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45 zur Kurzweil heruntergeholt hatten, stolzierten längst groß, frech und struppig mit gestutzten Flügeln aus der Brustwehrkrone unsres Grabens entlang, kra- kehlten mit den Posten, hieben mit den dreisten Krummschnäbeln nach den blanken Mündungen der Gewehrläufe oder revidierten die Kochgeschirre und Trinkbecher bei den Ruhebänken der Mannschaften. Im heißen Sande sonnten sich Kreuzottern und Kupfernattern, die den Fröschen auf der kühlen Grabensohle nachstellten. Der wunde und aus geholzte Wald strömte starken Harzgeruch aus. Die Sumpfwiesen wucherten von fettem Grün, und von den sonnentrocknen Moorbreiten schwelten rote Torfbrände durch die weißen Juninächte. Die Luft glimmerte und zitterte tagsüber von Sonne, und rasch heraufziehende Gewitter ent luden sich krachend über den schwankenden Föhren kronen. Von Galizien grollten die Donner neuer ge waltiger Kämpfe herüber, und in die Riesenglieder der Hindenburgarmee, die in eiserner Ruhe erstarrt schienen, kam ein Recken und Strecken, bis die end lose Front von lärmendem Kampsgetöse erdröhnte. Wir lagen noch immer abwartend hinter unsren Verhauen, aber wir lauerten nur noch auf den Be-
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1918
Der Wanderer zwischen beiden Welten
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von Lichtung zu Lichtung herauf- und hinunterstoben. Die papageienbunten Mandelkrähen schwangen sich über das dunkle Grün der Fichten und ließen die Sonne in ihrem farbigen Gefieder aufblenden. Fern hinter dem breiten Stahlschilde des Sajno-Sees ver dämmerten im Sonnendunst des Horizonts violette Zichorienfelder und die weißen Teppiche üppig blühender Margaretenwiesen. Die blaue Netta gluckte leise aus prangendem Grün und buntem Schaumkraut herüber. Am Spätabend rauschte und klirrte der Marsch der ablösenden Landwehrkompanie durch den still gewordenen Wald. Mit den Unterständen und Gräben zugleich übernahmen die Landwehrleute von unsern Musketieren das lebendige Erbe der zahmen Krähen und halbflüggen Blauraken. Gute Wünsche herüber und hinüber, dann rückte die Kompanie ab. Im Waldesdunkel intonierte die Kompaniekapelle, deren Instrumente zumeist sehr sinnreich aus Blechbüchsen und Telephondraht her gestellt waren, das „O Deutschland, hoch in Ehren!", und Gruppe um Gruppe fielen die Mannschaften ein. Unter Lachen und Singen ging es der un gewissen Zukunft entgegen. Die Nacht verbrachten wir auf Stroh in den 5ö
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Freundschaft mit mir hielt; der merkte immer zuerst, wenn ich nicht mittat. .Ernstel, schläfst du auch?' fragte er dann jedesmal, und wir wußten alle beide, daß sein Spott auf unsicher« Beinen stand. Ich knurrte auch nur, .Laßt mich zufrieden', oder so. Sie wußten recht gut, wenn ich nichts von ihnen wissen wollte, und das paßte ihnen nicht. Es dauerte dann meistens auch gar nicht lange, bis einer eine Schnurre erzählte, über die ich mitlachte. Und dann hatten wir die lustigsten Stunden." Cr erzählte das ganz schlicht und mit so herz gewinnender Nachfreude, daß man unwillkürlich die - Kraft spürte, die sein Wesen auf grobe und feine Herzen übte. Ich verstand ganz seine „großen Kerls", die ihn „gern hatten" und denen das Lachen ohne ihn schal war. Viel später, in den Wäldern von Augustow, hat er mir dann zuweilen Briese seiner alten Kameraden zu lesen gegeben, denen er selbst fleißig schrieb. Darunter war auch einer seines Breslauer Sozialdemokraten. Der sing mit „Lieber Herr Leutnant" an, und ziemlich un vermittelt stand zwischen allerlei Nachrichten: „Seit Sie fort sind, sind unsre Gespräche nicht besser ge worden. Über viele Witze würden Sie nicht lachen, und wir dann auch nicht." Es mag, auch in Deutsch- 18
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Russenkasernen von Augustow. In den nächsten Tagen ging's über Suwalki nach Kalvarja weiter. Auf diesen ersten Märschen, die den im monate- langsn Stellungskrieg eingerosteten Knochen der Leute recht sauer wurden, erwies sich der junge Wandervogel als frischer Helfer. Ohne viel Er mahnen, Schelten und Antreiben wusjte er durch ein rasches Scherzwort hier und dort einen nieder- hängenden Kopf zu heben, während er mit leichtem, festem Schritt an der marschierenden Kolonne herauf- und herunterging. Bot ihm einer der berittenen Offiziere während des Marsches ein Pferd an, so schlug er's aus; als Zugführer marschierte er mit seinen Leuten. Von einem Gaul herunter, der ihm nicht zustand, die müden Gruppen anzutreiben, das lag ihm nicht. Etwas Festes und Festliches war immer in seinem Gang, das jeden gern nach ihm hinschauen ließ. Unweit Kalvarja wurden die Marsch kolonnen des Bataillons von der russischen Artillerie- beobachtung bemerkt, und über die auf kurze Strecke eingesehene Straße fegten krachend die Spreng ladungen berstender Schrapnells. Hart neben den ziehenden Kolonnen schleuderten einschlagende Gra naten die schwarze Erde baumhoch empor und wühlten mächtige Trichter auf. Die Kompanien l>»
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Kompanie den Abzug des Gegners erkundet. Darauf war jeder Mann der Kompanie stolz. Wir wurden mit einer Patrouille nochmals vorgeschickt, um an der Szeszupa-Brücke den Flußübergang zu decken. Aber die Brücke dröhnte schon unter marschierenden Kolonnen, Pferdehufen und Rädern. Kavallerie- und Jnfanteriepatrouillen fühlten bereits weit vor aus vor. Wir warfen die Kleider ab, badeten im Flusse und erwarteten das Bataillon. Es war für Monate unser letztes Bad. Der gefangene Sergeant hatte ausgesagt, daß sein Regiment weiter rückwärts an der Bahnlinie bei Krasna wieder feste Stellung bezogen habe. Diese Angabe erwies sich als richtig. Die Nückzugs- straße des Gegners, aus der wir alsbald vor marschierten, war von weggeworfenen Patronen besät und stellenweise in ihrer ganzen Breite tief aufgerissen und zerstört, um das Vorankommen unsrer Geschütze und Fahrzeuge zu hindern. Aber die Wälder längs der Straße hatten Stammholz genug, um die Gräben im Augenblick zu überbrücken. Im Walde kurz vor dem langgestreckten Dorfe Warthi krepierten die ersten russischen Schrapnells über der Straße, auf der unser Bataillon marschierte. Die Kompanien zogen sich in Gefechtsbereitschaft nach e?
