Familie Arafat war seit dem 17. Juli 1990 mit Suha at-Tawil, mit der er eine Tochter, Zahwa (* 24. Juli 1995 in Neuilly-sur-Seine), hat, verheiratet. Ab dem Beginn der zweiten Intifada, also ab 2001, lebten Frau und Tochter in Paris und Tunis. 2007 zog Suha nach Malta. Sein Neffe Musa Arafat war Leiter des palästinensischen Militärgeheimdienstes, sein Bruder Fathi Arafat Mediziner. Tod Jassir Arafats Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum 28. Oktober 2004 akut. Er hatte bereits über eine Woche wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes nichts gegessen. Die israelische Regierung hob aufgrund seiner schweren Krankheit das Reiseverbot auf und sicherte ihm eine Rückkehr ins Westjordanland zu. Am folgenden Tag wurde Arafat nach Paris geflogen und zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Percy gebracht, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält. Am 4. November verschlechterte sich sein Zustand noch einmal; es wurde von einem „tiefen Koma“ berichtet. Am 10. November versagten Nieren und Leber. Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte wurde aus religiösen Gründen abgelehnt. Infolge der Leberschädigung und der daraus resultierenden Störung der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren kam es zu einer Gehirnblutung. Am 11. November 2004 um 3.30 Uhr (MEZ) starb Jassir Arafat. Nach Verabschiedung mit militärischen Ehren wurde der Leichnam Arafats in Begleitung seiner Witwe mit einer französischen Militärmaschine nach Kairo geflogen. Die zentrale Trauerfeier fand am 12. November am Flughafen Kairo-International statt, wozu hochrangige Politiker aus aller Welt eingeladen waren. Im Anschluss an die militärische Zeremonie in Kairo wurde der Sarg nach Ramallah geflogen, wo die Beisetzungszeremonie am frühen Nachmittag stattfand. Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“. Arafat wurde in einem Steinsarg auf dem Gelände seines ehemaligen Amtssitzes in Ramallah unter großer Anteilnahme der palästinensischen Bevölkerung beigesetzt. Sein Sarg wurde mit Erde vom Jerusalemer Tempelberg umgeben. Am 10. November 2016 wurde in Ramallah neben dem Arafat-Mausoleum ein „Arafat-Museum“ eröffnet. Es kostete 7 Millionen Dollar und wurde von den palästinensischen Behörden im Westjordanland finanziert. Ausgestellt sind unter anderem seine Brille, sein Revolver, „sein charakteristischer schwarz-weiß karierter Keffiyeh-Kopfschmuck“, sein Reisepass, seine Friedensnobelpreismedaille (zwischenzeitlich im Besitz der Hamas) und andere Memorabilien. Vermittelt wird eine unkritische palästinensische Sicht der Dinge, etwa in der Darstellung des Massakers bei den olympischen Spielen von München 1972 („Antwort auf Überfall israelischer und deutscher Sicherheitskräfte“). Arafats Geburt wird von Kairo in ein palästinensisches Dorf in der Nähe der Jerusalemer Altstadt verlegt, wie es palästinensischer Legendenbildung entspricht. Hinweise auf seine Ehefrau Suha at-Tawil werden vermieden, völlig ausgeblendet werden die vielen Vorwürfe hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Reaktionen Nur wenige Stunden, nachdem der Tod Arafats bekannt gegeben worden war, griffen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Netsarim im Gaza-Streifen an. In Ramallah warnten Extremisten die neue palästinensische Führung unter Mahmud Abbas vor einem „Ausverkauf der palästinensischen Sache“ und drohten den Nachfolgern Arafats mit dem Tod, sollten sie zu Zugeständnissen gegenüber Israel bereit sein. Die Fatah-Splittergruppe „al-Aqsa-Brigaden“ benannte sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland nach Arafats Tod vollständig ab. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis durften nicht nach Israel einreisen. Jedoch transportierten mehrere hundert Busse Palästinenser aus dem Gazastreifen zur Trauerfeier nach Ramallah. Befürchtungen, dass der Tod von Jassir Arafat einen Rückschlag für den Nahost-Friedensprozess bedeute, bewahrheiteten sich zunächst nicht. Die Palästinensische Autonomiebehörde setzte antiisraelische Fernsehspots ab und unternahm Anstrengungen zur Reform der Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung ließ im Gegenzug ca. 150 palästinensische Gefangene frei, sicherte Unterstützung bei den palästinensischen Wahlen zu und kündigte eine Rückkehr zur Roadmap an. Die Palästinenserführung ernannte den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattuh verfassungsgemäß zum vorläufigen Nachfolger Arafats und rief eine 40-tägige Trauer aus. In den Präsidentschaftswahlen vom 9. Januar 2005 wurde Mahmud Abbas zum Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Nach seinem Tode wurde Jassir Arafat von 200 Rabbinern als „Amalek und Hitler unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als „Freudentag“ zu feiern. Spekulationen und Ermittlungen zur Todesursache und Exhumierung Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden machten ebenso wie die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Israel für den Tod Arafats verantwortlich und drohten mit Rache. So äußerte sich Dschihad-Anführer Chalid al-Batesch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon habe „bei der Tötung Arafats seine Hand im Spiel“ gehabt. Ärzte im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris, in dem Arafat zuletzt behandelt wurde, und Vertraute Arafats schlossen jedoch seinerzeit aus, dass der Palästinenserchef vergiftet worden sei. Eine Autopsie fand nach dem Willen der Witwe nicht statt. Da weder Arafats Ärzte noch dessen Witwe die genaue Todesursache bekannt gaben, kam es in der Folge zu weiteren öffentlichen Spekulationen. Dabei wurden von Spezialisten besonders Vergiftung und AIDS nahegelegt. Ahmad Dschibril, der Generalsekretär der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC), erklärte im Juli 2007, er habe Einblick in den französischen Bericht über den Tod Arafats gehabt. Der Bericht gebe an, dass Arafat an AIDS erkrankt gewesen sei. Aschraf al-Kurdi, seit 1986 persönlicher Leibarzt von Jassir Arafat, erklärte am 12. August 2007 gegenüber der jordanischen Nachrichten-Webseite Amman, dass der Palästinenserführer unter dem HI-Virus litt, aber nicht an der Immunschwächekrankheit AIDS starb. Das Virus soll Arafat erst kurz vor seinem Tod in dessen Blut injiziert worden sein, so al-Kurdi, der aber angab, dass die tatsächliche Todesursache eine Vergiftung gewesen sei. Im August 2011 beschuldigte die Fatah den zuvor aus der Partei ausgeschlossenen Mohammed Dahlan, hinter der Vergiftung Arafats zu stecken und sogar selbst das Gift aus Paris besorgt zu haben. Haaretz veröffentlichte 2005 eine Analyse israelischer Experten, wonach eine eventuelle Vergiftung am ehesten bei einem Abendessen am 12. Oktober 2004 stattgefunden haben müsste. Verdacht auf Vergiftung mit Polonium 210 Im Dezember 2011 und Januar 2012 kontaktierte der Reporter Clayton Swisher Arafats Witwe in Malta und Paris und erhielt von ihr Akten und eine Tasche mit persönlichen Gegenständen (Zahnbürste, Kleidung, Kufiya), die Arafat in seinen letzten Tagen benutzt hatte. Am 3. Juli 2012 veröffentlichte der Fernsehsender al-Dschasira den Befund des Schweizer Institut de Radiophysique der Universität Lausanne, dem die Gegenstände zur Untersuchung gegeben worden waren. Festgestellt wurden gegenüber den natürlichen Vorkommen erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Polonium 210. Aufgrund dessen geringer Halbwertszeit von nur 138,38 Tagen halbiert sich die Strahlung alle 138 Tage. Von der Ursprungsmenge wäre acht Jahre nach Arafats Tod nur ein Millionstel übrig. Das Schweizer Institut betonte, die Ergebnisse seien kein Beweis für eine Vergiftung, aber zumindest ein Hinweis darauf. Die in den französischen Krankenakten Arafats beschriebenen Symptome, die zu seinem Tod führten, stimmten nicht mit den bekannten Symptomen einer radioaktiven Vergiftung überein. Zur Theorie über einen Gifttod Arafats durch Polonium wurden auch von verschiedenen anderen Experten Zweifel geäußert. Die vom radiologischen Institut bekannt gegebenen Poloniumkonzentrationen auf den persönlichen Gegenständen Arafats könnten nach einem von der Jerusalem Post zitierten Experten wegen der Halbwertszeit des Polonium 210 nicht auf eine acht Jahre zurückliegende Vergiftung zurückgeführt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen worden sein. Am 31. Juli 2012 erstattete Suha Arafat im französischen Nanterre Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung. Die französische Justiz leitete Ende August 2012 Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Palästinenserführung und auch die Witwe befürworteten eine im Islam normalerweise verbotene Exhumierung. Anfang November wurden die ersten Vorbereitungen dafür getroffen, da dafür viel Beton im Mausoleum abgetragen werden musste. Am 27. November 2012 wurde Arafats Leichnam exhumiert und ein ausländisches Expertenteam nahm Proben. Im September 2015 beschlossen die zuständigen französischen Untersuchungsrichter eine Einstellung des laufenden Verfahrens, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit, da es keine ausreichenden Beweise für einen Mord gebe. Umstrittene Untersuchungsergebnisse Mitte Oktober 2013 wurde ein Zwischenergebnis von Schweizer Toxikologen bekannt, wonach eine Vergiftung möglich, aber nicht sicher sei. Am 6. November 2013 gab die Universität Lausanne bekannt, einen gegenüber natürlichen Konzentrationen stark erhöhten Wert von Polonium 210 in den Proben nachgewiesen zu haben. Zugleich stellten sie eine über das natürliche Vorkommen hinaus deutlich erhöhte Menge von Blei 210 fest. Blei 210 kann eine Poloniumvergiftung maskieren, weil Polonium 210 ein Folgeprodukt des Blei 210 in der radioaktiven Zerfallskette ist und nach einiger Zeit mit dem Blei im radioaktiven Gleichgewicht steht. Da Blei 210 eine wesentlich längere Halbwertszeit hat, sind aufgrund der Neuentstehung von Polonium 210 die Reste einer möglicherweise vorangegangenen Poloniumvergiftung nicht mehr nachweisbar. Die Anwesenheit des Blei 210 wurde als mögliche Verunreinigung des hypothetisch als Gift verwendeten Poloniums erklärt. Es wurde vorgerechnet, dass von einer angenommenen Giftdosis von 1 GBq zum Todeszeitpunkt noch 4–5 % im Körper verblieben wären, die bis zur Exhumierung auf ca. 15 Bq Gesamtdosis abgeklungen wären. Die Forscher konnten Polonium nicht als Todesursache ausschließen, bezeichneten es aber auch nicht als sicher, dass Polonium den Tod verursachte. Die Ergebnisse würden letztere These „mäßig stützen“ („moderately support the proposition“: „moderately“ ist sicherer als „slightly“ und unsicherer als „strongly“). Unabhängige Forscher kommentierten, dass die Studie deshalb kein Beweis für eine Vergiftung sei. Am 3. Dezember 2013 wurde berichtet, dass das ebenfalls beauftragte französische Untersuchungsteam zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Vergiftung sei auszuschließen, vielmehr weise es auf eine natürliche Todesursache hin. Die Forschungsberichte eines russischen Untersuchungsteams, das ebenfalls Zugang zu Arafats sterblichen Überresten hatte, schließen eine Vergiftung ebenfalls aus. Nachdem die Staatsanwaltschaft von Nanterre im März 2015 mitgeteilt hatte, dass die Polonium-Spuren aus Arafats Grab natürlichen Ursprungs seien, beantragte sie Mitte Juli 2015 das Verfahren einzustellen. Die Ermittlungsrichter in Nanterre folgten dem Antrag und stellten das Verfahren Anfang September 2015 ein. Schlussfolgerungen In einem im November 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel des Schweizer Teams wird eine Vergiftung als plausibel, aber nicht bewiesen eingestuft. Die gleiche Studie ermittelt eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Annahme einer Vergiftung mit Po 210 als für die gegenteilige Annahme, falls man von einer mehrfachen Einnahme des Po 210 in kleinen Dosen ausgehe. Im Juni 2016 lehnte ein Gericht in Paris (nicht letztinstanzlich) die Wiedereröffnung der Untersuchungen bzgl. des vermuteten Mordes ab, weil dafür die Rechtsgrundlage fehle. Ehrungen 1993 Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens 1993 Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1994 Prinz-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 1994 Friedensnobelpreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1995 Deutscher Medienpreis 1999 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Held der Demokratischen Volksrepublik Korea Alter Freund des chinesischen Volkes Literatur Helga Baumgarten: Arafat: zwischen Kampf und Diplomatie. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36419-5. Andrew Gowers, Tony Walker: Arafat: hinter dem Mythos. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50035-9 (Übersetzung von Behind the myth: Yasser Arafat and the Palestinian revolution, 1990). Amnon Kapeliuk: Yassir Arafat: Die Biographie. Mit einem Vorwort von Nelson Mandela, Palmyra, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-930378-59-3. Gerhard Konzelmann: Arafat. Vom Terroristen zum Mann des Friedens. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-61296-5. (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch, Band 61296, Biographie). Aharon Moshel: In einer Hand den Ölzweig: Jassir Arafat und die PLO. Facta, München / Hamburg 1988, ISBN 3-926827-10-6. Barry Rubin, Judith Colp Rubin: Yasir Arafat : A Political Biography. Oxford University, Oxford 2005, ISBN 978-0-19-516689-7. Danny Rubinstein: Yassir Arafat. 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Februar 2001 Palestinians mourn Arafat but struggle for liberation will continue – Trotzkistische Analyse von Arafats Wirken, Maavak Sozialisti (israelische Sektion des CWI), 11. November 2004 (englisch) Anmerkungen Politiker (Palästina) Fatah Mitglied der PLO Person des Antizionismus Person im Nahostkonflikt Friedensnobelpreisträger Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette) Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großkreuz) Träger des Ordens des Weißen Löwen Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Palästinenser Ägypter Geboren 1929 Gestorben 2004 Mann
2015 - Kategorie: 2015 Schützenfest Altendorf Ulfkotte - Bild: Schützenfest in Altendorf Ulfkotte 2015_4 Startseite » 2015 » 2015 Schützenfest Altendorf Ulfkotte » Schützenfest in Altendorf Ulfkotte 2015_4 Schützenfest in Altendorf Ulfkotte 2015_4 8900 8900 8901 8901 8902 8902 8903 8903 8904 8904 8905 8905 8907 8907 8908 8908 8909 8909 8910 8910 8911 8911 8912 8912 8913 8913 Hermanns Reisen - Ihr Reisepartner in Dorsten -Wagnerstr. 4 - 46282 Dorsten - Tel.: +49 (0) 2362 - 27726 - email:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! 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de
q-de-2239
Wer war Jassir Arafat?
Jassir Arafat (* 24. August 1929 in Kairo, Ägypten; † 11. November 2004 in Clamart, Département Hauts-de-Seine, Frankreich), , ursprünglich , Kunya: , war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war seit dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1957 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge und Bombenattentate auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte. Jahrzehntelang galt Arafats Bemühen der Vernichtung Israels; als strategische Mittel zur Umsetzung dieses Ziels favorisierte er Gewalt gegen israelische Bürger und Zivileinrichtungen, die den Staat grundlegend destabilisieren, seine Bürger verunsichern und Israel letztendlich zur leichten Beute eines Angriffs arabischer Armeen machen sollte. Arafats Unterstützung der irakischen Invasion Kuwaits hatte die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 zur Folge. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachte Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. 1994 erhielt er dafür gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2000 verhandelte Arafat mit Israels damaligem Regierungschef Ehud Barak und dem damaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, erfolglos über die Gründung eines unabhängigen, palästinensischen Staates. Nach dem Scheitern von Camp David II unterstützte Arafat die Zweite Intifada, wodurch er in seinen letzten Lebensjahren vor allem außenpolitisch an Einfluss verlor. Erst nach dem Tod Arafats waren führende palästinensische Vertreter bereit, sich für Arafats Unterstützung Saddam Husseins und der Invasion in Kuwait zu entschuldigen. Die Beurteilungen seiner Person gehen weit auseinander, von Freiheitskämpfer über Guerillakämpfer bis Terrorist. Leben Jassir Arafat wurde übereinstimmenden Erkenntnissen verschiedener Biographen zufolge in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Arafat hingegen behauptete häufig, in Palästina geboren worden zu sein, wobei er im Laufe der Zeit widersprüchliche Angaben machte. Mal behauptete er, in der Altstadt Jerusalems geboren worden zu sein, mal im Gazastreifen. Sicher ist, dass sein Vater aus Gaza und seine Mutter aus einer angesehenen Jerusalemer Familie stammten. Sie hatten in den 1920er Jahren geheiratet und waren nach Kairo ausgewandert. Jassir war das sechste von sieben Kindern. Als er etwa vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Um den Vater mit den sechs Halbwaisen zu entlasten, nahm der Bruder der Mutter, Salim Abu Saud, Jassir und seinen jüngeren Bruder zu sich nach Jerusalem, das damals zum britischen Mandatsgebiet Palästina gehörte. Er lebte dort vier Jahre. Frühe Jahre Als er nach der erneuten Heirat seines Vaters nach Kairo zurückkehrte, besuchte er die Schule und später die Universität, an der er Elektrotechnik studierte. Eine Zeit lang beschäftigte er sich mit der jüdischen Kultur, hatte jüdische Bekannte und las zionistische Werke z. B. von Theodor Herzl. 1946 soll Arafat intensiven Kontakt mit Mohammed Amin al-Husseini, dem mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem, gehabt haben, der in Ägypten Asyl gefunden hatte. Al-Husseini war ein entfernter Verwandter Arafats. Dass er jedoch der Onkel Arafats gewesen sei, ist eine Legende. Arafat engagierte sich nun aktiv in der arabischen Nationalbewegung in Palästina. Zu dieser Zeit war er ein Befürworter der militärischen Konfrontation und beschaffte Waffen, die ins Mandatsgebiet geschmuggelt wurden. In Kairo hatte sich Jassir Arafat mit Abd al-Qadir al-Husseini angefreundet, der die Einheiten palästinensischer Araber in der Region Jerusalem anführte. Als Arafat von Abdel Khader al-Husseinis Tod im Palästinakrieg bei der Schlacht am Kastel-Berg im April 1948 hörte, brach er sein Studium in Kairo ab und nahm aktiv am Krieg teil. Er trat der Moslem-Bruderschaft bei, die im Gazastreifen und in der Schlacht bei Kfar Darom kämpfte. Als die ägyptische Armee am 15. Mai 1948 in den Palästinakrieg eingriff, wurde Arafat und seiner Einheit befohlen abzuziehen. Dies war für ihn ein prägendes Erlebnis. Er beschuldigte später die arabischen Staaten des Verrates, weil sie den Palästinensern nicht geholfen hätten, die Schlacht zu gewinnen, und ihnen nicht erlaubt hätten zu kämpfen. Die palästinensischen Araber erlitten eine militärische Niederlage gegen Israel. Etwa 750.000 Palästinenser wurden vertrieben oder ergriffen die Flucht und lebten von da an überwiegend als Staatenlose in den Nachbarländern. In den 1950er Jahren studierte Arafat an der Universität Kairo. 1952 gründete er die Generalunion Palästinensischer Studenten (GUPS), der er bis 1957 vorstand. Ende 1952 wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser vorübergehend verhaftet. 1956 verließ er die Universität als diplomierter Ingenieur und gründete die Union der Palästinensischen Hochschulabsolventen. Danach meldete er sich freiwillig zur ägyptischen Armee und kämpfte im Sueskrieg 1956 gegen Frankreich, Großbritannien und Israel. Er war Leutnant in der ägyptischen Armee und galt als Sprengstoffexperte. Noch im selben Jahr ging er nach Kuwait, wo er als Ingenieur arbeitete und ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. Gründung der Fatah 1957 gründete er in Kuwait zusammen mit Chalil al-Wazir (Abu Dschihad) die erste Zelle der Bewegung zur Befreiung Palästinas (al-Fatah), aus der 1959 die gleichnamige politische Partei hervorging. Ab 1958 war Arafat Vorstandsmitglied und ab 1968 Vorsitzender der Fatah. Durch seine aktive Teilnahme an der Schlacht von Karame 1968 begründete er seinen Heldenmythos und war ab 1969 Vorsitzender der PLO, die 1964 durch die Arabische Liga ins Leben gerufen worden war. Ende der 1960er Jahre wuchsen die Spannungen zwischen der PLO und der jordanischen Regierung; palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien etabliert und kontrollierten strategische Positionen wie die Öl-Raffinerien bei Zarqa. Jordanien betrachtete diese Umstände als eine wachsende Bedrohung seiner Souveränität und seiner Sicherheit und versuchte, die palästinensischen Milizen zu entwaffnen. Im Juni 1970 brachen nach einem fehlgeschlagenen palästinensischen Attentat auf den jordanischen König offene Kämpfe aus, die mit der Flucht der PLO aus Jordanien in den Libanon endeten. Wurde die Schlacht von Karame als erster historischer Sieg der PLO angesehen, so erlitt sie unter Arafats Führung 1970 mit dem Schwarzen September eine schwere Niederlage. Dieser musste zunächst nach Kairo, dann in den Libanon fliehen. Aufsehen erregte der historische Auftritt Arafats vor der UN-Vollversammlung am 13. November 1974, bei dem er in Uniform, mit der Kufiya und umgeschnalltem Pistolenholster eine Rede hielt, die von arabischen und kommunistischen Staaten mit Begeisterung aufgenommen wurde. In der Rede reklamierte Arafat den alleinigen Machtanspruch über Palästina für die PLO. Er sprach davon, eine Welt ohne Kolonialismus, Imperialismus, Neokolonialismus und ohne „Rassismus in all seinen Ausformungen, einschließlich des Zionismus“ schaffen zu wollen. Arafat vermied es, von Israel zu sprechen, um dem Staat jegliche Legitimität abzusprechen, und verwendete stattdessen den Begriff zionistische Entität. Den Zionismus stellte er in dieser Rede als eine imperialistische, kolonialistische und rassistische Ideologie dar, die – dezidiert reaktionär und diskriminierend – mit dem Antisemitismus gleichzusetzen sei. Ferner wiederholte er ein altes antisemitisches Stereotyp, wonach der Zionismus wolle, dass die Juden ihren Heimatländern keine Loyalität entgegenbrächten und sich über ihre Mitbürger erhöben. Er sprach der UNO das Recht ab, das unteilbare Heimatland der Palästinenser zu teilen, und wies damit den Teilungsbeschluss von 1947 zurück. Auch behauptete er, der Palästinakrieg von 1948 sei von Israel und nicht von den arabischen Staaten begonnen worden. Die PLO erhielt als legitime politische Vertretung der Palästinenser Beobachterstatus bei der UNO. Das Palästinensertuch – drapiert wie die Konturen Palästinas – gehörte ebenso wie das Holster auch später zu seinen Markenzeichen, ohne die er selten auftrat. Eine weitere bedeutende Rede hielt er am 13. Dezember 1988. Ein Novum war hier, dass die PLO die UN-Resolution anerkannte und Willen zum Kompromiss zeigte. Die gewaltsamen Aktionen der PLO wollte Arafat allerdings als legitimen Widerstand verstanden wissen. In dieser Rede wird auch jene Interpretation der Resolution 194 der UN-Vollversammlung bekräftigt, nach der diese das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge garantiere, womit er eine Doktrin festlegte, die auch heute noch, zumindest in offiziellen Verlautbarungen der PLO, Bestand hat. In der Rede gestand Arafat den Juden nicht explizit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung zu und akzeptierte nicht ausdrücklich, dass Israel ein jüdischer Staat sein könnte. Als Konsequenz des israelischen Libanonfeldzugs gegen das Hauptquartier der PLO in Beirut im Juli/August 1982 musste Arafat nach Tunesien fliehen. Er verließ mit seinen Gefolgsleuten das von Israel besetzte Beirut und errichtete einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis. Der Weg zur internationalen Anerkennung 1988 erkannte Arafat Israel indirekt an und erklärte 1989 die PLO-Charta von 1964, in der zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wurde, für hinfällig. Im Jahre 1990 begrüßte Arafat den irakischen Einmarsch in Kuwait und solidarisierte sich mit Saddam Hussein. Die reichen arabischen Ölstaaten an der Seite des Kriegsgegners USA froren daraufhin ihre finanzielle Unterstützung der PLO ein. Eine weitere Folge war die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachten Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. Statt das Ende abzuwarten, sympathisierte Arafat 1991 noch während des laufenden Augustputsches gegen Michail Gorbatschow mit den Putschisten, womit er einen langjährigen Unterstützer verärgerte. Am 7. April 1992 überlebte Arafat einen Absturz einer Passagiermaschine der Air Bissau aufgrund eines Sandsturms in der libyschen Wüste. Arafat wurde in einem Krankenhaus in Misrata aufgrund eines Blutgerinnsels von dem Chirurgen Meftah Shwedy mehrmals am Gehirn operiert und am rechten Auge behandelt. Am 13. September 1993 kam es bei der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung über die vorübergehende (palästinensische) Selbstverwaltung zwischen dem Staat Israel und der PLO in Washington zu einem historischen Handschlag zwischen Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Jizhak Rabin. Friedensnobelpreisträger Rabin bezahlte später für dieses Entgegenkommen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt durch einen Terroranschlag eines jüdischen Ultra-Nationalisten mit seinem Leben. Nach 27 Jahren Exil kehrte Arafat infolge des Autonomieabkommens am 1. Juli 1994 nach Palästina zurück und bildete in Gaza eine autonome Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde. 1993 wählte das TIME Magazin Die Friedensstifter (Nelson Mandela, Frederik Willem de Klerk, Jassir Arafat und Jitzchak Rabin) zu den Personen des Jahres. Im Dezember 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Während der Trauerwoche für Jitzchak Rabin nach dessen Ermordung im November 1995 besuchte Arafat Leah Rabin und ihre Familie in ihrer Wohnung in Tel Aviv, um seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Es war das erste Mal, dass er israelischen Boden betrat. Aus Sicherheitsgründen hatte er nicht an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen können. Er schilderte, wie sehr ihn der Mord bestürzt habe und wie verzweifelt er darüber sei, seinen Partner im Friedensprozess verloren zu haben. 1995 erhielt Arafat den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. 2000 verhandelte Arafat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und US-Präsident Clinton in Camp David über die Schaffung eines palästinensischen Staates. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Der abtretende Präsident Clinton und Barak, der kurz darauf in allgemeinen Wahlen von seinem politischen Gegner Ariel Scharon abgelöst wurde, gaben Arafat die alleinige Schuld am Scheitern dieser Verhandlungen. Arafat hingegen gab Barak und Clinton die Schuld am Scheitern. Zweite Intifada und politischer Niedergang Arafat wurde schon vor der Zweiten Intifada vorgeworfen, ein doppeltes Spiel zu treiben. Während er sich auf internationalem Parkett für Frieden und Diplomatie starkmachte, soll er vor seinen Anhängern in Gaza mit teilweise antisemitischen Reden Stimmung gegen Israel gemacht haben. Auch wurde ihm mehrfach vorgeworfen, sich aktiv am Waffenschmuggel für paramilitärische und terroristische Zwecke zu beteiligen (siehe Karine-A-Affäre) und die allein von ihm befehligten Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde für Übergriffe auf Israel zur Verfügung zu stellen. Außerdem gab es Berichte britischer Medien wie der BBC, dass Terror-Organisationen wie die Fatah-nahen al-Aqsa-Märtyrerbrigaden über den Umweg der von Arafat regierten Autonomiebehörde indirekt von EU-Geldern finanziert würden. Schließlich duldete oder unterstützte er den erneuten Palästinenseraufstand, was ihn vor allem außenpolitisch isolierte. Als Reaktion auf die Zweite Intifada besetzte Israel immer wieder Teile der autonomen Palästinensergebiete. Die israelische Regierung machte auch Arafat selbst für gewaltsamen Übergriffe verantwortlich. Ab 2001 wurde der in Ramallah lebende Arafat von Israel mehrfach unter Hausarrest gestellt. Seine Hubschrauber wurden im Dezember 2001 zerstört, sodass er nicht mehr zwischen Gaza und Ramallah reisen konnte. Im Rahmen der Operation Schutzschild vom 29. März 2002 bis 3. Mai 2002 zerstörte die israelische Armee einen Teil von Arafats Hauptquartier, der Muqāta'a. Am 11. September 2003 fasste die israelische Regierung den Beschluss, Arafat auszuweisen. Mit einem Hubschrauber sollte er ins Exil nach Nordafrika gebracht werden. Nach dem Ausweisungsbeschluss gingen zehntausende Palästinenser protestierend auf die Straße. Arafat appellierte an die Bevölkerung, Widerstand gegen den Beschluss zu leisten. Er wolle „lieber sterben, als sich zu ergeben“. Am 14. September 2003 stellte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auch ein Attentat auf Arafat als eine legitime Möglichkeit seiner Entfernung dar. Am 16. September 2003 ließen die USA eine Resolution des Weltsicherheitsrates gegen die Ausweisung Arafats an ihrem Veto scheitern. Deutschland enthielt sich der Stimme. Korruption Im Mai 2002 stellte der BND fest, dass die Verwendung von EU-Geldern für den Terrorismus „nicht auszuschließen“ sei, da Arafat offensichtlich nicht zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung trenne. Das Gutachten spricht weiterhin von „bekanntem Missmanagement“ und „weit verbreiteter Korruption“ (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Die USA und Israel hatten die Europäische Union in Brüssel zu dem Zeitpunkt bereits mehrfach aufgefordert, die Verwendung der Subventionen für die Palästinensische Autonomiebehörde genauer zu überprüfen. Brüssel erklärte, für Transparenz und Kontrolle der Fördermittel sorge der Internationale Währungsfonds. Der IWF legte 2003 jedoch einen Bericht über „Ökonomische Leistungen und Reformen unter Konfliktbedingungen“ vor, aus dem hervorging, dass zwischen 1995 und 2000 mehr als 900 Millionen Dollar an Fördergeldern für die Palästinensische Autonomiebehörde „verschwanden“. Weisungsbefugt für die Verwendung des Geldes seien allein Arafat und „enge Vertraute“ gewesen. Arafat kontrollierte dem Bericht zufolge bis zu seinem Tod allein 8 % des palästinensischen Gesamtbudgets. Familie Arafat war seit dem 17. Juli 1990 mit Suha at-Tawil, mit der er eine Tochter, Zahwa (* 24. Juli 1995 in Neuilly-sur-Seine), hat, verheiratet. Ab dem Beginn der zweiten Intifada, also ab 2001, lebten Frau und Tochter in Paris und Tunis. 2007 zog Suha nach Malta. Sein Neffe Musa Arafat war Leiter des palästinensischen Militärgeheimdienstes, sein Bruder Fathi Arafat Mediziner. Tod Jassir Arafats Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum 28. Oktober 2004 akut. Er hatte bereits über eine Woche wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes nichts gegessen. Die israelische Regierung hob aufgrund seiner schweren Krankheit das Reiseverbot auf und sicherte ihm eine Rückkehr ins Westjordanland zu. Am folgenden Tag wurde Arafat nach Paris geflogen und zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Percy gebracht, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält. Am 4. November verschlechterte sich sein Zustand noch einmal; es wurde von einem „tiefen Koma“ berichtet. Am 10. November versagten Nieren und Leber. Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte wurde aus religiösen Gründen abgelehnt. Infolge der Leberschädigung und der daraus resultierenden Störung der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren kam es zu einer Gehirnblutung. Am 11. November 2004 um 3.30 Uhr (MEZ) starb Jassir Arafat. Nach Verabschiedung mit militärischen Ehren wurde der Leichnam Arafats in Begleitung seiner Witwe mit einer französischen Militärmaschine nach Kairo geflogen. Die zentrale Trauerfeier fand am 12. November am Flughafen Kairo-International statt, wozu hochrangige Politiker aus aller Welt eingeladen waren. Im Anschluss an die militärische Zeremonie in Kairo wurde der Sarg nach Ramallah geflogen, wo die Beisetzungszeremonie am frühen Nachmittag stattfand. Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“. Arafat wurde in einem Steinsarg auf dem Gelände seines ehemaligen Amtssitzes in Ramallah unter großer Anteilnahme der palästinensischen Bevölkerung beigesetzt. Sein Sarg wurde mit Erde vom Jerusalemer Tempelberg umgeben. Am 10. November 2016 wurde in Ramallah neben dem Arafat-Mausoleum ein „Arafat-Museum“ eröffnet. Es kostete 7 Millionen Dollar und wurde von den palästinensischen Behörden im Westjordanland finanziert. Ausgestellt sind unter anderem seine Brille, sein Revolver, „sein charakteristischer schwarz-weiß karierter Keffiyeh-Kopfschmuck“, sein Reisepass, seine Friedensnobelpreismedaille (zwischenzeitlich im Besitz der Hamas) und andere Memorabilien. Vermittelt wird eine unkritische palästinensische Sicht der Dinge, etwa in der Darstellung des Massakers bei den olympischen Spielen von München 1972 („Antwort auf Überfall israelischer und deutscher Sicherheitskräfte“). Arafats Geburt wird von Kairo in ein palästinensisches Dorf in der Nähe der Jerusalemer Altstadt verlegt, wie es palästinensischer Legendenbildung entspricht. Hinweise auf seine Ehefrau Suha at-Tawil werden vermieden, völlig ausgeblendet werden die vielen Vorwürfe hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Reaktionen Nur wenige Stunden, nachdem der Tod Arafats bekannt gegeben worden war, griffen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Netsarim im Gaza-Streifen an. In Ramallah warnten Extremisten die neue palästinensische Führung unter Mahmud Abbas vor einem „Ausverkauf der palästinensischen Sache“ und drohten den Nachfolgern Arafats mit dem Tod, sollten sie zu Zugeständnissen gegenüber Israel bereit sein. Die Fatah-Splittergruppe „al-Aqsa-Brigaden“ benannte sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland nach Arafats Tod vollständig ab. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis durften nicht nach Israel einreisen. Jedoch transportierten mehrere hundert Busse Palästinenser aus dem Gazastreifen zur Trauerfeier nach Ramallah. Befürchtungen, dass der Tod von Jassir Arafat einen Rückschlag für den Nahost-Friedensprozess bedeute, bewahrheiteten sich zunächst nicht. Die Palästinensische Autonomiebehörde setzte antiisraelische Fernsehspots ab und unternahm Anstrengungen zur Reform der Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung ließ im Gegenzug ca. 150 palästinensische Gefangene frei, sicherte Unterstützung bei den palästinensischen Wahlen zu und kündigte eine Rückkehr zur Roadmap an. Die Palästinenserführung ernannte den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattuh verfassungsgemäß zum vorläufigen Nachfolger Arafats und rief eine 40-tägige Trauer aus. In den Präsidentschaftswahlen vom 9. Januar 2005 wurde Mahmud Abbas zum Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Nach seinem Tode wurde Jassir Arafat von 200 Rabbinern als „Amalek und Hitler unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als „Freudentag“ zu feiern. Spekulationen und Ermittlungen zur Todesursache und Exhumierung Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden machten ebenso wie die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Israel für den Tod Arafats verantwortlich und drohten mit Rache. So äußerte sich Dschihad-Anführer Chalid al-Batesch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon habe „bei der Tötung Arafats seine Hand im Spiel“ gehabt. Ärzte im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris, in dem Arafat zuletzt behandelt wurde, und Vertraute Arafats schlossen jedoch seinerzeit aus, dass der Palästinenserchef vergiftet worden sei. Eine Autopsie fand nach dem Willen der Witwe nicht statt. Da weder Arafats Ärzte noch dessen Witwe die genaue Todesursache bekannt gaben, kam es in der Folge zu weiteren öffentlichen Spekulationen. Dabei wurden von Spezialisten besonders Vergiftung und AIDS nahegelegt. Ahmad Dschibril, der Generalsekretär der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC), erklärte im Juli 2007, er habe Einblick in den französischen Bericht über den Tod Arafats gehabt. Der Bericht gebe an, dass Arafat an AIDS erkrankt gewesen sei. Aschraf al-Kurdi, seit 1986 persönlicher Leibarzt von Jassir Arafat, erklärte am 12. August 2007 gegenüber der jordanischen Nachrichten-Webseite Amman, dass der Palästinenserführer unter dem HI-Virus litt, aber nicht an der Immunschwächekrankheit AIDS starb. Das Virus soll Arafat erst kurz vor seinem Tod in dessen Blut injiziert worden sein, so al-Kurdi, der aber angab, dass die tatsächliche Todesursache eine Vergiftung gewesen sei. Im August 2011 beschuldigte die Fatah den zuvor aus der Partei ausgeschlossenen Mohammed Dahlan, hinter der Vergiftung Arafats zu stecken und sogar selbst das Gift aus Paris besorgt zu haben. Haaretz veröffentlichte 2005 eine Analyse israelischer Experten, wonach eine eventuelle Vergiftung am ehesten bei einem Abendessen am 12. Oktober 2004 stattgefunden haben müsste. Verdacht auf Vergiftung mit Polonium 210 Im Dezember 2011 und Januar 2012 kontaktierte der Reporter Clayton Swisher Arafats Witwe in Malta und Paris und erhielt von ihr Akten und eine Tasche mit persönlichen Gegenständen (Zahnbürste, Kleidung, Kufiya), die Arafat in seinen letzten Tagen benutzt hatte. Am 3. Juli 2012 veröffentlichte der Fernsehsender al-Dschasira den Befund des Schweizer Institut de Radiophysique der Universität Lausanne, dem die Gegenstände zur Untersuchung gegeben worden waren. Festgestellt wurden gegenüber den natürlichen Vorkommen erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Polonium 210. Aufgrund dessen geringer Halbwertszeit von nur 138,38 Tagen halbiert sich die Strahlung alle 138 Tage. Von der Ursprungsmenge wäre acht Jahre nach Arafats Tod nur ein Millionstel übrig. Das Schweizer Institut betonte, die Ergebnisse seien kein Beweis für eine Vergiftung, aber zumindest ein Hinweis darauf. Die in den französischen Krankenakten Arafats beschriebenen Symptome, die zu seinem Tod führten, stimmten nicht mit den bekannten Symptomen einer radioaktiven Vergiftung überein. Zur Theorie über einen Gifttod Arafats durch Polonium wurden auch von verschiedenen anderen Experten Zweifel geäußert. Die vom radiologischen Institut bekannt gegebenen Poloniumkonzentrationen auf den persönlichen Gegenständen Arafats könnten nach einem von der Jerusalem Post zitierten Experten wegen der Halbwertszeit des Polonium 210 nicht auf eine acht Jahre zurückliegende Vergiftung zurückgeführt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen worden sein. Am 31. Juli 2012 erstattete Suha Arafat im französischen Nanterre Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung. Die französische Justiz leitete Ende August 2012 Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Palästinenserführung und auch die Witwe befürworteten eine im Islam normalerweise verbotene Exhumierung. Anfang November wurden die ersten Vorbereitungen dafür getroffen, da dafür viel Beton im Mausoleum abgetragen werden musste. Am 27. November 2012 wurde Arafats Leichnam exhumiert und ein ausländisches Expertenteam nahm Proben. Im September 2015 beschlossen die zuständigen französischen Untersuchungsrichter eine Einstellung des laufenden Verfahrens, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit, da es keine ausreichenden Beweise für einen Mord gebe. Umstrittene Untersuchungsergebnisse Mitte Oktober 2013 wurde ein Zwischenergebnis von Schweizer Toxikologen bekannt, wonach eine Vergiftung möglich, aber nicht sicher sei. Am 6. November 2013 gab die Universität Lausanne bekannt, einen gegenüber natürlichen Konzentrationen stark erhöhten Wert von Polonium 210 in den Proben nachgewiesen zu haben. Zugleich stellten sie eine über das natürliche Vorkommen hinaus deutlich erhöhte Menge von Blei 210 fest. Blei 210 kann eine Poloniumvergiftung maskieren, weil Polonium 210 ein Folgeprodukt des Blei 210 in der radioaktiven Zerfallskette ist und nach einiger Zeit mit dem Blei im radioaktiven Gleichgewicht steht. Da Blei 210 eine wesentlich längere Halbwertszeit hat, sind aufgrund der Neuentstehung von Polonium 210 die Reste einer möglicherweise vorangegangenen Poloniumvergiftung nicht mehr nachweisbar. Die Anwesenheit des Blei 210 wurde als mögliche Verunreinigung des hypothetisch als Gift verwendeten Poloniums erklärt. Es wurde vorgerechnet, dass von einer angenommenen Giftdosis von 1 GBq zum Todeszeitpunkt noch 4–5 % im Körper verblieben wären, die bis zur Exhumierung auf ca. 15 Bq Gesamtdosis abgeklungen wären. Die Forscher konnten Polonium nicht als Todesursache ausschließen, bezeichneten es aber auch nicht als sicher, dass Polonium den Tod verursachte. Die Ergebnisse würden letztere These „mäßig stützen“ („moderately support the proposition“: „moderately“ ist sicherer als „slightly“ und unsicherer als „strongly“). Unabhängige Forscher kommentierten, dass die Studie deshalb kein Beweis für eine Vergiftung sei. Am 3. Dezember 2013 wurde berichtet, dass das ebenfalls beauftragte französische Untersuchungsteam zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Vergiftung sei auszuschließen, vielmehr weise es auf eine natürliche Todesursache hin. Die Forschungsberichte eines russischen Untersuchungsteams, das ebenfalls Zugang zu Arafats sterblichen Überresten hatte, schließen eine Vergiftung ebenfalls aus. Nachdem die Staatsanwaltschaft von Nanterre im März 2015 mitgeteilt hatte, dass die Polonium-Spuren aus Arafats Grab natürlichen Ursprungs seien, beantragte sie Mitte Juli 2015 das Verfahren einzustellen. Die Ermittlungsrichter in Nanterre folgten dem Antrag und stellten das Verfahren Anfang September 2015 ein. Schlussfolgerungen In einem im November 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel des Schweizer Teams wird eine Vergiftung als plausibel, aber nicht bewiesen eingestuft. Die gleiche Studie ermittelt eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Annahme einer Vergiftung mit Po 210 als für die gegenteilige Annahme, falls man von einer mehrfachen Einnahme des Po 210 in kleinen Dosen ausgehe. Im Juni 2016 lehnte ein Gericht in Paris (nicht letztinstanzlich) die Wiedereröffnung der Untersuchungen bzgl. des vermuteten Mordes ab, weil dafür die Rechtsgrundlage fehle. Ehrungen 1993 Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens 1993 Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1994 Prinz-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 1994 Friedensnobelpreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1995 Deutscher Medienpreis 1999 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Held der Demokratischen Volksrepublik Korea Alter Freund des chinesischen Volkes Literatur Helga Baumgarten: Arafat: zwischen Kampf und Diplomatie. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36419-5. Andrew Gowers, Tony Walker: Arafat: hinter dem Mythos. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50035-9 (Übersetzung von Behind the myth: Yasser Arafat and the Palestinian revolution, 1990). Amnon Kapeliuk: Yassir Arafat: Die Biographie. Mit einem Vorwort von Nelson Mandela, Palmyra, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-930378-59-3. Gerhard Konzelmann: Arafat. Vom Terroristen zum Mann des Friedens. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-61296-5. (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch, Band 61296, Biographie). Aharon Moshel: In einer Hand den Ölzweig: Jassir Arafat und die PLO. Facta, München / Hamburg 1988, ISBN 3-926827-10-6. Barry Rubin, Judith Colp Rubin: Yasir Arafat : A Political Biography. Oxford University, Oxford 2005, ISBN 978-0-19-516689-7. Danny Rubinstein: Yassir Arafat. Vom Guerillakämpfer zum Staatsmann. Palmyra, Heidelberg 1996, ISBN 3-930378-09-4 (Übersetzung von The Mystery of Arafat, 1995). Hassan Sadek: Arafat. Hugendubel, München / Kreuzlingen 2006, ISBN 978-3-7205-2751-4. (= Diederichs kompakt). Janet und John Wallach: Jassir Arafat. Die Biographie. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-08755-0. Weblinks Themenschwerpunkt Arafat in der ägyptischen Wochenzeitung Al Ahram Rafael Seligmann: Begrabt ihn in Jerusalem, FAZ, 7. November 2004 , nahostkonflikt.net Internetpräsenz der PLO (Negotiations Affairs Department) (englisch, arabisch, hebräisch) Wolfgang G. Schwanitz: Yasir Arafat: Palästinensischer Politiker (PDF, 1,3 MiB) Einige kritische Betrachtungen: Michael Naumann: Keine Kugel für Arafat, Die Zeit, 18. September 2003 Petra Steinberger: Der Hoffnungsschimmerlügner, SZ, 4. November 2004 Gisela Dachs und Reiner Luyken: So opfert Arafat die Jugend Palästinas, Die Zeit, 44/2000 Jörg Steinhaus: Der lange Weg des Jassir Arafat, Kronos, 2. Februar 2001 Palestinians mourn Arafat but struggle for liberation will continue – Trotzkistische Analyse von Arafats Wirken, Maavak Sozialisti (israelische Sektion des CWI), 11. November 2004 (englisch) Anmerkungen Politiker (Palästina) Fatah Mitglied der PLO Person des Antizionismus Person im Nahostkonflikt Friedensnobelpreisträger Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette) Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großkreuz) Träger des Ordens des Weißen Löwen Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Palästinenser Ägypter Geboren 1929 Gestorben 2004 Mann
Unterstützung « Merlins Blogwelt Wetterstation außer Betrieb vom 24. Dezember 2018 16:04 Merlin Themenbereich(e): Wuppertal-Wetter 6 Kommentare 178 Die Wetterstation ist außer Betrieb! Wie wir schon berichteten, hat unsere Wetterstation vor 3 Tagen angefangen, verrückt zu spielen. Wir haben daraufhin, extreme Fehlersuche betrieben. Es wurden: die Basisstation resettet und Speicher gelöscht, Auslesesoftware auf dem PC deinstalliert und neu installiert, die Batterien im Sender ausgewechselt und der Sender resettet. Das alles führte leider zu keinem Erfolg, sie liest keine Wetterdaten mehr aus, sie läßt sich nicht mal mehr konfigurieren. Nach ca. 4,5 Jahren hat sie nun leider scheinbar ihr Leben ausgehaucht. Da ich aktuell ohne Arbeit bin, sitzt das Geld für eine neue Wetterstation auch nicht locker. Da wir in der Vergangenheit einiges an Kosten für die Blogwelt hatten und uns bisher niemand finanziell unterstützt hat, kann im Moment keine neue Wetterstation gekauft werden. Bis auf Weiteres sind also keine Wetterdaten mehr abrufbar. Sorry, aber ohne eure Hilfe ist wettertechnisch Schicht im Schacht! Tags: Ausfall, außer Betrieb, keine Wetterdaten, Leben ausgehaucht, Unterstützung, Wetterstation Teilen Fabrikgebäude Basisstation defekt Hover mitrollend Seitenmenüs Homeoffice Tag- und Nachgleiche Land der 1000 Vulkane DNS-Server Festnahme Hitzerekord Vohwinkler Str. 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Ottenbrucher Bahnhof Vorstellung Herr Tur Tur 220°C Einstellungen Menüleisten Döppersberg Hefe Evakuierung Mosel Stadt Wuppertal Insel Avalon LED Tabasco Reibekuchen Heiligenhaus WSW Alpen Lautsprecher 5cm Brückenfest Allgemeines Sonnencreme Rufbehandlung Sichtprüfung Fritz Erhebung Nützenberg Telefonverbindungen spanische Heißluft Venus Phase 2 S9 Aufnahmen Pflichten Räucherkegel befristeter Vertrag Engpässe Johanna Filisur City of London School WLAN-Cloud-Kamera UKW Sturmböen Infrarot bipolare Relais Pressemeldung Nur Ansage Info-Veranstaltung Schienenbusse ärgerlich Autobahnen Monotonie der Herzen begrünt Rolladen Kaffeetafel Nimbostratus Werbung Stege LKW-Brand Pink Monday Buchsbaum Wanda interaktiver Bereich Mittenwald/Krün/Wallgau Alltagsbetrieb Kiesgrube Alter Markt Microsoft Pressekonferenz Grüße Blockstreckenmodule ISS Bahnhöfe Husch Husch Garstufen ab 1€ Komponenten Dauer historisches Empfangsgebäude Kriegsfuss Liivecam Ferrari Verbesserungsvorschläge Zeitplaner Zeitfenter Frohes neues Jahr Biel Ermittlungsverfahren Zeitraffer-Aufnahmen Merkur Aussichtstürme Abschaltung Restaurant Kehrschleifen Öhde Steuerbüro Beobachtung Matterhorn Gotthard Bahn Sträucher Rheinbrücken Busfahrer orkanartige Böen sonnig Tote 360 Grad Schwebebahnstation Veranstaltungen Haifischantenne Louise Laminierarbeiten Randalierer Spezialverbände Zuckerfritz Belästigung Zucker Monfinsternis Schoeler Heizkraftwerk Verkehrshistorische Arbeitsgemeinschaft Briller Str. 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q-de-2239
Wer war Jassir Arafat?
Jassir Arafat (* 24. August 1929 in Kairo, Ägypten; † 11. November 2004 in Clamart, Département Hauts-de-Seine, Frankreich), , ursprünglich , Kunya: , war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war seit dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1957 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge und Bombenattentate auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte. Jahrzehntelang galt Arafats Bemühen der Vernichtung Israels; als strategische Mittel zur Umsetzung dieses Ziels favorisierte er Gewalt gegen israelische Bürger und Zivileinrichtungen, die den Staat grundlegend destabilisieren, seine Bürger verunsichern und Israel letztendlich zur leichten Beute eines Angriffs arabischer Armeen machen sollte. Arafats Unterstützung der irakischen Invasion Kuwaits hatte die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 zur Folge. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachte Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. 1994 erhielt er dafür gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2000 verhandelte Arafat mit Israels damaligem Regierungschef Ehud Barak und dem damaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, erfolglos über die Gründung eines unabhängigen, palästinensischen Staates. Nach dem Scheitern von Camp David II unterstützte Arafat die Zweite Intifada, wodurch er in seinen letzten Lebensjahren vor allem außenpolitisch an Einfluss verlor. Erst nach dem Tod Arafats waren führende palästinensische Vertreter bereit, sich für Arafats Unterstützung Saddam Husseins und der Invasion in Kuwait zu entschuldigen. Die Beurteilungen seiner Person gehen weit auseinander, von Freiheitskämpfer über Guerillakämpfer bis Terrorist. Leben Jassir Arafat wurde übereinstimmenden Erkenntnissen verschiedener Biographen zufolge in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Arafat hingegen behauptete häufig, in Palästina geboren worden zu sein, wobei er im Laufe der Zeit widersprüchliche Angaben machte. Mal behauptete er, in der Altstadt Jerusalems geboren worden zu sein, mal im Gazastreifen. Sicher ist, dass sein Vater aus Gaza und seine Mutter aus einer angesehenen Jerusalemer Familie stammten. Sie hatten in den 1920er Jahren geheiratet und waren nach Kairo ausgewandert. Jassir war das sechste von sieben Kindern. Als er etwa vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Um den Vater mit den sechs Halbwaisen zu entlasten, nahm der Bruder der Mutter, Salim Abu Saud, Jassir und seinen jüngeren Bruder zu sich nach Jerusalem, das damals zum britischen Mandatsgebiet Palästina gehörte. Er lebte dort vier Jahre. Frühe Jahre Als er nach der erneuten Heirat seines Vaters nach Kairo zurückkehrte, besuchte er die Schule und später die Universität, an der er Elektrotechnik studierte. Eine Zeit lang beschäftigte er sich mit der jüdischen Kultur, hatte jüdische Bekannte und las zionistische Werke z. B. von Theodor Herzl. 1946 soll Arafat intensiven Kontakt mit Mohammed Amin al-Husseini, dem mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem, gehabt haben, der in Ägypten Asyl gefunden hatte. Al-Husseini war ein entfernter Verwandter Arafats. Dass er jedoch der Onkel Arafats gewesen sei, ist eine Legende. Arafat engagierte sich nun aktiv in der arabischen Nationalbewegung in Palästina. Zu dieser Zeit war er ein Befürworter der militärischen Konfrontation und beschaffte Waffen, die ins Mandatsgebiet geschmuggelt wurden. In Kairo hatte sich Jassir Arafat mit Abd al-Qadir al-Husseini angefreundet, der die Einheiten palästinensischer Araber in der Region Jerusalem anführte. Als Arafat von Abdel Khader al-Husseinis Tod im Palästinakrieg bei der Schlacht am Kastel-Berg im April 1948 hörte, brach er sein Studium in Kairo ab und nahm aktiv am Krieg teil. Er trat der Moslem-Bruderschaft bei, die im Gazastreifen und in der Schlacht bei Kfar Darom kämpfte. Als die ägyptische Armee am 15. Mai 1948 in den Palästinakrieg eingriff, wurde Arafat und seiner Einheit befohlen abzuziehen. Dies war für ihn ein prägendes Erlebnis. Er beschuldigte später die arabischen Staaten des Verrates, weil sie den Palästinensern nicht geholfen hätten, die Schlacht zu gewinnen, und ihnen nicht erlaubt hätten zu kämpfen. Die palästinensischen Araber erlitten eine militärische Niederlage gegen Israel. Etwa 750.000 Palästinenser wurden vertrieben oder ergriffen die Flucht und lebten von da an überwiegend als Staatenlose in den Nachbarländern. In den 1950er Jahren studierte Arafat an der Universität Kairo. 1952 gründete er die Generalunion Palästinensischer Studenten (GUPS), der er bis 1957 vorstand. Ende 1952 wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser vorübergehend verhaftet. 1956 verließ er die Universität als diplomierter Ingenieur und gründete die Union der Palästinensischen Hochschulabsolventen. Danach meldete er sich freiwillig zur ägyptischen Armee und kämpfte im Sueskrieg 1956 gegen Frankreich, Großbritannien und Israel. Er war Leutnant in der ägyptischen Armee und galt als Sprengstoffexperte. Noch im selben Jahr ging er nach Kuwait, wo er als Ingenieur arbeitete und ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. Gründung der Fatah 1957 gründete er in Kuwait zusammen mit Chalil al-Wazir (Abu Dschihad) die erste Zelle der Bewegung zur Befreiung Palästinas (al-Fatah), aus der 1959 die gleichnamige politische Partei hervorging. Ab 1958 war Arafat Vorstandsmitglied und ab 1968 Vorsitzender der Fatah. Durch seine aktive Teilnahme an der Schlacht von Karame 1968 begründete er seinen Heldenmythos und war ab 1969 Vorsitzender der PLO, die 1964 durch die Arabische Liga ins Leben gerufen worden war. Ende der 1960er Jahre wuchsen die Spannungen zwischen der PLO und der jordanischen Regierung; palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien etabliert und kontrollierten strategische Positionen wie die Öl-Raffinerien bei Zarqa. Jordanien betrachtete diese Umstände als eine wachsende Bedrohung seiner Souveränität und seiner Sicherheit und versuchte, die palästinensischen Milizen zu entwaffnen. Im Juni 1970 brachen nach einem fehlgeschlagenen palästinensischen Attentat auf den jordanischen König offene Kämpfe aus, die mit der Flucht der PLO aus Jordanien in den Libanon endeten. Wurde die Schlacht von Karame als erster historischer Sieg der PLO angesehen, so erlitt sie unter Arafats Führung 1970 mit dem Schwarzen September eine schwere Niederlage. Dieser musste zunächst nach Kairo, dann in den Libanon fliehen. Aufsehen erregte der historische Auftritt Arafats vor der UN-Vollversammlung am 13. November 1974, bei dem er in Uniform, mit der Kufiya und umgeschnalltem Pistolenholster eine Rede hielt, die von arabischen und kommunistischen Staaten mit Begeisterung aufgenommen wurde. In der Rede reklamierte Arafat den alleinigen Machtanspruch über Palästina für die PLO. Er sprach davon, eine Welt ohne Kolonialismus, Imperialismus, Neokolonialismus und ohne „Rassismus in all seinen Ausformungen, einschließlich des Zionismus“ schaffen zu wollen. Arafat vermied es, von Israel zu sprechen, um dem Staat jegliche Legitimität abzusprechen, und verwendete stattdessen den Begriff zionistische Entität. Den Zionismus stellte er in dieser Rede als eine imperialistische, kolonialistische und rassistische Ideologie dar, die – dezidiert reaktionär und diskriminierend – mit dem Antisemitismus gleichzusetzen sei. Ferner wiederholte er ein altes antisemitisches Stereotyp, wonach der Zionismus wolle, dass die Juden ihren Heimatländern keine Loyalität entgegenbrächten und sich über ihre Mitbürger erhöben. Er sprach der UNO das Recht ab, das unteilbare Heimatland der Palästinenser zu teilen, und wies damit den Teilungsbeschluss von 1947 zurück. Auch behauptete er, der Palästinakrieg von 1948 sei von Israel und nicht von den arabischen Staaten begonnen worden. Die PLO erhielt als legitime politische Vertretung der Palästinenser Beobachterstatus bei der UNO. Das Palästinensertuch – drapiert wie die Konturen Palästinas – gehörte ebenso wie das Holster auch später zu seinen Markenzeichen, ohne die er selten auftrat. Eine weitere bedeutende Rede hielt er am 13. Dezember 1988. Ein Novum war hier, dass die PLO die UN-Resolution anerkannte und Willen zum Kompromiss zeigte. Die gewaltsamen Aktionen der PLO wollte Arafat allerdings als legitimen Widerstand verstanden wissen. In dieser Rede wird auch jene Interpretation der Resolution 194 der UN-Vollversammlung bekräftigt, nach der diese das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge garantiere, womit er eine Doktrin festlegte, die auch heute noch, zumindest in offiziellen Verlautbarungen der PLO, Bestand hat. In der Rede gestand Arafat den Juden nicht explizit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung zu und akzeptierte nicht ausdrücklich, dass Israel ein jüdischer Staat sein könnte. Als Konsequenz des israelischen Libanonfeldzugs gegen das Hauptquartier der PLO in Beirut im Juli/August 1982 musste Arafat nach Tunesien fliehen. Er verließ mit seinen Gefolgsleuten das von Israel besetzte Beirut und errichtete einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis. Der Weg zur internationalen Anerkennung 1988 erkannte Arafat Israel indirekt an und erklärte 1989 die PLO-Charta von 1964, in der zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wurde, für hinfällig. Im Jahre 1990 begrüßte Arafat den irakischen Einmarsch in Kuwait und solidarisierte sich mit Saddam Hussein. Die reichen arabischen Ölstaaten an der Seite des Kriegsgegners USA froren daraufhin ihre finanzielle Unterstützung der PLO ein. Eine weitere Folge war die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachten Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. Statt das Ende abzuwarten, sympathisierte Arafat 1991 noch während des laufenden Augustputsches gegen Michail Gorbatschow mit den Putschisten, womit er einen langjährigen Unterstützer verärgerte. Am 7. April 1992 überlebte Arafat einen Absturz einer Passagiermaschine der Air Bissau aufgrund eines Sandsturms in der libyschen Wüste. Arafat wurde in einem Krankenhaus in Misrata aufgrund eines Blutgerinnsels von dem Chirurgen Meftah Shwedy mehrmals am Gehirn operiert und am rechten Auge behandelt. Am 13. September 1993 kam es bei der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung über die vorübergehende (palästinensische) Selbstverwaltung zwischen dem Staat Israel und der PLO in Washington zu einem historischen Handschlag zwischen Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Jizhak Rabin. Friedensnobelpreisträger Rabin bezahlte später für dieses Entgegenkommen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt durch einen Terroranschlag eines jüdischen Ultra-Nationalisten mit seinem Leben. Nach 27 Jahren Exil kehrte Arafat infolge des Autonomieabkommens am 1. Juli 1994 nach Palästina zurück und bildete in Gaza eine autonome Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde. 1993 wählte das TIME Magazin Die Friedensstifter (Nelson Mandela, Frederik Willem de Klerk, Jassir Arafat und Jitzchak Rabin) zu den Personen des Jahres. Im Dezember 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Während der Trauerwoche für Jitzchak Rabin nach dessen Ermordung im November 1995 besuchte Arafat Leah Rabin und ihre Familie in ihrer Wohnung in Tel Aviv, um seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Es war das erste Mal, dass er israelischen Boden betrat. Aus Sicherheitsgründen hatte er nicht an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen können. Er schilderte, wie sehr ihn der Mord bestürzt habe und wie verzweifelt er darüber sei, seinen Partner im Friedensprozess verloren zu haben. 1995 erhielt Arafat den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. 2000 verhandelte Arafat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und US-Präsident Clinton in Camp David über die Schaffung eines palästinensischen Staates. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Der abtretende Präsident Clinton und Barak, der kurz darauf in allgemeinen Wahlen von seinem politischen Gegner Ariel Scharon abgelöst wurde, gaben Arafat die alleinige Schuld am Scheitern dieser Verhandlungen. Arafat hingegen gab Barak und Clinton die Schuld am Scheitern. Zweite Intifada und politischer Niedergang Arafat wurde schon vor der Zweiten Intifada vorgeworfen, ein doppeltes Spiel zu treiben. Während er sich auf internationalem Parkett für Frieden und Diplomatie starkmachte, soll er vor seinen Anhängern in Gaza mit teilweise antisemitischen Reden Stimmung gegen Israel gemacht haben. Auch wurde ihm mehrfach vorgeworfen, sich aktiv am Waffenschmuggel für paramilitärische und terroristische Zwecke zu beteiligen (siehe Karine-A-Affäre) und die allein von ihm befehligten Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde für Übergriffe auf Israel zur Verfügung zu stellen. Außerdem gab es Berichte britischer Medien wie der BBC, dass Terror-Organisationen wie die Fatah-nahen al-Aqsa-Märtyrerbrigaden über den Umweg der von Arafat regierten Autonomiebehörde indirekt von EU-Geldern finanziert würden. Schließlich duldete oder unterstützte er den erneuten Palästinenseraufstand, was ihn vor allem außenpolitisch isolierte. Als Reaktion auf die Zweite Intifada besetzte Israel immer wieder Teile der autonomen Palästinensergebiete. Die israelische Regierung machte auch Arafat selbst für gewaltsamen Übergriffe verantwortlich. Ab 2001 wurde der in Ramallah lebende Arafat von Israel mehrfach unter Hausarrest gestellt. Seine Hubschrauber wurden im Dezember 2001 zerstört, sodass er nicht mehr zwischen Gaza und Ramallah reisen konnte. Im Rahmen der Operation Schutzschild vom 29. März 2002 bis 3. Mai 2002 zerstörte die israelische Armee einen Teil von Arafats Hauptquartier, der Muqāta'a. Am 11. September 2003 fasste die israelische Regierung den Beschluss, Arafat auszuweisen. Mit einem Hubschrauber sollte er ins Exil nach Nordafrika gebracht werden. Nach dem Ausweisungsbeschluss gingen zehntausende Palästinenser protestierend auf die Straße. Arafat appellierte an die Bevölkerung, Widerstand gegen den Beschluss zu leisten. Er wolle „lieber sterben, als sich zu ergeben“. Am 14. September 2003 stellte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auch ein Attentat auf Arafat als eine legitime Möglichkeit seiner Entfernung dar. Am 16. September 2003 ließen die USA eine Resolution des Weltsicherheitsrates gegen die Ausweisung Arafats an ihrem Veto scheitern. Deutschland enthielt sich der Stimme. Korruption Im Mai 2002 stellte der BND fest, dass die Verwendung von EU-Geldern für den Terrorismus „nicht auszuschließen“ sei, da Arafat offensichtlich nicht zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung trenne. Das Gutachten spricht weiterhin von „bekanntem Missmanagement“ und „weit verbreiteter Korruption“ (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Die USA und Israel hatten die Europäische Union in Brüssel zu dem Zeitpunkt bereits mehrfach aufgefordert, die Verwendung der Subventionen für die Palästinensische Autonomiebehörde genauer zu überprüfen. Brüssel erklärte, für Transparenz und Kontrolle der Fördermittel sorge der Internationale Währungsfonds. Der IWF legte 2003 jedoch einen Bericht über „Ökonomische Leistungen und Reformen unter Konfliktbedingungen“ vor, aus dem hervorging, dass zwischen 1995 und 2000 mehr als 900 Millionen Dollar an Fördergeldern für die Palästinensische Autonomiebehörde „verschwanden“. Weisungsbefugt für die Verwendung des Geldes seien allein Arafat und „enge Vertraute“ gewesen. Arafat kontrollierte dem Bericht zufolge bis zu seinem Tod allein 8 % des palästinensischen Gesamtbudgets. Familie Arafat war seit dem 17. Juli 1990 mit Suha at-Tawil, mit der er eine Tochter, Zahwa (* 24. Juli 1995 in Neuilly-sur-Seine), hat, verheiratet. Ab dem Beginn der zweiten Intifada, also ab 2001, lebten Frau und Tochter in Paris und Tunis. 2007 zog Suha nach Malta. Sein Neffe Musa Arafat war Leiter des palästinensischen Militärgeheimdienstes, sein Bruder Fathi Arafat Mediziner. Tod Jassir Arafats Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum 28. Oktober 2004 akut. Er hatte bereits über eine Woche wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes nichts gegessen. Die israelische Regierung hob aufgrund seiner schweren Krankheit das Reiseverbot auf und sicherte ihm eine Rückkehr ins Westjordanland zu. Am folgenden Tag wurde Arafat nach Paris geflogen und zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Percy gebracht, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält. Am 4. November verschlechterte sich sein Zustand noch einmal; es wurde von einem „tiefen Koma“ berichtet. Am 10. November versagten Nieren und Leber. Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte wurde aus religiösen Gründen abgelehnt. Infolge der Leberschädigung und der daraus resultierenden Störung der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren kam es zu einer Gehirnblutung. Am 11. November 2004 um 3.30 Uhr (MEZ) starb Jassir Arafat. Nach Verabschiedung mit militärischen Ehren wurde der Leichnam Arafats in Begleitung seiner Witwe mit einer französischen Militärmaschine nach Kairo geflogen. Die zentrale Trauerfeier fand am 12. November am Flughafen Kairo-International statt, wozu hochrangige Politiker aus aller Welt eingeladen waren. Im Anschluss an die militärische Zeremonie in Kairo wurde der Sarg nach Ramallah geflogen, wo die Beisetzungszeremonie am frühen Nachmittag stattfand. Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“. Arafat wurde in einem Steinsarg auf dem Gelände seines ehemaligen Amtssitzes in Ramallah unter großer Anteilnahme der palästinensischen Bevölkerung beigesetzt. Sein Sarg wurde mit Erde vom Jerusalemer Tempelberg umgeben. Am 10. November 2016 wurde in Ramallah neben dem Arafat-Mausoleum ein „Arafat-Museum“ eröffnet. Es kostete 7 Millionen Dollar und wurde von den palästinensischen Behörden im Westjordanland finanziert. Ausgestellt sind unter anderem seine Brille, sein Revolver, „sein charakteristischer schwarz-weiß karierter Keffiyeh-Kopfschmuck“, sein Reisepass, seine Friedensnobelpreismedaille (zwischenzeitlich im Besitz der Hamas) und andere Memorabilien. Vermittelt wird eine unkritische palästinensische Sicht der Dinge, etwa in der Darstellung des Massakers bei den olympischen Spielen von München 1972 („Antwort auf Überfall israelischer und deutscher Sicherheitskräfte“). Arafats Geburt wird von Kairo in ein palästinensisches Dorf in der Nähe der Jerusalemer Altstadt verlegt, wie es palästinensischer Legendenbildung entspricht. Hinweise auf seine Ehefrau Suha at-Tawil werden vermieden, völlig ausgeblendet werden die vielen Vorwürfe hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Reaktionen Nur wenige Stunden, nachdem der Tod Arafats bekannt gegeben worden war, griffen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Netsarim im Gaza-Streifen an. In Ramallah warnten Extremisten die neue palästinensische Führung unter Mahmud Abbas vor einem „Ausverkauf der palästinensischen Sache“ und drohten den Nachfolgern Arafats mit dem Tod, sollten sie zu Zugeständnissen gegenüber Israel bereit sein. Die Fatah-Splittergruppe „al-Aqsa-Brigaden“ benannte sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland nach Arafats Tod vollständig ab. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis durften nicht nach Israel einreisen. Jedoch transportierten mehrere hundert Busse Palästinenser aus dem Gazastreifen zur Trauerfeier nach Ramallah. Befürchtungen, dass der Tod von Jassir Arafat einen Rückschlag für den Nahost-Friedensprozess bedeute, bewahrheiteten sich zunächst nicht. Die Palästinensische Autonomiebehörde setzte antiisraelische Fernsehspots ab und unternahm Anstrengungen zur Reform der Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung ließ im Gegenzug ca. 150 palästinensische Gefangene frei, sicherte Unterstützung bei den palästinensischen Wahlen zu und kündigte eine Rückkehr zur Roadmap an. Die Palästinenserführung ernannte den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattuh verfassungsgemäß zum vorläufigen Nachfolger Arafats und rief eine 40-tägige Trauer aus. In den Präsidentschaftswahlen vom 9. Januar 2005 wurde Mahmud Abbas zum Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Nach seinem Tode wurde Jassir Arafat von 200 Rabbinern als „Amalek und Hitler unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als „Freudentag“ zu feiern. Spekulationen und Ermittlungen zur Todesursache und Exhumierung Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden machten ebenso wie die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Israel für den Tod Arafats verantwortlich und drohten mit Rache. So äußerte sich Dschihad-Anführer Chalid al-Batesch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon habe „bei der Tötung Arafats seine Hand im Spiel“ gehabt. Ärzte im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris, in dem Arafat zuletzt behandelt wurde, und Vertraute Arafats schlossen jedoch seinerzeit aus, dass der Palästinenserchef vergiftet worden sei. Eine Autopsie fand nach dem Willen der Witwe nicht statt. Da weder Arafats Ärzte noch dessen Witwe die genaue Todesursache bekannt gaben, kam es in der Folge zu weiteren öffentlichen Spekulationen. Dabei wurden von Spezialisten besonders Vergiftung und AIDS nahegelegt. Ahmad Dschibril, der Generalsekretär der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC), erklärte im Juli 2007, er habe Einblick in den französischen Bericht über den Tod Arafats gehabt. Der Bericht gebe an, dass Arafat an AIDS erkrankt gewesen sei. Aschraf al-Kurdi, seit 1986 persönlicher Leibarzt von Jassir Arafat, erklärte am 12. August 2007 gegenüber der jordanischen Nachrichten-Webseite Amman, dass der Palästinenserführer unter dem HI-Virus litt, aber nicht an der Immunschwächekrankheit AIDS starb. Das Virus soll Arafat erst kurz vor seinem Tod in dessen Blut injiziert worden sein, so al-Kurdi, der aber angab, dass die tatsächliche Todesursache eine Vergiftung gewesen sei. Im August 2011 beschuldigte die Fatah den zuvor aus der Partei ausgeschlossenen Mohammed Dahlan, hinter der Vergiftung Arafats zu stecken und sogar selbst das Gift aus Paris besorgt zu haben. Haaretz veröffentlichte 2005 eine Analyse israelischer Experten, wonach eine eventuelle Vergiftung am ehesten bei einem Abendessen am 12. Oktober 2004 stattgefunden haben müsste. Verdacht auf Vergiftung mit Polonium 210 Im Dezember 2011 und Januar 2012 kontaktierte der Reporter Clayton Swisher Arafats Witwe in Malta und Paris und erhielt von ihr Akten und eine Tasche mit persönlichen Gegenständen (Zahnbürste, Kleidung, Kufiya), die Arafat in seinen letzten Tagen benutzt hatte. Am 3. Juli 2012 veröffentlichte der Fernsehsender al-Dschasira den Befund des Schweizer Institut de Radiophysique der Universität Lausanne, dem die Gegenstände zur Untersuchung gegeben worden waren. Festgestellt wurden gegenüber den natürlichen Vorkommen erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Polonium 210. Aufgrund dessen geringer Halbwertszeit von nur 138,38 Tagen halbiert sich die Strahlung alle 138 Tage. Von der Ursprungsmenge wäre acht Jahre nach Arafats Tod nur ein Millionstel übrig. Das Schweizer Institut betonte, die Ergebnisse seien kein Beweis für eine Vergiftung, aber zumindest ein Hinweis darauf. Die in den französischen Krankenakten Arafats beschriebenen Symptome, die zu seinem Tod führten, stimmten nicht mit den bekannten Symptomen einer radioaktiven Vergiftung überein. Zur Theorie über einen Gifttod Arafats durch Polonium wurden auch von verschiedenen anderen Experten Zweifel geäußert. Die vom radiologischen Institut bekannt gegebenen Poloniumkonzentrationen auf den persönlichen Gegenständen Arafats könnten nach einem von der Jerusalem Post zitierten Experten wegen der Halbwertszeit des Polonium 210 nicht auf eine acht Jahre zurückliegende Vergiftung zurückgeführt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen worden sein. Am 31. Juli 2012 erstattete Suha Arafat im französischen Nanterre Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung. Die französische Justiz leitete Ende August 2012 Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Palästinenserführung und auch die Witwe befürworteten eine im Islam normalerweise verbotene Exhumierung. Anfang November wurden die ersten Vorbereitungen dafür getroffen, da dafür viel Beton im Mausoleum abgetragen werden musste. Am 27. November 2012 wurde Arafats Leichnam exhumiert und ein ausländisches Expertenteam nahm Proben. Im September 2015 beschlossen die zuständigen französischen Untersuchungsrichter eine Einstellung des laufenden Verfahrens, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit, da es keine ausreichenden Beweise für einen Mord gebe. Umstrittene Untersuchungsergebnisse Mitte Oktober 2013 wurde ein Zwischenergebnis von Schweizer Toxikologen bekannt, wonach eine Vergiftung möglich, aber nicht sicher sei. Am 6. November 2013 gab die Universität Lausanne bekannt, einen gegenüber natürlichen Konzentrationen stark erhöhten Wert von Polonium 210 in den Proben nachgewiesen zu haben. Zugleich stellten sie eine über das natürliche Vorkommen hinaus deutlich erhöhte Menge von Blei 210 fest. Blei 210 kann eine Poloniumvergiftung maskieren, weil Polonium 210 ein Folgeprodukt des Blei 210 in der radioaktiven Zerfallskette ist und nach einiger Zeit mit dem Blei im radioaktiven Gleichgewicht steht. Da Blei 210 eine wesentlich längere Halbwertszeit hat, sind aufgrund der Neuentstehung von Polonium 210 die Reste einer möglicherweise vorangegangenen Poloniumvergiftung nicht mehr nachweisbar. Die Anwesenheit des Blei 210 wurde als mögliche Verunreinigung des hypothetisch als Gift verwendeten Poloniums erklärt. Es wurde vorgerechnet, dass von einer angenommenen Giftdosis von 1 GBq zum Todeszeitpunkt noch 4–5 % im Körper verblieben wären, die bis zur Exhumierung auf ca. 15 Bq Gesamtdosis abgeklungen wären. Die Forscher konnten Polonium nicht als Todesursache ausschließen, bezeichneten es aber auch nicht als sicher, dass Polonium den Tod verursachte. Die Ergebnisse würden letztere These „mäßig stützen“ („moderately support the proposition“: „moderately“ ist sicherer als „slightly“ und unsicherer als „strongly“). Unabhängige Forscher kommentierten, dass die Studie deshalb kein Beweis für eine Vergiftung sei. Am 3. Dezember 2013 wurde berichtet, dass das ebenfalls beauftragte französische Untersuchungsteam zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Vergiftung sei auszuschließen, vielmehr weise es auf eine natürliche Todesursache hin. Die Forschungsberichte eines russischen Untersuchungsteams, das ebenfalls Zugang zu Arafats sterblichen Überresten hatte, schließen eine Vergiftung ebenfalls aus. Nachdem die Staatsanwaltschaft von Nanterre im März 2015 mitgeteilt hatte, dass die Polonium-Spuren aus Arafats Grab natürlichen Ursprungs seien, beantragte sie Mitte Juli 2015 das Verfahren einzustellen. Die Ermittlungsrichter in Nanterre folgten dem Antrag und stellten das Verfahren Anfang September 2015 ein. Schlussfolgerungen In einem im November 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel des Schweizer Teams wird eine Vergiftung als plausibel, aber nicht bewiesen eingestuft. Die gleiche Studie ermittelt eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Annahme einer Vergiftung mit Po 210 als für die gegenteilige Annahme, falls man von einer mehrfachen Einnahme des Po 210 in kleinen Dosen ausgehe. Im Juni 2016 lehnte ein Gericht in Paris (nicht letztinstanzlich) die Wiedereröffnung der Untersuchungen bzgl. des vermuteten Mordes ab, weil dafür die Rechtsgrundlage fehle. Ehrungen 1993 Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens 1993 Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1994 Prinz-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 1994 Friedensnobelpreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1995 Deutscher Medienpreis 1999 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Held der Demokratischen Volksrepublik Korea Alter Freund des chinesischen Volkes Literatur Helga Baumgarten: Arafat: zwischen Kampf und Diplomatie. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36419-5. Andrew Gowers, Tony Walker: Arafat: hinter dem Mythos. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50035-9 (Übersetzung von Behind the myth: Yasser Arafat and the Palestinian revolution, 1990). Amnon Kapeliuk: Yassir Arafat: Die Biographie. Mit einem Vorwort von Nelson Mandela, Palmyra, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-930378-59-3. Gerhard Konzelmann: Arafat. Vom Terroristen zum Mann des Friedens. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-61296-5. (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch, Band 61296, Biographie). Aharon Moshel: In einer Hand den Ölzweig: Jassir Arafat und die PLO. Facta, München / Hamburg 1988, ISBN 3-926827-10-6. Barry Rubin, Judith Colp Rubin: Yasir Arafat : A Political Biography. Oxford University, Oxford 2005, ISBN 978-0-19-516689-7. Danny Rubinstein: Yassir Arafat. Vom Guerillakämpfer zum Staatsmann. Palmyra, Heidelberg 1996, ISBN 3-930378-09-4 (Übersetzung von The Mystery of Arafat, 1995). Hassan Sadek: Arafat. Hugendubel, München / Kreuzlingen 2006, ISBN 978-3-7205-2751-4. (= Diederichs kompakt). Janet und John Wallach: Jassir Arafat. Die Biographie. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-08755-0. Weblinks Themenschwerpunkt Arafat in der ägyptischen Wochenzeitung Al Ahram Rafael Seligmann: Begrabt ihn in Jerusalem, FAZ, 7. November 2004 , nahostkonflikt.net Internetpräsenz der PLO (Negotiations Affairs Department) (englisch, arabisch, hebräisch) Wolfgang G. Schwanitz: Yasir Arafat: Palästinensischer Politiker (PDF, 1,3 MiB) Einige kritische Betrachtungen: Michael Naumann: Keine Kugel für Arafat, Die Zeit, 18. September 2003 Petra Steinberger: Der Hoffnungsschimmerlügner, SZ, 4. November 2004 Gisela Dachs und Reiner Luyken: So opfert Arafat die Jugend Palästinas, Die Zeit, 44/2000 Jörg Steinhaus: Der lange Weg des Jassir Arafat, Kronos, 2. Februar 2001 Palestinians mourn Arafat but struggle for liberation will continue – Trotzkistische Analyse von Arafats Wirken, Maavak Sozialisti (israelische Sektion des CWI), 11. November 2004 (englisch) Anmerkungen Politiker (Palästina) Fatah Mitglied der PLO Person des Antizionismus Person im Nahostkonflikt Friedensnobelpreisträger Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette) Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großkreuz) Träger des Ordens des Weißen Löwen Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Palästinenser Ägypter Geboren 1929 Gestorben 2004 Mann
Die allgemeine Ungleichheit der Menschen als Segen für Arbeit, Wert und Handel - Al-Adala.de <% if ( total_view > 0 ) { %> <%= total_view > 1 ? "total views" : "total view" %>, <% if ( today_view > 0 ) { %> <%= today_view > 1 ? "views today" : "view today" %> no views today No views yet Der Grund, weshalb ich diesen Beitrag verfasse, ist ein Text des frühen muslimischen Literaten ʿAmr ibn Bahr al-Jahiz (159-255 n. H.), der wunderbar auf dieses Thema eingeht und auch die gesellschaftliche und vor allem ökonomische Wichtigkeit dabei erwähnt. ← Der Tadel an den Bediensteten der Dawla (3. Teil) Buchauszug: Ibn Khaldun – Der Schaden durch Regierungsgesetze und staatlich regulierte Bildung → 15 Gedanken zu „Die allgemeine Ungleichheit der Menschen als Segen für Arbeit, Wert und Handel“ Ich finde es lustig, das du keinen Koranvers und keinen Hadith zitieren kannst, sondern stattdessen irgendwelche kapitalistischen Kuffar zitierst (der übrigens durch und durch aus Gier und mangelnder Empathie das vertritt, was er vertritt), um deinen Standpunkt zu untermaueren. Und dann irgendeinen Literaten aus dem Mittelalter. Logisch, denn du wirst nichts im Koran und der Sunnah finden, der so etwas hergibt. Und klassische Gelehrte zitierst du auch nicht. Weißt du eigentlich, was sich aus deinem Geschreibsel ergibt? Das man nichts an der Lage ändern sollte, wenn alle studieren, wer fährt dann noch Taxi? Und hör bitte auf, VWLer zu zitieren, deren Grundverständnis der Realität läuft Allahs Religion in vielen Teilen entgegen. Du zitierst Leute, die den Zins als etwas Gutes betrachten. Und dieses Denksystem zieht sich wie ein roter Faden durch all seine Aussagen. Du bist echt der erste, der auf Grundlage von Kuffarprofessoren islamische Prinzipien ableiten will. Die Kunst des Lesens besteht darin, das Falsche von Richtigen zu trennen. Wer wie Sie, nichts von sogenannten „kapitalistischen Kuffar“ und „Kuffarprofessoren“ liest und nimmt, der soll bitte so kosequent sein und die edlen Finger vom PC, vom Automobil, vom Smartphone, vom TV, vom Radio und allen anderen Errungenschaften des bösen Westens und seiner Zivilisation lassen. Wenn ein Ökonomie(kuffar)professor die Wichtigkeit von Gold- und Silberwährungen hervorhebt, das Depositum irregulare (al-Amaana) preist, die Unantastbarkeit des privaten Eigentums bestätigt, dann nehme ich das als gute und wahre Erkenntnisse an, auch wenn er in anderen Bereichen seines Faches irriges (wie Zinsgeschäfte) verlautbaren lässt. Genau so sind auch die frühen Muslime mit dem Wissen aus Rom, Persien und Indien umgegangen, das maßgeblich mit verantwortlich war für die Blüte der Zivilisation im goldenen Zeitalter des Islams. Die Lage der Muslime ist vollkommen zu Recht so erniedrigt wie derzeit. So lange „Kuffar“-Schreier wie Sie die weltlichen Wissenschaften ablehnen, nur weil sie in heutiger Zeit vor allem durch Nichtmuslime kultiviert werden, so lange werden wir auch in dieser Dunya nichts zustande bringen können. Ihr Vorwurf, ich würde auf der Grundlage von „Kuffarprofessoren“ (was für ein kindischer Ausdruck) islamische Prinzipien ableiten, ist infam und zeugt letztendlich nur von Ihrer Unfähigkeit meine Texte zu verstehen. 30. Oktober 2015 um 7:38 Uhr Islamische Prinzipien ableiten auf Grundlage der Gedanken der Feinde Allahs. (Feinde Allahs? Allah erklärt denjenigen den Krieg, der Zins nimmt) Und jetzt frage doch mal diesen Professor, was er von Zinsen hält 😉 Was sagte noch mal Adam Smith zu Bauern? Ein Tier auf zwei Beinen. Und was war Uwais Al Qarani? Bei Allah höher (?) angesehen als Umar und Ali. Und Umar war ein armer Hirte. Adam Smith über Uwais: Ein Tier auf zwei Beinen. Und Adam Smith —>Prophet der VWLer, inklusive dieses von dir zitierten Profs. Haste ja ne tolle Liste von Personen, die dein Denken beeinflussen. Wer Menschen zu Rat zieht, die von Allah gehasst werden, hat ein Problem. Ich rate dir, den menschenfeindlichen, sozialdarwinistischen Wirtschaftsliberalismus a la Manschesterkapitalismus loszuwerden und den islamischen Weg des Wirtschaftens anzuschauen. 2. November 2015 um 15:08 Uhr Ich zitiere hier in aller Kürze einen weiteren Prof. Allerdings keinen von Ihnen sogenannten „Kuffarprofessor“, sondern Prof. Dr. Abdul Azim Islahi, einen indischstämmigen Professor an der Fakultät für Ökonomie an der King Abdulaziz Universität in Jeddah. Eine anerkannte Autorität auf seinem Gebiet mit zahlreichen Gastprofessuren weltweit. Es sollte ein für alle Mal klargestellt werden, dass der Islam nicht offenbart wurde um die Formen wirtschaftlichen Handelns oder wirtschaftlicher Beziehungen zu erneuern – dies bleibt der Sitte, dem menschlichen Einfallsreichtum und seiner Fähigkeit überlassen, aus Erfahrungen zu lernen. Genau in diesem Kontext ist vom Propheten – Allah segne ihn und schenke ihm Heil – überliefert, dass er zu seinen Gefährten sagte: Es gibt keinen „islamischen Weg des Wirtschaftens“, sondern lediglich einige klare Verbote und Gebote auf dem Weg des Wirtschaftens. Von Prof Dr Islahi wissen wir auch, das z.B. Imam al-Ghazali in seinem Ihya vieles von dem vorausnahm, was später Smith so berühmt machen sollte. Ihr Ratschlag in allen Ehren, aber ich vermute an dieser Stelle (und bei fast allen anderen Kommentaren von Ihnen auf meinem Blog) eine Unsachlichkeit, die auf einer expliziten Antipathie gegen meine Person beruht. Ich kann Sie also nicht wirklich ernst nehmen. Wenn Sie Ihren Beiträgen ein wenig mehr Sachlichkeit gönnen würden, die Emotionen zügeln könnten und stattdessen mit denen von Ihnen so häufig geforderten Beweisen aus Quran und Sunnah zu glänzen in der Lage wären, könnte ein Austausch mit Ihnen sicherlich nützlicher und interessanter sein. Hat der Prophet sas zu Mitgefühl und Unterstützung der Mitmuslime aufgerufen? Unzählige Ahadith diesbezüglich, die von den Gefahren und den Belohnungen erzählen, die mit dem falschen bzw. richtigen Umgang mit den Menschen einhergehen. Wenn ich nun Unternehmer bin und meinen Profit maximieren will, das aber nur über Mitarbeiterentlassungen geht, dann habe ich das, was man in der VWL einen Interessenkonflikt nennt. Und da der Islam die letzte Religion ist, die dem Vergänglichen einen Vorrang gibt gegenüber dem Bedürfnis eines Moslems gibt, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, hätten wir hier einen Fall, wo man eben nicht so wirtschaften kann, wie man es sonst tun würde. Nach diesem Prinzip ergeben sich viele Vorfälle, wo ein vorbildlicher Moslem anders handelt als sein der Gier verfallenen Zeitgenosse. Und der Prophet sas bezog sich in dem obigen Ahadith (Ihr kennt die weltlichen Dinge besser…) nicht explizit auf Geld, sondern auf alle mögliche (Wie baut man eine Straße, wie bestellt man ein Feld). Wann lernst du endlich, nicht von Allgemeinen ungehemmt auf das Spezielle zu schließen, vor allem bei einem Thema wie Wirtschaft, wo menschliche Existenzen regelmäßig auf dem Spiel stehen? Und zu dem Kuffarprofessoren: Wieder einmal bist du es, der nicht (zwischen den Zeilen) lesen kann: Bei materiellen Dingen wie Autos etc. handelt es sich um Gegenstände, die nicht mit dem Geistigen zu tun haben. Fragen zum Umgang mit Menschen sehr wohl… Während man also bei materiellen Dingen weitgehend mit Nichtmuslimen Austausch betreiben kann…. Halten wir uns bei geistigen Angelegenheiten zurück. Warum? Weil diese Menschen ganze andere Grundannahmen haben, was das Leben, seinen Sinn, die Moral etc. angeht. Viele diese Annahmen sind islamisch betrachtet falsch und falsche Annahmen führen zu falschen Ergebnissen. Wenn du also nicht gerade eine islamische Bestätigung für das Gefasel diser Professoren lieferen kannst (Literat xy aus dem 15. Jhdt. zählt nicht, ehe sowas wie der Quran und Ahadithwerke), bleibe ich dabei, dich als merkwürdig darzustellen. Weil jeder merkwürdig ist, der nicht mit Quran und Sunnah, sondern oft mit christlichen und atheitisch-liberalitischen Denkern ableiten will, was islamisch sinnvoll ist. Nur deine unterschwellige, vielen Wahabbiten innewohnende Arroganz hält dich davon ab, auch nur einmal deine Position zu überdenken. Ach ja: Deine Kommentare sind durchflochten von logischen Fehlannahmen, aber das ist ein anderes Thema Wie gesagt: Kein Hadith, kein Koranvers. Aber Zinsbefürwortende Kuffar. Du solltest wirklich lernen, wie Muslime ihre Ansichten untermaueren. Die Folgen aus dieser Arbeitsweise sind fatal. “Es gibt keinen „islamischen Weg des Wirtschaftens“, sondern lediglich einige klare Verbote und Gebote auf dem Weg des Wirtschaftens“ Es gibt im Islam keine Trennung zwischen „beliebiges Thema“ und “beliebiges Thema“. Der rote Faden des Guten zieht sich zwangsläufig durch alles hindurch. Wenn bei den Menschenfressern des Manchesterkapitalismus der Profit die Maxime allen Handelns war, dann ist es im Islam die Formung des bestmöglichen Charakters. Daraus ergeben sich zwangsläufig Ideen und Überzeugungen, die regelmäßig in Konflikt geraten mit dem, was die von dir zitierten Professoren so für das Gute halten. ——>Jemand zahlt seine Schulden nicht, weil er nicht an Geld kommt. Weißt du, was westliche Denker empfehlen? Pfändungen und im schlimmsten Fall Knast. Und was sagt Allah: Und wenn (unter den Schuldnern, die Kapital zurückzahlen müssen) einer ist, der sich in Bedrängnis befindet, dann sei (ihm) Aufschub (gewährt), bis er Erleichterung gefunden hat! Es ist aber besser für euch, ihr gebt (dem, der in Bedrängnis ist) Almosen (indem ihr auf die Rückzahlung überhaupt verzichtet). (2,280) Und nichts ist den kapitalistischen Denkern so zu wider wie der Gedanken an Wohltaten, die ins eigene Geld gehen. Die schlagen viel mehr Zinsen drauf und empfehlen es allen, das gleiche zu tun. Und wie sehr Allah Zinssoldaten (Von Adam Smith bis zu Calvin) hasst, kann man nur erahnen. Und du warst offenbar 30 Jahre lang diesen Gedanken ausgesetzt und versuchst nun um 3 Ecken deine Sozialisierung beizubehalten und findest aber nur schwer islamische Quellen als Unterstützung, vor allem explizite. Geh doch mal zu einer Bank, wo jede Fassade auf Grundlage der Schriften von Professoren der Ökonomie aufgebaut ist und bitte um Schuldenerlass. Die lesen dir die Zinsbibel in all seinen Facetten vor und sage eiskalt, was es sie interessiere, das du in den Abgrund fallen wirst … Man merkt dir förmlich an, dass deine liberale Sozialisierung, die dich immerhin bis zu deinem 30. Lebensjahr getroffen hat, nicht losgelassen hat. Und Liberale sind nichts anderes als geschminkte Egoisten hoch 10. Jeder Ansatz von Gemeinschaft und Aufopferung löst bei denen Erbrechen aus … 3. November 2015 um 10:11 Uhr Deine Fixierung auf Eigentum (unabhängig davon, ob es islamisch komplett richtig ist oder nicht) ist echt ekelhaft. Es lässt sich nicht leugnen, der der Islam Eigentum als Mittel zum Zweck und nicht als Zweck selbst betrachtet. Zweck ist vielmehr, viel Taqwa und viele Wohltaten anzuhäufen. Das ist der Grund, warum man weder in Quran, noch in den Ahadith, noch in Freitagspredigten, noch in den Werken der üblichen Gelehrten besonders viel zum Thema Eigentum in dem Sinne findet, wie toll er doch ist und wie viel man davon haben sollte, haben darf und wer es wegnehmen darf und wer nicht (Steuern etc.) Die Menschen sind nicht dumm, die setzen die Prioritäten halt so, wie sie meinen, dass Allah sie setzt. Und eine solche Leidenschaft fürs Geldverdienen, wie sie in deinen Artikeln zum Ausdruck kommt, hat offenbar keine hohe Priorität. Da kommt doch der Verdacht auf, dass die in jedem Menschen innewohnende Neigung zu Besitztümern deine Denkrichtung mehr beeinflusst, als es dir lieb wäre. Man redet nicht ständig über Autos, wenn man sie nicht liebt … Ihr Verständnis von Ökonomie und dem, was Sie als „Kapitalismus“ verstehen, weist stark auf eine kommunistische Sozialisierung hin. Ich würde es auf die Distanz hin als einen frühkindlichen DDR-Schaden diagnostizieren. Lernen Sie den Islam und verschonen Sie mich mit Ihrer dunkelroten Propaganda. Und vor allem : Hören Sie auf den Islam mit Ihrer linken Gesinnung zu beschmutzen. Ein Unternehmer, der Mitarbeiter kündigen möchte, der hat im Rahmen der Verträge, die er mit seinen Mitarbeitern abgeschlossen hat, das absolute Recht dazu, ebenso wie jeder Arbeitnehmer das Recht auf Kündigung des Arbeitsverhältnisses hat. Der Islam schätzt den Vertrag sehr hoch, nur dem Sklaven wird das Recht abgesprochen, sein Arbeitsverhältnis zu beenden. Auch Ihr Versuch, dem „Kapitalisten“ per se einen schlechten Charakter und eine Abneigung gegen freiwillige Wohlfahrt anzudichten, ist nichts anderes als die kommunistische Verunglimpfung des freien Unternehmers. Ihr Hochmut übersteigt die angebliche Arroganz der von Ihnen genannten Wahhabiten bei weitem. Schon allein Ihr Vorwurf, ich hätte meine Position nicht ein einziges Mal überdacht, grenzt an Größenwahn, wenn nicht sogar an Selbstvergottung, wenn man bedenkt, dass Sie für dieses Wissen zumindest ein Wächter über mein Denken sein müssten. Ich war übrigens bis zu meinem 30. Lebensjahr mitnichten „liberal sozialisiert“, sondern bin kurz vor meiner Konversion Mitglied in der DKP gewesen. Deshalb kenne ich Ideologen wie Sie aus dem Effeff. Schade nur, dass Sie es nicht geschafft haben, Ihre alte Sozialisierung abzulegen. Ich bin Moslem aus der Südosttürkei und gerade mal Mitte 20. Ich bin weder Marxist, noch Kapitalist. War nie in einer Partei und hab mich nie für Marx, dem elenden Atheisten und seinen linken Träumern interessiert. Noch mehr aber hasse ich die Geldanbeter, wo man nach 2 Sekunden merkt, dass hinter allem Gefasel die nackte Habsucht steht. Ich halte den freien Handel für super. Sie hingegen könnten das Sprachohr der FDP sein mit Ihren Positionen. Von wegen ein Unternehmer kann kündigen, wie wer will. Darum geht es doch gar nicht: Um sich eine dritte Villa auf Mallorca zu kaufen und deshalb jemanden zu kündigen, umso entsprechende Bilanzresultate zu haben ist unislamisch. Wer hier von Recht auf Entlassen faselt, versteckt sich hinter allgemeinen Prinzipien, um seinem Nafs nicht das Leben schwer zu machen. Ich kann Linke und Kommunisten nicht ausstehen, ja sogar Steuersätze von über 10% sind kritisch. Aber ich weiß, dass herkömmliche Kapitalisten das aus anderen Gründen tun als ich: Gier, Gier, Gier. Mein VWL-Prof hat gleich bei der ersten Vorlesung gesagt: Moral…tja… Moral ist da nicht viel mehr (es ging um die Grundmotivation kapitalistischer Bestrebungen) Und der hatte wohl auch kein großes Problem damit. “Wehe jedem Stichler und Nörgler, wobei er meint, daß sein Besitz ihn ewig leben ließe!“ Ist das auch kommunistisch? Hier wird ganz allgemein der Kapitalist kritisiert. Stammt aber aus dem Quran…huch, und jetzt? Könnte ich also nichts anderes getan haben, als diesen Vers mit anderen Worten wiedergegeben zu haben? Und ist es nicht so, dass obiger Vers auf 99% aller nichtgläubigen Muslime und nicht islamischen Ökonomen zutrifft? Genug, es ist nicht vom Islam, zu viel zu reden. Hab mich nur abreagiert. Nur ein Verblendeter übersieht, in welchem Dimensionen sich der Schaden bewegt, der durch gottlose Banken, Regierungen etc. verursacht wird, die aus Geld- und Machtger handeln. Der islamische Kapitalismus ist was anderes und wird zwangsweise durch zahlreiche Moralcodes bestimmt. Aber Wahabbiten liegen wohl nicht nur in Sachen Tauhid jenseits der Mehrheitsmeinung: Abweichen, Aus der Reihe tanzen ist bei euch wohl Programm. “Ihr Verständnis von Ökonomie und dem, was Sie als „Kapitalismus“ verstehen, weist stark auf eine kommunistische Sozialisierung hin. Ich würde es auf die Distanz hin als einen frühkindlichen DDR-Schaden diagnostizieren.“ Alles, was ich gesagt habe, habe ich auf Grundlage dessen gesagt, was ich im Heiligen Buch und in Ahadith gelesen habe. Ich habe dieses Verständnis durch viele andere Muslime aller Rechtsschulen bestätigt bekommen. Wenn du also den Islam bzw. eine der Hauptauslegungen des Islams (böser schnöder Mammon, Loblied auf die Armen) als kommunistisch siehst, dann tue das. “Setzt euch nicht mit den Toten zusammen. Wer sind die Toten, oh Prophet? Die Reichen“ “Wenn die Reichen sehen würden, welche Belohnung die Armen bekommen, werden sie sich wünschen, man hätte ihre Haut zerschnitten“ “Die Armen betreten das Paradies 500 Jahre vorher“ Kommunitisch? Setzt euch nicht mit den Toten zusammen. Wer sind die Toten, oh Prophet? Die Reichen“ Kommunistisch? Weißt du eigentlich, was du redest? Ach, der Prophet meinte ungläubige Kapitalisten? Habe ich irgendwo gläubige Kapitalisten kritisiert? Die Luft wird eng für dich. 4. November 2015 um 8:05 Uhr Als hätte man einen Hippie-Sufi mit einem Jungsalafisten gekreuzt. Aussagen des Propheten (?) -sallAllahu alayhi wa sallam- ohne Quelle und Klassifikation posten und diese aus eigenem Gutdünken als Beweis für eine eigene Fatwa heranziehen. Wissen Sie nicht, dass es zu allen Ahadith al-Ahkam immer auch einen Sharh gibt, der zu berücksichtigen ist? Dem Sharh zum Prophetenwort “Die Armen betreten das Paradies 500 Jahre vorher“ (oder so ähnlich) durfte ich übrigens vor einigen Jahren höchstselbst lauschen. Der Grund, weshalb die Armen das Paradies vor den Reichen betreten werden, ist nicht etwa ein zuvoriger Akt der Bestrafung für den Reichen, sondern lediglich eine längere Abrechnungszeit, da der Reiche für all seinen Wohlstand (Einnahmen als auch Ausgaben) Rechenschaft ablegen muss. Je mehr Wohlstand also erwirtschaftet und ausgegeben wurde, desto länger dauert auch der Tag der Abrechnung. Aber das Paradies wird er ebenso ohne zuvorige Bestrafung in Jahannam betreten können, wie der Arme. Die Luft wird längst nicht eng für mich. Ich fühle mich angesichts des niedrigen Niveaus eher gelangweilt. Unwissende, wie wir beide es sind, sollten uns nicht anmaßen, allein mit Beweisen aus Quran und Sunnah Urteile sprechen zu können. Ich lege bei meinen Darlegungen eher Wert auf die Aussagen von anerkannten Autoritäten der Islamischen Wissenschaften, die nicht nur 3-4 Überlieferungen (ohne Quelle und Klassifikation) in den Ring werfen, sondern ganze Hadith-Werke mit abertausenden Überlieferungen studiert haben und im Fiqh die ausreichende Stärke erlangt haben, um daraus Urteile ableiten zu können. Bei al-Jumhur al-Fuqaha ist beides, also weder Reichtum noch Armut zu verurteilen. Es obliegt jedem Muslim, ob er freiwillig arm leben möchte (natürlich nur soweit seine Pflichten erfüllen kann) oder ob er sich anstrengen will Wohlstand und Reichtum zu erlangen. Die Gelehrten unterschieden sich nur in der Meinung, was besser von beidem ist. Hierzu habe ich bereits einige Beiträge auf meinen Blog veröffentlicht. Hier einige Beispiele: http://www.al-adala.de/Neu/?p=1174 http://www.al-adala.de/Neu/?p=637 http://www.al-adala.de/Neu/?p=630 http://www.blog.al-adala.de/?p=1477 http://www.blog.al-adala.de/?p=1483 Auch mein gestriger Beitrag http://www.al-adala.de/Neu/?p=2236 liefert einen guten Einblick in die Notwendigkeit von verschiedenen Entwürfen bezüglich des finanziellen Lebensstils. Imam al-Ghazali geht sogar soweit zu behaupten, dass die Menschen zugrunde gehen würden, wenn nicht einige von ihnen durch ihr Profitstreben geleitet wären. In Zukunft – und da bitte ich um Ihr Verständnis – werde ich Kommentare von Ihnen nur noch freischalten, wenn sie ohne persönliche Angriffe/Respektlosigkeiten auskommen und mit anständigen Belegen und Gelehrtenaussagen (mit Quelle) garniert sind. Dieser kindische Stil, wie er bisher von Ihnen favorisiert wurde, entspricht nicht meinem Gusto. “Auch Ihr Versuch, dem „Kapitalisten“ per se einen schlechten Charakter und eine Abneigung gegen freiwillige Wohlfahrt anzudichten, ist nichts anderes als die kommunistische Verunglimpfung des freien Unternehmers.“ Das meinte ich, wenn ich davon sprach, dass die Luft argumentationstechnisch eng wird für dich. War der Prophet sas etwa “links“? „Those who are rich in this world would have little reward in the Hereafter except those who spend their money here and there (in Allah’s Cause), and they are few(!!!) in number.“ http://www.searchtruth.com/searchHadith.php?keyword=rich&book=&translator=1&search=1&search_word=exact&start=10&records_display=10 Hier sagt unser Prophet sas klipp und klar, dass es nur wenige Reiche gibt, die im Sinne Allahs handeln, was ihr Vermögen angeht. Deshalb werden Sie im Jenseits wegen dieses Verhaltens bestraft in der Form, dass sie wenig Belohnung erhalten. Hat der Prophet also auch den freien Unternehmer verunglimpft? (Der in über 90% der Fälle seiner Gier verfallen ist und Allah und die Armen vergessen hat?) Im selben Hadith heißt es außerdem: “I would not like to have this mountain turned into gold for me unless nothing of it, not even a single Dinar remains of it with me for more than three days (i.e. I will spend all of it in Allah’s Cause)“ Ich habe nicht den Eindruck, dass du, Herr Raft, einen Berg Gold innerhalb drei Tage spenden würdest oder den Menschen empfehlen würdest, es zu tun. (Schaut man sich deine Artikel an, die Profit und Eigentum “hochstellen“.) War der Prophet also auch links, weil er dazu aufrief, große Vermögen den Armen etc. zu schenken? Astaghfirullah. Was soll man spenden? Die Linken sagen 50+X % (In Form von Steuern) Den Überschuss: (Sure 2, Vers 219) “Den Überschuss“, heißt es in deutschen Übersetzungen. Also ich komme auf 3.000 netto, um gut leben zu können. Verdiene ich also 100.000 im Monat, bleibt nach den Worten Allahs nicht viel für mich 😉 (Ausgenommen: man spart für Investitionen im islamischen Sinne) Narrated Abu Huraira : The Prophet said, „Every day two angels come down from Heaven and one of them says, ‚O Allah! Compensate every person who spends in Your Cause,‘ and the other (angel) says, ‚O Allah! Destroy every miser.‘ “ http://www.searchtruth.com/searchHadith.php?keyword=destroy+every&translator=1&search=1&book=&start=0&records_display=10&search_word=exact Wieder ein Loblied auf die Großzügigen und eine harsche Drohung an die Geizigen (Also wieder ein Großteil der Reichen) Wenn einer das Feld des Jenseits bestellen möchte, lassen wir ihm dabei noch mehr (an jenseitigen Gütern) zukommen (als er an sich zu erwarten hätte). Wenn aber einer das Feld des Diesseits bestellen möchte, geben wir ihm (etwas) vom Diesseits, während er am Jenseits keinen Anteil hat. Hier wird gesagt, dass Reichtum ohne entsprechende Taten wertlos ist. Man muss, um im Jenseits zu gewinnen, sein Blickfeld darauf ausrichten, möglichst viel Gutes mit seinem Geld zu tun. Die Motivation, für sich selbst Vermögen anzuhäufen, um es privat zu konsumieren, wird zwangsläufig sehr gering werden. Der optimale Profit im Jenseits wäre also logischerweise jeden Penny, den man nicht dringend braucht, entsprechend auszugeben (Moscheen reparieren, Waisen versorgen usw. usf.) Nenn mich also weiterhin links oder sonst was, ich gebe nur mein Verständnis obiger Stellen wieder und ich habe keine Gruppe gesehen, die es so sehr verabscheut zu teilen wie sog. Wirtschaftsliberale. Daher meine Abneigung gegen diese Leute. 6. November 2015 um 10:05 Uhr Es ist also der Geiz, der den Muslim ins Verderben bringt, und nicht sein Reichtum. Ich werde in schaa Allah später noch einiges dazu hier im Kommentarbereich schreiben. Könnten Sie ggf einige Gelehrte zitieren, die Ihre genannten Überlieferungen erklären und in einen Handlungskontext stellen? Reichtum ist eine feine Sache, aber die Beziehung der meisten Menschen zu Reichtum ist wie die einer Motte zu Licht. Die meisten verbrennen sich dran (Realität beobachten). Wer hingegen sich vorbereitet (Jihad an nafs, s. Ghazali), der kann aus Reichtum großen Nutzen ziehen. Hier die Einschätzung des Propheten sas zu Gier in Zusammenhang mit dem Streben nach Reichtümern: Narrated Anas bin Malik: Allah’s Apostle said, „If adam’s son had a valley full of gold, he would like to have two valleys, for nothing fills his mouth except dust. And Allah forgives him who repents to Him.“ http://www.searchtruth.com/searchHadith.php?keyword=son+of+adam+gold&translator=1&search=1&book=&start=0&records_display=10&search_word=all D.h., dass erst Erde (Dust), also der Tod, seiner Gier ein Ende setzt. Diese Worte sind kritisch dahingehend, dass sie dem Streben nach immer mehr, obwohl objektiv mehr als genug verdient wurde, als etwas nicht Sinnvolles betrachten. Das Triviale (Triebbefriedigung) füllt das ganze Leben aus und lässt sie abstumpfen für das Sakrale, sei es das Gedenken an Allah und allem, was damit einhergeht, sei es für die Nöte der Armen, die teils unvorstellbares Elend erleben müssen. Das wiederum führt offenbar dazu, dass Allah sich von Ihnen abwendet und sie werden zum Einfallstor für die Satane. Ich kann dir aus dem Gedächtnis keine Gelehrten nennen, aber versichere dir, dass dieses Thema ein Evergreen ist in allen möglichen Islamwerken. Der Quran selber schreibt doch Sachen wie: Sure 102. Ablenkung ist negativ konnotiert, es unterstellt eine Subjekt, dass sein eigentliches Ziel nicht in der Weise verfolgt, wie es vorgeschrieben ist. Allah selbst sagt also ganz allgemein, dass wir vom Jenseitsstreben abgelenkt werden. Durch was? Mehrung a.k.a Profitstreben “Allah says that all are preoccupied by love of the world, its delights and its adornments, and this distracts you from seeking the Hereafter and desiring it.“ http://www.qtafsir.com/index.php?option=com_content&task=view&id=1087&Itemid=158 Ibn Kathir bestätigt also, dass praktisch alle (nur wenige Ausnahmen) nicht mit Reichtum richtig umgehen (können) Weiterhin heißt es im Tafsir: ((The mutual increase diverts you.)( The Son of Adam says, „My wealth, my wealth.“ But do you get anything (of benefit) from your wealth except for that which you ate and you finished it, or that which you clothed yourself with and you wore it out, or that which you gave as charity and you have spent it)“ Muslim, At-Tirmidhi and An-Nasa’i also recorded this Hadith. Muslim recorded in his Sahih from Abu Hurayrah that the Messenger of Allah said, (selbe Quelle wie oben). Alles in allem kann man sagen, dass Vermögen aus islamischer Sicht nur dann einen Sinn erfüllt, wenn man damit seine Bedürfnisse und die seiner Familie erfüllt und ansonsten es spendet oder sonst wie nützlich macht. Es hat schon seinen Grund, wieso selbst Genies wie Al Ghazali ein Teil ihres Lebens als Sufis lebten. Die zahlreichen Stellen, die das Jenseits “schlecht machen“ können da einen schon auf solche Ideen bringen. Und zu guter Letzt ein Hadith qudsi, also direkt von Allah Allah, Exalted and Mighty is He, loves of His creation the God-fearing, the pure in the heart, those who are hidden, and those who are innocent, whose face is dusty, whose hair is unkempt, whose stomach is empty, and who, if he asks permission to enter to the rulers, is not granted it, and if he were to ask for a gentle lady in marriage, he would be refused, and when he leaves the world it does not miss him, and if he goes out, his going out is not noticed, and if he falls sick, he is not attended to, and if he dies, he is not accompanied to his grave.“ They asked him, „O Messenger of Allah, how can we find someone like that?“ He, upon whom be peace and blessings, said, „Uwais al-Qarani is such a one.“ Uwais war ein armer Hirte, über den sich die Leute lustig machten und auf ihn herabsahen. Ähnlich wie man in Europa während des Aufstiegs des Kapitalismus auf die Arbeiter herabsah. Jetzt aber wissen wir, wer Allahs Lieblinge sind (sofern {islamisch-}gläubig).
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q-de-2239
Wer war Jassir Arafat?
Jassir Arafat (* 24. August 1929 in Kairo, Ägypten; † 11. November 2004 in Clamart, Département Hauts-de-Seine, Frankreich), , ursprünglich , Kunya: , war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war seit dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1957 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge und Bombenattentate auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte. Jahrzehntelang galt Arafats Bemühen der Vernichtung Israels; als strategische Mittel zur Umsetzung dieses Ziels favorisierte er Gewalt gegen israelische Bürger und Zivileinrichtungen, die den Staat grundlegend destabilisieren, seine Bürger verunsichern und Israel letztendlich zur leichten Beute eines Angriffs arabischer Armeen machen sollte. Arafats Unterstützung der irakischen Invasion Kuwaits hatte die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 zur Folge. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachte Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. 1994 erhielt er dafür gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2000 verhandelte Arafat mit Israels damaligem Regierungschef Ehud Barak und dem damaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, erfolglos über die Gründung eines unabhängigen, palästinensischen Staates. Nach dem Scheitern von Camp David II unterstützte Arafat die Zweite Intifada, wodurch er in seinen letzten Lebensjahren vor allem außenpolitisch an Einfluss verlor. Erst nach dem Tod Arafats waren führende palästinensische Vertreter bereit, sich für Arafats Unterstützung Saddam Husseins und der Invasion in Kuwait zu entschuldigen. Die Beurteilungen seiner Person gehen weit auseinander, von Freiheitskämpfer über Guerillakämpfer bis Terrorist. Leben Jassir Arafat wurde übereinstimmenden Erkenntnissen verschiedener Biographen zufolge in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Arafat hingegen behauptete häufig, in Palästina geboren worden zu sein, wobei er im Laufe der Zeit widersprüchliche Angaben machte. Mal behauptete er, in der Altstadt Jerusalems geboren worden zu sein, mal im Gazastreifen. Sicher ist, dass sein Vater aus Gaza und seine Mutter aus einer angesehenen Jerusalemer Familie stammten. Sie hatten in den 1920er Jahren geheiratet und waren nach Kairo ausgewandert. Jassir war das sechste von sieben Kindern. Als er etwa vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Um den Vater mit den sechs Halbwaisen zu entlasten, nahm der Bruder der Mutter, Salim Abu Saud, Jassir und seinen jüngeren Bruder zu sich nach Jerusalem, das damals zum britischen Mandatsgebiet Palästina gehörte. Er lebte dort vier Jahre. Frühe Jahre Als er nach der erneuten Heirat seines Vaters nach Kairo zurückkehrte, besuchte er die Schule und später die Universität, an der er Elektrotechnik studierte. Eine Zeit lang beschäftigte er sich mit der jüdischen Kultur, hatte jüdische Bekannte und las zionistische Werke z. B. von Theodor Herzl. 1946 soll Arafat intensiven Kontakt mit Mohammed Amin al-Husseini, dem mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem, gehabt haben, der in Ägypten Asyl gefunden hatte. Al-Husseini war ein entfernter Verwandter Arafats. Dass er jedoch der Onkel Arafats gewesen sei, ist eine Legende. Arafat engagierte sich nun aktiv in der arabischen Nationalbewegung in Palästina. Zu dieser Zeit war er ein Befürworter der militärischen Konfrontation und beschaffte Waffen, die ins Mandatsgebiet geschmuggelt wurden. In Kairo hatte sich Jassir Arafat mit Abd al-Qadir al-Husseini angefreundet, der die Einheiten palästinensischer Araber in der Region Jerusalem anführte. Als Arafat von Abdel Khader al-Husseinis Tod im Palästinakrieg bei der Schlacht am Kastel-Berg im April 1948 hörte, brach er sein Studium in Kairo ab und nahm aktiv am Krieg teil. Er trat der Moslem-Bruderschaft bei, die im Gazastreifen und in der Schlacht bei Kfar Darom kämpfte. Als die ägyptische Armee am 15. Mai 1948 in den Palästinakrieg eingriff, wurde Arafat und seiner Einheit befohlen abzuziehen. Dies war für ihn ein prägendes Erlebnis. Er beschuldigte später die arabischen Staaten des Verrates, weil sie den Palästinensern nicht geholfen hätten, die Schlacht zu gewinnen, und ihnen nicht erlaubt hätten zu kämpfen. Die palästinensischen Araber erlitten eine militärische Niederlage gegen Israel. Etwa 750.000 Palästinenser wurden vertrieben oder ergriffen die Flucht und lebten von da an überwiegend als Staatenlose in den Nachbarländern. In den 1950er Jahren studierte Arafat an der Universität Kairo. 1952 gründete er die Generalunion Palästinensischer Studenten (GUPS), der er bis 1957 vorstand. Ende 1952 wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser vorübergehend verhaftet. 1956 verließ er die Universität als diplomierter Ingenieur und gründete die Union der Palästinensischen Hochschulabsolventen. Danach meldete er sich freiwillig zur ägyptischen Armee und kämpfte im Sueskrieg 1956 gegen Frankreich, Großbritannien und Israel. Er war Leutnant in der ägyptischen Armee und galt als Sprengstoffexperte. Noch im selben Jahr ging er nach Kuwait, wo er als Ingenieur arbeitete und ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. Gründung der Fatah 1957 gründete er in Kuwait zusammen mit Chalil al-Wazir (Abu Dschihad) die erste Zelle der Bewegung zur Befreiung Palästinas (al-Fatah), aus der 1959 die gleichnamige politische Partei hervorging. Ab 1958 war Arafat Vorstandsmitglied und ab 1968 Vorsitzender der Fatah. Durch seine aktive Teilnahme an der Schlacht von Karame 1968 begründete er seinen Heldenmythos und war ab 1969 Vorsitzender der PLO, die 1964 durch die Arabische Liga ins Leben gerufen worden war. Ende der 1960er Jahre wuchsen die Spannungen zwischen der PLO und der jordanischen Regierung; palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien etabliert und kontrollierten strategische Positionen wie die Öl-Raffinerien bei Zarqa. Jordanien betrachtete diese Umstände als eine wachsende Bedrohung seiner Souveränität und seiner Sicherheit und versuchte, die palästinensischen Milizen zu entwaffnen. Im Juni 1970 brachen nach einem fehlgeschlagenen palästinensischen Attentat auf den jordanischen König offene Kämpfe aus, die mit der Flucht der PLO aus Jordanien in den Libanon endeten. Wurde die Schlacht von Karame als erster historischer Sieg der PLO angesehen, so erlitt sie unter Arafats Führung 1970 mit dem Schwarzen September eine schwere Niederlage. Dieser musste zunächst nach Kairo, dann in den Libanon fliehen. Aufsehen erregte der historische Auftritt Arafats vor der UN-Vollversammlung am 13. November 1974, bei dem er in Uniform, mit der Kufiya und umgeschnalltem Pistolenholster eine Rede hielt, die von arabischen und kommunistischen Staaten mit Begeisterung aufgenommen wurde. In der Rede reklamierte Arafat den alleinigen Machtanspruch über Palästina für die PLO. Er sprach davon, eine Welt ohne Kolonialismus, Imperialismus, Neokolonialismus und ohne „Rassismus in all seinen Ausformungen, einschließlich des Zionismus“ schaffen zu wollen. Arafat vermied es, von Israel zu sprechen, um dem Staat jegliche Legitimität abzusprechen, und verwendete stattdessen den Begriff zionistische Entität. Den Zionismus stellte er in dieser Rede als eine imperialistische, kolonialistische und rassistische Ideologie dar, die – dezidiert reaktionär und diskriminierend – mit dem Antisemitismus gleichzusetzen sei. Ferner wiederholte er ein altes antisemitisches Stereotyp, wonach der Zionismus wolle, dass die Juden ihren Heimatländern keine Loyalität entgegenbrächten und sich über ihre Mitbürger erhöben. Er sprach der UNO das Recht ab, das unteilbare Heimatland der Palästinenser zu teilen, und wies damit den Teilungsbeschluss von 1947 zurück. Auch behauptete er, der Palästinakrieg von 1948 sei von Israel und nicht von den arabischen Staaten begonnen worden. Die PLO erhielt als legitime politische Vertretung der Palästinenser Beobachterstatus bei der UNO. Das Palästinensertuch – drapiert wie die Konturen Palästinas – gehörte ebenso wie das Holster auch später zu seinen Markenzeichen, ohne die er selten auftrat. Eine weitere bedeutende Rede hielt er am 13. Dezember 1988. Ein Novum war hier, dass die PLO die UN-Resolution anerkannte und Willen zum Kompromiss zeigte. Die gewaltsamen Aktionen der PLO wollte Arafat allerdings als legitimen Widerstand verstanden wissen. In dieser Rede wird auch jene Interpretation der Resolution 194 der UN-Vollversammlung bekräftigt, nach der diese das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge garantiere, womit er eine Doktrin festlegte, die auch heute noch, zumindest in offiziellen Verlautbarungen der PLO, Bestand hat. In der Rede gestand Arafat den Juden nicht explizit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung zu und akzeptierte nicht ausdrücklich, dass Israel ein jüdischer Staat sein könnte. Als Konsequenz des israelischen Libanonfeldzugs gegen das Hauptquartier der PLO in Beirut im Juli/August 1982 musste Arafat nach Tunesien fliehen. Er verließ mit seinen Gefolgsleuten das von Israel besetzte Beirut und errichtete einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis. Der Weg zur internationalen Anerkennung 1988 erkannte Arafat Israel indirekt an und erklärte 1989 die PLO-Charta von 1964, in der zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wurde, für hinfällig. Im Jahre 1990 begrüßte Arafat den irakischen Einmarsch in Kuwait und solidarisierte sich mit Saddam Hussein. Die reichen arabischen Ölstaaten an der Seite des Kriegsgegners USA froren daraufhin ihre finanzielle Unterstützung der PLO ein. Eine weitere Folge war die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachten Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. Statt das Ende abzuwarten, sympathisierte Arafat 1991 noch während des laufenden Augustputsches gegen Michail Gorbatschow mit den Putschisten, womit er einen langjährigen Unterstützer verärgerte. Am 7. April 1992 überlebte Arafat einen Absturz einer Passagiermaschine der Air Bissau aufgrund eines Sandsturms in der libyschen Wüste. Arafat wurde in einem Krankenhaus in Misrata aufgrund eines Blutgerinnsels von dem Chirurgen Meftah Shwedy mehrmals am Gehirn operiert und am rechten Auge behandelt. Am 13. September 1993 kam es bei der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung über die vorübergehende (palästinensische) Selbstverwaltung zwischen dem Staat Israel und der PLO in Washington zu einem historischen Handschlag zwischen Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Jizhak Rabin. Friedensnobelpreisträger Rabin bezahlte später für dieses Entgegenkommen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt durch einen Terroranschlag eines jüdischen Ultra-Nationalisten mit seinem Leben. Nach 27 Jahren Exil kehrte Arafat infolge des Autonomieabkommens am 1. Juli 1994 nach Palästina zurück und bildete in Gaza eine autonome Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde. 1993 wählte das TIME Magazin Die Friedensstifter (Nelson Mandela, Frederik Willem de Klerk, Jassir Arafat und Jitzchak Rabin) zu den Personen des Jahres. Im Dezember 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Während der Trauerwoche für Jitzchak Rabin nach dessen Ermordung im November 1995 besuchte Arafat Leah Rabin und ihre Familie in ihrer Wohnung in Tel Aviv, um seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Es war das erste Mal, dass er israelischen Boden betrat. Aus Sicherheitsgründen hatte er nicht an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen können. Er schilderte, wie sehr ihn der Mord bestürzt habe und wie verzweifelt er darüber sei, seinen Partner im Friedensprozess verloren zu haben. 1995 erhielt Arafat den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. 2000 verhandelte Arafat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und US-Präsident Clinton in Camp David über die Schaffung eines palästinensischen Staates. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Der abtretende Präsident Clinton und Barak, der kurz darauf in allgemeinen Wahlen von seinem politischen Gegner Ariel Scharon abgelöst wurde, gaben Arafat die alleinige Schuld am Scheitern dieser Verhandlungen. Arafat hingegen gab Barak und Clinton die Schuld am Scheitern. Zweite Intifada und politischer Niedergang Arafat wurde schon vor der Zweiten Intifada vorgeworfen, ein doppeltes Spiel zu treiben. Während er sich auf internationalem Parkett für Frieden und Diplomatie starkmachte, soll er vor seinen Anhängern in Gaza mit teilweise antisemitischen Reden Stimmung gegen Israel gemacht haben. Auch wurde ihm mehrfach vorgeworfen, sich aktiv am Waffenschmuggel für paramilitärische und terroristische Zwecke zu beteiligen (siehe Karine-A-Affäre) und die allein von ihm befehligten Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde für Übergriffe auf Israel zur Verfügung zu stellen. Außerdem gab es Berichte britischer Medien wie der BBC, dass Terror-Organisationen wie die Fatah-nahen al-Aqsa-Märtyrerbrigaden über den Umweg der von Arafat regierten Autonomiebehörde indirekt von EU-Geldern finanziert würden. Schließlich duldete oder unterstützte er den erneuten Palästinenseraufstand, was ihn vor allem außenpolitisch isolierte. Als Reaktion auf die Zweite Intifada besetzte Israel immer wieder Teile der autonomen Palästinensergebiete. Die israelische Regierung machte auch Arafat selbst für gewaltsamen Übergriffe verantwortlich. Ab 2001 wurde der in Ramallah lebende Arafat von Israel mehrfach unter Hausarrest gestellt. Seine Hubschrauber wurden im Dezember 2001 zerstört, sodass er nicht mehr zwischen Gaza und Ramallah reisen konnte. Im Rahmen der Operation Schutzschild vom 29. März 2002 bis 3. Mai 2002 zerstörte die israelische Armee einen Teil von Arafats Hauptquartier, der Muqāta'a. Am 11. September 2003 fasste die israelische Regierung den Beschluss, Arafat auszuweisen. Mit einem Hubschrauber sollte er ins Exil nach Nordafrika gebracht werden. Nach dem Ausweisungsbeschluss gingen zehntausende Palästinenser protestierend auf die Straße. Arafat appellierte an die Bevölkerung, Widerstand gegen den Beschluss zu leisten. Er wolle „lieber sterben, als sich zu ergeben“. Am 14. September 2003 stellte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auch ein Attentat auf Arafat als eine legitime Möglichkeit seiner Entfernung dar. Am 16. September 2003 ließen die USA eine Resolution des Weltsicherheitsrates gegen die Ausweisung Arafats an ihrem Veto scheitern. Deutschland enthielt sich der Stimme. Korruption Im Mai 2002 stellte der BND fest, dass die Verwendung von EU-Geldern für den Terrorismus „nicht auszuschließen“ sei, da Arafat offensichtlich nicht zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung trenne. Das Gutachten spricht weiterhin von „bekanntem Missmanagement“ und „weit verbreiteter Korruption“ (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Die USA und Israel hatten die Europäische Union in Brüssel zu dem Zeitpunkt bereits mehrfach aufgefordert, die Verwendung der Subventionen für die Palästinensische Autonomiebehörde genauer zu überprüfen. Brüssel erklärte, für Transparenz und Kontrolle der Fördermittel sorge der Internationale Währungsfonds. Der IWF legte 2003 jedoch einen Bericht über „Ökonomische Leistungen und Reformen unter Konfliktbedingungen“ vor, aus dem hervorging, dass zwischen 1995 und 2000 mehr als 900 Millionen Dollar an Fördergeldern für die Palästinensische Autonomiebehörde „verschwanden“. Weisungsbefugt für die Verwendung des Geldes seien allein Arafat und „enge Vertraute“ gewesen. Arafat kontrollierte dem Bericht zufolge bis zu seinem Tod allein 8 % des palästinensischen Gesamtbudgets. Familie Arafat war seit dem 17. Juli 1990 mit Suha at-Tawil, mit der er eine Tochter, Zahwa (* 24. Juli 1995 in Neuilly-sur-Seine), hat, verheiratet. Ab dem Beginn der zweiten Intifada, also ab 2001, lebten Frau und Tochter in Paris und Tunis. 2007 zog Suha nach Malta. Sein Neffe Musa Arafat war Leiter des palästinensischen Militärgeheimdienstes, sein Bruder Fathi Arafat Mediziner. Tod Jassir Arafats Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum 28. Oktober 2004 akut. Er hatte bereits über eine Woche wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes nichts gegessen. Die israelische Regierung hob aufgrund seiner schweren Krankheit das Reiseverbot auf und sicherte ihm eine Rückkehr ins Westjordanland zu. Am folgenden Tag wurde Arafat nach Paris geflogen und zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Percy gebracht, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält. Am 4. November verschlechterte sich sein Zustand noch einmal; es wurde von einem „tiefen Koma“ berichtet. Am 10. November versagten Nieren und Leber. Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte wurde aus religiösen Gründen abgelehnt. Infolge der Leberschädigung und der daraus resultierenden Störung der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren kam es zu einer Gehirnblutung. Am 11. November 2004 um 3.30 Uhr (MEZ) starb Jassir Arafat. Nach Verabschiedung mit militärischen Ehren wurde der Leichnam Arafats in Begleitung seiner Witwe mit einer französischen Militärmaschine nach Kairo geflogen. Die zentrale Trauerfeier fand am 12. November am Flughafen Kairo-International statt, wozu hochrangige Politiker aus aller Welt eingeladen waren. Im Anschluss an die militärische Zeremonie in Kairo wurde der Sarg nach Ramallah geflogen, wo die Beisetzungszeremonie am frühen Nachmittag stattfand. Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“. Arafat wurde in einem Steinsarg auf dem Gelände seines ehemaligen Amtssitzes in Ramallah unter großer Anteilnahme der palästinensischen Bevölkerung beigesetzt. Sein Sarg wurde mit Erde vom Jerusalemer Tempelberg umgeben. Am 10. November 2016 wurde in Ramallah neben dem Arafat-Mausoleum ein „Arafat-Museum“ eröffnet. Es kostete 7 Millionen Dollar und wurde von den palästinensischen Behörden im Westjordanland finanziert. Ausgestellt sind unter anderem seine Brille, sein Revolver, „sein charakteristischer schwarz-weiß karierter Keffiyeh-Kopfschmuck“, sein Reisepass, seine Friedensnobelpreismedaille (zwischenzeitlich im Besitz der Hamas) und andere Memorabilien. Vermittelt wird eine unkritische palästinensische Sicht der Dinge, etwa in der Darstellung des Massakers bei den olympischen Spielen von München 1972 („Antwort auf Überfall israelischer und deutscher Sicherheitskräfte“). Arafats Geburt wird von Kairo in ein palästinensisches Dorf in der Nähe der Jerusalemer Altstadt verlegt, wie es palästinensischer Legendenbildung entspricht. Hinweise auf seine Ehefrau Suha at-Tawil werden vermieden, völlig ausgeblendet werden die vielen Vorwürfe hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Reaktionen Nur wenige Stunden, nachdem der Tod Arafats bekannt gegeben worden war, griffen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Netsarim im Gaza-Streifen an. In Ramallah warnten Extremisten die neue palästinensische Führung unter Mahmud Abbas vor einem „Ausverkauf der palästinensischen Sache“ und drohten den Nachfolgern Arafats mit dem Tod, sollten sie zu Zugeständnissen gegenüber Israel bereit sein. Die Fatah-Splittergruppe „al-Aqsa-Brigaden“ benannte sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland nach Arafats Tod vollständig ab. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis durften nicht nach Israel einreisen. Jedoch transportierten mehrere hundert Busse Palästinenser aus dem Gazastreifen zur Trauerfeier nach Ramallah. Befürchtungen, dass der Tod von Jassir Arafat einen Rückschlag für den Nahost-Friedensprozess bedeute, bewahrheiteten sich zunächst nicht. Die Palästinensische Autonomiebehörde setzte antiisraelische Fernsehspots ab und unternahm Anstrengungen zur Reform der Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung ließ im Gegenzug ca. 150 palästinensische Gefangene frei, sicherte Unterstützung bei den palästinensischen Wahlen zu und kündigte eine Rückkehr zur Roadmap an. Die Palästinenserführung ernannte den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattuh verfassungsgemäß zum vorläufigen Nachfolger Arafats und rief eine 40-tägige Trauer aus. In den Präsidentschaftswahlen vom 9. Januar 2005 wurde Mahmud Abbas zum Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Nach seinem Tode wurde Jassir Arafat von 200 Rabbinern als „Amalek und Hitler unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als „Freudentag“ zu feiern. Spekulationen und Ermittlungen zur Todesursache und Exhumierung Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden machten ebenso wie die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Israel für den Tod Arafats verantwortlich und drohten mit Rache. So äußerte sich Dschihad-Anführer Chalid al-Batesch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon habe „bei der Tötung Arafats seine Hand im Spiel“ gehabt. Ärzte im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris, in dem Arafat zuletzt behandelt wurde, und Vertraute Arafats schlossen jedoch seinerzeit aus, dass der Palästinenserchef vergiftet worden sei. Eine Autopsie fand nach dem Willen der Witwe nicht statt. Da weder Arafats Ärzte noch dessen Witwe die genaue Todesursache bekannt gaben, kam es in der Folge zu weiteren öffentlichen Spekulationen. Dabei wurden von Spezialisten besonders Vergiftung und AIDS nahegelegt. Ahmad Dschibril, der Generalsekretär der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC), erklärte im Juli 2007, er habe Einblick in den französischen Bericht über den Tod Arafats gehabt. Der Bericht gebe an, dass Arafat an AIDS erkrankt gewesen sei. Aschraf al-Kurdi, seit 1986 persönlicher Leibarzt von Jassir Arafat, erklärte am 12. August 2007 gegenüber der jordanischen Nachrichten-Webseite Amman, dass der Palästinenserführer unter dem HI-Virus litt, aber nicht an der Immunschwächekrankheit AIDS starb. Das Virus soll Arafat erst kurz vor seinem Tod in dessen Blut injiziert worden sein, so al-Kurdi, der aber angab, dass die tatsächliche Todesursache eine Vergiftung gewesen sei. Im August 2011 beschuldigte die Fatah den zuvor aus der Partei ausgeschlossenen Mohammed Dahlan, hinter der Vergiftung Arafats zu stecken und sogar selbst das Gift aus Paris besorgt zu haben. Haaretz veröffentlichte 2005 eine Analyse israelischer Experten, wonach eine eventuelle Vergiftung am ehesten bei einem Abendessen am 12. Oktober 2004 stattgefunden haben müsste. Verdacht auf Vergiftung mit Polonium 210 Im Dezember 2011 und Januar 2012 kontaktierte der Reporter Clayton Swisher Arafats Witwe in Malta und Paris und erhielt von ihr Akten und eine Tasche mit persönlichen Gegenständen (Zahnbürste, Kleidung, Kufiya), die Arafat in seinen letzten Tagen benutzt hatte. Am 3. Juli 2012 veröffentlichte der Fernsehsender al-Dschasira den Befund des Schweizer Institut de Radiophysique der Universität Lausanne, dem die Gegenstände zur Untersuchung gegeben worden waren. Festgestellt wurden gegenüber den natürlichen Vorkommen erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Polonium 210. Aufgrund dessen geringer Halbwertszeit von nur 138,38 Tagen halbiert sich die Strahlung alle 138 Tage. Von der Ursprungsmenge wäre acht Jahre nach Arafats Tod nur ein Millionstel übrig. Das Schweizer Institut betonte, die Ergebnisse seien kein Beweis für eine Vergiftung, aber zumindest ein Hinweis darauf. Die in den französischen Krankenakten Arafats beschriebenen Symptome, die zu seinem Tod führten, stimmten nicht mit den bekannten Symptomen einer radioaktiven Vergiftung überein. Zur Theorie über einen Gifttod Arafats durch Polonium wurden auch von verschiedenen anderen Experten Zweifel geäußert. Die vom radiologischen Institut bekannt gegebenen Poloniumkonzentrationen auf den persönlichen Gegenständen Arafats könnten nach einem von der Jerusalem Post zitierten Experten wegen der Halbwertszeit des Polonium 210 nicht auf eine acht Jahre zurückliegende Vergiftung zurückgeführt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen worden sein. Am 31. Juli 2012 erstattete Suha Arafat im französischen Nanterre Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung. Die französische Justiz leitete Ende August 2012 Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Palästinenserführung und auch die Witwe befürworteten eine im Islam normalerweise verbotene Exhumierung. Anfang November wurden die ersten Vorbereitungen dafür getroffen, da dafür viel Beton im Mausoleum abgetragen werden musste. Am 27. November 2012 wurde Arafats Leichnam exhumiert und ein ausländisches Expertenteam nahm Proben. Im September 2015 beschlossen die zuständigen französischen Untersuchungsrichter eine Einstellung des laufenden Verfahrens, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit, da es keine ausreichenden Beweise für einen Mord gebe. Umstrittene Untersuchungsergebnisse Mitte Oktober 2013 wurde ein Zwischenergebnis von Schweizer Toxikologen bekannt, wonach eine Vergiftung möglich, aber nicht sicher sei. Am 6. November 2013 gab die Universität Lausanne bekannt, einen gegenüber natürlichen Konzentrationen stark erhöhten Wert von Polonium 210 in den Proben nachgewiesen zu haben. Zugleich stellten sie eine über das natürliche Vorkommen hinaus deutlich erhöhte Menge von Blei 210 fest. Blei 210 kann eine Poloniumvergiftung maskieren, weil Polonium 210 ein Folgeprodukt des Blei 210 in der radioaktiven Zerfallskette ist und nach einiger Zeit mit dem Blei im radioaktiven Gleichgewicht steht. Da Blei 210 eine wesentlich längere Halbwertszeit hat, sind aufgrund der Neuentstehung von Polonium 210 die Reste einer möglicherweise vorangegangenen Poloniumvergiftung nicht mehr nachweisbar. Die Anwesenheit des Blei 210 wurde als mögliche Verunreinigung des hypothetisch als Gift verwendeten Poloniums erklärt. Es wurde vorgerechnet, dass von einer angenommenen Giftdosis von 1 GBq zum Todeszeitpunkt noch 4–5 % im Körper verblieben wären, die bis zur Exhumierung auf ca. 15 Bq Gesamtdosis abgeklungen wären. Die Forscher konnten Polonium nicht als Todesursache ausschließen, bezeichneten es aber auch nicht als sicher, dass Polonium den Tod verursachte. Die Ergebnisse würden letztere These „mäßig stützen“ („moderately support the proposition“: „moderately“ ist sicherer als „slightly“ und unsicherer als „strongly“). Unabhängige Forscher kommentierten, dass die Studie deshalb kein Beweis für eine Vergiftung sei. Am 3. Dezember 2013 wurde berichtet, dass das ebenfalls beauftragte französische Untersuchungsteam zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Vergiftung sei auszuschließen, vielmehr weise es auf eine natürliche Todesursache hin. Die Forschungsberichte eines russischen Untersuchungsteams, das ebenfalls Zugang zu Arafats sterblichen Überresten hatte, schließen eine Vergiftung ebenfalls aus. Nachdem die Staatsanwaltschaft von Nanterre im März 2015 mitgeteilt hatte, dass die Polonium-Spuren aus Arafats Grab natürlichen Ursprungs seien, beantragte sie Mitte Juli 2015 das Verfahren einzustellen. Die Ermittlungsrichter in Nanterre folgten dem Antrag und stellten das Verfahren Anfang September 2015 ein. Schlussfolgerungen In einem im November 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel des Schweizer Teams wird eine Vergiftung als plausibel, aber nicht bewiesen eingestuft. Die gleiche Studie ermittelt eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Annahme einer Vergiftung mit Po 210 als für die gegenteilige Annahme, falls man von einer mehrfachen Einnahme des Po 210 in kleinen Dosen ausgehe. Im Juni 2016 lehnte ein Gericht in Paris (nicht letztinstanzlich) die Wiedereröffnung der Untersuchungen bzgl. des vermuteten Mordes ab, weil dafür die Rechtsgrundlage fehle. Ehrungen 1993 Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens 1993 Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1994 Prinz-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 1994 Friedensnobelpreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1995 Deutscher Medienpreis 1999 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Held der Demokratischen Volksrepublik Korea Alter Freund des chinesischen Volkes Literatur Helga Baumgarten: Arafat: zwischen Kampf und Diplomatie. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36419-5. Andrew Gowers, Tony Walker: Arafat: hinter dem Mythos. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50035-9 (Übersetzung von Behind the myth: Yasser Arafat and the Palestinian revolution, 1990). Amnon Kapeliuk: Yassir Arafat: Die Biographie. Mit einem Vorwort von Nelson Mandela, Palmyra, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-930378-59-3. Gerhard Konzelmann: Arafat. Vom Terroristen zum Mann des Friedens. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-61296-5. (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch, Band 61296, Biographie). Aharon Moshel: In einer Hand den Ölzweig: Jassir Arafat und die PLO. Facta, München / Hamburg 1988, ISBN 3-926827-10-6. Barry Rubin, Judith Colp Rubin: Yasir Arafat : A Political Biography. Oxford University, Oxford 2005, ISBN 978-0-19-516689-7. Danny Rubinstein: Yassir Arafat. Vom Guerillakämpfer zum Staatsmann. Palmyra, Heidelberg 1996, ISBN 3-930378-09-4 (Übersetzung von The Mystery of Arafat, 1995). Hassan Sadek: Arafat. Hugendubel, München / Kreuzlingen 2006, ISBN 978-3-7205-2751-4. (= Diederichs kompakt). Janet und John Wallach: Jassir Arafat. Die Biographie. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-08755-0. Weblinks Themenschwerpunkt Arafat in der ägyptischen Wochenzeitung Al Ahram Rafael Seligmann: Begrabt ihn in Jerusalem, FAZ, 7. November 2004 , nahostkonflikt.net Internetpräsenz der PLO (Negotiations Affairs Department) (englisch, arabisch, hebräisch) Wolfgang G. Schwanitz: Yasir Arafat: Palästinensischer Politiker (PDF, 1,3 MiB) Einige kritische Betrachtungen: Michael Naumann: Keine Kugel für Arafat, Die Zeit, 18. September 2003 Petra Steinberger: Der Hoffnungsschimmerlügner, SZ, 4. November 2004 Gisela Dachs und Reiner Luyken: So opfert Arafat die Jugend Palästinas, Die Zeit, 44/2000 Jörg Steinhaus: Der lange Weg des Jassir Arafat, Kronos, 2. Februar 2001 Palestinians mourn Arafat but struggle for liberation will continue – Trotzkistische Analyse von Arafats Wirken, Maavak Sozialisti (israelische Sektion des CWI), 11. November 2004 (englisch) Anmerkungen Politiker (Palästina) Fatah Mitglied der PLO Person des Antizionismus Person im Nahostkonflikt Friedensnobelpreisträger Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette) Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großkreuz) Träger des Ordens des Weißen Löwen Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Palästinenser Ägypter Geboren 1929 Gestorben 2004 Mann
Bahamas - Zuerst kommen die Worte, dann die Taten Zuerst kommen die Worte, dann die Taten Über die Lehren aus den Morden von Hanau Der Andere war trotz geringerer Kompetenz listiger und skrupelloser als man selber, weiß der Arbeitnehmer, dem ein Kollege bei einer innerbetrieblichen Ausschreibung für eine Leitungsposition den Rang abgelaufen hat. Das hätte ich auch noch hinbekommen und sogar besser, sagen manche nach dem Kinobesuch über den Plot des Films, und wie man die Heimschlappe des eigenen Clubs hätte verhindern können, wissen die Fans sowieso viel besser als der gesamte Trainerstab. Erst wenn der gekränkte Kollege mit „Beweisen“ über eine gegen ihn gerichtete Intrige durch den Erfolgreichen aufwartet, ein Literaturstudent, der vor Jahren erfolglos ein Theaterstück bei einem Wettbewerb eingereicht hat, seine Ideen in einem jetzt erfolgreich über die Bühne gehenden Stück wiedererkennt und als gestohlen deklariert oder ein Fußballfan auf der Jahresmitgliederversammlung zu einem Vortrag über die von ihm ermittelten Verbindungen der Vereinsspitze zu Menschenhändlerringen anhebt, geht das jeweilige Umfeld unangenehm berührt auf Distanz. Der kranke Stimmenhörer Auserwähltseinsglaube, Größenwahn und die dauernde Sorge, ungerechterweise übergangen zu werden, sind konstante Begleiterscheinungen der bürgerlichen Subjektkonstitution, ebenso wie die unter dem Druck der Verhältnisse regelmäßig zur Panik sich steigernde Ahnung, dass es auf einen so wenig ankommt, dass man irgendwann einmal sozial und materiell fallengelassen werde und in Vereinsamung und Armut zugrunde gehen könne. Tobias Rathjen, der am 19.2.2020 in Hanau neun Menschen ausländischer Herkunft und seine Mutter ermordet hat, bevor er sich selbst erschoss, „war davon überzeugt, seit dem Säuglingsalter von einem ominösen Geheimdienst überwacht zu werden. Dieser habe Mitarbeiter, welche die Fähigkeit hätten, sich in die Gedanken anderer Menschen ‚einzuklinken‘ und bis zu einem gewissen Grad eine Art ,Fernsteuerung vorzunehmen‘. Zugleich war er sich sicher, dass diese (vom Rest der Welt) unerkannt arbeitenden Kräfte seine Ideen umsetzen würden: Über die ‚Fernsteuerung‘ seien beispielsweise seine Konzepte für Hollywoodfilme, die Strategie des Deutschen Fußball-Bunds sowie für den Bau einer Mauer an der US-Südgrenze umgesetzt worden.“ (Spiegel, 21.2.2020) Rathjen hat vermutlich über lange Zeit hinweg nur eine Stimme gehört, die ihm in den vielen einsamen Stunden den Monolog über sein Zurückgesetztsein vorgetragen hat. Diese Stimme, die die eigenen Gedanken ausspricht und nicht abgeschaltet werden kann, hat er irgendwann als von außen gesteuerten Feind rationalisiert, den er schließlich Monate vor der Tat beim Generalbundesanwalt zur Anzeige gebracht hat. Mit der Selbststilisierung zum Opfer einer Organisation, die ihn fremdbestimme, verbunden mit dem Hilferuf an die real existierende Staatsgewalt, hat er sich ein letztes Mal an die Gesellschaft gewandt, mit der zusammen er seine durch Kräfte des Hasses verursachte Persönlichkeitsspaltung bekämpfen wollte. Den Stimmen, die der Schizophrene hört, verleiht die geplagte Phantasie Gestalt und umgibt sie mit einem Schein von Rationalität. Da auch Kranke wegen ihrer Krankheit nicht origineller werden, als sie es vorher waren, folgen ihre Erzählungen gesellschaftlichen Konjunkturen, die sich nicht selten an kulturindustriellen Produkten festmachen lassen. Der gesunde Stimmenhörer War es bis tief in die Neuzeit hinein noch die Verfallenheit an den Teufel mit allen Peinigungen und verbotenen Lüsten, wandelten sich seit dem späten 19. Jahrhundert die Angstvorstellungen und begannen um die neuen technischen Errungenschaften und ihre Böses im Schilde führenden Anwender bzw. Missbraucher zu kreisen. Mit dem Bau von U-Bahnen in den europäischen und amerikanischen Großstädten verbreiteten sich Ängste vor Unterwühlung im doppelten Wortsinn. Das war erst der Anfang für weit diffizilere Konstrukte, hinter denen allerdings altbekannte stehen wie vor allem der Antisemitismus, aber auch als Wiedergänger der angeblich subkutan wirkenden Jesuiten und Freimaurer die katholische Missbrauchs-Kirche als Ganzes und natürlich bestimmte Firmen vor allem aus dem Finanzbereich. Das sind die Folien für Bilderwelten, in denen die Verschwörer in verschiedener Maskierung ihr schauerliches Werk vollziehen. An dem Film Fleisch von Horst Rainer Erler, der 1979 im ZDF seine vielbeachtete Premiere hatte, weshalb er es zwei Monate später in die bundesdeutschen Kinos brachte und seit Mitte der 1980er Jahre auch in der DDR erfolgreich gezeigt wurde, lässt sich zeigen, wie eng der Wahn Tobias Rathjens mit einer gesellschaftlichen Faszination für paranoide Darbietungen verbunden ist. Angesichts eines Remakes von Fleisch schrieb der Spiegel am 18.2.2008: „Das Motel ‚Honeymoon Inn‘ am Rande der Stadt Las Cruces im US-Bundesstaat New Mexico ist kein einladender Ort für Verliebte. Eine heruntergekommene Anlage, die sinistre Betreiberin stellt neugierige Fragen. Nur wegen des Spottpreises von 7,50 Dollar pro Zimmer beschließt das frisch vermählte Studentenpaar, für eine Nacht zu bleiben. Eine fatale Entscheidung. Denn die Absteige erweist sich als Falle; alsbald nähert sich mit martialischem Geheul ein vermeintlicher Ambulanzwagen, dessen Besatzung versucht, die beiden zu kidnappen. Während der Mann mittels Betäubungsspritze außer Gefecht gesetzt und abtransportiert wird, vermag die Frau zu fliehen – um dann in einer albtraumartigen Odyssee das Schicksal ihres Gatten zu ergründen. Mit dieser unheimlichen Exposition beginnt der ZDF-Thriller Fleisch von 1979 – ein Klassiker des gesellschaftskritischen Fernsehfilms jener Jahre und Meilenstein im Werk des großen Katastrophen-Propheten Rainer Erler. Der Autor und Regisseur, der sich in zahlreichen Science-Thrillern mit Themen wie Umweltrisiken und entgleitender Wissenschaft auseinandersetzte, entwarf hier das Szenario einer Organhändler-Mafia, die gesunde junge Menschen entführt, um sie gemäß den Bedürfnissen zahlungskräftiger älterer Kunden ‚auszuschlachten‘.“ Zum Vergleich: Vierzig Jahre später richtete Tobias Rathjen in seinem Bekenner-Video auf Englisch einen „Appell an die Amerikaner, die USA seien unter Kontrolle unsichtbarer Geheimgesellschaften. Es gebe militärische Untergrundbasen, in denen dem Teufel gehuldigt und Kinder missbraucht und getötet würden.“ (Tagesspiegel, 21.2.2020) Im Jahr 2008, als RTL sich ans Remake von Fleisch machte, waren die Organentnahmepraktiken aus China schon bekannt, wo die Verwertung von Körperteilen zahlreicher Hingerichteter gängige Praxis ist. Aus den Jahren ab 2013 stammen glaubwürdige Berichte über Folter und Organentnahmen im Sinai, die dort ansässige Beduinen zum Teil am lebendigen Leib an afrikanischen Flüchtlingen begangen haben. Natürlich spielt der Film Fleisch nicht in Deutschland, aber auch nicht in einem an China gemahnenden autoritären Staat oder einer einsamen Wüste, sondern wurde in dem Land angesiedelt und teilweise gedreht, von dem die deutschen Horsts (Erler wurde 1933 auf dem Höhepunkt des Horst-Wessel-Hypes bei der Vergabe von Jungennamen geboren) immer schon wussten, dass die übelsten Schurkereien im Verbund von organisiertem Verbrechen und Staat institutionalisiert sind. Ein Umstand, der natürlich darauf zurückzuführen ist, dass das große Geld und eine immer schon entwurzelte Masse hartherziger Egoisten ein kulturfremdes Staatswesen gegründet haben. In seinem unmittelbar vor der Mordtat im Netz veröffentlichten Manifest wiederholte Rathjen, was er dem Generalbundesanwalt geschrieben hatte, ergänzte das aber um „eine Liste von mehr als zwei Dutzend Ländern, deren ‚Völker komplett vernichtet werden müssen‘, es sind Staaten im arabischen und asiatischen Raum, von Marokko bis zu den Philippinen (und Israel, das in der Aufzählung des Spiegels fehlt, Anmerkung J.W.). ‚Danach‘, so heißt es weiter in dem Papier, ‚muss die Fein-Säuberung kommen, diese betrifft die restlichen afrikanischen Staaten, Süd- und Mittelamerika, die Karibik und natürlich das eigene Volk.‘ Seine Heimat sei ‚ein Land, aus dem das Beste und Schönste entsteht und herauswächst, was diese Welt zu bieten hat‘. Die Deutschen ‚hätten die Menschheit als Ganzes emporgehoben‘. Allerdings seien nicht alle Bundesbürger ‚reinrassig und wertvoll‘, er könne sich ‚eine Halbierung der Bevölkerungszahl‘ vorstellen.“ (Spiegel, 21.2.2020) Nicht unbedingt durch diese Vernichtungsphantasien unterscheidet sich Rathjen von der Mehrheit der Schizophrenen, die mit zum Beispiel Asbestplatten gegen Strahlen oder andere schädliche Einflüsse ihre Wohnung sichern oder bestimmten Menschen penibel aus dem Weg gehen und aggressiv nur dann in Erscheinung treten, wenn man ihnen Hilfe angedeihen lassen will. Zwar weiß niemand genau, was in den PC- oder Hirnkästen von Leuten herumspukt, die davon überzeugt sind, sich gegen manipulierende und sie perspektivisch auslöschen wollende fremde Mächte wehren zu müssen, ohne dass ihr Umfeld oder die Behörden sie darin unterstützen würden. Schon die das eigene Ich besetzenden Mächte sind viel zu konkret gezeichnet, die Geheimdienste oder eine ganze Untergrundarmee bemühende Rationalisierung der eignen Krankheit rufen Vernichtungsphantasien (natürlich in Notwehr) mit einiger Wahrscheinlichkeit auf den Plan. Nur geschieht in der Regel nichts, oder es werden wie in den Attentatsfällen Lafontaine und Schäuble zwei sehr unterschiedliche Politiker ins Visier genommen. Und doch tun sich dabei Parallelen zu einem deutschen Film und einem deutschen Ausländermörder auf. Adelheid Streidel, die Lafontaine-Attentäterin, erklärte „bei ihrer Vernehmung, sie habe einen Politiker töten wollen, ‚weil ich ein Signal setzen wollte‘, dass es in Deutschland Fabriken gibt, wo Menschen getötet werden. Was Adelheid Streidel der Öffentlichkeit unbedingt mitteilen will, lautet mit kleinen Variationen so: Sie sei von ‚Wissenschaftlern‘ informiert worden, dass es in der Bundesrepublik und überall auf der Welt ‚Menschenfabriken‘ gebe, in denen tausende Menschen getötet und zu Fleischkonserven verarbeitet werden.“ (Taz, 1.11.1990) Zweierlei Vernichtungswunsch Tobias Rathjens Opferauswahl – eine Shishabar hat er persönlich ausgespäht – verdeutlicht, dass Ausländerfeindlichkeit seine Objektwahl bestimmt hat. Auch wenn es wahrscheinlich ist, dass er seinen Rassenwahn im Zuge von Netzrecherchen auf den modernen Stand gebracht hat, besteht zwischen diesen Funden und der Mordtat kein kausaler Zusammenhang. Der Konsum von auch ganz legalen Filmen, in denen Foltermorde in großer Zahl naturalistisch dargestellt werden, verweist zwar auf einen problematischen Menschentyp, der sich daran aufgeilt. Die Legende von den Nachahmungstätern, die zum Beispiel an der Freundin vornehmen, was sie möglicherweise mit ihr gemeinsam angesehen haben, geht dennoch nicht auf – zu selten sind solche Fälle. Ähnlich verhält es sich mit rassistischen Welterklärungen und sich daran anknüpfenden Vernichtungsempfehlungen. Problematisch genug, dass man derartiges Material nie gänzlich indizieren kann, dennoch sind diejenigen, die es sich mit Befriedigung ansehen, mehr vom Reiz des Verbotenen und Unsagbaren fasziniert als vom Drang zur Nachahmung erfüllt. Grundsätzlich anders wäre die Situation, wenn der Vernichtungswunsch gegen Angehörige einer bestimmten Gruppe Bestandteil der Sozialisation des Täters war, wenn sein gesamtes Umfeld ihn teilt, allgemein anerkannte und für sakrosankt erklärte ideologische Instanzen ihn bekräftigen und jeder Einspruch ungehört verhallt, weil er nicht aus der eigenen Ingroup, sondern einem verachteten und befeindeten Außen kommt. In diesem Fall verschwindet der Unterschied zwischen einem Verhaltensauffälligen und einem psychisch unauffälligen anderen Mitglied der gleichen Community. Denn wer von beiden dann die jüdische Nachbarin ermordet, ist Zufall, beide sind in gleicher Weise ideologisch aufgerüstet. Die Diagnose paranoide Schizophrenie hätte dann keinen Sinn mehr, denn die Abweichung der Wahnwelt des Kranken von einer „gesunden“ Norm wäre nicht mehr messbar. In diesem Fall, also dem des islamischen Antisemitismus und der ebenfalls islamischen Feinderklärung gegen die Angehörigen von ungläubigen Köterrassen, verschwinden die Restbestände von Vernunft und Humanität, die als Korrektiv das Schlimmste verhüten können. In dieser Konstellation ergäbe der anklagende Verweis auf die Glaubensartikel und Indoktrinationspraktiken einer abgeschlossenen und gegenüber nicht Dazugehörigen feindseligen Gemeinschaft nicht nur Sinn, sondern müsste Anlass für rigoroses repressives Eingreifen sein. Die Videos und Texte wie die des Christ­church-Mörders Branton Barrant sind marginal und stehen zumeist schon nach kurzer Zeit auf dem Index; jeder Konsument weiß es schon deshalb, weil er sie so leicht gar nicht mehr findet. Wichtiger aber ist, dass es die geschlossene Community nicht gibt, die den Vernichtungsszenarien den Nimbus unhinterfragbarer Wahrheit verleihen könnte. Die Fans solchen Materials sind angreifbar, nur ganz unter sich – also im Chat, denn zumeist kennen sie sich nicht persönlich – dürfen sie sich einig sein. Schon im näheren Umfeld verhalten sie sich vorsichtig, wissen sie doch, dass sie im Fall des offenen Bekenntnisses zur Botschaft ihrer Lieblingsseiten Freunde, Kollegen und Verwandte, an denen ihnen gelegen ist, vor den Kopf stoßen würden. Sie sehen sich einem Realitätsprinzip ausgesetzt, das über die politischen Lager hinweg ihre Mordlust samt Begründung verwirft. Nur ganz wenige von ihnen schreiten als avantgardistische Bekenner zur Tat, die meisten bringen diese Phase hinter sich, ohne je wieder darauf zurückzukommen. Die öffentlich vorgenommene Ausdeutung von Rathjens schriftlichen und als Video aufgenommenen Bekenntnissen will in den Schlussfolgerungen weit über den unerfreulichen Befund hinaus, dass hier einer losgeschlagen hat, der in kein Präventionskonzept hineinpasst. Zwar würden alle dem Spiegel folgen, der befand, dass Rathjen „gefährlich irre und irre gefährlich“ war, aber das genügt der aktionswilligen Interpretationsgemeinschaft ganz und gar nicht: „Der Mörder von Hanau hatte offenbar Wahnvorstellungen und war ein Rassist. Er handelte als Einzeltäter – aber er war nicht allein in seiner Welt.“ Das ist das Stichwort, das bezogen auf paranoid Schizophrene zwar offensichtlich unsinnig ist, denn niemand ist so allein wie ein Stimmenhörer, es genügt aber offensichtlich, um auf Feindfahrt zu gehen gegen Netzwerke, prominente Einzelpersonen und eine politische Partei, die anders als Rathjen und seine möglichen Stichwortgeber gerade nicht mit Auslöschungsprogrammen hausieren gehen und zumeist auch nicht von rassischer Minderwertigkeit bestimmter Bevölkerungsgruppen sprechen. Wäre es so, dass Aufrufe zum Massenmord an Ausländern zum Repertoire von immer mehr öffentlich zugänglichen Internetauftritten gehörten, dass gleich Handlungsanweisungen mitgeliefert werden würden, dann ließe sich mit einigem Aufwand an Spekulation ein Zusammenhang zwischen der dann omnipräsent zur Gewalt anstachelnden rassistischen Agitation und der Objektwahl eines paranoid schizophrenen Täters herstellen. Von Walter Lübcke zu Walther Rathenau Die Repräsentanten des antifaschistischen Deutschland operieren mit der schlichten Unterstellung, dass bestimmte tatsächliche oder gewähnte „Hassreden“ bereits die Mörder auf den Plan riefen, ohne auch nur zu versuchen, dafür Beweise vorzubringen. Gegen die Aufnahme von Flüchtlingen zu agitieren heißt noch lange nicht, sie umbringen zu wollen, und Politiker zu beschimpfen und zu bedrohen kann zu Gewalt führen, hat aber nichts mit rassistischen Vernichtungsphantasien zu tun. Die Schimpfreden der sogenannten Wutbürger, ihre merkwürdigen Beweise über den Verrat der Politik – dieses ungute Bruddeln, Stänkern, Verdächtigen, Drohen –, verbunden mit der Unwilligkeit, zum Beispiel den vom Islam bedrohten Migrantinnen beizustehen, ist gewiss unangenehm. An die Verbesserung schlechter Verhältnisse, die sie zumeist noch nicht einmal präzise benennen, ist mit diesen Leuten nicht zu denken, was natürlich auch für die von ihnen präferierte Partei oder Websites wie Political Incorrect gilt. Und dennoch: Sie alle sind, womöglich unfreiwillig, an einen eben doch vorhandenen Konsens gebunden, der die Taten zum Beispiel des NSU genauso verwirft wie den versuchten Judenmord in Halle oder eben die Hanauer Morde. Anlässlich einer aktuellen Stunde im Bundestag hat die von solchen Überlegungen vollkommen unbeeindruckte Christine Lambrecht (SPD) mit einem so unglaubhaften wie lächerlichen Einsatz von Emotion ein Ursache-Wirkungs-Mechanismus, den sie natürlich Gewaltspirale nennt, an die Wand gemalt, der nicht aufgeht, aber symptomatisch ist: „Die Bundesjustizministerin erinnert an den Mord an Walter Lübcke und den Anschlag von Halle, bei dem drei Menschen ums Leben kamen. Menschen würden abgewertet, es gebe Beleidigungen und Drohungen – ein Nährboden für rechtsextreme Taten wie die in Hanau. Sie beschreibt das Phänomen als ‚Gewaltspirale‘, die letztlich in Mord gipfele. ‚Das haben Sie am rechten Rand von der AfD bis heute nicht richtig verstanden, dass das die Spirale ist, die am Ende solche Taten stehen lässt‘, fängt die SPD-Frau an, gegen die AfD zu wettern. Sie will ihre Aussage anhand eines Beispiels verdeutlichen und zitiert aus einem Drohbrief gegen Staatsminister Michael Roth. Darin zu lesen: Man wolle dem Politiker ‚die Wampe aufschneiden‘. In einer früheren Debatte war aus dem Schreiben zitiert worden. Der Zwischenruf der AfD sei damals gewesen: ‚Gerechter Zorn‘. Lambrecht kann nicht an sich halten, bezeichnet diese Äußerung als ‚widerlich‘. Sie ruft der AfD-Fraktion zu, dass man sich für derartige Entgleisungen schämen solle. Nach der inbrünstigen Abschweifung ist die SPD-Politikerin kurz heiser – fängt sich nach einem kurzen Räuspern jedoch wieder.“ (Focus, 5.3.2020) Dass der bewusste Briefeschreiber zornig gewesen ist, mag sein, was an seiner Drohung gerecht sein soll, ist schleierhaft; wenn das Wort nicht so abgedroschen wäre, könnte man den Zwischenruf des AfD-Politikers als widerwärtig bezeichnen. Nur reicht ein anonymer Drohbrief an einen Politiker genauso wenig aus, um einen entsprechenden Vollstrecker in Marsch zu setzen, wie ein ihn verharmlosender Zwischenruf. Rechtsextremistische oder nationalchauvinistische Propaganda kann durchaus ursächlich für politische Morde sein, wie die so hartnäckig und immer falsch bemühte Geschichte lehrt. In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg war es allerdings kein anonymer Briefeschreiber, der den Slogan „Schlagt tot den Walther Rathenau, die gottverdammte Judensau“ zuerst verwendet hat, sondern ganze Kolonnen von bewaffneten Jungmännern, die den Freikorps angehörten, deren Elite als Organisation Consul dann zur Tat schritt. Die antisemitischen Drohbriefe stammten damals nicht von einem vereinsamten Durchgefallenen, sondern erschienen als Leitartikel, wie die von Ludwig Thoma unter Pseudonym 1920/21 im Miesbacher Anzeiger veröffentlichten. Der Rassismus steht zwar ganz im Vordergrund der Warnungen vor den Mitbewohnern von Rathjens Welt, doch es wird alles getan, das Bild vom rundum profilierten Rechtsextremen zu vervollständigen, und da darf der Antisemitismus nicht fehlen, der wegen der Aufführung Israels unter den Ländern in Rathjens Vernichtungsliste eigentlich nicht gesondert nachgewiesen werden müsste. Aber das reicht deutschen Antisemitismuskritikern, die zugleich ein Herz für Israelkritik haben, nicht aus. Wenn einer im gleichen Manifest behauptet, die USA hätten die Anschläge vom 11. September 2001 „selbst ausgeführt“ (Tagesspiegel, 21.2.2020) und dann konstatiert, die Menschheit werde „von einer ganz kleinen Elite für dumm verkauft, welche über ein Geheimwissen verfügt“ und die Forderung anschließt, amerikanische Staatsbürger sollten aufwachen und gegen diese Zustände „jetzt kämpfen“, ist für viele der Beweis erbracht, dass so etwas nur aus der ganz rechten Ecke stammen könnte. Durchaus stellvertretend für eine linksliberale deutsche Öffentlichkeit folgerte der Tagesspiegel messerscharf: „Dieser Verfolgungswahn ist typisch für viele Rechtsextremisten, aber vor allem auch für Reichsbürger, die der Bundesrepublik die staatliche Legitimation absprechen. In der Szene ist der Glaube weit verbreitet, der Staat sei ein Feind, der unschuldige Bürger zerstören wolle. Daraus wird das Recht auf Widerstand abgeleitet, bis hin zum Einsatz von Waffen. Und auch Horst Mahler, eine der Galionsfiguren für Neonazis und Reichsbürger, hat in einem Prozess behauptet, die USA seien selbst Urheber der Anschläge von 9/11 gewesen.“ Dabei legt das Zitat den Rückschluss auf mehrere, scheinbar ganz unterschiedliche Tätermilieus nahe: Es könnte wahlweise von einem Sympathisanten des Islam, oder des BDS, oder der Zeitschrift Konkret oder von insbesondere amerikanischen Rechtsextremen stammen. Statt dauernd auf die völlig überbewerteten Reichsbürger zu deuten, wäre es doch viel einleuchtender, die Präambel des kleinen Katechismus der deutschen Linken seit der APO zu bemühen, in der es heißt: Wenn Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht. Damit wurde und wird der Bundesrepublik Deutschland die staatliche Legitimation abgesprochen und zu einem Feind erklärt, der unschuldige Bürger kaputt mache, weshalb sie selber in Notwehr kaputt zu machen sei. Die Behauptung Horst (!) Mahlers, der amerikanische Staat – vertreten durch seine Dienste – sei für die Attentate vom 11.9.2001 verantwortlich, deutet weit mehr auf eine ungebrochene Kontinuität in der deutschen radikalen Linken hin, zu der er lange genug gehört hatte, als auf rechtsextreme Überzeugungen. Deutsche Rechtsextreme haben nach 9/11 den Fokus auf die nichtdeutsche Herkunft der in Deutschland beheimateten Täter gelegt, während Hermann Ludwig Gremliza im November 2001 ein Exklusiv-Interview mit einem irren Ex-Diplomaten an prominenter Stelle ins Heft nahm, das die CIA-Verschwörung nahelegt. Im Übrigen dürfte bekannt sein, dass es, kaum waren die Täter ermittelt, ein allgemeines Bescheidwissen in der islamischen Welt gab, wonach jüdische Kreise in den USA und Israel verantwortlich seien, um es dann den unschuldigen Moslems in die Schuhe zu schieben. Unteilbar im Kampf gegen Giftmischer Die Leser des Tagesspiegels hat die durchsichtige Lügenkonstruktion eines linksliberalen Meinungskolporteurs nicht zum Widerspruch herausgefordert, denn im Februar 2020 ging es auch ihnen längst um mehr als die Wahrheit. Sprach die Kanzlerin nach den Hanauer Morden noch vom Gift, das der Rassismus für unsere Gesellschaft darstelle, setzte ihr Möchtegernnachfolger Röttgen noch einen drauf und erklärte: „Wir müssen das Gift bekämpfen, das von der AfD und anderen in unsere Gesellschaft getragen wird“ (Tagesspiegel, 20.2.2020), was ja nicht nur bedeutet, dass die Giftmischer zu jagen seien, sondern auch auf besondere Veranlassungen gegen im Volk sich bewegende Vergiftete hindeutet. Wer ganz unteilbar gestimmt bekundet, man wolle sich nicht spalten lassen, ist längst davon überzeugt, dass es Spaltprodukte gibt, mit denen gesondert zu verfahren sei. Was Heiko Maas mit seiner Forderung, „den Rechtsextremen“ sollte gezeigt werden, „das ist nicht euer Land, das ist unser Land“ (Spiegel, 20.2.2020), als Konsequenz nur andeutet, spricht die linke Geisteselite ganz unverkrampft aus: „Die Wegbereiter der Gewalt haben Namen und Adresse: Sarrazin, Broder, Tichy, und andere, die die Verrohung des Diskurses vorangetrieben haben. Zuerst kommen die Worte, dann die Taten“, twitterte Jakob Augstein am 20.2.2020 als Kommentar zu Hanau. Am selben Tag zog der Satiriker Jan Böhmermann nach, der ein Zitat von Claudia Roth aus dem Jahr 2019 übernahm, das Roland Tichy im Februar 2020 vor Gericht erfolglos verbieten lassen wollte: „Wir müssen die Stichwortgeber benennen, all diese neurechten Plattformen, deren Geschäftsmodell auf Hetze und Falschbehauptungen beruht – von Roland Tichy über Henryk M. Broder bis hin zu eindeutig rechtsradikalen Blogs.“ Auf die Stichwortgeber kommt es an, weniger auf den ehemaligen FAZ-Redakteur, der eine erfolgreiche irgendwie neurechte Netz-Zeitschrift betreibt und den früheren Berliner Senator mit SPD-Parteibuch, der Bestseller gegen die herrschende Einwanderungspolitik gelandet hat, sondern vor allem auf den deutschlandkritischen jüdischen Journalisten und Israel-Freund, der sich zum blanken Entsetzen aller politisch Korrekten einmal von Alice Weidel hat umarmen lassen. Broder, der als einziger prominenter und dabei auch unabhängiger Journalist in Deutschland Dinge sagen darf, die anderen den Job kosten würden, ist der eigentliche Giftmischer in den Augen von Leuten, deren Phantasie von der eines Tobias Rathjen so viel nicht trennt. In seinem Appell an die Nachwelt, ihn einmal ehrend unter die Retter der Heimat aufzunehmen, ist Rathjen nicht in der Wortwahl, wohl aber im Sinn durchaus anschlussfähig an demokratische „Diskurse“, die im Namen höherer Ziele ganz standortbezogen am Existenzrecht unbelehrbarer oder zu teuer kommender Mitbürger rütteln. Rathjen war davon überzeugt, die Deutschen „hätten die Menschheit als Ganzes emporgehoben“, und damit es auch so bleibt, wurden von ihm Notstandsmaßnahmen gegen genetisch vergiftete Zersetzer des Volkskörpers angemahnt, schließlich seien nicht alle Bundesbürger „reinrassig und wertvoll“, weshalb er sich „eine Halbierung der Bevölkerungszahl“ vorstellen konnte. Reinrassig würden sich die vom unteilbaren Deutschland das Menschenmaterial eines besseren Deutschland bestimmt nicht wünschen, aber wertvoller als es heute ist, sollte es dann doch sein. Weg mit den Umweltsäuen! Danny Hollek, eine Nachwuchskraft des deutschen Staatshumors, hat anschlussfähig an eine verrohte Klima-Jugend, deren offiziöse Organisation „Fridays for Future Germany“ kurz vor Weihnachten getwittert hatte: „warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei“, als Verfasser der im Dezember 2019 im WDR von einem Kinderchor vorgetragenen Umdichtung von Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad, die mit dem drohenden Zitat Greta Thunbergs „We will not let you get away with this!“ endet, den Ton der Zeit getroffen. Er hat damit nicht etwa eine ethnische Minderheit oder Angehörige einer bestimmten Religion ins Visier genommen, sondern ein Drittel der deutschstämmigen Bevölkerung wegen gemeinschädigenden Verhaltens dem Hohn und der Verachtung preisgegeben. Der berechnende Hinweis auf das Alter der Umweltsäue, mithin die eingeschränkte oder gar erloschene Leistungsfähigkeit, verweist auf eine deutsche Praxis, die vor der Vernichtung der Juden sich an die Eliminierung lebensunwerten, garantiert unproduktiven Lebens machte. In einem Land, dessen höchstes Gericht kurz vor dem Corona-Shutdown noch schnell den selbstbestimmten Tod und die dafür zuständigen Totspritz-Agenturen abgesegnet hat, sind dank der Darbietungen von professionellen Anleitern der Jugend die Dämme längst gebrochen, die die Mehrheit von den Rathjens eigentlich trennen sollte. Im März 2020 war es ein vom öffentlich-rechtlichen Internet-Angebot funk, also von ARD und ZDF beauftragtes Browser Ballett, das 2019 mit dem Grimme-Preis in der Kategorie Kinder und Jugend ausgezeichnet worden ist, das ganz unverkrampft lebensunwertes Leben über 65 Jahren bzw. über 100 Kilo Gewicht einem gerecht selektierenden Vernichter überantwortet hat: „In einem Video des ‚Bohemian Browser Ballett‘ hebt Satiriker Schlecky Silberstein die vermeintlich positiven Effekte des Virus hervor. Dieses sei fair, denn ‚es rafft die Alten dahin, aber die Jungen überstehen diese Infektion nahezu mühelos. Das ist nur gerecht, hat doch die Generation 65+ diesen Planeten in den letzten fünfzig Jahren voll gegen die Wand gefahren‘. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die zweite Risikogruppe, seien vor allem in den entwickelten Wohlstandsnationen zu finden, beziehungsweise dort, wo die Menschen einfach ein bisschen fetter sind. Welche Nation trifft das am Meisten? Die USA‘. Diese hätten den Planeten ‚mit ihrer ,Wachstum-um-jeden-Preis‘-Politik schon immer in die Bredouille gebracht‘. Silberstein fabuliert, das Coronavirus sei also vielleicht einfach nur eine Antwort auf den Turbokapitalismus. Der Flugverkehr breche ein, die Produktion werde zurückgefahren und der Konsum gehe zurück. ‚Eine bessere Nachricht gibt es doch gar nicht für diesen Planeten‘. Es gebe sowieso ‚viel zu viele von uns‘, so Silberstein. ‚Mit weniger Menschen gibt es weniger Ressourcenknappheit und damit weniger Hunger, weniger Krieg und weniger Fluchtursache‘. Wahrscheinlich sei das Coronavirus also einfach nur ein ‚schöner und sinnvoller Reflex der Natur, um uns Menschen mal wieder zu sagen, wer hier eigentlich die Hosen an hat. Corona ist deshalb da, weil wir es nicht anders verdient haben‘.“ (Welt, 14.3.2020) Vielleicht wird der nächste Massenmörder wie Niels Högel, der zwischen 2002 und 2005 mindestens 97 vorwiegend alte Menschen ermordet hat, wieder im Krankenhaus tätig werden und jene, „die den Planeten voll gegen die Wand gefahren haben“, zum Zwecke bevölkerungspolitischer Ressourcengerechtigkeit mit dem Coronavirus infizieren. Lügen tun wir alle Für sein Umfeld stellen sich die paranoiden Verfolgungsszenarien eines Schizophrenen wie Lügen dar, die es mit geduldiger Aufklärung zu entkräften sucht, bevor es sich von ihm zurückzieht. Der Kranke lügt nicht, er kann die Wahrheit nur nicht mehr sehen und entwirft seine völlig abgedichtete wahnhafte Gegenstrategie. Das unteilbare Deutschland, das wegen Tobias Rathjens Untaten zur öffentlichen Fahndung nach und zur Unschädlichmachung von Giftmischern und anderen Wegbereitern der Gewalt aufruft, hat sich seit dem Sommer 2015 ausdrücklich für die Lüge als moralisches Prinzip entschieden. Am Dichter des Liedes von der Umweltsau lässt sich nachvollziehen, dass besonders Frauen und Männer aus der Medienwelt, die zwar auf keine inneren Stimmen hören, dafür aber auf die von Klassikern des gesellschaftskritischen Fernsehfilms, in dem sich kleine und große Katastrophen-Propheten im Gefolge Horst Rainer Erlers tummeln, so sehr in ihrer Welt eingeschlossen sind, dass irgendwann das betont humorvolle Akklamieren einer häufig tödlich verlaufenden Bedrohung für vor allem alte und „vorerkrankte“ Menschen ihre Heilsbotschaft an die Welt sein wird. Der lustvolle Umgang mit dem Wort Vernichtungsphantasie, das zumeist in keinem Zusammenhang mit der Intention, geschweige denn der Handlungen der dafür Gescholtenen steht, weist auf gar nicht mehr so geheime Wünsche hin, selber einmal vollstrecken zu dürfen, gegen Pöbler, Spalter und andere Wegbereiter von Gewalt, zu der die Versündigung am Planeten genauso gehört wie neurechte Agitation. Im Jahr 2016 veröffentlichte die Taz eine Sonderbeilage, die für einen Workshop für Nachwuchsjournalisten der taz Panter Stiftung warb, „zu dem TeilnehmerInnen ausgewählt wurden, die eingeladen waren, eine eigene Ausgabe zum ‚Lügen‘ zu erstellen“. Der politisch stets ehrgeizige Danny Hollek stellte sich damals den Taz-Lesern so vor: „An der Heinrich-Heine-Universität bin ich sowohl mit dem Studium der Philosophie als auch dem Studium des Judentums [!] beschäftigt. Ich bin als freier Journalist tätig und dokumentiere die extreme Rechte und arbeite als freier Mitarbeiter beim WDR in Düsseldorf. Lügen tun wir alle. ‚Lügner!‘ schreien jedoch nur jene, denen die Welt zu komplex ist. Auf extrem rechten Demonstrationen erfahre ich, wozu eingeengte Weltbilder und die Überforderung mit der Medienwelt führen kann. Aus dem Vorwurf der Lügen werden ganz schnell Vernichtungsfantasien.“ Justus Wertmüller (Bahamas 84/2020) Redaktion Bahamas 1995–2020 · Datenschutzerklärung
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Wer war Jassir Arafat?
Jassir Arafat (* 24. August 1929 in Kairo, Ägypten; † 11. November 2004 in Clamart, Département Hauts-de-Seine, Frankreich), , ursprünglich , Kunya: , war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war seit dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1957 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge und Bombenattentate auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte. Jahrzehntelang galt Arafats Bemühen der Vernichtung Israels; als strategische Mittel zur Umsetzung dieses Ziels favorisierte er Gewalt gegen israelische Bürger und Zivileinrichtungen, die den Staat grundlegend destabilisieren, seine Bürger verunsichern und Israel letztendlich zur leichten Beute eines Angriffs arabischer Armeen machen sollte. Arafats Unterstützung der irakischen Invasion Kuwaits hatte die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 zur Folge. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachte Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. 1994 erhielt er dafür gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2000 verhandelte Arafat mit Israels damaligem Regierungschef Ehud Barak und dem damaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, erfolglos über die Gründung eines unabhängigen, palästinensischen Staates. Nach dem Scheitern von Camp David II unterstützte Arafat die Zweite Intifada, wodurch er in seinen letzten Lebensjahren vor allem außenpolitisch an Einfluss verlor. Erst nach dem Tod Arafats waren führende palästinensische Vertreter bereit, sich für Arafats Unterstützung Saddam Husseins und der Invasion in Kuwait zu entschuldigen. Die Beurteilungen seiner Person gehen weit auseinander, von Freiheitskämpfer über Guerillakämpfer bis Terrorist. Leben Jassir Arafat wurde übereinstimmenden Erkenntnissen verschiedener Biographen zufolge in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Arafat hingegen behauptete häufig, in Palästina geboren worden zu sein, wobei er im Laufe der Zeit widersprüchliche Angaben machte. Mal behauptete er, in der Altstadt Jerusalems geboren worden zu sein, mal im Gazastreifen. Sicher ist, dass sein Vater aus Gaza und seine Mutter aus einer angesehenen Jerusalemer Familie stammten. Sie hatten in den 1920er Jahren geheiratet und waren nach Kairo ausgewandert. Jassir war das sechste von sieben Kindern. Als er etwa vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Um den Vater mit den sechs Halbwaisen zu entlasten, nahm der Bruder der Mutter, Salim Abu Saud, Jassir und seinen jüngeren Bruder zu sich nach Jerusalem, das damals zum britischen Mandatsgebiet Palästina gehörte. Er lebte dort vier Jahre. Frühe Jahre Als er nach der erneuten Heirat seines Vaters nach Kairo zurückkehrte, besuchte er die Schule und später die Universität, an der er Elektrotechnik studierte. Eine Zeit lang beschäftigte er sich mit der jüdischen Kultur, hatte jüdische Bekannte und las zionistische Werke z. B. von Theodor Herzl. 1946 soll Arafat intensiven Kontakt mit Mohammed Amin al-Husseini, dem mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem, gehabt haben, der in Ägypten Asyl gefunden hatte. Al-Husseini war ein entfernter Verwandter Arafats. Dass er jedoch der Onkel Arafats gewesen sei, ist eine Legende. Arafat engagierte sich nun aktiv in der arabischen Nationalbewegung in Palästina. Zu dieser Zeit war er ein Befürworter der militärischen Konfrontation und beschaffte Waffen, die ins Mandatsgebiet geschmuggelt wurden. In Kairo hatte sich Jassir Arafat mit Abd al-Qadir al-Husseini angefreundet, der die Einheiten palästinensischer Araber in der Region Jerusalem anführte. Als Arafat von Abdel Khader al-Husseinis Tod im Palästinakrieg bei der Schlacht am Kastel-Berg im April 1948 hörte, brach er sein Studium in Kairo ab und nahm aktiv am Krieg teil. Er trat der Moslem-Bruderschaft bei, die im Gazastreifen und in der Schlacht bei Kfar Darom kämpfte. Als die ägyptische Armee am 15. Mai 1948 in den Palästinakrieg eingriff, wurde Arafat und seiner Einheit befohlen abzuziehen. Dies war für ihn ein prägendes Erlebnis. Er beschuldigte später die arabischen Staaten des Verrates, weil sie den Palästinensern nicht geholfen hätten, die Schlacht zu gewinnen, und ihnen nicht erlaubt hätten zu kämpfen. Die palästinensischen Araber erlitten eine militärische Niederlage gegen Israel. Etwa 750.000 Palästinenser wurden vertrieben oder ergriffen die Flucht und lebten von da an überwiegend als Staatenlose in den Nachbarländern. In den 1950er Jahren studierte Arafat an der Universität Kairo. 1952 gründete er die Generalunion Palästinensischer Studenten (GUPS), der er bis 1957 vorstand. Ende 1952 wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser vorübergehend verhaftet. 1956 verließ er die Universität als diplomierter Ingenieur und gründete die Union der Palästinensischen Hochschulabsolventen. Danach meldete er sich freiwillig zur ägyptischen Armee und kämpfte im Sueskrieg 1956 gegen Frankreich, Großbritannien und Israel. Er war Leutnant in der ägyptischen Armee und galt als Sprengstoffexperte. Noch im selben Jahr ging er nach Kuwait, wo er als Ingenieur arbeitete und ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. Gründung der Fatah 1957 gründete er in Kuwait zusammen mit Chalil al-Wazir (Abu Dschihad) die erste Zelle der Bewegung zur Befreiung Palästinas (al-Fatah), aus der 1959 die gleichnamige politische Partei hervorging. Ab 1958 war Arafat Vorstandsmitglied und ab 1968 Vorsitzender der Fatah. Durch seine aktive Teilnahme an der Schlacht von Karame 1968 begründete er seinen Heldenmythos und war ab 1969 Vorsitzender der PLO, die 1964 durch die Arabische Liga ins Leben gerufen worden war. Ende der 1960er Jahre wuchsen die Spannungen zwischen der PLO und der jordanischen Regierung; palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien etabliert und kontrollierten strategische Positionen wie die Öl-Raffinerien bei Zarqa. Jordanien betrachtete diese Umstände als eine wachsende Bedrohung seiner Souveränität und seiner Sicherheit und versuchte, die palästinensischen Milizen zu entwaffnen. Im Juni 1970 brachen nach einem fehlgeschlagenen palästinensischen Attentat auf den jordanischen König offene Kämpfe aus, die mit der Flucht der PLO aus Jordanien in den Libanon endeten. Wurde die Schlacht von Karame als erster historischer Sieg der PLO angesehen, so erlitt sie unter Arafats Führung 1970 mit dem Schwarzen September eine schwere Niederlage. Dieser musste zunächst nach Kairo, dann in den Libanon fliehen. Aufsehen erregte der historische Auftritt Arafats vor der UN-Vollversammlung am 13. November 1974, bei dem er in Uniform, mit der Kufiya und umgeschnalltem Pistolenholster eine Rede hielt, die von arabischen und kommunistischen Staaten mit Begeisterung aufgenommen wurde. In der Rede reklamierte Arafat den alleinigen Machtanspruch über Palästina für die PLO. Er sprach davon, eine Welt ohne Kolonialismus, Imperialismus, Neokolonialismus und ohne „Rassismus in all seinen Ausformungen, einschließlich des Zionismus“ schaffen zu wollen. Arafat vermied es, von Israel zu sprechen, um dem Staat jegliche Legitimität abzusprechen, und verwendete stattdessen den Begriff zionistische Entität. Den Zionismus stellte er in dieser Rede als eine imperialistische, kolonialistische und rassistische Ideologie dar, die – dezidiert reaktionär und diskriminierend – mit dem Antisemitismus gleichzusetzen sei. Ferner wiederholte er ein altes antisemitisches Stereotyp, wonach der Zionismus wolle, dass die Juden ihren Heimatländern keine Loyalität entgegenbrächten und sich über ihre Mitbürger erhöben. Er sprach der UNO das Recht ab, das unteilbare Heimatland der Palästinenser zu teilen, und wies damit den Teilungsbeschluss von 1947 zurück. Auch behauptete er, der Palästinakrieg von 1948 sei von Israel und nicht von den arabischen Staaten begonnen worden. Die PLO erhielt als legitime politische Vertretung der Palästinenser Beobachterstatus bei der UNO. Das Palästinensertuch – drapiert wie die Konturen Palästinas – gehörte ebenso wie das Holster auch später zu seinen Markenzeichen, ohne die er selten auftrat. Eine weitere bedeutende Rede hielt er am 13. Dezember 1988. Ein Novum war hier, dass die PLO die UN-Resolution anerkannte und Willen zum Kompromiss zeigte. Die gewaltsamen Aktionen der PLO wollte Arafat allerdings als legitimen Widerstand verstanden wissen. In dieser Rede wird auch jene Interpretation der Resolution 194 der UN-Vollversammlung bekräftigt, nach der diese das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge garantiere, womit er eine Doktrin festlegte, die auch heute noch, zumindest in offiziellen Verlautbarungen der PLO, Bestand hat. In der Rede gestand Arafat den Juden nicht explizit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung zu und akzeptierte nicht ausdrücklich, dass Israel ein jüdischer Staat sein könnte. Als Konsequenz des israelischen Libanonfeldzugs gegen das Hauptquartier der PLO in Beirut im Juli/August 1982 musste Arafat nach Tunesien fliehen. Er verließ mit seinen Gefolgsleuten das von Israel besetzte Beirut und errichtete einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis. Der Weg zur internationalen Anerkennung 1988 erkannte Arafat Israel indirekt an und erklärte 1989 die PLO-Charta von 1964, in der zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wurde, für hinfällig. Im Jahre 1990 begrüßte Arafat den irakischen Einmarsch in Kuwait und solidarisierte sich mit Saddam Hussein. Die reichen arabischen Ölstaaten an der Seite des Kriegsgegners USA froren daraufhin ihre finanzielle Unterstützung der PLO ein. Eine weitere Folge war die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachten Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. Statt das Ende abzuwarten, sympathisierte Arafat 1991 noch während des laufenden Augustputsches gegen Michail Gorbatschow mit den Putschisten, womit er einen langjährigen Unterstützer verärgerte. Am 7. April 1992 überlebte Arafat einen Absturz einer Passagiermaschine der Air Bissau aufgrund eines Sandsturms in der libyschen Wüste. Arafat wurde in einem Krankenhaus in Misrata aufgrund eines Blutgerinnsels von dem Chirurgen Meftah Shwedy mehrmals am Gehirn operiert und am rechten Auge behandelt. Am 13. September 1993 kam es bei der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung über die vorübergehende (palästinensische) Selbstverwaltung zwischen dem Staat Israel und der PLO in Washington zu einem historischen Handschlag zwischen Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Jizhak Rabin. Friedensnobelpreisträger Rabin bezahlte später für dieses Entgegenkommen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt durch einen Terroranschlag eines jüdischen Ultra-Nationalisten mit seinem Leben. Nach 27 Jahren Exil kehrte Arafat infolge des Autonomieabkommens am 1. Juli 1994 nach Palästina zurück und bildete in Gaza eine autonome Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde. 1993 wählte das TIME Magazin Die Friedensstifter (Nelson Mandela, Frederik Willem de Klerk, Jassir Arafat und Jitzchak Rabin) zu den Personen des Jahres. Im Dezember 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Während der Trauerwoche für Jitzchak Rabin nach dessen Ermordung im November 1995 besuchte Arafat Leah Rabin und ihre Familie in ihrer Wohnung in Tel Aviv, um seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Es war das erste Mal, dass er israelischen Boden betrat. Aus Sicherheitsgründen hatte er nicht an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen können. Er schilderte, wie sehr ihn der Mord bestürzt habe und wie verzweifelt er darüber sei, seinen Partner im Friedensprozess verloren zu haben. 1995 erhielt Arafat den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. 2000 verhandelte Arafat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und US-Präsident Clinton in Camp David über die Schaffung eines palästinensischen Staates. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Der abtretende Präsident Clinton und Barak, der kurz darauf in allgemeinen Wahlen von seinem politischen Gegner Ariel Scharon abgelöst wurde, gaben Arafat die alleinige Schuld am Scheitern dieser Verhandlungen. Arafat hingegen gab Barak und Clinton die Schuld am Scheitern. Zweite Intifada und politischer Niedergang Arafat wurde schon vor der Zweiten Intifada vorgeworfen, ein doppeltes Spiel zu treiben. Während er sich auf internationalem Parkett für Frieden und Diplomatie starkmachte, soll er vor seinen Anhängern in Gaza mit teilweise antisemitischen Reden Stimmung gegen Israel gemacht haben. Auch wurde ihm mehrfach vorgeworfen, sich aktiv am Waffenschmuggel für paramilitärische und terroristische Zwecke zu beteiligen (siehe Karine-A-Affäre) und die allein von ihm befehligten Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde für Übergriffe auf Israel zur Verfügung zu stellen. Außerdem gab es Berichte britischer Medien wie der BBC, dass Terror-Organisationen wie die Fatah-nahen al-Aqsa-Märtyrerbrigaden über den Umweg der von Arafat regierten Autonomiebehörde indirekt von EU-Geldern finanziert würden. Schließlich duldete oder unterstützte er den erneuten Palästinenseraufstand, was ihn vor allem außenpolitisch isolierte. Als Reaktion auf die Zweite Intifada besetzte Israel immer wieder Teile der autonomen Palästinensergebiete. Die israelische Regierung machte auch Arafat selbst für gewaltsamen Übergriffe verantwortlich. Ab 2001 wurde der in Ramallah lebende Arafat von Israel mehrfach unter Hausarrest gestellt. Seine Hubschrauber wurden im Dezember 2001 zerstört, sodass er nicht mehr zwischen Gaza und Ramallah reisen konnte. Im Rahmen der Operation Schutzschild vom 29. März 2002 bis 3. Mai 2002 zerstörte die israelische Armee einen Teil von Arafats Hauptquartier, der Muqāta'a. Am 11. September 2003 fasste die israelische Regierung den Beschluss, Arafat auszuweisen. Mit einem Hubschrauber sollte er ins Exil nach Nordafrika gebracht werden. Nach dem Ausweisungsbeschluss gingen zehntausende Palästinenser protestierend auf die Straße. Arafat appellierte an die Bevölkerung, Widerstand gegen den Beschluss zu leisten. Er wolle „lieber sterben, als sich zu ergeben“. Am 14. September 2003 stellte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auch ein Attentat auf Arafat als eine legitime Möglichkeit seiner Entfernung dar. Am 16. September 2003 ließen die USA eine Resolution des Weltsicherheitsrates gegen die Ausweisung Arafats an ihrem Veto scheitern. Deutschland enthielt sich der Stimme. Korruption Im Mai 2002 stellte der BND fest, dass die Verwendung von EU-Geldern für den Terrorismus „nicht auszuschließen“ sei, da Arafat offensichtlich nicht zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung trenne. Das Gutachten spricht weiterhin von „bekanntem Missmanagement“ und „weit verbreiteter Korruption“ (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Die USA und Israel hatten die Europäische Union in Brüssel zu dem Zeitpunkt bereits mehrfach aufgefordert, die Verwendung der Subventionen für die Palästinensische Autonomiebehörde genauer zu überprüfen. Brüssel erklärte, für Transparenz und Kontrolle der Fördermittel sorge der Internationale Währungsfonds. Der IWF legte 2003 jedoch einen Bericht über „Ökonomische Leistungen und Reformen unter Konfliktbedingungen“ vor, aus dem hervorging, dass zwischen 1995 und 2000 mehr als 900 Millionen Dollar an Fördergeldern für die Palästinensische Autonomiebehörde „verschwanden“. Weisungsbefugt für die Verwendung des Geldes seien allein Arafat und „enge Vertraute“ gewesen. Arafat kontrollierte dem Bericht zufolge bis zu seinem Tod allein 8 % des palästinensischen Gesamtbudgets. Familie Arafat war seit dem 17. Juli 1990 mit Suha at-Tawil, mit der er eine Tochter, Zahwa (* 24. Juli 1995 in Neuilly-sur-Seine), hat, verheiratet. Ab dem Beginn der zweiten Intifada, also ab 2001, lebten Frau und Tochter in Paris und Tunis. 2007 zog Suha nach Malta. Sein Neffe Musa Arafat war Leiter des palästinensischen Militärgeheimdienstes, sein Bruder Fathi Arafat Mediziner. Tod Jassir Arafats Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum 28. Oktober 2004 akut. Er hatte bereits über eine Woche wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes nichts gegessen. Die israelische Regierung hob aufgrund seiner schweren Krankheit das Reiseverbot auf und sicherte ihm eine Rückkehr ins Westjordanland zu. Am folgenden Tag wurde Arafat nach Paris geflogen und zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Percy gebracht, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält. Am 4. November verschlechterte sich sein Zustand noch einmal; es wurde von einem „tiefen Koma“ berichtet. Am 10. November versagten Nieren und Leber. Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte wurde aus religiösen Gründen abgelehnt. Infolge der Leberschädigung und der daraus resultierenden Störung der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren kam es zu einer Gehirnblutung. Am 11. November 2004 um 3.30 Uhr (MEZ) starb Jassir Arafat. Nach Verabschiedung mit militärischen Ehren wurde der Leichnam Arafats in Begleitung seiner Witwe mit einer französischen Militärmaschine nach Kairo geflogen. Die zentrale Trauerfeier fand am 12. November am Flughafen Kairo-International statt, wozu hochrangige Politiker aus aller Welt eingeladen waren. Im Anschluss an die militärische Zeremonie in Kairo wurde der Sarg nach Ramallah geflogen, wo die Beisetzungszeremonie am frühen Nachmittag stattfand. Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“. Arafat wurde in einem Steinsarg auf dem Gelände seines ehemaligen Amtssitzes in Ramallah unter großer Anteilnahme der palästinensischen Bevölkerung beigesetzt. Sein Sarg wurde mit Erde vom Jerusalemer Tempelberg umgeben. Am 10. November 2016 wurde in Ramallah neben dem Arafat-Mausoleum ein „Arafat-Museum“ eröffnet. Es kostete 7 Millionen Dollar und wurde von den palästinensischen Behörden im Westjordanland finanziert. Ausgestellt sind unter anderem seine Brille, sein Revolver, „sein charakteristischer schwarz-weiß karierter Keffiyeh-Kopfschmuck“, sein Reisepass, seine Friedensnobelpreismedaille (zwischenzeitlich im Besitz der Hamas) und andere Memorabilien. Vermittelt wird eine unkritische palästinensische Sicht der Dinge, etwa in der Darstellung des Massakers bei den olympischen Spielen von München 1972 („Antwort auf Überfall israelischer und deutscher Sicherheitskräfte“). Arafats Geburt wird von Kairo in ein palästinensisches Dorf in der Nähe der Jerusalemer Altstadt verlegt, wie es palästinensischer Legendenbildung entspricht. Hinweise auf seine Ehefrau Suha at-Tawil werden vermieden, völlig ausgeblendet werden die vielen Vorwürfe hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Reaktionen Nur wenige Stunden, nachdem der Tod Arafats bekannt gegeben worden war, griffen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Netsarim im Gaza-Streifen an. In Ramallah warnten Extremisten die neue palästinensische Führung unter Mahmud Abbas vor einem „Ausverkauf der palästinensischen Sache“ und drohten den Nachfolgern Arafats mit dem Tod, sollten sie zu Zugeständnissen gegenüber Israel bereit sein. Die Fatah-Splittergruppe „al-Aqsa-Brigaden“ benannte sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland nach Arafats Tod vollständig ab. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis durften nicht nach Israel einreisen. Jedoch transportierten mehrere hundert Busse Palästinenser aus dem Gazastreifen zur Trauerfeier nach Ramallah. Befürchtungen, dass der Tod von Jassir Arafat einen Rückschlag für den Nahost-Friedensprozess bedeute, bewahrheiteten sich zunächst nicht. Die Palästinensische Autonomiebehörde setzte antiisraelische Fernsehspots ab und unternahm Anstrengungen zur Reform der Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung ließ im Gegenzug ca. 150 palästinensische Gefangene frei, sicherte Unterstützung bei den palästinensischen Wahlen zu und kündigte eine Rückkehr zur Roadmap an. Die Palästinenserführung ernannte den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattuh verfassungsgemäß zum vorläufigen Nachfolger Arafats und rief eine 40-tägige Trauer aus. In den Präsidentschaftswahlen vom 9. Januar 2005 wurde Mahmud Abbas zum Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Nach seinem Tode wurde Jassir Arafat von 200 Rabbinern als „Amalek und Hitler unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als „Freudentag“ zu feiern. Spekulationen und Ermittlungen zur Todesursache und Exhumierung Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden machten ebenso wie die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Israel für den Tod Arafats verantwortlich und drohten mit Rache. So äußerte sich Dschihad-Anführer Chalid al-Batesch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon habe „bei der Tötung Arafats seine Hand im Spiel“ gehabt. Ärzte im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris, in dem Arafat zuletzt behandelt wurde, und Vertraute Arafats schlossen jedoch seinerzeit aus, dass der Palästinenserchef vergiftet worden sei. Eine Autopsie fand nach dem Willen der Witwe nicht statt. Da weder Arafats Ärzte noch dessen Witwe die genaue Todesursache bekannt gaben, kam es in der Folge zu weiteren öffentlichen Spekulationen. Dabei wurden von Spezialisten besonders Vergiftung und AIDS nahegelegt. Ahmad Dschibril, der Generalsekretär der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC), erklärte im Juli 2007, er habe Einblick in den französischen Bericht über den Tod Arafats gehabt. Der Bericht gebe an, dass Arafat an AIDS erkrankt gewesen sei. Aschraf al-Kurdi, seit 1986 persönlicher Leibarzt von Jassir Arafat, erklärte am 12. August 2007 gegenüber der jordanischen Nachrichten-Webseite Amman, dass der Palästinenserführer unter dem HI-Virus litt, aber nicht an der Immunschwächekrankheit AIDS starb. Das Virus soll Arafat erst kurz vor seinem Tod in dessen Blut injiziert worden sein, so al-Kurdi, der aber angab, dass die tatsächliche Todesursache eine Vergiftung gewesen sei. Im August 2011 beschuldigte die Fatah den zuvor aus der Partei ausgeschlossenen Mohammed Dahlan, hinter der Vergiftung Arafats zu stecken und sogar selbst das Gift aus Paris besorgt zu haben. Haaretz veröffentlichte 2005 eine Analyse israelischer Experten, wonach eine eventuelle Vergiftung am ehesten bei einem Abendessen am 12. Oktober 2004 stattgefunden haben müsste. Verdacht auf Vergiftung mit Polonium 210 Im Dezember 2011 und Januar 2012 kontaktierte der Reporter Clayton Swisher Arafats Witwe in Malta und Paris und erhielt von ihr Akten und eine Tasche mit persönlichen Gegenständen (Zahnbürste, Kleidung, Kufiya), die Arafat in seinen letzten Tagen benutzt hatte. Am 3. Juli 2012 veröffentlichte der Fernsehsender al-Dschasira den Befund des Schweizer Institut de Radiophysique der Universität Lausanne, dem die Gegenstände zur Untersuchung gegeben worden waren. Festgestellt wurden gegenüber den natürlichen Vorkommen erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Polonium 210. Aufgrund dessen geringer Halbwertszeit von nur 138,38 Tagen halbiert sich die Strahlung alle 138 Tage. Von der Ursprungsmenge wäre acht Jahre nach Arafats Tod nur ein Millionstel übrig. Das Schweizer Institut betonte, die Ergebnisse seien kein Beweis für eine Vergiftung, aber zumindest ein Hinweis darauf. Die in den französischen Krankenakten Arafats beschriebenen Symptome, die zu seinem Tod führten, stimmten nicht mit den bekannten Symptomen einer radioaktiven Vergiftung überein. Zur Theorie über einen Gifttod Arafats durch Polonium wurden auch von verschiedenen anderen Experten Zweifel geäußert. Die vom radiologischen Institut bekannt gegebenen Poloniumkonzentrationen auf den persönlichen Gegenständen Arafats könnten nach einem von der Jerusalem Post zitierten Experten wegen der Halbwertszeit des Polonium 210 nicht auf eine acht Jahre zurückliegende Vergiftung zurückgeführt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen worden sein. Am 31. Juli 2012 erstattete Suha Arafat im französischen Nanterre Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung. Die französische Justiz leitete Ende August 2012 Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Palästinenserführung und auch die Witwe befürworteten eine im Islam normalerweise verbotene Exhumierung. Anfang November wurden die ersten Vorbereitungen dafür getroffen, da dafür viel Beton im Mausoleum abgetragen werden musste. Am 27. November 2012 wurde Arafats Leichnam exhumiert und ein ausländisches Expertenteam nahm Proben. Im September 2015 beschlossen die zuständigen französischen Untersuchungsrichter eine Einstellung des laufenden Verfahrens, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit, da es keine ausreichenden Beweise für einen Mord gebe. Umstrittene Untersuchungsergebnisse Mitte Oktober 2013 wurde ein Zwischenergebnis von Schweizer Toxikologen bekannt, wonach eine Vergiftung möglich, aber nicht sicher sei. Am 6. November 2013 gab die Universität Lausanne bekannt, einen gegenüber natürlichen Konzentrationen stark erhöhten Wert von Polonium 210 in den Proben nachgewiesen zu haben. Zugleich stellten sie eine über das natürliche Vorkommen hinaus deutlich erhöhte Menge von Blei 210 fest. Blei 210 kann eine Poloniumvergiftung maskieren, weil Polonium 210 ein Folgeprodukt des Blei 210 in der radioaktiven Zerfallskette ist und nach einiger Zeit mit dem Blei im radioaktiven Gleichgewicht steht. Da Blei 210 eine wesentlich längere Halbwertszeit hat, sind aufgrund der Neuentstehung von Polonium 210 die Reste einer möglicherweise vorangegangenen Poloniumvergiftung nicht mehr nachweisbar. Die Anwesenheit des Blei 210 wurde als mögliche Verunreinigung des hypothetisch als Gift verwendeten Poloniums erklärt. Es wurde vorgerechnet, dass von einer angenommenen Giftdosis von 1 GBq zum Todeszeitpunkt noch 4–5 % im Körper verblieben wären, die bis zur Exhumierung auf ca. 15 Bq Gesamtdosis abgeklungen wären. Die Forscher konnten Polonium nicht als Todesursache ausschließen, bezeichneten es aber auch nicht als sicher, dass Polonium den Tod verursachte. Die Ergebnisse würden letztere These „mäßig stützen“ („moderately support the proposition“: „moderately“ ist sicherer als „slightly“ und unsicherer als „strongly“). Unabhängige Forscher kommentierten, dass die Studie deshalb kein Beweis für eine Vergiftung sei. Am 3. Dezember 2013 wurde berichtet, dass das ebenfalls beauftragte französische Untersuchungsteam zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Vergiftung sei auszuschließen, vielmehr weise es auf eine natürliche Todesursache hin. Die Forschungsberichte eines russischen Untersuchungsteams, das ebenfalls Zugang zu Arafats sterblichen Überresten hatte, schließen eine Vergiftung ebenfalls aus. Nachdem die Staatsanwaltschaft von Nanterre im März 2015 mitgeteilt hatte, dass die Polonium-Spuren aus Arafats Grab natürlichen Ursprungs seien, beantragte sie Mitte Juli 2015 das Verfahren einzustellen. Die Ermittlungsrichter in Nanterre folgten dem Antrag und stellten das Verfahren Anfang September 2015 ein. Schlussfolgerungen In einem im November 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel des Schweizer Teams wird eine Vergiftung als plausibel, aber nicht bewiesen eingestuft. Die gleiche Studie ermittelt eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Annahme einer Vergiftung mit Po 210 als für die gegenteilige Annahme, falls man von einer mehrfachen Einnahme des Po 210 in kleinen Dosen ausgehe. Im Juni 2016 lehnte ein Gericht in Paris (nicht letztinstanzlich) die Wiedereröffnung der Untersuchungen bzgl. des vermuteten Mordes ab, weil dafür die Rechtsgrundlage fehle. Ehrungen 1993 Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens 1993 Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1994 Prinz-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 1994 Friedensnobelpreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1995 Deutscher Medienpreis 1999 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Held der Demokratischen Volksrepublik Korea Alter Freund des chinesischen Volkes Literatur Helga Baumgarten: Arafat: zwischen Kampf und Diplomatie. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36419-5. Andrew Gowers, Tony Walker: Arafat: hinter dem Mythos. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50035-9 (Übersetzung von Behind the myth: Yasser Arafat and the Palestinian revolution, 1990). Amnon Kapeliuk: Yassir Arafat: Die Biographie. Mit einem Vorwort von Nelson Mandela, Palmyra, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-930378-59-3. Gerhard Konzelmann: Arafat. Vom Terroristen zum Mann des Friedens. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-61296-5. (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch, Band 61296, Biographie). Aharon Moshel: In einer Hand den Ölzweig: Jassir Arafat und die PLO. Facta, München / Hamburg 1988, ISBN 3-926827-10-6. Barry Rubin, Judith Colp Rubin: Yasir Arafat : A Political Biography. Oxford University, Oxford 2005, ISBN 978-0-19-516689-7. Danny Rubinstein: Yassir Arafat. Vom Guerillakämpfer zum Staatsmann. Palmyra, Heidelberg 1996, ISBN 3-930378-09-4 (Übersetzung von The Mystery of Arafat, 1995). Hassan Sadek: Arafat. Hugendubel, München / Kreuzlingen 2006, ISBN 978-3-7205-2751-4. (= Diederichs kompakt). Janet und John Wallach: Jassir Arafat. Die Biographie. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-08755-0. Weblinks Themenschwerpunkt Arafat in der ägyptischen Wochenzeitung Al Ahram Rafael Seligmann: Begrabt ihn in Jerusalem, FAZ, 7. November 2004 , nahostkonflikt.net Internetpräsenz der PLO (Negotiations Affairs Department) (englisch, arabisch, hebräisch) Wolfgang G. Schwanitz: Yasir Arafat: Palästinensischer Politiker (PDF, 1,3 MiB) Einige kritische Betrachtungen: Michael Naumann: Keine Kugel für Arafat, Die Zeit, 18. September 2003 Petra Steinberger: Der Hoffnungsschimmerlügner, SZ, 4. November 2004 Gisela Dachs und Reiner Luyken: So opfert Arafat die Jugend Palästinas, Die Zeit, 44/2000 Jörg Steinhaus: Der lange Weg des Jassir Arafat, Kronos, 2. Februar 2001 Palestinians mourn Arafat but struggle for liberation will continue – Trotzkistische Analyse von Arafats Wirken, Maavak Sozialisti (israelische Sektion des CWI), 11. November 2004 (englisch) Anmerkungen Politiker (Palästina) Fatah Mitglied der PLO Person des Antizionismus Person im Nahostkonflikt Friedensnobelpreisträger Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette) Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großkreuz) Träger des Ordens des Weißen Löwen Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Palästinenser Ägypter Geboren 1929 Gestorben 2004 Mann
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q-de-2239
Wer war Jassir Arafat?
Jassir Arafat (* 24. August 1929 in Kairo, Ägypten; † 11. November 2004 in Clamart, Département Hauts-de-Seine, Frankreich), , ursprünglich , Kunya: , war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war seit dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1957 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge und Bombenattentate auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte. Jahrzehntelang galt Arafats Bemühen der Vernichtung Israels; als strategische Mittel zur Umsetzung dieses Ziels favorisierte er Gewalt gegen israelische Bürger und Zivileinrichtungen, die den Staat grundlegend destabilisieren, seine Bürger verunsichern und Israel letztendlich zur leichten Beute eines Angriffs arabischer Armeen machen sollte. Arafats Unterstützung der irakischen Invasion Kuwaits hatte die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 zur Folge. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachte Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. 1994 erhielt er dafür gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2000 verhandelte Arafat mit Israels damaligem Regierungschef Ehud Barak und dem damaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, erfolglos über die Gründung eines unabhängigen, palästinensischen Staates. Nach dem Scheitern von Camp David II unterstützte Arafat die Zweite Intifada, wodurch er in seinen letzten Lebensjahren vor allem außenpolitisch an Einfluss verlor. Erst nach dem Tod Arafats waren führende palästinensische Vertreter bereit, sich für Arafats Unterstützung Saddam Husseins und der Invasion in Kuwait zu entschuldigen. Die Beurteilungen seiner Person gehen weit auseinander, von Freiheitskämpfer über Guerillakämpfer bis Terrorist. Leben Jassir Arafat wurde übereinstimmenden Erkenntnissen verschiedener Biographen zufolge in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Arafat hingegen behauptete häufig, in Palästina geboren worden zu sein, wobei er im Laufe der Zeit widersprüchliche Angaben machte. Mal behauptete er, in der Altstadt Jerusalems geboren worden zu sein, mal im Gazastreifen. Sicher ist, dass sein Vater aus Gaza und seine Mutter aus einer angesehenen Jerusalemer Familie stammten. Sie hatten in den 1920er Jahren geheiratet und waren nach Kairo ausgewandert. Jassir war das sechste von sieben Kindern. Als er etwa vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Um den Vater mit den sechs Halbwaisen zu entlasten, nahm der Bruder der Mutter, Salim Abu Saud, Jassir und seinen jüngeren Bruder zu sich nach Jerusalem, das damals zum britischen Mandatsgebiet Palästina gehörte. Er lebte dort vier Jahre. Frühe Jahre Als er nach der erneuten Heirat seines Vaters nach Kairo zurückkehrte, besuchte er die Schule und später die Universität, an der er Elektrotechnik studierte. Eine Zeit lang beschäftigte er sich mit der jüdischen Kultur, hatte jüdische Bekannte und las zionistische Werke z. B. von Theodor Herzl. 1946 soll Arafat intensiven Kontakt mit Mohammed Amin al-Husseini, dem mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem, gehabt haben, der in Ägypten Asyl gefunden hatte. Al-Husseini war ein entfernter Verwandter Arafats. Dass er jedoch der Onkel Arafats gewesen sei, ist eine Legende. Arafat engagierte sich nun aktiv in der arabischen Nationalbewegung in Palästina. Zu dieser Zeit war er ein Befürworter der militärischen Konfrontation und beschaffte Waffen, die ins Mandatsgebiet geschmuggelt wurden. In Kairo hatte sich Jassir Arafat mit Abd al-Qadir al-Husseini angefreundet, der die Einheiten palästinensischer Araber in der Region Jerusalem anführte. Als Arafat von Abdel Khader al-Husseinis Tod im Palästinakrieg bei der Schlacht am Kastel-Berg im April 1948 hörte, brach er sein Studium in Kairo ab und nahm aktiv am Krieg teil. Er trat der Moslem-Bruderschaft bei, die im Gazastreifen und in der Schlacht bei Kfar Darom kämpfte. Als die ägyptische Armee am 15. Mai 1948 in den Palästinakrieg eingriff, wurde Arafat und seiner Einheit befohlen abzuziehen. Dies war für ihn ein prägendes Erlebnis. Er beschuldigte später die arabischen Staaten des Verrates, weil sie den Palästinensern nicht geholfen hätten, die Schlacht zu gewinnen, und ihnen nicht erlaubt hätten zu kämpfen. Die palästinensischen Araber erlitten eine militärische Niederlage gegen Israel. Etwa 750.000 Palästinenser wurden vertrieben oder ergriffen die Flucht und lebten von da an überwiegend als Staatenlose in den Nachbarländern. In den 1950er Jahren studierte Arafat an der Universität Kairo. 1952 gründete er die Generalunion Palästinensischer Studenten (GUPS), der er bis 1957 vorstand. Ende 1952 wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser vorübergehend verhaftet. 1956 verließ er die Universität als diplomierter Ingenieur und gründete die Union der Palästinensischen Hochschulabsolventen. Danach meldete er sich freiwillig zur ägyptischen Armee und kämpfte im Sueskrieg 1956 gegen Frankreich, Großbritannien und Israel. Er war Leutnant in der ägyptischen Armee und galt als Sprengstoffexperte. Noch im selben Jahr ging er nach Kuwait, wo er als Ingenieur arbeitete und ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. Gründung der Fatah 1957 gründete er in Kuwait zusammen mit Chalil al-Wazir (Abu Dschihad) die erste Zelle der Bewegung zur Befreiung Palästinas (al-Fatah), aus der 1959 die gleichnamige politische Partei hervorging. Ab 1958 war Arafat Vorstandsmitglied und ab 1968 Vorsitzender der Fatah. Durch seine aktive Teilnahme an der Schlacht von Karame 1968 begründete er seinen Heldenmythos und war ab 1969 Vorsitzender der PLO, die 1964 durch die Arabische Liga ins Leben gerufen worden war. Ende der 1960er Jahre wuchsen die Spannungen zwischen der PLO und der jordanischen Regierung; palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien etabliert und kontrollierten strategische Positionen wie die Öl-Raffinerien bei Zarqa. Jordanien betrachtete diese Umstände als eine wachsende Bedrohung seiner Souveränität und seiner Sicherheit und versuchte, die palästinensischen Milizen zu entwaffnen. Im Juni 1970 brachen nach einem fehlgeschlagenen palästinensischen Attentat auf den jordanischen König offene Kämpfe aus, die mit der Flucht der PLO aus Jordanien in den Libanon endeten. Wurde die Schlacht von Karame als erster historischer Sieg der PLO angesehen, so erlitt sie unter Arafats Führung 1970 mit dem Schwarzen September eine schwere Niederlage. Dieser musste zunächst nach Kairo, dann in den Libanon fliehen. Aufsehen erregte der historische Auftritt Arafats vor der UN-Vollversammlung am 13. November 1974, bei dem er in Uniform, mit der Kufiya und umgeschnalltem Pistolenholster eine Rede hielt, die von arabischen und kommunistischen Staaten mit Begeisterung aufgenommen wurde. In der Rede reklamierte Arafat den alleinigen Machtanspruch über Palästina für die PLO. Er sprach davon, eine Welt ohne Kolonialismus, Imperialismus, Neokolonialismus und ohne „Rassismus in all seinen Ausformungen, einschließlich des Zionismus“ schaffen zu wollen. Arafat vermied es, von Israel zu sprechen, um dem Staat jegliche Legitimität abzusprechen, und verwendete stattdessen den Begriff zionistische Entität. Den Zionismus stellte er in dieser Rede als eine imperialistische, kolonialistische und rassistische Ideologie dar, die – dezidiert reaktionär und diskriminierend – mit dem Antisemitismus gleichzusetzen sei. Ferner wiederholte er ein altes antisemitisches Stereotyp, wonach der Zionismus wolle, dass die Juden ihren Heimatländern keine Loyalität entgegenbrächten und sich über ihre Mitbürger erhöben. Er sprach der UNO das Recht ab, das unteilbare Heimatland der Palästinenser zu teilen, und wies damit den Teilungsbeschluss von 1947 zurück. Auch behauptete er, der Palästinakrieg von 1948 sei von Israel und nicht von den arabischen Staaten begonnen worden. Die PLO erhielt als legitime politische Vertretung der Palästinenser Beobachterstatus bei der UNO. Das Palästinensertuch – drapiert wie die Konturen Palästinas – gehörte ebenso wie das Holster auch später zu seinen Markenzeichen, ohne die er selten auftrat. Eine weitere bedeutende Rede hielt er am 13. Dezember 1988. Ein Novum war hier, dass die PLO die UN-Resolution anerkannte und Willen zum Kompromiss zeigte. Die gewaltsamen Aktionen der PLO wollte Arafat allerdings als legitimen Widerstand verstanden wissen. In dieser Rede wird auch jene Interpretation der Resolution 194 der UN-Vollversammlung bekräftigt, nach der diese das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge garantiere, womit er eine Doktrin festlegte, die auch heute noch, zumindest in offiziellen Verlautbarungen der PLO, Bestand hat. In der Rede gestand Arafat den Juden nicht explizit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung zu und akzeptierte nicht ausdrücklich, dass Israel ein jüdischer Staat sein könnte. Als Konsequenz des israelischen Libanonfeldzugs gegen das Hauptquartier der PLO in Beirut im Juli/August 1982 musste Arafat nach Tunesien fliehen. Er verließ mit seinen Gefolgsleuten das von Israel besetzte Beirut und errichtete einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis. Der Weg zur internationalen Anerkennung 1988 erkannte Arafat Israel indirekt an und erklärte 1989 die PLO-Charta von 1964, in der zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wurde, für hinfällig. Im Jahre 1990 begrüßte Arafat den irakischen Einmarsch in Kuwait und solidarisierte sich mit Saddam Hussein. Die reichen arabischen Ölstaaten an der Seite des Kriegsgegners USA froren daraufhin ihre finanzielle Unterstützung der PLO ein. Eine weitere Folge war die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachten Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. Statt das Ende abzuwarten, sympathisierte Arafat 1991 noch während des laufenden Augustputsches gegen Michail Gorbatschow mit den Putschisten, womit er einen langjährigen Unterstützer verärgerte. Am 7. April 1992 überlebte Arafat einen Absturz einer Passagiermaschine der Air Bissau aufgrund eines Sandsturms in der libyschen Wüste. Arafat wurde in einem Krankenhaus in Misrata aufgrund eines Blutgerinnsels von dem Chirurgen Meftah Shwedy mehrmals am Gehirn operiert und am rechten Auge behandelt. Am 13. September 1993 kam es bei der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung über die vorübergehende (palästinensische) Selbstverwaltung zwischen dem Staat Israel und der PLO in Washington zu einem historischen Handschlag zwischen Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Jizhak Rabin. Friedensnobelpreisträger Rabin bezahlte später für dieses Entgegenkommen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt durch einen Terroranschlag eines jüdischen Ultra-Nationalisten mit seinem Leben. Nach 27 Jahren Exil kehrte Arafat infolge des Autonomieabkommens am 1. Juli 1994 nach Palästina zurück und bildete in Gaza eine autonome Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde. 1993 wählte das TIME Magazin Die Friedensstifter (Nelson Mandela, Frederik Willem de Klerk, Jassir Arafat und Jitzchak Rabin) zu den Personen des Jahres. Im Dezember 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Während der Trauerwoche für Jitzchak Rabin nach dessen Ermordung im November 1995 besuchte Arafat Leah Rabin und ihre Familie in ihrer Wohnung in Tel Aviv, um seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Es war das erste Mal, dass er israelischen Boden betrat. Aus Sicherheitsgründen hatte er nicht an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen können. Er schilderte, wie sehr ihn der Mord bestürzt habe und wie verzweifelt er darüber sei, seinen Partner im Friedensprozess verloren zu haben. 1995 erhielt Arafat den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. 2000 verhandelte Arafat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und US-Präsident Clinton in Camp David über die Schaffung eines palästinensischen Staates. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Der abtretende Präsident Clinton und Barak, der kurz darauf in allgemeinen Wahlen von seinem politischen Gegner Ariel Scharon abgelöst wurde, gaben Arafat die alleinige Schuld am Scheitern dieser Verhandlungen. Arafat hingegen gab Barak und Clinton die Schuld am Scheitern. Zweite Intifada und politischer Niedergang Arafat wurde schon vor der Zweiten Intifada vorgeworfen, ein doppeltes Spiel zu treiben. Während er sich auf internationalem Parkett für Frieden und Diplomatie starkmachte, soll er vor seinen Anhängern in Gaza mit teilweise antisemitischen Reden Stimmung gegen Israel gemacht haben. Auch wurde ihm mehrfach vorgeworfen, sich aktiv am Waffenschmuggel für paramilitärische und terroristische Zwecke zu beteiligen (siehe Karine-A-Affäre) und die allein von ihm befehligten Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde für Übergriffe auf Israel zur Verfügung zu stellen. Außerdem gab es Berichte britischer Medien wie der BBC, dass Terror-Organisationen wie die Fatah-nahen al-Aqsa-Märtyrerbrigaden über den Umweg der von Arafat regierten Autonomiebehörde indirekt von EU-Geldern finanziert würden. Schließlich duldete oder unterstützte er den erneuten Palästinenseraufstand, was ihn vor allem außenpolitisch isolierte. Als Reaktion auf die Zweite Intifada besetzte Israel immer wieder Teile der autonomen Palästinensergebiete. Die israelische Regierung machte auch Arafat selbst für gewaltsamen Übergriffe verantwortlich. Ab 2001 wurde der in Ramallah lebende Arafat von Israel mehrfach unter Hausarrest gestellt. Seine Hubschrauber wurden im Dezember 2001 zerstört, sodass er nicht mehr zwischen Gaza und Ramallah reisen konnte. Im Rahmen der Operation Schutzschild vom 29. März 2002 bis 3. Mai 2002 zerstörte die israelische Armee einen Teil von Arafats Hauptquartier, der Muqāta'a. Am 11. September 2003 fasste die israelische Regierung den Beschluss, Arafat auszuweisen. Mit einem Hubschrauber sollte er ins Exil nach Nordafrika gebracht werden. Nach dem Ausweisungsbeschluss gingen zehntausende Palästinenser protestierend auf die Straße. Arafat appellierte an die Bevölkerung, Widerstand gegen den Beschluss zu leisten. Er wolle „lieber sterben, als sich zu ergeben“. Am 14. September 2003 stellte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auch ein Attentat auf Arafat als eine legitime Möglichkeit seiner Entfernung dar. Am 16. September 2003 ließen die USA eine Resolution des Weltsicherheitsrates gegen die Ausweisung Arafats an ihrem Veto scheitern. Deutschland enthielt sich der Stimme. Korruption Im Mai 2002 stellte der BND fest, dass die Verwendung von EU-Geldern für den Terrorismus „nicht auszuschließen“ sei, da Arafat offensichtlich nicht zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung trenne. Das Gutachten spricht weiterhin von „bekanntem Missmanagement“ und „weit verbreiteter Korruption“ (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Die USA und Israel hatten die Europäische Union in Brüssel zu dem Zeitpunkt bereits mehrfach aufgefordert, die Verwendung der Subventionen für die Palästinensische Autonomiebehörde genauer zu überprüfen. Brüssel erklärte, für Transparenz und Kontrolle der Fördermittel sorge der Internationale Währungsfonds. Der IWF legte 2003 jedoch einen Bericht über „Ökonomische Leistungen und Reformen unter Konfliktbedingungen“ vor, aus dem hervorging, dass zwischen 1995 und 2000 mehr als 900 Millionen Dollar an Fördergeldern für die Palästinensische Autonomiebehörde „verschwanden“. Weisungsbefugt für die Verwendung des Geldes seien allein Arafat und „enge Vertraute“ gewesen. Arafat kontrollierte dem Bericht zufolge bis zu seinem Tod allein 8 % des palästinensischen Gesamtbudgets. Familie Arafat war seit dem 17. Juli 1990 mit Suha at-Tawil, mit der er eine Tochter, Zahwa (* 24. Juli 1995 in Neuilly-sur-Seine), hat, verheiratet. Ab dem Beginn der zweiten Intifada, also ab 2001, lebten Frau und Tochter in Paris und Tunis. 2007 zog Suha nach Malta. Sein Neffe Musa Arafat war Leiter des palästinensischen Militärgeheimdienstes, sein Bruder Fathi Arafat Mediziner. Tod Jassir Arafats Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum 28. Oktober 2004 akut. Er hatte bereits über eine Woche wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes nichts gegessen. Die israelische Regierung hob aufgrund seiner schweren Krankheit das Reiseverbot auf und sicherte ihm eine Rückkehr ins Westjordanland zu. Am folgenden Tag wurde Arafat nach Paris geflogen und zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Percy gebracht, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält. Am 4. November verschlechterte sich sein Zustand noch einmal; es wurde von einem „tiefen Koma“ berichtet. Am 10. November versagten Nieren und Leber. Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte wurde aus religiösen Gründen abgelehnt. Infolge der Leberschädigung und der daraus resultierenden Störung der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren kam es zu einer Gehirnblutung. Am 11. November 2004 um 3.30 Uhr (MEZ) starb Jassir Arafat. Nach Verabschiedung mit militärischen Ehren wurde der Leichnam Arafats in Begleitung seiner Witwe mit einer französischen Militärmaschine nach Kairo geflogen. Die zentrale Trauerfeier fand am 12. November am Flughafen Kairo-International statt, wozu hochrangige Politiker aus aller Welt eingeladen waren. Im Anschluss an die militärische Zeremonie in Kairo wurde der Sarg nach Ramallah geflogen, wo die Beisetzungszeremonie am frühen Nachmittag stattfand. Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“. Arafat wurde in einem Steinsarg auf dem Gelände seines ehemaligen Amtssitzes in Ramallah unter großer Anteilnahme der palästinensischen Bevölkerung beigesetzt. Sein Sarg wurde mit Erde vom Jerusalemer Tempelberg umgeben. Am 10. November 2016 wurde in Ramallah neben dem Arafat-Mausoleum ein „Arafat-Museum“ eröffnet. Es kostete 7 Millionen Dollar und wurde von den palästinensischen Behörden im Westjordanland finanziert. Ausgestellt sind unter anderem seine Brille, sein Revolver, „sein charakteristischer schwarz-weiß karierter Keffiyeh-Kopfschmuck“, sein Reisepass, seine Friedensnobelpreismedaille (zwischenzeitlich im Besitz der Hamas) und andere Memorabilien. Vermittelt wird eine unkritische palästinensische Sicht der Dinge, etwa in der Darstellung des Massakers bei den olympischen Spielen von München 1972 („Antwort auf Überfall israelischer und deutscher Sicherheitskräfte“). Arafats Geburt wird von Kairo in ein palästinensisches Dorf in der Nähe der Jerusalemer Altstadt verlegt, wie es palästinensischer Legendenbildung entspricht. Hinweise auf seine Ehefrau Suha at-Tawil werden vermieden, völlig ausgeblendet werden die vielen Vorwürfe hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Reaktionen Nur wenige Stunden, nachdem der Tod Arafats bekannt gegeben worden war, griffen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Netsarim im Gaza-Streifen an. In Ramallah warnten Extremisten die neue palästinensische Führung unter Mahmud Abbas vor einem „Ausverkauf der palästinensischen Sache“ und drohten den Nachfolgern Arafats mit dem Tod, sollten sie zu Zugeständnissen gegenüber Israel bereit sein. Die Fatah-Splittergruppe „al-Aqsa-Brigaden“ benannte sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland nach Arafats Tod vollständig ab. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis durften nicht nach Israel einreisen. Jedoch transportierten mehrere hundert Busse Palästinenser aus dem Gazastreifen zur Trauerfeier nach Ramallah. Befürchtungen, dass der Tod von Jassir Arafat einen Rückschlag für den Nahost-Friedensprozess bedeute, bewahrheiteten sich zunächst nicht. Die Palästinensische Autonomiebehörde setzte antiisraelische Fernsehspots ab und unternahm Anstrengungen zur Reform der Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung ließ im Gegenzug ca. 150 palästinensische Gefangene frei, sicherte Unterstützung bei den palästinensischen Wahlen zu und kündigte eine Rückkehr zur Roadmap an. Die Palästinenserführung ernannte den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattuh verfassungsgemäß zum vorläufigen Nachfolger Arafats und rief eine 40-tägige Trauer aus. In den Präsidentschaftswahlen vom 9. Januar 2005 wurde Mahmud Abbas zum Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Nach seinem Tode wurde Jassir Arafat von 200 Rabbinern als „Amalek und Hitler unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als „Freudentag“ zu feiern. Spekulationen und Ermittlungen zur Todesursache und Exhumierung Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden machten ebenso wie die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Israel für den Tod Arafats verantwortlich und drohten mit Rache. So äußerte sich Dschihad-Anführer Chalid al-Batesch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon habe „bei der Tötung Arafats seine Hand im Spiel“ gehabt. Ärzte im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris, in dem Arafat zuletzt behandelt wurde, und Vertraute Arafats schlossen jedoch seinerzeit aus, dass der Palästinenserchef vergiftet worden sei. Eine Autopsie fand nach dem Willen der Witwe nicht statt. Da weder Arafats Ärzte noch dessen Witwe die genaue Todesursache bekannt gaben, kam es in der Folge zu weiteren öffentlichen Spekulationen. Dabei wurden von Spezialisten besonders Vergiftung und AIDS nahegelegt. Ahmad Dschibril, der Generalsekretär der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC), erklärte im Juli 2007, er habe Einblick in den französischen Bericht über den Tod Arafats gehabt. Der Bericht gebe an, dass Arafat an AIDS erkrankt gewesen sei. Aschraf al-Kurdi, seit 1986 persönlicher Leibarzt von Jassir Arafat, erklärte am 12. August 2007 gegenüber der jordanischen Nachrichten-Webseite Amman, dass der Palästinenserführer unter dem HI-Virus litt, aber nicht an der Immunschwächekrankheit AIDS starb. Das Virus soll Arafat erst kurz vor seinem Tod in dessen Blut injiziert worden sein, so al-Kurdi, der aber angab, dass die tatsächliche Todesursache eine Vergiftung gewesen sei. Im August 2011 beschuldigte die Fatah den zuvor aus der Partei ausgeschlossenen Mohammed Dahlan, hinter der Vergiftung Arafats zu stecken und sogar selbst das Gift aus Paris besorgt zu haben. Haaretz veröffentlichte 2005 eine Analyse israelischer Experten, wonach eine eventuelle Vergiftung am ehesten bei einem Abendessen am 12. Oktober 2004 stattgefunden haben müsste. Verdacht auf Vergiftung mit Polonium 210 Im Dezember 2011 und Januar 2012 kontaktierte der Reporter Clayton Swisher Arafats Witwe in Malta und Paris und erhielt von ihr Akten und eine Tasche mit persönlichen Gegenständen (Zahnbürste, Kleidung, Kufiya), die Arafat in seinen letzten Tagen benutzt hatte. Am 3. Juli 2012 veröffentlichte der Fernsehsender al-Dschasira den Befund des Schweizer Institut de Radiophysique der Universität Lausanne, dem die Gegenstände zur Untersuchung gegeben worden waren. Festgestellt wurden gegenüber den natürlichen Vorkommen erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Polonium 210. Aufgrund dessen geringer Halbwertszeit von nur 138,38 Tagen halbiert sich die Strahlung alle 138 Tage. Von der Ursprungsmenge wäre acht Jahre nach Arafats Tod nur ein Millionstel übrig. Das Schweizer Institut betonte, die Ergebnisse seien kein Beweis für eine Vergiftung, aber zumindest ein Hinweis darauf. Die in den französischen Krankenakten Arafats beschriebenen Symptome, die zu seinem Tod führten, stimmten nicht mit den bekannten Symptomen einer radioaktiven Vergiftung überein. Zur Theorie über einen Gifttod Arafats durch Polonium wurden auch von verschiedenen anderen Experten Zweifel geäußert. Die vom radiologischen Institut bekannt gegebenen Poloniumkonzentrationen auf den persönlichen Gegenständen Arafats könnten nach einem von der Jerusalem Post zitierten Experten wegen der Halbwertszeit des Polonium 210 nicht auf eine acht Jahre zurückliegende Vergiftung zurückgeführt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen worden sein. Am 31. Juli 2012 erstattete Suha Arafat im französischen Nanterre Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung. Die französische Justiz leitete Ende August 2012 Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Palästinenserführung und auch die Witwe befürworteten eine im Islam normalerweise verbotene Exhumierung. Anfang November wurden die ersten Vorbereitungen dafür getroffen, da dafür viel Beton im Mausoleum abgetragen werden musste. Am 27. November 2012 wurde Arafats Leichnam exhumiert und ein ausländisches Expertenteam nahm Proben. Im September 2015 beschlossen die zuständigen französischen Untersuchungsrichter eine Einstellung des laufenden Verfahrens, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit, da es keine ausreichenden Beweise für einen Mord gebe. Umstrittene Untersuchungsergebnisse Mitte Oktober 2013 wurde ein Zwischenergebnis von Schweizer Toxikologen bekannt, wonach eine Vergiftung möglich, aber nicht sicher sei. Am 6. November 2013 gab die Universität Lausanne bekannt, einen gegenüber natürlichen Konzentrationen stark erhöhten Wert von Polonium 210 in den Proben nachgewiesen zu haben. Zugleich stellten sie eine über das natürliche Vorkommen hinaus deutlich erhöhte Menge von Blei 210 fest. Blei 210 kann eine Poloniumvergiftung maskieren, weil Polonium 210 ein Folgeprodukt des Blei 210 in der radioaktiven Zerfallskette ist und nach einiger Zeit mit dem Blei im radioaktiven Gleichgewicht steht. Da Blei 210 eine wesentlich längere Halbwertszeit hat, sind aufgrund der Neuentstehung von Polonium 210 die Reste einer möglicherweise vorangegangenen Poloniumvergiftung nicht mehr nachweisbar. Die Anwesenheit des Blei 210 wurde als mögliche Verunreinigung des hypothetisch als Gift verwendeten Poloniums erklärt. Es wurde vorgerechnet, dass von einer angenommenen Giftdosis von 1 GBq zum Todeszeitpunkt noch 4–5 % im Körper verblieben wären, die bis zur Exhumierung auf ca. 15 Bq Gesamtdosis abgeklungen wären. Die Forscher konnten Polonium nicht als Todesursache ausschließen, bezeichneten es aber auch nicht als sicher, dass Polonium den Tod verursachte. Die Ergebnisse würden letztere These „mäßig stützen“ („moderately support the proposition“: „moderately“ ist sicherer als „slightly“ und unsicherer als „strongly“). Unabhängige Forscher kommentierten, dass die Studie deshalb kein Beweis für eine Vergiftung sei. Am 3. Dezember 2013 wurde berichtet, dass das ebenfalls beauftragte französische Untersuchungsteam zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Vergiftung sei auszuschließen, vielmehr weise es auf eine natürliche Todesursache hin. Die Forschungsberichte eines russischen Untersuchungsteams, das ebenfalls Zugang zu Arafats sterblichen Überresten hatte, schließen eine Vergiftung ebenfalls aus. Nachdem die Staatsanwaltschaft von Nanterre im März 2015 mitgeteilt hatte, dass die Polonium-Spuren aus Arafats Grab natürlichen Ursprungs seien, beantragte sie Mitte Juli 2015 das Verfahren einzustellen. Die Ermittlungsrichter in Nanterre folgten dem Antrag und stellten das Verfahren Anfang September 2015 ein. Schlussfolgerungen In einem im November 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel des Schweizer Teams wird eine Vergiftung als plausibel, aber nicht bewiesen eingestuft. Die gleiche Studie ermittelt eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Annahme einer Vergiftung mit Po 210 als für die gegenteilige Annahme, falls man von einer mehrfachen Einnahme des Po 210 in kleinen Dosen ausgehe. Im Juni 2016 lehnte ein Gericht in Paris (nicht letztinstanzlich) die Wiedereröffnung der Untersuchungen bzgl. des vermuteten Mordes ab, weil dafür die Rechtsgrundlage fehle. Ehrungen 1993 Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens 1993 Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1994 Prinz-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 1994 Friedensnobelpreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1995 Deutscher Medienpreis 1999 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Held der Demokratischen Volksrepublik Korea Alter Freund des chinesischen Volkes Literatur Helga Baumgarten: Arafat: zwischen Kampf und Diplomatie. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36419-5. Andrew Gowers, Tony Walker: Arafat: hinter dem Mythos. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50035-9 (Übersetzung von Behind the myth: Yasser Arafat and the Palestinian revolution, 1990). Amnon Kapeliuk: Yassir Arafat: Die Biographie. Mit einem Vorwort von Nelson Mandela, Palmyra, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-930378-59-3. Gerhard Konzelmann: Arafat. Vom Terroristen zum Mann des Friedens. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-61296-5. (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch, Band 61296, Biographie). Aharon Moshel: In einer Hand den Ölzweig: Jassir Arafat und die PLO. Facta, München / Hamburg 1988, ISBN 3-926827-10-6. Barry Rubin, Judith Colp Rubin: Yasir Arafat : A Political Biography. Oxford University, Oxford 2005, ISBN 978-0-19-516689-7. Danny Rubinstein: Yassir Arafat. Vom Guerillakämpfer zum Staatsmann. Palmyra, Heidelberg 1996, ISBN 3-930378-09-4 (Übersetzung von The Mystery of Arafat, 1995). Hassan Sadek: Arafat. Hugendubel, München / Kreuzlingen 2006, ISBN 978-3-7205-2751-4. (= Diederichs kompakt). Janet und John Wallach: Jassir Arafat. Die Biographie. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-08755-0. Weblinks Themenschwerpunkt Arafat in der ägyptischen Wochenzeitung Al Ahram Rafael Seligmann: Begrabt ihn in Jerusalem, FAZ, 7. November 2004 , nahostkonflikt.net Internetpräsenz der PLO (Negotiations Affairs Department) (englisch, arabisch, hebräisch) Wolfgang G. Schwanitz: Yasir Arafat: Palästinensischer Politiker (PDF, 1,3 MiB) Einige kritische Betrachtungen: Michael Naumann: Keine Kugel für Arafat, Die Zeit, 18. September 2003 Petra Steinberger: Der Hoffnungsschimmerlügner, SZ, 4. November 2004 Gisela Dachs und Reiner Luyken: So opfert Arafat die Jugend Palästinas, Die Zeit, 44/2000 Jörg Steinhaus: Der lange Weg des Jassir Arafat, Kronos, 2. Februar 2001 Palestinians mourn Arafat but struggle for liberation will continue – Trotzkistische Analyse von Arafats Wirken, Maavak Sozialisti (israelische Sektion des CWI), 11. November 2004 (englisch) Anmerkungen Politiker (Palästina) Fatah Mitglied der PLO Person des Antizionismus Person im Nahostkonflikt Friedensnobelpreisträger Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette) Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großkreuz) Träger des Ordens des Weißen Löwen Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Palästinenser Ägypter Geboren 1929 Gestorben 2004 Mann
ILI News am 10. März 2019 Israeli will Ebergeruch veröden Wenn die Schaumkresse blinzelt Asthma verursachende Blutzellen könnten helfen, Darmkrebs zu bekämpfen Der lange Weg des Steines aus Massada Erster internationaler Flug landet am Ramon Airport Hotels in Eilat: Mehr Pendler aus Jordanien Internet der Dinge wächst rasant Israel eröffnet Markt für Importe: Landwirte sind besorgt SPD aus der Pfalz zu Besuch bei der Startup-Nation NRW-Wirtschaft sucht Anschluss im Heiligen Land Selbstverständlich viel erwarten macht glücklich Neue App für israelische Musik Für syrische Flüchtlinge in Griechenland ist Israel nicht mehr der Feind "Nir" - ein ganz normaler Israeli aus einer ziemlich coolen Stadt Israel hat schon 1961 eine Rakete ins All geschickt Kindersoldaten in Gaza: ZDF Fauxpas zeigt große Ahnungslosigkeit Hamas: Futtern wie in Israel Arabischer Journalist: "Atombombe auf Israel? Ist mir egal!" Meisterleistungen Deutscher Israelberichterstattung Israelischer Bundesligaprofi antisemitisch beleidigt Zur Ferkelkastration heißt es jetzt in einer Fachzeitschrift für Bauern: Ist Lasertechnologie aus Israel die Lösung? Ori Weisberg, Spezialist für Lasertechnik in der Humanmedizin aus Israel, ist der Ansicht, dass Ebergeruch mithilfe von Laserbestrahlung unterbunden werden kann. Laut dem Bauernblatt für Schleswig-Holstein und Hamburg sagte er, sei es möglich, die Leydig´schen Zellen, die für den Ebergeruch verantwortlich sind, zielgerichtet zu veröden. Der Laser arbeite dabei mit nur wenig Energie. Er habe ihn in einem Selbstversuch auf seine Hände ausgerichtet und keinen Schmerz verspürt, berichtete Weisberg. Die Strahlung wirke selektiv am Zielgewebe. Pro Tier würde die Prozedur ein bis zwei Minuten dauern. Allerdings stecke die Methode noch in den Kinderschuhen und einen Prototypen für den praktischen Einsatz gebe es auch noch nicht. (topagrar) TS Prof. Avihai Danon von der Abteilung Pflanzen- und Umweltwissenschaften und Prof. Uri Alon von der Abteilung Molekulare Zellbiologie am Weizmann Institute of Science haben getestet, ob die Photosynthese proportional zur Sonnenlichtintensität gleichmäßig zunimmt. Zu ihrer Überraschung sahen sie ein "Hin und Her"-Muster, vergleichbar mit dem menschlichen Blinzeln. Anstatt bei ansteigendem Licht stetig zu steigen, stieg die Fluoreszenz der Arabidopsis thaliana (Acker-Schmalwand) bei jedem Schritt für kurze Zeit an und fiel dann wieder auf das ursprüngliche Niveau zurück. Jedes Mal war die Spitze kleiner als im vorherigen Schritt. "Pflanzen behandeln die Photosynthese auf eine vorsichtige Art und Weise, die kurzfristig die Effizienz für die langfristige Stabilität einschränkt", sagte Danon. "In gewisser Weise" erfasst "die Photosynthesemaschinerie die Umgebung und nimmt rasch Änderungen an der Menge an Licht vor, bevor die Situation außer Kontrolle gerät, anstatt ihre Aktivität unkontrolliert zu steigern, bis sie Schaden erleidet." (israel21c, sciencedirect) EL Weiße Blutkörperchen im Zusammenhang mit Allergien und Asthma können genutzt werden, Krebszellen zu zerstören. Das zeigt eine Studie für Mikrobiologie und klinische Immunologie von Prof. Ariel Munitz von der Sackler School of Medicine der Universität Tel Aviv. "Eosinophile sind weiße Blutkörperchen, die stark destruktive Proteine ausscheiden", sagte Munitz. "Sie haben möglicherweise eine evolutionäre Rolle bei der Bekämpfung von Parasiten gespielt. Aber jetzt, wo die meisten Menschen, besonders im Westen, gute Hygiene mit wenig Parasiten genießen, sind die Eosinophilen zu zerstörerischen Wirkstoffen geworden, die Allergien und Asthma verursachen. Unsere neue Forschung hat die Theorie aufgestellt, dass Eosinophile, da sie Parasiten abtöten und Lungenschäden bei Asthmapatienten verursachen können, eine Rolle bei der Krebsbehandlung spielen und Tumorzellen abtöten könnten." Das größte Eosinophilen-Reservoir befindet sich im Verdauungssystem, weshalb die Forscher ihre Theorien zum Darmkrebs testeten. In der ersten Forschungsphase wählten sie Proben von Tumoren von 275 Patienten aus, um die Anzahl der Eosinophilen in einem Tumor im Vergleich zum Stadium und der Schwere der Erkrankung zu bestimmen. "Wir fanden heraus, dass die Erkrankung umso geringer ist, je mehr Eosinophile im Tumor vorhanden sind, was eine eindeutige Korrelation darstellt", sagte Munitz. Verschiedene Mausmodelle für Darmkrebs zeigten, dass Eosinophile starke Antitumoraktivitäten aufweisen und Tumorzellen direkt abtöten können. "Wir haben auch herausgefunden, dass Eosinophile, wenn sie durch ein Protein namens IFN-gamma aktiviert wurden, eine noch stärkere Tumorabwehrreaktion induzierten", erklärte Munitz. (israel21c) EL Bis zu 1 Mio. israelische Internetseiten, darunter auch von großen Banken und Telekommunikationsunternehmen, wurden gehackt. Die betroffenen Seiten waren nur für kurze Zeit offline und wurden durch den Text "Jerusalem ist die Hauptstadt von Palästina #OpJerusalem" ersetzt. Ran Bar-Zik, ein Entwickler von Verizon Media, half, den Cyberangriff zu stoppen. Er kritisierte die Nutzer wegen ihrer "unglaublichen Fahrlässigkeit in Bezug auf Warnungen, die in der letzten Zeit ausgegeben wurden." Er fügte hinzu: "Der Staat Israel, die Cyber-Nation, kam noch gut davon. Die Hacker hätten statt bloßen Vandalismus Schäden in Milliardenhöhe verursachen können." (Israelheute) KR Die Jerusalem Post berichtete auf Seite 1 von einem Felsbrocken, der vor 35 Jahren aus der Wüstenfestung von Massada im Süden des Landes gestohlen worden war. Am Dienstag traf das Päckchen mit der simplen Anschrift "Mount Masada, Southern Israel" bei Offiziellen der touristischen Stätte ein. "Ich nahm diesen Felsen von der Festung Massada, als ich vor 35 Jahren ein junger, dummer Reisender war", schrieb der anonyme Absender aus Neuseeland. "Ich möchte mich jetzt entschuldigen und das Stück an seinen rechtmäßigen Ort zurückschicken, da ich seine historische und spirituelle Bedeutung erkannt habe. Tut mir sehr leid. Shalom." Das Paket war 2016 abgeschickt worden und traf Ende Februar 2019 an seinem Bestimmungsort ein. Der Arbeiter, der den Brief erhielt, sagte in seinem Bericht, es sei aufregend gewesen, das Paket in Empfang zu nehmen, demonstriere dies doch, dass es immer noch Menschen mit moralischen Werten gebe. Jede Medaille hat aber auch seine Kehrseite. Die Geschichte wirft ein recht negatives Licht auf die Qualitäten der israelischen Post, die das Paket erst nach dreijähriger Irrfahrt auslieferte. (tachles, JPost) TS Vor zwei Monaten ist der neue Flughafen im südlichen Israel offiziell eröffnet worden - jetzt wurden die ersten internationalen Linienflüge abgefertigt. Ryanair FR1916 kam zuerst aus dem polnischen Poznan am "Ilan and Asaf Ramon International Airport" (ETM) an (hier auf Flightradar24.com), kurze Zeit später folgte eine weitere Maschine der Billig-Airline aus Prag. Der neue Flughafen von Eilat wird die zivilen Flüge des City-Airports in Eilat (von wo aus fast ausschließlich Inlandsflüge abgefertigt werden) und des Militärflughafens Uvda bündeln. (Austrianaviation) KR Das Königreich Jordanien und Israel unterzeichneten eine Vereinbarung zur Erhöhung der Quote der jordanischen Hotelangestellten, die täglich zur Arbeit nach Eilat fahren. "Daily Jordanian Hotel Workers" ist ein Projekt, das wirtschaftliche und soziale Zusammenarbeit verbindet. Damit erhöht sich die tägliche Quote der Jordanier, die in der Hotelbranche von Eilat arbeiten, um 500 zusätzliche Arbeiter auf 2.000. (gov.il) EL Die anti-israelische Boykott-, Divest- und Sanktionsbewegung (BDS) erlitt einen Rückschlag, als Papst Franziskus die Investition von Geldern des Vatikans in israelische Startups genehmigte. Ein Vertreter des Investmentfonds des Vatikan, Dickson Doll, sprach auf der Investorenkonferenz Axis Tel Aviv und diskutierte mit einer Reihe israelischer Unternehmen über Investitionsmöglichkeiten. Zu den örtlichen Startups, die vom Vatikan angesprochen wurden, gehörte Air Doctor Ltd. Mit der Online-Plattform können Benutzer von überall her professionelle medizinische Hilfe rufen. Auf der Liste standen auch FruitSpec, mit dem Landwirte genau die Ernteerträge vorhersagen können, und EyeControl, ein System, das Menschen mit ALS und anderen schwächeren Erkrankungen die Kommunikation mit Angehörigen ermöglicht. (Israelheute) TS Bis 2030 wird es mehr als 125 Mrd. IoT-Geräte ("Internet of Things") geben - eine innovative Technologie, die alles um uns herum mit dem Internet verbindet. AutoTel - אוטותל hat Autos, die Sie wissen lassen, wo sie geparkt sind, Prisma Photonics macht Straßen und Stromleitungen intelligent, und Quickwy bietet eine schnelle mobile Self-Checkout-Funktion in den Geschäften. Die IoT-Szene ist so groß, dass Investoren aus aller Welt neue israelische IoT-Startups prüfen und Forschungs- und Entwicklungszentren in Israel einrichten. (israelmfa) EL Die israelische Regierung hat am 1. Januar 2019 den Milch-Markt für Importe geöffnet. Bereits im Oktober zuvor unterzeichnete die israelische Regierung eine Vereinbarung mit Landwirten, die die Milchindustrie in den nächsten 10 Jahren regeln wird. Während die Vereinbarung eine Senkung der Einfuhrzölle vorsieht, wird auch ein Rückgang der Rohmilchpreise erwartet. Der Milchviehhalter Jonathan Amir ist skeptisch: "Unsere Regierung will uns wettbewerbsfähiger machen, indem wir Importen die Türen öffnen. Ich glaube nicht, dass sie uns schaden wollen, aber wir sind besorgt über eine Flut von Billigimporten, die unsere eigenen Preise schädigen." (dairyglobal) KR Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer, ist mit SPD-Bundestagsabgeordneten zu einer sechstägigen Delegationsreise der Friedrich-Ebert-Stiftung nach Israel und in die palästinensischen Gebiete gereist. Bei der Reise sollte es um wirtschaftliche Fragen gehen. Israel sei derzeit eines der spannendsten Startup-Ökosysteme weltweit, so Schweitzer. Wer verstehen wolle, wie Israel innerhalb weniger Jahre zu einer "Startup Nation" wurde, müsse den intensiven Austausch vor Ort suchen. "Führende deutsche Unternehmen setzen bereits heute auf die israelische Ideenschmiede. Deutsch-israelische Kooperationen sollten künftig weiter ausgebaut werden." (pfalz) KR Eine Unternehmer-Delegation aus Nordrhein-Westfalen ist in Israel unterwegs. Auch Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) traf in Tel Aviv ein. Beim Abendessen erzählten die Besucher dem Minister von einer Reise nach Be'er Scheva, einem einstigen Beduinendorf in der Negev-Wüste. Die dortige Ben-Gurion-Universität ist die Keimzelle des digitalen Wirtschaftswunders, das Israel gerade erlebt. In unmittelbarer Nähe arbeitet auch die bei Hackern berüchtigte Einheit 8200 der israelischen Armee, die als Pendent zur amerikanischen NSA gilt. Der "Unit 8200" sagt man nach, sie sei mitverantwortlich für den Computervirus Stuxnet, der 2010 dafür sorgte, dass sich Uran-Zentrifugen selbst zerlegten und damit das iranische Atomprogramm um Jahre zurückwarf. Diese Nähe von Militär und Forschung ist seit einigen Jahren für IT-Giganten aus aller Welt so attraktiv, dass sie Teile ihrer Forschungs- und Entwicklungsabteilungen nach Israel ausgelagert haben. (wdr) KR Der Psychologe Sivan George-Levi der Bar-Ilan-Universität in Ramat Gan hat in einer Studie zahlreiche Paare zu ihren Erwartungen an Partner und Beziehung befragt - und zu ihrer Zufriedenheit in der Partnerschaft. Die Teilnehmer waren über 50 und alle bereits seit mehr als 20 Jahren zusammen. Seine Erkenntnis: Der maßlose Anspruchstyp, für den kein Partner gut genug ist, und der unterdrückte Typ, der sich selbst für viel zu schlecht hält, sind in ihrer Beziehung meist unglücklich und machen auch ihre Partner nicht glücklich, während Menschen, die viel von ihren Partnern erwarten und das für selbstverständlich halten, sowohl sich, als auch ihre Partner glücklich machen. (brigitte) KR Ganz langsam bahnt sich der Frühling seinen Weg... wer auf der Suche nach Songs ist, um sich bereits auf die wärmere Jahreszeit einzustimmen, kann mit der neuen App #Shiri, kostenfrei mehr als 40.000 israelische Lieder hören. (israelzwischenzeilen, jpost) EL Ausgerechnet während des Pessachfestes im April, an dem die Juden des Auszugs aus Ägypten unter Moses und der biblischen Plagen gedenken, soll Israel von einer riesigen Heuschreckenplage getroffen werden. Denn gewaltige Heuschreckenschwärme hätten sich in den letzten Monaten im Nahen Osten und in Nordafrika gebildet. Nun warnen Experten der UNO davor, dass die "Locust-Pest", wie die Plage auf Englisch heißt, vom Roten Meer kommend, sich möglicherweise über ganz Israel verbreiten könnte. Die BBC berichtete 2013 von einer kleineren Plage in Israel, wobei man dort eine ungewöhnliche Methode gefunden habe, die Heuschrecken abzuwehren. Vor allem jemenitische Juden betrachten die laubfressenden Fluginsekten gegrillt als eine Delikatesse, wie man ihren Kochbüchern entnehmen kann. (twittersmash, Fokus) TS In Lesbos gibt es eine israelische Schule für syrische, iranische, irakische und afghanische Flüchtlinge. H., 20 Jahre, ist aus Aleppo. Er lebt in einem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos als einer von 60.000 syrischen Flüchtlingen in Griechenland, von denen 14.000 auf den griechischen Inseln leben. Er erzählt: "Mein ganzes Leben lang, während meiner ganzen Kindheit in syrischen Schulen, wurde mir beigebracht, dass die Israelis der Feind sind. Als ich mich der griechischen Küste nähere, sah ich als Erstes den Davidsstern auf den Hemden der Israelis, sie halfen mir aus dem Wasser raus und stellten mich auf den Boden." Die Helfer von IsraAID und Hashomer Hatzair kamen 2015 auf die Insel, als täglich Tausende von Menschen ankamen. Heute sind die Israelis die letzte organisierte Einrichtung, die humanitäre Hilfe auf der Insel leistet, neben einem von der Europäischen Union und den griechischen Behörden finanzierten Gemeinschaftszentrum für Einzelpersonen. Der israelische Einsatz ist Teil eines Plans zur Revolutionierung des Konzepts von "Tikkun Olam" und der jüdischen Freiwilligenarbeit auf der ganzen Welt. (ynet) EL 1959 wurde er in Jerusalem geboren. Er diente sechs Jahre in der Fallschirmjäger-Brigade der israelischen Armee (1977-1983). Danach studierte er Informatik und BWL an der Hebräischen Universität Jerusalem. 1988 gründete er eine auf Antivirus-Software spezialisierte Softwarefirma. Und in diesem Bereich verdiente er auch sein Geld. Rund 10 Jahre war er Bürgermeister von Jerusalem: Nir Barkat, der auf der Likud-Liste weit oben steht, ist laut einer aktuellen Meldung von Forbes Israel mit einem geschätzten Vermögen von NIS 500 Mio. der reichste Politiker Israels. Das wäre keine Meldung wert, wenn wir ILI- Redakteure nicht selbst in Jerusalem erlebt hätten, wie tiefenentspannt sich Nir (damals noch als Bürgermeister auf einem Stadtfest) mit allen Leuten unterhalten kann: Über Stress mit Behörden, Probleme mit dem Nahverkehr oder fehlende Hausnummern. Die einzigen beiden Uniformträgerinnen waren privat da. Selbst die politischen Gegner respektieren ihn. Barkat hat 2018 nicht mehr als Bürgermeister kandidiert: "Ich habe mich entschieden, dem Land auf nationaler Ebene zu dienen". Ein kluger, ruhiger, skandalfreier Realpolitiker mit einer gediegenen Bilanz: Nicht die schlechteste Voraussetzung für ein hohes Amt im Staat. (globes, haaretz) EL Die Nachrichtenagentur Shehab berichtet, dass Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten eine Erklärung der Union der arabischen Parlamente ablehnten, in der gefordert wurde, den Normalisierungsprozess mit Israel zu stoppen. (mena-watch) EL Eine vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzte Untersuchungskommission hat ihren Bericht zum "Großen Rückkehrmarsch" der Palästinenser und der israelischen Reaktion darauf vorgelegt. Wie nicht anders zu erwarten, wird der jüdische Staat schwerster Verbrechen bezichtigt, während die Dominanz von Terrorgruppen bei den Ausschreitungen in Abrede gestellt wird. (menawatch) KR Arabische und muslimische Länder auf der ganzen Welt normalisieren zusehends ihre Beziehungen zu Israel. Überraschenderweise mehren sich die Hinweise aus dem Irak, dass das neue Regime in Bagdad, im Gegensatz zu dem Saddam Husseins, gewillt ist, sich mit Tel Aviv einzulassen. Über die gesamte Zeit hinweg gibt es keinen dokumentgestützten oder auch nur auf Anekdoten basierenden Beleg dafür, dass irakische Führer - egal ob unter der Monarchie, der Militärdiktatur oder dem baathistischen Regime - jemals eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel in Betracht gezogen hätten. (menawatch) KR 1961 war das Weltraumrennen zwischen den USA und der UdSSR in vollem Gange. Ben Gurion wusste, dass das Potenzial der UdSSR, den Himmel zu kontrollieren, eine echte Bedrohung für Israel darstellte, da die ägyptische Luftwaffe Zugang zu fortschrittlichen Technologien aus Russland hatte. Gamal Abdel-Nasser, der damalige Präsident der Vereinigten Arabischen Republik (die Vereinigung von Ägypten und Syrien von 1958 bis 1961), hatte außerdem deutsche Raketenwissenschaftler - ehemalige Nazis - für das ägyptische Rüstungsprogramm rekrutiert und führte ein Waffenentwicklungsprogramm mit ballistischen Raketen durch. Da die Raketen jedoch nicht rechtzeitig zu den Feierlichkeiten des ägyptischen Revolutionstages bereit sein würden, "wurde beschlossen, ein paar kleine Raketen aus den USA zu kaufen und ihren Start als Erfolg für ägyptische Wissenschaftler im Bereich des Weltraums zu präsentieren." Ben-Gurion wurde vom Mossad darüber informiert und entschloss sich, "Nassers Donner zu stehlen", indem er die israelische Rüstungsentwicklungsbehörde Rafael beauftragte, eine Rakete zu bauen, die vor den Ägyptern ins All starten könnte. Innerhalb weniger Wochen war die Rakete fertig. Der Start fand am 5. Juli 1961 in Anwesenheit von etwa zwei Dutzend Personen statt, darunter Ben Gurion, Außenministerin Golda Meir und der stellvertretende Verteidigungsminister Shimon Peres (der Berichten zufolge den Namen Shavit, das hebräische Wort für "Kometen" wählte). Der Raketenstart wurde so fotografiert, dass Shavit viel größer als seine tatsächlichen 3,76 Meter wirkte und obwohl die Rakete dann in der 2. Stufe explodierte, war das Verteidigungsunternehmen mit der Leistung von Shavit 2 zufrieden: "Der Start von Shavit 2 war eine bedeutende Errungenschaft in einer Zeit großer Spannungen zwischen Israel und den arabischen Staaten. Ben Gurion erhielt Tausende von Telegrammen und Briefen, mit denen Israel zum Beitritt zur Weltraum-Ära beglückwünscht wurde." (israel21c) EL 1.) Top 10 der Inspirierendsten Frauen Israels 2.) 20 (weitere) beeindruckende Israelische Frauen, die man kennen sollte... BDS ist bekanntlich eher was für linke NGOs aus Europa. Bei den Palästinensern selbst stehen israelische Produkte immer auf dem Tisch, wenn es was zu feiern gibt. Besonders beliebt ist Gil, ein von der israelischen Firma Tnuva hergestellter Joghurt. Peinlich nur, dass die Bilder des "Heldenfutters" bei Hamas-Politikern auf Facebook und anderen Medien immer wieder von aufmerksamen Israelis entdeckt werden. (heplev) EL Der Journalist Dr. Nasser Al-Lahan, Chefredakteur der im Jahr 2005 in der Palästinensischen Autonomiebehörde gegründeten Nachrichtenagentur Ma'an, sagte vor kurzem in einem Fernsehinterview, dass Israel derartig arrogant sei, dass irgendjemand noch aus Ärger eine Atombombe auf das Land werfen würde. Das Interview erschien am 16. Januar auf der Internetseite von Ma'an und wurde von MEMRI (Middle East Media Institut) übersetzt und veröffentlicht. In dem Interview sagt Nasser Al-Lahan, dass er nach dem Fall einer Atombombe auf Israel einen Artikel mit der Überschrift "Lo echpat li" schreiben werde. Übersetzt heißt dieser Satz: "Ist mir egal". (israelheute) KR Am 12. Februar hat die Staatengemeinschaft den Internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten begangen. Das ZDF verfasste einen eigenen Beitrag zum Thema. Dazu verwendete die Redaktion unter anderem eine Grafik des Kinderhilfswerks "Terre des Hommes". Diese zeigt Länder in denen Kindersoldaten eingesetzt werden. Neben Afghanistan oder Sudan findet sich darin "Israel/Palästina" als betroffenes Land wieder. Via Twitter kritisierte die israelische Botschaft in Deutschland umgehend das ZDF. "Die Erwähnung Israels ist absurd und irreführend. In Israel gehen Menschen zur Armee, wenn sie erwachsen sind". Weiterhin forderte die israelische Vertretung in Berlin das ZDF auf, das Augenmerk deutlicher auf die Hamas zu richten, die Kinder als "Schutzschild missbraucht und in Ferienlager indoktriniert". Daraufhin entfernte das ZDF die entsprechende Grafik. Der Fall zeigt auf erschreckende Weise die Unkenntnis der europäischen Medien bezüglich des Gazastreifens und der Hamas. (audiatur) KR Es ist immer wieder mehr oder weniger das Gleiche, und das leider schon seit vielen Jahren, was auch dazu geführt hat, dass sich diese Schema noch weiter verfestigt hat: ISRAEL wird regelmäßig immer wieder von Gaza aus angegriffen; etwas worüber wir in den Medien hierzulande frühestens dann etwas erfahren - sofern überhaupt - wenn Israel VERTEIDIGUNGSmaßnahmen ergreift. Dazu 2 aktuelle Beispiele aus Deutschen Medien: Nachdem er im Zweitliga-Spiel seines FC Ingolstadt bei Union Berlin mit einer Roten Karte des Feldes verwiesen worden war, wurde der israelische Fußballer Almog Cohen von einem mutmaßlichen Union-Fan bei Twitter auf das Übelste antisemitisch beschimpft. Sowohl der FC Ingolstadt, als auch der 1. FC Union Berlin verurteilten schnell diesen Tweet, zudem wurde die Polizei eingeschaltet. Union veröffentlichte anschließend eine Stellungnahme, in der es abschließend in Richtung der Fans heißt: "Der 1. FC Union Berlin bittet alle Unioner um Unterstützung im Kampf gegen jegliche Art von Diskriminierung. Union steht für Mitmenschlichkeit und Toleranz!" Almog Cohen bedankte sich bei Twitter für die Unterstützung, die ihm gegenüber nach dem Vorfall bekundet wurde: "Als jüdischer Fußball-Profi in Deutschland möchte ich nur sagen: Ich bin sehr stolz auf meine Abstammung und darauf, mein Land in der 2. Bundesliga zu repräsentieren und den FC Ingolstadt 04 als Kapitän anzuführen. Und das in einem Land, in dem ich seit neun Jahren lebe und das ich für seine Offenheit schätze. Vielen Dank für den großen Zuspruch in den vergangenen Stunden sowie die damit verbundene Unterstützung von allen Seiten". Almog Cohen ist israelischer Nationalspieler. Seine Bundesliga-Karriere begann er 2010 beim 1. FC Nürnberg. (twitter, union, sky, wikipedia) JG Am und um den 14. Mai, wird wieder bundesweit der Israeltag gefeiert! Wir freuen uns, dass der Botschafter des Staates Israel, Jeremy Issacharoff, und der Präsident des Zentralrats der Juden, Dr. Josef Schuster, wieder die Schirmherrschaft übernommen haben! A fast walk from Mamilla to the Western Wall in Jerusalem The true face of Hamas's leadership Hummus-Test Die israelische Raumsonde "Beresheet" hat ein Selfie zur Erde geschickt. Auf dem Foto ist die israelische Flagge rund 37.600 Kilometer über der Erde zu sehen. Eine an der Außenseite der Mondsonde angebrachte Gedenktafel zeigt neben der Flagge auch die Schriftzüge "Am Israel Chai" (Das Volk Israel lebt) und "Kleines Land, große Träume". Das Bild wurde während einer langsamen Drehung der Sonde aufgenommen; im Hintergrund ist die Erde zu sehen. (JA) EL
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Wer war Jassir Arafat?
Jassir Arafat (* 24. August 1929 in Kairo, Ägypten; † 11. November 2004 in Clamart, Département Hauts-de-Seine, Frankreich), , ursprünglich , Kunya: , war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war seit dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1957 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge und Bombenattentate auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte. Jahrzehntelang galt Arafats Bemühen der Vernichtung Israels; als strategische Mittel zur Umsetzung dieses Ziels favorisierte er Gewalt gegen israelische Bürger und Zivileinrichtungen, die den Staat grundlegend destabilisieren, seine Bürger verunsichern und Israel letztendlich zur leichten Beute eines Angriffs arabischer Armeen machen sollte. Arafats Unterstützung der irakischen Invasion Kuwaits hatte die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 zur Folge. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachte Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. 1994 erhielt er dafür gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2000 verhandelte Arafat mit Israels damaligem Regierungschef Ehud Barak und dem damaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, erfolglos über die Gründung eines unabhängigen, palästinensischen Staates. Nach dem Scheitern von Camp David II unterstützte Arafat die Zweite Intifada, wodurch er in seinen letzten Lebensjahren vor allem außenpolitisch an Einfluss verlor. Erst nach dem Tod Arafats waren führende palästinensische Vertreter bereit, sich für Arafats Unterstützung Saddam Husseins und der Invasion in Kuwait zu entschuldigen. Die Beurteilungen seiner Person gehen weit auseinander, von Freiheitskämpfer über Guerillakämpfer bis Terrorist. Leben Jassir Arafat wurde übereinstimmenden Erkenntnissen verschiedener Biographen zufolge in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Arafat hingegen behauptete häufig, in Palästina geboren worden zu sein, wobei er im Laufe der Zeit widersprüchliche Angaben machte. Mal behauptete er, in der Altstadt Jerusalems geboren worden zu sein, mal im Gazastreifen. Sicher ist, dass sein Vater aus Gaza und seine Mutter aus einer angesehenen Jerusalemer Familie stammten. Sie hatten in den 1920er Jahren geheiratet und waren nach Kairo ausgewandert. Jassir war das sechste von sieben Kindern. Als er etwa vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Um den Vater mit den sechs Halbwaisen zu entlasten, nahm der Bruder der Mutter, Salim Abu Saud, Jassir und seinen jüngeren Bruder zu sich nach Jerusalem, das damals zum britischen Mandatsgebiet Palästina gehörte. Er lebte dort vier Jahre. Frühe Jahre Als er nach der erneuten Heirat seines Vaters nach Kairo zurückkehrte, besuchte er die Schule und später die Universität, an der er Elektrotechnik studierte. Eine Zeit lang beschäftigte er sich mit der jüdischen Kultur, hatte jüdische Bekannte und las zionistische Werke z. B. von Theodor Herzl. 1946 soll Arafat intensiven Kontakt mit Mohammed Amin al-Husseini, dem mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem, gehabt haben, der in Ägypten Asyl gefunden hatte. Al-Husseini war ein entfernter Verwandter Arafats. Dass er jedoch der Onkel Arafats gewesen sei, ist eine Legende. Arafat engagierte sich nun aktiv in der arabischen Nationalbewegung in Palästina. Zu dieser Zeit war er ein Befürworter der militärischen Konfrontation und beschaffte Waffen, die ins Mandatsgebiet geschmuggelt wurden. In Kairo hatte sich Jassir Arafat mit Abd al-Qadir al-Husseini angefreundet, der die Einheiten palästinensischer Araber in der Region Jerusalem anführte. Als Arafat von Abdel Khader al-Husseinis Tod im Palästinakrieg bei der Schlacht am Kastel-Berg im April 1948 hörte, brach er sein Studium in Kairo ab und nahm aktiv am Krieg teil. Er trat der Moslem-Bruderschaft bei, die im Gazastreifen und in der Schlacht bei Kfar Darom kämpfte. Als die ägyptische Armee am 15. Mai 1948 in den Palästinakrieg eingriff, wurde Arafat und seiner Einheit befohlen abzuziehen. Dies war für ihn ein prägendes Erlebnis. Er beschuldigte später die arabischen Staaten des Verrates, weil sie den Palästinensern nicht geholfen hätten, die Schlacht zu gewinnen, und ihnen nicht erlaubt hätten zu kämpfen. Die palästinensischen Araber erlitten eine militärische Niederlage gegen Israel. Etwa 750.000 Palästinenser wurden vertrieben oder ergriffen die Flucht und lebten von da an überwiegend als Staatenlose in den Nachbarländern. In den 1950er Jahren studierte Arafat an der Universität Kairo. 1952 gründete er die Generalunion Palästinensischer Studenten (GUPS), der er bis 1957 vorstand. Ende 1952 wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser vorübergehend verhaftet. 1956 verließ er die Universität als diplomierter Ingenieur und gründete die Union der Palästinensischen Hochschulabsolventen. Danach meldete er sich freiwillig zur ägyptischen Armee und kämpfte im Sueskrieg 1956 gegen Frankreich, Großbritannien und Israel. Er war Leutnant in der ägyptischen Armee und galt als Sprengstoffexperte. Noch im selben Jahr ging er nach Kuwait, wo er als Ingenieur arbeitete und ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. Gründung der Fatah 1957 gründete er in Kuwait zusammen mit Chalil al-Wazir (Abu Dschihad) die erste Zelle der Bewegung zur Befreiung Palästinas (al-Fatah), aus der 1959 die gleichnamige politische Partei hervorging. Ab 1958 war Arafat Vorstandsmitglied und ab 1968 Vorsitzender der Fatah. Durch seine aktive Teilnahme an der Schlacht von Karame 1968 begründete er seinen Heldenmythos und war ab 1969 Vorsitzender der PLO, die 1964 durch die Arabische Liga ins Leben gerufen worden war. Ende der 1960er Jahre wuchsen die Spannungen zwischen der PLO und der jordanischen Regierung; palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien etabliert und kontrollierten strategische Positionen wie die Öl-Raffinerien bei Zarqa. Jordanien betrachtete diese Umstände als eine wachsende Bedrohung seiner Souveränität und seiner Sicherheit und versuchte, die palästinensischen Milizen zu entwaffnen. Im Juni 1970 brachen nach einem fehlgeschlagenen palästinensischen Attentat auf den jordanischen König offene Kämpfe aus, die mit der Flucht der PLO aus Jordanien in den Libanon endeten. Wurde die Schlacht von Karame als erster historischer Sieg der PLO angesehen, so erlitt sie unter Arafats Führung 1970 mit dem Schwarzen September eine schwere Niederlage. Dieser musste zunächst nach Kairo, dann in den Libanon fliehen. Aufsehen erregte der historische Auftritt Arafats vor der UN-Vollversammlung am 13. November 1974, bei dem er in Uniform, mit der Kufiya und umgeschnalltem Pistolenholster eine Rede hielt, die von arabischen und kommunistischen Staaten mit Begeisterung aufgenommen wurde. In der Rede reklamierte Arafat den alleinigen Machtanspruch über Palästina für die PLO. Er sprach davon, eine Welt ohne Kolonialismus, Imperialismus, Neokolonialismus und ohne „Rassismus in all seinen Ausformungen, einschließlich des Zionismus“ schaffen zu wollen. Arafat vermied es, von Israel zu sprechen, um dem Staat jegliche Legitimität abzusprechen, und verwendete stattdessen den Begriff zionistische Entität. Den Zionismus stellte er in dieser Rede als eine imperialistische, kolonialistische und rassistische Ideologie dar, die – dezidiert reaktionär und diskriminierend – mit dem Antisemitismus gleichzusetzen sei. Ferner wiederholte er ein altes antisemitisches Stereotyp, wonach der Zionismus wolle, dass die Juden ihren Heimatländern keine Loyalität entgegenbrächten und sich über ihre Mitbürger erhöben. Er sprach der UNO das Recht ab, das unteilbare Heimatland der Palästinenser zu teilen, und wies damit den Teilungsbeschluss von 1947 zurück. Auch behauptete er, der Palästinakrieg von 1948 sei von Israel und nicht von den arabischen Staaten begonnen worden. Die PLO erhielt als legitime politische Vertretung der Palästinenser Beobachterstatus bei der UNO. Das Palästinensertuch – drapiert wie die Konturen Palästinas – gehörte ebenso wie das Holster auch später zu seinen Markenzeichen, ohne die er selten auftrat. Eine weitere bedeutende Rede hielt er am 13. Dezember 1988. Ein Novum war hier, dass die PLO die UN-Resolution anerkannte und Willen zum Kompromiss zeigte. Die gewaltsamen Aktionen der PLO wollte Arafat allerdings als legitimen Widerstand verstanden wissen. In dieser Rede wird auch jene Interpretation der Resolution 194 der UN-Vollversammlung bekräftigt, nach der diese das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge garantiere, womit er eine Doktrin festlegte, die auch heute noch, zumindest in offiziellen Verlautbarungen der PLO, Bestand hat. In der Rede gestand Arafat den Juden nicht explizit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung zu und akzeptierte nicht ausdrücklich, dass Israel ein jüdischer Staat sein könnte. Als Konsequenz des israelischen Libanonfeldzugs gegen das Hauptquartier der PLO in Beirut im Juli/August 1982 musste Arafat nach Tunesien fliehen. Er verließ mit seinen Gefolgsleuten das von Israel besetzte Beirut und errichtete einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis. Der Weg zur internationalen Anerkennung 1988 erkannte Arafat Israel indirekt an und erklärte 1989 die PLO-Charta von 1964, in der zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wurde, für hinfällig. Im Jahre 1990 begrüßte Arafat den irakischen Einmarsch in Kuwait und solidarisierte sich mit Saddam Hussein. Die reichen arabischen Ölstaaten an der Seite des Kriegsgegners USA froren daraufhin ihre finanzielle Unterstützung der PLO ein. Eine weitere Folge war die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachten Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. Statt das Ende abzuwarten, sympathisierte Arafat 1991 noch während des laufenden Augustputsches gegen Michail Gorbatschow mit den Putschisten, womit er einen langjährigen Unterstützer verärgerte. Am 7. April 1992 überlebte Arafat einen Absturz einer Passagiermaschine der Air Bissau aufgrund eines Sandsturms in der libyschen Wüste. Arafat wurde in einem Krankenhaus in Misrata aufgrund eines Blutgerinnsels von dem Chirurgen Meftah Shwedy mehrmals am Gehirn operiert und am rechten Auge behandelt. Am 13. September 1993 kam es bei der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung über die vorübergehende (palästinensische) Selbstverwaltung zwischen dem Staat Israel und der PLO in Washington zu einem historischen Handschlag zwischen Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Jizhak Rabin. Friedensnobelpreisträger Rabin bezahlte später für dieses Entgegenkommen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt durch einen Terroranschlag eines jüdischen Ultra-Nationalisten mit seinem Leben. Nach 27 Jahren Exil kehrte Arafat infolge des Autonomieabkommens am 1. Juli 1994 nach Palästina zurück und bildete in Gaza eine autonome Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde. 1993 wählte das TIME Magazin Die Friedensstifter (Nelson Mandela, Frederik Willem de Klerk, Jassir Arafat und Jitzchak Rabin) zu den Personen des Jahres. Im Dezember 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Während der Trauerwoche für Jitzchak Rabin nach dessen Ermordung im November 1995 besuchte Arafat Leah Rabin und ihre Familie in ihrer Wohnung in Tel Aviv, um seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Es war das erste Mal, dass er israelischen Boden betrat. Aus Sicherheitsgründen hatte er nicht an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen können. Er schilderte, wie sehr ihn der Mord bestürzt habe und wie verzweifelt er darüber sei, seinen Partner im Friedensprozess verloren zu haben. 1995 erhielt Arafat den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. 2000 verhandelte Arafat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und US-Präsident Clinton in Camp David über die Schaffung eines palästinensischen Staates. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Der abtretende Präsident Clinton und Barak, der kurz darauf in allgemeinen Wahlen von seinem politischen Gegner Ariel Scharon abgelöst wurde, gaben Arafat die alleinige Schuld am Scheitern dieser Verhandlungen. Arafat hingegen gab Barak und Clinton die Schuld am Scheitern. Zweite Intifada und politischer Niedergang Arafat wurde schon vor der Zweiten Intifada vorgeworfen, ein doppeltes Spiel zu treiben. Während er sich auf internationalem Parkett für Frieden und Diplomatie starkmachte, soll er vor seinen Anhängern in Gaza mit teilweise antisemitischen Reden Stimmung gegen Israel gemacht haben. Auch wurde ihm mehrfach vorgeworfen, sich aktiv am Waffenschmuggel für paramilitärische und terroristische Zwecke zu beteiligen (siehe Karine-A-Affäre) und die allein von ihm befehligten Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde für Übergriffe auf Israel zur Verfügung zu stellen. Außerdem gab es Berichte britischer Medien wie der BBC, dass Terror-Organisationen wie die Fatah-nahen al-Aqsa-Märtyrerbrigaden über den Umweg der von Arafat regierten Autonomiebehörde indirekt von EU-Geldern finanziert würden. Schließlich duldete oder unterstützte er den erneuten Palästinenseraufstand, was ihn vor allem außenpolitisch isolierte. Als Reaktion auf die Zweite Intifada besetzte Israel immer wieder Teile der autonomen Palästinensergebiete. Die israelische Regierung machte auch Arafat selbst für gewaltsamen Übergriffe verantwortlich. Ab 2001 wurde der in Ramallah lebende Arafat von Israel mehrfach unter Hausarrest gestellt. Seine Hubschrauber wurden im Dezember 2001 zerstört, sodass er nicht mehr zwischen Gaza und Ramallah reisen konnte. Im Rahmen der Operation Schutzschild vom 29. März 2002 bis 3. Mai 2002 zerstörte die israelische Armee einen Teil von Arafats Hauptquartier, der Muqāta'a. Am 11. September 2003 fasste die israelische Regierung den Beschluss, Arafat auszuweisen. Mit einem Hubschrauber sollte er ins Exil nach Nordafrika gebracht werden. Nach dem Ausweisungsbeschluss gingen zehntausende Palästinenser protestierend auf die Straße. Arafat appellierte an die Bevölkerung, Widerstand gegen den Beschluss zu leisten. Er wolle „lieber sterben, als sich zu ergeben“. Am 14. September 2003 stellte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auch ein Attentat auf Arafat als eine legitime Möglichkeit seiner Entfernung dar. Am 16. September 2003 ließen die USA eine Resolution des Weltsicherheitsrates gegen die Ausweisung Arafats an ihrem Veto scheitern. Deutschland enthielt sich der Stimme. Korruption Im Mai 2002 stellte der BND fest, dass die Verwendung von EU-Geldern für den Terrorismus „nicht auszuschließen“ sei, da Arafat offensichtlich nicht zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung trenne. Das Gutachten spricht weiterhin von „bekanntem Missmanagement“ und „weit verbreiteter Korruption“ (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Die USA und Israel hatten die Europäische Union in Brüssel zu dem Zeitpunkt bereits mehrfach aufgefordert, die Verwendung der Subventionen für die Palästinensische Autonomiebehörde genauer zu überprüfen. Brüssel erklärte, für Transparenz und Kontrolle der Fördermittel sorge der Internationale Währungsfonds. Der IWF legte 2003 jedoch einen Bericht über „Ökonomische Leistungen und Reformen unter Konfliktbedingungen“ vor, aus dem hervorging, dass zwischen 1995 und 2000 mehr als 900 Millionen Dollar an Fördergeldern für die Palästinensische Autonomiebehörde „verschwanden“. Weisungsbefugt für die Verwendung des Geldes seien allein Arafat und „enge Vertraute“ gewesen. Arafat kontrollierte dem Bericht zufolge bis zu seinem Tod allein 8 % des palästinensischen Gesamtbudgets. Familie Arafat war seit dem 17. Juli 1990 mit Suha at-Tawil, mit der er eine Tochter, Zahwa (* 24. Juli 1995 in Neuilly-sur-Seine), hat, verheiratet. Ab dem Beginn der zweiten Intifada, also ab 2001, lebten Frau und Tochter in Paris und Tunis. 2007 zog Suha nach Malta. Sein Neffe Musa Arafat war Leiter des palästinensischen Militärgeheimdienstes, sein Bruder Fathi Arafat Mediziner. Tod Jassir Arafats Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum 28. Oktober 2004 akut. Er hatte bereits über eine Woche wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes nichts gegessen. Die israelische Regierung hob aufgrund seiner schweren Krankheit das Reiseverbot auf und sicherte ihm eine Rückkehr ins Westjordanland zu. Am folgenden Tag wurde Arafat nach Paris geflogen und zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Percy gebracht, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält. Am 4. November verschlechterte sich sein Zustand noch einmal; es wurde von einem „tiefen Koma“ berichtet. Am 10. November versagten Nieren und Leber. Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte wurde aus religiösen Gründen abgelehnt. Infolge der Leberschädigung und der daraus resultierenden Störung der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren kam es zu einer Gehirnblutung. Am 11. November 2004 um 3.30 Uhr (MEZ) starb Jassir Arafat. Nach Verabschiedung mit militärischen Ehren wurde der Leichnam Arafats in Begleitung seiner Witwe mit einer französischen Militärmaschine nach Kairo geflogen. Die zentrale Trauerfeier fand am 12. November am Flughafen Kairo-International statt, wozu hochrangige Politiker aus aller Welt eingeladen waren. Im Anschluss an die militärische Zeremonie in Kairo wurde der Sarg nach Ramallah geflogen, wo die Beisetzungszeremonie am frühen Nachmittag stattfand. Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“. Arafat wurde in einem Steinsarg auf dem Gelände seines ehemaligen Amtssitzes in Ramallah unter großer Anteilnahme der palästinensischen Bevölkerung beigesetzt. Sein Sarg wurde mit Erde vom Jerusalemer Tempelberg umgeben. Am 10. November 2016 wurde in Ramallah neben dem Arafat-Mausoleum ein „Arafat-Museum“ eröffnet. Es kostete 7 Millionen Dollar und wurde von den palästinensischen Behörden im Westjordanland finanziert. Ausgestellt sind unter anderem seine Brille, sein Revolver, „sein charakteristischer schwarz-weiß karierter Keffiyeh-Kopfschmuck“, sein Reisepass, seine Friedensnobelpreismedaille (zwischenzeitlich im Besitz der Hamas) und andere Memorabilien. Vermittelt wird eine unkritische palästinensische Sicht der Dinge, etwa in der Darstellung des Massakers bei den olympischen Spielen von München 1972 („Antwort auf Überfall israelischer und deutscher Sicherheitskräfte“). Arafats Geburt wird von Kairo in ein palästinensisches Dorf in der Nähe der Jerusalemer Altstadt verlegt, wie es palästinensischer Legendenbildung entspricht. Hinweise auf seine Ehefrau Suha at-Tawil werden vermieden, völlig ausgeblendet werden die vielen Vorwürfe hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Reaktionen Nur wenige Stunden, nachdem der Tod Arafats bekannt gegeben worden war, griffen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Netsarim im Gaza-Streifen an. In Ramallah warnten Extremisten die neue palästinensische Führung unter Mahmud Abbas vor einem „Ausverkauf der palästinensischen Sache“ und drohten den Nachfolgern Arafats mit dem Tod, sollten sie zu Zugeständnissen gegenüber Israel bereit sein. Die Fatah-Splittergruppe „al-Aqsa-Brigaden“ benannte sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland nach Arafats Tod vollständig ab. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis durften nicht nach Israel einreisen. Jedoch transportierten mehrere hundert Busse Palästinenser aus dem Gazastreifen zur Trauerfeier nach Ramallah. Befürchtungen, dass der Tod von Jassir Arafat einen Rückschlag für den Nahost-Friedensprozess bedeute, bewahrheiteten sich zunächst nicht. Die Palästinensische Autonomiebehörde setzte antiisraelische Fernsehspots ab und unternahm Anstrengungen zur Reform der Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung ließ im Gegenzug ca. 150 palästinensische Gefangene frei, sicherte Unterstützung bei den palästinensischen Wahlen zu und kündigte eine Rückkehr zur Roadmap an. Die Palästinenserführung ernannte den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattuh verfassungsgemäß zum vorläufigen Nachfolger Arafats und rief eine 40-tägige Trauer aus. In den Präsidentschaftswahlen vom 9. Januar 2005 wurde Mahmud Abbas zum Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Nach seinem Tode wurde Jassir Arafat von 200 Rabbinern als „Amalek und Hitler unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als „Freudentag“ zu feiern. Spekulationen und Ermittlungen zur Todesursache und Exhumierung Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden machten ebenso wie die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Israel für den Tod Arafats verantwortlich und drohten mit Rache. So äußerte sich Dschihad-Anführer Chalid al-Batesch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon habe „bei der Tötung Arafats seine Hand im Spiel“ gehabt. Ärzte im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris, in dem Arafat zuletzt behandelt wurde, und Vertraute Arafats schlossen jedoch seinerzeit aus, dass der Palästinenserchef vergiftet worden sei. Eine Autopsie fand nach dem Willen der Witwe nicht statt. Da weder Arafats Ärzte noch dessen Witwe die genaue Todesursache bekannt gaben, kam es in der Folge zu weiteren öffentlichen Spekulationen. Dabei wurden von Spezialisten besonders Vergiftung und AIDS nahegelegt. Ahmad Dschibril, der Generalsekretär der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC), erklärte im Juli 2007, er habe Einblick in den französischen Bericht über den Tod Arafats gehabt. Der Bericht gebe an, dass Arafat an AIDS erkrankt gewesen sei. Aschraf al-Kurdi, seit 1986 persönlicher Leibarzt von Jassir Arafat, erklärte am 12. August 2007 gegenüber der jordanischen Nachrichten-Webseite Amman, dass der Palästinenserführer unter dem HI-Virus litt, aber nicht an der Immunschwächekrankheit AIDS starb. Das Virus soll Arafat erst kurz vor seinem Tod in dessen Blut injiziert worden sein, so al-Kurdi, der aber angab, dass die tatsächliche Todesursache eine Vergiftung gewesen sei. Im August 2011 beschuldigte die Fatah den zuvor aus der Partei ausgeschlossenen Mohammed Dahlan, hinter der Vergiftung Arafats zu stecken und sogar selbst das Gift aus Paris besorgt zu haben. Haaretz veröffentlichte 2005 eine Analyse israelischer Experten, wonach eine eventuelle Vergiftung am ehesten bei einem Abendessen am 12. Oktober 2004 stattgefunden haben müsste. Verdacht auf Vergiftung mit Polonium 210 Im Dezember 2011 und Januar 2012 kontaktierte der Reporter Clayton Swisher Arafats Witwe in Malta und Paris und erhielt von ihr Akten und eine Tasche mit persönlichen Gegenständen (Zahnbürste, Kleidung, Kufiya), die Arafat in seinen letzten Tagen benutzt hatte. Am 3. Juli 2012 veröffentlichte der Fernsehsender al-Dschasira den Befund des Schweizer Institut de Radiophysique der Universität Lausanne, dem die Gegenstände zur Untersuchung gegeben worden waren. Festgestellt wurden gegenüber den natürlichen Vorkommen erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Polonium 210. Aufgrund dessen geringer Halbwertszeit von nur 138,38 Tagen halbiert sich die Strahlung alle 138 Tage. Von der Ursprungsmenge wäre acht Jahre nach Arafats Tod nur ein Millionstel übrig. Das Schweizer Institut betonte, die Ergebnisse seien kein Beweis für eine Vergiftung, aber zumindest ein Hinweis darauf. Die in den französischen Krankenakten Arafats beschriebenen Symptome, die zu seinem Tod führten, stimmten nicht mit den bekannten Symptomen einer radioaktiven Vergiftung überein. Zur Theorie über einen Gifttod Arafats durch Polonium wurden auch von verschiedenen anderen Experten Zweifel geäußert. Die vom radiologischen Institut bekannt gegebenen Poloniumkonzentrationen auf den persönlichen Gegenständen Arafats könnten nach einem von der Jerusalem Post zitierten Experten wegen der Halbwertszeit des Polonium 210 nicht auf eine acht Jahre zurückliegende Vergiftung zurückgeführt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen worden sein. Am 31. Juli 2012 erstattete Suha Arafat im französischen Nanterre Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung. Die französische Justiz leitete Ende August 2012 Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Palästinenserführung und auch die Witwe befürworteten eine im Islam normalerweise verbotene Exhumierung. Anfang November wurden die ersten Vorbereitungen dafür getroffen, da dafür viel Beton im Mausoleum abgetragen werden musste. Am 27. November 2012 wurde Arafats Leichnam exhumiert und ein ausländisches Expertenteam nahm Proben. Im September 2015 beschlossen die zuständigen französischen Untersuchungsrichter eine Einstellung des laufenden Verfahrens, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit, da es keine ausreichenden Beweise für einen Mord gebe. Umstrittene Untersuchungsergebnisse Mitte Oktober 2013 wurde ein Zwischenergebnis von Schweizer Toxikologen bekannt, wonach eine Vergiftung möglich, aber nicht sicher sei. Am 6. November 2013 gab die Universität Lausanne bekannt, einen gegenüber natürlichen Konzentrationen stark erhöhten Wert von Polonium 210 in den Proben nachgewiesen zu haben. Zugleich stellten sie eine über das natürliche Vorkommen hinaus deutlich erhöhte Menge von Blei 210 fest. Blei 210 kann eine Poloniumvergiftung maskieren, weil Polonium 210 ein Folgeprodukt des Blei 210 in der radioaktiven Zerfallskette ist und nach einiger Zeit mit dem Blei im radioaktiven Gleichgewicht steht. Da Blei 210 eine wesentlich längere Halbwertszeit hat, sind aufgrund der Neuentstehung von Polonium 210 die Reste einer möglicherweise vorangegangenen Poloniumvergiftung nicht mehr nachweisbar. Die Anwesenheit des Blei 210 wurde als mögliche Verunreinigung des hypothetisch als Gift verwendeten Poloniums erklärt. Es wurde vorgerechnet, dass von einer angenommenen Giftdosis von 1 GBq zum Todeszeitpunkt noch 4–5 % im Körper verblieben wären, die bis zur Exhumierung auf ca. 15 Bq Gesamtdosis abgeklungen wären. Die Forscher konnten Polonium nicht als Todesursache ausschließen, bezeichneten es aber auch nicht als sicher, dass Polonium den Tod verursachte. Die Ergebnisse würden letztere These „mäßig stützen“ („moderately support the proposition“: „moderately“ ist sicherer als „slightly“ und unsicherer als „strongly“). Unabhängige Forscher kommentierten, dass die Studie deshalb kein Beweis für eine Vergiftung sei. Am 3. Dezember 2013 wurde berichtet, dass das ebenfalls beauftragte französische Untersuchungsteam zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Vergiftung sei auszuschließen, vielmehr weise es auf eine natürliche Todesursache hin. Die Forschungsberichte eines russischen Untersuchungsteams, das ebenfalls Zugang zu Arafats sterblichen Überresten hatte, schließen eine Vergiftung ebenfalls aus. Nachdem die Staatsanwaltschaft von Nanterre im März 2015 mitgeteilt hatte, dass die Polonium-Spuren aus Arafats Grab natürlichen Ursprungs seien, beantragte sie Mitte Juli 2015 das Verfahren einzustellen. Die Ermittlungsrichter in Nanterre folgten dem Antrag und stellten das Verfahren Anfang September 2015 ein. Schlussfolgerungen In einem im November 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel des Schweizer Teams wird eine Vergiftung als plausibel, aber nicht bewiesen eingestuft. Die gleiche Studie ermittelt eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Annahme einer Vergiftung mit Po 210 als für die gegenteilige Annahme, falls man von einer mehrfachen Einnahme des Po 210 in kleinen Dosen ausgehe. Im Juni 2016 lehnte ein Gericht in Paris (nicht letztinstanzlich) die Wiedereröffnung der Untersuchungen bzgl. des vermuteten Mordes ab, weil dafür die Rechtsgrundlage fehle. Ehrungen 1993 Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens 1993 Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1994 Prinz-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 1994 Friedensnobelpreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1995 Deutscher Medienpreis 1999 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Held der Demokratischen Volksrepublik Korea Alter Freund des chinesischen Volkes Literatur Helga Baumgarten: Arafat: zwischen Kampf und Diplomatie. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36419-5. Andrew Gowers, Tony Walker: Arafat: hinter dem Mythos. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50035-9 (Übersetzung von Behind the myth: Yasser Arafat and the Palestinian revolution, 1990). Amnon Kapeliuk: Yassir Arafat: Die Biographie. Mit einem Vorwort von Nelson Mandela, Palmyra, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-930378-59-3. Gerhard Konzelmann: Arafat. Vom Terroristen zum Mann des Friedens. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-61296-5. (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch, Band 61296, Biographie). Aharon Moshel: In einer Hand den Ölzweig: Jassir Arafat und die PLO. Facta, München / Hamburg 1988, ISBN 3-926827-10-6. Barry Rubin, Judith Colp Rubin: Yasir Arafat : A Political Biography. Oxford University, Oxford 2005, ISBN 978-0-19-516689-7. Danny Rubinstein: Yassir Arafat. Vom Guerillakämpfer zum Staatsmann. Palmyra, Heidelberg 1996, ISBN 3-930378-09-4 (Übersetzung von The Mystery of Arafat, 1995). Hassan Sadek: Arafat. Hugendubel, München / Kreuzlingen 2006, ISBN 978-3-7205-2751-4. (= Diederichs kompakt). Janet und John Wallach: Jassir Arafat. Die Biographie. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-08755-0. Weblinks Themenschwerpunkt Arafat in der ägyptischen Wochenzeitung Al Ahram Rafael Seligmann: Begrabt ihn in Jerusalem, FAZ, 7. November 2004 , nahostkonflikt.net Internetpräsenz der PLO (Negotiations Affairs Department) (englisch, arabisch, hebräisch) Wolfgang G. Schwanitz: Yasir Arafat: Palästinensischer Politiker (PDF, 1,3 MiB) Einige kritische Betrachtungen: Michael Naumann: Keine Kugel für Arafat, Die Zeit, 18. September 2003 Petra Steinberger: Der Hoffnungsschimmerlügner, SZ, 4. November 2004 Gisela Dachs und Reiner Luyken: So opfert Arafat die Jugend Palästinas, Die Zeit, 44/2000 Jörg Steinhaus: Der lange Weg des Jassir Arafat, Kronos, 2. Februar 2001 Palestinians mourn Arafat but struggle for liberation will continue – Trotzkistische Analyse von Arafats Wirken, Maavak Sozialisti (israelische Sektion des CWI), 11. November 2004 (englisch) Anmerkungen Politiker (Palästina) Fatah Mitglied der PLO Person des Antizionismus Person im Nahostkonflikt Friedensnobelpreisträger Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette) Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großkreuz) Träger des Ordens des Weißen Löwen Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Palästinenser Ägypter Geboren 1929 Gestorben 2004 Mann
Hits: 18958 | 08.07.2012, 09:48 #1 Am 25. November 1925 bekamen die Türken ein Problem. Mit dem "Hutgesetz" verbot ihnen Staatspräsident Kemal Atatürk kurzerhand das Tragen von Turban und Fes. Voller Bewunderung erzählten seine Anhänger, dass ihr Führer gar am liebsten ein Dorf hätte bombardieren lassen, als er dort einen Turbanträger sah. Turbane galten dem Reformator und Staatsgründer als Inbegriff kultureller Rückständigkeit gegenüber den europäischen Nachbarn. Nur - was war das alles gegen das Problem, sich einen Hut zu besorgen? Erst am 30. August hatte Atatürk sein Dekret angekündigt. Die wenigen Hutgeschäfte in der Türkei waren sofort ausverkauft. Europäische Warenhäuser räumten ihre Lager und schafften die unverkäuflichen Altbestände per Bahn und Schiff in die Türkei: Homburgs und Bowler, Panamahüte und Prinz-Heinrich-Mützen - Händler boten an, was immer auf einen Männerkopf passte. Sie bot einen physischen und einen kleidungspolitischen Vorteil: Sie schützte die Augen vor der Sonne - und sie verhinderte Kompromisse und Tricksereien. Denn eine Krempe passte weder zur roten Filzkappe mit schwarzer Troddel aus der marokkanischen Stadt Fes noch zum Turban, einem Tuch, das um den Kopf gebunden wurde und ein verziertes Käppchen oder eben einen Fes umschloss. Und schon gar nicht taugte die Krempe bei der Erledigung der islamischen Pflicht, beim Gebet gen Mekka mit der Stirn den Boden zu berühren. Das produzierte weitere knifflige Fragen, bis sich kleine Kappen durchsetzten, die zu religiösen Anlässen aufgesetzt wurden. Aber nicht bei allen. Sofort nach dem 25. November wanderten die ersten Fes- und Turbanträger als Standardbestrafung für drei Monate ins Gefängnis - fünfzehn Jahre erhielt, wer "Anti-Hut-Propaganda" betrieb. Passenderweise hatte Atatürk soeben wegen kurdischer Aufstände gegen den neuen nationaltürkischen Staat das Kriegsrecht ausgerufen, so dass die Unhutmäßigen aller Völkerschaften von Soldaten ergriffen und von Militärrichtern abgeurteilt werden konnten. Die Kriegsjuristen verhängten Todesstrafen über neunzehn Festräger, die Aufstände angezettelt haben sollten; allein in Erzurum wurden 114 Männer zu Zwangsarbeit verurteilt. Noch für 1947 meldet die Statistik sechshundert Inhaftierungen. Bis heute steht das Tragen von Fes oder Turban in der Türkei unter Strafe. Atatürk zielte auf das Identitätsstiftende, das Symbolische der Kopfbedeckungen. Das europäische Modell wirkte demokratisch-egalitär, weil sich kostbare Männerhüte erst aus der Nähe von Billigprodukten unterscheiden. Vor allem der Turban hingegen personifiziert Ungleichheit. Bis hin zu den Prinzen, die Atatürk zum Verlassen des Landes zwang, ließ sich auf die Türkei übertragen, was im Jahr 1900 der Forscher Franz von Schwarz aus Turkestan berichtete, wo das Turbantuch Tschalma hieß: Es spiele dort "ungefähr dieselbe Rolle wie bei uns der Frack und der schwarze Gesellschaftsrock. Als die vornehmste gilt die aus Kaschmirstoff gewundene. Die Prinzen tragen mitunter auch Turbane aus Goldbrokat. Nach diesem kommt die blendend weiße, aus feinen indischen oder englischen Gazestoffen hergestellte Tschalma der [...] Aristokratie unter der mohammedanischen Bevölkerung. Die Kaufleute, Handwerker und sonstigen Bürger tragen gewöhnlich blau oder rot gestreifte Tschalmas aus gröberem oder feinerem Baumwollstoffe. Abgesehen von der Farbe und dem billigeren oder kostbareren Material hängt auch noch der Umfang der Tschalma von dem gesellschaftlichen Range des Trägers ab." Vor allem aber war der Turban selbst Träger - religiöser Bedeutung nämlich. Nach der Einführung des Fes im Jahr 1828 für alle Beamten des Osmanischen Reichs hatten die geistlichen Amtsträger ihr Turbanrecht behalten. Atatürk erkannte ganz richtig, dass streng gläubige Muslime mit diesem Kleidungsstück zugleich das fundamentalistische Prinzip ausdrückten, die Religion sei dem Staat übergeordnet. Es stelle sogar den weltlichen, den "laizistischen" Staat insgesamt in Frage. Aber auch als einfaches Zeichen der Gottergebenheit war das Kopftuch in vielen muslimischen Ländern selbstverständlich. Seltsamerweise taucht das Wort nicht im Koran auf, öfter jedoch in den "Ahadith", den Sammlungen der Sprüche Mohammeds. "Der Turban ist deine Grenze zwischen Glauben und Unglauben", wird der Prophet zitiert, und: "Am Tag des Urteils soll ein Mensch eine Erleuchtung bekommen für jede Windung des Turbans um seinen Kopf." Zumindest nach der schiitischen Überlieferung wand Mohammed seinen eigenen Turban, der den Ehrennamen Sahab (Wolke) trug, um das Haupt seines Schwiegersohnes Ali und verkündete, dass dieser Kopfschmuck den Herrschaftssymbolen der Könige und Päpste gleichgestellt sei: "Ali, die Turbane sind die Kronen und Tiaren der Araber." Wer den Hadsch unternommen hatte, die Pilgerreise nach Mekka, durfte für kurze Zeit ein grünes Tuch umlegen - die Farbe war sonst nur für die Turbane der Scherifen erlaubt, der direkten Nachfahren Mohammeds. Der Prophet selbst soll bei seinem Einmarsch in Mekka einen schwarzen Turban getragen haben, nach anderen Schilderungen einen Helm. Islamische Rechtsgelehrte - immer auf der Suche danach, aus Widersprüchlichem die Spannung zu entfernen - erklären die Wahrheit so: Erstens habe Mohammed zwei Turbane gehabt und nicht nur einen, vor allem aber habe er sicherlich den Turban unter dem Helm getragen, weil ihn das Metall gedrückt habe. Dabei war der Turban alles andere als ein Exklusivaccessoire der Muslime. Er schmückte auch Juden und Christen in der arabischen Welt - und bis heute ist er in Indien unter Hindus häufig und bei Sikhs zwingend vorgeschrieben. Als besonderes Merkmal zur Abgrenzung gegenüber den anderen Religionen gilt deswegen oft das Käppchen, um das der Turban gewunden ist - Mohammed soll ein weißes getragen haben. Umgekehrt haben viele zentralasiatische Völker auch nach Jahrhunderten in islamischem Glauben keinen Turban getragen, sondern sind bei ihren Fellmützen und Filzkappen geblieben. Und schließlich ist der Turban sehr viel älter als der Islam. Das Terrakottafigürchen einer Frau aus der Harappa-Kultur am Indus, deren Haar mit einem Turban bedeckt ist, ist fünftausend Jahre alt (siehe kleines Foto Seite V). Die Kreter kannten den Turban um 1700 v. Chr. Die Altägypter schrieben ihn "pjr", und Volkskundler können sich bis heute weder die für sie erstaunliche Ähnlichkeit mit der nordpakistanischen Bezeichnung "pugri" erklären noch die nur in diesen beiden Regionen herrschende Sitte, ihn bei Trauer abzunehmen. Dass der Turban in verschiedenen Kulturräumen so populär war, lässt sich wohl mit seiner Multifunktionalität erklären: Er diente nicht nur als Staub- und Sonnenschutz, sondern auch als Seil, Serviette oder Stauraum für Kleingerät. Durch eingesteckte Blumen und angeheftete Broschen ließ er sich außerdem schmücken und variieren. Die Mesopotamen und Chaldäer im Zweistromland, dem heutigen Irak, betrieben in den Jahrtausenden vor der Zeitenwende einen ausgesprochenen Haarkult, so dass die Turbane dort nur klein waren. Und doch trugen sie dazu bei, ihre Träger attraktiv zu machen, wie Ezechiel im Alten Testament berichtet. Seine Tochter Oholiba, den Männern äußerst zugetan, sah - gemäß Übersetzung der Bibelgesellschaft - "nämlich Wandbilder von Babyloniern, die prächtige Gürtel trugen und eine Binde um den Kopf, unter der ihr langes Haar hervorquoll, lauter Offizierstypen. Als sie ihre Bilder sah, war sie sofort für sie entbrannt . . ." Der Turban erfreut sich aber auch der ausgesprochenen Wertschätzung Gottes. Der weist Moses an, dem Obersten Priester Aaron einen Turban als Ausweis seiner Würde anzufertigen, und verlangt: "Lass ein kleines Schild aus reinem Gold machen und darauf eingravieren: ,dem Herrn geweiht!' Es soll mit einer blauen Schnur vorn an Aarons Turban befestigt werden, so dass es über seine Stirn hängt." Beim alttestamentarischen Zacharias galt der Turban als Symbol der Reinheit und Spiritualität, bei Jesaia als Zeichen von Würde und Selbstrespekt, und bei Hiob drückte er Gerechtigkeit aus. Eine Sonderentwicklung ist wohl der Aufstand der "gelben Turbane". Mit diesem Erkennungszeichen bildeten Verschwörer in China einen Geheimbund, der im Jahr 184 gegen hohe Steuerlasten losschlug. Mit immer neuen Abgaben finanzierte die Östliche Han-Dynastie ihre militärische Expansion und mancherlei Forschungen. Die Gelbturbane scheiterten, doch immerhin brachte das befehdete Regime auch das Material hervor, auf dem Revolte und Kopfbedeckung überliefert wurden - das Papier. Über Europa kam der Turban in Wellen - und diente 1.300 Jahre lang abwechselnd als Ausweis der Kultur, des Schreckens und des Modischen. Kaum ein anderer Gegenstand taugt so sehr als Beleg für die These des israelischen Militärhistorikers Martin van Creveld, dass bewaffnete Auseinandersetzungen oft mit diskreten Annäherungsprozessen einhergehen. Feindschaft verbindet, postuliert er: Je länger ein Konflikt dauere, desto mehr Strukturähnlichkeiten ließen sich zwischen den Gegnern feststellen. Fast überall wird die Machtfrage zwischen Nord und Süd im islamischen Sinn beantwortet - Papst Johannes VIII. zahlt gar um 875 herum für zwei Jahre Tribut an die Kalifen in Bagdad! Nach Osten verläuft die muslimische Expansion ebenso schnell wie nach Westen. 751 wird Taschkent islamisch, und turbantragende arabische Kaufleute tauchen überall entlang der alten Fernhandelsstraßen von China nach Europa auf. Zu dieser Zeit verbreitet sich im christlichen Europa die Ansicht, mit Ausnahme der eigenen Länder herrsche der Islam wohl in der ganzen Welt. Was gar nicht so schlimm war, weil Christen ihre Religion frei ausüben durften. Zudem waren die arabischen Lokalmachthaber in Europa beliebte Bundesgenossen der rivalisierenden christlichen Herrscher. Die Modernisierung bekommt einen arabischen Namen, die Iberische Halbinsel wird zu "al-Andalus", für fünf Jahrhunderte der kulturelle Kern des westlichen Mittelmeerraums, Zentrum der Naturwissenschaften, Medizin und Kunst. Hygiene, mit dem Turbantragen eng verknüpft, ist ein gutes Beispiel für den Fortschritt. Eine Delegation Ottos des Großen kam aus dem Staunen nicht heraus, als sie 960 die Halbmillionenstadt Cordoba mit ihren über dreihundert heißen Bädern und den gepflasterten, nachts beleuchteten Straßen besuchte. Edle Stoffe und Sauberkeit waren selbstverständlicher Ausdruck verfeinerter Sitte. Umgekehrt urteilte der Gelehrte at-Tartuschi 970 über die Christen: "Du siehst nichts Schmutzigeres als sie. Sie reinigen und waschen sich nur ein- oder zweimal im Jahr mit kaltem Wasser. Ihre Kleider aber waschen sie nicht, seitdem sie sie angezogen haben, bis sie in Lumpen zerfallen." Am Beginn steht erst einmal ein Blutbad. 1099 schlachten die Christen die gesamte muslimische Bevölkerung Jerusalems ab; später rächen sich die Muslime mit ähnlichen Massakern. Aber darauf beschränkt sich die Annäherung nicht. Die Kreuzfahrerei bringt die Eroberer über viele Jahre in einen intensiven Kontakt mit arabischen Ärzten, Mathematikern und Architekten. Jüdische Gelehrte übersetzen viele Lehrbücher aus dem Arabischen ins Lateinische - gegen den Widerstand der Kirche, die Gottes Hand und nicht Naturgesetze am Werk sehen will. Nicht nur im Kopf, auch am Körper kommt es zu Dynamik. Die dünne fränkische Oberschicht, die sich in Palästina etabliert, war spartanisches Leben gewohnt und kannte kaum mehr als grobes Leinen, Felljacken und gepanzerte Mäntel. Nach und nach lernen die Christen die zum Klima Palästinas passenden Stoffe, Möbel und Kleider der Araber schätzen. König Balduin von Jerusalem zieht den Kaftan dem Kettenhemd vor - und den Turban dem Helm. Das alles nehmen die Kreuzritter mit, als die Heere des Sultans sie 1291 endgültig vertreiben. Angeregt schon vom Kulturimport früherer Rückkehrer, herrschte bereits seit 1200 in der Provence und im tonangebendenen französischen Burgund eine neue höfische Mode: Der Herr trägt Turban mit über die Schulter herabfallenden Enden und den gleichfalls den Arabern abgeschauten Bart, die Damen erhalten Schleier aus durchsichtiger Rohseide, Gaze genannt - von arabisch gazz. Die "gotische Tracht" verbreitet sich beim Adel ganz Europas und auch der Minnesang, der direkt auf dem arabischen Ideal der "gnädigen Frau" beruht - während nach dem Christenmodell die Frau dem Manne untertan war. Als sich die feine Gesellschaft von Paris und London, Augsburg und Venedig der nächsten Mode zuwendet, werden die Kopfbedeckungen beim Volk populär. Noch um 1520 zeichnet Albrecht Dürer kaum einen Bauern, der nicht Turban trägt. Dürer wie auch Luther kannten das Wort aber noch nicht - das Stück hieß im ganzen deutschen Sprachraum "Kopfbund". Erst das türkische Vorrücken auf dem Balkan und im Mittelmeer und die Heimkehr von Unterhändlern und Reisekaufleuten verbreiteten den Begriff. Aber dann geht es Schlag auf Schlag. Auf Deutsch taucht das Wort erstmals 1572 in "Schiffahrt und Raisz in die Türckhei" auf, dem aus dem Französischen übersetzten Bericht von Nicolas de Nicolai: "und het ein grossen heidnischen bund auff, von jnen tulbant geheissen". Die "Hoffhaltung des türckischen Keisers" von 1573 beschreibt "die türckischen hüth, welche sie tolopam nennen". Und Hans-Ulrich Krafft, ein Händler, der in Syrien gefangen war, sah 1577, dass "ein grosszer, faiszter man in einem langen rotten rockh vnd mit einem weyssen türckhischen duliban oder bund bedöcktt" war. Schnell lernen die Europäer unterscheiden. Die Perser haben "hinden rotfarbe tüchlein angehefft", die Inder "einen gestriemten tulband von viel färbichter seyden wie auch von gold auf dem weiszen grund". Johann Christoph Beer ist von der Pracht beeindruckt: "die manns-personen, insonderheit die wolhabend und reich sind, gehen nach ihrer landesart ziemlich stattlich gekleidet mit köstlichen tulbanden auf ihren häubtern." Adam Olearius warnt jedoch vor Äußerlichkeiten: "Eines Mannes Haupt muss voll Gehirn und Verstand sein, und nicht ausgeziehret mit einem Tulband voller Edelgesteine." Vor allem bei der Darstellung von Wunder- und Rettungstaten wandelt sich der Einzelgänger aus der Ferne zur bedrohlichen Gestalt. So vollziehen die Maler die Politik nach: 1492 fällt das letzte arabische Königreich Granada; die spanischen Herrscher verbieten Judentum und Islam und sorgen für die Massenvertreibung der Mauren ("Mohren"). Gefallene oder gefesselte Mauren am Bildrand tragen verrutschte, schmutzige, blutbefleckte Turbane - die "Maurentöter-Malerei" setzt ein. Als 1609 auch alle Morisken, die zum Christentum konvertierten Mauren, nach Nordafrika ausgewiesen werden, beginnt ein besonders schäbiges Kapitel der Kunstgeschichte. König Philipp IV. von Kastilien schreibt für seine Madrider Hofmaler einen Wettbewerb aus. Die Belohnung bekommt, wer die brutale Zwangsverschiffung der Morisken in ein möglichst mildes Licht setzt - Sieger wird Velázquez. Aber auch seine unterlegenen Kollegen erhalten Aufträge für Bilder von der angeblich friedlichen Moriskenvertreibung, die in Kirchen und Palästen aufgehängt werden. Ein positives Image bekommt der Turban erst wieder, als habsburgische Truppen die Türken auf dem Balkan das gesamte 18. Jahrhundert hindurch wieder nach Südosten zurückdrängen. In der zeitgenössischen Literatur schlägt sich die Erleichterung nach überstandener Türkengefahr als "Maurophilie" nieder. Die wohlwollende neuerliche Beschäftigung mit orientalischen Dingen drückt zwar ein arrogantes Überlegenheitsgefühl aus, bereitet aber zugleich eine neue Turbanmodewelle vor. Als die Französische Revolution 1789 die Kleidung demokratisiert, indem sie den Schlichtheitszwang für den bürgerlichen Stand aufhebt, beginnen Damenzeitschriften wie das Journal des Dames et des Modes den "maurischen Stil" zu propagieren. Auch Deutschlands Dichter beschäftigen sich mit dem Orient, allen voran Goethe, der im "Faust II" allegorisiert: "Das Würdige beschreibt sich nicht. Doch das gesunde Mondgesicht, ein voller Mund, erblühte Wangen, die unterm Schmuck des Turban prangen". In seinem "Westöstlichen Diwan" erklärt Goethe den Turban gar zur Gnade (siehe Randspalte). Der Revolutionär Ferdinand Freiligrath hingegen spöttelt: "Lange waren wir in fremden sandbedeckten heißen Ländern, wo in weiten Kaftanhemden träge Turbanträger schlendern." Den gelegentlich holprigen Spätromantiker Friedrich Rückert hingegen haben seine vielen Nachdichtungen aus dem Arabischen nachsichtig gemacht: "Dir selbst und Gott getreu und allen Menschen gut, dann trage, wie du magst, Turban, Kapp' oder Hut." Der Anschlag auf das World Trade Center in New York und die mühsam eingedämmte Rhetorik von "Kreuzzug" und "Kampf der Kulturen" hat im Westen alte Bedeutungsschichten des Turbans wieder freigelegt - das Fremde, das Angsteinflößende, das Irrationale. Auch das Bekannte scheint wieder auf und hat bereits eine Art Neomaurophilie ausgelöst. Das über historische Zeiträume entstandene Vertrautsein mit den islamischen Mächten und ihren Symbolen zeitigt Folgen: Die Regierungen auf dem europäischen Kontinent haben sich nicht so schnell den US-Militäraktionen gegen die Taliban und Bin Laden angeschlossen wie Großbritannien mit seinem Kolonialverhältnis zum Orient. Kein Wunder, dass Mitteleuropäer bei der Vermittlung in Nah- und Mittelostkonflikten gefragt sind. DIETMAR BARTZ, 44, ist taz-Redakteur im Ressort Meinung und trägt Kopfbedeckungen nur im Winter. Im mare-Heft 25 beschrieb er die Islamisierung des Mittelmeerraums http://www.taz.de/1/archiv/?id=archi...01/12/08/a0267 Geändert von burgfee (08.07.2012 um 10:29 Uhr) 08.07.2012, 09:57 #2 verbot ihnen Staatspräsident Kemal Atatürk kurzerhand das Tragen von Turban und Fes. Voller Bewunderung erzählten seine Anhänger, dass ihr Führer gar am liebsten ein Dorf hätte bombardieren lassen, als er dort einen Turbanträger sah womit wir hier wieder ein Beispiel typisch osmanisch-türkischer Konfliktlösung haben, erhalten bis in die heutigen Zeiten, auch in den Erweiterungsgebieten wie Deutschland! Nicht reden = Zusammenschlagen Nicht inhaftieren = Bombardieren 08.07.2012, 10:02 #3 Wieso heißt ein Fes Fes? Bevor man diese Frage beantwortet, sollte man allerdings wissen, was ein Fes bezeichnet. Es ist die Kopfbedeckung, die zumindest früher als typisch für Menschen aus dem Orient galt. Sieht schaut meistens so aus. Seine Bezeichnung stammt von der marokkanischen Stadt Fes, wo er, wie überall in Marokko und Tunesien, auch heute noch gerne getragen wird. In Europa war er eine zeitlang in bestimmten Kreisen verbreitet, inzwischen trifft man Träger des Fes in Europa wohl nur noch zu Karneval. Seine Symbolkraft, um eine aus dem Orient stammende Person zu kennzeichnen, hat er in Filmen, Zeichnungen oder beim Theater aber noch nicht verloren. Alternative Bezeichnungen für den Fes lauten Fez oder Tarbusch, die letztere Bezeichnung ist aber kaum gebräuchlich. http://www.touring-afrika.de/afrika-...t-ein-fes-fes/ 08.07.2012, 10:09 #4 Alternativ wird auch der Begriff *Hutrevolution* verwendet. Die so genannte Hutrevolution war ein von Mustafa Kemal Atatürk initiiertes Gesetz, das in seiner Zeit auch nur unter dem Begriff "Hut-Gesetz" (Şapka Kanunu) bekannt war. Das Gesetz wurde am 25. November 1925 von der Großen Nationalversammlung der Türkei verabschiedet und regelt verbindlich das Tragen von westlichen Hüten für die männliche Bevölkerung in der Türkei anstelle des bis dahin gängigen Fes. „Mitglieder der Großen Nationalversammlung der Türkei und Beamten und Angestellten der allgemeinen und speziellen Verwaltung und aller Institutionen müssen den Hut tragen, den die türkische Nation trägt. Die allgemeine Kopfbedeckung der Bevölkerung der Türkei ist der Hut und die Regierung verbietet das Fortdauern der Gewohnheiten, die diesem nicht entsprechen“ Gemäß Atatürk war die ursprüngliche muslimisch geprägte Kleidung rückständig und eine eher westliche orientierte Kleidung "zivilisiert und international", wie er es bei seiner Hutrede 1925 in İnebolu erläuterte. Es gab zahlreiche Prostete gegen dieses Gesetz auch von prominenter Seite. Der bekannte General und Abgeordneter des Parlaments namens Nurettin Pascha wurde sogar wegen seiner ablehnenden Haltung vom Parlament ausgeschlossen und vor Gericht gestellt. In zahlreichen Städten kam es zu Demonstrationen, die gewaltsam unterdrückt wurden. Sogenannte Unabhängigkeitsgerichte (İstiklal Mahkemeleri) verurteilten Festgenommene zu Haftstrafen und sogar zur Todesstrafe. Einer der bekanntesten Verurteilten war der Gelehrte Atıf Hodscha aus Iskilip. Er hatte eineinhalb Jahre zuvor eine Veröffentlichung namens "Die Nachahmung der Franken und der Hut" (Frenk Mukallitliği ve Şapka) herausgegeben. Obwohl zur Zeit der Publikation das Hutgesetz noch gar nicht existierte wurde es hier rückwirkend angewandt und die Todesstrafe vollstreckt. Das Gesetz ist rein juristisch betrachtet heute noch gültig, da es nie aufgehoben wurde. Es hat seine Auswirkung u.a. darin, dass das Tragen eines Turbans in der Öffentlichkeit in der Türkei immer noch problematisch ist. http://www.eslam.de/begriffe/h/hutrevolution.htm 08.07.2012, 10:13 #5 Das Hutgesetz (türkisch Şapka kanunu) aus dem Jahre 1925 gehört zu den Reform- oder Revolutionsgesetzen Atatürks und regelt verbindlich das Tragen von Hüten für die männliche Bevölkerung der Türkei. Das Geschehen wird auch als „Hutrevolution“ bezeichnet. Die Kleidungsreform folgte neun Jahre später. De jure ist das Gesetz noch in Kraft. Die Bevölkerung hatte die Abschaffung des Sultanats 1922 und des Kalifats 1924 gleichgültig aufgenommen. Die Hutrevolution, die das Leben der Menschen unmittelbar betraf, stieß auf Widerstand. Der Hut war ein Symbol des ungläubigen Abendlandes. Daher protestierten vor allem Muslime gegen die Vorschrift. Nureddin Pascha, genannt „der bärtige Nureddin“, ein bekannter General und Abgeordneter des Parlaments, wurde wegen seiner ablehnenden Haltung vom Parlament ausgeschlossen und vor Gericht gestellt.[5] In Sivas, Rize, Trabzon, Maraş und Erzurum kam es zu Demonstrationen und Unruhen, die gewaltsam unterdrückt wurden. Sondergerichte („Unabhängigkeitsgerichte“ – İstiklal Mahkemeleri) verurteilten Festgenommene zu Haftstrafen. Auch Todesstrafen wurden verhängt und vollstreckt. Zu den bekanntesten Opfern dieser Maßnahmen gehört der islamische Gelehrte Âtıf Hoca aus İskilip, dessen Fall verfilmt wurde. Ihm wurde insbesondere zum Verhängnis, dass er eineinhalb Jahre vor dem Hutgesetz eine Arbeit namens Frenk Mukallitliği ve Şapka („Die Nachahmung des Westens und der Hut“) publiziert hatte, in der er seine Leser davor warnte, durch ihre Kleidung den Westen zu imitieren. Die Todesstrafe gilt als Rechtsskandal, da zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Arbeit von Âtıf Hoca unbekannt war, dass es ein Hutgesetz geben würde. Das Verfahren versuchte Âtıf Hoca nachzuweisen, dass er seine Arbeit nach Verabschiedung des Hutgesetzes verteilt und somit das Volk zur Rebellion gegen dieses Gesetz angestachelt habe. Âtıf Hoca konnte der Vorwurf nicht nachgewiesen werden und so wurde er sogar freigesprochen. Kurz danach kam die Nachricht, dass es keinen Freispruch gegeben habe und das Verfahren in der Hauptstadt Ankara fortgeführt werden würde. Obwohl sogar der Staatsanwalt „nur“ eine dreijährige Haftstrafe für Âtıf Hoca verlangte, entschied sich der Richter Kel Ali (später: Ali Çetinkaya) überraschend für die Todesstrafe. Âtıf Hoca hatte es abgelehnt, sich am Tag der Entscheidung erneut zu verteidigen. Ali Çetinkaya war ein guter Freund Mustafa Kemals. Bei den Kubilay-Ereignissen im Jahre 1930 forderten die Aufrührer unter anderem die Wiedereinführung des Fes. 08.07.2012, 10:19 #6 MHP zum Hutgesetz: Ein alter Hut Ein Sprecher der türkischen Männerhutpartei (MHP) offenbarte gegenüber unserem Türkeiexperten Kampfkuschler Walther nun exklusiv die geheimen Pläne ihres Ehrenmitgliedes Erdogan. “In Wirklichkeit”, so der Sprecher der MHP, “plant Erdogan die Legalisierung des Fes. Da in unserer türkischen Gesellschaft Männer und Frauen gleichgestellt sind, muß nach der Aufhebung des Kopftuch-Verbotes auch das alte Hutgesetz von Atatürk gekippt werden.” Der Sprecher der MHP betonte, daß “es in einer westlichen Demokratie nicht hinnehmbar ist, daß Männer gegenüber Frauen benachteiligt sind, schon gar nicht, wenn es um so wichtige Dinge wie die Mode geht. Das Hutgesetz ist ein alter Hut.” Biedermeier und Faschist: Voll fetzig! Die MHP, welche schon seit 1933 die Aufhebung des alten Hutgesetzes fordert, zeigt sich zuversichtlich, daß der Fes schon bald wieder fester Bestandteil der türkischen Männermode sein wird. Der Fes, einst dem europäischen Biedermeier Ausdruck von Gemütlichkeit und zur Zeit des Faschismus in Italien Teil der Uniformen, müsse schon “bald wieder Ausdruck des feschen türkischen Lebensgefühls werden”, so der Sprecher der MHP gegenüber dem visionierenden Schoggo-TV. http://blog.schoggo-tv.de/2008/02/10...t-fes-in-mode/ Geändert von burgfee (08.07.2012 um 12:24 Uhr) 08.07.2012, 10:38 #7 Sollen sie doch mit den Eierwärmern und Kopfwindeln herumlaufen! Wer sich seine Haare als Soldat Allahs rasiert, braucht ein wärmendes Kleid für den Kopf. Vielleicht steigt dadurch ja auch die türkische Intelligenz! 08.07.2012, 10:41 #8 Fiel mir gerade noch ein: Dann kommt ja auch die Pluderhose wieder! (Ich stelle mir gerade den türkischen Nachwuchs in dieser Aufmachung vor. Übrigens war es bei den Türken früher gang und gäbe, nicht nur Pluderhose (nebst geschmückten Kriegsgerät am Gürtel), Turban oder Fes zu tragen, sondern sich auch die Bärte grau zu färben! 08.07.2012, 12:03 #9 Nach und nach dreht Erdogan die Uhren zurück. Er war ja schon immer ein Feind des Westens und nachdem seine Partei nun etabliert ist, kann er sich daran machen, die türkische Gesellschaft an die alten, osmanischen Werte heranzuführen. Schon immer stand ein Bodensatz von vielleicht 10-15% der Türken den Reformen Atatürks ablehnend gegenüber. 08.07.2012, 12:09 #10 Das waren wohl ein paar mehr als nur 10 - 15 Prozent. Ich schätze, eine glatte Mehrheit, die sich aber nicht traute, angesichts der Stärke Atatürks und des Militärs wie auch drastischer Strafen, dies offen zuzugeben. Die Verstellung ist recht gut und traditionell bedingt (natürlich auch gutes Rüstzeug für die Basargeschäfte) und kippt erst, dann aber innerhalb kürzester Zeit, in einer Position der Stärke. Bildlich ausgedrückt: Ein einzelner Türke geht nicht, wenn er das Gefühl hat, auf einen gleichwertigen Partner zu treffen (erst recht nicht auf einen überlegenen) eine Schlägerei ein, ist er aber in einer Gruppe, so kann es passieren, daß die Gruppe auf einen deutlich Schwächeren mit Inbrunst prügelt und tritt, selbst wenn dieser schon am Boden liegt, manchmal sogar den Tod dieses Schwächeren in Kauf nehmend. Aber einer alleine: Niemals!
de
q-de-2239
Wer war Jassir Arafat?