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bsfenen Blick und seiner frohen Gebärde. Seine Seele war weit und voll Sonne, und er las die Bibelstellen nicht anders als in dem hellen, starken Geiste, mit dem wir Kriegsfreiwilligen den Mond regenbogen an Gottes Himmel schauten, als wir nach Frankreich hinausfuhren, Sein Christentum war ganz Kraft und Leben. Die religiöse Erweckung aus Feigheit war ihm erbärmlich. Er hatte eine stille, herzliche Verachtung für das draußen und daheim wuchernde Angst-Christentum und die Gebetspanik der Feigen. Von ihnen sagte er einmal: „Sie suchen immer in Gottes Willen hineinzupfuschen. Gottes Wille ist ihnen nicht so heilig wie ihr bißchen Leben. Man sollte immer nur um Kraft beten. Der Mensch soll nach Gottes Hand greifen, nicht nach Pfennigen in seiner Hand." Sein Gott war mit einem Schwerte gegürtet, und auch sein Christus trug wohl ein Helles Schwert, wenn er mit ihm in den Kampf schritt. Zur Stunde sah er seine blanke Schneide gegen die verräterischen Bundesgenossen fliegen. Davon brannten ihm die Augen. Der junge Offizier ließ an seinen Glauben so wenig rühren wie an sein Portepee. Sein Glaube und seine Ehre, das gehörte zusammen. Ich hörte später einmal, wie ein etwas älterer Kamerad mit 1«
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wir aus Regimenter und kurz danach in einer Russen- kaserne aus Kompanien verteilt. Ich wußte es beide Male einzurichten, daß ich mit Wurche zusammen blieb. Wir kamen beide zur 9. Kompanie eines elsässischen Jnsanterie-Negiments. Wir schliefen die Nacht aus Stroh in der russischen Kaserne und wanderten am andern Morgen zu viert in den Mai hinaus nach den Gräben unsrer Kompanien, die ein paar Wegstunden entfernt in festen Stellungen im Walde lagen. Ein Morgenbad im „Weißen See" gab dem ganzen Tage einen frischen Glanz. Der Weg ging durch Sand und Föhrenwald. Zerstreutes Licht floß in breiten Bahnen durch grüne Wipfel und gold rote Stämme. Dann lag der weite See. von sonnigem Morgendunst überschäumt, vor uns. Pirole schmetterten, Schwalben schössen mit den Schwingen durchs Wasser, Taucher verschwanden vor uns, wie wir am Ufer entlangschlenderten. Nur aus der Feime kam ein gedämpstes Grollen zu uns herüber und ab und zu das taktmäßige Hämmern eines Maschinengewehrs. „Spechte!" lachte Wurche und ließ Sonne und Wasser über sich zusammenschlagen. Dann ging es am Augustower Kanal und den Nettawiesen weiter. Bald saß uns der graue Staub LS
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7 Karl Berger: Vom Weltbürgertum zum Nationalgedanken Zwölf Bilder aus Schillers Lebenskreis und Wirkungsbereich Gebunden M 8.50 Soeben erschienen „Sämtlichen Betrachtungen Bergers, in deren Mittelpunkt immer wieder Schillers edle, alle überragende Gestalt als unser gewaltigster Führer in der Wende der Zeiten hervortaucht, gebührt die Anerkennung, daß sie in strenger Sichtung des reichen Stosfes und iu gefälliger Forin bedeutende Ausblicke in eine lehrreiche Vergangenheit eröffnen und auch unmittelbar für die Gegen wart vertiefende Anregungen geben." Sch lesische Zeitung. Hermann Reich Die Flotte. Eine Tragödie Preis kartoniert M 4.80; in Halbpergament M 6.— „Dionysische Ekstase, Aechyleischen Schwung und Shakespearesche mimische Bunt heit verschmilzt Reich zu einem großen modernen Stil. Es ist der Stil des neuen Deutschen Reiches, das aus dem Weltbrand hervorgehen muß. — Sonst wüßte ich mit Reichs Sprache nur die Luthers an den christlichen Adel deutscher Nation zu vergleichen." Pros. v. Hauff (Monatshefte der Comenius-- gesellschaft). Will Vesper Martin Luthers Jugendjahre Bilder und Legenden Gebunden M 4.— „Ein deutsches Festes- und Feierbuch lauterster Art. Wer sich ein offenes Herz, ein empfängliches Gemüt bewahrt hat, wird aus diesen zauberhast poetischen Ausflüssen einer religiösen Seelenmelodik, aus diesen heilig-ernsten Ergebnissen eines unvergleichlich tiefen dichterischen Sehnens und Schauens die Gestalt des jungen Luther sich erheben sehen, wie er sie niemals aus den wissenschaftlichen Erörterungen zn begreifen vermochte." Die Post. C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung Lskar Beck in München
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Dann lebten Goethes Lieder auf, oder Zarathustras trotzige Reden zerbrachen die Stille, oder aus den Versen des Neuen Testaments, das er gern griechisch las, floß die Schönheit ewiger Worte geruhig über uns hin. In solchen Stunden wachte in dem Sol daten der junge Gottesstudent aus, und seine Seele streifte, frei und leicht zwischen beiden Welten wan dernd, dunklen Schönheiten und hellen Wahrheiten nach. „Im Gebete sollen wir nicht mit Gott, Gott soll mit uns kämpfen," sagte er einmal. „Das Gebet ist ein Selbstgespräch mit dem Göttlichen in uns, es ist ein Gespräch mit dem Gotte und ein Kampf mit dem Menschen in uns um die Bereitschaft der Seele." Willfährigkeit gegen das Göttliche und Wehr fähigkeit gegen das Menschliche, das gab seinem Wesen Reife und Anmut. Was er unter Vereit schaft der Seele verstand, sprach er ein andermal aus: „Wenn es Sinn und Aufgabe des Menschen lebens ist, hinter die Erscheinung des Menschlichen zu kommen, dann haben wir durch den Krieg unser Teil am Leben mehr als andere dahin. Wenige sehen wie wir hier draußen so viel Hüllen sinken, wenige haben so viel Niederträchtigkeit, Feigheit, Schwachheit, Selbstsucht und Eitelkeit, wenige so viel 36
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Äugeln zerfetzt, von der Stange. Aber die roten Laternen hielten sich um so wackerer, nur das; sie eben ein paarmal im Kugelwind schwankten und flackerten. Mählich wurde, während Gesang und Ge-. lächter unbekümmert fortklangen, der ganze Russen- . wald rebellisch, aber je wütender aus den Gräben geschossen wurde, desto sichrer wußten wir, daß keine stärkere Patrouille gegen uns vorging, um den nächtlichen Unfug an den Stacheldrähten zu be strafen. Leuchtkugeln flogen steilauf, hielten sich ein Weilchen flackernd in schwebender Helle, sanken nieder und erloschen blakend neben uns im Sande; sie wurden mit Hallo als Bereicherung des nächt lichen Feuerwerks begrüßt. Allmählich ließ das Schießen nach, und es war wohl an der Zeit, die kleine Patrouille zurückzunehmen, ehe sie von stärkeren russischen Kräften ausgehoben würde. Denn Ver luste durfte der nächtliche Unfug nun einmal nicht kosten. Aber kaum wollte ich den Befehl zum Rück zug geben, da wälzte sich ein junger Kriegsfreiwilliger im Sande blitzschnell mit dem Gesicht nach mir herum und bettelte: „Herr Leutnant — Musketier sein's lust'ge Brüder!" Und eh' ich noch antworten konnte, sielen zehn Stimmen und mehr, sich vor Übermut überschlagend, in den Text des braven 5.5
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aber alles das ging immer rasch wie ein Mairegen, eine „Husche", vorüber, der Franzose hatte dies Spiel viel besser verstanden, und im ganzen nahmen wir „Iwan den Schrecklichen", wie der Russe bei uns hieß, nicht ganz ernst. Wir haben es später ge lernt, ihn zu achten, aber einstweilen ließen wir uns von ihm unsre „Sommerfrische in den Augustower Wäldern" nicht stören. Die Myriaden von Schnaken, die Wälder und Sümpfe ausbrüteten, waren uns lästiger als die Russen hinter ihrem Draht. Nur wenn es dämmerte und das rote, blaue, bunte Blühen von Fleischblumen, Vergißmeinnicht, Kalla und Federnelken aus der Sumpfwiese draußen ini Glanz der Sterne und Leuchtraketen fahl und farblos wurde, trat aus dem dunklen Walde drüben das Abenteuer wie ein schönes Wild und schaute zu uns herüber, die wir an der Brustwehr unsrer dunklen Gräben standen und lauschten. Jede Nacht ging von der Kompanie eine Offizierpatrouille ins Vorgelände, und wir drei Leutnants, ein Mecklen burger, ein Schlesier und ein Thüringer, hatten uns in diesen Dienst zu teilen. Zuweilen gingen wir auch zu zweit mit unsern Leuten hinaus, wenn wir einen besonders guten Fang machen zu können glaubten. Meist aber ging nur einer als Führer.
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links in die den feindlichen Stellungen vorgelagerten Waldstücke und erwarteten den Angriffsbefehl. Unsere Artillerie fuhr aus und antwortete den russischen Ge schützen. Ein paar Gehöfte zwischen uns und dem Gegner brannten wie Fackeln herunter. Schon beim Abmarsch aus unsrer alten Stellung hatte Leutnant Wurche den Regimentsbefehl er- halten, der ihn zur zehnten Kompanie kommandierte. Während des Marsches war er noch mit mir zu sammengeblieben, aber jetzt als die Kompanien zum Gefecht auseinandergezogen wurden, eilte er mit kurzem Händedruck davon, um sich bei seinem neuen Kompanieführer zu melden. Während des Marsches war er einsilbig gewesen. Ich verstand ihn ganz. Es wurmte ihn, seinen Zug, seine Leute aus der Kand geben zu müssen. Darin fühlte er recht wie ein Künstler, der einen andern über eine angefangene Arbeit gehen lassen muß. Er war Soldat genug, darüber nicht viele Worte zu machen. Er wußte Großes und Kleines recht wohl zu unter scheiden. Das Kleine, das ihn anging, nahm er darum nicht weniger ernst, aber er sprach nicht darüber. So kam es, daß wir in unser erstes Gefecht nicht Seite an Seite vorsprangen. Zwei Züge der neunten KL
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Der Wanderer zwischen beiden Welten
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Eisgrauer See, Mondheller Schnee— Wie lang' noch soll ich schreiten Das kalte Schwert zur Seiten? Wie lang' währt Mord und Streiten? Weh', Nussenerde, weh' —! Einsame Wacht, Schneekühle Nacht. Es knarrt der Frost im Eise, Der Sturm singt harsche Weise, Der Friede, den ich preise, Der ist in Bann und Acht. Brandhelle loht! Mord, Haß und Tod, Sie recken ob der Erde Zu grauser Drohgebärde, Daß niemals Friede werde. Schwurhände blutigrot. Was Frost und Leid! Mich brennt ein Eid. Der glüht wie Feuersbrände Durch Schwert und Herz und Hände. Es ende drum, wie's ende — Deutschland, ich bin bereit.