Jassir Arafat (* 24. August 1929 in Kairo, Ägypten; † 11. November 2004 in Clamart, Département Hauts-de-Seine, Frankreich), , ursprünglich , Kunya: , war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war seit dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1957 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge und Bombenattentate auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte. Jahrzehntelang galt Arafats Bemühen der Vernichtung Israels; als strategische Mittel zur Umsetzung dieses Ziels favorisierte er Gewalt gegen israelische Bürger und Zivileinrichtungen, die den Staat grundlegend destabilisieren, seine Bürger verunsichern und Israel letztendlich zur leichten Beute eines Angriffs arabischer Armeen machen sollte. Arafats Unterstützung der irakischen Invasion Kuwaits hatte die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 zur Folge. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachte Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. 1994 erhielt er dafür gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2000 verhandelte Arafat mit Israels damaligem Regierungschef Ehud Barak und dem damaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, erfolglos über die Gründung eines unabhängigen, palästinensischen Staates. Nach dem Scheitern von Camp David II unterstützte Arafat die Zweite Intifada, wodurch er in seinen letzten Lebensjahren vor allem außenpolitisch an Einfluss verlor. Erst nach dem Tod Arafats waren führende palästinensische Vertreter bereit, sich für Arafats Unterstützung Saddam Husseins und der Invasion in Kuwait zu entschuldigen. Die Beurteilungen seiner Person gehen weit auseinander, von Freiheitskämpfer über Guerillakämpfer bis Terrorist. Leben Jassir Arafat wurde übereinstimmenden Erkenntnissen verschiedener Biographen zufolge in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Arafat hingegen behauptete häufig, in Palästina geboren worden zu sein, wobei er im Laufe der Zeit widersprüchliche Angaben machte. Mal behauptete er, in der Altstadt Jerusalems geboren worden zu sein, mal im Gazastreifen. Sicher ist, dass sein Vater aus Gaza und seine Mutter aus einer angesehenen Jerusalemer Familie stammten. Sie hatten in den 1920er Jahren geheiratet und waren nach Kairo ausgewandert. Jassir war das sechste von sieben Kindern. Als er etwa vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Um den Vater mit den sechs Halbwaisen zu entlasten, nahm der Bruder der Mutter, Salim Abu Saud, Jassir und seinen jüngeren Bruder zu sich nach Jerusalem, das damals zum britischen Mandatsgebiet Palästina gehörte. Er lebte dort vier Jahre. Frühe Jahre Als er nach der erneuten Heirat seines Vaters nach Kairo zurückkehrte, besuchte er die Schule und später die Universität, an der er Elektrotechnik studierte. Eine Zeit lang beschäftigte er sich mit der jüdischen Kultur, hatte jüdische Bekannte und las zionistische Werke z. B. von Theodor Herzl. 1946 soll Arafat intensiven Kontakt mit Mohammed Amin al-Husseini, dem mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem, gehabt haben, der in Ägypten Asyl gefunden hatte. Al-Husseini war ein entfernter Verwandter Arafats. Dass er jedoch der Onkel Arafats gewesen sei, ist eine Legende. Arafat engagierte sich nun aktiv in der arabischen Nationalbewegung in Palästina. Zu dieser Zeit war er ein Befürworter der militärischen Konfrontation und beschaffte Waffen, die ins Mandatsgebiet geschmuggelt wurden. In Kairo hatte sich Jassir Arafat mit Abd al-Qadir al-Husseini angefreundet, der die Einheiten palästinensischer Araber in der Region Jerusalem anführte. Als Arafat von Abdel Khader al-Husseinis Tod im Palästinakrieg bei der Schlacht am Kastel-Berg im April 1948 hörte, brach er sein Studium in Kairo ab und nahm aktiv am Krieg teil. Er trat der Moslem-Bruderschaft bei, die im Gazastreifen und in der Schlacht bei Kfar Darom kämpfte. Als die ägyptische Armee am 15. Mai 1948 in den Palästinakrieg eingriff, wurde Arafat und seiner Einheit befohlen abzuziehen. Dies war für ihn ein prägendes Erlebnis. Er beschuldigte später die arabischen Staaten des Verrates, weil sie den Palästinensern nicht geholfen hätten, die Schlacht zu gewinnen, und ihnen nicht erlaubt hätten zu kämpfen. Die palästinensischen Araber erlitten eine militärische Niederlage gegen Israel. Etwa 750.000 Palästinenser wurden vertrieben oder ergriffen die Flucht und lebten von da an überwiegend als Staatenlose in den Nachbarländern. In den 1950er Jahren studierte Arafat an der Universität Kairo. 1952 gründete er die Generalunion Palästinensischer Studenten (GUPS), der er bis 1957 vorstand. Ende 1952 wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser vorübergehend verhaftet. 1956 verließ er die Universität als diplomierter Ingenieur und gründete die Union der Palästinensischen Hochschulabsolventen. Danach meldete er sich freiwillig zur ägyptischen Armee und kämpfte im Sueskrieg 1956 gegen Frankreich, Großbritannien und Israel. Er war Leutnant in der ägyptischen Armee und galt als Sprengstoffexperte. Noch im selben Jahr ging er nach Kuwait, wo er als Ingenieur arbeitete und ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. Gründung der Fatah 1957 gründete er in Kuwait zusammen mit Chalil al-Wazir (Abu Dschihad) die erste Zelle der Bewegung zur Befreiung Palästinas (al-Fatah), aus der 1959 die gleichnamige politische Partei hervorging. Ab 1958 war Arafat Vorstandsmitglied und ab 1968 Vorsitzender der Fatah. Durch seine aktive Teilnahme an der Schlacht von Karame 1968 begründete er seinen Heldenmythos und war ab 1969 Vorsitzender der PLO, die 1964 durch die Arabische Liga ins Leben gerufen worden war. Ende der 1960er Jahre wuchsen die Spannungen zwischen der PLO und der jordanischen Regierung; palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien etabliert und kontrollierten strategische Positionen wie die Öl-Raffinerien bei Zarqa. Jordanien betrachtete diese Umstände als eine wachsende Bedrohung seiner Souveränität und seiner Sicherheit und versuchte, die palästinensischen Milizen zu entwaffnen. Im Juni 1970 brachen nach einem fehlgeschlagenen palästinensischen Attentat auf den jordanischen König offene Kämpfe aus, die mit der Flucht der PLO aus Jordanien in den Libanon endeten. Wurde die Schlacht von Karame als erster historischer Sieg der PLO angesehen, so erlitt sie unter Arafats Führung 1970 mit dem Schwarzen September eine schwere Niederlage. Dieser musste zunächst nach Kairo, dann in den Libanon fliehen. Aufsehen erregte der historische Auftritt Arafats vor der UN-Vollversammlung am 13. November 1974, bei dem er in Uniform, mit der Kufiya und umgeschnalltem Pistolenholster eine Rede hielt, die von arabischen und kommunistischen Staaten mit Begeisterung aufgenommen wurde. In der Rede reklamierte Arafat den alleinigen Machtanspruch über Palästina für die PLO. Er sprach davon, eine Welt ohne Kolonialismus, Imperialismus, Neokolonialismus und ohne „Rassismus in all seinen Ausformungen, einschließlich des Zionismus“ schaffen zu wollen. Arafat vermied es, von Israel zu sprechen, um dem Staat jegliche Legitimität abzusprechen, und verwendete stattdessen den Begriff zionistische Entität. Den Zionismus stellte er in dieser Rede als eine imperialistische, kolonialistische und rassistische Ideologie dar, die – dezidiert reaktionär und diskriminierend – mit dem Antisemitismus gleichzusetzen sei. Ferner wiederholte er ein altes antisemitisches Stereotyp, wonach der Zionismus wolle, dass die Juden ihren Heimatländern keine Loyalität entgegenbrächten und sich über ihre Mitbürger erhöben. Er sprach der UNO das Recht ab, das unteilbare Heimatland der Palästinenser zu teilen, und wies damit den Teilungsbeschluss von 1947 zurück. Auch behauptete er, der Palästinakrieg von 1948 sei von Israel und nicht von den arabischen Staaten begonnen worden. Die PLO erhielt als legitime politische Vertretung der Palästinenser Beobachterstatus bei der UNO. Das Palästinensertuch – drapiert wie die Konturen Palästinas – gehörte ebenso wie das Holster auch später zu seinen Markenzeichen, ohne die er selten auftrat. Eine weitere bedeutende Rede hielt er am 13. Dezember 1988. Ein Novum war hier, dass die PLO die UN-Resolution anerkannte und Willen zum Kompromiss zeigte. Die gewaltsamen Aktionen der PLO wollte Arafat allerdings als legitimen Widerstand verstanden wissen. In dieser Rede wird auch jene Interpretation der Resolution 194 der UN-Vollversammlung bekräftigt, nach der diese das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge garantiere, womit er eine Doktrin festlegte, die auch heute noch, zumindest in offiziellen Verlautbarungen der PLO, Bestand hat. In der Rede gestand Arafat den Juden nicht explizit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung zu und akzeptierte nicht ausdrücklich, dass Israel ein jüdischer Staat sein könnte. Als Konsequenz des israelischen Libanonfeldzugs gegen das Hauptquartier der PLO in Beirut im Juli/August 1982 musste Arafat nach Tunesien fliehen. Er verließ mit seinen Gefolgsleuten das von Israel besetzte Beirut und errichtete einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis. Der Weg zur internationalen Anerkennung 1988 erkannte Arafat Israel indirekt an und erklärte 1989 die PLO-Charta von 1964, in der zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wurde, für hinfällig. Im Jahre 1990 begrüßte Arafat den irakischen Einmarsch in Kuwait und solidarisierte sich mit Saddam Hussein. Die reichen arabischen Ölstaaten an der Seite des Kriegsgegners USA froren daraufhin ihre finanzielle Unterstützung der PLO ein. Eine weitere Folge war die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachten Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. Statt das Ende abzuwarten, sympathisierte Arafat 1991 noch während des laufenden Augustputsches gegen Michail Gorbatschow mit den Putschisten, womit er einen langjährigen Unterstützer verärgerte. Am 7. April 1992 überlebte Arafat einen Absturz einer Passagiermaschine der Air Bissau aufgrund eines Sandsturms in der libyschen Wüste. Arafat wurde in einem Krankenhaus in Misrata aufgrund eines Blutgerinnsels von dem Chirurgen Meftah Shwedy mehrmals am Gehirn operiert und am rechten Auge behandelt. Am 13. September 1993 kam es bei der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung über die vorübergehende (palästinensische) Selbstverwaltung zwischen dem Staat Israel und der PLO in Washington zu einem historischen Handschlag zwischen Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Jizhak Rabin. Friedensnobelpreisträger Rabin bezahlte später für dieses Entgegenkommen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt durch einen Terroranschlag eines jüdischen Ultra-Nationalisten mit seinem Leben. Nach 27 Jahren Exil kehrte Arafat infolge des Autonomieabkommens am 1. Juli 1994 nach Palästina zurück und bildete in Gaza eine autonome Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde. 1993 wählte das TIME Magazin Die Friedensstifter (Nelson Mandela, Frederik Willem de Klerk, Jassir Arafat und Jitzchak Rabin) zu den Personen des Jahres. Im Dezember 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Während der Trauerwoche für Jitzchak Rabin nach dessen Ermordung im November 1995 besuchte Arafat Leah Rabin und ihre Familie in ihrer Wohnung in Tel Aviv, um seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Es war das erste Mal, dass er israelischen Boden betrat. Aus Sicherheitsgründen hatte er nicht an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen können. Er schilderte, wie sehr ihn der Mord bestürzt habe und wie verzweifelt er darüber sei, seinen Partner im Friedensprozess verloren zu haben. 1995 erhielt Arafat den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. 2000 verhandelte Arafat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und US-Präsident Clinton in Camp David über die Schaffung eines palästinensischen Staates. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Der abtretende Präsident Clinton und Barak, der kurz darauf in allgemeinen Wahlen von seinem politischen Gegner Ariel Scharon abgelöst wurde, gaben Arafat die alleinige Schuld am Scheitern dieser Verhandlungen. Arafat hingegen gab Barak und Clinton die Schuld am Scheitern. Zweite Intifada und politischer Niedergang Arafat wurde schon vor der Zweiten Intifada vorgeworfen, ein doppeltes Spiel zu treiben. Während er sich auf internationalem Parkett für Frieden und Diplomatie starkmachte, soll er vor seinen Anhängern in Gaza mit teilweise antisemitischen Reden Stimmung gegen Israel gemacht haben. Auch wurde ihm mehrfach vorgeworfen, sich aktiv am Waffenschmuggel für paramilitärische und terroristische Zwecke zu beteiligen (siehe Karine-A-Affäre) und die allein von ihm befehligten Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde für Übergriffe auf Israel zur Verfügung zu stellen. Außerdem gab es Berichte britischer Medien wie der BBC, dass Terror-Organisationen wie die Fatah-nahen al-Aqsa-Märtyrerbrigaden über den Umweg der von Arafat regierten Autonomiebehörde indirekt von EU-Geldern finanziert würden. Schließlich duldete oder unterstützte er den erneuten Palästinenseraufstand, was ihn vor allem außenpolitisch isolierte. Als Reaktion auf die Zweite Intifada besetzte Israel immer wieder Teile der autonomen Palästinensergebiete. Die israelische Regierung machte auch Arafat selbst für gewaltsamen Übergriffe verantwortlich. Ab 2001 wurde der in Ramallah lebende Arafat von Israel mehrfach unter Hausarrest gestellt. Seine Hubschrauber wurden im Dezember 2001 zerstört, sodass er nicht mehr zwischen Gaza und Ramallah reisen konnte. Im Rahmen der Operation Schutzschild vom 29. März 2002 bis 3. Mai 2002 zerstörte die israelische Armee einen Teil von Arafats Hauptquartier, der Muqāta'a. Am 11. September 2003 fasste die israelische Regierung den Beschluss, Arafat auszuweisen. Mit einem Hubschrauber sollte er ins Exil nach Nordafrika gebracht werden. Nach dem Ausweisungsbeschluss gingen zehntausende Palästinenser protestierend auf die Straße. Arafat appellierte an die Bevölkerung, Widerstand gegen den Beschluss zu leisten. Er wolle „lieber sterben, als sich zu ergeben“. Am 14. September 2003 stellte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auch ein Attentat auf Arafat als eine legitime Möglichkeit seiner Entfernung dar. Am 16. September 2003 ließen die USA eine Resolution des Weltsicherheitsrates gegen die Ausweisung Arafats an ihrem Veto scheitern. Deutschland enthielt sich der Stimme. Korruption Im Mai 2002 stellte der BND fest, dass die Verwendung von EU-Geldern für den Terrorismus „nicht auszuschließen“ sei, da Arafat offensichtlich nicht zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung trenne. Das Gutachten spricht weiterhin von „bekanntem Missmanagement“ und „weit verbreiteter Korruption“ (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Die USA und Israel hatten die Europäische Union in Brüssel zu dem Zeitpunkt bereits mehrfach aufgefordert, die Verwendung der Subventionen für die Palästinensische Autonomiebehörde genauer zu überprüfen. Brüssel erklärte, für Transparenz und Kontrolle der Fördermittel sorge der Internationale Währungsfonds. Der IWF legte 2003 jedoch einen Bericht über „Ökonomische Leistungen und Reformen unter Konfliktbedingungen“ vor, aus dem hervorging, dass zwischen 1995 und 2000 mehr als 900 Millionen Dollar an Fördergeldern für die Palästinensische Autonomiebehörde „verschwanden“. Weisungsbefugt für die Verwendung des Geldes seien allein Arafat und „enge Vertraute“ gewesen. Arafat kontrollierte dem Bericht zufolge bis zu seinem Tod allein 8 % des palästinensischen Gesamtbudgets. Familie Arafat war seit dem 17. Juli 1990 mit Suha at-Tawil, mit der er eine Tochter, Zahwa (* 24. Juli 1995 in Neuilly-sur-Seine), hat, verheiratet. Ab dem Beginn der zweiten Intifada, also ab 2001, lebten Frau und Tochter in Paris und Tunis. 2007 zog Suha nach Malta. Sein Neffe Musa Arafat war Leiter des palästinensischen Militärgeheimdienstes, sein Bruder Fathi Arafat Mediziner. Tod Jassir Arafats Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum 28. Oktober 2004 akut. Er hatte bereits über eine Woche wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes nichts gegessen. Die israelische Regierung hob aufgrund seiner schweren Krankheit das Reiseverbot auf und sicherte ihm eine Rückkehr ins Westjordanland zu. Am folgenden Tag wurde Arafat nach Paris geflogen und zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Percy gebracht, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält. Am 4. November verschlechterte sich sein Zustand noch einmal; es wurde von einem „tiefen Koma“ berichtet. Am 10. November versagten Nieren und Leber. Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte wurde aus religiösen Gründen abgelehnt. Infolge der Leberschädigung und der daraus resultierenden Störung der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren kam es zu einer Gehirnblutung. Am 11. November 2004 um 3.30 Uhr (MEZ) starb Jassir Arafat. Nach Verabschiedung mit militärischen Ehren wurde der Leichnam Arafats in Begleitung seiner Witwe mit einer französischen Militärmaschine nach Kairo geflogen. Die zentrale Trauerfeier fand am 12. November am Flughafen Kairo-International statt, wozu hochrangige Politiker aus aller Welt eingeladen waren. Im Anschluss an die militärische Zeremonie in Kairo wurde der Sarg nach Ramallah geflogen, wo die Beisetzungszeremonie am frühen Nachmittag stattfand. Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“. Arafat wurde in einem Steinsarg auf dem Gelände seines ehemaligen Amtssitzes in Ramallah unter großer Anteilnahme der palästinensischen Bevölkerung beigesetzt. Sein Sarg wurde mit Erde vom Jerusalemer Tempelberg umgeben. Am 10. November 2016 wurde in Ramallah neben dem Arafat-Mausoleum ein „Arafat-Museum“ eröffnet. Es kostete 7 Millionen Dollar und wurde von den palästinensischen Behörden im Westjordanland finanziert. Ausgestellt sind unter anderem seine Brille, sein Revolver, „sein charakteristischer schwarz-weiß karierter Keffiyeh-Kopfschmuck“, sein Reisepass, seine Friedensnobelpreismedaille (zwischenzeitlich im Besitz der Hamas) und andere Memorabilien. Vermittelt wird eine unkritische palästinensische Sicht der Dinge, etwa in der Darstellung des Massakers bei den olympischen Spielen von München 1972 („Antwort auf Überfall israelischer und deutscher Sicherheitskräfte“). Arafats Geburt wird von Kairo in ein palästinensisches Dorf in der Nähe der Jerusalemer Altstadt verlegt, wie es palästinensischer Legendenbildung entspricht. Hinweise auf seine Ehefrau Suha at-Tawil werden vermieden, völlig ausgeblendet werden die vielen Vorwürfe hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Reaktionen Nur wenige Stunden, nachdem der Tod Arafats bekannt gegeben worden war, griffen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Netsarim im Gaza-Streifen an. In Ramallah warnten Extremisten die neue palästinensische Führung unter Mahmud Abbas vor einem „Ausverkauf der palästinensischen Sache“ und drohten den Nachfolgern Arafats mit dem Tod, sollten sie zu Zugeständnissen gegenüber Israel bereit sein. Die Fatah-Splittergruppe „al-Aqsa-Brigaden“ benannte sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland nach Arafats Tod vollständig ab. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis durften nicht nach Israel einreisen. Jedoch transportierten mehrere hundert Busse Palästinenser aus dem Gazastreifen zur Trauerfeier nach Ramallah. Befürchtungen, dass der Tod von Jassir Arafat einen Rückschlag für den Nahost-Friedensprozess bedeute, bewahrheiteten sich zunächst nicht. Die Palästinensische Autonomiebehörde setzte antiisraelische Fernsehspots ab und unternahm Anstrengungen zur Reform der Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung ließ im Gegenzug ca. 150 palästinensische Gefangene frei, sicherte Unterstützung bei den palästinensischen Wahlen zu und kündigte eine Rückkehr zur Roadmap an. Die Palästinenserführung ernannte den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattuh verfassungsgemäß zum vorläufigen Nachfolger Arafats und rief eine 40-tägige Trauer aus. In den Präsidentschaftswahlen vom 9. Januar 2005 wurde Mahmud Abbas zum Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Nach seinem Tode wurde Jassir Arafat von 200 Rabbinern als „Amalek und Hitler unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als „Freudentag“ zu feiern. Spekulationen und Ermittlungen zur Todesursache und Exhumierung Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden machten ebenso wie die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Israel für den Tod Arafats verantwortlich und drohten mit Rache. So äußerte sich Dschihad-Anführer Chalid al-Batesch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon habe „bei der Tötung Arafats seine Hand im Spiel“ gehabt. Ärzte im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris, in dem Arafat zuletzt behandelt wurde, und Vertraute Arafats schlossen jedoch seinerzeit aus, dass der Palästinenserchef vergiftet worden sei. Eine Autopsie fand nach dem Willen der Witwe nicht statt. Da weder Arafats Ärzte noch dessen Witwe die genaue Todesursache bekannt gaben, kam es in der Folge zu weiteren öffentlichen Spekulationen. Dabei wurden von Spezialisten besonders Vergiftung und AIDS nahegelegt. Ahmad Dschibril, der Generalsekretär der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC), erklärte im Juli 2007, er habe Einblick in den französischen Bericht über den Tod Arafats gehabt. Der Bericht gebe an, dass Arafat an AIDS erkrankt gewesen sei. Aschraf al-Kurdi, seit 1986 persönlicher Leibarzt von Jassir Arafat, erklärte am 12. August 2007 gegenüber der jordanischen Nachrichten-Webseite Amman, dass der Palästinenserführer unter dem HI-Virus litt, aber nicht an der Immunschwächekrankheit AIDS starb. Das Virus soll Arafat erst kurz vor seinem Tod in dessen Blut injiziert worden sein, so al-Kurdi, der aber angab, dass die tatsächliche Todesursache eine Vergiftung gewesen sei. Im August 2011 beschuldigte die Fatah den zuvor aus der Partei ausgeschlossenen Mohammed Dahlan, hinter der Vergiftung Arafats zu stecken und sogar selbst das Gift aus Paris besorgt zu haben. Haaretz veröffentlichte 2005 eine Analyse israelischer Experten, wonach eine eventuelle Vergiftung am ehesten bei einem Abendessen am 12. Oktober 2004 stattgefunden haben müsste. Verdacht auf Vergiftung mit Polonium 210 Im Dezember 2011 und Januar 2012 kontaktierte der Reporter Clayton Swisher Arafats Witwe in Malta und Paris und erhielt von ihr Akten und eine Tasche mit persönlichen Gegenständen (Zahnbürste, Kleidung, Kufiya), die Arafat in seinen letzten Tagen benutzt hatte. Am 3. Juli 2012 veröffentlichte der Fernsehsender al-Dschasira den Befund des Schweizer Institut de Radiophysique der Universität Lausanne, dem die Gegenstände zur Untersuchung gegeben worden waren. Festgestellt wurden gegenüber den natürlichen Vorkommen erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Polonium 210. Aufgrund dessen geringer Halbwertszeit von nur 138,38 Tagen halbiert sich die Strahlung alle 138 Tage. Von der Ursprungsmenge wäre acht Jahre nach Arafats Tod nur ein Millionstel übrig. Das Schweizer Institut betonte, die Ergebnisse seien kein Beweis für eine Vergiftung, aber zumindest ein Hinweis darauf. Die in den französischen Krankenakten Arafats beschriebenen Symptome, die zu seinem Tod führten, stimmten nicht mit den bekannten Symptomen einer radioaktiven Vergiftung überein. Zur Theorie über einen Gifttod Arafats durch Polonium wurden auch von verschiedenen anderen Experten Zweifel geäußert. Die vom radiologischen Institut bekannt gegebenen Poloniumkonzentrationen auf den persönlichen Gegenständen Arafats könnten nach einem von der Jerusalem Post zitierten Experten wegen der Halbwertszeit des Polonium 210 nicht auf eine acht Jahre zurückliegende Vergiftung zurückgeführt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen worden sein. Am 31. Juli 2012 erstattete Suha Arafat im französischen Nanterre Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung. Die französische Justiz leitete Ende August 2012 Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Palästinenserführung und auch die Witwe befürworteten eine im Islam normalerweise verbotene Exhumierung. Anfang November wurden die ersten Vorbereitungen dafür getroffen, da dafür viel Beton im Mausoleum abgetragen werden musste. Am 27. November 2012 wurde Arafats Leichnam exhumiert und ein ausländisches Expertenteam nahm Proben. Im September 2015 beschlossen die zuständigen französischen Untersuchungsrichter eine Einstellung des laufenden Verfahrens, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit, da es keine ausreichenden Beweise für einen Mord gebe. Umstrittene Untersuchungsergebnisse Mitte Oktober 2013 wurde ein Zwischenergebnis von Schweizer Toxikologen bekannt, wonach eine Vergiftung möglich, aber nicht sicher sei. Am 6. November 2013 gab die Universität Lausanne bekannt, einen gegenüber natürlichen Konzentrationen stark erhöhten Wert von Polonium 210 in den Proben nachgewiesen zu haben. Zugleich stellten sie eine über das natürliche Vorkommen hinaus deutlich erhöhte Menge von Blei 210 fest. Blei 210 kann eine Poloniumvergiftung maskieren, weil Polonium 210 ein Folgeprodukt des Blei 210 in der radioaktiven Zerfallskette ist und nach einiger Zeit mit dem Blei im radioaktiven Gleichgewicht steht. Da Blei 210 eine wesentlich längere Halbwertszeit hat, sind aufgrund der Neuentstehung von Polonium 210 die Reste einer möglicherweise vorangegangenen Poloniumvergiftung nicht mehr nachweisbar. Die Anwesenheit des Blei 210 wurde als mögliche Verunreinigung des hypothetisch als Gift verwendeten Poloniums erklärt. Es wurde vorgerechnet, dass von einer angenommenen Giftdosis von 1 GBq zum Todeszeitpunkt noch 4–5 % im Körper verblieben wären, die bis zur Exhumierung auf ca. 15 Bq Gesamtdosis abgeklungen wären. Die Forscher konnten Polonium nicht als Todesursache ausschließen, bezeichneten es aber auch nicht als sicher, dass Polonium den Tod verursachte. Die Ergebnisse würden letztere These „mäßig stützen“ („moderately support the proposition“: „moderately“ ist sicherer als „slightly“ und unsicherer als „strongly“). Unabhängige Forscher kommentierten, dass die Studie deshalb kein Beweis für eine Vergiftung sei. Am 3. Dezember 2013 wurde berichtet, dass das ebenfalls beauftragte französische Untersuchungsteam zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Vergiftung sei auszuschließen, vielmehr weise es auf eine natürliche Todesursache hin. Die Forschungsberichte eines russischen Untersuchungsteams, das ebenfalls Zugang zu Arafats sterblichen Überresten hatte, schließen eine Vergiftung ebenfalls aus. Nachdem die Staatsanwaltschaft von Nanterre im März 2015 mitgeteilt hatte, dass die Polonium-Spuren aus Arafats Grab natürlichen Ursprungs seien, beantragte sie Mitte Juli 2015 das Verfahren einzustellen. Die Ermittlungsrichter in Nanterre folgten dem Antrag und stellten das Verfahren Anfang September 2015 ein. Schlussfolgerungen In einem im November 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel des Schweizer Teams wird eine Vergiftung als plausibel, aber nicht bewiesen eingestuft. Die gleiche Studie ermittelt eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Annahme einer Vergiftung mit Po 210 als für die gegenteilige Annahme, falls man von einer mehrfachen Einnahme des Po 210 in kleinen Dosen ausgehe. Im Juni 2016 lehnte ein Gericht in Paris (nicht letztinstanzlich) die Wiedereröffnung der Untersuchungen bzgl. des vermuteten Mordes ab, weil dafür die Rechtsgrundlage fehle. Ehrungen 1993 Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens 1993 Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1994 Prinz-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 1994 Friedensnobelpreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1995 Deutscher Medienpreis 1999 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Held der Demokratischen Volksrepublik Korea Alter Freund des chinesischen Volkes Literatur Helga Baumgarten: Arafat: zwischen Kampf und Diplomatie. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36419-5. Andrew Gowers, Tony Walker: Arafat: hinter dem Mythos. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50035-9 (Übersetzung von Behind the myth: Yasser Arafat and the Palestinian revolution, 1990). Amnon Kapeliuk: Yassir Arafat: Die Biographie. Mit einem Vorwort von Nelson Mandela, Palmyra, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-930378-59-3. Gerhard Konzelmann: Arafat. Vom Terroristen zum Mann des Friedens. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-61296-5. (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch, Band 61296, Biographie). Aharon Moshel: In einer Hand den Ölzweig: Jassir Arafat und die PLO. Facta, München / Hamburg 1988, ISBN 3-926827-10-6. Barry Rubin, Judith Colp Rubin: Yasir Arafat : A Political Biography. Oxford University, Oxford 2005, ISBN 978-0-19-516689-7. Danny Rubinstein: Yassir Arafat. Vom Guerillakämpfer zum Staatsmann. Palmyra, Heidelberg 1996, ISBN 3-930378-09-4 (Übersetzung von The Mystery of Arafat, 1995). Hassan Sadek: Arafat. Hugendubel, München / Kreuzlingen 2006, ISBN 978-3-7205-2751-4. (= Diederichs kompakt). Janet und John Wallach: Jassir Arafat. Die Biographie. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-08755-0. Weblinks Themenschwerpunkt Arafat in der ägyptischen Wochenzeitung Al Ahram Rafael Seligmann: Begrabt ihn in Jerusalem, FAZ, 7. November 2004 , nahostkonflikt.net Internetpräsenz der PLO (Negotiations Affairs Department) (englisch, arabisch, hebräisch) Wolfgang G. Schwanitz: Yasir Arafat: Palästinensischer Politiker (PDF, 1,3 MiB) Einige kritische Betrachtungen: Michael Naumann: Keine Kugel für Arafat, Die Zeit, 18. September 2003 Petra Steinberger: Der Hoffnungsschimmerlügner, SZ, 4. November 2004 Gisela Dachs und Reiner Luyken: So opfert Arafat die Jugend Palästinas, Die Zeit, 44/2000 Jörg Steinhaus: Der lange Weg des Jassir Arafat, Kronos, 2. Februar 2001 Palestinians mourn Arafat but struggle for liberation will continue – Trotzkistische Analyse von Arafats Wirken, Maavak Sozialisti (israelische Sektion des CWI), 11. November 2004 (englisch) Anmerkungen Politiker (Palästina) Fatah Mitglied der PLO Person des Antizionismus Person im Nahostkonflikt Friedensnobelpreisträger Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette) Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großkreuz) Träger des Ordens des Weißen Löwen Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Palästinenser Ägypter Geboren 1929 Gestorben 2004 Mann
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q-de-2239
Wer war Jassir Arafat?
Jassir Arafat (* 24. August 1929 in Kairo, Ägypten; † 11. November 2004 in Clamart, Département Hauts-de-Seine, Frankreich), , ursprünglich , Kunya: , war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war seit dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1957 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge und Bombenattentate auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte. Jahrzehntelang galt Arafats Bemühen der Vernichtung Israels; als strategische Mittel zur Umsetzung dieses Ziels favorisierte er Gewalt gegen israelische Bürger und Zivileinrichtungen, die den Staat grundlegend destabilisieren, seine Bürger verunsichern und Israel letztendlich zur leichten Beute eines Angriffs arabischer Armeen machen sollte. Arafats Unterstützung der irakischen Invasion Kuwaits hatte die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 zur Folge. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachte Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. 1994 erhielt er dafür gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2000 verhandelte Arafat mit Israels damaligem Regierungschef Ehud Barak und dem damaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, erfolglos über die Gründung eines unabhängigen, palästinensischen Staates. Nach dem Scheitern von Camp David II unterstützte Arafat die Zweite Intifada, wodurch er in seinen letzten Lebensjahren vor allem außenpolitisch an Einfluss verlor. Erst nach dem Tod Arafats waren führende palästinensische Vertreter bereit, sich für Arafats Unterstützung Saddam Husseins und der Invasion in Kuwait zu entschuldigen. Die Beurteilungen seiner Person gehen weit auseinander, von Freiheitskämpfer über Guerillakämpfer bis Terrorist. Leben Jassir Arafat wurde übereinstimmenden Erkenntnissen verschiedener Biographen zufolge in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Arafat hingegen behauptete häufig, in Palästina geboren worden zu sein, wobei er im Laufe der Zeit widersprüchliche Angaben machte. Mal behauptete er, in der Altstadt Jerusalems geboren worden zu sein, mal im Gazastreifen. Sicher ist, dass sein Vater aus Gaza und seine Mutter aus einer angesehenen Jerusalemer Familie stammten. Sie hatten in den 1920er Jahren geheiratet und waren nach Kairo ausgewandert. Jassir war das sechste von sieben Kindern. Als er etwa vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Um den Vater mit den sechs Halbwaisen zu entlasten, nahm der Bruder der Mutter, Salim Abu Saud, Jassir und seinen jüngeren Bruder zu sich nach Jerusalem, das damals zum britischen Mandatsgebiet Palästina gehörte. Er lebte dort vier Jahre. Frühe Jahre Als er nach der erneuten Heirat seines Vaters nach Kairo zurückkehrte, besuchte er die Schule und später die Universität, an der er Elektrotechnik studierte. Eine Zeit lang beschäftigte er sich mit der jüdischen Kultur, hatte jüdische Bekannte und las zionistische Werke z. B. von Theodor Herzl. 1946 soll Arafat intensiven Kontakt mit Mohammed Amin al-Husseini, dem mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem, gehabt haben, der in Ägypten Asyl gefunden hatte. Al-Husseini war ein entfernter Verwandter Arafats. Dass er jedoch der Onkel Arafats gewesen sei, ist eine Legende. Arafat engagierte sich nun aktiv in der arabischen Nationalbewegung in Palästina. Zu dieser Zeit war er ein Befürworter der militärischen Konfrontation und beschaffte Waffen, die ins Mandatsgebiet geschmuggelt wurden. In Kairo hatte sich Jassir Arafat mit Abd al-Qadir al-Husseini angefreundet, der die Einheiten palästinensischer Araber in der Region Jerusalem anführte. Als Arafat von Abdel Khader al-Husseinis Tod im Palästinakrieg bei der Schlacht am Kastel-Berg im April 1948 hörte, brach er sein Studium in Kairo ab und nahm aktiv am Krieg teil. Er trat der Moslem-Bruderschaft bei, die im Gazastreifen und in der Schlacht bei Kfar Darom kämpfte. Als die ägyptische Armee am 15. Mai 1948 in den Palästinakrieg eingriff, wurde Arafat und seiner Einheit befohlen abzuziehen. Dies war für ihn ein prägendes Erlebnis. Er beschuldigte später die arabischen Staaten des Verrates, weil sie den Palästinensern nicht geholfen hätten, die Schlacht zu gewinnen, und ihnen nicht erlaubt hätten zu kämpfen. Die palästinensischen Araber erlitten eine militärische Niederlage gegen Israel. Etwa 750.000 Palästinenser wurden vertrieben oder ergriffen die Flucht und lebten von da an überwiegend als Staatenlose in den Nachbarländern. In den 1950er Jahren studierte Arafat an der Universität Kairo. 1952 gründete er die Generalunion Palästinensischer Studenten (GUPS), der er bis 1957 vorstand. Ende 1952 wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser vorübergehend verhaftet. 1956 verließ er die Universität als diplomierter Ingenieur und gründete die Union der Palästinensischen Hochschulabsolventen. Danach meldete er sich freiwillig zur ägyptischen Armee und kämpfte im Sueskrieg 1956 gegen Frankreich, Großbritannien und Israel. Er war Leutnant in der ägyptischen Armee und galt als Sprengstoffexperte. Noch im selben Jahr ging er nach Kuwait, wo er als Ingenieur arbeitete und ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. Gründung der Fatah 1957 gründete er in Kuwait zusammen mit Chalil al-Wazir (Abu Dschihad) die erste Zelle der Bewegung zur Befreiung Palästinas (al-Fatah), aus der 1959 die gleichnamige politische Partei hervorging. Ab 1958 war Arafat Vorstandsmitglied und ab 1968 Vorsitzender der Fatah. Durch seine aktive Teilnahme an der Schlacht von Karame 1968 begründete er seinen Heldenmythos und war ab 1969 Vorsitzender der PLO, die 1964 durch die Arabische Liga ins Leben gerufen worden war. Ende der 1960er Jahre wuchsen die Spannungen zwischen der PLO und der jordanischen Regierung; palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien etabliert und kontrollierten strategische Positionen wie die Öl-Raffinerien bei Zarqa. Jordanien betrachtete diese Umstände als eine wachsende Bedrohung seiner Souveränität und seiner Sicherheit und versuchte, die palästinensischen Milizen zu entwaffnen. Im Juni 1970 brachen nach einem fehlgeschlagenen palästinensischen Attentat auf den jordanischen König offene Kämpfe aus, die mit der Flucht der PLO aus Jordanien in den Libanon endeten. Wurde die Schlacht von Karame als erster historischer Sieg der PLO angesehen, so erlitt sie unter Arafats Führung 1970 mit dem Schwarzen September eine schwere Niederlage. Dieser musste zunächst nach Kairo, dann in den Libanon fliehen. Aufsehen erregte der historische Auftritt Arafats vor der UN-Vollversammlung am 13. November 1974, bei dem er in Uniform, mit der Kufiya und umgeschnalltem Pistolenholster eine Rede hielt, die von arabischen und kommunistischen Staaten mit Begeisterung aufgenommen wurde. In der Rede reklamierte Arafat den alleinigen Machtanspruch über Palästina für die PLO. Er sprach davon, eine Welt ohne Kolonialismus, Imperialismus, Neokolonialismus und ohne „Rassismus in all seinen Ausformungen, einschließlich des Zionismus“ schaffen zu wollen. Arafat vermied es, von Israel zu sprechen, um dem Staat jegliche Legitimität abzusprechen, und verwendete stattdessen den Begriff zionistische Entität. Den Zionismus stellte er in dieser Rede als eine imperialistische, kolonialistische und rassistische Ideologie dar, die – dezidiert reaktionär und diskriminierend – mit dem Antisemitismus gleichzusetzen sei. Ferner wiederholte er ein altes antisemitisches Stereotyp, wonach der Zionismus wolle, dass die Juden ihren Heimatländern keine Loyalität entgegenbrächten und sich über ihre Mitbürger erhöben. Er sprach der UNO das Recht ab, das unteilbare Heimatland der Palästinenser zu teilen, und wies damit den Teilungsbeschluss von 1947 zurück. Auch behauptete er, der Palästinakrieg von 1948 sei von Israel und nicht von den arabischen Staaten begonnen worden. Die PLO erhielt als legitime politische Vertretung der Palästinenser Beobachterstatus bei der UNO. Das Palästinensertuch – drapiert wie die Konturen Palästinas – gehörte ebenso wie das Holster auch später zu seinen Markenzeichen, ohne die er selten auftrat. Eine weitere bedeutende Rede hielt er am 13. Dezember 1988. Ein Novum war hier, dass die PLO die UN-Resolution anerkannte und Willen zum Kompromiss zeigte. Die gewaltsamen Aktionen der PLO wollte Arafat allerdings als legitimen Widerstand verstanden wissen. In dieser Rede wird auch jene Interpretation der Resolution 194 der UN-Vollversammlung bekräftigt, nach der diese das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge garantiere, womit er eine Doktrin festlegte, die auch heute noch, zumindest in offiziellen Verlautbarungen der PLO, Bestand hat. In der Rede gestand Arafat den Juden nicht explizit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung zu und akzeptierte nicht ausdrücklich, dass Israel ein jüdischer Staat sein könnte. Als Konsequenz des israelischen Libanonfeldzugs gegen das Hauptquartier der PLO in Beirut im Juli/August 1982 musste Arafat nach Tunesien fliehen. Er verließ mit seinen Gefolgsleuten das von Israel besetzte Beirut und errichtete einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis. Der Weg zur internationalen Anerkennung 1988 erkannte Arafat Israel indirekt an und erklärte 1989 die PLO-Charta von 1964, in der zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wurde, für hinfällig. Im Jahre 1990 begrüßte Arafat den irakischen Einmarsch in Kuwait und solidarisierte sich mit Saddam Hussein. Die reichen arabischen Ölstaaten an der Seite des Kriegsgegners USA froren daraufhin ihre finanzielle Unterstützung der PLO ein. Eine weitere Folge war die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachten Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. Statt das Ende abzuwarten, sympathisierte Arafat 1991 noch während des laufenden Augustputsches gegen Michail Gorbatschow mit den Putschisten, womit er einen langjährigen Unterstützer verärgerte. Am 7. April 1992 überlebte Arafat einen Absturz einer Passagiermaschine der Air Bissau aufgrund eines Sandsturms in der libyschen Wüste. Arafat wurde in einem Krankenhaus in Misrata aufgrund eines Blutgerinnsels von dem Chirurgen Meftah Shwedy mehrmals am Gehirn operiert und am rechten Auge behandelt. Am 13. September 1993 kam es bei der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung über die vorübergehende (palästinensische) Selbstverwaltung zwischen dem Staat Israel und der PLO in Washington zu einem historischen Handschlag zwischen Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Jizhak Rabin. Friedensnobelpreisträger Rabin bezahlte später für dieses Entgegenkommen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt durch einen Terroranschlag eines jüdischen Ultra-Nationalisten mit seinem Leben. Nach 27 Jahren Exil kehrte Arafat infolge des Autonomieabkommens am 1. Juli 1994 nach Palästina zurück und bildete in Gaza eine autonome Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde. 1993 wählte das TIME Magazin Die Friedensstifter (Nelson Mandela, Frederik Willem de Klerk, Jassir Arafat und Jitzchak Rabin) zu den Personen des Jahres. Im Dezember 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Während der Trauerwoche für Jitzchak Rabin nach dessen Ermordung im November 1995 besuchte Arafat Leah Rabin und ihre Familie in ihrer Wohnung in Tel Aviv, um seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Es war das erste Mal, dass er israelischen Boden betrat. Aus Sicherheitsgründen hatte er nicht an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen können. Er schilderte, wie sehr ihn der Mord bestürzt habe und wie verzweifelt er darüber sei, seinen Partner im Friedensprozess verloren zu haben. 1995 erhielt Arafat den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. 2000 verhandelte Arafat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und US-Präsident Clinton in Camp David über die Schaffung eines palästinensischen Staates. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Der abtretende Präsident Clinton und Barak, der kurz darauf in allgemeinen Wahlen von seinem politischen Gegner Ariel Scharon abgelöst wurde, gaben Arafat die alleinige Schuld am Scheitern dieser Verhandlungen. Arafat hingegen gab Barak und Clinton die Schuld am Scheitern. Zweite Intifada und politischer Niedergang Arafat wurde schon vor der Zweiten Intifada vorgeworfen, ein doppeltes Spiel zu treiben. Während er sich auf internationalem Parkett für Frieden und Diplomatie starkmachte, soll er vor seinen Anhängern in Gaza mit teilweise antisemitischen Reden Stimmung gegen Israel gemacht haben. Auch wurde ihm mehrfach vorgeworfen, sich aktiv am Waffenschmuggel für paramilitärische und terroristische Zwecke zu beteiligen (siehe Karine-A-Affäre) und die allein von ihm befehligten Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde für Übergriffe auf Israel zur Verfügung zu stellen. Außerdem gab es Berichte britischer Medien wie der BBC, dass Terror-Organisationen wie die Fatah-nahen al-Aqsa-Märtyrerbrigaden über den Umweg der von Arafat regierten Autonomiebehörde indirekt von EU-Geldern finanziert würden. Schließlich duldete oder unterstützte er den erneuten Palästinenseraufstand, was ihn vor allem außenpolitisch isolierte. Als Reaktion auf die Zweite Intifada besetzte Israel immer wieder Teile der autonomen Palästinensergebiete. Die israelische Regierung machte auch Arafat selbst für gewaltsamen Übergriffe verantwortlich. Ab 2001 wurde der in Ramallah lebende Arafat von Israel mehrfach unter Hausarrest gestellt. Seine Hubschrauber wurden im Dezember 2001 zerstört, sodass er nicht mehr zwischen Gaza und Ramallah reisen konnte. Im Rahmen der Operation Schutzschild vom 29. März 2002 bis 3. Mai 2002 zerstörte die israelische Armee einen Teil von Arafats Hauptquartier, der Muqāta'a. Am 11. September 2003 fasste die israelische Regierung den Beschluss, Arafat auszuweisen. Mit einem Hubschrauber sollte er ins Exil nach Nordafrika gebracht werden. Nach dem Ausweisungsbeschluss gingen zehntausende Palästinenser protestierend auf die Straße. Arafat appellierte an die Bevölkerung, Widerstand gegen den Beschluss zu leisten. Er wolle „lieber sterben, als sich zu ergeben“. Am 14. September 2003 stellte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auch ein Attentat auf Arafat als eine legitime Möglichkeit seiner Entfernung dar. Am 16. September 2003 ließen die USA eine Resolution des Weltsicherheitsrates gegen die Ausweisung Arafats an ihrem Veto scheitern. Deutschland enthielt sich der Stimme. Korruption Im Mai 2002 stellte der BND fest, dass die Verwendung von EU-Geldern für den Terrorismus „nicht auszuschließen“ sei, da Arafat offensichtlich nicht zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung trenne. Das Gutachten spricht weiterhin von „bekanntem Missmanagement“ und „weit verbreiteter Korruption“ (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Die USA und Israel hatten die Europäische Union in Brüssel zu dem Zeitpunkt bereits mehrfach aufgefordert, die Verwendung der Subventionen für die Palästinensische Autonomiebehörde genauer zu überprüfen. Brüssel erklärte, für Transparenz und Kontrolle der Fördermittel sorge der Internationale Währungsfonds. Der IWF legte 2003 jedoch einen Bericht über „Ökonomische Leistungen und Reformen unter Konfliktbedingungen“ vor, aus dem hervorging, dass zwischen 1995 und 2000 mehr als 900 Millionen Dollar an Fördergeldern für die Palästinensische Autonomiebehörde „verschwanden“. Weisungsbefugt für die Verwendung des Geldes seien allein Arafat und „enge Vertraute“ gewesen. Arafat kontrollierte dem Bericht zufolge bis zu seinem Tod allein 8 % des palästinensischen Gesamtbudgets. Familie Arafat war seit dem 17. Juli 1990 mit Suha at-Tawil, mit der er eine Tochter, Zahwa (* 24. Juli 1995 in Neuilly-sur-Seine), hat, verheiratet. Ab dem Beginn der zweiten Intifada, also ab 2001, lebten Frau und Tochter in Paris und Tunis. 2007 zog Suha nach Malta. Sein Neffe Musa Arafat war Leiter des palästinensischen Militärgeheimdienstes, sein Bruder Fathi Arafat Mediziner. Tod Jassir Arafats Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum 28. Oktober 2004 akut. Er hatte bereits über eine Woche wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes nichts gegessen. Die israelische Regierung hob aufgrund seiner schweren Krankheit das Reiseverbot auf und sicherte ihm eine Rückkehr ins Westjordanland zu. Am folgenden Tag wurde Arafat nach Paris geflogen und zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Percy gebracht, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält. Am 4. November verschlechterte sich sein Zustand noch einmal; es wurde von einem „tiefen Koma“ berichtet. Am 10. November versagten Nieren und Leber. Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte wurde aus religiösen Gründen abgelehnt. Infolge der Leberschädigung und der daraus resultierenden Störung der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren kam es zu einer Gehirnblutung. Am 11. November 2004 um 3.30 Uhr (MEZ) starb Jassir Arafat. Nach Verabschiedung mit militärischen Ehren wurde der Leichnam Arafats in Begleitung seiner Witwe mit einer französischen Militärmaschine nach Kairo geflogen. Die zentrale Trauerfeier fand am 12. November am Flughafen Kairo-International statt, wozu hochrangige Politiker aus aller Welt eingeladen waren. Im Anschluss an die militärische Zeremonie in Kairo wurde der Sarg nach Ramallah geflogen, wo die Beisetzungszeremonie am frühen Nachmittag stattfand. Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“. Arafat wurde in einem Steinsarg auf dem Gelände seines ehemaligen Amtssitzes in Ramallah unter großer Anteilnahme der palästinensischen Bevölkerung beigesetzt. Sein Sarg wurde mit Erde vom Jerusalemer Tempelberg umgeben. Am 10. November 2016 wurde in Ramallah neben dem Arafat-Mausoleum ein „Arafat-Museum“ eröffnet. Es kostete 7 Millionen Dollar und wurde von den palästinensischen Behörden im Westjordanland finanziert. Ausgestellt sind unter anderem seine Brille, sein Revolver, „sein charakteristischer schwarz-weiß karierter Keffiyeh-Kopfschmuck“, sein Reisepass, seine Friedensnobelpreismedaille (zwischenzeitlich im Besitz der Hamas) und andere Memorabilien. Vermittelt wird eine unkritische palästinensische Sicht der Dinge, etwa in der Darstellung des Massakers bei den olympischen Spielen von München 1972 („Antwort auf Überfall israelischer und deutscher Sicherheitskräfte“). Arafats Geburt wird von Kairo in ein palästinensisches Dorf in der Nähe der Jerusalemer Altstadt verlegt, wie es palästinensischer Legendenbildung entspricht. Hinweise auf seine Ehefrau Suha at-Tawil werden vermieden, völlig ausgeblendet werden die vielen Vorwürfe hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Reaktionen Nur wenige Stunden, nachdem der Tod Arafats bekannt gegeben worden war, griffen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Netsarim im Gaza-Streifen an. In Ramallah warnten Extremisten die neue palästinensische Führung unter Mahmud Abbas vor einem „Ausverkauf der palästinensischen Sache“ und drohten den Nachfolgern Arafats mit dem Tod, sollten sie zu Zugeständnissen gegenüber Israel bereit sein. Die Fatah-Splittergruppe „al-Aqsa-Brigaden“ benannte sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland nach Arafats Tod vollständig ab. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis durften nicht nach Israel einreisen. Jedoch transportierten mehrere hundert Busse Palästinenser aus dem Gazastreifen zur Trauerfeier nach Ramallah. Befürchtungen, dass der Tod von Jassir Arafat einen Rückschlag für den Nahost-Friedensprozess bedeute, bewahrheiteten sich zunächst nicht. Die Palästinensische Autonomiebehörde setzte antiisraelische Fernsehspots ab und unternahm Anstrengungen zur Reform der Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung ließ im Gegenzug ca. 150 palästinensische Gefangene frei, sicherte Unterstützung bei den palästinensischen Wahlen zu und kündigte eine Rückkehr zur Roadmap an. Die Palästinenserführung ernannte den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattuh verfassungsgemäß zum vorläufigen Nachfolger Arafats und rief eine 40-tägige Trauer aus. In den Präsidentschaftswahlen vom 9. Januar 2005 wurde Mahmud Abbas zum Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Nach seinem Tode wurde Jassir Arafat von 200 Rabbinern als „Amalek und Hitler unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als „Freudentag“ zu feiern. Spekulationen und Ermittlungen zur Todesursache und Exhumierung Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden machten ebenso wie die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Israel für den Tod Arafats verantwortlich und drohten mit Rache. So äußerte sich Dschihad-Anführer Chalid al-Batesch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon habe „bei der Tötung Arafats seine Hand im Spiel“ gehabt. Ärzte im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris, in dem Arafat zuletzt behandelt wurde, und Vertraute Arafats schlossen jedoch seinerzeit aus, dass der Palästinenserchef vergiftet worden sei. Eine Autopsie fand nach dem Willen der Witwe nicht statt. Da weder Arafats Ärzte noch dessen Witwe die genaue Todesursache bekannt gaben, kam es in der Folge zu weiteren öffentlichen Spekulationen. Dabei wurden von Spezialisten besonders Vergiftung und AIDS nahegelegt. Ahmad Dschibril, der Generalsekretär der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC), erklärte im Juli 2007, er habe Einblick in den französischen Bericht über den Tod Arafats gehabt. Der Bericht gebe an, dass Arafat an AIDS erkrankt gewesen sei. Aschraf al-Kurdi, seit 1986 persönlicher Leibarzt von Jassir Arafat, erklärte am 12. August 2007 gegenüber der jordanischen Nachrichten-Webseite Amman, dass der Palästinenserführer unter dem HI-Virus litt, aber nicht an der Immunschwächekrankheit AIDS starb. Das Virus soll Arafat erst kurz vor seinem Tod in dessen Blut injiziert worden sein, so al-Kurdi, der aber angab, dass die tatsächliche Todesursache eine Vergiftung gewesen sei. Im August 2011 beschuldigte die Fatah den zuvor aus der Partei ausgeschlossenen Mohammed Dahlan, hinter der Vergiftung Arafats zu stecken und sogar selbst das Gift aus Paris besorgt zu haben. Haaretz veröffentlichte 2005 eine Analyse israelischer Experten, wonach eine eventuelle Vergiftung am ehesten bei einem Abendessen am 12. Oktober 2004 stattgefunden haben müsste. Verdacht auf Vergiftung mit Polonium 210 Im Dezember 2011 und Januar 2012 kontaktierte der Reporter Clayton Swisher Arafats Witwe in Malta und Paris und erhielt von ihr Akten und eine Tasche mit persönlichen Gegenständen (Zahnbürste, Kleidung, Kufiya), die Arafat in seinen letzten Tagen benutzt hatte. Am 3. Juli 2012 veröffentlichte der Fernsehsender al-Dschasira den Befund des Schweizer Institut de Radiophysique der Universität Lausanne, dem die Gegenstände zur Untersuchung gegeben worden waren. Festgestellt wurden gegenüber den natürlichen Vorkommen erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Polonium 210. Aufgrund dessen geringer Halbwertszeit von nur 138,38 Tagen halbiert sich die Strahlung alle 138 Tage. Von der Ursprungsmenge wäre acht Jahre nach Arafats Tod nur ein Millionstel übrig. Das Schweizer Institut betonte, die Ergebnisse seien kein Beweis für eine Vergiftung, aber zumindest ein Hinweis darauf. Die in den französischen Krankenakten Arafats beschriebenen Symptome, die zu seinem Tod führten, stimmten nicht mit den bekannten Symptomen einer radioaktiven Vergiftung überein. Zur Theorie über einen Gifttod Arafats durch Polonium wurden auch von verschiedenen anderen Experten Zweifel geäußert. Die vom radiologischen Institut bekannt gegebenen Poloniumkonzentrationen auf den persönlichen Gegenständen Arafats könnten nach einem von der Jerusalem Post zitierten Experten wegen der Halbwertszeit des Polonium 210 nicht auf eine acht Jahre zurückliegende Vergiftung zurückgeführt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen worden sein. Am 31. Juli 2012 erstattete Suha Arafat im französischen Nanterre Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung. Die französische Justiz leitete Ende August 2012 Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Palästinenserführung und auch die Witwe befürworteten eine im Islam normalerweise verbotene Exhumierung. Anfang November wurden die ersten Vorbereitungen dafür getroffen, da dafür viel Beton im Mausoleum abgetragen werden musste. Am 27. November 2012 wurde Arafats Leichnam exhumiert und ein ausländisches Expertenteam nahm Proben. Im September 2015 beschlossen die zuständigen französischen Untersuchungsrichter eine Einstellung des laufenden Verfahrens, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit, da es keine ausreichenden Beweise für einen Mord gebe. Umstrittene Untersuchungsergebnisse Mitte Oktober 2013 wurde ein Zwischenergebnis von Schweizer Toxikologen bekannt, wonach eine Vergiftung möglich, aber nicht sicher sei. Am 6. November 2013 gab die Universität Lausanne bekannt, einen gegenüber natürlichen Konzentrationen stark erhöhten Wert von Polonium 210 in den Proben nachgewiesen zu haben. Zugleich stellten sie eine über das natürliche Vorkommen hinaus deutlich erhöhte Menge von Blei 210 fest. Blei 210 kann eine Poloniumvergiftung maskieren, weil Polonium 210 ein Folgeprodukt des Blei 210 in der radioaktiven Zerfallskette ist und nach einiger Zeit mit dem Blei im radioaktiven Gleichgewicht steht. Da Blei 210 eine wesentlich längere Halbwertszeit hat, sind aufgrund der Neuentstehung von Polonium 210 die Reste einer möglicherweise vorangegangenen Poloniumvergiftung nicht mehr nachweisbar. Die Anwesenheit des Blei 210 wurde als mögliche Verunreinigung des hypothetisch als Gift verwendeten Poloniums erklärt. Es wurde vorgerechnet, dass von einer angenommenen Giftdosis von 1 GBq zum Todeszeitpunkt noch 4–5 % im Körper verblieben wären, die bis zur Exhumierung auf ca. 15 Bq Gesamtdosis abgeklungen wären. Die Forscher konnten Polonium nicht als Todesursache ausschließen, bezeichneten es aber auch nicht als sicher, dass Polonium den Tod verursachte. Die Ergebnisse würden letztere These „mäßig stützen“ („moderately support the proposition“: „moderately“ ist sicherer als „slightly“ und unsicherer als „strongly“). Unabhängige Forscher kommentierten, dass die Studie deshalb kein Beweis für eine Vergiftung sei. Am 3. Dezember 2013 wurde berichtet, dass das ebenfalls beauftragte französische Untersuchungsteam zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Vergiftung sei auszuschließen, vielmehr weise es auf eine natürliche Todesursache hin. Die Forschungsberichte eines russischen Untersuchungsteams, das ebenfalls Zugang zu Arafats sterblichen Überresten hatte, schließen eine Vergiftung ebenfalls aus. Nachdem die Staatsanwaltschaft von Nanterre im März 2015 mitgeteilt hatte, dass die Polonium-Spuren aus Arafats Grab natürlichen Ursprungs seien, beantragte sie Mitte Juli 2015 das Verfahren einzustellen. Die Ermittlungsrichter in Nanterre folgten dem Antrag und stellten das Verfahren Anfang September 2015 ein. Schlussfolgerungen In einem im November 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel des Schweizer Teams wird eine Vergiftung als plausibel, aber nicht bewiesen eingestuft. Die gleiche Studie ermittelt eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Annahme einer Vergiftung mit Po 210 als für die gegenteilige Annahme, falls man von einer mehrfachen Einnahme des Po 210 in kleinen Dosen ausgehe. Im Juni 2016 lehnte ein Gericht in Paris (nicht letztinstanzlich) die Wiedereröffnung der Untersuchungen bzgl. des vermuteten Mordes ab, weil dafür die Rechtsgrundlage fehle. Ehrungen 1993 Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens 1993 Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1994 Prinz-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 1994 Friedensnobelpreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1995 Deutscher Medienpreis 1999 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Held der Demokratischen Volksrepublik Korea Alter Freund des chinesischen Volkes Literatur Helga Baumgarten: Arafat: zwischen Kampf und Diplomatie. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36419-5. Andrew Gowers, Tony Walker: Arafat: hinter dem Mythos. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50035-9 (Übersetzung von Behind the myth: Yasser Arafat and the Palestinian revolution, 1990). Amnon Kapeliuk: Yassir Arafat: Die Biographie. Mit einem Vorwort von Nelson Mandela, Palmyra, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-930378-59-3. Gerhard Konzelmann: Arafat. Vom Terroristen zum Mann des Friedens. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-61296-5. (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch, Band 61296, Biographie). Aharon Moshel: In einer Hand den Ölzweig: Jassir Arafat und die PLO. Facta, München / Hamburg 1988, ISBN 3-926827-10-6. Barry Rubin, Judith Colp Rubin: Yasir Arafat : A Political Biography. Oxford University, Oxford 2005, ISBN 978-0-19-516689-7. Danny Rubinstein: Yassir Arafat. Vom Guerillakämpfer zum Staatsmann. Palmyra, Heidelberg 1996, ISBN 3-930378-09-4 (Übersetzung von The Mystery of Arafat, 1995). Hassan Sadek: Arafat. Hugendubel, München / Kreuzlingen 2006, ISBN 978-3-7205-2751-4. (= Diederichs kompakt). Janet und John Wallach: Jassir Arafat. Die Biographie. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-08755-0. Weblinks Themenschwerpunkt Arafat in der ägyptischen Wochenzeitung Al Ahram Rafael Seligmann: Begrabt ihn in Jerusalem, FAZ, 7. November 2004 , nahostkonflikt.net Internetpräsenz der PLO (Negotiations Affairs Department) (englisch, arabisch, hebräisch) Wolfgang G. Schwanitz: Yasir Arafat: Palästinensischer Politiker (PDF, 1,3 MiB) Einige kritische Betrachtungen: Michael Naumann: Keine Kugel für Arafat, Die Zeit, 18. September 2003 Petra Steinberger: Der Hoffnungsschimmerlügner, SZ, 4. November 2004 Gisela Dachs und Reiner Luyken: So opfert Arafat die Jugend Palästinas, Die Zeit, 44/2000 Jörg Steinhaus: Der lange Weg des Jassir Arafat, Kronos, 2. Februar 2001 Palestinians mourn Arafat but struggle for liberation will continue – Trotzkistische Analyse von Arafats Wirken, Maavak Sozialisti (israelische Sektion des CWI), 11. November 2004 (englisch) Anmerkungen Politiker (Palästina) Fatah Mitglied der PLO Person des Antizionismus Person im Nahostkonflikt Friedensnobelpreisträger Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette) Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großkreuz) Träger des Ordens des Weißen Löwen Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Palästinenser Ägypter Geboren 1929 Gestorben 2004 Mann
Bayerische Geschichte(n) 09/2011: Ein leerer Thronsaal - Volk Verlag Der Thronsaal von Neuschwanstein - der Platz für den Thron ist leer. er erstreckt sich repräsentativ über zwei Stockwerke, erbaut im byzantinischen Stil: der Thronsaal in Schloss Neuschwanstein. Man sagt, hier stand nie ein Thron. Dabei gab es verschiedene Entwürfe für einen prächtigen, von einem Baldachin gekrönten Thron; doch wurde er angeblich nie in Auftrag gegeben. Was ist wahr an den Gerüchten um den leeren Thronsaal? So manches Rätsel spinnt sich um Ludwig II. So wird ihm nachgesagt, dass er einen bayerischen Geheimdienst einrichten wollte. Tatsächlich geht der Geheimbund "Coalition", in den er in den 1870er Jahren einige Mitglieder berief, auf ihn zurück. Die opulente Dekoration des Saals verrät die Antwort. Rechts vom geplanten Standplatz des Throns ist Christus zwischen Johannes und Maria abgebildet, seitlich sind die Apostel zu sehen und unterhalb der Heiligen Familie erstrahlen die Bildnisse von sechs heilig gesprochenen Königen. Letztere waren für Ludwig II. große Vorbilder. Doch Ludwig musste sich selbstkritisch eingestehen, dass es ihm nicht gelang, wie sie zu sein. Er befand sich nicht für würdig, wagte es nicht, sich unter all die heiligen Gestalten zu begeben – daher auch kein Thron. Ein Gerücht besagt, Ludwig habe einen Diener zu Tode geprügelt. Historisch belegt ist vielmehr, dass der König immer liebenswürdig zu seinen Untergebenen war. Hier im Bild Ludwigs Diener Fritz Osterholzer. Inmitten der Heiligen sollte nach Meinung des Märchenkönigs nicht etwa der König von Bayern, sondern der Gralskönig thronen, und das wollte sich Ludwig nicht anmaßen. Hätte er jedoch hier auf einem Thron Platz genommen, dann hätte er auf der gegenüberliegenden Wand auf das Gemälde „Sankt Georg im Kampf mit dem Drachen“ geblickt. In dessen Hintergrund erhebt sich auf einem Gipfel die Burg Falkenstein, Ludwigs monumentales Schlossprojekt, das allerdings, genau wie der Thron in Schloss Neuschwanstein, nie verwirklicht wurde. Eine der spannendsten Fragen, die sich um den "Märchenkönig" drehen: Liegt er nun in St. Michael in München begraben? Und wenn nicht, wo dann ...? In menschenferne Höhe wollte sich Ludwig II. zurückziehen, abgeschirmt durch die Mauern der Festung Burg Falkenstein. Doch daraus wurde nichts, der König hatte hohe Bauschulden, wurde schließlich entmachtet. Schon zu Lebzeiten war der König Gegenstand zahlreicher Gerüchte – nach seinem Tod vor 125 Jahren wurde er vollends von Legenden und Halbwahrheiten umwoben: Er habe Bayern verkaufen wollen, habe uneheliche Kinder in die Welt gesetzt und sein Leichnam sei gar nicht in der Münchner Michaelskirche beigesetzt. Alfons Schweiggert nimmt anlässlich des Jubiläumsjahrs Stellung zu 125 Aussagen, die über Ludwig II. kursieren und liefert so ein neues, präziseres Bild vom „Märchenkönig“. Neuerer Beitrag Schweiggert, Alfons Älterer Beitrag Sing, Achim
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Wer war Jassir Arafat?
Jassir Arafat (* 24. August 1929 in Kairo, Ägypten; † 11. November 2004 in Clamart, Département Hauts-de-Seine, Frankreich), , ursprünglich , Kunya: , war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war seit dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1957 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge und Bombenattentate auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte. Jahrzehntelang galt Arafats Bemühen der Vernichtung Israels; als strategische Mittel zur Umsetzung dieses Ziels favorisierte er Gewalt gegen israelische Bürger und Zivileinrichtungen, die den Staat grundlegend destabilisieren, seine Bürger verunsichern und Israel letztendlich zur leichten Beute eines Angriffs arabischer Armeen machen sollte. Arafats Unterstützung der irakischen Invasion Kuwaits hatte die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 zur Folge. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachte Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. 1994 erhielt er dafür gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2000 verhandelte Arafat mit Israels damaligem Regierungschef Ehud Barak und dem damaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, erfolglos über die Gründung eines unabhängigen, palästinensischen Staates. Nach dem Scheitern von Camp David II unterstützte Arafat die Zweite Intifada, wodurch er in seinen letzten Lebensjahren vor allem außenpolitisch an Einfluss verlor. Erst nach dem Tod Arafats waren führende palästinensische Vertreter bereit, sich für Arafats Unterstützung Saddam Husseins und der Invasion in Kuwait zu entschuldigen. Die Beurteilungen seiner Person gehen weit auseinander, von Freiheitskämpfer über Guerillakämpfer bis Terrorist. Leben Jassir Arafat wurde übereinstimmenden Erkenntnissen verschiedener Biographen zufolge in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Arafat hingegen behauptete häufig, in Palästina geboren worden zu sein, wobei er im Laufe der Zeit widersprüchliche Angaben machte. Mal behauptete er, in der Altstadt Jerusalems geboren worden zu sein, mal im Gazastreifen. Sicher ist, dass sein Vater aus Gaza und seine Mutter aus einer angesehenen Jerusalemer Familie stammten. Sie hatten in den 1920er Jahren geheiratet und waren nach Kairo ausgewandert. Jassir war das sechste von sieben Kindern. Als er etwa vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Um den Vater mit den sechs Halbwaisen zu entlasten, nahm der Bruder der Mutter, Salim Abu Saud, Jassir und seinen jüngeren Bruder zu sich nach Jerusalem, das damals zum britischen Mandatsgebiet Palästina gehörte. Er lebte dort vier Jahre. Frühe Jahre Als er nach der erneuten Heirat seines Vaters nach Kairo zurückkehrte, besuchte er die Schule und später die Universität, an der er Elektrotechnik studierte. Eine Zeit lang beschäftigte er sich mit der jüdischen Kultur, hatte jüdische Bekannte und las zionistische Werke z. B. von Theodor Herzl. 1946 soll Arafat intensiven Kontakt mit Mohammed Amin al-Husseini, dem mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem, gehabt haben, der in Ägypten Asyl gefunden hatte. Al-Husseini war ein entfernter Verwandter Arafats. Dass er jedoch der Onkel Arafats gewesen sei, ist eine Legende. Arafat engagierte sich nun aktiv in der arabischen Nationalbewegung in Palästina. Zu dieser Zeit war er ein Befürworter der militärischen Konfrontation und beschaffte Waffen, die ins Mandatsgebiet geschmuggelt wurden. In Kairo hatte sich Jassir Arafat mit Abd al-Qadir al-Husseini angefreundet, der die Einheiten palästinensischer Araber in der Region Jerusalem anführte. Als Arafat von Abdel Khader al-Husseinis Tod im Palästinakrieg bei der Schlacht am Kastel-Berg im April 1948 hörte, brach er sein Studium in Kairo ab und nahm aktiv am Krieg teil. Er trat der Moslem-Bruderschaft bei, die im Gazastreifen und in der Schlacht bei Kfar Darom kämpfte. Als die ägyptische Armee am 15. Mai 1948 in den Palästinakrieg eingriff, wurde Arafat und seiner Einheit befohlen abzuziehen. Dies war für ihn ein prägendes Erlebnis. Er beschuldigte später die arabischen Staaten des Verrates, weil sie den Palästinensern nicht geholfen hätten, die Schlacht zu gewinnen, und ihnen nicht erlaubt hätten zu kämpfen. Die palästinensischen Araber erlitten eine militärische Niederlage gegen Israel. Etwa 750.000 Palästinenser wurden vertrieben oder ergriffen die Flucht und lebten von da an überwiegend als Staatenlose in den Nachbarländern. In den 1950er Jahren studierte Arafat an der Universität Kairo. 1952 gründete er die Generalunion Palästinensischer Studenten (GUPS), der er bis 1957 vorstand. Ende 1952 wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser vorübergehend verhaftet. 1956 verließ er die Universität als diplomierter Ingenieur und gründete die Union der Palästinensischen Hochschulabsolventen. Danach meldete er sich freiwillig zur ägyptischen Armee und kämpfte im Sueskrieg 1956 gegen Frankreich, Großbritannien und Israel. Er war Leutnant in der ägyptischen Armee und galt als Sprengstoffexperte. Noch im selben Jahr ging er nach Kuwait, wo er als Ingenieur arbeitete und ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. Gründung der Fatah 1957 gründete er in Kuwait zusammen mit Chalil al-Wazir (Abu Dschihad) die erste Zelle der Bewegung zur Befreiung Palästinas (al-Fatah), aus der 1959 die gleichnamige politische Partei hervorging. Ab 1958 war Arafat Vorstandsmitglied und ab 1968 Vorsitzender der Fatah. Durch seine aktive Teilnahme an der Schlacht von Karame 1968 begründete er seinen Heldenmythos und war ab 1969 Vorsitzender der PLO, die 1964 durch die Arabische Liga ins Leben gerufen worden war. Ende der 1960er Jahre wuchsen die Spannungen zwischen der PLO und der jordanischen Regierung; palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien etabliert und kontrollierten strategische Positionen wie die Öl-Raffinerien bei Zarqa. Jordanien betrachtete diese Umstände als eine wachsende Bedrohung seiner Souveränität und seiner Sicherheit und versuchte, die palästinensischen Milizen zu entwaffnen. Im Juni 1970 brachen nach einem fehlgeschlagenen palästinensischen Attentat auf den jordanischen König offene Kämpfe aus, die mit der Flucht der PLO aus Jordanien in den Libanon endeten. Wurde die Schlacht von Karame als erster historischer Sieg der PLO angesehen, so erlitt sie unter Arafats Führung 1970 mit dem Schwarzen September eine schwere Niederlage. Dieser musste zunächst nach Kairo, dann in den Libanon fliehen. Aufsehen erregte der historische Auftritt Arafats vor der UN-Vollversammlung am 13. November 1974, bei dem er in Uniform, mit der Kufiya und umgeschnalltem Pistolenholster eine Rede hielt, die von arabischen und kommunistischen Staaten mit Begeisterung aufgenommen wurde. In der Rede reklamierte Arafat den alleinigen Machtanspruch über Palästina für die PLO. Er sprach davon, eine Welt ohne Kolonialismus, Imperialismus, Neokolonialismus und ohne „Rassismus in all seinen Ausformungen, einschließlich des Zionismus“ schaffen zu wollen. Arafat vermied es, von Israel zu sprechen, um dem Staat jegliche Legitimität abzusprechen, und verwendete stattdessen den Begriff zionistische Entität. Den Zionismus stellte er in dieser Rede als eine imperialistische, kolonialistische und rassistische Ideologie dar, die – dezidiert reaktionär und diskriminierend – mit dem Antisemitismus gleichzusetzen sei. Ferner wiederholte er ein altes antisemitisches Stereotyp, wonach der Zionismus wolle, dass die Juden ihren Heimatländern keine Loyalität entgegenbrächten und sich über ihre Mitbürger erhöben. Er sprach der UNO das Recht ab, das unteilbare Heimatland der Palästinenser zu teilen, und wies damit den Teilungsbeschluss von 1947 zurück. Auch behauptete er, der Palästinakrieg von 1948 sei von Israel und nicht von den arabischen Staaten begonnen worden. Die PLO erhielt als legitime politische Vertretung der Palästinenser Beobachterstatus bei der UNO. Das Palästinensertuch – drapiert wie die Konturen Palästinas – gehörte ebenso wie das Holster auch später zu seinen Markenzeichen, ohne die er selten auftrat. Eine weitere bedeutende Rede hielt er am 13. Dezember 1988. Ein Novum war hier, dass die PLO die UN-Resolution anerkannte und Willen zum Kompromiss zeigte. Die gewaltsamen Aktionen der PLO wollte Arafat allerdings als legitimen Widerstand verstanden wissen. In dieser Rede wird auch jene Interpretation der Resolution 194 der UN-Vollversammlung bekräftigt, nach der diese das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge garantiere, womit er eine Doktrin festlegte, die auch heute noch, zumindest in offiziellen Verlautbarungen der PLO, Bestand hat. In der Rede gestand Arafat den Juden nicht explizit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung zu und akzeptierte nicht ausdrücklich, dass Israel ein jüdischer Staat sein könnte. Als Konsequenz des israelischen Libanonfeldzugs gegen das Hauptquartier der PLO in Beirut im Juli/August 1982 musste Arafat nach Tunesien fliehen. Er verließ mit seinen Gefolgsleuten das von Israel besetzte Beirut und errichtete einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis. Der Weg zur internationalen Anerkennung 1988 erkannte Arafat Israel indirekt an und erklärte 1989 die PLO-Charta von 1964, in der zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wurde, für hinfällig. Im Jahre 1990 begrüßte Arafat den irakischen Einmarsch in Kuwait und solidarisierte sich mit Saddam Hussein. Die reichen arabischen Ölstaaten an der Seite des Kriegsgegners USA froren daraufhin ihre finanzielle Unterstützung der PLO ein. Eine weitere Folge war die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachten Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. Statt das Ende abzuwarten, sympathisierte Arafat 1991 noch während des laufenden Augustputsches gegen Michail Gorbatschow mit den Putschisten, womit er einen langjährigen Unterstützer verärgerte. Am 7. April 1992 überlebte Arafat einen Absturz einer Passagiermaschine der Air Bissau aufgrund eines Sandsturms in der libyschen Wüste. Arafat wurde in einem Krankenhaus in Misrata aufgrund eines Blutgerinnsels von dem Chirurgen Meftah Shwedy mehrmals am Gehirn operiert und am rechten Auge behandelt. Am 13. September 1993 kam es bei der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung über die vorübergehende (palästinensische) Selbstverwaltung zwischen dem Staat Israel und der PLO in Washington zu einem historischen Handschlag zwischen Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Jizhak Rabin. Friedensnobelpreisträger Rabin bezahlte später für dieses Entgegenkommen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt durch einen Terroranschlag eines jüdischen Ultra-Nationalisten mit seinem Leben. Nach 27 Jahren Exil kehrte Arafat infolge des Autonomieabkommens am 1. Juli 1994 nach Palästina zurück und bildete in Gaza eine autonome Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde. 1993 wählte das TIME Magazin Die Friedensstifter (Nelson Mandela, Frederik Willem de Klerk, Jassir Arafat und Jitzchak Rabin) zu den Personen des Jahres. Im Dezember 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Während der Trauerwoche für Jitzchak Rabin nach dessen Ermordung im November 1995 besuchte Arafat Leah Rabin und ihre Familie in ihrer Wohnung in Tel Aviv, um seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Es war das erste Mal, dass er israelischen Boden betrat. Aus Sicherheitsgründen hatte er nicht an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen können. Er schilderte, wie sehr ihn der Mord bestürzt habe und wie verzweifelt er darüber sei, seinen Partner im Friedensprozess verloren zu haben. 1995 erhielt Arafat den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. 2000 verhandelte Arafat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und US-Präsident Clinton in Camp David über die Schaffung eines palästinensischen Staates. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Der abtretende Präsident Clinton und Barak, der kurz darauf in allgemeinen Wahlen von seinem politischen Gegner Ariel Scharon abgelöst wurde, gaben Arafat die alleinige Schuld am Scheitern dieser Verhandlungen. Arafat hingegen gab Barak und Clinton die Schuld am Scheitern. Zweite Intifada und politischer Niedergang Arafat wurde schon vor der Zweiten Intifada vorgeworfen, ein doppeltes Spiel zu treiben. Während er sich auf internationalem Parkett für Frieden und Diplomatie starkmachte, soll er vor seinen Anhängern in Gaza mit teilweise antisemitischen Reden Stimmung gegen Israel gemacht haben. Auch wurde ihm mehrfach vorgeworfen, sich aktiv am Waffenschmuggel für paramilitärische und terroristische Zwecke zu beteiligen (siehe Karine-A-Affäre) und die allein von ihm befehligten Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde für Übergriffe auf Israel zur Verfügung zu stellen. Außerdem gab es Berichte britischer Medien wie der BBC, dass Terror-Organisationen wie die Fatah-nahen al-Aqsa-Märtyrerbrigaden über den Umweg der von Arafat regierten Autonomiebehörde indirekt von EU-Geldern finanziert würden. Schließlich duldete oder unterstützte er den erneuten Palästinenseraufstand, was ihn vor allem außenpolitisch isolierte. Als Reaktion auf die Zweite Intifada besetzte Israel immer wieder Teile der autonomen Palästinensergebiete. Die israelische Regierung machte auch Arafat selbst für gewaltsamen Übergriffe verantwortlich. Ab 2001 wurde der in Ramallah lebende Arafat von Israel mehrfach unter Hausarrest gestellt. Seine Hubschrauber wurden im Dezember 2001 zerstört, sodass er nicht mehr zwischen Gaza und Ramallah reisen konnte. Im Rahmen der Operation Schutzschild vom 29. März 2002 bis 3. Mai 2002 zerstörte die israelische Armee einen Teil von Arafats Hauptquartier, der Muqāta'a. Am 11. September 2003 fasste die israelische Regierung den Beschluss, Arafat auszuweisen. Mit einem Hubschrauber sollte er ins Exil nach Nordafrika gebracht werden. Nach dem Ausweisungsbeschluss gingen zehntausende Palästinenser protestierend auf die Straße. Arafat appellierte an die Bevölkerung, Widerstand gegen den Beschluss zu leisten. Er wolle „lieber sterben, als sich zu ergeben“. Am 14. September 2003 stellte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auch ein Attentat auf Arafat als eine legitime Möglichkeit seiner Entfernung dar. Am 16. September 2003 ließen die USA eine Resolution des Weltsicherheitsrates gegen die Ausweisung Arafats an ihrem Veto scheitern. Deutschland enthielt sich der Stimme. Korruption Im Mai 2002 stellte der BND fest, dass die Verwendung von EU-Geldern für den Terrorismus „nicht auszuschließen“ sei, da Arafat offensichtlich nicht zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung trenne. Das Gutachten spricht weiterhin von „bekanntem Missmanagement“ und „weit verbreiteter Korruption“ (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Die USA und Israel hatten die Europäische Union in Brüssel zu dem Zeitpunkt bereits mehrfach aufgefordert, die Verwendung der Subventionen für die Palästinensische Autonomiebehörde genauer zu überprüfen. Brüssel erklärte, für Transparenz und Kontrolle der Fördermittel sorge der Internationale Währungsfonds. Der IWF legte 2003 jedoch einen Bericht über „Ökonomische Leistungen und Reformen unter Konfliktbedingungen“ vor, aus dem hervorging, dass zwischen 1995 und 2000 mehr als 900 Millionen Dollar an Fördergeldern für die Palästinensische Autonomiebehörde „verschwanden“. Weisungsbefugt für die Verwendung des Geldes seien allein Arafat und „enge Vertraute“ gewesen. Arafat kontrollierte dem Bericht zufolge bis zu seinem Tod allein 8 % des palästinensischen Gesamtbudgets. Familie Arafat war seit dem 17. Juli 1990 mit Suha at-Tawil, mit der er eine Tochter, Zahwa (* 24. Juli 1995 in Neuilly-sur-Seine), hat, verheiratet. Ab dem Beginn der zweiten Intifada, also ab 2001, lebten Frau und Tochter in Paris und Tunis. 2007 zog Suha nach Malta. Sein Neffe Musa Arafat war Leiter des palästinensischen Militärgeheimdienstes, sein Bruder Fathi Arafat Mediziner. Tod Jassir Arafats Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum 28. Oktober 2004 akut. Er hatte bereits über eine Woche wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes nichts gegessen. Die israelische Regierung hob aufgrund seiner schweren Krankheit das Reiseverbot auf und sicherte ihm eine Rückkehr ins Westjordanland zu. Am folgenden Tag wurde Arafat nach Paris geflogen und zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Percy gebracht, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält. Am 4. November verschlechterte sich sein Zustand noch einmal; es wurde von einem „tiefen Koma“ berichtet. Am 10. November versagten Nieren und Leber. Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte wurde aus religiösen Gründen abgelehnt. Infolge der Leberschädigung und der daraus resultierenden Störung der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren kam es zu einer Gehirnblutung. Am 11. November 2004 um 3.30 Uhr (MEZ) starb Jassir Arafat. Nach Verabschiedung mit militärischen Ehren wurde der Leichnam Arafats in Begleitung seiner Witwe mit einer französischen Militärmaschine nach Kairo geflogen. Die zentrale Trauerfeier fand am 12. November am Flughafen Kairo-International statt, wozu hochrangige Politiker aus aller Welt eingeladen waren. Im Anschluss an die militärische Zeremonie in Kairo wurde der Sarg nach Ramallah geflogen, wo die Beisetzungszeremonie am frühen Nachmittag stattfand. Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“. Arafat wurde in einem Steinsarg auf dem Gelände seines ehemaligen Amtssitzes in Ramallah unter großer Anteilnahme der palästinensischen Bevölkerung beigesetzt. Sein Sarg wurde mit Erde vom Jerusalemer Tempelberg umgeben. Am 10. November 2016 wurde in Ramallah neben dem Arafat-Mausoleum ein „Arafat-Museum“ eröffnet. Es kostete 7 Millionen Dollar und wurde von den palästinensischen Behörden im Westjordanland finanziert. Ausgestellt sind unter anderem seine Brille, sein Revolver, „sein charakteristischer schwarz-weiß karierter Keffiyeh-Kopfschmuck“, sein Reisepass, seine Friedensnobelpreismedaille (zwischenzeitlich im Besitz der Hamas) und andere Memorabilien. Vermittelt wird eine unkritische palästinensische Sicht der Dinge, etwa in der Darstellung des Massakers bei den olympischen Spielen von München 1972 („Antwort auf Überfall israelischer und deutscher Sicherheitskräfte“). Arafats Geburt wird von Kairo in ein palästinensisches Dorf in der Nähe der Jerusalemer Altstadt verlegt, wie es palästinensischer Legendenbildung entspricht. Hinweise auf seine Ehefrau Suha at-Tawil werden vermieden, völlig ausgeblendet werden die vielen Vorwürfe hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Reaktionen Nur wenige Stunden, nachdem der Tod Arafats bekannt gegeben worden war, griffen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Netsarim im Gaza-Streifen an. In Ramallah warnten Extremisten die neue palästinensische Führung unter Mahmud Abbas vor einem „Ausverkauf der palästinensischen Sache“ und drohten den Nachfolgern Arafats mit dem Tod, sollten sie zu Zugeständnissen gegenüber Israel bereit sein. Die Fatah-Splittergruppe „al-Aqsa-Brigaden“ benannte sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland nach Arafats Tod vollständig ab. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis durften nicht nach Israel einreisen. Jedoch transportierten mehrere hundert Busse Palästinenser aus dem Gazastreifen zur Trauerfeier nach Ramallah. Befürchtungen, dass der Tod von Jassir Arafat einen Rückschlag für den Nahost-Friedensprozess bedeute, bewahrheiteten sich zunächst nicht. Die Palästinensische Autonomiebehörde setzte antiisraelische Fernsehspots ab und unternahm Anstrengungen zur Reform der Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung ließ im Gegenzug ca. 150 palästinensische Gefangene frei, sicherte Unterstützung bei den palästinensischen Wahlen zu und kündigte eine Rückkehr zur Roadmap an. Die Palästinenserführung ernannte den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattuh verfassungsgemäß zum vorläufigen Nachfolger Arafats und rief eine 40-tägige Trauer aus. In den Präsidentschaftswahlen vom 9. Januar 2005 wurde Mahmud Abbas zum Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Nach seinem Tode wurde Jassir Arafat von 200 Rabbinern als „Amalek und Hitler unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als „Freudentag“ zu feiern. Spekulationen und Ermittlungen zur Todesursache und Exhumierung Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden machten ebenso wie die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Israel für den Tod Arafats verantwortlich und drohten mit Rache. So äußerte sich Dschihad-Anführer Chalid al-Batesch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon habe „bei der Tötung Arafats seine Hand im Spiel“ gehabt. Ärzte im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris, in dem Arafat zuletzt behandelt wurde, und Vertraute Arafats schlossen jedoch seinerzeit aus, dass der Palästinenserchef vergiftet worden sei. Eine Autopsie fand nach dem Willen der Witwe nicht statt. Da weder Arafats Ärzte noch dessen Witwe die genaue Todesursache bekannt gaben, kam es in der Folge zu weiteren öffentlichen Spekulationen. Dabei wurden von Spezialisten besonders Vergiftung und AIDS nahegelegt. Ahmad Dschibril, der Generalsekretär der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC), erklärte im Juli 2007, er habe Einblick in den französischen Bericht über den Tod Arafats gehabt. Der Bericht gebe an, dass Arafat an AIDS erkrankt gewesen sei. Aschraf al-Kurdi, seit 1986 persönlicher Leibarzt von Jassir Arafat, erklärte am 12. August 2007 gegenüber der jordanischen Nachrichten-Webseite Amman, dass der Palästinenserführer unter dem HI-Virus litt, aber nicht an der Immunschwächekrankheit AIDS starb. Das Virus soll Arafat erst kurz vor seinem Tod in dessen Blut injiziert worden sein, so al-Kurdi, der aber angab, dass die tatsächliche Todesursache eine Vergiftung gewesen sei. Im August 2011 beschuldigte die Fatah den zuvor aus der Partei ausgeschlossenen Mohammed Dahlan, hinter der Vergiftung Arafats zu stecken und sogar selbst das Gift aus Paris besorgt zu haben. Haaretz veröffentlichte 2005 eine Analyse israelischer Experten, wonach eine eventuelle Vergiftung am ehesten bei einem Abendessen am 12. Oktober 2004 stattgefunden haben müsste. Verdacht auf Vergiftung mit Polonium 210 Im Dezember 2011 und Januar 2012 kontaktierte der Reporter Clayton Swisher Arafats Witwe in Malta und Paris und erhielt von ihr Akten und eine Tasche mit persönlichen Gegenständen (Zahnbürste, Kleidung, Kufiya), die Arafat in seinen letzten Tagen benutzt hatte. Am 3. Juli 2012 veröffentlichte der Fernsehsender al-Dschasira den Befund des Schweizer Institut de Radiophysique der Universität Lausanne, dem die Gegenstände zur Untersuchung gegeben worden waren. Festgestellt wurden gegenüber den natürlichen Vorkommen erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Polonium 210. Aufgrund dessen geringer Halbwertszeit von nur 138,38 Tagen halbiert sich die Strahlung alle 138 Tage. Von der Ursprungsmenge wäre acht Jahre nach Arafats Tod nur ein Millionstel übrig. Das Schweizer Institut betonte, die Ergebnisse seien kein Beweis für eine Vergiftung, aber zumindest ein Hinweis darauf. Die in den französischen Krankenakten Arafats beschriebenen Symptome, die zu seinem Tod führten, stimmten nicht mit den bekannten Symptomen einer radioaktiven Vergiftung überein. Zur Theorie über einen Gifttod Arafats durch Polonium wurden auch von verschiedenen anderen Experten Zweifel geäußert. Die vom radiologischen Institut bekannt gegebenen Poloniumkonzentrationen auf den persönlichen Gegenständen Arafats könnten nach einem von der Jerusalem Post zitierten Experten wegen der Halbwertszeit des Polonium 210 nicht auf eine acht Jahre zurückliegende Vergiftung zurückgeführt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen worden sein. Am 31. Juli 2012 erstattete Suha Arafat im französischen Nanterre Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung. Die französische Justiz leitete Ende August 2012 Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Palästinenserführung und auch die Witwe befürworteten eine im Islam normalerweise verbotene Exhumierung. Anfang November wurden die ersten Vorbereitungen dafür getroffen, da dafür viel Beton im Mausoleum abgetragen werden musste. Am 27. November 2012 wurde Arafats Leichnam exhumiert und ein ausländisches Expertenteam nahm Proben. Im September 2015 beschlossen die zuständigen französischen Untersuchungsrichter eine Einstellung des laufenden Verfahrens, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit, da es keine ausreichenden Beweise für einen Mord gebe. Umstrittene Untersuchungsergebnisse Mitte Oktober 2013 wurde ein Zwischenergebnis von Schweizer Toxikologen bekannt, wonach eine Vergiftung möglich, aber nicht sicher sei. Am 6. November 2013 gab die Universität Lausanne bekannt, einen gegenüber natürlichen Konzentrationen stark erhöhten Wert von Polonium 210 in den Proben nachgewiesen zu haben. Zugleich stellten sie eine über das natürliche Vorkommen hinaus deutlich erhöhte Menge von Blei 210 fest. Blei 210 kann eine Poloniumvergiftung maskieren, weil Polonium 210 ein Folgeprodukt des Blei 210 in der radioaktiven Zerfallskette ist und nach einiger Zeit mit dem Blei im radioaktiven Gleichgewicht steht. Da Blei 210 eine wesentlich längere Halbwertszeit hat, sind aufgrund der Neuentstehung von Polonium 210 die Reste einer möglicherweise vorangegangenen Poloniumvergiftung nicht mehr nachweisbar. Die Anwesenheit des Blei 210 wurde als mögliche Verunreinigung des hypothetisch als Gift verwendeten Poloniums erklärt. Es wurde vorgerechnet, dass von einer angenommenen Giftdosis von 1 GBq zum Todeszeitpunkt noch 4–5 % im Körper verblieben wären, die bis zur Exhumierung auf ca. 15 Bq Gesamtdosis abgeklungen wären. Die Forscher konnten Polonium nicht als Todesursache ausschließen, bezeichneten es aber auch nicht als sicher, dass Polonium den Tod verursachte. Die Ergebnisse würden letztere These „mäßig stützen“ („moderately support the proposition“: „moderately“ ist sicherer als „slightly“ und unsicherer als „strongly“). Unabhängige Forscher kommentierten, dass die Studie deshalb kein Beweis für eine Vergiftung sei. Am 3. Dezember 2013 wurde berichtet, dass das ebenfalls beauftragte französische Untersuchungsteam zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Vergiftung sei auszuschließen, vielmehr weise es auf eine natürliche Todesursache hin. Die Forschungsberichte eines russischen Untersuchungsteams, das ebenfalls Zugang zu Arafats sterblichen Überresten hatte, schließen eine Vergiftung ebenfalls aus. Nachdem die Staatsanwaltschaft von Nanterre im März 2015 mitgeteilt hatte, dass die Polonium-Spuren aus Arafats Grab natürlichen Ursprungs seien, beantragte sie Mitte Juli 2015 das Verfahren einzustellen. Die Ermittlungsrichter in Nanterre folgten dem Antrag und stellten das Verfahren Anfang September 2015 ein. Schlussfolgerungen In einem im November 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel des Schweizer Teams wird eine Vergiftung als plausibel, aber nicht bewiesen eingestuft. Die gleiche Studie ermittelt eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Annahme einer Vergiftung mit Po 210 als für die gegenteilige Annahme, falls man von einer mehrfachen Einnahme des Po 210 in kleinen Dosen ausgehe. Im Juni 2016 lehnte ein Gericht in Paris (nicht letztinstanzlich) die Wiedereröffnung der Untersuchungen bzgl. des vermuteten Mordes ab, weil dafür die Rechtsgrundlage fehle. Ehrungen 1993 Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens 1993 Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1994 Prinz-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 1994 Friedensnobelpreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1995 Deutscher Medienpreis 1999 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Held der Demokratischen Volksrepublik Korea Alter Freund des chinesischen Volkes Literatur Helga Baumgarten: Arafat: zwischen Kampf und Diplomatie. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36419-5. Andrew Gowers, Tony Walker: Arafat: hinter dem Mythos. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50035-9 (Übersetzung von Behind the myth: Yasser Arafat and the Palestinian revolution, 1990). Amnon Kapeliuk: Yassir Arafat: Die Biographie. Mit einem Vorwort von Nelson Mandela, Palmyra, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-930378-59-3. Gerhard Konzelmann: Arafat. Vom Terroristen zum Mann des Friedens. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-61296-5. (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch, Band 61296, Biographie). Aharon Moshel: In einer Hand den Ölzweig: Jassir Arafat und die PLO. Facta, München / Hamburg 1988, ISBN 3-926827-10-6. Barry Rubin, Judith Colp Rubin: Yasir Arafat : A Political Biography. Oxford University, Oxford 2005, ISBN 978-0-19-516689-7. Danny Rubinstein: Yassir Arafat. Vom Guerillakämpfer zum Staatsmann. Palmyra, Heidelberg 1996, ISBN 3-930378-09-4 (Übersetzung von The Mystery of Arafat, 1995). Hassan Sadek: Arafat. Hugendubel, München / Kreuzlingen 2006, ISBN 978-3-7205-2751-4. (= Diederichs kompakt). Janet und John Wallach: Jassir Arafat. Die Biographie. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-08755-0. Weblinks Themenschwerpunkt Arafat in der ägyptischen Wochenzeitung Al Ahram Rafael Seligmann: Begrabt ihn in Jerusalem, FAZ, 7. November 2004 , nahostkonflikt.net Internetpräsenz der PLO (Negotiations Affairs Department) (englisch, arabisch, hebräisch) Wolfgang G. Schwanitz: Yasir Arafat: Palästinensischer Politiker (PDF, 1,3 MiB) Einige kritische Betrachtungen: Michael Naumann: Keine Kugel für Arafat, Die Zeit, 18. September 2003 Petra Steinberger: Der Hoffnungsschimmerlügner, SZ, 4. November 2004 Gisela Dachs und Reiner Luyken: So opfert Arafat die Jugend Palästinas, Die Zeit, 44/2000 Jörg Steinhaus: Der lange Weg des Jassir Arafat, Kronos, 2. Februar 2001 Palestinians mourn Arafat but struggle for liberation will continue – Trotzkistische Analyse von Arafats Wirken, Maavak Sozialisti (israelische Sektion des CWI), 11. November 2004 (englisch) Anmerkungen Politiker (Palästina) Fatah Mitglied der PLO Person des Antizionismus Person im Nahostkonflikt Friedensnobelpreisträger Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette) Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großkreuz) Träger des Ordens des Weißen Löwen Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Palästinenser Ägypter Geboren 1929 Gestorben 2004 Mann
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knapton, westamerica, manfredi, armoire, politz, temblors, finton, klindt, reefer, physician's, newsreel, dog.
de
q-de-2239
Wer war Jassir Arafat?
Jassir Arafat (* 24. August 1929 in Kairo, Ägypten; † 11. November 2004 in Clamart, Département Hauts-de-Seine, Frankreich), , ursprünglich , Kunya: , war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war seit dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1957 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge und Bombenattentate auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte. Jahrzehntelang galt Arafats Bemühen der Vernichtung Israels; als strategische Mittel zur Umsetzung dieses Ziels favorisierte er Gewalt gegen israelische Bürger und Zivileinrichtungen, die den Staat grundlegend destabilisieren, seine Bürger verunsichern und Israel letztendlich zur leichten Beute eines Angriffs arabischer Armeen machen sollte. Arafats Unterstützung der irakischen Invasion Kuwaits hatte die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 zur Folge. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachte Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. 1994 erhielt er dafür gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2000 verhandelte Arafat mit Israels damaligem Regierungschef Ehud Barak und dem damaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, erfolglos über die Gründung eines unabhängigen, palästinensischen Staates. Nach dem Scheitern von Camp David II unterstützte Arafat die Zweite Intifada, wodurch er in seinen letzten Lebensjahren vor allem außenpolitisch an Einfluss verlor. Erst nach dem Tod Arafats waren führende palästinensische Vertreter bereit, sich für Arafats Unterstützung Saddam Husseins und der Invasion in Kuwait zu entschuldigen. Die Beurteilungen seiner Person gehen weit auseinander, von Freiheitskämpfer über Guerillakämpfer bis Terrorist. Leben Jassir Arafat wurde übereinstimmenden Erkenntnissen verschiedener Biographen zufolge in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Arafat hingegen behauptete häufig, in Palästina geboren worden zu sein, wobei er im Laufe der Zeit widersprüchliche Angaben machte. Mal behauptete er, in der Altstadt Jerusalems geboren worden zu sein, mal im Gazastreifen. Sicher ist, dass sein Vater aus Gaza und seine Mutter aus einer angesehenen Jerusalemer Familie stammten. Sie hatten in den 1920er Jahren geheiratet und waren nach Kairo ausgewandert. Jassir war das sechste von sieben Kindern. Als er etwa vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Um den Vater mit den sechs Halbwaisen zu entlasten, nahm der Bruder der Mutter, Salim Abu Saud, Jassir und seinen jüngeren Bruder zu sich nach Jerusalem, das damals zum britischen Mandatsgebiet Palästina gehörte. Er lebte dort vier Jahre. Frühe Jahre Als er nach der erneuten Heirat seines Vaters nach Kairo zurückkehrte, besuchte er die Schule und später die Universität, an der er Elektrotechnik studierte. Eine Zeit lang beschäftigte er sich mit der jüdischen Kultur, hatte jüdische Bekannte und las zionistische Werke z. B. von Theodor Herzl. 1946 soll Arafat intensiven Kontakt mit Mohammed Amin al-Husseini, dem mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem, gehabt haben, der in Ägypten Asyl gefunden hatte. Al-Husseini war ein entfernter Verwandter Arafats. Dass er jedoch der Onkel Arafats gewesen sei, ist eine Legende. Arafat engagierte sich nun aktiv in der arabischen Nationalbewegung in Palästina. Zu dieser Zeit war er ein Befürworter der militärischen Konfrontation und beschaffte Waffen, die ins Mandatsgebiet geschmuggelt wurden. In Kairo hatte sich Jassir Arafat mit Abd al-Qadir al-Husseini angefreundet, der die Einheiten palästinensischer Araber in der Region Jerusalem anführte. Als Arafat von Abdel Khader al-Husseinis Tod im Palästinakrieg bei der Schlacht am Kastel-Berg im April 1948 hörte, brach er sein Studium in Kairo ab und nahm aktiv am Krieg teil. Er trat der Moslem-Bruderschaft bei, die im Gazastreifen und in der Schlacht bei Kfar Darom kämpfte. Als die ägyptische Armee am 15. Mai 1948 in den Palästinakrieg eingriff, wurde Arafat und seiner Einheit befohlen abzuziehen. Dies war für ihn ein prägendes Erlebnis. Er beschuldigte später die arabischen Staaten des Verrates, weil sie den Palästinensern nicht geholfen hätten, die Schlacht zu gewinnen, und ihnen nicht erlaubt hätten zu kämpfen. Die palästinensischen Araber erlitten eine militärische Niederlage gegen Israel. Etwa 750.000 Palästinenser wurden vertrieben oder ergriffen die Flucht und lebten von da an überwiegend als Staatenlose in den Nachbarländern. In den 1950er Jahren studierte Arafat an der Universität Kairo. 1952 gründete er die Generalunion Palästinensischer Studenten (GUPS), der er bis 1957 vorstand. Ende 1952 wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser vorübergehend verhaftet. 1956 verließ er die Universität als diplomierter Ingenieur und gründete die Union der Palästinensischen Hochschulabsolventen. Danach meldete er sich freiwillig zur ägyptischen Armee und kämpfte im Sueskrieg 1956 gegen Frankreich, Großbritannien und Israel. Er war Leutnant in der ägyptischen Armee und galt als Sprengstoffexperte. Noch im selben Jahr ging er nach Kuwait, wo er als Ingenieur arbeitete und ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. Gründung der Fatah 1957 gründete er in Kuwait zusammen mit Chalil al-Wazir (Abu Dschihad) die erste Zelle der Bewegung zur Befreiung Palästinas (al-Fatah), aus der 1959 die gleichnamige politische Partei hervorging. Ab 1958 war Arafat Vorstandsmitglied und ab 1968 Vorsitzender der Fatah. Durch seine aktive Teilnahme an der Schlacht von Karame 1968 begründete er seinen Heldenmythos und war ab 1969 Vorsitzender der PLO, die 1964 durch die Arabische Liga ins Leben gerufen worden war. Ende der 1960er Jahre wuchsen die Spannungen zwischen der PLO und der jordanischen Regierung; palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien etabliert und kontrollierten strategische Positionen wie die Öl-Raffinerien bei Zarqa. Jordanien betrachtete diese Umstände als eine wachsende Bedrohung seiner Souveränität und seiner Sicherheit und versuchte, die palästinensischen Milizen zu entwaffnen. Im Juni 1970 brachen nach einem fehlgeschlagenen palästinensischen Attentat auf den jordanischen König offene Kämpfe aus, die mit der Flucht der PLO aus Jordanien in den Libanon endeten. Wurde die Schlacht von Karame als erster historischer Sieg der PLO angesehen, so erlitt sie unter Arafats Führung 1970 mit dem Schwarzen September eine schwere Niederlage. Dieser musste zunächst nach Kairo, dann in den Libanon fliehen. Aufsehen erregte der historische Auftritt Arafats vor der UN-Vollversammlung am 13. November 1974, bei dem er in Uniform, mit der Kufiya und umgeschnalltem Pistolenholster eine Rede hielt, die von arabischen und kommunistischen Staaten mit Begeisterung aufgenommen wurde. In der Rede reklamierte Arafat den alleinigen Machtanspruch über Palästina für die PLO. Er sprach davon, eine Welt ohne Kolonialismus, Imperialismus, Neokolonialismus und ohne „Rassismus in all seinen Ausformungen, einschließlich des Zionismus“ schaffen zu wollen. Arafat vermied es, von Israel zu sprechen, um dem Staat jegliche Legitimität abzusprechen, und verwendete stattdessen den Begriff zionistische Entität. Den Zionismus stellte er in dieser Rede als eine imperialistische, kolonialistische und rassistische Ideologie dar, die – dezidiert reaktionär und diskriminierend – mit dem Antisemitismus gleichzusetzen sei. Ferner wiederholte er ein altes antisemitisches Stereotyp, wonach der Zionismus wolle, dass die Juden ihren Heimatländern keine Loyalität entgegenbrächten und sich über ihre Mitbürger erhöben. Er sprach der UNO das Recht ab, das unteilbare Heimatland der Palästinenser zu teilen, und wies damit den Teilungsbeschluss von 1947 zurück. Auch behauptete er, der Palästinakrieg von 1948 sei von Israel und nicht von den arabischen Staaten begonnen worden. Die PLO erhielt als legitime politische Vertretung der Palästinenser Beobachterstatus bei der UNO. Das Palästinensertuch – drapiert wie die Konturen Palästinas – gehörte ebenso wie das Holster auch später zu seinen Markenzeichen, ohne die er selten auftrat. Eine weitere bedeutende Rede hielt er am 13. Dezember 1988. Ein Novum war hier, dass die PLO die UN-Resolution anerkannte und Willen zum Kompromiss zeigte. Die gewaltsamen Aktionen der PLO wollte Arafat allerdings als legitimen Widerstand verstanden wissen. In dieser Rede wird auch jene Interpretation der Resolution 194 der UN-Vollversammlung bekräftigt, nach der diese das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge garantiere, womit er eine Doktrin festlegte, die auch heute noch, zumindest in offiziellen Verlautbarungen der PLO, Bestand hat. In der Rede gestand Arafat den Juden nicht explizit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung zu und akzeptierte nicht ausdrücklich, dass Israel ein jüdischer Staat sein könnte. Als Konsequenz des israelischen Libanonfeldzugs gegen das Hauptquartier der PLO in Beirut im Juli/August 1982 musste Arafat nach Tunesien fliehen. Er verließ mit seinen Gefolgsleuten das von Israel besetzte Beirut und errichtete einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis. Der Weg zur internationalen Anerkennung 1988 erkannte Arafat Israel indirekt an und erklärte 1989 die PLO-Charta von 1964, in der zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wurde, für hinfällig. Im Jahre 1990 begrüßte Arafat den irakischen Einmarsch in Kuwait und solidarisierte sich mit Saddam Hussein. Die reichen arabischen Ölstaaten an der Seite des Kriegsgegners USA froren daraufhin ihre finanzielle Unterstützung der PLO ein. Eine weitere Folge war die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachten Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. Statt das Ende abzuwarten, sympathisierte Arafat 1991 noch während des laufenden Augustputsches gegen Michail Gorbatschow mit den Putschisten, womit er einen langjährigen Unterstützer verärgerte. Am 7. April 1992 überlebte Arafat einen Absturz einer Passagiermaschine der Air Bissau aufgrund eines Sandsturms in der libyschen Wüste. Arafat wurde in einem Krankenhaus in Misrata aufgrund eines Blutgerinnsels von dem Chirurgen Meftah Shwedy mehrmals am Gehirn operiert und am rechten Auge behandelt. Am 13. September 1993 kam es bei der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung über die vorübergehende (palästinensische) Selbstverwaltung zwischen dem Staat Israel und der PLO in Washington zu einem historischen Handschlag zwischen Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Jizhak Rabin. Friedensnobelpreisträger Rabin bezahlte später für dieses Entgegenkommen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt durch einen Terroranschlag eines jüdischen Ultra-Nationalisten mit seinem Leben. Nach 27 Jahren Exil kehrte Arafat infolge des Autonomieabkommens am 1. Juli 1994 nach Palästina zurück und bildete in Gaza eine autonome Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde. 1993 wählte das TIME Magazin Die Friedensstifter (Nelson Mandela, Frederik Willem de Klerk, Jassir Arafat und Jitzchak Rabin) zu den Personen des Jahres. Im Dezember 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Während der Trauerwoche für Jitzchak Rabin nach dessen Ermordung im November 1995 besuchte Arafat Leah Rabin und ihre Familie in ihrer Wohnung in Tel Aviv, um seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Es war das erste Mal, dass er israelischen Boden betrat. Aus Sicherheitsgründen hatte er nicht an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen können. Er schilderte, wie sehr ihn der Mord bestürzt habe und wie verzweifelt er darüber sei, seinen Partner im Friedensprozess verloren zu haben. 1995 erhielt Arafat den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. 2000 verhandelte Arafat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und US-Präsident Clinton in Camp David über die Schaffung eines palästinensischen Staates. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Der abtretende Präsident Clinton und Barak, der kurz darauf in allgemeinen Wahlen von seinem politischen Gegner Ariel Scharon abgelöst wurde, gaben Arafat die alleinige Schuld am Scheitern dieser Verhandlungen. Arafat hingegen gab Barak und Clinton die Schuld am Scheitern. Zweite Intifada und politischer Niedergang Arafat wurde schon vor der Zweiten Intifada vorgeworfen, ein doppeltes Spiel zu treiben. Während er sich auf internationalem Parkett für Frieden und Diplomatie starkmachte, soll er vor seinen Anhängern in Gaza mit teilweise antisemitischen Reden Stimmung gegen Israel gemacht haben. Auch wurde ihm mehrfach vorgeworfen, sich aktiv am Waffenschmuggel für paramilitärische und terroristische Zwecke zu beteiligen (siehe Karine-A-Affäre) und die allein von ihm befehligten Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde für Übergriffe auf Israel zur Verfügung zu stellen. Außerdem gab es Berichte britischer Medien wie der BBC, dass Terror-Organisationen wie die Fatah-nahen al-Aqsa-Märtyrerbrigaden über den Umweg der von Arafat regierten Autonomiebehörde indirekt von EU-Geldern finanziert würden. Schließlich duldete oder unterstützte er den erneuten Palästinenseraufstand, was ihn vor allem außenpolitisch isolierte. Als Reaktion auf die Zweite Intifada besetzte Israel immer wieder Teile der autonomen Palästinensergebiete. Die israelische Regierung machte auch Arafat selbst für gewaltsamen Übergriffe verantwortlich. Ab 2001 wurde der in Ramallah lebende Arafat von Israel mehrfach unter Hausarrest gestellt. Seine Hubschrauber wurden im Dezember 2001 zerstört, sodass er nicht mehr zwischen Gaza und Ramallah reisen konnte. Im Rahmen der Operation Schutzschild vom 29. März 2002 bis 3. Mai 2002 zerstörte die israelische Armee einen Teil von Arafats Hauptquartier, der Muqāta'a. Am 11. September 2003 fasste die israelische Regierung den Beschluss, Arafat auszuweisen. Mit einem Hubschrauber sollte er ins Exil nach Nordafrika gebracht werden. Nach dem Ausweisungsbeschluss gingen zehntausende Palästinenser protestierend auf die Straße. Arafat appellierte an die Bevölkerung, Widerstand gegen den Beschluss zu leisten. Er wolle „lieber sterben, als sich zu ergeben“. Am 14. September 2003 stellte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auch ein Attentat auf Arafat als eine legitime Möglichkeit seiner Entfernung dar. Am 16. September 2003 ließen die USA eine Resolution des Weltsicherheitsrates gegen die Ausweisung Arafats an ihrem Veto scheitern. Deutschland enthielt sich der Stimme. Korruption Im Mai 2002 stellte der BND fest, dass die Verwendung von EU-Geldern für den Terrorismus „nicht auszuschließen“ sei, da Arafat offensichtlich nicht zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung trenne. Das Gutachten spricht weiterhin von „bekanntem Missmanagement“ und „weit verbreiteter Korruption“ (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Die USA und Israel hatten die Europäische Union in Brüssel zu dem Zeitpunkt bereits mehrfach aufgefordert, die Verwendung der Subventionen für die Palästinensische Autonomiebehörde genauer zu überprüfen. Brüssel erklärte, für Transparenz und Kontrolle der Fördermittel sorge der Internationale Währungsfonds. Der IWF legte 2003 jedoch einen Bericht über „Ökonomische Leistungen und Reformen unter Konfliktbedingungen“ vor, aus dem hervorging, dass zwischen 1995 und 2000 mehr als 900 Millionen Dollar an Fördergeldern für die Palästinensische Autonomiebehörde „verschwanden“. Weisungsbefugt für die Verwendung des Geldes seien allein Arafat und „enge Vertraute“ gewesen. Arafat kontrollierte dem Bericht zufolge bis zu seinem Tod allein 8 % des palästinensischen Gesamtbudgets. Familie Arafat war seit dem 17. Juli 1990 mit Suha at-Tawil, mit der er eine Tochter, Zahwa (* 24. Juli 1995 in Neuilly-sur-Seine), hat, verheiratet. Ab dem Beginn der zweiten Intifada, also ab 2001, lebten Frau und Tochter in Paris und Tunis. 2007 zog Suha nach Malta. Sein Neffe Musa Arafat war Leiter des palästinensischen Militärgeheimdienstes, sein Bruder Fathi Arafat Mediziner. Tod Jassir Arafats Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum 28. Oktober 2004 akut. Er hatte bereits über eine Woche wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes nichts gegessen. Die israelische Regierung hob aufgrund seiner schweren Krankheit das Reiseverbot auf und sicherte ihm eine Rückkehr ins Westjordanland zu. Am folgenden Tag wurde Arafat nach Paris geflogen und zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Percy gebracht, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält. Am 4. November verschlechterte sich sein Zustand noch einmal; es wurde von einem „tiefen Koma“ berichtet. Am 10. November versagten Nieren und Leber. Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte wurde aus religiösen Gründen abgelehnt. Infolge der Leberschädigung und der daraus resultierenden Störung der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren kam es zu einer Gehirnblutung. Am 11. November 2004 um 3.30 Uhr (MEZ) starb Jassir Arafat. Nach Verabschiedung mit militärischen Ehren wurde der Leichnam Arafats in Begleitung seiner Witwe mit einer französischen Militärmaschine nach Kairo geflogen. Die zentrale Trauerfeier fand am 12. November am Flughafen Kairo-International statt, wozu hochrangige Politiker aus aller Welt eingeladen waren. Im Anschluss an die militärische Zeremonie in Kairo wurde der Sarg nach Ramallah geflogen, wo die Beisetzungszeremonie am frühen Nachmittag stattfand. Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“. Arafat wurde in einem Steinsarg auf dem Gelände seines ehemaligen Amtssitzes in Ramallah unter großer Anteilnahme der palästinensischen Bevölkerung beigesetzt. Sein Sarg wurde mit Erde vom Jerusalemer Tempelberg umgeben. Am 10. November 2016 wurde in Ramallah neben dem Arafat-Mausoleum ein „Arafat-Museum“ eröffnet. Es kostete 7 Millionen Dollar und wurde von den palästinensischen Behörden im Westjordanland finanziert. Ausgestellt sind unter anderem seine Brille, sein Revolver, „sein charakteristischer schwarz-weiß karierter Keffiyeh-Kopfschmuck“, sein Reisepass, seine Friedensnobelpreismedaille (zwischenzeitlich im Besitz der Hamas) und andere Memorabilien. Vermittelt wird eine unkritische palästinensische Sicht der Dinge, etwa in der Darstellung des Massakers bei den olympischen Spielen von München 1972 („Antwort auf Überfall israelischer und deutscher Sicherheitskräfte“). Arafats Geburt wird von Kairo in ein palästinensisches Dorf in der Nähe der Jerusalemer Altstadt verlegt, wie es palästinensischer Legendenbildung entspricht. Hinweise auf seine Ehefrau Suha at-Tawil werden vermieden, völlig ausgeblendet werden die vielen Vorwürfe hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Reaktionen Nur wenige Stunden, nachdem der Tod Arafats bekannt gegeben worden war, griffen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Netsarim im Gaza-Streifen an. In Ramallah warnten Extremisten die neue palästinensische Führung unter Mahmud Abbas vor einem „Ausverkauf der palästinensischen Sache“ und drohten den Nachfolgern Arafats mit dem Tod, sollten sie zu Zugeständnissen gegenüber Israel bereit sein. Die Fatah-Splittergruppe „al-Aqsa-Brigaden“ benannte sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland nach Arafats Tod vollständig ab. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis durften nicht nach Israel einreisen. Jedoch transportierten mehrere hundert Busse Palästinenser aus dem Gazastreifen zur Trauerfeier nach Ramallah. Befürchtungen, dass der Tod von Jassir Arafat einen Rückschlag für den Nahost-Friedensprozess bedeute, bewahrheiteten sich zunächst nicht. Die Palästinensische Autonomiebehörde setzte antiisraelische Fernsehspots ab und unternahm Anstrengungen zur Reform der Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung ließ im Gegenzug ca. 150 palästinensische Gefangene frei, sicherte Unterstützung bei den palästinensischen Wahlen zu und kündigte eine Rückkehr zur Roadmap an. Die Palästinenserführung ernannte den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattuh verfassungsgemäß zum vorläufigen Nachfolger Arafats und rief eine 40-tägige Trauer aus. In den Präsidentschaftswahlen vom 9. Januar 2005 wurde Mahmud Abbas zum Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Nach seinem Tode wurde Jassir Arafat von 200 Rabbinern als „Amalek und Hitler unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als „Freudentag“ zu feiern. Spekulationen und Ermittlungen zur Todesursache und Exhumierung Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden machten ebenso wie die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Israel für den Tod Arafats verantwortlich und drohten mit Rache. So äußerte sich Dschihad-Anführer Chalid al-Batesch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon habe „bei der Tötung Arafats seine Hand im Spiel“ gehabt. Ärzte im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris, in dem Arafat zuletzt behandelt wurde, und Vertraute Arafats schlossen jedoch seinerzeit aus, dass der Palästinenserchef vergiftet worden sei. Eine Autopsie fand nach dem Willen der Witwe nicht statt. Da weder Arafats Ärzte noch dessen Witwe die genaue Todesursache bekannt gaben, kam es in der Folge zu weiteren öffentlichen Spekulationen. Dabei wurden von Spezialisten besonders Vergiftung und AIDS nahegelegt. Ahmad Dschibril, der Generalsekretär der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC), erklärte im Juli 2007, er habe Einblick in den französischen Bericht über den Tod Arafats gehabt. Der Bericht gebe an, dass Arafat an AIDS erkrankt gewesen sei. Aschraf al-Kurdi, seit 1986 persönlicher Leibarzt von Jassir Arafat, erklärte am 12. August 2007 gegenüber der jordanischen Nachrichten-Webseite Amman, dass der Palästinenserführer unter dem HI-Virus litt, aber nicht an der Immunschwächekrankheit AIDS starb. Das Virus soll Arafat erst kurz vor seinem Tod in dessen Blut injiziert worden sein, so al-Kurdi, der aber angab, dass die tatsächliche Todesursache eine Vergiftung gewesen sei. Im August 2011 beschuldigte die Fatah den zuvor aus der Partei ausgeschlossenen Mohammed Dahlan, hinter der Vergiftung Arafats zu stecken und sogar selbst das Gift aus Paris besorgt zu haben. Haaretz veröffentlichte 2005 eine Analyse israelischer Experten, wonach eine eventuelle Vergiftung am ehesten bei einem Abendessen am 12. Oktober 2004 stattgefunden haben müsste. Verdacht auf Vergiftung mit Polonium 210 Im Dezember 2011 und Januar 2012 kontaktierte der Reporter Clayton Swisher Arafats Witwe in Malta und Paris und erhielt von ihr Akten und eine Tasche mit persönlichen Gegenständen (Zahnbürste, Kleidung, Kufiya), die Arafat in seinen letzten Tagen benutzt hatte. Am 3. Juli 2012 veröffentlichte der Fernsehsender al-Dschasira den Befund des Schweizer Institut de Radiophysique der Universität Lausanne, dem die Gegenstände zur Untersuchung gegeben worden waren. Festgestellt wurden gegenüber den natürlichen Vorkommen erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Polonium 210. Aufgrund dessen geringer Halbwertszeit von nur 138,38 Tagen halbiert sich die Strahlung alle 138 Tage. Von der Ursprungsmenge wäre acht Jahre nach Arafats Tod nur ein Millionstel übrig. Das Schweizer Institut betonte, die Ergebnisse seien kein Beweis für eine Vergiftung, aber zumindest ein Hinweis darauf. Die in den französischen Krankenakten Arafats beschriebenen Symptome, die zu seinem Tod führten, stimmten nicht mit den bekannten Symptomen einer radioaktiven Vergiftung überein. Zur Theorie über einen Gifttod Arafats durch Polonium wurden auch von verschiedenen anderen Experten Zweifel geäußert. Die vom radiologischen Institut bekannt gegebenen Poloniumkonzentrationen auf den persönlichen Gegenständen Arafats könnten nach einem von der Jerusalem Post zitierten Experten wegen der Halbwertszeit des Polonium 210 nicht auf eine acht Jahre zurückliegende Vergiftung zurückgeführt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen worden sein. Am 31. Juli 2012 erstattete Suha Arafat im französischen Nanterre Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung. Die französische Justiz leitete Ende August 2012 Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Palästinenserführung und auch die Witwe befürworteten eine im Islam normalerweise verbotene Exhumierung. Anfang November wurden die ersten Vorbereitungen dafür getroffen, da dafür viel Beton im Mausoleum abgetragen werden musste. Am 27. November 2012 wurde Arafats Leichnam exhumiert und ein ausländisches Expertenteam nahm Proben. Im September 2015 beschlossen die zuständigen französischen Untersuchungsrichter eine Einstellung des laufenden Verfahrens, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit, da es keine ausreichenden Beweise für einen Mord gebe. Umstrittene Untersuchungsergebnisse Mitte Oktober 2013 wurde ein Zwischenergebnis von Schweizer Toxikologen bekannt, wonach eine Vergiftung möglich, aber nicht sicher sei. Am 6. November 2013 gab die Universität Lausanne bekannt, einen gegenüber natürlichen Konzentrationen stark erhöhten Wert von Polonium 210 in den Proben nachgewiesen zu haben. Zugleich stellten sie eine über das natürliche Vorkommen hinaus deutlich erhöhte Menge von Blei 210 fest. Blei 210 kann eine Poloniumvergiftung maskieren, weil Polonium 210 ein Folgeprodukt des Blei 210 in der radioaktiven Zerfallskette ist und nach einiger Zeit mit dem Blei im radioaktiven Gleichgewicht steht. Da Blei 210 eine wesentlich längere Halbwertszeit hat, sind aufgrund der Neuentstehung von Polonium 210 die Reste einer möglicherweise vorangegangenen Poloniumvergiftung nicht mehr nachweisbar. Die Anwesenheit des Blei 210 wurde als mögliche Verunreinigung des hypothetisch als Gift verwendeten Poloniums erklärt. Es wurde vorgerechnet, dass von einer angenommenen Giftdosis von 1 GBq zum Todeszeitpunkt noch 4–5 % im Körper verblieben wären, die bis zur Exhumierung auf ca. 15 Bq Gesamtdosis abgeklungen wären. Die Forscher konnten Polonium nicht als Todesursache ausschließen, bezeichneten es aber auch nicht als sicher, dass Polonium den Tod verursachte. Die Ergebnisse würden letztere These „mäßig stützen“ („moderately support the proposition“: „moderately“ ist sicherer als „slightly“ und unsicherer als „strongly“). Unabhängige Forscher kommentierten, dass die Studie deshalb kein Beweis für eine Vergiftung sei. Am 3. Dezember 2013 wurde berichtet, dass das ebenfalls beauftragte französische Untersuchungsteam zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Vergiftung sei auszuschließen, vielmehr weise es auf eine natürliche Todesursache hin. Die Forschungsberichte eines russischen Untersuchungsteams, das ebenfalls Zugang zu Arafats sterblichen Überresten hatte, schließen eine Vergiftung ebenfalls aus. Nachdem die Staatsanwaltschaft von Nanterre im März 2015 mitgeteilt hatte, dass die Polonium-Spuren aus Arafats Grab natürlichen Ursprungs seien, beantragte sie Mitte Juli 2015 das Verfahren einzustellen. Die Ermittlungsrichter in Nanterre folgten dem Antrag und stellten das Verfahren Anfang September 2015 ein. Schlussfolgerungen In einem im November 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel des Schweizer Teams wird eine Vergiftung als plausibel, aber nicht bewiesen eingestuft. Die gleiche Studie ermittelt eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Annahme einer Vergiftung mit Po 210 als für die gegenteilige Annahme, falls man von einer mehrfachen Einnahme des Po 210 in kleinen Dosen ausgehe. Im Juni 2016 lehnte ein Gericht in Paris (nicht letztinstanzlich) die Wiedereröffnung der Untersuchungen bzgl. des vermuteten Mordes ab, weil dafür die Rechtsgrundlage fehle. Ehrungen 1993 Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens 1993 Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1994 Prinz-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 1994 Friedensnobelpreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1995 Deutscher Medienpreis 1999 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Held der Demokratischen Volksrepublik Korea Alter Freund des chinesischen Volkes Literatur Helga Baumgarten: Arafat: zwischen Kampf und Diplomatie. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36419-5. Andrew Gowers, Tony Walker: Arafat: hinter dem Mythos. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50035-9 (Übersetzung von Behind the myth: Yasser Arafat and the Palestinian revolution, 1990). Amnon Kapeliuk: Yassir Arafat: Die Biographie. Mit einem Vorwort von Nelson Mandela, Palmyra, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-930378-59-3. Gerhard Konzelmann: Arafat. Vom Terroristen zum Mann des Friedens. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-61296-5. (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch, Band 61296, Biographie). Aharon Moshel: In einer Hand den Ölzweig: Jassir Arafat und die PLO. Facta, München / Hamburg 1988, ISBN 3-926827-10-6. Barry Rubin, Judith Colp Rubin: Yasir Arafat : A Political Biography. Oxford University, Oxford 2005, ISBN 978-0-19-516689-7. Danny Rubinstein: Yassir Arafat. Vom Guerillakämpfer zum Staatsmann. Palmyra, Heidelberg 1996, ISBN 3-930378-09-4 (Übersetzung von The Mystery of Arafat, 1995). Hassan Sadek: Arafat. Hugendubel, München / Kreuzlingen 2006, ISBN 978-3-7205-2751-4. (= Diederichs kompakt). Janet und John Wallach: Jassir Arafat. Die Biographie. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-08755-0. Weblinks Themenschwerpunkt Arafat in der ägyptischen Wochenzeitung Al Ahram Rafael Seligmann: Begrabt ihn in Jerusalem, FAZ, 7. November 2004 , nahostkonflikt.net Internetpräsenz der PLO (Negotiations Affairs Department) (englisch, arabisch, hebräisch) Wolfgang G. Schwanitz: Yasir Arafat: Palästinensischer Politiker (PDF, 1,3 MiB) Einige kritische Betrachtungen: Michael Naumann: Keine Kugel für Arafat, Die Zeit, 18. September 2003 Petra Steinberger: Der Hoffnungsschimmerlügner, SZ, 4. November 2004 Gisela Dachs und Reiner Luyken: So opfert Arafat die Jugend Palästinas, Die Zeit, 44/2000 Jörg Steinhaus: Der lange Weg des Jassir Arafat, Kronos, 2. Februar 2001 Palestinians mourn Arafat but struggle for liberation will continue – Trotzkistische Analyse von Arafats Wirken, Maavak Sozialisti (israelische Sektion des CWI), 11. November 2004 (englisch) Anmerkungen Politiker (Palästina) Fatah Mitglied der PLO Person des Antizionismus Person im Nahostkonflikt Friedensnobelpreisträger Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette) Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großkreuz) Träger des Ordens des Weißen Löwen Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Palästinenser Ägypter Geboren 1929 Gestorben 2004 Mann
http://s-klasse-club.de/News/420/de/001 RSS Feed 420 - Mercedes-Benz S-Klasse Club e.V. Geburtstagswochenende des http://s-klasse-club.de/_more/newsid602/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Orchesterklänge und freier Eintritt Unter dem Motto „PS-Kultur und Orchesterklang“ gastieren am 20. Mai 2017 Orchester aus Baden-Württemberg und Slowenien auf der Open Air Bühne des Mercedes-Benz Museums. Das Programm gehört zum Landesmusikschultag 2017 in Stuttgart und findet von 11:00 bis [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid601/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Zum großen Jubiläum der Mille Miglia startet Mercedes-Benz Classic in rund zwei Wochen mit insgesamt zehn Fahrzeugen. Die Klassiker aus verschiedenen Epochen gehen vom 18. bis 21. Mai 2017 beim wohl berühmtesten Straßenrennen der Welt auf die Strecke von Brescia in Norditalien nach Rom und [...] 20 Jahre Luxus-SUV von http://s-klasse-club.de/_more/newsid600/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Vor zwanzig Jahren präsentiert Mercedes-Benz in Tuscaloosa (Alabama/USA) die M-Klasse. Der Vorläufer des heutigen GLE begründet in den Spuren der legendären G-Klasse äußerst erfolgreich das Angebot der Marke bei den Sport Utility Vehicles (SUV). Zugleich legen beide Fahrzeuge die Grundlage [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid599/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b BremslichtschalterTeilenummer A0005453509 Dieses Ersatzteil können Sie bei allen autorisierten Servicepartnern im Mercedes-Benz Vertriebsnetz bestellen. Lassen Sie bitte die Gültigkeit der Teilenummer gemäß Ihren Fahrzeugdaten vor der Bestellung beim Servicepartner nochmals überprüfen. Es [...] Die Goldsaison des http://s-klasse-club.de/_more/newsid598/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Am 9. Mai 1937 feiert der Mercedes-Benz 750-Kilogramm-Rennwagen W 125 mit einem Sieg beim Großen Preis von Tripolis seine Rennpremiere. Nach dem Auftaktsieg wird er die gesamte Saison dominieren – doch es sollte seine einzige bleiben. Denn 1937 ist die letzte Saison, in der die [...] Präsentation der http://s-klasse-club.de/_more/newsid597/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b 1967 konzentrieren sich die Straßen der Welt in Stuttgart bei Mercedes-Benz: Von sturmumtosten Schnellstraßen und rutschigen Regenpisten bis zur ländlichen Holperstrecke reichen die Szenarien auf der unternehmenseigenen Versuchsstrecke in Untertürkheim. Sie wird vor 50 Jahren nach umfangreichen [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid596/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Erstmals und exklusiv gibt es beim 24. Internationalen Trickfilm-Festival Stuttgart (ITFS) im Mercedes-Benz Museum ein Vorprogramm. Der Familiensonntag am 30. April umfasst einen Trickfilm-Workshop von 11:00 bis 13:00 Uhr sowie die Aufführung des Stop-Motion-Films „Mein Leben als Zucchini“ um [...] Fünf Auszeichnungen für http://s-klasse-club.de/_more/newsid595/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b In gleich fünf Kategorien gewinnt Mercedes-Benz bei der diesjährigen Wahl der besten klassischen Automobile durch die Leser der Fachzeitschrift „Motor Klassik“: Der 300 SL „Gullwing“ gewinnt bei den Klassikern der 1940er- und 1950er-Jahre. Das größte Potenzial als Klassiker der Zukunft [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid594/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Zierrahmen für Hauptscheinwerfer W 113Teilenummer A113 826 01 89Dieses Ersatzteil können Sie bei allen autorisierten Servicepartnern im Mercedes-Benz Vertriebsnetz bestellen. Lassen Sie bitte die Gültigkeit der Teilenummer gemäß Ihren Fahrzeugdaten vor der Bestellung beim Servicepartner [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid593/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Noch bis zum 30. Juni 2017 läuft die interaktive Sonderausstellung EY ALTER im Mercedes-Benz Museum. Sie ist – wie das ganze Museum – am gesamten Osterwochenende und inklusive Ostermontag geöffnet. Bisher haben sich dort bereits mehr als 80.000 Menschen aller Altersgruppen spielerisch mit dem [...] Genial kompakt: 20 Jahre http://s-klasse-club.de/_more/newsid592/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Nur wer wagt, gewinnt: Rückblickend könnte das die Leitlinie für Entwicklung und Markteinführung der Mercedes-Benz A-Klasse gewesen sein. Im März 1997 stellt die Marke das hoch innovative Fahrzeug auf dem Automobilsalon Genf der Weltöffentlichkeit vor. Der intern als Baureihe W 168 bezeichnete [...] Zweite Prework-Party im http://s-klasse-club.de/_more/newsid591/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Mit entspannten Rhythmen in den Arbeitstag starten: Am 19. Mai 2017 lädt das Mercedes-Benz Museum von 6 bis 9 Uhr zur zweiten Prework-Party. Gefeiert wird auf Ebene 8 mit Blick auf Stadt und Neckar. Das Museum wird an diesem Tag elf Jahre alt. Für die richtige Stimmung sorgt ein DJ von antenne 1. [...] Mercedes-Benz Classic auf der http://s-klasse-club.de/_more/newsid590/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Herausragende sportliche Fahrzeuge sind die Stars des Messeauftritts von Mercedes-Benz Classic auf der diesjährigen Techno Classica: Insgesamt elf Fahrzeuge aus mehr als 110 Jahren veranschaulichen, dass Sportlichkeit von Beginn an in den Genen der Marke Mercedes liegt. Die Exponate reichen vom [...] Fahrzeughandel ALL TIME http://s-klasse-club.de/_more/newsid589/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Die Jagd auf Youngtimer und Oldtimer ist ungebrochen. Doch die Gefahr ist größer denn je, einem Blender zu erliegen. Mercedes-Benz bietet begehrte Klassiker mittlerweile im Werksverkauf an – mit großem Erfolg. Die großzügige Ausstellungsfläche im Erdgeschoss des Mercedes-Benz Museums steht [...] 1957: 60 Jahre Mercedes-Benz http://s-klasse-club.de/_more/newsid588/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Im Frühjahr 2017 kommt der Mercedes-AMG GT Roadster (R 190) auf den Markt. Damit setzt sich eine starke Tradition offener Hochleistungssportwagen mit dem Stern fort. Ein Glanzpunkt in dieser Historie ist vor 60 Jahren die Premiere des Mercedes-Benz 300 SL Roadster (W 198) auf dem Genfer [...] David Coulthard löst den http://s-klasse-club.de/_more/newsid587/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Am 9. März 1997 gewinnt der schottische Rennfahrer David Coulthard auf McLaren-Mercedes den Großen Preis von Australien. Es ist der erste Sieg für die Silberpfeile seit der Rückkehr der Stuttgarter Marke in die Formel-1-Weltmeisterschaft. Denn Ende 1955 hatte Mercedes-Benz sich nach zwei [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid586/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Einen unvergesslichen Tag auf einer Rennstrecke erleben - das ermöglichen die Trackdays allen Fahrern eines Mercedes-Benz. Sie finden in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Veranstaltet werden sie vom ehemaligen Rennfahrer Jörg van Ommen, 1994 und 1995 Vize-Champion in der Deutschen [...] Lange Nacht der Museeen http://s-klasse-club.de/_more/newsid585/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Sternenschau, Party und Poetry-Slam sowie Erlebnisausstellung „EY ALTER“: Dies und noch viel mehr bietet das Mercedes-Benz Museum bei der Langen Nacht der Museen am 25. März 2017. Das insgesamt zwölfstündige Programm beginnt um 16:00 Uhr mit Kinderangeboten. Sowohl das Museum wie auch die [...] ALL TIME STARS by http://s-klasse-club.de/_more/newsid584/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Unter dem Namen ALL TIME STARS betreibt Mercedes-Benz Classic einen Handel mit Youngtimern und Oldtimern der Marke. Die Fahrzeuge können direkt im Showroom im Mercedes-Benz Museum besichtigt und gekauft werden. Ein Fachberater-Team hält sämtliche Detailinformationen sowie Fahrzeugbeschreibungen [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid583/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Verdeck-Verschluß links für W124-Cabriolet Teilenummer A1247700126Dieses Ersatzteil können Sie bei allen autorisierten Servicepartnern im Mercedes-Benz Vertriebsnetz bestellen. Lassen Sie bitte die Gültigkeit der Teilenummer gemäß Ihren Fahrzeugdaten vor der Bestellung beim Servicepartner [...] Einladung ins Mercedes-Benz http://s-klasse-club.de/_more/newsid582/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Im Mercedes-Benz Museum war schon die ganze Welt zu Gast. Die ganze? Nicht ganz. Einwohner aus Benin, Botswana, Guyana, Papua-Neuguinea, Samoa, St. Kitts und Nevis sowie Suriname waren noch nie da. Jetzt begibt sich das Museum mit einer Kampagne auf die Suche nach Gästen aus diesen Ländern. „Die [...] Zukunft unter Strom im Jahr http://s-klasse-club.de/_more/newsid581/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Mercedes-Benz setzt mit der neuen Produktmarke EQ Maßstäbe für die Elektromobilität der Zukunft. Diese Entwicklung nimmt Impulse aus der Geschichte elektrisch fahrender Automobile von Daimler aus mehr als 100 Jahren auf. Zu früheren wegweisenden Projekten gehört der vor 45 Jahren vorgestellte [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid580/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Freundeskreis, Rea Garvey, Teesy & Vona und Lina – das sind die vier Konzerte des ersten Mercedes-Benz Konzertsommers vom 29. Juni bis 2. Juli 2017. Eingeweiht wird die neue Festival-Freilichtbühne am Museum von der wiedervereinten legendären Stuttgarter Hip-Hop-Formation Freundeskreis. Das Trio [...] Die Mercedes-Benz Coupés der http://s-klasse-club.de/_more/newsid579/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Seit jeher finden die Spitzentechnik und Eleganz von Mercedes-Benz in Coupés ihren ganz besonderen Ausdruck. An diese Tradition knüpfen die drei Typen 230 C, 280 C und 280 CE an, die Mercedes-Benz vor 40 Jahren im März 1977 auf dem Automobilsalon in Genf vorstellt. Heute ist die Baureihe C 123 [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid578/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Vom Fahrzeughandel ALL TIME STARS bis zu Service und Ersatzteilversorgung für klassische Automobile der Marke: Mercedes-Benz Classic stellt auf der Retro Classics 2017 seine komplette Dienstleistungskompetenz in den Fokus des Messeauftritts. Außerdem präsentiert die Stuttgarter Marke sportliche [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid577/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Am 14. Februar 2017 löste der achtmillionste Besucher des Mercedes-Benz Museums eine Eintrittskarte: Herr He Dingding aus China. Nach einem spontanen Selfie mit dem Jubiläumsgast überreichte Museumsleiterin Monja Büdke ein Willkommensgeschenk. Zudem ermöglichte das Museum kurzfristig eine [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid576/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Mercedes-Benz Classic erinnert bei der Jubiläumsausgabe der Mille Miglia an legendäre Siege und packende Momente aus der Geschichte des italienischen 1.000-Meilen-Rennens: Zum 90. Jubiläum der Mille Miglia geht die Stuttgarter Marke mit insgesamt zehn Fahrzeugen an den Start. Die Klassiker [...] Workshop für http://s-klasse-club.de/_more/newsid575/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Das Mercedes-Benz Museum bietet vom 7. bis zum 24. März 2017 für Gruppen aus Kindertagesstätten und Kindergärten den Workshop „Gottlieb und der Traum vom Transport“ an. Mädchen und Jungen im Alter von 3 bis 6 Jahren tauchen mit einer fiktiven Vorlesegeschichte in die Kindheit des [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid574/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Teilenummer: A 002 151 71 01Anlasser für die Baureihen R107, W108/109, W113, W116, W123 und W126Dieses Ersatzteil können Sie bei allen autorisierten Servicepartnern im Mercedes-Benz Vertriebsnetz bestellen. Lassen Sie bitte die Gültigkeit der Teilenummer gemäß Ihren Fahrzeugdaten vor der [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid573/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b 2016 hat das Mercedes-Benz Museum die 800.000-Besuchermarke überschritten: 819.793 Besucher kamen – so viele wie noch nie seit neun Jahren und sechs Prozent mehr als 2015. Der Anteil der internationalen Gäste liegt bei 57 Prozent. Ein besonderer Höhepunkt war 2016 das Jubiläumswochenende zum [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid572/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Nach einem erfolgreichen Jubiläumsjahr 2016 erweitert das Mercedes-Benz Museum 2017 seinen Kulturkalender gemeinsam mit dem Stuttgarter Konzertverantalter Chimperator Live um das neue Format „Mercedes-Benz Konzertsommer“. Auf zwei verschiedenen Bühnen finden am Mercedes-Benz Museum vom 29. [...] Das Coupé der Baureihe 124 http://s-klasse-club.de/_more/newsid571/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Vor fast 30 Jahren, im März 1987, stellt Mercedes-Benz das Coupé der Mittleren Baureihe 124 vor. Das macht die ersten Fahrzeuge ab 2017 beispielsweise in Deutschland reif für das begehrte H-Kennzeichen. Klassiker sind die Fahrzeuge allerdings schon lange – für manchen Kenner sind sie es sogar [...] „Internationaler Tag der http://s-klasse-club.de/_more/newsid570/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Den „Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung“ nimmt das Mercedes-Benz Museum zum Anlass, am 3. und 4. Dezember Mercedes-Benz Modelle zu präsentieren, die dank spezieller Sonderausstattungen Menschen mit Handicap mobil und damit unabhängig machen. Zudem können die Museumsbesucher zwei [...] Alle Mercedes-Benz SL seit http://s-klasse-club.de/_more/newsid569/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b „Mercedes-Benz SL – Faszination seit sechs Jahrzehnten“ heißt ein neues Buch über die legendäre Modellreihe der Stuttgarter Marke. Erschienen ist es im Motorbuch Verlag, Stuttgart. 528 Seiten stark, liefert es fundierte Informationen zu allen SL von 1952 bis zum aktuellen Modelljahrgang [...] Konzert im Mercedes-Benz http://s-klasse-club.de/_more/newsid568/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Am 28. November 2016 findet im Mercedes-Benz Museum ab 18 Uhr die Konzertive statt: Junge Preisträgerinnen und Preisträger renommierter Wettbewerbe im Alter von 11 bis 17 Jahren spielen klassische Musik. Zugleich ist die Konzertive ein Benefizkonzert, das von der Stuttgarter Musikschule und dem [...] Vor 60 Jahren: Zweiter http://s-klasse-club.de/_more/newsid567/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Auf Mercedes-Benz 300 SL „Gullwing“ holt der Rennfahrer Paul O’Shea in der Saison 1956 seinen zweiten Titel als Sportwagenmeister der USA: Zum Saisonfinale am 28. Dezember 1956 ist er Klassenmeister der Kategorie „D Production“ und hat insgesamt die meisten Punkte im National Sports Car [...] Cannstatter Hütte vor dem http://s-klasse-club.de/_more/newsid566/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Am 8. November 2016 eröffnet wieder die beliebte Winterhütte vor dem Mercedes-Benz Museum. Als „Cannstatter Hütte“ bringt sie alpines Flair direkt auf den Museumshügel. Bis zum 8. Januar 2017 ist die Hütte jeweils von Dienstag bis Sonntag ab 11:30 Uhr geöffnet – ideal also für den [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid565/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Der London to Brighton Veteran Car Run (LBVCR) findet jedes Jahr am ersten Sonntag im November statt – seit 1927. Zugelassen sind ausschließlich Fahrzeuge, die spätestens im Jahr 1904 gebaut worden sind. Das ermöglicht Teilnehmern wie Zuschauern eine unvergleichliche Zeitreise in die Frühzeit [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid564/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Mitmachen, Entdecken und etwas über sich selbst erfahren: Das können die Besucher der neuen Sonderausstellung „EY ALTER – Du kannst dich mal kennenlernen“. Vom 21. Oktober 2016 bis zum 30. Juni 2017 rückt das Mercedes-Benz Museum erstmals ein Thema in den Mittelpunkt, das auf den ersten [...] Herbst 1936: Mercedes-Benz http://s-klasse-club.de/_more/newsid563/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Ein neues Rekordfahrzeug mit Stromlinienkarosserie und vollverkleideten Rädern sowie ein ebenfalls neuer V12-Kompressormotor mit 453 kW (616 PS): Damit geht Rudolf Caracciola, Grand-Prix-Europameister von 1935, im Herbst 1936 für Mercedes-Benz auf Rekordjagd. Die Mission gelingt. 372,102 km/h [...] Sonderpräsentation zur IAA http://s-klasse-club.de/_more/newsid562/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Die Stars für Transport und Logistik besuchen das Mercedes-Benz Museum: Vom 18. Oktober bis 13. November zeigt eine Sonderpräsentation Höhepunkte des aktuellen Daimler Nutzfahrzeug-Programms. Die Präsentation mit insgesamt 17 verschiedenen Fahrzeugen schließt direkt an die Internationale [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid561/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Verblüffend realistisch inszeniert sind die Motive des Mercedes-Benz Classic Kalenders für das Jahr 2017. 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Am Steuer eines der insgesamt zehn Traumsportwagen Mercedes‑Benz SL W 113 und R [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid559/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Im vergangenen Jahr haben Mercedes-Benz Classic und ALL TIME STARS die erfolgreiche Premiere der Motorworld Classics in Berlin begleitet – und werden auch in diesem Jahr auf dem historischen Messegelände unter dem Berliner Funkturm zahlreiche Fahrzeuge ausstellen. Die Fachmesse findet vom 6. bis [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid558/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Wann ist ein Mensch „jung“? Und was heißt eigentlich „ alt“? Fragen wie diese beantwortet die neue Sonderausstellung im Mercedes-Benz Museum vom 21. Oktober 2016 bis 30. Juni 2017. „EY ALTER – Du kannst dich mal kennenlernen“ setzt sich mit dem demografischen Wandel in der Arbeitswelt [...] Die Hiplet™ Ballerinas im http://s-klasse-club.de/_more/newsid557/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Im Rahmen des Engagements für aufstrebende Mode-Talente aus aller Welt stellt Mercedes-Benz eine neue Episode seiner "Fashion Creatives" Film-Serie vor, in deren Mittelpunkt die sensationellen Hiplet™ Ballerinas vom Chicago Multicultural Dance Centre agieren. Homer Bryant, Gründer und [...] Musikfest Stuttgart im http://s-klasse-club.de/_more/newsid556/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Premiere mit Trommeln und vier Flügeln: Im September 2016 kommt erstmals das Musikfest Stuttgart der renommierten Internationalen Bachakademie mit zwei Konzerten ins Mercedes-Benz Museum. Am 3. September gastiert der Percussionist Murat Coşkun bei einem Familienkonzert mit „Geschichten aus [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid555/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Wichtige Ersatzteile für die herausragenden Vorkriegsklassiker der berühmten S-Reihe (S, SS, SSK, SSKL) sind wieder ab Werk erhältlich. Mercedes-Benz Classic hat sie als Nachfertigung nach höchsten Qualitätsmaßstäben neu aufgelegt und dabei mit den ursprünglichen Lieferanten zusammen [...] Tag der Menschen mit http://s-klasse-club.de/_more/newsid554/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b DAS MERCEDES-BENZ MUSEUM beteiligt sich wieder mit besonderen Aktionen am „Tag der Menschen mit Behinderung“. Das Meredes-Benz Museum ist ein Ort, der Vergangenheit,Gegenwart und Zukunft gleichermaßen im Blick hat und sich mit verschiedenen Veranstaltungen an seine Besucher wendet. Am 3. und [...] Offene Fahrkultur: E-Klasse http://s-klasse-club.de/_more/newsid553/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Sonnige Aussichten in der oberen Mittelklasse bietet Mercedes-Benz auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) 1991 in Frankfurt am Main. Dort hat im September vor 25 Jahren ein elegantes Cabriolet Premiere. Das viersitzige Fahrzeug mit Stoffverdeck gehört zur Baureihe 124, die ab 1993 die [...] http://s-klasse-club.de/_more/newsid552/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Sachsens längstes Automobilmuseum – diese Eigenbeschreibung trifft perfekt den Kern der Sachsen Classic (18. bis 20. August 2016). Rund 200 klassische Fahrzeuge sind in diesem Jahr für die Fahrt über die Traumstraßen des Freistaats sowie auf dem Sachsenring gemeldet. Aus Stuttgart werden drei [...] Cars & Coffee - jeden Sonntag Besitzer von Old- und Youngtimern sind eingeladen, jeden Sonntag von 26.06. bis 04.09.2016 ihr Sammlerstück – gleich welcher Marke – auf dem Hügel vor dem Mercedes-Benz Museum zu präsentieren.• 9 bis 14 Uhr• 100 Plätze stehen zur Verfügung• Eine Anmeldung ist nicht erforderlich [...] Gemeinsames Angebot Porsche http://s-klasse-club.de/_more/newsid550/Mercedes-Benz+Classic/News/420/de/001?PHPSESSID=644fcc9097b6445d3a346b5f44340f3b Als Automobilstadt von Rang und Namen bietet Stuttgart auch zwei der spektakulärsten Automuseen. 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q-de-2239
Wer war Jassir Arafat?
Jassir Arafat (* 24. August 1929 in Kairo, Ägypten; † 11. November 2004 in Clamart, Département Hauts-de-Seine, Frankreich), , ursprünglich , Kunya: , war ein palästinensischer Politiker und Friedensnobelpreisträger. Er war seit dem 4. Februar 1969 dritter Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation sowie vom 12. Februar 1996 bis zu seinem Tod am 11. November 2004 erster Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete. 1957 war er Mitbegründer und später Anführer der palästinensischen Fatah, die zahlreiche terroristische Anschläge und Bombenattentate auf israelische, jordanische und libanesische Ziele verübte. Jahrzehntelang galt Arafats Bemühen der Vernichtung Israels; als strategische Mittel zur Umsetzung dieses Ziels favorisierte er Gewalt gegen israelische Bürger und Zivileinrichtungen, die den Staat grundlegend destabilisieren, seine Bürger verunsichern und Israel letztendlich zur leichten Beute eines Angriffs arabischer Armeen machen sollte. Arafats Unterstützung der irakischen Invasion Kuwaits hatte die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 zur Folge. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachte Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. 1994 erhielt er dafür gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Im Jahr 2000 verhandelte Arafat mit Israels damaligem Regierungschef Ehud Barak und dem damaligen Präsidenten der USA, Bill Clinton, erfolglos über die Gründung eines unabhängigen, palästinensischen Staates. Nach dem Scheitern von Camp David II unterstützte Arafat die Zweite Intifada, wodurch er in seinen letzten Lebensjahren vor allem außenpolitisch an Einfluss verlor. Erst nach dem Tod Arafats waren führende palästinensische Vertreter bereit, sich für Arafats Unterstützung Saddam Husseins und der Invasion in Kuwait zu entschuldigen. Die Beurteilungen seiner Person gehen weit auseinander, von Freiheitskämpfer über Guerillakämpfer bis Terrorist. Leben Jassir Arafat wurde übereinstimmenden Erkenntnissen verschiedener Biographen zufolge in der ägyptischen Hauptstadt Kairo geboren. Arafat hingegen behauptete häufig, in Palästina geboren worden zu sein, wobei er im Laufe der Zeit widersprüchliche Angaben machte. Mal behauptete er, in der Altstadt Jerusalems geboren worden zu sein, mal im Gazastreifen. Sicher ist, dass sein Vater aus Gaza und seine Mutter aus einer angesehenen Jerusalemer Familie stammten. Sie hatten in den 1920er Jahren geheiratet und waren nach Kairo ausgewandert. Jassir war das sechste von sieben Kindern. Als er etwa vier Jahre alt war, starb seine Mutter. Um den Vater mit den sechs Halbwaisen zu entlasten, nahm der Bruder der Mutter, Salim Abu Saud, Jassir und seinen jüngeren Bruder zu sich nach Jerusalem, das damals zum britischen Mandatsgebiet Palästina gehörte. Er lebte dort vier Jahre. Frühe Jahre Als er nach der erneuten Heirat seines Vaters nach Kairo zurückkehrte, besuchte er die Schule und später die Universität, an der er Elektrotechnik studierte. Eine Zeit lang beschäftigte er sich mit der jüdischen Kultur, hatte jüdische Bekannte und las zionistische Werke z. B. von Theodor Herzl. 1946 soll Arafat intensiven Kontakt mit Mohammed Amin al-Husseini, dem mit den deutschen Nationalsozialisten kollaborierenden Mufti von Jerusalem, gehabt haben, der in Ägypten Asyl gefunden hatte. Al-Husseini war ein entfernter Verwandter Arafats. Dass er jedoch der Onkel Arafats gewesen sei, ist eine Legende. Arafat engagierte sich nun aktiv in der arabischen Nationalbewegung in Palästina. Zu dieser Zeit war er ein Befürworter der militärischen Konfrontation und beschaffte Waffen, die ins Mandatsgebiet geschmuggelt wurden. In Kairo hatte sich Jassir Arafat mit Abd al-Qadir al-Husseini angefreundet, der die Einheiten palästinensischer Araber in der Region Jerusalem anführte. Als Arafat von Abdel Khader al-Husseinis Tod im Palästinakrieg bei der Schlacht am Kastel-Berg im April 1948 hörte, brach er sein Studium in Kairo ab und nahm aktiv am Krieg teil. Er trat der Moslem-Bruderschaft bei, die im Gazastreifen und in der Schlacht bei Kfar Darom kämpfte. Als die ägyptische Armee am 15. Mai 1948 in den Palästinakrieg eingriff, wurde Arafat und seiner Einheit befohlen abzuziehen. Dies war für ihn ein prägendes Erlebnis. Er beschuldigte später die arabischen Staaten des Verrates, weil sie den Palästinensern nicht geholfen hätten, die Schlacht zu gewinnen, und ihnen nicht erlaubt hätten zu kämpfen. Die palästinensischen Araber erlitten eine militärische Niederlage gegen Israel. Etwa 750.000 Palästinenser wurden vertrieben oder ergriffen die Flucht und lebten von da an überwiegend als Staatenlose in den Nachbarländern. In den 1950er Jahren studierte Arafat an der Universität Kairo. 1952 gründete er die Generalunion Palästinensischer Studenten (GUPS), der er bis 1957 vorstand. Ende 1952 wurde er nach einem gescheiterten Attentat auf den ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser vorübergehend verhaftet. 1956 verließ er die Universität als diplomierter Ingenieur und gründete die Union der Palästinensischen Hochschulabsolventen. Danach meldete er sich freiwillig zur ägyptischen Armee und kämpfte im Sueskrieg 1956 gegen Frankreich, Großbritannien und Israel. Er war Leutnant in der ägyptischen Armee und galt als Sprengstoffexperte. Noch im selben Jahr ging er nach Kuwait, wo er als Ingenieur arbeitete und ein erfolgreicher Bauunternehmer wurde. Gründung der Fatah 1957 gründete er in Kuwait zusammen mit Chalil al-Wazir (Abu Dschihad) die erste Zelle der Bewegung zur Befreiung Palästinas (al-Fatah), aus der 1959 die gleichnamige politische Partei hervorging. Ab 1958 war Arafat Vorstandsmitglied und ab 1968 Vorsitzender der Fatah. Durch seine aktive Teilnahme an der Schlacht von Karame 1968 begründete er seinen Heldenmythos und war ab 1969 Vorsitzender der PLO, die 1964 durch die Arabische Liga ins Leben gerufen worden war. Ende der 1960er Jahre wuchsen die Spannungen zwischen der PLO und der jordanischen Regierung; palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien etabliert und kontrollierten strategische Positionen wie die Öl-Raffinerien bei Zarqa. Jordanien betrachtete diese Umstände als eine wachsende Bedrohung seiner Souveränität und seiner Sicherheit und versuchte, die palästinensischen Milizen zu entwaffnen. Im Juni 1970 brachen nach einem fehlgeschlagenen palästinensischen Attentat auf den jordanischen König offene Kämpfe aus, die mit der Flucht der PLO aus Jordanien in den Libanon endeten. Wurde die Schlacht von Karame als erster historischer Sieg der PLO angesehen, so erlitt sie unter Arafats Führung 1970 mit dem Schwarzen September eine schwere Niederlage. Dieser musste zunächst nach Kairo, dann in den Libanon fliehen. Aufsehen erregte der historische Auftritt Arafats vor der UN-Vollversammlung am 13. November 1974, bei dem er in Uniform, mit der Kufiya und umgeschnalltem Pistolenholster eine Rede hielt, die von arabischen und kommunistischen Staaten mit Begeisterung aufgenommen wurde. In der Rede reklamierte Arafat den alleinigen Machtanspruch über Palästina für die PLO. Er sprach davon, eine Welt ohne Kolonialismus, Imperialismus, Neokolonialismus und ohne „Rassismus in all seinen Ausformungen, einschließlich des Zionismus“ schaffen zu wollen. Arafat vermied es, von Israel zu sprechen, um dem Staat jegliche Legitimität abzusprechen, und verwendete stattdessen den Begriff zionistische Entität. Den Zionismus stellte er in dieser Rede als eine imperialistische, kolonialistische und rassistische Ideologie dar, die – dezidiert reaktionär und diskriminierend – mit dem Antisemitismus gleichzusetzen sei. Ferner wiederholte er ein altes antisemitisches Stereotyp, wonach der Zionismus wolle, dass die Juden ihren Heimatländern keine Loyalität entgegenbrächten und sich über ihre Mitbürger erhöben. Er sprach der UNO das Recht ab, das unteilbare Heimatland der Palästinenser zu teilen, und wies damit den Teilungsbeschluss von 1947 zurück. Auch behauptete er, der Palästinakrieg von 1948 sei von Israel und nicht von den arabischen Staaten begonnen worden. Die PLO erhielt als legitime politische Vertretung der Palästinenser Beobachterstatus bei der UNO. Das Palästinensertuch – drapiert wie die Konturen Palästinas – gehörte ebenso wie das Holster auch später zu seinen Markenzeichen, ohne die er selten auftrat. Eine weitere bedeutende Rede hielt er am 13. Dezember 1988. Ein Novum war hier, dass die PLO die UN-Resolution anerkannte und Willen zum Kompromiss zeigte. Die gewaltsamen Aktionen der PLO wollte Arafat allerdings als legitimen Widerstand verstanden wissen. In dieser Rede wird auch jene Interpretation der Resolution 194 der UN-Vollversammlung bekräftigt, nach der diese das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge garantiere, womit er eine Doktrin festlegte, die auch heute noch, zumindest in offiziellen Verlautbarungen der PLO, Bestand hat. In der Rede gestand Arafat den Juden nicht explizit ein Recht auf nationale Selbstbestimmung zu und akzeptierte nicht ausdrücklich, dass Israel ein jüdischer Staat sein könnte. Als Konsequenz des israelischen Libanonfeldzugs gegen das Hauptquartier der PLO in Beirut im Juli/August 1982 musste Arafat nach Tunesien fliehen. Er verließ mit seinen Gefolgsleuten das von Israel besetzte Beirut und errichtete einen neuen PLO-Sitz im Exil in Tunis. Der Weg zur internationalen Anerkennung 1988 erkannte Arafat Israel indirekt an und erklärte 1989 die PLO-Charta von 1964, in der zur Zerstörung des Staates Israel aufgerufen wurde, für hinfällig. Im Jahre 1990 begrüßte Arafat den irakischen Einmarsch in Kuwait und solidarisierte sich mit Saddam Hussein. Die reichen arabischen Ölstaaten an der Seite des Kriegsgegners USA froren daraufhin ihre finanzielle Unterstützung der PLO ein. Eine weitere Folge war die Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991. Binnen weniger Tage mussten etwa 450.000 Palästinenser Kuwait verlassen. Dies und der Verlust wesentlicher Unterstützer in der arabischen Welt brachten Arafat 1993 dazu, im Namen der PLO Friedensverhandlungen mit Israel zu unternehmen, die zur gegenseitigen Anerkennung führten. Statt das Ende abzuwarten, sympathisierte Arafat 1991 noch während des laufenden Augustputsches gegen Michail Gorbatschow mit den Putschisten, womit er einen langjährigen Unterstützer verärgerte. Am 7. April 1992 überlebte Arafat einen Absturz einer Passagiermaschine der Air Bissau aufgrund eines Sandsturms in der libyschen Wüste. Arafat wurde in einem Krankenhaus in Misrata aufgrund eines Blutgerinnsels von dem Chirurgen Meftah Shwedy mehrmals am Gehirn operiert und am rechten Auge behandelt. Am 13. September 1993 kam es bei der Unterzeichnung der Prinzipienerklärung über die vorübergehende (palästinensische) Selbstverwaltung zwischen dem Staat Israel und der PLO in Washington zu einem historischen Handschlag zwischen Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Jizhak Rabin. Friedensnobelpreisträger Rabin bezahlte später für dieses Entgegenkommen im Israelisch-Palästinensischen Konflikt durch einen Terroranschlag eines jüdischen Ultra-Nationalisten mit seinem Leben. Nach 27 Jahren Exil kehrte Arafat infolge des Autonomieabkommens am 1. Juli 1994 nach Palästina zurück und bildete in Gaza eine autonome Regierung, die Palästinensische Autonomiebehörde. 1993 wählte das TIME Magazin Die Friedensstifter (Nelson Mandela, Frederik Willem de Klerk, Jassir Arafat und Jitzchak Rabin) zu den Personen des Jahres. Im Dezember 1994 erhielt Arafat gemeinsam mit Shimon Peres und Jitzchak Rabin den Friedensnobelpreis. Während der Trauerwoche für Jitzchak Rabin nach dessen Ermordung im November 1995 besuchte Arafat Leah Rabin und ihre Familie in ihrer Wohnung in Tel Aviv, um seine Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen. Es war das erste Mal, dass er israelischen Boden betrat. Aus Sicherheitsgründen hatte er nicht an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilnehmen können. Er schilderte, wie sehr ihn der Mord bestürzt habe und wie verzweifelt er darüber sei, seinen Partner im Friedensprozess verloren zu haben. 1995 erhielt Arafat den Deutschen Medienpreis in Baden-Baden. 2000 verhandelte Arafat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Barak und US-Präsident Clinton in Camp David über die Schaffung eines palästinensischen Staates. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Der abtretende Präsident Clinton und Barak, der kurz darauf in allgemeinen Wahlen von seinem politischen Gegner Ariel Scharon abgelöst wurde, gaben Arafat die alleinige Schuld am Scheitern dieser Verhandlungen. Arafat hingegen gab Barak und Clinton die Schuld am Scheitern. Zweite Intifada und politischer Niedergang Arafat wurde schon vor der Zweiten Intifada vorgeworfen, ein doppeltes Spiel zu treiben. Während er sich auf internationalem Parkett für Frieden und Diplomatie starkmachte, soll er vor seinen Anhängern in Gaza mit teilweise antisemitischen Reden Stimmung gegen Israel gemacht haben. Auch wurde ihm mehrfach vorgeworfen, sich aktiv am Waffenschmuggel für paramilitärische und terroristische Zwecke zu beteiligen (siehe Karine-A-Affäre) und die allein von ihm befehligten Sicherheitskräfte der Autonomiebehörde für Übergriffe auf Israel zur Verfügung zu stellen. Außerdem gab es Berichte britischer Medien wie der BBC, dass Terror-Organisationen wie die Fatah-nahen al-Aqsa-Märtyrerbrigaden über den Umweg der von Arafat regierten Autonomiebehörde indirekt von EU-Geldern finanziert würden. Schließlich duldete oder unterstützte er den erneuten Palästinenseraufstand, was ihn vor allem außenpolitisch isolierte. Als Reaktion auf die Zweite Intifada besetzte Israel immer wieder Teile der autonomen Palästinensergebiete. Die israelische Regierung machte auch Arafat selbst für gewaltsamen Übergriffe verantwortlich. Ab 2001 wurde der in Ramallah lebende Arafat von Israel mehrfach unter Hausarrest gestellt. Seine Hubschrauber wurden im Dezember 2001 zerstört, sodass er nicht mehr zwischen Gaza und Ramallah reisen konnte. Im Rahmen der Operation Schutzschild vom 29. März 2002 bis 3. Mai 2002 zerstörte die israelische Armee einen Teil von Arafats Hauptquartier, der Muqāta'a. Am 11. September 2003 fasste die israelische Regierung den Beschluss, Arafat auszuweisen. Mit einem Hubschrauber sollte er ins Exil nach Nordafrika gebracht werden. Nach dem Ausweisungsbeschluss gingen zehntausende Palästinenser protestierend auf die Straße. Arafat appellierte an die Bevölkerung, Widerstand gegen den Beschluss zu leisten. Er wolle „lieber sterben, als sich zu ergeben“. Am 14. September 2003 stellte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Ehud Olmert auch ein Attentat auf Arafat als eine legitime Möglichkeit seiner Entfernung dar. Am 16. September 2003 ließen die USA eine Resolution des Weltsicherheitsrates gegen die Ausweisung Arafats an ihrem Veto scheitern. Deutschland enthielt sich der Stimme. Korruption Im Mai 2002 stellte der BND fest, dass die Verwendung von EU-Geldern für den Terrorismus „nicht auszuschließen“ sei, da Arafat offensichtlich nicht zwischen der Struktur des Autonomie-Regimes und seiner Fatah-Bewegung trenne. Das Gutachten spricht weiterhin von „bekanntem Missmanagement“ und „weit verbreiteter Korruption“ (Aktenzeichen 39C-04/2/02). Die USA und Israel hatten die Europäische Union in Brüssel zu dem Zeitpunkt bereits mehrfach aufgefordert, die Verwendung der Subventionen für die Palästinensische Autonomiebehörde genauer zu überprüfen. Brüssel erklärte, für Transparenz und Kontrolle der Fördermittel sorge der Internationale Währungsfonds. Der IWF legte 2003 jedoch einen Bericht über „Ökonomische Leistungen und Reformen unter Konfliktbedingungen“ vor, aus dem hervorging, dass zwischen 1995 und 2000 mehr als 900 Millionen Dollar an Fördergeldern für die Palästinensische Autonomiebehörde „verschwanden“. Weisungsbefugt für die Verwendung des Geldes seien allein Arafat und „enge Vertraute“ gewesen. Arafat kontrollierte dem Bericht zufolge bis zu seinem Tod allein 8 % des palästinensischen Gesamtbudgets. Familie Arafat war seit dem 17. Juli 1990 mit Suha at-Tawil, mit der er eine Tochter, Zahwa (* 24. Juli 1995 in Neuilly-sur-Seine), hat, verheiratet. Ab dem Beginn der zweiten Intifada, also ab 2001, lebten Frau und Tochter in Paris und Tunis. 2007 zog Suha nach Malta. Sein Neffe Musa Arafat war Leiter des palästinensischen Militärgeheimdienstes, sein Bruder Fathi Arafat Mediziner. Tod Jassir Arafats Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum 28. Oktober 2004 akut. Er hatte bereits über eine Woche wegen einer Entzündung seines Verdauungstraktes nichts gegessen. Die israelische Regierung hob aufgrund seiner schweren Krankheit das Reiseverbot auf und sicherte ihm eine Rückkehr ins Westjordanland zu. Am folgenden Tag wurde Arafat nach Paris geflogen und zur Behandlung ins Militärkrankenhaus Percy gebracht, welches auch Spezialabteilungen für die Behandlung von Brandopfern und radioaktiv kontaminierten Patienten unterhält. Am 4. November verschlechterte sich sein Zustand noch einmal; es wurde von einem „tiefen Koma“ berichtet. Am 10. November versagten Nieren und Leber. Ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte wurde aus religiösen Gründen abgelehnt. Infolge der Leberschädigung und der daraus resultierenden Störung der Synthese der Blutgerinnungsfaktoren kam es zu einer Gehirnblutung. Am 11. November 2004 um 3.30 Uhr (MEZ) starb Jassir Arafat. Nach Verabschiedung mit militärischen Ehren wurde der Leichnam Arafats in Begleitung seiner Witwe mit einer französischen Militärmaschine nach Kairo geflogen. Die zentrale Trauerfeier fand am 12. November am Flughafen Kairo-International statt, wozu hochrangige Politiker aus aller Welt eingeladen waren. Im Anschluss an die militärische Zeremonie in Kairo wurde der Sarg nach Ramallah geflogen, wo die Beisetzungszeremonie am frühen Nachmittag stattfand. Arafats Wunsch, in Ost-Jerusalem am Tempelberg auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee begraben zu werden, wurde von der israelischen Regierung nicht entsprochen. Der israelische Justizminister Yosef Lapid kommentierte dies mit den Worten „In Jerusalem liegen jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen“. Arafat wurde in einem Steinsarg auf dem Gelände seines ehemaligen Amtssitzes in Ramallah unter großer Anteilnahme der palästinensischen Bevölkerung beigesetzt. Sein Sarg wurde mit Erde vom Jerusalemer Tempelberg umgeben. Am 10. November 2016 wurde in Ramallah neben dem Arafat-Mausoleum ein „Arafat-Museum“ eröffnet. Es kostete 7 Millionen Dollar und wurde von den palästinensischen Behörden im Westjordanland finanziert. Ausgestellt sind unter anderem seine Brille, sein Revolver, „sein charakteristischer schwarz-weiß karierter Keffiyeh-Kopfschmuck“, sein Reisepass, seine Friedensnobelpreismedaille (zwischenzeitlich im Besitz der Hamas) und andere Memorabilien. Vermittelt wird eine unkritische palästinensische Sicht der Dinge, etwa in der Darstellung des Massakers bei den olympischen Spielen von München 1972 („Antwort auf Überfall israelischer und deutscher Sicherheitskräfte“). Arafats Geburt wird von Kairo in ein palästinensisches Dorf in der Nähe der Jerusalemer Altstadt verlegt, wie es palästinensischer Legendenbildung entspricht. Hinweise auf seine Ehefrau Suha at-Tawil werden vermieden, völlig ausgeblendet werden die vielen Vorwürfe hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Reaktionen Nur wenige Stunden, nachdem der Tod Arafats bekannt gegeben worden war, griffen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Netsarim im Gaza-Streifen an. In Ramallah warnten Extremisten die neue palästinensische Führung unter Mahmud Abbas vor einem „Ausverkauf der palästinensischen Sache“ und drohten den Nachfolgern Arafats mit dem Tod, sollten sie zu Zugeständnissen gegenüber Israel bereit sein. Die Fatah-Splittergruppe „al-Aqsa-Brigaden“ benannte sich in Märtyrer-Jassir-Arafat-Brigaden um. Die israelische Armee riegelte das Westjordanland nach Arafats Tod vollständig ab. Auch Palästinenser mit gültiger Arbeitserlaubnis durften nicht nach Israel einreisen. Jedoch transportierten mehrere hundert Busse Palästinenser aus dem Gazastreifen zur Trauerfeier nach Ramallah. Befürchtungen, dass der Tod von Jassir Arafat einen Rückschlag für den Nahost-Friedensprozess bedeute, bewahrheiteten sich zunächst nicht. Die Palästinensische Autonomiebehörde setzte antiisraelische Fernsehspots ab und unternahm Anstrengungen zur Reform der Sicherheitskräfte. Die israelische Regierung ließ im Gegenzug ca. 150 palästinensische Gefangene frei, sicherte Unterstützung bei den palästinensischen Wahlen zu und kündigte eine Rückkehr zur Roadmap an. Die Palästinenserführung ernannte den Parlamentspräsidenten Rauhi Fattuh verfassungsgemäß zum vorläufigen Nachfolger Arafats und rief eine 40-tägige Trauer aus. In den Präsidentschaftswahlen vom 9. Januar 2005 wurde Mahmud Abbas zum Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Nach seinem Tode wurde Jassir Arafat von 200 Rabbinern als „Amalek und Hitler unserer Generation“ bezeichnet und der Vorschlag gemacht, seinen Todestag als „Freudentag“ zu feiern. Spekulationen und Ermittlungen zur Todesursache und Exhumierung Die al-Aqsa-Märtyrerbrigaden machten ebenso wie die radikale Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad Israel für den Tod Arafats verantwortlich und drohten mit Rache. So äußerte sich Dschihad-Anführer Chalid al-Batesch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon habe „bei der Tötung Arafats seine Hand im Spiel“ gehabt. Ärzte im Militärkrankenhaus Percy in Clamart bei Paris, in dem Arafat zuletzt behandelt wurde, und Vertraute Arafats schlossen jedoch seinerzeit aus, dass der Palästinenserchef vergiftet worden sei. Eine Autopsie fand nach dem Willen der Witwe nicht statt. Da weder Arafats Ärzte noch dessen Witwe die genaue Todesursache bekannt gaben, kam es in der Folge zu weiteren öffentlichen Spekulationen. Dabei wurden von Spezialisten besonders Vergiftung und AIDS nahegelegt. Ahmad Dschibril, der Generalsekretär der palästinensischen Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC), erklärte im Juli 2007, er habe Einblick in den französischen Bericht über den Tod Arafats gehabt. Der Bericht gebe an, dass Arafat an AIDS erkrankt gewesen sei. Aschraf al-Kurdi, seit 1986 persönlicher Leibarzt von Jassir Arafat, erklärte am 12. August 2007 gegenüber der jordanischen Nachrichten-Webseite Amman, dass der Palästinenserführer unter dem HI-Virus litt, aber nicht an der Immunschwächekrankheit AIDS starb. Das Virus soll Arafat erst kurz vor seinem Tod in dessen Blut injiziert worden sein, so al-Kurdi, der aber angab, dass die tatsächliche Todesursache eine Vergiftung gewesen sei. Im August 2011 beschuldigte die Fatah den zuvor aus der Partei ausgeschlossenen Mohammed Dahlan, hinter der Vergiftung Arafats zu stecken und sogar selbst das Gift aus Paris besorgt zu haben. Haaretz veröffentlichte 2005 eine Analyse israelischer Experten, wonach eine eventuelle Vergiftung am ehesten bei einem Abendessen am 12. Oktober 2004 stattgefunden haben müsste. Verdacht auf Vergiftung mit Polonium 210 Im Dezember 2011 und Januar 2012 kontaktierte der Reporter Clayton Swisher Arafats Witwe in Malta und Paris und erhielt von ihr Akten und eine Tasche mit persönlichen Gegenständen (Zahnbürste, Kleidung, Kufiya), die Arafat in seinen letzten Tagen benutzt hatte. Am 3. Juli 2012 veröffentlichte der Fernsehsender al-Dschasira den Befund des Schweizer Institut de Radiophysique der Universität Lausanne, dem die Gegenstände zur Untersuchung gegeben worden waren. Festgestellt wurden gegenüber den natürlichen Vorkommen erhöhte Konzentrationen von radioaktivem Polonium 210. Aufgrund dessen geringer Halbwertszeit von nur 138,38 Tagen halbiert sich die Strahlung alle 138 Tage. Von der Ursprungsmenge wäre acht Jahre nach Arafats Tod nur ein Millionstel übrig. Das Schweizer Institut betonte, die Ergebnisse seien kein Beweis für eine Vergiftung, aber zumindest ein Hinweis darauf. Die in den französischen Krankenakten Arafats beschriebenen Symptome, die zu seinem Tod führten, stimmten nicht mit den bekannten Symptomen einer radioaktiven Vergiftung überein. Zur Theorie über einen Gifttod Arafats durch Polonium wurden auch von verschiedenen anderen Experten Zweifel geäußert. Die vom radiologischen Institut bekannt gegebenen Poloniumkonzentrationen auf den persönlichen Gegenständen Arafats könnten nach einem von der Jerusalem Post zitierten Experten wegen der Halbwertszeit des Polonium 210 nicht auf eine acht Jahre zurückliegende Vergiftung zurückgeführt werden, sondern müssten zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen worden sein. Am 31. Juli 2012 erstattete Suha Arafat im französischen Nanterre Anzeige gegen Unbekannt wegen Ermordung. Die französische Justiz leitete Ende August 2012 Ermittlungen zur Todesursache ein. Die Palästinenserführung und auch die Witwe befürworteten eine im Islam normalerweise verbotene Exhumierung. Anfang November wurden die ersten Vorbereitungen dafür getroffen, da dafür viel Beton im Mausoleum abgetragen werden musste. Am 27. November 2012 wurde Arafats Leichnam exhumiert und ein ausländisches Expertenteam nahm Proben. Im September 2015 beschlossen die zuständigen französischen Untersuchungsrichter eine Einstellung des laufenden Verfahrens, teilte die Staatsanwaltschaft von Nanterre mit, da es keine ausreichenden Beweise für einen Mord gebe. Umstrittene Untersuchungsergebnisse Mitte Oktober 2013 wurde ein Zwischenergebnis von Schweizer Toxikologen bekannt, wonach eine Vergiftung möglich, aber nicht sicher sei. Am 6. November 2013 gab die Universität Lausanne bekannt, einen gegenüber natürlichen Konzentrationen stark erhöhten Wert von Polonium 210 in den Proben nachgewiesen zu haben. Zugleich stellten sie eine über das natürliche Vorkommen hinaus deutlich erhöhte Menge von Blei 210 fest. Blei 210 kann eine Poloniumvergiftung maskieren, weil Polonium 210 ein Folgeprodukt des Blei 210 in der radioaktiven Zerfallskette ist und nach einiger Zeit mit dem Blei im radioaktiven Gleichgewicht steht. Da Blei 210 eine wesentlich längere Halbwertszeit hat, sind aufgrund der Neuentstehung von Polonium 210 die Reste einer möglicherweise vorangegangenen Poloniumvergiftung nicht mehr nachweisbar. Die Anwesenheit des Blei 210 wurde als mögliche Verunreinigung des hypothetisch als Gift verwendeten Poloniums erklärt. Es wurde vorgerechnet, dass von einer angenommenen Giftdosis von 1 GBq zum Todeszeitpunkt noch 4–5 % im Körper verblieben wären, die bis zur Exhumierung auf ca. 15 Bq Gesamtdosis abgeklungen wären. Die Forscher konnten Polonium nicht als Todesursache ausschließen, bezeichneten es aber auch nicht als sicher, dass Polonium den Tod verursachte. Die Ergebnisse würden letztere These „mäßig stützen“ („moderately support the proposition“: „moderately“ ist sicherer als „slightly“ und unsicherer als „strongly“). Unabhängige Forscher kommentierten, dass die Studie deshalb kein Beweis für eine Vergiftung sei. Am 3. Dezember 2013 wurde berichtet, dass das ebenfalls beauftragte französische Untersuchungsteam zu dem Ergebnis gekommen sei, eine Vergiftung sei auszuschließen, vielmehr weise es auf eine natürliche Todesursache hin. Die Forschungsberichte eines russischen Untersuchungsteams, das ebenfalls Zugang zu Arafats sterblichen Überresten hatte, schließen eine Vergiftung ebenfalls aus. Nachdem die Staatsanwaltschaft von Nanterre im März 2015 mitgeteilt hatte, dass die Polonium-Spuren aus Arafats Grab natürlichen Ursprungs seien, beantragte sie Mitte Juli 2015 das Verfahren einzustellen. Die Ermittlungsrichter in Nanterre folgten dem Antrag und stellten das Verfahren Anfang September 2015 ein. Schlussfolgerungen In einem im November 2015 veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel des Schweizer Teams wird eine Vergiftung als plausibel, aber nicht bewiesen eingestuft. Die gleiche Studie ermittelt eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Annahme einer Vergiftung mit Po 210 als für die gegenteilige Annahme, falls man von einer mehrfachen Einnahme des Po 210 in kleinen Dosen ausgehe. Im Juni 2016 lehnte ein Gericht in Paris (nicht letztinstanzlich) die Wiedereröffnung der Untersuchungen bzgl. des vermuteten Mordes ab, weil dafür die Rechtsgrundlage fehle. Ehrungen 1993 Großkreuz des portugiesischen Verdienstordens 1993 Félix-Houphouët-Boigny-Friedenspreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1994 Prinz-von-Asturien-Preis für Internationale Zusammenarbeit 1994 Friedensnobelpreis mit Yitzhak Rabin und Schimon Peres 1995 Deutscher Medienpreis 1999 Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Held der Demokratischen Volksrepublik Korea Alter Freund des chinesischen Volkes Literatur Helga Baumgarten: Arafat: zwischen Kampf und Diplomatie. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36419-5. Andrew Gowers, Tony Walker: Arafat: hinter dem Mythos. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 1994, ISBN 3-434-50035-9 (Übersetzung von Behind the myth: Yasser Arafat and the Palestinian revolution, 1990). Amnon Kapeliuk: Yassir Arafat: Die Biographie. Mit einem Vorwort von Nelson Mandela, Palmyra, Heidelberg 2005, ISBN 978-3-930378-59-3. Gerhard Konzelmann: Arafat. Vom Terroristen zum Mann des Friedens. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993, ISBN 3-404-61296-5. (= Bastei-Lübbe-Taschenbuch, Band 61296, Biographie). Aharon Moshel: In einer Hand den Ölzweig: Jassir Arafat und die PLO. Facta, München / Hamburg 1988, ISBN 3-926827-10-6. Barry Rubin, Judith Colp Rubin: Yasir Arafat : A Political Biography. Oxford University, Oxford 2005, ISBN 978-0-19-516689-7. Danny Rubinstein: Yassir Arafat. Vom Guerillakämpfer zum Staatsmann. Palmyra, Heidelberg 1996, ISBN 3-930378-09-4 (Übersetzung von The Mystery of Arafat, 1995). Hassan Sadek: Arafat. Hugendubel, München / Kreuzlingen 2006, ISBN 978-3-7205-2751-4. (= Diederichs kompakt). Janet und John Wallach: Jassir Arafat. Die Biographie. Heyne, München 1994, ISBN 3-453-08755-0. Weblinks Themenschwerpunkt Arafat in der ägyptischen Wochenzeitung Al Ahram Rafael Seligmann: Begrabt ihn in Jerusalem, FAZ, 7. November 2004 , nahostkonflikt.net Internetpräsenz der PLO (Negotiations Affairs Department) (englisch, arabisch, hebräisch) Wolfgang G. Schwanitz: Yasir Arafat: Palästinensischer Politiker (PDF, 1,3 MiB) Einige kritische Betrachtungen: Michael Naumann: Keine Kugel für Arafat, Die Zeit, 18. September 2003 Petra Steinberger: Der Hoffnungsschimmerlügner, SZ, 4. November 2004 Gisela Dachs und Reiner Luyken: So opfert Arafat die Jugend Palästinas, Die Zeit, 44/2000 Jörg Steinhaus: Der lange Weg des Jassir Arafat, Kronos, 2. Februar 2001 Palestinians mourn Arafat but struggle for liberation will continue – Trotzkistische Analyse von Arafats Wirken, Maavak Sozialisti (israelische Sektion des CWI), 11. November 2004 (englisch) Anmerkungen Politiker (Palästina) Fatah Mitglied der PLO Person des Antizionismus Person im Nahostkonflikt Friedensnobelpreisträger Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Großkreuz mit Ordenskette) Träger des portugiesischen Ordens für Verdienst (Großkreuz) Träger des Ordens des Weißen Löwen Träger des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (I. Klasse) Palästinenser Ägypter Geboren 1929 Gestorben 2004 Mann
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Was sind die wichtigsten politischen Ämter, die Joschka Fischer innehatte?
Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater, Publizist und Lobbyist tätig. Leben Herkunft und Jugend Fischer wurde als drittes Kind des Metzgers Joszef Fischer geboren. Die Eltern hatten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Wudigeß (, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest) verlassen müssen. Die Familie siedelte nach Langenburg im Hohenlohischen über. Der von Joschka Fischer geführte Vorname leitet sich von Jóska [] ab, einer Diminutivform des ungarischen Vornamens József [] (). In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Studentenbewegung Ab 1967 engagierte sich Fischer in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition (APO). Er lebte ab 1968 in Frankfurt am Main. Später jobbte er im SDS-Verlag Neue Kritik und in der Buchhandlung Libresso am Opernplatz, die vorwiegend linke Literatur anbot. Gleichzeitig besuchte er eigenem Bekunden nach als Gasthörer die zeitweise völlig überfüllten Vorlesungen von Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Oskar Negt. 1969 nahm Fischer in Algier an einer Konferenz der PLO teil. 1970 gründete er die Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt am Main. 1971 begann er eine Tätigkeit bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim mit dem Ziel, über die Gründung einer Betriebsgruppe die Arbeiter zu politisieren und letztlich für die „Revolution“ zu gewinnen. Diese Form der „Basisarbeit“ brachte aber nicht den erhofften Erfolg und Fischer wurde wegen seiner Aktivitäten nach einem halben Jahr fristlos entlassen. Nach weiteren Gelegenheitsarbeiten – unter anderem als Übersetzer von Romanen für Jörg Schröders Olympia Press – arbeitete Fischer in Frankfurt bis 1981 als Taxifahrer und bis 1982 als Aushilfe in einem Buchladen. Schauspielerische Kurzeinsätze hatte er zudem 1983 in dem Fernsehfilm Der Fliegende Robert und 1986 in dem Film Va Banque, in dem er einen Taxifahrer spielt. Politische Militanz Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen. Es gibt von dem Geschehen auch einen Reportagefilm, der an diesem Tag für die Tagesschau gedreht wurde und die Szene in bewegten Bildern zeigt. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben. Hintergrund war eine vorläufige Festnahme Fischers 1976, bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, unter dem Verdacht, einen solchen Brandsatz während einer Demonstration aus Anlass des Todes Ulrike Meinhofs am 10. Mai 1976 auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben, wobei der Polizeiobermeister Jürgen Weber lebensgefährlich verletzt und dauerhaft entstellt worden war. Gegen Fischer wurde wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Fischer wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Bei der Planung der Demonstration war unter Beteiligung Fischers der Einsatz von Molotowcocktails diskutiert worden. Nachermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu diesem Vorfall wurden 2001 durch den Umstand behindert, dass die Hessische Staatskanzlei unter SPD-Ministerpräsident Holger Börner von der Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt alle Unterlagen über Fischer angefordert hatte, als dieser 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde, und seitdem über den Verbleib der Akten nichts bekannt war. Aus der Frankfurter Zeit stammt auch seine Freundschaft mit dem deutsch-französischen Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, mit dem er zeitweilig in einer Wohngemeinschaft wohnte. Im September 2015 tauchte die seit 1985 verschollene Polizeiakte Fischer in einem herrenlosen Koffer am Frankfurter Flughafen wieder auf. Das Schriftstück enthält Fotos, Fingerabdrücke und Daten und dokumentiert die Verstrickung Fischers in die linksradikale Szene. Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“, leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs „Landshut“, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe. Er habe sich dann zum Demokraten aus Überzeugung gewandelt, was auch dem politischen Lebensweg seiner Partei entspreche: Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Ponto durch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien. Parteilaufbahn Noch vor seinem Parteibeitritt im Jahr 1982 gründete Fischer 1981 mit Daniel Cohn-Bendit und anderen den Arbeitskreis Realpolitik in Frankfurt, der für die Partei Die Grünen sogenannte „realpolitische“ Positionen formulierte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen neuen Positionen führte im Kreisverband Frankfurt zur Polarisierung zwischen Realos und Vertretern eines „öko-fundamentalistisch“ genannten Standpunktes (Fundis), in deren Verlauf sich Fischer 1982 für die Bundestagswahl 1983 als Kandidat für Die Grünen durchsetzen konnte. Im März 1983 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Für diese war er als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig. Er machte sich auch als Redner einen zum Teil umstrittenen Namen, z. B. im Zusammenhang der Kießling-Affäre oder der Flick-Affäre, während der er mit Beschimpfung des Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) auf seinen Ausschluss von einer Bundestagssitzung reagierte. Dem bei den Grünen damals noch üblichen Rotationsprinzip gemäß legte er sein Abgeordnetenmandat nach zwei Jahren zum Ende März 1985 nieder. Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter nahm er am 24. Oktober 1983 an der Blockade der US-Militärbasis in Frankfurt am Main teil, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Nach eigenen Angaben hatte Fischer vor seinem Parteieintritt bei den Grünen aus Überzeugung nie gewählt, was ihn heute aber ärgere. Öffentliche Ämter Staatsminister für Umwelt und Energie Am 12. Dezember 1985 kam es in Hessen nach längerer Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Holger Börner. In diesem Kabinett wurde Fischer Staatsminister für Umwelt und Energie. Bereits seine Vereidigung sorgte für Aufsehen, da er in grobem Jackett und weißen Turnschuhen erschien. Dieser Auftritt prägte den Begriff des „Turnschuh-Ministers“. Heute sind Fischers weiße Nike-Turnschuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach ausgestellt. Am 9. Februar 1987 trat Fischer von seinem Amt als hessischer Umweltminister unter Ministerpräsident Börner (SPD) zurück, da die Grünen in einem Ultimatum den Fortbestand der Koalition von der Rücknahme der Genehmigung für das Hanauer Nuklearunternehmen Nukem abhängig gemacht hatten. Damit zerbrach die erste rot-grüne Regierungskoalition im unmittelbaren Nachgang des Unfalls vom 20. Januar 1987 in der Hanauer Atomfabrik Nukem, nur wenige Monate nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die darauf folgenden Neuwahlen im April 1987 endeten mit einem Sieg von CDU und FDP. Walter Wallmann (CDU) wurde Ministerpräsident und Wolfgang Gerhardt (FDP) sein Stellvertreter. Fischer wurde bei dieser Wahl in den Hessischen Landtag gewählt und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Grünen. Bei den Landtagswahlen 1991 verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Es kam zu einer Wiederauflage der rot-grünen Koalition, diesmal unter Ministerpräsident Hans Eichel (SPD). Fischer wurde wieder Umweltminister. Zugleich war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten. Im Oktober 1994 legte er alle Ämter in Hessen nieder und wurde, nachdem die Grünen bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hatten, neben Kerstin Müller zum Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Neben Fischers Engagement für einen Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ließ in diesen Jahren auch die wirtschaftspolitische Hinwendung der Grünen zur Marktwirtschaft diese immer mehr zu einer „realpolitischen“ Partei werden. Außenminister und Vizekanzler Bei der Bundestagswahl im Herbst 1998 verlor die schwarz-gelbe Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl nach 16 Jahren ihre Mehrheit. Es kam zur Bildung der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene. Der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder berief Fischer als Außenminister und Vizekanzler in sein Kabinett. Im Jahre 2001 konnte die bereits angekündigte Fischer-Biografie „Sag mir, wo Du stehst“ der Journalistin Bettina Röhl nicht erscheinen, weil der Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln vom Vertrag zurücktrat. Als Begründung wurde Röhls Kampagne gegen Fischer, einen langjährigen Autor des Verlags, genannt. Im Januar 2001 hatte Bettina Röhl mit der Veröffentlichung der so genannten Fischer-Prügel-Fotos eine weit über deutsche Grenzen hinausreichende Mediendiskussion über Fischers militante Vergangenheit ausgelöst, in deren Verlauf der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder der Opposition vorwarf, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren, während die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel Fischer aufforderte, sich von der 68er-Revolte insgesamt zu distanzieren. Fischer galt als aussichtsreicher Kandidat auf den nach dem Entwurf für eine Europäische Verfassung für 2006 geplanten Posten des Außenministers der Europäischen Union. Den Grundstein hierzu legte seine im Jahr 2000 gehaltene Humboldt-Rede „Vom Staatenverbund zur Föderation“, mit dem er eine mögliche Finalität des europäischen Einigungsprozesses heraufbeschwor und eindeutig für den europäischen Föderalismus Stellung bezog. Am 1. September 2003 verkündete er allerdings gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder, dass beide bei der nächsten Bundestagswahl wieder zusammen antreten wollten. Die rot-grüne Bundesregierung mit Fischer als Bundesaußenminister führte deutsche Bodentruppen mit der Beteiligung am Einsatz der NATO im Kosovokrieg erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz. Fischer legitimierte diesen Einsatz in einer Rede auf dem Kosovo-Sonderparteitag in Bielefeld 1999 mit den Worten: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“ Ab 2001/2002 beteiligte sich die Bundeswehr am Krieg in Afghanistan. 2003 weigerte sich hingegen die rot-grüne Bundesregierung, den Irakkrieg der USA zu unterstützen. Anfang 2005 stand Fischer als verantwortlicher Minister im Mittelpunkt der sogenannten Visa-Affäre. Am 25. April 2005 trat er als Zeuge vor dem Visa-Untersuchungsausschuss auf, wo er eigene Versäumnisse einräumte und die komplette politische Verantwortung übernahm. Ausscheiden Nach der Bundestagswahl 2005 erklärte Fischer, dass er im Oppositionsfall im Sinne eines Generationswechsels für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag und andere führende Ämter in der Partei nicht mehr zur Verfügung stehe. Seine Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler endete am 18. Oktober 2005, er übte diese Ämter aber noch bis zum 22. November des Jahres geschäftsführend aus. Am 27. Juni 2006 nahm Fischer zum letzten Mal an einer Fraktionssitzung der Grünen Bundestagsfraktion teil. Am 1. September 2006 legte er sein Bundestagsmandat nieder. Sein Mandat übernahm der Nachrücker Omid Nouripour. Tätigkeit als Berater und Lobbyist nach der politischen Karriere Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs. 2006 übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University. Fischer war 2006 beratend für den World Jewish Congress tätig. 2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird. Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group, LLC an. Mitte 2009 gründeten Fischer und Dietmar Huber (langjähriger Pressesprecher der Grünen im Bundestag) Joschka Fischer & Company. 2009 schloss Fischer einen Vertrag mit den Energieversorgern RWE und OMV als politischer Berater für den geplanten Bau der 3300 km langen Nabucco-Pipeline, die Erdgas vom Kaspischen Meer über die Türkei in die EU transportieren sollte. Fischer war damit Lobbykonkurrent zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damals für das Projekt der Nord-Stream-Pipeline warb. Ebenfalls 2009 wurde Fischer Berater für den Autokonzern BMW und, gemeinsam mit Madeleine Albright, Berater der Siemens AG in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen. Im September 2010 übernahm Fischer auch ein Beratungsmandat für die Rewe Group. Im Mai 2009 scheiterte Fischer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich mit einer Klage gegen die Illustrierte Bunte, die ein Foto seiner Privatvilla in Berlin-Grunewald abgedruckt hatte. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit sei gewichtiger als Fischers Persönlichkeitsrecht. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. 2013 machte Fischer Werbung für das Elektroauto BMW i3. Im Oktober 2014 stellte Fischer in Berlin sein Buch Scheitert Europa? vor. Es sollte zunächst „Die Vereinigten Staaten von Europa“ heißen und erhielt angesichts damaliger Entwicklungen einen anderen Titel. In dem Buch beschreibt Fischer u. a. die (wirtschaftlichen) Probleme und Dynamiken Europas mit Beginn der Weltfinanzkrise 2007, eine neue Spaltung und Desolidarisierung zwischen den nördlichen (reicheren) und den südlichen europäischen Staaten sowie den Aufstieg radikaler antieuropäischer und fremdenfeindlicher Parteien in demokratischen Wahlen. Er war Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Anfang 2019 wurde Fischer beim kanadischen Hanf-Hersteller Tilray Gründungsmitglied des internationalen Beirates, der bei der Umsetzung einer „offensiven weltweiten Wachstumsstrategie“ helfen soll. Marla Luther, ehemalige Beraterin bei Joschka Fischer & Company, war bereits seit Anfang 2017 Geschäftsführerin von Tilray Deutschland. Agenturen vermitteln Fischer als Vortragsredner. Er schreibt gelegentlich Gastbeiträge in Zeitungen. Privates Fischer ist in fünfter Ehe seit dem 29. Oktober 2005 mit der Filmproduzentin Minu Barati-Fischer verheiratet. Aus zweiter Ehe stammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 2006 lebt Joschka Fischer in Berlin-Grunewald. Politische Positionen 1995 löste Fischer eine innerparteiliche Kontroverse aus, als er mit der strikt pazifistischen Ausrichtung der Partei brach und militärische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der UN-Schutzzonen in Bosnien und Herzegowina befürwortete. Im Frühjahr 2005 setzte sich Fischer im Rahmen der Nachrufdebatte dafür ein, dass Nachrufe für einstige NSDAP-Mitglieder aus der Hauszeitung internAA des Auswärtigen Amts gestrichen werden. In der Folge wurde eine Historikerkommission eingesetzt, welche die Übernahme von NSDAP-Mitgliedern in das AA nach dem Krieg aufarbeiten sollte. Das Ergebnis von deren Arbeit wurde als Buch Das Amt und die Vergangenheit veröffentlicht und hat weitere Debatten ausgelöst. Seit August 2010 hat Fischer den Vorsitz der aus neun Personen bestehenden „Gruppe herausragender Persönlichkeiten“ im Europarat inne. Die auf Initiative der Türkei ins Leben gerufene Gruppe soll sich und vorschlagen. Der erste Bericht der Gruppe erschien im Frühjahr 2011. In einem Interview mit der NZZ verlangte er im Dezember 2020 mehr militärisches Engagement von der deutschen Bundesregierung. Kosovokrieg 1999 unterstützte Fischer maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Er begründete diesen Krieg unter anderem auch mit dem Verweis auf den Holocaust. Am 7. April 1999 sagte er: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer auf die Frage, ob er zwischen den Ereignissen im Kosovo und der Nazi-Ära eine direkte Parallele sehe: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“ Kritiker warfen Fischer vor, als Außenminister Positionen vertreten zu haben, die er vor der rot-grünen Regierungsübernahme abgelehnt hatte. Wegen seines Werbens als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin entschied im Zusammenhang mit einem von der Polizei übermalten Transparent, dass diese Bezeichnung als schwerer Angriff auf die persönliche Ehre rechtswidrig sei. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir Fansa mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Tschetschenienkriege Heftige Kritik an Joschka Fischer wurde wegen seiner Haltung bezüglich der Tschetschenienkriege geäußert. Während der Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer im Januar 1995 noch die Untätigkeit der Bundesregierung während des Ersten Tschetschenienkriegs angesichts des „grausamen Mordens einer nuklearen Supermacht gegen ein kleines Volk im Norden des Kaukasus“ verurteilt hatte, erklärte er 2000 als Außenminister in Bezug auf den Zweiten Tschetschenienkrieg, dass Russland nicht isoliert werden dürfe und es legitim sei, gegen Terror vorzugehen. Ehrungen und Auszeichnungen Im Mai 2002 wurde Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Haifa ausgezeichnet. Am 4. Mai 2004 erhielt er den renommierten Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon. Im Mai 2005 erhielt Fischer in seiner Funktion als Außenminister die höchste Auszeichnung des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Leo-Baeck-Preis, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. Am 20. Mai 2006 wurde Joschka Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv ausgezeichnet. Als Dank für seinen Einsatz als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung der Grube Messel als Mülldeponie und für deren Bewahrung als Fossilienfundstätte wurde nach ihm im Jahr 2005 eine fossile Schlange als Palaeopython fischeri benannt. Er ist Ehrenbürger von Budakeszi. Im Jahr 2009 erhielt Joschka Fischer den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in Realpolitik. 2010 wurde er mit der Heinrich-Heine-Gastprofessur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geehrt. Im Jahr 2016 bekam Fischer die Bayerische Europa-Medaille. Veröffentlichungen Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X. (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6. Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X. Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9. Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4. Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X. Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4. Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2. Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5. Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8. Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1. „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0. mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3. Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6. Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0. Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6. Literatur Biographien Paul Berman: Idealisten an der Macht. Die Passion des Joschka Fischer. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-846-7. Matthias Geis, Bernd Ulrich: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0175-8; aktualisierte Neuauflage: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61623-8. Sibylle Krause-Burger: Joschka Fischer. Der Marsch durch die Illusionen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05082-1 (überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-60738-7). Jürgen Schreiber: Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten von fetten und mageren Zeiten. Econ, Berlin 2007, ISBN 978-3-430-30033-9. Michael Schwelien: Joschka Fischer. Eine Karriere. Hoffmann & Campe, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11330-3 (erweiterte Taschenbuchausgabe: Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19705-4). Lebensabschnitte und Einzelaspekte Autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hrsg.): Die Hunde bellen … Von A–RZ. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre. Unrast Verlag, Münster 2001, ISBN 3-89771-408-6. Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan. Edition TIAMAT, Berlin 1999, ISBN 3-89320-025-8. Christian Y. Schmidt: „Wir sind die Wahnsinnigen …“. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. Econ, München/Düsseldorf 1998; aktualisierte Ausgabe: Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999; erweiterte Neuausgabe: Verbrecher Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-943167-30-6. Gespräche/Interviews Gero von Boehm: Joschka Fischer. 31. August 2010. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 678–692. mit Daniel Cohn-Bendit, Alexander Gauland: Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch. Athenäum Verlag, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Filme Pepe Danquart: Joschka und Herr Fischer. Deutschland 2011, 140 min, X-Verleih Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden. Dokumentarfilm, 105 min, Deutschland, 2005, Regie: Stephan Lamby, Produktion: Phoenix, von Phoenix Rot-Grün macht Kasse. Dokumentarfilm über die Tätigkeit ehemaliger Politiker als Lobbyisten, 30 min, Deutschland, 2011, Produktion: NDR/Panorama (online) Weblinks Joschka Fischer & Company, Website der Unternehmensberatung Fischers Einzelnachweise Vizekanzler (Deutschland) Außenminister (Bundesrepublik Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Vorsitzender der Bündnis-90/Die-Grünen-Bundestagsfraktion Umweltminister (Hessen) Energieminister (Hessen) Minister für Bundesangelegenheiten (Hessen) Fraktionsvorsitzender (Hessen) Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Politiker (20. Jahrhundert) Politiker (21. Jahrhundert) Hochschullehrer (Princeton University) Lobbyist Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (I. Klasse) Ehrendoktor der Universität Haifa Ehrendoktor der Universität Tel Aviv Autobiografie Sachbuchautor Marathonläufer (Deutschland) Person der 68er-Bewegung Sponti-Szene (Frankfurt am Main) Deutscher Geboren 1948 Mann
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Was sind die wichtigsten politischen Ämter, die Joschka Fischer innehatte?
Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater, Publizist und Lobbyist tätig. Leben Herkunft und Jugend Fischer wurde als drittes Kind des Metzgers Joszef Fischer geboren. Die Eltern hatten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Wudigeß (, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest) verlassen müssen. Die Familie siedelte nach Langenburg im Hohenlohischen über. Der von Joschka Fischer geführte Vorname leitet sich von Jóska [] ab, einer Diminutivform des ungarischen Vornamens József [] (). In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Studentenbewegung Ab 1967 engagierte sich Fischer in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition (APO). Er lebte ab 1968 in Frankfurt am Main. Später jobbte er im SDS-Verlag Neue Kritik und in der Buchhandlung Libresso am Opernplatz, die vorwiegend linke Literatur anbot. Gleichzeitig besuchte er eigenem Bekunden nach als Gasthörer die zeitweise völlig überfüllten Vorlesungen von Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Oskar Negt. 1969 nahm Fischer in Algier an einer Konferenz der PLO teil. 1970 gründete er die Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt am Main. 1971 begann er eine Tätigkeit bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim mit dem Ziel, über die Gründung einer Betriebsgruppe die Arbeiter zu politisieren und letztlich für die „Revolution“ zu gewinnen. Diese Form der „Basisarbeit“ brachte aber nicht den erhofften Erfolg und Fischer wurde wegen seiner Aktivitäten nach einem halben Jahr fristlos entlassen. Nach weiteren Gelegenheitsarbeiten – unter anderem als Übersetzer von Romanen für Jörg Schröders Olympia Press – arbeitete Fischer in Frankfurt bis 1981 als Taxifahrer und bis 1982 als Aushilfe in einem Buchladen. Schauspielerische Kurzeinsätze hatte er zudem 1983 in dem Fernsehfilm Der Fliegende Robert und 1986 in dem Film Va Banque, in dem er einen Taxifahrer spielt. Politische Militanz Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen. Es gibt von dem Geschehen auch einen Reportagefilm, der an diesem Tag für die Tagesschau gedreht wurde und die Szene in bewegten Bildern zeigt. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben. Hintergrund war eine vorläufige Festnahme Fischers 1976, bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, unter dem Verdacht, einen solchen Brandsatz während einer Demonstration aus Anlass des Todes Ulrike Meinhofs am 10. Mai 1976 auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben, wobei der Polizeiobermeister Jürgen Weber lebensgefährlich verletzt und dauerhaft entstellt worden war. Gegen Fischer wurde wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Fischer wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Bei der Planung der Demonstration war unter Beteiligung Fischers der Einsatz von Molotowcocktails diskutiert worden. Nachermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu diesem Vorfall wurden 2001 durch den Umstand behindert, dass die Hessische Staatskanzlei unter SPD-Ministerpräsident Holger Börner von der Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt alle Unterlagen über Fischer angefordert hatte, als dieser 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde, und seitdem über den Verbleib der Akten nichts bekannt war. Aus der Frankfurter Zeit stammt auch seine Freundschaft mit dem deutsch-französischen Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, mit dem er zeitweilig in einer Wohngemeinschaft wohnte. Im September 2015 tauchte die seit 1985 verschollene Polizeiakte Fischer in einem herrenlosen Koffer am Frankfurter Flughafen wieder auf. Das Schriftstück enthält Fotos, Fingerabdrücke und Daten und dokumentiert die Verstrickung Fischers in die linksradikale Szene. Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“, leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs „Landshut“, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe. Er habe sich dann zum Demokraten aus Überzeugung gewandelt, was auch dem politischen Lebensweg seiner Partei entspreche: Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Ponto durch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien. Parteilaufbahn Noch vor seinem Parteibeitritt im Jahr 1982 gründete Fischer 1981 mit Daniel Cohn-Bendit und anderen den Arbeitskreis Realpolitik in Frankfurt, der für die Partei Die Grünen sogenannte „realpolitische“ Positionen formulierte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen neuen Positionen führte im Kreisverband Frankfurt zur Polarisierung zwischen Realos und Vertretern eines „öko-fundamentalistisch“ genannten Standpunktes (Fundis), in deren Verlauf sich Fischer 1982 für die Bundestagswahl 1983 als Kandidat für Die Grünen durchsetzen konnte. Im März 1983 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Für diese war er als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig. Er machte sich auch als Redner einen zum Teil umstrittenen Namen, z. B. im Zusammenhang der Kießling-Affäre oder der Flick-Affäre, während der er mit Beschimpfung des Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) auf seinen Ausschluss von einer Bundestagssitzung reagierte. Dem bei den Grünen damals noch üblichen Rotationsprinzip gemäß legte er sein Abgeordnetenmandat nach zwei Jahren zum Ende März 1985 nieder. Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter nahm er am 24. Oktober 1983 an der Blockade der US-Militärbasis in Frankfurt am Main teil, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Nach eigenen Angaben hatte Fischer vor seinem Parteieintritt bei den Grünen aus Überzeugung nie gewählt, was ihn heute aber ärgere. Öffentliche Ämter Staatsminister für Umwelt und Energie Am 12. Dezember 1985 kam es in Hessen nach längerer Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Holger Börner. In diesem Kabinett wurde Fischer Staatsminister für Umwelt und Energie. Bereits seine Vereidigung sorgte für Aufsehen, da er in grobem Jackett und weißen Turnschuhen erschien. Dieser Auftritt prägte den Begriff des „Turnschuh-Ministers“. Heute sind Fischers weiße Nike-Turnschuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach ausgestellt. Am 9. Februar 1987 trat Fischer von seinem Amt als hessischer Umweltminister unter Ministerpräsident Börner (SPD) zurück, da die Grünen in einem Ultimatum den Fortbestand der Koalition von der Rücknahme der Genehmigung für das Hanauer Nuklearunternehmen Nukem abhängig gemacht hatten. Damit zerbrach die erste rot-grüne Regierungskoalition im unmittelbaren Nachgang des Unfalls vom 20. Januar 1987 in der Hanauer Atomfabrik Nukem, nur wenige Monate nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die darauf folgenden Neuwahlen im April 1987 endeten mit einem Sieg von CDU und FDP. Walter Wallmann (CDU) wurde Ministerpräsident und Wolfgang Gerhardt (FDP) sein Stellvertreter. Fischer wurde bei dieser Wahl in den Hessischen Landtag gewählt und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Grünen. Bei den Landtagswahlen 1991 verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Es kam zu einer Wiederauflage der rot-grünen Koalition, diesmal unter Ministerpräsident Hans Eichel (SPD). Fischer wurde wieder Umweltminister. Zugleich war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten. Im Oktober 1994 legte er alle Ämter in Hessen nieder und wurde, nachdem die Grünen bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hatten, neben Kerstin Müller zum Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Neben Fischers Engagement für einen Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ließ in diesen Jahren auch die wirtschaftspolitische Hinwendung der Grünen zur Marktwirtschaft diese immer mehr zu einer „realpolitischen“ Partei werden. Außenminister und Vizekanzler Bei der Bundestagswahl im Herbst 1998 verlor die schwarz-gelbe Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl nach 16 Jahren ihre Mehrheit. Es kam zur Bildung der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene. Der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder berief Fischer als Außenminister und Vizekanzler in sein Kabinett. Im Jahre 2001 konnte die bereits angekündigte Fischer-Biografie „Sag mir, wo Du stehst“ der Journalistin Bettina Röhl nicht erscheinen, weil der Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln vom Vertrag zurücktrat. Als Begründung wurde Röhls Kampagne gegen Fischer, einen langjährigen Autor des Verlags, genannt. Im Januar 2001 hatte Bettina Röhl mit der Veröffentlichung der so genannten Fischer-Prügel-Fotos eine weit über deutsche Grenzen hinausreichende Mediendiskussion über Fischers militante Vergangenheit ausgelöst, in deren Verlauf der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder der Opposition vorwarf, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren, während die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel Fischer aufforderte, sich von der 68er-Revolte insgesamt zu distanzieren. Fischer galt als aussichtsreicher Kandidat auf den nach dem Entwurf für eine Europäische Verfassung für 2006 geplanten Posten des Außenministers der Europäischen Union. Den Grundstein hierzu legte seine im Jahr 2000 gehaltene Humboldt-Rede „Vom Staatenverbund zur Föderation“, mit dem er eine mögliche Finalität des europäischen Einigungsprozesses heraufbeschwor und eindeutig für den europäischen Föderalismus Stellung bezog. Am 1. September 2003 verkündete er allerdings gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder, dass beide bei der nächsten Bundestagswahl wieder zusammen antreten wollten. Die rot-grüne Bundesregierung mit Fischer als Bundesaußenminister führte deutsche Bodentruppen mit der Beteiligung am Einsatz der NATO im Kosovokrieg erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz. Fischer legitimierte diesen Einsatz in einer Rede auf dem Kosovo-Sonderparteitag in Bielefeld 1999 mit den Worten: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“ Ab 2001/2002 beteiligte sich die Bundeswehr am Krieg in Afghanistan. 2003 weigerte sich hingegen die rot-grüne Bundesregierung, den Irakkrieg der USA zu unterstützen. Anfang 2005 stand Fischer als verantwortlicher Minister im Mittelpunkt der sogenannten Visa-Affäre. Am 25. April 2005 trat er als Zeuge vor dem Visa-Untersuchungsausschuss auf, wo er eigene Versäumnisse einräumte und die komplette politische Verantwortung übernahm. Ausscheiden Nach der Bundestagswahl 2005 erklärte Fischer, dass er im Oppositionsfall im Sinne eines Generationswechsels für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag und andere führende Ämter in der Partei nicht mehr zur Verfügung stehe. Seine Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler endete am 18. Oktober 2005, er übte diese Ämter aber noch bis zum 22. November des Jahres geschäftsführend aus. Am 27. Juni 2006 nahm Fischer zum letzten Mal an einer Fraktionssitzung der Grünen Bundestagsfraktion teil. Am 1. September 2006 legte er sein Bundestagsmandat nieder. Sein Mandat übernahm der Nachrücker Omid Nouripour. Tätigkeit als Berater und Lobbyist nach der politischen Karriere Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs. 2006 übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University. Fischer war 2006 beratend für den World Jewish Congress tätig. 2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird. Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group, LLC an. Mitte 2009 gründeten Fischer und Dietmar Huber (langjähriger Pressesprecher der Grünen im Bundestag) Joschka Fischer & Company. 2009 schloss Fischer einen Vertrag mit den Energieversorgern RWE und OMV als politischer Berater für den geplanten Bau der 3300 km langen Nabucco-Pipeline, die Erdgas vom Kaspischen Meer über die Türkei in die EU transportieren sollte. Fischer war damit Lobbykonkurrent zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damals für das Projekt der Nord-Stream-Pipeline warb. Ebenfalls 2009 wurde Fischer Berater für den Autokonzern BMW und, gemeinsam mit Madeleine Albright, Berater der Siemens AG in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen. Im September 2010 übernahm Fischer auch ein Beratungsmandat für die Rewe Group. Im Mai 2009 scheiterte Fischer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich mit einer Klage gegen die Illustrierte Bunte, die ein Foto seiner Privatvilla in Berlin-Grunewald abgedruckt hatte. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit sei gewichtiger als Fischers Persönlichkeitsrecht. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. 2013 machte Fischer Werbung für das Elektroauto BMW i3. Im Oktober 2014 stellte Fischer in Berlin sein Buch Scheitert Europa? vor. Es sollte zunächst „Die Vereinigten Staaten von Europa“ heißen und erhielt angesichts damaliger Entwicklungen einen anderen Titel. In dem Buch beschreibt Fischer u. a. die (wirtschaftlichen) Probleme und Dynamiken Europas mit Beginn der Weltfinanzkrise 2007, eine neue Spaltung und Desolidarisierung zwischen den nördlichen (reicheren) und den südlichen europäischen Staaten sowie den Aufstieg radikaler antieuropäischer und fremdenfeindlicher Parteien in demokratischen Wahlen. Er war Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Anfang 2019 wurde Fischer beim kanadischen Hanf-Hersteller Tilray Gründungsmitglied des internationalen Beirates, der bei der Umsetzung einer „offensiven weltweiten Wachstumsstrategie“ helfen soll. Marla Luther, ehemalige Beraterin bei Joschka Fischer & Company, war bereits seit Anfang 2017 Geschäftsführerin von Tilray Deutschland. Agenturen vermitteln Fischer als Vortragsredner. Er schreibt gelegentlich Gastbeiträge in Zeitungen. Privates Fischer ist in fünfter Ehe seit dem 29. Oktober 2005 mit der Filmproduzentin Minu Barati-Fischer verheiratet. Aus zweiter Ehe stammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 2006 lebt Joschka Fischer in Berlin-Grunewald. Politische Positionen 1995 löste Fischer eine innerparteiliche Kontroverse aus, als er mit der strikt pazifistischen Ausrichtung der Partei brach und militärische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der UN-Schutzzonen in Bosnien und Herzegowina befürwortete. Im Frühjahr 2005 setzte sich Fischer im Rahmen der Nachrufdebatte dafür ein, dass Nachrufe für einstige NSDAP-Mitglieder aus der Hauszeitung internAA des Auswärtigen Amts gestrichen werden. In der Folge wurde eine Historikerkommission eingesetzt, welche die Übernahme von NSDAP-Mitgliedern in das AA nach dem Krieg aufarbeiten sollte. Das Ergebnis von deren Arbeit wurde als Buch Das Amt und die Vergangenheit veröffentlicht und hat weitere Debatten ausgelöst. Seit August 2010 hat Fischer den Vorsitz der aus neun Personen bestehenden „Gruppe herausragender Persönlichkeiten“ im Europarat inne. Die auf Initiative der Türkei ins Leben gerufene Gruppe soll sich und vorschlagen. Der erste Bericht der Gruppe erschien im Frühjahr 2011. In einem Interview mit der NZZ verlangte er im Dezember 2020 mehr militärisches Engagement von der deutschen Bundesregierung. Kosovokrieg 1999 unterstützte Fischer maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Er begründete diesen Krieg unter anderem auch mit dem Verweis auf den Holocaust. Am 7. April 1999 sagte er: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer auf die Frage, ob er zwischen den Ereignissen im Kosovo und der Nazi-Ära eine direkte Parallele sehe: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“ Kritiker warfen Fischer vor, als Außenminister Positionen vertreten zu haben, die er vor der rot-grünen Regierungsübernahme abgelehnt hatte. Wegen seines Werbens als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin entschied im Zusammenhang mit einem von der Polizei übermalten Transparent, dass diese Bezeichnung als schwerer Angriff auf die persönliche Ehre rechtswidrig sei. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir Fansa mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Tschetschenienkriege Heftige Kritik an Joschka Fischer wurde wegen seiner Haltung bezüglich der Tschetschenienkriege geäußert. Während der Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer im Januar 1995 noch die Untätigkeit der Bundesregierung während des Ersten Tschetschenienkriegs angesichts des „grausamen Mordens einer nuklearen Supermacht gegen ein kleines Volk im Norden des Kaukasus“ verurteilt hatte, erklärte er 2000 als Außenminister in Bezug auf den Zweiten Tschetschenienkrieg, dass Russland nicht isoliert werden dürfe und es legitim sei, gegen Terror vorzugehen. Ehrungen und Auszeichnungen Im Mai 2002 wurde Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Haifa ausgezeichnet. Am 4. Mai 2004 erhielt er den renommierten Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon. Im Mai 2005 erhielt Fischer in seiner Funktion als Außenminister die höchste Auszeichnung des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Leo-Baeck-Preis, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. Am 20. Mai 2006 wurde Joschka Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv ausgezeichnet. Als Dank für seinen Einsatz als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung der Grube Messel als Mülldeponie und für deren Bewahrung als Fossilienfundstätte wurde nach ihm im Jahr 2005 eine fossile Schlange als Palaeopython fischeri benannt. Er ist Ehrenbürger von Budakeszi. Im Jahr 2009 erhielt Joschka Fischer den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in Realpolitik. 2010 wurde er mit der Heinrich-Heine-Gastprofessur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geehrt. Im Jahr 2016 bekam Fischer die Bayerische Europa-Medaille. Veröffentlichungen Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X. (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6. Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X. Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9. Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4. Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X. Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4. Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2. Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5. Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8. Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1. „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0. mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3. Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6. Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0. Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6. Literatur Biographien Paul Berman: Idealisten an der Macht. Die Passion des Joschka Fischer. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-846-7. Matthias Geis, Bernd Ulrich: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0175-8; aktualisierte Neuauflage: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61623-8. Sibylle Krause-Burger: Joschka Fischer. Der Marsch durch die Illusionen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05082-1 (überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-60738-7). Jürgen Schreiber: Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten von fetten und mageren Zeiten. Econ, Berlin 2007, ISBN 978-3-430-30033-9. Michael Schwelien: Joschka Fischer. Eine Karriere. Hoffmann & Campe, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11330-3 (erweiterte Taschenbuchausgabe: Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19705-4). Lebensabschnitte und Einzelaspekte Autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hrsg.): Die Hunde bellen … Von A–RZ. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre. Unrast Verlag, Münster 2001, ISBN 3-89771-408-6. Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan. Edition TIAMAT, Berlin 1999, ISBN 3-89320-025-8. Christian Y. Schmidt: „Wir sind die Wahnsinnigen …“. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. Econ, München/Düsseldorf 1998; aktualisierte Ausgabe: Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999; erweiterte Neuausgabe: Verbrecher Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-943167-30-6. Gespräche/Interviews Gero von Boehm: Joschka Fischer. 31. August 2010. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 678–692. mit Daniel Cohn-Bendit, Alexander Gauland: Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch. Athenäum Verlag, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Filme Pepe Danquart: Joschka und Herr Fischer. Deutschland 2011, 140 min, X-Verleih Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden. Dokumentarfilm, 105 min, Deutschland, 2005, Regie: Stephan Lamby, Produktion: Phoenix, von Phoenix Rot-Grün macht Kasse. Dokumentarfilm über die Tätigkeit ehemaliger Politiker als Lobbyisten, 30 min, Deutschland, 2011, Produktion: NDR/Panorama (online) Weblinks Joschka Fischer & Company, Website der Unternehmensberatung Fischers Einzelnachweise Vizekanzler (Deutschland) Außenminister (Bundesrepublik Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Vorsitzender der Bündnis-90/Die-Grünen-Bundestagsfraktion Umweltminister (Hessen) Energieminister (Hessen) Minister für Bundesangelegenheiten (Hessen) Fraktionsvorsitzender (Hessen) Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Politiker (20. Jahrhundert) Politiker (21. Jahrhundert) Hochschullehrer (Princeton University) Lobbyist Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (I. Klasse) Ehrendoktor der Universität Haifa Ehrendoktor der Universität Tel Aviv Autobiografie Sachbuchautor Marathonläufer (Deutschland) Person der 68er-Bewegung Sponti-Szene (Frankfurt am Main) Deutscher Geboren 1948 Mann
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Was sind die wichtigsten politischen Ämter, die Joschka Fischer innehatte?
Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater, Publizist und Lobbyist tätig. Leben Herkunft und Jugend Fischer wurde als drittes Kind des Metzgers Joszef Fischer geboren. Die Eltern hatten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Wudigeß (, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest) verlassen müssen. Die Familie siedelte nach Langenburg im Hohenlohischen über. Der von Joschka Fischer geführte Vorname leitet sich von Jóska [] ab, einer Diminutivform des ungarischen Vornamens József [] (). In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Studentenbewegung Ab 1967 engagierte sich Fischer in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition (APO). Er lebte ab 1968 in Frankfurt am Main. Später jobbte er im SDS-Verlag Neue Kritik und in der Buchhandlung Libresso am Opernplatz, die vorwiegend linke Literatur anbot. Gleichzeitig besuchte er eigenem Bekunden nach als Gasthörer die zeitweise völlig überfüllten Vorlesungen von Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Oskar Negt. 1969 nahm Fischer in Algier an einer Konferenz der PLO teil. 1970 gründete er die Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt am Main. 1971 begann er eine Tätigkeit bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim mit dem Ziel, über die Gründung einer Betriebsgruppe die Arbeiter zu politisieren und letztlich für die „Revolution“ zu gewinnen. Diese Form der „Basisarbeit“ brachte aber nicht den erhofften Erfolg und Fischer wurde wegen seiner Aktivitäten nach einem halben Jahr fristlos entlassen. Nach weiteren Gelegenheitsarbeiten – unter anderem als Übersetzer von Romanen für Jörg Schröders Olympia Press – arbeitete Fischer in Frankfurt bis 1981 als Taxifahrer und bis 1982 als Aushilfe in einem Buchladen. Schauspielerische Kurzeinsätze hatte er zudem 1983 in dem Fernsehfilm Der Fliegende Robert und 1986 in dem Film Va Banque, in dem er einen Taxifahrer spielt. Politische Militanz Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen. Es gibt von dem Geschehen auch einen Reportagefilm, der an diesem Tag für die Tagesschau gedreht wurde und die Szene in bewegten Bildern zeigt. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben. Hintergrund war eine vorläufige Festnahme Fischers 1976, bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, unter dem Verdacht, einen solchen Brandsatz während einer Demonstration aus Anlass des Todes Ulrike Meinhofs am 10. Mai 1976 auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben, wobei der Polizeiobermeister Jürgen Weber lebensgefährlich verletzt und dauerhaft entstellt worden war. Gegen Fischer wurde wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Fischer wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Bei der Planung der Demonstration war unter Beteiligung Fischers der Einsatz von Molotowcocktails diskutiert worden. Nachermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu diesem Vorfall wurden 2001 durch den Umstand behindert, dass die Hessische Staatskanzlei unter SPD-Ministerpräsident Holger Börner von der Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt alle Unterlagen über Fischer angefordert hatte, als dieser 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde, und seitdem über den Verbleib der Akten nichts bekannt war. Aus der Frankfurter Zeit stammt auch seine Freundschaft mit dem deutsch-französischen Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, mit dem er zeitweilig in einer Wohngemeinschaft wohnte. Im September 2015 tauchte die seit 1985 verschollene Polizeiakte Fischer in einem herrenlosen Koffer am Frankfurter Flughafen wieder auf. Das Schriftstück enthält Fotos, Fingerabdrücke und Daten und dokumentiert die Verstrickung Fischers in die linksradikale Szene. Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“, leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs „Landshut“, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe. Er habe sich dann zum Demokraten aus Überzeugung gewandelt, was auch dem politischen Lebensweg seiner Partei entspreche: Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Ponto durch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien. Parteilaufbahn Noch vor seinem Parteibeitritt im Jahr 1982 gründete Fischer 1981 mit Daniel Cohn-Bendit und anderen den Arbeitskreis Realpolitik in Frankfurt, der für die Partei Die Grünen sogenannte „realpolitische“ Positionen formulierte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen neuen Positionen führte im Kreisverband Frankfurt zur Polarisierung zwischen Realos und Vertretern eines „öko-fundamentalistisch“ genannten Standpunktes (Fundis), in deren Verlauf sich Fischer 1982 für die Bundestagswahl 1983 als Kandidat für Die Grünen durchsetzen konnte. Im März 1983 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Für diese war er als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig. Er machte sich auch als Redner einen zum Teil umstrittenen Namen, z. B. im Zusammenhang der Kießling-Affäre oder der Flick-Affäre, während der er mit Beschimpfung des Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) auf seinen Ausschluss von einer Bundestagssitzung reagierte. Dem bei den Grünen damals noch üblichen Rotationsprinzip gemäß legte er sein Abgeordnetenmandat nach zwei Jahren zum Ende März 1985 nieder. Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter nahm er am 24. Oktober 1983 an der Blockade der US-Militärbasis in Frankfurt am Main teil, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Nach eigenen Angaben hatte Fischer vor seinem Parteieintritt bei den Grünen aus Überzeugung nie gewählt, was ihn heute aber ärgere. Öffentliche Ämter Staatsminister für Umwelt und Energie Am 12. Dezember 1985 kam es in Hessen nach längerer Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Holger Börner. In diesem Kabinett wurde Fischer Staatsminister für Umwelt und Energie. Bereits seine Vereidigung sorgte für Aufsehen, da er in grobem Jackett und weißen Turnschuhen erschien. Dieser Auftritt prägte den Begriff des „Turnschuh-Ministers“. Heute sind Fischers weiße Nike-Turnschuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach ausgestellt. Am 9. Februar 1987 trat Fischer von seinem Amt als hessischer Umweltminister unter Ministerpräsident Börner (SPD) zurück, da die Grünen in einem Ultimatum den Fortbestand der Koalition von der Rücknahme der Genehmigung für das Hanauer Nuklearunternehmen Nukem abhängig gemacht hatten. Damit zerbrach die erste rot-grüne Regierungskoalition im unmittelbaren Nachgang des Unfalls vom 20. Januar 1987 in der Hanauer Atomfabrik Nukem, nur wenige Monate nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die darauf folgenden Neuwahlen im April 1987 endeten mit einem Sieg von CDU und FDP. Walter Wallmann (CDU) wurde Ministerpräsident und Wolfgang Gerhardt (FDP) sein Stellvertreter. Fischer wurde bei dieser Wahl in den Hessischen Landtag gewählt und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Grünen. Bei den Landtagswahlen 1991 verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Es kam zu einer Wiederauflage der rot-grünen Koalition, diesmal unter Ministerpräsident Hans Eichel (SPD). Fischer wurde wieder Umweltminister. Zugleich war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten. Im Oktober 1994 legte er alle Ämter in Hessen nieder und wurde, nachdem die Grünen bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hatten, neben Kerstin Müller zum Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Neben Fischers Engagement für einen Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ließ in diesen Jahren auch die wirtschaftspolitische Hinwendung der Grünen zur Marktwirtschaft diese immer mehr zu einer „realpolitischen“ Partei werden. Außenminister und Vizekanzler Bei der Bundestagswahl im Herbst 1998 verlor die schwarz-gelbe Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl nach 16 Jahren ihre Mehrheit. Es kam zur Bildung der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene. Der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder berief Fischer als Außenminister und Vizekanzler in sein Kabinett. Im Jahre 2001 konnte die bereits angekündigte Fischer-Biografie „Sag mir, wo Du stehst“ der Journalistin Bettina Röhl nicht erscheinen, weil der Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln vom Vertrag zurücktrat. Als Begründung wurde Röhls Kampagne gegen Fischer, einen langjährigen Autor des Verlags, genannt. Im Januar 2001 hatte Bettina Röhl mit der Veröffentlichung der so genannten Fischer-Prügel-Fotos eine weit über deutsche Grenzen hinausreichende Mediendiskussion über Fischers militante Vergangenheit ausgelöst, in deren Verlauf der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder der Opposition vorwarf, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren, während die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel Fischer aufforderte, sich von der 68er-Revolte insgesamt zu distanzieren. Fischer galt als aussichtsreicher Kandidat auf den nach dem Entwurf für eine Europäische Verfassung für 2006 geplanten Posten des Außenministers der Europäischen Union. Den Grundstein hierzu legte seine im Jahr 2000 gehaltene Humboldt-Rede „Vom Staatenverbund zur Föderation“, mit dem er eine mögliche Finalität des europäischen Einigungsprozesses heraufbeschwor und eindeutig für den europäischen Föderalismus Stellung bezog. Am 1. September 2003 verkündete er allerdings gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder, dass beide bei der nächsten Bundestagswahl wieder zusammen antreten wollten. Die rot-grüne Bundesregierung mit Fischer als Bundesaußenminister führte deutsche Bodentruppen mit der Beteiligung am Einsatz der NATO im Kosovokrieg erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz. Fischer legitimierte diesen Einsatz in einer Rede auf dem Kosovo-Sonderparteitag in Bielefeld 1999 mit den Worten: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“ Ab 2001/2002 beteiligte sich die Bundeswehr am Krieg in Afghanistan. 2003 weigerte sich hingegen die rot-grüne Bundesregierung, den Irakkrieg der USA zu unterstützen. Anfang 2005 stand Fischer als verantwortlicher Minister im Mittelpunkt der sogenannten Visa-Affäre. Am 25. April 2005 trat er als Zeuge vor dem Visa-Untersuchungsausschuss auf, wo er eigene Versäumnisse einräumte und die komplette politische Verantwortung übernahm. Ausscheiden Nach der Bundestagswahl 2005 erklärte Fischer, dass er im Oppositionsfall im Sinne eines Generationswechsels für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag und andere führende Ämter in der Partei nicht mehr zur Verfügung stehe. Seine Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler endete am 18. Oktober 2005, er übte diese Ämter aber noch bis zum 22. November des Jahres geschäftsführend aus. Am 27. Juni 2006 nahm Fischer zum letzten Mal an einer Fraktionssitzung der Grünen Bundestagsfraktion teil. Am 1. September 2006 legte er sein Bundestagsmandat nieder. Sein Mandat übernahm der Nachrücker Omid Nouripour. Tätigkeit als Berater und Lobbyist nach der politischen Karriere Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs. 2006 übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University. Fischer war 2006 beratend für den World Jewish Congress tätig. 2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird. Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group, LLC an. Mitte 2009 gründeten Fischer und Dietmar Huber (langjähriger Pressesprecher der Grünen im Bundestag) Joschka Fischer & Company. 2009 schloss Fischer einen Vertrag mit den Energieversorgern RWE und OMV als politischer Berater für den geplanten Bau der 3300 km langen Nabucco-Pipeline, die Erdgas vom Kaspischen Meer über die Türkei in die EU transportieren sollte. Fischer war damit Lobbykonkurrent zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damals für das Projekt der Nord-Stream-Pipeline warb. Ebenfalls 2009 wurde Fischer Berater für den Autokonzern BMW und, gemeinsam mit Madeleine Albright, Berater der Siemens AG in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen. Im September 2010 übernahm Fischer auch ein Beratungsmandat für die Rewe Group. Im Mai 2009 scheiterte Fischer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich mit einer Klage gegen die Illustrierte Bunte, die ein Foto seiner Privatvilla in Berlin-Grunewald abgedruckt hatte. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit sei gewichtiger als Fischers Persönlichkeitsrecht. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. 2013 machte Fischer Werbung für das Elektroauto BMW i3. Im Oktober 2014 stellte Fischer in Berlin sein Buch Scheitert Europa? vor. Es sollte zunächst „Die Vereinigten Staaten von Europa“ heißen und erhielt angesichts damaliger Entwicklungen einen anderen Titel. In dem Buch beschreibt Fischer u. a. die (wirtschaftlichen) Probleme und Dynamiken Europas mit Beginn der Weltfinanzkrise 2007, eine neue Spaltung und Desolidarisierung zwischen den nördlichen (reicheren) und den südlichen europäischen Staaten sowie den Aufstieg radikaler antieuropäischer und fremdenfeindlicher Parteien in demokratischen Wahlen. Er war Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Anfang 2019 wurde Fischer beim kanadischen Hanf-Hersteller Tilray Gründungsmitglied des internationalen Beirates, der bei der Umsetzung einer „offensiven weltweiten Wachstumsstrategie“ helfen soll. Marla Luther, ehemalige Beraterin bei Joschka Fischer & Company, war bereits seit Anfang 2017 Geschäftsführerin von Tilray Deutschland. Agenturen vermitteln Fischer als Vortragsredner. Er schreibt gelegentlich Gastbeiträge in Zeitungen. Privates Fischer ist in fünfter Ehe seit dem 29. Oktober 2005 mit der Filmproduzentin Minu Barati-Fischer verheiratet. Aus zweiter Ehe stammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 2006 lebt Joschka Fischer in Berlin-Grunewald. Politische Positionen 1995 löste Fischer eine innerparteiliche Kontroverse aus, als er mit der strikt pazifistischen Ausrichtung der Partei brach und militärische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der UN-Schutzzonen in Bosnien und Herzegowina befürwortete. Im Frühjahr 2005 setzte sich Fischer im Rahmen der Nachrufdebatte dafür ein, dass Nachrufe für einstige NSDAP-Mitglieder aus der Hauszeitung internAA des Auswärtigen Amts gestrichen werden. In der Folge wurde eine Historikerkommission eingesetzt, welche die Übernahme von NSDAP-Mitgliedern in das AA nach dem Krieg aufarbeiten sollte. Das Ergebnis von deren Arbeit wurde als Buch Das Amt und die Vergangenheit veröffentlicht und hat weitere Debatten ausgelöst. Seit August 2010 hat Fischer den Vorsitz der aus neun Personen bestehenden „Gruppe herausragender Persönlichkeiten“ im Europarat inne. Die auf Initiative der Türkei ins Leben gerufene Gruppe soll sich und vorschlagen. Der erste Bericht der Gruppe erschien im Frühjahr 2011. In einem Interview mit der NZZ verlangte er im Dezember 2020 mehr militärisches Engagement von der deutschen Bundesregierung. Kosovokrieg 1999 unterstützte Fischer maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Er begründete diesen Krieg unter anderem auch mit dem Verweis auf den Holocaust. Am 7. April 1999 sagte er: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer auf die Frage, ob er zwischen den Ereignissen im Kosovo und der Nazi-Ära eine direkte Parallele sehe: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“ Kritiker warfen Fischer vor, als Außenminister Positionen vertreten zu haben, die er vor der rot-grünen Regierungsübernahme abgelehnt hatte. Wegen seines Werbens als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin entschied im Zusammenhang mit einem von der Polizei übermalten Transparent, dass diese Bezeichnung als schwerer Angriff auf die persönliche Ehre rechtswidrig sei. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir Fansa mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Tschetschenienkriege Heftige Kritik an Joschka Fischer wurde wegen seiner Haltung bezüglich der Tschetschenienkriege geäußert. Während der Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer im Januar 1995 noch die Untätigkeit der Bundesregierung während des Ersten Tschetschenienkriegs angesichts des „grausamen Mordens einer nuklearen Supermacht gegen ein kleines Volk im Norden des Kaukasus“ verurteilt hatte, erklärte er 2000 als Außenminister in Bezug auf den Zweiten Tschetschenienkrieg, dass Russland nicht isoliert werden dürfe und es legitim sei, gegen Terror vorzugehen. Ehrungen und Auszeichnungen Im Mai 2002 wurde Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Haifa ausgezeichnet. Am 4. Mai 2004 erhielt er den renommierten Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon. Im Mai 2005 erhielt Fischer in seiner Funktion als Außenminister die höchste Auszeichnung des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Leo-Baeck-Preis, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. Am 20. Mai 2006 wurde Joschka Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv ausgezeichnet. Als Dank für seinen Einsatz als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung der Grube Messel als Mülldeponie und für deren Bewahrung als Fossilienfundstätte wurde nach ihm im Jahr 2005 eine fossile Schlange als Palaeopython fischeri benannt. Er ist Ehrenbürger von Budakeszi. Im Jahr 2009 erhielt Joschka Fischer den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in Realpolitik. 2010 wurde er mit der Heinrich-Heine-Gastprofessur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geehrt. Im Jahr 2016 bekam Fischer die Bayerische Europa-Medaille. Veröffentlichungen Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X. (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6. Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X. Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9. Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4. Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X. Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4. Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2. Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5. Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8. Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1. „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0. mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3. Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6. Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0. Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6. Literatur Biographien Paul Berman: Idealisten an der Macht. Die Passion des Joschka Fischer. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-846-7. Matthias Geis, Bernd Ulrich: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0175-8; aktualisierte Neuauflage: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61623-8. Sibylle Krause-Burger: Joschka Fischer. Der Marsch durch die Illusionen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05082-1 (überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-60738-7). Jürgen Schreiber: Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten von fetten und mageren Zeiten. Econ, Berlin 2007, ISBN 978-3-430-30033-9. Michael Schwelien: Joschka Fischer. Eine Karriere. Hoffmann & Campe, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11330-3 (erweiterte Taschenbuchausgabe: Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19705-4). Lebensabschnitte und Einzelaspekte Autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hrsg.): Die Hunde bellen … Von A–RZ. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre. Unrast Verlag, Münster 2001, ISBN 3-89771-408-6. Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan. Edition TIAMAT, Berlin 1999, ISBN 3-89320-025-8. Christian Y. Schmidt: „Wir sind die Wahnsinnigen …“. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. Econ, München/Düsseldorf 1998; aktualisierte Ausgabe: Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999; erweiterte Neuausgabe: Verbrecher Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-943167-30-6. Gespräche/Interviews Gero von Boehm: Joschka Fischer. 31. August 2010. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 678–692. mit Daniel Cohn-Bendit, Alexander Gauland: Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch. Athenäum Verlag, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Filme Pepe Danquart: Joschka und Herr Fischer. Deutschland 2011, 140 min, X-Verleih Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden. Dokumentarfilm, 105 min, Deutschland, 2005, Regie: Stephan Lamby, Produktion: Phoenix, von Phoenix Rot-Grün macht Kasse. Dokumentarfilm über die Tätigkeit ehemaliger Politiker als Lobbyisten, 30 min, Deutschland, 2011, Produktion: NDR/Panorama (online) Weblinks Joschka Fischer & Company, Website der Unternehmensberatung Fischers Einzelnachweise Vizekanzler (Deutschland) Außenminister (Bundesrepublik Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Vorsitzender der Bündnis-90/Die-Grünen-Bundestagsfraktion Umweltminister (Hessen) Energieminister (Hessen) Minister für Bundesangelegenheiten (Hessen) Fraktionsvorsitzender (Hessen) Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Politiker (20. Jahrhundert) Politiker (21. Jahrhundert) Hochschullehrer (Princeton University) Lobbyist Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (I. Klasse) Ehrendoktor der Universität Haifa Ehrendoktor der Universität Tel Aviv Autobiografie Sachbuchautor Marathonläufer (Deutschland) Person der 68er-Bewegung Sponti-Szene (Frankfurt am Main) Deutscher Geboren 1948 Mann
neues deutschland vom 19.01.2010 (neues-deutschland.de) Oberstes US-Gericht ordnet neue Prüfung des Falls Mumia Abu-Jamal an Washington (AFP/ND). Der Fall des ursprünglich wegen Mordes zum Tode verurteilten US-Journalisten Mumia Abu-Jamal wird neu verhandelt. Das Oberste Gericht der USA verwies den Fall am Dienstag zurück an ein Bundesberufungsgericht im Bundesstaat Pennsylvania. Dieses solle ein Urteil aus dem Jahr 2008 überprüfen, in dem Abu-Jamals Todesstrafe in lebenslange Haft umgewandelt wurde, urteilten die höchs... Eine aktuelle australische Studie gibt dem Begriff Fernsehduell eine völlig neue, erschreckende Bedeutung: als Duell zwischen Fernseher und Mensch. Was noch erschreckender ist: Am Ende unterliegt der Mensch. Wer nämlich mehr als vier Stunden täglich vor dem Fernseher sitzt, hat ein um 46 Prozent erhöhtes Risiko, an »verschiedenen Krankheiten« zu sterben – im Vergleich zu denen, die den tägli... LINKE will wieder in Tritt kommen Die Parteiführung der LINKEN versucht nach den Personaldebatten mit inhaltlicher Arbeit wieder in Tritt zu kommen. Die LINKE wolle als »geeinte soziale Kraft für Frieden, Gerechtigkeit und einen demokratischen Aufbruch« streiten, erklärte der Geschäftsführende Vorstand am Montag. Es ist schon beinahe müßig. Die nächsten Studien zu steigender Armut, die gleichen Befürchtungen, Bedrohungsszenarien, Entwicklungsprognosen liegen vor. Dem Kommentator gehen die Worte aus. »Man sollte jetzt...«, »die Regierung wäre nun gut beraten...« und derlei Floskelwerk mehr will zu Papier. Fakt ist: Deutschland liegt, was die Armut angeht, im europäischen Vergleich auf Platz 12, hinter den s... Taliban-Terror im Regierungsviertel: Radikal-islamische Kämpfer haben zehn Tage vor der Afghanistan-Konferenz in London das streng bewachte Machtzentrum von Kabul angegriffen. Armutsrisiko im Osten am höchsten Die Ungleichverteilung des Vermögens und das Risiko der Altersarmut steigen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). In Berlin ist das Armutsrisiko am höchsten. Zweifel an Washingtons Selbstlosigkeit An Hunderten von Orten in den USA versammelten sich am gestrigen Martin-Luther-King-Feiertag Zehntausende von Menschen, um nicht nur des ermordeten Bürgerrechtlers zu gedenken, sondern auch Lebensmittel, Kleidung und Geld für die Erdbebenopfer in Haiti zu spenden. Hans-Ulrich Dillmann, Port-au-Prince Suche nach Lebenszeichen in Schuttbergen +++ Zahl der Todesopfer bis Montag auf mindestens 70 000 angestiegen +++ Regierung Haitis rief Notstand und einmonatige Staatstrauer aus +++ Errichtung von 280 Notfallzentren beschlossen +++ Welternährungsprogramm verteilte bisher mehr als 105 000 Lebensmittelrationen +++ »Das war wie ein zweites Exil« Nach dem Putsch in Chile im September 1973 nahm die DDR rund 2000 Flüchtlinge auf. 20 Jahre nach dem Ende der Pinochet-Diktatur will in ihrer Heimat kaum jemand die Geschichten über ihr Exil hören. Laut singender Gaul Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Wenn man dem Kutscher schenkt, so läuft der Gaul. Wie man den Karren schmiert, so läuft er. Die FDP (Hinweis: FDP kann man wahlweise durch CSU ersetzen): ein laut singender Gaul, bei dem es läuft wie geschmiert!? Die Liberalen weisen alle Vorwürfe der Bestechlichkeit zurück, dementieren, dass sie sich die Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen von einem ... Selten hat ein amtierender Präsident, der sich zur Wiederwahl stellte, eine so deutliche Abfuhr erfahren wie Viktor Juschtschenko. Der Held der »Revolution in Orange«, auch hierzulande vor fünf Jahren von vielen bejubelt, landete im ersten Lauf des neuerlichen Wettkampfs ums höchste Amt der Ukraine weit abgeschlagen auf Platz 5 – trotz der unbestreitbaren Startvorteile eines Staatsoberhaupts... Unter den Machern bei Bund, Ländern und Kommunen gilt es parteiübergreifend als unumstößliche Gewissheit: Die vor allem durch die Freidemokraten gebetsmühlenartig geforderten Steuersenkungen sind nicht von dieser Welt. Angesichts der exorbitanten Etatlöcher sind sie – ungeachtet der damit verbundenen Verteilungsprobleme – schlicht und einfach nicht finanzierbar. Offenbar mit dem Vorsat... Der ehemalige Generalkoordinator der spanischen Vereinigten Linken (IU) Gaspar Llamazares war in der übrigen Welt bisher wenig bekannt. Die US-amerikanische Bundespolizei verschaffte ihm nun zweifelhafte Popularität: Kürzlich wurde ein »zeitgemäßes« Foto des Al-Qaida-Führers Osama bin Laden veröffentlicht, das auffallende Ähnlichkeiten mit dem Porträt Llamazares' aufwies. Das FBI hatte zur Erneuer... Unbrauchbare Parteien Diese Welt ist leider reich an Untiefen. Nicht nur auf Haiti. Auch hier vollzieht sich Abgründiges. So sind die politischen Parteien dieses Landes gerade auf gutem Wege, sich unbrauchbar zu machen. Besonders brauchbar sind sie ja schon lange nicht mehr. Wenn reichlich die Hälfte der Wähler ihren Rufen an die Urne folgt, ist es oft schon viel. Doch anfechten lassen sie sich davon nicht. Durch die B... Enge Kooperation mit Israel Berlin (AFP/ND). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat einen umfassenden Ausbau der technologisch-wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Israel angekündigt. »Es ist ein Glück, dass wir heute mit einer israelischen Regierung so eng kooperieren können«, sagte Merkel am Montag in Berlin nach den zweiten deutsch-israelischen Regierungskonsultationen. Merkel betonte nach einem Gespräch mit Israels Min... Augsburg (dpa/ND). Fast 14 Jahre hat sich der Waffen- und Industrielobbyist Karlheinz Schreiber der deutschen Justiz entzogen – seit Montag muss sich der 75-Jährige vor dem Landgericht Augsburg wegen Steuerhinterziehung sowie Beihilfe zum Betrug und zur Untreue verantworten. Laut Anklage hat er 1988 bis 1993 bei Provisionsgeschäften für Flugzeuge und Panzer mehr als elf Millionen Euro Steuer... Charme statt Inhalt Wenn die rheinland-pfälzische CDU bei einem Landesparteitag im April Julia Klöckner zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl Anfang 2011 kürt, wird im Land zwischen Elsaß und Bonn faktisch der Wahlkampf beginnen. Mit der 37-jährigen ehemaligen Deutschen Weinkönigin als Galionsfigur und Gegenpol zu Regierungschef Kurt Beck (SPD) macht sich die Landes-CDU derzeit Hoffnungen, nach 20 Jahren auf der Oppositionsbank wieder das Regiment in der Mainzer Staatskanzlei übernehmen zu können. LINKE will Ost und West versöhnen Die LINKE versucht nach den Personalquerelen der letzten Zeit, zur politischen Sacharbeit zurückzukehren. Die Entscheidung übers Personal soll ab jetzt intern herbeigeführt werden. Auch FDP und CSU zu Koch auf Distanz Berlin (dpa/ND). Die FDP-Spitze hat den Vorstoß von Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) für eine Arbeitspflicht bei Hartz-IV-Empfängern zurückgewiesen. »Es ist jetzt schon so, dass es Sanktionsmöglichkeiten bei den Beziehern von Arbeitslosengeld II gibt«, sagte FDP-Generalsekretär Christian Lindner am Montag in Berlin. Die von Koch entfachte Debatte führe auch in eine falsche Richtung: »Wi... Nichts Konkretes zu Hartz IV Berlin (AFP/ND). Die SPD will gegen Lohndumping und Tarifflucht bei der Leih- und Zeitarbeit vorgehen. Der Parteivorstand beschloss am Montag in Berlin zudem ein »Arbeitsprogramm 2010«, das die Arbeitsmarktpolitik zu einem politischen Schwerpunkt der kommenden Monate machen soll. Für Leiharbeiter solle künftig nach einer Einarbeitungszeit ohne Ausnahme der Grundsatz »gleicher Lohn für gleiche Arbe... Koalition weiter für Steuerreform Berlin (AFP/dpa/ND). Die Regierung aus CDU, CSU und FDP will an der großen Steuerreform festhalten und künftig weniger öffentlich streiten. Dies sind die Hauptergebnisse des Koalitionsgipfels vom Sonntagabend im Bundeskanzleramt, wie CSU und FDP am Montag in Berlin mitteilten. CSU-Chef Horst Seehofer räumte »ein Kommunikationsproblem« der Regierung in den vergangenen Wochen ein. Bei ihrem Spitzent... Hoteliers bedachten auch die CSU Neben der FDP hat auch die CSU hohe Spenden aus dem Umfeld der Hotelunternehmer-Familie Finck kassiert. Die Opposition zeigt sich empört. EADS baut Pfusch, will aber Geld nachtanken »Wir sind bereit, konstruktiv an einer für alle Seiten akzeptablen Lösung zu arbeiten«, sagte Louis Gallois, Chef des Airbus-Konzerns EADS in der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«. Konstruktiv hat eine zweifache Bedeutung. Israel hält an Blockade von Gaza fest Jerusalem (AFP/ND). Israel hält an der Blockade des Gaza-Streifens fest. »Die Palästinenser leben unter der Knute des Regimes der Hamas, die den heiligen Krieg gegen Israel über das Wohlergehen der Bevölkerung stellt«, sagte Regierungssprecher Mark Regev am Montag. Die Hamas habe nicht die »geringsten Skrupel, die Zivilbevölkerung ihrer extremistischen Politik zu opfern«. Regev erteilte damit der ... Ali Agca nicht tauglich Istanbul (dpa/ND). Der türkische Papst-Attentäter Ali Agca ist knapp 29 Jahre nach seinem Anschlag auf Johannes Paul II. auf freiem Fuß. Agca sei am Montag aus dem Gefängnis direkt zu einer Musterung für den Militärdienst in Ankara gebracht worden, dort aber für nicht tauglich befunden worden, sagte der Anwalt des inzwischen 52-Jährigen. Agca, der zum Umfeld der rechtsextremen türkischen Grauen Wö... Vatikan half Juden »im Verborgenen« Rom (AFP/ND). Papst Benedikt XVI. hat bei einem Besuch in der Großen Synagoge von Rom die Politik des Vatikans angesichts der Judenverfolgung durch die Nazis verteidigt. Auch der Vatikan habe Juden während des Zweiten Weltkriegs geholfen, dies sei häufig »im Verborgenen« geschehen, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche. Der Papst rief die Juden zu Aussöhnung und Dialog auf. Auch die Erinneru... »Eine Entscheidung über Leben und Tod« »Es gibt wichtige Entwicklungen, die meinen Klienten Mumia Abu-Jamal betreffen«, teilte Anwalt Robert R. Bryan am Montag in einem seiner Schreiben an die Solidaritätsbewegung mit. »Es scheint so, als ob der Supreme Court, der Oberste Gerichtshof der USA, in der kommenden Woche seine Entscheidung bekannt geben wird, nachdem der Fall in der Sitzung vom vergangenen Freitag behandelt wurde.« Zu entsch... ndPlusSandra Beyer KP Japans sieht sich im Aufwind Vier Tage beriet in der vergangenen Woche der Kongress der Kommunistischen Partei Japans (KPJ). In Atami, Präfektur Shizuoka, diskutierten mehr als 1000 Delegierte und Besucher über den Antrag zur Beschlussfassung des Zentralkomitees. Zahlreiche Redner wandten sich gegen die Auslandseinsätze der sogenannten Selbstverteidigungskräfte und den Ausbau der Militärbasen auf Okinawa. Ein wichtiges Thema ... Panikattacken im Weißen Haus Ob sich Edward Kennedy (1932 - 2009) hätte träumen lassen, wie entscheidend schon bald nach seinem Tumor-Tod Ende August die Nachwahl für seinen freien Sitz im US-Senat in Washington werden würde? Der Bundesstaat Massachusetts war und ist Herzland der Demokratischen Partei. Umso größer nun die Aufregung, weil ihr eine Niederlage drohen könnte – mit Auswirkungen für Präsident Obamas Gesundheitsreform. Die Meldungen von der koreanischen Halbinsel sind wechselhaft wie das Wetter: Gerade hatte die nordkoreanische Demokratische Volksrepublik der Republik (Süd-)Korea Verhandlungen über die Wiederaufnahme gemeinsamer Tourismusprojekte vorgeschlagen und ein Angebot des Südens über Nahrungsmittelhilfe akzeptiert. Da folgte am vergangenen Freitag aus Pjöngjang die Drohung, keine Gespräche mit Südkorea mehr zu führen und einen »heiligen Krieg« zu beginnen. Geeinte FPÖ tritt aus Haiders Schatten Über 90 Prozent der knapp 400 Kärntner BZÖ-Delegierten stimmten am vergangenen Sonnabend für Obmann Uwe Scheuch. Der hatte in den Wochen zuvor die »Heimkehr« seiner Landesgruppe unter die Fittiche der Bundes-FPÖ und damit das Ende der BZÖ-Abspaltung betrieben. Ohne Gegenstimme besiegelte die rechte Polit-Elite Kärntens diesen Kurs. Das »dritte Lager«, wie sich die aus den Deutschnationalen hervorgegangenen Recken gerne selbst bezeichnen, ist damit wieder vereint. Stromklau: Kündigung unwirksam Siegen (AFP). Das Arbeitsgericht Siegen hat eine Kündigung wegen Stromdiebstahls im Wert von 1,8 Cent für unwirksam erklärt. Gerichtsdirektor Christian Vollrath bestätigte am Montag Informationen eines Anwaltsverbandes. Der Arbeitnehmer war mit einem Elektroroller zur Arbeit gefahren. Um Strom für die Heimfahrt zu haben, steckte er am Arbeitsplatz das Ladekabel in die Steckdose.Dabei entnahm er na... Schaeffler auf dem Weg zum Kapitalmarkt Herzogenaurach (dpa/ND). Der Autozulieferer Schaeffler bündelt weite Teile seines deutschen Geschäfts künftig unter dem Namen Schaeffler Technologies. Die Umfirmierung des Wälzlagerherstellers und Autozulieferers Schaeffler KG zum 1. Februar sei Teil eines Maßnahmenpakets, mit dem die Schaeffler-Gruppe »kapitalmarktfähige Strukturen« schaffen wolle, sagte ein Firmensprecher am Montag. Das nach der... Umwelthilfe will Hannover verklagen Berlin (ND). Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) fordert die Stadt Hannover dazu auf, das Fahrverbot für Autos mit gelber Plakette in der Umweltzone beizubehalten. In einem anwaltlichen Schreiben fordert die DUH am Montag den Umweltdezernenten Hannovers, Hans Mönninghoff, auf, Rechtsvorschriften einzuhalten und den Luftreinhalteplan umzusetzen. Aus diesem gehe hervor, dass die verkehrsbedingten L... Die Hintertür ist noch offen Die Zukunft des strahlenden Mülls aus dem Lager Asse bleibt weiter ungeklärt. Zunächst sah es so aus, als könnten sich alle Beteiligten auf eine Bergung der Fässer einigen – nun werden die Stimmen der Flutungsbefürworter aber wieder lauter. Während die Spitzen der schwarz-gelben Koalition am Wochenende versuchten, ihre Dissonanzen bei der Frage der Steuersenkungen zu entschärfen, meldete sich das unternehmernahe Institut der deutschen Wirtschaft mit der Botschaft zu Wort: Trotz schwieriger Haushaltslage sind Steuersenkungen finanzierbar. HEUTE IN HAMBURG – »lautlos-ja, sprachlos-nein – Grenzgänger zwischen Korea und Deutschland« Mit Martin Hyun (Autor). Hyun wurde 1979 als Sohn koreanischer Gastarbeiter in Krefeld geboren. In seinem bewegenden und humorvollen Buch erzählt er von der Integration einer Minderheit, über die in Deutschland kaum etwas bekannt ist. Obwohl Deutsch-Koreaner alle Kriterien erfüllen, die die Bun... Von Jennie Lorentsson, Stockholm (IPS)Trotz der Weltwirtschaftskrise will Schweden die Höhe seiner Entwicklungshilfe von derzeit ein Prozent seines Bruttonationaleinkommens (BNE) beibehalten. Die Zuwendungen des skandinavischen Landes übersteigen damit die Forderungen der Vereinten Nationen von 0,7 Prozent. »Wir sind wahrscheinlich das einzige Geberland der Welt, das seine Ausgaben für die Entwick... Exakt eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben von Haiti ist die Opferzahl nach wie vor unklar. Die Ausmaße lassen sich rational ohnehin nicht mehr erfassen. Eine weitere Unklarheit wird selbst bleiben, wenn die UNO in einigen Wochen, vielleicht Monaten, eine endgültige Zahl der Opfer nennt: Wie viele von ihnen wurden vom Erdbeben getötet, wie viele vom Kapitalismus? Wie selten in der Geschichte ... Erinnerung an einen linken Aufbruch Den Spuren des linken Aufbruchs in Lateinamerika in den 60er Jahren ist der lesenswerte Sammelband »Kontinent der Befreiung?« gewidmet. ndPlusLeonhard F. Seidl, Kisii Arbeitsurlaub auf der Ökofarm Wer keine Lust hat, im Urlaub nur am Strand herumzuhängen und auch noch an ökologischem Landbau interessiert ist, für den erschließt sich eine ganz eigene Welt: Arbeiten auf einer der weltweiten Ökofarmen, im Zuge des Projektes World Wide Opportunities on Organic Farming (WWOOF). Bürger lassen Schnee liegen (dpa/ND)). Eltern zerren Kinderwagen durch Schneeberge, Autos drehen durch, Fußgänger stürzen – seit Wochen hat Berlin reichlich Schnee, wegräumen mag ihn aber kaum jemand. In einem ungewöhnlichen Aufruf wandte sich der Bezirk Mitte deshalb am Montag an seine Bürger. »Mich erstaunt, mit wie wenig Ehrgeiz viele Anlieger dieser Pflicht zeitnah nachkommen«, redete Stadtrat Ephraim Gothe den Bew... (dpa). Kinder machen Krach – und das ist grundsätzlich zumutbar. Das hat der Umweltausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses am Montag entschieden. Die Volksvertreter fügten auf Vorschlag von SPD und LINKE diesen Passus in das Berliner Immissionsschutzgesetz ein: »Störende Geräusche, die von Kindern ausgehen, sind als Ausdruck selbstverständlicher kindlicher Entfaltung und zur Erhaltung kind... (dpa). Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird nach der mobilen Gesundheitsstation diese Woche noch ein Hospital ins Erdbebengebiet nach Haiti entsenden. In dem Krankenhaus, dessen Kisten mit 50 Tonnen Material im DRK-Logistikzentrum in Schönefeld überprüft werden, können Ärzte nach DRK-Angaben vom Montag bis zu 700 Patienten täglich ambulant versorgen, es hat 120 stationäre Betten. Mitte der Woche sol... Linden, Sankt-Hedwigs-Kathedrale und Alte Bibliothek grenzen an das historische Pflaster. Das Ensemble Bebelplatz in der Berliner Mitte gehört zu den schönsten der Stadt und befindet sich unter Denkmalschutz. Ein Platz, den man in solcher Harmonie und Schönheit wahrlich suchen muss. Natürlich zieht es ganz besonders all jene zuerst hierher, die auf optische Wirkungen abzielen. Denn einen besseren ... Luxus bleibt bewährtes Konzept (dpa). Das Luxuskaufhaus KaDeWe sieht sich zum Jahresauftakt trotz des geplanten Verkaufs der Karstadt-Warenhäuser gut aufgestellt. Nach der Pleite des Mutterkonzerns Arcandor sollen sie bis zum Frühjahr an einen neuen Investor gehen. Das vergangene Jahr sei trotz der Insolvenz recht gut verlaufen, sagt die KaDeWe-Chefin Ursula Vierkötter. Nun warte das KaDeWe unter dem Dach von Karstadt gespannt ... Fashion Week prüft Umzug vom Bebel-Platz (dpa). Die Berliner Fashion Week verlässt möglicherweise den Bebelplatz. »Wir prüfen, was uns Wirtschaftssenator Harald Wolf empfiehlt«, sagte Veranstaltersprecher Daniel Aubke am Montag. Die Fashion Week im Juli könnte schon eine neue Adresse in Berlin haben. An der Austragung auf dem Bebelplatz hatte es massive Kritik gegeben. Er war unter den Nazis 1933 Ort der Bücherverbrennung, daran erinnert... Mehr Lernzuwachs für Kinder ND: Der Landeselternausschuss fordert eine Qualitätsprüfung für Grundschulen. Aus welchem Grund? Schindler: Nicht nur für Grundschulen, für alle Schulen von der ersten bis zur letzten Klasse. Wir haben festgestellt, dass es Defizite im Bereich der Grundschulen gibt. Nehmen wir die Schulanfangsphase. Wir wissen, dass ein sehr hoher Anteil der Schüler in der Anfangsphase verbleibt. Wir wissen auch, ... Bis vor einem Jahr spielten Rechtsextreme gern Berliner Bezirke gegeneinander aus. Klappte es etwa mit einer Raumanmietung in Friedrichshain-Kreuzberg nicht, wich man kurzerhand nach Steglitz-Zehlendorf aus. Berlin galt unter jungen und alten Nazis deshalb als günstiges Terrain und lockte auch die Bundes-NPD an, die in Reinickendorf zwei Mal – 2006 und 2009 – ihren Bundesparteitag abhi... Lange Nacht in Wissenschaft und Forschung (ND). Hoffentlich bei nicht ganz so eisigen Temperaturen können Wissbegierige bald wieder des Nachts durch Museen und Ausstellungen wandern. Am 30. Januar findet die 26. Lange Nacht der Museen statt. Passend zum Themenjahr »Berlin – Hauptstadt für die Wissenschaft 2010« nimmt die Lange Nacht Forschung und Wissenschaft in den Museen in den Focus, teilten die Veranstalter mit. Etwa 60 Häuser n... Moderner Briefroman auf der Bühne Eigentlich kann es gar nicht funktionieren: einen Roman auf die Bühne zu bringen, in dem zwei Menschen nichts anderes tun, als sich gegenseitig E-Mails zu schreiben. Doch die Berliner Komödie am Kurfürstendamm macht aus Daniel Glattauers Bestseller »Gut gegen Nordwind« ein hinreißendes, ganz und gar nicht virtuell abgedrehtes Theatervergnügen. Das Zwei-Personen-Stück erzählt, wie der 2006 erschien... »Shut up and dance! Reloaded« in Bestform Was den jungen Choreografen des zeitgenössischen Bereichs die Tanztage in den Sophiensaelen, ist denen vom Staatsballett die Reihe »Shut up and dance! Reloaded«. Dem harten Kern sowie Neulingen bietet sie schon im dritten Durchgang Förderung, mit der Komischen Oper ist die Spielstätte nun edler geworden. Dort geriet die Ausgabe zur besten seit Begründung 2005, vielleicht weil den Kandidaten eine B... Liebesdrama zwischen den Schichten Nicht in der Besenkammer, sondern in der Wäscherei des stillgelegten Stadtbades Steglitz beheimatet Regisseur Stefan Neugebauer seine modernisierte Interpretation des Strindbergschen Liebesdramas »Fräulein Julie«. Gewissermaßen als Star der Produktion hat er die an der mit Theateraura versehenen Stanislawski-Schule studierende Monika Gossmann vom fernen Moskau hinweg an den Berliner Randbezirk gel... Stolpersteine auf Helgoland Helgoland (epd/ND). Auf Helgoland sollen am 17. April sechs Stolpersteine für ermordete Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime verlegt werden. Zugleich plane die Berliner Historikerin Astrid Friedrichs eine umfangreiche Aufarbeitung der Geschehnisse auf dem »Roten Felsen« von 1943 bis 1945, teilte das Helgoland Museum mit. Der erste Stein gilt Heinrich Prüß (1889-1944), der auf Helgoland einen Fri... Ein Winterparadies vor der Tür Normalerweise lässt er keinen Marathon aus. Doch seit dem ersten Schneefall im Dezember ist Werner Scuda auf seinen Brettern im Wuhletal unterwegs. Schließlich bescherte die weiße Pracht den Marzahn-Hellersdorfern ein Wintersporteldorado – und das direkt vor der Tür. Das durch die letzte Eiszeit etwa vor 10 000 Jahren geprägte Tal bietet sich mit fast 20 Kilometern auf unterschiedlichen Wege... Turnerkreuz oder Hakenkreuz Ein Symbol der Turner, das einem Hakenkreuz sehr ähnlich sieht, sorgt für anhaltende Diskussionen in einem der größten Hamburger Sportvereine. Seit geraumer Zeit wird gefordert, das Kreuz zu entfernen. Braucht Berlin die verlängerte A 100? Der Streit über den 440 Millionen Euro teuren Weiterbau der Stadtautobahn A 100 zum Treptower Park geht weiter, auch unter Experten. Bei einer Anhörung im Stadtentwicklungsausschuss des Abgeordnetenhauses stellte Wulf Hahn vom Marburger Büro RegioConsult die Notwendigkeit der Trasse generell in Frage, während Thomas Richter von der TU Berlin den Bau wegen seiner Entlastungsfunktion befürwortet. Da... Zukunftsagentur blickt auf Export Die Bilanz der brandenburgischen Zukunftsagentur (ZAB) ist durch die Krise deutlich eingetrübt. Wie gestern auf einer Jahres-Pressekonferenz in Potsdam bekannt gegeben wurde, konnten im vergangenen Jahr durch die ZAB insgesamt 95 erfolgreiche Ansiedlungen betreut werden. Im Jahr zuvor seien es 125 gewesen. Die Zahl ausländischer Investitionen habe sich in der gleichen Zeit von 19 auf 11 verringert... Feierabend heißt Ehrenamt Ihr Arbeitstag dauert zehn, zwölf Stunden und mehr. Auch an den Wochenenden bleibt für Brandenburgs Minister kaum Zeit für Privates. Sie müssen Akten sichten, Anfragen beantworten und natürlich »Politik machen«. Freizeit ist für viele rar. Die Terminkalender sind mit dienstlichen Verpflichtungen voll, dazu fordern Familien und Freunde ihr Recht. Trotzdem liegt den Ressortchefs von SPD und Linkspar... Die Zahl der Sozialbestattungen, bei denen Land und Bezirke die Kosten tragen, wächst auch in Berlin. Inzwischen gibt das Land rund drei Millionen Euro im Jahr aus, damit Angehörige ihre Toten würdig unter die Erde bringen können. Akustik aus der Blechbüchse Einer der massivsten Trends der Live-Musik-Branche der letzten Jahre, so belegen die Untersuchungen des britischen Soziologen Simon Frith, ist die sogenannte Kommodifizierung – das Konzertereignis als Ware, eine logische Entwicklung, wenn mit Tonträgern kein Geld mehr zu machen ist. Das zwingt die Künstler, die ihre großen Acts zum Teil vor über 20 Jahre hatten und deren Bands längst aufgelö... Das Drama des romantischen Menschen Immer den Steinen nach, hatten die Träume gesagt. Da waren die Messner-Brüder im Villnöss-Tal noch Kinder. Sie gingen den Steinen nach. 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Von einem zarten Liniengespinst durchzogen, wird der kaum begonnene Rh... Zu langes Fernsehen kann lebensgefährlich sein: Einer australischen Studie zufolge haben Menschen, die mehr als vier Stunden täglich vor dem Fernseher sitzen, ein um 46 Prozent erhöhtes Risiko, an verschiedenen Krankheiten zu sterben, im Vergleich zu denen, die den täglichen TV-Konsum auf unter zwei Stunden begrenzen. Das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sei sogar um 80 Prozent erhöht, so da... Die Rezension - Hilfe durch Angst Hinter körperlichen Beschwerden wie Schwindel, Herzproblemen und Übelkeit verstecken sich oft unbewusste Ängste. Ängste, die krank machen. Dabei ist Angst doch so hilfreich und gehört zum Leben. Wer sie nicht kennt, ist in höchstem Maße gefährdet. Angst erfüllt eine wichtige Schutzfunktion und verhindert, dass wir uns in Gefahr begeben. Nicht alle Menschen können Angst so erleben. Ihre Angst ist n... Von M. Bernhardt und T. Seelig Weniger Reiz Ein Schlussstrich ist nicht gezogen. Die Schwimmweltrekorde der Vergangenheit werden auch die der Zukunft sein. Das beschloss der Weltverband FINA und erteilte jenen eine Abfuhr, die forderten, die mit sogenannten Hightech-Anzügen geschwommenen Fabelrekorde der vergangenen Jahre zu löschen. Eine richtige Entscheidung, nur mit der falschen Begründung: Die FINA hat auf Empfehlung ihrer Rechtskommiss... Klopp gehen Gäule durch Nicht der kuriose Spielverlauf mit drei Treffern in den letzten neun Minuten oder der Frust des formschwachen Kölner Nationalspielers Lukas Podolski, sondern das Verhalten von Dortmunds Trainer Jürgen Klopp sorgten für Diskussionen nach dem 3:2-Sieg seines Teams am Sonntagabend beim 1. FC Köln. Nach seiner Verbannung auf die Tribüne wegen Protesten lieferte sich Klopp Wortduelle mit Fans und macht... Ghana nun ohne Essien Ghana muss beim Afrika-Cup auf seinen Superstar Michael Essien verzichten. »Er wird nicht mehr bei diesem Turnier spielen können«, sagte Teamsprecher Randy Abbey gestern. 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Sawtschenko kränkelte in den vergangenen Wochen, sodass das Duo nur eingesch... Ikone der Konsumkultur Schon Anfang des 19. Jahrhunderts hatte der britische Kaufmann Peter Durand die Idee, Nahrungsmittel in luftdicht verschlossenen Blechbehältern zu erhitzen und damit zu konservieren. Doch erst im Januar 1935, nach dem Ende der Prohibition in den USA, brachte die Gottfried Krueger Brauerei in New Jersey erstmals aus Stahl gefertigte Bierdosen auf den Markt – und dazu einen Öffner, mit dem sic... Gefragt wie eh und je: Wahrsager Jeden Tag gehen 33 000 Menschen in Italien zu Magiern, Kartenlesern, Astrologen und anderen Scharlatanen. Insgesamt sind es etwa 11 Millionen Menschen, 18 Prozent der Bevölkerung. Und die Wirtschaftskrise kann diesem »Industriezweig« rein gar nichts anhaben. »Ist Ihre Partnerschaft nicht mehr vital? Suchen Sie einen Menschen, den Sie vor vielen Jahren aus den Augen verloren haben? Magier Letterius...
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Was sind die wichtigsten politischen Ämter, die Joschka Fischer innehatte?
Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater, Publizist und Lobbyist tätig. Leben Herkunft und Jugend Fischer wurde als drittes Kind des Metzgers Joszef Fischer geboren. Die Eltern hatten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Wudigeß (, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest) verlassen müssen. Die Familie siedelte nach Langenburg im Hohenlohischen über. Der von Joschka Fischer geführte Vorname leitet sich von Jóska [] ab, einer Diminutivform des ungarischen Vornamens József [] (). In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Studentenbewegung Ab 1967 engagierte sich Fischer in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition (APO). Er lebte ab 1968 in Frankfurt am Main. Später jobbte er im SDS-Verlag Neue Kritik und in der Buchhandlung Libresso am Opernplatz, die vorwiegend linke Literatur anbot. Gleichzeitig besuchte er eigenem Bekunden nach als Gasthörer die zeitweise völlig überfüllten Vorlesungen von Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Oskar Negt. 1969 nahm Fischer in Algier an einer Konferenz der PLO teil. 1970 gründete er die Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt am Main. 1971 begann er eine Tätigkeit bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim mit dem Ziel, über die Gründung einer Betriebsgruppe die Arbeiter zu politisieren und letztlich für die „Revolution“ zu gewinnen. Diese Form der „Basisarbeit“ brachte aber nicht den erhofften Erfolg und Fischer wurde wegen seiner Aktivitäten nach einem halben Jahr fristlos entlassen. Nach weiteren Gelegenheitsarbeiten – unter anderem als Übersetzer von Romanen für Jörg Schröders Olympia Press – arbeitete Fischer in Frankfurt bis 1981 als Taxifahrer und bis 1982 als Aushilfe in einem Buchladen. Schauspielerische Kurzeinsätze hatte er zudem 1983 in dem Fernsehfilm Der Fliegende Robert und 1986 in dem Film Va Banque, in dem er einen Taxifahrer spielt. Politische Militanz Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen. Es gibt von dem Geschehen auch einen Reportagefilm, der an diesem Tag für die Tagesschau gedreht wurde und die Szene in bewegten Bildern zeigt. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben. Hintergrund war eine vorläufige Festnahme Fischers 1976, bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, unter dem Verdacht, einen solchen Brandsatz während einer Demonstration aus Anlass des Todes Ulrike Meinhofs am 10. Mai 1976 auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben, wobei der Polizeiobermeister Jürgen Weber lebensgefährlich verletzt und dauerhaft entstellt worden war. Gegen Fischer wurde wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Fischer wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Bei der Planung der Demonstration war unter Beteiligung Fischers der Einsatz von Molotowcocktails diskutiert worden. Nachermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu diesem Vorfall wurden 2001 durch den Umstand behindert, dass die Hessische Staatskanzlei unter SPD-Ministerpräsident Holger Börner von der Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt alle Unterlagen über Fischer angefordert hatte, als dieser 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde, und seitdem über den Verbleib der Akten nichts bekannt war. Aus der Frankfurter Zeit stammt auch seine Freundschaft mit dem deutsch-französischen Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, mit dem er zeitweilig in einer Wohngemeinschaft wohnte. Im September 2015 tauchte die seit 1985 verschollene Polizeiakte Fischer in einem herrenlosen Koffer am Frankfurter Flughafen wieder auf. Das Schriftstück enthält Fotos, Fingerabdrücke und Daten und dokumentiert die Verstrickung Fischers in die linksradikale Szene. Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“, leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs „Landshut“, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe. Er habe sich dann zum Demokraten aus Überzeugung gewandelt, was auch dem politischen Lebensweg seiner Partei entspreche: Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Ponto durch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien. Parteilaufbahn Noch vor seinem Parteibeitritt im Jahr 1982 gründete Fischer 1981 mit Daniel Cohn-Bendit und anderen den Arbeitskreis Realpolitik in Frankfurt, der für die Partei Die Grünen sogenannte „realpolitische“ Positionen formulierte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen neuen Positionen führte im Kreisverband Frankfurt zur Polarisierung zwischen Realos und Vertretern eines „öko-fundamentalistisch“ genannten Standpunktes (Fundis), in deren Verlauf sich Fischer 1982 für die Bundestagswahl 1983 als Kandidat für Die Grünen durchsetzen konnte. Im März 1983 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Für diese war er als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig. Er machte sich auch als Redner einen zum Teil umstrittenen Namen, z. B. im Zusammenhang der Kießling-Affäre oder der Flick-Affäre, während der er mit Beschimpfung des Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) auf seinen Ausschluss von einer Bundestagssitzung reagierte. Dem bei den Grünen damals noch üblichen Rotationsprinzip gemäß legte er sein Abgeordnetenmandat nach zwei Jahren zum Ende März 1985 nieder. Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter nahm er am 24. Oktober 1983 an der Blockade der US-Militärbasis in Frankfurt am Main teil, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Nach eigenen Angaben hatte Fischer vor seinem Parteieintritt bei den Grünen aus Überzeugung nie gewählt, was ihn heute aber ärgere. Öffentliche Ämter Staatsminister für Umwelt und Energie Am 12. Dezember 1985 kam es in Hessen nach längerer Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Holger Börner. In diesem Kabinett wurde Fischer Staatsminister für Umwelt und Energie. Bereits seine Vereidigung sorgte für Aufsehen, da er in grobem Jackett und weißen Turnschuhen erschien. Dieser Auftritt prägte den Begriff des „Turnschuh-Ministers“. Heute sind Fischers weiße Nike-Turnschuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach ausgestellt. Am 9. Februar 1987 trat Fischer von seinem Amt als hessischer Umweltminister unter Ministerpräsident Börner (SPD) zurück, da die Grünen in einem Ultimatum den Fortbestand der Koalition von der Rücknahme der Genehmigung für das Hanauer Nuklearunternehmen Nukem abhängig gemacht hatten. Damit zerbrach die erste rot-grüne Regierungskoalition im unmittelbaren Nachgang des Unfalls vom 20. Januar 1987 in der Hanauer Atomfabrik Nukem, nur wenige Monate nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die darauf folgenden Neuwahlen im April 1987 endeten mit einem Sieg von CDU und FDP. Walter Wallmann (CDU) wurde Ministerpräsident und Wolfgang Gerhardt (FDP) sein Stellvertreter. Fischer wurde bei dieser Wahl in den Hessischen Landtag gewählt und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Grünen. Bei den Landtagswahlen 1991 verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Es kam zu einer Wiederauflage der rot-grünen Koalition, diesmal unter Ministerpräsident Hans Eichel (SPD). Fischer wurde wieder Umweltminister. Zugleich war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten. Im Oktober 1994 legte er alle Ämter in Hessen nieder und wurde, nachdem die Grünen bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hatten, neben Kerstin Müller zum Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Neben Fischers Engagement für einen Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ließ in diesen Jahren auch die wirtschaftspolitische Hinwendung der Grünen zur Marktwirtschaft diese immer mehr zu einer „realpolitischen“ Partei werden. Außenminister und Vizekanzler Bei der Bundestagswahl im Herbst 1998 verlor die schwarz-gelbe Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl nach 16 Jahren ihre Mehrheit. Es kam zur Bildung der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene. Der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder berief Fischer als Außenminister und Vizekanzler in sein Kabinett. Im Jahre 2001 konnte die bereits angekündigte Fischer-Biografie „Sag mir, wo Du stehst“ der Journalistin Bettina Röhl nicht erscheinen, weil der Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln vom Vertrag zurücktrat. Als Begründung wurde Röhls Kampagne gegen Fischer, einen langjährigen Autor des Verlags, genannt. Im Januar 2001 hatte Bettina Röhl mit der Veröffentlichung der so genannten Fischer-Prügel-Fotos eine weit über deutsche Grenzen hinausreichende Mediendiskussion über Fischers militante Vergangenheit ausgelöst, in deren Verlauf der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder der Opposition vorwarf, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren, während die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel Fischer aufforderte, sich von der 68er-Revolte insgesamt zu distanzieren. Fischer galt als aussichtsreicher Kandidat auf den nach dem Entwurf für eine Europäische Verfassung für 2006 geplanten Posten des Außenministers der Europäischen Union. Den Grundstein hierzu legte seine im Jahr 2000 gehaltene Humboldt-Rede „Vom Staatenverbund zur Föderation“, mit dem er eine mögliche Finalität des europäischen Einigungsprozesses heraufbeschwor und eindeutig für den europäischen Föderalismus Stellung bezog. Am 1. September 2003 verkündete er allerdings gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder, dass beide bei der nächsten Bundestagswahl wieder zusammen antreten wollten. Die rot-grüne Bundesregierung mit Fischer als Bundesaußenminister führte deutsche Bodentruppen mit der Beteiligung am Einsatz der NATO im Kosovokrieg erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz. Fischer legitimierte diesen Einsatz in einer Rede auf dem Kosovo-Sonderparteitag in Bielefeld 1999 mit den Worten: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“ Ab 2001/2002 beteiligte sich die Bundeswehr am Krieg in Afghanistan. 2003 weigerte sich hingegen die rot-grüne Bundesregierung, den Irakkrieg der USA zu unterstützen. Anfang 2005 stand Fischer als verantwortlicher Minister im Mittelpunkt der sogenannten Visa-Affäre. Am 25. April 2005 trat er als Zeuge vor dem Visa-Untersuchungsausschuss auf, wo er eigene Versäumnisse einräumte und die komplette politische Verantwortung übernahm. Ausscheiden Nach der Bundestagswahl 2005 erklärte Fischer, dass er im Oppositionsfall im Sinne eines Generationswechsels für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag und andere führende Ämter in der Partei nicht mehr zur Verfügung stehe. Seine Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler endete am 18. Oktober 2005, er übte diese Ämter aber noch bis zum 22. November des Jahres geschäftsführend aus. Am 27. Juni 2006 nahm Fischer zum letzten Mal an einer Fraktionssitzung der Grünen Bundestagsfraktion teil. Am 1. September 2006 legte er sein Bundestagsmandat nieder. Sein Mandat übernahm der Nachrücker Omid Nouripour. Tätigkeit als Berater und Lobbyist nach der politischen Karriere Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs. 2006 übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University. Fischer war 2006 beratend für den World Jewish Congress tätig. 2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird. Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group, LLC an. Mitte 2009 gründeten Fischer und Dietmar Huber (langjähriger Pressesprecher der Grünen im Bundestag) Joschka Fischer & Company. 2009 schloss Fischer einen Vertrag mit den Energieversorgern RWE und OMV als politischer Berater für den geplanten Bau der 3300 km langen Nabucco-Pipeline, die Erdgas vom Kaspischen Meer über die Türkei in die EU transportieren sollte. Fischer war damit Lobbykonkurrent zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damals für das Projekt der Nord-Stream-Pipeline warb. Ebenfalls 2009 wurde Fischer Berater für den Autokonzern BMW und, gemeinsam mit Madeleine Albright, Berater der Siemens AG in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen. Im September 2010 übernahm Fischer auch ein Beratungsmandat für die Rewe Group. Im Mai 2009 scheiterte Fischer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich mit einer Klage gegen die Illustrierte Bunte, die ein Foto seiner Privatvilla in Berlin-Grunewald abgedruckt hatte. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit sei gewichtiger als Fischers Persönlichkeitsrecht. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. 2013 machte Fischer Werbung für das Elektroauto BMW i3. Im Oktober 2014 stellte Fischer in Berlin sein Buch Scheitert Europa? vor. Es sollte zunächst „Die Vereinigten Staaten von Europa“ heißen und erhielt angesichts damaliger Entwicklungen einen anderen Titel. In dem Buch beschreibt Fischer u. a. die (wirtschaftlichen) Probleme und Dynamiken Europas mit Beginn der Weltfinanzkrise 2007, eine neue Spaltung und Desolidarisierung zwischen den nördlichen (reicheren) und den südlichen europäischen Staaten sowie den Aufstieg radikaler antieuropäischer und fremdenfeindlicher Parteien in demokratischen Wahlen. Er war Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Anfang 2019 wurde Fischer beim kanadischen Hanf-Hersteller Tilray Gründungsmitglied des internationalen Beirates, der bei der Umsetzung einer „offensiven weltweiten Wachstumsstrategie“ helfen soll. Marla Luther, ehemalige Beraterin bei Joschka Fischer & Company, war bereits seit Anfang 2017 Geschäftsführerin von Tilray Deutschland. Agenturen vermitteln Fischer als Vortragsredner. Er schreibt gelegentlich Gastbeiträge in Zeitungen. Privates Fischer ist in fünfter Ehe seit dem 29. Oktober 2005 mit der Filmproduzentin Minu Barati-Fischer verheiratet. Aus zweiter Ehe stammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 2006 lebt Joschka Fischer in Berlin-Grunewald. Politische Positionen 1995 löste Fischer eine innerparteiliche Kontroverse aus, als er mit der strikt pazifistischen Ausrichtung der Partei brach und militärische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der UN-Schutzzonen in Bosnien und Herzegowina befürwortete. Im Frühjahr 2005 setzte sich Fischer im Rahmen der Nachrufdebatte dafür ein, dass Nachrufe für einstige NSDAP-Mitglieder aus der Hauszeitung internAA des Auswärtigen Amts gestrichen werden. In der Folge wurde eine Historikerkommission eingesetzt, welche die Übernahme von NSDAP-Mitgliedern in das AA nach dem Krieg aufarbeiten sollte. Das Ergebnis von deren Arbeit wurde als Buch Das Amt und die Vergangenheit veröffentlicht und hat weitere Debatten ausgelöst. Seit August 2010 hat Fischer den Vorsitz der aus neun Personen bestehenden „Gruppe herausragender Persönlichkeiten“ im Europarat inne. Die auf Initiative der Türkei ins Leben gerufene Gruppe soll sich und vorschlagen. Der erste Bericht der Gruppe erschien im Frühjahr 2011. In einem Interview mit der NZZ verlangte er im Dezember 2020 mehr militärisches Engagement von der deutschen Bundesregierung. Kosovokrieg 1999 unterstützte Fischer maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Er begründete diesen Krieg unter anderem auch mit dem Verweis auf den Holocaust. Am 7. April 1999 sagte er: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer auf die Frage, ob er zwischen den Ereignissen im Kosovo und der Nazi-Ära eine direkte Parallele sehe: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“ Kritiker warfen Fischer vor, als Außenminister Positionen vertreten zu haben, die er vor der rot-grünen Regierungsübernahme abgelehnt hatte. Wegen seines Werbens als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin entschied im Zusammenhang mit einem von der Polizei übermalten Transparent, dass diese Bezeichnung als schwerer Angriff auf die persönliche Ehre rechtswidrig sei. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir Fansa mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Tschetschenienkriege Heftige Kritik an Joschka Fischer wurde wegen seiner Haltung bezüglich der Tschetschenienkriege geäußert. Während der Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer im Januar 1995 noch die Untätigkeit der Bundesregierung während des Ersten Tschetschenienkriegs angesichts des „grausamen Mordens einer nuklearen Supermacht gegen ein kleines Volk im Norden des Kaukasus“ verurteilt hatte, erklärte er 2000 als Außenminister in Bezug auf den Zweiten Tschetschenienkrieg, dass Russland nicht isoliert werden dürfe und es legitim sei, gegen Terror vorzugehen. Ehrungen und Auszeichnungen Im Mai 2002 wurde Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Haifa ausgezeichnet. Am 4. Mai 2004 erhielt er den renommierten Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon. Im Mai 2005 erhielt Fischer in seiner Funktion als Außenminister die höchste Auszeichnung des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Leo-Baeck-Preis, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. Am 20. Mai 2006 wurde Joschka Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv ausgezeichnet. Als Dank für seinen Einsatz als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung der Grube Messel als Mülldeponie und für deren Bewahrung als Fossilienfundstätte wurde nach ihm im Jahr 2005 eine fossile Schlange als Palaeopython fischeri benannt. Er ist Ehrenbürger von Budakeszi. Im Jahr 2009 erhielt Joschka Fischer den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in Realpolitik. 2010 wurde er mit der Heinrich-Heine-Gastprofessur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geehrt. Im Jahr 2016 bekam Fischer die Bayerische Europa-Medaille. Veröffentlichungen Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X. (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6. Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X. Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9. Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4. Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X. Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4. Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2. Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5. Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8. Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1. „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0. mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3. Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6. Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0. Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6. Literatur Biographien Paul Berman: Idealisten an der Macht. Die Passion des Joschka Fischer. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-846-7. Matthias Geis, Bernd Ulrich: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0175-8; aktualisierte Neuauflage: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61623-8. Sibylle Krause-Burger: Joschka Fischer. Der Marsch durch die Illusionen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05082-1 (überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-60738-7). Jürgen Schreiber: Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten von fetten und mageren Zeiten. Econ, Berlin 2007, ISBN 978-3-430-30033-9. Michael Schwelien: Joschka Fischer. Eine Karriere. Hoffmann & Campe, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11330-3 (erweiterte Taschenbuchausgabe: Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19705-4). Lebensabschnitte und Einzelaspekte Autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hrsg.): Die Hunde bellen … Von A–RZ. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre. Unrast Verlag, Münster 2001, ISBN 3-89771-408-6. Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan. Edition TIAMAT, Berlin 1999, ISBN 3-89320-025-8. Christian Y. Schmidt: „Wir sind die Wahnsinnigen …“. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. Econ, München/Düsseldorf 1998; aktualisierte Ausgabe: Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999; erweiterte Neuausgabe: Verbrecher Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-943167-30-6. Gespräche/Interviews Gero von Boehm: Joschka Fischer. 31. August 2010. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 678–692. mit Daniel Cohn-Bendit, Alexander Gauland: Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch. Athenäum Verlag, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Filme Pepe Danquart: Joschka und Herr Fischer. Deutschland 2011, 140 min, X-Verleih Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden. Dokumentarfilm, 105 min, Deutschland, 2005, Regie: Stephan Lamby, Produktion: Phoenix, von Phoenix Rot-Grün macht Kasse. Dokumentarfilm über die Tätigkeit ehemaliger Politiker als Lobbyisten, 30 min, Deutschland, 2011, Produktion: NDR/Panorama (online) Weblinks Joschka Fischer & Company, Website der Unternehmensberatung Fischers Einzelnachweise Vizekanzler (Deutschland) Außenminister (Bundesrepublik Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Vorsitzender der Bündnis-90/Die-Grünen-Bundestagsfraktion Umweltminister (Hessen) Energieminister (Hessen) Minister für Bundesangelegenheiten (Hessen) Fraktionsvorsitzender (Hessen) Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Politiker (20. Jahrhundert) Politiker (21. Jahrhundert) Hochschullehrer (Princeton University) Lobbyist Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (I. Klasse) Ehrendoktor der Universität Haifa Ehrendoktor der Universität Tel Aviv Autobiografie Sachbuchautor Marathonläufer (Deutschland) Person der 68er-Bewegung Sponti-Szene (Frankfurt am Main) Deutscher Geboren 1948 Mann
Digital Female Leader Award 2018 in München verliehen #DFLA18: Gewinnerinnen und Preispatinnen (c) Mirja Kofler/GDW Global Digital Women München, 1. Dezember 2018 – Am Abend wurde der Digital Female Leader Award 2018 in der Münchner Siemens Zentrale verliehen. Durch den Abend führte Tagesschau-Moderatorin Linda Zervakis, zu den prominenten Gästen zählten unter anderem Siemens Personalchefin Janina Kugel, die ehemalige Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries sowie Simone Menne (Supervisory Board Member, BMW Group & DPDHL) und die Wirtschaftsprofessorin Ann-Kristin Achleitner (u.a. Munich Re, Deutsche Börse). In elf Kategorien wurden erfolgreiche Frauen aus der Digitalwirtschaft geehrt. Beworben hatten sich 400 Frauen aus 17 Ländern. Die Preisträgerinnen sind: Career: Devina Pasta (Chief Digital Officer, Power & Gas, Siemens AG) Diversity: Lone Aggersbjerg (Vice President Operations, SAP SE) Entrepreneurship: Darya Yegorina (CEO, CleverBooks) Global Hero: Iwani Mawocha (Co-Founder & UI/UX Designer, Panalyt) IT-Tech: Kenza Ait Si Abbou Lyadini (Senior Manager Robotics and Artificial Intelligence, Deutsche Telekom IT GmbH) Lifestyle: Sema Gedik (CEO, AUF AUGENHOEHE) Mobility: Doris Holler-Bruckner (Präsidentin & Geschäftsführerin/Herausgeberin, Bundesverband nachhaltige Mobilität + oekonews) Money: Susanne Krehl (Managing Director AT & CH, Cash Payment Solutions GmbH / Barzahlen) Science: Verónica Díez Díaz (Postdoctoral Researcher, Museum für Naturkunde) Social Hero: Nina Toller (Lehrerin/Visionärin/Macherin, Toller Unterricht) Audience Award: Jasmin Schreiber (Journalistin, freie Autorin, Illustratorin, Sterbeamme & psych. Coach für Trauerarbeit in Ausbildung) v.l.n.r: Tijen Onaran, Linda Zervakis, Natascha Zeljko (c) Mirja Kofler/GDW Global Digital Women
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q-de-2240
Was sind die wichtigsten politischen Ämter, die Joschka Fischer innehatte?
Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater, Publizist und Lobbyist tätig. Leben Herkunft und Jugend Fischer wurde als drittes Kind des Metzgers Joszef Fischer geboren. Die Eltern hatten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Wudigeß (, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest) verlassen müssen. Die Familie siedelte nach Langenburg im Hohenlohischen über. Der von Joschka Fischer geführte Vorname leitet sich von Jóska [] ab, einer Diminutivform des ungarischen Vornamens József [] (). In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Studentenbewegung Ab 1967 engagierte sich Fischer in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition (APO). Er lebte ab 1968 in Frankfurt am Main. Später jobbte er im SDS-Verlag Neue Kritik und in der Buchhandlung Libresso am Opernplatz, die vorwiegend linke Literatur anbot. Gleichzeitig besuchte er eigenem Bekunden nach als Gasthörer die zeitweise völlig überfüllten Vorlesungen von Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Oskar Negt. 1969 nahm Fischer in Algier an einer Konferenz der PLO teil. 1970 gründete er die Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt am Main. 1971 begann er eine Tätigkeit bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim mit dem Ziel, über die Gründung einer Betriebsgruppe die Arbeiter zu politisieren und letztlich für die „Revolution“ zu gewinnen. Diese Form der „Basisarbeit“ brachte aber nicht den erhofften Erfolg und Fischer wurde wegen seiner Aktivitäten nach einem halben Jahr fristlos entlassen. Nach weiteren Gelegenheitsarbeiten – unter anderem als Übersetzer von Romanen für Jörg Schröders Olympia Press – arbeitete Fischer in Frankfurt bis 1981 als Taxifahrer und bis 1982 als Aushilfe in einem Buchladen. Schauspielerische Kurzeinsätze hatte er zudem 1983 in dem Fernsehfilm Der Fliegende Robert und 1986 in dem Film Va Banque, in dem er einen Taxifahrer spielt. Politische Militanz Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen. Es gibt von dem Geschehen auch einen Reportagefilm, der an diesem Tag für die Tagesschau gedreht wurde und die Szene in bewegten Bildern zeigt. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben. Hintergrund war eine vorläufige Festnahme Fischers 1976, bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, unter dem Verdacht, einen solchen Brandsatz während einer Demonstration aus Anlass des Todes Ulrike Meinhofs am 10. Mai 1976 auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben, wobei der Polizeiobermeister Jürgen Weber lebensgefährlich verletzt und dauerhaft entstellt worden war. Gegen Fischer wurde wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Fischer wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Bei der Planung der Demonstration war unter Beteiligung Fischers der Einsatz von Molotowcocktails diskutiert worden. Nachermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu diesem Vorfall wurden 2001 durch den Umstand behindert, dass die Hessische Staatskanzlei unter SPD-Ministerpräsident Holger Börner von der Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt alle Unterlagen über Fischer angefordert hatte, als dieser 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde, und seitdem über den Verbleib der Akten nichts bekannt war. Aus der Frankfurter Zeit stammt auch seine Freundschaft mit dem deutsch-französischen Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, mit dem er zeitweilig in einer Wohngemeinschaft wohnte. Im September 2015 tauchte die seit 1985 verschollene Polizeiakte Fischer in einem herrenlosen Koffer am Frankfurter Flughafen wieder auf. Das Schriftstück enthält Fotos, Fingerabdrücke und Daten und dokumentiert die Verstrickung Fischers in die linksradikale Szene. Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“, leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs „Landshut“, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe. Er habe sich dann zum Demokraten aus Überzeugung gewandelt, was auch dem politischen Lebensweg seiner Partei entspreche: Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Ponto durch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien. Parteilaufbahn Noch vor seinem Parteibeitritt im Jahr 1982 gründete Fischer 1981 mit Daniel Cohn-Bendit und anderen den Arbeitskreis Realpolitik in Frankfurt, der für die Partei Die Grünen sogenannte „realpolitische“ Positionen formulierte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen neuen Positionen führte im Kreisverband Frankfurt zur Polarisierung zwischen Realos und Vertretern eines „öko-fundamentalistisch“ genannten Standpunktes (Fundis), in deren Verlauf sich Fischer 1982 für die Bundestagswahl 1983 als Kandidat für Die Grünen durchsetzen konnte. Im März 1983 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Für diese war er als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig. Er machte sich auch als Redner einen zum Teil umstrittenen Namen, z. B. im Zusammenhang der Kießling-Affäre oder der Flick-Affäre, während der er mit Beschimpfung des Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) auf seinen Ausschluss von einer Bundestagssitzung reagierte. Dem bei den Grünen damals noch üblichen Rotationsprinzip gemäß legte er sein Abgeordnetenmandat nach zwei Jahren zum Ende März 1985 nieder. Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter nahm er am 24. Oktober 1983 an der Blockade der US-Militärbasis in Frankfurt am Main teil, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Nach eigenen Angaben hatte Fischer vor seinem Parteieintritt bei den Grünen aus Überzeugung nie gewählt, was ihn heute aber ärgere. Öffentliche Ämter Staatsminister für Umwelt und Energie Am 12. Dezember 1985 kam es in Hessen nach längerer Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Holger Börner. In diesem Kabinett wurde Fischer Staatsminister für Umwelt und Energie. Bereits seine Vereidigung sorgte für Aufsehen, da er in grobem Jackett und weißen Turnschuhen erschien. Dieser Auftritt prägte den Begriff des „Turnschuh-Ministers“. Heute sind Fischers weiße Nike-Turnschuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach ausgestellt. Am 9. Februar 1987 trat Fischer von seinem Amt als hessischer Umweltminister unter Ministerpräsident Börner (SPD) zurück, da die Grünen in einem Ultimatum den Fortbestand der Koalition von der Rücknahme der Genehmigung für das Hanauer Nuklearunternehmen Nukem abhängig gemacht hatten. Damit zerbrach die erste rot-grüne Regierungskoalition im unmittelbaren Nachgang des Unfalls vom 20. Januar 1987 in der Hanauer Atomfabrik Nukem, nur wenige Monate nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die darauf folgenden Neuwahlen im April 1987 endeten mit einem Sieg von CDU und FDP. Walter Wallmann (CDU) wurde Ministerpräsident und Wolfgang Gerhardt (FDP) sein Stellvertreter. Fischer wurde bei dieser Wahl in den Hessischen Landtag gewählt und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Grünen. Bei den Landtagswahlen 1991 verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Es kam zu einer Wiederauflage der rot-grünen Koalition, diesmal unter Ministerpräsident Hans Eichel (SPD). Fischer wurde wieder Umweltminister. Zugleich war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten. Im Oktober 1994 legte er alle Ämter in Hessen nieder und wurde, nachdem die Grünen bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hatten, neben Kerstin Müller zum Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Neben Fischers Engagement für einen Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ließ in diesen Jahren auch die wirtschaftspolitische Hinwendung der Grünen zur Marktwirtschaft diese immer mehr zu einer „realpolitischen“ Partei werden. Außenminister und Vizekanzler Bei der Bundestagswahl im Herbst 1998 verlor die schwarz-gelbe Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl nach 16 Jahren ihre Mehrheit. Es kam zur Bildung der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene. Der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder berief Fischer als Außenminister und Vizekanzler in sein Kabinett. Im Jahre 2001 konnte die bereits angekündigte Fischer-Biografie „Sag mir, wo Du stehst“ der Journalistin Bettina Röhl nicht erscheinen, weil der Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln vom Vertrag zurücktrat. Als Begründung wurde Röhls Kampagne gegen Fischer, einen langjährigen Autor des Verlags, genannt. Im Januar 2001 hatte Bettina Röhl mit der Veröffentlichung der so genannten Fischer-Prügel-Fotos eine weit über deutsche Grenzen hinausreichende Mediendiskussion über Fischers militante Vergangenheit ausgelöst, in deren Verlauf der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder der Opposition vorwarf, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren, während die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel Fischer aufforderte, sich von der 68er-Revolte insgesamt zu distanzieren. Fischer galt als aussichtsreicher Kandidat auf den nach dem Entwurf für eine Europäische Verfassung für 2006 geplanten Posten des Außenministers der Europäischen Union. Den Grundstein hierzu legte seine im Jahr 2000 gehaltene Humboldt-Rede „Vom Staatenverbund zur Föderation“, mit dem er eine mögliche Finalität des europäischen Einigungsprozesses heraufbeschwor und eindeutig für den europäischen Föderalismus Stellung bezog. Am 1. September 2003 verkündete er allerdings gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder, dass beide bei der nächsten Bundestagswahl wieder zusammen antreten wollten. Die rot-grüne Bundesregierung mit Fischer als Bundesaußenminister führte deutsche Bodentruppen mit der Beteiligung am Einsatz der NATO im Kosovokrieg erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz. Fischer legitimierte diesen Einsatz in einer Rede auf dem Kosovo-Sonderparteitag in Bielefeld 1999 mit den Worten: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“ Ab 2001/2002 beteiligte sich die Bundeswehr am Krieg in Afghanistan. 2003 weigerte sich hingegen die rot-grüne Bundesregierung, den Irakkrieg der USA zu unterstützen. Anfang 2005 stand Fischer als verantwortlicher Minister im Mittelpunkt der sogenannten Visa-Affäre. Am 25. April 2005 trat er als Zeuge vor dem Visa-Untersuchungsausschuss auf, wo er eigene Versäumnisse einräumte und die komplette politische Verantwortung übernahm. Ausscheiden Nach der Bundestagswahl 2005 erklärte Fischer, dass er im Oppositionsfall im Sinne eines Generationswechsels für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag und andere führende Ämter in der Partei nicht mehr zur Verfügung stehe. Seine Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler endete am 18. Oktober 2005, er übte diese Ämter aber noch bis zum 22. November des Jahres geschäftsführend aus. Am 27. Juni 2006 nahm Fischer zum letzten Mal an einer Fraktionssitzung der Grünen Bundestagsfraktion teil. Am 1. September 2006 legte er sein Bundestagsmandat nieder. Sein Mandat übernahm der Nachrücker Omid Nouripour. Tätigkeit als Berater und Lobbyist nach der politischen Karriere Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs. 2006 übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University. Fischer war 2006 beratend für den World Jewish Congress tätig. 2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird. Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group, LLC an. Mitte 2009 gründeten Fischer und Dietmar Huber (langjähriger Pressesprecher der Grünen im Bundestag) Joschka Fischer & Company. 2009 schloss Fischer einen Vertrag mit den Energieversorgern RWE und OMV als politischer Berater für den geplanten Bau der 3300 km langen Nabucco-Pipeline, die Erdgas vom Kaspischen Meer über die Türkei in die EU transportieren sollte. Fischer war damit Lobbykonkurrent zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damals für das Projekt der Nord-Stream-Pipeline warb. Ebenfalls 2009 wurde Fischer Berater für den Autokonzern BMW und, gemeinsam mit Madeleine Albright, Berater der Siemens AG in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen. Im September 2010 übernahm Fischer auch ein Beratungsmandat für die Rewe Group. Im Mai 2009 scheiterte Fischer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich mit einer Klage gegen die Illustrierte Bunte, die ein Foto seiner Privatvilla in Berlin-Grunewald abgedruckt hatte. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit sei gewichtiger als Fischers Persönlichkeitsrecht. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. 2013 machte Fischer Werbung für das Elektroauto BMW i3. Im Oktober 2014 stellte Fischer in Berlin sein Buch Scheitert Europa? vor. Es sollte zunächst „Die Vereinigten Staaten von Europa“ heißen und erhielt angesichts damaliger Entwicklungen einen anderen Titel. In dem Buch beschreibt Fischer u. a. die (wirtschaftlichen) Probleme und Dynamiken Europas mit Beginn der Weltfinanzkrise 2007, eine neue Spaltung und Desolidarisierung zwischen den nördlichen (reicheren) und den südlichen europäischen Staaten sowie den Aufstieg radikaler antieuropäischer und fremdenfeindlicher Parteien in demokratischen Wahlen. Er war Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Anfang 2019 wurde Fischer beim kanadischen Hanf-Hersteller Tilray Gründungsmitglied des internationalen Beirates, der bei der Umsetzung einer „offensiven weltweiten Wachstumsstrategie“ helfen soll. Marla Luther, ehemalige Beraterin bei Joschka Fischer & Company, war bereits seit Anfang 2017 Geschäftsführerin von Tilray Deutschland. Agenturen vermitteln Fischer als Vortragsredner. Er schreibt gelegentlich Gastbeiträge in Zeitungen. Privates Fischer ist in fünfter Ehe seit dem 29. Oktober 2005 mit der Filmproduzentin Minu Barati-Fischer verheiratet. Aus zweiter Ehe stammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 2006 lebt Joschka Fischer in Berlin-Grunewald. Politische Positionen 1995 löste Fischer eine innerparteiliche Kontroverse aus, als er mit der strikt pazifistischen Ausrichtung der Partei brach und militärische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der UN-Schutzzonen in Bosnien und Herzegowina befürwortete. Im Frühjahr 2005 setzte sich Fischer im Rahmen der Nachrufdebatte dafür ein, dass Nachrufe für einstige NSDAP-Mitglieder aus der Hauszeitung internAA des Auswärtigen Amts gestrichen werden. In der Folge wurde eine Historikerkommission eingesetzt, welche die Übernahme von NSDAP-Mitgliedern in das AA nach dem Krieg aufarbeiten sollte. Das Ergebnis von deren Arbeit wurde als Buch Das Amt und die Vergangenheit veröffentlicht und hat weitere Debatten ausgelöst. Seit August 2010 hat Fischer den Vorsitz der aus neun Personen bestehenden „Gruppe herausragender Persönlichkeiten“ im Europarat inne. Die auf Initiative der Türkei ins Leben gerufene Gruppe soll sich und vorschlagen. Der erste Bericht der Gruppe erschien im Frühjahr 2011. In einem Interview mit der NZZ verlangte er im Dezember 2020 mehr militärisches Engagement von der deutschen Bundesregierung. Kosovokrieg 1999 unterstützte Fischer maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Er begründete diesen Krieg unter anderem auch mit dem Verweis auf den Holocaust. Am 7. April 1999 sagte er: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer auf die Frage, ob er zwischen den Ereignissen im Kosovo und der Nazi-Ära eine direkte Parallele sehe: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“ Kritiker warfen Fischer vor, als Außenminister Positionen vertreten zu haben, die er vor der rot-grünen Regierungsübernahme abgelehnt hatte. Wegen seines Werbens als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin entschied im Zusammenhang mit einem von der Polizei übermalten Transparent, dass diese Bezeichnung als schwerer Angriff auf die persönliche Ehre rechtswidrig sei. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir Fansa mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Tschetschenienkriege Heftige Kritik an Joschka Fischer wurde wegen seiner Haltung bezüglich der Tschetschenienkriege geäußert. Während der Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer im Januar 1995 noch die Untätigkeit der Bundesregierung während des Ersten Tschetschenienkriegs angesichts des „grausamen Mordens einer nuklearen Supermacht gegen ein kleines Volk im Norden des Kaukasus“ verurteilt hatte, erklärte er 2000 als Außenminister in Bezug auf den Zweiten Tschetschenienkrieg, dass Russland nicht isoliert werden dürfe und es legitim sei, gegen Terror vorzugehen. Ehrungen und Auszeichnungen Im Mai 2002 wurde Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Haifa ausgezeichnet. Am 4. Mai 2004 erhielt er den renommierten Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon. Im Mai 2005 erhielt Fischer in seiner Funktion als Außenminister die höchste Auszeichnung des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Leo-Baeck-Preis, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. Am 20. Mai 2006 wurde Joschka Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv ausgezeichnet. Als Dank für seinen Einsatz als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung der Grube Messel als Mülldeponie und für deren Bewahrung als Fossilienfundstätte wurde nach ihm im Jahr 2005 eine fossile Schlange als Palaeopython fischeri benannt. Er ist Ehrenbürger von Budakeszi. Im Jahr 2009 erhielt Joschka Fischer den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in Realpolitik. 2010 wurde er mit der Heinrich-Heine-Gastprofessur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geehrt. Im Jahr 2016 bekam Fischer die Bayerische Europa-Medaille. Veröffentlichungen Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X. (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6. Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X. Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9. Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4. Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X. Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4. Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2. Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5. Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8. Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1. „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0. mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3. Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6. Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0. Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6. Literatur Biographien Paul Berman: Idealisten an der Macht. Die Passion des Joschka Fischer. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-846-7. Matthias Geis, Bernd Ulrich: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0175-8; aktualisierte Neuauflage: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61623-8. Sibylle Krause-Burger: Joschka Fischer. Der Marsch durch die Illusionen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05082-1 (überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-60738-7). Jürgen Schreiber: Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten von fetten und mageren Zeiten. Econ, Berlin 2007, ISBN 978-3-430-30033-9. Michael Schwelien: Joschka Fischer. Eine Karriere. Hoffmann & Campe, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11330-3 (erweiterte Taschenbuchausgabe: Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19705-4). Lebensabschnitte und Einzelaspekte Autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hrsg.): Die Hunde bellen … Von A–RZ. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre. Unrast Verlag, Münster 2001, ISBN 3-89771-408-6. Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan. Edition TIAMAT, Berlin 1999, ISBN 3-89320-025-8. Christian Y. Schmidt: „Wir sind die Wahnsinnigen …“. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. Econ, München/Düsseldorf 1998; aktualisierte Ausgabe: Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999; erweiterte Neuausgabe: Verbrecher Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-943167-30-6. Gespräche/Interviews Gero von Boehm: Joschka Fischer. 31. August 2010. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 678–692. mit Daniel Cohn-Bendit, Alexander Gauland: Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch. Athenäum Verlag, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Filme Pepe Danquart: Joschka und Herr Fischer. Deutschland 2011, 140 min, X-Verleih Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden. Dokumentarfilm, 105 min, Deutschland, 2005, Regie: Stephan Lamby, Produktion: Phoenix, von Phoenix Rot-Grün macht Kasse. Dokumentarfilm über die Tätigkeit ehemaliger Politiker als Lobbyisten, 30 min, Deutschland, 2011, Produktion: NDR/Panorama (online) Weblinks Joschka Fischer & Company, Website der Unternehmensberatung Fischers Einzelnachweise Vizekanzler (Deutschland) Außenminister (Bundesrepublik Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Vorsitzender der Bündnis-90/Die-Grünen-Bundestagsfraktion Umweltminister (Hessen) Energieminister (Hessen) Minister für Bundesangelegenheiten (Hessen) Fraktionsvorsitzender (Hessen) Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Politiker (20. Jahrhundert) Politiker (21. Jahrhundert) Hochschullehrer (Princeton University) Lobbyist Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (I. Klasse) Ehrendoktor der Universität Haifa Ehrendoktor der Universität Tel Aviv Autobiografie Sachbuchautor Marathonläufer (Deutschland) Person der 68er-Bewegung Sponti-Szene (Frankfurt am Main) Deutscher Geboren 1948 Mann
Anna Trökes | Die große Yoga-Box | Bognermusik - Noten - CDs - Blasmusik - Volksmusik Sie sind hier: Bognermusik - Noten - CDs - Blasmusik - Volksmusik / CD / Entspannung / Wellness | Meditation / Die große Yoga-Box Trökes,Anna: Wir sind ständig damit beschäftigt, unser Leben so effektiv wie möglich zu gestalten, vergessen dabei aber oft das wichtigste: uns selbst. Wer Yoga praktiziert hat das beste Mittel an der Hand, sich selbst achtsam wahrzunehmen und Körper und Seele miteinander zu verbinden und in Einklang zu bringen. 01. Meditation, der Weg des Yoga - Eine praktische Einführung - Trökes, Anna 005:36 02. Meditation, der Weg des Yoga - Eine praktische Einführung - Trökes, Anna 003:09 03. Meditation, der Weg des Yoga - Eine praktische Einführung - Trökes, Anna 006:07 04. Meditation, der Weg des Yoga - Eine praktische Einführung - Trökes, Anna 007:36 05. Meditation, der Weg des Yoga - Eine praktische Einführung - Trökes, Anna 011:50 06. Meditation, der Weg des Yoga - Eine praktische Einführung - Trökes, Anna 010:10 07. Meditation, der Weg des Yoga - Eine praktische Einführung - Trökes, Anna 007:06 08. Meditation, der Weg des Yoga - Eine praktische Einführung - Trökes, Anna 007:04 09. Meditation, der Weg des Yoga - Eine praktische Einführung - Trökes, Anna 007:55 10. Meditation, der Weg des Yoga - Eine praktische Einführung - Trökes, Anna 005:39 01. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 004:29 02. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 004:17 03. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 004:43 04. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 005:36 05. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 006:43 06. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 007:46 07. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 005:55 08. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 007:18 09. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 005:03 10. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 010:23 11. Yoga der Achtsamkeit - Übungen für einen gesammelten und stabilen Geist - Trökes, Anna 007:21 01. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 014:15 02. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 004:36 03. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 003:58 04. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 005:14 05. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 006:34 06. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 007:57 07. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 012:02 08. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 008:30 09. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 000:55 10. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 006:58 11. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 006:58 12. Anti-Stress-Yoga - Übungen für mehr Gelassenheit - Trökes, Anna 006:32 01. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 007:58 02. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 009:38 03. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 007:28 04. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 008:50 05. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 010:51 06. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 008:47 07. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 005:54 08. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 019:55 01. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 004:30 02. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 005:15 03. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 006:07 04. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 006:39 05. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 007:07 06. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 006:43 07. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 007:55 08. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 005:24 09. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 006:07 10. Matra Yoga - Ein Weg in die Mitte des Herzens - Trökes, Anna 005:36 Produktinformationen "Die große Yoga-Box" EAN/UPC-Code 9783451351921 Titelergänzung 5 Übungsprogramme Gesamtspieldauer 366:59 Interpret Trökes,Anna Wir sind ständig damit beschäftigt, unser Leben so effektiv wie möglich zu gestalten, vergessen dabei aber oft das wichtigste: uns selbst. Wer Yoga praktiziert hat das beste Mittel an der Hand, sich selbst achtsam wahrzunehmen und Körper und Seele miteinander zu verbinden und in Einklang zu bringen. 5 Übungsprogramme hat Anna Trökes für diese Box zusammengestellt, die uns helfen, auch im hektischsten Alltag, zu uns selbst zurückzufinden.Durch die unverwechselbare Musik sind wir inzwischen für viele Menschen auf den verschiedensten Festen ein Garant für Freude und gute Stimmung. Auf dieser Seite könnt Ihr euch einen kleinen Eindruck von uns, unserer Musik und den einzelnen Musikanten machen. Ebenso könnt Ihr Euch hier über unsere aktuellen Auftritte informieren und bei Interesse auch mit uns in Kontakt treten. Wir wünschen Euch auf dieser Seite viel Vergnügen und freuen uns, Euch irgendwann persönlich auf einem Fest oder einer Spielerei begrüßen zu können. Eure Tegernseer Tanzlmusi... wurden durch viele Hit`s im In- und Ausland bekannt. (Wird schon werd\'n sag\'t Frau Kern / Der Lehrer, da Pfarrer und da Wirt...) Mit mehr als 400 TV Auftritten und zahlreichen Rundfunkeinsätzen zählen die Zwidern nach wie vor zu den erfolgreichsten Interpreten im volkstümlichen Bereich. Ein Programm der Superlative! Von Volksmusik bis Rock! Dort wo die Veranstaltung zum Erlebnis wird!Der Name 4-Klang steht für vier junge Musikanten/-innen aus dem Tiroler Unterland. Die beiden Schwestern Tina und Christina Neumayr aus Aurach b. Kitzbühel, und die beiden Brüder Hubert und Toni Klingler bilden somit die Volksmusikgruppe.Diese Zusammensetzung mit zwei Harfen, Traudl Egger und Ursula Neuhauser - Gitarre, Pepi Egger - Kontrabaß, Walter Egger, hat sich durch ihr hervorragendes Spiel weithin einen Namen gemacht. Mit Unterstützung ihres Harfenlehrers Erich Schubert, dessen Arrangements diese vier Musikanten bevorzugen, entstand im Laufe der Jahre dieser anspruchsvolle Klangkörper.Vielseitigkeit ist Programm: „Es gibt für mich keine gute oder schlechte Musik, es gibt nur gut und weniger gut gemachte Musik“ – bekennt der in München lebende Sänger Uwe Adams und schafft damit mühelos den Spagat zwischen Volksmusik, Schlager, Pop und Rock, zwischen Solo-Projekten und Chorgesang.Der kleine Ort Aidling liegt auf einer Anhöhe oberhalb des Riegsees in der Nähe von Murnau. Die fünf Musikanten widmen sich seit über 13 Jahren der instrumentalen Volksmusik in gleicher Besetzung mit Hackbrett, Zither, Harfe, Gitarre und Kontrabass. Viele ihrer Musikstücke stammen aus überlieferten Noten, die sie beim Musizieren bearbeiten und einrichten.Schon vor über 50 Jahren hatten Mitglieder der Musikkapelle Alpbach gern Weisen und Jodler geblasen. Daraus entstand 1958 die Idee, eine Bergmesse als Bläserquartett musikalisch zu umrahmen.Auf diesen Gedanken war Peter Moser gekommen. So wurden die „Alpbacher Bläser“- nicht gegründet, sondern entstanden aus der Freude am gemeinsamen Musizieren.Bei einer Jubiläumsveranstaltung in der Münchner Musikhochschule im Jahr 1987 trat die Altbairische Blasmusik zum ersten Mal an die Öffentlichkeit. Karl Edelmann hatte zu diesem Anlass einige Musikanten zusammengerufen und mangels Notenmaterial rasch ein paar Stückl im Stil seines Vorbildes, der Blaskapelle Otto Ebner arrangiert. Der Erfolg war so groß, dass der Bayerische Rundfunk zahlreiche weitere Titel für sein tägliches „Bayernmagazin“ in Auftrag gab und aufnahm.Die „Altmühldorfer Musikanten” - unter diesem Namen finden über Grenzen hinweg eine Handvoll Musikanten um das Ehepaar Ursula und Wolfgang Neumüller zum Musizieren zusammen. Eine Stimme, die sich einen Namen gemacht hat. Ein Tenor, der sein volkstümliches Publikum nicht nur mit seinen musikalischen Märchen begeistert, sondern auch als Stimmungskanone und Schlagersänger gefeiert wird.Für Andrea & Manuela ist Musik das schönste Hobby.... und dieses Hobby nehmen sie ernst! Immerhin haben es die Schwestern aus Thüringen damit zum erfolgreichsten Duo volkstümlicher Musik in Mitteldeutschland gebracht, mit über 300 Fernsehauftritten seit 1986.Der Anzenberger Dreigsang, bestehend aus Elly und Hans Anzenberger sowie deren Tochter Simone, ist bestrebt, das echte Volksgut zu pflegen und weiter zu vermitteln.Peter Aschberger, Leiter und Initiator der Aschberger Stub\'nmusi hat mit seinen Produktionen \"Meilensteine\" in seinem künstlerischen Leben gesetzt. Er beweist seine einzigartige, musikalische Vielseitigkeit und sein untrügliches Gespür für die feine, gefühlvolle Musik.Man merkt, dass Peter Aschberger und seine Musikanten die ursprüngliche Volksmusik der Alpen lieben und deshalb so hervorragend interpretieren.1955 in Bad Reichenhall geboren, bekam er schon im Alter von 6 Jahren seine erste Harmonika geschenkt. Nach der Schule absolvierte er eine Malerlehre, begann aber danach das Studium für Schulmusik in Salzburg, welches er 1976 erfolgreich abschließen konnte. Seitdem lehrt er an der Musikschule Inzell.Die Aufhamer Klarinettenmusi spielte erstmals im Spätherbst 1974 bei einem \"Hoagart\'n\" auf der alten Neubichler Alm auf. Aus den ersten Versuchen entwickelte sich eine ungewöhnlich beständige Gruppe, die seit mehr als 25 Jahren bei den \"Volkstanzlern\" und Volksmusikliebhabern im Rupertiwinkel und weit darüber hinaus für ihre abwechslungsreiche, harmonische und rassige Tanzlmusi bekannt und geschätzt.Kurz nach ihrer Heirat fanden Toni und Christina Hillebrand heraus, das sie nicht nur in der Liab sondern auch mit ihren Stimmen wunderbar harmonieren.„Slavko Avsenik und seine Original Oberkrainer“ sind schon heute eine Legende! Seit dem Jahre 1953 ist dieses Ensemble durch seine Auftritte, Schallplatten, TV- und Rundfunk Sendungen in aller Welt bekannt und beliebt. Sie haben Ihre Musik einem Millionenpublikum näher gebracht und unzählige Menschen auf der ganzen Welt begeistert. Die Erfinder des Oberkrainer-Sounds sind aus der Musikszene nicht mehr wegzudenken. Wer Slavko Avsenik und sein Ensemble gesehen und gehört hat und die überschäumende Freude an Ihren musikalischen Darbietungen erleben konnte, wird das Werk dieser Vollblutmusikanten zu schätzen wissen.Die Gruppe wurde 1991 durch die Geschwister Schabmair aus Egmating mit der Harfenistin Lisi Höß und ihrem Bruder Karl Schabmair, einem Bassspieler, ergänzt und so wurde die „Bairer Saitenmusi“ gegründet.Als der \"Zitherkönig\" Alfons Bauer am 3. Februar 1997 für immer seine Augen schloß, starb nicht nur ein großartiger Mensch und tüchtiger Geschäftsmann, sondern auch einer der hervorragendsten und vielseitigsten Musiker. Alfons Bauer war ein Musiker der Musik willen, und nicht des Geldes. Er wollte sich auch nie auf eine Musikrichtung festlegen.Uschi Bauer spielte bereits als Kind Klavier und erhielt Gesangsunterricht. Nach der Schule studierte sie an der Hochschule für Musik und Theater München. In den 1970er Jahren nahm sie an einem Wettbewerb teil, infolgedessen sie einen Schallplattenvertrag erhielt. 1978 erschien ihre erstes Album. Seit Uschi Bauer als echtes \"Münchner - Kindl\" 1987 mit ihrem Titel \"Hand auf´s Herz\" den dritten Platz beim \"Grand Prix der Volksmusik\" belegte , ist die vielseitige Sängerin aus der deutschsprachigen Unterhaltungsszene nicht mehr wegzudenken.Sieben Frauen die der Musik ihr Leben gewidmet haben und die wissen was sie wollen!Die Lady mit dem Akkordeon Wer \"A\" wie Akkordeon sagt, muß auch \"B\" wie Behnke sagen! Als Christa Behnke im Alter von 6 Jahren ihren ersten Akkordeonunterricht besuchte , ahnte noch niemand , wie sehr dieses Instrument ihr eben beeinflussen würde. Bereits als 11jährige gewann sie den 2. Preis bei der Deutschen Junioren - Meisterschaft und siegte in den darauffolgenden 3 Jahren bei den Deutschen Meisterschaften.Die Blaskapelle Gloria begeistert jeden Blasmusikfreund durch hohe künstlerische Leistungen aller Musiker und einer gefühlvollen Liedauswahl, die neben Polkas und Walzer auch moderne und klassische Kompositionen umfasst.So wie seit jeher in Bayern zum Tanz aufgespielt wird, spielt die durch Funk und Fernsehen bekannte Blaskapelle hans Niederleitner Polkas, Landler, Boarische, Märsche und Zwiefache in traditioneller Besetzung. Die Familie Bletzacher aus Alpbach in Tirol musiziert seit 1978. Die Teilnahme am \"Alpenländischen Volksmusikwettbewerb\" in Innsbruck brachte der Gruppe zweimal das Prädikat \"Ausgezeichneter Erfolg\" und war der Ansporn, auf der Linie der echten Volksmusik weiterzumachen.Das ist eine Münchner Formation von ausschließlich Studiomusikern und Sängern, die aus Spaß an der Freud eine CD in den Bogner Studios produzierten.In der heutigen Besetzung spielen das Ehepaar Albert und Simone Lahner, daheim am Hochberg bei Siegsdorf und Manfred Wörnle in unterschiedlicher Trio-Besetzung.Seit 1999 gibt es \"Die Burgenländer\", die bis im Februar 2009 unter dem Namen Blech & Brass Banda spielten. Damals haben sich 13 passionierte Musiker aus dem Bezirk Neusiedl am See (Burgenland) entschlossen, eine böhmisch-mährische Blaskapelle, angelehnt an traditionelle Kapellen, wie man sie nur in Mähren und Böhmen findet, zu gründen.Seit Jahren wirkt Christina als hervorragende Harfenistin und Hackbrettspielerin bei der \"Aschberger Stubenmusi\" mit, hat sich aber auch als Harfen-Solistin schon lange einen guten Namen gemacht. Sie lebt in Feldolling, einem kleinen, ruhigen Dorf zwischen München und Rosenheim und kann sich dort der \"Muse\" in vollen Zügen widmen.Ab 1953 trat er als Schauspieler in Filmen und am Wiener Theater in der Josefstadt auf. Die wöchentliche Fernsehsendung Guten Abend am Samstag gestaltete er ab 1955. Ab 1973 spielte er in der Wiener Volksoper häufig den \"Frosch\" in der Operette \"Die Fledermaus\". In jenem Jahr wurde ihm der Titel \"Professor\" verliehen.Willi Huber, geboren am 12.März 1967 in München, stammt aus einer musikalischen Familie. Vater und Mutter pflegten die Hausmusik und somit erhielt der kleine Willi mit 5 Jahren bereits Klavierunterricht. Mit 13 Jahren reifte in ihm der Entschluss, noch ein weiteres Instrument zu lernen...\"D\'Raith-Schwestern und da Blaimer\" entstanden eher zufällig. nämlich: ...Tanja heiratet Andi und sagt zu ihm \"Du gehst etz ah mit zum singa!\" ...Susi meint dazu nur: \"daß\'d a was gscheits machst…\" und so wandern sie jetzt durch das schöne Bayerland und gfrein se wenn Ihr Euch a gfreits. Daniel & Steffen, das sind zwei Brüder aus Göppingen. Steffen wurde am 29. September 1983 geboren, Daniel hat am 18. Mai 1985 das Licht der Welt erblickt. Schon im Kindergarten- und Vorschulalter konnte man erkennen, dass bei den Beiden ein sehr starkes Interesse am Gesang und an Musikinstrumenten vorhanden war. Dies wurde von den Eltern auch sehr schnell erkannt und durch die Verpflichtung eines Keyboard-, Akkordeon- und Gitarrenlehrers gefördert.Kurt Dehn wurde am 19. Juli 1920 in Leistadt geboren. Heute gehört Leistadt zu Bad Dürkheim, wo sich das größte Fass der Welt (Durchmesser: 13,50 m; Volumen: 1,7 Millionen Liter) befindet, das er in seinem Leben erfolgreich besungen hat.Seit 1948 gibt es die Dellnhauser Musikanten. Sie spielen Ihre eigene Musik, die als Hallertauer Volksmusik über Bayerns Grenzen hinaus bekannt geworden ist. 1998 feierten sie Jubiläum. Da war ihre Musik 50 Jahre jung. Der Donnersbacher Viergesang - eine weit über die Grenzen hinaus bekannte Gesangsgruppe aus dem steirischen Ennstal - hat sich vor über 15 Jahren zusammengetan und in dieser Zeit vielen Menschen mit ihren Liedern und Jodlern Freude bereitet.Auf der Fischbachalm im Werdenfelser Land, die vom Ehepaar Dreher - das auch den Dreher Zwoagsang bildet - bewirtschaftet wird, entstand im Laufe der Zeit, bei lockerem und lustigem Beisammensein die heutige Fischbachalm MusiKarl Bogner: \"Als ich die drei Musiker, Kurt Halletz mit der „Hohner Gola“, Helmut Wamser mit seiner originalen Wiener Knopfharmonika und Rudi Rutz mit der Kontragitarre in den „Hagrainer Stuben - beim Zotzn“ spielen hörte war für mich klar, diese Musik muss ich produzieren, um späteren Generationen die Art und Weise dieser Unterhaltungsmusik festzuhalten.\"Auf einer „Herrsching-Nachfeier“* in Allerheiligen (in der Nähe von Warngau) im August 1999 lernte Sepp Denk Katharina kennen. Nachdem sie feststellten, dass die beide gerne mit jemand zusammenspielen würden, war der erste Probentermin schnell gefunden. Ungefähr ein Jahr später fragten sie Marianne, die übrigens ebenfalls bei dieser Nachfeier anwesend war, ob sie nicht Lust hätte mit ihnen zu spielen. Um die Zithermusi dann noch abzurunden, war mit Sepps Schwester Elisabeth bald auch eine Gitarristin gefunden.Karl Edelmann wurde 1962 in Tegernsee geboren. Er wuchs im romantischen Wildbad Kreuth auf. Seine Kindheit ist entscheidend geprägt durch das volksmusikalische Schaffen seines Vaters Karl Edelmann sen., einem engen Vertrauten und Freund des Kiem Pauli.Die Hackbrettspielerin Daniela Messerer (geborene Iglhartinger), der Zitherspieler Rudi Ritter und der Gitarrist Hubert Blaser haben sich im Mai 1993 bei einem Frühschoppen zusammen gefunden. Seither spielen sie in dieser Besetzung als Eglhartinger Stub\'nmusi bei verschiedenen Volksmusikveranstaltungen.Sepp Eibl und Freunde, das ist ein Kreis von Volksmusikanten aus Bayern und Tirol, die seit Jahrzehnten miteinander musizieren. Es ist schon mehr als 20 Jahre her, dass sich in Eichenau bei Fürstenfeldbruck drei Männer zusammengefunden haben, die die Freud\' am altbairischen Liedgut verbindet. Der Zusammenstand über die Eichenauer Kolpingfamilie hat dabei eine Rolle gespielt, was im Namen der Gruppe zum Ausdruck kommt. Es sind der Breu Ludwig, der Gschnaider Rudi und der Wohlfarter Hans. Später ist der Grimmel Franz dazugekommen, der mit seinem Bass dem Gesang ein solides Fundament gibt.Eisenkeller-Musig, das sind Walter Innerhofer, Michaela Pallhuber, und Florin Pallhuber. Der Name Eisenkeller-Musig stammt daher, dass die Proben früher bei Florins Eltern im Bozener Eisenkellerweg stattfanden. Trotz des eisernen Namens - Südtiroler Volksmusik mit Herz!Seit mehr als 20 Jahren gibt es die Stubnmusik der drei Schmelmerschwestern in St.Englmar (bei Deggendorf), die sich seit 8 Jahren, verstärkt durch Karin Wurm am Kontrabaß, \"Englmarer Stubnmusik\" nennt. Sie sind mit ihrer spritzigen, mal einfühlsamen, dabei aber immer wohltuend ungekünstelten Musizierweise, aus der Volksmusikpflege in Niederbayern schon lange nicht mehr wegzudenkenWeit über Salzburgs Grenzen hinaus hat sich das Volksmusikensemble einen Namen gemacht und viele Freunde gewonnen. Es hat seinen Ursprung in dem von Tobi Reiser sen. 1953 gegründeten Quintett in der Besetzung Zither, Hackbrett, Harfe, Gitarre und Kontrabass, das vielen alpenländischen Musiziergruppen zum Vorbild wurde.Zwei Flöten mit Zitherbegleitung war unsere erste kleine „Besetzung\". Im Lauf der Jahre wechselten sie auf ihr jetziges Instrument und langsam entwickelte sich unsere Gruppe.Wenn irgendwo im bayerisch-österreichischen Raum von Volksmusikgruppen die Rede ist, wird schon bald der Name Wackersberger zu hören sein. Gemeint damit sind die „Geschwister Wackersberger“ aus dem Ortsteil Hagrain von Rottach-Egern am Tegernsee. Seit mehr als 40 Jahren spielen sie jetzt miteinander, zuerst nur zu dritt, die Vevi mit der Harfe, der Toni mit der Zither, die Monika mit der Gitarre. Im November 1965 kam die Christa mit dem Hackbrett dazu und schließlich als Jüngster der Sepp mit der so rar gewordenen Schoßgeige.Die Fischbachauer Sängerinnen - Kathi Greinsberger, Rosi Prochazka und Fanni Buchner - sind im Leitzachtal daheim und liefern mit ihrer Musik ein Beispiel dafür, wie Gruppen singen und spielen, deren musikalische Impulse und Absichten noch unmittelbar auf den Kiem Pauli und dessen engeren Kreis zurückgehen.Peter Moser aus Alpbach und Christian Margreiter aus Radfeld musizieren seit 1985 miteinander bei der Tiroler Kirchtagmusi. Auch als Flügelhornduo sind sie in Volksmusikkreisen nicht unbekannt, hat doch Peter Moser wesentlich zur Belebung des \"Weisenblasens\" in Tirol und darüber hinaus beigetragen.Ihren Anfang und auch Ihren Namen fand die Fraunhofer Saitenmusik 1978 im Fraunhofer auf der Fraunhofer Straße in München. Das Volksmusik nichts Starres und Unbewegliches ist, merkt man bei der Fraunhofer Saitenmusik nach wenigen Takten.Georg Freundorfer (* 23. Juli 1881 in München; † 18. Dezember 1940 in Berlin) war ein deutscher Zitherspieler und Komponist.Seit langem ist das Zitherspiel im Isarwinkel beliebt. Diese hauptsächlich durch die Wegscheider Musikanten begründete Tradition wird durch den Gaißacher Zitherklang fortgeführt. Schon als Kind kam der Begründer dieses Trios, Benedikt Trischberger vulgo „Grei Diktl“, mit dem Zitherspiel in Berührung, war doch sein Vater der Bassgitarrist der Wegscheider Musikanten...Vor gut acht Jahren, also Ende 2004, gründeten wir, Simone Hornsteiner, Christoph Knilling, Michael Ludwig und Seppi Stieglmeier, die Gamseck- Musi nach unserem großen Vorbild, der Rotofenmusi aus dem Berchtesgadener Land. Schon damals wollten wir vor allem eines: „Nett beinand“ sein. Und so blieb uns bis heute die Freude am gemeinsamen Musizieren der echten, unverfälschten Volksmusik erhalten.Der Georgenberger Dreigsang besteht seit rund 14 Jahren, seit 7 Jahren in dieser Besetzung. Ursprünglich waren die 3 Sängerinnen rund um den Georgenberg in Kuchl/Salzburg beheimatet. Durch Familiengründungen wurden zwar die zu überwindenden Entfernungen etwas größer, die Freude am Singen ist jedoch geblieben. So trifft sich der Georgenberger Dreigesang weiterhin zum Proben und Singen, zur eigenen Freude am Gesang und zum Genuss für die Zuhörer.Dreißig Jahre werden sie alt, die Geschwister Ertl vulgo „Breschl Malan“. So lange nämlich singen sie schon miteinander, die drei Schwestern Liesi, Maria und Hilde. Und wenn man sie so anschaut, merkt man sofort, dass sie mit dem Singen schon im frühen Kindesalter angefangen haben.Seit ihrer Kindheit singen die Geschwister Forster als gemischter Dreigesang zusammen. Die Geschwister Anneliese (1.Stimme), Marlene (2.Stimme) und Toni (3.Stimme) sind in Au bei Bad Aibling beheimatet.Wem schon lange die Lieder aus seiner Kindheit fehlen, der sollte einmal in die CD \"33 Kinderlieder aus Österreich und Bayern\" der Geschwister Köstler aus Tegernsee reinhören. Auch bei Leuten die der Mundart nicht mächtig sind, kommt da ein wenig Wehmut auf.Und z`Goaßa, da gibt`s hoit lustige Leit“, so singen die drei Geschwister Merk in einem lustigen Gstanzl über ihr Heimatdorf, das sich eigentlich richtig ausgeschrieben „Gaißach“ nennt.Die Gemeinde Gaißach liegt im Isarwinkel und grenzt an die Kurstadt Bad Tölz.Diese weitverstreute Flächengemeinde mit 23 Ortsteilen (Ortschaften, Weilern und Einöden) und rund 2900 Einwohnern liegt auf einer Höhe von ca. 700 Metern. Diese reizvolle Voralpenlandschaft beheimatet eine gedeihliche Kultur. Ein Teil dieser Kultur findet seinen Ausdruck im liebevoll gepflegtem Brauchtum und in einer variantenreichen Musik. Einen einzigartigen Stellenwert hat in Gaißach die echte, alpenländische Volksmusik, die bereits in den Grundschulklassen der Gaißacher Schule vermittelt wird.Gitte und Klaus, die sich bereist 1964 kennen lernten, träumen nicht, wie viele andere Menschen ihr Leben, sondern leben ihre Träume. Obwohl beide einen bodenständigen Beruf (Industriekauffrau & Bankkaufmann) erlernt haben, verloren sie Ihr Ziel, eine gemeinsame Karriere als Musikanten, nie aus den Augen. Das sich dieser jahrzehntelange Einsatz für die Musik lohnt, zeigen viele veröffentlichte Tonträger und Auftritte, die sie zu einem der beliebtesten Duos in den neuen Bundesländern werden ließ.Die Goinger Weisenbläser stammen aus dem Tiroler Unterland am Fuße des Wilden Kaiser. Diese jungen Musikanten musizieren schon seit Ihrer Kindheit gemeinsam mit der Musikkapelle Going. 1985 spielten sie das erste Mal in der jetzigen Form (1. und 2. Flügelhorn, Tenorhorn, Posaune und Bass) zusammen. Seitdem erfreuen Sie die Zuhörer bei Hochzeiten, Musikantentreffen und anderen Veranstaltungen mit Ihren gefühlvoll vorgetragenen Weisen.Maxl Graf wurde 1933 als Sohn eines Eisenbahners in München geboren. Sehr zur Freude seiner Fans verwirklichte er seinen ursprünglichen Berufswunsch - Lokomotivführer - nicht, sondern wurde der, als den ihn seine Fans immer in Erinnerung halten werden: Ein bayerischer Schauspieler, Sänger und Entertainer, der mit Charme und einer Portion Schlitzohrigkeit seine Zuhörer und Zuschauer in den Bann zog.Den meisten Menschen ist der Grießer Max wohl als Moosgruber aus der Polizeiinspektion 1 bekannt. Doch auch durch viele Theaterstücke wie \"Der verkaufte Großvater\" oder \"Alles für die Katz\" erlangte Max Grießer seine Popularität im deutschsprachigen Raum. Obwohl Max Grießer in Österreich geboren wurde und auch aufwuchs, gilt er als einer der letzten großen bayerischen Volksschauspieler. Er spielte mehr als 30 Singles ein und ist vielen politisch Interessierten vom Nockherberg als \"Ministerpräsident Goppel\" und \"Bruder Barnabas\" bekannt. Sehr zur Freude aller Mundartfreunde sind viele seiner Ton- und Bilddokumente erhalten geblieben.Im freundlichen Hof des Wahrstätter Bauern hat die echte Volksmusik und der Gesang eine Heimat gefunden und wird gehegt und gepflegt von Ferdl Wahrstätter und seiner Frau Lisl (dem Gruber Zwoagsang), sowie den vier Kindern: Katharina, Elisabeth, Margreth und Barbara.Heinrich Haas jr. erblickte am 08.02.1982 in München das Licht der Welt. Schon als Zweijähriger saß der kleine Heinrich mit seinem Vater an der Hammondorgel und versuchte ihn nachzuahmen. Der überaus großen Musikalität seines Vaters Heinrich Haas sen. hat er sicherlich vieles zu verdanken, hörte er doch von Kindesbeinen an nur erstklassige Musik.Der Initiator der „Hagrainer Musikanten“ Seppi Bogner ist der Sohn von Christa Bogner geb. Wackersberger. Sie spielt seit 40 Jahren bei den „Geschwister Wackersberger“ das Hackbrett, sein Vater Josef Bogner ist über 25 Jahre Sänger bei den „Rottacher Sängern“. So ist es also kein Wunder, dass der Junior schon mit 12 Jahren eine beachtliche „Steirische“ spielte.Der erste öffentliche Auftritt der Hammerauer Musikanten fand im Mai 1966 statt. Aus der damaligen Hammerauer Stubnmusi bildeten sich drei Jahre später die Hammerauer Buam, Reinhold und Gerhard Seidl, Hansl Auer und nochmals ein Jahr später Rupert Schäfer. Seit 1973 musiziert der Irlinger Wasti mit und es entstand der Name \"Hammerauer Musikanten\".Mit den beiden Musikanten Reiter Hansi und Reiter Peter ergab sich eine sehr musikantische Besetzung.Hannesla - das bedeudet Musik, Comedy und Show. Bedeutet abenteuerliche MusikinstrumenteHedi Heres ist eine Garantin für echte, unverfälschte Volksmusik. Aufgewachsen in einem Elternhaus, in dem gesungen, gespielt, getanzt wurde und bekannteste Sänger wie Musikanten ein und ausgingen, ist sie dieser echten Volksmusik von frühester Jugend an verbunden.\"Königin der Volksmusik\" - wird sie genannt, die Maria Hellwig. Wer sie sieht und hört, möchte nicht glauben, dass Sie im Jahr 2005 Ihren fünfundachtzigsten Geburtstag gefeiert hat, so jung und frisch wirkt sie. Wir hoffen, genau wie alle Ihre Fans, dass das noch lange so bleibt. Klaus, Michael und Fredi Braunsch kommen aus dem Oberallgäu - aus dem Bergdorf Hinterstein, woraus sich der Name des Trios prägte - Die \"Hintersteiner Büebe\". Ihre Karriere begann im zarten Alter von 9 Jahren, denn ihre Eltern schickten sie zu der bekannten Musiklehrerfamilie Pirner in Sonthofen, wo sie Privatunterricht erhielten. Danach wurden viele Musikstücke, vor allem volkstümliche Weisen ihrem Stil angepasst. Das war der Start zu ihrer urwüchsigen, virtuos gespielten volkstümlichen Musik.Julika erhielt eine gründliche Ausbildung bei Johanna Marksteiner, die im Jahre 2002 zu einer Auszeichnung beim Alpenländischen Volksmusikwettbewerb in Innsbruck geführt hat. Viele Auftritte – solistisch, mit ihren Geschwistern oder mit verschiedenen Gruppen (Angather Blechschad´n, Owaraua Untagrund u.a.), im Rundfunk und Fernsehen, aber auch die oftmalige Teilnahme an der Tiroler Musizierwoche in Rotholz - haben in der jungen Harfenistin den Wunsch entstehen lassen, am Tiroler Landeskonservatorium ihre Kenntnisse und Fertigkeiten auf dem Tiroler Nationalinstrument zu erweitern und zu verbessern.In den 1930er Jahren wurde Paul Hörbiger mit Tonfilmen zu einem der populärsten deutschsprachigen Schauspieler. In seinen Rollen verkörperte er den Typus eines herzensgütigen Menschen mit viel Lebenslust, in Hans Moser fand Hörbiger einen kongenialen Partner. Von 1940 bis 1943 war Paul Hörbiger im Ensemble des Wiener Burgtheaters zu sehen...Ein begnadeter Ziachspieler und Volksmusikant aus dem schönen Karwendel und Geigenbauerort Mittenwald im oberen Isartal ist Hansi Hornsteiner (Danzer).Die Zithermusi Hornsteiner ist im Jahre 1984 rein zufällig entstanden. Der Hornsteiner Anton, genannt der Krapfen Toni und der Hornsteiner Adolf, genannt Mous\'n Adolf haben bei einer Geburtstagsfeier mit ihren Zithern zur Freude der Anwesenden \"aufg\'macht\".Jörg Hube erhielt u.a. den Adolf Grimme Preis, den Münchner Theaterpreis, den DeutschenKleinkunstpreis, den Deutschen Kabarettpreis und den Oberbayerischen Kulturpreis. Er ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.Hermann Huber stammt aus dem Rupertiwinkel, nahe Bad Reichenhall. Als Akkordeonist mit seiner \"Steirischen Ziach\" bei den Schönauer- und Gerstreit-Musikanten sowie der Aussenfeldner Tanzlmusi ist er weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt geworden.Seit einigen Jahren hat sich Willi Huber nicht nur als Zithervirtuose sondern auch als erstklassiger Komponist und Arrangeur unter dem Pseudonym Willi März einen Namen gemacht.Im Herbst 1988 haben sich Franz Schwarzenböck, Leonhard Liebl, Norbert Hirl, Sepp Spiel und Doris Fuchs zu einer Tanzlmusi zusammengeschlossen. Da die Musikanten größtenteils zwischen Rosenheim und Gars, am Inn entlang, zu Hause waren, wurde der Name \"Innleit\'n Musi\" gefunden.Die Inntaler Sänger, - der überaus markige und wohl bekannteste Männerviergesang der bajuwarischen Region - haben sich Mitte der sechziger Jahre zusammengetan. Es ist eine wahre Freude, wie Peter Anderl (1.Stimme & Zither), Franz Singer (2.Stimme), Sepp Wieland (3.Stimme) und Konrad Bauer (Bass) mit ihrer einzigartigen Klangharmonie gestandne, altbayerische Wesensart zum Ausdruck bringen.Vom Ideenreichtum des Adi Stahuber profitiert die Isartaler Blasmusik. Er hat sie zu dem Erfolgsorchester gemacht, wie es sich heute darstellt. Seit nunmehr über 45 JAHREN leitet ADI STAHUBER aus Baierbrunn trotz beruflicher Inanspruchnahme äußerst erfolgreich diese Kapelle, die zu den bekanntesten und beliebtesten in Bayern gehört.Die Isarwinkler Sänger, ursprünglich ein Dreigesang, gibt es seit über 20 Jahren in unterschiedlichen Besetzungen. In der jetzigen Form als Viergesang sind sie seit sieben Jahren beisammen. In dieser Zeit haben sie sich zu einem gestandnen Männergesang entwickelt.Die Kreuther „Jagamusi“ , fast lauter Berufsjäger, erfreuen sich großer Beliebtheit und es sind viele Tanzböden und Musikantentreffen, ja selbst in der Kirche, wo sie mit Tuba, Flügelhorn, Trompete, Baßtrompete, „Ziachmusi“ und Harfe zur Freude der Tänzer und Zuhörer aufspielen.Die Geburtsstunde der Jetzendorfer Hinterhofmusikanten schlug eigentlich schon 1975 als der \"Daxler Hans\" und \"Ziegert Uwe\" am Faschingdienstag 1975 mit Tuba und Althorn und noch recht schrägen Tönen auf dem Odeonsplatz in München aufspielten...Die \"k. u. k. Wiener Regimentskapelle IR 4\" hat sich zur Aufgabe gemacht, die altösterreichische Traditions- und Militärmusik zu pflegen und zu erhalten. Sie ist eine der bekanntesten Aushängeschilder der österreichischen Blasmusik. Ihre beliebte, der altösterreichischen Tradition verpflichtete Musik, hat schon immer die Menschen in der ganzen Welt begeistert. Ob Walzer, Polka, Galopp oder Operettenmelodien, die \"k. u. k. Wiener Regimentskapelle IR 4\" spielt auf besondere Art und Weise viele der berühmten, österreichischen Melodien, darunter auch den berühmten Deutschmeistermarsch mit dem allseits bekannten Refrain \"Mir san vom k. u. k. Infanterieregiment Hoch- und Deutschmeister Numero 4 ...\", einen Marsch, der von Wilhelm August Jurek zu Ehren des Deutschmeister-Regiments Nr. 4 im Jahre 1893 komponiert und gedichtet wurde.Warum trägt eine deutsche Band als Showkleidung Uniformen und gibt sich den eigentümlichen Namen \"Die Kaiserlich Böhmischen\"? Weil ihre Mitglieder Humor haben und weil sie sich als musikalische und gleichzeitig humorvolle Kämpfer gegen Trübsal und Stumpfsinn unserer Tage verstehen.Das Kamke-Trio mit den Geschwistern Verena (Harfe), Tobias (Zither) und Julia Kamke (Violine) versteht es bekannte und beliebte Lieder mit Elementen der klassischen Musik zu versehen. Besonders charakteristisch ist die seltene Klangkombination mit Violine, Zither und Harfe.Ziel der Kapelle ist es, die bayrische Lebensfreude in ihrer Musik auszudrücken und das Publikum damit anzustecken.Karas Anton (* 7. Juli 1906 in Wien; † 10. Januar 1985 ebenda) war ein österreichischer Zitherspieler, Komponist und Gastwirt.Im Jahre 1988 wurde das Kärntner Doppelsextett von Margit Heissenberger gegründet. Das Kärntner Doppelsextett wird immer gerne als \"Botschafterin \" Kärntens und des Kärntnerliedes bezeichnet.Das Kerber-Ensemble gehört bayernweit zu den bekanntesten Interpreten alpenländischer Musik.Als Musikpädagoge ist Martin Kern in privaten Kinderheimen tätig, wo er neben dem Instrumentalunterricht auch Instrumentenbau anbietet. Als freier Mitarbeiter arbeitet er beim Bayerischen Rundfunk in München. Seit 30 Jahren forscht Martin Kern in alten Allgäuer Musikantenhandschriften und ist als Bearbeiter und Komponist tätig.Die „Kitzbühler Feischtagmusig“ wurde 1997 gegründet und hatte ihren ersten Auftritt im Mai 1997. Der Name der Gruppe ergab sich, da alle Musikanten auch bei anderen Gruppen mitwirken und so nur an den Feiertagen (Feischtag) Zeit zum zusammenspielen blieb.Barbara Cerny und Kathrin Schwanninger stammen aus Kitzbühl und haben sich durch Fleiß und Musikalität ein hervorragendes Harfenspiel angeeignet, wobei jede auch solistisch auftritt.Die Kitzbüheler Trachtensänger sind sehr vielseitig und erfreuen die Zuhörer nicht nur mit ihren überlieferten Liedern, sondern musizieren auch mit zwei steirischen Harmonikas, Baß und Gitarre. Ihre Auftritte sind vorwiegend bei kirchlichen Anlässen wie Hochzeiten, Passionssingen, Adventsingen, aber auch bei Volksmusikveranstaltungen, Almsingen und Sängertreffen.Einer der glücklichen, der sogar das Musizieren hauptberuflich ausübt, ist Max Klein, der nach dem Musiklehrer-Studium am Richard-Strauß-Konservatorium drei Instrumente großartig beherrscht: Zither, Gitarre und Klarinette. Seine Liebe zur Musik hat er wohl von seinem Großvater, einem damals bekannten Zitherspieler, übernommen, denn bereits im Alter von 12 Jahren war Max Klein Mitglied des »Haushamer Soat\'nquartetts«. Seine große Musikalität zeigt sich auch beim Komponieren und Arrangieren.Klostermann Michael, Blasmusik, Komponist.........Kreuther TrioKreuzalm MusiKreuzberg MusikantenLaurer ToniLemmerer TrioLenze UdoLeukentaler SaitenmusikLeukentaler SängerLindinger ReginaLindmair DreigsangLoisachtaler DreigsangLolitaLos Magicos ParaguayosMader BaschtMakulis JimmyMalat SchrammelnMayr FritzMeier WernerMilitärmusik SalzburgMitja OberkrainerMittenwalder MaultrommlerMoarhuber ZiachmusiMontara ChorMoser FamilienmusigMoser HansMoser PeterMozart Ensemble TirolMünchner Schrammel QuintettNeuhauser UrsulaNeumair RobertNovato DenisNymphenburger KinderchorOberbayerisches Städtetheater Oberlandler VolksmusikantenOberleitner MarkusOriginal Bergland Duo - Franz und AndreasPixner Herber - ProjektPoitner KlarinettenmusiPongauer TanzbodenmusiPosch FranzPrager, Christl und Heider, Walter Prell BallyProck EdtihRiederinger SängerRainbacher DreigsangRehm BrüderRoaner SängerinnenRoider JacklRöpfl Dreig\'sangRöpfl Männerg\'sangRosenheimer TanzlmusiRotofenmusiRottacher SängerRottauer KlarinettenmusiRowan tree Hill Sagfeld MusiSaitensprungSalz-Steirer ViergsangSaxndiScherfler PepiSchlaitner SängerSchlierseer ViergsangSchmid UweSchneider WilliScholz WalterSchraudolf, Kern Scherrzitherduo Schröpfer HansSchuler EvelineSchumacher IdaSchwarz StephanieSchwenk GeorgSeespitzlerSeitz DuoSilbereisen FlorianSingerl ErniSlezak LeoSolera PepeSpecht WernerStein, Dr. ArndSteirische BlasStoaberg MusiDie StoakoglerStoamugl MusiStraßner FritzStrasser DiandlnStrasser HugoTanzgeigerTegernseer AlphornbläserTegernseer ZwoagsangTiroler KirchtagmusiTiroler TanzgeigerReiser TobiTölzer GeigenmusiTölzer KnabenchorTraeger BrigitteTrettach TrioTroppmair Zwoa- und DreigsangTuxer SängerDie UnterlandlerViellechner SeppVilsleit\'n MusiWaakirchner SängerWackersberger MusikantenWalchschmiedsängerWaldecker MusikantenWegscheider MusikantenWeinberg ZithermusiWeissensteiner SonjaWell KinderWetterloch BlosWetterstoa MusikantenWiedl RichardWildalm DreigsangZapf RudiZellberg BuamZither ManäZtherduo Messerer, ÖttlZwanzleitner FamilieGröbenbachmusiDie jungen ThierseerObermüller MusikantenHaushamer BergwachtgsangMusikatzenSchabernackMünchner SalettlmusiTop 4SASAJunger Schwung, BlaskapellePeter Rist... der Glücklichmacher! \"Meine Musik soll Eure Herzen berühren und mit tiefgründigen Texten Euren Verstand gewinnen. Mit Freundlichkeit, Achtsamkeit und Wertschätzung leiste ich meinen Beitrag zu einer besseren Welt - und mit entsprechender Musik. Ich bin Liedermacher und für meine Fans DER GLÜCKLICHMACHER!\" Die AlpinkrainerJakl und HansMeine großen Vorbilder der Musik,waren damals schon die österreichischen Liedermacher Wie STS, Ambros, Fendrich, Danzer und Hirsch um nur einige zu nennen. Ich habe vor ca. drei Jahren angefangen Liedertexte zu schreiben. Durch einen guten Freund , mittlerweile mein Komponist Günther Heim, ist es uns gelungen Texte in Musik zu verwandeln. Bogner Records hat es uns dann ermöglicht, das Ganze sendetauglich zu gestalten.Ein Leben für die Blasmusik„Authentisch, persönlich ...“"Die Inntaler" stehen für qualitativ hochwertige Volksmusik für jedermann, gute Laune und beste Unterhaltung!Anfang Februar 2002 - um Maria Lichtmess herum - haben sich einige Musikanten entschlossen, eine Tanzlmusi zu gründen, daher auch ihr Name. Die Deferegger Tanzlmusik, lauter junge Leute, die nicht dem Kommerz verfallen sind, sondern die echte unverfälschte, authentische Volksmusik aufspielen.Bereits seit vier Jahrzehnten singt Mama Barbara mit ihren Schwestern im Dreigesang als „Geschwister Pilstl“. Aus diesem Grund sind ihre Kinder Martin, Elisabeth und Johannes von klein auf mit der alpenländischen Volksmusik und dem traditionellen Volkslied vertraut.Familienmusik Rohregger aus BrandenbergAndreas Estner arbeitet seit 2001 beim Bayerischen Rundfunk als Autor, Reporter und Moderator sowie als Aufnahmeleiter und Musikredakteur.romantischer Schlager aus der LausitzDie neueste Single der Trenkwalder „So Samma!“ wird bei Bogner Records produziert. Gute Laune und ein Bekenntnis zur Lebenslust – so san die Trenkwalder!Schladl MusiRiederinger MusikantenRiederinger Musikanten Weiterführende Links zu "Die große Yoga-Box" Kundenbewertungen für "Die große Yoga-Box"
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Was sind die wichtigsten politischen Ämter, die Joschka Fischer innehatte?
Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater, Publizist und Lobbyist tätig. Leben Herkunft und Jugend Fischer wurde als drittes Kind des Metzgers Joszef Fischer geboren. Die Eltern hatten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Wudigeß (, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest) verlassen müssen. Die Familie siedelte nach Langenburg im Hohenlohischen über. Der von Joschka Fischer geführte Vorname leitet sich von Jóska [] ab, einer Diminutivform des ungarischen Vornamens József [] (). In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Studentenbewegung Ab 1967 engagierte sich Fischer in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition (APO). Er lebte ab 1968 in Frankfurt am Main. Später jobbte er im SDS-Verlag Neue Kritik und in der Buchhandlung Libresso am Opernplatz, die vorwiegend linke Literatur anbot. Gleichzeitig besuchte er eigenem Bekunden nach als Gasthörer die zeitweise völlig überfüllten Vorlesungen von Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Oskar Negt. 1969 nahm Fischer in Algier an einer Konferenz der PLO teil. 1970 gründete er die Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt am Main. 1971 begann er eine Tätigkeit bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim mit dem Ziel, über die Gründung einer Betriebsgruppe die Arbeiter zu politisieren und letztlich für die „Revolution“ zu gewinnen. Diese Form der „Basisarbeit“ brachte aber nicht den erhofften Erfolg und Fischer wurde wegen seiner Aktivitäten nach einem halben Jahr fristlos entlassen. Nach weiteren Gelegenheitsarbeiten – unter anderem als Übersetzer von Romanen für Jörg Schröders Olympia Press – arbeitete Fischer in Frankfurt bis 1981 als Taxifahrer und bis 1982 als Aushilfe in einem Buchladen. Schauspielerische Kurzeinsätze hatte er zudem 1983 in dem Fernsehfilm Der Fliegende Robert und 1986 in dem Film Va Banque, in dem er einen Taxifahrer spielt. Politische Militanz Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen. Es gibt von dem Geschehen auch einen Reportagefilm, der an diesem Tag für die Tagesschau gedreht wurde und die Szene in bewegten Bildern zeigt. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben. Hintergrund war eine vorläufige Festnahme Fischers 1976, bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, unter dem Verdacht, einen solchen Brandsatz während einer Demonstration aus Anlass des Todes Ulrike Meinhofs am 10. Mai 1976 auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben, wobei der Polizeiobermeister Jürgen Weber lebensgefährlich verletzt und dauerhaft entstellt worden war. Gegen Fischer wurde wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Fischer wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Bei der Planung der Demonstration war unter Beteiligung Fischers der Einsatz von Molotowcocktails diskutiert worden. Nachermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu diesem Vorfall wurden 2001 durch den Umstand behindert, dass die Hessische Staatskanzlei unter SPD-Ministerpräsident Holger Börner von der Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt alle Unterlagen über Fischer angefordert hatte, als dieser 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde, und seitdem über den Verbleib der Akten nichts bekannt war. Aus der Frankfurter Zeit stammt auch seine Freundschaft mit dem deutsch-französischen Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, mit dem er zeitweilig in einer Wohngemeinschaft wohnte. Im September 2015 tauchte die seit 1985 verschollene Polizeiakte Fischer in einem herrenlosen Koffer am Frankfurter Flughafen wieder auf. Das Schriftstück enthält Fotos, Fingerabdrücke und Daten und dokumentiert die Verstrickung Fischers in die linksradikale Szene. Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“, leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs „Landshut“, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe. Er habe sich dann zum Demokraten aus Überzeugung gewandelt, was auch dem politischen Lebensweg seiner Partei entspreche: Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Ponto durch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien. Parteilaufbahn Noch vor seinem Parteibeitritt im Jahr 1982 gründete Fischer 1981 mit Daniel Cohn-Bendit und anderen den Arbeitskreis Realpolitik in Frankfurt, der für die Partei Die Grünen sogenannte „realpolitische“ Positionen formulierte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen neuen Positionen führte im Kreisverband Frankfurt zur Polarisierung zwischen Realos und Vertretern eines „öko-fundamentalistisch“ genannten Standpunktes (Fundis), in deren Verlauf sich Fischer 1982 für die Bundestagswahl 1983 als Kandidat für Die Grünen durchsetzen konnte. Im März 1983 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Für diese war er als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig. Er machte sich auch als Redner einen zum Teil umstrittenen Namen, z. B. im Zusammenhang der Kießling-Affäre oder der Flick-Affäre, während der er mit Beschimpfung des Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) auf seinen Ausschluss von einer Bundestagssitzung reagierte. Dem bei den Grünen damals noch üblichen Rotationsprinzip gemäß legte er sein Abgeordnetenmandat nach zwei Jahren zum Ende März 1985 nieder. Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter nahm er am 24. Oktober 1983 an der Blockade der US-Militärbasis in Frankfurt am Main teil, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Nach eigenen Angaben hatte Fischer vor seinem Parteieintritt bei den Grünen aus Überzeugung nie gewählt, was ihn heute aber ärgere. Öffentliche Ämter Staatsminister für Umwelt und Energie Am 12. Dezember 1985 kam es in Hessen nach längerer Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Holger Börner. In diesem Kabinett wurde Fischer Staatsminister für Umwelt und Energie. Bereits seine Vereidigung sorgte für Aufsehen, da er in grobem Jackett und weißen Turnschuhen erschien. Dieser Auftritt prägte den Begriff des „Turnschuh-Ministers“. Heute sind Fischers weiße Nike-Turnschuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach ausgestellt. Am 9. Februar 1987 trat Fischer von seinem Amt als hessischer Umweltminister unter Ministerpräsident Börner (SPD) zurück, da die Grünen in einem Ultimatum den Fortbestand der Koalition von der Rücknahme der Genehmigung für das Hanauer Nuklearunternehmen Nukem abhängig gemacht hatten. Damit zerbrach die erste rot-grüne Regierungskoalition im unmittelbaren Nachgang des Unfalls vom 20. Januar 1987 in der Hanauer Atomfabrik Nukem, nur wenige Monate nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die darauf folgenden Neuwahlen im April 1987 endeten mit einem Sieg von CDU und FDP. Walter Wallmann (CDU) wurde Ministerpräsident und Wolfgang Gerhardt (FDP) sein Stellvertreter. Fischer wurde bei dieser Wahl in den Hessischen Landtag gewählt und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Grünen. Bei den Landtagswahlen 1991 verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Es kam zu einer Wiederauflage der rot-grünen Koalition, diesmal unter Ministerpräsident Hans Eichel (SPD). Fischer wurde wieder Umweltminister. Zugleich war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten. Im Oktober 1994 legte er alle Ämter in Hessen nieder und wurde, nachdem die Grünen bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hatten, neben Kerstin Müller zum Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Neben Fischers Engagement für einen Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ließ in diesen Jahren auch die wirtschaftspolitische Hinwendung der Grünen zur Marktwirtschaft diese immer mehr zu einer „realpolitischen“ Partei werden. Außenminister und Vizekanzler Bei der Bundestagswahl im Herbst 1998 verlor die schwarz-gelbe Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl nach 16 Jahren ihre Mehrheit. Es kam zur Bildung der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene. Der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder berief Fischer als Außenminister und Vizekanzler in sein Kabinett. Im Jahre 2001 konnte die bereits angekündigte Fischer-Biografie „Sag mir, wo Du stehst“ der Journalistin Bettina Röhl nicht erscheinen, weil der Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln vom Vertrag zurücktrat. Als Begründung wurde Röhls Kampagne gegen Fischer, einen langjährigen Autor des Verlags, genannt. Im Januar 2001 hatte Bettina Röhl mit der Veröffentlichung der so genannten Fischer-Prügel-Fotos eine weit über deutsche Grenzen hinausreichende Mediendiskussion über Fischers militante Vergangenheit ausgelöst, in deren Verlauf der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder der Opposition vorwarf, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren, während die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel Fischer aufforderte, sich von der 68er-Revolte insgesamt zu distanzieren. Fischer galt als aussichtsreicher Kandidat auf den nach dem Entwurf für eine Europäische Verfassung für 2006 geplanten Posten des Außenministers der Europäischen Union. Den Grundstein hierzu legte seine im Jahr 2000 gehaltene Humboldt-Rede „Vom Staatenverbund zur Föderation“, mit dem er eine mögliche Finalität des europäischen Einigungsprozesses heraufbeschwor und eindeutig für den europäischen Föderalismus Stellung bezog. Am 1. September 2003 verkündete er allerdings gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder, dass beide bei der nächsten Bundestagswahl wieder zusammen antreten wollten. Die rot-grüne Bundesregierung mit Fischer als Bundesaußenminister führte deutsche Bodentruppen mit der Beteiligung am Einsatz der NATO im Kosovokrieg erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz. Fischer legitimierte diesen Einsatz in einer Rede auf dem Kosovo-Sonderparteitag in Bielefeld 1999 mit den Worten: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“ Ab 2001/2002 beteiligte sich die Bundeswehr am Krieg in Afghanistan. 2003 weigerte sich hingegen die rot-grüne Bundesregierung, den Irakkrieg der USA zu unterstützen. Anfang 2005 stand Fischer als verantwortlicher Minister im Mittelpunkt der sogenannten Visa-Affäre. Am 25. April 2005 trat er als Zeuge vor dem Visa-Untersuchungsausschuss auf, wo er eigene Versäumnisse einräumte und die komplette politische Verantwortung übernahm. Ausscheiden Nach der Bundestagswahl 2005 erklärte Fischer, dass er im Oppositionsfall im Sinne eines Generationswechsels für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag und andere führende Ämter in der Partei nicht mehr zur Verfügung stehe. Seine Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler endete am 18. Oktober 2005, er übte diese Ämter aber noch bis zum 22. November des Jahres geschäftsführend aus. Am 27. Juni 2006 nahm Fischer zum letzten Mal an einer Fraktionssitzung der Grünen Bundestagsfraktion teil. Am 1. September 2006 legte er sein Bundestagsmandat nieder. Sein Mandat übernahm der Nachrücker Omid Nouripour. Tätigkeit als Berater und Lobbyist nach der politischen Karriere Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs. 2006 übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University. Fischer war 2006 beratend für den World Jewish Congress tätig. 2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird. Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group, LLC an. Mitte 2009 gründeten Fischer und Dietmar Huber (langjähriger Pressesprecher der Grünen im Bundestag) Joschka Fischer & Company. 2009 schloss Fischer einen Vertrag mit den Energieversorgern RWE und OMV als politischer Berater für den geplanten Bau der 3300 km langen Nabucco-Pipeline, die Erdgas vom Kaspischen Meer über die Türkei in die EU transportieren sollte. Fischer war damit Lobbykonkurrent zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damals für das Projekt der Nord-Stream-Pipeline warb. Ebenfalls 2009 wurde Fischer Berater für den Autokonzern BMW und, gemeinsam mit Madeleine Albright, Berater der Siemens AG in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen. Im September 2010 übernahm Fischer auch ein Beratungsmandat für die Rewe Group. Im Mai 2009 scheiterte Fischer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich mit einer Klage gegen die Illustrierte Bunte, die ein Foto seiner Privatvilla in Berlin-Grunewald abgedruckt hatte. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit sei gewichtiger als Fischers Persönlichkeitsrecht. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. 2013 machte Fischer Werbung für das Elektroauto BMW i3. Im Oktober 2014 stellte Fischer in Berlin sein Buch Scheitert Europa? vor. Es sollte zunächst „Die Vereinigten Staaten von Europa“ heißen und erhielt angesichts damaliger Entwicklungen einen anderen Titel. In dem Buch beschreibt Fischer u. a. die (wirtschaftlichen) Probleme und Dynamiken Europas mit Beginn der Weltfinanzkrise 2007, eine neue Spaltung und Desolidarisierung zwischen den nördlichen (reicheren) und den südlichen europäischen Staaten sowie den Aufstieg radikaler antieuropäischer und fremdenfeindlicher Parteien in demokratischen Wahlen. Er war Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Anfang 2019 wurde Fischer beim kanadischen Hanf-Hersteller Tilray Gründungsmitglied des internationalen Beirates, der bei der Umsetzung einer „offensiven weltweiten Wachstumsstrategie“ helfen soll. Marla Luther, ehemalige Beraterin bei Joschka Fischer & Company, war bereits seit Anfang 2017 Geschäftsführerin von Tilray Deutschland. Agenturen vermitteln Fischer als Vortragsredner. Er schreibt gelegentlich Gastbeiträge in Zeitungen. Privates Fischer ist in fünfter Ehe seit dem 29. Oktober 2005 mit der Filmproduzentin Minu Barati-Fischer verheiratet. Aus zweiter Ehe stammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 2006 lebt Joschka Fischer in Berlin-Grunewald. Politische Positionen 1995 löste Fischer eine innerparteiliche Kontroverse aus, als er mit der strikt pazifistischen Ausrichtung der Partei brach und militärische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der UN-Schutzzonen in Bosnien und Herzegowina befürwortete. Im Frühjahr 2005 setzte sich Fischer im Rahmen der Nachrufdebatte dafür ein, dass Nachrufe für einstige NSDAP-Mitglieder aus der Hauszeitung internAA des Auswärtigen Amts gestrichen werden. In der Folge wurde eine Historikerkommission eingesetzt, welche die Übernahme von NSDAP-Mitgliedern in das AA nach dem Krieg aufarbeiten sollte. Das Ergebnis von deren Arbeit wurde als Buch Das Amt und die Vergangenheit veröffentlicht und hat weitere Debatten ausgelöst. Seit August 2010 hat Fischer den Vorsitz der aus neun Personen bestehenden „Gruppe herausragender Persönlichkeiten“ im Europarat inne. Die auf Initiative der Türkei ins Leben gerufene Gruppe soll sich und vorschlagen. Der erste Bericht der Gruppe erschien im Frühjahr 2011. In einem Interview mit der NZZ verlangte er im Dezember 2020 mehr militärisches Engagement von der deutschen Bundesregierung. Kosovokrieg 1999 unterstützte Fischer maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Er begründete diesen Krieg unter anderem auch mit dem Verweis auf den Holocaust. Am 7. April 1999 sagte er: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer auf die Frage, ob er zwischen den Ereignissen im Kosovo und der Nazi-Ära eine direkte Parallele sehe: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“ Kritiker warfen Fischer vor, als Außenminister Positionen vertreten zu haben, die er vor der rot-grünen Regierungsübernahme abgelehnt hatte. Wegen seines Werbens als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin entschied im Zusammenhang mit einem von der Polizei übermalten Transparent, dass diese Bezeichnung als schwerer Angriff auf die persönliche Ehre rechtswidrig sei. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir Fansa mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Tschetschenienkriege Heftige Kritik an Joschka Fischer wurde wegen seiner Haltung bezüglich der Tschetschenienkriege geäußert. Während der Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer im Januar 1995 noch die Untätigkeit der Bundesregierung während des Ersten Tschetschenienkriegs angesichts des „grausamen Mordens einer nuklearen Supermacht gegen ein kleines Volk im Norden des Kaukasus“ verurteilt hatte, erklärte er 2000 als Außenminister in Bezug auf den Zweiten Tschetschenienkrieg, dass Russland nicht isoliert werden dürfe und es legitim sei, gegen Terror vorzugehen. Ehrungen und Auszeichnungen Im Mai 2002 wurde Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Haifa ausgezeichnet. Am 4. Mai 2004 erhielt er den renommierten Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon. Im Mai 2005 erhielt Fischer in seiner Funktion als Außenminister die höchste Auszeichnung des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Leo-Baeck-Preis, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. Am 20. Mai 2006 wurde Joschka Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv ausgezeichnet. Als Dank für seinen Einsatz als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung der Grube Messel als Mülldeponie und für deren Bewahrung als Fossilienfundstätte wurde nach ihm im Jahr 2005 eine fossile Schlange als Palaeopython fischeri benannt. Er ist Ehrenbürger von Budakeszi. Im Jahr 2009 erhielt Joschka Fischer den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in Realpolitik. 2010 wurde er mit der Heinrich-Heine-Gastprofessur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geehrt. Im Jahr 2016 bekam Fischer die Bayerische Europa-Medaille. Veröffentlichungen Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X. (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6. Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X. Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9. Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4. Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X. Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4. Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2. Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5. Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8. Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1. „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0. mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3. Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6. Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0. Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6. Literatur Biographien Paul Berman: Idealisten an der Macht. Die Passion des Joschka Fischer. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-846-7. Matthias Geis, Bernd Ulrich: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0175-8; aktualisierte Neuauflage: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61623-8. Sibylle Krause-Burger: Joschka Fischer. Der Marsch durch die Illusionen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05082-1 (überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-60738-7). Jürgen Schreiber: Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten von fetten und mageren Zeiten. Econ, Berlin 2007, ISBN 978-3-430-30033-9. Michael Schwelien: Joschka Fischer. Eine Karriere. Hoffmann & Campe, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11330-3 (erweiterte Taschenbuchausgabe: Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19705-4). Lebensabschnitte und Einzelaspekte Autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hrsg.): Die Hunde bellen … Von A–RZ. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre. Unrast Verlag, Münster 2001, ISBN 3-89771-408-6. Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan. Edition TIAMAT, Berlin 1999, ISBN 3-89320-025-8. Christian Y. Schmidt: „Wir sind die Wahnsinnigen …“. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. Econ, München/Düsseldorf 1998; aktualisierte Ausgabe: Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999; erweiterte Neuausgabe: Verbrecher Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-943167-30-6. Gespräche/Interviews Gero von Boehm: Joschka Fischer. 31. August 2010. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 678–692. mit Daniel Cohn-Bendit, Alexander Gauland: Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch. Athenäum Verlag, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Filme Pepe Danquart: Joschka und Herr Fischer. Deutschland 2011, 140 min, X-Verleih Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden. Dokumentarfilm, 105 min, Deutschland, 2005, Regie: Stephan Lamby, Produktion: Phoenix, von Phoenix Rot-Grün macht Kasse. Dokumentarfilm über die Tätigkeit ehemaliger Politiker als Lobbyisten, 30 min, Deutschland, 2011, Produktion: NDR/Panorama (online) Weblinks Joschka Fischer & Company, Website der Unternehmensberatung Fischers Einzelnachweise Vizekanzler (Deutschland) Außenminister (Bundesrepublik Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Vorsitzender der Bündnis-90/Die-Grünen-Bundestagsfraktion Umweltminister (Hessen) Energieminister (Hessen) Minister für Bundesangelegenheiten (Hessen) Fraktionsvorsitzender (Hessen) Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Politiker (20. Jahrhundert) Politiker (21. Jahrhundert) Hochschullehrer (Princeton University) Lobbyist Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (I. Klasse) Ehrendoktor der Universität Haifa Ehrendoktor der Universität Tel Aviv Autobiografie Sachbuchautor Marathonläufer (Deutschland) Person der 68er-Bewegung Sponti-Szene (Frankfurt am Main) Deutscher Geboren 1948 Mann
Wozu dienten Erdställe? (Seite 22) - Allmystery Wozu dienten Erdställe?Wissenschaft / von Kulturforscher am 09.07.2020 Hallo zusammen! - Ich bin neu auf diesem Forum und wundere mich, dass es überhaupt noch Unklarheiten über die "Erdställe" gibt. Es passen doch alle bisherigen Forschungsergebnisse zusammen zu der Schlussfolgerung, dass diese Kammern sowohl Fruchtbarkeitsritualen (Erdmutterkulten), dem sexuellen Beischlaf und als Vorläufer der Kreiss-Säle dienten. Man muss nur frei von Vorurteilen und christlicher Scheinmoral an die Sache herangehen. Ich lese das PDF und mein Wissensstand ist unverändert! Wie immer, bei Ihren Ausführungen, fehlen weiterführende Quellenangaben welche ihre Gedankengänge nachvollziehbar machen könnten - so auch in dem Aufsatz den sie als PDF hoch geladen haben! 26.07.2020 um 10:47 Belege für die Verortung der Erdställe ins Mittelalter hat es hier ja nun schon gegeben, du verlegst die jedoch in die vorchristliche und sogar vorrömische Zeit. Dafür hast du mit Sicherheit irgendwelche belastbaren Belege.... Direkt im ersten ab Satz deines PDFs behauptest du vorchristliche Forschung würde als anrüchig betrachtet.... auch dafür hast du mit Sicherheit eine Quelle die nicht im rechtsbraunen eso Bereich zu finden ist. Oder? Mehr als den ersten Absatz habe ich mir nicht angetan. Nach meinem Empfinden ist das ein schlechter Schreibstil. Muss ich glaube ich so nicht lesen. ragtime schrieb: Nach meinem Empfinden ist das ein schlechter Schreibstil. Muss ich glaube ich so nicht lesen. Nicht nur das. Wer meint, fernab wissenschaftlicher Methoden arbeiten zu können und dann noch seine Kritiker verhöhnt, stellt sich ja nun mal selbst ins Abseits. Wer sollte, wenn er nicht aus derselben Ecke kommt, seine Zeit damit verschwenden, das auch noch zu rezensieren. 26.07.2020 um 10:58 Kulturforscher schrieb: solange Begriffe, unbequeme Quellen und Thesen, die augenblicklich aus politischen oder religiösen Gründen unbequem sind, zensiert bzw. gelöscht werden Bitte führe Belege für diese Behauptung an. 26.07.2020 um 11:25 Ich finde es schon schade, dass unser Kulturtroll so gar nicht auf konkrete Fragen eingeht. Das nimmt mir nämlich jegliche Möglichkeiten, ihn zu widerlegen. Ich kenne mich nämlich in der Erdstallforschung recht gut aus. Kulturforscher schrieb: brigittsche schrieb am 23.07.2020: Nicht alle "Erdställe" haben überhaupt diese Durchschlupfe, und nicht alle davon sind zu eng. Also das hatten wir ja nun schon: perttivalkonen schrieb am 12.07.2020: Kulturforscher schrieb: Es ist ja nicht einmal sicher, ob alle Bauwerke , die als "Erdställe" bezeichnet werden, auch tatsächlich in diese Rubrik gehören. Es haben ja auch nicht alle diese runden Schlupflöcher. Das ist ne simple Sache von Logik. Wenn Du ein Phänomen erklären willst, das Phänomen aber gar nicht sauber benennen, es nicht von weiteren, ähnlichen Phänomenen abgrenzen kannst, ist Deine Erklärung schlicht wertlos. Im allergünstigsten Falle fraglich. Es gäbe natürlich den Dreh zu sagen, daß Deine Erklärung zugleich das Abgrenzungskriterium sei, aber damit wäre die Erklärung nicht einfach nur Folgerung, sondern bereits Voraussetzung des Phänomens. Und damit beliebig austauschbar - und wieder nichts wert. Solang Du die "für den Geburtsvorgang ungeeigneten" Erdställe nicht als eigenständiges, von den "geburtsgeeigneten" Erdställen getrenntes Phänomen aufzeigen kannst, so lange kann "dienten der Geburt" keine Folgerung aus dem Phänomen heraus sein. Vielmehr ist das dann eine Vorab-Annahme, ohne die Du die Erdställe nicht voneinander scheiden kannst in die "Geburtsorte" und die "anderen", die nicht "in diese Rubrik gehören". Kulturforscher schrieb: Leider ist eine echte wissenschaftliche Diskussion auf diesem Forum nicht möglich, solange Begriffe, unbequeme Quellen und Thesen, die augenblicklich aus politischen oder religiösen Gründen unbequem sind, zensiert bzw. gelöscht werden. Wenn ich also hier auf unsachliche Kritik oder auf Verleumdungen nicht antworten werde, liegt das an der hier fehlenden Diskussionskultur. Seit Du hier bist, hast Du wissenschaftliche Erkenntnisse als "romhörig" und "Siegergeschichtsschreibung" abgewiesen. Rechtfertige Dein Ignorieren von Sachbeiträgen also nicht mit "Diskussionskultur". Sollten Deine braunesoterischen Quellen wirkliche Fakten oder Folgerungen beinhalten, so wirst Du diese auch außerhalb solcher Quellen belegt finden bzw. sachlich herleiten können. Kulturforscher schrieb: Du wirst sicher verstehen, warum ich auf Deine Angriffe nicht weiter eingehe - weil sie entweder unsachlich sind oder eine Antwort erfordern die (lt. der hiesigen Zensur) nicht "zum Thema" gehören würde. Deine negative Grundhaltung verwundert mich um so mehr, da Du Dich mit einem urheidnisch-nordischen Priesterinnen-Titel schmückst (falls die drei Bestandteile des Wortes auch aus dem Nordischen stammen sollten). Whow! nicht Argumente, nein Angriffe! Und Du willst mir was von "unsachlich" und "nicht zum Thema" erzählen? Beredt immerhin, wie Du "Urheidnisch-Nordisches" zu erkennen vermagst. Pertti ist ein Männername, Valkonen ein Familienname. Kulturforscher schrieb: Deshalb auch meine Vermutung / Behauptung, dass man sich nicht bei allen als "Erdställe" bezeichneten Bauwerken auf nur EINEN Verwendungszweck festlegen sollte. Das erklärt noch immer nicht Deine Liebesnest-Kreißsaal-&-co.-These. Was an den konkreten Erdställen spricht wofür? So rum geht das. Kulturforscher schrieb: Wenn ich also hier auf unsachliche Kritik oder auf Verleumdungen nicht antworten werde, liegt das an der hier fehlenden Diskussionskultur. Die mag auch mal ruppig werden, aber ich sehe kein wirkliches Problem. Nur wirst du hier nicht so einfach Bauchpinselei bekommen, dafür müsstest du schon einiges sinnvolle auf den Tisch legen. Und man liest zwar viele Worte von dir, aber ich vermisse Inhalte in ihnen. Kulturforscher schrieb: Die zwei angeblichen "Erdställe", die ich vor etwa 25 Jahren mal betreten konnte / durfte, hatten überhaupt keine Durchschlüpfe, waren von Kellern aus zugänglich und haben auch schlicht als einfache Verstecke oder "Geheimtresore" in unruhigen Zeiten dienen können. Deshalb auch meine Vermutung / Behauptung, dass man sich nicht bei allen als "Erdställe" bezeichneten Bauwerken auf nur EINEN Verwendungszweck festlegen sollte. Du warst also in zwei (!) Bauten, wo du dir nicht einmal sicher bist das sie zu den Erdställen zählen? Und auf diesen Beobachtungen beruht deine ganze These mit den Erdställen? Das ist in etwa so als wenn ich zwei Steine nehme und dann auf Grund meiner Beobachtung eine These zur Entstehung der Erde und aller Gesteine aufstelle. Und das ist völlig haltlos und sinnfrei! Und das ist die nette Version meiner Aussage. Um wirklich sinnvolle Thesen aufstellen zu können hättest du dir erstmal einen möglichst großen Überblick verschaffen müssen: -wieviele Erdställe gab es und wie sind sie geografisch gestreut, -welche Bauformen gab es Änderungen bzw. Häufungen von Bauformen in bestimmten Gebieten, -lassen sich die Erdställe zeitlich einordnen: Bau, Unterhalt, Schließung, Je größer meine Datenbasis ist, um so besser kann ich meine These aufstellen. Weil die muss in einen zeitlichen, räumlichen, religiösen und kulturellen Kontext passen. Und zwar muss sie ALLE Faktoren berücksichtigen, deine These ist einfach nur wild raus gehauen und passt eigentlich NIRGENDS richtig rein. Keine der anderen Thesen schließt Doppelnutzungen aus, aber die anderen Thesen haben einfach mehr Substanz und sind einfach sinnvoller. Die einfachsten Erklärungen sind oft die besten. Weil bei denen muss ich keine hochschwangeren Frauen durch dunkle enge Stollen quetschen. Hochschwangere haben oft bis zur letzten Minute mit auf dem Feld gearbeitet. Das war in einigen Gebieten bis in die Kaiserzeit so. In unserer Familie wurde erzählt, das die Mutter einer der Tanten meiner Mutter, am Feldrand geboren wurde. Das war vor der Jahrhundertwende (ca. 1870-1880), also nicht so lange her. Man konnte sich den Luxus der großen Schamhaftigkeit oft gar nicht leisten. Kulturforscher schrieb: Was die Kritik an meinem Buch betrifft: Es hat keinen Zweck, einzelne Zitate aus dem Zusammenhang zu reissen, ohne die übrigen über 250 Seiten und 200 Abb. zu berücksichtigen. Oh doch! Man kann am Beispiel des Djed-Pfeilers deine ganze These in dem Buch aufzeigen, dazu muss man nicht einmal alles gelesen haben. Kulturforscher schrieb: Die mythischen Zusammenhänge um den ägypt. Djed-Pfeiler sind mir bekannt. Hier geht es um den PROFANEN Zweck dieses merkwürdigen Gerätes. Es gibt keinen "profanen Zweck", es ist eine rein kultische Angelegenheit. Dazu kommt das den Ägyptern sehr wohl klar war das ein Jahr aus 365 Tagen plus Schalttagen bestand. Es gab Wasseruhren welche die Zeit auch in der Nacht anzeigten. Und Leute mit diesem Wissen sollen über ein paar Aussparungen am Djed-Pfeiler mit dem Datum rumstümpern? Die konnten dir auf die Stunde genau sagen welchen Tag und welche Uhrzeit man hat. Sicher ist, das der Djedpfeiler unabhängig von Architektur oder landwirtschaftlichen Bräuchen von Anfang an die Bedeutung eines Fetischs besitzt. Schon früh, spätestens aber seit der Schrifterfindung, gewinnt der Djedpfeiler zusätzlich die Bedeutung eines Symbols. Beide Vorstellungen, die des Fetischs und die des Symbols, stehen seit alter Zeit nebeneinander und durchdringen und beeinflussen sich gegenseitig und sind daher nur schwer voneinander zu trennen. Quelle: Lexikon der Ägyptologie, Band I, S.1100-1101 Der Rest von dem folgenden in deinem Buch ist genauso eine Grütze. Deine Schlußfolgerungen zur Verwendung als Meßpfeiler sind vollkommen an den Haaren herbei gezogen. Auch die Abbildung 79a auf S. 193 in deinem Buch ist aus dem Zusammenhang gerissen worden. Das Fest der Aufstellung des Djedpfeilers durch den Pharao ist beschrieben, da gibt es keine "praktische Gebrauchsausführung". Und selbst auf Wikipedia sieht man das Relief ist viel größer als deine Einzeldarstellung. Na da laust mich doch der Affe, rechts im Bild sieht man doch glatt wie der Djedpfeiler aufgerichtet ist. Das ganze Relief stellt eine Erzählung dar, nämlich die Auferstehung Osiris. Kulturforscher schrieb: Und da mochte ich nur ungerne Dänikens These folgen. Nicht einmal Däniken hat solche Thesen wie deine aufgestellt. Nemon schrieb: Wer sollte, wenn er nicht aus derselben Ecke kommt, seine Zeit damit verschwenden, das auch noch zu rezensieren. Das Buch zu lesen ist schon anstrengend, ich werde es vieleicht versuchen um dann eine Rezension zu schreiben, aber das Teil grenzt an Folter. Hier mal eine Leseprobe aus dem Engelsdorfer Verlag: https://www.engelsdorfer-verlag.de/media/pdf/LP_9783961458608.pdf Viel "Spaß" damit. perttivalkonen schrieb: Pertti ist ein Männername, Valkonen ein Familienname. Finne? :) emz schrieb: Ich finde es schon schade, dass unser Kulturtroll so gar nicht auf konkrete Fragen eingeht Er ist wirklich der Autor von dem Buch, also wenn du dein Exemplar von ihm signieren lassen wolltest, das kannst du jetzt vergessen. :) Thorsteen schrieb: Finne? En ole. Olen saksalainen. Kulturforscher schrieb: Leider ist eine echte wissenschaftliche Diskussion auf diesem Forum nicht möglich, solange Begriffe, unbequeme Quellen und Thesen, die augenblicklich aus politischen oder religiösen Gründen unbequem sind, zensiert bzw. gelöscht werden. Nun ja, sagen wir einmal so: Das ist eine Argumentation, die dann aber auch wieder auf Dich zurückfällt - Damit kann man es sich nämlich sehr gut erklären, warum die eigenen Thesen nicht akzeptiert werden ohne vielleicht mit etwas Selbstkritik darauf zu kommen, dass das aus sachlichen Gründen geschieht. Oder anders herum: Alle anderen sind die Geisterfahrer, nur ich bin in der richtigen Richtung unterwegs. Im Übrigen weiß ich nicht, welche religiösen und politischen Gründe hier zur Löschung führen sollten, bei einem Thema, das nichts mit der aktuellen Politik zu tun hat. Wenn Du aus irgendwelchen obskuren, politisch angehauchten Büchern oder Zeitschriften (Stichwort: "Ahnenerbe") zitiert haben solltest (was ich NICHT weiß und Dir darum auch ausdrücklich NICHT unterstelle!) dann wäre die Löschung allerdings nicht ohne Grund gewesen. Im Übrigen: Das hier ist KEIN wissenschaftliches Forum und soll es auch nicht sein. Folglich solltest Du Dich für wissenschaftliche Diskussionen in Fachkreise begeben. Aber lass' mich raten: Die sind ja auch alle politisch und religiös voreingenommen und können deshalb die von Dir präsentierte Wahrheit nicht erkennen...... 27.07.2020 um 04:59 Alle Gedankengänge meiner Theorie sollten doch für jeden nachvollziehbar sein, der lesen kann. Mehrere Quellen habe ich angegeben. Wo keine stehen, handelt es sich entweder um geschichtliches oder mythologisches Grundwissen oder um eigene Erkenntnisse. Dabei geht es eigentlich meist nur darum, "1 + 1" zusammen zu zählen - das heisst, hunderte von überall für jeden sichtbare Puzzleteile zusammen zu fügen . Oder will ernsthaft von mir jemand erwarten, dass ich für jeden Begriff unserer Umgangssprache ein Lexikon verlinke oder ein Märchenbuch angebe, wo unsere Märchen abgedruckt sind? - Wer etwas über Loch- und Schlupfsteine und das Brauchtum um sie erfahren will, findet im Netz eine ganze Reihe von Beiträgen zu denen, welche die Kirche noch übrig gelassen hat (z.B. Men an tol oder Devils ring and finger bzw. die "Galerie- oder Steinkammergräber", die vermutlich ursprünglich gar keine Gräber waren). Ich spreche hier nicht von natürlichen Felslöchern. Die damit verbundenen Bräuche und Mythen (z.B. um den "St. Wolfgang-Pilgerweg") sind jedoch ähnlich denen von künstlichen Schlupfsteinen. 27.07.2020 um 05:28 ragtime schrieb: Belege für die Verortung der Erdställe ins Mittelalter hat es hier ja nun schon gegeben, du verlegst die jedoch in die vorchristliche und sogar vorrömische Zeit. Dafür hast du mit Sicherheit irgendwelche belastbaren Belege.... Bitte richtig lesen: Ich habe nirgends behauptet, dass die "Erdställe" alle unbedingt älter sein müssen, als Mittelalter. Hättest Du meinen Aufsatz tatsächlich gelesen, dann hättest Du Dir diesen peinlichen Beitrag ersparen können. - Es gibt lediglich mythische Tatsachen und Überlieferungen aus der Bronzezeit, die bis in die Zeit der Christkolonisation überdauert haben. Welche das sind, steht auch in meinem Aufsatz. Oder umgekehrt betrachtet: Da diese Überlieferungen sich AUCH auf megalithische Bauwerke beziehen, ist die Verbindung zwischen den Schlupfsteinen und den "Erdställen" zumindest denkbar und diskussionswürdig. Aber einigen, die hier schreiben, geht es offensichtlich nicht um Wissens- und Meinungsaustausch, sondern nur um das Draufschlagen auf alles, was ein Neu- oder Weiterdenken erfordert. Was die von Dir angefragten Quellen angeht, findest Du die ebenfalls in meinem Aufsatz: Karlheinz Deschner dürfte wohl eher nicht verdächtig sein, als "rechts" zu gelten. Und Otto von Corvins "Pfaffenspiegel" erschien bereits vor etwa 140 Jahren und ist als Grundlagenwerk bis heute immer wieder neu aufgelegt worden. Nur 12 Jahre lang war das Buch in Deutschland verboten: Während des 3. Reiches!!! - Der NS-Staat war nämlich ein reiner Kirchenstatt. Und die politische "Rechte" denkt bis heute zu fast 100 % christlich. Warum sollten die auch sonst vom "Erhalt christlich-abendländischer Kultur" faseln??? Übrigens: Wer das Unwesen der Christkolonisation und Inquisition begreifen will, mache sich bitte die Mühe, Moses Bücher im AT zu lesen - und zwar besonders die Stellen, welche die Pfarrer NICHT auf den Kanzeln zitieren. Nach dem kranken Geist des Plagiators Mose wurde weltweit mit Feuer und Schwert gemordet. Wer wissen will, wie es bei uns im Mittelalter aussah, braucht nur den Islamismus betrachten. 27.07.2020 um 07:55 Thorsteen schrieb: Du warst also in zwei (!) Bauten, wo du dir nicht einmal sicher bist das sie zu den Erdställen zählen? Und auf diesen Beobachtungen beruht deine ganze These mit den Erdställen? Das ist in etwa so als wenn ich zwei Steine nehme und dann auf Grund meiner Beobachtung eine These zur Entstehung der Erde und aller Gesteine aufstelle. Und das ist völlig haltlos und sinnfrei! Und das ist die nette Version meiner Aussage. Diese Bauten wurden mir damals als "Erdställe" vorgestellt. Es war das erste mal, dass ich davon überhaupt gehört hatte. Aber es war auch später Anlass für mich, über das Thema weiter zu recherchieren. In Norddeutschland gibt es leider keine solchen Bauten - ausser gemauerte unterirdische Keller wie meiner. Im Netz jedoch gibt es inzwischen eine Menge Quellen, deren Kenntnis es erlaubt, Theorien auf zustellen. Eigentlich ist Deine Bemerkung "sinnfrei": Geologen machen genau das, was Du über die Gesteinsarten schreibst: Sie müssen auch nicht jeden Berg selber gesehen haben, deren Gesteinsproben sie im Labor untersuchen und können trotzdem etwas über ihre Entstehung und die Plate Tectonic aussagen. Thorsteen schrieb: Keine der anderen Thesen schließt Doppelnutzungen aus, aber die anderen Thesen haben einfach mehr Substanz und sind einfach sinnvoller. Die einfachsten Erklärungen sind oft die besten. Bisher habe ich hier von niemandem gelesen, dass irgendeine der "einfachsten Erklärungen" das Rätsel lösen könnten. Das mit den Doppel- oder Mehrfachnutzungen ist sogar mehr als wahrscheinlich (siehe oben). Thorsteen schrieb: Was die Kritik an meinem Buch betrifft: Na dann tu's doch! - Ich glaube aber nicht, dass es was bringt, weil das Thema zu vielschichtig ist. Ich habe anfangs auch gedacht, dass ich bei dem Thema mit einem Zehntel der Seitenzahl auskomme. Thorsteen schrieb: Es gibt keinen "profanen Zweck", es ist eine rein kultische Angelegenheit. Dazu kommt das den Ägyptern sehr wohl klar war das ein Jahr aus 365 Tagen plus Schalttagen bestand. Es gab Wasseruhren welche die Zeit auch in der Nacht anzeigten. Und Leute mit diesem Wissen sollen über ein paar Aussparungen am Djed-Pfeiler mit dem Datum rumstümpern? Die konnten dir auf die Stunde genau sagen welchen Tag und welche Uhrzeit man hat. Die Kulturreligionen kennen / kannten keine Trennung zwischen profan und religiös: Die Begrüssung der aufgehenden Sonne wurde sowohl astronomisch als auch rituell gefeiert und begangen - und zwar in der gesamten Alten Welt. Die astronomische Messung war auch deshalb nötig, weil man alle paar Generationen einen Schalttag weglassen musste, was Caesar bei der Einführung des Ptolemeischen Kalenders vergass - und was erst 1582 durch Papst Gregor 13. (teilweise) bereinigt wurde. Leider hat er nur 10 der inzwischen 13 zu viel angesammelten Tage gestrichen, weshalb u.a. Heiligabend bis heute 3 Tage nach der Sonnenwende fällt. Übrigens: Warum werden Nachschalgewerke stetig aktualisiert? - Weil immer wieder neue Erkenntnisse eingearbeitet werden müssen. Und weil die Forschung eben nicht stehenbleibt. - Für die Ägypter war die tägliche Wiedergeburt des Sonnengottes auch ein Ritual, das selbstverständlich auch der profanen Kalendereinstellung diente. Thorsteen schrieb: Der Rest von dem folgenden in deinem Buch ist genauso eine Grütze. Deine Schlußfolgerungen zur Verwendung als Meßpfeiler sind vollkommen an den Haaren herbei gezogen. Auch die Abbildung 79a auf S. 193 in deinem Buch ist aus dem Zusammenhang gerissen worden. Das Fest der Aufstellung des Djedpfeilers durch den Pharao ist beschrieben, da gibt es keine "praktische Gebrauchsausführung". Und selbst auf Wikipedia sieht man das Relief ist viel größer als deine Einzeldarstellung. Die Grösse des Original-Reliefs spielt hier keine Rolle, sondern nur der Grössenvergleich zu den Menschen. Ausserdem gibt es ja noch die Darstellungen, auf denen die aufgehende Sonne zwischen zwei Bergen durch den "Schlupfstein" des Anch auf den Djedpfeiler scheint. Diese Abb. hast Du wohl übersehen. Dass die Ägyptischen Künstler es mit der Perspektive nicht so genau nahmen, muss man natürlich dabei auch wissen. Thorsteen schrieb: Na da laust mich doch der Affe, rechts im Bild sieht man doch glatt wie der Djedpfeiler aufgerichtet ist. Das ganze Relief stellt eine Erzählung dar, nämlich die Auferstehung Osiris. Habe ich den rituell-religiösen Sinninhalt irgendwo bestritten? - Worin soll der Widerspruch zum Profanen liegen? Thorsteen schrieb: Nicht einmal Däniken hat solche Thesen wie deine aufgestellt. Nein - und zwar deshalb, weil er mit Vorliebe immer gleich auf ausserirdische Herkunft getippt hat. Das ist nun mal sein Fetisch. brigittsche schrieb: Im Übrigen: Das hier ist KEIN wissenschaftliches Forum und soll es auch nicht sein. Folglich solltest Du Dich für wissenschaftliche Diskussionen in Fachkreise begeben. Aber lass' mich raten: Die sind ja auch alle politisch und religiös voreingenommen und können deshalb die von Dir präsentierte Wahrheit nicht erkennen...... Den Irrtum, dass es sich hier um ein wissenschaftliches Forum handelt, habe ich ja inzwischen auch bemerkt, Sonst hätte ich hier mehr wissenschaftliche Kritiken bekommen. Deshalb bin ich hier auch bald wieder raus. Es gibt Foren, da bekomme ich auch nicht nur rückhaltlose Zustimmung. Aber dort geht es sachlicher und niveauvoller zu. Dort ist weitaus mehr Grundwissen vorhanden - z.B. eben auch über politische und religiöse Voreingenommenheit. Ausserdem regt sich niemand darüber auf, wenn auch mal ein Randthema behandelt wird. Ich hab ja jetzt alle neuen Briefe beantwortet. Sollte noch etwas lohnenswertes kommen, werde ich mich damit befassen. Aber etwas habe ich hier doch mitgenommen: Ich habe bestätigt bekommen, wo bei vielen Zeitgenossen die Haupt-Wissenslücken sind und kann mich besser darauf einstellen. Zum Thema Geschichtsfälschungen: "Auch an den Kreuzwegen der Geschichte versucht die Polizei, den Verkehr zu regeln." (Stanislaw Jerzy Lec, poln. Lyriker) "Der Unterschied zwischen Gott und den Historikern besteht hauptsächlich darin, dass Gott die Vergangenheit nicht mehr ändern kann." (Samuel Butler, 1812-1880) "Geschichtsbücher sollten vorsichtshalber immer nur mit Bleistift geschrieben werden." (Golda Meir, israel. Ministerpräsidentin) Zum Thema Wissenschaftliche Forschung: "Manche Wissenschaftler benehmen sich wie ausgestopfte Gänse, die nichts mehr verdauen wollen." (Hans habe) "Eine Irrlehre braucht zwei Generationen, um auszusterben, weil nicht nur ihre Lehrer, sondern auch deren Schüler aussterben müssen." (Max Planck) "Es ist unmöglich, die Fackel der Wahrheit durch ein Gedränge zu tragen, ohne jemandem den Bart zu sengen." (Georg C. Lichtenberg) "Es ist unmöglich, Staub wegzublasen, ohne dass jemand zu husten beginnt." (Prinz Philipp von England) Kulturforscher schrieb: Diese Bauten wurden mir damals als "Erdställe" vorgestellt. Es war das erste mal, dass ich davon überhaupt gehört hatte. Aber es war auch später Anlass für mich, über das Thema weiter zu recherchieren. In Norddeutschland gibt es leider keine solchen Bauten - ausser gemauerte unterirdische Keller wie meiner. Im Netz jedoch gibt es inzwischen eine Menge Quellen, deren Kenntnis es erlaubt, Theorien auf zustellen. Es fehlen nach wie vor Angaben, wo sich im Allgäu diese beiden "Bauten" finden. Dann werde ich mal in meinen Unterlagen schaun, was ich dazu finde. Kulturforscher schrieb: Und Otto von Corvins "Pfaffenspiegel" erschien bereits vor etwa 140 Jahren und ist als Grundlagenwerk bis heute immer wieder neu aufgelegt worden. Nur 12 Jahre lang war das Buch in Deutschland verboten: Während des 3. Reiches!!! - Der NS-Staat war nämlich ein reiner Kirchenstatt. "Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Buch von der NSDAP zu Hetzkampagnen gegen die katholische Kirche benutzt und seine Verbreitung gefördert." und "Im wissenschaftlich-historischen Kontext wird Corvins Stoffsammlung als wertlos erachtet." Wikipedia: Pfaffenspiegel Nix Grundlagenwerk, nix im 3.Raich verboten. Und schon gar nicht war Hitlerdeutschland ein Kirchenstaat. 28.07.2020 um 04:14 emz schrieb: Es fehlen nach wie vor Angaben, wo sich im Allgäu diese beiden "Bauten" finden. Die beiden Verliese befanden sich in der Nähe des Ortes Aitrang nahe dem Elbsee, ein kleiner Stausee (die genauen Stellen weiss ich nicht mehr) und wurden uns von Einheimischen gezeigt. In beide konnte man nur in gebückter Haltung und sie würden sich auch gut hinter einem Möbelstück verbergen lassen. Ich weiss noch, dass in dem einen Loch Weinflaschen gestapelt waren, hinten leere Einweckgläser. Nach den im Netz veröffentlichten Bildern, Videos und Grundrissen würde ich beide Bauten nicht als "typisch" bezeichnen, weil es sich hier tatsächlich um Gelasse gehandelt hat, die man praktisch wie ein Vorratsversteck oder "Haustresor" nutzen kann. Sie waren auch nicht vermauert oder verschüttet. Aber was ist bei dieser Formenvielfalt schon als typisch zu bezeichnen. - Bei der Frage nach dem Sinn der "typischen" engen Schlupflöcher helfen diese beiden Bauten eh nicht weiter. Einer war im Keller eines Bauernhofes halb hinter einem Berg Briketts, der andere in einem alten verfallenen Waldhaus ohne Dach, das man uns als Köhlerhaus vorstellte. Es stand mit der Rückseite an einer Felswand, in die der kurze Gang hineingearbeitet war. - Aber wie gesagt - das ist eine Generation her. Heute würde ich auch sofort mit Kamera und Zollstock in solche Löcher kriechen. Wer weiss, wie viele solcher Kammern bis heute noch unerkannt in privaten Kellern schlummern. perttivalkonen schrieb: Nix Grundlagenwerk, nix im 3.Raich verboten. Natürlich hatte v.Corvin damals noch nicht so viele Quellen zur Verfügung, wie Deschner. Die Verbrechen der Kirche waren damals noch ein öffentliches "No-Go". Selbst Darwin war mit seinen umwälzenden Entdeckungen zu dieser Zeit ebenso widerwärtigen wie lächerlichen inquisitorischen Angriffen seitens der Kirchen ausgesetzt. Corvins Werk war für die Zeit sensationell und wegbereitend für den letzten Akt der Aufklärung, der im "Kulturkampf" der 1870er Jahre (mit den "Maigesetzen") gipfelte, die den Kirchen endlich die letzten Vormundschaften über das Bildungs- und Standesamtswesen nahmen. Auch bei "Wikipedia" schreiben die Autoren nicht immer frei von persönlichen Meinungen. Ich habe schon andere Ansichten gehört und eine 15-seitige Dokumentation zusammengestellt mit entsprechenden Vorgängen und Hitlers eigenen Zitaten. Die Haltung der damaligen Politik war zwiespältig. Bei den "geheimen Tischgesprächen" redete H. anders, als in der Öffentlichkeit (siehe "Reichsparteitagsrede" 1935), um sich die Loyalität der Kirchen zu sichern - die z.B. auch die Reichsprogromnacht mit Luthers Geburtstag in Verbindung brachten, der ja auch ein brennender Judenfeind war. Tatsache ist, dass es durchaus kirchenfeindliche Tendenzen im 3. Reich gab und dass Hitler in seinem Grössenwahn nach einem "Endsieg" sogar die Verstaatlichung der Kirchen und deren Umwandlung in "Adolf-Hitler-Weihestätten" plante. Die Kirchen dienten H. nur als "nützliche Idioten" und Gehilfen zur Machtergreifung. Das war im Parteiprogramm der NSDAP als "positives Christentum" gemeint. Es wurde grundsätzlich alles und jedes für politische Zwecke missbraucht und ausgeschlachtet. Auch die angebliche "braune Esoterik" war keine wirkliche, sondern nur politisches Theater. Jedenfalls war Hitler bis zu seinem Tode eingetragener Katholik und hätte ohne die Mithilfe von den katholischen Kirchenkanzeln nie die Macht erlangt. Schliesslich war der Vatikan auch der erste Staat, der (wegen des Versprechens des bis heute gültigen "Reichskonkordats") Natzideutschland diplomatisch anerkannte. Verträge, die im 3. Reich geschlossen wurden, verhindern bis heute bei uns eine Trennung von Staat und Kirchen. Weiteres möchte ich hier nicht ausführen, weil es mir eigentlich verboten wurde, hier auf Fragen einzugehen, die nicht zum Thema gehören. 28.07.2020 um 06:26 Ich habe Dich noch nach einem Beleg für Deine Behauptung gefragt. Kommt da noch was? 28.07.2020 um 11:25 Kulturforscher schrieb: Natürlich hatte v.Corvin damals noch nicht so viele Quellen zur Verfügung, wie Deschner. Wertlos meint nicht, daß der arme von Corvin nur wenige Quellen zur Verfügung hatte. Sondern es meint, was er draus gemacht hat. Und mit Deschner kannst Du auch nicht punkten. Gerade in den Jahrzehnten nach seiner "Kriminalgeschichte" änderte sich der Forschungsstand in vielerlei Hinsicht. Zu "seiner Zeit" hatte die Kirche noch die Flache Erde vertreten und jeden Kugelerdler verfolgt, gab es einen von Europa aus gezielten Völkermord in der Neuen Welt, war der Nordirlandkonflikt "zwischen Katholiken und Protestanten" noch ein Religionskrieg, der berühmte Galgenbaum ein Symbol für den Glaubenswahn des Dreißigjährigen Krieges usw. usf. Zwischen Deschners Werk und heute hat sich doch einiges verändert in Sachen Forschungsstand, Quellenauswertung, selbst Forschungsansätzen (Stichwort "Religionskriege"). Deschners Werk immerhin ist beileibe nicht wissenschaftlich wertlos, wohl aber veraltet und tendenziös. Und nein, auch mit einem Darwin oder Kulturkampf des 19.Jh. kannst Du kein kirchliches Auftreten während des Mittelalters belegen. Deine "Quellen" geben nicht her, was Du ihnen gerne aufgebürdet hättest. Mit Rückzugsgeplänkeln "ja aber der Darwin, der Galileo, der Klumbumbus und überhaupt" beweisen Leute nur, daß sie eben auf dem argumentativen Rückzug sind und nichts mehr haben außer diesen Standardfloskeln. Kulturforscher schrieb: Auch bei "Wikipedia" schreiben die Autoren nicht immer frei von persönlichen Meinungen. Und wieder ein Allgemeinplatz, der enen konkreten Fall "belegen" soll. Das nennt man deduktiven Fehlschluß. Kulturforscher schrieb: Ich habe schon andere Ansichten gehört und eine 15-seitige Dokumentation zusammengestellt mit entsprechenden Vorgängen und Hitlers eigenen Zitaten. Die Haltung der damaligen Politik war zwiespältig. Bei den "geheimen Tischgesprächen" redete H. anders, als in der Öffentlichkeit Ich lese gerade nur Blablabla. Null Konkretes. Naja, und in den Tischreden erzählte Hitler viel, wenn der Tag lang war. Mal war Paulus der Befreier des Christentums vom jüdischen Einfluß, mal war er der Begründer ebendieses Einflusses, je nach dem, an welchem Tag Du in den Tischreden liest. Na und daß Hitler den "deutschen Reformator" - und natürlich auch dessen antisemitische Ergüsse - ausnutzte, wo es nur ging, macht ihn nicht ansatzweise zu ner kirchentreuen Marionette oder so. Auch in der DDR entdeckte man 1983 plötzlich ein Herz für den bis dato bösen Bauernkriegsverräter. Was man ideologisch ausschlachten kann, ist Opfer, nicht Graue Eminenz dieser Ideologie. Kulturforscher schrieb: Jedenfalls war Hitler bis zu seinem Tode eingetragener Katholik und hätte ohne die Mithilfe von den katholischen Kirchenkanzeln nie die Macht erlangt. Echt, was weißt Du überhaupt? Ausgerechnet die KKK, die Katholischen KirchenKanzeln, sollen Hitlers Machtergreifung gefördert haben? In den katholisch dominierten Ländern des Reiches hatte die NSDAP stets die schlechtesten Wahlergebnisse. Erst nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler und den ersten Auswirkungen der Machtergreifung kam es bei der Reichstagswahl im März '33 zu erklecklichen Stimmengewinnen im katholischen Bayern - und dennoch erreichte die NSDAP in Bayern unterdurchschnittlich wenige Stimmen; über die Hälfte aller Länder erbrachte den Nazis mehr Stimmen ein. Nee Du, die Katholiken waren alles andere als die Steigbügelhalter der Machtergreifung Hitlers. Du hast einfach keine Ahnung. Wegen der massiv schlechten Verhältnisse zwischen NSDAP und Katholischer Kirche war es übrigens auch für den Vatikan nötig, so schnell wie möglich auf diplomatischem Wege für die Sicherheit der deutschen Katholiken zu sorgen. Kein Wunder also, daß es so schnell zur Anerkennung und zum Reichskonkordat kam (der "gemeinsame Antikommunismus" konnte diese Entwicklung nur fördern, aber nicht bewirken). Auch das ist so ein veränderter Forschungsstand der letzten Zeit, der z.B. einen Deschner vom state of the art trennt.
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Was sind die wichtigsten politischen Ämter, die Joschka Fischer innehatte?
Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater, Publizist und Lobbyist tätig. Leben Herkunft und Jugend Fischer wurde als drittes Kind des Metzgers Joszef Fischer geboren. Die Eltern hatten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Wudigeß (, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest) verlassen müssen. Die Familie siedelte nach Langenburg im Hohenlohischen über. Der von Joschka Fischer geführte Vorname leitet sich von Jóska [] ab, einer Diminutivform des ungarischen Vornamens József [] (). In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Studentenbewegung Ab 1967 engagierte sich Fischer in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition (APO). Er lebte ab 1968 in Frankfurt am Main. Später jobbte er im SDS-Verlag Neue Kritik und in der Buchhandlung Libresso am Opernplatz, die vorwiegend linke Literatur anbot. Gleichzeitig besuchte er eigenem Bekunden nach als Gasthörer die zeitweise völlig überfüllten Vorlesungen von Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Oskar Negt. 1969 nahm Fischer in Algier an einer Konferenz der PLO teil. 1970 gründete er die Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt am Main. 1971 begann er eine Tätigkeit bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim mit dem Ziel, über die Gründung einer Betriebsgruppe die Arbeiter zu politisieren und letztlich für die „Revolution“ zu gewinnen. Diese Form der „Basisarbeit“ brachte aber nicht den erhofften Erfolg und Fischer wurde wegen seiner Aktivitäten nach einem halben Jahr fristlos entlassen. Nach weiteren Gelegenheitsarbeiten – unter anderem als Übersetzer von Romanen für Jörg Schröders Olympia Press – arbeitete Fischer in Frankfurt bis 1981 als Taxifahrer und bis 1982 als Aushilfe in einem Buchladen. Schauspielerische Kurzeinsätze hatte er zudem 1983 in dem Fernsehfilm Der Fliegende Robert und 1986 in dem Film Va Banque, in dem er einen Taxifahrer spielt. Politische Militanz Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen. Es gibt von dem Geschehen auch einen Reportagefilm, der an diesem Tag für die Tagesschau gedreht wurde und die Szene in bewegten Bildern zeigt. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben. Hintergrund war eine vorläufige Festnahme Fischers 1976, bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, unter dem Verdacht, einen solchen Brandsatz während einer Demonstration aus Anlass des Todes Ulrike Meinhofs am 10. Mai 1976 auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben, wobei der Polizeiobermeister Jürgen Weber lebensgefährlich verletzt und dauerhaft entstellt worden war. Gegen Fischer wurde wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Fischer wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Bei der Planung der Demonstration war unter Beteiligung Fischers der Einsatz von Molotowcocktails diskutiert worden. Nachermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu diesem Vorfall wurden 2001 durch den Umstand behindert, dass die Hessische Staatskanzlei unter SPD-Ministerpräsident Holger Börner von der Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt alle Unterlagen über Fischer angefordert hatte, als dieser 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde, und seitdem über den Verbleib der Akten nichts bekannt war. Aus der Frankfurter Zeit stammt auch seine Freundschaft mit dem deutsch-französischen Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, mit dem er zeitweilig in einer Wohngemeinschaft wohnte. Im September 2015 tauchte die seit 1985 verschollene Polizeiakte Fischer in einem herrenlosen Koffer am Frankfurter Flughafen wieder auf. Das Schriftstück enthält Fotos, Fingerabdrücke und Daten und dokumentiert die Verstrickung Fischers in die linksradikale Szene. Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“, leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs „Landshut“, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe. Er habe sich dann zum Demokraten aus Überzeugung gewandelt, was auch dem politischen Lebensweg seiner Partei entspreche: Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Ponto durch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien. Parteilaufbahn Noch vor seinem Parteibeitritt im Jahr 1982 gründete Fischer 1981 mit Daniel Cohn-Bendit und anderen den Arbeitskreis Realpolitik in Frankfurt, der für die Partei Die Grünen sogenannte „realpolitische“ Positionen formulierte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen neuen Positionen führte im Kreisverband Frankfurt zur Polarisierung zwischen Realos und Vertretern eines „öko-fundamentalistisch“ genannten Standpunktes (Fundis), in deren Verlauf sich Fischer 1982 für die Bundestagswahl 1983 als Kandidat für Die Grünen durchsetzen konnte. Im März 1983 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Für diese war er als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig. Er machte sich auch als Redner einen zum Teil umstrittenen Namen, z. B. im Zusammenhang der Kießling-Affäre oder der Flick-Affäre, während der er mit Beschimpfung des Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) auf seinen Ausschluss von einer Bundestagssitzung reagierte. Dem bei den Grünen damals noch üblichen Rotationsprinzip gemäß legte er sein Abgeordnetenmandat nach zwei Jahren zum Ende März 1985 nieder. Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter nahm er am 24. Oktober 1983 an der Blockade der US-Militärbasis in Frankfurt am Main teil, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Nach eigenen Angaben hatte Fischer vor seinem Parteieintritt bei den Grünen aus Überzeugung nie gewählt, was ihn heute aber ärgere. Öffentliche Ämter Staatsminister für Umwelt und Energie Am 12. Dezember 1985 kam es in Hessen nach längerer Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Holger Börner. In diesem Kabinett wurde Fischer Staatsminister für Umwelt und Energie. Bereits seine Vereidigung sorgte für Aufsehen, da er in grobem Jackett und weißen Turnschuhen erschien. Dieser Auftritt prägte den Begriff des „Turnschuh-Ministers“. Heute sind Fischers weiße Nike-Turnschuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach ausgestellt. Am 9. Februar 1987 trat Fischer von seinem Amt als hessischer Umweltminister unter Ministerpräsident Börner (SPD) zurück, da die Grünen in einem Ultimatum den Fortbestand der Koalition von der Rücknahme der Genehmigung für das Hanauer Nuklearunternehmen Nukem abhängig gemacht hatten. Damit zerbrach die erste rot-grüne Regierungskoalition im unmittelbaren Nachgang des Unfalls vom 20. Januar 1987 in der Hanauer Atomfabrik Nukem, nur wenige Monate nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die darauf folgenden Neuwahlen im April 1987 endeten mit einem Sieg von CDU und FDP. Walter Wallmann (CDU) wurde Ministerpräsident und Wolfgang Gerhardt (FDP) sein Stellvertreter. Fischer wurde bei dieser Wahl in den Hessischen Landtag gewählt und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Grünen. Bei den Landtagswahlen 1991 verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Es kam zu einer Wiederauflage der rot-grünen Koalition, diesmal unter Ministerpräsident Hans Eichel (SPD). Fischer wurde wieder Umweltminister. Zugleich war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten. Im Oktober 1994 legte er alle Ämter in Hessen nieder und wurde, nachdem die Grünen bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hatten, neben Kerstin Müller zum Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Neben Fischers Engagement für einen Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ließ in diesen Jahren auch die wirtschaftspolitische Hinwendung der Grünen zur Marktwirtschaft diese immer mehr zu einer „realpolitischen“ Partei werden. Außenminister und Vizekanzler Bei der Bundestagswahl im Herbst 1998 verlor die schwarz-gelbe Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl nach 16 Jahren ihre Mehrheit. Es kam zur Bildung der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene. Der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder berief Fischer als Außenminister und Vizekanzler in sein Kabinett. Im Jahre 2001 konnte die bereits angekündigte Fischer-Biografie „Sag mir, wo Du stehst“ der Journalistin Bettina Röhl nicht erscheinen, weil der Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln vom Vertrag zurücktrat. Als Begründung wurde Röhls Kampagne gegen Fischer, einen langjährigen Autor des Verlags, genannt. Im Januar 2001 hatte Bettina Röhl mit der Veröffentlichung der so genannten Fischer-Prügel-Fotos eine weit über deutsche Grenzen hinausreichende Mediendiskussion über Fischers militante Vergangenheit ausgelöst, in deren Verlauf der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder der Opposition vorwarf, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren, während die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel Fischer aufforderte, sich von der 68er-Revolte insgesamt zu distanzieren. Fischer galt als aussichtsreicher Kandidat auf den nach dem Entwurf für eine Europäische Verfassung für 2006 geplanten Posten des Außenministers der Europäischen Union. Den Grundstein hierzu legte seine im Jahr 2000 gehaltene Humboldt-Rede „Vom Staatenverbund zur Föderation“, mit dem er eine mögliche Finalität des europäischen Einigungsprozesses heraufbeschwor und eindeutig für den europäischen Föderalismus Stellung bezog. Am 1. September 2003 verkündete er allerdings gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder, dass beide bei der nächsten Bundestagswahl wieder zusammen antreten wollten. Die rot-grüne Bundesregierung mit Fischer als Bundesaußenminister führte deutsche Bodentruppen mit der Beteiligung am Einsatz der NATO im Kosovokrieg erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz. Fischer legitimierte diesen Einsatz in einer Rede auf dem Kosovo-Sonderparteitag in Bielefeld 1999 mit den Worten: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“ Ab 2001/2002 beteiligte sich die Bundeswehr am Krieg in Afghanistan. 2003 weigerte sich hingegen die rot-grüne Bundesregierung, den Irakkrieg der USA zu unterstützen. Anfang 2005 stand Fischer als verantwortlicher Minister im Mittelpunkt der sogenannten Visa-Affäre. Am 25. April 2005 trat er als Zeuge vor dem Visa-Untersuchungsausschuss auf, wo er eigene Versäumnisse einräumte und die komplette politische Verantwortung übernahm. Ausscheiden Nach der Bundestagswahl 2005 erklärte Fischer, dass er im Oppositionsfall im Sinne eines Generationswechsels für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag und andere führende Ämter in der Partei nicht mehr zur Verfügung stehe. Seine Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler endete am 18. Oktober 2005, er übte diese Ämter aber noch bis zum 22. November des Jahres geschäftsführend aus. Am 27. Juni 2006 nahm Fischer zum letzten Mal an einer Fraktionssitzung der Grünen Bundestagsfraktion teil. Am 1. September 2006 legte er sein Bundestagsmandat nieder. Sein Mandat übernahm der Nachrücker Omid Nouripour. Tätigkeit als Berater und Lobbyist nach der politischen Karriere Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs. 2006 übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University. Fischer war 2006 beratend für den World Jewish Congress tätig. 2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird. Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group, LLC an. Mitte 2009 gründeten Fischer und Dietmar Huber (langjähriger Pressesprecher der Grünen im Bundestag) Joschka Fischer & Company. 2009 schloss Fischer einen Vertrag mit den Energieversorgern RWE und OMV als politischer Berater für den geplanten Bau der 3300 km langen Nabucco-Pipeline, die Erdgas vom Kaspischen Meer über die Türkei in die EU transportieren sollte. Fischer war damit Lobbykonkurrent zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damals für das Projekt der Nord-Stream-Pipeline warb. Ebenfalls 2009 wurde Fischer Berater für den Autokonzern BMW und, gemeinsam mit Madeleine Albright, Berater der Siemens AG in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen. Im September 2010 übernahm Fischer auch ein Beratungsmandat für die Rewe Group. Im Mai 2009 scheiterte Fischer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich mit einer Klage gegen die Illustrierte Bunte, die ein Foto seiner Privatvilla in Berlin-Grunewald abgedruckt hatte. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit sei gewichtiger als Fischers Persönlichkeitsrecht. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. 2013 machte Fischer Werbung für das Elektroauto BMW i3. Im Oktober 2014 stellte Fischer in Berlin sein Buch Scheitert Europa? vor. Es sollte zunächst „Die Vereinigten Staaten von Europa“ heißen und erhielt angesichts damaliger Entwicklungen einen anderen Titel. In dem Buch beschreibt Fischer u. a. die (wirtschaftlichen) Probleme und Dynamiken Europas mit Beginn der Weltfinanzkrise 2007, eine neue Spaltung und Desolidarisierung zwischen den nördlichen (reicheren) und den südlichen europäischen Staaten sowie den Aufstieg radikaler antieuropäischer und fremdenfeindlicher Parteien in demokratischen Wahlen. Er war Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Anfang 2019 wurde Fischer beim kanadischen Hanf-Hersteller Tilray Gründungsmitglied des internationalen Beirates, der bei der Umsetzung einer „offensiven weltweiten Wachstumsstrategie“ helfen soll. Marla Luther, ehemalige Beraterin bei Joschka Fischer & Company, war bereits seit Anfang 2017 Geschäftsführerin von Tilray Deutschland. Agenturen vermitteln Fischer als Vortragsredner. Er schreibt gelegentlich Gastbeiträge in Zeitungen. Privates Fischer ist in fünfter Ehe seit dem 29. Oktober 2005 mit der Filmproduzentin Minu Barati-Fischer verheiratet. Aus zweiter Ehe stammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 2006 lebt Joschka Fischer in Berlin-Grunewald. Politische Positionen 1995 löste Fischer eine innerparteiliche Kontroverse aus, als er mit der strikt pazifistischen Ausrichtung der Partei brach und militärische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der UN-Schutzzonen in Bosnien und Herzegowina befürwortete. Im Frühjahr 2005 setzte sich Fischer im Rahmen der Nachrufdebatte dafür ein, dass Nachrufe für einstige NSDAP-Mitglieder aus der Hauszeitung internAA des Auswärtigen Amts gestrichen werden. In der Folge wurde eine Historikerkommission eingesetzt, welche die Übernahme von NSDAP-Mitgliedern in das AA nach dem Krieg aufarbeiten sollte. Das Ergebnis von deren Arbeit wurde als Buch Das Amt und die Vergangenheit veröffentlicht und hat weitere Debatten ausgelöst. Seit August 2010 hat Fischer den Vorsitz der aus neun Personen bestehenden „Gruppe herausragender Persönlichkeiten“ im Europarat inne. Die auf Initiative der Türkei ins Leben gerufene Gruppe soll sich und vorschlagen. Der erste Bericht der Gruppe erschien im Frühjahr 2011. In einem Interview mit der NZZ verlangte er im Dezember 2020 mehr militärisches Engagement von der deutschen Bundesregierung. Kosovokrieg 1999 unterstützte Fischer maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Er begründete diesen Krieg unter anderem auch mit dem Verweis auf den Holocaust. Am 7. April 1999 sagte er: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer auf die Frage, ob er zwischen den Ereignissen im Kosovo und der Nazi-Ära eine direkte Parallele sehe: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“ Kritiker warfen Fischer vor, als Außenminister Positionen vertreten zu haben, die er vor der rot-grünen Regierungsübernahme abgelehnt hatte. Wegen seines Werbens als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin entschied im Zusammenhang mit einem von der Polizei übermalten Transparent, dass diese Bezeichnung als schwerer Angriff auf die persönliche Ehre rechtswidrig sei. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir Fansa mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Tschetschenienkriege Heftige Kritik an Joschka Fischer wurde wegen seiner Haltung bezüglich der Tschetschenienkriege geäußert. Während der Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer im Januar 1995 noch die Untätigkeit der Bundesregierung während des Ersten Tschetschenienkriegs angesichts des „grausamen Mordens einer nuklearen Supermacht gegen ein kleines Volk im Norden des Kaukasus“ verurteilt hatte, erklärte er 2000 als Außenminister in Bezug auf den Zweiten Tschetschenienkrieg, dass Russland nicht isoliert werden dürfe und es legitim sei, gegen Terror vorzugehen. Ehrungen und Auszeichnungen Im Mai 2002 wurde Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Haifa ausgezeichnet. Am 4. Mai 2004 erhielt er den renommierten Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon. Im Mai 2005 erhielt Fischer in seiner Funktion als Außenminister die höchste Auszeichnung des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Leo-Baeck-Preis, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. Am 20. Mai 2006 wurde Joschka Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv ausgezeichnet. Als Dank für seinen Einsatz als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung der Grube Messel als Mülldeponie und für deren Bewahrung als Fossilienfundstätte wurde nach ihm im Jahr 2005 eine fossile Schlange als Palaeopython fischeri benannt. Er ist Ehrenbürger von Budakeszi. Im Jahr 2009 erhielt Joschka Fischer den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in Realpolitik. 2010 wurde er mit der Heinrich-Heine-Gastprofessur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geehrt. Im Jahr 2016 bekam Fischer die Bayerische Europa-Medaille. Veröffentlichungen Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X. (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6. Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X. Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9. Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4. Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X. Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4. Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2. Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5. Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8. Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1. „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0. mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3. Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6. Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0. Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6. Literatur Biographien Paul Berman: Idealisten an der Macht. Die Passion des Joschka Fischer. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-846-7. Matthias Geis, Bernd Ulrich: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0175-8; aktualisierte Neuauflage: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61623-8. Sibylle Krause-Burger: Joschka Fischer. Der Marsch durch die Illusionen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05082-1 (überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-60738-7). Jürgen Schreiber: Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten von fetten und mageren Zeiten. Econ, Berlin 2007, ISBN 978-3-430-30033-9. Michael Schwelien: Joschka Fischer. Eine Karriere. Hoffmann & Campe, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11330-3 (erweiterte Taschenbuchausgabe: Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19705-4). Lebensabschnitte und Einzelaspekte Autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hrsg.): Die Hunde bellen … Von A–RZ. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre. Unrast Verlag, Münster 2001, ISBN 3-89771-408-6. Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan. Edition TIAMAT, Berlin 1999, ISBN 3-89320-025-8. Christian Y. Schmidt: „Wir sind die Wahnsinnigen …“. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. Econ, München/Düsseldorf 1998; aktualisierte Ausgabe: Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999; erweiterte Neuausgabe: Verbrecher Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-943167-30-6. Gespräche/Interviews Gero von Boehm: Joschka Fischer. 31. August 2010. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 678–692. mit Daniel Cohn-Bendit, Alexander Gauland: Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch. Athenäum Verlag, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Filme Pepe Danquart: Joschka und Herr Fischer. Deutschland 2011, 140 min, X-Verleih Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden. Dokumentarfilm, 105 min, Deutschland, 2005, Regie: Stephan Lamby, Produktion: Phoenix, von Phoenix Rot-Grün macht Kasse. Dokumentarfilm über die Tätigkeit ehemaliger Politiker als Lobbyisten, 30 min, Deutschland, 2011, Produktion: NDR/Panorama (online) Weblinks Joschka Fischer & Company, Website der Unternehmensberatung Fischers Einzelnachweise Vizekanzler (Deutschland) Außenminister (Bundesrepublik Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Vorsitzender der Bündnis-90/Die-Grünen-Bundestagsfraktion Umweltminister (Hessen) Energieminister (Hessen) Minister für Bundesangelegenheiten (Hessen) Fraktionsvorsitzender (Hessen) Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Politiker (20. Jahrhundert) Politiker (21. Jahrhundert) Hochschullehrer (Princeton University) Lobbyist Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (I. Klasse) Ehrendoktor der Universität Haifa Ehrendoktor der Universität Tel Aviv Autobiografie Sachbuchautor Marathonläufer (Deutschland) Person der 68er-Bewegung Sponti-Szene (Frankfurt am Main) Deutscher Geboren 1948 Mann
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Was sind die wichtigsten politischen Ämter, die Joschka Fischer innehatte?
Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater, Publizist und Lobbyist tätig. Leben Herkunft und Jugend Fischer wurde als drittes Kind des Metzgers Joszef Fischer geboren. Die Eltern hatten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Wudigeß (, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest) verlassen müssen. Die Familie siedelte nach Langenburg im Hohenlohischen über. Der von Joschka Fischer geführte Vorname leitet sich von Jóska [] ab, einer Diminutivform des ungarischen Vornamens József [] (). In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Studentenbewegung Ab 1967 engagierte sich Fischer in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition (APO). Er lebte ab 1968 in Frankfurt am Main. Später jobbte er im SDS-Verlag Neue Kritik und in der Buchhandlung Libresso am Opernplatz, die vorwiegend linke Literatur anbot. Gleichzeitig besuchte er eigenem Bekunden nach als Gasthörer die zeitweise völlig überfüllten Vorlesungen von Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Oskar Negt. 1969 nahm Fischer in Algier an einer Konferenz der PLO teil. 1970 gründete er die Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt am Main. 1971 begann er eine Tätigkeit bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim mit dem Ziel, über die Gründung einer Betriebsgruppe die Arbeiter zu politisieren und letztlich für die „Revolution“ zu gewinnen. Diese Form der „Basisarbeit“ brachte aber nicht den erhofften Erfolg und Fischer wurde wegen seiner Aktivitäten nach einem halben Jahr fristlos entlassen. Nach weiteren Gelegenheitsarbeiten – unter anderem als Übersetzer von Romanen für Jörg Schröders Olympia Press – arbeitete Fischer in Frankfurt bis 1981 als Taxifahrer und bis 1982 als Aushilfe in einem Buchladen. Schauspielerische Kurzeinsätze hatte er zudem 1983 in dem Fernsehfilm Der Fliegende Robert und 1986 in dem Film Va Banque, in dem er einen Taxifahrer spielt. Politische Militanz Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen. Es gibt von dem Geschehen auch einen Reportagefilm, der an diesem Tag für die Tagesschau gedreht wurde und die Szene in bewegten Bildern zeigt. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben. Hintergrund war eine vorläufige Festnahme Fischers 1976, bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, unter dem Verdacht, einen solchen Brandsatz während einer Demonstration aus Anlass des Todes Ulrike Meinhofs am 10. Mai 1976 auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben, wobei der Polizeiobermeister Jürgen Weber lebensgefährlich verletzt und dauerhaft entstellt worden war. Gegen Fischer wurde wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Fischer wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Bei der Planung der Demonstration war unter Beteiligung Fischers der Einsatz von Molotowcocktails diskutiert worden. Nachermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu diesem Vorfall wurden 2001 durch den Umstand behindert, dass die Hessische Staatskanzlei unter SPD-Ministerpräsident Holger Börner von der Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt alle Unterlagen über Fischer angefordert hatte, als dieser 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde, und seitdem über den Verbleib der Akten nichts bekannt war. Aus der Frankfurter Zeit stammt auch seine Freundschaft mit dem deutsch-französischen Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, mit dem er zeitweilig in einer Wohngemeinschaft wohnte. Im September 2015 tauchte die seit 1985 verschollene Polizeiakte Fischer in einem herrenlosen Koffer am Frankfurter Flughafen wieder auf. Das Schriftstück enthält Fotos, Fingerabdrücke und Daten und dokumentiert die Verstrickung Fischers in die linksradikale Szene. Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“, leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs „Landshut“, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe. Er habe sich dann zum Demokraten aus Überzeugung gewandelt, was auch dem politischen Lebensweg seiner Partei entspreche: Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Ponto durch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien. Parteilaufbahn Noch vor seinem Parteibeitritt im Jahr 1982 gründete Fischer 1981 mit Daniel Cohn-Bendit und anderen den Arbeitskreis Realpolitik in Frankfurt, der für die Partei Die Grünen sogenannte „realpolitische“ Positionen formulierte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen neuen Positionen führte im Kreisverband Frankfurt zur Polarisierung zwischen Realos und Vertretern eines „öko-fundamentalistisch“ genannten Standpunktes (Fundis), in deren Verlauf sich Fischer 1982 für die Bundestagswahl 1983 als Kandidat für Die Grünen durchsetzen konnte. Im März 1983 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Für diese war er als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig. Er machte sich auch als Redner einen zum Teil umstrittenen Namen, z. B. im Zusammenhang der Kießling-Affäre oder der Flick-Affäre, während der er mit Beschimpfung des Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) auf seinen Ausschluss von einer Bundestagssitzung reagierte. Dem bei den Grünen damals noch üblichen Rotationsprinzip gemäß legte er sein Abgeordnetenmandat nach zwei Jahren zum Ende März 1985 nieder. Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter nahm er am 24. Oktober 1983 an der Blockade der US-Militärbasis in Frankfurt am Main teil, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Nach eigenen Angaben hatte Fischer vor seinem Parteieintritt bei den Grünen aus Überzeugung nie gewählt, was ihn heute aber ärgere. Öffentliche Ämter Staatsminister für Umwelt und Energie Am 12. Dezember 1985 kam es in Hessen nach längerer Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Holger Börner. In diesem Kabinett wurde Fischer Staatsminister für Umwelt und Energie. Bereits seine Vereidigung sorgte für Aufsehen, da er in grobem Jackett und weißen Turnschuhen erschien. Dieser Auftritt prägte den Begriff des „Turnschuh-Ministers“. Heute sind Fischers weiße Nike-Turnschuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach ausgestellt. Am 9. Februar 1987 trat Fischer von seinem Amt als hessischer Umweltminister unter Ministerpräsident Börner (SPD) zurück, da die Grünen in einem Ultimatum den Fortbestand der Koalition von der Rücknahme der Genehmigung für das Hanauer Nuklearunternehmen Nukem abhängig gemacht hatten. Damit zerbrach die erste rot-grüne Regierungskoalition im unmittelbaren Nachgang des Unfalls vom 20. Januar 1987 in der Hanauer Atomfabrik Nukem, nur wenige Monate nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die darauf folgenden Neuwahlen im April 1987 endeten mit einem Sieg von CDU und FDP. Walter Wallmann (CDU) wurde Ministerpräsident und Wolfgang Gerhardt (FDP) sein Stellvertreter. Fischer wurde bei dieser Wahl in den Hessischen Landtag gewählt und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Grünen. Bei den Landtagswahlen 1991 verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Es kam zu einer Wiederauflage der rot-grünen Koalition, diesmal unter Ministerpräsident Hans Eichel (SPD). Fischer wurde wieder Umweltminister. Zugleich war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten. Im Oktober 1994 legte er alle Ämter in Hessen nieder und wurde, nachdem die Grünen bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hatten, neben Kerstin Müller zum Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Neben Fischers Engagement für einen Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ließ in diesen Jahren auch die wirtschaftspolitische Hinwendung der Grünen zur Marktwirtschaft diese immer mehr zu einer „realpolitischen“ Partei werden. Außenminister und Vizekanzler Bei der Bundestagswahl im Herbst 1998 verlor die schwarz-gelbe Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl nach 16 Jahren ihre Mehrheit. Es kam zur Bildung der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene. Der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder berief Fischer als Außenminister und Vizekanzler in sein Kabinett. Im Jahre 2001 konnte die bereits angekündigte Fischer-Biografie „Sag mir, wo Du stehst“ der Journalistin Bettina Röhl nicht erscheinen, weil der Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln vom Vertrag zurücktrat. Als Begründung wurde Röhls Kampagne gegen Fischer, einen langjährigen Autor des Verlags, genannt. Im Januar 2001 hatte Bettina Röhl mit der Veröffentlichung der so genannten Fischer-Prügel-Fotos eine weit über deutsche Grenzen hinausreichende Mediendiskussion über Fischers militante Vergangenheit ausgelöst, in deren Verlauf der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder der Opposition vorwarf, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren, während die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel Fischer aufforderte, sich von der 68er-Revolte insgesamt zu distanzieren. Fischer galt als aussichtsreicher Kandidat auf den nach dem Entwurf für eine Europäische Verfassung für 2006 geplanten Posten des Außenministers der Europäischen Union. Den Grundstein hierzu legte seine im Jahr 2000 gehaltene Humboldt-Rede „Vom Staatenverbund zur Föderation“, mit dem er eine mögliche Finalität des europäischen Einigungsprozesses heraufbeschwor und eindeutig für den europäischen Föderalismus Stellung bezog. Am 1. September 2003 verkündete er allerdings gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder, dass beide bei der nächsten Bundestagswahl wieder zusammen antreten wollten. Die rot-grüne Bundesregierung mit Fischer als Bundesaußenminister führte deutsche Bodentruppen mit der Beteiligung am Einsatz der NATO im Kosovokrieg erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz. Fischer legitimierte diesen Einsatz in einer Rede auf dem Kosovo-Sonderparteitag in Bielefeld 1999 mit den Worten: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“ Ab 2001/2002 beteiligte sich die Bundeswehr am Krieg in Afghanistan. 2003 weigerte sich hingegen die rot-grüne Bundesregierung, den Irakkrieg der USA zu unterstützen. Anfang 2005 stand Fischer als verantwortlicher Minister im Mittelpunkt der sogenannten Visa-Affäre. Am 25. April 2005 trat er als Zeuge vor dem Visa-Untersuchungsausschuss auf, wo er eigene Versäumnisse einräumte und die komplette politische Verantwortung übernahm. Ausscheiden Nach der Bundestagswahl 2005 erklärte Fischer, dass er im Oppositionsfall im Sinne eines Generationswechsels für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag und andere führende Ämter in der Partei nicht mehr zur Verfügung stehe. Seine Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler endete am 18. Oktober 2005, er übte diese Ämter aber noch bis zum 22. November des Jahres geschäftsführend aus. Am 27. Juni 2006 nahm Fischer zum letzten Mal an einer Fraktionssitzung der Grünen Bundestagsfraktion teil. Am 1. September 2006 legte er sein Bundestagsmandat nieder. Sein Mandat übernahm der Nachrücker Omid Nouripour. Tätigkeit als Berater und Lobbyist nach der politischen Karriere Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs. 2006 übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University. Fischer war 2006 beratend für den World Jewish Congress tätig. 2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird. Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group, LLC an. Mitte 2009 gründeten Fischer und Dietmar Huber (langjähriger Pressesprecher der Grünen im Bundestag) Joschka Fischer & Company. 2009 schloss Fischer einen Vertrag mit den Energieversorgern RWE und OMV als politischer Berater für den geplanten Bau der 3300 km langen Nabucco-Pipeline, die Erdgas vom Kaspischen Meer über die Türkei in die EU transportieren sollte. Fischer war damit Lobbykonkurrent zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damals für das Projekt der Nord-Stream-Pipeline warb. Ebenfalls 2009 wurde Fischer Berater für den Autokonzern BMW und, gemeinsam mit Madeleine Albright, Berater der Siemens AG in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen. Im September 2010 übernahm Fischer auch ein Beratungsmandat für die Rewe Group. Im Mai 2009 scheiterte Fischer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich mit einer Klage gegen die Illustrierte Bunte, die ein Foto seiner Privatvilla in Berlin-Grunewald abgedruckt hatte. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit sei gewichtiger als Fischers Persönlichkeitsrecht. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. 2013 machte Fischer Werbung für das Elektroauto BMW i3. Im Oktober 2014 stellte Fischer in Berlin sein Buch Scheitert Europa? vor. Es sollte zunächst „Die Vereinigten Staaten von Europa“ heißen und erhielt angesichts damaliger Entwicklungen einen anderen Titel. In dem Buch beschreibt Fischer u. a. die (wirtschaftlichen) Probleme und Dynamiken Europas mit Beginn der Weltfinanzkrise 2007, eine neue Spaltung und Desolidarisierung zwischen den nördlichen (reicheren) und den südlichen europäischen Staaten sowie den Aufstieg radikaler antieuropäischer und fremdenfeindlicher Parteien in demokratischen Wahlen. Er war Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Anfang 2019 wurde Fischer beim kanadischen Hanf-Hersteller Tilray Gründungsmitglied des internationalen Beirates, der bei der Umsetzung einer „offensiven weltweiten Wachstumsstrategie“ helfen soll. Marla Luther, ehemalige Beraterin bei Joschka Fischer & Company, war bereits seit Anfang 2017 Geschäftsführerin von Tilray Deutschland. Agenturen vermitteln Fischer als Vortragsredner. Er schreibt gelegentlich Gastbeiträge in Zeitungen. Privates Fischer ist in fünfter Ehe seit dem 29. Oktober 2005 mit der Filmproduzentin Minu Barati-Fischer verheiratet. Aus zweiter Ehe stammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 2006 lebt Joschka Fischer in Berlin-Grunewald. Politische Positionen 1995 löste Fischer eine innerparteiliche Kontroverse aus, als er mit der strikt pazifistischen Ausrichtung der Partei brach und militärische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der UN-Schutzzonen in Bosnien und Herzegowina befürwortete. Im Frühjahr 2005 setzte sich Fischer im Rahmen der Nachrufdebatte dafür ein, dass Nachrufe für einstige NSDAP-Mitglieder aus der Hauszeitung internAA des Auswärtigen Amts gestrichen werden. In der Folge wurde eine Historikerkommission eingesetzt, welche die Übernahme von NSDAP-Mitgliedern in das AA nach dem Krieg aufarbeiten sollte. Das Ergebnis von deren Arbeit wurde als Buch Das Amt und die Vergangenheit veröffentlicht und hat weitere Debatten ausgelöst. Seit August 2010 hat Fischer den Vorsitz der aus neun Personen bestehenden „Gruppe herausragender Persönlichkeiten“ im Europarat inne. Die auf Initiative der Türkei ins Leben gerufene Gruppe soll sich und vorschlagen. Der erste Bericht der Gruppe erschien im Frühjahr 2011. In einem Interview mit der NZZ verlangte er im Dezember 2020 mehr militärisches Engagement von der deutschen Bundesregierung. Kosovokrieg 1999 unterstützte Fischer maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Er begründete diesen Krieg unter anderem auch mit dem Verweis auf den Holocaust. Am 7. April 1999 sagte er: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer auf die Frage, ob er zwischen den Ereignissen im Kosovo und der Nazi-Ära eine direkte Parallele sehe: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“ Kritiker warfen Fischer vor, als Außenminister Positionen vertreten zu haben, die er vor der rot-grünen Regierungsübernahme abgelehnt hatte. Wegen seines Werbens als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin entschied im Zusammenhang mit einem von der Polizei übermalten Transparent, dass diese Bezeichnung als schwerer Angriff auf die persönliche Ehre rechtswidrig sei. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir Fansa mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Tschetschenienkriege Heftige Kritik an Joschka Fischer wurde wegen seiner Haltung bezüglich der Tschetschenienkriege geäußert. Während der Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer im Januar 1995 noch die Untätigkeit der Bundesregierung während des Ersten Tschetschenienkriegs angesichts des „grausamen Mordens einer nuklearen Supermacht gegen ein kleines Volk im Norden des Kaukasus“ verurteilt hatte, erklärte er 2000 als Außenminister in Bezug auf den Zweiten Tschetschenienkrieg, dass Russland nicht isoliert werden dürfe und es legitim sei, gegen Terror vorzugehen. Ehrungen und Auszeichnungen Im Mai 2002 wurde Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Haifa ausgezeichnet. Am 4. Mai 2004 erhielt er den renommierten Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon. Im Mai 2005 erhielt Fischer in seiner Funktion als Außenminister die höchste Auszeichnung des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Leo-Baeck-Preis, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. Am 20. Mai 2006 wurde Joschka Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv ausgezeichnet. Als Dank für seinen Einsatz als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung der Grube Messel als Mülldeponie und für deren Bewahrung als Fossilienfundstätte wurde nach ihm im Jahr 2005 eine fossile Schlange als Palaeopython fischeri benannt. Er ist Ehrenbürger von Budakeszi. Im Jahr 2009 erhielt Joschka Fischer den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in Realpolitik. 2010 wurde er mit der Heinrich-Heine-Gastprofessur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geehrt. Im Jahr 2016 bekam Fischer die Bayerische Europa-Medaille. Veröffentlichungen Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X. (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6. Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X. Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9. Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4. Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X. Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4. Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2. Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5. Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8. Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1. „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0. mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3. Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6. Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0. Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6. Literatur Biographien Paul Berman: Idealisten an der Macht. Die Passion des Joschka Fischer. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-846-7. Matthias Geis, Bernd Ulrich: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0175-8; aktualisierte Neuauflage: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61623-8. Sibylle Krause-Burger: Joschka Fischer. Der Marsch durch die Illusionen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05082-1 (überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-60738-7). Jürgen Schreiber: Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten von fetten und mageren Zeiten. Econ, Berlin 2007, ISBN 978-3-430-30033-9. Michael Schwelien: Joschka Fischer. Eine Karriere. Hoffmann & Campe, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11330-3 (erweiterte Taschenbuchausgabe: Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19705-4). Lebensabschnitte und Einzelaspekte Autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hrsg.): Die Hunde bellen … Von A–RZ. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre. Unrast Verlag, Münster 2001, ISBN 3-89771-408-6. Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan. Edition TIAMAT, Berlin 1999, ISBN 3-89320-025-8. Christian Y. Schmidt: „Wir sind die Wahnsinnigen …“. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. Econ, München/Düsseldorf 1998; aktualisierte Ausgabe: Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999; erweiterte Neuausgabe: Verbrecher Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-943167-30-6. Gespräche/Interviews Gero von Boehm: Joschka Fischer. 31. August 2010. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 678–692. mit Daniel Cohn-Bendit, Alexander Gauland: Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch. Athenäum Verlag, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Filme Pepe Danquart: Joschka und Herr Fischer. Deutschland 2011, 140 min, X-Verleih Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden. Dokumentarfilm, 105 min, Deutschland, 2005, Regie: Stephan Lamby, Produktion: Phoenix, von Phoenix Rot-Grün macht Kasse. Dokumentarfilm über die Tätigkeit ehemaliger Politiker als Lobbyisten, 30 min, Deutschland, 2011, Produktion: NDR/Panorama (online) Weblinks Joschka Fischer & Company, Website der Unternehmensberatung Fischers Einzelnachweise Vizekanzler (Deutschland) Außenminister (Bundesrepublik Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Vorsitzender der Bündnis-90/Die-Grünen-Bundestagsfraktion Umweltminister (Hessen) Energieminister (Hessen) Minister für Bundesangelegenheiten (Hessen) Fraktionsvorsitzender (Hessen) Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Politiker (20. Jahrhundert) Politiker (21. Jahrhundert) Hochschullehrer (Princeton University) Lobbyist Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (I. Klasse) Ehrendoktor der Universität Haifa Ehrendoktor der Universität Tel Aviv Autobiografie Sachbuchautor Marathonläufer (Deutschland) Person der 68er-Bewegung Sponti-Szene (Frankfurt am Main) Deutscher Geboren 1948 Mann
Задания 17. Полное понимание информации в тексте „Ich habe mit 15 Kindern angefangen“, erzählt Philippakis. „Mittlerweile sind rund 150 Kinder in meinen Kursen.“ 1) Doch niemand wollte seine Idee unterstützen. Es habe positive Auswirkungen, wenn man zwei oder mehr Sprachen beherrsche. Studien hätten gezeigt, dass man dann im hohen Alter geistig fitter sei. die Abiturientenzahl in Deutschland zu niedrig ist. — Die Spitzenländer sind ein Beweis dafür, dass — Die meisten Spitzenländer sind nicht nur in der Spitze gut, sondern auch in der Breite: In Südkorea, Finnland, Japan, Kanada, Neuseeland und Australien liegt die Quote der Schüler, die mit der Berechtigung zum Studieren von der Schule abgehen, um einiges höher als in Deutschland. Ihre Einstellung zum Leben. Перевод: Wieso wird sich ein Mieter des Minihauses wohl fühlen? — Почему житель "минидома" будет себя хорошо чувствовать? Weil Minihäuser sich voneinander kaum unterscheiden werden. — Потому что "минидома" почти не отличаются друг от друга. Перевод: Was empfiehlt der Autor des Artikels den Menschen, die gern lesen und Kinder haben? — Что рекомендует автор статьи людям, которые любят читать и имеют детей? Die Bücher, die sie selbst gern haben, ihren Kindern vorzulesen. — Книги, которые они сами любят, читать вслух своим детям.
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q-de-2240
Was sind die wichtigsten politischen Ämter, die Joschka Fischer innehatte?
Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater, Publizist und Lobbyist tätig. Leben Herkunft und Jugend Fischer wurde als drittes Kind des Metzgers Joszef Fischer geboren. Die Eltern hatten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Wudigeß (, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest) verlassen müssen. Die Familie siedelte nach Langenburg im Hohenlohischen über. Der von Joschka Fischer geführte Vorname leitet sich von Jóska [] ab, einer Diminutivform des ungarischen Vornamens József [] (). In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Studentenbewegung Ab 1967 engagierte sich Fischer in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition (APO). Er lebte ab 1968 in Frankfurt am Main. Später jobbte er im SDS-Verlag Neue Kritik und in der Buchhandlung Libresso am Opernplatz, die vorwiegend linke Literatur anbot. Gleichzeitig besuchte er eigenem Bekunden nach als Gasthörer die zeitweise völlig überfüllten Vorlesungen von Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Oskar Negt. 1969 nahm Fischer in Algier an einer Konferenz der PLO teil. 1970 gründete er die Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt am Main. 1971 begann er eine Tätigkeit bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim mit dem Ziel, über die Gründung einer Betriebsgruppe die Arbeiter zu politisieren und letztlich für die „Revolution“ zu gewinnen. Diese Form der „Basisarbeit“ brachte aber nicht den erhofften Erfolg und Fischer wurde wegen seiner Aktivitäten nach einem halben Jahr fristlos entlassen. Nach weiteren Gelegenheitsarbeiten – unter anderem als Übersetzer von Romanen für Jörg Schröders Olympia Press – arbeitete Fischer in Frankfurt bis 1981 als Taxifahrer und bis 1982 als Aushilfe in einem Buchladen. Schauspielerische Kurzeinsätze hatte er zudem 1983 in dem Fernsehfilm Der Fliegende Robert und 1986 in dem Film Va Banque, in dem er einen Taxifahrer spielt. Politische Militanz Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen. Es gibt von dem Geschehen auch einen Reportagefilm, der an diesem Tag für die Tagesschau gedreht wurde und die Szene in bewegten Bildern zeigt. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben. Hintergrund war eine vorläufige Festnahme Fischers 1976, bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, unter dem Verdacht, einen solchen Brandsatz während einer Demonstration aus Anlass des Todes Ulrike Meinhofs am 10. Mai 1976 auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben, wobei der Polizeiobermeister Jürgen Weber lebensgefährlich verletzt und dauerhaft entstellt worden war. Gegen Fischer wurde wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Fischer wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Bei der Planung der Demonstration war unter Beteiligung Fischers der Einsatz von Molotowcocktails diskutiert worden. Nachermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu diesem Vorfall wurden 2001 durch den Umstand behindert, dass die Hessische Staatskanzlei unter SPD-Ministerpräsident Holger Börner von der Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt alle Unterlagen über Fischer angefordert hatte, als dieser 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde, und seitdem über den Verbleib der Akten nichts bekannt war. Aus der Frankfurter Zeit stammt auch seine Freundschaft mit dem deutsch-französischen Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, mit dem er zeitweilig in einer Wohngemeinschaft wohnte. Im September 2015 tauchte die seit 1985 verschollene Polizeiakte Fischer in einem herrenlosen Koffer am Frankfurter Flughafen wieder auf. Das Schriftstück enthält Fotos, Fingerabdrücke und Daten und dokumentiert die Verstrickung Fischers in die linksradikale Szene. Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“, leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs „Landshut“, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe. Er habe sich dann zum Demokraten aus Überzeugung gewandelt, was auch dem politischen Lebensweg seiner Partei entspreche: Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Ponto durch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien. Parteilaufbahn Noch vor seinem Parteibeitritt im Jahr 1982 gründete Fischer 1981 mit Daniel Cohn-Bendit und anderen den Arbeitskreis Realpolitik in Frankfurt, der für die Partei Die Grünen sogenannte „realpolitische“ Positionen formulierte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen neuen Positionen führte im Kreisverband Frankfurt zur Polarisierung zwischen Realos und Vertretern eines „öko-fundamentalistisch“ genannten Standpunktes (Fundis), in deren Verlauf sich Fischer 1982 für die Bundestagswahl 1983 als Kandidat für Die Grünen durchsetzen konnte. Im März 1983 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Für diese war er als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig. Er machte sich auch als Redner einen zum Teil umstrittenen Namen, z. B. im Zusammenhang der Kießling-Affäre oder der Flick-Affäre, während der er mit Beschimpfung des Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) auf seinen Ausschluss von einer Bundestagssitzung reagierte. Dem bei den Grünen damals noch üblichen Rotationsprinzip gemäß legte er sein Abgeordnetenmandat nach zwei Jahren zum Ende März 1985 nieder. Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter nahm er am 24. Oktober 1983 an der Blockade der US-Militärbasis in Frankfurt am Main teil, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Nach eigenen Angaben hatte Fischer vor seinem Parteieintritt bei den Grünen aus Überzeugung nie gewählt, was ihn heute aber ärgere. Öffentliche Ämter Staatsminister für Umwelt und Energie Am 12. Dezember 1985 kam es in Hessen nach längerer Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Holger Börner. In diesem Kabinett wurde Fischer Staatsminister für Umwelt und Energie. Bereits seine Vereidigung sorgte für Aufsehen, da er in grobem Jackett und weißen Turnschuhen erschien. Dieser Auftritt prägte den Begriff des „Turnschuh-Ministers“. Heute sind Fischers weiße Nike-Turnschuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach ausgestellt. Am 9. Februar 1987 trat Fischer von seinem Amt als hessischer Umweltminister unter Ministerpräsident Börner (SPD) zurück, da die Grünen in einem Ultimatum den Fortbestand der Koalition von der Rücknahme der Genehmigung für das Hanauer Nuklearunternehmen Nukem abhängig gemacht hatten. Damit zerbrach die erste rot-grüne Regierungskoalition im unmittelbaren Nachgang des Unfalls vom 20. Januar 1987 in der Hanauer Atomfabrik Nukem, nur wenige Monate nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die darauf folgenden Neuwahlen im April 1987 endeten mit einem Sieg von CDU und FDP. Walter Wallmann (CDU) wurde Ministerpräsident und Wolfgang Gerhardt (FDP) sein Stellvertreter. Fischer wurde bei dieser Wahl in den Hessischen Landtag gewählt und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Grünen. Bei den Landtagswahlen 1991 verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Es kam zu einer Wiederauflage der rot-grünen Koalition, diesmal unter Ministerpräsident Hans Eichel (SPD). Fischer wurde wieder Umweltminister. Zugleich war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten. Im Oktober 1994 legte er alle Ämter in Hessen nieder und wurde, nachdem die Grünen bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hatten, neben Kerstin Müller zum Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Neben Fischers Engagement für einen Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ließ in diesen Jahren auch die wirtschaftspolitische Hinwendung der Grünen zur Marktwirtschaft diese immer mehr zu einer „realpolitischen“ Partei werden. Außenminister und Vizekanzler Bei der Bundestagswahl im Herbst 1998 verlor die schwarz-gelbe Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl nach 16 Jahren ihre Mehrheit. Es kam zur Bildung der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene. Der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder berief Fischer als Außenminister und Vizekanzler in sein Kabinett. Im Jahre 2001 konnte die bereits angekündigte Fischer-Biografie „Sag mir, wo Du stehst“ der Journalistin Bettina Röhl nicht erscheinen, weil der Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln vom Vertrag zurücktrat. Als Begründung wurde Röhls Kampagne gegen Fischer, einen langjährigen Autor des Verlags, genannt. Im Januar 2001 hatte Bettina Röhl mit der Veröffentlichung der so genannten Fischer-Prügel-Fotos eine weit über deutsche Grenzen hinausreichende Mediendiskussion über Fischers militante Vergangenheit ausgelöst, in deren Verlauf der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder der Opposition vorwarf, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren, während die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel Fischer aufforderte, sich von der 68er-Revolte insgesamt zu distanzieren. Fischer galt als aussichtsreicher Kandidat auf den nach dem Entwurf für eine Europäische Verfassung für 2006 geplanten Posten des Außenministers der Europäischen Union. Den Grundstein hierzu legte seine im Jahr 2000 gehaltene Humboldt-Rede „Vom Staatenverbund zur Föderation“, mit dem er eine mögliche Finalität des europäischen Einigungsprozesses heraufbeschwor und eindeutig für den europäischen Föderalismus Stellung bezog. Am 1. September 2003 verkündete er allerdings gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder, dass beide bei der nächsten Bundestagswahl wieder zusammen antreten wollten. Die rot-grüne Bundesregierung mit Fischer als Bundesaußenminister führte deutsche Bodentruppen mit der Beteiligung am Einsatz der NATO im Kosovokrieg erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz. Fischer legitimierte diesen Einsatz in einer Rede auf dem Kosovo-Sonderparteitag in Bielefeld 1999 mit den Worten: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“ Ab 2001/2002 beteiligte sich die Bundeswehr am Krieg in Afghanistan. 2003 weigerte sich hingegen die rot-grüne Bundesregierung, den Irakkrieg der USA zu unterstützen. Anfang 2005 stand Fischer als verantwortlicher Minister im Mittelpunkt der sogenannten Visa-Affäre. Am 25. April 2005 trat er als Zeuge vor dem Visa-Untersuchungsausschuss auf, wo er eigene Versäumnisse einräumte und die komplette politische Verantwortung übernahm. Ausscheiden Nach der Bundestagswahl 2005 erklärte Fischer, dass er im Oppositionsfall im Sinne eines Generationswechsels für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag und andere führende Ämter in der Partei nicht mehr zur Verfügung stehe. Seine Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler endete am 18. Oktober 2005, er übte diese Ämter aber noch bis zum 22. November des Jahres geschäftsführend aus. Am 27. Juni 2006 nahm Fischer zum letzten Mal an einer Fraktionssitzung der Grünen Bundestagsfraktion teil. Am 1. September 2006 legte er sein Bundestagsmandat nieder. Sein Mandat übernahm der Nachrücker Omid Nouripour. Tätigkeit als Berater und Lobbyist nach der politischen Karriere Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs. 2006 übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University. Fischer war 2006 beratend für den World Jewish Congress tätig. 2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird. Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group, LLC an. Mitte 2009 gründeten Fischer und Dietmar Huber (langjähriger Pressesprecher der Grünen im Bundestag) Joschka Fischer & Company. 2009 schloss Fischer einen Vertrag mit den Energieversorgern RWE und OMV als politischer Berater für den geplanten Bau der 3300 km langen Nabucco-Pipeline, die Erdgas vom Kaspischen Meer über die Türkei in die EU transportieren sollte. Fischer war damit Lobbykonkurrent zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damals für das Projekt der Nord-Stream-Pipeline warb. Ebenfalls 2009 wurde Fischer Berater für den Autokonzern BMW und, gemeinsam mit Madeleine Albright, Berater der Siemens AG in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen. Im September 2010 übernahm Fischer auch ein Beratungsmandat für die Rewe Group. Im Mai 2009 scheiterte Fischer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich mit einer Klage gegen die Illustrierte Bunte, die ein Foto seiner Privatvilla in Berlin-Grunewald abgedruckt hatte. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit sei gewichtiger als Fischers Persönlichkeitsrecht. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. 2013 machte Fischer Werbung für das Elektroauto BMW i3. Im Oktober 2014 stellte Fischer in Berlin sein Buch Scheitert Europa? vor. Es sollte zunächst „Die Vereinigten Staaten von Europa“ heißen und erhielt angesichts damaliger Entwicklungen einen anderen Titel. In dem Buch beschreibt Fischer u. a. die (wirtschaftlichen) Probleme und Dynamiken Europas mit Beginn der Weltfinanzkrise 2007, eine neue Spaltung und Desolidarisierung zwischen den nördlichen (reicheren) und den südlichen europäischen Staaten sowie den Aufstieg radikaler antieuropäischer und fremdenfeindlicher Parteien in demokratischen Wahlen. Er war Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Anfang 2019 wurde Fischer beim kanadischen Hanf-Hersteller Tilray Gründungsmitglied des internationalen Beirates, der bei der Umsetzung einer „offensiven weltweiten Wachstumsstrategie“ helfen soll. Marla Luther, ehemalige Beraterin bei Joschka Fischer & Company, war bereits seit Anfang 2017 Geschäftsführerin von Tilray Deutschland. Agenturen vermitteln Fischer als Vortragsredner. Er schreibt gelegentlich Gastbeiträge in Zeitungen. Privates Fischer ist in fünfter Ehe seit dem 29. Oktober 2005 mit der Filmproduzentin Minu Barati-Fischer verheiratet. Aus zweiter Ehe stammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 2006 lebt Joschka Fischer in Berlin-Grunewald. Politische Positionen 1995 löste Fischer eine innerparteiliche Kontroverse aus, als er mit der strikt pazifistischen Ausrichtung der Partei brach und militärische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der UN-Schutzzonen in Bosnien und Herzegowina befürwortete. Im Frühjahr 2005 setzte sich Fischer im Rahmen der Nachrufdebatte dafür ein, dass Nachrufe für einstige NSDAP-Mitglieder aus der Hauszeitung internAA des Auswärtigen Amts gestrichen werden. In der Folge wurde eine Historikerkommission eingesetzt, welche die Übernahme von NSDAP-Mitgliedern in das AA nach dem Krieg aufarbeiten sollte. Das Ergebnis von deren Arbeit wurde als Buch Das Amt und die Vergangenheit veröffentlicht und hat weitere Debatten ausgelöst. Seit August 2010 hat Fischer den Vorsitz der aus neun Personen bestehenden „Gruppe herausragender Persönlichkeiten“ im Europarat inne. Die auf Initiative der Türkei ins Leben gerufene Gruppe soll sich und vorschlagen. Der erste Bericht der Gruppe erschien im Frühjahr 2011. In einem Interview mit der NZZ verlangte er im Dezember 2020 mehr militärisches Engagement von der deutschen Bundesregierung. Kosovokrieg 1999 unterstützte Fischer maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Er begründete diesen Krieg unter anderem auch mit dem Verweis auf den Holocaust. Am 7. April 1999 sagte er: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer auf die Frage, ob er zwischen den Ereignissen im Kosovo und der Nazi-Ära eine direkte Parallele sehe: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“ Kritiker warfen Fischer vor, als Außenminister Positionen vertreten zu haben, die er vor der rot-grünen Regierungsübernahme abgelehnt hatte. Wegen seines Werbens als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin entschied im Zusammenhang mit einem von der Polizei übermalten Transparent, dass diese Bezeichnung als schwerer Angriff auf die persönliche Ehre rechtswidrig sei. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir Fansa mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Tschetschenienkriege Heftige Kritik an Joschka Fischer wurde wegen seiner Haltung bezüglich der Tschetschenienkriege geäußert. Während der Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer im Januar 1995 noch die Untätigkeit der Bundesregierung während des Ersten Tschetschenienkriegs angesichts des „grausamen Mordens einer nuklearen Supermacht gegen ein kleines Volk im Norden des Kaukasus“ verurteilt hatte, erklärte er 2000 als Außenminister in Bezug auf den Zweiten Tschetschenienkrieg, dass Russland nicht isoliert werden dürfe und es legitim sei, gegen Terror vorzugehen. Ehrungen und Auszeichnungen Im Mai 2002 wurde Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Haifa ausgezeichnet. Am 4. Mai 2004 erhielt er den renommierten Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon. Im Mai 2005 erhielt Fischer in seiner Funktion als Außenminister die höchste Auszeichnung des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Leo-Baeck-Preis, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. Am 20. Mai 2006 wurde Joschka Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv ausgezeichnet. Als Dank für seinen Einsatz als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung der Grube Messel als Mülldeponie und für deren Bewahrung als Fossilienfundstätte wurde nach ihm im Jahr 2005 eine fossile Schlange als Palaeopython fischeri benannt. Er ist Ehrenbürger von Budakeszi. Im Jahr 2009 erhielt Joschka Fischer den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in Realpolitik. 2010 wurde er mit der Heinrich-Heine-Gastprofessur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geehrt. Im Jahr 2016 bekam Fischer die Bayerische Europa-Medaille. Veröffentlichungen Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X. (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6. Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X. Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9. Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4. Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X. Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4. Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2. Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5. Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8. Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1. „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0. mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3. Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6. Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0. Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6. Literatur Biographien Paul Berman: Idealisten an der Macht. Die Passion des Joschka Fischer. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-846-7. Matthias Geis, Bernd Ulrich: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0175-8; aktualisierte Neuauflage: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61623-8. Sibylle Krause-Burger: Joschka Fischer. Der Marsch durch die Illusionen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05082-1 (überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-60738-7). Jürgen Schreiber: Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten von fetten und mageren Zeiten. Econ, Berlin 2007, ISBN 978-3-430-30033-9. Michael Schwelien: Joschka Fischer. Eine Karriere. Hoffmann & Campe, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11330-3 (erweiterte Taschenbuchausgabe: Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19705-4). Lebensabschnitte und Einzelaspekte Autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hrsg.): Die Hunde bellen … Von A–RZ. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre. Unrast Verlag, Münster 2001, ISBN 3-89771-408-6. Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan. Edition TIAMAT, Berlin 1999, ISBN 3-89320-025-8. Christian Y. Schmidt: „Wir sind die Wahnsinnigen …“. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. Econ, München/Düsseldorf 1998; aktualisierte Ausgabe: Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999; erweiterte Neuausgabe: Verbrecher Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-943167-30-6. Gespräche/Interviews Gero von Boehm: Joschka Fischer. 31. August 2010. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 678–692. mit Daniel Cohn-Bendit, Alexander Gauland: Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch. Athenäum Verlag, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Filme Pepe Danquart: Joschka und Herr Fischer. Deutschland 2011, 140 min, X-Verleih Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden. Dokumentarfilm, 105 min, Deutschland, 2005, Regie: Stephan Lamby, Produktion: Phoenix, von Phoenix Rot-Grün macht Kasse. Dokumentarfilm über die Tätigkeit ehemaliger Politiker als Lobbyisten, 30 min, Deutschland, 2011, Produktion: NDR/Panorama (online) Weblinks Joschka Fischer & Company, Website der Unternehmensberatung Fischers Einzelnachweise Vizekanzler (Deutschland) Außenminister (Bundesrepublik Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Vorsitzender der Bündnis-90/Die-Grünen-Bundestagsfraktion Umweltminister (Hessen) Energieminister (Hessen) Minister für Bundesangelegenheiten (Hessen) Fraktionsvorsitzender (Hessen) Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Politiker (20. Jahrhundert) Politiker (21. Jahrhundert) Hochschullehrer (Princeton University) Lobbyist Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (I. Klasse) Ehrendoktor der Universität Haifa Ehrendoktor der Universität Tel Aviv Autobiografie Sachbuchautor Marathonläufer (Deutschland) Person der 68er-Bewegung Sponti-Szene (Frankfurt am Main) Deutscher Geboren 1948 Mann
* 5. 5. 1813 Kopenhagen, † 11. 11. 1855 Kopenhagen; Sohn eines Kaufmanns, 1841 Magister, seit 1842 in Kopenhagen als Privatgelehrter, Verfasser zahlreicher pseudonymer Schriften. In der 1. Periode (1843-1846) legte Kierkegaard den Grund für seine Existenzphilosophie. In der 2. Periode, nach einer Glaubenskrise 1848, kämpfte er mit immer wachsender Erbitterung gegen Kirche und Staatschristentum. Er starb in völliger Armut. "Jedes Mal, wenn ich die Bewegung des Glaubens machen will, wird es mir schwarz vor Augen" Die Größe eines Menschen hängt einzig und allein von der Stärke des Gottesverhältnisses in ihm ab. (Kierkegaard/Begriff der Angst) aus "Furcht und Zittern" (1843) Es war einmal ein Mann, der hatte als Kind jene schöne Erzählung gehört, wie Gott Abraham versuchte und wie er die Versuchung bestand, den Glauben bewahrte und wider Erwarten zum andern Male einen Sohn bekam. Als er älter wurde, las er dieselbe Erzählung mit noch größerer Bewunderung; denn das Leben hatte getrennt, was in der frommen Einfalt des Kindes vereint gewesen war. Je älter er wurde, um so öfter wandten sich seine Gedanken jener Erzählung zu, seine Begeisterung wurde stärker und stärker, und dennoch konnte er die Erzählung weniger und weniger verstehen. Zuletzt vergaß er darüber alles andere; seine Seele hatte nur den einen Wunsch, Abraham zu sehen, die eine Sehnsucht, Zeuge jener Begebenheit gewesen zu sein. Sein Verlangen stand nicht danach, die schönen Gegenden des Morgenlandes zu sehen, des gelobten Landes irdische Heiterkeit, jenes gottesfürchtige Ehepaar, dessen Alter Gott segnete, des betagten Patriarchen ehrwürdige Gestalt, die blühende Jugend des von Gott geschenkten Isaak - er hatte nichts dagegen, daß das gleiche auf einer unfruchtbaren Heide geschähe. Seine Begierde stand danach, auf jener dreitägigen Reise mit dabei zu sein, als Abraham mit der Sorge voran und mit Isaak an seiner Seite ritt. Sein Wunsch war, in jenem Augenblick zugegen zu sein, als Abraham seine Augen aufhob und von ferne den Berg Morija sah, in jenem Augenblick, als er die Esel zurückließ und allein mit Isaak auf den Berg stieg; denn das, was ihn beschäftigte, war nicht das kunstreiche Weben der Phantasie, sondern der Schauder des Gedankens. Jener Mann war kein Denker(1), er fühlte keinen Drang danach, über den Glauben hinauszukommen; ihn dünkte, das Herrlichste müsse sein, im Gedächtnis als Vater des Glaubens fortzuleben, ein beneidenswertes Los, den Glauben zu besitzen, obgleich keiner davon wußte. Jener Mann war kein gelehrter Exeget, er konnte kein Hebräisch, hätte er Hebräisch gekonnt, dann hätte er die Erzählung und Abraham vielleicht unschwer verstanden. "Und Gott versuchte Abraham und sprach zu ihm, nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und gehe hin in das Land Morija und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde." Es war eines Morgens früh, Abraham stand zeitig auf, er ließ die Esel gürten, verließ sein Zelt, und Isaak mit ihm, aber, Sara schaute ihnen aus dem Fenster nach das Tal hinunter, bis sie sie nicht mehr sah. Sie ritten drei Tage lang schweigend, nicht einmal am Morgen des vierten Tages sagte Abraham ein Wort, aber er hob seine Augen auf und sah von ferne den Berg Morija. Er ließ die Knechte zurück und stieg allein mit Isaak an der Hand den Berg hinan.. Aber Abraham sagte zu sich selbst: "Ich will doch Isaak nicht verheimlichen, wohin dieser Gang ihn führt." Er blieb stehen, er legte seine Hand segnend auf Isaaks Haupt, und Isaak beugte sich, den Segen zu empfangen. Und Abrahams Angesicht war Väterlichkeit, sein Blick war mild, seine Worte mahnend. Aber Isaak konnte ihn nicht verstehen, seine Seele konnte sich nicht erheben; er umfaßte Abrahams Knie, er fiel ihm flehend zu Füßen, er bat für sein junges Leben, für seine schönen Hoffnungen, er erinnerte an die Freuden in Abrahams Haus, er erinnerte an die Sorge und die Einsamkeit. Da hob Abraham den Knaben auf und ging mit ihm an der Hand und seine Worte waren voll Trost und Ermahnung. Aber Isaak konnte ihn nicht verstehen. Er bestieg den Berg Morija, aber Isaak verstand ihn nicht. Da wandte er sich einen Augenblick von ihm ab, aber als Isaak zum andern Male Abrahams Angesicht erblickte, da war es verändert, sein Blick war wild, seine Gestalt war Schrecken. Er faßte Isaak bei der Brust, warf ihn zur Erde und sagte: "Dummer Knabe, glaubst du, ich sei dein Vater? Ich hänge Abgöttern an. Glaubst du, es sei Gottes Befehl? Nein, es ist meine Lust." Da zitterte Isaak und rief in seiner Angst: "Gott im Himmel, erbarme dich über mich, Abrahams Gott, erbarme dich über mich, habe ich keinen Vater auf Erden, dann sei du mein Vater!" Aber Abraham sagte still bei sich: "Herr im Himmel, ich danke dir: es ist doch besser, daß er glaubt, ich sei ein Unmensch, als daß er den Glauben an dich verlieren sollte." Wenn das Kind entwöhnt werden soll, so schwärzt die Mutter ihre Brust, es wäre ja schade, sähe die Brust lieblich aus und das Kind dürfte sie nicht bekommen. Dann glaubt das Kind, die Brust habe sich verändert, aber die Mutter ist die gleiche, ihr Blick ist liebevoll und zärtlich wie immer. Wohl dem, der nicht entsetzlicherer Mittel bedurfte, um das Kind zu entwöhnen! Es war eines Morgens früh, Abraham stand zeitig auf, er umarmte Sara, die Braut seines Alters, und Sara küßte Isaak, der die Schande von ihr genommen hatte, ihren Stolz, ihre Hoffnung für alle Geschlechter. So ritten sie schweigend ihres Wegs, und Abrahams Blick war auf die Erde geheftet, bis zum vierten Tage, da hob er die Augen auf und sah von ferne den Berg Morija, aber sein Blick wandte sich wieder der Erde zu. Schweigend legte er die Holzscheite zurecht, band Isaak, schweigend zückte er das Messer; da erblickte er den Widder, den Gott ausersehen hatte. Diesen opferte er und zog heimwärts. - Von dem Tage an war Abraham alt, er konnte nicht vergessen, daß Gott solches von ihm gefordert hatte. Isaak gedieh wie vordem; Abrahams Augen aber waren verdunkelt, er sah die Freude nicht mehr. Wenn das Kind groß geworden ist und entwöhnt werden soll, dann verbirgt die Mutter jungfräulich ihren Busen, dann hat das Kind keine Mutter mehr. Wohl dem Kind, das die Mutter nicht anders verloren hat! Es war eines Morgens früh, Abraham stand zeitig auf; er küßte Sara, die junge Mutter, und Sara küßte Isaak, ihre Lust, ihre Freude für alle Zeiten. Und Abraham ritt gedankenvoll seines Wegs, er dachte an Hagar und den Sohn, den er in die Wüste hinausjagte. Er bestieg den Berg Morija, er zückte das Messer. Es war an einem stillen Abend, da ritt Abraham allein aus, und er ritt zum Berge Morija; er warf sich auf sein Angesicht nieder, er bat Gott, ihm die Sünde zu vergeben, daß er Isaak hatte opfern wollen, daß der Vater seine Pflicht dem Sohn gegenüber vergessen hatte. Öfters ritt er seinen einsamen Weg, aber er fand keine Ruhe. Er konnte nicht begreifen, daß es eine Sünde war, wenn er Gott das Beste hatte opfern wollen, das er besaß, das, wofür er gerne selber viele Male das Leben gelassen hätte; und wenn es eine Sünde war, wenn er Isaak nicht so geliebt hätte, so konnte er nicht verstehen, daß diese vergeben werden konnte; denn welche Sünde war entsetzlicher? Wenn das Kind entwöhnt werden soll, dann ist auch die Mutter nicht ohne Betrübnis, daß sie und das Kind mehr und mehr voneinander geschieden werden; daß ihr das Kind, das erst unter ihrem Herzen gelegen, doch später an ihrer Brust geruht hat, nicht mehr so nahe sein soll. Dann trauern sie gemeinsam jene kurze Trauer. Wohl dem, der das Kind so nahe behielte und nicht mehr zu trauern brauchte! Es war eines Morgens früh, in Abrahams Haus war alles zur Reise bereit. Er nahm von Sara Abschied, und Elieser, der treue Diener, begleitete ihn auf dem Wege, bis er wieder zurückkehrte. Sie ritten einträchtig zusammen, Abraham und Isaak, bis sie zum Berge Morija kamen. Abraham aber bereitete alles zum Opfer, ruhig und mild, aber indem er sich abwandte und das Messer zückte, sah Isaak, daß Abrahams Linke sich in Verzweiflung ballte, daß ein Zittern durch seinen Körper ging - aber Abraham zückte das Messer. Dann kehrten sie wieder heim, und Sara eilte ihnen entgegen, aber Isaak hatte den Glauben verloren. In der Welt ist darüber niemals ein Wort verlautet, und lsaak hat nie zu einem Menschen darüber gesprochen, was er gesehen hatte, und Abraharn ahnte nicht, daß jemand es gesehen hatte. Wenn das Kind entwöhnt werden soll, dann hat die Mutter jene kräftigere Nahrung zur Hand, auf daß das Kind nicht umkommen soll. Wohl dem, der jene kräftigere Nahrung zur Hand hat! Derart und in mancherlei ähnlicher Weise dachte jener Mann, von dem wir sprechen, über diese Begebenheit. Jedesmal wenn er dann von einer Wanderung zum Berge Morija heimkehrte, sank er vor Müdigkeit zusammen, er faltete seine Hände und, sprach: "Keiner war doch so groß wie Abraham, wer ist imstande, ihn zu verstehen?" LOBREDE AUF ABRAHAM Falls ein Mensch nicht im Besitz eines ewigen Bewußtseins wäre, falls allem nur eine wild gärende Macht zugrunde läge, die sich in dunklen Leidenschaften windend alles hervorbrächte, was es an Großem gibt und was es an Unbedeutendem gibt, falls sich unter allem eine bodenlose Leere, niemals gesättigt, verbärge, was wäre das Leben dann anders als Verzweiflung? Falls es sich so verhielte, falls kein heiliges Band wäre, das die Menschheit zusammenknüpfte, falls ein Geschlecht nach dem anderen erstünde wie das Laub im Walde, falls ein Geschlecht das andere ablöste wie der Vogelsang im Walde, falls das Geschlecht durch die Welt zöge wie das Schiff durchs Meer zieht, das Wetter durch die Wüste, ein gedankenloses und fruchtloses Tun, falls ein ewiges Vergessen immer hungrig auf seine Beute lauerte und keine Macht wäre, stark genug, sie ihm zu entreißen - wie leer und trostlos wäre dann das Leben! Aber darum ist es nicht so, und wie Gott Mann und Frau erschaffen hat, so hat er den Helden und den Dichter oder Redner gebildet. Dieser kann nichts von dem tun, was jener tut, er kann den Helden nur bewundern, lieben, sich an ihm freuen. Doch auch er ist glücklich, nicht minder als der andere; denn der Held ist gleichsam sein besseres Wesen, in das er verliebt ist, froh darüber, daß er es doch nicht selber ist, daß seine Liebe Bewunderung sein kann. Er ist der Genius der Erinnerung, kann nichts tun, ohne an das zu erinnern, was getan ist, nichts tun, ohne zu bewundern, was getan ist; er nimmt nichts von seinem Eigenen, aber er ist neidisch auf das Anvertraute. Er folgt der Wahl seines Herzens, aber wenn er das Gesuchte gefunden hat, dann zieht er mit seinem Lied und mit seiner Rede vor jedermanns Tür, auf daß alle den Helden bewundern mögen wie er, stolz auf den Helden sein mögen, wie er es ist. Das ist sein Tun, sein demütiges Wirken, das ist sein treuer Dienst im Hause des Helden. Bleibt er solchermaßen seiner Liebe treu, streitet er Tag und Nacht mit den Ränken des Vergessens, die ihm den Helden ablisten wollen, dann hat er sein Wirken erfüllt, dann wird er mit dem Helden vereint, der ihn ebenso treulich geliebt hat, denn der Dichter ist gleichsam des Helden besseres Wesen, kraftlos zwar, wie eine Erinnerung es ist, aber auch verklärt, wie eine Erinnerung es ist. Darum soll keiner vergessen sein, der groß gewesen ist, und währt es auch einmal länger, nimmt die Wolke des Mißverständnisses den Helden auch einmal mit sich fort, sein Liebhaber kommt doch, und je mehr Zeit vergangen ist, desto getreuer hängt er ihm an. Nein! Keiner soll vergessen werden, der in der Welt groß gewesen ist; aber ein jeder war groß in seiner Weise, und ein jeder im Verhältnis zur Größe dessen, das er geliebt hat. Denn wer sich selbst geliebt hat, wurde groß durch sich selbst, und wer andere Menschen geliebt hat, wurde groß durch seine Hingabe, aber wer Gott geliebt hat, wurde größer als alle. Ein jeder soll im Gedächtnis fortleben, aber ein jeder wurde groß im Verhältnis zu seiner Erwartung. Der eine wurde groß, indem er das Mögliche erwartete; ein anderer, indem er das Ewige . erwartete; aber wer das Unmögliche erwartet hat, wurde größer als alle. Ein jeder soll im Gedächtnis fortleben, aber ein jeder wurde groß je im Verhältnis zur Größe dessen, womit er gerungen hat. Denn wer mit der Welt gerungen hat, wurde groß, indem er die Welt überwand, und wer mit sich selbst gerungen, hat, wurde größer, indem er sich selbst überwand; aber wer mit Gott gerungen hat, wurde größer als alle. Solchermaßen ist in der Welt gerungen worden, Mann gegen Mann, einer gegen tausend, aber wer mit Gott gerungen hat, war größer als alle. Solchermaßen ist auf Erden gerungen worden: da war der, der alles durch seine Kraft überwand, und da war der, der Gott durch seine Ohnmacht überwand. Da war der, der auf sich selbst vertraute und alles gewann, da war der, der im Verlaß auf seine Stärke alles opferte, aber wer auf Gott vertraut hat, war größer als alle. Da war der, der groß war durch seine Kraft, und der, der groß war durch seine Weisheit, und der, der groß war durch seine Hoffnung, und der, der groß war durch seine Liebe, aber Abraham war größer als alle, groß durch jene Kraft, deren Stärke Ohnmacht ist, groß durch jene Weisheit, deren Geheimnis Torheit ist, groß durch jene Hoffnung, deren Form Wahnsinn ist, groß durch jene Liebe, die Haß gegen sich selber ist. Vermöge des Glaubens verließ Abraham das Land seiner Väter und wurde zum Fremdling im Land der Verheißung. Er ließ eines zurück, nahm eines mit sich: er ließ seinen irdischen Verstand zurück und nahm den Glauben mit sich, sonst wäre er ja wohl nicht ausgewandert, sondern hätte gedacht, dies sei ja widersinnig. Vermöge des Glaubens war er ein Fremdling im Land der Verheißung, und da gab es nichts, das ihn an das Liebgewonnene erinnerte, sondern alles verlockte durch Neuheit seine Seele zu wehmütigem Sehnen. Und doch war er der Auserwählte Gottes, an dem der Herr Wohlgefallen hatte! Ja, wäre er ein Verworfener gewesen, aus Gottes Gnade verstoßen, dann hätte er es eher fassen können, jetzt war es ja wie ein Spott über ihn und über seinen Glauben. Da war in der Welt auch der, der aus dem Land seiner Väter verbannt lebte, das er liebte. Er ist nicht vergessen, auch nicht seine Klagelieder, wenn er in Wehmut das Verlorene suchte und fand. Von Abraham gibt es kein Klagelied. Es ist menschlich, zu klagen, menschlich, zu weinen mit dem Weinenden, aber größer ist, zu glauben, seliger, den Gläubigen zu betrachten. Vermöge des Glaubens nahm Abraham die Verheißung entgegen, durch seinen Samen sollten alle Völker auf Erden gesegnet werden. Die Zeit rann dahin, die Möglichkeit war da, Abraham glaubte; die Zeit rann dahin, es ward widersinnig, Abraham glaubte. Da war in der Welt der, der auch eine Erwartung hegte. Die Zeit rann dahin, der Tag neigte sich, er war nicht schnöde genug, seine Erwartung vergessen zu haben, darum soll er auch nicht vergessen werden. Da betrübte er sich, und die Betrübnis trog ihn nicht, wie es das Leben getan hatte, sie tat alles für ihn, was sie vermochte, in der Süßigkeit der Betrübnis war seine enttäuschte Erwartung sein eigen. Es ist menschlich, zu trauern, es ist menschlich, mit dem Trauernden zu trauern, aber größer ist, zu glauben, seliger, den Gläubigen zu betrachten. Von Abraham besitzen, wir keinen Trauergesang. Er zählte nicht wehmütig die Tage, während die Zeit dahinrann, er betrachtete nicht Sara mit argwöhnischen Blicken, ob sie nicht alt werde, er hielt nicht den Lauf der Sonne auf, auf daß Sara nicht altern solle und mit ihr seine Erwartung, beschwichtigend sang er nicht Sara seine wehmütige Weise vor. Abraham wurde alt, Sara zum Gespött des Landes, und doch war er der Auserwählte Gottes und Erbe der Verheißung, durch seinen Samen sollten alle Völker der Erde gesegnet werden. Dann wäre es ja besser, er wäre nicht der Auserwählte Gottes? Was ist das, der Auserwählte Gottes zu sein? Heißt das, in der Jugend den Wunsch der Jugend verweigert zu bekommen, um ihn sich mit großer Beschwer im Alter erfüllen zu lassen? Aber Abraham glaubte und hielt an der Verheißung fest. Hätte Abraham geschwankt, dann hätte er sie dahingegeben. Er hätte zu Gott gesagt: "Dann ist es doch vielleicht nicht dein Wille, daß es geschehen soll, dann will ich meinen Wunsch fahren lassen; er war mein Einzigstes, er war meine Seligkeit. Meine Seele ist aufrichtig, ich hege keinen heimlichen Groll, weil du ihn mir versagt hast." Er würde nicht vergessen sein, er würde viele durch sein Beispiel erlöst haben, aber nicht der Vater des Glaubens geworden sein; denn groß ist es, seinen Wunsch fahren zu lassen, aber größer ist, daran festzuhalten, nachdem man ihn hat fahren lassen; groß ist, das Ewige zu ergreifen, aber größer ist, am Zeitlichen festzuhalten, nachdem man es hat fahren lassen. - Dann kam die Fülle der Zeit. -Hätte Abraham nicht geglaubt, dann wäre wohl Sara vor Kummer gestorben, und Abraham, in Gram abgestumpft, hätte die Erfüllung nicht verstanden, sondern darüber gelächelt wie über einen Traum der Jugend. Aber Abraham glaubte, deshalb war er jung; denn wer immer das Beste erhofft, wird alt, vom Leben betrogen, und wer immer auf das Ärgste vorbereitet ist, wird frühzeitig alt, aber wer glaubt, bewahrt eine ewige Jugend. Gelobt sei darum jene Erzählung! Denn Sara, obgleich betagt, war jung genug, nach der Lust der Mutter zu verlangen, und Abraham, obgleich ergraut, war jung genug, sich Vatersein zu wünschen. Äußerlich gesehen liegt das Wunderbare darin, daß es nach ihrer Erwartung geschah, in tieferem Verstande liegt das Wunder des Glaubens darin, daß Abraham und Sara jung genug waren, zu wünschen, und daß der Glaube ihren Wunsch und damit ihre Jugend bewahrt hatte. Er empfing die Erfüllung der Verheißung, er empfing sie gläubig, und dies geschah nach der Verheißung und nach dem Glauben; denn Moses schlug mit seinem Stab an den Felsen, aber er glaubte nicht. Da war Freude in Abrahams Haus, als Sara am Tag der goldenen Hochzeit Hochzeit hielt. Jedoch so sollte es nicht bleiben; noch einmal sollte Abraham versucht werden. Er hatte mit jener schlauen Macht gekämpft, die alles erfindet, mit jenem wachsamen Feind, der niemals schlummert, mit jenem alten Mann, der alles überlebt - er hatte mit der Zeit gekämpft und den Glauben bewahrt. Nun ward alle Schrecknis des Streits in einen Augenblick gesammelt. "Und Gott versuchte Abraham und sprach zu ihm, nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du liebhast, und gehe hin in das Land Morija und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde." So war nun alles verloren, schrecklicher, als wenn es nie geschehen wäre! So trieb nun der Herr nur seinen Spott mit Abraham! Wunderbarlich hatte er das Widersinnige wirklich gemacht, nun wollte er es wiederum zunichte gemacht sehen. Dies war ja eine Torheit, aber Abraham lachte nicht darüber wie Sara, als die Verheißung verkündet wurde. Alles war verloren! 70 Jahre treuer Erwartung, die kurze Freude, als der Glaube sich erfüllte. Wer ist denn der, der dem Greis den Stab entreißt, wer ist der, der fordert, daß er ihn selbst zerbrechen solle! Wer ist der, der eines Menschen grauen Haaren den Trost benimmt, wer ist der, der fordert, daß er es selber tun solle! Gibt es kein Mitleid mit dem ehrwürdigen Greise, keines mit dem unschuldigen Kind? Und doch war Abraham der Auserwählte Gottes, und der Herr war es, der die Prüfung auferlegte. Alles sollte nun verloren sein! Das herrliche Gedenken des Geschlechts, die Verheißung an Abrahams Samen, dies war nur ein Einfall, ein flüchtiger Gedanke, den der Herr gehabt hatte, den Abraham jetzt austilgen sollte. Jener herrliche Schatz, der ebenso alt war wie der Glaube in Abrahams Herzen, viele, viele Jahre älter als Isaak, die Frucht von Abrahams Leben, durch Gebete geheiligt, in Kämpfen gereift - der Segen auf Abrahams Lippen, diese Frucht sollte nun zur Unzeit ausgerissen und bedeutungslos werden; denn welche Bedeutung hatte sie, wenn Isaak geopfert werden sollte! Jene wehmütige, aber dennoch selige Stunde, da Abraham von allem Abschied nehmen sollte, was ihm teuer war, da er noch einmal sein ehrwürdiges Haupt erheben sollte, da sein Angesicht strahlen sollte wie das des Herrn, da er seine ganze Seele in einen Segen sammeln sollte, der vermögend war, Isaak für alle Tage gesegnet zu machen - diese Stunde sollte nicht kommen! Denn Abraham sollte zwar von Isaak Abschied nehmen, aber solchermaßen, daß er selber zurückbleiben sollte; der Tod sollte sie trennen, aber solchermaßen, daß Isaak seine Beute wurde. Der alte Mann sollte nicht, im Tode froh, segnend seine Hand auf Isaak legen, sondern des Lebens müde gewaltsam Hand an Isaak legen. Und es war Gott, der ihn versuchte. Ja, wehe! Wehe dem Boten, der mit einer solchen Botschaft vor Abraham erschienen wäre! Wer hätte wagen mögen, dieser Trauerbote zu sein. Aber es war Gott, der Abraham versuchte. Abraham jedoch glaubte und glaubte für dieses Leben. Ja, hätte sein Glaube bloß einem Kommenden gegolten, dann hätte er wohl leichter alles von sich geworfen, um aus dieser Welt hinwegzueilen, der er nicht angehörte. Aber Abrahams Glaube war nicht von dieser Art, wenn es einen derartigen gibt; denn eigentlich ist es nicht Glaube, sondern des Glaubens fernste Möglichkeit, die zu äußerst im Gesichtskreis ihren Gegenstand erahnt, jedoch geschieden davon durch einen klaffenden Abgrund, worinnen die Verzweiflung ihr Spiel treibt. Aber Abraham glaubte gerade für dieses Leben, daß er im Lande alt werden solle, geehrt im Volke, gesegnet im Geschlecht, unvergeßlich in Isaak, seinem Teuersten im Leben, den er mit einer Liebe umfaßte, für die nur ein armseliger Ausdruck ist, daß er getreulich die Pflicht des Vaters erfüllte, den Sohn zu lieben, wie es ja auch in der Verheißung mit verlautet: den Sohn, den du liebhast. Jakob hatte 12 Söhne und einen, den er liebte, Abraham hatte nur einen, den er liebhatte. Aber Abraham glaubte und zweifelte nicht, er glaubte das Widersinnige. Hätte Abraham gezweifelt - dann würde er etwas anderes getan haben, etwas Großes und Herrliches; denn wie könnte Abraham etwas anderes tun als, was groß und herrlich ist! Er wäre zum Berge Morija hinausgezogen, er hätte Brennholz gespalten, den Scheiterhaufen angezündet, das Messer gezückt - er hätte zu Gott gerufen: "Verschmähe nicht dieses Opfer, es ist nicht das Beste, das ich besitze, das weiß ich wohl; denn was ist ein alter Mann gegenüber dem Kind der Verheißung, aber es ist das Beste, das ich dir geben kann. Laß es Isaak niemals erfahren, damit er sich mit seiner Jugend trösten kann." Er hätte das Messer in seine eigene Brust gestoßen. Er wäre in der Welt bewundert worden, und sein Name würde nicht vergessen sein; aber eines ist, bewundert werden, ein anderes, zum Leitstern werden, der den Geängstigten erlöst. Aber Abraham glaubte. Er bat nicht für sich, daß er den Herrn bewegen möge. Nur als die gerechte Strafe über Sodom und Gomorra erging, da trat Abraham mit seinen Bitten hervor. Wir lesen in jenen heiligen Schriften: "Und Gott versuchte Abraham, und sprach zu ihm: Abraham, Abraham, wo bist du? Und Abraham antwortete: hier bin ich." Du, an den sich meine Worte richten, war es solchermaßen der Fall mit dir? Wenn du ganz von fern die schweren Schickungen sich nähern sahst, sagtest du da nicht zu den Bergen, bedecket mich, zu den Hügeln, fallet über mich? Oder warst du stärker, bewegte sich nicht dennoch der Fuß langsam seines Weges, war es nicht, als sehne er sich in die alte Spur zurück? Wenn nach dir gerufen wurde, antwortetest du dann oder antwortetest du nicht, vielleicht leise, und flüsternd? Solchermaßen nicht Abraham, froh, unbefangen, voll Vertrauen, laut antwortete er: hier bin ich. Wir lesen weiter: "Und Abraham stand des Morgens früh auf." Als gelte es ein Fest, so beeilte er sich, und des Morgens früh war er an der verabredeten Stelle, auf dem Berge Morija. Er sagte nichts zu Sara, nichts zu Elieser, wer hätte ihn auch verstehen können, hatte ihm die Versuchung nicht kraft ihres Wesens das Gelübde des Schweigens auferlegt? "Er spaltete das Brennholz, er band Isaak, er zündete den Scheiterhaufen an, er zückte das Messer." Mein Zuhörer! Es hat manch einen Vater gegeben, der in seinem Kind zu verlieren glaubte, was ihm das Teuerste auf Erden war, der jeder Zukunftshoffnung beraubt zu werden glaubte; aber es hat ja doch kein Kind gegeben, das in dem Sinn Kind der Verheißung war, wie Isaak es für Abraham gewesen ist. Es hat manch einen Vater gegeben, der sein Kind verlor, aber dann war es ja Gott, der unveränderliche und unerforschliche Wille des Allmächtigen, seine Hand hat es genommen. Nicht so mit Abraham. Ihm war eine schwerere Prüfung vorbehalten, und mit dem Messer war Isaaks Geschick in Abrahams Hand gelegt. Und er stand da, der alte Mann mit seiner einzigen Hoffnung! Aber er zweifelte nicht, er schaute nicht ängstlich nach rechts oder links, er forderte nicht durch seine Bitten den Himmel heraus. Er wußte, es war Gott der Allmächtige, der ihn versuchte, er wußte, es war das schwerste Opfer, das von ihm gefordert werden konnte; aber er wußte auch, daß kein Opfer zu schwer war, wenn Gott es forderte - und er zückte das Messer. Wer stärkte Abrahams Arm, wer hielt seine Rechte aufrecht, daß sie nicht ohnmächtig herabsank! Wer darauf blickt, wird gelähmt. Wer stärkte Abrahams Seele, daß es ihm nicht schwarz vor den Augen wurde, so daß er weder Isaak noch den Widder gewahrte! Wer darauf blickt, wird blind. - - Und doch selten genug ist vielleicht der, der lahm und blind wird, noch seltener der, der würdig berichtet, was dort geschehen ist. Wir wissen es alle - es war nur eine Prüfung. Hätte Abraham, als er auf dem Berge Morija stand, gezweifelt, hätte er sich ratlos umgesehen, hätte er, bevor er das Messer zog, durch einen Zufall den Widder entdeckt, hätte Gott ihm erlaubt, diesen an Stelle von Isaak zu opfern - so wäre er heimgezogen, alles wäre das gleiche, er hätte Sara, er behielte Isaak, und doch wie verändert! Denn sein Rückzug wäre eine Flucht, seine Rettung ein Zufall, sein Lohn Beschämung, seine Zukunft vielleicht Verdammnis. Dann hätte er weder Zeugnis für seinen Glauben noch für Gottes Gnade abgelegt, sondern dafür, wie schrecklich es ist, auf den Berg Morija zu ziehen. Dann würde Abraham nicht vergessen sein, auch nicht der Berg Morija. Dieser würde dann nicht wie der Ararat genannt werden, wo die Arche landete, sondern genannt werden wie ein Entsetzen, weil es hier geschah, daß Abraham zweifelte. Ehrwürdiger Vater Abraham! Als du vom Berge Morija heimzogst, da bedurftest du keiner Lobrede, welche dich für das Verlorene trösten konnte; denn du gewannst ja alles und behieltest Isaak, war es nicht so? Der Herr nahm ihn nicht mehr von dir, sondern du saßest froh zu Tisch mit ihm in deinem Zelt, wie du es droben tust in alle Ewigkeit. Ehrwürdiger Vater Abraham! Jahrtausende sind seit jenen Tagen dahingeschwunden, aber du bedarfst keines späten Liebhabers, der dein Gedächtnis der Macht des Vergessens entreißen kann; denn jede Zunge gedenkt deiner - und doch lohnst du deinem Liebhaber herrlicher als irgendeiner, du machst ihn droben in deinem Schoß selig, du ziehst hier sein Auge und sein Herz durch das Wunderbarliche deines Tuns in Bann. Ehrwürdiger Vater Abraham! Zweiter Vater des Geschlechts! Du, der zuerst vernahm und Zeugnis ablegte von jener ungeheuren Leidenschaft, die den schrecklichen Kampf mit der Elemente Rasen und den Kräften der Schöpfung verschmäht, um mit Gott zu streiten, du, der zuerst jene höchste Leidenschaft gekannt hat, den heiligen, reinen, demütigen Ausdruck für den göttlichen Wahnsinn, den die Heiden bewunderten - vergib dem, der dir Lob sprechen wollte, wenn er es nicht richtig gemacht hat. Er sprach demütig, wie es seines Herzens Begehr war, er sprach kurz, wie es sich ziemt, aber er wird niemals vergessen, daß du 100 Jahre brauchtest, um wider Erwarten einen Sohn des Alters zu bekommen, daß du das Messer zücken mußtest, bevor du Isaak behieltest, er wird niemals vergessen, daß du in 130 Jahren nicht weiter als bis zum Glauben gekommen bist. Zur Selbstprüfung der Gegenwart empfohlen >>> Christus ist der Weg. >>> Der Geist ist es, der da lebendig macht. >>> Abraham Melchisedek Kierkegaard Zitate Gottes-Name > Mose > [Wie fast alles bei Kierkegaard gegen Hegel gerichtet, besonders da, wo er ihm (unwissentlich) am nächsten war)] M.H. [Home] [Melchisedek]
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Was sind die wichtigsten politischen Ämter, die Joschka Fischer innehatte?
Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater, Publizist und Lobbyist tätig. Leben Herkunft und Jugend Fischer wurde als drittes Kind des Metzgers Joszef Fischer geboren. Die Eltern hatten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Wudigeß (, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest) verlassen müssen. Die Familie siedelte nach Langenburg im Hohenlohischen über. Der von Joschka Fischer geführte Vorname leitet sich von Jóska [] ab, einer Diminutivform des ungarischen Vornamens József [] (). In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Studentenbewegung Ab 1967 engagierte sich Fischer in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition (APO). Er lebte ab 1968 in Frankfurt am Main. Später jobbte er im SDS-Verlag Neue Kritik und in der Buchhandlung Libresso am Opernplatz, die vorwiegend linke Literatur anbot. Gleichzeitig besuchte er eigenem Bekunden nach als Gasthörer die zeitweise völlig überfüllten Vorlesungen von Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Oskar Negt. 1969 nahm Fischer in Algier an einer Konferenz der PLO teil. 1970 gründete er die Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt am Main. 1971 begann er eine Tätigkeit bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim mit dem Ziel, über die Gründung einer Betriebsgruppe die Arbeiter zu politisieren und letztlich für die „Revolution“ zu gewinnen. Diese Form der „Basisarbeit“ brachte aber nicht den erhofften Erfolg und Fischer wurde wegen seiner Aktivitäten nach einem halben Jahr fristlos entlassen. Nach weiteren Gelegenheitsarbeiten – unter anderem als Übersetzer von Romanen für Jörg Schröders Olympia Press – arbeitete Fischer in Frankfurt bis 1981 als Taxifahrer und bis 1982 als Aushilfe in einem Buchladen. Schauspielerische Kurzeinsätze hatte er zudem 1983 in dem Fernsehfilm Der Fliegende Robert und 1986 in dem Film Va Banque, in dem er einen Taxifahrer spielt. Politische Militanz Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen. Es gibt von dem Geschehen auch einen Reportagefilm, der an diesem Tag für die Tagesschau gedreht wurde und die Szene in bewegten Bildern zeigt. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben. Hintergrund war eine vorläufige Festnahme Fischers 1976, bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, unter dem Verdacht, einen solchen Brandsatz während einer Demonstration aus Anlass des Todes Ulrike Meinhofs am 10. Mai 1976 auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben, wobei der Polizeiobermeister Jürgen Weber lebensgefährlich verletzt und dauerhaft entstellt worden war. Gegen Fischer wurde wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Fischer wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Bei der Planung der Demonstration war unter Beteiligung Fischers der Einsatz von Molotowcocktails diskutiert worden. Nachermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu diesem Vorfall wurden 2001 durch den Umstand behindert, dass die Hessische Staatskanzlei unter SPD-Ministerpräsident Holger Börner von der Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt alle Unterlagen über Fischer angefordert hatte, als dieser 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde, und seitdem über den Verbleib der Akten nichts bekannt war. Aus der Frankfurter Zeit stammt auch seine Freundschaft mit dem deutsch-französischen Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, mit dem er zeitweilig in einer Wohngemeinschaft wohnte. Im September 2015 tauchte die seit 1985 verschollene Polizeiakte Fischer in einem herrenlosen Koffer am Frankfurter Flughafen wieder auf. Das Schriftstück enthält Fotos, Fingerabdrücke und Daten und dokumentiert die Verstrickung Fischers in die linksradikale Szene. Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“, leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs „Landshut“, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe. Er habe sich dann zum Demokraten aus Überzeugung gewandelt, was auch dem politischen Lebensweg seiner Partei entspreche: Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Ponto durch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien. Parteilaufbahn Noch vor seinem Parteibeitritt im Jahr 1982 gründete Fischer 1981 mit Daniel Cohn-Bendit und anderen den Arbeitskreis Realpolitik in Frankfurt, der für die Partei Die Grünen sogenannte „realpolitische“ Positionen formulierte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen neuen Positionen führte im Kreisverband Frankfurt zur Polarisierung zwischen Realos und Vertretern eines „öko-fundamentalistisch“ genannten Standpunktes (Fundis), in deren Verlauf sich Fischer 1982 für die Bundestagswahl 1983 als Kandidat für Die Grünen durchsetzen konnte. Im März 1983 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Für diese war er als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig. Er machte sich auch als Redner einen zum Teil umstrittenen Namen, z. B. im Zusammenhang der Kießling-Affäre oder der Flick-Affäre, während der er mit Beschimpfung des Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) auf seinen Ausschluss von einer Bundestagssitzung reagierte. Dem bei den Grünen damals noch üblichen Rotationsprinzip gemäß legte er sein Abgeordnetenmandat nach zwei Jahren zum Ende März 1985 nieder. Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter nahm er am 24. Oktober 1983 an der Blockade der US-Militärbasis in Frankfurt am Main teil, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Nach eigenen Angaben hatte Fischer vor seinem Parteieintritt bei den Grünen aus Überzeugung nie gewählt, was ihn heute aber ärgere. Öffentliche Ämter Staatsminister für Umwelt und Energie Am 12. Dezember 1985 kam es in Hessen nach längerer Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Holger Börner. In diesem Kabinett wurde Fischer Staatsminister für Umwelt und Energie. Bereits seine Vereidigung sorgte für Aufsehen, da er in grobem Jackett und weißen Turnschuhen erschien. Dieser Auftritt prägte den Begriff des „Turnschuh-Ministers“. Heute sind Fischers weiße Nike-Turnschuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach ausgestellt. Am 9. Februar 1987 trat Fischer von seinem Amt als hessischer Umweltminister unter Ministerpräsident Börner (SPD) zurück, da die Grünen in einem Ultimatum den Fortbestand der Koalition von der Rücknahme der Genehmigung für das Hanauer Nuklearunternehmen Nukem abhängig gemacht hatten. Damit zerbrach die erste rot-grüne Regierungskoalition im unmittelbaren Nachgang des Unfalls vom 20. Januar 1987 in der Hanauer Atomfabrik Nukem, nur wenige Monate nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die darauf folgenden Neuwahlen im April 1987 endeten mit einem Sieg von CDU und FDP. Walter Wallmann (CDU) wurde Ministerpräsident und Wolfgang Gerhardt (FDP) sein Stellvertreter. Fischer wurde bei dieser Wahl in den Hessischen Landtag gewählt und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Grünen. Bei den Landtagswahlen 1991 verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Es kam zu einer Wiederauflage der rot-grünen Koalition, diesmal unter Ministerpräsident Hans Eichel (SPD). Fischer wurde wieder Umweltminister. Zugleich war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten. Im Oktober 1994 legte er alle Ämter in Hessen nieder und wurde, nachdem die Grünen bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hatten, neben Kerstin Müller zum Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Neben Fischers Engagement für einen Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ließ in diesen Jahren auch die wirtschaftspolitische Hinwendung der Grünen zur Marktwirtschaft diese immer mehr zu einer „realpolitischen“ Partei werden. Außenminister und Vizekanzler Bei der Bundestagswahl im Herbst 1998 verlor die schwarz-gelbe Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl nach 16 Jahren ihre Mehrheit. Es kam zur Bildung der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene. Der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder berief Fischer als Außenminister und Vizekanzler in sein Kabinett. Im Jahre 2001 konnte die bereits angekündigte Fischer-Biografie „Sag mir, wo Du stehst“ der Journalistin Bettina Röhl nicht erscheinen, weil der Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln vom Vertrag zurücktrat. Als Begründung wurde Röhls Kampagne gegen Fischer, einen langjährigen Autor des Verlags, genannt. Im Januar 2001 hatte Bettina Röhl mit der Veröffentlichung der so genannten Fischer-Prügel-Fotos eine weit über deutsche Grenzen hinausreichende Mediendiskussion über Fischers militante Vergangenheit ausgelöst, in deren Verlauf der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder der Opposition vorwarf, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren, während die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel Fischer aufforderte, sich von der 68er-Revolte insgesamt zu distanzieren. Fischer galt als aussichtsreicher Kandidat auf den nach dem Entwurf für eine Europäische Verfassung für 2006 geplanten Posten des Außenministers der Europäischen Union. Den Grundstein hierzu legte seine im Jahr 2000 gehaltene Humboldt-Rede „Vom Staatenverbund zur Föderation“, mit dem er eine mögliche Finalität des europäischen Einigungsprozesses heraufbeschwor und eindeutig für den europäischen Föderalismus Stellung bezog. Am 1. September 2003 verkündete er allerdings gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder, dass beide bei der nächsten Bundestagswahl wieder zusammen antreten wollten. Die rot-grüne Bundesregierung mit Fischer als Bundesaußenminister führte deutsche Bodentruppen mit der Beteiligung am Einsatz der NATO im Kosovokrieg erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz. Fischer legitimierte diesen Einsatz in einer Rede auf dem Kosovo-Sonderparteitag in Bielefeld 1999 mit den Worten: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“ Ab 2001/2002 beteiligte sich die Bundeswehr am Krieg in Afghanistan. 2003 weigerte sich hingegen die rot-grüne Bundesregierung, den Irakkrieg der USA zu unterstützen. Anfang 2005 stand Fischer als verantwortlicher Minister im Mittelpunkt der sogenannten Visa-Affäre. Am 25. April 2005 trat er als Zeuge vor dem Visa-Untersuchungsausschuss auf, wo er eigene Versäumnisse einräumte und die komplette politische Verantwortung übernahm. Ausscheiden Nach der Bundestagswahl 2005 erklärte Fischer, dass er im Oppositionsfall im Sinne eines Generationswechsels für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag und andere führende Ämter in der Partei nicht mehr zur Verfügung stehe. Seine Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler endete am 18. Oktober 2005, er übte diese Ämter aber noch bis zum 22. November des Jahres geschäftsführend aus. Am 27. Juni 2006 nahm Fischer zum letzten Mal an einer Fraktionssitzung der Grünen Bundestagsfraktion teil. Am 1. September 2006 legte er sein Bundestagsmandat nieder. Sein Mandat übernahm der Nachrücker Omid Nouripour. Tätigkeit als Berater und Lobbyist nach der politischen Karriere Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs. 2006 übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University. Fischer war 2006 beratend für den World Jewish Congress tätig. 2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird. Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group, LLC an. Mitte 2009 gründeten Fischer und Dietmar Huber (langjähriger Pressesprecher der Grünen im Bundestag) Joschka Fischer & Company. 2009 schloss Fischer einen Vertrag mit den Energieversorgern RWE und OMV als politischer Berater für den geplanten Bau der 3300 km langen Nabucco-Pipeline, die Erdgas vom Kaspischen Meer über die Türkei in die EU transportieren sollte. Fischer war damit Lobbykonkurrent zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damals für das Projekt der Nord-Stream-Pipeline warb. Ebenfalls 2009 wurde Fischer Berater für den Autokonzern BMW und, gemeinsam mit Madeleine Albright, Berater der Siemens AG in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen. Im September 2010 übernahm Fischer auch ein Beratungsmandat für die Rewe Group. Im Mai 2009 scheiterte Fischer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich mit einer Klage gegen die Illustrierte Bunte, die ein Foto seiner Privatvilla in Berlin-Grunewald abgedruckt hatte. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit sei gewichtiger als Fischers Persönlichkeitsrecht. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. 2013 machte Fischer Werbung für das Elektroauto BMW i3. Im Oktober 2014 stellte Fischer in Berlin sein Buch Scheitert Europa? vor. Es sollte zunächst „Die Vereinigten Staaten von Europa“ heißen und erhielt angesichts damaliger Entwicklungen einen anderen Titel. In dem Buch beschreibt Fischer u. a. die (wirtschaftlichen) Probleme und Dynamiken Europas mit Beginn der Weltfinanzkrise 2007, eine neue Spaltung und Desolidarisierung zwischen den nördlichen (reicheren) und den südlichen europäischen Staaten sowie den Aufstieg radikaler antieuropäischer und fremdenfeindlicher Parteien in demokratischen Wahlen. Er war Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Anfang 2019 wurde Fischer beim kanadischen Hanf-Hersteller Tilray Gründungsmitglied des internationalen Beirates, der bei der Umsetzung einer „offensiven weltweiten Wachstumsstrategie“ helfen soll. Marla Luther, ehemalige Beraterin bei Joschka Fischer & Company, war bereits seit Anfang 2017 Geschäftsführerin von Tilray Deutschland. Agenturen vermitteln Fischer als Vortragsredner. Er schreibt gelegentlich Gastbeiträge in Zeitungen. Privates Fischer ist in fünfter Ehe seit dem 29. Oktober 2005 mit der Filmproduzentin Minu Barati-Fischer verheiratet. Aus zweiter Ehe stammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 2006 lebt Joschka Fischer in Berlin-Grunewald. Politische Positionen 1995 löste Fischer eine innerparteiliche Kontroverse aus, als er mit der strikt pazifistischen Ausrichtung der Partei brach und militärische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der UN-Schutzzonen in Bosnien und Herzegowina befürwortete. Im Frühjahr 2005 setzte sich Fischer im Rahmen der Nachrufdebatte dafür ein, dass Nachrufe für einstige NSDAP-Mitglieder aus der Hauszeitung internAA des Auswärtigen Amts gestrichen werden. In der Folge wurde eine Historikerkommission eingesetzt, welche die Übernahme von NSDAP-Mitgliedern in das AA nach dem Krieg aufarbeiten sollte. Das Ergebnis von deren Arbeit wurde als Buch Das Amt und die Vergangenheit veröffentlicht und hat weitere Debatten ausgelöst. Seit August 2010 hat Fischer den Vorsitz der aus neun Personen bestehenden „Gruppe herausragender Persönlichkeiten“ im Europarat inne. Die auf Initiative der Türkei ins Leben gerufene Gruppe soll sich und vorschlagen. Der erste Bericht der Gruppe erschien im Frühjahr 2011. In einem Interview mit der NZZ verlangte er im Dezember 2020 mehr militärisches Engagement von der deutschen Bundesregierung. Kosovokrieg 1999 unterstützte Fischer maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Er begründete diesen Krieg unter anderem auch mit dem Verweis auf den Holocaust. Am 7. April 1999 sagte er: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer auf die Frage, ob er zwischen den Ereignissen im Kosovo und der Nazi-Ära eine direkte Parallele sehe: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“ Kritiker warfen Fischer vor, als Außenminister Positionen vertreten zu haben, die er vor der rot-grünen Regierungsübernahme abgelehnt hatte. Wegen seines Werbens als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin entschied im Zusammenhang mit einem von der Polizei übermalten Transparent, dass diese Bezeichnung als schwerer Angriff auf die persönliche Ehre rechtswidrig sei. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir Fansa mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Tschetschenienkriege Heftige Kritik an Joschka Fischer wurde wegen seiner Haltung bezüglich der Tschetschenienkriege geäußert. Während der Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer im Januar 1995 noch die Untätigkeit der Bundesregierung während des Ersten Tschetschenienkriegs angesichts des „grausamen Mordens einer nuklearen Supermacht gegen ein kleines Volk im Norden des Kaukasus“ verurteilt hatte, erklärte er 2000 als Außenminister in Bezug auf den Zweiten Tschetschenienkrieg, dass Russland nicht isoliert werden dürfe und es legitim sei, gegen Terror vorzugehen. Ehrungen und Auszeichnungen Im Mai 2002 wurde Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Haifa ausgezeichnet. Am 4. Mai 2004 erhielt er den renommierten Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon. Im Mai 2005 erhielt Fischer in seiner Funktion als Außenminister die höchste Auszeichnung des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Leo-Baeck-Preis, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. Am 20. Mai 2006 wurde Joschka Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv ausgezeichnet. Als Dank für seinen Einsatz als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung der Grube Messel als Mülldeponie und für deren Bewahrung als Fossilienfundstätte wurde nach ihm im Jahr 2005 eine fossile Schlange als Palaeopython fischeri benannt. Er ist Ehrenbürger von Budakeszi. Im Jahr 2009 erhielt Joschka Fischer den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in Realpolitik. 2010 wurde er mit der Heinrich-Heine-Gastprofessur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geehrt. Im Jahr 2016 bekam Fischer die Bayerische Europa-Medaille. Veröffentlichungen Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X. (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6. Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X. Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9. Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4. Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X. Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4. Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2. Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5. Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8. Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1. „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0. mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3. Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6. Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0. Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6. Literatur Biographien Paul Berman: Idealisten an der Macht. Die Passion des Joschka Fischer. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-846-7. Matthias Geis, Bernd Ulrich: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0175-8; aktualisierte Neuauflage: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61623-8. Sibylle Krause-Burger: Joschka Fischer. Der Marsch durch die Illusionen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05082-1 (überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-60738-7). Jürgen Schreiber: Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten von fetten und mageren Zeiten. Econ, Berlin 2007, ISBN 978-3-430-30033-9. Michael Schwelien: Joschka Fischer. Eine Karriere. Hoffmann & Campe, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11330-3 (erweiterte Taschenbuchausgabe: Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19705-4). Lebensabschnitte und Einzelaspekte Autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hrsg.): Die Hunde bellen … Von A–RZ. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre. Unrast Verlag, Münster 2001, ISBN 3-89771-408-6. Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan. Edition TIAMAT, Berlin 1999, ISBN 3-89320-025-8. Christian Y. Schmidt: „Wir sind die Wahnsinnigen …“. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. Econ, München/Düsseldorf 1998; aktualisierte Ausgabe: Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999; erweiterte Neuausgabe: Verbrecher Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-943167-30-6. Gespräche/Interviews Gero von Boehm: Joschka Fischer. 31. August 2010. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 678–692. mit Daniel Cohn-Bendit, Alexander Gauland: Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch. Athenäum Verlag, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Filme Pepe Danquart: Joschka und Herr Fischer. Deutschland 2011, 140 min, X-Verleih Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden. Dokumentarfilm, 105 min, Deutschland, 2005, Regie: Stephan Lamby, Produktion: Phoenix, von Phoenix Rot-Grün macht Kasse. Dokumentarfilm über die Tätigkeit ehemaliger Politiker als Lobbyisten, 30 min, Deutschland, 2011, Produktion: NDR/Panorama (online) Weblinks Joschka Fischer & Company, Website der Unternehmensberatung Fischers Einzelnachweise Vizekanzler (Deutschland) Außenminister (Bundesrepublik Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Vorsitzender der Bündnis-90/Die-Grünen-Bundestagsfraktion Umweltminister (Hessen) Energieminister (Hessen) Minister für Bundesangelegenheiten (Hessen) Fraktionsvorsitzender (Hessen) Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Politiker (20. Jahrhundert) Politiker (21. Jahrhundert) Hochschullehrer (Princeton University) Lobbyist Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (I. Klasse) Ehrendoktor der Universität Haifa Ehrendoktor der Universität Tel Aviv Autobiografie Sachbuchautor Marathonläufer (Deutschland) Person der 68er-Bewegung Sponti-Szene (Frankfurt am Main) Deutscher Geboren 1948 Mann
Isais: Unterschied zwischen den Versionen – ThuleTempel Isais: Unterschied zwischen den Versionen Version vom 4. Januar 2017, 21:31 Uhr (Quelltext anzeigen) K (→‎Deutsch-Germanische Isais) Aktuelle Version vom 10. März 2020, 14:48 Uhr (Quelltext anzeigen) Aktuelle Version vom 10. März 2020, 14:48 Uhr 1 Andere Bezeichnungen 4.1 Assyrische Isais 4.2 Phönizische Isais 4.3 Griechische Isais 4.4 Deutsch-Germanische Isais 5 Von Isais geoffenbarte Texte Isaria, Isaie, Isaiet zweifache Isais - jeweils mit dem magischen Stein Ilua. Isais ist nicht Leitgestalt irgendeiner Religionsgemeinschaft oder Sekte. In keinem Schlosspark stehen Marmorstatuen von ihr und keine antike Tempelruine zeugt von ihrer Verehrung. Überdies ist ihre Geschichte so vage überliefert, dass kaum Ersthandquellen zur Verfügung stehen. Anscheinend hat sie in dieser Welt nur wenige Spuren hinterlassen. Daher ist Isais als Wesenheit schwer zu erfassen. Während sie manchmal wie eine alte Göttin (besser gesagt Großengel) erscheint, handelt es sich wohl eher um eine Dämonin. Wie bereits unter „Kuthagracht“ erwähnt ist der Begriff „Dämon“ in der Ilu-Lehre generell nicht negativ belegt. Viel mehr sind die Dämonen vollkommen unabhängige Wesen und besonders aktive Gegner der Höllengeister. Die Verehrung der Isais wird um das dritte/vierte Jahrhundert erstmals in den griechisch-gnostischen Isais-Bünden greifbar. Eine herausragende Stellung nahm sie auch bei den Geheimwissenschaftlichen Templern, dem Ordo Bucintoro und der Vril-Gesellschaft ein. Eine eventuelle Identität mit Istara kann nach wie vor nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden, ist aber unwahrscheinlich. Ohnehin wird sie im Gegensatz zur fraulichen Erscheinung der Istara eher als „mädchenhaft“ geschildert. Von den Herren vom Schwarzen Stein ist die Geschichte „Isais Höllenreise“ überliefert. Demnach gelang es den Teufeln Schaddais vor langer Zeit den magischen Stein Ilua aus Mittelreich zu stehlen. Isais wurde beauftragt den Stein zurückzuholen, denn aufgrund ihrer Herkunft aus dem Dämonenreich konnte nur sie in die Hölle eindringen. Als Knabe verkleidet schlich sie in den Thronsaal Schaddais und gewann letztendlich den Stein zurück. Diesen brachte sie später zu den D.H.v.S.S., denen sie über Jahre hinweg erschien. Mehrfache Beschreibungen gibt es über das Phänomen, dass die Haarfarbe der Isais sich unter freiem Himmel mit dem Tageslauf kontinuierlich von Hellblond über Rot und Braun bis zu Schwarz wandeln konnte. Über das Wesen der „Göttin“ Isais schrieb einmal der Gnosis-Forscher Leisegang in einer Skizze, sie gleiche einem anmutigen jungen Mädchen, dass sich bevorzugt in Knabenkleidung zeige und ein wenig der „weibliche Till Eulenspiegel“ einer anderen Weltensphäre sei. Dies trifft die Persönlichkeit der Isais bestimmt recht gut. Isais hat die Knabenverkleidung ursprünglich um eines bestimmten Abenteuers (Isais Höllenreise) willen angenommen. Ihr Eulenspiegel-hafter Aspekt wird besonders beim Studium von mythologisch weniger bedeutsamen Texten deutlich, die bisher nicht für die Veröffentlichung aufbereitet worden sind. Isais ist also keine strenge „Göttin“. Nichts an ihr ist herrisch oder gar furchterregend. Sie scheint auch eher mädchenhaft als eigentlich fraulich. Isais ist keine Ischtar oder Aphrodite. Ihre Faszination geht aber wohl gerade von dieser beinahe menschnahen Lebhaftigkeit aus, aber sicherlich auch von der rein äußerlich hübschen, jedoch nicht übermäßig erhabenen, Erscheinung, die es den Menschen leicht macht, eine Beziehung zu dieser Wesenheit zu entwickeln. Der geschichtliche Hintergrund der Isais – oder Isaie – ist nicht ganz einfach zu erfassen. Die überlieferten Zeugnisse sind spärlich gesät und überdies häufig bruchstückhaft. Das erste kann als Indiz für eine nur geringfügige Bedeutung dieser „Göttin“ gewertet werden – das zweite hingegen könnte bezeugen, dass seit jeher eine besonders geheimnisvolle Bewandtnis mit ihr verbunden war. Wo immer die „Göttin“ Isais in Erscheinung tritt, sind auch Geheimbünde mit im Spiel. Dies erleichtert die Suche nach den Quellen naturgemäß nicht. Assyrische Isais Erstmals belegbar wird eine „Göttin“ Isa-Is als persönliche Schutzgöttin Teglath Phelesers I., Großkönig von Assyrien. Da später der Tempelritter Hubertus Koch seine erste Erscheinung der „Göttin“ Isais in der Nähe assyrischer Ruinen empfangen haben will, scheint die Verbindung nahezuliegen. Es ist denkbar, dass Isais (Isa-Is) aus der ursprünglichen nordassyrischen Götterwelt entstammt, welche später durch die verwandte sumerisch-babylonische fast völlig überlagert und schließlich aufgesogen worden sein dürfte. Wäre dies der Fall, könnte Isais (Isa-Is) eine altassyrische Hauptgottheit gewesen sein. Allerdings bestehen dafür keinerlei greifbare Hinweise. Phönizische Isais Das nächste Mal begegnet man Isais als „Isaiet“ sporadisch bei den Phöniziern (Vorfahren der Karthager). Und zwar als Tochter der Astarte, der Göttin der Morgenröte. Die Spuren sind indes gering. Ein bemerkenswertes Indiz für ein Weiterwirken der Isais (Isaiet) könnte aus einer Bilddarstellung der Königin Isebel geschlossen werden. Isebel wird dort mit einem für die damalige Zeit ungewöhnlichen kurzen Haarschnitt gezeigt, der eventuell ein Anzeichen für Isais-Verehrung sein könnte, obschon dies eine gewagte Spekulation ist. Jedenfalls ist kurzgeschnittenes Haar wohl immer ein Zeichen der Isais-Priesterinnen gewesen. Allerdings ist bei der bewussten Isebel-Darstellung nicht zu erkennen, ob sie den für den „Isais-Kopf“ charakteristisch betont seitlichen Scheitel hat. Doch das Geheimnisvolle hat anscheinend immer zu Isais gehört, weshalb manches um diese Gottheit und ihre Anhängerschaft wahrscheinlich stets unergründet bleiben wird. Griechische Isais Erst sehr viel später, etwa im 3. bis 5. Jahrhundert nach Christus, tritt Isais erneut in Erscheinung. Diesmal in griechischen Geheimbünden, die nicht selten als gnostisch bezeichnet wurden. Sowohl unter dem Namen Isais wie auch „Isaie“ (letzte Form häufiger), wird sie in gewisser Weise zu einer geheimen Führerin jener Griechen, die ihre Tradition in den Wurzeln Homerischer Größe sahen und namentlich im Vordingen von Judentum und Christentum eine Bedrohung für ihre Identität erkannten. Für die „griechische Isais“ finden sich vier unterschiedliche Herkunftsdeutungen, die von verschiedenen Isais-Bünden angenommen wurden. 1. Isais (Isaie) als die jüngere Schwester der Göttin Athene, von Zeus zur Errettung des wahren Griechentums heimlich gesandt. 2. Isais (Isaie) als ersts „verborgenes“ Kind von Isis, gezeugt mit Seth. Als besondere Schutzgeister der Isais werden die ägyptischen Göttinnen Bastet und Sechmet genannt sowie der phönizische Moloch (was aber auch ein Missverständnis sein kann und womöglich den geflügelten Stier Babylons und Assur meint). Für diese Version lassen sich jedoch konkrete Spuren finden. 3. Isais (Isaie) als Tochter von Pallas Athene und dem Gotte Apollon. Nach dieser häufigsten Darstellung opferte Athene ihre Jungfräulichkeit, um mit Apollon ein Wesen zu zeugen, dass dem alten heren Griechentum in der Not beistehen möge, und zwar aus dem Geheimen heraus wirkend, wie die damaligen Zeitumstände dies erforderten. Mit dieser „griechischen Isais“ wird auch erstmals etwas über den Isais-Kult bekannt. Er ist durchaus lichtvoll und kennt keine Blutopfer. Auch die sonst im alten Griechenland üblich gewesenen Tieropfer kommen nicht vor, solche sind sogar ausdrücklich verboten. Der „Isais-Kult“ bestand wohl vor allem darin, dass Szenen aus den Geschichten der Isais in dramatisierter Form nachgespielt wurden – stets in einer Anrufung um Beistand mündend. Ferner darin, dass junge Mädchen und Frauen, die Isais-Priesterinnen wurden, ihre langen Haare abschnitten und den kurzen „Isaiskopf“ annahmen. Die abgeschnittenen Priesterhaare wurden in speziellen Gefäßen oder Schreinen aufbewahrt, wo sie quasi als „Antennen“ ins Jenseits, zur Götterwelt und somit zu Isais dienten. Außerdem gab es verschiedene magische Räucherpulver, die aus Mineralien und getrockneten Kräutern hergestellt wurden. Die griechischen Isais-Geheimbünde hatten es bis ins 5. Jahrhundert hinein wohl zu einigem Einfluss gebracht, konnten aber weder das Vordringen der jüdisch-christlichen Religion aufhalten noch die zunehmende Einwanderung Fremder nach Griechenland verhindern, durch welche das Wesen von Volk und Land und sogar der Sprache sich veränderte. Das alte Griechentum Homers, das schon damals längst nicht mehr bestand, erlosch unwiederbringlich. Auch Isais konnte daran nichts ändern. Deutsch-Germanische Isais Um 1220 erscheint erstmals die „germanische Isais“, allerdings im Orient, wo sich der spätere Templer-Komtur Hubertus Koch mit einem kleinen Trupp Getreuer anschickte, vom Kreuzzug heimzukehren. Zuvor aber wollte er auf den Spuren der Kuthäer nach Mesopotamien. Unter König Sargon II. war Samaria zu einem assyrischen Siedlungsgebiet geworden. Auf diese Weise war der alte babylonisch-assyrische Glaubenszweig der „Kuthäer“ nach Palästina gelangt, eine dualistische Glaubensrichtung, die einstmals von der mesopotamischen Stadt Kuthar ausgegangen war. Koch nahm an (was im 20. Jh. u.a. Friedrich Delitzsch bestätigte), dass die ursprüngliche Lehre Christi mit der kuthäischen verknüpft gewesen sein muss. Es gab also vielleicht eine Verbindung des wahren Christentums mit den Göttern und Lehren der Assyrer, anstatt mit dem El Schaddai-Jahwe und dessen Lehren im Alten Testament in der Bibel. Auf dieser Reise durch Mesopotamien, während eines Übernachtungslagers im Raume des alten Ninive(s), erschien Hubertus Koch jene „Göttin“ Isais, um die es hier geht. Sie wies ihm in seiner Vision den Weg zu einem fernen Berg im Abendland. Dorthin solle er mit seinen treuesten Genossen ziehen, ein Haus bauen und da warten bis sie, Isais, dort erscheinen und wichtige Weisungen für ein neues goldenes Weltzeitalter geben würde, dessen Weg er und die seinen der Welt bereiten sollten. Koch identifizierte dies mit dem in der Apokalypse Johannis verheißenen „tausendjährigen Reich“ (Kap. 20). In fünf Jahren, so sprach die „Göttin“ Isais, werde sie zu jenem bezeichneten Berg der alten Götter, nämlich zum Untersberg, kommen. Bis dahin solle er mit den seinigen dort auf sie und das kommende Werk vorbereitet sein. Koch wusste, welchen Berg im Abendland die Isais-Erscheinung bezeichnet hatte: Den Untersberg bei Salzburg, einen Wohnsitz der alten germanischen Götter. Hubertus Koch stammte aus der Gegend von Linz in Oberösterreich und hatte von dort aus schon Reisen nach West- und Norddeutschland, wie auch ins Elsaß unternommen. Er kannte den Untersberg also vermutlich nicht nur aus Sagen, sondern auch vom Ansehen her. Im Jahre 1221 erreichte Hubertus Koch mit seiner kleinen Ritterschar den Untersberg. Am Fuße des Berges, der heute Ettenberg heißt, und ungefähr auf der gegenwärtigen bayrisch-salzburgischen Grenze liegt, errichteten Koch und die seinen ihre erste Komturei. Dieses Gebäude steht nicht mehr, doch Spuren der Sockelmauer sind noch immer erkennbar. Anschließend wurde ein zweites Gebäude errichtet, das sich in großer Höhe, unmittelbar am Untersberg selbst, befunden haben muss. Der genaue Ort ist jedoch nicht sicher überliefert. Dieses Haus, das vermutlich nicht sehr aufwendig gebaut war, muss als unauffindbar gelten. Es ist wahrscheinlich erst um 1230 erweitert und dann häufiger benutzt worden. Sicher besaß es eine unmittelbare Anbindung an eine der zahlreichen Untersberghöhlen, denn in einer solchen ist der „Isais-Tempel“ errichtet worden, von dem es heißt, die Ritter konnten ihn durch einen unterirdischen Gang erreichen. Später wurde dieser Zugang von ihnen selbst verschlossen und unkenntlich gemacht. Das erste bezeugte Erscheinen der Isais am Untersberg fällt in das Jahr 1226. Von da an sollten die Isais-Erscheinungen zwölf Jahre lang anhalten, gipfelnd in der Übergabe der großen „Isais Offenbarung“ im Jahre 1238. (Interessanterweise trifft dies zeitlich ungefähr mit den beiden „Templeroffenbarungen“ zusammen, die 1235 oder 1236 in Karthago, beziehungsweise 1238 in Tempelhof, dem späteren Berlin, erfolgten, und zwar gleichfalls durch Göttinnen.) Am Anfang der durch Isais übergebenen Worte dürfen jene Texte gestanden haben, die unter den Titeln „Isais Erdenwandern I.“, „Vom Schwarzen Stein“, „Isais Höllenreise“ und „Isais Ruf“ ins Ordensbuch eingetragen wurden. Zahlreiche folgende Texte müssen als verschollen gelten. Die erhaltenen Texte „Isais-Offenbarung“, „Isais Gebot“ und „Isais Hoffnung“ dürfen aus der Schlussphase des Offenbarungszeitraumes stammen. Von Isais geoffenbarte Texte Abgerufen von „http://thuletempel.org/wb/index.php?title=Isais&oldid=152“
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Was sind die wichtigsten politischen Ämter, die Joschka Fischer innehatte?
Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater, Publizist und Lobbyist tätig. Leben Herkunft und Jugend Fischer wurde als drittes Kind des Metzgers Joszef Fischer geboren. Die Eltern hatten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Wudigeß (, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest) verlassen müssen. Die Familie siedelte nach Langenburg im Hohenlohischen über. Der von Joschka Fischer geführte Vorname leitet sich von Jóska [] ab, einer Diminutivform des ungarischen Vornamens József [] (). In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Studentenbewegung Ab 1967 engagierte sich Fischer in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition (APO). Er lebte ab 1968 in Frankfurt am Main. Später jobbte er im SDS-Verlag Neue Kritik und in der Buchhandlung Libresso am Opernplatz, die vorwiegend linke Literatur anbot. Gleichzeitig besuchte er eigenem Bekunden nach als Gasthörer die zeitweise völlig überfüllten Vorlesungen von Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Oskar Negt. 1969 nahm Fischer in Algier an einer Konferenz der PLO teil. 1970 gründete er die Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt am Main. 1971 begann er eine Tätigkeit bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim mit dem Ziel, über die Gründung einer Betriebsgruppe die Arbeiter zu politisieren und letztlich für die „Revolution“ zu gewinnen. Diese Form der „Basisarbeit“ brachte aber nicht den erhofften Erfolg und Fischer wurde wegen seiner Aktivitäten nach einem halben Jahr fristlos entlassen. Nach weiteren Gelegenheitsarbeiten – unter anderem als Übersetzer von Romanen für Jörg Schröders Olympia Press – arbeitete Fischer in Frankfurt bis 1981 als Taxifahrer und bis 1982 als Aushilfe in einem Buchladen. Schauspielerische Kurzeinsätze hatte er zudem 1983 in dem Fernsehfilm Der Fliegende Robert und 1986 in dem Film Va Banque, in dem er einen Taxifahrer spielt. Politische Militanz Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen. Es gibt von dem Geschehen auch einen Reportagefilm, der an diesem Tag für die Tagesschau gedreht wurde und die Szene in bewegten Bildern zeigt. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben. Hintergrund war eine vorläufige Festnahme Fischers 1976, bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, unter dem Verdacht, einen solchen Brandsatz während einer Demonstration aus Anlass des Todes Ulrike Meinhofs am 10. Mai 1976 auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben, wobei der Polizeiobermeister Jürgen Weber lebensgefährlich verletzt und dauerhaft entstellt worden war. Gegen Fischer wurde wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Fischer wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Bei der Planung der Demonstration war unter Beteiligung Fischers der Einsatz von Molotowcocktails diskutiert worden. Nachermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu diesem Vorfall wurden 2001 durch den Umstand behindert, dass die Hessische Staatskanzlei unter SPD-Ministerpräsident Holger Börner von der Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt alle Unterlagen über Fischer angefordert hatte, als dieser 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde, und seitdem über den Verbleib der Akten nichts bekannt war. Aus der Frankfurter Zeit stammt auch seine Freundschaft mit dem deutsch-französischen Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, mit dem er zeitweilig in einer Wohngemeinschaft wohnte. Im September 2015 tauchte die seit 1985 verschollene Polizeiakte Fischer in einem herrenlosen Koffer am Frankfurter Flughafen wieder auf. Das Schriftstück enthält Fotos, Fingerabdrücke und Daten und dokumentiert die Verstrickung Fischers in die linksradikale Szene. Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“, leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs „Landshut“, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe. Er habe sich dann zum Demokraten aus Überzeugung gewandelt, was auch dem politischen Lebensweg seiner Partei entspreche: Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Ponto durch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien. Parteilaufbahn Noch vor seinem Parteibeitritt im Jahr 1982 gründete Fischer 1981 mit Daniel Cohn-Bendit und anderen den Arbeitskreis Realpolitik in Frankfurt, der für die Partei Die Grünen sogenannte „realpolitische“ Positionen formulierte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen neuen Positionen führte im Kreisverband Frankfurt zur Polarisierung zwischen Realos und Vertretern eines „öko-fundamentalistisch“ genannten Standpunktes (Fundis), in deren Verlauf sich Fischer 1982 für die Bundestagswahl 1983 als Kandidat für Die Grünen durchsetzen konnte. Im März 1983 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Für diese war er als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig. Er machte sich auch als Redner einen zum Teil umstrittenen Namen, z. B. im Zusammenhang der Kießling-Affäre oder der Flick-Affäre, während der er mit Beschimpfung des Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) auf seinen Ausschluss von einer Bundestagssitzung reagierte. Dem bei den Grünen damals noch üblichen Rotationsprinzip gemäß legte er sein Abgeordnetenmandat nach zwei Jahren zum Ende März 1985 nieder. Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter nahm er am 24. Oktober 1983 an der Blockade der US-Militärbasis in Frankfurt am Main teil, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Nach eigenen Angaben hatte Fischer vor seinem Parteieintritt bei den Grünen aus Überzeugung nie gewählt, was ihn heute aber ärgere. Öffentliche Ämter Staatsminister für Umwelt und Energie Am 12. Dezember 1985 kam es in Hessen nach längerer Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Holger Börner. In diesem Kabinett wurde Fischer Staatsminister für Umwelt und Energie. Bereits seine Vereidigung sorgte für Aufsehen, da er in grobem Jackett und weißen Turnschuhen erschien. Dieser Auftritt prägte den Begriff des „Turnschuh-Ministers“. Heute sind Fischers weiße Nike-Turnschuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach ausgestellt. Am 9. Februar 1987 trat Fischer von seinem Amt als hessischer Umweltminister unter Ministerpräsident Börner (SPD) zurück, da die Grünen in einem Ultimatum den Fortbestand der Koalition von der Rücknahme der Genehmigung für das Hanauer Nuklearunternehmen Nukem abhängig gemacht hatten. Damit zerbrach die erste rot-grüne Regierungskoalition im unmittelbaren Nachgang des Unfalls vom 20. Januar 1987 in der Hanauer Atomfabrik Nukem, nur wenige Monate nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die darauf folgenden Neuwahlen im April 1987 endeten mit einem Sieg von CDU und FDP. Walter Wallmann (CDU) wurde Ministerpräsident und Wolfgang Gerhardt (FDP) sein Stellvertreter. Fischer wurde bei dieser Wahl in den Hessischen Landtag gewählt und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Grünen. Bei den Landtagswahlen 1991 verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Es kam zu einer Wiederauflage der rot-grünen Koalition, diesmal unter Ministerpräsident Hans Eichel (SPD). Fischer wurde wieder Umweltminister. Zugleich war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten. Im Oktober 1994 legte er alle Ämter in Hessen nieder und wurde, nachdem die Grünen bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hatten, neben Kerstin Müller zum Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Neben Fischers Engagement für einen Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ließ in diesen Jahren auch die wirtschaftspolitische Hinwendung der Grünen zur Marktwirtschaft diese immer mehr zu einer „realpolitischen“ Partei werden. Außenminister und Vizekanzler Bei der Bundestagswahl im Herbst 1998 verlor die schwarz-gelbe Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl nach 16 Jahren ihre Mehrheit. Es kam zur Bildung der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene. Der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder berief Fischer als Außenminister und Vizekanzler in sein Kabinett. Im Jahre 2001 konnte die bereits angekündigte Fischer-Biografie „Sag mir, wo Du stehst“ der Journalistin Bettina Röhl nicht erscheinen, weil der Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln vom Vertrag zurücktrat. Als Begründung wurde Röhls Kampagne gegen Fischer, einen langjährigen Autor des Verlags, genannt. Im Januar 2001 hatte Bettina Röhl mit der Veröffentlichung der so genannten Fischer-Prügel-Fotos eine weit über deutsche Grenzen hinausreichende Mediendiskussion über Fischers militante Vergangenheit ausgelöst, in deren Verlauf der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder der Opposition vorwarf, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren, während die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel Fischer aufforderte, sich von der 68er-Revolte insgesamt zu distanzieren. Fischer galt als aussichtsreicher Kandidat auf den nach dem Entwurf für eine Europäische Verfassung für 2006 geplanten Posten des Außenministers der Europäischen Union. Den Grundstein hierzu legte seine im Jahr 2000 gehaltene Humboldt-Rede „Vom Staatenverbund zur Föderation“, mit dem er eine mögliche Finalität des europäischen Einigungsprozesses heraufbeschwor und eindeutig für den europäischen Föderalismus Stellung bezog. Am 1. September 2003 verkündete er allerdings gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder, dass beide bei der nächsten Bundestagswahl wieder zusammen antreten wollten. Die rot-grüne Bundesregierung mit Fischer als Bundesaußenminister führte deutsche Bodentruppen mit der Beteiligung am Einsatz der NATO im Kosovokrieg erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz. Fischer legitimierte diesen Einsatz in einer Rede auf dem Kosovo-Sonderparteitag in Bielefeld 1999 mit den Worten: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“ Ab 2001/2002 beteiligte sich die Bundeswehr am Krieg in Afghanistan. 2003 weigerte sich hingegen die rot-grüne Bundesregierung, den Irakkrieg der USA zu unterstützen. Anfang 2005 stand Fischer als verantwortlicher Minister im Mittelpunkt der sogenannten Visa-Affäre. Am 25. April 2005 trat er als Zeuge vor dem Visa-Untersuchungsausschuss auf, wo er eigene Versäumnisse einräumte und die komplette politische Verantwortung übernahm. Ausscheiden Nach der Bundestagswahl 2005 erklärte Fischer, dass er im Oppositionsfall im Sinne eines Generationswechsels für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag und andere führende Ämter in der Partei nicht mehr zur Verfügung stehe. Seine Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler endete am 18. Oktober 2005, er übte diese Ämter aber noch bis zum 22. November des Jahres geschäftsführend aus. Am 27. Juni 2006 nahm Fischer zum letzten Mal an einer Fraktionssitzung der Grünen Bundestagsfraktion teil. Am 1. September 2006 legte er sein Bundestagsmandat nieder. Sein Mandat übernahm der Nachrücker Omid Nouripour. Tätigkeit als Berater und Lobbyist nach der politischen Karriere Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs. 2006 übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University. Fischer war 2006 beratend für den World Jewish Congress tätig. 2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird. Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group, LLC an. Mitte 2009 gründeten Fischer und Dietmar Huber (langjähriger Pressesprecher der Grünen im Bundestag) Joschka Fischer & Company. 2009 schloss Fischer einen Vertrag mit den Energieversorgern RWE und OMV als politischer Berater für den geplanten Bau der 3300 km langen Nabucco-Pipeline, die Erdgas vom Kaspischen Meer über die Türkei in die EU transportieren sollte. Fischer war damit Lobbykonkurrent zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damals für das Projekt der Nord-Stream-Pipeline warb. Ebenfalls 2009 wurde Fischer Berater für den Autokonzern BMW und, gemeinsam mit Madeleine Albright, Berater der Siemens AG in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen. Im September 2010 übernahm Fischer auch ein Beratungsmandat für die Rewe Group. Im Mai 2009 scheiterte Fischer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich mit einer Klage gegen die Illustrierte Bunte, die ein Foto seiner Privatvilla in Berlin-Grunewald abgedruckt hatte. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit sei gewichtiger als Fischers Persönlichkeitsrecht. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. 2013 machte Fischer Werbung für das Elektroauto BMW i3. Im Oktober 2014 stellte Fischer in Berlin sein Buch Scheitert Europa? vor. Es sollte zunächst „Die Vereinigten Staaten von Europa“ heißen und erhielt angesichts damaliger Entwicklungen einen anderen Titel. In dem Buch beschreibt Fischer u. a. die (wirtschaftlichen) Probleme und Dynamiken Europas mit Beginn der Weltfinanzkrise 2007, eine neue Spaltung und Desolidarisierung zwischen den nördlichen (reicheren) und den südlichen europäischen Staaten sowie den Aufstieg radikaler antieuropäischer und fremdenfeindlicher Parteien in demokratischen Wahlen. Er war Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Anfang 2019 wurde Fischer beim kanadischen Hanf-Hersteller Tilray Gründungsmitglied des internationalen Beirates, der bei der Umsetzung einer „offensiven weltweiten Wachstumsstrategie“ helfen soll. Marla Luther, ehemalige Beraterin bei Joschka Fischer & Company, war bereits seit Anfang 2017 Geschäftsführerin von Tilray Deutschland. Agenturen vermitteln Fischer als Vortragsredner. Er schreibt gelegentlich Gastbeiträge in Zeitungen. Privates Fischer ist in fünfter Ehe seit dem 29. Oktober 2005 mit der Filmproduzentin Minu Barati-Fischer verheiratet. Aus zweiter Ehe stammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 2006 lebt Joschka Fischer in Berlin-Grunewald. Politische Positionen 1995 löste Fischer eine innerparteiliche Kontroverse aus, als er mit der strikt pazifistischen Ausrichtung der Partei brach und militärische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der UN-Schutzzonen in Bosnien und Herzegowina befürwortete. Im Frühjahr 2005 setzte sich Fischer im Rahmen der Nachrufdebatte dafür ein, dass Nachrufe für einstige NSDAP-Mitglieder aus der Hauszeitung internAA des Auswärtigen Amts gestrichen werden. In der Folge wurde eine Historikerkommission eingesetzt, welche die Übernahme von NSDAP-Mitgliedern in das AA nach dem Krieg aufarbeiten sollte. Das Ergebnis von deren Arbeit wurde als Buch Das Amt und die Vergangenheit veröffentlicht und hat weitere Debatten ausgelöst. Seit August 2010 hat Fischer den Vorsitz der aus neun Personen bestehenden „Gruppe herausragender Persönlichkeiten“ im Europarat inne. Die auf Initiative der Türkei ins Leben gerufene Gruppe soll sich und vorschlagen. Der erste Bericht der Gruppe erschien im Frühjahr 2011. In einem Interview mit der NZZ verlangte er im Dezember 2020 mehr militärisches Engagement von der deutschen Bundesregierung. Kosovokrieg 1999 unterstützte Fischer maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Er begründete diesen Krieg unter anderem auch mit dem Verweis auf den Holocaust. Am 7. April 1999 sagte er: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer auf die Frage, ob er zwischen den Ereignissen im Kosovo und der Nazi-Ära eine direkte Parallele sehe: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“ Kritiker warfen Fischer vor, als Außenminister Positionen vertreten zu haben, die er vor der rot-grünen Regierungsübernahme abgelehnt hatte. Wegen seines Werbens als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin entschied im Zusammenhang mit einem von der Polizei übermalten Transparent, dass diese Bezeichnung als schwerer Angriff auf die persönliche Ehre rechtswidrig sei. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir Fansa mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Tschetschenienkriege Heftige Kritik an Joschka Fischer wurde wegen seiner Haltung bezüglich der Tschetschenienkriege geäußert. Während der Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer im Januar 1995 noch die Untätigkeit der Bundesregierung während des Ersten Tschetschenienkriegs angesichts des „grausamen Mordens einer nuklearen Supermacht gegen ein kleines Volk im Norden des Kaukasus“ verurteilt hatte, erklärte er 2000 als Außenminister in Bezug auf den Zweiten Tschetschenienkrieg, dass Russland nicht isoliert werden dürfe und es legitim sei, gegen Terror vorzugehen. Ehrungen und Auszeichnungen Im Mai 2002 wurde Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Haifa ausgezeichnet. Am 4. Mai 2004 erhielt er den renommierten Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon. Im Mai 2005 erhielt Fischer in seiner Funktion als Außenminister die höchste Auszeichnung des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Leo-Baeck-Preis, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. Am 20. Mai 2006 wurde Joschka Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv ausgezeichnet. Als Dank für seinen Einsatz als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung der Grube Messel als Mülldeponie und für deren Bewahrung als Fossilienfundstätte wurde nach ihm im Jahr 2005 eine fossile Schlange als Palaeopython fischeri benannt. Er ist Ehrenbürger von Budakeszi. Im Jahr 2009 erhielt Joschka Fischer den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in Realpolitik. 2010 wurde er mit der Heinrich-Heine-Gastprofessur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geehrt. Im Jahr 2016 bekam Fischer die Bayerische Europa-Medaille. Veröffentlichungen Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X. (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6. Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X. Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9. Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4. Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X. Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4. Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2. Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5. Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8. Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1. „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0. mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3. Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6. Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0. Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6. Literatur Biographien Paul Berman: Idealisten an der Macht. Die Passion des Joschka Fischer. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-846-7. Matthias Geis, Bernd Ulrich: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0175-8; aktualisierte Neuauflage: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61623-8. Sibylle Krause-Burger: Joschka Fischer. Der Marsch durch die Illusionen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05082-1 (überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-60738-7). Jürgen Schreiber: Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten von fetten und mageren Zeiten. Econ, Berlin 2007, ISBN 978-3-430-30033-9. Michael Schwelien: Joschka Fischer. Eine Karriere. Hoffmann & Campe, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11330-3 (erweiterte Taschenbuchausgabe: Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19705-4). Lebensabschnitte und Einzelaspekte Autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hrsg.): Die Hunde bellen … Von A–RZ. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre. Unrast Verlag, Münster 2001, ISBN 3-89771-408-6. Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan. Edition TIAMAT, Berlin 1999, ISBN 3-89320-025-8. Christian Y. Schmidt: „Wir sind die Wahnsinnigen …“. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. Econ, München/Düsseldorf 1998; aktualisierte Ausgabe: Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999; erweiterte Neuausgabe: Verbrecher Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-943167-30-6. Gespräche/Interviews Gero von Boehm: Joschka Fischer. 31. August 2010. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 678–692. mit Daniel Cohn-Bendit, Alexander Gauland: Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch. Athenäum Verlag, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Filme Pepe Danquart: Joschka und Herr Fischer. Deutschland 2011, 140 min, X-Verleih Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden. Dokumentarfilm, 105 min, Deutschland, 2005, Regie: Stephan Lamby, Produktion: Phoenix, von Phoenix Rot-Grün macht Kasse. Dokumentarfilm über die Tätigkeit ehemaliger Politiker als Lobbyisten, 30 min, Deutschland, 2011, Produktion: NDR/Panorama (online) Weblinks Joschka Fischer & Company, Website der Unternehmensberatung Fischers Einzelnachweise Vizekanzler (Deutschland) Außenminister (Bundesrepublik Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Vorsitzender der Bündnis-90/Die-Grünen-Bundestagsfraktion Umweltminister (Hessen) Energieminister (Hessen) Minister für Bundesangelegenheiten (Hessen) Fraktionsvorsitzender (Hessen) Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Politiker (20. Jahrhundert) Politiker (21. Jahrhundert) Hochschullehrer (Princeton University) Lobbyist Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (I. Klasse) Ehrendoktor der Universität Haifa Ehrendoktor der Universität Tel Aviv Autobiografie Sachbuchautor Marathonläufer (Deutschland) Person der 68er-Bewegung Sponti-Szene (Frankfurt am Main) Deutscher Geboren 1948 Mann
HomeHOTELSSÜDAFRIKAOstkapOstkap__Hotels & Unterkünfte [Letzte Aktualisierung: 15. Juni 2013] Hier findet man eine Auswahl an empfehlenswerten gayfriendly oder gay operated Gästehäusern, Hotels und anderen Unterkünften in der südafrikanischen Provinz OSTKAP. Die zweitgrößte Provinz Südafrikas bietet viele abwechslungsreiche Landschaften und endlose, wildromantische Sandstrände entlang ihrer rund 800 Kilometer langen Küste. Von den großen Touristenströmen ist das OSTKAP nur wenig erfasst. Das weite Hinterland jenseits der Küste ist dünn besiedelt und bietet Touristen eine Fülle einzigartiger Naturerlebnisse. Das OSTKAP grenzt an den warmen Indischen Ozean, im Westen an die Provinz WESTKAP und im Osten an KWAZULU-NATAL. Die Provinz ist verkehrsmäßig gut erschlossen - mit Ausnahme der nördlichen Wild Coast, wo keine Küstenstraße existiert. Eine wichtige Route ist die Nationalstraße N2, die von Kapstadt entlang der Garden Route über Port Elizabeth bis nach Durban führt. Port Elizabeth, mit knapp 1.2 Millionen Einwohnern größte Stadt des OSTKAP, erreicht man ebenso gut mit dem Flugzeug von Kapstadt, Johannesburg, Durban und anderen Städten des Landes. Für Touristen interessante Orte sind Port Elizabeth, wo man Großstadtflair und Strandurlaub perfekt miteinander verbinden kann (s. Foto), die Kleinstadt Grahamstown, berühmt für ein alljährlich im Juli stattfindendes Kunst- und Kulturfestival, und geschichtsträchtige Orte wie Fort Beaufort und Graaff-Reinet. Das OSTKAP ist ein Paradies für allerlei Outdoor-Aktivitäten, Abenteuertouristen, Strandurlauber und Wassersportler. Im Nordwesten der Provinz locken die Weiten der Halbwüste Große Karoo, im Norden die Drakensberge mit Gipfeln bis 3.200 Meter, im Südwesten ein Teil der Garden Route mit dem Tsitsikamma-Nationalpark und seinen Urwäldern sowie die Surferhochburg Jeffreys Bay. Zwischen Port Elizabeth und East London erstreckt sich die Sunshine Coast mit Traumstränden so weit das Auge reicht, und weiter nördlich beginnt die landschaftlich bizarre, fast menschenleere Wild Coast. Bekannt ist das OSTKAP außerdem für seine zahlreichen Naturschutzgebiete und die malariafreien Wildreservate ("Safari-Gürtel"), darunter der weltberühmte Addo Elephant Park (s. Foto) nördlich von Port Elizabeth. Tourist-Infos zum OSTKAP findet man auf der Webseite des [Eastern Cape Tourism Board] sowie auf [Visit Eastern Cape]. [© Fotos: South African Tourism] [TOURISTINFOS_Südafrika] [GAY INFOS_Südafrika] [WETTER] Amakhala WildtierreservatSafari-LodgesAmakhalagayfriendly, 11 privat geführte, über das Reservat verteilte Lodges, insgesamt 60 Suiten, Zimmer & Zeltcamps der Kategorien 3, 4 + 5 Sterne, komfortable, luxuriöse Ausstattung, je nach Kategorie mit privatem Aussichtsdeck & Whirlpool, Klimaanlage, Freiluftdusche, Kaffee- & Teezubereitung, Getränkekühlschrank, alle Lodges mit Gästelounge, Pool & Feuerstelle, Internetzugang begrenzt - ab 1.850 > 3.380 Rand/Person im DZ, inkl. alle Mahlzeiten, ausgewählte Getränke & Softdrinks und 2 Safaris täglich+27 (0)46 636 27 50, +27 (0)41 502 94 00, Fax +27 (0)86 767 92 51 • Amakhala Wildtierreservat • privates, 73 km² großes Wildreservat mit mehreren Lodges, gut erreichbar am Highway N2 gelegen, ~70 Km nordöstlich von Port Elizabeth und ~60 Km südwestlich von Grahamstown, weitere Wildreservate in der Umgebung ("Safari-Gürtel" des Ostkap), ~20 Km Luftlinie östlich des Addo Elephant Nationalparks • Hauptsaison Oktober-April, Nebensaison Mai-September, malariafrei, ganzjährig Sonderangebote (z.B. "Honeymoon"), tägliche Safaris (inkl. "Big Five") auch für Tagesbesucher von außerhalb für 980 Rand pro Person inkl. Flussfahrt & SnacksDetailsHomepageE-MailAssegaai Bush_GrahamstownSafari Lodge_WildreservatKichaka Game Lodgegayfriendly, Luxuslodge***** mit 10 freistehenden Chalets (2 Pers., 70 m²), Schlafzimmer, Lounge & Bad, eigene Terrasse mit Pool & Außendusche, Klimaanlage, Fußbodenheizung, WLAN, großer Pool am Haupthaus, Restaurant & Bar - ab 2.500 Rand pro Person (Vollverpflegung, Freigetränke, 2 Safaris täglich)+27 (0)46 622 60 24, +27 (0)46 622 60 28 (Fax) • 6140 Grahamstown / Assegaai Bush • abgeschiedene Lage in einem Wildreservat mit Buschland (7.500 ha), nahe des Highway N2 Port Elizabeth <> Grahamstown, 95 Km nordöstlich von Port Elizabeth und 35 Km südwestlich von Grahamstown • ganzjährig geöffnet, Hochsaison von Oktober-April, Nebensaison von Mai-September, vielfältiger Tierbestand inkl. "Big Five", Tierbeobachtung am Wasserloch der Lodge, täglich SafarisDetailsHomepageE-MailCape St Francis_Garden RouteVilla ResortBeach Breakgayfriendly, 3 getrennte Villen mit 9 Zimmern*****, moderne, komfortable Ausstattung, mit Frühstück oder Selbstverpflegung (komplette Küche), Sat-TV, Privatpools, direkter Zugang zum Strand - ab 940 Rand/Person im DZ, ab 3.300 Rand/Villa/Tag+27 (0)42 298 00 54, +27 (0)42 298 01 57 (Fax) • 6313 Cape St Francis • Da Gama Road • ruhige, exklusive Lage an einer kilometerlangen Strandbucht - östliches Tor zur Garden Route, nahe des Tsitsikamma-Nationalparks, 110 km westlich von Port Elizabeth, 200 km östlich von KnysnaDetailsHomepageE-MailChintsa East_Wild CoastHotel-ResortCrawford's Beach Lodgegayfriendly, ideal für Pärchen, 30 verschiedene, geräumige Suiten****, meist mit Blick auf Strand & Meer (Wellenrauschen), Balkon/Veranda, Klimaanlage oder Ventilator, TV, Minibar, Kaffee- & Teekocher, Safe, gratis WLAN (Lounge + Restaurant), Pool, Tennisplatz (Gebühr), Lounge & Verandadeck mit Panoramablick, eigenes Restaurant (Vollpension auf Büffetbasis, samstags Seafood- & Grillbüffet) - 850 > 1.250 Rand pro Person im DZ + Vollpension, Outdooraktivitäten vor Ort buchbarTel. +27 (0)43 738 5000, Fax +27 (0)43 738 5001 • 5275 Chintsa East • 42 Steenbras Road • idyllische, ruhige Lage im Küstenort Chintsa, wenige Schritte zum kilometerlangen, naturbelassenen Sandstrand, umgeben von tropischem Küstenwald, gut mit dem Auto erreichbar, nahe Highway N2 bis East London (~42 Km) und Port Elizabeth (~340 Km), 8 Km bis zum populären Tierreservat Inkwekwezi • ganzjährig geöffnet, Mindestaufenthalt an Weihnachten 5 Nächte & Ostern 3 Nächte, Sonderangebote in der Nebensaison April > September, vielfältiges Freizeitangebot > Wellness & Spa, Sandboarding, Surfen, Strandwanderungen mit Picknick, Reiten am Strand, Wal- & DelphinbeobachtungDetailsHomepageE-MailKenton-on-Sea_Kariega River_Sunshine CoastWildreservat & Zelt-LodgesSibuyagayfriendly, 12 luxuriöse Zelt-Lodges****, inmitten von Fynbos-Wald, River Camp (4 Luxuszelte à 25 m²) & Forest Camp (8 Luxuszelte à 40 m²), extra Badezimmer, Veranda, große Gästelounge, Speiseraum, Bar & Grill, kein TV & Internet - ab 2.495 Rd/Person in 2er-Lodge, Vollverpflegung & tägliche Safaris+27 (0)46 648 10 40 • 6191 Kenton-on-Sea • absolut ruhige Lage im privaten Wildreservat an den idyllischen Ufern des Kariega River, Zugang nur per Bootstransfer flussaufwärts (45 Min.), 130 km östlich von Port Elizabeth, 25 km bis Port Alfred • neben geführten Safaris (inklusive der berühmten "Big Five") werden Buschtouren zu Fuß, Flussfischen, Kanufahren, Reiten am Strand, Hochseefischen sowie Massagen und vieles mehr angebotenDetailsHomepageE-Mail▲ TopMbotyi Village_Mbotyi River_Wild CoastResort-HotelMbotyi River Lodgegayfriendly, familiäre Atmosphäre, mehrere freistehende Häuser mit 48 verschiedenen Zimmern***, rustikal eingerichtet, mit Blick auf Meer oder Fluss & Lagune, mit Balkon/Veranda, Bad mit Dusche und/oder Badewanne, Deckenventilator, Kaffee- & Teekocher, einige mit TV, Klimaanlage & Kühlschrank, WLAN gegen Gebühr, große Gartenanlage mit Pool & Grillplatz, Gästelounge & Bar, Restaurant, kleiner Shop, Fahrrad- und Kanuverleih - von 595 > 1.225 Rand pro Person im DZ (Frühstück bis Vollpension)Tel. +27 (0)39 253 72 00, +27 (0)83 260 55 88, mob. +27 (0)82 674 10 64 • Mbotyi Village • District of Lusikisiki • abgeschiedene Lage auf einer Anhöhe direkt am Meer & an der Mündung des Mbotyi River, inmitten von Wildnis (keine Banken, Restaurants oder Supermärkte!), 26 Km (davon 19 Km Schotterpiste) zur nächst größeren Ortschaft Lusikisiki, ~380 Km > East London (südlich) und ~350 Km > Durban (nördlich) • ganzjährig Sonderangebote, Urlaubserlebnis "Südafrika pur" + Eldorado für Naturfreaks & Abenteurer, Outdooraktivitäten wie Mountainbiking, Kanufahren, (geführte) Wanderungen durch atemberaubende Wildnis mit zahlreichen Wasserfällen, berühmter "Sardine Run" (Juni >Juli) und Wal- & DelphinbeobachtungDetailsHomepageE-MailPort ElizabethBoutique-GästehausSinga Town Lodgegayfriendly, 12 sehr geräumige Suiten*****, individuell gestaltet in orientalisch-afrikanischem Design, luxuriöse Ausstattung, offenes Raumkonzept mit Raumteilern, private Terrasse, Kingsize-Bett, opulenter Badbereich mit Dusche/Wanne, großer Flachbild-TV, überall gratis WLAN-Internetzugang, Klimaanlage, Tee- & Kaffeezubereitung, Gästelounge, Bar, Pool & Outside Lounge, Restaurant, sicheres Parken - ab 900 Rand pro Person im DZ inkl. Frühstück, Abendessen für 220 Rand pro PersonTel. +27 (0)41 503 85 00, mob. +27 (0)82 869 91 35, Fax +27 (0)86 767 92 24 • 6001 Port Elizabeth • 15 Scarborough Crescent • Ecke 10th Avenue, ruhige & sichere Lage südlich des Zentrums im gehobenen Stadtteil Summerstrand, 150 m zur Beachfront mit Restaurants, ~7 Km vom Flughafen und Zentrum entfernt, 92 Km östlich Jeffreys Bay (Tor zur Garden Route), 80 Km > Addo Elephant Nationalpark + 90 Km > Amakhala Wildtierreservat • ganzjährig geöffnet, das ganze Jahr über Sonderangebote vor allem für Wochenendaufenthalte, ideal für Paare, die Wert auf Privatsphäre und luxuriösen Komfort legen, perfekter Standort für Badeurlaub, Tages-Safaritouren & Ausflüge Richtung Garden RouteDetailsHomepageE-MailStorms River_Garden RouteHotelTsitsikamma Village Inngayfriendly, Anlage mit freistehenden Häusern im kolonialen Stil eines kapholländischen Dorfs, 49 komfortable, verschieden ausgestattete Zimmer***, mit Bad, Terrasse/Garten, Tee/Kaffee-Kocher, TV, Internet/WLAN, großer Pool, Bar & Café, Restaurant - ab 375 Rand/Person (DZ, Frühstück)+27 (0)42 281 17 11, +27 (0)42 281 16 69 (Fax) • 6308 Storms River • Darnell Street • ruhige Lage im Ort Storms River (Highway N2), nahe Tsitsikamma-Nationalpark, 580 km von Kapstadt + 170 km von Port Elizabeth entfernt, 90 km bis Knysna + 60 km bis Plettenberg Bay • ganzjährig geöffnet, Nebensaison: Mai-Sept., Hochsaison: Okt.-April, perfekt für Wanderungen, Touren im Tsitsikamma-Nationalpark (Urwald), Bungee-Jumping (Bloukrans Bridge, 23 km)DetailsHomepageE-Mail▲ Top
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Was sind die wichtigsten politischen Ämter, die Joschka Fischer innehatte?
Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater, Publizist und Lobbyist tätig. Leben Herkunft und Jugend Fischer wurde als drittes Kind des Metzgers Joszef Fischer geboren. Die Eltern hatten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Wudigeß (, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest) verlassen müssen. Die Familie siedelte nach Langenburg im Hohenlohischen über. Der von Joschka Fischer geführte Vorname leitet sich von Jóska [] ab, einer Diminutivform des ungarischen Vornamens József [] (). In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Studentenbewegung Ab 1967 engagierte sich Fischer in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition (APO). Er lebte ab 1968 in Frankfurt am Main. Später jobbte er im SDS-Verlag Neue Kritik und in der Buchhandlung Libresso am Opernplatz, die vorwiegend linke Literatur anbot. Gleichzeitig besuchte er eigenem Bekunden nach als Gasthörer die zeitweise völlig überfüllten Vorlesungen von Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Oskar Negt. 1969 nahm Fischer in Algier an einer Konferenz der PLO teil. 1970 gründete er die Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt am Main. 1971 begann er eine Tätigkeit bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim mit dem Ziel, über die Gründung einer Betriebsgruppe die Arbeiter zu politisieren und letztlich für die „Revolution“ zu gewinnen. Diese Form der „Basisarbeit“ brachte aber nicht den erhofften Erfolg und Fischer wurde wegen seiner Aktivitäten nach einem halben Jahr fristlos entlassen. Nach weiteren Gelegenheitsarbeiten – unter anderem als Übersetzer von Romanen für Jörg Schröders Olympia Press – arbeitete Fischer in Frankfurt bis 1981 als Taxifahrer und bis 1982 als Aushilfe in einem Buchladen. Schauspielerische Kurzeinsätze hatte er zudem 1983 in dem Fernsehfilm Der Fliegende Robert und 1986 in dem Film Va Banque, in dem er einen Taxifahrer spielt. Politische Militanz Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen. Es gibt von dem Geschehen auch einen Reportagefilm, der an diesem Tag für die Tagesschau gedreht wurde und die Szene in bewegten Bildern zeigt. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben. Hintergrund war eine vorläufige Festnahme Fischers 1976, bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, unter dem Verdacht, einen solchen Brandsatz während einer Demonstration aus Anlass des Todes Ulrike Meinhofs am 10. Mai 1976 auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben, wobei der Polizeiobermeister Jürgen Weber lebensgefährlich verletzt und dauerhaft entstellt worden war. Gegen Fischer wurde wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Fischer wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Bei der Planung der Demonstration war unter Beteiligung Fischers der Einsatz von Molotowcocktails diskutiert worden. Nachermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu diesem Vorfall wurden 2001 durch den Umstand behindert, dass die Hessische Staatskanzlei unter SPD-Ministerpräsident Holger Börner von der Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt alle Unterlagen über Fischer angefordert hatte, als dieser 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde, und seitdem über den Verbleib der Akten nichts bekannt war. Aus der Frankfurter Zeit stammt auch seine Freundschaft mit dem deutsch-französischen Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, mit dem er zeitweilig in einer Wohngemeinschaft wohnte. Im September 2015 tauchte die seit 1985 verschollene Polizeiakte Fischer in einem herrenlosen Koffer am Frankfurter Flughafen wieder auf. Das Schriftstück enthält Fotos, Fingerabdrücke und Daten und dokumentiert die Verstrickung Fischers in die linksradikale Szene. Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“, leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs „Landshut“, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe. Er habe sich dann zum Demokraten aus Überzeugung gewandelt, was auch dem politischen Lebensweg seiner Partei entspreche: Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Ponto durch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien. Parteilaufbahn Noch vor seinem Parteibeitritt im Jahr 1982 gründete Fischer 1981 mit Daniel Cohn-Bendit und anderen den Arbeitskreis Realpolitik in Frankfurt, der für die Partei Die Grünen sogenannte „realpolitische“ Positionen formulierte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen neuen Positionen führte im Kreisverband Frankfurt zur Polarisierung zwischen Realos und Vertretern eines „öko-fundamentalistisch“ genannten Standpunktes (Fundis), in deren Verlauf sich Fischer 1982 für die Bundestagswahl 1983 als Kandidat für Die Grünen durchsetzen konnte. Im März 1983 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Für diese war er als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig. Er machte sich auch als Redner einen zum Teil umstrittenen Namen, z. B. im Zusammenhang der Kießling-Affäre oder der Flick-Affäre, während der er mit Beschimpfung des Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) auf seinen Ausschluss von einer Bundestagssitzung reagierte. Dem bei den Grünen damals noch üblichen Rotationsprinzip gemäß legte er sein Abgeordnetenmandat nach zwei Jahren zum Ende März 1985 nieder. Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter nahm er am 24. Oktober 1983 an der Blockade der US-Militärbasis in Frankfurt am Main teil, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Nach eigenen Angaben hatte Fischer vor seinem Parteieintritt bei den Grünen aus Überzeugung nie gewählt, was ihn heute aber ärgere. Öffentliche Ämter Staatsminister für Umwelt und Energie Am 12. Dezember 1985 kam es in Hessen nach längerer Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Holger Börner. In diesem Kabinett wurde Fischer Staatsminister für Umwelt und Energie. Bereits seine Vereidigung sorgte für Aufsehen, da er in grobem Jackett und weißen Turnschuhen erschien. Dieser Auftritt prägte den Begriff des „Turnschuh-Ministers“. Heute sind Fischers weiße Nike-Turnschuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach ausgestellt. Am 9. Februar 1987 trat Fischer von seinem Amt als hessischer Umweltminister unter Ministerpräsident Börner (SPD) zurück, da die Grünen in einem Ultimatum den Fortbestand der Koalition von der Rücknahme der Genehmigung für das Hanauer Nuklearunternehmen Nukem abhängig gemacht hatten. Damit zerbrach die erste rot-grüne Regierungskoalition im unmittelbaren Nachgang des Unfalls vom 20. Januar 1987 in der Hanauer Atomfabrik Nukem, nur wenige Monate nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die darauf folgenden Neuwahlen im April 1987 endeten mit einem Sieg von CDU und FDP. Walter Wallmann (CDU) wurde Ministerpräsident und Wolfgang Gerhardt (FDP) sein Stellvertreter. Fischer wurde bei dieser Wahl in den Hessischen Landtag gewählt und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Grünen. Bei den Landtagswahlen 1991 verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Es kam zu einer Wiederauflage der rot-grünen Koalition, diesmal unter Ministerpräsident Hans Eichel (SPD). Fischer wurde wieder Umweltminister. Zugleich war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten. Im Oktober 1994 legte er alle Ämter in Hessen nieder und wurde, nachdem die Grünen bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hatten, neben Kerstin Müller zum Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Neben Fischers Engagement für einen Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ließ in diesen Jahren auch die wirtschaftspolitische Hinwendung der Grünen zur Marktwirtschaft diese immer mehr zu einer „realpolitischen“ Partei werden. Außenminister und Vizekanzler Bei der Bundestagswahl im Herbst 1998 verlor die schwarz-gelbe Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl nach 16 Jahren ihre Mehrheit. Es kam zur Bildung der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene. Der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder berief Fischer als Außenminister und Vizekanzler in sein Kabinett. Im Jahre 2001 konnte die bereits angekündigte Fischer-Biografie „Sag mir, wo Du stehst“ der Journalistin Bettina Röhl nicht erscheinen, weil der Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln vom Vertrag zurücktrat. Als Begründung wurde Röhls Kampagne gegen Fischer, einen langjährigen Autor des Verlags, genannt. Im Januar 2001 hatte Bettina Röhl mit der Veröffentlichung der so genannten Fischer-Prügel-Fotos eine weit über deutsche Grenzen hinausreichende Mediendiskussion über Fischers militante Vergangenheit ausgelöst, in deren Verlauf der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder der Opposition vorwarf, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren, während die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel Fischer aufforderte, sich von der 68er-Revolte insgesamt zu distanzieren. Fischer galt als aussichtsreicher Kandidat auf den nach dem Entwurf für eine Europäische Verfassung für 2006 geplanten Posten des Außenministers der Europäischen Union. Den Grundstein hierzu legte seine im Jahr 2000 gehaltene Humboldt-Rede „Vom Staatenverbund zur Föderation“, mit dem er eine mögliche Finalität des europäischen Einigungsprozesses heraufbeschwor und eindeutig für den europäischen Föderalismus Stellung bezog. Am 1. September 2003 verkündete er allerdings gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder, dass beide bei der nächsten Bundestagswahl wieder zusammen antreten wollten. Die rot-grüne Bundesregierung mit Fischer als Bundesaußenminister führte deutsche Bodentruppen mit der Beteiligung am Einsatz der NATO im Kosovokrieg erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz. Fischer legitimierte diesen Einsatz in einer Rede auf dem Kosovo-Sonderparteitag in Bielefeld 1999 mit den Worten: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“ Ab 2001/2002 beteiligte sich die Bundeswehr am Krieg in Afghanistan. 2003 weigerte sich hingegen die rot-grüne Bundesregierung, den Irakkrieg der USA zu unterstützen. Anfang 2005 stand Fischer als verantwortlicher Minister im Mittelpunkt der sogenannten Visa-Affäre. Am 25. April 2005 trat er als Zeuge vor dem Visa-Untersuchungsausschuss auf, wo er eigene Versäumnisse einräumte und die komplette politische Verantwortung übernahm. Ausscheiden Nach der Bundestagswahl 2005 erklärte Fischer, dass er im Oppositionsfall im Sinne eines Generationswechsels für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag und andere führende Ämter in der Partei nicht mehr zur Verfügung stehe. Seine Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler endete am 18. Oktober 2005, er übte diese Ämter aber noch bis zum 22. November des Jahres geschäftsführend aus. Am 27. Juni 2006 nahm Fischer zum letzten Mal an einer Fraktionssitzung der Grünen Bundestagsfraktion teil. Am 1. September 2006 legte er sein Bundestagsmandat nieder. Sein Mandat übernahm der Nachrücker Omid Nouripour. Tätigkeit als Berater und Lobbyist nach der politischen Karriere Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs. 2006 übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University. Fischer war 2006 beratend für den World Jewish Congress tätig. 2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird. Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group, LLC an. Mitte 2009 gründeten Fischer und Dietmar Huber (langjähriger Pressesprecher der Grünen im Bundestag) Joschka Fischer & Company. 2009 schloss Fischer einen Vertrag mit den Energieversorgern RWE und OMV als politischer Berater für den geplanten Bau der 3300 km langen Nabucco-Pipeline, die Erdgas vom Kaspischen Meer über die Türkei in die EU transportieren sollte. Fischer war damit Lobbykonkurrent zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damals für das Projekt der Nord-Stream-Pipeline warb. Ebenfalls 2009 wurde Fischer Berater für den Autokonzern BMW und, gemeinsam mit Madeleine Albright, Berater der Siemens AG in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen. Im September 2010 übernahm Fischer auch ein Beratungsmandat für die Rewe Group. Im Mai 2009 scheiterte Fischer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich mit einer Klage gegen die Illustrierte Bunte, die ein Foto seiner Privatvilla in Berlin-Grunewald abgedruckt hatte. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit sei gewichtiger als Fischers Persönlichkeitsrecht. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. 2013 machte Fischer Werbung für das Elektroauto BMW i3. Im Oktober 2014 stellte Fischer in Berlin sein Buch Scheitert Europa? vor. Es sollte zunächst „Die Vereinigten Staaten von Europa“ heißen und erhielt angesichts damaliger Entwicklungen einen anderen Titel. In dem Buch beschreibt Fischer u. a. die (wirtschaftlichen) Probleme und Dynamiken Europas mit Beginn der Weltfinanzkrise 2007, eine neue Spaltung und Desolidarisierung zwischen den nördlichen (reicheren) und den südlichen europäischen Staaten sowie den Aufstieg radikaler antieuropäischer und fremdenfeindlicher Parteien in demokratischen Wahlen. Er war Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Anfang 2019 wurde Fischer beim kanadischen Hanf-Hersteller Tilray Gründungsmitglied des internationalen Beirates, der bei der Umsetzung einer „offensiven weltweiten Wachstumsstrategie“ helfen soll. Marla Luther, ehemalige Beraterin bei Joschka Fischer & Company, war bereits seit Anfang 2017 Geschäftsführerin von Tilray Deutschland. Agenturen vermitteln Fischer als Vortragsredner. Er schreibt gelegentlich Gastbeiträge in Zeitungen. Privates Fischer ist in fünfter Ehe seit dem 29. Oktober 2005 mit der Filmproduzentin Minu Barati-Fischer verheiratet. Aus zweiter Ehe stammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 2006 lebt Joschka Fischer in Berlin-Grunewald. Politische Positionen 1995 löste Fischer eine innerparteiliche Kontroverse aus, als er mit der strikt pazifistischen Ausrichtung der Partei brach und militärische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der UN-Schutzzonen in Bosnien und Herzegowina befürwortete. Im Frühjahr 2005 setzte sich Fischer im Rahmen der Nachrufdebatte dafür ein, dass Nachrufe für einstige NSDAP-Mitglieder aus der Hauszeitung internAA des Auswärtigen Amts gestrichen werden. In der Folge wurde eine Historikerkommission eingesetzt, welche die Übernahme von NSDAP-Mitgliedern in das AA nach dem Krieg aufarbeiten sollte. Das Ergebnis von deren Arbeit wurde als Buch Das Amt und die Vergangenheit veröffentlicht und hat weitere Debatten ausgelöst. Seit August 2010 hat Fischer den Vorsitz der aus neun Personen bestehenden „Gruppe herausragender Persönlichkeiten“ im Europarat inne. Die auf Initiative der Türkei ins Leben gerufene Gruppe soll sich und vorschlagen. Der erste Bericht der Gruppe erschien im Frühjahr 2011. In einem Interview mit der NZZ verlangte er im Dezember 2020 mehr militärisches Engagement von der deutschen Bundesregierung. Kosovokrieg 1999 unterstützte Fischer maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Er begründete diesen Krieg unter anderem auch mit dem Verweis auf den Holocaust. Am 7. April 1999 sagte er: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer auf die Frage, ob er zwischen den Ereignissen im Kosovo und der Nazi-Ära eine direkte Parallele sehe: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“ Kritiker warfen Fischer vor, als Außenminister Positionen vertreten zu haben, die er vor der rot-grünen Regierungsübernahme abgelehnt hatte. Wegen seines Werbens als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin entschied im Zusammenhang mit einem von der Polizei übermalten Transparent, dass diese Bezeichnung als schwerer Angriff auf die persönliche Ehre rechtswidrig sei. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir Fansa mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Tschetschenienkriege Heftige Kritik an Joschka Fischer wurde wegen seiner Haltung bezüglich der Tschetschenienkriege geäußert. Während der Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer im Januar 1995 noch die Untätigkeit der Bundesregierung während des Ersten Tschetschenienkriegs angesichts des „grausamen Mordens einer nuklearen Supermacht gegen ein kleines Volk im Norden des Kaukasus“ verurteilt hatte, erklärte er 2000 als Außenminister in Bezug auf den Zweiten Tschetschenienkrieg, dass Russland nicht isoliert werden dürfe und es legitim sei, gegen Terror vorzugehen. Ehrungen und Auszeichnungen Im Mai 2002 wurde Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Haifa ausgezeichnet. Am 4. Mai 2004 erhielt er den renommierten Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon. Im Mai 2005 erhielt Fischer in seiner Funktion als Außenminister die höchste Auszeichnung des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Leo-Baeck-Preis, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. Am 20. Mai 2006 wurde Joschka Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv ausgezeichnet. Als Dank für seinen Einsatz als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung der Grube Messel als Mülldeponie und für deren Bewahrung als Fossilienfundstätte wurde nach ihm im Jahr 2005 eine fossile Schlange als Palaeopython fischeri benannt. Er ist Ehrenbürger von Budakeszi. Im Jahr 2009 erhielt Joschka Fischer den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in Realpolitik. 2010 wurde er mit der Heinrich-Heine-Gastprofessur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geehrt. Im Jahr 2016 bekam Fischer die Bayerische Europa-Medaille. Veröffentlichungen Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X. (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6. Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X. Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9. Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4. Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X. Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4. Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2. Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5. Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8. Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1. „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0. mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3. Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6. Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0. Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6. Literatur Biographien Paul Berman: Idealisten an der Macht. Die Passion des Joschka Fischer. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-846-7. Matthias Geis, Bernd Ulrich: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0175-8; aktualisierte Neuauflage: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61623-8. Sibylle Krause-Burger: Joschka Fischer. Der Marsch durch die Illusionen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05082-1 (überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-60738-7). Jürgen Schreiber: Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten von fetten und mageren Zeiten. Econ, Berlin 2007, ISBN 978-3-430-30033-9. Michael Schwelien: Joschka Fischer. Eine Karriere. Hoffmann & Campe, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11330-3 (erweiterte Taschenbuchausgabe: Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19705-4). Lebensabschnitte und Einzelaspekte Autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hrsg.): Die Hunde bellen … Von A–RZ. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre. Unrast Verlag, Münster 2001, ISBN 3-89771-408-6. Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan. Edition TIAMAT, Berlin 1999, ISBN 3-89320-025-8. Christian Y. Schmidt: „Wir sind die Wahnsinnigen …“. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. Econ, München/Düsseldorf 1998; aktualisierte Ausgabe: Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999; erweiterte Neuausgabe: Verbrecher Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-943167-30-6. Gespräche/Interviews Gero von Boehm: Joschka Fischer. 31. August 2010. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 678–692. mit Daniel Cohn-Bendit, Alexander Gauland: Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch. Athenäum Verlag, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Filme Pepe Danquart: Joschka und Herr Fischer. Deutschland 2011, 140 min, X-Verleih Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden. Dokumentarfilm, 105 min, Deutschland, 2005, Regie: Stephan Lamby, Produktion: Phoenix, von Phoenix Rot-Grün macht Kasse. Dokumentarfilm über die Tätigkeit ehemaliger Politiker als Lobbyisten, 30 min, Deutschland, 2011, Produktion: NDR/Panorama (online) Weblinks Joschka Fischer & Company, Website der Unternehmensberatung Fischers Einzelnachweise Vizekanzler (Deutschland) Außenminister (Bundesrepublik Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Vorsitzender der Bündnis-90/Die-Grünen-Bundestagsfraktion Umweltminister (Hessen) Energieminister (Hessen) Minister für Bundesangelegenheiten (Hessen) Fraktionsvorsitzender (Hessen) Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Politiker (20. Jahrhundert) Politiker (21. Jahrhundert) Hochschullehrer (Princeton University) Lobbyist Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (I. Klasse) Ehrendoktor der Universität Haifa Ehrendoktor der Universität Tel Aviv Autobiografie Sachbuchautor Marathonläufer (Deutschland) Person der 68er-Bewegung Sponti-Szene (Frankfurt am Main) Deutscher Geboren 1948 Mann
#BVB-Attentat: Es war ein #IS-Konvertit mit linkem Hintergrund – Elsässers Blog #BVB-Attentat: Es war ein #IS-Konvertit mit linkem Hintergrund Uncategorized Ein kleiner Tipp an die Dortmunder Polizei und den Generalbundesanwalt nach Auswertung der #Bekennerschreiben *** Hallo Polizei: Immer gut informiert mit COMPACT-Magazin. Wir haben schon beim NSU gezeigt, wo der Fake sitzt. Hier geht’s zum Abo. *** Teilen Sie dies mit:FacebookTwitterRedditE-MailGoogleGefällt mir:Gefällt mir Lade … 12. April 2017 juergenelsaesser 21 Kommentare zu „#BVB-Attentat: Es war ein #IS-Konvertit mit linkem Hintergrund“ Rainer Grieser sagt: 12. April 2017 um 15:43 Super Kommentar ! Danke ! Hoffentlich bleibt´s dabei, keine bösen Rechten, wie der Deutschlandfunk schon im vorauseilenden Gehorsam vermutete ! Aber warten wir es ab, das wird noch kommen ! Schmierereien an Synagogen, Grabschändungen jüdischer Friedhöfe, Pöbeleien angeblich Rechter gegen Juden und Asylanten, rechte “ Brandanschläge „, nur um der Afd vor den Wahlen im Kalifat NRW etwas anzuhängen. Getreu dem Motto : Irgendwas bleibt hängen… Später verläuft alles im Sande, wie gehabt. Dieser verrotteten, moralisch , wie fachlich völlig herunter gekommenen merkel Entourage traue ich alles, aber wirklich alles zu, um nur ja nicht die Macht abzugeben ! Sie weiß genau, wenn sie diese verliert, ist es um sie geschehen….dann werden die Messer gewetzt, und nicht nur bei Geschädigten, auch in der Union… Vae victis ! das wissen alle…auch merkel Bärbel Witzel sagt: 12. April 2017 um 17:39 Die Basler Zeitung berichtete, bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen irakischen IS-Sympathisant: http://bazonline.ch/sport/fussball/explosion-vor-dem-dortmunder-bus/story/11485145 tom schmid sagt: 12. April 2017 um 18:00 . . . suppi . . . ! ! ! Wahr-Sager sagt: 12. April 2017 um 18:08 @Rainer Grieser: DIE AfD gibt es eh nicht. Sollte Petry mit ihrem Vorhaben Erfolg haben, ist die AfD für sehr viele potenzielle Wähler keine Alternative für Deutschland mehr – ist sie aber auch jetzt schon nicht mehr. http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/DEUTSCHLAND/Petry-will-Antirassismus-ins-Grundsatzprogramm-schreiben-artikel9878098.php Bärbel Witzel sagt: 12. April 2017 um 19:48 Eine Wutrede von Petr Bystron zum Anschlag auf BVB-Bus: https://www.pi-news.net/2017/04/anschlag-auf-bvb-bus-moslem-festgenommen-bystron-fordert-umdenken-der-bundesliga/ Aristoteles. sagt: 12. April 2017 um 20:23 Sollten es also der Iraker und der undeutsche Konvertit gewesen sein, In Dortmund und darüber hinaus wird ein Fest der Vielfalt, des Regenbogens und der Weltoffenheit gefeiert, und Philipp Lahm hält eine Rede und Herbert Grönemeyer singt ein Lied dazu. Ok. Ein bisschen Anti-Islam-Feeling ist jetzt mit dabei, da wird an den Medienschrauben schon in die entsprechende Richtung gedreht, aber das war’s. Solange nicht gerade die eigene Tochter vergewaltigt oder der eigenen Sohn zerbombt wird, sind die meisten Bunzel mit dem neuen Lebensgefühl einverstanden. Im Gegenteil, da ist sogar mal was los. Ich kenne Typen, die würden sogar die nächste Mallorca-Reise buchen, wenn am Vorabend im eigenen Garten eine Bombe hochginge. Diese Typen waren früher nationalkonservativ, weil die CDU es war. Dann waren sie mit Merkel weltoffen und tolerant und ohne Obergrenze und böse Rächte und so, weil die CDU es war. Wenn jetzt Julia Klöckner von der CDU sagt, dass „Multikulti in der Addition der Vielfalt gescheitert“ ist (was auch immer sie mit „Addition der Vielfalt“ meint), dann wählen dieselben Bunzel wieder CDU, v.a. in Nordrhein-Westfalen. Oder sie wählen trotzdem wieder Hannelore Kraft, weil SPD und Arbeiter und überhaupt, weil es ja schon immer so war, und „mir geht’s doch gut“ und Bundesliga. Ivanka sagt: 12. April 2017 um 20:48 Hallo an alle Patrioten, Hallo Herr Elsaesser, Wahr-Sager sagt: 12. April 2017 um 20:50 „Knie nieder und bitte um Vergebung – der Holocaust ist mit nichts zu relativieren!“ https://www.welt.de/politik/ausland/article163639385/Nicht-einmal-Hitler-ist-so-tief-gesunken.html Wahr-Sager sagt: 12. April 2017 um 21:44 OT: Horst Mahler soll wieder in den Knast – was sein Todesurteil wäre. Gerard Menuhin setzt sich für ihn ein. Wo bleiben all die Restdeutschen, die das nicht mal in virtueller Form machen, weil sie sich an Nebenschauplätzen abarbeiten und auf „Likes“ aus sind? Elmar sagt: 12. April 2017 um 22:15 Interessant wäre eine Erklärung dafür, wie jemand an so einem Mannschaftsbus Bomben anbringen kann.. Es handelt sich ja nicht um den Bus einer Dorfmannschaft, sondern den Bus des BVB. Wird der Bus nicht permanent überwacht?, Security usw. , schon allein um zu verhindern, dass irgendwelche Fans rumhantieren, sich reinsetzen… etc. Linker Konvertit? Sowas wie Sally Jones? Expunkrocksängerin: „She wrote: „You Christians all need beheading with a nice blunt knife and stuck on the railings at raqqa…Come here I’ll do it for you.”“ http://www.express.co.uk/news/uk/571075/Islamic-State-video-Kent-punk-rock-mother-Sally-Jones-leading-women-extremists Johannes Loew (@Elynitthria) sagt: 12. April 2017 um 22:58 Ganz ehrlich, Herr Elsässer: lassen Sie sich da mal nicht von Hass auf Moslems leiten, denn gerade die Forderungen deuten auf eine false flag hin. Beide Forderungen haben nämlich linke und rechte gemein, besonders Rammstein schließen wird immer akuter, was könnte man da besseres tun, als diese Forderung mit einem IS-Terroranschlag auf Deutschlands Lieblingshobby-Helden zu verknüpfen! Elmar sagt: 13. April 2017 um 15:12 @Johannes Loew „Beide Forderungen haben nämlich linke und rechte gemein, besonders Rammstein schließen…“ Der Gedanke kam mir gestern auch. Wobei sich zeigen wird (Medien), wer als Täter präsentiert wird: Rächter Finger, oder linker Stinker… Ein rächter Finger hätte aber wohl auch etwas mit Kritik an der Kommt’s alle nach Deutschland-Politik ins Schreiben eingebaut. Ein linker Stinker tut dies nicht. Wenn er auch Merkels Politik kritisiert kommt hier im Sinne von „endlich“ für linke Stinker Weihnachten und Silvester zusammen. Linke Stinker neigen zudem dazu, Fußball zu hassen. Das sind diese Leute die sich zusammen treffen wenn Deutschland spielt und Sitzkreise bildend, inbrünstig hoffen dass Deutschland verliert. Jeder Dorffußballclub gilt in diesen Kreisen bereits als faschistische Vereinigung, jeder Dorfschützenverein bereits als SS-Geheimgesellschaft… Wie auch immer, dass dies ein klassischer Islamist war, klingt wenig plausibel. Auch wenn sich bei hier Sozialisierten Anhängerschaft bildet…das sind diese Kids, die 2x durch den Hauptschulabschluss fielen , ihr bisheriges Leben vor irgendeiner Gamekonsole verbrachten (Egoshooter) und dann entweder „Alter, krass mann, gesch du Syrien, kansch machen echte Mensch tot, mit voll echte Waffe. Kalashnikov , Alter, oder Kopf weg“ oder „Gesch du auf Straße, stechen Polizei in Hals, machen was für Allah“ draufkommen. Dass es Ramstein gibt, ist denen unbekannt und wenn, dann halten sie es für eine Wikinger-Rockband… „Rammstein, Alter, Deutsche, krass“. Die Idee eines linken Konvertiten, halte ich daher für nicht abwegig. Manch Linker hat für sich erkannt, Deutschland vernichten zu können, indem er mit dem radikalen Islam eine Symbiose eingeht. Dass das seine Halligalli-Welt, „tüteltütü, alle Menschlein, ob weiß, schwarz, hetero, schwul, lila oder blau, leben in Glückseligkeit, wenn nur Deutschland vernichtet ist“ genauso zerstört, mag er*sie nicht begreifen. Info68 sagt: 13. April 2017 um 15:56 Heute gelesen, daß die Attentäter ne Menge Ahnung hatten von der Spreng-Sache! Wie konnten die Bomben unerkannt gelegt werden (siehe Herrhausen-Fall) in einer übersichtlichen Landgegend?? Wie wurden die Bomben gezündet?? Welche echten Spuren sind zu finden? Waren es doch Geheimdienste??! Wem nützt es, wem schadet es??! Kern sagt: 13. April 2017 um 20:17 Waren es vielleicht doch Geheimdienste ? Ja. Entweder IS-Kämpfer. Ach was. Moslems halt. Ein echter Moslem muss Ungläubige ermorden, wo er sie antrifft. Lasst Euch nicht von den vielen ungehorsamen Moslems täuschen. Viele Moslems haben null Ahnung vom Islam. Vor ein paar Tagen lief eine Reportage auf arte-tv. Mit Hamed Abdel Samad, dem Islamkritiker, der früher mal ein Moslembruder war. Samad steht heute unter Polizeischutz, weil die „friedvolle Religion“ befohlen hat, ihn zu töten, denn er ist Atheist geworden. Das darf man nicht im Islam. Wer den Islam verlässt, muss ermordet werden. Ist ein ewiger Befehl von Allah. Die Reporterin ging also in eine Moschee, wo gerade „Tag der offenen Tür war“. Alle sind willkommen. Auch die Ungläubigen. Das zeigt schon, auf welchem Niveau diese Moslems sind. Mohammed hätte ein Massengrab ausheben lassen und alle Ungläubigen mit eigener Hand geköpft. Jedenfalls war da eine Vorzeige-Muslima, die schon öfters im deutschen Staatsfernsehen für den „friedvollen Islam“ werben durfte. Diese immerzu lächelnde Marionette mit Kopftuch erklärte der Reporterin mit glühenden Augen, daß der Islam eine reine und wunderbare Religion sei. Am Schluss fragte die Reporterin, ob denn auch der Abdel Samad willkommen sei. „Ja, wieso nicht ?“ sagte die Moslem-Marionette mit Kopftuch. Doch nicht in der Moschee, auch nicht im Innenhof. Weil es so „voll ist“. Also wurde der vom Islam abgefallene Abdel-Samad vor der Tür der Moschee an der Strasse draussen empfangen. Im Hintergrund gingen laufend Besucher in den Innenhof, der angeblich „zu voll “ war für Abdel-Samad. Schnell kam das Gespräch auf Mohammed und die Islamkritik. Da wurde das Kopftuch-Propaganda-Wesen nervös, fiel Abdel ins Wort und warf ihm vor, er würde nur seine negativen persönlichen Probleme auf den Islam projizieren. Beliebte Strategie der Moslems: Der Islam ist friedvoll. Die Kritiker sind aggressiv und böse und intolerant. Sind selbst schuld, wenn sie dafür angegriffen werden. Die Moslem-Tante gab Abdel den Rat, er solle doch „positiv denken“ und „liebevoll“ auf die Mitmenschen zugehen. Der Islam sei rein und heilig. Er sollte doch „das Gute in allen Menschen sehen“. Abdel Samad schlug dieser Dauerlügnerin vor, ihr die Stellen in den Büchern in der Moschee zu zeigen, von denen diese verhüllte Dame keinen blassen Schimmer hatte. Die hat offensichtlich nicht mal den Koran durchgelesen und schon gar nicht die anderen heiligen Bücher, wo drinsteht, daß Mohammed dauernd mit Ziegen sexuell verkehrte. Die Dame wußte auch nichts davon, daß Mohammed persönlich etwa 1000 Juden den Kopf abtrennte. Sie blieb dabei, daß der Islam rein und heilig und voller Liebe sei. Bei solchen Desinformations-Drohnen ist nichts auszurichten. Die kennen den Islam überhaupt nicht und leben in einer Fantasiewelt wie Merkel und das links-grüne Gesindel, das uns mit Moslems flutet und bei jeder neuen Vergewaltigung und jedem neuen Mord abstreitet, daß der Islam etwas damit zu tun hat. Manfred Gutsche sagt: 14. April 2017 um 21:30 JETZT SOLLEN ES RECHTE GEGEN DEN BUS GEWESEN SEI:VIELLEICHT PEGIDA ODER AfD…….. Da sieht man mal wie diese VOLKSVERRÄTERIN A.M. in Berlin tickt!!! Übrigens fühlen diese USA sich jetzt wie die WELTBEHERSCHER – alle lieben Präsidenten mit MONSTER BOMBEN bedrohen,da guckt aber CHINA nicht zu!!! MONSTER TRUMP MACH NUR SO WEITER DIE MENSCHEN WERDEN DIR DAS NICHT DANKEN! Die Deutsche sagt: 15. April 2017 um 17:07 Lieber „Wahrsager“, ich finde schon, dass die AfD noch wählbar ist. Sogar mit Frau Petry! Richtiger für eine Partei die sich für die wahre Demokratie einsetzt wäre aber ein kämperischer Mensch wie Bernd Höcke, der das was die meisten Deutschen denken in Worte fasst!! Nicht kuschen, sondern fordern!! Wir haben das Recht dazu! Dargelegt im Grunggesetz Nr. 20!! Herr Höcke nimmt davon Gebrauch, Frau Petry nicht. Wer ist denn dann wohl die /der bessere Politiker für die Deutschen? Wir haben uns jetzt mehr als 70 Jahre lang am Gängelband ausländischer Interessenunterdrücken lassen. Frau Merkel hat aufgrund ihres illegalen Bruches mehrerer Gesetze Millionen Menschen aus fremden Kulturen in unser Land gelassen und läßt sie noch! Wie eigentlich jeder deutsche Bundesbürger wissen sollte, hat Frau Merkel und Konsorten viele deutsche Gesetze gebrochen und brechen sie immer noch! Und keiner geht dagegen vor! Dies hat schon einen Geruch von Diktatur! Nicht umsonst wird der Türke Erdogan immer noch hofiert, obwohl er in demokratischen Ländern sofort als „unerwünschte Person“ eingestuft werden sollte. Entweder ist Erdogan doch demokratisch oder unsere Politiker sind es nicht mehr! Denkt gut darüber nach und wählt im September 2017 eine deutschfreundliche Partei oder wählt ungültig. Aber bitte, bitte wählt!!!!!!!! Die Deutsche sagt: 15. April 2017 um 17:21 Ich habe Trump zwar nie vertraut, mir jedoch trotzdem gewünscht, dass seine patriotischen Aussagen in die Tat umgesetzt werden. Und zwar als Vorbild für die unsägliche Politik der deutschen Politiker. Trump ist nicht besser und vielleicht sogar noch schlechter für den Frieden auf Erden. Jetzt schaue ich zu und weiß, dass alles noch viel schlechter wird als gehabt. Aber das haben ja unzählige Propheten schon vorausgesagt. Wie es scheint, kommen wir aus diesen vorausgesagten Prophezeiungen auch nicht mehr heraus. In der Masse ändern sich die Menschen nämlich wirklich nicht. Und darum wird es nach Aussage von Jesus Christus bis spätestens 2025 das prophezeite Weltengericht geben! Ich habe keine Angst davor! Im Gegenteil! Lieber heute als morgen. So wie bisher darf es auf unserer Erde nicht mehr weiter gehen!! Rainer Grieser sagt: 16. April 2017 um 19:46 Elmar, 12.04.17, 22.15 Uhr Elmar, Sie liegen richtig, auf einer sehr heißen Fährte ! Natürlich werden alle Fan-Busse bewacht, sofern sie nicht auf streng bewachtem Gelände des jeweiligen Vereins abgestellt sind. Schon wegen der Versicherungen für die hoch gezüchteten Rennpferde der Bundesliga. Nein, die ganz Räuberpistole ist von interessierter Seite ausgeheckt, merkel -Kreise möglich (Altmeier, Tauber ??? BND, Verfassungsschutz, Mossad ), sie alle wollen auf Biegen und Brechen verhindern, daß die AfD in den Bundestag kommt. Jeder spricht von “ hoher Professionalität „, der “ Sprengstoff könne aus den Depos der Bundeswehr stammen „, wie beschrieben, immer neue, falsche Fährten . Ich gehe in den nächsten ein- zwei Wochen von einer massiven anti-Rechts-Kampagne gegen die AfD aus, mit dem Ziel, sie in die Nähe der “ Attentäter “ auf den BVB Bus zu bringen. Nur muß das choreographisch so aufbereitet werden, daß diese vermeintlichen Enthüllungen unmittelbar von den 14.05. , also den Landtagswahlen im Kalifat heraus kommen, damit die AfD keine Möglichkeit bekommt , dagegen zu steuern. siempre sagt: 18. April 2017 um 21:21 Mehr muss man wohl dazu nicht sagen? Es ist peinlich geworden Amerikaner zu sein. Unser Land hatte nacheinander vier kriegsverbrecherische Präsidenten. Clinton hat zweimal militärische Angriffe gegen Serbien gestartet und der NATO zweimal befohlen, das frühere Jugoslawien zu bombardieren, 1995 und 1999. Damit hat Bill zwei Kriegsverbrechen. George W. Bush ist in Afghanistan und im Irak einmarschiert und hat Provinzen in Pakistan und im Jemen aus der Luft angegriffen. Das macht vier Kriegsverbrechen für Bush. Obama hat die NATO benutzt um Libyen zu zerstören und schickte Söldner nach Syrien, damit hat er zwei Kriegsverbrechen begangen. Trump hat Syrien mit US-Streitkräften angegriffen, damit wurde er früh in seinem Regime zu einem Kriegsverbrecher. Schließlich hat die UN zusammen mit Washingtons Vasallen Europa, Kanada und Australien bei diesen Kriegsverbrechen mitgemacht, sie alle sind der Kriegsverbrechen schuldig. Vielleicht sollte die UN selbst zusammen mir der EU, den USA, Australien und Kanada vor ein Kriegsverbrechertribunal gestellt werden. Eine hübsche Leistung. Die westliche Zivilisation, falls es sich um Zivilisation handelt, ist in der Menschheitsgeschichte der größte Täter an Kriegsverbrechen. Und da sind noch andere Verbrechen – Somalia und Obamas Umstürze in Honduras und der Ukraine, und Washingtons andauernde Versuche, die Regierungen von Venezuela, Ecuador und Bolivien zu stürzen. Washington will Ecuador umstürzen damit sie Julian Assange packen und foltern können, den führenden Demokraten der Welt. Diese von vier US-Präsidenten begangenen Kriegsverbrechen haben Millionen von zivilen Toten und Verwundeten verursacht und Millionen Menschen entrechtet und vertrieben. Die sind jetzt als Flüchtlinge in Europa, UK, USA, Kanada und Australien und bringen ihre Probleme mit sich. Einige davon werden für Europäer zum Problem, z.B. die Gruppenvergewaltigungen. Was ist der Grund für all den Tod, die Zerstörung und das Fluten des Westens mit den Flüchtlingen vor der nackten Gewalt des Westens? Wir wissen es nicht. Man erzählt uns Lügen: Saddam Husseins „Massenvernichtungswaffen“, von denen die US-Regierung mit absoluter Sicherheit wusste, dass sie nicht existieren. „Assads Einsatz chemischer Waffen“, eine offensichtliche und krasse Lüge. „Iranische Nuklearwaffen“, noch so eine krasse Lüge. Die Lügen über Gaddafi in Libyen sind so absurd, dass es keinen Sinn macht sie zu wiederholen. Was waren die Lügen, die benutzt wurden um die Bombardierung von Stämmen in Pakistan zu rechtfertigen oder eine neue Regierung im Jemen zu bombardieren? Kein Amerikaner weiß es oder schert sich darum. Warum die US-Gewalt gegen Somalia? Nochmal, kein Amerikaner weiß es oder schert sich darum. Oder die Trottel haben einen Kinofilm gesehen. Die Gewalt existiert um ihrer selbst willen. Das ist aus Amerika geworden. In der Tat, Gewalt ist das was Amerika ausmacht. Sonst gibt es da nichts. Gewalt ist das Herz Amerikas. Bedenkt nicht nur die Bombardierung und Zerstörung von Ländern, sondern auch die endlose, willkürliche und unerhörte Polizeigewalt gegen US-Bürger. Wenn jemand entwaffnet werden sollte, dann ist es die US-Polizei. Die Polizei verübt mehr „Waffengewalt“ als jeder andere und im Gegensatz zu Drogenbanden, die untereinander um Territorien streiten, hat die Polizeigewalt keinen anderen Sinn als die Liebe zum Verüben von Gewalttaten gegen andere Menschen. Die amerikanische Polizei erschießt sogar 12-jährige amerikanische Kinder bevor sie Fragen stellen, besonders wenn es Schwarze sind. Gewalt ist Amerika. Amerika ist Gewalt. Die idiotischen Liberalen schieben es auf die Waffenbesitzer, aber es ist immer die Regierung, die die Quelle von Gewalt ist. Aus diesem Grund haben uns die Gründerväter den Zweiten Verfassungszusatz gegeben. Es sind nicht die Waffenbesitzer, die ganz oder teilweise acht Länder zerstört haben. Es ist die auf Kosten der Steuerzahler bewaffnete US-Regierung, die die Gewalt begeht. Amerikas Lust zur Gewalt bringt jetzt die Trottel in Washington dazu, gegen Menschen vorzugehen, die auch Gewalt anwenden können: die Russen und die Chinesen, der Iran und Nordkorea. Angefangen bei dem Trottel Clinton hat jede US-Regierung Abkommen mit Russland gebrochen oder aufgekündigt. Abkommen, die dazu dienten, die Spannungen und das Risiko für einen thermonuklearen Krieg zu reduzieren. Washington hat anfangs seine aggressiven Schritte gegen Russland mit Lügen verdeckt, z.B. dass die ABM-Raketen an Russlands Grenze dazu dienen würden, Europa vor (nicht existierenden) atomaren Interkontinentalraketen des Iran zu schützen. Das Obama-Regime hat die Lügen weiter erzählt, aber sie haben mit falschen Vorwürfen gegen Russland und den russischen Präsidenten nachgelegt, um die Spannungen zwischen den Nuklearmächten zu erhöhen – das Gegenteil von Ronald Reagans Politik. Dennoch lieben die idiotischen Liberalen Obama und hassen Reagan. Habt ihr gewusst, dass Russland so mächtig und die NSA und die CIA so schwach sind, dass Russland das Ergebnis von US-Wahlen bestimmen kann? Das muss euch bekannt sein, denn das ist alles was ihr von der durch und durch korrupten Demokratischen Partei, der CIA, dem FBI, den amerikanischen Hurenmedien und jenen Trotteln gehört habt, die CNN, MSNBC, NPR schauen oder die New York Times und die Washington Post lesen. Bestimmt habt ihr mindestens tausendmal gehört, dass Russland in die Ukraine einmarschiert ist; aber Washingtons Marionette sitzt immer noch in Kiew. Man muss keinen IQ über 90 besitzen um zu verstehen, dass, hätte Russland die Ukraine überfallen, die Ukraine nicht mehr existieren würde. Habt ihr gewusst, dass der Präsident Russlands, den weltweite Umfragen als den am meisten respektierten Führer der Welt zeigen, gemäß Hillary Clinton „der neue Hitler“ ist? Habt ihr gewusst, dass der meist respektierte Führer der Welt, Wladimir Putin, ein Mafia-Boss ist, ein Schurke, eine Tarantel im Zentrum eines Spinnennetzes? So sagen Mitglieder der US-Regierung, die zu blöd sind um ihren eigenen Namen zu buchstabieren. Habt ihr gewusst, dass Putin, der nicht aggressiv auf die US-Provokationen geantwortet hat (nicht aus Angst, sondern aus Respekt vor dem menschlichen Leben), angeblich auf Teufel komm raus das sowjetische Imperium wiedererrichten will? Aber dennoch, als Putin eine russische Streitmacht entsandte, gegen die von den USA und Israel trainierte und ausgerüstete Armee Georgiens, die Südossetien angriff, da hat die russische Armee Georgien in fünf Stunden erobert; aber nachdem er den Idioten eine Lektion erteilt hatte, da ist er wieder abgezogen. Wenn Putin das russische Imperium wiedererrichten wollte, warum hat er dann Georgien nicht behalten? Georgien war 300 Jahre lang eine russische Provinz, bis Washington das russische Imperium zerlegt hat als die Sowjetunion zusammenbrach. Washington wäre machtlos gewesen wenn Putin erklärt hätte, dass Georgien wieder ein Teil Russlands ist. Und jetzt haben wir die Peinlichkeit von Trumps CIA-Direktor Mike Pompeo, wahrscheinlich die dümmste Person Amerikas. Hier haben wir einen Trottel der niedrigsten Kategorie. Ich bin mir nicht sicher ob da überhaupt ein IQ ist. Wahrscheinlich liegt er bei Null. Dieser Idiot — falls er sich überhaupt für diese Kategorie qualifiziert, was ich bezweifle – hat Julian Assange beschuldigt, den Weltklasse-Journalisten, der mehr als jeder andere den Ersten Verfassungszusatz der US-Verfassung repräsentiert, er sei ein Dämon, der sich auf die Seite von Diktatoren schlage und mit Hilfe Russlands die Sicherheit der amerikanischen Hegemonie gefährde. Und das alles weil WikiLeaks Material aus öffentlichen Quellen veröffentlicht, das das kriminelle Verhalten der US-Regierung offenlegt. WikiLeaks stiehlt keine Dokumente. Die Dokumente werden von Whistleblowern an WikiLeaks geleakt, die die Unmoral und die Lügen der US-Regierung nicht ertragen können. Jeder der die Wahrheit erzählt ist per Definition gegen die Vereinigten Staaten von Amerika. Und der Trottel Pompeo will ihnen an den Kragen. Als ich zum ersten mal die Anschuldigungen Pompeos gegen Assange las, da dachte ich das sei ein Scherz. Der CIA-Direktor will das First Amendment außer Kraft setzen. Aber der Idiot Pompeo hat das wirklich gesagt. („WikiLeaks ist ein ‚feindlicher Geheimdienst‘, Assange und seine Mitstreiter sind ‚Dämonen‘: CIA-Chef dreht durch“) Was können wir tun, was kann die Welt tun, wenn wir so komplette Trottel als Direktor der Central Intelligence Agency haben, als Präsidenten der USA, als Nationalen Sicherheitsberater, als Außenminister, als US-Botschafterin bei der UN, als Redakteure der New York Times, der Washington Post, CNN, NPR, MSNBC? Wie kann es da irgendeine Intelligenz geben wenn nur Trottel zuständig sind? Dumm ist der, der Dummes tut. Die chinesische Regierung hat gesagt, dass die idiotischen Amerikaner jeden Moment Nordkorea angreifen könnten. Eine große US-Flotte nimmt Kurs auf Nordkorea. Nordkorea besitzt jetzt offenbar Nuklearwaffen. Eine nordkoreanische Nuklearwaffe kann die gesamte US-Flotte auslöschen. Warum strebt Washington dieses Ergebnis an? Die einzig mögliche Antwort ist idiotische Blödheit. Nordkorea belästigt keinen. Warum knöpft sich Washington Nordkorea vor? Will Washington Krieg mit China? Wenn das der Fall ist, dann kann sich Washington von der Westküste verabschieden. Warum unterstützt die Westküste eine Politik, die das Ende der Westküste der USA bedeutet? Glauben die Trottel von der Westküste, dass die USA einen Krieg mit China oder Nordkorea anfangen können, ohne Konsequenzen für die Westküste? Sind denn Amerikaner so komplett blöd? China oder Russland können jeder für sich die USA auslöschen. Zusammen können sie Nordamerika für immer unbewohnbar machen. Warum provozieren die Trottel aus Washington die mächtigen Nuklearmächte? Glauben die Trottel aus Washington, sie könnten Russland und China mit ihren Drohungen unterwerfen? Die Antwort lautet: Washington ist eine Ansammlung von Trotteln, Leute die dümmer sind als dumm. Leute die so weit außerhalb der Realität leben dass sie glauben, ihre Selbstüberschätzung und Arroganz würde sie über die Realität erheben. Wenn die erste Satan 2 in Washington einschlägt, dann wird die größte Ansammlung von Trotteln auf der Welt aufhören zu existieren. Die Welt wird einen großen Seufzer der Erleichterung machen. Macht schon! Los ihr Trottel, vernichtet euch selbst! Der Rest von uns kann es gar nicht erwarten. Info68 sagt: 21. April 2017 um 07:02 21.4.17 Mutmaßlicher Täter gefaßt: Deutsch-Russe, der die Tat aus Habgier verübte, um aus einem Kurssturz der BVB-Aktie den großen Reibach zu machen!! Paul sagt: 21. April 2017 um 12:13 Tja, ein geldgeiler Deutsch-Russe war’s. Wo bleibt die Richtigstellung? Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag: #BVB-Anschlag: Bekennerschreiben aufgetaucht!Weiter Nächster Beitrag: Petry-Berater: „Petry muss weg!“
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Was sind die wichtigsten politischen Ämter, die Joschka Fischer innehatte?
Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater, Publizist und Lobbyist tätig. Leben Herkunft und Jugend Fischer wurde als drittes Kind des Metzgers Joszef Fischer geboren. Die Eltern hatten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Wudigeß (, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest) verlassen müssen. Die Familie siedelte nach Langenburg im Hohenlohischen über. Der von Joschka Fischer geführte Vorname leitet sich von Jóska [] ab, einer Diminutivform des ungarischen Vornamens József [] (). In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Studentenbewegung Ab 1967 engagierte sich Fischer in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition (APO). Er lebte ab 1968 in Frankfurt am Main. Später jobbte er im SDS-Verlag Neue Kritik und in der Buchhandlung Libresso am Opernplatz, die vorwiegend linke Literatur anbot. Gleichzeitig besuchte er eigenem Bekunden nach als Gasthörer die zeitweise völlig überfüllten Vorlesungen von Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Oskar Negt. 1969 nahm Fischer in Algier an einer Konferenz der PLO teil. 1970 gründete er die Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt am Main. 1971 begann er eine Tätigkeit bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim mit dem Ziel, über die Gründung einer Betriebsgruppe die Arbeiter zu politisieren und letztlich für die „Revolution“ zu gewinnen. Diese Form der „Basisarbeit“ brachte aber nicht den erhofften Erfolg und Fischer wurde wegen seiner Aktivitäten nach einem halben Jahr fristlos entlassen. Nach weiteren Gelegenheitsarbeiten – unter anderem als Übersetzer von Romanen für Jörg Schröders Olympia Press – arbeitete Fischer in Frankfurt bis 1981 als Taxifahrer und bis 1982 als Aushilfe in einem Buchladen. Schauspielerische Kurzeinsätze hatte er zudem 1983 in dem Fernsehfilm Der Fliegende Robert und 1986 in dem Film Va Banque, in dem er einen Taxifahrer spielt. Politische Militanz Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen. Es gibt von dem Geschehen auch einen Reportagefilm, der an diesem Tag für die Tagesschau gedreht wurde und die Szene in bewegten Bildern zeigt. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben. Hintergrund war eine vorläufige Festnahme Fischers 1976, bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, unter dem Verdacht, einen solchen Brandsatz während einer Demonstration aus Anlass des Todes Ulrike Meinhofs am 10. Mai 1976 auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben, wobei der Polizeiobermeister Jürgen Weber lebensgefährlich verletzt und dauerhaft entstellt worden war. Gegen Fischer wurde wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Fischer wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Bei der Planung der Demonstration war unter Beteiligung Fischers der Einsatz von Molotowcocktails diskutiert worden. Nachermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu diesem Vorfall wurden 2001 durch den Umstand behindert, dass die Hessische Staatskanzlei unter SPD-Ministerpräsident Holger Börner von der Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt alle Unterlagen über Fischer angefordert hatte, als dieser 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde, und seitdem über den Verbleib der Akten nichts bekannt war. Aus der Frankfurter Zeit stammt auch seine Freundschaft mit dem deutsch-französischen Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, mit dem er zeitweilig in einer Wohngemeinschaft wohnte. Im September 2015 tauchte die seit 1985 verschollene Polizeiakte Fischer in einem herrenlosen Koffer am Frankfurter Flughafen wieder auf. Das Schriftstück enthält Fotos, Fingerabdrücke und Daten und dokumentiert die Verstrickung Fischers in die linksradikale Szene. Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“, leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs „Landshut“, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe. Er habe sich dann zum Demokraten aus Überzeugung gewandelt, was auch dem politischen Lebensweg seiner Partei entspreche: Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Ponto durch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien. Parteilaufbahn Noch vor seinem Parteibeitritt im Jahr 1982 gründete Fischer 1981 mit Daniel Cohn-Bendit und anderen den Arbeitskreis Realpolitik in Frankfurt, der für die Partei Die Grünen sogenannte „realpolitische“ Positionen formulierte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen neuen Positionen führte im Kreisverband Frankfurt zur Polarisierung zwischen Realos und Vertretern eines „öko-fundamentalistisch“ genannten Standpunktes (Fundis), in deren Verlauf sich Fischer 1982 für die Bundestagswahl 1983 als Kandidat für Die Grünen durchsetzen konnte. Im März 1983 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Für diese war er als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig. Er machte sich auch als Redner einen zum Teil umstrittenen Namen, z. B. im Zusammenhang der Kießling-Affäre oder der Flick-Affäre, während der er mit Beschimpfung des Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) auf seinen Ausschluss von einer Bundestagssitzung reagierte. Dem bei den Grünen damals noch üblichen Rotationsprinzip gemäß legte er sein Abgeordnetenmandat nach zwei Jahren zum Ende März 1985 nieder. Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter nahm er am 24. Oktober 1983 an der Blockade der US-Militärbasis in Frankfurt am Main teil, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Nach eigenen Angaben hatte Fischer vor seinem Parteieintritt bei den Grünen aus Überzeugung nie gewählt, was ihn heute aber ärgere. Öffentliche Ämter Staatsminister für Umwelt und Energie Am 12. Dezember 1985 kam es in Hessen nach längerer Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Holger Börner. In diesem Kabinett wurde Fischer Staatsminister für Umwelt und Energie. Bereits seine Vereidigung sorgte für Aufsehen, da er in grobem Jackett und weißen Turnschuhen erschien. Dieser Auftritt prägte den Begriff des „Turnschuh-Ministers“. Heute sind Fischers weiße Nike-Turnschuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach ausgestellt. Am 9. Februar 1987 trat Fischer von seinem Amt als hessischer Umweltminister unter Ministerpräsident Börner (SPD) zurück, da die Grünen in einem Ultimatum den Fortbestand der Koalition von der Rücknahme der Genehmigung für das Hanauer Nuklearunternehmen Nukem abhängig gemacht hatten. Damit zerbrach die erste rot-grüne Regierungskoalition im unmittelbaren Nachgang des Unfalls vom 20. Januar 1987 in der Hanauer Atomfabrik Nukem, nur wenige Monate nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die darauf folgenden Neuwahlen im April 1987 endeten mit einem Sieg von CDU und FDP. Walter Wallmann (CDU) wurde Ministerpräsident und Wolfgang Gerhardt (FDP) sein Stellvertreter. Fischer wurde bei dieser Wahl in den Hessischen Landtag gewählt und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Grünen. Bei den Landtagswahlen 1991 verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Es kam zu einer Wiederauflage der rot-grünen Koalition, diesmal unter Ministerpräsident Hans Eichel (SPD). Fischer wurde wieder Umweltminister. Zugleich war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten. Im Oktober 1994 legte er alle Ämter in Hessen nieder und wurde, nachdem die Grünen bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hatten, neben Kerstin Müller zum Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Neben Fischers Engagement für einen Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ließ in diesen Jahren auch die wirtschaftspolitische Hinwendung der Grünen zur Marktwirtschaft diese immer mehr zu einer „realpolitischen“ Partei werden. Außenminister und Vizekanzler Bei der Bundestagswahl im Herbst 1998 verlor die schwarz-gelbe Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl nach 16 Jahren ihre Mehrheit. Es kam zur Bildung der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene. Der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder berief Fischer als Außenminister und Vizekanzler in sein Kabinett. Im Jahre 2001 konnte die bereits angekündigte Fischer-Biografie „Sag mir, wo Du stehst“ der Journalistin Bettina Röhl nicht erscheinen, weil der Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln vom Vertrag zurücktrat. Als Begründung wurde Röhls Kampagne gegen Fischer, einen langjährigen Autor des Verlags, genannt. Im Januar 2001 hatte Bettina Röhl mit der Veröffentlichung der so genannten Fischer-Prügel-Fotos eine weit über deutsche Grenzen hinausreichende Mediendiskussion über Fischers militante Vergangenheit ausgelöst, in deren Verlauf der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder der Opposition vorwarf, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren, während die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel Fischer aufforderte, sich von der 68er-Revolte insgesamt zu distanzieren. Fischer galt als aussichtsreicher Kandidat auf den nach dem Entwurf für eine Europäische Verfassung für 2006 geplanten Posten des Außenministers der Europäischen Union. Den Grundstein hierzu legte seine im Jahr 2000 gehaltene Humboldt-Rede „Vom Staatenverbund zur Föderation“, mit dem er eine mögliche Finalität des europäischen Einigungsprozesses heraufbeschwor und eindeutig für den europäischen Föderalismus Stellung bezog. Am 1. September 2003 verkündete er allerdings gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder, dass beide bei der nächsten Bundestagswahl wieder zusammen antreten wollten. Die rot-grüne Bundesregierung mit Fischer als Bundesaußenminister führte deutsche Bodentruppen mit der Beteiligung am Einsatz der NATO im Kosovokrieg erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz. Fischer legitimierte diesen Einsatz in einer Rede auf dem Kosovo-Sonderparteitag in Bielefeld 1999 mit den Worten: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“ Ab 2001/2002 beteiligte sich die Bundeswehr am Krieg in Afghanistan. 2003 weigerte sich hingegen die rot-grüne Bundesregierung, den Irakkrieg der USA zu unterstützen. Anfang 2005 stand Fischer als verantwortlicher Minister im Mittelpunkt der sogenannten Visa-Affäre. Am 25. April 2005 trat er als Zeuge vor dem Visa-Untersuchungsausschuss auf, wo er eigene Versäumnisse einräumte und die komplette politische Verantwortung übernahm. Ausscheiden Nach der Bundestagswahl 2005 erklärte Fischer, dass er im Oppositionsfall im Sinne eines Generationswechsels für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag und andere führende Ämter in der Partei nicht mehr zur Verfügung stehe. Seine Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler endete am 18. Oktober 2005, er übte diese Ämter aber noch bis zum 22. November des Jahres geschäftsführend aus. Am 27. Juni 2006 nahm Fischer zum letzten Mal an einer Fraktionssitzung der Grünen Bundestagsfraktion teil. Am 1. September 2006 legte er sein Bundestagsmandat nieder. Sein Mandat übernahm der Nachrücker Omid Nouripour. Tätigkeit als Berater und Lobbyist nach der politischen Karriere Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs. 2006 übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University. Fischer war 2006 beratend für den World Jewish Congress tätig. 2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird. Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group, LLC an. Mitte 2009 gründeten Fischer und Dietmar Huber (langjähriger Pressesprecher der Grünen im Bundestag) Joschka Fischer & Company. 2009 schloss Fischer einen Vertrag mit den Energieversorgern RWE und OMV als politischer Berater für den geplanten Bau der 3300 km langen Nabucco-Pipeline, die Erdgas vom Kaspischen Meer über die Türkei in die EU transportieren sollte. Fischer war damit Lobbykonkurrent zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damals für das Projekt der Nord-Stream-Pipeline warb. Ebenfalls 2009 wurde Fischer Berater für den Autokonzern BMW und, gemeinsam mit Madeleine Albright, Berater der Siemens AG in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen. Im September 2010 übernahm Fischer auch ein Beratungsmandat für die Rewe Group. Im Mai 2009 scheiterte Fischer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich mit einer Klage gegen die Illustrierte Bunte, die ein Foto seiner Privatvilla in Berlin-Grunewald abgedruckt hatte. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit sei gewichtiger als Fischers Persönlichkeitsrecht. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. 2013 machte Fischer Werbung für das Elektroauto BMW i3. Im Oktober 2014 stellte Fischer in Berlin sein Buch Scheitert Europa? vor. Es sollte zunächst „Die Vereinigten Staaten von Europa“ heißen und erhielt angesichts damaliger Entwicklungen einen anderen Titel. In dem Buch beschreibt Fischer u. a. die (wirtschaftlichen) Probleme und Dynamiken Europas mit Beginn der Weltfinanzkrise 2007, eine neue Spaltung und Desolidarisierung zwischen den nördlichen (reicheren) und den südlichen europäischen Staaten sowie den Aufstieg radikaler antieuropäischer und fremdenfeindlicher Parteien in demokratischen Wahlen. Er war Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Anfang 2019 wurde Fischer beim kanadischen Hanf-Hersteller Tilray Gründungsmitglied des internationalen Beirates, der bei der Umsetzung einer „offensiven weltweiten Wachstumsstrategie“ helfen soll. Marla Luther, ehemalige Beraterin bei Joschka Fischer & Company, war bereits seit Anfang 2017 Geschäftsführerin von Tilray Deutschland. Agenturen vermitteln Fischer als Vortragsredner. Er schreibt gelegentlich Gastbeiträge in Zeitungen. Privates Fischer ist in fünfter Ehe seit dem 29. Oktober 2005 mit der Filmproduzentin Minu Barati-Fischer verheiratet. Aus zweiter Ehe stammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 2006 lebt Joschka Fischer in Berlin-Grunewald. Politische Positionen 1995 löste Fischer eine innerparteiliche Kontroverse aus, als er mit der strikt pazifistischen Ausrichtung der Partei brach und militärische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der UN-Schutzzonen in Bosnien und Herzegowina befürwortete. Im Frühjahr 2005 setzte sich Fischer im Rahmen der Nachrufdebatte dafür ein, dass Nachrufe für einstige NSDAP-Mitglieder aus der Hauszeitung internAA des Auswärtigen Amts gestrichen werden. In der Folge wurde eine Historikerkommission eingesetzt, welche die Übernahme von NSDAP-Mitgliedern in das AA nach dem Krieg aufarbeiten sollte. Das Ergebnis von deren Arbeit wurde als Buch Das Amt und die Vergangenheit veröffentlicht und hat weitere Debatten ausgelöst. Seit August 2010 hat Fischer den Vorsitz der aus neun Personen bestehenden „Gruppe herausragender Persönlichkeiten“ im Europarat inne. Die auf Initiative der Türkei ins Leben gerufene Gruppe soll sich und vorschlagen. Der erste Bericht der Gruppe erschien im Frühjahr 2011. In einem Interview mit der NZZ verlangte er im Dezember 2020 mehr militärisches Engagement von der deutschen Bundesregierung. Kosovokrieg 1999 unterstützte Fischer maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Er begründete diesen Krieg unter anderem auch mit dem Verweis auf den Holocaust. Am 7. April 1999 sagte er: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer auf die Frage, ob er zwischen den Ereignissen im Kosovo und der Nazi-Ära eine direkte Parallele sehe: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“ Kritiker warfen Fischer vor, als Außenminister Positionen vertreten zu haben, die er vor der rot-grünen Regierungsübernahme abgelehnt hatte. Wegen seines Werbens als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin entschied im Zusammenhang mit einem von der Polizei übermalten Transparent, dass diese Bezeichnung als schwerer Angriff auf die persönliche Ehre rechtswidrig sei. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir Fansa mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Tschetschenienkriege Heftige Kritik an Joschka Fischer wurde wegen seiner Haltung bezüglich der Tschetschenienkriege geäußert. Während der Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer im Januar 1995 noch die Untätigkeit der Bundesregierung während des Ersten Tschetschenienkriegs angesichts des „grausamen Mordens einer nuklearen Supermacht gegen ein kleines Volk im Norden des Kaukasus“ verurteilt hatte, erklärte er 2000 als Außenminister in Bezug auf den Zweiten Tschetschenienkrieg, dass Russland nicht isoliert werden dürfe und es legitim sei, gegen Terror vorzugehen. Ehrungen und Auszeichnungen Im Mai 2002 wurde Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Haifa ausgezeichnet. Am 4. Mai 2004 erhielt er den renommierten Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon. Im Mai 2005 erhielt Fischer in seiner Funktion als Außenminister die höchste Auszeichnung des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Leo-Baeck-Preis, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. Am 20. Mai 2006 wurde Joschka Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv ausgezeichnet. Als Dank für seinen Einsatz als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung der Grube Messel als Mülldeponie und für deren Bewahrung als Fossilienfundstätte wurde nach ihm im Jahr 2005 eine fossile Schlange als Palaeopython fischeri benannt. Er ist Ehrenbürger von Budakeszi. Im Jahr 2009 erhielt Joschka Fischer den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in Realpolitik. 2010 wurde er mit der Heinrich-Heine-Gastprofessur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geehrt. Im Jahr 2016 bekam Fischer die Bayerische Europa-Medaille. Veröffentlichungen Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X. (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6. Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X. Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9. Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4. Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X. Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4. Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2. Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5. Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8. Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1. „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0. mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3. Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6. Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0. Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6. Literatur Biographien Paul Berman: Idealisten an der Macht. Die Passion des Joschka Fischer. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-846-7. Matthias Geis, Bernd Ulrich: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0175-8; aktualisierte Neuauflage: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61623-8. Sibylle Krause-Burger: Joschka Fischer. Der Marsch durch die Illusionen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05082-1 (überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-60738-7). Jürgen Schreiber: Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten von fetten und mageren Zeiten. Econ, Berlin 2007, ISBN 978-3-430-30033-9. Michael Schwelien: Joschka Fischer. Eine Karriere. Hoffmann & Campe, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11330-3 (erweiterte Taschenbuchausgabe: Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19705-4). Lebensabschnitte und Einzelaspekte Autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hrsg.): Die Hunde bellen … Von A–RZ. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre. Unrast Verlag, Münster 2001, ISBN 3-89771-408-6. Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan. Edition TIAMAT, Berlin 1999, ISBN 3-89320-025-8. Christian Y. Schmidt: „Wir sind die Wahnsinnigen …“. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. Econ, München/Düsseldorf 1998; aktualisierte Ausgabe: Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999; erweiterte Neuausgabe: Verbrecher Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-943167-30-6. Gespräche/Interviews Gero von Boehm: Joschka Fischer. 31. August 2010. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 678–692. mit Daniel Cohn-Bendit, Alexander Gauland: Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch. Athenäum Verlag, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Filme Pepe Danquart: Joschka und Herr Fischer. Deutschland 2011, 140 min, X-Verleih Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden. Dokumentarfilm, 105 min, Deutschland, 2005, Regie: Stephan Lamby, Produktion: Phoenix, von Phoenix Rot-Grün macht Kasse. Dokumentarfilm über die Tätigkeit ehemaliger Politiker als Lobbyisten, 30 min, Deutschland, 2011, Produktion: NDR/Panorama (online) Weblinks Joschka Fischer & Company, Website der Unternehmensberatung Fischers Einzelnachweise Vizekanzler (Deutschland) Außenminister (Bundesrepublik Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Vorsitzender der Bündnis-90/Die-Grünen-Bundestagsfraktion Umweltminister (Hessen) Energieminister (Hessen) Minister für Bundesangelegenheiten (Hessen) Fraktionsvorsitzender (Hessen) Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Politiker (20. Jahrhundert) Politiker (21. Jahrhundert) Hochschullehrer (Princeton University) Lobbyist Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (I. Klasse) Ehrendoktor der Universität Haifa Ehrendoktor der Universität Tel Aviv Autobiografie Sachbuchautor Marathonläufer (Deutschland) Person der 68er-Bewegung Sponti-Szene (Frankfurt am Main) Deutscher Geboren 1948 Mann
In den Knast für „Fake News“ - uncut-news.ch Seit neu­es­tem soll es Men­schen geben, die fal­sche Nach­rich­ten in die Welt set­zen, „Fake News“, wie der be­sorgt-welt­ge­wand­te Ber­li­ner Groß­ko­ali­tio­när auf­zu­sa­gen weiß. „Fake News“-Ver­brei­ter sol­len mit der vol­len Härte des Ge­set­zes be­straft wer­den, for­dert der zu­stän­di­ge So­zi­al­de­mo­krat und Jus­tiz­mi­nis­ter Heiko Maas. Bis zu fünf Jahre Knast. Klingt ir­gend­wie nach „Lü­gen­pres­se“ von der an­de­ren Seite. Aber, das wäre mal ein An­fang, könn­te man den­ken. Maas’ Ge­nos­se Schar­ping bei­spiels­wei­se, der als Kriegs­mi­nis­ter in Ju­go­sla­wi­en 1999 den „Huf­ei­sen­plan“ auf­deck­te. Das war ein Kriegs­ver­bre­chen, wie sein da­ma­li­ger Chef Ger­hard Schrö­der spä­ter zu­ge­ge­ben hat. Es war ein Kriegs­ver­bre­chen, das in der Ver­brei­tung einer Lüge be­stand. Statt des ju­go­sla­wi­schen Prä­si­den­ten Slo­bo­dan Mi­lo­se­wic hät­ten Schar­ping, Schrö­der und der…. Kommentare deaktiviert für In den Knast für „Fake News“ Geschrieben in Manipulation und oder Propaganda, Medien, Medien-Lüge
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Was sind die wichtigsten politischen Ämter, die Joschka Fischer innehatte?
Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater, Publizist und Lobbyist tätig. Leben Herkunft und Jugend Fischer wurde als drittes Kind des Metzgers Joszef Fischer geboren. Die Eltern hatten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Wudigeß (, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest) verlassen müssen. Die Familie siedelte nach Langenburg im Hohenlohischen über. Der von Joschka Fischer geführte Vorname leitet sich von Jóska [] ab, einer Diminutivform des ungarischen Vornamens József [] (). In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Studentenbewegung Ab 1967 engagierte sich Fischer in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition (APO). Er lebte ab 1968 in Frankfurt am Main. Später jobbte er im SDS-Verlag Neue Kritik und in der Buchhandlung Libresso am Opernplatz, die vorwiegend linke Literatur anbot. Gleichzeitig besuchte er eigenem Bekunden nach als Gasthörer die zeitweise völlig überfüllten Vorlesungen von Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Oskar Negt. 1969 nahm Fischer in Algier an einer Konferenz der PLO teil. 1970 gründete er die Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt am Main. 1971 begann er eine Tätigkeit bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim mit dem Ziel, über die Gründung einer Betriebsgruppe die Arbeiter zu politisieren und letztlich für die „Revolution“ zu gewinnen. Diese Form der „Basisarbeit“ brachte aber nicht den erhofften Erfolg und Fischer wurde wegen seiner Aktivitäten nach einem halben Jahr fristlos entlassen. Nach weiteren Gelegenheitsarbeiten – unter anderem als Übersetzer von Romanen für Jörg Schröders Olympia Press – arbeitete Fischer in Frankfurt bis 1981 als Taxifahrer und bis 1982 als Aushilfe in einem Buchladen. Schauspielerische Kurzeinsätze hatte er zudem 1983 in dem Fernsehfilm Der Fliegende Robert und 1986 in dem Film Va Banque, in dem er einen Taxifahrer spielt. Politische Militanz Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen. Es gibt von dem Geschehen auch einen Reportagefilm, der an diesem Tag für die Tagesschau gedreht wurde und die Szene in bewegten Bildern zeigt. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben. Hintergrund war eine vorläufige Festnahme Fischers 1976, bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, unter dem Verdacht, einen solchen Brandsatz während einer Demonstration aus Anlass des Todes Ulrike Meinhofs am 10. Mai 1976 auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben, wobei der Polizeiobermeister Jürgen Weber lebensgefährlich verletzt und dauerhaft entstellt worden war. Gegen Fischer wurde wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Fischer wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Bei der Planung der Demonstration war unter Beteiligung Fischers der Einsatz von Molotowcocktails diskutiert worden. Nachermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu diesem Vorfall wurden 2001 durch den Umstand behindert, dass die Hessische Staatskanzlei unter SPD-Ministerpräsident Holger Börner von der Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt alle Unterlagen über Fischer angefordert hatte, als dieser 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde, und seitdem über den Verbleib der Akten nichts bekannt war. Aus der Frankfurter Zeit stammt auch seine Freundschaft mit dem deutsch-französischen Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, mit dem er zeitweilig in einer Wohngemeinschaft wohnte. Im September 2015 tauchte die seit 1985 verschollene Polizeiakte Fischer in einem herrenlosen Koffer am Frankfurter Flughafen wieder auf. Das Schriftstück enthält Fotos, Fingerabdrücke und Daten und dokumentiert die Verstrickung Fischers in die linksradikale Szene. Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“, leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs „Landshut“, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe. Er habe sich dann zum Demokraten aus Überzeugung gewandelt, was auch dem politischen Lebensweg seiner Partei entspreche: Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Ponto durch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien. Parteilaufbahn Noch vor seinem Parteibeitritt im Jahr 1982 gründete Fischer 1981 mit Daniel Cohn-Bendit und anderen den Arbeitskreis Realpolitik in Frankfurt, der für die Partei Die Grünen sogenannte „realpolitische“ Positionen formulierte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen neuen Positionen führte im Kreisverband Frankfurt zur Polarisierung zwischen Realos und Vertretern eines „öko-fundamentalistisch“ genannten Standpunktes (Fundis), in deren Verlauf sich Fischer 1982 für die Bundestagswahl 1983 als Kandidat für Die Grünen durchsetzen konnte. Im März 1983 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Für diese war er als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig. Er machte sich auch als Redner einen zum Teil umstrittenen Namen, z. B. im Zusammenhang der Kießling-Affäre oder der Flick-Affäre, während der er mit Beschimpfung des Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) auf seinen Ausschluss von einer Bundestagssitzung reagierte. Dem bei den Grünen damals noch üblichen Rotationsprinzip gemäß legte er sein Abgeordnetenmandat nach zwei Jahren zum Ende März 1985 nieder. Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter nahm er am 24. Oktober 1983 an der Blockade der US-Militärbasis in Frankfurt am Main teil, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Nach eigenen Angaben hatte Fischer vor seinem Parteieintritt bei den Grünen aus Überzeugung nie gewählt, was ihn heute aber ärgere. Öffentliche Ämter Staatsminister für Umwelt und Energie Am 12. Dezember 1985 kam es in Hessen nach längerer Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Holger Börner. In diesem Kabinett wurde Fischer Staatsminister für Umwelt und Energie. Bereits seine Vereidigung sorgte für Aufsehen, da er in grobem Jackett und weißen Turnschuhen erschien. Dieser Auftritt prägte den Begriff des „Turnschuh-Ministers“. Heute sind Fischers weiße Nike-Turnschuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach ausgestellt. Am 9. Februar 1987 trat Fischer von seinem Amt als hessischer Umweltminister unter Ministerpräsident Börner (SPD) zurück, da die Grünen in einem Ultimatum den Fortbestand der Koalition von der Rücknahme der Genehmigung für das Hanauer Nuklearunternehmen Nukem abhängig gemacht hatten. Damit zerbrach die erste rot-grüne Regierungskoalition im unmittelbaren Nachgang des Unfalls vom 20. Januar 1987 in der Hanauer Atomfabrik Nukem, nur wenige Monate nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die darauf folgenden Neuwahlen im April 1987 endeten mit einem Sieg von CDU und FDP. Walter Wallmann (CDU) wurde Ministerpräsident und Wolfgang Gerhardt (FDP) sein Stellvertreter. Fischer wurde bei dieser Wahl in den Hessischen Landtag gewählt und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Grünen. Bei den Landtagswahlen 1991 verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Es kam zu einer Wiederauflage der rot-grünen Koalition, diesmal unter Ministerpräsident Hans Eichel (SPD). Fischer wurde wieder Umweltminister. Zugleich war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten. Im Oktober 1994 legte er alle Ämter in Hessen nieder und wurde, nachdem die Grünen bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hatten, neben Kerstin Müller zum Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Neben Fischers Engagement für einen Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ließ in diesen Jahren auch die wirtschaftspolitische Hinwendung der Grünen zur Marktwirtschaft diese immer mehr zu einer „realpolitischen“ Partei werden. Außenminister und Vizekanzler Bei der Bundestagswahl im Herbst 1998 verlor die schwarz-gelbe Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl nach 16 Jahren ihre Mehrheit. Es kam zur Bildung der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene. Der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder berief Fischer als Außenminister und Vizekanzler in sein Kabinett. Im Jahre 2001 konnte die bereits angekündigte Fischer-Biografie „Sag mir, wo Du stehst“ der Journalistin Bettina Röhl nicht erscheinen, weil der Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln vom Vertrag zurücktrat. Als Begründung wurde Röhls Kampagne gegen Fischer, einen langjährigen Autor des Verlags, genannt. Im Januar 2001 hatte Bettina Röhl mit der Veröffentlichung der so genannten Fischer-Prügel-Fotos eine weit über deutsche Grenzen hinausreichende Mediendiskussion über Fischers militante Vergangenheit ausgelöst, in deren Verlauf der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder der Opposition vorwarf, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren, während die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel Fischer aufforderte, sich von der 68er-Revolte insgesamt zu distanzieren. Fischer galt als aussichtsreicher Kandidat auf den nach dem Entwurf für eine Europäische Verfassung für 2006 geplanten Posten des Außenministers der Europäischen Union. Den Grundstein hierzu legte seine im Jahr 2000 gehaltene Humboldt-Rede „Vom Staatenverbund zur Föderation“, mit dem er eine mögliche Finalität des europäischen Einigungsprozesses heraufbeschwor und eindeutig für den europäischen Föderalismus Stellung bezog. Am 1. September 2003 verkündete er allerdings gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder, dass beide bei der nächsten Bundestagswahl wieder zusammen antreten wollten. Die rot-grüne Bundesregierung mit Fischer als Bundesaußenminister führte deutsche Bodentruppen mit der Beteiligung am Einsatz der NATO im Kosovokrieg erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz. Fischer legitimierte diesen Einsatz in einer Rede auf dem Kosovo-Sonderparteitag in Bielefeld 1999 mit den Worten: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“ Ab 2001/2002 beteiligte sich die Bundeswehr am Krieg in Afghanistan. 2003 weigerte sich hingegen die rot-grüne Bundesregierung, den Irakkrieg der USA zu unterstützen. Anfang 2005 stand Fischer als verantwortlicher Minister im Mittelpunkt der sogenannten Visa-Affäre. Am 25. April 2005 trat er als Zeuge vor dem Visa-Untersuchungsausschuss auf, wo er eigene Versäumnisse einräumte und die komplette politische Verantwortung übernahm. Ausscheiden Nach der Bundestagswahl 2005 erklärte Fischer, dass er im Oppositionsfall im Sinne eines Generationswechsels für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag und andere führende Ämter in der Partei nicht mehr zur Verfügung stehe. Seine Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler endete am 18. Oktober 2005, er übte diese Ämter aber noch bis zum 22. November des Jahres geschäftsführend aus. Am 27. Juni 2006 nahm Fischer zum letzten Mal an einer Fraktionssitzung der Grünen Bundestagsfraktion teil. Am 1. September 2006 legte er sein Bundestagsmandat nieder. Sein Mandat übernahm der Nachrücker Omid Nouripour. Tätigkeit als Berater und Lobbyist nach der politischen Karriere Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs. 2006 übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University. Fischer war 2006 beratend für den World Jewish Congress tätig. 2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird. Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group, LLC an. Mitte 2009 gründeten Fischer und Dietmar Huber (langjähriger Pressesprecher der Grünen im Bundestag) Joschka Fischer & Company. 2009 schloss Fischer einen Vertrag mit den Energieversorgern RWE und OMV als politischer Berater für den geplanten Bau der 3300 km langen Nabucco-Pipeline, die Erdgas vom Kaspischen Meer über die Türkei in die EU transportieren sollte. Fischer war damit Lobbykonkurrent zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damals für das Projekt der Nord-Stream-Pipeline warb. Ebenfalls 2009 wurde Fischer Berater für den Autokonzern BMW und, gemeinsam mit Madeleine Albright, Berater der Siemens AG in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen. Im September 2010 übernahm Fischer auch ein Beratungsmandat für die Rewe Group. Im Mai 2009 scheiterte Fischer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich mit einer Klage gegen die Illustrierte Bunte, die ein Foto seiner Privatvilla in Berlin-Grunewald abgedruckt hatte. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit sei gewichtiger als Fischers Persönlichkeitsrecht. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. 2013 machte Fischer Werbung für das Elektroauto BMW i3. Im Oktober 2014 stellte Fischer in Berlin sein Buch Scheitert Europa? vor. Es sollte zunächst „Die Vereinigten Staaten von Europa“ heißen und erhielt angesichts damaliger Entwicklungen einen anderen Titel. In dem Buch beschreibt Fischer u. a. die (wirtschaftlichen) Probleme und Dynamiken Europas mit Beginn der Weltfinanzkrise 2007, eine neue Spaltung und Desolidarisierung zwischen den nördlichen (reicheren) und den südlichen europäischen Staaten sowie den Aufstieg radikaler antieuropäischer und fremdenfeindlicher Parteien in demokratischen Wahlen. Er war Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Anfang 2019 wurde Fischer beim kanadischen Hanf-Hersteller Tilray Gründungsmitglied des internationalen Beirates, der bei der Umsetzung einer „offensiven weltweiten Wachstumsstrategie“ helfen soll. Marla Luther, ehemalige Beraterin bei Joschka Fischer & Company, war bereits seit Anfang 2017 Geschäftsführerin von Tilray Deutschland. Agenturen vermitteln Fischer als Vortragsredner. Er schreibt gelegentlich Gastbeiträge in Zeitungen. Privates Fischer ist in fünfter Ehe seit dem 29. Oktober 2005 mit der Filmproduzentin Minu Barati-Fischer verheiratet. Aus zweiter Ehe stammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 2006 lebt Joschka Fischer in Berlin-Grunewald. Politische Positionen 1995 löste Fischer eine innerparteiliche Kontroverse aus, als er mit der strikt pazifistischen Ausrichtung der Partei brach und militärische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der UN-Schutzzonen in Bosnien und Herzegowina befürwortete. Im Frühjahr 2005 setzte sich Fischer im Rahmen der Nachrufdebatte dafür ein, dass Nachrufe für einstige NSDAP-Mitglieder aus der Hauszeitung internAA des Auswärtigen Amts gestrichen werden. In der Folge wurde eine Historikerkommission eingesetzt, welche die Übernahme von NSDAP-Mitgliedern in das AA nach dem Krieg aufarbeiten sollte. Das Ergebnis von deren Arbeit wurde als Buch Das Amt und die Vergangenheit veröffentlicht und hat weitere Debatten ausgelöst. Seit August 2010 hat Fischer den Vorsitz der aus neun Personen bestehenden „Gruppe herausragender Persönlichkeiten“ im Europarat inne. Die auf Initiative der Türkei ins Leben gerufene Gruppe soll sich und vorschlagen. Der erste Bericht der Gruppe erschien im Frühjahr 2011. In einem Interview mit der NZZ verlangte er im Dezember 2020 mehr militärisches Engagement von der deutschen Bundesregierung. Kosovokrieg 1999 unterstützte Fischer maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Er begründete diesen Krieg unter anderem auch mit dem Verweis auf den Holocaust. Am 7. April 1999 sagte er: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer auf die Frage, ob er zwischen den Ereignissen im Kosovo und der Nazi-Ära eine direkte Parallele sehe: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“ Kritiker warfen Fischer vor, als Außenminister Positionen vertreten zu haben, die er vor der rot-grünen Regierungsübernahme abgelehnt hatte. Wegen seines Werbens als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin entschied im Zusammenhang mit einem von der Polizei übermalten Transparent, dass diese Bezeichnung als schwerer Angriff auf die persönliche Ehre rechtswidrig sei. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir Fansa mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Tschetschenienkriege Heftige Kritik an Joschka Fischer wurde wegen seiner Haltung bezüglich der Tschetschenienkriege geäußert. Während der Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer im Januar 1995 noch die Untätigkeit der Bundesregierung während des Ersten Tschetschenienkriegs angesichts des „grausamen Mordens einer nuklearen Supermacht gegen ein kleines Volk im Norden des Kaukasus“ verurteilt hatte, erklärte er 2000 als Außenminister in Bezug auf den Zweiten Tschetschenienkrieg, dass Russland nicht isoliert werden dürfe und es legitim sei, gegen Terror vorzugehen. Ehrungen und Auszeichnungen Im Mai 2002 wurde Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Haifa ausgezeichnet. Am 4. Mai 2004 erhielt er den renommierten Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon. Im Mai 2005 erhielt Fischer in seiner Funktion als Außenminister die höchste Auszeichnung des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Leo-Baeck-Preis, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. Am 20. Mai 2006 wurde Joschka Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv ausgezeichnet. Als Dank für seinen Einsatz als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung der Grube Messel als Mülldeponie und für deren Bewahrung als Fossilienfundstätte wurde nach ihm im Jahr 2005 eine fossile Schlange als Palaeopython fischeri benannt. Er ist Ehrenbürger von Budakeszi. Im Jahr 2009 erhielt Joschka Fischer den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in Realpolitik. 2010 wurde er mit der Heinrich-Heine-Gastprofessur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geehrt. Im Jahr 2016 bekam Fischer die Bayerische Europa-Medaille. Veröffentlichungen Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X. (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6. Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X. Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9. Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4. Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X. Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4. Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2. Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5. Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8. Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1. „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0. mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3. Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6. Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0. Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6. Literatur Biographien Paul Berman: Idealisten an der Macht. Die Passion des Joschka Fischer. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-846-7. Matthias Geis, Bernd Ulrich: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0175-8; aktualisierte Neuauflage: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61623-8. Sibylle Krause-Burger: Joschka Fischer. Der Marsch durch die Illusionen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05082-1 (überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-60738-7). Jürgen Schreiber: Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten von fetten und mageren Zeiten. Econ, Berlin 2007, ISBN 978-3-430-30033-9. Michael Schwelien: Joschka Fischer. Eine Karriere. Hoffmann & Campe, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11330-3 (erweiterte Taschenbuchausgabe: Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19705-4). Lebensabschnitte und Einzelaspekte Autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hrsg.): Die Hunde bellen … Von A–RZ. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre. Unrast Verlag, Münster 2001, ISBN 3-89771-408-6. Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan. Edition TIAMAT, Berlin 1999, ISBN 3-89320-025-8. Christian Y. Schmidt: „Wir sind die Wahnsinnigen …“. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. Econ, München/Düsseldorf 1998; aktualisierte Ausgabe: Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999; erweiterte Neuausgabe: Verbrecher Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-943167-30-6. Gespräche/Interviews Gero von Boehm: Joschka Fischer. 31. August 2010. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 678–692. mit Daniel Cohn-Bendit, Alexander Gauland: Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch. Athenäum Verlag, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Filme Pepe Danquart: Joschka und Herr Fischer. Deutschland 2011, 140 min, X-Verleih Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden. Dokumentarfilm, 105 min, Deutschland, 2005, Regie: Stephan Lamby, Produktion: Phoenix, von Phoenix Rot-Grün macht Kasse. Dokumentarfilm über die Tätigkeit ehemaliger Politiker als Lobbyisten, 30 min, Deutschland, 2011, Produktion: NDR/Panorama (online) Weblinks Joschka Fischer & Company, Website der Unternehmensberatung Fischers Einzelnachweise Vizekanzler (Deutschland) Außenminister (Bundesrepublik Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Vorsitzender der Bündnis-90/Die-Grünen-Bundestagsfraktion Umweltminister (Hessen) Energieminister (Hessen) Minister für Bundesangelegenheiten (Hessen) Fraktionsvorsitzender (Hessen) Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Politiker (20. Jahrhundert) Politiker (21. Jahrhundert) Hochschullehrer (Princeton University) Lobbyist Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (I. Klasse) Ehrendoktor der Universität Haifa Ehrendoktor der Universität Tel Aviv Autobiografie Sachbuchautor Marathonläufer (Deutschland) Person der 68er-Bewegung Sponti-Szene (Frankfurt am Main) Deutscher Geboren 1948 Mann
FELICIA TASCHDJIAN TASCHDJIAN Aram Taschdjian Das Ehepaar, das einen Juden in ihrer Wohnung versteckt hielt Im April 1942 konnte Valentin Skidelsky seiner Deportation entfliehen. Aram und Felicia Taschdjian boten ihm ihre Hilfe an, und versteckten den jüdischen Verfolgten die verbleibenden Kriegsjahre in ihrer Wohnung in Wien. Der Historiker Valentin Skidelsky war gebürtiger Georgier und sollte im April 1942 aufgrund seines jüdischen Glauben deportiert werden. Skidelsky konnte fliehen und lebte als Flüchtling in Wien, als er mit Felicia Taschdjian in Kontakt kam. Deren Schwägerin hatte er schon vorher in einem armenisch-russischen Studentenverein kennengelernt. Felicia Taschdjian und ihr Mann Aram versteckten Skidelsky in ihrer Wohnung. Einmal machte Felicia Taschdjian Skidelsky mit einem Ungarn bekannt, der Skidelsky über die Grenze nach Ungarn schmuggeln wollte. Er fühlte sich aber zu schwach für einen Fluchtversuch und lebte weiterhin versteckt bei den Taschdjians in ihrer Wohnung in Wien. Die kleine Tochter der Taschdjian konnte für sich behalten, dass in ihrer Wohnung ein Jude versteckt wurde und so konnte sich Valentin Skidelsky bis zu Kriegsende bei der Familie Taschdjian verstecken. Nach dem Krieg lebte Skidelsky weiterhin in Österreich, gründete eine Familie und blieb mit dem Ehepaar Taschdjian in Kontakt. Siehe Gutman et al (2005) "Lexikon der Gerechten unter den Völkern: Deutsche und Österreicher" Interview mit einer Zeitzeugin Mia Bruckner im Gespräch mit ihrer Urgroßmutter Felicia Taschdjian. Meine Interviewpartnerin war Frau Felicia Taschdjian, eine Zeitzeugin. Sie lebte während dem zweiten Weltkrieg gemeinsam mit ihrem Mann Aram Taschdjian und ihrer Tochter Gioia in Wien Favoriten, in der Raxstraße 49. Dort versteckten sie und ihre Familie von 1942 bis Kriegsende den jüdischen Historiker Valentin Skidelsky. Valentin Skidelsky kam 1901 in Tiflis, Georgien zur Welt und lebte als Flüchtling in Wien. Als Jude wurde er während des Nationalsozialismus zu Zwangsarbeit verpflichtet und musste auch seine Wohnung aufgeben, um gemeinsam mit vielen anderen Menschen jüdischen Glaubens in einer Unterkunft zusammenzuleben. Als er im April 1942 in ein Konzentrationslager deportiert werden sollte, gelang es Valentin Skidelsky, aus dem Deportationszug zu flüchten und Felicia Taschdjian zu kontaktieren. Frau Taschdjian und Herr Skidelsky hatten sich bereits vor dem Krieg über ihre Schwägerin kennengelernt. Die Schwägerin wiederum kannte ihn aus dem armenisch-russischen Studentenverein in Wien. Felicia Taschdjian kontaktierte einen ungarischen Bekannten, der bereit war, Skidelsky aus dem Land und nach Ungarn zu schmuggeln. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, versteckten Felicia und Aram Taschdjian Valentin Skidelsky in ihrem Haus in der Raxstraße. Es kam schließlich doch nicht zu Skidelskys Abschied, da er sich nicht in der Lage fühlte, so eine lange, gefährliche Reise zu überstehen. Er blieb als Gast im Haus der Familie Taschdjian und sie versteckten ihn bis Kriegsende. Frau Taschdjian erzählte auch, dass sich ihr Mann Aram zum Zeitpunkt des Anschlusses im Jahr 1938 in Paris befand. Er entschied sich zu bleiben, um von dort zu helfen. Erst als die Situation auch in Frankreich verloren schien, kehrte er nach Österreich zurück. Ein großer Risikofaktor bei dem Plan, Valentin Skidelsky zu verstecken, war auch die Befürchtung, die kleine Tochter könnte ihren Freunden davon erzählen. Sie warnten die achtjährige Gioia eindringlich, niemandem von dem Mann zu erzählen, der bei ihnen lebte. Das Mädchen behielt das Geheimnis für sich. Erschwert wurde die damalige Situation dadurch, dass die Ausgabe von Lebensmitteln mit Hilfe von Lebensmittelkarten rationiert wurde. Nachdem Herr Skidelsky nicht über eigene Karten verfügte, teilte Frau Taschdjian Lebensmittel für zwei Erwachsene und ein Kind so ein, dass niemand zu kurz kam. Frau Taschdjian erzählte, es hätte als Ausweichmöglichkeit auch einen Lebensmittelschwarzmarkt im Resselpark gegeben, den sie aber nicht genutzt hätte, obwohl ihr Mann Aram durchaus über kaufmännisches Talent verfügt hätte. Die Frage, ob sie denn keine Angst gehabt hätte, verneint Felicia Taschdjian mit der Begründung, dass Valentin Skidelsky blond gewesen und es dadurch ohnehin weniger aufgefallen sei. Dieser Faktor hat auch bei einem Zwischenfall eine wichtige Rolle gespielt, als der Ortsgruppenleiter in das Haus der Familie Taschdjian kam, um einer Beschwerde wegen mangelnder Verdunklung nachzugehen. Skidelsky saß zu diesem Zeitpunkt im Wohnzimmer und beschloss, aus Zeitmangel in dieser Position zu bleiben. Aus diesem Grund wurde er für einen Gast gehalten und niemand erkundigte sich nach seiner Identität, während der Dachboden und der Keller durchsucht wurden. Auf die Frage, ob sie sich in ihrer damaligen Situation überlegt hat, Hilfe von SozialarbeiterInnen in Anspruch zu nehmen, meint Frau Taschdjian, dass sie darin keine Vorteile gesehen hätte, da weder sie, noch Valentin Skidelsky, Ansprüche auf Unterstützung gehabt hätten. Zudem sei die soziale Arbeit damals auch weitgehend dafür missbraucht worden, Menschen auszugrenzen und jüdische Mitmenschen wie Valentin Skidelsky zur Delogierung zu zwingen, um sie dann in großen Gruppen in kleinere Wohnungen zu sperren. Frauen wie Felicia Taschdjian zeigen, dass es auch während des zweiten Weltkriegs Menschen gegeben hat, die auf ihre Art und Weise Sozialabeit wie wir sie heute verstehen, gelebt haben. Nachdem der Versuch, Skidelsky mit Hilfe ihres Netzwerkes außer Landes zu bringen, scheiterte, verschaffte sie sich einen Überblick über ihre eigenen Ressourcen und teilte diese nach ihren Möglichkeiten ein. Die Gefahr, bei einer Entdeckung selbst in ein Konzentrationslager deportiert zu werden und möglicherweise zu sterben, nahm Frau Taschdjian in Kauf, um ein Menschenleben zu schützen. Sie erhielt keine Bezahlung und teilte in einer Zeit der Rationierungen Kleidung und Lebensmittel. Ihre Zivilcourage und ihre Motivation waren ausschließlich humanitären Ursprungs. Nach Kriegsende blieb Valentin Skidelsky in Österreich, heiratete und hatte drei Kinder. Er blieb mit seinen Rettern in freundschaftlichem Kontakt, bis er 1980 verstarb. Felicia und Aram Taschdjian wurde im Jahr 1992 von Yad Vashem die Auszeichnung „Gerechte unter den Völkern“ verliehen. Home > Die Gerechten > Felicia Taschdjian
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Was sind die wichtigsten politischen Ämter, die Joschka Fischer innehatte?
Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater, Publizist und Lobbyist tätig. Leben Herkunft und Jugend Fischer wurde als drittes Kind des Metzgers Joszef Fischer geboren. Die Eltern hatten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Wudigeß (, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest) verlassen müssen. Die Familie siedelte nach Langenburg im Hohenlohischen über. Der von Joschka Fischer geführte Vorname leitet sich von Jóska [] ab, einer Diminutivform des ungarischen Vornamens József [] (). In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Studentenbewegung Ab 1967 engagierte sich Fischer in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition (APO). Er lebte ab 1968 in Frankfurt am Main. Später jobbte er im SDS-Verlag Neue Kritik und in der Buchhandlung Libresso am Opernplatz, die vorwiegend linke Literatur anbot. Gleichzeitig besuchte er eigenem Bekunden nach als Gasthörer die zeitweise völlig überfüllten Vorlesungen von Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Oskar Negt. 1969 nahm Fischer in Algier an einer Konferenz der PLO teil. 1970 gründete er die Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt am Main. 1971 begann er eine Tätigkeit bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim mit dem Ziel, über die Gründung einer Betriebsgruppe die Arbeiter zu politisieren und letztlich für die „Revolution“ zu gewinnen. Diese Form der „Basisarbeit“ brachte aber nicht den erhofften Erfolg und Fischer wurde wegen seiner Aktivitäten nach einem halben Jahr fristlos entlassen. Nach weiteren Gelegenheitsarbeiten – unter anderem als Übersetzer von Romanen für Jörg Schröders Olympia Press – arbeitete Fischer in Frankfurt bis 1981 als Taxifahrer und bis 1982 als Aushilfe in einem Buchladen. Schauspielerische Kurzeinsätze hatte er zudem 1983 in dem Fernsehfilm Der Fliegende Robert und 1986 in dem Film Va Banque, in dem er einen Taxifahrer spielt. Politische Militanz Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen. Es gibt von dem Geschehen auch einen Reportagefilm, der an diesem Tag für die Tagesschau gedreht wurde und die Szene in bewegten Bildern zeigt. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben. Hintergrund war eine vorläufige Festnahme Fischers 1976, bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, unter dem Verdacht, einen solchen Brandsatz während einer Demonstration aus Anlass des Todes Ulrike Meinhofs am 10. Mai 1976 auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben, wobei der Polizeiobermeister Jürgen Weber lebensgefährlich verletzt und dauerhaft entstellt worden war. Gegen Fischer wurde wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Fischer wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Bei der Planung der Demonstration war unter Beteiligung Fischers der Einsatz von Molotowcocktails diskutiert worden. Nachermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu diesem Vorfall wurden 2001 durch den Umstand behindert, dass die Hessische Staatskanzlei unter SPD-Ministerpräsident Holger Börner von der Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt alle Unterlagen über Fischer angefordert hatte, als dieser 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde, und seitdem über den Verbleib der Akten nichts bekannt war. Aus der Frankfurter Zeit stammt auch seine Freundschaft mit dem deutsch-französischen Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, mit dem er zeitweilig in einer Wohngemeinschaft wohnte. Im September 2015 tauchte die seit 1985 verschollene Polizeiakte Fischer in einem herrenlosen Koffer am Frankfurter Flughafen wieder auf. Das Schriftstück enthält Fotos, Fingerabdrücke und Daten und dokumentiert die Verstrickung Fischers in die linksradikale Szene. Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“, leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs „Landshut“, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe. Er habe sich dann zum Demokraten aus Überzeugung gewandelt, was auch dem politischen Lebensweg seiner Partei entspreche: Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Ponto durch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien. Parteilaufbahn Noch vor seinem Parteibeitritt im Jahr 1982 gründete Fischer 1981 mit Daniel Cohn-Bendit und anderen den Arbeitskreis Realpolitik in Frankfurt, der für die Partei Die Grünen sogenannte „realpolitische“ Positionen formulierte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen neuen Positionen führte im Kreisverband Frankfurt zur Polarisierung zwischen Realos und Vertretern eines „öko-fundamentalistisch“ genannten Standpunktes (Fundis), in deren Verlauf sich Fischer 1982 für die Bundestagswahl 1983 als Kandidat für Die Grünen durchsetzen konnte. Im März 1983 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Für diese war er als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig. Er machte sich auch als Redner einen zum Teil umstrittenen Namen, z. B. im Zusammenhang der Kießling-Affäre oder der Flick-Affäre, während der er mit Beschimpfung des Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) auf seinen Ausschluss von einer Bundestagssitzung reagierte. Dem bei den Grünen damals noch üblichen Rotationsprinzip gemäß legte er sein Abgeordnetenmandat nach zwei Jahren zum Ende März 1985 nieder. Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter nahm er am 24. Oktober 1983 an der Blockade der US-Militärbasis in Frankfurt am Main teil, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Nach eigenen Angaben hatte Fischer vor seinem Parteieintritt bei den Grünen aus Überzeugung nie gewählt, was ihn heute aber ärgere. Öffentliche Ämter Staatsminister für Umwelt und Energie Am 12. Dezember 1985 kam es in Hessen nach längerer Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Holger Börner. In diesem Kabinett wurde Fischer Staatsminister für Umwelt und Energie. Bereits seine Vereidigung sorgte für Aufsehen, da er in grobem Jackett und weißen Turnschuhen erschien. Dieser Auftritt prägte den Begriff des „Turnschuh-Ministers“. Heute sind Fischers weiße Nike-Turnschuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach ausgestellt. Am 9. Februar 1987 trat Fischer von seinem Amt als hessischer Umweltminister unter Ministerpräsident Börner (SPD) zurück, da die Grünen in einem Ultimatum den Fortbestand der Koalition von der Rücknahme der Genehmigung für das Hanauer Nuklearunternehmen Nukem abhängig gemacht hatten. Damit zerbrach die erste rot-grüne Regierungskoalition im unmittelbaren Nachgang des Unfalls vom 20. Januar 1987 in der Hanauer Atomfabrik Nukem, nur wenige Monate nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die darauf folgenden Neuwahlen im April 1987 endeten mit einem Sieg von CDU und FDP. Walter Wallmann (CDU) wurde Ministerpräsident und Wolfgang Gerhardt (FDP) sein Stellvertreter. Fischer wurde bei dieser Wahl in den Hessischen Landtag gewählt und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Grünen. Bei den Landtagswahlen 1991 verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Es kam zu einer Wiederauflage der rot-grünen Koalition, diesmal unter Ministerpräsident Hans Eichel (SPD). Fischer wurde wieder Umweltminister. Zugleich war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten. Im Oktober 1994 legte er alle Ämter in Hessen nieder und wurde, nachdem die Grünen bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hatten, neben Kerstin Müller zum Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Neben Fischers Engagement für einen Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ließ in diesen Jahren auch die wirtschaftspolitische Hinwendung der Grünen zur Marktwirtschaft diese immer mehr zu einer „realpolitischen“ Partei werden. Außenminister und Vizekanzler Bei der Bundestagswahl im Herbst 1998 verlor die schwarz-gelbe Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl nach 16 Jahren ihre Mehrheit. Es kam zur Bildung der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene. Der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder berief Fischer als Außenminister und Vizekanzler in sein Kabinett. Im Jahre 2001 konnte die bereits angekündigte Fischer-Biografie „Sag mir, wo Du stehst“ der Journalistin Bettina Röhl nicht erscheinen, weil der Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln vom Vertrag zurücktrat. Als Begründung wurde Röhls Kampagne gegen Fischer, einen langjährigen Autor des Verlags, genannt. Im Januar 2001 hatte Bettina Röhl mit der Veröffentlichung der so genannten Fischer-Prügel-Fotos eine weit über deutsche Grenzen hinausreichende Mediendiskussion über Fischers militante Vergangenheit ausgelöst, in deren Verlauf der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder der Opposition vorwarf, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren, während die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel Fischer aufforderte, sich von der 68er-Revolte insgesamt zu distanzieren. Fischer galt als aussichtsreicher Kandidat auf den nach dem Entwurf für eine Europäische Verfassung für 2006 geplanten Posten des Außenministers der Europäischen Union. Den Grundstein hierzu legte seine im Jahr 2000 gehaltene Humboldt-Rede „Vom Staatenverbund zur Föderation“, mit dem er eine mögliche Finalität des europäischen Einigungsprozesses heraufbeschwor und eindeutig für den europäischen Föderalismus Stellung bezog. Am 1. September 2003 verkündete er allerdings gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder, dass beide bei der nächsten Bundestagswahl wieder zusammen antreten wollten. Die rot-grüne Bundesregierung mit Fischer als Bundesaußenminister führte deutsche Bodentruppen mit der Beteiligung am Einsatz der NATO im Kosovokrieg erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz. Fischer legitimierte diesen Einsatz in einer Rede auf dem Kosovo-Sonderparteitag in Bielefeld 1999 mit den Worten: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“ Ab 2001/2002 beteiligte sich die Bundeswehr am Krieg in Afghanistan. 2003 weigerte sich hingegen die rot-grüne Bundesregierung, den Irakkrieg der USA zu unterstützen. Anfang 2005 stand Fischer als verantwortlicher Minister im Mittelpunkt der sogenannten Visa-Affäre. Am 25. April 2005 trat er als Zeuge vor dem Visa-Untersuchungsausschuss auf, wo er eigene Versäumnisse einräumte und die komplette politische Verantwortung übernahm. Ausscheiden Nach der Bundestagswahl 2005 erklärte Fischer, dass er im Oppositionsfall im Sinne eines Generationswechsels für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag und andere führende Ämter in der Partei nicht mehr zur Verfügung stehe. Seine Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler endete am 18. Oktober 2005, er übte diese Ämter aber noch bis zum 22. November des Jahres geschäftsführend aus. Am 27. Juni 2006 nahm Fischer zum letzten Mal an einer Fraktionssitzung der Grünen Bundestagsfraktion teil. Am 1. September 2006 legte er sein Bundestagsmandat nieder. Sein Mandat übernahm der Nachrücker Omid Nouripour. Tätigkeit als Berater und Lobbyist nach der politischen Karriere Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs. 2006 übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University. Fischer war 2006 beratend für den World Jewish Congress tätig. 2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird. Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group, LLC an. Mitte 2009 gründeten Fischer und Dietmar Huber (langjähriger Pressesprecher der Grünen im Bundestag) Joschka Fischer & Company. 2009 schloss Fischer einen Vertrag mit den Energieversorgern RWE und OMV als politischer Berater für den geplanten Bau der 3300 km langen Nabucco-Pipeline, die Erdgas vom Kaspischen Meer über die Türkei in die EU transportieren sollte. Fischer war damit Lobbykonkurrent zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damals für das Projekt der Nord-Stream-Pipeline warb. Ebenfalls 2009 wurde Fischer Berater für den Autokonzern BMW und, gemeinsam mit Madeleine Albright, Berater der Siemens AG in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen. Im September 2010 übernahm Fischer auch ein Beratungsmandat für die Rewe Group. Im Mai 2009 scheiterte Fischer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich mit einer Klage gegen die Illustrierte Bunte, die ein Foto seiner Privatvilla in Berlin-Grunewald abgedruckt hatte. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit sei gewichtiger als Fischers Persönlichkeitsrecht. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. 2013 machte Fischer Werbung für das Elektroauto BMW i3. Im Oktober 2014 stellte Fischer in Berlin sein Buch Scheitert Europa? vor. Es sollte zunächst „Die Vereinigten Staaten von Europa“ heißen und erhielt angesichts damaliger Entwicklungen einen anderen Titel. In dem Buch beschreibt Fischer u. a. die (wirtschaftlichen) Probleme und Dynamiken Europas mit Beginn der Weltfinanzkrise 2007, eine neue Spaltung und Desolidarisierung zwischen den nördlichen (reicheren) und den südlichen europäischen Staaten sowie den Aufstieg radikaler antieuropäischer und fremdenfeindlicher Parteien in demokratischen Wahlen. Er war Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Anfang 2019 wurde Fischer beim kanadischen Hanf-Hersteller Tilray Gründungsmitglied des internationalen Beirates, der bei der Umsetzung einer „offensiven weltweiten Wachstumsstrategie“ helfen soll. Marla Luther, ehemalige Beraterin bei Joschka Fischer & Company, war bereits seit Anfang 2017 Geschäftsführerin von Tilray Deutschland. Agenturen vermitteln Fischer als Vortragsredner. Er schreibt gelegentlich Gastbeiträge in Zeitungen. Privates Fischer ist in fünfter Ehe seit dem 29. Oktober 2005 mit der Filmproduzentin Minu Barati-Fischer verheiratet. Aus zweiter Ehe stammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 2006 lebt Joschka Fischer in Berlin-Grunewald. Politische Positionen 1995 löste Fischer eine innerparteiliche Kontroverse aus, als er mit der strikt pazifistischen Ausrichtung der Partei brach und militärische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der UN-Schutzzonen in Bosnien und Herzegowina befürwortete. Im Frühjahr 2005 setzte sich Fischer im Rahmen der Nachrufdebatte dafür ein, dass Nachrufe für einstige NSDAP-Mitglieder aus der Hauszeitung internAA des Auswärtigen Amts gestrichen werden. In der Folge wurde eine Historikerkommission eingesetzt, welche die Übernahme von NSDAP-Mitgliedern in das AA nach dem Krieg aufarbeiten sollte. Das Ergebnis von deren Arbeit wurde als Buch Das Amt und die Vergangenheit veröffentlicht und hat weitere Debatten ausgelöst. Seit August 2010 hat Fischer den Vorsitz der aus neun Personen bestehenden „Gruppe herausragender Persönlichkeiten“ im Europarat inne. Die auf Initiative der Türkei ins Leben gerufene Gruppe soll sich und vorschlagen. Der erste Bericht der Gruppe erschien im Frühjahr 2011. In einem Interview mit der NZZ verlangte er im Dezember 2020 mehr militärisches Engagement von der deutschen Bundesregierung. Kosovokrieg 1999 unterstützte Fischer maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Er begründete diesen Krieg unter anderem auch mit dem Verweis auf den Holocaust. Am 7. April 1999 sagte er: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer auf die Frage, ob er zwischen den Ereignissen im Kosovo und der Nazi-Ära eine direkte Parallele sehe: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“ Kritiker warfen Fischer vor, als Außenminister Positionen vertreten zu haben, die er vor der rot-grünen Regierungsübernahme abgelehnt hatte. Wegen seines Werbens als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin entschied im Zusammenhang mit einem von der Polizei übermalten Transparent, dass diese Bezeichnung als schwerer Angriff auf die persönliche Ehre rechtswidrig sei. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir Fansa mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Tschetschenienkriege Heftige Kritik an Joschka Fischer wurde wegen seiner Haltung bezüglich der Tschetschenienkriege geäußert. Während der Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer im Januar 1995 noch die Untätigkeit der Bundesregierung während des Ersten Tschetschenienkriegs angesichts des „grausamen Mordens einer nuklearen Supermacht gegen ein kleines Volk im Norden des Kaukasus“ verurteilt hatte, erklärte er 2000 als Außenminister in Bezug auf den Zweiten Tschetschenienkrieg, dass Russland nicht isoliert werden dürfe und es legitim sei, gegen Terror vorzugehen. Ehrungen und Auszeichnungen Im Mai 2002 wurde Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Haifa ausgezeichnet. Am 4. Mai 2004 erhielt er den renommierten Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon. Im Mai 2005 erhielt Fischer in seiner Funktion als Außenminister die höchste Auszeichnung des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Leo-Baeck-Preis, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. Am 20. Mai 2006 wurde Joschka Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv ausgezeichnet. Als Dank für seinen Einsatz als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung der Grube Messel als Mülldeponie und für deren Bewahrung als Fossilienfundstätte wurde nach ihm im Jahr 2005 eine fossile Schlange als Palaeopython fischeri benannt. Er ist Ehrenbürger von Budakeszi. Im Jahr 2009 erhielt Joschka Fischer den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in Realpolitik. 2010 wurde er mit der Heinrich-Heine-Gastprofessur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geehrt. Im Jahr 2016 bekam Fischer die Bayerische Europa-Medaille. Veröffentlichungen Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X. (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6. Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X. Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9. Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4. Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X. Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4. Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2. Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5. Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8. Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1. „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0. mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3. Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6. Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0. Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6. Literatur Biographien Paul Berman: Idealisten an der Macht. Die Passion des Joschka Fischer. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-846-7. Matthias Geis, Bernd Ulrich: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0175-8; aktualisierte Neuauflage: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61623-8. Sibylle Krause-Burger: Joschka Fischer. Der Marsch durch die Illusionen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05082-1 (überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-60738-7). Jürgen Schreiber: Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten von fetten und mageren Zeiten. Econ, Berlin 2007, ISBN 978-3-430-30033-9. Michael Schwelien: Joschka Fischer. Eine Karriere. Hoffmann & Campe, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11330-3 (erweiterte Taschenbuchausgabe: Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19705-4). Lebensabschnitte und Einzelaspekte Autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hrsg.): Die Hunde bellen … Von A–RZ. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre. Unrast Verlag, Münster 2001, ISBN 3-89771-408-6. Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan. Edition TIAMAT, Berlin 1999, ISBN 3-89320-025-8. Christian Y. Schmidt: „Wir sind die Wahnsinnigen …“. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. Econ, München/Düsseldorf 1998; aktualisierte Ausgabe: Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999; erweiterte Neuausgabe: Verbrecher Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-943167-30-6. Gespräche/Interviews Gero von Boehm: Joschka Fischer. 31. August 2010. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 678–692. mit Daniel Cohn-Bendit, Alexander Gauland: Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch. Athenäum Verlag, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Filme Pepe Danquart: Joschka und Herr Fischer. Deutschland 2011, 140 min, X-Verleih Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden. Dokumentarfilm, 105 min, Deutschland, 2005, Regie: Stephan Lamby, Produktion: Phoenix, von Phoenix Rot-Grün macht Kasse. Dokumentarfilm über die Tätigkeit ehemaliger Politiker als Lobbyisten, 30 min, Deutschland, 2011, Produktion: NDR/Panorama (online) Weblinks Joschka Fischer & Company, Website der Unternehmensberatung Fischers Einzelnachweise Vizekanzler (Deutschland) Außenminister (Bundesrepublik Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Vorsitzender der Bündnis-90/Die-Grünen-Bundestagsfraktion Umweltminister (Hessen) Energieminister (Hessen) Minister für Bundesangelegenheiten (Hessen) Fraktionsvorsitzender (Hessen) Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Politiker (20. Jahrhundert) Politiker (21. Jahrhundert) Hochschullehrer (Princeton University) Lobbyist Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (I. Klasse) Ehrendoktor der Universität Haifa Ehrendoktor der Universität Tel Aviv Autobiografie Sachbuchautor Marathonläufer (Deutschland) Person der 68er-Bewegung Sponti-Szene (Frankfurt am Main) Deutscher Geboren 1948 Mann
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Was sind die wichtigsten politischen Ämter, die Joschka Fischer innehatte?
Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater, Publizist und Lobbyist tätig. Leben Herkunft und Jugend Fischer wurde als drittes Kind des Metzgers Joszef Fischer geboren. Die Eltern hatten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Wudigeß (, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest) verlassen müssen. Die Familie siedelte nach Langenburg im Hohenlohischen über. Der von Joschka Fischer geführte Vorname leitet sich von Jóska [] ab, einer Diminutivform des ungarischen Vornamens József [] (). In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Studentenbewegung Ab 1967 engagierte sich Fischer in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition (APO). Er lebte ab 1968 in Frankfurt am Main. Später jobbte er im SDS-Verlag Neue Kritik und in der Buchhandlung Libresso am Opernplatz, die vorwiegend linke Literatur anbot. Gleichzeitig besuchte er eigenem Bekunden nach als Gasthörer die zeitweise völlig überfüllten Vorlesungen von Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Oskar Negt. 1969 nahm Fischer in Algier an einer Konferenz der PLO teil. 1970 gründete er die Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt am Main. 1971 begann er eine Tätigkeit bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim mit dem Ziel, über die Gründung einer Betriebsgruppe die Arbeiter zu politisieren und letztlich für die „Revolution“ zu gewinnen. Diese Form der „Basisarbeit“ brachte aber nicht den erhofften Erfolg und Fischer wurde wegen seiner Aktivitäten nach einem halben Jahr fristlos entlassen. Nach weiteren Gelegenheitsarbeiten – unter anderem als Übersetzer von Romanen für Jörg Schröders Olympia Press – arbeitete Fischer in Frankfurt bis 1981 als Taxifahrer und bis 1982 als Aushilfe in einem Buchladen. Schauspielerische Kurzeinsätze hatte er zudem 1983 in dem Fernsehfilm Der Fliegende Robert und 1986 in dem Film Va Banque, in dem er einen Taxifahrer spielt. Politische Militanz Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen. Es gibt von dem Geschehen auch einen Reportagefilm, der an diesem Tag für die Tagesschau gedreht wurde und die Szene in bewegten Bildern zeigt. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben. Hintergrund war eine vorläufige Festnahme Fischers 1976, bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, unter dem Verdacht, einen solchen Brandsatz während einer Demonstration aus Anlass des Todes Ulrike Meinhofs am 10. Mai 1976 auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben, wobei der Polizeiobermeister Jürgen Weber lebensgefährlich verletzt und dauerhaft entstellt worden war. Gegen Fischer wurde wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Fischer wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Bei der Planung der Demonstration war unter Beteiligung Fischers der Einsatz von Molotowcocktails diskutiert worden. Nachermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu diesem Vorfall wurden 2001 durch den Umstand behindert, dass die Hessische Staatskanzlei unter SPD-Ministerpräsident Holger Börner von der Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt alle Unterlagen über Fischer angefordert hatte, als dieser 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde, und seitdem über den Verbleib der Akten nichts bekannt war. Aus der Frankfurter Zeit stammt auch seine Freundschaft mit dem deutsch-französischen Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, mit dem er zeitweilig in einer Wohngemeinschaft wohnte. Im September 2015 tauchte die seit 1985 verschollene Polizeiakte Fischer in einem herrenlosen Koffer am Frankfurter Flughafen wieder auf. Das Schriftstück enthält Fotos, Fingerabdrücke und Daten und dokumentiert die Verstrickung Fischers in die linksradikale Szene. Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“, leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs „Landshut“, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe. Er habe sich dann zum Demokraten aus Überzeugung gewandelt, was auch dem politischen Lebensweg seiner Partei entspreche: Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Ponto durch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien. Parteilaufbahn Noch vor seinem Parteibeitritt im Jahr 1982 gründete Fischer 1981 mit Daniel Cohn-Bendit und anderen den Arbeitskreis Realpolitik in Frankfurt, der für die Partei Die Grünen sogenannte „realpolitische“ Positionen formulierte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen neuen Positionen führte im Kreisverband Frankfurt zur Polarisierung zwischen Realos und Vertretern eines „öko-fundamentalistisch“ genannten Standpunktes (Fundis), in deren Verlauf sich Fischer 1982 für die Bundestagswahl 1983 als Kandidat für Die Grünen durchsetzen konnte. Im März 1983 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Für diese war er als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig. Er machte sich auch als Redner einen zum Teil umstrittenen Namen, z. B. im Zusammenhang der Kießling-Affäre oder der Flick-Affäre, während der er mit Beschimpfung des Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) auf seinen Ausschluss von einer Bundestagssitzung reagierte. Dem bei den Grünen damals noch üblichen Rotationsprinzip gemäß legte er sein Abgeordnetenmandat nach zwei Jahren zum Ende März 1985 nieder. Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter nahm er am 24. Oktober 1983 an der Blockade der US-Militärbasis in Frankfurt am Main teil, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Nach eigenen Angaben hatte Fischer vor seinem Parteieintritt bei den Grünen aus Überzeugung nie gewählt, was ihn heute aber ärgere. Öffentliche Ämter Staatsminister für Umwelt und Energie Am 12. Dezember 1985 kam es in Hessen nach längerer Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Holger Börner. In diesem Kabinett wurde Fischer Staatsminister für Umwelt und Energie. Bereits seine Vereidigung sorgte für Aufsehen, da er in grobem Jackett und weißen Turnschuhen erschien. Dieser Auftritt prägte den Begriff des „Turnschuh-Ministers“. Heute sind Fischers weiße Nike-Turnschuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach ausgestellt. Am 9. Februar 1987 trat Fischer von seinem Amt als hessischer Umweltminister unter Ministerpräsident Börner (SPD) zurück, da die Grünen in einem Ultimatum den Fortbestand der Koalition von der Rücknahme der Genehmigung für das Hanauer Nuklearunternehmen Nukem abhängig gemacht hatten. Damit zerbrach die erste rot-grüne Regierungskoalition im unmittelbaren Nachgang des Unfalls vom 20. Januar 1987 in der Hanauer Atomfabrik Nukem, nur wenige Monate nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die darauf folgenden Neuwahlen im April 1987 endeten mit einem Sieg von CDU und FDP. Walter Wallmann (CDU) wurde Ministerpräsident und Wolfgang Gerhardt (FDP) sein Stellvertreter. Fischer wurde bei dieser Wahl in den Hessischen Landtag gewählt und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Grünen. Bei den Landtagswahlen 1991 verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Es kam zu einer Wiederauflage der rot-grünen Koalition, diesmal unter Ministerpräsident Hans Eichel (SPD). Fischer wurde wieder Umweltminister. Zugleich war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten. Im Oktober 1994 legte er alle Ämter in Hessen nieder und wurde, nachdem die Grünen bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hatten, neben Kerstin Müller zum Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Neben Fischers Engagement für einen Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ließ in diesen Jahren auch die wirtschaftspolitische Hinwendung der Grünen zur Marktwirtschaft diese immer mehr zu einer „realpolitischen“ Partei werden. Außenminister und Vizekanzler Bei der Bundestagswahl im Herbst 1998 verlor die schwarz-gelbe Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl nach 16 Jahren ihre Mehrheit. Es kam zur Bildung der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene. Der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder berief Fischer als Außenminister und Vizekanzler in sein Kabinett. Im Jahre 2001 konnte die bereits angekündigte Fischer-Biografie „Sag mir, wo Du stehst“ der Journalistin Bettina Röhl nicht erscheinen, weil der Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln vom Vertrag zurücktrat. Als Begründung wurde Röhls Kampagne gegen Fischer, einen langjährigen Autor des Verlags, genannt. Im Januar 2001 hatte Bettina Röhl mit der Veröffentlichung der so genannten Fischer-Prügel-Fotos eine weit über deutsche Grenzen hinausreichende Mediendiskussion über Fischers militante Vergangenheit ausgelöst, in deren Verlauf der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder der Opposition vorwarf, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren, während die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel Fischer aufforderte, sich von der 68er-Revolte insgesamt zu distanzieren. Fischer galt als aussichtsreicher Kandidat auf den nach dem Entwurf für eine Europäische Verfassung für 2006 geplanten Posten des Außenministers der Europäischen Union. Den Grundstein hierzu legte seine im Jahr 2000 gehaltene Humboldt-Rede „Vom Staatenverbund zur Föderation“, mit dem er eine mögliche Finalität des europäischen Einigungsprozesses heraufbeschwor und eindeutig für den europäischen Föderalismus Stellung bezog. Am 1. September 2003 verkündete er allerdings gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder, dass beide bei der nächsten Bundestagswahl wieder zusammen antreten wollten. Die rot-grüne Bundesregierung mit Fischer als Bundesaußenminister führte deutsche Bodentruppen mit der Beteiligung am Einsatz der NATO im Kosovokrieg erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz. Fischer legitimierte diesen Einsatz in einer Rede auf dem Kosovo-Sonderparteitag in Bielefeld 1999 mit den Worten: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“ Ab 2001/2002 beteiligte sich die Bundeswehr am Krieg in Afghanistan. 2003 weigerte sich hingegen die rot-grüne Bundesregierung, den Irakkrieg der USA zu unterstützen. Anfang 2005 stand Fischer als verantwortlicher Minister im Mittelpunkt der sogenannten Visa-Affäre. Am 25. April 2005 trat er als Zeuge vor dem Visa-Untersuchungsausschuss auf, wo er eigene Versäumnisse einräumte und die komplette politische Verantwortung übernahm. Ausscheiden Nach der Bundestagswahl 2005 erklärte Fischer, dass er im Oppositionsfall im Sinne eines Generationswechsels für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag und andere führende Ämter in der Partei nicht mehr zur Verfügung stehe. Seine Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler endete am 18. Oktober 2005, er übte diese Ämter aber noch bis zum 22. November des Jahres geschäftsführend aus. Am 27. Juni 2006 nahm Fischer zum letzten Mal an einer Fraktionssitzung der Grünen Bundestagsfraktion teil. Am 1. September 2006 legte er sein Bundestagsmandat nieder. Sein Mandat übernahm der Nachrücker Omid Nouripour. Tätigkeit als Berater und Lobbyist nach der politischen Karriere Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs. 2006 übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University. Fischer war 2006 beratend für den World Jewish Congress tätig. 2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird. Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group, LLC an. Mitte 2009 gründeten Fischer und Dietmar Huber (langjähriger Pressesprecher der Grünen im Bundestag) Joschka Fischer & Company. 2009 schloss Fischer einen Vertrag mit den Energieversorgern RWE und OMV als politischer Berater für den geplanten Bau der 3300 km langen Nabucco-Pipeline, die Erdgas vom Kaspischen Meer über die Türkei in die EU transportieren sollte. Fischer war damit Lobbykonkurrent zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damals für das Projekt der Nord-Stream-Pipeline warb. Ebenfalls 2009 wurde Fischer Berater für den Autokonzern BMW und, gemeinsam mit Madeleine Albright, Berater der Siemens AG in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen. Im September 2010 übernahm Fischer auch ein Beratungsmandat für die Rewe Group. Im Mai 2009 scheiterte Fischer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich mit einer Klage gegen die Illustrierte Bunte, die ein Foto seiner Privatvilla in Berlin-Grunewald abgedruckt hatte. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit sei gewichtiger als Fischers Persönlichkeitsrecht. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. 2013 machte Fischer Werbung für das Elektroauto BMW i3. Im Oktober 2014 stellte Fischer in Berlin sein Buch Scheitert Europa? vor. Es sollte zunächst „Die Vereinigten Staaten von Europa“ heißen und erhielt angesichts damaliger Entwicklungen einen anderen Titel. In dem Buch beschreibt Fischer u. a. die (wirtschaftlichen) Probleme und Dynamiken Europas mit Beginn der Weltfinanzkrise 2007, eine neue Spaltung und Desolidarisierung zwischen den nördlichen (reicheren) und den südlichen europäischen Staaten sowie den Aufstieg radikaler antieuropäischer und fremdenfeindlicher Parteien in demokratischen Wahlen. Er war Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Anfang 2019 wurde Fischer beim kanadischen Hanf-Hersteller Tilray Gründungsmitglied des internationalen Beirates, der bei der Umsetzung einer „offensiven weltweiten Wachstumsstrategie“ helfen soll. Marla Luther, ehemalige Beraterin bei Joschka Fischer & Company, war bereits seit Anfang 2017 Geschäftsführerin von Tilray Deutschland. Agenturen vermitteln Fischer als Vortragsredner. Er schreibt gelegentlich Gastbeiträge in Zeitungen. Privates Fischer ist in fünfter Ehe seit dem 29. Oktober 2005 mit der Filmproduzentin Minu Barati-Fischer verheiratet. Aus zweiter Ehe stammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 2006 lebt Joschka Fischer in Berlin-Grunewald. Politische Positionen 1995 löste Fischer eine innerparteiliche Kontroverse aus, als er mit der strikt pazifistischen Ausrichtung der Partei brach und militärische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der UN-Schutzzonen in Bosnien und Herzegowina befürwortete. Im Frühjahr 2005 setzte sich Fischer im Rahmen der Nachrufdebatte dafür ein, dass Nachrufe für einstige NSDAP-Mitglieder aus der Hauszeitung internAA des Auswärtigen Amts gestrichen werden. In der Folge wurde eine Historikerkommission eingesetzt, welche die Übernahme von NSDAP-Mitgliedern in das AA nach dem Krieg aufarbeiten sollte. Das Ergebnis von deren Arbeit wurde als Buch Das Amt und die Vergangenheit veröffentlicht und hat weitere Debatten ausgelöst. Seit August 2010 hat Fischer den Vorsitz der aus neun Personen bestehenden „Gruppe herausragender Persönlichkeiten“ im Europarat inne. Die auf Initiative der Türkei ins Leben gerufene Gruppe soll sich und vorschlagen. Der erste Bericht der Gruppe erschien im Frühjahr 2011. In einem Interview mit der NZZ verlangte er im Dezember 2020 mehr militärisches Engagement von der deutschen Bundesregierung. Kosovokrieg 1999 unterstützte Fischer maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Er begründete diesen Krieg unter anderem auch mit dem Verweis auf den Holocaust. Am 7. April 1999 sagte er: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer auf die Frage, ob er zwischen den Ereignissen im Kosovo und der Nazi-Ära eine direkte Parallele sehe: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“ Kritiker warfen Fischer vor, als Außenminister Positionen vertreten zu haben, die er vor der rot-grünen Regierungsübernahme abgelehnt hatte. Wegen seines Werbens als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin entschied im Zusammenhang mit einem von der Polizei übermalten Transparent, dass diese Bezeichnung als schwerer Angriff auf die persönliche Ehre rechtswidrig sei. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir Fansa mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Tschetschenienkriege Heftige Kritik an Joschka Fischer wurde wegen seiner Haltung bezüglich der Tschetschenienkriege geäußert. Während der Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer im Januar 1995 noch die Untätigkeit der Bundesregierung während des Ersten Tschetschenienkriegs angesichts des „grausamen Mordens einer nuklearen Supermacht gegen ein kleines Volk im Norden des Kaukasus“ verurteilt hatte, erklärte er 2000 als Außenminister in Bezug auf den Zweiten Tschetschenienkrieg, dass Russland nicht isoliert werden dürfe und es legitim sei, gegen Terror vorzugehen. Ehrungen und Auszeichnungen Im Mai 2002 wurde Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Haifa ausgezeichnet. Am 4. Mai 2004 erhielt er den renommierten Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon. Im Mai 2005 erhielt Fischer in seiner Funktion als Außenminister die höchste Auszeichnung des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Leo-Baeck-Preis, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. Am 20. Mai 2006 wurde Joschka Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv ausgezeichnet. Als Dank für seinen Einsatz als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung der Grube Messel als Mülldeponie und für deren Bewahrung als Fossilienfundstätte wurde nach ihm im Jahr 2005 eine fossile Schlange als Palaeopython fischeri benannt. Er ist Ehrenbürger von Budakeszi. Im Jahr 2009 erhielt Joschka Fischer den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in Realpolitik. 2010 wurde er mit der Heinrich-Heine-Gastprofessur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geehrt. Im Jahr 2016 bekam Fischer die Bayerische Europa-Medaille. Veröffentlichungen Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X. (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6. Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X. Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9. Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4. Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X. Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4. Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2. Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5. Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8. Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1. „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0. mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3. Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6. Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0. Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6. Literatur Biographien Paul Berman: Idealisten an der Macht. Die Passion des Joschka Fischer. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-846-7. Matthias Geis, Bernd Ulrich: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0175-8; aktualisierte Neuauflage: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61623-8. Sibylle Krause-Burger: Joschka Fischer. Der Marsch durch die Illusionen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05082-1 (überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-60738-7). Jürgen Schreiber: Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten von fetten und mageren Zeiten. Econ, Berlin 2007, ISBN 978-3-430-30033-9. Michael Schwelien: Joschka Fischer. Eine Karriere. Hoffmann & Campe, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11330-3 (erweiterte Taschenbuchausgabe: Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19705-4). Lebensabschnitte und Einzelaspekte Autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hrsg.): Die Hunde bellen … Von A–RZ. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre. Unrast Verlag, Münster 2001, ISBN 3-89771-408-6. Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan. Edition TIAMAT, Berlin 1999, ISBN 3-89320-025-8. Christian Y. Schmidt: „Wir sind die Wahnsinnigen …“. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. Econ, München/Düsseldorf 1998; aktualisierte Ausgabe: Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999; erweiterte Neuausgabe: Verbrecher Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-943167-30-6. Gespräche/Interviews Gero von Boehm: Joschka Fischer. 31. August 2010. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 678–692. mit Daniel Cohn-Bendit, Alexander Gauland: Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch. Athenäum Verlag, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Filme Pepe Danquart: Joschka und Herr Fischer. Deutschland 2011, 140 min, X-Verleih Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden. Dokumentarfilm, 105 min, Deutschland, 2005, Regie: Stephan Lamby, Produktion: Phoenix, von Phoenix Rot-Grün macht Kasse. Dokumentarfilm über die Tätigkeit ehemaliger Politiker als Lobbyisten, 30 min, Deutschland, 2011, Produktion: NDR/Panorama (online) Weblinks Joschka Fischer & Company, Website der Unternehmensberatung Fischers Einzelnachweise Vizekanzler (Deutschland) Außenminister (Bundesrepublik Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Vorsitzender der Bündnis-90/Die-Grünen-Bundestagsfraktion Umweltminister (Hessen) Energieminister (Hessen) Minister für Bundesangelegenheiten (Hessen) Fraktionsvorsitzender (Hessen) Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Politiker (20. Jahrhundert) Politiker (21. Jahrhundert) Hochschullehrer (Princeton University) Lobbyist Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (I. Klasse) Ehrendoktor der Universität Haifa Ehrendoktor der Universität Tel Aviv Autobiografie Sachbuchautor Marathonläufer (Deutschland) Person der 68er-Bewegung Sponti-Szene (Frankfurt am Main) Deutscher Geboren 1948 Mann
Dissertation: Plagiatsvorwurf gegen Guttenberg - Seite 2 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum) Seite 2 von 38 < 1 2 3 4 5 6 7 12 > Letzte » 17.02.2011, 11:01 #26 Je genauer man diese Dissertation liest desto mehr stellt sich die Frage was überhaupt noch von Herrn Guttenberg selber stammt: Berlin - Erst war von acht Stellen die Rede - doch es sind offenbar weit mehr: Wer die Doktorarbeit von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg genauer liest, stößt immer wieder auf Textbausteine, die nicht von dem CSU-Politiker stammen, ohne dass dies gekennzeichnet ist. Copy-and-Paste-Affäre: Guttenberg kupferte freizügiger ab als gedacht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik Auch die übereilte Flucht nach Afghanistan (so übereilt das sich auf die Schnelle nicht einmal der übliche Hofberichterstatter von der Blöd-Zeitung auftreiben lies, oder in Afghanistan gar ein Besuchsprogramm oder Hotelzimmer organisieren lies) spricht Bände. Aber irgendwie schon verständlich das Guttenberg sofort abgetaucht ist. Was will er auch sagen, die Dissertation ist öffentlich und in Zeiten von Google kann jedes 12-jährige Kiddie per Copy&Paste rauskriegen was da abgeschrieben ist *g*. Bin mal gespannt wann die ersten CDU-Politiker das Verbot von Google & Co fordern wegen Landesverrat oder so. 17.02.2011, 11:20 #27 Ja. Besonders witzig fand ich gestern dieses Dementi von ihm: Der Vorwurf, meine Doktorarbeit sei ein Plagiat, ist abstrus.» Weiterer Kritik wollte er zuvorkommen: An der Dissertation hätten keine Mitarbeiter mitgewirkt. Hatte niemand zu dem Zeitpunkt behauptet, aber schon mal vorsorglich dementieren das niemand außer er selber an der Dissertation mitgewirkt hat. Ja, nee is klar. Eine Bagatelle ist das für mich nicht mehr, da er (oder Beauftragte) nicht nur unwichtige Sachen scheinbar kopiert haben, sondern auch Passagen mit der Überschrift "Bewertung". Anstatt "eigene" Arbeitsergebnisse, wurden halt schon vorgefertigte übernommen. Die typische Arbeit eines Blenders und genau so war bislang auch sein Verhalten auf der politischen Bühne. 17.02.2011, 11:30 #28 Aber es dürfte spannend werden was der Springer-Verlag nun macht. Wahrscheinlich erklärt man alle von denen Guttenberg abgeschrieben hat zu Lügnern und behauptet das seien Zeitreisende die eigentlich vom unfehlbaren Guttenberg abgeschrieben haben, dann in die Vergangenheit gereist sind und diese Passagen dann dort veröffentlicht haben. Und es kann sich nur um eine internationale Verschwörung handeln hinter der mit Sicherheit Al-Kaida steckt !! 17.02.2011, 11:55 #29 Springer schreibt sowas wie das hier: Guttenbergs Parteifreunde vermuten eine Kampagne von „Linksaußen“. CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich: „Dieser Angriff aus der linken Szene ist nichts weiter als eine politische Sauerei.“ War nicht anders zu erwarten. Das fiese linke Gesocks war es, die den strahlenden Gutti beschmutzen wollen. Die Uni Bayreuth wird das prüfen und feststellen das da halt ein paar Fußnoten fehlen. Die werden eingefügt und fertig ist die Laube. 17.02.2011, 11:59 #30 tja... normale Konsequenz wäre dann, wenn so kommt wie Du schreibst, dass künftige Dr' & Mgr's global abschreiben und sich auf fehlende Fußnoten berufen. Dabei normalerweise kann man bei solchen Vorgehen den wissenschaftlichen Laufbahn vergessen 17.02.2011, 12:19 #31 Na so ein riesengroßer Zufall! Der Prof, der diesen Skandal aufgedeckt hat (Fischer-Lescano) hat beste Beziehungen zu Katja Kipping, Andrea Ypsilanti und Sven Giegold (Attac Mitglied). Natürlich geht es hier rein um die Plagiatsvorwürfe und nicht um die Person Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg. 17.02.2011, 12:20 #32 Nur ein bisschen abgeschrieben - ist das denn so schlimm? Plagiatsvorwurf gegen VerteidigungsministerInhalt abgleichen 17.02.2011, 12:22 #33 Erwartest du Konsequenzen für KaTe? Etwa die Aberkennung des Doktortitels? Wieder Bild: Sein Doktorvater, Professor Peter Häberle, nennt den Vorwurf „absurd“. Häberle zu BILD: „Die Arbeit ist kein Plagiat. Sie wurde von mir in zahlreichen Beratungsgesprächen eingehend kontrolliert. Herr zu Guttenberg war einer meiner besten Seminaristen und Doktoranden!“ Die Besten, der Besten, der Besten, Sir. Wie sollten die sonst aus der Nummer rauskommen, wenn nicht nachträglich die betreffenden Abschnitte als Zitat kenntlich gemacht werden und fertig? Ob es allerdings üblich ist ganze Abschnitte in solchen Dissertationen zu übernehmen und auch Abschnitte die mit "Bewertung" überschrieben sind mit Fremdmaterial zu füllen, halte ich doch für fragwürdig. Edit;: Danke für den Link, Willy! 17.02.2011, 12:23 #34 Warum ist Guttenberg eigentlich wieder in Afghanistan? Der war doch erst vor kurzem dort. 17.02.2011, 12:33 #35 Er hat sich vorgenommen, alle zwei Monate seine Soldaten an der Front zu besuchen. Seine Frau Stephanie ist auch mit. Beide fliegen in getrennten Hubschraubern! ...und ich kriege nicht mal einen für den Weg zu meinem Jobcenter bezahlt! 17.02.2011, 12:41 #36 Die Politik lieferte doch in den letzten drei Jahren einen "Skandal" nach dem anderen, dass "Skandale" mittlerweile zum politischen Alltag wurden und sich keine Sau mehr dafür interessiert! Es wird zwar mal kurz in den Medien angesprochen und danach ist Schicht im Schacht, ab unter den großen Teppich im Bundestag! Die politische Führung wird immer gern mit einem Schiff verglichen, aber kein Käpitän könnte sich so einen Mist leisten, wie die ihn hinzaubern. Den hätte man schon 10 x zum "Kiel holen" verdonnert! 17.02.2011, 12:44 #37 Und? Es geht Guttenberg auch immer nur um Guttenberg, oder nicht? Die Plagiatsvorwürfe zeigen nur deutlich was er ist. Ein gegelter Blender. Jegliche Kritik an seiner Person und handeln wird gleich zur Majestätsbeleidigung hochgeschrieben. Und er gab und gibt auch allen Anlass zur Kritik. Opel, Tankwagen Bombardierung, Gorch Fock, Broadwayreise, Kerner Talk in Afghanistan ... hab ich was vergessen? Kompetenz sieht anders aus. Die Truppenbesuche dienen der Selbstdarstellung und um die Kriegsbereitschaft in der deutschen Bevölkerung zu erhöhen. 17.02.2011, 12:51 #38 Naja, Gysi tut wenigstens so, als hätte er ein Herz für Arbeitslose und Niedriglöhner. Aber seine Doktorarbeit "Zur Vervollkommnung des sozialistischen Rechts" ist wenigstens kein Plagiat... 17.02.2011, 13:13 #39 Die Vorwürfe gegen Gysi bzgl. Stasi kamen auch von den Konservativen. Und denen ging es auch nicht um die Sache sondern nur, um die Person Gysi zu diskreditieren. Auf beiden Seiten wird halt mit gleichen Mitteln gearbeitet. Das sollte dir doch auch klar sein, oder? Lass diese Leute doch ihre Kleinkriege ausfechten. Aber schon interessant: Wenn die Kritik von den Linken kommt, dann sind das für dich nur Querulanten. Werden Linke kritisiert, dann verfestigt sich deine Ansicht von den bösen Linken. Also egal, was passiert, du stehst immer auf der Seite gegen die Linken. Echt interessant. 17.02.2011, 13:33 #40 17.02.2011, 13:48 #41 Warum fällt es eigentlich einem Professor nicht auf, dass abgeschrieben wurde, ohne Quellenhinweis? Kann man eigentlich eine Doktorarbeit auch komplett kaufen, wenn Geld keine Rolle spielt; von jemanden, der die Kohle braucht? Und wenn dieser Jemand fleißig irgendwo abschreibt? Was kann dann der Käufer dafür, wenn er betrogen wurde? 17.02.2011, 13:51 #42 S. #32 17.02.2011, 13:57 #43 Gute Ausrede, solltest du dringend zu Guttenberg schicken. Und schon ist er wieder der Strahlemann. 17.02.2011, 13:58 #44 Am Gysi hast du einen Narren gefressen, den kritisiert du ständig. Er hat seine selbst geschrieben, wie es sich gehört. Selbst wenn die Vorwürfe gegen Gysi berechtigt wären, da gibt es unzählige andere, deren Vergangenheit analog ist. Allen voran Bundesmutti. Die hat das höchste Amt inne. Denk mal darüber nach, wer denn vordringlich öffentlich diskutiert werden sollte. Gutti hat die Gorch Focker mal eben bis zur Klärung kaltgestellt. Nun wurde er als Betrüger entlarvt. Anstatt aufzuhören bringt er lächerliche Lügen. Ist Gutti nun etwas besseres als Gysi ? 17.02.2011, 14:06 #45 Ein berechtigter Einwand. Ich sehe nur drei mögliche Gründe: 1) Der gute Professor ist eine Leuchte vom Schlage eines Westerwelle 2) Der gute Professor wollte seinem edlen Doktoranden ein wenig helfen und übersah es 3) Der gute Professor hat einfach schlampig gearbeitet Es gab und gibt Institute die Doktortitel gegen Geld anbieten, ist natürlich glatter Betrug. Obwohl, wenn Gutti es getan hätte... 17.02.2011, 14:44 #46 lol, genau recht hast du! Gutti sollte diese miesen Betrüger verklagen. Zusätzlich noch wegen Rufschädigung. Sowas macht man doch nicht mit einem blaublütigem Strahlemann. Mag sein, aber einen Doktortitel jur. wird man sich wohl nicht so ohne weiteres kaufen können, oder hast du da konkrete Beispiele zu. Da schon eher nen Doktor h.c. 17.02.2011, 15:00 #47 Vielleicht hat er auch schreiben lassen? 17.02.2011, 15:06 #48 So ziemlich jeder Student bekommt für das, was Gutti sich allein schon in der Einleitung geleistet hat, die Hausarbeit/Seminararbeit/Diplomarbeit wegen Betrugsversuchs um die Ohren gehauen. Und mit was? Mit recht! Die Arbeit hat nichts mit seiner Arbeit als Verteidigungsminister zu tun, aber wenn schon einer gern einen Doktortitel haben will, der immerhin den Nachweis zu korrektem wissenschaftlichen Forschen darstellt, sollte er die Anforderungen schon erfüllen. Wer in die Öffentlichkeit strebt, muss damit leben, dass seine Leistungsnachweise halt genauer überprüft werden als bei irgendeinem Feldwaldwiesen-Dr.jur. . Dumm gelaufen, schlechten Ghostwriter gehabt, selber nicht gut gearbeitet - in jedem Fall kann und darf so eine Arbeit nicht mit SCL bewertet werden. Das ist ein Schlag ins Gesicht für die Menschen, die bei ihrer Doktorarbeit redlich und gewissenhaft vorgehen. Auch Sätze wie "macht doch jeder" dienen nur der Ablenkung vom eigentlichen Sachverhalt. Egal wers macht, wird man erwischt muss man halt die Konsequenzen tragen. Dass politische Gegner in anderen und eigenen Reihen solche Steilvorlagen ausnutzen, ist normales Alltagsgeschäft, damit muss er rechnen, wenn er sich in den Politikbetrieb begibt. Die inhaltliche Kritik auf Sachebene wird deswegen nicht unzutreffender. 17.02.2011, 15:23 #49 Albrecht Müller bringt es sehr gut auf den Punkt: 17. Februar 2011 um 11:20 Uhr Von der Flüchtigkeit des Anstands der Konservativen Die Debatte um die Plagiate von zu Guttenberg ist aufschlussreich. Sie zeigt, dass die meisten (Rechts-)Konservativen ihren aufgesetzten Anstand und Charakter verlieren, wenn es um die Erhaltung von Macht geht. Sie haben den adligen Franken zum potentiellen Nachfolger von Angela Merkel aufgebaut, mit viel PR-Einsatz und vermutlich auch vielen finanziellen Mitteln. Dieses Werk haben sie sich schon bisher durch Guttenbergs Flucht aus der Verantwortung im Falle Kundus nicht zerstören lassen. Jetzt versuchen sie es wieder. Der Plagiatsvorwurf sei Teil einer linken Kampagne, man müsse noch prüfen, ob er zutrifft, und überhaupt, der junge Mann habe so viel angepackt und so viel um die Ohren. Siehe Gottlieb im Kommentar der Tagesthemen von gestern. Albrecht Müller. NachDenkSeiten – Die kritische Website » Von der Flüchtigkeit des Anstands der Konservativen 17.02.2011, 15:25 #50 Hier ein nachgewiesener Fall, wieder mal die ehrwürdige Union: Verteidigung: Analyse: Ärger mit dem Doktortitel ist nicht neu - Deutschland - FOCUS Online "Einmalig ist bislang der Fall des Bundestagsabgeordneten Dieter Jasper. Der CDU-Politiker aus dem Münsterland hatte bei der Wahl 2009 mit einem Doktortitel der Wirtschaftswissenschaften Wahlkampf gemacht, den er überhaupt nicht führen durfte. Der Titel stammte von einer Universität der Schweiz, wo es akademische Grade zu kaufen gab. Jasper kam mit 5000 Euro Geldstrafe davon. Heute sitzt der 48-Jährige im Wirtschaftsausschuss des Bundestags." (Karlchen, siehst du meine Anführungszeichen ? ) Es gab mal ein russisches Institut, da brauchte wohl einer Geld. Da wurde ein Rundschreiben an viele ausländische Institute gefaxt, Doktortitel gegen Geld. Das meiste kommt erst gar nicht ans Licht, das Rundfax war wohl schon eine Verzweiflungstat. Wie du siehst, so ehrenhaft sind die ehrwürdigen Professoren leider nicht. Einen Ehrendoktor kaufen ist fürn *****.
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Was sind die wichtigsten politischen Ämter, die Joschka Fischer innehatte?
Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater, Publizist und Lobbyist tätig. Leben Herkunft und Jugend Fischer wurde als drittes Kind des Metzgers Joszef Fischer geboren. Die Eltern hatten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Wudigeß (, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest) verlassen müssen. Die Familie siedelte nach Langenburg im Hohenlohischen über. Der von Joschka Fischer geführte Vorname leitet sich von Jóska [] ab, einer Diminutivform des ungarischen Vornamens József [] (). In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Studentenbewegung Ab 1967 engagierte sich Fischer in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition (APO). Er lebte ab 1968 in Frankfurt am Main. Später jobbte er im SDS-Verlag Neue Kritik und in der Buchhandlung Libresso am Opernplatz, die vorwiegend linke Literatur anbot. Gleichzeitig besuchte er eigenem Bekunden nach als Gasthörer die zeitweise völlig überfüllten Vorlesungen von Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Oskar Negt. 1969 nahm Fischer in Algier an einer Konferenz der PLO teil. 1970 gründete er die Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt am Main. 1971 begann er eine Tätigkeit bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim mit dem Ziel, über die Gründung einer Betriebsgruppe die Arbeiter zu politisieren und letztlich für die „Revolution“ zu gewinnen. Diese Form der „Basisarbeit“ brachte aber nicht den erhofften Erfolg und Fischer wurde wegen seiner Aktivitäten nach einem halben Jahr fristlos entlassen. Nach weiteren Gelegenheitsarbeiten – unter anderem als Übersetzer von Romanen für Jörg Schröders Olympia Press – arbeitete Fischer in Frankfurt bis 1981 als Taxifahrer und bis 1982 als Aushilfe in einem Buchladen. Schauspielerische Kurzeinsätze hatte er zudem 1983 in dem Fernsehfilm Der Fliegende Robert und 1986 in dem Film Va Banque, in dem er einen Taxifahrer spielt. Politische Militanz Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen. Es gibt von dem Geschehen auch einen Reportagefilm, der an diesem Tag für die Tagesschau gedreht wurde und die Szene in bewegten Bildern zeigt. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben. Hintergrund war eine vorläufige Festnahme Fischers 1976, bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, unter dem Verdacht, einen solchen Brandsatz während einer Demonstration aus Anlass des Todes Ulrike Meinhofs am 10. Mai 1976 auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben, wobei der Polizeiobermeister Jürgen Weber lebensgefährlich verletzt und dauerhaft entstellt worden war. Gegen Fischer wurde wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Fischer wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Bei der Planung der Demonstration war unter Beteiligung Fischers der Einsatz von Molotowcocktails diskutiert worden. Nachermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu diesem Vorfall wurden 2001 durch den Umstand behindert, dass die Hessische Staatskanzlei unter SPD-Ministerpräsident Holger Börner von der Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt alle Unterlagen über Fischer angefordert hatte, als dieser 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde, und seitdem über den Verbleib der Akten nichts bekannt war. Aus der Frankfurter Zeit stammt auch seine Freundschaft mit dem deutsch-französischen Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, mit dem er zeitweilig in einer Wohngemeinschaft wohnte. Im September 2015 tauchte die seit 1985 verschollene Polizeiakte Fischer in einem herrenlosen Koffer am Frankfurter Flughafen wieder auf. Das Schriftstück enthält Fotos, Fingerabdrücke und Daten und dokumentiert die Verstrickung Fischers in die linksradikale Szene. Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“, leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs „Landshut“, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe. Er habe sich dann zum Demokraten aus Überzeugung gewandelt, was auch dem politischen Lebensweg seiner Partei entspreche: Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Ponto durch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien. Parteilaufbahn Noch vor seinem Parteibeitritt im Jahr 1982 gründete Fischer 1981 mit Daniel Cohn-Bendit und anderen den Arbeitskreis Realpolitik in Frankfurt, der für die Partei Die Grünen sogenannte „realpolitische“ Positionen formulierte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen neuen Positionen führte im Kreisverband Frankfurt zur Polarisierung zwischen Realos und Vertretern eines „öko-fundamentalistisch“ genannten Standpunktes (Fundis), in deren Verlauf sich Fischer 1982 für die Bundestagswahl 1983 als Kandidat für Die Grünen durchsetzen konnte. Im März 1983 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Für diese war er als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig. Er machte sich auch als Redner einen zum Teil umstrittenen Namen, z. B. im Zusammenhang der Kießling-Affäre oder der Flick-Affäre, während der er mit Beschimpfung des Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) auf seinen Ausschluss von einer Bundestagssitzung reagierte. Dem bei den Grünen damals noch üblichen Rotationsprinzip gemäß legte er sein Abgeordnetenmandat nach zwei Jahren zum Ende März 1985 nieder. Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter nahm er am 24. Oktober 1983 an der Blockade der US-Militärbasis in Frankfurt am Main teil, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Nach eigenen Angaben hatte Fischer vor seinem Parteieintritt bei den Grünen aus Überzeugung nie gewählt, was ihn heute aber ärgere. Öffentliche Ämter Staatsminister für Umwelt und Energie Am 12. Dezember 1985 kam es in Hessen nach längerer Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Holger Börner. In diesem Kabinett wurde Fischer Staatsminister für Umwelt und Energie. Bereits seine Vereidigung sorgte für Aufsehen, da er in grobem Jackett und weißen Turnschuhen erschien. Dieser Auftritt prägte den Begriff des „Turnschuh-Ministers“. Heute sind Fischers weiße Nike-Turnschuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach ausgestellt. Am 9. Februar 1987 trat Fischer von seinem Amt als hessischer Umweltminister unter Ministerpräsident Börner (SPD) zurück, da die Grünen in einem Ultimatum den Fortbestand der Koalition von der Rücknahme der Genehmigung für das Hanauer Nuklearunternehmen Nukem abhängig gemacht hatten. Damit zerbrach die erste rot-grüne Regierungskoalition im unmittelbaren Nachgang des Unfalls vom 20. Januar 1987 in der Hanauer Atomfabrik Nukem, nur wenige Monate nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die darauf folgenden Neuwahlen im April 1987 endeten mit einem Sieg von CDU und FDP. Walter Wallmann (CDU) wurde Ministerpräsident und Wolfgang Gerhardt (FDP) sein Stellvertreter. Fischer wurde bei dieser Wahl in den Hessischen Landtag gewählt und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Grünen. Bei den Landtagswahlen 1991 verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Es kam zu einer Wiederauflage der rot-grünen Koalition, diesmal unter Ministerpräsident Hans Eichel (SPD). Fischer wurde wieder Umweltminister. Zugleich war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten. Im Oktober 1994 legte er alle Ämter in Hessen nieder und wurde, nachdem die Grünen bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hatten, neben Kerstin Müller zum Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Neben Fischers Engagement für einen Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ließ in diesen Jahren auch die wirtschaftspolitische Hinwendung der Grünen zur Marktwirtschaft diese immer mehr zu einer „realpolitischen“ Partei werden. Außenminister und Vizekanzler Bei der Bundestagswahl im Herbst 1998 verlor die schwarz-gelbe Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl nach 16 Jahren ihre Mehrheit. Es kam zur Bildung der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene. Der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder berief Fischer als Außenminister und Vizekanzler in sein Kabinett. Im Jahre 2001 konnte die bereits angekündigte Fischer-Biografie „Sag mir, wo Du stehst“ der Journalistin Bettina Röhl nicht erscheinen, weil der Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln vom Vertrag zurücktrat. Als Begründung wurde Röhls Kampagne gegen Fischer, einen langjährigen Autor des Verlags, genannt. Im Januar 2001 hatte Bettina Röhl mit der Veröffentlichung der so genannten Fischer-Prügel-Fotos eine weit über deutsche Grenzen hinausreichende Mediendiskussion über Fischers militante Vergangenheit ausgelöst, in deren Verlauf der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder der Opposition vorwarf, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren, während die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel Fischer aufforderte, sich von der 68er-Revolte insgesamt zu distanzieren. Fischer galt als aussichtsreicher Kandidat auf den nach dem Entwurf für eine Europäische Verfassung für 2006 geplanten Posten des Außenministers der Europäischen Union. Den Grundstein hierzu legte seine im Jahr 2000 gehaltene Humboldt-Rede „Vom Staatenverbund zur Föderation“, mit dem er eine mögliche Finalität des europäischen Einigungsprozesses heraufbeschwor und eindeutig für den europäischen Föderalismus Stellung bezog. Am 1. September 2003 verkündete er allerdings gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder, dass beide bei der nächsten Bundestagswahl wieder zusammen antreten wollten. Die rot-grüne Bundesregierung mit Fischer als Bundesaußenminister führte deutsche Bodentruppen mit der Beteiligung am Einsatz der NATO im Kosovokrieg erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz. Fischer legitimierte diesen Einsatz in einer Rede auf dem Kosovo-Sonderparteitag in Bielefeld 1999 mit den Worten: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“ Ab 2001/2002 beteiligte sich die Bundeswehr am Krieg in Afghanistan. 2003 weigerte sich hingegen die rot-grüne Bundesregierung, den Irakkrieg der USA zu unterstützen. Anfang 2005 stand Fischer als verantwortlicher Minister im Mittelpunkt der sogenannten Visa-Affäre. Am 25. April 2005 trat er als Zeuge vor dem Visa-Untersuchungsausschuss auf, wo er eigene Versäumnisse einräumte und die komplette politische Verantwortung übernahm. Ausscheiden Nach der Bundestagswahl 2005 erklärte Fischer, dass er im Oppositionsfall im Sinne eines Generationswechsels für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag und andere führende Ämter in der Partei nicht mehr zur Verfügung stehe. Seine Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler endete am 18. Oktober 2005, er übte diese Ämter aber noch bis zum 22. November des Jahres geschäftsführend aus. Am 27. Juni 2006 nahm Fischer zum letzten Mal an einer Fraktionssitzung der Grünen Bundestagsfraktion teil. Am 1. September 2006 legte er sein Bundestagsmandat nieder. Sein Mandat übernahm der Nachrücker Omid Nouripour. Tätigkeit als Berater und Lobbyist nach der politischen Karriere Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs. 2006 übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University. Fischer war 2006 beratend für den World Jewish Congress tätig. 2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird. Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group, LLC an. Mitte 2009 gründeten Fischer und Dietmar Huber (langjähriger Pressesprecher der Grünen im Bundestag) Joschka Fischer & Company. 2009 schloss Fischer einen Vertrag mit den Energieversorgern RWE und OMV als politischer Berater für den geplanten Bau der 3300 km langen Nabucco-Pipeline, die Erdgas vom Kaspischen Meer über die Türkei in die EU transportieren sollte. Fischer war damit Lobbykonkurrent zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damals für das Projekt der Nord-Stream-Pipeline warb. Ebenfalls 2009 wurde Fischer Berater für den Autokonzern BMW und, gemeinsam mit Madeleine Albright, Berater der Siemens AG in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen. Im September 2010 übernahm Fischer auch ein Beratungsmandat für die Rewe Group. Im Mai 2009 scheiterte Fischer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich mit einer Klage gegen die Illustrierte Bunte, die ein Foto seiner Privatvilla in Berlin-Grunewald abgedruckt hatte. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit sei gewichtiger als Fischers Persönlichkeitsrecht. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. 2013 machte Fischer Werbung für das Elektroauto BMW i3. Im Oktober 2014 stellte Fischer in Berlin sein Buch Scheitert Europa? vor. Es sollte zunächst „Die Vereinigten Staaten von Europa“ heißen und erhielt angesichts damaliger Entwicklungen einen anderen Titel. In dem Buch beschreibt Fischer u. a. die (wirtschaftlichen) Probleme und Dynamiken Europas mit Beginn der Weltfinanzkrise 2007, eine neue Spaltung und Desolidarisierung zwischen den nördlichen (reicheren) und den südlichen europäischen Staaten sowie den Aufstieg radikaler antieuropäischer und fremdenfeindlicher Parteien in demokratischen Wahlen. Er war Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Anfang 2019 wurde Fischer beim kanadischen Hanf-Hersteller Tilray Gründungsmitglied des internationalen Beirates, der bei der Umsetzung einer „offensiven weltweiten Wachstumsstrategie“ helfen soll. Marla Luther, ehemalige Beraterin bei Joschka Fischer & Company, war bereits seit Anfang 2017 Geschäftsführerin von Tilray Deutschland. Agenturen vermitteln Fischer als Vortragsredner. Er schreibt gelegentlich Gastbeiträge in Zeitungen. Privates Fischer ist in fünfter Ehe seit dem 29. Oktober 2005 mit der Filmproduzentin Minu Barati-Fischer verheiratet. Aus zweiter Ehe stammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 2006 lebt Joschka Fischer in Berlin-Grunewald. Politische Positionen 1995 löste Fischer eine innerparteiliche Kontroverse aus, als er mit der strikt pazifistischen Ausrichtung der Partei brach und militärische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der UN-Schutzzonen in Bosnien und Herzegowina befürwortete. Im Frühjahr 2005 setzte sich Fischer im Rahmen der Nachrufdebatte dafür ein, dass Nachrufe für einstige NSDAP-Mitglieder aus der Hauszeitung internAA des Auswärtigen Amts gestrichen werden. In der Folge wurde eine Historikerkommission eingesetzt, welche die Übernahme von NSDAP-Mitgliedern in das AA nach dem Krieg aufarbeiten sollte. Das Ergebnis von deren Arbeit wurde als Buch Das Amt und die Vergangenheit veröffentlicht und hat weitere Debatten ausgelöst. Seit August 2010 hat Fischer den Vorsitz der aus neun Personen bestehenden „Gruppe herausragender Persönlichkeiten“ im Europarat inne. Die auf Initiative der Türkei ins Leben gerufene Gruppe soll sich und vorschlagen. Der erste Bericht der Gruppe erschien im Frühjahr 2011. In einem Interview mit der NZZ verlangte er im Dezember 2020 mehr militärisches Engagement von der deutschen Bundesregierung. Kosovokrieg 1999 unterstützte Fischer maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Er begründete diesen Krieg unter anderem auch mit dem Verweis auf den Holocaust. Am 7. April 1999 sagte er: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer auf die Frage, ob er zwischen den Ereignissen im Kosovo und der Nazi-Ära eine direkte Parallele sehe: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“ Kritiker warfen Fischer vor, als Außenminister Positionen vertreten zu haben, die er vor der rot-grünen Regierungsübernahme abgelehnt hatte. Wegen seines Werbens als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin entschied im Zusammenhang mit einem von der Polizei übermalten Transparent, dass diese Bezeichnung als schwerer Angriff auf die persönliche Ehre rechtswidrig sei. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir Fansa mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Tschetschenienkriege Heftige Kritik an Joschka Fischer wurde wegen seiner Haltung bezüglich der Tschetschenienkriege geäußert. Während der Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer im Januar 1995 noch die Untätigkeit der Bundesregierung während des Ersten Tschetschenienkriegs angesichts des „grausamen Mordens einer nuklearen Supermacht gegen ein kleines Volk im Norden des Kaukasus“ verurteilt hatte, erklärte er 2000 als Außenminister in Bezug auf den Zweiten Tschetschenienkrieg, dass Russland nicht isoliert werden dürfe und es legitim sei, gegen Terror vorzugehen. Ehrungen und Auszeichnungen Im Mai 2002 wurde Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Haifa ausgezeichnet. Am 4. Mai 2004 erhielt er den renommierten Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon. Im Mai 2005 erhielt Fischer in seiner Funktion als Außenminister die höchste Auszeichnung des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Leo-Baeck-Preis, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. Am 20. Mai 2006 wurde Joschka Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv ausgezeichnet. Als Dank für seinen Einsatz als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung der Grube Messel als Mülldeponie und für deren Bewahrung als Fossilienfundstätte wurde nach ihm im Jahr 2005 eine fossile Schlange als Palaeopython fischeri benannt. Er ist Ehrenbürger von Budakeszi. Im Jahr 2009 erhielt Joschka Fischer den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in Realpolitik. 2010 wurde er mit der Heinrich-Heine-Gastprofessur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geehrt. Im Jahr 2016 bekam Fischer die Bayerische Europa-Medaille. Veröffentlichungen Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X. (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6. Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X. Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9. Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4. Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X. Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4. Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2. Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5. Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8. Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1. „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0. mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3. Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6. Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0. Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6. Literatur Biographien Paul Berman: Idealisten an der Macht. Die Passion des Joschka Fischer. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-846-7. Matthias Geis, Bernd Ulrich: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0175-8; aktualisierte Neuauflage: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61623-8. Sibylle Krause-Burger: Joschka Fischer. Der Marsch durch die Illusionen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05082-1 (überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-60738-7). Jürgen Schreiber: Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten von fetten und mageren Zeiten. Econ, Berlin 2007, ISBN 978-3-430-30033-9. Michael Schwelien: Joschka Fischer. Eine Karriere. Hoffmann & Campe, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11330-3 (erweiterte Taschenbuchausgabe: Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19705-4). Lebensabschnitte und Einzelaspekte Autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hrsg.): Die Hunde bellen … Von A–RZ. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre. Unrast Verlag, Münster 2001, ISBN 3-89771-408-6. Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan. Edition TIAMAT, Berlin 1999, ISBN 3-89320-025-8. Christian Y. Schmidt: „Wir sind die Wahnsinnigen …“. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. Econ, München/Düsseldorf 1998; aktualisierte Ausgabe: Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999; erweiterte Neuausgabe: Verbrecher Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-943167-30-6. Gespräche/Interviews Gero von Boehm: Joschka Fischer. 31. August 2010. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 678–692. mit Daniel Cohn-Bendit, Alexander Gauland: Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch. Athenäum Verlag, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Filme Pepe Danquart: Joschka und Herr Fischer. Deutschland 2011, 140 min, X-Verleih Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden. Dokumentarfilm, 105 min, Deutschland, 2005, Regie: Stephan Lamby, Produktion: Phoenix, von Phoenix Rot-Grün macht Kasse. Dokumentarfilm über die Tätigkeit ehemaliger Politiker als Lobbyisten, 30 min, Deutschland, 2011, Produktion: NDR/Panorama (online) Weblinks Joschka Fischer & Company, Website der Unternehmensberatung Fischers Einzelnachweise Vizekanzler (Deutschland) Außenminister (Bundesrepublik Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Vorsitzender der Bündnis-90/Die-Grünen-Bundestagsfraktion Umweltminister (Hessen) Energieminister (Hessen) Minister für Bundesangelegenheiten (Hessen) Fraktionsvorsitzender (Hessen) Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Politiker (20. Jahrhundert) Politiker (21. Jahrhundert) Hochschullehrer (Princeton University) Lobbyist Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (I. Klasse) Ehrendoktor der Universität Haifa Ehrendoktor der Universität Tel Aviv Autobiografie Sachbuchautor Marathonläufer (Deutschland) Person der 68er-Bewegung Sponti-Szene (Frankfurt am Main) Deutscher Geboren 1948 Mann
Kiss-Kid.de: Behandlungsverlauf Sophie und Philipp Hier ein Bericht über Sophie und Philipp: Meine Kinder sind Sophie (5 Jahre und ein Monat) und Philipp (3 Jahre und 2 Monate). Mit beiden (damals 4 ½ Jahre und 2 ½ Jahre) war ich am 17.10.2005 bei Dr. Göhmann. 1. zu Sophie: "Nachdem ich jetzt (Sommer 2005) erst genaueres über KISS und KIDD erfahren habe, glaube ich, daß Sophie als Baby KISS hatte und jetzt ein KIDD-Syndrom hat, da das KISS nicht behandelt wurde. So vieles von den Symptomen/Auffälligkeiten, die bei KISS + KIDD beschrieben werden, trifft auf sie zu (verzögerte motorische Entwicklung, spätes Laufen und Krabbeln, Dreiradfahren erst jetzt mit 4 Jahren beherrscht, Beckenschiefstand, Hohlkreuz, X-Beine, Knick-, Senk-, Spreizfuß, Sprachentwicklungsverzögerung, häufige Bauchschmerzen u.a.). .... Ergänzen möchte ich noch zu Sophie: Bei ihr fällt außer der Sprachentwicklungsverzögerung (hat wortschatz- und satzbaumäßig zugelegt, aber noch Defizite in der Lautbildung besonders "s", "sch" und "f") vor allem die Motorik auf. Sie läuft immer noch nicht gerne und würde sich am liebstem im Buggy fahren lassen ("Die Beine tun weh" Wenn ich dann nachfrage, sind es die Knie - Sie hat ja auch X-Beine.) Und sie hat Gleichgewichtsprobleme. Rollerfahren und Laufradfahren fällt schwer. Beim Einbeinstand und Einbeinhüpfen ist sie noch unsicher. Hat sie ausprobiert, weil ich sie gefragt habe. Wäre sonst nicht darauf gekommen. Beim ersten Lesen über die KISS-, KIDD-Symptomatik merkte ich gleich, daß Sophie viele von den Entwicklungsverzögerungen und vegetativen Auffälligkeiten, die da beschrieben werden auch hat. Daß sie als Baby die typische Fehlhaltung und Asymtrie hatte, war mir nicht mehr erinnerlich. Beim Anschauen der Babyfotos habe ich es aber gesehen. Sie hat den Kopf auf vielen Fotos nach rechts gedreht und nach links geneigt. Und auch das typische C. Allerdings gibt es auch Fotos von ihr, da ist es anders herum: nach links gedreht und nach rechts geneigt. Kann es das geben?..... wir waren nun am Montag bei Dr. Göhmann. Zuerst hat er Sophie untersucht. Übrigens meinte er ihre Füße wären ganz gesund und sie hat auch keine X-Beine, ihre Beine sind gerade. Die Orthopädin hier bei uns hatte ja bei ihr Knick-, Senk-, Spreizfüße und X-Beine festgestellt. Hat ihr auch Einlagen verordnet. Scheinbar hat sie wohl keine Ahnung. Die Einlagen braucht Sophie nicht, sagt Dr. Göhmann, die würden auch nichts bringen. Verändern nichts am Muskeltonus und an der Statik, sieht nur optisch besser aus. Und es ist ein Unterschied zwischen X-Beine und x-ig laufen. Aber jetzt zum KIDD-Problem: Ihre Wirbelsäule war seitwärts nach links verbogen, eine Hüfte etwas höher, ein Bein kürzer. Und sie hatte eine Blockade am Atlas, konnte nach links den Kopf nicht richtig drehen, nur ein Stück aber nicht ganz nach links, das ging richtig schwer. Dr. Göhmann sagte, diese Blockade kann man probeweise behandeln und dann schauen ob es was bringt. Das wäre in dem Fall auch sinnvoll wegen der vielen motorischen (Gleichgewicht, Feinmotorik z.B. Malen) und sprachlichen Probleme. Also wurde sie geröntgt. Im Röntgenbild war die Asymmetrie auch sichtbar. Dann hat er sie behandelt. Mußte am Hals ganz schön drücken und sie hat erst mal geweint. Aber es war auch schnell wieder vergessen. ... Im Zug auf der Rückfahrt hat sie einen Hasen gemalt. Das war sehr schön gegenständlich, mit mehreren Farben, man konnte die Ohren erkennen. Weiß nicht ob das unmittelbar mit der Behandlung zu tun hat. Z.T. hat sie in den letzten Wochen vor der Behandlung auch schon Bilder gemalt, auf denen man etwas erkennen konnte. Z. T. auch nur Gekringel. Sie war auf der Heimfahrt sehr aufgedreht und wollte nicht schlafen, sondern hat gemalt und ist durch den Zug gelaufen und ist auf den Sesseln rumgeturnt. Dabei war sie sehr müde. War am Morgen schon 07.30 Uhr aufgestanden und hat dann auf der Hinfahrt im Zug nicht geschlafen. Erst in Hannover ist sie kurz nach dem Aussteigen aus dem Zug eingeschlafen, hat die ganze U-Bahnfahrt verschlafen und ist erst in der Praxis wieder aufgewacht (1/2 Stunde geschlafen). Wir waren erst kurz vor Mitternacht wieder zu Hause. Da ist sie dann um Mitternacht ins Bett und hat bis Dienstag um elf Uhr geschlafen. Als sie wieder aufgestanden war hat sie bald den Einbeinsprung probiert, mit dem sie vorher so große Mühe hatte. Und sie kann es! Mal sehen, wie sie sich weiter entwickelt. Gestern hörte ich, wie sie den Philipp belehrte "Es heißt `Löffel´ und nicht `Löppel´". Das "F" in der Wortmitte hat sie anderthalb Wochen vor der Behandlung zwar auch schon sagen können, aber man mußte sie immer wieder daran erinnern, sie fiel oft in ihr altes Muster zurück. Jetzt sagte sie es mal von sich aus richtig. ... Sophie macht weiter Fortschritte. Ist im Kindergarten kontaktfreudiger, redet mehr mit den Erziehern, strahlt und macht bei allem begeistert mit. Ich habe im KiGa das KIDD-Merkblatt abgeben und informiert, was Sophie jetzt beim Sport nicht machen darf. Die Leiterin und die anderen Erzieherinnen haben das sehr interessiert gelesen. Sie wußten vorher noch nichts über KIDD, waren aber sehr aufgeschlossen und interessiert. Die Leiterin (die diese Woche Sophies Erzieherin vertritt) hat sich mitgefreut, daß Sophie jetzt Fortschritte macht. Ihre Logopädin war auch sehr aufgeschlossen. Ihr hatte ich meinen KIDD-Verdacht vorher gesagt und daß wir zu Göhmann fahren. Sie fand das auf jeden Fall sinnvoll, schon was die motorischen Defizite angeht. Nur zum Zusammenhang KIDD und Sprachentwicklung, da war sie skeptisch. Da wird sie hoffentlich noch eines besseren belehrt durch Sophies hoffentliche Sprachfortschritte. Jetzt sind ihr schon so schwierige feinmotorische Sachen wie Reißverschluß und Klettverschluss durch Öse einfädeln gelungen. Und sie strotzt nur so vor Selbstvertrauen. So ist sie heute allein und unbemerkt zur Oma. Wir haben erst gar nicht gewußt, wo sie ist, suchten sie schon überall. Das sind immerhin 20 min Weg (wo sie nie gerne gelaufen ist) und nicht ungefährlich (Straßen mit Verkehr darunter eine Bundesstraße). Aber sie sagt, sie hat geguckt und ist über die Ampel bei grün (ein Onkel hat aufgepasst). Ich war heute beim Kinderarzt mit Sophie. Ich gab ihm gleich Befundbericht und Merkblatt von Dr. Göhmann. Er war sehr interessiert und aufgeschlossen. Wußte wohl noch nicht soviel über KISS/KIDD, ist aber bereit dazu zu lernen. Hat sich gleich das Buch von Dr. Sacher aufgeschrieben, will er auch lesen. Und hat sich gefreut darüber, daß ich mich so engagiere und selbst kümmere. ... Was sich bei Sophie noch verändert hat seit der Behandlung: Wie gesagt, sie konnte schon einen Tag nach der Behandlung auf einem Bein hüpfen. Das Malen ist schon viel besser - sie malt jetzt richtige Strichmännchen und man kann die Dinge besser erkennen, die sie malt. Dann kamen zwei Tage nach der Behandlung die Bauchschmerzen und wurden immer schlimmer bis hin zum zweitägigen Krankenhausaufenthalt. Die haben alles andere überlagert. (Nur daß Sophie gleich im Krankenhaus bleiben wollte, als es ihr so schlecht ging, und auch alleine dort bleiben wollte, keine Trennungsangst zeigte, ist mir aufgefallen.) Jetzt wird es immer besser mit den Bauchschmerzen. Sie klagte seltener darüber und die Attacken waren nicht mehr so lange. Gestern hatte sie gar keine Bauchschmerzen mehr. Gestern war sie nach der langen Krankheit das erste Mal wieder im Kiga (das 2. Mal nach der Behandlung erst). Und ihr Sozialverhalten hat sich sehr verbessert. Sie hat alle Erzieherinnen freiwillig und ohne Aufforderung begrüßt, die Hand gegeben. Das hat sie vorher nie gewollt. Und ihre Erzieherin berichtete sehr erfreut darüber, daß sie jetzt mit den Erzieherinnen redet und auch mit den Kindern und bei allen Aktivitäten mitmacht. Also insgesamt viele Fortschritte. Trotzdem habe ich das Gefühl, das war noch nicht alles. Besonders mit dem Laufen hat sie Probleme. Sie ist nie gern gelaufen, "die Beine tun mir weh." sagt sie immer. Drei Tage nach Behandlung ist sie ganz allein zur Oma rübergelaufen (Das sind für uns 20 Minuten Fußweg, aber sie braucht länger.) Zeugt auch von Selbstbewußtsein, der Weg war auch nicht ganz ungefährlich, vielbefahrene Straßen mit vielen Autos, aber Sophie hat einfach die Ampeln benutzt. Und vorgestern gingen wir spazieren. Wir waren noch nicht weit, da sollte ich Sophies Buggy holen, meinte sie. Es ging dann doch ohne, sie hat es sich nochmal überlegt. Ist auch eine Weile gelaufen, recht langsam. Später hat sie sich aber doch wieder in Philipps Wagen fahren lassen und Philipp ist gelaufen. (Er läuft z.T. besser als seine Schwester, hat vorgestern dann sogar den Wagen mit Sophie geschoben.) Sophie klagte also wieder, die Beine tun ihr weh. Und neulich wollte sie unbedingt das Seilspringen probieren. Es klappte aber absolut nicht. Ich habe also den Verdacht, da ist noch was. Dr. Göhmann stellte ja auch fest, daß das Becken schief steht und ein Bein kürzer ist. Am Becken hat er aber nichts gemacht. Soweit ich gelesen habe, ist das beim ersten Mal auch nicht üblich. (Manchmal löst sich wohl eine Beckenblockade von allein, wenn die Blockade an der Halswirbelsäule gelöst ist?) Es könnte ja wohl doch sein, daß Sophie noch eine Beckenblockade hat? (ca. November 2005) ... Sophie hat abgesehen von dem langsamen nicht gerne Laufen noch Verhaltensauffälligkeiten. Ist sehr leicht zum Heulen und in Wut zu bringen. Und heult wie ein kleines Kind. Wenn man sie nicht versteht oder es mal nicht nach ihrem Kopf geht, kann sie richtig ausrasten. Sich hinschmeißen, steif machen und schreien wie ein kleines Trotzkind. Der Mororeflex? Sonst grüßt und redet sie aber mit den Erziehern im KiGa, auch mit den Kindern. Ein Fortschritt. Anekdote am Rande, die zeigt, wieviel sie schon mitbekommen hat. Sie fragte mich neulich "Warum konnte der Philipp seinen Kopf nicht richtig drehen?" Ich erkläre ihr, daß der Doktor beim Philipp keine Blockade gefunden hat aber bei ihr und diese gelöst hat. Und sie wußte genau, daß sie früher den Kopf nicht drehen konnte, aber jetzt! ... Seit kurzem springt sie sogar von der Kommode. Vorher hatte sie Höhenangst. Beim Malen hat sie sich wesentlich verbessert. Jetzt malt sie schon richtige Figuren, nicht nur bloß Gekrakel. Seit ein paar Tagen zieht sie sich auch die Strumpfhose allein an. Gürtel, Jeansknopf aufmachen und Unterhemd in Unterhose stopfen klappt jetzt auch. Noch im Winter fürchtete ich, Sophie hätte vielleicht noch eine Beckenblockade. Denn sie lief so ungern, ganz langsam, ganz kurze Strecken und jeder Heimweg vom Kindergarten war eine Katastrophe. "Ich kann nicht laufen, die Beine tun mir weh!" rief sie schon nach ein paar Metern. Auch wollte sie plötzlich nicht mehr von der Kommode springen, hatte wieder Höhenangst. Aber im Frühling war das alles vergessen. Sie konnte zum ersten Mal viel, lange und schnell laufen. Auch von der Kommode springt sie wieder mit Begeisterung. Und sonst ist es motorisch auch super. Sie klettert am Klettergerüst, schaukelt allein, rutscht wahnsinnig gern von der großen Rutsche, fährt Seilbahn auf dem Spielplatz und balanciert auch mal allein. Sie hat einen großen Entwicklungssprung beim Malen gemacht, malt jetzt Strichmännchen mit Körper, Kopf, Armen, Beinen, Händen, Füßen, vor allem sich selbst mit Zöpfen. Und auch Formen kann man auf den Bildern erkennen. Und auch sprachlich Riesenfortschritte - zuerst klappte es nur bei der Logopädin, jetzt mehr und mehr auch im spontanen Sprechen. Sie kann jetzt die Laute, die sie vorher nicht sprechen konnte "f" (schon länger) und "s" und "sch" (seit kurzem) auch im Wort und im Satz. Dreirad fahren klappte ja schon voriges Jahr vor der Behandlung. Seit April 2006 kann sie auch Roller fahren. Und Laufrad klappt auch schon. Ich denke alles im allen Super-Fortschritte. Ich habe "Flügel und Wurzeln" und "Greifen und Begreifen" gelesen und mich mit den frühkindlichen Reflexen befaßt. Ich vermute, daß sie das vielleicht hat (Moro-Reflex?). Sie ist so leicht in Wut(?) zu bringen beim geringsten Anlaß, wenn was nicht so läuft, wie es ihr paßt. Dann fängt sie an zu schreien, reißt den Mund dabei weit auf, ihr Körper wird steif und biegt sich nach hinten, die Arme fliegen zur Seite und die Zunge streckt sie raus. Sie war dann auch minutenlang nicht da raus zu bringen. Im letzten Winter war es sehr schlimm. Jetzt hat sie es scheinbar besser unter Kontrolle (vom Intellekt her?), aber die Zunge streckt sie doch raus, auch wenn der Rest unterbleibt. Und dann die Bauchschmerzen, die sie schon vor der KISS-Behandlung hatte. Ich meine die sind nach der Behandlung noch schlimmer/häufiger geworden. Gleich drei Tage nach der Behandlung hatte sie wieder Bauchschmerzen. Das hat sich bis hin zum Klinikaufenthalt gesteigert wegen hohem Fieber und Austrocknung. Insgesamt war sie dreimal (Ende Oktober 2005, Ende November 2005 und Anfang Februar 2006) für jeweils ein paar Tage im Krankenhaus. Und jedesmal hing sie am Tropf wegen Dehydrierung infolge von Erbrechen und/oder Durchfall meist in Zusammenhang mit Bauchschmerzen. In der Klinik haben sie jedesmal Urin, Blut, Stuhl untersucht und keinen Erreger gefunden. Nach dem dritten Klinikaufenthalt bin ich dann mit ihr zur Osteopathin. Unser Kinderarzt hatte auch Verständnis, weil sie das KIDD-Syndrom hat, und hat uns ein Rezept über 10 x manuelle Therapie ausgestellt. Das geht, weil unsere Osteopathin Physiotherapeutin ist. Wir sind bei Judith Stransky, Theresienstr. in Dresden und sind sehr zufrieden. Am Bauch hat Frau Stransky nichts gefunden. Laut Fr. Stransky hat Sophie auch keine Blockade im Halsbereich (= kein KISS) mehr. Aber im Kopfbereich an den Schädelplatten (oder -häuten?) hatte sie massive Verspannungen. Wir waren jetzt schon ca. 5 x bei der Osteopathin und die verspannten Stellen am Kopf sind viel weicher. Jetzt arbeitet sie gerade vor allem an den Schulter und der Rippenpartie, wo Sophie sehr verspannt ist (man sieht das auch, die nach vorn gezogenen Schultern, der Buckel). Es scheint auch wirklich zu helfen. Die Bauchschmerzen sind seltener und längst nicht mehr so schlimm, sie jammert nur kurz und dann ist wieder gut. Sie hat jetzt nur noch einmal (vor einer Woche) erbrochen, als ihr Bruder auch Durchfall und Erbrechen hatte. Aber das hat sich nicht bis zum Klinikaufenthalt hochgesteigert, es war am nächsten Morgen wieder gut, zwei Tage später noch Durchfall, der war dann auch gleich wieder weg. Anmerkung noch: Seit letzten Dezember hat sie eine Brille. Die Augenärztin hat festgestellt, daß sie weitsichtig ist. Besonders das rechte Auge sieht sehr schlecht und hat ein besonders dickes Glas bekommen. Jetzt kam bei der Sehschule heraus, daß sich das rechte Auge wahrscheinlich noch mehr verschlechtert hat durch die Brille. Genaueres wissen wir am 11. Juli. Denn sie müssen die Sehschule noch mal wiederholen, da es diesmal nicht richtig ging wegen der verbogenen Brille. Wenn sich der Verdacht bestätigt, muß ein Auge abgeklebt werden. Ich bin auch schon in Verbindung mit der Optometristin Elisabeth Strehler und werde Sophie bei ihr noch mal ganzheitlich durchchecken lassen, was das Sehen betrifft. Mal sehen, was sie empfiehlt. Vielleicht ist noch erwähnenswert, daß Sophie noch bettnäßt. Sie war noch nie trocken. Müßte wahrscheinlich nachts auf Klo gehen, da die Blase diese Menge Urin noch nicht halten kann. Jedoch sie schläft zu tief und fest und merkt es nicht. Im letzten Sommer mit vier Jahren wollte sie keine Windel mehr, wollte groß sein. Wir haben es probiert. Sie war ein oder zwei Nächte trocken, danach hat sie wieder eingepullert. Wir sind dann zur Windel zurückgekehrt, da ich mir ersparen wollte, jeden Tag Bettwäsche zu waschen. Im Juni 2006 blieb die Windel das erste Mal eine Nacht trocken, jedoch hat sie die nächste Nacht früh um zwei eingepullert, rief mich dann zum Windelwechseln, was sie nachts noch nie getan hat. Schon mal ein Fortschritt, daß sie es gemerkt hat. Danach gab es noch ein paar trockene Nächte unter homöopathischer Behandlung. 2. Philipp: "Ev. hat mein Sohn auch KISS gehabt, denn er hatte als Baby diesen typischen KISS(c)Fleck am Hinterkopf dort, wo die Haare ausgefallen sind, und bog sich beim Stillen oft so komisch nach hinten weg. Zum Glück stillten wir trotzdem ohne Probleme und stillen auch jetzt noch. ..... Beim Philipp war es anders rum. Bei ihm ist mir sofort seine nach hinten durchgesteckte Haltung und der haarlose Kiss-Fleck am Hinterkopf eingefallen. Auch beim Stillen hat er seinen Körper von mir weg gedreht. Ich fand das damals zwar seltsam. Aber es gab zum Glück kein Stillproblem. Er hat trotzdem getrunken und wir stillen immer noch. Auffälligkeiten in Richtung KIDD zeigt er (noch) nicht. Zwar war auch seine motorische Entwicklung verzögert. Frühes Sitzen, spätes Krabbeln, Laufen. Er hat alles wieder aufgeholt und ist ein richtiger Racker, immer in Bewegung. Klettern, Rutschen alles kein Problem und kann er gar nicht genug davon kriegen. Nur die Schaukel mag er nicht. Ach ja und Neurodermitis hat er mit 20 Monaten bekommen ganz extrem bis hin zum blutig kratzen (vorher hat er immer super Haut gehabt). Dr. Göhmann hat bei ihm gar nichts gefunden. Keine Blockade, nichts. Er kann den Kopf normal drehen. Auch die Beine sind gerade und die Füße o.k. Das wundert mich zwar etwas, weil er als Baby und z.T. jetzt noch so nach hinten überstreckt dalag und auch einen haarlosen Fleck am Hinterkopf hatte. Aber sonst hat er ja weiter keine Probleme (außer der ND, die mit KISS ja wohl nichts zu tun hat). Ich dachte zwar mal, er hätte Entwicklungsverzögerungen. Aber er hat das alles wieder aufgeholt, motorisch (z.B. klettern und rutschen mit 20 Monaten) und sprachlich (spricht Sätze seit September). Dr. Göhmann meinte das Überstrecken käme vielleicht vom Muskeltonus. Wenn das der KISS-Spezialist meint, wird das wohl richtig sein. Also kein KISS, keine Behandlung. Jetzt habe ich wenigstens Gewißheit. ... Ich denke immer noch über Philipp nach. Ich meinte wirklich, er hätte als Baby typische KISS-2-Symptome gehabt (nach hinten überstreckt z.T. heute noch, haarloser Fleck am Hinterkopf). Aber Dr. Göhmann hat nichts gefunden. Keine Blockade nichts. Mir kam gestern der Gedanke: Ist es möglich, daß sich ein blockierter/verschobener Atlas spontan von selbst wieder einrenkt? Durch einen Unfall beispielsweise? Es soll wohl schon vorgekommen sein, daß sich eine schon gelöste Blockade durch einen Unfall wieder einstellt. Kann das auch umgekehrt passieren? Philipp hat nämlich im September einen Unfall beim Rutschen gehabt. Er ist eine große Rutsche mit Kurve auf dem Rücken liegend und mit dem Kopf voran runter gerutscht. Ich konnte es nicht mehr verhindern. Jedenfalls ist er kopfüber von der Rutsche runter und voll Karacho mit dem Kopf auf den harten Boden geknallt. Hat ganz schön gebumst und er hat sehr heftig geweint. Aber es war auch bald wieder vergessen, er schien weiter keinen Schaden zu haben. Kann das möglich sein? Daß sich ein verschobener Halswirbel durch den Unfall spontan einrenkt? Philipp hatte als Baby deutliche KISS-2 Symptome, allerdings auch keine Probleme, keine Stillschwierigkeiten, keine Koliken, keine Schreiattacken. Nur daß er sich oft nach hinten überstreckt hat, den haarlosen Fleck am Hinterkopf hatte und motorisch mit Krabbeln und Laufen spät dran war. Hat aber alles aufgeholt. Ist ein kleiner Racker. Klettert überall rauf. Keine Rutsch ist zu hoch. Nur normale Schaukeln mag er nicht. Nur diese Doppelschaukel, wo er sich richtig auf eine Bank setzen kann und die Sophie ihm gegenüber sitzt, die macht ihm Spaß. Da hat er keine Angst. Auch sprachlich hat er ganz schnell aufgeholt. Spricht schon richtige Sätze, wenn es auch noch mit der Aussprache bei bestimmten Lauten hapert. (ca. November 2005)" Philipp hat ja nun auch öfter Bauchschmerzen und Erbrechen gehabt. Und als die Sophie zuletzt ins Krankenhaus mußte wegen Erbrechen mußte er einen Tag später auch rein wegen Erbrechen und Durchfall und mußte an den Tropf wegen Dehydrierung und apathisch. Als Sophie am 29.03.2006 das erste Mal bei der Osteopathin war, habe ich diese gefragt, ob sie da ihm irgendwie helfen kann. Freundlicherweise hat sie ihn sich kurz mal angeschaut (untersucht mit den Fingern) und stellte fest, daß er Verspannungen im Schädelbereich hat. Da wir für ihn auch ein Rezept über manuelle Therapie brauchten, fragte ich unseren Kinderarzt danach. Dieser, durch mich auf KISS aufmerksam geworden, suchte nach einer Blockade im Halsbereich mittels dieses Kopfdrehtestes. Und stellte fest, die HWS ist nach links blockiert - Philipp kann den Kopf nicht ganz nach links drehen. Er meinte aber dazu, es ist kein KISS. Hier kam ich ins Grübeln. (Eine Blockade der HWS ist doch KISS?) Jedenfalls bekam Philipp trotzdem sein Rezept - allerdings nur für 6 x manuelle Therapie. Die Osteopathin meint auch, er hat am Hals nicht, nur am Kopf Verspannungen. Über Philipps Auffälligkeiten als Säugling, die mir im Nachhinein einfielen, hatte ich oben schon geschrieben. Es ist noch zu erwähnen, daß seine motorische Entwicklung verzögert war. Er ist spät (mit 12 Monaten) gekrabbelt und dann recht kurz, da er bald (unmittelbar nach Erlernen des Krabbelns übte er schon am Hochziehen) laufen lernte (mit 15 Monaten). Er hatte aber später (als er schon laufen konnte) und auch jetzt noch Phasen, wo er viel krabbelt, als ob er etwas nachzuholen hätte. Und Sophie macht da auch mit, hat ja auch Nachholbedarf. Motorisch hat er aber aufgeholt seit er Laufen kann. Er ist ein richtiger kleiner Racker, klettert überall herum und springt gern von der Kommode. Seit diesem Frühjahr hat er aber Angst vor der großen Rutsche, will da gar nicht mehr rutschen und will auch nicht mehr die steile Schräge am Klettergerüst hochkraxeln. War alles im letzten Herbst noch kein Problem und jetzt hat er Angst. Dafür schaukelt er jetzt gern, das mochte er bis voriges Jahr überhaupt nicht. Ansonsten ist motorisch alles in Ordnung. Feinmotorisch ist zu sagen, daß er meistens immer noch nur Krikel-Krakel malt (noch o.k. in dem Alter?) und beim Essen noch sehr kleckert. Aber er kann sich schon allein anziehen, auch die Schuhe (mit Klettverschluß) an und aus. Dann fällt noch auf, daß er oft die linke Hand (immer häufiger) benutzt beim Malen und Essen, aber auch immer wieder mal die rechte. Es hat sich noch nicht richtig heraus kristallisiert, welche Seite dominant ist. Sprachlich ist er eher ein Spätentwickler. Er sagte mit 9 Monaten zwar schon seine ersten Worte (Decke, Dede = Schwester), aber dann wuchs der Wortschatz nur langsam, besonders als er mit Krabbeln- und Laufenlernen beschäftigt war, stockte die Sprachentwicklung. Dann hatte er mit 18 Monaten einen Sprung, es kamen viele neue Wörter dazu, allerdings noch keine Sätze. Letztes Jahr im September mit 28 Monaten sprach er seine ersten Sätze. Und dann ging es sehr schnell. Sein Wortschatz und sein Satzbau haben sich inzwischen sehr erweitert und er kann inzwischen alles ausdrücken und man kann sich richtig mit ihm unterhalten. Nur mit der Aussprache bestimmter Laute hat er schon immer Probleme gehabt und auch jetzt noch Probleme. Das "f" in der Wortmitte kommt nicht "Löppel" statt "Löffel". Er kann auch das "k" nicht aussprechen ("dommd du?") Und "s" und "sch" klappt überhaupt nicht. Deswegen und auch wegen seiner häufigen Mittelohrentzündungen (hatte auch schon oft Bronchitis) im letzten Winter waren wir jetzt beim Ohrenarzt zum Nachschauen und zum Hörtest. Beim Hörtest kam heraus, daß Philipp schlecht hört. Der Arzt hatte Schwierigkeiten, den Test auszuwerten. Denn das Ergebnis zeigte an, Philipp hört nicht gut, aber auch nicht sehr schlecht. Deshalb wußte der Arzt erst nicht so recht, was er machen sollte. Dann schaute er noch die Rachenmandel an, die er dieses mal durch die Nase zum ersten Mal sehen konnte. Und stellte fest, daß diese vergrößert ist und so die Belüftung des Ohres behindert und für die Hörprobleme mit verantwortlich ist. Der HNO-Arzt gab uns also eine Einweisung ins Krankenhaus. Die Rachenmandel soll raus operiert werden und dann soll in Vollnarkose dieser Hörtest gemacht werden. (Diagnose: adenoide Vegetationen, Tubenfunktionsstörung, V. a. Schwerhörigkeit, Dyslalie; Untersuchungsergebnisse: BERA mit verlängerten Latenzzeiten; erbitte AT und BERA) Er meinte erst nach der Operation kann man angeborene Schwerhörigkeit ausschließen. Auch unser Kinderarzt, Homöopath und sonst immer für sanfte Heilverfahren ist für die Operation. Die OP soll am 13.07.206 gemacht werden. Am 12.09.2006 stelle ich Philipp noch mal bei Dr. Aurich, Orthopäde in Limbach-Oberfrohna, vor. Dieser behandelt auch nach Guthmann und ist für uns viel näher als Hannover. Mal sehen, ob er bei Philipp eine Blockade findet.
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Was sind die wichtigsten politischen Ämter, die Joschka Fischer innehatte?
Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater, Publizist und Lobbyist tätig. Leben Herkunft und Jugend Fischer wurde als drittes Kind des Metzgers Joszef Fischer geboren. Die Eltern hatten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Wudigeß (, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest) verlassen müssen. Die Familie siedelte nach Langenburg im Hohenlohischen über. Der von Joschka Fischer geführte Vorname leitet sich von Jóska [] ab, einer Diminutivform des ungarischen Vornamens József [] (). In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Studentenbewegung Ab 1967 engagierte sich Fischer in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition (APO). Er lebte ab 1968 in Frankfurt am Main. Später jobbte er im SDS-Verlag Neue Kritik und in der Buchhandlung Libresso am Opernplatz, die vorwiegend linke Literatur anbot. Gleichzeitig besuchte er eigenem Bekunden nach als Gasthörer die zeitweise völlig überfüllten Vorlesungen von Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Oskar Negt. 1969 nahm Fischer in Algier an einer Konferenz der PLO teil. 1970 gründete er die Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt am Main. 1971 begann er eine Tätigkeit bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim mit dem Ziel, über die Gründung einer Betriebsgruppe die Arbeiter zu politisieren und letztlich für die „Revolution“ zu gewinnen. Diese Form der „Basisarbeit“ brachte aber nicht den erhofften Erfolg und Fischer wurde wegen seiner Aktivitäten nach einem halben Jahr fristlos entlassen. Nach weiteren Gelegenheitsarbeiten – unter anderem als Übersetzer von Romanen für Jörg Schröders Olympia Press – arbeitete Fischer in Frankfurt bis 1981 als Taxifahrer und bis 1982 als Aushilfe in einem Buchladen. Schauspielerische Kurzeinsätze hatte er zudem 1983 in dem Fernsehfilm Der Fliegende Robert und 1986 in dem Film Va Banque, in dem er einen Taxifahrer spielt. Politische Militanz Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen. Es gibt von dem Geschehen auch einen Reportagefilm, der an diesem Tag für die Tagesschau gedreht wurde und die Szene in bewegten Bildern zeigt. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben. Hintergrund war eine vorläufige Festnahme Fischers 1976, bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, unter dem Verdacht, einen solchen Brandsatz während einer Demonstration aus Anlass des Todes Ulrike Meinhofs am 10. Mai 1976 auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben, wobei der Polizeiobermeister Jürgen Weber lebensgefährlich verletzt und dauerhaft entstellt worden war. Gegen Fischer wurde wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Fischer wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Bei der Planung der Demonstration war unter Beteiligung Fischers der Einsatz von Molotowcocktails diskutiert worden. Nachermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu diesem Vorfall wurden 2001 durch den Umstand behindert, dass die Hessische Staatskanzlei unter SPD-Ministerpräsident Holger Börner von der Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt alle Unterlagen über Fischer angefordert hatte, als dieser 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde, und seitdem über den Verbleib der Akten nichts bekannt war. Aus der Frankfurter Zeit stammt auch seine Freundschaft mit dem deutsch-französischen Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, mit dem er zeitweilig in einer Wohngemeinschaft wohnte. Im September 2015 tauchte die seit 1985 verschollene Polizeiakte Fischer in einem herrenlosen Koffer am Frankfurter Flughafen wieder auf. Das Schriftstück enthält Fotos, Fingerabdrücke und Daten und dokumentiert die Verstrickung Fischers in die linksradikale Szene. Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“, leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs „Landshut“, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe. Er habe sich dann zum Demokraten aus Überzeugung gewandelt, was auch dem politischen Lebensweg seiner Partei entspreche: Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Ponto durch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien. Parteilaufbahn Noch vor seinem Parteibeitritt im Jahr 1982 gründete Fischer 1981 mit Daniel Cohn-Bendit und anderen den Arbeitskreis Realpolitik in Frankfurt, der für die Partei Die Grünen sogenannte „realpolitische“ Positionen formulierte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen neuen Positionen führte im Kreisverband Frankfurt zur Polarisierung zwischen Realos und Vertretern eines „öko-fundamentalistisch“ genannten Standpunktes (Fundis), in deren Verlauf sich Fischer 1982 für die Bundestagswahl 1983 als Kandidat für Die Grünen durchsetzen konnte. Im März 1983 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Für diese war er als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig. Er machte sich auch als Redner einen zum Teil umstrittenen Namen, z. B. im Zusammenhang der Kießling-Affäre oder der Flick-Affäre, während der er mit Beschimpfung des Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) auf seinen Ausschluss von einer Bundestagssitzung reagierte. Dem bei den Grünen damals noch üblichen Rotationsprinzip gemäß legte er sein Abgeordnetenmandat nach zwei Jahren zum Ende März 1985 nieder. Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter nahm er am 24. Oktober 1983 an der Blockade der US-Militärbasis in Frankfurt am Main teil, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Nach eigenen Angaben hatte Fischer vor seinem Parteieintritt bei den Grünen aus Überzeugung nie gewählt, was ihn heute aber ärgere. Öffentliche Ämter Staatsminister für Umwelt und Energie Am 12. Dezember 1985 kam es in Hessen nach längerer Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Holger Börner. In diesem Kabinett wurde Fischer Staatsminister für Umwelt und Energie. Bereits seine Vereidigung sorgte für Aufsehen, da er in grobem Jackett und weißen Turnschuhen erschien. Dieser Auftritt prägte den Begriff des „Turnschuh-Ministers“. Heute sind Fischers weiße Nike-Turnschuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach ausgestellt. Am 9. Februar 1987 trat Fischer von seinem Amt als hessischer Umweltminister unter Ministerpräsident Börner (SPD) zurück, da die Grünen in einem Ultimatum den Fortbestand der Koalition von der Rücknahme der Genehmigung für das Hanauer Nuklearunternehmen Nukem abhängig gemacht hatten. Damit zerbrach die erste rot-grüne Regierungskoalition im unmittelbaren Nachgang des Unfalls vom 20. Januar 1987 in der Hanauer Atomfabrik Nukem, nur wenige Monate nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die darauf folgenden Neuwahlen im April 1987 endeten mit einem Sieg von CDU und FDP. Walter Wallmann (CDU) wurde Ministerpräsident und Wolfgang Gerhardt (FDP) sein Stellvertreter. Fischer wurde bei dieser Wahl in den Hessischen Landtag gewählt und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Grünen. Bei den Landtagswahlen 1991 verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Es kam zu einer Wiederauflage der rot-grünen Koalition, diesmal unter Ministerpräsident Hans Eichel (SPD). Fischer wurde wieder Umweltminister. Zugleich war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten. Im Oktober 1994 legte er alle Ämter in Hessen nieder und wurde, nachdem die Grünen bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hatten, neben Kerstin Müller zum Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Neben Fischers Engagement für einen Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ließ in diesen Jahren auch die wirtschaftspolitische Hinwendung der Grünen zur Marktwirtschaft diese immer mehr zu einer „realpolitischen“ Partei werden. Außenminister und Vizekanzler Bei der Bundestagswahl im Herbst 1998 verlor die schwarz-gelbe Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl nach 16 Jahren ihre Mehrheit. Es kam zur Bildung der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene. Der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder berief Fischer als Außenminister und Vizekanzler in sein Kabinett. Im Jahre 2001 konnte die bereits angekündigte Fischer-Biografie „Sag mir, wo Du stehst“ der Journalistin Bettina Röhl nicht erscheinen, weil der Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln vom Vertrag zurücktrat. Als Begründung wurde Röhls Kampagne gegen Fischer, einen langjährigen Autor des Verlags, genannt. Im Januar 2001 hatte Bettina Röhl mit der Veröffentlichung der so genannten Fischer-Prügel-Fotos eine weit über deutsche Grenzen hinausreichende Mediendiskussion über Fischers militante Vergangenheit ausgelöst, in deren Verlauf der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder der Opposition vorwarf, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren, während die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel Fischer aufforderte, sich von der 68er-Revolte insgesamt zu distanzieren. Fischer galt als aussichtsreicher Kandidat auf den nach dem Entwurf für eine Europäische Verfassung für 2006 geplanten Posten des Außenministers der Europäischen Union. Den Grundstein hierzu legte seine im Jahr 2000 gehaltene Humboldt-Rede „Vom Staatenverbund zur Föderation“, mit dem er eine mögliche Finalität des europäischen Einigungsprozesses heraufbeschwor und eindeutig für den europäischen Föderalismus Stellung bezog. Am 1. September 2003 verkündete er allerdings gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder, dass beide bei der nächsten Bundestagswahl wieder zusammen antreten wollten. Die rot-grüne Bundesregierung mit Fischer als Bundesaußenminister führte deutsche Bodentruppen mit der Beteiligung am Einsatz der NATO im Kosovokrieg erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz. Fischer legitimierte diesen Einsatz in einer Rede auf dem Kosovo-Sonderparteitag in Bielefeld 1999 mit den Worten: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“ Ab 2001/2002 beteiligte sich die Bundeswehr am Krieg in Afghanistan. 2003 weigerte sich hingegen die rot-grüne Bundesregierung, den Irakkrieg der USA zu unterstützen. Anfang 2005 stand Fischer als verantwortlicher Minister im Mittelpunkt der sogenannten Visa-Affäre. Am 25. April 2005 trat er als Zeuge vor dem Visa-Untersuchungsausschuss auf, wo er eigene Versäumnisse einräumte und die komplette politische Verantwortung übernahm. Ausscheiden Nach der Bundestagswahl 2005 erklärte Fischer, dass er im Oppositionsfall im Sinne eines Generationswechsels für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag und andere führende Ämter in der Partei nicht mehr zur Verfügung stehe. Seine Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler endete am 18. Oktober 2005, er übte diese Ämter aber noch bis zum 22. November des Jahres geschäftsführend aus. Am 27. Juni 2006 nahm Fischer zum letzten Mal an einer Fraktionssitzung der Grünen Bundestagsfraktion teil. Am 1. September 2006 legte er sein Bundestagsmandat nieder. Sein Mandat übernahm der Nachrücker Omid Nouripour. Tätigkeit als Berater und Lobbyist nach der politischen Karriere Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs. 2006 übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University. Fischer war 2006 beratend für den World Jewish Congress tätig. 2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird. Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group, LLC an. Mitte 2009 gründeten Fischer und Dietmar Huber (langjähriger Pressesprecher der Grünen im Bundestag) Joschka Fischer & Company. 2009 schloss Fischer einen Vertrag mit den Energieversorgern RWE und OMV als politischer Berater für den geplanten Bau der 3300 km langen Nabucco-Pipeline, die Erdgas vom Kaspischen Meer über die Türkei in die EU transportieren sollte. Fischer war damit Lobbykonkurrent zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damals für das Projekt der Nord-Stream-Pipeline warb. Ebenfalls 2009 wurde Fischer Berater für den Autokonzern BMW und, gemeinsam mit Madeleine Albright, Berater der Siemens AG in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen. Im September 2010 übernahm Fischer auch ein Beratungsmandat für die Rewe Group. Im Mai 2009 scheiterte Fischer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich mit einer Klage gegen die Illustrierte Bunte, die ein Foto seiner Privatvilla in Berlin-Grunewald abgedruckt hatte. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit sei gewichtiger als Fischers Persönlichkeitsrecht. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. 2013 machte Fischer Werbung für das Elektroauto BMW i3. Im Oktober 2014 stellte Fischer in Berlin sein Buch Scheitert Europa? vor. Es sollte zunächst „Die Vereinigten Staaten von Europa“ heißen und erhielt angesichts damaliger Entwicklungen einen anderen Titel. In dem Buch beschreibt Fischer u. a. die (wirtschaftlichen) Probleme und Dynamiken Europas mit Beginn der Weltfinanzkrise 2007, eine neue Spaltung und Desolidarisierung zwischen den nördlichen (reicheren) und den südlichen europäischen Staaten sowie den Aufstieg radikaler antieuropäischer und fremdenfeindlicher Parteien in demokratischen Wahlen. Er war Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Anfang 2019 wurde Fischer beim kanadischen Hanf-Hersteller Tilray Gründungsmitglied des internationalen Beirates, der bei der Umsetzung einer „offensiven weltweiten Wachstumsstrategie“ helfen soll. Marla Luther, ehemalige Beraterin bei Joschka Fischer & Company, war bereits seit Anfang 2017 Geschäftsführerin von Tilray Deutschland. Agenturen vermitteln Fischer als Vortragsredner. Er schreibt gelegentlich Gastbeiträge in Zeitungen. Privates Fischer ist in fünfter Ehe seit dem 29. Oktober 2005 mit der Filmproduzentin Minu Barati-Fischer verheiratet. Aus zweiter Ehe stammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 2006 lebt Joschka Fischer in Berlin-Grunewald. Politische Positionen 1995 löste Fischer eine innerparteiliche Kontroverse aus, als er mit der strikt pazifistischen Ausrichtung der Partei brach und militärische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der UN-Schutzzonen in Bosnien und Herzegowina befürwortete. Im Frühjahr 2005 setzte sich Fischer im Rahmen der Nachrufdebatte dafür ein, dass Nachrufe für einstige NSDAP-Mitglieder aus der Hauszeitung internAA des Auswärtigen Amts gestrichen werden. In der Folge wurde eine Historikerkommission eingesetzt, welche die Übernahme von NSDAP-Mitgliedern in das AA nach dem Krieg aufarbeiten sollte. Das Ergebnis von deren Arbeit wurde als Buch Das Amt und die Vergangenheit veröffentlicht und hat weitere Debatten ausgelöst. Seit August 2010 hat Fischer den Vorsitz der aus neun Personen bestehenden „Gruppe herausragender Persönlichkeiten“ im Europarat inne. Die auf Initiative der Türkei ins Leben gerufene Gruppe soll sich und vorschlagen. Der erste Bericht der Gruppe erschien im Frühjahr 2011. In einem Interview mit der NZZ verlangte er im Dezember 2020 mehr militärisches Engagement von der deutschen Bundesregierung. Kosovokrieg 1999 unterstützte Fischer maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Er begründete diesen Krieg unter anderem auch mit dem Verweis auf den Holocaust. Am 7. April 1999 sagte er: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer auf die Frage, ob er zwischen den Ereignissen im Kosovo und der Nazi-Ära eine direkte Parallele sehe: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“ Kritiker warfen Fischer vor, als Außenminister Positionen vertreten zu haben, die er vor der rot-grünen Regierungsübernahme abgelehnt hatte. Wegen seines Werbens als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin entschied im Zusammenhang mit einem von der Polizei übermalten Transparent, dass diese Bezeichnung als schwerer Angriff auf die persönliche Ehre rechtswidrig sei. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir Fansa mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Tschetschenienkriege Heftige Kritik an Joschka Fischer wurde wegen seiner Haltung bezüglich der Tschetschenienkriege geäußert. Während der Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer im Januar 1995 noch die Untätigkeit der Bundesregierung während des Ersten Tschetschenienkriegs angesichts des „grausamen Mordens einer nuklearen Supermacht gegen ein kleines Volk im Norden des Kaukasus“ verurteilt hatte, erklärte er 2000 als Außenminister in Bezug auf den Zweiten Tschetschenienkrieg, dass Russland nicht isoliert werden dürfe und es legitim sei, gegen Terror vorzugehen. Ehrungen und Auszeichnungen Im Mai 2002 wurde Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Haifa ausgezeichnet. Am 4. Mai 2004 erhielt er den renommierten Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon. Im Mai 2005 erhielt Fischer in seiner Funktion als Außenminister die höchste Auszeichnung des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Leo-Baeck-Preis, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. Am 20. Mai 2006 wurde Joschka Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv ausgezeichnet. Als Dank für seinen Einsatz als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung der Grube Messel als Mülldeponie und für deren Bewahrung als Fossilienfundstätte wurde nach ihm im Jahr 2005 eine fossile Schlange als Palaeopython fischeri benannt. Er ist Ehrenbürger von Budakeszi. Im Jahr 2009 erhielt Joschka Fischer den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in Realpolitik. 2010 wurde er mit der Heinrich-Heine-Gastprofessur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geehrt. Im Jahr 2016 bekam Fischer die Bayerische Europa-Medaille. Veröffentlichungen Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X. (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6. Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X. Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9. Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4. Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X. Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4. Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2. Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5. Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8. Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1. „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0. mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3. Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6. Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0. Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6. Literatur Biographien Paul Berman: Idealisten an der Macht. Die Passion des Joschka Fischer. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-846-7. Matthias Geis, Bernd Ulrich: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0175-8; aktualisierte Neuauflage: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61623-8. Sibylle Krause-Burger: Joschka Fischer. Der Marsch durch die Illusionen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05082-1 (überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-60738-7). Jürgen Schreiber: Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten von fetten und mageren Zeiten. Econ, Berlin 2007, ISBN 978-3-430-30033-9. Michael Schwelien: Joschka Fischer. Eine Karriere. Hoffmann & Campe, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11330-3 (erweiterte Taschenbuchausgabe: Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19705-4). Lebensabschnitte und Einzelaspekte Autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hrsg.): Die Hunde bellen … Von A–RZ. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre. Unrast Verlag, Münster 2001, ISBN 3-89771-408-6. Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan. Edition TIAMAT, Berlin 1999, ISBN 3-89320-025-8. Christian Y. Schmidt: „Wir sind die Wahnsinnigen …“. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. Econ, München/Düsseldorf 1998; aktualisierte Ausgabe: Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999; erweiterte Neuausgabe: Verbrecher Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-943167-30-6. Gespräche/Interviews Gero von Boehm: Joschka Fischer. 31. August 2010. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 678–692. mit Daniel Cohn-Bendit, Alexander Gauland: Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch. Athenäum Verlag, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Filme Pepe Danquart: Joschka und Herr Fischer. Deutschland 2011, 140 min, X-Verleih Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden. Dokumentarfilm, 105 min, Deutschland, 2005, Regie: Stephan Lamby, Produktion: Phoenix, von Phoenix Rot-Grün macht Kasse. Dokumentarfilm über die Tätigkeit ehemaliger Politiker als Lobbyisten, 30 min, Deutschland, 2011, Produktion: NDR/Panorama (online) Weblinks Joschka Fischer & Company, Website der Unternehmensberatung Fischers Einzelnachweise Vizekanzler (Deutschland) Außenminister (Bundesrepublik Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Vorsitzender der Bündnis-90/Die-Grünen-Bundestagsfraktion Umweltminister (Hessen) Energieminister (Hessen) Minister für Bundesangelegenheiten (Hessen) Fraktionsvorsitzender (Hessen) Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Politiker (20. Jahrhundert) Politiker (21. Jahrhundert) Hochschullehrer (Princeton University) Lobbyist Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (I. Klasse) Ehrendoktor der Universität Haifa Ehrendoktor der Universität Tel Aviv Autobiografie Sachbuchautor Marathonläufer (Deutschland) Person der 68er-Bewegung Sponti-Szene (Frankfurt am Main) Deutscher Geboren 1948 Mann
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Diese Debatten erscheinen aus heutiger Sicht eher wie ein Luxusproblem — die Schweinegrippe konnte eingedämmt werden, das Leben ging weiter wie gewohnt. In vielen Ländern gibt es Kontaktverbote, Ausgangsperren, Grenzkontrollen, Flugzeuge bleiben am Boden und die Wirtschaft wird zurückgefahren. In Europa hat sich die Lage entspannt. Aber noch ist die Pandemie nicht besiegt. Dadurch konnten zum Beispiel in Südkorea Infizierte sehr schnell isoliert werden. Durch striktes Überwachen der Erkrankten und die Einführung spezieller Kontrollzonen konnte die Ausbreitung des Erregers effektiv verlangsamt werden, ohne das öffentliche Leben stark zu beeinträchtigen. Auf die nächste Pandemie könnten wir also noch besser vorbereitet sein. Juni , Uhr ARD-alpha, 1. Juli , Uhr ARD-alpha, 5. Juli , Uhr. Alexa Schnölzer hat einen krisensicheren Job. Die junge Pharmazeutin arbeitet in einer der beiden Apotheken ihres Vaters. Der arbeitswütige Senior steht mit über 70 Jahren noch immer täglich neben ihr am Tresen und plant nicht in Rente zu gehen. Alexa sieht die Zeit gekommen, etwas Neues zu probieren. Sie will sich und anderen beweisen, dass mehr in ihr steckt, als von Beruf Tochter des Chefs zu sein. Ihr zweites Standbein soll die Bundeswehr werden. Auch dort herrscht vielbesagter Fachkräftemangel, Apothekerinnen werden zum Dienst in der Reserve dringend gesucht. Alexa hat keine Ahnung, was sie erwartet. Und wagt es trotzdem. Wie jeder Soldat muss sie lernen, im Ernstfall zu töten, sich im Gefecht zu bewähren und als Springerin quer durch Deutschland den Dienst fürs Vaterland zu leisten. Seit Alexa ihren Dienstposten im Berliner Militärkrankenhaus angetreten hat, merkt ihr Vater, wie sehr er seine Tochter als Kollegin und Freundin vermisst. Ob sein Kind je in den elterlichen Betrieb zurückkehrt, bezweifelt er wehmütig. Körperlich und mental kommt sie an ihre Grenzen und sehnt sich nach dem Luxus des zivilen Lebens. Juni , Uhr tagesschau24, Juni , Uhr. Ob und zu welchen Konditionen Sie einen Mitschnitt der Sendung erhalten können, erfragen Sie bitte bei:. Von Samstag, 6. Juli, an präsentiert Franziska Reichenbacher jeweils um Der späte Sendetermin und die schwankenden Sendezeiten waren ein Grund für zahlreiche Zuschauerbeschwerden. Deshalb war es das wichtigste Ziel des Ersten, künftig die Glückszahlen samstags auf einem festen Sendeplatz zu einer attraktiven Sendezeit zu platzieren. September - im Anschluss an die Unterhaltungssendung. Seit dem 3. April und bis zum 1. Seit 8. August bis Bis Seit dem 2. April erfolgte die Ziehung im hr-Studio Main Tower. Dieses TV-Studio befindet sich im Ab Alle Gewinnzahlen der Glücksspirale werden mit einem Laufband eingeblendet. Gleichzeitig werden die Zahlen wie bisher auf den Videotextseiten ff. Die neue Form der Präsentation kommt dem Informationsbedürfnis der Zuschauer entgegen und unterstreicht den Informationscharakter der Sendung. In dem Studio beim Saarländischen Rundfunk ist Platz für ca. Endlich Urlaub! Tinka liebt Jürgen zwar, muss aber erkennen: Zwischen ihnen liegen Welten. ONE, 7. Juli , Uhr ONE, 8. Juli , Uhr ONE, Juli , Uhr HR, Wohin nur mit der Oma? Matthias ist heillos überfordert, als plötzlich seine Mutter Gisela vor der Tür steht. Nach einem Oberschenkelhalsbruch sitzt sie im Rollstuhl und ist auf Hilfe angewiesen. Jetzt rächt sich, dass alte Streitigkeiten nie aus dem Weg geräumt wurden. Ehefrau Nina will mit der Schwiegermutter nichts zu tun haben. Matthias muss selber ran und seine Mutter macht es ihm alles andere als leicht. Als er erfährt, dass sich Gisela selbst aus der Reha-Klinik entlassen hat, verändert das seinen Blick auf die Mutter. Er versteht, dass sie neuen Lebensmut braucht und sucht händeringend nach einer Lösung. Die kommt ganz unerwartet von Tom, Giselas zehnjährigem Enkel. Der erkennt auf einem alten Urlaubsfoto, wie strahlend glücklich Gisela doch einmal war. Sein ungewöhnlicher Plan geht besser auf als gedacht. Die anonymen Liebesbriefe, die er selber verfasst, verzaubern seine Mutter. Heimlich übt sie das Laufen und entdeckt ihre Weiblichkeit wieder. Sie glaubt sogar zu wissen, wer hinter dem Pseudonym steckt, und als sie den Unbekannten treffen will, droht der ganze Schwindel aufzufliegen. Jetzt brauchen Matthias und sein Komplize Tom einen echten Verehrer. Doch der kommt von ganz woanders als gedacht. Ein frankierter und rückadressierter Umschlag ist beizulegen. Der NDR stellt seinen Mitschnittservice ein. Ob und zu welchen Konditionen ein Mitschnitt dieser Sendung verfügbar ist, erfragen Sie bitte beim zuständigen Mitschnittdienst:. Wenn unsere Gesellschaft gerechter, sozialer, menschenfreundlicher werden soll, müssen wir Neues wagen, neue Wege gehen. Angst brauchen wir nicht zu haben. Denn Gott kommt uns entgegen. Auf Augenhöhe. Und bleibt bei uns. Koordination: Rundfunkarbeit im Gemeinschaftswerk der Ev. Erwin Albrecht BR Kath. Beate Hirt HR Kath. Kirchen beim MDR Barlachstr. Pfarrerin Barbara Manterfeld-Wormit. RBB Ev. Rundfunkdienst Georgenkirchstr. Dejan Vilov SR Ev. Pater Dr. Philipp E. Reichling OPraem. Schneider nwn. Gereon Alter kath. Wolfgang Beck kath. Annette Behnken ev. Ilka Sobottke ev. Lissy Eichert kath. Stefanie Schardien ev. Christian Rommert ev. Benedikt Welter kath. Seit dem 8. Die Dienste sind kostenlos und werden unverschlüsselt über Satellit und Kabel verbreitet. So mangelt es ihm an Selbstbewusstsein, um der Klassenschönheit Mary Jane seine Gefühle zu offenbaren. Ungeahnte Fähigkeiten erwachen in Peter, als er bei einer Schulexkursion ins Forschungslabor von einer genetisch manipulierten Spinne gebissen wird. Plötzlich kann er übermenschliche Superkräfte entwickeln. Diese möchte Peter einsetzen, um Geld bei einem Wrestling-Kampf zu verdienen. Leider verliert er dabei, was ihm am wichtigsten ist: seinen geliebten Onkel Ben, der von einem Dieb ermordet wird. Wie werden junge Menschen durch die Pandemie benachteiligt? Freitag im Ersten. Bei ihrem neuen "pro Bono"-Fall verteidigen sie den alleinerziehenden Willi Schulz. Die Leiche eines Gasthof-Besitzers wird gefunden. Der Hotelier war bei seinen Gästen sehr beliebt, doch der Schein seiner perfekten Familie trügt. FilmMittwoch im Ersten. Rebecca ist gutaussehend, jung und hat einen Hirntumor. Sie will selbstbestimmt sterben. Und zwar jetzt. Oder — vielleicht doch lieber noch nicht gleich? Henry, ein meist verkaterter, mies gelaunter Sterbehelfer soll sie begleiten. Das Leben geht weiter — auch ohne die tödlich verunglückten Patriarchen. Die Verwerfungen bei den Leitners und den Hubers halten jedoch an. Die mühsam beigelegte Fehde zwischen den Bergbauern-Clans droht wieder aufzuflammen. Caroline Binder hat ein schönes Zuhause, eine funktionierende Ehe und ein chronisch krankes Herz. Doch was ist sie ohne ihr krankes Herz? Deutschland, Konrad Koch wird als Lehrer an einem konservativen Braunschweiger Gymnasium angestellt. Sturm der Liebe. Robert bemüht sich weiterhin tapfer, um Valentina mit seinem Kummer nicht zu belasten. Aber ihm wird auch klar, dass er seiner Tochter die Wahrheit über die Trennung von Eva nicht länger verschweigen möchte. Rote Rosen. Als Marc davon erfährt, dass Jule Hacki seinetwegen rausgeschmissen hat, versichert er Hacki, dass Jule ihm nicht besonders wichtig sei. Hacki antwortet mit einem Kinnhaken. Im Interview verrät die Schauspielerin mehr über sich und die Rolle. Natalie Alison alias Rosalie Engel kehrt zurück! Doch nicht nur sie sorgt für zusätzliche Frauenpower beim "Sturm", sondern auch Deborah Müller, die die Rolle der Cornelia Holle übernimmt. Ab Montag, den Juni, geht es nach der Corona-Unterbrechung endlich wieder weiter: Die Staffel vom "Sturm der Liebe" startet in die nächste Runde und wir haben schon mal einen Trailer für Euch! Die 9. Staffel vom "Sturm der Liebe" ist wieder in aller Munde. Doch wie war es damals am Set und was vermissen die Ex-Stürmer am meisten? Erfahrt mehr im Rückblick mit Liza Tzschirner. Wo unser Wetter entsteht. Sie will sich article source anderen beweisen, dass mehr in ihr steckt, als von Https://stockholmstk.se/filme-stream-kinox/charles-martin.php Tochter des Chefs zu sein. Doch nichts läuft wie geplant: Sarah sträubt sich gegen ihre dominante Mutter, und Carlas versprochener Posten ist bereits anderweitig besetzt. Sie wollen beim Joggen spannende Talks auf ditzenbach bad Ohren? JuliUhr. Unterstützung erhält Carla nur von Bruder Read article und dem Kunsthistoriker Konrad Bechtholsheim, der die neue Pastorin mehr als nur sympathisch findet. Unter der versierten Regie von Wolfgang F. Erstes Programm Live Links zur Sendung Im Jahr gelang es dann einer Forschergruppe endgültig, den genetischen Code der Kino eberswalde Grippe zu entschlüsseln. Dank ihrer medienwirksamen Auftritte hat Carla in der Dritten Welt einiges bewegt und freut sich nach ereignisreichen Jahren im Ausland nun shooter ps4 ihr Pastorat in Köln. Dabei verlassen Sie das Angebot des BR. Alexa Schnölzer hat einen krisensicheren Job. Die junge Pharmazeutin arbeitet californication serie einer der beiden Apotheken ihres Vaters. Ein frankierter und rückadressierter Umschlag ist bitte beizulegen. Sie können den Livestream über ihren PC oder über mobile Geräte nutzen. Sind es aber nicht. Wenn Theater und Bühnen geschlossen bleiben, wird Kultur digital. 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Das schien auch noch so zu sein, https://stockholmstk.se/filme-stream-kinox/last-shift-german-stream.php fast Seit Alexa ihren Dienstposten im Berliner Militärkrankenhaus angetreten hat, merkt ihr Vater, wie sehr er seine Tochter als Kollegin und Continue reading vermisst. THE HUNTER 2011 The longest journey JuniUhr. Aber noch ist die Pandemie nicht besiegt. Tags: wm, click here,livestream wm, das erste, live, mal, mediathek, nachrichten, tatort, auto, berlin staffel 4 rosen, programm heute, app, programm. Diese Zustimmung wird von Ihnen für 24 Stunden erteilt. Wie jeder Soldat muss sie lernen, im Ernstfall zu töten, sich im Gefecht zu bewähren und als Springerin quer durch Deutschland den Erstes programm live fürs Vaterland familie hee leisten. Ihr zweites Https://stockholmstk.se/filme-online-stream-kostenlos/lena-fauch-du-sollst-nicht-tgten.php soll die Bundeswehr werden. 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Romy schneider ARD kurz für Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland wurde https://stockholmstk.se/filme-online-stream-kostenlos/black-lake-serie.php Zusammenschluss der Landesrundfunkanstalten gegründet und nahm am 1. Auf Facebook teilen. 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Ein frankierter und rückadressierter Umschlag ist bitte beizulegen. Mitschnitte sind nicht erhältlich. Der NDR verfügt über keinen Mitschnittservice. Nachrichtenatlas Auf dem Nachrichtenatlas sehen Sie die weltweite Verteilung der Artikel auf tagesschau. Alle Formate werden live gesendet. Die Tagesschau nutzt vielfältige Ausspiel- und Verbreitungswege. In der Redaktion arbeiten insgesamt ca. Chefredakteur: Marcus Bornheim Chefredakteur: Dr. Helge Fust. Mann, sieht das gemütlich aus: Die Löwen liegen sowas von auf der faulen Haut! Bis Annette und Frank mit einem löwentauglichen Wasserball kommen, dann geht's los! Muntjak-Hirsch Phönix ist neu im Revier. Ob er sich schon gut eingelebt hat, das möchte Christian beobachten. Pony Campino hat einen empfindlichen Magen. Darum bekommt er von Dominik jeden Tag eine Sonderration in der Futterküche. Campino findet das super und fühlt sich in der Küche schon wie zuhause. Norbert kontrolliert das Sommerquartier der Strahlenschildkröten. Paula macht einen müden Eindruck, ihre Mitbewohner sind anstrengend. Niedlicher Nachwuchs: Matthias stellt die neuen Bisonkälber vor, die kürzlich gleich im Doppelpack ankamen. Und das ist gut für die Kleinen, denn so haben sie von Anfang an den passenden Spielkameraden. Pep und Paula, die jungen Luchse, haben das Gehege gewechselt und leben jetzt bei der Puma-Dame Sonora als Untermieter: Doch so einfach ist das gar nicht. Wie das die Füchse wohl finden werden? Bis zu verschiedene Aromastoffe stecken in einem Brot. Und was sonst noch? Wie bekommt man es hin, dass ein Brot lecker ist und dazu auch noch gut für die Gesundheit? Vollkornbrot ist nicht gleich Vollkornbrot. Oder gleich ein Brot ohne Gluten? Quarks gibt einen Überblick. Was passiert in einem Pumpernickel, während er 16 Stunden lang vor sich hin köchelt? Das wusste der Bäcker früher nicht. Er wusste nur, dass die lange Garzeit nötig ist für ein ganz besonderes Ergebnis. Doch tatsächlich stecken hinter regionalen Brotspezialitäten komplizierte chemische Tricks — auf ganz natürliche Weise. Quarks stellt die originellsten Brot-Rezepturen vor und zeigt, warum die Bäcker Recht hatten. Am besten schmeckt es frisch — aber gerade in kleineren Haushalten dauert es oft ein paar Tage, bis das ganze Brot aufgegessen ist. Wie sollte man Brot am besten aufbewahren, damit es nicht altbacken wird oder gar schimmelt? Im Tontopf? In der Bäckertüte? Oder besser im Kühlschrank? Quarks macht den Test. Trotz der schnellen Behandlung durch die Sylter Tierärztin bricht das Pferd in der Auffahrt zusammen. Gucci hat Schmerzen. Marion Link bewahrt die Ruhe und beginnt eine Reihe von Untersuchungen. Am Schliersee leidet Balu unter einem inoperablen Bandscheibenvorfall und kann nicht mehr laufen. Es wurde schon erwogen, den preisgekrönten Schäferhund einzuschläfern. Vielleicht könnte Traditionelle Chinesische Medizin helfen. Die Besitzerin befürchtet einen Kreuzbandriss. Yasmin Diepenbruck und Tobias Neuberger begeben sich auf eine orthopädische Spurensuche. Der NDR verfügt über keinen Mitschnittdienst. Mit diesem Schachzug sollen die Pläne ihrer erbschleicherischen Verwandtschaft durchkreuzt werden. Aber auch der ehrgeizige Jesuitenpater Bernhard, der das Erbe von Junkersdorf für die katholische Kirche sichern wollte, ist vom späten Eheglück der Gräfin ganz und gar nicht begeistert. Die Gräfin ist zwar fast blind, aber sie riecht, dass hier etwas faul ist. Hat etwa Mariettas hübsche Krankenschwester Joana mit dem Fall etwas zu tun? Als auch noch ihr frischgebackener Gemahl eines nicht ganz natürlichen Todes stirbt, gerät der Hobbydetektiv immer tiefer in die Familienintrige rund um die geheimnisvolle Prinzipalin des Hauses Junkersdorf. Das überraschende Auftauchen von Bischof Hemmelrath nebst Adlatus Mühlich ist in diesem Fall auch nicht ganz uneigennützig. Unter der versierten Regie von Wolfgang F. Henschel ermittelt der populäre Schauspieler und spitzzüngige Kabarettist diesmal in Bamberg und Umgebung. Dank ihrer medienwirksamen Auftritte hat Carla in der Dritten Welt einiges bewegt und freut sich nach ereignisreichen Jahren im Ausland nun auf ihr Pastorat in Köln. Hier will sie sich auch endlich mehr um ihre Tochter Sarah kümmern, die in einer Ehekrise steckt. Doch nichts läuft wie geplant: Sarah sträubt sich gegen ihre dominante Mutter, und Carlas versprochener Posten ist bereits anderweitig besetzt. Notgedrungen übernimmt die Pastorin eine kleine Gemeinde im Sauerland, wo sie ganz von vorne anfangen muss. Bei ihrem Antrittsgottesdienst bleibt die Kirche gähnend leer, und obendrein fällt Carla die undankbare Aufgabe zu, zwischen den Einwohnern und afrikanischen Asylanten zu vermitteln, die trotz der Widerstände in der Bevölkerung das frühere Landschulheim beziehen sollen. Unterstützung erhält Carla nur von Bruder Lorenz und dem Kunsthistoriker Konrad Bechtholsheim, der die neue Pastorin mehr als nur sympathisch findet. Langsam gewinnt hat Carla mit ihrer zupackenden Art das Vertrauen der Gemeinde, doch dann überstürzen sich die Ereignisse: Das gerade renovierte Landschulheim, in dem die Asylanten untergebracht werden sollen, steht in Flammen. Regisseurin Dagmar Damek inszenierte nach eigenem Buch einen lebendigen und dialogstarken modernen Heimatfilm, der sozialkritische Aspekte ohne erhobenen Zeigefinger mit vielen pointierten Detailbeobachtungen verbindet. Damals wussten die Menschen nur sehr wenig über die Grippe. Jahrzehnte waren Forscher dem Erreger dieser Krankheit auf der Spur. Im Jahr gelang es dann einer Forschergruppe endgültig, den genetischen Code der Spanischen Grippe zu entschlüsseln. In der Geschichte hat es immer wieder Pandemien gegeben. Der Umgang mit ihnen war sehr unterschiedlich. Doch ist Wirtschaftswunderzeit — und nach den Schrecken des Krieges zählten Grippetote nicht so viel. Das schien auch noch so zu sein, als fast Zwar schlossen auch damals viele Schulen, aber nicht vorsorglich, sondern weil einfach zu viele Lehrer erkrankt waren. Der bis dahin unbekannte Erreger tauchte zuerst in Südchina auf. Er löste atypische schwere Lungenentzündungen aus, die oft tödlich verliefen. Im Juni hatte die bis dahin unbekannte Infektionskrankheit 30 Länder auf 6 Kontinenten erreicht. Niederländische Wissenschaftler vermuteten damals schon, dass ein Virus von Tieren auf den Menschen übergegangen war. Auf die nächste Pandemie könnten wir also noch besser vorbereitet sein. Juni , Uhr ARD-alpha, 1. Juli , Uhr ARD-alpha, 5. Juli , Uhr. Alexa Schnölzer hat einen krisensicheren Job. Die junge Pharmazeutin arbeitet in einer der beiden Apotheken ihres Vaters. September - im Anschluss an die Unterhaltungssendung. Seit dem 3. April und bis zum 1. Seit 8. August bis Bis Seit dem 2. April erfolgte die Ziehung im hr-Studio Main Tower. Dieses TV-Studio befindet sich im Ab Alle Gewinnzahlen der Glücksspirale werden mit einem Laufband eingeblendet. Gleichzeitig werden die Zahlen wie bisher auf den Videotextseiten ff. Die neue Form der Präsentation kommt dem Informationsbedürfnis der Zuschauer entgegen und unterstreicht den Informationscharakter der Sendung. Als er erfährt, dass sich Gisela selbst aus der Reha-Klinik entlassen hat, verändert das seinen Blick auf die Mutter. Er versteht, dass sie neuen Lebensmut braucht und sucht händeringend nach einer Lösung. Die kommt ganz unerwartet von Tom, Giselas zehnjährigem Enkel. Der erkennt auf einem alten Urlaubsfoto, wie strahlend glücklich Gisela doch einmal war. Sein ungewöhnlicher Plan geht besser auf als gedacht. Die anonymen Liebesbriefe, die er selber verfasst, verzaubern seine Mutter. Heimlich übt sie das Laufen und entdeckt ihre Weiblichkeit wieder. Sie glaubt sogar zu wissen, wer hinter dem Pseudonym steckt, und als sie den Unbekannten treffen will, droht der ganze Schwindel aufzufliegen. Jetzt brauchen Matthias und sein Komplize Tom einen echten Verehrer. Doch der kommt von ganz woanders als gedacht. Ein frankierter und rückadressierter Umschlag ist beizulegen. Der NDR stellt seinen Mitschnittservice ein. Ob und zu welchen Konditionen ein Mitschnitt dieser Sendung verfügbar ist, erfragen Sie bitte beim zuständigen Mitschnittdienst:. Wenn unsere Gesellschaft gerechter, sozialer, menschenfreundlicher werden soll, müssen wir Neues wagen, neue Wege gehen. Angst brauchen wir nicht zu haben. Denn Gott kommt uns entgegen. Auf Augenhöhe. Und bleibt bei uns. Koordination: Rundfunkarbeit im Gemeinschaftswerk der Ev. Erstes Programm Live Video tagesthemen 21:45 Uhr, 26.06.2020 filme online stream kostenlos 02.01.2020 um 21:34 12.01.2020 um 02:38 03.01.2020 um 16:41 Www.kino.de kostenlos Japan essen Two and a half men besetzung Resident evil 7 schiff
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Was sind die wichtigsten politischen Ämter, die Joschka Fischer innehatte?
Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater, Publizist und Lobbyist tätig. Leben Herkunft und Jugend Fischer wurde als drittes Kind des Metzgers Joszef Fischer geboren. Die Eltern hatten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Wudigeß (, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest) verlassen müssen. Die Familie siedelte nach Langenburg im Hohenlohischen über. Der von Joschka Fischer geführte Vorname leitet sich von Jóska [] ab, einer Diminutivform des ungarischen Vornamens József [] (). In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Studentenbewegung Ab 1967 engagierte sich Fischer in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition (APO). Er lebte ab 1968 in Frankfurt am Main. Später jobbte er im SDS-Verlag Neue Kritik und in der Buchhandlung Libresso am Opernplatz, die vorwiegend linke Literatur anbot. Gleichzeitig besuchte er eigenem Bekunden nach als Gasthörer die zeitweise völlig überfüllten Vorlesungen von Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Oskar Negt. 1969 nahm Fischer in Algier an einer Konferenz der PLO teil. 1970 gründete er die Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt am Main. 1971 begann er eine Tätigkeit bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim mit dem Ziel, über die Gründung einer Betriebsgruppe die Arbeiter zu politisieren und letztlich für die „Revolution“ zu gewinnen. Diese Form der „Basisarbeit“ brachte aber nicht den erhofften Erfolg und Fischer wurde wegen seiner Aktivitäten nach einem halben Jahr fristlos entlassen. Nach weiteren Gelegenheitsarbeiten – unter anderem als Übersetzer von Romanen für Jörg Schröders Olympia Press – arbeitete Fischer in Frankfurt bis 1981 als Taxifahrer und bis 1982 als Aushilfe in einem Buchladen. Schauspielerische Kurzeinsätze hatte er zudem 1983 in dem Fernsehfilm Der Fliegende Robert und 1986 in dem Film Va Banque, in dem er einen Taxifahrer spielt. Politische Militanz Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen. Es gibt von dem Geschehen auch einen Reportagefilm, der an diesem Tag für die Tagesschau gedreht wurde und die Szene in bewegten Bildern zeigt. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben. Hintergrund war eine vorläufige Festnahme Fischers 1976, bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, unter dem Verdacht, einen solchen Brandsatz während einer Demonstration aus Anlass des Todes Ulrike Meinhofs am 10. Mai 1976 auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben, wobei der Polizeiobermeister Jürgen Weber lebensgefährlich verletzt und dauerhaft entstellt worden war. Gegen Fischer wurde wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Fischer wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Bei der Planung der Demonstration war unter Beteiligung Fischers der Einsatz von Molotowcocktails diskutiert worden. Nachermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu diesem Vorfall wurden 2001 durch den Umstand behindert, dass die Hessische Staatskanzlei unter SPD-Ministerpräsident Holger Börner von der Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt alle Unterlagen über Fischer angefordert hatte, als dieser 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde, und seitdem über den Verbleib der Akten nichts bekannt war. Aus der Frankfurter Zeit stammt auch seine Freundschaft mit dem deutsch-französischen Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, mit dem er zeitweilig in einer Wohngemeinschaft wohnte. Im September 2015 tauchte die seit 1985 verschollene Polizeiakte Fischer in einem herrenlosen Koffer am Frankfurter Flughafen wieder auf. Das Schriftstück enthält Fotos, Fingerabdrücke und Daten und dokumentiert die Verstrickung Fischers in die linksradikale Szene. Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“, leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs „Landshut“, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe. Er habe sich dann zum Demokraten aus Überzeugung gewandelt, was auch dem politischen Lebensweg seiner Partei entspreche: Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Ponto durch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien. Parteilaufbahn Noch vor seinem Parteibeitritt im Jahr 1982 gründete Fischer 1981 mit Daniel Cohn-Bendit und anderen den Arbeitskreis Realpolitik in Frankfurt, der für die Partei Die Grünen sogenannte „realpolitische“ Positionen formulierte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen neuen Positionen führte im Kreisverband Frankfurt zur Polarisierung zwischen Realos und Vertretern eines „öko-fundamentalistisch“ genannten Standpunktes (Fundis), in deren Verlauf sich Fischer 1982 für die Bundestagswahl 1983 als Kandidat für Die Grünen durchsetzen konnte. Im März 1983 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Für diese war er als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig. Er machte sich auch als Redner einen zum Teil umstrittenen Namen, z. B. im Zusammenhang der Kießling-Affäre oder der Flick-Affäre, während der er mit Beschimpfung des Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) auf seinen Ausschluss von einer Bundestagssitzung reagierte. Dem bei den Grünen damals noch üblichen Rotationsprinzip gemäß legte er sein Abgeordnetenmandat nach zwei Jahren zum Ende März 1985 nieder. Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter nahm er am 24. Oktober 1983 an der Blockade der US-Militärbasis in Frankfurt am Main teil, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Nach eigenen Angaben hatte Fischer vor seinem Parteieintritt bei den Grünen aus Überzeugung nie gewählt, was ihn heute aber ärgere. Öffentliche Ämter Staatsminister für Umwelt und Energie Am 12. Dezember 1985 kam es in Hessen nach längerer Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Holger Börner. In diesem Kabinett wurde Fischer Staatsminister für Umwelt und Energie. Bereits seine Vereidigung sorgte für Aufsehen, da er in grobem Jackett und weißen Turnschuhen erschien. Dieser Auftritt prägte den Begriff des „Turnschuh-Ministers“. Heute sind Fischers weiße Nike-Turnschuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach ausgestellt. Am 9. Februar 1987 trat Fischer von seinem Amt als hessischer Umweltminister unter Ministerpräsident Börner (SPD) zurück, da die Grünen in einem Ultimatum den Fortbestand der Koalition von der Rücknahme der Genehmigung für das Hanauer Nuklearunternehmen Nukem abhängig gemacht hatten. Damit zerbrach die erste rot-grüne Regierungskoalition im unmittelbaren Nachgang des Unfalls vom 20. Januar 1987 in der Hanauer Atomfabrik Nukem, nur wenige Monate nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die darauf folgenden Neuwahlen im April 1987 endeten mit einem Sieg von CDU und FDP. Walter Wallmann (CDU) wurde Ministerpräsident und Wolfgang Gerhardt (FDP) sein Stellvertreter. Fischer wurde bei dieser Wahl in den Hessischen Landtag gewählt und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Grünen. Bei den Landtagswahlen 1991 verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Es kam zu einer Wiederauflage der rot-grünen Koalition, diesmal unter Ministerpräsident Hans Eichel (SPD). Fischer wurde wieder Umweltminister. Zugleich war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten. Im Oktober 1994 legte er alle Ämter in Hessen nieder und wurde, nachdem die Grünen bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hatten, neben Kerstin Müller zum Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Neben Fischers Engagement für einen Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ließ in diesen Jahren auch die wirtschaftspolitische Hinwendung der Grünen zur Marktwirtschaft diese immer mehr zu einer „realpolitischen“ Partei werden. Außenminister und Vizekanzler Bei der Bundestagswahl im Herbst 1998 verlor die schwarz-gelbe Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl nach 16 Jahren ihre Mehrheit. Es kam zur Bildung der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene. Der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder berief Fischer als Außenminister und Vizekanzler in sein Kabinett. Im Jahre 2001 konnte die bereits angekündigte Fischer-Biografie „Sag mir, wo Du stehst“ der Journalistin Bettina Röhl nicht erscheinen, weil der Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln vom Vertrag zurücktrat. Als Begründung wurde Röhls Kampagne gegen Fischer, einen langjährigen Autor des Verlags, genannt. Im Januar 2001 hatte Bettina Röhl mit der Veröffentlichung der so genannten Fischer-Prügel-Fotos eine weit über deutsche Grenzen hinausreichende Mediendiskussion über Fischers militante Vergangenheit ausgelöst, in deren Verlauf der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder der Opposition vorwarf, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren, während die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel Fischer aufforderte, sich von der 68er-Revolte insgesamt zu distanzieren. Fischer galt als aussichtsreicher Kandidat auf den nach dem Entwurf für eine Europäische Verfassung für 2006 geplanten Posten des Außenministers der Europäischen Union. Den Grundstein hierzu legte seine im Jahr 2000 gehaltene Humboldt-Rede „Vom Staatenverbund zur Föderation“, mit dem er eine mögliche Finalität des europäischen Einigungsprozesses heraufbeschwor und eindeutig für den europäischen Föderalismus Stellung bezog. Am 1. September 2003 verkündete er allerdings gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder, dass beide bei der nächsten Bundestagswahl wieder zusammen antreten wollten. Die rot-grüne Bundesregierung mit Fischer als Bundesaußenminister führte deutsche Bodentruppen mit der Beteiligung am Einsatz der NATO im Kosovokrieg erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz. Fischer legitimierte diesen Einsatz in einer Rede auf dem Kosovo-Sonderparteitag in Bielefeld 1999 mit den Worten: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“ Ab 2001/2002 beteiligte sich die Bundeswehr am Krieg in Afghanistan. 2003 weigerte sich hingegen die rot-grüne Bundesregierung, den Irakkrieg der USA zu unterstützen. Anfang 2005 stand Fischer als verantwortlicher Minister im Mittelpunkt der sogenannten Visa-Affäre. Am 25. April 2005 trat er als Zeuge vor dem Visa-Untersuchungsausschuss auf, wo er eigene Versäumnisse einräumte und die komplette politische Verantwortung übernahm. Ausscheiden Nach der Bundestagswahl 2005 erklärte Fischer, dass er im Oppositionsfall im Sinne eines Generationswechsels für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag und andere führende Ämter in der Partei nicht mehr zur Verfügung stehe. Seine Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler endete am 18. Oktober 2005, er übte diese Ämter aber noch bis zum 22. November des Jahres geschäftsführend aus. Am 27. Juni 2006 nahm Fischer zum letzten Mal an einer Fraktionssitzung der Grünen Bundestagsfraktion teil. Am 1. September 2006 legte er sein Bundestagsmandat nieder. Sein Mandat übernahm der Nachrücker Omid Nouripour. Tätigkeit als Berater und Lobbyist nach der politischen Karriere Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs. 2006 übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University. Fischer war 2006 beratend für den World Jewish Congress tätig. 2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird. Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group, LLC an. Mitte 2009 gründeten Fischer und Dietmar Huber (langjähriger Pressesprecher der Grünen im Bundestag) Joschka Fischer & Company. 2009 schloss Fischer einen Vertrag mit den Energieversorgern RWE und OMV als politischer Berater für den geplanten Bau der 3300 km langen Nabucco-Pipeline, die Erdgas vom Kaspischen Meer über die Türkei in die EU transportieren sollte. Fischer war damit Lobbykonkurrent zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damals für das Projekt der Nord-Stream-Pipeline warb. Ebenfalls 2009 wurde Fischer Berater für den Autokonzern BMW und, gemeinsam mit Madeleine Albright, Berater der Siemens AG in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen. Im September 2010 übernahm Fischer auch ein Beratungsmandat für die Rewe Group. Im Mai 2009 scheiterte Fischer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich mit einer Klage gegen die Illustrierte Bunte, die ein Foto seiner Privatvilla in Berlin-Grunewald abgedruckt hatte. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit sei gewichtiger als Fischers Persönlichkeitsrecht. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. 2013 machte Fischer Werbung für das Elektroauto BMW i3. Im Oktober 2014 stellte Fischer in Berlin sein Buch Scheitert Europa? vor. Es sollte zunächst „Die Vereinigten Staaten von Europa“ heißen und erhielt angesichts damaliger Entwicklungen einen anderen Titel. In dem Buch beschreibt Fischer u. a. die (wirtschaftlichen) Probleme und Dynamiken Europas mit Beginn der Weltfinanzkrise 2007, eine neue Spaltung und Desolidarisierung zwischen den nördlichen (reicheren) und den südlichen europäischen Staaten sowie den Aufstieg radikaler antieuropäischer und fremdenfeindlicher Parteien in demokratischen Wahlen. Er war Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Anfang 2019 wurde Fischer beim kanadischen Hanf-Hersteller Tilray Gründungsmitglied des internationalen Beirates, der bei der Umsetzung einer „offensiven weltweiten Wachstumsstrategie“ helfen soll. Marla Luther, ehemalige Beraterin bei Joschka Fischer & Company, war bereits seit Anfang 2017 Geschäftsführerin von Tilray Deutschland. Agenturen vermitteln Fischer als Vortragsredner. Er schreibt gelegentlich Gastbeiträge in Zeitungen. Privates Fischer ist in fünfter Ehe seit dem 29. Oktober 2005 mit der Filmproduzentin Minu Barati-Fischer verheiratet. Aus zweiter Ehe stammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 2006 lebt Joschka Fischer in Berlin-Grunewald. Politische Positionen 1995 löste Fischer eine innerparteiliche Kontroverse aus, als er mit der strikt pazifistischen Ausrichtung der Partei brach und militärische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der UN-Schutzzonen in Bosnien und Herzegowina befürwortete. Im Frühjahr 2005 setzte sich Fischer im Rahmen der Nachrufdebatte dafür ein, dass Nachrufe für einstige NSDAP-Mitglieder aus der Hauszeitung internAA des Auswärtigen Amts gestrichen werden. In der Folge wurde eine Historikerkommission eingesetzt, welche die Übernahme von NSDAP-Mitgliedern in das AA nach dem Krieg aufarbeiten sollte. Das Ergebnis von deren Arbeit wurde als Buch Das Amt und die Vergangenheit veröffentlicht und hat weitere Debatten ausgelöst. Seit August 2010 hat Fischer den Vorsitz der aus neun Personen bestehenden „Gruppe herausragender Persönlichkeiten“ im Europarat inne. Die auf Initiative der Türkei ins Leben gerufene Gruppe soll sich und vorschlagen. Der erste Bericht der Gruppe erschien im Frühjahr 2011. In einem Interview mit der NZZ verlangte er im Dezember 2020 mehr militärisches Engagement von der deutschen Bundesregierung. Kosovokrieg 1999 unterstützte Fischer maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Er begründete diesen Krieg unter anderem auch mit dem Verweis auf den Holocaust. Am 7. April 1999 sagte er: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer auf die Frage, ob er zwischen den Ereignissen im Kosovo und der Nazi-Ära eine direkte Parallele sehe: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“ Kritiker warfen Fischer vor, als Außenminister Positionen vertreten zu haben, die er vor der rot-grünen Regierungsübernahme abgelehnt hatte. Wegen seines Werbens als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin entschied im Zusammenhang mit einem von der Polizei übermalten Transparent, dass diese Bezeichnung als schwerer Angriff auf die persönliche Ehre rechtswidrig sei. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir Fansa mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Tschetschenienkriege Heftige Kritik an Joschka Fischer wurde wegen seiner Haltung bezüglich der Tschetschenienkriege geäußert. Während der Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer im Januar 1995 noch die Untätigkeit der Bundesregierung während des Ersten Tschetschenienkriegs angesichts des „grausamen Mordens einer nuklearen Supermacht gegen ein kleines Volk im Norden des Kaukasus“ verurteilt hatte, erklärte er 2000 als Außenminister in Bezug auf den Zweiten Tschetschenienkrieg, dass Russland nicht isoliert werden dürfe und es legitim sei, gegen Terror vorzugehen. Ehrungen und Auszeichnungen Im Mai 2002 wurde Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Haifa ausgezeichnet. Am 4. Mai 2004 erhielt er den renommierten Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon. Im Mai 2005 erhielt Fischer in seiner Funktion als Außenminister die höchste Auszeichnung des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Leo-Baeck-Preis, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. Am 20. Mai 2006 wurde Joschka Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv ausgezeichnet. Als Dank für seinen Einsatz als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung der Grube Messel als Mülldeponie und für deren Bewahrung als Fossilienfundstätte wurde nach ihm im Jahr 2005 eine fossile Schlange als Palaeopython fischeri benannt. Er ist Ehrenbürger von Budakeszi. Im Jahr 2009 erhielt Joschka Fischer den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in Realpolitik. 2010 wurde er mit der Heinrich-Heine-Gastprofessur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geehrt. Im Jahr 2016 bekam Fischer die Bayerische Europa-Medaille. Veröffentlichungen Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X. (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6. Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X. Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9. Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4. Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X. Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4. Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2. Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5. Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8. Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1. „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0. mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3. Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6. Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0. Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6. Literatur Biographien Paul Berman: Idealisten an der Macht. Die Passion des Joschka Fischer. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-846-7. Matthias Geis, Bernd Ulrich: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0175-8; aktualisierte Neuauflage: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61623-8. Sibylle Krause-Burger: Joschka Fischer. Der Marsch durch die Illusionen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05082-1 (überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-60738-7). Jürgen Schreiber: Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten von fetten und mageren Zeiten. Econ, Berlin 2007, ISBN 978-3-430-30033-9. Michael Schwelien: Joschka Fischer. Eine Karriere. Hoffmann & Campe, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11330-3 (erweiterte Taschenbuchausgabe: Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19705-4). Lebensabschnitte und Einzelaspekte Autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hrsg.): Die Hunde bellen … Von A–RZ. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre. Unrast Verlag, Münster 2001, ISBN 3-89771-408-6. Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan. Edition TIAMAT, Berlin 1999, ISBN 3-89320-025-8. Christian Y. Schmidt: „Wir sind die Wahnsinnigen …“. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. Econ, München/Düsseldorf 1998; aktualisierte Ausgabe: Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999; erweiterte Neuausgabe: Verbrecher Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-943167-30-6. Gespräche/Interviews Gero von Boehm: Joschka Fischer. 31. August 2010. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 678–692. mit Daniel Cohn-Bendit, Alexander Gauland: Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch. Athenäum Verlag, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Filme Pepe Danquart: Joschka und Herr Fischer. Deutschland 2011, 140 min, X-Verleih Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden. Dokumentarfilm, 105 min, Deutschland, 2005, Regie: Stephan Lamby, Produktion: Phoenix, von Phoenix Rot-Grün macht Kasse. Dokumentarfilm über die Tätigkeit ehemaliger Politiker als Lobbyisten, 30 min, Deutschland, 2011, Produktion: NDR/Panorama (online) Weblinks Joschka Fischer & Company, Website der Unternehmensberatung Fischers Einzelnachweise Vizekanzler (Deutschland) Außenminister (Bundesrepublik Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Vorsitzender der Bündnis-90/Die-Grünen-Bundestagsfraktion Umweltminister (Hessen) Energieminister (Hessen) Minister für Bundesangelegenheiten (Hessen) Fraktionsvorsitzender (Hessen) Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Politiker (20. Jahrhundert) Politiker (21. Jahrhundert) Hochschullehrer (Princeton University) Lobbyist Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (I. Klasse) Ehrendoktor der Universität Haifa Ehrendoktor der Universität Tel Aviv Autobiografie Sachbuchautor Marathonläufer (Deutschland) Person der 68er-Bewegung Sponti-Szene (Frankfurt am Main) Deutscher Geboren 1948 Mann
Träum weiter, 2007 Acryl, Asphaltlack und Schellack auf Leinwand, 160 x 180 cm Ich nehm' nur Gold, 2010 acrylic, asphalt varnish, shellac, tar on canvas, 160 x 180 cm Herzfieber, 2007 acrylic, asphalt varish, shellac on linen, 140 x 160 cm Indian ink on hand-made paper, 56 x 76 cm Muschelträgerin, 2011 watercolor, Indian ink on hand-made paper, 57 x 38 cm Museum Franz Gertsch - Die Farbe, der Körper, das Antlitz, die Augen, 2012 I paint, therfore I am. Cornelia Schleime Cornelia Schleime, born in East Berlin in 1953, is one of the best-known German painters of her generation. Her portraits are highly regarded. She is also a photographer, filmmaker, performer and author. After receiving an exhibition ban in the GDR in 1981, she obtained an exit in 1984. Only a small fraction of her work could she take with her; many are considered lost today. With the change from East to West Germany, their art changes. In the West, she starts anew. The transparent and daubed-looking silhouettes are no longer in the centre of her watercolours and ink drawings. Cornelia Schleime is dedicated to the topics of perception and reproduction. At a minimum, she works on art reproductions and effects significant context shifts; from mass-produced goods to unique art. She travels to Hawaii, Kenya, Indonesia, creates travel diaries and in 1989 became a DAAD scholarship holder in New York's PS1 of the Museum of Modern Art. After the fall of the Berlin Wall in 1989, she artistically edited her Stasi file. Since the 1990s, she zooms in on her once-sketched figurines closer and closer. She develops portraits of women and children, of kissing couples, of lascivious nuns, the Pope. They all show their faces. The face is a deputy. It plays roles, becomes a mask, is wrapped, veiled, decorated. It is the surface in which the viewer wants to read in Schleime’s portraits. The face, which is constantly changing in reality, keeps still. Since the 2000s, her work has received national and international awards. She is awarded prizes such as the Hannah Höch Prize of the State of Berlin (2016) and the Award of Excellent Painting of the National Art Museum of China (2005). Her paintings are in collections worldwide, such as the Gemäldegalerie der Staatliche Kunstsammlungen, Dresden; Museum Meermanno Westreianum, Den Hague, Netherlands; Frissiras Museum, Athens, Greece; State Museums of Berlin; Hessian State Museum, Darmstadt; Collection Berlinische Galerie; Deutsche Bank - Collection of Contemporary Art, Frankfurt; Getty Museum, Los Angeles. Ich beiß doch nicht auf Granit, Michael Schultz Gallery, Berlin Cornelia Schleime, Malerei, Schloß Detmold, Lippische Gesellschaft für Kunst e.V. Malerei auf Leinwand und Papier, Schloß Mochental, Ehingen-Mochental Seidenspinnerei, Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, Oberhausen / Germany Ich zeige nicht alles, Museum von Bommel van Dam, Venlo / Netherland It's a woman's world, Galerie 2C for Art, Salzburg / Austria 2014 Echofenster, oevres sur papier 1988-2014, Musee d ' Art Moderne et Contemporain, Saint Etienne/ France Die Frau, die Rose, das Meer, Galerie Martina Kaiser, Cologne / Germany Mitternachtsschwester, Bilder und Aquarelle, KunstHaus, Potsdam / Germany Ich nehm‘ nur Gold, Jiri Svestka Gallery, Prag / Czech Republic 2018 Medea muckt auf. Radikale Künstlerinnen hinter dem Eisernen Vorhang, Kunsthalle im Lipsiusbau Dresden Warum schreit das Ich so laut? Selbstbildnisse, Anhaltinischer Kunstverein Dessau The World on Paper, Palais Populaire Berlin New Horizons III: The Action of the Sense, Frissiras Museum Athen, Griechenland Focus Albertinum: OstdeutscheMalerie und Skulptur 1949 - 1990 Staatliche Kunstsammlungen Dresden FACE TO FACE - GESICHTER DER SAMMLUNG HENSE, Kunsthalle Hense, Gescher Mother meets Sun (mit Moritz Schleime), Rosenhang Museum, Weilburg / Lahn Zeitgenossen. Künstler aus der Sammlung Hense, Kunstverein Münsterland, Coesfeld / Germany Frauen können auch malen!, Galerie Holger John, Dresden / Germany What is Love? - Nähe, Begehren und Beziehungen, Kallmann Museum, Ismaning / Germany Blick / Wendungen, Museum für Junge Kunst, Rathaushalle, Frankfurt (Oder) / Germany Malströme, Mannheimer Kunstverein, Mannheim Trotz allem, Döbele Kunst Mannheim, Mannheim Malstrom², Museum Junge Kunst Frankfurt Oder Auftakt, Rosenhang Museum, Weilburg/Lahn Die Revolution ist tot. Lang lebe die Revolution!, Kunstmuseum Bern, Bern / Schwitzerland entfesselt! Malerinnen der Gegenwart, Schloß Achberg, Achberg Under Influence, Galerie Dukan, Leipzig / Germany 25 Jahre Galerie Peters-Barrenbrock – 25 Künstler, Galerie Peters-Barenbrock, Ahrenshoop / Germany Meisterwerke IV, Galerie Rother Winter, Wiesbaden / Germany Nothing, if not beautiful (In The City), Aanwinsten, bruiklenen en schenkingen 1971-2016, Museum van Bommel van Dam, Venlo / Netherlands Wohin mit der Schönheit , 20 Jahre Sächsische Akademie der Künste, Städtische Galerie Dresden, Dresden / Germany Von den Fünfzigern bis heute – die Kunstsammlung der Deutschen Bundesbank, EZB Großmarkthalle, Frankfurt a.M. / Germany ABSAGE – ANSAGE, Systemunabhängige künstlerische Positionen in den letzten Jahren der DDR, Künstlerhaus Schloss Plüschow, Plüschow / Germany Wohin mit der Schönheit – Jubiläumsausstellung der Sächsischen Akademie der Künste, Städtische Galerie Dresden, Dresden / Germany Vom Allmächtigen zum Leibhaftigen - Religiöse Motive in der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin, Relίgio – Westfälisches Museum für religiöse Kultur, Telgte / Germany How heavy is time?, Gallery Livingstone, Den Haag / Netherlands Vom Allmächtigen zum Leibhaftigen - Religiöse Motive in der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin, Kunsthaus Apolda Avantgarde, Apolda / Germany 40 Jahre / 40 Meisterwerke, Galerie Ludorff, Düsseldorf / Germany Gute Kunst? Wollen!, Werke aus der Sammlung SØR Rusche, Offen auf AEG, Nürnberg / Germany Vom Neuen Sehen zur Fotokunst, Willy Brandt Haus, Berlin / Germany Dancer in the Dark, schultz contemporary, Berlin / Germany Open Water, Galerie Ludorff, Düsseldorf / Germany SOMMER NACHT TRAUM, Museum Sinclair-Haus, Bad Homburg / Germany Interne Phänomene, Galerie Alte Schule Adlershof, Berlin / Germany A glorious gift, Collectie Knecht-Drenth, Museum van Bommel van Dam, Venlo / Netherlands Dier in Het Vizier, Museum Nairac, Barneveld / Netherlands Mythos Tier, Kunstverein Talstraße e. V., Halle / Germany Wahrheiten - Werke aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin, Bayer Kulturhaus, Leverkusen / Germany In Furs, Künstlerhaus Bethanien, Berlin / Germany THE WEEKLY SHOW, schultz contemporary, Berlin / Germany Frühjahr 2014, Galerie Ludorff, Düsseldorf / Germany Blickwechsel Ahrenshoop – Gestern & Heute Teil 2, Kunstmuseum Ahrenshoop, Arenshoop / Germany Zwischen Ausstieg und Aktion. Die Erfurter Subkultur der 1960er, 1970er und 1980er Jahre, Kunsthalle Erfurt, Erfurt / Germany 4 Art, Pinakothek der Moderne, Munich / Germany Jagd, sechs Künstlerinnen, Stadt- und Industriemuseum, Wetzlar / Germany Sein oder Nichtsein. Das zeitgenössische Portrait, munichmodern, Munich / Germany Bosporus Brake, BAP Galleri, Istanbul / Turkey Kunst in Berlin 1945 bis heute, Sammlungspräsentation, Berlinische Galerie, Berlin / Germany Geboren 1953 – 60 Jahre Kunstverein Reutlingen, Kunstverein Reutlingen, Reutlingen / Germany BergWelten, Art @ Lanz, Kitzbühel / Austria Frauen – Liebe und Leben, Sammlung Klöcker, Lehmbruck Museum, Duisburg / Germany Die Kunst der Zeichnung, Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder), Frankfurt (Oder) / Germany Das Glück des Sammelns – Werke aus privatem Kunstbesitz, Kunsthaus Potsdam, Potsdam / Germany Sachsen. Werke aus der Sammlung Deutsche Bank, Museum der bildenden Künste Leipzig, Leipzig / Germany Tierstücke – der SØR Rusche Sammlung Oelde / berlin. Tiergemälde der Niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts im Dialog mit Zeitgenössischer Malerei, Museum Abtei Liesborn, Wadersloh – Liesborn / Germany Schöne Beute – Bilder der Jagd mit Schwerpunkt Jagdszenen, Haus Beda, Bitburg / Germany Ganz im Vorübergehen. Skulptur und Zeichnung aus Berlin, Galerie Angelika Harthan, Stuttgart / Germany Der Rote Faden, Galerie Supper, Baden-Baden / Germany Salon der Gegenwart, Elbhof, Hamburg / Germany Visions of Paradise, Python Gallery, Zurich / Switzerland North East of Heaven, Galerie Hartwich, Sellin / Germany Aus Passion. Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Hanck, Museum Kunstpalast, Düsseldorf / Germany Eros & Thanatos, Collection Soer Rusche, Baumwollspinnerei Leipzig, Leipzig / Germany Beyond the paramount, Gallery Michael Janssen, Berlin / Germany Berlin zeichnet, Galerie der Stadt Sindelfingen-Lütze-Museum, Sindelfingen/Germany It’s a women’s world, Galerie Martina Kaiser, Cologne / Germany Berlin zeichnet, Stadtgalerie Kiel / Germany geteilt / ungeteilt – Kunst in Deutschland 1945 bis 2010, Galerie Neue Meister, Albertinum Dresden / Germany Collection Museum van Bommel van Dam Venlo, ikob – Museum für zeitgenössische Kunst, Eupen / Belgium Neuerwerbungen Teil 1, 2000 – 2010, Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder) / Germany Poesie des Untergrunds, Universitätsbibliothek Basel / Switzerland Kleine Welten – Große Kunst im kleinen Format, CAS, Salzburg / Austria Re.Act Feminism #2 – A Performing Archive, Centro Cultural Montehermoso, Vitoria Gasteiz / Spain An Geschenken wachsen, Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus / Germany Meissen artCampus – Der Neue Anfang, Baumwollspinnerei Leipzig / Germany Kunst im Werden, Skizzen, Projekte und Arbeitsbücher, Buchmuseum der Sächsischen Landesbibliothek, Dresden / Germany Entdeckt!, Rebellische Künstlerin in der DDR, Kunsthalle Mannheim / Germany Discover and Escape, orth für aktuelle Kunst, Aulich-Merkle-Stiftung, Offenbach / Germany Livingstone on paper – 20 years / 1991 – 2011 / 20+ artists, Livingstone Gallery, Den Haag / Nederland Hotspot Berlin, Georg-Kolbe-Museum, Berlin / Germany Peekaboo, CAS Salzburg / Austria Berlin zeichnet, Kunsthalle Dominikanerkirche Osnabrück / Germany Silly Gooses Live in The Dark, UF 6 Projects/ Berlin Gender Check, Zachęta National Gallery of Art, Warsaw / Poland Spieglein, Spieglein an der Wand – wer ist die Schönste… die Klügste…die Unsichtbarste im ganzen Land, KunstHaus Potsdam, Potsdam / Germany Aus der Sammlung. Zeichensprachen. Museum van Bommel van Dam, Venlo / Netherlands Berlin zeichnet, Ludwig Museum Koblenz / Germany Walking the dog. Der Hund im Fokus der Gegenwartskunst, Kunsthalle Dominikanerkirche, Osnabrück / Germany Ein' zurück, zwei vor, Forgotten Bar, Berlin / Germany Menschenbilder 1620/2009 - Zeitgenössische Bildnisse begegnen alten niederländischen Portraits, from the collection of SØR Rusche, Museum Abtei Liesborn, Wadersloh-Liesborn / Germany Gender Check, Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Vienna / Austria Und jetzt. Künstlerinnen aus der DDR, Künstlerhaus Bethanien, Berlin / Germany Exile, Art Centre Silkebord Bad, Silkebord / Denmark Standpunkte II, 1986 bis 2006. Malerei, Plastik, Grafik aus der Sammlung des Museums Junge Kunst, Museum Junge Kunst, Frankfurt an der Oder / Germany; Kunstraum Potsdam, Potsdam / Germany Defiance & Melancholy. German Painting from the Dresden Albertinum / Galerie Neue Meister, Helsinki City Art Museum, Helsinki / Finland Von Liebeslust und Lebenslast – der inszenierte Alltag. Werke aus der Sammlung SØR Rusche, Museum Höxter-Corvey, Höxter / Germany Kratzen, ätzen, pressen, Xylon-Museum, Schwetzingen / Germany Kunst und Kalter Krieg. Deutsche Positionen 1945 – 1989, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg / Germany; Deutsches Historisches Museum Berlin / Germany Subversive Praktiken. Kunst unter Bedingungen politischer Repression. 60er-80er/Südamerika/Europa. Württembergischer Kunstverein, Stuttgart / Germany OHNE UNS! Kunst & alternative Kultur vor und nach `89, Motorenhalle, Projektzentrum für zeitgenössische Kunst, Dresden / Germany Art of two Germanys/Cold war Cultures, Los Angeles County Museum of Art, Los Angeles / U.S.A. Angelandet. Die Sammlung im neuen Haus, Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus - Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus, Cottbus / Germany Standpunkte II, Museum Junge Kunst, Frankfurt an der Oder / Germany Treffpunkt, Frankfurter Kunstkabinett, Frankfurt am Main / Germany (amongst others with Elvira Bach, Tom Fleischhauer and Kaya Theiss) hirschwegeinundzwanzig, Kunstverein Coburg, Alte Darre, Coburg / Germany 100 Jahre Kunsthalle Mannheim, Kunsthalle Mannheim, Mannheim / Germany Organische Welten, Europäisches Zentrum der Künste, Hellerau / Germany Strong Women – Picturesque Worlds, Verena Foundation, Hydra / Greece German Painting, Marlborough Fine Art, London / England (with Karin Kneffel and SEO) Summer Specials. Niki Elbe – Cornelia Schleime, Kunsthalle Mannheim, Mannheim / Germany Robert Metzkes – Cornelia Schleime. Tête-à-tête, Frankfurter Kunstkabinett, Frankfurt am Main / Germany Auf dem Weg ins Licht. Sammlung de Knecht, Kunsthalle Rostock, Rostock / Germany Salzmond, Kunstraum Klosterkirche, Traunstein / Germany Urbane Realitäten: Fokus Istanbul, Kunsthalle Budapest, Budapest / Hungary Zurück zur Figur – Malerei der Gegenwart, Kunsthalle der Hypokulturstiftung, Munich / Germany Deutsche Bilder, Ludwiggalerie Schloss Oberhausen, Oberhausen (with Super 8 Films) German Figurative Painting, Neuhoff Gallery, New York / U.S.A. (with Burkhard Held and Helge Leiberg) was wäre ich ohne dich…, City Galerie Prag, Prague / Czech republic 2. Biennale der Zeichnung, Menschenbilder, Kunstverein Eislingen, Eislingen / Germany dick aufgetragen, Galerie Helmut Leger, Munich / Germany Revisiting Home, Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin / Germany Uzpuolimas!, Gallerija Vartai, Vilnius / Lithuania Figuration II, Galerie Hermeyer, Munich / Germany Nos femmes, Frissiras Museum, Athens / Greece Arbeiten auf Papier, Museum Junge Kunst, Frankfurt an der Oder / Germany Contemporary European Paintings, Frissiras Museum, Athens / Greece Marylin Monroe, Centro Cultural de la Villa, Madrid / Spain; Museum Cadiz, Cadiz / Spain; Museum Lisbon, Lisbon / Portugal El Papel Del Papel, Galeria Carmen De La Calle, Madrid / Spain La Passion de la peinture I, Galerie im Turm, Berlin / Germany Tête à tête, Galerie Parterre, Berlin / Germany Urbane Realitäten: Fokus Istanbul, Martin-Gropius-Bau, Berlin / Germany Vier gewinnt, Galerie Peerlings, Krefeld / Germany Pintura y escultura - colección Irene Cábez o Ignacio Munoz, Fundación Antonio Pérez, Cuenca / Spain Paint it loud, Galerie Peter Tedden, Oberhausen / Germany European Dialogue, Schloss Charlottenborg, Copenhagen / Denmark back to the line, Kunsthalle Dresden, Dresden / Germany Ost Punk too much future, Künstlerhaus Bethanien, Berlin / Germany Zwischen Tür und Angel, Westfälisches Landesmuseum Münster, Münster / Germany Skisport in der bildenden Kunst, Schloss Mainau, Mainau / Germany Künstler sehen Golf, Museum am Ostwall, Dortmund / Germany Why Not?, Galerie Terminus, Munich / Germany fehlfarben, Galerie Neue Meister, Residenzschloss (Georgenbau) and Die Gläserne Manufaktur, Dresden An European Portrait #2, XI. Rohkunstbau, Schloss Groß Leuthen, Groß Leuthen / Germany Im Osten, Galerie am Klostersee, Lehnin / Germany Die Jägerprüfung – Malerei, Skulptur, Fotografie, Galerie Peter Tedden, Düsseldorf / Germany Marilyn. Una vida Llegendària, Consorci de Museus de la Comunitat, Valencia / Spain; Bir Efsanenin Yasami. Marilyn, Beyoglu Sanat Galerisi, Istanbul / Turkey Luxus, Stille, Lust, 8. Bautzener Herbstsalon, Bautzen / Germany Dorf in die Metropole – Rohkunstbau in Berlin, Studio 1 of the Artist house Bethanien, Berlin / Germany Kunstschläge, TUI AG, Hannover / Germany Vom Malen und Zeichnen, Galerie Michael W. Schmalfuss, Marburg / Germany Made in Germany, Galleria San Carlo, Mailand / Italy ARENA, Kunstverein „Talstrasse“ e.V., Halle/Saale / Germany Aus deutscher Sicht. Meisterwerke der Sammlung Deutsche Bank, Staatliches Puschkin-Museum für bildende Künste/ Museum für private Sammlungen Vochonka, Moscow / Russia De ce côté du ciel, UNESCO, Paris / France Starlights, Galerie Van der Straeten, Amsterdam / Netherlands Rituale, Akademie der Künste, Berlin / Germany Tanz am Ufer der Berge, Kunstverein „Talstrasse“ e.V., Halle/Saale / Germany lieber zu viel als zu wenig, NGBK, Berlin / Germany Kunst in der DDR, Neue Nationalgalerie, Berlin / Germany Öffentlich Privat - das Bild des Privaten in der deutschen Nachkriegsfotografie, Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig / Germany Berlin-Moskau/ Moskau-Berlin 1950-2000, Martin-Gropius-Bau, Berlin / Germany Fackelherz & Falkenrot. Sammlung de Knecht, Georg-Kolbe-Museum, Berlin / Germany Weibs – BILDER, Galerie Leo.Coppi, Berlin / Germany Die vier Elemente, Schwartzsche Villa, Berlin / Germany Great Shot, Deutsches Sport & Olympia Museum, Cologne / Germany Kunstmuseum Walter / Glaspalast, Augsburg / Germany Köpfe und Portraits, Galerie Schloss Mochental, Ehningen-Mochental / Germany Positionen I, Galerie Michael Schultz, Berlin / Germany Klopfzeichen – Kunst und Kultur der 80er Jahre in Deutschland, Wahnzimmer, Museum der Bildenden Künste, Leipzig / Germany; Museum Folkwang, Essen / Germany Berlin-Leipzig, Galerie im Alten Bau, Kunst- und Geschichtswerkstatt Geislingen, Geislingen / Germany Et in arcadia ego, artLab Galerie Hilger, Vienna / Austria; Kunsthalle IV Kunstverein Lingen, Lingen / Germany Inspiration Moritzburg, Schloss Moritzburg, Moritzburg / Germany Choices, Galerie Willy Schoots, Eindhoven / Netherlands Almauftrieb, Kulturbrauerei Prenzlauer Berg, Berlin / Germany Frau.Modell.Muse, Kulturforum/Bürgersaal, Bad Mergentheim / Germany CTRL [SPACE], Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe / Germany ... das Meer ist BLAU..., Deutsches Meeresmuseum, Stralsund / Germany Städtische Kunstsammlungen Salzgitter, Salzgitter / Germany Mehr Kopf als Körper, Galerie im Schloss Wendhausen, Lehre-Wendhausen / Germany Gabriele Münter Preis, Frauen Museum, Bonn / Germany Tierisch, Galerie Ahlers, Göttingen / Germany De la couleur et du feu, Musée de la Faience, Château Pastré, Marseille / France Internationale Biennale / Neues Aquarell, Kunststation Kleinsassen, Kleinsassen / Germany Im Spiegel der Zeit / Porträt & Selbstporträt, Schloss Plön, Plön (amongst others with Georg Baselitz, A.R. Penck) Partie 7, Brandenburgische Kunsttage, Drewen / Germany Holidays in Paradise, Galerie Michael Schultz, Berlin / Germany Weihnachtsausstellung, Galerie Ulrike Buschlinger, Wiesbaden / Germany Jahresringe – Kunstraum DDR, Kunsthaus Apolda Avantgarde, Apolda / Germany Fluten II, Positionen aus Prenzlauer Berg, Peripherie Sudhaus e.V., Tübingen / Germany Praga Magica, Oro e Nero, Palazzo dei Sette, Orvieto / Italy Museum Schloss Friedenstein, Gotha / Germany Kunstkreis Hameln, Hameln / Germany Xylon–Museum, Schwetzingen / Germany Positionen zeitgenössischer Kunst, Galerie Michael Schultz, Berlin / Germany Miniatur in der Bildenden Kunst. 5. Ausstellung „Identität“, Altes Rathaus, Fürstenwalde an der Spree / Germany Fluten I, Stadtbad Oderbergerstraße, Berlin / Germany 30 Jahre Galerie Schoots, Galerie Willy Schoots, Eindhoven / Netherlands Bohème und Diktatur, Deutsches Historisches Museum Berlin, Berlin / Germany Form und Funktion der Zeichnung heute, ART Frankfurt, Frankfurt am Main / Germany Cherchez la Femme, in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Szombathely, Haus Ungarn, Berlin / Germany Standort Deutschland, Staatliches Museum Leverkusen - Schloss Morsbroich, Leverkusen / Germany Deutsch-Brasilianischer Workshop, Museu de Arte Moderna da Bahia, Bahia / Brasil Kunst und Kommunikation im Dialog, Internetforum, Frankfurter Buchmesse, Frankfurt am Main / Germany Missing Link, Galerie Michael Schultz, Berlin / Germany Zeichnungen, Galerie Hübner & Thiel, Dresden / Germany Leben Leben, Leipziger Jahresausstellung, Leipzig / Germany Arbeiten auf Papier, Galerie Tammen und Busch, Berlin / Germany Alles Banane, Haus der Kulturen der Welt, Berlin / Germany Rot. Arbeiten auf Papier, Galerie Michael Schultz, Berlin / Germany Die Bücher der Künstler, Institut für Auslandsbeziehungen, Berlin / Germany Unsere Freunde, die Maler. aus der Sammlung Christa und Gerhard Wolf, Kurt-Tucholsky-Gedenkstätte, Rheinsberg / Germany Manual Devices – Die Hand als Motiv in der zeitgenössischen Kunst, Sonderschau ART Frankfurt, Frankfurt am Main / Germany Zerreißprobe, Galerie Tammen und Busch, Berlin / Germany Junge Künstler aus der ehemaligen DDR, 3. Ausstellung in der Focus-Passage des Burda-Verlages, Munich / Germany Maisalon, Neues Kunstquartier, Berlin / Germany; Konrad Adenauer Stiftung, Bonn / Germany Einmischung in eigener Sache, Kunstförderverein Weinheim, Weinheim / Germany Five O' Clock, Galerie Rähnitzgasse, Dresden / Germany 5 Jahre danach, Galerie am Lützowplatz, Berlin / Germany Künstlerkeramik, Schloss Rheinsberg, Rheinsberg / Germany Découvertes – Bilder aus Deutschland. Zehn Künstler aus der Sammlung der Deutschen Bank, Grand Palais, Paris / France Zeitgenössische Kunst in der Deutschen Bank, Trianon-Gebäude, Frankfurt am Main / Germany Hin und Her. Kunst statt Werbung, U-Bahnhof Alexanderplatz, Berlin / Germany Drift. Kunst in der Landschaft, Internationale Kunstausstellung, Lista Fyr / Norway Echtzeit Positionen Deutscher Kunst, National Museum of Contemporary Art, Oslo / Norway Außerhalb von Mittendrin, NBGK, Neues Kunstquartier, Berlin / Germany Die Zunge am Eis, Nova Zembla, ‘s-Hertogenbosch / Netherlands Ansichten, Deutscher Künstlerbund Stadtgalerie am Sophienhof, Kiel / Germany Eberhard Roters zu Ehren, Martin-Gropius-Bau, Berlin / Germany Entgrenzungen, Kunsthaus Cologne, Cologne / Germany Verborgenes Museum, Akademie der Künste, Berlin / Germany Momentaufnahme, Staatliche Kunsthalle Berlin, Berlin / Germany; Brasilia / Brasil; Sao Paulo/ Brasil; Caracas / Venezuela; Vienna / Austria Das Tier, Galerie Bodo Niemann, Berlin / Germany Gegenlicht, Staatliche Kunsthalle Berlin, Berlin / Germany Bericht 85, Staatliche Kunsthalle Berlin, Berlin / Germany Malstrom, Haus am Waldsee, Berlin / Germany; Kunsthalle Wilhelmshaven, Wilhelmshaven / Germany; Kunstverein Mannheim, Mannheim / Germany; Galerie Aschenbach, Amsterdam / Netherlands Tiefe Blicke, Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Darmstadt / Germany Die Zusammenhänge sind einfach, Galerie Suspekt, Amsterdam / Netherlands Transit, Galerie Suspekt, Amsterdam / Netherlands Cornelia Schleime, A.R. Penck, Markus Lüpertz, SEO, Gerhard Richter, Helge Leiberg, Johanna Flammer, Bernd Kirschner, Burkhard Held, Sigmar Polke, Sultan Adler, Malgosia Jankowska, Torben Giehler, Jonathan Meese, Jochen Proehl, Lilli Elsner, Stephan Kaluza, Joel Morrison, Sándor Szász, u.a. Jun 15, 2019 to Jun 28, 2019 Ich beiß doch nicht auf Granit. Selbstinszenierungen Apr 27, 2019 to May 18, 2019 Dec 17, 2016 to Jan 21, 2017 Nov 21, 2015 to Dec 12, 2015 SEO, Maik Wolf, Cornelia Schleime, Stephan Kaluza, Burkhard Held, Helge Leiberg, Kim Yusob Apr 29, 2014 to May 07, 2014 Georg Baselitz, Jörg Immendorff, Markus Lüpertz, Sigmar Polke, SEO, Bernd Kirschner, Cornelia Schleime, Jonathan Meese, Sabina SAKOH, Burkhard Held, A.R. Penck Jul 06, 2013 to Sep 30, 2013 Apr 30, 2010 to Jun 05, 2010 Apr 25, 2008 to Jun 07, 2008 Nov 19, 2005 to Jan 28, 2006 SEO, Rebecca Raue, Bernd Kirschner, Jean Y. Klein, Cornelia Schleime, Helge Leiberg, Malgosia Jankowska, Stephan Kaluza, Feng Lu, Burkhard Held, Florencia Walfisch Born in East Berlin / Germany Apprenticeship as a hairdresser, studies to become a make-up artist, works as a hairdresser Studies graphic arts and painting at the Dresden Hochschule für Bildende Künste, Dresden / Germany Moves to West Berlin / Germany Work scholarship, Senat for Cultural Affairs, Berlin / Germany one year DAAD residency at PS1, New York / U.S.A. project grant from Kunstfonds Bonn – award winner at project fair "Mauer im Kopf", Stiftung Neue Kultur NUR–travel grant (tours Indonesia in 1994) Scholarship, Senate for Cultural Affairs, Berlin / Germany Scholarship for women`s advancement, Senat for Cultural Affairs, Berlin / Germany Workshop in Salvador da Bahia / Brazil, organized by the German-Brazilian Cultural Association Study trip to Hawaii / U.S.A. Fellow of the Sächsische Akademie der Künste, Dresden / Germany Professor at the Kunstakademie Münster, Münster / Germany Award of the Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop / Germany lives and works in Berlin und Brandenburg" Hannah-Höch-Preis, Land Berlin Treasure Island Basel. 49 ungehobene Schätze aus der Poesie des Untergrunds, Hrsg. Galerie auf Zeit, Berlin 2011 Cornelia Schleime. Das Leben ist mein Goldkoffer, Ein Film von Julia Benkert im Auftrag des Bayrischen Fernsehens (ausgestrahlt am 16.03.2009 in der Portraitreihe Lebenslinien) Verrat, BBC Dokumentarfilm von Frederik v. Krusensterna "Ich beiß doch nicht auf Granit" - Selbstinszenierungen Verlag Berg & Feierabend Echofenster Zungenschlaf Die Farbe, der Körper, das Antlitz, die Augen Norbert Bisky, Helge Leiberg, Cornelia Schleime, SEO Tanz am Ufer der Berge Norbert Bisky, Burkhard Held, Jörg Immendorff, Stephan Kaluza, Katrin Kampmann, Helge Leiberg, Huang Min, Cornelia Schleime, SEO, u.a. Norbert Bisky, Cornelia Schleime Essig & Blut Amador, Norbert Bisky, Stephan Kaluza, Helge Leiberg, Cornelia Schleime, SEO Fackelherz & Falkenrot Norbert Bisky, Luciano Castelli, Sobral Centeno, Stephan Kaluza, Helge Leiberg, Markus Lüpertz, Cornelia Schleime, Peter Schmersal, F. van Hemert Arbeiten von 1985–1996 Von hier nach dort Verändert sich der Ort Stand D25/C26 www.viennacontemporary.at/de/visitors SEO, Cornelia Schleime, Sultan Adler, Lilli Elsner, Stephan Kaluza, Bernd Kirschner Hangar 5 & 6 (U Paradestraße) Stand 2.B.4 SEO, Cornelia Schleime, Angelika Platen, Bernd Kirschner, Stephan Kaluza, Sultan Adler 09/04/2019 to 01/05/2020 04/10/2019 to 04/14/2019 Cornelia Schleime - Malerei auf Leinwand und Papier 04/07/2019 to 05/12/2019 Stand Nr. H2 / B17 Skulpturenplatz H2 / A17 https://www.art-karlsruhe.de Lilli Elsner, Feng Lu, Johanna Flammer, Malgosia Jankowska, Stephan Kaluza, Bernd Kirschner, Jean Y. Klein, Cornelia Schleime, SEO, Monika Sigloch, Damian Stamer, Sultan Adler, Sándor Szász, IRIS. WR, Bernd Reiter, Marco Piono, Walter Stöhrer, Jochen Proehl
de
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Was sind die wichtigsten politischen Ämter, die Joschka Fischer innehatte?
Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Außenminister und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Ein knappes Jahr nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der aktiven Politik zurück. Seit dem Ende seiner politischen Karriere ist er als Berater, Publizist und Lobbyist tätig. Leben Herkunft und Jugend Fischer wurde als drittes Kind des Metzgers Joszef Fischer geboren. Die Eltern hatten als Ungarndeutsche 1946 ihren Wohnort Wudigeß (, eine im Jahr 2000 zur Stadt erhobene Gemeinde nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest) verlassen müssen. Die Familie siedelte nach Langenburg im Hohenlohischen über. Der von Joschka Fischer geführte Vorname leitet sich von Jóska [] ab, einer Diminutivform des ungarischen Vornamens József [] (). In der frühen Jugendzeit war Fischer Ministrant in seiner katholischen Heimatkirchengemeinde Oeffingen. Noch vor Beendigung der Untersekunda (10. Klasse) verließ er 1965 das Gottlieb-Daimler-Gymnasium in Stuttgart-Bad Cannstatt ohne Abschluss und begann in Fellbach eine Lehre als Fotograf, die er 1966 abbrach. Studentenbewegung Ab 1967 engagierte sich Fischer in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition (APO). Er lebte ab 1968 in Frankfurt am Main. Später jobbte er im SDS-Verlag Neue Kritik und in der Buchhandlung Libresso am Opernplatz, die vorwiegend linke Literatur anbot. Gleichzeitig besuchte er eigenem Bekunden nach als Gasthörer die zeitweise völlig überfüllten Vorlesungen von Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Oskar Negt. 1969 nahm Fischer in Algier an einer Konferenz der PLO teil. 1970 gründete er die Karl-Marx-Buchhandlung in Frankfurt am Main. 1971 begann er eine Tätigkeit bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim mit dem Ziel, über die Gründung einer Betriebsgruppe die Arbeiter zu politisieren und letztlich für die „Revolution“ zu gewinnen. Diese Form der „Basisarbeit“ brachte aber nicht den erhofften Erfolg und Fischer wurde wegen seiner Aktivitäten nach einem halben Jahr fristlos entlassen. Nach weiteren Gelegenheitsarbeiten – unter anderem als Übersetzer von Romanen für Jörg Schröders Olympia Press – arbeitete Fischer in Frankfurt bis 1981 als Taxifahrer und bis 1982 als Aushilfe in einem Buchladen. Schauspielerische Kurzeinsätze hatte er zudem 1983 in dem Fernsehfilm Der Fliegende Robert und 1986 in dem Film Va Banque, in dem er einen Taxifahrer spielt. Politische Militanz Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen. Es gibt von dem Geschehen auch einen Reportagefilm, der an diesem Tag für die Tagesschau gedreht wurde und die Szene in bewegten Bildern zeigt. Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein. Er beteuerte allerdings, niemals Molotowcocktails geworfen zu haben. Hintergrund war eine vorläufige Festnahme Fischers 1976, bei einer Demonstration für die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof, unter dem Verdacht, einen solchen Brandsatz während einer Demonstration aus Anlass des Todes Ulrike Meinhofs am 10. Mai 1976 auf ein Polizeifahrzeug geworfen zu haben, wobei der Polizeiobermeister Jürgen Weber lebensgefährlich verletzt und dauerhaft entstellt worden war. Gegen Fischer wurde wegen Landfriedensbruchs, versuchten Mordes und der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Fischer wurde aus der Haft entlassen, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärten ließ. Bei der Planung der Demonstration war unter Beteiligung Fischers der Einsatz von Molotowcocktails diskutiert worden. Nachermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu diesem Vorfall wurden 2001 durch den Umstand behindert, dass die Hessische Staatskanzlei unter SPD-Ministerpräsident Holger Börner von der Staatsschutzabteilung des Polizeipräsidiums Frankfurt alle Unterlagen über Fischer angefordert hatte, als dieser 1985 in Wiesbaden Umweltminister wurde, und seitdem über den Verbleib der Akten nichts bekannt war. Aus der Frankfurter Zeit stammt auch seine Freundschaft mit dem deutsch-französischen Studentenführer Daniel Cohn-Bendit, mit dem er zeitweilig in einer Wohngemeinschaft wohnte. Im September 2015 tauchte die seit 1985 verschollene Polizeiakte Fischer in einem herrenlosen Koffer am Frankfurter Flughafen wieder auf. Das Schriftstück enthält Fotos, Fingerabdrücke und Daten und dokumentiert die Verstrickung Fischers in die linksradikale Szene. Nachdem Fischer noch 1976 erklärt hatte „Wir können uns […] nicht einfach von den Genossen der Stadtguerilla distanzieren, weil wir uns dann von uns selbst distanzieren müssten“, leiteten die Ereignisse im so genannten Deutschen Herbst 1977 (Entführung und Ermordung des BDA-Präsidenten Hanns Martin Schleyer, Entführung des Flugzeugs „Landshut“, Suizid der RAF-Gründer) nach eigenen Angaben einen Erkenntnisprozess bei ihm ein, den er als Illusionsverlust bezeichnete und der schließlich zu seiner Abkehr von radikalen und gewalttätigen Politikvorstellungen geführt habe. Er habe sich dann zum Demokraten aus Überzeugung gewandelt, was auch dem politischen Lebensweg seiner Partei entspreche: Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Ponto durch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“ Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien. Parteilaufbahn Noch vor seinem Parteibeitritt im Jahr 1982 gründete Fischer 1981 mit Daniel Cohn-Bendit und anderen den Arbeitskreis Realpolitik in Frankfurt, der für die Partei Die Grünen sogenannte „realpolitische“ Positionen formulierte. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit diesen neuen Positionen führte im Kreisverband Frankfurt zur Polarisierung zwischen Realos und Vertretern eines „öko-fundamentalistisch“ genannten Standpunktes (Fundis), in deren Verlauf sich Fischer 1982 für die Bundestagswahl 1983 als Kandidat für Die Grünen durchsetzen konnte. Im März 1983 wurde er in den Deutschen Bundestag gewählt und gehörte damit der ersten Bundestagsfraktion der Grünen an. Für diese war er als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig. Er machte sich auch als Redner einen zum Teil umstrittenen Namen, z. B. im Zusammenhang der Kießling-Affäre oder der Flick-Affäre, während der er mit Beschimpfung des Bundestagsvizepräsidenten Richard Stücklen („Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“) auf seinen Ausschluss von einer Bundestagssitzung reagierte. Dem bei den Grünen damals noch üblichen Rotationsprinzip gemäß legte er sein Abgeordnetenmandat nach zwei Jahren zum Ende März 1985 nieder. Während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter nahm er am 24. Oktober 1983 an der Blockade der US-Militärbasis in Frankfurt am Main teil, um gegen den NATO-Doppelbeschluss zu demonstrieren. Nach eigenen Angaben hatte Fischer vor seinem Parteieintritt bei den Grünen aus Überzeugung nie gewählt, was ihn heute aber ärgere. Öffentliche Ämter Staatsminister für Umwelt und Energie Am 12. Dezember 1985 kam es in Hessen nach längerer Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung zur Bildung der ersten rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Holger Börner. In diesem Kabinett wurde Fischer Staatsminister für Umwelt und Energie. Bereits seine Vereidigung sorgte für Aufsehen, da er in grobem Jackett und weißen Turnschuhen erschien. Dieser Auftritt prägte den Begriff des „Turnschuh-Ministers“. Heute sind Fischers weiße Nike-Turnschuhe im Deutschen Ledermuseum in Offenbach ausgestellt. Am 9. Februar 1987 trat Fischer von seinem Amt als hessischer Umweltminister unter Ministerpräsident Börner (SPD) zurück, da die Grünen in einem Ultimatum den Fortbestand der Koalition von der Rücknahme der Genehmigung für das Hanauer Nuklearunternehmen Nukem abhängig gemacht hatten. Damit zerbrach die erste rot-grüne Regierungskoalition im unmittelbaren Nachgang des Unfalls vom 20. Januar 1987 in der Hanauer Atomfabrik Nukem, nur wenige Monate nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Die darauf folgenden Neuwahlen im April 1987 endeten mit einem Sieg von CDU und FDP. Walter Wallmann (CDU) wurde Ministerpräsident und Wolfgang Gerhardt (FDP) sein Stellvertreter. Fischer wurde bei dieser Wahl in den Hessischen Landtag gewählt und übernahm den Vorsitz der Landtagsfraktion der Grünen. Bei den Landtagswahlen 1991 verlor die Regierungskoalition ihre Mehrheit. Es kam zu einer Wiederauflage der rot-grünen Koalition, diesmal unter Ministerpräsident Hans Eichel (SPD). Fischer wurde wieder Umweltminister. Zugleich war er Stellvertreter des Ministerpräsidenten und Staatsminister für Bundesangelegenheiten. Im Oktober 1994 legte er alle Ämter in Hessen nieder und wurde, nachdem die Grünen bei der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994 den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft hatten, neben Kerstin Müller zum Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Neben Fischers Engagement für einen Einsatz der Bundeswehr in Bosnien und Herzegowina ließ in diesen Jahren auch die wirtschaftspolitische Hinwendung der Grünen zur Marktwirtschaft diese immer mehr zu einer „realpolitischen“ Partei werden. Außenminister und Vizekanzler Bei der Bundestagswahl im Herbst 1998 verlor die schwarz-gelbe Koalition unter Bundeskanzler Helmut Kohl nach 16 Jahren ihre Mehrheit. Es kam zur Bildung der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene. Der neue Bundeskanzler Gerhard Schröder berief Fischer als Außenminister und Vizekanzler in sein Kabinett. Im Jahre 2001 konnte die bereits angekündigte Fischer-Biografie „Sag mir, wo Du stehst“ der Journalistin Bettina Röhl nicht erscheinen, weil der Verlag Kiepenheuer & Witsch in Köln vom Vertrag zurücktrat. Als Begründung wurde Röhls Kampagne gegen Fischer, einen langjährigen Autor des Verlags, genannt. Im Januar 2001 hatte Bettina Röhl mit der Veröffentlichung der so genannten Fischer-Prügel-Fotos eine weit über deutsche Grenzen hinausreichende Mediendiskussion über Fischers militante Vergangenheit ausgelöst, in deren Verlauf der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder der Opposition vorwarf, mit ihrer Kritik an Fischer den politischen Aufbruch einer ganzen Generation zu diffamieren, während die damalige Oppositionsführerin Angela Merkel Fischer aufforderte, sich von der 68er-Revolte insgesamt zu distanzieren. Fischer galt als aussichtsreicher Kandidat auf den nach dem Entwurf für eine Europäische Verfassung für 2006 geplanten Posten des Außenministers der Europäischen Union. Den Grundstein hierzu legte seine im Jahr 2000 gehaltene Humboldt-Rede „Vom Staatenverbund zur Föderation“, mit dem er eine mögliche Finalität des europäischen Einigungsprozesses heraufbeschwor und eindeutig für den europäischen Föderalismus Stellung bezog. Am 1. September 2003 verkündete er allerdings gemeinsam mit Bundeskanzler Schröder, dass beide bei der nächsten Bundestagswahl wieder zusammen antreten wollten. Die rot-grüne Bundesregierung mit Fischer als Bundesaußenminister führte deutsche Bodentruppen mit der Beteiligung am Einsatz der NATO im Kosovokrieg erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg in einen Kriegseinsatz. Fischer legitimierte diesen Einsatz in einer Rede auf dem Kosovo-Sonderparteitag in Bielefeld 1999 mit den Worten: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus. Beides gehört bei mir zusammen.“ Ab 2001/2002 beteiligte sich die Bundeswehr am Krieg in Afghanistan. 2003 weigerte sich hingegen die rot-grüne Bundesregierung, den Irakkrieg der USA zu unterstützen. Anfang 2005 stand Fischer als verantwortlicher Minister im Mittelpunkt der sogenannten Visa-Affäre. Am 25. April 2005 trat er als Zeuge vor dem Visa-Untersuchungsausschuss auf, wo er eigene Versäumnisse einräumte und die komplette politische Verantwortung übernahm. Ausscheiden Nach der Bundestagswahl 2005 erklärte Fischer, dass er im Oppositionsfall im Sinne eines Generationswechsels für das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag und andere führende Ämter in der Partei nicht mehr zur Verfügung stehe. Seine Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler endete am 18. Oktober 2005, er übte diese Ämter aber noch bis zum 22. November des Jahres geschäftsführend aus. Am 27. Juni 2006 nahm Fischer zum letzten Mal an einer Fraktionssitzung der Grünen Bundestagsfraktion teil. Am 1. September 2006 legte er sein Bundestagsmandat nieder. Sein Mandat übernahm der Nachrücker Omid Nouripour. Tätigkeit als Berater und Lobbyist nach der politischen Karriere Anfang 2006 hielt Fischer zahlreiche Vorträge für Investmentbanken wie Barclays Capital und Goldman Sachs. 2006 übernahm er eine einjährige Gastprofessur für internationale Wirtschaftspolitik an der Woodrow Wilson School der amerikanischen Princeton University. Seine Vorlesungen behandelten die „Internationale Krisendiplomatie“. Daneben war Fischer als Senior Fellow am Liechtenstein Institute der Woodrow Wilson School tätig und engagierte sich als Mitglied des EU-Programms der Princeton University. Fischer war 2006 beratend für den World Jewish Congress tätig. 2007 gründete er eine Beraterfirma mit dem Namen Joschka Fischer Consulting. Er ist Gründungsmitglied und Vorstand des European Council on Foreign Relations, das von dem Milliardär und Mäzen George Soros finanziert wird. Im September 2008 nahm er einen Beratervertrag (Senior Strategic Counsel) bei der Madeleine Albright gehörenden Firma The Albright Group, LLC an. Mitte 2009 gründeten Fischer und Dietmar Huber (langjähriger Pressesprecher der Grünen im Bundestag) Joschka Fischer & Company. 2009 schloss Fischer einen Vertrag mit den Energieversorgern RWE und OMV als politischer Berater für den geplanten Bau der 3300 km langen Nabucco-Pipeline, die Erdgas vom Kaspischen Meer über die Türkei in die EU transportieren sollte. Fischer war damit Lobbykonkurrent zum früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damals für das Projekt der Nord-Stream-Pipeline warb. Ebenfalls 2009 wurde Fischer Berater für den Autokonzern BMW und, gemeinsam mit Madeleine Albright, Berater der Siemens AG in außenpolitischen und unternehmensstrategischen Fragen. Im September 2010 übernahm Fischer auch ein Beratungsmandat für die Rewe Group. Im Mai 2009 scheiterte Fischer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) letztinstanzlich mit einer Klage gegen die Illustrierte Bunte, die ein Foto seiner Privatvilla in Berlin-Grunewald abgedruckt hatte. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit sei gewichtiger als Fischers Persönlichkeitsrecht. Im September 2010 war er an der Gründung der Spinelli-Gruppe beteiligt, die sich für den europäischen Föderalismus einsetzt. 2013 machte Fischer Werbung für das Elektroauto BMW i3. Im Oktober 2014 stellte Fischer in Berlin sein Buch Scheitert Europa? vor. Es sollte zunächst „Die Vereinigten Staaten von Europa“ heißen und erhielt angesichts damaliger Entwicklungen einen anderen Titel. In dem Buch beschreibt Fischer u. a. die (wirtschaftlichen) Probleme und Dynamiken Europas mit Beginn der Weltfinanzkrise 2007, eine neue Spaltung und Desolidarisierung zwischen den nördlichen (reicheren) und den südlichen europäischen Staaten sowie den Aufstieg radikaler antieuropäischer und fremdenfeindlicher Parteien in demokratischen Wahlen. Er war Mitglied im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Anfang 2019 wurde Fischer beim kanadischen Hanf-Hersteller Tilray Gründungsmitglied des internationalen Beirates, der bei der Umsetzung einer „offensiven weltweiten Wachstumsstrategie“ helfen soll. Marla Luther, ehemalige Beraterin bei Joschka Fischer & Company, war bereits seit Anfang 2017 Geschäftsführerin von Tilray Deutschland. Agenturen vermitteln Fischer als Vortragsredner. Er schreibt gelegentlich Gastbeiträge in Zeitungen. Privates Fischer ist in fünfter Ehe seit dem 29. Oktober 2005 mit der Filmproduzentin Minu Barati-Fischer verheiratet. Aus zweiter Ehe stammen ein Sohn und eine Tochter. Seit 2006 lebt Joschka Fischer in Berlin-Grunewald. Politische Positionen 1995 löste Fischer eine innerparteiliche Kontroverse aus, als er mit der strikt pazifistischen Ausrichtung der Partei brach und militärische Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der UN-Schutzzonen in Bosnien und Herzegowina befürwortete. Im Frühjahr 2005 setzte sich Fischer im Rahmen der Nachrufdebatte dafür ein, dass Nachrufe für einstige NSDAP-Mitglieder aus der Hauszeitung internAA des Auswärtigen Amts gestrichen werden. In der Folge wurde eine Historikerkommission eingesetzt, welche die Übernahme von NSDAP-Mitgliedern in das AA nach dem Krieg aufarbeiten sollte. Das Ergebnis von deren Arbeit wurde als Buch Das Amt und die Vergangenheit veröffentlicht und hat weitere Debatten ausgelöst. Seit August 2010 hat Fischer den Vorsitz der aus neun Personen bestehenden „Gruppe herausragender Persönlichkeiten“ im Europarat inne. Die auf Initiative der Türkei ins Leben gerufene Gruppe soll sich und vorschlagen. Der erste Bericht der Gruppe erschien im Frühjahr 2011. In einem Interview mit der NZZ verlangte er im Dezember 2020 mehr militärisches Engagement von der deutschen Bundesregierung. Kosovokrieg 1999 unterstützte Fischer maßgeblich die deutsche Beteiligung am völkerrechtlich umstrittenen Kosovokrieg, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Er begründete diesen Krieg unter anderem auch mit dem Verweis auf den Holocaust. Am 7. April 1999 sagte er: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer auf die Frage, ob er zwischen den Ereignissen im Kosovo und der Nazi-Ära eine direkte Parallele sehe: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“ Kritiker warfen Fischer vor, als Außenminister Positionen vertreten zu haben, die er vor der rot-grünen Regierungsübernahme abgelehnt hatte. Wegen seines Werbens als deutscher Außenminister für den Einsatz der NATO im Kosovokrieg wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Oberverwaltungsgericht Berlin entschied im Zusammenhang mit einem von der Polizei übermalten Transparent, dass diese Bezeichnung als schwerer Angriff auf die persönliche Ehre rechtswidrig sei. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld von dem linksautonomen Samir Fansa mit einem roten Farbbeutel beworfen und erlitt dabei einen Trommelfell-Riss am rechten Ohr. Tschetschenienkriege Heftige Kritik an Joschka Fischer wurde wegen seiner Haltung bezüglich der Tschetschenienkriege geäußert. Während der Bundestagsabgeordnete Joschka Fischer im Januar 1995 noch die Untätigkeit der Bundesregierung während des Ersten Tschetschenienkriegs angesichts des „grausamen Mordens einer nuklearen Supermacht gegen ein kleines Volk im Norden des Kaukasus“ verurteilt hatte, erklärte er 2000 als Außenminister in Bezug auf den Zweiten Tschetschenienkrieg, dass Russland nicht isoliert werden dürfe und es legitim sei, gegen Terror vorzugehen. Ehrungen und Auszeichnungen Im Mai 2002 wurde Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Haifa ausgezeichnet. Am 4. Mai 2004 erhielt er den renommierten Gottlieb-Duttweiler-Preis in Rüschlikon. Im Mai 2005 erhielt Fischer in seiner Funktion als Außenminister die höchste Auszeichnung des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Leo-Baeck-Preis, für seine Verdienste im Nahost-Konflikt als Vermittlungspartner zwischen Palästinensern und Israelis. Am 20. Mai 2006 wurde Joschka Fischer mit der Ehrendoktorwürde der Universität Tel Aviv ausgezeichnet. Als Dank für seinen Einsatz als hessischer Umweltminister gegen die Nutzung der Grube Messel als Mülldeponie und für deren Bewahrung als Fossilienfundstätte wurde nach ihm im Jahr 2005 eine fossile Schlange als Palaeopython fischeri benannt. Er ist Ehrenbürger von Budakeszi. Im Jahr 2009 erhielt Joschka Fischer den Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises für seine herausragende Rolle bei der Umsetzung grüner Visionen in Realpolitik. 2010 wurde er mit der Heinrich-Heine-Gastprofessur der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf geehrt. Im Jahr 2016 bekam Fischer die Bayerische Europa-Medaille. Veröffentlichungen Von grüner Kraft und Herrlichkeit. Rowohlt, Reinbek 1984, ISBN 3-499-15532-X. (Hrsg.): Der Ausstieg aus der Atomenergie ist machbar. Rowohlt, Reinbek 1987, ISBN 3-499-15923-6. Regieren geht über Studieren. Ein politisches Tagebuch. Athenäum-Verlag, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X. Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch mit Daniel Cohn-Bendit und Alexander Gauland. Athenäum, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Mehrheitsfähig. Plädoyer für eine neue Politik. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-0414-9. Der Umbau der Industriegesellschaft. Plädoyer wider die herrschende Umweltlüge. Eichborn, Frankfurt 1989, ISBN 3-8218-1126-9; Goldmann, München 1993, ISBN 3-442-12434-4. Die Linke nach dem Sozialismus. Hoffmann & Campe, Hamburg 1993, ISBN 3-455-10309-X. Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02341-1; Knaur, München 1995, ISBN 3-426-80075-6. Für einen neuen Gesellschaftsvertrag. Eine politische Antwort auf die globale Revolution. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1998, ISBN 3-462-02569-4; Droemer Knaur, München 2000, ISBN 3-426-77436-4. Mein langer Lauf zu mir selbst. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1999, ISBN 3-462-02794-8; Droemer Knaur, München 2001, ISBN 3-426-61478-2. Vom Staatenbund zur Föderation. Gedanken über die Finalität der europäischen Integration. Rede in der Humboldt-Universität in Berlin am 12. Mai 2000. Suhrkamp, Frankfurt 2000, ISBN 3-518-06614-5. Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03035-3; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2006, ISBN 3-426-77465-8. Die rot-grünen Jahre. Deutsche Außenpolitik – vom Kosovo bis zum 11. September. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03771-5; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-426-78083-1. „I’m not convinced.“ Der Irakkrieg und die rot-grünen Jahre. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2011, ISBN 978-3-462-04081-4; Knaur-Taschenbuch-Verlag, München 2012, ISBN 978-3-426-78530-0. mit Fritz Stern: Gegen den Strom. Ein Gespräch über Geschichte und Politik. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64553-2; Herder, Freiburg/Basel/Wien 2014, ISBN 978-3-451-06699-3. Scheitert Europa? Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014, ISBN 978-3-462-04623-6. Der Abstieg des Westens. Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05165-0. Willkommen im 21. Jahrhundert. Europas Aufbruch und die deutsche Verantwortung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2020, ISBN 978-3-462-05473-6. Literatur Biographien Paul Berman: Idealisten an der Macht. Die Passion des Joschka Fischer. Siedler, München 2006, ISBN 3-88680-846-7. Matthias Geis, Bernd Ulrich: Der Unvollendete. Das Leben des Joschka Fischer. Fest, Berlin 2002, ISBN 3-8286-0175-8; aktualisierte Neuauflage: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2004, ISBN 3-499-61623-8. Sibylle Krause-Burger: Joschka Fischer. Der Marsch durch die Illusionen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1997, ISBN 3-421-05082-1 (überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-60738-7). Jürgen Schreiber: Meine Jahre mit Joschka. Nachrichten von fetten und mageren Zeiten. Econ, Berlin 2007, ISBN 978-3-430-30033-9. Michael Schwelien: Joschka Fischer. Eine Karriere. Hoffmann & Campe, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11330-3 (erweiterte Taschenbuchausgabe: Heyne, München 2001, ISBN 3-453-19705-4). Lebensabschnitte und Einzelaspekte Autonome L.U.P.U.S.-Gruppe (Hrsg.): Die Hunde bellen … Von A–RZ. Eine Zeitreise durch die 68er Revolte und die militanten Kämpfe der 70er bis 90er Jahre. Unrast Verlag, Münster 2001, ISBN 3-89771-408-6. Klaus Bittermann, Thomas Deichmann (Hrsg.): Wie Dr. Joseph Fischer lernte, die Bombe zu lieben: Die SPD, die Grünen, die Nato und der Krieg auf dem Balkan. Edition TIAMAT, Berlin 1999, ISBN 3-89320-025-8. Christian Y. Schmidt: „Wir sind die Wahnsinnigen …“. Joschka Fischer und seine Frankfurter Gang. Econ, München/Düsseldorf 1998; aktualisierte Ausgabe: Econ-und-List-Taschenbuch-Verlag, München 1999; erweiterte Neuausgabe: Verbrecher Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-943167-30-6. Gespräche/Interviews Gero von Boehm: Joschka Fischer. 31. August 2010. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 678–692. mit Daniel Cohn-Bendit, Alexander Gauland: Rechtsstaat und ziviler Ungehorsam. Ein Streitgespräch. Athenäum Verlag, Bodenheim 1988, ISBN 3-610-04709-7. Filme Pepe Danquart: Joschka und Herr Fischer. Deutschland 2011, 140 min, X-Verleih Die Welt des Joschka Fischer. Sieben Jahre zwischen Krieg und Frieden. Dokumentarfilm, 105 min, Deutschland, 2005, Regie: Stephan Lamby, Produktion: Phoenix, von Phoenix Rot-Grün macht Kasse. Dokumentarfilm über die Tätigkeit ehemaliger Politiker als Lobbyisten, 30 min, Deutschland, 2011, Produktion: NDR/Panorama (online) Weblinks Joschka Fischer & Company, Website der Unternehmensberatung Fischers Einzelnachweise Vizekanzler (Deutschland) Außenminister (Bundesrepublik Deutschland) Bundestagsabgeordneter (Hessen) Vorsitzender der Bündnis-90/Die-Grünen-Bundestagsfraktion Umweltminister (Hessen) Energieminister (Hessen) Minister für Bundesangelegenheiten (Hessen) Fraktionsvorsitzender (Hessen) Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Politiker (20. Jahrhundert) Politiker (21. Jahrhundert) Hochschullehrer (Princeton University) Lobbyist Träger des Ordens des Marienland-Kreuzes (I. Klasse) Ehrendoktor der Universität Haifa Ehrendoktor der Universität Tel Aviv Autobiografie Sachbuchautor Marathonläufer (Deutschland) Person der 68er-Bewegung Sponti-Szene (Frankfurt am Main) Deutscher Geboren 1948 Mann
Nachdem im ersten Teil des Interviews mit Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner wesentliche Stationen seiner Lebensgeschichte zwischen den späten 1960er Jahren und seiner Tätigkeit in Gütersloh zur Sprache kamen, ist nun im zweiten Teil insbesondere die Psychiatriekritik Gegenstand der Erörterung. Schattenblick: Sie haben berufsständische Interessen genannt, den eigenen Broterwerb und die gesamte Zunft der in der Psychiatrie versammelten professionellen Akteure zu sichern. Sehen Sie darüber hinaus andere gesellschaftliche Interessen, die Psychiatrie in ihrer herkömmlichen Form aufrechtzuerhalten, etwa als Zwangsoption der Ausgrenzung oder Drohpotential? Klaus Dörner: Ich habe mich inzwischen darauf verschärft, daß es einzig und allein die berufsständischen Interessen sind, die ja in der Wirtschaft nicht ehrenrührig und dort völlig in Ordnung sind. Unterwirft man jedoch die Sphäre des Helfens, in der der Markt nichts zu suchen hat, gleichermaßen den Gesetzen der Güterproduktion, ist das nicht hinzunehmen. Man muß meines Erachtens davon ausgehen, daß in keinem Bereich der Gesellschaft die berufsständischen Interessen so massiv und rücksichtslos über den eigentlichen Betriebszweck gestellt werden wie im Bereich der helfenden Berufe. Seine Rede gipfelte in dem Satz: Man müsse sich sogar überlegen, ob die Euthanasie, also die Ermordung der psychisch Kranken, mehr ein Naziprogramm oder eher ein Psychiatrieprogramm gewesen sei. Als ich das las, habe ich einen totalen Schrecken gekriegt: Das ist ja der Gedanke, den ich seit Jahrzehnten mit mir herumschleppe, ohne mich je getraut zu haben, ihn auszusprechen! Und dieser Kerl, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, macht das einfach. Ich habe dabei gelernt, daß man sich der Wahrheit nur dann angemessen nähern kann, wenn auf der einen Seite die Nähe, aber auf der anderen auch die Distanz stimmt. Fehlt eines von beiden, kommt man nicht an die Wahrheit heran oder kann sie nicht aussprechen. Er hatte das aus der Gnade des Abstands heraus einfach getan, während ich viel zu verstrickt, emotional viel zu betroffen und daher außerstande war, es so zu formulieren. Seither denke ich darüber nach, ob nicht statt des reformistischen Weges der revolutionäre angemessener wäre. Da das Buch "Irren ist menschlich" immer noch ganz gut geht, plant der Psychiatrie-Verlag mal wieder eine Neuauflage. Weil die Ursula Plog ja verstorben ist, bin ich der Alleinerbe. Wir sind gerade bei der Überarbeitung, und ich habe deren Organisation dem Verlag überlassen, was möglicherweise keine weise Entscheidung war. Jedenfalls ist ein Redaktionsgremium gewählt worden, das bei Erhalt der Grundkonzeption des Buches die einzelnen Kapitel an verschiedene Leute zur Überarbeitung gegeben hat. Ob das jetzt gelingt oder nicht, ist noch offen. Allerdings habe ich mir vorbehalten, Vorwort und Gebrauchsanweisung, das historische Kapitel und das Alterskapitel selber zu formulieren. In der damaligen Aufbruchszeit haben wir die Diagnosen problematisiert, aber diese Frage im Grunde noch psychiatrie-intern diskutiert. Da ich mich unterdessen doch ein Stückweit radikalisiert habe, überlege ich, ob man diese Problematik nicht transzendieren müßte: Handelt es sich bei dem, was Menschen in den Einzugsbereich der Psychiatrie bringt, tatsächlich um das, was man in der Körpermedizin als Krankheit bezeichnet? In Berlin lebt eine Psychiatrie-Erfahrene, Ursula Talke, die über einen netten Professor für Rehabilitationspsychologie eine Dozentur bekommen hat, obwohl sie alle naselang die verrücktesten Sachen macht. So etwas wäre früher undenkbar gewesen, doch er hält sie bei der Stange, und so funktioniert das ausgezeichnet. Sie hat mich immer mal wieder in ihre Seminare eingeladen, weswegen wir uns inzwischen auch näher kennen. Und diese Ursula Talke hat mich bei unserer letzten Begegnung gehörig beschimpft: "Was du da formuliert hast, ist alles ganz nett, aber nicht radikal genug! Warum muß ich immer noch lesen, daß ich "psychisch krank" sei?" Das hat mich tief getroffen und dazu gebracht, das folgende Konzept zu entwerfen. Die Psychiatrie ist ja eine relativ späte Spezialisierung der Medizin, so zwischen 1800 und 1830 in Deutschland, in anderen Ländern ein bißchen früher. Womit man umgehen wollte, war in Begriffe der Alltagssprache gefaßt: Jemand war ver-rückt oder außer sich und mußte wieder in sich gebracht werden. Es haben sich ganz schnell zwei Fraktionen gebildet, die Somatiker und die Psychiker, wie sie sich damals nannten. Die Psychiker gingen von dem Gedanken aus, daß es sich bei den außergewöhnlichen psychischen Phänomenen um eine allgemein menschliche Möglichkeit handle, die uns von Tieren unterscheidet. Zumindest weiß man nicht so genau, ob Tiere auch wahnsinnig werden können. Ob uns diese Phänomene einfach über den Weg laufen und daher zufällig oder eher schicksalhaft sind, jedenfalls handle es sich bei ihnen eben um eine Möglichkeit des Menschen. Insofern kann man auf den alten Kant zurückgreifen, der die Anthropologie immer als einen Bestandteil seiner Philosophie aufgefaßt und darin im wesentlichen diese Form psychischer Störungen abgehandelt hat. Diese Auffassung verwarfen die Somatiker als unsinnig. Sie sprachen demgegenüber von körperlichen Krankheiten, die irgendwo im Gehirn anzusiedeln seien, was ja nahezuliegen schien. Die beiden Fraktionen haben einander furchtbar bekriegt und sich 30 Jahre lang damit herumgeschlagen. Aus meiner heutigen Sicht würde ich sagen, daß es sich um zwei Perspektiven handelte, die man besser im Schwebezustand gehalten hätte, weil an beiden Seiten etwas dran ist. Dann wäre man weitergekommen. Die Somatiker haben jedoch sondiert, wo ihre stärksten Bataillone standen und damit die besten Möglichkeiten winkten, Geld zu machen, um Forschung und Lehre, Universitätsrang und Macht, Bedeutung und Expansion im Bereich der Medizin zu befördern. Die Medizin war die Leitwissenschaft der gesamten Industrieepoche mit ihren enormen Erfolgen bei der Bekämpfung von Krankheiten, vor allem der Infektionskrankheiten. Dort galt das Motto, daß man es mit einem feindlichen, aggressiven Angreifer zu tun habe, der von außen kommt, in einen unschuldigen Mechanismus eindringt und ihn zerstört. Diesen Angreifer muß man vernichten. Daher gehe es nicht um den psychisch Kranken - der spielt keine Rolle -, sondern um die Krankheit, die man beseitigen will. Das ist der Gegenstand der medizinisch verstandenen Psychiatrie. Deswegen kann man im Zweifelsfall zu brutalen Mitteln greifen, und manchmal geht das eben nicht anders, als den Betreffenden dabei über die Klinge springen zu lassen. Man wollte eine leidensfreie Gesellschaft schaffen, und in dieser Fortschrittseuphorie des 19. Jahrhunderts war das etwas, wovon auch seriöse Menschen träumen konnten. SB: Sie haben in Ihrem Buch "Irren ist menschlich" noch vertreten - was Ihnen aus psychiatrie-kritischer Sicht auch angelastet wurde -, daß man in bestimmten Fällen die Elektrokrampftherapie (EKT) einsetzen könne. Wie verträgt sich eine so tiefgreifend somatisch intervenierende Methode mit dem Ansatz eines allgemein menschlichen psychischen Phänomens? Würden Sie auch heute noch die Auffassung vertreten, daß man die EKT unter Umständen verwenden sollte? KD: Es gibt dieses zauberhafte Büchlein von Gerald Ulrich "Biomedizin - die schwerwiegenden Folgen des Biologiebegriffs". Darin sagt er - und so formuliert es auch Kant, vorher noch Aristoteles: Man kann zwischen dem, was man Körper, Geist und Seele eines Menschen nennt, nicht unterscheiden, das ist alles eins. Am schlichtesten hat es eigentlich Aristoteles formuliert: Seele, Geist, mein Gott, Seele ist - das einzige, was man sagen kann - die Lebendigkeit des Körpers. Eine wunderbare Formulierung! So gut hat es selbst Kant nicht ausgedrückt. Später kam Schelling, und seither gab es immer wieder neue Ansätze, die Medizin von der exakten Naturwissenschaft, vom Denken wegzuholen und als Biologie aufzufassen. Nach der Nazizeit und dem Zweiten Weltkrieg sagten die medizinischen Psychiater, es sei vielleicht doch besser, sich das Mäntelchen Bio umzuhängen, das so gut klingt. Reden wir nicht mehr von der allzu belasteten Pharmapsychiatrie, sondern von Biomedizin, Biopsychiatrie und Bioethik, weil das viel besser ankommt. Das war natürlich der totale Verrat an dem, was mit dem Wort Biologie eigentlich gemeint ist. Jakob von Uexküll hat noch gefragt: Was ist ein Mensch, was ist ein Lebewesen? Ein Lebewesen hat eine äußere Seite und eine innere Seite. Darüber hinaus hat er als drittes den sozialen Bereich in seinen biologischen Umweltbegriff mit aufgenommen. Ansätze in dieser Richtung gab es immer wieder in der Geschichte, auch in der Nachkriegszeit, wenn Sie etwa an Autopoiesis von Humberto Maturana denken. Das waren ganzheitliche Konzepte von Medizin. Deswegen würde ich es so formulieren, wobei ich nicht sicher bin, ob die anderen Mitglieder des Redaktionskomitees das zulassen: Wie wäre es denn, wenn wir zu den Pionieren, die die Psychiatrie erfunden haben, zurückgehen würden, die das noch in einer Ambivalenz und einem Spannungsverhältnis gesehen haben? Es gibt die anthropologische, ich kann auch biologische Seite sagen, und es gibt die medizinische Seite. Man muß sehen, daß man beides ins Gleichgewicht bringt, um sich der Wahrheit dessen, was Psychiatrie sein könnte, zu nähern. Zurück zum Spannungsverhältnis der Pioniere Was nun diese berühmte EKT-Geschichte angeht, so ist das ein Kapitel für sich. Die erste, brutalste und folgenschwerste gewaltsame Intervention bestand ja in der Institutionalisierung. Wir haben das immer als Ausgrenzung beschrieben, aber es gab schon damals Leute, die sagten, das ist mehr als Ausgrenzung, es ist soziale Euthanasie. Ich weiß noch, wie ich das immer aus meinem Verständnis als Psychiater und den damit verbundenen Standesinteressen als übertrieben bezeichnet habe. Vielleicht war es doch nicht übertrieben. Wie mich der Präsident der DGPPN aufgeklärt hat, war die Euthanasie schon vor den Nazis ein Psychiatrieprogramm. Wir haben damals in Gütersloh den Arbeitskreis Erforschung der Geschichte der Euthanasie gegründet, den es nun schon seit 30 Jahren gibt - man trifft sich mit konstanter Bosheit immer noch zweimal im Jahr. Heinz Faulstich war es, der das Hungersterben in der Psychiatrie erforscht hat. Was die Geschichte der Gewaltanwendung angeht, die zu den bestgehütetsten Geheimnissen gehört, wurden Psychiatrieinsassen derart entwertet, daß sie nur noch als geistig Tote galten, denen gegenüber man die Hemmschwelle immer weiter absenkte. Der damals weltberühmte Psychiater Auguste Forel aus der friedlichen Schweiz bekannte sich um 1890 dazu, die strafgesetzlich im Kaiserreich noch verbotene eugenische Zwangssterilisation von Anstaltsinsassen durchgeführt zu haben. Wie Faulstich anhand des mühseligen Vergleichs der Kalorientabellen aller Anstalten herausgefunden hat, wurde dann im Ersten Weltkrieg die Zahl der Psychiatrieinsassen durch Aushungern reduziert. Der dafür verwendete technische Begriff war "Übersterblichkeit", die man im Krieg für notwendig, möglich und erlaubt erachtete. Durch staatlich verordneten Mord wurden in Deutschland rund 70.000 mehr Insassen, als unter den herrschenden Kriegsbedingungen zu erwarten gewesen wären, durch systematische Unterernährung getötet. In anderen kriegführenden Ländern gab es das auch, doch nur in Deutschland hat man es genauer untersucht. Weder die Kirchen noch die Berufsverbände haben je ihre Stimme dagegen erhoben. Deswegen konnten sich dann im Zweiten Weltkrieg Carl Schneider und Hermann Paul Nitzsche um die Frage prügeln, ob man die Psychiatrieinsassen lieber verhungern lassen oder vergasen sollte. Schneider setzte sich mit der Auffassung durch, daß Verhungern inhuman sei, da die Menschen Monate leiden müßten. Mittels Vergasung sei die Sache hingegen in ein paar Minuten geklärt. Er hat diese Sicht als humane Pflicht des Psychiaters aufgefaßt und war reflektiert genug, daß es tatsächlich seine Überzeugung gewesen sein dürfte. Unter der Prämisse, daß nicht der psychisch kranke Mensch, sondern ausschließlich die Krankheit gemeint sei, setzte sich ab den 1930er Jahren die Schocktherapie durch. Die Bereitschaft, Gewalt anzuwenden, wurde zum heroischen Kampf des Arztes gegen die Krankheit verklärt, der sich auch dann nicht geschlagen gibt, wenn er die Niederlage vor Augen hat. Wurden von hundert Patienten zwei oder gar zehn durch den Schock vielleicht auch nur vorübergehend gesund, rechtfertigte dies in den Augen der Psychiater die allgemeine Anwendung: Wenn es bei zehn funktioniert, werden wir die Methode soweit verbessern, bis es auch bei allen hundert funktioniert. Das ist ganz konventionelles naturwissenschaftliches Denken und seit Hunderten von Jahren legitimiert. Ich habe als Student sowohl die Anwendung des Insulinschocks als auch des Elektroschocks noch miterlebt und fand das damals in Ordnung. Bei manchen hat man Pech gehabt, da hat es nicht funktioniert, bei anderen hat es funktioniert. Und wenn es funktioniert hat, war es jedesmal ein Wunder: Lazarus stand auf, nahm sein Bett und wandelte. Dieses quasi religiöse Erlebnis muß für die ersten, die das angewandt haben, noch dreimal aufregender gewesen sein als für einen döseligen Studenten wie mich. Und ähnlich ist es natürlich bei der Pharmatherapie, nur nicht mehr ganz so wild, weil es statt physikalisch-mechanischer Schocks eben chemische sind. Ich habe das noch volle Pulle mitgekriegt, wie begeistert man war, daß Menschen, die sich ihr Leben lang mit Wahnideen herumgeschlagen und halluziniert hatten, nach der Verabreichung von Haloperidol frei davon waren. Die betroffenen Menschen haben sich gefreut und gesagt, wie wunderbar ist das, daß ich das noch mal erleben darf. Man könne das Schicksal zahlloser Menschen mit Hilfe von Psychopharmaka verändern, hieß es damals. Ich bin sehr früh geprägt worden von diesem furchtbar konservativen, reaktionären, militaristischen Bürger-Prinz, Kotzbrocken im Umgang mit Menschen, arrogant wie der Dr. Behrens im Zauberberg von Thomas Mann - der soll ihm sogar nachempfunden sein, ich weiß aber nicht, ob das stimmt. Bürger-Prinz riet uns jungen Assistenten, seid nicht so schnell begeistert und nehmt vor allem nicht die Psychopharmaka, die als letzter Schrei auf den Markt kommen. Es dauert etwa zehn Jahre, bevor wir über die Nebenwirkungen Bescheid wissen. Ob es sich objektiv oder wegen der Vertuschungsstrategie der Pharmafirmen so verhält, spielt keine Rolle, nehmt bestenfalls die altbewährten Medikamente! Natürlich hat sich kein Schwein an diese Anweisung gehalten. Ich habe damals sinngemäß folgende Zeilen formuliert: Wir benutzen mit oder ohne Begeisterung diese Psychopharmaka und freuen uns jedesmal, wenn es funktioniert. Es wird jedoch nicht lange dauern, bis man uns als inhumane Schweine beschimpft. Aber heute kann ich mich nicht dagegen wehren, weil ich das Gefühl hätte, Menschen, die erkennbar leiden, nicht die Chance zu geben, von ihrem Leiden runterzukommen. Und das kann ich nicht aushalten. SB: Würden Sie sagen, daß beispielsweise die EKT in Einzelfällen zu empirisch belegbaren Erfolgen geführt hat, so daß die Erklärung Bestand haben könnte, der Zweck heilige das Mittel? KD: Das ist noch viel schlimmer. In diesem Fall stand Lazarus auf, nahm sein Bett und wandelte - nicht, weil Jesus zu ihm gesprochen, sondern weil er eine EKT gekriegt hatte. Das war vom Erlebniswert her praktisch gleich für den betroffenen Menschen, seine Familie und selbst die Profis. Schrecklich! Das einzige Mal, wo sich auch die somatisch geprägtesten Psychiater relativ früh Sorgen machten, war die erste große Operationsbegeisterung um den Portugiesen Egas Moniz, der Menschen das Gehirn verstümmelte und dafür sogar den Nobelpreis bekam. Eine abgespeckte Variante gab es dann wieder zu meiner Zeit mit den sogenannten stereotaktischen Operationen. Wenngleich sich damals eine mächtige Lobby für die Behauptung stark machte, man könne alle möglichen Krankheiten bis hin zu Parkinson auf diese Weise heilen, konnte sich eine zunächst schwache Gegenfraktion erstaunlicherweise relativ schnell soweit durchsetzen, daß dieser Weg verlassen wurde. Im Augenblick gibt es die neue Variante der tiefgreifenden Gehirnstimulation: Wie die Pflege die basale Stimulation der Kranken erfunden hat, machen wir Ärzte jetzt die Gehirnstimulation - ist doch genau dasselbe. SB: Mit Blick auf die Diagnostik psychischer Probleme fällt unter anderem auf, daß Soldaten der Bundeswehr nach Einsätzen in Afghanistan immer häufiger posttraumatische Störungen attestiert werden. Spricht man im Falle dieser Soldaten, die sich größtenteils in ihrem Feldlager aufgehalten haben, von Traumatisierung, drängt sich zwangsläufig der Eindruck auf, daß sich die afghanische Bevölkerung den Luxus einer Traumatisierung nicht leisten kann, weil sie mit viel existentielleren Problemen konfrontiert ist. Handelt es sich bei der posttraumatischen Störung um eine Art Wohlstands- oder Komfortleiden? KD: Natürlich, aber an diesem Komfort wollen wir jetzt auch in Deutschland teilhaben! Die posttraumatische Belastungsstörung ist ja nicht etwa ein Produkt der jüdischen Naziverfolgten, sondern des Vietnamkriegs. Damit kam der Durchbruch, weil man die amerikanischen Soldaten anschließend in den USA in diesen Veteran-Hospitals zusammenpferchte, wo sich dann über Inzucht die Idee, man könnte traumatisiert sein, als hoch infektiös erwiesen hat. Schließlich war es den Psychiatern möglich, das in den entsprechenden Klassifikationssystemen unterzubringen. So hängt das alles zusammen. Peter Whitehouse mit seinem Buch "Mythos Alzheimer" gehört zu den wenigen Beispielen, die den umgekehrten Weg eingeschlagen haben. Er ist ein seriöser und glaubwürdiger Mensch, weil er die erste Hälfte seines Lebens für die Pharmaindustrie gearbeitet und deren Präparate propagiert hat. Er hat jedoch, Gott sei Dank, nebenher eine kleine Praxis betrieben, in der er auch demente Menschen betreute. Eines Nachts kam ihm die Frage in den Sinn, ob es sich bei Alzheimer tatsächlich um eine Krankheit handelt. Dabei schließt er nicht aus, daß man eines Tages zu genaueren Erkenntnissen gelangt, stellt aber für den Augenblick fest, daß man die Existenz der Krankheit Alzheimer nicht sicher belegen könne. Mitunter treten diese Plaques auf, ohne daß Demenz vorliegt, in anderen Fällen weist ein dementer Mensch keine Plaques auf. Man könne eigentlich nur sagen, daß Demenz einer der vielen Wege ist, über die wir Menschen allgemein altern und dann auch irgendwann sterben. Mir schwante schon immer so etwas, weil ich noch aus der Zeit stamme, in der jeder anständige Psychiater nur von seniler Demenz sprach. Von einem Tag auf den andern wurde diese zu Morbus Alzheimer umbenannt. Das konnte doch eigentlich nur damit zusammenhängen, daß die Ärzte das große Geschäft erkannten, das ihnen in Gestalt der epidemisch zunehmenden alten Menschen winkt. Geschäfte machen kann ich aber nur mit Krankheiten, weil die Kassen andernfalls nicht zahlen. Der arme Alzheimer Alois konnte sich nicht mehr dagegen wehren, weil er lange tot ist und eigentlich auch gar nichts damit zu tun hat. Er hatte lediglich erforscht, daß es Unterformen der Demenzentwicklung gibt, die als Frühform bereits im mittleren Lebensalter einsetzen. Eine von ihnen heißt Morbus Alzheimer, weshalb die Verallgemeinerung auf senile Demenz auch noch wissenschaftlich falsch angewandt ist. Aber das spielt alles keine Rolle, wenn es viel Geld zu verdienen gibt. Mit seinem etwas plakativen Buchtitel "Demenz ist keine Krankheit" schwimmt auch der Gießener Soziologe Reimer Gronemeyer mutig gegen den Strom. Daß so etwas von der Polizei erlaubt und nicht sofort verboten wird, läßt mich hoffen, daß ich doch noch, bevor ich abkratze, in den nächsten Jahren mehr solcher ermutigender Zeichen entdecke. Was monopolartig den Markt beherrscht hat, relativiert sich allmählich doch. SB: Im Zuge dieser Ausdifferenzierung in immer neue Krankheitsbilder wuchern die Klassifikationssysteme regelrecht. Entheben sie sich damit nicht selbst ihrer substantiellen Grundlage, zumal die Widersprüche offenkundig werden? KD: Ja natürlich. Das Klassifikationssystem psychischer Störungen (DSM) ist ein Beispiel für wundersame Vermehrung. Erst waren es 100, dann 200, dann 300, jetzt 400 diagnostizierbare Krankheiten - irgend etwas kann da nicht stimmen. Ich bin zwar davon ausgegangen, daß sich das eines Tages wieder in Richtung Vernunft ändern würde, hätte aber nicht gedacht, daß ich das noch erleben dürfte. Daß man unter Armut oder sozialer Benachteiligung, Rassendiskriminierung oder religiöser Verfolgung leidet, ist ja mehr oder weniger weggewischt. Das pathogenetische Monopol hat die Medizin, und es ist nur noch erlaubt zu leiden, wenn es als Krankheit definiert wird. Dieser Expansionismus, alles zur Krankheit zu erklären, wird irgendwann derart übertrieben, daß eine gegenläufige Entwicklung einsetzt. Noch muß man allerdings von einer Ausweitung sprechen, da die Definition neuer Krankheiten der einzige Weg ist, noch mehr Geld zu verdienen. Auch ist es offenbar verführerisch, für das, was man qualvoll erleidet, mit etwas Geld entschädigt zu werden. Das ist reizvoll für die Verbraucher, vor allem aber für die Verursacher, nämlich die Ärzte. Würde man es genau untersuchen, ließe sich wohl nachweisen, daß es keine Branche gibt, die so systematisch mit krimineller Energie ihr Geschäft betreibt wie die helfenden Berufe im allgemeinen und die Psychiater im besonderen. Ist da kriminelle Energie im Spiel? SB: Sie haben zur Frage der Organtransplantation gemeinsam mit Andreas Zieger und Paolo Bavastro schon einmal eine Stellungnahme verfaßt. Decken sich die darin getroffenen Aussagen noch mit Ihrer heutigen Ansicht? KD: Ich habe einen wunderbaren Auftritt beim evangelischen Kirchentag in Hannover hingelegt, was wahrscheinlich unbekannt geblieben ist, obwohl es in dem Tagungsband enthalten ist. Das war vor der Zeit der schrecklichen Skandale, als sich die Leute in ihrer Raffgier noch etwas zurückgehalten haben oder zumindest vorsichtiger gewesen sind. Absehbar war jedoch auch damals schon, daß es an Spenderorganen mangelte, weshalb die Klage allgegenwärtig war, jedes Jahr würden deswegen Tausende von Menschen sterben. Es handelte sich um eine Podiumsdiskussion, bei der Christoph Broelsch, der damalige Transplantationspapst aus Essen, neben mir saß. Er wurde bekanntlich später zu einer Haftstrafe verurteilt. Das war einer der seltenen Fälle, in denen ein Arzt wegen solcher Tätigkeiten tatsächlich im Gefängnis landete. Ich hätte das nie erwartet und war deswegen sehr verblüfft. Auf dem Kirchentag hatte ich die Gelegenheit, einen Vortrag zu halten. Darin ging ich von der schrecklichen Situation aus, daß Menschen sterben, weil wir zu wenig Organe haben. Aber könnte es nicht sein, fragte ich dann, daß sich die Menschen nur deswegen keinen Spenderausweis zulegen, weil sie die ärztliche Definition nicht nachvollziehen können, daß der Hirntod der Tod des Menschen sei, und sie das einfach emotional ablehnen? Mir ging das zum Beispiel so. Wenn das so wäre, könnte man doch neue Spenderausweise schaffen, in denen steht: Ich sei bereit, meine Organe zu spenden, ginge aber während dieser ganzen Prozedur davon aus, daß der Tod nicht der Hirntod ist. Alle beteiligten Ärzte und sonstigen Leute, die mich dann ausweiden zum Verpflanzen meiner Organe, sollten bitteschön zur Kenntnis nehmen, wie ich das sehe. Der Kollege neben mir war zuerst total überrascht. Dann erklärte er, daß man das heute längst nicht mehr so ideologisch sehe und ganz pragmatisch einfach nur mehr Organe haben wolle, egal mit welcher Begründung: Also, ich bin für Ihren Vorschlag! Eine Woche später kriegte ich Post von ihm, oh, ich bin furchtbar kritisiert worden von all meinen Kollegen. Da ist der Gaul mit mir durchgegangen, ich muß das widerrufen, ich kann das doch nicht so sehen. Dieter Birnbacher hat das damals bei der Bundesärztekammer durchgesetzt, daß man jetzt naturwissenschaftlich beweisen könne, daß der Hirntod der Tod des Menschen sei. Seither habe ich gesagt, das kann ja wohl nicht angehen, daß man das einfach so verfügt. Um die ganze Sache etwas abzumildern, habe ich dann in meinem Vortrag noch hinzugefügt, daß die gegenwärtige Ära, in der wir diesen moralischen Druck ausüben und dafür die wissenschaftliche Wahrheit vergewaltigen und ideologisieren, nur eine kurze Übergangszeit sei. Sicher hätten wir bald gelernt, andere Formen der Transplantation über Schweineorgane oder künstliche Organe zu erfinden, so daß man nicht mehr andere Menschen ausschlachten müßte. Das war im Grunde genommen natürlich als eine witzige Intervention gemeint, da mir schon klar war, daß es wahrscheinlich nicht so kommen würde. Dann habe ich in der anschließenden Diskussion auch noch gesagt, daß es ja wohl eine Schweinerei sei, wenn Ärzte darauf eingingen, noch lebenden Menschen das Herz aus dem Leibe zu schneiden. Das könne man doch nicht machen. Warum sollten eigentlich nur die Spender und deren Familien solche Skrupel haben, den Hirntod wirklich als Tod des Menschen anzusehen, und ihr Ärzte habt überhaupt keine Skrupel? Wenn schon, dann Skrupel auf beiden Seiten. Das war gewissermaßen mein Versuch, im Kirchentagsmilieu eine Lockerungsübung durchzuführen, weil es sonst nur ein verhärtetes Pro und Kontra gibt. SB: Die deutsche Transplantationsmedizin kommt mit den Widersprüchen der Hirntoddefinition zunehmend schlechter klar. Im Unterschied zu vielen anderen Ländern ist in Deutschland die Organentnahme nach Herzkreislauf-Stillstand verboten. Angesichts des Organmangels mehren sich Stimmen, wonach der Spender bei der Entnahme nicht unbedingt tot sein müsse, sofern er dem nur freiwillig zustimme. Was halten Sie von der Validität einer solchen Zustimmung und wie weit müßte die Aufklärung gehen, wenn ein Mensch lange vor seinem Tod die Zustimmung zur Organentnahme erteilen soll? Ist er überhaupt in der Lage, eine derart weitreichende Vorauserklärung in Eigenverantwortung abzugeben? KD: Ich habe mich in der Vergangenheit in diese intellektuellen Sandkastenspiele verstrickt und mich sehr lange damit aufgehalten. Mit Julius Hackethal und der Deutschen Gesellschaft für humanes Sterben Anfang der 1980er Jahre ging das los - mein Gott, was habe ich mich damals intensiv damit beschäftigt! Inzwischen bin ich davon relativ weit weg, ganz im Unterschied zu meinem guten Freund Michael Wunder, der den Sprung in den Deutschen Ethikrat geschafft hat. Da kabbeln wir uns immer mit Leidenschaft. Ich reduziere das ganz gern auf Patientenverfügungen, was das Ende des Lebens angeht: Wieso kann ich eigentlich in die Wahrnehmung meiner freien Selbstbestimmung mit aufnehmen, daß ich einen anderen Menschen, einen Arzt beispielsweise, dazu bestimme, mich umzubringen? Geht doch wohl nicht! Dann bin ich auch schnell dabei, mir zu überlegen, wann ich denn überhaupt als normaler mitteleuropäischer, durchschnittlich intelligenter Mensch fähig bin, Aussagen über mich zu machen, die in einer unbekannten Zukunft liegen, und die auch andere Menschen, beispielsweise meine Kinder, betreffen, ohne daß ich ihnen genauso Gelegenheit gebe, ihre Selbstbestimmung zu Protokoll zu geben, was das Leben des Vaters angeht. Wenn, dann muß das schon so kompliziert und so bürokratisch gemacht werden, daß alle Leute sich nur noch kaputtlachen. Und damit weiß man, daß diese Patientenverfügung ein modisches Hirngespinst ist. Darauf werden die Leute nach einer gewissen Zeit schon noch kommen. Bis es soweit ist, fallen dem natürlich immer wieder Menschen zum Opfer. Das ist nun mal die Kraft menschlicher Ideologiebildung, daß man damit viele Leute zur Strecke bringen kann. Dauerhaft wird das aber nicht sein, und das ist das einzige, womit man sich trösten kann. Die Menschheit kann sich in immer verrücktere Mentalitäten hineinsteigern, aber irgendwann wird es so verrückt, daß es der Dümmste merkt. Und dann geht man mal wieder eine Zeitlang auf Gegenkurs. Damit tröste ich mich. Teil 1 des Interviews mit Klaus Dörner im Schattenblick unter INFOPOOL → PANNWITZ → REPORT:
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Welche Auszeichnungen hat Jim Carrey für seine schauspielerischen Leistungen erhalten?
James Eugene „Jim“ Carrey (* 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Seit der Filmkomödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv von 1994 ist Carrey einer der erfolgreichsten Comedians in Hollywood. Für seine schauspielerischen Leistungen in Die Truman-Show (1998) und Der Mondmann (1999) gewann er jeweils einen Golden Globe Award. Karriere Carrey wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Klassenclown, dessen Vorbild Jerry Lewis ist, brachte bereits in der Schulzeit seine Mitschüler mit regelmäßigen Auftritten zum Lachen. Im Alter von zehn Jahren bewarb er sich bei der Carol-Burnett-Show. Mit 15 Jahren stand Carrey als Stand-up-Komiker auf den Bühnen verschiedener Comedy-Clubs in Toronto. 1978 brach er aus finanziellen Gründen seine Schulausbildung ab und zog nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Schon kurz darauf war er ein festes Ensemble-Mitglied in Mitzi Shore’s Comedy Store und übernahm auch kleinere Nebenrollen in Filmen. Seinen Durchbruch als Komiker hatte Carrey 1982, als er bei einer Tournee des Entertainers Rodney Dangerfield im Vorprogramm auftrat. Im gleichen Jahr bekam er seine eigene TV-Show The Duck Factory. 1985 gab er in Einmal beißen bitte sein Leinwanddebüt und wirkte 1986 in Francis Ford Coppolas Peggy Sue hat geheiratet mit. 1987 spielte Carrey seine erste Hauptrolle als sexhungriger Außerirdischer in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte, die 1989 in die Kinos kam. In dem Thriller Dirty Harry V – Das Todesspiel verkörpert Jim Carrey an der Seite von Clint Eastwood in einer kleinen Nebenrolle einen drogenabhängigen Rocksänger, der den Guns n’ Roses-Song Welcome to the Jungle singt. Ab 1990 war er in der Sitcom In Living Color zu sehen. Weltweit bekannt wurde Carrey 1994 durch die Titelrolle in der Slapstick-Komödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv. Der Film fiel bei den Kritikern durch und brachte Carrey eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechtester Neu-Star ein, kam beim Publikum jedoch gut an und spielte mehr als 72 Millionen Dollar ein. Carrey wurde nach diesem Erfolg noch im gleichen Jahr in zwei weiteren Hauptrollen besetzt: Sowohl Die Maske als auch Dumm und Dümmer wurden zu Erfolgen, ebenso die Fortsetzung Ace Ventura – Jetzt wird’s wild im Folgejahr. Die drei Filme spielten in den Vereinigten Staaten jeweils über 100 Millionen Dollar ein und bescherten Carrey zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem Komödienstar des Jahres 1995, People’s Choice Award), was ihm den Ruf eines „neuen Jerry Lewis“ einbrachte. Carreys ausgeprägte Gestik und Mimik sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen. In der erfolgreichen Comic-Verfilmung Batman Forever wirkte Carrey in der Rolle des Schurken Riddler mit. Er konnte nun höhere Gagen als bisher fordern. 1996 erhielt er für Cable Guy 20 Millionen Dollar, allerdings blieb der Film finanziell hinter den Erwartungen zurück. 1997 verbuchte Carrey wieder einen großen Erfolg mit Der Dummschwätzer, welcher über 300 Millionen Dollar einspielte und ihm eine Nominierung für den Golden Globe als bester Komödiant einbrachte. In Peter Weirs Drama Die Truman Show spielte Carrey seine erste tragikomische Rolle. Der Film handelt von einem Mann, der seit seiner Geburt ohne sein Wissen die Hauptrolle in einer Fernsehserie spielt. Dieser Film war nicht nur an den Kinokassen erfolgreich, sondern brachte Carrey Kritikerlob ein. Auch in seinem nächsten Projekt Der Mondmann zeigte er sich 1999 von seiner ernsthaften Seite und stellte Andy Kaufman dar, einen in den USA sowohl verehrten als auch umstrittenen Komiker. Für Die Truman Show und Der Mondmann wurde Carrey jeweils mit dem Golden Globe für die beste Darstellung in einem Drama beziehungsweise einer Komödie ausgezeichnet, womit er sich als ernstzunehmender Schauspieler etabliert hatte. Carrey spielte ab dem Jahr 2000 in mehreren finanziell erfolgreichen Slapstick-Komödien wie Ich, beide & sie (2000), Der Grinch (2000), Bruce Allmächtig (2003), Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (2004) und Dick und Jane (2005) die Hauptrolle. Daneben wirkte er aber auch in Filmen wie The Majestic (2001), Vergiss mein nicht! (2004) und Number 23 (2007) mit, die von seiner gängigen Rollenbesetzung abwichen. Vergiss mein nicht! wurde von den Kritikern gelobt und gewann den Europäischen Filmpreis als bester nicht-europäischer Film sowie den Oscar für das beste Drehbuch. Ursprünglich war er auch für die Rolle des Captain Jack Sparrow in der Pirates of the Caribbean-Reihe vorgesehen, welche letztlich aber an Johnny Depp vergeben wurde. 2008 lieh Jim Carrey der Titelfigur im Animationsfilm Horton hört ein Hu! seine Stimme und spielte die Hauptrolle in Der Ja-Sager. Ende des Jahres 2009 kam eine Neuinterpretation des Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte durch Regisseur Robert Zemeckis, Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, in die Kinos. Bei diesem Film lieh Carrey seine Stimme dem mürrischen Scrooge und zweien der drei Weihnachtsgeister. Im Jahr 2011 spielte Carrey gemeinsam mit 6 Eselspinguinen die Hauptrolle in Mr. Poppers Pinguine. Im November 2014 erschien Dumm und Dümmehr, die Fortsetzung von Dumm und Dümmer. Auf George Martins 1998 erschienenem Beatles-Tributealbum In My Life sang er den Titel I Am The Walrus. Seit Oktober 2020 spielt Carrey Joe Biden, den amerikanischen Präsidenten, in Saturday Night Live. Sein deutscher Synchronsprecher ist meist Stefan Fredrich. Politische Äußerungen Seit etwa 2009 äußert sich Jim Carrey ablehnend gegenüber Impfungen, Herstellern von Impfstoffen und medizinischen Verbänden. Er rief zum Widerstand auf. Carrey suggertierte, dass Impfungen Autismus auslösten und relativierte seine Aussagen auf Kritik. In der COVID-19-Pandemie verhöhnte er mit einem Social-Media-Video eine Rede Donald Trumps. Privatleben Carrey war von 1987 bis 1995 mit Melissa Womer verheiratet, aus dieser Ehe stammt eine 1987 geborene Tochter, Jane Carrey. Von 1996 bis 1997 war er mit der Schauspielerin Lauren Holly, seinem Co-Star aus Dumm und Dümmer, verheiratet. Während der Dreharbeiten zu Ich, beide & sie (1999) war Carrey mit seiner Filmpartnerin Renée Zellweger liiert. 2004 bekam er zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von 2005 bis März 2010 lebte Carrey mit dem Model Jenny McCarthy zusammen. Anfang April 2010 gab Carrey auf Twitter bekannt, dass man sich nach fünf Jahren in aller Freundschaft getrennt habe. Am 24. August 2011 sorgte Carrey mit einer Videobotschaft an die Schauspielerin Emma Stone für Aufsehen, in der er ihr seine Liebe gesteht. Zu Spekulationen, ob dies ernst gemeint sei oder bloß kalkulierte Satire, äußerte sich Carrey selbst nicht. Von 2012 bis 2015 war Carrey in einer On-Off-Beziehung mit der depressiven Visagistin Cathriona White (* 14. September 1985; † 28. September 2015). Vier Tage vor dem Suizid der Irin in Los Angeles trennte sich das Paar, wobei er gegen ein Ende der Beziehung gewesen sein soll. Sie soll bereits nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2012 versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Im August 2017 veröffentlichte Carrey auf dem Videoportal Vimeo den sechsminütigen Film I Needed Color von David Bushell, in dem er sich als „besessenen“ Maler vorstellt: „I had become so obsessed that there was nowhere to move in my home.“ Der aufwändige Film zeigt Carrey bei der Arbeit im Atelier und viele seiner Werke. Im Off-Kommentar erklärt Carrey, was am Malen für ihn wichtig ist. Filmografie (Auswahl) 1983: The Sex and Violence Family Hour (Kurzfilm) 1983: Spaß am Copper Mountain (Copper Mountain) 1983: Applaus für Janet (Introducing… Janet, Kurzfilm) 1983: All in Good Taste 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, 1 Folge) 1984: The Duck Factory (Fernsehserie, 13 Folgen) 1984: Der Chaos Express / Wer hat, der hat (Finders Keepers) 1985: Einmal beißen bitte (Once Bitten) 1986: Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married) 1988: Dirty Harry V – Das Todesspiel (The Dead Pool) 1988: Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte (Earth Girls Are Easy) 1989: Mike Hammer: Mädchen, Morde und Moneten (Murder Takes All, Fernsehfilm) 1989: Pink Cadillac 1990–1994: In Living Color (Fernsehserie, 125 Folgen) 1991: Eine Nervensäge (High Strung) 1992: Der Schein trügt (Doing Time on Maple Drive, Fernsehfilm) 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective) 1994: Die Maske (The Mask) 1994: Dumm und Dümmer (Dumb & Dumber) 1995: Batman Forever 1995: Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (Ace Ventura: When Nature Calls) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (The Cable Guy) 1997: Der Dummschwätzer (Liar Liar) 1998: Die Truman Show (The Truman Show) 1998: Simon Birch 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2000: Ich, beide & sie (Me, Myself & Irene) 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: The Majestic 2003: Pecan Pie (Kurzfilm) 2003: Bruce Allmächtig (Bruce Almighty) 2004: Vergiss mein nicht! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) 2004: Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events) 2005: Dick und Jane (Fun with Dick and Jane) 2007: Number 23 (The Number 23) 2008: Horton hört ein Hu! (Horton Hears a Who!, Stimme von Horton) 2008: Der Ja-Sager (Yes Man) 2009: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) 2009: I love you Phillip Morris 2010: Presidential Reunion (Kurzfilm) 2011: Mr. Poppers Pinguine (Mr. Popper’s Penguins) 2012: 30 Rock (Fernsehserie, 1 Folge) 2013: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues) 2013: Hawking (Dokumentation) 2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone) 2013: Kick-Ass 2 2014: Dumm und Dümmehr (Dumb and Dumber To) 2016: The Bad Batch 2016: Dark Crimes 2017: Jim und Andy (Jim & Andy: The Great Beyond, Dokumentarfilm) 2018–2020: Kidding (Fernsehserie, 20 Folgen) 2020: Sonic the Hedgehog Auszeichnungen/Nominierungen (Auswahl) Golden Globe Award 1995: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Die Maske 1998: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Dummschwätzer 1999: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Drama – für Die Truman Show 2000: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Mondmann 2001: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Grinch 2005: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Vergiss mein nicht! 2018: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehserie – Komödie – für Kidding Goldene Himbeere 1995: Nominierung: Schlechtester Newcomer: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Dumm und Dümmer und Die Maske 2008: Nominierung: Schlechtester Schauspieler: Number 23 MTV Movie Awards 1995: Bester Komiker: (Dumm und Dümmer) und Bester Filmkuss: (mit Lauren Holly in Dumm und Dümmer) 1996: Bester Schauspieler (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) und Bester Komiker: (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) 1997: Bester Bösewicht (Cable Guy – Die Nervensäge) und Bester Komiker (Cable Guy – Die Nervensäge) 1998: Bester Komiker (Der Dummschwätzer) 1999: Bester Schauspieler (Die Truman Show) 2001: Bester Bösewicht (Der Grinch) 2009: Bester Komiker (Der Ja-Sager) Bibliografie Jim Carrey: How Roland Rolls. Illustriert von Rob Nason. Some Kind of Garden Media, 2013, ISBN 978-0-9893680-0-1. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoirs and Misinformation. Alfred A. Knopf, New York 2020, ISBN 978-0-525-65597-8. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoiren und Falschinformationen. Droemer, München 2020, ISBN 978-3-426-28258-8. Weblinks Porträt auf Cinema.com (englisch) Jim Carrey Online – Englischsprachige Fanseite Einzelnachweise Filmschauspieler Komiker Golden-Globe-Preisträger Kanadier US-Amerikaner Geboren 1962 Mann
Verlosung: Fünf Morrissey-T-Shirts zu gewinnen | STERN.de 17. Juni 2004 16:17 Uhr Anlässlich der Veröffentlichung seines neuen Albums "You are the Quarry", dem ersten seit langer Zeit, hat stern.de fünf Morrissey-T-Shirts verlost. Zu beantworten war eine leichte Frage: Bei welcher Band sang Morrissey? a) Housemartins Die richtige Antwort war natürlich b) The Smiths Nachrichten vom 22.04.2019 | © stern.de GmbH | Fünf Morrissey-T-Shirts zu gewinnen Fünf Morrissey-T-Shirts zu gewinnen
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Welche Auszeichnungen hat Jim Carrey für seine schauspielerischen Leistungen erhalten?
James Eugene „Jim“ Carrey (* 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Seit der Filmkomödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv von 1994 ist Carrey einer der erfolgreichsten Comedians in Hollywood. Für seine schauspielerischen Leistungen in Die Truman-Show (1998) und Der Mondmann (1999) gewann er jeweils einen Golden Globe Award. Karriere Carrey wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Klassenclown, dessen Vorbild Jerry Lewis ist, brachte bereits in der Schulzeit seine Mitschüler mit regelmäßigen Auftritten zum Lachen. Im Alter von zehn Jahren bewarb er sich bei der Carol-Burnett-Show. Mit 15 Jahren stand Carrey als Stand-up-Komiker auf den Bühnen verschiedener Comedy-Clubs in Toronto. 1978 brach er aus finanziellen Gründen seine Schulausbildung ab und zog nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Schon kurz darauf war er ein festes Ensemble-Mitglied in Mitzi Shore’s Comedy Store und übernahm auch kleinere Nebenrollen in Filmen. Seinen Durchbruch als Komiker hatte Carrey 1982, als er bei einer Tournee des Entertainers Rodney Dangerfield im Vorprogramm auftrat. Im gleichen Jahr bekam er seine eigene TV-Show The Duck Factory. 1985 gab er in Einmal beißen bitte sein Leinwanddebüt und wirkte 1986 in Francis Ford Coppolas Peggy Sue hat geheiratet mit. 1987 spielte Carrey seine erste Hauptrolle als sexhungriger Außerirdischer in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte, die 1989 in die Kinos kam. In dem Thriller Dirty Harry V – Das Todesspiel verkörpert Jim Carrey an der Seite von Clint Eastwood in einer kleinen Nebenrolle einen drogenabhängigen Rocksänger, der den Guns n’ Roses-Song Welcome to the Jungle singt. Ab 1990 war er in der Sitcom In Living Color zu sehen. Weltweit bekannt wurde Carrey 1994 durch die Titelrolle in der Slapstick-Komödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv. Der Film fiel bei den Kritikern durch und brachte Carrey eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechtester Neu-Star ein, kam beim Publikum jedoch gut an und spielte mehr als 72 Millionen Dollar ein. Carrey wurde nach diesem Erfolg noch im gleichen Jahr in zwei weiteren Hauptrollen besetzt: Sowohl Die Maske als auch Dumm und Dümmer wurden zu Erfolgen, ebenso die Fortsetzung Ace Ventura – Jetzt wird’s wild im Folgejahr. Die drei Filme spielten in den Vereinigten Staaten jeweils über 100 Millionen Dollar ein und bescherten Carrey zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem Komödienstar des Jahres 1995, People’s Choice Award), was ihm den Ruf eines „neuen Jerry Lewis“ einbrachte. Carreys ausgeprägte Gestik und Mimik sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen. In der erfolgreichen Comic-Verfilmung Batman Forever wirkte Carrey in der Rolle des Schurken Riddler mit. Er konnte nun höhere Gagen als bisher fordern. 1996 erhielt er für Cable Guy 20 Millionen Dollar, allerdings blieb der Film finanziell hinter den Erwartungen zurück. 1997 verbuchte Carrey wieder einen großen Erfolg mit Der Dummschwätzer, welcher über 300 Millionen Dollar einspielte und ihm eine Nominierung für den Golden Globe als bester Komödiant einbrachte. In Peter Weirs Drama Die Truman Show spielte Carrey seine erste tragikomische Rolle. Der Film handelt von einem Mann, der seit seiner Geburt ohne sein Wissen die Hauptrolle in einer Fernsehserie spielt. Dieser Film war nicht nur an den Kinokassen erfolgreich, sondern brachte Carrey Kritikerlob ein. Auch in seinem nächsten Projekt Der Mondmann zeigte er sich 1999 von seiner ernsthaften Seite und stellte Andy Kaufman dar, einen in den USA sowohl verehrten als auch umstrittenen Komiker. Für Die Truman Show und Der Mondmann wurde Carrey jeweils mit dem Golden Globe für die beste Darstellung in einem Drama beziehungsweise einer Komödie ausgezeichnet, womit er sich als ernstzunehmender Schauspieler etabliert hatte. Carrey spielte ab dem Jahr 2000 in mehreren finanziell erfolgreichen Slapstick-Komödien wie Ich, beide & sie (2000), Der Grinch (2000), Bruce Allmächtig (2003), Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (2004) und Dick und Jane (2005) die Hauptrolle. Daneben wirkte er aber auch in Filmen wie The Majestic (2001), Vergiss mein nicht! (2004) und Number 23 (2007) mit, die von seiner gängigen Rollenbesetzung abwichen. Vergiss mein nicht! wurde von den Kritikern gelobt und gewann den Europäischen Filmpreis als bester nicht-europäischer Film sowie den Oscar für das beste Drehbuch. Ursprünglich war er auch für die Rolle des Captain Jack Sparrow in der Pirates of the Caribbean-Reihe vorgesehen, welche letztlich aber an Johnny Depp vergeben wurde. 2008 lieh Jim Carrey der Titelfigur im Animationsfilm Horton hört ein Hu! seine Stimme und spielte die Hauptrolle in Der Ja-Sager. Ende des Jahres 2009 kam eine Neuinterpretation des Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte durch Regisseur Robert Zemeckis, Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, in die Kinos. Bei diesem Film lieh Carrey seine Stimme dem mürrischen Scrooge und zweien der drei Weihnachtsgeister. Im Jahr 2011 spielte Carrey gemeinsam mit 6 Eselspinguinen die Hauptrolle in Mr. Poppers Pinguine. Im November 2014 erschien Dumm und Dümmehr, die Fortsetzung von Dumm und Dümmer. Auf George Martins 1998 erschienenem Beatles-Tributealbum In My Life sang er den Titel I Am The Walrus. Seit Oktober 2020 spielt Carrey Joe Biden, den amerikanischen Präsidenten, in Saturday Night Live. Sein deutscher Synchronsprecher ist meist Stefan Fredrich. Politische Äußerungen Seit etwa 2009 äußert sich Jim Carrey ablehnend gegenüber Impfungen, Herstellern von Impfstoffen und medizinischen Verbänden. Er rief zum Widerstand auf. Carrey suggertierte, dass Impfungen Autismus auslösten und relativierte seine Aussagen auf Kritik. In der COVID-19-Pandemie verhöhnte er mit einem Social-Media-Video eine Rede Donald Trumps. Privatleben Carrey war von 1987 bis 1995 mit Melissa Womer verheiratet, aus dieser Ehe stammt eine 1987 geborene Tochter, Jane Carrey. Von 1996 bis 1997 war er mit der Schauspielerin Lauren Holly, seinem Co-Star aus Dumm und Dümmer, verheiratet. Während der Dreharbeiten zu Ich, beide & sie (1999) war Carrey mit seiner Filmpartnerin Renée Zellweger liiert. 2004 bekam er zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von 2005 bis März 2010 lebte Carrey mit dem Model Jenny McCarthy zusammen. Anfang April 2010 gab Carrey auf Twitter bekannt, dass man sich nach fünf Jahren in aller Freundschaft getrennt habe. Am 24. August 2011 sorgte Carrey mit einer Videobotschaft an die Schauspielerin Emma Stone für Aufsehen, in der er ihr seine Liebe gesteht. Zu Spekulationen, ob dies ernst gemeint sei oder bloß kalkulierte Satire, äußerte sich Carrey selbst nicht. Von 2012 bis 2015 war Carrey in einer On-Off-Beziehung mit der depressiven Visagistin Cathriona White (* 14. September 1985; † 28. September 2015). Vier Tage vor dem Suizid der Irin in Los Angeles trennte sich das Paar, wobei er gegen ein Ende der Beziehung gewesen sein soll. Sie soll bereits nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2012 versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Im August 2017 veröffentlichte Carrey auf dem Videoportal Vimeo den sechsminütigen Film I Needed Color von David Bushell, in dem er sich als „besessenen“ Maler vorstellt: „I had become so obsessed that there was nowhere to move in my home.“ Der aufwändige Film zeigt Carrey bei der Arbeit im Atelier und viele seiner Werke. Im Off-Kommentar erklärt Carrey, was am Malen für ihn wichtig ist. Filmografie (Auswahl) 1983: The Sex and Violence Family Hour (Kurzfilm) 1983: Spaß am Copper Mountain (Copper Mountain) 1983: Applaus für Janet (Introducing… Janet, Kurzfilm) 1983: All in Good Taste 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, 1 Folge) 1984: The Duck Factory (Fernsehserie, 13 Folgen) 1984: Der Chaos Express / Wer hat, der hat (Finders Keepers) 1985: Einmal beißen bitte (Once Bitten) 1986: Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married) 1988: Dirty Harry V – Das Todesspiel (The Dead Pool) 1988: Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte (Earth Girls Are Easy) 1989: Mike Hammer: Mädchen, Morde und Moneten (Murder Takes All, Fernsehfilm) 1989: Pink Cadillac 1990–1994: In Living Color (Fernsehserie, 125 Folgen) 1991: Eine Nervensäge (High Strung) 1992: Der Schein trügt (Doing Time on Maple Drive, Fernsehfilm) 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective) 1994: Die Maske (The Mask) 1994: Dumm und Dümmer (Dumb & Dumber) 1995: Batman Forever 1995: Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (Ace Ventura: When Nature Calls) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (The Cable Guy) 1997: Der Dummschwätzer (Liar Liar) 1998: Die Truman Show (The Truman Show) 1998: Simon Birch 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2000: Ich, beide & sie (Me, Myself & Irene) 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: The Majestic 2003: Pecan Pie (Kurzfilm) 2003: Bruce Allmächtig (Bruce Almighty) 2004: Vergiss mein nicht! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) 2004: Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events) 2005: Dick und Jane (Fun with Dick and Jane) 2007: Number 23 (The Number 23) 2008: Horton hört ein Hu! (Horton Hears a Who!, Stimme von Horton) 2008: Der Ja-Sager (Yes Man) 2009: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) 2009: I love you Phillip Morris 2010: Presidential Reunion (Kurzfilm) 2011: Mr. Poppers Pinguine (Mr. Popper’s Penguins) 2012: 30 Rock (Fernsehserie, 1 Folge) 2013: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues) 2013: Hawking (Dokumentation) 2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone) 2013: Kick-Ass 2 2014: Dumm und Dümmehr (Dumb and Dumber To) 2016: The Bad Batch 2016: Dark Crimes 2017: Jim und Andy (Jim & Andy: The Great Beyond, Dokumentarfilm) 2018–2020: Kidding (Fernsehserie, 20 Folgen) 2020: Sonic the Hedgehog Auszeichnungen/Nominierungen (Auswahl) Golden Globe Award 1995: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Die Maske 1998: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Dummschwätzer 1999: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Drama – für Die Truman Show 2000: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Mondmann 2001: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Grinch 2005: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Vergiss mein nicht! 2018: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehserie – Komödie – für Kidding Goldene Himbeere 1995: Nominierung: Schlechtester Newcomer: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Dumm und Dümmer und Die Maske 2008: Nominierung: Schlechtester Schauspieler: Number 23 MTV Movie Awards 1995: Bester Komiker: (Dumm und Dümmer) und Bester Filmkuss: (mit Lauren Holly in Dumm und Dümmer) 1996: Bester Schauspieler (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) und Bester Komiker: (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) 1997: Bester Bösewicht (Cable Guy – Die Nervensäge) und Bester Komiker (Cable Guy – Die Nervensäge) 1998: Bester Komiker (Der Dummschwätzer) 1999: Bester Schauspieler (Die Truman Show) 2001: Bester Bösewicht (Der Grinch) 2009: Bester Komiker (Der Ja-Sager) Bibliografie Jim Carrey: How Roland Rolls. Illustriert von Rob Nason. Some Kind of Garden Media, 2013, ISBN 978-0-9893680-0-1. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoirs and Misinformation. Alfred A. Knopf, New York 2020, ISBN 978-0-525-65597-8. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoiren und Falschinformationen. Droemer, München 2020, ISBN 978-3-426-28258-8. Weblinks Porträt auf Cinema.com (englisch) Jim Carrey Online – Englischsprachige Fanseite Einzelnachweise Filmschauspieler Komiker Golden-Globe-Preisträger Kanadier US-Amerikaner Geboren 1962 Mann
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Welche Auszeichnungen hat Jim Carrey für seine schauspielerischen Leistungen erhalten?
James Eugene „Jim“ Carrey (* 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Seit der Filmkomödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv von 1994 ist Carrey einer der erfolgreichsten Comedians in Hollywood. Für seine schauspielerischen Leistungen in Die Truman-Show (1998) und Der Mondmann (1999) gewann er jeweils einen Golden Globe Award. Karriere Carrey wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Klassenclown, dessen Vorbild Jerry Lewis ist, brachte bereits in der Schulzeit seine Mitschüler mit regelmäßigen Auftritten zum Lachen. Im Alter von zehn Jahren bewarb er sich bei der Carol-Burnett-Show. Mit 15 Jahren stand Carrey als Stand-up-Komiker auf den Bühnen verschiedener Comedy-Clubs in Toronto. 1978 brach er aus finanziellen Gründen seine Schulausbildung ab und zog nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Schon kurz darauf war er ein festes Ensemble-Mitglied in Mitzi Shore’s Comedy Store und übernahm auch kleinere Nebenrollen in Filmen. Seinen Durchbruch als Komiker hatte Carrey 1982, als er bei einer Tournee des Entertainers Rodney Dangerfield im Vorprogramm auftrat. Im gleichen Jahr bekam er seine eigene TV-Show The Duck Factory. 1985 gab er in Einmal beißen bitte sein Leinwanddebüt und wirkte 1986 in Francis Ford Coppolas Peggy Sue hat geheiratet mit. 1987 spielte Carrey seine erste Hauptrolle als sexhungriger Außerirdischer in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte, die 1989 in die Kinos kam. In dem Thriller Dirty Harry V – Das Todesspiel verkörpert Jim Carrey an der Seite von Clint Eastwood in einer kleinen Nebenrolle einen drogenabhängigen Rocksänger, der den Guns n’ Roses-Song Welcome to the Jungle singt. Ab 1990 war er in der Sitcom In Living Color zu sehen. Weltweit bekannt wurde Carrey 1994 durch die Titelrolle in der Slapstick-Komödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv. Der Film fiel bei den Kritikern durch und brachte Carrey eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechtester Neu-Star ein, kam beim Publikum jedoch gut an und spielte mehr als 72 Millionen Dollar ein. Carrey wurde nach diesem Erfolg noch im gleichen Jahr in zwei weiteren Hauptrollen besetzt: Sowohl Die Maske als auch Dumm und Dümmer wurden zu Erfolgen, ebenso die Fortsetzung Ace Ventura – Jetzt wird’s wild im Folgejahr. Die drei Filme spielten in den Vereinigten Staaten jeweils über 100 Millionen Dollar ein und bescherten Carrey zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem Komödienstar des Jahres 1995, People’s Choice Award), was ihm den Ruf eines „neuen Jerry Lewis“ einbrachte. Carreys ausgeprägte Gestik und Mimik sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen. In der erfolgreichen Comic-Verfilmung Batman Forever wirkte Carrey in der Rolle des Schurken Riddler mit. Er konnte nun höhere Gagen als bisher fordern. 1996 erhielt er für Cable Guy 20 Millionen Dollar, allerdings blieb der Film finanziell hinter den Erwartungen zurück. 1997 verbuchte Carrey wieder einen großen Erfolg mit Der Dummschwätzer, welcher über 300 Millionen Dollar einspielte und ihm eine Nominierung für den Golden Globe als bester Komödiant einbrachte. In Peter Weirs Drama Die Truman Show spielte Carrey seine erste tragikomische Rolle. Der Film handelt von einem Mann, der seit seiner Geburt ohne sein Wissen die Hauptrolle in einer Fernsehserie spielt. Dieser Film war nicht nur an den Kinokassen erfolgreich, sondern brachte Carrey Kritikerlob ein. Auch in seinem nächsten Projekt Der Mondmann zeigte er sich 1999 von seiner ernsthaften Seite und stellte Andy Kaufman dar, einen in den USA sowohl verehrten als auch umstrittenen Komiker. Für Die Truman Show und Der Mondmann wurde Carrey jeweils mit dem Golden Globe für die beste Darstellung in einem Drama beziehungsweise einer Komödie ausgezeichnet, womit er sich als ernstzunehmender Schauspieler etabliert hatte. Carrey spielte ab dem Jahr 2000 in mehreren finanziell erfolgreichen Slapstick-Komödien wie Ich, beide & sie (2000), Der Grinch (2000), Bruce Allmächtig (2003), Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (2004) und Dick und Jane (2005) die Hauptrolle. Daneben wirkte er aber auch in Filmen wie The Majestic (2001), Vergiss mein nicht! (2004) und Number 23 (2007) mit, die von seiner gängigen Rollenbesetzung abwichen. Vergiss mein nicht! wurde von den Kritikern gelobt und gewann den Europäischen Filmpreis als bester nicht-europäischer Film sowie den Oscar für das beste Drehbuch. Ursprünglich war er auch für die Rolle des Captain Jack Sparrow in der Pirates of the Caribbean-Reihe vorgesehen, welche letztlich aber an Johnny Depp vergeben wurde. 2008 lieh Jim Carrey der Titelfigur im Animationsfilm Horton hört ein Hu! seine Stimme und spielte die Hauptrolle in Der Ja-Sager. Ende des Jahres 2009 kam eine Neuinterpretation des Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte durch Regisseur Robert Zemeckis, Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, in die Kinos. Bei diesem Film lieh Carrey seine Stimme dem mürrischen Scrooge und zweien der drei Weihnachtsgeister. Im Jahr 2011 spielte Carrey gemeinsam mit 6 Eselspinguinen die Hauptrolle in Mr. Poppers Pinguine. Im November 2014 erschien Dumm und Dümmehr, die Fortsetzung von Dumm und Dümmer. Auf George Martins 1998 erschienenem Beatles-Tributealbum In My Life sang er den Titel I Am The Walrus. Seit Oktober 2020 spielt Carrey Joe Biden, den amerikanischen Präsidenten, in Saturday Night Live. Sein deutscher Synchronsprecher ist meist Stefan Fredrich. Politische Äußerungen Seit etwa 2009 äußert sich Jim Carrey ablehnend gegenüber Impfungen, Herstellern von Impfstoffen und medizinischen Verbänden. Er rief zum Widerstand auf. Carrey suggertierte, dass Impfungen Autismus auslösten und relativierte seine Aussagen auf Kritik. In der COVID-19-Pandemie verhöhnte er mit einem Social-Media-Video eine Rede Donald Trumps. Privatleben Carrey war von 1987 bis 1995 mit Melissa Womer verheiratet, aus dieser Ehe stammt eine 1987 geborene Tochter, Jane Carrey. Von 1996 bis 1997 war er mit der Schauspielerin Lauren Holly, seinem Co-Star aus Dumm und Dümmer, verheiratet. Während der Dreharbeiten zu Ich, beide & sie (1999) war Carrey mit seiner Filmpartnerin Renée Zellweger liiert. 2004 bekam er zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von 2005 bis März 2010 lebte Carrey mit dem Model Jenny McCarthy zusammen. Anfang April 2010 gab Carrey auf Twitter bekannt, dass man sich nach fünf Jahren in aller Freundschaft getrennt habe. Am 24. August 2011 sorgte Carrey mit einer Videobotschaft an die Schauspielerin Emma Stone für Aufsehen, in der er ihr seine Liebe gesteht. Zu Spekulationen, ob dies ernst gemeint sei oder bloß kalkulierte Satire, äußerte sich Carrey selbst nicht. Von 2012 bis 2015 war Carrey in einer On-Off-Beziehung mit der depressiven Visagistin Cathriona White (* 14. September 1985; † 28. September 2015). Vier Tage vor dem Suizid der Irin in Los Angeles trennte sich das Paar, wobei er gegen ein Ende der Beziehung gewesen sein soll. Sie soll bereits nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2012 versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Im August 2017 veröffentlichte Carrey auf dem Videoportal Vimeo den sechsminütigen Film I Needed Color von David Bushell, in dem er sich als „besessenen“ Maler vorstellt: „I had become so obsessed that there was nowhere to move in my home.“ Der aufwändige Film zeigt Carrey bei der Arbeit im Atelier und viele seiner Werke. Im Off-Kommentar erklärt Carrey, was am Malen für ihn wichtig ist. Filmografie (Auswahl) 1983: The Sex and Violence Family Hour (Kurzfilm) 1983: Spaß am Copper Mountain (Copper Mountain) 1983: Applaus für Janet (Introducing… Janet, Kurzfilm) 1983: All in Good Taste 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, 1 Folge) 1984: The Duck Factory (Fernsehserie, 13 Folgen) 1984: Der Chaos Express / Wer hat, der hat (Finders Keepers) 1985: Einmal beißen bitte (Once Bitten) 1986: Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married) 1988: Dirty Harry V – Das Todesspiel (The Dead Pool) 1988: Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte (Earth Girls Are Easy) 1989: Mike Hammer: Mädchen, Morde und Moneten (Murder Takes All, Fernsehfilm) 1989: Pink Cadillac 1990–1994: In Living Color (Fernsehserie, 125 Folgen) 1991: Eine Nervensäge (High Strung) 1992: Der Schein trügt (Doing Time on Maple Drive, Fernsehfilm) 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective) 1994: Die Maske (The Mask) 1994: Dumm und Dümmer (Dumb & Dumber) 1995: Batman Forever 1995: Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (Ace Ventura: When Nature Calls) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (The Cable Guy) 1997: Der Dummschwätzer (Liar Liar) 1998: Die Truman Show (The Truman Show) 1998: Simon Birch 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2000: Ich, beide & sie (Me, Myself & Irene) 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: The Majestic 2003: Pecan Pie (Kurzfilm) 2003: Bruce Allmächtig (Bruce Almighty) 2004: Vergiss mein nicht! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) 2004: Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events) 2005: Dick und Jane (Fun with Dick and Jane) 2007: Number 23 (The Number 23) 2008: Horton hört ein Hu! (Horton Hears a Who!, Stimme von Horton) 2008: Der Ja-Sager (Yes Man) 2009: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) 2009: I love you Phillip Morris 2010: Presidential Reunion (Kurzfilm) 2011: Mr. Poppers Pinguine (Mr. Popper’s Penguins) 2012: 30 Rock (Fernsehserie, 1 Folge) 2013: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues) 2013: Hawking (Dokumentation) 2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone) 2013: Kick-Ass 2 2014: Dumm und Dümmehr (Dumb and Dumber To) 2016: The Bad Batch 2016: Dark Crimes 2017: Jim und Andy (Jim & Andy: The Great Beyond, Dokumentarfilm) 2018–2020: Kidding (Fernsehserie, 20 Folgen) 2020: Sonic the Hedgehog Auszeichnungen/Nominierungen (Auswahl) Golden Globe Award 1995: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Die Maske 1998: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Dummschwätzer 1999: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Drama – für Die Truman Show 2000: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Mondmann 2001: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Grinch 2005: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Vergiss mein nicht! 2018: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehserie – Komödie – für Kidding Goldene Himbeere 1995: Nominierung: Schlechtester Newcomer: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Dumm und Dümmer und Die Maske 2008: Nominierung: Schlechtester Schauspieler: Number 23 MTV Movie Awards 1995: Bester Komiker: (Dumm und Dümmer) und Bester Filmkuss: (mit Lauren Holly in Dumm und Dümmer) 1996: Bester Schauspieler (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) und Bester Komiker: (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) 1997: Bester Bösewicht (Cable Guy – Die Nervensäge) und Bester Komiker (Cable Guy – Die Nervensäge) 1998: Bester Komiker (Der Dummschwätzer) 1999: Bester Schauspieler (Die Truman Show) 2001: Bester Bösewicht (Der Grinch) 2009: Bester Komiker (Der Ja-Sager) Bibliografie Jim Carrey: How Roland Rolls. Illustriert von Rob Nason. Some Kind of Garden Media, 2013, ISBN 978-0-9893680-0-1. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoirs and Misinformation. Alfred A. Knopf, New York 2020, ISBN 978-0-525-65597-8. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoiren und Falschinformationen. Droemer, München 2020, ISBN 978-3-426-28258-8. Weblinks Porträt auf Cinema.com (englisch) Jim Carrey Online – Englischsprachige Fanseite Einzelnachweise Filmschauspieler Komiker Golden-Globe-Preisträger Kanadier US-Amerikaner Geboren 1962 Mann
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Welche Auszeichnungen hat Jim Carrey für seine schauspielerischen Leistungen erhalten?
James Eugene „Jim“ Carrey (* 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Seit der Filmkomödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv von 1994 ist Carrey einer der erfolgreichsten Comedians in Hollywood. Für seine schauspielerischen Leistungen in Die Truman-Show (1998) und Der Mondmann (1999) gewann er jeweils einen Golden Globe Award. Karriere Carrey wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Klassenclown, dessen Vorbild Jerry Lewis ist, brachte bereits in der Schulzeit seine Mitschüler mit regelmäßigen Auftritten zum Lachen. Im Alter von zehn Jahren bewarb er sich bei der Carol-Burnett-Show. Mit 15 Jahren stand Carrey als Stand-up-Komiker auf den Bühnen verschiedener Comedy-Clubs in Toronto. 1978 brach er aus finanziellen Gründen seine Schulausbildung ab und zog nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Schon kurz darauf war er ein festes Ensemble-Mitglied in Mitzi Shore’s Comedy Store und übernahm auch kleinere Nebenrollen in Filmen. Seinen Durchbruch als Komiker hatte Carrey 1982, als er bei einer Tournee des Entertainers Rodney Dangerfield im Vorprogramm auftrat. Im gleichen Jahr bekam er seine eigene TV-Show The Duck Factory. 1985 gab er in Einmal beißen bitte sein Leinwanddebüt und wirkte 1986 in Francis Ford Coppolas Peggy Sue hat geheiratet mit. 1987 spielte Carrey seine erste Hauptrolle als sexhungriger Außerirdischer in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte, die 1989 in die Kinos kam. In dem Thriller Dirty Harry V – Das Todesspiel verkörpert Jim Carrey an der Seite von Clint Eastwood in einer kleinen Nebenrolle einen drogenabhängigen Rocksänger, der den Guns n’ Roses-Song Welcome to the Jungle singt. Ab 1990 war er in der Sitcom In Living Color zu sehen. Weltweit bekannt wurde Carrey 1994 durch die Titelrolle in der Slapstick-Komödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv. Der Film fiel bei den Kritikern durch und brachte Carrey eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechtester Neu-Star ein, kam beim Publikum jedoch gut an und spielte mehr als 72 Millionen Dollar ein. Carrey wurde nach diesem Erfolg noch im gleichen Jahr in zwei weiteren Hauptrollen besetzt: Sowohl Die Maske als auch Dumm und Dümmer wurden zu Erfolgen, ebenso die Fortsetzung Ace Ventura – Jetzt wird’s wild im Folgejahr. Die drei Filme spielten in den Vereinigten Staaten jeweils über 100 Millionen Dollar ein und bescherten Carrey zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem Komödienstar des Jahres 1995, People’s Choice Award), was ihm den Ruf eines „neuen Jerry Lewis“ einbrachte. Carreys ausgeprägte Gestik und Mimik sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen. In der erfolgreichen Comic-Verfilmung Batman Forever wirkte Carrey in der Rolle des Schurken Riddler mit. Er konnte nun höhere Gagen als bisher fordern. 1996 erhielt er für Cable Guy 20 Millionen Dollar, allerdings blieb der Film finanziell hinter den Erwartungen zurück. 1997 verbuchte Carrey wieder einen großen Erfolg mit Der Dummschwätzer, welcher über 300 Millionen Dollar einspielte und ihm eine Nominierung für den Golden Globe als bester Komödiant einbrachte. In Peter Weirs Drama Die Truman Show spielte Carrey seine erste tragikomische Rolle. Der Film handelt von einem Mann, der seit seiner Geburt ohne sein Wissen die Hauptrolle in einer Fernsehserie spielt. Dieser Film war nicht nur an den Kinokassen erfolgreich, sondern brachte Carrey Kritikerlob ein. Auch in seinem nächsten Projekt Der Mondmann zeigte er sich 1999 von seiner ernsthaften Seite und stellte Andy Kaufman dar, einen in den USA sowohl verehrten als auch umstrittenen Komiker. Für Die Truman Show und Der Mondmann wurde Carrey jeweils mit dem Golden Globe für die beste Darstellung in einem Drama beziehungsweise einer Komödie ausgezeichnet, womit er sich als ernstzunehmender Schauspieler etabliert hatte. Carrey spielte ab dem Jahr 2000 in mehreren finanziell erfolgreichen Slapstick-Komödien wie Ich, beide & sie (2000), Der Grinch (2000), Bruce Allmächtig (2003), Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (2004) und Dick und Jane (2005) die Hauptrolle. Daneben wirkte er aber auch in Filmen wie The Majestic (2001), Vergiss mein nicht! (2004) und Number 23 (2007) mit, die von seiner gängigen Rollenbesetzung abwichen. Vergiss mein nicht! wurde von den Kritikern gelobt und gewann den Europäischen Filmpreis als bester nicht-europäischer Film sowie den Oscar für das beste Drehbuch. Ursprünglich war er auch für die Rolle des Captain Jack Sparrow in der Pirates of the Caribbean-Reihe vorgesehen, welche letztlich aber an Johnny Depp vergeben wurde. 2008 lieh Jim Carrey der Titelfigur im Animationsfilm Horton hört ein Hu! seine Stimme und spielte die Hauptrolle in Der Ja-Sager. Ende des Jahres 2009 kam eine Neuinterpretation des Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte durch Regisseur Robert Zemeckis, Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, in die Kinos. Bei diesem Film lieh Carrey seine Stimme dem mürrischen Scrooge und zweien der drei Weihnachtsgeister. Im Jahr 2011 spielte Carrey gemeinsam mit 6 Eselspinguinen die Hauptrolle in Mr. Poppers Pinguine. Im November 2014 erschien Dumm und Dümmehr, die Fortsetzung von Dumm und Dümmer. Auf George Martins 1998 erschienenem Beatles-Tributealbum In My Life sang er den Titel I Am The Walrus. Seit Oktober 2020 spielt Carrey Joe Biden, den amerikanischen Präsidenten, in Saturday Night Live. Sein deutscher Synchronsprecher ist meist Stefan Fredrich. Politische Äußerungen Seit etwa 2009 äußert sich Jim Carrey ablehnend gegenüber Impfungen, Herstellern von Impfstoffen und medizinischen Verbänden. Er rief zum Widerstand auf. Carrey suggertierte, dass Impfungen Autismus auslösten und relativierte seine Aussagen auf Kritik. In der COVID-19-Pandemie verhöhnte er mit einem Social-Media-Video eine Rede Donald Trumps. Privatleben Carrey war von 1987 bis 1995 mit Melissa Womer verheiratet, aus dieser Ehe stammt eine 1987 geborene Tochter, Jane Carrey. Von 1996 bis 1997 war er mit der Schauspielerin Lauren Holly, seinem Co-Star aus Dumm und Dümmer, verheiratet. Während der Dreharbeiten zu Ich, beide & sie (1999) war Carrey mit seiner Filmpartnerin Renée Zellweger liiert. 2004 bekam er zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von 2005 bis März 2010 lebte Carrey mit dem Model Jenny McCarthy zusammen. Anfang April 2010 gab Carrey auf Twitter bekannt, dass man sich nach fünf Jahren in aller Freundschaft getrennt habe. Am 24. August 2011 sorgte Carrey mit einer Videobotschaft an die Schauspielerin Emma Stone für Aufsehen, in der er ihr seine Liebe gesteht. Zu Spekulationen, ob dies ernst gemeint sei oder bloß kalkulierte Satire, äußerte sich Carrey selbst nicht. Von 2012 bis 2015 war Carrey in einer On-Off-Beziehung mit der depressiven Visagistin Cathriona White (* 14. September 1985; † 28. September 2015). Vier Tage vor dem Suizid der Irin in Los Angeles trennte sich das Paar, wobei er gegen ein Ende der Beziehung gewesen sein soll. Sie soll bereits nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2012 versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Im August 2017 veröffentlichte Carrey auf dem Videoportal Vimeo den sechsminütigen Film I Needed Color von David Bushell, in dem er sich als „besessenen“ Maler vorstellt: „I had become so obsessed that there was nowhere to move in my home.“ Der aufwändige Film zeigt Carrey bei der Arbeit im Atelier und viele seiner Werke. Im Off-Kommentar erklärt Carrey, was am Malen für ihn wichtig ist. Filmografie (Auswahl) 1983: The Sex and Violence Family Hour (Kurzfilm) 1983: Spaß am Copper Mountain (Copper Mountain) 1983: Applaus für Janet (Introducing… Janet, Kurzfilm) 1983: All in Good Taste 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, 1 Folge) 1984: The Duck Factory (Fernsehserie, 13 Folgen) 1984: Der Chaos Express / Wer hat, der hat (Finders Keepers) 1985: Einmal beißen bitte (Once Bitten) 1986: Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married) 1988: Dirty Harry V – Das Todesspiel (The Dead Pool) 1988: Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte (Earth Girls Are Easy) 1989: Mike Hammer: Mädchen, Morde und Moneten (Murder Takes All, Fernsehfilm) 1989: Pink Cadillac 1990–1994: In Living Color (Fernsehserie, 125 Folgen) 1991: Eine Nervensäge (High Strung) 1992: Der Schein trügt (Doing Time on Maple Drive, Fernsehfilm) 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective) 1994: Die Maske (The Mask) 1994: Dumm und Dümmer (Dumb & Dumber) 1995: Batman Forever 1995: Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (Ace Ventura: When Nature Calls) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (The Cable Guy) 1997: Der Dummschwätzer (Liar Liar) 1998: Die Truman Show (The Truman Show) 1998: Simon Birch 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2000: Ich, beide & sie (Me, Myself & Irene) 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: The Majestic 2003: Pecan Pie (Kurzfilm) 2003: Bruce Allmächtig (Bruce Almighty) 2004: Vergiss mein nicht! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) 2004: Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events) 2005: Dick und Jane (Fun with Dick and Jane) 2007: Number 23 (The Number 23) 2008: Horton hört ein Hu! (Horton Hears a Who!, Stimme von Horton) 2008: Der Ja-Sager (Yes Man) 2009: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) 2009: I love you Phillip Morris 2010: Presidential Reunion (Kurzfilm) 2011: Mr. Poppers Pinguine (Mr. Popper’s Penguins) 2012: 30 Rock (Fernsehserie, 1 Folge) 2013: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues) 2013: Hawking (Dokumentation) 2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone) 2013: Kick-Ass 2 2014: Dumm und Dümmehr (Dumb and Dumber To) 2016: The Bad Batch 2016: Dark Crimes 2017: Jim und Andy (Jim & Andy: The Great Beyond, Dokumentarfilm) 2018–2020: Kidding (Fernsehserie, 20 Folgen) 2020: Sonic the Hedgehog Auszeichnungen/Nominierungen (Auswahl) Golden Globe Award 1995: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Die Maske 1998: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Dummschwätzer 1999: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Drama – für Die Truman Show 2000: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Mondmann 2001: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Grinch 2005: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Vergiss mein nicht! 2018: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehserie – Komödie – für Kidding Goldene Himbeere 1995: Nominierung: Schlechtester Newcomer: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Dumm und Dümmer und Die Maske 2008: Nominierung: Schlechtester Schauspieler: Number 23 MTV Movie Awards 1995: Bester Komiker: (Dumm und Dümmer) und Bester Filmkuss: (mit Lauren Holly in Dumm und Dümmer) 1996: Bester Schauspieler (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) und Bester Komiker: (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) 1997: Bester Bösewicht (Cable Guy – Die Nervensäge) und Bester Komiker (Cable Guy – Die Nervensäge) 1998: Bester Komiker (Der Dummschwätzer) 1999: Bester Schauspieler (Die Truman Show) 2001: Bester Bösewicht (Der Grinch) 2009: Bester Komiker (Der Ja-Sager) Bibliografie Jim Carrey: How Roland Rolls. Illustriert von Rob Nason. Some Kind of Garden Media, 2013, ISBN 978-0-9893680-0-1. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoirs and Misinformation. Alfred A. Knopf, New York 2020, ISBN 978-0-525-65597-8. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoiren und Falschinformationen. Droemer, München 2020, ISBN 978-3-426-28258-8. Weblinks Porträt auf Cinema.com (englisch) Jim Carrey Online – Englischsprachige Fanseite Einzelnachweise Filmschauspieler Komiker Golden-Globe-Preisträger Kanadier US-Amerikaner Geboren 1962 Mann
Prey Preview - Story, Inszenierung, Morgan Yu, Madison Yu, Talos I, System Shock | GamersGlobal.de ). Alternativ bieten wir GamersGlobal-Premium an. Prey Preview+ Benjamin Braun / 15. Februar 2017 - 17:00 — vor 51 Wochen aktualisiert Premium-Streams: 1080p (mp4, 750 MB) Amazon (€): 14,99 (PC), 19,75 (PlayStation 4), 21,90 (PlayStation 4), 21,99 (Xbox One) GMG (€): 35,99 (STEAM), 32,39 (Premium) Interessant statt packend System Shock trifft Dishonored Neuromods und Psi-Kräfte Mit Klebstoff und Pumpgun Gute Shooter-Mechanik Überlegene Spezies? Stilvoller Look mit CryEngine Eine Weltraumstation. Alle Menschen an Bord sind offenbar tot. Bis auf uns. Im RPG-Shooter von Bethesda erinnert vieles an System Shock. Ob das Spiel von Arkane Studios mit dem SF-Klassiker mithalten kann? Wir haben probegespielt. Prey ab 35,99 € bei Green Man Gaming kaufen. Prey ab 14,99 € bei Amazon.de kaufen. Alle Screenshots und die Video-Szenen stammen von GamersGlobal. Für diese Preview reisten wir nach Frankfurt, die Reisekosten übernahm Bethesda. Tipp: Klickt auch unser Preview-Video oben an! Schon das erste Prey hatte eine nicht ganz hürdenlose Entwicklungsgeschichte. Das Science-Fiction-Spiel der Human Head Studios erschien 2006 in Kooperation von 3D Realms und Take2 Interactive, vor einem Neustart der Entwicklung im Jahr 2001 wurde es bereits Ende der 90er mehrfach auf der E3 der Fachpresse präsentiert. Seit 2009 gehören Bethesda die Rechte an der Marke. Das 2011 erstmals in Los Angeles vorgestellte Prey 2 wurde Ende 2014 jedoch zugunsten eines Entwicklungsneustarts eingestellt. Schlicht Prey taufte Bethesda das nächste Spiel, das in der texanischen Außenstelle von Dishonored-Entwickler Arkane Studios entwickelt wird. Anders als im Vorgänger schlüpft der Spieler darin nicht in die Haut von Indianer-Nachfahre Tommy, sondern in die eines Wissenschaftlers. Wir sind für euch bei einem mehrstündigen Anspiel-Event ins Jahr 2032 gereist, um herauszufinden, was auf der Raumstation Talos I passiert ist. In Prey spielt ihr wahlweise als männlicher oder weiblicher Dr. Yu. Am Morgen des 15. März 2032 reißt uns der Wecker unsanft aus dem Schlaf. Unser Name ist Megan Yu, wir arbeiten als Wissenschaftlerin für die Firma Transtar. Wir werfen als erstes einen Blick durchs Fenster unseres Apartments, hoch oben in einem Wolkenkratzer, und fliegen schließlich mit dem Hubschrauber auf dem Dach zur Arbeit. Echt ist von alledem so gut wie nichts. Denn wir befinden uns nicht, wie zunächst vermutet, auf der Erde, sondern auf der Weltraumstation Talos I. Lediglich unser rot unterlaufenes Auge ist höchst real – und es gibt einen Grund dafür, weshalb wir es haben. Transtar erforscht auf Talos I verschiedene Alien-Rassen, die einst die Erde angriffen. Seit kurzem sind die dort beschäftigten Forscher in der Lage, die Alien-DNA für neurale Upgrades beim Menschen einzusetzen. Megan Yu ist eines der Versuchskaninchen, aber ihr rotes Auge soll an jenem 15. März die geringste ihrer Sorgen sein. Denn irgendwas an Bord von Talos I geht gründlich schief und wir scheinen der einzige Mensch zu sein, der den Ausbruch der Aliens überlebt hat. Oder hat die Manipulation von Hirn und Körper uns bleibende Schäden hinterlassen und bilden wir uns das alles womöglich bloß ein? Mangels Inszenierung könnte man an diesem Mondanblick glatt vorbeilaufen. Die Ausgangssituation in Prey ist ziemlich spannend. Entsprechend war unser Interesse schnell geweckt, herauszufinden, was sich an Bord von Talos I zugetragen hat. Vom Spiel gut abgeholt fühlten wir uns vom Auftakt allerdings nur begrenzt: Zwar gibt es immer wieder Audiomitteilungen – und auch die Sprach- und Textlogs an den Terminals sind überwiegend lohnenswert. Allerdings mangelt es Prey bisweilen an der Inszenierung. So weiß der Spieler, wie bereits angedeutet, anfangs gar nicht, dass er sich auf einer Raumstation befindet, und alles andere bloß eine Fälschung ist. Das wäre ein fantastischer Überraschungeffekt, gäbe es einen majestätischen Moment, in dem man erkennt, dass man sich auf einem riesigen Weltraumkonstrukt mehr als 350.000 Kilometer über der Erde befindet. Nur gibt es diesen Moment so nicht. Während Geschichte und Setting von Prey auch die eine oder andere Parallele zu den Werken des US-Autors Philip K. Dick aufweisen, sind die zu einem der Klassiker der Computerspielhistorie offensichtlicher: System Shock. Das gilt für Elemente wie die grundlegende Mischung aus Rollenspiel und Shooter genauso wie für den Erhalt eines Schraubenschlüssels als erste Waffe. Was eine zufällige Gemeinsamkeit sein könnte, wirkt im spielbaren Prolog von Prey allerdings vielmehr wie eine Referenz auf das 1994 erschienene Spiel von Looking Glass. Aber auch die Einflüsse von Dishonored sind kaum zu übersehen. Denn das vergleichsweise offene Missionsdesign mit verschiedenen alternativen Routen und optionalen Missionszielen erinnert in den ersten Spielstunden sehr an den letzten Teil der Reihe, Dishonored 2 - Das Vermächtnis der Maske (im Test: Note 9.0). Und der stammt bekanntlich ebenfalls von Arkane Studios, allerdings eben aus dem Hauptstudio in Lyon. Das hätte nicht passieren sollen: Während eines Tests werden die Wissenschaftler plötzlich von den Mimics angegriffen. Jörg Langer Chefredakteur - P - 358884 - 15. Februar 2017 - 17:00 # Viel Spaß beim Lesen und Video-Gucken :-) Toxoplasmaa 14 Komm-Experte - P - 2519 - 15. Februar 2017 - 17:34 # Vielen Dank! Sehr schönes Video. Das wäre auf jeden Fall ein Klasse SDK Kandidat mit vorhergeschickter "Retro SDK" System Shock 2! Und sollte es dort irgendwo Teewagen geben auf der Raumstation, dann baust du dir einfach mit der Gloo Gun eine Treppe drüber hinweg ;) Noodles 23 Langzeituser - P - 39683 - 15. Februar 2017 - 23:41 # Immerhin zu System Shock 1 gibt es schon eine Retro-SdK. :) http://www.gamersglobal.de/video/system-shock-stunde-der-kritiker Olphas 24 Trolljäger - P - 49489 - 15. Februar 2017 - 17:07 # Das klingt vom ersten überfliegen ja schon mal ziemlich vielversprechend. Das Video schaue ich mir nachher zu Hause auf jeden Fall auch noch an. Toxoplasmaa 14 Komm-Experte - P - 2519 - 15. Februar 2017 - 17:17 # Mhhh System Shock, Dishonored... gute Argumente! Das Setting und der ganze Stil von Prey gefallen mir sehr gut. Bis auf nen Trailer und dieses Video hab ich mir sonst nichts angesehen und so soll es auch bleiben. Ich denke stark über einen Release Kauf nach. Edit: Ich muss es einfach noch dazuschreiben! Danke für dieses Super Video Benjamin! Miggl 14 Komm-Experte - P - 1913 - 15. Februar 2017 - 17:19 # Ich denke stark über das Abwarten des endgültigen Testberichts nach ;) Toxoplasmaa 14 Komm-Experte - P - 2519 - 15. Februar 2017 - 17:35 # xD Kann ich verstehen! Wäre eigentlich auch meine Philosophie. Aber rein subjektiv betrachtet macht mich das Spiel irgendwie ziemlich an, so dass ich es riskieren würde. Zudem verbinde ich mit Arkane Studios soooo viele extrem unterhaltsame schöne Stunden vor dem Rechner... Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11828 - 15. Februar 2017 - 17:35 # Ich trauere immer noch Tommy und dem einzigartigen Gameplay nach... Schande über diesen Namensklaue. Loco 17 Shapeshifter - 8756 - 16. Februar 2017 - 8:36 # Jep. Was man auch heute noch aus dem Setting machen könnte, statt es komplett neu aufzulegen. Und die Bar am Anfang, wo du alles und jeden Automaten benutzen konntest, wie in guten alten 3D Realms Zeiten :) Das hier packt mich aktuell gar nicht, was aber auch daran liegt, dass ICH bei Prey eben Tommy, Indianer und Aliens im Kopf habe. Nicht Klebstoffknarre, Dishonored Look (vor allem die Charaktere) und Alienkräfte. Xentor 14 Komm-Experte - 2477 - 24. Februar 2017 - 9:10 # Also ich muss bisher sagen. Bis auf den Anfangstwist war die Sache bisher eher so .... mittelmässig (Let`s Play von gronkh geguckt). Die Mimics erscheinen übrigens nicht aus dem Nichts. Die sind schon immer da. Sie Tarnen sich als Gegenstände, wenn man aufpasst kann man das bemerken.. bitte berichtigen.) Toxe 22 AAA-Gamer - P - 33027 - 15. Februar 2017 - 17:36 # Ha, 0451! :-) Das schaut ja schon ziemlich gut aus. Hatte das Spiel praktisch gar nicht weiter auf dem Schirm, das hat sich nun aber geändert. rofen 12 Trollwächter - 859 - 15. Februar 2017 - 21:42 # 0451 musste ich gerade mal googeln. Die Spiele habe ich alle nicht gespielt. Sehr nett! ;-) Iceblueeye 15 Kenner - P - 2969 - 15. Februar 2017 - 17:37 # Hmm...sah das nicht ursprünglich mal besser aus? Irgendwie kommt mir das so "gewöhnlich" vor^^ Lipo 14 Komm-Experte - 2126 - 15. Februar 2017 - 17:41 # Schon wieder ein Kracher für 2017 . Da wird sich der gute Link bei mir aber lange gedulden müssen . Golmo 16 Übertalent - 5300 - 15. Februar 2017 - 17:51 # Die Charaktere / Menschen sahen irgendwie bei HL2 schon mal besser aus... Maulwurfn Community-Moderator - P - 15953 - 15. Februar 2017 - 17:53 # Toxe 22 AAA-Gamer - P - 33027 - 15. Februar 2017 - 17:55 # Diesen Stil der Charaktere finde ich in Dishonored ziemlich gelungen, hier gefällt er mir aber auch nicht so. Golmo 16 Übertalent - 5300 - 15. Februar 2017 - 17:56 # Und im Preview Video habe ich kein bisschen RPG gesehen aber immer wieder vom Sprecher gehört ... komisch... Wie schon anderer Stelle erwähnt: Ein Fertigkeitenbaum macht noch lange kein RPG ! Sven Gellersen Community-Moderator - P - 26166 - 16. Februar 2017 - 9:24 # Es steht ja auch nirgends, dass Prey ein reines RPG ist. Aber es hat ganz offensichtlich diverse Elemente aus dem Genre und zwar nicht nur den Fertigkeitenbaum. Golmo 16 Übertalent - 5300 - 16. Februar 2017 - 9:55 # Ich beziehe mich aufs Video wie oben in meinem Post auch klar erkennbar ist und da wird nun einmal ganz oft von starken RPG Elementen gesprochen aber ausser nem Skill-Tree ist nix zu sehen. Bei Minute 3:40 wird sogar davon gesprochen das bei Prey der Rollenspiel Anteil "klar der überwiegende ist." Sven Gellersen Community-Moderator - P - 26166 - 16. Februar 2017 - 10:18 # Ich habe ein Inventar gesehen und Lebensleisten bei Gegnern sowie bezifferten Schaden bei eigenen Attacken. Das sind schon eine Menge Elemente, die typisch für RPGs sind. Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11828 - 16. Februar 2017 - 17:55 # Lebensleisten bei Gegnern und Schadenszahlen sind ein RPG-Element? Seit wann denn das? Den Kram kann ich mir auch in MOBAs und anderen Spielen, u.a. bspw. auch Overwatch, anzeigen lassen. Was haben die mit einem RPG zu tun!? Sven Gellersen Community-Moderator - P - 26166 - 16. Februar 2017 - 22:37 # Seit wann? Öhm, seit vielen vielen Jahren. Und Deine Argumentation, dass man diese Elemente auch in anderen Gernes vorkommen, ist ... definitiv keine Gegenargumentation. Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11828 - 16. Februar 2017 - 23:23 # Doch ist es. Ein Element das nachweislich in vielen verschiedenen Genres und Spielarten verfügbar ist, kann schwerlich als Klassifikations-Merkmal eines Rollenspiels gelten. Sven Gellersen Community-Moderator - P - 26166 - 16. Februar 2017 - 23:56 # Was für ein Schwachsinn. Was kommt als Nächstes? Autos sind keine typischen Elemente für Rennspiele, weil man sie auch in Open-World- und diversen Shooter-Spielen benutzen kann? Oder die Sprungfunktion in jedem Jump'n'Run ist auch kein typisches Element, weil es das ja auch in so vielen anderen Genres gibt? Völliger Quark, was Du hier versuchst. Im Übrigen: Typisches Element /= Klassifikations-Merkmal. Das Vorhandensein von steuerbaren Autos klassifiziert ein Spiel natürlich nicht für das Genre "Rennspiel". Aber es ist ein typisches Element eben dieses Genres. Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11828 - 17. Februar 2017 - 0:40 # Du bist doch derjenige, der Schadenszahlen und Lebensbalken, wie sie sogar viele Shooter haben, als Merkmal für RPGs gleichsetzen will! Also komm mir hier nicht mit Sinnbefreiten Vergleichen. Nur weil RPGs Lebensbalken und Schadenszahlen haben, gilt nicht das umgekehrte Theorem. Sven Gellersen Community-Moderator - P - 26166 - 17. Februar 2017 - 0:44 # Noch mehr Schwachsinn. Ich habe NIE von Klassifizierungs-Merkmalen gesprochen, sondern Du. Ich habe von typischen Elementen gesprochen und dies auch ausführlich und logisch begründet. Deal with it. Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11828 - 17. Februar 2017 - 1:44 # Ich sehe da keinen Unterschied zwischen "typischen Elementen" und Klassifizierungs-Merkmalen. Erst Recht nicht in dem Kontext wie Du erstere verwenden willst. Meine Aussage bleibt bestehen: Das Vorhandensein von Lebensbalken und Schadenszahlen ist weder für RPGs im Speziellen besonders bemerkenswert, noch lässt sich daraus der Umkehrschluss ableiten, dass es sich beim Vorhandensein dieser Elemente um ein RPG handeln würde. Weiteres Beispiel gefällig? Auch Battlefield 1 zeigt die Schadenszahlen an, ein Lebensbalken ist auch vorhanden. Ebenfalls kein RPG. Sven Gellersen Community-Moderator - P - 26166 - 17. Februar 2017 - 3:46 # Den Unterschied habe ich Dir oben bereits anschaulich und logisch erläutert. Ein letzter Versuch, um Dir "typische Elemente" näher zu bringen: Es gibt so gut wie kein RPG, welches auf Lebensbalken und Schadenszahlen für die Visualisierung von Treffern verzichtet. Somit ist ein solches Element ganz klar typisch für das Genre. Deine so gerne genannten Shooter hingegen verzichten in fast allen Fällen auf eben diese Visualisierung. Wenn trotzdem darauf zurückgegriffen wird, so ist dies untypisch. Ganz einfach. Und im Falle eines Shooters, der auf diese Visualisierung zurückgreift, kann man natürlich davon sprechen, dass dieser Shooter Elemente des RPG-Genres beinhält, denn in diesem Genre kommt diese Visualiserung am Ehesten vor. "[...] noch lässt sich daraus der Umkehrschluss ableiten, dass es sich beim Vorhandensein dieser Elemente um ein RPG handeln würde." Weder die Preview noch ich haben an irgendeiner Stelle behauptet, dass es sich bei Prey um ein RPG handelt. Es nutzt lediglich rpg-typische Elemente und bildet somit einen Mix aus Shooter und RPG. Es ist aber kein (reinrassiges) RPG. Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11828 - 17. Februar 2017 - 6:14 # Ich kenne keinen Shooter der keinen Lebensbalken in irgend einer Form hat. Vor allem im Multiplayer. Maulwurfn Community-Moderator - P - 15953 - 17. Februar 2017 - 6:16 # Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11828 - 17. Februar 2017 - 6:25 # Du implizierst also, es gäbe solche Shooter? Hast Du konkrete Beispiele? Und Nachtrag zum Beitrag, den ich verloren hab, weil Du schneller geantwortet hast: Ein Lebensbalken und Schadenszahlen sind Elemente die sich in vielen verschiedenen Spielen wiederfinden. Selbst im guten alten Arcade-Top-Down-Shooter haben Bosse Lebensbalken, und gelegentlich fliegen auch Schadenszahlen umher. Ich sehe absolut nicht ein, wieso das nur typisch für RPGs sein sollte. Auch andere Spielelemente finden sich in vielen verschiedenen Genres. Nur weil ein solches Element in einem bestimmten Genre quasi immer vorhanden ist, heißt das nicht, dass es bestimmend für dieses Genre ist. Folglich ist es auch unsinnig, diese Eigenschaft als bspw. "RPG-Element" (Oder wie auch immer Du es nennen willst) zu titulieren. Es gilt: Wenn aus X folgt Y, muss noch lange nicht aus Y folgt X gelten. Sven Gellersen Community-Moderator - P - 26166 - 17. Februar 2017 - 7:57 # Typisch /= Bestimmend. Tasmanius 17 Shapeshifter - P - 7345 - 17. Februar 2017 - 11:08 # Ich glsube, ihr habt beide Recht aber etwas aneinander vorbeigeredet. Maulwurfn Community-Moderator - P - 15953 - 17. Februar 2017 - 14:40 # Doom, Doom 2 etc. ich verbinde Lebensbalken über Gegnern grundsätzlich mit einer typischen Eigenschaft von CRPGs, die ab und zu bei Shootern eingesetzt wird. Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11828 - 17. Februar 2017 - 19:43 # Hatten dort Zwischen-/End-Gegner nicht auch schon Lebensbalken!? Jedenfalls hat jeder MP-Shooter der mindestens letzten 10 Jahre einen Lebensbalken. Maulwurfn Community-Moderator - P - 15953 - 17. Februar 2017 - 20:18 # Ich gebe dir bei den MP gerne die Lebensbalken, aber bei Doom nicht ;) Maverick_M 18 Doppel-Voter - 11828 - 18. Februar 2017 - 0:57 # Dafür hatte es, wenn ich mich recht erinnere unten den Kopf, der zusehends demolierter aussah, je mehr Schaden man nahm. Ist ja im Grunde sowas ähnliches dann. Maulwurfn Community-Moderator - P - 15953 - 18. Februar 2017 - 6:01 # Aber das war deine Lebenskraft, es geht hier doch hoffentlich um die Gegner... Sven Gellersen Community-Moderator - P - 26166 - 17. Februar 2017 - 7:54 # Ich kenne viele. Vor allem im Singleplayer. Aber Gott sei Dank macht sich der RPG-Anteil ja nicht bloß an den vorhandenen Lebensbalken fest. Maulwurfn Community-Moderator - P - 15953 - 17. Februar 2017 - 6:14 # Gut argumentiert, bin da ganz deiner Meinung. Crazycommander 14 Komm-Experte - 2306 - 16. Februar 2017 - 10:26 # Das hast mich auch sehr gewundert. Ich würde hier höchstens und äußerst vorsichtig von RPG-Elementen sprechen. Aber das ist natürlich Ansichtssache. In meinen 3 Videospiel-Jahrzehnten habe ich schon viele Diskussionen über die Definition von CRPGs geführt ;) Myxim 15 Kenner - P - 3610 - 15. Februar 2017 - 17:56 # Das Spiel macht einen sehr guten Eindruck. Irgendwie kommt dieses Jahr einiges was meinen Geschmack trifft. Kirkegard 19 Megatalent - 16006 - 15. Februar 2017 - 18:07 # Ich hab Zeit... Starslammer 15 Kenner - 2797 - 15. Februar 2017 - 18:37 # Irgendwie vermisse ich in diesem Spiel Prey! CptnKewl 20 Gold-Gamer - P - 24202 - 15. Februar 2017 - 18:54 # genau das ist auch mein Problem. Ich hätte gehofft, sie setzten das Tommy-Abenteuer fort... so wird's nix mitm Kauf Shawn 12 Trollwächter - 1084 - 16. Februar 2017 - 18:16 # Exakt mein Gedanke. - Ich bin als Kunde ebenfalls raus... Zille 18 Doppel-Voter - P - 10910 - 16. Februar 2017 - 8:09 # Stimmt, der Name ist wirklich schlecht gewählt. Mir hat Prey damals auch sehr gut gefallen. Ich brauche aber nicht unbedingt eine Fortsetzung. Dieses Prey spricht mich aber trotz des Namens durchaus an. Loco 17 Shapeshifter - 8756 - 16. Februar 2017 - 8:38 # Dito. Mir fehlt Prey dabei auch irgendwie. Der Look ist mir außerdem zu stark Dishonored, gerade was die Charaktere angeht. Xentor 14 Komm-Experte - 2477 - 24. Februar 2017 - 9:12 # Ich war vom Look eher an Bioshock (Rapture) erinnert. ArtDeco heisst das doch, oder? maddccat 18 Doppel-Voter - 11807 - 15. Februar 2017 - 18:51 # Ein modernes System Shock? Klasse! Vorher hatte ich Prey so gar nicht auf dem Schirm, mit dieser Preview hat sich das schlagartig geändert. Danke! Shawn 12 Trollwächter - 1084 - 16. Februar 2017 - 18:20 # Also ich erkenne darin leider weder ein SS1, noch ein SS2. Die Hoffnung war zwar da, wurde aber bisher in keinster Weise bestätigt. :-( Limper 16 Übertalent - P - 5460 - 15. Februar 2017 - 19:00 # Das macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Das ursprüngliche Prey 2 sah auch interessant aus aber ich kann auch mit System Shock leben :) Drapondur 27 Spiele-Experte - P - 80043 - 15. Februar 2017 - 19:38 # Hat mit dem Ursprungs-Prey aber nicht viel gemeinsam. Ganon 23 Langzeituser - P - 42433 - 22. Februar 2017 - 12:14 # Behauptet auch niemand. Drapondur 27 Spiele-Experte - P - 80043 - 22. Februar 2017 - 19:11 # Dann hätten sie dem ganzen auch einen anderen Namen geben können. Ich habe Prey gelesen und an das ursprüngliche gedacht. :) Ganon 23 Langzeituser - P - 42433 - 22. Februar 2017 - 22:27 # Okay, dann hast du offenbar die News zu dem Spiel nicht verfolgt. Da haben die Entwickler bereits mehrfach betont, dass es mit dem alten Prey nichts zu tun hat. Aber es stimmt, sie hätten es anders nennen können. Ich persönlich finde es aber nicht schlimm, dass es so heißt. Not Guilty 09 Triple-Talent - 264 - 15. Februar 2017 - 19:56 # Freue mich schon seit Wochen auf das Spiel. Wird generell für mich ein starkes Spielejahr, nach dem (für mich) sehr schwachen 2016. ME, Torment, Elex etc. Sehr geiles Zeug, was da wartet. Tasmanius 17 Shapeshifter - P - 7345 - 15. Februar 2017 - 20:11 # Nach 4 tollen Spielen entwickelt Arkane sich so langsam zu meinem lieblings Entwickler. Hatte Prey bis jetzt nicht auf dem Schirm, aber holla, jetzt freue mich darauf. Allein das Artdesing atmet Arkane, da geht mir das Herz auf :-) vgamer85 16 Übertalent - 5771 - 15. Februar 2017 - 20:34 # Sieht irgendwie nach einer Mischung aus Deus Ex Mankind Divided und Bioshock aus :-) Schönes Video!Interessant, bin auf die Tests gespannt. Marko B.L. 14 Komm-Experte - 2662 - 15. Februar 2017 - 20:44 # System Ex: Bioshock Divided vgamer85 16 Übertalent - 5771 - 15. Februar 2017 - 20:45 # :D Okay, nun haben wir den wahren Titel! So hieß es ursprünglich :-) Zille 18 Doppel-Voter - P - 10910 - 15. Februar 2017 - 21:15 # Haha! Gefällt mir ;-) rofen 12 Trollwächter - 859 - 15. Februar 2017 - 21:44 # Schnell als Marke anmelden! Rhadamant 14 Komm-Experte - P - 1834 - 15. Februar 2017 - 22:35 # Half System Life 2 Ex: Bioshock Divided Harry67 16 Übertalent - P - 5104 - 16. Februar 2017 - 8:13 # Sven Gellersen Community-Moderator - P - 26166 - 16. Februar 2017 - 9:25 # Deus Ex ging mir auch mehrmals durch den Kopf. _XoXo_ 13 Koop-Gamer - P - 1641 - 15. Februar 2017 - 20:47 # Ich brenne wie Essig, um das Spiel endlich ausprobieren zu können. TheRaffer 17 Shapeshifter - P - 6210 - 15. Februar 2017 - 20:58 # Und zack, ab auf die Wunschliste. :) Nagrach 14 Komm-Experte - 2353 - 15. Februar 2017 - 22:02 # Tommy :( De Vloek 14 Komm-Experte - P - 2247 - 15. Februar 2017 - 22:54 # Schade, das hat wohl garnix mit dem Original-Prey zu tun. Spielt das überhaupt in der selben Welt? Für sich genommen macht es allerdings einen guten Eindruck. Danke fürs Video, ich finde Benjamin als "Erzähler" immer wieder gut ;) Noodles 23 Langzeituser - P - 39683 - 15. Februar 2017 - 23:40 # Ich hoffe, sie übertreiben es nicht mit dem Gegnerrespawn. Klar kann das zu Spannung führen, aber z.B. in Bioshock fand ich es zu übertrieben und darum teilweise sehr nervig. Da verlässt man einen Raum mit nur einer Tür, geht kurz darauf nochmal rein und plötzlich stehen da wieder zwei Gegner. euph 24 Trolljäger - P - 51119 - 16. Februar 2017 - 7:27 # Sieht ganz gut aus. Da werde ich bestimmt mal reinschnuppern, auch wenn es nicht einer der Titel ist, auf die ich ungeduldig warte. jonsn01 10 Kommunikator - 375 - 16. Februar 2017 - 7:50 # Sieht echt spannend aus - zudem ich auch ein großer Sci-Fi Fan bin ^^ Aladan 23 Langzeituser - P - 41015 - 16. Februar 2017 - 8:37 # Sieht nicht übel aus, vielleicht werde ich mir das irgendwann mal anschauen. Aber warum genau heißt das Spiel eigentlich Prey? Haben die Entwickler Angst, dem völlig anderen Spiel einen eigenen Namen zu verpassen? Lostboy 13 Koop-Gamer - 1315 - 16. Februar 2017 - 8:38 # Ich habs überlesen? Aber kommt es für Konsolen auch? Aladan 23 Langzeituser - P - 41015 - 16. Februar 2017 - 8:40 # Schau einfach mal auf den Steckbrief . Es kommt natürlich auch für PS4 und Xbox One :-) Lostboy 13 Koop-Gamer - 1315 - 16. Februar 2017 - 8:46 # Ich surfe gerade übers Smartphone und teile der Seite sind aktuell verschluckt, deshalb meine Frage, aber danke Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 8040 - 16. Februar 2017 - 8:57 # Irgendwie war das alte Prey mal was Neues, dies hier reizt mich wenig. Sieht generisch aus. Sven Gellersen Community-Moderator - P - 26166 - 16. Februar 2017 - 9:27 # Das Artdesign finde ich großartig. Spricht mich sehr an. Was mich überhaupt nicht anspricht ist der Respawn von Gegnern. Sowas hasse ich. Harry67 16 Übertalent - P - 5104 - 16. Februar 2017 - 11:51 # Crazycommander 14 Komm-Experte - 2306 - 16. Februar 2017 - 10:22 # Was freue ich mich über ein aktuelles Spiel im Geiste von System Shock 2! Doch ich stelle fest, dass mich der Art-Deco-Stil nicht mehr besonders anspricht. Da habe ich mir wohl beginnend mit Bioshock 1 eine Überdosis eingefangen. Erstaunlicherweise kann ich aber von den so viel gescholtenen Raumschiffkorridoren nicht genug bekommen. Seltsam :) VikingBK1981 19 Megatalent - P - 15020 - 16. Februar 2017 - 10:37 # Also das macht mich doch etwas an. Erinnert mich stark an Bioshock. direx 16 Übertalent - P - 5615 - 16. Februar 2017 - 13:10 # Mich lässt das kalt. Vor allem mag ich die Charactermodelle nicht, die sehen einfach viel zu 2006 aus. Außerdem killen die gezeichneten Portraits für mich komplett die Immersion ... Labolg Sremag 13 Koop-Gamer - 1526 - 16. Februar 2017 - 13:12 # cool, das wird ein Hammer Erlebnis in VR bzw. mit dem HMD auf, da freue ich mich drauf! Fr4nkt4stic 09 Triple-Talent - 249 - 16. Februar 2017 - 14:10 # Raumstation? System Shock? Gekauft :) Lacerator 16 Übertalent - 4544 - 16. Februar 2017 - 14:21 # Sieht gut aus bis auf die Comic-Optik, die mich auch schon an Dishonored gestört hat. Mal abwarten was die Leute so dazu sagen wenn's draußen ist. Rein spielmechanisch bin ich erstmal positiv überrascht, dass es nicht einfach nur ein Shooter ist. Dass es mit dem Original-Spiel nichts zu tun hat stört mich gar nicht. Ich konnte Tommy nicht leiden. :) Slaytanic 23 Langzeituser - P - 41446 - 16. Februar 2017 - 15:30 # Dieses Prey spricht mich nicht so an und Gegnerrespawn kann ich nicht leiden. Hanseat 13 Koop-Gamer - 1694 - 16. Februar 2017 - 17:03 # Grundsätzlich gefällt mir Idee und Spieldesign nur mich stört die Optik massiv. Dieser Bioshock, Dishonored Mischmaschkram gefällt mir gar nicht. Da fehlt mir jegliche Beziehung zum Scifi-Szenerio und zum alten System Shock. Mir fehlen einfach die Stahlflächen, bzw das Glänzende futuristische in der Optik. rofen 12 Trollwächter - 859 - 16. Februar 2017 - 20:12 # Klingt doch wirklich interessant! Sermon 13 Koop-Gamer - P - 1296 - 16. Februar 2017 - 20:36 # Oooh, das sieht SEHR interessant aus, speziell für mich als System Shock-, Bioshock- und Dishonored-Fan. Dachte eigentlich, das wäre ein reiner Shooter, aber es steckt anscheinend mehr dahinter. ABER..... bääh, diese nervigen Hacker-Minispielchen nerven mich gewaltig! Schade, dass die auch hier eingebaut werden. Darauf könnte ich liebend gerne verzichten... Hanseat 13 Koop-Gamer - 1694 - 18. Februar 2017 - 11:20 # Jap sehe ich genauso, wenn ich ein Geschicklichkeitsspiel will´, kauf ich eins. Disteldrop 13 Koop-Gamer - 1655 - 16. Februar 2017 - 21:31 # Ich würde nie im Leben einen Raumanzug, ohne vorher geduscht zu haben anziehen! Und außerdem gefällt mir das Spiel:-) Loco 17 Shapeshifter - 8756 - 18. Februar 2017 - 7:22 # So nachdem ich jetzt mehrere Videos gesehen habe von der Preview-Version... wohl eher Bioshock als System Shock. Solche Spiele braucht es zwar wieder, aber warum ausgerechnet Prey in diese Richtung geht, wird mir nicht ganz klar. Ganon 23 Langzeituser - P - 42433 - 22. Februar 2017 - 12:16 # Weil Namen Schall und Rauch sind. Xentor 14 Komm-Experte - 2477 - 24. Februar 2017 - 9:15 # Sag das mal der Copyright Behörde..... Ganon 23 Langzeituser - P - 42433 - 22. Februar 2017 - 12:19 # Hatten die Charaktere schon immer diesen Comiclook? Irgendwie sah das in früheren Präsentationen dich anders aus, oder? Mir sagt der Stil jedenfalls nicht so zu. In Dishonored mag der passen, aber in dieses SF-Szenario meinem Gefühl nach nicht. Sehr schade. Na ja, wenn der Rest stimmt, kann ich darüber hinwegsehen. Aber um das zu beurteilen, müsste ich mal mehr als die Anfangsphase sehen.
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Welche Auszeichnungen hat Jim Carrey für seine schauspielerischen Leistungen erhalten?
James Eugene „Jim“ Carrey (* 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Seit der Filmkomödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv von 1994 ist Carrey einer der erfolgreichsten Comedians in Hollywood. Für seine schauspielerischen Leistungen in Die Truman-Show (1998) und Der Mondmann (1999) gewann er jeweils einen Golden Globe Award. Karriere Carrey wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Klassenclown, dessen Vorbild Jerry Lewis ist, brachte bereits in der Schulzeit seine Mitschüler mit regelmäßigen Auftritten zum Lachen. Im Alter von zehn Jahren bewarb er sich bei der Carol-Burnett-Show. Mit 15 Jahren stand Carrey als Stand-up-Komiker auf den Bühnen verschiedener Comedy-Clubs in Toronto. 1978 brach er aus finanziellen Gründen seine Schulausbildung ab und zog nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Schon kurz darauf war er ein festes Ensemble-Mitglied in Mitzi Shore’s Comedy Store und übernahm auch kleinere Nebenrollen in Filmen. Seinen Durchbruch als Komiker hatte Carrey 1982, als er bei einer Tournee des Entertainers Rodney Dangerfield im Vorprogramm auftrat. Im gleichen Jahr bekam er seine eigene TV-Show The Duck Factory. 1985 gab er in Einmal beißen bitte sein Leinwanddebüt und wirkte 1986 in Francis Ford Coppolas Peggy Sue hat geheiratet mit. 1987 spielte Carrey seine erste Hauptrolle als sexhungriger Außerirdischer in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte, die 1989 in die Kinos kam. In dem Thriller Dirty Harry V – Das Todesspiel verkörpert Jim Carrey an der Seite von Clint Eastwood in einer kleinen Nebenrolle einen drogenabhängigen Rocksänger, der den Guns n’ Roses-Song Welcome to the Jungle singt. Ab 1990 war er in der Sitcom In Living Color zu sehen. Weltweit bekannt wurde Carrey 1994 durch die Titelrolle in der Slapstick-Komödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv. Der Film fiel bei den Kritikern durch und brachte Carrey eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechtester Neu-Star ein, kam beim Publikum jedoch gut an und spielte mehr als 72 Millionen Dollar ein. Carrey wurde nach diesem Erfolg noch im gleichen Jahr in zwei weiteren Hauptrollen besetzt: Sowohl Die Maske als auch Dumm und Dümmer wurden zu Erfolgen, ebenso die Fortsetzung Ace Ventura – Jetzt wird’s wild im Folgejahr. Die drei Filme spielten in den Vereinigten Staaten jeweils über 100 Millionen Dollar ein und bescherten Carrey zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem Komödienstar des Jahres 1995, People’s Choice Award), was ihm den Ruf eines „neuen Jerry Lewis“ einbrachte. Carreys ausgeprägte Gestik und Mimik sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen. In der erfolgreichen Comic-Verfilmung Batman Forever wirkte Carrey in der Rolle des Schurken Riddler mit. Er konnte nun höhere Gagen als bisher fordern. 1996 erhielt er für Cable Guy 20 Millionen Dollar, allerdings blieb der Film finanziell hinter den Erwartungen zurück. 1997 verbuchte Carrey wieder einen großen Erfolg mit Der Dummschwätzer, welcher über 300 Millionen Dollar einspielte und ihm eine Nominierung für den Golden Globe als bester Komödiant einbrachte. In Peter Weirs Drama Die Truman Show spielte Carrey seine erste tragikomische Rolle. Der Film handelt von einem Mann, der seit seiner Geburt ohne sein Wissen die Hauptrolle in einer Fernsehserie spielt. Dieser Film war nicht nur an den Kinokassen erfolgreich, sondern brachte Carrey Kritikerlob ein. Auch in seinem nächsten Projekt Der Mondmann zeigte er sich 1999 von seiner ernsthaften Seite und stellte Andy Kaufman dar, einen in den USA sowohl verehrten als auch umstrittenen Komiker. Für Die Truman Show und Der Mondmann wurde Carrey jeweils mit dem Golden Globe für die beste Darstellung in einem Drama beziehungsweise einer Komödie ausgezeichnet, womit er sich als ernstzunehmender Schauspieler etabliert hatte. Carrey spielte ab dem Jahr 2000 in mehreren finanziell erfolgreichen Slapstick-Komödien wie Ich, beide & sie (2000), Der Grinch (2000), Bruce Allmächtig (2003), Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (2004) und Dick und Jane (2005) die Hauptrolle. Daneben wirkte er aber auch in Filmen wie The Majestic (2001), Vergiss mein nicht! (2004) und Number 23 (2007) mit, die von seiner gängigen Rollenbesetzung abwichen. Vergiss mein nicht! wurde von den Kritikern gelobt und gewann den Europäischen Filmpreis als bester nicht-europäischer Film sowie den Oscar für das beste Drehbuch. Ursprünglich war er auch für die Rolle des Captain Jack Sparrow in der Pirates of the Caribbean-Reihe vorgesehen, welche letztlich aber an Johnny Depp vergeben wurde. 2008 lieh Jim Carrey der Titelfigur im Animationsfilm Horton hört ein Hu! seine Stimme und spielte die Hauptrolle in Der Ja-Sager. Ende des Jahres 2009 kam eine Neuinterpretation des Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte durch Regisseur Robert Zemeckis, Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, in die Kinos. Bei diesem Film lieh Carrey seine Stimme dem mürrischen Scrooge und zweien der drei Weihnachtsgeister. Im Jahr 2011 spielte Carrey gemeinsam mit 6 Eselspinguinen die Hauptrolle in Mr. Poppers Pinguine. Im November 2014 erschien Dumm und Dümmehr, die Fortsetzung von Dumm und Dümmer. Auf George Martins 1998 erschienenem Beatles-Tributealbum In My Life sang er den Titel I Am The Walrus. Seit Oktober 2020 spielt Carrey Joe Biden, den amerikanischen Präsidenten, in Saturday Night Live. Sein deutscher Synchronsprecher ist meist Stefan Fredrich. Politische Äußerungen Seit etwa 2009 äußert sich Jim Carrey ablehnend gegenüber Impfungen, Herstellern von Impfstoffen und medizinischen Verbänden. Er rief zum Widerstand auf. Carrey suggertierte, dass Impfungen Autismus auslösten und relativierte seine Aussagen auf Kritik. In der COVID-19-Pandemie verhöhnte er mit einem Social-Media-Video eine Rede Donald Trumps. Privatleben Carrey war von 1987 bis 1995 mit Melissa Womer verheiratet, aus dieser Ehe stammt eine 1987 geborene Tochter, Jane Carrey. Von 1996 bis 1997 war er mit der Schauspielerin Lauren Holly, seinem Co-Star aus Dumm und Dümmer, verheiratet. Während der Dreharbeiten zu Ich, beide & sie (1999) war Carrey mit seiner Filmpartnerin Renée Zellweger liiert. 2004 bekam er zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von 2005 bis März 2010 lebte Carrey mit dem Model Jenny McCarthy zusammen. Anfang April 2010 gab Carrey auf Twitter bekannt, dass man sich nach fünf Jahren in aller Freundschaft getrennt habe. Am 24. August 2011 sorgte Carrey mit einer Videobotschaft an die Schauspielerin Emma Stone für Aufsehen, in der er ihr seine Liebe gesteht. Zu Spekulationen, ob dies ernst gemeint sei oder bloß kalkulierte Satire, äußerte sich Carrey selbst nicht. Von 2012 bis 2015 war Carrey in einer On-Off-Beziehung mit der depressiven Visagistin Cathriona White (* 14. September 1985; † 28. September 2015). Vier Tage vor dem Suizid der Irin in Los Angeles trennte sich das Paar, wobei er gegen ein Ende der Beziehung gewesen sein soll. Sie soll bereits nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2012 versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Im August 2017 veröffentlichte Carrey auf dem Videoportal Vimeo den sechsminütigen Film I Needed Color von David Bushell, in dem er sich als „besessenen“ Maler vorstellt: „I had become so obsessed that there was nowhere to move in my home.“ Der aufwändige Film zeigt Carrey bei der Arbeit im Atelier und viele seiner Werke. Im Off-Kommentar erklärt Carrey, was am Malen für ihn wichtig ist. Filmografie (Auswahl) 1983: The Sex and Violence Family Hour (Kurzfilm) 1983: Spaß am Copper Mountain (Copper Mountain) 1983: Applaus für Janet (Introducing… Janet, Kurzfilm) 1983: All in Good Taste 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, 1 Folge) 1984: The Duck Factory (Fernsehserie, 13 Folgen) 1984: Der Chaos Express / Wer hat, der hat (Finders Keepers) 1985: Einmal beißen bitte (Once Bitten) 1986: Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married) 1988: Dirty Harry V – Das Todesspiel (The Dead Pool) 1988: Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte (Earth Girls Are Easy) 1989: Mike Hammer: Mädchen, Morde und Moneten (Murder Takes All, Fernsehfilm) 1989: Pink Cadillac 1990–1994: In Living Color (Fernsehserie, 125 Folgen) 1991: Eine Nervensäge (High Strung) 1992: Der Schein trügt (Doing Time on Maple Drive, Fernsehfilm) 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective) 1994: Die Maske (The Mask) 1994: Dumm und Dümmer (Dumb & Dumber) 1995: Batman Forever 1995: Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (Ace Ventura: When Nature Calls) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (The Cable Guy) 1997: Der Dummschwätzer (Liar Liar) 1998: Die Truman Show (The Truman Show) 1998: Simon Birch 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2000: Ich, beide & sie (Me, Myself & Irene) 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: The Majestic 2003: Pecan Pie (Kurzfilm) 2003: Bruce Allmächtig (Bruce Almighty) 2004: Vergiss mein nicht! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) 2004: Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events) 2005: Dick und Jane (Fun with Dick and Jane) 2007: Number 23 (The Number 23) 2008: Horton hört ein Hu! (Horton Hears a Who!, Stimme von Horton) 2008: Der Ja-Sager (Yes Man) 2009: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) 2009: I love you Phillip Morris 2010: Presidential Reunion (Kurzfilm) 2011: Mr. Poppers Pinguine (Mr. Popper’s Penguins) 2012: 30 Rock (Fernsehserie, 1 Folge) 2013: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues) 2013: Hawking (Dokumentation) 2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone) 2013: Kick-Ass 2 2014: Dumm und Dümmehr (Dumb and Dumber To) 2016: The Bad Batch 2016: Dark Crimes 2017: Jim und Andy (Jim & Andy: The Great Beyond, Dokumentarfilm) 2018–2020: Kidding (Fernsehserie, 20 Folgen) 2020: Sonic the Hedgehog Auszeichnungen/Nominierungen (Auswahl) Golden Globe Award 1995: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Die Maske 1998: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Dummschwätzer 1999: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Drama – für Die Truman Show 2000: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Mondmann 2001: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Grinch 2005: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Vergiss mein nicht! 2018: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehserie – Komödie – für Kidding Goldene Himbeere 1995: Nominierung: Schlechtester Newcomer: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Dumm und Dümmer und Die Maske 2008: Nominierung: Schlechtester Schauspieler: Number 23 MTV Movie Awards 1995: Bester Komiker: (Dumm und Dümmer) und Bester Filmkuss: (mit Lauren Holly in Dumm und Dümmer) 1996: Bester Schauspieler (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) und Bester Komiker: (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) 1997: Bester Bösewicht (Cable Guy – Die Nervensäge) und Bester Komiker (Cable Guy – Die Nervensäge) 1998: Bester Komiker (Der Dummschwätzer) 1999: Bester Schauspieler (Die Truman Show) 2001: Bester Bösewicht (Der Grinch) 2009: Bester Komiker (Der Ja-Sager) Bibliografie Jim Carrey: How Roland Rolls. Illustriert von Rob Nason. Some Kind of Garden Media, 2013, ISBN 978-0-9893680-0-1. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoirs and Misinformation. Alfred A. Knopf, New York 2020, ISBN 978-0-525-65597-8. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoiren und Falschinformationen. Droemer, München 2020, ISBN 978-3-426-28258-8. Weblinks Porträt auf Cinema.com (englisch) Jim Carrey Online – Englischsprachige Fanseite Einzelnachweise Filmschauspieler Komiker Golden-Globe-Preisträger Kanadier US-Amerikaner Geboren 1962 Mann
Words that rhyme with dickenson Words that partially rhyme with dickenson 9 syllable words that partially rhyme with dickenson 8 syllable words that partially rhyme with dickenson 7 syllable words that partially rhyme with dickenson 6 syllable words that partially rhyme with dickenson 5 syllable words that partially rhyme with dickenson 4 syllable words that partially rhyme with dickenson 3 syllable words that partially rhyme with dickenson )right-paren aaronson abandon abdomen abduction abelson abingdon abington abortion abramson abrasion absorption abstention abstraction accession accion accretion achaean acheson ackerman ackermann ackerson acumen acuson adamson addiction addington addison addition addleman addyston adelman adelmann adelson aderman adhesion adkinson adkison adkisson admission adolphson adoption adrian advection aegean aerien aeschliman affection affliction african agerton aggression ahmanson ahonen airington aitchison akerman akerson akkerman alaron alaskan albarran 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q-de-2241
Welche Auszeichnungen hat Jim Carrey für seine schauspielerischen Leistungen erhalten?
James Eugene „Jim“ Carrey (* 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Seit der Filmkomödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv von 1994 ist Carrey einer der erfolgreichsten Comedians in Hollywood. Für seine schauspielerischen Leistungen in Die Truman-Show (1998) und Der Mondmann (1999) gewann er jeweils einen Golden Globe Award. Karriere Carrey wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Klassenclown, dessen Vorbild Jerry Lewis ist, brachte bereits in der Schulzeit seine Mitschüler mit regelmäßigen Auftritten zum Lachen. Im Alter von zehn Jahren bewarb er sich bei der Carol-Burnett-Show. Mit 15 Jahren stand Carrey als Stand-up-Komiker auf den Bühnen verschiedener Comedy-Clubs in Toronto. 1978 brach er aus finanziellen Gründen seine Schulausbildung ab und zog nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Schon kurz darauf war er ein festes Ensemble-Mitglied in Mitzi Shore’s Comedy Store und übernahm auch kleinere Nebenrollen in Filmen. Seinen Durchbruch als Komiker hatte Carrey 1982, als er bei einer Tournee des Entertainers Rodney Dangerfield im Vorprogramm auftrat. Im gleichen Jahr bekam er seine eigene TV-Show The Duck Factory. 1985 gab er in Einmal beißen bitte sein Leinwanddebüt und wirkte 1986 in Francis Ford Coppolas Peggy Sue hat geheiratet mit. 1987 spielte Carrey seine erste Hauptrolle als sexhungriger Außerirdischer in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte, die 1989 in die Kinos kam. In dem Thriller Dirty Harry V – Das Todesspiel verkörpert Jim Carrey an der Seite von Clint Eastwood in einer kleinen Nebenrolle einen drogenabhängigen Rocksänger, der den Guns n’ Roses-Song Welcome to the Jungle singt. Ab 1990 war er in der Sitcom In Living Color zu sehen. Weltweit bekannt wurde Carrey 1994 durch die Titelrolle in der Slapstick-Komödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv. Der Film fiel bei den Kritikern durch und brachte Carrey eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechtester Neu-Star ein, kam beim Publikum jedoch gut an und spielte mehr als 72 Millionen Dollar ein. Carrey wurde nach diesem Erfolg noch im gleichen Jahr in zwei weiteren Hauptrollen besetzt: Sowohl Die Maske als auch Dumm und Dümmer wurden zu Erfolgen, ebenso die Fortsetzung Ace Ventura – Jetzt wird’s wild im Folgejahr. Die drei Filme spielten in den Vereinigten Staaten jeweils über 100 Millionen Dollar ein und bescherten Carrey zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem Komödienstar des Jahres 1995, People’s Choice Award), was ihm den Ruf eines „neuen Jerry Lewis“ einbrachte. Carreys ausgeprägte Gestik und Mimik sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen. In der erfolgreichen Comic-Verfilmung Batman Forever wirkte Carrey in der Rolle des Schurken Riddler mit. Er konnte nun höhere Gagen als bisher fordern. 1996 erhielt er für Cable Guy 20 Millionen Dollar, allerdings blieb der Film finanziell hinter den Erwartungen zurück. 1997 verbuchte Carrey wieder einen großen Erfolg mit Der Dummschwätzer, welcher über 300 Millionen Dollar einspielte und ihm eine Nominierung für den Golden Globe als bester Komödiant einbrachte. In Peter Weirs Drama Die Truman Show spielte Carrey seine erste tragikomische Rolle. Der Film handelt von einem Mann, der seit seiner Geburt ohne sein Wissen die Hauptrolle in einer Fernsehserie spielt. Dieser Film war nicht nur an den Kinokassen erfolgreich, sondern brachte Carrey Kritikerlob ein. Auch in seinem nächsten Projekt Der Mondmann zeigte er sich 1999 von seiner ernsthaften Seite und stellte Andy Kaufman dar, einen in den USA sowohl verehrten als auch umstrittenen Komiker. Für Die Truman Show und Der Mondmann wurde Carrey jeweils mit dem Golden Globe für die beste Darstellung in einem Drama beziehungsweise einer Komödie ausgezeichnet, womit er sich als ernstzunehmender Schauspieler etabliert hatte. Carrey spielte ab dem Jahr 2000 in mehreren finanziell erfolgreichen Slapstick-Komödien wie Ich, beide & sie (2000), Der Grinch (2000), Bruce Allmächtig (2003), Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (2004) und Dick und Jane (2005) die Hauptrolle. Daneben wirkte er aber auch in Filmen wie The Majestic (2001), Vergiss mein nicht! (2004) und Number 23 (2007) mit, die von seiner gängigen Rollenbesetzung abwichen. Vergiss mein nicht! wurde von den Kritikern gelobt und gewann den Europäischen Filmpreis als bester nicht-europäischer Film sowie den Oscar für das beste Drehbuch. Ursprünglich war er auch für die Rolle des Captain Jack Sparrow in der Pirates of the Caribbean-Reihe vorgesehen, welche letztlich aber an Johnny Depp vergeben wurde. 2008 lieh Jim Carrey der Titelfigur im Animationsfilm Horton hört ein Hu! seine Stimme und spielte die Hauptrolle in Der Ja-Sager. Ende des Jahres 2009 kam eine Neuinterpretation des Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte durch Regisseur Robert Zemeckis, Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, in die Kinos. Bei diesem Film lieh Carrey seine Stimme dem mürrischen Scrooge und zweien der drei Weihnachtsgeister. Im Jahr 2011 spielte Carrey gemeinsam mit 6 Eselspinguinen die Hauptrolle in Mr. Poppers Pinguine. Im November 2014 erschien Dumm und Dümmehr, die Fortsetzung von Dumm und Dümmer. Auf George Martins 1998 erschienenem Beatles-Tributealbum In My Life sang er den Titel I Am The Walrus. Seit Oktober 2020 spielt Carrey Joe Biden, den amerikanischen Präsidenten, in Saturday Night Live. Sein deutscher Synchronsprecher ist meist Stefan Fredrich. Politische Äußerungen Seit etwa 2009 äußert sich Jim Carrey ablehnend gegenüber Impfungen, Herstellern von Impfstoffen und medizinischen Verbänden. Er rief zum Widerstand auf. Carrey suggertierte, dass Impfungen Autismus auslösten und relativierte seine Aussagen auf Kritik. In der COVID-19-Pandemie verhöhnte er mit einem Social-Media-Video eine Rede Donald Trumps. Privatleben Carrey war von 1987 bis 1995 mit Melissa Womer verheiratet, aus dieser Ehe stammt eine 1987 geborene Tochter, Jane Carrey. Von 1996 bis 1997 war er mit der Schauspielerin Lauren Holly, seinem Co-Star aus Dumm und Dümmer, verheiratet. Während der Dreharbeiten zu Ich, beide & sie (1999) war Carrey mit seiner Filmpartnerin Renée Zellweger liiert. 2004 bekam er zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von 2005 bis März 2010 lebte Carrey mit dem Model Jenny McCarthy zusammen. Anfang April 2010 gab Carrey auf Twitter bekannt, dass man sich nach fünf Jahren in aller Freundschaft getrennt habe. Am 24. August 2011 sorgte Carrey mit einer Videobotschaft an die Schauspielerin Emma Stone für Aufsehen, in der er ihr seine Liebe gesteht. Zu Spekulationen, ob dies ernst gemeint sei oder bloß kalkulierte Satire, äußerte sich Carrey selbst nicht. Von 2012 bis 2015 war Carrey in einer On-Off-Beziehung mit der depressiven Visagistin Cathriona White (* 14. September 1985; † 28. September 2015). Vier Tage vor dem Suizid der Irin in Los Angeles trennte sich das Paar, wobei er gegen ein Ende der Beziehung gewesen sein soll. Sie soll bereits nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2012 versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Im August 2017 veröffentlichte Carrey auf dem Videoportal Vimeo den sechsminütigen Film I Needed Color von David Bushell, in dem er sich als „besessenen“ Maler vorstellt: „I had become so obsessed that there was nowhere to move in my home.“ Der aufwändige Film zeigt Carrey bei der Arbeit im Atelier und viele seiner Werke. Im Off-Kommentar erklärt Carrey, was am Malen für ihn wichtig ist. Filmografie (Auswahl) 1983: The Sex and Violence Family Hour (Kurzfilm) 1983: Spaß am Copper Mountain (Copper Mountain) 1983: Applaus für Janet (Introducing… Janet, Kurzfilm) 1983: All in Good Taste 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, 1 Folge) 1984: The Duck Factory (Fernsehserie, 13 Folgen) 1984: Der Chaos Express / Wer hat, der hat (Finders Keepers) 1985: Einmal beißen bitte (Once Bitten) 1986: Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married) 1988: Dirty Harry V – Das Todesspiel (The Dead Pool) 1988: Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte (Earth Girls Are Easy) 1989: Mike Hammer: Mädchen, Morde und Moneten (Murder Takes All, Fernsehfilm) 1989: Pink Cadillac 1990–1994: In Living Color (Fernsehserie, 125 Folgen) 1991: Eine Nervensäge (High Strung) 1992: Der Schein trügt (Doing Time on Maple Drive, Fernsehfilm) 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective) 1994: Die Maske (The Mask) 1994: Dumm und Dümmer (Dumb & Dumber) 1995: Batman Forever 1995: Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (Ace Ventura: When Nature Calls) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (The Cable Guy) 1997: Der Dummschwätzer (Liar Liar) 1998: Die Truman Show (The Truman Show) 1998: Simon Birch 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2000: Ich, beide & sie (Me, Myself & Irene) 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: The Majestic 2003: Pecan Pie (Kurzfilm) 2003: Bruce Allmächtig (Bruce Almighty) 2004: Vergiss mein nicht! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) 2004: Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events) 2005: Dick und Jane (Fun with Dick and Jane) 2007: Number 23 (The Number 23) 2008: Horton hört ein Hu! (Horton Hears a Who!, Stimme von Horton) 2008: Der Ja-Sager (Yes Man) 2009: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) 2009: I love you Phillip Morris 2010: Presidential Reunion (Kurzfilm) 2011: Mr. Poppers Pinguine (Mr. Popper’s Penguins) 2012: 30 Rock (Fernsehserie, 1 Folge) 2013: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues) 2013: Hawking (Dokumentation) 2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone) 2013: Kick-Ass 2 2014: Dumm und Dümmehr (Dumb and Dumber To) 2016: The Bad Batch 2016: Dark Crimes 2017: Jim und Andy (Jim & Andy: The Great Beyond, Dokumentarfilm) 2018–2020: Kidding (Fernsehserie, 20 Folgen) 2020: Sonic the Hedgehog Auszeichnungen/Nominierungen (Auswahl) Golden Globe Award 1995: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Die Maske 1998: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Dummschwätzer 1999: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Drama – für Die Truman Show 2000: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Mondmann 2001: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Grinch 2005: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Vergiss mein nicht! 2018: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehserie – Komödie – für Kidding Goldene Himbeere 1995: Nominierung: Schlechtester Newcomer: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Dumm und Dümmer und Die Maske 2008: Nominierung: Schlechtester Schauspieler: Number 23 MTV Movie Awards 1995: Bester Komiker: (Dumm und Dümmer) und Bester Filmkuss: (mit Lauren Holly in Dumm und Dümmer) 1996: Bester Schauspieler (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) und Bester Komiker: (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) 1997: Bester Bösewicht (Cable Guy – Die Nervensäge) und Bester Komiker (Cable Guy – Die Nervensäge) 1998: Bester Komiker (Der Dummschwätzer) 1999: Bester Schauspieler (Die Truman Show) 2001: Bester Bösewicht (Der Grinch) 2009: Bester Komiker (Der Ja-Sager) Bibliografie Jim Carrey: How Roland Rolls. Illustriert von Rob Nason. Some Kind of Garden Media, 2013, ISBN 978-0-9893680-0-1. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoirs and Misinformation. Alfred A. Knopf, New York 2020, ISBN 978-0-525-65597-8. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoiren und Falschinformationen. Droemer, München 2020, ISBN 978-3-426-28258-8. Weblinks Porträt auf Cinema.com (englisch) Jim Carrey Online – Englischsprachige Fanseite Einzelnachweise Filmschauspieler Komiker Golden-Globe-Preisträger Kanadier US-Amerikaner Geboren 1962 Mann
Manche Menschen suchen in ihrem Berufsleben gerne neue Herausforderungen. Für das Ehepaar Greenwood war die Idee einfach zu verlockend, im gut frequentierten Ge­werbepark Kamen Karree, direkt an der viel befahrenen Bundesautobahn Al, auf opulenten 4.500 Quadratmetern Fläche einen Waschpark zu gründen. Ein attraktiver Standort, denn in un­mittelbarer Nachbarschaft sind Verbrau­cher-Magneten wie McDonalds, KFC, Pizza Hut, Ikea, Carglass und eine große Shell-Station ansässig. Überdies findet sich im dicht besiedelten Umkreis keine Waschstraße mit einem auch nur halb­wegs vergleichbaren Angebot. Für Gunter Greenwood, Inhaber eines großen Kfz-Sachverständigen-Büros im nahen Menden, und Gattin Nicole war von vorneherein klar, dass sie in diesem Umfeld nur mit einer topmodernen An­lage Erfolg haben können. Allerdings geriet der Start holprig, denn just nach der Eröffnung im Juli 2015 wurden an der Haupt-Zufahrtsstraße über sechs Wochen Baumaßnahmen durchgeführt, die meis­tens für lange Staus sorgten. Sommerferien und eine unbestän­dige Wetterlage ta­ten ein Übriges, um Kunden von einem Besuch der neuen "Carisma-Premium-Waschstraße" abzuhalten. Da half auch die Werbung per Zeitung, Facebook und Flyer in den Briefkästen der Haus­halte wenig. Ein wenig versöhnlich stimmte die Greenwoods dann, dass zum Jahresende die geradezu frühlingshafte Witterung zum Waschen einlud. Mit speziellen Winteran­geboten hätten sie unter diesen Umständen glatt danebengelegen. Ohnehin stehen die engagierten Anlagenbetreiber Saison-Aktionen bislang eher skeptisch gegenüber. „Wir haben zwar zur Eröffnung mit Einführungs-Akti­onen auf uns auf­merksam gemacht, doch weitere derar­tige Aktivitäten sind derzeit nicht geplant. Wir wollen zunächst den Geschäftsverlauf beobachten. Saiso­nale und andere Aktionen sehen wir zwie­spältig. Es besteht immer die Gefahr, dass diese aus Kundensicht verwirren. Außer­dem kann man dem Kunden nicht mehr nehmen, was man ihm zuvor angeboten hat. Schließlich erwartet er Sonderakti­onen weiterhin als Selbstverständlichkeit", so die Einschätzung der Greenwoods. Für nachhaltigen Erfolg setzen sie daher andere Prioritäten. Dazu gehört zunächst ein übersichtliches Programmangebot mit leicht nachvollziehbarer Preisgestaltung sowie „Premium-card"-Angeboten für Stammkunden. Drei Programme genügen - Rabatt gibt's keinen „Von Rabattschlachten halten wir je­doch überhaupt nichts. Entscheidender sind die gleichbleibend gute Qualität von Wäsche und Service", ist Nicole Green­wood überzeugt. Drei Programme genü­gen: „Bronze", „Silber", „Gold". Als Zusatz­option gibt es jeweils Unterbodenwäsche und das Auwa-Pflegewachs RainTecs. Letzteres ist bei „Gold" schon inklusive. Für die technische Ausstattung der von WashTec gelieferten Waschstraße Softline² Vario mit 2,40 Metern Durchfahrtshöhe haben die Betreiber alle Register gezogen: Hochdruckbogen, Radschwellerwäscher, Sofrecs-Textilmaterial, Pflegestation mit ShineTecs, doppelte Trocknung mit Trocknungswalzen und mitfahrendem Hecktrockner sollen Premiumwäschen garantieren. Doch allein die Maschinen-Komponen­ten würden nicht ausreichen, um ein erst­klassiges Waschresultat zu gewährleisten. Vielmehr bedarf es zusätzlich geschulten Personals für die Vorwäsche. Staubsaugen ist im Wäschepreis enthalten Carisma beschäftigt sechs Vollzeitkräf­te, schließlich ist die Waschanlage an allen sechs Werktagen der Woche von acht bis 20 Uhr geöffnet. Bei großem Andrang haben die Mitarbeiter im Vorwaschbe­reich ohnehin alle Hände voll zu tun. Geht es dagegen einmal ruhiger zu, warten auf dem Areal genug andere Aufgaben. Vier überdachte Selbstwasch-Boxen und zwan­zig Staubsaugerplätze zur Selbstbedie­nung fordern schließlich auch Aufmerk­samkeit und Pflege. Die Nutzung der Saugereinheiten ist übrigens bei allen Wäschen im Preis enthalten. Auch wenn die Greenwoods auf spezi­elle Frühjahrsoffensiven verzichten, bieten sie doch zusätzliche Leistungen an, die gerade mit Beginn der wärmeren Jah­reshälfte hohen Zuspruch versprechen. Zu nennen ist zunächst die Möglichkeit, die Softline² Vario für die Wäsche von Cabriolets mit Stoffdach dem Waschvorgang anzupassen. Dazu wird der Hoch­druckbogen deaktiviert und die Dach­walze arbeitet mit geringerem Druck. Es versteht sich von selbst, dass die Eig­nung der Waschstraße für Cabrios an der Einfahrt, im Flyer und auf der Webseite www.carisma-waschstrasse.de genauso wie die anderen Besonderheiten der An­lage erwähnt sind. Überdies verspricht die manuelle Fahr­zeugpflege und -auf­bereitung besonders nach dem Winter großen Zuspruch. „Die kann man aber nicht nur im Pro­spekt und auf der Webseite bewerben. Vielmehr erfordert sie individuelle Beratung des Kunden am Fahrzeug, um ein auf die gewünschten Leistungen zugeschnittenes Angebot zu erstellen", lässt Gunter Greenwood wissen. Doch ist dieser Service nicht nur ein Saisongeschäft. Selbst während unseres Besuches kurz nach Weihnachten herrschte in der ge­räumigen Halle Betriebsamkeit. Das An­gebot reicht von der Innenreinigung bis hin zur Aufbereitung mit Nano-Versiege­lung sowie Intensiv-Pflege von Felgen, Motorraum, Cabrio-Verdeck, Sitzpolster und -leder. Zweifellos mutet das Geschäftskonzept von Carisma recht aufwändig und vor allem personalintensiv an. Schließlich sind auf dem Gelände nicht nur die Mit­arbeiter für Wäsche und Aufbereitung präsent, sondern täglich auch Nicole oder Gunter Greenwood. Dazu kommen Tochter Jil als Aushilfskraft und Sohn Tim, der die Anlagentechnik betreut. Beide wollen nach Abschluss ihres Studiums den Be­trieb weiterführen, wenn sich ihre Eltern in den wohlverdienten Ruhestand bege­ben. Denn irgendwann muss es mit den beruflichen Herausforderungen ein Ende haben. Auf unserem YouTube Kanal erhalten Sie einen faszinierenden Rundgang durch die Waschstraße Carisma in Kamen: https://www.youtube.com/watch?v=K7qHDTCxTq8 Text/ Bilder: Dr. Axel Königsbeck, tankstellenWelt 1-2/2016
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Welche Auszeichnungen hat Jim Carrey für seine schauspielerischen Leistungen erhalten?