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Der Wanderer zwischen beiden Welten
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schwangen in dem Ewigleitsklange mit: „Wie es dem Manne geziemt, in kräftiger Lebensmitte zu weilen an den Tod zu denken, so mag er auch in beschaulicher Stunde das sichere Ende seines Vater landes ins Auge fassen, damit er die Gegenwart desselben um so inbrünstiger liebe; denn alles ist vergänglich und dem Wechsel unterworfen auf dieser Erde. Oder sind nicht viel größere Nationen unter gegangen, als wir sind? Oder wollt Ihr einst ein Dasein dahinschleppen wie der ewige Jude, der nicht sterben kann, dienstbar allen neu aufgeschossenen Völkern, er, der die Ägypter, die Griechen und Römer begraben hat? Nein! ein Volk, welches weiß, daß es einst nicht mehr sein wird, nützt seine Tage um so lebendiger, lebt um so länger und hinterläßt ein rühmliches Gedächtnis; denn es wird sich keine Ruhe gönnen, bis es die Fähigkeiten, die in ihm liegen, ans Licht und zur Geltung gebracht hat, gleich einem rastlosen Manne, der sein Haus bestellt, ehe denn er dahin scheidet. Dies ist nach meiner Meinung die Hauptsache. Ist die Aufgabe eines Volkes gelöst, so kommt es auf einige Tage längerer oder kürzerer Dauer nicht mehr an, neue Erscheinungen harren schon an der Pforte ihrer Zeit! So muß ich denn gestehen, daß ich alljährlich einmal in schlafloser 38
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Neue Gedichtbücher von Will Vesper: Schön ist der Sommer. Likbe-?"eder. Gebunden M 2.8t) Soeben erschienen „Jede lyrische Gabe von Will Besper bringt einen Strauß poetischer Fein heiten. ... Es finden sich Perlen unter den Gedichten, die von unvergleich licher innerer Rhythmik beseelt sind." Die Post. Der blühende Baum. 2. Auslage Gebunden M 2>?t) „Wieder kommt dem Leser in diesem Buche zum Bewußtsein, daß kein lebender Dichter, außer Dehmel, so rein und selbstverständlich die Tradition unserer größten Lhriler fortsetzt wie Besper." Berliner Tageblatt. Briese zweier Liebenden. ^ AZ Geb. „Hier steht Besper aus der Höhes eines lünstlerischen Schaffens. "Preuß.Jahrb. Vom großen Krieg. Gedichte, ^ -'d. „Diese Gedichte werden für alle Zeiten zu den bedeutendsten Schöpfungen un- !ercr vaterländischen, überhaupt unserer lyrischen Dichtung gehören." Mün chener Zeitung. Der Deutsche Krieg in Dichtungen Herausgegeben von Walther Eggert Windegg 5. und K. Tausend Gebunden M 2.50 „Der Herausgeber hat ein offenes Auge für alles Charaktervolle und Eigen tümliche, das die neue Lyrik bot, und zu loben ist fein unbefangenes Urteil. . . eine vornehme, streng gesichtete und charaktervolle Sammlung." Eckart. Hans Benzmann / Für Kaiser und Reich Kriegsgedichte. Geheftet M 1.40 „«chlachtenfchilderungen, die in der Realistik an Liliencron erinnern. . . , Echte Balladen, vorzüglich zum Vortrage geeignet." Deutsche PreIse, Wien. E. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung Oskar Beck in München
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Dem Gedächtnis meines lieben Freundes Ernst Wurche, Kriegsfreiwillig im 3. Niederfchlesischen Jnf.-Rgt. 80 Leutnant d. R. im 3. Unterelsässischen Jnf.-Rgt. 1?8
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84 Rauschen der Wälder und das ferne Gleißen des Sees sollten ihn behüten. In den Bauerngärten umher war eine blühende, schwellende Fülle von Sonne und Sommerblumen. Ein Grab voll Sonne und Blumen sollte der sonnenfrohe Junge haben. Mit Grün und Blumen kleidete ich die kühle Erde aus. Dann brach ich eine grotze, schöne Sonnen blume mit drei golden blühenden Sonnen, trug sie ihm ins Haus und gab sie ihm in die gefalteten Hände, die, fast Knabenhände noch, so gerne mit Blumen gespielt hatten. Und ich kniete vor ihm, sah wieder und wieder in den feiertäglich stillen Frieden seines stolzen jungen Gesichts und schämte mich meiner Zerrissenheit. Aber ich rang mich nicht los von dem armseligen Menschenschmerze um das einsame Sterben des Freundes, in dessen Hand in der letzten Stunde keine andere gelegen hatte, die ihn liebte. Doch je länger ich kniete und in das reine, stolze Gesicht sah, desto tiefer wuchs in mir eine angst volle und unerklärliche Scheu. Etwas Fremdes wehte mich an, das mir den Freund entrückte. Dann schlug mir das Herz in aufwallender Scham. Er, der seinem Gotte so gerne nahe war, wäre allein gestorben? Ein Bibelwort fiel mir ein aus
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gegen die zweite Stellung des Gegners vor. Die Gräben auf der beherrschenden Höhe 130 fanden rvir leer, und auch die Gehöfte weiter rückwärts waren verlassen. Nur ansehnliche Batterien leerer Flaschen in den kahlen Stuben zeigten deutlich, wo die höheren Stäbe quartiert hatten. Auch aus der zweiten Stellung ging ein Melder an die Kompanie zurück. Wir selbst drangen unbehindert noch mehrere Kilometer'bis über die Szeszupa vor, schössen uns mit einer Kosakenpatrouille herum und stellten fest, daß der Gegner auch in den Gräben am Flutzufer noch nicht wieder Halt gemacht hatte. Danach war unsre Aufgabe gelöst, und wir suchten wieder Ver bindung mit der Kompanie. Auf der Rückkehr zu unsern Gräben — wir fuhren mit einem für unser Gepäck requirierten Wagen zurück — trafen wir zwischen der ersten und zweiten Grabenlinie der Russen bereits aufklärende Dragoner, die auf Grund unsrer Meldung vorgeschickt waren. Kurz danach stießen wir auf Jnfanteriepatrouillen und marschie rende Kolonnen, und als wir persönlich dem Kompanieführer Meldung machten, gingen bereits Teile der Fsldartilleric auf Balkenbrücken über unsre Gräben vor. Die ganze Division war in Bewegung. Unsre Leute strahlten. Die „Neunte" hatte als erste kk
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Galopp sattelloser Pferde. Stuten und Fohlen weideten auf den Nettawiesen. Im Wasser und an den grünen Ufern des Flusses wimmelte es von den hellen Leibern badender Soldaten, die lichten Breiten der Netta schäumten von Wasser, Sonne und ausgelassenem Lachen. Die ewige Schönheit Gottes prangte über dem weiten Gottesgarten und leuchtete als Sonne und Schild über dein hellen Bilde des Jünglings.... Über den Lärm und Glanz aller Kämpfe und Siege hin glänzt das Bild dieser Stunde in mir nach als der stärkste Eindruck, den ich mit Seele und Sinnen im Leben empfangen habe. Aber am Abend des Tages stand derselbe Mensch im grauen Waffenrock neben mir auf dem dunklen Hochstand im Wipfel einer Doppelfichte, von wo tagüber unsre Baumposten das Kampfgelände mit Ferngläsern absuchten, und ließ spielend den roten Mond im hellen Stahl seines breiten Seitengewehrs spiegeln. Seine rechte Hand glitt in leiser Unruhe prüfend an der Schneide entlang, und Auge und Hand freuten sich, wie so oft, an der römischen Form der blanken Waffe. Mit leicht vorgestrecktem Kopfe horchte er nach dem Dunkel der russischen Gräben hinüber, über denen die wachsamen Leuchte 4- s.l