James Eugene „Jim“ Carrey (* 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Seit der Filmkomödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv von 1994 ist Carrey einer der erfolgreichsten Comedians in Hollywood. Für seine schauspielerischen Leistungen in Die Truman-Show (1998) und Der Mondmann (1999) gewann er jeweils einen Golden Globe Award. Karriere Carrey wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Klassenclown, dessen Vorbild Jerry Lewis ist, brachte bereits in der Schulzeit seine Mitschüler mit regelmäßigen Auftritten zum Lachen. Im Alter von zehn Jahren bewarb er sich bei der Carol-Burnett-Show. Mit 15 Jahren stand Carrey als Stand-up-Komiker auf den Bühnen verschiedener Comedy-Clubs in Toronto. 1978 brach er aus finanziellen Gründen seine Schulausbildung ab und zog nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Schon kurz darauf war er ein festes Ensemble-Mitglied in Mitzi Shore’s Comedy Store und übernahm auch kleinere Nebenrollen in Filmen. Seinen Durchbruch als Komiker hatte Carrey 1982, als er bei einer Tournee des Entertainers Rodney Dangerfield im Vorprogramm auftrat. Im gleichen Jahr bekam er seine eigene TV-Show The Duck Factory. 1985 gab er in Einmal beißen bitte sein Leinwanddebüt und wirkte 1986 in Francis Ford Coppolas Peggy Sue hat geheiratet mit. 1987 spielte Carrey seine erste Hauptrolle als sexhungriger Außerirdischer in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte, die 1989 in die Kinos kam. In dem Thriller Dirty Harry V – Das Todesspiel verkörpert Jim Carrey an der Seite von Clint Eastwood in einer kleinen Nebenrolle einen drogenabhängigen Rocksänger, der den Guns n’ Roses-Song Welcome to the Jungle singt. Ab 1990 war er in der Sitcom In Living Color zu sehen. Weltweit bekannt wurde Carrey 1994 durch die Titelrolle in der Slapstick-Komödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv. Der Film fiel bei den Kritikern durch und brachte Carrey eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechtester Neu-Star ein, kam beim Publikum jedoch gut an und spielte mehr als 72 Millionen Dollar ein. Carrey wurde nach diesem Erfolg noch im gleichen Jahr in zwei weiteren Hauptrollen besetzt: Sowohl Die Maske als auch Dumm und Dümmer wurden zu Erfolgen, ebenso die Fortsetzung Ace Ventura – Jetzt wird’s wild im Folgejahr. Die drei Filme spielten in den Vereinigten Staaten jeweils über 100 Millionen Dollar ein und bescherten Carrey zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem Komödienstar des Jahres 1995, People’s Choice Award), was ihm den Ruf eines „neuen Jerry Lewis“ einbrachte. Carreys ausgeprägte Gestik und Mimik sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen. In der erfolgreichen Comic-Verfilmung Batman Forever wirkte Carrey in der Rolle des Schurken Riddler mit. Er konnte nun höhere Gagen als bisher fordern. 1996 erhielt er für Cable Guy 20 Millionen Dollar, allerdings blieb der Film finanziell hinter den Erwartungen zurück. 1997 verbuchte Carrey wieder einen großen Erfolg mit Der Dummschwätzer, welcher über 300 Millionen Dollar einspielte und ihm eine Nominierung für den Golden Globe als bester Komödiant einbrachte. In Peter Weirs Drama Die Truman Show spielte Carrey seine erste tragikomische Rolle. Der Film handelt von einem Mann, der seit seiner Geburt ohne sein Wissen die Hauptrolle in einer Fernsehserie spielt. Dieser Film war nicht nur an den Kinokassen erfolgreich, sondern brachte Carrey Kritikerlob ein. Auch in seinem nächsten Projekt Der Mondmann zeigte er sich 1999 von seiner ernsthaften Seite und stellte Andy Kaufman dar, einen in den USA sowohl verehrten als auch umstrittenen Komiker. Für Die Truman Show und Der Mondmann wurde Carrey jeweils mit dem Golden Globe für die beste Darstellung in einem Drama beziehungsweise einer Komödie ausgezeichnet, womit er sich als ernstzunehmender Schauspieler etabliert hatte. Carrey spielte ab dem Jahr 2000 in mehreren finanziell erfolgreichen Slapstick-Komödien wie Ich, beide & sie (2000), Der Grinch (2000), Bruce Allmächtig (2003), Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (2004) und Dick und Jane (2005) die Hauptrolle. Daneben wirkte er aber auch in Filmen wie The Majestic (2001), Vergiss mein nicht! (2004) und Number 23 (2007) mit, die von seiner gängigen Rollenbesetzung abwichen. Vergiss mein nicht! wurde von den Kritikern gelobt und gewann den Europäischen Filmpreis als bester nicht-europäischer Film sowie den Oscar für das beste Drehbuch. Ursprünglich war er auch für die Rolle des Captain Jack Sparrow in der Pirates of the Caribbean-Reihe vorgesehen, welche letztlich aber an Johnny Depp vergeben wurde. 2008 lieh Jim Carrey der Titelfigur im Animationsfilm Horton hört ein Hu! seine Stimme und spielte die Hauptrolle in Der Ja-Sager. Ende des Jahres 2009 kam eine Neuinterpretation des Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte durch Regisseur Robert Zemeckis, Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, in die Kinos. Bei diesem Film lieh Carrey seine Stimme dem mürrischen Scrooge und zweien der drei Weihnachtsgeister. Im Jahr 2011 spielte Carrey gemeinsam mit 6 Eselspinguinen die Hauptrolle in Mr. Poppers Pinguine. Im November 2014 erschien Dumm und Dümmehr, die Fortsetzung von Dumm und Dümmer. Auf George Martins 1998 erschienenem Beatles-Tributealbum In My Life sang er den Titel I Am The Walrus. Seit Oktober 2020 spielt Carrey Joe Biden, den amerikanischen Präsidenten, in Saturday Night Live. Sein deutscher Synchronsprecher ist meist Stefan Fredrich. Politische Äußerungen Seit etwa 2009 äußert sich Jim Carrey ablehnend gegenüber Impfungen, Herstellern von Impfstoffen und medizinischen Verbänden. Er rief zum Widerstand auf. Carrey suggertierte, dass Impfungen Autismus auslösten und relativierte seine Aussagen auf Kritik. In der COVID-19-Pandemie verhöhnte er mit einem Social-Media-Video eine Rede Donald Trumps. Privatleben Carrey war von 1987 bis 1995 mit Melissa Womer verheiratet, aus dieser Ehe stammt eine 1987 geborene Tochter, Jane Carrey. Von 1996 bis 1997 war er mit der Schauspielerin Lauren Holly, seinem Co-Star aus Dumm und Dümmer, verheiratet. Während der Dreharbeiten zu Ich, beide & sie (1999) war Carrey mit seiner Filmpartnerin Renée Zellweger liiert. 2004 bekam er zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von 2005 bis März 2010 lebte Carrey mit dem Model Jenny McCarthy zusammen. Anfang April 2010 gab Carrey auf Twitter bekannt, dass man sich nach fünf Jahren in aller Freundschaft getrennt habe. Am 24. August 2011 sorgte Carrey mit einer Videobotschaft an die Schauspielerin Emma Stone für Aufsehen, in der er ihr seine Liebe gesteht. Zu Spekulationen, ob dies ernst gemeint sei oder bloß kalkulierte Satire, äußerte sich Carrey selbst nicht. Von 2012 bis 2015 war Carrey in einer On-Off-Beziehung mit der depressiven Visagistin Cathriona White (* 14. September 1985; † 28. September 2015). Vier Tage vor dem Suizid der Irin in Los Angeles trennte sich das Paar, wobei er gegen ein Ende der Beziehung gewesen sein soll. Sie soll bereits nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2012 versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Im August 2017 veröffentlichte Carrey auf dem Videoportal Vimeo den sechsminütigen Film I Needed Color von David Bushell, in dem er sich als „besessenen“ Maler vorstellt: „I had become so obsessed that there was nowhere to move in my home.“ Der aufwändige Film zeigt Carrey bei der Arbeit im Atelier und viele seiner Werke. Im Off-Kommentar erklärt Carrey, was am Malen für ihn wichtig ist. Filmografie (Auswahl) 1983: The Sex and Violence Family Hour (Kurzfilm) 1983: Spaß am Copper Mountain (Copper Mountain) 1983: Applaus für Janet (Introducing… Janet, Kurzfilm) 1983: All in Good Taste 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, 1 Folge) 1984: The Duck Factory (Fernsehserie, 13 Folgen) 1984: Der Chaos Express / Wer hat, der hat (Finders Keepers) 1985: Einmal beißen bitte (Once Bitten) 1986: Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married) 1988: Dirty Harry V – Das Todesspiel (The Dead Pool) 1988: Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte (Earth Girls Are Easy) 1989: Mike Hammer: Mädchen, Morde und Moneten (Murder Takes All, Fernsehfilm) 1989: Pink Cadillac 1990–1994: In Living Color (Fernsehserie, 125 Folgen) 1991: Eine Nervensäge (High Strung) 1992: Der Schein trügt (Doing Time on Maple Drive, Fernsehfilm) 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective) 1994: Die Maske (The Mask) 1994: Dumm und Dümmer (Dumb & Dumber) 1995: Batman Forever 1995: Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (Ace Ventura: When Nature Calls) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (The Cable Guy) 1997: Der Dummschwätzer (Liar Liar) 1998: Die Truman Show (The Truman Show) 1998: Simon Birch 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2000: Ich, beide & sie (Me, Myself & Irene) 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: The Majestic 2003: Pecan Pie (Kurzfilm) 2003: Bruce Allmächtig (Bruce Almighty) 2004: Vergiss mein nicht! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) 2004: Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events) 2005: Dick und Jane (Fun with Dick and Jane) 2007: Number 23 (The Number 23) 2008: Horton hört ein Hu! (Horton Hears a Who!, Stimme von Horton) 2008: Der Ja-Sager (Yes Man) 2009: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) 2009: I love you Phillip Morris 2010: Presidential Reunion (Kurzfilm) 2011: Mr. Poppers Pinguine (Mr. Popper’s Penguins) 2012: 30 Rock (Fernsehserie, 1 Folge) 2013: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues) 2013: Hawking (Dokumentation) 2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone) 2013: Kick-Ass 2 2014: Dumm und Dümmehr (Dumb and Dumber To) 2016: The Bad Batch 2016: Dark Crimes 2017: Jim und Andy (Jim & Andy: The Great Beyond, Dokumentarfilm) 2018–2020: Kidding (Fernsehserie, 20 Folgen) 2020: Sonic the Hedgehog Auszeichnungen/Nominierungen (Auswahl) Golden Globe Award 1995: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Die Maske 1998: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Dummschwätzer 1999: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Drama – für Die Truman Show 2000: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Mondmann 2001: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Grinch 2005: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Vergiss mein nicht! 2018: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehserie – Komödie – für Kidding Goldene Himbeere 1995: Nominierung: Schlechtester Newcomer: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Dumm und Dümmer und Die Maske 2008: Nominierung: Schlechtester Schauspieler: Number 23 MTV Movie Awards 1995: Bester Komiker: (Dumm und Dümmer) und Bester Filmkuss: (mit Lauren Holly in Dumm und Dümmer) 1996: Bester Schauspieler (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) und Bester Komiker: (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) 1997: Bester Bösewicht (Cable Guy – Die Nervensäge) und Bester Komiker (Cable Guy – Die Nervensäge) 1998: Bester Komiker (Der Dummschwätzer) 1999: Bester Schauspieler (Die Truman Show) 2001: Bester Bösewicht (Der Grinch) 2009: Bester Komiker (Der Ja-Sager) Bibliografie Jim Carrey: How Roland Rolls. Illustriert von Rob Nason. Some Kind of Garden Media, 2013, ISBN 978-0-9893680-0-1. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoirs and Misinformation. Alfred A. Knopf, New York 2020, ISBN 978-0-525-65597-8. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoiren und Falschinformationen. Droemer, München 2020, ISBN 978-3-426-28258-8. Weblinks Porträt auf Cinema.com (englisch) Jim Carrey Online – Englischsprachige Fanseite Einzelnachweise Filmschauspieler Komiker Golden-Globe-Preisträger Kanadier US-Amerikaner Geboren 1962 Mann
Film - Ecke - Seite 13 - AsterIX - Asterix Information eXchange Beitrag: #Beitrag Iwan » 16. Juli 2019 08:35 Danke, Peter, danke, WeissNix, sowohl für die Info als auch den Link zum vanGogh-Film, der war echt gut, ich habe den auch gesehen. Für Freunde des Monumentalfilms: Ich habe vor Kurzem "Auferstanden" gesehen: Eine Art Remake von "Das Gewand": Ein römischer Offizier soll die Umstände von Jesus Tod überprüfen und seine Leiche finden, um zu beweisen, dass er nicht auferstanden ist, sondern von seinen Anhängern geklaut wurde. Am Ende trifft er auf den weiter wandernden, auferstandenen Jesus und wird zum Christ. Das hätte nicht sein müssen, aber der eil vorher bietet einige Kämpfe und auch einige Schockbilder, etwa, wenn Leichen aus Massengräbern geholt werden, um zu sehen, ob Jesus darunter sein könnte ... Beitrag: #Beitrag methusalix » 16. Juli 2019 18:43 Season2Plakat-600x897.jpg Beitrag: #Beitrag Iwan » 16. Juli 2019 23:19 Beitrag: #Beitrag methusalix » 18. April 2020 17:54 Hallo Leuten , ich kann nur jeden Netflix empfehlen , das Basis-Abo kostet weiterhin 7,99 Euro im Monat . Damit seht ihr das gesamte Serien- und Filmangebot des Anbieters auf einem Gerät in SD-Qualität. Netflix in der Schweiz : Dieses Abo kostet neu monatlich 16.90 Franken, einen Franken pro Monat mehr als bisher. Das entspricht einer Preiserhöhung von 6.3 Prozent. Das Premium-Abo ermöglicht das gleichzeitige Schauen auf vier Geräten in sehr guter Ultra-HD-Bildqualität (auch bekannt unter 4K). Dieses Abo kostet neu monatlich 21.90 Franken.11.04.2019 . Beitrag: #Beitrag WeissNix » 18. April 2020 18:01 Dann müsste ich Filme am Schreibtisch schauen (zu unkommod), oder erst einen geeigneten TV kaufen (brauch ich sonst nicht wirklich). Hab bei ner Freundin mal was mitgeschaut (Zone Blanche zB fand ich gut, und ein paar Folgen BigBangTheory); und die findet jetzt nach gut zwei Jahren Abo in der Corona-Zeit schon nix mehr, was sie reizen würde, auch bis zum Ende zu schauen. Wer das bislang nicht hatte, kommt damit sicher leichter durch den Shutdown, ohne sich den Start in den Abend durch die ganzen Sondersendungen vermiesen zu lassen. Ansonsten aber nur was für Serienjunkies, finde ich. Beitrag: #Beitrag methusalix » 18. April 2020 18:17 Auf Netflix Neu : https://www.pc-magazin.de/ratgeber/netf ... 96284.html Beitrag: #Beitrag Iwan » 18. April 2020 19:01 Danke für den Tipp mit Netflix. Den Freunden gepflegter Familienunterhaltung kann ich "Klein gegen Groß" mit Moderator Kai Pflaume empfehlen. So was ähnliches wie Wetten dass, nur dass hier immer Kinder oder Teenies gegen Promis antreten. Dabei wetten die teilnehmenden Promis dann, wer jeweils gewinnt. Der Sieger über die ganze Sendung kriegt 30'000 für einen guten Zweck. Was mir an der Sendung gefällt, ist neben der Vielfalt, dass die Jungen im Mittelpunkt stehen. Nicht wie bei Wetten dass, wo die Promis auftauchten, ihren neuen Film vorgestellt haben, eine Wette über sich ergehen ließen und wieder weg waren. Es gab da auch mal eine Aufgabe mit dem Zuordnen von Asterix-Zitaten. Beitrag: #Beitrag WeissNix » 18. April 2020 19:33 Noch was, die französische Serie "Zone Blanche" heisst im deutschen Netflix "Black Zone" - wer Krimiserien mit etwas skurilen Typen im Stil von Fargo oder Twin Peaks mag, der sollte in die zwei Staffeln ruhig mal reinschauen. Beitrag: #Beitrag methusalix » 18. April 2020 19:58 ja diese Sendung schaue ich immer auch ganz gerne Aber hier eine Staffel die auf Neflix furore macht : Es ist offiziell: Es wird eine weitere Staffel geben Beitrag: #Beitrag Iwan » 18. April 2020 20:49 Herzlichen Dank euch für die Tipps! Weiß eigentlich jemand etwas Neues bezüglich "Sherlock"? Soll es da noch eine Staffel geben? Beitrag: #Beitrag methusalix » 18. April 2020 22:07 Weiß eigentlich jemand etwas Neues bezüglich "Sherlock"? Soll es da noch eine Staffel geben? Ich glaube eher nein , aber lies selber https://www.moviepilot.de/news/enttausc ... pf-1122746 https://www.kinoundco.de/news/fall-abge ... ck-staffel Beitrag: #Beitrag WeissNix » 18. April 2020 23:55 Wohl kaum; die Macher haben sich ja einer neuen Serie, Dracula, gewidmet. Hab ich mit besagter Netflix-Freundin, die man als "Sherlockfan" bezeichnen kann, anschauen wollen, aber die erste Folge mittendrin ausgeschaltet. Splatter mögen wir beide nicht. Wenn Witcher auf einem Kurzgeschichtenband basiert: Von welchem Autor? Noch nie was von gehört... Beitrag: #Beitrag methusalix » 19. April 2020 01:05 18. April 2020 23:55 Von welchem Autor? Noch nie was von gehört... Die Geralt-Saga stammt von den Autoren Andrzej Sapkowski und Przemysław Truściński Beitrag: #Beitrag WeissNix » 19. April 2020 01:25 Bei mir hat Fantasy mit Tolkien angefangen - und nach einigem vergeblichem Suchen nach ähnlich Fesselndem auch wieder aufgehört. Otherland war zwar nicht schlecht, aber mit rund 3400 Seiten arg übertrieben ausufernd. Das scheint ein Problem moderner Post-Tolkien-Fantasy zu sein: Sie findet nicht - oder erst nach völliger Ausschlachtung des Marktes - zu einem Ende... hab sie mir daher wieder abgewöhnt. Und die schnellen Verfilmungen zerstören überdies den Reiz von Fantasy: Die Phantasie des Lesers eben. Beitrag: #Beitrag Iwan » 19. April 2020 10:19 Ich danke euch, auch wenn die Neuigkeiten ja nicht so arg positiv sind mit Sherlock! In letzter Zeit kamen auf ZDF Neo die alten und neueren Inspector-Barnaby-Filme. Das ist auch ein Stück britischer Filmkunst - mit einer Ausnahme: Es regnet in keiner einzigen Folge, und das mitten im ländlichen England. Und die Filme leiden am gleichen Thema wie eigentlich alle Tatorte: Ein Kommissar, der sich über jede Regel seines Berufs hinwegsetzt. Der zum Beispiel am Tatort rumläuft, mit höchstens Plastikhandschuhen, während direkt neben ihm die Tatortermittler in Ganzkörper-Schutzanzügen und mit Schutzmasken rumlaufen :) Oder der seinen Assistenten auf eigene Faust Undercover irgendwo hin schickt … Alles das, was ihn vermutlich in Realität in kürzester Zeit den Job kosten würde. Aber trotzdem, es ist lustig anzusehen ...
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Welche Auszeichnungen hat Jim Carrey für seine schauspielerischen Leistungen erhalten?
James Eugene „Jim“ Carrey (* 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Seit der Filmkomödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv von 1994 ist Carrey einer der erfolgreichsten Comedians in Hollywood. Für seine schauspielerischen Leistungen in Die Truman-Show (1998) und Der Mondmann (1999) gewann er jeweils einen Golden Globe Award. Karriere Carrey wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Klassenclown, dessen Vorbild Jerry Lewis ist, brachte bereits in der Schulzeit seine Mitschüler mit regelmäßigen Auftritten zum Lachen. Im Alter von zehn Jahren bewarb er sich bei der Carol-Burnett-Show. Mit 15 Jahren stand Carrey als Stand-up-Komiker auf den Bühnen verschiedener Comedy-Clubs in Toronto. 1978 brach er aus finanziellen Gründen seine Schulausbildung ab und zog nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Schon kurz darauf war er ein festes Ensemble-Mitglied in Mitzi Shore’s Comedy Store und übernahm auch kleinere Nebenrollen in Filmen. Seinen Durchbruch als Komiker hatte Carrey 1982, als er bei einer Tournee des Entertainers Rodney Dangerfield im Vorprogramm auftrat. Im gleichen Jahr bekam er seine eigene TV-Show The Duck Factory. 1985 gab er in Einmal beißen bitte sein Leinwanddebüt und wirkte 1986 in Francis Ford Coppolas Peggy Sue hat geheiratet mit. 1987 spielte Carrey seine erste Hauptrolle als sexhungriger Außerirdischer in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte, die 1989 in die Kinos kam. In dem Thriller Dirty Harry V – Das Todesspiel verkörpert Jim Carrey an der Seite von Clint Eastwood in einer kleinen Nebenrolle einen drogenabhängigen Rocksänger, der den Guns n’ Roses-Song Welcome to the Jungle singt. Ab 1990 war er in der Sitcom In Living Color zu sehen. Weltweit bekannt wurde Carrey 1994 durch die Titelrolle in der Slapstick-Komödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv. Der Film fiel bei den Kritikern durch und brachte Carrey eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechtester Neu-Star ein, kam beim Publikum jedoch gut an und spielte mehr als 72 Millionen Dollar ein. Carrey wurde nach diesem Erfolg noch im gleichen Jahr in zwei weiteren Hauptrollen besetzt: Sowohl Die Maske als auch Dumm und Dümmer wurden zu Erfolgen, ebenso die Fortsetzung Ace Ventura – Jetzt wird’s wild im Folgejahr. Die drei Filme spielten in den Vereinigten Staaten jeweils über 100 Millionen Dollar ein und bescherten Carrey zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem Komödienstar des Jahres 1995, People’s Choice Award), was ihm den Ruf eines „neuen Jerry Lewis“ einbrachte. Carreys ausgeprägte Gestik und Mimik sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen. In der erfolgreichen Comic-Verfilmung Batman Forever wirkte Carrey in der Rolle des Schurken Riddler mit. Er konnte nun höhere Gagen als bisher fordern. 1996 erhielt er für Cable Guy 20 Millionen Dollar, allerdings blieb der Film finanziell hinter den Erwartungen zurück. 1997 verbuchte Carrey wieder einen großen Erfolg mit Der Dummschwätzer, welcher über 300 Millionen Dollar einspielte und ihm eine Nominierung für den Golden Globe als bester Komödiant einbrachte. In Peter Weirs Drama Die Truman Show spielte Carrey seine erste tragikomische Rolle. Der Film handelt von einem Mann, der seit seiner Geburt ohne sein Wissen die Hauptrolle in einer Fernsehserie spielt. Dieser Film war nicht nur an den Kinokassen erfolgreich, sondern brachte Carrey Kritikerlob ein. Auch in seinem nächsten Projekt Der Mondmann zeigte er sich 1999 von seiner ernsthaften Seite und stellte Andy Kaufman dar, einen in den USA sowohl verehrten als auch umstrittenen Komiker. Für Die Truman Show und Der Mondmann wurde Carrey jeweils mit dem Golden Globe für die beste Darstellung in einem Drama beziehungsweise einer Komödie ausgezeichnet, womit er sich als ernstzunehmender Schauspieler etabliert hatte. Carrey spielte ab dem Jahr 2000 in mehreren finanziell erfolgreichen Slapstick-Komödien wie Ich, beide & sie (2000), Der Grinch (2000), Bruce Allmächtig (2003), Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (2004) und Dick und Jane (2005) die Hauptrolle. Daneben wirkte er aber auch in Filmen wie The Majestic (2001), Vergiss mein nicht! (2004) und Number 23 (2007) mit, die von seiner gängigen Rollenbesetzung abwichen. Vergiss mein nicht! wurde von den Kritikern gelobt und gewann den Europäischen Filmpreis als bester nicht-europäischer Film sowie den Oscar für das beste Drehbuch. Ursprünglich war er auch für die Rolle des Captain Jack Sparrow in der Pirates of the Caribbean-Reihe vorgesehen, welche letztlich aber an Johnny Depp vergeben wurde. 2008 lieh Jim Carrey der Titelfigur im Animationsfilm Horton hört ein Hu! seine Stimme und spielte die Hauptrolle in Der Ja-Sager. Ende des Jahres 2009 kam eine Neuinterpretation des Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte durch Regisseur Robert Zemeckis, Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, in die Kinos. Bei diesem Film lieh Carrey seine Stimme dem mürrischen Scrooge und zweien der drei Weihnachtsgeister. Im Jahr 2011 spielte Carrey gemeinsam mit 6 Eselspinguinen die Hauptrolle in Mr. Poppers Pinguine. Im November 2014 erschien Dumm und Dümmehr, die Fortsetzung von Dumm und Dümmer. Auf George Martins 1998 erschienenem Beatles-Tributealbum In My Life sang er den Titel I Am The Walrus. Seit Oktober 2020 spielt Carrey Joe Biden, den amerikanischen Präsidenten, in Saturday Night Live. Sein deutscher Synchronsprecher ist meist Stefan Fredrich. Politische Äußerungen Seit etwa 2009 äußert sich Jim Carrey ablehnend gegenüber Impfungen, Herstellern von Impfstoffen und medizinischen Verbänden. Er rief zum Widerstand auf. Carrey suggertierte, dass Impfungen Autismus auslösten und relativierte seine Aussagen auf Kritik. In der COVID-19-Pandemie verhöhnte er mit einem Social-Media-Video eine Rede Donald Trumps. Privatleben Carrey war von 1987 bis 1995 mit Melissa Womer verheiratet, aus dieser Ehe stammt eine 1987 geborene Tochter, Jane Carrey. Von 1996 bis 1997 war er mit der Schauspielerin Lauren Holly, seinem Co-Star aus Dumm und Dümmer, verheiratet. Während der Dreharbeiten zu Ich, beide & sie (1999) war Carrey mit seiner Filmpartnerin Renée Zellweger liiert. 2004 bekam er zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von 2005 bis März 2010 lebte Carrey mit dem Model Jenny McCarthy zusammen. Anfang April 2010 gab Carrey auf Twitter bekannt, dass man sich nach fünf Jahren in aller Freundschaft getrennt habe. Am 24. August 2011 sorgte Carrey mit einer Videobotschaft an die Schauspielerin Emma Stone für Aufsehen, in der er ihr seine Liebe gesteht. Zu Spekulationen, ob dies ernst gemeint sei oder bloß kalkulierte Satire, äußerte sich Carrey selbst nicht. Von 2012 bis 2015 war Carrey in einer On-Off-Beziehung mit der depressiven Visagistin Cathriona White (* 14. September 1985; † 28. September 2015). Vier Tage vor dem Suizid der Irin in Los Angeles trennte sich das Paar, wobei er gegen ein Ende der Beziehung gewesen sein soll. Sie soll bereits nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2012 versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Im August 2017 veröffentlichte Carrey auf dem Videoportal Vimeo den sechsminütigen Film I Needed Color von David Bushell, in dem er sich als „besessenen“ Maler vorstellt: „I had become so obsessed that there was nowhere to move in my home.“ Der aufwändige Film zeigt Carrey bei der Arbeit im Atelier und viele seiner Werke. Im Off-Kommentar erklärt Carrey, was am Malen für ihn wichtig ist. Filmografie (Auswahl) 1983: The Sex and Violence Family Hour (Kurzfilm) 1983: Spaß am Copper Mountain (Copper Mountain) 1983: Applaus für Janet (Introducing… Janet, Kurzfilm) 1983: All in Good Taste 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, 1 Folge) 1984: The Duck Factory (Fernsehserie, 13 Folgen) 1984: Der Chaos Express / Wer hat, der hat (Finders Keepers) 1985: Einmal beißen bitte (Once Bitten) 1986: Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married) 1988: Dirty Harry V – Das Todesspiel (The Dead Pool) 1988: Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte (Earth Girls Are Easy) 1989: Mike Hammer: Mädchen, Morde und Moneten (Murder Takes All, Fernsehfilm) 1989: Pink Cadillac 1990–1994: In Living Color (Fernsehserie, 125 Folgen) 1991: Eine Nervensäge (High Strung) 1992: Der Schein trügt (Doing Time on Maple Drive, Fernsehfilm) 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective) 1994: Die Maske (The Mask) 1994: Dumm und Dümmer (Dumb & Dumber) 1995: Batman Forever 1995: Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (Ace Ventura: When Nature Calls) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (The Cable Guy) 1997: Der Dummschwätzer (Liar Liar) 1998: Die Truman Show (The Truman Show) 1998: Simon Birch 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2000: Ich, beide & sie (Me, Myself & Irene) 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: The Majestic 2003: Pecan Pie (Kurzfilm) 2003: Bruce Allmächtig (Bruce Almighty) 2004: Vergiss mein nicht! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) 2004: Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events) 2005: Dick und Jane (Fun with Dick and Jane) 2007: Number 23 (The Number 23) 2008: Horton hört ein Hu! (Horton Hears a Who!, Stimme von Horton) 2008: Der Ja-Sager (Yes Man) 2009: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) 2009: I love you Phillip Morris 2010: Presidential Reunion (Kurzfilm) 2011: Mr. Poppers Pinguine (Mr. Popper’s Penguins) 2012: 30 Rock (Fernsehserie, 1 Folge) 2013: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues) 2013: Hawking (Dokumentation) 2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone) 2013: Kick-Ass 2 2014: Dumm und Dümmehr (Dumb and Dumber To) 2016: The Bad Batch 2016: Dark Crimes 2017: Jim und Andy (Jim & Andy: The Great Beyond, Dokumentarfilm) 2018–2020: Kidding (Fernsehserie, 20 Folgen) 2020: Sonic the Hedgehog Auszeichnungen/Nominierungen (Auswahl) Golden Globe Award 1995: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Die Maske 1998: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Dummschwätzer 1999: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Drama – für Die Truman Show 2000: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Mondmann 2001: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Grinch 2005: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Vergiss mein nicht! 2018: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehserie – Komödie – für Kidding Goldene Himbeere 1995: Nominierung: Schlechtester Newcomer: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Dumm und Dümmer und Die Maske 2008: Nominierung: Schlechtester Schauspieler: Number 23 MTV Movie Awards 1995: Bester Komiker: (Dumm und Dümmer) und Bester Filmkuss: (mit Lauren Holly in Dumm und Dümmer) 1996: Bester Schauspieler (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) und Bester Komiker: (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) 1997: Bester Bösewicht (Cable Guy – Die Nervensäge) und Bester Komiker (Cable Guy – Die Nervensäge) 1998: Bester Komiker (Der Dummschwätzer) 1999: Bester Schauspieler (Die Truman Show) 2001: Bester Bösewicht (Der Grinch) 2009: Bester Komiker (Der Ja-Sager) Bibliografie Jim Carrey: How Roland Rolls. Illustriert von Rob Nason. Some Kind of Garden Media, 2013, ISBN 978-0-9893680-0-1. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoirs and Misinformation. Alfred A. Knopf, New York 2020, ISBN 978-0-525-65597-8. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoiren und Falschinformationen. Droemer, München 2020, ISBN 978-3-426-28258-8. Weblinks Porträt auf Cinema.com (englisch) Jim Carrey Online – Englischsprachige Fanseite Einzelnachweise Filmschauspieler Komiker Golden-Globe-Preisträger Kanadier US-Amerikaner Geboren 1962 Mann
Verfasst: 04.09.2018, 14:41 Stand: Ende August Gesamt (August): Forken: 115 (23) Stäbe: 30 (4) Ficcare: 1 (0) 8 | Grahtoe Poly Threnody 6 | 60th Street Amie Bermuda Lemonwood 6 | 60th Street Lynne Heritage Walnut 6 | 60th Street Lynne Bolivian Rosewood 6 | GoodVillageWoodcraft Heritage Walnut 5 | 60th Street Barb Barnwood 4 | GoodVillageWoodcraft Burmese Blackwood 4 | 60th Street Lynne Bermuda Lemonwood 4 | 60th Street Bev Alabaster 4 | 60th Street Ali Barnwood 4 | 60th Street Daisey Camo 4 | GoodVillageWoodcraft Earth & Sky 4 | Senza Limiti Kpo 3 | 60th Street Barb Evergreen Camo 3 | 60th Street Bev Charcoal Silvertone 2 | 60th Street Amie Field & Stream 2 | 60th Street Barb Twilight 2 | 60th Street Ali Field & Stream 2 | 60th Street Ali Mulberry 5 | Mamacat Stormy River 2 | EaduardHairsticks Denim Mist 1 | Ketylo Alabaster So langsam lassen sich Favoriten ablesen. Naja, Favoriten eher weniger... Das sind einfach die Stücke, die am häufigsten zum Wetter, Outfit und meiner Duttlaune gepasst haben. Mal gucken, wie sich das jetzt im Herbst weiter entwickelt. Im Herbst und Winter trage ich Stäbe und Flexis häufiger. Zumindest war das die letzten Jahre so. We'll see. Noch 7 ungetragene Teile. 13|1 Swerve Rosegold 07|1 Black Leather L 02|1 DIY Georg L 02|1 Sable-CP silber grün L 01|1 Native Filigree Copper, L 01|1 Native Filigree Jade Hearts XL 10|3 Ketylo, Ebony, S 04|0 60th Street Lynne Mulberry 03|1 MB Forke Dunkelgrün 03|0 Làireach-Forke Diamondply Royalblue 01|0 60th Street Daisey Raspberry Twist 01|0 Yevhenia Stick, Holz&Acryl&Gold 01|1 60th Street Daisey Mulberry 01|1 60th Street Ali Field&Stream 01|1 D&F Amerik. Nussbaum mit 5 Bändern Abalone 01|1 D&F Amerik. Nussbaum mit 3 Bändern Abalone 01|1 D&F Mahagoni mit 4 Bändern Glitter und Perlmutt 01|1 D&F Flachstab Amerik. Nussbaum NZ inspired 01|1 D&F Flachstab Robinie mit Türkis und Messing 01|1 D&F Forke, Nussbaum, Blauer Glitter 26|1 ED Blue Steel 22|2 Ketylo, Clear, S 19|0 ED Blue Topaz water 16|1 ED Forrest Pepple 13|2 H'n'M Moonstone Water 09|0 H'n'M Black 08|0 Avilee Forke Aqua 08|5 H'n'M Abalone 07|2 H'n'M Irish Spring 07|1 Spiralstab Bordeaux 05|1 H'n'M Aqua 02|2 Avilee Forke Crushed Silver 07|1 Esse rosegold mit Aquamarin 07|1 KPO, silber (breit), Walnuss, XS 05|1 Flora rosé, dunkle Nuss, XS 04|2 Angelique silber, Nuss, XS 04|0 Rosenbonbon silber, ebonisiert, XS/S 04|0 Canoa silber, Nuss, OP2, S 02|1 KPO silber, Nuss, XS/S 01|1 Mia Mondstein silber 01|0 Lacona E, silber 01|0 Geschenkstab 'Rose', Nussholz, S 05|1 Ficcare Border Blue Jeans M 02|0 Ficcare DIY "Nöppi", M 09|1 Haarnadel aus Jade 02|2 Biondo Schwarzer Acrylstab mit Abalonetopper 01|0 Spange "Mond", silber 12 Teile aussortiert, 9 Teile neu. Kann man ja schon fast Reduktion nennen. Verfasst: 02.10.2018, 19:49 Gesamt (September): Forken: 129 (14) Stäbe: 30 (0) Ficcare: 2 (1) 7 | Avilee Black Olive 6 | 60th Street Barb Barnwood 5 | GoodVillageWoodcraft Burmese Blackwood 5 | GoodVillageWoodcraft Earth & Sky 5 | Senza Limiti Kpo 4 | 60th Street Barb Evergreen Camo 4 | 60th Street Bev Charcoal Silvertone 4 | 60th Street Ali Bumble Bee 4 | GoodVillageWoodcraft Turquoise Gemwood 4 | GoodVillageWoodcraft Tahitian Jadewood 4zinkig 3 | 60th Street Pepper Heritage Walnut 2 | 60th Street Amie Turqouise Gemwood 2 | 60th Street Barb Field & Stream 2 | 60th Street Ali Charcoal WebbWood 0 | 60th Street Barb Indigo Dymalux 0 | EaduardHairsticks Forest Pebbles 2 | Ficcare Maxima Jet Black Das war ein Forkenmonat Ein neues Förkchen und ein neuer Stab sind eingezogen. Das erhöht die Anzahl ungetragener Teile auf 9 Verfasst: 05.10.2018, 07:54 Getragen im September 5 | Blatt (eingezogen am 16.08.18) 1 | KPO 1 | Skoeldpadda Goldcoast Forke 0 | Ed Ruby Water (verloren ) 0 | Ruby Bouquet XL 6 | 60th Street Sara Desert Camo 4 | 60th Street Dakota (eingezogen am 15.08.18) 1 | Ketylo Dakota (eingezogen am 15.08.18) 0 | Alpenlandkunst Nera Kirsche (ausgezogen am 15.09.18) Gesamtanzahl (Stand 05.10.18): 14 Verfasst: 31.10.2018, 10:14 Getragen im Oktober 3 | Blatt (eingezogen am 16.08.18) 2 | KPO (Rosenquarz) (eingezogen am 05.03.18) 6 | 60th Street Dakota (eingezogen am 15.08.18) 4 | 60th Street Sara Desert Camo 2 | Ketylo Dakota (eingezogen am 15.08.18) Gesamtanzahl (Stand 31.10.18): 14 Verfasst: 31.10.2018, 11:47 Jop, die Zeit rennt... Stand: Anfang November 2018 13|0 Swerve Rosegold 07|0 Black Leather L 05|2 Sable L 05|2 Sable XXS 04|1 Montana L 03|1 Autumn's Delight L 02|0 DIY Georg L 02|0 Sable-CP silber grün L 01|0 Native Filigree Copper, L 01|0 Native Filigree Jade Hearts L 11|1 Ketylo, Ebony, S 05|0 DIY Stab Royal Indigowood 04|1 Làireach-Forke Diamondply Royalblue 04|1 MB Forke Dunkelgrün 02|1 D&F Flachstab Amerik. Nussbaum NZL inspired 02|1 D&F Amerik. Nussbaum mit 5 Bändern Abalone 02|1 60th Street Daisey Mulberry 01|0 60th Street Ali Field&Stream 01|0 D&F Amerik. Nussbaum mit 3 Bändern Abalone 01|0 D&F Mahagoni mit 4 Bändern Glitter und Perlmutt 01|0 D&F Flachstab Robinie mit Türkis und Messing 01|0 D&F Forke, Nussbaum, Blauer Glitter 27|1 ED Blue Steel 22|0 Ketylo, Clear, S 18|3 H'n'M Moonstone Water 16|0 ED Forrest Pepple 10|1 H'n'M Black 09|9 "Shorty" mit blauer Spirale 09|2 H'n'M Irish Spring 09|1 H'n'M Abalone 09|1 Skoeldpadda Forke Emerald Green 08|1 Spiralstab Bordeaux 05|0 H'n'M Aqua 03|1 Avilee Forke Crushed Silver 07|0 Esse rosegold mit Aquamarin 07|0 KPO, silber (breit), Walnuss, XS 05|1 Canoa silber, Nuss, OP2, S 05|1 Rosenbonbon silber, ebonisiert, XS/S 05|0 Flora rosé, dunkle Nuss, XS 04|0 Angelique silber, Nuss, XS 02|2 KPO B, silber, lackiert, XS 02|1 Mia, Silber, Mondstein 02|1 Kugelscroos silber 02|0 KPO silber, nuss, XS/S 01|1 Fiore 1,silber, Nuss XS 01|1 Canoa light, gold, S 01|0 Lacona E mit Calzedonen, silber 00|0 Canoa light, silber, Nuss,S 05|0 Ficcare Border Blue Jeans M 04|4 Ficcarissimo Jet Black, S 09|0 Haarnadel aus Jade 02|0 Biondo Schwarzer Acrylstab mit Abalonetopper LR: WW U-Pins gehen an meine Schwägerin. So schön die Schneeflocken sind, so viele Haare fressen sie auch. Leider. Holz: Memo an mich: MB Stab lila kürzen. Acryl: der Shorty scheint gut für das nächtliche Nautilüsschen. SL: Talli hat wieder gejagt... *.* Schnabelspangen: S passt im doppelt gewickeltem Dutt...oh oh... Sonstiges: Memo an mich: auch Zuckerstange kürzen (is ja bald Weihnachten...) Verfasst: 02.11.2018, 15:41 Stand: Ende Oktober Gesamt (Oktober): Forken: 142 (13) Stäbe: 33 (3) Ficcare: 4 (2) 9 | Avilee Black Olive 7 | 60th Street Lynne Bolivian Rosewood 6 | Senza Limiti Kpo 5 | 60th Street Barb Evergreen Camo 5 | 60th Street Bev Charcoal Silvertone 5 | GoodVillageWoodcraft Turquoise Gemwood 5 | GoodVillageWoodcraft Tahitian Jadewood 4zinkig 5 | 60th Street Daisey Camo 4 | 60th Street Pepper Heritage Walnut 3 | 60th Street Ali Charcoal WebbWood 1 | 60th Street Barb Indigo Dymalux 3 | EaduardHairsticks Ice Cubes 1 | EaduardHairsticks Forest Pebbles 1 | Ketylo Twilight 0 | Northstar 4 | Ficcare Maxima Jet Black Es gab einen Neuzugang Noch 7 ungetragene Teile. Dieses Jahr habe ich schon 89,06% meiner Teile getragen. Verfasst: 04.12.2018, 09:33 14|1 Swerve Rosegold 05|1 Swerve Dark Nickel 05|0 Sable L 05|0 Sable XXS 04|1 Autumn's Delight L 04|0 Montana L 03|1 Sable-CP silber grün L 02|1 Sapphira XL 16|5 Ketylo, Ebony, S 06|1 DIY Stab Royal Indigowood 05|1 60th Street Lynne Mulberry 04|1 MB Forke Grünlila 04|0 Làireach-Forke Diamondply Royalblue 04|0 MB Forke Dunkelgrün 02|1 MB Forke Grünbraun 02|0 D&F Flachstab Amerik. Nussbaum NZL inspired 02|0 D&F Amerik. Nussbaum mit 5 Bändern Abalone 02|0 60th Street Daisey Mulberry 30|3 ED Blue Steel 27|3 Ketylo, Clear, S 20|1 ED Blue Topaz water 19|1 H'n'M Moonstone Water 17|1 ED Forrest Pepple 11|2 "Shorty" mit blauer Spirale 10|2 Spiralstab Bordeaux 10|1 H'n'M Irish Spring 10|0 H'n'M Black 09|0 H'n'M Abalone 09|0 Skoeldpadda Forke Emerald Green 06|1 H'n'M Aqua 03|0 Avilee Forke Crushed Silver 05|1 Canoa T, rosegold, S 05|1 KPO silber, XS 05|0 Canoa silber, Nuss, OP2, S 05|0 Rosenbonbon silber, ebonisiert, XS/S 03|1 KPO B, silber, lackiert, XS 02|1 Fiore 1,silber, Nuss XS 02|0 Mia, Silber, Mondstein 02|0 Kugelscroos silber 01|0 Canoa light, gold, S 09|2 Ficcarissimo, DIY Pearlized Grey, M 05|1 Ficcarissimo Jet Black, S 02|2 Ficcare Lotus Turquoise M 01|0 Fakkare Border Black, M Hab definitiv zu viel Kram... Flexis müsste ich eigtl mal aussortieren, aber irgendwo trag ich ja doch alles. Die Festive Nina passt leider nicht wirklich zu anderem Schmuck und die 8 is nicht so meins, weswegen ich dann lieber zur normalen Black greife. Die North Star ist mir fast ne Spur zu sparkly...keine Ahnung. Holzschmuck kam ziemlich kurz in der letzten Zeit. Ketylo geht immer, evtl muss ich gegen Ende des Jahres mich doch mal fragen, ob ich meine gehorteten Schätze tatsächlich adäquat "schätze". SL wird nach wie vor gerne, meist eher zu Anlässen getragen. Liegt vielleicht auch daran, dass eine KPO während des Tages gerne mal rutscht und alltagstaugliche Stäbe bei mir ja schon eher Mangelware sind (topperlastige/zu lange Canoas). Ich will endlich eine CLT haben, die würd ich wahrscheinlich non stop tragen... Vielleicht gibt es die neuen ja als T...muhaha! Schnabelspangen sind eigtl soweit alle nice und schick. Meine Border-Fakes muss ich mal aufhübschen, is vielleicht etwas für den nächsten Urlaub nächstes Jahr. Die Turquoise Lotus soll wieder ne Aqua werden. Die sonstigen Dinge mag ich so, is ja auch jetzt ziemlich abgespeckt. Mal schauen, ob die Zuckerstange dieses Jahr zum Einsatz kommt. Mein Wichtelspängchen muss auch mal wieder raus...wenn es nicht so rutschen würde...möp! Verfasst: 06.12.2018, 13:26 Wie sieht es denn für 2019 aus? Machen wir weiter mit dem Projekt? Dann darf gerne ein neues Projekt für 2019 aufgemacht werden Stand: Ende November Gesamt (November): Forken: 152 (10) Stäbe: 35 (2) Ficcare: 5 (1) 9 | Grahtoe Poly Threnody 8 | 60th Street Lynne Bolivian Rosewood 8 | 60th Street Barb Barnwood 7 | Senza Limiti Kpo 6 | GoodVillageWoodcraft Earth & Sky 6 | GoodVillageWoodcraft Tahitian Jadewood 2zinkig 5 | 60th Street Lynne Bermuda Lemonwood 3 | 60th Street Amie Field & Stream 3 | 60th Street Bev Camo 2 | EaduardHairsticks Forest Pebbles 1 | Ketylo Evergreen Camo 5 | Ficcare Maxima Jet Black Noch immer 5 ungetragene Teile.... Ich werde es vermutlich nicht schaffen, in diesem Jahr alles einmal zu tragen Besonders die Flexis wurden sehr vernachlässigt... Verfasst: 31.12.2018, 23:56 Mein Silvester verbring ich mit Mann und Doggo im kuschligen Hotel, deswegen nutze ich Zeit und Muße um meine Statistik abzuschließen. 14|0 Swerve Rosegold 05|0 Swerve Dark Nickel 04|0 Autumn's Delight L 03|0 Sable-CP silber grün L 02|1 Native Filigree Jade Hearts L 02|1 Native Filigree Copper L 02|0 Sapphira XL 01|1 Aria L 01|1 Starla U-Pins long 01|1 Posie roségold L 16|0 Ketylo, Ebony, S 06|0 DIY Stab Royal Indigowood 05|0 60th Street Lynne Mulberry 04|0 MB Forke Grünlila 03|1 MB Forke Aqua 02|1 D&F Amerik. Nussbaum mit 3 Bändern Abalone 02|1 D&F Mahagoni mit 4 Bändern Glitter und Perlmutt 02|1 D&F Flachstab Robinie mit Türkis und Messing 02|1 Yevhenia Stick, Holz&Acryl&Gold 02|0 MB Forke Grünbraun 31|1 ED Blue Steel 28|1 Ketylo, Clear, S 21|1 ED Blue Topaz water 19|2 ED Forrest Pepple 19|0 H'n'M Moonstone Water 18|8 H'n'M Black 11|0 "Shorty" mit blauer Spirale 10|0 Spiralstab Bordeaux 10|0 H'n'M Irish Spring 09|3 Lady Idun Icicle 06|0 H'n'M Aqua 04|1 Avilee Forke Crushed Silver 03|3 Ketylo weiß, S 08|1 Esse rosegold mit Aquamarin 06|1 KPO, roségold, dunkle Nuss, XS 05|0 KPO silber, XS 05|0 Canoa T, rosegold, S 04|1 KPO B, silber, lackiert, XS 03|1 Mia, Silber, Mondstein 02|1 Lacona E mit Calzedonen, silber 02|1 Bel silber, Labradorit 02|1 Notenschlüssel, silber, XS/S 02|0 Fiore 1,silber, Nuss XS 09|0 Ficcarissimo, DIY Pearlized Grey, M 07|2 Ficcarissimo Jet Black, S 02|0 Ficcare Lotus Turquoise M 01|1 Zuckerstange LR: Ich hatte für meine Schwägerin einiges bestellt, von dem ihr leider nur ein Bruchteil zugesagt hat. Den Rest hab ich jetzt erst einmal zwecks Lagern und Ausprobieren eingefügt. Lange U-Pins sind echt schwer für mich zu verbauen, die ziehen höchstwahrscheinlich weiter...Aria ist eigentlich ganz cool...Posie wurde bisher nur von Schwägerin getragen. Sieger 2018: dunkel und eher schnörkelos. Die Swerves und meine schwarzen Flexis sind meine Favoriten. Holz: der schwarze Ketylo kam am meisten raus. Insgesamt ist es hier bunter, generell trag ich Holz aber nicht so oft, obwohl das Wetter eigtl meist gnädig war - bin wohl ein kleiner Angsthase. Die Stäbe von MB lass ich leider häufig liegen, Forken plustern Feendutts einfach besser auf. Acryl: generell hab ich oft Acryl getragen. Basisfarben dominierten. Wird wohl so bleiben. SL: gut, die Esse musste raus, so teuer wie war... ansonsten KPOs und Canoas. Schnabelspangen: hier haben ganz klar die Ficcarissimos gewonnen...dabei besitze ich erst seit diesem Jahr welche. Sonstiges: Jadenadel Nehme mir für die Zukunft vor Siegerbilder einzufügen. Bis nächstes Jahr, hier geht's zum Haarschmuck-Rennen 2019. Verfasst: 02.01.2019, 20:29 Stand: Ende Dezember Gesamt (Dezember): Forken: 168 (16) Stäbe: 36 (1) Flexis: 5 (2) Ficcare: 6 (1) 11 | Avilee Black Olive 9 | 60th Street Lynne Bolivian Rosewood 9 | 60th Street Barb Barnwood 7 | 60th Street Lynne Bermuda Lemonwood 7 | 60th Street Lynne Heritage Walnut 7 | GoodVillageWoodcraft Burmese Blackwood 6 | 60th Street Bev Charcoal Silvertone 5 | 60th Street Ali Barnwood 5 | 60th Street Ali Charcoal WebbWood 4 | 60th Street Bev Camo 3 | 60th Street Amie Turqouise Gemwood 3 | 60th Street Barb Twilight 6 | Mamacat Stormy River 2 | Northstar 1 | Ficcare Maxima Jewel Black Quartz 4 ungetragene Teile. Das finde ich völlig okay. Ich werde aber mal gucken, ob nicht die ein oder andere Flexi wieder auszieht Ich habe an 58,9% der Tage Haarschmuck außer Haus getragen. Davon 78,1% Forken, 16,8% Stäbe, 2,8% Ficcare und 2,3% Flexis. Es wird endlich Zeit für meinen Jahresabschluss... Mir ist aufgefallen, dass der April irgendwie verloren gegangen ist. Getragen im April 5 | KPO (Rosenquarz) (eingezogen am 05.03.18) 4 | KPO 4 | Skoeldpadda Goldcoast Forke 0 | Lovely Circle Aurora Borealis XL Außerdem fehlen noch die letzten zwei Monate... Getragen im November 2 | Souvenirforke (eingezogen Anfang November '18) 5 | 60th Street Dakota (eingezogen am 15.08.18) 6 | GVWC Rosewood Burgundy(eingezogen am 29.05.18) 2 | 60th Street Sara Desert Camo Getragen im Dezember 2 | Blatt (eingezogen am 16.08.18) 7 | 60th Street Dakota (eingezogen am 15.08.18) 1 | 60th Street Sara Desert Camo Und jetzt zur Jahresübersicht: 28 | KPO (Rosenquarz) (eingezogen am 05.03.18) 27 | KPO 14 | Blatt (eingezogen am 16.08.18) 6 | Norsi 3 | Rosa (ausgezogen am 19.03.18) 40 | Skoeldpadda Goldcoast Forke 23 | Skoeldpadda Crushed Yellow (eingezogen am 22.02.18) 10 | Ed Ruby Water (verloren ) 4 | Souvenirforke (eingezogen Anfang November '18) 24 | Ruby Bouquet XL 3 | Bow (gold) XS 45 | 60th Street Sara Desert Camo 33 | GVWC Rosewood Burgundy(eingezogen am 29.05.18) 24 | 60th Street Dakota (eingezogen am 15.08.18) 18 | Ketylo Dakota (eingezogen am 15.08.18) 17 | Ketylo Tropical Passionwood In Gold, Silber und Bronze habe ich mal die meistgetragenen Stücke markiert. 1. Desert Camo Dymondwoodforke (60th Street) - 45 2. Gold Coast Acrylforke (Sköldpadda) - 40 3. Rosewood Burgundy Dymondwoodforke (GWVC) - 33 Die Schlusslichter, die ich nicht eh schon abgegeben habe: Norsi - 6 Da sich die Sammlung im Laufe des Jahre verändert hat, habe ich mal noch ausgerechnet, wie oft ich die Stücke pro Monat (in dem ich sie besessen habe) getragen habe. Dabei ergeben sich folgende Gewinner, wobei zu berücksichtigen ist, dass diese Stücke wohl auch den Vorteil hatten, dass sie den Reiz des Neuen hatten: 1. Dakota Dymondwoodforke (60th Street)- 4,8/Monat 2. Rosewood Burgundy Dymondwoodforke (GWVC) - 4,13/Monat 3. Ketylo Dakota - 3,6/Monat Bis auf die oben genannten Schlusslichter und die Stücke, die ich eh schon nicht mehr besitze, habe ich im Schnitt auch alle Teile mindestens zwei Mal im Monat getragen. Insofern kann ich insgesamt zufrieden mit meiner Sammlung sein. Dieses Jahr möchte ich erstmal nicht am Haarschmuckrennen teilnehmen, da ich mich vor allem in meinem Gefühl bestärkt fühle. Ich weiß auch so ziemlich genau, was mir gefällt und was ich auch trage. Dafür und wegen der kleinen Sammlung lohnt sich der Aufwand für mich gerade nicht. Trotzdem bin ich froh teilgenommen zu haben.
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Welche Auszeichnungen hat Jim Carrey für seine schauspielerischen Leistungen erhalten?
James Eugene „Jim“ Carrey (* 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Seit der Filmkomödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv von 1994 ist Carrey einer der erfolgreichsten Comedians in Hollywood. Für seine schauspielerischen Leistungen in Die Truman-Show (1998) und Der Mondmann (1999) gewann er jeweils einen Golden Globe Award. Karriere Carrey wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Klassenclown, dessen Vorbild Jerry Lewis ist, brachte bereits in der Schulzeit seine Mitschüler mit regelmäßigen Auftritten zum Lachen. Im Alter von zehn Jahren bewarb er sich bei der Carol-Burnett-Show. Mit 15 Jahren stand Carrey als Stand-up-Komiker auf den Bühnen verschiedener Comedy-Clubs in Toronto. 1978 brach er aus finanziellen Gründen seine Schulausbildung ab und zog nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Schon kurz darauf war er ein festes Ensemble-Mitglied in Mitzi Shore’s Comedy Store und übernahm auch kleinere Nebenrollen in Filmen. Seinen Durchbruch als Komiker hatte Carrey 1982, als er bei einer Tournee des Entertainers Rodney Dangerfield im Vorprogramm auftrat. Im gleichen Jahr bekam er seine eigene TV-Show The Duck Factory. 1985 gab er in Einmal beißen bitte sein Leinwanddebüt und wirkte 1986 in Francis Ford Coppolas Peggy Sue hat geheiratet mit. 1987 spielte Carrey seine erste Hauptrolle als sexhungriger Außerirdischer in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte, die 1989 in die Kinos kam. In dem Thriller Dirty Harry V – Das Todesspiel verkörpert Jim Carrey an der Seite von Clint Eastwood in einer kleinen Nebenrolle einen drogenabhängigen Rocksänger, der den Guns n’ Roses-Song Welcome to the Jungle singt. Ab 1990 war er in der Sitcom In Living Color zu sehen. Weltweit bekannt wurde Carrey 1994 durch die Titelrolle in der Slapstick-Komödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv. Der Film fiel bei den Kritikern durch und brachte Carrey eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechtester Neu-Star ein, kam beim Publikum jedoch gut an und spielte mehr als 72 Millionen Dollar ein. Carrey wurde nach diesem Erfolg noch im gleichen Jahr in zwei weiteren Hauptrollen besetzt: Sowohl Die Maske als auch Dumm und Dümmer wurden zu Erfolgen, ebenso die Fortsetzung Ace Ventura – Jetzt wird’s wild im Folgejahr. Die drei Filme spielten in den Vereinigten Staaten jeweils über 100 Millionen Dollar ein und bescherten Carrey zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem Komödienstar des Jahres 1995, People’s Choice Award), was ihm den Ruf eines „neuen Jerry Lewis“ einbrachte. Carreys ausgeprägte Gestik und Mimik sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen. In der erfolgreichen Comic-Verfilmung Batman Forever wirkte Carrey in der Rolle des Schurken Riddler mit. Er konnte nun höhere Gagen als bisher fordern. 1996 erhielt er für Cable Guy 20 Millionen Dollar, allerdings blieb der Film finanziell hinter den Erwartungen zurück. 1997 verbuchte Carrey wieder einen großen Erfolg mit Der Dummschwätzer, welcher über 300 Millionen Dollar einspielte und ihm eine Nominierung für den Golden Globe als bester Komödiant einbrachte. In Peter Weirs Drama Die Truman Show spielte Carrey seine erste tragikomische Rolle. Der Film handelt von einem Mann, der seit seiner Geburt ohne sein Wissen die Hauptrolle in einer Fernsehserie spielt. Dieser Film war nicht nur an den Kinokassen erfolgreich, sondern brachte Carrey Kritikerlob ein. Auch in seinem nächsten Projekt Der Mondmann zeigte er sich 1999 von seiner ernsthaften Seite und stellte Andy Kaufman dar, einen in den USA sowohl verehrten als auch umstrittenen Komiker. Für Die Truman Show und Der Mondmann wurde Carrey jeweils mit dem Golden Globe für die beste Darstellung in einem Drama beziehungsweise einer Komödie ausgezeichnet, womit er sich als ernstzunehmender Schauspieler etabliert hatte. Carrey spielte ab dem Jahr 2000 in mehreren finanziell erfolgreichen Slapstick-Komödien wie Ich, beide & sie (2000), Der Grinch (2000), Bruce Allmächtig (2003), Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (2004) und Dick und Jane (2005) die Hauptrolle. Daneben wirkte er aber auch in Filmen wie The Majestic (2001), Vergiss mein nicht! (2004) und Number 23 (2007) mit, die von seiner gängigen Rollenbesetzung abwichen. Vergiss mein nicht! wurde von den Kritikern gelobt und gewann den Europäischen Filmpreis als bester nicht-europäischer Film sowie den Oscar für das beste Drehbuch. Ursprünglich war er auch für die Rolle des Captain Jack Sparrow in der Pirates of the Caribbean-Reihe vorgesehen, welche letztlich aber an Johnny Depp vergeben wurde. 2008 lieh Jim Carrey der Titelfigur im Animationsfilm Horton hört ein Hu! seine Stimme und spielte die Hauptrolle in Der Ja-Sager. Ende des Jahres 2009 kam eine Neuinterpretation des Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte durch Regisseur Robert Zemeckis, Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, in die Kinos. Bei diesem Film lieh Carrey seine Stimme dem mürrischen Scrooge und zweien der drei Weihnachtsgeister. Im Jahr 2011 spielte Carrey gemeinsam mit 6 Eselspinguinen die Hauptrolle in Mr. Poppers Pinguine. Im November 2014 erschien Dumm und Dümmehr, die Fortsetzung von Dumm und Dümmer. Auf George Martins 1998 erschienenem Beatles-Tributealbum In My Life sang er den Titel I Am The Walrus. Seit Oktober 2020 spielt Carrey Joe Biden, den amerikanischen Präsidenten, in Saturday Night Live. Sein deutscher Synchronsprecher ist meist Stefan Fredrich. Politische Äußerungen Seit etwa 2009 äußert sich Jim Carrey ablehnend gegenüber Impfungen, Herstellern von Impfstoffen und medizinischen Verbänden. Er rief zum Widerstand auf. Carrey suggertierte, dass Impfungen Autismus auslösten und relativierte seine Aussagen auf Kritik. In der COVID-19-Pandemie verhöhnte er mit einem Social-Media-Video eine Rede Donald Trumps. Privatleben Carrey war von 1987 bis 1995 mit Melissa Womer verheiratet, aus dieser Ehe stammt eine 1987 geborene Tochter, Jane Carrey. Von 1996 bis 1997 war er mit der Schauspielerin Lauren Holly, seinem Co-Star aus Dumm und Dümmer, verheiratet. Während der Dreharbeiten zu Ich, beide & sie (1999) war Carrey mit seiner Filmpartnerin Renée Zellweger liiert. 2004 bekam er zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von 2005 bis März 2010 lebte Carrey mit dem Model Jenny McCarthy zusammen. Anfang April 2010 gab Carrey auf Twitter bekannt, dass man sich nach fünf Jahren in aller Freundschaft getrennt habe. Am 24. August 2011 sorgte Carrey mit einer Videobotschaft an die Schauspielerin Emma Stone für Aufsehen, in der er ihr seine Liebe gesteht. Zu Spekulationen, ob dies ernst gemeint sei oder bloß kalkulierte Satire, äußerte sich Carrey selbst nicht. Von 2012 bis 2015 war Carrey in einer On-Off-Beziehung mit der depressiven Visagistin Cathriona White (* 14. September 1985; † 28. September 2015). Vier Tage vor dem Suizid der Irin in Los Angeles trennte sich das Paar, wobei er gegen ein Ende der Beziehung gewesen sein soll. Sie soll bereits nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2012 versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Im August 2017 veröffentlichte Carrey auf dem Videoportal Vimeo den sechsminütigen Film I Needed Color von David Bushell, in dem er sich als „besessenen“ Maler vorstellt: „I had become so obsessed that there was nowhere to move in my home.“ Der aufwändige Film zeigt Carrey bei der Arbeit im Atelier und viele seiner Werke. Im Off-Kommentar erklärt Carrey, was am Malen für ihn wichtig ist. Filmografie (Auswahl) 1983: The Sex and Violence Family Hour (Kurzfilm) 1983: Spaß am Copper Mountain (Copper Mountain) 1983: Applaus für Janet (Introducing… Janet, Kurzfilm) 1983: All in Good Taste 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, 1 Folge) 1984: The Duck Factory (Fernsehserie, 13 Folgen) 1984: Der Chaos Express / Wer hat, der hat (Finders Keepers) 1985: Einmal beißen bitte (Once Bitten) 1986: Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married) 1988: Dirty Harry V – Das Todesspiel (The Dead Pool) 1988: Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte (Earth Girls Are Easy) 1989: Mike Hammer: Mädchen, Morde und Moneten (Murder Takes All, Fernsehfilm) 1989: Pink Cadillac 1990–1994: In Living Color (Fernsehserie, 125 Folgen) 1991: Eine Nervensäge (High Strung) 1992: Der Schein trügt (Doing Time on Maple Drive, Fernsehfilm) 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective) 1994: Die Maske (The Mask) 1994: Dumm und Dümmer (Dumb & Dumber) 1995: Batman Forever 1995: Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (Ace Ventura: When Nature Calls) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (The Cable Guy) 1997: Der Dummschwätzer (Liar Liar) 1998: Die Truman Show (The Truman Show) 1998: Simon Birch 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2000: Ich, beide & sie (Me, Myself & Irene) 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: The Majestic 2003: Pecan Pie (Kurzfilm) 2003: Bruce Allmächtig (Bruce Almighty) 2004: Vergiss mein nicht! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) 2004: Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events) 2005: Dick und Jane (Fun with Dick and Jane) 2007: Number 23 (The Number 23) 2008: Horton hört ein Hu! (Horton Hears a Who!, Stimme von Horton) 2008: Der Ja-Sager (Yes Man) 2009: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) 2009: I love you Phillip Morris 2010: Presidential Reunion (Kurzfilm) 2011: Mr. Poppers Pinguine (Mr. Popper’s Penguins) 2012: 30 Rock (Fernsehserie, 1 Folge) 2013: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues) 2013: Hawking (Dokumentation) 2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone) 2013: Kick-Ass 2 2014: Dumm und Dümmehr (Dumb and Dumber To) 2016: The Bad Batch 2016: Dark Crimes 2017: Jim und Andy (Jim & Andy: The Great Beyond, Dokumentarfilm) 2018–2020: Kidding (Fernsehserie, 20 Folgen) 2020: Sonic the Hedgehog Auszeichnungen/Nominierungen (Auswahl) Golden Globe Award 1995: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Die Maske 1998: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Dummschwätzer 1999: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Drama – für Die Truman Show 2000: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Mondmann 2001: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Grinch 2005: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Vergiss mein nicht! 2018: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehserie – Komödie – für Kidding Goldene Himbeere 1995: Nominierung: Schlechtester Newcomer: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Dumm und Dümmer und Die Maske 2008: Nominierung: Schlechtester Schauspieler: Number 23 MTV Movie Awards 1995: Bester Komiker: (Dumm und Dümmer) und Bester Filmkuss: (mit Lauren Holly in Dumm und Dümmer) 1996: Bester Schauspieler (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) und Bester Komiker: (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) 1997: Bester Bösewicht (Cable Guy – Die Nervensäge) und Bester Komiker (Cable Guy – Die Nervensäge) 1998: Bester Komiker (Der Dummschwätzer) 1999: Bester Schauspieler (Die Truman Show) 2001: Bester Bösewicht (Der Grinch) 2009: Bester Komiker (Der Ja-Sager) Bibliografie Jim Carrey: How Roland Rolls. Illustriert von Rob Nason. Some Kind of Garden Media, 2013, ISBN 978-0-9893680-0-1. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoirs and Misinformation. Alfred A. Knopf, New York 2020, ISBN 978-0-525-65597-8. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoiren und Falschinformationen. Droemer, München 2020, ISBN 978-3-426-28258-8. Weblinks Porträt auf Cinema.com (englisch) Jim Carrey Online – Englischsprachige Fanseite Einzelnachweise Filmschauspieler Komiker Golden-Globe-Preisträger Kanadier US-Amerikaner Geboren 1962 Mann
Film V/H/S: Viral Stream kostenlos online in HD anschauen - Filmpalast.to V.H.S.Viral.2014.German.720p.BluRay.x264-ENCOUNTERS "Vicious Circle": Kevin ist begeistert von seinem neuen Bildaufnahmegerät. Als draußen eine Verfolgungsjagd ihren Lauf nimmt, hängt sich Kevin dran. "Dante the Great": Ein Bühnenmagier entdeckt das schaurige Geheimnis des Capes von Harry Houdini. "Parallel Monsters": Alfonso findet eine Tür in eine andere Dimension. Dort trifft er sein Ebenbild, und man beschließt, mal kurz die Welt zu tauschen. "Bonestorm": Eine Gruppe junger Skatepunks stolpert in den Kanälen von Los Angeles über eine satanistische Kultstätte. 5977 5.4 / 10 von 117 Votes 1 (sehr schlecht) 10 (sehr gut) – Imdb: 4,2/10 47873 Nutzer haben den Stream gesehen Filmhandlung – V/H/S: Viral Justin Benson Gregg Bishop Emmy Argo Emilia Ares Zoryan Justin Welborn Vielen Dank für die geile Quali :) V.H.S.Viral.2014.German.720p.BluRay.x264-ENCOUNTERS Bild 10/10 Ton 10/10 Film 2/10Mir Persönlich haben die Vorgänger viel besser gefallen....Der einzige Kurzfilm der ok war, ist meiner meinung nach das mit den Skatern!Danke an Filmpalast, ihr seid die Besten!!!!! :D. V.H.S.Viral.German.2014.AC3.BDRiP.x264-XF Yepp der mit den Skatern war der Beste, der Zauberer war lahm, ebenso der Biker (die Episode nervte total da sie mal on mal off war), Die mit dem Paralleluniversum und den Mutanten Genitalien war ziemlich strange. Schade.. Die ersten zwei genial dafür ist der dritte fatal. Hab mir viel erhoft da die Vorgänger krass waren aber ich bekam das Gefühl verarscht zu werden ! Danke für Upload. also ich bin jetzt mal ehrlich und sage das ich die filme nicht kapiere (den zusammenhang) wenn mich nicht alles täuscht war das doch jetzt der letzte teil oder und sollte doch eigentlich alles auflösen,aber ich habe das nicht kapiert .der lädt zum schluss die ganzen videos hoch(auch von teil 1 u 2) und das ist die auflösung?das alles gefilmt wurde?also wenn mir mal jemand das alles erklären hier würde ,würde ich mich sehr freuen!zum film muss ich sagen das natürlich die anderen beiden teile besser waren aber dieser hier ging auch!nur die logik verstehe ich nicht :). Skater gegen Templer-Zombies. Ein optischer Rausch paranoider Wahnvorstellungen im Zustand eines Deliriums jagen Schnittgewitter, Störungen, Motive, Aussparungen, kruder Humor, Mind-Fucks, blanker Unsinn und Dilettantismus an einem vorbei, die Hirnsynapsen speichern nichts, es herrscht die pure reiz-orientierte Oberfläche und am Ende hatte ich den Eindruck, mit Hilfe von unkonventioneller Technik und Taktik, in die dunkle Seite des Filmemachens eingetaucht zu sein.. Ich hatte wieder einen Heidenspass bei einem V/H/S Titel. Die Skater gegen Zombies Geschichte war zwar nicht wirklich gut (aber einen Unterhaltungswert kann ich da auch nicht abschlagen) und mit der Auflösung der Zwischendrin Geschichte war ich auch nicht zufrieden aber meinen Spaß habe ich mit dem Endprodukt V/H/S: Viral gehabt. Kleine fiese Geschichten mit netten Blutgehalt. Die Geschichten sind zu keinem Zeitpunkt gruselig darauf ollte man sich einstellen. Nach meiner Meinung einen langweiligen VHS 1 und einen unglaublich überraschenden VHS 2 der sehr viel Spaß gemacht hat kommt nun ein kleiner Rückschritt.. Irgendwie nicht mehr das alte VHS, aber dennoch EINMAL ist es anschaubar!3 Geschichten, wobei ich die 2. nicht verstehe xDDAlso wegen dem Alienschwanz? oder Leuchtendes Gesicht?? Hä??Naja, vllt bin ich einfach zu BlödDie 1. Geschichte war ganz nett :DDie letzte joar, war eig die Beste von den 3en :DAch, ich weiß nicht, ob das mit der Verfolgungsjagd auch als Geschichte zählt, glaub schon, wa? :DObwohl einiges offen ist und ich mir nicht erklären kann.. 1 Teil gut, 2 Teil sehr gut, 3 Teil mangelhaft!!! Gemessen an den zuweilen verrückten, kreativen und atmosphärischen Vorgänger der V/H/S-Reihe, ist dieser dritte Teil eine Beleidigung. Einfallslosigkeit korreliert mit einer extremen Hektik und Chaotik in Sachen Erzählung und Kameraführung, die sogar für den Found Footage Bereich übertrieben ist. Zudem kann man hier auch gar nicht mehr von Found Footage sprechen, denn man bricht einfach mal in fast allen Episoden mit den Standards des Genres. Plötzlich gibt es neben den Handkameras auch noch viele andere Kameras, die wie üblich stehend die Szenen einfangen. Schade, sehr schade.. V/H/S Viral ist ganz schöner Schrott und eine herbe Enttäuschung Was die ersten beiden Teile gut gemacht haben wird jetzt einfach hier über Bord geworfen.V/H/S und V/H/S 2 glänzten mit Kreativität, Atmosphäre und eine kleine Portion Humor. V/H/S: Viral dagegen ist einfach lahm, langweilig und unkreativ, was dort gezeigt wird hat man alles schon mal gesehen und dazu kommt noch viel zu übertriebenes Kamera Gewackel was selbst für das Genre zu viel ist.Die einzelnen Kurzgeschichten sind ungruselig und ziemlicher Trash.. Dem kann ich nur zustimmen!Seth Im Gegensatz zum soliden Erstling und dem sehr guten zweiten Teil ein starker Rückgang. Nicht mal die Abspannsongs (an sich gut!) machen Anstand, sich an die ersten Teile anzulehnen. Geradezu erstaunlich, dass ich dem Streifen trotz aller Meckerei noch 3 Punkte geben kann. Aber wie gesagt, abgesehen von dem nervigen Konzeptbruch an vielen Stellen gibt es auch positive Seiten. Auch die Story mit dem Magier ist qualitativ echt nicht übel. Trotzdem insgesamt ein Ärgernis!. VIELEN DANK FUERS UPLOADEN!!! SO SCHNELL, IHR SEIT KLASSE!!!! BLUTIG, GEWALTÄTIG, GRAUSAM, EINE RUNDE SACHE!. .............VIRAL Mon-Mar-2015 3 Auf Fantasy Festival angeschaut und mein Fazit war..........anders als im Vorgänger hält sich V/H/S: VIRAL in Sachen Gewalt zurück. Einzig in der letzten Episode, in der sich einige Skateboarder gegen einen Kult zur Wehr setzen müssen, wird reichlich gesplattert. Da werden mit den fahrenden Brettern Köpfe eingeschlagen und mit einer Pistole in die Körper von Sektenmitgliedern geschossen. Rasanter und blutreicher Abschluss einer erfolgreichen Horror-Trilogie.. Dann hör auf zu denken..... ist das ein spoiler? ich denke nicht! Wieso lernt ihr Leutchen es nicht SPOILER vor Inhaltspreisgaben zu schreiben, ist das soooo schwer?Das nervt echt!Seth Jahr: 2019 Spielzeit: 107 Min. Views: 157163 Votes: 260 | Ø 8.3/10 | IMDb:8,1/10 Jahr: 2020 Spielzeit: 89 Min. Views: 73543 Votes: 268 | Ø 7.1/10 | IMDb:6,4/10 Jahr: 2020 Spielzeit: 105 Min. Views: 212658 Votes: 433 | Ø 7.6/10 | IMDb:5,6/10 Jahr: 2020 Spielzeit: 108 Min. Views: 75680 Votes: 140 | Ø 7.2/10 | IMDb:6,8/10 Jahr: 2019 Spielzeit: 99 Min. Views: 104725 Votes: 301 | Ø 8.3/10 | IMDb:6,6/10 Jahr: 2020 Spielzeit: 89 Min. Views: 159936 Votes: 231 | Ø 6.5/10 | IMDb:5,6/10 Jahr: 2020 Spielzeit: 99 Min. Views: 69677 Votes: 246 | Ø 8.4/10 | IMDb:6,8/10 Jahr: 2020 Spielzeit: 116 Min. Views: 344310 Votes: 384 | Ø 5.9/10 | IMDb:7,4/10 Jahr: 2020 Spielzeit: 102 Min. Views: 168704 Votes: 220 | Ø 5.4/10 | IMDb:4,6/10 Jahr: 2020 Spielzeit: 99 Min. Views: 66521 Votes: 158 | Ø 8/10 | IMDb:5,9/10 Jahr: 2019 Spielzeit: 124 Min. Views: 45835 Votes: 83 | Ø 3.8/10 | IMDb:4,7/10 Jahr: 2019 Spielzeit: 105 Min. Views: 107206 Votes: 283 | Ø 8.9/10 | IMDb:7,3/10 Jahr: 2019 Spielzeit: 136 Min. Views: 54378 Votes: 191 | Ø 8.6/10 | IMDb:7,5/10 Jahr: 2019 Spielzeit: 111 Min. Views: 85976 Votes: 195 | Ø 6.5/10 | IMDb:6,6/10
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Welche Auszeichnungen hat Jim Carrey für seine schauspielerischen Leistungen erhalten?
James Eugene „Jim“ Carrey (* 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Seit der Filmkomödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv von 1994 ist Carrey einer der erfolgreichsten Comedians in Hollywood. Für seine schauspielerischen Leistungen in Die Truman-Show (1998) und Der Mondmann (1999) gewann er jeweils einen Golden Globe Award. Karriere Carrey wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Klassenclown, dessen Vorbild Jerry Lewis ist, brachte bereits in der Schulzeit seine Mitschüler mit regelmäßigen Auftritten zum Lachen. Im Alter von zehn Jahren bewarb er sich bei der Carol-Burnett-Show. Mit 15 Jahren stand Carrey als Stand-up-Komiker auf den Bühnen verschiedener Comedy-Clubs in Toronto. 1978 brach er aus finanziellen Gründen seine Schulausbildung ab und zog nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Schon kurz darauf war er ein festes Ensemble-Mitglied in Mitzi Shore’s Comedy Store und übernahm auch kleinere Nebenrollen in Filmen. Seinen Durchbruch als Komiker hatte Carrey 1982, als er bei einer Tournee des Entertainers Rodney Dangerfield im Vorprogramm auftrat. Im gleichen Jahr bekam er seine eigene TV-Show The Duck Factory. 1985 gab er in Einmal beißen bitte sein Leinwanddebüt und wirkte 1986 in Francis Ford Coppolas Peggy Sue hat geheiratet mit. 1987 spielte Carrey seine erste Hauptrolle als sexhungriger Außerirdischer in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte, die 1989 in die Kinos kam. In dem Thriller Dirty Harry V – Das Todesspiel verkörpert Jim Carrey an der Seite von Clint Eastwood in einer kleinen Nebenrolle einen drogenabhängigen Rocksänger, der den Guns n’ Roses-Song Welcome to the Jungle singt. Ab 1990 war er in der Sitcom In Living Color zu sehen. Weltweit bekannt wurde Carrey 1994 durch die Titelrolle in der Slapstick-Komödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv. Der Film fiel bei den Kritikern durch und brachte Carrey eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechtester Neu-Star ein, kam beim Publikum jedoch gut an und spielte mehr als 72 Millionen Dollar ein. Carrey wurde nach diesem Erfolg noch im gleichen Jahr in zwei weiteren Hauptrollen besetzt: Sowohl Die Maske als auch Dumm und Dümmer wurden zu Erfolgen, ebenso die Fortsetzung Ace Ventura – Jetzt wird’s wild im Folgejahr. Die drei Filme spielten in den Vereinigten Staaten jeweils über 100 Millionen Dollar ein und bescherten Carrey zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem Komödienstar des Jahres 1995, People’s Choice Award), was ihm den Ruf eines „neuen Jerry Lewis“ einbrachte. Carreys ausgeprägte Gestik und Mimik sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen. In der erfolgreichen Comic-Verfilmung Batman Forever wirkte Carrey in der Rolle des Schurken Riddler mit. Er konnte nun höhere Gagen als bisher fordern. 1996 erhielt er für Cable Guy 20 Millionen Dollar, allerdings blieb der Film finanziell hinter den Erwartungen zurück. 1997 verbuchte Carrey wieder einen großen Erfolg mit Der Dummschwätzer, welcher über 300 Millionen Dollar einspielte und ihm eine Nominierung für den Golden Globe als bester Komödiant einbrachte. In Peter Weirs Drama Die Truman Show spielte Carrey seine erste tragikomische Rolle. Der Film handelt von einem Mann, der seit seiner Geburt ohne sein Wissen die Hauptrolle in einer Fernsehserie spielt. Dieser Film war nicht nur an den Kinokassen erfolgreich, sondern brachte Carrey Kritikerlob ein. Auch in seinem nächsten Projekt Der Mondmann zeigte er sich 1999 von seiner ernsthaften Seite und stellte Andy Kaufman dar, einen in den USA sowohl verehrten als auch umstrittenen Komiker. Für Die Truman Show und Der Mondmann wurde Carrey jeweils mit dem Golden Globe für die beste Darstellung in einem Drama beziehungsweise einer Komödie ausgezeichnet, womit er sich als ernstzunehmender Schauspieler etabliert hatte. Carrey spielte ab dem Jahr 2000 in mehreren finanziell erfolgreichen Slapstick-Komödien wie Ich, beide & sie (2000), Der Grinch (2000), Bruce Allmächtig (2003), Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (2004) und Dick und Jane (2005) die Hauptrolle. Daneben wirkte er aber auch in Filmen wie The Majestic (2001), Vergiss mein nicht! (2004) und Number 23 (2007) mit, die von seiner gängigen Rollenbesetzung abwichen. Vergiss mein nicht! wurde von den Kritikern gelobt und gewann den Europäischen Filmpreis als bester nicht-europäischer Film sowie den Oscar für das beste Drehbuch. Ursprünglich war er auch für die Rolle des Captain Jack Sparrow in der Pirates of the Caribbean-Reihe vorgesehen, welche letztlich aber an Johnny Depp vergeben wurde. 2008 lieh Jim Carrey der Titelfigur im Animationsfilm Horton hört ein Hu! seine Stimme und spielte die Hauptrolle in Der Ja-Sager. Ende des Jahres 2009 kam eine Neuinterpretation des Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte durch Regisseur Robert Zemeckis, Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, in die Kinos. Bei diesem Film lieh Carrey seine Stimme dem mürrischen Scrooge und zweien der drei Weihnachtsgeister. Im Jahr 2011 spielte Carrey gemeinsam mit 6 Eselspinguinen die Hauptrolle in Mr. Poppers Pinguine. Im November 2014 erschien Dumm und Dümmehr, die Fortsetzung von Dumm und Dümmer. Auf George Martins 1998 erschienenem Beatles-Tributealbum In My Life sang er den Titel I Am The Walrus. Seit Oktober 2020 spielt Carrey Joe Biden, den amerikanischen Präsidenten, in Saturday Night Live. Sein deutscher Synchronsprecher ist meist Stefan Fredrich. Politische Äußerungen Seit etwa 2009 äußert sich Jim Carrey ablehnend gegenüber Impfungen, Herstellern von Impfstoffen und medizinischen Verbänden. Er rief zum Widerstand auf. Carrey suggertierte, dass Impfungen Autismus auslösten und relativierte seine Aussagen auf Kritik. In der COVID-19-Pandemie verhöhnte er mit einem Social-Media-Video eine Rede Donald Trumps. Privatleben Carrey war von 1987 bis 1995 mit Melissa Womer verheiratet, aus dieser Ehe stammt eine 1987 geborene Tochter, Jane Carrey. Von 1996 bis 1997 war er mit der Schauspielerin Lauren Holly, seinem Co-Star aus Dumm und Dümmer, verheiratet. Während der Dreharbeiten zu Ich, beide & sie (1999) war Carrey mit seiner Filmpartnerin Renée Zellweger liiert. 2004 bekam er zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von 2005 bis März 2010 lebte Carrey mit dem Model Jenny McCarthy zusammen. Anfang April 2010 gab Carrey auf Twitter bekannt, dass man sich nach fünf Jahren in aller Freundschaft getrennt habe. Am 24. August 2011 sorgte Carrey mit einer Videobotschaft an die Schauspielerin Emma Stone für Aufsehen, in der er ihr seine Liebe gesteht. Zu Spekulationen, ob dies ernst gemeint sei oder bloß kalkulierte Satire, äußerte sich Carrey selbst nicht. Von 2012 bis 2015 war Carrey in einer On-Off-Beziehung mit der depressiven Visagistin Cathriona White (* 14. September 1985; † 28. September 2015). Vier Tage vor dem Suizid der Irin in Los Angeles trennte sich das Paar, wobei er gegen ein Ende der Beziehung gewesen sein soll. Sie soll bereits nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2012 versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Im August 2017 veröffentlichte Carrey auf dem Videoportal Vimeo den sechsminütigen Film I Needed Color von David Bushell, in dem er sich als „besessenen“ Maler vorstellt: „I had become so obsessed that there was nowhere to move in my home.“ Der aufwändige Film zeigt Carrey bei der Arbeit im Atelier und viele seiner Werke. Im Off-Kommentar erklärt Carrey, was am Malen für ihn wichtig ist. Filmografie (Auswahl) 1983: The Sex and Violence Family Hour (Kurzfilm) 1983: Spaß am Copper Mountain (Copper Mountain) 1983: Applaus für Janet (Introducing… Janet, Kurzfilm) 1983: All in Good Taste 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, 1 Folge) 1984: The Duck Factory (Fernsehserie, 13 Folgen) 1984: Der Chaos Express / Wer hat, der hat (Finders Keepers) 1985: Einmal beißen bitte (Once Bitten) 1986: Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married) 1988: Dirty Harry V – Das Todesspiel (The Dead Pool) 1988: Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte (Earth Girls Are Easy) 1989: Mike Hammer: Mädchen, Morde und Moneten (Murder Takes All, Fernsehfilm) 1989: Pink Cadillac 1990–1994: In Living Color (Fernsehserie, 125 Folgen) 1991: Eine Nervensäge (High Strung) 1992: Der Schein trügt (Doing Time on Maple Drive, Fernsehfilm) 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective) 1994: Die Maske (The Mask) 1994: Dumm und Dümmer (Dumb & Dumber) 1995: Batman Forever 1995: Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (Ace Ventura: When Nature Calls) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (The Cable Guy) 1997: Der Dummschwätzer (Liar Liar) 1998: Die Truman Show (The Truman Show) 1998: Simon Birch 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2000: Ich, beide & sie (Me, Myself & Irene) 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: The Majestic 2003: Pecan Pie (Kurzfilm) 2003: Bruce Allmächtig (Bruce Almighty) 2004: Vergiss mein nicht! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) 2004: Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events) 2005: Dick und Jane (Fun with Dick and Jane) 2007: Number 23 (The Number 23) 2008: Horton hört ein Hu! (Horton Hears a Who!, Stimme von Horton) 2008: Der Ja-Sager (Yes Man) 2009: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) 2009: I love you Phillip Morris 2010: Presidential Reunion (Kurzfilm) 2011: Mr. Poppers Pinguine (Mr. Popper’s Penguins) 2012: 30 Rock (Fernsehserie, 1 Folge) 2013: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues) 2013: Hawking (Dokumentation) 2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone) 2013: Kick-Ass 2 2014: Dumm und Dümmehr (Dumb and Dumber To) 2016: The Bad Batch 2016: Dark Crimes 2017: Jim und Andy (Jim & Andy: The Great Beyond, Dokumentarfilm) 2018–2020: Kidding (Fernsehserie, 20 Folgen) 2020: Sonic the Hedgehog Auszeichnungen/Nominierungen (Auswahl) Golden Globe Award 1995: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Die Maske 1998: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Dummschwätzer 1999: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Drama – für Die Truman Show 2000: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Mondmann 2001: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Grinch 2005: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Vergiss mein nicht! 2018: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehserie – Komödie – für Kidding Goldene Himbeere 1995: Nominierung: Schlechtester Newcomer: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Dumm und Dümmer und Die Maske 2008: Nominierung: Schlechtester Schauspieler: Number 23 MTV Movie Awards 1995: Bester Komiker: (Dumm und Dümmer) und Bester Filmkuss: (mit Lauren Holly in Dumm und Dümmer) 1996: Bester Schauspieler (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) und Bester Komiker: (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) 1997: Bester Bösewicht (Cable Guy – Die Nervensäge) und Bester Komiker (Cable Guy – Die Nervensäge) 1998: Bester Komiker (Der Dummschwätzer) 1999: Bester Schauspieler (Die Truman Show) 2001: Bester Bösewicht (Der Grinch) 2009: Bester Komiker (Der Ja-Sager) Bibliografie Jim Carrey: How Roland Rolls. Illustriert von Rob Nason. Some Kind of Garden Media, 2013, ISBN 978-0-9893680-0-1. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoirs and Misinformation. Alfred A. Knopf, New York 2020, ISBN 978-0-525-65597-8. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoiren und Falschinformationen. Droemer, München 2020, ISBN 978-3-426-28258-8. Weblinks Porträt auf Cinema.com (englisch) Jim Carrey Online – Englischsprachige Fanseite Einzelnachweise Filmschauspieler Komiker Golden-Globe-Preisträger Kanadier US-Amerikaner Geboren 1962 Mann
Politikparadox: Dezember 2012 AVAAZ: Etwas Großes ist im Gange. Email vom 30.12.2012, 13:45 Uhr Avaaz, Demokratie und die Herausforderungen unserer Zeit – noch 48 Stunden! Noch 48 Stunden bis zu unserem Ziel -- bringen wir die Arbeit von Avaaz 2013 ein weiteres Stück voran! Hier die E-Mail - Liebe Avaaz-Mitglieder, Es ist so wundervoll sich endlich so unmittelbar zusammenschließen zu können mit anderen Menschen hier auf der Erde, um für gemeinsame Interessen und Absichten einzustehen. Ich bin so froh und stolz dabei zu sein. Und manchmal kann ich es noch gar nicht glauben, dass dies alles tatsächlich wahr ist. DANKE…aus tiefstem Herzen AN ALLE Menschen, die mit dabei sind. Gemeinsam können wir so viel mehr erreichen. Etwas Großes ist im Gange. Vom Tahrir-Platz bis zur Wallstreet, von unglaublich mutigen Avaaz-Bürgerjournalisten in Syrien bis zu den Millionen Bürgern, die eine Kampagne nach der anderen gewinnen – die wahre Demokratie bahnt sich ihren Weg. Dies ist nicht der Medienzirkus unserer korrupten "Wählt-alle-4-Jahre-Demokratie" der Vergangenheit, sondern etwas, das viel, viel tiefer geht. Tief in uns selbst spüren wir unsere eigenen Möglichkeiten, jene Welt zu schaffen, von der wir alle träumen. Wir haben dafür allerdings nicht viel Zeit. Unser Planet wird von zahlreichen Krisen bedroht – Klimakrise, Nahrungsmittelkrise, Finanzkrise, die Verbreitung von Atomwaffen… Diese Krisen können uns spalten, oder zusammenbringen wie niemals zuvor. Sie sind die Herausforderungen unserer Zeit, und das Ergebnis wird darüber entscheiden, ob unsere Kinder in einer dunkleren Welt aufwachsen, oder in einer, die nach größerer Harmonie zwischen Menschen strebt. Es gilt, diese Herausforderung anzunehmen. Mit 17 Millionen hoffnungsvollen Mitgliedern – deren Zahl ständig steigt – ist Avaaz die größte internationale Online-Bewegung der Geschichte. Es gibt keine andere so große, weltweite, themenübergreifend arbeitende, demokratische, Hightech-Bürgerbewegung, die innerhalb von 24 Stunden in Hunderten von Ländern koordiniert demokratischen Druck aufbauen kann. Unser Potenzial ist einzigartig – genauso wie unsere Verantwortung. Es ist erstaunlich: Gerade einmal 20.000 von uns machen unsere gesamte Gemeinschaft möglich, indem sie wöchentlich einen kleinen Betrag von beispielsweise 2.50 € spenden, den Preis einer Tasse Kaffee. Das deckt die Betriebskosten von Avaaz. Doch um in diesen bewegten Zeiten weiterhin an vorderster Front tatkräftig aktiv sein zu können und Kampagnen zu gewinnen, müssen wir noch einen Gang zulegen – und die Zahl unserer wöchentlichen Fördermitglieder auf 40.000 verdoppeln, und so, bei allem was wir tun, unsere Durchschlagskraft zu multiplizieren. Klicken Sie unten, um dies zu ermöglichen – für den Preis einer Tasse Kaffee: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_dec_2012_ch_rb_2/?bviusbb&v=20461&a=2.50&c=EUR&p=28 Kleine, regelmäßige Spenden helfen Avaaz bei der verantwortungsbewussten Planung und der Deckung von Langzeitkosten für unser kleines Kern-Team, unsere Webseite, Technik und die Sicherheitsmaßnahmen (wenn sich unsere Kampagnen mit dubiosen Machenschaften beschäftigen, kann das schnell ganz schön teuer werden!). Sie ermöglichen uns außerdem, blitzschnell und mit gezielten Kampagnen auf Krisen zu reagieren. Eine kleine Spende von rund 2.50 € pro Woche von 20.000 weiteren Avaaz-Fördermitgliedern würde es unserem Netzwerk ermöglichen, all unsere Tätigkeiten im nächsten Jahr auszuweiten. Diese Spende könnte uns dabei unterstützen, in humanitären Notlagen Menschenleben zu retten, unseren Planeten und die Tierwelt zu beschützen, die Demokratie zu schützen, Korruption in der Politik und das organisierte Verbrechen zu bekämpfen, und den Frieden und die Armutslinderung voranzutreiben. Eine Spende an Avaaz hat doppelte Wirkung -- Sie unterstützen durch bestimmte Kampagnen die direkte Änderung eines Missstandes; zusätzlich ist jeder Beitrag ein Baustein für unser Netzwerk, das in den nächsten Jahrzehnten für einen positiven Wandel eintreten wird. Dies ist eine Investition, die sowohl kurz- und langfristig Früchte tragen wird, für unsere Kinder und für die Zukunft unseres Planeten. Klicken Sie hier, um zu spenden: Das Aufbringen von finanziellen Mitteln ist oftmals ein Problem für Organisationen, die sich für Veränderungen in der Gesellschaft einsetzen. Spenden von Regierungen oder Unternehmen würden unsere Mission zutiefst gefährden. An große Spenden sind oft Bedingungen geknüpft. Außerdem kosten Fundraising-Methoden wie Telemarketing, Postsendungen oder das direkte Ansprechen auf der Straße oft mehr, als sie einbringen. Aus diesem Grund ist das Avaaz-Modell der direkten Online-Spenden der beste Weg, den Motor des sozialen Wandels in Gang zu halten und die Versprechen unseres Netzwerkes weitestgehend umzusetzen. Mit Hoffnung und Dankbarkeit für diese großartige Gemeinschaft, Grund 1 - Was wir machen funktioniert Mit 17 Millionen Mitgliedern in jedem Land der Welt ist es uns möglich, blitzschnell auf dringende Bedürfnisse und Gelegenheiten zu reagieren. Avaaz funktioniert - gemeinsam haben wir Leben in Haiti und Burma gerettet, Regierungspolitik von Brasilien bis Japan umgekehrt und internationale Verträge vom Verbot von Streubomben bis zum Erhalt der Meere beeinflusst. Der britische Premierminister Gordon Brown sagt von Avaaz: "Ihr habt den Idealismus der Welt vorangetrieben... unterschätzt nicht euren Einfluss auf die Staats -und Regierungschefs". Der Economist schreibt, dass Avaaz bereit ist, einen "ohrenbetäubenden Weckruf an die Entscheidungsträger der Welt zu senden" und Nobelpreisträger Al Gore sagt: "Avaaz ist inspirierend und hat bereits damit begonnen, Veränderungen einzuläuten." Wir sind nur 6 Jahre alt und wachsen schnell. Je stärker unsere Mitglieder gewillt sind sich zu engagieren und zu spenden, desto mehr Einfluss werden wir haben. Spenden Sie hier: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_dec_2012_ch_rb_2/?bviusbb&v=20461&a=2.50&c=EUR&p=28 Grund 2 - Eine Spende an Avaaz ist eine Investition, die permanenten sozialen Wandel mit sich bringt Bei Avaaz finanzieren unsere Spenden nicht nur schlagkräftige Kampagnen, sondern rekrutieren auch noch mehr Menschen. Mehr Menschen bedeutet mehr Spenden und damit mehr Wirkung. Sie erzielen also nicht nur eine bestimmte Veränderung mit Ihrer Spende, sondern stellen auch sicher, dass sich unser Netzwerk vergrößert. Dies bedeutet, dass sich Ihre Spende um ein Vielfaches multipliziert und sich so zu einer permanenten und ständig wachsenden Quelle der Veränderung wird. Ein doppelter und zugleich dauernder Effekt hat einen gewaltigen philantropischen Wert. Grund 3 - Wir haben keine Bürokratie Avaaz ist ein massives Netzwerk von Bürgern, aber unsere Organisation ist winzig - nur 49 Vollzeit-Campaigner mit operativer und technologischer Unterstützung arbeiten mit. Die meisten großen globalen NGOs beschäftigen Hunderte, wenn nicht Tausende von Mitarbeitern. Unsere geringe Größe bedeutet, dass wir uns nicht auf Bürokratie oder verschiedene Verwaltungsebenen konzentrieren müssen, sondern einzig auf das Erzielen von Ergebnissen. Grund 4 - Wir werden regelmäßig kontrolliert und sind steuerlich haftbar Gerüchte über den Missbrauch von Spendengeldern schüren Angst und Misstrauen. Viel davon ist fehl am Platz, denn die meisten Organisationen sind voller integrer Mitarbeiter, die Gutes bewirken wollen. Bei Avaaz können Sie sicher sein - wir sind gesetzlich verpflichtet, alle 12 Monate eine amtliche Buchprüfung durchzuführen. Diese Bilanzkontrolle prüft gründlich jeden Aspekt unserer Bücher und unserer finanziellen Praktiken. Bisher fanden sechs Revisionen statt, und jedes Mal wurde uns ein guter Prüfungsbericht vorgelegt. (Für mehr Details bitte hier klicken). Grund 5 - Wir haben ein Weltklasse-Team, das hervorragende Arbeit leistet Campaigning, Interessenvertretung und sozialer Wandel sind ein ernsthaftes und anspruchsvolles Geschäft - je kompetenter das Team, desto mehr Einfluss haben unsere Spenden. Avaaz zieht die besten Campaigner und Interessenvertreter der Welt an. Viele unserer Kampagnendirektoren kamen zu uns, nachdem sie sie erfolgreich die Geschäftsführung von Multi-Millionen-Dollar-Organisationen wahrgenommen hatten; die meisten von ihnen haben Abschlüsse von den besten Universitäten der Welt. Spenden Sie jetzt: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_dec_2012_ch_rb_2/?bviusbb&v=20461&a=2.50&c=EUR&p=28 Grund 6 - Wir sind 100% unabhängig Grund 7 - Wir leiten das Geld weiter, wenn es Sinn macht und unterstützen die besten Bemühungen Avaaz hat knapp 4 Millionen Dollar an andere Organisationen gespendet, weil wir sie als besser positioniert angesehen haben, um das Geld in bestimmten Situationen bestmöglich einzusetzen. Zum Beispiel waren das 1,6 Mio. $ an burmesische Mönche und Hilfsgruppen, 1,3 Mio. $ an Hilfsorganisationen auf Haiti (sehen Sie sich dazu ein Video an) und über eine Mio. $ an die Hilfsbemühungen in Pakistan. Die meisten Stiftungen haben endlose Bearbeitungszeiten und unzählige Beschränkungen, was diese langsam und bürokratisch macht und so die Gefahr besteht, dass sich die positiven Effekte umkehren. Avaaz sucht sich die geeignetsten Organisationen und verzichtet auf Detailanweisungen - wir geben ihnen nur die Mittel, um ihre Kompetenz einsetzen zu können. Grund 8 - Wir sind politisch (das macht den Unterschied) Grund 9 - Wir handeln dort, wo Bedarf und Möglichkeiten am größten sind Klicken Sie hier um zu spenden: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_dec_2012_ch_rb_2/?bviusbb&v=20461&a=2.50&c=EUR&p=28 Grund 10 - Demokratische Verantwortung ist fest verankert in unserem Modell Grund 11 - Es gibt keine vergleichbare Organisation Avaaz ist die weltweit erste und einzige von Mitgliedern getragene Hightech Bewegung, die sich mit den unterschiedlichsten Angelegenheiten befasst. In einer Welt, in der die Probleme zunehmend global relevant sind und deshalb globale Lösungen brauchen, hat Avaaz eine besondere Stellung, um Wandel voranzutreiben. Keine andere Organisation kann innerhalb von 24 Stunden und in so großem Maßstab demokratischen Druck in über 194 Ländern aufbauen. Ein neuartiges Modell internetbasierter Politik, die von den Menschen ausgeht, hat schon in vielen Ländern etwas bewegen können. Avaaz bringt dieses Modell auf eine globale Ebene. Das Ergebnis ist bereits jetzt die größte Onlinebewegung in der Geschichte, und wir haben gerade erst begonnen. Machen Sie eine sichere Spende an Avaaz: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_dec_2012_ch_rb_2/?bviusbb&v=20461&a=2.50&c=EUR&p=28 Eingestellt von Gerd 49 um 15:27 Keine Kommentare : Datenspur führt in den Bundestag Danke Klaus, das ist wirklich zum Lachen: die größten Raubkopierer sind sie selber. Zum Jahresausklang ein "lustiger Artikel". Es darf nicht wahr sein! bei N-TV kann man lesen: Illegale Downloads von Filmen und TV-Serien Freitag, 28. Dezember 2012 Von Roland Peters Den Angaben zufolge werden während der Arbeitszeit auch aus den Häusern von Paramount Pictures, Warner Brothers, Disney, Sony Pictures und 20th Century Fox Urheberrechtsverletzungen begangen. Scaneye hat sich auf die Analyse von Bittorrent spezialisiert. Über das Bittorrent-Protokoll werden große Dateien von verschiedenen, wechselnden Quellen gleichzeitig heruntergeladen und am Ende zusammengesetzt. Damit ist kaum nachvollziehbar, woher etwa ein Film ursprünglich kam. Die dazu nötigen Ausgangsdateien stellen Websites wie "The Pirate Bay" bereit. Im Bundestag in Berlin gibt es indes Interesse an "Celebrity Rehab" in High Definition, dem aktuellen Actionstreifen "Premium Rush" oder auch "The Voice". In Brüssel geht die EU unter anderen mit "Take Shelter" von 2011 in Deckung und besorgt sich "Poupoupidou" samt schwedischen Untertiteln. In den Büros von Sony Pictures werden neben Filmen wie "Ice Age 4" auch Videospiele und Fernsehshows heruntergeladen. Beschäftigte von 20th Century Fox und Disney sind offenbar auch keine Engel. Diese Daten seien nur "die Spitze des Eisbergs" und damit exemplarisch, schreibt torrentfreak.com. Was machen sie ein Buhei um illegales Kopieren und Downloads, unsere selbst ernannte "Elite", unsere Gesetzgeber und die Musik- und Filmverlage! ACTA, SOPA, PIPA, CISPA und wer weiß was noch alles, und dann DAS! Die, die am lautesten nach Urheberrechtschutz schreien, sind selber die schlimmsten Raubkopierer und illegalen Downloader! Die Raubkopierer wollen die Gesetze gegen Raubkopieren machen, das ist nicht nur Politikparadox, das ist die totale Volksverarschung! Eingestellt von Gerd 49 um 23:20 Keine Kommentare : AVAAZ: Sklave mit nur 5 Jahren... Email vom 28.12.2012, 02:29 Uhr Indien verzögert das schärfste Kinderarbeits-Gesetz in seiner Geschichte..., weil die Politiker der Ansicht sind, dass es keine 'Priorität' hat! Doch die Mehrheit der Parlamentarier unterstützt das Gesetz, und alles was sie brauchen, ist ein massiver Schub der Öffentlichkeit, damit darüber abgestimmt werden kann! Erheben wir unsere Stimme für Indiens Kinder. Unterzeichnen Sie jetzt: das indische Parlament schließt zum Jahresende ohne das schärfste Gesetz gegen Kinderarbeit seiner Geschichte zu verabschieden. Schlimmer noch: Das Gesetz wird von der Mehrheit der Parlamentarier unterstützt, doch es liegt seit Wochen auf Eis, weil das Parlament der Ansicht ist, dass es keine 'Priorität' hat! Wenn die Avaaz-Gemeinschaft aufsteht, können wir die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Gesetzesvorlage lenken, und die Abstimmung darüber vorantreiben. Bitte unterzeichnen Sie diese dringend Petition und leiten Sie sie so viel wie möglich weiter -- sobald wir 1 Million Unterschriften erreicht haben, überbringen wir die Botschaft dem indischen Parlament, zusammen mit ehemaligen Kinderarbeitern: http://www.avaaz.org/de/india_child_labour_g1/?bviusbb&v=20552 Schwindelerregende 215 Millionen Kinder arbeiten in Minen, Steinbrüchen und Fabriken in aller Welt. Alle Nationen haben ein Abkommen unterschrieben, das die Beendigung der Kinderarbeit in den Mittelpunkt des jeweiligen nationalen Bildungsplans stellt -- dabei hat Indien weltweit die meisten Kinderarbeiter. Das neue Gesetz würde jede Arbeit von Kindern unter 14 Jahren verbieten und gefährliche Arbeit für Unter-18-Jährige. Das Gesetz enthält sogar Bestimmungen, die sicherstellen, dass die ärmsten Familien nicht geschädigt werden -- es verankert das Recht auf freie Bildung und Stipendien, um alle Verluste auszugleichen. Jamie, Alice, Alex, Alaphia, Lisa, Jeremy, Ricken, Dalia, Rewan, Michelle und das gesamte Avaaz-Team Danke für Ihren Einsatz gegen Kinderarbeit. http://www.avaaz.org/de/india_child_labour_g1/?tviusbb http://www.fr-online.de/wirtschaft/kinderarbeit-in-indien--grosse-nachfrage-nach-kinderarbeit-,1472780,16353590.html Indien schlägt einen Bann für Kinderarbeit for (Washington Post - englisch) Eingestellt von Gerd 49 um 08:46 Keine Kommentare : Doch die chinesische Karte? Man sollte nicht glauben, was eine einfache chinesische Drohung alles bewirken kann. Das sorgsam aufgebaute Lügengebäude um Griechenland gerät ins Wanken. Schon am 29.10.2012 schrieb ich hier: http://politikparadox.blogspot.de/2012/10/was-ist-denn-mit-den-lautsprechern-der.html Stürzt das taumelnde Griechenland aus der Eurozone, verliert China viele Milliarden. Seither müht man sich in Berlin um Athen. Vielleicht hat die neue Regierung in China ja auch ein Machtwort gesprochen denn jetzt bemüht man sich nicht nur in Berlin sondern auch im "Freundesland" zu retten was noch zu retten ist. … und es geschehen auf einmal Zeichen und Wunder. Was ist passiert? Arbeiten die Griechen jetzt mehr? Werden mehr Waren Exportiert? S&P hebt Griechen-Rating deutlich an 18.12.2012, 19:22 Uhr | dpa-AFX, AFP, t-online.de http://wirtschaft.t-online.de/s-p-hebt-griechenlands-rating-deutlich-an/id_61393042/index Gute Nachricht für die schuldengeplagten Hellenen: Der US-Ratingriese Standard & Poor's (S&P) hat Griechenlands Kreditwürdigkeit nach einem erfolgreichen Anleihenrückkauf des Landes gleich um sechs Stufen vom "teilweisen Kreditausfall" (SD) auf "B-/B" angehoben. Das entspricht einer spekulativen Anlage. S&P sprach zugleich von einem stabilen Ausblick für das neue Rating. Frisches Geld aus Anleihenkauf Zur Begründung erklärte die Ratingagentur, ihrer Meinung nach sei die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion fest entschlossen, Griechenland in der Eurozone zu behalten. Griechenland hatte zuletzt Anleihen im Volumen von mehr als 30 Milliarden Euro am Markt aufgekauft und dafür Mittel aus dem Rettungsfonds verwendet. Troika warnt vor Risiken Auch die "Troika" aus Europäischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission und Internationalem Währungsfonds (IWF) hatte am Dienstag ebenfalls erklärt, für die Rettung Griechenlands vor dem Staatsbankrott große Risiken zu sehen. Die Experten zweifeln daran, dass Athen tatsächlich seinen Verpflichtungen nachkommt und die zugesagten Reformen umsetzt. Dennoch raten sie dazu, die nächsten milliardenschweren Kredite von Euro-Ländern und IWF wie geplant fließen zu lassen und empfehlen die Auszahlung der Gelder aus dem Euro-Rettungsfonds. Die neuen Kredite für Griechenland im Umfang von 34,3 Milliarden Euro sollen nach Angaben aus Regierungskreisen in Athen bis Mittwoch ausgezahlt sein. Nach einer am Montag überwiesenen ersten Tranche von sieben Milliarden Euro sollen 11,3 Milliarden Euro für den Rückkauf von Staatsschulden überwiesen werden, sagte ein Regierungsvertreter. Weitere 16 Milliarden Euro würden für die Rekapitalisierung von Banken des hoch verschuldeten Landes erwartet. Quelle: dpa-AFX, AFP, t-online.de Werte "mächtigste Frau der Welt", was hatten Sie gesagt wann die letzte Zahlung sei, die wir an Griechenland leisten würden? Merken Sie nicht, das Ihre Befehlsgeber doch das machen was die wollen, egal was Sie versprechen? Dass Sie als "zweitmächtigster Mensch der Welt" auch nur verarscht werden merken Sie aber schon - oder nicht? Eingestellt von Gerd 49 um 13:00 1 Kommentar : GBPicsOnline - Frohe Weihnachten Bilder Eingestellt von Gerd 49 um 02:07 Keine Kommentare : Nach dem Amoklauf von Newtown: US-Waffenlobby will Schulen mit bewaffneten Wachen schützen Man liest die Überschrift und denkt: „Boah ey, Spitzensatire“, man liest weiter und stellt mit Erschrecken fest: „die meinen das ernst“. Eine Woche lang hat die US-Waffenlobby geschwiegen - jetzt kommt sie aus der Deckung. Auf einer Pressekonferenz warb sie dafür, nach dem Amoklauf von Newtown Schulen durch Bewaffnete zu schützen. Denn das einzige Mittel gegen einen bösen Menschen mit einer Waffe sei: ein guter Mensch mit einer Waffe. Washington - Die National Rifle Association (NRA) hat sich am Freitag erstmals nach dem Amoklauf von Newtown vor einer Woche zu dem Verbrechen geäußert. Wer erwartet hatte, die US-Waffenlobby würde sich geläutert zeigen, der irrte. Die NRA tritt für noch mehr Waffen ein. Jede Schule sollte von bewaffneten Polizisten oder Wächtern geschützt werden, forderte NRA-Vizepräsident Wayne LaPierre in Washington. Die NRA sei bereit, beim Training für entsprechende Programme zum Schutz von Schulkindern mitzuhelfen. Als Verantwortliche für solche Taten wie den Amoklauf von Newtown machte er die Medien aus. Jedes amerikanische Kind sehe bis zu seinem 18. Geburtstag 16.000 Morde. In Musikvideos und Computerspielen werde das Leben als ein Spiel dargestellt. LaPierre begründete seinen Vorstoß für bewaffnete Wachen an Schulen damit, dass schließlich auch der Präsident und sogar Sportstadien von Bewaffneten beschützt würden. "Das einzige Mittel gegen einen bösen Menschen mit einer Waffe ist ein guter Mensch mit einer Waffe." Strengere Gesetze zum Erwerb von Schusswaffen in den USA lehnte er ab. Solche Gesetze würden nichts bringen. Journalisten durften bei der Pressekonferenz im teuersten Hotel Washingtons keine Fragen stellen. Die Pressekonferenz wurde mehrfach von Gegnern der NRA unterbrochen. Gleich zu Beginn stürmte ein Mann nach vorn und rief: "Die NRA tötet unsere Kinder." Er zeigte ein Transparent mit der entsprechenden Aufschrift. Minuten später hielt eine Frau ein weiteres Transparent hoch, auf dem zu lesen stand: "Die NRA hat Blut an ihren Händen." Unmittelbar nach dem Massaker, bei dem 20 Kinder und sechs Schulmitarbeiter starben, hatte sich die NRA aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Anders als bei früheren Amokläufen hatte die Organisation keine Beileidsbekundungen für die Angehörigen der Opfer veröffentlicht. Überdies schaltete sie ihr Facebook-Konto im Internet vorübergehend ab und sendete keine Mitteilungen über den Kurznachrichtendienst Twitter. Die Tragödie löste eine landesweite Debatte über eine Reform des vergleichsweise liberalen Schusswaffenrechts der USA aus, die jahrelang am Widerstand vieler Amerikaner gescheitert war. US-Präsident Barack Obama setzt sich für eine Verschärfung der Gesetze ein. Er rief die Bürger auf, den Druck auf die Abgeordneten aufrechterhalten. "Rufen Sie Ihre Kongressvertreter so oft wie nötig an, bekennen Sie Farbe und sagen Sie im Namen unser aller Kinder: 'Es reicht'." Der Präsident will den Kongress dazu bewegen, den Verkauf von Sturmgewehren zu verbieten sowie den bisher weitgehend unkontrollierten Handel mit Waffen auf einschlägigen Messen strenger zu kontrollieren. Obamas Regierungsmannschaft soll die Reformvorschläge noch im Januar vorlegen. "Es ist an der Zeit, den Worten Taten folgen zu lassen." Mit der Ausarbeitung der Vorschläge beauftragte er Vizepräsident Joe Biden. Geht es eigentlich noch abartiger? Kann man noch perfider denken als die Mitglieder der NRA? Diese „Schmiede des eigenen Glücks“ ordnen vor lauter Geld- und Macht-Geilheit ihren eigenen Interessen alles unter. Sie wollen „böse Bewaffnete“ durch „gute Bewaffnete“ bekämpfen. Hauptsache es werden amerikanische Waffen benutzt, an deren Produktion sie entsprechend Profit haben. Kann man Menschenverachtung noch besser ausdrücken? Und das sollen „unsere Freunde“ sein? Eingestellt von Gerd 49 um 11:52 Keine Kommentare : Besinnliches zum 4. Advent Jetzt wird’s ernst mit der US „Haushaltsklippe“ Obama will Renten kürzen Von Patrick Martin 21. Dezember 2012 http://www.wsws.org/de/articles/2012/dez2012/obam-d21.shtml Die Kürzungen bei den Renten und anderen wichtigen Sozialprogrammen, die Obama zur Umschiffung der „Haushaltsklippe“ vorschlägt, markieren einen Wendepunkt in der amerikanischen Sozialpolitik. Dies zeigte sich in den jüngsten Haushaltsgesprächen des Weißen Hauses mit dem Sprecher des Repräsentantenhauses, John Boehner. Obama schlägt öffentlich vor, zukünftige Zahlungen an Rentenempfänger zu kürzen. Das zeigt klar, dass sämtliche Parteien darin übereinstimmen, dass die Arbeiterklasse und die Alten, – und nicht etwa Wall Street und die Superreichen –, für die Krise des amerikanischen Kapitalismus zahlen müssen. Presseberichten vom Dienstag zufolge bedeutet der Gegenvorschlag, den das Weiße Haus Boehners Vorschlägen entgegenstellt, eine Senkung des Inflationsausgleichs für Rentner, denn der Lebenshaltungsindex, der künftig zugrunde gelegt wird, unterschätzt absichtlich die Summe, die Rentner für ihre Grundversorgung aufwenden müssen. Der neue Lebenshaltungsindex mit der Bezeichnung „gebundener“ Verbraucherpreisindex wird die Ausgaben in den nächsten zehn Jahren um bis zu 225 Milliarden Dollar senken. Die Hälfte davon geht auf Kosten der Rentenempfänger, und der Rest auf Kosten der Pensionen von Beschäftigten der Bundesregierung im Ruhestand und anderen Hilfeempfängern. Die Vorschläge des Weißen Hauses beinhalten noch weitere reaktionäre Elemente: Das Auslaufen der Steuersenkungen der Bush-Ära soll auf Familien mit mehr als 400.000 Dollar Jahreseinkommen begrenzt werden; der Lohnsteuer-Teilrabatt soll auslaufen, was zu einer zweiprozentigen Lohnsteuererhöhung für alle amerikanischen Arbeiter führt; die Dividendensteuer, die vor allem die Reichen betrifft, soll bei zwanzig Prozent verharren, anstatt dass sie auf 39,6 Prozent angehoben wird, wie es nach den geltenden Gesetzen geboten wäre. Steuererhöhungen sollen über zehn Jahre 1,2 Billionen Dollar ausmachen. Im gleichen Zeitraum sollen Ausgabenkürzungen die gleiche Summe einbringen. Damit kommt das Weiße Haus der Forderung der Republikaner nach einer Ausgewogenheit von Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen nach. Diese angebliche Balance lässt allerdings die 1,2 Billionen Dollar an Ausgabenkürzungen außer Acht, die schon im August 2011 bei den Haushaltsverhandlungen zwischen Obama und der republikanischen Mehrheit im Kongress ausgehandelt worden waren, und die in den nächsten neun Jahren greifen sollen. Alles zusammengerechnet, wird der Plan des Weißen Hauses Kürzungen von 400 Milliarden Dollar bei den Gesundheitsausgaben (vor allem bei Medicare), 122 Milliarden Doller an Einsparungen bei den Renten und weitere 400 Milliarden Dollar bei anderen innenpolitischen Ausgaben ergeben. Zusätzlich sollen 290 Milliarden Dollar an Zinszahlungen eingespart werden. Eduardo Porter von der New York Times wies auf die historische Bedeutung hin, die eine Vereinbarung zwischen den Parteien auf dieser Grundlage bedeutet. Porter schrieb: „Die Wahrheit ist, dass der Präsident und die Republikaner im Repräsentantenhaus vereinbart haben, den Sozialstaat, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, auf den kleinsten Umfang seit fünfzig Jahren zu schrumpfen. Das ist ganz unabhängig davon, welche der beiden Billionen-Dollar-Varianten schließlich die Oberhand behält.“ Das Weiße Haus schlägt vor, die freiwilligen innenpolitischen Ausgaben von 3,1 Prozent des BIP in 2011 auf nur noch 1,7 Prozent im Jahr 2022 zu senken. Die Republikaner, die mit unterschiedlichen Daten arbeiten, wollen die Ausgaben im Inland in der gleichen Zeit von 4,3 Prozent auf 2,1 Prozent des BIP senken. Um das zu verdeutlichen, erklärte Porter: „Das würde die freiwilligen zivilen Ausgaben der Regierung auf den kleinsten Anteil an der Wirtschaftsleistung seit der Eisenhower-Regierung [in den 1950er Jahren] senken. Damals lebte ein Viertel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, Tausende Kinder hatten damals noch Kinderlähmung, und weniger als acht Prozent der unter 25jährigen Amerikaner hatten eine Collegeausbildung.“ Was in den Gesprächen zwischen Obama und Boehner ausgehandelt wird, ist mit anderen Worten ein sozialer Rückschritt beispiellosen Ausmaßes. Unter der künstlich geschaffenen Haushaltsklippe zum 31. Dezember, werden aufgrund vergangener Vereinbarungen automatisch Haushaltskürzungen und Steuererhöhungen von 600 Milliarden Dollar in Kraft treten. Unter Berufung auf dieses Damoklesschwert schlagen Vertreter der Wirtschaft, Demokraten und Republikaner vor, mit dem Abbau der Sozialreformen des zwanzigsten Jahrhunderts zu beginnen. Die Entscheidung des Weißen Hauses, das Rentensystem zu kürzen, ist von enormer politischer Bedeutung. Die Renten wurden lange Zeit als die „dritte Schiene“ der amerikanischen Politik bezeichnet. Es galt: Lass die Finger davon, oder du bist politisch tot. Obama und Boehner wollen dieses Tabu knacken und einen neuen Rahmen schaffen, um der arbeitenden Bevölkerung brutale Sparmaßnahmen aufzuzwingen. Egal wie das unmittelbare Ergebnis der Verhandlungen in Washington ausgeht, – ob noch vor dem 31. Dezember ein Handel geschlossen wird oder nicht –, die generelle Richtung ist klar: Sozialprogramme wie die Renten, Medicare und Medicaid werden ausgezehrt. Das einzige bedeutsame Gebiet, auf dem die Bundesregierung noch Geld ausgibt, sind Militär und Polizei, welche die Interessen der Finanzaristokratie verteidigen – im Ausland gegen internationale Rivalen und Revolutionen, zu Hause gegen die amerikanische Arbeiterklasse. … und in Deutschland? 21. Dezember 2012, 16:51 Uhr Haushalt nach der Bundestagswahl Schäuble plant umfangreiches Sparprogramm Auf die deutschen Steuerzahler könnten neue Belastungen zukommen: Nach SPIEGEL-Informationen lässt Finanzminister Schäuble ein Sparpaket für die Zeit nach der Bundestagswahl ausarbeiten. Teil des Plans sind ein Gesundheits-Soli und ein späterer Renteneintritt. Berlin - Die Beamten im Finanzministerium sind schon schwer beschäftigt: Nach SPIEGEL-Informationen lässt Ressortchef Wolfgang Schäuble (CDU) ein umfangreiches Sparpaket für die nächste Legislaturperiode ausarbeiten. Um den Bundeshaushalt auf künftige Belastungen vorzubereiten, die durch Konjunkturrisiken oder Gefahren der Finanz- und Euro-Krise entstehen könnten, reichen seiner Einschätzung nach die Vorgaben der Schuldenbremse nicht aus. "Ein ausreichender Abstand zur Verfassungsgrenze ist in der Haushaltsplanung zwingend erforderlich, um für unerwartete strukturelle Ausgaben- und Einnahmeentwicklungen Vorsorge zu treffen", heißt es in einer internen Vorlage des Bundesfinanzministeriums (BMF) mit dem Titel "Mittelfristige Haushaltsziele des Bundes". Schäuble hat die Vorlage bereits gebilligt. Um den entsprechenden Spielraum zu erreichen, schlagen die Beamten des BMF unter anderem vor, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent abzuschaffen und auf alle Waren und Dienstleistungen nur noch den regulären Tarif von 19 Prozent zu erheben. Diese Maßnahme brächte den öffentlichen Kassen 23 Milliarden Euro. Um zehn Milliarden Euro wollen die Beamten den Bundeszuschuss zum Gesundheitsfonds senken. Damit die Beiträge zur Krankenkasse dennoch stabil gehalten werden können, schlagen Schäubles Fachleute einen Gesundheits-Soli vor, also einen Aufschlag auf die Einkommensteuer, dessen Aufkommen der gesetzlichen Krankenversicherung zugutekommen soll. Um die Rentenkassen zu entlasten, sollen die Deutschen über die vereinbarte Regelaltersgrenze von 67 Jahren hinaus arbeiten. Die Dauer des Rentenbezugs solle "an die Lebenserwartung gekoppelt werden", schreiben die Beamten. Der Vorruhestand soll so unattraktiv gemacht werden wie möglich. "Unangemessene Anreize zur Frühverrentung müssen beseitigt werden", heißt es in dem Konzept. Bislang müssen Vorruheständler, die vor Erreichen der Regelaltersgrenze aus dem Arbeitsleben ausscheiden, pro Jahr einen Abschlag von 3,6 Prozent hinnehmen. Künftig soll das Minus 6,7 Prozent betragen. Die Schäuble-Experten schlagen zudem vor, die Witwenrenten zu kürzen. Weitere Einschnitte halten die Finanzministerialen für unausweichlich, wenn der Staat künftig an anderer Stelle Geld ausgeben will, etwa für Straßenbau oder Bildungseinrichtungen. Solche Investitionen würden "eine stärkere Begrenzung konsumtiver Ausgaben erfordern". Damit sind vor allem Sozialausgaben gemeint. Das Bundesfinanzministerium dementiert - wenig überraschend - den Bericht. Es gebe keine dementsprechenden Pläne. Der SPIEGEL hält an seiner Darstellung fest. URL: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/schaeuble-plant-umfangreiches-sparprogramm-nach-der-bundestagswahl-a-874178.html Natürlich ist von Leuten mit Millionen-Einkommen und Milliarden-Besitz nicht die Rede beim Sparen, weder in Deutschland, in den USA noch sonstwo auf der Welt. Schließlich ist man als Politiker eh nur deren Befehlsempfänger und darf es sich mit "den Märkten" nicht verderben. So werden die "armen Reichen" von jeglichen Einschränkungen verschont, im Gegenteil, wo kämen sie denn hin, wenn sie sich noch an den Sozialkosten beteiligen müssten? Es ist doch eh schon schwer genug für sie, in der Krise auf ihr Geld aufzupassen, steuervermeident anzulegen und gleichzeitig übereifrige Steuerfahnder abzuwehren. Auf Schäuble können sie aber zählen, der hat ein Herz für Steuerhinterzieher. Das ist doch was Besinnliches, oder? GBPicsOnline - 4. Advent Gästebuchbilder Eingestellt von Gerd 49 um 01:03 1 Kommentar : Avaaz, Demokratie und die Herausfordnungen unserer Zeit https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_dec_2012_ch/?bviusbb&v=20403&a=2.50&c=EUR&p=28 Spenden Sie hier: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_dec_2012_ch/?bviusbb&v=20403&a=2.50&c=EUR&p=28 Spenden Sie jetzt: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_dec_2012_ch/?bviusbb&v=20403&a=2.50&c=EUR&p=28 Klicken Sie hier um zu spenden: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_dec_2012_ch/?bviusbb&v=20403&a=2.50&c=EUR&p=28 Machen Sie eine sichere Spende an Avaaz: https://secure.avaaz.org/de/sustain_avaaz_dec_2012_ch/?bviusbb&v=20403&a=2.50&c=EUR&p=28 Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk mit 17 Millionen Mitgliedern, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. ("Avaaz" bedeutet "Stimme" oder "Lied" in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jedem Land dieser Erde; unser Team verteilt sich über 13 Länder und 4 Kontinente und arbeitet in 14 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie hier, etwas über einige der größten Aktionen von Avaaz oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter. Eingestellt von Gerd 49 um 11:10 Keine Kommentare : Malala - Petition übergeben am Montag haben Mitarbeiter von Change.org unser Anliegen und alle gesammelten Unterschriften dem Menschenrechtsbeauftragen der Bundesregierung, Markus Löning, im Auswärtigen Amt überbracht. Ein besonderes Signal: der Außenstaatssekretär Pakistans, Jalil Abbas Jilani, war ebenfalls zugegen. „Malalas Engagement ruft zu Recht weltweit Anerkennung hervor. Deutschland hat sich für ihren Schutz und ihre Behandlung engagiert”, sagte uns das Auswärtige Amt. In jedem Fall wurde unser Wunsch gehört und wir sind zu einem weiteren Dialog Anfang 2013 eingeladen! Die Übergabe der Petition wurde sogar auf der Facebook-Seite des Auswärtigen Amtes prominent mit einem Foto verbreitet. Wenn Sie hier klicken, können Sie das Übergabe-Foto jetzt mit Ihren Freunden auf Facebook teilen. Vielen, vielen Dank für Ihr Engagement. Eingestellt von Gerd 49 um 22:20 Keine Kommentare : AVAAZ: Sehen Sie was für eine verrückte, wunderschöne Sache wir gemeinsam geschaffen haben Diese Email von AVAAZ kam am 18.12.2012 um 22:06 Uhr Liebe umwerfende Avaaz-Gemeinschaft, 2012 neigt sich dem Ende zu - deswegen möchte ich für einen Moment innehalten und reflektieren, was für eine verrückte, wunderschöne Gemeinschaft voller Hoffnung und Engagement wir gemeinsam geschaffen haben. Die Zahlen sind schwindelerregend -- 17,2 Millionen von uns erhalten diese E-Mail heute und diese Zahl schießt jeden Tag weiter in die Höhe -- wir sind fast doppelt so groß wie noch vor ein paar Monaten! Wir kommen aus allen 194 Nationen, 1 Millionen aus Deutschland, 1,7 Millionen aus Brasilien und 700.000 aus Indien. Hier eine Weltkarte Wir sind gemeinsam über 100 Millionen mal aktiv geworden, sowohl on- als auch offline, und haben über 250 Millionen Freunden von unseren Kampagnen berichtet Unsere Stimmen haben Aufmerksamkeit auf kritische Themen gelenkt, mit über 15.000 Nachrichtenbeiträgen allein in diesem Jahr 400.000 von uns haben knapp 7 Millionen Dollar an Avaaz gespendet, welche an humanitäre und demokratische Organisationen weitergeleitet wurden 20.000 von uns haben bereits eigene Petition gestartet und fangen an, diese mit Hilfe unserer neuen Bürgerpetitionen-Plattform zu gewinnen Der pakistanische Präsident unterzeichnet unsere Petitionen, die geholfen hat, 3 Millionen Kinder in die Schule zu schicken Unsere gewaltige Aktion für Palästina direkt vor der EU-Kommission als sich die Außenminister trafen Aber hinter diesen Zahlen steckt so viel mehr -- tausende Geschichten von Menschen, die zusammenkommen mit einer Hoffnung, die stark genug ist, den vorherrschenden Zynismus zu überwinden und wirkliche Veränderung zu erreichen. Nicht nur im Kleinen, sondern mit wirklich weitreichenden Erfolgen. Errinern Sie sich an Malala, das unglaublich mutige Mädchen, das von den Taliban in den Kopf geschossen wurde, weil es sich für die Bildung von Mädchen in Pakistan eingesetzt hat? Innerhalb einer Woche hat das Avaaz-Team mit Partnern in Pakistan einen ambitionierten Plan erarbeitet, damit alle Kinder zur Schule gehen können - und nachdem 886.000 von uns unsere Petition unterzeichnet hatten, hat der UN Bildungsgesandte Gordon Brown sie direkt an Präsident Zardari übergeben, welcher selbst die Petition unterzeichnete! Malala war "überwältigt" als sie im Krankenhaus mit der Nachricht begrüßt wurde, dass Zardari Fördermittel gebilligt hat, damit 3 Millionen Kinder zusätzlich in die Schule gehen können! Brown hat unsere Mobilmachung als "ausschlaggebend" bezeichnet. Das war kurz bevor 1,8 Millionen von uns eine entscheidende Rolle darin gespielt haben, einen palästinensischen Staat zu schaffen. Nachdem Israel und die USA andere Länder dazu bewegen wollten bei der UN gegen Palästina zu stimmen, haben wir Meinungsumfragen in 4 Ländern durchführen lassen, tausende Telefonanrufe gemacht, mit Staatsführern Kontakt aufgenommen und eine 4-stöckige Flagge vor einem wichtigen Treffen der EU-Außenminister in Brüssel gehisst. In der entscheidenden Abstimmung haben nur 9 von 193 Ländern dagegen gestimmt! Der palästinensische Botschafter für Europa sagte "Avaaz spielte eine entscheidende Rolle darin, die Regierungen von einer Unterstützung des palästinensischen Antrags zu überzeugen. Ihre Solidarität und Ihre Unterstützung wird in ganz Palästina erinnert und gefeiert werden". Und Anfang diesen Jahres haben sage und schreibe 2,8 Millionen von uns eine kolosale Kampagne unterstützt um ACTA zu stoppen -- ein entscheidender Sieg gegen globale Konzerne, die versuchen das Internet zu zensieren. Das Abkommen konnte gestoppt werden und der Präsident des Parlaments sagte, er war "schwer beeindruckt von Avaaz’s überwältigender Petition, welche vom europäischen Parlament sehr ernst genommen wurde". Andere führende Mitglieder des Parlaments haben öffentlich unsere Stimmen zitiert, um den Einspruch der Öffentlichkeit zu demonstrieren. Das sind nur 3 von buchstäblich hunderten Geschichten, die wir alleine über dieses Jahr erzählen können! Sehen Sie sich unsere Erfolgsseite an für eine Übersicht der größten Erfolge. Ich kann kaum erwarten zu sehen, was unsere Gemeinschaft in 2013 alles schaffen kann, vom Schutz des Regenwaldes und unserer Tierwelt bis hin zur Unterstützung der Bevölkerung in Syrien und des arabischen Frühlings und der Demontage des korrupten Medienreichs von Ruport Murdoch. Wir haben wirklich etwas Unglaubliches geschaffen, einen Motor für Hoffnung und Veränderung in der Welt. Und jeder von uns hat dazu beigetragen, es Realität werden zu lassen. Das nächste Mal wenn Sie auf einem Abendessen mit Freunden oder auf einer Party sind, fragen Sie, ob sonst jemand Teil von Avaaz ist. Die Chancen stehen gut und vielleicht haben sie eine Unterhaltung über Themen, die wirklich wichtig sind. Denn wir können viel alleine erreichen, aber wenn wir zusammenkommen und zusammen bleiben ist nichts unmöglich. Mit enormer Dankbarkeit für jede liebenswerte und engagierte Person in dieser einzigartigen Gemeinschaft, Ricken und das gesamte Avaaz-Team Eingestellt von Gerd 49 um 19:14 1 Kommentar : Soll mal einer sagen, unsere Abgeordneten wissen genau was sie tun. Die selbsternannte „Elite“ will wohl mit aller Gewalt dass Deutschland Kriegspartei im Nahen Osten wird? Selbst die Grünen, die sich jahrelang gegen die Teilnahme Deutschlands an Kriegshandlungen jeder Art ausgesprochen haben, zählen heute mit zu den ersten Befürwortern. Welch seltsamer Gesinnungswandel! Wird jetzt Deutschland auch an der türkisch/syrischen Grenze verteidigt, nicht nur am Hindukusch? Bundestag berät über "Patriot"-Einsatz Der Bundestag berät heute über ein Mandat für die Entsendung deutscher "Patriot"-Raketen an die türkisch-syrische Grenze. Für die Bundesregierung ist die Entsendung eine Frage der Solidarität gegenüber dem NATO-Mitglied Türkei. Doch der Einsatz wirft nicht nur bei bei den Soldaten Fragen auf. Von Christian Thiels, SWR, ARD-Hauptstadtstudio Berlin Der Marschbefehl wird wohl noch vor Weihnachten kommen. Deutsche Luftwaffen-Soldaten sollen mit ihren "Patriot"-Flugabwehrsystemen an die türkisch-syrische Grenze verlegt werden, sobald der Bundestag zugestimmt hat. SPD und Grüne haben bereits signalisiert, die Bundesregierung unterstützen zu wollen. Wer hätte von unseren "Umfallern" auch was anderes erwartet? Maximal 400 Bundeswehrsoldaten Im Mandatstext wird die neue Bundeswehr-Auslandsmission mit der schwierigen Lage der Türkei und der Bedrohung durch Syrien begründet. In dem von Außen- und Verteidigungsministerium formulierten Papier heißt es, dass "die Verlegung deutscher 'Patriot'-Systeme im NATO-Rahmen und im gemeinsamen Verbund mit den Niederlanden die Verlässlichkeit Deutschlands als Bündnispartner" unterstreiche. Maximal 400 Frauen und Männer in Uniform können mit dem bis Ende Januar 2014 befristeten Mandat in den Einsatz gehen. Mandatstext unkonkret Doch was die genaue Einsatzausgestaltung angeht, ist der Mandatstext reichlich unkonkret. Die betroffenen Soldatinnen und Soldaten hätten noch eine Menge Fragen, bemängelt der Vorsitzende des Bundeswehr-Verbandes, Ulrich Kirsch. So sei unklar, ob die Bundeswehr überhaupt genug Raketen für den Einsatz der modernsten (und von der Türkei angeforderten) Version der "Patriot" in ihren Depots habe. Diese sogenannten PAC-3-Raketensysteme sind auf die Abwehr von Flugzeugen und vor allem Mittelstreckenraketen optimiert. Die Bundeswehr hat im Jahr 2010 von diesen Raketen 24 Stück angeschafft und dies auch stolz vermeldet. Im Ernstfall wären die aber wohl ziemlich schnell verschossen, doch über weitere Anschaffungen ist bislang nichts bekannt. Risiko: Chemiewaffen Unklar ist derzeit außerdem, wie die Soldaten vor einer möglichen Bedrohung durch syrische Chemiewaffen geschützt werden sollen. Doch das wäre wohl schon als Vorsichtsmaßnahme notwendig, wenn man einer weiteren Begründung für den Einsatz im Mandatstext folgt. Dort wird nämlich unterstrichen, dass das syrische Regime sowohl über Mittelstreckenraketen mit bis zu 700 Kilometern Reichweite als auch über ein Chemiewaffenarsenal verfüge. Damit könnten also theoretisch auch viele Städte in der Türkei getroffen werden. "Rote Linie" - und dann? Für Bundeswehrverbandschef Kirsch wirft die Mission noch weitere Fragen auf: So gebe es weder eine Exit-Strategie, noch Überlegungen für den Fall, dass Syrien tatsächlich zu den Chemiewaffen greife. Dann werde eine "rote Linie" überschritten, hatte Außenminister Guido Westerwelle betont, nachdem das Bundeskabinett den "Patriot"-Einsatz gebilligt hatte. Sieh an der Westerwelle! Gibt’s den überhaupt noch? Jetzt benutzt er den gleichen verlogenen Jargon wie die Kanzlerin und faselt von „rote Linie“. Doch um die Antwort auf die Frage, welche Folgen das dann konkret nach sich zieht, drückt sich die Politik bislang herum. Denn dann müsste die Frage diskutiert werden, ob man nun doch die Einrichtung einer Flugverbotszone über Syrien militärisch durchsetzen müsse. Dass wird im Mandatstext bislang kategorisch ausgeschlossen, doch praktischerweise beinhaltet das Mandat auch die Beteiligung deutscher Soldaten in den Besatzungen der fliegenden AWACS-Radarstationen. Die sind schon jetzt im Rahmen der NATO-Luftraumverteidigung über der Türkei unterwegs und können Hunderte Kilometer weit in syrisches Gebiet hineinschauen und hineinhorchen - und genau das tun sie natürlich auch. Typisch, zu feige um die Frage nach der Flugverbotszone zu klären und mit den Soldaten, die mal wieder auf Befehl unserer Wichtigtuer den Kopf hinhalten müssen, hat natürlich niemand gesprochen, aber dafür politisches Geschwafel ohne Ende und ... ... Parteiübergreifendes Lob für "besonnenes Verhalten der Türkei" Verständnis für die Türkei zeigen auch die Sozialdemokraten. Rainer Arnold demonstriert Vertrauen gegenüber dem NATO-Partner: "Bisher hat sich die Türkei in dieser ernsten Situation an ihrer Grenze außerordentlich besonnen verhalten. Dies muss so bleiben, aber das dürfen wir den Türken auch durchaus mal signalisieren." Bundestagsmandat bis 2014 Breite Mehrheit für "Patriot"-Einsatz in der Türkei Mit großer Mehrheit hat der Bundestag dem "Patriot"- Raketenabwehreinsatz der Bundeswehr zugestimmt. Bis zu 400 Frauen und Männer in Uniform werden im Süden der Türkei stationiert und sollen den NATO-Partner vor Angriffen aus Syrien schützen. Dagegen war nur die Linkspartei. Von Jörg Brandscheid, BR, ARD-Hauptstadtstudio Fast schon vorweihnachtliche Harmonie im Deutschen Bundestag. Es reichte eine halbe Stunde für die "Patriot"-Debatte. Schon vorab hatten Union, FDP, SPD und Grüne den Weg für eine breite Mehrheit geebnet. Dafür, dass Deutschland bis zu vierhundert Soldaten in die Türkei schickt um die Flugabwehrraketen zu bedienen. Von zwei "wichtigen politischen Signalen" spricht Elke Hoff, Verteidigungsexpertin der FDP. Dass der NATO-Bündnispartner Türkei sich auf Deutschland verlassen könne und, dass Verlass auf das Parlament sei, freut sich Hoff über eine "eine Entscheidung innerhalb kürzester Zeit. Deshalb, liebe Kolleginnen und Kollegen - auch von der Opposition -, an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön". Vorweihnachtliche Harmonie im Bundestag, wie schön, und was sagen die Soldaten und Soldatinnen zu den zwei "wichtigen politischen Signalen" Frau Hoff? Freuen die sich auch so wie Sie, dass sie Weihnachten und Neujahr in der Türkei verbringen dürfen? Übrigens Frau Hoff: ich hoffe inbrünstig, dass Ihre verteidigungspolitische Schwafelei im Herbst 2013 endgültig ein Ende hat. Eingestellt von Gerd 49 um 21:45 Keine Kommentare : Reaktion auf Bonner Bombenfund "Reflexhafter Ruf nach schärferen Gesetzen": Innenminister Friedrich will nach dem gescheiterten Bombenanschlag in Bonn mehr Kameras an öffentlichen Plätzen installieren, SPD und Grüne lehnen das ab. Die Bahn ist verärgert über Vorwürfe der Bundespolizei. Kann es sein, dass die Bombe nur dazu diente, unserem Innenminister einen Vorwand zu liefern? Schon seit Schäubles Zeit als Innenminister wird versucht, nach und nach, immer mehr zu überwachen und die im Hintergrund lassen sich immer neue Dinge einfallen. Ich lasse mich gerne verarschen wenn es intelligent gemacht ist; dann kann ich sogar darüber lachen, aber dieser „Bombenfund“ beleidigt jeden halbwegs normal denkenden Menschen, wenn Spiegel-online am 10.12.2012 schreibt: „Bonn - Eine verdächtige Reisetasche hat am Bonner Hauptbahnhof für einen Bombenalarm gesorgt. Sie enthielt Metallbehälter, die mit einem Pulver gefüllt waren, bei dem es sich um "potenziell zündfähiges Material" handelt. Das teilte die Polizei am Montagabend mit.“ […]Nach dem Fund war das Gebäude gegen 14 Uhr gesperrt und die Tasche von Spezialisten etwa eine Stunde später durch Beschuss mit einem Wassergewehr kontrolliert gesprengt worden. Darin befand sich offenbar unter anderem eine Uhr, an der Drähte befestigt waren. Diese ragten aus der Tasche hinaus.[…] Wer glaubt denn dass ein Terrorist, der eine Bombe unauffällig zünden will, sie auffällig mitten auf einen Bahnsteig stellt. Weshalb ich mich aber regelrecht für einen Idioten gehalten fühle: Warum um Gotteswillen müssen Drähte aus der Tasche herausragen? Zum Bombenzünden total überflüssig, zum Angst machen aber bestens geeignet. So doof kann kein Terrorist sein! Aber es kommt noch schlimmer: Diletantismus nicht nur bei den Bombenbauern! Spiegel-Online am 11.12.2012: Ob die Konstruktion tatsächlich hätte explodieren können, war auch am frühen Dienstagmorgen noch unklar. „[…]Zwei Stunden später beschossen Entschärfer der Bundespolizei die Tasche mit Wasser. Dabei wurde ein "verdächtiger Gegenstand" zerlegt. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts nahmen die Einzelteile unter die Lupe.“ Spiegel-online in einem anderen Artikel am gleichen Tag „[…]Die Ermittler stuften die Chemikalien als "zündfähiges Material" ein, ob es allerdings tatsächlich hätte gezündet werden können, war nach den ersten kriminaltechnischen Untersuchungen noch unklar. Jedenfalls fiel der Verdacht ziemlich schnell auf die Salafisten der Stadt.“ - irgendwie bekannt, erinnert an NSU, da wurde ja auch sofort nach zehn Jahren in die richtige Richtung ermittelt und bei Amokläufen werden innerhalb kürzester Zeit "Killerspiele" oder zu lasches Waffengesetz als Schuldige ausgemacht. Nochmal Süddeutsche: 17. Dezember 2012 10:32 „Zu schwache Batterien, ein weiterer gravierender Fehler bei der Konstruktion der Bombe - die Republik ist wieder einmal davongekommen. Zum wiederholten Mal ist in Deutschland ein geplanter Anschlag islamistischer Fanatiker fehlgeschlagen. Das Land, die Sicherheitsbehörden haben erneut Glück gehabt.“[…] Bei der Bonner Bombe fehlte vor allem der empfohlene Booster.[…] „Das Vorgehen der Bonner Bastler erinnert ein wenig an die "Kölner Kofferbomber", die 2006 in zwei Regionalzügen Bomben deponiert hatten, die dann wegen handwerklicher Fehler nicht detonierten. Die Chemiekenntnisse des später zu einer langen Haftstrafe verurteilten Terroristen hatten glücklicherweise nicht gereicht. Die sogenannte Sauerlandgruppe, die dann 2007 aufflog, hatte sich große Mengen Wasserstoffperoxid besorgt, um hochgefährliche Bomben zu bauen und bekam nicht mit, dass die Polizei die Chemikalien gegen eine ungefährliche Flüssigkeit ausgetauscht hatten.“ … wer das alles glaubt, der kann auch getrost glauben dass die Erde eine Scheibe ist, ein "Bombenbau-Azubi", 1. Lehrjahr, am Werk war und ein "Osterhase" Eier bringt. Dann folgt natürlich noch die verdiente Lobhudelei auf die Sicherheitsbehörden, auf die wir seit NSU alle so stolz sind. Anschlagsversuch in Bonn Harter Kern der Szene von geschätzten 140 Personen „Deutsche Sicherheitsbehörden listen in ihren Erfolgsbilanzen etwa zehn verhinderte oder gescheiterte Anschläge in den vergangenen zehn Jahren auf. Dilettantismus der Bombenbauer, Glück und Tüchtigkeit der Ermittler sowie der große Aufwand bei der Überwachung potenzieller islamistischer Gewalttäter haben Schlimmes vereitelt. Anders als in London oder Madrid etwa hat es in Deutschland noch keinen Terroranschlag islamistischer Gewalttäter gegeben. Falls sich der Verdacht der Ermittler gegen die Männer bestätigen sollte, wäre der Bonner Fall ein Novum. Erstmals hätten auch "Gefährder", also Leute, die von den Behörden für mögliche Terroristen gehalten werden, denen die Planung eines Anschlags durchaus zugetraut wird und die auf entsprechenden Geheimlisten der Behörden stehen, eine solche Tat verübt. In der Republik gibt es schätzungsweise 140 "Gefährder", die den wirklich harten Kern der etwa 450 gefährlichen Islamisten bilden sollen. Sie haben entweder in Terrorcamps eine paramilitärische Ausbildung absolviert oder gelten aus anderen Gründen als extrem militant. Schätzungsweise zwanzig Staatsschützer wären notwendig, um einen einzigen dieser Terrorverdächtigen rund um die Uhr zu überwachen und ein vollständiges Bewegungsbild zu erstellen. Um nicht aufzufallen, müssten die Teams ständig ausgetauscht werden. Ein solcher Aufwand wäre angesichts der zahlreichen Gefährder nicht zu leisten. Mittlerweile werden gewaltbereite Islamisten verstärkt aus Ländern wie Mali zu autonomen Aktionen aufgerufen, die sie selbst austüfteln sollten. Wenn es dann tatsächlich einmal zum Anschlag kommen sollte, stünden die Namen der Terroristen vermutlich in amtlichen Listen. Solch ein Angriff eines bekannten Gefährders gehört zu den Albträumen der deutschen Sicherheitsbehörden.“ Kann mir ein normal denkender Mensch einmal sagen, warum die „Terroristen“ ausgerechnet in Deutschland nur Versager einsetzen. Wollen sie mit den "Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts" gleichziehen, die zwei Tage für eine lächerliche Untersuchung brauchen, die jeder Hausmeister in zehn Minuten erledigt? Kann es sein, dass sie voll auf die Kompetenz unsere „Sicherheitsorgane“ vertrauen? Sollte sich die „Qualität“ unseres Verfassungsschutzes weltweit herumgesprochen haben? Oder ist es nicht eher so, dass möglichst viel Wirbel gemacht werden muss, damit Innenminister-Darsteller Friedrichs den Befehl zur Einrichtung einer Totalüberwachung verschleiern kann, die Zeitungen und Illustrierten tagelang den Lesern nahebringen, dass es nur zu unser aller Sicherheit dient und damit "alternativlos" ist? Schon Schäuble hatte den Befehl, aber der wurde ja dann versetzt. Ganz oben, im ersten Absatz steht: "SPD und Grüne lehnen das ab" (mit der Überwachung). Wie lange wohl? Wo doch zumindest die SPD als "Umfallerpartei" hinlänglich bekannt ist. ..und natürlich wieder typisch deutsch: „Warum die Überwachungskameras an Gleis 1 keine Videobilder von jener Person aufgezeichnet haben, die dort vor einer Woche die Tasche mit dem Sprengsatz abgestellt hat, ließ sich auch am Sonntag nicht beantworten. Die Deutsche Bahn (DB) kritisierte, die Bundespolizei habe ihr keinen Auftrag zur Aufzeichnung gegeben. Das wiederum wies die Bundespolizei zurück und warf der Bahn vor, sie sei nicht bereit, fehlende Aufzeichnungskapazitäten aufzustocken. Die Beamten könnten nur mit dem Material arbeiten, das ihnen zur Verfügung stehe. Eine DB-Sprecherin sagte dem General-Anzeiger dagegen, die Bundespolizei lege alleine fest, an welchem Bahnhof Videos aufgezeichnet und die Daten gespeichert würden. Außerdem schaffe die Bahn die "nötigen Aufzeichnungskapazitäten dort, wo die Bundespolizei uns beauftragt". Derweil bestätigte sich nach GA-Informationen der Verdacht, dass die Kameras an Gleis 1 defekt waren und gar keine Bilder liefern konnten. Auch das wies die Bahn zurück: "Unsere Kameras funktionieren, wenn wir den Auftrag haben, Bilder aufzuzeichnen." Konfliktbehaftet war nach GA-Informationen zudem die Zusammenarbeit von Kölner und Bonner Ermittlungsbehörden. Dazu wollten sich beide Seiten jedoch mit Blick auf die Übernahme der Ermittlungen durch den Generalbundesanwalt nicht offen äußern…“ Erinnert irgendwie an 9/11, gab es da nicht auch keine Bilder beim Pentagon? Waren da nicht "zufällig" alle Überwachungs-Kameras abgeschaltet? Oder brauchten unsere "Sicherheitsorgane" nach dem Desaster um NSU unbedingt mal wieder einen "Erfolg"? Eingestellt von Gerd 49 um 23:01 Kommentare : Avaaz, Demokratie und die Herausfordnungen unserer... AVAAZ: Sehen Sie was für eine verrückte, wundersch... ESM und kein Ende Anne Will 12.12.2012 Internetkontrolle und kein Ende Ist Deutschlands Gold noch Gold? Heute ist ein wichtiger Tag im Leben von Malala Die Lügen der Politik – und die Arroganz der Behö... Anne Will am 05.12.2012 Herzlichen Glückwunsch werte Kanzlerin Was ist eigentlich mit dem EFSF/ESM? Malalas Nominierung für den Friedensnobelpreis Was macht eigentlich die Internetzensur?
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Welche Auszeichnungen hat Jim Carrey für seine schauspielerischen Leistungen erhalten?
James Eugene „Jim“ Carrey (* 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Seit der Filmkomödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv von 1994 ist Carrey einer der erfolgreichsten Comedians in Hollywood. Für seine schauspielerischen Leistungen in Die Truman-Show (1998) und Der Mondmann (1999) gewann er jeweils einen Golden Globe Award. Karriere Carrey wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Klassenclown, dessen Vorbild Jerry Lewis ist, brachte bereits in der Schulzeit seine Mitschüler mit regelmäßigen Auftritten zum Lachen. Im Alter von zehn Jahren bewarb er sich bei der Carol-Burnett-Show. Mit 15 Jahren stand Carrey als Stand-up-Komiker auf den Bühnen verschiedener Comedy-Clubs in Toronto. 1978 brach er aus finanziellen Gründen seine Schulausbildung ab und zog nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Schon kurz darauf war er ein festes Ensemble-Mitglied in Mitzi Shore’s Comedy Store und übernahm auch kleinere Nebenrollen in Filmen. Seinen Durchbruch als Komiker hatte Carrey 1982, als er bei einer Tournee des Entertainers Rodney Dangerfield im Vorprogramm auftrat. Im gleichen Jahr bekam er seine eigene TV-Show The Duck Factory. 1985 gab er in Einmal beißen bitte sein Leinwanddebüt und wirkte 1986 in Francis Ford Coppolas Peggy Sue hat geheiratet mit. 1987 spielte Carrey seine erste Hauptrolle als sexhungriger Außerirdischer in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte, die 1989 in die Kinos kam. In dem Thriller Dirty Harry V – Das Todesspiel verkörpert Jim Carrey an der Seite von Clint Eastwood in einer kleinen Nebenrolle einen drogenabhängigen Rocksänger, der den Guns n’ Roses-Song Welcome to the Jungle singt. Ab 1990 war er in der Sitcom In Living Color zu sehen. Weltweit bekannt wurde Carrey 1994 durch die Titelrolle in der Slapstick-Komödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv. Der Film fiel bei den Kritikern durch und brachte Carrey eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechtester Neu-Star ein, kam beim Publikum jedoch gut an und spielte mehr als 72 Millionen Dollar ein. Carrey wurde nach diesem Erfolg noch im gleichen Jahr in zwei weiteren Hauptrollen besetzt: Sowohl Die Maske als auch Dumm und Dümmer wurden zu Erfolgen, ebenso die Fortsetzung Ace Ventura – Jetzt wird’s wild im Folgejahr. Die drei Filme spielten in den Vereinigten Staaten jeweils über 100 Millionen Dollar ein und bescherten Carrey zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem Komödienstar des Jahres 1995, People’s Choice Award), was ihm den Ruf eines „neuen Jerry Lewis“ einbrachte. Carreys ausgeprägte Gestik und Mimik sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen. In der erfolgreichen Comic-Verfilmung Batman Forever wirkte Carrey in der Rolle des Schurken Riddler mit. Er konnte nun höhere Gagen als bisher fordern. 1996 erhielt er für Cable Guy 20 Millionen Dollar, allerdings blieb der Film finanziell hinter den Erwartungen zurück. 1997 verbuchte Carrey wieder einen großen Erfolg mit Der Dummschwätzer, welcher über 300 Millionen Dollar einspielte und ihm eine Nominierung für den Golden Globe als bester Komödiant einbrachte. In Peter Weirs Drama Die Truman Show spielte Carrey seine erste tragikomische Rolle. Der Film handelt von einem Mann, der seit seiner Geburt ohne sein Wissen die Hauptrolle in einer Fernsehserie spielt. Dieser Film war nicht nur an den Kinokassen erfolgreich, sondern brachte Carrey Kritikerlob ein. Auch in seinem nächsten Projekt Der Mondmann zeigte er sich 1999 von seiner ernsthaften Seite und stellte Andy Kaufman dar, einen in den USA sowohl verehrten als auch umstrittenen Komiker. Für Die Truman Show und Der Mondmann wurde Carrey jeweils mit dem Golden Globe für die beste Darstellung in einem Drama beziehungsweise einer Komödie ausgezeichnet, womit er sich als ernstzunehmender Schauspieler etabliert hatte. Carrey spielte ab dem Jahr 2000 in mehreren finanziell erfolgreichen Slapstick-Komödien wie Ich, beide & sie (2000), Der Grinch (2000), Bruce Allmächtig (2003), Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (2004) und Dick und Jane (2005) die Hauptrolle. Daneben wirkte er aber auch in Filmen wie The Majestic (2001), Vergiss mein nicht! (2004) und Number 23 (2007) mit, die von seiner gängigen Rollenbesetzung abwichen. Vergiss mein nicht! wurde von den Kritikern gelobt und gewann den Europäischen Filmpreis als bester nicht-europäischer Film sowie den Oscar für das beste Drehbuch. Ursprünglich war er auch für die Rolle des Captain Jack Sparrow in der Pirates of the Caribbean-Reihe vorgesehen, welche letztlich aber an Johnny Depp vergeben wurde. 2008 lieh Jim Carrey der Titelfigur im Animationsfilm Horton hört ein Hu! seine Stimme und spielte die Hauptrolle in Der Ja-Sager. Ende des Jahres 2009 kam eine Neuinterpretation des Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte durch Regisseur Robert Zemeckis, Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, in die Kinos. Bei diesem Film lieh Carrey seine Stimme dem mürrischen Scrooge und zweien der drei Weihnachtsgeister. Im Jahr 2011 spielte Carrey gemeinsam mit 6 Eselspinguinen die Hauptrolle in Mr. Poppers Pinguine. Im November 2014 erschien Dumm und Dümmehr, die Fortsetzung von Dumm und Dümmer. Auf George Martins 1998 erschienenem Beatles-Tributealbum In My Life sang er den Titel I Am The Walrus. Seit Oktober 2020 spielt Carrey Joe Biden, den amerikanischen Präsidenten, in Saturday Night Live. Sein deutscher Synchronsprecher ist meist Stefan Fredrich. Politische Äußerungen Seit etwa 2009 äußert sich Jim Carrey ablehnend gegenüber Impfungen, Herstellern von Impfstoffen und medizinischen Verbänden. Er rief zum Widerstand auf. Carrey suggertierte, dass Impfungen Autismus auslösten und relativierte seine Aussagen auf Kritik. In der COVID-19-Pandemie verhöhnte er mit einem Social-Media-Video eine Rede Donald Trumps. Privatleben Carrey war von 1987 bis 1995 mit Melissa Womer verheiratet, aus dieser Ehe stammt eine 1987 geborene Tochter, Jane Carrey. Von 1996 bis 1997 war er mit der Schauspielerin Lauren Holly, seinem Co-Star aus Dumm und Dümmer, verheiratet. Während der Dreharbeiten zu Ich, beide & sie (1999) war Carrey mit seiner Filmpartnerin Renée Zellweger liiert. 2004 bekam er zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von 2005 bis März 2010 lebte Carrey mit dem Model Jenny McCarthy zusammen. Anfang April 2010 gab Carrey auf Twitter bekannt, dass man sich nach fünf Jahren in aller Freundschaft getrennt habe. Am 24. August 2011 sorgte Carrey mit einer Videobotschaft an die Schauspielerin Emma Stone für Aufsehen, in der er ihr seine Liebe gesteht. Zu Spekulationen, ob dies ernst gemeint sei oder bloß kalkulierte Satire, äußerte sich Carrey selbst nicht. Von 2012 bis 2015 war Carrey in einer On-Off-Beziehung mit der depressiven Visagistin Cathriona White (* 14. September 1985; † 28. September 2015). Vier Tage vor dem Suizid der Irin in Los Angeles trennte sich das Paar, wobei er gegen ein Ende der Beziehung gewesen sein soll. Sie soll bereits nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2012 versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Im August 2017 veröffentlichte Carrey auf dem Videoportal Vimeo den sechsminütigen Film I Needed Color von David Bushell, in dem er sich als „besessenen“ Maler vorstellt: „I had become so obsessed that there was nowhere to move in my home.“ Der aufwändige Film zeigt Carrey bei der Arbeit im Atelier und viele seiner Werke. Im Off-Kommentar erklärt Carrey, was am Malen für ihn wichtig ist. Filmografie (Auswahl) 1983: The Sex and Violence Family Hour (Kurzfilm) 1983: Spaß am Copper Mountain (Copper Mountain) 1983: Applaus für Janet (Introducing… Janet, Kurzfilm) 1983: All in Good Taste 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, 1 Folge) 1984: The Duck Factory (Fernsehserie, 13 Folgen) 1984: Der Chaos Express / Wer hat, der hat (Finders Keepers) 1985: Einmal beißen bitte (Once Bitten) 1986: Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married) 1988: Dirty Harry V – Das Todesspiel (The Dead Pool) 1988: Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte (Earth Girls Are Easy) 1989: Mike Hammer: Mädchen, Morde und Moneten (Murder Takes All, Fernsehfilm) 1989: Pink Cadillac 1990–1994: In Living Color (Fernsehserie, 125 Folgen) 1991: Eine Nervensäge (High Strung) 1992: Der Schein trügt (Doing Time on Maple Drive, Fernsehfilm) 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective) 1994: Die Maske (The Mask) 1994: Dumm und Dümmer (Dumb & Dumber) 1995: Batman Forever 1995: Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (Ace Ventura: When Nature Calls) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (The Cable Guy) 1997: Der Dummschwätzer (Liar Liar) 1998: Die Truman Show (The Truman Show) 1998: Simon Birch 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2000: Ich, beide & sie (Me, Myself & Irene) 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: The Majestic 2003: Pecan Pie (Kurzfilm) 2003: Bruce Allmächtig (Bruce Almighty) 2004: Vergiss mein nicht! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) 2004: Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events) 2005: Dick und Jane (Fun with Dick and Jane) 2007: Number 23 (The Number 23) 2008: Horton hört ein Hu! (Horton Hears a Who!, Stimme von Horton) 2008: Der Ja-Sager (Yes Man) 2009: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) 2009: I love you Phillip Morris 2010: Presidential Reunion (Kurzfilm) 2011: Mr. Poppers Pinguine (Mr. Popper’s Penguins) 2012: 30 Rock (Fernsehserie, 1 Folge) 2013: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues) 2013: Hawking (Dokumentation) 2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone) 2013: Kick-Ass 2 2014: Dumm und Dümmehr (Dumb and Dumber To) 2016: The Bad Batch 2016: Dark Crimes 2017: Jim und Andy (Jim & Andy: The Great Beyond, Dokumentarfilm) 2018–2020: Kidding (Fernsehserie, 20 Folgen) 2020: Sonic the Hedgehog Auszeichnungen/Nominierungen (Auswahl) Golden Globe Award 1995: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Die Maske 1998: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Dummschwätzer 1999: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Drama – für Die Truman Show 2000: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Mondmann 2001: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Grinch 2005: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Vergiss mein nicht! 2018: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehserie – Komödie – für Kidding Goldene Himbeere 1995: Nominierung: Schlechtester Newcomer: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Dumm und Dümmer und Die Maske 2008: Nominierung: Schlechtester Schauspieler: Number 23 MTV Movie Awards 1995: Bester Komiker: (Dumm und Dümmer) und Bester Filmkuss: (mit Lauren Holly in Dumm und Dümmer) 1996: Bester Schauspieler (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) und Bester Komiker: (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) 1997: Bester Bösewicht (Cable Guy – Die Nervensäge) und Bester Komiker (Cable Guy – Die Nervensäge) 1998: Bester Komiker (Der Dummschwätzer) 1999: Bester Schauspieler (Die Truman Show) 2001: Bester Bösewicht (Der Grinch) 2009: Bester Komiker (Der Ja-Sager) Bibliografie Jim Carrey: How Roland Rolls. Illustriert von Rob Nason. Some Kind of Garden Media, 2013, ISBN 978-0-9893680-0-1. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoirs and Misinformation. Alfred A. Knopf, New York 2020, ISBN 978-0-525-65597-8. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoiren und Falschinformationen. Droemer, München 2020, ISBN 978-3-426-28258-8. Weblinks Porträt auf Cinema.com (englisch) Jim Carrey Online – Englischsprachige Fanseite Einzelnachweise Filmschauspieler Komiker Golden-Globe-Preisträger Kanadier US-Amerikaner Geboren 1962 Mann
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Welche Auszeichnungen hat Jim Carrey für seine schauspielerischen Leistungen erhalten?
James Eugene „Jim“ Carrey (* 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Seit der Filmkomödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv von 1994 ist Carrey einer der erfolgreichsten Comedians in Hollywood. Für seine schauspielerischen Leistungen in Die Truman-Show (1998) und Der Mondmann (1999) gewann er jeweils einen Golden Globe Award. Karriere Carrey wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Klassenclown, dessen Vorbild Jerry Lewis ist, brachte bereits in der Schulzeit seine Mitschüler mit regelmäßigen Auftritten zum Lachen. Im Alter von zehn Jahren bewarb er sich bei der Carol-Burnett-Show. Mit 15 Jahren stand Carrey als Stand-up-Komiker auf den Bühnen verschiedener Comedy-Clubs in Toronto. 1978 brach er aus finanziellen Gründen seine Schulausbildung ab und zog nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Schon kurz darauf war er ein festes Ensemble-Mitglied in Mitzi Shore’s Comedy Store und übernahm auch kleinere Nebenrollen in Filmen. Seinen Durchbruch als Komiker hatte Carrey 1982, als er bei einer Tournee des Entertainers Rodney Dangerfield im Vorprogramm auftrat. Im gleichen Jahr bekam er seine eigene TV-Show The Duck Factory. 1985 gab er in Einmal beißen bitte sein Leinwanddebüt und wirkte 1986 in Francis Ford Coppolas Peggy Sue hat geheiratet mit. 1987 spielte Carrey seine erste Hauptrolle als sexhungriger Außerirdischer in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte, die 1989 in die Kinos kam. In dem Thriller Dirty Harry V – Das Todesspiel verkörpert Jim Carrey an der Seite von Clint Eastwood in einer kleinen Nebenrolle einen drogenabhängigen Rocksänger, der den Guns n’ Roses-Song Welcome to the Jungle singt. Ab 1990 war er in der Sitcom In Living Color zu sehen. Weltweit bekannt wurde Carrey 1994 durch die Titelrolle in der Slapstick-Komödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv. Der Film fiel bei den Kritikern durch und brachte Carrey eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechtester Neu-Star ein, kam beim Publikum jedoch gut an und spielte mehr als 72 Millionen Dollar ein. Carrey wurde nach diesem Erfolg noch im gleichen Jahr in zwei weiteren Hauptrollen besetzt: Sowohl Die Maske als auch Dumm und Dümmer wurden zu Erfolgen, ebenso die Fortsetzung Ace Ventura – Jetzt wird’s wild im Folgejahr. Die drei Filme spielten in den Vereinigten Staaten jeweils über 100 Millionen Dollar ein und bescherten Carrey zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem Komödienstar des Jahres 1995, People’s Choice Award), was ihm den Ruf eines „neuen Jerry Lewis“ einbrachte. Carreys ausgeprägte Gestik und Mimik sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen. In der erfolgreichen Comic-Verfilmung Batman Forever wirkte Carrey in der Rolle des Schurken Riddler mit. Er konnte nun höhere Gagen als bisher fordern. 1996 erhielt er für Cable Guy 20 Millionen Dollar, allerdings blieb der Film finanziell hinter den Erwartungen zurück. 1997 verbuchte Carrey wieder einen großen Erfolg mit Der Dummschwätzer, welcher über 300 Millionen Dollar einspielte und ihm eine Nominierung für den Golden Globe als bester Komödiant einbrachte. In Peter Weirs Drama Die Truman Show spielte Carrey seine erste tragikomische Rolle. Der Film handelt von einem Mann, der seit seiner Geburt ohne sein Wissen die Hauptrolle in einer Fernsehserie spielt. Dieser Film war nicht nur an den Kinokassen erfolgreich, sondern brachte Carrey Kritikerlob ein. Auch in seinem nächsten Projekt Der Mondmann zeigte er sich 1999 von seiner ernsthaften Seite und stellte Andy Kaufman dar, einen in den USA sowohl verehrten als auch umstrittenen Komiker. Für Die Truman Show und Der Mondmann wurde Carrey jeweils mit dem Golden Globe für die beste Darstellung in einem Drama beziehungsweise einer Komödie ausgezeichnet, womit er sich als ernstzunehmender Schauspieler etabliert hatte. Carrey spielte ab dem Jahr 2000 in mehreren finanziell erfolgreichen Slapstick-Komödien wie Ich, beide & sie (2000), Der Grinch (2000), Bruce Allmächtig (2003), Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (2004) und Dick und Jane (2005) die Hauptrolle. Daneben wirkte er aber auch in Filmen wie The Majestic (2001), Vergiss mein nicht! (2004) und Number 23 (2007) mit, die von seiner gängigen Rollenbesetzung abwichen. Vergiss mein nicht! wurde von den Kritikern gelobt und gewann den Europäischen Filmpreis als bester nicht-europäischer Film sowie den Oscar für das beste Drehbuch. Ursprünglich war er auch für die Rolle des Captain Jack Sparrow in der Pirates of the Caribbean-Reihe vorgesehen, welche letztlich aber an Johnny Depp vergeben wurde. 2008 lieh Jim Carrey der Titelfigur im Animationsfilm Horton hört ein Hu! seine Stimme und spielte die Hauptrolle in Der Ja-Sager. Ende des Jahres 2009 kam eine Neuinterpretation des Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte durch Regisseur Robert Zemeckis, Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, in die Kinos. Bei diesem Film lieh Carrey seine Stimme dem mürrischen Scrooge und zweien der drei Weihnachtsgeister. Im Jahr 2011 spielte Carrey gemeinsam mit 6 Eselspinguinen die Hauptrolle in Mr. Poppers Pinguine. Im November 2014 erschien Dumm und Dümmehr, die Fortsetzung von Dumm und Dümmer. Auf George Martins 1998 erschienenem Beatles-Tributealbum In My Life sang er den Titel I Am The Walrus. Seit Oktober 2020 spielt Carrey Joe Biden, den amerikanischen Präsidenten, in Saturday Night Live. Sein deutscher Synchronsprecher ist meist Stefan Fredrich. Politische Äußerungen Seit etwa 2009 äußert sich Jim Carrey ablehnend gegenüber Impfungen, Herstellern von Impfstoffen und medizinischen Verbänden. Er rief zum Widerstand auf. Carrey suggertierte, dass Impfungen Autismus auslösten und relativierte seine Aussagen auf Kritik. In der COVID-19-Pandemie verhöhnte er mit einem Social-Media-Video eine Rede Donald Trumps. Privatleben Carrey war von 1987 bis 1995 mit Melissa Womer verheiratet, aus dieser Ehe stammt eine 1987 geborene Tochter, Jane Carrey. Von 1996 bis 1997 war er mit der Schauspielerin Lauren Holly, seinem Co-Star aus Dumm und Dümmer, verheiratet. Während der Dreharbeiten zu Ich, beide & sie (1999) war Carrey mit seiner Filmpartnerin Renée Zellweger liiert. 2004 bekam er zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von 2005 bis März 2010 lebte Carrey mit dem Model Jenny McCarthy zusammen. Anfang April 2010 gab Carrey auf Twitter bekannt, dass man sich nach fünf Jahren in aller Freundschaft getrennt habe. Am 24. August 2011 sorgte Carrey mit einer Videobotschaft an die Schauspielerin Emma Stone für Aufsehen, in der er ihr seine Liebe gesteht. Zu Spekulationen, ob dies ernst gemeint sei oder bloß kalkulierte Satire, äußerte sich Carrey selbst nicht. Von 2012 bis 2015 war Carrey in einer On-Off-Beziehung mit der depressiven Visagistin Cathriona White (* 14. September 1985; † 28. September 2015). Vier Tage vor dem Suizid der Irin in Los Angeles trennte sich das Paar, wobei er gegen ein Ende der Beziehung gewesen sein soll. Sie soll bereits nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2012 versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Im August 2017 veröffentlichte Carrey auf dem Videoportal Vimeo den sechsminütigen Film I Needed Color von David Bushell, in dem er sich als „besessenen“ Maler vorstellt: „I had become so obsessed that there was nowhere to move in my home.“ Der aufwändige Film zeigt Carrey bei der Arbeit im Atelier und viele seiner Werke. Im Off-Kommentar erklärt Carrey, was am Malen für ihn wichtig ist. Filmografie (Auswahl) 1983: The Sex and Violence Family Hour (Kurzfilm) 1983: Spaß am Copper Mountain (Copper Mountain) 1983: Applaus für Janet (Introducing… Janet, Kurzfilm) 1983: All in Good Taste 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, 1 Folge) 1984: The Duck Factory (Fernsehserie, 13 Folgen) 1984: Der Chaos Express / Wer hat, der hat (Finders Keepers) 1985: Einmal beißen bitte (Once Bitten) 1986: Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married) 1988: Dirty Harry V – Das Todesspiel (The Dead Pool) 1988: Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte (Earth Girls Are Easy) 1989: Mike Hammer: Mädchen, Morde und Moneten (Murder Takes All, Fernsehfilm) 1989: Pink Cadillac 1990–1994: In Living Color (Fernsehserie, 125 Folgen) 1991: Eine Nervensäge (High Strung) 1992: Der Schein trügt (Doing Time on Maple Drive, Fernsehfilm) 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective) 1994: Die Maske (The Mask) 1994: Dumm und Dümmer (Dumb & Dumber) 1995: Batman Forever 1995: Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (Ace Ventura: When Nature Calls) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (The Cable Guy) 1997: Der Dummschwätzer (Liar Liar) 1998: Die Truman Show (The Truman Show) 1998: Simon Birch 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2000: Ich, beide & sie (Me, Myself & Irene) 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: The Majestic 2003: Pecan Pie (Kurzfilm) 2003: Bruce Allmächtig (Bruce Almighty) 2004: Vergiss mein nicht! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) 2004: Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events) 2005: Dick und Jane (Fun with Dick and Jane) 2007: Number 23 (The Number 23) 2008: Horton hört ein Hu! (Horton Hears a Who!, Stimme von Horton) 2008: Der Ja-Sager (Yes Man) 2009: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) 2009: I love you Phillip Morris 2010: Presidential Reunion (Kurzfilm) 2011: Mr. Poppers Pinguine (Mr. Popper’s Penguins) 2012: 30 Rock (Fernsehserie, 1 Folge) 2013: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues) 2013: Hawking (Dokumentation) 2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone) 2013: Kick-Ass 2 2014: Dumm und Dümmehr (Dumb and Dumber To) 2016: The Bad Batch 2016: Dark Crimes 2017: Jim und Andy (Jim & Andy: The Great Beyond, Dokumentarfilm) 2018–2020: Kidding (Fernsehserie, 20 Folgen) 2020: Sonic the Hedgehog Auszeichnungen/Nominierungen (Auswahl) Golden Globe Award 1995: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Die Maske 1998: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Dummschwätzer 1999: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Drama – für Die Truman Show 2000: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Mondmann 2001: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Grinch 2005: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Vergiss mein nicht! 2018: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehserie – Komödie – für Kidding Goldene Himbeere 1995: Nominierung: Schlechtester Newcomer: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Dumm und Dümmer und Die Maske 2008: Nominierung: Schlechtester Schauspieler: Number 23 MTV Movie Awards 1995: Bester Komiker: (Dumm und Dümmer) und Bester Filmkuss: (mit Lauren Holly in Dumm und Dümmer) 1996: Bester Schauspieler (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) und Bester Komiker: (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) 1997: Bester Bösewicht (Cable Guy – Die Nervensäge) und Bester Komiker (Cable Guy – Die Nervensäge) 1998: Bester Komiker (Der Dummschwätzer) 1999: Bester Schauspieler (Die Truman Show) 2001: Bester Bösewicht (Der Grinch) 2009: Bester Komiker (Der Ja-Sager) Bibliografie Jim Carrey: How Roland Rolls. Illustriert von Rob Nason. Some Kind of Garden Media, 2013, ISBN 978-0-9893680-0-1. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoirs and Misinformation. Alfred A. Knopf, New York 2020, ISBN 978-0-525-65597-8. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoiren und Falschinformationen. Droemer, München 2020, ISBN 978-3-426-28258-8. Weblinks Porträt auf Cinema.com (englisch) Jim Carrey Online – Englischsprachige Fanseite Einzelnachweise Filmschauspieler Komiker Golden-Globe-Preisträger Kanadier US-Amerikaner Geboren 1962 Mann
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Welche Auszeichnungen hat Jim Carrey für seine schauspielerischen Leistungen erhalten?
James Eugene „Jim“ Carrey (* 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Seit der Filmkomödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv von 1994 ist Carrey einer der erfolgreichsten Comedians in Hollywood. Für seine schauspielerischen Leistungen in Die Truman-Show (1998) und Der Mondmann (1999) gewann er jeweils einen Golden Globe Award. Karriere Carrey wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Klassenclown, dessen Vorbild Jerry Lewis ist, brachte bereits in der Schulzeit seine Mitschüler mit regelmäßigen Auftritten zum Lachen. Im Alter von zehn Jahren bewarb er sich bei der Carol-Burnett-Show. Mit 15 Jahren stand Carrey als Stand-up-Komiker auf den Bühnen verschiedener Comedy-Clubs in Toronto. 1978 brach er aus finanziellen Gründen seine Schulausbildung ab und zog nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Schon kurz darauf war er ein festes Ensemble-Mitglied in Mitzi Shore’s Comedy Store und übernahm auch kleinere Nebenrollen in Filmen. Seinen Durchbruch als Komiker hatte Carrey 1982, als er bei einer Tournee des Entertainers Rodney Dangerfield im Vorprogramm auftrat. Im gleichen Jahr bekam er seine eigene TV-Show The Duck Factory. 1985 gab er in Einmal beißen bitte sein Leinwanddebüt und wirkte 1986 in Francis Ford Coppolas Peggy Sue hat geheiratet mit. 1987 spielte Carrey seine erste Hauptrolle als sexhungriger Außerirdischer in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte, die 1989 in die Kinos kam. In dem Thriller Dirty Harry V – Das Todesspiel verkörpert Jim Carrey an der Seite von Clint Eastwood in einer kleinen Nebenrolle einen drogenabhängigen Rocksänger, der den Guns n’ Roses-Song Welcome to the Jungle singt. Ab 1990 war er in der Sitcom In Living Color zu sehen. Weltweit bekannt wurde Carrey 1994 durch die Titelrolle in der Slapstick-Komödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv. Der Film fiel bei den Kritikern durch und brachte Carrey eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechtester Neu-Star ein, kam beim Publikum jedoch gut an und spielte mehr als 72 Millionen Dollar ein. Carrey wurde nach diesem Erfolg noch im gleichen Jahr in zwei weiteren Hauptrollen besetzt: Sowohl Die Maske als auch Dumm und Dümmer wurden zu Erfolgen, ebenso die Fortsetzung Ace Ventura – Jetzt wird’s wild im Folgejahr. Die drei Filme spielten in den Vereinigten Staaten jeweils über 100 Millionen Dollar ein und bescherten Carrey zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem Komödienstar des Jahres 1995, People’s Choice Award), was ihm den Ruf eines „neuen Jerry Lewis“ einbrachte. Carreys ausgeprägte Gestik und Mimik sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen. In der erfolgreichen Comic-Verfilmung Batman Forever wirkte Carrey in der Rolle des Schurken Riddler mit. Er konnte nun höhere Gagen als bisher fordern. 1996 erhielt er für Cable Guy 20 Millionen Dollar, allerdings blieb der Film finanziell hinter den Erwartungen zurück. 1997 verbuchte Carrey wieder einen großen Erfolg mit Der Dummschwätzer, welcher über 300 Millionen Dollar einspielte und ihm eine Nominierung für den Golden Globe als bester Komödiant einbrachte. In Peter Weirs Drama Die Truman Show spielte Carrey seine erste tragikomische Rolle. Der Film handelt von einem Mann, der seit seiner Geburt ohne sein Wissen die Hauptrolle in einer Fernsehserie spielt. Dieser Film war nicht nur an den Kinokassen erfolgreich, sondern brachte Carrey Kritikerlob ein. Auch in seinem nächsten Projekt Der Mondmann zeigte er sich 1999 von seiner ernsthaften Seite und stellte Andy Kaufman dar, einen in den USA sowohl verehrten als auch umstrittenen Komiker. Für Die Truman Show und Der Mondmann wurde Carrey jeweils mit dem Golden Globe für die beste Darstellung in einem Drama beziehungsweise einer Komödie ausgezeichnet, womit er sich als ernstzunehmender Schauspieler etabliert hatte. Carrey spielte ab dem Jahr 2000 in mehreren finanziell erfolgreichen Slapstick-Komödien wie Ich, beide & sie (2000), Der Grinch (2000), Bruce Allmächtig (2003), Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (2004) und Dick und Jane (2005) die Hauptrolle. Daneben wirkte er aber auch in Filmen wie The Majestic (2001), Vergiss mein nicht! (2004) und Number 23 (2007) mit, die von seiner gängigen Rollenbesetzung abwichen. Vergiss mein nicht! wurde von den Kritikern gelobt und gewann den Europäischen Filmpreis als bester nicht-europäischer Film sowie den Oscar für das beste Drehbuch. Ursprünglich war er auch für die Rolle des Captain Jack Sparrow in der Pirates of the Caribbean-Reihe vorgesehen, welche letztlich aber an Johnny Depp vergeben wurde. 2008 lieh Jim Carrey der Titelfigur im Animationsfilm Horton hört ein Hu! seine Stimme und spielte die Hauptrolle in Der Ja-Sager. Ende des Jahres 2009 kam eine Neuinterpretation des Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte durch Regisseur Robert Zemeckis, Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, in die Kinos. Bei diesem Film lieh Carrey seine Stimme dem mürrischen Scrooge und zweien der drei Weihnachtsgeister. Im Jahr 2011 spielte Carrey gemeinsam mit 6 Eselspinguinen die Hauptrolle in Mr. Poppers Pinguine. Im November 2014 erschien Dumm und Dümmehr, die Fortsetzung von Dumm und Dümmer. Auf George Martins 1998 erschienenem Beatles-Tributealbum In My Life sang er den Titel I Am The Walrus. Seit Oktober 2020 spielt Carrey Joe Biden, den amerikanischen Präsidenten, in Saturday Night Live. Sein deutscher Synchronsprecher ist meist Stefan Fredrich. Politische Äußerungen Seit etwa 2009 äußert sich Jim Carrey ablehnend gegenüber Impfungen, Herstellern von Impfstoffen und medizinischen Verbänden. Er rief zum Widerstand auf. Carrey suggertierte, dass Impfungen Autismus auslösten und relativierte seine Aussagen auf Kritik. In der COVID-19-Pandemie verhöhnte er mit einem Social-Media-Video eine Rede Donald Trumps. Privatleben Carrey war von 1987 bis 1995 mit Melissa Womer verheiratet, aus dieser Ehe stammt eine 1987 geborene Tochter, Jane Carrey. Von 1996 bis 1997 war er mit der Schauspielerin Lauren Holly, seinem Co-Star aus Dumm und Dümmer, verheiratet. Während der Dreharbeiten zu Ich, beide & sie (1999) war Carrey mit seiner Filmpartnerin Renée Zellweger liiert. 2004 bekam er zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von 2005 bis März 2010 lebte Carrey mit dem Model Jenny McCarthy zusammen. Anfang April 2010 gab Carrey auf Twitter bekannt, dass man sich nach fünf Jahren in aller Freundschaft getrennt habe. Am 24. August 2011 sorgte Carrey mit einer Videobotschaft an die Schauspielerin Emma Stone für Aufsehen, in der er ihr seine Liebe gesteht. Zu Spekulationen, ob dies ernst gemeint sei oder bloß kalkulierte Satire, äußerte sich Carrey selbst nicht. Von 2012 bis 2015 war Carrey in einer On-Off-Beziehung mit der depressiven Visagistin Cathriona White (* 14. September 1985; † 28. September 2015). Vier Tage vor dem Suizid der Irin in Los Angeles trennte sich das Paar, wobei er gegen ein Ende der Beziehung gewesen sein soll. Sie soll bereits nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2012 versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Im August 2017 veröffentlichte Carrey auf dem Videoportal Vimeo den sechsminütigen Film I Needed Color von David Bushell, in dem er sich als „besessenen“ Maler vorstellt: „I had become so obsessed that there was nowhere to move in my home.“ Der aufwändige Film zeigt Carrey bei der Arbeit im Atelier und viele seiner Werke. Im Off-Kommentar erklärt Carrey, was am Malen für ihn wichtig ist. Filmografie (Auswahl) 1983: The Sex and Violence Family Hour (Kurzfilm) 1983: Spaß am Copper Mountain (Copper Mountain) 1983: Applaus für Janet (Introducing… Janet, Kurzfilm) 1983: All in Good Taste 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, 1 Folge) 1984: The Duck Factory (Fernsehserie, 13 Folgen) 1984: Der Chaos Express / Wer hat, der hat (Finders Keepers) 1985: Einmal beißen bitte (Once Bitten) 1986: Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married) 1988: Dirty Harry V – Das Todesspiel (The Dead Pool) 1988: Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte (Earth Girls Are Easy) 1989: Mike Hammer: Mädchen, Morde und Moneten (Murder Takes All, Fernsehfilm) 1989: Pink Cadillac 1990–1994: In Living Color (Fernsehserie, 125 Folgen) 1991: Eine Nervensäge (High Strung) 1992: Der Schein trügt (Doing Time on Maple Drive, Fernsehfilm) 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective) 1994: Die Maske (The Mask) 1994: Dumm und Dümmer (Dumb & Dumber) 1995: Batman Forever 1995: Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (Ace Ventura: When Nature Calls) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (The Cable Guy) 1997: Der Dummschwätzer (Liar Liar) 1998: Die Truman Show (The Truman Show) 1998: Simon Birch 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2000: Ich, beide & sie (Me, Myself & Irene) 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: The Majestic 2003: Pecan Pie (Kurzfilm) 2003: Bruce Allmächtig (Bruce Almighty) 2004: Vergiss mein nicht! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) 2004: Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events) 2005: Dick und Jane (Fun with Dick and Jane) 2007: Number 23 (The Number 23) 2008: Horton hört ein Hu! (Horton Hears a Who!, Stimme von Horton) 2008: Der Ja-Sager (Yes Man) 2009: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) 2009: I love you Phillip Morris 2010: Presidential Reunion (Kurzfilm) 2011: Mr. Poppers Pinguine (Mr. Popper’s Penguins) 2012: 30 Rock (Fernsehserie, 1 Folge) 2013: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues) 2013: Hawking (Dokumentation) 2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone) 2013: Kick-Ass 2 2014: Dumm und Dümmehr (Dumb and Dumber To) 2016: The Bad Batch 2016: Dark Crimes 2017: Jim und Andy (Jim & Andy: The Great Beyond, Dokumentarfilm) 2018–2020: Kidding (Fernsehserie, 20 Folgen) 2020: Sonic the Hedgehog Auszeichnungen/Nominierungen (Auswahl) Golden Globe Award 1995: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Die Maske 1998: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Dummschwätzer 1999: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Drama – für Die Truman Show 2000: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Mondmann 2001: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Grinch 2005: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Vergiss mein nicht! 2018: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehserie – Komödie – für Kidding Goldene Himbeere 1995: Nominierung: Schlechtester Newcomer: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Dumm und Dümmer und Die Maske 2008: Nominierung: Schlechtester Schauspieler: Number 23 MTV Movie Awards 1995: Bester Komiker: (Dumm und Dümmer) und Bester Filmkuss: (mit Lauren Holly in Dumm und Dümmer) 1996: Bester Schauspieler (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) und Bester Komiker: (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) 1997: Bester Bösewicht (Cable Guy – Die Nervensäge) und Bester Komiker (Cable Guy – Die Nervensäge) 1998: Bester Komiker (Der Dummschwätzer) 1999: Bester Schauspieler (Die Truman Show) 2001: Bester Bösewicht (Der Grinch) 2009: Bester Komiker (Der Ja-Sager) Bibliografie Jim Carrey: How Roland Rolls. Illustriert von Rob Nason. Some Kind of Garden Media, 2013, ISBN 978-0-9893680-0-1. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoirs and Misinformation. Alfred A. Knopf, New York 2020, ISBN 978-0-525-65597-8. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoiren und Falschinformationen. Droemer, München 2020, ISBN 978-3-426-28258-8. Weblinks Porträt auf Cinema.com (englisch) Jim Carrey Online – Englischsprachige Fanseite Einzelnachweise Filmschauspieler Komiker Golden-Globe-Preisträger Kanadier US-Amerikaner Geboren 1962 Mann
Ziggy marley im Interview über Bob Marley - SZ Magazin '); Foto: Tuff Gong Records Viel war in den vergangenen Monaten über Bob Marley zu lesen. Am 11. Mai begingen die Fans seinen 30. Todestag, schon im März erschien unter dem Titel Live Forever (Universal) die Aufnahme des letzten Konzerts, das er je gespielt hat; prosaischerweise fand dieses in Pittsburgh statt, am 23. September 1980. Das englische Musikmagazin Mojo beleuchtet in seiner aktuellen Titelgeschichte Marleys späte Jahre und analysiert die politische Botschaft von Alben wie Survival und Uprising. In dem ausführlichen Artikel habe ich ein Zitat von Marleys Tochter Cedella gefunden, die beschreibt, wie ihr Vater nach einem Überfall, bei dem er von bewaffneten Männern verwundet wurde, Ende 1976 Jamaika verließ: »And then he was gone. I think he probably felt the further he was away from us the safer we were going to be. We didn&apos;t see him much for a long time, but he was good at leaving messages and we spoke to him once or twice a week by phone.» Bob Marley hatte mindestens elf Kinder von mehreren Frauen; Ziggy, Stephen und Damian sind selbst als Musiker erfolgreich. Ziggy, 1968 geboren, galt sogar lange als eine Art Nachfolger seines Vaters und war mit den Melody Makers, der Familienband, schon in den Achtzigern in den Charts. Am 17.6. erscheint sein neues Album Wild And Free (Tuff Gong), und da er inzwischen selbst sechs Kinder hat, hat er letztes Jahr die Kinderplatte Family Time aufgenommen. Vor einigen Wochen hatte ich Gelegenheit, mit Ziggy Marley zu telefonieren. Ziggy Marley, bald erscheint Ihr neues Album Wild And Free, aber ich möchte auch kurz das Kinderalbum Family Time ansprechen, das Sie letztes Jahr herausgebracht haben. Eine gute Idee, eine Reggae-Platte für Kinder zu machen! Ich weiß auch nicht, warum nicht mehr Künstler so etwas machen. Für mich war dieses Album sehr wichtig. Ich will mit meiner Musik die Welt verändern. Und da ist es sinnvoll, sich an Kinder zu wenden, weil die noch offen und neugierig sind. Was ist denn der wichtigste Unterschied zwischen der Kinderplatte und Ihrem neuen Album für Erwachsene? Die Themen. Auf Wild And Free geht es um Marihuana, um revolutionäre Ideen, um persönliche Erlebnisse wie das Verhältnis zu meinem Vater und meiner Mutter. Dennoch war Family Time ein wichtiger Vorläufer des neuen Albums, weil wir Family Time auf sehr organische Weise aufgenommen haben, mit der kompletten Band gemeinsam im Studio. Das hat mir sehr gefallen, deshalb haben wir Wild And Free auf dieselbe Art aufgenommen. So konnten wir den spirituellen Aspekt der Musik bewahren. Auf Family Time singen Ihre eigenen Kinder mit. Hat denn Bob Marley, Ihr berühmter Vater, früher mit Ihnen gesungen? Ja, wenn er Songs geschrieben hat, hat er manchmal mit uns gesungen. Er spielte auf seiner Gitarre, während wir um ihn herum saßen. Hat er auch Kinderlieder mit Ihnen gesungen? Nein. Kinderlieder und jamaikanische Folksongs haben meine Geschwister und ich in der Schule gelernt. Ja. Da gibt es nichts, worüber ich mich beklagen könnte. Wie sind Sie damit klar gekommen, dass Ihr Vater und Ihre Mutter immer wieder monatelang auf Tour waren? Die Situation, in der wir aufgewachsen sind, war hart für uns – emotional und mental. Manchmal waren wir vielleicht traurig, weil wir unsere Eltern vermisst haben. Aber irgendwann hatten wir uns daran gewöhnt und ihre Abwesenheit hat uns nicht mehr gestört. Wir haben gelernt, mit solchen Situationen umzugehen. Sie haben schon in den Siebzigern zusammen mit Ihren Geschwistern eine Kinderband gegründet, die Melody Makers. Was für einen Rat hat Ihr Vater Ihnen gegeben? Er hat den Song »Children Playing In The Street« für uns geschrieben, ist mit uns ins Studio gegangen und hat auf der Aufnahme Gitarre gespielt. 1979 war das. Er hat uns ermutigt, Musik zu machen, die eine Botschaft hat. Aber er hat sich nicht hingesetzt und gesagt, das ist jetzt mein Rat für euch. Er hat uns angeleitet, indem er der Mensch war, der er war. Wir haben ihn beobachtet und dadurch viel über das Leben und die Musik gelernt. Eine Episode Ihrer Biografie hat mich immer erstaunt: Dass Sie als Zwölfjähriger mit den Melody Makers bei der großen Trauerfeier für Ihren Vater in Jamaika aufgetreten sind. Wie ich schon gesagt habe: In unserer Kindheit gab es immer wieder harte Situationen. Zum Zeitpunkt der Trauerfeier lag der Tod meines Vaters allerdings schon etwas zurück und wir hatten Gelegenheit gehabt, uns damit auseinanderzusetzen. Wie wäre seine Karriere weitergegangen? Das weiß ich nicht. Aber da mein Vater ein sehr revolutionärer Musiker war, nehme ich an, dass er weiter revolutionäre Musik gemacht hätte. Fühlen Sie sich in der Pflicht, sein Erbe fortzuführen? Über so etwas muss ich gar nicht nachdenken. Seine Musik und seine Ideen sind tief in mir verwurzelt. Sie haben kürzlich einen Comic namens Marijuanaman veröffentlicht. Erklären Sie doch mal kurz, worum es darin geht. Marijuanaman kommt von einem Planeten, auf dem es eine große Umweltkatastrophe gegeben hat. Er reist durchs Weltall, um nach einer Lösung zu suchen. Er landet auf der Erde, mitten in einem Marijuanafeld, und stellt dabei fest, dass er sehr stark auf diese Pflanze reagiert. Er wird von einer Gruppe von Umweltschützern aufgenommen, die viele Dinge aus Hanf herstellen – Kleider, Lebensmittel, Biotreibstoff, Baustoffe. Diese Gruppe befindet sich im Kampf mit einem Pharmakonzern, der die ganzen Marihuanapflanzen ausrotten und dann eine synthetische Version produzieren möchte, um sie den Leuten teuer zurück zu verkaufen. Der Trick ist nun: Wenn Marijuanaman den Marihuanarauch inhaliert, wird er zu einem Superhelden. So kämpft er zusammen mit den Umweltschützern gegen den bösen Pharmakonzern. Das ist der Rahmen der Geschichte. Wäre die Welt ein besserer Ort, wenn mehr Leute Marihuana rauchen würden? Das würde nicht reichen, um die Welt besser zu machen. Aber wenn wir die Hanfpflanze für die vielen anderen Dinge nutzen würden, für die man sie nutzen kann, auch in der Industrie, wäre das sehr positiv für unseren Planeten. Es ist eine Schande, dass diese Pflanze von unserer Gesellschaft immer noch dämonisiert und kriminalisiert wird. Startseite > Themen > SZ-Diskothek > »Mein Vater wurde von Allmächtigen gelenkt«
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Welche Auszeichnungen hat Jim Carrey für seine schauspielerischen Leistungen erhalten?
James Eugene „Jim“ Carrey (* 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Seit der Filmkomödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv von 1994 ist Carrey einer der erfolgreichsten Comedians in Hollywood. Für seine schauspielerischen Leistungen in Die Truman-Show (1998) und Der Mondmann (1999) gewann er jeweils einen Golden Globe Award. Karriere Carrey wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Klassenclown, dessen Vorbild Jerry Lewis ist, brachte bereits in der Schulzeit seine Mitschüler mit regelmäßigen Auftritten zum Lachen. Im Alter von zehn Jahren bewarb er sich bei der Carol-Burnett-Show. Mit 15 Jahren stand Carrey als Stand-up-Komiker auf den Bühnen verschiedener Comedy-Clubs in Toronto. 1978 brach er aus finanziellen Gründen seine Schulausbildung ab und zog nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Schon kurz darauf war er ein festes Ensemble-Mitglied in Mitzi Shore’s Comedy Store und übernahm auch kleinere Nebenrollen in Filmen. Seinen Durchbruch als Komiker hatte Carrey 1982, als er bei einer Tournee des Entertainers Rodney Dangerfield im Vorprogramm auftrat. Im gleichen Jahr bekam er seine eigene TV-Show The Duck Factory. 1985 gab er in Einmal beißen bitte sein Leinwanddebüt und wirkte 1986 in Francis Ford Coppolas Peggy Sue hat geheiratet mit. 1987 spielte Carrey seine erste Hauptrolle als sexhungriger Außerirdischer in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte, die 1989 in die Kinos kam. In dem Thriller Dirty Harry V – Das Todesspiel verkörpert Jim Carrey an der Seite von Clint Eastwood in einer kleinen Nebenrolle einen drogenabhängigen Rocksänger, der den Guns n’ Roses-Song Welcome to the Jungle singt. Ab 1990 war er in der Sitcom In Living Color zu sehen. Weltweit bekannt wurde Carrey 1994 durch die Titelrolle in der Slapstick-Komödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv. Der Film fiel bei den Kritikern durch und brachte Carrey eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechtester Neu-Star ein, kam beim Publikum jedoch gut an und spielte mehr als 72 Millionen Dollar ein. Carrey wurde nach diesem Erfolg noch im gleichen Jahr in zwei weiteren Hauptrollen besetzt: Sowohl Die Maske als auch Dumm und Dümmer wurden zu Erfolgen, ebenso die Fortsetzung Ace Ventura – Jetzt wird’s wild im Folgejahr. Die drei Filme spielten in den Vereinigten Staaten jeweils über 100 Millionen Dollar ein und bescherten Carrey zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem Komödienstar des Jahres 1995, People’s Choice Award), was ihm den Ruf eines „neuen Jerry Lewis“ einbrachte. Carreys ausgeprägte Gestik und Mimik sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen. In der erfolgreichen Comic-Verfilmung Batman Forever wirkte Carrey in der Rolle des Schurken Riddler mit. Er konnte nun höhere Gagen als bisher fordern. 1996 erhielt er für Cable Guy 20 Millionen Dollar, allerdings blieb der Film finanziell hinter den Erwartungen zurück. 1997 verbuchte Carrey wieder einen großen Erfolg mit Der Dummschwätzer, welcher über 300 Millionen Dollar einspielte und ihm eine Nominierung für den Golden Globe als bester Komödiant einbrachte. In Peter Weirs Drama Die Truman Show spielte Carrey seine erste tragikomische Rolle. Der Film handelt von einem Mann, der seit seiner Geburt ohne sein Wissen die Hauptrolle in einer Fernsehserie spielt. Dieser Film war nicht nur an den Kinokassen erfolgreich, sondern brachte Carrey Kritikerlob ein. Auch in seinem nächsten Projekt Der Mondmann zeigte er sich 1999 von seiner ernsthaften Seite und stellte Andy Kaufman dar, einen in den USA sowohl verehrten als auch umstrittenen Komiker. Für Die Truman Show und Der Mondmann wurde Carrey jeweils mit dem Golden Globe für die beste Darstellung in einem Drama beziehungsweise einer Komödie ausgezeichnet, womit er sich als ernstzunehmender Schauspieler etabliert hatte. Carrey spielte ab dem Jahr 2000 in mehreren finanziell erfolgreichen Slapstick-Komödien wie Ich, beide & sie (2000), Der Grinch (2000), Bruce Allmächtig (2003), Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (2004) und Dick und Jane (2005) die Hauptrolle. Daneben wirkte er aber auch in Filmen wie The Majestic (2001), Vergiss mein nicht! (2004) und Number 23 (2007) mit, die von seiner gängigen Rollenbesetzung abwichen. Vergiss mein nicht! wurde von den Kritikern gelobt und gewann den Europäischen Filmpreis als bester nicht-europäischer Film sowie den Oscar für das beste Drehbuch. Ursprünglich war er auch für die Rolle des Captain Jack Sparrow in der Pirates of the Caribbean-Reihe vorgesehen, welche letztlich aber an Johnny Depp vergeben wurde. 2008 lieh Jim Carrey der Titelfigur im Animationsfilm Horton hört ein Hu! seine Stimme und spielte die Hauptrolle in Der Ja-Sager. Ende des Jahres 2009 kam eine Neuinterpretation des Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte durch Regisseur Robert Zemeckis, Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, in die Kinos. Bei diesem Film lieh Carrey seine Stimme dem mürrischen Scrooge und zweien der drei Weihnachtsgeister. Im Jahr 2011 spielte Carrey gemeinsam mit 6 Eselspinguinen die Hauptrolle in Mr. Poppers Pinguine. Im November 2014 erschien Dumm und Dümmehr, die Fortsetzung von Dumm und Dümmer. Auf George Martins 1998 erschienenem Beatles-Tributealbum In My Life sang er den Titel I Am The Walrus. Seit Oktober 2020 spielt Carrey Joe Biden, den amerikanischen Präsidenten, in Saturday Night Live. Sein deutscher Synchronsprecher ist meist Stefan Fredrich. Politische Äußerungen Seit etwa 2009 äußert sich Jim Carrey ablehnend gegenüber Impfungen, Herstellern von Impfstoffen und medizinischen Verbänden. Er rief zum Widerstand auf. Carrey suggertierte, dass Impfungen Autismus auslösten und relativierte seine Aussagen auf Kritik. In der COVID-19-Pandemie verhöhnte er mit einem Social-Media-Video eine Rede Donald Trumps. Privatleben Carrey war von 1987 bis 1995 mit Melissa Womer verheiratet, aus dieser Ehe stammt eine 1987 geborene Tochter, Jane Carrey. Von 1996 bis 1997 war er mit der Schauspielerin Lauren Holly, seinem Co-Star aus Dumm und Dümmer, verheiratet. Während der Dreharbeiten zu Ich, beide & sie (1999) war Carrey mit seiner Filmpartnerin Renée Zellweger liiert. 2004 bekam er zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von 2005 bis März 2010 lebte Carrey mit dem Model Jenny McCarthy zusammen. Anfang April 2010 gab Carrey auf Twitter bekannt, dass man sich nach fünf Jahren in aller Freundschaft getrennt habe. Am 24. August 2011 sorgte Carrey mit einer Videobotschaft an die Schauspielerin Emma Stone für Aufsehen, in der er ihr seine Liebe gesteht. Zu Spekulationen, ob dies ernst gemeint sei oder bloß kalkulierte Satire, äußerte sich Carrey selbst nicht. Von 2012 bis 2015 war Carrey in einer On-Off-Beziehung mit der depressiven Visagistin Cathriona White (* 14. September 1985; † 28. September 2015). Vier Tage vor dem Suizid der Irin in Los Angeles trennte sich das Paar, wobei er gegen ein Ende der Beziehung gewesen sein soll. Sie soll bereits nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2012 versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Im August 2017 veröffentlichte Carrey auf dem Videoportal Vimeo den sechsminütigen Film I Needed Color von David Bushell, in dem er sich als „besessenen“ Maler vorstellt: „I had become so obsessed that there was nowhere to move in my home.“ Der aufwändige Film zeigt Carrey bei der Arbeit im Atelier und viele seiner Werke. Im Off-Kommentar erklärt Carrey, was am Malen für ihn wichtig ist. Filmografie (Auswahl) 1983: The Sex and Violence Family Hour (Kurzfilm) 1983: Spaß am Copper Mountain (Copper Mountain) 1983: Applaus für Janet (Introducing… Janet, Kurzfilm) 1983: All in Good Taste 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, 1 Folge) 1984: The Duck Factory (Fernsehserie, 13 Folgen) 1984: Der Chaos Express / Wer hat, der hat (Finders Keepers) 1985: Einmal beißen bitte (Once Bitten) 1986: Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married) 1988: Dirty Harry V – Das Todesspiel (The Dead Pool) 1988: Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte (Earth Girls Are Easy) 1989: Mike Hammer: Mädchen, Morde und Moneten (Murder Takes All, Fernsehfilm) 1989: Pink Cadillac 1990–1994: In Living Color (Fernsehserie, 125 Folgen) 1991: Eine Nervensäge (High Strung) 1992: Der Schein trügt (Doing Time on Maple Drive, Fernsehfilm) 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective) 1994: Die Maske (The Mask) 1994: Dumm und Dümmer (Dumb & Dumber) 1995: Batman Forever 1995: Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (Ace Ventura: When Nature Calls) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (The Cable Guy) 1997: Der Dummschwätzer (Liar Liar) 1998: Die Truman Show (The Truman Show) 1998: Simon Birch 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2000: Ich, beide & sie (Me, Myself & Irene) 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: The Majestic 2003: Pecan Pie (Kurzfilm) 2003: Bruce Allmächtig (Bruce Almighty) 2004: Vergiss mein nicht! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) 2004: Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events) 2005: Dick und Jane (Fun with Dick and Jane) 2007: Number 23 (The Number 23) 2008: Horton hört ein Hu! (Horton Hears a Who!, Stimme von Horton) 2008: Der Ja-Sager (Yes Man) 2009: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) 2009: I love you Phillip Morris 2010: Presidential Reunion (Kurzfilm) 2011: Mr. Poppers Pinguine (Mr. Popper’s Penguins) 2012: 30 Rock (Fernsehserie, 1 Folge) 2013: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues) 2013: Hawking (Dokumentation) 2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone) 2013: Kick-Ass 2 2014: Dumm und Dümmehr (Dumb and Dumber To) 2016: The Bad Batch 2016: Dark Crimes 2017: Jim und Andy (Jim & Andy: The Great Beyond, Dokumentarfilm) 2018–2020: Kidding (Fernsehserie, 20 Folgen) 2020: Sonic the Hedgehog Auszeichnungen/Nominierungen (Auswahl) Golden Globe Award 1995: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Die Maske 1998: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Dummschwätzer 1999: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Drama – für Die Truman Show 2000: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Mondmann 2001: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Grinch 2005: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Vergiss mein nicht! 2018: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehserie – Komödie – für Kidding Goldene Himbeere 1995: Nominierung: Schlechtester Newcomer: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Dumm und Dümmer und Die Maske 2008: Nominierung: Schlechtester Schauspieler: Number 23 MTV Movie Awards 1995: Bester Komiker: (Dumm und Dümmer) und Bester Filmkuss: (mit Lauren Holly in Dumm und Dümmer) 1996: Bester Schauspieler (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) und Bester Komiker: (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) 1997: Bester Bösewicht (Cable Guy – Die Nervensäge) und Bester Komiker (Cable Guy – Die Nervensäge) 1998: Bester Komiker (Der Dummschwätzer) 1999: Bester Schauspieler (Die Truman Show) 2001: Bester Bösewicht (Der Grinch) 2009: Bester Komiker (Der Ja-Sager) Bibliografie Jim Carrey: How Roland Rolls. Illustriert von Rob Nason. Some Kind of Garden Media, 2013, ISBN 978-0-9893680-0-1. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoirs and Misinformation. Alfred A. Knopf, New York 2020, ISBN 978-0-525-65597-8. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoiren und Falschinformationen. Droemer, München 2020, ISBN 978-3-426-28258-8. Weblinks Porträt auf Cinema.com (englisch) Jim Carrey Online – Englischsprachige Fanseite Einzelnachweise Filmschauspieler Komiker Golden-Globe-Preisträger Kanadier US-Amerikaner Geboren 1962 Mann
PlayStation Plus - 5 Spiele für eure PS4-Spiele im Februar 2020! Star Wars - Das mysteriöse Projekt Luminous wird im Februar offiziell enthüllt Netflix - Streaming-Dienst reagiert auf die starke Konkurrenz durch Disney Plus und HBO Max Otto - Super Deal: Samsung UE75RU7179 LED-Fernseher um 47% reduziert MediaMarkt - Nur noch kurze Zeit: Einzelstücke und Restposten großer Marken enorm reduziert Call of Duty: Modern Warfare - Zuschauer der Call of Duty League bekommen Belohnungen The Witcher (Serie) - Geralt-Darsteller Henry Cavill kommentiert beste Kampfszene der Serie Warcraft 3: Reforged - Fans erzürnt: Irreführendes Marketing überschattet Release MEHR NEWS LADEN
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Welche Auszeichnungen hat Jim Carrey für seine schauspielerischen Leistungen erhalten?
James Eugene „Jim“ Carrey (* 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Seit der Filmkomödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv von 1994 ist Carrey einer der erfolgreichsten Comedians in Hollywood. Für seine schauspielerischen Leistungen in Die Truman-Show (1998) und Der Mondmann (1999) gewann er jeweils einen Golden Globe Award. Karriere Carrey wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Klassenclown, dessen Vorbild Jerry Lewis ist, brachte bereits in der Schulzeit seine Mitschüler mit regelmäßigen Auftritten zum Lachen. Im Alter von zehn Jahren bewarb er sich bei der Carol-Burnett-Show. Mit 15 Jahren stand Carrey als Stand-up-Komiker auf den Bühnen verschiedener Comedy-Clubs in Toronto. 1978 brach er aus finanziellen Gründen seine Schulausbildung ab und zog nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Schon kurz darauf war er ein festes Ensemble-Mitglied in Mitzi Shore’s Comedy Store und übernahm auch kleinere Nebenrollen in Filmen. Seinen Durchbruch als Komiker hatte Carrey 1982, als er bei einer Tournee des Entertainers Rodney Dangerfield im Vorprogramm auftrat. Im gleichen Jahr bekam er seine eigene TV-Show The Duck Factory. 1985 gab er in Einmal beißen bitte sein Leinwanddebüt und wirkte 1986 in Francis Ford Coppolas Peggy Sue hat geheiratet mit. 1987 spielte Carrey seine erste Hauptrolle als sexhungriger Außerirdischer in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte, die 1989 in die Kinos kam. In dem Thriller Dirty Harry V – Das Todesspiel verkörpert Jim Carrey an der Seite von Clint Eastwood in einer kleinen Nebenrolle einen drogenabhängigen Rocksänger, der den Guns n’ Roses-Song Welcome to the Jungle singt. Ab 1990 war er in der Sitcom In Living Color zu sehen. Weltweit bekannt wurde Carrey 1994 durch die Titelrolle in der Slapstick-Komödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv. Der Film fiel bei den Kritikern durch und brachte Carrey eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechtester Neu-Star ein, kam beim Publikum jedoch gut an und spielte mehr als 72 Millionen Dollar ein. Carrey wurde nach diesem Erfolg noch im gleichen Jahr in zwei weiteren Hauptrollen besetzt: Sowohl Die Maske als auch Dumm und Dümmer wurden zu Erfolgen, ebenso die Fortsetzung Ace Ventura – Jetzt wird’s wild im Folgejahr. Die drei Filme spielten in den Vereinigten Staaten jeweils über 100 Millionen Dollar ein und bescherten Carrey zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem Komödienstar des Jahres 1995, People’s Choice Award), was ihm den Ruf eines „neuen Jerry Lewis“ einbrachte. Carreys ausgeprägte Gestik und Mimik sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen. In der erfolgreichen Comic-Verfilmung Batman Forever wirkte Carrey in der Rolle des Schurken Riddler mit. Er konnte nun höhere Gagen als bisher fordern. 1996 erhielt er für Cable Guy 20 Millionen Dollar, allerdings blieb der Film finanziell hinter den Erwartungen zurück. 1997 verbuchte Carrey wieder einen großen Erfolg mit Der Dummschwätzer, welcher über 300 Millionen Dollar einspielte und ihm eine Nominierung für den Golden Globe als bester Komödiant einbrachte. In Peter Weirs Drama Die Truman Show spielte Carrey seine erste tragikomische Rolle. Der Film handelt von einem Mann, der seit seiner Geburt ohne sein Wissen die Hauptrolle in einer Fernsehserie spielt. Dieser Film war nicht nur an den Kinokassen erfolgreich, sondern brachte Carrey Kritikerlob ein. Auch in seinem nächsten Projekt Der Mondmann zeigte er sich 1999 von seiner ernsthaften Seite und stellte Andy Kaufman dar, einen in den USA sowohl verehrten als auch umstrittenen Komiker. Für Die Truman Show und Der Mondmann wurde Carrey jeweils mit dem Golden Globe für die beste Darstellung in einem Drama beziehungsweise einer Komödie ausgezeichnet, womit er sich als ernstzunehmender Schauspieler etabliert hatte. Carrey spielte ab dem Jahr 2000 in mehreren finanziell erfolgreichen Slapstick-Komödien wie Ich, beide & sie (2000), Der Grinch (2000), Bruce Allmächtig (2003), Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (2004) und Dick und Jane (2005) die Hauptrolle. Daneben wirkte er aber auch in Filmen wie The Majestic (2001), Vergiss mein nicht! (2004) und Number 23 (2007) mit, die von seiner gängigen Rollenbesetzung abwichen. Vergiss mein nicht! wurde von den Kritikern gelobt und gewann den Europäischen Filmpreis als bester nicht-europäischer Film sowie den Oscar für das beste Drehbuch. Ursprünglich war er auch für die Rolle des Captain Jack Sparrow in der Pirates of the Caribbean-Reihe vorgesehen, welche letztlich aber an Johnny Depp vergeben wurde. 2008 lieh Jim Carrey der Titelfigur im Animationsfilm Horton hört ein Hu! seine Stimme und spielte die Hauptrolle in Der Ja-Sager. Ende des Jahres 2009 kam eine Neuinterpretation des Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte durch Regisseur Robert Zemeckis, Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, in die Kinos. Bei diesem Film lieh Carrey seine Stimme dem mürrischen Scrooge und zweien der drei Weihnachtsgeister. Im Jahr 2011 spielte Carrey gemeinsam mit 6 Eselspinguinen die Hauptrolle in Mr. Poppers Pinguine. Im November 2014 erschien Dumm und Dümmehr, die Fortsetzung von Dumm und Dümmer. Auf George Martins 1998 erschienenem Beatles-Tributealbum In My Life sang er den Titel I Am The Walrus. Seit Oktober 2020 spielt Carrey Joe Biden, den amerikanischen Präsidenten, in Saturday Night Live. Sein deutscher Synchronsprecher ist meist Stefan Fredrich. Politische Äußerungen Seit etwa 2009 äußert sich Jim Carrey ablehnend gegenüber Impfungen, Herstellern von Impfstoffen und medizinischen Verbänden. Er rief zum Widerstand auf. Carrey suggertierte, dass Impfungen Autismus auslösten und relativierte seine Aussagen auf Kritik. In der COVID-19-Pandemie verhöhnte er mit einem Social-Media-Video eine Rede Donald Trumps. Privatleben Carrey war von 1987 bis 1995 mit Melissa Womer verheiratet, aus dieser Ehe stammt eine 1987 geborene Tochter, Jane Carrey. Von 1996 bis 1997 war er mit der Schauspielerin Lauren Holly, seinem Co-Star aus Dumm und Dümmer, verheiratet. Während der Dreharbeiten zu Ich, beide & sie (1999) war Carrey mit seiner Filmpartnerin Renée Zellweger liiert. 2004 bekam er zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von 2005 bis März 2010 lebte Carrey mit dem Model Jenny McCarthy zusammen. Anfang April 2010 gab Carrey auf Twitter bekannt, dass man sich nach fünf Jahren in aller Freundschaft getrennt habe. Am 24. August 2011 sorgte Carrey mit einer Videobotschaft an die Schauspielerin Emma Stone für Aufsehen, in der er ihr seine Liebe gesteht. Zu Spekulationen, ob dies ernst gemeint sei oder bloß kalkulierte Satire, äußerte sich Carrey selbst nicht. Von 2012 bis 2015 war Carrey in einer On-Off-Beziehung mit der depressiven Visagistin Cathriona White (* 14. September 1985; † 28. September 2015). Vier Tage vor dem Suizid der Irin in Los Angeles trennte sich das Paar, wobei er gegen ein Ende der Beziehung gewesen sein soll. Sie soll bereits nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2012 versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Im August 2017 veröffentlichte Carrey auf dem Videoportal Vimeo den sechsminütigen Film I Needed Color von David Bushell, in dem er sich als „besessenen“ Maler vorstellt: „I had become so obsessed that there was nowhere to move in my home.“ Der aufwändige Film zeigt Carrey bei der Arbeit im Atelier und viele seiner Werke. Im Off-Kommentar erklärt Carrey, was am Malen für ihn wichtig ist. Filmografie (Auswahl) 1983: The Sex and Violence Family Hour (Kurzfilm) 1983: Spaß am Copper Mountain (Copper Mountain) 1983: Applaus für Janet (Introducing… Janet, Kurzfilm) 1983: All in Good Taste 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, 1 Folge) 1984: The Duck Factory (Fernsehserie, 13 Folgen) 1984: Der Chaos Express / Wer hat, der hat (Finders Keepers) 1985: Einmal beißen bitte (Once Bitten) 1986: Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married) 1988: Dirty Harry V – Das Todesspiel (The Dead Pool) 1988: Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte (Earth Girls Are Easy) 1989: Mike Hammer: Mädchen, Morde und Moneten (Murder Takes All, Fernsehfilm) 1989: Pink Cadillac 1990–1994: In Living Color (Fernsehserie, 125 Folgen) 1991: Eine Nervensäge (High Strung) 1992: Der Schein trügt (Doing Time on Maple Drive, Fernsehfilm) 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective) 1994: Die Maske (The Mask) 1994: Dumm und Dümmer (Dumb & Dumber) 1995: Batman Forever 1995: Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (Ace Ventura: When Nature Calls) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (The Cable Guy) 1997: Der Dummschwätzer (Liar Liar) 1998: Die Truman Show (The Truman Show) 1998: Simon Birch 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2000: Ich, beide & sie (Me, Myself & Irene) 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: The Majestic 2003: Pecan Pie (Kurzfilm) 2003: Bruce Allmächtig (Bruce Almighty) 2004: Vergiss mein nicht! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) 2004: Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events) 2005: Dick und Jane (Fun with Dick and Jane) 2007: Number 23 (The Number 23) 2008: Horton hört ein Hu! (Horton Hears a Who!, Stimme von Horton) 2008: Der Ja-Sager (Yes Man) 2009: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) 2009: I love you Phillip Morris 2010: Presidential Reunion (Kurzfilm) 2011: Mr. Poppers Pinguine (Mr. Popper’s Penguins) 2012: 30 Rock (Fernsehserie, 1 Folge) 2013: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues) 2013: Hawking (Dokumentation) 2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone) 2013: Kick-Ass 2 2014: Dumm und Dümmehr (Dumb and Dumber To) 2016: The Bad Batch 2016: Dark Crimes 2017: Jim und Andy (Jim & Andy: The Great Beyond, Dokumentarfilm) 2018–2020: Kidding (Fernsehserie, 20 Folgen) 2020: Sonic the Hedgehog Auszeichnungen/Nominierungen (Auswahl) Golden Globe Award 1995: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Die Maske 1998: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Dummschwätzer 1999: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Drama – für Die Truman Show 2000: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Mondmann 2001: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Grinch 2005: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Vergiss mein nicht! 2018: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehserie – Komödie – für Kidding Goldene Himbeere 1995: Nominierung: Schlechtester Newcomer: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Dumm und Dümmer und Die Maske 2008: Nominierung: Schlechtester Schauspieler: Number 23 MTV Movie Awards 1995: Bester Komiker: (Dumm und Dümmer) und Bester Filmkuss: (mit Lauren Holly in Dumm und Dümmer) 1996: Bester Schauspieler (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) und Bester Komiker: (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) 1997: Bester Bösewicht (Cable Guy – Die Nervensäge) und Bester Komiker (Cable Guy – Die Nervensäge) 1998: Bester Komiker (Der Dummschwätzer) 1999: Bester Schauspieler (Die Truman Show) 2001: Bester Bösewicht (Der Grinch) 2009: Bester Komiker (Der Ja-Sager) Bibliografie Jim Carrey: How Roland Rolls. Illustriert von Rob Nason. Some Kind of Garden Media, 2013, ISBN 978-0-9893680-0-1. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoirs and Misinformation. Alfred A. Knopf, New York 2020, ISBN 978-0-525-65597-8. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoiren und Falschinformationen. Droemer, München 2020, ISBN 978-3-426-28258-8. Weblinks Porträt auf Cinema.com (englisch) Jim Carrey Online – Englischsprachige Fanseite Einzelnachweise Filmschauspieler Komiker Golden-Globe-Preisträger Kanadier US-Amerikaner Geboren 1962 Mann
‎Agent Null (Ein Agent Null Spionage-Thriller—Buch #1) in Apple Books „Einer der besten Thriller, die ich dieses Jahr gelesen habe.“ -- Buch- und Filmbewertungen (über: Koste es, was es wolle) In diesem lang erwartetem Debüt einer epischen Spionage-Thriller-Serie des #1 meistverkauften Autors Jack Mars, werden die Leser in einem Action-Thriller nach Europa geführt, wo der mutmaßliche CIA Agent Kent Steele, der von Terroristen, der CIA und seiner eigenen Identität gejagt wird, eine Reihe von Mysterien entschlüsseln muss. Wer ist hinter ihm her, wer ist er, welches ist das anstehende Ziel der Terroristen—und was hat es mit der wunderschönen Frau auf sich, die er immer wieder vor seinem geistigen Auge sieht? Kent Steele, 38, ein brillanter Professor für Europäische Geschichte an der Columbia Universität, lebt mit seinen zwei Teenager Töchtern in einem New Yorker Vorort ein ruhiges Leben. All das verändert sich, als es eines Abends an seiner Tür klopft und er von drei Terroristen entführt wird—er wird quer über den Ozean geflogen, um in einem Pariser Keller verhört zu werden. Sie sind überzeugt davon, dass Kent der tödlichste Spion ist, den die CIA je kannte. Er ist sich sicher, dass sie den falschen Mann haben. Inmitten einer Verschwörung, mit Gegenspielern, so schlau wie er selbst und einem Auftragskiller dicht auf seinen Fersen, beginnt ein wildes Katz und Maus Spiel, das Kent auf einen verhängnisvollen Weg führt—einen Weg, der ihn zurück nach Langley führen könnte—und zu einer schockierenden Entdeckung über seine eigene Identität. AGENT NULL ist ein Spionage Thriller, der dich bis spät in die Nacht an sich fesseln wird. „Ein Thriller der Extraklasse.“ -- Midwest Book Review (über: Koste es, was es wolle) Außerdem erhältlich ist Jack Mars #1 meistverkaufte LUKE STONE THRILLER Serie (7 Bücher), die mit „Koste es, was es wolle“ (Buch #1) beginnt, einem kostenlosen Download mit über 800 5-Sterne-Bewertungen! Mehr Bücher von Jack Mars Zielobjekt Null (Ein Agent Null Spionage-Thriller – Buch #2) Jagd Auf Null (Ein Agent Null Spionage-Thriller – Buch #3) Eine Falle für Null (Ein Agent Null Spionage-Thriller — Buch #4) Rückruf Null (Ein Agent Null Spionage-Thriller — Buch #6) Attentäter Null (Ein Agent Null Spionage-Thriller — Buch #7) Köder Null (Ein Agent Null Spionage-Thriller - Buch #8)
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Welche Auszeichnungen hat Jim Carrey für seine schauspielerischen Leistungen erhalten?
James Eugene „Jim“ Carrey (* 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Seit der Filmkomödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv von 1994 ist Carrey einer der erfolgreichsten Comedians in Hollywood. Für seine schauspielerischen Leistungen in Die Truman-Show (1998) und Der Mondmann (1999) gewann er jeweils einen Golden Globe Award. Karriere Carrey wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Klassenclown, dessen Vorbild Jerry Lewis ist, brachte bereits in der Schulzeit seine Mitschüler mit regelmäßigen Auftritten zum Lachen. Im Alter von zehn Jahren bewarb er sich bei der Carol-Burnett-Show. Mit 15 Jahren stand Carrey als Stand-up-Komiker auf den Bühnen verschiedener Comedy-Clubs in Toronto. 1978 brach er aus finanziellen Gründen seine Schulausbildung ab und zog nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Schon kurz darauf war er ein festes Ensemble-Mitglied in Mitzi Shore’s Comedy Store und übernahm auch kleinere Nebenrollen in Filmen. Seinen Durchbruch als Komiker hatte Carrey 1982, als er bei einer Tournee des Entertainers Rodney Dangerfield im Vorprogramm auftrat. Im gleichen Jahr bekam er seine eigene TV-Show The Duck Factory. 1985 gab er in Einmal beißen bitte sein Leinwanddebüt und wirkte 1986 in Francis Ford Coppolas Peggy Sue hat geheiratet mit. 1987 spielte Carrey seine erste Hauptrolle als sexhungriger Außerirdischer in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte, die 1989 in die Kinos kam. In dem Thriller Dirty Harry V – Das Todesspiel verkörpert Jim Carrey an der Seite von Clint Eastwood in einer kleinen Nebenrolle einen drogenabhängigen Rocksänger, der den Guns n’ Roses-Song Welcome to the Jungle singt. Ab 1990 war er in der Sitcom In Living Color zu sehen. Weltweit bekannt wurde Carrey 1994 durch die Titelrolle in der Slapstick-Komödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv. Der Film fiel bei den Kritikern durch und brachte Carrey eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechtester Neu-Star ein, kam beim Publikum jedoch gut an und spielte mehr als 72 Millionen Dollar ein. Carrey wurde nach diesem Erfolg noch im gleichen Jahr in zwei weiteren Hauptrollen besetzt: Sowohl Die Maske als auch Dumm und Dümmer wurden zu Erfolgen, ebenso die Fortsetzung Ace Ventura – Jetzt wird’s wild im Folgejahr. Die drei Filme spielten in den Vereinigten Staaten jeweils über 100 Millionen Dollar ein und bescherten Carrey zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem Komödienstar des Jahres 1995, People’s Choice Award), was ihm den Ruf eines „neuen Jerry Lewis“ einbrachte. Carreys ausgeprägte Gestik und Mimik sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen. In der erfolgreichen Comic-Verfilmung Batman Forever wirkte Carrey in der Rolle des Schurken Riddler mit. Er konnte nun höhere Gagen als bisher fordern. 1996 erhielt er für Cable Guy 20 Millionen Dollar, allerdings blieb der Film finanziell hinter den Erwartungen zurück. 1997 verbuchte Carrey wieder einen großen Erfolg mit Der Dummschwätzer, welcher über 300 Millionen Dollar einspielte und ihm eine Nominierung für den Golden Globe als bester Komödiant einbrachte. In Peter Weirs Drama Die Truman Show spielte Carrey seine erste tragikomische Rolle. Der Film handelt von einem Mann, der seit seiner Geburt ohne sein Wissen die Hauptrolle in einer Fernsehserie spielt. Dieser Film war nicht nur an den Kinokassen erfolgreich, sondern brachte Carrey Kritikerlob ein. Auch in seinem nächsten Projekt Der Mondmann zeigte er sich 1999 von seiner ernsthaften Seite und stellte Andy Kaufman dar, einen in den USA sowohl verehrten als auch umstrittenen Komiker. Für Die Truman Show und Der Mondmann wurde Carrey jeweils mit dem Golden Globe für die beste Darstellung in einem Drama beziehungsweise einer Komödie ausgezeichnet, womit er sich als ernstzunehmender Schauspieler etabliert hatte. Carrey spielte ab dem Jahr 2000 in mehreren finanziell erfolgreichen Slapstick-Komödien wie Ich, beide & sie (2000), Der Grinch (2000), Bruce Allmächtig (2003), Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (2004) und Dick und Jane (2005) die Hauptrolle. Daneben wirkte er aber auch in Filmen wie The Majestic (2001), Vergiss mein nicht! (2004) und Number 23 (2007) mit, die von seiner gängigen Rollenbesetzung abwichen. Vergiss mein nicht! wurde von den Kritikern gelobt und gewann den Europäischen Filmpreis als bester nicht-europäischer Film sowie den Oscar für das beste Drehbuch. Ursprünglich war er auch für die Rolle des Captain Jack Sparrow in der Pirates of the Caribbean-Reihe vorgesehen, welche letztlich aber an Johnny Depp vergeben wurde. 2008 lieh Jim Carrey der Titelfigur im Animationsfilm Horton hört ein Hu! seine Stimme und spielte die Hauptrolle in Der Ja-Sager. Ende des Jahres 2009 kam eine Neuinterpretation des Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte durch Regisseur Robert Zemeckis, Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, in die Kinos. Bei diesem Film lieh Carrey seine Stimme dem mürrischen Scrooge und zweien der drei Weihnachtsgeister. Im Jahr 2011 spielte Carrey gemeinsam mit 6 Eselspinguinen die Hauptrolle in Mr. Poppers Pinguine. Im November 2014 erschien Dumm und Dümmehr, die Fortsetzung von Dumm und Dümmer. Auf George Martins 1998 erschienenem Beatles-Tributealbum In My Life sang er den Titel I Am The Walrus. Seit Oktober 2020 spielt Carrey Joe Biden, den amerikanischen Präsidenten, in Saturday Night Live. Sein deutscher Synchronsprecher ist meist Stefan Fredrich. Politische Äußerungen Seit etwa 2009 äußert sich Jim Carrey ablehnend gegenüber Impfungen, Herstellern von Impfstoffen und medizinischen Verbänden. Er rief zum Widerstand auf. Carrey suggertierte, dass Impfungen Autismus auslösten und relativierte seine Aussagen auf Kritik. In der COVID-19-Pandemie verhöhnte er mit einem Social-Media-Video eine Rede Donald Trumps. Privatleben Carrey war von 1987 bis 1995 mit Melissa Womer verheiratet, aus dieser Ehe stammt eine 1987 geborene Tochter, Jane Carrey. Von 1996 bis 1997 war er mit der Schauspielerin Lauren Holly, seinem Co-Star aus Dumm und Dümmer, verheiratet. Während der Dreharbeiten zu Ich, beide & sie (1999) war Carrey mit seiner Filmpartnerin Renée Zellweger liiert. 2004 bekam er zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von 2005 bis März 2010 lebte Carrey mit dem Model Jenny McCarthy zusammen. Anfang April 2010 gab Carrey auf Twitter bekannt, dass man sich nach fünf Jahren in aller Freundschaft getrennt habe. Am 24. August 2011 sorgte Carrey mit einer Videobotschaft an die Schauspielerin Emma Stone für Aufsehen, in der er ihr seine Liebe gesteht. Zu Spekulationen, ob dies ernst gemeint sei oder bloß kalkulierte Satire, äußerte sich Carrey selbst nicht. Von 2012 bis 2015 war Carrey in einer On-Off-Beziehung mit der depressiven Visagistin Cathriona White (* 14. September 1985; † 28. September 2015). Vier Tage vor dem Suizid der Irin in Los Angeles trennte sich das Paar, wobei er gegen ein Ende der Beziehung gewesen sein soll. Sie soll bereits nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2012 versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Im August 2017 veröffentlichte Carrey auf dem Videoportal Vimeo den sechsminütigen Film I Needed Color von David Bushell, in dem er sich als „besessenen“ Maler vorstellt: „I had become so obsessed that there was nowhere to move in my home.“ Der aufwändige Film zeigt Carrey bei der Arbeit im Atelier und viele seiner Werke. Im Off-Kommentar erklärt Carrey, was am Malen für ihn wichtig ist. Filmografie (Auswahl) 1983: The Sex and Violence Family Hour (Kurzfilm) 1983: Spaß am Copper Mountain (Copper Mountain) 1983: Applaus für Janet (Introducing… Janet, Kurzfilm) 1983: All in Good Taste 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, 1 Folge) 1984: The Duck Factory (Fernsehserie, 13 Folgen) 1984: Der Chaos Express / Wer hat, der hat (Finders Keepers) 1985: Einmal beißen bitte (Once Bitten) 1986: Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married) 1988: Dirty Harry V – Das Todesspiel (The Dead Pool) 1988: Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte (Earth Girls Are Easy) 1989: Mike Hammer: Mädchen, Morde und Moneten (Murder Takes All, Fernsehfilm) 1989: Pink Cadillac 1990–1994: In Living Color (Fernsehserie, 125 Folgen) 1991: Eine Nervensäge (High Strung) 1992: Der Schein trügt (Doing Time on Maple Drive, Fernsehfilm) 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective) 1994: Die Maske (The Mask) 1994: Dumm und Dümmer (Dumb & Dumber) 1995: Batman Forever 1995: Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (Ace Ventura: When Nature Calls) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (The Cable Guy) 1997: Der Dummschwätzer (Liar Liar) 1998: Die Truman Show (The Truman Show) 1998: Simon Birch 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2000: Ich, beide & sie (Me, Myself & Irene) 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: The Majestic 2003: Pecan Pie (Kurzfilm) 2003: Bruce Allmächtig (Bruce Almighty) 2004: Vergiss mein nicht! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) 2004: Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events) 2005: Dick und Jane (Fun with Dick and Jane) 2007: Number 23 (The Number 23) 2008: Horton hört ein Hu! (Horton Hears a Who!, Stimme von Horton) 2008: Der Ja-Sager (Yes Man) 2009: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) 2009: I love you Phillip Morris 2010: Presidential Reunion (Kurzfilm) 2011: Mr. Poppers Pinguine (Mr. Popper’s Penguins) 2012: 30 Rock (Fernsehserie, 1 Folge) 2013: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues) 2013: Hawking (Dokumentation) 2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone) 2013: Kick-Ass 2 2014: Dumm und Dümmehr (Dumb and Dumber To) 2016: The Bad Batch 2016: Dark Crimes 2017: Jim und Andy (Jim & Andy: The Great Beyond, Dokumentarfilm) 2018–2020: Kidding (Fernsehserie, 20 Folgen) 2020: Sonic the Hedgehog Auszeichnungen/Nominierungen (Auswahl) Golden Globe Award 1995: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Die Maske 1998: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Dummschwätzer 1999: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Drama – für Die Truman Show 2000: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Mondmann 2001: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Grinch 2005: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Vergiss mein nicht! 2018: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehserie – Komödie – für Kidding Goldene Himbeere 1995: Nominierung: Schlechtester Newcomer: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Dumm und Dümmer und Die Maske 2008: Nominierung: Schlechtester Schauspieler: Number 23 MTV Movie Awards 1995: Bester Komiker: (Dumm und Dümmer) und Bester Filmkuss: (mit Lauren Holly in Dumm und Dümmer) 1996: Bester Schauspieler (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) und Bester Komiker: (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) 1997: Bester Bösewicht (Cable Guy – Die Nervensäge) und Bester Komiker (Cable Guy – Die Nervensäge) 1998: Bester Komiker (Der Dummschwätzer) 1999: Bester Schauspieler (Die Truman Show) 2001: Bester Bösewicht (Der Grinch) 2009: Bester Komiker (Der Ja-Sager) Bibliografie Jim Carrey: How Roland Rolls. Illustriert von Rob Nason. Some Kind of Garden Media, 2013, ISBN 978-0-9893680-0-1. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoirs and Misinformation. Alfred A. Knopf, New York 2020, ISBN 978-0-525-65597-8. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoiren und Falschinformationen. Droemer, München 2020, ISBN 978-3-426-28258-8. Weblinks Porträt auf Cinema.com (englisch) Jim Carrey Online – Englischsprachige Fanseite Einzelnachweise Filmschauspieler Komiker Golden-Globe-Preisträger Kanadier US-Amerikaner Geboren 1962 Mann
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Welche Auszeichnungen hat Jim Carrey für seine schauspielerischen Leistungen erhalten?
James Eugene „Jim“ Carrey (* 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Seit der Filmkomödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv von 1994 ist Carrey einer der erfolgreichsten Comedians in Hollywood. Für seine schauspielerischen Leistungen in Die Truman-Show (1998) und Der Mondmann (1999) gewann er jeweils einen Golden Globe Award. Karriere Carrey wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Klassenclown, dessen Vorbild Jerry Lewis ist, brachte bereits in der Schulzeit seine Mitschüler mit regelmäßigen Auftritten zum Lachen. Im Alter von zehn Jahren bewarb er sich bei der Carol-Burnett-Show. Mit 15 Jahren stand Carrey als Stand-up-Komiker auf den Bühnen verschiedener Comedy-Clubs in Toronto. 1978 brach er aus finanziellen Gründen seine Schulausbildung ab und zog nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Schon kurz darauf war er ein festes Ensemble-Mitglied in Mitzi Shore’s Comedy Store und übernahm auch kleinere Nebenrollen in Filmen. Seinen Durchbruch als Komiker hatte Carrey 1982, als er bei einer Tournee des Entertainers Rodney Dangerfield im Vorprogramm auftrat. Im gleichen Jahr bekam er seine eigene TV-Show The Duck Factory. 1985 gab er in Einmal beißen bitte sein Leinwanddebüt und wirkte 1986 in Francis Ford Coppolas Peggy Sue hat geheiratet mit. 1987 spielte Carrey seine erste Hauptrolle als sexhungriger Außerirdischer in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte, die 1989 in die Kinos kam. In dem Thriller Dirty Harry V – Das Todesspiel verkörpert Jim Carrey an der Seite von Clint Eastwood in einer kleinen Nebenrolle einen drogenabhängigen Rocksänger, der den Guns n’ Roses-Song Welcome to the Jungle singt. Ab 1990 war er in der Sitcom In Living Color zu sehen. Weltweit bekannt wurde Carrey 1994 durch die Titelrolle in der Slapstick-Komödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv. Der Film fiel bei den Kritikern durch und brachte Carrey eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechtester Neu-Star ein, kam beim Publikum jedoch gut an und spielte mehr als 72 Millionen Dollar ein. Carrey wurde nach diesem Erfolg noch im gleichen Jahr in zwei weiteren Hauptrollen besetzt: Sowohl Die Maske als auch Dumm und Dümmer wurden zu Erfolgen, ebenso die Fortsetzung Ace Ventura – Jetzt wird’s wild im Folgejahr. Die drei Filme spielten in den Vereinigten Staaten jeweils über 100 Millionen Dollar ein und bescherten Carrey zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem Komödienstar des Jahres 1995, People’s Choice Award), was ihm den Ruf eines „neuen Jerry Lewis“ einbrachte. Carreys ausgeprägte Gestik und Mimik sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen. In der erfolgreichen Comic-Verfilmung Batman Forever wirkte Carrey in der Rolle des Schurken Riddler mit. Er konnte nun höhere Gagen als bisher fordern. 1996 erhielt er für Cable Guy 20 Millionen Dollar, allerdings blieb der Film finanziell hinter den Erwartungen zurück. 1997 verbuchte Carrey wieder einen großen Erfolg mit Der Dummschwätzer, welcher über 300 Millionen Dollar einspielte und ihm eine Nominierung für den Golden Globe als bester Komödiant einbrachte. In Peter Weirs Drama Die Truman Show spielte Carrey seine erste tragikomische Rolle. Der Film handelt von einem Mann, der seit seiner Geburt ohne sein Wissen die Hauptrolle in einer Fernsehserie spielt. Dieser Film war nicht nur an den Kinokassen erfolgreich, sondern brachte Carrey Kritikerlob ein. Auch in seinem nächsten Projekt Der Mondmann zeigte er sich 1999 von seiner ernsthaften Seite und stellte Andy Kaufman dar, einen in den USA sowohl verehrten als auch umstrittenen Komiker. Für Die Truman Show und Der Mondmann wurde Carrey jeweils mit dem Golden Globe für die beste Darstellung in einem Drama beziehungsweise einer Komödie ausgezeichnet, womit er sich als ernstzunehmender Schauspieler etabliert hatte. Carrey spielte ab dem Jahr 2000 in mehreren finanziell erfolgreichen Slapstick-Komödien wie Ich, beide & sie (2000), Der Grinch (2000), Bruce Allmächtig (2003), Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (2004) und Dick und Jane (2005) die Hauptrolle. Daneben wirkte er aber auch in Filmen wie The Majestic (2001), Vergiss mein nicht! (2004) und Number 23 (2007) mit, die von seiner gängigen Rollenbesetzung abwichen. Vergiss mein nicht! wurde von den Kritikern gelobt und gewann den Europäischen Filmpreis als bester nicht-europäischer Film sowie den Oscar für das beste Drehbuch. Ursprünglich war er auch für die Rolle des Captain Jack Sparrow in der Pirates of the Caribbean-Reihe vorgesehen, welche letztlich aber an Johnny Depp vergeben wurde. 2008 lieh Jim Carrey der Titelfigur im Animationsfilm Horton hört ein Hu! seine Stimme und spielte die Hauptrolle in Der Ja-Sager. Ende des Jahres 2009 kam eine Neuinterpretation des Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte durch Regisseur Robert Zemeckis, Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, in die Kinos. Bei diesem Film lieh Carrey seine Stimme dem mürrischen Scrooge und zweien der drei Weihnachtsgeister. Im Jahr 2011 spielte Carrey gemeinsam mit 6 Eselspinguinen die Hauptrolle in Mr. Poppers Pinguine. Im November 2014 erschien Dumm und Dümmehr, die Fortsetzung von Dumm und Dümmer. Auf George Martins 1998 erschienenem Beatles-Tributealbum In My Life sang er den Titel I Am The Walrus. Seit Oktober 2020 spielt Carrey Joe Biden, den amerikanischen Präsidenten, in Saturday Night Live. Sein deutscher Synchronsprecher ist meist Stefan Fredrich. Politische Äußerungen Seit etwa 2009 äußert sich Jim Carrey ablehnend gegenüber Impfungen, Herstellern von Impfstoffen und medizinischen Verbänden. Er rief zum Widerstand auf. Carrey suggertierte, dass Impfungen Autismus auslösten und relativierte seine Aussagen auf Kritik. In der COVID-19-Pandemie verhöhnte er mit einem Social-Media-Video eine Rede Donald Trumps. Privatleben Carrey war von 1987 bis 1995 mit Melissa Womer verheiratet, aus dieser Ehe stammt eine 1987 geborene Tochter, Jane Carrey. Von 1996 bis 1997 war er mit der Schauspielerin Lauren Holly, seinem Co-Star aus Dumm und Dümmer, verheiratet. Während der Dreharbeiten zu Ich, beide & sie (1999) war Carrey mit seiner Filmpartnerin Renée Zellweger liiert. 2004 bekam er zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von 2005 bis März 2010 lebte Carrey mit dem Model Jenny McCarthy zusammen. Anfang April 2010 gab Carrey auf Twitter bekannt, dass man sich nach fünf Jahren in aller Freundschaft getrennt habe. Am 24. August 2011 sorgte Carrey mit einer Videobotschaft an die Schauspielerin Emma Stone für Aufsehen, in der er ihr seine Liebe gesteht. Zu Spekulationen, ob dies ernst gemeint sei oder bloß kalkulierte Satire, äußerte sich Carrey selbst nicht. Von 2012 bis 2015 war Carrey in einer On-Off-Beziehung mit der depressiven Visagistin Cathriona White (* 14. September 1985; † 28. September 2015). Vier Tage vor dem Suizid der Irin in Los Angeles trennte sich das Paar, wobei er gegen ein Ende der Beziehung gewesen sein soll. Sie soll bereits nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2012 versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Im August 2017 veröffentlichte Carrey auf dem Videoportal Vimeo den sechsminütigen Film I Needed Color von David Bushell, in dem er sich als „besessenen“ Maler vorstellt: „I had become so obsessed that there was nowhere to move in my home.“ Der aufwändige Film zeigt Carrey bei der Arbeit im Atelier und viele seiner Werke. Im Off-Kommentar erklärt Carrey, was am Malen für ihn wichtig ist. Filmografie (Auswahl) 1983: The Sex and Violence Family Hour (Kurzfilm) 1983: Spaß am Copper Mountain (Copper Mountain) 1983: Applaus für Janet (Introducing… Janet, Kurzfilm) 1983: All in Good Taste 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, 1 Folge) 1984: The Duck Factory (Fernsehserie, 13 Folgen) 1984: Der Chaos Express / Wer hat, der hat (Finders Keepers) 1985: Einmal beißen bitte (Once Bitten) 1986: Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married) 1988: Dirty Harry V – Das Todesspiel (The Dead Pool) 1988: Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte (Earth Girls Are Easy) 1989: Mike Hammer: Mädchen, Morde und Moneten (Murder Takes All, Fernsehfilm) 1989: Pink Cadillac 1990–1994: In Living Color (Fernsehserie, 125 Folgen) 1991: Eine Nervensäge (High Strung) 1992: Der Schein trügt (Doing Time on Maple Drive, Fernsehfilm) 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective) 1994: Die Maske (The Mask) 1994: Dumm und Dümmer (Dumb & Dumber) 1995: Batman Forever 1995: Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (Ace Ventura: When Nature Calls) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (The Cable Guy) 1997: Der Dummschwätzer (Liar Liar) 1998: Die Truman Show (The Truman Show) 1998: Simon Birch 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2000: Ich, beide & sie (Me, Myself & Irene) 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: The Majestic 2003: Pecan Pie (Kurzfilm) 2003: Bruce Allmächtig (Bruce Almighty) 2004: Vergiss mein nicht! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) 2004: Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events) 2005: Dick und Jane (Fun with Dick and Jane) 2007: Number 23 (The Number 23) 2008: Horton hört ein Hu! (Horton Hears a Who!, Stimme von Horton) 2008: Der Ja-Sager (Yes Man) 2009: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) 2009: I love you Phillip Morris 2010: Presidential Reunion (Kurzfilm) 2011: Mr. Poppers Pinguine (Mr. Popper’s Penguins) 2012: 30 Rock (Fernsehserie, 1 Folge) 2013: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues) 2013: Hawking (Dokumentation) 2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone) 2013: Kick-Ass 2 2014: Dumm und Dümmehr (Dumb and Dumber To) 2016: The Bad Batch 2016: Dark Crimes 2017: Jim und Andy (Jim & Andy: The Great Beyond, Dokumentarfilm) 2018–2020: Kidding (Fernsehserie, 20 Folgen) 2020: Sonic the Hedgehog Auszeichnungen/Nominierungen (Auswahl) Golden Globe Award 1995: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Die Maske 1998: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Dummschwätzer 1999: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Drama – für Die Truman Show 2000: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Mondmann 2001: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Grinch 2005: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Vergiss mein nicht! 2018: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehserie – Komödie – für Kidding Goldene Himbeere 1995: Nominierung: Schlechtester Newcomer: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Dumm und Dümmer und Die Maske 2008: Nominierung: Schlechtester Schauspieler: Number 23 MTV Movie Awards 1995: Bester Komiker: (Dumm und Dümmer) und Bester Filmkuss: (mit Lauren Holly in Dumm und Dümmer) 1996: Bester Schauspieler (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) und Bester Komiker: (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) 1997: Bester Bösewicht (Cable Guy – Die Nervensäge) und Bester Komiker (Cable Guy – Die Nervensäge) 1998: Bester Komiker (Der Dummschwätzer) 1999: Bester Schauspieler (Die Truman Show) 2001: Bester Bösewicht (Der Grinch) 2009: Bester Komiker (Der Ja-Sager) Bibliografie Jim Carrey: How Roland Rolls. Illustriert von Rob Nason. Some Kind of Garden Media, 2013, ISBN 978-0-9893680-0-1. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoirs and Misinformation. Alfred A. Knopf, New York 2020, ISBN 978-0-525-65597-8. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoiren und Falschinformationen. Droemer, München 2020, ISBN 978-3-426-28258-8. Weblinks Porträt auf Cinema.com (englisch) Jim Carrey Online – Englischsprachige Fanseite Einzelnachweise Filmschauspieler Komiker Golden-Globe-Preisträger Kanadier US-Amerikaner Geboren 1962 Mann
neues deutschland vom 19.01.2010 (neues-deutschland.de) Oberstes US-Gericht ordnet neue Prüfung des Falls Mumia Abu-Jamal an Washington (AFP/ND). Der Fall des ursprünglich wegen Mordes zum Tode verurteilten US-Journalisten Mumia Abu-Jamal wird neu verhandelt. Das Oberste Gericht der USA verwies den Fall am Dienstag zurück an ein Bundesberufungsgericht im Bundesstaat Pennsylvania. Dieses solle ein Urteil aus dem Jahr 2008 überprüfen, in dem Abu-Jamals Todesstrafe in lebenslange Haft umgewandelt wurde, urteilten die höchs... Eine aktuelle australische Studie gibt dem Begriff Fernsehduell eine völlig neue, erschreckende Bedeutung: als Duell zwischen Fernseher und Mensch. Was noch erschreckender ist: Am Ende unterliegt der Mensch. Wer nämlich mehr als vier Stunden täglich vor dem Fernseher sitzt, hat ein um 46 Prozent erhöhtes Risiko, an »verschiedenen Krankheiten« zu sterben – im Vergleich zu denen, die den tägli... LINKE will wieder in Tritt kommen Die Parteiführung der LINKEN versucht nach den Personaldebatten mit inhaltlicher Arbeit wieder in Tritt zu kommen. Die LINKE wolle als »geeinte soziale Kraft für Frieden, Gerechtigkeit und einen demokratischen Aufbruch« streiten, erklärte der Geschäftsführende Vorstand am Montag. Es ist schon beinahe müßig. Die nächsten Studien zu steigender Armut, die gleichen Befürchtungen, Bedrohungsszenarien, Entwicklungsprognosen liegen vor. Dem Kommentator gehen die Worte aus. »Man sollte jetzt...«, »die Regierung wäre nun gut beraten...« und derlei Floskelwerk mehr will zu Papier. Fakt ist: Deutschland liegt, was die Armut angeht, im europäischen Vergleich auf Platz 12, hinter den s... Taliban-Terror im Regierungsviertel: Radikal-islamische Kämpfer haben zehn Tage vor der Afghanistan-Konferenz in London das streng bewachte Machtzentrum von Kabul angegriffen. Armutsrisiko im Osten am höchsten Die Ungleichverteilung des Vermögens und das Risiko der Altersarmut steigen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). In Berlin ist das Armutsrisiko am höchsten. Zweifel an Washingtons Selbstlosigkeit An Hunderten von Orten in den USA versammelten sich am gestrigen Martin-Luther-King-Feiertag Zehntausende von Menschen, um nicht nur des ermordeten Bürgerrechtlers zu gedenken, sondern auch Lebensmittel, Kleidung und Geld für die Erdbebenopfer in Haiti zu spenden. Hans-Ulrich Dillmann, Port-au-Prince Suche nach Lebenszeichen in Schuttbergen +++ Zahl der Todesopfer bis Montag auf mindestens 70 000 angestiegen +++ Regierung Haitis rief Notstand und einmonatige Staatstrauer aus +++ Errichtung von 280 Notfallzentren beschlossen +++ Welternährungsprogramm verteilte bisher mehr als 105 000 Lebensmittelrationen +++ »Das war wie ein zweites Exil« Nach dem Putsch in Chile im September 1973 nahm die DDR rund 2000 Flüchtlinge auf. 20 Jahre nach dem Ende der Pinochet-Diktatur will in ihrer Heimat kaum jemand die Geschichten über ihr Exil hören. Laut singender Gaul Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Wenn man dem Kutscher schenkt, so läuft der Gaul. Wie man den Karren schmiert, so läuft er. Die FDP (Hinweis: FDP kann man wahlweise durch CSU ersetzen): ein laut singender Gaul, bei dem es läuft wie geschmiert!? Die Liberalen weisen alle Vorwürfe der Bestechlichkeit zurück, dementieren, dass sie sich die Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen von einem ... Selten hat ein amtierender Präsident, der sich zur Wiederwahl stellte, eine so deutliche Abfuhr erfahren wie Viktor Juschtschenko. Der Held der »Revolution in Orange«, auch hierzulande vor fünf Jahren von vielen bejubelt, landete im ersten Lauf des neuerlichen Wettkampfs ums höchste Amt der Ukraine weit abgeschlagen auf Platz 5 – trotz der unbestreitbaren Startvorteile eines Staatsoberhaupts... Unter den Machern bei Bund, Ländern und Kommunen gilt es parteiübergreifend als unumstößliche Gewissheit: Die vor allem durch die Freidemokraten gebetsmühlenartig geforderten Steuersenkungen sind nicht von dieser Welt. Angesichts der exorbitanten Etatlöcher sind sie – ungeachtet der damit verbundenen Verteilungsprobleme – schlicht und einfach nicht finanzierbar. Offenbar mit dem Vorsat... Der ehemalige Generalkoordinator der spanischen Vereinigten Linken (IU) Gaspar Llamazares war in der übrigen Welt bisher wenig bekannt. Die US-amerikanische Bundespolizei verschaffte ihm nun zweifelhafte Popularität: Kürzlich wurde ein »zeitgemäßes« Foto des Al-Qaida-Führers Osama bin Laden veröffentlicht, das auffallende Ähnlichkeiten mit dem Porträt Llamazares' aufwies. Das FBI hatte zur Erneuer... Unbrauchbare Parteien Diese Welt ist leider reich an Untiefen. Nicht nur auf Haiti. Auch hier vollzieht sich Abgründiges. So sind die politischen Parteien dieses Landes gerade auf gutem Wege, sich unbrauchbar zu machen. Besonders brauchbar sind sie ja schon lange nicht mehr. Wenn reichlich die Hälfte der Wähler ihren Rufen an die Urne folgt, ist es oft schon viel. Doch anfechten lassen sie sich davon nicht. Durch die B... Enge Kooperation mit Israel Berlin (AFP/ND). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat einen umfassenden Ausbau der technologisch-wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Israel angekündigt. »Es ist ein Glück, dass wir heute mit einer israelischen Regierung so eng kooperieren können«, sagte Merkel am Montag in Berlin nach den zweiten deutsch-israelischen Regierungskonsultationen. Merkel betonte nach einem Gespräch mit Israels Min... Augsburg (dpa/ND). Fast 14 Jahre hat sich der Waffen- und Industrielobbyist Karlheinz Schreiber der deutschen Justiz entzogen – seit Montag muss sich der 75-Jährige vor dem Landgericht Augsburg wegen Steuerhinterziehung sowie Beihilfe zum Betrug und zur Untreue verantworten. Laut Anklage hat er 1988 bis 1993 bei Provisionsgeschäften für Flugzeuge und Panzer mehr als elf Millionen Euro Steuer... Charme statt Inhalt Wenn die rheinland-pfälzische CDU bei einem Landesparteitag im April Julia Klöckner zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl Anfang 2011 kürt, wird im Land zwischen Elsaß und Bonn faktisch der Wahlkampf beginnen. Mit der 37-jährigen ehemaligen Deutschen Weinkönigin als Galionsfigur und Gegenpol zu Regierungschef Kurt Beck (SPD) macht sich die Landes-CDU derzeit Hoffnungen, nach 20 Jahren auf der Oppositionsbank wieder das Regiment in der Mainzer Staatskanzlei übernehmen zu können. LINKE will Ost und West versöhnen Die LINKE versucht nach den Personalquerelen der letzten Zeit, zur politischen Sacharbeit zurückzukehren. Die Entscheidung übers Personal soll ab jetzt intern herbeigeführt werden. Auch FDP und CSU zu Koch auf Distanz Berlin (dpa/ND). Die FDP-Spitze hat den Vorstoß von Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) für eine Arbeitspflicht bei Hartz-IV-Empfängern zurückgewiesen. »Es ist jetzt schon so, dass es Sanktionsmöglichkeiten bei den Beziehern von Arbeitslosengeld II gibt«, sagte FDP-Generalsekretär Christian Lindner am Montag in Berlin. Die von Koch entfachte Debatte führe auch in eine falsche Richtung: »Wi... Nichts Konkretes zu Hartz IV Berlin (AFP/ND). Die SPD will gegen Lohndumping und Tarifflucht bei der Leih- und Zeitarbeit vorgehen. Der Parteivorstand beschloss am Montag in Berlin zudem ein »Arbeitsprogramm 2010«, das die Arbeitsmarktpolitik zu einem politischen Schwerpunkt der kommenden Monate machen soll. Für Leiharbeiter solle künftig nach einer Einarbeitungszeit ohne Ausnahme der Grundsatz »gleicher Lohn für gleiche Arbe... Koalition weiter für Steuerreform Berlin (AFP/dpa/ND). Die Regierung aus CDU, CSU und FDP will an der großen Steuerreform festhalten und künftig weniger öffentlich streiten. Dies sind die Hauptergebnisse des Koalitionsgipfels vom Sonntagabend im Bundeskanzleramt, wie CSU und FDP am Montag in Berlin mitteilten. CSU-Chef Horst Seehofer räumte »ein Kommunikationsproblem« der Regierung in den vergangenen Wochen ein. Bei ihrem Spitzent... Hoteliers bedachten auch die CSU Neben der FDP hat auch die CSU hohe Spenden aus dem Umfeld der Hotelunternehmer-Familie Finck kassiert. Die Opposition zeigt sich empört. EADS baut Pfusch, will aber Geld nachtanken »Wir sind bereit, konstruktiv an einer für alle Seiten akzeptablen Lösung zu arbeiten«, sagte Louis Gallois, Chef des Airbus-Konzerns EADS in der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«. Konstruktiv hat eine zweifache Bedeutung. Israel hält an Blockade von Gaza fest Jerusalem (AFP/ND). Israel hält an der Blockade des Gaza-Streifens fest. »Die Palästinenser leben unter der Knute des Regimes der Hamas, die den heiligen Krieg gegen Israel über das Wohlergehen der Bevölkerung stellt«, sagte Regierungssprecher Mark Regev am Montag. Die Hamas habe nicht die »geringsten Skrupel, die Zivilbevölkerung ihrer extremistischen Politik zu opfern«. Regev erteilte damit der ... Ali Agca nicht tauglich Istanbul (dpa/ND). Der türkische Papst-Attentäter Ali Agca ist knapp 29 Jahre nach seinem Anschlag auf Johannes Paul II. auf freiem Fuß. Agca sei am Montag aus dem Gefängnis direkt zu einer Musterung für den Militärdienst in Ankara gebracht worden, dort aber für nicht tauglich befunden worden, sagte der Anwalt des inzwischen 52-Jährigen. Agca, der zum Umfeld der rechtsextremen türkischen Grauen Wö... Vatikan half Juden »im Verborgenen« Rom (AFP/ND). Papst Benedikt XVI. hat bei einem Besuch in der Großen Synagoge von Rom die Politik des Vatikans angesichts der Judenverfolgung durch die Nazis verteidigt. Auch der Vatikan habe Juden während des Zweiten Weltkriegs geholfen, dies sei häufig »im Verborgenen« geschehen, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche. Der Papst rief die Juden zu Aussöhnung und Dialog auf. Auch die Erinneru... »Eine Entscheidung über Leben und Tod« »Es gibt wichtige Entwicklungen, die meinen Klienten Mumia Abu-Jamal betreffen«, teilte Anwalt Robert R. Bryan am Montag in einem seiner Schreiben an die Solidaritätsbewegung mit. »Es scheint so, als ob der Supreme Court, der Oberste Gerichtshof der USA, in der kommenden Woche seine Entscheidung bekannt geben wird, nachdem der Fall in der Sitzung vom vergangenen Freitag behandelt wurde.« Zu entsch... ndPlusSandra Beyer KP Japans sieht sich im Aufwind Vier Tage beriet in der vergangenen Woche der Kongress der Kommunistischen Partei Japans (KPJ). In Atami, Präfektur Shizuoka, diskutierten mehr als 1000 Delegierte und Besucher über den Antrag zur Beschlussfassung des Zentralkomitees. Zahlreiche Redner wandten sich gegen die Auslandseinsätze der sogenannten Selbstverteidigungskräfte und den Ausbau der Militärbasen auf Okinawa. Ein wichtiges Thema ... Panikattacken im Weißen Haus Ob sich Edward Kennedy (1932 - 2009) hätte träumen lassen, wie entscheidend schon bald nach seinem Tumor-Tod Ende August die Nachwahl für seinen freien Sitz im US-Senat in Washington werden würde? Der Bundesstaat Massachusetts war und ist Herzland der Demokratischen Partei. Umso größer nun die Aufregung, weil ihr eine Niederlage drohen könnte – mit Auswirkungen für Präsident Obamas Gesundheitsreform. Die Meldungen von der koreanischen Halbinsel sind wechselhaft wie das Wetter: Gerade hatte die nordkoreanische Demokratische Volksrepublik der Republik (Süd-)Korea Verhandlungen über die Wiederaufnahme gemeinsamer Tourismusprojekte vorgeschlagen und ein Angebot des Südens über Nahrungsmittelhilfe akzeptiert. Da folgte am vergangenen Freitag aus Pjöngjang die Drohung, keine Gespräche mit Südkorea mehr zu führen und einen »heiligen Krieg« zu beginnen. Geeinte FPÖ tritt aus Haiders Schatten Über 90 Prozent der knapp 400 Kärntner BZÖ-Delegierten stimmten am vergangenen Sonnabend für Obmann Uwe Scheuch. Der hatte in den Wochen zuvor die »Heimkehr« seiner Landesgruppe unter die Fittiche der Bundes-FPÖ und damit das Ende der BZÖ-Abspaltung betrieben. Ohne Gegenstimme besiegelte die rechte Polit-Elite Kärntens diesen Kurs. Das »dritte Lager«, wie sich die aus den Deutschnationalen hervorgegangenen Recken gerne selbst bezeichnen, ist damit wieder vereint. Stromklau: Kündigung unwirksam Siegen (AFP). Das Arbeitsgericht Siegen hat eine Kündigung wegen Stromdiebstahls im Wert von 1,8 Cent für unwirksam erklärt. Gerichtsdirektor Christian Vollrath bestätigte am Montag Informationen eines Anwaltsverbandes. Der Arbeitnehmer war mit einem Elektroroller zur Arbeit gefahren. Um Strom für die Heimfahrt zu haben, steckte er am Arbeitsplatz das Ladekabel in die Steckdose.Dabei entnahm er na... Schaeffler auf dem Weg zum Kapitalmarkt Herzogenaurach (dpa/ND). Der Autozulieferer Schaeffler bündelt weite Teile seines deutschen Geschäfts künftig unter dem Namen Schaeffler Technologies. Die Umfirmierung des Wälzlagerherstellers und Autozulieferers Schaeffler KG zum 1. Februar sei Teil eines Maßnahmenpakets, mit dem die Schaeffler-Gruppe »kapitalmarktfähige Strukturen« schaffen wolle, sagte ein Firmensprecher am Montag. Das nach der... Umwelthilfe will Hannover verklagen Berlin (ND). Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) fordert die Stadt Hannover dazu auf, das Fahrverbot für Autos mit gelber Plakette in der Umweltzone beizubehalten. In einem anwaltlichen Schreiben fordert die DUH am Montag den Umweltdezernenten Hannovers, Hans Mönninghoff, auf, Rechtsvorschriften einzuhalten und den Luftreinhalteplan umzusetzen. Aus diesem gehe hervor, dass die verkehrsbedingten L... Die Hintertür ist noch offen Die Zukunft des strahlenden Mülls aus dem Lager Asse bleibt weiter ungeklärt. Zunächst sah es so aus, als könnten sich alle Beteiligten auf eine Bergung der Fässer einigen – nun werden die Stimmen der Flutungsbefürworter aber wieder lauter. Während die Spitzen der schwarz-gelben Koalition am Wochenende versuchten, ihre Dissonanzen bei der Frage der Steuersenkungen zu entschärfen, meldete sich das unternehmernahe Institut der deutschen Wirtschaft mit der Botschaft zu Wort: Trotz schwieriger Haushaltslage sind Steuersenkungen finanzierbar. HEUTE IN HAMBURG – »lautlos-ja, sprachlos-nein – Grenzgänger zwischen Korea und Deutschland« Mit Martin Hyun (Autor). Hyun wurde 1979 als Sohn koreanischer Gastarbeiter in Krefeld geboren. In seinem bewegenden und humorvollen Buch erzählt er von der Integration einer Minderheit, über die in Deutschland kaum etwas bekannt ist. Obwohl Deutsch-Koreaner alle Kriterien erfüllen, die die Bun... Von Jennie Lorentsson, Stockholm (IPS)Trotz der Weltwirtschaftskrise will Schweden die Höhe seiner Entwicklungshilfe von derzeit ein Prozent seines Bruttonationaleinkommens (BNE) beibehalten. Die Zuwendungen des skandinavischen Landes übersteigen damit die Forderungen der Vereinten Nationen von 0,7 Prozent. »Wir sind wahrscheinlich das einzige Geberland der Welt, das seine Ausgaben für die Entwick... Exakt eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben von Haiti ist die Opferzahl nach wie vor unklar. Die Ausmaße lassen sich rational ohnehin nicht mehr erfassen. Eine weitere Unklarheit wird selbst bleiben, wenn die UNO in einigen Wochen, vielleicht Monaten, eine endgültige Zahl der Opfer nennt: Wie viele von ihnen wurden vom Erdbeben getötet, wie viele vom Kapitalismus? Wie selten in der Geschichte ... Erinnerung an einen linken Aufbruch Den Spuren des linken Aufbruchs in Lateinamerika in den 60er Jahren ist der lesenswerte Sammelband »Kontinent der Befreiung?« gewidmet. ndPlusLeonhard F. Seidl, Kisii Arbeitsurlaub auf der Ökofarm Wer keine Lust hat, im Urlaub nur am Strand herumzuhängen und auch noch an ökologischem Landbau interessiert ist, für den erschließt sich eine ganz eigene Welt: Arbeiten auf einer der weltweiten Ökofarmen, im Zuge des Projektes World Wide Opportunities on Organic Farming (WWOOF). Bürger lassen Schnee liegen (dpa/ND)). Eltern zerren Kinderwagen durch Schneeberge, Autos drehen durch, Fußgänger stürzen – seit Wochen hat Berlin reichlich Schnee, wegräumen mag ihn aber kaum jemand. In einem ungewöhnlichen Aufruf wandte sich der Bezirk Mitte deshalb am Montag an seine Bürger. »Mich erstaunt, mit wie wenig Ehrgeiz viele Anlieger dieser Pflicht zeitnah nachkommen«, redete Stadtrat Ephraim Gothe den Bew... (dpa). Kinder machen Krach – und das ist grundsätzlich zumutbar. Das hat der Umweltausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses am Montag entschieden. Die Volksvertreter fügten auf Vorschlag von SPD und LINKE diesen Passus in das Berliner Immissionsschutzgesetz ein: »Störende Geräusche, die von Kindern ausgehen, sind als Ausdruck selbstverständlicher kindlicher Entfaltung und zur Erhaltung kind... (dpa). Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wird nach der mobilen Gesundheitsstation diese Woche noch ein Hospital ins Erdbebengebiet nach Haiti entsenden. In dem Krankenhaus, dessen Kisten mit 50 Tonnen Material im DRK-Logistikzentrum in Schönefeld überprüft werden, können Ärzte nach DRK-Angaben vom Montag bis zu 700 Patienten täglich ambulant versorgen, es hat 120 stationäre Betten. Mitte der Woche sol... Linden, Sankt-Hedwigs-Kathedrale und Alte Bibliothek grenzen an das historische Pflaster. Das Ensemble Bebelplatz in der Berliner Mitte gehört zu den schönsten der Stadt und befindet sich unter Denkmalschutz. Ein Platz, den man in solcher Harmonie und Schönheit wahrlich suchen muss. Natürlich zieht es ganz besonders all jene zuerst hierher, die auf optische Wirkungen abzielen. Denn einen besseren ... Luxus bleibt bewährtes Konzept (dpa). Das Luxuskaufhaus KaDeWe sieht sich zum Jahresauftakt trotz des geplanten Verkaufs der Karstadt-Warenhäuser gut aufgestellt. Nach der Pleite des Mutterkonzerns Arcandor sollen sie bis zum Frühjahr an einen neuen Investor gehen. Das vergangene Jahr sei trotz der Insolvenz recht gut verlaufen, sagt die KaDeWe-Chefin Ursula Vierkötter. Nun warte das KaDeWe unter dem Dach von Karstadt gespannt ... Fashion Week prüft Umzug vom Bebel-Platz (dpa). Die Berliner Fashion Week verlässt möglicherweise den Bebelplatz. »Wir prüfen, was uns Wirtschaftssenator Harald Wolf empfiehlt«, sagte Veranstaltersprecher Daniel Aubke am Montag. Die Fashion Week im Juli könnte schon eine neue Adresse in Berlin haben. An der Austragung auf dem Bebelplatz hatte es massive Kritik gegeben. Er war unter den Nazis 1933 Ort der Bücherverbrennung, daran erinnert... Mehr Lernzuwachs für Kinder ND: Der Landeselternausschuss fordert eine Qualitätsprüfung für Grundschulen. Aus welchem Grund? Schindler: Nicht nur für Grundschulen, für alle Schulen von der ersten bis zur letzten Klasse. Wir haben festgestellt, dass es Defizite im Bereich der Grundschulen gibt. Nehmen wir die Schulanfangsphase. Wir wissen, dass ein sehr hoher Anteil der Schüler in der Anfangsphase verbleibt. Wir wissen auch, ... Bis vor einem Jahr spielten Rechtsextreme gern Berliner Bezirke gegeneinander aus. Klappte es etwa mit einer Raumanmietung in Friedrichshain-Kreuzberg nicht, wich man kurzerhand nach Steglitz-Zehlendorf aus. Berlin galt unter jungen und alten Nazis deshalb als günstiges Terrain und lockte auch die Bundes-NPD an, die in Reinickendorf zwei Mal – 2006 und 2009 – ihren Bundesparteitag abhi... Lange Nacht in Wissenschaft und Forschung (ND). Hoffentlich bei nicht ganz so eisigen Temperaturen können Wissbegierige bald wieder des Nachts durch Museen und Ausstellungen wandern. Am 30. Januar findet die 26. Lange Nacht der Museen statt. Passend zum Themenjahr »Berlin – Hauptstadt für die Wissenschaft 2010« nimmt die Lange Nacht Forschung und Wissenschaft in den Museen in den Focus, teilten die Veranstalter mit. Etwa 60 Häuser n... Moderner Briefroman auf der Bühne Eigentlich kann es gar nicht funktionieren: einen Roman auf die Bühne zu bringen, in dem zwei Menschen nichts anderes tun, als sich gegenseitig E-Mails zu schreiben. Doch die Berliner Komödie am Kurfürstendamm macht aus Daniel Glattauers Bestseller »Gut gegen Nordwind« ein hinreißendes, ganz und gar nicht virtuell abgedrehtes Theatervergnügen. Das Zwei-Personen-Stück erzählt, wie der 2006 erschien... »Shut up and dance! Reloaded« in Bestform Was den jungen Choreografen des zeitgenössischen Bereichs die Tanztage in den Sophiensaelen, ist denen vom Staatsballett die Reihe »Shut up and dance! Reloaded«. Dem harten Kern sowie Neulingen bietet sie schon im dritten Durchgang Förderung, mit der Komischen Oper ist die Spielstätte nun edler geworden. Dort geriet die Ausgabe zur besten seit Begründung 2005, vielleicht weil den Kandidaten eine B... Liebesdrama zwischen den Schichten Nicht in der Besenkammer, sondern in der Wäscherei des stillgelegten Stadtbades Steglitz beheimatet Regisseur Stefan Neugebauer seine modernisierte Interpretation des Strindbergschen Liebesdramas »Fräulein Julie«. Gewissermaßen als Star der Produktion hat er die an der mit Theateraura versehenen Stanislawski-Schule studierende Monika Gossmann vom fernen Moskau hinweg an den Berliner Randbezirk gel... Stolpersteine auf Helgoland Helgoland (epd/ND). Auf Helgoland sollen am 17. April sechs Stolpersteine für ermordete Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime verlegt werden. Zugleich plane die Berliner Historikerin Astrid Friedrichs eine umfangreiche Aufarbeitung der Geschehnisse auf dem »Roten Felsen« von 1943 bis 1945, teilte das Helgoland Museum mit. Der erste Stein gilt Heinrich Prüß (1889-1944), der auf Helgoland einen Fri... Ein Winterparadies vor der Tür Normalerweise lässt er keinen Marathon aus. Doch seit dem ersten Schneefall im Dezember ist Werner Scuda auf seinen Brettern im Wuhletal unterwegs. Schließlich bescherte die weiße Pracht den Marzahn-Hellersdorfern ein Wintersporteldorado – und das direkt vor der Tür. Das durch die letzte Eiszeit etwa vor 10 000 Jahren geprägte Tal bietet sich mit fast 20 Kilometern auf unterschiedlichen Wege... Turnerkreuz oder Hakenkreuz Ein Symbol der Turner, das einem Hakenkreuz sehr ähnlich sieht, sorgt für anhaltende Diskussionen in einem der größten Hamburger Sportvereine. Seit geraumer Zeit wird gefordert, das Kreuz zu entfernen. Braucht Berlin die verlängerte A 100? Der Streit über den 440 Millionen Euro teuren Weiterbau der Stadtautobahn A 100 zum Treptower Park geht weiter, auch unter Experten. Bei einer Anhörung im Stadtentwicklungsausschuss des Abgeordnetenhauses stellte Wulf Hahn vom Marburger Büro RegioConsult die Notwendigkeit der Trasse generell in Frage, während Thomas Richter von der TU Berlin den Bau wegen seiner Entlastungsfunktion befürwortet. Da... Zukunftsagentur blickt auf Export Die Bilanz der brandenburgischen Zukunftsagentur (ZAB) ist durch die Krise deutlich eingetrübt. Wie gestern auf einer Jahres-Pressekonferenz in Potsdam bekannt gegeben wurde, konnten im vergangenen Jahr durch die ZAB insgesamt 95 erfolgreiche Ansiedlungen betreut werden. Im Jahr zuvor seien es 125 gewesen. Die Zahl ausländischer Investitionen habe sich in der gleichen Zeit von 19 auf 11 verringert... Feierabend heißt Ehrenamt Ihr Arbeitstag dauert zehn, zwölf Stunden und mehr. Auch an den Wochenenden bleibt für Brandenburgs Minister kaum Zeit für Privates. Sie müssen Akten sichten, Anfragen beantworten und natürlich »Politik machen«. Freizeit ist für viele rar. Die Terminkalender sind mit dienstlichen Verpflichtungen voll, dazu fordern Familien und Freunde ihr Recht. Trotzdem liegt den Ressortchefs von SPD und Linkspar... Die Zahl der Sozialbestattungen, bei denen Land und Bezirke die Kosten tragen, wächst auch in Berlin. Inzwischen gibt das Land rund drei Millionen Euro im Jahr aus, damit Angehörige ihre Toten würdig unter die Erde bringen können. Akustik aus der Blechbüchse Einer der massivsten Trends der Live-Musik-Branche der letzten Jahre, so belegen die Untersuchungen des britischen Soziologen Simon Frith, ist die sogenannte Kommodifizierung – das Konzertereignis als Ware, eine logische Entwicklung, wenn mit Tonträgern kein Geld mehr zu machen ist. Das zwingt die Künstler, die ihre großen Acts zum Teil vor über 20 Jahre hatten und deren Bands längst aufgelö... Das Drama des romantischen Menschen Immer den Steinen nach, hatten die Träume gesagt. Da waren die Messner-Brüder im Villnöss-Tal noch Kinder. Sie gingen den Steinen nach. So fanden sie sich wieder, aufsteigend, verstiegen ins Bodenlose hoch über der Zivilisation. Das Bergsteigen, das Unterwegssein, spiegelt die Zerrissenheit des romantischen Menschen, der, so Reinhold Messner, »von der Sehnsucht nach draußen lebt, wenn er daheim is... Mehr als die großen Vorgänge der Welt interessieren mich die kleinen, die in ihrer Summe die großen sind. Wer das erste kleine Zittern wahrnahm, wird vom großen Beben nicht überrascht«, schrieb Erwin Strittmattter für Lothar Sell, als er ihm sein Exemplar der Erstausgabe des »Ochsenkutscher« überreichte. Worte, die auch das Schaffen des Grafikers, Malers und Bildhauers Lothar Sell charakterisieren... Jetzt ist überall zu lesen, er sei der Autor der erfolgreichen TV-Serie »Unser Lehrer Doktor Specht« gewesen. Ach, der. Toll. Ja, war er. Aber Reihen-Popularität frisst das Wahre auf. Der Drehbuchschreiber Kurt Bartsch war einer der bissigsten, skurrilsten, witzigsten Dichter einer DDR, die er nicht so haben wollte, wie er sie verdichtete. »Immer glauben, nur nicht denken/ und das Mäntelchen im Wi... Wie ungeteilt zu erben ist Wer verstehen will, was in deutscher Kultur (und Politik mit der Kultur) – in Zeiten der Teilung, im Prozess demokratischen Aufbruchs mit nachfolgendem Eilanschluss der DDR und in all den Jahren seither – an gegenseitigem Verstehen möglich und was an Missverstehen und nachholendem Kulturkampf angehäuft wurde, der lese diese so dichten wie sorgsam recherchierten Essays des Ostberliner P... Zwei befreundete Grenzgänger So sah Gerhard Altenbourg Horst Hussel, den »Freund H.« (1961, Lithografie auf Karton): Ein Geschöpf fremder Herkunft stellt sich da als ein Wunderbares, Ungewohntes in unseren Raum, und es ist gerade die gewöhnliche Wirklichkeit, die dessen Seltsamkeit erst deutlich macht. Das imaginäre Bildnis führt ein grafisches Eigenleben. Von einem zarten Liniengespinst durchzogen, wird der kaum begonnene Rh... Zu langes Fernsehen kann lebensgefährlich sein: Einer australischen Studie zufolge haben Menschen, die mehr als vier Stunden täglich vor dem Fernseher sitzen, ein um 46 Prozent erhöhtes Risiko, an verschiedenen Krankheiten zu sterben, im Vergleich zu denen, die den täglichen TV-Konsum auf unter zwei Stunden begrenzen. Das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sei sogar um 80 Prozent erhöht, so da... Die Rezension - Hilfe durch Angst Hinter körperlichen Beschwerden wie Schwindel, Herzproblemen und Übelkeit verstecken sich oft unbewusste Ängste. Ängste, die krank machen. Dabei ist Angst doch so hilfreich und gehört zum Leben. Wer sie nicht kennt, ist in höchstem Maße gefährdet. Angst erfüllt eine wichtige Schutzfunktion und verhindert, dass wir uns in Gefahr begeben. Nicht alle Menschen können Angst so erleben. Ihre Angst ist n... Von M. Bernhardt und T. Seelig Weniger Reiz Ein Schlussstrich ist nicht gezogen. Die Schwimmweltrekorde der Vergangenheit werden auch die der Zukunft sein. Das beschloss der Weltverband FINA und erteilte jenen eine Abfuhr, die forderten, die mit sogenannten Hightech-Anzügen geschwommenen Fabelrekorde der vergangenen Jahre zu löschen. Eine richtige Entscheidung, nur mit der falschen Begründung: Die FINA hat auf Empfehlung ihrer Rechtskommiss... Klopp gehen Gäule durch Nicht der kuriose Spielverlauf mit drei Treffern in den letzten neun Minuten oder der Frust des formschwachen Kölner Nationalspielers Lukas Podolski, sondern das Verhalten von Dortmunds Trainer Jürgen Klopp sorgten für Diskussionen nach dem 3:2-Sieg seines Teams am Sonntagabend beim 1. FC Köln. Nach seiner Verbannung auf die Tribüne wegen Protesten lieferte sich Klopp Wortduelle mit Fans und macht... Ghana nun ohne Essien Ghana muss beim Afrika-Cup auf seinen Superstar Michael Essien verzichten. »Er wird nicht mehr bei diesem Turnier spielen können«, sagte Teamsprecher Randy Abbey gestern. Vor dem entscheidenden Vorrundenspiel heute in Luanda gegen Burkina Faso war die Nachricht für die Mannschaft ein Schock. Der Kollege von Michael Ballack beim FC Chelsea London hatte sich im Training am Knie verletzt. Als Ersatz ... Ein Traum, viele Träumer Es wird dieser Tage viel geträumt. »Natürlich wollen wir ganz oben stehen«, sagt Thierry Omeyer, der Torhüter der französischen Nationalmannschaft. »Unser Ziel in Österreich ist Gold«, sagt Bogdan Wenta, der polnische Trainer. Und auch Johannes Bitter strebt das Maximale an: »Der Traum ist immer der Titel«. Operation Olympia mit neuer Musik Das Interesse der Eiskunstlauf-Fans richtet sich ab heute auf Tallinn. Die Europameisterschaften in der Hauptstadt Estlands gelten als letzter Test vor den Olympischen Winterspielen im Februar, und aus deutscher Sicht stehen die Chemnitzer Paarlauf-Weltmeister Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy ganz besonders im Fokus. Sawtschenko kränkelte in den vergangenen Wochen, sodass das Duo nur eingesch... Ikone der Konsumkultur Schon Anfang des 19. Jahrhunderts hatte der britische Kaufmann Peter Durand die Idee, Nahrungsmittel in luftdicht verschlossenen Blechbehältern zu erhitzen und damit zu konservieren. Doch erst im Januar 1935, nach dem Ende der Prohibition in den USA, brachte die Gottfried Krueger Brauerei in New Jersey erstmals aus Stahl gefertigte Bierdosen auf den Markt – und dazu einen Öffner, mit dem sic... Gefragt wie eh und je: Wahrsager Jeden Tag gehen 33 000 Menschen in Italien zu Magiern, Kartenlesern, Astrologen und anderen Scharlatanen. Insgesamt sind es etwa 11 Millionen Menschen, 18 Prozent der Bevölkerung. Und die Wirtschaftskrise kann diesem »Industriezweig« rein gar nichts anhaben. »Ist Ihre Partnerschaft nicht mehr vital? Suchen Sie einen Menschen, den Sie vor vielen Jahren aus den Augen verloren haben? Magier Letterius...
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Welche Auszeichnungen hat Jim Carrey für seine schauspielerischen Leistungen erhalten?
James Eugene „Jim“ Carrey (* 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Seit der Filmkomödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv von 1994 ist Carrey einer der erfolgreichsten Comedians in Hollywood. Für seine schauspielerischen Leistungen in Die Truman-Show (1998) und Der Mondmann (1999) gewann er jeweils einen Golden Globe Award. Karriere Carrey wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Klassenclown, dessen Vorbild Jerry Lewis ist, brachte bereits in der Schulzeit seine Mitschüler mit regelmäßigen Auftritten zum Lachen. Im Alter von zehn Jahren bewarb er sich bei der Carol-Burnett-Show. Mit 15 Jahren stand Carrey als Stand-up-Komiker auf den Bühnen verschiedener Comedy-Clubs in Toronto. 1978 brach er aus finanziellen Gründen seine Schulausbildung ab und zog nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Schon kurz darauf war er ein festes Ensemble-Mitglied in Mitzi Shore’s Comedy Store und übernahm auch kleinere Nebenrollen in Filmen. Seinen Durchbruch als Komiker hatte Carrey 1982, als er bei einer Tournee des Entertainers Rodney Dangerfield im Vorprogramm auftrat. Im gleichen Jahr bekam er seine eigene TV-Show The Duck Factory. 1985 gab er in Einmal beißen bitte sein Leinwanddebüt und wirkte 1986 in Francis Ford Coppolas Peggy Sue hat geheiratet mit. 1987 spielte Carrey seine erste Hauptrolle als sexhungriger Außerirdischer in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte, die 1989 in die Kinos kam. In dem Thriller Dirty Harry V – Das Todesspiel verkörpert Jim Carrey an der Seite von Clint Eastwood in einer kleinen Nebenrolle einen drogenabhängigen Rocksänger, der den Guns n’ Roses-Song Welcome to the Jungle singt. Ab 1990 war er in der Sitcom In Living Color zu sehen. Weltweit bekannt wurde Carrey 1994 durch die Titelrolle in der Slapstick-Komödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv. Der Film fiel bei den Kritikern durch und brachte Carrey eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechtester Neu-Star ein, kam beim Publikum jedoch gut an und spielte mehr als 72 Millionen Dollar ein. Carrey wurde nach diesem Erfolg noch im gleichen Jahr in zwei weiteren Hauptrollen besetzt: Sowohl Die Maske als auch Dumm und Dümmer wurden zu Erfolgen, ebenso die Fortsetzung Ace Ventura – Jetzt wird’s wild im Folgejahr. Die drei Filme spielten in den Vereinigten Staaten jeweils über 100 Millionen Dollar ein und bescherten Carrey zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem Komödienstar des Jahres 1995, People’s Choice Award), was ihm den Ruf eines „neuen Jerry Lewis“ einbrachte. Carreys ausgeprägte Gestik und Mimik sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen. In der erfolgreichen Comic-Verfilmung Batman Forever wirkte Carrey in der Rolle des Schurken Riddler mit. Er konnte nun höhere Gagen als bisher fordern. 1996 erhielt er für Cable Guy 20 Millionen Dollar, allerdings blieb der Film finanziell hinter den Erwartungen zurück. 1997 verbuchte Carrey wieder einen großen Erfolg mit Der Dummschwätzer, welcher über 300 Millionen Dollar einspielte und ihm eine Nominierung für den Golden Globe als bester Komödiant einbrachte. In Peter Weirs Drama Die Truman Show spielte Carrey seine erste tragikomische Rolle. Der Film handelt von einem Mann, der seit seiner Geburt ohne sein Wissen die Hauptrolle in einer Fernsehserie spielt. Dieser Film war nicht nur an den Kinokassen erfolgreich, sondern brachte Carrey Kritikerlob ein. Auch in seinem nächsten Projekt Der Mondmann zeigte er sich 1999 von seiner ernsthaften Seite und stellte Andy Kaufman dar, einen in den USA sowohl verehrten als auch umstrittenen Komiker. Für Die Truman Show und Der Mondmann wurde Carrey jeweils mit dem Golden Globe für die beste Darstellung in einem Drama beziehungsweise einer Komödie ausgezeichnet, womit er sich als ernstzunehmender Schauspieler etabliert hatte. Carrey spielte ab dem Jahr 2000 in mehreren finanziell erfolgreichen Slapstick-Komödien wie Ich, beide & sie (2000), Der Grinch (2000), Bruce Allmächtig (2003), Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (2004) und Dick und Jane (2005) die Hauptrolle. Daneben wirkte er aber auch in Filmen wie The Majestic (2001), Vergiss mein nicht! (2004) und Number 23 (2007) mit, die von seiner gängigen Rollenbesetzung abwichen. Vergiss mein nicht! wurde von den Kritikern gelobt und gewann den Europäischen Filmpreis als bester nicht-europäischer Film sowie den Oscar für das beste Drehbuch. Ursprünglich war er auch für die Rolle des Captain Jack Sparrow in der Pirates of the Caribbean-Reihe vorgesehen, welche letztlich aber an Johnny Depp vergeben wurde. 2008 lieh Jim Carrey der Titelfigur im Animationsfilm Horton hört ein Hu! seine Stimme und spielte die Hauptrolle in Der Ja-Sager. Ende des Jahres 2009 kam eine Neuinterpretation des Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte durch Regisseur Robert Zemeckis, Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, in die Kinos. Bei diesem Film lieh Carrey seine Stimme dem mürrischen Scrooge und zweien der drei Weihnachtsgeister. Im Jahr 2011 spielte Carrey gemeinsam mit 6 Eselspinguinen die Hauptrolle in Mr. Poppers Pinguine. Im November 2014 erschien Dumm und Dümmehr, die Fortsetzung von Dumm und Dümmer. Auf George Martins 1998 erschienenem Beatles-Tributealbum In My Life sang er den Titel I Am The Walrus. Seit Oktober 2020 spielt Carrey Joe Biden, den amerikanischen Präsidenten, in Saturday Night Live. Sein deutscher Synchronsprecher ist meist Stefan Fredrich. Politische Äußerungen Seit etwa 2009 äußert sich Jim Carrey ablehnend gegenüber Impfungen, Herstellern von Impfstoffen und medizinischen Verbänden. Er rief zum Widerstand auf. Carrey suggertierte, dass Impfungen Autismus auslösten und relativierte seine Aussagen auf Kritik. In der COVID-19-Pandemie verhöhnte er mit einem Social-Media-Video eine Rede Donald Trumps. Privatleben Carrey war von 1987 bis 1995 mit Melissa Womer verheiratet, aus dieser Ehe stammt eine 1987 geborene Tochter, Jane Carrey. Von 1996 bis 1997 war er mit der Schauspielerin Lauren Holly, seinem Co-Star aus Dumm und Dümmer, verheiratet. Während der Dreharbeiten zu Ich, beide & sie (1999) war Carrey mit seiner Filmpartnerin Renée Zellweger liiert. 2004 bekam er zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von 2005 bis März 2010 lebte Carrey mit dem Model Jenny McCarthy zusammen. Anfang April 2010 gab Carrey auf Twitter bekannt, dass man sich nach fünf Jahren in aller Freundschaft getrennt habe. Am 24. August 2011 sorgte Carrey mit einer Videobotschaft an die Schauspielerin Emma Stone für Aufsehen, in der er ihr seine Liebe gesteht. Zu Spekulationen, ob dies ernst gemeint sei oder bloß kalkulierte Satire, äußerte sich Carrey selbst nicht. Von 2012 bis 2015 war Carrey in einer On-Off-Beziehung mit der depressiven Visagistin Cathriona White (* 14. September 1985; † 28. September 2015). Vier Tage vor dem Suizid der Irin in Los Angeles trennte sich das Paar, wobei er gegen ein Ende der Beziehung gewesen sein soll. Sie soll bereits nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2012 versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Im August 2017 veröffentlichte Carrey auf dem Videoportal Vimeo den sechsminütigen Film I Needed Color von David Bushell, in dem er sich als „besessenen“ Maler vorstellt: „I had become so obsessed that there was nowhere to move in my home.“ Der aufwändige Film zeigt Carrey bei der Arbeit im Atelier und viele seiner Werke. Im Off-Kommentar erklärt Carrey, was am Malen für ihn wichtig ist. Filmografie (Auswahl) 1983: The Sex and Violence Family Hour (Kurzfilm) 1983: Spaß am Copper Mountain (Copper Mountain) 1983: Applaus für Janet (Introducing… Janet, Kurzfilm) 1983: All in Good Taste 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, 1 Folge) 1984: The Duck Factory (Fernsehserie, 13 Folgen) 1984: Der Chaos Express / Wer hat, der hat (Finders Keepers) 1985: Einmal beißen bitte (Once Bitten) 1986: Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married) 1988: Dirty Harry V – Das Todesspiel (The Dead Pool) 1988: Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte (Earth Girls Are Easy) 1989: Mike Hammer: Mädchen, Morde und Moneten (Murder Takes All, Fernsehfilm) 1989: Pink Cadillac 1990–1994: In Living Color (Fernsehserie, 125 Folgen) 1991: Eine Nervensäge (High Strung) 1992: Der Schein trügt (Doing Time on Maple Drive, Fernsehfilm) 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective) 1994: Die Maske (The Mask) 1994: Dumm und Dümmer (Dumb & Dumber) 1995: Batman Forever 1995: Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (Ace Ventura: When Nature Calls) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (The Cable Guy) 1997: Der Dummschwätzer (Liar Liar) 1998: Die Truman Show (The Truman Show) 1998: Simon Birch 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2000: Ich, beide & sie (Me, Myself & Irene) 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: The Majestic 2003: Pecan Pie (Kurzfilm) 2003: Bruce Allmächtig (Bruce Almighty) 2004: Vergiss mein nicht! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) 2004: Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events) 2005: Dick und Jane (Fun with Dick and Jane) 2007: Number 23 (The Number 23) 2008: Horton hört ein Hu! (Horton Hears a Who!, Stimme von Horton) 2008: Der Ja-Sager (Yes Man) 2009: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) 2009: I love you Phillip Morris 2010: Presidential Reunion (Kurzfilm) 2011: Mr. Poppers Pinguine (Mr. Popper’s Penguins) 2012: 30 Rock (Fernsehserie, 1 Folge) 2013: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues) 2013: Hawking (Dokumentation) 2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone) 2013: Kick-Ass 2 2014: Dumm und Dümmehr (Dumb and Dumber To) 2016: The Bad Batch 2016: Dark Crimes 2017: Jim und Andy (Jim & Andy: The Great Beyond, Dokumentarfilm) 2018–2020: Kidding (Fernsehserie, 20 Folgen) 2020: Sonic the Hedgehog Auszeichnungen/Nominierungen (Auswahl) Golden Globe Award 1995: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Die Maske 1998: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Dummschwätzer 1999: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Drama – für Die Truman Show 2000: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Mondmann 2001: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Grinch 2005: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Vergiss mein nicht! 2018: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehserie – Komödie – für Kidding Goldene Himbeere 1995: Nominierung: Schlechtester Newcomer: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Dumm und Dümmer und Die Maske 2008: Nominierung: Schlechtester Schauspieler: Number 23 MTV Movie Awards 1995: Bester Komiker: (Dumm und Dümmer) und Bester Filmkuss: (mit Lauren Holly in Dumm und Dümmer) 1996: Bester Schauspieler (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) und Bester Komiker: (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) 1997: Bester Bösewicht (Cable Guy – Die Nervensäge) und Bester Komiker (Cable Guy – Die Nervensäge) 1998: Bester Komiker (Der Dummschwätzer) 1999: Bester Schauspieler (Die Truman Show) 2001: Bester Bösewicht (Der Grinch) 2009: Bester Komiker (Der Ja-Sager) Bibliografie Jim Carrey: How Roland Rolls. Illustriert von Rob Nason. Some Kind of Garden Media, 2013, ISBN 978-0-9893680-0-1. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoirs and Misinformation. Alfred A. Knopf, New York 2020, ISBN 978-0-525-65597-8. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoiren und Falschinformationen. Droemer, München 2020, ISBN 978-3-426-28258-8. Weblinks Porträt auf Cinema.com (englisch) Jim Carrey Online – Englischsprachige Fanseite Einzelnachweise Filmschauspieler Komiker Golden-Globe-Preisträger Kanadier US-Amerikaner Geboren 1962 Mann
Kevin Harvick fuhr im Phoenix-Chaos zu seinem ersten Saisonsieg Zoom Jimmie Johnson wurde nach Reifenschaden und Mauercrash nur 32. Zoom Brad Keselowski hat nach Phoenix eine Hand an seinem ersten Sprint-Cup-Titel Zoom
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Welche Auszeichnungen hat Jim Carrey für seine schauspielerischen Leistungen erhalten?
James Eugene „Jim“ Carrey (* 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Seit der Filmkomödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv von 1994 ist Carrey einer der erfolgreichsten Comedians in Hollywood. Für seine schauspielerischen Leistungen in Die Truman-Show (1998) und Der Mondmann (1999) gewann er jeweils einen Golden Globe Award. Karriere Carrey wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Klassenclown, dessen Vorbild Jerry Lewis ist, brachte bereits in der Schulzeit seine Mitschüler mit regelmäßigen Auftritten zum Lachen. Im Alter von zehn Jahren bewarb er sich bei der Carol-Burnett-Show. Mit 15 Jahren stand Carrey als Stand-up-Komiker auf den Bühnen verschiedener Comedy-Clubs in Toronto. 1978 brach er aus finanziellen Gründen seine Schulausbildung ab und zog nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Schon kurz darauf war er ein festes Ensemble-Mitglied in Mitzi Shore’s Comedy Store und übernahm auch kleinere Nebenrollen in Filmen. Seinen Durchbruch als Komiker hatte Carrey 1982, als er bei einer Tournee des Entertainers Rodney Dangerfield im Vorprogramm auftrat. Im gleichen Jahr bekam er seine eigene TV-Show The Duck Factory. 1985 gab er in Einmal beißen bitte sein Leinwanddebüt und wirkte 1986 in Francis Ford Coppolas Peggy Sue hat geheiratet mit. 1987 spielte Carrey seine erste Hauptrolle als sexhungriger Außerirdischer in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte, die 1989 in die Kinos kam. In dem Thriller Dirty Harry V – Das Todesspiel verkörpert Jim Carrey an der Seite von Clint Eastwood in einer kleinen Nebenrolle einen drogenabhängigen Rocksänger, der den Guns n’ Roses-Song Welcome to the Jungle singt. Ab 1990 war er in der Sitcom In Living Color zu sehen. Weltweit bekannt wurde Carrey 1994 durch die Titelrolle in der Slapstick-Komödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv. Der Film fiel bei den Kritikern durch und brachte Carrey eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechtester Neu-Star ein, kam beim Publikum jedoch gut an und spielte mehr als 72 Millionen Dollar ein. Carrey wurde nach diesem Erfolg noch im gleichen Jahr in zwei weiteren Hauptrollen besetzt: Sowohl Die Maske als auch Dumm und Dümmer wurden zu Erfolgen, ebenso die Fortsetzung Ace Ventura – Jetzt wird’s wild im Folgejahr. Die drei Filme spielten in den Vereinigten Staaten jeweils über 100 Millionen Dollar ein und bescherten Carrey zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem Komödienstar des Jahres 1995, People’s Choice Award), was ihm den Ruf eines „neuen Jerry Lewis“ einbrachte. Carreys ausgeprägte Gestik und Mimik sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen. In der erfolgreichen Comic-Verfilmung Batman Forever wirkte Carrey in der Rolle des Schurken Riddler mit. Er konnte nun höhere Gagen als bisher fordern. 1996 erhielt er für Cable Guy 20 Millionen Dollar, allerdings blieb der Film finanziell hinter den Erwartungen zurück. 1997 verbuchte Carrey wieder einen großen Erfolg mit Der Dummschwätzer, welcher über 300 Millionen Dollar einspielte und ihm eine Nominierung für den Golden Globe als bester Komödiant einbrachte. In Peter Weirs Drama Die Truman Show spielte Carrey seine erste tragikomische Rolle. Der Film handelt von einem Mann, der seit seiner Geburt ohne sein Wissen die Hauptrolle in einer Fernsehserie spielt. Dieser Film war nicht nur an den Kinokassen erfolgreich, sondern brachte Carrey Kritikerlob ein. Auch in seinem nächsten Projekt Der Mondmann zeigte er sich 1999 von seiner ernsthaften Seite und stellte Andy Kaufman dar, einen in den USA sowohl verehrten als auch umstrittenen Komiker. Für Die Truman Show und Der Mondmann wurde Carrey jeweils mit dem Golden Globe für die beste Darstellung in einem Drama beziehungsweise einer Komödie ausgezeichnet, womit er sich als ernstzunehmender Schauspieler etabliert hatte. Carrey spielte ab dem Jahr 2000 in mehreren finanziell erfolgreichen Slapstick-Komödien wie Ich, beide & sie (2000), Der Grinch (2000), Bruce Allmächtig (2003), Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (2004) und Dick und Jane (2005) die Hauptrolle. Daneben wirkte er aber auch in Filmen wie The Majestic (2001), Vergiss mein nicht! (2004) und Number 23 (2007) mit, die von seiner gängigen Rollenbesetzung abwichen. Vergiss mein nicht! wurde von den Kritikern gelobt und gewann den Europäischen Filmpreis als bester nicht-europäischer Film sowie den Oscar für das beste Drehbuch. Ursprünglich war er auch für die Rolle des Captain Jack Sparrow in der Pirates of the Caribbean-Reihe vorgesehen, welche letztlich aber an Johnny Depp vergeben wurde. 2008 lieh Jim Carrey der Titelfigur im Animationsfilm Horton hört ein Hu! seine Stimme und spielte die Hauptrolle in Der Ja-Sager. Ende des Jahres 2009 kam eine Neuinterpretation des Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte durch Regisseur Robert Zemeckis, Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, in die Kinos. Bei diesem Film lieh Carrey seine Stimme dem mürrischen Scrooge und zweien der drei Weihnachtsgeister. Im Jahr 2011 spielte Carrey gemeinsam mit 6 Eselspinguinen die Hauptrolle in Mr. Poppers Pinguine. Im November 2014 erschien Dumm und Dümmehr, die Fortsetzung von Dumm und Dümmer. Auf George Martins 1998 erschienenem Beatles-Tributealbum In My Life sang er den Titel I Am The Walrus. Seit Oktober 2020 spielt Carrey Joe Biden, den amerikanischen Präsidenten, in Saturday Night Live. Sein deutscher Synchronsprecher ist meist Stefan Fredrich. Politische Äußerungen Seit etwa 2009 äußert sich Jim Carrey ablehnend gegenüber Impfungen, Herstellern von Impfstoffen und medizinischen Verbänden. Er rief zum Widerstand auf. Carrey suggertierte, dass Impfungen Autismus auslösten und relativierte seine Aussagen auf Kritik. In der COVID-19-Pandemie verhöhnte er mit einem Social-Media-Video eine Rede Donald Trumps. Privatleben Carrey war von 1987 bis 1995 mit Melissa Womer verheiratet, aus dieser Ehe stammt eine 1987 geborene Tochter, Jane Carrey. Von 1996 bis 1997 war er mit der Schauspielerin Lauren Holly, seinem Co-Star aus Dumm und Dümmer, verheiratet. Während der Dreharbeiten zu Ich, beide & sie (1999) war Carrey mit seiner Filmpartnerin Renée Zellweger liiert. 2004 bekam er zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von 2005 bis März 2010 lebte Carrey mit dem Model Jenny McCarthy zusammen. Anfang April 2010 gab Carrey auf Twitter bekannt, dass man sich nach fünf Jahren in aller Freundschaft getrennt habe. Am 24. August 2011 sorgte Carrey mit einer Videobotschaft an die Schauspielerin Emma Stone für Aufsehen, in der er ihr seine Liebe gesteht. Zu Spekulationen, ob dies ernst gemeint sei oder bloß kalkulierte Satire, äußerte sich Carrey selbst nicht. Von 2012 bis 2015 war Carrey in einer On-Off-Beziehung mit der depressiven Visagistin Cathriona White (* 14. September 1985; † 28. September 2015). Vier Tage vor dem Suizid der Irin in Los Angeles trennte sich das Paar, wobei er gegen ein Ende der Beziehung gewesen sein soll. Sie soll bereits nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2012 versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Im August 2017 veröffentlichte Carrey auf dem Videoportal Vimeo den sechsminütigen Film I Needed Color von David Bushell, in dem er sich als „besessenen“ Maler vorstellt: „I had become so obsessed that there was nowhere to move in my home.“ Der aufwändige Film zeigt Carrey bei der Arbeit im Atelier und viele seiner Werke. Im Off-Kommentar erklärt Carrey, was am Malen für ihn wichtig ist. Filmografie (Auswahl) 1983: The Sex and Violence Family Hour (Kurzfilm) 1983: Spaß am Copper Mountain (Copper Mountain) 1983: Applaus für Janet (Introducing… Janet, Kurzfilm) 1983: All in Good Taste 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, 1 Folge) 1984: The Duck Factory (Fernsehserie, 13 Folgen) 1984: Der Chaos Express / Wer hat, der hat (Finders Keepers) 1985: Einmal beißen bitte (Once Bitten) 1986: Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married) 1988: Dirty Harry V – Das Todesspiel (The Dead Pool) 1988: Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte (Earth Girls Are Easy) 1989: Mike Hammer: Mädchen, Morde und Moneten (Murder Takes All, Fernsehfilm) 1989: Pink Cadillac 1990–1994: In Living Color (Fernsehserie, 125 Folgen) 1991: Eine Nervensäge (High Strung) 1992: Der Schein trügt (Doing Time on Maple Drive, Fernsehfilm) 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective) 1994: Die Maske (The Mask) 1994: Dumm und Dümmer (Dumb & Dumber) 1995: Batman Forever 1995: Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (Ace Ventura: When Nature Calls) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (The Cable Guy) 1997: Der Dummschwätzer (Liar Liar) 1998: Die Truman Show (The Truman Show) 1998: Simon Birch 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2000: Ich, beide & sie (Me, Myself & Irene) 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: The Majestic 2003: Pecan Pie (Kurzfilm) 2003: Bruce Allmächtig (Bruce Almighty) 2004: Vergiss mein nicht! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) 2004: Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events) 2005: Dick und Jane (Fun with Dick and Jane) 2007: Number 23 (The Number 23) 2008: Horton hört ein Hu! (Horton Hears a Who!, Stimme von Horton) 2008: Der Ja-Sager (Yes Man) 2009: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) 2009: I love you Phillip Morris 2010: Presidential Reunion (Kurzfilm) 2011: Mr. Poppers Pinguine (Mr. Popper’s Penguins) 2012: 30 Rock (Fernsehserie, 1 Folge) 2013: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues) 2013: Hawking (Dokumentation) 2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone) 2013: Kick-Ass 2 2014: Dumm und Dümmehr (Dumb and Dumber To) 2016: The Bad Batch 2016: Dark Crimes 2017: Jim und Andy (Jim & Andy: The Great Beyond, Dokumentarfilm) 2018–2020: Kidding (Fernsehserie, 20 Folgen) 2020: Sonic the Hedgehog Auszeichnungen/Nominierungen (Auswahl) Golden Globe Award 1995: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Die Maske 1998: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Dummschwätzer 1999: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Drama – für Die Truman Show 2000: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Mondmann 2001: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Grinch 2005: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Vergiss mein nicht! 2018: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehserie – Komödie – für Kidding Goldene Himbeere 1995: Nominierung: Schlechtester Newcomer: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Dumm und Dümmer und Die Maske 2008: Nominierung: Schlechtester Schauspieler: Number 23 MTV Movie Awards 1995: Bester Komiker: (Dumm und Dümmer) und Bester Filmkuss: (mit Lauren Holly in Dumm und Dümmer) 1996: Bester Schauspieler (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) und Bester Komiker: (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) 1997: Bester Bösewicht (Cable Guy – Die Nervensäge) und Bester Komiker (Cable Guy – Die Nervensäge) 1998: Bester Komiker (Der Dummschwätzer) 1999: Bester Schauspieler (Die Truman Show) 2001: Bester Bösewicht (Der Grinch) 2009: Bester Komiker (Der Ja-Sager) Bibliografie Jim Carrey: How Roland Rolls. Illustriert von Rob Nason. Some Kind of Garden Media, 2013, ISBN 978-0-9893680-0-1. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoirs and Misinformation. Alfred A. Knopf, New York 2020, ISBN 978-0-525-65597-8. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoiren und Falschinformationen. Droemer, München 2020, ISBN 978-3-426-28258-8. Weblinks Porträt auf Cinema.com (englisch) Jim Carrey Online – Englischsprachige Fanseite Einzelnachweise Filmschauspieler Komiker Golden-Globe-Preisträger Kanadier US-Amerikaner Geboren 1962 Mann
Das Night Hotel Theater District in New York (NY) buchen 132 West 45th Street, Times Square, New York (NY), USA 10036 basierend auf 247 Bewertungen Alle 39 ansehen Über Night Hotel Theater District Das günstig in Times Square gelegene Night Hotel Theater District ist die ideale Basis zum erkunden von New York (NY). Das Hotel liegt nicht allzu weit vom Stadtzentrum entfernt - lediglich 1 km - und normalerweise kann man von dort aus den Flughafen innerhalb von etwa 30 Minuten erreichen. Hotelgäste haben die Möglichkeit, von hier aus die wichtigsten Attraktionen der Stadt wie beispielsweise Broadway, Church of Saint Mary the Virgin, Good Morning America Studios, zu besuchen. Genießen Sie den unvergleichlichen Service und die Annehmlichkeiten dieses Hotels in New York (NY). 24-Stunden Rezeption, Behindertengerechte Einrichtungen, Express Check-In/Check-Out, Aufbewahrung für Gepäckstücke, Wi-Fi in öffentlichen Bereichen sind nur einige der vielen Hoteleinrichtungen. Gäste können aus 72 Zimmern auswählen, die allesamt über eine Atmosphäre friedvoller Harmonie verfügen. Außerdem sorgt das umfangreiche Angebot an Freizeitaktivitäten im Hotel dafür, dass es Ihnen niemals langweilig wird. Was auch immer Ihr Grund für einen Besuch in New York (NY) sein mag, das Night Hotel Theater District ist die perfekte Unterkunft für ein paar aufregende Tage. Baujahr der Unterkunft: 1940 Frühstückskosten (wenn nicht inbegriffen): 15 USD Internet Nutzungsgebühr : 10 USD Parkgebühren (pro Tag): 55 USD Alle Bewertungen (1088) Stephanie aus Schweiz super Lage, sehr sauber, wunderschöne zimmer Lage, Zimmer, Gratis Eintritt zum Fitness Der Aufenhalt war echt super, sehr zentral, Zimmer mega designt und sauber, man erhielt gratis eintritt zu einem riesem Fitness!!! einfach alles top Sigismund aus Deutschland ein nicht zu toppende Lage 100 m Times Square Lage , Lage, Lage sehr nettes und aufmerksames Personal - saubere, allerdings dunkle Zimmer ( der Name "night hotel" trifft die Sache - einziger Minuspunkt ) - unschlagbare Lage ca. 100 m zum Times Square - Restaurant und Bars in Sichtnähe Alles bestens, perfekte Lage Personal, Lage, Bar Sehr gut. Exzellente Lage ast direkt am Times Square. Super freundliches und hilfsbereites Personal Stylisches Hotel mit geräumigen Zimmer Super Prei-Leistungsverhältnis Sehr schönes und stylisches Hotel im Herzen von Manhattan. Direkt am Times Square gelegen. Professionelles Personal. Sehr saubere und geräumige Zimmer zum Wohlfühlen Bewertet am 09 März 2013 Buchte im Februar 2013 6 Übernachtungen Tolles Hotel in ausgezeichneter Lage Lage, Service, Design das hotel verfügt über eine sehr zentrale, ausgezeichnete lage. die zimmer sind sauber, die heizung funktionierte gut. bei ankuft erhielten wir ein zimmer straßenseitig im 2.og, welches zwar relativ groß, aber leider auch laut war. nach der zweiten nacht übersiedelten wir in den 6.stock in den ruhigen innenhof. das zimmer war zwar etwas kleiner, aber dafür angenehm leise - super service des hotels, welches dies unkompliziert erledigte. Buchte im Dezember 2012 9 Übernachtungen Schönes Hotel in Super Lage direkt am Times Square. Service war klasse. Die Zimmer sind sehr klein und man sollte schauen, dass man keins zur Straße hin bekommt. Die Fensterisolierung lässt etwas zu wünschen übrig und es kann dementsprechend laut werden...sonst aber sehr zu empfehlen! Leif aus Dänemark Aussergewöhnliches Hotel, super Lage Tolle Lage am Times Square, hilfsbereites Personal Die Zimmer sind sehr sauber und neu, die Groesse ist für New Yorker Verhältnisse okay. Leider zuwenig Ablagefläche für Bekleidung. Klimaanlage sehr laut, keine schöne Aussicht (zum Innenhof). Würden das Hotel trotzdem wieder buchen Buchte im Dezember 2011 7 Übernachtungen Schönes Zimmer und sehr freundliches Personal Nähe Timesquare nachdem wir die erste nacht in einem etwas geräuschvollen zimmer - im 7. stock ( das geräusch der lüftung im flur hörte man zimmer) verbracht haben, tauschten wir es für ein etwas größeres ( im 5. stock) ein, indem es dann absolut leise war. das upgrade des zimmers waren nur und es hat sich wirklich gelohnt! das personal ist sehr hilfsbereit und freundlich! die zimmer sind nicht sehr gross aber sehr sauber. die lage ist absolut top. 80 m zum timesquare und trotzdem sind die zimmer ruhig- - sofern man nicht dieses eine erwischt, das wir am anfang hatten. wir werden dieses hotel bei unserem nächsten aufenthalt wieder wählen! Bewertet am 15 Januar 2012 Buchte im Mai 2009 3 Übernachtungen Dunkles Hotel in bester Lage Super Lage, Sauber, spannende Zimmer Die Klimaanlage ist nervend laut. aber das ist auch in anderen 4-5 Sterne Hotels in den USA nicht anders. Das Hotel befindet sich in einer hervorragenden Lage nur wenige Meter zum Times Square. Es ist super sauber und hat klasse Betten. Die Zimmer sind etwas klein geraten, aber für 2 Personen ausreichend. Alles ist in schwarz gehalten wie die Nacht, anfangs etwas gewöhnungsbedürftig aber gut. Bewertet am 01 Juni 2009 Standard Queensize/Doppel-Bett - Auswahl am Check-in You get what you pay for. The bathroom was gross. A nasty chair with mold in the shower. It was decent. The bedroom itself was fine, the location was great but the bathroom needs work. Water squished from the floor if you stood on the tile near the lining. Bewertet am 14 März 2016
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Welche Auszeichnungen hat Jim Carrey für seine schauspielerischen Leistungen erhalten?
James Eugene „Jim“ Carrey (* 17. Januar 1962 in Newmarket, Ontario) ist ein kanadisch-US-amerikanischer Komiker und Filmschauspieler. Seit der Filmkomödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv von 1994 ist Carrey einer der erfolgreichsten Comedians in Hollywood. Für seine schauspielerischen Leistungen in Die Truman-Show (1998) und Der Mondmann (1999) gewann er jeweils einen Golden Globe Award. Karriere Carrey wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Der Klassenclown, dessen Vorbild Jerry Lewis ist, brachte bereits in der Schulzeit seine Mitschüler mit regelmäßigen Auftritten zum Lachen. Im Alter von zehn Jahren bewarb er sich bei der Carol-Burnett-Show. Mit 15 Jahren stand Carrey als Stand-up-Komiker auf den Bühnen verschiedener Comedy-Clubs in Toronto. 1978 brach er aus finanziellen Gründen seine Schulausbildung ab und zog nach Los Angeles, um Schauspieler zu werden. Schon kurz darauf war er ein festes Ensemble-Mitglied in Mitzi Shore’s Comedy Store und übernahm auch kleinere Nebenrollen in Filmen. Seinen Durchbruch als Komiker hatte Carrey 1982, als er bei einer Tournee des Entertainers Rodney Dangerfield im Vorprogramm auftrat. Im gleichen Jahr bekam er seine eigene TV-Show The Duck Factory. 1985 gab er in Einmal beißen bitte sein Leinwanddebüt und wirkte 1986 in Francis Ford Coppolas Peggy Sue hat geheiratet mit. 1987 spielte Carrey seine erste Hauptrolle als sexhungriger Außerirdischer in der Komödie Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte, die 1989 in die Kinos kam. In dem Thriller Dirty Harry V – Das Todesspiel verkörpert Jim Carrey an der Seite von Clint Eastwood in einer kleinen Nebenrolle einen drogenabhängigen Rocksänger, der den Guns n’ Roses-Song Welcome to the Jungle singt. Ab 1990 war er in der Sitcom In Living Color zu sehen. Weltweit bekannt wurde Carrey 1994 durch die Titelrolle in der Slapstick-Komödie Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv. Der Film fiel bei den Kritikern durch und brachte Carrey eine Nominierung für die Goldene Himbeere als schlechtester Neu-Star ein, kam beim Publikum jedoch gut an und spielte mehr als 72 Millionen Dollar ein. Carrey wurde nach diesem Erfolg noch im gleichen Jahr in zwei weiteren Hauptrollen besetzt: Sowohl Die Maske als auch Dumm und Dümmer wurden zu Erfolgen, ebenso die Fortsetzung Ace Ventura – Jetzt wird’s wild im Folgejahr. Die drei Filme spielten in den Vereinigten Staaten jeweils über 100 Millionen Dollar ein und bescherten Carrey zahlreiche Auszeichnungen (unter anderem Komödienstar des Jahres 1995, People’s Choice Award), was ihm den Ruf eines „neuen Jerry Lewis“ einbrachte. Carreys ausgeprägte Gestik und Mimik sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen. In der erfolgreichen Comic-Verfilmung Batman Forever wirkte Carrey in der Rolle des Schurken Riddler mit. Er konnte nun höhere Gagen als bisher fordern. 1996 erhielt er für Cable Guy 20 Millionen Dollar, allerdings blieb der Film finanziell hinter den Erwartungen zurück. 1997 verbuchte Carrey wieder einen großen Erfolg mit Der Dummschwätzer, welcher über 300 Millionen Dollar einspielte und ihm eine Nominierung für den Golden Globe als bester Komödiant einbrachte. In Peter Weirs Drama Die Truman Show spielte Carrey seine erste tragikomische Rolle. Der Film handelt von einem Mann, der seit seiner Geburt ohne sein Wissen die Hauptrolle in einer Fernsehserie spielt. Dieser Film war nicht nur an den Kinokassen erfolgreich, sondern brachte Carrey Kritikerlob ein. Auch in seinem nächsten Projekt Der Mondmann zeigte er sich 1999 von seiner ernsthaften Seite und stellte Andy Kaufman dar, einen in den USA sowohl verehrten als auch umstrittenen Komiker. Für Die Truman Show und Der Mondmann wurde Carrey jeweils mit dem Golden Globe für die beste Darstellung in einem Drama beziehungsweise einer Komödie ausgezeichnet, womit er sich als ernstzunehmender Schauspieler etabliert hatte. Carrey spielte ab dem Jahr 2000 in mehreren finanziell erfolgreichen Slapstick-Komödien wie Ich, beide & sie (2000), Der Grinch (2000), Bruce Allmächtig (2003), Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (2004) und Dick und Jane (2005) die Hauptrolle. Daneben wirkte er aber auch in Filmen wie The Majestic (2001), Vergiss mein nicht! (2004) und Number 23 (2007) mit, die von seiner gängigen Rollenbesetzung abwichen. Vergiss mein nicht! wurde von den Kritikern gelobt und gewann den Europäischen Filmpreis als bester nicht-europäischer Film sowie den Oscar für das beste Drehbuch. Ursprünglich war er auch für die Rolle des Captain Jack Sparrow in der Pirates of the Caribbean-Reihe vorgesehen, welche letztlich aber an Johnny Depp vergeben wurde. 2008 lieh Jim Carrey der Titelfigur im Animationsfilm Horton hört ein Hu! seine Stimme und spielte die Hauptrolle in Der Ja-Sager. Ende des Jahres 2009 kam eine Neuinterpretation des Klassikers Eine Weihnachtsgeschichte durch Regisseur Robert Zemeckis, Disneys Eine Weihnachtsgeschichte, in die Kinos. Bei diesem Film lieh Carrey seine Stimme dem mürrischen Scrooge und zweien der drei Weihnachtsgeister. Im Jahr 2011 spielte Carrey gemeinsam mit 6 Eselspinguinen die Hauptrolle in Mr. Poppers Pinguine. Im November 2014 erschien Dumm und Dümmehr, die Fortsetzung von Dumm und Dümmer. Auf George Martins 1998 erschienenem Beatles-Tributealbum In My Life sang er den Titel I Am The Walrus. Seit Oktober 2020 spielt Carrey Joe Biden, den amerikanischen Präsidenten, in Saturday Night Live. Sein deutscher Synchronsprecher ist meist Stefan Fredrich. Politische Äußerungen Seit etwa 2009 äußert sich Jim Carrey ablehnend gegenüber Impfungen, Herstellern von Impfstoffen und medizinischen Verbänden. Er rief zum Widerstand auf. Carrey suggertierte, dass Impfungen Autismus auslösten und relativierte seine Aussagen auf Kritik. In der COVID-19-Pandemie verhöhnte er mit einem Social-Media-Video eine Rede Donald Trumps. Privatleben Carrey war von 1987 bis 1995 mit Melissa Womer verheiratet, aus dieser Ehe stammt eine 1987 geborene Tochter, Jane Carrey. Von 1996 bis 1997 war er mit der Schauspielerin Lauren Holly, seinem Co-Star aus Dumm und Dümmer, verheiratet. Während der Dreharbeiten zu Ich, beide & sie (1999) war Carrey mit seiner Filmpartnerin Renée Zellweger liiert. 2004 bekam er zusätzlich die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von 2005 bis März 2010 lebte Carrey mit dem Model Jenny McCarthy zusammen. Anfang April 2010 gab Carrey auf Twitter bekannt, dass man sich nach fünf Jahren in aller Freundschaft getrennt habe. Am 24. August 2011 sorgte Carrey mit einer Videobotschaft an die Schauspielerin Emma Stone für Aufsehen, in der er ihr seine Liebe gesteht. Zu Spekulationen, ob dies ernst gemeint sei oder bloß kalkulierte Satire, äußerte sich Carrey selbst nicht. Von 2012 bis 2015 war Carrey in einer On-Off-Beziehung mit der depressiven Visagistin Cathriona White (* 14. September 1985; † 28. September 2015). Vier Tage vor dem Suizid der Irin in Los Angeles trennte sich das Paar, wobei er gegen ein Ende der Beziehung gewesen sein soll. Sie soll bereits nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2012 versucht haben, sich das Leben zu nehmen. Im August 2017 veröffentlichte Carrey auf dem Videoportal Vimeo den sechsminütigen Film I Needed Color von David Bushell, in dem er sich als „besessenen“ Maler vorstellt: „I had become so obsessed that there was nowhere to move in my home.“ Der aufwändige Film zeigt Carrey bei der Arbeit im Atelier und viele seiner Werke. Im Off-Kommentar erklärt Carrey, was am Malen für ihn wichtig ist. Filmografie (Auswahl) 1983: The Sex and Violence Family Hour (Kurzfilm) 1983: Spaß am Copper Mountain (Copper Mountain) 1983: Applaus für Janet (Introducing… Janet, Kurzfilm) 1983: All in Good Taste 1984: Buffalo Bill (Fernsehserie, 1 Folge) 1984: The Duck Factory (Fernsehserie, 13 Folgen) 1984: Der Chaos Express / Wer hat, der hat (Finders Keepers) 1985: Einmal beißen bitte (Once Bitten) 1986: Peggy Sue hat geheiratet (Peggy Sue Got Married) 1988: Dirty Harry V – Das Todesspiel (The Dead Pool) 1988: Zebo, der Dritte aus der Sternenmitte (Earth Girls Are Easy) 1989: Mike Hammer: Mädchen, Morde und Moneten (Murder Takes All, Fernsehfilm) 1989: Pink Cadillac 1990–1994: In Living Color (Fernsehserie, 125 Folgen) 1991: Eine Nervensäge (High Strung) 1992: Der Schein trügt (Doing Time on Maple Drive, Fernsehfilm) 1994: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv (Ace Ventura: Pet Detective) 1994: Die Maske (The Mask) 1994: Dumm und Dümmer (Dumb & Dumber) 1995: Batman Forever 1995: Ace Ventura – Jetzt wird’s wild (Ace Ventura: When Nature Calls) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (The Cable Guy) 1997: Der Dummschwätzer (Liar Liar) 1998: Die Truman Show (The Truman Show) 1998: Simon Birch 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2000: Ich, beide & sie (Me, Myself & Irene) 2000: Der Grinch (How the Grinch Stole Christmas) 2001: The Majestic 2003: Pecan Pie (Kurzfilm) 2003: Bruce Allmächtig (Bruce Almighty) 2004: Vergiss mein nicht! (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) 2004: Lemony Snicket – Rätselhafte Ereignisse (Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events) 2005: Dick und Jane (Fun with Dick and Jane) 2007: Number 23 (The Number 23) 2008: Horton hört ein Hu! (Horton Hears a Who!, Stimme von Horton) 2008: Der Ja-Sager (Yes Man) 2009: Disneys Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) 2009: I love you Phillip Morris 2010: Presidential Reunion (Kurzfilm) 2011: Mr. Poppers Pinguine (Mr. Popper’s Penguins) 2012: 30 Rock (Fernsehserie, 1 Folge) 2013: Anchorman – Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues) 2013: Hawking (Dokumentation) 2013: Der unglaubliche Burt Wonderstone (The Incredible Burt Wonderstone) 2013: Kick-Ass 2 2014: Dumm und Dümmehr (Dumb and Dumber To) 2016: The Bad Batch 2016: Dark Crimes 2017: Jim und Andy (Jim & Andy: The Great Beyond, Dokumentarfilm) 2018–2020: Kidding (Fernsehserie, 20 Folgen) 2020: Sonic the Hedgehog Auszeichnungen/Nominierungen (Auswahl) Golden Globe Award 1995: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Die Maske 1998: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Dummschwätzer 1999: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Drama – für Die Truman Show 2000: Gewinn: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Mondmann 2001: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Der Grinch 2005: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einem Kinofilm – Musical/Komödie – für Vergiss mein nicht! 2018: Nominierung: Beste Leistung eines Schauspielers in einer Fernsehserie – Komödie – für Kidding Goldene Himbeere 1995: Nominierung: Schlechtester Newcomer: Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv, Dumm und Dümmer und Die Maske 2008: Nominierung: Schlechtester Schauspieler: Number 23 MTV Movie Awards 1995: Bester Komiker: (Dumm und Dümmer) und Bester Filmkuss: (mit Lauren Holly in Dumm und Dümmer) 1996: Bester Schauspieler (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) und Bester Komiker: (Ace Ventura – Jetzt wird’s wild) 1997: Bester Bösewicht (Cable Guy – Die Nervensäge) und Bester Komiker (Cable Guy – Die Nervensäge) 1998: Bester Komiker (Der Dummschwätzer) 1999: Bester Schauspieler (Die Truman Show) 2001: Bester Bösewicht (Der Grinch) 2009: Bester Komiker (Der Ja-Sager) Bibliografie Jim Carrey: How Roland Rolls. Illustriert von Rob Nason. Some Kind of Garden Media, 2013, ISBN 978-0-9893680-0-1. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoirs and Misinformation. Alfred A. Knopf, New York 2020, ISBN 978-0-525-65597-8. Jim Carrey, Dana Vachon: Memoiren und Falschinformationen. Droemer, München 2020, ISBN 978-3-426-28258-8. Weblinks Porträt auf Cinema.com (englisch) Jim Carrey Online – Englischsprachige Fanseite Einzelnachweise Filmschauspieler Komiker Golden-Globe-Preisträger Kanadier US-Amerikaner Geboren 1962 Mann
Demi Moore: Schockierendes Cover | erdbeerlounge.de'; NewsStarsFashionBeautyLuxusLiebeErnährungMamiLifestyleFrisurenProdukttestsForumDeutsche PromisHollywoodKino & FilmTVMusikStar-TestsStarsDemi Moore: Schockierendes CoverDemi Moore: CoverfotoDemi Moore: Schockierendes Coveram 28.12.2009 um 18:30 UhrDemi Moore: So dünn war sie noch nieHollywood-Star Demi Moore hat sich für das Cover einer amerikanischen Zeitschrift ablichten lassen und damit für Aufregung gesorgt, denn auf dem Bild ist sie spindeldürr und angeblich sind die Fotos nicht retuschiert.Der Schönheitswahn in Hollywood nimmt kein Ende: Demi Moore, Dauerfreundin von Ashton Kutcher hat sich für das US-Magazin W ablichten lassen und mit dieser Aktion für Aufsehen gesorgt: Auf den Bildern wirkt Demi richtig abgemagert, doch sowohl ihr Management als auch die Herausgeber des Magazins beteuern die Echtheit der Bilder. Jetzt will der Fotograf Anthony Citrano enthüllt haben, dass gerade an Oberschenkeln und Po heftig retuschiert wurde. Demi Moores Management wehrt sich gegen die Vorwürfe und meint Demi würde in Natura genauso aussehen, wie auf den Bildern. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, denn die Bilder zeigen eine krankhaft abgemagerte Demi, nimmt das Gezerre um das Coverfoto kein Ende. In einem Schreiben hat Demis Management angeblich von Citrano verlangt, die Gerüchte um eine mögliche Retusche zurück zu nehmen und sich öffentlich bei Demi zu entschuldigen: “Wie Ihnen sicherlich bekannt ist, ist meiner Mandantin das Aussehen von großer Bedeutung für ihre Karriere und ihren Lebensunterhalt, und irrelevanten Aussagen oder Andeutungen, dass sie heimlich künstliche Mittel benutzt, um ihr Aussehen zu verändern sind äußerst schädlich.” Citrano weigert sich allerdings weiterhin seine Äußerung zurück zu nehmen. 28.12.2009; 17:45 UhrBildquelle: W MagazineKommentare (6)Antworten abbrechenKommentarHier klicken, um die Antwort abzubrechen.Sprutzberta am 29.12.2009 um 10:02 Uhrich finds echt soooo geil....ick könnt ma totlachen über so viel dummheit!!AntwortenHistory1536 am 28.12.2009 um 18:14 UhrxD da kann man mal sehen wir man sich "verphotoshoppen" kann 😀 naja egal... so tragisch ist es nu auch nicht wer ist denn heutzutage noch echt auf dem cover? xDAntwortenKleinesKaeguru am 28.12.2009 um 17:58 Uhrich denk est ist "nur" retuschiert und nicht gleich ganz geklaut...AntwortenAlbaDiva am 28.12.2009 um 17:52 Uhrwas für ein skandal ErlichAntwortenElementarteil am 28.12.2009 um 17:50 Uhrdas ist doch nur ÜBEL kaschiert worden das ist sicherlich nicht die echte figur von demi mooreAntwortenNastjaMaria am 28.12.2009 um 17:45 UhrDas war doch schon vor über einem Monat in der Presse! Das ist doch angeblich der Körper eines 26 Jährigen Models http://www.bild.de/BILD/lifestyle/mode-beauty/mode/2009/11/demi-moore/skandal-schummel-foto-cover-w-magazin.htmlAntwortenAktuell28.12.2009GNTM: Ex-Kandidatin Hana Nitsche ausgeraubt28.12.2009Ronnie Wood wieder alkoholabhängig28.12.2009Victoria Beckham: Haariges Geschenk für David28.12.2009Brad Pitt hilft bedürftigen Kindern28.12.2009Justin Bieber singt für Obama28.12.2009Robbie Williams: Angst vor Nähe28.12.2009Brittany Murphy stand Musikkarriere bevor28.12.2009Veronica Ferres: umweltbewusst28.12.2009Rihanna: Keine Haut in Abu Dhabi28.12.2009Katie Price: Ehekrieg zu Weihnachten mehr ArtikelStarsNeue TrilogieOMG! Die Geschichte von Hogwarts wird verfilmtPlot twistGrey’s Anatomy: Ist Derek etwa gar nicht tot?Erotische MomenteSexszenen im Film: Von richtig scharf bis echtOh mein Gott!Dieser Hottie spielt bei „Shades of Grey 3“ mitTeenie-StorysDie 50 besten Teenager-Filme in einer ListeTiefgründig50 Filme zum Nachdenken – Klassiker & NewcomerAufregend„Grey's Anatomy“: Das passiert in Staffel 14!Erotikfilm gefundenBTN-Hanna drehte einen Erotikfilm - Top StoryKeine FreundeJoko und Klaas sind keine besten FreundeSängerin spielt AmorMaite Kelly: Ihre Brüder spannten ihr die Freundinnen aus!Stars: Mehr ArtikelTrennung von AshtonDemi Moore will Scheidung Hat sie Ashton betrogen?Demi Moore ist fremdgegangen?LiebesgerüchteDemi Moore: Neuer Lover?Vor dem ZusammenbruchDemi Moore gibt VollgasSchockierende DetailsDemi Moore schrieb TagebuchStar TestsFan & Promi TestsWie gut kennst du Bibi Blocksberg?FilmtestsWelchen Film solltest Du heute gucken?FilmtestsKannst Du das Schloss der richtigen Disney-Prinzessin zuordnen?KontaktImpressumDatenschutzAGBWerbung
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Welche Bedeutung hatte Fichte für den Deutschen Idealismus?
Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; † 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. Leben Jugendzeit Fichte war das erste von acht Kindern des Bandwebers Christian Fichte (1737–1812) und seiner Frau Maria Dorothea (geb. Schurich, 1739–1813) in Rammenau in der Oberlausitz. Er wuchs ärmlich in einem von Frondiensten geprägten dörflichen Milieu auf. Seine Auffassungsgabe und sein gutes Gedächtnis fielen einem Verwandten der örtlichen Gutsherrschaft, dem Gutsherrn Ernst Haubold von Miltitz (1739–1774), bei einem Besuch in Rammenau auf: Er hatte eines Sonntags die kirchliche Predigt verpasst, woraufhin der zehnjährige Fichte gerufen wurde, von dem man versicherte, er könne die Predigt wiederholen. Daraufhin imitierte dieser den Pfarrer so perfekt, dass der Freiherr in seiner Entzückung dem Kind nach einer Vorbereitungszeit im Pfarrhaus zu Niederau den Besuch der Stadtschule in Meißen ermöglichte. Danach finanzierte ihm sein Förderer 1774 eine Ausbildung an der Landesschule Pforta bei Naumburg, verstarb jedoch im selben Jahr. Nach seiner Schulzeit zog Fichte 1780 nach Jena, wo er an der Universität ein Theologie-Studium begann, wechselte jedoch bereits ein Jahr später den Studienort nach Leipzig. Die Familie von Miltitz unterstützte ihn nun nicht mehr finanziell, er war gezwungen, sich durch Nachhilfeunterricht und Hauslehrerstellen zu finanzieren und brachte das Studium zu keinem Abschluss. In dieser aussichtslosen Lage bekam er 1788 in Zürich eine Stelle als Hauslehrer, die er aber nur zwei Jahre innehatte, da er der Auffassung war, dass man, bevor man Kinder erzieht, zuallererst die Eltern erziehen müsse. Dort verlobte er sich mit Johanna Marie Rahn (1755–1819), Tochter des Kaufmanns und Waagmeisters Johann Hartmut Rahn und Nichte des Dichters Klopstock. Anschließend ging er wieder nach Leipzig. Fichtes Plan, Prinzenlehrer zu werden, scheiterte. Seine zweite Idee, eine Zeitschrift für weibliche Bildung, lehnten mehrere Verleger ab. Trauerspiele und Novellen brachten ihm ebenfalls keine finanzielle Sicherheit. Übergang zur Philosophie In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den „Dingen, wie sie sind“ und „wie die Dinge erscheinen“ (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Hauslehrerstelle in Warschau nahm Fichte Anfang November 1791 eine auf ein Jahr befristete Anstellung als Hauslehrer des Sohns des Ehepaars Louise von Krockow, geb. von Göppel, die mit Kant persönlich bekannt war, und Heinrich Joachim Reinhold von Krockow (1736–1796), Königl. Preußischer Obrist, im gräflichen Schloss Krockow in der Nähe der pommerellischen Ostseeküste an. Im selben Jahr besuchte er Kant in Königsberg, wo dieser ihm einen Verleger für seine Schrift Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) verschaffte, die anonym veröffentlicht wurde. Das Buch galt zunächst als ein lange erwartetes religionsphilosophisches Werk von Kant selbst. Als Kant den Irrtum klarstellte, war Fichte berühmt und erhielt einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Jena, den er 1794 antrat. Zuvor hatte er nach längerer Überlegung, ob eine Eheschließung ihm nicht die „Flügel abschneide“, 1793 Johanna Rahn geheiratet. Drei Jahre später kam Sohn Immanuel Hermann (1796–1879) zur Welt. In Jena lebte der berühmte Theosoph Jakob Hermann Obereit in Fichtes Wohnhaus. Fichte und Obereit waren beständig im Gespräch. Während seiner Jenaer Professur (1794–1799) wurde er zur Zielscheibe im so genannten „Atheismusstreit“. Ausgelöst wurde dieser Streit 1798 durch zwei Schriften, wobei nur eine (Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung) von Fichte selbst stammt. Beide Schriften waren im Philosophischen Journal, dessen Herausgeber Fichte zusammen mit Friedrich Immanuel Niethammer zu dieser Zeit war, erschienen. Fichte wurde wegen Verbreitung atheistischer Ideen und Gottlosigkeit verklagt, erhielt einen Verweis und trat daraufhin zurück, wie er es zuvor angedroht hatte. 1805 bekam er den Lehrstuhl für Philosophie in Erlangen, 1807 war er Zensor der Hartungschen Zeitung in Königsberg, wurde aber auf Befehl des preußischen Generals Ernst von Rüchel entlassen. Wenige Jahre darauf, 1810, bekam er die Position des Dekans der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit war er von 1811 bis 1812 Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. 1789 wurde Fichte in Zürich in den Freimaurerbund Modestia cum Libertate aufgenommen, in dieselbe Loge, in der auch Johann Wolfgang von Goethe freundschaftlich verkehrte. Später ließ er sich am 6. November 1794 als Mitglied der Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen in Rudolstadt annehmen und war auch nach seinem Umzug nach Berlin mit den dortigen Freimaurerkreisen verbunden. 1799 traf er auf Ignaz Aurelius Feßler und arbeitete nach seiner Annahme am 17. April 1800 mit ihm an der Reform der Großloge Royal York zur Freundschaft. Am 14. Oktober 1799 hielt er einen Vortrag über „den wahren und richtigen Zweck der Maurerei“. Am 13. und 27. April 1800 hielt er mehrere Vorlesungen, die später unter dem Titel Philosophie der Freimaurerei. Briefe an Constant erneuert und veröffentlicht wurden. Schon bald kam es zum Streit und Fichte trat am 7. Juli 1800 aus der Freimaurerei aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der Deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren „Sprecher“ (Vorsitzender). Hatte sich Fichte zuvor als Anhänger der Französischen Revolution bezeichnet, so profilierte er sich nun insbesondere durch die flammend patriotischen Reden an die deutsche Nation (als Text veröffentlicht bis 1808) als Gegner Napoleons. Fichte wurde damit zum Vordenker der Urburschenschaft. Ein utopisches Gesellschaftsmodell – eine Art sozialistische Gesellschaft auf nationalstaatlicher Grundlage – findet sich in dem Werk Der geschlossene Handelsstaat (1800). Tod Vermutlich Ende 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte. Auch Fichte sollte an dieser vom Kot von Kleiderläusen übertragenen Seuche erkranken, die vornehmlich unter der Bezeichnung Fleckfieber berüchtigte Bekanntheit erlangte und insbesondere im Kriegswinter 1813/14 in Mitteleuropa (unter anderem in Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz) katastrophale Ausmaße annahm. Im Gegensatz zu seiner Frau konnte er sich von diesem Fieber nicht erholen. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Die Ehrengrabstelle in der Abt. CH, G2 trägt ein Porträtmedaillon (Kopie) von Ludwig Wilhelm Wichmann. Sein Grabstein trägt einen Vers aus dem Buch Daniel (): Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre Ein zentraler Kern in Fichtes Philosophie ist der Begriff des „absoluten Ich“. Dieses absolute Ich ist nicht mit dem individuellen Geist zu verwechseln. Später nutzte er die Bezeichnung „Absolutes“, „Sein“ oder „Gott“. Fichte beginnt in seiner Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre mit einer Bestimmung des Ich: Fichte ging es um die praktische Umsetzung seiner Philosophie, weshalb er die Errichtung eines lückenlosen philosophischen Systems als zweitrangig erachtete. Im Vordergrund stand für ihn die Verständlichkeit seiner Lehre. Er vertrat ein positives Menschenbild und ging davon aus, dass in jedem Menschen – und nicht nur im Gelehrten – der Grund echter Selbsterkenntnis (und damit auch Gotteserkenntnis) gelegt ist und der Philosoph lediglich auf diese verweisen muss. In seiner populären, z. T. polemischen Darstellungsweise schuf sich Fichte unter den Fachgelehrten viele Freunde, aber auch Feinde. In erbitterter Feindschaft stand er zu Friedrich Nicolai. Goethe urteilte skeptisch über Fichte, . Trotz späterer Ablehnung übte Fichte großen Einfluss auf Schelling und Hegel aus. Auch Hölderlin bekannte, Fichtes Vorlesungen aus seiner Jenaer Zeit viel zu verdanken. Einige Ideen Fichtes knüpfen an die Thesen des etwa 20 Jahre älteren Johann Gottfried Herder an. Fichtes Kantrezeption Fichte reagierte auf die Frage, wie theoretische und praktische Vernunft zusammenhängen, indem er antwortete, dass die beiden Teile der Vernunft in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Hierbei ist die praktische Vernunft der theoretischen übergeordnet. Letztere benötigt demnach die praktische Vernunft; diese aber ist autonom. Auch für Kant war die praktische Vernunft ein Vermögen des Willens – und damit autonom. Laut Fichte mündet diese Tatsache aber in seiner Theorie zur „Selbstsetzung“. Der Wille bringt, indem er sich ein Gesetz gibt, zugleich sein Wesen als „Vernunftwille“ hervor. Dieser Vernunftwille macht das aus, was wir sind – nämlich unser Ich. „Das absolute Ich ist, indem es sich setzt, und setzt sich, indem es ist.“ Aus diesem Grund kommt der praktischen Vernunft absolute Freiheit zu. Fichtes Idealismus ist daher eine Konsequenz aus dem Primat der praktischen Vernunft. Der Kritik am transzendentalen Argument bei Kant entzieht sich Fichte, indem er die praktische Vernunft zur Bedingung für die theoretische Vernunft erklärt. Hierbei geht er von der „Handlung“ des Urteilens aus und schließt mithilfe einer transzendentalen Begründung auf das sich setzende Ich als Bedingung hierfür. Alles Urteilen ist Handeln des menschlichen Geistes. Diesem liegt der Satz „Ich bin“ zugrunde. Das „schlechthin gesezte und auf sich selbst gegründete“ ist der Grund des Handelns. Um dem Vorwurf zu entgehen, dass wir eventuell gar nicht urteilen, sondern nur glauben zu urteilen, führte Fichte die „intellektuelle Anschauung“ ein. Sie ist auch praktisch zu verstehen als „Anschauen seiner selbst im Vollziehen eines Acts“. Wenn wir urteilen, beobachten wir uns nicht, sondern stellen handlungsorientierte Fragen. Diese Fragen gehen von der Annahme aus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Würde das nicht zutreffen, könnte er nicht urteilen, was nicht vorstellbar ist. Gleichwohl vertrat Fichte die Auffassung, auch wenn der Mensch nicht an den Bedingungen vernünftigen Urteilens zweifeln könne, folge daraus nicht, dass er diese Bedingungen tatsächlich erfüllt. Die schärfste Abgrenzung zu Kant vollzog Fichte mit seiner Ablehnung der Konzeption eines „Dinges an sich“. Nur so kann in seinen Augen die absolute Freiheit des Ichs bewahrt werden. Das „Ding an sich“ wird bei Fichte lediglich zu einem „Anstoß“, einem irrationalen Faktum innerhalb des Ich, welches das Ich zu bewältigen versucht. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Ich, gleichsam hinaus in die Welt als „Nicht-Ich“. Ist das absolute Ich demzufolge also ein „Ding an sich“ auf der Seite des Subjekts? Fichtes Antwort: Nur wenn es „erscheint“. Das absolute Ich existiert nur im Handeln. In seiner philosophischen Reflexion wird das absolute Ich zu etwas Objektivem, eine andere Entität der realen Welt gibt es nicht. Jenaer Philosophie Da Fichte die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre schnell als unzureichend und ergänzungsbedürftig ansieht, macht er sich auf dem Höhepunkt seiner Jenaer Periode nahezu zeitgleich an eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftslehre (unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo) und an eine erste Ausarbeitung der praktischen Philosophie (in der Grundlage des Naturrecht und der Sittenlehre). Inhaltlich stellt sich seit der Grundlage der gesamten Wissenschaftlehre die Frage, warum das absolute Ich, welches autonom ist, auf einen „Anstoß“ reagiert. Fichte macht deutlich, dass das absolute Ich nur ist, wenn es sich seiner selbst bewusst wird. Dies kann nur geschehen, wenn es mit Material konfrontiert wird, auf das es zu reagieren hat. Würde es zu keinem Kontakt kommen, würde das Ich „ganz in seiner Tätigkeit aufgehen“. Um aber zu sein – und damit auch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln –, muss es sich für den „Anstoß“ öffnen und dafür Sorge tragen, dass der „Stein des Anstoßes“ erhalten bleibt. Nach Fichte kann das Ich demnach als ein unendliches Streben nach Autonomie verstanden werden. Der „Anstoß“ ist hierbei gleichsam nur notwendige Bedingung des Selbstbewusstseins, keine hinreichende. Die weiteren Bedingungen für das Selbstbewusstsein finden sich in den jeweiligen Teildisziplinen der Wissenschaftslehre, die Fichte unterscheidet: Naturlehre, Rechtslehre, Sittenlehre und Religionslehre. Erstere hat Fichte, aufgrund des von ihm entwickelten Primats der praktischen Vernunft, nie ausgearbeitet. Die Wissenschaftslehre nova methodo Nachdem Fichte durch seine Vorlesungen über die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre in kürzester Zeit bekannt geworden ist, sieht er seine Philosophie bald mit verschiedenen Einwänden und Nachfragen seiner Zeitgenossen konfrontiert. Zunehmend wird er unzufrieden mit seinem ersten Entwurf der Wissenschaftslehre. Statt den Text der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre zu revidieren, entschließt er sich, die Wissenschaftslehre vollkommen neu auszuarbeiten. Das Ergebnis trägt er unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo ab 1796 in Vorlesungen vor, die heute jedoch nur noch als Mitschriften überliefert sind. Dennoch wird die Wissenschaftslehre nova methodo in der neueren Fichteliteratur zunehmend als beste und verständlichste Fassung der fichteschen Wissenschaftslehre angesehen. Inhaltlich bemüht sich Fichte darum, von seinen Zeitgenossen formulierte Einwände zu widerlegen und die Wissenschaftslehre stringenter und nachvollziehbarer vorzutragen. Verschiedene Themenbereiche – etwa die Behandlung der Frage, wie es vom einheitlichen absoluten Ich zur Pluralität individuellen Bewusstseins kommen kann – kommen gegenüber der ersten Behandlung der Wissenschaftslehre neu hinzu. Fichtes Rechtslehre In seinen Grundlagen des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1796/1797 (§ 8) bestimmte Fichte die Funktion des Rechts ähnlich wie Kant: Das Beisammenstehen der Freiheit mehrerer sei Doch schloss für ihn eine vernünftige Ordnung der Freiheit auch eine angemessene Verteilung gemeinschaftsbedingter Chancen und Güter ein. Für Fichte wird die Beziehung zwischen dem Selbstbewusstsein und – sozusagen – der Welt präzisiert. Das Bewusstsein kann sich nur als frei handelndes Wesen begreifen, wenn es „den Begriff eines frei handelnden Wesens auf sich anwenden kann.“ Das kann es nur, wenn andere das Selbstbewusstsein auffordern etwas zu tun und gleichzeitig(!) die Freiheit eingestehen, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Da dieser Vorgang reziprok ist, folgt, dass das Sein des Selbstbewusstseins von der Anerkennung der Freiheit anderer abhängt. Es wird deutlich, dass sich Fichte nicht auf das Moralgesetz als die bindende Kraft des Rechts versteht, sondern das Eigeninteresse des selbstbewussten Ichs. Ein Rechtsverhältnis entsteht demnach aufgrund der bloßen Existenz eines Nicht-Ichs. Auch Fichte definiert, wie so mancher Philosoph vor ihm, den Staat als Ausdruck des absoluten Willens, dessen Absicht es ist, die Freiheit und Rechte seiner Bürger zu garantieren. Kollektives Handeln und individuelles Handeln werden mit dem Ausdruck „sittliches Handeln“ in Eins gesetzt. Freiheit in der Geschichte sei nach Fichte die mehr oder weniger sittliche Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse der verschiedenen Völker. Fichtes Philosophie lässt sich als ethischer Idealismus bezeichnen, wenn man voraussetzt, dass nur der Staat Rechtsverhältnisse zwischen sich und den Bürgern bzw. unter den Bürgern schafft und dabei Beschränkungen seiner Bürger zugunsten eigener materieller Zwecke vornimmt. Fichtes Sittenlehre Im System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1798 geht Fichte davon aus, dass das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs nur sein kann unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Hierbei ist sich das Ich des Sittengesetzes niemals in abstracto bekannt, sondern „immer in Form konkreter Aufgaben und Pflichten der Welt“. Das Ich kann sich nur eine Tätigkeit zuschreiben, wenn diese mit der kausalen Wirklichkeit einer ihm unabhängigen Welt verbunden ist. Dies wiederum ist nur möglich, wenn es sich einen Körper zuschreibt. Da dieser Körper Teil der Welt ist, unterliegt er auch den Naturtrieben. Das Sittengesetz untersucht nun die Bedingungen der Manifestation eines zugleich verkörperten und von Naturtrieben beherrschten Ich. Fichtes Religionslehre Fichte hinterließ keine systematisch ausgearbeitete Religionsphilosophie. Im Atheismusstreit, den Friedrich Karl Forberg mit einem Artikel im Philosophischen Journal mit einem zustimmenden Nachwort von Fichte 1798 ausgelöst hatte, postulierte Fichte mit Forberg, die Existenz Gottes sei nicht notwendig für die Errichtung einer moralischen Wertordnung, allerdings sei der Glaube an Gott, verbunden mit einer göttlichen Moral, unumgänglich. Während Kant von der Existenz Gottes ausging und seine These untermauerte, die Existenz Gottes sei notwendig im Hinblick auf die Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Handelns, sah Fichte nur die Notwendigkeit zu einer „moralischen Weltordnung“. Diese müsse nicht zwingend auf eine höhere Instanz – also Gott – zurückgeführt werden. Die aktive Weltordnung selbst () könne man als Gott bezeichnen. Wer dies aber tut, der „verkennt die unmittelbare Beziehung des Gottesbegriffs zum moralischen Bewusstsein“ und ist, so Fichte, „der wahre Götzendiener und Atheist.“ Beitrag zur Französischen Revolution (1793) Deutlich wie wenige Denker und Politiker des damaligen Deutschland begrüßt Fichte die Französische Revolution. Er sieht in ihr nicht nur moralische Gründe, sondern auch einen rechtmäßigen Fortschritt zu mehr Gleichheit und Freiheit. Seine beiden Revolutionsschriften von 1793 (Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten und Beiträge zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution) griffen in die öffentlichen Debatten ein. Er begründet die Rechtmäßigkeit der Revolution in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contrat social mit dem Argument, dass es ein „unveräußerliches Recht des Menschen“ sei, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie: „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte die tiefere, philosophische Legitimität der Veränderung der Staatsverfassung. Fichtes Kritik am Judentum Im Werk Fichtes finden sich diverse despektierliche Äußerungen über Juden, die in der Fachliteratur als „judenfeindliche Ausfälle“ und „antijüdischer Affekt“ bezeichnet werden. Micha Brumlik etwa ist der Ansicht, Fichtes Positionen beinhalteten sowohl christlich-philosophischen Antijudaismus als auch politisch-säkularen Antisemitismus, und verglich letzteren mit dem von Adolf Hitler sogenannten „Antisemitismus der Vernunft“, der einen notwendigen, vollständigen Ausschluss der Juden aus einer zu schaffenden, besseren Gesellschaft propagierte. In der Sekundärliteratur finden sich allerdings auch differenzierendere Einschätzungen, insbesondere wenn das Gesamtwerk Fichtes betrachtet wird. Besonders drastisch äußert sich Fichte in Beiträge zur Berichtigung der Urtheile des Publicums über die französische Revolution von 1793. Er greift darin sowohl die Juden mit harschen Worten an, als auch das Militär und den Adel. Das Judentum sei ein „Staat im Staate“ und würde sich absondern. Die Juden, körperlich schlaff, hätten einen egoistischen Handelsgeist. Sie würden die übrigen Bürger übervorteilen, seien nur auf sich und ihre Sippe bedacht. Fichte übernimmt größtenteils die damals vorherrschenden Vorurteile, prangert aber vor allem immer wieder die angeblich separatistische Einstellung dieser Religion an. Oft zitiert wird die folgende Fußnote: In seiner 1794 erschienenen Streitschrift Eisenmenger der Zweite polemisierte Saul Ascher gegen die judenfeindlichen Äußerungen Fichtes, dem er den Namen des seinerzeit bekannten Judenfeindes Johann Andreas Eisenmenger, des Autors des Pamphlets Entdecktes Judentum, beilegte. Mit Fichte sei eine neue Dimension des säkularen Judenhasses zu verzeichnen. Mit David Veit lernte Fichte einen Vertreter der jüdischen Aufklärung Haskala kennen und schätzen. Als Rektor der Berliner Universität trat er kompromisslos und gegen allgemeinen Widerstand für einen zu Unrecht vom Senat der Universität bestraften und mit Relegation bedrohten jüdischen Studenten ein. Während vielfach eine „liberal-progressive“ Rezeption Fichtes – auch unter jüdischen Intellektuellen – vorherrschte, entwickelte sich später, insbesondere im Gefolge des Ersten Weltkrieges, auch eine „völkisch-nationalistische“ Rezeption. Dabei gewannen sowohl die Grundzüge als auch die Reden Fichtes erneut an Bedeutung, indem sie in den Dienst des nationalistischen Pathos und der Judenhetze gestellt wurden. Die Nationalsozialisten nahmen dabei Fichte zur Begründung ihrer Ideologie in Anspruch. Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) In den Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters entwickelt Fichte Ansichten zu einer Geschichtsphilosophie. Tragender Gedanke dieser Geschichtsphilosophie ist die Entwicklung der Menschheit von der Unfreiheit zur Freiheit. Parallel zu jener inneren Entwicklung der Individuen, gehe die äußere Entwicklung ihrer Position und Bestimmung im Staate von der Rolle des Untertan hin zum freien Bürger. Im Vordergrund steht ein Entwicklungsmodell, das die Geschichte in fünf Epochen unterteilt, wobei Fichte seine eigene Epoche als das „Zeitalter der vollendeten Sündhaftigkeit“ verstand, während die Grundzüge die künftigen Epochen einleiten sollten. Diese Epochenentwicklung vollziehe sich in folgenden Stufen: 1. Instinktive Vernunft: Stand der Unschuld des Menschengeschlechts; 2. Äußerlich erzwungene, jedoch nicht durch Gründe überzeugende Autorität: Stand der anhebenden Sünde; 3. Emanzipation von jeder äußeren Autorität, Herrschaft des nackten Erfahrungsbegriffs: Stand der vollendeten Sündhaftigkeit; 4. Rückkehr der freien, innerlichen Vernunft, wo die Wahrheit als das höchste erkannt und geliebt wird: Stand der anhebenden Rechtfertigung; 5. Verwirklichung der freien, innerlichen Vernunft in allen äußeren Lebensbereichen, wo die Menschheit sich selber als Abdruck der Vernunft aufbaut: Stand der vollendeten Rechtfertigung und Heiligung. Reden an die deutsche Nation (1808) Die Reden an die deutsche Nation verstehen sich als Fortsetzung der Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Drei Jahre nach diesen Vorträgen erklärt Fichte das Ende der dort beschriebenen dritten Epoche, die er in den Reden … als die Epoche der Selbstsucht bezeichnet. Durch die Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen sei diesem mit der Selbständigkeit gleichzeitig der Gehalt der Selbstsucht verloren gegangen. Es müsse ein neues Selbst gesucht werden, welches über die Nation hinausgehe. Dieses sei die Vernunft. In den Reden ruft Fichte im Bereich der Bildung zu einer Nationalerziehung nach dem Vorbild von Johann Heinrich Pestalozzi auf, die das menschliche Verhältnis zur Freiheit in der Vernunft- und Werterziehung verankern soll. Auch hier geht es wieder um die sittliche Bildung zur Freiheit, zur Selbständigkeit, zur Veredelung. In dieser Erhebung zur Vernunft, zum wahren Selbst, welches in der allgemeinen Vernunft zu finden ist, die jede Nation übersteigt, entfällt für Fichte auch die mögliche Feindschaft zu anderen freien Individuen und Nationen, denn der so gebildete Mensch strebe danach, seine Mitmenschen zu achten, und liebe ihre Freiheit und Größe, während ihn ihre Knechtschaft schmerze: „Aber es ist schlechthin unmöglich, dass ein solches Gemüt nicht auch außer sich an Völkern und einzelnen ehre, was in seinem Innern seine eigne Größe ausmacht: die Selbständigkeit, die Festigkeit, die Eigentümlichkeit des Daseins.“ In den Reden finden sich mit einer klar konturierten Ausdifferenzierung der Menschheit in nicht gleichwertige Sprach- und Kulturgemeinschaften sowie dem grundsätzlichen Streben nach deren Reinheit Ansätze einer rassistischen Theoriebildung. Würdigung Den Namen Fichtes tragen Johann-Gottlieb-Fichte-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin Fichte-Gymnasien und -Schulen in mehreren deutschen Städten Straßen in vielen Ortschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Fichtegasse in Wien Fichtestraße in der Gartenstadt von Freiburg im Breisgau Siedlung am Fichteplatz in Mainz mehrere deutsche Sportvereine, die in der Arbeitersportbewegung verwurzelt sind, z. B. der VfB Fichte Bielefeld J. G. Fichte, Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei Zwei Denkmäler, ein Park und ein Museum (im Barockschloss Rammenau) im Fichte-Geburtsort Rammenau Fichteturm und Fichtepark in Dresden-Plauen 5-DM-Gedenkmünze zum 150. Todestag (→ 5. Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland) 10-Mark-Gedenkmünze zum 175. Todestag 70-Cent-Sondermarke zum 250. Geburtstag 2012 Die Pflanzengattung Fichtea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte. Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung 1996 wurde die der rechtskonservativen Partei Die Republikaner nahestehende Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung e.V. gegründet, die sich nach eigenen Angaben der Vermittlung von traditionellen Werten im Sinne des Philosophen widmet. Werke (Auswahl) Wissenschaftslehre Die Wissenschaftslehre, Fichtes Hauptwerk, wurde von ihm mehrfach überarbeitet. u. a.: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie (1794) () Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/1795) Wissenschaftslehre nova methodo (1796–1799) Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797/1798) Die Wissenschaftslehre (1804) sowie folgende Ausgaben (1812) und (1813). Weitere Werke Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die französische Revolution (PDF; 1 MB) (1793) Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794) Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere (1796) Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre (1798) Appellation an das Publikum über die durch Churf. Sächs. Confiscationsrescript ihm beigemessenen atheistischen Aeußerungen. Eine Schrift, die man zu lesen bittet, ehe man sie confsicirt (1799) Der geschlossene Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als Anhang zur Rechtslehre und Probe einer künftig zu liefernden Politik (1800) Die Bestimmung des Menschen (1800) Friedrich Nicolais Leben und sonderbare Meinungen (1801) Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant (1802/03) Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre (1806) Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit (1806) Reden an die deutsche Nation (1807/1808) () Das System der Rechtslehre (1812) Literatur Ausgaben Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer, Leipzig: Gabler, 1794 () Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere. (1796). Neudruck auf der Grundlage der 2. von Fritz Medicus hrsg. Auflage von 1922; 3. Nachdruck mit überarbeiteten Quellennachweisen und Personenregister, Hamburg 1979 (= Philosophische Taschenbücher. Band 256). Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 42 Bände, hrsg. von Reinhard Lauth, Erich Fuchs und Hans Gliwitzky. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962–2011, ISBN 3-7728-0138-2 Fichtes Werke. 11 Bände. Hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Nachdruck der Ausgaben Berlin 1845/46 und Bonn 1834/35, Berlin 1971. ISBN 3-11-006486-3 Fichte im Kontext. Werke auf CD-ROM. Berlin 32002, ISBN 3-932094-25-5. Werke in 2 Bänden. Hrsg. Wilhelm G. Jacobs, Peter L. Oesterreich, Frankfurt a. M. 1997. ISBN 978-3-618-63073-9 Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1978, Philosophische Bibliothek Band 247. ISBN 3-7873-0448-7 Jacobi an Fichte, Text 1799/1816 im Vergleich, Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel 2011 (deutscher Text, Einleitung von Marco Ivaldo, Noten, Kommentar, Appendix mit Texten von Jacobi und Fichte, italienische Uebersetzung von Ariberto Acerbi, mit Register und Bibliographie), ISBN 978-88-905957-5-2. Sekundärliteratur Immanuel Hermann Fichte: Johann Gottlieb Fichte's Leben und Litterarischer Briefwechsel. 2 Bände. Seidel, Sulzbach 1830–1831 Erster Theil Digitalisat Zweiter Band Digitalisat Adolf Trendelenburg: Zur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte. Vortrag, gehalten in der Königl. Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin am 19. Mai 1862. Berlin 1862 Digitalisat Christian Hermann Weisse: Rede zum Andenken Johann Gottlieb Fichte's gehalten in der akademischen Aula zu Leipzig am 19. Mai 1862. L. G. Teubner, Leipzig 1862 Digitalisat Ludwig Noack: Johann Gottlieb Fichte nach seinem Leben, Lehren und Wirken. Zum Gedächtnis seines hundertjährigen Geburtstages. Otto Wigand, Leipzig 1862 Digitalisat Franz Hoffmann: Akademische Festrede zur Feier des hundertjährigen Geburtstages Johann Gottlieb Fichte's. Gehalten am 19. Mai 1862 in der Aula der Hochschule zu Würzburg. Stahel, Würzburg 1862 Digitalisat Moritz Weinhold (Hrsg.): Achtundvierzig Briefe von Johann Gottlieb Fichte und seinen Verwandten. Fr. Wilh. Grunow, Leipzig 1862 Digitalisat Adolf Lasson: Johann Gottlieb Fichte im Verhältniss zu Kirche und Staat. Wilhelm Hertz, Berlin 1863 Digitalisat Otto Pfleiderer: Johann Gottlieb Fichte. Lebensbild eines deutschen Denkers und Patrioten für das deutsche Volk. Geschildert von. Levy & Müller, Stuttgart 1877 Friedrich Zimmer: Johann Gottlieb Fichte's Religionsphilosophie nach den Grundzügen ihrer Entwicklung. Halle 1877 (Halle-Wittenberg, Univ., Diss. 1877) Digitalisat Fritz Medicus: Fichtes Leben. 2. Aufl. Felix Meiner, Leipzig 1922 Fuchs, Erich: J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen. Bände 1-7. frommann-holzboog, Stuttgart 1978–2012. Manfred Buhr (Hrsg.): Wissen und Gewissen. Beiträge zum 200. Geburtstag Johann Gottlieb Fichtes. 1762–1814. Akademie Verlag, Berlin 1962 Wilhelm Gustav Jacobs: Johann Gottlieb Fichte mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1984 (Rowohlts Monographien 336) Christoph Asmuth: Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1900-1 Peter Baumanns: J. G. Fichte. Kritische Gesamtdarstellung seiner Philosophie; (Alber-Reihe: Philosophie). Freiburg 1990 ISBN 3-495-47699-7 Hans-Joachim Becker: Fichtes Idee der Nation und das Judentum. Rodopi, Amsterdam 2000. ISBN 90-420-1502-0 Jürgen Manthey: Königsberg ist nicht mein Ort (Johann Gottlieb Fichte), in ders.: Königsberg. Geschichte einer Weltbürgerrepublik. München 2005, ISBN 978-3-423-34318-3, S. 331–336. Christoph Binkelmann: Theorie der praktischen Freiheit. Fichte – Hegel. De Gruyter, Berlin 2007. ISBN 978-3-11-020098-0 Hans Duesberg: Person und Gemeinschaft. Philosophisch-systematische Untersuchungen des Sinnzusammenhangs von personaler Selbständigkeit und interpersonaler Beziehung an Texten von J. G. Fichte und Martin Buber. Bouvier, Bonn 1970 (Reihe: Münchener philosophische Forschungen, 1) ISBN 3-416-00633-X Hans Michael Baumgartner & Wilhelm G. Jacobs: J.-G.-Fichte-Bibliographie; Frommann, Stuttgart 1968 Erich Fuchs (Hrsg.): J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen, 6 Bände; Frommann-Holzboog, Stuttgart 1978–1991 ISBN 3-7728-0707-0 Georg Geismann: Fichtes „Aufhebung“ des Rechtsstaates; in: Fichte-Studien, 3 (1991) 86–117 Andrea Gentile, Bewusstsein, Anschauung und das Unendliche bei Fichte, Schelling und Hegel. Über den unbedingten Grundsatz der Erkenntnis, Verlag Karl Alber, Freiburg, München 2018, ISBN 978-3-495-48911-6 Lore Hühn: Fichte und Schelling oder: Über die Grenze menschlichen Wissens. Metzler, Stuttgart 1994. ISBN 3-476-01249-2 Wilhelm G. Jacobs: Johann Gottlieb Fichte : eine Biographie; Berlin: Insel, 2012; ISBN 978-3-458-17541-4 Wolfgang Janke: Artikel Fichte, Johann Gottlieb; in: Theologische Realenzyklopädie 11 (1983), S. 157–171 Anthony J. LaVopa, Fichte: The Self and the Calling of Philosophy, 1762–1799. Cambridge University Press, Cambridge 2001. ISBN 0-521-79145-6 Christian Klotz: Selbstbewußtsein und praktische Identität. Eine Untersuchung über Fichtes Wissenschaftslehre nova methodo; Frankfurt 2002 ISBN 978-3-465-03142-0 Manfred Kühn: Johann Gottlieb Fichte. Ein deutscher Philosoph. Beck, München 2012. ISBN 978-3-406-63084-2 Jörg-Peter Mittmann: Das Prinzip der Selbstgewißheit – Fichte und die Entwicklung der nachkantischen Grundsatzphilosophie (PDF; 1,1 MB); Athenäum Hain Hanstein, Bodenheim 1993. ISBN 3-8257-9251-X Harald Münster: Fichte trifft Darwin, Luhmann und Derrida. „Die Bestimmung des Menschen“ in differenztheoretischer Rekonstruktion und im Kontext der „Wissenschaftslehre nova methodo“; Amsterdam, New York: Rodopi 2011 (Fichte-Studien-Supplementa, Band 28). ISBN 978-90-420-3434-1 Peter L. Oesterreich & Hartmut Traub: Der ganze Fichte. Die populäre, wissenschaftliche und metaphilosophische Erschließung der Welt. Metzler, Stuttgart 2006. ISBN 3-17-018749-X Peter Rohs: Johann Gottlieb Fichte. Beck, München 1991. ISBN 3-406-34633-2 Rainer Schäfer: Johann Gottlieb Fichtes >Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre< von 1794. WBG, Darmstadt 2006. ISBN 3-534-16666-3 Ernst Schenkel: Individualität und Gemeinschaft. Der demokratische Gedanke bei J. G. Fichte. Rascher & Cie, Zürich 1933. Karsten Schröder-Amtrup: J. G. Fichte. Leben und Lehre. Ein Beitrag zur Aktualisierung seines Denkens und Glaubens (Philosophische Schriften Band 77). Duncker & Humblot, Berlin 2012. ISBN 978-3-428-13804-3 Ulrich Schwabe: Individuelles und Transindividuelles Ich. Die Selbstindividuation reiner Subjektivität und Fichtes Wissenschaftslehre. Mit einem durchlaufenden Kommentar zur Wissenschaftslehre nova methodo. Schöningh, Paderborn 2007. ISBN 3-506-76325-3 Helmut Seidel: Johann Gottlieb Fichte zur Einführung. Junius, Hamburg 1997. ISBN 3-88506-957-1 Jürgen Stolzenberg: Fichtes Begriff der intellektuellen Anschauung. Die Entwicklung in den Wissenschaftslehren von 1793/94 bis 1801/02. Klett-Cotta, Stuttgart 1986. (Reihe: Deutscher Idealismus. Philosophie und Wirkungsgeschichte in Quellen und Studien. Bd. 10). ISBN 3-608-91232-0 Armin G. Wildfeuer: Praktische Vernunft und System. Entwicklungsgeschichtliche Untersuchungen zur ursprünglichen Kantrezeption Johann Gottlieb Fichtes. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1865-X David W. Wood: “Mathesis of the Mind”: A Study of Fichte’s Wissenschaftslehre and Geometry; Amsterdam, New York: Rodopi, 2012 (Fichte-Studien-Supplementa, Band 29). Wolfgang Class, Alois K. Soller: Kommentar zu Fichtes ‚Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre‘ Rodopi, Amsterdam New York 2004. Patrick Tschirner: Totalität und Dialektik. Johann Gottlieb Fichtes späte Wissenschaftslehre oder die lebendige Existenz des Absoluten als sich selbst bildendes Bild, Berlin: Duncker & Humblot 2017. ISBN 978-3-428-14987-2 Weblinks Internationale Johann-Gottlieb-Fichte-Gesellschaft e. V. Ricarda D. Herbrand: „Zwischen Kosmopolitismus und Nationalismus – Johann Gottlieb Fichte“, in: TABVLA RASA. Jenenser Zeitschrift für Kritisches Denken, April 2007. Ernst-Otto Onnasch: Ich und Vernunft. Ist J.G. Fichte die Begründung seiner Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre von 1794/95 gelungen? (PDF; 892 kB) Einzelnachweise Philosoph der Frühen Neuzeit Philosoph (19. Jahrhundert) Vertreter des Deutschen Idealismus Politischer Philosoph Rektor (Humboldt-Universität zu Berlin) Freimaurer (18. Jahrhundert) Freimaurer (19. Jahrhundert) Freimaurer (Deutschland) Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena) Hochschullehrer (Erlangen) Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Ehrengrab des Landes Berlin Person (Rammenau) Deutscher Geboren 1762 Gestorben 1814 Mann Person des Antisemitismus
◄◄ |◄ |1951 |1952 |1953 |1954 |1955| 1956| 1957| 1958| 1959| ►| ►► Kalenderübersicht 1955 Juli 1955: Treffen von Vertretern der japanischen Liberalen und Demokratischen Partei zu deren Zusammenschluss Armenischer Kalender 1403–1404 Äthiopischer Kalender 1947–1948 Badi-Kalender 111–112 Bengalischer Kalender 1361–1362 Berber-Kalender 2905 Buddhistischer Kalender 2499 Burmesischer Kalender 1317 Byzantinischer Kalender 7463–7464 – Ära 4651–4652 oder 4591–4592 Holz-Pferd (甲午,31)– Holz-Schaf (乙未,32) Revolutionskalender 000163CLXIII–000164CLXIV Hebräischer Kalender 5715–5716 – Vikram Sambat 2011–2012 – Shaka Samvat 1877–1878 Iranischer Kalender 1333–1334 Islamischer Kalender 1374–1375 – Nengō (Ära): Shōwa 30 – Kōki 2615 Koptischer Kalender 1671–1672 – Dangun-Ära 4288 – Juche-Ära 44 Minguo-Kalender 44 Seleukidischer Kalender 2266–2267 Thai-Solar-Kalender 2498 Im Jahr 1955 endet die Besatzungszeit in Österreich, der DDR und der Bundesrepublik, gleichzeitig werden die beiden deutschen Staaten mit der Gründung des Warschauer Pakts bzw. der Aufnahme in die NATO fest in deren Blöcke eingebunden. In Montgomery, Alabama wird die Afroamerikanerin Rosa Parks verhaftet, weil sie sich weigert, ihren Sitzplatz im Bus für einen männlichen weißen Fahrgast zu räumen. Der darauffolgende Montgomery Bus Boycott wird zur Geburtsstunde der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA. Mit dem Zusammenschluss der Liberalen und der Demokratischen Partei entsteht in Japan die Liberaldemokratische Partei, die seitdem mit zwei Unterbrechungen (1993–1994 und 2009–2012) die Regierung stellt. 1. Januar: Max Petitpierre wird erneut Bundespräsident der Schweiz. 13. Februar: In seinem Rundfunkappell Cobalt 60 – Gefahr oder Segen für die Menschheit?, der gleichzeitig in Deutschland, Dänemark, Österreich und Norwegen gesendet wird, warnt Otto Hahn die Regierungen und Völker der Welt vor der Herstellung und Anwendung von Atomwaffen. Fünf Tage später wiederholt er seinen Aufruf in englischer Sprache über das internationale Netz der britischen BBC in London. 17. Februar: Die Kultusministerkonferenz beschließt im Düsseldorfer Abkommen Vereinheitlichungen im deutschen Schulwesen. Unter anderem erhalten alle höheren Schulen generell die Bezeichnung Gymnasium und Englisch wird zur Pflichtfremdsprache. 23. Februar: Erstes Treffen der SEATO-Länder. Der letzte Satz der „Mainauer Erklärung“ am Otto Hahn-Denkmal in Berlin-Dahlem, Altensteinstr. 48 21. Juni: Afghanistan, 2. Transitabkommen mit der UdSSR. Inhalt: Ausbau der Salang-Straße und des Flusshafens am Amu Darya u. a. 15. Juli: In der „Mainauer Erklärung“ sprechen sich bei der Tagung der Nobelpreisträger in Lindau auf Initiative Otto Hahns 18 Nobelpreisträger gegen den Einsatz von Kernwaffen aus. 18.–23. Juli: Genfer Gipfelkonferenz (auch bekannt als Vierer-Konferenz) in der Deutschlandfrage Mutter eines Kriegsgefangenen bedankt sich bei Konrad Adenauer nach dessen Rückkehr aus Moskau, 14. September 1955. 8. September: Bundeskanzler Adenauer bewirkt in Moskau die Freilassung der letzten (rd. 10.000) deutschen Kriegsgefangenen. 20. September: Die DDR wird von der Sowjetunion zum „souveränen Staat“ erklärt. 7. Oktober: Die ersten 600 Spätheimkehrer der „letzten 10.000“ Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion treffen in Friedland ein. 9. Oktober: Bürgerschaftswahl in Bremen 23. Oktober: Saarabstimmung: Die saarländische Bevölkerung lehnt das Saarstatut ab. 25. Oktober: Der letzte Besatzungssoldat verlässt Österreich. 12. November: die ersten 101 Freiwilligen der neuen Bundeswehr werden in Bonn von Theodor Blank (Behördenleiter des Amtes Blank; 1955–1956 Verteidigungsminister) vereidigt. 1. Dezember: Rosa Parks wird in Montgomery, Alabama USA verhaftet, weil sich die Afroamerikanerin weigerte, ihren Sitzplatz im Bus für einen männlichen weißen Fahrgast zu räumen. 20. Dezember: Cardiff wird durch den britischen Minister für Wales zur Hauptstadt von Wales erklärt.[2] 1. April: Der erste Flug der Lufthansa nach dem Krieg von Hamburg nach München 2. Februar: Bei der Siedlung Tjuratam beginnt die Sowjetunion mit dem Bau eines Testgeländes für Interkontinentalraketen, das sich zum Kosmodrom Baikonur entwickelt. 24. November: Das zweimotorige Verkehrsflugzeug Fokker F-27 absolviert seinen Erstflug. Glenn T. Seaborg und Mitarbeiter erzeugen Atome des chemischen Elements Mendelevium. 29. Januar: In Paris wird der Film Les Diaboliques des Regisseurs Henri-Georges Clouzot uraufgeführt. 26. Juli: Im US-amerikanischen Des Monies wird der Film Die Nacht des Jägers des Regisseurs Charles Laughton uraufgeführt. Ende Oktober: „…denn sie wissen nicht, was sie tun“ (Rebel Without a Cause) mit James Dean Der kanadische Pianist Glenn Gould spielt eine von der Kritik hoch gelobte Aufnahme der Goldberg-Variationen ein. Eine zweite Aufnahme entsteht 1981. 24. Januar: Peter Kuhlen gründet mit 14 weiteren Personen die Apostolische Gemeinschaft in Düsseldorf. 22. Januar: Erstes offiziell anerkanntes Maximum Break in der Geschichte des Snooker von Joe Davis in der Leicester Square Hall in London[3] 11. Dezember: In Ludwigsburg wird Hans Günter Winkler als deutscher Sportler des Jahres 1955 ausgezeichnet. 01. Januar: Ekrem Al, türkischer Fußballtrainer 01. Januar: Alexandru Athanasiu, rumänischer Politiker und Jurist 02. Januar: Lars Bock, dänischer Handballspieler Wolfgang Tiefensee, 2017 04. Januar: Mark Hollis, britischer Musiker, Komponist, Sänger und Songschreiber 05. Januar: Eriko Watanabe, japanische Schauspielerin, Theaterleiterin und Dramatikerin 06. Januar: Ajayi Agbebaku, nigerianischer Leichtathlet 09. Januar: Bernd Gögel, deutscher Speditionskaufmann und Politiker 11. Januar: Günther Schubert, deutscher Fußballspieler († 2002) 12. Januar: Hans-Joachim Hartnick, deutscher Radsportler und -trainer 15. Januar: Felix Abt, Schweizer Unternehmer 15. Januar: Mike Baldwin, US-amerikanischer Motorradrennfahrer 17. Januar: Pietro Parolin, vatikanischer Diplomat und Kardinalstaatssekretär 18. Januar: Frankie Knuckles, US-amerikanischer DJ und Musiker († 2014) 22. Januar: Danas Arlauskas, litauischer Manager 22. Januar: Christoph Asendorf, deutscher Kunstwissenschaftler 25. Januar: Rick Adduono, kanadischer Eishockeytrainer und -spieler 26. Januar: Björn Andrésen, schwedischer Schauspieler 27. Januar: Pheeroan akLaff, US-amerikanischer Jazzschlagzeuger 01. Februar: Dieter Anhuf, deutscher Geograph 02. Februar: Dermot Ahern, irischer Politiker 05. Februar: Luigi Archetti, italienischer Künstler und Musiker 05. Februar: Mangetsu Hanamura, japanischer Schriftsteller 06. Februar: Sabahat Akkiraz, türkische Sängerin und Politikerin 07. Februar: Miguel Ferrer, US-amerikanischer Schauspieler († 2017) 07. Februar: Margit Rupp, deutsche Juristin im Kirchendienst († 2017) John Grisham, 2008 10. Februar: Christopher Adams, englischer Wrestler und Judoka († 2001) 12. Februar: Bill Laswell, US-amerikanischer Bassist, Komponist, Arrangeur, Produzent 17. Februar: Tom Dodd-Noble, britischer Autorennfahrer 17. Februar: Mo Yan, chinesischer Schriftsteller und Nobelpreisträger 20. Februar: Tim Lee-Davey, britischer Rennfahrer und Rennstallbesitzer 21. Februar: Rolf Schlierer, deutscher Arzt, Jurist und Politiker 21. Februar: Charlotte Almut Margarethe Schubert, deutsche Althistorikerin und Medizinhistorikerin 23. Februar: Guadalupe Pineda, mexikanische Sängerin Alain Prost, 2009 25. Februar: Larry Rachleff, US-amerikanischer Dirigent und Musikpädagoge 27. Februar: Aloun Assamba, jamaikanische Politikerin 27. Februar: Peter Martell, österreichische Sänger und Komponist 28. Februar: Urs Odermatt, Schweizer Regisseur und Autor 02. März: Shōkō Asahara, japanischer Sektengründer 06. März: Horst Appel, deutscher Gewichtheber 06. März: Jesús Pareja, spanischer Autorennfahrer 06. März: Alberta Watson, kanadische Schauspielerin († 2015) 07. März: al-Walid ibn Talal, saudi-arabischer Unternehmer 08. März: Donald Allan Ashby, kanadischer Eishockeyspieler († 1981) 08. März: Mike Nelms, US-amerikanischer American-Football-Spieler 08. März: Beat Weber, Schweizer evangelisch-reformierter Pfarrer, Alttestamentler und Autor 10. März: Claus Fey, deutscher Handballspieler Marianne Rosenberg, 2009 Nina Hagen, 2010 12. März: Jan Ahlers, deutscher Politiker 14. März: Margaret Jobson, jamaikanische Diplomatin 15. März: Roberto Maroni, italienischer Politiker 15. März: Yanji I, japanische Schriftstellerin († 1992) 15. März: Reiner Witte, deutscher Jurist und Handballtorwart 16. März: Rimantas Astrauskas, litauischer Politiker Bruce Willis, 2010 22. März: Andreas Rudolph, deutscher Unternehmer, Handballfunktionär und Handballspieler 23. März: Moses Malone, US-amerikanischer Basketballspieler († 2015) 24. März: Candy Reynolds, US-amerikanische Tennisspielerin 24. März: Celâl Şengör, türkischer Geologe 25. März: Cristóbal Ascencio García, mexikanischer Geistlicher und Bischof 26. März: Dean Dillon, US-amerikanischer Country-Sänger und Songwriter 26. März: Verena Butalikakis, deutsche Politikerin († 2018) 27. März: Bogdan Mizerski, polnischer Komponist, Kontrabassist und Autor 27. März: Mariano Rajoy, spanischer Politiker 27. März: Rüdiger Geserick, deutscher Manager 01. April: Roberto Pruzzo, italienischer Fußballspieler und -trainer 01. April: Pascal Witmeur, belgischer Autorennfahrer 06. April: Roland Agustoni, Schweizer Politiker 06. April: László Kiss-Rigó, ungarischer Bischof des Bistums Szeged-Csanád 06. April: Ralf Knütter, deutscher Leichtathlet 06. April: Michael Rooker, US-amerikanischer Schauspieler 08. April: Yadegar Asisi Namini, österreichischer Künstler, Architekt und Hochschullehrer 11. April: Michel Neugarten, belgischer Autorennfahrer 11. April: Piers Sellers, US-amerikanischer Astronaut britischer Herkunft († 2016) 12. April: Otari Ionowitsch Arschba, russischer Politiker 12. April: Jean-Louis Aubert, französischer Sänger und Komponist 12. April: Eraldo Pecci, italienischer Fußballspieler 13. April: Ole von Beust, deutscher Politiker 14. April: Ana Ambrazienė, litauische Hürdenläuferin 16. April: Jesús Emmanuel Acha Martínez, mexikanischer Popsänger und Komponist Henri, Großherzog von Luxemburg, 2009 16. April: Ludger Tewes, deutscher Romanist und Historiker 20. April: Amnon Wolman, israelischer Komponist 21. April: Teimuras Apchasawa, georgischer Ringer 26. April: Toni Iwobi, italienischer Politiker 27. April: Léa Linster, Köchin aus dem Großherzogtum Luxemburg Kate Mulgrew, 2009 29. April: Kate Mulgrew, US-amerikanische Schauspielerin 01. Mai: Barbara Frey, deutsche Schauspielerin 03. Mai: August Auinger, österreichischer Motorradrennfahrer 08. Mai: Meles Zenawi, Premierminister von Äthiopien († 2012) 09. Mai: Michael Antenbrink, deutscher Politiker 11. Mai: Rainer Niemeyer, deutscher Handballspieler († 2016) 12. Mai: Natalja Achrimenko, russische Kugelstoßerin 12. Mai: Piotr Bikont, polnischer Regisseur, Schauspieler, Journalist und Theaterleiter 13. Mai: Peter Heinrich Brix, deutscher Schauspieler 13. Mai: Parviz Meshkatian, iranischer Santurspieler und Komponist († 2009) 14. Mai: Arturo Aiello, italienischer Bischof von Teano-Calvi 14. Mai: Leon White, US-amerikanischer Wrestler Claudia Roth, 2010 18. Mai: Carmen Hock-Heyl, deutsche Unternehmerin James Gosling, 2005 19. Mai: James Gosling, US-amerikanischer Informatiker 20. Mai: Diego Abatantuono, italienischer Schauspieler und Drehbuchautor 22. Mai: Jerry Dammers, britischer Keyboarder 23. Mai: Nat Adderley junior, US-amerikanischer Arrangeur, Komponist und Pianist 24. Mai: Rosanne Cash, US-amerikanische Sängerin, älteste Tochter von Johnny Cash 27. Mai: Adolfo Armando Uriona, argentinischer Bischof 29. Mai: Mike Porcaro, US-amerikanischer Bassist der Rockband Toto († 2015) 30. Mai: Topper Headon, britischer Schlagzeuger 30. Mai: Colm Tóibín, irischer Schriftsteller 01. Juni: Chiyonofuji Mitsugu, japanischer Sumo-Ringer und 58. Yokozuna († 2016) 02. Juni: Nickie J. Antonio, US-amerikanische Politikerin 06. Juni: Renate Ahrens, deutsche Autorin 07. Juni: Harry Assenmacher, deutscher Unternehmer, Journalist und Umweltschützer 08. Juni: Bernd Schubert, deutscher Politiker Annette Schavan, 2013 09. Juni: David Lee Armstrong, US-amerikanischer Boxer 10. Juni: Kazimierz Pyzik, polnischer Komponist, Kontrabassist und Gambist 11. Juni: Marie Gruber, deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin († 2018) 15. Juni: Brent Anderson, US-amerikanischer Comiczeichner 16. Juni: Patrizio Sala, italienischer Fußballspieler und -trainer 18. Juni: Sandra Elaine Allen, größte Frau der Welt († 2008) 21. Juni: Michel Platini, französischer Fußballspieler und -funktionär 22. Juni: Mark Galvin, irischer Autorennfahrer 27. Juni: Isabelle Yasmine Adjani, französische Schauspielerin 28. Juni: Markus Aebi, Schweizer Biologe 28. Juni: Elmira Korjunowna Antonyan, armenische Tischtennisspielerin 28. Juni: Clemens Appel, deutscher Fachjurist, Politiker und Unternehmensberater 01. Juli: Werner Acker, deutscher Musiker 01. Juli: Christian Estrosi, französischer Motorradrennfahrer und Politiker 01. Juli: Li Keqiang, chinesischer Politiker 03. Juli: Mladen Ančić, bosnisch-herzegowinischer Historiker 03. Juli: Albin Berger, deutscher Schlagersänger 03. Juli: Antoine Beuger, niederländischer Broker, Komponist, Kulturmanager und Musikverleger 03. Juli: Sylvain Boulay, französischer Autorennfahrer 03. Juli: Walter Veltroni, italienischer Politiker 05. Juli: Kitamura Sō, japanischer Dramatiker und Essayist 12. Juli: Gabriele Askamp, deutsche Schwimmerin 16. Juli: Sohar Argov, israelischer Sänger († 1987) 19. Juli: Aleksander Korecki, polnischer Jazz- und Rocksaxophonist, Bassklarinettist, Multiinstrumentalist, Komponist und Textdichter 20. Juli: Gerhard Zeiler, österreichischer Manager 23. Juli: Faustino Armendáriz Jiménez, mexikanischer Bischof 24. Juli: Andy Töfferl, österreichischer Musiker († 2012) 25. Juli: Iman Abdulmajid, somalisches Fotomodell und Schauspielerin 28. Juli: Vasile Andrei, rumänischer Ringer und Olympiasieger 29. Juli: Martin Adjou Moumouni, beninischer Bischof 29. Juli: Félix Carrasco, mexikanischer Dirigent 30. Juli: Mieczysław Litwiński, polnischer Komponist, Multiinstrumentalist, Sänger und Musikpädagoge 01. August: Dominique Andrey, schweizerischer Berufsoffizier 06. August: Wolf Pehlke, deutscher Künstler und Autor 06. August: Charles Zwolsman senior, niederländischer Drogenhändler und Autorennfahrer († 2011) 08. August: Herbert Prohaska, österreichischer Fußballspieler 11. August: Ferdinand Hirscher, österreichischer Alpinskitrainer 11. August: Sergei Pantelejewitsch Mawrodi, russischer Unternehmer und Wirtschaftskrimineller († 2018) Heintje, 1970 12. August: Paul Greengrass, britischer Filmregisseur 13. August: Heinz Faßmann, österreichischer Wissenschaftler und Politiker 13. August: Mulgrew Miller, US-amerikanischer Jazzpianist († 2013) 14. August: Jean Stilwell, kanadische Sängerin (Mezzosopran) 15. August: Roger Willemsen, deutscher Publizist, Autor, Essayist und Moderator († 2016) 17. August: Grażyna Auguścik, polnische Jazzmusikerin 18. August: Steve Eckels, US-amerikanischer Gitarrist und Musikpädagoge 19. August: Ulrich Eggers, deutscher Theologe, Publizist und Verlagsleiter 22. August: Tony Burgess, kanadischer Autorennfahrer 22. August: Jano, französischer Comiczeichner 23. August: Helmut Wilk, deutscher Handballtrainer und Handballspieler 25. August: Gerd Müller, deutscher Politiker 30. August: Butch Johnson, US-amerikanischer Bogenschütze 30. August: Helge Schneider, deutscher Buchautor, Regisseur, Kabarettist, Musiker 000August: Jia Daqun, chinesischer Komponist Claus Kleber, 2008 05. September: Juozas Augutis, litauischer Mathematiker und Professor 06. September: Endo Anaconda, Schweizer Singer-Songwriter und Schriftsteller 10. September: Heinz Landwehr, Chefredakteur Finanztest 11. September: Kurt Ansperger, österreichischer Kickboxer 14. September: Geraldine Brooks, australische Journalistin und Schriftstellerin 16. September: Yolandita Monje, puerto-ricanische Sängerin und Schauspielerin 20. September: Dan Magnusson, schwedischer Schlagzeuger 21. September: Eva-Maria Auch, deutsche Professorin und Autorin 23. September: Ye Xiaogang, chinesischer Komponist zeitgenössischer Musik 30. September: George Augustin, indischer Theologe und Priester 02. Oktober: Philip Oakey, englischer Sänger 03. Oktober: Francesco Guidolin, italienischer Fußballspieler und -trainer 07. Oktober: Claudio Gugerotti, italienischer Bischof und Vatikandiplomat 09. Oktober: Grazia Di Michele, italienische Cantautrice 10. Oktober: Andreas Rothkopf, deutscher Organist, Pianist und Musikpädagoge 11. Oktober: Duncan Atwood, US-amerikanischer Speerwerfer 11. Oktober: Ionel Augustin, rumänischer Fußballspieler und -trainer 11. Oktober: Hans-Peter Briegel, deutscher Fußballspieler, -funktionär und -trainer 12. Oktober: Samuel Schatzmann, Schweizer Dressurreiter († 2016) 14. Oktober: Jean-Paul Libert, belgischer Autorennfahrer 17. Oktober: Gert Schaefer, deutscher Schauspieler († 2014) 20. Oktober: Qairat Äbussejitow, kasachischer Diplomat 20. Oktober: David Profumo, britischer Journalist und Autor 20. Oktober: Kurt Aebli, Schweizer Schriftsteller 23. Oktober: Setsuko Shinoda, japanische Schriftstellerin 24. Oktober: Jay Anderson, US-amerikanischer Kontrabassist 27. Oktober: Tetsu Saitō, japanischer Jazzbassist und Improvisationsmusiker 29. Oktober: Paul Smith, britischer Autorennfahrer 31. Oktober: Naji Hakim, französischer Komponist und Organist 000Oktober: Song Xiuyan, chinesische Politikerin 01. November: Joe Arroyo, kolumbianischer Sänger und Komponist († 2011) 01. November: Anne Frances Audain, neuseeländische Mittel- und Langstreckenläuferin 02. November: Peter Atkins, britischer Drehbuchautor 02. November: Linda Joy, britische Schauspielerin und Synchronsprecherin 02. November: Roberto Pries, deutscher Handballspieler († 2012) 03. November: Amy Antin, US-amerikanische Sängerin 03. November: Vivian Dettbarn-Slaughter, US-amerikanische Komponistin, Musikpädagogin, Pianistin und Sängerin 08. November: Dietmar Hoffmann, deutscher Fußballspieler 10. November: Tadeusz Arkit, polnischer Politiker 11. November: Buck Adams, US-amerikanischer Pornodarsteller und Regisseur († 2008) 11. November: Dave Alvin, US-amerikanischer Country- und Folk-Musiker 16. November: Marie-Hélène Aubert, französische Politikerin 17. November: Karl Augschöll, österreichischer Jazzmusiker 22. November: Evelyn Hübscher, deutsche Handballspielerin 23. November: Horst Dreier, deutscher Jurist und Rechtsphilosoph 23. November: Česlovas Jokūbauskas (1955–2013), litauischer Richter 24. November: Lena Adelsohn Liljeroth, schwedische Politikerin 28. November: Michel Amathieu, französischer Kameramann 28. November: Adem Jashari, albanischer Paramilitär († 1998) 29. November: Amy Sue Rosen, US-amerikanische Tänzerin und Choreographin († 2003) Billy Idol, 1990 01. Dezember: Veikko Onni Juhani Aaltonen, finnischer Regisseur, Redakteur, Tontechniker, Produktionsleiter, Film- und Fernsehautor und -Schauspieler 01. Dezember: Graham Duxbury, südafrikanischer Autorennfahrer 02. Dezember: Ignatios Antoniadis, griechischer Physiker 02. Dezember: Angelika Koller, deutsche Schriftstellerin und Volkshochschuldozentin 03. Dezember: Melody Anderson, kanadische Schauspielerin 03. Dezember: Piero Nappi, italienischer Autorennfahrer 04. Dezember: Andre Arnold, österreichischer Skirennläufer 04. Dezember: Cassandra Wilson, US-amerikanische Jazzsängerin 05. Dezember: Andreas Hofmann, Schweizer Motorradrennfahrer 05. Dezember: Władysław Kłosiewicz, polnischer Cembalist, Dirigent und Musikpädagoge 06. Dezember: Bright Sheng, US-amerikanischer Komponist, Dirigent und Pianist chinesischer Herkunft 06. Dezember: Tadeusz Sudnik, polnischer Improvisations- und Jazzmusiker und Komponist 07. Dezember: Klaus Elwardt, deutscher Handballspieler Martin Semmelrogge, 2011 08. Dezember: Deborra-Lee Furness, australische Schauspielerin 12. Dezember: Gianna Angelopoulos-Daskalaki, griechische Politikerin und Geschäftsfrau 12. Dezember: David Atkins, australischer Regisseur, Produzent und Choreograf 13. Dezember: Mark Dean Andrus, US-amerikanischer Drehbuchautor 18. Dezember: André Geerts, belgischer Comiczeichner und Cartoonist († 2010) 19. Dezember: Manfred Koch, deutscher Literaturwissenschaftler und Autor 20. Dezember: Hideki Noda, japanischer Dramatiker und Schauspieler 22. Dezember: Thomas Südhof, deutsch-US-amerikanischer Biochemiker, Nobelpreisträger 27. Dezember: Reiner Alhaus, deutscher Fußballspieler und -trainer 28. Dezember: Aleksandras Algirdas Abišala, litauischer Unternehmer, Politiker und Unternehmensberater 30. Dezember: Gabriel Aghion, französischer Regisseur und Drehbuchautor 30. Dezember: Kim Hae-sook, südkoreanische Schauspielerin 31. Dezember: Gerhard Acktun, deutscher Schauspieler 000Dezember: Mustafa Ahmad Muhammad Uthman Abu l-Yazid, ägyptischer Terrorist († 2010) Dorit Abusch, israelische Autorin, Professorin und Sprachwissenschaftlerin William M. Adams, britischer Geograph Stephen J. Adler, US-amerikanischer Journalist Mohammad-Mehdi Akhoundzadeh Basti, iranischer Diplomat Hildegund Amanshauser, österreichische Kuratorin und Kunstwissenschaftlerin Jens Andersen, dänischer Journalist, Literaturkritiker und Schriftsteller Joe Andoe, US-amerikanischer Künstler Laura Angiulli, italienische Theater- und Filmregisseurin Ulf Annel, deutscher Journalist, Autor und Kabarettist Gisela Anton, deutsche Physikerin Hiroshi Aoshima, japanischer Komponist und Dirigent Michael Dan Archer, britischer Bildhauer Anastassija Iwanowna Archipowa, russische Malerin, Designerin und Illustratorin Eşref Armağan, türkischer Maler Bonnie Arnold, US-amerikanische Filmproduzentin Vatche Arslanian, kanadischer Rot-Kreuz-Mitarbeiter († 2003) Catherine Ann Asaro, US-amerikanische Science-Fiction- und Fantasy-Autorin Thomas Assheuer, deutscher Journalist Stéphane Audoin-Rouzeau, französischer Historiker Douglas Bostock, englischer Dirigent und Musikpädagoge Elisenda Fábregas, spanische Pianistin und Komponistin Terry Glavin, kanadischer Schriftsteller und Journalist Detlef Hübner, deutscher Unternehmer und Autorennfahrer Norbert Jacobs, deutscher Jurist und Politikwissenschaftler Dan Krunnfusz, US-amerikanischer Komponist und Chorleiter Sergio Moldavsky, argentinischer klassischer Gitarrist und Musikpädagoge Bruce Molsky, US-amerikanischer Fiddle- und Banjospieler Hedwig Munck, deutsche Kinderbuchautorin Daniel Oren, israelischer Dirigent Kiko Pedrozo, paraguayischer Harfenist Ada Raev (geb. Ada Fischer), deutsche Kunsthistorikerin Miloslav Richter, Klarinettist, Komponist, Musikwissenschaftler und -pädagoge Joyce Rouse, US-amerikanischer Singer-Songwriter Anna-Leena Sirén, finnische Neurochirurgin Dirk Werner, deutscher Mathematiker Peter Wiley, US-amerikanischer Cellist, Kammermusiker und Musikpädagoge 08. Januar: Erich Freiherr Wolff von Gudenberg, deutscher Musiker und Komponist (* 1883) 11. Januar: John Marshall Slaton, US-amerikanischer Politiker (* 1866) 14. Januar: Luis Zuegg, Südtiroler Seilbahnpionier (* 1876) 17. Januar: Anne Catherine Ingeborg Andresen-Bödewadt, deutsche Lehrerin und Regionalschriftstellerin (* 1878) 19. Januar: Gus Arnheim, US-amerikanischer Pianist, Komponist, Arrangeur und Bandleader (* 1897) 29. Januar: Hans Hedtoft, dänischer Ministerpräsident (* 1903) 31. Januar: Henry Ernest Atkins, englischer Schachspieler (* 1872) 31. Januar: Ray Herbert Talbot, US-amerikanischer Politiker (* 1896) 06. Februar: Constantin Argetoianu, rumänischer Diplomat und Politiker (* 1871) 06. Februar: Paul Aron, deutsch Pianist, Komponist, Regisseur, Dirigent, Veranstalter, Pädagoge und Übersetzer (* 1886) 17. Februar: Sakaguchi Ango, japanischer Erzähler und Essayist (* 1906) 23. Februar: Charles Laban Abernethy, US-amerikanischer Politiker (* 1872) 25. Februar: August Mittelsten Scheid, deutscher Unternehmer (* 1871) 28. Februar: August Adriaan Pulle, niederländischer Botaniker (* 1878) 11. März: Olaf Hytten, schottischer Schauspieler (* 1888) 11. März: Boško Milenković, jugoslawischer Automobilrennfahrer (* 1909) 21. März: Gustav Wilhelm Auler, deutscher Wirtschaftswissenschaftler (* 1883) 09. April: Alexei Iwanowitsch Abrikossow, sowjetischer Pathologe (* 1875) 11. April: Mario Alborghetti, italienischer Automobilrennfahrer (* 1928) 11. April: Arthur E. Nelson, US-amerikanischer Politiker (* 1892) 12. April: W. H. Anderson, kanadischer Sänger, Chorleiter und Gesangspädagoge (* 1882) 18. April: Albert Einstein, deutsch-amerikanischer Physiker (* 1879) 21. April: Herbert J. Sadler, kanadischer Organist, Komponist und Musikpädagoge (* 1894) 01. Mai: Hans von der Au, deutscher Theologe und Volkskundler (* 1892) 15. Mai: Oskar Adler, österreichischer Arzt, Musiker und Astrologe (* 1875) 16. Mai: James Rufus Agee, US-amerikanischer Dichter, Journalist, Sozialaktivist, Drehbuchautor und Filmkritiker (* 1909) 19. Mai: Concha Espina, spanische Schriftstellerin (* 1869) 20. Mai: Leopold Arzt, österreichischer Mediziner (* 1883) 20. Mai: Louvigny de Montigny, kanadischer Journalist, Schriftsteller und Kritiker (* 1876) 29. Mai: Gustav Adolf Baumm, deutscher Grafiker, Motorradkonstrukteur und -rennfahrer (* 1920) 03. Juni: Marcel Wittrisch, deutscher Tenor (* 1903) 04. Juni: Georg Scheller, deutscher Wirtschaftswissenschaftler (* 1895) 8. Juni: Toyoshima Yoshio, japanischer Schriftsteller (* 1890) 10. Juni: Margaret Ives Abbott, US-amerikanische Golfspielerin (* 1876) 20. Juni: Janina Korolewicz-Waydowa, polnische Opernsängerin und Musikpädagogin (* 1876) 01. Juli: Abdülhak Adnan Adıvar, türkischer Politiker, Schriftsteller, Historiker und Mediziner (* 1882) 02. Juli: Rudolf Appelt, tschechoslowakischer Politiker (* 1900) 16. Juli: Henry de Beauvoir de Lisle, britischer General im Ersten Weltkrieg (* 1864) 20. Juli: Joaquín Pardavé, mexikanischer Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Komponist (* 1900) 21. Juli: Georg Oskar Schubert, deutscher Fernsehtechniker (* 1900) 26. Juli: Karl-Albrecht Tiemann, deutscher Philologe und Opfer der DDR-Justiz (* 1902) 10. August: Hans Andersag, deutscher Chemiker (* 1902) 13. August: Florence Easton, englische Sopranistin (* 1882) 22. August: Georg Thumshirn, deutscher Motorradrennfahrer (* 1893) 09. September: Carl Friedberg, deutscher Pianist und Musikpädagoge (* 1872) 16. September: Leopold Charles Maurice Stennett Amery, britischer Politiker (* 1873) 20. September: Ermanno Amicucci, italienischer Journalist (* 1890) 29. September: Johann Jakob Ammann, österreichischer Politiker (* 1881) 30. September: Otto Herrmann Anselmino, deutscher Pharmazeut und außerordentlicher Professor für pharmazeutische Chemie (* 1873) 15. Oktober: Serafín María Armora y González, mexikanischer Bischof (* 1876) 31. Oktober: Gyula Feldmann, ungarischer Fußballspieler und -trainer (* 1890) 06. November: Cornelis Gerrit Nicolaas de Vooys, niederländischer Niederlandist (* 1873) 09. November: Henri Delaunay, französischer Fußballer und Generalsekretär der UEFA (* 1883) 20. November: Tomasz Stefan Arciszewski, polnischer Politiker (* 1877) 03. Dezember: Maurice Archambaud, französischer Radrennfahrer (* 1906) 04. Dezember: Richard Aßmann, deutscher Schauspieler (* 1877) 05. Dezember: Frederik Samuel Knipscheer, niederländischer Theologe und Historiker (* 1871) 16. Dezember: Heinrich Laakmann, deutsch-baltischer Historiker (* 1892) 24. Dezember: Hugo Chaim Adler, belgischer Komponist, Kantor und Chorleiter (* 1894) 27. Dezember: Kurt Agricola, deutscher Offizier (* 1887) Ernst Adam, deutscher Priester und Geistlicher Rat (* 1884) George Ganetakos, kanadischer Kinobetreiber (* um 1877) ↑ Das atomare Glück; Wochenzeitung Die Zeit Ausgabe 38/2006, S. 84. ↑ BBC News: Capital claims – A city's struggle 22. April 2003. ↑ The 147 Club (Memento vom 19. Januar 2009 im Internet Archive) Abgerufen am 22. April 2012. Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung (1955) im Bundesarchiv 1955 እ.ኤ.አ. 1955 йыл মারি ১৯৫৫ 1955 nièng 1955 шо 1955-ngièn 1955 (almanak gregoryen) 1955moi ೧೯೫೫ 1955 джыл Joohr 1955 1955 во 1955 йис ۱۹۵۵ (زایشتی) 1955 он 1955 и 1955-æм аз 1955ع Соли 1955 1955 ел 1955 ар 1955 җил 1955 nî
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q-de-2242
Welche Bedeutung hatte Fichte für den Deutschen Idealismus?
Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; † 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. Leben Jugendzeit Fichte war das erste von acht Kindern des Bandwebers Christian Fichte (1737–1812) und seiner Frau Maria Dorothea (geb. Schurich, 1739–1813) in Rammenau in der Oberlausitz. Er wuchs ärmlich in einem von Frondiensten geprägten dörflichen Milieu auf. Seine Auffassungsgabe und sein gutes Gedächtnis fielen einem Verwandten der örtlichen Gutsherrschaft, dem Gutsherrn Ernst Haubold von Miltitz (1739–1774), bei einem Besuch in Rammenau auf: Er hatte eines Sonntags die kirchliche Predigt verpasst, woraufhin der zehnjährige Fichte gerufen wurde, von dem man versicherte, er könne die Predigt wiederholen. Daraufhin imitierte dieser den Pfarrer so perfekt, dass der Freiherr in seiner Entzückung dem Kind nach einer Vorbereitungszeit im Pfarrhaus zu Niederau den Besuch der Stadtschule in Meißen ermöglichte. Danach finanzierte ihm sein Förderer 1774 eine Ausbildung an der Landesschule Pforta bei Naumburg, verstarb jedoch im selben Jahr. Nach seiner Schulzeit zog Fichte 1780 nach Jena, wo er an der Universität ein Theologie-Studium begann, wechselte jedoch bereits ein Jahr später den Studienort nach Leipzig. Die Familie von Miltitz unterstützte ihn nun nicht mehr finanziell, er war gezwungen, sich durch Nachhilfeunterricht und Hauslehrerstellen zu finanzieren und brachte das Studium zu keinem Abschluss. In dieser aussichtslosen Lage bekam er 1788 in Zürich eine Stelle als Hauslehrer, die er aber nur zwei Jahre innehatte, da er der Auffassung war, dass man, bevor man Kinder erzieht, zuallererst die Eltern erziehen müsse. Dort verlobte er sich mit Johanna Marie Rahn (1755–1819), Tochter des Kaufmanns und Waagmeisters Johann Hartmut Rahn und Nichte des Dichters Klopstock. Anschließend ging er wieder nach Leipzig. Fichtes Plan, Prinzenlehrer zu werden, scheiterte. Seine zweite Idee, eine Zeitschrift für weibliche Bildung, lehnten mehrere Verleger ab. Trauerspiele und Novellen brachten ihm ebenfalls keine finanzielle Sicherheit. Übergang zur Philosophie In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den „Dingen, wie sie sind“ und „wie die Dinge erscheinen“ (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Hauslehrerstelle in Warschau nahm Fichte Anfang November 1791 eine auf ein Jahr befristete Anstellung als Hauslehrer des Sohns des Ehepaars Louise von Krockow, geb. von Göppel, die mit Kant persönlich bekannt war, und Heinrich Joachim Reinhold von Krockow (1736–1796), Königl. Preußischer Obrist, im gräflichen Schloss Krockow in der Nähe der pommerellischen Ostseeküste an. Im selben Jahr besuchte er Kant in Königsberg, wo dieser ihm einen Verleger für seine Schrift Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) verschaffte, die anonym veröffentlicht wurde. Das Buch galt zunächst als ein lange erwartetes religionsphilosophisches Werk von Kant selbst. Als Kant den Irrtum klarstellte, war Fichte berühmt und erhielt einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Jena, den er 1794 antrat. Zuvor hatte er nach längerer Überlegung, ob eine Eheschließung ihm nicht die „Flügel abschneide“, 1793 Johanna Rahn geheiratet. Drei Jahre später kam Sohn Immanuel Hermann (1796–1879) zur Welt. In Jena lebte der berühmte Theosoph Jakob Hermann Obereit in Fichtes Wohnhaus. Fichte und Obereit waren beständig im Gespräch. Während seiner Jenaer Professur (1794–1799) wurde er zur Zielscheibe im so genannten „Atheismusstreit“. Ausgelöst wurde dieser Streit 1798 durch zwei Schriften, wobei nur eine (Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung) von Fichte selbst stammt. Beide Schriften waren im Philosophischen Journal, dessen Herausgeber Fichte zusammen mit Friedrich Immanuel Niethammer zu dieser Zeit war, erschienen. Fichte wurde wegen Verbreitung atheistischer Ideen und Gottlosigkeit verklagt, erhielt einen Verweis und trat daraufhin zurück, wie er es zuvor angedroht hatte. 1805 bekam er den Lehrstuhl für Philosophie in Erlangen, 1807 war er Zensor der Hartungschen Zeitung in Königsberg, wurde aber auf Befehl des preußischen Generals Ernst von Rüchel entlassen. Wenige Jahre darauf, 1810, bekam er die Position des Dekans der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit war er von 1811 bis 1812 Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. 1789 wurde Fichte in Zürich in den Freimaurerbund Modestia cum Libertate aufgenommen, in dieselbe Loge, in der auch Johann Wolfgang von Goethe freundschaftlich verkehrte. Später ließ er sich am 6. November 1794 als Mitglied der Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen in Rudolstadt annehmen und war auch nach seinem Umzug nach Berlin mit den dortigen Freimaurerkreisen verbunden. 1799 traf er auf Ignaz Aurelius Feßler und arbeitete nach seiner Annahme am 17. April 1800 mit ihm an der Reform der Großloge Royal York zur Freundschaft. Am 14. Oktober 1799 hielt er einen Vortrag über „den wahren und richtigen Zweck der Maurerei“. Am 13. und 27. April 1800 hielt er mehrere Vorlesungen, die später unter dem Titel Philosophie der Freimaurerei. Briefe an Constant erneuert und veröffentlicht wurden. Schon bald kam es zum Streit und Fichte trat am 7. Juli 1800 aus der Freimaurerei aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der Deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren „Sprecher“ (Vorsitzender). Hatte sich Fichte zuvor als Anhänger der Französischen Revolution bezeichnet, so profilierte er sich nun insbesondere durch die flammend patriotischen Reden an die deutsche Nation (als Text veröffentlicht bis 1808) als Gegner Napoleons. Fichte wurde damit zum Vordenker der Urburschenschaft. Ein utopisches Gesellschaftsmodell – eine Art sozialistische Gesellschaft auf nationalstaatlicher Grundlage – findet sich in dem Werk Der geschlossene Handelsstaat (1800). Tod Vermutlich Ende 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte. Auch Fichte sollte an dieser vom Kot von Kleiderläusen übertragenen Seuche erkranken, die vornehmlich unter der Bezeichnung Fleckfieber berüchtigte Bekanntheit erlangte und insbesondere im Kriegswinter 1813/14 in Mitteleuropa (unter anderem in Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz) katastrophale Ausmaße annahm. Im Gegensatz zu seiner Frau konnte er sich von diesem Fieber nicht erholen. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Die Ehrengrabstelle in der Abt. CH, G2 trägt ein Porträtmedaillon (Kopie) von Ludwig Wilhelm Wichmann. Sein Grabstein trägt einen Vers aus dem Buch Daniel (): Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre Ein zentraler Kern in Fichtes Philosophie ist der Begriff des „absoluten Ich“. Dieses absolute Ich ist nicht mit dem individuellen Geist zu verwechseln. Später nutzte er die Bezeichnung „Absolutes“, „Sein“ oder „Gott“. Fichte beginnt in seiner Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre mit einer Bestimmung des Ich: Fichte ging es um die praktische Umsetzung seiner Philosophie, weshalb er die Errichtung eines lückenlosen philosophischen Systems als zweitrangig erachtete. Im Vordergrund stand für ihn die Verständlichkeit seiner Lehre. Er vertrat ein positives Menschenbild und ging davon aus, dass in jedem Menschen – und nicht nur im Gelehrten – der Grund echter Selbsterkenntnis (und damit auch Gotteserkenntnis) gelegt ist und der Philosoph lediglich auf diese verweisen muss. In seiner populären, z. T. polemischen Darstellungsweise schuf sich Fichte unter den Fachgelehrten viele Freunde, aber auch Feinde. In erbitterter Feindschaft stand er zu Friedrich Nicolai. Goethe urteilte skeptisch über Fichte, . Trotz späterer Ablehnung übte Fichte großen Einfluss auf Schelling und Hegel aus. Auch Hölderlin bekannte, Fichtes Vorlesungen aus seiner Jenaer Zeit viel zu verdanken. Einige Ideen Fichtes knüpfen an die Thesen des etwa 20 Jahre älteren Johann Gottfried Herder an. Fichtes Kantrezeption Fichte reagierte auf die Frage, wie theoretische und praktische Vernunft zusammenhängen, indem er antwortete, dass die beiden Teile der Vernunft in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Hierbei ist die praktische Vernunft der theoretischen übergeordnet. Letztere benötigt demnach die praktische Vernunft; diese aber ist autonom. Auch für Kant war die praktische Vernunft ein Vermögen des Willens – und damit autonom. Laut Fichte mündet diese Tatsache aber in seiner Theorie zur „Selbstsetzung“. Der Wille bringt, indem er sich ein Gesetz gibt, zugleich sein Wesen als „Vernunftwille“ hervor. Dieser Vernunftwille macht das aus, was wir sind – nämlich unser Ich. „Das absolute Ich ist, indem es sich setzt, und setzt sich, indem es ist.“ Aus diesem Grund kommt der praktischen Vernunft absolute Freiheit zu. Fichtes Idealismus ist daher eine Konsequenz aus dem Primat der praktischen Vernunft. Der Kritik am transzendentalen Argument bei Kant entzieht sich Fichte, indem er die praktische Vernunft zur Bedingung für die theoretische Vernunft erklärt. Hierbei geht er von der „Handlung“ des Urteilens aus und schließt mithilfe einer transzendentalen Begründung auf das sich setzende Ich als Bedingung hierfür. Alles Urteilen ist Handeln des menschlichen Geistes. Diesem liegt der Satz „Ich bin“ zugrunde. Das „schlechthin gesezte und auf sich selbst gegründete“ ist der Grund des Handelns. Um dem Vorwurf zu entgehen, dass wir eventuell gar nicht urteilen, sondern nur glauben zu urteilen, führte Fichte die „intellektuelle Anschauung“ ein. Sie ist auch praktisch zu verstehen als „Anschauen seiner selbst im Vollziehen eines Acts“. Wenn wir urteilen, beobachten wir uns nicht, sondern stellen handlungsorientierte Fragen. Diese Fragen gehen von der Annahme aus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Würde das nicht zutreffen, könnte er nicht urteilen, was nicht vorstellbar ist. Gleichwohl vertrat Fichte die Auffassung, auch wenn der Mensch nicht an den Bedingungen vernünftigen Urteilens zweifeln könne, folge daraus nicht, dass er diese Bedingungen tatsächlich erfüllt. Die schärfste Abgrenzung zu Kant vollzog Fichte mit seiner Ablehnung der Konzeption eines „Dinges an sich“. Nur so kann in seinen Augen die absolute Freiheit des Ichs bewahrt werden. Das „Ding an sich“ wird bei Fichte lediglich zu einem „Anstoß“, einem irrationalen Faktum innerhalb des Ich, welches das Ich zu bewältigen versucht. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Ich, gleichsam hinaus in die Welt als „Nicht-Ich“. Ist das absolute Ich demzufolge also ein „Ding an sich“ auf der Seite des Subjekts? Fichtes Antwort: Nur wenn es „erscheint“. Das absolute Ich existiert nur im Handeln. In seiner philosophischen Reflexion wird das absolute Ich zu etwas Objektivem, eine andere Entität der realen Welt gibt es nicht. Jenaer Philosophie Da Fichte die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre schnell als unzureichend und ergänzungsbedürftig ansieht, macht er sich auf dem Höhepunkt seiner Jenaer Periode nahezu zeitgleich an eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftslehre (unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo) und an eine erste Ausarbeitung der praktischen Philosophie (in der Grundlage des Naturrecht und der Sittenlehre). Inhaltlich stellt sich seit der Grundlage der gesamten Wissenschaftlehre die Frage, warum das absolute Ich, welches autonom ist, auf einen „Anstoß“ reagiert. Fichte macht deutlich, dass das absolute Ich nur ist, wenn es sich seiner selbst bewusst wird. Dies kann nur geschehen, wenn es mit Material konfrontiert wird, auf das es zu reagieren hat. Würde es zu keinem Kontakt kommen, würde das Ich „ganz in seiner Tätigkeit aufgehen“. Um aber zu sein – und damit auch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln –, muss es sich für den „Anstoß“ öffnen und dafür Sorge tragen, dass der „Stein des Anstoßes“ erhalten bleibt. Nach Fichte kann das Ich demnach als ein unendliches Streben nach Autonomie verstanden werden. Der „Anstoß“ ist hierbei gleichsam nur notwendige Bedingung des Selbstbewusstseins, keine hinreichende. Die weiteren Bedingungen für das Selbstbewusstsein finden sich in den jeweiligen Teildisziplinen der Wissenschaftslehre, die Fichte unterscheidet: Naturlehre, Rechtslehre, Sittenlehre und Religionslehre. Erstere hat Fichte, aufgrund des von ihm entwickelten Primats der praktischen Vernunft, nie ausgearbeitet. Die Wissenschaftslehre nova methodo Nachdem Fichte durch seine Vorlesungen über die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre in kürzester Zeit bekannt geworden ist, sieht er seine Philosophie bald mit verschiedenen Einwänden und Nachfragen seiner Zeitgenossen konfrontiert. Zunehmend wird er unzufrieden mit seinem ersten Entwurf der Wissenschaftslehre. Statt den Text der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre zu revidieren, entschließt er sich, die Wissenschaftslehre vollkommen neu auszuarbeiten. Das Ergebnis trägt er unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo ab 1796 in Vorlesungen vor, die heute jedoch nur noch als Mitschriften überliefert sind. Dennoch wird die Wissenschaftslehre nova methodo in der neueren Fichteliteratur zunehmend als beste und verständlichste Fassung der fichteschen Wissenschaftslehre angesehen. Inhaltlich bemüht sich Fichte darum, von seinen Zeitgenossen formulierte Einwände zu widerlegen und die Wissenschaftslehre stringenter und nachvollziehbarer vorzutragen. Verschiedene Themenbereiche – etwa die Behandlung der Frage, wie es vom einheitlichen absoluten Ich zur Pluralität individuellen Bewusstseins kommen kann – kommen gegenüber der ersten Behandlung der Wissenschaftslehre neu hinzu. Fichtes Rechtslehre In seinen Grundlagen des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1796/1797 (§ 8) bestimmte Fichte die Funktion des Rechts ähnlich wie Kant: Das Beisammenstehen der Freiheit mehrerer sei Doch schloss für ihn eine vernünftige Ordnung der Freiheit auch eine angemessene Verteilung gemeinschaftsbedingter Chancen und Güter ein. Für Fichte wird die Beziehung zwischen dem Selbstbewusstsein und – sozusagen – der Welt präzisiert. Das Bewusstsein kann sich nur als frei handelndes Wesen begreifen, wenn es „den Begriff eines frei handelnden Wesens auf sich anwenden kann.“ Das kann es nur, wenn andere das Selbstbewusstsein auffordern etwas zu tun und gleichzeitig(!) die Freiheit eingestehen, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Da dieser Vorgang reziprok ist, folgt, dass das Sein des Selbstbewusstseins von der Anerkennung der Freiheit anderer abhängt. Es wird deutlich, dass sich Fichte nicht auf das Moralgesetz als die bindende Kraft des Rechts versteht, sondern das Eigeninteresse des selbstbewussten Ichs. Ein Rechtsverhältnis entsteht demnach aufgrund der bloßen Existenz eines Nicht-Ichs. Auch Fichte definiert, wie so mancher Philosoph vor ihm, den Staat als Ausdruck des absoluten Willens, dessen Absicht es ist, die Freiheit und Rechte seiner Bürger zu garantieren. Kollektives Handeln und individuelles Handeln werden mit dem Ausdruck „sittliches Handeln“ in Eins gesetzt. Freiheit in der Geschichte sei nach Fichte die mehr oder weniger sittliche Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse der verschiedenen Völker. Fichtes Philosophie lässt sich als ethischer Idealismus bezeichnen, wenn man voraussetzt, dass nur der Staat Rechtsverhältnisse zwischen sich und den Bürgern bzw. unter den Bürgern schafft und dabei Beschränkungen seiner Bürger zugunsten eigener materieller Zwecke vornimmt. Fichtes Sittenlehre Im System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1798 geht Fichte davon aus, dass das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs nur sein kann unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Hierbei ist sich das Ich des Sittengesetzes niemals in abstracto bekannt, sondern „immer in Form konkreter Aufgaben und Pflichten der Welt“. Das Ich kann sich nur eine Tätigkeit zuschreiben, wenn diese mit der kausalen Wirklichkeit einer ihm unabhängigen Welt verbunden ist. Dies wiederum ist nur möglich, wenn es sich einen Körper zuschreibt. Da dieser Körper Teil der Welt ist, unterliegt er auch den Naturtrieben. Das Sittengesetz untersucht nun die Bedingungen der Manifestation eines zugleich verkörperten und von Naturtrieben beherrschten Ich. Fichtes Religionslehre Fichte hinterließ keine systematisch ausgearbeitete Religionsphilosophie. Im Atheismusstreit, den Friedrich Karl Forberg mit einem Artikel im Philosophischen Journal mit einem zustimmenden Nachwort von Fichte 1798 ausgelöst hatte, postulierte Fichte mit Forberg, die Existenz Gottes sei nicht notwendig für die Errichtung einer moralischen Wertordnung, allerdings sei der Glaube an Gott, verbunden mit einer göttlichen Moral, unumgänglich. Während Kant von der Existenz Gottes ausging und seine These untermauerte, die Existenz Gottes sei notwendig im Hinblick auf die Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Handelns, sah Fichte nur die Notwendigkeit zu einer „moralischen Weltordnung“. Diese müsse nicht zwingend auf eine höhere Instanz – also Gott – zurückgeführt werden. Die aktive Weltordnung selbst () könne man als Gott bezeichnen. Wer dies aber tut, der „verkennt die unmittelbare Beziehung des Gottesbegriffs zum moralischen Bewusstsein“ und ist, so Fichte, „der wahre Götzendiener und Atheist.“ Beitrag zur Französischen Revolution (1793) Deutlich wie wenige Denker und Politiker des damaligen Deutschland begrüßt Fichte die Französische Revolution. Er sieht in ihr nicht nur moralische Gründe, sondern auch einen rechtmäßigen Fortschritt zu mehr Gleichheit und Freiheit. Seine beiden Revolutionsschriften von 1793 (Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten und Beiträge zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution) griffen in die öffentlichen Debatten ein. Er begründet die Rechtmäßigkeit der Revolution in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contrat social mit dem Argument, dass es ein „unveräußerliches Recht des Menschen“ sei, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie: „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte die tiefere, philosophische Legitimität der Veränderung der Staatsverfassung. Fichtes Kritik am Judentum Im Werk Fichtes finden sich diverse despektierliche Äußerungen über Juden, die in der Fachliteratur als „judenfeindliche Ausfälle“ und „antijüdischer Affekt“ bezeichnet werden. Micha Brumlik etwa ist der Ansicht, Fichtes Positionen beinhalteten sowohl christlich-philosophischen Antijudaismus als auch politisch-säkularen Antisemitismus, und verglich letzteren mit dem von Adolf Hitler sogenannten „Antisemitismus der Vernunft“, der einen notwendigen, vollständigen Ausschluss der Juden aus einer zu schaffenden, besseren Gesellschaft propagierte. In der Sekundärliteratur finden sich allerdings auch differenzierendere Einschätzungen, insbesondere wenn das Gesamtwerk Fichtes betrachtet wird. Besonders drastisch äußert sich Fichte in Beiträge zur Berichtigung der Urtheile des Publicums über die französische Revolution von 1793. Er greift darin sowohl die Juden mit harschen Worten an, als auch das Militär und den Adel. Das Judentum sei ein „Staat im Staate“ und würde sich absondern. Die Juden, körperlich schlaff, hätten einen egoistischen Handelsgeist. Sie würden die übrigen Bürger übervorteilen, seien nur auf sich und ihre Sippe bedacht. Fichte übernimmt größtenteils die damals vorherrschenden Vorurteile, prangert aber vor allem immer wieder die angeblich separatistische Einstellung dieser Religion an. Oft zitiert wird die folgende Fußnote: In seiner 1794 erschienenen Streitschrift Eisenmenger der Zweite polemisierte Saul Ascher gegen die judenfeindlichen Äußerungen Fichtes, dem er den Namen des seinerzeit bekannten Judenfeindes Johann Andreas Eisenmenger, des Autors des Pamphlets Entdecktes Judentum, beilegte. Mit Fichte sei eine neue Dimension des säkularen Judenhasses zu verzeichnen. Mit David Veit lernte Fichte einen Vertreter der jüdischen Aufklärung Haskala kennen und schätzen. Als Rektor der Berliner Universität trat er kompromisslos und gegen allgemeinen Widerstand für einen zu Unrecht vom Senat der Universität bestraften und mit Relegation bedrohten jüdischen Studenten ein. Während vielfach eine „liberal-progressive“ Rezeption Fichtes – auch unter jüdischen Intellektuellen – vorherrschte, entwickelte sich später, insbesondere im Gefolge des Ersten Weltkrieges, auch eine „völkisch-nationalistische“ Rezeption. Dabei gewannen sowohl die Grundzüge als auch die Reden Fichtes erneut an Bedeutung, indem sie in den Dienst des nationalistischen Pathos und der Judenhetze gestellt wurden. Die Nationalsozialisten nahmen dabei Fichte zur Begründung ihrer Ideologie in Anspruch. Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) In den Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters entwickelt Fichte Ansichten zu einer Geschichtsphilosophie. Tragender Gedanke dieser Geschichtsphilosophie ist die Entwicklung der Menschheit von der Unfreiheit zur Freiheit. Parallel zu jener inneren Entwicklung der Individuen, gehe die äußere Entwicklung ihrer Position und Bestimmung im Staate von der Rolle des Untertan hin zum freien Bürger. Im Vordergrund steht ein Entwicklungsmodell, das die Geschichte in fünf Epochen unterteilt, wobei Fichte seine eigene Epoche als das „Zeitalter der vollendeten Sündhaftigkeit“ verstand, während die Grundzüge die künftigen Epochen einleiten sollten. Diese Epochenentwicklung vollziehe sich in folgenden Stufen: 1. Instinktive Vernunft: Stand der Unschuld des Menschengeschlechts; 2. Äußerlich erzwungene, jedoch nicht durch Gründe überzeugende Autorität: Stand der anhebenden Sünde; 3. Emanzipation von jeder äußeren Autorität, Herrschaft des nackten Erfahrungsbegriffs: Stand der vollendeten Sündhaftigkeit; 4. Rückkehr der freien, innerlichen Vernunft, wo die Wahrheit als das höchste erkannt und geliebt wird: Stand der anhebenden Rechtfertigung; 5. Verwirklichung der freien, innerlichen Vernunft in allen äußeren Lebensbereichen, wo die Menschheit sich selber als Abdruck der Vernunft aufbaut: Stand der vollendeten Rechtfertigung und Heiligung. Reden an die deutsche Nation (1808) Die Reden an die deutsche Nation verstehen sich als Fortsetzung der Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Drei Jahre nach diesen Vorträgen erklärt Fichte das Ende der dort beschriebenen dritten Epoche, die er in den Reden … als die Epoche der Selbstsucht bezeichnet. Durch die Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen sei diesem mit der Selbständigkeit gleichzeitig der Gehalt der Selbstsucht verloren gegangen. Es müsse ein neues Selbst gesucht werden, welches über die Nation hinausgehe. Dieses sei die Vernunft. In den Reden ruft Fichte im Bereich der Bildung zu einer Nationalerziehung nach dem Vorbild von Johann Heinrich Pestalozzi auf, die das menschliche Verhältnis zur Freiheit in der Vernunft- und Werterziehung verankern soll. Auch hier geht es wieder um die sittliche Bildung zur Freiheit, zur Selbständigkeit, zur Veredelung. In dieser Erhebung zur Vernunft, zum wahren Selbst, welches in der allgemeinen Vernunft zu finden ist, die jede Nation übersteigt, entfällt für Fichte auch die mögliche Feindschaft zu anderen freien Individuen und Nationen, denn der so gebildete Mensch strebe danach, seine Mitmenschen zu achten, und liebe ihre Freiheit und Größe, während ihn ihre Knechtschaft schmerze: „Aber es ist schlechthin unmöglich, dass ein solches Gemüt nicht auch außer sich an Völkern und einzelnen ehre, was in seinem Innern seine eigne Größe ausmacht: die Selbständigkeit, die Festigkeit, die Eigentümlichkeit des Daseins.“ In den Reden finden sich mit einer klar konturierten Ausdifferenzierung der Menschheit in nicht gleichwertige Sprach- und Kulturgemeinschaften sowie dem grundsätzlichen Streben nach deren Reinheit Ansätze einer rassistischen Theoriebildung. Würdigung Den Namen Fichtes tragen Johann-Gottlieb-Fichte-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin Fichte-Gymnasien und -Schulen in mehreren deutschen Städten Straßen in vielen Ortschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Fichtegasse in Wien Fichtestraße in der Gartenstadt von Freiburg im Breisgau Siedlung am Fichteplatz in Mainz mehrere deutsche Sportvereine, die in der Arbeitersportbewegung verwurzelt sind, z. B. der VfB Fichte Bielefeld J. G. Fichte, Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei Zwei Denkmäler, ein Park und ein Museum (im Barockschloss Rammenau) im Fichte-Geburtsort Rammenau Fichteturm und Fichtepark in Dresden-Plauen 5-DM-Gedenkmünze zum 150. Todestag (→ 5. Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland) 10-Mark-Gedenkmünze zum 175. Todestag 70-Cent-Sondermarke zum 250. Geburtstag 2012 Die Pflanzengattung Fichtea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte. Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung 1996 wurde die der rechtskonservativen Partei Die Republikaner nahestehende Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung e.V. gegründet, die sich nach eigenen Angaben der Vermittlung von traditionellen Werten im Sinne des Philosophen widmet. Werke (Auswahl) Wissenschaftslehre Die Wissenschaftslehre, Fichtes Hauptwerk, wurde von ihm mehrfach überarbeitet. u. a.: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie (1794) () Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/1795) Wissenschaftslehre nova methodo (1796–1799) Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797/1798) Die Wissenschaftslehre (1804) sowie folgende Ausgaben (1812) und (1813). Weitere Werke Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die französische Revolution (PDF; 1 MB) (1793) Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794) Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere (1796) Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre (1798) Appellation an das Publikum über die durch Churf. Sächs. Confiscationsrescript ihm beigemessenen atheistischen Aeußerungen. Eine Schrift, die man zu lesen bittet, ehe man sie confsicirt (1799) Der geschlossene Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als Anhang zur Rechtslehre und Probe einer künftig zu liefernden Politik (1800) Die Bestimmung des Menschen (1800) Friedrich Nicolais Leben und sonderbare Meinungen (1801) Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant (1802/03) Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre (1806) Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit (1806) Reden an die deutsche Nation (1807/1808) () Das System der Rechtslehre (1812) Literatur Ausgaben Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer, Leipzig: Gabler, 1794 () Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere. (1796). Neudruck auf der Grundlage der 2. von Fritz Medicus hrsg. Auflage von 1922; 3. Nachdruck mit überarbeiteten Quellennachweisen und Personenregister, Hamburg 1979 (= Philosophische Taschenbücher. Band 256). Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 42 Bände, hrsg. von Reinhard Lauth, Erich Fuchs und Hans Gliwitzky. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962–2011, ISBN 3-7728-0138-2 Fichtes Werke. 11 Bände. Hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Nachdruck der Ausgaben Berlin 1845/46 und Bonn 1834/35, Berlin 1971. ISBN 3-11-006486-3 Fichte im Kontext. Werke auf CD-ROM. Berlin 32002, ISBN 3-932094-25-5. Werke in 2 Bänden. Hrsg. Wilhelm G. Jacobs, Peter L. Oesterreich, Frankfurt a. M. 1997. ISBN 978-3-618-63073-9 Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1978, Philosophische Bibliothek Band 247. ISBN 3-7873-0448-7 Jacobi an Fichte, Text 1799/1816 im Vergleich, Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel 2011 (deutscher Text, Einleitung von Marco Ivaldo, Noten, Kommentar, Appendix mit Texten von Jacobi und Fichte, italienische Uebersetzung von Ariberto Acerbi, mit Register und Bibliographie), ISBN 978-88-905957-5-2. Sekundärliteratur Immanuel Hermann Fichte: Johann Gottlieb Fichte's Leben und Litterarischer Briefwechsel. 2 Bände. Seidel, Sulzbach 1830–1831 Erster Theil Digitalisat Zweiter Band Digitalisat Adolf Trendelenburg: Zur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte. Vortrag, gehalten in der Königl. Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin am 19. Mai 1862. Berlin 1862 Digitalisat Christian Hermann Weisse: Rede zum Andenken Johann Gottlieb Fichte's gehalten in der akademischen Aula zu Leipzig am 19. Mai 1862. L. G. Teubner, Leipzig 1862 Digitalisat Ludwig Noack: Johann Gottlieb Fichte nach seinem Leben, Lehren und Wirken. Zum Gedächtnis seines hundertjährigen Geburtstages. Otto Wigand, Leipzig 1862 Digitalisat Franz Hoffmann: Akademische Festrede zur Feier des hundertjährigen Geburtstages Johann Gottlieb Fichte's. Gehalten am 19. Mai 1862 in der Aula der Hochschule zu Würzburg. Stahel, Würzburg 1862 Digitalisat Moritz Weinhold (Hrsg.): Achtundvierzig Briefe von Johann Gottlieb Fichte und seinen Verwandten. Fr. Wilh. Grunow, Leipzig 1862 Digitalisat Adolf Lasson: Johann Gottlieb Fichte im Verhältniss zu Kirche und Staat. Wilhelm Hertz, Berlin 1863 Digitalisat Otto Pfleiderer: Johann Gottlieb Fichte. Lebensbild eines deutschen Denkers und Patrioten für das deutsche Volk. Geschildert von. Levy & Müller, Stuttgart 1877 Friedrich Zimmer: Johann Gottlieb Fichte's Religionsphilosophie nach den Grundzügen ihrer Entwicklung. Halle 1877 (Halle-Wittenberg, Univ., Diss. 1877) Digitalisat Fritz Medicus: Fichtes Leben. 2. Aufl. Felix Meiner, Leipzig 1922 Fuchs, Erich: J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen. Bände 1-7. frommann-holzboog, Stuttgart 1978–2012. Manfred Buhr (Hrsg.): Wissen und Gewissen. Beiträge zum 200. Geburtstag Johann Gottlieb Fichtes. 1762–1814. Akademie Verlag, Berlin 1962 Wilhelm Gustav Jacobs: Johann Gottlieb Fichte mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1984 (Rowohlts Monographien 336) Christoph Asmuth: Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1900-1 Peter Baumanns: J. G. Fichte. 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Herbrand: „Zwischen Kosmopolitismus und Nationalismus – Johann Gottlieb Fichte“, in: TABVLA RASA. Jenenser Zeitschrift für Kritisches Denken, April 2007. Ernst-Otto Onnasch: Ich und Vernunft. Ist J.G. Fichte die Begründung seiner Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre von 1794/95 gelungen? (PDF; 892 kB) Einzelnachweise Philosoph der Frühen Neuzeit Philosoph (19. Jahrhundert) Vertreter des Deutschen Idealismus Politischer Philosoph Rektor (Humboldt-Universität zu Berlin) Freimaurer (18. Jahrhundert) Freimaurer (19. Jahrhundert) Freimaurer (Deutschland) Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena) Hochschullehrer (Erlangen) Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Ehrengrab des Landes Berlin Person (Rammenau) Deutscher Geboren 1762 Gestorben 1814 Mann Person des Antisemitismus
COMEDY S O L I N G E N En COMEDY S O L I N G E N COMEDY S O L I N G E N Energiepaket:Nessi Tausendschön Foto: Uwe Würzburger Humor vs. Newswahn Terror,Krieg,Umweltzerstörung, Zukunftsangst –insichzuspitzenden Zeiten kann dasVergessen einwertvollesGeschenksein. Davon sollten wir Gebrauch machen, rät NessiTausendschön:Man nehmeeinePriseHumorund vermischesie mitAmnesie!AberObacht: Keinesfalls vergessen sollte mandie Ratschlägeder vielfach ausgezeichneten Kabarettistin.So verrät Tausendschön,wie mannachden 20 Uhr-Nachrichten, demZeitungslesen unddem Steuerbescheid überhauptnochein sinnvolles Leben führenkann.ImGepäckhat diegelernteZierpflanzengärtnerin nebenihrereigenen Singstimme, dersingenden Sägeund einerUkulele auch Mitstreiter William Mackenzie. dyz NessiTausendschön„DiewunderbareWeltder Amnesie“: 8.6. Theater und Konzerthaus, Solingen subbotnik KEEP THEWOLF FROM THEDOOR 14.6. ✖ 20.6. ✖ 21.6. ➽ 20 Uhr FFT Juta ➽ Kasernenstraße 6 D Ü S S E L D O R F fft-duesseldorf.de Tickets ➼ (0211) 87 67 87-18 40 Das FFT wird gefördert durch die Landeshauptstadt Düsseldorf und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen Slothrop.eu 1 Kornelius Heidebrecht Gestatten: FlorianSimbeck Überlebenskünstler In vieleRollenist FlorianSimbeck bislanggeschlüpft:Bekanntwurde er als „Stefan“ mitseinemCounterpart Erkan.Als SPD-Kandidat unternahm er sogareinen kurzen Ausflugindie Politik. Jetztkehrt derComedianzu seinen Karrierewurzeln zurückund spielt sich selbst.Simbeck erlaubtin seinem Programm tiefeEinblickeinden Alltageines Ehemannes undVaters zweier Teenager:Von seinen hilflosen Versuchen, coolauf seineKinderzuwirken bishin zu derewigenTraumatisierung durchFrauen. Die Gästeerwartetein 90-minütiger Crashkurs zumThema „Wie werdeich im Kampfmit demAlltagzum Überlebenskünstler?“ dyz FlorianSimbeck„GutenMorgen“: 16.6.TheateratelierTakelgarn,Düsseldorf Foto: Theateratelier Takelgarn Seite 39: COOLINARISCH D Ü S S E L D O R F A
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Welche Bedeutung hatte Fichte für den Deutschen Idealismus?
Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; † 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. Leben Jugendzeit Fichte war das erste von acht Kindern des Bandwebers Christian Fichte (1737–1812) und seiner Frau Maria Dorothea (geb. Schurich, 1739–1813) in Rammenau in der Oberlausitz. Er wuchs ärmlich in einem von Frondiensten geprägten dörflichen Milieu auf. Seine Auffassungsgabe und sein gutes Gedächtnis fielen einem Verwandten der örtlichen Gutsherrschaft, dem Gutsherrn Ernst Haubold von Miltitz (1739–1774), bei einem Besuch in Rammenau auf: Er hatte eines Sonntags die kirchliche Predigt verpasst, woraufhin der zehnjährige Fichte gerufen wurde, von dem man versicherte, er könne die Predigt wiederholen. Daraufhin imitierte dieser den Pfarrer so perfekt, dass der Freiherr in seiner Entzückung dem Kind nach einer Vorbereitungszeit im Pfarrhaus zu Niederau den Besuch der Stadtschule in Meißen ermöglichte. Danach finanzierte ihm sein Förderer 1774 eine Ausbildung an der Landesschule Pforta bei Naumburg, verstarb jedoch im selben Jahr. Nach seiner Schulzeit zog Fichte 1780 nach Jena, wo er an der Universität ein Theologie-Studium begann, wechselte jedoch bereits ein Jahr später den Studienort nach Leipzig. Die Familie von Miltitz unterstützte ihn nun nicht mehr finanziell, er war gezwungen, sich durch Nachhilfeunterricht und Hauslehrerstellen zu finanzieren und brachte das Studium zu keinem Abschluss. In dieser aussichtslosen Lage bekam er 1788 in Zürich eine Stelle als Hauslehrer, die er aber nur zwei Jahre innehatte, da er der Auffassung war, dass man, bevor man Kinder erzieht, zuallererst die Eltern erziehen müsse. Dort verlobte er sich mit Johanna Marie Rahn (1755–1819), Tochter des Kaufmanns und Waagmeisters Johann Hartmut Rahn und Nichte des Dichters Klopstock. Anschließend ging er wieder nach Leipzig. Fichtes Plan, Prinzenlehrer zu werden, scheiterte. Seine zweite Idee, eine Zeitschrift für weibliche Bildung, lehnten mehrere Verleger ab. Trauerspiele und Novellen brachten ihm ebenfalls keine finanzielle Sicherheit. Übergang zur Philosophie In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den „Dingen, wie sie sind“ und „wie die Dinge erscheinen“ (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Hauslehrerstelle in Warschau nahm Fichte Anfang November 1791 eine auf ein Jahr befristete Anstellung als Hauslehrer des Sohns des Ehepaars Louise von Krockow, geb. von Göppel, die mit Kant persönlich bekannt war, und Heinrich Joachim Reinhold von Krockow (1736–1796), Königl. Preußischer Obrist, im gräflichen Schloss Krockow in der Nähe der pommerellischen Ostseeküste an. Im selben Jahr besuchte er Kant in Königsberg, wo dieser ihm einen Verleger für seine Schrift Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) verschaffte, die anonym veröffentlicht wurde. Das Buch galt zunächst als ein lange erwartetes religionsphilosophisches Werk von Kant selbst. Als Kant den Irrtum klarstellte, war Fichte berühmt und erhielt einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Jena, den er 1794 antrat. Zuvor hatte er nach längerer Überlegung, ob eine Eheschließung ihm nicht die „Flügel abschneide“, 1793 Johanna Rahn geheiratet. Drei Jahre später kam Sohn Immanuel Hermann (1796–1879) zur Welt. In Jena lebte der berühmte Theosoph Jakob Hermann Obereit in Fichtes Wohnhaus. Fichte und Obereit waren beständig im Gespräch. Während seiner Jenaer Professur (1794–1799) wurde er zur Zielscheibe im so genannten „Atheismusstreit“. Ausgelöst wurde dieser Streit 1798 durch zwei Schriften, wobei nur eine (Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung) von Fichte selbst stammt. Beide Schriften waren im Philosophischen Journal, dessen Herausgeber Fichte zusammen mit Friedrich Immanuel Niethammer zu dieser Zeit war, erschienen. Fichte wurde wegen Verbreitung atheistischer Ideen und Gottlosigkeit verklagt, erhielt einen Verweis und trat daraufhin zurück, wie er es zuvor angedroht hatte. 1805 bekam er den Lehrstuhl für Philosophie in Erlangen, 1807 war er Zensor der Hartungschen Zeitung in Königsberg, wurde aber auf Befehl des preußischen Generals Ernst von Rüchel entlassen. Wenige Jahre darauf, 1810, bekam er die Position des Dekans der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit war er von 1811 bis 1812 Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. 1789 wurde Fichte in Zürich in den Freimaurerbund Modestia cum Libertate aufgenommen, in dieselbe Loge, in der auch Johann Wolfgang von Goethe freundschaftlich verkehrte. Später ließ er sich am 6. November 1794 als Mitglied der Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen in Rudolstadt annehmen und war auch nach seinem Umzug nach Berlin mit den dortigen Freimaurerkreisen verbunden. 1799 traf er auf Ignaz Aurelius Feßler und arbeitete nach seiner Annahme am 17. April 1800 mit ihm an der Reform der Großloge Royal York zur Freundschaft. Am 14. Oktober 1799 hielt er einen Vortrag über „den wahren und richtigen Zweck der Maurerei“. Am 13. und 27. April 1800 hielt er mehrere Vorlesungen, die später unter dem Titel Philosophie der Freimaurerei. Briefe an Constant erneuert und veröffentlicht wurden. Schon bald kam es zum Streit und Fichte trat am 7. Juli 1800 aus der Freimaurerei aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der Deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren „Sprecher“ (Vorsitzender). Hatte sich Fichte zuvor als Anhänger der Französischen Revolution bezeichnet, so profilierte er sich nun insbesondere durch die flammend patriotischen Reden an die deutsche Nation (als Text veröffentlicht bis 1808) als Gegner Napoleons. Fichte wurde damit zum Vordenker der Urburschenschaft. Ein utopisches Gesellschaftsmodell – eine Art sozialistische Gesellschaft auf nationalstaatlicher Grundlage – findet sich in dem Werk Der geschlossene Handelsstaat (1800). Tod Vermutlich Ende 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte. Auch Fichte sollte an dieser vom Kot von Kleiderläusen übertragenen Seuche erkranken, die vornehmlich unter der Bezeichnung Fleckfieber berüchtigte Bekanntheit erlangte und insbesondere im Kriegswinter 1813/14 in Mitteleuropa (unter anderem in Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz) katastrophale Ausmaße annahm. Im Gegensatz zu seiner Frau konnte er sich von diesem Fieber nicht erholen. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Die Ehrengrabstelle in der Abt. CH, G2 trägt ein Porträtmedaillon (Kopie) von Ludwig Wilhelm Wichmann. Sein Grabstein trägt einen Vers aus dem Buch Daniel (): Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre Ein zentraler Kern in Fichtes Philosophie ist der Begriff des „absoluten Ich“. Dieses absolute Ich ist nicht mit dem individuellen Geist zu verwechseln. Später nutzte er die Bezeichnung „Absolutes“, „Sein“ oder „Gott“. Fichte beginnt in seiner Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre mit einer Bestimmung des Ich: Fichte ging es um die praktische Umsetzung seiner Philosophie, weshalb er die Errichtung eines lückenlosen philosophischen Systems als zweitrangig erachtete. Im Vordergrund stand für ihn die Verständlichkeit seiner Lehre. Er vertrat ein positives Menschenbild und ging davon aus, dass in jedem Menschen – und nicht nur im Gelehrten – der Grund echter Selbsterkenntnis (und damit auch Gotteserkenntnis) gelegt ist und der Philosoph lediglich auf diese verweisen muss. In seiner populären, z. T. polemischen Darstellungsweise schuf sich Fichte unter den Fachgelehrten viele Freunde, aber auch Feinde. In erbitterter Feindschaft stand er zu Friedrich Nicolai. Goethe urteilte skeptisch über Fichte, . Trotz späterer Ablehnung übte Fichte großen Einfluss auf Schelling und Hegel aus. Auch Hölderlin bekannte, Fichtes Vorlesungen aus seiner Jenaer Zeit viel zu verdanken. Einige Ideen Fichtes knüpfen an die Thesen des etwa 20 Jahre älteren Johann Gottfried Herder an. Fichtes Kantrezeption Fichte reagierte auf die Frage, wie theoretische und praktische Vernunft zusammenhängen, indem er antwortete, dass die beiden Teile der Vernunft in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Hierbei ist die praktische Vernunft der theoretischen übergeordnet. Letztere benötigt demnach die praktische Vernunft; diese aber ist autonom. Auch für Kant war die praktische Vernunft ein Vermögen des Willens – und damit autonom. Laut Fichte mündet diese Tatsache aber in seiner Theorie zur „Selbstsetzung“. Der Wille bringt, indem er sich ein Gesetz gibt, zugleich sein Wesen als „Vernunftwille“ hervor. Dieser Vernunftwille macht das aus, was wir sind – nämlich unser Ich. „Das absolute Ich ist, indem es sich setzt, und setzt sich, indem es ist.“ Aus diesem Grund kommt der praktischen Vernunft absolute Freiheit zu. Fichtes Idealismus ist daher eine Konsequenz aus dem Primat der praktischen Vernunft. Der Kritik am transzendentalen Argument bei Kant entzieht sich Fichte, indem er die praktische Vernunft zur Bedingung für die theoretische Vernunft erklärt. Hierbei geht er von der „Handlung“ des Urteilens aus und schließt mithilfe einer transzendentalen Begründung auf das sich setzende Ich als Bedingung hierfür. Alles Urteilen ist Handeln des menschlichen Geistes. Diesem liegt der Satz „Ich bin“ zugrunde. Das „schlechthin gesezte und auf sich selbst gegründete“ ist der Grund des Handelns. Um dem Vorwurf zu entgehen, dass wir eventuell gar nicht urteilen, sondern nur glauben zu urteilen, führte Fichte die „intellektuelle Anschauung“ ein. Sie ist auch praktisch zu verstehen als „Anschauen seiner selbst im Vollziehen eines Acts“. Wenn wir urteilen, beobachten wir uns nicht, sondern stellen handlungsorientierte Fragen. Diese Fragen gehen von der Annahme aus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Würde das nicht zutreffen, könnte er nicht urteilen, was nicht vorstellbar ist. Gleichwohl vertrat Fichte die Auffassung, auch wenn der Mensch nicht an den Bedingungen vernünftigen Urteilens zweifeln könne, folge daraus nicht, dass er diese Bedingungen tatsächlich erfüllt. Die schärfste Abgrenzung zu Kant vollzog Fichte mit seiner Ablehnung der Konzeption eines „Dinges an sich“. Nur so kann in seinen Augen die absolute Freiheit des Ichs bewahrt werden. Das „Ding an sich“ wird bei Fichte lediglich zu einem „Anstoß“, einem irrationalen Faktum innerhalb des Ich, welches das Ich zu bewältigen versucht. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Ich, gleichsam hinaus in die Welt als „Nicht-Ich“. Ist das absolute Ich demzufolge also ein „Ding an sich“ auf der Seite des Subjekts? Fichtes Antwort: Nur wenn es „erscheint“. Das absolute Ich existiert nur im Handeln. In seiner philosophischen Reflexion wird das absolute Ich zu etwas Objektivem, eine andere Entität der realen Welt gibt es nicht. Jenaer Philosophie Da Fichte die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre schnell als unzureichend und ergänzungsbedürftig ansieht, macht er sich auf dem Höhepunkt seiner Jenaer Periode nahezu zeitgleich an eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftslehre (unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo) und an eine erste Ausarbeitung der praktischen Philosophie (in der Grundlage des Naturrecht und der Sittenlehre). Inhaltlich stellt sich seit der Grundlage der gesamten Wissenschaftlehre die Frage, warum das absolute Ich, welches autonom ist, auf einen „Anstoß“ reagiert. Fichte macht deutlich, dass das absolute Ich nur ist, wenn es sich seiner selbst bewusst wird. Dies kann nur geschehen, wenn es mit Material konfrontiert wird, auf das es zu reagieren hat. Würde es zu keinem Kontakt kommen, würde das Ich „ganz in seiner Tätigkeit aufgehen“. Um aber zu sein – und damit auch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln –, muss es sich für den „Anstoß“ öffnen und dafür Sorge tragen, dass der „Stein des Anstoßes“ erhalten bleibt. Nach Fichte kann das Ich demnach als ein unendliches Streben nach Autonomie verstanden werden. Der „Anstoß“ ist hierbei gleichsam nur notwendige Bedingung des Selbstbewusstseins, keine hinreichende. Die weiteren Bedingungen für das Selbstbewusstsein finden sich in den jeweiligen Teildisziplinen der Wissenschaftslehre, die Fichte unterscheidet: Naturlehre, Rechtslehre, Sittenlehre und Religionslehre. Erstere hat Fichte, aufgrund des von ihm entwickelten Primats der praktischen Vernunft, nie ausgearbeitet. Die Wissenschaftslehre nova methodo Nachdem Fichte durch seine Vorlesungen über die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre in kürzester Zeit bekannt geworden ist, sieht er seine Philosophie bald mit verschiedenen Einwänden und Nachfragen seiner Zeitgenossen konfrontiert. Zunehmend wird er unzufrieden mit seinem ersten Entwurf der Wissenschaftslehre. Statt den Text der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre zu revidieren, entschließt er sich, die Wissenschaftslehre vollkommen neu auszuarbeiten. Das Ergebnis trägt er unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo ab 1796 in Vorlesungen vor, die heute jedoch nur noch als Mitschriften überliefert sind. Dennoch wird die Wissenschaftslehre nova methodo in der neueren Fichteliteratur zunehmend als beste und verständlichste Fassung der fichteschen Wissenschaftslehre angesehen. Inhaltlich bemüht sich Fichte darum, von seinen Zeitgenossen formulierte Einwände zu widerlegen und die Wissenschaftslehre stringenter und nachvollziehbarer vorzutragen. Verschiedene Themenbereiche – etwa die Behandlung der Frage, wie es vom einheitlichen absoluten Ich zur Pluralität individuellen Bewusstseins kommen kann – kommen gegenüber der ersten Behandlung der Wissenschaftslehre neu hinzu. Fichtes Rechtslehre In seinen Grundlagen des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1796/1797 (§ 8) bestimmte Fichte die Funktion des Rechts ähnlich wie Kant: Das Beisammenstehen der Freiheit mehrerer sei Doch schloss für ihn eine vernünftige Ordnung der Freiheit auch eine angemessene Verteilung gemeinschaftsbedingter Chancen und Güter ein. Für Fichte wird die Beziehung zwischen dem Selbstbewusstsein und – sozusagen – der Welt präzisiert. Das Bewusstsein kann sich nur als frei handelndes Wesen begreifen, wenn es „den Begriff eines frei handelnden Wesens auf sich anwenden kann.“ Das kann es nur, wenn andere das Selbstbewusstsein auffordern etwas zu tun und gleichzeitig(!) die Freiheit eingestehen, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Da dieser Vorgang reziprok ist, folgt, dass das Sein des Selbstbewusstseins von der Anerkennung der Freiheit anderer abhängt. Es wird deutlich, dass sich Fichte nicht auf das Moralgesetz als die bindende Kraft des Rechts versteht, sondern das Eigeninteresse des selbstbewussten Ichs. Ein Rechtsverhältnis entsteht demnach aufgrund der bloßen Existenz eines Nicht-Ichs. Auch Fichte definiert, wie so mancher Philosoph vor ihm, den Staat als Ausdruck des absoluten Willens, dessen Absicht es ist, die Freiheit und Rechte seiner Bürger zu garantieren. Kollektives Handeln und individuelles Handeln werden mit dem Ausdruck „sittliches Handeln“ in Eins gesetzt. Freiheit in der Geschichte sei nach Fichte die mehr oder weniger sittliche Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse der verschiedenen Völker. Fichtes Philosophie lässt sich als ethischer Idealismus bezeichnen, wenn man voraussetzt, dass nur der Staat Rechtsverhältnisse zwischen sich und den Bürgern bzw. unter den Bürgern schafft und dabei Beschränkungen seiner Bürger zugunsten eigener materieller Zwecke vornimmt. Fichtes Sittenlehre Im System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1798 geht Fichte davon aus, dass das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs nur sein kann unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Hierbei ist sich das Ich des Sittengesetzes niemals in abstracto bekannt, sondern „immer in Form konkreter Aufgaben und Pflichten der Welt“. Das Ich kann sich nur eine Tätigkeit zuschreiben, wenn diese mit der kausalen Wirklichkeit einer ihm unabhängigen Welt verbunden ist. Dies wiederum ist nur möglich, wenn es sich einen Körper zuschreibt. Da dieser Körper Teil der Welt ist, unterliegt er auch den Naturtrieben. Das Sittengesetz untersucht nun die Bedingungen der Manifestation eines zugleich verkörperten und von Naturtrieben beherrschten Ich. Fichtes Religionslehre Fichte hinterließ keine systematisch ausgearbeitete Religionsphilosophie. Im Atheismusstreit, den Friedrich Karl Forberg mit einem Artikel im Philosophischen Journal mit einem zustimmenden Nachwort von Fichte 1798 ausgelöst hatte, postulierte Fichte mit Forberg, die Existenz Gottes sei nicht notwendig für die Errichtung einer moralischen Wertordnung, allerdings sei der Glaube an Gott, verbunden mit einer göttlichen Moral, unumgänglich. Während Kant von der Existenz Gottes ausging und seine These untermauerte, die Existenz Gottes sei notwendig im Hinblick auf die Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Handelns, sah Fichte nur die Notwendigkeit zu einer „moralischen Weltordnung“. Diese müsse nicht zwingend auf eine höhere Instanz – also Gott – zurückgeführt werden. Die aktive Weltordnung selbst () könne man als Gott bezeichnen. Wer dies aber tut, der „verkennt die unmittelbare Beziehung des Gottesbegriffs zum moralischen Bewusstsein“ und ist, so Fichte, „der wahre Götzendiener und Atheist.“ Beitrag zur Französischen Revolution (1793) Deutlich wie wenige Denker und Politiker des damaligen Deutschland begrüßt Fichte die Französische Revolution. Er sieht in ihr nicht nur moralische Gründe, sondern auch einen rechtmäßigen Fortschritt zu mehr Gleichheit und Freiheit. Seine beiden Revolutionsschriften von 1793 (Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten und Beiträge zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution) griffen in die öffentlichen Debatten ein. Er begründet die Rechtmäßigkeit der Revolution in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contrat social mit dem Argument, dass es ein „unveräußerliches Recht des Menschen“ sei, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie: „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte die tiefere, philosophische Legitimität der Veränderung der Staatsverfassung. Fichtes Kritik am Judentum Im Werk Fichtes finden sich diverse despektierliche Äußerungen über Juden, die in der Fachliteratur als „judenfeindliche Ausfälle“ und „antijüdischer Affekt“ bezeichnet werden. Micha Brumlik etwa ist der Ansicht, Fichtes Positionen beinhalteten sowohl christlich-philosophischen Antijudaismus als auch politisch-säkularen Antisemitismus, und verglich letzteren mit dem von Adolf Hitler sogenannten „Antisemitismus der Vernunft“, der einen notwendigen, vollständigen Ausschluss der Juden aus einer zu schaffenden, besseren Gesellschaft propagierte. In der Sekundärliteratur finden sich allerdings auch differenzierendere Einschätzungen, insbesondere wenn das Gesamtwerk Fichtes betrachtet wird. Besonders drastisch äußert sich Fichte in Beiträge zur Berichtigung der Urtheile des Publicums über die französische Revolution von 1793. Er greift darin sowohl die Juden mit harschen Worten an, als auch das Militär und den Adel. Das Judentum sei ein „Staat im Staate“ und würde sich absondern. Die Juden, körperlich schlaff, hätten einen egoistischen Handelsgeist. Sie würden die übrigen Bürger übervorteilen, seien nur auf sich und ihre Sippe bedacht. Fichte übernimmt größtenteils die damals vorherrschenden Vorurteile, prangert aber vor allem immer wieder die angeblich separatistische Einstellung dieser Religion an. Oft zitiert wird die folgende Fußnote: In seiner 1794 erschienenen Streitschrift Eisenmenger der Zweite polemisierte Saul Ascher gegen die judenfeindlichen Äußerungen Fichtes, dem er den Namen des seinerzeit bekannten Judenfeindes Johann Andreas Eisenmenger, des Autors des Pamphlets Entdecktes Judentum, beilegte. Mit Fichte sei eine neue Dimension des säkularen Judenhasses zu verzeichnen. Mit David Veit lernte Fichte einen Vertreter der jüdischen Aufklärung Haskala kennen und schätzen. Als Rektor der Berliner Universität trat er kompromisslos und gegen allgemeinen Widerstand für einen zu Unrecht vom Senat der Universität bestraften und mit Relegation bedrohten jüdischen Studenten ein. Während vielfach eine „liberal-progressive“ Rezeption Fichtes – auch unter jüdischen Intellektuellen – vorherrschte, entwickelte sich später, insbesondere im Gefolge des Ersten Weltkrieges, auch eine „völkisch-nationalistische“ Rezeption. Dabei gewannen sowohl die Grundzüge als auch die Reden Fichtes erneut an Bedeutung, indem sie in den Dienst des nationalistischen Pathos und der Judenhetze gestellt wurden. Die Nationalsozialisten nahmen dabei Fichte zur Begründung ihrer Ideologie in Anspruch. Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) In den Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters entwickelt Fichte Ansichten zu einer Geschichtsphilosophie. Tragender Gedanke dieser Geschichtsphilosophie ist die Entwicklung der Menschheit von der Unfreiheit zur Freiheit. Parallel zu jener inneren Entwicklung der Individuen, gehe die äußere Entwicklung ihrer Position und Bestimmung im Staate von der Rolle des Untertan hin zum freien Bürger. Im Vordergrund steht ein Entwicklungsmodell, das die Geschichte in fünf Epochen unterteilt, wobei Fichte seine eigene Epoche als das „Zeitalter der vollendeten Sündhaftigkeit“ verstand, während die Grundzüge die künftigen Epochen einleiten sollten. Diese Epochenentwicklung vollziehe sich in folgenden Stufen: 1. Instinktive Vernunft: Stand der Unschuld des Menschengeschlechts; 2. Äußerlich erzwungene, jedoch nicht durch Gründe überzeugende Autorität: Stand der anhebenden Sünde; 3. Emanzipation von jeder äußeren Autorität, Herrschaft des nackten Erfahrungsbegriffs: Stand der vollendeten Sündhaftigkeit; 4. Rückkehr der freien, innerlichen Vernunft, wo die Wahrheit als das höchste erkannt und geliebt wird: Stand der anhebenden Rechtfertigung; 5. Verwirklichung der freien, innerlichen Vernunft in allen äußeren Lebensbereichen, wo die Menschheit sich selber als Abdruck der Vernunft aufbaut: Stand der vollendeten Rechtfertigung und Heiligung. Reden an die deutsche Nation (1808) Die Reden an die deutsche Nation verstehen sich als Fortsetzung der Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Drei Jahre nach diesen Vorträgen erklärt Fichte das Ende der dort beschriebenen dritten Epoche, die er in den Reden … als die Epoche der Selbstsucht bezeichnet. Durch die Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen sei diesem mit der Selbständigkeit gleichzeitig der Gehalt der Selbstsucht verloren gegangen. Es müsse ein neues Selbst gesucht werden, welches über die Nation hinausgehe. Dieses sei die Vernunft. In den Reden ruft Fichte im Bereich der Bildung zu einer Nationalerziehung nach dem Vorbild von Johann Heinrich Pestalozzi auf, die das menschliche Verhältnis zur Freiheit in der Vernunft- und Werterziehung verankern soll. Auch hier geht es wieder um die sittliche Bildung zur Freiheit, zur Selbständigkeit, zur Veredelung. In dieser Erhebung zur Vernunft, zum wahren Selbst, welches in der allgemeinen Vernunft zu finden ist, die jede Nation übersteigt, entfällt für Fichte auch die mögliche Feindschaft zu anderen freien Individuen und Nationen, denn der so gebildete Mensch strebe danach, seine Mitmenschen zu achten, und liebe ihre Freiheit und Größe, während ihn ihre Knechtschaft schmerze: „Aber es ist schlechthin unmöglich, dass ein solches Gemüt nicht auch außer sich an Völkern und einzelnen ehre, was in seinem Innern seine eigne Größe ausmacht: die Selbständigkeit, die Festigkeit, die Eigentümlichkeit des Daseins.“ In den Reden finden sich mit einer klar konturierten Ausdifferenzierung der Menschheit in nicht gleichwertige Sprach- und Kulturgemeinschaften sowie dem grundsätzlichen Streben nach deren Reinheit Ansätze einer rassistischen Theoriebildung. Würdigung Den Namen Fichtes tragen Johann-Gottlieb-Fichte-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin Fichte-Gymnasien und -Schulen in mehreren deutschen Städten Straßen in vielen Ortschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Fichtegasse in Wien Fichtestraße in der Gartenstadt von Freiburg im Breisgau Siedlung am Fichteplatz in Mainz mehrere deutsche Sportvereine, die in der Arbeitersportbewegung verwurzelt sind, z. B. der VfB Fichte Bielefeld J. G. Fichte, Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei Zwei Denkmäler, ein Park und ein Museum (im Barockschloss Rammenau) im Fichte-Geburtsort Rammenau Fichteturm und Fichtepark in Dresden-Plauen 5-DM-Gedenkmünze zum 150. Todestag (→ 5. Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland) 10-Mark-Gedenkmünze zum 175. Todestag 70-Cent-Sondermarke zum 250. Geburtstag 2012 Die Pflanzengattung Fichtea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte. Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung 1996 wurde die der rechtskonservativen Partei Die Republikaner nahestehende Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung e.V. gegründet, die sich nach eigenen Angaben der Vermittlung von traditionellen Werten im Sinne des Philosophen widmet. Werke (Auswahl) Wissenschaftslehre Die Wissenschaftslehre, Fichtes Hauptwerk, wurde von ihm mehrfach überarbeitet. u. a.: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie (1794) () Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/1795) Wissenschaftslehre nova methodo (1796–1799) Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797/1798) Die Wissenschaftslehre (1804) sowie folgende Ausgaben (1812) und (1813). Weitere Werke Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die französische Revolution (PDF; 1 MB) (1793) Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794) Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere (1796) Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre (1798) Appellation an das Publikum über die durch Churf. Sächs. Confiscationsrescript ihm beigemessenen atheistischen Aeußerungen. Eine Schrift, die man zu lesen bittet, ehe man sie confsicirt (1799) Der geschlossene Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als Anhang zur Rechtslehre und Probe einer künftig zu liefernden Politik (1800) Die Bestimmung des Menschen (1800) Friedrich Nicolais Leben und sonderbare Meinungen (1801) Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant (1802/03) Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre (1806) Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit (1806) Reden an die deutsche Nation (1807/1808) () Das System der Rechtslehre (1812) Literatur Ausgaben Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer, Leipzig: Gabler, 1794 () Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere. (1796). Neudruck auf der Grundlage der 2. von Fritz Medicus hrsg. Auflage von 1922; 3. Nachdruck mit überarbeiteten Quellennachweisen und Personenregister, Hamburg 1979 (= Philosophische Taschenbücher. Band 256). Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 42 Bände, hrsg. von Reinhard Lauth, Erich Fuchs und Hans Gliwitzky. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962–2011, ISBN 3-7728-0138-2 Fichtes Werke. 11 Bände. Hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Nachdruck der Ausgaben Berlin 1845/46 und Bonn 1834/35, Berlin 1971. ISBN 3-11-006486-3 Fichte im Kontext. Werke auf CD-ROM. Berlin 32002, ISBN 3-932094-25-5. Werke in 2 Bänden. Hrsg. Wilhelm G. Jacobs, Peter L. Oesterreich, Frankfurt a. M. 1997. ISBN 978-3-618-63073-9 Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1978, Philosophische Bibliothek Band 247. ISBN 3-7873-0448-7 Jacobi an Fichte, Text 1799/1816 im Vergleich, Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel 2011 (deutscher Text, Einleitung von Marco Ivaldo, Noten, Kommentar, Appendix mit Texten von Jacobi und Fichte, italienische Uebersetzung von Ariberto Acerbi, mit Register und Bibliographie), ISBN 978-88-905957-5-2. Sekundärliteratur Immanuel Hermann Fichte: Johann Gottlieb Fichte's Leben und Litterarischer Briefwechsel. 2 Bände. Seidel, Sulzbach 1830–1831 Erster Theil Digitalisat Zweiter Band Digitalisat Adolf Trendelenburg: Zur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte. 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Lebensbild eines deutschen Denkers und Patrioten für das deutsche Volk. Geschildert von. Levy & Müller, Stuttgart 1877 Friedrich Zimmer: Johann Gottlieb Fichte's Religionsphilosophie nach den Grundzügen ihrer Entwicklung. Halle 1877 (Halle-Wittenberg, Univ., Diss. 1877) Digitalisat Fritz Medicus: Fichtes Leben. 2. Aufl. Felix Meiner, Leipzig 1922 Fuchs, Erich: J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen. Bände 1-7. frommann-holzboog, Stuttgart 1978–2012. Manfred Buhr (Hrsg.): Wissen und Gewissen. Beiträge zum 200. Geburtstag Johann Gottlieb Fichtes. 1762–1814. Akademie Verlag, Berlin 1962 Wilhelm Gustav Jacobs: Johann Gottlieb Fichte mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1984 (Rowohlts Monographien 336) Christoph Asmuth: Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1900-1 Peter Baumanns: J. G. Fichte. 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Herzlich Willkommen zum Kolloquium unserer Seminarfacharbeit - ppt herunterladen Herzlich Willkommen zum Kolloquium unserer Seminarfacharbeit Veröffentlicht von:Eldrich Eblen Präsentation zum Thema: "Herzlich Willkommen zum Kolloquium unserer Seminarfacharbeit"— Präsentation transkript: Herzlich Willkommen zum Kolloquium unserer SeminarfacharbeitAlexander Dick | Martin Sebastian Panzer | Nico Weichert Herzlich Willkommen zum Kolloquium unserer Seminarfacharbeit Information zur SeminarfacharbeitWer wir sind? Ziel unserer Seminarfacharbeit Kurze Prozessdarstellung Umfrage Rollenspiel Gliederung des KolloquiumsNico Weichert Liberalismus in der Theorie Martin Sebastian Panzer Liberalismus in der Bundesrepublik Deutschland Alexander Dick Liberalismus im Internet und Wechselwirkungen mit der BRD Untergliederung jeweils nach wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Gesichtspunkten Liberalismus in der Theorie Grundforderungen Wirtschaftlich Freie MarktwirtschaftLiberalismus in der Theorie Wirtschaftlich Freie Marktwirtschaft Keine staatlichen Eingriffe Gesellschaftlich Offene Gesellschaft Keine kulturellen & ethischen Einschränkungen Politisch Verfassungs- und Rechtsstaat Grundrechte Gleichheit vor dem Gesetz Volkssouveränität Geschichtliche GrundlagenLiberalismus in der Theorie Wurzeln des Liberalismus liegen in der Aufklärung Französische Revolution wichtigste Etappe Wichtigste Vertreter Kant Montesquieu Locke Geschichtliche GrundlagenLiberalismus in der Theorie Erste Verwirklichung: Bill of Rights 1689 Grundlage für Nationalismus Rechtsstaat Wirtschaftlicher Aufschwung Neue Kulturpolitik Trennung von Kirche und Staat Wirtschaftlicher LiberalismusLiberalismus in der Theorie Wurzeln im 18. Jahrhundert Stärkste Antriebskraft ist der freie Wettbewerb Keine staatliche Wirtschaftslenkung und sich selbst steuernder Preismechanismus Weltwirtschaftlicher Freihandel Vollständige Konkurrenz unter Unternehmen Marktkonforme staatliche Eingriffe erlaubt Durch J. Mill Lösung der sozialen Frage Entwicklung des Hochindustriekapitalismus im 19. Jahrhundert Gesellschaftlicher LiberalismusLiberalismus in der Theorie Toleranz Staatliche Schulaufsicht Freiheit von Forschung und Lehre Pressefreiheit Glaubens- & Bekenntnisfreiheit Politischer LiberalismusLiberalismus in der Theorie Hauptziel: Abschaffung des Absolutismus Geordneter Rechtsschutz Allgemeines Wahlrecht Nationalstaatsgedanke Die Krise des LiberalismusLiberalismus in der Theorie Durch Depressionen und soziale Missstände im zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts Einflussverlust Glaube an die „unsichtbare Hand des Marktes“ (A. Smith) erschüttert Arbeiterschafft wandte sich Sozialismus zu A. Smith Weiterentwicklung des LiberalismusLiberalismus in der Theorie Nach dem zweiten Weltkrieg Bildung des Neoliberalismus auf wirtschaftlichen Gebiet Neuentwicklung des Freihandels Grundlage für heutige soziale Marktwirtschaft Liberalismus in der Bundesrepublik Deutschland Wirtschaftlicher Liberalismus in der BRDGesetze Rechtssicherheit Steuern & Abgaben Sozialabgaben Zölle Monopolisierte Märkte Private Monopole Staatlich monopolisierte Märkte Der deutsche Staat setzt die Rahmenbedingungen für die BRDGesetze Wirtschaftlicher Liberalismus in der BRD Der deutsche Staat setzt die Rahmenbedingungen für die BRD Regelung der Beziehungen zwischen Handelssubjekten.  Rechtssicherheit Die Rechtssicherheit in der BRD ist grundlegend für eine stabile Wirtschaft Lenkung von Entwicklung in wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Bereichen.  Beispiel: Nachhaltigkeitspolitik „Bürokratie“ belastet Wirtschaft. Gesetze führen zu Wettbewerbsverzerrungen. Die Eigenverantwortung der Bürger/innen wird eingeschränkt. Die Agenda 2010 der Bundesregierung enthält zahlreiche Liberalisierungsschritte Lockerung des Kündigungsschutzes: Kündigungsschutz erst ab Unternehmen mit 10 Beschäftigten ausgelöst Handwerksrecht: Befreiung vom Meisterzwang Steuern dienen der Finanzierung der öffentlichen AufgabenSteuern & Abgaben Wirtschaftlicher Liberalismus in der BRD Steuern dienen der Finanzierung der öffentlichen Aufgaben Sie besitzen ebenfalls „Steuer“ungsfunktion Steuern belasten die deutsche Wirtschaft Sie führen zu Wettbewerbsverzerrungen Quelle: Eigene Grafik / Bundesfinanzministerium Steuern & Abgaben: SozialabgabenWirtschaftlicher Liberalismus in der BRD Sozialversicherungssysteme stellen heute eine „Rundumversorgung“ dar. Auf Grund der demografischen Entwicklung werden die Sozialabgaben in den nächsten Jahrzehnten drastisch ansteigen . Die beschlossenen Reformen werden nicht ausreichen um der demografischen Entwicklung entgegenzuwirken. Die Leistungen der Sozialversicherungen müssen daher weiter privatisiert werden. Quelle: Statistisches Bundesamt, BSMG, Berechnungen der Kommission zur Nachhaltigen Finanzierung der Sozialversicherungssysteme Quelle: Eigene Grafik / Bundesfinanzministerium Steuern & Abgaben: ZölleWirtschaftlicher Liberalismus in der BRD Nationalstaaten versuchen ihre einheimischen Märkte vor internationaler Konkurrenz zu schützen und zu stärken. Die beabsichtigten Effekte sind fraglich, da sie den internationalen Handel hemmen und somit die weltweite Wirtschaft schwächen. Deutschland hat ein Interesse an einer starken Weltwirtschaft, da es selbst ein Exportland ist. Die Bundesregierung schreibt auf ihrer Homepage: „Deutsche Handelspolitik ist traditionell auf offene Märkte und Freihandel ausgerichtet. Die Erfahrungen in den vergangenen 50 Jahren haben gezeigt, dass ‚Freier Welthandel’ zu Wohlstand führt und Impulse für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung gibt.“ Steuern & Abgaben: ZölleWirtschaftlicher Liberalismus in der BRD Innerhalb der EU existiert ein gemeinsamer Binnenmarkt. Mit der Erweiterung der Union wird auch der Binnenmarkt vergrößert In bisher neun Verhandlungsrunder der GATT wurden Zölle kontinuierlich gesenkt Foto: Quelle: Eigene Grafik / Thomas Fritz, Sven Giegold, Harald Klimenta Monopolisierte MärkteWirtschaftlicher Liberalismus in der BRD Monopole beschränken durch ihre übermäßige Machtkonzentration den freien Wettbewerb. Der Staat besitzt die Aufgabe bei Mono- bzw. Oligopolbildung zu intervenieren. Bundeskartellamt Landeskartellbehörden Foto: Auszug aus einem Urteil des Bundeskartellamtes vom 26. Januar 2002: „Die beteiligten Unternehmen haben nicht nachgewiesen, dass durch den Zusammenschluss auch Verbesserungen der Wettbewerbsbedingungen eintreten und dass diese Verbesserungen die Nachteile der Marktbeherrschung überwiegen (§ 36 Abs. 1 Satz 1, 2. Halbsatz GWB). Derartige Verbesserungen der Wettbewerbsbedingungen sind auch nicht zu erkennen.“ Monopolisierte Märkte: StaatlichWirtschaftlicher Liberalismus in der BRD Wettbewerb wird/wurde durch Staat verhindert. Ziel: Versorgungssicherheit soll gewährleistet werden. Folge: Unternehmen arbeiten ineffizient und wenig kundenorientiert. Binnenmarktrichtlinien der EU beseitigen staatliche Monopole. Monopolisierte Märkte müssen in einem bestimmten Zeitrahmen geöffnet werden. Gesellschaftlicher Liberalismus in der BRDFreie Entfaltung der Persönlichkeit Kopftuchstreit Chancengleichheit Bildungschancen Geschlechtergleichberechtigung Sicherheit Anti-Terror-Pakete Gesellschaftlicher Liberalismus in der BRDFreie Entfaltung Gesellschaftlicher Liberalismus in der BRD „Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit […].“ Art. 2 Abs. 1 GG „ […] soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.“ Art. 2 Abs. 1 GG Allgemeine Handlungsfreiheit Allgemeines Recht auf Persönlichkeit Grundprinzip: Freiheit jedes Einzelnen muss mit der Freiheit jedes Anderen vereinbar sein. Konflikt Die freie Entfaltung steht in engem Zusammenhang mit weiteren Grundrechten wie z.B.: Art. 5: Glaubens-, Gewissens-, Bekenntnisfreiheit Art. 11: Freizügigkeit Art. 12: Berufsfreiheit Freie Entfaltung: KopftuchstreitGesellschaftlicher Liberalismus in der BRD Positive Religionsfreiheit Unter positiver Religionsfreiheit versteht man die Freiheit, seinen Glauben ausüben zu dürfen. Negative Religionsfreiheit Die negative Religionsfreiheit bezeichnet das Recht, Religionsausübung zu unterlassen. Foto: Auszug aus Presseerklärung des BVerfG vom 24. September 2003: „Indem die Beschwerdeführerin durch das Tragen des Kopftuchs in Schule und Unterricht die Freiheit in Anspruch nimmt, ihre Glaubensüberzeugung zu zeigen, wird die negative Glaubensfreiheit der Schülerinnen und Schüler, nämlich kultischen Handlungen eines nicht geteilten Glaubensfernzubleiben, berührt.“ Wiederspruch zwischen der Freiheit der Lehrerin und der Freiheit der Schüler Chancengleichheit ist ein unverzichtbares liberales Gut.Gesellschaftlicher Liberalismus in der BRD Chancengleichheit bedeutet die Förderung des Individuums. Gerechtigkeitsprinzip steht dabei im Vordergrund. Grundlage für eine freie Entfaltung Chancengleichheit entspricht dem Leistungsprinzip. Jeder ist selbst verantwortlich seine Möglichkeiten zu verwirklichen. Grundlage für Motivation zu Leistung und Innovation Chancengleichheit ist ein unverzichtbares liberales Gut. Chancengleichheit: BildungGesellschaftlicher Liberalismus in der BRD Bildung gewinnt in der Informations- und Dienstleistungsgesellschaft an Bedeutung. Gerechtes Bildungssystem bildet die Grundlage für Chancengleichheit. Kinder mit Migrationshintergrund besitzen deutlich geringere Bildungschancen. Foto: Quelle: Iglu-Studie 2003 Chancengleichheit: GeschlechtGesellschaftlicher Liberalismus in der BRD Unter Geschlechtergleichberechtigung versteht man die Chancengleichheit zwischen Mann und Frau. Frauen sind in der Arbeitswelt benachteiligt. Die Frauenbeschäftigungsquote ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Die Bundesregierung und die EU verfolgen das Projekt „Gender-Mainstreaming“. Quelle: Eigene Grafik / Bundesanstalt für Arbeit Sicherheit Die offene Gesellschaft birgt Gefahren.Gesellschaftlicher Liberalismus in der BRD Die offene Gesellschaft birgt Gefahren. Nach dem 11. September 2001 existiert ein neues Sicherheitsbewusstsein. Quelle: Eigene Grafik / Ergebnisse unserer Umfrage Sicherheit: Anti-Terror-PaketeGesellschaftlicher Liberalismus in der BRD Infolge des 11. September 2001 hat die staatliche Überwachung stark zugenommen. Anti-Terror-Pakete schränken Freiheiten ein: Rasterfahndung Telekommunikationsüberwachung Foto: SpiegelOnline Quelle: Eigene Grafik / Bundesjustizministerium Die Methoden legitimieren den Kontroll- und Überwachungsstaat. Politischer Liberalismus in der BRDVerfassung Meinungsfreiheit Schranken der Meinungsfreiheit Demokratie Wahlrecht Gewaltenteilung Politischer Liberalismus in der BRDVerfassung Politischer Liberalismus in der BRD Das Grundgesetz ist eine stabile Verfassung. Sie vereint zahlreiche liberale Forderungen. Foto: Bundeszentrale für politische Bildung Quelle: Eigene Grafik / Ergebnisse unserer Umfrage Meinungsfreiheit Politischer Liberalismus in der BRD Die Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit sind zentrale Menschen- und Grundrechte. Sie beinhalten das Recht aus freie: Meinungsbildung, Meinungsäußerung und Meinungsverbreitung. Sie sind die Grundlage für einen liberalen Rechtsstaat. Die Meinungsfreiheit steht in engem Zusammenhang mit weiteren Grundrechten wie z.B.: Art. 5: Glaubens-, Gewissens-, Bekenntnisfreiheit Art. 8: Versammlungsfreiheit Art. 17: Petitionsrecht Meinungsfreiheit: SchrankenPolitischer Liberalismus in der BRD „Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.“ Art. 5 GG Meinungsfreiheit darf die persönliche Ehre nicht verletzen. Auch bei der Meinungsfreiheit gilt das Prinzip der Vereinbarkeit der Freiheit jedes Einzelnen mit der Freiheit jedes Anderen. Beispiel: Die von Ulrich Hoffman herausgegebene Biografie über Herbert Grönemeyer Foto: SpiegelOnline Demokratie „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wirdPolitischer Liberalismus in der BRD „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird ausgeübt.“ Art. 20 Abs. 2 GG vom Volk in Wahlen und durch Abstimmungen und durch besondere Organe der gesetzgebenden, der vollziehenden und der rechtssprechenden Gewalt Wahlrecht Gewaltenteilung Demokratie: WahlrechtPolitischer Liberalismus in der BRD Aufgaben des Wahlrechts Repräsentation Auswahl Kontrolle Wahlrechtsgrundsätze (Art. 38 GG) Allgemeinheit Unmittelbarkeit Freiheit Gleichheit Geheim Foto: Demokratie: GewaltenteilungPolitischer Liberalismus in der BRD Gewaltenteilung und -verschränkung verhindert den Missbrauch staatlicher Macht. Nachteile Verlangsamung der politischen Entscheidungsprozesse Behinderung von politischen Entscheidungen Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung / Schubert/Klein Lexikon Liberalismus im Internet und dessen Wechselwirkungen mit der BRD Wirtschaftlicher Liberalismus im InternetDas Internet ist kein Staat. Es ist abhängig von den lokalen staatlichen Reglements. Markttransparenz Wirtschaftlicher Liberalismus im Internet Suchmaschinen für Produkte im Internet tragen zu einer besseren Markttransparenz in der BRD bei. Quelle: Screenshot / Quelle: Screenshot / Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) profitieren in besonderem Maße. Ladenöffnungszeiten Der Internethandel ist zeitlich unabhängig.Wirtschaftlicher Liberalismus im Internet Der Internethandel ist zeitlich unabhängig. Das E-Shopping schafft eine Konkurrenzsituation zum deutschen Einzelhandel. Konsumenten profitieren von der zeitlichen Unabhängigkeit des Internets. „Besonders die Möglichkeit mit Hilfe von Internet-Shopping die gesetzlichen Ladenöffnungszeiten zu umgehen wird zunehmend attraktiver. Gerade für Arbeitnehmer mit Arbeitszeiten zwischen 18 und 19 Uhr ist es sonst kaum möglich, Güter des periodischen (z.B. Kleidung) oder gar des aperiodischen Bedarfs (z.B. Möbel) zu kaufen.“ Professor Beyer der Universität Erlangen-Nürnberg Quelle: Eigene Grafik / Ergebnisse unserer Umfrage Polypole MarktstrukturenWirtschaftlicher Liberalismus im Internet Die Nutzerzahlen des Internets sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Quelle: Eigene Grafik / ARD-/ZDF-Onlinestudie 2003 Quelle: Eigene Grafik / Computer Industry Almanac 2000 Mit steigenden Internetnutzerzahlen wächst auch der Internethandel. Polypole MarktstrukturenWirtschaftlicher Liberalismus im Internet Das Internet löst lokale Monopolstellungen in der BRD auf. Quelle: Eigene Grafik / Sinner Buchhandlung Weida und Rechtssicherheit Für deutsche Internetuser gilt das Recht der BRD.Wirtschaftlicher Liberalismus im Internet Für deutsche Internetuser gilt das Recht der BRD. Treuhandservices und Trusted-Shops-Zertifikate bieten zusätzliche Sicherheitsmöglichkeiten. Quelle: Eigene Grafik / Iloxx Safetrade Risiken ergeben sich bei Auslandsgeschäften außerhalb der EU. UrheberrechtsproblematikWirtschaftlicher Liberalismus im Internet Peer-to-Peer Netzwerke ermöglichen die Umgehung des Urheberrechts. Quelle: Screenshot / Durch Internetpiraterie ergab sich der Musikindustrie im Jahr 2001 ein Schaden von schätzungsweise 740 Millionen Euro. Gesellschaftlicher LiberalismusWeltweit können Menschen miteinander in Messengern, Chats und Foren kommunizieren.  Das Internet ermöglicht einen globalen Informationsaustausch. Chancengleichheit Keine Unterscheidungen nach:Gesellschaftlicher Liberalismus im Internet Keine Unterscheidungen nach: gesellschaftlicher Position dem Geschlecht oder der Abstammung des Users Freie Entfaltung Gesellschaftlicher Liberalismus im Internet Die Anonymität im Internet erlaubt eine freie Entfaltung der Persönlichkeit Gefahr der freien Entfaltung Freiheit kann für moralisch verwerfliche Inhalte ausgenutzt werden Freiheit vs. Sicherheit Gefahr der Anonymität Verfälschbarkeit der Daten Quelle: Eigene Grafik / Ergebnisse unserer Umfrage Freiheit vs. SicherheitGesellschaftlicher Liberalismus im Internet Mit der wachsenden Bedeutung des Internets im täglichen Leben steigt auch die Gefahr des „gläsernen Menschen“. Kontrolle und Überwachung der Internetnutzer durch den Staat. Quelle: Eigene Grafik / Bundesjustizministerium Politischer LiberalismusDas Internet als ein weltumspannendes Medium ist keiner allgemeingültigen Gesetzgebung unterworfen. Es ist international, aber die Gesetzgebungen, die es zu regeln versuchen, können nur national sein. Strafrechtlich zu verfolgenden Delikte werden auch auf den Bereich des Internet übertragen. Zensur vs. MeinungsfreiheitPolitischer Liberalismus im Internet Filtertechnologien Rating-Systeme Signatur „PICS“  Mangel an technischer Umsetzung  Kein Einfluss auf die Zensur  Manipulationsgefahr, geringe Verbreitung Meinungsfreiheit Politischer Liberalismus im Internet Sekten, politische Randgruppen und Parteien können sich im Internet darstellen.  Das Internet trägt zur politischen Transparenz in der BRD bei. Kontakt mit Politikern Das Internet fungiert als zusätzliche Instanz zum Informationsgewinn und kann zur Verbesserung der politischen Bildung beitragen. Schlussbetrachtungend Quellen- & LiteraturverzeichnisAbelshauser, W.: Wirtschaftliche Wechsellagen, Wirtschaftsordnung und Staat: Die deutschen Erfahrungen, in Staatsaufgaben, Baden-Baden 1996, Suhrkamp Taschenbuch Verlag, S Alerbertin, L.: Politischer Liberalismus zwischen Tradition und Reform. Eine Problemskizze, in Politischer Liberalismus in der Bundesrepublik, Göttingen 1980, Vandenhoeck und Rupprecht, S. 7-31 Altenburg, T.: Chancen und Risiken des E-Commerce für KMU, Leipzig 2002 ARD-/ZDF [Hrsg.]: Online Studie 2003, (<http://www.daserste.de/service/ardonl03.pdf>, 15. Oktober 2003) Attac [Hrsg.]: Online Studie 2003, (<http://www.daserste.de/service/ardonl03.pdf>, 15. Oktober 2003) Becker, R: Das Fernabsatzgesetz und das Versandhandelsrecht, (<http://www.fernabsatz-gesetz.de/Widerrufsrecht/Fernabsatzvertrag.htm>, 15. April 2003) Blumenwitz, D.: Grundrechte – Fall 08: Lehramtsanwärterin mit Kopftuch, Sommersemester 2003 Bos, W. / Lankes, E. 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Welche Bedeutung hatte Fichte für den Deutschen Idealismus?
Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; † 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. Leben Jugendzeit Fichte war das erste von acht Kindern des Bandwebers Christian Fichte (1737–1812) und seiner Frau Maria Dorothea (geb. Schurich, 1739–1813) in Rammenau in der Oberlausitz. Er wuchs ärmlich in einem von Frondiensten geprägten dörflichen Milieu auf. Seine Auffassungsgabe und sein gutes Gedächtnis fielen einem Verwandten der örtlichen Gutsherrschaft, dem Gutsherrn Ernst Haubold von Miltitz (1739–1774), bei einem Besuch in Rammenau auf: Er hatte eines Sonntags die kirchliche Predigt verpasst, woraufhin der zehnjährige Fichte gerufen wurde, von dem man versicherte, er könne die Predigt wiederholen. Daraufhin imitierte dieser den Pfarrer so perfekt, dass der Freiherr in seiner Entzückung dem Kind nach einer Vorbereitungszeit im Pfarrhaus zu Niederau den Besuch der Stadtschule in Meißen ermöglichte. Danach finanzierte ihm sein Förderer 1774 eine Ausbildung an der Landesschule Pforta bei Naumburg, verstarb jedoch im selben Jahr. Nach seiner Schulzeit zog Fichte 1780 nach Jena, wo er an der Universität ein Theologie-Studium begann, wechselte jedoch bereits ein Jahr später den Studienort nach Leipzig. Die Familie von Miltitz unterstützte ihn nun nicht mehr finanziell, er war gezwungen, sich durch Nachhilfeunterricht und Hauslehrerstellen zu finanzieren und brachte das Studium zu keinem Abschluss. In dieser aussichtslosen Lage bekam er 1788 in Zürich eine Stelle als Hauslehrer, die er aber nur zwei Jahre innehatte, da er der Auffassung war, dass man, bevor man Kinder erzieht, zuallererst die Eltern erziehen müsse. Dort verlobte er sich mit Johanna Marie Rahn (1755–1819), Tochter des Kaufmanns und Waagmeisters Johann Hartmut Rahn und Nichte des Dichters Klopstock. Anschließend ging er wieder nach Leipzig. Fichtes Plan, Prinzenlehrer zu werden, scheiterte. Seine zweite Idee, eine Zeitschrift für weibliche Bildung, lehnten mehrere Verleger ab. Trauerspiele und Novellen brachten ihm ebenfalls keine finanzielle Sicherheit. Übergang zur Philosophie In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den „Dingen, wie sie sind“ und „wie die Dinge erscheinen“ (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Hauslehrerstelle in Warschau nahm Fichte Anfang November 1791 eine auf ein Jahr befristete Anstellung als Hauslehrer des Sohns des Ehepaars Louise von Krockow, geb. von Göppel, die mit Kant persönlich bekannt war, und Heinrich Joachim Reinhold von Krockow (1736–1796), Königl. Preußischer Obrist, im gräflichen Schloss Krockow in der Nähe der pommerellischen Ostseeküste an. Im selben Jahr besuchte er Kant in Königsberg, wo dieser ihm einen Verleger für seine Schrift Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) verschaffte, die anonym veröffentlicht wurde. Das Buch galt zunächst als ein lange erwartetes religionsphilosophisches Werk von Kant selbst. Als Kant den Irrtum klarstellte, war Fichte berühmt und erhielt einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Jena, den er 1794 antrat. Zuvor hatte er nach längerer Überlegung, ob eine Eheschließung ihm nicht die „Flügel abschneide“, 1793 Johanna Rahn geheiratet. Drei Jahre später kam Sohn Immanuel Hermann (1796–1879) zur Welt. In Jena lebte der berühmte Theosoph Jakob Hermann Obereit in Fichtes Wohnhaus. Fichte und Obereit waren beständig im Gespräch. Während seiner Jenaer Professur (1794–1799) wurde er zur Zielscheibe im so genannten „Atheismusstreit“. Ausgelöst wurde dieser Streit 1798 durch zwei Schriften, wobei nur eine (Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung) von Fichte selbst stammt. Beide Schriften waren im Philosophischen Journal, dessen Herausgeber Fichte zusammen mit Friedrich Immanuel Niethammer zu dieser Zeit war, erschienen. Fichte wurde wegen Verbreitung atheistischer Ideen und Gottlosigkeit verklagt, erhielt einen Verweis und trat daraufhin zurück, wie er es zuvor angedroht hatte. 1805 bekam er den Lehrstuhl für Philosophie in Erlangen, 1807 war er Zensor der Hartungschen Zeitung in Königsberg, wurde aber auf Befehl des preußischen Generals Ernst von Rüchel entlassen. Wenige Jahre darauf, 1810, bekam er die Position des Dekans der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit war er von 1811 bis 1812 Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. 1789 wurde Fichte in Zürich in den Freimaurerbund Modestia cum Libertate aufgenommen, in dieselbe Loge, in der auch Johann Wolfgang von Goethe freundschaftlich verkehrte. Später ließ er sich am 6. November 1794 als Mitglied der Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen in Rudolstadt annehmen und war auch nach seinem Umzug nach Berlin mit den dortigen Freimaurerkreisen verbunden. 1799 traf er auf Ignaz Aurelius Feßler und arbeitete nach seiner Annahme am 17. April 1800 mit ihm an der Reform der Großloge Royal York zur Freundschaft. Am 14. Oktober 1799 hielt er einen Vortrag über „den wahren und richtigen Zweck der Maurerei“. Am 13. und 27. April 1800 hielt er mehrere Vorlesungen, die später unter dem Titel Philosophie der Freimaurerei. Briefe an Constant erneuert und veröffentlicht wurden. Schon bald kam es zum Streit und Fichte trat am 7. Juli 1800 aus der Freimaurerei aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der Deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren „Sprecher“ (Vorsitzender). Hatte sich Fichte zuvor als Anhänger der Französischen Revolution bezeichnet, so profilierte er sich nun insbesondere durch die flammend patriotischen Reden an die deutsche Nation (als Text veröffentlicht bis 1808) als Gegner Napoleons. Fichte wurde damit zum Vordenker der Urburschenschaft. Ein utopisches Gesellschaftsmodell – eine Art sozialistische Gesellschaft auf nationalstaatlicher Grundlage – findet sich in dem Werk Der geschlossene Handelsstaat (1800). Tod Vermutlich Ende 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte. Auch Fichte sollte an dieser vom Kot von Kleiderläusen übertragenen Seuche erkranken, die vornehmlich unter der Bezeichnung Fleckfieber berüchtigte Bekanntheit erlangte und insbesondere im Kriegswinter 1813/14 in Mitteleuropa (unter anderem in Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz) katastrophale Ausmaße annahm. Im Gegensatz zu seiner Frau konnte er sich von diesem Fieber nicht erholen. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Die Ehrengrabstelle in der Abt. CH, G2 trägt ein Porträtmedaillon (Kopie) von Ludwig Wilhelm Wichmann. Sein Grabstein trägt einen Vers aus dem Buch Daniel (): Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre Ein zentraler Kern in Fichtes Philosophie ist der Begriff des „absoluten Ich“. Dieses absolute Ich ist nicht mit dem individuellen Geist zu verwechseln. Später nutzte er die Bezeichnung „Absolutes“, „Sein“ oder „Gott“. Fichte beginnt in seiner Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre mit einer Bestimmung des Ich: Fichte ging es um die praktische Umsetzung seiner Philosophie, weshalb er die Errichtung eines lückenlosen philosophischen Systems als zweitrangig erachtete. Im Vordergrund stand für ihn die Verständlichkeit seiner Lehre. Er vertrat ein positives Menschenbild und ging davon aus, dass in jedem Menschen – und nicht nur im Gelehrten – der Grund echter Selbsterkenntnis (und damit auch Gotteserkenntnis) gelegt ist und der Philosoph lediglich auf diese verweisen muss. In seiner populären, z. T. polemischen Darstellungsweise schuf sich Fichte unter den Fachgelehrten viele Freunde, aber auch Feinde. In erbitterter Feindschaft stand er zu Friedrich Nicolai. Goethe urteilte skeptisch über Fichte, . Trotz späterer Ablehnung übte Fichte großen Einfluss auf Schelling und Hegel aus. Auch Hölderlin bekannte, Fichtes Vorlesungen aus seiner Jenaer Zeit viel zu verdanken. Einige Ideen Fichtes knüpfen an die Thesen des etwa 20 Jahre älteren Johann Gottfried Herder an. Fichtes Kantrezeption Fichte reagierte auf die Frage, wie theoretische und praktische Vernunft zusammenhängen, indem er antwortete, dass die beiden Teile der Vernunft in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Hierbei ist die praktische Vernunft der theoretischen übergeordnet. Letztere benötigt demnach die praktische Vernunft; diese aber ist autonom. Auch für Kant war die praktische Vernunft ein Vermögen des Willens – und damit autonom. Laut Fichte mündet diese Tatsache aber in seiner Theorie zur „Selbstsetzung“. Der Wille bringt, indem er sich ein Gesetz gibt, zugleich sein Wesen als „Vernunftwille“ hervor. Dieser Vernunftwille macht das aus, was wir sind – nämlich unser Ich. „Das absolute Ich ist, indem es sich setzt, und setzt sich, indem es ist.“ Aus diesem Grund kommt der praktischen Vernunft absolute Freiheit zu. Fichtes Idealismus ist daher eine Konsequenz aus dem Primat der praktischen Vernunft. Der Kritik am transzendentalen Argument bei Kant entzieht sich Fichte, indem er die praktische Vernunft zur Bedingung für die theoretische Vernunft erklärt. Hierbei geht er von der „Handlung“ des Urteilens aus und schließt mithilfe einer transzendentalen Begründung auf das sich setzende Ich als Bedingung hierfür. Alles Urteilen ist Handeln des menschlichen Geistes. Diesem liegt der Satz „Ich bin“ zugrunde. Das „schlechthin gesezte und auf sich selbst gegründete“ ist der Grund des Handelns. Um dem Vorwurf zu entgehen, dass wir eventuell gar nicht urteilen, sondern nur glauben zu urteilen, führte Fichte die „intellektuelle Anschauung“ ein. Sie ist auch praktisch zu verstehen als „Anschauen seiner selbst im Vollziehen eines Acts“. Wenn wir urteilen, beobachten wir uns nicht, sondern stellen handlungsorientierte Fragen. Diese Fragen gehen von der Annahme aus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Würde das nicht zutreffen, könnte er nicht urteilen, was nicht vorstellbar ist. Gleichwohl vertrat Fichte die Auffassung, auch wenn der Mensch nicht an den Bedingungen vernünftigen Urteilens zweifeln könne, folge daraus nicht, dass er diese Bedingungen tatsächlich erfüllt. Die schärfste Abgrenzung zu Kant vollzog Fichte mit seiner Ablehnung der Konzeption eines „Dinges an sich“. Nur so kann in seinen Augen die absolute Freiheit des Ichs bewahrt werden. Das „Ding an sich“ wird bei Fichte lediglich zu einem „Anstoß“, einem irrationalen Faktum innerhalb des Ich, welches das Ich zu bewältigen versucht. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Ich, gleichsam hinaus in die Welt als „Nicht-Ich“. Ist das absolute Ich demzufolge also ein „Ding an sich“ auf der Seite des Subjekts? Fichtes Antwort: Nur wenn es „erscheint“. Das absolute Ich existiert nur im Handeln. In seiner philosophischen Reflexion wird das absolute Ich zu etwas Objektivem, eine andere Entität der realen Welt gibt es nicht. Jenaer Philosophie Da Fichte die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre schnell als unzureichend und ergänzungsbedürftig ansieht, macht er sich auf dem Höhepunkt seiner Jenaer Periode nahezu zeitgleich an eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftslehre (unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo) und an eine erste Ausarbeitung der praktischen Philosophie (in der Grundlage des Naturrecht und der Sittenlehre). Inhaltlich stellt sich seit der Grundlage der gesamten Wissenschaftlehre die Frage, warum das absolute Ich, welches autonom ist, auf einen „Anstoß“ reagiert. Fichte macht deutlich, dass das absolute Ich nur ist, wenn es sich seiner selbst bewusst wird. Dies kann nur geschehen, wenn es mit Material konfrontiert wird, auf das es zu reagieren hat. Würde es zu keinem Kontakt kommen, würde das Ich „ganz in seiner Tätigkeit aufgehen“. Um aber zu sein – und damit auch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln –, muss es sich für den „Anstoß“ öffnen und dafür Sorge tragen, dass der „Stein des Anstoßes“ erhalten bleibt. Nach Fichte kann das Ich demnach als ein unendliches Streben nach Autonomie verstanden werden. Der „Anstoß“ ist hierbei gleichsam nur notwendige Bedingung des Selbstbewusstseins, keine hinreichende. Die weiteren Bedingungen für das Selbstbewusstsein finden sich in den jeweiligen Teildisziplinen der Wissenschaftslehre, die Fichte unterscheidet: Naturlehre, Rechtslehre, Sittenlehre und Religionslehre. Erstere hat Fichte, aufgrund des von ihm entwickelten Primats der praktischen Vernunft, nie ausgearbeitet. Die Wissenschaftslehre nova methodo Nachdem Fichte durch seine Vorlesungen über die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre in kürzester Zeit bekannt geworden ist, sieht er seine Philosophie bald mit verschiedenen Einwänden und Nachfragen seiner Zeitgenossen konfrontiert. Zunehmend wird er unzufrieden mit seinem ersten Entwurf der Wissenschaftslehre. Statt den Text der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre zu revidieren, entschließt er sich, die Wissenschaftslehre vollkommen neu auszuarbeiten. Das Ergebnis trägt er unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo ab 1796 in Vorlesungen vor, die heute jedoch nur noch als Mitschriften überliefert sind. Dennoch wird die Wissenschaftslehre nova methodo in der neueren Fichteliteratur zunehmend als beste und verständlichste Fassung der fichteschen Wissenschaftslehre angesehen. Inhaltlich bemüht sich Fichte darum, von seinen Zeitgenossen formulierte Einwände zu widerlegen und die Wissenschaftslehre stringenter und nachvollziehbarer vorzutragen. Verschiedene Themenbereiche – etwa die Behandlung der Frage, wie es vom einheitlichen absoluten Ich zur Pluralität individuellen Bewusstseins kommen kann – kommen gegenüber der ersten Behandlung der Wissenschaftslehre neu hinzu. Fichtes Rechtslehre In seinen Grundlagen des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1796/1797 (§ 8) bestimmte Fichte die Funktion des Rechts ähnlich wie Kant: Das Beisammenstehen der Freiheit mehrerer sei Doch schloss für ihn eine vernünftige Ordnung der Freiheit auch eine angemessene Verteilung gemeinschaftsbedingter Chancen und Güter ein. Für Fichte wird die Beziehung zwischen dem Selbstbewusstsein und – sozusagen – der Welt präzisiert. Das Bewusstsein kann sich nur als frei handelndes Wesen begreifen, wenn es „den Begriff eines frei handelnden Wesens auf sich anwenden kann.“ Das kann es nur, wenn andere das Selbstbewusstsein auffordern etwas zu tun und gleichzeitig(!) die Freiheit eingestehen, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Da dieser Vorgang reziprok ist, folgt, dass das Sein des Selbstbewusstseins von der Anerkennung der Freiheit anderer abhängt. Es wird deutlich, dass sich Fichte nicht auf das Moralgesetz als die bindende Kraft des Rechts versteht, sondern das Eigeninteresse des selbstbewussten Ichs. Ein Rechtsverhältnis entsteht demnach aufgrund der bloßen Existenz eines Nicht-Ichs. Auch Fichte definiert, wie so mancher Philosoph vor ihm, den Staat als Ausdruck des absoluten Willens, dessen Absicht es ist, die Freiheit und Rechte seiner Bürger zu garantieren. Kollektives Handeln und individuelles Handeln werden mit dem Ausdruck „sittliches Handeln“ in Eins gesetzt. Freiheit in der Geschichte sei nach Fichte die mehr oder weniger sittliche Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse der verschiedenen Völker. Fichtes Philosophie lässt sich als ethischer Idealismus bezeichnen, wenn man voraussetzt, dass nur der Staat Rechtsverhältnisse zwischen sich und den Bürgern bzw. unter den Bürgern schafft und dabei Beschränkungen seiner Bürger zugunsten eigener materieller Zwecke vornimmt. Fichtes Sittenlehre Im System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1798 geht Fichte davon aus, dass das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs nur sein kann unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Hierbei ist sich das Ich des Sittengesetzes niemals in abstracto bekannt, sondern „immer in Form konkreter Aufgaben und Pflichten der Welt“. Das Ich kann sich nur eine Tätigkeit zuschreiben, wenn diese mit der kausalen Wirklichkeit einer ihm unabhängigen Welt verbunden ist. Dies wiederum ist nur möglich, wenn es sich einen Körper zuschreibt. Da dieser Körper Teil der Welt ist, unterliegt er auch den Naturtrieben. Das Sittengesetz untersucht nun die Bedingungen der Manifestation eines zugleich verkörperten und von Naturtrieben beherrschten Ich. Fichtes Religionslehre Fichte hinterließ keine systematisch ausgearbeitete Religionsphilosophie. Im Atheismusstreit, den Friedrich Karl Forberg mit einem Artikel im Philosophischen Journal mit einem zustimmenden Nachwort von Fichte 1798 ausgelöst hatte, postulierte Fichte mit Forberg, die Existenz Gottes sei nicht notwendig für die Errichtung einer moralischen Wertordnung, allerdings sei der Glaube an Gott, verbunden mit einer göttlichen Moral, unumgänglich. Während Kant von der Existenz Gottes ausging und seine These untermauerte, die Existenz Gottes sei notwendig im Hinblick auf die Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Handelns, sah Fichte nur die Notwendigkeit zu einer „moralischen Weltordnung“. Diese müsse nicht zwingend auf eine höhere Instanz – also Gott – zurückgeführt werden. Die aktive Weltordnung selbst () könne man als Gott bezeichnen. Wer dies aber tut, der „verkennt die unmittelbare Beziehung des Gottesbegriffs zum moralischen Bewusstsein“ und ist, so Fichte, „der wahre Götzendiener und Atheist.“ Beitrag zur Französischen Revolution (1793) Deutlich wie wenige Denker und Politiker des damaligen Deutschland begrüßt Fichte die Französische Revolution. Er sieht in ihr nicht nur moralische Gründe, sondern auch einen rechtmäßigen Fortschritt zu mehr Gleichheit und Freiheit. Seine beiden Revolutionsschriften von 1793 (Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten und Beiträge zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution) griffen in die öffentlichen Debatten ein. Er begründet die Rechtmäßigkeit der Revolution in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contrat social mit dem Argument, dass es ein „unveräußerliches Recht des Menschen“ sei, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie: „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte die tiefere, philosophische Legitimität der Veränderung der Staatsverfassung. Fichtes Kritik am Judentum Im Werk Fichtes finden sich diverse despektierliche Äußerungen über Juden, die in der Fachliteratur als „judenfeindliche Ausfälle“ und „antijüdischer Affekt“ bezeichnet werden. Micha Brumlik etwa ist der Ansicht, Fichtes Positionen beinhalteten sowohl christlich-philosophischen Antijudaismus als auch politisch-säkularen Antisemitismus, und verglich letzteren mit dem von Adolf Hitler sogenannten „Antisemitismus der Vernunft“, der einen notwendigen, vollständigen Ausschluss der Juden aus einer zu schaffenden, besseren Gesellschaft propagierte. In der Sekundärliteratur finden sich allerdings auch differenzierendere Einschätzungen, insbesondere wenn das Gesamtwerk Fichtes betrachtet wird. Besonders drastisch äußert sich Fichte in Beiträge zur Berichtigung der Urtheile des Publicums über die französische Revolution von 1793. Er greift darin sowohl die Juden mit harschen Worten an, als auch das Militär und den Adel. Das Judentum sei ein „Staat im Staate“ und würde sich absondern. Die Juden, körperlich schlaff, hätten einen egoistischen Handelsgeist. Sie würden die übrigen Bürger übervorteilen, seien nur auf sich und ihre Sippe bedacht. Fichte übernimmt größtenteils die damals vorherrschenden Vorurteile, prangert aber vor allem immer wieder die angeblich separatistische Einstellung dieser Religion an. Oft zitiert wird die folgende Fußnote: In seiner 1794 erschienenen Streitschrift Eisenmenger der Zweite polemisierte Saul Ascher gegen die judenfeindlichen Äußerungen Fichtes, dem er den Namen des seinerzeit bekannten Judenfeindes Johann Andreas Eisenmenger, des Autors des Pamphlets Entdecktes Judentum, beilegte. Mit Fichte sei eine neue Dimension des säkularen Judenhasses zu verzeichnen. Mit David Veit lernte Fichte einen Vertreter der jüdischen Aufklärung Haskala kennen und schätzen. Als Rektor der Berliner Universität trat er kompromisslos und gegen allgemeinen Widerstand für einen zu Unrecht vom Senat der Universität bestraften und mit Relegation bedrohten jüdischen Studenten ein. Während vielfach eine „liberal-progressive“ Rezeption Fichtes – auch unter jüdischen Intellektuellen – vorherrschte, entwickelte sich später, insbesondere im Gefolge des Ersten Weltkrieges, auch eine „völkisch-nationalistische“ Rezeption. Dabei gewannen sowohl die Grundzüge als auch die Reden Fichtes erneut an Bedeutung, indem sie in den Dienst des nationalistischen Pathos und der Judenhetze gestellt wurden. Die Nationalsozialisten nahmen dabei Fichte zur Begründung ihrer Ideologie in Anspruch. Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) In den Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters entwickelt Fichte Ansichten zu einer Geschichtsphilosophie. Tragender Gedanke dieser Geschichtsphilosophie ist die Entwicklung der Menschheit von der Unfreiheit zur Freiheit. Parallel zu jener inneren Entwicklung der Individuen, gehe die äußere Entwicklung ihrer Position und Bestimmung im Staate von der Rolle des Untertan hin zum freien Bürger. Im Vordergrund steht ein Entwicklungsmodell, das die Geschichte in fünf Epochen unterteilt, wobei Fichte seine eigene Epoche als das „Zeitalter der vollendeten Sündhaftigkeit“ verstand, während die Grundzüge die künftigen Epochen einleiten sollten. Diese Epochenentwicklung vollziehe sich in folgenden Stufen: 1. Instinktive Vernunft: Stand der Unschuld des Menschengeschlechts; 2. Äußerlich erzwungene, jedoch nicht durch Gründe überzeugende Autorität: Stand der anhebenden Sünde; 3. Emanzipation von jeder äußeren Autorität, Herrschaft des nackten Erfahrungsbegriffs: Stand der vollendeten Sündhaftigkeit; 4. Rückkehr der freien, innerlichen Vernunft, wo die Wahrheit als das höchste erkannt und geliebt wird: Stand der anhebenden Rechtfertigung; 5. Verwirklichung der freien, innerlichen Vernunft in allen äußeren Lebensbereichen, wo die Menschheit sich selber als Abdruck der Vernunft aufbaut: Stand der vollendeten Rechtfertigung und Heiligung. Reden an die deutsche Nation (1808) Die Reden an die deutsche Nation verstehen sich als Fortsetzung der Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Drei Jahre nach diesen Vorträgen erklärt Fichte das Ende der dort beschriebenen dritten Epoche, die er in den Reden … als die Epoche der Selbstsucht bezeichnet. Durch die Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen sei diesem mit der Selbständigkeit gleichzeitig der Gehalt der Selbstsucht verloren gegangen. Es müsse ein neues Selbst gesucht werden, welches über die Nation hinausgehe. Dieses sei die Vernunft. In den Reden ruft Fichte im Bereich der Bildung zu einer Nationalerziehung nach dem Vorbild von Johann Heinrich Pestalozzi auf, die das menschliche Verhältnis zur Freiheit in der Vernunft- und Werterziehung verankern soll. Auch hier geht es wieder um die sittliche Bildung zur Freiheit, zur Selbständigkeit, zur Veredelung. In dieser Erhebung zur Vernunft, zum wahren Selbst, welches in der allgemeinen Vernunft zu finden ist, die jede Nation übersteigt, entfällt für Fichte auch die mögliche Feindschaft zu anderen freien Individuen und Nationen, denn der so gebildete Mensch strebe danach, seine Mitmenschen zu achten, und liebe ihre Freiheit und Größe, während ihn ihre Knechtschaft schmerze: „Aber es ist schlechthin unmöglich, dass ein solches Gemüt nicht auch außer sich an Völkern und einzelnen ehre, was in seinem Innern seine eigne Größe ausmacht: die Selbständigkeit, die Festigkeit, die Eigentümlichkeit des Daseins.“ In den Reden finden sich mit einer klar konturierten Ausdifferenzierung der Menschheit in nicht gleichwertige Sprach- und Kulturgemeinschaften sowie dem grundsätzlichen Streben nach deren Reinheit Ansätze einer rassistischen Theoriebildung. Würdigung Den Namen Fichtes tragen Johann-Gottlieb-Fichte-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin Fichte-Gymnasien und -Schulen in mehreren deutschen Städten Straßen in vielen Ortschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Fichtegasse in Wien Fichtestraße in der Gartenstadt von Freiburg im Breisgau Siedlung am Fichteplatz in Mainz mehrere deutsche Sportvereine, die in der Arbeitersportbewegung verwurzelt sind, z. B. der VfB Fichte Bielefeld J. G. Fichte, Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei Zwei Denkmäler, ein Park und ein Museum (im Barockschloss Rammenau) im Fichte-Geburtsort Rammenau Fichteturm und Fichtepark in Dresden-Plauen 5-DM-Gedenkmünze zum 150. Todestag (→ 5. Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland) 10-Mark-Gedenkmünze zum 175. Todestag 70-Cent-Sondermarke zum 250. Geburtstag 2012 Die Pflanzengattung Fichtea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte. Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung 1996 wurde die der rechtskonservativen Partei Die Republikaner nahestehende Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung e.V. gegründet, die sich nach eigenen Angaben der Vermittlung von traditionellen Werten im Sinne des Philosophen widmet. Werke (Auswahl) Wissenschaftslehre Die Wissenschaftslehre, Fichtes Hauptwerk, wurde von ihm mehrfach überarbeitet. u. a.: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie (1794) () Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/1795) Wissenschaftslehre nova methodo (1796–1799) Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797/1798) Die Wissenschaftslehre (1804) sowie folgende Ausgaben (1812) und (1813). Weitere Werke Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die französische Revolution (PDF; 1 MB) (1793) Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794) Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere (1796) Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre (1798) Appellation an das Publikum über die durch Churf. Sächs. Confiscationsrescript ihm beigemessenen atheistischen Aeußerungen. Eine Schrift, die man zu lesen bittet, ehe man sie confsicirt (1799) Der geschlossene Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als Anhang zur Rechtslehre und Probe einer künftig zu liefernden Politik (1800) Die Bestimmung des Menschen (1800) Friedrich Nicolais Leben und sonderbare Meinungen (1801) Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant (1802/03) Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre (1806) Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit (1806) Reden an die deutsche Nation (1807/1808) () Das System der Rechtslehre (1812) Literatur Ausgaben Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer, Leipzig: Gabler, 1794 () Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere. (1796). Neudruck auf der Grundlage der 2. von Fritz Medicus hrsg. Auflage von 1922; 3. Nachdruck mit überarbeiteten Quellennachweisen und Personenregister, Hamburg 1979 (= Philosophische Taschenbücher. Band 256). Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 42 Bände, hrsg. von Reinhard Lauth, Erich Fuchs und Hans Gliwitzky. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962–2011, ISBN 3-7728-0138-2 Fichtes Werke. 11 Bände. Hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Nachdruck der Ausgaben Berlin 1845/46 und Bonn 1834/35, Berlin 1971. ISBN 3-11-006486-3 Fichte im Kontext. Werke auf CD-ROM. Berlin 32002, ISBN 3-932094-25-5. Werke in 2 Bänden. Hrsg. Wilhelm G. Jacobs, Peter L. Oesterreich, Frankfurt a. M. 1997. ISBN 978-3-618-63073-9 Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1978, Philosophische Bibliothek Band 247. ISBN 3-7873-0448-7 Jacobi an Fichte, Text 1799/1816 im Vergleich, Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel 2011 (deutscher Text, Einleitung von Marco Ivaldo, Noten, Kommentar, Appendix mit Texten von Jacobi und Fichte, italienische Uebersetzung von Ariberto Acerbi, mit Register und Bibliographie), ISBN 978-88-905957-5-2. Sekundärliteratur Immanuel Hermann Fichte: Johann Gottlieb Fichte's Leben und Litterarischer Briefwechsel. 2 Bände. Seidel, Sulzbach 1830–1831 Erster Theil Digitalisat Zweiter Band Digitalisat Adolf Trendelenburg: Zur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte. 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Lebensbild eines deutschen Denkers und Patrioten für das deutsche Volk. Geschildert von. Levy & Müller, Stuttgart 1877 Friedrich Zimmer: Johann Gottlieb Fichte's Religionsphilosophie nach den Grundzügen ihrer Entwicklung. Halle 1877 (Halle-Wittenberg, Univ., Diss. 1877) Digitalisat Fritz Medicus: Fichtes Leben. 2. Aufl. Felix Meiner, Leipzig 1922 Fuchs, Erich: J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen. Bände 1-7. frommann-holzboog, Stuttgart 1978–2012. Manfred Buhr (Hrsg.): Wissen und Gewissen. Beiträge zum 200. Geburtstag Johann Gottlieb Fichtes. 1762–1814. Akademie Verlag, Berlin 1962 Wilhelm Gustav Jacobs: Johann Gottlieb Fichte mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1984 (Rowohlts Monographien 336) Christoph Asmuth: Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1900-1 Peter Baumanns: J. G. Fichte. 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Herbrand: „Zwischen Kosmopolitismus und Nationalismus – Johann Gottlieb Fichte“, in: TABVLA RASA. Jenenser Zeitschrift für Kritisches Denken, April 2007. Ernst-Otto Onnasch: Ich und Vernunft. Ist J.G. Fichte die Begründung seiner Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre von 1794/95 gelungen? (PDF; 892 kB) Einzelnachweise Philosoph der Frühen Neuzeit Philosoph (19. Jahrhundert) Vertreter des Deutschen Idealismus Politischer Philosoph Rektor (Humboldt-Universität zu Berlin) Freimaurer (18. Jahrhundert) Freimaurer (19. Jahrhundert) Freimaurer (Deutschland) Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena) Hochschullehrer (Erlangen) Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Ehrengrab des Landes Berlin Person (Rammenau) Deutscher Geboren 1762 Gestorben 1814 Mann Person des Antisemitismus
Lexikon – fliesen havenith Kennwert zur Charakterisierung des Substanzverlustes, den Bodenbeläge aus glasierten Fliesen. Durch oberflächlichen Abrieb als Folge von Begehung, Befahrung usw. erfahren. Insbesondere ist hervorzuheben, dass die Abriebhärte der Oberfläche ausschließlich von der Glasur abhängt. Die Fliesenhersteller geben als Richtlinie für die Verwendung glasierter Fliesen 5 Beanspruchungsgruppen an. Glasierte Steinzeugfliesen werden hinsichtlich ihrer Beständigkeit gegen Abrieb in Gruppen unterteilt und können damit Anwendungsbereichen zugeordnet werden. Die Abriebbeständigkeit (Verschleißgruppe) von glasierten Steinzeugfliesen wird vom Hersteller angegeben. Abriebgruppe I: Sehr leichte Beanspruchung. Bodenbeläge in Räumen, die bei niedriger Begehungsfrequenz ohne kratzende Verschmutzung mit weich besohltem Schuhwerk begangen werden z.B. Schlaf- und Sanitärräume im privaten Wohnungsbau. Abriebgruppe II: Leichte Beanspruchung. Bodenbeläge in Räumen, die bei niedriger Begehungsfrequenz unter geringer kratzender Verschmutzung mit normalem Schuhwerk belastet werden z.B. privater Wohnungsbau, jedoch nicht in Küchen, Eingangsbereichen, bei Außenbelägen und Treppen. Abriebgruppe III: Mittlere Beanspruchung. Bodenbeläge in Räumen, die bei mittlerer Begehungsfrequenz unter kratzender Verschmutzung mit normalem Schuhwerk belastet werden z.B. privater Wohnungsbau, jedoch nicht in Küchen, sowie Beläge des Nichtwohnungsbaus mit vergleichbarer Beanspruchung wie beispielsweise Hotelzimmer und Bäder. Abriebgruppe IV: Stärkere Beanspruchung. Bodenbeläge in Räumen, die bei stärkerer Begehungsfrequenz mit normalem Schuhwerk in Bezug auf Verschmutzungs- und Belastungsfähigkeit intensiv beansprucht werden z.B. Eingangsbereiche, Terrassen, Küchen, Verkaufs- und Wirtschaftsräume, Büros, Krankenhäuser, Hotels, Schulen und Verwaltungsgebäude. Abriebgruppe V: Starke Beanspruchung. Neu entwickelte Glasuren ermöglichen die Herstellung von glasierten Steinzeugfliesen, deren Oberflächenverschleißwiderstand weit über den Anforderungen der Abriebgruppe IV liegt und daher von DIN EN 154 nicht mehr erfasst wird. Es ist daher die internationale Norm ISO 10545 T.7 in Vorbereitung, von der die Definition einer Abriebgruppe V erwartet wird. Für Anwendungsbereiche mit sehr starkem Publikumsverkehr stehen Fliesen der Abriebgruppe V zur Verfügung, die einen sehr hohen Verschleißwiderstand aufweisen z.B. Friseurläden, Bäckereien, Imbissbuden, Eingangshallen für Hotels, Banken und Restaurants. Stärkste Beanspruchung: Unglasierte Steinzeugfliesen haben einen Verschleißwiderstand, der zu den höchsten aller Bodenbeläge gehört. Auch nach jahrzehntelanger intensiver Beanspruchung ist eine Abnutzung dieses homogenen Materials praktisch nicht sichtbar. Steingutfliesen, dienen als Wandbelag in Innenräumen. Im privaten, häuslichen Bad werden sie manchmal auch als Bodenbeläge eingesetzt. Allerdings raten wir davon ab. Steinzeugfliesen, dienen als Wandbekleidung innen und außen (Fassade) und als Bodenbeläge nach der erforderlichen Verschleißklasse (Innen- und Außenbeläge). Sie werden im Behälterbau (Trinkwasserbehälter, Schwimmbäder etc.) verwendet (siehe Abriebgruppe). Steinzeugfliesen, unglasiert, werden vorzugsweise als Bodenbeläge verlegt (siehe Abriebgruppe). Aufglasurdekoration: Baukeramik: (siehe Grobkeramik, Keramik (Baukeramik)) Bewegungsfuge (Dehnungsfuge): Alle Arten von Fugen, die zwischen Gebäuden, Flächenteilen bzw. Konstruktionsteilen Bewegungen zulassen und den Belag schädigende Spannungen abbauen. Sie können je nach Anwendungsfall ausgebildet werden durch: konstruktive Gestaltung der Bauteilränder, Verschluss mit elastischem Dichtstoff, Überbrückung durch bandfertig vorgefertigten Dichtstoff, Wichtig sind Bewegungsfugen bei allen größeren Flächen, in Altbauten mit Holzdecken, auf Terrassen und in Wintergärten, weil Zug- und Druckspannungen sonst die normalen Fugen oder auch die Fliesen schädigen können (siehe auch Biegezugfestigkeit). Bauteile wie Fliesen werden durch Kräfte vertikal zur Ansichtfläche beansprucht. Dabei treten auf der Oberseite Druck- auf der Unterseite Zugspannungen auf, wobei letztere im allgemeinen maßgebend sind (siehe Bewegungsfuge). Bildmosaik: Bildmosaike werden meist aus handgeschlagenen Steinzeugfliesen von Hand zu einem Bild oder Muster zusammengesetzt.(siehe auch Mosaik) Begriff für den einmal gebrannten Fliesen- oder Geschirr-Rohling, der nach der anschließenden Veredlung durch Dekoration und Glasur zum zweiten Mal gebrannt wird.(siehe Zweitbrand) Hoch weiß brennende Porzellanmasse zur Geschirrherstellung. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet Knochen-Porzellan. Die Porzellanmasse hat einen hohen Anteil an Rinderknochenasche (40 – 50 %). Steingutfliesen und glasierte Steinzeugfliesen sind gegen Badewasserzusätze und Haushaltschemikalien (außer flusssäurehaltigen Reinigungsmitteln und deren Verbindungen) beständig (mind. Klasse B); gegen Säure und Laugen dann, wenn vereinbart. Unglasierte Steinzeugfliesen sind außer gegen Flusssäure und deren Verbindungen beständig.(siehe auch Anwendungsbereich) Craquele: (siehe Bewegungsfugen) Dekorbrand: Zur weiteren Veredlung wird nach dem Zweitbrand (Glattbrand) die bereits glasierte Fliese mit Schiebebildern (Abziehbildern) und Handmalerei und bei 800°C bis 900°C erneut gebrannt. So wird beim Dekorbrand lediglich der aufgebrachte Dekor in die Glasur eingebrannt. Scherben und Glasur bleiben unverändert. Dekorfliese: Delfter Fliese: Benannt nach dem kleinen, holländischen Städtchen Delft, in dem seit dem 16. Jahrhundert Fliesen hergestellt werden. Die Dekore stellen oft Porträts, Szenen, Landschaften oder biblische Motive in dem für sie typischen Delfter Blau dar. Spritzfähige oder bandförmige vorgefertigte Kunststoffe zum Ausfüllen bzw. Abdecken von Bewegungsfugen. Dickbettverlegung: Auch konventionelle Verlegung genannt. Verfahren zur Verlegung von Fliesen an Wand und Boden. Die Verlegung erfolgt mit angemischtem Mörtel aus Zement und Sand. (Ausführungsnorm: DIN 18352 “Fliesen und Plattenarbeiten”) Regeln der Technik des Deutschen Instituts für Normung e.V. Berlin (DIN). Fliesennormen: DIN EN 159: Trockengepresste keramische Fliesen und Platten mit hoher Wasseraufnahme E < 10 % – Gruppe B III (Steingutfliesen) DIN EN 176: Trockengepresste keramische Fliesen und Platten mit niedriger Wasseraufnahme E < 3 % – Gruppe B I (Steinzeugfliesen) Dispersionsklebstoff: Klebstoffe zur Verlegung von Fliesen im Dünnbettverfahren. (“Stoffe für keramische Bekleidungen im Dünnbettverfahren – Dispersionsklebstoffe”) Dispersionsklebstoffe sind nicht wasserbeständig und daher nur für gering feuchtbelastete Innenbeläge geeignet. Vorzugsweise Verwendung für Wandbekleidungen auf Untergründen aus Gips- oder Holzwerkstoffen. Die Druckfestigkeit von Fliesen ist keine genormte Eigenschaft. Sie liegt bei Steinzeug bei > 500 N/mm2. Dünnbettmörtel (hydraulische): Zementgebundene, hydraulisch erhärtende Fliesenkleber zur Verlegung im Dünnbettverfahren. (“Stoffe für keramische Bekleidungen im Dünnbettverfahren – hydraulisch erhärtete Dünnbettmörtel”). Vorzugsweise Verwendung auf massiven Untergründen, wie z.B. Beton, Zementestrich oder -putz, im Innen- und Außenbereich. Dünnbettverlegung: Verfahren zur Verlegung von Fliesen an Wand und Boden. (“Ausführung keramischer Arbeiten im Dünnbettverfahren”). Dabei wiederum unterscheidet man drei Verfahren, denen drei Bindemittel zugrunde liegen: Einbrand / Einmalbrand: Glatter, fester Untergrund auf der Rohbaukonstruktion, der als Unterputz für den Bodenbelag dient. Der Estrich wird in der Regel mehrere Tage bis Wochen vor der Verfliesung aufgebracht, damit er genügend Zeit zum Trocknen hat. Bezeichnung für Fliesen und Geschirr aus Steingut, benannt nach der Stadt Faenza in Oberitalien. Feinkeramik: Geschirr aus den Werkstoffen Porzellan, Bone China, Vitreous China und Steingut, Sanitärporzellan aus Vitreous China, Fliesen aus Steingut und Steinzeug sowie Die Feinkeramik wird im Wesentlichen aus hell brennenden Rohstoffen hergestellt. Unglasierte Steinzeugfliesen mit niedriger Wasseraufnahme (E < 0.5 %) und hoher Festigkeit.(siehe Anwendungsbereich) Feldspat: Natürlicher Rohstoff mineralischer Natur für die Fliesenherstellung. Dient als Flussmittel. Bedeutendste Gruppe der gesteinsbildenden Mineralien, Begriff seit etwa 1750 bekannt. Feldspäte stellen etwa 51 Vol.-% der kontinentalen Erdkruste, sie bilden die ternäre Mischkristallreihe der Endglieder. Feuchtdehnung: Feuchtdehnung von Steinzeugfliesen ist nicht messbar; von Steingutfliesen vernachlässigbar, Steingutfliesen sollte jedoch für Anwendungsbereiche unter Wasser (Schwimmbad- oder Behälterbau) nicht eingesetzt werden. Fleckbeständigkeit: Beständigkeit gegen Auftreten nicht mehr entfernbarer Flecken. Diese ist bei glasierten Fliesen gegeben, bei unglasierten dagegen nur nach entsprechender Behandlung (siehe Carrogard und Keramische Versiegelung). -Majolika, Cottoforte Glasierte Doppelbrand-Fliesen aus porösen und farbigen Scherben. Formgebung durch Trockenpressung. -Steingut Glasierte Doppelbrand-Fliesen aus porösen und weißen Scherben. Formgebung durch Trockenpressung -Einbrand Glasierte Einbrandfliesen auf kompakten oder porösen, farbigen oder hellen Scherben, die durch Pressen hergestellt werden. Unglasierte oder im Einbrandverfahren glasierte Fliesen mit variiertem, verschiedenfarbigen generell kompakten Scherben, durch Strangpressung erzeugt. Unglasierte Fliesen mit roten porösen Scherben, stranggepresst. -Rotes Steinzeug Unglasierte Fliesen mit rotem kompaktem Scherben, stranggepresst. -Feinsteinzeug (dicht gesintert) Fliesen mit hellem oder farbigen Scherben. Durch entsprechenden Pigmenteinschluß, einfarbig oder mit grobkörniger Textur, extrem kompakt gepreßt. Diverse Produkte sind auch mit geschliffener oder polierter Oberfläche erhältlich. (siehe auch Keramische Fliesen) Verfahren zur Herstellung keramischer Wand- und Bodenbeläge. Man unterscheidet zwischen Dünnbettverlegung und konventioneller Verlegung (Dickbettverlegung). Natürliche, kristalline Mineralien, die das Schmelzverhalten von anderen Stoffen so beeinflussen, dass diese in eine Schmelzphase übergehen. Flussmittel sind Rohstoffe und chemische Verbindungen, die Natrium, Kalium, Lithium, Magnesium oder Kalzium enthalten. Die entsprechenden Rohstoffe sind in der Regel Hartstoffe. Stark ätzende Säure, die fast alle Stoffe (z.B. auch Glas) angreift. Flusssäure oder flusssäurehaltige Reinigungsmittel sollten niemals zur Reinigung von Keramik benutz werden. (siehe auch Pflege) Vorgeschmolzene Spezialglasur, die in Form von Granulat vorliegt. Sie dient als Rohstoff für Glasuren. Hauptkriterium für die Verwendung von Fliesen im Außenbereich. Ist für Steinzeugfliesen nach DIN 176 gefordert. (siehe Anwendungsbereich) Fugen dienen dem Ausgleich materialbedingter, zulässiger Abweichungen der Kantenlängen und der Rechtwinkeligkeit von den angegebenen Herstellmaßen. Die Fugenbreiten ergeben sich im Allgemeinen aus der Differenz der Nennmaße und Herstellmaße oder sind den Verlegenormen als Empfehlung vorgegeben. Empfohlene Fugenbreiten: Eine Gesteinsfamilie der Plutonite , im Gegensatz zu Diorit mit Calcium-betonten Plagioklasen, ziemlich dunkel bis schwarz, mittel- bis grobkörnig.Er ist benannt nach dem Dorf Gabbro südlich von Livorno in der Toscana (der dort vorkommende “Gabbro” ist allerdings ein Serpentinit). Gabbro ist frostbeständig und politurbeständig. Spezialglas, das als etwa 0.1 mm dicke Schicht auf einem Steingut- oder Steinzeugscherben liegt. (siehe Scherben) Glasurrisse: Feine, nicht durch den Scherben gehende Risse in der Glasur. Diese entstehen meist durch Dehnungsvorgänge im Scherben. Der Widerstand gegen Glasurrisse ist bei Steingut- und Steinzeugfliesen gefordert. Glasuren, die zur Glasurrissbildung (Craquelebildung) neigen, werden vom Hersteller gekennzeichnet (siehe Craquele) Eine Gesteinsfamilie Metamorphite hellgrau, -grünlich, -bräunlich, -rötlich, mittel- bis grobkörnig, mehr oder weniger stark gerichtet, oft zu dünnen Platten spaltbar. Der Name Gneis läßt sich bereits im 16. Jhdt. nachweisen, kommt vielleicht von altnordisch “gneisti” = Funke. Grobkeramik: Klinker, Ziegel und Töpferware, die im Wesentlichen aus Tonen und Sanden hergestellt werden. Anstriche zur Vorbehandlung der Ansetz- oder Verlegeflächen vor dem Auftragen des Mörtels oder des Klebstoffs. Halbsteinzeug: Traditioneller Begriff für keramische Fliesen mit einer Wasseraufnahme zwischen 3 und 6 % bzw. zwischen 6 und 10 % (siehe Keramische Fliesen). Handmalerei (handgemalt): Eine aufwendige Dekortechnik, bei der Fliesen vor dem Dekorbrand von Hand bemalt werden. Diese Fliesen sind besonders hochwertig und werden von Villeroy & Boch mit “handgemalt” gekennzeichnet. Hartstoffe: Eine der beiden Hauptgruppen der Rohstoffe von Keramik (siehe auch Magerungsmittel und Flussmittel). Nachbehandlung unglasierter Steinzeugfliesen zur Verbesserung der Fleckbeständigkeit (siehe Carrogard). Inolit: Säurehaltiges Reinigungsmittel für Fliesenbeläge, das für die sogenannte Grundreinigung nach der Verlegung zur Entfernung von Mörtelresten verwandt wird. Nicht für die sogenannte Unterhaltsreinigung geeignet. Keramik (Baukeramik): Oberbegriff für Baustoffe, die aus natürlichen, keramischen Rohstoffen hergestellt und gebrannt werden. Man unterscheidet zwischen den beiden Werkstoffeigenschaften: Niedrige Wasseraufnahme. Bei der ersten Gruppe, wozu die Steingutfliesen gehören, ist der Scherben porös, die Poren offen, er ist nicht frostbeständig und hat einen dumpfen Klang. Dieser Scherben kann mit den verschiedensten Techniken verziert werden und ist grundsätzlich glasiert. (siehe auch Anwendungsbereich, Keramische Fliesen) Keramische Fliesen: Dünne Platten aus Keramik, die als Belag für Böden oder Verkleidungen für Wände verwendet werden. Stranggepresste Platten Trockengepresste Platten Nach anderen Verfahren (wie z.B. “Gießen”) hergestellte Fliesen. B I a: 0 < E < 0.5 % –> Ungl. u. glasiertes Steinzeug B I: 0 < E < 3.0 % –> Ungl. u. glasiertes Steinzeug B II a: 3.0 < E < 6.0 % –> Ungl. u. glasiertes Halbsteinzeug B II b: 6.0 < E < 10 % –> Ungl. u. glasiertes Halbsteinzeug B III : 10 < E < 20 % –> Glasiertes Steingut (siehe auch Keramik (Baukeramik)) Keramische Versiegelung: Ein spezieller Herstellungsprozess, bei dem die Oberfläche des unglasierten Steinzeuges so dicht wird, dass sie fleckbeständig ist. Eine Nachbehandlung mit CARROGARD oder ähnlichen Imprägniermitteln darf hier nicht vorgenommen werden, weil die Imprägnierflüssigkeit nicht mehr in die Keramik eindringen kann und so als schmutz bindender Film auf der Oberfläche verbleibt. Klebstoff (Kleber): Ansetz- und Verlegewerkstoffe, bei denen durch Verdunstung des enthaltenen Wassers oder durch eine chemische Reaktion mehrere Kunststoffkomponenten erhärten. Korrigierzeit: Magerungsmittel: Rohstoffe für die Fliesenherstellung, die zur Gruppe der Hartstoffe gehören, wie z.B. Quarzsand und Schamotte. Mengenermittlung: Nach der Entscheidung für eine bestimmte Fliesenserie, wird ein Verlegeplan erstellt, der als Grundlage zur genauen Mengenermittlung (Anzahl der Grundfliesen, Dekore, Bordüren, Sockel und Treppenfliesen etc.) dient. Mindersortierung: In Aussehen und Qualität geringfügig beeinträchtigte Fliesen werden vom Hersteller als Mindersortierung ausgewiesen und preiswerter verkauft. (siehe auch Sortierung) Modulare Fliesen: Fabrikationsmaß: 97 x 197 mm Modulmaß: 100 x 200 mm Die Eigenschaft “modular” wird Fliesen auch zugeschrieben, wenn sie – wie beispielsweise bei Keramik / Naturstein-Kombinationen – in allen Maßen (Breite / Länge / Dicke) aufeinander abgestimmt sind. Als Mosaike bezeichnet man die handgeschlagenen und gesetzten Fliesenbilder. Gelegentlich werden auch Steinzeugfliesen (<10 x 10 cm) so benannt. (siehe auch Bildmosaik) Mörtel: Mischung aus Zement und Sand. Dient zur Verlegung im Dickbettverfahren. Geologischer Körper, aufgebaut aus heterogenen Gemengen von Mineralen, Mineral- und Gesteinsbruchstücken, Fossilien, sehr selten aus nur einem Mineral (Monomineralisches Gestein). Nach ihrer Entstehung kann man die Gesteine einteilen in Magmatite, Sedimentgesteine, Metamorphite. Das bekannteste und weitaus häufigste Tiefengestein. Es tritt in den unterschiedlichsten Farben und Strukturen auf, ist aber immer dadurch bestimmt, dass es +/- 50 % Feldspurt, +/- 35 % Quarz und +/- 15% Glimmer enthält. Granit gilt als stabilster und beständigster aller natürlichen Werkstoffe. Guter Granit ist uneingeschränkt wetterfest und auch resistent gegen Luftverschmutzung. Neben den Innenausbau stellt Granit den idealen Naturwerkstein für die Außenanwendung dar. -Marmor: Umwandlungsprodukte (durch Metamorphose) von Kalksteinen und Dolomitsteinen, meist durch eine zuckerfeinige Struktur gekennzeichnet. Da Außen-Marmorarbeiten unter den Einwirkungen chemischer Luftverschmutzung leiden wird Marmor meist im hochwertigen Innenausbau verwendet. -Kalkstein: Artenreiche Gruppe der Ablagerungsgesteine (Sedimentgesteine) die vorwiegend oder ausschließlich aus Calcit bestehen. Hauptanwendungsgebiet von Kalkstein ist die Innenarchitektur, wenngleich sich manche Kalksteine auch bei der Außenverwendung bewährt haben. -Quarzit – Schiefer – Sandstein Durch jahrelanger langsam aufeinanderfolgende geologische Ereignisse geformt, sind Quarzit, Schiefer und Sandstein Naturelemente. Sie sind unvergänglich, vielfarbig und für fast alle Arten von Arbeiten zu gebrauchen. -Porphyr Unter allen Arten von Natursteinen für externe Bereiche sind die Porphyrsteine das älteste und meistverwendete Belagsmaterial. Der im Steinbruch abgebaute Porphyr ist ein Stein mit natürlicher Oberfläche. Dank seiner Rauheit und unterschiedlicher Härte der Materialien, aus denen er sich zusammensetzt, eignet er sich ideal für Bodenpflasterungen und Verkleidungen. -Blaustein: “Belgisch Granit” – “Petit Granit” Nach seiner Bearbeitung hat der Belgische Blaustein (Kalkstein) eine Tönung, die von grau, hellblau bis schwarz variiert, und zwar gemäß der vorgenommenen Bearbeitung. Aufgrund seiner geringer Porosität ist er unbegrenzt frostbeständig. Zudem rechtfertigt sich die Verwendung vom Belgischem Blaustein aufgrund seines spezifischen Gewichtes, seiner sehr hohen Abnutzungs- und Druckfestigkeit, sowie dadurch, daß er einfach unverwüstlich ist. Diese verschiedenen, durch Bearbeitung und Endfertigung erlangten Aussehensformen rechtfertigen die Verwendung vom Belgischen Blaustein bei allen Arten von Bauwerken. Die Tönung kann von einem Stein zu anderen geringfügig variieren: diese Variation verschwindet mit der Zeit dank der vom Stein erlangten Patina. halb-poliert strukturiert > siehe auch: Rutschfestigkeit Oberflächenverschleiß: Glasurabrieb (siehe Glasur) bei glasierten Steinzeugfliesen infolge schleifender, reibender Beanspruchung. Die Verschleißgruppe (Klasse I bis IV) ist vom Hersteller anzugeben (siehe Abriebgruppe) Oktogon: Porcelain Enamel Institute. Der PEI-Test ist ein Prüfverfahren zur Bestimmung des Widerstands gegen Oberflächenverschleiß von Bodenfliesen. Pflege und Unterhalt: Spezialprodukte zum Reinigen, Schützen und Pflegen von Keramik, Fliesen, Terracotta, Marmor, Natur- und Betonwerkstein sind bei uns Zu jeder Produktlinie gibt es materialbezogene Anwendungsinformationen mit Produktkurzbeschreibungen. Ausführliche Informationen zu den Produkten enthalten die technischen Merkblätter. Offener und geschlossener Porenraum eines Werkstücks wie der Fliese. Angabe in Volumen %. Wasseraufnahme ist das Maß für den offenen Porenraum. Angabe in Gewichts % (siehe Wasseraufnahme). Ein dicht gebrannter, feinkeramischer Werkstoff, dessen Scherben weiß und bei dünnen Wandstärken durchscheinend ist. (siehe auch Feinkeramik) Reaktionsharz: Durch chemische Reaktion erhärteter, meist zwei Komponenten bestehender Klebstoff (Harz und Härter) zur Verlegung oder Verfugung von Fliesen. Man unterscheidet bei der Reinigung von Fliesen zwischen Grundreinigung und Pflegereinigung. Diese Reinigung nach dem Abschluss der Verlegearbeiten gehört zur Leistung des Fliesenlegers und dient der Entfernung von Bauschmutz sowie eventuell vorhandener Zementschleier (Verwendung von Zementschleierentfernern wie z.B. INOLIT. Pflegereinigung: Laufende Reinigung durch Kehren, Absaugen, oder feuchtes Aufwischen unter Verwendung von haushaltsüblichen Reinigungsmittel. (siehe auch Pflege) Ritzhärte: Maß für die Widerstandsfähigkeit keramischer Glasuren gegen kratzende, ritzende Beanspruchung. Prüfung der Ritzhärte durch Mohs. Angabe der Härte nach der Mohs`schen Härteskala von 1 bis10. Ritzhärte: “MOHS” 1-10 Unter Härte versteht man den Widerstand einer Stoffoberfläche gegen das Eindringen eines anderen Körpers. Gemessen wird die Ritzhärte nach MOHS durch Vergleichen mit Mineralien. Maßgebend ist die Härte des Minerals, das bei mehreren Ritzversuchen höchstens einmal ein Spur hinterläßt. Keramisches Halbfabrikat nach der Formgebung in noch nicht gebranntem Zustand. (siehe auch Biskuit) Rutschhemmende Fliesen: Spezialfliesen mit unterschiedlich stark profilierter oder rauer Oberfläche zur Erzielung rutschhemmender Eigenschaften eines Belages (Unfallverhütung). Die Unfallversicherer schreiben rutschhemmende Fliesen für Fußböden in Arbeitsräumen und -bereichen mit erhöhter Rutschgefahr sowie für Barfußbereiche vor. Die in diesen Bereichen zu verwendenden Fliesen müssen den vorgeschriebenen Grad der Rutschhemmung aufweisen (Nachweis durch den Hersteller). (siehe auch Treppenauftritt / Treppenfliese) Feuerfestes Erzeugnis aus tonerdehaltigen Mineralien, die als Brennhilfsmittel wie z.B. Brennkapseln oder Schamottesteine für Ofenausmauerungen verwendet werden. Darüber hinaus werden auch zerkleinerte Brennhilfsmittel und gebrannte Tone und Kaoline als Schamotte bezeichnet. Sie werden als spezielle Rohstoffe für keramische Erzeugnisse verwendet und dienen der Verbesserung der Feuerfestigkeit. Scheinfuge: Scherben:Gebrannter Fliesenkörper ohne Glasur. Schiebebild: Dekortechnik, bei der auf den Fliesenkörper vor dem Dekorbrand ein Abziehbild mit speziellen keramischen Farben aufgebracht wird. Dies kann maschinell oder manuell geschehen. Bei der Verhüttung von Materialien anfallende anorganische, silikatische Reststoffe. Schlicker: Schwindung:Beim Trocknen oder Brennen entstehende Kontraktion von Formlingen. Differenz zwischen Ausgangsgröße und Endgröße wird in Prozent gemessen. Umwandlung der Rohstoffe im Brand zu Scherben. Spaltplatte: Stranggepresste Platten, die als Steinzeugfliesen verwendet werden. (siehe Keramische Fliesen). Steinzeug: Syenit: Eine Gesteinsfamilie Plutonite , meist rot, rotbraun oder rötlich, selten bläulich, violett oder weiß, mittel- bis grobkörnig, selten porphyritisch. Der Name kommt von der ägyptischen Stadt Syene, heute Assuan Beständigkeit gegen Temperaturveränderungen ist für Steingutfliesen und Steinzeugfliesen gefordert (Prüfung nach DIN EN 104). (siehe Keramische Fliesen). Tiefenverschleiß: Als Tiefenverschleiß bezeichnet man den Scherbenabrieb bei unglasierten Steinzeugfliesen infolge von schleifender, reibender Beanspruchung. Die zulässigen Toleranzen sind als Mindestanforderung in der betreffenden Materialnorm festgelegt (Prüfung nach DIN 102). (siehe Abriebgruppe) Fliesen und Platten bestehen aus natürlichen Rohstoffen und weisen material- und herstellungsbedingte Toleranzen auf. (siehe Nennmaß). Tonfliese: Unglasierte, ziegelfarbene keramische Fliesen mit mittlerer bis hoher Wasseraufnahme. Vorzugsweise Verwendung als Bodenfliese in Räumen mit rustikalem Charakter. Zur Erzielung der geforderten / gewünschten Gebrauchseigenschaften müssen sie speziell behandelt werden. Hinweise findet man auf den Verpackungen der Hersteller. (siehe auch Reinigung, Pflege) Treppenauftritt / Treppenfliese: Diese Fliesen sind am Rand oft mit rutschhemmenden Rillen versehen, die die Trittsicherheit auf der Treppe gewährleisten soll. Französische Norm zur Klassifizierung keramischer Bodenfliesen (Steinzeug) nach Gebrauchseigenschaften, die nur für den französischen Markt Gültigkeit hat. Parallel dazu gilt auch die EN für Fliesen. (siehe Keramische Fliesen). Nach dem Verlegen der Fliesen werden die Fliesenzwischenräume mit einem speziellen Mörtel gefüllt. Verlegeplan: (siehe Abriebgruppe) Glasartiges, dicht gebranntes Porzellan, hauptsächlich zur Herstellung von Geschirr und Sanitärteilen (siehe Porzellan). Maß für die offene Porosität eines keramischen Erzeugnisses. Die Wasseraufnahme eines keramischen Scherbens ist bei Steingut weniger als 3 % (siehe Porosität). Weichstoffe: Zweitbrand: fliesen havenith . Copyright: © 2018. All rights reserved.
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q-de-2242
Welche Bedeutung hatte Fichte für den Deutschen Idealismus?
Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; † 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. Leben Jugendzeit Fichte war das erste von acht Kindern des Bandwebers Christian Fichte (1737–1812) und seiner Frau Maria Dorothea (geb. Schurich, 1739–1813) in Rammenau in der Oberlausitz. Er wuchs ärmlich in einem von Frondiensten geprägten dörflichen Milieu auf. Seine Auffassungsgabe und sein gutes Gedächtnis fielen einem Verwandten der örtlichen Gutsherrschaft, dem Gutsherrn Ernst Haubold von Miltitz (1739–1774), bei einem Besuch in Rammenau auf: Er hatte eines Sonntags die kirchliche Predigt verpasst, woraufhin der zehnjährige Fichte gerufen wurde, von dem man versicherte, er könne die Predigt wiederholen. Daraufhin imitierte dieser den Pfarrer so perfekt, dass der Freiherr in seiner Entzückung dem Kind nach einer Vorbereitungszeit im Pfarrhaus zu Niederau den Besuch der Stadtschule in Meißen ermöglichte. Danach finanzierte ihm sein Förderer 1774 eine Ausbildung an der Landesschule Pforta bei Naumburg, verstarb jedoch im selben Jahr. Nach seiner Schulzeit zog Fichte 1780 nach Jena, wo er an der Universität ein Theologie-Studium begann, wechselte jedoch bereits ein Jahr später den Studienort nach Leipzig. Die Familie von Miltitz unterstützte ihn nun nicht mehr finanziell, er war gezwungen, sich durch Nachhilfeunterricht und Hauslehrerstellen zu finanzieren und brachte das Studium zu keinem Abschluss. In dieser aussichtslosen Lage bekam er 1788 in Zürich eine Stelle als Hauslehrer, die er aber nur zwei Jahre innehatte, da er der Auffassung war, dass man, bevor man Kinder erzieht, zuallererst die Eltern erziehen müsse. Dort verlobte er sich mit Johanna Marie Rahn (1755–1819), Tochter des Kaufmanns und Waagmeisters Johann Hartmut Rahn und Nichte des Dichters Klopstock. Anschließend ging er wieder nach Leipzig. Fichtes Plan, Prinzenlehrer zu werden, scheiterte. Seine zweite Idee, eine Zeitschrift für weibliche Bildung, lehnten mehrere Verleger ab. Trauerspiele und Novellen brachten ihm ebenfalls keine finanzielle Sicherheit. Übergang zur Philosophie In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den „Dingen, wie sie sind“ und „wie die Dinge erscheinen“ (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Hauslehrerstelle in Warschau nahm Fichte Anfang November 1791 eine auf ein Jahr befristete Anstellung als Hauslehrer des Sohns des Ehepaars Louise von Krockow, geb. von Göppel, die mit Kant persönlich bekannt war, und Heinrich Joachim Reinhold von Krockow (1736–1796), Königl. Preußischer Obrist, im gräflichen Schloss Krockow in der Nähe der pommerellischen Ostseeküste an. Im selben Jahr besuchte er Kant in Königsberg, wo dieser ihm einen Verleger für seine Schrift Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) verschaffte, die anonym veröffentlicht wurde. Das Buch galt zunächst als ein lange erwartetes religionsphilosophisches Werk von Kant selbst. Als Kant den Irrtum klarstellte, war Fichte berühmt und erhielt einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Jena, den er 1794 antrat. Zuvor hatte er nach längerer Überlegung, ob eine Eheschließung ihm nicht die „Flügel abschneide“, 1793 Johanna Rahn geheiratet. Drei Jahre später kam Sohn Immanuel Hermann (1796–1879) zur Welt. In Jena lebte der berühmte Theosoph Jakob Hermann Obereit in Fichtes Wohnhaus. Fichte und Obereit waren beständig im Gespräch. Während seiner Jenaer Professur (1794–1799) wurde er zur Zielscheibe im so genannten „Atheismusstreit“. Ausgelöst wurde dieser Streit 1798 durch zwei Schriften, wobei nur eine (Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung) von Fichte selbst stammt. Beide Schriften waren im Philosophischen Journal, dessen Herausgeber Fichte zusammen mit Friedrich Immanuel Niethammer zu dieser Zeit war, erschienen. Fichte wurde wegen Verbreitung atheistischer Ideen und Gottlosigkeit verklagt, erhielt einen Verweis und trat daraufhin zurück, wie er es zuvor angedroht hatte. 1805 bekam er den Lehrstuhl für Philosophie in Erlangen, 1807 war er Zensor der Hartungschen Zeitung in Königsberg, wurde aber auf Befehl des preußischen Generals Ernst von Rüchel entlassen. Wenige Jahre darauf, 1810, bekam er die Position des Dekans der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit war er von 1811 bis 1812 Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. 1789 wurde Fichte in Zürich in den Freimaurerbund Modestia cum Libertate aufgenommen, in dieselbe Loge, in der auch Johann Wolfgang von Goethe freundschaftlich verkehrte. Später ließ er sich am 6. November 1794 als Mitglied der Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen in Rudolstadt annehmen und war auch nach seinem Umzug nach Berlin mit den dortigen Freimaurerkreisen verbunden. 1799 traf er auf Ignaz Aurelius Feßler und arbeitete nach seiner Annahme am 17. April 1800 mit ihm an der Reform der Großloge Royal York zur Freundschaft. Am 14. Oktober 1799 hielt er einen Vortrag über „den wahren und richtigen Zweck der Maurerei“. Am 13. und 27. April 1800 hielt er mehrere Vorlesungen, die später unter dem Titel Philosophie der Freimaurerei. Briefe an Constant erneuert und veröffentlicht wurden. Schon bald kam es zum Streit und Fichte trat am 7. Juli 1800 aus der Freimaurerei aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der Deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren „Sprecher“ (Vorsitzender). Hatte sich Fichte zuvor als Anhänger der Französischen Revolution bezeichnet, so profilierte er sich nun insbesondere durch die flammend patriotischen Reden an die deutsche Nation (als Text veröffentlicht bis 1808) als Gegner Napoleons. Fichte wurde damit zum Vordenker der Urburschenschaft. Ein utopisches Gesellschaftsmodell – eine Art sozialistische Gesellschaft auf nationalstaatlicher Grundlage – findet sich in dem Werk Der geschlossene Handelsstaat (1800). Tod Vermutlich Ende 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte. Auch Fichte sollte an dieser vom Kot von Kleiderläusen übertragenen Seuche erkranken, die vornehmlich unter der Bezeichnung Fleckfieber berüchtigte Bekanntheit erlangte und insbesondere im Kriegswinter 1813/14 in Mitteleuropa (unter anderem in Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz) katastrophale Ausmaße annahm. Im Gegensatz zu seiner Frau konnte er sich von diesem Fieber nicht erholen. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Die Ehrengrabstelle in der Abt. CH, G2 trägt ein Porträtmedaillon (Kopie) von Ludwig Wilhelm Wichmann. Sein Grabstein trägt einen Vers aus dem Buch Daniel (): Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre Ein zentraler Kern in Fichtes Philosophie ist der Begriff des „absoluten Ich“. Dieses absolute Ich ist nicht mit dem individuellen Geist zu verwechseln. Später nutzte er die Bezeichnung „Absolutes“, „Sein“ oder „Gott“. Fichte beginnt in seiner Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre mit einer Bestimmung des Ich: Fichte ging es um die praktische Umsetzung seiner Philosophie, weshalb er die Errichtung eines lückenlosen philosophischen Systems als zweitrangig erachtete. Im Vordergrund stand für ihn die Verständlichkeit seiner Lehre. Er vertrat ein positives Menschenbild und ging davon aus, dass in jedem Menschen – und nicht nur im Gelehrten – der Grund echter Selbsterkenntnis (und damit auch Gotteserkenntnis) gelegt ist und der Philosoph lediglich auf diese verweisen muss. In seiner populären, z. T. polemischen Darstellungsweise schuf sich Fichte unter den Fachgelehrten viele Freunde, aber auch Feinde. In erbitterter Feindschaft stand er zu Friedrich Nicolai. Goethe urteilte skeptisch über Fichte, . Trotz späterer Ablehnung übte Fichte großen Einfluss auf Schelling und Hegel aus. Auch Hölderlin bekannte, Fichtes Vorlesungen aus seiner Jenaer Zeit viel zu verdanken. Einige Ideen Fichtes knüpfen an die Thesen des etwa 20 Jahre älteren Johann Gottfried Herder an. Fichtes Kantrezeption Fichte reagierte auf die Frage, wie theoretische und praktische Vernunft zusammenhängen, indem er antwortete, dass die beiden Teile der Vernunft in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Hierbei ist die praktische Vernunft der theoretischen übergeordnet. Letztere benötigt demnach die praktische Vernunft; diese aber ist autonom. Auch für Kant war die praktische Vernunft ein Vermögen des Willens – und damit autonom. Laut Fichte mündet diese Tatsache aber in seiner Theorie zur „Selbstsetzung“. Der Wille bringt, indem er sich ein Gesetz gibt, zugleich sein Wesen als „Vernunftwille“ hervor. Dieser Vernunftwille macht das aus, was wir sind – nämlich unser Ich. „Das absolute Ich ist, indem es sich setzt, und setzt sich, indem es ist.“ Aus diesem Grund kommt der praktischen Vernunft absolute Freiheit zu. Fichtes Idealismus ist daher eine Konsequenz aus dem Primat der praktischen Vernunft. Der Kritik am transzendentalen Argument bei Kant entzieht sich Fichte, indem er die praktische Vernunft zur Bedingung für die theoretische Vernunft erklärt. Hierbei geht er von der „Handlung“ des Urteilens aus und schließt mithilfe einer transzendentalen Begründung auf das sich setzende Ich als Bedingung hierfür. Alles Urteilen ist Handeln des menschlichen Geistes. Diesem liegt der Satz „Ich bin“ zugrunde. Das „schlechthin gesezte und auf sich selbst gegründete“ ist der Grund des Handelns. Um dem Vorwurf zu entgehen, dass wir eventuell gar nicht urteilen, sondern nur glauben zu urteilen, führte Fichte die „intellektuelle Anschauung“ ein. Sie ist auch praktisch zu verstehen als „Anschauen seiner selbst im Vollziehen eines Acts“. Wenn wir urteilen, beobachten wir uns nicht, sondern stellen handlungsorientierte Fragen. Diese Fragen gehen von der Annahme aus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Würde das nicht zutreffen, könnte er nicht urteilen, was nicht vorstellbar ist. Gleichwohl vertrat Fichte die Auffassung, auch wenn der Mensch nicht an den Bedingungen vernünftigen Urteilens zweifeln könne, folge daraus nicht, dass er diese Bedingungen tatsächlich erfüllt. Die schärfste Abgrenzung zu Kant vollzog Fichte mit seiner Ablehnung der Konzeption eines „Dinges an sich“. Nur so kann in seinen Augen die absolute Freiheit des Ichs bewahrt werden. Das „Ding an sich“ wird bei Fichte lediglich zu einem „Anstoß“, einem irrationalen Faktum innerhalb des Ich, welches das Ich zu bewältigen versucht. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Ich, gleichsam hinaus in die Welt als „Nicht-Ich“. Ist das absolute Ich demzufolge also ein „Ding an sich“ auf der Seite des Subjekts? Fichtes Antwort: Nur wenn es „erscheint“. Das absolute Ich existiert nur im Handeln. In seiner philosophischen Reflexion wird das absolute Ich zu etwas Objektivem, eine andere Entität der realen Welt gibt es nicht. Jenaer Philosophie Da Fichte die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre schnell als unzureichend und ergänzungsbedürftig ansieht, macht er sich auf dem Höhepunkt seiner Jenaer Periode nahezu zeitgleich an eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftslehre (unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo) und an eine erste Ausarbeitung der praktischen Philosophie (in der Grundlage des Naturrecht und der Sittenlehre). Inhaltlich stellt sich seit der Grundlage der gesamten Wissenschaftlehre die Frage, warum das absolute Ich, welches autonom ist, auf einen „Anstoß“ reagiert. Fichte macht deutlich, dass das absolute Ich nur ist, wenn es sich seiner selbst bewusst wird. Dies kann nur geschehen, wenn es mit Material konfrontiert wird, auf das es zu reagieren hat. Würde es zu keinem Kontakt kommen, würde das Ich „ganz in seiner Tätigkeit aufgehen“. Um aber zu sein – und damit auch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln –, muss es sich für den „Anstoß“ öffnen und dafür Sorge tragen, dass der „Stein des Anstoßes“ erhalten bleibt. Nach Fichte kann das Ich demnach als ein unendliches Streben nach Autonomie verstanden werden. Der „Anstoß“ ist hierbei gleichsam nur notwendige Bedingung des Selbstbewusstseins, keine hinreichende. Die weiteren Bedingungen für das Selbstbewusstsein finden sich in den jeweiligen Teildisziplinen der Wissenschaftslehre, die Fichte unterscheidet: Naturlehre, Rechtslehre, Sittenlehre und Religionslehre. Erstere hat Fichte, aufgrund des von ihm entwickelten Primats der praktischen Vernunft, nie ausgearbeitet. Die Wissenschaftslehre nova methodo Nachdem Fichte durch seine Vorlesungen über die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre in kürzester Zeit bekannt geworden ist, sieht er seine Philosophie bald mit verschiedenen Einwänden und Nachfragen seiner Zeitgenossen konfrontiert. Zunehmend wird er unzufrieden mit seinem ersten Entwurf der Wissenschaftslehre. Statt den Text der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre zu revidieren, entschließt er sich, die Wissenschaftslehre vollkommen neu auszuarbeiten. Das Ergebnis trägt er unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo ab 1796 in Vorlesungen vor, die heute jedoch nur noch als Mitschriften überliefert sind. Dennoch wird die Wissenschaftslehre nova methodo in der neueren Fichteliteratur zunehmend als beste und verständlichste Fassung der fichteschen Wissenschaftslehre angesehen. Inhaltlich bemüht sich Fichte darum, von seinen Zeitgenossen formulierte Einwände zu widerlegen und die Wissenschaftslehre stringenter und nachvollziehbarer vorzutragen. Verschiedene Themenbereiche – etwa die Behandlung der Frage, wie es vom einheitlichen absoluten Ich zur Pluralität individuellen Bewusstseins kommen kann – kommen gegenüber der ersten Behandlung der Wissenschaftslehre neu hinzu. Fichtes Rechtslehre In seinen Grundlagen des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1796/1797 (§ 8) bestimmte Fichte die Funktion des Rechts ähnlich wie Kant: Das Beisammenstehen der Freiheit mehrerer sei Doch schloss für ihn eine vernünftige Ordnung der Freiheit auch eine angemessene Verteilung gemeinschaftsbedingter Chancen und Güter ein. Für Fichte wird die Beziehung zwischen dem Selbstbewusstsein und – sozusagen – der Welt präzisiert. Das Bewusstsein kann sich nur als frei handelndes Wesen begreifen, wenn es „den Begriff eines frei handelnden Wesens auf sich anwenden kann.“ Das kann es nur, wenn andere das Selbstbewusstsein auffordern etwas zu tun und gleichzeitig(!) die Freiheit eingestehen, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Da dieser Vorgang reziprok ist, folgt, dass das Sein des Selbstbewusstseins von der Anerkennung der Freiheit anderer abhängt. Es wird deutlich, dass sich Fichte nicht auf das Moralgesetz als die bindende Kraft des Rechts versteht, sondern das Eigeninteresse des selbstbewussten Ichs. Ein Rechtsverhältnis entsteht demnach aufgrund der bloßen Existenz eines Nicht-Ichs. Auch Fichte definiert, wie so mancher Philosoph vor ihm, den Staat als Ausdruck des absoluten Willens, dessen Absicht es ist, die Freiheit und Rechte seiner Bürger zu garantieren. Kollektives Handeln und individuelles Handeln werden mit dem Ausdruck „sittliches Handeln“ in Eins gesetzt. Freiheit in der Geschichte sei nach Fichte die mehr oder weniger sittliche Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse der verschiedenen Völker. Fichtes Philosophie lässt sich als ethischer Idealismus bezeichnen, wenn man voraussetzt, dass nur der Staat Rechtsverhältnisse zwischen sich und den Bürgern bzw. unter den Bürgern schafft und dabei Beschränkungen seiner Bürger zugunsten eigener materieller Zwecke vornimmt. Fichtes Sittenlehre Im System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1798 geht Fichte davon aus, dass das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs nur sein kann unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Hierbei ist sich das Ich des Sittengesetzes niemals in abstracto bekannt, sondern „immer in Form konkreter Aufgaben und Pflichten der Welt“. Das Ich kann sich nur eine Tätigkeit zuschreiben, wenn diese mit der kausalen Wirklichkeit einer ihm unabhängigen Welt verbunden ist. Dies wiederum ist nur möglich, wenn es sich einen Körper zuschreibt. Da dieser Körper Teil der Welt ist, unterliegt er auch den Naturtrieben. Das Sittengesetz untersucht nun die Bedingungen der Manifestation eines zugleich verkörperten und von Naturtrieben beherrschten Ich. Fichtes Religionslehre Fichte hinterließ keine systematisch ausgearbeitete Religionsphilosophie. Im Atheismusstreit, den Friedrich Karl Forberg mit einem Artikel im Philosophischen Journal mit einem zustimmenden Nachwort von Fichte 1798 ausgelöst hatte, postulierte Fichte mit Forberg, die Existenz Gottes sei nicht notwendig für die Errichtung einer moralischen Wertordnung, allerdings sei der Glaube an Gott, verbunden mit einer göttlichen Moral, unumgänglich. Während Kant von der Existenz Gottes ausging und seine These untermauerte, die Existenz Gottes sei notwendig im Hinblick auf die Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Handelns, sah Fichte nur die Notwendigkeit zu einer „moralischen Weltordnung“. Diese müsse nicht zwingend auf eine höhere Instanz – also Gott – zurückgeführt werden. Die aktive Weltordnung selbst () könne man als Gott bezeichnen. Wer dies aber tut, der „verkennt die unmittelbare Beziehung des Gottesbegriffs zum moralischen Bewusstsein“ und ist, so Fichte, „der wahre Götzendiener und Atheist.“ Beitrag zur Französischen Revolution (1793) Deutlich wie wenige Denker und Politiker des damaligen Deutschland begrüßt Fichte die Französische Revolution. Er sieht in ihr nicht nur moralische Gründe, sondern auch einen rechtmäßigen Fortschritt zu mehr Gleichheit und Freiheit. Seine beiden Revolutionsschriften von 1793 (Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten und Beiträge zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution) griffen in die öffentlichen Debatten ein. Er begründet die Rechtmäßigkeit der Revolution in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contrat social mit dem Argument, dass es ein „unveräußerliches Recht des Menschen“ sei, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie: „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte die tiefere, philosophische Legitimität der Veränderung der Staatsverfassung. Fichtes Kritik am Judentum Im Werk Fichtes finden sich diverse despektierliche Äußerungen über Juden, die in der Fachliteratur als „judenfeindliche Ausfälle“ und „antijüdischer Affekt“ bezeichnet werden. Micha Brumlik etwa ist der Ansicht, Fichtes Positionen beinhalteten sowohl christlich-philosophischen Antijudaismus als auch politisch-säkularen Antisemitismus, und verglich letzteren mit dem von Adolf Hitler sogenannten „Antisemitismus der Vernunft“, der einen notwendigen, vollständigen Ausschluss der Juden aus einer zu schaffenden, besseren Gesellschaft propagierte. In der Sekundärliteratur finden sich allerdings auch differenzierendere Einschätzungen, insbesondere wenn das Gesamtwerk Fichtes betrachtet wird. Besonders drastisch äußert sich Fichte in Beiträge zur Berichtigung der Urtheile des Publicums über die französische Revolution von 1793. Er greift darin sowohl die Juden mit harschen Worten an, als auch das Militär und den Adel. Das Judentum sei ein „Staat im Staate“ und würde sich absondern. Die Juden, körperlich schlaff, hätten einen egoistischen Handelsgeist. Sie würden die übrigen Bürger übervorteilen, seien nur auf sich und ihre Sippe bedacht. Fichte übernimmt größtenteils die damals vorherrschenden Vorurteile, prangert aber vor allem immer wieder die angeblich separatistische Einstellung dieser Religion an. Oft zitiert wird die folgende Fußnote: In seiner 1794 erschienenen Streitschrift Eisenmenger der Zweite polemisierte Saul Ascher gegen die judenfeindlichen Äußerungen Fichtes, dem er den Namen des seinerzeit bekannten Judenfeindes Johann Andreas Eisenmenger, des Autors des Pamphlets Entdecktes Judentum, beilegte. Mit Fichte sei eine neue Dimension des säkularen Judenhasses zu verzeichnen. Mit David Veit lernte Fichte einen Vertreter der jüdischen Aufklärung Haskala kennen und schätzen. Als Rektor der Berliner Universität trat er kompromisslos und gegen allgemeinen Widerstand für einen zu Unrecht vom Senat der Universität bestraften und mit Relegation bedrohten jüdischen Studenten ein. Während vielfach eine „liberal-progressive“ Rezeption Fichtes – auch unter jüdischen Intellektuellen – vorherrschte, entwickelte sich später, insbesondere im Gefolge des Ersten Weltkrieges, auch eine „völkisch-nationalistische“ Rezeption. Dabei gewannen sowohl die Grundzüge als auch die Reden Fichtes erneut an Bedeutung, indem sie in den Dienst des nationalistischen Pathos und der Judenhetze gestellt wurden. Die Nationalsozialisten nahmen dabei Fichte zur Begründung ihrer Ideologie in Anspruch. Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) In den Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters entwickelt Fichte Ansichten zu einer Geschichtsphilosophie. Tragender Gedanke dieser Geschichtsphilosophie ist die Entwicklung der Menschheit von der Unfreiheit zur Freiheit. Parallel zu jener inneren Entwicklung der Individuen, gehe die äußere Entwicklung ihrer Position und Bestimmung im Staate von der Rolle des Untertan hin zum freien Bürger. Im Vordergrund steht ein Entwicklungsmodell, das die Geschichte in fünf Epochen unterteilt, wobei Fichte seine eigene Epoche als das „Zeitalter der vollendeten Sündhaftigkeit“ verstand, während die Grundzüge die künftigen Epochen einleiten sollten. Diese Epochenentwicklung vollziehe sich in folgenden Stufen: 1. Instinktive Vernunft: Stand der Unschuld des Menschengeschlechts; 2. Äußerlich erzwungene, jedoch nicht durch Gründe überzeugende Autorität: Stand der anhebenden Sünde; 3. Emanzipation von jeder äußeren Autorität, Herrschaft des nackten Erfahrungsbegriffs: Stand der vollendeten Sündhaftigkeit; 4. Rückkehr der freien, innerlichen Vernunft, wo die Wahrheit als das höchste erkannt und geliebt wird: Stand der anhebenden Rechtfertigung; 5. Verwirklichung der freien, innerlichen Vernunft in allen äußeren Lebensbereichen, wo die Menschheit sich selber als Abdruck der Vernunft aufbaut: Stand der vollendeten Rechtfertigung und Heiligung. Reden an die deutsche Nation (1808) Die Reden an die deutsche Nation verstehen sich als Fortsetzung der Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Drei Jahre nach diesen Vorträgen erklärt Fichte das Ende der dort beschriebenen dritten Epoche, die er in den Reden … als die Epoche der Selbstsucht bezeichnet. Durch die Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen sei diesem mit der Selbständigkeit gleichzeitig der Gehalt der Selbstsucht verloren gegangen. Es müsse ein neues Selbst gesucht werden, welches über die Nation hinausgehe. Dieses sei die Vernunft. In den Reden ruft Fichte im Bereich der Bildung zu einer Nationalerziehung nach dem Vorbild von Johann Heinrich Pestalozzi auf, die das menschliche Verhältnis zur Freiheit in der Vernunft- und Werterziehung verankern soll. Auch hier geht es wieder um die sittliche Bildung zur Freiheit, zur Selbständigkeit, zur Veredelung. In dieser Erhebung zur Vernunft, zum wahren Selbst, welches in der allgemeinen Vernunft zu finden ist, die jede Nation übersteigt, entfällt für Fichte auch die mögliche Feindschaft zu anderen freien Individuen und Nationen, denn der so gebildete Mensch strebe danach, seine Mitmenschen zu achten, und liebe ihre Freiheit und Größe, während ihn ihre Knechtschaft schmerze: „Aber es ist schlechthin unmöglich, dass ein solches Gemüt nicht auch außer sich an Völkern und einzelnen ehre, was in seinem Innern seine eigne Größe ausmacht: die Selbständigkeit, die Festigkeit, die Eigentümlichkeit des Daseins.“ In den Reden finden sich mit einer klar konturierten Ausdifferenzierung der Menschheit in nicht gleichwertige Sprach- und Kulturgemeinschaften sowie dem grundsätzlichen Streben nach deren Reinheit Ansätze einer rassistischen Theoriebildung. Würdigung Den Namen Fichtes tragen Johann-Gottlieb-Fichte-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin Fichte-Gymnasien und -Schulen in mehreren deutschen Städten Straßen in vielen Ortschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Fichtegasse in Wien Fichtestraße in der Gartenstadt von Freiburg im Breisgau Siedlung am Fichteplatz in Mainz mehrere deutsche Sportvereine, die in der Arbeitersportbewegung verwurzelt sind, z. B. der VfB Fichte Bielefeld J. G. Fichte, Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei Zwei Denkmäler, ein Park und ein Museum (im Barockschloss Rammenau) im Fichte-Geburtsort Rammenau Fichteturm und Fichtepark in Dresden-Plauen 5-DM-Gedenkmünze zum 150. Todestag (→ 5. Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland) 10-Mark-Gedenkmünze zum 175. Todestag 70-Cent-Sondermarke zum 250. Geburtstag 2012 Die Pflanzengattung Fichtea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte. Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung 1996 wurde die der rechtskonservativen Partei Die Republikaner nahestehende Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung e.V. gegründet, die sich nach eigenen Angaben der Vermittlung von traditionellen Werten im Sinne des Philosophen widmet. Werke (Auswahl) Wissenschaftslehre Die Wissenschaftslehre, Fichtes Hauptwerk, wurde von ihm mehrfach überarbeitet. u. a.: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie (1794) () Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/1795) Wissenschaftslehre nova methodo (1796–1799) Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797/1798) Die Wissenschaftslehre (1804) sowie folgende Ausgaben (1812) und (1813). Weitere Werke Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die französische Revolution (PDF; 1 MB) (1793) Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794) Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere (1796) Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre (1798) Appellation an das Publikum über die durch Churf. Sächs. Confiscationsrescript ihm beigemessenen atheistischen Aeußerungen. Eine Schrift, die man zu lesen bittet, ehe man sie confsicirt (1799) Der geschlossene Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als Anhang zur Rechtslehre und Probe einer künftig zu liefernden Politik (1800) Die Bestimmung des Menschen (1800) Friedrich Nicolais Leben und sonderbare Meinungen (1801) Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant (1802/03) Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre (1806) Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit (1806) Reden an die deutsche Nation (1807/1808) () Das System der Rechtslehre (1812) Literatur Ausgaben Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer, Leipzig: Gabler, 1794 () Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere. (1796). Neudruck auf der Grundlage der 2. von Fritz Medicus hrsg. Auflage von 1922; 3. Nachdruck mit überarbeiteten Quellennachweisen und Personenregister, Hamburg 1979 (= Philosophische Taschenbücher. Band 256). Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 42 Bände, hrsg. von Reinhard Lauth, Erich Fuchs und Hans Gliwitzky. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962–2011, ISBN 3-7728-0138-2 Fichtes Werke. 11 Bände. Hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Nachdruck der Ausgaben Berlin 1845/46 und Bonn 1834/35, Berlin 1971. ISBN 3-11-006486-3 Fichte im Kontext. Werke auf CD-ROM. Berlin 32002, ISBN 3-932094-25-5. Werke in 2 Bänden. Hrsg. Wilhelm G. Jacobs, Peter L. Oesterreich, Frankfurt a. M. 1997. ISBN 978-3-618-63073-9 Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1978, Philosophische Bibliothek Band 247. ISBN 3-7873-0448-7 Jacobi an Fichte, Text 1799/1816 im Vergleich, Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel 2011 (deutscher Text, Einleitung von Marco Ivaldo, Noten, Kommentar, Appendix mit Texten von Jacobi und Fichte, italienische Uebersetzung von Ariberto Acerbi, mit Register und Bibliographie), ISBN 978-88-905957-5-2. Sekundärliteratur Immanuel Hermann Fichte: Johann Gottlieb Fichte's Leben und Litterarischer Briefwechsel. 2 Bände. Seidel, Sulzbach 1830–1831 Erster Theil Digitalisat Zweiter Band Digitalisat Adolf Trendelenburg: Zur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte. 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Berichte der Zeitgenossen, 6 Bände; Frommann-Holzboog, Stuttgart 1978–1991 ISBN 3-7728-0707-0 Georg Geismann: Fichtes „Aufhebung“ des Rechtsstaates; in: Fichte-Studien, 3 (1991) 86–117 Andrea Gentile, Bewusstsein, Anschauung und das Unendliche bei Fichte, Schelling und Hegel. Über den unbedingten Grundsatz der Erkenntnis, Verlag Karl Alber, Freiburg, München 2018, ISBN 978-3-495-48911-6 Lore Hühn: Fichte und Schelling oder: Über die Grenze menschlichen Wissens. Metzler, Stuttgart 1994. ISBN 3-476-01249-2 Wilhelm G. Jacobs: Johann Gottlieb Fichte : eine Biographie; Berlin: Insel, 2012; ISBN 978-3-458-17541-4 Wolfgang Janke: Artikel Fichte, Johann Gottlieb; in: Theologische Realenzyklopädie 11 (1983), S. 157–171 Anthony J. LaVopa, Fichte: The Self and the Calling of Philosophy, 1762–1799. Cambridge University Press, Cambridge 2001. ISBN 0-521-79145-6 Christian Klotz: Selbstbewußtsein und praktische Identität. Eine Untersuchung über Fichtes Wissenschaftslehre nova methodo; Frankfurt 2002 ISBN 978-3-465-03142-0 Manfred Kühn: Johann Gottlieb Fichte. Ein deutscher Philosoph. Beck, München 2012. ISBN 978-3-406-63084-2 Jörg-Peter Mittmann: Das Prinzip der Selbstgewißheit – Fichte und die Entwicklung der nachkantischen Grundsatzphilosophie (PDF; 1,1 MB); Athenäum Hain Hanstein, Bodenheim 1993. ISBN 3-8257-9251-X Harald Münster: Fichte trifft Darwin, Luhmann und Derrida. „Die Bestimmung des Menschen“ in differenztheoretischer Rekonstruktion und im Kontext der „Wissenschaftslehre nova methodo“; Amsterdam, New York: Rodopi 2011 (Fichte-Studien-Supplementa, Band 28). ISBN 978-90-420-3434-1 Peter L. Oesterreich & Hartmut Traub: Der ganze Fichte. Die populäre, wissenschaftliche und metaphilosophische Erschließung der Welt. Metzler, Stuttgart 2006. ISBN 3-17-018749-X Peter Rohs: Johann Gottlieb Fichte. Beck, München 1991. ISBN 3-406-34633-2 Rainer Schäfer: Johann Gottlieb Fichtes >Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre< von 1794. WBG, Darmstadt 2006. ISBN 3-534-16666-3 Ernst Schenkel: Individualität und Gemeinschaft. Der demokratische Gedanke bei J. G. Fichte. Rascher & Cie, Zürich 1933. Karsten Schröder-Amtrup: J. G. Fichte. Leben und Lehre. Ein Beitrag zur Aktualisierung seines Denkens und Glaubens (Philosophische Schriften Band 77). Duncker & Humblot, Berlin 2012. ISBN 978-3-428-13804-3 Ulrich Schwabe: Individuelles und Transindividuelles Ich. Die Selbstindividuation reiner Subjektivität und Fichtes Wissenschaftslehre. Mit einem durchlaufenden Kommentar zur Wissenschaftslehre nova methodo. Schöningh, Paderborn 2007. ISBN 3-506-76325-3 Helmut Seidel: Johann Gottlieb Fichte zur Einführung. Junius, Hamburg 1997. ISBN 3-88506-957-1 Jürgen Stolzenberg: Fichtes Begriff der intellektuellen Anschauung. Die Entwicklung in den Wissenschaftslehren von 1793/94 bis 1801/02. Klett-Cotta, Stuttgart 1986. (Reihe: Deutscher Idealismus. Philosophie und Wirkungsgeschichte in Quellen und Studien. Bd. 10). ISBN 3-608-91232-0 Armin G. Wildfeuer: Praktische Vernunft und System. Entwicklungsgeschichtliche Untersuchungen zur ursprünglichen Kantrezeption Johann Gottlieb Fichtes. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1865-X David W. Wood: “Mathesis of the Mind”: A Study of Fichte’s Wissenschaftslehre and Geometry; Amsterdam, New York: Rodopi, 2012 (Fichte-Studien-Supplementa, Band 29). Wolfgang Class, Alois K. Soller: Kommentar zu Fichtes ‚Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre‘ Rodopi, Amsterdam New York 2004. Patrick Tschirner: Totalität und Dialektik. Johann Gottlieb Fichtes späte Wissenschaftslehre oder die lebendige Existenz des Absoluten als sich selbst bildendes Bild, Berlin: Duncker & Humblot 2017. ISBN 978-3-428-14987-2 Weblinks Internationale Johann-Gottlieb-Fichte-Gesellschaft e. V. Ricarda D. Herbrand: „Zwischen Kosmopolitismus und Nationalismus – Johann Gottlieb Fichte“, in: TABVLA RASA. Jenenser Zeitschrift für Kritisches Denken, April 2007. Ernst-Otto Onnasch: Ich und Vernunft. Ist J.G. Fichte die Begründung seiner Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre von 1794/95 gelungen? (PDF; 892 kB) Einzelnachweise Philosoph der Frühen Neuzeit Philosoph (19. Jahrhundert) Vertreter des Deutschen Idealismus Politischer Philosoph Rektor (Humboldt-Universität zu Berlin) Freimaurer (18. Jahrhundert) Freimaurer (19. Jahrhundert) Freimaurer (Deutschland) Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena) Hochschullehrer (Erlangen) Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Ehrengrab des Landes Berlin Person (Rammenau) Deutscher Geboren 1762 Gestorben 1814 Mann Person des Antisemitismus
'Ordnungsgemäße Überführung' von R. M. Douglas bei LovelyBooks (Sachbücher) R. M. Douglas 'Ordnungsgemäße Überführung' Inhaltsangabe zu „'Ordnungsgemäße Überführung'“ von R. M. Douglas Bis heute zählt die durch Hitlers verbrecherisches Regime ermöglichte Vertreibung der Deutschen aus dem Osten Europas zu den umstrittensten Themen der deutschen Zeitgeschichte. Daher ist es wohl kein Zufall, dass die erste große historische Gesamtdarstellung nun von einem irischen Historiker vorgelegt wird. „Geordnet und human“, sollte die Umsiedlung der Deutschen erfolgen, so hatte es das Potsdamer Abkommen festgelegt. Doch die Realität sah anders aus. In seinem gründlich recherchierten Buch rekonstruiert R. M. Douglas die verschiedenen Etappen der Massenvertreibungen, beschreibt den Archipel der Konzentrations-, Internierungs- und Sammellager für Deutsche, der in ganz Mittel- und Osteuropa nach dem Krieg entstand, und beleuchtet die Folgen, deren Schatten bis in die Gegenwart reichen. Dabei verwendet er deutsche Quellen nur, sofern sie durch andere Zeugnisse bestätigt werden, und konzentriert sich auf Überlieferungen aus dem Archiv des Internationalen Roten Kreuzes, Beobachtungen westlicher Diplomaten, Offiziere und Journalisten sowie auf die Akten der ausweisenden Staaten selber. So entsteht eine Darstellung, die das Leid der Vertriebenen, die Gräueltaten an Deutschen und das moralische Versagen der Alliierten in ungewohnter Schärfe thematisieren kann ohne in den Verdacht der Einseitigkeit zu geraten. Vertreibungen laufen nie „geordnet und human“ ab, das ist die zentrale These dieses Buches. Ein flammender Appell gegen Völkerverschiebungen als Mittel internationaler Politik. 04. April 2013 um 19:03 „Ordnungsgemäße Überführung – Die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg“ von dem amerikanischen Historiker R.M. Douglas bietet einen sehr guten Überblick über die Geschichte der Vertreibungen, ihre Hintergründe und Ursachen. Das Buch ist gegliedert in 13 Kapitel, von den Planungen über die Durchführung bis hin zu den Auswirkungen und Folgen bis in die Gegenwart. Dabei geht Douglas nicht streng chronologisch vor, sondern er arbeitet eher thematisch geordnet. Ich halte das für eine sehr gute Lösung, da so die verschiedenen Aspekte und Perspektiven jeweils vollständig betrachtet werden. Natürlich kommt es dadurch aber auch zu Redundanzen und teilweisen Sprüngen zwischen den verschiedenen Ländern und Besatzungszonen. Der Autor geht sehr behutsam an dieses doch oft kontroverse Thema heran. Zum einen beleuchtet er wirklich alle Seiten, d.h. er setzt die Vertreibungen in den Kontext des Zweiten Weltkriegs und des Dritten Reiches, betrachtet das Verhalten der Volksdeutschen während des Krieges, untersucht die Rolle der Alliierten und der Vertreibungsländer und stellt auch die Gegner der Vertreibungen dar. Zum anderen stützt er sich in seinen Quellen viel auf Berichte des Internationalen Roten Kreuzes und anderer internationaler Organisationen. Immer wieder greift er auch einzelne Schicksale und Personen auf und stellt sie näher vor, wie zum Beispiel den Tschechen Premysl Pitter, der nach dem Zweiten Weltkrieg sowohl sudetendeutsche als auch jüdische Kinder in seine Waisenhäuser aufnahm. Mit 460 Seiten ist „Ordnungsgemäße Überführung“ natürlich sehr umfangreich, es liest sich aber trotzdem sehr gut und zügig. Für ein Sachbuch ist die Sprache sehr angenehm, nicht zu wissenschaftlich, aber auch nicht zu einfach. Hier kann man wahrscheinlich auch dem Übersetzer Martin Richter ein Kompliment aussprechen. Insgesamt kann ich „Ordnungsgemäße Überführung“ (Originaltitel: „Orderly and Humane“ so wie die Vertreibungen laut Potsdamer Abkommen ablaufen sollten) auf jeden Fall weiterempfehlen, sowohl an Leute, die sich bereits mit dem Thema auskennen, als auch an andere Interessierte. Fundierte und deutliche Darstellung der Vertreibung Es ist durchaus von Vorteil, kann man nach der Lektüre feststellen, dass hier ein amerikanischer Historiker sich aufgemacht hat, eine Gesamtdarstellung der „Vertreibung der Deutschen aus dem Osten Europas“ zu konzipieren. Zumindest hoch objektiv und nicht von persönlichen Blickwinkeln beeinflusst wirkt seine Darstellung, die sich zu weiten Teilen vor allem auf die Akten und Zeugenaussagen des internationalen Roten Kreuzes stützt. Deutsche Quellen nutzt Douglas nur da, wo sie mehrfach belegt sind. Mit dieser Quellenlage schafft er zunächst ein möglichst abgesichertes, reales Bild der Ereignisse in den letzten Wochen des zweiten Weltkrieges und in der unmittelbar darauf folgenden Zeit. Anders als die oft doch subjektiv geprägten Aufarbeitungen der „Vertreibung“, wie sie in manchen deutschen Darstellungen vorliegt. Zudem nimmt sich Douglas die Zeit und den Raum, immer wieder sehr genau und vor allem konkret hinzuschauen, sehr plastisch an Einzelfällen darzustellen, wie es „in Wahrheit war“. Das, was die Alliierten als „ordnungsgemäße Überführung“ miteinander vereinbart und geplant hatten setzt Douglas in direkten Kontrast mit der „Umsetzung vor Ort“ und schildert ungeschminkt die Grausamkeiten und Härten, mittels derer so manche „Sieger“ ihrer Verachtung und in Teilen auch ihrer Rache freien Lauf ließen. So entsteht auch ein Bild von dem, was passiert, wenn Menschen sich „entfesseln“ und „freier Lauf“ gewährt, fast erwünscht wird. Dies gilt im Übrigen nicht nur für das Geschehen um die Deutschen aus dem Osten Europas, dies gilt in vielfacher Form im Blick auf „Vertreibungen“ ethnischer Gemeinschaften zu vielen Zeiten der Weltgeschichte. Vertreibungen, die Douglas im Übrigen ebenfalls in ihrer Grundstruktur kurz erwähnt und skizziert. „Zwangsumsiedlungen“, die durchaus auch in der Gegenwart zumindest an manchen Orten immer noch versucht werden. Die allerdings gerade im Blick auf das eigentliche Objekt seiner Betrachtung in ungewöhnlich und „entfesselter“ Brutalität stattfanden. Eine Brutalität, die sicherlich, auch das legt Douglas offen, im Gesamtkontext des Krieges zu sehen ist, in dem gerade von deutscher Seite her ein solche Brutalität und Grausamkeit, eine solche Aufkündigung aller bis dahin geltenden Regeln im Krieg vorangetrieben wurde. Dennoch nimmt es den Leser durchaus innerlich mit, wenn Douglas detailliert eine „staatlich geförderte“ Gewalt darstelle, aufzeigt, warum die hehren Worte eine „humanen Umsiedlung“ schon als sie ausgesprochen und vereinbart wurden längst von der Realität überholt waren. Eine Rigidität, die in Teilen maßlos ihren Weg nahm. „Ostpreußen ist leer“, formulierte Radio Lublin schon im Mai 45. „Geleert“, könnte man sagen nach der Lektüre des Buches. Rasch, radikal und brutal, Hauptsache geleert und bereit für eine Neuansiedlung und Assimilation, das eigentliche ziel Stalins, wie Dougals herausstellt. Ein Plan im Übrigen, der von anderer Seite her durch die Nationalsozialisten ebenfalls schon längst durchgeplant worden war nach dem erhofften „Endsieg“, was zigmillionen Polen und Russen betroffen hätte. Ein gutes halbes Jahr währte diese strukturiert vorangetrieben „Vertreibung“, die „hunderttausende von Opfer nach sich zog“. Und das, wohlgemerkt, nach der Kapitulation zu offiziellen „Friedenszeiten“ bereits. Wobei es Douglas nicht bei der Darstellung dieses „Kernzeitraumes“ bewenden lässt. Auch die Integration der Millionen von Flüchtlingen in Deutschland nimmt er auf und stellt diese dar. Eine Integration inmitten einer „kalten“ Bevölkerung, die durchaus mit massiver Abwehr auf „die Flüchtlingen reagierte“. Auch dies liest sich intensiv im Buch, wie jene, die alles verloren hatten, auch viele nahestehende Menschen, die Grausamkeit gesehen und erlitten hatten, nun ebenfalls wieder einer Haltung des „unerwünscht Seins“ gegenüber standen. Eine Integration, die dennoch gelang und deren Ermöglichung Douglas ebenfalls darstellt. R.M.Douglas bietet eine breite und in den genutzten Quellen möglichst objektive Darstellung eines der dunkelsten Kapitel, was „Zwangsumsiedlungen“ angeht und stellt diese einerseits plastisch und konkret dar, wie es ihm andererseits gelingt, die großen Entwicklungslinien des Geschehens vorher wie nachher aufzuzeigen. Ein sehr gelungenes Stück dargestellter Geschichte. Untertitel: Die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg appell gegen völkerverschiebungen als mittel internationaler politik bedeutung und erinnerung organisierte vertreibungen vorgeschichte-verlauf-folgen Ähnliche Bücher wie „'Ordnungsgemäße Überführung'“ - Wer dieses Buch mag, mag auch...
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Welche Bedeutung hatte Fichte für den Deutschen Idealismus?
Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; † 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. Leben Jugendzeit Fichte war das erste von acht Kindern des Bandwebers Christian Fichte (1737–1812) und seiner Frau Maria Dorothea (geb. Schurich, 1739–1813) in Rammenau in der Oberlausitz. Er wuchs ärmlich in einem von Frondiensten geprägten dörflichen Milieu auf. Seine Auffassungsgabe und sein gutes Gedächtnis fielen einem Verwandten der örtlichen Gutsherrschaft, dem Gutsherrn Ernst Haubold von Miltitz (1739–1774), bei einem Besuch in Rammenau auf: Er hatte eines Sonntags die kirchliche Predigt verpasst, woraufhin der zehnjährige Fichte gerufen wurde, von dem man versicherte, er könne die Predigt wiederholen. Daraufhin imitierte dieser den Pfarrer so perfekt, dass der Freiherr in seiner Entzückung dem Kind nach einer Vorbereitungszeit im Pfarrhaus zu Niederau den Besuch der Stadtschule in Meißen ermöglichte. Danach finanzierte ihm sein Förderer 1774 eine Ausbildung an der Landesschule Pforta bei Naumburg, verstarb jedoch im selben Jahr. Nach seiner Schulzeit zog Fichte 1780 nach Jena, wo er an der Universität ein Theologie-Studium begann, wechselte jedoch bereits ein Jahr später den Studienort nach Leipzig. Die Familie von Miltitz unterstützte ihn nun nicht mehr finanziell, er war gezwungen, sich durch Nachhilfeunterricht und Hauslehrerstellen zu finanzieren und brachte das Studium zu keinem Abschluss. In dieser aussichtslosen Lage bekam er 1788 in Zürich eine Stelle als Hauslehrer, die er aber nur zwei Jahre innehatte, da er der Auffassung war, dass man, bevor man Kinder erzieht, zuallererst die Eltern erziehen müsse. Dort verlobte er sich mit Johanna Marie Rahn (1755–1819), Tochter des Kaufmanns und Waagmeisters Johann Hartmut Rahn und Nichte des Dichters Klopstock. Anschließend ging er wieder nach Leipzig. Fichtes Plan, Prinzenlehrer zu werden, scheiterte. Seine zweite Idee, eine Zeitschrift für weibliche Bildung, lehnten mehrere Verleger ab. Trauerspiele und Novellen brachten ihm ebenfalls keine finanzielle Sicherheit. Übergang zur Philosophie In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den „Dingen, wie sie sind“ und „wie die Dinge erscheinen“ (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Hauslehrerstelle in Warschau nahm Fichte Anfang November 1791 eine auf ein Jahr befristete Anstellung als Hauslehrer des Sohns des Ehepaars Louise von Krockow, geb. von Göppel, die mit Kant persönlich bekannt war, und Heinrich Joachim Reinhold von Krockow (1736–1796), Königl. Preußischer Obrist, im gräflichen Schloss Krockow in der Nähe der pommerellischen Ostseeküste an. Im selben Jahr besuchte er Kant in Königsberg, wo dieser ihm einen Verleger für seine Schrift Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) verschaffte, die anonym veröffentlicht wurde. Das Buch galt zunächst als ein lange erwartetes religionsphilosophisches Werk von Kant selbst. Als Kant den Irrtum klarstellte, war Fichte berühmt und erhielt einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Jena, den er 1794 antrat. Zuvor hatte er nach längerer Überlegung, ob eine Eheschließung ihm nicht die „Flügel abschneide“, 1793 Johanna Rahn geheiratet. Drei Jahre später kam Sohn Immanuel Hermann (1796–1879) zur Welt. In Jena lebte der berühmte Theosoph Jakob Hermann Obereit in Fichtes Wohnhaus. Fichte und Obereit waren beständig im Gespräch. Während seiner Jenaer Professur (1794–1799) wurde er zur Zielscheibe im so genannten „Atheismusstreit“. Ausgelöst wurde dieser Streit 1798 durch zwei Schriften, wobei nur eine (Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung) von Fichte selbst stammt. Beide Schriften waren im Philosophischen Journal, dessen Herausgeber Fichte zusammen mit Friedrich Immanuel Niethammer zu dieser Zeit war, erschienen. Fichte wurde wegen Verbreitung atheistischer Ideen und Gottlosigkeit verklagt, erhielt einen Verweis und trat daraufhin zurück, wie er es zuvor angedroht hatte. 1805 bekam er den Lehrstuhl für Philosophie in Erlangen, 1807 war er Zensor der Hartungschen Zeitung in Königsberg, wurde aber auf Befehl des preußischen Generals Ernst von Rüchel entlassen. Wenige Jahre darauf, 1810, bekam er die Position des Dekans der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit war er von 1811 bis 1812 Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. 1789 wurde Fichte in Zürich in den Freimaurerbund Modestia cum Libertate aufgenommen, in dieselbe Loge, in der auch Johann Wolfgang von Goethe freundschaftlich verkehrte. Später ließ er sich am 6. November 1794 als Mitglied der Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen in Rudolstadt annehmen und war auch nach seinem Umzug nach Berlin mit den dortigen Freimaurerkreisen verbunden. 1799 traf er auf Ignaz Aurelius Feßler und arbeitete nach seiner Annahme am 17. April 1800 mit ihm an der Reform der Großloge Royal York zur Freundschaft. Am 14. Oktober 1799 hielt er einen Vortrag über „den wahren und richtigen Zweck der Maurerei“. Am 13. und 27. April 1800 hielt er mehrere Vorlesungen, die später unter dem Titel Philosophie der Freimaurerei. Briefe an Constant erneuert und veröffentlicht wurden. Schon bald kam es zum Streit und Fichte trat am 7. Juli 1800 aus der Freimaurerei aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der Deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren „Sprecher“ (Vorsitzender). Hatte sich Fichte zuvor als Anhänger der Französischen Revolution bezeichnet, so profilierte er sich nun insbesondere durch die flammend patriotischen Reden an die deutsche Nation (als Text veröffentlicht bis 1808) als Gegner Napoleons. Fichte wurde damit zum Vordenker der Urburschenschaft. Ein utopisches Gesellschaftsmodell – eine Art sozialistische Gesellschaft auf nationalstaatlicher Grundlage – findet sich in dem Werk Der geschlossene Handelsstaat (1800). Tod Vermutlich Ende 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte. Auch Fichte sollte an dieser vom Kot von Kleiderläusen übertragenen Seuche erkranken, die vornehmlich unter der Bezeichnung Fleckfieber berüchtigte Bekanntheit erlangte und insbesondere im Kriegswinter 1813/14 in Mitteleuropa (unter anderem in Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz) katastrophale Ausmaße annahm. Im Gegensatz zu seiner Frau konnte er sich von diesem Fieber nicht erholen. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Die Ehrengrabstelle in der Abt. CH, G2 trägt ein Porträtmedaillon (Kopie) von Ludwig Wilhelm Wichmann. Sein Grabstein trägt einen Vers aus dem Buch Daniel (): Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre Ein zentraler Kern in Fichtes Philosophie ist der Begriff des „absoluten Ich“. Dieses absolute Ich ist nicht mit dem individuellen Geist zu verwechseln. Später nutzte er die Bezeichnung „Absolutes“, „Sein“ oder „Gott“. Fichte beginnt in seiner Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre mit einer Bestimmung des Ich: Fichte ging es um die praktische Umsetzung seiner Philosophie, weshalb er die Errichtung eines lückenlosen philosophischen Systems als zweitrangig erachtete. Im Vordergrund stand für ihn die Verständlichkeit seiner Lehre. Er vertrat ein positives Menschenbild und ging davon aus, dass in jedem Menschen – und nicht nur im Gelehrten – der Grund echter Selbsterkenntnis (und damit auch Gotteserkenntnis) gelegt ist und der Philosoph lediglich auf diese verweisen muss. In seiner populären, z. T. polemischen Darstellungsweise schuf sich Fichte unter den Fachgelehrten viele Freunde, aber auch Feinde. In erbitterter Feindschaft stand er zu Friedrich Nicolai. Goethe urteilte skeptisch über Fichte, . Trotz späterer Ablehnung übte Fichte großen Einfluss auf Schelling und Hegel aus. Auch Hölderlin bekannte, Fichtes Vorlesungen aus seiner Jenaer Zeit viel zu verdanken. Einige Ideen Fichtes knüpfen an die Thesen des etwa 20 Jahre älteren Johann Gottfried Herder an. Fichtes Kantrezeption Fichte reagierte auf die Frage, wie theoretische und praktische Vernunft zusammenhängen, indem er antwortete, dass die beiden Teile der Vernunft in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Hierbei ist die praktische Vernunft der theoretischen übergeordnet. Letztere benötigt demnach die praktische Vernunft; diese aber ist autonom. Auch für Kant war die praktische Vernunft ein Vermögen des Willens – und damit autonom. Laut Fichte mündet diese Tatsache aber in seiner Theorie zur „Selbstsetzung“. Der Wille bringt, indem er sich ein Gesetz gibt, zugleich sein Wesen als „Vernunftwille“ hervor. Dieser Vernunftwille macht das aus, was wir sind – nämlich unser Ich. „Das absolute Ich ist, indem es sich setzt, und setzt sich, indem es ist.“ Aus diesem Grund kommt der praktischen Vernunft absolute Freiheit zu. Fichtes Idealismus ist daher eine Konsequenz aus dem Primat der praktischen Vernunft. Der Kritik am transzendentalen Argument bei Kant entzieht sich Fichte, indem er die praktische Vernunft zur Bedingung für die theoretische Vernunft erklärt. Hierbei geht er von der „Handlung“ des Urteilens aus und schließt mithilfe einer transzendentalen Begründung auf das sich setzende Ich als Bedingung hierfür. Alles Urteilen ist Handeln des menschlichen Geistes. Diesem liegt der Satz „Ich bin“ zugrunde. Das „schlechthin gesezte und auf sich selbst gegründete“ ist der Grund des Handelns. Um dem Vorwurf zu entgehen, dass wir eventuell gar nicht urteilen, sondern nur glauben zu urteilen, führte Fichte die „intellektuelle Anschauung“ ein. Sie ist auch praktisch zu verstehen als „Anschauen seiner selbst im Vollziehen eines Acts“. Wenn wir urteilen, beobachten wir uns nicht, sondern stellen handlungsorientierte Fragen. Diese Fragen gehen von der Annahme aus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Würde das nicht zutreffen, könnte er nicht urteilen, was nicht vorstellbar ist. Gleichwohl vertrat Fichte die Auffassung, auch wenn der Mensch nicht an den Bedingungen vernünftigen Urteilens zweifeln könne, folge daraus nicht, dass er diese Bedingungen tatsächlich erfüllt. Die schärfste Abgrenzung zu Kant vollzog Fichte mit seiner Ablehnung der Konzeption eines „Dinges an sich“. Nur so kann in seinen Augen die absolute Freiheit des Ichs bewahrt werden. Das „Ding an sich“ wird bei Fichte lediglich zu einem „Anstoß“, einem irrationalen Faktum innerhalb des Ich, welches das Ich zu bewältigen versucht. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Ich, gleichsam hinaus in die Welt als „Nicht-Ich“. Ist das absolute Ich demzufolge also ein „Ding an sich“ auf der Seite des Subjekts? Fichtes Antwort: Nur wenn es „erscheint“. Das absolute Ich existiert nur im Handeln. In seiner philosophischen Reflexion wird das absolute Ich zu etwas Objektivem, eine andere Entität der realen Welt gibt es nicht. Jenaer Philosophie Da Fichte die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre schnell als unzureichend und ergänzungsbedürftig ansieht, macht er sich auf dem Höhepunkt seiner Jenaer Periode nahezu zeitgleich an eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftslehre (unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo) und an eine erste Ausarbeitung der praktischen Philosophie (in der Grundlage des Naturrecht und der Sittenlehre). Inhaltlich stellt sich seit der Grundlage der gesamten Wissenschaftlehre die Frage, warum das absolute Ich, welches autonom ist, auf einen „Anstoß“ reagiert. Fichte macht deutlich, dass das absolute Ich nur ist, wenn es sich seiner selbst bewusst wird. Dies kann nur geschehen, wenn es mit Material konfrontiert wird, auf das es zu reagieren hat. Würde es zu keinem Kontakt kommen, würde das Ich „ganz in seiner Tätigkeit aufgehen“. Um aber zu sein – und damit auch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln –, muss es sich für den „Anstoß“ öffnen und dafür Sorge tragen, dass der „Stein des Anstoßes“ erhalten bleibt. Nach Fichte kann das Ich demnach als ein unendliches Streben nach Autonomie verstanden werden. Der „Anstoß“ ist hierbei gleichsam nur notwendige Bedingung des Selbstbewusstseins, keine hinreichende. Die weiteren Bedingungen für das Selbstbewusstsein finden sich in den jeweiligen Teildisziplinen der Wissenschaftslehre, die Fichte unterscheidet: Naturlehre, Rechtslehre, Sittenlehre und Religionslehre. Erstere hat Fichte, aufgrund des von ihm entwickelten Primats der praktischen Vernunft, nie ausgearbeitet. Die Wissenschaftslehre nova methodo Nachdem Fichte durch seine Vorlesungen über die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre in kürzester Zeit bekannt geworden ist, sieht er seine Philosophie bald mit verschiedenen Einwänden und Nachfragen seiner Zeitgenossen konfrontiert. Zunehmend wird er unzufrieden mit seinem ersten Entwurf der Wissenschaftslehre. Statt den Text der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre zu revidieren, entschließt er sich, die Wissenschaftslehre vollkommen neu auszuarbeiten. Das Ergebnis trägt er unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo ab 1796 in Vorlesungen vor, die heute jedoch nur noch als Mitschriften überliefert sind. Dennoch wird die Wissenschaftslehre nova methodo in der neueren Fichteliteratur zunehmend als beste und verständlichste Fassung der fichteschen Wissenschaftslehre angesehen. Inhaltlich bemüht sich Fichte darum, von seinen Zeitgenossen formulierte Einwände zu widerlegen und die Wissenschaftslehre stringenter und nachvollziehbarer vorzutragen. Verschiedene Themenbereiche – etwa die Behandlung der Frage, wie es vom einheitlichen absoluten Ich zur Pluralität individuellen Bewusstseins kommen kann – kommen gegenüber der ersten Behandlung der Wissenschaftslehre neu hinzu. Fichtes Rechtslehre In seinen Grundlagen des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1796/1797 (§ 8) bestimmte Fichte die Funktion des Rechts ähnlich wie Kant: Das Beisammenstehen der Freiheit mehrerer sei Doch schloss für ihn eine vernünftige Ordnung der Freiheit auch eine angemessene Verteilung gemeinschaftsbedingter Chancen und Güter ein. Für Fichte wird die Beziehung zwischen dem Selbstbewusstsein und – sozusagen – der Welt präzisiert. Das Bewusstsein kann sich nur als frei handelndes Wesen begreifen, wenn es „den Begriff eines frei handelnden Wesens auf sich anwenden kann.“ Das kann es nur, wenn andere das Selbstbewusstsein auffordern etwas zu tun und gleichzeitig(!) die Freiheit eingestehen, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Da dieser Vorgang reziprok ist, folgt, dass das Sein des Selbstbewusstseins von der Anerkennung der Freiheit anderer abhängt. Es wird deutlich, dass sich Fichte nicht auf das Moralgesetz als die bindende Kraft des Rechts versteht, sondern das Eigeninteresse des selbstbewussten Ichs. Ein Rechtsverhältnis entsteht demnach aufgrund der bloßen Existenz eines Nicht-Ichs. Auch Fichte definiert, wie so mancher Philosoph vor ihm, den Staat als Ausdruck des absoluten Willens, dessen Absicht es ist, die Freiheit und Rechte seiner Bürger zu garantieren. Kollektives Handeln und individuelles Handeln werden mit dem Ausdruck „sittliches Handeln“ in Eins gesetzt. Freiheit in der Geschichte sei nach Fichte die mehr oder weniger sittliche Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse der verschiedenen Völker. Fichtes Philosophie lässt sich als ethischer Idealismus bezeichnen, wenn man voraussetzt, dass nur der Staat Rechtsverhältnisse zwischen sich und den Bürgern bzw. unter den Bürgern schafft und dabei Beschränkungen seiner Bürger zugunsten eigener materieller Zwecke vornimmt. Fichtes Sittenlehre Im System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1798 geht Fichte davon aus, dass das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs nur sein kann unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Hierbei ist sich das Ich des Sittengesetzes niemals in abstracto bekannt, sondern „immer in Form konkreter Aufgaben und Pflichten der Welt“. Das Ich kann sich nur eine Tätigkeit zuschreiben, wenn diese mit der kausalen Wirklichkeit einer ihm unabhängigen Welt verbunden ist. Dies wiederum ist nur möglich, wenn es sich einen Körper zuschreibt. Da dieser Körper Teil der Welt ist, unterliegt er auch den Naturtrieben. Das Sittengesetz untersucht nun die Bedingungen der Manifestation eines zugleich verkörperten und von Naturtrieben beherrschten Ich. Fichtes Religionslehre Fichte hinterließ keine systematisch ausgearbeitete Religionsphilosophie. Im Atheismusstreit, den Friedrich Karl Forberg mit einem Artikel im Philosophischen Journal mit einem zustimmenden Nachwort von Fichte 1798 ausgelöst hatte, postulierte Fichte mit Forberg, die Existenz Gottes sei nicht notwendig für die Errichtung einer moralischen Wertordnung, allerdings sei der Glaube an Gott, verbunden mit einer göttlichen Moral, unumgänglich. Während Kant von der Existenz Gottes ausging und seine These untermauerte, die Existenz Gottes sei notwendig im Hinblick auf die Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Handelns, sah Fichte nur die Notwendigkeit zu einer „moralischen Weltordnung“. Diese müsse nicht zwingend auf eine höhere Instanz – also Gott – zurückgeführt werden. Die aktive Weltordnung selbst () könne man als Gott bezeichnen. Wer dies aber tut, der „verkennt die unmittelbare Beziehung des Gottesbegriffs zum moralischen Bewusstsein“ und ist, so Fichte, „der wahre Götzendiener und Atheist.“ Beitrag zur Französischen Revolution (1793) Deutlich wie wenige Denker und Politiker des damaligen Deutschland begrüßt Fichte die Französische Revolution. Er sieht in ihr nicht nur moralische Gründe, sondern auch einen rechtmäßigen Fortschritt zu mehr Gleichheit und Freiheit. Seine beiden Revolutionsschriften von 1793 (Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten und Beiträge zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution) griffen in die öffentlichen Debatten ein. Er begründet die Rechtmäßigkeit der Revolution in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contrat social mit dem Argument, dass es ein „unveräußerliches Recht des Menschen“ sei, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie: „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte die tiefere, philosophische Legitimität der Veränderung der Staatsverfassung. Fichtes Kritik am Judentum Im Werk Fichtes finden sich diverse despektierliche Äußerungen über Juden, die in der Fachliteratur als „judenfeindliche Ausfälle“ und „antijüdischer Affekt“ bezeichnet werden. Micha Brumlik etwa ist der Ansicht, Fichtes Positionen beinhalteten sowohl christlich-philosophischen Antijudaismus als auch politisch-säkularen Antisemitismus, und verglich letzteren mit dem von Adolf Hitler sogenannten „Antisemitismus der Vernunft“, der einen notwendigen, vollständigen Ausschluss der Juden aus einer zu schaffenden, besseren Gesellschaft propagierte. In der Sekundärliteratur finden sich allerdings auch differenzierendere Einschätzungen, insbesondere wenn das Gesamtwerk Fichtes betrachtet wird. Besonders drastisch äußert sich Fichte in Beiträge zur Berichtigung der Urtheile des Publicums über die französische Revolution von 1793. Er greift darin sowohl die Juden mit harschen Worten an, als auch das Militär und den Adel. Das Judentum sei ein „Staat im Staate“ und würde sich absondern. Die Juden, körperlich schlaff, hätten einen egoistischen Handelsgeist. Sie würden die übrigen Bürger übervorteilen, seien nur auf sich und ihre Sippe bedacht. Fichte übernimmt größtenteils die damals vorherrschenden Vorurteile, prangert aber vor allem immer wieder die angeblich separatistische Einstellung dieser Religion an. Oft zitiert wird die folgende Fußnote: In seiner 1794 erschienenen Streitschrift Eisenmenger der Zweite polemisierte Saul Ascher gegen die judenfeindlichen Äußerungen Fichtes, dem er den Namen des seinerzeit bekannten Judenfeindes Johann Andreas Eisenmenger, des Autors des Pamphlets Entdecktes Judentum, beilegte. Mit Fichte sei eine neue Dimension des säkularen Judenhasses zu verzeichnen. Mit David Veit lernte Fichte einen Vertreter der jüdischen Aufklärung Haskala kennen und schätzen. Als Rektor der Berliner Universität trat er kompromisslos und gegen allgemeinen Widerstand für einen zu Unrecht vom Senat der Universität bestraften und mit Relegation bedrohten jüdischen Studenten ein. Während vielfach eine „liberal-progressive“ Rezeption Fichtes – auch unter jüdischen Intellektuellen – vorherrschte, entwickelte sich später, insbesondere im Gefolge des Ersten Weltkrieges, auch eine „völkisch-nationalistische“ Rezeption. Dabei gewannen sowohl die Grundzüge als auch die Reden Fichtes erneut an Bedeutung, indem sie in den Dienst des nationalistischen Pathos und der Judenhetze gestellt wurden. Die Nationalsozialisten nahmen dabei Fichte zur Begründung ihrer Ideologie in Anspruch. Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) In den Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters entwickelt Fichte Ansichten zu einer Geschichtsphilosophie. Tragender Gedanke dieser Geschichtsphilosophie ist die Entwicklung der Menschheit von der Unfreiheit zur Freiheit. Parallel zu jener inneren Entwicklung der Individuen, gehe die äußere Entwicklung ihrer Position und Bestimmung im Staate von der Rolle des Untertan hin zum freien Bürger. Im Vordergrund steht ein Entwicklungsmodell, das die Geschichte in fünf Epochen unterteilt, wobei Fichte seine eigene Epoche als das „Zeitalter der vollendeten Sündhaftigkeit“ verstand, während die Grundzüge die künftigen Epochen einleiten sollten. Diese Epochenentwicklung vollziehe sich in folgenden Stufen: 1. Instinktive Vernunft: Stand der Unschuld des Menschengeschlechts; 2. Äußerlich erzwungene, jedoch nicht durch Gründe überzeugende Autorität: Stand der anhebenden Sünde; 3. Emanzipation von jeder äußeren Autorität, Herrschaft des nackten Erfahrungsbegriffs: Stand der vollendeten Sündhaftigkeit; 4. Rückkehr der freien, innerlichen Vernunft, wo die Wahrheit als das höchste erkannt und geliebt wird: Stand der anhebenden Rechtfertigung; 5. Verwirklichung der freien, innerlichen Vernunft in allen äußeren Lebensbereichen, wo die Menschheit sich selber als Abdruck der Vernunft aufbaut: Stand der vollendeten Rechtfertigung und Heiligung. Reden an die deutsche Nation (1808) Die Reden an die deutsche Nation verstehen sich als Fortsetzung der Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Drei Jahre nach diesen Vorträgen erklärt Fichte das Ende der dort beschriebenen dritten Epoche, die er in den Reden … als die Epoche der Selbstsucht bezeichnet. Durch die Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen sei diesem mit der Selbständigkeit gleichzeitig der Gehalt der Selbstsucht verloren gegangen. Es müsse ein neues Selbst gesucht werden, welches über die Nation hinausgehe. Dieses sei die Vernunft. In den Reden ruft Fichte im Bereich der Bildung zu einer Nationalerziehung nach dem Vorbild von Johann Heinrich Pestalozzi auf, die das menschliche Verhältnis zur Freiheit in der Vernunft- und Werterziehung verankern soll. Auch hier geht es wieder um die sittliche Bildung zur Freiheit, zur Selbständigkeit, zur Veredelung. In dieser Erhebung zur Vernunft, zum wahren Selbst, welches in der allgemeinen Vernunft zu finden ist, die jede Nation übersteigt, entfällt für Fichte auch die mögliche Feindschaft zu anderen freien Individuen und Nationen, denn der so gebildete Mensch strebe danach, seine Mitmenschen zu achten, und liebe ihre Freiheit und Größe, während ihn ihre Knechtschaft schmerze: „Aber es ist schlechthin unmöglich, dass ein solches Gemüt nicht auch außer sich an Völkern und einzelnen ehre, was in seinem Innern seine eigne Größe ausmacht: die Selbständigkeit, die Festigkeit, die Eigentümlichkeit des Daseins.“ In den Reden finden sich mit einer klar konturierten Ausdifferenzierung der Menschheit in nicht gleichwertige Sprach- und Kulturgemeinschaften sowie dem grundsätzlichen Streben nach deren Reinheit Ansätze einer rassistischen Theoriebildung. Würdigung Den Namen Fichtes tragen Johann-Gottlieb-Fichte-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin Fichte-Gymnasien und -Schulen in mehreren deutschen Städten Straßen in vielen Ortschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Fichtegasse in Wien Fichtestraße in der Gartenstadt von Freiburg im Breisgau Siedlung am Fichteplatz in Mainz mehrere deutsche Sportvereine, die in der Arbeitersportbewegung verwurzelt sind, z. B. der VfB Fichte Bielefeld J. G. Fichte, Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei Zwei Denkmäler, ein Park und ein Museum (im Barockschloss Rammenau) im Fichte-Geburtsort Rammenau Fichteturm und Fichtepark in Dresden-Plauen 5-DM-Gedenkmünze zum 150. Todestag (→ 5. Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland) 10-Mark-Gedenkmünze zum 175. Todestag 70-Cent-Sondermarke zum 250. Geburtstag 2012 Die Pflanzengattung Fichtea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte. Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung 1996 wurde die der rechtskonservativen Partei Die Republikaner nahestehende Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung e.V. gegründet, die sich nach eigenen Angaben der Vermittlung von traditionellen Werten im Sinne des Philosophen widmet. Werke (Auswahl) Wissenschaftslehre Die Wissenschaftslehre, Fichtes Hauptwerk, wurde von ihm mehrfach überarbeitet. u. a.: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie (1794) () Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/1795) Wissenschaftslehre nova methodo (1796–1799) Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797/1798) Die Wissenschaftslehre (1804) sowie folgende Ausgaben (1812) und (1813). Weitere Werke Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die französische Revolution (PDF; 1 MB) (1793) Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794) Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere (1796) Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre (1798) Appellation an das Publikum über die durch Churf. Sächs. Confiscationsrescript ihm beigemessenen atheistischen Aeußerungen. Eine Schrift, die man zu lesen bittet, ehe man sie confsicirt (1799) Der geschlossene Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als Anhang zur Rechtslehre und Probe einer künftig zu liefernden Politik (1800) Die Bestimmung des Menschen (1800) Friedrich Nicolais Leben und sonderbare Meinungen (1801) Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant (1802/03) Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre (1806) Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit (1806) Reden an die deutsche Nation (1807/1808) () Das System der Rechtslehre (1812) Literatur Ausgaben Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer, Leipzig: Gabler, 1794 () Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere. (1796). Neudruck auf der Grundlage der 2. von Fritz Medicus hrsg. Auflage von 1922; 3. Nachdruck mit überarbeiteten Quellennachweisen und Personenregister, Hamburg 1979 (= Philosophische Taschenbücher. Band 256). Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 42 Bände, hrsg. von Reinhard Lauth, Erich Fuchs und Hans Gliwitzky. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962–2011, ISBN 3-7728-0138-2 Fichtes Werke. 11 Bände. Hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Nachdruck der Ausgaben Berlin 1845/46 und Bonn 1834/35, Berlin 1971. ISBN 3-11-006486-3 Fichte im Kontext. Werke auf CD-ROM. Berlin 32002, ISBN 3-932094-25-5. Werke in 2 Bänden. Hrsg. Wilhelm G. Jacobs, Peter L. Oesterreich, Frankfurt a. M. 1997. ISBN 978-3-618-63073-9 Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1978, Philosophische Bibliothek Band 247. ISBN 3-7873-0448-7 Jacobi an Fichte, Text 1799/1816 im Vergleich, Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel 2011 (deutscher Text, Einleitung von Marco Ivaldo, Noten, Kommentar, Appendix mit Texten von Jacobi und Fichte, italienische Uebersetzung von Ariberto Acerbi, mit Register und Bibliographie), ISBN 978-88-905957-5-2. Sekundärliteratur Immanuel Hermann Fichte: Johann Gottlieb Fichte's Leben und Litterarischer Briefwechsel. 2 Bände. Seidel, Sulzbach 1830–1831 Erster Theil Digitalisat Zweiter Band Digitalisat Adolf Trendelenburg: Zur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte. Vortrag, gehalten in der Königl. Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin am 19. Mai 1862. Berlin 1862 Digitalisat Christian Hermann Weisse: Rede zum Andenken Johann Gottlieb Fichte's gehalten in der akademischen Aula zu Leipzig am 19. Mai 1862. L. G. Teubner, Leipzig 1862 Digitalisat Ludwig Noack: Johann Gottlieb Fichte nach seinem Leben, Lehren und Wirken. Zum Gedächtnis seines hundertjährigen Geburtstages. Otto Wigand, Leipzig 1862 Digitalisat Franz Hoffmann: Akademische Festrede zur Feier des hundertjährigen Geburtstages Johann Gottlieb Fichte's. Gehalten am 19. Mai 1862 in der Aula der Hochschule zu Würzburg. Stahel, Würzburg 1862 Digitalisat Moritz Weinhold (Hrsg.): Achtundvierzig Briefe von Johann Gottlieb Fichte und seinen Verwandten. Fr. Wilh. Grunow, Leipzig 1862 Digitalisat Adolf Lasson: Johann Gottlieb Fichte im Verhältniss zu Kirche und Staat. Wilhelm Hertz, Berlin 1863 Digitalisat Otto Pfleiderer: Johann Gottlieb Fichte. Lebensbild eines deutschen Denkers und Patrioten für das deutsche Volk. Geschildert von. Levy & Müller, Stuttgart 1877 Friedrich Zimmer: Johann Gottlieb Fichte's Religionsphilosophie nach den Grundzügen ihrer Entwicklung. Halle 1877 (Halle-Wittenberg, Univ., Diss. 1877) Digitalisat Fritz Medicus: Fichtes Leben. 2. Aufl. Felix Meiner, Leipzig 1922 Fuchs, Erich: J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen. Bände 1-7. frommann-holzboog, Stuttgart 1978–2012. Manfred Buhr (Hrsg.): Wissen und Gewissen. Beiträge zum 200. Geburtstag Johann Gottlieb Fichtes. 1762–1814. Akademie Verlag, Berlin 1962 Wilhelm Gustav Jacobs: Johann Gottlieb Fichte mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1984 (Rowohlts Monographien 336) Christoph Asmuth: Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1900-1 Peter Baumanns: J. G. Fichte. 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Druckversion - Der General mit dem Knall | Telepolis 01. August 2009 Markus Kompa Als Lyman Louis Lemnitzer (1899-1988) in die US-Army eintrat, transportierte man Kanonen noch mit Mauleseln. Als der aus einfachen Verhältnissen stammende General als höchster amerikanischer Soldat das Kommando abgab, hätte er Wasserstoffbomben notfalls mit Mondraketen [1] befördern lassen können. Der mitunter karikaturhafte General, der als versierter Planer galt und futuristische Innovationen liebte, wollte Anfang der 60er Jahre präventive Atomkriege führen. Um seine Überfälle politisch durchzusetzen, schreckte er vor nichts zurück. Seine Pläne prägten den Kalten Krieg. Lyman L. Lemnitzer. Foto: US-Verteidigungsministerium [2] 1916 wurden die Bürger von Honesdale, Pennsylvania, von einem lauten Knall aufgeschreckt: Zwei Lausbuben hatten im Wald aus Spaß eine Rohrbombe gebaut und waren schließlich selbst von deren Sprengkraft überrascht worden. Einer von Ihnen war Lyman Louis Lemnitzer (* 29. August 1899) gewesen, Enkel eines sächsischen Auswanderers. Großvater Ernst Lemnitzer, einst selbst Soldat, hatte sich für Lyman eine militärische Karriere gewünscht, obwohl er selbst im amerikanischen Bürgerkrieg desertiert und hinter Gittern zum Wrack geworden war. Lemnitzer war aktiv in der Lutherischen Kirche und bewies in seiner Freizeit Talent zum Schießen. Er wurde Mitglied bei den Freimaurern, die er sehr ernst nahm. Zeitlebens durfte ihn jeder Freimaurer als "Bruder" anreden und auf eine freundliche Reaktion hoffen. Schon früh begeisterte sich der aus einfachen Verhältnissen stammende "Lem" bei einer Parade für das Militär. So hielt Lemnitzer 1917 an der Highschool eine wohl visionäre Rede über die Bedeutung der Luftfahrt im Krieg. Das US-Militär hatte damals erst seit einem Jahrzehnt Flugzeuge eingesetzt, die Gründung der eigenen Teilstreitkraft US Air Force sollte sich erst drei Jahrzehnte später vollziehen. Lemit-zer, Sir Als sich der "Krieg, der alle Kriege beenden" sollte, dem Ende zuneigte, trat Lemnitzer in das US-Militär ein. Er bewarb sich an der traditionsreichen Elite-Akademie West Point [3], wo er im zweiten Anlauf genommen wurde. Während dieser Zeit in West Point führte General Douglas MacArthur für die Kadetten einen Ehrenkodex [4] ein. Nicht zuletzt der Corpsgeist der Elitesoldaten führte dazu, dass ein Rekrut, der beim Schreiben von Gedichten erwischt wurde, solange von der Gruppe isoliert wurde, bis er sich aus Verzweiflung erschoss. Lemnitzers Vertrauen in den US-Kongress wurde erstmals durch eine neue Beförderungspolitik erschüttert: Aufgrund der nach dem ersten Weltkrieg vorgenommenen Reduzierung des gerade expandierten Militärs und anderen Umstellungen wurde Lemnitzers Jahrgang mit einer faktischen Beförderungssperre belegt, was vielfach als infam betrachtet wurde. Insbesondere die Frontheimkehrer wurden für ihr Risiko bevorzugt berücksichtigt. So kam es, dass der Soldat knapp 15 Jahre lang nur den Rang eines Lieutenants bekleidete, allerdings anfangs auch nur durchschnittliche Bewertungen erzielt hatte. In den 20er Jahren ging es in den USA wirtschaftlich bergab, was zu Streiks und gewaltsamen Arbeiteraufmärschen führte. Solchen Umtrieben wirkten in der Armee Redner entgegen, die auf die Gräueltaten während der Russischen Revolution hinwiesen und martialisch gegen den "Bolschewismus" agitierten. Wohl damals wurden schon die Grundlagen für Lemnitzers tief verwurzelten Hass gegen den Kommunismus gelegt, dem er später während seiner Zeit als General mit Inbrunst frönen sollte. Nach seiner Ausbildung in West Point wurde Lemnitzer der Küsten-Artillerie in Fort Monroe [5], Virginia, zugeteilt, damals nach den Ingenieuren die prestigeträchtigste Verwendung. Die Küstenverteidigung gegen Schiffe schmeichelte damals den Isolationisten, die eine Verteidigung der USA für ausreichend hielten, nicht jedoch Interventionen. Die Artillerie bot modernste und größte Kanonen, an deren Optimierung Lemnitzer großes Interesse hatte. Nach Ende des Ersten Weltkriegs verfügte die Basis über riesige Bestände an Munition, mit der es die Soldaten im Manöver so richtig krachen lassen konnten. "Durchschnittlicher Offizier", "Mangel an Persönlichkeit" notierten seine Vorgesetzten. In Fort Monroe erhielt er für seine Teilnahme am Ersten Weltkrieg auf Antrag auch sein erstes Brustabzeichen - obwohl er nur zu hause Dienst geschoben hatte. Am Ende seiner Karriere sollte das Ausmaß seines Brust-Flickenteppichs [6] Maßstäbe setzen. Bei seiner nächsten Station in Fort Adams [7] kam es im Manöver unter Lemnitzers Verantwortung zu einem Brand, nachdem ein in einer Raucherpause entstandenes Feuer nicht sorgfältig genug gelöscht worden war. Doch selbst das grob fahrlässige Abbrennen einer ganzen Hühnerfarm schien auf die Karriere des amerikanischen Soldaten keine negative Auswirkungen zu haben - das Hinterlassen verbrannter Erde ist für Militärs wohl eine lässliche Sünde. 1923 gewann der talentierte Schütze bei einem nationalen Wettbewerb eine Bronzemedaille und nahm erfolgreich an ähnlichen Wettbewerben teil. Seine Vorliebe für Gewehre behielt Lemnitzer später auch im Atomzeitalter bei, wo er stets für die Bedeutung von Handfeuerwaffen im Militär eintrat. Nachdem Lemnitzer 1923 geheiratet hatte, wurde er an den Stützpunkt Corregidor [8] auf den Philippinen versetzt. Hier erwartete ihn die "verschwindende Kanone" [9], die aufgrund eines aufwändigen Mechanismus nach dem Feuern wieder in der sicheren Versenkung verschwand. Verstecken, Knallen und aus der Deckung Schießen - das war für Lemnitzer genau das richtige, und sollte es ein Leben lang bleiben. In General Stanley Embick, einem eigensinnigen Mann, fand Lemnitzer einen langfristigen Förderer. Lemnitzers Bewertungen waren inzwischen erheblich besser geworden. 1926 kehrte er nach West Point zurück, wo er an der naturwissenschaftlichen Abteilung der Militärakademie arbeitete. Er wurde ein weiteres Mal in Corregidor stationiert, um den Bau eines Dieselkraftwerks zu überwachen. Nachdem Franklin D. Roosevelt 1933 die Präsidentschaftswahl gewonnen hatte, erregte er mit seinem "New Deal" den Hass führender Industrieller und unterlegener Spitzenpolitiker. Diese gründeten daraufhin die rechtsextreme Pressure Group "American Liberty League", die es finanziell bestens ausgestattet auf über 100.000 Mitglieder brachte. Diese hatten die Multimillionäre ausgerechnet bei Arbeitslosen und Kriegsveteranen unter Appell an die Nation gewonnen - wie zeitgleich die faschistischen Parteien in Europa. Der populäre Weltkriegsgeneral Smedley Butler war zu einem faschistischen Staatsstreich [10] mit einer Veteranen-Armee in Washington ausersehen worden. Butler, einer der höchstdekorierten Generäle, erschien der Wallstreet als der ideale Kandidat, hatte er doch in Mexiko und Kuba faktisch für die Interessen der Öl- und Zuckerindustrie gekämpft. Doch Butler ging an die Öffentlichkeit [11] und legte den Plot offen. Einem Untersuchungsausschuss [12] konnten sich die Hauptbeteiligten durch Auslandsaufenthalte entziehen, bis Gras über die Sache gewachsen war. Da die politisch und wirtschaftlich einflussreichen Verschwörer praktisch die gesamte Wall Street repräsentierten und Roosevelt auf viele von ihnen angewiesen war, wurde keiner der Beteiligten jemals belangt und die Sache klein gehalten [13]. Stattdessen diskreditierte man den verfassungstreuen General in der Presse, die vom involvierten William Randolph Hearst [14] dominiert wurde, als "geisteskrank". Die Mitglieder der American Liberty League gingen großteils in der Republikanischen Partei auf. Lieutenant Lemnitzer hatte mit dieser Sache nichts zu tun, als eifriger Leser diverser Soldatenzeitschriften wird er sie jedoch aufmerksam verfolgt haben. Wer immer in den USA Gedanken an einen Militärputsch verschwenden sollte, der konnte sich am Beispiel der American Liberty League ausrechnen, dass bei entsprechender Protektion ein Staatsstreich kein unakzeptables Risiko darstellte. Und dass man Derartiges nicht halbherzig anstellen durfte, wollte man nicht im letzten Moment versagen. Es musste ein entschlossener Königsmord sein, wie ihn die USA schon 1856 [15], 1861 [16] und 1902 [17] erlebt hatten, und wie er vor dem Beginn des Ersten Weltkriegs verübt [18] worden war. Drei Jahrzehnte später sollte Lemnitzer, der als der große Planer bekannt wurde, ebenfalls an der Spitze einer Clique ultrarechter Militärs stehen, denen offen der Sinn nach Beseitigung eines ihnen verhassten Präsidenten stand. 1934 wurde Lemnitzer selbst Ausbilder in West Point, wo man ihm eine militärische Assistenzprofessur anbot. Eine akademische Laufbahn hätte jedoch die aktive militärische beendet, die angesichts des sich in Europa und Japan abzeichnenden Krieges als vielversprechender erschien. Tatsächlich wurden die Truppenstärke 1935 drastisch erhöht und die "ewigen Lieutenants" automatisch zu Captains befördert. Der inzwischen 40jährige ambitionierte Captain Lemnitzer besuchte 1939 das damals in Washington D.C. gelegene War College [19], um sich für strategische Aufgaben zu qualifizieren. Dort erwies er sich als talentierter Planer und machte Kontakte zur späteren Führungsschicht des US-Militärs. Seine Beurteilung lautete nun "Unabhängiger Denker, hat praktische Ideen und aktive Vorstellungen". 1940 wurde Lemnitzer zum Major befördert und erhielt das Kommando über ein Bataillon eines Luftabwehrregiments in Fort Moultry, South Carolina. Im Folgejahr wurde er als Lieutenant Colonel in die Army General Headquarters (GHQ) berufen. Wie in den gesamten USA gab es auch bei den Militärs eine konträr geführte Debatte zwischen den Befürwortern eines Engagements im überseeischen Krieg und den Isolationisten, die sich in der überwiegenden Mehrheit sahen. Präsident Franklin D. Roosevelt hatte seine jüngste Wahl nicht zuletzt aufgrund seines isolationistischen Versprechens gewonnen. Die Stimmung drehte sich um 180 Grad, als am 07.12.1941 die japanischen Streitkräfte eine zusammengezogene Pazifikflotte angriffen [20]. Dies geschah im Hafen Pearl Harbor auf der Insel Hawaii, welche die USA nach Annexion als amerikanisch betrachteten, obwohl sie damals kein Bundesstaat gewesen war. Der Angriff löste eine ähnlich patriotische Welle aus wie 1898 der angebliche Angriff auf die USS Maine [21] im Hafen von Havanna, dem der Spanisch-Amerikanische Krieg folgte und den USA die spanischen Kolonien eingebracht hatte. Inwiefern die Staatsspitze vom Angriff auf Pearl Harbor tatsächlich so überrascht gewesen war, oder ob sie einen solchen gar aus strategischen Gründen provozierte, ist nach wie vor umstritten. [22] Die hypothetische Frage, wie Lemnitzer zu einer solchen Operation gestanden hätte, bei der zwecks Propaganda zur Ermöglichung eines Kriegs eigene Leute geopfert werden, lässt sich jedoch aus heutiger Sicht mit hoher Wahrscheinlichkeit positiv beantworten. Zwei Jahrzehnte später hatte Lemnitzer jedenfalls kein Problem damit, dem japanischen General, der den Angriff geplant hatte, mit dem höchsten amerikanischen Orden für Ausländer auszuzeichnen, weil dieser sich nach dem Krieg so kooperativ gezeigt hatte. Die heftige Kritik von Veteranenverbänden und Politikern, die um die 3.000 getöteten Marines trauerten, scherte ihn nicht. Auch Lemnitzer sollte eines Tages das Ehrenzeichen der Bundeswehr erhalten, obwohl er an der Planung großer Schlachten gegen die Deutschen beteiligt gewesen war. Töten in Uniform musste man nicht persönlich nehmen. Der Angriff auf "amerikanisches Territorium" führte naturgemäß zu einer Aufwertung der Küstenartillerie. Während sein früherer Stützpunkt Corregidor angegriffen und eingenommen wurde, blieb Lemnitzer im Planungsstab. Er wurde ausgerechnet zu den Bodenstreitkräften versetzt, deren Führung mit der Küstenartillerie traditionell rivalisierte. Dort erwies sich Lemnitzer, der inzwischen gut vernetzt war, als so überzeugend, dass er nach nur sieben Monaten zum General befördert wurde. Hosenloser General Als Stellvertretender Kommandeur der 5. US Army arbeitete Lemnitzer 1942 direkt Eisenhower [23] in dessen Basis auf Gibraltar zu. Er registrierte aufmerksam das Verhandlungsgeschick des Generals, der als "Supreme Commander" den Briten die völlige Kontrolle abrang. Seinem Vorbild folgend würde auch Lemnitzer bei militärischer Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern tiefstes Misstrauen hegen und die unangefochtene Führung fordern. Lemnitzer war federführend an der Planung der amerikanischen Anlandung in Nordafrika [24] beteiligt, die logistisch ohne Beispiel gewesen war. Um diese Aufgabe entschieden zu erleichtern, sollten die dortigen Truppen von Vichy-Frankreich zum Frontwechsel bewegt werden. Hierzu versprach sich Eisenhower der Hilfe des französischen Kriegshelden General Giraud [25], der sich in Südfrankreich vor den Deutschen versteckt hielt. Mit der historischen Kontaktaufnahme der Alliierten zu den Franzosen wurde Lemnitzer betraut. Mit einer Handvoll Kollegen reiste Lemnitzer in dem später legendär gewordenen britischen U-Boot "Seraph" von Gibraltar ins Mittelmeer, wo sie an der Küste vor Algier tagelang unter Wasser ausharren mussten, bis sie endlich nachts das verabredete Lichtzeichen der französischen Geheimdelegation ausmachten. Die Verschwörer verhandelten mit Girauds Mittelsmännern unter konspirativen Umständen in einem Privathaus, wobei die Militärs wie gewohnt ihre Uniformen trugen. Am andern Tag wurde der Hausherr vor einer Polizeistreife gewarnt, weil die bei der Anlandung hinterlassenen Fußspuren im Sand aufgefallen waren und man auf Schmuggler geschlossen hatte. In einem Chaos wechselten die Männer ihre Uniform in Zivilkleidung, rafften verräterische Sachen zusammen und versteckten sich in einem engen Weinkeller. Nachdem der Hausherr mit der Polizei verhandelt hatte, wollte sich die Streife weitere Befehle von der Zentrale holen, sodass mit einer baldigen Wiederkehr zu rechnen war. In Eile packten die Amerikaner ihre Sachen zusammen und flohen in zwei unterschiedliche Richtungen. Da Lemnitzer noch in Unterwäsche die Spuren im Haus verwischte, war seine Hose versehentlich von jemand, der den anderen Fluchtweg nahm, weggeschafft worden, sodass der General die Rückreise ohne Hose antreten musste. Zwar konnte nun auch General Lemnitzer mit einem zünftigen Kriegsabenteuer aufwarten, doch der später ebenfalls mit der "Seraph" nach Gibraltar geschaffte Giraud erwies sich als unkooperativ. Der rechtsnationale General forderte stur von Eisenhower das Oberkommando und bot unrealistische Vorschläge für ein sofortiges Anlanden in Südfrankreich. Die amphibische Anlandung in Nordafrika [26] wurde schließlich gegen Vichy-französisches Feuer durchgeführt, welches 530 GIs das Leben kostete. Lemnitzer bewertete den Überraschungsangriff als "erfolgreich" und "perfekt getimet". Nach der Kapitulation der Vichy-französischen Truppen wurde deren General Darlan bei einem de Gaulle zugeschriebenen Attentat getötet, woraufhin Giraud Darlans Kommando über Französisch Nord- und Westafrika erhielt, das er in einer rechtsgerichteten Diktatur führte. Im Kampf gegen "Wüstenfuchs" Erwin Rommel [27] kommandierte Lemnitzer sein früheres 34.Artillerieregiment, das nun zur Luftabwehr benötigt wurde, und arbeitete eng mit dem eigenwilligen General George Patton [28] zusammen. Patton, der den Krieg liebte, sollte nach dem Sieg der Alliierten die NSDAP mit den Republikanern und Demokraten vergleichen, die SS öffentlich bewundern und vorschlagen [29], mit der Deutschen Wehrmacht nach Moskau zu marschieren, "um die Sache zu erledigen" und "...diesen Stalin mitsamt seinen mordenden Horden" vom Planeten zu jagen. Am Beispiel des daraufhin seines Kommandos enthobenen Patton konnte Lemnitzer lernen, dass man den Zivilisten in Washington besser nicht alles sagte, was man dachte. Denn die von Patton propagierte Zusammenarbeit mit Nazi-Militärs gegen die Sowjets war genau das, was Lemnitzer in der Nachkriegszeit tun würde - nur diskreter. Für die von Lemnitzer mitgeplante Landung auf Sizilien [30] mit 160.000 Soldaten kooperierte die US-Regierung mit Hunderten amerikanischer Mafiosi. Diese hatte man hierzu heimlich aus dem Gefängnis entlassen und pragmatisch amnestiert, damit sie Kontakte zu sizilianischen Familien aufnehmen konnten, um die Invasion zu unterstützen. In der Nachkriegszeit erhielt die Mafia für ihre Kooperation in Italien entsprechende Protektion [31]. Auch in den USA selbst wurden hohe Mafiosi von der CIA als unantastbar geschützt, was Antimafia-Ermittler wie Robert Kennedy zunächst nicht glauben konnten. Zwei Jahrzehnte später sollte der General ein zweites Mal die Zusammenarbeit mit der Mafia bei der Einnahme einer Insel versuchen - mit weitaus weniger Glück. Der Einfallsreichtum des US-Militärs kannte im Zweiten Weltkrieg keine Grenzen. Sogar Fledermäuse [32] sollten zum Einsatz kommen. Zu Drohne umfunktionierter Kampfflieger. Foto: US Air Force [33] Zu den streng geheimen Projekten, mit denen die deutsche "Wunderwaffe" V2-Rakete [34] an ihren Startplätzen bekämpft werden sollte, gehörte ein ebenfalls unbemannter Flugkörper: In der Operation Aphrodite [35] wurden abmusterungsreife Flugzeuge mit Sprengstoff beladen und als fliegende Bomben per Funk ins Ziel dirigiert. Für den Start war eine Besatzung erforderlich, die vor dem Absprung mit dem Fallschirm auf Funksteuerung umschaltete. Ein Begleitflugzeug konnte die Instrumente und die Frontscheibe durch zwei Fernsehkameras überwachen und als Drohne steuern. Der bekannteste Pilot dieses Programms war Joe Kennedy Jr., der bei einem Unfall ums Leben kam. Zwei Jahrzehnte später sollte Lemnitzer Joes kleinem Bruder John F. Kennedy ebenfalls einen Plan vorschlagen, bei dem ferngesteuerte Flugzeuge eine bemerkenswerte Rolle spielten, jedoch zu Täuschungszwecken. Zur Täuschung der Deutschen Späher verwendete das britische Militär sogar Zauberkünstler [36]. Um von der bevorstehenden Landung in der Normandie abzulenken, inszenierte man in Dover entsprechende Vorbereitungen für Calais durch Attrappen von Panzern, Schiffen und Flugzeugen am Boden [37], Funktäuschungen sowie sogar durch den Abwurf von Fallschirmjäger-Puppen [38], die mit Tonbandgeräten Schüsse simulierten. Die Effizienz dieser Kriegslisten ist umstritten, zumal die Deutsche Wehrmacht in die gleiche Trickkiste griff, etwa in der Ardennenoffensive [39], wo ganze Regimenter mit falschen Uniformen als amerikanische getarnt waren. 1944 landete Lemnitzer unter leichtem Beschuss am italienischen Kriegsschauplatz [40]. Dort betreute er zahlreiche Konferenzen von Spitzenpolitikern und genoss die mediterrane Kultur. Er plante an der Invasion von Südfrankreich, die ab August mit 800 Schiffen und 5000 Flugzeugen die in der Normandie erfolgte Landung vom Juni unterstützte. Bei der Planung für die amphibische Überquerung des Ärmelkanals im Sperrfeuer der Deutschen war Eisenhower von einer Verlustquote von 50% ausgegangen - vom Feldherrenhügel aus ein akzeptables Risiko. Bereits während den Vorbereitungen der amphibischen Operation waren 12.000 Alliierte ums Leben gekommen, denen 80.000 Tote und 155.000 Verletzte folgen sollten. Ein Großteil der Verluste [41] war unausgereiften Plänen [42] geschuldet, welche auf den Überraschungseffekt gesetzt hatten, die Soldaten aber kampflos ertrinken ließen. So hatte man zu Täuschungszwecken für die Überfahrt schlechtes Wetter in Kauf genommen. Die Propaganda [43] stellte das Gemetzel als Abenteuer dar. Auch Lemnitzer, der seinem Idol Eisenhower 1983 ein Denkmal in West Point errichten ließ, hatte zum Opfern eigener Leute zu Täuschungszwecken ein sehr taktisches Verhältnis, wie sich in den 1960ern noch zeigen sollte. In diesen Tagen unternahm Lemnitzer seine zweite Geheimmission - diesmal in zivil. OSS-Agent Allen Dulles [44] hatte ein Geheimtreffen mit einem Deutschen arrangiert: Karl Wolff [45], Stellvertreter von SS-Chef Himmler, der 1964 der Beihilfe zur Ermordung von 300.000 Juden für schuldig befunden werden sollte. Wolff versuchte, einen Waffenstillstand auszuhandeln und reiste nach Berlin, wo er seinem Führer den geheimen Kanal zum amerikanischen Präsidenten sogar mitteilte. Doch inzwischen hatte der amerikanische Vereinigte Generalstab der Teilstreitkräfte (Joint Chiefs of Staff - JCS) den diplomatischen Kontakt untersagt, zumal die Sowjets Wind von den Gesprächen bekommen hatten. Trotzdem setzten die Amerikaner heimlich den Kontakt mit Wolff fort, der schließlich zu einem Waffenstillstand für die italienische Region führte, jedoch nur fünf Tage vor der deutschen Gesamtkapitulation. Diese als Operation Sunrise [46] bezeichnete Mission, in welcher die Westmächte hinter dem Rücken der Sowjets mit Nazis konspirierten, wird häufig als erste Schlacht des Kalten Krieges angesehen - ein Krieg, der fortan Lemnitzers Lebensinhalt werden sollte. Dulles und Lemnitzer besetzten später in der Regierung Eisenhower die Schlüsselpositionen in Geheimdienst und Militär, die beide unter dem folgenden Präsidenten in Schande wieder verlieren sollten. Die wohl wichtigste Beute der Sieger [47] waren jene deutschen Wissenschaftler, die im riesigen Bunker Dora Mittelbau [48] jene als "Vergeltungswaffe 2" bezeichnete Rakete hatten bauen lassen - von 60.000 Arbeitssklaven, von denen ein Drittel planmäßig an Unterernährung gestorben war. Lemnitzer sollte 15 Jahre später die Aufgabe zufallen, mit diesen Nazi-Ingenieuren sein Land ins Weltraumzeitalter zu befördern. Die V2 hatte wegen ihrer unpräzisen Steuerung und der geringen Transportkapazität in erster Linie psychologische Bedeutung, da es gegen sie keine effiziente Abwehr gab. Doch aufwändige Raketen versprachen dann Effizienz, wenn man sie nicht mit konventionellem Sprengstoff, sondern mit einer weiteren geheimen Kriegstechnologie befrachtete, an der man nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA arbeitete: Unter der Führung des Militärs hatte die US-Regierung ein streng geheimes Projekt betrieben, von dem unglaublicherweise nichts an die Öffentlichkeit gedrungen war, obwohl zeitweise bis zu 150.000 Menschen beteiligt gewesen waren. Ab dem 16.Juli 1945 verfügte das US-Militär über den bislang größten Knall [49]. Teil 2 [50]: Von der V2 zum Krieg der Sterne http://www.heise.de/-3382074 [1] http://www.youtube.com/watch?v=ZJixvAYPxE0 [2] http://www.jcs.mil/cjs/history_files/bios/lemnitzer_bio.pdf [3] http://www.usma.edu/history.asp [4] http://www.usma.edu/Committees/Honor/Info/main.htm [5] http://www.monroe.army.mil/Monroe/sites/about/history.aspx [6] http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?titel=Lyman+Louis+Lemnitzer&id=45142661&top=SPIEGEL&suchbegriff=lemnitzer&quellen=%2BBX%2CWIKI%2C%2BSP%2C%2BMM%2CALME%2CSTAT%2C%2BMEDIA&qcrubrik=geschichte [7] http://www.fortadams.org/history.htm [8] http://www.corregidorisland.com [9] http://www.cdsg.org/gunpics/guns5.htm [10] http://video.google.com/videoplay?docid=628728631767818729 [11] http://www.youtube.com/watch?v=oF-V2TmY36A&hl=de [12] http://www.flagrancy.net/salvage/HUAC1.pdf [13] https://www.heise.de/tp/features/Die-Bush-Familie-und-der-Cocktailputsch-3414636.html [14] http://uk.video.yahoo.com/watch/4776058 [15] http://www.youtube.com/watch?v=ID_nnUuEOcg&hl=de [16] http://www.youtube.com/watch?v=N6USyilfk6w&hl=de [17] http://www.veoh.com/browse/videos/category/educational/watch/v15839537jqk64C6f [18] http://www.youtube.com/watch?v=DGCUIEINzsA&feature=player_embedded [19] http://www.carlisle.army.mil/usawc/about/Historic.cfm [20] http://video.google.de/videoplay?docid=-8879644392184548842 [21] http://videos.howstuffworks.com/hsw/13136-battling-beyond-us-borders-the-story-of-the-uss-maine-video.htm [22] http://whatreallyhappened.com/WRHARTICLES/pearl/www.geocities.com/Pentagon/6315/pearl.html?q=pearl/www.geocities.com/Pentagon/6315/pearl.html [23] http://video.google.de/videoplay?docid=-878052440403572221&ei=ovtiSvu0Jqb22gKS7aQS&q=eisenhower&hl=de [24] http://www.youtube.com/watch?v=jtVNjfPvpeU&hl=de [25] http://www.landesarchiv-bw.de/sixcms/media.php/25/archivnachrichten_30_quellen.pdf [26] http://video.google.de/videoplay?docid=-8477056967591236968&ei=Qq5gSrr6CYT22wK62sEa&q=operation+torch&hl=de [27] http://www.youtube.com/watch?v=mBk5jGRoiCc [28] http://www.generalpatton.com/biography.html [29] http://www.daserste.de/doku/011025.asp [30] http://fr.truveo.com/Sicily-Lost-evidence-Pt-1-of-5/id/2855978933 [31] http://www.veoh.com/collection/GermDokChannel/watch/v6507975XNKzQYR9 [32] http://www.youtube.com/watch?v=WDX9rRuHcn8&hl=de [33] http://afhra.maxwell.af.mil/ [34] http://www.youtube.com/watch?v=WjFTN-YdK_M&hl=de [35] http://www.youtube.com/watch?v=x_ZbaQYNDAg&hl=de [36] http://maskelynemagic.com/ [37] http://www.youtube.com/watch?v=jV4rTMWcCuk [38] http://www.youtube.com/watch?v=xfOQuEO9gQg&hl=de [39] http://www.youtube.com/watch?v=lRY_nzdElXE [40] http://www.youtube.com/watch?v=0iRuxW5NOCc [41] http://www.ddaymuseum.co.uk/faq.htm#casualities [42] http://www.veoh.com/browse/videos/category/educational/watch/v16940978GfGNzNH3 [43] http://www.youtube.com/watch?v=WaKWvAaSuyI [44] http://www.heise.de/tp/features/Vom-OSS-zur-CIA-3309391.html [45] http://www.youtube.com/watch?v=W6pRo2pqzd8&hl=de [46] http://www.acipss.org/intelligence/beitraege/die_schweiz_im_2wk/operation_sunrise.htm [47] http://www.youtube.com/watch?v=ld7Ru7sx2wA&feature=player_embedded [48] http://www.youtube.com/watch?v=G_Fx8Jjj7Qg&hl=de [49] http://www.youtube.com/watch?v=NOUtZOqgSG8 [50] https://www.heise.de/tp/features/Von-der-V2-zum-Krieg-der-Sterne-3382146.html
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q-de-2242
Welche Bedeutung hatte Fichte für den Deutschen Idealismus?
Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; † 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. Leben Jugendzeit Fichte war das erste von acht Kindern des Bandwebers Christian Fichte (1737–1812) und seiner Frau Maria Dorothea (geb. Schurich, 1739–1813) in Rammenau in der Oberlausitz. Er wuchs ärmlich in einem von Frondiensten geprägten dörflichen Milieu auf. Seine Auffassungsgabe und sein gutes Gedächtnis fielen einem Verwandten der örtlichen Gutsherrschaft, dem Gutsherrn Ernst Haubold von Miltitz (1739–1774), bei einem Besuch in Rammenau auf: Er hatte eines Sonntags die kirchliche Predigt verpasst, woraufhin der zehnjährige Fichte gerufen wurde, von dem man versicherte, er könne die Predigt wiederholen. Daraufhin imitierte dieser den Pfarrer so perfekt, dass der Freiherr in seiner Entzückung dem Kind nach einer Vorbereitungszeit im Pfarrhaus zu Niederau den Besuch der Stadtschule in Meißen ermöglichte. Danach finanzierte ihm sein Förderer 1774 eine Ausbildung an der Landesschule Pforta bei Naumburg, verstarb jedoch im selben Jahr. Nach seiner Schulzeit zog Fichte 1780 nach Jena, wo er an der Universität ein Theologie-Studium begann, wechselte jedoch bereits ein Jahr später den Studienort nach Leipzig. Die Familie von Miltitz unterstützte ihn nun nicht mehr finanziell, er war gezwungen, sich durch Nachhilfeunterricht und Hauslehrerstellen zu finanzieren und brachte das Studium zu keinem Abschluss. In dieser aussichtslosen Lage bekam er 1788 in Zürich eine Stelle als Hauslehrer, die er aber nur zwei Jahre innehatte, da er der Auffassung war, dass man, bevor man Kinder erzieht, zuallererst die Eltern erziehen müsse. Dort verlobte er sich mit Johanna Marie Rahn (1755–1819), Tochter des Kaufmanns und Waagmeisters Johann Hartmut Rahn und Nichte des Dichters Klopstock. Anschließend ging er wieder nach Leipzig. Fichtes Plan, Prinzenlehrer zu werden, scheiterte. Seine zweite Idee, eine Zeitschrift für weibliche Bildung, lehnten mehrere Verleger ab. Trauerspiele und Novellen brachten ihm ebenfalls keine finanzielle Sicherheit. Übergang zur Philosophie In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den „Dingen, wie sie sind“ und „wie die Dinge erscheinen“ (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Hauslehrerstelle in Warschau nahm Fichte Anfang November 1791 eine auf ein Jahr befristete Anstellung als Hauslehrer des Sohns des Ehepaars Louise von Krockow, geb. von Göppel, die mit Kant persönlich bekannt war, und Heinrich Joachim Reinhold von Krockow (1736–1796), Königl. Preußischer Obrist, im gräflichen Schloss Krockow in der Nähe der pommerellischen Ostseeküste an. Im selben Jahr besuchte er Kant in Königsberg, wo dieser ihm einen Verleger für seine Schrift Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) verschaffte, die anonym veröffentlicht wurde. Das Buch galt zunächst als ein lange erwartetes religionsphilosophisches Werk von Kant selbst. Als Kant den Irrtum klarstellte, war Fichte berühmt und erhielt einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Jena, den er 1794 antrat. Zuvor hatte er nach längerer Überlegung, ob eine Eheschließung ihm nicht die „Flügel abschneide“, 1793 Johanna Rahn geheiratet. Drei Jahre später kam Sohn Immanuel Hermann (1796–1879) zur Welt. In Jena lebte der berühmte Theosoph Jakob Hermann Obereit in Fichtes Wohnhaus. Fichte und Obereit waren beständig im Gespräch. Während seiner Jenaer Professur (1794–1799) wurde er zur Zielscheibe im so genannten „Atheismusstreit“. Ausgelöst wurde dieser Streit 1798 durch zwei Schriften, wobei nur eine (Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung) von Fichte selbst stammt. Beide Schriften waren im Philosophischen Journal, dessen Herausgeber Fichte zusammen mit Friedrich Immanuel Niethammer zu dieser Zeit war, erschienen. Fichte wurde wegen Verbreitung atheistischer Ideen und Gottlosigkeit verklagt, erhielt einen Verweis und trat daraufhin zurück, wie er es zuvor angedroht hatte. 1805 bekam er den Lehrstuhl für Philosophie in Erlangen, 1807 war er Zensor der Hartungschen Zeitung in Königsberg, wurde aber auf Befehl des preußischen Generals Ernst von Rüchel entlassen. Wenige Jahre darauf, 1810, bekam er die Position des Dekans der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit war er von 1811 bis 1812 Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. 1789 wurde Fichte in Zürich in den Freimaurerbund Modestia cum Libertate aufgenommen, in dieselbe Loge, in der auch Johann Wolfgang von Goethe freundschaftlich verkehrte. Später ließ er sich am 6. November 1794 als Mitglied der Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen in Rudolstadt annehmen und war auch nach seinem Umzug nach Berlin mit den dortigen Freimaurerkreisen verbunden. 1799 traf er auf Ignaz Aurelius Feßler und arbeitete nach seiner Annahme am 17. April 1800 mit ihm an der Reform der Großloge Royal York zur Freundschaft. Am 14. Oktober 1799 hielt er einen Vortrag über „den wahren und richtigen Zweck der Maurerei“. Am 13. und 27. April 1800 hielt er mehrere Vorlesungen, die später unter dem Titel Philosophie der Freimaurerei. Briefe an Constant erneuert und veröffentlicht wurden. Schon bald kam es zum Streit und Fichte trat am 7. Juli 1800 aus der Freimaurerei aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der Deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren „Sprecher“ (Vorsitzender). Hatte sich Fichte zuvor als Anhänger der Französischen Revolution bezeichnet, so profilierte er sich nun insbesondere durch die flammend patriotischen Reden an die deutsche Nation (als Text veröffentlicht bis 1808) als Gegner Napoleons. Fichte wurde damit zum Vordenker der Urburschenschaft. Ein utopisches Gesellschaftsmodell – eine Art sozialistische Gesellschaft auf nationalstaatlicher Grundlage – findet sich in dem Werk Der geschlossene Handelsstaat (1800). Tod Vermutlich Ende 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte. Auch Fichte sollte an dieser vom Kot von Kleiderläusen übertragenen Seuche erkranken, die vornehmlich unter der Bezeichnung Fleckfieber berüchtigte Bekanntheit erlangte und insbesondere im Kriegswinter 1813/14 in Mitteleuropa (unter anderem in Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz) katastrophale Ausmaße annahm. Im Gegensatz zu seiner Frau konnte er sich von diesem Fieber nicht erholen. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Die Ehrengrabstelle in der Abt. CH, G2 trägt ein Porträtmedaillon (Kopie) von Ludwig Wilhelm Wichmann. Sein Grabstein trägt einen Vers aus dem Buch Daniel (): Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre Ein zentraler Kern in Fichtes Philosophie ist der Begriff des „absoluten Ich“. Dieses absolute Ich ist nicht mit dem individuellen Geist zu verwechseln. Später nutzte er die Bezeichnung „Absolutes“, „Sein“ oder „Gott“. Fichte beginnt in seiner Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre mit einer Bestimmung des Ich: Fichte ging es um die praktische Umsetzung seiner Philosophie, weshalb er die Errichtung eines lückenlosen philosophischen Systems als zweitrangig erachtete. Im Vordergrund stand für ihn die Verständlichkeit seiner Lehre. Er vertrat ein positives Menschenbild und ging davon aus, dass in jedem Menschen – und nicht nur im Gelehrten – der Grund echter Selbsterkenntnis (und damit auch Gotteserkenntnis) gelegt ist und der Philosoph lediglich auf diese verweisen muss. In seiner populären, z. T. polemischen Darstellungsweise schuf sich Fichte unter den Fachgelehrten viele Freunde, aber auch Feinde. In erbitterter Feindschaft stand er zu Friedrich Nicolai. Goethe urteilte skeptisch über Fichte, . Trotz späterer Ablehnung übte Fichte großen Einfluss auf Schelling und Hegel aus. Auch Hölderlin bekannte, Fichtes Vorlesungen aus seiner Jenaer Zeit viel zu verdanken. Einige Ideen Fichtes knüpfen an die Thesen des etwa 20 Jahre älteren Johann Gottfried Herder an. Fichtes Kantrezeption Fichte reagierte auf die Frage, wie theoretische und praktische Vernunft zusammenhängen, indem er antwortete, dass die beiden Teile der Vernunft in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Hierbei ist die praktische Vernunft der theoretischen übergeordnet. Letztere benötigt demnach die praktische Vernunft; diese aber ist autonom. Auch für Kant war die praktische Vernunft ein Vermögen des Willens – und damit autonom. Laut Fichte mündet diese Tatsache aber in seiner Theorie zur „Selbstsetzung“. Der Wille bringt, indem er sich ein Gesetz gibt, zugleich sein Wesen als „Vernunftwille“ hervor. Dieser Vernunftwille macht das aus, was wir sind – nämlich unser Ich. „Das absolute Ich ist, indem es sich setzt, und setzt sich, indem es ist.“ Aus diesem Grund kommt der praktischen Vernunft absolute Freiheit zu. Fichtes Idealismus ist daher eine Konsequenz aus dem Primat der praktischen Vernunft. Der Kritik am transzendentalen Argument bei Kant entzieht sich Fichte, indem er die praktische Vernunft zur Bedingung für die theoretische Vernunft erklärt. Hierbei geht er von der „Handlung“ des Urteilens aus und schließt mithilfe einer transzendentalen Begründung auf das sich setzende Ich als Bedingung hierfür. Alles Urteilen ist Handeln des menschlichen Geistes. Diesem liegt der Satz „Ich bin“ zugrunde. Das „schlechthin gesezte und auf sich selbst gegründete“ ist der Grund des Handelns. Um dem Vorwurf zu entgehen, dass wir eventuell gar nicht urteilen, sondern nur glauben zu urteilen, führte Fichte die „intellektuelle Anschauung“ ein. Sie ist auch praktisch zu verstehen als „Anschauen seiner selbst im Vollziehen eines Acts“. Wenn wir urteilen, beobachten wir uns nicht, sondern stellen handlungsorientierte Fragen. Diese Fragen gehen von der Annahme aus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Würde das nicht zutreffen, könnte er nicht urteilen, was nicht vorstellbar ist. Gleichwohl vertrat Fichte die Auffassung, auch wenn der Mensch nicht an den Bedingungen vernünftigen Urteilens zweifeln könne, folge daraus nicht, dass er diese Bedingungen tatsächlich erfüllt. Die schärfste Abgrenzung zu Kant vollzog Fichte mit seiner Ablehnung der Konzeption eines „Dinges an sich“. Nur so kann in seinen Augen die absolute Freiheit des Ichs bewahrt werden. Das „Ding an sich“ wird bei Fichte lediglich zu einem „Anstoß“, einem irrationalen Faktum innerhalb des Ich, welches das Ich zu bewältigen versucht. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Ich, gleichsam hinaus in die Welt als „Nicht-Ich“. Ist das absolute Ich demzufolge also ein „Ding an sich“ auf der Seite des Subjekts? Fichtes Antwort: Nur wenn es „erscheint“. Das absolute Ich existiert nur im Handeln. In seiner philosophischen Reflexion wird das absolute Ich zu etwas Objektivem, eine andere Entität der realen Welt gibt es nicht. Jenaer Philosophie Da Fichte die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre schnell als unzureichend und ergänzungsbedürftig ansieht, macht er sich auf dem Höhepunkt seiner Jenaer Periode nahezu zeitgleich an eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftslehre (unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo) und an eine erste Ausarbeitung der praktischen Philosophie (in der Grundlage des Naturrecht und der Sittenlehre). Inhaltlich stellt sich seit der Grundlage der gesamten Wissenschaftlehre die Frage, warum das absolute Ich, welches autonom ist, auf einen „Anstoß“ reagiert. Fichte macht deutlich, dass das absolute Ich nur ist, wenn es sich seiner selbst bewusst wird. Dies kann nur geschehen, wenn es mit Material konfrontiert wird, auf das es zu reagieren hat. Würde es zu keinem Kontakt kommen, würde das Ich „ganz in seiner Tätigkeit aufgehen“. Um aber zu sein – und damit auch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln –, muss es sich für den „Anstoß“ öffnen und dafür Sorge tragen, dass der „Stein des Anstoßes“ erhalten bleibt. Nach Fichte kann das Ich demnach als ein unendliches Streben nach Autonomie verstanden werden. Der „Anstoß“ ist hierbei gleichsam nur notwendige Bedingung des Selbstbewusstseins, keine hinreichende. Die weiteren Bedingungen für das Selbstbewusstsein finden sich in den jeweiligen Teildisziplinen der Wissenschaftslehre, die Fichte unterscheidet: Naturlehre, Rechtslehre, Sittenlehre und Religionslehre. Erstere hat Fichte, aufgrund des von ihm entwickelten Primats der praktischen Vernunft, nie ausgearbeitet. Die Wissenschaftslehre nova methodo Nachdem Fichte durch seine Vorlesungen über die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre in kürzester Zeit bekannt geworden ist, sieht er seine Philosophie bald mit verschiedenen Einwänden und Nachfragen seiner Zeitgenossen konfrontiert. Zunehmend wird er unzufrieden mit seinem ersten Entwurf der Wissenschaftslehre. Statt den Text der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre zu revidieren, entschließt er sich, die Wissenschaftslehre vollkommen neu auszuarbeiten. Das Ergebnis trägt er unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo ab 1796 in Vorlesungen vor, die heute jedoch nur noch als Mitschriften überliefert sind. Dennoch wird die Wissenschaftslehre nova methodo in der neueren Fichteliteratur zunehmend als beste und verständlichste Fassung der fichteschen Wissenschaftslehre angesehen. Inhaltlich bemüht sich Fichte darum, von seinen Zeitgenossen formulierte Einwände zu widerlegen und die Wissenschaftslehre stringenter und nachvollziehbarer vorzutragen. Verschiedene Themenbereiche – etwa die Behandlung der Frage, wie es vom einheitlichen absoluten Ich zur Pluralität individuellen Bewusstseins kommen kann – kommen gegenüber der ersten Behandlung der Wissenschaftslehre neu hinzu. Fichtes Rechtslehre In seinen Grundlagen des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1796/1797 (§ 8) bestimmte Fichte die Funktion des Rechts ähnlich wie Kant: Das Beisammenstehen der Freiheit mehrerer sei Doch schloss für ihn eine vernünftige Ordnung der Freiheit auch eine angemessene Verteilung gemeinschaftsbedingter Chancen und Güter ein. Für Fichte wird die Beziehung zwischen dem Selbstbewusstsein und – sozusagen – der Welt präzisiert. Das Bewusstsein kann sich nur als frei handelndes Wesen begreifen, wenn es „den Begriff eines frei handelnden Wesens auf sich anwenden kann.“ Das kann es nur, wenn andere das Selbstbewusstsein auffordern etwas zu tun und gleichzeitig(!) die Freiheit eingestehen, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Da dieser Vorgang reziprok ist, folgt, dass das Sein des Selbstbewusstseins von der Anerkennung der Freiheit anderer abhängt. Es wird deutlich, dass sich Fichte nicht auf das Moralgesetz als die bindende Kraft des Rechts versteht, sondern das Eigeninteresse des selbstbewussten Ichs. Ein Rechtsverhältnis entsteht demnach aufgrund der bloßen Existenz eines Nicht-Ichs. Auch Fichte definiert, wie so mancher Philosoph vor ihm, den Staat als Ausdruck des absoluten Willens, dessen Absicht es ist, die Freiheit und Rechte seiner Bürger zu garantieren. Kollektives Handeln und individuelles Handeln werden mit dem Ausdruck „sittliches Handeln“ in Eins gesetzt. Freiheit in der Geschichte sei nach Fichte die mehr oder weniger sittliche Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse der verschiedenen Völker. Fichtes Philosophie lässt sich als ethischer Idealismus bezeichnen, wenn man voraussetzt, dass nur der Staat Rechtsverhältnisse zwischen sich und den Bürgern bzw. unter den Bürgern schafft und dabei Beschränkungen seiner Bürger zugunsten eigener materieller Zwecke vornimmt. Fichtes Sittenlehre Im System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1798 geht Fichte davon aus, dass das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs nur sein kann unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Hierbei ist sich das Ich des Sittengesetzes niemals in abstracto bekannt, sondern „immer in Form konkreter Aufgaben und Pflichten der Welt“. Das Ich kann sich nur eine Tätigkeit zuschreiben, wenn diese mit der kausalen Wirklichkeit einer ihm unabhängigen Welt verbunden ist. Dies wiederum ist nur möglich, wenn es sich einen Körper zuschreibt. Da dieser Körper Teil der Welt ist, unterliegt er auch den Naturtrieben. Das Sittengesetz untersucht nun die Bedingungen der Manifestation eines zugleich verkörperten und von Naturtrieben beherrschten Ich. Fichtes Religionslehre Fichte hinterließ keine systematisch ausgearbeitete Religionsphilosophie. Im Atheismusstreit, den Friedrich Karl Forberg mit einem Artikel im Philosophischen Journal mit einem zustimmenden Nachwort von Fichte 1798 ausgelöst hatte, postulierte Fichte mit Forberg, die Existenz Gottes sei nicht notwendig für die Errichtung einer moralischen Wertordnung, allerdings sei der Glaube an Gott, verbunden mit einer göttlichen Moral, unumgänglich. Während Kant von der Existenz Gottes ausging und seine These untermauerte, die Existenz Gottes sei notwendig im Hinblick auf die Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Handelns, sah Fichte nur die Notwendigkeit zu einer „moralischen Weltordnung“. Diese müsse nicht zwingend auf eine höhere Instanz – also Gott – zurückgeführt werden. Die aktive Weltordnung selbst () könne man als Gott bezeichnen. Wer dies aber tut, der „verkennt die unmittelbare Beziehung des Gottesbegriffs zum moralischen Bewusstsein“ und ist, so Fichte, „der wahre Götzendiener und Atheist.“ Beitrag zur Französischen Revolution (1793) Deutlich wie wenige Denker und Politiker des damaligen Deutschland begrüßt Fichte die Französische Revolution. Er sieht in ihr nicht nur moralische Gründe, sondern auch einen rechtmäßigen Fortschritt zu mehr Gleichheit und Freiheit. Seine beiden Revolutionsschriften von 1793 (Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten und Beiträge zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution) griffen in die öffentlichen Debatten ein. Er begründet die Rechtmäßigkeit der Revolution in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contrat social mit dem Argument, dass es ein „unveräußerliches Recht des Menschen“ sei, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie: „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte die tiefere, philosophische Legitimität der Veränderung der Staatsverfassung. Fichtes Kritik am Judentum Im Werk Fichtes finden sich diverse despektierliche Äußerungen über Juden, die in der Fachliteratur als „judenfeindliche Ausfälle“ und „antijüdischer Affekt“ bezeichnet werden. Micha Brumlik etwa ist der Ansicht, Fichtes Positionen beinhalteten sowohl christlich-philosophischen Antijudaismus als auch politisch-säkularen Antisemitismus, und verglich letzteren mit dem von Adolf Hitler sogenannten „Antisemitismus der Vernunft“, der einen notwendigen, vollständigen Ausschluss der Juden aus einer zu schaffenden, besseren Gesellschaft propagierte. In der Sekundärliteratur finden sich allerdings auch differenzierendere Einschätzungen, insbesondere wenn das Gesamtwerk Fichtes betrachtet wird. Besonders drastisch äußert sich Fichte in Beiträge zur Berichtigung der Urtheile des Publicums über die französische Revolution von 1793. Er greift darin sowohl die Juden mit harschen Worten an, als auch das Militär und den Adel. Das Judentum sei ein „Staat im Staate“ und würde sich absondern. Die Juden, körperlich schlaff, hätten einen egoistischen Handelsgeist. Sie würden die übrigen Bürger übervorteilen, seien nur auf sich und ihre Sippe bedacht. Fichte übernimmt größtenteils die damals vorherrschenden Vorurteile, prangert aber vor allem immer wieder die angeblich separatistische Einstellung dieser Religion an. Oft zitiert wird die folgende Fußnote: In seiner 1794 erschienenen Streitschrift Eisenmenger der Zweite polemisierte Saul Ascher gegen die judenfeindlichen Äußerungen Fichtes, dem er den Namen des seinerzeit bekannten Judenfeindes Johann Andreas Eisenmenger, des Autors des Pamphlets Entdecktes Judentum, beilegte. Mit Fichte sei eine neue Dimension des säkularen Judenhasses zu verzeichnen. Mit David Veit lernte Fichte einen Vertreter der jüdischen Aufklärung Haskala kennen und schätzen. Als Rektor der Berliner Universität trat er kompromisslos und gegen allgemeinen Widerstand für einen zu Unrecht vom Senat der Universität bestraften und mit Relegation bedrohten jüdischen Studenten ein. Während vielfach eine „liberal-progressive“ Rezeption Fichtes – auch unter jüdischen Intellektuellen – vorherrschte, entwickelte sich später, insbesondere im Gefolge des Ersten Weltkrieges, auch eine „völkisch-nationalistische“ Rezeption. Dabei gewannen sowohl die Grundzüge als auch die Reden Fichtes erneut an Bedeutung, indem sie in den Dienst des nationalistischen Pathos und der Judenhetze gestellt wurden. Die Nationalsozialisten nahmen dabei Fichte zur Begründung ihrer Ideologie in Anspruch. Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) In den Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters entwickelt Fichte Ansichten zu einer Geschichtsphilosophie. Tragender Gedanke dieser Geschichtsphilosophie ist die Entwicklung der Menschheit von der Unfreiheit zur Freiheit. Parallel zu jener inneren Entwicklung der Individuen, gehe die äußere Entwicklung ihrer Position und Bestimmung im Staate von der Rolle des Untertan hin zum freien Bürger. Im Vordergrund steht ein Entwicklungsmodell, das die Geschichte in fünf Epochen unterteilt, wobei Fichte seine eigene Epoche als das „Zeitalter der vollendeten Sündhaftigkeit“ verstand, während die Grundzüge die künftigen Epochen einleiten sollten. Diese Epochenentwicklung vollziehe sich in folgenden Stufen: 1. Instinktive Vernunft: Stand der Unschuld des Menschengeschlechts; 2. Äußerlich erzwungene, jedoch nicht durch Gründe überzeugende Autorität: Stand der anhebenden Sünde; 3. Emanzipation von jeder äußeren Autorität, Herrschaft des nackten Erfahrungsbegriffs: Stand der vollendeten Sündhaftigkeit; 4. Rückkehr der freien, innerlichen Vernunft, wo die Wahrheit als das höchste erkannt und geliebt wird: Stand der anhebenden Rechtfertigung; 5. Verwirklichung der freien, innerlichen Vernunft in allen äußeren Lebensbereichen, wo die Menschheit sich selber als Abdruck der Vernunft aufbaut: Stand der vollendeten Rechtfertigung und Heiligung. Reden an die deutsche Nation (1808) Die Reden an die deutsche Nation verstehen sich als Fortsetzung der Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Drei Jahre nach diesen Vorträgen erklärt Fichte das Ende der dort beschriebenen dritten Epoche, die er in den Reden … als die Epoche der Selbstsucht bezeichnet. Durch die Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen sei diesem mit der Selbständigkeit gleichzeitig der Gehalt der Selbstsucht verloren gegangen. Es müsse ein neues Selbst gesucht werden, welches über die Nation hinausgehe. Dieses sei die Vernunft. In den Reden ruft Fichte im Bereich der Bildung zu einer Nationalerziehung nach dem Vorbild von Johann Heinrich Pestalozzi auf, die das menschliche Verhältnis zur Freiheit in der Vernunft- und Werterziehung verankern soll. Auch hier geht es wieder um die sittliche Bildung zur Freiheit, zur Selbständigkeit, zur Veredelung. In dieser Erhebung zur Vernunft, zum wahren Selbst, welches in der allgemeinen Vernunft zu finden ist, die jede Nation übersteigt, entfällt für Fichte auch die mögliche Feindschaft zu anderen freien Individuen und Nationen, denn der so gebildete Mensch strebe danach, seine Mitmenschen zu achten, und liebe ihre Freiheit und Größe, während ihn ihre Knechtschaft schmerze: „Aber es ist schlechthin unmöglich, dass ein solches Gemüt nicht auch außer sich an Völkern und einzelnen ehre, was in seinem Innern seine eigne Größe ausmacht: die Selbständigkeit, die Festigkeit, die Eigentümlichkeit des Daseins.“ In den Reden finden sich mit einer klar konturierten Ausdifferenzierung der Menschheit in nicht gleichwertige Sprach- und Kulturgemeinschaften sowie dem grundsätzlichen Streben nach deren Reinheit Ansätze einer rassistischen Theoriebildung. Würdigung Den Namen Fichtes tragen Johann-Gottlieb-Fichte-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin Fichte-Gymnasien und -Schulen in mehreren deutschen Städten Straßen in vielen Ortschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Fichtegasse in Wien Fichtestraße in der Gartenstadt von Freiburg im Breisgau Siedlung am Fichteplatz in Mainz mehrere deutsche Sportvereine, die in der Arbeitersportbewegung verwurzelt sind, z. B. der VfB Fichte Bielefeld J. G. Fichte, Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei Zwei Denkmäler, ein Park und ein Museum (im Barockschloss Rammenau) im Fichte-Geburtsort Rammenau Fichteturm und Fichtepark in Dresden-Plauen 5-DM-Gedenkmünze zum 150. Todestag (→ 5. Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland) 10-Mark-Gedenkmünze zum 175. Todestag 70-Cent-Sondermarke zum 250. Geburtstag 2012 Die Pflanzengattung Fichtea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte. Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung 1996 wurde die der rechtskonservativen Partei Die Republikaner nahestehende Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung e.V. gegründet, die sich nach eigenen Angaben der Vermittlung von traditionellen Werten im Sinne des Philosophen widmet. Werke (Auswahl) Wissenschaftslehre Die Wissenschaftslehre, Fichtes Hauptwerk, wurde von ihm mehrfach überarbeitet. u. a.: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie (1794) () Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/1795) Wissenschaftslehre nova methodo (1796–1799) Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797/1798) Die Wissenschaftslehre (1804) sowie folgende Ausgaben (1812) und (1813). Weitere Werke Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die französische Revolution (PDF; 1 MB) (1793) Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794) Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere (1796) Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre (1798) Appellation an das Publikum über die durch Churf. Sächs. Confiscationsrescript ihm beigemessenen atheistischen Aeußerungen. Eine Schrift, die man zu lesen bittet, ehe man sie confsicirt (1799) Der geschlossene Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als Anhang zur Rechtslehre und Probe einer künftig zu liefernden Politik (1800) Die Bestimmung des Menschen (1800) Friedrich Nicolais Leben und sonderbare Meinungen (1801) Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant (1802/03) Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre (1806) Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit (1806) Reden an die deutsche Nation (1807/1808) () Das System der Rechtslehre (1812) Literatur Ausgaben Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer, Leipzig: Gabler, 1794 () Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere. (1796). Neudruck auf der Grundlage der 2. von Fritz Medicus hrsg. Auflage von 1922; 3. Nachdruck mit überarbeiteten Quellennachweisen und Personenregister, Hamburg 1979 (= Philosophische Taschenbücher. Band 256). Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 42 Bände, hrsg. von Reinhard Lauth, Erich Fuchs und Hans Gliwitzky. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962–2011, ISBN 3-7728-0138-2 Fichtes Werke. 11 Bände. Hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Nachdruck der Ausgaben Berlin 1845/46 und Bonn 1834/35, Berlin 1971. ISBN 3-11-006486-3 Fichte im Kontext. Werke auf CD-ROM. Berlin 32002, ISBN 3-932094-25-5. Werke in 2 Bänden. Hrsg. Wilhelm G. Jacobs, Peter L. Oesterreich, Frankfurt a. M. 1997. ISBN 978-3-618-63073-9 Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1978, Philosophische Bibliothek Band 247. ISBN 3-7873-0448-7 Jacobi an Fichte, Text 1799/1816 im Vergleich, Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel 2011 (deutscher Text, Einleitung von Marco Ivaldo, Noten, Kommentar, Appendix mit Texten von Jacobi und Fichte, italienische Uebersetzung von Ariberto Acerbi, mit Register und Bibliographie), ISBN 978-88-905957-5-2. Sekundärliteratur Immanuel Hermann Fichte: Johann Gottlieb Fichte's Leben und Litterarischer Briefwechsel. 2 Bände. Seidel, Sulzbach 1830–1831 Erster Theil Digitalisat Zweiter Band Digitalisat Adolf Trendelenburg: Zur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte. Vortrag, gehalten in der Königl. Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin am 19. Mai 1862. Berlin 1862 Digitalisat Christian Hermann Weisse: Rede zum Andenken Johann Gottlieb Fichte's gehalten in der akademischen Aula zu Leipzig am 19. Mai 1862. L. G. Teubner, Leipzig 1862 Digitalisat Ludwig Noack: Johann Gottlieb Fichte nach seinem Leben, Lehren und Wirken. Zum Gedächtnis seines hundertjährigen Geburtstages. Otto Wigand, Leipzig 1862 Digitalisat Franz Hoffmann: Akademische Festrede zur Feier des hundertjährigen Geburtstages Johann Gottlieb Fichte's. Gehalten am 19. Mai 1862 in der Aula der Hochschule zu Würzburg. Stahel, Würzburg 1862 Digitalisat Moritz Weinhold (Hrsg.): Achtundvierzig Briefe von Johann Gottlieb Fichte und seinen Verwandten. Fr. Wilh. Grunow, Leipzig 1862 Digitalisat Adolf Lasson: Johann Gottlieb Fichte im Verhältniss zu Kirche und Staat. Wilhelm Hertz, Berlin 1863 Digitalisat Otto Pfleiderer: Johann Gottlieb Fichte. Lebensbild eines deutschen Denkers und Patrioten für das deutsche Volk. Geschildert von. Levy & Müller, Stuttgart 1877 Friedrich Zimmer: Johann Gottlieb Fichte's Religionsphilosophie nach den Grundzügen ihrer Entwicklung. Halle 1877 (Halle-Wittenberg, Univ., Diss. 1877) Digitalisat Fritz Medicus: Fichtes Leben. 2. Aufl. Felix Meiner, Leipzig 1922 Fuchs, Erich: J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen. Bände 1-7. frommann-holzboog, Stuttgart 1978–2012. Manfred Buhr (Hrsg.): Wissen und Gewissen. Beiträge zum 200. Geburtstag Johann Gottlieb Fichtes. 1762–1814. Akademie Verlag, Berlin 1962 Wilhelm Gustav Jacobs: Johann Gottlieb Fichte mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1984 (Rowohlts Monographien 336) Christoph Asmuth: Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1900-1 Peter Baumanns: J. G. Fichte. 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Herbrand: „Zwischen Kosmopolitismus und Nationalismus – Johann Gottlieb Fichte“, in: TABVLA RASA. Jenenser Zeitschrift für Kritisches Denken, April 2007. Ernst-Otto Onnasch: Ich und Vernunft. Ist J.G. Fichte die Begründung seiner Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre von 1794/95 gelungen? (PDF; 892 kB) Einzelnachweise Philosoph der Frühen Neuzeit Philosoph (19. Jahrhundert) Vertreter des Deutschen Idealismus Politischer Philosoph Rektor (Humboldt-Universität zu Berlin) Freimaurer (18. Jahrhundert) Freimaurer (19. Jahrhundert) Freimaurer (Deutschland) Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena) Hochschullehrer (Erlangen) Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Ehrengrab des Landes Berlin Person (Rammenau) Deutscher Geboren 1762 Gestorben 1814 Mann Person des Antisemitismus
Steuerverzerrung dank Pauschalierung - Budget - derStandard.at › Inland Steuerverzerrung dank Pauschalierung 2. Februar 2012, 18:25 Steuerpauschalierung ist beliebt - Wohl, weil Berechungsgrundlagen dafür veraltet sind oder im Finanzministerium überhaupt verschwunden Wien - Die Grundlagen für die Pauschalierung von Landwirten sind veraltet - dies ist bekannt und sorgt insbesondere auf SP-Seite für Ärger. Schließlich haben 97 Prozent aller Landwirte dieses steuerschonende Abgabenmodell gewählt, das in den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts auf Basis damaliger Einheitswerte für Grund und Boden errichtet wurde. Doch auch bei anderen Berufsgruppen gibt es steuerliche Pauschalierung, und auch hier können die Grundlagen dazu veraltet sein, wie der Steuerexperte Werner Doralt kritisiert. Er spricht von einem exemplarischen Fall, der derzeit beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) anhängig ist. Dabei geht es darum, dass sich ein Lokalbesitzer über die Gastwirtepauschalierung rund 90.000 Euro pro Jahr Steuern erspart hat. Pikantes Detail dazu: Die vom VfGH beim Finanzministerium dazu angeforderten Berechnungsgrundlagen zur Pauschalierung sind nicht mehr da. Weil die Sache schon so lange zurückliegt, wurden die Unterlagen "skartiert" , das heißt, die Akten wurden vernichtet. Für Doralt ist dies symptomatisch für den Umgang mit Pauschalierungen, die für ungefähr 30 Berufsgruppen möglich sind und besonders bei den Landwirten für steuerliche Verzerrung sorgen. Dabei hatte die ÖVP-Politikerin Maria Fekter in einer ihrer ersten Reden als Finanzministerin betont, dass diese ausgebaut werden solle. Denn es handle sich um ein unbürokratisches Instrument, für das Kleinunternehmer nicht viele Steuerkenntnisse benötigten und das die Finanzbeamten entlaste. Angesichts der klammen Staatskassen ist von der Idee zu mehr Pauschalierung aus dem Finanzministerium nicht mehr viel zu hören. Trotzdem klammern sich agrarische Interessenvertretungen an Fekters Aussage, in der Hoffnung, sie können damit die Einkommenspauschalierung der Bauern retten. Ihr Argument: Das Durchschnittseinkommen der Landwirte liege sowieso nur bei 12.941 Euro netto; weitere Belastungen seien einfach nicht drin und würden das Bauernsterben beschleunigen. "Es ist ein fundamentaler Irrtum der Funktionäre, wenn sie meinen, dass eine Steuerpauschalierung dazu dienen soll, Betriebsschließungen zu verhindern" , kontert Doralt. "Steuerpauschalierungen sind kein Steuergeschenk" . Sowieso müssen trotz der (übrigens: steuerfreien) Agrarförderungen in Milliardenhöhe viele Landwirte aufgeben. Die Zahl der Betriebe sank von knapp 290.000 im Jahr 1990 auf unter 190.000. Dass im Spannungsfeld Landwirt und Steuern Bewegung angesagt ist, ist auch Bauernbundpräsident Jakob Auer (ÖVP) klar. Um die Neiddiskussion abzudrehen, pusht er eine neue Einheitswertfestellung. "Da wird es Gewinner und Verlierer geben" , sagte er kürzlich. Ein Konzept für eine neue Einheitswertfeststellung wurde dem Finanzministerium vorgelegt. Diese Feststellung ist wichtig bei der die Festsetzung von Grundsteuern und muss nach einem VfGH-Urteil vom Sommer des Vorjahres sowieso im Laufe des heurigen Jahres auf neue Schienen gestellt werden. Das Steueraufkommen, das die Bauern, die zu 40 Prozent im Haupt- und 60 Prozent im Nebenerwerb werken, leisten, ist jedenfalls denkbar gering und betrug im Jahr 2009 rund 93 Millionen Euro. Davon entfielen 30 Millionen Euro auf die Einkommenssteuer, 27 Millionen auf die Grundsteuer A und 20 Millionen Euro auf die Abgabe land- und forstwirtschaftlicher Betriebe. Zum Vergleich: Die gesamte Einkommenssteuer 2009 betrug 2,60 Milliarden Euro; der Bauernanteil machte nur 1,2 Prozent aus. (Johanna Ruzicka, DER STANDARD, Printausgabe, 3.2.2012) WISSEN: Ein erbitterter, häufig ideologisch gefärbter Streit hat sich rund um den Agrarsektor entsponnen. Die wichtigsten Knackpunkte: Umwidmungsgewinne: Bauernbundchef Jakob Auer (ÖVP) hat Bereitschaft signalisiert, dass eine Abgabe auf Umwidmungsgewinne bei landwirtschaftlichen Flächen eingeführt wird, die zwischen 20 Prozent (Auer) und 70 Prozent (Maria Vassilakou, Grüne Wien) liegen soll. Einige Bundesländer wie Oberösterreich haben so etwas bereits eingeführt; Nutznießer sollten Gemeinden/Städte sein. Doch argwöhnen Kritiker, dass niemals die von den Bauern genannten 500 Mio. Euro/Jahr ins Budget gespült werden können. Vielmehr sei dies ein Versuch der VP-Seite, mit einem hohen Betrag in die Verhandlungen zu gehen, um bei anderen Bereichen weniger nachgeben zu müssen. Mineralölsteuerrückvergütung: 50 Millionen Euro werden jährlich aus Mitteln des Finanzministeriums dafür an die Bauern verteilt. Da sich die Abgabe am Hektarbesitz orientiert, bevorzuge sie Großbauern, wird von SP-Seite kritisiert. Die Bauern kontern, dass auch andere Wirtschaftszweige in den Genuss der MÖSt-Befreiung kommen: Flugbenzin, Schiffsdiesel, Energieabgaben-Rückerstattung für die Industrie sowie ÖBB summieren sich auf 450 Millionen Euro. (ruz) Bauernhöfe mit viel agrarischer Fläche werden derzeit bei den meisten Förderungen bevorzugt - beim Agrardiesel ebenso wie bei den Betriebsprämien.