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70 Ich gab Befehl „Spaten heraus!" und ließ meine Leute sich einschanzen. Dann schickte ich Gefechts ordonnanzen mit Meldung zurück und erhielt Be fehl, mich bei Dunkelheit auf die Höhe der andern Kompanien zurückzuziehen. Als es dämmerte, gruben wir dem Gefreiten Begemann, den ein Herzschutz niedergestreckt hatte, in der vordersten Linie ein Grab. Die Kameraden in der Schützenlinie knieten auf und entblößten das Haupt. Ich sprach laut das Vaterunser. Ein paar russische Schrapnells barsten krachend über dem offenen Grabe. Wir schlössen das Grab, legten Helm und Seitengewehr aus den flachen Hügel und schickten drei Ehrensalven darüber hin gegen die russischen Gräben. Dann zogen wir uns aus die Höhe des Bataillons zurück. Hinter den niederbrennenden Bauernhöfen hoben die Kom panien Gräben aus und erwarteten in Bereitschafts stellung den Morgen. Auch der folgende Tag brachte noch keinen An griffsbefehl. Wie es hieß, wurde in aller Eile Artillerieverstärkung herangezogen, um die feindliche Stellung sturmreif zu machen. Am 21. August wurde nach Zweistündigem Ar tilleriefeuer auf der ganzen Linie angegriffen. Das Gefecht von Krasna und Warthi lebt als
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Helle, ein Lauern über Brustwehren und Schieß scharten und ein Hocken am Feldtelephon.... Und aus jeder Nacht hebt sich dunkel und bedrückend vor den überwachen Sinnen die eine verschollene Nacht, die Nacht von Zajle... . Der Summer im Feld telephon klöhnt. Die stille Fläche des Simno-Sees schimmert aus. Ferne Schüsse knattern. Der Posten geht auf und nieder. ... O, ihr Nächte, ihr Toten- beschwörer! Traum und Trug sind die Tage, die wie Blätter oerwehen, und in jeder Nacht erneut sich das Dunkel der Sterbenacht über dem Simno- See. Ich sitze zusammengekauert vor der flackernden Kerze im Unterstand und lausche den Stimmen der Nacht und hadere. Jede Nacht erlebe ich dein Sterben. Freund! Du und ich, wir beide in einem brennenden Hause, die Habe unseres Volkes zu retten, durch dünne Wände geschieden, du und ich. Und du, mein Bruder, verbrennst in der Kammer neben mir, und ich darf dir nicht helfen.... Ich sitze zusammen geduckt und hadere. Und fühle doch deine Nähe. Du bist bei mir und schwichtigst. Ich höre deine gute, junge Stimme. „Leutnantsdienst tun heißt seinen Leuten vor leben, das Vorsterben ist dann wohl einmal ein Teil davon." Ich hebe die Augen und suche. Ge isa
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14 Unteroffizier, Feldwebel und Leutnant. Mit seinen Aufgaben fand er sich glatt und sicher ab, und an den Verdrießlichkeiten und Kleinlichkeiten, wie sie der Friedensdrill mit sich bringt, ging er mit lässigem Hochmut vorüber. Einmal entschlüpfte auch mir, ich weiß nicht mehr über wen und worüber, ein ver drossenes Wort. Da schob er seinen Arm in meinen, sah mich mit seiner herzlich zwingenden Heiterkeit an und zitierte aus seinem Goethe: „Wandrer, gegen solche Not Wolltest du dich sträuben? Wirbelwind und trocknen Kot Laß ihn drehn und stäuben!" Damit war die Sache abgetan. Wir wanderten in den Sonntagmorgen hinaus zum Warthe-Ufer und sprachen von Flüssen, Bergen, Wäldern und Wolken.... Es wurde Mai. Da zogen wir zum zweitenmal hinaus. Wohin? Das wußte von den paar hundert jungen Offizieren noch keiner, als uns schon die grellweißen Lichtkegel unsrer Autos zum Schleichen Bahnhof in Berlin vorausrasten. Die Zukunft war voller Geheimnisse und Abenteuer, und aus dem Dunkel im Osten, in das sich die Lichter unsres
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der Erinnerung zusammen und taten Gespenster- dienst und schafften alle Nächte zu Todesnächten um? Heute und morgen — wie oft noch? Aus den klammen Falten des Mantels über meinen Knien schimmerten im Halbdunkel zwei wandernde leuchtende Punkte, die Nadiumzeiger einer flachen, kleinen Stahluhr, auf der die Stunden des Ruhetages nach wochenlangen Kämpfen und Märschen träge und müde abliefen, eine um die andere. Ich sah aus das bißchen Glanz, das inmitten von so viel Armseligkeit schimmerte, und mühte mich, das Ticken der kleinen Uhr zu hören. Ich hob sie aus und glaubte wieder das unermüdliche Gangwerk zu spüren wie den Pulsschlag von etwas Lebendigem. Ich redete mir so gerne ein, daß es ein Stücklein Leben wäre, das mir gut und treu nahe sei. Denn dieses leise pulsende Treiben war noch von der Hand in Gang gebracht worden, die mir vor andern Menschenhänden lieb war und die nun still über dem kühlen Stahl des Schwertes im Grabe ruhte. Ernst Wurches Uhr, die mit mir durch die Kämpfe der Njemeuschlacht und der Schlacht bei Wilna den Weg zu den Eltern in der schleichen Heimat suchte.... Als ich in der Frühe des Unglückstages, der seiner Sterbenacht folgte, an die Seite des Toten eilte,
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»4 „Rausch' zu, fahr' zu, du graues Heer! Rauscht zu, fahrt zu nach Norden! Fahrt ihr nach Süden übers Meer — Was ist aus uns geworden? Wir sind wie ihr ein graues Heer Und fcchr'n in Kaisers Namen, Und fahr'n wir ohne Wiederkehr, Rauscht uns im Herbst ein Amen!" Aus Frühling und Sommer war Herbst geworden. Die Graugänse wanderten nach Süden. Fernhin rauschte ihre Fahrt über das einsame Grab auf den stillen Höhen über dem Simno-See Ich schaute dem wandernden Heere nach, doch nicht lange. Wie eine Hand lag mir's im Nacken, die mich duckte. Da ging ich zurück in die polnische Schmiede und warf mich ins Stroh. Tiefer und tiefer hinein in russisches Land ging der Vormarsch. Moskauer und Petersburger Garden warfen wir aus verschanzten Wäldern, setzten auf Pontons über die Wilia und lagen in der Hölle des brennenden Porakity, über dessen Trümmer die Flut der Russengeschosse hinging, während wir wehr los, von siedender Helle Übergossen, durch mörderische Stunden warteten. Wir schanzten uns vor Ostrow
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103 für Gegenwart und Zukunft unseres Volkes liegt, ist selten geworden. Ihr Brief gibt mir willkommene und dankbar ergriffene Gelegenheit, mich zu einem gleichgesinnten Menschen auszusprechen, zumal Sie selbst an die Stimmung rühren, in der ich mich in dieser Schicksalsstunde unseres Volkes befinde, wenn Sie schreiben: >Es steht mir allerlei Sorgliches vor der Seele, wenn ich an Sie denke/ Dazu ist kein Anlaß. Diese Sorge wäre nur begründet gewesen, wenn ich durch Verzicht auf meine Meldung die Einheit zwischen Handeln und Denken aus Herzens rücksichten verletzt hätte. Ich bin heute innerlich so kriegsfreiwillig, wie am ersten Tage. Ich bin's und war es nicht, wie viele meinen, aus nationalem, sondern aus sittlichem Fanatismus. Nicht nationale, sondern sittliche Forderungen sind's, die ich aufstelle und vertrete. Was ich von der .Ewigkeit des deut schen Volkes' und von der welterlösenden Sendung des Deutschtums geschrieben habe, hat nichts mit nationalem Egoismus zu tun, sondern ist ein sitt licher Glaube, der sich selbst in der Niederlage oder, wie Ernst Wurche gesagt haben würde, im Helden tode eines Volkes verwirklichen kann.... Eine klare Grenze des Denkens habe ich freilich immer fest gehalten: ich glaube, daß die Menschheitsentwickelung
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Eugen Kühnemann Unio.-Professor in Breslau Deutschland und Amerika Briefe an einen deutsch-amerikanischen Freund 3. Auflage 8. u. 9. Tausend. Preis M 2.3ö Aus dem Inhalt: Deutschland und Amerika — Aufklärungs arbeit und Propaganda — Das deutsche Amerika und der Krieg — Das englische Amerika und der Krieg — Präsi dent Wilson — Universitäten, Kirche, Presse, Gesellschaft — Amerika im Kriege — Deutschland im Kriege „Der Breslauer Philosoph und berühmte Vorkämpfer für deutsches Wesen und deutsche Kultur in Amerika, hat uns hier das Buch über die Bereinigten Staate?: geschenkt, ein Buch, das uns mit unerbittlicher Logik und Klarheit aufzeigt, daß wir drüben niemals Freundschaft erwarten konnten, wie wir in unserem unverbesserlichen Idealismus immer gehofft haben... Den Deutsch-Amerikanern, widmet der Verfasser ein besonders ergreifendes Kapitel. . . Das ganze Buck is: ein stolzes Bekenntnis eines bedeutenden Mannes zu der Größe, der sittlichen Kraft und Ueberlegenheit seines Vaterlandes." Deutsche Tageszeitung. vr. Hans Volkelt Demobilisierung der Geister? Eine Auseinandersetzung vornehmlich mit Geheimrat Professor Or. Ernst Troeltsch —3. Tausend - (Soeben erschienen) . 'Kartoniert M 1.30 „Las Ziel der Schrift ist die Stärkung der deutschen Kraft, die Ausweisung der großen Gefahr einer matten Berzichtsgesinnung, die über einem Hangen an abstralten Theorien der Aufklärung die wahre Lage und Aufgabe der Gegenwart verkennt und verleugnet. . . . Sie ist eine in Fichtesäiem Sinne, und wir dürfen init Frende sagen, auch mit Fichteschem Geist geschriebene Auf forderung an das deutsche Volk, aus der Höhe der großen, wenn auch schweren Zeit zu stehen und allen Gefahren draußen und drinnen standzuhalten, alle Ermattung und Verflachung, auch wo sie sich einschmeichelnder Phrasen bedient, energisch abzuweisen. So geht in Wahrheit eine stärkende und belebende »rafi von diesem Büchlein ans; man sollte es in Masse verbreiten." Rudolf Eucken (Magdeburgische Zeitung). C. H.Beck'sche Verlagsbuchhandlung Oskar Beck in München
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Der Wanderer zwischen beiden Welten
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Student der Theologie, Kriegsfreiwilliger gleich mir, auf Horchposten. Wir wußten damals noch nichts voneinander. Aber als er, Monate später, die Verse in meinen Kriegstagebuchblättern fand, entsann er sich deutlich jener Nacht und des wandernden Gänse heers, das über uns beide dahinzog. Beide sahen wir ihm mit den gleichen Gedanken nach. Und an uns beide trat in derselben Stunde aus dem Dunkel der hinter uns liegenden Gräben eine Gefechts ordonnanz mit dem Befehl, uns um Mitternacht marschfertig vor dem Regimentsgeschäftszimmer zu melden. Mit müden und doch seltsam wachen Sinnen sahen wir im Abstieg noch einmal die schwermütige Schönheit der kahlen, grauen Hänge und Mulden, deren Kalk im Mondlicht tot. fremd und schwer wird, und die lichtlose, graue Einsamkeit der zerschossenen und verlassenen Steinhütten.... Im Geschäftszimmer des Regiments erfuhren wir, daß wir bei Morgengrauen mit zwanzig andern Kriegsfreiwilligen nach Deutschland in Marsch ge setzt würden, um im Posener Warthelager eine Offiziersausbildung durchzumachen. Auf der abschüssigen Dorfstrahe zwischen der granatenzertrümmerten Kirche und dem Pfarrhaus mit seinen Kriegergräbern trat unser kleiner Trupp
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kein Teil davon...Aus seinen Worten klang so viel Jugend und Tapferkeit, daß ich am liebsten seine Hand gepackt und herzhast geschüttelt hätte. Die tiefe Ehrlichkeit, mit der er alles erlebte, an sah und überdachte, brachte ihn oft in einen fast drolligen Zorn, wenn wir eins der gutgemeinten und in Massen ins Volk geworfenen Bücher durch liefen, in denen dieser oder jener berühmte Publizist seine Eindrücke an der deutschen Front gesammelt hatte. Die rosa Schminke verdroß ihn, wo er sie sah. „Wenn man doch die Phrase von dem all gemeinen Heldentum der Masse lassen wollte," sagte er einmal. „Als ob es nicht eben so gut klänge, wenn man ehrlicher, ruhiger und wahrer von dem Vorherrschen des Sinnes für Pflicht, Gehorsam und Treue im Volk spräche. Helden sind Ausnahmen, sonst brauchte man nicht von ihnen zn reden." Der Sinn für Schlichtheit scch ihm tief im Blute, Schön färberei und Phrase war ihm verhaßt. Diese Scheu vor der Oberflächlichkeit konnte ihn je nach der Umgebung einsilbig machen oder beredt. Und darum schien ihm das Zwiegespräch mit Recht die schönste Unterhaltung,- denn kein andres Gespräch vermag so wie dieses ohne Sprunghaftigkeit ruhig in klare Tiefen zu steigen. Manches liebe und näch st)
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Der Wanderer zwischen beiden Welten
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immer, in die Vergangenheit hineinhorchend, den raschen Schritt des Freundes. Ich sehe ihn schlank und frei durch die Tür in mein Helles Fichtenhäuschen treten und sehe eine junge, lebendige Hand Blumen unter das kleine Bild meines gefallenen Bruders legen mit einer frischen, herzlichen Bewegung, in der doch die leise, gute Scheu der Jugend vor der Entschleierung des Herzens zu spüren ist! Und oft ist mir, ich könne den lieben Gast halten und mit ihm von dem bunten Erleben der hellen Zeit plaudern, in der selbst der Ernst des Krieges sich in Spiel und Freude auflösen wollte. Weißt du noch, Gesell, wie wir über meinen ersten Gefangenen lachten? Im Sumpfbach vor unserm Graben, wo vom letzten Angriff her noch über dreißig tote Nüssen lagen, war ich auf nächtlichem Patrouillengang ahnungslos auf ihn zugegangen, um den: ver meintlich toten das Gewehr zu nehmen. Aber es war kein Toter, sondern ein fi^er und pfiffiger Moskauer Junge, der zu einer vor uns im Dunkel herflüchtenden Nussenpatrouille gehörte. Ohne es zu wissen, hatten wir ihn von seinen Kameraden ab geschnitten, und er wollte sich uns noch entziehen, indem er sich mitten unter die Toten hockte und in Anschlagstellung wie sie erstarrte. Als ich sein Ge- A?