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Welche Bedeutung hatte Fichte für den Deutschen Idealismus?
Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; † 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. Leben Jugendzeit Fichte war das erste von acht Kindern des Bandwebers Christian Fichte (1737–1812) und seiner Frau Maria Dorothea (geb. Schurich, 1739–1813) in Rammenau in der Oberlausitz. Er wuchs ärmlich in einem von Frondiensten geprägten dörflichen Milieu auf. Seine Auffassungsgabe und sein gutes Gedächtnis fielen einem Verwandten der örtlichen Gutsherrschaft, dem Gutsherrn Ernst Haubold von Miltitz (1739–1774), bei einem Besuch in Rammenau auf: Er hatte eines Sonntags die kirchliche Predigt verpasst, woraufhin der zehnjährige Fichte gerufen wurde, von dem man versicherte, er könne die Predigt wiederholen. Daraufhin imitierte dieser den Pfarrer so perfekt, dass der Freiherr in seiner Entzückung dem Kind nach einer Vorbereitungszeit im Pfarrhaus zu Niederau den Besuch der Stadtschule in Meißen ermöglichte. Danach finanzierte ihm sein Förderer 1774 eine Ausbildung an der Landesschule Pforta bei Naumburg, verstarb jedoch im selben Jahr. Nach seiner Schulzeit zog Fichte 1780 nach Jena, wo er an der Universität ein Theologie-Studium begann, wechselte jedoch bereits ein Jahr später den Studienort nach Leipzig. Die Familie von Miltitz unterstützte ihn nun nicht mehr finanziell, er war gezwungen, sich durch Nachhilfeunterricht und Hauslehrerstellen zu finanzieren und brachte das Studium zu keinem Abschluss. In dieser aussichtslosen Lage bekam er 1788 in Zürich eine Stelle als Hauslehrer, die er aber nur zwei Jahre innehatte, da er der Auffassung war, dass man, bevor man Kinder erzieht, zuallererst die Eltern erziehen müsse. Dort verlobte er sich mit Johanna Marie Rahn (1755–1819), Tochter des Kaufmanns und Waagmeisters Johann Hartmut Rahn und Nichte des Dichters Klopstock. Anschließend ging er wieder nach Leipzig. Fichtes Plan, Prinzenlehrer zu werden, scheiterte. Seine zweite Idee, eine Zeitschrift für weibliche Bildung, lehnten mehrere Verleger ab. Trauerspiele und Novellen brachten ihm ebenfalls keine finanzielle Sicherheit. Übergang zur Philosophie In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den „Dingen, wie sie sind“ und „wie die Dinge erscheinen“ (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Hauslehrerstelle in Warschau nahm Fichte Anfang November 1791 eine auf ein Jahr befristete Anstellung als Hauslehrer des Sohns des Ehepaars Louise von Krockow, geb. von Göppel, die mit Kant persönlich bekannt war, und Heinrich Joachim Reinhold von Krockow (1736–1796), Königl. Preußischer Obrist, im gräflichen Schloss Krockow in der Nähe der pommerellischen Ostseeküste an. Im selben Jahr besuchte er Kant in Königsberg, wo dieser ihm einen Verleger für seine Schrift Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) verschaffte, die anonym veröffentlicht wurde. Das Buch galt zunächst als ein lange erwartetes religionsphilosophisches Werk von Kant selbst. Als Kant den Irrtum klarstellte, war Fichte berühmt und erhielt einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Jena, den er 1794 antrat. Zuvor hatte er nach längerer Überlegung, ob eine Eheschließung ihm nicht die „Flügel abschneide“, 1793 Johanna Rahn geheiratet. Drei Jahre später kam Sohn Immanuel Hermann (1796–1879) zur Welt. In Jena lebte der berühmte Theosoph Jakob Hermann Obereit in Fichtes Wohnhaus. Fichte und Obereit waren beständig im Gespräch. Während seiner Jenaer Professur (1794–1799) wurde er zur Zielscheibe im so genannten „Atheismusstreit“. Ausgelöst wurde dieser Streit 1798 durch zwei Schriften, wobei nur eine (Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung) von Fichte selbst stammt. Beide Schriften waren im Philosophischen Journal, dessen Herausgeber Fichte zusammen mit Friedrich Immanuel Niethammer zu dieser Zeit war, erschienen. Fichte wurde wegen Verbreitung atheistischer Ideen und Gottlosigkeit verklagt, erhielt einen Verweis und trat daraufhin zurück, wie er es zuvor angedroht hatte. 1805 bekam er den Lehrstuhl für Philosophie in Erlangen, 1807 war er Zensor der Hartungschen Zeitung in Königsberg, wurde aber auf Befehl des preußischen Generals Ernst von Rüchel entlassen. Wenige Jahre darauf, 1810, bekam er die Position des Dekans der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit war er von 1811 bis 1812 Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. 1789 wurde Fichte in Zürich in den Freimaurerbund Modestia cum Libertate aufgenommen, in dieselbe Loge, in der auch Johann Wolfgang von Goethe freundschaftlich verkehrte. Später ließ er sich am 6. November 1794 als Mitglied der Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen in Rudolstadt annehmen und war auch nach seinem Umzug nach Berlin mit den dortigen Freimaurerkreisen verbunden. 1799 traf er auf Ignaz Aurelius Feßler und arbeitete nach seiner Annahme am 17. April 1800 mit ihm an der Reform der Großloge Royal York zur Freundschaft. Am 14. Oktober 1799 hielt er einen Vortrag über „den wahren und richtigen Zweck der Maurerei“. Am 13. und 27. April 1800 hielt er mehrere Vorlesungen, die später unter dem Titel Philosophie der Freimaurerei. Briefe an Constant erneuert und veröffentlicht wurden. Schon bald kam es zum Streit und Fichte trat am 7. Juli 1800 aus der Freimaurerei aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der Deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren „Sprecher“ (Vorsitzender). Hatte sich Fichte zuvor als Anhänger der Französischen Revolution bezeichnet, so profilierte er sich nun insbesondere durch die flammend patriotischen Reden an die deutsche Nation (als Text veröffentlicht bis 1808) als Gegner Napoleons. Fichte wurde damit zum Vordenker der Urburschenschaft. Ein utopisches Gesellschaftsmodell – eine Art sozialistische Gesellschaft auf nationalstaatlicher Grundlage – findet sich in dem Werk Der geschlossene Handelsstaat (1800). Tod Vermutlich Ende 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte. Auch Fichte sollte an dieser vom Kot von Kleiderläusen übertragenen Seuche erkranken, die vornehmlich unter der Bezeichnung Fleckfieber berüchtigte Bekanntheit erlangte und insbesondere im Kriegswinter 1813/14 in Mitteleuropa (unter anderem in Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz) katastrophale Ausmaße annahm. Im Gegensatz zu seiner Frau konnte er sich von diesem Fieber nicht erholen. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Die Ehrengrabstelle in der Abt. CH, G2 trägt ein Porträtmedaillon (Kopie) von Ludwig Wilhelm Wichmann. Sein Grabstein trägt einen Vers aus dem Buch Daniel (): Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre Ein zentraler Kern in Fichtes Philosophie ist der Begriff des „absoluten Ich“. Dieses absolute Ich ist nicht mit dem individuellen Geist zu verwechseln. Später nutzte er die Bezeichnung „Absolutes“, „Sein“ oder „Gott“. Fichte beginnt in seiner Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre mit einer Bestimmung des Ich: Fichte ging es um die praktische Umsetzung seiner Philosophie, weshalb er die Errichtung eines lückenlosen philosophischen Systems als zweitrangig erachtete. Im Vordergrund stand für ihn die Verständlichkeit seiner Lehre. Er vertrat ein positives Menschenbild und ging davon aus, dass in jedem Menschen – und nicht nur im Gelehrten – der Grund echter Selbsterkenntnis (und damit auch Gotteserkenntnis) gelegt ist und der Philosoph lediglich auf diese verweisen muss. In seiner populären, z. T. polemischen Darstellungsweise schuf sich Fichte unter den Fachgelehrten viele Freunde, aber auch Feinde. In erbitterter Feindschaft stand er zu Friedrich Nicolai. Goethe urteilte skeptisch über Fichte, . Trotz späterer Ablehnung übte Fichte großen Einfluss auf Schelling und Hegel aus. Auch Hölderlin bekannte, Fichtes Vorlesungen aus seiner Jenaer Zeit viel zu verdanken. Einige Ideen Fichtes knüpfen an die Thesen des etwa 20 Jahre älteren Johann Gottfried Herder an. Fichtes Kantrezeption Fichte reagierte auf die Frage, wie theoretische und praktische Vernunft zusammenhängen, indem er antwortete, dass die beiden Teile der Vernunft in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Hierbei ist die praktische Vernunft der theoretischen übergeordnet. Letztere benötigt demnach die praktische Vernunft; diese aber ist autonom. Auch für Kant war die praktische Vernunft ein Vermögen des Willens – und damit autonom. Laut Fichte mündet diese Tatsache aber in seiner Theorie zur „Selbstsetzung“. Der Wille bringt, indem er sich ein Gesetz gibt, zugleich sein Wesen als „Vernunftwille“ hervor. Dieser Vernunftwille macht das aus, was wir sind – nämlich unser Ich. „Das absolute Ich ist, indem es sich setzt, und setzt sich, indem es ist.“ Aus diesem Grund kommt der praktischen Vernunft absolute Freiheit zu. Fichtes Idealismus ist daher eine Konsequenz aus dem Primat der praktischen Vernunft. Der Kritik am transzendentalen Argument bei Kant entzieht sich Fichte, indem er die praktische Vernunft zur Bedingung für die theoretische Vernunft erklärt. Hierbei geht er von der „Handlung“ des Urteilens aus und schließt mithilfe einer transzendentalen Begründung auf das sich setzende Ich als Bedingung hierfür. Alles Urteilen ist Handeln des menschlichen Geistes. Diesem liegt der Satz „Ich bin“ zugrunde. Das „schlechthin gesezte und auf sich selbst gegründete“ ist der Grund des Handelns. Um dem Vorwurf zu entgehen, dass wir eventuell gar nicht urteilen, sondern nur glauben zu urteilen, führte Fichte die „intellektuelle Anschauung“ ein. Sie ist auch praktisch zu verstehen als „Anschauen seiner selbst im Vollziehen eines Acts“. Wenn wir urteilen, beobachten wir uns nicht, sondern stellen handlungsorientierte Fragen. Diese Fragen gehen von der Annahme aus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Würde das nicht zutreffen, könnte er nicht urteilen, was nicht vorstellbar ist. Gleichwohl vertrat Fichte die Auffassung, auch wenn der Mensch nicht an den Bedingungen vernünftigen Urteilens zweifeln könne, folge daraus nicht, dass er diese Bedingungen tatsächlich erfüllt. Die schärfste Abgrenzung zu Kant vollzog Fichte mit seiner Ablehnung der Konzeption eines „Dinges an sich“. Nur so kann in seinen Augen die absolute Freiheit des Ichs bewahrt werden. Das „Ding an sich“ wird bei Fichte lediglich zu einem „Anstoß“, einem irrationalen Faktum innerhalb des Ich, welches das Ich zu bewältigen versucht. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Ich, gleichsam hinaus in die Welt als „Nicht-Ich“. Ist das absolute Ich demzufolge also ein „Ding an sich“ auf der Seite des Subjekts? Fichtes Antwort: Nur wenn es „erscheint“. Das absolute Ich existiert nur im Handeln. In seiner philosophischen Reflexion wird das absolute Ich zu etwas Objektivem, eine andere Entität der realen Welt gibt es nicht. Jenaer Philosophie Da Fichte die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre schnell als unzureichend und ergänzungsbedürftig ansieht, macht er sich auf dem Höhepunkt seiner Jenaer Periode nahezu zeitgleich an eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftslehre (unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo) und an eine erste Ausarbeitung der praktischen Philosophie (in der Grundlage des Naturrecht und der Sittenlehre). Inhaltlich stellt sich seit der Grundlage der gesamten Wissenschaftlehre die Frage, warum das absolute Ich, welches autonom ist, auf einen „Anstoß“ reagiert. Fichte macht deutlich, dass das absolute Ich nur ist, wenn es sich seiner selbst bewusst wird. Dies kann nur geschehen, wenn es mit Material konfrontiert wird, auf das es zu reagieren hat. Würde es zu keinem Kontakt kommen, würde das Ich „ganz in seiner Tätigkeit aufgehen“. Um aber zu sein – und damit auch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln –, muss es sich für den „Anstoß“ öffnen und dafür Sorge tragen, dass der „Stein des Anstoßes“ erhalten bleibt. Nach Fichte kann das Ich demnach als ein unendliches Streben nach Autonomie verstanden werden. Der „Anstoß“ ist hierbei gleichsam nur notwendige Bedingung des Selbstbewusstseins, keine hinreichende. Die weiteren Bedingungen für das Selbstbewusstsein finden sich in den jeweiligen Teildisziplinen der Wissenschaftslehre, die Fichte unterscheidet: Naturlehre, Rechtslehre, Sittenlehre und Religionslehre. Erstere hat Fichte, aufgrund des von ihm entwickelten Primats der praktischen Vernunft, nie ausgearbeitet. Die Wissenschaftslehre nova methodo Nachdem Fichte durch seine Vorlesungen über die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre in kürzester Zeit bekannt geworden ist, sieht er seine Philosophie bald mit verschiedenen Einwänden und Nachfragen seiner Zeitgenossen konfrontiert. Zunehmend wird er unzufrieden mit seinem ersten Entwurf der Wissenschaftslehre. Statt den Text der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre zu revidieren, entschließt er sich, die Wissenschaftslehre vollkommen neu auszuarbeiten. Das Ergebnis trägt er unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo ab 1796 in Vorlesungen vor, die heute jedoch nur noch als Mitschriften überliefert sind. Dennoch wird die Wissenschaftslehre nova methodo in der neueren Fichteliteratur zunehmend als beste und verständlichste Fassung der fichteschen Wissenschaftslehre angesehen. Inhaltlich bemüht sich Fichte darum, von seinen Zeitgenossen formulierte Einwände zu widerlegen und die Wissenschaftslehre stringenter und nachvollziehbarer vorzutragen. Verschiedene Themenbereiche – etwa die Behandlung der Frage, wie es vom einheitlichen absoluten Ich zur Pluralität individuellen Bewusstseins kommen kann – kommen gegenüber der ersten Behandlung der Wissenschaftslehre neu hinzu. Fichtes Rechtslehre In seinen Grundlagen des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1796/1797 (§ 8) bestimmte Fichte die Funktion des Rechts ähnlich wie Kant: Das Beisammenstehen der Freiheit mehrerer sei Doch schloss für ihn eine vernünftige Ordnung der Freiheit auch eine angemessene Verteilung gemeinschaftsbedingter Chancen und Güter ein. Für Fichte wird die Beziehung zwischen dem Selbstbewusstsein und – sozusagen – der Welt präzisiert. Das Bewusstsein kann sich nur als frei handelndes Wesen begreifen, wenn es „den Begriff eines frei handelnden Wesens auf sich anwenden kann.“ Das kann es nur, wenn andere das Selbstbewusstsein auffordern etwas zu tun und gleichzeitig(!) die Freiheit eingestehen, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Da dieser Vorgang reziprok ist, folgt, dass das Sein des Selbstbewusstseins von der Anerkennung der Freiheit anderer abhängt. Es wird deutlich, dass sich Fichte nicht auf das Moralgesetz als die bindende Kraft des Rechts versteht, sondern das Eigeninteresse des selbstbewussten Ichs. Ein Rechtsverhältnis entsteht demnach aufgrund der bloßen Existenz eines Nicht-Ichs. Auch Fichte definiert, wie so mancher Philosoph vor ihm, den Staat als Ausdruck des absoluten Willens, dessen Absicht es ist, die Freiheit und Rechte seiner Bürger zu garantieren. Kollektives Handeln und individuelles Handeln werden mit dem Ausdruck „sittliches Handeln“ in Eins gesetzt. Freiheit in der Geschichte sei nach Fichte die mehr oder weniger sittliche Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse der verschiedenen Völker. Fichtes Philosophie lässt sich als ethischer Idealismus bezeichnen, wenn man voraussetzt, dass nur der Staat Rechtsverhältnisse zwischen sich und den Bürgern bzw. unter den Bürgern schafft und dabei Beschränkungen seiner Bürger zugunsten eigener materieller Zwecke vornimmt. Fichtes Sittenlehre Im System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1798 geht Fichte davon aus, dass das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs nur sein kann unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Hierbei ist sich das Ich des Sittengesetzes niemals in abstracto bekannt, sondern „immer in Form konkreter Aufgaben und Pflichten der Welt“. Das Ich kann sich nur eine Tätigkeit zuschreiben, wenn diese mit der kausalen Wirklichkeit einer ihm unabhängigen Welt verbunden ist. Dies wiederum ist nur möglich, wenn es sich einen Körper zuschreibt. Da dieser Körper Teil der Welt ist, unterliegt er auch den Naturtrieben. Das Sittengesetz untersucht nun die Bedingungen der Manifestation eines zugleich verkörperten und von Naturtrieben beherrschten Ich. Fichtes Religionslehre Fichte hinterließ keine systematisch ausgearbeitete Religionsphilosophie. Im Atheismusstreit, den Friedrich Karl Forberg mit einem Artikel im Philosophischen Journal mit einem zustimmenden Nachwort von Fichte 1798 ausgelöst hatte, postulierte Fichte mit Forberg, die Existenz Gottes sei nicht notwendig für die Errichtung einer moralischen Wertordnung, allerdings sei der Glaube an Gott, verbunden mit einer göttlichen Moral, unumgänglich. Während Kant von der Existenz Gottes ausging und seine These untermauerte, die Existenz Gottes sei notwendig im Hinblick auf die Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Handelns, sah Fichte nur die Notwendigkeit zu einer „moralischen Weltordnung“. Diese müsse nicht zwingend auf eine höhere Instanz – also Gott – zurückgeführt werden. Die aktive Weltordnung selbst () könne man als Gott bezeichnen. Wer dies aber tut, der „verkennt die unmittelbare Beziehung des Gottesbegriffs zum moralischen Bewusstsein“ und ist, so Fichte, „der wahre Götzendiener und Atheist.“ Beitrag zur Französischen Revolution (1793) Deutlich wie wenige Denker und Politiker des damaligen Deutschland begrüßt Fichte die Französische Revolution. Er sieht in ihr nicht nur moralische Gründe, sondern auch einen rechtmäßigen Fortschritt zu mehr Gleichheit und Freiheit. Seine beiden Revolutionsschriften von 1793 (Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten und Beiträge zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution) griffen in die öffentlichen Debatten ein. Er begründet die Rechtmäßigkeit der Revolution in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contrat social mit dem Argument, dass es ein „unveräußerliches Recht des Menschen“ sei, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie: „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte die tiefere, philosophische Legitimität der Veränderung der Staatsverfassung. Fichtes Kritik am Judentum Im Werk Fichtes finden sich diverse despektierliche Äußerungen über Juden, die in der Fachliteratur als „judenfeindliche Ausfälle“ und „antijüdischer Affekt“ bezeichnet werden. Micha Brumlik etwa ist der Ansicht, Fichtes Positionen beinhalteten sowohl christlich-philosophischen Antijudaismus als auch politisch-säkularen Antisemitismus, und verglich letzteren mit dem von Adolf Hitler sogenannten „Antisemitismus der Vernunft“, der einen notwendigen, vollständigen Ausschluss der Juden aus einer zu schaffenden, besseren Gesellschaft propagierte. In der Sekundärliteratur finden sich allerdings auch differenzierendere Einschätzungen, insbesondere wenn das Gesamtwerk Fichtes betrachtet wird. Besonders drastisch äußert sich Fichte in Beiträge zur Berichtigung der Urtheile des Publicums über die französische Revolution von 1793. Er greift darin sowohl die Juden mit harschen Worten an, als auch das Militär und den Adel. Das Judentum sei ein „Staat im Staate“ und würde sich absondern. Die Juden, körperlich schlaff, hätten einen egoistischen Handelsgeist. Sie würden die übrigen Bürger übervorteilen, seien nur auf sich und ihre Sippe bedacht. Fichte übernimmt größtenteils die damals vorherrschenden Vorurteile, prangert aber vor allem immer wieder die angeblich separatistische Einstellung dieser Religion an. Oft zitiert wird die folgende Fußnote: In seiner 1794 erschienenen Streitschrift Eisenmenger der Zweite polemisierte Saul Ascher gegen die judenfeindlichen Äußerungen Fichtes, dem er den Namen des seinerzeit bekannten Judenfeindes Johann Andreas Eisenmenger, des Autors des Pamphlets Entdecktes Judentum, beilegte. Mit Fichte sei eine neue Dimension des säkularen Judenhasses zu verzeichnen. Mit David Veit lernte Fichte einen Vertreter der jüdischen Aufklärung Haskala kennen und schätzen. Als Rektor der Berliner Universität trat er kompromisslos und gegen allgemeinen Widerstand für einen zu Unrecht vom Senat der Universität bestraften und mit Relegation bedrohten jüdischen Studenten ein. Während vielfach eine „liberal-progressive“ Rezeption Fichtes – auch unter jüdischen Intellektuellen – vorherrschte, entwickelte sich später, insbesondere im Gefolge des Ersten Weltkrieges, auch eine „völkisch-nationalistische“ Rezeption. Dabei gewannen sowohl die Grundzüge als auch die Reden Fichtes erneut an Bedeutung, indem sie in den Dienst des nationalistischen Pathos und der Judenhetze gestellt wurden. Die Nationalsozialisten nahmen dabei Fichte zur Begründung ihrer Ideologie in Anspruch. Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) In den Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters entwickelt Fichte Ansichten zu einer Geschichtsphilosophie. Tragender Gedanke dieser Geschichtsphilosophie ist die Entwicklung der Menschheit von der Unfreiheit zur Freiheit. Parallel zu jener inneren Entwicklung der Individuen, gehe die äußere Entwicklung ihrer Position und Bestimmung im Staate von der Rolle des Untertan hin zum freien Bürger. Im Vordergrund steht ein Entwicklungsmodell, das die Geschichte in fünf Epochen unterteilt, wobei Fichte seine eigene Epoche als das „Zeitalter der vollendeten Sündhaftigkeit“ verstand, während die Grundzüge die künftigen Epochen einleiten sollten. Diese Epochenentwicklung vollziehe sich in folgenden Stufen: 1. Instinktive Vernunft: Stand der Unschuld des Menschengeschlechts; 2. Äußerlich erzwungene, jedoch nicht durch Gründe überzeugende Autorität: Stand der anhebenden Sünde; 3. Emanzipation von jeder äußeren Autorität, Herrschaft des nackten Erfahrungsbegriffs: Stand der vollendeten Sündhaftigkeit; 4. Rückkehr der freien, innerlichen Vernunft, wo die Wahrheit als das höchste erkannt und geliebt wird: Stand der anhebenden Rechtfertigung; 5. Verwirklichung der freien, innerlichen Vernunft in allen äußeren Lebensbereichen, wo die Menschheit sich selber als Abdruck der Vernunft aufbaut: Stand der vollendeten Rechtfertigung und Heiligung. Reden an die deutsche Nation (1808) Die Reden an die deutsche Nation verstehen sich als Fortsetzung der Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Drei Jahre nach diesen Vorträgen erklärt Fichte das Ende der dort beschriebenen dritten Epoche, die er in den Reden … als die Epoche der Selbstsucht bezeichnet. Durch die Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen sei diesem mit der Selbständigkeit gleichzeitig der Gehalt der Selbstsucht verloren gegangen. Es müsse ein neues Selbst gesucht werden, welches über die Nation hinausgehe. Dieses sei die Vernunft. In den Reden ruft Fichte im Bereich der Bildung zu einer Nationalerziehung nach dem Vorbild von Johann Heinrich Pestalozzi auf, die das menschliche Verhältnis zur Freiheit in der Vernunft- und Werterziehung verankern soll. Auch hier geht es wieder um die sittliche Bildung zur Freiheit, zur Selbständigkeit, zur Veredelung. In dieser Erhebung zur Vernunft, zum wahren Selbst, welches in der allgemeinen Vernunft zu finden ist, die jede Nation übersteigt, entfällt für Fichte auch die mögliche Feindschaft zu anderen freien Individuen und Nationen, denn der so gebildete Mensch strebe danach, seine Mitmenschen zu achten, und liebe ihre Freiheit und Größe, während ihn ihre Knechtschaft schmerze: „Aber es ist schlechthin unmöglich, dass ein solches Gemüt nicht auch außer sich an Völkern und einzelnen ehre, was in seinem Innern seine eigne Größe ausmacht: die Selbständigkeit, die Festigkeit, die Eigentümlichkeit des Daseins.“ In den Reden finden sich mit einer klar konturierten Ausdifferenzierung der Menschheit in nicht gleichwertige Sprach- und Kulturgemeinschaften sowie dem grundsätzlichen Streben nach deren Reinheit Ansätze einer rassistischen Theoriebildung. Würdigung Den Namen Fichtes tragen Johann-Gottlieb-Fichte-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin Fichte-Gymnasien und -Schulen in mehreren deutschen Städten Straßen in vielen Ortschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Fichtegasse in Wien Fichtestraße in der Gartenstadt von Freiburg im Breisgau Siedlung am Fichteplatz in Mainz mehrere deutsche Sportvereine, die in der Arbeitersportbewegung verwurzelt sind, z. B. der VfB Fichte Bielefeld J. G. Fichte, Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei Zwei Denkmäler, ein Park und ein Museum (im Barockschloss Rammenau) im Fichte-Geburtsort Rammenau Fichteturm und Fichtepark in Dresden-Plauen 5-DM-Gedenkmünze zum 150. Todestag (→ 5. Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland) 10-Mark-Gedenkmünze zum 175. Todestag 70-Cent-Sondermarke zum 250. Geburtstag 2012 Die Pflanzengattung Fichtea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte. Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung 1996 wurde die der rechtskonservativen Partei Die Republikaner nahestehende Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung e.V. gegründet, die sich nach eigenen Angaben der Vermittlung von traditionellen Werten im Sinne des Philosophen widmet. Werke (Auswahl) Wissenschaftslehre Die Wissenschaftslehre, Fichtes Hauptwerk, wurde von ihm mehrfach überarbeitet. u. a.: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie (1794) () Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/1795) Wissenschaftslehre nova methodo (1796–1799) Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797/1798) Die Wissenschaftslehre (1804) sowie folgende Ausgaben (1812) und (1813). Weitere Werke Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die französische Revolution (PDF; 1 MB) (1793) Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794) Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere (1796) Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre (1798) Appellation an das Publikum über die durch Churf. Sächs. Confiscationsrescript ihm beigemessenen atheistischen Aeußerungen. Eine Schrift, die man zu lesen bittet, ehe man sie confsicirt (1799) Der geschlossene Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als Anhang zur Rechtslehre und Probe einer künftig zu liefernden Politik (1800) Die Bestimmung des Menschen (1800) Friedrich Nicolais Leben und sonderbare Meinungen (1801) Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant (1802/03) Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre (1806) Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit (1806) Reden an die deutsche Nation (1807/1808) () Das System der Rechtslehre (1812) Literatur Ausgaben Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer, Leipzig: Gabler, 1794 () Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere. (1796). Neudruck auf der Grundlage der 2. von Fritz Medicus hrsg. Auflage von 1922; 3. Nachdruck mit überarbeiteten Quellennachweisen und Personenregister, Hamburg 1979 (= Philosophische Taschenbücher. Band 256). Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 42 Bände, hrsg. von Reinhard Lauth, Erich Fuchs und Hans Gliwitzky. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962–2011, ISBN 3-7728-0138-2 Fichtes Werke. 11 Bände. Hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Nachdruck der Ausgaben Berlin 1845/46 und Bonn 1834/35, Berlin 1971. ISBN 3-11-006486-3 Fichte im Kontext. Werke auf CD-ROM. Berlin 32002, ISBN 3-932094-25-5. Werke in 2 Bänden. Hrsg. Wilhelm G. Jacobs, Peter L. Oesterreich, Frankfurt a. M. 1997. ISBN 978-3-618-63073-9 Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1978, Philosophische Bibliothek Band 247. ISBN 3-7873-0448-7 Jacobi an Fichte, Text 1799/1816 im Vergleich, Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel 2011 (deutscher Text, Einleitung von Marco Ivaldo, Noten, Kommentar, Appendix mit Texten von Jacobi und Fichte, italienische Uebersetzung von Ariberto Acerbi, mit Register und Bibliographie), ISBN 978-88-905957-5-2. Sekundärliteratur Immanuel Hermann Fichte: Johann Gottlieb Fichte's Leben und Litterarischer Briefwechsel. 2 Bände. Seidel, Sulzbach 1830–1831 Erster Theil Digitalisat Zweiter Band Digitalisat Adolf Trendelenburg: Zur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte. 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Lebensbild eines deutschen Denkers und Patrioten für das deutsche Volk. Geschildert von. Levy & Müller, Stuttgart 1877 Friedrich Zimmer: Johann Gottlieb Fichte's Religionsphilosophie nach den Grundzügen ihrer Entwicklung. Halle 1877 (Halle-Wittenberg, Univ., Diss. 1877) Digitalisat Fritz Medicus: Fichtes Leben. 2. Aufl. Felix Meiner, Leipzig 1922 Fuchs, Erich: J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen. Bände 1-7. frommann-holzboog, Stuttgart 1978–2012. Manfred Buhr (Hrsg.): Wissen und Gewissen. Beiträge zum 200. Geburtstag Johann Gottlieb Fichtes. 1762–1814. Akademie Verlag, Berlin 1962 Wilhelm Gustav Jacobs: Johann Gottlieb Fichte mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1984 (Rowohlts Monographien 336) Christoph Asmuth: Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1900-1 Peter Baumanns: J. G. Fichte. 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(Reihe: Deutscher Idealismus. Philosophie und Wirkungsgeschichte in Quellen und Studien. Bd. 10). ISBN 3-608-91232-0 Armin G. Wildfeuer: Praktische Vernunft und System. Entwicklungsgeschichtliche Untersuchungen zur ursprünglichen Kantrezeption Johann Gottlieb Fichtes. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1865-X David W. Wood: “Mathesis of the Mind”: A Study of Fichte’s Wissenschaftslehre and Geometry; Amsterdam, New York: Rodopi, 2012 (Fichte-Studien-Supplementa, Band 29). Wolfgang Class, Alois K. Soller: Kommentar zu Fichtes ‚Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre‘ Rodopi, Amsterdam New York 2004. Patrick Tschirner: Totalität und Dialektik. Johann Gottlieb Fichtes späte Wissenschaftslehre oder die lebendige Existenz des Absoluten als sich selbst bildendes Bild, Berlin: Duncker & Humblot 2017. ISBN 978-3-428-14987-2 Weblinks Internationale Johann-Gottlieb-Fichte-Gesellschaft e. V. Ricarda D. Herbrand: „Zwischen Kosmopolitismus und Nationalismus – Johann Gottlieb Fichte“, in: TABVLA RASA. Jenenser Zeitschrift für Kritisches Denken, April 2007. Ernst-Otto Onnasch: Ich und Vernunft. Ist J.G. Fichte die Begründung seiner Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre von 1794/95 gelungen? (PDF; 892 kB) Einzelnachweise Philosoph der Frühen Neuzeit Philosoph (19. Jahrhundert) Vertreter des Deutschen Idealismus Politischer Philosoph Rektor (Humboldt-Universität zu Berlin) Freimaurer (18. Jahrhundert) Freimaurer (19. Jahrhundert) Freimaurer (Deutschland) Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena) Hochschullehrer (Erlangen) Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Ehrengrab des Landes Berlin Person (Rammenau) Deutscher Geboren 1762 Gestorben 1814 Mann Person des Antisemitismus
Der Kanzler »inferior«, die Volkspartei bald »ein toter Ast am Baum der Geschichte«, unten herrscht der »Tiefe Staat«: Erwin Riess zeichnet auf Seite 3 dieser Versorgerin ein düsteres Bild von Österreich im Herbst 2014. Schon trostlos. Also Musik. Doch halt: »Wer nur etwas von Musik versteht, versteht auch davon nichts.«, sagt Hanns Eisler. Und so werfen auch die Texte in unserem kleinen Musik-Schwerpunkt den Blick verstärkt auf das »Außermusikalische«, das Gesellschaftliche. Der Komponist Clemens Nachtmann sieht auf Seite 5 in den Vermittlungsformen des Kulturbetriebs kaum eine Chance, Neue Musik tatsächlich zu erfahren. Über das Verhältnis von Musik und Film, insbesondere die Verwendung von Verfahrensweisen der Neuen Musik schreibt Magnus Klaue auf Seite 7. Wie in einer Art Talkshow lässt Gerhard Scheit auf den Seiten 8 und 9 in seinem Text über den »Postmodernen Parsifal« heutige Stars der »Philosophen-Szene«, allesamt bedenkliche Wagnerianer, auftreten. Die Möglichkeiten des Musikmachens als feministische DIY-Strategie in Zeiten des Neoliberalismus befragt Kristina Pia Hofer auf Seite 12. Der Ethnologe Felix Riedl hat sich durch eine Fülle von neueren psychoanalytischen Filminterpretationen gelesen und fand darin vielfach »den Optimismus einer von Marx-Lektüre und kritischer Theorie gereinigten Psychoanalyse« (Seite 11). Über eine der Entdeckungen Freuds, die Bisexualität von Mann und Frau, und deren Verdrängung schreibt Renate Göllner, Mitherausgeberin von Mit Freud. Gesellschaftskritik und Psychoanalyse, auf Seite 10. Im September haben sich mehr als 55 Prozent der Schotten gegen eine Loslösung von Großbritannien ausgesprochen. Richard Schuberth rät anlässlich des Referendums, dem Mythos eines »linken Nirvanas nördlich des Tweed« nicht auf den Leim zu gehen. Von Stepan Grigat sind in den letzten Jahren viele Beiträge zu Israel, Antisemitismus und Antizionismus in der Versorgerin erschienen. Sein neues Buch Die Einsamkeit Israels rezensiert Florian Markl auf Seite 15. Lisa Bolyos schreibt auf Seite 17 über die Flucht von Emmanuel Mbolela vom Kongo nach Europa und über die Anstrengungen, das Recht auf einen sicheren Fluchtweg durchzusetzen. Über den »Eiertanz« um »Social Freezing« berichtet Svenna Triebler auf Seite 19. Vor wenigen Tagen hat die Wimmer Medien seine »Nachrichten« eine Attacke gegen Dorf TV reiten lassen, wie man sie eigentlich kaum für möglich gehalten hätte. Otto Tremetzberger über das Wie und Warum auf Seite 20. Erfreuliches zum Beschluss: Seit dieser Ausgabe verstärken Tanja Brandmayr – sie stellt dieses Mal den Schriftsteller Christian Steinbacher (S. 21) vor – und Claus Harringer die Redaktion. Claus Harringer hat das Treiben der »Wahnwichtel« (J. Ditfurth) auf dem Linzer Hauptplatz beobachtet (S. 14). Auch das muss es offensichtlich in dieser Stadt geben.
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Welche Bedeutung hatte Fichte für den Deutschen Idealismus?
Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; † 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. Leben Jugendzeit Fichte war das erste von acht Kindern des Bandwebers Christian Fichte (1737–1812) und seiner Frau Maria Dorothea (geb. Schurich, 1739–1813) in Rammenau in der Oberlausitz. Er wuchs ärmlich in einem von Frondiensten geprägten dörflichen Milieu auf. Seine Auffassungsgabe und sein gutes Gedächtnis fielen einem Verwandten der örtlichen Gutsherrschaft, dem Gutsherrn Ernst Haubold von Miltitz (1739–1774), bei einem Besuch in Rammenau auf: Er hatte eines Sonntags die kirchliche Predigt verpasst, woraufhin der zehnjährige Fichte gerufen wurde, von dem man versicherte, er könne die Predigt wiederholen. Daraufhin imitierte dieser den Pfarrer so perfekt, dass der Freiherr in seiner Entzückung dem Kind nach einer Vorbereitungszeit im Pfarrhaus zu Niederau den Besuch der Stadtschule in Meißen ermöglichte. Danach finanzierte ihm sein Förderer 1774 eine Ausbildung an der Landesschule Pforta bei Naumburg, verstarb jedoch im selben Jahr. Nach seiner Schulzeit zog Fichte 1780 nach Jena, wo er an der Universität ein Theologie-Studium begann, wechselte jedoch bereits ein Jahr später den Studienort nach Leipzig. Die Familie von Miltitz unterstützte ihn nun nicht mehr finanziell, er war gezwungen, sich durch Nachhilfeunterricht und Hauslehrerstellen zu finanzieren und brachte das Studium zu keinem Abschluss. In dieser aussichtslosen Lage bekam er 1788 in Zürich eine Stelle als Hauslehrer, die er aber nur zwei Jahre innehatte, da er der Auffassung war, dass man, bevor man Kinder erzieht, zuallererst die Eltern erziehen müsse. Dort verlobte er sich mit Johanna Marie Rahn (1755–1819), Tochter des Kaufmanns und Waagmeisters Johann Hartmut Rahn und Nichte des Dichters Klopstock. Anschließend ging er wieder nach Leipzig. Fichtes Plan, Prinzenlehrer zu werden, scheiterte. Seine zweite Idee, eine Zeitschrift für weibliche Bildung, lehnten mehrere Verleger ab. Trauerspiele und Novellen brachten ihm ebenfalls keine finanzielle Sicherheit. Übergang zur Philosophie In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den „Dingen, wie sie sind“ und „wie die Dinge erscheinen“ (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Hauslehrerstelle in Warschau nahm Fichte Anfang November 1791 eine auf ein Jahr befristete Anstellung als Hauslehrer des Sohns des Ehepaars Louise von Krockow, geb. von Göppel, die mit Kant persönlich bekannt war, und Heinrich Joachim Reinhold von Krockow (1736–1796), Königl. Preußischer Obrist, im gräflichen Schloss Krockow in der Nähe der pommerellischen Ostseeküste an. Im selben Jahr besuchte er Kant in Königsberg, wo dieser ihm einen Verleger für seine Schrift Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) verschaffte, die anonym veröffentlicht wurde. Das Buch galt zunächst als ein lange erwartetes religionsphilosophisches Werk von Kant selbst. Als Kant den Irrtum klarstellte, war Fichte berühmt und erhielt einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Jena, den er 1794 antrat. Zuvor hatte er nach längerer Überlegung, ob eine Eheschließung ihm nicht die „Flügel abschneide“, 1793 Johanna Rahn geheiratet. Drei Jahre später kam Sohn Immanuel Hermann (1796–1879) zur Welt. In Jena lebte der berühmte Theosoph Jakob Hermann Obereit in Fichtes Wohnhaus. Fichte und Obereit waren beständig im Gespräch. Während seiner Jenaer Professur (1794–1799) wurde er zur Zielscheibe im so genannten „Atheismusstreit“. Ausgelöst wurde dieser Streit 1798 durch zwei Schriften, wobei nur eine (Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung) von Fichte selbst stammt. Beide Schriften waren im Philosophischen Journal, dessen Herausgeber Fichte zusammen mit Friedrich Immanuel Niethammer zu dieser Zeit war, erschienen. Fichte wurde wegen Verbreitung atheistischer Ideen und Gottlosigkeit verklagt, erhielt einen Verweis und trat daraufhin zurück, wie er es zuvor angedroht hatte. 1805 bekam er den Lehrstuhl für Philosophie in Erlangen, 1807 war er Zensor der Hartungschen Zeitung in Königsberg, wurde aber auf Befehl des preußischen Generals Ernst von Rüchel entlassen. Wenige Jahre darauf, 1810, bekam er die Position des Dekans der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit war er von 1811 bis 1812 Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. 1789 wurde Fichte in Zürich in den Freimaurerbund Modestia cum Libertate aufgenommen, in dieselbe Loge, in der auch Johann Wolfgang von Goethe freundschaftlich verkehrte. Später ließ er sich am 6. November 1794 als Mitglied der Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen in Rudolstadt annehmen und war auch nach seinem Umzug nach Berlin mit den dortigen Freimaurerkreisen verbunden. 1799 traf er auf Ignaz Aurelius Feßler und arbeitete nach seiner Annahme am 17. April 1800 mit ihm an der Reform der Großloge Royal York zur Freundschaft. Am 14. Oktober 1799 hielt er einen Vortrag über „den wahren und richtigen Zweck der Maurerei“. Am 13. und 27. April 1800 hielt er mehrere Vorlesungen, die später unter dem Titel Philosophie der Freimaurerei. Briefe an Constant erneuert und veröffentlicht wurden. Schon bald kam es zum Streit und Fichte trat am 7. Juli 1800 aus der Freimaurerei aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der Deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren „Sprecher“ (Vorsitzender). Hatte sich Fichte zuvor als Anhänger der Französischen Revolution bezeichnet, so profilierte er sich nun insbesondere durch die flammend patriotischen Reden an die deutsche Nation (als Text veröffentlicht bis 1808) als Gegner Napoleons. Fichte wurde damit zum Vordenker der Urburschenschaft. Ein utopisches Gesellschaftsmodell – eine Art sozialistische Gesellschaft auf nationalstaatlicher Grundlage – findet sich in dem Werk Der geschlossene Handelsstaat (1800). Tod Vermutlich Ende 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte. Auch Fichte sollte an dieser vom Kot von Kleiderläusen übertragenen Seuche erkranken, die vornehmlich unter der Bezeichnung Fleckfieber berüchtigte Bekanntheit erlangte und insbesondere im Kriegswinter 1813/14 in Mitteleuropa (unter anderem in Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz) katastrophale Ausmaße annahm. Im Gegensatz zu seiner Frau konnte er sich von diesem Fieber nicht erholen. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Die Ehrengrabstelle in der Abt. CH, G2 trägt ein Porträtmedaillon (Kopie) von Ludwig Wilhelm Wichmann. Sein Grabstein trägt einen Vers aus dem Buch Daniel (): Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre Ein zentraler Kern in Fichtes Philosophie ist der Begriff des „absoluten Ich“. Dieses absolute Ich ist nicht mit dem individuellen Geist zu verwechseln. Später nutzte er die Bezeichnung „Absolutes“, „Sein“ oder „Gott“. Fichte beginnt in seiner Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre mit einer Bestimmung des Ich: Fichte ging es um die praktische Umsetzung seiner Philosophie, weshalb er die Errichtung eines lückenlosen philosophischen Systems als zweitrangig erachtete. Im Vordergrund stand für ihn die Verständlichkeit seiner Lehre. Er vertrat ein positives Menschenbild und ging davon aus, dass in jedem Menschen – und nicht nur im Gelehrten – der Grund echter Selbsterkenntnis (und damit auch Gotteserkenntnis) gelegt ist und der Philosoph lediglich auf diese verweisen muss. In seiner populären, z. T. polemischen Darstellungsweise schuf sich Fichte unter den Fachgelehrten viele Freunde, aber auch Feinde. In erbitterter Feindschaft stand er zu Friedrich Nicolai. Goethe urteilte skeptisch über Fichte, . Trotz späterer Ablehnung übte Fichte großen Einfluss auf Schelling und Hegel aus. Auch Hölderlin bekannte, Fichtes Vorlesungen aus seiner Jenaer Zeit viel zu verdanken. Einige Ideen Fichtes knüpfen an die Thesen des etwa 20 Jahre älteren Johann Gottfried Herder an. Fichtes Kantrezeption Fichte reagierte auf die Frage, wie theoretische und praktische Vernunft zusammenhängen, indem er antwortete, dass die beiden Teile der Vernunft in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Hierbei ist die praktische Vernunft der theoretischen übergeordnet. Letztere benötigt demnach die praktische Vernunft; diese aber ist autonom. Auch für Kant war die praktische Vernunft ein Vermögen des Willens – und damit autonom. Laut Fichte mündet diese Tatsache aber in seiner Theorie zur „Selbstsetzung“. Der Wille bringt, indem er sich ein Gesetz gibt, zugleich sein Wesen als „Vernunftwille“ hervor. Dieser Vernunftwille macht das aus, was wir sind – nämlich unser Ich. „Das absolute Ich ist, indem es sich setzt, und setzt sich, indem es ist.“ Aus diesem Grund kommt der praktischen Vernunft absolute Freiheit zu. Fichtes Idealismus ist daher eine Konsequenz aus dem Primat der praktischen Vernunft. Der Kritik am transzendentalen Argument bei Kant entzieht sich Fichte, indem er die praktische Vernunft zur Bedingung für die theoretische Vernunft erklärt. Hierbei geht er von der „Handlung“ des Urteilens aus und schließt mithilfe einer transzendentalen Begründung auf das sich setzende Ich als Bedingung hierfür. Alles Urteilen ist Handeln des menschlichen Geistes. Diesem liegt der Satz „Ich bin“ zugrunde. Das „schlechthin gesezte und auf sich selbst gegründete“ ist der Grund des Handelns. Um dem Vorwurf zu entgehen, dass wir eventuell gar nicht urteilen, sondern nur glauben zu urteilen, führte Fichte die „intellektuelle Anschauung“ ein. Sie ist auch praktisch zu verstehen als „Anschauen seiner selbst im Vollziehen eines Acts“. Wenn wir urteilen, beobachten wir uns nicht, sondern stellen handlungsorientierte Fragen. Diese Fragen gehen von der Annahme aus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Würde das nicht zutreffen, könnte er nicht urteilen, was nicht vorstellbar ist. Gleichwohl vertrat Fichte die Auffassung, auch wenn der Mensch nicht an den Bedingungen vernünftigen Urteilens zweifeln könne, folge daraus nicht, dass er diese Bedingungen tatsächlich erfüllt. Die schärfste Abgrenzung zu Kant vollzog Fichte mit seiner Ablehnung der Konzeption eines „Dinges an sich“. Nur so kann in seinen Augen die absolute Freiheit des Ichs bewahrt werden. Das „Ding an sich“ wird bei Fichte lediglich zu einem „Anstoß“, einem irrationalen Faktum innerhalb des Ich, welches das Ich zu bewältigen versucht. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Ich, gleichsam hinaus in die Welt als „Nicht-Ich“. Ist das absolute Ich demzufolge also ein „Ding an sich“ auf der Seite des Subjekts? Fichtes Antwort: Nur wenn es „erscheint“. Das absolute Ich existiert nur im Handeln. In seiner philosophischen Reflexion wird das absolute Ich zu etwas Objektivem, eine andere Entität der realen Welt gibt es nicht. Jenaer Philosophie Da Fichte die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre schnell als unzureichend und ergänzungsbedürftig ansieht, macht er sich auf dem Höhepunkt seiner Jenaer Periode nahezu zeitgleich an eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftslehre (unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo) und an eine erste Ausarbeitung der praktischen Philosophie (in der Grundlage des Naturrecht und der Sittenlehre). Inhaltlich stellt sich seit der Grundlage der gesamten Wissenschaftlehre die Frage, warum das absolute Ich, welches autonom ist, auf einen „Anstoß“ reagiert. Fichte macht deutlich, dass das absolute Ich nur ist, wenn es sich seiner selbst bewusst wird. Dies kann nur geschehen, wenn es mit Material konfrontiert wird, auf das es zu reagieren hat. Würde es zu keinem Kontakt kommen, würde das Ich „ganz in seiner Tätigkeit aufgehen“. Um aber zu sein – und damit auch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln –, muss es sich für den „Anstoß“ öffnen und dafür Sorge tragen, dass der „Stein des Anstoßes“ erhalten bleibt. Nach Fichte kann das Ich demnach als ein unendliches Streben nach Autonomie verstanden werden. Der „Anstoß“ ist hierbei gleichsam nur notwendige Bedingung des Selbstbewusstseins, keine hinreichende. Die weiteren Bedingungen für das Selbstbewusstsein finden sich in den jeweiligen Teildisziplinen der Wissenschaftslehre, die Fichte unterscheidet: Naturlehre, Rechtslehre, Sittenlehre und Religionslehre. Erstere hat Fichte, aufgrund des von ihm entwickelten Primats der praktischen Vernunft, nie ausgearbeitet. Die Wissenschaftslehre nova methodo Nachdem Fichte durch seine Vorlesungen über die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre in kürzester Zeit bekannt geworden ist, sieht er seine Philosophie bald mit verschiedenen Einwänden und Nachfragen seiner Zeitgenossen konfrontiert. Zunehmend wird er unzufrieden mit seinem ersten Entwurf der Wissenschaftslehre. Statt den Text der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre zu revidieren, entschließt er sich, die Wissenschaftslehre vollkommen neu auszuarbeiten. Das Ergebnis trägt er unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo ab 1796 in Vorlesungen vor, die heute jedoch nur noch als Mitschriften überliefert sind. Dennoch wird die Wissenschaftslehre nova methodo in der neueren Fichteliteratur zunehmend als beste und verständlichste Fassung der fichteschen Wissenschaftslehre angesehen. Inhaltlich bemüht sich Fichte darum, von seinen Zeitgenossen formulierte Einwände zu widerlegen und die Wissenschaftslehre stringenter und nachvollziehbarer vorzutragen. Verschiedene Themenbereiche – etwa die Behandlung der Frage, wie es vom einheitlichen absoluten Ich zur Pluralität individuellen Bewusstseins kommen kann – kommen gegenüber der ersten Behandlung der Wissenschaftslehre neu hinzu. Fichtes Rechtslehre In seinen Grundlagen des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1796/1797 (§ 8) bestimmte Fichte die Funktion des Rechts ähnlich wie Kant: Das Beisammenstehen der Freiheit mehrerer sei Doch schloss für ihn eine vernünftige Ordnung der Freiheit auch eine angemessene Verteilung gemeinschaftsbedingter Chancen und Güter ein. Für Fichte wird die Beziehung zwischen dem Selbstbewusstsein und – sozusagen – der Welt präzisiert. Das Bewusstsein kann sich nur als frei handelndes Wesen begreifen, wenn es „den Begriff eines frei handelnden Wesens auf sich anwenden kann.“ Das kann es nur, wenn andere das Selbstbewusstsein auffordern etwas zu tun und gleichzeitig(!) die Freiheit eingestehen, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Da dieser Vorgang reziprok ist, folgt, dass das Sein des Selbstbewusstseins von der Anerkennung der Freiheit anderer abhängt. Es wird deutlich, dass sich Fichte nicht auf das Moralgesetz als die bindende Kraft des Rechts versteht, sondern das Eigeninteresse des selbstbewussten Ichs. Ein Rechtsverhältnis entsteht demnach aufgrund der bloßen Existenz eines Nicht-Ichs. Auch Fichte definiert, wie so mancher Philosoph vor ihm, den Staat als Ausdruck des absoluten Willens, dessen Absicht es ist, die Freiheit und Rechte seiner Bürger zu garantieren. Kollektives Handeln und individuelles Handeln werden mit dem Ausdruck „sittliches Handeln“ in Eins gesetzt. Freiheit in der Geschichte sei nach Fichte die mehr oder weniger sittliche Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse der verschiedenen Völker. Fichtes Philosophie lässt sich als ethischer Idealismus bezeichnen, wenn man voraussetzt, dass nur der Staat Rechtsverhältnisse zwischen sich und den Bürgern bzw. unter den Bürgern schafft und dabei Beschränkungen seiner Bürger zugunsten eigener materieller Zwecke vornimmt. Fichtes Sittenlehre Im System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1798 geht Fichte davon aus, dass das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs nur sein kann unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Hierbei ist sich das Ich des Sittengesetzes niemals in abstracto bekannt, sondern „immer in Form konkreter Aufgaben und Pflichten der Welt“. Das Ich kann sich nur eine Tätigkeit zuschreiben, wenn diese mit der kausalen Wirklichkeit einer ihm unabhängigen Welt verbunden ist. Dies wiederum ist nur möglich, wenn es sich einen Körper zuschreibt. Da dieser Körper Teil der Welt ist, unterliegt er auch den Naturtrieben. Das Sittengesetz untersucht nun die Bedingungen der Manifestation eines zugleich verkörperten und von Naturtrieben beherrschten Ich. Fichtes Religionslehre Fichte hinterließ keine systematisch ausgearbeitete Religionsphilosophie. Im Atheismusstreit, den Friedrich Karl Forberg mit einem Artikel im Philosophischen Journal mit einem zustimmenden Nachwort von Fichte 1798 ausgelöst hatte, postulierte Fichte mit Forberg, die Existenz Gottes sei nicht notwendig für die Errichtung einer moralischen Wertordnung, allerdings sei der Glaube an Gott, verbunden mit einer göttlichen Moral, unumgänglich. Während Kant von der Existenz Gottes ausging und seine These untermauerte, die Existenz Gottes sei notwendig im Hinblick auf die Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Handelns, sah Fichte nur die Notwendigkeit zu einer „moralischen Weltordnung“. Diese müsse nicht zwingend auf eine höhere Instanz – also Gott – zurückgeführt werden. Die aktive Weltordnung selbst () könne man als Gott bezeichnen. Wer dies aber tut, der „verkennt die unmittelbare Beziehung des Gottesbegriffs zum moralischen Bewusstsein“ und ist, so Fichte, „der wahre Götzendiener und Atheist.“ Beitrag zur Französischen Revolution (1793) Deutlich wie wenige Denker und Politiker des damaligen Deutschland begrüßt Fichte die Französische Revolution. Er sieht in ihr nicht nur moralische Gründe, sondern auch einen rechtmäßigen Fortschritt zu mehr Gleichheit und Freiheit. Seine beiden Revolutionsschriften von 1793 (Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten und Beiträge zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution) griffen in die öffentlichen Debatten ein. Er begründet die Rechtmäßigkeit der Revolution in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contrat social mit dem Argument, dass es ein „unveräußerliches Recht des Menschen“ sei, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie: „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte die tiefere, philosophische Legitimität der Veränderung der Staatsverfassung. Fichtes Kritik am Judentum Im Werk Fichtes finden sich diverse despektierliche Äußerungen über Juden, die in der Fachliteratur als „judenfeindliche Ausfälle“ und „antijüdischer Affekt“ bezeichnet werden. Micha Brumlik etwa ist der Ansicht, Fichtes Positionen beinhalteten sowohl christlich-philosophischen Antijudaismus als auch politisch-säkularen Antisemitismus, und verglich letzteren mit dem von Adolf Hitler sogenannten „Antisemitismus der Vernunft“, der einen notwendigen, vollständigen Ausschluss der Juden aus einer zu schaffenden, besseren Gesellschaft propagierte. In der Sekundärliteratur finden sich allerdings auch differenzierendere Einschätzungen, insbesondere wenn das Gesamtwerk Fichtes betrachtet wird. Besonders drastisch äußert sich Fichte in Beiträge zur Berichtigung der Urtheile des Publicums über die französische Revolution von 1793. Er greift darin sowohl die Juden mit harschen Worten an, als auch das Militär und den Adel. Das Judentum sei ein „Staat im Staate“ und würde sich absondern. Die Juden, körperlich schlaff, hätten einen egoistischen Handelsgeist. Sie würden die übrigen Bürger übervorteilen, seien nur auf sich und ihre Sippe bedacht. Fichte übernimmt größtenteils die damals vorherrschenden Vorurteile, prangert aber vor allem immer wieder die angeblich separatistische Einstellung dieser Religion an. Oft zitiert wird die folgende Fußnote: In seiner 1794 erschienenen Streitschrift Eisenmenger der Zweite polemisierte Saul Ascher gegen die judenfeindlichen Äußerungen Fichtes, dem er den Namen des seinerzeit bekannten Judenfeindes Johann Andreas Eisenmenger, des Autors des Pamphlets Entdecktes Judentum, beilegte. Mit Fichte sei eine neue Dimension des säkularen Judenhasses zu verzeichnen. Mit David Veit lernte Fichte einen Vertreter der jüdischen Aufklärung Haskala kennen und schätzen. Als Rektor der Berliner Universität trat er kompromisslos und gegen allgemeinen Widerstand für einen zu Unrecht vom Senat der Universität bestraften und mit Relegation bedrohten jüdischen Studenten ein. Während vielfach eine „liberal-progressive“ Rezeption Fichtes – auch unter jüdischen Intellektuellen – vorherrschte, entwickelte sich später, insbesondere im Gefolge des Ersten Weltkrieges, auch eine „völkisch-nationalistische“ Rezeption. Dabei gewannen sowohl die Grundzüge als auch die Reden Fichtes erneut an Bedeutung, indem sie in den Dienst des nationalistischen Pathos und der Judenhetze gestellt wurden. Die Nationalsozialisten nahmen dabei Fichte zur Begründung ihrer Ideologie in Anspruch. Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) In den Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters entwickelt Fichte Ansichten zu einer Geschichtsphilosophie. Tragender Gedanke dieser Geschichtsphilosophie ist die Entwicklung der Menschheit von der Unfreiheit zur Freiheit. Parallel zu jener inneren Entwicklung der Individuen, gehe die äußere Entwicklung ihrer Position und Bestimmung im Staate von der Rolle des Untertan hin zum freien Bürger. Im Vordergrund steht ein Entwicklungsmodell, das die Geschichte in fünf Epochen unterteilt, wobei Fichte seine eigene Epoche als das „Zeitalter der vollendeten Sündhaftigkeit“ verstand, während die Grundzüge die künftigen Epochen einleiten sollten. Diese Epochenentwicklung vollziehe sich in folgenden Stufen: 1. Instinktive Vernunft: Stand der Unschuld des Menschengeschlechts; 2. Äußerlich erzwungene, jedoch nicht durch Gründe überzeugende Autorität: Stand der anhebenden Sünde; 3. Emanzipation von jeder äußeren Autorität, Herrschaft des nackten Erfahrungsbegriffs: Stand der vollendeten Sündhaftigkeit; 4. Rückkehr der freien, innerlichen Vernunft, wo die Wahrheit als das höchste erkannt und geliebt wird: Stand der anhebenden Rechtfertigung; 5. Verwirklichung der freien, innerlichen Vernunft in allen äußeren Lebensbereichen, wo die Menschheit sich selber als Abdruck der Vernunft aufbaut: Stand der vollendeten Rechtfertigung und Heiligung. Reden an die deutsche Nation (1808) Die Reden an die deutsche Nation verstehen sich als Fortsetzung der Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Drei Jahre nach diesen Vorträgen erklärt Fichte das Ende der dort beschriebenen dritten Epoche, die er in den Reden … als die Epoche der Selbstsucht bezeichnet. Durch die Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen sei diesem mit der Selbständigkeit gleichzeitig der Gehalt der Selbstsucht verloren gegangen. Es müsse ein neues Selbst gesucht werden, welches über die Nation hinausgehe. Dieses sei die Vernunft. In den Reden ruft Fichte im Bereich der Bildung zu einer Nationalerziehung nach dem Vorbild von Johann Heinrich Pestalozzi auf, die das menschliche Verhältnis zur Freiheit in der Vernunft- und Werterziehung verankern soll. Auch hier geht es wieder um die sittliche Bildung zur Freiheit, zur Selbständigkeit, zur Veredelung. In dieser Erhebung zur Vernunft, zum wahren Selbst, welches in der allgemeinen Vernunft zu finden ist, die jede Nation übersteigt, entfällt für Fichte auch die mögliche Feindschaft zu anderen freien Individuen und Nationen, denn der so gebildete Mensch strebe danach, seine Mitmenschen zu achten, und liebe ihre Freiheit und Größe, während ihn ihre Knechtschaft schmerze: „Aber es ist schlechthin unmöglich, dass ein solches Gemüt nicht auch außer sich an Völkern und einzelnen ehre, was in seinem Innern seine eigne Größe ausmacht: die Selbständigkeit, die Festigkeit, die Eigentümlichkeit des Daseins.“ In den Reden finden sich mit einer klar konturierten Ausdifferenzierung der Menschheit in nicht gleichwertige Sprach- und Kulturgemeinschaften sowie dem grundsätzlichen Streben nach deren Reinheit Ansätze einer rassistischen Theoriebildung. Würdigung Den Namen Fichtes tragen Johann-Gottlieb-Fichte-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin Fichte-Gymnasien und -Schulen in mehreren deutschen Städten Straßen in vielen Ortschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Fichtegasse in Wien Fichtestraße in der Gartenstadt von Freiburg im Breisgau Siedlung am Fichteplatz in Mainz mehrere deutsche Sportvereine, die in der Arbeitersportbewegung verwurzelt sind, z. B. der VfB Fichte Bielefeld J. G. Fichte, Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei Zwei Denkmäler, ein Park und ein Museum (im Barockschloss Rammenau) im Fichte-Geburtsort Rammenau Fichteturm und Fichtepark in Dresden-Plauen 5-DM-Gedenkmünze zum 150. Todestag (→ 5. Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland) 10-Mark-Gedenkmünze zum 175. Todestag 70-Cent-Sondermarke zum 250. Geburtstag 2012 Die Pflanzengattung Fichtea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte. Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung 1996 wurde die der rechtskonservativen Partei Die Republikaner nahestehende Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung e.V. gegründet, die sich nach eigenen Angaben der Vermittlung von traditionellen Werten im Sinne des Philosophen widmet. Werke (Auswahl) Wissenschaftslehre Die Wissenschaftslehre, Fichtes Hauptwerk, wurde von ihm mehrfach überarbeitet. u. a.: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie (1794) () Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/1795) Wissenschaftslehre nova methodo (1796–1799) Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797/1798) Die Wissenschaftslehre (1804) sowie folgende Ausgaben (1812) und (1813). Weitere Werke Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die französische Revolution (PDF; 1 MB) (1793) Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794) Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere (1796) Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre (1798) Appellation an das Publikum über die durch Churf. Sächs. Confiscationsrescript ihm beigemessenen atheistischen Aeußerungen. Eine Schrift, die man zu lesen bittet, ehe man sie confsicirt (1799) Der geschlossene Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als Anhang zur Rechtslehre und Probe einer künftig zu liefernden Politik (1800) Die Bestimmung des Menschen (1800) Friedrich Nicolais Leben und sonderbare Meinungen (1801) Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant (1802/03) Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre (1806) Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit (1806) Reden an die deutsche Nation (1807/1808) () Das System der Rechtslehre (1812) Literatur Ausgaben Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer, Leipzig: Gabler, 1794 () Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere. (1796). Neudruck auf der Grundlage der 2. von Fritz Medicus hrsg. Auflage von 1922; 3. Nachdruck mit überarbeiteten Quellennachweisen und Personenregister, Hamburg 1979 (= Philosophische Taschenbücher. Band 256). Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 42 Bände, hrsg. von Reinhard Lauth, Erich Fuchs und Hans Gliwitzky. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962–2011, ISBN 3-7728-0138-2 Fichtes Werke. 11 Bände. Hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Nachdruck der Ausgaben Berlin 1845/46 und Bonn 1834/35, Berlin 1971. ISBN 3-11-006486-3 Fichte im Kontext. Werke auf CD-ROM. Berlin 32002, ISBN 3-932094-25-5. Werke in 2 Bänden. Hrsg. Wilhelm G. Jacobs, Peter L. Oesterreich, Frankfurt a. M. 1997. ISBN 978-3-618-63073-9 Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1978, Philosophische Bibliothek Band 247. ISBN 3-7873-0448-7 Jacobi an Fichte, Text 1799/1816 im Vergleich, Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel 2011 (deutscher Text, Einleitung von Marco Ivaldo, Noten, Kommentar, Appendix mit Texten von Jacobi und Fichte, italienische Uebersetzung von Ariberto Acerbi, mit Register und Bibliographie), ISBN 978-88-905957-5-2. Sekundärliteratur Immanuel Hermann Fichte: Johann Gottlieb Fichte's Leben und Litterarischer Briefwechsel. 2 Bände. Seidel, Sulzbach 1830–1831 Erster Theil Digitalisat Zweiter Band Digitalisat Adolf Trendelenburg: Zur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte. Vortrag, gehalten in der Königl. Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin am 19. Mai 1862. Berlin 1862 Digitalisat Christian Hermann Weisse: Rede zum Andenken Johann Gottlieb Fichte's gehalten in der akademischen Aula zu Leipzig am 19. Mai 1862. L. G. Teubner, Leipzig 1862 Digitalisat Ludwig Noack: Johann Gottlieb Fichte nach seinem Leben, Lehren und Wirken. Zum Gedächtnis seines hundertjährigen Geburtstages. Otto Wigand, Leipzig 1862 Digitalisat Franz Hoffmann: Akademische Festrede zur Feier des hundertjährigen Geburtstages Johann Gottlieb Fichte's. Gehalten am 19. Mai 1862 in der Aula der Hochschule zu Würzburg. Stahel, Würzburg 1862 Digitalisat Moritz Weinhold (Hrsg.): Achtundvierzig Briefe von Johann Gottlieb Fichte und seinen Verwandten. Fr. Wilh. Grunow, Leipzig 1862 Digitalisat Adolf Lasson: Johann Gottlieb Fichte im Verhältniss zu Kirche und Staat. Wilhelm Hertz, Berlin 1863 Digitalisat Otto Pfleiderer: Johann Gottlieb Fichte. Lebensbild eines deutschen Denkers und Patrioten für das deutsche Volk. Geschildert von. Levy & Müller, Stuttgart 1877 Friedrich Zimmer: Johann Gottlieb Fichte's Religionsphilosophie nach den Grundzügen ihrer Entwicklung. Halle 1877 (Halle-Wittenberg, Univ., Diss. 1877) Digitalisat Fritz Medicus: Fichtes Leben. 2. Aufl. Felix Meiner, Leipzig 1922 Fuchs, Erich: J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen. Bände 1-7. frommann-holzboog, Stuttgart 1978–2012. Manfred Buhr (Hrsg.): Wissen und Gewissen. Beiträge zum 200. Geburtstag Johann Gottlieb Fichtes. 1762–1814. Akademie Verlag, Berlin 1962 Wilhelm Gustav Jacobs: Johann Gottlieb Fichte mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1984 (Rowohlts Monographien 336) Christoph Asmuth: Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1900-1 Peter Baumanns: J. G. Fichte. 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von Interessierter » 30. Juni 2016, 14:49 Rituale sind grundsätzlich mehrschichtig, sowohl bezüglich der Sinnstiftung als auch ihrer sozialen Praxis. Im DDR-Alltag und noch viel augenfälliger während ideologisch geprägter Feste wurden diverse Rituale inszeniert, die häufig ältere Traditionen fort- und umschrieben. Dazu gehörten tägliche Begrüßungsriten wie der Pionier- oder FDJ-Gruß, Masseninszenierungen bei Appellen, Festen und Aufmärschen insbesondere zum 1. Mai und 7. Oktober, Übergangsriten wie die Jugendweihe oder Rache- und Reinigungsriten wie die formalisierten Anklagen und Schuldbekenntnisse in Schauprozessen oder die Selbstkritiken von Parteimitgliedern.1 Sie dienten der Schaffung und Inszenierung von Gemeinschaft und machten sichtbar, wer sich ihr verweigerte, von ihr ausgeschlossen wurde bzw. gegen welche Feinde2 man sich abgrenzte. Rituale verdeutlichten die Machtverhältnisse nicht nur, sie schufen sie auch, indem etwa Kundgebungsteilnehmer fähnchenwinkend und mit "Hoch"-Rufen der Parteiführung huldigten. So erscheint die Passage der Tribünen bei den feierlichen Großdemonstrationen als Kernritual der Legitimation der SED-Herrschaft.3 Neben dem sowjetischen Vorbild wirkten bei diesen Inszenierungen ältere Traditionen der Arbeiterbewegung nach, im konkreten Erscheinungsbild und im Erfahrungshorizont der Beteiligten waren allerdings auch die Ähnlichkeiten zum Nationalsozialismus präsent.4 Eine noch heute faszinierende zeitgenössische Analyse bot anlässlich der Formierung politischer Dissidenz durch die Charta 77 in der Tschechoslowakei Václav Havel. Er zeichnete die Mechanismen der Einbeziehung in die Diktatur durch rituelle Teilnahme an ideologischen Bekundungen nach.10 Indem etwa der Leiter eines Gemüseladens im Schaufenster zwischen Zwiebeln und Möhren das Spruchband "Proletarier aller Länder, vereinigt euch!" platziert, erklärt er den Machthabern seine Loyalität, wobei ihm der semantische Inhalt der Aussage – die Einigkeit der Proletarier – laut Havel relativ egal ist. Sie ist gleichwohl nicht unwichtig, verweist sie doch auf "irgendwelche höheren Ebenen der uneigennützigen Überzeugung" und bietet dem Gemüsehändler damit die Möglichkeit, "die ›niedrigen‹ Fundamente seines Gehorsams und somit auch die ›niedrigen‹ Fundamente der Macht vor [sich] zu verstecken." Denn er könnte es mit seiner Würde nicht vereinbaren, ein Spruchband "Ich bin gehorsam und will in Ruhe gelassen werden" in sein Schaufenster zu stellen – obwohl er genau diese Aussage bezweckt. http://www.horch-und-guck.info/hug/arch ... 602-demke/ Mich würde einmal interessieren, wieviel geschätzte Prozent der Bevölkerung eigentlich diesen Parolen glaubenschenkte und ebenso was denn eingefleischte SED - Mitglieder davon hielten. Auch würde ich gerne einmal wissen. was man empfand wenn man mit Hochrufen an den Genossen vorbeiziehen musste ? Auf mich wirkte das von Beginn an immer nur befremdlich und irgendwann lächerlich, auch wenns für viele DDR Bürger wahrscheinlich eher ärgerlich statt lächerlich war, oder? von karnak » 30. Juni 2016, 15:16 Diese Parolen hat eine überwiegende Mehrheit überhaupt nicht umgetrieben,genau so wenig wie heute die regelmäßig widerkehrenden Parolen auf irgendwelchen Wahlplakaten.Man liest sie,belächelt sie vielleicht auch,aber ärgern darüber,die Mühe ist das kaum jemanden wert,die Parolen sind einfach da und gehören dazu wie man jedem Tag dem unsympatischsten Typ im Betrieb ein guten Tag wünscht. Ob es"eingefleischte SED-Mitglieder"gab die von solchen Sprüchen angerührt waren,vielleicht ein paar aus der Zeit des aktiven Widerstands und die könnte man vielleicht sogar ein bisschen verstehen, weiß ich nicht,ich gehörte jedenfalls nicht dazu,ich gehörte eher zu der erstgenannten Kategorie. Sich das Ganze so vorzustellen wie in einschlägigen B-Filmen zum Kommunismus,Stasi und und und,ich kann es nur wiederholen,man begeht da sowieso einen Denkfehler,der von gewissen Kreisen natürlich so gewünscht und deswegen auch entsprechend befeuert wird.Um etwas Wasser in dieses Feuer zu gießen,ein Grund warum ich hier bin. von augenzeuge » 30. Juni 2016, 15:19 Muss man vorsichtig betrachten. Selbst in einer FDJ Versammlung begrüßte man sich untereinander nicht anders als sonst. Und die politischen Losungen in den Geschäften sah man real kaum. Die private DDR (in den eigenen Wänden)war in der Sache nicht anders als die BRD. Natürlich gabs Ausnahmen. von karnak » 30. Juni 2016, 15:37 augenzeuge hat geschrieben: Muss man vorsichtig betrachten. Selbst in einer FDJ Versammlung begrüßte man sich untereinander nicht anders als sonst. Wie hätte man sich untereinander begrüßen sollen,mit"Freundschaft " ,dass wäre doch einfach nur lächerlich gewesen.Solche Formeln waren doch eigentlich sowieso nur für offizielle Begrüßungen vorgesehen.Es hat sich ja auch niemand mit"sozialistischen Gruß "begrüßt ,das blieb nur offiziellen Schreiben vorbehalten. von Interessierter » 30. Juni 2016, 19:11 Wenn man in der DDR ganzjährig Parolen lesen und hören musste, die oftmals fern jeglicher Realität waren, dann ist eine Frage nach der Wirkung auf die Bürger, nun wirklich normal. Jedoch Dein übergrosser Trieb, hinter allem ominöse Kreise zu vermuten, treibt Dich sogar dazu ,diese ganzjährigen Parolen in der DDR absurderweise mit Wahlplakaten der BRD zu vergleichen.. von Kumpel » 1. Juli 2016, 07:49 ....ja ja , die "bestimmten Kreise" . Manches ändert sich halt nie. Ich würde das nicht so lapidar abtun mit der permanenten Indoktrination mit diesen Parteiparolen und der ständigen Lobhudelei auf die große Sowjetunion. Die Menschen wurden dauerhaft mit Parolen und Kampfaufrufen bearbeitet , ob in der Schule in den Betrieben oder auf den Strasse , man konnte sich dem garnicht entziehen und mir kann niemand erzählen , das diese alles völlig wirkungslos an den Menschen vorbeiging. Auch wenn mancher mit den Parolen kaum etwas anfangen konnte so ist es doch klar , dass irgendwas immer hängen bleibt und Einfluss auf das eigene Denken hat und so war es ja auch beabsichtigt. von karnak » 1. Juli 2016, 10:51 Interessierter hat geschrieben: Wenn man in der DDR ganzjährig Parolen lesen und hören musste, die oftmals fern jeglicher Realität waren, dann ist eine Frage nach der Wirkung auf die Bürger, nun wirklich normal. Ich vergleiche das weil es meistens schwülstiges Geschwafel ist,dass keiner wirklich ernst nimmt und von diesem auch nicht erzogen,beeinflusst oder wirklich zu einer Wahlentscheidung gebracht wird.Es ist nichts weiter als pure Geldverschwendung. von Interessierter » 1. Juli 2016, 10:58 Aber mit den ganzjährigen Parolen und Losungen in der DDR hat es trotzdem nichts zu tun. Ich vergleiche ja auch nicht Sonnenkern mit von karnak » 1. Juli 2016, 13:06 Sicher gibt es den Albernheitsunterschied was die ganzjährige Intensität angeht,wobei sich zu meiner bewußten Lebenszeit das auch ziemlich relativiert hatte,dass Land nun nicht unbedingt ganzjährig mit roten Spruchbändern zugepflastert war wie sich das manch Außenstehender vielleicht vorstellt.Jedenfalls war die DDR nicht mal zum 1.Mai und 7.Oktober mit soviel Plakaten mit albern grinsenden Herren und Damen mit irgendeinem Spruch zugepflastert wie das heute im Wahlkampf alle paar Jahre passiert. von Kumpel » 1. Juli 2016, 13:17 Jetzt staune ich aber wenn ein Genosse die permanente ideologische Bearbeitung der Bevölkerung der DDR mit Albernheiten in Verbindung bringt. Ich hatte einen Schulkameraden , dessen Vater arbeitete in einer PGH und war ganzjährig damit beschäftigt diese Schilder mit den bekannten Losungen zu beschriften. Mindestens an jedem Betrieb hingen diese Dinger und feuerten die Menschen an ihr bestes zu geben im Kampf um die Planerfüllung oder erinnerten sie an ihre Verpflichtung zur Dankbarkeit gegenüber der Sowjetunion. Besonders grotesk wurde es wenn auf diesen Schildern die Überlegenheit des Sozialismus gepriesen wurde und darunter sah man dann die graue triste realsozialistische DDR Realität. von dein1945 » 1. Juli 2016, 15:28 Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen, und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen Soviel zu den DDR Sprüchen zum 1.Mai und 7.Okt. von Interessierter » 10. November 2016, 10:49 Rituale in der politischen Kultur der DDR Das Beispiel der Jugendweihe »Die Jugendweihe war das abschließende und am heißesten erwartete Ereignis einer DDR-Kindheit. Sie bedeutete die feierliche Aufnahme der Vierzehnjährigen in den Kreis der Erwachsenen. [...] Ich hatte Anfang April 1985 Jugendweihe. [...] Der Festakt mit Reden, Kulturprogramm und sozialistischem Glaubensbekenntnis fand in einem Saal des Museums für Deutsche Geschichte statt, das jetzt Deutsches Historisches Museum heißt. Bevor es losging, standen die meisten Eltern noch draußen am Kanalgeländer in der Frühlingssonne, sahen auf den Palast der Republik und rauchten. Wir standen abseits, hinter ein paar Büschen versteckt und rauchten auch. Alle waren aufgeregt.«1 So beginnt die junge ostdeutsche Schriftstellerin Claudia Rusch ihr Kapitel über die Jugendweihe, und Ähnliches kann man auch in anderen Berichten nachlesen.2 Was machte das Besondere der Jugendweihe aus? Warum wurde dieses Ritual, wiewohl es genauso politisch gesteuert und eingefordert wurde wie die anderen Veranstaltungen der Staatspartei, zu einem Fokus positiver Erinnerungen an die DDR? Im Folgenden soll es sowohl um die politischen als auch die persönlichen, familiären Funktionen des Rituals gehen. Der Blick auf die Weimarer Zeit und auf die Nachwendezeit dient dabei der historischen Einordnung. Im Fazit gilt es, die beiden Funktionen miteinander zu kontrastieren und die Bedeutung der Jugendweihe bei der rituellen Inszenierung der Diktatur näher zu bestimmen. Nach dem Aufstand des 17. Juni 1953 und angesichts der anhaltenden Massenflucht aus ihrem Staat machte die SED die Kirchen für das – selbst verschuldete – Fiasko verantwortlich: Ein zentrales parteiinternes Dokument3 denunzierte »die Kirche und ihre Einrichtungen als die stärkste legale Position der imperialistischen Kräfte« in der DDR. Daher gelte es, die Bevölkerung durch »systematische Aufklärungsarbeit« deren Einfluß zu entziehen. Die politisch-gesellschaftliche Funktion der Jugendweihe hat sich mehrmals gewandelt. War diese in der Weimarer Republik das Ritual des kirchenfernen und klassenbewußten Teils der Arbeiterschaft gewesen und auf das oppositionelle Milieu der sozialistischen und kommunistischen Arbeiterbewegung beschränkt, so transformierte die SED sie – parallel zur eigenen Etablierung als Staatspartei – in eine politisch gewünschte Veranstaltung, an der die übergroße Mehrheit der Jugendlichen teilnahm und sich damit »in die große Gemeinschaft des werktätigen Volkes« integrierte. Die vergleichbaren Versuche der Staatspartei, auch Lebensweihe und sozialistische Eheschließung zu etablieren, scheiterten vor allem daran, daß die weltlichen Alternativen zu den christlichen Vorbildern nicht angenommen wurden. http://www.horch-und-guck.info/hug/arch ... 7-schuetz/ Diese SED - Diktatur versuchte sich, in alle auch noch so persönlichen Bereiche, einzumischen. von Volker Zottmann » 10. November 2016, 11:55 Jugendweihe gab es schon zu Zeiten der Weimarer Republik und wurde zu SED-Zeiten flächendeckend als politisches Bekenntnis und somit auch als "Ersatz" zur Konfirmation gesehen. Die sozialistische Eheschließung hingegen hat sich nie richtig durchgesetzt. Zu DDR-Beginn gab es das noch nicht. So hat meine Mutter als 23jährige Bürgermeisterin von Tanne/Harz damals ihren Bruder verheiraten können. Sie fungierte auch als Standesbeamte in Personalunion. Wenige Jahre später (1957 oder 1958) erlebte ich als kleines Schulkind aber die sozialistische Hochzeit ihrer jüngeren Schwester im VEB Union-Metallwerke Quedlinburg. Da wurde im Betriebssaal geheiratet und Vertreter aller möglichen Abteilungen nahmen während ihrer Arbeitszeit im Blaumann und in Kittelschürzen daran teil. Der Standesbeamte war der Freund meiner Eltern und unser Flurnachbar. Ich kann mich lebhaft an diesen Tag im Werk erinnern. Es war eben etwas Außergewöhnliches. Durchgesetzt hat sich dieses Ritual aber nie. von karnak » 10. November 2016, 15:32 Wenn Du bereit warst in Uniform zu heiraten finanzierte die "Firma" die ganze Fete, wurde aber auch nicht so der Hit. von Wosch » 10. November 2016, 16:15 Wenn man sich als DDR-Bürger noch nicht einmal kritisch zu den roten Partei-Parolen äussern durfte aus Angst dafür eingesperrt zu werden, dann müsste eigentlich jedem Normaldenkenden klar sein, wie die breite Masse über die ständige Rotlichtbestrahlung nachdachte. Man nahm sie zur Kenntnis und machte darüber unter der Hand treffende Witze. Es war im Grunde genommen nicht viel anders als im Dritten Reich. Es war nicht wichtig was man darüber dachte, man mußte nur so tun als ob man daran glaubte. Meine Schwester sagte immer: " Was willste machen"?. von Beethoven » 10. November 2016, 16:39 Ich weiß nicht, wie es in den 60-er und 60-er Jahren war. In den 70-er Jahren bis zum Zusammenklatschen der beiden deutschen Staaten, waren solche Parolen sicher noch vorhanden, haben aber in keiner Weise, flächendeckend das Auge des DDR-Bürgers gestreßt. Ich sehe das also nicht so verbissen, wie es im Eingangsbeitrag dargestellt wird. In meinen Augen wieder einmal so n Ding von "Schaut mal was die Bürger alles ertragen mußten." Wie man überhaupt über so einen Unsinn stolpern kann? Und die "geilen" Sprüche während des vorbei Defilierens vor der Partei- und Staatsführung gingen rechts oder links rein (je nachdem wo die Tribüne stand) und auf der anderen Seite raus. von Kumpel » 10. November 2016, 17:01 das sagt einer der sich der Ideologie der SED völlig unterworfen hatte und den Alltag in der DDR erfolgreich verdrängt hat. von Nov65 » 10. November 2016, 17:36 Hi @Beethoven, du meinst den Begriff "Zusammenklatschen" doch nur salopp? Oder steckt dahinter eine Abwertung des "Beitritts" per Einigungungsvertrag zur deutschen Einheit? Ich meine, es gab schon große Unterschiede im "Ertragen" der Propagandabilder: Wenn die großen Umzüge veranstaltet wurden, flogen preußenhaft die Stahlhelmköpfe von NVA und Kampfgruppen auf Kommando , die blanken Stiefel lieferten einen geschichtsbeladenen Stechschritt ab. Die Blumenhände von FDJ und werktätigen Massen winkten der Partei-und Staatsführung nur so zu (Am Ende des Zuges aber flog der ganze Krempel in die Ecke.). Man hatte sich an die Selbstdarstellung von Partei und Regierung und ihren Lügenaussagen gewöhnt. Man akzeptierte die Sterne an den Mähdreschern als Wettbewerbsausdruck während der Erntekampagne und die ständige Planübererfüllung, wusste aber, dass dadurch die Läden nicht voller wurden. Aber die ständige Beeinflussung hatte in etlichen Familien, in denen stramme Funktionäre lebten, auch Auswirkungen auf die Wahl der Fernsehsender. Ich hatte ferne Verwandten, da wurde nicht Westfernsehen geschaut.Brüder der Ehefrau waren MfS-Offiziere, der Vater war Abteilungsleiter im Rat des Kreises. Wenn ich heute Bilder aus Nordkorea sehe und die abgöttische(hündische) Liebe zu dem/den Parteiführern erlebe, frage ich mich immer, wie weit ein Mensch manipuliert werden kann. Dieser Vorgang fand auch in der DDR statt, allerdings in sehr abgeschwächter Form. von ratata » 10. November 2016, 19:06 Wieso weist du wie man sich in FDJ - Versammlungen begrüßte .Warst du denn FDJ -ler .ratata von augenzeuge » 10. November 2016, 19:19 Eigentlich habe ich gedacht, dass langsam alle Bescheid wissen. ratata, ich kenne beide Seiten, als Erwachsener habe ich nach langen, großen Mühen und Schikanen ausreisen dürfen. Ich habe in der DDR das bekannte Leben mitgemacht. Ok? von Beethoven » 11. November 2016, 11:30 Nov65 hat geschrieben: Hi @Beethoven, du meinst den Begriff "Zusammenklatschen" doch nur salopp? Oder steckt dahinter eine Abwertung des "Beitritts" per Einigungungsvertrag zur deutschen Einheit? Nun lieber Andreas, ich hätte statt "zusammenklatschen", auch "vereinnahmen" schreiben können. Der Einigungsvertrag zwischen den beiden deutschen Staaten, ist doch für die kleine DDR nicht anderes gewesen. Man hat von heute auf gleich, die Bürger der DDR zu zweitklassigen Bürgern in einem Staat gemacht. Die Industrie abgewickelt oder auch an Spekulanten für ein Butterbrot verschenkt und große Teile der Bevölkerung mit einem Tritt in den Allerwertesten auf die Straße befördert. War das eine Vereinigung auf Augenhöhe? Eigenartig dabei und das freut mich sogar ein bißchen, wer sich in der DDR schon, sich um seine Mitmenschen, Kollegen und sich selber gekümmert hat, wer schon zu Zeiten der DDR aus seinem Leben etwas gemacht hat, der kam komischer Weise auch in der bunten Republik schnell auf die Füße. Wer schon damals eher vor sich hinlebte ohne dabei zu denken, ist oft in ein Loch gefallen. Was die Propaganda angeht. Da hätte die DDR viel Geld sparen können. Selbst Typen wie ich, die eigentlich voll zur DDR standen, nahm davon kaum Notiz. Wenn ich nur an die politischen Wandzeitungen denke, wird mir heute noch übel. Viel Brimborium um Zeugs, dass sich sowieso kaum einer durchgelesen, geschweige denn verinnerlicht hat. Und ja, lieber Kumpel, das ging mir am Gesäß vorbei, ob Du es glaubst oder nicht. Für mich waren der 1. Mai und der 7. Oktober (so ich nicht vom Militär eingespannt war - Parade und so) schöne Tage im Kreise von Freunden und der Familie. von Kumpel » 11. November 2016, 11:44 Siehste Beethoven und genau das nehme ich dir nicht ab, oder du weißt es wirklich nicht besser. Die Propaganda wurde doch nicht aus einer Laune irgend eines senilen Genossen veranstaltet , sondern sie war dringend notwendig um den Laden am Laufen und die Leute auf Linie zu halten und eine Abgrenzung zu anderen Meinungen aufrecht zu halten. Ob da nun der Einzelne daran glaubte oder nicht spielte wohl kaum eine Rolle , wichtig war , dass die Leute auf die es ankam auf Linie waren und dr Rest sich auch ohne Glauben unterwarf. Das gleiche Prozedere kann man doch wunderbar in allen totalitären Systemen beobachten. Propaganda und das ständige Suggerieren eines Feindbildes sammelt die Massen und lenkt von den eigenen Defiziten ab. von Interessierter » 11. November 2016, 12:31 Du hast als Offizier der NVA der Propaganda nicht geglaubt? Wenn man Euch gelassen hätte, wärst Du damals willfährig in einen Bruderstaat des Warschauer Paktes einmarschiert bzw. hättest es als richtig empfunden, der sich eigentlich nur seine Freiheit und Menschenrechte zurückholen wollte. Man hat von heute auf gleich, die Bürger der DDR zu zweitklassigen Bürgern in einem Staat gemacht. Wer nach mehr als 25 Jahren noch so einen Schwachsinn verbreitet, der wird seine kommunistische Prägung nie los. Du widersprichst Dir selber und merkst es nicht einmal, erst behauptest Du wahrheitswidrig der ehemalige Klassenfeind hätte DDR Bürger zu zweitklassigen Menschen gemacht und sofort anschließend schreibst Du, dass es die Bürger der DDR waren, die nur vor sich hinlebten ohne zu denken, die in ein Loch fielen. Vielleicht stellst Du einfach einmal einen Leserbrief mit vollem Namen in Deine Heimatzeitung ein und schreibst, dass alle Deutschen " kuhäugig " sind und dass diejenigen bei denen die Wende nicht zum Erfolg wurde, ohne zu denken vor sich hingelebt haben. Nur gut, dass Dein Freund " Mäuselchen " das nicht liest, was Du hier von Dir gibst... von Nov65 » 11. November 2016, 12:39 Da habt Ihr beide recht. @Beethoven war schlau genug seine berufliche Karriere an den Staat zu binden. Er erschien linientreu, war ein sicherer Kantonist. Da er aber schlau war, durchdachte er das Ganze, machte kräftig mit zu seinem Frommen und bekam nach dem Zusammenbruch die Kurve im neuen Gesellschafts-und Wirtschaftssystem. Mit seiner Gerissenheit stand er im Einklang mit Millionen.Was blieb ihnen/uns auch anderes übrig? Offen rebellieren, das hatte Konsequenzen. Und hier sieht man, dass die Propaganda mächtig Früchte trug: Fast alle unterwarfen sich, machten mit. Aus Überzeugung oder auch Dummheit oder eben Schlauheit. Man hatte nur ein Leben, und das sollte gelingen. von Interessierter » 11. November 2016, 13:28 Niemand neidet den Menschen, welche die Wende zu ihrer Zufriedenheit gemeistert haben, ihren Erfolg. Wenn aber einer derjenigen - wie Beethoven - meint hier behaupten zu müssen, dass die Bundesrepublik die Menschen aus der DDR zu zweitklassigen Bürgern gemacht hätten, so ist das schlechthin gelogen und fernab jeglicher Realität. Wenn er sich dann aber auch noch sofort selbst widerspricht und sagt, dass die weniger erfolgreichen selber Schuld waren, weil sie, wie schon in der DDR, nur ohne nachzudenken vor sich hingelebt haben, dann ist so eine pauschale Aussage eine Beleidung für viele Menschen aus der Ex - DDR. Fakt ist nämlich, dass es auch viele Bürger gab, die ohne eigenes Verschulden die Wende nicht erfolgreich meistern konnten. In jedem Land der Welt gibt es Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen ihr Leben nicht meistern können. Wenn man dann berücksichtigt, dass die Menschen in der DDR es besonders schwer hatten, plötzlich ein selbstbestimmtes Leben zu führen, dann finde ich solche Äußerungen von Beethoven einfach borniert und widerlich. Das war die eigentliche Aussage meines vorherigen Beitrags. von Kumpel » 11. November 2016, 13:51 Interessierter hat geschrieben: ...................... Absolut richt herausgearbeitet Wilfried, Beethovens Einlassungen sind einfach nur zynisch , zumal man auch zu Grunde legen muss , dass den Menschen in der DDR das eigenverantwortliche Handeln und Entscheiden vom Staat DDR weitesgehend abgewöhnt wurde. Die Bürger der DDR wurden wie Staatseigentum behandelt und Eigeninitiative war nicht gefragt. Leute wie Beethoven, die noch im Sommer 89 den Kapitalismus tapfer bekämpft hatten, wurden dann oft am schnellsten zu den talentiertesten Kapitalisten nach Manchestermanier. Das habe ich selber erlebt , als mich Anfang der 90er mal das Heimweh plagte und ich eine Arbeit im Osten suchte. von Beethoven » 11. November 2016, 14:37 Ihr Beiden Heilsbringer, Ihr dreht Euch das hin, wie Ihr wollt. Die Propaganda der DDR habe ich schon geglaubt, sonst wäre ich nicht das gewesen, was ich war und heute bin. Es ging um die Parolen, die z.B. zum 1. Mai an den Mann gebracht wurden, denn das war ja das Theme, um Sprüche an Wandzeitungen oder Schildern. Nur davon sprach ich als ich von ins Ohr rein und raus schrieb. Das, Ihr beiden Helden, solltet Ihr verstanden haben. Vielleicht aber auch nicht. Ich möchte Eure Intelligenz da nicht zu sehr strapazieren. Wenn man Euch gelassen hätte, wärst Du damals willfährig in einen Bruderstaat des Warschauer Paktes einmarschiert bzw. hättest es als richtig empfunden, der sich eigentlich nur seine Freiheit und Menschenrechte zurückholen wollte.] Siehste, wieder eine Behauptung, die Du nicht beweisen kannst. Wie auch? Immer getreu dem Satz, "was ich selber denk und tu, das traue ich auch anderen zu". Sicher, wir hätten die Befehle ausgeführt, wie das jeder Soldat einer Armee macht. Ob wir das richtig empfunden hätten, kann ein Kleingeist aus der anderen Hemisphäre, doch gar nicht einschätzen. Interessierter hat geschrieben: Du widersprichst Dir selber und merkst es nicht einmal, erst behauptest Du wahrheitswidrig der ehemalige Klassenfeind hätte DDR Bürger zu zweitklassigen Menschen gemacht und sofort anschließend schreibst Du, dass es die Bürger der DDR waren, die nur vor sich hinlebten ohne zu denken, die in ein Loch fielen.. Nun ja, man kann ja darüber diskutieren, finde ich. Als Widerspruch würde ich das nun nicht sehen. Die Praxis hat dies leider zu oft bewiesen. Noch heute, lieber sich "Interessierter" Nennender, haben die Menschen im ostwärtigen Teil Deutschlands nicht die gleichen Löhne, bei mehr Stunden Arbeit und gleicher Leistung, bekommen weniger Urlaubstage und werden von vielen altbundesdeutschen Bürger als faul und unfähig angesehen. Willst Du diese Tatsachen etwa nicht sehen? Und so könnte ich noch einiges aufzählen. Die Wirtschaft der DDR wurde durch Altbundesbürger platt gemacht, weil diese einschätzten, es sei alles Müll (vieles war das auch) und verschenkten das an ehemalige Konkurrenten für n Appel und n Ei. Stimmts oder stimmts? Nimm Dir mal die Zeit und höre Dir das hier an: von Kumpel » 11. November 2016, 15:19 Ach Beethoven , du verfällst doch immer wieder in die gleiche alte propagandistische Leier. Die Parolen an den vergammelten Wänden der grauen Häuser der DDR kann man doch nicht getrennt zu der alltäglichen Propaganda die über der Bevölkerung nieder ging betrachten. Diese Parolen waren dabei der erhobene sichtbare Zeigefinger des Staates für seine Bürger auf das sie nicht zu vergessen wer die Macht hat. Wer so etwas tut , der hat das auch nötig. Und was die Löhne in Ost und West anbetrifft ist das wohl die Marktwirtschaft , die sich gerade Leute in deiner Branche zu nutze machen um stets üppige Rechnungen schreiben zu können. In wirtschaftlich schwachen Regionen der alten Bundesrepublik werden auch nicht sonderlich hohe Löhne gezahlt , die sich kaum von denen in Ost-Deutschland unterscheiden. Geh doch einmal in einen Betrieb in der ehemaligen Zone und frage den Chef aus dem Osten weshalb er seinen Leuten keine höheren Löhne zahlt. Ich kenne da einen , der war früher Abteilungsleiter bei Robotron , SED Mitglied und zahlte seinen Leuten bis der Mindestlohn eingeführt wurde 5 Euro pro Stunde. Na dämmerts? von Nov65 » 11. November 2016, 16:15 Ich hoffe nicht, dass wir drei, ja zurzeit diskutieren nur wir drei über das Thema,uns wieder das Kloppen kriegen. Denken wir daran, dass auf beiden Seiten der Elbe Offiziere den jeweiligen Verteidigungsauftrag zu erfüllen hatten, und sie waren nicht per se' Ideologiemonster. Von der Propaganda zu den Fähigkeiten vieler DDR-Bürger. Dämlich waren wir ja wirklich nicht. Unsere Schulbildung konnte sich messen mit der der BRD. Natürlich wurde einerseits Ideologie total überzogen und andererseits Kosmetik und Schauspielunterricht sowie Fremdsprachen, außer Russisch, unterschätzt bzw. bewusst unterbelichtet. Aber so richtig kamen die ersten "Einkäufer" aus dem Westen hier im Osten nicht so recht zum Zuge, obwohl sie gut rochen und immer top frisiert waren. Was sich als folgenreich auswirkte, war der fehlende Wettbewerb der Menschen als Arbeitskraft untereinander. Wir DDR-Bürger waren alle nicht die Feinde des Nebenan-Bürgers, wir hatten eine berufliche Zukunft, egal, ob mehr Geld oder nicht. Aufstieg war hochprozentig nur mit SED-Mitgliedschaft zu erreichen. Plötzlich war die Vita wichtig. Und da gab es die Brüche. Die meisten DDR-Bürger konnten auch hart arbeiten, mit der Hand und mit dem Kopf. Aber die Hand wurde meistens nicht mehr gebraucht. Als Beispiel mögen Melker und andere Landarbeiter dienen. Und jetzt ging der Abstieg los..... Also: Bleiben wir beim Thema und versuchen wir nicht dem anderen ein Bein zu stellen. Ich schätze alle beiden Mitdiskutanten. von steffen52 » 11. November 2016, 17:07 In gewissen Teilen Deiner Ausführung magst Du recht haben. Aber ich habe mich noch nie als zweitklassiger Mensch im vereinten Deutschland gesehen! Das wir Ostdeutschen faul und unfähig sind, das sagen nur die Altbundesbürger, welche nie die DDR kennen gelernt haben! Vergiss nicht wir haben aus Müll wieder was gemacht, die Nägel wieder gerade geklopft und Dinge zum gehen gebracht, die hätte jeder andere weggeworfen! Das manche VEB-Betriebe in einen baulichen Zustand waren, marode ist noch liebevoll ausgedrückt, das hast Du bestimmt auch gesehen oder? Das man als Kapitalist keine Fabrik mit mehren Stockwerken(aus der Zeit um 1920 u.s.w.) gewinnbringend betreiben konnte, das müsste auch Dir klar gewesen sein,gut es gab ja auch Ausnahmebetriebe, aber halt wenige. Dazu auch noch die mehr als auf Verschleiß gefahrene Technik. Dazu kommt noch eins, wir wollten zu ihnen,( Du natürlich nicht) und nicht sie zu uns. Kapitalismus ist nun nicht der von der DDR-Macht gelobte Sozialismus(was er nie war). Wer hat den alles für ein paar D-Mark verschleudert? Ein Unternehmer investiert 5 Mark um 15 Mark rauszuholen, in der Damaligen ist es umgekehrt gewesen und deshalb auch am Ende 1989!
de
q-de-2242
Welche Bedeutung hatte Fichte für den Deutschen Idealismus?
Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; † 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. Leben Jugendzeit Fichte war das erste von acht Kindern des Bandwebers Christian Fichte (1737–1812) und seiner Frau Maria Dorothea (geb. Schurich, 1739–1813) in Rammenau in der Oberlausitz. Er wuchs ärmlich in einem von Frondiensten geprägten dörflichen Milieu auf. Seine Auffassungsgabe und sein gutes Gedächtnis fielen einem Verwandten der örtlichen Gutsherrschaft, dem Gutsherrn Ernst Haubold von Miltitz (1739–1774), bei einem Besuch in Rammenau auf: Er hatte eines Sonntags die kirchliche Predigt verpasst, woraufhin der zehnjährige Fichte gerufen wurde, von dem man versicherte, er könne die Predigt wiederholen. Daraufhin imitierte dieser den Pfarrer so perfekt, dass der Freiherr in seiner Entzückung dem Kind nach einer Vorbereitungszeit im Pfarrhaus zu Niederau den Besuch der Stadtschule in Meißen ermöglichte. Danach finanzierte ihm sein Förderer 1774 eine Ausbildung an der Landesschule Pforta bei Naumburg, verstarb jedoch im selben Jahr. Nach seiner Schulzeit zog Fichte 1780 nach Jena, wo er an der Universität ein Theologie-Studium begann, wechselte jedoch bereits ein Jahr später den Studienort nach Leipzig. Die Familie von Miltitz unterstützte ihn nun nicht mehr finanziell, er war gezwungen, sich durch Nachhilfeunterricht und Hauslehrerstellen zu finanzieren und brachte das Studium zu keinem Abschluss. In dieser aussichtslosen Lage bekam er 1788 in Zürich eine Stelle als Hauslehrer, die er aber nur zwei Jahre innehatte, da er der Auffassung war, dass man, bevor man Kinder erzieht, zuallererst die Eltern erziehen müsse. Dort verlobte er sich mit Johanna Marie Rahn (1755–1819), Tochter des Kaufmanns und Waagmeisters Johann Hartmut Rahn und Nichte des Dichters Klopstock. Anschließend ging er wieder nach Leipzig. Fichtes Plan, Prinzenlehrer zu werden, scheiterte. Seine zweite Idee, eine Zeitschrift für weibliche Bildung, lehnten mehrere Verleger ab. Trauerspiele und Novellen brachten ihm ebenfalls keine finanzielle Sicherheit. Übergang zur Philosophie In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den „Dingen, wie sie sind“ und „wie die Dinge erscheinen“ (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Hauslehrerstelle in Warschau nahm Fichte Anfang November 1791 eine auf ein Jahr befristete Anstellung als Hauslehrer des Sohns des Ehepaars Louise von Krockow, geb. von Göppel, die mit Kant persönlich bekannt war, und Heinrich Joachim Reinhold von Krockow (1736–1796), Königl. Preußischer Obrist, im gräflichen Schloss Krockow in der Nähe der pommerellischen Ostseeküste an. Im selben Jahr besuchte er Kant in Königsberg, wo dieser ihm einen Verleger für seine Schrift Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) verschaffte, die anonym veröffentlicht wurde. Das Buch galt zunächst als ein lange erwartetes religionsphilosophisches Werk von Kant selbst. Als Kant den Irrtum klarstellte, war Fichte berühmt und erhielt einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Jena, den er 1794 antrat. Zuvor hatte er nach längerer Überlegung, ob eine Eheschließung ihm nicht die „Flügel abschneide“, 1793 Johanna Rahn geheiratet. Drei Jahre später kam Sohn Immanuel Hermann (1796–1879) zur Welt. In Jena lebte der berühmte Theosoph Jakob Hermann Obereit in Fichtes Wohnhaus. Fichte und Obereit waren beständig im Gespräch. Während seiner Jenaer Professur (1794–1799) wurde er zur Zielscheibe im so genannten „Atheismusstreit“. Ausgelöst wurde dieser Streit 1798 durch zwei Schriften, wobei nur eine (Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung) von Fichte selbst stammt. Beide Schriften waren im Philosophischen Journal, dessen Herausgeber Fichte zusammen mit Friedrich Immanuel Niethammer zu dieser Zeit war, erschienen. Fichte wurde wegen Verbreitung atheistischer Ideen und Gottlosigkeit verklagt, erhielt einen Verweis und trat daraufhin zurück, wie er es zuvor angedroht hatte. 1805 bekam er den Lehrstuhl für Philosophie in Erlangen, 1807 war er Zensor der Hartungschen Zeitung in Königsberg, wurde aber auf Befehl des preußischen Generals Ernst von Rüchel entlassen. Wenige Jahre darauf, 1810, bekam er die Position des Dekans der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit war er von 1811 bis 1812 Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. 1789 wurde Fichte in Zürich in den Freimaurerbund Modestia cum Libertate aufgenommen, in dieselbe Loge, in der auch Johann Wolfgang von Goethe freundschaftlich verkehrte. Später ließ er sich am 6. November 1794 als Mitglied der Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen in Rudolstadt annehmen und war auch nach seinem Umzug nach Berlin mit den dortigen Freimaurerkreisen verbunden. 1799 traf er auf Ignaz Aurelius Feßler und arbeitete nach seiner Annahme am 17. April 1800 mit ihm an der Reform der Großloge Royal York zur Freundschaft. Am 14. Oktober 1799 hielt er einen Vortrag über „den wahren und richtigen Zweck der Maurerei“. Am 13. und 27. April 1800 hielt er mehrere Vorlesungen, die später unter dem Titel Philosophie der Freimaurerei. Briefe an Constant erneuert und veröffentlicht wurden. Schon bald kam es zum Streit und Fichte trat am 7. Juli 1800 aus der Freimaurerei aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der Deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren „Sprecher“ (Vorsitzender). Hatte sich Fichte zuvor als Anhänger der Französischen Revolution bezeichnet, so profilierte er sich nun insbesondere durch die flammend patriotischen Reden an die deutsche Nation (als Text veröffentlicht bis 1808) als Gegner Napoleons. Fichte wurde damit zum Vordenker der Urburschenschaft. Ein utopisches Gesellschaftsmodell – eine Art sozialistische Gesellschaft auf nationalstaatlicher Grundlage – findet sich in dem Werk Der geschlossene Handelsstaat (1800). Tod Vermutlich Ende 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte. Auch Fichte sollte an dieser vom Kot von Kleiderläusen übertragenen Seuche erkranken, die vornehmlich unter der Bezeichnung Fleckfieber berüchtigte Bekanntheit erlangte und insbesondere im Kriegswinter 1813/14 in Mitteleuropa (unter anderem in Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz) katastrophale Ausmaße annahm. Im Gegensatz zu seiner Frau konnte er sich von diesem Fieber nicht erholen. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Die Ehrengrabstelle in der Abt. CH, G2 trägt ein Porträtmedaillon (Kopie) von Ludwig Wilhelm Wichmann. Sein Grabstein trägt einen Vers aus dem Buch Daniel (): Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre Ein zentraler Kern in Fichtes Philosophie ist der Begriff des „absoluten Ich“. Dieses absolute Ich ist nicht mit dem individuellen Geist zu verwechseln. Später nutzte er die Bezeichnung „Absolutes“, „Sein“ oder „Gott“. Fichte beginnt in seiner Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre mit einer Bestimmung des Ich: Fichte ging es um die praktische Umsetzung seiner Philosophie, weshalb er die Errichtung eines lückenlosen philosophischen Systems als zweitrangig erachtete. Im Vordergrund stand für ihn die Verständlichkeit seiner Lehre. Er vertrat ein positives Menschenbild und ging davon aus, dass in jedem Menschen – und nicht nur im Gelehrten – der Grund echter Selbsterkenntnis (und damit auch Gotteserkenntnis) gelegt ist und der Philosoph lediglich auf diese verweisen muss. In seiner populären, z. T. polemischen Darstellungsweise schuf sich Fichte unter den Fachgelehrten viele Freunde, aber auch Feinde. In erbitterter Feindschaft stand er zu Friedrich Nicolai. Goethe urteilte skeptisch über Fichte, . Trotz späterer Ablehnung übte Fichte großen Einfluss auf Schelling und Hegel aus. Auch Hölderlin bekannte, Fichtes Vorlesungen aus seiner Jenaer Zeit viel zu verdanken. Einige Ideen Fichtes knüpfen an die Thesen des etwa 20 Jahre älteren Johann Gottfried Herder an. Fichtes Kantrezeption Fichte reagierte auf die Frage, wie theoretische und praktische Vernunft zusammenhängen, indem er antwortete, dass die beiden Teile der Vernunft in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Hierbei ist die praktische Vernunft der theoretischen übergeordnet. Letztere benötigt demnach die praktische Vernunft; diese aber ist autonom. Auch für Kant war die praktische Vernunft ein Vermögen des Willens – und damit autonom. Laut Fichte mündet diese Tatsache aber in seiner Theorie zur „Selbstsetzung“. Der Wille bringt, indem er sich ein Gesetz gibt, zugleich sein Wesen als „Vernunftwille“ hervor. Dieser Vernunftwille macht das aus, was wir sind – nämlich unser Ich. „Das absolute Ich ist, indem es sich setzt, und setzt sich, indem es ist.“ Aus diesem Grund kommt der praktischen Vernunft absolute Freiheit zu. Fichtes Idealismus ist daher eine Konsequenz aus dem Primat der praktischen Vernunft. Der Kritik am transzendentalen Argument bei Kant entzieht sich Fichte, indem er die praktische Vernunft zur Bedingung für die theoretische Vernunft erklärt. Hierbei geht er von der „Handlung“ des Urteilens aus und schließt mithilfe einer transzendentalen Begründung auf das sich setzende Ich als Bedingung hierfür. Alles Urteilen ist Handeln des menschlichen Geistes. Diesem liegt der Satz „Ich bin“ zugrunde. Das „schlechthin gesezte und auf sich selbst gegründete“ ist der Grund des Handelns. Um dem Vorwurf zu entgehen, dass wir eventuell gar nicht urteilen, sondern nur glauben zu urteilen, führte Fichte die „intellektuelle Anschauung“ ein. Sie ist auch praktisch zu verstehen als „Anschauen seiner selbst im Vollziehen eines Acts“. Wenn wir urteilen, beobachten wir uns nicht, sondern stellen handlungsorientierte Fragen. Diese Fragen gehen von der Annahme aus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Würde das nicht zutreffen, könnte er nicht urteilen, was nicht vorstellbar ist. Gleichwohl vertrat Fichte die Auffassung, auch wenn der Mensch nicht an den Bedingungen vernünftigen Urteilens zweifeln könne, folge daraus nicht, dass er diese Bedingungen tatsächlich erfüllt. Die schärfste Abgrenzung zu Kant vollzog Fichte mit seiner Ablehnung der Konzeption eines „Dinges an sich“. Nur so kann in seinen Augen die absolute Freiheit des Ichs bewahrt werden. Das „Ding an sich“ wird bei Fichte lediglich zu einem „Anstoß“, einem irrationalen Faktum innerhalb des Ich, welches das Ich zu bewältigen versucht. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Ich, gleichsam hinaus in die Welt als „Nicht-Ich“. Ist das absolute Ich demzufolge also ein „Ding an sich“ auf der Seite des Subjekts? Fichtes Antwort: Nur wenn es „erscheint“. Das absolute Ich existiert nur im Handeln. In seiner philosophischen Reflexion wird das absolute Ich zu etwas Objektivem, eine andere Entität der realen Welt gibt es nicht. Jenaer Philosophie Da Fichte die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre schnell als unzureichend und ergänzungsbedürftig ansieht, macht er sich auf dem Höhepunkt seiner Jenaer Periode nahezu zeitgleich an eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftslehre (unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo) und an eine erste Ausarbeitung der praktischen Philosophie (in der Grundlage des Naturrecht und der Sittenlehre). Inhaltlich stellt sich seit der Grundlage der gesamten Wissenschaftlehre die Frage, warum das absolute Ich, welches autonom ist, auf einen „Anstoß“ reagiert. Fichte macht deutlich, dass das absolute Ich nur ist, wenn es sich seiner selbst bewusst wird. Dies kann nur geschehen, wenn es mit Material konfrontiert wird, auf das es zu reagieren hat. Würde es zu keinem Kontakt kommen, würde das Ich „ganz in seiner Tätigkeit aufgehen“. Um aber zu sein – und damit auch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln –, muss es sich für den „Anstoß“ öffnen und dafür Sorge tragen, dass der „Stein des Anstoßes“ erhalten bleibt. Nach Fichte kann das Ich demnach als ein unendliches Streben nach Autonomie verstanden werden. Der „Anstoß“ ist hierbei gleichsam nur notwendige Bedingung des Selbstbewusstseins, keine hinreichende. Die weiteren Bedingungen für das Selbstbewusstsein finden sich in den jeweiligen Teildisziplinen der Wissenschaftslehre, die Fichte unterscheidet: Naturlehre, Rechtslehre, Sittenlehre und Religionslehre. Erstere hat Fichte, aufgrund des von ihm entwickelten Primats der praktischen Vernunft, nie ausgearbeitet. Die Wissenschaftslehre nova methodo Nachdem Fichte durch seine Vorlesungen über die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre in kürzester Zeit bekannt geworden ist, sieht er seine Philosophie bald mit verschiedenen Einwänden und Nachfragen seiner Zeitgenossen konfrontiert. Zunehmend wird er unzufrieden mit seinem ersten Entwurf der Wissenschaftslehre. Statt den Text der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre zu revidieren, entschließt er sich, die Wissenschaftslehre vollkommen neu auszuarbeiten. Das Ergebnis trägt er unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo ab 1796 in Vorlesungen vor, die heute jedoch nur noch als Mitschriften überliefert sind. Dennoch wird die Wissenschaftslehre nova methodo in der neueren Fichteliteratur zunehmend als beste und verständlichste Fassung der fichteschen Wissenschaftslehre angesehen. Inhaltlich bemüht sich Fichte darum, von seinen Zeitgenossen formulierte Einwände zu widerlegen und die Wissenschaftslehre stringenter und nachvollziehbarer vorzutragen. Verschiedene Themenbereiche – etwa die Behandlung der Frage, wie es vom einheitlichen absoluten Ich zur Pluralität individuellen Bewusstseins kommen kann – kommen gegenüber der ersten Behandlung der Wissenschaftslehre neu hinzu. Fichtes Rechtslehre In seinen Grundlagen des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1796/1797 (§ 8) bestimmte Fichte die Funktion des Rechts ähnlich wie Kant: Das Beisammenstehen der Freiheit mehrerer sei Doch schloss für ihn eine vernünftige Ordnung der Freiheit auch eine angemessene Verteilung gemeinschaftsbedingter Chancen und Güter ein. Für Fichte wird die Beziehung zwischen dem Selbstbewusstsein und – sozusagen – der Welt präzisiert. Das Bewusstsein kann sich nur als frei handelndes Wesen begreifen, wenn es „den Begriff eines frei handelnden Wesens auf sich anwenden kann.“ Das kann es nur, wenn andere das Selbstbewusstsein auffordern etwas zu tun und gleichzeitig(!) die Freiheit eingestehen, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Da dieser Vorgang reziprok ist, folgt, dass das Sein des Selbstbewusstseins von der Anerkennung der Freiheit anderer abhängt. Es wird deutlich, dass sich Fichte nicht auf das Moralgesetz als die bindende Kraft des Rechts versteht, sondern das Eigeninteresse des selbstbewussten Ichs. Ein Rechtsverhältnis entsteht demnach aufgrund der bloßen Existenz eines Nicht-Ichs. Auch Fichte definiert, wie so mancher Philosoph vor ihm, den Staat als Ausdruck des absoluten Willens, dessen Absicht es ist, die Freiheit und Rechte seiner Bürger zu garantieren. Kollektives Handeln und individuelles Handeln werden mit dem Ausdruck „sittliches Handeln“ in Eins gesetzt. Freiheit in der Geschichte sei nach Fichte die mehr oder weniger sittliche Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse der verschiedenen Völker. Fichtes Philosophie lässt sich als ethischer Idealismus bezeichnen, wenn man voraussetzt, dass nur der Staat Rechtsverhältnisse zwischen sich und den Bürgern bzw. unter den Bürgern schafft und dabei Beschränkungen seiner Bürger zugunsten eigener materieller Zwecke vornimmt. Fichtes Sittenlehre Im System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1798 geht Fichte davon aus, dass das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs nur sein kann unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Hierbei ist sich das Ich des Sittengesetzes niemals in abstracto bekannt, sondern „immer in Form konkreter Aufgaben und Pflichten der Welt“. Das Ich kann sich nur eine Tätigkeit zuschreiben, wenn diese mit der kausalen Wirklichkeit einer ihm unabhängigen Welt verbunden ist. Dies wiederum ist nur möglich, wenn es sich einen Körper zuschreibt. Da dieser Körper Teil der Welt ist, unterliegt er auch den Naturtrieben. Das Sittengesetz untersucht nun die Bedingungen der Manifestation eines zugleich verkörperten und von Naturtrieben beherrschten Ich. Fichtes Religionslehre Fichte hinterließ keine systematisch ausgearbeitete Religionsphilosophie. Im Atheismusstreit, den Friedrich Karl Forberg mit einem Artikel im Philosophischen Journal mit einem zustimmenden Nachwort von Fichte 1798 ausgelöst hatte, postulierte Fichte mit Forberg, die Existenz Gottes sei nicht notwendig für die Errichtung einer moralischen Wertordnung, allerdings sei der Glaube an Gott, verbunden mit einer göttlichen Moral, unumgänglich. Während Kant von der Existenz Gottes ausging und seine These untermauerte, die Existenz Gottes sei notwendig im Hinblick auf die Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Handelns, sah Fichte nur die Notwendigkeit zu einer „moralischen Weltordnung“. Diese müsse nicht zwingend auf eine höhere Instanz – also Gott – zurückgeführt werden. Die aktive Weltordnung selbst () könne man als Gott bezeichnen. Wer dies aber tut, der „verkennt die unmittelbare Beziehung des Gottesbegriffs zum moralischen Bewusstsein“ und ist, so Fichte, „der wahre Götzendiener und Atheist.“ Beitrag zur Französischen Revolution (1793) Deutlich wie wenige Denker und Politiker des damaligen Deutschland begrüßt Fichte die Französische Revolution. Er sieht in ihr nicht nur moralische Gründe, sondern auch einen rechtmäßigen Fortschritt zu mehr Gleichheit und Freiheit. Seine beiden Revolutionsschriften von 1793 (Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten und Beiträge zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution) griffen in die öffentlichen Debatten ein. Er begründet die Rechtmäßigkeit der Revolution in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contrat social mit dem Argument, dass es ein „unveräußerliches Recht des Menschen“ sei, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie: „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte die tiefere, philosophische Legitimität der Veränderung der Staatsverfassung. Fichtes Kritik am Judentum Im Werk Fichtes finden sich diverse despektierliche Äußerungen über Juden, die in der Fachliteratur als „judenfeindliche Ausfälle“ und „antijüdischer Affekt“ bezeichnet werden. Micha Brumlik etwa ist der Ansicht, Fichtes Positionen beinhalteten sowohl christlich-philosophischen Antijudaismus als auch politisch-säkularen Antisemitismus, und verglich letzteren mit dem von Adolf Hitler sogenannten „Antisemitismus der Vernunft“, der einen notwendigen, vollständigen Ausschluss der Juden aus einer zu schaffenden, besseren Gesellschaft propagierte. In der Sekundärliteratur finden sich allerdings auch differenzierendere Einschätzungen, insbesondere wenn das Gesamtwerk Fichtes betrachtet wird. Besonders drastisch äußert sich Fichte in Beiträge zur Berichtigung der Urtheile des Publicums über die französische Revolution von 1793. Er greift darin sowohl die Juden mit harschen Worten an, als auch das Militär und den Adel. Das Judentum sei ein „Staat im Staate“ und würde sich absondern. Die Juden, körperlich schlaff, hätten einen egoistischen Handelsgeist. Sie würden die übrigen Bürger übervorteilen, seien nur auf sich und ihre Sippe bedacht. Fichte übernimmt größtenteils die damals vorherrschenden Vorurteile, prangert aber vor allem immer wieder die angeblich separatistische Einstellung dieser Religion an. Oft zitiert wird die folgende Fußnote: In seiner 1794 erschienenen Streitschrift Eisenmenger der Zweite polemisierte Saul Ascher gegen die judenfeindlichen Äußerungen Fichtes, dem er den Namen des seinerzeit bekannten Judenfeindes Johann Andreas Eisenmenger, des Autors des Pamphlets Entdecktes Judentum, beilegte. Mit Fichte sei eine neue Dimension des säkularen Judenhasses zu verzeichnen. Mit David Veit lernte Fichte einen Vertreter der jüdischen Aufklärung Haskala kennen und schätzen. Als Rektor der Berliner Universität trat er kompromisslos und gegen allgemeinen Widerstand für einen zu Unrecht vom Senat der Universität bestraften und mit Relegation bedrohten jüdischen Studenten ein. Während vielfach eine „liberal-progressive“ Rezeption Fichtes – auch unter jüdischen Intellektuellen – vorherrschte, entwickelte sich später, insbesondere im Gefolge des Ersten Weltkrieges, auch eine „völkisch-nationalistische“ Rezeption. Dabei gewannen sowohl die Grundzüge als auch die Reden Fichtes erneut an Bedeutung, indem sie in den Dienst des nationalistischen Pathos und der Judenhetze gestellt wurden. Die Nationalsozialisten nahmen dabei Fichte zur Begründung ihrer Ideologie in Anspruch. Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) In den Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters entwickelt Fichte Ansichten zu einer Geschichtsphilosophie. Tragender Gedanke dieser Geschichtsphilosophie ist die Entwicklung der Menschheit von der Unfreiheit zur Freiheit. Parallel zu jener inneren Entwicklung der Individuen, gehe die äußere Entwicklung ihrer Position und Bestimmung im Staate von der Rolle des Untertan hin zum freien Bürger. Im Vordergrund steht ein Entwicklungsmodell, das die Geschichte in fünf Epochen unterteilt, wobei Fichte seine eigene Epoche als das „Zeitalter der vollendeten Sündhaftigkeit“ verstand, während die Grundzüge die künftigen Epochen einleiten sollten. Diese Epochenentwicklung vollziehe sich in folgenden Stufen: 1. Instinktive Vernunft: Stand der Unschuld des Menschengeschlechts; 2. Äußerlich erzwungene, jedoch nicht durch Gründe überzeugende Autorität: Stand der anhebenden Sünde; 3. Emanzipation von jeder äußeren Autorität, Herrschaft des nackten Erfahrungsbegriffs: Stand der vollendeten Sündhaftigkeit; 4. Rückkehr der freien, innerlichen Vernunft, wo die Wahrheit als das höchste erkannt und geliebt wird: Stand der anhebenden Rechtfertigung; 5. Verwirklichung der freien, innerlichen Vernunft in allen äußeren Lebensbereichen, wo die Menschheit sich selber als Abdruck der Vernunft aufbaut: Stand der vollendeten Rechtfertigung und Heiligung. Reden an die deutsche Nation (1808) Die Reden an die deutsche Nation verstehen sich als Fortsetzung der Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Drei Jahre nach diesen Vorträgen erklärt Fichte das Ende der dort beschriebenen dritten Epoche, die er in den Reden … als die Epoche der Selbstsucht bezeichnet. Durch die Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen sei diesem mit der Selbständigkeit gleichzeitig der Gehalt der Selbstsucht verloren gegangen. Es müsse ein neues Selbst gesucht werden, welches über die Nation hinausgehe. Dieses sei die Vernunft. In den Reden ruft Fichte im Bereich der Bildung zu einer Nationalerziehung nach dem Vorbild von Johann Heinrich Pestalozzi auf, die das menschliche Verhältnis zur Freiheit in der Vernunft- und Werterziehung verankern soll. Auch hier geht es wieder um die sittliche Bildung zur Freiheit, zur Selbständigkeit, zur Veredelung. In dieser Erhebung zur Vernunft, zum wahren Selbst, welches in der allgemeinen Vernunft zu finden ist, die jede Nation übersteigt, entfällt für Fichte auch die mögliche Feindschaft zu anderen freien Individuen und Nationen, denn der so gebildete Mensch strebe danach, seine Mitmenschen zu achten, und liebe ihre Freiheit und Größe, während ihn ihre Knechtschaft schmerze: „Aber es ist schlechthin unmöglich, dass ein solches Gemüt nicht auch außer sich an Völkern und einzelnen ehre, was in seinem Innern seine eigne Größe ausmacht: die Selbständigkeit, die Festigkeit, die Eigentümlichkeit des Daseins.“ In den Reden finden sich mit einer klar konturierten Ausdifferenzierung der Menschheit in nicht gleichwertige Sprach- und Kulturgemeinschaften sowie dem grundsätzlichen Streben nach deren Reinheit Ansätze einer rassistischen Theoriebildung. Würdigung Den Namen Fichtes tragen Johann-Gottlieb-Fichte-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin Fichte-Gymnasien und -Schulen in mehreren deutschen Städten Straßen in vielen Ortschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Fichtegasse in Wien Fichtestraße in der Gartenstadt von Freiburg im Breisgau Siedlung am Fichteplatz in Mainz mehrere deutsche Sportvereine, die in der Arbeitersportbewegung verwurzelt sind, z. B. der VfB Fichte Bielefeld J. G. Fichte, Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei Zwei Denkmäler, ein Park und ein Museum (im Barockschloss Rammenau) im Fichte-Geburtsort Rammenau Fichteturm und Fichtepark in Dresden-Plauen 5-DM-Gedenkmünze zum 150. Todestag (→ 5. Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland) 10-Mark-Gedenkmünze zum 175. Todestag 70-Cent-Sondermarke zum 250. Geburtstag 2012 Die Pflanzengattung Fichtea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte. Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung 1996 wurde die der rechtskonservativen Partei Die Republikaner nahestehende Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung e.V. gegründet, die sich nach eigenen Angaben der Vermittlung von traditionellen Werten im Sinne des Philosophen widmet. Werke (Auswahl) Wissenschaftslehre Die Wissenschaftslehre, Fichtes Hauptwerk, wurde von ihm mehrfach überarbeitet. u. a.: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie (1794) () Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/1795) Wissenschaftslehre nova methodo (1796–1799) Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797/1798) Die Wissenschaftslehre (1804) sowie folgende Ausgaben (1812) und (1813). Weitere Werke Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die französische Revolution (PDF; 1 MB) (1793) Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794) Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere (1796) Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre (1798) Appellation an das Publikum über die durch Churf. Sächs. Confiscationsrescript ihm beigemessenen atheistischen Aeußerungen. Eine Schrift, die man zu lesen bittet, ehe man sie confsicirt (1799) Der geschlossene Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als Anhang zur Rechtslehre und Probe einer künftig zu liefernden Politik (1800) Die Bestimmung des Menschen (1800) Friedrich Nicolais Leben und sonderbare Meinungen (1801) Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant (1802/03) Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre (1806) Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit (1806) Reden an die deutsche Nation (1807/1808) () Das System der Rechtslehre (1812) Literatur Ausgaben Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer, Leipzig: Gabler, 1794 () Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere. (1796). Neudruck auf der Grundlage der 2. von Fritz Medicus hrsg. Auflage von 1922; 3. Nachdruck mit überarbeiteten Quellennachweisen und Personenregister, Hamburg 1979 (= Philosophische Taschenbücher. Band 256). Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 42 Bände, hrsg. von Reinhard Lauth, Erich Fuchs und Hans Gliwitzky. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962–2011, ISBN 3-7728-0138-2 Fichtes Werke. 11 Bände. Hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Nachdruck der Ausgaben Berlin 1845/46 und Bonn 1834/35, Berlin 1971. ISBN 3-11-006486-3 Fichte im Kontext. Werke auf CD-ROM. Berlin 32002, ISBN 3-932094-25-5. Werke in 2 Bänden. Hrsg. Wilhelm G. Jacobs, Peter L. Oesterreich, Frankfurt a. M. 1997. ISBN 978-3-618-63073-9 Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1978, Philosophische Bibliothek Band 247. ISBN 3-7873-0448-7 Jacobi an Fichte, Text 1799/1816 im Vergleich, Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel 2011 (deutscher Text, Einleitung von Marco Ivaldo, Noten, Kommentar, Appendix mit Texten von Jacobi und Fichte, italienische Uebersetzung von Ariberto Acerbi, mit Register und Bibliographie), ISBN 978-88-905957-5-2. Sekundärliteratur Immanuel Hermann Fichte: Johann Gottlieb Fichte's Leben und Litterarischer Briefwechsel. 2 Bände. Seidel, Sulzbach 1830–1831 Erster Theil Digitalisat Zweiter Band Digitalisat Adolf Trendelenburg: Zur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte. Vortrag, gehalten in der Königl. Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin am 19. Mai 1862. Berlin 1862 Digitalisat Christian Hermann Weisse: Rede zum Andenken Johann Gottlieb Fichte's gehalten in der akademischen Aula zu Leipzig am 19. Mai 1862. L. G. Teubner, Leipzig 1862 Digitalisat Ludwig Noack: Johann Gottlieb Fichte nach seinem Leben, Lehren und Wirken. Zum Gedächtnis seines hundertjährigen Geburtstages. Otto Wigand, Leipzig 1862 Digitalisat Franz Hoffmann: Akademische Festrede zur Feier des hundertjährigen Geburtstages Johann Gottlieb Fichte's. Gehalten am 19. Mai 1862 in der Aula der Hochschule zu Würzburg. Stahel, Würzburg 1862 Digitalisat Moritz Weinhold (Hrsg.): Achtundvierzig Briefe von Johann Gottlieb Fichte und seinen Verwandten. Fr. Wilh. Grunow, Leipzig 1862 Digitalisat Adolf Lasson: Johann Gottlieb Fichte im Verhältniss zu Kirche und Staat. Wilhelm Hertz, Berlin 1863 Digitalisat Otto Pfleiderer: Johann Gottlieb Fichte. Lebensbild eines deutschen Denkers und Patrioten für das deutsche Volk. Geschildert von. Levy & Müller, Stuttgart 1877 Friedrich Zimmer: Johann Gottlieb Fichte's Religionsphilosophie nach den Grundzügen ihrer Entwicklung. Halle 1877 (Halle-Wittenberg, Univ., Diss. 1877) Digitalisat Fritz Medicus: Fichtes Leben. 2. Aufl. Felix Meiner, Leipzig 1922 Fuchs, Erich: J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen. Bände 1-7. frommann-holzboog, Stuttgart 1978–2012. Manfred Buhr (Hrsg.): Wissen und Gewissen. Beiträge zum 200. Geburtstag Johann Gottlieb Fichtes. 1762–1814. Akademie Verlag, Berlin 1962 Wilhelm Gustav Jacobs: Johann Gottlieb Fichte mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1984 (Rowohlts Monographien 336) Christoph Asmuth: Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1900-1 Peter Baumanns: J. G. Fichte. Kritische Gesamtdarstellung seiner Philosophie; (Alber-Reihe: Philosophie). Freiburg 1990 ISBN 3-495-47699-7 Hans-Joachim Becker: Fichtes Idee der Nation und das Judentum. Rodopi, Amsterdam 2000. ISBN 90-420-1502-0 Jürgen Manthey: Königsberg ist nicht mein Ort (Johann Gottlieb Fichte), in ders.: Königsberg. Geschichte einer Weltbürgerrepublik. München 2005, ISBN 978-3-423-34318-3, S. 331–336. Christoph Binkelmann: Theorie der praktischen Freiheit. Fichte – Hegel. De Gruyter, Berlin 2007. ISBN 978-3-11-020098-0 Hans Duesberg: Person und Gemeinschaft. Philosophisch-systematische Untersuchungen des Sinnzusammenhangs von personaler Selbständigkeit und interpersonaler Beziehung an Texten von J. G. Fichte und Martin Buber. Bouvier, Bonn 1970 (Reihe: Münchener philosophische Forschungen, 1) ISBN 3-416-00633-X Hans Michael Baumgartner & Wilhelm G. Jacobs: J.-G.-Fichte-Bibliographie; Frommann, Stuttgart 1968 Erich Fuchs (Hrsg.): J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen, 6 Bände; Frommann-Holzboog, Stuttgart 1978–1991 ISBN 3-7728-0707-0 Georg Geismann: Fichtes „Aufhebung“ des Rechtsstaates; in: Fichte-Studien, 3 (1991) 86–117 Andrea Gentile, Bewusstsein, Anschauung und das Unendliche bei Fichte, Schelling und Hegel. Über den unbedingten Grundsatz der Erkenntnis, Verlag Karl Alber, Freiburg, München 2018, ISBN 978-3-495-48911-6 Lore Hühn: Fichte und Schelling oder: Über die Grenze menschlichen Wissens. Metzler, Stuttgart 1994. ISBN 3-476-01249-2 Wilhelm G. Jacobs: Johann Gottlieb Fichte : eine Biographie; Berlin: Insel, 2012; ISBN 978-3-458-17541-4 Wolfgang Janke: Artikel Fichte, Johann Gottlieb; in: Theologische Realenzyklopädie 11 (1983), S. 157–171 Anthony J. LaVopa, Fichte: The Self and the Calling of Philosophy, 1762–1799. Cambridge University Press, Cambridge 2001. ISBN 0-521-79145-6 Christian Klotz: Selbstbewußtsein und praktische Identität. Eine Untersuchung über Fichtes Wissenschaftslehre nova methodo; Frankfurt 2002 ISBN 978-3-465-03142-0 Manfred Kühn: Johann Gottlieb Fichte. Ein deutscher Philosoph. Beck, München 2012. ISBN 978-3-406-63084-2 Jörg-Peter Mittmann: Das Prinzip der Selbstgewißheit – Fichte und die Entwicklung der nachkantischen Grundsatzphilosophie (PDF; 1,1 MB); Athenäum Hain Hanstein, Bodenheim 1993. ISBN 3-8257-9251-X Harald Münster: Fichte trifft Darwin, Luhmann und Derrida. „Die Bestimmung des Menschen“ in differenztheoretischer Rekonstruktion und im Kontext der „Wissenschaftslehre nova methodo“; Amsterdam, New York: Rodopi 2011 (Fichte-Studien-Supplementa, Band 28). ISBN 978-90-420-3434-1 Peter L. Oesterreich & Hartmut Traub: Der ganze Fichte. Die populäre, wissenschaftliche und metaphilosophische Erschließung der Welt. Metzler, Stuttgart 2006. ISBN 3-17-018749-X Peter Rohs: Johann Gottlieb Fichte. Beck, München 1991. ISBN 3-406-34633-2 Rainer Schäfer: Johann Gottlieb Fichtes >Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre< von 1794. WBG, Darmstadt 2006. ISBN 3-534-16666-3 Ernst Schenkel: Individualität und Gemeinschaft. Der demokratische Gedanke bei J. G. Fichte. Rascher & Cie, Zürich 1933. Karsten Schröder-Amtrup: J. G. Fichte. Leben und Lehre. Ein Beitrag zur Aktualisierung seines Denkens und Glaubens (Philosophische Schriften Band 77). Duncker & Humblot, Berlin 2012. ISBN 978-3-428-13804-3 Ulrich Schwabe: Individuelles und Transindividuelles Ich. Die Selbstindividuation reiner Subjektivität und Fichtes Wissenschaftslehre. Mit einem durchlaufenden Kommentar zur Wissenschaftslehre nova methodo. Schöningh, Paderborn 2007. ISBN 3-506-76325-3 Helmut Seidel: Johann Gottlieb Fichte zur Einführung. Junius, Hamburg 1997. ISBN 3-88506-957-1 Jürgen Stolzenberg: Fichtes Begriff der intellektuellen Anschauung. Die Entwicklung in den Wissenschaftslehren von 1793/94 bis 1801/02. Klett-Cotta, Stuttgart 1986. (Reihe: Deutscher Idealismus. Philosophie und Wirkungsgeschichte in Quellen und Studien. Bd. 10). ISBN 3-608-91232-0 Armin G. Wildfeuer: Praktische Vernunft und System. Entwicklungsgeschichtliche Untersuchungen zur ursprünglichen Kantrezeption Johann Gottlieb Fichtes. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1865-X David W. Wood: “Mathesis of the Mind”: A Study of Fichte’s Wissenschaftslehre and Geometry; Amsterdam, New York: Rodopi, 2012 (Fichte-Studien-Supplementa, Band 29). Wolfgang Class, Alois K. Soller: Kommentar zu Fichtes ‚Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre‘ Rodopi, Amsterdam New York 2004. Patrick Tschirner: Totalität und Dialektik. Johann Gottlieb Fichtes späte Wissenschaftslehre oder die lebendige Existenz des Absoluten als sich selbst bildendes Bild, Berlin: Duncker & Humblot 2017. ISBN 978-3-428-14987-2 Weblinks Internationale Johann-Gottlieb-Fichte-Gesellschaft e. V. Ricarda D. Herbrand: „Zwischen Kosmopolitismus und Nationalismus – Johann Gottlieb Fichte“, in: TABVLA RASA. Jenenser Zeitschrift für Kritisches Denken, April 2007. Ernst-Otto Onnasch: Ich und Vernunft. Ist J.G. Fichte die Begründung seiner Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre von 1794/95 gelungen? (PDF; 892 kB) Einzelnachweise Philosoph der Frühen Neuzeit Philosoph (19. Jahrhundert) Vertreter des Deutschen Idealismus Politischer Philosoph Rektor (Humboldt-Universität zu Berlin) Freimaurer (18. Jahrhundert) Freimaurer (19. Jahrhundert) Freimaurer (Deutschland) Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena) Hochschullehrer (Erlangen) Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Ehrengrab des Landes Berlin Person (Rammenau) Deutscher Geboren 1762 Gestorben 1814 Mann Person des Antisemitismus
Meine Testecke: April 2012 Hallo Leute!Heute habe ich mal Frauchen hier vom PC verdrängt - ist ja fruchtbar, hängt die doch die ganze Zeit an dem Ding und lässt mich nicht ran! Aber jetzt habe ich den PC besetzt! So ich wollte euch mal zeigen, wo mein "Revier" ist. Hier gehe ich mit Frauchen immer spazieren, naja eigentlich ziehe ich Frauchen mehr oder weniger hinter mir her. Das ist ja auch das Gute an einer Leine. Man kann Frauchen dahin ziehen, wo Mann (Beagle) hin will! Hier kann es uns passieren, daß wir Kilometerweit keine Menschen- oder Hundeseele finden. Nur Kaninchen oder die blöden Rebhühner, die sich patu nicht von mir fangen lassen wollen. Dabei will ich ihnen doch nur gutes tun. Vor allem mir! Aber Frauchen will das auch nicht. Die sagt immer ich soll die armen Rebhühner in Ruhe lassen. Deswegen hat Frauchen mich auch im Augenblick an der Leine. Aber auch, weil bei uns wohl Jäger unterwegs sind. Zur Zeit sind ja wider meine Freundinnen die Kühe auf den Weiden. Mit denen verstehe ich mich ganz gut. Obwohl die manchmal gar nicht wissen was ich von denen will. Die schauen mich dann immer so seltsam an und drehen sich einfach weg. Frechheit! Und hier nun die Fotos von meinem Revier oder Kietz oder wie man hier auf Kölsch sagt: mein Veedel! Mein Feldweg Hach, alles meins! Da auch, alles meins! Und dort ist sowieso alles meins! Ich bin auch ein großer Bewunderer der hiesigen Flora. Also das ganze Grünzeug hat es mir angetan. Da kann ich stundenlang schnüffeln. Ich hoffe, die Bilder haben Euch gefallen und Euch einen Einblick gegeben über mein Revier! Mein LeckerchenLiebe GrüßeEurer James Ach ja! Bildquellen: Mein Frauchen So wie mir geht es bestimmt vielen. Viele Diäten, die zwar anfangs etwas brachten, jedoch nach einer gewissen Zeit leider enttäuschend waren. Ganz zu schweigen vom sogn. Jojo-Effekt, der sich dann leider wider einstellt, sobald man wider "normal" zu essen beginnt.Ob Nulldiät, FDH oder irgendwelche Diätdrinks, die eine oder mehr Mahlzeiten ersetzten sollen, selbst Appetitzügler bringen über kurz oder lang leider nicht viel. Abgesehen davon, sind die meisten Diäten leider auch noch sehr einseitig, so daß man wichtige Vitamine und Spurenelemente vielleicht gar nicht richtig aufnimmt.Leider gehöre ich ja auch zu den "Exemplaren", die immer einen kleinen Tritt benötigen um auf der Spur zu bleiben. Das Problem bei mir ist aber auch, daß mich eine Diät oft einfach nur langweilt. Da ich sehr gerne koche und natürlich auch esse, sollte eine Diät dies alles verbinden um mich ansprechen zu können.Ich denke ich habe das Richtige für mich gefunden: Ich denke, daß Weight Watchers ja jedem ein Begriff sein dürfte. Meist hat man hier noch die Vorstellung im Kopf, daß man sich in einer Gruppe trifft um dort seine Fortschritte und/oder Probleme zu erörtern, die einem bei der Weight Watchers Diät so begegnen. Aber heute im Zeitalter des Internet, kann man auch eine Online-Betreuung nutzten. Zwar natürlich nicht so persönlich und intensiv wie bei einem Gruppentreffen. Jedoch auch hier hat man viele Möglichkeit, kontrolliert zu seinem Wunschgewicht zu kommen.Genau das hat mich auch gereizt. Ich wollte einmal die ganzen Online-Funktionen austesten und sehen wie man damit zurecht kommt.Bei Weight Watchers hat sich im Laufe der Zeit ganz schön was getan, so hat man gerade ein völlig überarbeitetes ProPoints Konzept herausgebracht. Den ProPoints Plan 2.0Das tolle daran ist, daß hier keine Kalorien gezählt werden müssen. Alle Lebensmittel in in sogn. ProPoints Werte eingeteilt worden.Um eine vernünftige und vorallem gesunde und langanhaltende Gewichtreduktion zu erzielen, muss man zunächst sein persönliches ProPoints Budget herausfinden.Dafür meldet man sich auf der Startseite von Weight Watchers an. Zur Zeit hat man sogar noch die Möglichkeit die Anmeldegebühren zu sparen und sich für zunächst 3 Monate anzumelden. Hierbei zahlt man nur die monatlichen Gebühren in Höhe von 15,95 € je Monat.Was auch ein klarer Vorteil ist, ist die Tatsache, daß man seine Mitgliedschaft monatlich kündigen kann, sollte man wiedererwartend feststellen, daß das doch nicht so das Richtige für einen ist! Hat man sich angemeldet, wird nun das ProPoints Budget ausgerechnet. Man gibt Alter, Geschlecht, momentanes Gewicht und Größe ein und schon wird das Budget ausgerechnet.Hinzukommt, daß man zu dem täglichen Budget noch ein sogn. Wochenextra hinzukommt. Dies kann man z.B. dann nutzten, wenn etwas Besonders ansteht, oder man kann sich nebenbei noch etwas leckeres dazuleisten. Etwa ein Eis aus der Eisdiele oder ein extra Stück Pizza z.B.Im Online Portal findet man neben vielen nützlichen Tipps auch über 1.000 leckere und leicht nachzukochende Gerichte. Und ein persönliches Tagebuch. Hier kann man z.B. seine Lieblingsgerichte eintragen, Aktivitäten usw. Dabei kann ist auch der Programm-Manager einer große Hilfe, hier trägt man ein, was man den ganzen Tag zusich genommen hat. So hat man eine klare Übersicht über alle Mahlzeiten und Extras. Eine große Hilfe ist allerdings auch der Einkaufsführer. Er ist meine "Geheimwaffe". Hier sind die ProPoints Werte für über 29.000 Lebensmittel zu sehen. Hiernach kann man ohne Weiteres und auf ganz leichte Art und Weise seine Mahlzeiten zusammenstellen. Das Geniale ist hier auch, daß nicht nur die Grundlebensmittel eingetragen sind, sondern auch Fertigmahlzeiten. Darunter zählen auch z.B. Klöße oder Kartoffelpuffer. Ich habe mir den Einkaufsführer direkt gekennzeichnet. Alle Lebensmittel, die mir Wichtig sind habe ich gemarkert. So finde ich schnell was ich suche. Der Einkaufsführer ist in 30 verschiedene Lebensmittel-Kategorien eingeteilt. Meine wichtigsten sind folgende 15 Hat man seine Daten alle erfolgreich eingegeben und sich sein persönliches Tagebuch eingerichtet, dann kann man auch schon loslegen.Entweder sucht man sich aus den vielen Rezeptideen seine Lieblingsrezepte aus, oder man stellt sich sein Rezept zusammen.Wichtig ist auch, daß man den sogn. Wiegetag einträgt. Dieser Tag sollte immer der gleiche sein. Bei mir ist es der Montag.Ein weiterer Vorteil bei dem ProPoints Plan ist, daß man sich einen Tag der Woche aussuchen kann, an dem man sich satt essen kann. An diesem Sattmacher-Tag kommt man völlig ohne Zählen aus. Hierbei kann man soviel Essen, wie man mag. Und zwar von den gekennzeichneten Sattmachern. Ich habe mir den Samstag ausgesucht, an dem ich diesen Sattmacher-Tag einlegen werden.Ich werde jeden Montag einen Wochenrückblick geben, wie es mir ergangen ist. Dabei werde ich hier das ein oder andere meiner Rezepte einstellen und berichten, ob und wieviel ich abgenommen habe. Eure Manu Bildquellen: Weight Watchers, MC Wasser - seit jeher kostbar und durch nichts zu ersetzten!In vielen Ländern der Erde ist Wasser kostbarer als Gold. Und wenn das mit der Umweltverschmutzung so weiter geht, dann kommt der Tag an dem Wasser nicht mehr zu bezahlen ist.Doch bis es soweit ist, können wir Wasser in vielen Variationen genießen.Ob Still, Medium oder mit viel Kohlensäure. Ob mit oder ohne Geschmack. Die Angebotsvielfalt ist groß.Aber ein Problem haben alle diese Varianten gemeinsam:Die schweren Flaschen und die dazugehörigen Kisten! Damit ist jetzt Schluss - zumindest bei uns! Den bei uns ist der Soda Stream Christal eingezogen und hat sich einfach mal eben so breit gemacht.Soda Stream gibt es nun schon seit vielen Jahren auf dem Markt. Allerdings erst jetzt in einer sehr schönen Form. Die nicht nur das Auge anspricht, sondern auch voll im Sicherheitstrend liegt. Mit dem Soda Stream kann man im nu eine Vielzahl von leckeren Erfrischungsgetränken zaubern. Ob eine leckere Cola, eine Zitronen- oder Orangenlimonade, oder einfach nur pur. Und das tolle daran ist, daß man seinen Kohlensäuregehalt selber bestimmen kann. Trinkt man lieber mit viel Kohlensäure oder mit weniger. Nun liegt es in der eigen Hand wie man sein Getränk bereitet.Die Geschmacksrichtungen sind Vielfältig und breit gefächert. Mit sage und schreibe 40 verschiedenen Sirupen kann man hier sein Wasser "veredeln". Bereits im Jahr 1994 brachte die SodaStream GmbH, mit Sitz in Limburg, den ersten Wassersprudler auf den deutschen Markt.Das revolutionäre hieran war, daß man mittels einer Kohlensäurepatrone, sein eigenes Wasser mit Kohlensäure versetzten konnte. Ein anderer Aspekt, der beim Unternehmen SodaStream ganz wichtig ist, ist der aktive Umweltschutz. Durch den Einsatz des Soda Stream Gerätes, werden nicht nur wertvolle Ressourcen eingespart, die z.B. bei der Produktion von Kunststoffflaschen oder aber auch Glasflaschen zum Einsatz kommen, sondern es wird auch ein Großteil des anfallenden Mülls eingespart. Dadurch, daß hier Leitungswasser zum Einsatz kommt, werden viele Aspekte des Umweltschutzes berücksichtigt.Jede Familie, die ein SodaStream Gerät benutzt, spart umgerechnet 2000 Flaschen und Dosen ein. Auf diese Art wird auch die Herstellung sowie der Transport von PET Flaschen und Dosen reduziert. Das wiederum spart Wasser- sowie Erdöl ein, welches bei der Herstellung und beim Transport der PET Flaschen und Dosen anfallen würden. Nicht zu vergessen die eigene Ersparnis die man hat, wenn man den Wassersprudler einsetzt.Ich kann von uns sagen, daß wir im Monat 8 Kisten (8x9x1 Liter) benötigen. Jede Kiste kostet uns 4,29 €, das sind im Jahr ca. 412,00 € und 865 Liter. Umgerechnet kostet uns jetzt ein Zylinder, der für 60 Liter ausreichend ist, 7,98 €. Danach ergibt sich folgendes Rechenexempel (Durchschnittswerte!):8 Kisten á 9 Liter x 12 Monate = 96 Kisten = 865 Liter zum Gesamtpreis von 411,84 € jährlich (ohne Pfand!) Dazu kommt das einfache Handhaben des Sprudlers. Die Glaskaraffe wird in das Gerät eingesetzt. Der Verschluss herunter gedrückt.Und der Schließmechanismus betätigt. Nun ist das Gerät verschlossen.Ist das Gerät einmal verschlossen, wird nun der Knopf, der sich oberhalb des Gerätes befindet betätigt. Hier wird nun die Kohlensäure in die Karaffe geschossen. Wieviel Kohlensäure man möchte, daß läßt sich ganz individuell dahingehend regeln, daß man selbst entscheiden kann wie oft man den Drücker betätigt. Nun verschließt man die Karaffe mittels des sogn. Champagner-Verschlusses. Man streift den Verschluss langsam über den Karaffenkopf und dreht ihn zu. Nun ist das Getränk verschlossen und kann z.B. kalt gestellt werden. Will man ein Produkt bestellen geht dies ganz einfach:Produkt auswählen, in den Warenkorb legen und ab zur Kasse damit. Nach einer Kurzen Dateneingabe kann der Bestellvorgang fertig gestellt werden. Zahlungsart aussuchen und ab damit. Und nach wenigen Tagen ist der Trinkwassersprudler eingezogen! Fazit:Erfrischungsgetränke selbst herzustellen, ist mit dem Wassersprudler von Soda Stream einfach geworden. Aufgrund der Vielzahl an Geschmacksrichtungen, kann man sein individuelles Getränk herstellen. Lecker und völlig unkompliziert und zu jeder Zeit. Meine Beurteilung:Aufgrund der leichten Handhabung, der großen finanziellen Ersparnis und nicht zuletzt aufgrund der Umweltaspekte beurteile ich den Soda Stream "Cristal" mit"besonders Empfehlenswert +"*) *) Ich vergebe hier ein zusätzliches Plus, da ich der ehrlichen Meinung bin, daß hier ein besonders Empfehlenswert alleine nicht mehr ausreichend ist! Bildquellen: Soda Stream, MC Einen hoch interessanten Online-Schmuck Anbieter habe ich kürzlich entdeckt. Hier erhält man sowohl Silber- wie auch Goldschmuck. Edelsteine und Swarovski sowie Perlen- und Edelstahlschmuck gehören zum Angebot.Schmuck.de ist seit ca. 10 Jahren auf dem Online-Markt vertreten. Die kompetenten Mitarbeiter hatten bereits seit mehr als 15 Jahren Erfahrungen im internationalen Schmuckhandel gesammelt. Von diesen Erfahrungen profitieren nicht zuletzt die Kunden.Ziel war es, eine Online-Plattform zu errichten, in der die Betreiber sowie Mitarbeiter aufgrund ihrer Erfahrungen in der Lage sind, die bestmöglichen Preise für Schmuckstücke sowie eine Riesenauswahl an Designs und exotischen Edelsteinen anbieten zu können, die auch in der Verarbeitung einen hohen Qualitätsstandard aufweisen.Seriösität und Vertrauen sind die Grundpfeiler des Unternehmens. Der Shop selbst ist in 11 unterschiedliche Kategorien eingeteilt. Übersichtlich und direkt auf der Startseite findet man die Kategorien: Home Wer sich für ein Schmuckstück aus dem Hause Schmuck.de interessiert, dem wird es sehr leicht gemacht. Eine Bestellung wird schnell und unkompliziert entgegen genommen. Der Bestellvorgang: Einfach und simpel. Man sucht sich das entsprechende Stück aus, legt es in den Warenkorb. Nun legt man ein Kundenkonto an und der Bestellvorgang kann weiter gehen.Interessant hierbei fand ich die sogn. Versandkostenermittlung. Hier gibt man das Land ein und die Postleitzahl und schon sieht man welche Versandkosten anfallen. In meinem Fall wären es für Deutschland und meine PLZ 3,90 €.Tätigt man eine Bestellung, die über 100,00 € liegt, wird Versandkostenfrei zugestellt.Die Produkte werden mit DHL oder DPD versandt. Zahlen kann man bei Schmuck.de Rechnungskauf*) Kreditkarte Paypal *)Hierbei wird während des Bezahlvorganges eine Identitäts- und Bonitätsprüfung durchgeführt Um mich von der Qualität der Produkte und dem Lieferservice zu überzeugen, erhielt ich folgendes Testprodukt:Armband mit Swarovski-KristallperlenDas Armband hat eine Länge von 24 cm und kann in der Länge, durch das Metallkettchen variiert werden. Der Karabinerverschluss ist recht stabil und macht einen robusten Eindruck. Die Metalloberflächen wurden besonders behandelt. Die rhodinierte Auflage besitzt einen hohen Anlaufschutz. So wird gewährleistet, daß die Schmuckstücke ihren Glanz lange behalten. Die Swarovski-Kristallperlen haben ein Durchmesser von ca. 12 mm. Je 6 Swarovski-Kristallperlen in der Farbe Anthrazit sowie Silber bilden den Rand zum edlen Mittepunkt, der Pavéekugel, in die vielen weisse Swarovski-Kristalle eingearbeitet wurden. Die jeweiligen Abschlüsse an den Kristallperlen werden von Metallenden kunstvoll abgerundet. Auch hier wurden Swarovski-Kristalle eingearbeitet. Jede einzelne Kristallperle wurde geknotet.Obwohl im Gesamtbild das Armband sehr gut ist, zeigt es doch einen kleinen Mackel. Kontakt:Schmuck.de GmbKSasbacherstr. 679111 Freiburg info@schmuck.de Fazit:Schmuck.de bietet für jeden Geldbeutel das passende Schmuckstück. Sowohl das Preis-Leistungsverhältnis wie auch der Service sind gut. Bezahlbarer Schmuck in guter Qualität. Natürlich ist es auch hier so, daß je mehr man Finanziel anlegt, man natürlich auch hochwertigere Produkte bekommt! Meine BeurteilungIch beurteile das von mir in Augenschein genommene Produkt mit "Empfehlenswert" Bildquellen: Schmuck.de, MC Eingestellt von Wir selbst leben ja in einem großen Haus mit viel Garten und einer großen Terrasse. Für mich gibt es auch nichts schöneres als in der Erde zu buddeln und der Natur ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Die Idee ein Gartenhaus zu bauen, hatten wir schon oft. Doch leider fehlte uns bisher die Zeit dazu. Aber man muß heute ja so ein Gartenhaus ja nicht mehr selber bauen. Zum Glück findet man viele Anbieter, die einem diese Arbeit abnehmen. Ob in Baumärkten oder in speziellen Geschäfte kann man sich heute so ein Gartenhaus besorgen. Aber im Internet geht das auch. Einer dieser Anbieter, nehme ich hier ein wenig intensiver unter die "Lupe". Der Onlineshop My Garten Haus24.de bietet alles rund um die Themen: Gewächshaus Pavillion Eines von vielen Kaminöfen Seit seiner Gründung vor ca. 10 Jahren hat sich die Geschäftsidee zweier Freunde bis heute stetig weiter entwickelt und so fest etabliert, daß My Garten Haus 24 heute zu einem der führenden Onlineshops für Garten- und Gewächshäuser geworden ist. Das Angebot deckt eine breite Palette ab. Darunter finden sich Produkte Namhafter Hersteller - wie z.B. Gartenpro u.v.m. und das zu absoluten Top Preisen. Damit gewährleistet My Garten Haus 24 ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis. Der Online-Shop ist übersichtlich und logisch aufgebaut. Die einzelnen Kategorien umfassen GARTENHAUS GEWÄCHSHAUS PAVILLON CARPORT UND GARAGE KAMINOFEN Ganz besonders angetan bin ich von der Kategorie Pavillon. Die hier angebotenen Pavillons sind nicht nur in Sachen Optik hervorragend, sondern auch in Qualität und Verarbeitung. So werden neben hochwertigen Hölzern, auch sehr stabile Dachschindeln verwendet. Beim Pavillon "Oslo" z.B. wird das hier verwendete Holz im Kesseldruck-Impregnierverfahren bearbeitet. So wird eine Langlebigkeit des Holzes gewährleistet. Das so impregnierte Holz, kann der Witterung besonders gut standhalten. Außerdem ist dieser Pavillon noch mit vielen Besonderheiten ausgestattet. Kippfenster sowie Blumenkästen gehören genauso zum Service dieses Produktes wie die 5 jährige Herstellergarantie. Und mit einer zulässigen Schneelast von 0,75 kN auf den m2. Ist es auch für unsere Gefilde gut geeignet. Insgesamt verfügt der Pavillon "Oslo" über eine Innenfläche von ca 40 m². Und ist somit eigentlich schon fast ein kleines schnuckeliges Haus. Wer sich für die Produkte von My Garten Haus 24.de interessiert, der sollte sich dort wirklich umschauen, den es lohnt sich auf alle Fälle. Der Bestellvorgang ist genauso einfach wie die Lieferung. Einfach gewünschtes Produkt in den Warenkorb legen und zur Kasse gehen. Nach eingabe der Daten, wählt man die Zahlart aus. Iloxx Treuhandkonto (ähnliches System wie Paypal) Paypal iclear (ähnlich wie Paypal) Der Versand der Ware erfolgt nach Zahlungseingang. Innerhalb Deutschlands fallen keine Versandkosten an. Geliefert wird die Ware per LKW und bis zur Bordsteinkante. Auch die Montage der Produkte ist einfach und benötigt keinerlei Spezialwerkzeuge. Ein Detailgenauer Aufbauplan sowie eine Wandzeichnung mit fortlaufender Bebilderung erleichtern den Aufbau. Sollte man jedoch trotz alledem nicht zu recht kommen, besteht natürlich auf die Möglichkeit die Montage von einem professionellen Montageteam durchführen zu lassen. Bergenerstr.7 Warum My Garten Haus 24.de? Weil 10 gute Gründe dafür sprechen: Wer persönliche Fragen hat und/oder Anregungen und Hilfe benötigt, dem steht die Hotline zur Verfügung. Hier findet er kompetente Hilfe zu allen Themen! Bildquellen: My Garten Haus 24.de Ein Versuchskaninchen-Projekt Eingestellt von Stinkekralle zeigen! Unter diesem Slogan läuft gerade eine Aktion bei Fellpresse.Dabei soll dem Welpenverkauf im Zoohandel entgegen getreten werden. Ich finde es schlimm, wenn Welpen wie auf Wühltischen angeboten werden.Deswegen unterstützen James und ich die Fellpresse in ihrem Vorhaben und hoffen, daß recht viele dabei mitmachen!Also:Stinkekralle hoch und Schnauze zeigen gegen den Welpenverkauf im Zoohandel! Übrigens: Fellpresse ist eine Zeitung - genauer gesagt ein Satirewurstblatt - von Hunden für Hunde. Hier gibt es ständig neue Infos rund um das "Hundeleben" - aus Sicht eines Hundes versteht sich!Bildquellen: Fellpresse Das Nikken Kenko Pet PadDas Besondere hierbei sind Magnete, die im Inneren des Kissens liegen.Die sogn. Ferninfrarot-Technologie in Kombination mit der Advanced Magnetic Technologie sorgen für wohlbefinden. Die atmungsaktiven, Wärme reflektierenden, Keramikfasern tun ihr übriges.Nun nach gut einem halben Jahr kann ich sagen, daß James das Kissen sehr gut angenommen hat. Zwar liegt er nicht Regelmäßig darin aber er liegt jetzt häufiger darin als vorher. Ansonsten kommt er natürlich sofort zu uns, wenn wir z.B. im Wohnzimmer platz nehmen.Es scheint, daß die Wirkung der Magnete sich recht gut auf sein Wohlbefinden auswirken. Wenn er von seinem Kissen aufsteht, geht das recht zügig. Nicht so wenn er z.B. vom Teppich oder vom Boden aufsteht. Hier macht er das langsamer. Was ich am Nikken Kenko Pet Pad sehr gut finde, ist das leichte Handhaben zur Reinigung.Einfach den Reisverschluss auf der Rückseite öffnen und den Bezug abnehmen.Der Bezug ist voll in der Maschine waschbar. Auch der Wäschetrockner macht ihm nichts aus.Nach jeder Wäsche ist das Pet Pad wider wie neu.Daran erkennt man auch die Qualität des Produktes. Das Kissen verfügt über eine Wasserabweisende Folie.So ist gewährleistet, daß evtl. Flüssigkeiten nicht ins Innere des Kissens und somit auf die Magnete gelangen.Diese Folie lässt sich einfach mit einem feuchten Tuch abwischen. Hier sind auch deutlich die Magnete zu erkennen. Alles in allem habe ich es bisher nicht bereut, diese Investition zu tätigen. Ich kann eigentlich sagen, daß in diesem halben Jahr, James fast täglich auf diesem Kissen gelegen hat. Die Welt der Mode ist groß. Und so findet sich hier leider auch sehr viel Mode, die - vorsichtig ausgedrückt - leider wenig Persönlichkeit aufweist.Viele Produkte werden in billig Ländern hergestellt und dies zeigt sich leider sowohl in der Qualität der Stoffe wie auch in der Qualität der Verarbeitung.Legt man Wert auf Qualität, so muss man leider etwas mehr ausgeben. Man kann nicht erwarten, daß z.B. ein Hemd oder eine Bluse, die aus einem Billigmarkt kommt, die gleiche Wertigkeit aufweisen kann wie eine Bluse die aus einem Fachgeschäft kommt.So finde ich es schade, daß gerade solche Billigländern wie Pilze aus dem Boden schießen. Es scheint, man kauft sich lieber viel und dafür günstig.Leider - oder zum Glück - bin ich so nicht erzogen worden. Meine Mutter legte immer größten Wert auf Qualität. Ihr Motto war stets: "Weniger aber dafür mehr anlegen!"Das Qualität ihren Preis hat, aber trotzdem noch erschwinglich sein kann, daß beweisen heute viele Designer.In den Modemetropolen wie Paris, London und Frankfurt zeigen immer mehr Designer in eigenen Geschäftslokalen, daß man bezahlbare Mode machen und anbieten kann.Diese Mode ist individuell und hat Persönlichkeit. Viele Modedesigner stellen Kreationen für "den" Kunden her. Nichts von der Stange, sondern etwas Besonderes, etwas Exklusives. So ein Designer ist Cem Mustafa Abaci.Sein Ladenlokal befindet sich in Frankfurt/Main. Hier kann man seine Kreationen vor Ort live sehen, anfassen und probieren. Seine Kollektionen umfassen folgende Themen: Evening Die Exklusivität seiner Mode, spiegelt sich sowohl in seiner Philosophie, wie auch in seinem Ladenlokal wieder.Eine klare und exakte Aussage zieht sich durch seine Kreationen, beschrieben von einem seiner Kunden:"Persönlichkeit kann man nicht kaufen, aber betonen!" Und dies macht die Mode von ABACI. Hier wird Maßarbeit gefertigt, in alter handwerklicher Qualität und Tradition. Ob Sakko, Hosen oder ganze Anzüge. Individuell und exklusiv.Zur Zeit bekommt man bei ABACI einen dieser exklusiven Maßanzüge zum Aktionspreis. Dabei darf man allerdings nicht vergessen, daß es sich hierbei um hochwertige Stoffe handelt und kein Billigimport! Allerdings bekommt man bei ABACI auch Mode von anderen Designern. So z.B. aus dem Hause Borelli. Diese Markenjeans gelten nicht um sonst als kleine Kostbarkeiten. Hier werden die verwendeten Knöpfe nach alten Juweliermustern hergestellt. Auf den Gesäßtaschen befinden sich Stickereien, die diese Modelle vervollkommnen. Aber nicht nur in Sachen Mode ist ABACI kraftvoll. Auch was die Accessoires betrifft, wird er jedem guten und exklusiven Geschmack gerecht.Insbesondere sein Duft macht hier keine Ausnahme.Einfach nur ABACI genannt verkörpert dieser Duft nicht nur die Freiheit, sein Leben zu leben wie es einem gefällt. Nein dieser Duft spricht alle Sinne an. Der Duft ABACI ist ein Eau de Parfum. Herb aber trotzdem frisch. Männlich aber durchaus auch von Frauen tragbar. Ich selbst mag herbe Düfte über alles. ABACI ist tragend, aber nicht zu schwer. Würzig und doch leicht. Pudrig und doch blumig zugleich. Eine ausgewogene Komposition ausBasilikum, Galbanum (ein Harz), Zitrone, Bergamotte, Mandarine, Muskatellersalbei, Wacholder, Roter Pfeffer, Muskat und Aldehyd (Alkohol) bilden die Kopfnoten. Bay (eine Lorbeerart), Freesie, Jasmin, Veilchen, Isis, Wasserlilie und Rose unterstreichen als Herznote. Cistus (ein Harz), Tonka*) (süßlich, ähnlich im Duft wie Vanille), Labdanum (ein Harz aus Zistrosen), Zedernholz, Vetiver (ein Süßgras), Patschuli, Moos, Amber, Moschus und Styrax (ein Baumharz) bilden den Abschluß als Basisnote. Alles in allem ein außergewöhnlicher und wunderbarer Duft. Der zwar in erster Linie für Männer kreiert wurde, jedoch durchaus auch von Frauen getragen werden kann.Seine Intensität und die lange Anhaftung zeichnen diesen Duft zusätzlich aus. Zu haben ist dieser Duft nur bei ABACI. Der Preis liegt bei 140,00 Euro für 100 ml. Da dieser Duft sehr ergiebig ist, benötigt man nur eine geringe Menge um für den ganzen Tag "umhüllt" zu sein. Aus diesem Grunde finde ich den Preis von 140,00 Euro auch nicht zu hoch gegriffen. Außerdem muss man bedenken, man bekommt einen außergewöhnlichen Duft mit qualitativ hochwertigen Ingredienzien. KontaktABACI Junghofstr. 14 60311 Frankfurt Fazit:Am besten drücke ich es mit den Worten von Herrn Abaci aus:Die Sprache der Sinne ist ohne Worte! Meine Beurteilung:Der ABACI Duft ist lange anhaftend. Sein außergewöhnlicher Duft, der verschiedene Komponenten auf so gekonnte weise vereint, beurteile ich hier mit"besonders Empfehlenswert" ___________*) Tonkabohnen benutze ich viel für mein Gebäck. Sowohl im Winter wie auch im Sommer. Für Waffeln, Kekse oder trockene Kuchen wie Guggelhupf o.ä.! Gibt ein wunderbares Aroma und ist nur in der Apotheke erhältlich. Bildquellen: ABACI, MC Designerstücke, Henkell & Co. Sektkellerei - Deinhard Rosé de Blanc et Noir - Verführung der Sinne Als gebürtige Wiesbadenerin, kenne ich natürlich schon seit vielen Jahren die Sektkellerei Henkell. Diese befindet sich malerisch und romantisch versteckt in einem Schlösschen in Wiesbaden-Biebrich. Also eigentlich zwischen Wiesbaden und Biebrich. Oft bin ich dort vorbeigefahren, wenn ich Richtung Biebrich, ans Rheinufer musst. Der Gründer Adam Henkell Im Jahr 1832 gründete Adam Henkel eine Weinhandlung, damals noch in Mainz. Etwa 25 Jahre später baute er eine Champagner-Fabrik, mit dem Ziel aus französischem Wein einen deutschen Sekt herzustellen. Dies gelang ihm auch. Im Jahr 1894 wurde die Marke Henkell Trocken geboren. Henkell Sektkellerei - Das Schloss Wenig später erfolgte der Umzug nach Wiesbaden in das kleine Schlösschen und dort hat sie auch heute noch ihren Sitz! Ein weiterer Meilenstein ist die Erfindung der Gemeinschaftswerbung. Der Firmengründer der Marke Stollwerk sowie Otto Henkell - Nachfahre Adam Henkells - haben gemeinsam eine Werbekampagne gestartet. Die erste seiner Art damals. Das Werbemarketing wurde geboren. Hierbei lag die komplette Werbung in einer Hand für zwei verschiedene Produkte. Als im Jahre 1935 der Pikkolo seinen Weg in die Regale fand, war dies wieder eine revolutionäre Neuheit.Inzwischen ist der Pikkolo aus den Regalen nicht mehr wegzudenken. Um viele Produkte erweitert, hat sich die Sektkellerei Henkell zu einem weltweit agierenden Unternehmen entwickelt. Fusionen mit vielen Marken und die Gründung von Tochtergesellschaften haben die Sektkellerei Henkell bis weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht.Zu den Tochtergesellschaften zählen u.a. Deinhard KG Kurpfalz Sektkellerei GmbH Schloss Johannisberger Weingüterverwaltung GbR Menger- Krug Sektkellerei GmbH Gorbatschow Wodka KG Scharlachberg Weinbrennerei GmbH Dadurch wurde das Sortiment natürlich um viele Produkte erweitert. Neben dem Sekt, erhält man auch Champagner und Wein sowie Prossecco und andere Spirituosen - wie z.B. Batida de Coco, Jacobi 1880 und Kümmerling, um nur einige zu nennen. Aus all diesen wunderbaren Produkten durfte ich etwas ganz besonderes testen.Den Deinhard Rosé de Blanc et Noir.Hierbei handelt es sich um einen leichten und spritzigen Sekt. Der trotzdem fruchtig und vollmundig ist. Die Farbe ist klassisch und wie wir sie von einem Rosé kennen. Sein herrliches Cuvé ist - obwohl es sich hierbei um einen halbtrockenen Sekt handelt - nicht zu süß. Feinperlige Bläschen steigen im Glas hoch und verbreiten ein fruchtiges Aroma. Er ist vollmundig und lieblich zugleich. Dabei aber jung und spritzig.Ich habe diesen Sekt bei einem meiner kleinen Feten ausgegeben und musste leider feststellen, daß der Sekt meinen Gästen so gut geschmeckt hat, daß ich leider mit 2 Flaschen nicht hinkam. Alle waren so begeistert, daß sie sich die genaue Bezeichnung aufgeschrieben haben.Ich hatte den Sekt auf zwei verschiedene Arten serviert:pur auf Himbeersorbet und beides war ein Volltreffer! Dazu kommt, das dieser Sekt besonders bekömmlich war. Ich hatte - obwohl ein empfindlicher Magen - keinerlei Probleme. Eines muss ich noch sagen:Der Deinhard hat mich in Gedanken zurück nach Wiesbaden gebracht. Dort hat mich die Deinhard Werbung viele Jahre begleitet. An der Wand eines bekannten Hotels in Wiesbaden prangten die Worte:Dein Sekt sei Deinhard! Und das ist jetzt schon über 30 Jahre her! Man wie die Zeit vergeht! Wer mehr über das Unternehmen Henkell & Co Sektkellerei erfahren möchte, der findet interessante Infos auf der Website des Unternehmens. Henkell und der Umweltschutz: Auch was den Umweltschutz betrifft ist Henkell führend. Bereits im Jahr 1998 wurde die erste Umwelterklärung bekannt gegeben. Also:Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle.Einmal im Jahr gibt es einen sogn. Sekttag - leider in diesem nicht, da es Bauarbeiten unmöglich machen -. Kontakt Henkell & Co. Sektkellerei KG 65187 WiesbadenZum Abschluss:Eine besondere Seite der Sektkellerei Henkell wird noch gepflegt: Sekt.de. Hier findet man neben Informationen - wie Herstellung von Sekt - auch spannende Gewinnspiele und viele Rezeptideen. Fazit:Mit Deinhard Rosé de Blanc et Noir bereichert ein leckerer Sekt, der beschwingt, frisch und jung ist, die Produktpalette der Henkell Sektkellerei. Meine Beurteilung:Ich beurteile den Deinhard Rosé de Blanc et Noir mit"besonders Empfehlenswert" Bildquellen: Henkell, MC Sekt und edle Getränke Woran denkt man, wenn man die Farben blau-weiß sieht?Schneebedeckte Berge Bayerisch Kraut und natürlich Bayern Aber auch an das Unternehmen "Zimmermann". Unwillkürlich denkt man bei Weißwurst an Bayern und die Firma Zimmermann. Zumindest geht es mir so.Das aber bei die Firma Zimmermann mehr als nur Weißwurst hergestellt wird, darauf will ich hier einmal näher eingehen.Zimmermann hat seinen Sitz in Bayern schon seit dem Jahr 1894. Seit dem ist Zimmermann nicht mehr aus den kulinarischen Leckereien des Freistaates Bayern wegzudenken.Seit nunmehr 110 Jahren verfolgt das Unternehmen Zimmermann konsequent und ohne wenn und aber die Philosophie, daß nur höchste Qualität und Güte gut genug für die Kunden sind. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Im Gegenteil:Seit dem Jahr 1996 wird bei Zimmermann eine neue Produktlinie gefahren: BIO auf höchstem Niveau.Getreu dieser Firmenphilosophie werden auch die Mitarbeiter regelmäßig geschult und weitergebildet.Auch die konsequenten Investitionen in moderne Produktionsanlagen sowie das damit verbundene Engagement in immer neuere Produkte zeichnen das Unternehmen aus.Nicht zuletzt dadurch zollt Zimmermann der Natur Respekt. Was den Schutz der natürlichen Ressourcen betrifft hat Zimmermann hier große Erfolge aufzuweisen. Aufgrund der aktiv betriebenen Umweltpolitik im Hause Zimmermann konnten z.B. bis zu 40 % beim Verbrauch von Gas, Öl und Strom in den letzten 5 Jahren verzeichnet werden. Und das bei jedem Kilo fertig produziertem Erzeugnis!Aber nicht nur hier konnte erfolgreich gespart werden, auch im Bereich Wasserverbrauch - welches im Augenblick so kostbar wie nie ist - konnten Erfolge erzielt werden. Zimmermann ist aber nicht nur darauf bedacht Ressourcen zu sparen, sondern auch einen großen Beitrag zur Erhaltung unserer Luftreinheit zu bringen. So wurden durch konsequente Maßnahmen im Bereich der CO² Verringerung sogar bis zu 25.000 Tonnen der schädlichen CO²-Emissionen eingespart!Damit hat Zimmermann den sogn. integrierten Umweltschutz maßgeblich gefördert. Nach einem kurzen und sehr netten Kontakt, wurde mir ein Test von mehreren Produkten der Firma Zimmermann ermöglicht.In meinem Testpäckchen waren:Delikatess Lyoner Leberknödel-Suppe und aus der Bio-Linie Maultaschen-Suppe Die delikatess Lyoner ist von einer schönen festen Konsistenz. Denkt man an Lyoner, denkt man natürlich in erster Linie an das Saarland. Das man aber auch in Bayern eine leckere Lyoner bekommt, daß zeigt Zimmermann. Die Lyoner mit einem sauren Gürkchen auf einer leckeren Scheibe herzhaften Brotes ist einfach ein genuß. Der Fleischanteil liegt hier bei 85 %. So ist eine schöne Schnittfestigkeit gewährleistet. Sie ist fleischig und kernig im Biss.Die knackigen Bayern, sind kleine dünne Wüstchen, mit einer pikant-deftigen Note. Über Buchenholz geräuchert und mit erlesenen Gewürzen schmackhaft abgestimmt, sind die kleinen knackigen Bayern lecker zu Kartoffelsalat oder auch so zum naschen! Mit einem Fleischanteil von 95 % sind sie besonders Fleischig und Kernig. Und mit 267 Kalorien pro 100 g kann man auch durchaus eine mehr genießen! Die Leberknödel-Suppe ist typisch Bayerisch. Herzhaft und würzig. Der Lebergeschmack bei den Knödeln ist intensiv aber nicht aufdringlich. Die Konsistenz kompakt und dabei aber saftig. Die Suppe selbst ist würzig und man schmeckt u.a. die Petersilie gut heraus. Alles in allem eine leichte Suppe mit einer leckeren Einlage. Wobei jede Komponente seinen eigenen Geschmack beibehalten hat. Mein letztes Produkt ist die Maultaschen-Suppe aus der Bio-Linie von Zimmermann.Hierbei handelt es sich um die klassischen Maultaschen - die wir aus dem "Schwäbe Ländle" kennen -, die jedoch gekonnt mit einer leckeren Einlage aus Kalbfleischbrät und herzhaft abgerundet durch eine würzige Brühe ihren Weg auf unseren Teller findet. Das Kalbfleischbrät hat einen fleischigen Geschmack, der harmonisch von einem zarten Steinpilzgeschmack begleitet wird. Als Abrundung dient der Spinat, der fein gewiegt wurde. Das Brät ist locker und saftig. Die Maultasche selbst ist geschmackvoll abgeschmeckt. Hat einen leichten Biss bleibt dabei jedoch kernig aufgrund des verwendeten Hartweizengrießes. Dadurch und durch die Verwendung von Vollei hat die Maultausche auch einen schöne appetitliche Färbung. Die Brühe ist würzig und gehaltvoll. Ein leichter Fleischgeschmack unterstreicht sie. Abrundung erhält sie zusätzlich durch die verwendeten Gewürze sowie der feinen Petersilie. Und mit gerade einmal 49 Kalorien und 1 % Fett je 100 g ein leichter Sattmacher, den man durchaus öfter einmal - auch zwischendurch - genießen kann. Wer sich für Zimmermann-Produkte interessiert, der sollte sich in jedem gut sortierten Supermarkt umschauen. Dort findet er mit Sicherheit Zimmermann-Produkte. Und wer wissen möchte, was man alles mit den Zimmermann-Produkten machen kann, der findet auf der hauseigenen Website viele Rezepte rund um das Thema Genießen! Die Firma Zimmermann bietet aber auch einen sogn. Werksverkauf an. Hier kann man günstig Produkte erwerben. Leider ist der Weg für mich zu weit, sonst wäre ich bestimmt "Dauergast"! Öffnungszeiten für den Werksverkauf: Dienstag 14.00 – 17.00 Uhr Donnerstag 14.00 – 17.00 Uhr Freitag 10.30 – 12.30 UhrKontakt:Fleischwerke E. Zimmermann GmbH & Co. KG E.-Zimmermann-Str. 29 Fazit:Leckere und qualitativ hochwertige Produkte kann man durchaus auch ohne umweltbelastende Emissionen herstellen. Dies zeigt eindringlich das Unternehmen Zimmermann. Und der Erfolg bleibt nicht aus! Das zeigt sich schon alleine darin, daß das Unternehmen Zimmermann schon seit 110 Jahren auf dem Markt vertreten ist! Meine Beurteilung:Alle von mir getesteten Zimmermann-Produkte bewährte ich hier mit"besonders Empfehlenswert"Bildquellen: Zimmermann, MC
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Welche Bedeutung hatte Fichte für den Deutschen Idealismus?
Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; † 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. Leben Jugendzeit Fichte war das erste von acht Kindern des Bandwebers Christian Fichte (1737–1812) und seiner Frau Maria Dorothea (geb. Schurich, 1739–1813) in Rammenau in der Oberlausitz. Er wuchs ärmlich in einem von Frondiensten geprägten dörflichen Milieu auf. Seine Auffassungsgabe und sein gutes Gedächtnis fielen einem Verwandten der örtlichen Gutsherrschaft, dem Gutsherrn Ernst Haubold von Miltitz (1739–1774), bei einem Besuch in Rammenau auf: Er hatte eines Sonntags die kirchliche Predigt verpasst, woraufhin der zehnjährige Fichte gerufen wurde, von dem man versicherte, er könne die Predigt wiederholen. Daraufhin imitierte dieser den Pfarrer so perfekt, dass der Freiherr in seiner Entzückung dem Kind nach einer Vorbereitungszeit im Pfarrhaus zu Niederau den Besuch der Stadtschule in Meißen ermöglichte. Danach finanzierte ihm sein Förderer 1774 eine Ausbildung an der Landesschule Pforta bei Naumburg, verstarb jedoch im selben Jahr. Nach seiner Schulzeit zog Fichte 1780 nach Jena, wo er an der Universität ein Theologie-Studium begann, wechselte jedoch bereits ein Jahr später den Studienort nach Leipzig. Die Familie von Miltitz unterstützte ihn nun nicht mehr finanziell, er war gezwungen, sich durch Nachhilfeunterricht und Hauslehrerstellen zu finanzieren und brachte das Studium zu keinem Abschluss. In dieser aussichtslosen Lage bekam er 1788 in Zürich eine Stelle als Hauslehrer, die er aber nur zwei Jahre innehatte, da er der Auffassung war, dass man, bevor man Kinder erzieht, zuallererst die Eltern erziehen müsse. Dort verlobte er sich mit Johanna Marie Rahn (1755–1819), Tochter des Kaufmanns und Waagmeisters Johann Hartmut Rahn und Nichte des Dichters Klopstock. Anschließend ging er wieder nach Leipzig. Fichtes Plan, Prinzenlehrer zu werden, scheiterte. Seine zweite Idee, eine Zeitschrift für weibliche Bildung, lehnten mehrere Verleger ab. Trauerspiele und Novellen brachten ihm ebenfalls keine finanzielle Sicherheit. Übergang zur Philosophie In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den „Dingen, wie sie sind“ und „wie die Dinge erscheinen“ (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Hauslehrerstelle in Warschau nahm Fichte Anfang November 1791 eine auf ein Jahr befristete Anstellung als Hauslehrer des Sohns des Ehepaars Louise von Krockow, geb. von Göppel, die mit Kant persönlich bekannt war, und Heinrich Joachim Reinhold von Krockow (1736–1796), Königl. Preußischer Obrist, im gräflichen Schloss Krockow in der Nähe der pommerellischen Ostseeküste an. Im selben Jahr besuchte er Kant in Königsberg, wo dieser ihm einen Verleger für seine Schrift Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) verschaffte, die anonym veröffentlicht wurde. Das Buch galt zunächst als ein lange erwartetes religionsphilosophisches Werk von Kant selbst. Als Kant den Irrtum klarstellte, war Fichte berühmt und erhielt einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Jena, den er 1794 antrat. Zuvor hatte er nach längerer Überlegung, ob eine Eheschließung ihm nicht die „Flügel abschneide“, 1793 Johanna Rahn geheiratet. Drei Jahre später kam Sohn Immanuel Hermann (1796–1879) zur Welt. In Jena lebte der berühmte Theosoph Jakob Hermann Obereit in Fichtes Wohnhaus. Fichte und Obereit waren beständig im Gespräch. Während seiner Jenaer Professur (1794–1799) wurde er zur Zielscheibe im so genannten „Atheismusstreit“. Ausgelöst wurde dieser Streit 1798 durch zwei Schriften, wobei nur eine (Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung) von Fichte selbst stammt. Beide Schriften waren im Philosophischen Journal, dessen Herausgeber Fichte zusammen mit Friedrich Immanuel Niethammer zu dieser Zeit war, erschienen. Fichte wurde wegen Verbreitung atheistischer Ideen und Gottlosigkeit verklagt, erhielt einen Verweis und trat daraufhin zurück, wie er es zuvor angedroht hatte. 1805 bekam er den Lehrstuhl für Philosophie in Erlangen, 1807 war er Zensor der Hartungschen Zeitung in Königsberg, wurde aber auf Befehl des preußischen Generals Ernst von Rüchel entlassen. Wenige Jahre darauf, 1810, bekam er die Position des Dekans der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit war er von 1811 bis 1812 Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. 1789 wurde Fichte in Zürich in den Freimaurerbund Modestia cum Libertate aufgenommen, in dieselbe Loge, in der auch Johann Wolfgang von Goethe freundschaftlich verkehrte. Später ließ er sich am 6. November 1794 als Mitglied der Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen in Rudolstadt annehmen und war auch nach seinem Umzug nach Berlin mit den dortigen Freimaurerkreisen verbunden. 1799 traf er auf Ignaz Aurelius Feßler und arbeitete nach seiner Annahme am 17. April 1800 mit ihm an der Reform der Großloge Royal York zur Freundschaft. Am 14. Oktober 1799 hielt er einen Vortrag über „den wahren und richtigen Zweck der Maurerei“. Am 13. und 27. April 1800 hielt er mehrere Vorlesungen, die später unter dem Titel Philosophie der Freimaurerei. Briefe an Constant erneuert und veröffentlicht wurden. Schon bald kam es zum Streit und Fichte trat am 7. Juli 1800 aus der Freimaurerei aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der Deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren „Sprecher“ (Vorsitzender). Hatte sich Fichte zuvor als Anhänger der Französischen Revolution bezeichnet, so profilierte er sich nun insbesondere durch die flammend patriotischen Reden an die deutsche Nation (als Text veröffentlicht bis 1808) als Gegner Napoleons. Fichte wurde damit zum Vordenker der Urburschenschaft. Ein utopisches Gesellschaftsmodell – eine Art sozialistische Gesellschaft auf nationalstaatlicher Grundlage – findet sich in dem Werk Der geschlossene Handelsstaat (1800). Tod Vermutlich Ende 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte. Auch Fichte sollte an dieser vom Kot von Kleiderläusen übertragenen Seuche erkranken, die vornehmlich unter der Bezeichnung Fleckfieber berüchtigte Bekanntheit erlangte und insbesondere im Kriegswinter 1813/14 in Mitteleuropa (unter anderem in Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz) katastrophale Ausmaße annahm. Im Gegensatz zu seiner Frau konnte er sich von diesem Fieber nicht erholen. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Die Ehrengrabstelle in der Abt. CH, G2 trägt ein Porträtmedaillon (Kopie) von Ludwig Wilhelm Wichmann. Sein Grabstein trägt einen Vers aus dem Buch Daniel (): Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre Ein zentraler Kern in Fichtes Philosophie ist der Begriff des „absoluten Ich“. Dieses absolute Ich ist nicht mit dem individuellen Geist zu verwechseln. Später nutzte er die Bezeichnung „Absolutes“, „Sein“ oder „Gott“. Fichte beginnt in seiner Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre mit einer Bestimmung des Ich: Fichte ging es um die praktische Umsetzung seiner Philosophie, weshalb er die Errichtung eines lückenlosen philosophischen Systems als zweitrangig erachtete. Im Vordergrund stand für ihn die Verständlichkeit seiner Lehre. Er vertrat ein positives Menschenbild und ging davon aus, dass in jedem Menschen – und nicht nur im Gelehrten – der Grund echter Selbsterkenntnis (und damit auch Gotteserkenntnis) gelegt ist und der Philosoph lediglich auf diese verweisen muss. In seiner populären, z. T. polemischen Darstellungsweise schuf sich Fichte unter den Fachgelehrten viele Freunde, aber auch Feinde. In erbitterter Feindschaft stand er zu Friedrich Nicolai. Goethe urteilte skeptisch über Fichte, . Trotz späterer Ablehnung übte Fichte großen Einfluss auf Schelling und Hegel aus. Auch Hölderlin bekannte, Fichtes Vorlesungen aus seiner Jenaer Zeit viel zu verdanken. Einige Ideen Fichtes knüpfen an die Thesen des etwa 20 Jahre älteren Johann Gottfried Herder an. Fichtes Kantrezeption Fichte reagierte auf die Frage, wie theoretische und praktische Vernunft zusammenhängen, indem er antwortete, dass die beiden Teile der Vernunft in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Hierbei ist die praktische Vernunft der theoretischen übergeordnet. Letztere benötigt demnach die praktische Vernunft; diese aber ist autonom. Auch für Kant war die praktische Vernunft ein Vermögen des Willens – und damit autonom. Laut Fichte mündet diese Tatsache aber in seiner Theorie zur „Selbstsetzung“. Der Wille bringt, indem er sich ein Gesetz gibt, zugleich sein Wesen als „Vernunftwille“ hervor. Dieser Vernunftwille macht das aus, was wir sind – nämlich unser Ich. „Das absolute Ich ist, indem es sich setzt, und setzt sich, indem es ist.“ Aus diesem Grund kommt der praktischen Vernunft absolute Freiheit zu. Fichtes Idealismus ist daher eine Konsequenz aus dem Primat der praktischen Vernunft. Der Kritik am transzendentalen Argument bei Kant entzieht sich Fichte, indem er die praktische Vernunft zur Bedingung für die theoretische Vernunft erklärt. Hierbei geht er von der „Handlung“ des Urteilens aus und schließt mithilfe einer transzendentalen Begründung auf das sich setzende Ich als Bedingung hierfür. Alles Urteilen ist Handeln des menschlichen Geistes. Diesem liegt der Satz „Ich bin“ zugrunde. Das „schlechthin gesezte und auf sich selbst gegründete“ ist der Grund des Handelns. Um dem Vorwurf zu entgehen, dass wir eventuell gar nicht urteilen, sondern nur glauben zu urteilen, führte Fichte die „intellektuelle Anschauung“ ein. Sie ist auch praktisch zu verstehen als „Anschauen seiner selbst im Vollziehen eines Acts“. Wenn wir urteilen, beobachten wir uns nicht, sondern stellen handlungsorientierte Fragen. Diese Fragen gehen von der Annahme aus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Würde das nicht zutreffen, könnte er nicht urteilen, was nicht vorstellbar ist. Gleichwohl vertrat Fichte die Auffassung, auch wenn der Mensch nicht an den Bedingungen vernünftigen Urteilens zweifeln könne, folge daraus nicht, dass er diese Bedingungen tatsächlich erfüllt. Die schärfste Abgrenzung zu Kant vollzog Fichte mit seiner Ablehnung der Konzeption eines „Dinges an sich“. Nur so kann in seinen Augen die absolute Freiheit des Ichs bewahrt werden. Das „Ding an sich“ wird bei Fichte lediglich zu einem „Anstoß“, einem irrationalen Faktum innerhalb des Ich, welches das Ich zu bewältigen versucht. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Ich, gleichsam hinaus in die Welt als „Nicht-Ich“. Ist das absolute Ich demzufolge also ein „Ding an sich“ auf der Seite des Subjekts? Fichtes Antwort: Nur wenn es „erscheint“. Das absolute Ich existiert nur im Handeln. In seiner philosophischen Reflexion wird das absolute Ich zu etwas Objektivem, eine andere Entität der realen Welt gibt es nicht. Jenaer Philosophie Da Fichte die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre schnell als unzureichend und ergänzungsbedürftig ansieht, macht er sich auf dem Höhepunkt seiner Jenaer Periode nahezu zeitgleich an eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftslehre (unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo) und an eine erste Ausarbeitung der praktischen Philosophie (in der Grundlage des Naturrecht und der Sittenlehre). Inhaltlich stellt sich seit der Grundlage der gesamten Wissenschaftlehre die Frage, warum das absolute Ich, welches autonom ist, auf einen „Anstoß“ reagiert. Fichte macht deutlich, dass das absolute Ich nur ist, wenn es sich seiner selbst bewusst wird. Dies kann nur geschehen, wenn es mit Material konfrontiert wird, auf das es zu reagieren hat. Würde es zu keinem Kontakt kommen, würde das Ich „ganz in seiner Tätigkeit aufgehen“. Um aber zu sein – und damit auch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln –, muss es sich für den „Anstoß“ öffnen und dafür Sorge tragen, dass der „Stein des Anstoßes“ erhalten bleibt. Nach Fichte kann das Ich demnach als ein unendliches Streben nach Autonomie verstanden werden. Der „Anstoß“ ist hierbei gleichsam nur notwendige Bedingung des Selbstbewusstseins, keine hinreichende. Die weiteren Bedingungen für das Selbstbewusstsein finden sich in den jeweiligen Teildisziplinen der Wissenschaftslehre, die Fichte unterscheidet: Naturlehre, Rechtslehre, Sittenlehre und Religionslehre. Erstere hat Fichte, aufgrund des von ihm entwickelten Primats der praktischen Vernunft, nie ausgearbeitet. Die Wissenschaftslehre nova methodo Nachdem Fichte durch seine Vorlesungen über die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre in kürzester Zeit bekannt geworden ist, sieht er seine Philosophie bald mit verschiedenen Einwänden und Nachfragen seiner Zeitgenossen konfrontiert. Zunehmend wird er unzufrieden mit seinem ersten Entwurf der Wissenschaftslehre. Statt den Text der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre zu revidieren, entschließt er sich, die Wissenschaftslehre vollkommen neu auszuarbeiten. Das Ergebnis trägt er unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo ab 1796 in Vorlesungen vor, die heute jedoch nur noch als Mitschriften überliefert sind. Dennoch wird die Wissenschaftslehre nova methodo in der neueren Fichteliteratur zunehmend als beste und verständlichste Fassung der fichteschen Wissenschaftslehre angesehen. Inhaltlich bemüht sich Fichte darum, von seinen Zeitgenossen formulierte Einwände zu widerlegen und die Wissenschaftslehre stringenter und nachvollziehbarer vorzutragen. Verschiedene Themenbereiche – etwa die Behandlung der Frage, wie es vom einheitlichen absoluten Ich zur Pluralität individuellen Bewusstseins kommen kann – kommen gegenüber der ersten Behandlung der Wissenschaftslehre neu hinzu. Fichtes Rechtslehre In seinen Grundlagen des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1796/1797 (§ 8) bestimmte Fichte die Funktion des Rechts ähnlich wie Kant: Das Beisammenstehen der Freiheit mehrerer sei Doch schloss für ihn eine vernünftige Ordnung der Freiheit auch eine angemessene Verteilung gemeinschaftsbedingter Chancen und Güter ein. Für Fichte wird die Beziehung zwischen dem Selbstbewusstsein und – sozusagen – der Welt präzisiert. Das Bewusstsein kann sich nur als frei handelndes Wesen begreifen, wenn es „den Begriff eines frei handelnden Wesens auf sich anwenden kann.“ Das kann es nur, wenn andere das Selbstbewusstsein auffordern etwas zu tun und gleichzeitig(!) die Freiheit eingestehen, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Da dieser Vorgang reziprok ist, folgt, dass das Sein des Selbstbewusstseins von der Anerkennung der Freiheit anderer abhängt. Es wird deutlich, dass sich Fichte nicht auf das Moralgesetz als die bindende Kraft des Rechts versteht, sondern das Eigeninteresse des selbstbewussten Ichs. Ein Rechtsverhältnis entsteht demnach aufgrund der bloßen Existenz eines Nicht-Ichs. Auch Fichte definiert, wie so mancher Philosoph vor ihm, den Staat als Ausdruck des absoluten Willens, dessen Absicht es ist, die Freiheit und Rechte seiner Bürger zu garantieren. Kollektives Handeln und individuelles Handeln werden mit dem Ausdruck „sittliches Handeln“ in Eins gesetzt. Freiheit in der Geschichte sei nach Fichte die mehr oder weniger sittliche Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse der verschiedenen Völker. Fichtes Philosophie lässt sich als ethischer Idealismus bezeichnen, wenn man voraussetzt, dass nur der Staat Rechtsverhältnisse zwischen sich und den Bürgern bzw. unter den Bürgern schafft und dabei Beschränkungen seiner Bürger zugunsten eigener materieller Zwecke vornimmt. Fichtes Sittenlehre Im System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1798 geht Fichte davon aus, dass das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs nur sein kann unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Hierbei ist sich das Ich des Sittengesetzes niemals in abstracto bekannt, sondern „immer in Form konkreter Aufgaben und Pflichten der Welt“. Das Ich kann sich nur eine Tätigkeit zuschreiben, wenn diese mit der kausalen Wirklichkeit einer ihm unabhängigen Welt verbunden ist. Dies wiederum ist nur möglich, wenn es sich einen Körper zuschreibt. Da dieser Körper Teil der Welt ist, unterliegt er auch den Naturtrieben. Das Sittengesetz untersucht nun die Bedingungen der Manifestation eines zugleich verkörperten und von Naturtrieben beherrschten Ich. Fichtes Religionslehre Fichte hinterließ keine systematisch ausgearbeitete Religionsphilosophie. Im Atheismusstreit, den Friedrich Karl Forberg mit einem Artikel im Philosophischen Journal mit einem zustimmenden Nachwort von Fichte 1798 ausgelöst hatte, postulierte Fichte mit Forberg, die Existenz Gottes sei nicht notwendig für die Errichtung einer moralischen Wertordnung, allerdings sei der Glaube an Gott, verbunden mit einer göttlichen Moral, unumgänglich. Während Kant von der Existenz Gottes ausging und seine These untermauerte, die Existenz Gottes sei notwendig im Hinblick auf die Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Handelns, sah Fichte nur die Notwendigkeit zu einer „moralischen Weltordnung“. Diese müsse nicht zwingend auf eine höhere Instanz – also Gott – zurückgeführt werden. Die aktive Weltordnung selbst () könne man als Gott bezeichnen. Wer dies aber tut, der „verkennt die unmittelbare Beziehung des Gottesbegriffs zum moralischen Bewusstsein“ und ist, so Fichte, „der wahre Götzendiener und Atheist.“ Beitrag zur Französischen Revolution (1793) Deutlich wie wenige Denker und Politiker des damaligen Deutschland begrüßt Fichte die Französische Revolution. Er sieht in ihr nicht nur moralische Gründe, sondern auch einen rechtmäßigen Fortschritt zu mehr Gleichheit und Freiheit. Seine beiden Revolutionsschriften von 1793 (Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten und Beiträge zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution) griffen in die öffentlichen Debatten ein. Er begründet die Rechtmäßigkeit der Revolution in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contrat social mit dem Argument, dass es ein „unveräußerliches Recht des Menschen“ sei, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie: „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte die tiefere, philosophische Legitimität der Veränderung der Staatsverfassung. Fichtes Kritik am Judentum Im Werk Fichtes finden sich diverse despektierliche Äußerungen über Juden, die in der Fachliteratur als „judenfeindliche Ausfälle“ und „antijüdischer Affekt“ bezeichnet werden. Micha Brumlik etwa ist der Ansicht, Fichtes Positionen beinhalteten sowohl christlich-philosophischen Antijudaismus als auch politisch-säkularen Antisemitismus, und verglich letzteren mit dem von Adolf Hitler sogenannten „Antisemitismus der Vernunft“, der einen notwendigen, vollständigen Ausschluss der Juden aus einer zu schaffenden, besseren Gesellschaft propagierte. In der Sekundärliteratur finden sich allerdings auch differenzierendere Einschätzungen, insbesondere wenn das Gesamtwerk Fichtes betrachtet wird. Besonders drastisch äußert sich Fichte in Beiträge zur Berichtigung der Urtheile des Publicums über die französische Revolution von 1793. Er greift darin sowohl die Juden mit harschen Worten an, als auch das Militär und den Adel. Das Judentum sei ein „Staat im Staate“ und würde sich absondern. Die Juden, körperlich schlaff, hätten einen egoistischen Handelsgeist. Sie würden die übrigen Bürger übervorteilen, seien nur auf sich und ihre Sippe bedacht. Fichte übernimmt größtenteils die damals vorherrschenden Vorurteile, prangert aber vor allem immer wieder die angeblich separatistische Einstellung dieser Religion an. Oft zitiert wird die folgende Fußnote: In seiner 1794 erschienenen Streitschrift Eisenmenger der Zweite polemisierte Saul Ascher gegen die judenfeindlichen Äußerungen Fichtes, dem er den Namen des seinerzeit bekannten Judenfeindes Johann Andreas Eisenmenger, des Autors des Pamphlets Entdecktes Judentum, beilegte. Mit Fichte sei eine neue Dimension des säkularen Judenhasses zu verzeichnen. Mit David Veit lernte Fichte einen Vertreter der jüdischen Aufklärung Haskala kennen und schätzen. Als Rektor der Berliner Universität trat er kompromisslos und gegen allgemeinen Widerstand für einen zu Unrecht vom Senat der Universität bestraften und mit Relegation bedrohten jüdischen Studenten ein. Während vielfach eine „liberal-progressive“ Rezeption Fichtes – auch unter jüdischen Intellektuellen – vorherrschte, entwickelte sich später, insbesondere im Gefolge des Ersten Weltkrieges, auch eine „völkisch-nationalistische“ Rezeption. Dabei gewannen sowohl die Grundzüge als auch die Reden Fichtes erneut an Bedeutung, indem sie in den Dienst des nationalistischen Pathos und der Judenhetze gestellt wurden. Die Nationalsozialisten nahmen dabei Fichte zur Begründung ihrer Ideologie in Anspruch. Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) In den Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters entwickelt Fichte Ansichten zu einer Geschichtsphilosophie. Tragender Gedanke dieser Geschichtsphilosophie ist die Entwicklung der Menschheit von der Unfreiheit zur Freiheit. Parallel zu jener inneren Entwicklung der Individuen, gehe die äußere Entwicklung ihrer Position und Bestimmung im Staate von der Rolle des Untertan hin zum freien Bürger. Im Vordergrund steht ein Entwicklungsmodell, das die Geschichte in fünf Epochen unterteilt, wobei Fichte seine eigene Epoche als das „Zeitalter der vollendeten Sündhaftigkeit“ verstand, während die Grundzüge die künftigen Epochen einleiten sollten. Diese Epochenentwicklung vollziehe sich in folgenden Stufen: 1. Instinktive Vernunft: Stand der Unschuld des Menschengeschlechts; 2. Äußerlich erzwungene, jedoch nicht durch Gründe überzeugende Autorität: Stand der anhebenden Sünde; 3. Emanzipation von jeder äußeren Autorität, Herrschaft des nackten Erfahrungsbegriffs: Stand der vollendeten Sündhaftigkeit; 4. Rückkehr der freien, innerlichen Vernunft, wo die Wahrheit als das höchste erkannt und geliebt wird: Stand der anhebenden Rechtfertigung; 5. Verwirklichung der freien, innerlichen Vernunft in allen äußeren Lebensbereichen, wo die Menschheit sich selber als Abdruck der Vernunft aufbaut: Stand der vollendeten Rechtfertigung und Heiligung. Reden an die deutsche Nation (1808) Die Reden an die deutsche Nation verstehen sich als Fortsetzung der Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Drei Jahre nach diesen Vorträgen erklärt Fichte das Ende der dort beschriebenen dritten Epoche, die er in den Reden … als die Epoche der Selbstsucht bezeichnet. Durch die Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen sei diesem mit der Selbständigkeit gleichzeitig der Gehalt der Selbstsucht verloren gegangen. Es müsse ein neues Selbst gesucht werden, welches über die Nation hinausgehe. Dieses sei die Vernunft. In den Reden ruft Fichte im Bereich der Bildung zu einer Nationalerziehung nach dem Vorbild von Johann Heinrich Pestalozzi auf, die das menschliche Verhältnis zur Freiheit in der Vernunft- und Werterziehung verankern soll. Auch hier geht es wieder um die sittliche Bildung zur Freiheit, zur Selbständigkeit, zur Veredelung. In dieser Erhebung zur Vernunft, zum wahren Selbst, welches in der allgemeinen Vernunft zu finden ist, die jede Nation übersteigt, entfällt für Fichte auch die mögliche Feindschaft zu anderen freien Individuen und Nationen, denn der so gebildete Mensch strebe danach, seine Mitmenschen zu achten, und liebe ihre Freiheit und Größe, während ihn ihre Knechtschaft schmerze: „Aber es ist schlechthin unmöglich, dass ein solches Gemüt nicht auch außer sich an Völkern und einzelnen ehre, was in seinem Innern seine eigne Größe ausmacht: die Selbständigkeit, die Festigkeit, die Eigentümlichkeit des Daseins.“ In den Reden finden sich mit einer klar konturierten Ausdifferenzierung der Menschheit in nicht gleichwertige Sprach- und Kulturgemeinschaften sowie dem grundsätzlichen Streben nach deren Reinheit Ansätze einer rassistischen Theoriebildung. Würdigung Den Namen Fichtes tragen Johann-Gottlieb-Fichte-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin Fichte-Gymnasien und -Schulen in mehreren deutschen Städten Straßen in vielen Ortschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Fichtegasse in Wien Fichtestraße in der Gartenstadt von Freiburg im Breisgau Siedlung am Fichteplatz in Mainz mehrere deutsche Sportvereine, die in der Arbeitersportbewegung verwurzelt sind, z. B. der VfB Fichte Bielefeld J. G. Fichte, Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei Zwei Denkmäler, ein Park und ein Museum (im Barockschloss Rammenau) im Fichte-Geburtsort Rammenau Fichteturm und Fichtepark in Dresden-Plauen 5-DM-Gedenkmünze zum 150. Todestag (→ 5. Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland) 10-Mark-Gedenkmünze zum 175. Todestag 70-Cent-Sondermarke zum 250. Geburtstag 2012 Die Pflanzengattung Fichtea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte. Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung 1996 wurde die der rechtskonservativen Partei Die Republikaner nahestehende Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung e.V. gegründet, die sich nach eigenen Angaben der Vermittlung von traditionellen Werten im Sinne des Philosophen widmet. Werke (Auswahl) Wissenschaftslehre Die Wissenschaftslehre, Fichtes Hauptwerk, wurde von ihm mehrfach überarbeitet. u. a.: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie (1794) () Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/1795) Wissenschaftslehre nova methodo (1796–1799) Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797/1798) Die Wissenschaftslehre (1804) sowie folgende Ausgaben (1812) und (1813). Weitere Werke Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die französische Revolution (PDF; 1 MB) (1793) Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794) Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere (1796) Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre (1798) Appellation an das Publikum über die durch Churf. Sächs. Confiscationsrescript ihm beigemessenen atheistischen Aeußerungen. Eine Schrift, die man zu lesen bittet, ehe man sie confsicirt (1799) Der geschlossene Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als Anhang zur Rechtslehre und Probe einer künftig zu liefernden Politik (1800) Die Bestimmung des Menschen (1800) Friedrich Nicolais Leben und sonderbare Meinungen (1801) Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant (1802/03) Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre (1806) Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit (1806) Reden an die deutsche Nation (1807/1808) () Das System der Rechtslehre (1812) Literatur Ausgaben Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer, Leipzig: Gabler, 1794 () Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere. (1796). Neudruck auf der Grundlage der 2. von Fritz Medicus hrsg. Auflage von 1922; 3. Nachdruck mit überarbeiteten Quellennachweisen und Personenregister, Hamburg 1979 (= Philosophische Taschenbücher. Band 256). Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 42 Bände, hrsg. von Reinhard Lauth, Erich Fuchs und Hans Gliwitzky. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962–2011, ISBN 3-7728-0138-2 Fichtes Werke. 11 Bände. Hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Nachdruck der Ausgaben Berlin 1845/46 und Bonn 1834/35, Berlin 1971. ISBN 3-11-006486-3 Fichte im Kontext. Werke auf CD-ROM. Berlin 32002, ISBN 3-932094-25-5. Werke in 2 Bänden. Hrsg. Wilhelm G. Jacobs, Peter L. Oesterreich, Frankfurt a. M. 1997. ISBN 978-3-618-63073-9 Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1978, Philosophische Bibliothek Band 247. ISBN 3-7873-0448-7 Jacobi an Fichte, Text 1799/1816 im Vergleich, Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel 2011 (deutscher Text, Einleitung von Marco Ivaldo, Noten, Kommentar, Appendix mit Texten von Jacobi und Fichte, italienische Uebersetzung von Ariberto Acerbi, mit Register und Bibliographie), ISBN 978-88-905957-5-2. Sekundärliteratur Immanuel Hermann Fichte: Johann Gottlieb Fichte's Leben und Litterarischer Briefwechsel. 2 Bände. Seidel, Sulzbach 1830–1831 Erster Theil Digitalisat Zweiter Band Digitalisat Adolf Trendelenburg: Zur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte. Vortrag, gehalten in der Königl. Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin am 19. Mai 1862. Berlin 1862 Digitalisat Christian Hermann Weisse: Rede zum Andenken Johann Gottlieb Fichte's gehalten in der akademischen Aula zu Leipzig am 19. Mai 1862. L. G. Teubner, Leipzig 1862 Digitalisat Ludwig Noack: Johann Gottlieb Fichte nach seinem Leben, Lehren und Wirken. Zum Gedächtnis seines hundertjährigen Geburtstages. Otto Wigand, Leipzig 1862 Digitalisat Franz Hoffmann: Akademische Festrede zur Feier des hundertjährigen Geburtstages Johann Gottlieb Fichte's. Gehalten am 19. Mai 1862 in der Aula der Hochschule zu Würzburg. Stahel, Würzburg 1862 Digitalisat Moritz Weinhold (Hrsg.): Achtundvierzig Briefe von Johann Gottlieb Fichte und seinen Verwandten. Fr. Wilh. Grunow, Leipzig 1862 Digitalisat Adolf Lasson: Johann Gottlieb Fichte im Verhältniss zu Kirche und Staat. Wilhelm Hertz, Berlin 1863 Digitalisat Otto Pfleiderer: Johann Gottlieb Fichte. Lebensbild eines deutschen Denkers und Patrioten für das deutsche Volk. Geschildert von. Levy & Müller, Stuttgart 1877 Friedrich Zimmer: Johann Gottlieb Fichte's Religionsphilosophie nach den Grundzügen ihrer Entwicklung. Halle 1877 (Halle-Wittenberg, Univ., Diss. 1877) Digitalisat Fritz Medicus: Fichtes Leben. 2. Aufl. Felix Meiner, Leipzig 1922 Fuchs, Erich: J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen. Bände 1-7. frommann-holzboog, Stuttgart 1978–2012. Manfred Buhr (Hrsg.): Wissen und Gewissen. Beiträge zum 200. Geburtstag Johann Gottlieb Fichtes. 1762–1814. Akademie Verlag, Berlin 1962 Wilhelm Gustav Jacobs: Johann Gottlieb Fichte mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1984 (Rowohlts Monographien 336) Christoph Asmuth: Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1900-1 Peter Baumanns: J. G. Fichte. 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Herbrand: „Zwischen Kosmopolitismus und Nationalismus – Johann Gottlieb Fichte“, in: TABVLA RASA. Jenenser Zeitschrift für Kritisches Denken, April 2007. Ernst-Otto Onnasch: Ich und Vernunft. Ist J.G. Fichte die Begründung seiner Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre von 1794/95 gelungen? (PDF; 892 kB) Einzelnachweise Philosoph der Frühen Neuzeit Philosoph (19. Jahrhundert) Vertreter des Deutschen Idealismus Politischer Philosoph Rektor (Humboldt-Universität zu Berlin) Freimaurer (18. Jahrhundert) Freimaurer (19. Jahrhundert) Freimaurer (Deutschland) Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena) Hochschullehrer (Erlangen) Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Ehrengrab des Landes Berlin Person (Rammenau) Deutscher Geboren 1762 Gestorben 1814 Mann Person des Antisemitismus
Auf Facebook redet sich der Hersteller Eckes-Granini wie folgt heraus: „Die Plakate haben natürlich ein kleines Augenzwinkern, sollen sich ja auf die Markteinführung unserer Säfte 'Heimische Früchte' beziehen. Auf keinen Fall möchten wir damit in die Irre führen - wie auch in deinem Blogpost geschrieben, bestehen die Säfte aus heimischen Obstsorten, die aus vielen verschiedenen Regionen in Deutschland und Österreich stammen. Wie du auch schreibst, sind diese Infos ja auch auf der Unternehmensseite einsehbar (http://www.hohes-c.de/#/heimischefruechte/)“ (Fotos: Dorin Popa, Georg Konjovic) „Sehr geehrte Damen und Herren, Mitglieder der Deutschen Filmakademie, Frankenheimer havariert mit seinem amerikanisch-japanisch-europäischen Gefüge, das ein Mißgriff kontinentalen Ausmaßes bleibt. So wird der Film nur in den Klatschspalten Aufmerksamkeit erregen. Dank Katarina Witts Kurzauftritt als dahingemeuchelte Eisprinzessin und De Niros Ungemach während des Drehs: „Ronin“ war die Produktion, während der die französische Polizei De Niro festnahm, um ihn zur Aussage über einen Callgirl-Ring zu zwingen. Selbst das Drumherum ist prickelnder als das Werk an sich. Dieser Text erschien unter meinem Pseudonym Fredi Hallenberger in der „Berliner Morgenpost“ vom 3. Dezember 1998 „(...) Nun gibt es in der Tat eine bestimmte Gattung Menschen, die nach Tracht, Haltlosigkeit und Ideologie als Künstlervölkchen bezeichnet werden können; nun brauchen sie in der Tat einen Raum und eine Möglichkeit zu tollen. Aber ihr Dasein, wie ihr Treiben und ihre Bedürfnisse sind von einer grauenhaften schattenhaften Qualität, sie scheinen verdammt, eine Rolle zu spielen, deren Träger schon längst gestorben sind und ein Fraß der Würmer, und Texte zu sprechen, deren Sinn verweht ist, deren Klang aber ein neuer, frecher, untergeschobener ist. Solange sie keinen Raum haben, verlieren sie sich in einer berechtigten Anonymität in der Welt, die andere Sorgen hat. In der Stunde aber, in der sie sich unter einem Dach versammeln können, gewinnen sie die penetrante Widerlichkeit von Erscheinungen, die um so lauter werden, je fraglicher ihre Wesenhaftigkeit ist. Die »Bohème« vor hundert, vor fünfzig und vor dreißig Jahren war auch nichts anderes als ein Ausdruck des Bürgertums, gegen das sie kämpfte, dem sie entnommen war. Wenn ein Bürger rebellierte, wurde er ein Bohèmien. Die Gemütlichkeit einer Künstlerkneipe und eines Ateliers war nichts anderes als die gelockerte Gemütlichkeit eines trauten Heims. Es war die Libertinage der Gartenlaube. Die schauderhafte Seligkeit, mit der sich die Bohème dem Alkohol ergab wie dem »Chanson«, dem revolutionären Ideal wie der materiellen Armut als Sport, Zeitvertreib und Manifestation unterschied sich nicht von der Seligkeit, mit der die Väter der Rebellen die silberne Hochzeit feierten und das Jubiläum des zwanzigsten Seitensprungs. Sie waren nur amusisch, die Väter. Sie dichteten nicht dazu. Diese Bohème ist tot.(...) Etwas anderes aber, wenn (...) sich plötzlich eine »Künstlerkneipe« auftut und ein jedenfalls nützlicher Zigarrenladen geschlossen wird. Der sanfte Modergeruch, der schon jenen Pariser Leichenkammern der Bohème entströmt, vermischt sich in Berlin mit dem Geruch des Asphalts, und die Lustigkeit eines Berliner Künstler-Völkchens vollzieht sich mit der Schnelligkeit des »Tempos«, das schon den bürgerlichen Verkehr in dieser Stadt so arg behindert. Natürlich heißt das Lokal »Die Lunte« - eine vage Beziehung zu einem aktiven Anarchismus, der auch nicht mehr vorhanden ist, der auch schon seine Bomben dem rechten Radikalismus vererbt zu haben scheint. Das traurigste aber ist - wie in jedem Lokal - das Publikum. Junge Leute, die in fünf Jahren die Buch-, Theater- und Filmkritik an den führenden Tageszeitungen innehaben werden und die heute mit der Wollust, sich arm zu fühlen, ihr Essen selbst vom Küchentisch holen. Dabei schreien sie. So werden sie in fünf Jahren schreiben. Ihr Stil kündigt sich bereits akustisch an. Manche in ledernen Gamaschen, wildledernen Hosen, in einer Art Tscheka-Uniform, die eine, wenn auch entfernte, Beziehung zum Osten anzudeuten scheint, zu einem mißverstandenen, theatralisch gedeuteten. Hier und dort verstreute Bürgerliche, die gekommen sind, eine »Sehenswürdigkeit« kennenzulernen, und zu der Freude an dieser noch die über die ersparte Reise nach Paris addieren dürfen. Eine Wirtin, die von Natur Zigarren raucht, junge Männer, die dem Sinn der Zeit gemäß, aus Mangel an Begabung nicht etwa Maler geworden sind, sondern z. B. Taxichauffeure, und die eine Atmosphäre demonstrativer Sachlichkeit zu verbreiten entschlossen sind. (...) All das ergibt zusammen eine laute anspruchsvolle Mischung aus toten Imitationen, ausgeführt von übertriebenen Lebewesen, einer tollen Lustigkeit, die nur als Epitheton ornans vorhanden ist, einer rebellierenden Phrase, die an den Rändern der Weltrevolution herumgestikuliert, einem künstlichen Chaos aus Pappendeckel und entlehnten Kulissen. Es ist selbstverständlich harmlos, und man hätte es nicht nötig, sich darüber aufzuregen - wäre es nicht symptomatisch für die hitzigen Bestrebungen dieser großen Stadt, überall Anleihen zu machen, wo es nicht geht (...) - und all das mit Tempo. Natürlich mit Tempo...“ Eugen Roth, „Die neue Bohème“, Münchner Neueste Nachrichten, 27. Oktober 1929 „Thomas Gottschalk sucht für seine Zeitreise 'My Swinging Sixties' - Samstag, 3. April 2010, 20.15 Uhr, im ZDF - 'nackte Tatsachen': Einer der legendärsten 'Schnappschüsse' der wilden 60er ist zur Ikone dieser Zeit geworden. Sieben Männer und Frauen ziehen blank und zeigen der biederen Welt: Spießigkeit war gestern, es lebe die Freiheit und der Nonkonformismus! Was die Kommune 1 damals konnte, sollte im Jahr 2010 schon lange drin sein: Für eine ganz besondere Neuauflage des bekannten Fotos im Rahmen seiner Show 'My Swinging Sixties' sucht Thomas Gottschalk jetzt unerschrockene Fotomodelle in Rückansicht, die die Aufnahme im Studio nachstellen. Die wilden 60er sind Party und gute Laune, aber sie haben mit ihren revolutionären Errungenschaften auch das gesellschaftliche Denken nachhaltig geprägt. Wer den überzeugenden - und vor allem unbekleideten - Beweis antreten möchte, dass der Geist von damals auch heute noch lebendig ist, kann sich ab sofort melden.“ Nun ist es keineswegs so, daß ich alles tun würde, um Samstag abend in der prime time von Thomas Gottschalk im ZDF interviewt zu werden, aber als ich den unter anderem von der „Abendzeitung“ veröffentlichten Aufruf las, dachte ich nicht lange nach und sagte sofort zu. Zwar lautete die Ansage ursprünglich, man würde in der Sendung auf jeden Fall über die K1 und unsere Gründe, das Bild nachzustellen, sprechen, und je nach Anzahl der Freiwilligen im Studio entscheiden, ob man das Shooting dann tatsächlich noch einmal mit einem Sechziger-Jahre-Fotografen wiederhole. Aber welcher Fernsehsender will schon in einer Samstagabendshow sein Scheitern thematisieren? Also wurde der Programmteil kurzfristig durch einen Auftritt der schlechtesten Beatles-Cover-Band ever ersetzt. So blieb es Helmut Berger vorbehalten, etwas Anarchie und Widerspenstigkeit in die ansonsten recht glatt gebügelte Retroshow zu schmuggeln, genug, um die Regie wild mit „Verabschieden!“-Schildern wedeln zu lassen, die Thomas Gottschalk aber souverän ignorierte. Mal sehen, was von Bergers lyrischem Weltschmerz morgen abend in der zurechtgestutzten Sendung noch übrig bleibt. Tresor TV,
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Welche Bedeutung hatte Fichte für den Deutschen Idealismus?
Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; † 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. Leben Jugendzeit Fichte war das erste von acht Kindern des Bandwebers Christian Fichte (1737–1812) und seiner Frau Maria Dorothea (geb. Schurich, 1739–1813) in Rammenau in der Oberlausitz. Er wuchs ärmlich in einem von Frondiensten geprägten dörflichen Milieu auf. Seine Auffassungsgabe und sein gutes Gedächtnis fielen einem Verwandten der örtlichen Gutsherrschaft, dem Gutsherrn Ernst Haubold von Miltitz (1739–1774), bei einem Besuch in Rammenau auf: Er hatte eines Sonntags die kirchliche Predigt verpasst, woraufhin der zehnjährige Fichte gerufen wurde, von dem man versicherte, er könne die Predigt wiederholen. Daraufhin imitierte dieser den Pfarrer so perfekt, dass der Freiherr in seiner Entzückung dem Kind nach einer Vorbereitungszeit im Pfarrhaus zu Niederau den Besuch der Stadtschule in Meißen ermöglichte. Danach finanzierte ihm sein Förderer 1774 eine Ausbildung an der Landesschule Pforta bei Naumburg, verstarb jedoch im selben Jahr. Nach seiner Schulzeit zog Fichte 1780 nach Jena, wo er an der Universität ein Theologie-Studium begann, wechselte jedoch bereits ein Jahr später den Studienort nach Leipzig. Die Familie von Miltitz unterstützte ihn nun nicht mehr finanziell, er war gezwungen, sich durch Nachhilfeunterricht und Hauslehrerstellen zu finanzieren und brachte das Studium zu keinem Abschluss. In dieser aussichtslosen Lage bekam er 1788 in Zürich eine Stelle als Hauslehrer, die er aber nur zwei Jahre innehatte, da er der Auffassung war, dass man, bevor man Kinder erzieht, zuallererst die Eltern erziehen müsse. Dort verlobte er sich mit Johanna Marie Rahn (1755–1819), Tochter des Kaufmanns und Waagmeisters Johann Hartmut Rahn und Nichte des Dichters Klopstock. Anschließend ging er wieder nach Leipzig. Fichtes Plan, Prinzenlehrer zu werden, scheiterte. Seine zweite Idee, eine Zeitschrift für weibliche Bildung, lehnten mehrere Verleger ab. Trauerspiele und Novellen brachten ihm ebenfalls keine finanzielle Sicherheit. Übergang zur Philosophie In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den „Dingen, wie sie sind“ und „wie die Dinge erscheinen“ (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Hauslehrerstelle in Warschau nahm Fichte Anfang November 1791 eine auf ein Jahr befristete Anstellung als Hauslehrer des Sohns des Ehepaars Louise von Krockow, geb. von Göppel, die mit Kant persönlich bekannt war, und Heinrich Joachim Reinhold von Krockow (1736–1796), Königl. Preußischer Obrist, im gräflichen Schloss Krockow in der Nähe der pommerellischen Ostseeküste an. Im selben Jahr besuchte er Kant in Königsberg, wo dieser ihm einen Verleger für seine Schrift Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) verschaffte, die anonym veröffentlicht wurde. Das Buch galt zunächst als ein lange erwartetes religionsphilosophisches Werk von Kant selbst. Als Kant den Irrtum klarstellte, war Fichte berühmt und erhielt einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Jena, den er 1794 antrat. Zuvor hatte er nach längerer Überlegung, ob eine Eheschließung ihm nicht die „Flügel abschneide“, 1793 Johanna Rahn geheiratet. Drei Jahre später kam Sohn Immanuel Hermann (1796–1879) zur Welt. In Jena lebte der berühmte Theosoph Jakob Hermann Obereit in Fichtes Wohnhaus. Fichte und Obereit waren beständig im Gespräch. Während seiner Jenaer Professur (1794–1799) wurde er zur Zielscheibe im so genannten „Atheismusstreit“. Ausgelöst wurde dieser Streit 1798 durch zwei Schriften, wobei nur eine (Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung) von Fichte selbst stammt. Beide Schriften waren im Philosophischen Journal, dessen Herausgeber Fichte zusammen mit Friedrich Immanuel Niethammer zu dieser Zeit war, erschienen. Fichte wurde wegen Verbreitung atheistischer Ideen und Gottlosigkeit verklagt, erhielt einen Verweis und trat daraufhin zurück, wie er es zuvor angedroht hatte. 1805 bekam er den Lehrstuhl für Philosophie in Erlangen, 1807 war er Zensor der Hartungschen Zeitung in Königsberg, wurde aber auf Befehl des preußischen Generals Ernst von Rüchel entlassen. Wenige Jahre darauf, 1810, bekam er die Position des Dekans der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit war er von 1811 bis 1812 Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. 1789 wurde Fichte in Zürich in den Freimaurerbund Modestia cum Libertate aufgenommen, in dieselbe Loge, in der auch Johann Wolfgang von Goethe freundschaftlich verkehrte. Später ließ er sich am 6. November 1794 als Mitglied der Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen in Rudolstadt annehmen und war auch nach seinem Umzug nach Berlin mit den dortigen Freimaurerkreisen verbunden. 1799 traf er auf Ignaz Aurelius Feßler und arbeitete nach seiner Annahme am 17. April 1800 mit ihm an der Reform der Großloge Royal York zur Freundschaft. Am 14. Oktober 1799 hielt er einen Vortrag über „den wahren und richtigen Zweck der Maurerei“. Am 13. und 27. April 1800 hielt er mehrere Vorlesungen, die später unter dem Titel Philosophie der Freimaurerei. Briefe an Constant erneuert und veröffentlicht wurden. Schon bald kam es zum Streit und Fichte trat am 7. Juli 1800 aus der Freimaurerei aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der Deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren „Sprecher“ (Vorsitzender). Hatte sich Fichte zuvor als Anhänger der Französischen Revolution bezeichnet, so profilierte er sich nun insbesondere durch die flammend patriotischen Reden an die deutsche Nation (als Text veröffentlicht bis 1808) als Gegner Napoleons. Fichte wurde damit zum Vordenker der Urburschenschaft. Ein utopisches Gesellschaftsmodell – eine Art sozialistische Gesellschaft auf nationalstaatlicher Grundlage – findet sich in dem Werk Der geschlossene Handelsstaat (1800). Tod Vermutlich Ende 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte. Auch Fichte sollte an dieser vom Kot von Kleiderläusen übertragenen Seuche erkranken, die vornehmlich unter der Bezeichnung Fleckfieber berüchtigte Bekanntheit erlangte und insbesondere im Kriegswinter 1813/14 in Mitteleuropa (unter anderem in Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz) katastrophale Ausmaße annahm. Im Gegensatz zu seiner Frau konnte er sich von diesem Fieber nicht erholen. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Die Ehrengrabstelle in der Abt. CH, G2 trägt ein Porträtmedaillon (Kopie) von Ludwig Wilhelm Wichmann. Sein Grabstein trägt einen Vers aus dem Buch Daniel (): Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre Ein zentraler Kern in Fichtes Philosophie ist der Begriff des „absoluten Ich“. Dieses absolute Ich ist nicht mit dem individuellen Geist zu verwechseln. Später nutzte er die Bezeichnung „Absolutes“, „Sein“ oder „Gott“. Fichte beginnt in seiner Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre mit einer Bestimmung des Ich: Fichte ging es um die praktische Umsetzung seiner Philosophie, weshalb er die Errichtung eines lückenlosen philosophischen Systems als zweitrangig erachtete. Im Vordergrund stand für ihn die Verständlichkeit seiner Lehre. Er vertrat ein positives Menschenbild und ging davon aus, dass in jedem Menschen – und nicht nur im Gelehrten – der Grund echter Selbsterkenntnis (und damit auch Gotteserkenntnis) gelegt ist und der Philosoph lediglich auf diese verweisen muss. In seiner populären, z. T. polemischen Darstellungsweise schuf sich Fichte unter den Fachgelehrten viele Freunde, aber auch Feinde. In erbitterter Feindschaft stand er zu Friedrich Nicolai. Goethe urteilte skeptisch über Fichte, . Trotz späterer Ablehnung übte Fichte großen Einfluss auf Schelling und Hegel aus. Auch Hölderlin bekannte, Fichtes Vorlesungen aus seiner Jenaer Zeit viel zu verdanken. Einige Ideen Fichtes knüpfen an die Thesen des etwa 20 Jahre älteren Johann Gottfried Herder an. Fichtes Kantrezeption Fichte reagierte auf die Frage, wie theoretische und praktische Vernunft zusammenhängen, indem er antwortete, dass die beiden Teile der Vernunft in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Hierbei ist die praktische Vernunft der theoretischen übergeordnet. Letztere benötigt demnach die praktische Vernunft; diese aber ist autonom. Auch für Kant war die praktische Vernunft ein Vermögen des Willens – und damit autonom. Laut Fichte mündet diese Tatsache aber in seiner Theorie zur „Selbstsetzung“. Der Wille bringt, indem er sich ein Gesetz gibt, zugleich sein Wesen als „Vernunftwille“ hervor. Dieser Vernunftwille macht das aus, was wir sind – nämlich unser Ich. „Das absolute Ich ist, indem es sich setzt, und setzt sich, indem es ist.“ Aus diesem Grund kommt der praktischen Vernunft absolute Freiheit zu. Fichtes Idealismus ist daher eine Konsequenz aus dem Primat der praktischen Vernunft. Der Kritik am transzendentalen Argument bei Kant entzieht sich Fichte, indem er die praktische Vernunft zur Bedingung für die theoretische Vernunft erklärt. Hierbei geht er von der „Handlung“ des Urteilens aus und schließt mithilfe einer transzendentalen Begründung auf das sich setzende Ich als Bedingung hierfür. Alles Urteilen ist Handeln des menschlichen Geistes. Diesem liegt der Satz „Ich bin“ zugrunde. Das „schlechthin gesezte und auf sich selbst gegründete“ ist der Grund des Handelns. Um dem Vorwurf zu entgehen, dass wir eventuell gar nicht urteilen, sondern nur glauben zu urteilen, führte Fichte die „intellektuelle Anschauung“ ein. Sie ist auch praktisch zu verstehen als „Anschauen seiner selbst im Vollziehen eines Acts“. Wenn wir urteilen, beobachten wir uns nicht, sondern stellen handlungsorientierte Fragen. Diese Fragen gehen von der Annahme aus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Würde das nicht zutreffen, könnte er nicht urteilen, was nicht vorstellbar ist. Gleichwohl vertrat Fichte die Auffassung, auch wenn der Mensch nicht an den Bedingungen vernünftigen Urteilens zweifeln könne, folge daraus nicht, dass er diese Bedingungen tatsächlich erfüllt. Die schärfste Abgrenzung zu Kant vollzog Fichte mit seiner Ablehnung der Konzeption eines „Dinges an sich“. Nur so kann in seinen Augen die absolute Freiheit des Ichs bewahrt werden. Das „Ding an sich“ wird bei Fichte lediglich zu einem „Anstoß“, einem irrationalen Faktum innerhalb des Ich, welches das Ich zu bewältigen versucht. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Ich, gleichsam hinaus in die Welt als „Nicht-Ich“. Ist das absolute Ich demzufolge also ein „Ding an sich“ auf der Seite des Subjekts? Fichtes Antwort: Nur wenn es „erscheint“. Das absolute Ich existiert nur im Handeln. In seiner philosophischen Reflexion wird das absolute Ich zu etwas Objektivem, eine andere Entität der realen Welt gibt es nicht. Jenaer Philosophie Da Fichte die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre schnell als unzureichend und ergänzungsbedürftig ansieht, macht er sich auf dem Höhepunkt seiner Jenaer Periode nahezu zeitgleich an eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftslehre (unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo) und an eine erste Ausarbeitung der praktischen Philosophie (in der Grundlage des Naturrecht und der Sittenlehre). Inhaltlich stellt sich seit der Grundlage der gesamten Wissenschaftlehre die Frage, warum das absolute Ich, welches autonom ist, auf einen „Anstoß“ reagiert. Fichte macht deutlich, dass das absolute Ich nur ist, wenn es sich seiner selbst bewusst wird. Dies kann nur geschehen, wenn es mit Material konfrontiert wird, auf das es zu reagieren hat. Würde es zu keinem Kontakt kommen, würde das Ich „ganz in seiner Tätigkeit aufgehen“. Um aber zu sein – und damit auch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln –, muss es sich für den „Anstoß“ öffnen und dafür Sorge tragen, dass der „Stein des Anstoßes“ erhalten bleibt. Nach Fichte kann das Ich demnach als ein unendliches Streben nach Autonomie verstanden werden. Der „Anstoß“ ist hierbei gleichsam nur notwendige Bedingung des Selbstbewusstseins, keine hinreichende. Die weiteren Bedingungen für das Selbstbewusstsein finden sich in den jeweiligen Teildisziplinen der Wissenschaftslehre, die Fichte unterscheidet: Naturlehre, Rechtslehre, Sittenlehre und Religionslehre. Erstere hat Fichte, aufgrund des von ihm entwickelten Primats der praktischen Vernunft, nie ausgearbeitet. Die Wissenschaftslehre nova methodo Nachdem Fichte durch seine Vorlesungen über die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre in kürzester Zeit bekannt geworden ist, sieht er seine Philosophie bald mit verschiedenen Einwänden und Nachfragen seiner Zeitgenossen konfrontiert. Zunehmend wird er unzufrieden mit seinem ersten Entwurf der Wissenschaftslehre. Statt den Text der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre zu revidieren, entschließt er sich, die Wissenschaftslehre vollkommen neu auszuarbeiten. Das Ergebnis trägt er unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo ab 1796 in Vorlesungen vor, die heute jedoch nur noch als Mitschriften überliefert sind. Dennoch wird die Wissenschaftslehre nova methodo in der neueren Fichteliteratur zunehmend als beste und verständlichste Fassung der fichteschen Wissenschaftslehre angesehen. Inhaltlich bemüht sich Fichte darum, von seinen Zeitgenossen formulierte Einwände zu widerlegen und die Wissenschaftslehre stringenter und nachvollziehbarer vorzutragen. Verschiedene Themenbereiche – etwa die Behandlung der Frage, wie es vom einheitlichen absoluten Ich zur Pluralität individuellen Bewusstseins kommen kann – kommen gegenüber der ersten Behandlung der Wissenschaftslehre neu hinzu. Fichtes Rechtslehre In seinen Grundlagen des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1796/1797 (§ 8) bestimmte Fichte die Funktion des Rechts ähnlich wie Kant: Das Beisammenstehen der Freiheit mehrerer sei Doch schloss für ihn eine vernünftige Ordnung der Freiheit auch eine angemessene Verteilung gemeinschaftsbedingter Chancen und Güter ein. Für Fichte wird die Beziehung zwischen dem Selbstbewusstsein und – sozusagen – der Welt präzisiert. Das Bewusstsein kann sich nur als frei handelndes Wesen begreifen, wenn es „den Begriff eines frei handelnden Wesens auf sich anwenden kann.“ Das kann es nur, wenn andere das Selbstbewusstsein auffordern etwas zu tun und gleichzeitig(!) die Freiheit eingestehen, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Da dieser Vorgang reziprok ist, folgt, dass das Sein des Selbstbewusstseins von der Anerkennung der Freiheit anderer abhängt. Es wird deutlich, dass sich Fichte nicht auf das Moralgesetz als die bindende Kraft des Rechts versteht, sondern das Eigeninteresse des selbstbewussten Ichs. Ein Rechtsverhältnis entsteht demnach aufgrund der bloßen Existenz eines Nicht-Ichs. Auch Fichte definiert, wie so mancher Philosoph vor ihm, den Staat als Ausdruck des absoluten Willens, dessen Absicht es ist, die Freiheit und Rechte seiner Bürger zu garantieren. Kollektives Handeln und individuelles Handeln werden mit dem Ausdruck „sittliches Handeln“ in Eins gesetzt. Freiheit in der Geschichte sei nach Fichte die mehr oder weniger sittliche Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse der verschiedenen Völker. Fichtes Philosophie lässt sich als ethischer Idealismus bezeichnen, wenn man voraussetzt, dass nur der Staat Rechtsverhältnisse zwischen sich und den Bürgern bzw. unter den Bürgern schafft und dabei Beschränkungen seiner Bürger zugunsten eigener materieller Zwecke vornimmt. Fichtes Sittenlehre Im System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1798 geht Fichte davon aus, dass das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs nur sein kann unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Hierbei ist sich das Ich des Sittengesetzes niemals in abstracto bekannt, sondern „immer in Form konkreter Aufgaben und Pflichten der Welt“. Das Ich kann sich nur eine Tätigkeit zuschreiben, wenn diese mit der kausalen Wirklichkeit einer ihm unabhängigen Welt verbunden ist. Dies wiederum ist nur möglich, wenn es sich einen Körper zuschreibt. Da dieser Körper Teil der Welt ist, unterliegt er auch den Naturtrieben. Das Sittengesetz untersucht nun die Bedingungen der Manifestation eines zugleich verkörperten und von Naturtrieben beherrschten Ich. Fichtes Religionslehre Fichte hinterließ keine systematisch ausgearbeitete Religionsphilosophie. Im Atheismusstreit, den Friedrich Karl Forberg mit einem Artikel im Philosophischen Journal mit einem zustimmenden Nachwort von Fichte 1798 ausgelöst hatte, postulierte Fichte mit Forberg, die Existenz Gottes sei nicht notwendig für die Errichtung einer moralischen Wertordnung, allerdings sei der Glaube an Gott, verbunden mit einer göttlichen Moral, unumgänglich. Während Kant von der Existenz Gottes ausging und seine These untermauerte, die Existenz Gottes sei notwendig im Hinblick auf die Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Handelns, sah Fichte nur die Notwendigkeit zu einer „moralischen Weltordnung“. Diese müsse nicht zwingend auf eine höhere Instanz – also Gott – zurückgeführt werden. Die aktive Weltordnung selbst () könne man als Gott bezeichnen. Wer dies aber tut, der „verkennt die unmittelbare Beziehung des Gottesbegriffs zum moralischen Bewusstsein“ und ist, so Fichte, „der wahre Götzendiener und Atheist.“ Beitrag zur Französischen Revolution (1793) Deutlich wie wenige Denker und Politiker des damaligen Deutschland begrüßt Fichte die Französische Revolution. Er sieht in ihr nicht nur moralische Gründe, sondern auch einen rechtmäßigen Fortschritt zu mehr Gleichheit und Freiheit. Seine beiden Revolutionsschriften von 1793 (Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten und Beiträge zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution) griffen in die öffentlichen Debatten ein. Er begründet die Rechtmäßigkeit der Revolution in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contrat social mit dem Argument, dass es ein „unveräußerliches Recht des Menschen“ sei, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie: „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte die tiefere, philosophische Legitimität der Veränderung der Staatsverfassung. Fichtes Kritik am Judentum Im Werk Fichtes finden sich diverse despektierliche Äußerungen über Juden, die in der Fachliteratur als „judenfeindliche Ausfälle“ und „antijüdischer Affekt“ bezeichnet werden. Micha Brumlik etwa ist der Ansicht, Fichtes Positionen beinhalteten sowohl christlich-philosophischen Antijudaismus als auch politisch-säkularen Antisemitismus, und verglich letzteren mit dem von Adolf Hitler sogenannten „Antisemitismus der Vernunft“, der einen notwendigen, vollständigen Ausschluss der Juden aus einer zu schaffenden, besseren Gesellschaft propagierte. In der Sekundärliteratur finden sich allerdings auch differenzierendere Einschätzungen, insbesondere wenn das Gesamtwerk Fichtes betrachtet wird. Besonders drastisch äußert sich Fichte in Beiträge zur Berichtigung der Urtheile des Publicums über die französische Revolution von 1793. Er greift darin sowohl die Juden mit harschen Worten an, als auch das Militär und den Adel. Das Judentum sei ein „Staat im Staate“ und würde sich absondern. Die Juden, körperlich schlaff, hätten einen egoistischen Handelsgeist. Sie würden die übrigen Bürger übervorteilen, seien nur auf sich und ihre Sippe bedacht. Fichte übernimmt größtenteils die damals vorherrschenden Vorurteile, prangert aber vor allem immer wieder die angeblich separatistische Einstellung dieser Religion an. Oft zitiert wird die folgende Fußnote: In seiner 1794 erschienenen Streitschrift Eisenmenger der Zweite polemisierte Saul Ascher gegen die judenfeindlichen Äußerungen Fichtes, dem er den Namen des seinerzeit bekannten Judenfeindes Johann Andreas Eisenmenger, des Autors des Pamphlets Entdecktes Judentum, beilegte. Mit Fichte sei eine neue Dimension des säkularen Judenhasses zu verzeichnen. Mit David Veit lernte Fichte einen Vertreter der jüdischen Aufklärung Haskala kennen und schätzen. Als Rektor der Berliner Universität trat er kompromisslos und gegen allgemeinen Widerstand für einen zu Unrecht vom Senat der Universität bestraften und mit Relegation bedrohten jüdischen Studenten ein. Während vielfach eine „liberal-progressive“ Rezeption Fichtes – auch unter jüdischen Intellektuellen – vorherrschte, entwickelte sich später, insbesondere im Gefolge des Ersten Weltkrieges, auch eine „völkisch-nationalistische“ Rezeption. Dabei gewannen sowohl die Grundzüge als auch die Reden Fichtes erneut an Bedeutung, indem sie in den Dienst des nationalistischen Pathos und der Judenhetze gestellt wurden. Die Nationalsozialisten nahmen dabei Fichte zur Begründung ihrer Ideologie in Anspruch. Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) In den Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters entwickelt Fichte Ansichten zu einer Geschichtsphilosophie. Tragender Gedanke dieser Geschichtsphilosophie ist die Entwicklung der Menschheit von der Unfreiheit zur Freiheit. Parallel zu jener inneren Entwicklung der Individuen, gehe die äußere Entwicklung ihrer Position und Bestimmung im Staate von der Rolle des Untertan hin zum freien Bürger. Im Vordergrund steht ein Entwicklungsmodell, das die Geschichte in fünf Epochen unterteilt, wobei Fichte seine eigene Epoche als das „Zeitalter der vollendeten Sündhaftigkeit“ verstand, während die Grundzüge die künftigen Epochen einleiten sollten. Diese Epochenentwicklung vollziehe sich in folgenden Stufen: 1. Instinktive Vernunft: Stand der Unschuld des Menschengeschlechts; 2. Äußerlich erzwungene, jedoch nicht durch Gründe überzeugende Autorität: Stand der anhebenden Sünde; 3. Emanzipation von jeder äußeren Autorität, Herrschaft des nackten Erfahrungsbegriffs: Stand der vollendeten Sündhaftigkeit; 4. Rückkehr der freien, innerlichen Vernunft, wo die Wahrheit als das höchste erkannt und geliebt wird: Stand der anhebenden Rechtfertigung; 5. Verwirklichung der freien, innerlichen Vernunft in allen äußeren Lebensbereichen, wo die Menschheit sich selber als Abdruck der Vernunft aufbaut: Stand der vollendeten Rechtfertigung und Heiligung. Reden an die deutsche Nation (1808) Die Reden an die deutsche Nation verstehen sich als Fortsetzung der Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Drei Jahre nach diesen Vorträgen erklärt Fichte das Ende der dort beschriebenen dritten Epoche, die er in den Reden … als die Epoche der Selbstsucht bezeichnet. Durch die Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen sei diesem mit der Selbständigkeit gleichzeitig der Gehalt der Selbstsucht verloren gegangen. Es müsse ein neues Selbst gesucht werden, welches über die Nation hinausgehe. Dieses sei die Vernunft. In den Reden ruft Fichte im Bereich der Bildung zu einer Nationalerziehung nach dem Vorbild von Johann Heinrich Pestalozzi auf, die das menschliche Verhältnis zur Freiheit in der Vernunft- und Werterziehung verankern soll. Auch hier geht es wieder um die sittliche Bildung zur Freiheit, zur Selbständigkeit, zur Veredelung. In dieser Erhebung zur Vernunft, zum wahren Selbst, welches in der allgemeinen Vernunft zu finden ist, die jede Nation übersteigt, entfällt für Fichte auch die mögliche Feindschaft zu anderen freien Individuen und Nationen, denn der so gebildete Mensch strebe danach, seine Mitmenschen zu achten, und liebe ihre Freiheit und Größe, während ihn ihre Knechtschaft schmerze: „Aber es ist schlechthin unmöglich, dass ein solches Gemüt nicht auch außer sich an Völkern und einzelnen ehre, was in seinem Innern seine eigne Größe ausmacht: die Selbständigkeit, die Festigkeit, die Eigentümlichkeit des Daseins.“ In den Reden finden sich mit einer klar konturierten Ausdifferenzierung der Menschheit in nicht gleichwertige Sprach- und Kulturgemeinschaften sowie dem grundsätzlichen Streben nach deren Reinheit Ansätze einer rassistischen Theoriebildung. Würdigung Den Namen Fichtes tragen Johann-Gottlieb-Fichte-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin Fichte-Gymnasien und -Schulen in mehreren deutschen Städten Straßen in vielen Ortschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Fichtegasse in Wien Fichtestraße in der Gartenstadt von Freiburg im Breisgau Siedlung am Fichteplatz in Mainz mehrere deutsche Sportvereine, die in der Arbeitersportbewegung verwurzelt sind, z. B. der VfB Fichte Bielefeld J. G. Fichte, Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei Zwei Denkmäler, ein Park und ein Museum (im Barockschloss Rammenau) im Fichte-Geburtsort Rammenau Fichteturm und Fichtepark in Dresden-Plauen 5-DM-Gedenkmünze zum 150. Todestag (→ 5. Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland) 10-Mark-Gedenkmünze zum 175. Todestag 70-Cent-Sondermarke zum 250. Geburtstag 2012 Die Pflanzengattung Fichtea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte. Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung 1996 wurde die der rechtskonservativen Partei Die Republikaner nahestehende Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung e.V. gegründet, die sich nach eigenen Angaben der Vermittlung von traditionellen Werten im Sinne des Philosophen widmet. Werke (Auswahl) Wissenschaftslehre Die Wissenschaftslehre, Fichtes Hauptwerk, wurde von ihm mehrfach überarbeitet. u. a.: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie (1794) () Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/1795) Wissenschaftslehre nova methodo (1796–1799) Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797/1798) Die Wissenschaftslehre (1804) sowie folgende Ausgaben (1812) und (1813). Weitere Werke Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die französische Revolution (PDF; 1 MB) (1793) Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794) Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere (1796) Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre (1798) Appellation an das Publikum über die durch Churf. Sächs. Confiscationsrescript ihm beigemessenen atheistischen Aeußerungen. Eine Schrift, die man zu lesen bittet, ehe man sie confsicirt (1799) Der geschlossene Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als Anhang zur Rechtslehre und Probe einer künftig zu liefernden Politik (1800) Die Bestimmung des Menschen (1800) Friedrich Nicolais Leben und sonderbare Meinungen (1801) Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant (1802/03) Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre (1806) Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit (1806) Reden an die deutsche Nation (1807/1808) () Das System der Rechtslehre (1812) Literatur Ausgaben Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer, Leipzig: Gabler, 1794 () Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere. (1796). Neudruck auf der Grundlage der 2. von Fritz Medicus hrsg. Auflage von 1922; 3. Nachdruck mit überarbeiteten Quellennachweisen und Personenregister, Hamburg 1979 (= Philosophische Taschenbücher. Band 256). Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 42 Bände, hrsg. von Reinhard Lauth, Erich Fuchs und Hans Gliwitzky. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962–2011, ISBN 3-7728-0138-2 Fichtes Werke. 11 Bände. Hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Nachdruck der Ausgaben Berlin 1845/46 und Bonn 1834/35, Berlin 1971. ISBN 3-11-006486-3 Fichte im Kontext. Werke auf CD-ROM. Berlin 32002, ISBN 3-932094-25-5. Werke in 2 Bänden. Hrsg. Wilhelm G. Jacobs, Peter L. Oesterreich, Frankfurt a. M. 1997. ISBN 978-3-618-63073-9 Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1978, Philosophische Bibliothek Band 247. ISBN 3-7873-0448-7 Jacobi an Fichte, Text 1799/1816 im Vergleich, Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel 2011 (deutscher Text, Einleitung von Marco Ivaldo, Noten, Kommentar, Appendix mit Texten von Jacobi und Fichte, italienische Uebersetzung von Ariberto Acerbi, mit Register und Bibliographie), ISBN 978-88-905957-5-2. Sekundärliteratur Immanuel Hermann Fichte: Johann Gottlieb Fichte's Leben und Litterarischer Briefwechsel. 2 Bände. Seidel, Sulzbach 1830–1831 Erster Theil Digitalisat Zweiter Band Digitalisat Adolf Trendelenburg: Zur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte. 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Lebensbild eines deutschen Denkers und Patrioten für das deutsche Volk. Geschildert von. Levy & Müller, Stuttgart 1877 Friedrich Zimmer: Johann Gottlieb Fichte's Religionsphilosophie nach den Grundzügen ihrer Entwicklung. Halle 1877 (Halle-Wittenberg, Univ., Diss. 1877) Digitalisat Fritz Medicus: Fichtes Leben. 2. Aufl. Felix Meiner, Leipzig 1922 Fuchs, Erich: J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen. Bände 1-7. frommann-holzboog, Stuttgart 1978–2012. Manfred Buhr (Hrsg.): Wissen und Gewissen. Beiträge zum 200. Geburtstag Johann Gottlieb Fichtes. 1762–1814. Akademie Verlag, Berlin 1962 Wilhelm Gustav Jacobs: Johann Gottlieb Fichte mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1984 (Rowohlts Monographien 336) Christoph Asmuth: Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1900-1 Peter Baumanns: J. G. Fichte. 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ISBN 3-406-34633-2 Rainer Schäfer: Johann Gottlieb Fichtes >Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre< von 1794. WBG, Darmstadt 2006. ISBN 3-534-16666-3 Ernst Schenkel: Individualität und Gemeinschaft. Der demokratische Gedanke bei J. G. Fichte. Rascher & Cie, Zürich 1933. Karsten Schröder-Amtrup: J. G. Fichte. Leben und Lehre. Ein Beitrag zur Aktualisierung seines Denkens und Glaubens (Philosophische Schriften Band 77). Duncker & Humblot, Berlin 2012. ISBN 978-3-428-13804-3 Ulrich Schwabe: Individuelles und Transindividuelles Ich. Die Selbstindividuation reiner Subjektivität und Fichtes Wissenschaftslehre. Mit einem durchlaufenden Kommentar zur Wissenschaftslehre nova methodo. Schöningh, Paderborn 2007. ISBN 3-506-76325-3 Helmut Seidel: Johann Gottlieb Fichte zur Einführung. Junius, Hamburg 1997. ISBN 3-88506-957-1 Jürgen Stolzenberg: Fichtes Begriff der intellektuellen Anschauung. Die Entwicklung in den Wissenschaftslehren von 1793/94 bis 1801/02. Klett-Cotta, Stuttgart 1986. 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Herbrand: „Zwischen Kosmopolitismus und Nationalismus – Johann Gottlieb Fichte“, in: TABVLA RASA. Jenenser Zeitschrift für Kritisches Denken, April 2007. Ernst-Otto Onnasch: Ich und Vernunft. Ist J.G. Fichte die Begründung seiner Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre von 1794/95 gelungen? (PDF; 892 kB) Einzelnachweise Philosoph der Frühen Neuzeit Philosoph (19. Jahrhundert) Vertreter des Deutschen Idealismus Politischer Philosoph Rektor (Humboldt-Universität zu Berlin) Freimaurer (18. Jahrhundert) Freimaurer (19. Jahrhundert) Freimaurer (Deutschland) Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena) Hochschullehrer (Erlangen) Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Ehrengrab des Landes Berlin Person (Rammenau) Deutscher Geboren 1762 Gestorben 1814 Mann Person des Antisemitismus
FINAL . de: CDU/CSU Posts mit dem Label CDU/CSU werden angezeigt. Alle Posts anzeigen Nicht nur, dass der Burschenschaftler Günther Oettinger (CDU) in seiner Rolle als "EU-Kommissar für Energie" fortlaufend den Atomausstieg Deutschlands torpediert, sondern jetzt will er auch noch in Sachen Fracking die kritische Haltung der Bundesregierung auf EU-Wegen hintergehen, um der Fracking-Lobby zu erlauben, aus den Erdschichten zu knacken, was schon in der Theorie unausgereift ist, erst recht in der Technologie (vgl. Tiefbohrungsprobleme schon bei der erheblich unkomplizierteren Geothermie) - und an Gasvorkommen allemal nicht wertloser wird, wenn sich in Jahrzehnten die konventionelle Gasförderung dem Ende zuneigt. Was will dieser Mann künftigen Generationen denn überhaupt noch lassen außer Atommüll und Ressourcenleere? Es wird Zeit, dass sich die Bundeskanzlerin von dieser Personalie trennt. Oettinger dient weder den Landesinteressen noch der EU oder einer nachhaltigen Energiepolitik. Nichts qualifiziert ihn, weder seine Ausbildung noch irgendein erkennbares Fachinteresse oder demokratische Akzeptanz, wie sich mühelos mit Meinungsumfragen recherchieren ließe. Unangenehm, untragbar von A bis Z, denn er scheint einzig für die Lobby-Cliquen "Das Offene Ohr" zu haben, eben ein "Andenpaktler". Labels: CDU/CSU, Energiepolitik, Europa, msr, Umweltpolitik Labels: Asien, CDU/CSU, Deutschland, FDP, msr, Rüstung Frauenquote im Bundestag gescheitert Die schwarz-gelbe Regierungskoalition lehnte den vom Bundesrat eingereichten Gesetzesentwurf ab. Unionsfunktionäre wie Volker Kauder hatten massiven Druck auf CDU-Abgeordnete ausgeübt, um den auch von einigen CDU-regierten Ländern unterstützten Gesetzesentwurf zu blockieren. Der Gesetzentwurf aus dem Bundesrat war wenig ambitioniert, aber legte sich immerhin auf eine 20-Prozent-Quote ab 2018 und eine 40-Prozent-Quote ab 2023 fest, während die Union nun wieder bloß verspricht, das ab 2020 eine 30-Prozent-Quote gelten solle, falls es die Wirtschaft an Freiwilligkeit fehlen lasse. - Warum solch Gesetz bloß versprochen und nicht sofort beschlossen wird, als sei das Thema irgendwie "neu", zeugt von der Ernstlosigkeit in dieser Gleichberechtigungsfrage, wie auch ein Herr Brüderle sich Frauen eben gern im Dirndl vorstellt und sich für einen "Wirtschaftsmann" hält. Das ist er dann ja, aber eben nur denen, die seine Partei über die Staatszuschlüsse hinaus finanzieren. Wie hoch ist eigentlich der Frauenanteil im Bundestag? Zur Zeit 32,9 Prozent. Da fragt sich tatsächlich, wieso sich dieses Gremium nicht zunächst und zwar schnellstens selbst reformiert. Allerdings unterscheiden sich die Parteien in dieser Frage enorm. CDU/CSU Frauenanteil 19 Prozent: 45 Schwesterle, 192 Brüderle SPD Frauenanteil 40 Prozent: 58 Schwesterle, 88 Brüderle FDP Frauenanteil 26 Prozent: 24 Schwesterle, 69 Brüderle LINKE Frauenanteil 56 Prozent: 42 Schwesterle, 33 Brüderle GRÜNE Frauenanteil 51 Prozent: 35 Schwesterle, 33 Brüderle fraktionslos: 1 Brüderle Der Frauenanteil in der Bevölkerung pendelt um die 51 Prozent. Labels: CDU/CSU, Deutschland, FDP, Frauenrechte, Gleichberechtigung, msr Nun durchsuchte die russische Staatsanwaltschaft auch die Moskauer Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU) und Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD). Außenminister Westerwelle protestierte gegen die Durchsuchungen und drohte mit einer nachhaltigen Verschlechterung der Beziehungen. Die russische Regierung ist bestrebt, die NGOs zu kriminalisieren. Laut Gesetz müssen sich alle in Russland arbeitenden Organisationen, die aus dem Ausland Gelder beziehen, als "ausländische Agenten" registrieren. - Das wird man dann wohl tun müssen oder die Büros schließen, denn es kann nicht ungewöhnlich sein, dass Staaten die Einhaltung ihrer Gesetze kontrollieren. Also kommt auf die Gesetze an, ob sie den internationalen Abkommen genügen. Aber es scheint, dass diese Frage Herrn Putin ziemlich egal ist, denn er kommt nun mal aus Verhältnissen, in denen er sich den "Respekt" mit roheren Mitteln als mit Argumenten erkämpfen musste, sodann als KGB-Mann in der DDR, später unter Jelzin hochgedient, ganz oben angekommen wie Schröder. Das macht die "lupenreine" Seelenverwandtschaft und in die Macht verliebt oder den Machtverlust fürchtend, weil nicht ganz mit dem sozialen Netzwerk derer begütert, die in westlichen Staaten einander die Stange halten. Labels: CDU/CSU, msr, Russland, SPD Labels: CDU/CSU, Energiepolitik, FDP, Finanzpolitik, msr, Umweltpolitik Labels: CDU/CSU, Energiepolitik, msr Labels: CDU/CSU, Familienpolitik, Homosexualität, msr, USA Was nun? Unions-Urgestein Schäuble fordert immerhin zum Umdenken auf. Aber das kann und mag ja nicht jeder, so auch Fraktionschef Kauder, der im SPIEGEL-Interview verbissen bließ: "Die CDU will keine Homoehe!" - Das verlangt ja auch niemand. Merkel, Kauder, Seehofer, sie alle dürfen Heteros bleiben, sondern es geht einzig und allein darum, dass sie Homosexuelle nicht länger gegenüber Heterosexuellen benachteiligen sollen. In allen Meinungsumfragen der letzten Jahre sprachen sich klare Mehrheiten "für die Homo-Ehe" aus. Es ist längst nicht mehr nur eine rechtsakademische Frage, sondern eine Demokratiefrage - und die Regierung müsste sich ein anderes Volk wählen. Labels: CDU/CSU, Homosexualität, msr Die Plagiatsvorwürfe sind doch sehr erdrückend, dass Schavan daran kaum rütteln kann. http://schavanplag.wordpress.com zeigt, dass sie nicht bloß einzelne Gedanken plagiierte, sondern umfassende Wissenschaftsmühen vortäuschte. Das betrifft immerhin Größen wie Freud, Hanna Arendt, Carl Gustav Jung, die zu lesen mitunter kein Asterix ist, aber wer es tut, würde/könnte aus deren Großwerken nicht die selben Schlüsse mit den selben Fundstellen ziehen, wie es Schavan einfach bei denen abschrieb, die tatsächlich solche Rezeptionen leisteten. Es wäre wohl besser gewesen, Schavan hätte nicht direkt nach dem Abi mit der Dissertation begonnen, sondern zunächst mal studiert, worüber sie unter dem Titel "Person und Gewissen" offenbar nur für den Titel und die Karriere schrieb. Immerhin verbleiben ihr lt. Wikipedia: 2009: Ehrendoktorwürde der Universität Kairo (arabischer Vorfrühling?) 2010: Ehrendoktorwürde der Tongji-Universität (VR China) 2011: Ehrendoktorwürde der Meiji-Universität (private Uni in Japan) 2011: Ehrendoktorwürde der Hebräischen Universität Jerusalem Und Rücktritt vom Ministerposten? Unausweichlich. Und ist ihr bewusst, bevor sie verkündete, nicht mehr für den stellvertretenden CDU-Vorsitz zu kandidieren. - Schadensbegrenzung. Labels: Bildungspolitik, CDU/CSU, Korruption, msr Höhepunkt von Jauchs gestrigem Polit-Talk war Martin Lohmann, Chefredakteur des privaten katholischen Fernsehsendes K-TV und Bundesvorsitzender des "Bundesverbands Lebensrecht", seit 2001 Mitglied des "Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem", CDU-Mitglied. Als er gefragt wurde, ob er seiner Tochter nach einer Vergewaltigung die "Pille danach" vorenthalten würde, beschwerte er sich zunächst, dass die Frage persönlich sei. Abstrakt lässt sich halt leichter über Moral schwafeln. Immerhin ließ er sich zur Antwort überreden und meinte, dass er gemeinsam mit seiner Frau der Tochter dann helfen würde, das Kind auszutragen, denn es gelte, das Leben zu schützen. - Was sagt wohl die Tochter dazu? - Derweil möchte seine Partei Kampfdrohnen bestellen. Wie es auch Jesus tun würde? Labels: CDU/CSU, Ethik, Frauenrechte, msr, Religion Labels: Berlin, CDU/CSU, msr, SPD, Verkehrspolitik CSU-Attacke auf Pressefreiheit fordert 1. Bauernopfer Kaum hatte der bayrische Ministerpräsidenten Horst Seehofer in affektierter Lässigkeit seinem CSU-Pressesprecher Hans Michael Strepp das Vertrauen ausgesprochen, konterte das ZDF, Strepp habe sehr wohl versucht, gegen eine Berichterstattung zum SPD-Parteitag zu intervenieren. Offenbar wollte die CSU die Sender für ihren Parteitag exklusiv haben und die Kür des SPD-Spitzenkandidaten Christian Ude für die Bayernwahl 2013 ins Nichts fallen lassen. Zitat aus der Süddeutschen Zeitung: >>Wie die SZ aus übereinstimmenden Quellen erfuhr, rief Parteisprecher Strepp am Sonntagnachmittag in der heute-Redaktion an. Seine Forderung: Die Sendung um 19 Uhr möge bitte nicht über den Landesparteitag der SPD berichten. Die ARD tue dies auch nicht. Berichte das ZDF dennoch, werde dies "Diskussionen nach sich ziehen"<< Dreister gegen die Pressefreiheit geht es nicht, wirft allerdings auch Fragen an die ARD auf, wie es bei ihr um Programmanweisungen seitens der Parteien steht. Strepps Rücktritt war nach dem Outing durch das ZDF unausweichlich, aber für Eigeninitiative ist er bislang nicht bekannt, sondern eher als braver Gefolgsmann mit Pattexeigenschaften, denn von Stoiber ins Amt geholt, dessen Abhalfterung überstehend, anschließend für den fast schon vergessenen Erwin Huber pressesprechend und danach auch Herrn Seehofer genehm. Dazu passt dann kein Alleingang, sondern eher der Botengang und seine weitere CSU-Karriere wird zeigen, ob in der Chef-Etage Dank oder Ärger überwiegt. Labels: CDU/CSU, Journalismus, Medienkritik, msr, Pressefreiheit CSU-Parteitag zwischen Sommerloch und Winterschlaf Ein Ausscheiden Niederbayerns aus dem EURO ist vorläufig vom Tisch. Je dichter die Bundestagswahl, desto mehr wird die CSU "auf Schmusekurs" mit Merkel umschwenken. Und Merkel dankte es mit klarem Bekenntnis zur Herdprämie, damit Mama Wahlfreiheit hat, ob sie lieber allein daheim oder dem Bengel beim Spielen helfen möchte. Der Parteitag verlief frei von Störungen und Diskussionen. Mehrfach erhoben sich die Delegierten zu stehenden Ovationen und setzten sich dann wieder. Am Rande der Veranstaltung verkündete Seehofer, dass die CSU den Plagiator zurück in die Politik holen werde. So hatten die Medien endlich ihre Meldung, ohne sich mit der Frage aufzuhalten, ob solche Ankündigung durch eine Mitgliederbefragung legitimiert ist. Aber warum sollte es in der CSU anders als in der SPD sein? Labels: CDU/CSU, Frauenrechte, Kinder, msr, Parteien, Soziales Wenn solche Versicherung, die eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, dann dürfen die Versicherungskosten aber nur auf den Atomstrompreis umgelegt werden, ansonsten geht die Augenwischerei mit der "billigen Kernenergie" weiter. Und welche Sicherheiten müssen die Versicherungen bieten? Für einen GAU im dicht besiedelten Deutschland mindestens 1 Bio. €, sonst läuft es auf eine Enteignung der Betroffenen hinaus. Die AKW-Betreiber werden stattdessen eine gemeinsame Strohpuppe hinstellen und sagen: "Wir sind versichert." Labels: Atomenergie, CDU/CSU, Energiepolitik, Europa, msr peteraltmaier hat in FB geschrieben: Freue mich, dass mein Vorschlag zu Bürgerdividende bei Netzausbau eine intensive Debatte ausgelöst hat. Bin dankbar für jeden guten Aspekt Sehr geehrter Herr Altmaier, wo finde ich Ihre "Bürgerdividende"-Idee exakt beschrieben? Den vom Trassenbau betroffenen Menschen eine privilegierte Anlagemöglichkeit zu bieten, kann Teil des Maßnahmenpaketes sein, aber es wäre zunächst mal keine "Bürgerdividende", sondern eine Kapitalspritze, die sich nach der Kapitalertragssteuer noch einmal abzinst und verschlechtert, falls die Inflation zunimmt. Darum ein anderer Vorschlag: Wenn Sie die Trassenbau-Betroffenen entschädigen und/oder befrieden möchten, dann eher über die Strompreise, z.B. durch Minderung oder Verzicht auf Netzentgelte je nach Intensität der Betroffenheit. Labels: CDU/CSU, Deutschland, Energiepolitik, msr Labels: CDU/CSU, Deutschland, Energiepolitik, msr, Umweltpolitik Labels: CDU/CSU, Europa, msr, Staatsverschuldung Röttgens Fehlerliste: 1. Mit Antritt als Bundesumweltminister hätte er sein Amt als NRW-CDU-Vorsitzender sofort abgeben müssen. Umwelt- und Energiepolitik sind einfach schon ausreichend große Themen, so dass ihm da zu viel auf der Strecke blieb. Zwecks persönlicher Karriere und Machtpolitik zwei eigentliche Fulltime-Jobs zu kombinieren, wird immer dann zum Problem, wenn diesen Jobs die Themen-Schnittmenge zu klein ist. So war unvereinbar, dass Westerwelle gleichzeitig Außenminister und FDP-Chef war, als wenn die Kriege und internationalen Krisen Zeit für anderes lassen dürften. So ist vereinbarer, wenn ein RegierungschefIn zugleich ParteichefIn ist. 2. Röttgen und der gesamten Union hätte klar sein können, dass sich die NRW-Wähler zurückgesetzt fühlen, wenn sich ein Spitzenkandidat für den Fall seiner Wahlniederlage das Hintertürchen eines Bundesministerpostens offen hält. 3. Röttgen versagte als Wahlkämpfer. Das ist menschlich niemandem vorzuwerfen, zumal die Wahlkampfleistung häufig aus bloßer Zielgruppen-Heuchelei besteht, was Röttgen im Kontakt mit dem von sozialen Problemen geplagten Massenpublikum schlechter gelang als Frau Kraft, die ganz auf Fürsorgerin machte. 4. Röttgen und seine Union hatten keine Wahlkampf-Strategie. Was war von Röttgens Sparpolitik zu halten? An welchen Stellen wollte er überhaupt Einsparungen vornehmen? So musste das Wahlvolk vermuten, dass auch noch die letzten Badeanstalten geschlossen werden, wie es allerdings auch in sozialdemokratischen Hochburgen passiert, dann aber mit geübteren Krokodilstränen, denn die politische Klasse, welcher etablierten Partei auch immer, geht ohnehin in kein Freibad. Viele Fehler, dennoch überrascht, dass sich Merkel und Röttgen jetzt überwarfen und sie ihn aus dem Kabinett feuert. Mir tut es um diesen CDU-Politiker vergleichsweise leid, aber die Fehler wogen schwer, auch wenn sie für sein Wahldebakel längst nicht die Bedeutung haben dürften, wie es ihm angelastet wird. Labels: CDU/CSU, msr Alle Achtung, dass sich Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) heute in Hof an der Spitze einer Demonstration mitmarschierte, zu der ein breites Antifa-Bündnis aufgerufen hatte. An der Demonstration nahmen ca. 4000 Menschen teil. Einige Deppen ließen gegen den Innenminister Pfiffe ertönen, als sei ohne die bürgerliche Mitte dem Rechtsextremismus beizukommen. Labels: Antifaschismus, CDU/CSU, Demonstration, Deutschland Labels: CDU/CSU, Frauenrechte, Medienkritik, msr Friedensnobelpreis 2018 für Frauenrechtsaktivitäte...
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Welche Bedeutung hatte Fichte für den Deutschen Idealismus?
Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; † 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. Leben Jugendzeit Fichte war das erste von acht Kindern des Bandwebers Christian Fichte (1737–1812) und seiner Frau Maria Dorothea (geb. Schurich, 1739–1813) in Rammenau in der Oberlausitz. Er wuchs ärmlich in einem von Frondiensten geprägten dörflichen Milieu auf. Seine Auffassungsgabe und sein gutes Gedächtnis fielen einem Verwandten der örtlichen Gutsherrschaft, dem Gutsherrn Ernst Haubold von Miltitz (1739–1774), bei einem Besuch in Rammenau auf: Er hatte eines Sonntags die kirchliche Predigt verpasst, woraufhin der zehnjährige Fichte gerufen wurde, von dem man versicherte, er könne die Predigt wiederholen. Daraufhin imitierte dieser den Pfarrer so perfekt, dass der Freiherr in seiner Entzückung dem Kind nach einer Vorbereitungszeit im Pfarrhaus zu Niederau den Besuch der Stadtschule in Meißen ermöglichte. Danach finanzierte ihm sein Förderer 1774 eine Ausbildung an der Landesschule Pforta bei Naumburg, verstarb jedoch im selben Jahr. Nach seiner Schulzeit zog Fichte 1780 nach Jena, wo er an der Universität ein Theologie-Studium begann, wechselte jedoch bereits ein Jahr später den Studienort nach Leipzig. Die Familie von Miltitz unterstützte ihn nun nicht mehr finanziell, er war gezwungen, sich durch Nachhilfeunterricht und Hauslehrerstellen zu finanzieren und brachte das Studium zu keinem Abschluss. In dieser aussichtslosen Lage bekam er 1788 in Zürich eine Stelle als Hauslehrer, die er aber nur zwei Jahre innehatte, da er der Auffassung war, dass man, bevor man Kinder erzieht, zuallererst die Eltern erziehen müsse. Dort verlobte er sich mit Johanna Marie Rahn (1755–1819), Tochter des Kaufmanns und Waagmeisters Johann Hartmut Rahn und Nichte des Dichters Klopstock. Anschließend ging er wieder nach Leipzig. Fichtes Plan, Prinzenlehrer zu werden, scheiterte. Seine zweite Idee, eine Zeitschrift für weibliche Bildung, lehnten mehrere Verleger ab. Trauerspiele und Novellen brachten ihm ebenfalls keine finanzielle Sicherheit. Übergang zur Philosophie In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den „Dingen, wie sie sind“ und „wie die Dinge erscheinen“ (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Hauslehrerstelle in Warschau nahm Fichte Anfang November 1791 eine auf ein Jahr befristete Anstellung als Hauslehrer des Sohns des Ehepaars Louise von Krockow, geb. von Göppel, die mit Kant persönlich bekannt war, und Heinrich Joachim Reinhold von Krockow (1736–1796), Königl. Preußischer Obrist, im gräflichen Schloss Krockow in der Nähe der pommerellischen Ostseeküste an. Im selben Jahr besuchte er Kant in Königsberg, wo dieser ihm einen Verleger für seine Schrift Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) verschaffte, die anonym veröffentlicht wurde. Das Buch galt zunächst als ein lange erwartetes religionsphilosophisches Werk von Kant selbst. Als Kant den Irrtum klarstellte, war Fichte berühmt und erhielt einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Jena, den er 1794 antrat. Zuvor hatte er nach längerer Überlegung, ob eine Eheschließung ihm nicht die „Flügel abschneide“, 1793 Johanna Rahn geheiratet. Drei Jahre später kam Sohn Immanuel Hermann (1796–1879) zur Welt. In Jena lebte der berühmte Theosoph Jakob Hermann Obereit in Fichtes Wohnhaus. Fichte und Obereit waren beständig im Gespräch. Während seiner Jenaer Professur (1794–1799) wurde er zur Zielscheibe im so genannten „Atheismusstreit“. Ausgelöst wurde dieser Streit 1798 durch zwei Schriften, wobei nur eine (Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung) von Fichte selbst stammt. Beide Schriften waren im Philosophischen Journal, dessen Herausgeber Fichte zusammen mit Friedrich Immanuel Niethammer zu dieser Zeit war, erschienen. Fichte wurde wegen Verbreitung atheistischer Ideen und Gottlosigkeit verklagt, erhielt einen Verweis und trat daraufhin zurück, wie er es zuvor angedroht hatte. 1805 bekam er den Lehrstuhl für Philosophie in Erlangen, 1807 war er Zensor der Hartungschen Zeitung in Königsberg, wurde aber auf Befehl des preußischen Generals Ernst von Rüchel entlassen. Wenige Jahre darauf, 1810, bekam er die Position des Dekans der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit war er von 1811 bis 1812 Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. 1789 wurde Fichte in Zürich in den Freimaurerbund Modestia cum Libertate aufgenommen, in dieselbe Loge, in der auch Johann Wolfgang von Goethe freundschaftlich verkehrte. Später ließ er sich am 6. November 1794 als Mitglied der Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen in Rudolstadt annehmen und war auch nach seinem Umzug nach Berlin mit den dortigen Freimaurerkreisen verbunden. 1799 traf er auf Ignaz Aurelius Feßler und arbeitete nach seiner Annahme am 17. April 1800 mit ihm an der Reform der Großloge Royal York zur Freundschaft. Am 14. Oktober 1799 hielt er einen Vortrag über „den wahren und richtigen Zweck der Maurerei“. Am 13. und 27. April 1800 hielt er mehrere Vorlesungen, die später unter dem Titel Philosophie der Freimaurerei. Briefe an Constant erneuert und veröffentlicht wurden. Schon bald kam es zum Streit und Fichte trat am 7. Juli 1800 aus der Freimaurerei aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der Deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren „Sprecher“ (Vorsitzender). Hatte sich Fichte zuvor als Anhänger der Französischen Revolution bezeichnet, so profilierte er sich nun insbesondere durch die flammend patriotischen Reden an die deutsche Nation (als Text veröffentlicht bis 1808) als Gegner Napoleons. Fichte wurde damit zum Vordenker der Urburschenschaft. Ein utopisches Gesellschaftsmodell – eine Art sozialistische Gesellschaft auf nationalstaatlicher Grundlage – findet sich in dem Werk Der geschlossene Handelsstaat (1800). Tod Vermutlich Ende 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte. Auch Fichte sollte an dieser vom Kot von Kleiderläusen übertragenen Seuche erkranken, die vornehmlich unter der Bezeichnung Fleckfieber berüchtigte Bekanntheit erlangte und insbesondere im Kriegswinter 1813/14 in Mitteleuropa (unter anderem in Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz) katastrophale Ausmaße annahm. Im Gegensatz zu seiner Frau konnte er sich von diesem Fieber nicht erholen. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Die Ehrengrabstelle in der Abt. CH, G2 trägt ein Porträtmedaillon (Kopie) von Ludwig Wilhelm Wichmann. Sein Grabstein trägt einen Vers aus dem Buch Daniel (): Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre Ein zentraler Kern in Fichtes Philosophie ist der Begriff des „absoluten Ich“. Dieses absolute Ich ist nicht mit dem individuellen Geist zu verwechseln. Später nutzte er die Bezeichnung „Absolutes“, „Sein“ oder „Gott“. Fichte beginnt in seiner Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre mit einer Bestimmung des Ich: Fichte ging es um die praktische Umsetzung seiner Philosophie, weshalb er die Errichtung eines lückenlosen philosophischen Systems als zweitrangig erachtete. Im Vordergrund stand für ihn die Verständlichkeit seiner Lehre. Er vertrat ein positives Menschenbild und ging davon aus, dass in jedem Menschen – und nicht nur im Gelehrten – der Grund echter Selbsterkenntnis (und damit auch Gotteserkenntnis) gelegt ist und der Philosoph lediglich auf diese verweisen muss. In seiner populären, z. T. polemischen Darstellungsweise schuf sich Fichte unter den Fachgelehrten viele Freunde, aber auch Feinde. In erbitterter Feindschaft stand er zu Friedrich Nicolai. Goethe urteilte skeptisch über Fichte, . Trotz späterer Ablehnung übte Fichte großen Einfluss auf Schelling und Hegel aus. Auch Hölderlin bekannte, Fichtes Vorlesungen aus seiner Jenaer Zeit viel zu verdanken. Einige Ideen Fichtes knüpfen an die Thesen des etwa 20 Jahre älteren Johann Gottfried Herder an. Fichtes Kantrezeption Fichte reagierte auf die Frage, wie theoretische und praktische Vernunft zusammenhängen, indem er antwortete, dass die beiden Teile der Vernunft in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Hierbei ist die praktische Vernunft der theoretischen übergeordnet. Letztere benötigt demnach die praktische Vernunft; diese aber ist autonom. Auch für Kant war die praktische Vernunft ein Vermögen des Willens – und damit autonom. Laut Fichte mündet diese Tatsache aber in seiner Theorie zur „Selbstsetzung“. Der Wille bringt, indem er sich ein Gesetz gibt, zugleich sein Wesen als „Vernunftwille“ hervor. Dieser Vernunftwille macht das aus, was wir sind – nämlich unser Ich. „Das absolute Ich ist, indem es sich setzt, und setzt sich, indem es ist.“ Aus diesem Grund kommt der praktischen Vernunft absolute Freiheit zu. Fichtes Idealismus ist daher eine Konsequenz aus dem Primat der praktischen Vernunft. Der Kritik am transzendentalen Argument bei Kant entzieht sich Fichte, indem er die praktische Vernunft zur Bedingung für die theoretische Vernunft erklärt. Hierbei geht er von der „Handlung“ des Urteilens aus und schließt mithilfe einer transzendentalen Begründung auf das sich setzende Ich als Bedingung hierfür. Alles Urteilen ist Handeln des menschlichen Geistes. Diesem liegt der Satz „Ich bin“ zugrunde. Das „schlechthin gesezte und auf sich selbst gegründete“ ist der Grund des Handelns. Um dem Vorwurf zu entgehen, dass wir eventuell gar nicht urteilen, sondern nur glauben zu urteilen, führte Fichte die „intellektuelle Anschauung“ ein. Sie ist auch praktisch zu verstehen als „Anschauen seiner selbst im Vollziehen eines Acts“. Wenn wir urteilen, beobachten wir uns nicht, sondern stellen handlungsorientierte Fragen. Diese Fragen gehen von der Annahme aus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Würde das nicht zutreffen, könnte er nicht urteilen, was nicht vorstellbar ist. Gleichwohl vertrat Fichte die Auffassung, auch wenn der Mensch nicht an den Bedingungen vernünftigen Urteilens zweifeln könne, folge daraus nicht, dass er diese Bedingungen tatsächlich erfüllt. Die schärfste Abgrenzung zu Kant vollzog Fichte mit seiner Ablehnung der Konzeption eines „Dinges an sich“. Nur so kann in seinen Augen die absolute Freiheit des Ichs bewahrt werden. Das „Ding an sich“ wird bei Fichte lediglich zu einem „Anstoß“, einem irrationalen Faktum innerhalb des Ich, welches das Ich zu bewältigen versucht. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Ich, gleichsam hinaus in die Welt als „Nicht-Ich“. Ist das absolute Ich demzufolge also ein „Ding an sich“ auf der Seite des Subjekts? Fichtes Antwort: Nur wenn es „erscheint“. Das absolute Ich existiert nur im Handeln. In seiner philosophischen Reflexion wird das absolute Ich zu etwas Objektivem, eine andere Entität der realen Welt gibt es nicht. Jenaer Philosophie Da Fichte die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre schnell als unzureichend und ergänzungsbedürftig ansieht, macht er sich auf dem Höhepunkt seiner Jenaer Periode nahezu zeitgleich an eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftslehre (unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo) und an eine erste Ausarbeitung der praktischen Philosophie (in der Grundlage des Naturrecht und der Sittenlehre). Inhaltlich stellt sich seit der Grundlage der gesamten Wissenschaftlehre die Frage, warum das absolute Ich, welches autonom ist, auf einen „Anstoß“ reagiert. Fichte macht deutlich, dass das absolute Ich nur ist, wenn es sich seiner selbst bewusst wird. Dies kann nur geschehen, wenn es mit Material konfrontiert wird, auf das es zu reagieren hat. Würde es zu keinem Kontakt kommen, würde das Ich „ganz in seiner Tätigkeit aufgehen“. Um aber zu sein – und damit auch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln –, muss es sich für den „Anstoß“ öffnen und dafür Sorge tragen, dass der „Stein des Anstoßes“ erhalten bleibt. Nach Fichte kann das Ich demnach als ein unendliches Streben nach Autonomie verstanden werden. Der „Anstoß“ ist hierbei gleichsam nur notwendige Bedingung des Selbstbewusstseins, keine hinreichende. Die weiteren Bedingungen für das Selbstbewusstsein finden sich in den jeweiligen Teildisziplinen der Wissenschaftslehre, die Fichte unterscheidet: Naturlehre, Rechtslehre, Sittenlehre und Religionslehre. Erstere hat Fichte, aufgrund des von ihm entwickelten Primats der praktischen Vernunft, nie ausgearbeitet. Die Wissenschaftslehre nova methodo Nachdem Fichte durch seine Vorlesungen über die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre in kürzester Zeit bekannt geworden ist, sieht er seine Philosophie bald mit verschiedenen Einwänden und Nachfragen seiner Zeitgenossen konfrontiert. Zunehmend wird er unzufrieden mit seinem ersten Entwurf der Wissenschaftslehre. Statt den Text der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre zu revidieren, entschließt er sich, die Wissenschaftslehre vollkommen neu auszuarbeiten. Das Ergebnis trägt er unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo ab 1796 in Vorlesungen vor, die heute jedoch nur noch als Mitschriften überliefert sind. Dennoch wird die Wissenschaftslehre nova methodo in der neueren Fichteliteratur zunehmend als beste und verständlichste Fassung der fichteschen Wissenschaftslehre angesehen. Inhaltlich bemüht sich Fichte darum, von seinen Zeitgenossen formulierte Einwände zu widerlegen und die Wissenschaftslehre stringenter und nachvollziehbarer vorzutragen. Verschiedene Themenbereiche – etwa die Behandlung der Frage, wie es vom einheitlichen absoluten Ich zur Pluralität individuellen Bewusstseins kommen kann – kommen gegenüber der ersten Behandlung der Wissenschaftslehre neu hinzu. Fichtes Rechtslehre In seinen Grundlagen des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1796/1797 (§ 8) bestimmte Fichte die Funktion des Rechts ähnlich wie Kant: Das Beisammenstehen der Freiheit mehrerer sei Doch schloss für ihn eine vernünftige Ordnung der Freiheit auch eine angemessene Verteilung gemeinschaftsbedingter Chancen und Güter ein. Für Fichte wird die Beziehung zwischen dem Selbstbewusstsein und – sozusagen – der Welt präzisiert. Das Bewusstsein kann sich nur als frei handelndes Wesen begreifen, wenn es „den Begriff eines frei handelnden Wesens auf sich anwenden kann.“ Das kann es nur, wenn andere das Selbstbewusstsein auffordern etwas zu tun und gleichzeitig(!) die Freiheit eingestehen, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Da dieser Vorgang reziprok ist, folgt, dass das Sein des Selbstbewusstseins von der Anerkennung der Freiheit anderer abhängt. Es wird deutlich, dass sich Fichte nicht auf das Moralgesetz als die bindende Kraft des Rechts versteht, sondern das Eigeninteresse des selbstbewussten Ichs. Ein Rechtsverhältnis entsteht demnach aufgrund der bloßen Existenz eines Nicht-Ichs. Auch Fichte definiert, wie so mancher Philosoph vor ihm, den Staat als Ausdruck des absoluten Willens, dessen Absicht es ist, die Freiheit und Rechte seiner Bürger zu garantieren. Kollektives Handeln und individuelles Handeln werden mit dem Ausdruck „sittliches Handeln“ in Eins gesetzt. Freiheit in der Geschichte sei nach Fichte die mehr oder weniger sittliche Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse der verschiedenen Völker. Fichtes Philosophie lässt sich als ethischer Idealismus bezeichnen, wenn man voraussetzt, dass nur der Staat Rechtsverhältnisse zwischen sich und den Bürgern bzw. unter den Bürgern schafft und dabei Beschränkungen seiner Bürger zugunsten eigener materieller Zwecke vornimmt. Fichtes Sittenlehre Im System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1798 geht Fichte davon aus, dass das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs nur sein kann unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Hierbei ist sich das Ich des Sittengesetzes niemals in abstracto bekannt, sondern „immer in Form konkreter Aufgaben und Pflichten der Welt“. Das Ich kann sich nur eine Tätigkeit zuschreiben, wenn diese mit der kausalen Wirklichkeit einer ihm unabhängigen Welt verbunden ist. Dies wiederum ist nur möglich, wenn es sich einen Körper zuschreibt. Da dieser Körper Teil der Welt ist, unterliegt er auch den Naturtrieben. Das Sittengesetz untersucht nun die Bedingungen der Manifestation eines zugleich verkörperten und von Naturtrieben beherrschten Ich. Fichtes Religionslehre Fichte hinterließ keine systematisch ausgearbeitete Religionsphilosophie. Im Atheismusstreit, den Friedrich Karl Forberg mit einem Artikel im Philosophischen Journal mit einem zustimmenden Nachwort von Fichte 1798 ausgelöst hatte, postulierte Fichte mit Forberg, die Existenz Gottes sei nicht notwendig für die Errichtung einer moralischen Wertordnung, allerdings sei der Glaube an Gott, verbunden mit einer göttlichen Moral, unumgänglich. Während Kant von der Existenz Gottes ausging und seine These untermauerte, die Existenz Gottes sei notwendig im Hinblick auf die Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Handelns, sah Fichte nur die Notwendigkeit zu einer „moralischen Weltordnung“. Diese müsse nicht zwingend auf eine höhere Instanz – also Gott – zurückgeführt werden. Die aktive Weltordnung selbst () könne man als Gott bezeichnen. Wer dies aber tut, der „verkennt die unmittelbare Beziehung des Gottesbegriffs zum moralischen Bewusstsein“ und ist, so Fichte, „der wahre Götzendiener und Atheist.“ Beitrag zur Französischen Revolution (1793) Deutlich wie wenige Denker und Politiker des damaligen Deutschland begrüßt Fichte die Französische Revolution. Er sieht in ihr nicht nur moralische Gründe, sondern auch einen rechtmäßigen Fortschritt zu mehr Gleichheit und Freiheit. Seine beiden Revolutionsschriften von 1793 (Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten und Beiträge zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution) griffen in die öffentlichen Debatten ein. Er begründet die Rechtmäßigkeit der Revolution in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contrat social mit dem Argument, dass es ein „unveräußerliches Recht des Menschen“ sei, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie: „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte die tiefere, philosophische Legitimität der Veränderung der Staatsverfassung. Fichtes Kritik am Judentum Im Werk Fichtes finden sich diverse despektierliche Äußerungen über Juden, die in der Fachliteratur als „judenfeindliche Ausfälle“ und „antijüdischer Affekt“ bezeichnet werden. Micha Brumlik etwa ist der Ansicht, Fichtes Positionen beinhalteten sowohl christlich-philosophischen Antijudaismus als auch politisch-säkularen Antisemitismus, und verglich letzteren mit dem von Adolf Hitler sogenannten „Antisemitismus der Vernunft“, der einen notwendigen, vollständigen Ausschluss der Juden aus einer zu schaffenden, besseren Gesellschaft propagierte. In der Sekundärliteratur finden sich allerdings auch differenzierendere Einschätzungen, insbesondere wenn das Gesamtwerk Fichtes betrachtet wird. Besonders drastisch äußert sich Fichte in Beiträge zur Berichtigung der Urtheile des Publicums über die französische Revolution von 1793. Er greift darin sowohl die Juden mit harschen Worten an, als auch das Militär und den Adel. Das Judentum sei ein „Staat im Staate“ und würde sich absondern. Die Juden, körperlich schlaff, hätten einen egoistischen Handelsgeist. Sie würden die übrigen Bürger übervorteilen, seien nur auf sich und ihre Sippe bedacht. Fichte übernimmt größtenteils die damals vorherrschenden Vorurteile, prangert aber vor allem immer wieder die angeblich separatistische Einstellung dieser Religion an. Oft zitiert wird die folgende Fußnote: In seiner 1794 erschienenen Streitschrift Eisenmenger der Zweite polemisierte Saul Ascher gegen die judenfeindlichen Äußerungen Fichtes, dem er den Namen des seinerzeit bekannten Judenfeindes Johann Andreas Eisenmenger, des Autors des Pamphlets Entdecktes Judentum, beilegte. Mit Fichte sei eine neue Dimension des säkularen Judenhasses zu verzeichnen. Mit David Veit lernte Fichte einen Vertreter der jüdischen Aufklärung Haskala kennen und schätzen. Als Rektor der Berliner Universität trat er kompromisslos und gegen allgemeinen Widerstand für einen zu Unrecht vom Senat der Universität bestraften und mit Relegation bedrohten jüdischen Studenten ein. Während vielfach eine „liberal-progressive“ Rezeption Fichtes – auch unter jüdischen Intellektuellen – vorherrschte, entwickelte sich später, insbesondere im Gefolge des Ersten Weltkrieges, auch eine „völkisch-nationalistische“ Rezeption. Dabei gewannen sowohl die Grundzüge als auch die Reden Fichtes erneut an Bedeutung, indem sie in den Dienst des nationalistischen Pathos und der Judenhetze gestellt wurden. Die Nationalsozialisten nahmen dabei Fichte zur Begründung ihrer Ideologie in Anspruch. Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) In den Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters entwickelt Fichte Ansichten zu einer Geschichtsphilosophie. Tragender Gedanke dieser Geschichtsphilosophie ist die Entwicklung der Menschheit von der Unfreiheit zur Freiheit. Parallel zu jener inneren Entwicklung der Individuen, gehe die äußere Entwicklung ihrer Position und Bestimmung im Staate von der Rolle des Untertan hin zum freien Bürger. Im Vordergrund steht ein Entwicklungsmodell, das die Geschichte in fünf Epochen unterteilt, wobei Fichte seine eigene Epoche als das „Zeitalter der vollendeten Sündhaftigkeit“ verstand, während die Grundzüge die künftigen Epochen einleiten sollten. Diese Epochenentwicklung vollziehe sich in folgenden Stufen: 1. Instinktive Vernunft: Stand der Unschuld des Menschengeschlechts; 2. Äußerlich erzwungene, jedoch nicht durch Gründe überzeugende Autorität: Stand der anhebenden Sünde; 3. Emanzipation von jeder äußeren Autorität, Herrschaft des nackten Erfahrungsbegriffs: Stand der vollendeten Sündhaftigkeit; 4. Rückkehr der freien, innerlichen Vernunft, wo die Wahrheit als das höchste erkannt und geliebt wird: Stand der anhebenden Rechtfertigung; 5. Verwirklichung der freien, innerlichen Vernunft in allen äußeren Lebensbereichen, wo die Menschheit sich selber als Abdruck der Vernunft aufbaut: Stand der vollendeten Rechtfertigung und Heiligung. Reden an die deutsche Nation (1808) Die Reden an die deutsche Nation verstehen sich als Fortsetzung der Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Drei Jahre nach diesen Vorträgen erklärt Fichte das Ende der dort beschriebenen dritten Epoche, die er in den Reden … als die Epoche der Selbstsucht bezeichnet. Durch die Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen sei diesem mit der Selbständigkeit gleichzeitig der Gehalt der Selbstsucht verloren gegangen. Es müsse ein neues Selbst gesucht werden, welches über die Nation hinausgehe. Dieses sei die Vernunft. In den Reden ruft Fichte im Bereich der Bildung zu einer Nationalerziehung nach dem Vorbild von Johann Heinrich Pestalozzi auf, die das menschliche Verhältnis zur Freiheit in der Vernunft- und Werterziehung verankern soll. Auch hier geht es wieder um die sittliche Bildung zur Freiheit, zur Selbständigkeit, zur Veredelung. In dieser Erhebung zur Vernunft, zum wahren Selbst, welches in der allgemeinen Vernunft zu finden ist, die jede Nation übersteigt, entfällt für Fichte auch die mögliche Feindschaft zu anderen freien Individuen und Nationen, denn der so gebildete Mensch strebe danach, seine Mitmenschen zu achten, und liebe ihre Freiheit und Größe, während ihn ihre Knechtschaft schmerze: „Aber es ist schlechthin unmöglich, dass ein solches Gemüt nicht auch außer sich an Völkern und einzelnen ehre, was in seinem Innern seine eigne Größe ausmacht: die Selbständigkeit, die Festigkeit, die Eigentümlichkeit des Daseins.“ In den Reden finden sich mit einer klar konturierten Ausdifferenzierung der Menschheit in nicht gleichwertige Sprach- und Kulturgemeinschaften sowie dem grundsätzlichen Streben nach deren Reinheit Ansätze einer rassistischen Theoriebildung. Würdigung Den Namen Fichtes tragen Johann-Gottlieb-Fichte-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin Fichte-Gymnasien und -Schulen in mehreren deutschen Städten Straßen in vielen Ortschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Fichtegasse in Wien Fichtestraße in der Gartenstadt von Freiburg im Breisgau Siedlung am Fichteplatz in Mainz mehrere deutsche Sportvereine, die in der Arbeitersportbewegung verwurzelt sind, z. B. der VfB Fichte Bielefeld J. G. Fichte, Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei Zwei Denkmäler, ein Park und ein Museum (im Barockschloss Rammenau) im Fichte-Geburtsort Rammenau Fichteturm und Fichtepark in Dresden-Plauen 5-DM-Gedenkmünze zum 150. Todestag (→ 5. Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland) 10-Mark-Gedenkmünze zum 175. Todestag 70-Cent-Sondermarke zum 250. Geburtstag 2012 Die Pflanzengattung Fichtea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte. Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung 1996 wurde die der rechtskonservativen Partei Die Republikaner nahestehende Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung e.V. gegründet, die sich nach eigenen Angaben der Vermittlung von traditionellen Werten im Sinne des Philosophen widmet. Werke (Auswahl) Wissenschaftslehre Die Wissenschaftslehre, Fichtes Hauptwerk, wurde von ihm mehrfach überarbeitet. u. a.: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie (1794) () Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/1795) Wissenschaftslehre nova methodo (1796–1799) Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797/1798) Die Wissenschaftslehre (1804) sowie folgende Ausgaben (1812) und (1813). Weitere Werke Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die französische Revolution (PDF; 1 MB) (1793) Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794) Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere (1796) Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre (1798) Appellation an das Publikum über die durch Churf. Sächs. Confiscationsrescript ihm beigemessenen atheistischen Aeußerungen. Eine Schrift, die man zu lesen bittet, ehe man sie confsicirt (1799) Der geschlossene Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als Anhang zur Rechtslehre und Probe einer künftig zu liefernden Politik (1800) Die Bestimmung des Menschen (1800) Friedrich Nicolais Leben und sonderbare Meinungen (1801) Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant (1802/03) Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre (1806) Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit (1806) Reden an die deutsche Nation (1807/1808) () Das System der Rechtslehre (1812) Literatur Ausgaben Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer, Leipzig: Gabler, 1794 () Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere. (1796). Neudruck auf der Grundlage der 2. von Fritz Medicus hrsg. Auflage von 1922; 3. Nachdruck mit überarbeiteten Quellennachweisen und Personenregister, Hamburg 1979 (= Philosophische Taschenbücher. Band 256). Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 42 Bände, hrsg. von Reinhard Lauth, Erich Fuchs und Hans Gliwitzky. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962–2011, ISBN 3-7728-0138-2 Fichtes Werke. 11 Bände. Hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Nachdruck der Ausgaben Berlin 1845/46 und Bonn 1834/35, Berlin 1971. ISBN 3-11-006486-3 Fichte im Kontext. Werke auf CD-ROM. Berlin 32002, ISBN 3-932094-25-5. Werke in 2 Bänden. Hrsg. Wilhelm G. Jacobs, Peter L. Oesterreich, Frankfurt a. M. 1997. ISBN 978-3-618-63073-9 Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1978, Philosophische Bibliothek Band 247. ISBN 3-7873-0448-7 Jacobi an Fichte, Text 1799/1816 im Vergleich, Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel 2011 (deutscher Text, Einleitung von Marco Ivaldo, Noten, Kommentar, Appendix mit Texten von Jacobi und Fichte, italienische Uebersetzung von Ariberto Acerbi, mit Register und Bibliographie), ISBN 978-88-905957-5-2. Sekundärliteratur Immanuel Hermann Fichte: Johann Gottlieb Fichte's Leben und Litterarischer Briefwechsel. 2 Bände. Seidel, Sulzbach 1830–1831 Erster Theil Digitalisat Zweiter Band Digitalisat Adolf Trendelenburg: Zur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte. Vortrag, gehalten in der Königl. Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin am 19. Mai 1862. Berlin 1862 Digitalisat Christian Hermann Weisse: Rede zum Andenken Johann Gottlieb Fichte's gehalten in der akademischen Aula zu Leipzig am 19. Mai 1862. L. G. Teubner, Leipzig 1862 Digitalisat Ludwig Noack: Johann Gottlieb Fichte nach seinem Leben, Lehren und Wirken. Zum Gedächtnis seines hundertjährigen Geburtstages. Otto Wigand, Leipzig 1862 Digitalisat Franz Hoffmann: Akademische Festrede zur Feier des hundertjährigen Geburtstages Johann Gottlieb Fichte's. Gehalten am 19. Mai 1862 in der Aula der Hochschule zu Würzburg. Stahel, Würzburg 1862 Digitalisat Moritz Weinhold (Hrsg.): Achtundvierzig Briefe von Johann Gottlieb Fichte und seinen Verwandten. Fr. Wilh. Grunow, Leipzig 1862 Digitalisat Adolf Lasson: Johann Gottlieb Fichte im Verhältniss zu Kirche und Staat. Wilhelm Hertz, Berlin 1863 Digitalisat Otto Pfleiderer: Johann Gottlieb Fichte. Lebensbild eines deutschen Denkers und Patrioten für das deutsche Volk. Geschildert von. Levy & Müller, Stuttgart 1877 Friedrich Zimmer: Johann Gottlieb Fichte's Religionsphilosophie nach den Grundzügen ihrer Entwicklung. Halle 1877 (Halle-Wittenberg, Univ., Diss. 1877) Digitalisat Fritz Medicus: Fichtes Leben. 2. Aufl. Felix Meiner, Leipzig 1922 Fuchs, Erich: J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen. Bände 1-7. frommann-holzboog, Stuttgart 1978–2012. Manfred Buhr (Hrsg.): Wissen und Gewissen. Beiträge zum 200. Geburtstag Johann Gottlieb Fichtes. 1762–1814. Akademie Verlag, Berlin 1962 Wilhelm Gustav Jacobs: Johann Gottlieb Fichte mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1984 (Rowohlts Monographien 336) Christoph Asmuth: Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1900-1 Peter Baumanns: J. G. Fichte. 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Nachdem im ersten Teil des Interviews mit Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner wesentliche Stationen seiner Lebensgeschichte zwischen den späten 1960er Jahren und seiner Tätigkeit in Gütersloh zur Sprache kamen, ist nun im zweiten Teil insbesondere die Psychiatriekritik Gegenstand der Erörterung. Schattenblick: Sie haben berufsständische Interessen genannt, den eigenen Broterwerb und die gesamte Zunft der in der Psychiatrie versammelten professionellen Akteure zu sichern. Sehen Sie darüber hinaus andere gesellschaftliche Interessen, die Psychiatrie in ihrer herkömmlichen Form aufrechtzuerhalten, etwa als Zwangsoption der Ausgrenzung oder Drohpotential? Klaus Dörner: Ich habe mich inzwischen darauf verschärft, daß es einzig und allein die berufsständischen Interessen sind, die ja in der Wirtschaft nicht ehrenrührig und dort völlig in Ordnung sind. Unterwirft man jedoch die Sphäre des Helfens, in der der Markt nichts zu suchen hat, gleichermaßen den Gesetzen der Güterproduktion, ist das nicht hinzunehmen. Man muß meines Erachtens davon ausgehen, daß in keinem Bereich der Gesellschaft die berufsständischen Interessen so massiv und rücksichtslos über den eigentlichen Betriebszweck gestellt werden wie im Bereich der helfenden Berufe. Seine Rede gipfelte in dem Satz: Man müsse sich sogar überlegen, ob die Euthanasie, also die Ermordung der psychisch Kranken, mehr ein Naziprogramm oder eher ein Psychiatrieprogramm gewesen sei. Als ich das las, habe ich einen totalen Schrecken gekriegt: Das ist ja der Gedanke, den ich seit Jahrzehnten mit mir herumschleppe, ohne mich je getraut zu haben, ihn auszusprechen! Und dieser Kerl, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, macht das einfach. Ich habe dabei gelernt, daß man sich der Wahrheit nur dann angemessen nähern kann, wenn auf der einen Seite die Nähe, aber auf der anderen auch die Distanz stimmt. Fehlt eines von beiden, kommt man nicht an die Wahrheit heran oder kann sie nicht aussprechen. Er hatte das aus der Gnade des Abstands heraus einfach getan, während ich viel zu verstrickt, emotional viel zu betroffen und daher außerstande war, es so zu formulieren. Seither denke ich darüber nach, ob nicht statt des reformistischen Weges der revolutionäre angemessener wäre. Da das Buch "Irren ist menschlich" immer noch ganz gut geht, plant der Psychiatrie-Verlag mal wieder eine Neuauflage. Weil die Ursula Plog ja verstorben ist, bin ich der Alleinerbe. Wir sind gerade bei der Überarbeitung, und ich habe deren Organisation dem Verlag überlassen, was möglicherweise keine weise Entscheidung war. Jedenfalls ist ein Redaktionsgremium gewählt worden, das bei Erhalt der Grundkonzeption des Buches die einzelnen Kapitel an verschiedene Leute zur Überarbeitung gegeben hat. Ob das jetzt gelingt oder nicht, ist noch offen. Allerdings habe ich mir vorbehalten, Vorwort und Gebrauchsanweisung, das historische Kapitel und das Alterskapitel selber zu formulieren. In der damaligen Aufbruchszeit haben wir die Diagnosen problematisiert, aber diese Frage im Grunde noch psychiatrie-intern diskutiert. Da ich mich unterdessen doch ein Stückweit radikalisiert habe, überlege ich, ob man diese Problematik nicht transzendieren müßte: Handelt es sich bei dem, was Menschen in den Einzugsbereich der Psychiatrie bringt, tatsächlich um das, was man in der Körpermedizin als Krankheit bezeichnet? In Berlin lebt eine Psychiatrie-Erfahrene, Ursula Talke, die über einen netten Professor für Rehabilitationspsychologie eine Dozentur bekommen hat, obwohl sie alle naselang die verrücktesten Sachen macht. So etwas wäre früher undenkbar gewesen, doch er hält sie bei der Stange, und so funktioniert das ausgezeichnet. Sie hat mich immer mal wieder in ihre Seminare eingeladen, weswegen wir uns inzwischen auch näher kennen. Und diese Ursula Talke hat mich bei unserer letzten Begegnung gehörig beschimpft: "Was du da formuliert hast, ist alles ganz nett, aber nicht radikal genug! Warum muß ich immer noch lesen, daß ich "psychisch krank" sei?" Das hat mich tief getroffen und dazu gebracht, das folgende Konzept zu entwerfen. Die Psychiatrie ist ja eine relativ späte Spezialisierung der Medizin, so zwischen 1800 und 1830 in Deutschland, in anderen Ländern ein bißchen früher. Womit man umgehen wollte, war in Begriffe der Alltagssprache gefaßt: Jemand war ver-rückt oder außer sich und mußte wieder in sich gebracht werden. Es haben sich ganz schnell zwei Fraktionen gebildet, die Somatiker und die Psychiker, wie sie sich damals nannten. Die Psychiker gingen von dem Gedanken aus, daß es sich bei den außergewöhnlichen psychischen Phänomenen um eine allgemein menschliche Möglichkeit handle, die uns von Tieren unterscheidet. Zumindest weiß man nicht so genau, ob Tiere auch wahnsinnig werden können. Ob uns diese Phänomene einfach über den Weg laufen und daher zufällig oder eher schicksalhaft sind, jedenfalls handle es sich bei ihnen eben um eine Möglichkeit des Menschen. Insofern kann man auf den alten Kant zurückgreifen, der die Anthropologie immer als einen Bestandteil seiner Philosophie aufgefaßt und darin im wesentlichen diese Form psychischer Störungen abgehandelt hat. Diese Auffassung verwarfen die Somatiker als unsinnig. Sie sprachen demgegenüber von körperlichen Krankheiten, die irgendwo im Gehirn anzusiedeln seien, was ja nahezuliegen schien. Die beiden Fraktionen haben einander furchtbar bekriegt und sich 30 Jahre lang damit herumgeschlagen. Aus meiner heutigen Sicht würde ich sagen, daß es sich um zwei Perspektiven handelte, die man besser im Schwebezustand gehalten hätte, weil an beiden Seiten etwas dran ist. Dann wäre man weitergekommen. Die Somatiker haben jedoch sondiert, wo ihre stärksten Bataillone standen und damit die besten Möglichkeiten winkten, Geld zu machen, um Forschung und Lehre, Universitätsrang und Macht, Bedeutung und Expansion im Bereich der Medizin zu befördern. Die Medizin war die Leitwissenschaft der gesamten Industrieepoche mit ihren enormen Erfolgen bei der Bekämpfung von Krankheiten, vor allem der Infektionskrankheiten. Dort galt das Motto, daß man es mit einem feindlichen, aggressiven Angreifer zu tun habe, der von außen kommt, in einen unschuldigen Mechanismus eindringt und ihn zerstört. Diesen Angreifer muß man vernichten. Daher gehe es nicht um den psychisch Kranken - der spielt keine Rolle -, sondern um die Krankheit, die man beseitigen will. Das ist der Gegenstand der medizinisch verstandenen Psychiatrie. Deswegen kann man im Zweifelsfall zu brutalen Mitteln greifen, und manchmal geht das eben nicht anders, als den Betreffenden dabei über die Klinge springen zu lassen. Man wollte eine leidensfreie Gesellschaft schaffen, und in dieser Fortschrittseuphorie des 19. Jahrhunderts war das etwas, wovon auch seriöse Menschen träumen konnten. SB: Sie haben in Ihrem Buch "Irren ist menschlich" noch vertreten - was Ihnen aus psychiatrie-kritischer Sicht auch angelastet wurde -, daß man in bestimmten Fällen die Elektrokrampftherapie (EKT) einsetzen könne. Wie verträgt sich eine so tiefgreifend somatisch intervenierende Methode mit dem Ansatz eines allgemein menschlichen psychischen Phänomens? Würden Sie auch heute noch die Auffassung vertreten, daß man die EKT unter Umständen verwenden sollte? KD: Es gibt dieses zauberhafte Büchlein von Gerald Ulrich "Biomedizin - die schwerwiegenden Folgen des Biologiebegriffs". Darin sagt er - und so formuliert es auch Kant, vorher noch Aristoteles: Man kann zwischen dem, was man Körper, Geist und Seele eines Menschen nennt, nicht unterscheiden, das ist alles eins. Am schlichtesten hat es eigentlich Aristoteles formuliert: Seele, Geist, mein Gott, Seele ist - das einzige, was man sagen kann - die Lebendigkeit des Körpers. Eine wunderbare Formulierung! So gut hat es selbst Kant nicht ausgedrückt. Später kam Schelling, und seither gab es immer wieder neue Ansätze, die Medizin von der exakten Naturwissenschaft, vom Denken wegzuholen und als Biologie aufzufassen. Nach der Nazizeit und dem Zweiten Weltkrieg sagten die medizinischen Psychiater, es sei vielleicht doch besser, sich das Mäntelchen Bio umzuhängen, das so gut klingt. Reden wir nicht mehr von der allzu belasteten Pharmapsychiatrie, sondern von Biomedizin, Biopsychiatrie und Bioethik, weil das viel besser ankommt. Das war natürlich der totale Verrat an dem, was mit dem Wort Biologie eigentlich gemeint ist. Jakob von Uexküll hat noch gefragt: Was ist ein Mensch, was ist ein Lebewesen? Ein Lebewesen hat eine äußere Seite und eine innere Seite. Darüber hinaus hat er als drittes den sozialen Bereich in seinen biologischen Umweltbegriff mit aufgenommen. Ansätze in dieser Richtung gab es immer wieder in der Geschichte, auch in der Nachkriegszeit, wenn Sie etwa an Autopoiesis von Humberto Maturana denken. Das waren ganzheitliche Konzepte von Medizin. Deswegen würde ich es so formulieren, wobei ich nicht sicher bin, ob die anderen Mitglieder des Redaktionskomitees das zulassen: Wie wäre es denn, wenn wir zu den Pionieren, die die Psychiatrie erfunden haben, zurückgehen würden, die das noch in einer Ambivalenz und einem Spannungsverhältnis gesehen haben? Es gibt die anthropologische, ich kann auch biologische Seite sagen, und es gibt die medizinische Seite. Man muß sehen, daß man beides ins Gleichgewicht bringt, um sich der Wahrheit dessen, was Psychiatrie sein könnte, zu nähern. Zurück zum Spannungsverhältnis der Pioniere Was nun diese berühmte EKT-Geschichte angeht, so ist das ein Kapitel für sich. Die erste, brutalste und folgenschwerste gewaltsame Intervention bestand ja in der Institutionalisierung. Wir haben das immer als Ausgrenzung beschrieben, aber es gab schon damals Leute, die sagten, das ist mehr als Ausgrenzung, es ist soziale Euthanasie. Ich weiß noch, wie ich das immer aus meinem Verständnis als Psychiater und den damit verbundenen Standesinteressen als übertrieben bezeichnet habe. Vielleicht war es doch nicht übertrieben. Wie mich der Präsident der DGPPN aufgeklärt hat, war die Euthanasie schon vor den Nazis ein Psychiatrieprogramm. Wir haben damals in Gütersloh den Arbeitskreis Erforschung der Geschichte der Euthanasie gegründet, den es nun schon seit 30 Jahren gibt - man trifft sich mit konstanter Bosheit immer noch zweimal im Jahr. Heinz Faulstich war es, der das Hungersterben in der Psychiatrie erforscht hat. Was die Geschichte der Gewaltanwendung angeht, die zu den bestgehütetsten Geheimnissen gehört, wurden Psychiatrieinsassen derart entwertet, daß sie nur noch als geistig Tote galten, denen gegenüber man die Hemmschwelle immer weiter absenkte. Der damals weltberühmte Psychiater Auguste Forel aus der friedlichen Schweiz bekannte sich um 1890 dazu, die strafgesetzlich im Kaiserreich noch verbotene eugenische Zwangssterilisation von Anstaltsinsassen durchgeführt zu haben. Wie Faulstich anhand des mühseligen Vergleichs der Kalorientabellen aller Anstalten herausgefunden hat, wurde dann im Ersten Weltkrieg die Zahl der Psychiatrieinsassen durch Aushungern reduziert. Der dafür verwendete technische Begriff war "Übersterblichkeit", die man im Krieg für notwendig, möglich und erlaubt erachtete. Durch staatlich verordneten Mord wurden in Deutschland rund 70.000 mehr Insassen, als unter den herrschenden Kriegsbedingungen zu erwarten gewesen wären, durch systematische Unterernährung getötet. In anderen kriegführenden Ländern gab es das auch, doch nur in Deutschland hat man es genauer untersucht. Weder die Kirchen noch die Berufsverbände haben je ihre Stimme dagegen erhoben. Deswegen konnten sich dann im Zweiten Weltkrieg Carl Schneider und Hermann Paul Nitzsche um die Frage prügeln, ob man die Psychiatrieinsassen lieber verhungern lassen oder vergasen sollte. Schneider setzte sich mit der Auffassung durch, daß Verhungern inhuman sei, da die Menschen Monate leiden müßten. Mittels Vergasung sei die Sache hingegen in ein paar Minuten geklärt. Er hat diese Sicht als humane Pflicht des Psychiaters aufgefaßt und war reflektiert genug, daß es tatsächlich seine Überzeugung gewesen sein dürfte. Unter der Prämisse, daß nicht der psychisch kranke Mensch, sondern ausschließlich die Krankheit gemeint sei, setzte sich ab den 1930er Jahren die Schocktherapie durch. Die Bereitschaft, Gewalt anzuwenden, wurde zum heroischen Kampf des Arztes gegen die Krankheit verklärt, der sich auch dann nicht geschlagen gibt, wenn er die Niederlage vor Augen hat. Wurden von hundert Patienten zwei oder gar zehn durch den Schock vielleicht auch nur vorübergehend gesund, rechtfertigte dies in den Augen der Psychiater die allgemeine Anwendung: Wenn es bei zehn funktioniert, werden wir die Methode soweit verbessern, bis es auch bei allen hundert funktioniert. Das ist ganz konventionelles naturwissenschaftliches Denken und seit Hunderten von Jahren legitimiert. Ich habe als Student sowohl die Anwendung des Insulinschocks als auch des Elektroschocks noch miterlebt und fand das damals in Ordnung. Bei manchen hat man Pech gehabt, da hat es nicht funktioniert, bei anderen hat es funktioniert. Und wenn es funktioniert hat, war es jedesmal ein Wunder: Lazarus stand auf, nahm sein Bett und wandelte. Dieses quasi religiöse Erlebnis muß für die ersten, die das angewandt haben, noch dreimal aufregender gewesen sein als für einen döseligen Studenten wie mich. Und ähnlich ist es natürlich bei der Pharmatherapie, nur nicht mehr ganz so wild, weil es statt physikalisch-mechanischer Schocks eben chemische sind. Ich habe das noch volle Pulle mitgekriegt, wie begeistert man war, daß Menschen, die sich ihr Leben lang mit Wahnideen herumgeschlagen und halluziniert hatten, nach der Verabreichung von Haloperidol frei davon waren. Die betroffenen Menschen haben sich gefreut und gesagt, wie wunderbar ist das, daß ich das noch mal erleben darf. Man könne das Schicksal zahlloser Menschen mit Hilfe von Psychopharmaka verändern, hieß es damals. Ich bin sehr früh geprägt worden von diesem furchtbar konservativen, reaktionären, militaristischen Bürger-Prinz, Kotzbrocken im Umgang mit Menschen, arrogant wie der Dr. Behrens im Zauberberg von Thomas Mann - der soll ihm sogar nachempfunden sein, ich weiß aber nicht, ob das stimmt. Bürger-Prinz riet uns jungen Assistenten, seid nicht so schnell begeistert und nehmt vor allem nicht die Psychopharmaka, die als letzter Schrei auf den Markt kommen. Es dauert etwa zehn Jahre, bevor wir über die Nebenwirkungen Bescheid wissen. Ob es sich objektiv oder wegen der Vertuschungsstrategie der Pharmafirmen so verhält, spielt keine Rolle, nehmt bestenfalls die altbewährten Medikamente! Natürlich hat sich kein Schwein an diese Anweisung gehalten. Ich habe damals sinngemäß folgende Zeilen formuliert: Wir benutzen mit oder ohne Begeisterung diese Psychopharmaka und freuen uns jedesmal, wenn es funktioniert. Es wird jedoch nicht lange dauern, bis man uns als inhumane Schweine beschimpft. Aber heute kann ich mich nicht dagegen wehren, weil ich das Gefühl hätte, Menschen, die erkennbar leiden, nicht die Chance zu geben, von ihrem Leiden runterzukommen. Und das kann ich nicht aushalten. SB: Würden Sie sagen, daß beispielsweise die EKT in Einzelfällen zu empirisch belegbaren Erfolgen geführt hat, so daß die Erklärung Bestand haben könnte, der Zweck heilige das Mittel? KD: Das ist noch viel schlimmer. In diesem Fall stand Lazarus auf, nahm sein Bett und wandelte - nicht, weil Jesus zu ihm gesprochen, sondern weil er eine EKT gekriegt hatte. Das war vom Erlebniswert her praktisch gleich für den betroffenen Menschen, seine Familie und selbst die Profis. Schrecklich! Das einzige Mal, wo sich auch die somatisch geprägtesten Psychiater relativ früh Sorgen machten, war die erste große Operationsbegeisterung um den Portugiesen Egas Moniz, der Menschen das Gehirn verstümmelte und dafür sogar den Nobelpreis bekam. Eine abgespeckte Variante gab es dann wieder zu meiner Zeit mit den sogenannten stereotaktischen Operationen. Wenngleich sich damals eine mächtige Lobby für die Behauptung stark machte, man könne alle möglichen Krankheiten bis hin zu Parkinson auf diese Weise heilen, konnte sich eine zunächst schwache Gegenfraktion erstaunlicherweise relativ schnell soweit durchsetzen, daß dieser Weg verlassen wurde. Im Augenblick gibt es die neue Variante der tiefgreifenden Gehirnstimulation: Wie die Pflege die basale Stimulation der Kranken erfunden hat, machen wir Ärzte jetzt die Gehirnstimulation - ist doch genau dasselbe. SB: Mit Blick auf die Diagnostik psychischer Probleme fällt unter anderem auf, daß Soldaten der Bundeswehr nach Einsätzen in Afghanistan immer häufiger posttraumatische Störungen attestiert werden. Spricht man im Falle dieser Soldaten, die sich größtenteils in ihrem Feldlager aufgehalten haben, von Traumatisierung, drängt sich zwangsläufig der Eindruck auf, daß sich die afghanische Bevölkerung den Luxus einer Traumatisierung nicht leisten kann, weil sie mit viel existentielleren Problemen konfrontiert ist. Handelt es sich bei der posttraumatischen Störung um eine Art Wohlstands- oder Komfortleiden? KD: Natürlich, aber an diesem Komfort wollen wir jetzt auch in Deutschland teilhaben! Die posttraumatische Belastungsstörung ist ja nicht etwa ein Produkt der jüdischen Naziverfolgten, sondern des Vietnamkriegs. Damit kam der Durchbruch, weil man die amerikanischen Soldaten anschließend in den USA in diesen Veteran-Hospitals zusammenpferchte, wo sich dann über Inzucht die Idee, man könnte traumatisiert sein, als hoch infektiös erwiesen hat. Schließlich war es den Psychiatern möglich, das in den entsprechenden Klassifikationssystemen unterzubringen. So hängt das alles zusammen. Peter Whitehouse mit seinem Buch "Mythos Alzheimer" gehört zu den wenigen Beispielen, die den umgekehrten Weg eingeschlagen haben. Er ist ein seriöser und glaubwürdiger Mensch, weil er die erste Hälfte seines Lebens für die Pharmaindustrie gearbeitet und deren Präparate propagiert hat. Er hat jedoch, Gott sei Dank, nebenher eine kleine Praxis betrieben, in der er auch demente Menschen betreute. Eines Nachts kam ihm die Frage in den Sinn, ob es sich bei Alzheimer tatsächlich um eine Krankheit handelt. Dabei schließt er nicht aus, daß man eines Tages zu genaueren Erkenntnissen gelangt, stellt aber für den Augenblick fest, daß man die Existenz der Krankheit Alzheimer nicht sicher belegen könne. Mitunter treten diese Plaques auf, ohne daß Demenz vorliegt, in anderen Fällen weist ein dementer Mensch keine Plaques auf. Man könne eigentlich nur sagen, daß Demenz einer der vielen Wege ist, über die wir Menschen allgemein altern und dann auch irgendwann sterben. Mir schwante schon immer so etwas, weil ich noch aus der Zeit stamme, in der jeder anständige Psychiater nur von seniler Demenz sprach. Von einem Tag auf den andern wurde diese zu Morbus Alzheimer umbenannt. Das konnte doch eigentlich nur damit zusammenhängen, daß die Ärzte das große Geschäft erkannten, das ihnen in Gestalt der epidemisch zunehmenden alten Menschen winkt. Geschäfte machen kann ich aber nur mit Krankheiten, weil die Kassen andernfalls nicht zahlen. Der arme Alzheimer Alois konnte sich nicht mehr dagegen wehren, weil er lange tot ist und eigentlich auch gar nichts damit zu tun hat. Er hatte lediglich erforscht, daß es Unterformen der Demenzentwicklung gibt, die als Frühform bereits im mittleren Lebensalter einsetzen. Eine von ihnen heißt Morbus Alzheimer, weshalb die Verallgemeinerung auf senile Demenz auch noch wissenschaftlich falsch angewandt ist. Aber das spielt alles keine Rolle, wenn es viel Geld zu verdienen gibt. Mit seinem etwas plakativen Buchtitel "Demenz ist keine Krankheit" schwimmt auch der Gießener Soziologe Reimer Gronemeyer mutig gegen den Strom. Daß so etwas von der Polizei erlaubt und nicht sofort verboten wird, läßt mich hoffen, daß ich doch noch, bevor ich abkratze, in den nächsten Jahren mehr solcher ermutigender Zeichen entdecke. Was monopolartig den Markt beherrscht hat, relativiert sich allmählich doch. SB: Im Zuge dieser Ausdifferenzierung in immer neue Krankheitsbilder wuchern die Klassifikationssysteme regelrecht. Entheben sie sich damit nicht selbst ihrer substantiellen Grundlage, zumal die Widersprüche offenkundig werden? KD: Ja natürlich. Das Klassifikationssystem psychischer Störungen (DSM) ist ein Beispiel für wundersame Vermehrung. Erst waren es 100, dann 200, dann 300, jetzt 400 diagnostizierbare Krankheiten - irgend etwas kann da nicht stimmen. Ich bin zwar davon ausgegangen, daß sich das eines Tages wieder in Richtung Vernunft ändern würde, hätte aber nicht gedacht, daß ich das noch erleben dürfte. Daß man unter Armut oder sozialer Benachteiligung, Rassendiskriminierung oder religiöser Verfolgung leidet, ist ja mehr oder weniger weggewischt. Das pathogenetische Monopol hat die Medizin, und es ist nur noch erlaubt zu leiden, wenn es als Krankheit definiert wird. Dieser Expansionismus, alles zur Krankheit zu erklären, wird irgendwann derart übertrieben, daß eine gegenläufige Entwicklung einsetzt. Noch muß man allerdings von einer Ausweitung sprechen, da die Definition neuer Krankheiten der einzige Weg ist, noch mehr Geld zu verdienen. Auch ist es offenbar verführerisch, für das, was man qualvoll erleidet, mit etwas Geld entschädigt zu werden. Das ist reizvoll für die Verbraucher, vor allem aber für die Verursacher, nämlich die Ärzte. Würde man es genau untersuchen, ließe sich wohl nachweisen, daß es keine Branche gibt, die so systematisch mit krimineller Energie ihr Geschäft betreibt wie die helfenden Berufe im allgemeinen und die Psychiater im besonderen. Ist da kriminelle Energie im Spiel? SB: Sie haben zur Frage der Organtransplantation gemeinsam mit Andreas Zieger und Paolo Bavastro schon einmal eine Stellungnahme verfaßt. Decken sich die darin getroffenen Aussagen noch mit Ihrer heutigen Ansicht? KD: Ich habe einen wunderbaren Auftritt beim evangelischen Kirchentag in Hannover hingelegt, was wahrscheinlich unbekannt geblieben ist, obwohl es in dem Tagungsband enthalten ist. Das war vor der Zeit der schrecklichen Skandale, als sich die Leute in ihrer Raffgier noch etwas zurückgehalten haben oder zumindest vorsichtiger gewesen sind. Absehbar war jedoch auch damals schon, daß es an Spenderorganen mangelte, weshalb die Klage allgegenwärtig war, jedes Jahr würden deswegen Tausende von Menschen sterben. Es handelte sich um eine Podiumsdiskussion, bei der Christoph Broelsch, der damalige Transplantationspapst aus Essen, neben mir saß. Er wurde bekanntlich später zu einer Haftstrafe verurteilt. Das war einer der seltenen Fälle, in denen ein Arzt wegen solcher Tätigkeiten tatsächlich im Gefängnis landete. Ich hätte das nie erwartet und war deswegen sehr verblüfft. Auf dem Kirchentag hatte ich die Gelegenheit, einen Vortrag zu halten. Darin ging ich von der schrecklichen Situation aus, daß Menschen sterben, weil wir zu wenig Organe haben. Aber könnte es nicht sein, fragte ich dann, daß sich die Menschen nur deswegen keinen Spenderausweis zulegen, weil sie die ärztliche Definition nicht nachvollziehen können, daß der Hirntod der Tod des Menschen sei, und sie das einfach emotional ablehnen? Mir ging das zum Beispiel so. Wenn das so wäre, könnte man doch neue Spenderausweise schaffen, in denen steht: Ich sei bereit, meine Organe zu spenden, ginge aber während dieser ganzen Prozedur davon aus, daß der Tod nicht der Hirntod ist. Alle beteiligten Ärzte und sonstigen Leute, die mich dann ausweiden zum Verpflanzen meiner Organe, sollten bitteschön zur Kenntnis nehmen, wie ich das sehe. Der Kollege neben mir war zuerst total überrascht. Dann erklärte er, daß man das heute längst nicht mehr so ideologisch sehe und ganz pragmatisch einfach nur mehr Organe haben wolle, egal mit welcher Begründung: Also, ich bin für Ihren Vorschlag! Eine Woche später kriegte ich Post von ihm, oh, ich bin furchtbar kritisiert worden von all meinen Kollegen. Da ist der Gaul mit mir durchgegangen, ich muß das widerrufen, ich kann das doch nicht so sehen. Dieter Birnbacher hat das damals bei der Bundesärztekammer durchgesetzt, daß man jetzt naturwissenschaftlich beweisen könne, daß der Hirntod der Tod des Menschen sei. Seither habe ich gesagt, das kann ja wohl nicht angehen, daß man das einfach so verfügt. Um die ganze Sache etwas abzumildern, habe ich dann in meinem Vortrag noch hinzugefügt, daß die gegenwärtige Ära, in der wir diesen moralischen Druck ausüben und dafür die wissenschaftliche Wahrheit vergewaltigen und ideologisieren, nur eine kurze Übergangszeit sei. Sicher hätten wir bald gelernt, andere Formen der Transplantation über Schweineorgane oder künstliche Organe zu erfinden, so daß man nicht mehr andere Menschen ausschlachten müßte. Das war im Grunde genommen natürlich als eine witzige Intervention gemeint, da mir schon klar war, daß es wahrscheinlich nicht so kommen würde. Dann habe ich in der anschließenden Diskussion auch noch gesagt, daß es ja wohl eine Schweinerei sei, wenn Ärzte darauf eingingen, noch lebenden Menschen das Herz aus dem Leibe zu schneiden. Das könne man doch nicht machen. Warum sollten eigentlich nur die Spender und deren Familien solche Skrupel haben, den Hirntod wirklich als Tod des Menschen anzusehen, und ihr Ärzte habt überhaupt keine Skrupel? Wenn schon, dann Skrupel auf beiden Seiten. Das war gewissermaßen mein Versuch, im Kirchentagsmilieu eine Lockerungsübung durchzuführen, weil es sonst nur ein verhärtetes Pro und Kontra gibt. SB: Die deutsche Transplantationsmedizin kommt mit den Widersprüchen der Hirntoddefinition zunehmend schlechter klar. Im Unterschied zu vielen anderen Ländern ist in Deutschland die Organentnahme nach Herzkreislauf-Stillstand verboten. Angesichts des Organmangels mehren sich Stimmen, wonach der Spender bei der Entnahme nicht unbedingt tot sein müsse, sofern er dem nur freiwillig zustimme. Was halten Sie von der Validität einer solchen Zustimmung und wie weit müßte die Aufklärung gehen, wenn ein Mensch lange vor seinem Tod die Zustimmung zur Organentnahme erteilen soll? Ist er überhaupt in der Lage, eine derart weitreichende Vorauserklärung in Eigenverantwortung abzugeben? KD: Ich habe mich in der Vergangenheit in diese intellektuellen Sandkastenspiele verstrickt und mich sehr lange damit aufgehalten. Mit Julius Hackethal und der Deutschen Gesellschaft für humanes Sterben Anfang der 1980er Jahre ging das los - mein Gott, was habe ich mich damals intensiv damit beschäftigt! Inzwischen bin ich davon relativ weit weg, ganz im Unterschied zu meinem guten Freund Michael Wunder, der den Sprung in den Deutschen Ethikrat geschafft hat. Da kabbeln wir uns immer mit Leidenschaft. Ich reduziere das ganz gern auf Patientenverfügungen, was das Ende des Lebens angeht: Wieso kann ich eigentlich in die Wahrnehmung meiner freien Selbstbestimmung mit aufnehmen, daß ich einen anderen Menschen, einen Arzt beispielsweise, dazu bestimme, mich umzubringen? Geht doch wohl nicht! Dann bin ich auch schnell dabei, mir zu überlegen, wann ich denn überhaupt als normaler mitteleuropäischer, durchschnittlich intelligenter Mensch fähig bin, Aussagen über mich zu machen, die in einer unbekannten Zukunft liegen, und die auch andere Menschen, beispielsweise meine Kinder, betreffen, ohne daß ich ihnen genauso Gelegenheit gebe, ihre Selbstbestimmung zu Protokoll zu geben, was das Leben des Vaters angeht. Wenn, dann muß das schon so kompliziert und so bürokratisch gemacht werden, daß alle Leute sich nur noch kaputtlachen. Und damit weiß man, daß diese Patientenverfügung ein modisches Hirngespinst ist. Darauf werden die Leute nach einer gewissen Zeit schon noch kommen. Bis es soweit ist, fallen dem natürlich immer wieder Menschen zum Opfer. Das ist nun mal die Kraft menschlicher Ideologiebildung, daß man damit viele Leute zur Strecke bringen kann. Dauerhaft wird das aber nicht sein, und das ist das einzige, womit man sich trösten kann. Die Menschheit kann sich in immer verrücktere Mentalitäten hineinsteigern, aber irgendwann wird es so verrückt, daß es der Dümmste merkt. Und dann geht man mal wieder eine Zeitlang auf Gegenkurs. Damit tröste ich mich. Teil 1 des Interviews mit Klaus Dörner im Schattenblick unter INFOPOOL → PANNWITZ → REPORT:
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Welche Bedeutung hatte Fichte für den Deutschen Idealismus?
Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; † 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. Leben Jugendzeit Fichte war das erste von acht Kindern des Bandwebers Christian Fichte (1737–1812) und seiner Frau Maria Dorothea (geb. Schurich, 1739–1813) in Rammenau in der Oberlausitz. Er wuchs ärmlich in einem von Frondiensten geprägten dörflichen Milieu auf. Seine Auffassungsgabe und sein gutes Gedächtnis fielen einem Verwandten der örtlichen Gutsherrschaft, dem Gutsherrn Ernst Haubold von Miltitz (1739–1774), bei einem Besuch in Rammenau auf: Er hatte eines Sonntags die kirchliche Predigt verpasst, woraufhin der zehnjährige Fichte gerufen wurde, von dem man versicherte, er könne die Predigt wiederholen. Daraufhin imitierte dieser den Pfarrer so perfekt, dass der Freiherr in seiner Entzückung dem Kind nach einer Vorbereitungszeit im Pfarrhaus zu Niederau den Besuch der Stadtschule in Meißen ermöglichte. Danach finanzierte ihm sein Förderer 1774 eine Ausbildung an der Landesschule Pforta bei Naumburg, verstarb jedoch im selben Jahr. Nach seiner Schulzeit zog Fichte 1780 nach Jena, wo er an der Universität ein Theologie-Studium begann, wechselte jedoch bereits ein Jahr später den Studienort nach Leipzig. Die Familie von Miltitz unterstützte ihn nun nicht mehr finanziell, er war gezwungen, sich durch Nachhilfeunterricht und Hauslehrerstellen zu finanzieren und brachte das Studium zu keinem Abschluss. In dieser aussichtslosen Lage bekam er 1788 in Zürich eine Stelle als Hauslehrer, die er aber nur zwei Jahre innehatte, da er der Auffassung war, dass man, bevor man Kinder erzieht, zuallererst die Eltern erziehen müsse. Dort verlobte er sich mit Johanna Marie Rahn (1755–1819), Tochter des Kaufmanns und Waagmeisters Johann Hartmut Rahn und Nichte des Dichters Klopstock. Anschließend ging er wieder nach Leipzig. Fichtes Plan, Prinzenlehrer zu werden, scheiterte. Seine zweite Idee, eine Zeitschrift für weibliche Bildung, lehnten mehrere Verleger ab. Trauerspiele und Novellen brachten ihm ebenfalls keine finanzielle Sicherheit. Übergang zur Philosophie In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den „Dingen, wie sie sind“ und „wie die Dinge erscheinen“ (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Hauslehrerstelle in Warschau nahm Fichte Anfang November 1791 eine auf ein Jahr befristete Anstellung als Hauslehrer des Sohns des Ehepaars Louise von Krockow, geb. von Göppel, die mit Kant persönlich bekannt war, und Heinrich Joachim Reinhold von Krockow (1736–1796), Königl. Preußischer Obrist, im gräflichen Schloss Krockow in der Nähe der pommerellischen Ostseeküste an. Im selben Jahr besuchte er Kant in Königsberg, wo dieser ihm einen Verleger für seine Schrift Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) verschaffte, die anonym veröffentlicht wurde. Das Buch galt zunächst als ein lange erwartetes religionsphilosophisches Werk von Kant selbst. Als Kant den Irrtum klarstellte, war Fichte berühmt und erhielt einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Jena, den er 1794 antrat. Zuvor hatte er nach längerer Überlegung, ob eine Eheschließung ihm nicht die „Flügel abschneide“, 1793 Johanna Rahn geheiratet. Drei Jahre später kam Sohn Immanuel Hermann (1796–1879) zur Welt. In Jena lebte der berühmte Theosoph Jakob Hermann Obereit in Fichtes Wohnhaus. Fichte und Obereit waren beständig im Gespräch. Während seiner Jenaer Professur (1794–1799) wurde er zur Zielscheibe im so genannten „Atheismusstreit“. Ausgelöst wurde dieser Streit 1798 durch zwei Schriften, wobei nur eine (Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung) von Fichte selbst stammt. Beide Schriften waren im Philosophischen Journal, dessen Herausgeber Fichte zusammen mit Friedrich Immanuel Niethammer zu dieser Zeit war, erschienen. Fichte wurde wegen Verbreitung atheistischer Ideen und Gottlosigkeit verklagt, erhielt einen Verweis und trat daraufhin zurück, wie er es zuvor angedroht hatte. 1805 bekam er den Lehrstuhl für Philosophie in Erlangen, 1807 war er Zensor der Hartungschen Zeitung in Königsberg, wurde aber auf Befehl des preußischen Generals Ernst von Rüchel entlassen. Wenige Jahre darauf, 1810, bekam er die Position des Dekans der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit war er von 1811 bis 1812 Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. 1789 wurde Fichte in Zürich in den Freimaurerbund Modestia cum Libertate aufgenommen, in dieselbe Loge, in der auch Johann Wolfgang von Goethe freundschaftlich verkehrte. Später ließ er sich am 6. November 1794 als Mitglied der Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen in Rudolstadt annehmen und war auch nach seinem Umzug nach Berlin mit den dortigen Freimaurerkreisen verbunden. 1799 traf er auf Ignaz Aurelius Feßler und arbeitete nach seiner Annahme am 17. April 1800 mit ihm an der Reform der Großloge Royal York zur Freundschaft. Am 14. Oktober 1799 hielt er einen Vortrag über „den wahren und richtigen Zweck der Maurerei“. Am 13. und 27. April 1800 hielt er mehrere Vorlesungen, die später unter dem Titel Philosophie der Freimaurerei. Briefe an Constant erneuert und veröffentlicht wurden. Schon bald kam es zum Streit und Fichte trat am 7. Juli 1800 aus der Freimaurerei aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der Deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren „Sprecher“ (Vorsitzender). Hatte sich Fichte zuvor als Anhänger der Französischen Revolution bezeichnet, so profilierte er sich nun insbesondere durch die flammend patriotischen Reden an die deutsche Nation (als Text veröffentlicht bis 1808) als Gegner Napoleons. Fichte wurde damit zum Vordenker der Urburschenschaft. Ein utopisches Gesellschaftsmodell – eine Art sozialistische Gesellschaft auf nationalstaatlicher Grundlage – findet sich in dem Werk Der geschlossene Handelsstaat (1800). Tod Vermutlich Ende 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte. Auch Fichte sollte an dieser vom Kot von Kleiderläusen übertragenen Seuche erkranken, die vornehmlich unter der Bezeichnung Fleckfieber berüchtigte Bekanntheit erlangte und insbesondere im Kriegswinter 1813/14 in Mitteleuropa (unter anderem in Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz) katastrophale Ausmaße annahm. Im Gegensatz zu seiner Frau konnte er sich von diesem Fieber nicht erholen. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Die Ehrengrabstelle in der Abt. CH, G2 trägt ein Porträtmedaillon (Kopie) von Ludwig Wilhelm Wichmann. Sein Grabstein trägt einen Vers aus dem Buch Daniel (): Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre Ein zentraler Kern in Fichtes Philosophie ist der Begriff des „absoluten Ich“. Dieses absolute Ich ist nicht mit dem individuellen Geist zu verwechseln. Später nutzte er die Bezeichnung „Absolutes“, „Sein“ oder „Gott“. Fichte beginnt in seiner Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre mit einer Bestimmung des Ich: Fichte ging es um die praktische Umsetzung seiner Philosophie, weshalb er die Errichtung eines lückenlosen philosophischen Systems als zweitrangig erachtete. Im Vordergrund stand für ihn die Verständlichkeit seiner Lehre. Er vertrat ein positives Menschenbild und ging davon aus, dass in jedem Menschen – und nicht nur im Gelehrten – der Grund echter Selbsterkenntnis (und damit auch Gotteserkenntnis) gelegt ist und der Philosoph lediglich auf diese verweisen muss. In seiner populären, z. T. polemischen Darstellungsweise schuf sich Fichte unter den Fachgelehrten viele Freunde, aber auch Feinde. In erbitterter Feindschaft stand er zu Friedrich Nicolai. Goethe urteilte skeptisch über Fichte, . Trotz späterer Ablehnung übte Fichte großen Einfluss auf Schelling und Hegel aus. Auch Hölderlin bekannte, Fichtes Vorlesungen aus seiner Jenaer Zeit viel zu verdanken. Einige Ideen Fichtes knüpfen an die Thesen des etwa 20 Jahre älteren Johann Gottfried Herder an. Fichtes Kantrezeption Fichte reagierte auf die Frage, wie theoretische und praktische Vernunft zusammenhängen, indem er antwortete, dass die beiden Teile der Vernunft in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Hierbei ist die praktische Vernunft der theoretischen übergeordnet. Letztere benötigt demnach die praktische Vernunft; diese aber ist autonom. Auch für Kant war die praktische Vernunft ein Vermögen des Willens – und damit autonom. Laut Fichte mündet diese Tatsache aber in seiner Theorie zur „Selbstsetzung“. Der Wille bringt, indem er sich ein Gesetz gibt, zugleich sein Wesen als „Vernunftwille“ hervor. Dieser Vernunftwille macht das aus, was wir sind – nämlich unser Ich. „Das absolute Ich ist, indem es sich setzt, und setzt sich, indem es ist.“ Aus diesem Grund kommt der praktischen Vernunft absolute Freiheit zu. Fichtes Idealismus ist daher eine Konsequenz aus dem Primat der praktischen Vernunft. Der Kritik am transzendentalen Argument bei Kant entzieht sich Fichte, indem er die praktische Vernunft zur Bedingung für die theoretische Vernunft erklärt. Hierbei geht er von der „Handlung“ des Urteilens aus und schließt mithilfe einer transzendentalen Begründung auf das sich setzende Ich als Bedingung hierfür. Alles Urteilen ist Handeln des menschlichen Geistes. Diesem liegt der Satz „Ich bin“ zugrunde. Das „schlechthin gesezte und auf sich selbst gegründete“ ist der Grund des Handelns. Um dem Vorwurf zu entgehen, dass wir eventuell gar nicht urteilen, sondern nur glauben zu urteilen, führte Fichte die „intellektuelle Anschauung“ ein. Sie ist auch praktisch zu verstehen als „Anschauen seiner selbst im Vollziehen eines Acts“. Wenn wir urteilen, beobachten wir uns nicht, sondern stellen handlungsorientierte Fragen. Diese Fragen gehen von der Annahme aus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Würde das nicht zutreffen, könnte er nicht urteilen, was nicht vorstellbar ist. Gleichwohl vertrat Fichte die Auffassung, auch wenn der Mensch nicht an den Bedingungen vernünftigen Urteilens zweifeln könne, folge daraus nicht, dass er diese Bedingungen tatsächlich erfüllt. Die schärfste Abgrenzung zu Kant vollzog Fichte mit seiner Ablehnung der Konzeption eines „Dinges an sich“. Nur so kann in seinen Augen die absolute Freiheit des Ichs bewahrt werden. Das „Ding an sich“ wird bei Fichte lediglich zu einem „Anstoß“, einem irrationalen Faktum innerhalb des Ich, welches das Ich zu bewältigen versucht. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Ich, gleichsam hinaus in die Welt als „Nicht-Ich“. Ist das absolute Ich demzufolge also ein „Ding an sich“ auf der Seite des Subjekts? Fichtes Antwort: Nur wenn es „erscheint“. Das absolute Ich existiert nur im Handeln. In seiner philosophischen Reflexion wird das absolute Ich zu etwas Objektivem, eine andere Entität der realen Welt gibt es nicht. Jenaer Philosophie Da Fichte die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre schnell als unzureichend und ergänzungsbedürftig ansieht, macht er sich auf dem Höhepunkt seiner Jenaer Periode nahezu zeitgleich an eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftslehre (unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo) und an eine erste Ausarbeitung der praktischen Philosophie (in der Grundlage des Naturrecht und der Sittenlehre). Inhaltlich stellt sich seit der Grundlage der gesamten Wissenschaftlehre die Frage, warum das absolute Ich, welches autonom ist, auf einen „Anstoß“ reagiert. Fichte macht deutlich, dass das absolute Ich nur ist, wenn es sich seiner selbst bewusst wird. Dies kann nur geschehen, wenn es mit Material konfrontiert wird, auf das es zu reagieren hat. Würde es zu keinem Kontakt kommen, würde das Ich „ganz in seiner Tätigkeit aufgehen“. Um aber zu sein – und damit auch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln –, muss es sich für den „Anstoß“ öffnen und dafür Sorge tragen, dass der „Stein des Anstoßes“ erhalten bleibt. Nach Fichte kann das Ich demnach als ein unendliches Streben nach Autonomie verstanden werden. Der „Anstoß“ ist hierbei gleichsam nur notwendige Bedingung des Selbstbewusstseins, keine hinreichende. Die weiteren Bedingungen für das Selbstbewusstsein finden sich in den jeweiligen Teildisziplinen der Wissenschaftslehre, die Fichte unterscheidet: Naturlehre, Rechtslehre, Sittenlehre und Religionslehre. Erstere hat Fichte, aufgrund des von ihm entwickelten Primats der praktischen Vernunft, nie ausgearbeitet. Die Wissenschaftslehre nova methodo Nachdem Fichte durch seine Vorlesungen über die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre in kürzester Zeit bekannt geworden ist, sieht er seine Philosophie bald mit verschiedenen Einwänden und Nachfragen seiner Zeitgenossen konfrontiert. Zunehmend wird er unzufrieden mit seinem ersten Entwurf der Wissenschaftslehre. Statt den Text der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre zu revidieren, entschließt er sich, die Wissenschaftslehre vollkommen neu auszuarbeiten. Das Ergebnis trägt er unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo ab 1796 in Vorlesungen vor, die heute jedoch nur noch als Mitschriften überliefert sind. Dennoch wird die Wissenschaftslehre nova methodo in der neueren Fichteliteratur zunehmend als beste und verständlichste Fassung der fichteschen Wissenschaftslehre angesehen. Inhaltlich bemüht sich Fichte darum, von seinen Zeitgenossen formulierte Einwände zu widerlegen und die Wissenschaftslehre stringenter und nachvollziehbarer vorzutragen. Verschiedene Themenbereiche – etwa die Behandlung der Frage, wie es vom einheitlichen absoluten Ich zur Pluralität individuellen Bewusstseins kommen kann – kommen gegenüber der ersten Behandlung der Wissenschaftslehre neu hinzu. Fichtes Rechtslehre In seinen Grundlagen des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1796/1797 (§ 8) bestimmte Fichte die Funktion des Rechts ähnlich wie Kant: Das Beisammenstehen der Freiheit mehrerer sei Doch schloss für ihn eine vernünftige Ordnung der Freiheit auch eine angemessene Verteilung gemeinschaftsbedingter Chancen und Güter ein. Für Fichte wird die Beziehung zwischen dem Selbstbewusstsein und – sozusagen – der Welt präzisiert. Das Bewusstsein kann sich nur als frei handelndes Wesen begreifen, wenn es „den Begriff eines frei handelnden Wesens auf sich anwenden kann.“ Das kann es nur, wenn andere das Selbstbewusstsein auffordern etwas zu tun und gleichzeitig(!) die Freiheit eingestehen, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Da dieser Vorgang reziprok ist, folgt, dass das Sein des Selbstbewusstseins von der Anerkennung der Freiheit anderer abhängt. Es wird deutlich, dass sich Fichte nicht auf das Moralgesetz als die bindende Kraft des Rechts versteht, sondern das Eigeninteresse des selbstbewussten Ichs. Ein Rechtsverhältnis entsteht demnach aufgrund der bloßen Existenz eines Nicht-Ichs. Auch Fichte definiert, wie so mancher Philosoph vor ihm, den Staat als Ausdruck des absoluten Willens, dessen Absicht es ist, die Freiheit und Rechte seiner Bürger zu garantieren. Kollektives Handeln und individuelles Handeln werden mit dem Ausdruck „sittliches Handeln“ in Eins gesetzt. Freiheit in der Geschichte sei nach Fichte die mehr oder weniger sittliche Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse der verschiedenen Völker. Fichtes Philosophie lässt sich als ethischer Idealismus bezeichnen, wenn man voraussetzt, dass nur der Staat Rechtsverhältnisse zwischen sich und den Bürgern bzw. unter den Bürgern schafft und dabei Beschränkungen seiner Bürger zugunsten eigener materieller Zwecke vornimmt. Fichtes Sittenlehre Im System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1798 geht Fichte davon aus, dass das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs nur sein kann unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Hierbei ist sich das Ich des Sittengesetzes niemals in abstracto bekannt, sondern „immer in Form konkreter Aufgaben und Pflichten der Welt“. Das Ich kann sich nur eine Tätigkeit zuschreiben, wenn diese mit der kausalen Wirklichkeit einer ihm unabhängigen Welt verbunden ist. Dies wiederum ist nur möglich, wenn es sich einen Körper zuschreibt. Da dieser Körper Teil der Welt ist, unterliegt er auch den Naturtrieben. Das Sittengesetz untersucht nun die Bedingungen der Manifestation eines zugleich verkörperten und von Naturtrieben beherrschten Ich. Fichtes Religionslehre Fichte hinterließ keine systematisch ausgearbeitete Religionsphilosophie. Im Atheismusstreit, den Friedrich Karl Forberg mit einem Artikel im Philosophischen Journal mit einem zustimmenden Nachwort von Fichte 1798 ausgelöst hatte, postulierte Fichte mit Forberg, die Existenz Gottes sei nicht notwendig für die Errichtung einer moralischen Wertordnung, allerdings sei der Glaube an Gott, verbunden mit einer göttlichen Moral, unumgänglich. Während Kant von der Existenz Gottes ausging und seine These untermauerte, die Existenz Gottes sei notwendig im Hinblick auf die Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Handelns, sah Fichte nur die Notwendigkeit zu einer „moralischen Weltordnung“. Diese müsse nicht zwingend auf eine höhere Instanz – also Gott – zurückgeführt werden. Die aktive Weltordnung selbst () könne man als Gott bezeichnen. Wer dies aber tut, der „verkennt die unmittelbare Beziehung des Gottesbegriffs zum moralischen Bewusstsein“ und ist, so Fichte, „der wahre Götzendiener und Atheist.“ Beitrag zur Französischen Revolution (1793) Deutlich wie wenige Denker und Politiker des damaligen Deutschland begrüßt Fichte die Französische Revolution. Er sieht in ihr nicht nur moralische Gründe, sondern auch einen rechtmäßigen Fortschritt zu mehr Gleichheit und Freiheit. Seine beiden Revolutionsschriften von 1793 (Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten und Beiträge zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution) griffen in die öffentlichen Debatten ein. Er begründet die Rechtmäßigkeit der Revolution in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contrat social mit dem Argument, dass es ein „unveräußerliches Recht des Menschen“ sei, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie: „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte die tiefere, philosophische Legitimität der Veränderung der Staatsverfassung. Fichtes Kritik am Judentum Im Werk Fichtes finden sich diverse despektierliche Äußerungen über Juden, die in der Fachliteratur als „judenfeindliche Ausfälle“ und „antijüdischer Affekt“ bezeichnet werden. Micha Brumlik etwa ist der Ansicht, Fichtes Positionen beinhalteten sowohl christlich-philosophischen Antijudaismus als auch politisch-säkularen Antisemitismus, und verglich letzteren mit dem von Adolf Hitler sogenannten „Antisemitismus der Vernunft“, der einen notwendigen, vollständigen Ausschluss der Juden aus einer zu schaffenden, besseren Gesellschaft propagierte. In der Sekundärliteratur finden sich allerdings auch differenzierendere Einschätzungen, insbesondere wenn das Gesamtwerk Fichtes betrachtet wird. Besonders drastisch äußert sich Fichte in Beiträge zur Berichtigung der Urtheile des Publicums über die französische Revolution von 1793. Er greift darin sowohl die Juden mit harschen Worten an, als auch das Militär und den Adel. Das Judentum sei ein „Staat im Staate“ und würde sich absondern. Die Juden, körperlich schlaff, hätten einen egoistischen Handelsgeist. Sie würden die übrigen Bürger übervorteilen, seien nur auf sich und ihre Sippe bedacht. Fichte übernimmt größtenteils die damals vorherrschenden Vorurteile, prangert aber vor allem immer wieder die angeblich separatistische Einstellung dieser Religion an. Oft zitiert wird die folgende Fußnote: In seiner 1794 erschienenen Streitschrift Eisenmenger der Zweite polemisierte Saul Ascher gegen die judenfeindlichen Äußerungen Fichtes, dem er den Namen des seinerzeit bekannten Judenfeindes Johann Andreas Eisenmenger, des Autors des Pamphlets Entdecktes Judentum, beilegte. Mit Fichte sei eine neue Dimension des säkularen Judenhasses zu verzeichnen. Mit David Veit lernte Fichte einen Vertreter der jüdischen Aufklärung Haskala kennen und schätzen. Als Rektor der Berliner Universität trat er kompromisslos und gegen allgemeinen Widerstand für einen zu Unrecht vom Senat der Universität bestraften und mit Relegation bedrohten jüdischen Studenten ein. Während vielfach eine „liberal-progressive“ Rezeption Fichtes – auch unter jüdischen Intellektuellen – vorherrschte, entwickelte sich später, insbesondere im Gefolge des Ersten Weltkrieges, auch eine „völkisch-nationalistische“ Rezeption. Dabei gewannen sowohl die Grundzüge als auch die Reden Fichtes erneut an Bedeutung, indem sie in den Dienst des nationalistischen Pathos und der Judenhetze gestellt wurden. Die Nationalsozialisten nahmen dabei Fichte zur Begründung ihrer Ideologie in Anspruch. Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) In den Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters entwickelt Fichte Ansichten zu einer Geschichtsphilosophie. Tragender Gedanke dieser Geschichtsphilosophie ist die Entwicklung der Menschheit von der Unfreiheit zur Freiheit. Parallel zu jener inneren Entwicklung der Individuen, gehe die äußere Entwicklung ihrer Position und Bestimmung im Staate von der Rolle des Untertan hin zum freien Bürger. Im Vordergrund steht ein Entwicklungsmodell, das die Geschichte in fünf Epochen unterteilt, wobei Fichte seine eigene Epoche als das „Zeitalter der vollendeten Sündhaftigkeit“ verstand, während die Grundzüge die künftigen Epochen einleiten sollten. Diese Epochenentwicklung vollziehe sich in folgenden Stufen: 1. Instinktive Vernunft: Stand der Unschuld des Menschengeschlechts; 2. Äußerlich erzwungene, jedoch nicht durch Gründe überzeugende Autorität: Stand der anhebenden Sünde; 3. Emanzipation von jeder äußeren Autorität, Herrschaft des nackten Erfahrungsbegriffs: Stand der vollendeten Sündhaftigkeit; 4. Rückkehr der freien, innerlichen Vernunft, wo die Wahrheit als das höchste erkannt und geliebt wird: Stand der anhebenden Rechtfertigung; 5. Verwirklichung der freien, innerlichen Vernunft in allen äußeren Lebensbereichen, wo die Menschheit sich selber als Abdruck der Vernunft aufbaut: Stand der vollendeten Rechtfertigung und Heiligung. Reden an die deutsche Nation (1808) Die Reden an die deutsche Nation verstehen sich als Fortsetzung der Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Drei Jahre nach diesen Vorträgen erklärt Fichte das Ende der dort beschriebenen dritten Epoche, die er in den Reden … als die Epoche der Selbstsucht bezeichnet. Durch die Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen sei diesem mit der Selbständigkeit gleichzeitig der Gehalt der Selbstsucht verloren gegangen. Es müsse ein neues Selbst gesucht werden, welches über die Nation hinausgehe. Dieses sei die Vernunft. In den Reden ruft Fichte im Bereich der Bildung zu einer Nationalerziehung nach dem Vorbild von Johann Heinrich Pestalozzi auf, die das menschliche Verhältnis zur Freiheit in der Vernunft- und Werterziehung verankern soll. Auch hier geht es wieder um die sittliche Bildung zur Freiheit, zur Selbständigkeit, zur Veredelung. In dieser Erhebung zur Vernunft, zum wahren Selbst, welches in der allgemeinen Vernunft zu finden ist, die jede Nation übersteigt, entfällt für Fichte auch die mögliche Feindschaft zu anderen freien Individuen und Nationen, denn der so gebildete Mensch strebe danach, seine Mitmenschen zu achten, und liebe ihre Freiheit und Größe, während ihn ihre Knechtschaft schmerze: „Aber es ist schlechthin unmöglich, dass ein solches Gemüt nicht auch außer sich an Völkern und einzelnen ehre, was in seinem Innern seine eigne Größe ausmacht: die Selbständigkeit, die Festigkeit, die Eigentümlichkeit des Daseins.“ In den Reden finden sich mit einer klar konturierten Ausdifferenzierung der Menschheit in nicht gleichwertige Sprach- und Kulturgemeinschaften sowie dem grundsätzlichen Streben nach deren Reinheit Ansätze einer rassistischen Theoriebildung. Würdigung Den Namen Fichtes tragen Johann-Gottlieb-Fichte-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin Fichte-Gymnasien und -Schulen in mehreren deutschen Städten Straßen in vielen Ortschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Fichtegasse in Wien Fichtestraße in der Gartenstadt von Freiburg im Breisgau Siedlung am Fichteplatz in Mainz mehrere deutsche Sportvereine, die in der Arbeitersportbewegung verwurzelt sind, z. B. der VfB Fichte Bielefeld J. G. Fichte, Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei Zwei Denkmäler, ein Park und ein Museum (im Barockschloss Rammenau) im Fichte-Geburtsort Rammenau Fichteturm und Fichtepark in Dresden-Plauen 5-DM-Gedenkmünze zum 150. Todestag (→ 5. Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland) 10-Mark-Gedenkmünze zum 175. Todestag 70-Cent-Sondermarke zum 250. Geburtstag 2012 Die Pflanzengattung Fichtea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte. Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung 1996 wurde die der rechtskonservativen Partei Die Republikaner nahestehende Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung e.V. gegründet, die sich nach eigenen Angaben der Vermittlung von traditionellen Werten im Sinne des Philosophen widmet. Werke (Auswahl) Wissenschaftslehre Die Wissenschaftslehre, Fichtes Hauptwerk, wurde von ihm mehrfach überarbeitet. u. a.: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie (1794) () Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/1795) Wissenschaftslehre nova methodo (1796–1799) Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797/1798) Die Wissenschaftslehre (1804) sowie folgende Ausgaben (1812) und (1813). Weitere Werke Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die französische Revolution (PDF; 1 MB) (1793) Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794) Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere (1796) Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre (1798) Appellation an das Publikum über die durch Churf. Sächs. Confiscationsrescript ihm beigemessenen atheistischen Aeußerungen. Eine Schrift, die man zu lesen bittet, ehe man sie confsicirt (1799) Der geschlossene Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als Anhang zur Rechtslehre und Probe einer künftig zu liefernden Politik (1800) Die Bestimmung des Menschen (1800) Friedrich Nicolais Leben und sonderbare Meinungen (1801) Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant (1802/03) Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre (1806) Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit (1806) Reden an die deutsche Nation (1807/1808) () Das System der Rechtslehre (1812) Literatur Ausgaben Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer, Leipzig: Gabler, 1794 () Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere. (1796). Neudruck auf der Grundlage der 2. von Fritz Medicus hrsg. Auflage von 1922; 3. Nachdruck mit überarbeiteten Quellennachweisen und Personenregister, Hamburg 1979 (= Philosophische Taschenbücher. Band 256). Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 42 Bände, hrsg. von Reinhard Lauth, Erich Fuchs und Hans Gliwitzky. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962–2011, ISBN 3-7728-0138-2 Fichtes Werke. 11 Bände. Hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Nachdruck der Ausgaben Berlin 1845/46 und Bonn 1834/35, Berlin 1971. ISBN 3-11-006486-3 Fichte im Kontext. Werke auf CD-ROM. Berlin 32002, ISBN 3-932094-25-5. Werke in 2 Bänden. Hrsg. Wilhelm G. Jacobs, Peter L. Oesterreich, Frankfurt a. M. 1997. ISBN 978-3-618-63073-9 Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1978, Philosophische Bibliothek Band 247. ISBN 3-7873-0448-7 Jacobi an Fichte, Text 1799/1816 im Vergleich, Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel 2011 (deutscher Text, Einleitung von Marco Ivaldo, Noten, Kommentar, Appendix mit Texten von Jacobi und Fichte, italienische Uebersetzung von Ariberto Acerbi, mit Register und Bibliographie), ISBN 978-88-905957-5-2. Sekundärliteratur Immanuel Hermann Fichte: Johann Gottlieb Fichte's Leben und Litterarischer Briefwechsel. 2 Bände. Seidel, Sulzbach 1830–1831 Erster Theil Digitalisat Zweiter Band Digitalisat Adolf Trendelenburg: Zur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte. Vortrag, gehalten in der Königl. Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin am 19. Mai 1862. Berlin 1862 Digitalisat Christian Hermann Weisse: Rede zum Andenken Johann Gottlieb Fichte's gehalten in der akademischen Aula zu Leipzig am 19. Mai 1862. L. G. Teubner, Leipzig 1862 Digitalisat Ludwig Noack: Johann Gottlieb Fichte nach seinem Leben, Lehren und Wirken. Zum Gedächtnis seines hundertjährigen Geburtstages. Otto Wigand, Leipzig 1862 Digitalisat Franz Hoffmann: Akademische Festrede zur Feier des hundertjährigen Geburtstages Johann Gottlieb Fichte's. Gehalten am 19. Mai 1862 in der Aula der Hochschule zu Würzburg. Stahel, Würzburg 1862 Digitalisat Moritz Weinhold (Hrsg.): Achtundvierzig Briefe von Johann Gottlieb Fichte und seinen Verwandten. Fr. Wilh. Grunow, Leipzig 1862 Digitalisat Adolf Lasson: Johann Gottlieb Fichte im Verhältniss zu Kirche und Staat. Wilhelm Hertz, Berlin 1863 Digitalisat Otto Pfleiderer: Johann Gottlieb Fichte. Lebensbild eines deutschen Denkers und Patrioten für das deutsche Volk. Geschildert von. Levy & Müller, Stuttgart 1877 Friedrich Zimmer: Johann Gottlieb Fichte's Religionsphilosophie nach den Grundzügen ihrer Entwicklung. Halle 1877 (Halle-Wittenberg, Univ., Diss. 1877) Digitalisat Fritz Medicus: Fichtes Leben. 2. Aufl. Felix Meiner, Leipzig 1922 Fuchs, Erich: J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen. Bände 1-7. frommann-holzboog, Stuttgart 1978–2012. Manfred Buhr (Hrsg.): Wissen und Gewissen. Beiträge zum 200. Geburtstag Johann Gottlieb Fichtes. 1762–1814. Akademie Verlag, Berlin 1962 Wilhelm Gustav Jacobs: Johann Gottlieb Fichte mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1984 (Rowohlts Monographien 336) Christoph Asmuth: Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1900-1 Peter Baumanns: J. G. Fichte. 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TV program from 21. May 22:00 - search.ch 23:00Anders als die Väter Um zu überleben, müssen Bauern innovativ sein. Jahr für Jahr werden Bauernbetriebe eingestellt. Vor allem kleine und konventionell bewirtschaftete Höfe sind vom 'Bauernsterben' in der Schweiz betroffen. Doch es gibt viele Bauern und Bäuerinnen, die sich gegen die Misere stemmen. Neben biologischer Produktion haben einige Bauern eine zusätzliche Nische gefunden. Anstatt auf traditionelle Kuhhaltung setzen diese Pioniere auf exotische Tiere wie Bisons, Lamas, Alpakas, Wasserbüffel, Schottische Hochlandrinder oder gar Rentiere. Die auffallenden Herden finden sich verstreut über den Kanton Bern, von Les Prés d'Orvin im Berner Jura über Uetendorf bei Thun und Aeschi ob Spiez bis hin nach Schangnau im Emmental. Wie bei den meisten Pionierunternehmungen waren die Anfänge hart, beschwerlich und mit Rückschlägen verbunden. Dessen ungeachtet haben die Bauern sich in ihren Nischen etabliert. Doch ausruhen können und wollen sie sich nicht. Die Filmemacher Markus Baumann und Hugo Sigrist zeigen vier Pionier-Bauernbetriebe im Kanton Bern, die schon im letzten Jahrhundert auf exotische Grossviehhaltung umgestellt haben. Vorgestellt werden innovative Bauern, die die Pfade ihrer Väter verlassen und einen neuen Weg eingeschlagen haben. 20:10Let's Play Ep. 3 22:25True Life Metalhead Fabian 'Umi' Umiker lebt Metal. Das sieht man nicht nur seinem Äusseren an. Umi spielt selbst in einer Metalband – und als Booker und Stagehand bei Konzerten organisiert er regelmässig für Tausende von Metalheads unvergessliche Abende. 22:45Miami Vice 00:50Keine 3 Minuten Doch das Glück auf dem Land ist nur von kurzer Dauer. Regie führte der Franzose Xavier Beauvois, der 2011 durch das Drama 'Des hommes et des dieux' bekannt wurde. 00:55Steiner & Tingler Ep. 22 Themen: 'Ich bin klein, dick und impertinent.' – ein Ratespiel 'Hahaha! Dieses Gesicht!' Philipp Tingler für einmal ratlos – und Nicola Steiner gefällt es. 'Steiner & Tingler' spielen 'Wer bin ich?' mit Romanfiguren. Das Ratespiel hat es in sich. So einfach ist es dann doch nicht, obwohl die Figuren allesamt berühmt sind. 21:45Brokenwood – Mord in Neuseeland 23:30Die Carolin Kebekus Show Trotz Corona kehrt Carolin Kebekus mit einer neuen Personality-Show, produziert von der bildundtonfabrik, auf den Bildschirm zurück. Deutschlands Comedy-Queen zeigt wieder Haltung und präsentiert ihren ganz eigenen Blick auf die Welt – persönlicher, bissiger und aktueller denn je. Und natürlich geben sich in der Show auch prominente Gäste die gut desinfizierte Klinke in die Hand. Carolin Kebekus: 'Das wird die beste Show ever – und zwar mit Abstand!' 'Die Carolin Kebekus Show' wird wöchentlich auf dem Comedy- und Satire-Sendeplatz am Donnerstagabend im Ersten zu sehen sein, die erste Ausgabe am 21. Mai startet um 23:30 Uhr. Dieses Jahr sind insgesamt acht Ausgaben und ein Best-of geplant. Gäste: Motsi Mabuse, Clueso Beim Auftakt der neuen WDR Personality-Show geht es vor stylischer Kulisse um Hausfrauenträume, Hausmusik und Homeoffice. 'Die Carolin Kebekus Show' startet mitten in der Corona-Pandemie. Ohne Publikum, dafür aber mit vielen neuen Themen, die Carolin Kebekus zu Hochform auflaufen lassen. In der ersten Folge geht es unter anderem um einen Anti-Feminismus-Trend aus den USA und Grossbritannien: Mit geblümten Schürzen und akkurat sitzenden Frisuren zelebrieren Frauen die klassische Rollenverteilung der 50er Jahre. Eine Steilvorlage für Carolin Kebekus, die sich des Themas dankbar annimmt und demonstriert, wie sie sich diese Welt aus Petticoats und Selbstgebackenem vorstellt. Zu Gast in der Sendung am Donnerstagabend sind Motsi Mabuse und Clueso. Ausserdem präsentieren die 'Carolin Kebekus Allstars' einen Song über ihre neuen Hobbys in der Corona-Krise. 00:15Kroymann Die Entgiftung | Gäste: Cordula Stratmann, Ann-Kathrin Kramer, Kai Wiesinger, Max Bretschneider, Walter Kreye, Denis Moschitto, Thomas Heinze, Michael Wittenborn In angespannten Zeiten kommt ein wenig Ablenkung gerade recht. Für den Zuschauer bedeutet das: ein 'Kroymann'-Spezial. Für die Schauspielerin, Satirikerin und Sängerin Maren Kroymann bedeutet das: Detox im mondänen Kurhotel, zusammen mit ihrer Agentin. Viel Zeit hat Maren dafür nicht, das wird gleich zu Beginn klar. Statt 14 Tagen gibt es nur zwei Tage. Der Terminplan ist also eng getaktet. Aber ihre Agentin Elisabeth wiegelt ab: 'Die bieten hier einen ,Express-Detox' an: ,128 Beauty- und Wohlfühl-Behandlungen in 48 Stunden – Wir entspannen Sie so hart wie noch nie!'' Harte Entspannung, gepaart mit spitz-pointierten Dialogen, mit der brillanten Annette Frier, die als Marens Agentin zusammen mit ihr eine unwiderstehliche Einheit bildet. Detox heisst aber nicht nur entgiften von alten Dingen, sondern auch nur Gutes in sich aufzunehmen. Also schwelgt Maren dabei in Erinnerungen an Erfolge wie den Macrons oder sie macht einen Abstecher auf den Todesstern. Sie trifft im Kurhotel unverhofft auf Kolleginnen und Kollegen wie Cordula Stratmann, Ann-Kathrin Kramer und Kai Wiesinger. Ausserdem in der Sendung: Max Bretschneider, Walter Kreye, Denis Moschitto, Thomas Heinze, Michael Wittenborn u. v. a. 20:15Astrid Astrid Unga Astrid S/DK Astrid Ericcson wächst auf dem Land in einfachen, streng religiösen Verhältnissen auf. Mit 18 Jahren wird Astrid ungewollt schwanger und muss ihr Zuhause verlassen. Astrid bringt einen Sohn zur Welt, den sie zunächst kaum sehen kann. – Das berührende Drama beruht auf Tatsachen und erzählt von den jungen Jahren der später weltberühmten schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren. Stockholm. Eine alte Dame sitzt an ihrem Schreibtisch, der mit Briefen überhäuft ist. Briefen von Kindern, die sich bei ihr für die tollen Geschichten bedanken, die sie erzählt. Die alte Dame hat Geburtstag und ist eine der berühmtesten Schriftstellerinnen der Welt: Astrid Lindgren. Einige Jahrzehnte zuvor, in den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts: Astrid Lindgren wurde als Astrid Ericcson (Alba August) geboren und wächst auf dem Land, in der südschwedischen Provinz Småland, auf. Ihre Eltern sind Bauern, betreiben Landwirtschaft auf einem von der Kirche gepachteten Stück Land. Die Gemeinde ist streng religiös, regelmässiger Kirchgang gehört zum Alltag. Doch bereits beim Gottesdienst lässt Astrid die Fantasie schweifen. Bei Sodom und Gomorrha denkt sie unter anderem an Limonade. Astrid hat mehrere Geschwister. Die Eltern, Samuel (Magnus Krepper) und Hanna (Marie Bonnevie), lieben ihre vier Kinder, Erziehungsfragen werden aber von der strenggläubigen Mutter dominiert. Doch Samuel erlaubt seiner Tochter Astrid ein Praktikum bei der lokalen Zeitung. Chefredakteur Reinhold Blomberg (Henrik Rafaelsen), Vater von mehreren Kindern, dessen Ehe vor der Scheidung steht, verliebt sich schnell in die begabte, bezaubernde Praktikantin. Ein Verhältnis, das nicht ohne Folgen bleibt. Astrid wird schwanger. Blomberg bietet Astrid an, sie nach seiner Scheidung zu heiraten, doch zunächst muss die junge Frau auf Geheiss ihrer Mutter den Heimatort verlassen, um ihr Kind anonym in Kopenhagen zur Welt zu bringen. Dort erfährt Astrid Unterstützung von Marie (Trine Dyrholm), die sich liebevoll um uneheliche Kinder kümmert, während deren Mütter – so auch Astrid – versuchen, Geld zu verdienen, um ihren Unterhalt und den des Kindes finanzieren zu können. Astrid hat eine Stelle als Schreibkraft beim schwedischen Automobilverband erhalten. Ihr Vorgesetzter heisst Sture Lindgren (Björn Gustafsson). Als Lasse (Marius Damslev) drei Jahre alt ist, wird Marie schwer krank. Astrid muss ihr Kind, das ihr entfremdet ist und Marie für seine Mutter hält, zu sich nehmen. Als der Junge schwer an Keuchhusten erkrankt, schickt Sture der jungen Mutter auf eigene Rechnung einen Arzt. Lasse wird wieder gesund. Nach drei Jahren, in denen sie alle Besuche in Småland allein machte, nimmt Astrid ihr Kind mit nach Hause. Die Eltern sollen ihren Enkel endlich kennenlernen. Stolz trägt Mutter Hanna den kleinen Lasse selbst auf dem Arm in die Kirche. Die ganze Gemeinde ist versammelt. Auch Blomberg ist da. Er hat sich, nachdem Astrid seinen Antrag abgelehnt hatte, mit einer neuen Frau getröstet. Astrid ist glücklich, mit Lasse im Kreise ihrer Familie angekommen zu sein. Astrid Lindgren, geborene Astrid Anna Emilia Ericcson, starb am 28. Januar 2002 im Alter von 94 Jahren in Stockholm. Mit einer Gesamtauflage von circa 165 Millionen Büchern gehört sie zu den bekanntesten und meistgelesenen Kinder- und Jugendbuchautoren der Welt. Auch in Deutschland sind ihre Geschichten – und deren kongeniale Verfilmungen – überaus populär. Astrid Lindgrens Sohn Lasse lebte von 1926 bis 1986. Er wurde Teil der Familie, die Astrid mit Sture Lindgren gründete: Am 21. Mai 1934 wurde die gemeinsame Tochter Karin geboren. 1978 erhielt Astrid Lindgren – als eine von vielen internationalen Auszeichnungen – den 'Friedenspreis des Deutschen Buchhandels'. Der bei der Berlinale 2018 uraufgeführte Spielfilm 'Astrid', den das ZDF als Free-TV-Premiere ausstrahlt, wurde mit dem Prädikat 'besonders wertvoll' ausgezeichnet und war auch in deutschen Kinos ein Erfolg. Sehr überzeugend verkörpert Alba August unter der Regie von Pernille Fischer Christensen die junge Astrid: 'Und obwohl der Film nur in einer dramaturgischen Klammer Lindgren als berühmte Autorin zeigt, die von allen Kindern auf der Welt für ihre Geschichten geliebt wird, zeigt sich doch im Film auch immer wieder die grosse Fantasie und die unbändige Lust am Leben, die sich später in all ihren Geschichten wiederfindet.' (Aus dem Protokoll der FBW) Der 21. Mai 2020 gilt als Geburtstag von 'Pippi Langstrumpf'. Es ist der Geburtstag von Astrid Lindgrens Tochter Karin. Denn als Karin in ihrer Kindheit krank im Bett lag, bat sie ihre Mutter, ihr Geschichten von 'Pippi Langstrumpf' zu erzählen. 1945 erschien das erste 'Pippi'-Buch in Schweden, die Veröffentlichung in Deutschland erfolgte 1949. Neben dem Spielfilm, der um 20.15 Uhr erstausgestrahlt wird, zeigt das ZDF morgens ab 8.55 Uhr noch zwei der berühmten Verfilmungen von Pippi Langstrumpfs Abenteuern: 'Pippi Langstrumpf' und 'Pippi geht von Bord'. Free-TV-Premiere Alba August, Maria Bonnevie, Trine Dyrholm, Magnus Krepper, Henrik Rafaelsen, Björn Gustafsson, Willy Ramnek 22:10heute-journal 22:25Markus Lanz Gäste: Stephan Weil (Politiker), Prof. Melanie Brinkmann (Virologin), Frank Thelen (Unternehmer), Olaf Sundermeyer (Journalist), Ciro Krauthausen (Journalist) Stephan Weil, Politiker Der Ministerpräsident Niedersachsens und SPD-Politiker bilanziert den bisherigen Verlauf der Corona-Pandemie. Und er erläutert die Faktoren, nach denen er seinen weiteren Kurs bestimmt. Prof. Melanie Brinkmann, Virologin Sie spricht über die COVID-19-Übertragung durch Aerosole. Und sie äussert sich zu den Risiken der Lockerungsmassnahmen und zur Wahrscheinlichkeit einer zweiten Infektionswelle. Frank Thelen, Unternehmer '10xDNA – Das Mindset der Zukunft' heisst sein neues Buch. Darin analysiert er die Zukunftsfähigkeit Deutschlands und zeigt auf, worin die Chancen in der Corona-Krise liegen. Olaf Sundermeyer, Journalist Auf sogenannten 'Hygiene-Demonstrationen' versammeln sich regelmässig Leugner der Gefahren durch das Coronavirus. Der Rechtsextremismus-Forscher erklärt, wer hinter dieser Bewegung steht. Ciro Krauthausen, Journalist Der Chefredakteur der 'Mallorca Zeitung' berichtet von den weitreichenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise auf der Urlauberinsel. 23:55heute Xpress 00:00Astrid Astrid Ericcson wächst auf dem Land in einfachen, streng religiösen Verhältnissen auf. Mit 18 Jahren wird Astrid ungewollt schwanger und muss ihr Zuhause verlassen. Astrid bringt einen Sohn zur Welt, den sie zunächst kaum sehen kann. – Das berührende Drama beruht auf Tatsachen und erzählt von den jungen Jahren der später weltberühmten schwedischen Kinderbuchautorin Astrid Lindgren. Stockholm. Eine alte Dame sitzt an ihrem Schreibtisch, der mit Briefen überhäuft ist. Briefen von Kindern, die sich bei ihr für die tollen Geschichten bedanken, die sie erzählt. Die alte Dame hat Geburtstag und ist eine der berühmtesten Schriftstellerinnen der Welt: Astrid Lindgren. Einige Jahrzehnte zuvor, in den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts: Astrid Lindgren wurde als Astrid Ericcson (Alba August) geboren und wächst auf dem Land, in der südschwedischen Provinz Småland, auf. Ihre Eltern sind Bauern, betreiben Landwirtschaft auf einem von der Kirche gepachteten Stück Land. Die Gemeinde ist streng religiös, regelmässiger Kirchgang gehört zum Alltag. Doch bereits beim Gottesdienst lässt Astrid die Fantasie schweifen. Bei Sodom und Gomorrha denkt sie unter anderem an Limonade. Astrid hat mehrere Geschwister. Die Eltern, Samuel (Magnus Krepper) und Hanna (Marie Bonnevie), lieben ihre vier Kinder, Erziehungsfragen werden aber von der strenggläubigen Mutter dominiert. Doch Samuel erlaubt seiner Tochter Astrid ein Praktikum bei der lokalen Zeitung. Chefredakteur Reinhold Blomberg (Henrik Rafaelsen), Vater von mehreren Kindern, dessen Ehe vor der Scheidung steht, verliebt sich schnell in die begabte, bezaubernde Praktikantin. Ein Verhältnis, das nicht ohne Folgen bleibt. Astrid wird schwanger. Blomberg bietet Astrid an, sie nach seiner Scheidung zu heiraten, doch zunächst muss die junge Frau auf Geheiss ihrer Mutter den Heimatort verlassen, um ihr Kind anonym in Kopenhagen zur Welt zu bringen. Dort erfährt Astrid Unterstützung von Marie (Trine Dyrholm), die sich liebevoll um uneheliche Kinder kümmert, während deren Mütter – so auch Astrid – versuchen, Geld zu verdienen, um ihren Unterhalt und den des Kindes finanzieren zu können. Astrid hat eine Stelle als Schreibkraft beim schwedischen Automobilverband erhalten. Ihr Vorgesetzter heisst Sture Lindgren (Björn Gustafsson). Als Lasse (Marius Damslev) drei Jahre alt ist, wird Marie schwer krank. Astrid muss ihr Kind, das ihr entfremdet ist und Marie für seine Mutter hält, zu sich nehmen. Als der Junge schwer an Keuchhusten erkrankt, schickt Sture der jungen Mutter auf eigene Rechnung einen Arzt. Lasse wird wieder gesund. Nach drei Jahren, in denen sie alle Besuche in Småland allein machte, nimmt Astrid ihr Kind mit nach Hause. Die Eltern sollen ihren Enkel endlich kennenlernen. Stolz trägt Mutter Hanna den kleinen Lasse selbst auf dem Arm in die Kirche. Die ganze Gemeinde ist versammelt. Auch Blomberg ist da. Er hat sich, nachdem Astrid seinen Antrag abgelehnt hatte, mit einer neuen Frau getröstet. Astrid ist glücklich, mit Lasse im Kreise ihrer Familie angekommen zu sein. Astrid Lindgren, geborene Astrid Anna Emilia Ericcson, starb am 28. Januar 2002 im Alter von 94 Jahren in Stockholm. Mit einer Gesamtauflage von circa 165 Millionen Büchern gehört sie zu den bekanntesten und meistgelesenen Kinder- und Jugendbuchautoren der Welt. Auch in Deutschland sind ihre Geschichten – und deren kongeniale Verfilmungen – überaus populär. Astrid Lindgrens Sohn Lasse lebte von 1926 bis 1986. Er wurde Teil der Familie, die Astrid mit Sture Lindgren gründete: Am 21. Mai 1934 wurde die gemeinsame Tochter Karin geboren. 1978 erhielt Astrid Lindgren – als eine von vielen internationalen Auszeichnungen – den 'Friedenspreis des Deutschen Buchhandels'. 21:552 Guns 23:35Blood Father Packender Actionthriller mit Genre-Profi Mel Gibson. Als Ex-Häftling auf Bewährung ist er bald ein freier Mann. Als Vater ist ihm jedoch jedes Mittel recht, seine Tochter (Erin Moriarty) vor skrupellosen Gangstern zu schützen. Spannend bis zur letzten Minute! John Link ist vor einem Jahr aus dem Gefängnis entlassen worden und hat seine Alkoholkrankheit endlich im Griff. In einem Trailerpark in New Mexico hält er sich als Tätowierer über Wasser. Da wendet sich seine verschollene, 17-jährige Tochter Lydia Hilfe suchend an ihn. Durch ihren Freund Jonah ist sie in gefährliche, kriminelle Kreise geraten und wird jetzt von mexikanischen Killern verfolgt. Allen Bewährungsauflagen zum Trotz versucht Link alles, um das Leben seiner Tochter zu retten. Mel Gibson, Erin Moriarty, Diego Luna, Michael Parks, William H. Macy, Miguel Sandoval, Dale Dickey 22.00 (VPS ) FREI 22:05Dennstein & Schwarz Dennstein & Schwarz Recht oder Gerechtigkeit Aufregung im Ausseerland! Ein erbitterter Erbschaftsstreit lässt 'Vorstadtweib' Martina Ebm und 'Soko Donau'-Gerichtsmedizinerin Maria Happel gegeneinander antreten und fordert die zwei Juristinnen zu Höchstleistungen heraus. Bald schon steht jedoch mehr als der eigene Ruf auf dem Spiel. Turbulente, bis in die Nebenrollen topbesetzte Anwaltskomödie nach einem Drehbuch von Konstanze Breitebner. Als Graf Florentin Dennstein stirbt, platzt bei der Testamentsverlesung eine Bombe: Mitbegünstigter ist Biobauer Fritz Lanner, ein unehelicher Sohn des Adeligen. Entsetzt beschliessen die Dennsteins den Gang vor Gericht. Juristin Paula Dennstein soll das Testament im Namen der Familie anfechten. Derweil ruft Fritz seine Jugendliebe, die mit allen Wassern gewaschene Junganwältin Therese Schwarz, zu Hilfe. Im Prozess schenken sich die beiden schlagfertigen Damen nichts, bis eine überraschende Entdeckung sie zu unkonventionellen Massnahmen zwingt. (Hörfilm in Stereo-Zweikanaltontechnik: deutsch in DD 5.1 / deutsch mit Bildbeschreibung) 23:35Schon wieder Henriette Gewohnt willensstark zieht Christiane Hörbiger alle Register, als in der beschaulichen Donaumetropole Krems ein Mord geschieht. Unterstützt vom bewährten Filmpartner Erwin Steinhauer und Neffe Manuel Witting liefert die Hobby-Kriminologin ein Glanzstück messerscharfer Kombinatorik ab. Wunderbar launige Krimikomödie mit der Grande Dame des heimischen Fernsehfilms. Wien war lange Zeit der Lebensmittelpunkt von Restauratorin Henriette, doch die Liebe zum Musiker Ferdinand Sternheim ändert alles. Kurzerhand kündigt Henriette ihre Innenstadtwohnung und zieht zu Ferdinand ins idyllische Krems. Dort weckt ein mysteriöser Todesfall ihre kriminalistische Neugier: In einer Galerie findet Henriette den Superstar der einheimischen Kunstszene tot auf. War es ein Unfall oder Mord? Gemeinsam mit ihrem jungen Assistenten Jonas begibt sich Henriette auf Spurensuche. (In Stereo-Zweikanaltontechnik: deutsch / deutsch mit Bildbeschreibung) 21:15Der Lehrer Ep. 5 Hendrik Duryn, Jessica Ginkel, Ulrich Gebauer, Gabriel Merz, Antje Lewald, Andrea L'Arronge, Nadine Wrietz Gastrollen: Sinje Irslinger ('Tatort') als Nikki Christoph Grunert '(Tatort') als Reinhards Kai Ivo Baulitz ('Tatort', 'SOKO') als Olaf Blonsk Urs Fabian Winiger ('Tatort', 'SOKO') als Achim Blonsk Silvina Buchbauer ('Homeland', 'Ku'damm 56') als Nadja Sobolew 22:05Doctor's Diary – Männer sind die beste Medizin Ep. 4 Dr. Kaan ist doch süss! Dr. Gretchen Haase findet heraus, dass Dr. Kaan zwar ein bisschen merkwürdig, dafür aber ein Held des Ghettos ist: Er behandelt Ausländer ohne Krankenversicherung. In der Plattenbausiedlung trifft sie auf Jenny, eine freche Göre, die ihr im Krankenhaus die Handtasche gestohlen hat. Doch das Mädchen kommt nicht nur aus schwierigen Verhältnissen, sondern verbirgt auch ein tödliches Geheimnis in ihrem Kopf. Gretchen und Neurochirurgin Dr. Hassmann müssen in den OP. Schwester Gabi fasst den teuflischen Plan, Dr. Meier eine Vaterschaft anzuhängen – ohne, dass er es merkt. Bärbel will im Fitnessstudio trainieren, um für Franz attraktiver zu werden. Dort trifft sie in der Begleitung von Gretchen auf Elke Fisher, die Affäre ihres Gatten. Gretchen nimmt sich Frau Fisher zur Brust – und sorgt für eine mittlere Katastrophe. Diana Amft, Florian David Fitz, Kai Schumann, Peter Prager, Ursela Monn, Fabian Oscar Wien, Julia Koschitz Bora Dagtekin, Vivien Hoppe 23:00Pocher – gefährlich ehrlich! Ep. 2 Pocher – gefährlich ehrlich! Gäste: Amira Pocher 00:00Der Lehrer Ep. 4 Gegensätze ziehen sich an. Seit kurzem schweben die taffe Aktivistin Anne und der Schul-Star Marc gemeinsam auf Wolke sieben. Dass Marc wohl deshalb beim Basketball kaum noch den Korb trifft, findet Vollmer halb so wild. Zumindest bis er erfährt, dass Marc absichtlich verliert, um sich von der Gegenmannschaft seine Pokerschulden bezahlen zu lassen. Durch wohlwollende Konfrontation kann Vollmer Marc dazu bringen, sich sein Spiel-Problem einzugestehen und es Anne zu beichten. Anne möchte unbedingt für Marc da sein, doch Stefan ahnt, dass der jungen Liebe einiges bevor steht. Stefan will nicht wahrhaben, dass er Karin vermisst. Karin wiederum geht es derweil an der neuen Schule richtig gut und sie unternimmt viel mit den neuen Kollegen. Dass Barbara und Karl darauf nun auch noch eifersüchtig sind, geht Stefan schnell auf die Nerven. Er möchte ihnen zeigen, dass Karin sich in Wahrheit zu Tode langweilt und fährt kurzentschlossen nach Lemgo... Hendrik Duryn, Jessica Ginkel, Ulrich Gebauer, Gabriel Merz, Nadine Wrietz, Rainer Piwek, Henriette Nagel Gastrollen: Nick Romeo Reimann ('Die wilden Kerle', 'Vorstadtkrokodile', 'Türkisch für Anfänger') als Marc Henriette Nagel ('Freche Mädchen') als Anne Patrick von Blume ('Tatort') als Rückriem 00:55Der Lehrer Ep. 5 22:15Höllische ... Ep. 7 Für das deutsche Pärchen Stefan und Heike wurde ausgerechnet die Traumreise zum höllischen Albtraum und endete mit einem Mord an der Südsee. Die einen werden weit weg von Zuhause zum Opfer – die anderen erwischt es am eigenen Wohnort. Die junge Soldatin Ina hat sich darauf eingestellt für die Bundeswehr ihr Leben zu riskieren. Aber nichts hat sie auf den Horror vorbereitet, der plötzlich über sie hereinbrach. Auch ein Held, der Zivilcourage bewiesen hat, kommt zu Wort und ein Vater, der seine Söhne an den IS verlor. Ein bekannter Modezar wird im eigenen Laden überfallen, ein Kriminalbeamter aus der Mordkommission lässt sein Berufsleben Revue passieren und ein Hochstapler erzählt, warum er im Geld schwimmt. Das sind nur einige von den Geschichten, die es bei 'Höllische Verbrechen' zu sehen gibt. Die RTL II-Dokumentation 'Höllische Verbrechen' zeigt verschiedenste Verbrechensdelikte, in der Opfer von ihrem höllischen Erlebnis erzählen. Aber auch Täter und Menschen, die von Berufswegen mit Verbrechen zu tun haben kommen zu Wort und berichten aus ihrer Sicht des Geschehens. James Bond und sein Partner Alec – Agent 006 – zerstören zur Zeit des Kalten Krieges eine russische Chemiewaffenfabrik, wobei Alec getötet wird. Neun Jahre später in Monaco verfolgt James Bond die schöne Agentin Xenia Onatopp, welche ihn zu der russischen Terrororganisation Janus führt. Diese arbeiten an einem geheimen Waffensystem GoldenEye, welches eine Atombombe im All zündet. Agent 007 muss die Welt vor einer nuklearen Katastrophe bewahren. 22:40James Bond 007 – Octopussy 00:55Medical Detectives – Geheimnisse der Gerichtsmedizin Ep. 45 20:15Happy Family Happy Family Monster Family Die Wünschmanns sind nicht gerade glücklich: Der Buchladen von Mama Emma läuft nicht rund, Papa Frank sieht vor lauter Akten kein Licht mehr am Horizont, der intelligente Sohnemann Max wird in der Schule gemobbt und Töchterchen Fee steckt mitten in der Pubertät. Eine Monster-Kostüm-Party könnte für ein wenig Abwechslung sorgen, bis sich Dracula, der Fürst der Finsternis, einmischt und eine alte Hexe damit beauftragt, die gesamte Familie in echte Monster zu verwandeln ... 22:05Percy Jackson – Diebe im Olymp Gäste: Heidi Klum Finale! Nach einer aufregenden Reise durch die Modewelt, stellen sich die Topmodel-Anwärterinnen ihrer letzten Herausforderung der 15. Staffel von 'Germany's next Topmodel – by Heidi Klum'. Wer wird Heidi Klum und ihre Gastjuroren überzeugen und bekommt einen Vertrag bei der Modelagentur ONEeins fab? Welches Model wird #GNTM 2020 gewinnen und das Cover der deutschen Harper's Bazaar zieren? 23:30red. Themen: Live direkt nach dem grossen GNTM-Finale 'red.' live direkt nach dem grossen GNTM-Finale: Mit der frischgebackenen Siegerin, jeder Menge Überraschungs-Stars und allen Emotionen des Abends! 22:30Full Metal Jacket Nach einer brutalen Ausbildung wird der junge Marineinfanterist Joker als Kriegsberichterstatter nach Vietnam geschickt. Hier lernen Joker und sein Fotograf Rafterman den Zynismus kennen, mit dem aus blutigen Gemetzeln Medienereignisse gemacht werden. Aber als die jungen Männer bei verlustreichen Strassenkämpfen in Hue erstmals dem Feind Auge in Auge gegenüberstehen, merken sie, dass keine Ausbildung sie auf die Wirklichkeit hätte vorbereiten können ... Matthew Modine, Vincent D'Onofrio, R. Lee Ermey, Arliss Howard, Adam Baldwin, Kevyn Major Howard, Ed O'Ross 'Full Metal Jacket' gilt zu Recht als der beste Anti-Kriegs-Film aller Zeiten. Regisseur Stanley Kubrick wollte kein Kriegsabenteuer, sondern eine Geschichte über die Grausamkeiten des Krieges drehen. 'Ein schockierender, aufwühlender Film' ('People'). 'Ein schockierender, aufwühlender, unvergesslicher Film. Eine fast ununterbrochene Abfolge von faszinierenden Bildern. Eine tadellose Besetzung.' (People) 'Hart, kompromisslos und zynisch, aber leider wahr!' (TV Spielfilm) 21:30Notruf Ep. 19 Bei der Polizei muss es in dieser Folge schnell gehen. Eine Person ruft im Rhein um Hilfe, heisst es in der eingetroffenen Meldung. Es startet ein Wettlauf gegen die Zeit, es geht um Leben und Tod. Jede Sekunde kann die Situation verschlimmern. Die Berufsfeuerwehr Basel probt für den Ernstfall. Das Szenario: Ein Arbeiter ist in einen Liftschacht gestürzt. Wie gehen die geübten Feuerwehrmänner vor? Kurz vor Feierabend wird die Sanität Basel zu einer betrunkenen Frau gerufen. Trotz der angeblich wenig getrunkenen Menge Alkohol ist das Bewusstsein der Patientin stark getrübt. Sind möglicherweise K.O.-Tropfen im Spiel? NOTRUF – RETTER IM EINSATZ zeigt die Frauen und Männer hinter der Uniform, deren Entscheidungen Leben retten können und erklärt, wie sie die Herausforderungen ihres Alltags meistern. 22:45Notruf Ep. 9 Sie sind die Helden des Alltags – Polizisten, Rettungssanitäterinnen und -Sanitäter sowie Berufsfeuerwehrleute stehen jeden Tag für die Bevölkerung im Einsatz. Wie gehen die Einsatzteams mit brenzligen Situationen, Schicksalsschlägen und beruflichem Druck um? Zeit für Sentimentalitäten bleibt kaum. Fingerspitzengefühl und Menschenkenntnis hingegen sind unabdingbar für diese Arbeit. Kein Tag gleicht dem anderem, bei jedem Einsatz gilt höchste Konzentration. Zwei Polizisten der Kantonspolizei Zürich starten motiviert in ihre Schicht. Auf dem Tagesplan steht die Patrouille auf dem Rhein. Zur gleichen Zeit sind zwei Rettungssanitäterinnen von Schutz & Rettung Zürich mit Sondersignal unterwegs zu einem Unfallort. Auf einer Baustelle ist eine Betonplatte auf einen Bauarbeiter gefallen und hat diesen verletzt. Am Flughafen Zürich führt die Kantonspolizei Zürich eine Routine-Verkehrskontrolle durch. Die Polizistinnen und Polizisten verlassen sich dabei auf ihre Erfahrung und Intuition. Kurz vor Feierabend werden sie von ihren Kollegen wegen einem aggressiven Ladendieb im Flughafen zur Verstärkung aufgeboten. Die Berufsfeuerwehr von Schutz & Rettung Zürich rückt zu einem automatischen Brandmeldealarm im Universitätsspital Zürich aus. Die Feuerwehrleute müssen so schnell wie möglich die Ursache für den Alarm finden. NOTRUF – RETTER IM EINSATZ zeigt die Frauen und Männer hinter der Uniform, deren Entscheidungen Leben retten können und erklärt, wie sie die Herausforderungen ihres Alltags meistern. 00:05Dark Places – Gefährliche Erinnerung Ep. 16 Freigegeben ab Mit Charlize Theron, Nicholas Hoult, Chloe Crace Moretz, Christina Hendricks, Corey Stoll, Sterling Jerins Libby Day wurde als Kind Zeugin eines unvorstellbaren Verbrechens. Vor 25 Jahren musste sie die brutale Hinrichtung ihrer Familie miterleben und mitansehen, wie ihre Mutter und ihre Schwester ermordet wurden. Libby vermutete hinter dem Verbrechen die Tat einer satanischen Sekte. Vor Gericht beschuldigte sie auch ihren Bruder Ben an der Tat beteiligt gewesen zu sein, woraufhin dieser zu einer langjährigen Haftstrafe 'verurteilt wird. Doch auch nach einem viertel Jahrhundert lassen ihr die Schrecken dieser Nacht keine Ruhe. Sie schliesst sich dem 'The Kill Club' an, einer geheimen Gruppe Hobby-Ermittlern, um Licht in das dunkle Verbrechen zu bringen. Die Amateur-Kriminologen um Lyle halten Libbys Bruder für unschuldig. Libby stellt sich ihren schmerzhaften Erinnerungen, um die Wahrheit ein für alle Mal die vergangenen Ereignisse herauszufinden...
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Welche Bedeutung hatte Fichte für den Deutschen Idealismus?
Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; † 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. Leben Jugendzeit Fichte war das erste von acht Kindern des Bandwebers Christian Fichte (1737–1812) und seiner Frau Maria Dorothea (geb. Schurich, 1739–1813) in Rammenau in der Oberlausitz. Er wuchs ärmlich in einem von Frondiensten geprägten dörflichen Milieu auf. Seine Auffassungsgabe und sein gutes Gedächtnis fielen einem Verwandten der örtlichen Gutsherrschaft, dem Gutsherrn Ernst Haubold von Miltitz (1739–1774), bei einem Besuch in Rammenau auf: Er hatte eines Sonntags die kirchliche Predigt verpasst, woraufhin der zehnjährige Fichte gerufen wurde, von dem man versicherte, er könne die Predigt wiederholen. Daraufhin imitierte dieser den Pfarrer so perfekt, dass der Freiherr in seiner Entzückung dem Kind nach einer Vorbereitungszeit im Pfarrhaus zu Niederau den Besuch der Stadtschule in Meißen ermöglichte. Danach finanzierte ihm sein Förderer 1774 eine Ausbildung an der Landesschule Pforta bei Naumburg, verstarb jedoch im selben Jahr. Nach seiner Schulzeit zog Fichte 1780 nach Jena, wo er an der Universität ein Theologie-Studium begann, wechselte jedoch bereits ein Jahr später den Studienort nach Leipzig. Die Familie von Miltitz unterstützte ihn nun nicht mehr finanziell, er war gezwungen, sich durch Nachhilfeunterricht und Hauslehrerstellen zu finanzieren und brachte das Studium zu keinem Abschluss. In dieser aussichtslosen Lage bekam er 1788 in Zürich eine Stelle als Hauslehrer, die er aber nur zwei Jahre innehatte, da er der Auffassung war, dass man, bevor man Kinder erzieht, zuallererst die Eltern erziehen müsse. Dort verlobte er sich mit Johanna Marie Rahn (1755–1819), Tochter des Kaufmanns und Waagmeisters Johann Hartmut Rahn und Nichte des Dichters Klopstock. Anschließend ging er wieder nach Leipzig. Fichtes Plan, Prinzenlehrer zu werden, scheiterte. Seine zweite Idee, eine Zeitschrift für weibliche Bildung, lehnten mehrere Verleger ab. Trauerspiele und Novellen brachten ihm ebenfalls keine finanzielle Sicherheit. Übergang zur Philosophie In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den „Dingen, wie sie sind“ und „wie die Dinge erscheinen“ (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Hauslehrerstelle in Warschau nahm Fichte Anfang November 1791 eine auf ein Jahr befristete Anstellung als Hauslehrer des Sohns des Ehepaars Louise von Krockow, geb. von Göppel, die mit Kant persönlich bekannt war, und Heinrich Joachim Reinhold von Krockow (1736–1796), Königl. Preußischer Obrist, im gräflichen Schloss Krockow in der Nähe der pommerellischen Ostseeküste an. Im selben Jahr besuchte er Kant in Königsberg, wo dieser ihm einen Verleger für seine Schrift Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) verschaffte, die anonym veröffentlicht wurde. Das Buch galt zunächst als ein lange erwartetes religionsphilosophisches Werk von Kant selbst. Als Kant den Irrtum klarstellte, war Fichte berühmt und erhielt einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Jena, den er 1794 antrat. Zuvor hatte er nach längerer Überlegung, ob eine Eheschließung ihm nicht die „Flügel abschneide“, 1793 Johanna Rahn geheiratet. Drei Jahre später kam Sohn Immanuel Hermann (1796–1879) zur Welt. In Jena lebte der berühmte Theosoph Jakob Hermann Obereit in Fichtes Wohnhaus. Fichte und Obereit waren beständig im Gespräch. Während seiner Jenaer Professur (1794–1799) wurde er zur Zielscheibe im so genannten „Atheismusstreit“. Ausgelöst wurde dieser Streit 1798 durch zwei Schriften, wobei nur eine (Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung) von Fichte selbst stammt. Beide Schriften waren im Philosophischen Journal, dessen Herausgeber Fichte zusammen mit Friedrich Immanuel Niethammer zu dieser Zeit war, erschienen. Fichte wurde wegen Verbreitung atheistischer Ideen und Gottlosigkeit verklagt, erhielt einen Verweis und trat daraufhin zurück, wie er es zuvor angedroht hatte. 1805 bekam er den Lehrstuhl für Philosophie in Erlangen, 1807 war er Zensor der Hartungschen Zeitung in Königsberg, wurde aber auf Befehl des preußischen Generals Ernst von Rüchel entlassen. Wenige Jahre darauf, 1810, bekam er die Position des Dekans der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit war er von 1811 bis 1812 Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. 1789 wurde Fichte in Zürich in den Freimaurerbund Modestia cum Libertate aufgenommen, in dieselbe Loge, in der auch Johann Wolfgang von Goethe freundschaftlich verkehrte. Später ließ er sich am 6. November 1794 als Mitglied der Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen in Rudolstadt annehmen und war auch nach seinem Umzug nach Berlin mit den dortigen Freimaurerkreisen verbunden. 1799 traf er auf Ignaz Aurelius Feßler und arbeitete nach seiner Annahme am 17. April 1800 mit ihm an der Reform der Großloge Royal York zur Freundschaft. Am 14. Oktober 1799 hielt er einen Vortrag über „den wahren und richtigen Zweck der Maurerei“. Am 13. und 27. April 1800 hielt er mehrere Vorlesungen, die später unter dem Titel Philosophie der Freimaurerei. Briefe an Constant erneuert und veröffentlicht wurden. Schon bald kam es zum Streit und Fichte trat am 7. Juli 1800 aus der Freimaurerei aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der Deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren „Sprecher“ (Vorsitzender). Hatte sich Fichte zuvor als Anhänger der Französischen Revolution bezeichnet, so profilierte er sich nun insbesondere durch die flammend patriotischen Reden an die deutsche Nation (als Text veröffentlicht bis 1808) als Gegner Napoleons. Fichte wurde damit zum Vordenker der Urburschenschaft. Ein utopisches Gesellschaftsmodell – eine Art sozialistische Gesellschaft auf nationalstaatlicher Grundlage – findet sich in dem Werk Der geschlossene Handelsstaat (1800). Tod Vermutlich Ende 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte. Auch Fichte sollte an dieser vom Kot von Kleiderläusen übertragenen Seuche erkranken, die vornehmlich unter der Bezeichnung Fleckfieber berüchtigte Bekanntheit erlangte und insbesondere im Kriegswinter 1813/14 in Mitteleuropa (unter anderem in Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz) katastrophale Ausmaße annahm. Im Gegensatz zu seiner Frau konnte er sich von diesem Fieber nicht erholen. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Die Ehrengrabstelle in der Abt. CH, G2 trägt ein Porträtmedaillon (Kopie) von Ludwig Wilhelm Wichmann. Sein Grabstein trägt einen Vers aus dem Buch Daniel (): Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre Ein zentraler Kern in Fichtes Philosophie ist der Begriff des „absoluten Ich“. Dieses absolute Ich ist nicht mit dem individuellen Geist zu verwechseln. Später nutzte er die Bezeichnung „Absolutes“, „Sein“ oder „Gott“. Fichte beginnt in seiner Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre mit einer Bestimmung des Ich: Fichte ging es um die praktische Umsetzung seiner Philosophie, weshalb er die Errichtung eines lückenlosen philosophischen Systems als zweitrangig erachtete. Im Vordergrund stand für ihn die Verständlichkeit seiner Lehre. Er vertrat ein positives Menschenbild und ging davon aus, dass in jedem Menschen – und nicht nur im Gelehrten – der Grund echter Selbsterkenntnis (und damit auch Gotteserkenntnis) gelegt ist und der Philosoph lediglich auf diese verweisen muss. In seiner populären, z. T. polemischen Darstellungsweise schuf sich Fichte unter den Fachgelehrten viele Freunde, aber auch Feinde. In erbitterter Feindschaft stand er zu Friedrich Nicolai. Goethe urteilte skeptisch über Fichte, . Trotz späterer Ablehnung übte Fichte großen Einfluss auf Schelling und Hegel aus. Auch Hölderlin bekannte, Fichtes Vorlesungen aus seiner Jenaer Zeit viel zu verdanken. Einige Ideen Fichtes knüpfen an die Thesen des etwa 20 Jahre älteren Johann Gottfried Herder an. Fichtes Kantrezeption Fichte reagierte auf die Frage, wie theoretische und praktische Vernunft zusammenhängen, indem er antwortete, dass die beiden Teile der Vernunft in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Hierbei ist die praktische Vernunft der theoretischen übergeordnet. Letztere benötigt demnach die praktische Vernunft; diese aber ist autonom. Auch für Kant war die praktische Vernunft ein Vermögen des Willens – und damit autonom. Laut Fichte mündet diese Tatsache aber in seiner Theorie zur „Selbstsetzung“. Der Wille bringt, indem er sich ein Gesetz gibt, zugleich sein Wesen als „Vernunftwille“ hervor. Dieser Vernunftwille macht das aus, was wir sind – nämlich unser Ich. „Das absolute Ich ist, indem es sich setzt, und setzt sich, indem es ist.“ Aus diesem Grund kommt der praktischen Vernunft absolute Freiheit zu. Fichtes Idealismus ist daher eine Konsequenz aus dem Primat der praktischen Vernunft. Der Kritik am transzendentalen Argument bei Kant entzieht sich Fichte, indem er die praktische Vernunft zur Bedingung für die theoretische Vernunft erklärt. Hierbei geht er von der „Handlung“ des Urteilens aus und schließt mithilfe einer transzendentalen Begründung auf das sich setzende Ich als Bedingung hierfür. Alles Urteilen ist Handeln des menschlichen Geistes. Diesem liegt der Satz „Ich bin“ zugrunde. Das „schlechthin gesezte und auf sich selbst gegründete“ ist der Grund des Handelns. Um dem Vorwurf zu entgehen, dass wir eventuell gar nicht urteilen, sondern nur glauben zu urteilen, führte Fichte die „intellektuelle Anschauung“ ein. Sie ist auch praktisch zu verstehen als „Anschauen seiner selbst im Vollziehen eines Acts“. Wenn wir urteilen, beobachten wir uns nicht, sondern stellen handlungsorientierte Fragen. Diese Fragen gehen von der Annahme aus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Würde das nicht zutreffen, könnte er nicht urteilen, was nicht vorstellbar ist. Gleichwohl vertrat Fichte die Auffassung, auch wenn der Mensch nicht an den Bedingungen vernünftigen Urteilens zweifeln könne, folge daraus nicht, dass er diese Bedingungen tatsächlich erfüllt. Die schärfste Abgrenzung zu Kant vollzog Fichte mit seiner Ablehnung der Konzeption eines „Dinges an sich“. Nur so kann in seinen Augen die absolute Freiheit des Ichs bewahrt werden. Das „Ding an sich“ wird bei Fichte lediglich zu einem „Anstoß“, einem irrationalen Faktum innerhalb des Ich, welches das Ich zu bewältigen versucht. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Ich, gleichsam hinaus in die Welt als „Nicht-Ich“. Ist das absolute Ich demzufolge also ein „Ding an sich“ auf der Seite des Subjekts? Fichtes Antwort: Nur wenn es „erscheint“. Das absolute Ich existiert nur im Handeln. In seiner philosophischen Reflexion wird das absolute Ich zu etwas Objektivem, eine andere Entität der realen Welt gibt es nicht. Jenaer Philosophie Da Fichte die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre schnell als unzureichend und ergänzungsbedürftig ansieht, macht er sich auf dem Höhepunkt seiner Jenaer Periode nahezu zeitgleich an eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftslehre (unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo) und an eine erste Ausarbeitung der praktischen Philosophie (in der Grundlage des Naturrecht und der Sittenlehre). Inhaltlich stellt sich seit der Grundlage der gesamten Wissenschaftlehre die Frage, warum das absolute Ich, welches autonom ist, auf einen „Anstoß“ reagiert. Fichte macht deutlich, dass das absolute Ich nur ist, wenn es sich seiner selbst bewusst wird. Dies kann nur geschehen, wenn es mit Material konfrontiert wird, auf das es zu reagieren hat. Würde es zu keinem Kontakt kommen, würde das Ich „ganz in seiner Tätigkeit aufgehen“. Um aber zu sein – und damit auch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln –, muss es sich für den „Anstoß“ öffnen und dafür Sorge tragen, dass der „Stein des Anstoßes“ erhalten bleibt. Nach Fichte kann das Ich demnach als ein unendliches Streben nach Autonomie verstanden werden. Der „Anstoß“ ist hierbei gleichsam nur notwendige Bedingung des Selbstbewusstseins, keine hinreichende. Die weiteren Bedingungen für das Selbstbewusstsein finden sich in den jeweiligen Teildisziplinen der Wissenschaftslehre, die Fichte unterscheidet: Naturlehre, Rechtslehre, Sittenlehre und Religionslehre. Erstere hat Fichte, aufgrund des von ihm entwickelten Primats der praktischen Vernunft, nie ausgearbeitet. Die Wissenschaftslehre nova methodo Nachdem Fichte durch seine Vorlesungen über die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre in kürzester Zeit bekannt geworden ist, sieht er seine Philosophie bald mit verschiedenen Einwänden und Nachfragen seiner Zeitgenossen konfrontiert. Zunehmend wird er unzufrieden mit seinem ersten Entwurf der Wissenschaftslehre. Statt den Text der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre zu revidieren, entschließt er sich, die Wissenschaftslehre vollkommen neu auszuarbeiten. Das Ergebnis trägt er unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo ab 1796 in Vorlesungen vor, die heute jedoch nur noch als Mitschriften überliefert sind. Dennoch wird die Wissenschaftslehre nova methodo in der neueren Fichteliteratur zunehmend als beste und verständlichste Fassung der fichteschen Wissenschaftslehre angesehen. Inhaltlich bemüht sich Fichte darum, von seinen Zeitgenossen formulierte Einwände zu widerlegen und die Wissenschaftslehre stringenter und nachvollziehbarer vorzutragen. Verschiedene Themenbereiche – etwa die Behandlung der Frage, wie es vom einheitlichen absoluten Ich zur Pluralität individuellen Bewusstseins kommen kann – kommen gegenüber der ersten Behandlung der Wissenschaftslehre neu hinzu. Fichtes Rechtslehre In seinen Grundlagen des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1796/1797 (§ 8) bestimmte Fichte die Funktion des Rechts ähnlich wie Kant: Das Beisammenstehen der Freiheit mehrerer sei Doch schloss für ihn eine vernünftige Ordnung der Freiheit auch eine angemessene Verteilung gemeinschaftsbedingter Chancen und Güter ein. Für Fichte wird die Beziehung zwischen dem Selbstbewusstsein und – sozusagen – der Welt präzisiert. Das Bewusstsein kann sich nur als frei handelndes Wesen begreifen, wenn es „den Begriff eines frei handelnden Wesens auf sich anwenden kann.“ Das kann es nur, wenn andere das Selbstbewusstsein auffordern etwas zu tun und gleichzeitig(!) die Freiheit eingestehen, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Da dieser Vorgang reziprok ist, folgt, dass das Sein des Selbstbewusstseins von der Anerkennung der Freiheit anderer abhängt. Es wird deutlich, dass sich Fichte nicht auf das Moralgesetz als die bindende Kraft des Rechts versteht, sondern das Eigeninteresse des selbstbewussten Ichs. Ein Rechtsverhältnis entsteht demnach aufgrund der bloßen Existenz eines Nicht-Ichs. Auch Fichte definiert, wie so mancher Philosoph vor ihm, den Staat als Ausdruck des absoluten Willens, dessen Absicht es ist, die Freiheit und Rechte seiner Bürger zu garantieren. Kollektives Handeln und individuelles Handeln werden mit dem Ausdruck „sittliches Handeln“ in Eins gesetzt. Freiheit in der Geschichte sei nach Fichte die mehr oder weniger sittliche Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse der verschiedenen Völker. Fichtes Philosophie lässt sich als ethischer Idealismus bezeichnen, wenn man voraussetzt, dass nur der Staat Rechtsverhältnisse zwischen sich und den Bürgern bzw. unter den Bürgern schafft und dabei Beschränkungen seiner Bürger zugunsten eigener materieller Zwecke vornimmt. Fichtes Sittenlehre Im System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1798 geht Fichte davon aus, dass das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs nur sein kann unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Hierbei ist sich das Ich des Sittengesetzes niemals in abstracto bekannt, sondern „immer in Form konkreter Aufgaben und Pflichten der Welt“. Das Ich kann sich nur eine Tätigkeit zuschreiben, wenn diese mit der kausalen Wirklichkeit einer ihm unabhängigen Welt verbunden ist. Dies wiederum ist nur möglich, wenn es sich einen Körper zuschreibt. Da dieser Körper Teil der Welt ist, unterliegt er auch den Naturtrieben. Das Sittengesetz untersucht nun die Bedingungen der Manifestation eines zugleich verkörperten und von Naturtrieben beherrschten Ich. Fichtes Religionslehre Fichte hinterließ keine systematisch ausgearbeitete Religionsphilosophie. Im Atheismusstreit, den Friedrich Karl Forberg mit einem Artikel im Philosophischen Journal mit einem zustimmenden Nachwort von Fichte 1798 ausgelöst hatte, postulierte Fichte mit Forberg, die Existenz Gottes sei nicht notwendig für die Errichtung einer moralischen Wertordnung, allerdings sei der Glaube an Gott, verbunden mit einer göttlichen Moral, unumgänglich. Während Kant von der Existenz Gottes ausging und seine These untermauerte, die Existenz Gottes sei notwendig im Hinblick auf die Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Handelns, sah Fichte nur die Notwendigkeit zu einer „moralischen Weltordnung“. Diese müsse nicht zwingend auf eine höhere Instanz – also Gott – zurückgeführt werden. Die aktive Weltordnung selbst () könne man als Gott bezeichnen. Wer dies aber tut, der „verkennt die unmittelbare Beziehung des Gottesbegriffs zum moralischen Bewusstsein“ und ist, so Fichte, „der wahre Götzendiener und Atheist.“ Beitrag zur Französischen Revolution (1793) Deutlich wie wenige Denker und Politiker des damaligen Deutschland begrüßt Fichte die Französische Revolution. Er sieht in ihr nicht nur moralische Gründe, sondern auch einen rechtmäßigen Fortschritt zu mehr Gleichheit und Freiheit. Seine beiden Revolutionsschriften von 1793 (Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten und Beiträge zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution) griffen in die öffentlichen Debatten ein. Er begründet die Rechtmäßigkeit der Revolution in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contrat social mit dem Argument, dass es ein „unveräußerliches Recht des Menschen“ sei, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie: „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte die tiefere, philosophische Legitimität der Veränderung der Staatsverfassung. Fichtes Kritik am Judentum Im Werk Fichtes finden sich diverse despektierliche Äußerungen über Juden, die in der Fachliteratur als „judenfeindliche Ausfälle“ und „antijüdischer Affekt“ bezeichnet werden. Micha Brumlik etwa ist der Ansicht, Fichtes Positionen beinhalteten sowohl christlich-philosophischen Antijudaismus als auch politisch-säkularen Antisemitismus, und verglich letzteren mit dem von Adolf Hitler sogenannten „Antisemitismus der Vernunft“, der einen notwendigen, vollständigen Ausschluss der Juden aus einer zu schaffenden, besseren Gesellschaft propagierte. In der Sekundärliteratur finden sich allerdings auch differenzierendere Einschätzungen, insbesondere wenn das Gesamtwerk Fichtes betrachtet wird. Besonders drastisch äußert sich Fichte in Beiträge zur Berichtigung der Urtheile des Publicums über die französische Revolution von 1793. Er greift darin sowohl die Juden mit harschen Worten an, als auch das Militär und den Adel. Das Judentum sei ein „Staat im Staate“ und würde sich absondern. Die Juden, körperlich schlaff, hätten einen egoistischen Handelsgeist. Sie würden die übrigen Bürger übervorteilen, seien nur auf sich und ihre Sippe bedacht. Fichte übernimmt größtenteils die damals vorherrschenden Vorurteile, prangert aber vor allem immer wieder die angeblich separatistische Einstellung dieser Religion an. Oft zitiert wird die folgende Fußnote: In seiner 1794 erschienenen Streitschrift Eisenmenger der Zweite polemisierte Saul Ascher gegen die judenfeindlichen Äußerungen Fichtes, dem er den Namen des seinerzeit bekannten Judenfeindes Johann Andreas Eisenmenger, des Autors des Pamphlets Entdecktes Judentum, beilegte. Mit Fichte sei eine neue Dimension des säkularen Judenhasses zu verzeichnen. Mit David Veit lernte Fichte einen Vertreter der jüdischen Aufklärung Haskala kennen und schätzen. Als Rektor der Berliner Universität trat er kompromisslos und gegen allgemeinen Widerstand für einen zu Unrecht vom Senat der Universität bestraften und mit Relegation bedrohten jüdischen Studenten ein. Während vielfach eine „liberal-progressive“ Rezeption Fichtes – auch unter jüdischen Intellektuellen – vorherrschte, entwickelte sich später, insbesondere im Gefolge des Ersten Weltkrieges, auch eine „völkisch-nationalistische“ Rezeption. Dabei gewannen sowohl die Grundzüge als auch die Reden Fichtes erneut an Bedeutung, indem sie in den Dienst des nationalistischen Pathos und der Judenhetze gestellt wurden. Die Nationalsozialisten nahmen dabei Fichte zur Begründung ihrer Ideologie in Anspruch. Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) In den Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters entwickelt Fichte Ansichten zu einer Geschichtsphilosophie. Tragender Gedanke dieser Geschichtsphilosophie ist die Entwicklung der Menschheit von der Unfreiheit zur Freiheit. Parallel zu jener inneren Entwicklung der Individuen, gehe die äußere Entwicklung ihrer Position und Bestimmung im Staate von der Rolle des Untertan hin zum freien Bürger. Im Vordergrund steht ein Entwicklungsmodell, das die Geschichte in fünf Epochen unterteilt, wobei Fichte seine eigene Epoche als das „Zeitalter der vollendeten Sündhaftigkeit“ verstand, während die Grundzüge die künftigen Epochen einleiten sollten. Diese Epochenentwicklung vollziehe sich in folgenden Stufen: 1. Instinktive Vernunft: Stand der Unschuld des Menschengeschlechts; 2. Äußerlich erzwungene, jedoch nicht durch Gründe überzeugende Autorität: Stand der anhebenden Sünde; 3. Emanzipation von jeder äußeren Autorität, Herrschaft des nackten Erfahrungsbegriffs: Stand der vollendeten Sündhaftigkeit; 4. Rückkehr der freien, innerlichen Vernunft, wo die Wahrheit als das höchste erkannt und geliebt wird: Stand der anhebenden Rechtfertigung; 5. Verwirklichung der freien, innerlichen Vernunft in allen äußeren Lebensbereichen, wo die Menschheit sich selber als Abdruck der Vernunft aufbaut: Stand der vollendeten Rechtfertigung und Heiligung. Reden an die deutsche Nation (1808) Die Reden an die deutsche Nation verstehen sich als Fortsetzung der Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Drei Jahre nach diesen Vorträgen erklärt Fichte das Ende der dort beschriebenen dritten Epoche, die er in den Reden … als die Epoche der Selbstsucht bezeichnet. Durch die Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen sei diesem mit der Selbständigkeit gleichzeitig der Gehalt der Selbstsucht verloren gegangen. Es müsse ein neues Selbst gesucht werden, welches über die Nation hinausgehe. Dieses sei die Vernunft. In den Reden ruft Fichte im Bereich der Bildung zu einer Nationalerziehung nach dem Vorbild von Johann Heinrich Pestalozzi auf, die das menschliche Verhältnis zur Freiheit in der Vernunft- und Werterziehung verankern soll. Auch hier geht es wieder um die sittliche Bildung zur Freiheit, zur Selbständigkeit, zur Veredelung. In dieser Erhebung zur Vernunft, zum wahren Selbst, welches in der allgemeinen Vernunft zu finden ist, die jede Nation übersteigt, entfällt für Fichte auch die mögliche Feindschaft zu anderen freien Individuen und Nationen, denn der so gebildete Mensch strebe danach, seine Mitmenschen zu achten, und liebe ihre Freiheit und Größe, während ihn ihre Knechtschaft schmerze: „Aber es ist schlechthin unmöglich, dass ein solches Gemüt nicht auch außer sich an Völkern und einzelnen ehre, was in seinem Innern seine eigne Größe ausmacht: die Selbständigkeit, die Festigkeit, die Eigentümlichkeit des Daseins.“ In den Reden finden sich mit einer klar konturierten Ausdifferenzierung der Menschheit in nicht gleichwertige Sprach- und Kulturgemeinschaften sowie dem grundsätzlichen Streben nach deren Reinheit Ansätze einer rassistischen Theoriebildung. Würdigung Den Namen Fichtes tragen Johann-Gottlieb-Fichte-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin Fichte-Gymnasien und -Schulen in mehreren deutschen Städten Straßen in vielen Ortschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Fichtegasse in Wien Fichtestraße in der Gartenstadt von Freiburg im Breisgau Siedlung am Fichteplatz in Mainz mehrere deutsche Sportvereine, die in der Arbeitersportbewegung verwurzelt sind, z. B. der VfB Fichte Bielefeld J. G. Fichte, Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei Zwei Denkmäler, ein Park und ein Museum (im Barockschloss Rammenau) im Fichte-Geburtsort Rammenau Fichteturm und Fichtepark in Dresden-Plauen 5-DM-Gedenkmünze zum 150. Todestag (→ 5. Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland) 10-Mark-Gedenkmünze zum 175. Todestag 70-Cent-Sondermarke zum 250. Geburtstag 2012 Die Pflanzengattung Fichtea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte. Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung 1996 wurde die der rechtskonservativen Partei Die Republikaner nahestehende Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung e.V. gegründet, die sich nach eigenen Angaben der Vermittlung von traditionellen Werten im Sinne des Philosophen widmet. Werke (Auswahl) Wissenschaftslehre Die Wissenschaftslehre, Fichtes Hauptwerk, wurde von ihm mehrfach überarbeitet. u. a.: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie (1794) () Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/1795) Wissenschaftslehre nova methodo (1796–1799) Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797/1798) Die Wissenschaftslehre (1804) sowie folgende Ausgaben (1812) und (1813). Weitere Werke Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die französische Revolution (PDF; 1 MB) (1793) Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794) Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere (1796) Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre (1798) Appellation an das Publikum über die durch Churf. Sächs. Confiscationsrescript ihm beigemessenen atheistischen Aeußerungen. Eine Schrift, die man zu lesen bittet, ehe man sie confsicirt (1799) Der geschlossene Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als Anhang zur Rechtslehre und Probe einer künftig zu liefernden Politik (1800) Die Bestimmung des Menschen (1800) Friedrich Nicolais Leben und sonderbare Meinungen (1801) Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant (1802/03) Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre (1806) Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit (1806) Reden an die deutsche Nation (1807/1808) () Das System der Rechtslehre (1812) Literatur Ausgaben Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer, Leipzig: Gabler, 1794 () Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere. (1796). Neudruck auf der Grundlage der 2. von Fritz Medicus hrsg. Auflage von 1922; 3. Nachdruck mit überarbeiteten Quellennachweisen und Personenregister, Hamburg 1979 (= Philosophische Taschenbücher. Band 256). Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 42 Bände, hrsg. von Reinhard Lauth, Erich Fuchs und Hans Gliwitzky. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962–2011, ISBN 3-7728-0138-2 Fichtes Werke. 11 Bände. Hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Nachdruck der Ausgaben Berlin 1845/46 und Bonn 1834/35, Berlin 1971. ISBN 3-11-006486-3 Fichte im Kontext. Werke auf CD-ROM. Berlin 32002, ISBN 3-932094-25-5. Werke in 2 Bänden. Hrsg. Wilhelm G. Jacobs, Peter L. Oesterreich, Frankfurt a. M. 1997. ISBN 978-3-618-63073-9 Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1978, Philosophische Bibliothek Band 247. ISBN 3-7873-0448-7 Jacobi an Fichte, Text 1799/1816 im Vergleich, Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel 2011 (deutscher Text, Einleitung von Marco Ivaldo, Noten, Kommentar, Appendix mit Texten von Jacobi und Fichte, italienische Uebersetzung von Ariberto Acerbi, mit Register und Bibliographie), ISBN 978-88-905957-5-2. Sekundärliteratur Immanuel Hermann Fichte: Johann Gottlieb Fichte's Leben und Litterarischer Briefwechsel. 2 Bände. Seidel, Sulzbach 1830–1831 Erster Theil Digitalisat Zweiter Band Digitalisat Adolf Trendelenburg: Zur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte. Vortrag, gehalten in der Königl. Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin am 19. Mai 1862. Berlin 1862 Digitalisat Christian Hermann Weisse: Rede zum Andenken Johann Gottlieb Fichte's gehalten in der akademischen Aula zu Leipzig am 19. Mai 1862. L. G. Teubner, Leipzig 1862 Digitalisat Ludwig Noack: Johann Gottlieb Fichte nach seinem Leben, Lehren und Wirken. Zum Gedächtnis seines hundertjährigen Geburtstages. Otto Wigand, Leipzig 1862 Digitalisat Franz Hoffmann: Akademische Festrede zur Feier des hundertjährigen Geburtstages Johann Gottlieb Fichte's. Gehalten am 19. Mai 1862 in der Aula der Hochschule zu Würzburg. Stahel, Würzburg 1862 Digitalisat Moritz Weinhold (Hrsg.): Achtundvierzig Briefe von Johann Gottlieb Fichte und seinen Verwandten. Fr. Wilh. Grunow, Leipzig 1862 Digitalisat Adolf Lasson: Johann Gottlieb Fichte im Verhältniss zu Kirche und Staat. Wilhelm Hertz, Berlin 1863 Digitalisat Otto Pfleiderer: Johann Gottlieb Fichte. Lebensbild eines deutschen Denkers und Patrioten für das deutsche Volk. Geschildert von. Levy & Müller, Stuttgart 1877 Friedrich Zimmer: Johann Gottlieb Fichte's Religionsphilosophie nach den Grundzügen ihrer Entwicklung. Halle 1877 (Halle-Wittenberg, Univ., Diss. 1877) Digitalisat Fritz Medicus: Fichtes Leben. 2. Aufl. Felix Meiner, Leipzig 1922 Fuchs, Erich: J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen. Bände 1-7. frommann-holzboog, Stuttgart 1978–2012. Manfred Buhr (Hrsg.): Wissen und Gewissen. Beiträge zum 200. Geburtstag Johann Gottlieb Fichtes. 1762–1814. Akademie Verlag, Berlin 1962 Wilhelm Gustav Jacobs: Johann Gottlieb Fichte mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1984 (Rowohlts Monographien 336) Christoph Asmuth: Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1900-1 Peter Baumanns: J. G. Fichte. 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ISBN: 978-3-492-95825-7 Wer nach Norwegen reist, will nichts weniger als action and nightlife. Der Urlauber sucht Ruhe, ein Eckchen heile Welt und vor allem unberührte Natur. Kaum einer kommt wegen der Küche, der Museen oder der Festivals, nur wenige kommen wegen der Norweger. »Ich war zehn Tage in Norwegen wandern und habe die ganze Zeit keine Menschenseele getroffen !« schildert in aller Regel einen gelungenen Urlaub, während es schwer vorstellbar ist, dass der Satz »Ich war zehn Tage in der Toskana wandern und habe keine Menschenseele getroffen!« etwas anderes [...] Wer nach Norwegen reist, will nichts weniger als action and nightlife. Der Urlauber sucht Ruhe, ein Eckchen heile Welt und vor allem unberührte Natur. Kaum einer kommt wegen der Küche, der Museen oder der Festivals, nur wenige kommen wegen der Norweger. »Ich war zehn Tage in Norwegen wandern und habe die ganze Zeit keine Menschenseele getroffen !« schildert in aller Regel einen gelungenen Urlaub, während es schwer vorstellbar ist, dass der Satz »Ich war zehn Tage in der Toskana wandern und habe keine Menschenseele getroffen!« etwas anderes einleiten kann als die Beschreibung einer ziemlichen Enttäuschung. Das Ideal des unberührten, menschenleeren Freilichtmuseums geht so weit, dass das Eindringen » echter« Norweger, Einheimischer also, die weder Fremdenführer noch Hüttenvermieter sind, als unangenehm, ja bedrohlich empfunden wird. Sie führen sich auf, als gehöre ihnen das alles, und machen das wahre Norwegen kaputt, das man selbst in Erbpacht genommen hat. Im Reiseteil einer deutschen Kleinstadtzeitung kam ein zornbebender Journalist zu Wort, der Norwegen aus tiefstem und reinstem Herzen liebt und es nicht fassen kann, mit welcher Niedertracht sein Refugium von Leuten zerstört wird, die dort wirklich nichts verloren haben: »Alles hatte den Charme von gestern, vorgestern, dem vorigen Jahrhundert. Eine Ansammlung von verwitterten Blockhütten, ein einziges Berggasthaus hat überlebt, wo drei Hotels aufgegeben haben: eine lauschige Idylle im fernen Norwegen, wo man nichts tun kann außer Skilanglauf, den aber ausgiebig. Skilangläufer gehen abends nicht auf die Walz, sie sind froh, früh im Bett zu sein, um am nächsten Morgen wieder fit in die Loipe zu gehen. Das war zwanzig Jahre so. Und es war gut so. Dieses Jahr aber hat die Zivilisation ausgeholt, das norwegische Idyll zu vereinnahmen: Ein neu gebautes Blockhäuschen am andern dokumentiert den Drang neureicher Norweger aus der Hauptstadt Oslo, ihren neuen Reichtum nicht allein mit ihrer eigenen Ölbohrinsel in der Nordsee und ihrer riesigen Jacht im Hafen öffentlich zur Schau zu stellen. Sie wollen in ihrem Bekanntenkreis noch eins draufsetzen mit ihrem Ferienhäuschen dort im Gebirge, wo zwanzig Jahre die wenigen Ortsansässigen und ein paar Touristen unter sich waren … So erfährt man als Tourist zum ersten Mal das Gefühl, das den einstigen Helden der Jugendzeit, James Fenimore Coopers unvergessenen Lederstrumpf, beseelt haben muss, als ihn im fernen Westen der USA die beginnende Zivilisation zu umzüngeln begann: Man sieht ihrem Vordringen fassungslos zu und versteht die Welt nicht mehr.« Die Welt kann ich ihm nicht erklären. Aber ich erzähle gern etwas über ein Land, das eine Vergangenheit, eine Gegenwart und eine Zukunft hat. Dieses Land ist weder »idyllisch« noch »lauschig«. Von Mitternachtssonne und ekstatischem Naturerleben wird ebenso wenig die Rede sein wie – beispielsweise – von dem Triumvirat Ibsen, Munch und Grieg, das bis heute die Fahne der norwegischen Kultur hochhalten muss, als habe es nach ihnen nichts Lohnendes mehr gegeben. Die Wahrheit, meinte Ingeborg Bachmann, sei dem Menschen zumutbar. Dem Norwegenreisenden auch. Humor ist nicht das Erste, woran man bei Norwegern denkt, aber das ist ungerechtfertigt. Früher lachten sie über Schwedenwitze: »Wie luchst man einem Schweden auf dem Flug nach London einen Fensterplatz ab? Man sagt ihm, dass nur die Gangplätze bis London gehen.« Die Schweden revanchierten sich mit Norwegerwitzen wie der Lautsprecherdurchsage auf dem Stockholmer Flughafen Arlanda: »Reisende nach Oslo, bitte stellen Sie Ihre Uhren um fünfzig Jahre zurück.« Dergleichen kommt einem bekannt vor, diese Albernheiten kursierten in Deutschland über Ostfriesen und zuvor jahrzehntelang in den USA über polnische Einwanderer. In Norwegen werden Schwedenwitze nur noch von Schulkindern erzählt. Dieser oder jener Erwachsene mag darüber noch lächeln, ansonsten aber zeichnen die Norweger sich durch Ironie, Selbstironie und feinen Humor aus. Nehmen Sie die norwegische Botschaft in Berlin. Sie verleiht alljährlich einen »Goldenen Lachs« an Menschen, »die dazu beigetragen haben, Norwegen bekannt zu machen und Sympathien zu schaffen«. Im Jahr 2002 war die Preisträgerin Sandra Maischberger, Anlass war ihr Fernsehinterview mit Kronprinz Haakon und seiner Frau Mette-Marit. Über dieses Interview wurde nicht nur in Deutschland und Norwegen, sondern in vielen Ländern ausgiebig berichtet, weil Mette-Marit während der Aufnahmen so heftig von der Sonne und einem fehlerhaften Scheinwerfer bestrahlt worden war, dass sie Gesichtsverbrennungen davontrug. Der damalige Botschafter betonte, selbstverständlich erhalte Maischberger den Preis nicht für diese »Leistung«. Aber das Missgeschick habe nichtsdestotrotz große Medienaufmerksamkeit bekommen und so für Norwegen geworben. Die Zeitungsberichte darüber entsprächen einem Wert von mehreren Millionen Kronen, eine PR-Arbeit, die der Botschaft angesichts ihres notorisch klammen Werbeetats sehr gelegen gekommen sei. Die Regierung in Oslo war konsterniert, die Herrschaften im Schloss ebenso. Ehrlich gesagt: die ganz besonders. Man war not amused. Dabei war bei der Preisverleihung ein besonders schönes und passendes Lied gespielt worden, das obendrein von der norwegischen Stargruppe a-ha stammte: The sun always shines on TV. Aber auch das konnte es nicht rausreißen. Gerüchten zufolge wurde der Botschafter nicht nur aus Berlin abgezogen, sondern sogar gedrängt, den diplomatischen Dienst zu verlassen. Beides wurde von offiziellen Stellen entschieden dementiert. Mir fällt gerade zweierlei auf: Zum einen ist das vielleicht doch kein so gutes Beispiel für den Humor der Norweger. Und wenn ich so weitermache, bekomme ich den Preis nie. Der Osloer Flughafen Gardermoen ist sehr schön. Er ist aus einheimischen Materialien wie Granit, Schiefer und Holz erbaut – Materialien also, die man eher in Einfamilienhäusern der gehobenen Preisklasse erwarten würde. Die Konstruktion vermittelt ein Gefühl von Geräumigkeit, Leichtigkeit, rätselhafterweise aber auch von Verankerung. Man verbinde mit dem Bauwerk »Ruhe«, »Klarheit«, »Übersichtlichkeit« sowie eine »besondere Lichtfülle«, schreibt die norwegische Architekturhistorikerin Ingerid Helsing Almaas. Sie findet die Wortwahl »bezeichnend. Sie beschreibt nicht nur die räumlichen Ideale der Gebäude, sie zeichnet auch ein Bild des idealisierten norwegischen Bürgers: gut organisiert, offen, einfach, dabei voller Vertrauen in die Authentizität lokaler Erfahrungen, vom nördlichen Licht erhellt, von Holz und Stein gestärkt. Mit seiner geschwungenen Laminatholzdecke begrüßt das Terminalgebäude die Welt wie ein betuchter und großzügiger Gastgeber – wohlmeinend, elegant, nach der letzten Mode gekleidet, das Beste, was das kleine Land zu bieten hat.« Die Zeiten, als ein schwedischer SAS-Präsident Oslos Flugplatz – den Gardermoen-Vorgänger Fornebu – als »Cafeteria mit Landebahn« verspotten konnte, sind lange vorbei. Vom nördlichen Licht erhellt. Und zwar vom ersten Moment an, denn man verlässt das Flugzeug durch einen Glastunnel und findet sich nicht in einem neonbeleuchteten, ortlosen Airport-Land wieder, sondern an einem Ort, der noch nicht Oslo ist, aber bereits dessen Licht und Wetter hat. Wer aufmerksam ist, kann ab jetzt, also vom ersten Moment an, einiges über Norwegen lernen: 1. Der Weg zum Koffer führt fast bis zum Gepäckband an einer Glaswand entlang, auf einem Steg, hoch über den Abflug-Gates und den dort wartenden Abreisenden. Auf der einen Seite sieht man sie, auf der anderen Seite geht der Blick auf einen Wald jenseits des Rollfelds, der während der Bauarbeiten mit großem Aufwand bewahrt wurde. Während man so vor sich hingeht, kann man über das Reisen, über Ankommen und Abfahren nachdenken und die Aussicht genießen. Glücklich ist, wer sein Handgepäck nicht tragen muss, denn in der Zeit, die man zum Ausgang unterwegs ist, absolviert man in anderen europäischen Ländern einen Sonntagsspaziergang. Wir lernen: In Norwegen wandert man in der Höhe, denkt nach und guckt auf Natur. Natürlich gibt es ein paar Meter Rollband. Die dienen aber nur dem Nachweis, dass man dergleichen in Norwegen kennt. Man ist nicht rückständig. Man läuft einfach gern. 2. In der Ankunftshalle kommt man an mehreren Kiosken vorbei. Hier könnte man lernen, dass Norwegen sehr viele Tageszeitungen hat. Das aber geht unter, weil man nur die Zeitungen mit extrem überschaubaren Titelseiten sieht, deren Schrift und Bild etwa dreimal so groß sind wie bei der deutschen Bildzeitung. Auf die erste Seite passen kaum mehr als eine Vier-Wort-Überschrift und ein großes Foto. So entsteht der (falsche) Eindruck: Hier leben extrem kurzsichtige Menschen. 3. Spätestens wenn man für die zwanzigminütige Zugfahrt in die Stadt die geforderten 170 Kronen (22 Euro) bezahlt hat, fällt einem wieder ein, dass Oslo eine der teuersten Städte der Welt ist. Ab sofort sollte man jedes Umrechnen in eine vertrautere Währung unterlassen. Das macht schlechte Laune und ändert nichts. 4. Zwanzig Minuten vor Oslo fährt der Zug an Feldern und Bauernhöfen vorbei. Zehn Minuten vor Oslo immer noch. Von Industriegebieten oder Suburbia keine Spur. Man fragt sich, ob die norwegische Hauptstadt sehr klein ist oder vielleicht ganz woanders liegt. Die Wahrheit ist: Die Ackerflächen, Weiden und Pferdekoppeln, die man vor dem Fenster sieht, sind Oslo. Dann taucht der Zug in einen Tunnel. Kein besonderer Tunnel, eben lang genug, um anzudeuten, dass sich die Norweger auf Tunnelbau verstehen. Der dezente Hinweis lautet: Wir haben sehr viele Tunnels. Wer eine Tunnelphobie hat, hat jetzt noch Zeit zum Umkehren. 5. Man geht, man sitzt, man schaut sich um. Irgendwann wird einem bewusst, dass viele junge Norwegerinnen tatsächlich sehr blond und sehr schön sind. Die jungen Männer sind auch blond und schön – aber die Frauen fallen eben mehr auf. Wie überall. Oslo, im Juni 2011. Der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg, der Schriftsteller Jo Nesbø sowie ein weiterer Freund radeln durch die Stadt. Ihnen folgen, ebenfalls auf Rädern, zwei Leibwächter. Das Grüppchen hält an einer roten Ampel, neben ihnen wartet außerdem ein Auto auf grünes Licht. Durch das offene Fenster ruft dessen Fahrer dem Ministerpräsidenten zu: »Jens! Hier ist ein kleiner Junge, der es cool fände, dir mal Guten Tag zu sagen!« Stoltenberg lächelt, schüttelt dem kleinen Jungen auf dem Rücksitz die Hand und sagt: »Guten Tag, ich heiße Jens.« Jo Nesbø hat diese kleine Begebenheit in der New York Times erzählt: »Der Ministerpräsident trägt einen Fahrradhelm, der Junge einen Sicherheitsgurt; sie haben an einer roten Ampel angehalten. Die Leibwächter stehen dahinter, in diskretem Abstand. Lächelnd. Ein Bild von Sicherheit und gegenseitigem Vertrauen. Ein Bild der normalen, idyllischen Gesellschaft, die wir alle für selbstverständlich hielten. Wie sollte da etwas schiefgehen? Wir trugen Fahrradhelme und Sicherheitsgurte, wir beachteten die Verkehrsregeln.« Wenig später ging wirklich etwas furchtbar schief. Am 22. Juli 2011, um 15 Uhr 25, explodierte vor dem Bürogebäude des Ministerpräsidenten eine Autobombe. Teile des Regierungsgeländes in der Osloer Innenstadt wurden verwüstet, acht Menschen starben. Auf die Täter und deren Motive gab es keinerlei Hinweise. Wenig später sprach Ministerpräsident Stoltenberg im Fernsehen von dem »größten Verbrechen, das Norwegen seit dem Zweiten Weltkrieg« getroffen habe. Man wisse nicht, wer dafür verantwortlich sei, es sei aber »in einer solchen Stunde wichtig, für das einzustehen, woran wir glauben. Sie werden uns nicht zerstören. Wenn es darauf ankommt, wird die norwegische Demokratie stärker.« Auch Oslos Bürgermeister Fabian Stang blieb ruhig: » Wir werden das schaffen, wir werden zusammenhalten. Wir dürfen nicht destruktiv sein, wir dürfen nicht zulassen, dass die Angst gewinnt.« In die ersten chaotischen Berichte platzte die Nachricht, dass es im Sommerlager der Sozialdemokratischen Jugend auf der Insel Utøya eine Schießerei gegeben habe. Man sprach von fünf, möglicherweise sogar zehn Toten. Tatsächlich waren zu diesem Zeitpunkt bereits 69 Menschen geradezu hingerichtet worden, zahllose waren verletzt. Als die ersten Polizisten auf die Insel kamen, war seit dem ersten Hilferuf mehr als eine Stunde vergangen. Der Täter ließ sich bereitwillig festnehmen. Er bekannte sich sofort zu den Morden und dem Bombenanschlag, er habe alles jahrelang vorbereitet. Die Taten, sagte er, seien »grausam, aber notwendig« gewesen. Er habe sie auf sich nehmen müssen, um Norwegen vor »Kulturmarxismus und Islamisierung« zu bewahren. Regierungschef Jens Stoltenberg beharrte weiter darauf, dass man auf diese ungeheure Tragödie mit mehr Demokratie und mehr Freiheit reagieren müsse. Und erwies sich als großer Staatsmann, indem er zunächst ostentativ nichts tat – jedenfalls nichts, was auch nur im Entferntesten als politische Tat zu werten gewesen wäre. In den Tagen nach den Anschlägen war er quasi rund um die Uhr im Fernsehen präsent. Was er ( sichtbar ) tat, war vor allem das: Er umarmte die Überlebenden der Anschläge und die Angehörigen der Ermordeten, weinte mit ihnen, sprach mit ihnen. Er fand für alle die richtigen Worte, und er mahnte immer wieder: »Halten wir inne, nehmen wir uns Zeit, zu trauern.« Seine Reaktion war das Gegenteil von dem, was spätestens seit dem 11. September 2001 die Regel ist: Führungskraft demonstrieren und etwas tun. Vor allem das: Etwas tun. Es war eine Sensation, die weltweit Aufsehen erregte und verwirrte: In einer der größten Krisen seines Landes nahm ein Regierungschef sich das Recht, innezuhalten. Nichts zu tun. Zum Nichtstun aufzufordern. Eine weitere Sensation war, dass 96 Prozent der Norweger das nicht als Führungsschwäche interpretierten, sondern als eine besonnene Art der Krisenbewältigung, die sie befürworteten. Sie wussten, dass Stoltenberg Betroffenheit und Trauer nicht vorspiegelte. Er hatte Mitarbeiter verloren, und er kannte die Familien einiger ermordeter Kinder und Jugendlicher. Auch die Königsfamilie war unmittelbar betroffen, denn unter den Toten war ein Stiefbruder von Kronprinzessin Mette-Marit. Alle Parteien schlossen sich dem Kurs an, die Geschehnisse (nicht sofort) in Politik umzumünzen. Die Botschaft lautete: Wir stehen zusammen, die Trauer eint uns. Dieses Nicht-Handeln spiegelte die Sprachlosigkeit und Lähmung der ganzen Nation, es beruhigte die Norweger und bestätigte sie in ihrem tiefen Vertrauen in ihren Staat: Wenn wir ihn wirklich brauchen, ist er für uns da. Wir werden von Menschen regiert, die gar nicht so anders sind als wir. Sie sahen ihren König mit hochrotem Kopf weinen und fühlten sich getröstet, denn alle weinten, trauerten, waren vor Entsetzen gelähmt. Wörter wie »Rache«, »Vergeltung« und »Hass« fielen anfangs selten, und wenn, dann in unerwarteten Zusammenhängen: » Unsere Jugendlichen sind nicht dafür gestorben, dass wir mehr hassen«, sagte der Leiter der Sozialdemokratischen Jugend, der viele Freunde verloren hatte. Nur einige Insassen des Gefängnisses, in das der Täter gebracht wurde, äußerten eine explizite Drohung: Sollte man ihn in die Hände bekommen, wisse man, was man mit ihm anfangen werde. Drei andere Wörter – der Name des Mörders – fielen fast nur in den Medien. Wörter wie »Teufel«, »Monster« oder »Killer-Bestie« blieben ausländischen Medien vorbehalten, sie tauchten auch in Äußerungen rechtsradikaler Gesinnungsgenossen außerhalb von Norwegen auf. Sie waren bemüht, sich schnell und radikal von einem zu distanzieren, der sie mit sich zu reißen drohte. Die Norweger hingegen weigerten sich lange, seinen Namen auszusprechen, und boykottierten Zeitungen, die sein Bild auf der Titelseite hatten. Es war die intuitive Reaktion darauf, einem nach Medienaufmerksamkeit gierenden Mann zu verweigern, wonach er sich am meisten sehnte, und auch dem entgegenzusteuern, was bei Grausamkeiten dieser Art immer geschieht: Während der Name des Täters in die Geschichte eingeht, bleiben seine Opfer nur als eine Zahl in Erinnerung. Siv Jensen, Parteichefin der rechtspopulistischen Fortschrittspartei (Frp), beteuerte sofort, es belaste sie unerträglich, dass dieser Mann einmal Mitglied ihrer Partei gewesen sei. Dann beging sie die große Dummheit, ihre Partei als »unschuldiges Opfer« der Morde zu bezeichnen. Der Empörungssturm über die Instinktlosigkeit, sich in eine Reihe mit den Opfern eines Rechtsradikalen zu stellen, zwang sie zu umgehenden und umfänglichen Entschuldigungen. Geholfen hat es wenig, in den Monaten nach den Anschlägen halbierte sich ihre Wählerschaft. Demonstrativ besuchten der Kronprinz, der Außenminister, Oslos Bürgermeister und der Bischof von Oslo eine große Osloer Moschee, der Außenminister zitierte Tröstendes aus dem Koran, der Bischof sagte, das norwegische Volk sei eine vielfältige Gemeinschaft in Trauer. Könighaus, Regierung und Geistliche führten praktisch vor, worauf es ankommt: Wir lassen uns nicht aufhetzen und nicht spalten. Rückblickend kann man vielleicht sagen, dass sie in diesen Tagen anfingen, sich um die Lösung eines weitreichenden und schwierigen gesellschaftlichen Problems zu bemühen, das der Schriftsteller Karl Ove Knausgård später so beschrieb: »Man kann Hass nicht verbieten. Man kann nur dafür sorgen, dass der Abstand zwischen denen, die hassen, und der Gesellschaft, die sie hassen, nicht gefährlich groß wird.« Drei Tage nach den Anschlägen fanden im ganzen Land Gedenkfeiern statt. Es wurde nicht geschrien, es wurden keine aufpeitschenden Reden gehalten. Es herrschte Stille, alle hatten Rosen dabei. Seit 1945 waren nicht mehr so viele Menschen gleichzeitig auf der Straße gewesen, 200 000 sollen es allein in Oslo gewesen sein, in einem entlegenen Weiler an der Westküste waren es acht. Als Stoltenberg seine Rede vor den 200 000 Osloern (und der Nation ) mit den Worten schloss » Unsere Mütter und Väter haben gesagt: ›Nie mehr 9. April!‹ Wir sagen: ›Nie mehr 22. Juli!‹«, verstand ihn jedes Kind. Kein Ereignis in der norwegischen Geschichte hat die Nation so tief und so dauerhaft traumatisiert wie der deutsche Überfall vom 9. April 1940. Was er sagte, war also: Damals standen wir gegen den übermächtigen Feind zusammen, wir sind gestärkt aus den Zeiten des Leids hervorgegangen. So wird es auch diesmal sein. Wir haben eine Zukunft. Implizit an die Besatzungszeit erinnerte auch das (sehr bekannte ) Lied An die Jugend, das der Schriftsteller Nordahl Grieg 1936 gegen den Faschismus verfasst hatte. Es wurde binnen Stunden zur nationalen Hymne. Die zentrale Strophe stellt die Frage, womit man den Feind bekämpfen könne. Stoltenbergs Antwort lautete: »Engagiert euch. Setzt euch ein. Werdet Mitglied in Organisationen. Beteiligt euch an Debatten. Geht wählen.« Und das taten sie. Alle Parteien erlebten einen Zustrom neuer Mitglieder, vor allem von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Eine Überlebende von Utøya sagte, sie werde politisch weiterkämpfen, auch für ihre vielen toten Freunde. Und sie werde beim Prozess vor den Mörder treten. » Ich werde ihm in die Augen sehen und sagen: ›Du wolltest uns zerstören, aber du hast uns stärker gemacht. Du hast verloren.‹« Einerseits haben die Anschläge das Land verändert. Politiker haben mehr Personenschutz, öffentliche Gebäude sind stärker gesichert, viele Bürger finden die neuen Regelungen zum Schutz ihrer Politiker nicht umfassend genug. Die Polizei muss vermutlich grundlegend reformiert werden, vieles weist darauf hin, dass sich die Einsatzkräfte am 22. Juli gravierende Versäumnisse und Pannen haben zuschulden kommen lassen. Die Stadt Oslo ist für immer gezeichnet, das Regierungsviertel für den Autoverkehr gesperrt. Was mit den beschädigten Regierungsgebäuden geschehen soll, ist ungewiss. Das Gebot absoluter Meinungsfreiheit, das jedem zugesteht, sich völlig unzensiert zu äußern, steht auf dem Prüfstand. Vor allem aber rangen und ringen Justiz und Bevölkerung um den richtigen Umgang mit einem, dessen Taten und dessen Kaltblütigkeit unbegreiflich bleiben. An seinem Vorsatz gibt es keine Zweifel, vielen Norwegern ist allein der Gedanke, dass er, wie psychiatrische Gutachter meinen, schuldunfähig sein soll, unerträglich. Er hat 77 Menschen ermordet, zudem hat er Hunderten von Überlebenden schwere körperliche und seelische Schäden zugefügt. Zahllose Menschen müssen damit weiterleben, dass ein geliebter Mensch nicht mehr da ist. Andererseits zeigen Umfragen, dass die Norweger sich nicht bedroht fühlen und nicht ängstlicher geworden sind. Selbst führende Politiker und die Königsfamilie mischen sich weiterhin (fast) ungeschützt unter das Volk. Die Norweger honorieren, wie ruhig, würdig und umsichtig die Regierenden und ihr König sie durch die ersten Tage und Wochen der Krise führten. Man kann es positiv oder negativ sehen, dass die Gesellschaft im Wesentlichen gleich geblieben ist, sicher ist: Man kämpft darum, eine offene Gesellschaft und ein offenes Land zu bleiben. Der Täter soll nicht den Sieg davontragen, die Sicherheit und das gegenseitige Vertrauen, von denen Jo Nesbø sprach, zerstört zu haben. Niemand könne die Anschläge vom 22. Juli ungeschehen machen, sagte Kronprinz Haakon im Juli 2011, »aber wir können wählen, was sie mit uns machen«. Jahrzehntelang hatte Norwegen die mit Abstand erfolgreichste und stabilste rechtspopulistische Partei Europas. Es ist die gerade erwähnte Fremskrittspartiet (Frp), Die Fortschrittspartei. Sie gehört zu den unerquicklichen Aspekten des heutigen Norwegen, weswegen ich sie jetzt abhandle, dann habe ich es hinter mir. Die Frp wurde 1973 als »Anders Langes Partei für die deutliche Reduzierung von Steuern, Abgaben und staatlichen Eingriffen« gegründet. Seither wuchs sie stetig und lag bei Umfragen konstant zwischen zwanzig und dreißig Prozent. Sie war im Auf und Ab der Wählerbefragungen immer wieder einmal Norwegens größte Partei. Sobald ein »moslemisches« Thema Schlagzeilen machte, Themen wie der Karikaturenstreit, die Kopftücher moslimischer Schülerinnen oder eine Gewalttat, die von einem moslemischen Einwanderer begangen wurde, konnte die Zahl auf 35 Prozent steigen. Konkret bedeutet das, dass nur 65 Prozent der fünf Millionen Norweger für rechtspopulistische Parolen völlig unempfänglich sind. Daraus muss man wohl den Schluss ziehen, dass es in Norwegen kaum offene, aber ziemlich viele undercover-Nationalisten gibt. Wie alle Politiker populistischer Parteien behaupten auch die der Frp, das »Sprachrohr des Volkes« zu sein. Sie legen sich auf keine politische Seite fest und passen ihre Forderungen der jeweils herrschenden Stimmung an. Man könnte auch sagen: Politisches Rückgrat ist ihnen wesensfremd. Folglich kann der durchschnittliche Frp-Wähler über das Programm seiner Partei selten mehr sagen als: »Das mit den Ausländern und dem Ölgeld geht nicht so weiter.« Denn das wirklich große Thema, noch größer als der Fremdenhass, sind die Ölmilliarden, zu denen der Frp und ihren Wählern immer nur eines einfällt: Das Ölgeld gehört der Bevölkerung, nicht den Politikern. Wir wollen das Geld. Jetzt. Sofort. Für uns. Wir wollen mehr Geld für Krankenhäuser (dem muss man zustimmen, denn vieles am norwegischen Gesundheitssystem ist nicht mies oder krank, sondern todkrank) und Rentner (da staunt man als Deutscher, ist doch die Kaufkraft der Rentner in den letzten zehn Jahren um sage und schreibe vierzig Prozent gestiegen). Wir wollen eine höhere Mindestrente, bessere Straßen, billigeres Benzin (es kostet ein Euro neunzig pro Liter, dabei sitzt man doch buchstäblich an der Quelle), billigere Flugreisen, einen Computer für jeden Schüler. Kurz gesagt, finden die Politiker (und Wähler) der Fortschrittspartei an ihrem Land nur eines nicht schlecht: seine finanzielle Situation. Und was wollen die Frp-Poliker mit dem Ölgeld machen? Nahezu alle Wirtschaftsexperten befürworten Norwegens restriktive Finanzpolitik. Gäbe man die Ölmilliarden im eigenen Land aus, wären Inflation und Preissteigerungen die zwingende Folge. Aber es gibt ja andere schöne Orte auf der Welt. Ein Abgeordneter der Frp brachte sich mit dem Vorschlag ins Gespräch, jedem Norweger eine Kreditkarte mit einem Guthaben von 18 000 Kronen (2400 Euro) zur Verfügung zu stellen, das nur im Ausland ausgegeben werden darf, beispielsweise für – wie er explizit sagte – »Shopping, Sangria und Spanferkel«. Und der ehemalige Parteivorsitzende Carl I. Hagen wäre nicht Europas erfolgreichster Rechtspopulist geworden, wenn nicht auch er ein Gespür für die tiefsten Sehnsüchte und Ängste der Menschen hätte. Er forderte, der norwegische Staat solle für seine Rentner Pflegeheime in Mittelmeerländern bauen. Er hat noch mehr einfache Lösungen für komplexe Probleme parat: Ende August 2011 schlug er vor, spanische Gastarbeiter ins Land zu holen. In Spanien betrage die Arbeitslosigkeit immerhin zwanzig Prozent, hier könne man die Männer gut gebrauchen, damit sie einen Tunnel unter dem Oslofjord bauen. Sie könnten in Zwölfstunden-Schichten für spanische Löhne arbeiten und in Baracken wohnen. Nach ein paar Wochen müsse man sie allerdings wieder nach Hause schicken und neue holen, sonst würden sie mit ihren Löhnen womöglich die Inflation anheizen. Da die Frp grundsätzlich für Ausgeben plädiert, müssen die Parteien des bürgerlichen und linken Spektrums erklären, warum sie dagegen sind. Darin sind sie sich ziemlich einig, da alle mehr oder weniger sozialdemokratisch sind. Deshalb war die Fortschrittspartei lange Zeit nicht nur die größte, sondern auch die einzige Oppositionspartei. Sie ist lediglich innerhalb dieses norwegischen Spektrums rechtspopulistisch und keineswegs so radikal wie beispielsweise die Le-Pen-Rechten in Frankreich. Die Frp-Politiker gelten seit jeher nur als spezielle Spezies Demokraten, durchaus als Schmuddelkinder. Sie sind nicht geächtet, aber die meisten anderen Politiker halten betont Distanz zu ihnen. © Ulrike Holzinger-Deutsch Ebba D. Drolshagen, geboren in Büdingen, wuchs bis zu ihrem fünften Lebensjahr in Norwegen auf. Heute lebt sie als Journalistin, Autorin und Übersetzerin in Frankfurt am Main. Neben politischen Sachbüchern veröffentlichte sie bei Piper ihre erfolgreiche »Gebrauchsanweisung für Norwegen« und bei mehr ... 1. Gebrauchsanweisung für Norwegen Detlef Fischer am 11.05.2013 - 11:20:32 Die schönsten Weihnachtsgeschichten großer skandinavischer Autoren, die besten Rezepte von »Glögg« bis »Risalamande« und ...Taschenbuch / € 8.99 (D)
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Welche Bedeutung hatte Fichte für den Deutschen Idealismus?
Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; † 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. Leben Jugendzeit Fichte war das erste von acht Kindern des Bandwebers Christian Fichte (1737–1812) und seiner Frau Maria Dorothea (geb. Schurich, 1739–1813) in Rammenau in der Oberlausitz. Er wuchs ärmlich in einem von Frondiensten geprägten dörflichen Milieu auf. Seine Auffassungsgabe und sein gutes Gedächtnis fielen einem Verwandten der örtlichen Gutsherrschaft, dem Gutsherrn Ernst Haubold von Miltitz (1739–1774), bei einem Besuch in Rammenau auf: Er hatte eines Sonntags die kirchliche Predigt verpasst, woraufhin der zehnjährige Fichte gerufen wurde, von dem man versicherte, er könne die Predigt wiederholen. Daraufhin imitierte dieser den Pfarrer so perfekt, dass der Freiherr in seiner Entzückung dem Kind nach einer Vorbereitungszeit im Pfarrhaus zu Niederau den Besuch der Stadtschule in Meißen ermöglichte. Danach finanzierte ihm sein Förderer 1774 eine Ausbildung an der Landesschule Pforta bei Naumburg, verstarb jedoch im selben Jahr. Nach seiner Schulzeit zog Fichte 1780 nach Jena, wo er an der Universität ein Theologie-Studium begann, wechselte jedoch bereits ein Jahr später den Studienort nach Leipzig. Die Familie von Miltitz unterstützte ihn nun nicht mehr finanziell, er war gezwungen, sich durch Nachhilfeunterricht und Hauslehrerstellen zu finanzieren und brachte das Studium zu keinem Abschluss. In dieser aussichtslosen Lage bekam er 1788 in Zürich eine Stelle als Hauslehrer, die er aber nur zwei Jahre innehatte, da er der Auffassung war, dass man, bevor man Kinder erzieht, zuallererst die Eltern erziehen müsse. Dort verlobte er sich mit Johanna Marie Rahn (1755–1819), Tochter des Kaufmanns und Waagmeisters Johann Hartmut Rahn und Nichte des Dichters Klopstock. Anschließend ging er wieder nach Leipzig. Fichtes Plan, Prinzenlehrer zu werden, scheiterte. Seine zweite Idee, eine Zeitschrift für weibliche Bildung, lehnten mehrere Verleger ab. Trauerspiele und Novellen brachten ihm ebenfalls keine finanzielle Sicherheit. Übergang zur Philosophie In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den „Dingen, wie sie sind“ und „wie die Dinge erscheinen“ (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Hauslehrerstelle in Warschau nahm Fichte Anfang November 1791 eine auf ein Jahr befristete Anstellung als Hauslehrer des Sohns des Ehepaars Louise von Krockow, geb. von Göppel, die mit Kant persönlich bekannt war, und Heinrich Joachim Reinhold von Krockow (1736–1796), Königl. Preußischer Obrist, im gräflichen Schloss Krockow in der Nähe der pommerellischen Ostseeküste an. Im selben Jahr besuchte er Kant in Königsberg, wo dieser ihm einen Verleger für seine Schrift Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) verschaffte, die anonym veröffentlicht wurde. Das Buch galt zunächst als ein lange erwartetes religionsphilosophisches Werk von Kant selbst. Als Kant den Irrtum klarstellte, war Fichte berühmt und erhielt einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Jena, den er 1794 antrat. Zuvor hatte er nach längerer Überlegung, ob eine Eheschließung ihm nicht die „Flügel abschneide“, 1793 Johanna Rahn geheiratet. Drei Jahre später kam Sohn Immanuel Hermann (1796–1879) zur Welt. In Jena lebte der berühmte Theosoph Jakob Hermann Obereit in Fichtes Wohnhaus. Fichte und Obereit waren beständig im Gespräch. Während seiner Jenaer Professur (1794–1799) wurde er zur Zielscheibe im so genannten „Atheismusstreit“. Ausgelöst wurde dieser Streit 1798 durch zwei Schriften, wobei nur eine (Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung) von Fichte selbst stammt. Beide Schriften waren im Philosophischen Journal, dessen Herausgeber Fichte zusammen mit Friedrich Immanuel Niethammer zu dieser Zeit war, erschienen. Fichte wurde wegen Verbreitung atheistischer Ideen und Gottlosigkeit verklagt, erhielt einen Verweis und trat daraufhin zurück, wie er es zuvor angedroht hatte. 1805 bekam er den Lehrstuhl für Philosophie in Erlangen, 1807 war er Zensor der Hartungschen Zeitung in Königsberg, wurde aber auf Befehl des preußischen Generals Ernst von Rüchel entlassen. Wenige Jahre darauf, 1810, bekam er die Position des Dekans der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit war er von 1811 bis 1812 Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. 1789 wurde Fichte in Zürich in den Freimaurerbund Modestia cum Libertate aufgenommen, in dieselbe Loge, in der auch Johann Wolfgang von Goethe freundschaftlich verkehrte. Später ließ er sich am 6. November 1794 als Mitglied der Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen in Rudolstadt annehmen und war auch nach seinem Umzug nach Berlin mit den dortigen Freimaurerkreisen verbunden. 1799 traf er auf Ignaz Aurelius Feßler und arbeitete nach seiner Annahme am 17. April 1800 mit ihm an der Reform der Großloge Royal York zur Freundschaft. Am 14. Oktober 1799 hielt er einen Vortrag über „den wahren und richtigen Zweck der Maurerei“. Am 13. und 27. April 1800 hielt er mehrere Vorlesungen, die später unter dem Titel Philosophie der Freimaurerei. Briefe an Constant erneuert und veröffentlicht wurden. Schon bald kam es zum Streit und Fichte trat am 7. Juli 1800 aus der Freimaurerei aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der Deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren „Sprecher“ (Vorsitzender). Hatte sich Fichte zuvor als Anhänger der Französischen Revolution bezeichnet, so profilierte er sich nun insbesondere durch die flammend patriotischen Reden an die deutsche Nation (als Text veröffentlicht bis 1808) als Gegner Napoleons. Fichte wurde damit zum Vordenker der Urburschenschaft. Ein utopisches Gesellschaftsmodell – eine Art sozialistische Gesellschaft auf nationalstaatlicher Grundlage – findet sich in dem Werk Der geschlossene Handelsstaat (1800). Tod Vermutlich Ende 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte. Auch Fichte sollte an dieser vom Kot von Kleiderläusen übertragenen Seuche erkranken, die vornehmlich unter der Bezeichnung Fleckfieber berüchtigte Bekanntheit erlangte und insbesondere im Kriegswinter 1813/14 in Mitteleuropa (unter anderem in Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz) katastrophale Ausmaße annahm. Im Gegensatz zu seiner Frau konnte er sich von diesem Fieber nicht erholen. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Die Ehrengrabstelle in der Abt. CH, G2 trägt ein Porträtmedaillon (Kopie) von Ludwig Wilhelm Wichmann. Sein Grabstein trägt einen Vers aus dem Buch Daniel (): Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre Ein zentraler Kern in Fichtes Philosophie ist der Begriff des „absoluten Ich“. Dieses absolute Ich ist nicht mit dem individuellen Geist zu verwechseln. Später nutzte er die Bezeichnung „Absolutes“, „Sein“ oder „Gott“. Fichte beginnt in seiner Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre mit einer Bestimmung des Ich: Fichte ging es um die praktische Umsetzung seiner Philosophie, weshalb er die Errichtung eines lückenlosen philosophischen Systems als zweitrangig erachtete. Im Vordergrund stand für ihn die Verständlichkeit seiner Lehre. Er vertrat ein positives Menschenbild und ging davon aus, dass in jedem Menschen – und nicht nur im Gelehrten – der Grund echter Selbsterkenntnis (und damit auch Gotteserkenntnis) gelegt ist und der Philosoph lediglich auf diese verweisen muss. In seiner populären, z. T. polemischen Darstellungsweise schuf sich Fichte unter den Fachgelehrten viele Freunde, aber auch Feinde. In erbitterter Feindschaft stand er zu Friedrich Nicolai. Goethe urteilte skeptisch über Fichte, . Trotz späterer Ablehnung übte Fichte großen Einfluss auf Schelling und Hegel aus. Auch Hölderlin bekannte, Fichtes Vorlesungen aus seiner Jenaer Zeit viel zu verdanken. Einige Ideen Fichtes knüpfen an die Thesen des etwa 20 Jahre älteren Johann Gottfried Herder an. Fichtes Kantrezeption Fichte reagierte auf die Frage, wie theoretische und praktische Vernunft zusammenhängen, indem er antwortete, dass die beiden Teile der Vernunft in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Hierbei ist die praktische Vernunft der theoretischen übergeordnet. Letztere benötigt demnach die praktische Vernunft; diese aber ist autonom. Auch für Kant war die praktische Vernunft ein Vermögen des Willens – und damit autonom. Laut Fichte mündet diese Tatsache aber in seiner Theorie zur „Selbstsetzung“. Der Wille bringt, indem er sich ein Gesetz gibt, zugleich sein Wesen als „Vernunftwille“ hervor. Dieser Vernunftwille macht das aus, was wir sind – nämlich unser Ich. „Das absolute Ich ist, indem es sich setzt, und setzt sich, indem es ist.“ Aus diesem Grund kommt der praktischen Vernunft absolute Freiheit zu. Fichtes Idealismus ist daher eine Konsequenz aus dem Primat der praktischen Vernunft. Der Kritik am transzendentalen Argument bei Kant entzieht sich Fichte, indem er die praktische Vernunft zur Bedingung für die theoretische Vernunft erklärt. Hierbei geht er von der „Handlung“ des Urteilens aus und schließt mithilfe einer transzendentalen Begründung auf das sich setzende Ich als Bedingung hierfür. Alles Urteilen ist Handeln des menschlichen Geistes. Diesem liegt der Satz „Ich bin“ zugrunde. Das „schlechthin gesezte und auf sich selbst gegründete“ ist der Grund des Handelns. Um dem Vorwurf zu entgehen, dass wir eventuell gar nicht urteilen, sondern nur glauben zu urteilen, führte Fichte die „intellektuelle Anschauung“ ein. Sie ist auch praktisch zu verstehen als „Anschauen seiner selbst im Vollziehen eines Acts“. Wenn wir urteilen, beobachten wir uns nicht, sondern stellen handlungsorientierte Fragen. Diese Fragen gehen von der Annahme aus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Würde das nicht zutreffen, könnte er nicht urteilen, was nicht vorstellbar ist. Gleichwohl vertrat Fichte die Auffassung, auch wenn der Mensch nicht an den Bedingungen vernünftigen Urteilens zweifeln könne, folge daraus nicht, dass er diese Bedingungen tatsächlich erfüllt. Die schärfste Abgrenzung zu Kant vollzog Fichte mit seiner Ablehnung der Konzeption eines „Dinges an sich“. Nur so kann in seinen Augen die absolute Freiheit des Ichs bewahrt werden. Das „Ding an sich“ wird bei Fichte lediglich zu einem „Anstoß“, einem irrationalen Faktum innerhalb des Ich, welches das Ich zu bewältigen versucht. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Ich, gleichsam hinaus in die Welt als „Nicht-Ich“. Ist das absolute Ich demzufolge also ein „Ding an sich“ auf der Seite des Subjekts? Fichtes Antwort: Nur wenn es „erscheint“. Das absolute Ich existiert nur im Handeln. In seiner philosophischen Reflexion wird das absolute Ich zu etwas Objektivem, eine andere Entität der realen Welt gibt es nicht. Jenaer Philosophie Da Fichte die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre schnell als unzureichend und ergänzungsbedürftig ansieht, macht er sich auf dem Höhepunkt seiner Jenaer Periode nahezu zeitgleich an eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftslehre (unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo) und an eine erste Ausarbeitung der praktischen Philosophie (in der Grundlage des Naturrecht und der Sittenlehre). Inhaltlich stellt sich seit der Grundlage der gesamten Wissenschaftlehre die Frage, warum das absolute Ich, welches autonom ist, auf einen „Anstoß“ reagiert. Fichte macht deutlich, dass das absolute Ich nur ist, wenn es sich seiner selbst bewusst wird. Dies kann nur geschehen, wenn es mit Material konfrontiert wird, auf das es zu reagieren hat. Würde es zu keinem Kontakt kommen, würde das Ich „ganz in seiner Tätigkeit aufgehen“. Um aber zu sein – und damit auch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln –, muss es sich für den „Anstoß“ öffnen und dafür Sorge tragen, dass der „Stein des Anstoßes“ erhalten bleibt. Nach Fichte kann das Ich demnach als ein unendliches Streben nach Autonomie verstanden werden. Der „Anstoß“ ist hierbei gleichsam nur notwendige Bedingung des Selbstbewusstseins, keine hinreichende. Die weiteren Bedingungen für das Selbstbewusstsein finden sich in den jeweiligen Teildisziplinen der Wissenschaftslehre, die Fichte unterscheidet: Naturlehre, Rechtslehre, Sittenlehre und Religionslehre. Erstere hat Fichte, aufgrund des von ihm entwickelten Primats der praktischen Vernunft, nie ausgearbeitet. Die Wissenschaftslehre nova methodo Nachdem Fichte durch seine Vorlesungen über die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre in kürzester Zeit bekannt geworden ist, sieht er seine Philosophie bald mit verschiedenen Einwänden und Nachfragen seiner Zeitgenossen konfrontiert. Zunehmend wird er unzufrieden mit seinem ersten Entwurf der Wissenschaftslehre. Statt den Text der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre zu revidieren, entschließt er sich, die Wissenschaftslehre vollkommen neu auszuarbeiten. Das Ergebnis trägt er unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo ab 1796 in Vorlesungen vor, die heute jedoch nur noch als Mitschriften überliefert sind. Dennoch wird die Wissenschaftslehre nova methodo in der neueren Fichteliteratur zunehmend als beste und verständlichste Fassung der fichteschen Wissenschaftslehre angesehen. Inhaltlich bemüht sich Fichte darum, von seinen Zeitgenossen formulierte Einwände zu widerlegen und die Wissenschaftslehre stringenter und nachvollziehbarer vorzutragen. Verschiedene Themenbereiche – etwa die Behandlung der Frage, wie es vom einheitlichen absoluten Ich zur Pluralität individuellen Bewusstseins kommen kann – kommen gegenüber der ersten Behandlung der Wissenschaftslehre neu hinzu. Fichtes Rechtslehre In seinen Grundlagen des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1796/1797 (§ 8) bestimmte Fichte die Funktion des Rechts ähnlich wie Kant: Das Beisammenstehen der Freiheit mehrerer sei Doch schloss für ihn eine vernünftige Ordnung der Freiheit auch eine angemessene Verteilung gemeinschaftsbedingter Chancen und Güter ein. Für Fichte wird die Beziehung zwischen dem Selbstbewusstsein und – sozusagen – der Welt präzisiert. Das Bewusstsein kann sich nur als frei handelndes Wesen begreifen, wenn es „den Begriff eines frei handelnden Wesens auf sich anwenden kann.“ Das kann es nur, wenn andere das Selbstbewusstsein auffordern etwas zu tun und gleichzeitig(!) die Freiheit eingestehen, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Da dieser Vorgang reziprok ist, folgt, dass das Sein des Selbstbewusstseins von der Anerkennung der Freiheit anderer abhängt. Es wird deutlich, dass sich Fichte nicht auf das Moralgesetz als die bindende Kraft des Rechts versteht, sondern das Eigeninteresse des selbstbewussten Ichs. Ein Rechtsverhältnis entsteht demnach aufgrund der bloßen Existenz eines Nicht-Ichs. Auch Fichte definiert, wie so mancher Philosoph vor ihm, den Staat als Ausdruck des absoluten Willens, dessen Absicht es ist, die Freiheit und Rechte seiner Bürger zu garantieren. Kollektives Handeln und individuelles Handeln werden mit dem Ausdruck „sittliches Handeln“ in Eins gesetzt. Freiheit in der Geschichte sei nach Fichte die mehr oder weniger sittliche Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse der verschiedenen Völker. Fichtes Philosophie lässt sich als ethischer Idealismus bezeichnen, wenn man voraussetzt, dass nur der Staat Rechtsverhältnisse zwischen sich und den Bürgern bzw. unter den Bürgern schafft und dabei Beschränkungen seiner Bürger zugunsten eigener materieller Zwecke vornimmt. Fichtes Sittenlehre Im System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1798 geht Fichte davon aus, dass das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs nur sein kann unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Hierbei ist sich das Ich des Sittengesetzes niemals in abstracto bekannt, sondern „immer in Form konkreter Aufgaben und Pflichten der Welt“. Das Ich kann sich nur eine Tätigkeit zuschreiben, wenn diese mit der kausalen Wirklichkeit einer ihm unabhängigen Welt verbunden ist. Dies wiederum ist nur möglich, wenn es sich einen Körper zuschreibt. Da dieser Körper Teil der Welt ist, unterliegt er auch den Naturtrieben. Das Sittengesetz untersucht nun die Bedingungen der Manifestation eines zugleich verkörperten und von Naturtrieben beherrschten Ich. Fichtes Religionslehre Fichte hinterließ keine systematisch ausgearbeitete Religionsphilosophie. Im Atheismusstreit, den Friedrich Karl Forberg mit einem Artikel im Philosophischen Journal mit einem zustimmenden Nachwort von Fichte 1798 ausgelöst hatte, postulierte Fichte mit Forberg, die Existenz Gottes sei nicht notwendig für die Errichtung einer moralischen Wertordnung, allerdings sei der Glaube an Gott, verbunden mit einer göttlichen Moral, unumgänglich. Während Kant von der Existenz Gottes ausging und seine These untermauerte, die Existenz Gottes sei notwendig im Hinblick auf die Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Handelns, sah Fichte nur die Notwendigkeit zu einer „moralischen Weltordnung“. Diese müsse nicht zwingend auf eine höhere Instanz – also Gott – zurückgeführt werden. Die aktive Weltordnung selbst () könne man als Gott bezeichnen. Wer dies aber tut, der „verkennt die unmittelbare Beziehung des Gottesbegriffs zum moralischen Bewusstsein“ und ist, so Fichte, „der wahre Götzendiener und Atheist.“ Beitrag zur Französischen Revolution (1793) Deutlich wie wenige Denker und Politiker des damaligen Deutschland begrüßt Fichte die Französische Revolution. Er sieht in ihr nicht nur moralische Gründe, sondern auch einen rechtmäßigen Fortschritt zu mehr Gleichheit und Freiheit. Seine beiden Revolutionsschriften von 1793 (Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten und Beiträge zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution) griffen in die öffentlichen Debatten ein. Er begründet die Rechtmäßigkeit der Revolution in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contrat social mit dem Argument, dass es ein „unveräußerliches Recht des Menschen“ sei, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie: „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte die tiefere, philosophische Legitimität der Veränderung der Staatsverfassung. Fichtes Kritik am Judentum Im Werk Fichtes finden sich diverse despektierliche Äußerungen über Juden, die in der Fachliteratur als „judenfeindliche Ausfälle“ und „antijüdischer Affekt“ bezeichnet werden. Micha Brumlik etwa ist der Ansicht, Fichtes Positionen beinhalteten sowohl christlich-philosophischen Antijudaismus als auch politisch-säkularen Antisemitismus, und verglich letzteren mit dem von Adolf Hitler sogenannten „Antisemitismus der Vernunft“, der einen notwendigen, vollständigen Ausschluss der Juden aus einer zu schaffenden, besseren Gesellschaft propagierte. In der Sekundärliteratur finden sich allerdings auch differenzierendere Einschätzungen, insbesondere wenn das Gesamtwerk Fichtes betrachtet wird. Besonders drastisch äußert sich Fichte in Beiträge zur Berichtigung der Urtheile des Publicums über die französische Revolution von 1793. Er greift darin sowohl die Juden mit harschen Worten an, als auch das Militär und den Adel. Das Judentum sei ein „Staat im Staate“ und würde sich absondern. Die Juden, körperlich schlaff, hätten einen egoistischen Handelsgeist. Sie würden die übrigen Bürger übervorteilen, seien nur auf sich und ihre Sippe bedacht. Fichte übernimmt größtenteils die damals vorherrschenden Vorurteile, prangert aber vor allem immer wieder die angeblich separatistische Einstellung dieser Religion an. Oft zitiert wird die folgende Fußnote: In seiner 1794 erschienenen Streitschrift Eisenmenger der Zweite polemisierte Saul Ascher gegen die judenfeindlichen Äußerungen Fichtes, dem er den Namen des seinerzeit bekannten Judenfeindes Johann Andreas Eisenmenger, des Autors des Pamphlets Entdecktes Judentum, beilegte. Mit Fichte sei eine neue Dimension des säkularen Judenhasses zu verzeichnen. Mit David Veit lernte Fichte einen Vertreter der jüdischen Aufklärung Haskala kennen und schätzen. Als Rektor der Berliner Universität trat er kompromisslos und gegen allgemeinen Widerstand für einen zu Unrecht vom Senat der Universität bestraften und mit Relegation bedrohten jüdischen Studenten ein. Während vielfach eine „liberal-progressive“ Rezeption Fichtes – auch unter jüdischen Intellektuellen – vorherrschte, entwickelte sich später, insbesondere im Gefolge des Ersten Weltkrieges, auch eine „völkisch-nationalistische“ Rezeption. Dabei gewannen sowohl die Grundzüge als auch die Reden Fichtes erneut an Bedeutung, indem sie in den Dienst des nationalistischen Pathos und der Judenhetze gestellt wurden. Die Nationalsozialisten nahmen dabei Fichte zur Begründung ihrer Ideologie in Anspruch. Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) In den Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters entwickelt Fichte Ansichten zu einer Geschichtsphilosophie. Tragender Gedanke dieser Geschichtsphilosophie ist die Entwicklung der Menschheit von der Unfreiheit zur Freiheit. Parallel zu jener inneren Entwicklung der Individuen, gehe die äußere Entwicklung ihrer Position und Bestimmung im Staate von der Rolle des Untertan hin zum freien Bürger. Im Vordergrund steht ein Entwicklungsmodell, das die Geschichte in fünf Epochen unterteilt, wobei Fichte seine eigene Epoche als das „Zeitalter der vollendeten Sündhaftigkeit“ verstand, während die Grundzüge die künftigen Epochen einleiten sollten. Diese Epochenentwicklung vollziehe sich in folgenden Stufen: 1. Instinktive Vernunft: Stand der Unschuld des Menschengeschlechts; 2. Äußerlich erzwungene, jedoch nicht durch Gründe überzeugende Autorität: Stand der anhebenden Sünde; 3. Emanzipation von jeder äußeren Autorität, Herrschaft des nackten Erfahrungsbegriffs: Stand der vollendeten Sündhaftigkeit; 4. Rückkehr der freien, innerlichen Vernunft, wo die Wahrheit als das höchste erkannt und geliebt wird: Stand der anhebenden Rechtfertigung; 5. Verwirklichung der freien, innerlichen Vernunft in allen äußeren Lebensbereichen, wo die Menschheit sich selber als Abdruck der Vernunft aufbaut: Stand der vollendeten Rechtfertigung und Heiligung. Reden an die deutsche Nation (1808) Die Reden an die deutsche Nation verstehen sich als Fortsetzung der Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Drei Jahre nach diesen Vorträgen erklärt Fichte das Ende der dort beschriebenen dritten Epoche, die er in den Reden … als die Epoche der Selbstsucht bezeichnet. Durch die Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen sei diesem mit der Selbständigkeit gleichzeitig der Gehalt der Selbstsucht verloren gegangen. Es müsse ein neues Selbst gesucht werden, welches über die Nation hinausgehe. Dieses sei die Vernunft. In den Reden ruft Fichte im Bereich der Bildung zu einer Nationalerziehung nach dem Vorbild von Johann Heinrich Pestalozzi auf, die das menschliche Verhältnis zur Freiheit in der Vernunft- und Werterziehung verankern soll. Auch hier geht es wieder um die sittliche Bildung zur Freiheit, zur Selbständigkeit, zur Veredelung. In dieser Erhebung zur Vernunft, zum wahren Selbst, welches in der allgemeinen Vernunft zu finden ist, die jede Nation übersteigt, entfällt für Fichte auch die mögliche Feindschaft zu anderen freien Individuen und Nationen, denn der so gebildete Mensch strebe danach, seine Mitmenschen zu achten, und liebe ihre Freiheit und Größe, während ihn ihre Knechtschaft schmerze: „Aber es ist schlechthin unmöglich, dass ein solches Gemüt nicht auch außer sich an Völkern und einzelnen ehre, was in seinem Innern seine eigne Größe ausmacht: die Selbständigkeit, die Festigkeit, die Eigentümlichkeit des Daseins.“ In den Reden finden sich mit einer klar konturierten Ausdifferenzierung der Menschheit in nicht gleichwertige Sprach- und Kulturgemeinschaften sowie dem grundsätzlichen Streben nach deren Reinheit Ansätze einer rassistischen Theoriebildung. Würdigung Den Namen Fichtes tragen Johann-Gottlieb-Fichte-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin Fichte-Gymnasien und -Schulen in mehreren deutschen Städten Straßen in vielen Ortschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Fichtegasse in Wien Fichtestraße in der Gartenstadt von Freiburg im Breisgau Siedlung am Fichteplatz in Mainz mehrere deutsche Sportvereine, die in der Arbeitersportbewegung verwurzelt sind, z. B. der VfB Fichte Bielefeld J. G. Fichte, Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei Zwei Denkmäler, ein Park und ein Museum (im Barockschloss Rammenau) im Fichte-Geburtsort Rammenau Fichteturm und Fichtepark in Dresden-Plauen 5-DM-Gedenkmünze zum 150. Todestag (→ 5. Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland) 10-Mark-Gedenkmünze zum 175. Todestag 70-Cent-Sondermarke zum 250. Geburtstag 2012 Die Pflanzengattung Fichtea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte. Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung 1996 wurde die der rechtskonservativen Partei Die Republikaner nahestehende Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung e.V. gegründet, die sich nach eigenen Angaben der Vermittlung von traditionellen Werten im Sinne des Philosophen widmet. Werke (Auswahl) Wissenschaftslehre Die Wissenschaftslehre, Fichtes Hauptwerk, wurde von ihm mehrfach überarbeitet. u. a.: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie (1794) () Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/1795) Wissenschaftslehre nova methodo (1796–1799) Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797/1798) Die Wissenschaftslehre (1804) sowie folgende Ausgaben (1812) und (1813). Weitere Werke Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die französische Revolution (PDF; 1 MB) (1793) Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794) Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere (1796) Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre (1798) Appellation an das Publikum über die durch Churf. Sächs. Confiscationsrescript ihm beigemessenen atheistischen Aeußerungen. Eine Schrift, die man zu lesen bittet, ehe man sie confsicirt (1799) Der geschlossene Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als Anhang zur Rechtslehre und Probe einer künftig zu liefernden Politik (1800) Die Bestimmung des Menschen (1800) Friedrich Nicolais Leben und sonderbare Meinungen (1801) Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant (1802/03) Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre (1806) Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit (1806) Reden an die deutsche Nation (1807/1808) () Das System der Rechtslehre (1812) Literatur Ausgaben Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer, Leipzig: Gabler, 1794 () Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere. (1796). Neudruck auf der Grundlage der 2. von Fritz Medicus hrsg. Auflage von 1922; 3. Nachdruck mit überarbeiteten Quellennachweisen und Personenregister, Hamburg 1979 (= Philosophische Taschenbücher. Band 256). Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 42 Bände, hrsg. von Reinhard Lauth, Erich Fuchs und Hans Gliwitzky. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962–2011, ISBN 3-7728-0138-2 Fichtes Werke. 11 Bände. Hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Nachdruck der Ausgaben Berlin 1845/46 und Bonn 1834/35, Berlin 1971. ISBN 3-11-006486-3 Fichte im Kontext. Werke auf CD-ROM. Berlin 32002, ISBN 3-932094-25-5. Werke in 2 Bänden. Hrsg. Wilhelm G. Jacobs, Peter L. Oesterreich, Frankfurt a. M. 1997. ISBN 978-3-618-63073-9 Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1978, Philosophische Bibliothek Band 247. ISBN 3-7873-0448-7 Jacobi an Fichte, Text 1799/1816 im Vergleich, Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel 2011 (deutscher Text, Einleitung von Marco Ivaldo, Noten, Kommentar, Appendix mit Texten von Jacobi und Fichte, italienische Uebersetzung von Ariberto Acerbi, mit Register und Bibliographie), ISBN 978-88-905957-5-2. Sekundärliteratur Immanuel Hermann Fichte: Johann Gottlieb Fichte's Leben und Litterarischer Briefwechsel. 2 Bände. Seidel, Sulzbach 1830–1831 Erster Theil Digitalisat Zweiter Band Digitalisat Adolf Trendelenburg: Zur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte. 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Lebensbild eines deutschen Denkers und Patrioten für das deutsche Volk. Geschildert von. Levy & Müller, Stuttgart 1877 Friedrich Zimmer: Johann Gottlieb Fichte's Religionsphilosophie nach den Grundzügen ihrer Entwicklung. Halle 1877 (Halle-Wittenberg, Univ., Diss. 1877) Digitalisat Fritz Medicus: Fichtes Leben. 2. Aufl. Felix Meiner, Leipzig 1922 Fuchs, Erich: J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen. Bände 1-7. frommann-holzboog, Stuttgart 1978–2012. Manfred Buhr (Hrsg.): Wissen und Gewissen. Beiträge zum 200. Geburtstag Johann Gottlieb Fichtes. 1762–1814. Akademie Verlag, Berlin 1962 Wilhelm Gustav Jacobs: Johann Gottlieb Fichte mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1984 (Rowohlts Monographien 336) Christoph Asmuth: Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1900-1 Peter Baumanns: J. G. Fichte. 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(Reihe: Deutscher Idealismus. Philosophie und Wirkungsgeschichte in Quellen und Studien. Bd. 10). ISBN 3-608-91232-0 Armin G. Wildfeuer: Praktische Vernunft und System. Entwicklungsgeschichtliche Untersuchungen zur ursprünglichen Kantrezeption Johann Gottlieb Fichtes. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1865-X David W. Wood: “Mathesis of the Mind”: A Study of Fichte’s Wissenschaftslehre and Geometry; Amsterdam, New York: Rodopi, 2012 (Fichte-Studien-Supplementa, Band 29). Wolfgang Class, Alois K. Soller: Kommentar zu Fichtes ‚Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre‘ Rodopi, Amsterdam New York 2004. Patrick Tschirner: Totalität und Dialektik. Johann Gottlieb Fichtes späte Wissenschaftslehre oder die lebendige Existenz des Absoluten als sich selbst bildendes Bild, Berlin: Duncker & Humblot 2017. ISBN 978-3-428-14987-2 Weblinks Internationale Johann-Gottlieb-Fichte-Gesellschaft e. V. Ricarda D. Herbrand: „Zwischen Kosmopolitismus und Nationalismus – Johann Gottlieb Fichte“, in: TABVLA RASA. Jenenser Zeitschrift für Kritisches Denken, April 2007. Ernst-Otto Onnasch: Ich und Vernunft. Ist J.G. Fichte die Begründung seiner Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre von 1794/95 gelungen? (PDF; 892 kB) Einzelnachweise Philosoph der Frühen Neuzeit Philosoph (19. Jahrhundert) Vertreter des Deutschen Idealismus Politischer Philosoph Rektor (Humboldt-Universität zu Berlin) Freimaurer (18. Jahrhundert) Freimaurer (19. Jahrhundert) Freimaurer (Deutschland) Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena) Hochschullehrer (Erlangen) Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Ehrengrab des Landes Berlin Person (Rammenau) Deutscher Geboren 1762 Gestorben 1814 Mann Person des Antisemitismus
Wirtschaftspolitik in Deutschland 1917-1990 - European University Institute Wirtschaftspolitik in Deutschland 1917-1990, herausgegeben von Werner Abelshauser, Stefan Fisch, Dierk Hoffmann, Carl-Ludwig Holtfrerich, Albrecht Ritschl The Resource Wirtschaftspolitik in Deutschland 1917-1990, herausgegeben von Werner Abelshauser, Stefan Fisch, Dierk Hoffmann, Carl-Ludwig Holtfrerich, Albrecht Ritschl The item Wirtschaftspolitik in Deutschland 1917-1990, herausgegeben von Werner Abelshauser, Stefan Fisch, Dierk Hoffmann, Carl-Ludwig Holtfrerich, Albrecht Ritschl represents a specific, individual, material embodiment of a distinct intellectual or artistic creation found in European University Institute. In vier Banden untersuchen die Autoren der Geschichtskommission beim Bundeswirtschaftsministerium die Kontinuitaten und Bruche der deutschen Wirtschaftspolitik von 1917 bis 1990. Die Bande 1 und 2 gelten dem Reichswirtschaftsministerium in Weimarer Republik und Drittem Reich. Die Bande 3 und 4 betrachten die Entwicklungen im geteilten Deutschland aus der Perspektive des Bundeswirtschaftsministeriums und der Staatlichen Plankommission der DDR. -- herausgegeben von Dierk Hoffmann Das Bundeswirtschaftsministerium in der Ära der Sozialen Marktwirtschaft : der deutsche Weg der Wirtschaftspolitik herausgegeben von Werner Abelshauser Das Reichswirtschaftsministerium der Weimarer Republik und seine Vorläufer : Strukturen, Akteure, Handlungsfelder herausgegeben von Carl-Ludwig Holtfrerich herausgegeben von Albrecht Ritschl 9783110462814 herausgegeben von Werner Abelshauser, Stefan Fisch, Dierk Hoffmann, Carl-Ludwig Holtfrerich, Albrecht Ritschl ocn967337384 2016059432 (OCoLC)967337384 <div class="citation" vocab="http://schema.org/"><i class="fa fa-external-link-square fa-fw"></i> Data from <span resource="http://link.library.eui.eu/portal/Wirtschaftspolitik-in-Deutschland-1917-1990/uuoieJcWlo0/" typeof="Book http://bibfra.me/vocab/lite/Item"><span property="name http://bibfra.me/vocab/lite/label"><a href="http://link.library.eui.eu/portal/Wirtschaftspolitik-in-Deutschland-1917-1990/uuoieJcWlo0/">Wirtschaftspolitik in Deutschland 1917-1990, herausgegeben von Werner Abelshauser, Stefan Fisch, Dierk Hoffmann, Carl-Ludwig Holtfrerich, Albrecht Ritschl</a></span> - <span property="potentialAction" typeOf="OrganizeAction"><span property="agent" typeof="LibrarySystem http://library.link/vocab/LibrarySystem" resource="http://link.library.eui.eu/"><span property="name http://bibfra.me/vocab/lite/label"><a property="url" href="http://link.library.eui.eu/">European University Institute</a></span></span></span></span></div> Data Citation of the Item Wirtschaftspolitik in Deutschland 1917-1990, herausgegeben von Werner Abelshauser, Stefan Fisch, Dierk Hoffmann, Carl-Ludwig Holtfrerich, Albrecht Ritschl http://link.library.eui.eu/portal/Wirtschaftspolitik-in-Deutschland-1917-1990/uuoieJcWlo0/ http://library.link/portal/Wirtschaftspolitik-in-Deutschland-1917-1990/uuoieJcWlo0/
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Welche Bedeutung hatte Fichte für den Deutschen Idealismus?
Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; † 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. Leben Jugendzeit Fichte war das erste von acht Kindern des Bandwebers Christian Fichte (1737–1812) und seiner Frau Maria Dorothea (geb. Schurich, 1739–1813) in Rammenau in der Oberlausitz. Er wuchs ärmlich in einem von Frondiensten geprägten dörflichen Milieu auf. Seine Auffassungsgabe und sein gutes Gedächtnis fielen einem Verwandten der örtlichen Gutsherrschaft, dem Gutsherrn Ernst Haubold von Miltitz (1739–1774), bei einem Besuch in Rammenau auf: Er hatte eines Sonntags die kirchliche Predigt verpasst, woraufhin der zehnjährige Fichte gerufen wurde, von dem man versicherte, er könne die Predigt wiederholen. Daraufhin imitierte dieser den Pfarrer so perfekt, dass der Freiherr in seiner Entzückung dem Kind nach einer Vorbereitungszeit im Pfarrhaus zu Niederau den Besuch der Stadtschule in Meißen ermöglichte. Danach finanzierte ihm sein Förderer 1774 eine Ausbildung an der Landesschule Pforta bei Naumburg, verstarb jedoch im selben Jahr. Nach seiner Schulzeit zog Fichte 1780 nach Jena, wo er an der Universität ein Theologie-Studium begann, wechselte jedoch bereits ein Jahr später den Studienort nach Leipzig. Die Familie von Miltitz unterstützte ihn nun nicht mehr finanziell, er war gezwungen, sich durch Nachhilfeunterricht und Hauslehrerstellen zu finanzieren und brachte das Studium zu keinem Abschluss. In dieser aussichtslosen Lage bekam er 1788 in Zürich eine Stelle als Hauslehrer, die er aber nur zwei Jahre innehatte, da er der Auffassung war, dass man, bevor man Kinder erzieht, zuallererst die Eltern erziehen müsse. Dort verlobte er sich mit Johanna Marie Rahn (1755–1819), Tochter des Kaufmanns und Waagmeisters Johann Hartmut Rahn und Nichte des Dichters Klopstock. Anschließend ging er wieder nach Leipzig. Fichtes Plan, Prinzenlehrer zu werden, scheiterte. Seine zweite Idee, eine Zeitschrift für weibliche Bildung, lehnten mehrere Verleger ab. Trauerspiele und Novellen brachten ihm ebenfalls keine finanzielle Sicherheit. Übergang zur Philosophie In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den „Dingen, wie sie sind“ und „wie die Dinge erscheinen“ (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Hauslehrerstelle in Warschau nahm Fichte Anfang November 1791 eine auf ein Jahr befristete Anstellung als Hauslehrer des Sohns des Ehepaars Louise von Krockow, geb. von Göppel, die mit Kant persönlich bekannt war, und Heinrich Joachim Reinhold von Krockow (1736–1796), Königl. Preußischer Obrist, im gräflichen Schloss Krockow in der Nähe der pommerellischen Ostseeküste an. Im selben Jahr besuchte er Kant in Königsberg, wo dieser ihm einen Verleger für seine Schrift Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) verschaffte, die anonym veröffentlicht wurde. Das Buch galt zunächst als ein lange erwartetes religionsphilosophisches Werk von Kant selbst. Als Kant den Irrtum klarstellte, war Fichte berühmt und erhielt einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Jena, den er 1794 antrat. Zuvor hatte er nach längerer Überlegung, ob eine Eheschließung ihm nicht die „Flügel abschneide“, 1793 Johanna Rahn geheiratet. Drei Jahre später kam Sohn Immanuel Hermann (1796–1879) zur Welt. In Jena lebte der berühmte Theosoph Jakob Hermann Obereit in Fichtes Wohnhaus. Fichte und Obereit waren beständig im Gespräch. Während seiner Jenaer Professur (1794–1799) wurde er zur Zielscheibe im so genannten „Atheismusstreit“. Ausgelöst wurde dieser Streit 1798 durch zwei Schriften, wobei nur eine (Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung) von Fichte selbst stammt. Beide Schriften waren im Philosophischen Journal, dessen Herausgeber Fichte zusammen mit Friedrich Immanuel Niethammer zu dieser Zeit war, erschienen. Fichte wurde wegen Verbreitung atheistischer Ideen und Gottlosigkeit verklagt, erhielt einen Verweis und trat daraufhin zurück, wie er es zuvor angedroht hatte. 1805 bekam er den Lehrstuhl für Philosophie in Erlangen, 1807 war er Zensor der Hartungschen Zeitung in Königsberg, wurde aber auf Befehl des preußischen Generals Ernst von Rüchel entlassen. Wenige Jahre darauf, 1810, bekam er die Position des Dekans der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit war er von 1811 bis 1812 Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. 1789 wurde Fichte in Zürich in den Freimaurerbund Modestia cum Libertate aufgenommen, in dieselbe Loge, in der auch Johann Wolfgang von Goethe freundschaftlich verkehrte. Später ließ er sich am 6. November 1794 als Mitglied der Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen in Rudolstadt annehmen und war auch nach seinem Umzug nach Berlin mit den dortigen Freimaurerkreisen verbunden. 1799 traf er auf Ignaz Aurelius Feßler und arbeitete nach seiner Annahme am 17. April 1800 mit ihm an der Reform der Großloge Royal York zur Freundschaft. Am 14. Oktober 1799 hielt er einen Vortrag über „den wahren und richtigen Zweck der Maurerei“. Am 13. und 27. April 1800 hielt er mehrere Vorlesungen, die später unter dem Titel Philosophie der Freimaurerei. Briefe an Constant erneuert und veröffentlicht wurden. Schon bald kam es zum Streit und Fichte trat am 7. Juli 1800 aus der Freimaurerei aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der Deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren „Sprecher“ (Vorsitzender). Hatte sich Fichte zuvor als Anhänger der Französischen Revolution bezeichnet, so profilierte er sich nun insbesondere durch die flammend patriotischen Reden an die deutsche Nation (als Text veröffentlicht bis 1808) als Gegner Napoleons. Fichte wurde damit zum Vordenker der Urburschenschaft. Ein utopisches Gesellschaftsmodell – eine Art sozialistische Gesellschaft auf nationalstaatlicher Grundlage – findet sich in dem Werk Der geschlossene Handelsstaat (1800). Tod Vermutlich Ende 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte. Auch Fichte sollte an dieser vom Kot von Kleiderläusen übertragenen Seuche erkranken, die vornehmlich unter der Bezeichnung Fleckfieber berüchtigte Bekanntheit erlangte und insbesondere im Kriegswinter 1813/14 in Mitteleuropa (unter anderem in Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz) katastrophale Ausmaße annahm. Im Gegensatz zu seiner Frau konnte er sich von diesem Fieber nicht erholen. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Die Ehrengrabstelle in der Abt. CH, G2 trägt ein Porträtmedaillon (Kopie) von Ludwig Wilhelm Wichmann. Sein Grabstein trägt einen Vers aus dem Buch Daniel (): Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre Ein zentraler Kern in Fichtes Philosophie ist der Begriff des „absoluten Ich“. Dieses absolute Ich ist nicht mit dem individuellen Geist zu verwechseln. Später nutzte er die Bezeichnung „Absolutes“, „Sein“ oder „Gott“. Fichte beginnt in seiner Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre mit einer Bestimmung des Ich: Fichte ging es um die praktische Umsetzung seiner Philosophie, weshalb er die Errichtung eines lückenlosen philosophischen Systems als zweitrangig erachtete. Im Vordergrund stand für ihn die Verständlichkeit seiner Lehre. Er vertrat ein positives Menschenbild und ging davon aus, dass in jedem Menschen – und nicht nur im Gelehrten – der Grund echter Selbsterkenntnis (und damit auch Gotteserkenntnis) gelegt ist und der Philosoph lediglich auf diese verweisen muss. In seiner populären, z. T. polemischen Darstellungsweise schuf sich Fichte unter den Fachgelehrten viele Freunde, aber auch Feinde. In erbitterter Feindschaft stand er zu Friedrich Nicolai. Goethe urteilte skeptisch über Fichte, . Trotz späterer Ablehnung übte Fichte großen Einfluss auf Schelling und Hegel aus. Auch Hölderlin bekannte, Fichtes Vorlesungen aus seiner Jenaer Zeit viel zu verdanken. Einige Ideen Fichtes knüpfen an die Thesen des etwa 20 Jahre älteren Johann Gottfried Herder an. Fichtes Kantrezeption Fichte reagierte auf die Frage, wie theoretische und praktische Vernunft zusammenhängen, indem er antwortete, dass die beiden Teile der Vernunft in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Hierbei ist die praktische Vernunft der theoretischen übergeordnet. Letztere benötigt demnach die praktische Vernunft; diese aber ist autonom. Auch für Kant war die praktische Vernunft ein Vermögen des Willens – und damit autonom. Laut Fichte mündet diese Tatsache aber in seiner Theorie zur „Selbstsetzung“. Der Wille bringt, indem er sich ein Gesetz gibt, zugleich sein Wesen als „Vernunftwille“ hervor. Dieser Vernunftwille macht das aus, was wir sind – nämlich unser Ich. „Das absolute Ich ist, indem es sich setzt, und setzt sich, indem es ist.“ Aus diesem Grund kommt der praktischen Vernunft absolute Freiheit zu. Fichtes Idealismus ist daher eine Konsequenz aus dem Primat der praktischen Vernunft. Der Kritik am transzendentalen Argument bei Kant entzieht sich Fichte, indem er die praktische Vernunft zur Bedingung für die theoretische Vernunft erklärt. Hierbei geht er von der „Handlung“ des Urteilens aus und schließt mithilfe einer transzendentalen Begründung auf das sich setzende Ich als Bedingung hierfür. Alles Urteilen ist Handeln des menschlichen Geistes. Diesem liegt der Satz „Ich bin“ zugrunde. Das „schlechthin gesezte und auf sich selbst gegründete“ ist der Grund des Handelns. Um dem Vorwurf zu entgehen, dass wir eventuell gar nicht urteilen, sondern nur glauben zu urteilen, führte Fichte die „intellektuelle Anschauung“ ein. Sie ist auch praktisch zu verstehen als „Anschauen seiner selbst im Vollziehen eines Acts“. Wenn wir urteilen, beobachten wir uns nicht, sondern stellen handlungsorientierte Fragen. Diese Fragen gehen von der Annahme aus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Würde das nicht zutreffen, könnte er nicht urteilen, was nicht vorstellbar ist. Gleichwohl vertrat Fichte die Auffassung, auch wenn der Mensch nicht an den Bedingungen vernünftigen Urteilens zweifeln könne, folge daraus nicht, dass er diese Bedingungen tatsächlich erfüllt. Die schärfste Abgrenzung zu Kant vollzog Fichte mit seiner Ablehnung der Konzeption eines „Dinges an sich“. Nur so kann in seinen Augen die absolute Freiheit des Ichs bewahrt werden. Das „Ding an sich“ wird bei Fichte lediglich zu einem „Anstoß“, einem irrationalen Faktum innerhalb des Ich, welches das Ich zu bewältigen versucht. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Ich, gleichsam hinaus in die Welt als „Nicht-Ich“. Ist das absolute Ich demzufolge also ein „Ding an sich“ auf der Seite des Subjekts? Fichtes Antwort: Nur wenn es „erscheint“. Das absolute Ich existiert nur im Handeln. In seiner philosophischen Reflexion wird das absolute Ich zu etwas Objektivem, eine andere Entität der realen Welt gibt es nicht. Jenaer Philosophie Da Fichte die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre schnell als unzureichend und ergänzungsbedürftig ansieht, macht er sich auf dem Höhepunkt seiner Jenaer Periode nahezu zeitgleich an eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftslehre (unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo) und an eine erste Ausarbeitung der praktischen Philosophie (in der Grundlage des Naturrecht und der Sittenlehre). Inhaltlich stellt sich seit der Grundlage der gesamten Wissenschaftlehre die Frage, warum das absolute Ich, welches autonom ist, auf einen „Anstoß“ reagiert. Fichte macht deutlich, dass das absolute Ich nur ist, wenn es sich seiner selbst bewusst wird. Dies kann nur geschehen, wenn es mit Material konfrontiert wird, auf das es zu reagieren hat. Würde es zu keinem Kontakt kommen, würde das Ich „ganz in seiner Tätigkeit aufgehen“. Um aber zu sein – und damit auch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln –, muss es sich für den „Anstoß“ öffnen und dafür Sorge tragen, dass der „Stein des Anstoßes“ erhalten bleibt. Nach Fichte kann das Ich demnach als ein unendliches Streben nach Autonomie verstanden werden. Der „Anstoß“ ist hierbei gleichsam nur notwendige Bedingung des Selbstbewusstseins, keine hinreichende. Die weiteren Bedingungen für das Selbstbewusstsein finden sich in den jeweiligen Teildisziplinen der Wissenschaftslehre, die Fichte unterscheidet: Naturlehre, Rechtslehre, Sittenlehre und Religionslehre. Erstere hat Fichte, aufgrund des von ihm entwickelten Primats der praktischen Vernunft, nie ausgearbeitet. Die Wissenschaftslehre nova methodo Nachdem Fichte durch seine Vorlesungen über die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre in kürzester Zeit bekannt geworden ist, sieht er seine Philosophie bald mit verschiedenen Einwänden und Nachfragen seiner Zeitgenossen konfrontiert. Zunehmend wird er unzufrieden mit seinem ersten Entwurf der Wissenschaftslehre. Statt den Text der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre zu revidieren, entschließt er sich, die Wissenschaftslehre vollkommen neu auszuarbeiten. Das Ergebnis trägt er unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo ab 1796 in Vorlesungen vor, die heute jedoch nur noch als Mitschriften überliefert sind. Dennoch wird die Wissenschaftslehre nova methodo in der neueren Fichteliteratur zunehmend als beste und verständlichste Fassung der fichteschen Wissenschaftslehre angesehen. Inhaltlich bemüht sich Fichte darum, von seinen Zeitgenossen formulierte Einwände zu widerlegen und die Wissenschaftslehre stringenter und nachvollziehbarer vorzutragen. Verschiedene Themenbereiche – etwa die Behandlung der Frage, wie es vom einheitlichen absoluten Ich zur Pluralität individuellen Bewusstseins kommen kann – kommen gegenüber der ersten Behandlung der Wissenschaftslehre neu hinzu. Fichtes Rechtslehre In seinen Grundlagen des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1796/1797 (§ 8) bestimmte Fichte die Funktion des Rechts ähnlich wie Kant: Das Beisammenstehen der Freiheit mehrerer sei Doch schloss für ihn eine vernünftige Ordnung der Freiheit auch eine angemessene Verteilung gemeinschaftsbedingter Chancen und Güter ein. Für Fichte wird die Beziehung zwischen dem Selbstbewusstsein und – sozusagen – der Welt präzisiert. Das Bewusstsein kann sich nur als frei handelndes Wesen begreifen, wenn es „den Begriff eines frei handelnden Wesens auf sich anwenden kann.“ Das kann es nur, wenn andere das Selbstbewusstsein auffordern etwas zu tun und gleichzeitig(!) die Freiheit eingestehen, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Da dieser Vorgang reziprok ist, folgt, dass das Sein des Selbstbewusstseins von der Anerkennung der Freiheit anderer abhängt. Es wird deutlich, dass sich Fichte nicht auf das Moralgesetz als die bindende Kraft des Rechts versteht, sondern das Eigeninteresse des selbstbewussten Ichs. Ein Rechtsverhältnis entsteht demnach aufgrund der bloßen Existenz eines Nicht-Ichs. Auch Fichte definiert, wie so mancher Philosoph vor ihm, den Staat als Ausdruck des absoluten Willens, dessen Absicht es ist, die Freiheit und Rechte seiner Bürger zu garantieren. Kollektives Handeln und individuelles Handeln werden mit dem Ausdruck „sittliches Handeln“ in Eins gesetzt. Freiheit in der Geschichte sei nach Fichte die mehr oder weniger sittliche Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse der verschiedenen Völker. Fichtes Philosophie lässt sich als ethischer Idealismus bezeichnen, wenn man voraussetzt, dass nur der Staat Rechtsverhältnisse zwischen sich und den Bürgern bzw. unter den Bürgern schafft und dabei Beschränkungen seiner Bürger zugunsten eigener materieller Zwecke vornimmt. Fichtes Sittenlehre Im System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1798 geht Fichte davon aus, dass das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs nur sein kann unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Hierbei ist sich das Ich des Sittengesetzes niemals in abstracto bekannt, sondern „immer in Form konkreter Aufgaben und Pflichten der Welt“. Das Ich kann sich nur eine Tätigkeit zuschreiben, wenn diese mit der kausalen Wirklichkeit einer ihm unabhängigen Welt verbunden ist. Dies wiederum ist nur möglich, wenn es sich einen Körper zuschreibt. Da dieser Körper Teil der Welt ist, unterliegt er auch den Naturtrieben. Das Sittengesetz untersucht nun die Bedingungen der Manifestation eines zugleich verkörperten und von Naturtrieben beherrschten Ich. Fichtes Religionslehre Fichte hinterließ keine systematisch ausgearbeitete Religionsphilosophie. Im Atheismusstreit, den Friedrich Karl Forberg mit einem Artikel im Philosophischen Journal mit einem zustimmenden Nachwort von Fichte 1798 ausgelöst hatte, postulierte Fichte mit Forberg, die Existenz Gottes sei nicht notwendig für die Errichtung einer moralischen Wertordnung, allerdings sei der Glaube an Gott, verbunden mit einer göttlichen Moral, unumgänglich. Während Kant von der Existenz Gottes ausging und seine These untermauerte, die Existenz Gottes sei notwendig im Hinblick auf die Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Handelns, sah Fichte nur die Notwendigkeit zu einer „moralischen Weltordnung“. Diese müsse nicht zwingend auf eine höhere Instanz – also Gott – zurückgeführt werden. Die aktive Weltordnung selbst () könne man als Gott bezeichnen. Wer dies aber tut, der „verkennt die unmittelbare Beziehung des Gottesbegriffs zum moralischen Bewusstsein“ und ist, so Fichte, „der wahre Götzendiener und Atheist.“ Beitrag zur Französischen Revolution (1793) Deutlich wie wenige Denker und Politiker des damaligen Deutschland begrüßt Fichte die Französische Revolution. Er sieht in ihr nicht nur moralische Gründe, sondern auch einen rechtmäßigen Fortschritt zu mehr Gleichheit und Freiheit. Seine beiden Revolutionsschriften von 1793 (Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten und Beiträge zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution) griffen in die öffentlichen Debatten ein. Er begründet die Rechtmäßigkeit der Revolution in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contrat social mit dem Argument, dass es ein „unveräußerliches Recht des Menschen“ sei, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie: „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte die tiefere, philosophische Legitimität der Veränderung der Staatsverfassung. Fichtes Kritik am Judentum Im Werk Fichtes finden sich diverse despektierliche Äußerungen über Juden, die in der Fachliteratur als „judenfeindliche Ausfälle“ und „antijüdischer Affekt“ bezeichnet werden. Micha Brumlik etwa ist der Ansicht, Fichtes Positionen beinhalteten sowohl christlich-philosophischen Antijudaismus als auch politisch-säkularen Antisemitismus, und verglich letzteren mit dem von Adolf Hitler sogenannten „Antisemitismus der Vernunft“, der einen notwendigen, vollständigen Ausschluss der Juden aus einer zu schaffenden, besseren Gesellschaft propagierte. In der Sekundärliteratur finden sich allerdings auch differenzierendere Einschätzungen, insbesondere wenn das Gesamtwerk Fichtes betrachtet wird. Besonders drastisch äußert sich Fichte in Beiträge zur Berichtigung der Urtheile des Publicums über die französische Revolution von 1793. Er greift darin sowohl die Juden mit harschen Worten an, als auch das Militär und den Adel. Das Judentum sei ein „Staat im Staate“ und würde sich absondern. Die Juden, körperlich schlaff, hätten einen egoistischen Handelsgeist. Sie würden die übrigen Bürger übervorteilen, seien nur auf sich und ihre Sippe bedacht. Fichte übernimmt größtenteils die damals vorherrschenden Vorurteile, prangert aber vor allem immer wieder die angeblich separatistische Einstellung dieser Religion an. Oft zitiert wird die folgende Fußnote: In seiner 1794 erschienenen Streitschrift Eisenmenger der Zweite polemisierte Saul Ascher gegen die judenfeindlichen Äußerungen Fichtes, dem er den Namen des seinerzeit bekannten Judenfeindes Johann Andreas Eisenmenger, des Autors des Pamphlets Entdecktes Judentum, beilegte. Mit Fichte sei eine neue Dimension des säkularen Judenhasses zu verzeichnen. Mit David Veit lernte Fichte einen Vertreter der jüdischen Aufklärung Haskala kennen und schätzen. Als Rektor der Berliner Universität trat er kompromisslos und gegen allgemeinen Widerstand für einen zu Unrecht vom Senat der Universität bestraften und mit Relegation bedrohten jüdischen Studenten ein. Während vielfach eine „liberal-progressive“ Rezeption Fichtes – auch unter jüdischen Intellektuellen – vorherrschte, entwickelte sich später, insbesondere im Gefolge des Ersten Weltkrieges, auch eine „völkisch-nationalistische“ Rezeption. Dabei gewannen sowohl die Grundzüge als auch die Reden Fichtes erneut an Bedeutung, indem sie in den Dienst des nationalistischen Pathos und der Judenhetze gestellt wurden. Die Nationalsozialisten nahmen dabei Fichte zur Begründung ihrer Ideologie in Anspruch. Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) In den Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters entwickelt Fichte Ansichten zu einer Geschichtsphilosophie. Tragender Gedanke dieser Geschichtsphilosophie ist die Entwicklung der Menschheit von der Unfreiheit zur Freiheit. Parallel zu jener inneren Entwicklung der Individuen, gehe die äußere Entwicklung ihrer Position und Bestimmung im Staate von der Rolle des Untertan hin zum freien Bürger. Im Vordergrund steht ein Entwicklungsmodell, das die Geschichte in fünf Epochen unterteilt, wobei Fichte seine eigene Epoche als das „Zeitalter der vollendeten Sündhaftigkeit“ verstand, während die Grundzüge die künftigen Epochen einleiten sollten. Diese Epochenentwicklung vollziehe sich in folgenden Stufen: 1. Instinktive Vernunft: Stand der Unschuld des Menschengeschlechts; 2. Äußerlich erzwungene, jedoch nicht durch Gründe überzeugende Autorität: Stand der anhebenden Sünde; 3. Emanzipation von jeder äußeren Autorität, Herrschaft des nackten Erfahrungsbegriffs: Stand der vollendeten Sündhaftigkeit; 4. Rückkehr der freien, innerlichen Vernunft, wo die Wahrheit als das höchste erkannt und geliebt wird: Stand der anhebenden Rechtfertigung; 5. Verwirklichung der freien, innerlichen Vernunft in allen äußeren Lebensbereichen, wo die Menschheit sich selber als Abdruck der Vernunft aufbaut: Stand der vollendeten Rechtfertigung und Heiligung. Reden an die deutsche Nation (1808) Die Reden an die deutsche Nation verstehen sich als Fortsetzung der Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Drei Jahre nach diesen Vorträgen erklärt Fichte das Ende der dort beschriebenen dritten Epoche, die er in den Reden … als die Epoche der Selbstsucht bezeichnet. Durch die Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen sei diesem mit der Selbständigkeit gleichzeitig der Gehalt der Selbstsucht verloren gegangen. Es müsse ein neues Selbst gesucht werden, welches über die Nation hinausgehe. Dieses sei die Vernunft. In den Reden ruft Fichte im Bereich der Bildung zu einer Nationalerziehung nach dem Vorbild von Johann Heinrich Pestalozzi auf, die das menschliche Verhältnis zur Freiheit in der Vernunft- und Werterziehung verankern soll. Auch hier geht es wieder um die sittliche Bildung zur Freiheit, zur Selbständigkeit, zur Veredelung. In dieser Erhebung zur Vernunft, zum wahren Selbst, welches in der allgemeinen Vernunft zu finden ist, die jede Nation übersteigt, entfällt für Fichte auch die mögliche Feindschaft zu anderen freien Individuen und Nationen, denn der so gebildete Mensch strebe danach, seine Mitmenschen zu achten, und liebe ihre Freiheit und Größe, während ihn ihre Knechtschaft schmerze: „Aber es ist schlechthin unmöglich, dass ein solches Gemüt nicht auch außer sich an Völkern und einzelnen ehre, was in seinem Innern seine eigne Größe ausmacht: die Selbständigkeit, die Festigkeit, die Eigentümlichkeit des Daseins.“ In den Reden finden sich mit einer klar konturierten Ausdifferenzierung der Menschheit in nicht gleichwertige Sprach- und Kulturgemeinschaften sowie dem grundsätzlichen Streben nach deren Reinheit Ansätze einer rassistischen Theoriebildung. Würdigung Den Namen Fichtes tragen Johann-Gottlieb-Fichte-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin Fichte-Gymnasien und -Schulen in mehreren deutschen Städten Straßen in vielen Ortschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Fichtegasse in Wien Fichtestraße in der Gartenstadt von Freiburg im Breisgau Siedlung am Fichteplatz in Mainz mehrere deutsche Sportvereine, die in der Arbeitersportbewegung verwurzelt sind, z. B. der VfB Fichte Bielefeld J. G. Fichte, Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei Zwei Denkmäler, ein Park und ein Museum (im Barockschloss Rammenau) im Fichte-Geburtsort Rammenau Fichteturm und Fichtepark in Dresden-Plauen 5-DM-Gedenkmünze zum 150. Todestag (→ 5. Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland) 10-Mark-Gedenkmünze zum 175. Todestag 70-Cent-Sondermarke zum 250. Geburtstag 2012 Die Pflanzengattung Fichtea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte. Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung 1996 wurde die der rechtskonservativen Partei Die Republikaner nahestehende Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung e.V. gegründet, die sich nach eigenen Angaben der Vermittlung von traditionellen Werten im Sinne des Philosophen widmet. Werke (Auswahl) Wissenschaftslehre Die Wissenschaftslehre, Fichtes Hauptwerk, wurde von ihm mehrfach überarbeitet. u. a.: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie (1794) () Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/1795) Wissenschaftslehre nova methodo (1796–1799) Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797/1798) Die Wissenschaftslehre (1804) sowie folgende Ausgaben (1812) und (1813). Weitere Werke Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die französische Revolution (PDF; 1 MB) (1793) Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794) Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere (1796) Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre (1798) Appellation an das Publikum über die durch Churf. Sächs. Confiscationsrescript ihm beigemessenen atheistischen Aeußerungen. Eine Schrift, die man zu lesen bittet, ehe man sie confsicirt (1799) Der geschlossene Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als Anhang zur Rechtslehre und Probe einer künftig zu liefernden Politik (1800) Die Bestimmung des Menschen (1800) Friedrich Nicolais Leben und sonderbare Meinungen (1801) Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant (1802/03) Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre (1806) Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit (1806) Reden an die deutsche Nation (1807/1808) () Das System der Rechtslehre (1812) Literatur Ausgaben Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer, Leipzig: Gabler, 1794 () Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere. (1796). Neudruck auf der Grundlage der 2. von Fritz Medicus hrsg. Auflage von 1922; 3. Nachdruck mit überarbeiteten Quellennachweisen und Personenregister, Hamburg 1979 (= Philosophische Taschenbücher. Band 256). Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 42 Bände, hrsg. von Reinhard Lauth, Erich Fuchs und Hans Gliwitzky. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962–2011, ISBN 3-7728-0138-2 Fichtes Werke. 11 Bände. Hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Nachdruck der Ausgaben Berlin 1845/46 und Bonn 1834/35, Berlin 1971. ISBN 3-11-006486-3 Fichte im Kontext. Werke auf CD-ROM. Berlin 32002, ISBN 3-932094-25-5. Werke in 2 Bänden. Hrsg. Wilhelm G. Jacobs, Peter L. Oesterreich, Frankfurt a. M. 1997. ISBN 978-3-618-63073-9 Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1978, Philosophische Bibliothek Band 247. ISBN 3-7873-0448-7 Jacobi an Fichte, Text 1799/1816 im Vergleich, Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel 2011 (deutscher Text, Einleitung von Marco Ivaldo, Noten, Kommentar, Appendix mit Texten von Jacobi und Fichte, italienische Uebersetzung von Ariberto Acerbi, mit Register und Bibliographie), ISBN 978-88-905957-5-2. Sekundärliteratur Immanuel Hermann Fichte: Johann Gottlieb Fichte's Leben und Litterarischer Briefwechsel. 2 Bände. Seidel, Sulzbach 1830–1831 Erster Theil Digitalisat Zweiter Band Digitalisat Adolf Trendelenburg: Zur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte. Vortrag, gehalten in der Königl. Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin am 19. Mai 1862. Berlin 1862 Digitalisat Christian Hermann Weisse: Rede zum Andenken Johann Gottlieb Fichte's gehalten in der akademischen Aula zu Leipzig am 19. Mai 1862. L. G. Teubner, Leipzig 1862 Digitalisat Ludwig Noack: Johann Gottlieb Fichte nach seinem Leben, Lehren und Wirken. Zum Gedächtnis seines hundertjährigen Geburtstages. Otto Wigand, Leipzig 1862 Digitalisat Franz Hoffmann: Akademische Festrede zur Feier des hundertjährigen Geburtstages Johann Gottlieb Fichte's. Gehalten am 19. Mai 1862 in der Aula der Hochschule zu Würzburg. Stahel, Würzburg 1862 Digitalisat Moritz Weinhold (Hrsg.): Achtundvierzig Briefe von Johann Gottlieb Fichte und seinen Verwandten. Fr. Wilh. Grunow, Leipzig 1862 Digitalisat Adolf Lasson: Johann Gottlieb Fichte im Verhältniss zu Kirche und Staat. Wilhelm Hertz, Berlin 1863 Digitalisat Otto Pfleiderer: Johann Gottlieb Fichte. Lebensbild eines deutschen Denkers und Patrioten für das deutsche Volk. Geschildert von. Levy & Müller, Stuttgart 1877 Friedrich Zimmer: Johann Gottlieb Fichte's Religionsphilosophie nach den Grundzügen ihrer Entwicklung. Halle 1877 (Halle-Wittenberg, Univ., Diss. 1877) Digitalisat Fritz Medicus: Fichtes Leben. 2. Aufl. Felix Meiner, Leipzig 1922 Fuchs, Erich: J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen. Bände 1-7. frommann-holzboog, Stuttgart 1978–2012. Manfred Buhr (Hrsg.): Wissen und Gewissen. Beiträge zum 200. Geburtstag Johann Gottlieb Fichtes. 1762–1814. Akademie Verlag, Berlin 1962 Wilhelm Gustav Jacobs: Johann Gottlieb Fichte mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1984 (Rowohlts Monographien 336) Christoph Asmuth: Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1900-1 Peter Baumanns: J. G. Fichte. Kritische Gesamtdarstellung seiner Philosophie; (Alber-Reihe: Philosophie). Freiburg 1990 ISBN 3-495-47699-7 Hans-Joachim Becker: Fichtes Idee der Nation und das Judentum. Rodopi, Amsterdam 2000. ISBN 90-420-1502-0 Jürgen Manthey: Königsberg ist nicht mein Ort (Johann Gottlieb Fichte), in ders.: Königsberg. Geschichte einer Weltbürgerrepublik. München 2005, ISBN 978-3-423-34318-3, S. 331–336. Christoph Binkelmann: Theorie der praktischen Freiheit. Fichte – Hegel. De Gruyter, Berlin 2007. ISBN 978-3-11-020098-0 Hans Duesberg: Person und Gemeinschaft. Philosophisch-systematische Untersuchungen des Sinnzusammenhangs von personaler Selbständigkeit und interpersonaler Beziehung an Texten von J. G. Fichte und Martin Buber. Bouvier, Bonn 1970 (Reihe: Münchener philosophische Forschungen, 1) ISBN 3-416-00633-X Hans Michael Baumgartner & Wilhelm G. Jacobs: J.-G.-Fichte-Bibliographie; Frommann, Stuttgart 1968 Erich Fuchs (Hrsg.): J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen, 6 Bände; Frommann-Holzboog, Stuttgart 1978–1991 ISBN 3-7728-0707-0 Georg Geismann: Fichtes „Aufhebung“ des Rechtsstaates; in: Fichte-Studien, 3 (1991) 86–117 Andrea Gentile, Bewusstsein, Anschauung und das Unendliche bei Fichte, Schelling und Hegel. Über den unbedingten Grundsatz der Erkenntnis, Verlag Karl Alber, Freiburg, München 2018, ISBN 978-3-495-48911-6 Lore Hühn: Fichte und Schelling oder: Über die Grenze menschlichen Wissens. Metzler, Stuttgart 1994. ISBN 3-476-01249-2 Wilhelm G. Jacobs: Johann Gottlieb Fichte : eine Biographie; Berlin: Insel, 2012; ISBN 978-3-458-17541-4 Wolfgang Janke: Artikel Fichte, Johann Gottlieb; in: Theologische Realenzyklopädie 11 (1983), S. 157–171 Anthony J. LaVopa, Fichte: The Self and the Calling of Philosophy, 1762–1799. Cambridge University Press, Cambridge 2001. ISBN 0-521-79145-6 Christian Klotz: Selbstbewußtsein und praktische Identität. Eine Untersuchung über Fichtes Wissenschaftslehre nova methodo; Frankfurt 2002 ISBN 978-3-465-03142-0 Manfred Kühn: Johann Gottlieb Fichte. Ein deutscher Philosoph. Beck, München 2012. ISBN 978-3-406-63084-2 Jörg-Peter Mittmann: Das Prinzip der Selbstgewißheit – Fichte und die Entwicklung der nachkantischen Grundsatzphilosophie (PDF; 1,1 MB); Athenäum Hain Hanstein, Bodenheim 1993. ISBN 3-8257-9251-X Harald Münster: Fichte trifft Darwin, Luhmann und Derrida. „Die Bestimmung des Menschen“ in differenztheoretischer Rekonstruktion und im Kontext der „Wissenschaftslehre nova methodo“; Amsterdam, New York: Rodopi 2011 (Fichte-Studien-Supplementa, Band 28). ISBN 978-90-420-3434-1 Peter L. Oesterreich & Hartmut Traub: Der ganze Fichte. Die populäre, wissenschaftliche und metaphilosophische Erschließung der Welt. Metzler, Stuttgart 2006. ISBN 3-17-018749-X Peter Rohs: Johann Gottlieb Fichte. Beck, München 1991. ISBN 3-406-34633-2 Rainer Schäfer: Johann Gottlieb Fichtes >Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre< von 1794. WBG, Darmstadt 2006. ISBN 3-534-16666-3 Ernst Schenkel: Individualität und Gemeinschaft. Der demokratische Gedanke bei J. G. Fichte. Rascher & Cie, Zürich 1933. Karsten Schröder-Amtrup: J. G. Fichte. Leben und Lehre. Ein Beitrag zur Aktualisierung seines Denkens und Glaubens (Philosophische Schriften Band 77). Duncker & Humblot, Berlin 2012. ISBN 978-3-428-13804-3 Ulrich Schwabe: Individuelles und Transindividuelles Ich. Die Selbstindividuation reiner Subjektivität und Fichtes Wissenschaftslehre. Mit einem durchlaufenden Kommentar zur Wissenschaftslehre nova methodo. Schöningh, Paderborn 2007. ISBN 3-506-76325-3 Helmut Seidel: Johann Gottlieb Fichte zur Einführung. Junius, Hamburg 1997. ISBN 3-88506-957-1 Jürgen Stolzenberg: Fichtes Begriff der intellektuellen Anschauung. Die Entwicklung in den Wissenschaftslehren von 1793/94 bis 1801/02. Klett-Cotta, Stuttgart 1986. (Reihe: Deutscher Idealismus. Philosophie und Wirkungsgeschichte in Quellen und Studien. Bd. 10). ISBN 3-608-91232-0 Armin G. Wildfeuer: Praktische Vernunft und System. Entwicklungsgeschichtliche Untersuchungen zur ursprünglichen Kantrezeption Johann Gottlieb Fichtes. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1865-X David W. Wood: “Mathesis of the Mind”: A Study of Fichte’s Wissenschaftslehre and Geometry; Amsterdam, New York: Rodopi, 2012 (Fichte-Studien-Supplementa, Band 29). Wolfgang Class, Alois K. Soller: Kommentar zu Fichtes ‚Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre‘ Rodopi, Amsterdam New York 2004. Patrick Tschirner: Totalität und Dialektik. Johann Gottlieb Fichtes späte Wissenschaftslehre oder die lebendige Existenz des Absoluten als sich selbst bildendes Bild, Berlin: Duncker & Humblot 2017. ISBN 978-3-428-14987-2 Weblinks Internationale Johann-Gottlieb-Fichte-Gesellschaft e. V. Ricarda D. Herbrand: „Zwischen Kosmopolitismus und Nationalismus – Johann Gottlieb Fichte“, in: TABVLA RASA. Jenenser Zeitschrift für Kritisches Denken, April 2007. Ernst-Otto Onnasch: Ich und Vernunft. Ist J.G. Fichte die Begründung seiner Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre von 1794/95 gelungen? (PDF; 892 kB) Einzelnachweise Philosoph der Frühen Neuzeit Philosoph (19. Jahrhundert) Vertreter des Deutschen Idealismus Politischer Philosoph Rektor (Humboldt-Universität zu Berlin) Freimaurer (18. Jahrhundert) Freimaurer (19. Jahrhundert) Freimaurer (Deutschland) Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena) Hochschullehrer (Erlangen) Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Ehrengrab des Landes Berlin Person (Rammenau) Deutscher Geboren 1762 Gestorben 1814 Mann Person des Antisemitismus
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Ob Veranstaltungstechniker, Tourmanager, Pyrotechniker, Bühnenbauer, Produktionsleiter, Fahrer, technische Planer, Köche, Designer, Catering Teams, Agents, Merchandiser oder freie Booker - all jene, 2-(Pack) Creative ConGrüning 329932 Pappteller Touch of Farbe, 96 Stück, schwarze Samtfolie 2-(Pack)2,4G 25 km h Fernbedienung Furious Scale Auto 1 16 Radio RC Auto Gelndewagen Geburtstag Weihnachten Racing Geschenk für Kinder und Erwachsene (Farbe Gelb)die Dienstleister in der Veranstaltungsbranche sind,1Strang Natur Aquamarin facettiert Rondelle Perlen, natürlicher Aquamarin Perlen, Aquamarin Halskette, 5–5,5mm, 25,4cm1Strang Natur Boulder Opal Perlen, Boulder Opal facettiert Rondelle Perlen, AAA Boulder Opal Halskette, 9,5mm 10,2cm lang haben durch uns eine Stimme und eine Lobby. Wir sind die Interessengemeinschaft der selbständigen DienstleisterInnen in der Veranstaltungsbranche e.V., kurz ISDV. Mit 7 Millionen Arbeitsplätzen, vor allem im Kleinunternehmerbereich, 1Strang Natur Grün Opal Perlen, Grün Opal Uni Spacer Perlen, Opal Reifen, Grün Opal Halskette, 7mm 20,3cm lang1Strang Natur Lavendel Opal Perlen, seltene Lavendel Opal facettiert Opal Rondelle Perlen, Lila Opal Halskette, 5,5–7mm, 17,8cmbeschäftigt die Branche 2,5-mal so viel Personen wie die Automobilbranche. Bei der Erwirtschaftung des Bruttoinlandsproduktes liegt die Kreativwirtschaft mit einem Anteil von 2.0-clear kidsfly Dia. 2 m 1,8 m (200,7 cm 180,3 cm) Kinder bubbdy Erwachsene Walking Ball Wasser PVC aufblasbar TIZIP-Walk Ball Wasser Spiel2.4G TX RF Modul C4,2% des europäischen BIP ebenfalls noch vor der Autoindustrie. Der Verband gibt den Dienstleistern,1Strang Natur Wei Mondstein, Marquise facettierte Perlen, Mondstein Halskette, 13x 7–9x 520,3cm lang1Strang natürliches Multi Aquamarin facettiert Tropfenform Perlen, natürliches Multi Aquamarin, Aquamarin Halskette, 5x 7mm 20,3cm lang die bisher eine von Politik und Öffentlichkeit nicht wahrgenommene Wirtschaftskraft darstellten, ein Gesicht und eine Stimme. Es gilt, die Branche aus dem Status "sonstige Dienstleistungen" herauszuführen und zu einem Berufsstand mit Interessensvertretung zu machen.1V23 Empfnger RX2440V 2.4 GHz1x Variabler Raumteiler - Wiese mit Raupe + Schmetterling Material Holz Maße 75x75 cm Made in Germany Die Mitglieder des ISDV e.V. haben ein Forum, in dem ein Austausch zu den typischen Problemen der Selbständigkeit in der Veranstaltungsbranche stattfindet. Der Verband ist nicht nur Ansprechpartner bei Fragen zur Selbständigkeit, sondern auch beratend im Umgang mit Behörden, Konflikten mit Kollegen oder Auftraggebern und bei administrativen Unklarheiten tätig. Immer mehr junge Menschen werden in der Veranstaltungsbranche ausgebildet und jährlich am Ende ihrer Ausbildung in die Selbständigkeit entlassen. Im Jahr 2013 beschäftigte – laut 2 12.216.212.6cm babysbreath17 Tragbare Mini-Retro 4,3-Zoll-64-Bit-Spielekonsole 3000 Classic Video Game Retro Arcade-Konsole 2 12.2 16.2 12.6cm – der Kultur- und Kreativsektor mehr Menschen zwischen 19 und 25 Jahren als jeder andere20 FUTS ET 36 SACS by Faller20 Questions Deluxe Handheld Game by Radica Games 2 150199cm EEvER Schlafmatte Bequeme Matratze Heimtextilien Ice Silk Pad 1.8m Bett DREI Sätze von Sommer Faltkissen (Farbe 2, Größe 180 199cm) (Farbe 2, Größe 150 199cm)2 Aufblasbares sich hin- und herbewegendes Bett der doppelten sich hin- und herbewegenden Reihe Aufblasbare Spielzeuge, schwimmendes Stiefelwasserbettstrandmattenluftkissen -216 × 178CMWirtschaftszweig. Die ISDV bietet diesen Berufseinsteigern Hilfestellungen, die oft nicht Teil ihrer Ausbildung sind. Es reicht nicht mehr aus, nur das Handwerk zu beherrschen. Auch die Grundlagen des selbständigen und betriebswirtschaftlichen Handelns müssen erlernt und verstanden werden. Hier bietet der Verein ein breites Veranstaltungs- und Seminarportfolio für seine Mitglieder. Wir leisten Öffentlichkeitsarbeit für die Selbständigen der Branche. Dies bringt Transparenz und eine verbesserte Außenwirkung. 2 batteries Tletiy F1 Formel Fernbedienung Racing sehr große 77 cm 1 6 Simulation Sound Dämpfung große Kapazität Lade Drift High Speed Elektro Modell Kind Spielzeug Rc Auto für Kinder 3+2 Card Screwdown Holder with schwarz Border & Stand x 4 packSo entwickeln z.B. Kreditinstitute mehr Vertrauen in die für sie meist nicht nachvollziehbaren Strukturen,20 Zoll Lebensecht Wiedergeboren Baby Puppen Blaues Auge Mdchen gewichtet Das Sieht echt aus, Neugeborene Puppen Handgefertigt Babys zum Kinderspielzeug20. Grand-Prix-Serie SPOT No.37 Brabham BT46B Schweden GP 1 DX das Agieren als Einpersonengesellschafter bekommt ein Fundament und eine Kreditvergabe wird leichter. Wohnungsvermieter, Leasingfirmen oder auch Ämter werden Veranstaltungs-Dienstleister besser einordnen können, weil die ISDV statistische Zahlen zur Branche bereitstellt. Weitere Infos unter 2 Flashing Smile Face Keychain 1DZ-(STYLE MAY VARY) by LVNV2 in 1 Pz. Kpfw. III Ausf. E F.200 X Key Ring 50mm x 30mm Tag + Adressaufkleber Split Key Ring2000 Blle für Bllebad mix rot gemischt mit grau, schwarz, wei und transparent
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Welche Bedeutung hatte Fichte für den Deutschen Idealismus?
Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; † 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. Leben Jugendzeit Fichte war das erste von acht Kindern des Bandwebers Christian Fichte (1737–1812) und seiner Frau Maria Dorothea (geb. Schurich, 1739–1813) in Rammenau in der Oberlausitz. Er wuchs ärmlich in einem von Frondiensten geprägten dörflichen Milieu auf. Seine Auffassungsgabe und sein gutes Gedächtnis fielen einem Verwandten der örtlichen Gutsherrschaft, dem Gutsherrn Ernst Haubold von Miltitz (1739–1774), bei einem Besuch in Rammenau auf: Er hatte eines Sonntags die kirchliche Predigt verpasst, woraufhin der zehnjährige Fichte gerufen wurde, von dem man versicherte, er könne die Predigt wiederholen. Daraufhin imitierte dieser den Pfarrer so perfekt, dass der Freiherr in seiner Entzückung dem Kind nach einer Vorbereitungszeit im Pfarrhaus zu Niederau den Besuch der Stadtschule in Meißen ermöglichte. Danach finanzierte ihm sein Förderer 1774 eine Ausbildung an der Landesschule Pforta bei Naumburg, verstarb jedoch im selben Jahr. Nach seiner Schulzeit zog Fichte 1780 nach Jena, wo er an der Universität ein Theologie-Studium begann, wechselte jedoch bereits ein Jahr später den Studienort nach Leipzig. Die Familie von Miltitz unterstützte ihn nun nicht mehr finanziell, er war gezwungen, sich durch Nachhilfeunterricht und Hauslehrerstellen zu finanzieren und brachte das Studium zu keinem Abschluss. In dieser aussichtslosen Lage bekam er 1788 in Zürich eine Stelle als Hauslehrer, die er aber nur zwei Jahre innehatte, da er der Auffassung war, dass man, bevor man Kinder erzieht, zuallererst die Eltern erziehen müsse. Dort verlobte er sich mit Johanna Marie Rahn (1755–1819), Tochter des Kaufmanns und Waagmeisters Johann Hartmut Rahn und Nichte des Dichters Klopstock. Anschließend ging er wieder nach Leipzig. Fichtes Plan, Prinzenlehrer zu werden, scheiterte. Seine zweite Idee, eine Zeitschrift für weibliche Bildung, lehnten mehrere Verleger ab. Trauerspiele und Novellen brachten ihm ebenfalls keine finanzielle Sicherheit. Übergang zur Philosophie In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den „Dingen, wie sie sind“ und „wie die Dinge erscheinen“ (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Hauslehrerstelle in Warschau nahm Fichte Anfang November 1791 eine auf ein Jahr befristete Anstellung als Hauslehrer des Sohns des Ehepaars Louise von Krockow, geb. von Göppel, die mit Kant persönlich bekannt war, und Heinrich Joachim Reinhold von Krockow (1736–1796), Königl. Preußischer Obrist, im gräflichen Schloss Krockow in der Nähe der pommerellischen Ostseeküste an. Im selben Jahr besuchte er Kant in Königsberg, wo dieser ihm einen Verleger für seine Schrift Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) verschaffte, die anonym veröffentlicht wurde. Das Buch galt zunächst als ein lange erwartetes religionsphilosophisches Werk von Kant selbst. Als Kant den Irrtum klarstellte, war Fichte berühmt und erhielt einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Jena, den er 1794 antrat. Zuvor hatte er nach längerer Überlegung, ob eine Eheschließung ihm nicht die „Flügel abschneide“, 1793 Johanna Rahn geheiratet. Drei Jahre später kam Sohn Immanuel Hermann (1796–1879) zur Welt. In Jena lebte der berühmte Theosoph Jakob Hermann Obereit in Fichtes Wohnhaus. Fichte und Obereit waren beständig im Gespräch. Während seiner Jenaer Professur (1794–1799) wurde er zur Zielscheibe im so genannten „Atheismusstreit“. Ausgelöst wurde dieser Streit 1798 durch zwei Schriften, wobei nur eine (Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung) von Fichte selbst stammt. Beide Schriften waren im Philosophischen Journal, dessen Herausgeber Fichte zusammen mit Friedrich Immanuel Niethammer zu dieser Zeit war, erschienen. Fichte wurde wegen Verbreitung atheistischer Ideen und Gottlosigkeit verklagt, erhielt einen Verweis und trat daraufhin zurück, wie er es zuvor angedroht hatte. 1805 bekam er den Lehrstuhl für Philosophie in Erlangen, 1807 war er Zensor der Hartungschen Zeitung in Königsberg, wurde aber auf Befehl des preußischen Generals Ernst von Rüchel entlassen. Wenige Jahre darauf, 1810, bekam er die Position des Dekans der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit war er von 1811 bis 1812 Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. 1789 wurde Fichte in Zürich in den Freimaurerbund Modestia cum Libertate aufgenommen, in dieselbe Loge, in der auch Johann Wolfgang von Goethe freundschaftlich verkehrte. Später ließ er sich am 6. November 1794 als Mitglied der Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen in Rudolstadt annehmen und war auch nach seinem Umzug nach Berlin mit den dortigen Freimaurerkreisen verbunden. 1799 traf er auf Ignaz Aurelius Feßler und arbeitete nach seiner Annahme am 17. April 1800 mit ihm an der Reform der Großloge Royal York zur Freundschaft. Am 14. Oktober 1799 hielt er einen Vortrag über „den wahren und richtigen Zweck der Maurerei“. Am 13. und 27. April 1800 hielt er mehrere Vorlesungen, die später unter dem Titel Philosophie der Freimaurerei. Briefe an Constant erneuert und veröffentlicht wurden. Schon bald kam es zum Streit und Fichte trat am 7. Juli 1800 aus der Freimaurerei aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der Deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren „Sprecher“ (Vorsitzender). Hatte sich Fichte zuvor als Anhänger der Französischen Revolution bezeichnet, so profilierte er sich nun insbesondere durch die flammend patriotischen Reden an die deutsche Nation (als Text veröffentlicht bis 1808) als Gegner Napoleons. Fichte wurde damit zum Vordenker der Urburschenschaft. Ein utopisches Gesellschaftsmodell – eine Art sozialistische Gesellschaft auf nationalstaatlicher Grundlage – findet sich in dem Werk Der geschlossene Handelsstaat (1800). Tod Vermutlich Ende 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte. Auch Fichte sollte an dieser vom Kot von Kleiderläusen übertragenen Seuche erkranken, die vornehmlich unter der Bezeichnung Fleckfieber berüchtigte Bekanntheit erlangte und insbesondere im Kriegswinter 1813/14 in Mitteleuropa (unter anderem in Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz) katastrophale Ausmaße annahm. Im Gegensatz zu seiner Frau konnte er sich von diesem Fieber nicht erholen. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Die Ehrengrabstelle in der Abt. CH, G2 trägt ein Porträtmedaillon (Kopie) von Ludwig Wilhelm Wichmann. Sein Grabstein trägt einen Vers aus dem Buch Daniel (): Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre Ein zentraler Kern in Fichtes Philosophie ist der Begriff des „absoluten Ich“. Dieses absolute Ich ist nicht mit dem individuellen Geist zu verwechseln. Später nutzte er die Bezeichnung „Absolutes“, „Sein“ oder „Gott“. Fichte beginnt in seiner Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre mit einer Bestimmung des Ich: Fichte ging es um die praktische Umsetzung seiner Philosophie, weshalb er die Errichtung eines lückenlosen philosophischen Systems als zweitrangig erachtete. Im Vordergrund stand für ihn die Verständlichkeit seiner Lehre. Er vertrat ein positives Menschenbild und ging davon aus, dass in jedem Menschen – und nicht nur im Gelehrten – der Grund echter Selbsterkenntnis (und damit auch Gotteserkenntnis) gelegt ist und der Philosoph lediglich auf diese verweisen muss. In seiner populären, z. T. polemischen Darstellungsweise schuf sich Fichte unter den Fachgelehrten viele Freunde, aber auch Feinde. In erbitterter Feindschaft stand er zu Friedrich Nicolai. Goethe urteilte skeptisch über Fichte, . Trotz späterer Ablehnung übte Fichte großen Einfluss auf Schelling und Hegel aus. Auch Hölderlin bekannte, Fichtes Vorlesungen aus seiner Jenaer Zeit viel zu verdanken. Einige Ideen Fichtes knüpfen an die Thesen des etwa 20 Jahre älteren Johann Gottfried Herder an. Fichtes Kantrezeption Fichte reagierte auf die Frage, wie theoretische und praktische Vernunft zusammenhängen, indem er antwortete, dass die beiden Teile der Vernunft in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Hierbei ist die praktische Vernunft der theoretischen übergeordnet. Letztere benötigt demnach die praktische Vernunft; diese aber ist autonom. Auch für Kant war die praktische Vernunft ein Vermögen des Willens – und damit autonom. Laut Fichte mündet diese Tatsache aber in seiner Theorie zur „Selbstsetzung“. Der Wille bringt, indem er sich ein Gesetz gibt, zugleich sein Wesen als „Vernunftwille“ hervor. Dieser Vernunftwille macht das aus, was wir sind – nämlich unser Ich. „Das absolute Ich ist, indem es sich setzt, und setzt sich, indem es ist.“ Aus diesem Grund kommt der praktischen Vernunft absolute Freiheit zu. Fichtes Idealismus ist daher eine Konsequenz aus dem Primat der praktischen Vernunft. Der Kritik am transzendentalen Argument bei Kant entzieht sich Fichte, indem er die praktische Vernunft zur Bedingung für die theoretische Vernunft erklärt. Hierbei geht er von der „Handlung“ des Urteilens aus und schließt mithilfe einer transzendentalen Begründung auf das sich setzende Ich als Bedingung hierfür. Alles Urteilen ist Handeln des menschlichen Geistes. Diesem liegt der Satz „Ich bin“ zugrunde. Das „schlechthin gesezte und auf sich selbst gegründete“ ist der Grund des Handelns. Um dem Vorwurf zu entgehen, dass wir eventuell gar nicht urteilen, sondern nur glauben zu urteilen, führte Fichte die „intellektuelle Anschauung“ ein. Sie ist auch praktisch zu verstehen als „Anschauen seiner selbst im Vollziehen eines Acts“. Wenn wir urteilen, beobachten wir uns nicht, sondern stellen handlungsorientierte Fragen. Diese Fragen gehen von der Annahme aus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Würde das nicht zutreffen, könnte er nicht urteilen, was nicht vorstellbar ist. Gleichwohl vertrat Fichte die Auffassung, auch wenn der Mensch nicht an den Bedingungen vernünftigen Urteilens zweifeln könne, folge daraus nicht, dass er diese Bedingungen tatsächlich erfüllt. Die schärfste Abgrenzung zu Kant vollzog Fichte mit seiner Ablehnung der Konzeption eines „Dinges an sich“. Nur so kann in seinen Augen die absolute Freiheit des Ichs bewahrt werden. Das „Ding an sich“ wird bei Fichte lediglich zu einem „Anstoß“, einem irrationalen Faktum innerhalb des Ich, welches das Ich zu bewältigen versucht. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Ich, gleichsam hinaus in die Welt als „Nicht-Ich“. Ist das absolute Ich demzufolge also ein „Ding an sich“ auf der Seite des Subjekts? Fichtes Antwort: Nur wenn es „erscheint“. Das absolute Ich existiert nur im Handeln. In seiner philosophischen Reflexion wird das absolute Ich zu etwas Objektivem, eine andere Entität der realen Welt gibt es nicht. Jenaer Philosophie Da Fichte die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre schnell als unzureichend und ergänzungsbedürftig ansieht, macht er sich auf dem Höhepunkt seiner Jenaer Periode nahezu zeitgleich an eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftslehre (unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo) und an eine erste Ausarbeitung der praktischen Philosophie (in der Grundlage des Naturrecht und der Sittenlehre). Inhaltlich stellt sich seit der Grundlage der gesamten Wissenschaftlehre die Frage, warum das absolute Ich, welches autonom ist, auf einen „Anstoß“ reagiert. Fichte macht deutlich, dass das absolute Ich nur ist, wenn es sich seiner selbst bewusst wird. Dies kann nur geschehen, wenn es mit Material konfrontiert wird, auf das es zu reagieren hat. Würde es zu keinem Kontakt kommen, würde das Ich „ganz in seiner Tätigkeit aufgehen“. Um aber zu sein – und damit auch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln –, muss es sich für den „Anstoß“ öffnen und dafür Sorge tragen, dass der „Stein des Anstoßes“ erhalten bleibt. Nach Fichte kann das Ich demnach als ein unendliches Streben nach Autonomie verstanden werden. Der „Anstoß“ ist hierbei gleichsam nur notwendige Bedingung des Selbstbewusstseins, keine hinreichende. Die weiteren Bedingungen für das Selbstbewusstsein finden sich in den jeweiligen Teildisziplinen der Wissenschaftslehre, die Fichte unterscheidet: Naturlehre, Rechtslehre, Sittenlehre und Religionslehre. Erstere hat Fichte, aufgrund des von ihm entwickelten Primats der praktischen Vernunft, nie ausgearbeitet. Die Wissenschaftslehre nova methodo Nachdem Fichte durch seine Vorlesungen über die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre in kürzester Zeit bekannt geworden ist, sieht er seine Philosophie bald mit verschiedenen Einwänden und Nachfragen seiner Zeitgenossen konfrontiert. Zunehmend wird er unzufrieden mit seinem ersten Entwurf der Wissenschaftslehre. Statt den Text der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre zu revidieren, entschließt er sich, die Wissenschaftslehre vollkommen neu auszuarbeiten. Das Ergebnis trägt er unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo ab 1796 in Vorlesungen vor, die heute jedoch nur noch als Mitschriften überliefert sind. Dennoch wird die Wissenschaftslehre nova methodo in der neueren Fichteliteratur zunehmend als beste und verständlichste Fassung der fichteschen Wissenschaftslehre angesehen. Inhaltlich bemüht sich Fichte darum, von seinen Zeitgenossen formulierte Einwände zu widerlegen und die Wissenschaftslehre stringenter und nachvollziehbarer vorzutragen. Verschiedene Themenbereiche – etwa die Behandlung der Frage, wie es vom einheitlichen absoluten Ich zur Pluralität individuellen Bewusstseins kommen kann – kommen gegenüber der ersten Behandlung der Wissenschaftslehre neu hinzu. Fichtes Rechtslehre In seinen Grundlagen des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1796/1797 (§ 8) bestimmte Fichte die Funktion des Rechts ähnlich wie Kant: Das Beisammenstehen der Freiheit mehrerer sei Doch schloss für ihn eine vernünftige Ordnung der Freiheit auch eine angemessene Verteilung gemeinschaftsbedingter Chancen und Güter ein. Für Fichte wird die Beziehung zwischen dem Selbstbewusstsein und – sozusagen – der Welt präzisiert. Das Bewusstsein kann sich nur als frei handelndes Wesen begreifen, wenn es „den Begriff eines frei handelnden Wesens auf sich anwenden kann.“ Das kann es nur, wenn andere das Selbstbewusstsein auffordern etwas zu tun und gleichzeitig(!) die Freiheit eingestehen, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Da dieser Vorgang reziprok ist, folgt, dass das Sein des Selbstbewusstseins von der Anerkennung der Freiheit anderer abhängt. Es wird deutlich, dass sich Fichte nicht auf das Moralgesetz als die bindende Kraft des Rechts versteht, sondern das Eigeninteresse des selbstbewussten Ichs. Ein Rechtsverhältnis entsteht demnach aufgrund der bloßen Existenz eines Nicht-Ichs. Auch Fichte definiert, wie so mancher Philosoph vor ihm, den Staat als Ausdruck des absoluten Willens, dessen Absicht es ist, die Freiheit und Rechte seiner Bürger zu garantieren. Kollektives Handeln und individuelles Handeln werden mit dem Ausdruck „sittliches Handeln“ in Eins gesetzt. Freiheit in der Geschichte sei nach Fichte die mehr oder weniger sittliche Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse der verschiedenen Völker. Fichtes Philosophie lässt sich als ethischer Idealismus bezeichnen, wenn man voraussetzt, dass nur der Staat Rechtsverhältnisse zwischen sich und den Bürgern bzw. unter den Bürgern schafft und dabei Beschränkungen seiner Bürger zugunsten eigener materieller Zwecke vornimmt. Fichtes Sittenlehre Im System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1798 geht Fichte davon aus, dass das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs nur sein kann unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Hierbei ist sich das Ich des Sittengesetzes niemals in abstracto bekannt, sondern „immer in Form konkreter Aufgaben und Pflichten der Welt“. Das Ich kann sich nur eine Tätigkeit zuschreiben, wenn diese mit der kausalen Wirklichkeit einer ihm unabhängigen Welt verbunden ist. Dies wiederum ist nur möglich, wenn es sich einen Körper zuschreibt. Da dieser Körper Teil der Welt ist, unterliegt er auch den Naturtrieben. Das Sittengesetz untersucht nun die Bedingungen der Manifestation eines zugleich verkörperten und von Naturtrieben beherrschten Ich. Fichtes Religionslehre Fichte hinterließ keine systematisch ausgearbeitete Religionsphilosophie. Im Atheismusstreit, den Friedrich Karl Forberg mit einem Artikel im Philosophischen Journal mit einem zustimmenden Nachwort von Fichte 1798 ausgelöst hatte, postulierte Fichte mit Forberg, die Existenz Gottes sei nicht notwendig für die Errichtung einer moralischen Wertordnung, allerdings sei der Glaube an Gott, verbunden mit einer göttlichen Moral, unumgänglich. Während Kant von der Existenz Gottes ausging und seine These untermauerte, die Existenz Gottes sei notwendig im Hinblick auf die Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Handelns, sah Fichte nur die Notwendigkeit zu einer „moralischen Weltordnung“. Diese müsse nicht zwingend auf eine höhere Instanz – also Gott – zurückgeführt werden. Die aktive Weltordnung selbst () könne man als Gott bezeichnen. Wer dies aber tut, der „verkennt die unmittelbare Beziehung des Gottesbegriffs zum moralischen Bewusstsein“ und ist, so Fichte, „der wahre Götzendiener und Atheist.“ Beitrag zur Französischen Revolution (1793) Deutlich wie wenige Denker und Politiker des damaligen Deutschland begrüßt Fichte die Französische Revolution. Er sieht in ihr nicht nur moralische Gründe, sondern auch einen rechtmäßigen Fortschritt zu mehr Gleichheit und Freiheit. Seine beiden Revolutionsschriften von 1793 (Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten und Beiträge zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution) griffen in die öffentlichen Debatten ein. Er begründet die Rechtmäßigkeit der Revolution in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contrat social mit dem Argument, dass es ein „unveräußerliches Recht des Menschen“ sei, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie: „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte die tiefere, philosophische Legitimität der Veränderung der Staatsverfassung. Fichtes Kritik am Judentum Im Werk Fichtes finden sich diverse despektierliche Äußerungen über Juden, die in der Fachliteratur als „judenfeindliche Ausfälle“ und „antijüdischer Affekt“ bezeichnet werden. Micha Brumlik etwa ist der Ansicht, Fichtes Positionen beinhalteten sowohl christlich-philosophischen Antijudaismus als auch politisch-säkularen Antisemitismus, und verglich letzteren mit dem von Adolf Hitler sogenannten „Antisemitismus der Vernunft“, der einen notwendigen, vollständigen Ausschluss der Juden aus einer zu schaffenden, besseren Gesellschaft propagierte. In der Sekundärliteratur finden sich allerdings auch differenzierendere Einschätzungen, insbesondere wenn das Gesamtwerk Fichtes betrachtet wird. Besonders drastisch äußert sich Fichte in Beiträge zur Berichtigung der Urtheile des Publicums über die französische Revolution von 1793. Er greift darin sowohl die Juden mit harschen Worten an, als auch das Militär und den Adel. Das Judentum sei ein „Staat im Staate“ und würde sich absondern. Die Juden, körperlich schlaff, hätten einen egoistischen Handelsgeist. Sie würden die übrigen Bürger übervorteilen, seien nur auf sich und ihre Sippe bedacht. Fichte übernimmt größtenteils die damals vorherrschenden Vorurteile, prangert aber vor allem immer wieder die angeblich separatistische Einstellung dieser Religion an. Oft zitiert wird die folgende Fußnote: In seiner 1794 erschienenen Streitschrift Eisenmenger der Zweite polemisierte Saul Ascher gegen die judenfeindlichen Äußerungen Fichtes, dem er den Namen des seinerzeit bekannten Judenfeindes Johann Andreas Eisenmenger, des Autors des Pamphlets Entdecktes Judentum, beilegte. Mit Fichte sei eine neue Dimension des säkularen Judenhasses zu verzeichnen. Mit David Veit lernte Fichte einen Vertreter der jüdischen Aufklärung Haskala kennen und schätzen. Als Rektor der Berliner Universität trat er kompromisslos und gegen allgemeinen Widerstand für einen zu Unrecht vom Senat der Universität bestraften und mit Relegation bedrohten jüdischen Studenten ein. Während vielfach eine „liberal-progressive“ Rezeption Fichtes – auch unter jüdischen Intellektuellen – vorherrschte, entwickelte sich später, insbesondere im Gefolge des Ersten Weltkrieges, auch eine „völkisch-nationalistische“ Rezeption. Dabei gewannen sowohl die Grundzüge als auch die Reden Fichtes erneut an Bedeutung, indem sie in den Dienst des nationalistischen Pathos und der Judenhetze gestellt wurden. Die Nationalsozialisten nahmen dabei Fichte zur Begründung ihrer Ideologie in Anspruch. Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) In den Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters entwickelt Fichte Ansichten zu einer Geschichtsphilosophie. Tragender Gedanke dieser Geschichtsphilosophie ist die Entwicklung der Menschheit von der Unfreiheit zur Freiheit. Parallel zu jener inneren Entwicklung der Individuen, gehe die äußere Entwicklung ihrer Position und Bestimmung im Staate von der Rolle des Untertan hin zum freien Bürger. Im Vordergrund steht ein Entwicklungsmodell, das die Geschichte in fünf Epochen unterteilt, wobei Fichte seine eigene Epoche als das „Zeitalter der vollendeten Sündhaftigkeit“ verstand, während die Grundzüge die künftigen Epochen einleiten sollten. Diese Epochenentwicklung vollziehe sich in folgenden Stufen: 1. Instinktive Vernunft: Stand der Unschuld des Menschengeschlechts; 2. Äußerlich erzwungene, jedoch nicht durch Gründe überzeugende Autorität: Stand der anhebenden Sünde; 3. Emanzipation von jeder äußeren Autorität, Herrschaft des nackten Erfahrungsbegriffs: Stand der vollendeten Sündhaftigkeit; 4. Rückkehr der freien, innerlichen Vernunft, wo die Wahrheit als das höchste erkannt und geliebt wird: Stand der anhebenden Rechtfertigung; 5. Verwirklichung der freien, innerlichen Vernunft in allen äußeren Lebensbereichen, wo die Menschheit sich selber als Abdruck der Vernunft aufbaut: Stand der vollendeten Rechtfertigung und Heiligung. Reden an die deutsche Nation (1808) Die Reden an die deutsche Nation verstehen sich als Fortsetzung der Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Drei Jahre nach diesen Vorträgen erklärt Fichte das Ende der dort beschriebenen dritten Epoche, die er in den Reden … als die Epoche der Selbstsucht bezeichnet. Durch die Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen sei diesem mit der Selbständigkeit gleichzeitig der Gehalt der Selbstsucht verloren gegangen. Es müsse ein neues Selbst gesucht werden, welches über die Nation hinausgehe. Dieses sei die Vernunft. In den Reden ruft Fichte im Bereich der Bildung zu einer Nationalerziehung nach dem Vorbild von Johann Heinrich Pestalozzi auf, die das menschliche Verhältnis zur Freiheit in der Vernunft- und Werterziehung verankern soll. Auch hier geht es wieder um die sittliche Bildung zur Freiheit, zur Selbständigkeit, zur Veredelung. In dieser Erhebung zur Vernunft, zum wahren Selbst, welches in der allgemeinen Vernunft zu finden ist, die jede Nation übersteigt, entfällt für Fichte auch die mögliche Feindschaft zu anderen freien Individuen und Nationen, denn der so gebildete Mensch strebe danach, seine Mitmenschen zu achten, und liebe ihre Freiheit und Größe, während ihn ihre Knechtschaft schmerze: „Aber es ist schlechthin unmöglich, dass ein solches Gemüt nicht auch außer sich an Völkern und einzelnen ehre, was in seinem Innern seine eigne Größe ausmacht: die Selbständigkeit, die Festigkeit, die Eigentümlichkeit des Daseins.“ In den Reden finden sich mit einer klar konturierten Ausdifferenzierung der Menschheit in nicht gleichwertige Sprach- und Kulturgemeinschaften sowie dem grundsätzlichen Streben nach deren Reinheit Ansätze einer rassistischen Theoriebildung. Würdigung Den Namen Fichtes tragen Johann-Gottlieb-Fichte-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin Fichte-Gymnasien und -Schulen in mehreren deutschen Städten Straßen in vielen Ortschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Fichtegasse in Wien Fichtestraße in der Gartenstadt von Freiburg im Breisgau Siedlung am Fichteplatz in Mainz mehrere deutsche Sportvereine, die in der Arbeitersportbewegung verwurzelt sind, z. B. der VfB Fichte Bielefeld J. G. Fichte, Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei Zwei Denkmäler, ein Park und ein Museum (im Barockschloss Rammenau) im Fichte-Geburtsort Rammenau Fichteturm und Fichtepark in Dresden-Plauen 5-DM-Gedenkmünze zum 150. Todestag (→ 5. Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland) 10-Mark-Gedenkmünze zum 175. Todestag 70-Cent-Sondermarke zum 250. Geburtstag 2012 Die Pflanzengattung Fichtea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte. Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung 1996 wurde die der rechtskonservativen Partei Die Republikaner nahestehende Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung e.V. gegründet, die sich nach eigenen Angaben der Vermittlung von traditionellen Werten im Sinne des Philosophen widmet. Werke (Auswahl) Wissenschaftslehre Die Wissenschaftslehre, Fichtes Hauptwerk, wurde von ihm mehrfach überarbeitet. u. a.: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie (1794) () Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/1795) Wissenschaftslehre nova methodo (1796–1799) Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797/1798) Die Wissenschaftslehre (1804) sowie folgende Ausgaben (1812) und (1813). Weitere Werke Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die französische Revolution (PDF; 1 MB) (1793) Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794) Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere (1796) Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre (1798) Appellation an das Publikum über die durch Churf. Sächs. Confiscationsrescript ihm beigemessenen atheistischen Aeußerungen. Eine Schrift, die man zu lesen bittet, ehe man sie confsicirt (1799) Der geschlossene Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als Anhang zur Rechtslehre und Probe einer künftig zu liefernden Politik (1800) Die Bestimmung des Menschen (1800) Friedrich Nicolais Leben und sonderbare Meinungen (1801) Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant (1802/03) Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre (1806) Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit (1806) Reden an die deutsche Nation (1807/1808) () Das System der Rechtslehre (1812) Literatur Ausgaben Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer, Leipzig: Gabler, 1794 () Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere. (1796). Neudruck auf der Grundlage der 2. von Fritz Medicus hrsg. Auflage von 1922; 3. Nachdruck mit überarbeiteten Quellennachweisen und Personenregister, Hamburg 1979 (= Philosophische Taschenbücher. Band 256). Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 42 Bände, hrsg. von Reinhard Lauth, Erich Fuchs und Hans Gliwitzky. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962–2011, ISBN 3-7728-0138-2 Fichtes Werke. 11 Bände. Hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Nachdruck der Ausgaben Berlin 1845/46 und Bonn 1834/35, Berlin 1971. ISBN 3-11-006486-3 Fichte im Kontext. Werke auf CD-ROM. Berlin 32002, ISBN 3-932094-25-5. Werke in 2 Bänden. Hrsg. Wilhelm G. Jacobs, Peter L. Oesterreich, Frankfurt a. M. 1997. ISBN 978-3-618-63073-9 Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1978, Philosophische Bibliothek Band 247. ISBN 3-7873-0448-7 Jacobi an Fichte, Text 1799/1816 im Vergleich, Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel 2011 (deutscher Text, Einleitung von Marco Ivaldo, Noten, Kommentar, Appendix mit Texten von Jacobi und Fichte, italienische Uebersetzung von Ariberto Acerbi, mit Register und Bibliographie), ISBN 978-88-905957-5-2. Sekundärliteratur Immanuel Hermann Fichte: Johann Gottlieb Fichte's Leben und Litterarischer Briefwechsel. 2 Bände. Seidel, Sulzbach 1830–1831 Erster Theil Digitalisat Zweiter Band Digitalisat Adolf Trendelenburg: Zur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte. Vortrag, gehalten in der Königl. Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin am 19. Mai 1862. Berlin 1862 Digitalisat Christian Hermann Weisse: Rede zum Andenken Johann Gottlieb Fichte's gehalten in der akademischen Aula zu Leipzig am 19. Mai 1862. L. G. Teubner, Leipzig 1862 Digitalisat Ludwig Noack: Johann Gottlieb Fichte nach seinem Leben, Lehren und Wirken. Zum Gedächtnis seines hundertjährigen Geburtstages. Otto Wigand, Leipzig 1862 Digitalisat Franz Hoffmann: Akademische Festrede zur Feier des hundertjährigen Geburtstages Johann Gottlieb Fichte's. Gehalten am 19. Mai 1862 in der Aula der Hochschule zu Würzburg. Stahel, Würzburg 1862 Digitalisat Moritz Weinhold (Hrsg.): Achtundvierzig Briefe von Johann Gottlieb Fichte und seinen Verwandten. Fr. Wilh. Grunow, Leipzig 1862 Digitalisat Adolf Lasson: Johann Gottlieb Fichte im Verhältniss zu Kirche und Staat. Wilhelm Hertz, Berlin 1863 Digitalisat Otto Pfleiderer: Johann Gottlieb Fichte. Lebensbild eines deutschen Denkers und Patrioten für das deutsche Volk. Geschildert von. Levy & Müller, Stuttgart 1877 Friedrich Zimmer: Johann Gottlieb Fichte's Religionsphilosophie nach den Grundzügen ihrer Entwicklung. Halle 1877 (Halle-Wittenberg, Univ., Diss. 1877) Digitalisat Fritz Medicus: Fichtes Leben. 2. Aufl. Felix Meiner, Leipzig 1922 Fuchs, Erich: J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen. Bände 1-7. frommann-holzboog, Stuttgart 1978–2012. Manfred Buhr (Hrsg.): Wissen und Gewissen. Beiträge zum 200. Geburtstag Johann Gottlieb Fichtes. 1762–1814. Akademie Verlag, Berlin 1962 Wilhelm Gustav Jacobs: Johann Gottlieb Fichte mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1984 (Rowohlts Monographien 336) Christoph Asmuth: Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1900-1 Peter Baumanns: J. G. Fichte. 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ISBN 3-406-34633-2 Rainer Schäfer: Johann Gottlieb Fichtes >Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre< von 1794. WBG, Darmstadt 2006. ISBN 3-534-16666-3 Ernst Schenkel: Individualität und Gemeinschaft. Der demokratische Gedanke bei J. G. Fichte. Rascher & Cie, Zürich 1933. Karsten Schröder-Amtrup: J. G. Fichte. Leben und Lehre. Ein Beitrag zur Aktualisierung seines Denkens und Glaubens (Philosophische Schriften Band 77). Duncker & Humblot, Berlin 2012. ISBN 978-3-428-13804-3 Ulrich Schwabe: Individuelles und Transindividuelles Ich. Die Selbstindividuation reiner Subjektivität und Fichtes Wissenschaftslehre. Mit einem durchlaufenden Kommentar zur Wissenschaftslehre nova methodo. Schöningh, Paderborn 2007. ISBN 3-506-76325-3 Helmut Seidel: Johann Gottlieb Fichte zur Einführung. Junius, Hamburg 1997. ISBN 3-88506-957-1 Jürgen Stolzenberg: Fichtes Begriff der intellektuellen Anschauung. Die Entwicklung in den Wissenschaftslehren von 1793/94 bis 1801/02. Klett-Cotta, Stuttgart 1986. 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Herbrand: „Zwischen Kosmopolitismus und Nationalismus – Johann Gottlieb Fichte“, in: TABVLA RASA. Jenenser Zeitschrift für Kritisches Denken, April 2007. Ernst-Otto Onnasch: Ich und Vernunft. Ist J.G. Fichte die Begründung seiner Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre von 1794/95 gelungen? (PDF; 892 kB) Einzelnachweise Philosoph der Frühen Neuzeit Philosoph (19. Jahrhundert) Vertreter des Deutschen Idealismus Politischer Philosoph Rektor (Humboldt-Universität zu Berlin) Freimaurer (18. Jahrhundert) Freimaurer (19. Jahrhundert) Freimaurer (Deutschland) Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena) Hochschullehrer (Erlangen) Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Ehrengrab des Landes Berlin Person (Rammenau) Deutscher Geboren 1762 Gestorben 1814 Mann Person des Antisemitismus
Der Rote Platz: Kapitalismus tötet – Sind Kapitalisten Mörder? – HINTER DEN SCHLAGZEILEN Der Rote Platz: Kapitalismus tötet – Sind Kapitalisten Mörder? Der Rote Platz: Kapitalismus tötet – Sind Kapitalisten Mörder?2020-07-232020-07-23https://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2017/07/hds-logo-light-dark-480.pngHINTER DEN SCHLAGZEILENhttps://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2017/07/hds-logo-light-dark-480.png200px200px Sklavenhandel, Hunger(-stod) und Rüstungausgaben wachsen weltweit wieder, während Krankheiten grassieren, Klima und Tiere stöhnen. Alles nur zufällige parallele Ereignisse? Nein, sagen Wolfgang Gehrcke und Christiane Reymann, it’s capitalism. Mit Marx spüren sie auf, was dieses System im Innersten zusammenhält und wie es gestürzt werden kann. (Quelle: Weltnetz.tv) heike 24. Juli 2020 Wie ich denken sicher viele andere auch. dass die Aussage, alle Kapitalisten sind Mörder, stark übertrieben ist. Leider leben wir in einer Zeit, in der grausamster Seelenmord Einzaug in unseren Alltag gehalten hat. Und es gibt Mörder unter uns, die die Qual anderer forcieren (und genießen), um zu ihrem eigenen Ziel zu gelangen. Das ist eine furchtbare Entwicklung, die für die Betroffenen an Pein kaum zu überbieten ist. Ulrike Spurgat 24. Juli 2020 Gut bis sehr gut getitelt: Kapitalisten sind Mörder ! Dem stimme ich voll und ganz zu. Später mehr zu Karl Marx und dann gibts die Begründung. ert_ertrus 24. Juli 2020 Jeglicher Vertreter und Vollstrecker einer von Anfang mörderischen Ideologie wird zum Mörder. Profiteure derselben werden zu Mitmördern oder zumindest durch ihre passive Billigung (und Nutznießung) zu Hehlern (i.S.v. Verschweigung eines Kapitalverbrechens). Sollte eigentlich als ethischer Standard allgemein erkennbar sein Wolfgang Gehrcke war im DB einer der wenigen der sich klar gegen deutsche Beteiligung an Kriegseinsätzen in der Welt positioniert hat. Ein Zitat von P. J. Dunning (1860), dass Marx in einer Fußnote im Kapital bekannt machte. Es wird häufig benutzt wenn es um die Charakterisierung des Profits geht. „Mit entsprechenden Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher , und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv und waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert; selbst auf die Gefahr des Galgens.“ Kapitalismus ist ein durch und durch korruptes, mörderisches und kriegerisches System. Die Kriegsverbrechen der USA, die ohne die Rüstungsindustrie und deren Profitgier so niemals hätten statt finden können zeigen die Zahlen, wo hinter jeder ein Mensch steht. Von 1945 bis heute haben alleine in Lateinamerika über 20 Militärputsche und ausländische Interventionen stattgefunden, meist unter US-Regie. Die Wunden werden nie wirklich verheilen können. Bei diesen Verbrechen gegen die Völker Lateinamerikas wurden über eine Millionen Lateinamerikaner zu Kriegsflüchtlingen gemacht oder ins Exil getrieben. Allein der Bürgerkrieg in Kolumbien dauerte über sechzig Jahre. Seit 1953 verloren über 6,5 Millionen Menschen ihre Heimat. Gezielte Tötungen…..Eine Methode die von den Diktaturen und ihren Hintermännern bereits vor fünfundvierig Jahren angewandt wurde. Angewandt bei der Ermordung des Allendetreuen chilenischen Generals Carlos Pratts im September 1974 in Buenos Aires, am 24. Mai 1981 bei der Ermordung des Präsidenten Ecuadors, Jamie Roldos und zwei Monate später bei der Ermordung des Präsidenten Panamas, Omar Torrijos, am 31. Juni 1981. Die Tränen, die wir weinten beim Sturz und der Ermordung Allendes brauchten eine sehr, sehr lange Zeit zum trocknen. Der Sohn, der Kämpfer, der Künstler, der wunderbare Sänger mit seinen unsterblichen Liedern des chilenischen Volkes Victor Jara, der 1973 während des Putsches durch die CIA verschleppt, gefoltert und verscharrt wurde. 2009 , 36 Jahre später nach seiner grauenvollen Ermordung durch das Pinochet Regime konnte Victor Jara endlich unter einer riesengroßen Anteilnahme der Bevölkerung feierlich beerdigt werden. Tausende folgten dem blumenbestückten Sarg und als seine bekanntesten Lieder gespielt wurden sind viele Menschen in Tränen ausgebrochen. Seine bekanntesten Lieder wie „Te recuerdo Amanda“, „Plegario del Labrador“ oder El ciggaroto“ wurden unsterblich, u.a. durch die kubanische Interpretation, Silvio Rodriguez, der Argentinierin Mercedes Sosa und ihrer spanischen Kollegen John Manuel Serrat und Ana Belen. „Unser Land hat 36 Jahre gebraucht um diesen Victor Jara, der zu uns gehört, Chile und seiner Familie zurückzugeben. Das ist die beste Ehre, die wir ihm erweisen können.“ Man kommt nicht daran vorbei zu erwähnen, dass nach 1989 Marx und Engels u.a. aus den Universitäten des Landes verbannt wurden. Statt dessen zogen die Wirtschaftsliberalen, Hayek, Keynes und Friedmann ein. Friedman war glühender Befürworter des von der CIA angeführten Putsches in Chile. Chicago Boys wurden diese Ekelpakete auch genannt. Befremdlich bleibt, dass Friedman unter lauten Protesten einen Preis erhielt auf den ich jetzt aber nicht komme…. Und Hayek wird beispielsweise mit der „genialen“ Aussage zitiert, er habe sich mehr als zehn Jahre lang intensiv damit befasst, den Sinn des Begriffs „soziale Gerechtigkeit“ herauszufinden. Der Versuch sei aber gescheitert, und er sei schließlich zu dem Schluß gelangt, dass für eine Gesellschaft freier Menschen dieses Wort überhaupt keinen Sinn habe. Irgendwie trifft auf ihn zu, was Helvetius einmal sagte: „Die Wahrheit ist für die Dummen wie eine Fackel, die den Nebel erleuchtet, ohne ihn zu vertreiben.“—- Ein besonders enges Verhältnis hatte die deutsche Rüstungsindustrie zur SS, die vom alliierten Militärgerichtshof in Nürnberg zur „verbrecherischen Organisation“ erklärt wurde. Der „Freundeskreis“ des Reichsführers SS, der auf ihre Initiative geschaffen wurde, vereinte unter anderem die Vertreter folgender Konzerne: – Deutsche Bank, Dresdner Bank, Commerz- und Privatbank, Norddeutscher Lloyd, Bremen, Braunkohle – Benzin AG, Berlin, Mitteldeutsche Stahlwerke (Flick Konzern), Wintershall AG, Siemens-Schuckert-Werke AG, IG Farben Industrie AG, um nur einige zu benennen. Es war ein gnadenloser Krieg gegen die Menschen, die als KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene ausgebeutet und ihrem Schicksal überlassen wurden. Die Profitgier ging ins Unermessliche…..und das Wesen des Kapitalismus ist auf Zerstörung, Gier, Hass, Konkurrenz und Neid angelegt. Ein bedrückendes Thema und jetzt geht es nicht mehr weiter, außer dass ich mit dem großen Dichter Bertolt Brecht mit einem kurzen Text von 1952 enden will: ……………………….“Laßt uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen, damit es nicht einmal zuwenig gesagt wurde! Laßt uns die Warnungen erneuern, und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind! Denn der Menschheit drohen Kriege, gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind, und sie werden kommen ohne jeden Zweifel, wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten, nicht die Hände zerschlagen werden.“ (Gesammelte Werke, Suhrkamp 1967, Band 20) Freiherr von Anarch 25. Juli 2020 Fragen wir mal Jean Ziegler, – wieviele Jahrzehnte nun kämpft er ( vergeblich ) gegen den Hunger und momentan sind es 1 Milliarde Hungernder, sicherlich die Hälfte davon Kinder, ausgezehrt, Haut und Knochen mit Gesichern von Alten, ausgehöhlte Augen… Es ist die Geldmacht, die dieses abscheuliche Verbrechen direkt zu verantworten hat, es sind die Milliardäre und deren Diener, egal wo sie sitzen, in Politik oder sonstwo. Es ist die Wirtschaft, egal in welcher politisch-ideologischen Staats- oder Gesellschaftsform, es ist das Streben nach Macht allgemein. Es sind aber auch die Konsumenten mitverantwortlich, das kann man nicht bestreiten. Es sind die Großkonzerne, denen es erlaubt wird, den Hunger und die Not zu fördern um daran zu verdienen. Macht – Machtlose Besitz – Besitzlose Ethik, Moral, Gewissen – hören da auf wo Macht, Besitz, Reichtum beginnt und der Kapitalismus ist dabei die schlimmste Form. Er schafft Besitzlosigkeit und Armut auf direktem Weg. Vor allem wir Europäer haben da ungeheuer viel Schuld auf uns geladen und schauen weiterhin erbarmungslos zu wie eine Milliarde verhungert oder verdurstet. Und wo das Kapital herrscht, wird es mit Waffengewalt verteidigt. Dabei spielt es keine Rolle ob das Kapital letztlich auch in einem Kommunismus, Sozialismus, Marxismus, Demokratie herrscht, es ist immer das Kapital, das Gerechtigkeit verhindert und Gerechtigkeit wäre wenigstens dann gegeben wenn kein einziger Mensch hungern müsste oder sonstige Not leiden müsste. Die einzige Form die bisher nicht gescheitert ist, ist der Kapitalismus ! Er siegt und siegt und mordet tagtäglich direkt und indirekt. Ich persönlich glaube, erst wenn eine Weltrevolution gelingt, kann Gerechtigkeit eingerichtet werden. Wird aber die blutigste jemals sein, denn das Kapital wird sich mit aller Macht verteidigen. Es wird kein ‚kollektives Bewusstsein‘ der Kapitalmächtigen stattfinden, das Gerechtigkeit ermöglicht – das Wesen des Kapitalismus ist nicht das Geben, sondern immer das Nehmen. Auch wenn die Kapitalmacht freilich zunehmend Revolutionen verhindert, unmöglich macht – wird es die Revolution allein schaffen, sein müssen, Gerechtigkeit herzustellen. Arm gegen Reich, das muss der Kampf sein, Reich gegen Arm ist nicht zu gewinnen. Ulrike Spurgat 26. Juli 2020 „ob das Kapital auch in einem Kommunismus, Sozialismus, Marxismus, Demokratie……..usw. herrscht……….“ (Kapital im Sozialismus………lässt mich ratlos zurück. Wie soll ich das bitte einordnen ? Kapitalismus existiert nur, wenn die Frage des Privateigentums geklärt ist, also wem die Produktionsmittel gehören. Der Adel, der nach 1945 enteignet wurde ist munter dabei seit Jahren vor den Gerichten zu streiten, dass er „seinen Besitz“ zurückbekommt. Ich weiß nicht ob ich die Lust habe diese inhaltsschwere Zusammenstellung von Begriffen inhaltlich füllen zu wollen. Warum denn auch ? Feste Meinungen können nicht die notwendige Bewegung bieten, denn nur der Mensch kann irren und demzufolge auch korrigieren. Freiherr von Anarch 26. Juli 2020 …muss dich nicht ratlos machen, Ulrike, wenn ich das Kapital, das Geld also, die Macht des Geldes, der Wirtschaft, auch den Handel, den Zins als größtes Übel – als das größte Übel eben dann bezeichne – eben auch in einem Kommunismus, Sozalismus, Marxismus und Demokratie. Oder ist es real so, dass in einem Sozialismus nicht auch das Geld herrscht, letztendlich ? Sollte es nicht, ich weis, wenn diese ‚Gesellschaftsformen‘ so wären wie sie vom Grundsatz erdacht… Ich komme immer wieder auf den ‚Zins‘, wenn ich über Grundübel nachdenke – das Geschäft mit dem Geld – nichts anderes als das Verwalten von Bürgerkapital sollte es sein, ohne Gewinnstreben – gerne lass ich mich darüber informieren, ob das jemals auch in einem Sozialismus so gewesen ist. Geschätzter Freiherr, natürlich war das keine Absichtserklärung um einer Antwort aus dem Wege zu gehen. Es geht mir hier oft zu schnell mit den Neueinstellungen. Alles braucht seine Zeit und den „Fluss kann man nicht anschieben.“ Manchmal ist das sehr verwirrend, da ich dem nicht so schnell folgen kann. Ein Problem ist es dennoch nicht. Ich bin an der Antwort dran. Zugegebenermaßen nähere ich mich dem Thema „Kapital“ (Marx) noch mal wieder genauer. Das braucht seine Zeit da ich lange lese, nachdenke und reflektiere um dann loszulegen, Ulrike Freiherr von Anarch 31. Juli 2020 take your time – Ulrike, ist ja nicht selbstvetständlich wenn du dich bemühst… Ulrike Spurgat 2. August 2020 Nun geht es los, lieber Freiherr. Lange, lange nachgedacht. Was soll ich denn so einem klugen Kopf schreiben dachte ich beim nachdenken was er selber nicht denkt oder weiß ? Ein bisschen mulmig ist mir dabei schon……….und vielleicht hab ich mich auch zu weit aus dem Fenster gehängt. Wer weiß. Darauf keinen Dujardin sondern das leckere Gesöff bei „Solidarisches Miteinander“ „gefunden“ und ein sinniges Prost wo auch immer der Freiherr ist…….. Karl Marx hat seine Theorie vom Leiden des Menschen her gedacht und seine Kritik daraus entwickelt. Ich nehme die Begriffe die Karl Marx aufgeschrieben hat. Es kann ein bisschen altmodisch auf den ersten Blick daher kommen. Marx setzt ganz entschieden anders als andere Ökonomen auf die Masse. Er erkennt im Proletariat nicht nur die „leidende“ Klasse als solche……, sondern die Klasse die die Kraft sich selbst zu befreien vom Joch des Kapitals hat. Also die aktiv handelnd in gesellschaftliche Prozesse eingreifen kann und auch muss um Veränderungen durchzusetzen „Die Philosophen haben die Welt verschieden interpretiert; es kommt darauf an sie zu verändern.“ Kapital ist die Verkörperung des gesellschaftlichen Verhältnisses zwischen der Klasse der Kapitalisten und der des Proletariats. Der Mehrwert, der durch die Ausbeutung des Lohnarbeiters ensteht eignet sich der Kapitalist unentgeltlich an. Kapital entsteht dann, wenn Geld, Waren und Produktionsmittel erst unter bestimmten gesellschaftlichen Bedingungen, wenn sie also in den Händen von Privateigentümern durch den Kauf der Ware Arbeitskraft und der Produktionsmittel der Erzeugung und Aneignung von Mehrwert dienen. Dafür muss die gesellschaftliche Voraussetzung erfüllt sein nämlich die Konzentration der Produktionsmittel in den Händen weniger Privateigentümer, die Trennung der Masse der Produzenten von den Produktionsmitteln und die Verwandlung ihrer Arbeitskraft in eine Ware. Also kann es keine Sozialpartnerschaft geben. Der Antagonismus zwischen Arbeiterklasse und Bourgeoisie bringt gesetzmäßig den Klassenkampf zwischen ihnen hervor. Mit anderen Worten ist es somit objektiv ausgeschlossen, daß Lohnarbeiter und Kapitalisten „in einem Boot“ sitzen. Die kapitalistische Ausbeutung beruht auf den Gesetzen der kapitalistischen Warenproduktion und ist ein ökonomischer Prozeß. Der Kapitalist kauft auf dem Markt die Waren Produktionsmittel (Pm) und Arbeitskraft (Ak) zu ihrem Wert. Die Arbeitskraft aber hat aber einen speziellen Gebrauchswert, nämlich mehr Wert zu sein, als sie selbst besitzt. „Alle Arbeit ist einerseits Verausgabung menschlicher Arbeitskraft im physiologischen Sinne, und in dieser Eigenschaft gleicher, menschlicher oder abstrakt menschlicher Arbeit bildet sie den Warenwert. Alle Arbeit ist andererseits Verausgabung menschlicher Arbeitskraft in besondrer zweckbestimmter Form, und in dieser Eigenschaft konkreter nützlicher Arbeit produziert sie Gebrauchswerte.“ Das jeißt, dass Teile des Kapitals, die der Kapitalist zum Ankauf der Arbeitskraft und der Produktionsmittel vorschießt sich also ungleich verhalten. Produktionsmittel sind Arbeitsmittel (Werkzeuge, Maschinen usw.) und der Arbeitsgegenstand damit sind (Rohstoffe, Material usw.) gemeint. Vom Standpunkt des Produktionsprozesses teilt sich das produktive Kapital in: – Konstantes Kapital (c): Der in Produktionsmitteln vorgeschossene Teil des Kapitals bleibt konstant, verändert seinen Wert nicht. (Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Fabrikhallen) -Variables Kapital (v): Der in Arbeitskraft angelegte Teil reproduziert nicht nur den Wert de für seinen Ankauf verausgabten Kapitals,sondern produziert darüber hinaus einen Mehrwert(m). Er verändert seine Größe. (Löhne, Gehälter). Der Wert der kapitalistisch produzierten Waren setzt sich somit aus drei Bestandteilen zusammen: e und v und m. Der Trieb des Kapitals zur schrankenlosen Ausdehnung der Mehrwertproduktion revolutioniert die Produktivkräfte ständig. Der Anteil des konstanten Kapitals wächst besonders schnell und treibt die der kapitalistischen Produktion voran. Inflation, Stagnation der Produktion, Dauererwerbslosikeit, gnadenloser Konkurrenzkampf, massenhafter Ruin kleiner und mittlerer Unternehmen verdeutlichen einmal mehr, dass der Kapitalismus sich in einer seiner größten Krisen des letzten Jahrzehnts befindet. Historisch gesehen ist der Kapitalismus längst überholt und wird wieder und wieder gepampert, hängt am Tropf und wird so künstlich am Leben erhalten. Morgen schreibe ich dann zur Arbeitszeit, zur kapitalistischen Produktion, zum ökonomischen Grundgesetz des Kapitalismus, zur Entfremdung der Arbeit und auch auf (Profit,Zins, Grundrente) Hoffentlich heißt es nicht: Sechs: Setzen…..Thema verfehlt. Kleiner Scherz am Rande. heike 31. Juli 2020 Das fehlende Kapital, also fehlende finanzielle Mittel, haben den Untergang des Sozialismus der DDR beschleunigt. Man konnte die Städte nicht mehr sanieren, ließ Straßen und Häuser verfallen, es wurden weniger attraktive Konsumgüter als im Westen angeboten. Das alles führte zu einer Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Warum ließ sich in der DDR nicht ausreichend Kapital erwirtschaften? An Faulheit der Leute und an zu wenig Intelligenz lag es nicht. Aber in der Weltwirtschaft wurden sozialistische Staaten boykottiert, sie versuchten intern Handelsstrulturen aufzubauen. Trotzdem benötigten sie Devisen (Dollar, D-Mark). Um an diese zu gelangen, wurden viele hochwertige Produkte „für einen Appel und ein Ei“, sprich zu einem sehr ungünstigen Kurs verkauft. Die sozialistischen Länder waren quasi die Dritte-Welt_Länder des Kapitlismus. Und so sahen sie auch aus. Der Reichtum des Kapitalismus in einigen Ländern benötigt bzw. verursacht die Armut in den anderen kapitalistischen Ländern. Sozialistische Länder gibt es ja eher keine mehr. In der gegenwärtigen Weltordnung geht es nicht darum, einen Sozialismus zu erzwingen, sondern den Kapitalismus nach und nach sozialer zu gestalten. Je mehr Druck hin zu einem Sturz des derzeitigen Kapitalismus gemacht wird, desto mehr gewinnen die Kräfte an Macht, die alles andere als freiheitliche Methoden anwenden, sondern Menschen ihren Willen auf eine sehr grausame und schmerzhafte Weise aufzwingen. Piranha 2. August 2020 Die Mauer hat wie ein semipermeable Membran funktioniert: alles, was der Westen für kleines Geld bekommen konnte, hat er gekauft; der Gewinn floß aber nie zurück. Bestes Beispiel IKEA, deren Mobiliar sich hierzulande jeder Student leisten konnte. Es fehlte zwar hier und da mal eine Schraube oder ein kleines Werkzeug, aber warum sollte ein DDR-Bürger sorgfältig sein für eine Arbeit, von der er letztlich nichts hatte, die Möbel konnten sich die meisten nicht leisten, Gewinne floßen nur in die Staatskasse. Und wenn es mal eng wurde: der 100 %ige Kapitalist FJ Strauß half 83 doch gern mit einem Milliardenkredit, wodurch die DDR wieder zahlungsfähig wurde. Daraus lässt sich doch schließen, dass Kapitalismus den Sozialismus schlägt. „Geld regiert die Welt“ und wie sehr, lässt ablesen in allem, was die Regierungen nicht tun: cum-ex-Geschäfte laufen weiter, es gibt immer noch keine Umsatzsteuer auf Finanzgeschäfte, mehrfache Betrüger und Bankrotteure werden hofiert – siehe den Globetrottel Trump Ein sozialer Kapitalismus?? Da muss ich echt lachen. Würden alle die Superreichen nur 1 % von ihren Gewinnen (nicht von ihrem Kapital) abgeben, hätten wir morgen keinen Hunger mehr auf der Welt. „Aber Gates macht doch soviel Gutes mit seiner Stiftung“, wandte kürzlich jemand ein. Jaja, warum wohl hat man ihn und sein Frauchen aus Indien rausgeworfen. Und wieso zahlt Warren Buffet weniger Steuern als seine Sekretärin Von ihm stammt ja auch der Spruch (ich verkürze) „wir befinden uns im Krieg ‚reich gegen arm‘ und wir, die Reichen, haben diesen Krieg begonnen und wir werden ihn auch gewinnen. Einmal im Jahr lädt der Bundespräsident für ein Fest ein auf die Wiese Bellevue. Einmal im Jahr werden öffentlichkeitswirksam Ehrenamtler hofiert, während „da draußen im Lande (1) Menschen in bitterster Armut leben müssen. Warten wir mal, wie sozial die PolitikerInnen die nächsten Monate sein werden, welche „sozialverträglichen Entscheidungen“ sie treffen werden. Wenn ich nur schon an unser Gredel denke, wird mir ganz kalt ums Herz. Und Söder? Ein Wolf, der bis zur Wahl Kreide fressen wird. Sozialer Kapitalismus – ich mach die Augen zu und träume weiter. (1) Kohl war der erste, der nicht mehr Staatsbürger und Staatsbürgerinnen mit gleichen Rechten und Pflichten definierte, sondern als „Menschen da draußen im Lande“. Das wurde und wird allzu gern von anderen und v. a. jenen in der Politik, auch von ihren SprecherInnen aufgegriffen. Es ist ja nett, dass man mich damit von Tier und Pflanze unterscheidet, aber die weitere Konsequenz ist doch die Frage: was sind dann Politiker, die, nach der Definition von Kohl et al., „drinnen“ sind? Ulrike Spurgat 27. Juli 2020 Für den Freiherr, über deine Antwort bin ich insofern erfreut, dass ich ehrlich gesagt nicht gedacht habe, dass du dir die Zeit nimmst so differenziert darauf zu antworten. Für mich heißt das, dass ich mich mit deiner Antwort inhaltlich befassen werde. Bis bald wieder, Ulrike Galeano 28. Juli 2020 Ein Vermittlungsvorschlag zur „Mörderthese“: Die großen KapitalistInnen sind moderne „Kapitalverbrecher“ (inklusive Mörder) Strafrechtlich war ein „Kapitalverbrechen“ eine „schwere Straftat wie Mord und schwerer Raub“.Auf solche Verbrechen stand früher hierzulande teils die Todesstrafe. Was der Großkapitalist RWE laut FRo mit den Menschen in Garzweiler gerade abgewickelt hat, ist für mich auch schon ein „Kapitalverbrechen“.,nämlich ein Verbrechen von Kapital und Kapitalisten Sie sind für mich nicht nur „Kapitalverbrechen“ wegen ihrer heutigen Urheber, sondern auch weil sie s c h w e r e Verbrechen sind am „G r u b e n r a n d“ des ins dreifache Krisen-„Rutschen-und -Schieben“ immer mehr geratenden finalen Kaputtalismus, in dem besonders das große Kapital immer rücksichtsloser gegen „Mitwelt und Umwelt“ nach dem Profit hechelt- das alles tatsächlich am R a n d der vielleicht letzten Grube für Natur und Mensch. Daher sollten solche Verbrechen z,B. der Charakermasken Musk, Tönnies, RWEs oder auch des Herrn Elon M u s k beim Wegputschen des bolivianischen Präsidenten M o r a l e s -wegen Profitgier nach Lithium usw als strafrechtlich besonders schwere Verbrechen an Mensch und Natur also als neoliberalkapitalistisches „Kapitalverbrechen“ geahndet werden- Enteignung von destukttiv angewendetem Produktivkapital und umfangreiche Haftbarmachung von verantwortlichem Kapital und KapitalistInnen- inclusive Heranziehung des persönlichen Vermögens. urd Wiedergutmachung der von den Weltverwüstern profitegoistisch angerichteten Schäden usw.- Wunderbar der Widerstand der von RWE kriminell behandelten Menschen z.B. in Garzweiler Gut wäre,, daß bei ihnen und anderen regionalen globalen Opfern von kapitalistischen Kapitalverbrechen allmählich die Einsicht wüchse, -daß es nicht nur um den regionalen Widerstand gegen die „Kapitalverbrechen“ der RWEs Musks usw. gehen kann. Sondern daß regionale und globale Rettung der Menschheit angesichts der vom Weltkapital auf den Weg gebrachten Krisen- ökonomische, ,ökologische und Gesundheitskrise -nur durh Aufbau einer menschlicheren Gesellschafts- und Produktionsordnung -von regional bis global – gelingen kann. , Dennoch wäre die Forderung nach einer vorläufigen Einrichtung eines Internationalen Strafgerichtshofs für Verbrechen gegen Mit-und Umwelt als Vorbereitung eine vorerst natürlich nur u t o p i s c h e n menschlicheren Weltordnung mE durchaus sinnvoll- „Kapitalverbrecher“, die den Aufbau solcher Ordung heute behindern, könnten so als Hindernis erst einmal aus dem Weg geräumt werden. Denn vorläufig wird-s mit einer linksrevolutionären Abschaffung des neoliberalkapitalistischen Weltverwüstungssubjekts durch ..wen??-sowieso nix.-Also erst mal juristische Kampfebene . Gerade dieser Musk-auch teils von „Linken“ in Brandenburg begrüßter Kapitalisten-Super-Rambo wäre wg. seiner vermutlichen Völkerrecht brechenden Beteiligung am Putsch gegen Morales hierzulande dann sofort einbuchtbar… Ich weiß um den vorerst noch utopischen Charakter meiner Überlegungen.. Aber wie heißt es bei Brecht: „Umwälzungen finden in Sackgassen statt“ und „Aus niemals wird heute noch!“ Freiherr von Anarch 3. August 2020 Herzlichen Dank für Dein Bemühen und auch für ehrenhafte Aussagen meiner einer-bezogen, die mir wohl kaum gebüren ! Wenn du wüsstest wie einfach ich gestrickt bin – würdest dich mit Grauen abwenden… Von Klugheit also keine Spur bei mir, immer mit dem Anarcho-Revoluzza-Schädel durch die Wand – eher – und nicht mal aus Blessuren gelernt – auch nix gelernt aus Büchern und Schriften, wenn ich von hier am PC rüberschaue zu meinem ‚Bücherregälchen‘, sehe ich genau sieben an der Zahl: Greifvögel und Eulen Europas, Der Möbelbau, Japanische Holzverbindungen, Uwe Dick – Sauwaldprosa, Rudolph Bauer/Holdger Platta – Kaltes Land, 2 Bände Veganismus von Vincent Herz. Nun bin ich also jeniger der überfordert ist mit Max, auch überfordert wäre mit Engels und weiteren Bengels… einen literarischen Offenbarungseid ablegen muss, das Lesen mir immer auch ziemlich zuwider war – ich also ziemlich ungebildet bin. Trotzdem, freilich, werde ich mich bemühen deiner liebenswürdigen Bemühung nun folgen zu können – zu einem Marxismus einsteigen aber unmöglich. Tja – Das Kapital ! – wurde und wird immer mißbraucht werden um damit Macht zu erlangen, das Geld ein künstlicher Wert der nix wert ist und mit sogar nichtmal vorhandenem Geld Geldvermehrung künstlich geschaffen wird um die Machtposition über eine Weltbevölkerung weiterhin abzusichern. Gleichzeitig freilich die Unterdrückung und Versklavung dieser unter die Macht des Geldes. Das wusste ich schon als Kind und deshalb hatte ich Geld immer schon eher gehasst als geliebt. ‚No wonder‘ dass ich bis heute keines habe… Die Knechtschaft unter einem künstlichen Wert hat monströse Formen angenommen, der extra-Fluch dabei ist, dass sogar ein Menschenleben nach Heller und Pfennig berechnet wird und sogar der Tod noch paar tausend euro kostet. Es müsste also darum gehen, das Geld zu entwerten, zu entmachten, aber auch ein Marx hat es ja kurioserweise als einen ‚festen Bestandteil‘ seiner Philosophie betrachtet, ‚miteingerechnet‘. Gerechtigkeit und Freiheit wird es niemals geben solange ein künstlicher Wert alles beherrscht. Eine gerechte Umverteilung ist freilich trotzdem wünschenswert, keine Frage – ein Zahlungswert dürfte aber dann in allen Gesellschaftsformen ausschliesslich verwaltet werden, niemals aber darf mit diesem selbst Geschäft gemacht werden, mittels Zins und Zinseszins künstlich vermehrt werden – da macht man eine Büchse der Pandorra auf, der Zahlungswert verselbständigt sich auf teuflische Weise, bis zum heutigen infernalen Macht- und Unterdrückungsmittel. Wir brauchen heute einen völligen Zusammenbruch dieses künstlichen Wertes Geld – ‚totally crashdown‘ – um dann eine neue gerechte Verteilung zu erschaffen, wenn es sich schon nicht abschaffen lässt, das Geld. Was nichts anderes bedeutet als eine Weltrevolution. Hoffe, dear Ulrike, konnte wenigstens einigermassen deiner Bemühung gerecht werdend, halbwegs entsprechend antworten – Ulrike Spurgat 3. August 2020 Deine ehrliche Antwort erreicht mich und dafür danke ich. Meiner Wahrnehmung kann ich meist trauen da diese sehr ausgeprägt ist und letztendlich mein kleines Leben früh hat sichern müssen. Sicher ist, dass ich zu dem stehe was ich DIR geschrieben habe denn ich traue und vertraue mir selber. Es geht weniger darum ob man liest oder aus dem Fenster guckt sondern um die Tiefe die das Verstehen seiner Umwelt in Bezug zu sich selber mit sich bringt. Menschen lernen auf ganz ganz unterschiedlichen Wegen. Mir z.B. geht jedes technische Verständnis ab und egal wieviel Mühe ich mir gebe die freundlichen Hinweise wie geschriebenes zu retten ist überfordern mich. Eine „Störung,“ die aber anderen Fähigkeiten Raum gegeben hat sich entwickeln zu können. Man kann das sinnliche Wahrnehmug nennen. Natürlich habe ich verstanden was du mir sagen willst. Und ich werde nichts tun was ein anderer nicht will oder braucht. Du gehst deinen Weg….und deine Kommentare sind geistreich, witzig, im besten Sinne „respektlos“ und interessant. Da steckt Zunder drin. Des öfteren fallen mir beim lesen deiner Kommentare „Ton Steine Scherben“ ein. Rios Liebeslieder hauen mich auf meine alten Tage immer noch vom Hocker. In diesem Sinne, Ulrike Danke für Antwort, Ulrik,. its all understood. ..tja, ein ‚Computertrottel‘ bin ich auch – eine Technologie die ich nicht mehr lerne und auch nicht lernen will – wäre aufgeschmissen, nicht mal das geliebte ‚learnin by doin‘ hilft da. Learning by doing ! – fehlt leider im deutschen Sprachgebrauch als Imperativ, – sonst hätte man nicht so viel Angst vor einer Revolution ! Aber was könnte es denn Schöneres geben als millionenfach eingehakt fest entschlossen die Diktatur BRD zu beenden, dieses Inkontinenzler-Parlament aufzulösen, die Revolution wie ein starkes Aphrodisiakum alle erfasst, grenzüberschreitend weltweit wie ein Virus wirkt und Freiheit und Gerechtigkeit den gesamten Planeten erfüllt… aber die Deutschen sind es vor allem die die Hosen voll haben, schon bei dem Gedanken an eine Revolution. Genauer gesagt hat man Angst vor Veränderungen sogar. Eine geistige Lösung will man im Land der Dichter und Denker, aber Gedichte bleiben Gedichte – thats all. Spirituelle Lösungsbestrebungen sind Flucht aus Angst vor dem was geschehen könnte… Für Gerechtigkeit und Freiheit muss gekämpft werden, in allen Zeiten war das so und wird sich nicht ändern. Erschütternd insbesondere die Feigheit hier im Land. Eine Revolution ist immer ein Wagnis, aber ohne Mut keine Veränderungen. Eine Revolutionsversicherung gibt es nicht. Ja auch ein Land der Erfinder, aber den Revolutionsstarter zu erfinden, verweigert man – dabei gibt es ‚fifty ways to destroy a system’… An all dem ist wohl auch Rio Reiser verzweifelt, nehme ich an. Sicher war er ein mutiger Sänger, dazu ist es nötig mit Wut und Zorn über Unrecht und Unfreiheit deutlich anzuklagen – solche Sänger beaucht das Land an allen Ecken und Enden dieses Unrechtssystems. Bayerns Staatsfeind Nr. 1 – Hans Söllner – war ein solcher, fast lebenslang unerschrocken angeklagt, verfolgt wie die Pest von den Innenministern persönlich, aber auch er alleingelassen letztendlich, deswegen wohl ‚geläutert‘ inzwischen, leider, sogar in die Kommunalpolitik eingestiegen – was für ein Abstieg ! https://www.youtube.com/watch?v=b0n18NbUFL0
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Welche Bedeutung hatte Fichte für den Deutschen Idealismus?
Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; † 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. Leben Jugendzeit Fichte war das erste von acht Kindern des Bandwebers Christian Fichte (1737–1812) und seiner Frau Maria Dorothea (geb. Schurich, 1739–1813) in Rammenau in der Oberlausitz. Er wuchs ärmlich in einem von Frondiensten geprägten dörflichen Milieu auf. Seine Auffassungsgabe und sein gutes Gedächtnis fielen einem Verwandten der örtlichen Gutsherrschaft, dem Gutsherrn Ernst Haubold von Miltitz (1739–1774), bei einem Besuch in Rammenau auf: Er hatte eines Sonntags die kirchliche Predigt verpasst, woraufhin der zehnjährige Fichte gerufen wurde, von dem man versicherte, er könne die Predigt wiederholen. Daraufhin imitierte dieser den Pfarrer so perfekt, dass der Freiherr in seiner Entzückung dem Kind nach einer Vorbereitungszeit im Pfarrhaus zu Niederau den Besuch der Stadtschule in Meißen ermöglichte. Danach finanzierte ihm sein Förderer 1774 eine Ausbildung an der Landesschule Pforta bei Naumburg, verstarb jedoch im selben Jahr. Nach seiner Schulzeit zog Fichte 1780 nach Jena, wo er an der Universität ein Theologie-Studium begann, wechselte jedoch bereits ein Jahr später den Studienort nach Leipzig. Die Familie von Miltitz unterstützte ihn nun nicht mehr finanziell, er war gezwungen, sich durch Nachhilfeunterricht und Hauslehrerstellen zu finanzieren und brachte das Studium zu keinem Abschluss. In dieser aussichtslosen Lage bekam er 1788 in Zürich eine Stelle als Hauslehrer, die er aber nur zwei Jahre innehatte, da er der Auffassung war, dass man, bevor man Kinder erzieht, zuallererst die Eltern erziehen müsse. Dort verlobte er sich mit Johanna Marie Rahn (1755–1819), Tochter des Kaufmanns und Waagmeisters Johann Hartmut Rahn und Nichte des Dichters Klopstock. Anschließend ging er wieder nach Leipzig. Fichtes Plan, Prinzenlehrer zu werden, scheiterte. Seine zweite Idee, eine Zeitschrift für weibliche Bildung, lehnten mehrere Verleger ab. Trauerspiele und Novellen brachten ihm ebenfalls keine finanzielle Sicherheit. Übergang zur Philosophie In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den „Dingen, wie sie sind“ und „wie die Dinge erscheinen“ (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Hauslehrerstelle in Warschau nahm Fichte Anfang November 1791 eine auf ein Jahr befristete Anstellung als Hauslehrer des Sohns des Ehepaars Louise von Krockow, geb. von Göppel, die mit Kant persönlich bekannt war, und Heinrich Joachim Reinhold von Krockow (1736–1796), Königl. Preußischer Obrist, im gräflichen Schloss Krockow in der Nähe der pommerellischen Ostseeküste an. Im selben Jahr besuchte er Kant in Königsberg, wo dieser ihm einen Verleger für seine Schrift Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) verschaffte, die anonym veröffentlicht wurde. Das Buch galt zunächst als ein lange erwartetes religionsphilosophisches Werk von Kant selbst. Als Kant den Irrtum klarstellte, war Fichte berühmt und erhielt einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Jena, den er 1794 antrat. Zuvor hatte er nach längerer Überlegung, ob eine Eheschließung ihm nicht die „Flügel abschneide“, 1793 Johanna Rahn geheiratet. Drei Jahre später kam Sohn Immanuel Hermann (1796–1879) zur Welt. In Jena lebte der berühmte Theosoph Jakob Hermann Obereit in Fichtes Wohnhaus. Fichte und Obereit waren beständig im Gespräch. Während seiner Jenaer Professur (1794–1799) wurde er zur Zielscheibe im so genannten „Atheismusstreit“. Ausgelöst wurde dieser Streit 1798 durch zwei Schriften, wobei nur eine (Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung) von Fichte selbst stammt. Beide Schriften waren im Philosophischen Journal, dessen Herausgeber Fichte zusammen mit Friedrich Immanuel Niethammer zu dieser Zeit war, erschienen. Fichte wurde wegen Verbreitung atheistischer Ideen und Gottlosigkeit verklagt, erhielt einen Verweis und trat daraufhin zurück, wie er es zuvor angedroht hatte. 1805 bekam er den Lehrstuhl für Philosophie in Erlangen, 1807 war er Zensor der Hartungschen Zeitung in Königsberg, wurde aber auf Befehl des preußischen Generals Ernst von Rüchel entlassen. Wenige Jahre darauf, 1810, bekam er die Position des Dekans der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit war er von 1811 bis 1812 Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. 1789 wurde Fichte in Zürich in den Freimaurerbund Modestia cum Libertate aufgenommen, in dieselbe Loge, in der auch Johann Wolfgang von Goethe freundschaftlich verkehrte. Später ließ er sich am 6. November 1794 als Mitglied der Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen in Rudolstadt annehmen und war auch nach seinem Umzug nach Berlin mit den dortigen Freimaurerkreisen verbunden. 1799 traf er auf Ignaz Aurelius Feßler und arbeitete nach seiner Annahme am 17. April 1800 mit ihm an der Reform der Großloge Royal York zur Freundschaft. Am 14. Oktober 1799 hielt er einen Vortrag über „den wahren und richtigen Zweck der Maurerei“. Am 13. und 27. April 1800 hielt er mehrere Vorlesungen, die später unter dem Titel Philosophie der Freimaurerei. Briefe an Constant erneuert und veröffentlicht wurden. Schon bald kam es zum Streit und Fichte trat am 7. Juli 1800 aus der Freimaurerei aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der Deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren „Sprecher“ (Vorsitzender). Hatte sich Fichte zuvor als Anhänger der Französischen Revolution bezeichnet, so profilierte er sich nun insbesondere durch die flammend patriotischen Reden an die deutsche Nation (als Text veröffentlicht bis 1808) als Gegner Napoleons. Fichte wurde damit zum Vordenker der Urburschenschaft. Ein utopisches Gesellschaftsmodell – eine Art sozialistische Gesellschaft auf nationalstaatlicher Grundlage – findet sich in dem Werk Der geschlossene Handelsstaat (1800). Tod Vermutlich Ende 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte. Auch Fichte sollte an dieser vom Kot von Kleiderläusen übertragenen Seuche erkranken, die vornehmlich unter der Bezeichnung Fleckfieber berüchtigte Bekanntheit erlangte und insbesondere im Kriegswinter 1813/14 in Mitteleuropa (unter anderem in Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz) katastrophale Ausmaße annahm. Im Gegensatz zu seiner Frau konnte er sich von diesem Fieber nicht erholen. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Die Ehrengrabstelle in der Abt. CH, G2 trägt ein Porträtmedaillon (Kopie) von Ludwig Wilhelm Wichmann. Sein Grabstein trägt einen Vers aus dem Buch Daniel (): Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre Ein zentraler Kern in Fichtes Philosophie ist der Begriff des „absoluten Ich“. Dieses absolute Ich ist nicht mit dem individuellen Geist zu verwechseln. Später nutzte er die Bezeichnung „Absolutes“, „Sein“ oder „Gott“. Fichte beginnt in seiner Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre mit einer Bestimmung des Ich: Fichte ging es um die praktische Umsetzung seiner Philosophie, weshalb er die Errichtung eines lückenlosen philosophischen Systems als zweitrangig erachtete. Im Vordergrund stand für ihn die Verständlichkeit seiner Lehre. Er vertrat ein positives Menschenbild und ging davon aus, dass in jedem Menschen – und nicht nur im Gelehrten – der Grund echter Selbsterkenntnis (und damit auch Gotteserkenntnis) gelegt ist und der Philosoph lediglich auf diese verweisen muss. In seiner populären, z. T. polemischen Darstellungsweise schuf sich Fichte unter den Fachgelehrten viele Freunde, aber auch Feinde. In erbitterter Feindschaft stand er zu Friedrich Nicolai. Goethe urteilte skeptisch über Fichte, . Trotz späterer Ablehnung übte Fichte großen Einfluss auf Schelling und Hegel aus. Auch Hölderlin bekannte, Fichtes Vorlesungen aus seiner Jenaer Zeit viel zu verdanken. Einige Ideen Fichtes knüpfen an die Thesen des etwa 20 Jahre älteren Johann Gottfried Herder an. Fichtes Kantrezeption Fichte reagierte auf die Frage, wie theoretische und praktische Vernunft zusammenhängen, indem er antwortete, dass die beiden Teile der Vernunft in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Hierbei ist die praktische Vernunft der theoretischen übergeordnet. Letztere benötigt demnach die praktische Vernunft; diese aber ist autonom. Auch für Kant war die praktische Vernunft ein Vermögen des Willens – und damit autonom. Laut Fichte mündet diese Tatsache aber in seiner Theorie zur „Selbstsetzung“. Der Wille bringt, indem er sich ein Gesetz gibt, zugleich sein Wesen als „Vernunftwille“ hervor. Dieser Vernunftwille macht das aus, was wir sind – nämlich unser Ich. „Das absolute Ich ist, indem es sich setzt, und setzt sich, indem es ist.“ Aus diesem Grund kommt der praktischen Vernunft absolute Freiheit zu. Fichtes Idealismus ist daher eine Konsequenz aus dem Primat der praktischen Vernunft. Der Kritik am transzendentalen Argument bei Kant entzieht sich Fichte, indem er die praktische Vernunft zur Bedingung für die theoretische Vernunft erklärt. Hierbei geht er von der „Handlung“ des Urteilens aus und schließt mithilfe einer transzendentalen Begründung auf das sich setzende Ich als Bedingung hierfür. Alles Urteilen ist Handeln des menschlichen Geistes. Diesem liegt der Satz „Ich bin“ zugrunde. Das „schlechthin gesezte und auf sich selbst gegründete“ ist der Grund des Handelns. Um dem Vorwurf zu entgehen, dass wir eventuell gar nicht urteilen, sondern nur glauben zu urteilen, führte Fichte die „intellektuelle Anschauung“ ein. Sie ist auch praktisch zu verstehen als „Anschauen seiner selbst im Vollziehen eines Acts“. Wenn wir urteilen, beobachten wir uns nicht, sondern stellen handlungsorientierte Fragen. Diese Fragen gehen von der Annahme aus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Würde das nicht zutreffen, könnte er nicht urteilen, was nicht vorstellbar ist. Gleichwohl vertrat Fichte die Auffassung, auch wenn der Mensch nicht an den Bedingungen vernünftigen Urteilens zweifeln könne, folge daraus nicht, dass er diese Bedingungen tatsächlich erfüllt. Die schärfste Abgrenzung zu Kant vollzog Fichte mit seiner Ablehnung der Konzeption eines „Dinges an sich“. Nur so kann in seinen Augen die absolute Freiheit des Ichs bewahrt werden. Das „Ding an sich“ wird bei Fichte lediglich zu einem „Anstoß“, einem irrationalen Faktum innerhalb des Ich, welches das Ich zu bewältigen versucht. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Ich, gleichsam hinaus in die Welt als „Nicht-Ich“. Ist das absolute Ich demzufolge also ein „Ding an sich“ auf der Seite des Subjekts? Fichtes Antwort: Nur wenn es „erscheint“. Das absolute Ich existiert nur im Handeln. In seiner philosophischen Reflexion wird das absolute Ich zu etwas Objektivem, eine andere Entität der realen Welt gibt es nicht. Jenaer Philosophie Da Fichte die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre schnell als unzureichend und ergänzungsbedürftig ansieht, macht er sich auf dem Höhepunkt seiner Jenaer Periode nahezu zeitgleich an eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftslehre (unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo) und an eine erste Ausarbeitung der praktischen Philosophie (in der Grundlage des Naturrecht und der Sittenlehre). Inhaltlich stellt sich seit der Grundlage der gesamten Wissenschaftlehre die Frage, warum das absolute Ich, welches autonom ist, auf einen „Anstoß“ reagiert. Fichte macht deutlich, dass das absolute Ich nur ist, wenn es sich seiner selbst bewusst wird. Dies kann nur geschehen, wenn es mit Material konfrontiert wird, auf das es zu reagieren hat. Würde es zu keinem Kontakt kommen, würde das Ich „ganz in seiner Tätigkeit aufgehen“. Um aber zu sein – und damit auch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln –, muss es sich für den „Anstoß“ öffnen und dafür Sorge tragen, dass der „Stein des Anstoßes“ erhalten bleibt. Nach Fichte kann das Ich demnach als ein unendliches Streben nach Autonomie verstanden werden. Der „Anstoß“ ist hierbei gleichsam nur notwendige Bedingung des Selbstbewusstseins, keine hinreichende. Die weiteren Bedingungen für das Selbstbewusstsein finden sich in den jeweiligen Teildisziplinen der Wissenschaftslehre, die Fichte unterscheidet: Naturlehre, Rechtslehre, Sittenlehre und Religionslehre. Erstere hat Fichte, aufgrund des von ihm entwickelten Primats der praktischen Vernunft, nie ausgearbeitet. Die Wissenschaftslehre nova methodo Nachdem Fichte durch seine Vorlesungen über die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre in kürzester Zeit bekannt geworden ist, sieht er seine Philosophie bald mit verschiedenen Einwänden und Nachfragen seiner Zeitgenossen konfrontiert. Zunehmend wird er unzufrieden mit seinem ersten Entwurf der Wissenschaftslehre. Statt den Text der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre zu revidieren, entschließt er sich, die Wissenschaftslehre vollkommen neu auszuarbeiten. Das Ergebnis trägt er unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo ab 1796 in Vorlesungen vor, die heute jedoch nur noch als Mitschriften überliefert sind. Dennoch wird die Wissenschaftslehre nova methodo in der neueren Fichteliteratur zunehmend als beste und verständlichste Fassung der fichteschen Wissenschaftslehre angesehen. Inhaltlich bemüht sich Fichte darum, von seinen Zeitgenossen formulierte Einwände zu widerlegen und die Wissenschaftslehre stringenter und nachvollziehbarer vorzutragen. Verschiedene Themenbereiche – etwa die Behandlung der Frage, wie es vom einheitlichen absoluten Ich zur Pluralität individuellen Bewusstseins kommen kann – kommen gegenüber der ersten Behandlung der Wissenschaftslehre neu hinzu. Fichtes Rechtslehre In seinen Grundlagen des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1796/1797 (§ 8) bestimmte Fichte die Funktion des Rechts ähnlich wie Kant: Das Beisammenstehen der Freiheit mehrerer sei Doch schloss für ihn eine vernünftige Ordnung der Freiheit auch eine angemessene Verteilung gemeinschaftsbedingter Chancen und Güter ein. Für Fichte wird die Beziehung zwischen dem Selbstbewusstsein und – sozusagen – der Welt präzisiert. Das Bewusstsein kann sich nur als frei handelndes Wesen begreifen, wenn es „den Begriff eines frei handelnden Wesens auf sich anwenden kann.“ Das kann es nur, wenn andere das Selbstbewusstsein auffordern etwas zu tun und gleichzeitig(!) die Freiheit eingestehen, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Da dieser Vorgang reziprok ist, folgt, dass das Sein des Selbstbewusstseins von der Anerkennung der Freiheit anderer abhängt. Es wird deutlich, dass sich Fichte nicht auf das Moralgesetz als die bindende Kraft des Rechts versteht, sondern das Eigeninteresse des selbstbewussten Ichs. Ein Rechtsverhältnis entsteht demnach aufgrund der bloßen Existenz eines Nicht-Ichs. Auch Fichte definiert, wie so mancher Philosoph vor ihm, den Staat als Ausdruck des absoluten Willens, dessen Absicht es ist, die Freiheit und Rechte seiner Bürger zu garantieren. Kollektives Handeln und individuelles Handeln werden mit dem Ausdruck „sittliches Handeln“ in Eins gesetzt. Freiheit in der Geschichte sei nach Fichte die mehr oder weniger sittliche Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse der verschiedenen Völker. Fichtes Philosophie lässt sich als ethischer Idealismus bezeichnen, wenn man voraussetzt, dass nur der Staat Rechtsverhältnisse zwischen sich und den Bürgern bzw. unter den Bürgern schafft und dabei Beschränkungen seiner Bürger zugunsten eigener materieller Zwecke vornimmt. Fichtes Sittenlehre Im System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1798 geht Fichte davon aus, dass das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs nur sein kann unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Hierbei ist sich das Ich des Sittengesetzes niemals in abstracto bekannt, sondern „immer in Form konkreter Aufgaben und Pflichten der Welt“. Das Ich kann sich nur eine Tätigkeit zuschreiben, wenn diese mit der kausalen Wirklichkeit einer ihm unabhängigen Welt verbunden ist. Dies wiederum ist nur möglich, wenn es sich einen Körper zuschreibt. Da dieser Körper Teil der Welt ist, unterliegt er auch den Naturtrieben. Das Sittengesetz untersucht nun die Bedingungen der Manifestation eines zugleich verkörperten und von Naturtrieben beherrschten Ich. Fichtes Religionslehre Fichte hinterließ keine systematisch ausgearbeitete Religionsphilosophie. Im Atheismusstreit, den Friedrich Karl Forberg mit einem Artikel im Philosophischen Journal mit einem zustimmenden Nachwort von Fichte 1798 ausgelöst hatte, postulierte Fichte mit Forberg, die Existenz Gottes sei nicht notwendig für die Errichtung einer moralischen Wertordnung, allerdings sei der Glaube an Gott, verbunden mit einer göttlichen Moral, unumgänglich. Während Kant von der Existenz Gottes ausging und seine These untermauerte, die Existenz Gottes sei notwendig im Hinblick auf die Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Handelns, sah Fichte nur die Notwendigkeit zu einer „moralischen Weltordnung“. Diese müsse nicht zwingend auf eine höhere Instanz – also Gott – zurückgeführt werden. Die aktive Weltordnung selbst () könne man als Gott bezeichnen. Wer dies aber tut, der „verkennt die unmittelbare Beziehung des Gottesbegriffs zum moralischen Bewusstsein“ und ist, so Fichte, „der wahre Götzendiener und Atheist.“ Beitrag zur Französischen Revolution (1793) Deutlich wie wenige Denker und Politiker des damaligen Deutschland begrüßt Fichte die Französische Revolution. Er sieht in ihr nicht nur moralische Gründe, sondern auch einen rechtmäßigen Fortschritt zu mehr Gleichheit und Freiheit. Seine beiden Revolutionsschriften von 1793 (Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten und Beiträge zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution) griffen in die öffentlichen Debatten ein. Er begründet die Rechtmäßigkeit der Revolution in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contrat social mit dem Argument, dass es ein „unveräußerliches Recht des Menschen“ sei, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie: „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte die tiefere, philosophische Legitimität der Veränderung der Staatsverfassung. Fichtes Kritik am Judentum Im Werk Fichtes finden sich diverse despektierliche Äußerungen über Juden, die in der Fachliteratur als „judenfeindliche Ausfälle“ und „antijüdischer Affekt“ bezeichnet werden. Micha Brumlik etwa ist der Ansicht, Fichtes Positionen beinhalteten sowohl christlich-philosophischen Antijudaismus als auch politisch-säkularen Antisemitismus, und verglich letzteren mit dem von Adolf Hitler sogenannten „Antisemitismus der Vernunft“, der einen notwendigen, vollständigen Ausschluss der Juden aus einer zu schaffenden, besseren Gesellschaft propagierte. In der Sekundärliteratur finden sich allerdings auch differenzierendere Einschätzungen, insbesondere wenn das Gesamtwerk Fichtes betrachtet wird. Besonders drastisch äußert sich Fichte in Beiträge zur Berichtigung der Urtheile des Publicums über die französische Revolution von 1793. Er greift darin sowohl die Juden mit harschen Worten an, als auch das Militär und den Adel. Das Judentum sei ein „Staat im Staate“ und würde sich absondern. Die Juden, körperlich schlaff, hätten einen egoistischen Handelsgeist. Sie würden die übrigen Bürger übervorteilen, seien nur auf sich und ihre Sippe bedacht. Fichte übernimmt größtenteils die damals vorherrschenden Vorurteile, prangert aber vor allem immer wieder die angeblich separatistische Einstellung dieser Religion an. Oft zitiert wird die folgende Fußnote: In seiner 1794 erschienenen Streitschrift Eisenmenger der Zweite polemisierte Saul Ascher gegen die judenfeindlichen Äußerungen Fichtes, dem er den Namen des seinerzeit bekannten Judenfeindes Johann Andreas Eisenmenger, des Autors des Pamphlets Entdecktes Judentum, beilegte. Mit Fichte sei eine neue Dimension des säkularen Judenhasses zu verzeichnen. Mit David Veit lernte Fichte einen Vertreter der jüdischen Aufklärung Haskala kennen und schätzen. Als Rektor der Berliner Universität trat er kompromisslos und gegen allgemeinen Widerstand für einen zu Unrecht vom Senat der Universität bestraften und mit Relegation bedrohten jüdischen Studenten ein. Während vielfach eine „liberal-progressive“ Rezeption Fichtes – auch unter jüdischen Intellektuellen – vorherrschte, entwickelte sich später, insbesondere im Gefolge des Ersten Weltkrieges, auch eine „völkisch-nationalistische“ Rezeption. Dabei gewannen sowohl die Grundzüge als auch die Reden Fichtes erneut an Bedeutung, indem sie in den Dienst des nationalistischen Pathos und der Judenhetze gestellt wurden. Die Nationalsozialisten nahmen dabei Fichte zur Begründung ihrer Ideologie in Anspruch. Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) In den Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters entwickelt Fichte Ansichten zu einer Geschichtsphilosophie. Tragender Gedanke dieser Geschichtsphilosophie ist die Entwicklung der Menschheit von der Unfreiheit zur Freiheit. Parallel zu jener inneren Entwicklung der Individuen, gehe die äußere Entwicklung ihrer Position und Bestimmung im Staate von der Rolle des Untertan hin zum freien Bürger. Im Vordergrund steht ein Entwicklungsmodell, das die Geschichte in fünf Epochen unterteilt, wobei Fichte seine eigene Epoche als das „Zeitalter der vollendeten Sündhaftigkeit“ verstand, während die Grundzüge die künftigen Epochen einleiten sollten. Diese Epochenentwicklung vollziehe sich in folgenden Stufen: 1. Instinktive Vernunft: Stand der Unschuld des Menschengeschlechts; 2. Äußerlich erzwungene, jedoch nicht durch Gründe überzeugende Autorität: Stand der anhebenden Sünde; 3. Emanzipation von jeder äußeren Autorität, Herrschaft des nackten Erfahrungsbegriffs: Stand der vollendeten Sündhaftigkeit; 4. Rückkehr der freien, innerlichen Vernunft, wo die Wahrheit als das höchste erkannt und geliebt wird: Stand der anhebenden Rechtfertigung; 5. Verwirklichung der freien, innerlichen Vernunft in allen äußeren Lebensbereichen, wo die Menschheit sich selber als Abdruck der Vernunft aufbaut: Stand der vollendeten Rechtfertigung und Heiligung. Reden an die deutsche Nation (1808) Die Reden an die deutsche Nation verstehen sich als Fortsetzung der Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Drei Jahre nach diesen Vorträgen erklärt Fichte das Ende der dort beschriebenen dritten Epoche, die er in den Reden … als die Epoche der Selbstsucht bezeichnet. Durch die Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen sei diesem mit der Selbständigkeit gleichzeitig der Gehalt der Selbstsucht verloren gegangen. Es müsse ein neues Selbst gesucht werden, welches über die Nation hinausgehe. Dieses sei die Vernunft. In den Reden ruft Fichte im Bereich der Bildung zu einer Nationalerziehung nach dem Vorbild von Johann Heinrich Pestalozzi auf, die das menschliche Verhältnis zur Freiheit in der Vernunft- und Werterziehung verankern soll. Auch hier geht es wieder um die sittliche Bildung zur Freiheit, zur Selbständigkeit, zur Veredelung. In dieser Erhebung zur Vernunft, zum wahren Selbst, welches in der allgemeinen Vernunft zu finden ist, die jede Nation übersteigt, entfällt für Fichte auch die mögliche Feindschaft zu anderen freien Individuen und Nationen, denn der so gebildete Mensch strebe danach, seine Mitmenschen zu achten, und liebe ihre Freiheit und Größe, während ihn ihre Knechtschaft schmerze: „Aber es ist schlechthin unmöglich, dass ein solches Gemüt nicht auch außer sich an Völkern und einzelnen ehre, was in seinem Innern seine eigne Größe ausmacht: die Selbständigkeit, die Festigkeit, die Eigentümlichkeit des Daseins.“ In den Reden finden sich mit einer klar konturierten Ausdifferenzierung der Menschheit in nicht gleichwertige Sprach- und Kulturgemeinschaften sowie dem grundsätzlichen Streben nach deren Reinheit Ansätze einer rassistischen Theoriebildung. Würdigung Den Namen Fichtes tragen Johann-Gottlieb-Fichte-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin Fichte-Gymnasien und -Schulen in mehreren deutschen Städten Straßen in vielen Ortschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Fichtegasse in Wien Fichtestraße in der Gartenstadt von Freiburg im Breisgau Siedlung am Fichteplatz in Mainz mehrere deutsche Sportvereine, die in der Arbeitersportbewegung verwurzelt sind, z. B. der VfB Fichte Bielefeld J. G. Fichte, Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei Zwei Denkmäler, ein Park und ein Museum (im Barockschloss Rammenau) im Fichte-Geburtsort Rammenau Fichteturm und Fichtepark in Dresden-Plauen 5-DM-Gedenkmünze zum 150. Todestag (→ 5. Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland) 10-Mark-Gedenkmünze zum 175. Todestag 70-Cent-Sondermarke zum 250. Geburtstag 2012 Die Pflanzengattung Fichtea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte. Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung 1996 wurde die der rechtskonservativen Partei Die Republikaner nahestehende Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung e.V. gegründet, die sich nach eigenen Angaben der Vermittlung von traditionellen Werten im Sinne des Philosophen widmet. Werke (Auswahl) Wissenschaftslehre Die Wissenschaftslehre, Fichtes Hauptwerk, wurde von ihm mehrfach überarbeitet. u. a.: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie (1794) () Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/1795) Wissenschaftslehre nova methodo (1796–1799) Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797/1798) Die Wissenschaftslehre (1804) sowie folgende Ausgaben (1812) und (1813). Weitere Werke Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die französische Revolution (PDF; 1 MB) (1793) Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794) Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere (1796) Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre (1798) Appellation an das Publikum über die durch Churf. Sächs. Confiscationsrescript ihm beigemessenen atheistischen Aeußerungen. Eine Schrift, die man zu lesen bittet, ehe man sie confsicirt (1799) Der geschlossene Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als Anhang zur Rechtslehre und Probe einer künftig zu liefernden Politik (1800) Die Bestimmung des Menschen (1800) Friedrich Nicolais Leben und sonderbare Meinungen (1801) Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant (1802/03) Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre (1806) Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit (1806) Reden an die deutsche Nation (1807/1808) () Das System der Rechtslehre (1812) Literatur Ausgaben Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer, Leipzig: Gabler, 1794 () Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere. (1796). Neudruck auf der Grundlage der 2. von Fritz Medicus hrsg. Auflage von 1922; 3. Nachdruck mit überarbeiteten Quellennachweisen und Personenregister, Hamburg 1979 (= Philosophische Taschenbücher. Band 256). Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 42 Bände, hrsg. von Reinhard Lauth, Erich Fuchs und Hans Gliwitzky. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962–2011, ISBN 3-7728-0138-2 Fichtes Werke. 11 Bände. Hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Nachdruck der Ausgaben Berlin 1845/46 und Bonn 1834/35, Berlin 1971. ISBN 3-11-006486-3 Fichte im Kontext. Werke auf CD-ROM. Berlin 32002, ISBN 3-932094-25-5. Werke in 2 Bänden. Hrsg. Wilhelm G. Jacobs, Peter L. Oesterreich, Frankfurt a. M. 1997. ISBN 978-3-618-63073-9 Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1978, Philosophische Bibliothek Band 247. ISBN 3-7873-0448-7 Jacobi an Fichte, Text 1799/1816 im Vergleich, Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel 2011 (deutscher Text, Einleitung von Marco Ivaldo, Noten, Kommentar, Appendix mit Texten von Jacobi und Fichte, italienische Uebersetzung von Ariberto Acerbi, mit Register und Bibliographie), ISBN 978-88-905957-5-2. Sekundärliteratur Immanuel Hermann Fichte: Johann Gottlieb Fichte's Leben und Litterarischer Briefwechsel. 2 Bände. Seidel, Sulzbach 1830–1831 Erster Theil Digitalisat Zweiter Band Digitalisat Adolf Trendelenburg: Zur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte. Vortrag, gehalten in der Königl. Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin am 19. Mai 1862. Berlin 1862 Digitalisat Christian Hermann Weisse: Rede zum Andenken Johann Gottlieb Fichte's gehalten in der akademischen Aula zu Leipzig am 19. Mai 1862. L. G. Teubner, Leipzig 1862 Digitalisat Ludwig Noack: Johann Gottlieb Fichte nach seinem Leben, Lehren und Wirken. Zum Gedächtnis seines hundertjährigen Geburtstages. Otto Wigand, Leipzig 1862 Digitalisat Franz Hoffmann: Akademische Festrede zur Feier des hundertjährigen Geburtstages Johann Gottlieb Fichte's. Gehalten am 19. Mai 1862 in der Aula der Hochschule zu Würzburg. Stahel, Würzburg 1862 Digitalisat Moritz Weinhold (Hrsg.): Achtundvierzig Briefe von Johann Gottlieb Fichte und seinen Verwandten. Fr. Wilh. Grunow, Leipzig 1862 Digitalisat Adolf Lasson: Johann Gottlieb Fichte im Verhältniss zu Kirche und Staat. Wilhelm Hertz, Berlin 1863 Digitalisat Otto Pfleiderer: Johann Gottlieb Fichte. Lebensbild eines deutschen Denkers und Patrioten für das deutsche Volk. Geschildert von. Levy & Müller, Stuttgart 1877 Friedrich Zimmer: Johann Gottlieb Fichte's Religionsphilosophie nach den Grundzügen ihrer Entwicklung. Halle 1877 (Halle-Wittenberg, Univ., Diss. 1877) Digitalisat Fritz Medicus: Fichtes Leben. 2. Aufl. Felix Meiner, Leipzig 1922 Fuchs, Erich: J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen. Bände 1-7. frommann-holzboog, Stuttgart 1978–2012. Manfred Buhr (Hrsg.): Wissen und Gewissen. Beiträge zum 200. Geburtstag Johann Gottlieb Fichtes. 1762–1814. Akademie Verlag, Berlin 1962 Wilhelm Gustav Jacobs: Johann Gottlieb Fichte mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1984 (Rowohlts Monographien 336) Christoph Asmuth: Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1900-1 Peter Baumanns: J. G. Fichte. 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Deutsch-Französische Materialien: Ein neuer Kontext 'Ein neuer Kontext' Sie sind hier: Deuframat > ... > Ein neuer Kontext Das politische Leben geriet zwei Jahre lang in Unruhe, nachdem Bismarck damit gedroht hatte, Elsass-Lothringen einen neuen Verfassungsstatus zu verleihen. Das fand 1887 seinen Niederschlag in der Wahl einiger protestierender Abgeordneter in den Reichstag. Im Jahr darauf wurden Passkontrollen für Franzosen eingeführt, die sich ins Elsass begeben wollten. Doch schon bald legte sich die Erregung und es begann eine ruhigere Zeit, die durch langwierige Verhandlungen über die neue Verfassung gekennzeichnet war. Diese wurde schließlich im Mai 1911 erlassen und verlieh dem Elsass eine gewisse Autonomie sowie das Recht zur Wahl (durch allgemeines direktes Wahlrecht) eines in Strabburg tagenden Landtags. Die Neuorientierung des politischen Lebens im Elsass erfolgte zu einer Zeit bedeutender wirtschaftlicher Entfaltung. Besonders im Bereich von Industrie und Handel wurden Impulse sichtbar, namentlich in Strabburg, wo sich mehrere moderne Großindustrieunternehmen niederlieben, wie zum Beispiel die Gerbereien in Lingolsheim und die Eisengießereien in Koenigshoffen. Die wirtschaftlichen Fortschritte, die von allen Einwohnern wahrgenommen wurden, trugen erheblich zu einem die politische Diskussion beruhigenden Klima bei. Quelle: D. Poncin: En pays mal conquis: Les Allemands vus par l'Alsacien Jean-Jacques Waltz, dit Hansi. Poitiers (La Licorne) 1994 Schlieblich war es auch die Zeit eines Generationenwechsels. Von 1890 an erreichte eine Generation das Erwachsenenalter, die das französische Regime niemals gekannt hatte. Was sie von Frankreich wusste, kam von dem, was ihre Familien erzählten. Zwei Zeugen jener Zeit berichten über diesen tiefgreifenden Wandel. Der elsässische Pastor Frédéric Eccard, gleichzeitig auch Jurist und Politiker, gehörte zum liberalen, frankophilen Bürgertum. Er schrieb: « Bei den Elsässern der neuen Generation ist der französische Einfluss immer noch vorherrschend, er kann aber nur durch die Eltern oder die Freunde in Frankreich ausgeübt werden ... Die Generation, die 1895 das Erwachsenenalter erreicht hat, war mit der französischen und der deutschen Kultur in Kontakt. Sie gibt der ersten den Vorzug, kann aber die zweite nicht vernachlässigen ». Otto Flake, dessen Eltern "Altdeutsche" waren, hat sein Studium an der Strabburger Universität absolviert und gründete, zusammen mit dem Elsässer René Schickelé, mehrere Strabburger Zeitschriften, unter anderem den « Stürmer ». Er gehörte am Anfang des XX. Jahrhunderts zu jenen jungen Schriftstellern, die sich für die elsässischen Probleme interessierten und verkörperte die Einstellung der neuen deutschen Generation, die den elsässischen Realitäten mehr Gehör schenkte. Er äußert sich wie folgt: « Am Anfang des XX. Jahrhunderts steht der Germanisierung ein gewichtiger Gegner gegenüber, der über reichliche Mittel verfügt, nämlich die führende, frankophile Klasse, die sich um die Intellektuellen sammelt und verstärkt, welche das Verschwinden ihrer kleinen Welt wegen der schnellen wirtschaftlichen Entwicklung befürchten. Sie sieht zwar ein, dass die Aussöhnung mit Deutschland Vorteile und Reichtum herbeiführen könnte, doch sie flüchtet in den Starrsinn, ist lieber bereit, ein Opfer zu bringen als eine Annäherung mit dem Verzicht auf die elsässische Identität zu bezahlen. Neben diesen unnachgiebigen Menschen gibt es auch andere, die bei Gelegenheit oder im Beruf engere Kontakte zu Deutschen hatten, oder einen unabhängigen Charakter haben, oder sich beruflich in einem Rahmen verwirklichen möchten, der über das Elsass hinausgeht. Durch den Zwang, Politik zu betreiben, muss man Deutschland, seine führenden Kräfte, seine staatlichen Einrichtungen als eine Realität hinnehmen, will man sich als führende Bürger nicht von den anderen sozialen Klassen absondern, die sich inzwischen, ohne dieses Bürgertum, der Politik zugewandt haben... Seit der Gründung des Reichs haben der Geschmack, der Entwicklungswille, der Liberalismus, die Selbstkritik in Deutschland unleugbare Fortschritte gemacht, es entsteht allmählich eine deutsche Lebensart. Ist diese einmal vervollkommnet, muss sie von den Elsässern anerkannt werden. Darauf hoffen die Deutschen ».
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Welche Bedeutung hatte Fichte für den Deutschen Idealismus?
Johann Gottlieb Fichte (* 19. Mai 1762 in Rammenau, Kurfürstentum Sachsen; † 29. Januar 1814 in Berlin, Königreich Preußen) war ein deutscher Erzieher und Philosoph. Er gilt neben Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel als wichtigster Vertreter des Deutschen Idealismus. Leben Jugendzeit Fichte war das erste von acht Kindern des Bandwebers Christian Fichte (1737–1812) und seiner Frau Maria Dorothea (geb. Schurich, 1739–1813) in Rammenau in der Oberlausitz. Er wuchs ärmlich in einem von Frondiensten geprägten dörflichen Milieu auf. Seine Auffassungsgabe und sein gutes Gedächtnis fielen einem Verwandten der örtlichen Gutsherrschaft, dem Gutsherrn Ernst Haubold von Miltitz (1739–1774), bei einem Besuch in Rammenau auf: Er hatte eines Sonntags die kirchliche Predigt verpasst, woraufhin der zehnjährige Fichte gerufen wurde, von dem man versicherte, er könne die Predigt wiederholen. Daraufhin imitierte dieser den Pfarrer so perfekt, dass der Freiherr in seiner Entzückung dem Kind nach einer Vorbereitungszeit im Pfarrhaus zu Niederau den Besuch der Stadtschule in Meißen ermöglichte. Danach finanzierte ihm sein Förderer 1774 eine Ausbildung an der Landesschule Pforta bei Naumburg, verstarb jedoch im selben Jahr. Nach seiner Schulzeit zog Fichte 1780 nach Jena, wo er an der Universität ein Theologie-Studium begann, wechselte jedoch bereits ein Jahr später den Studienort nach Leipzig. Die Familie von Miltitz unterstützte ihn nun nicht mehr finanziell, er war gezwungen, sich durch Nachhilfeunterricht und Hauslehrerstellen zu finanzieren und brachte das Studium zu keinem Abschluss. In dieser aussichtslosen Lage bekam er 1788 in Zürich eine Stelle als Hauslehrer, die er aber nur zwei Jahre innehatte, da er der Auffassung war, dass man, bevor man Kinder erzieht, zuallererst die Eltern erziehen müsse. Dort verlobte er sich mit Johanna Marie Rahn (1755–1819), Tochter des Kaufmanns und Waagmeisters Johann Hartmut Rahn und Nichte des Dichters Klopstock. Anschließend ging er wieder nach Leipzig. Fichtes Plan, Prinzenlehrer zu werden, scheiterte. Seine zweite Idee, eine Zeitschrift für weibliche Bildung, lehnten mehrere Verleger ab. Trauerspiele und Novellen brachten ihm ebenfalls keine finanzielle Sicherheit. Übergang zur Philosophie In Leipzig lernte Fichte 1790 die Philosophie Immanuel Kants kennen, die ihn stark beeindruckte. Kant inspirierte ihn zu seiner am Begriff des Ich ausgerichteten Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre. Fichte sah eine rigorose und systematische Einteilung zwischen den „Dingen, wie sie sind“ und „wie die Dinge erscheinen“ (Phänomene) als eine Einladung zum Skeptizismus, den er verwarf. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Hauslehrerstelle in Warschau nahm Fichte Anfang November 1791 eine auf ein Jahr befristete Anstellung als Hauslehrer des Sohns des Ehepaars Louise von Krockow, geb. von Göppel, die mit Kant persönlich bekannt war, und Heinrich Joachim Reinhold von Krockow (1736–1796), Königl. Preußischer Obrist, im gräflichen Schloss Krockow in der Nähe der pommerellischen Ostseeküste an. Im selben Jahr besuchte er Kant in Königsberg, wo dieser ihm einen Verleger für seine Schrift Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) verschaffte, die anonym veröffentlicht wurde. Das Buch galt zunächst als ein lange erwartetes religionsphilosophisches Werk von Kant selbst. Als Kant den Irrtum klarstellte, war Fichte berühmt und erhielt einen Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Jena, den er 1794 antrat. Zuvor hatte er nach längerer Überlegung, ob eine Eheschließung ihm nicht die „Flügel abschneide“, 1793 Johanna Rahn geheiratet. Drei Jahre später kam Sohn Immanuel Hermann (1796–1879) zur Welt. In Jena lebte der berühmte Theosoph Jakob Hermann Obereit in Fichtes Wohnhaus. Fichte und Obereit waren beständig im Gespräch. Während seiner Jenaer Professur (1794–1799) wurde er zur Zielscheibe im so genannten „Atheismusstreit“. Ausgelöst wurde dieser Streit 1798 durch zwei Schriften, wobei nur eine (Über den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltregierung) von Fichte selbst stammt. Beide Schriften waren im Philosophischen Journal, dessen Herausgeber Fichte zusammen mit Friedrich Immanuel Niethammer zu dieser Zeit war, erschienen. Fichte wurde wegen Verbreitung atheistischer Ideen und Gottlosigkeit verklagt, erhielt einen Verweis und trat daraufhin zurück, wie er es zuvor angedroht hatte. 1805 bekam er den Lehrstuhl für Philosophie in Erlangen, 1807 war er Zensor der Hartungschen Zeitung in Königsberg, wurde aber auf Befehl des preußischen Generals Ernst von Rüchel entlassen. Wenige Jahre darauf, 1810, bekam er die Position des Dekans der philosophischen Fakultät und für kurze Zeit war er von 1811 bis 1812 Rektor der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. 1789 wurde Fichte in Zürich in den Freimaurerbund Modestia cum Libertate aufgenommen, in dieselbe Loge, in der auch Johann Wolfgang von Goethe freundschaftlich verkehrte. Später ließ er sich am 6. November 1794 als Mitglied der Freimaurerloge Günther zum stehenden Löwen in Rudolstadt annehmen und war auch nach seinem Umzug nach Berlin mit den dortigen Freimaurerkreisen verbunden. 1799 traf er auf Ignaz Aurelius Feßler und arbeitete nach seiner Annahme am 17. April 1800 mit ihm an der Reform der Großloge Royal York zur Freundschaft. Am 14. Oktober 1799 hielt er einen Vortrag über „den wahren und richtigen Zweck der Maurerei“. Am 13. und 27. April 1800 hielt er mehrere Vorlesungen, die später unter dem Titel Philosophie der Freimaurerei. Briefe an Constant erneuert und veröffentlicht wurden. Schon bald kam es zum Streit und Fichte trat am 7. Juli 1800 aus der Freimaurerei aus. Auch bei der Entstehung der Gesellschaft der freien Männer hatte er einen bedeutenden Anteil. In Berlin wurde er Mitglied der Deutschen Tischgesellschaft, ab Sommer 1811 deren „Sprecher“ (Vorsitzender). Hatte sich Fichte zuvor als Anhänger der Französischen Revolution bezeichnet, so profilierte er sich nun insbesondere durch die flammend patriotischen Reden an die deutsche Nation (als Text veröffentlicht bis 1808) als Gegner Napoleons. Fichte wurde damit zum Vordenker der Urburschenschaft. Ein utopisches Gesellschaftsmodell – eine Art sozialistische Gesellschaft auf nationalstaatlicher Grundlage – findet sich in dem Werk Der geschlossene Handelsstaat (1800). Tod Vermutlich Ende 1813 erkrankte seine Frau Johanna am sogenannten Lazarettfieber, das sie sich bei der Pflege verwundeter Soldaten zugezogen hatte. Auch Fichte sollte an dieser vom Kot von Kleiderläusen übertragenen Seuche erkranken, die vornehmlich unter der Bezeichnung Fleckfieber berüchtigte Bekanntheit erlangte und insbesondere im Kriegswinter 1813/14 in Mitteleuropa (unter anderem in Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Wiesbaden und Mainz) katastrophale Ausmaße annahm. Im Gegensatz zu seiner Frau konnte er sich von diesem Fieber nicht erholen. Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beerdigt. Die Ehrengrabstelle in der Abt. CH, G2 trägt ein Porträtmedaillon (Kopie) von Ludwig Wilhelm Wichmann. Sein Grabstein trägt einen Vers aus dem Buch Daniel (): Fichtes Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre Ein zentraler Kern in Fichtes Philosophie ist der Begriff des „absoluten Ich“. Dieses absolute Ich ist nicht mit dem individuellen Geist zu verwechseln. Später nutzte er die Bezeichnung „Absolutes“, „Sein“ oder „Gott“. Fichte beginnt in seiner Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre mit einer Bestimmung des Ich: Fichte ging es um die praktische Umsetzung seiner Philosophie, weshalb er die Errichtung eines lückenlosen philosophischen Systems als zweitrangig erachtete. Im Vordergrund stand für ihn die Verständlichkeit seiner Lehre. Er vertrat ein positives Menschenbild und ging davon aus, dass in jedem Menschen – und nicht nur im Gelehrten – der Grund echter Selbsterkenntnis (und damit auch Gotteserkenntnis) gelegt ist und der Philosoph lediglich auf diese verweisen muss. In seiner populären, z. T. polemischen Darstellungsweise schuf sich Fichte unter den Fachgelehrten viele Freunde, aber auch Feinde. In erbitterter Feindschaft stand er zu Friedrich Nicolai. Goethe urteilte skeptisch über Fichte, . Trotz späterer Ablehnung übte Fichte großen Einfluss auf Schelling und Hegel aus. Auch Hölderlin bekannte, Fichtes Vorlesungen aus seiner Jenaer Zeit viel zu verdanken. Einige Ideen Fichtes knüpfen an die Thesen des etwa 20 Jahre älteren Johann Gottfried Herder an. Fichtes Kantrezeption Fichte reagierte auf die Frage, wie theoretische und praktische Vernunft zusammenhängen, indem er antwortete, dass die beiden Teile der Vernunft in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Hierbei ist die praktische Vernunft der theoretischen übergeordnet. Letztere benötigt demnach die praktische Vernunft; diese aber ist autonom. Auch für Kant war die praktische Vernunft ein Vermögen des Willens – und damit autonom. Laut Fichte mündet diese Tatsache aber in seiner Theorie zur „Selbstsetzung“. Der Wille bringt, indem er sich ein Gesetz gibt, zugleich sein Wesen als „Vernunftwille“ hervor. Dieser Vernunftwille macht das aus, was wir sind – nämlich unser Ich. „Das absolute Ich ist, indem es sich setzt, und setzt sich, indem es ist.“ Aus diesem Grund kommt der praktischen Vernunft absolute Freiheit zu. Fichtes Idealismus ist daher eine Konsequenz aus dem Primat der praktischen Vernunft. Der Kritik am transzendentalen Argument bei Kant entzieht sich Fichte, indem er die praktische Vernunft zur Bedingung für die theoretische Vernunft erklärt. Hierbei geht er von der „Handlung“ des Urteilens aus und schließt mithilfe einer transzendentalen Begründung auf das sich setzende Ich als Bedingung hierfür. Alles Urteilen ist Handeln des menschlichen Geistes. Diesem liegt der Satz „Ich bin“ zugrunde. Das „schlechthin gesezte und auf sich selbst gegründete“ ist der Grund des Handelns. Um dem Vorwurf zu entgehen, dass wir eventuell gar nicht urteilen, sondern nur glauben zu urteilen, führte Fichte die „intellektuelle Anschauung“ ein. Sie ist auch praktisch zu verstehen als „Anschauen seiner selbst im Vollziehen eines Acts“. Wenn wir urteilen, beobachten wir uns nicht, sondern stellen handlungsorientierte Fragen. Diese Fragen gehen von der Annahme aus, dass der Mensch ein Vernunftwesen ist. Würde das nicht zutreffen, könnte er nicht urteilen, was nicht vorstellbar ist. Gleichwohl vertrat Fichte die Auffassung, auch wenn der Mensch nicht an den Bedingungen vernünftigen Urteilens zweifeln könne, folge daraus nicht, dass er diese Bedingungen tatsächlich erfüllt. Die schärfste Abgrenzung zu Kant vollzog Fichte mit seiner Ablehnung der Konzeption eines „Dinges an sich“. Nur so kann in seinen Augen die absolute Freiheit des Ichs bewahrt werden. Das „Ding an sich“ wird bei Fichte lediglich zu einem „Anstoß“, einem irrationalen Faktum innerhalb des Ich, welches das Ich zu bewältigen versucht. Die Folge ist der Ausschluss aus dem Ich, gleichsam hinaus in die Welt als „Nicht-Ich“. Ist das absolute Ich demzufolge also ein „Ding an sich“ auf der Seite des Subjekts? Fichtes Antwort: Nur wenn es „erscheint“. Das absolute Ich existiert nur im Handeln. In seiner philosophischen Reflexion wird das absolute Ich zu etwas Objektivem, eine andere Entität der realen Welt gibt es nicht. Jenaer Philosophie Da Fichte die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre schnell als unzureichend und ergänzungsbedürftig ansieht, macht er sich auf dem Höhepunkt seiner Jenaer Periode nahezu zeitgleich an eine neue Ausarbeitung der Wissenschaftslehre (unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo) und an eine erste Ausarbeitung der praktischen Philosophie (in der Grundlage des Naturrecht und der Sittenlehre). Inhaltlich stellt sich seit der Grundlage der gesamten Wissenschaftlehre die Frage, warum das absolute Ich, welches autonom ist, auf einen „Anstoß“ reagiert. Fichte macht deutlich, dass das absolute Ich nur ist, wenn es sich seiner selbst bewusst wird. Dies kann nur geschehen, wenn es mit Material konfrontiert wird, auf das es zu reagieren hat. Würde es zu keinem Kontakt kommen, würde das Ich „ganz in seiner Tätigkeit aufgehen“. Um aber zu sein – und damit auch ein Selbstbewusstsein zu entwickeln –, muss es sich für den „Anstoß“ öffnen und dafür Sorge tragen, dass der „Stein des Anstoßes“ erhalten bleibt. Nach Fichte kann das Ich demnach als ein unendliches Streben nach Autonomie verstanden werden. Der „Anstoß“ ist hierbei gleichsam nur notwendige Bedingung des Selbstbewusstseins, keine hinreichende. Die weiteren Bedingungen für das Selbstbewusstsein finden sich in den jeweiligen Teildisziplinen der Wissenschaftslehre, die Fichte unterscheidet: Naturlehre, Rechtslehre, Sittenlehre und Religionslehre. Erstere hat Fichte, aufgrund des von ihm entwickelten Primats der praktischen Vernunft, nie ausgearbeitet. Die Wissenschaftslehre nova methodo Nachdem Fichte durch seine Vorlesungen über die Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre in kürzester Zeit bekannt geworden ist, sieht er seine Philosophie bald mit verschiedenen Einwänden und Nachfragen seiner Zeitgenossen konfrontiert. Zunehmend wird er unzufrieden mit seinem ersten Entwurf der Wissenschaftslehre. Statt den Text der Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre zu revidieren, entschließt er sich, die Wissenschaftslehre vollkommen neu auszuarbeiten. Das Ergebnis trägt er unter dem Namen Wissenschaftslehre nova methodo ab 1796 in Vorlesungen vor, die heute jedoch nur noch als Mitschriften überliefert sind. Dennoch wird die Wissenschaftslehre nova methodo in der neueren Fichteliteratur zunehmend als beste und verständlichste Fassung der fichteschen Wissenschaftslehre angesehen. Inhaltlich bemüht sich Fichte darum, von seinen Zeitgenossen formulierte Einwände zu widerlegen und die Wissenschaftslehre stringenter und nachvollziehbarer vorzutragen. Verschiedene Themenbereiche – etwa die Behandlung der Frage, wie es vom einheitlichen absoluten Ich zur Pluralität individuellen Bewusstseins kommen kann – kommen gegenüber der ersten Behandlung der Wissenschaftslehre neu hinzu. Fichtes Rechtslehre In seinen Grundlagen des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1796/1797 (§ 8) bestimmte Fichte die Funktion des Rechts ähnlich wie Kant: Das Beisammenstehen der Freiheit mehrerer sei Doch schloss für ihn eine vernünftige Ordnung der Freiheit auch eine angemessene Verteilung gemeinschaftsbedingter Chancen und Güter ein. Für Fichte wird die Beziehung zwischen dem Selbstbewusstsein und – sozusagen – der Welt präzisiert. Das Bewusstsein kann sich nur als frei handelndes Wesen begreifen, wenn es „den Begriff eines frei handelnden Wesens auf sich anwenden kann.“ Das kann es nur, wenn andere das Selbstbewusstsein auffordern etwas zu tun und gleichzeitig(!) die Freiheit eingestehen, dieser Aufforderung nicht nachzukommen. Da dieser Vorgang reziprok ist, folgt, dass das Sein des Selbstbewusstseins von der Anerkennung der Freiheit anderer abhängt. Es wird deutlich, dass sich Fichte nicht auf das Moralgesetz als die bindende Kraft des Rechts versteht, sondern das Eigeninteresse des selbstbewussten Ichs. Ein Rechtsverhältnis entsteht demnach aufgrund der bloßen Existenz eines Nicht-Ichs. Auch Fichte definiert, wie so mancher Philosoph vor ihm, den Staat als Ausdruck des absoluten Willens, dessen Absicht es ist, die Freiheit und Rechte seiner Bürger zu garantieren. Kollektives Handeln und individuelles Handeln werden mit dem Ausdruck „sittliches Handeln“ in Eins gesetzt. Freiheit in der Geschichte sei nach Fichte die mehr oder weniger sittliche Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse der verschiedenen Völker. Fichtes Philosophie lässt sich als ethischer Idealismus bezeichnen, wenn man voraussetzt, dass nur der Staat Rechtsverhältnisse zwischen sich und den Bürgern bzw. unter den Bürgern schafft und dabei Beschränkungen seiner Bürger zugunsten eigener materieller Zwecke vornimmt. Fichtes Sittenlehre Im System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre von 1798 geht Fichte davon aus, dass das Selbstbewusstsein des absoluten Ichs nur sein kann unter der Bedingung des Bewusstseins des Sittengesetzes. Hierbei ist sich das Ich des Sittengesetzes niemals in abstracto bekannt, sondern „immer in Form konkreter Aufgaben und Pflichten der Welt“. Das Ich kann sich nur eine Tätigkeit zuschreiben, wenn diese mit der kausalen Wirklichkeit einer ihm unabhängigen Welt verbunden ist. Dies wiederum ist nur möglich, wenn es sich einen Körper zuschreibt. Da dieser Körper Teil der Welt ist, unterliegt er auch den Naturtrieben. Das Sittengesetz untersucht nun die Bedingungen der Manifestation eines zugleich verkörperten und von Naturtrieben beherrschten Ich. Fichtes Religionslehre Fichte hinterließ keine systematisch ausgearbeitete Religionsphilosophie. Im Atheismusstreit, den Friedrich Karl Forberg mit einem Artikel im Philosophischen Journal mit einem zustimmenden Nachwort von Fichte 1798 ausgelöst hatte, postulierte Fichte mit Forberg, die Existenz Gottes sei nicht notwendig für die Errichtung einer moralischen Wertordnung, allerdings sei der Glaube an Gott, verbunden mit einer göttlichen Moral, unumgänglich. Während Kant von der Existenz Gottes ausging und seine These untermauerte, die Existenz Gottes sei notwendig im Hinblick auf die Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Handelns, sah Fichte nur die Notwendigkeit zu einer „moralischen Weltordnung“. Diese müsse nicht zwingend auf eine höhere Instanz – also Gott – zurückgeführt werden. Die aktive Weltordnung selbst () könne man als Gott bezeichnen. Wer dies aber tut, der „verkennt die unmittelbare Beziehung des Gottesbegriffs zum moralischen Bewusstsein“ und ist, so Fichte, „der wahre Götzendiener und Atheist.“ Beitrag zur Französischen Revolution (1793) Deutlich wie wenige Denker und Politiker des damaligen Deutschland begrüßt Fichte die Französische Revolution. Er sieht in ihr nicht nur moralische Gründe, sondern auch einen rechtmäßigen Fortschritt zu mehr Gleichheit und Freiheit. Seine beiden Revolutionsschriften von 1793 (Zurückforderung der Denkfreiheit von den Fürsten Europens, die sie bisher unterdrückten und Beiträge zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die Französische Revolution) griffen in die öffentlichen Debatten ein. Er begründet die Rechtmäßigkeit der Revolution in Anlehnung an Jean-Jacques Rousseaus Contrat social mit dem Argument, dass es ein „unveräußerliches Recht des Menschen“ sei, einen Gesellschaftszustand „aufzuheben“, der zu einem System der Unterdrückung verkommen ist. Denn dieser behindere den geistigen Fortschritt des Menschengeschlechts, welcher zum wahren Endzweck des Menschen hinzuführen habe, zu seiner Autonomie: „völlige Unabhängigkeit von allem, was nicht Wir selbst, unser reines Selbst ist“. Aus dem Kontrast zwischen dem wahren Endzweck des Menschen und der realen Verfasstheit der zeitgenössischen Staaten, welche diesem Endzweck vollkommen entgegengesetzt sind, entwickelt Fichte die tiefere, philosophische Legitimität der Veränderung der Staatsverfassung. Fichtes Kritik am Judentum Im Werk Fichtes finden sich diverse despektierliche Äußerungen über Juden, die in der Fachliteratur als „judenfeindliche Ausfälle“ und „antijüdischer Affekt“ bezeichnet werden. Micha Brumlik etwa ist der Ansicht, Fichtes Positionen beinhalteten sowohl christlich-philosophischen Antijudaismus als auch politisch-säkularen Antisemitismus, und verglich letzteren mit dem von Adolf Hitler sogenannten „Antisemitismus der Vernunft“, der einen notwendigen, vollständigen Ausschluss der Juden aus einer zu schaffenden, besseren Gesellschaft propagierte. In der Sekundärliteratur finden sich allerdings auch differenzierendere Einschätzungen, insbesondere wenn das Gesamtwerk Fichtes betrachtet wird. Besonders drastisch äußert sich Fichte in Beiträge zur Berichtigung der Urtheile des Publicums über die französische Revolution von 1793. Er greift darin sowohl die Juden mit harschen Worten an, als auch das Militär und den Adel. Das Judentum sei ein „Staat im Staate“ und würde sich absondern. Die Juden, körperlich schlaff, hätten einen egoistischen Handelsgeist. Sie würden die übrigen Bürger übervorteilen, seien nur auf sich und ihre Sippe bedacht. Fichte übernimmt größtenteils die damals vorherrschenden Vorurteile, prangert aber vor allem immer wieder die angeblich separatistische Einstellung dieser Religion an. Oft zitiert wird die folgende Fußnote: In seiner 1794 erschienenen Streitschrift Eisenmenger der Zweite polemisierte Saul Ascher gegen die judenfeindlichen Äußerungen Fichtes, dem er den Namen des seinerzeit bekannten Judenfeindes Johann Andreas Eisenmenger, des Autors des Pamphlets Entdecktes Judentum, beilegte. Mit Fichte sei eine neue Dimension des säkularen Judenhasses zu verzeichnen. Mit David Veit lernte Fichte einen Vertreter der jüdischen Aufklärung Haskala kennen und schätzen. Als Rektor der Berliner Universität trat er kompromisslos und gegen allgemeinen Widerstand für einen zu Unrecht vom Senat der Universität bestraften und mit Relegation bedrohten jüdischen Studenten ein. Während vielfach eine „liberal-progressive“ Rezeption Fichtes – auch unter jüdischen Intellektuellen – vorherrschte, entwickelte sich später, insbesondere im Gefolge des Ersten Weltkrieges, auch eine „völkisch-nationalistische“ Rezeption. Dabei gewannen sowohl die Grundzüge als auch die Reden Fichtes erneut an Bedeutung, indem sie in den Dienst des nationalistischen Pathos und der Judenhetze gestellt wurden. Die Nationalsozialisten nahmen dabei Fichte zur Begründung ihrer Ideologie in Anspruch. Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) In den Grundzügen des gegenwärtigen Zeitalters entwickelt Fichte Ansichten zu einer Geschichtsphilosophie. Tragender Gedanke dieser Geschichtsphilosophie ist die Entwicklung der Menschheit von der Unfreiheit zur Freiheit. Parallel zu jener inneren Entwicklung der Individuen, gehe die äußere Entwicklung ihrer Position und Bestimmung im Staate von der Rolle des Untertan hin zum freien Bürger. Im Vordergrund steht ein Entwicklungsmodell, das die Geschichte in fünf Epochen unterteilt, wobei Fichte seine eigene Epoche als das „Zeitalter der vollendeten Sündhaftigkeit“ verstand, während die Grundzüge die künftigen Epochen einleiten sollten. Diese Epochenentwicklung vollziehe sich in folgenden Stufen: 1. Instinktive Vernunft: Stand der Unschuld des Menschengeschlechts; 2. Äußerlich erzwungene, jedoch nicht durch Gründe überzeugende Autorität: Stand der anhebenden Sünde; 3. Emanzipation von jeder äußeren Autorität, Herrschaft des nackten Erfahrungsbegriffs: Stand der vollendeten Sündhaftigkeit; 4. Rückkehr der freien, innerlichen Vernunft, wo die Wahrheit als das höchste erkannt und geliebt wird: Stand der anhebenden Rechtfertigung; 5. Verwirklichung der freien, innerlichen Vernunft in allen äußeren Lebensbereichen, wo die Menschheit sich selber als Abdruck der Vernunft aufbaut: Stand der vollendeten Rechtfertigung und Heiligung. Reden an die deutsche Nation (1808) Die Reden an die deutsche Nation verstehen sich als Fortsetzung der Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters. Drei Jahre nach diesen Vorträgen erklärt Fichte das Ende der dort beschriebenen dritten Epoche, die er in den Reden … als die Epoche der Selbstsucht bezeichnet. Durch die Besetzung Deutschlands durch die napoleonischen Truppen sei diesem mit der Selbständigkeit gleichzeitig der Gehalt der Selbstsucht verloren gegangen. Es müsse ein neues Selbst gesucht werden, welches über die Nation hinausgehe. Dieses sei die Vernunft. In den Reden ruft Fichte im Bereich der Bildung zu einer Nationalerziehung nach dem Vorbild von Johann Heinrich Pestalozzi auf, die das menschliche Verhältnis zur Freiheit in der Vernunft- und Werterziehung verankern soll. Auch hier geht es wieder um die sittliche Bildung zur Freiheit, zur Selbständigkeit, zur Veredelung. In dieser Erhebung zur Vernunft, zum wahren Selbst, welches in der allgemeinen Vernunft zu finden ist, die jede Nation übersteigt, entfällt für Fichte auch die mögliche Feindschaft zu anderen freien Individuen und Nationen, denn der so gebildete Mensch strebe danach, seine Mitmenschen zu achten, und liebe ihre Freiheit und Größe, während ihn ihre Knechtschaft schmerze: „Aber es ist schlechthin unmöglich, dass ein solches Gemüt nicht auch außer sich an Völkern und einzelnen ehre, was in seinem Innern seine eigne Größe ausmacht: die Selbständigkeit, die Festigkeit, die Eigentümlichkeit des Daseins.“ In den Reden finden sich mit einer klar konturierten Ausdifferenzierung der Menschheit in nicht gleichwertige Sprach- und Kulturgemeinschaften sowie dem grundsätzlichen Streben nach deren Reinheit Ansätze einer rassistischen Theoriebildung. Würdigung Den Namen Fichtes tragen Johann-Gottlieb-Fichte-Preis der Humboldt-Universität zu Berlin Fichte-Gymnasien und -Schulen in mehreren deutschen Städten Straßen in vielen Ortschaften Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Fichtegasse in Wien Fichtestraße in der Gartenstadt von Freiburg im Breisgau Siedlung am Fichteplatz in Mainz mehrere deutsche Sportvereine, die in der Arbeitersportbewegung verwurzelt sind, z. B. der VfB Fichte Bielefeld J. G. Fichte, Fracht- und Ausbildungsschiff der Deutschen Seereederei Zwei Denkmäler, ein Park und ein Museum (im Barockschloss Rammenau) im Fichte-Geburtsort Rammenau Fichteturm und Fichtepark in Dresden-Plauen 5-DM-Gedenkmünze zum 150. Todestag (→ 5. Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland) 10-Mark-Gedenkmünze zum 175. Todestag 70-Cent-Sondermarke zum 250. Geburtstag 2012 Die Pflanzengattung Fichtea aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte. Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung 1996 wurde die der rechtskonservativen Partei Die Republikaner nahestehende Johann-Gottlieb-Fichte-Stiftung e.V. gegründet, die sich nach eigenen Angaben der Vermittlung von traditionellen Werten im Sinne des Philosophen widmet. Werke (Auswahl) Wissenschaftslehre Die Wissenschaftslehre, Fichtes Hauptwerk, wurde von ihm mehrfach überarbeitet. u. a.: Über den Begriff der Wissenschaftslehre oder der sogenannten Philosophie (1794) () Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre (1794/1795) Wissenschaftslehre nova methodo (1796–1799) Versuch einer neuen Darstellung der Wissenschaftslehre (1797/1798) Die Wissenschaftslehre (1804) sowie folgende Ausgaben (1812) und (1813). Weitere Werke Versuch einer Critik aller Offenbarung (1792) Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die französische Revolution (PDF; 1 MB) (1793) Einige Vorlesungen über die Bestimmung des Gelehrten (1794) Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere (1796) Das System der Sittenlehre nach den Principien der Wissenschaftslehre (1798) Appellation an das Publikum über die durch Churf. Sächs. Confiscationsrescript ihm beigemessenen atheistischen Aeußerungen. Eine Schrift, die man zu lesen bittet, ehe man sie confsicirt (1799) Der geschlossene Handelsstaat. Ein philosophischer Entwurf als Anhang zur Rechtslehre und Probe einer künftig zu liefernden Politik (1800) Die Bestimmung des Menschen (1800) Friedrich Nicolais Leben und sonderbare Meinungen (1801) Philosophie der Maurerei. Briefe an Konstant (1802/03) Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters (1806) Die Anweisung zum seligen Leben oder auch die Religionslehre (1806) Ueber das Wesen des Gelehrten, und seine Erscheinungen im Gebiete der Freiheit (1806) Reden an die deutsche Nation (1807/1808) () Das System der Rechtslehre (1812) Literatur Ausgaben Grundlage der gesammten Wissenschaftslehre : als Handschrift fuer seine Zuhoerer, Leipzig: Gabler, 1794 () Grundlage des Naturrechts nach Prinzipien der Wissenschaftslehere. (1796). Neudruck auf der Grundlage der 2. von Fritz Medicus hrsg. Auflage von 1922; 3. Nachdruck mit überarbeiteten Quellennachweisen und Personenregister, Hamburg 1979 (= Philosophische Taschenbücher. Band 256). Gesamtausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 42 Bände, hrsg. von Reinhard Lauth, Erich Fuchs und Hans Gliwitzky. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1962–2011, ISBN 3-7728-0138-2 Fichtes Werke. 11 Bände. Hrsg. v. Immanuel Hermann Fichte, Nachdruck der Ausgaben Berlin 1845/46 und Bonn 1834/35, Berlin 1971. ISBN 3-11-006486-3 Fichte im Kontext. Werke auf CD-ROM. Berlin 32002, ISBN 3-932094-25-5. Werke in 2 Bänden. Hrsg. Wilhelm G. Jacobs, Peter L. Oesterreich, Frankfurt a. M. 1997. ISBN 978-3-618-63073-9 Die Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters, Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1978, Philosophische Bibliothek Band 247. ISBN 3-7873-0448-7 Jacobi an Fichte, Text 1799/1816 im Vergleich, Istituto Italiano per gli Studi Filosofici, Neapel 2011 (deutscher Text, Einleitung von Marco Ivaldo, Noten, Kommentar, Appendix mit Texten von Jacobi und Fichte, italienische Uebersetzung von Ariberto Acerbi, mit Register und Bibliographie), ISBN 978-88-905957-5-2. Sekundärliteratur Immanuel Hermann Fichte: Johann Gottlieb Fichte's Leben und Litterarischer Briefwechsel. 2 Bände. Seidel, Sulzbach 1830–1831 Erster Theil Digitalisat Zweiter Band Digitalisat Adolf Trendelenburg: Zur Erinnerung an Johann Gottlieb Fichte. 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Lebensbild eines deutschen Denkers und Patrioten für das deutsche Volk. Geschildert von. Levy & Müller, Stuttgart 1877 Friedrich Zimmer: Johann Gottlieb Fichte's Religionsphilosophie nach den Grundzügen ihrer Entwicklung. Halle 1877 (Halle-Wittenberg, Univ., Diss. 1877) Digitalisat Fritz Medicus: Fichtes Leben. 2. Aufl. Felix Meiner, Leipzig 1922 Fuchs, Erich: J. G. Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen. Bände 1-7. frommann-holzboog, Stuttgart 1978–2012. Manfred Buhr (Hrsg.): Wissen und Gewissen. Beiträge zum 200. Geburtstag Johann Gottlieb Fichtes. 1762–1814. Akademie Verlag, Berlin 1962 Wilhelm Gustav Jacobs: Johann Gottlieb Fichte mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1984 (Rowohlts Monographien 336) Christoph Asmuth: Das Begreifen des Unbegreiflichen. Philosophie und Religion bei J. G. Fichte. Frommann-Holzboog, Stuttgart 1999. ISBN 3-7728-1900-1 Peter Baumanns: J. G. Fichte. 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Wismar - Hansestadt-Unesco-Weltkulturerbe - Reiseberichte & Tipps Vom Süden kommend über Frankfurt - Hannover auf der A7 über Hamburg, geht es weiter auf die A1 über Lübeck, dann auf die A20 Richtung Rostock. Um ins Stadtzentrum zu kommen, Ausfahrt 8 Wismar-Mitte nehmen. Ca. 550 km und 5,5 Std. Fahrtzeit bis zum Ziel. Stellplatz für Wohnmobile direkt am Westhafen, Schiffbauerdamm 12, 23966 Wismar - Altstadt zu Fuss erreichbar- GPS: 53.894250 B , 11.452100 L www. wohnmobilpark-wismar.de Die UNESCO-Welterbe und Hansestadt Wismar ist geprägt von Hafen, Fischerei und Hanse, den sorgsam restaurierten Bürgerhäusern, dem einzigartigen Marktplatz mit seinen Cafés, den Denkmälern der Backsteingotik und Kopfsteinpflaster. Mit 10.000 m² Fläche ist der Marktplatz einer der größten in Norddeutschland. Hier befindet sich auch das Rathaus. 1807 stürzte der linke Flügel des spätgotischen Vorgängerbaus ein. Das Rathaus wurde im klassizistischen Stil von 1817 bis 1819 wiederaufgebaut. Die noch brauchbaren gotischen Gebäudereste wurden in den Neubau miteinbezogen. Zu bewundern ist dort die von 1580 bis 1602 nach den Plänen des niederländischen Baumeisters Philipp Brandin aus Utrecht im Stil der holländischen Renaissance erbaute Wasserkunst, die bis 1897 zur Trinkwasserversorgung der Stadt diente. Heute ist der Brunnen nur noch eine wundeschöne Sehenswürdigkeit. Am Marktplatz steht auch der „Alte Schwede“, der um 1380 erbaut wurde. Früher ein Wohn- und Geschäftshaus, seit 1878 eine Gastwirtschaft, die den Namen „Alter Schwede“ trägt. (Zur Erinnerung an die Wismarer Schwedenzeit von 1648 bis 1803). Weiter geht's zur Krämerstraße. Hier steht das Stammhaus der Karstadt AG, 1881 von Rudolph Karstadt gegründet, mit nur einem Angestellten. Er führte auch die damals noch unübliche Geschäftspolitik der Barzahlung ein. Die Krämerstraße mit ihren vielen sehenswerten Giebelhäusern weist auf die früheren "Krämerläden" hin.Das Schabbellhaus ebenfalls von Philipp Brandin als Brauhaus und Wohnhaus für den späteren Wismarer Bürgermeister Hinrich Schabbell errichtet, wurde leider renoviert und von Bauzäunen verdeckt. Die Kirchen in Wismar Die Silhouette der Stadt wird geprägt von drei mittelalterlichen Backsteinkathedralen. St. Nikolai, St. Georgen und St. Marien Kirche. St. Nikolai war die Kirche der Schiffer und Fahrensleute. Ihr hohes Mittelschiff ist das vierthöchste Kirchenschiff Deutschlands mit 37 m. Im 14. Jahrhundert begann man mit dem Bau der heutigen Kirche. 1703 fiel der Turm einem Orkan zum Opfer. Durch den Einsturz wurden auch große Teile der Inneneinrichtung zerstört, die anschließend im Barockstil ersetzt wurden. Die Kirche beherbergt eine Vielzahl von kunstvollen Ausstattungsstücken. Die St. Georgen Kirche ist eine der 3 Großkirchen in Wismar in norddeutscher Backsteingotik. Die Ursprünge der St. Georgen-Kirche liegen in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Iin ihrer heutigen Form entstand sie etwa zwischen etwa 1440 und 1550 als dreischiffige Basilika mit Querhaus und war die Kirche der Handwerker und Gewerbetreibenden. Der Turm wurde nie vollendet. Die Kirche mehrfach verändert und 1594 fertig gestellt. Im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt. Seit 1990 findet der Wiederaufbau statt. Auf dem 36 Meter hohen Turm kann man einen 360° Ausblick über die Stadt und die Umgebung genießen. Die Sankt Marienkirche liegt im Zentrum der Altstadt zwischen Marktplatz und Fürstenhof und ist die höchste der drei Stadtkirchen. Die ehemalige Hauptpfarrkirche & Ratskirche wurde wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Über die bereits vorhandene Kirche wurde Anfang des 14. Jahrhunderts eine doppelt so große und doppelt so hohe Kirche errichtet. Der 80 Meter hohe Turm der Marienkirche ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen und gehört zu den ältesten Bauwerken Wismars.Im 2. Weltkrieg wurde die Kirche beschädigt und 1960 gesprengt. Bis dahin galt sie als eine der schönsten Backsteinkirchen im norddeutschen Raum. Sie gehört zwar nicht zu den Wichtigsten, aber vielleicht zu den schönsten Kirchen Wismars. Der einschiffige Bau stammt im Wesentlichen aus dem 1. Drittel des 14. Jahrhunderts. Seine wuchtigen Pfeiler wurden am Ende des 16. Jahr- hunderts zur Stützung der Mauer angebracht, sie bestimmen bis heute das Straßenbild der Lübschen Straße. Im hellen Innenraum fasziniert eine barocke Balkendecke aus dem Jahre 1687, die alttestamentarische Szenen zeigt. Direkt darunter überspannen elf gotisch bemalte Balken den Raum und halten die Außenmauern zusammen. Von der Hofseite hat man einen besonders schönen Blick auf die Kirche. Das Archidiakonat Um 1450 wurde es als ehemaliges Wohnhaus des Archidiakons (bischöflicher Stellvertreter in der Kirche des Mittelalters) im Stil der norddeutschen Backsteingotik errichtet. Wie auch viele andere gotische Bauwerke rund um den Marienkirchturm wurde das Archidiakonat im letzten Weltkrieg stark beschädigt und mit erheblichem Aufwand rekonstruiert. Der Staffelgiebel an der Nordseite ist von besonderer Bedeutung und mit Windlöchern verzierte, was insbesondere bei Sonnenschein sehr schön aussieht. Von 1256 bis 1358 war der Fürstenhof die Hauptresidenz der mecklenburgischen Herzöge. Er setzt sich aus zwei rechtwinklig zueinander stehenden Flügeln zusammen. Das „Alte Haus“, (Westflügel) entstand 1512/13 und ist noch den spätgotischen Gestaltungsprinzipien erbaut. Das „Neue Haus“ in den Jahren 1553 bis 1555 wurde im Stil der italienischen Renaissance erbaut und mit plastischem Kalkstein- und Terrakottaschmuck reich verziert. Die drei Geschosse werden durch figürliche Friese voneinande runterschieden. Auch die Portale der Tordurchfahrt wurden reich verziert. Nachdem Wismar an die schwedische Krone 1648 fiel, wurde das höchste schwedische Gericht (Tribunal) im Fürstenhof für die schwedischen Besitzungen in Norddeutschland eingerichtet. Und heute zeugt das Schild "Amtsgericht" wohl davon, daß hier noch immer "Recht" gesprochen wird. Nachdem ich die Stadt von oben und von unten angesehen habe, gönne ich mir im Hotel einen Aperol Spritz. Den habe ich mir redlich verdient. Prost! Wer nicht nur WISMAR ansehen will, sondern auch Lust hat die Gegend zu erkunden, der geht weiter auf Erkundungstour. z.B. nach Schwerin, Warnemünde oder Boltenhagen.Tipps s. Reisebericht Wismar
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