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wichen dem Feuer in den Sumpfbruch rechts der Straße aus und zogen abseits außer Sicht im Wiesengrunde weiter den Türmen von Kalvarja entgegen. Noch sehe ich Ernst Wurche durch den Granatensegen von Kalvarja schreiten mit demselben geruhigen und aufrechten Gang, mit dem er die Steilhänge der Cütes Lorraines hinab, an ost preußischen und polnischen Seen entlang und singend an der Spitze der zum Baden ziehenden Kompanie durch die Sonnenwälder von Augustow gezogen war. Dieser Gang wnrde um nichts hastiger. Das ruhige, feste, gleichsam befehlende Ausschreiten des jungen Leutnants geleitete die Kompanie in guter Ordnung durch die Feuerzone und verhinderte ein Auseinanderlaufen der Kolonnen in dem un bekannten und gefährdeten Gelände. Nach stunden langem, erschöpfendem Marsch durch morastige Gründe und unwegsame Hänge bog die Kompanie wieder auf die große Straße ein. Neben dem trieb haften Vorwärtsziehen der müden grauen Masse klang der lebendige Schritt des jungen Führers über das Steinpflaster von Kalvarja. Zwischen Kalvarja und Mariampol bezog das Regiment noch einmal feste Stellung, die von preußischer Landwehr ausgebaut war. Ein abscheu- l!0
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mir sehr gut. Habt keinerlei Sorge. Viele herzliche Grüße! Euer Walter." Am nächsten Tage, am Geburtstag seines ihm im Soldatentod vorangegangenen jüngsten Bruders, ist er gestorben. Eins im Leben und Sterben wie im Denken und Handeln ist er stille eingegangen zum größten Erleben, ein wegesicherer Wanderer zwischen beiden Welten. — Der Abend brachte seinem Regiment den Marsch befehl. Die Nachtstunden, die vor dem Aufbruch verblieben, führten seine Leute zusammen zu stillem Totendienst: Laubgewinde wuchsen unter ihren Händen zu letztem Gruß und Dank. Das Regiment marschierte. Neun Leute seiner lieben Kompanie blieben zurück. Im Morgenlicht betteten sie ihn in der grünen Ostseeinsel, die sein Herzblut trank. Graugänse rauschten über die frische Erde nach Süden. — Er ruht in deutscher Erde, wo einst das alte Ordensschloß von Peude stand. Eichenkränze, die ihm Soldatenliebe wand, schmücken Kreuz und Grab. In den Winden des baltischen Meeres webt sein letztes Lied von der lebenspendenden Kraft rein vergossenen Blutes. Der Nordwald rauscht über den Hügeln: sie 5, Der Wanderer L 113
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n » e,x /o -X 57^.,".'-> ^
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77 seinen Arm unter meinen. „Haben Sie denn ver gessen, was Sie Ihren alten Klaus von Brankow in der einen Bismarcknovelle sagen lassen?" Und er holte die Worte aus seinem frischen, jungen Ge dächtnis: „Umsonst—? Es mag enden, wie es will — Ihr werdet Euer Brandenburg, Brandenburg! nicht umsonst gejubelt haben. Hat nicht der tote Begriff Vaterland lebendige Schönheit und Taten gezeitigt? Haben nicht tausend junge Menschen durch tausend Stunden menschlichen Lebens nicht an Leichtes und Leeres und Arges gedacht, sondern sind mit warmen und festen Herzen durch Tage und Nächte gegangen? Kann eine Zeit umsonst sein, die aus dem sprödesten der Stoffe, aus dem menschlichen, Kunstwerke ge macht und sie auch denen offenbart hat, die sie wie Barbaren zertrümmern mutzten?" — In diesem Augenblick wurde ich zum Kompanie führer gerufen und erhielt Befehl, zur Sicherung der Postenaufstellung mit meinem Zuge bis Dembowy Roq vorzugehen und dort Stellung zu nehmen. Ich sprang noch einmal, während meine Leute unter Gewehr traten, über den Graben und drückte dem Freunde die Hand. „Ich habe für die Nacht Feldwache in Posiminicze," sagte er, „kommen Sie doch auf eine Stunde herübcrl" „Das geht nun
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Torposten zwischen den Vuchciänski-Sümpfen und dem Simno-See. Über Karte und Meldeblock ge bückt, standen die Offiziere um den am Grabenrand sitzenden Atajor. Aus der Straße von Zajle her kam eine Sicherungspatrouille mit einer Rotte heftig redender und gestikulierender Bauernburschen,- es waren großgewachsene, strohblonde Kerle, die ohne Kleider in den Betten gelegen hatten, nur die Soldatenhemden hatten sie verraten. Unter dem hochragenden Wegekreuz von Zajle sah ich den Freund noch einmal. Er hatte den Weg nach Posiminicze erkundet, wo er mit einem Zuge Feldwache beziehen sollte. Wir sprachen über die Toten von Warthi. Ich redete von diesem und jenem, den ich in seinem ersten Gefechte fallen sah, nachdem ein frischer und herzlicher Führerwille durch lange Monate unermüdlich an ihm gearbeitet hatte. Ein Sprung und Sturz — tot! And für diesen einen Schritt so viele Mühe und Liebe — „Nicht für diesen einen Sprung," unterbrach mich der Freund, „sondern dafür, daß er ihn mit hellen und beherzten Augen, mit Menschenaugen, tat! Und sollte das nicht genug sein?" Ich sah ihn an und schwieg. Schwieg aus Freude und nicht aus Wider spruch. Aber er schien's dafür zu nehmen und schob 7L
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fehl zum Äorbrechen. Auf nächtlichen Streifzügen zun: Feinde hatten wir schon Papierfahnen mit der schadenfrohen Nachricht vom Fall Przemysls und Lembergs an die russischen Drahtverhaue geheftet, und wir wußten, daß diese Meldungen auch für uns heute oder morgen zu Angriffsfanfaren werden mutzten. Aber ehe uns der wachsende Strom des großen Kampfes erfaßte und in seinen Strudeln fortriß, wurden uns noch ein paar klare, glückliche Tage geschenkt, deren Bild aus der Vergangenheit herüber leuchtet wie der Schimmer von fernen, schönen, hell spiegelnden Seen. Unsre Kompanie wurde zu An fang des Juli aus fünf Tage aus den Gräben gezogen und kam unter Laubhütten und Zelten tiefer im Walde in Ruhestellung. Der Zufall wollte, daß in diese Zeit mein Geburtstag fiel, und der Freund half den Tag feiern, nicht mit vollen Gläsern und Liederlärmen, sondern in seiner Art mit Sonne, Wald und Wasser und dem Ewigkeitsklang uralt schöner Worte, die sich aus jungen Lippen verjüngten und beseelten. Der waffenlose, wolkenlose Feiertag des sechsten.Juli wurde ganz ein Geschenk seines frischen Herzens an das meine. Als die Sonne am höchsten stand, gingen wir aus dem Schatten der 4L
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raschen, frischen Schritten in unsre Mitte. Wir schleuderten uns die letzten Wassertropfen von den Händen und griffen nach unsern Kleidern. Bald schritt mir der Freund wieder im grauen Waffen rock. der die hohe Gestalt knapp und kleidsam um schloß, und mit emgehenltem Degen zur Seite. Der Helmrand umlief die trotzige Form seines eigen willig gestreckten und prächtig gewölbten Schädels, und wie er mit frei ausgreifendem Schritt den von fernen Donnern leise erdröhnenden Wäldern ent gegenschritt, schien er, von Freude und Kraft bebend, begierig in eine klirrende Zukunft zu horchen. „Wen du nicht verlässest, Genius, wird dem Negengewölk, wird dem Schlotzensturm entgegen singen. ...!" Wenn ihm nicht die Lippen davon klangen, so klang sein Schritt davon. „Tanztüchtig will ich den Jüngling und waffentüchtig." Alte Worte sprangen immer wie junge Quellen an seinem Wege. Warum ergreift uns alle Schönheit des Lebens, statt daß wir sie ergreifen? Ach, wie der Mensch aus Erde gemacht ist und wieder zu Erde wird, so ist alle Schönheit aus Sehnsucht gemacht und wird wieder zu Sehnsucht. Wir jagen ihr nach, bis sie zur Sehnsucht wird. — Lk
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„Im Osten, von wannen die Sonne führt, Ich weiß ein Grab iin Osten, Ein Grab vor tausend Gräbern wert, Drin schläft ein Jüngling mit Fackel und Schwert Unter des Kreuzes Pfosten. Als Fackel trägt er in weißer Hand Eine goldene Sonnenblume, Auch loht von des Heldenhügels Rand Eine Sonnenblume wie Feuersbrand. Eine Fackel zu seinem Ruhme. Das Schwert, so oft beschaut mit Lust, Glüht still in eig'nem Glänze. Es deckt des Sonnenjünglings Brust Als Sonnenwappen der Blütenblust Der gold'nen Blumenlanze. Er war ein Hüter, getreu und rein, Des Feuers auf Deutschlands Herde. Nun blüht seiner Jugend Heiligenschein Als Opferflamme im Heldenhain Über der blutigen Erde. Die Fackel, die seinem Grabe entloht, Soll Jugend um Jugend hüten, Vis unter Morgen- und Abendrot
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der Schwertleite ritterliche Wacht vor seinen Waffen hält. An diese seltsame, dunkle Stunde wurde ich er-- innert, als ich vor Weihnachten die Mutter des ge fallenen Freundes in seiner Heimat besuchte. Nach einer Weile des Schweigens fragte sie mich leise: „Hat Ernst vor seinem Tode einen Sturmangriff mitgemacht?" Ich nickte mit dem Kopfe. „Ja, bei Warthi." Da schloß sie die Augen und lehnte sich im Stuhle zurück. „Das war sein großer Wunsch," - sagte sie langsam, als freue sie sich im Schmerze einer Erfüllung, um die sie lange gebangt hatte. Eine Mutter muß wohl um den tiefsten Wunsch ihres Kindes wissen. Und das muß ein tiefer Wunsch sein, um dessen Erfüllung sie noch nach seineni Tode bangt. O, ihr Mütter, ihr deutschen Mütter! Wißt ihr nun, ihr, die ihr diesen Tag nacherlebt habt, von dem ich redete, wißt ihr nun, was es heißt, Wandrer sein zwischen beiden Welten? ... In den letzten Tagen des Juli löste uns ein Landwehrregiment in den Gräben vor Augustow ab. Mit übermütig vollen Herzen lasen wir den Ablösungsbefehl. Wenn auch das Marschziel geheim gehalten wurde, so wußten wir doch, es ging ins S!Z
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Wiese, Sand und Wald, und nur ein paar helle Streifen drüben zeigten, rvo der Feind hinter seinen Sandwällen hockte. Ein Stacheldrahthindernis zog sich an unsrer Front entlang und die Nacht hindurch kreiste durch das Drahtgewirr der elektrische Strom, der vonAugustowoherin mächtigen Kabeln gespeistwurde. „Draht!" knurrte Leutnant Wurche verächtlich, als wir in der Mainacht nach unsrer Ankunft zum erstenmal die Kompaniefront abgingen, und schlug spöttisch mit einer Gerte gegen die glatten Schutzdrähte am Horchpostendurchlaß. Und so ging er die erste Nacht an dem grauen Verhau hinauf und hinunter wie ein gefangener Tiger an seinem Käsiggitter. Unsere Grabenabschnitte grenzten aneinander, und wir blieben Nachbarn als Zugführer des zweiten und dritten Zuges oder, wie er sagte, als „Ober- nachtwächter der Wach- und Schließgesellschaft im Osten". Die russischen Gräben lagen ein paar hundert Nieter entfernt, so daß wir uns selbst am hellen Tage frei im Walde hinter unsrer Stellung be wegen konnten. Die russische Artillerie streute wohl dann und wann mit Schrapnells und Granaten unsre Gräben ab, ein Volltreffer schlug sogar ein mal meinen Unterstand, als ich gerade die Tür aufmachte, zu einem Scherbenhaufen zusammen, s?
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1918
Der Wanderer zwischen beiden Welten
Flex, Walter
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Die Wiese schäumt von Blüten. Der Wind singt drüberhin, Den sonnenlichtdurchglühten Leib bad' ich kühl darin. Du freie Gottesschmiede, Du lohe Sonnenglut, Jnbrünstiglich durchglühe Leib, Seele, Herz und Blut! Ins Glühen unermessen Und Blühen eingewühlt Will ich den Tod vergessen, Der alle Erde kühlt. Glüh', Sonne, Sonne glühe! Die Welt braucht soviel Glanz! Blüh', Sommererde, blühe, Ach blühe Kranz bei Kranz! Geschützdonner grollte von fern herüber, aber die Welt des Kampfes, dem wir auf Stunden entrückt waren, schien traumhaft fern und unwahr. Unsre Waffen lagen unter den verstaubten Kleidern im Grase, wir dachten ihrer nicht. Eine große Weihe kreiste unermüdlich über der weiten schimmernden Tiefe grüner Koppeln und blauer Wasser; an ihr, 4»
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Der Wanderer zwischen beiden Welten
Flex, Walter
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brachte, traf ihn aus Ösel die tödliche Kugel. Er hatte seine neunte Kompanie zum Angriff auf Lew wal entwickelt. Das Gefecht neigte sich zu siegreichem Ende. Unschlüssig zwischen Widerstand und Über gabe schwankend hielten die Russen noch vor Peude- Hof. Sein linker Zugführer geht vor und fordert Ergebung. Russische Offiziere erklären den Ankom menden für gefangen. Der springt zurück, das Ge wehr im Anschlag: „Herr Leutnant, sie wollen sich nicht ergeben!" Walter Flex hat ein russisches Beute pferd gegriffen und reitet vor. Ein Schutz krach: und fehlt ihn. Er zieht den Säbel, der ihm am Sattel hängt. Mit blanker Klinge reitet er gegen den Schützen an. Gewehrfeuer schlägt ihm entgegen. Eine Kugel fährt ihm durch die Degenhand in den Leib und wirft ihn vom Pferd. Seine Kompanie greift an. Die Russen heben die Hände. Sie sind gefangen. — Die ersten Worte des Verwundeten fragen nach dem Stand des Gefechts. Die Antwort läßt ihn beruhigt zurücksinken. Seine Leute trugen ihn in eine nahe Hütte. Heiteren Herzens erreichte er das Lazarett. Seinem^ treuen Burschen diktierte erdieseKarte: „Liebe Eltern! Diese Karte diktiere ich, weil ich am Zeigefinger der rechten Hand leicht verwundet bin. Sonst geht es Z12
[ 0.6587499976, 0.4099999964, 0.8033333421, 0.3666666746, 0.4900000095, 0.7799999714, 0.8774999976, 0.4583333433, 0.3950000107, 0.4180000126, 0.6700000167, 0.7516666651, 0.6262500286, 0.5699999928, 0.7671428323, 0.5633333325, 0.4233333468, 0.6533333063, 0.5590909123, 0.6433333158...
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In den Winternächten, die wir in den Gräben vor Verdun zugebracht hatten, war zuweilen ein jäh aufbrandendes und wie eine Sturmflut weiter rollendes Hurra die endlose Front der Schützen gräben entlanggebraust. Wenn dieses Hurra in der Ferne verebbte, dann horchten wir Kriegsfreiwilligen ihm nach, und in unserm Horchen war etwas Grimm und Neid. Im Osten geschah alles Heiße, Wilde und Große. Über Rußland stand immerfort eine brandrote Wolke, in der der Donner des Namens Hindenburg grollte, und uns im Westen blieb nichts als Lauern und Warten und Wachen und Gräber graben, ohne daß wir den Tod von Angesicht sahen, der heimtückisch bei Tag und Nacht in unsre Reihen hieb. Im Osten schritten unsre Sturmkolonnen über Täler und Höhen, und wir lagen wie Maulwürfe unter der Erde und riefen das Hurra zu ihren Siegen. Als wir an die Ostfront kamen, waren die großen Kämpfe der Masurenschlacht längst zum Stellungs kriege erstarrt. Unsere neue Kompanie lag seit Wochen eingegraben am Waldrand einer breiten Sumpfwiese, durch die ein träger Bach, die Kolni- zanka, durch Sand und Morast zum Kolnosee schlich. Jenseits des faulen Wassers war wieder W
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Der Wanderer zwischen beiden Welten
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vom gegnerischen Graben. Daß wir längst bemerkt waren, daran war kein Zweifel. Entweder hatten also die Nüssen in der Nacht die Stellung geräumt und nur ein paar Leute zurückgelassen, die durch fleißiges Schichen die Grabenbesatzung so lange wie möglich „markieren" sollten und denen es nun angesichts unsres Vorgehens rätlich schien, keine zu große Erbitterung in uns aufzuspeichern, oder aber man wollte uns herankommen lassen und in die Falle locken. Um herauszubekommen, welche der zwei Möglichkeiten wahrscheinlich sei, nahm ich mit meinen zwei Gruppen aus einem flachen Hügel Stellung, schoß ein paar Salven nach den russischen Gräben und ging dann im Kehrt ein Stückchen zurück, als wenn ich wieder in die eigene Stellung wollte. Ich sagte mir: wollten die Russen uns in die Falle locken und sehen nun, daß wir doch um kehren, so werden sie jetzt mit allen Gewehren feuern, um uns zusammenzuschießen, ehe wir ganz entkommen. Aber trotz der Kehrtschwenkung blieb es bei ein paar Schüssen, die bald von rechts, bald von links her über unsre Köpfe weggingen. Dadurch sicher gemacht, gingen wir wieder energisch gegen die russischen Verhaue vor. Gleichzeitig schickte ich einen Mann zurück an Leutnant Wurche, er möchte K4
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Der Wanderer zwischen beiden Welten
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land, nicht viele Offiziere geben, denen solche Briese geschrieben werden.... In dem Eisenbahnwagen, der uns quer durch Deutschland von Metz nach Posen führte, saß ich dem rasch liebgewonnenen Kameraden viele Stunden gegenüber. Es wurde viel gelacht und geplaudert. Aus allen seinen Worten sprach ein reiner, klarer, gesammelter Wille. So wie er die Anmut des Knaben mit der Würde des Mannes paarte, war er ganz Jüngling, und er erinnerte mich in seinem bescheidenen, selbstsicheren Lebensfrohsinn fast schmerz haft deutlich an meinen jüngsten Bruder, der in den ersten Septembertagen in Frankreich gefallen war. „Sind Sie nicht Wandervogel, Wurche?" fragte ich ihn aus meinen Gedanken und Vergleichen heraus, und sieh', da hatte ich an die Dinge des Lebens gerührt, die ihm die liebsten waren! Aller Glanz und alles Heil deutscher Zukunft schien ihm aus deni Geist des Wandervogels zu kommen, und wenn ich an ihn denke, der diesen Geist rein und hell verkörperte, so gebe ich ihm recht. ... Die paar Wochen Lehrzeit im Warthelager haben dem Wesen des Jünglings nichts gegeben und nichts genommen. Er wurde rasch nacheinander 1Z
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Der Wanderer zwischen beiden Welten
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Soeben ist erschienen: Der Pseisenkönig Ein Roman aus der Gegenwart Von Karl Strecker Gebunden M 6.— Kein Kriegsroman und doch tief aus dem Born unserer Zeit geschöpft. Was dieser Zeit an Gebresten und Borurteilen, aber auch an Keimen der Größe innewohnt, das ist mit klarem Blick umfaßt und an dem bewegten Leben des „PfeifenkSnigs" (ein Spitzname mit tragikomischem Beigeschmack) aufgezeigt. In der tiefen Problemstellung und in der ganzen Weltaussassung des fein- stilisierten Buches klingt das EthoS einer neuen Zeit, Es wird gemünzt in kluge Gedanken, es wird getragen von einem starken Poetenempfinden, das sich nicht zum wenigsten in knappen, leuchtenden Naturschilderuugen kundgibt. Von berühmten Zeitgenossen Lebenserinnerungen einer Siebzigerin Von R. Braun-Artaria Mit zwei Bildnissen der Verfasserin von Anselm Feuerbach und Franz von Lenbach Sechste Auflage Gebunden M 5.3g „Ein prächtiges Buch und von wirklichem kulturgeschichtlichen Wert, , Auch wer die hier vorkommenden Personen gekannt hat, wird sie immer da oder dort von einer neuen Seite beleuchtet sehen, Sic gehören den verschiedensten Gebieten von Wissenschast, Kunst und Dichtung an. Ob Naturforscher und Geographen wie Zittel, Wagner und Ratzel vor uns treten, ob Gespräche mit Döllinger berichtet werden, ob wir von Piloty, Feuerbach, Schwind, Lenbach, Otto Greiner, Franz von Liszt hören, ob Bodenstedt, Hehse, Scheffel, um nur einiges anzudeuten, überall wird man sogleich gefesselt und folgt dem Laus der Erzählung mit Genuß, und bedauern wird man au dem Buche zuletzt nur, daß man eS schon zu Ende gelesen hat." Literarisches Aentralblatt, C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung Oskar Beck in München C. H. Beck'sche Buchdruckerei in Nördlingen
[ 0.348333329, 0.323333323, 0.5763636231, 0.5266666412, 0.5674999952, 0.5099999905, 0.4300000072, 0.4900000095, 0.75, 0.575555563, 0.4499999881, 0.4375, 0.5137500167, 0.5024999976, 1, 0.823333323, 0.412499994, 0.4154545367, 0.3899999857, 0.3325000107, 0.462500006, 0.726666688...
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Der Wanderer zwischen beiden Welten
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einer läppischen Bemerkung über sein theologisches Studium witzelte. Den sah er hell an, und dann sagte er ganz ruhig und liebenswürdig: „Theologie ist eine Sache für feine Köpfe, nicht für Klötze." Er verlor nie die Ruhe, auch nicht, wenn er grob wurde, und er konnte vollendet grob werden. Allmählich ließ sich das Ziel unserer Reise er kennen. Eine Nacht verbrachten wir in Suwalki, und am nächsten Morgen fauchte der Zug, der nur noch wenige Wagen zählte, durch die endlosen Nadelwälder von Augustowo zur Front. Ein Teil der Bahnstrecke wurde von den Russen unter Artilleriefeuer gehalten. Auf offener Strecke blieben wir ein paar Stunden liegen, während der Gegner weiter vorn die Geleise mit Granaten abstreute. Einige Wipfel brachen wie unter jähen Blitzschlägen zusammen. Ein Teil des Waldes brannte, ein grelles, heißes Rot fraß sich durch den schweren Qualm von brennendem Holz und Harz. Nach einer Weile schwieg die feindliche Artillerie, und unser Zug setzte sich wieder in Bewegung. Schneller und schneller glitten Fichten und Sand, Sand und Fichten vorüber. Mit einmal erschütterte der ganze Zug von dem schmetternden Krachen einer krepierenden Granate, deren Sausen das
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44 in meinen und sprach, indem er mir nah und fest ins Auge sah: „Der Stahl, den Mutters Mund geküßt, Liegt still und blank zur Seite. Stromüber gleißt, waldüber grüßt, Feldüber lockt die Weite! — Das ist doch schön, nicht wahr, mein Freund!" Und so machte sein junges Herz die heiße Eisenprobe auf das, woran es als gut und schön glaubte. Und zugleich gab es Dank und Freundschaft an ein anderes Herz, das ihm brüderlich nahe war.... Seine Freundschaft ließ er mehr spüren, als daß er sie aussprach. Er eröffnete sein und des andern Herz in dem gleichen, freien Vertrauen, ohne Dring lichkeit und Überschwang. Das erste Exemplar meines Kriegsbuches „Sonne und Schild" schenkte ich ihm, und als er's gelesen, sagte er nichts als: „Ihre Mutter möchte ich kennen lernen, Flex. Ich darf sie doch nach dem Kriege besuchen, nicht wahr?" Allmählich war der süßherbe Frühlingsgeruch alten Laubs und junger Erde in den schwülen Brodem sommerheißer Sümpfe und den Dunst ab geblühter Wasser übergegangen. Die jungen Krähen, die unsre Leute aus den Horsten der Föhrenwipfel
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während ich dies schrieb, von solcher Ergebung und Herzenstapferkeit, die ich andere lehrte! — Und weiter Märsche und Gefechte, Gefechte und Märsche.. ^. Olita siel. Bei Prem) gingen wir über den Njemen. Vor Zwirdany zerbrachen wir in nächt lichem Sturm die Russensperre am Daugi-See, nach dem wir am Tage die Höhenstellungen bei Tobo- lanka erstürmt hatten. Am Ufer der Mereczanka, vor dem brennenden Orany, lagen wir im Feuer. Und zogen der Wilia entgegen in neue Schlachten. Allabendlich flammten und schwelten Dörfer und Scheunen am Horizonte als Brandfackeln, die dem rückflutenden Nussenheere meldeten, wie weit die deutschen Heeressäulen vorgedrungen waren. Ver störte Einwohner huschten mit Kindern, Bündeln und Packen schattenhaft auf unfern Wegen um zer schossene Wohnstätten und zertretene Gärten. Hunde jaulten um verlassene und zerstörte Höfe. Vieh und Pferde tauchten auf und verschwanden. Gleichgültig und mit müden Augen sahen wir all die schatten haften Bilder, die wie Sonnenaufgang und Unter gang sich täglich und stündlich wiederholten, stumpf und schlafhungrig hörten wir den Wirrwarr lauter Befehle und Zurufe, das „Germans?!, Germanski!"-
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6 Johannes Müller / Vom Leben und Sterben 16. bis 20. Tausend Leicht gebunden M 1.4V Jnbalt: Der Tod — Gibt es ein Leben nach dem Tode? — Diesseits'und Jenseits — Dai Ende — Der Abschied — Die Heimsuchung — Der Aufschwung Johannes Müller / Hemmungen des Lebens 17. bis 21. Tausend Gebunden M 4.— Inhalt: Die Trauer — Die Furcht — Die Sorge — Das Tragischnehmen — Die Unsicherheit — Der Zweifel (das Mißtrauen) — Das Kritisieren — Der Andere in uns Johannes Müller / Die deutsche Not Erlebnisse und Bekenntnisse aus der Kriegszeil Gebunden M 4.— Aus dem Inhalt: Kriegseindrücke und Kriegsfragen — Wie soll sick der Christ zum Kriege stellen? — Jesus und der Krieg — Und die Kirche? — Die Geduld im Kriege — Wider den Haß — Bankerott des Christentums? — Briefe eines Hauptmanns aus dem Felde — Vom Wiedersehen in der Heimar — Ueber den Krieg hinaus — Verlust und Gewinn usw. Johannes Müller / Reden über den Krieg Gebunden M 3.5i) Inhalt: 1. Der Krieg als Schicksal und Erlebnis. 41, bis 4S, Tsd. — 2. Der Krieg als Not und Ausschwung, 31. bis SS. Tsd. — S. Der Krieg als Gericht und Aufgabe. 31. bis SS. Tsd. — 4. Der Tod sürs Vaterland und die Hinter- bliebeneu. S1. bis Z4. Tsd. — S. Der Krieg als religiöses Erlebnis Ludwig Kemmer/ Briese an einen jungen Offizier Zweite Auflage Gebunden M I.— Friedr. Th. Körner Die inneren Werte des deutschen Soldaten Geheftet M —.70 Inhalt: Die innere Sittlichkeit — Gehorsam und Pflichtgefühl — Helden tum und Tapferkeit — Kameradschaft — Religiöses Empfinden — Gemüt und Empfindung C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung Oskar Beä in München
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Der Wanderer zwischen beiden Welten
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llnd es war dann ein seltsames Gefühl, wenn matt lauschend an der Brustwehr stand, und draußen im Dunkel knatterten plötzlich russische und deutsche Ge wehre oder das dumpfe Krachen detonierender Hand granaten wurde laut. Das Warten und Wiedersehen solcher Stunden, von denen man nie sprach, läszt Menschen ineinanderwachsen wie Bäume. Viele Worte freilich wurden nie gemacht, und es blieb bei einem Scherz oder Handschlag, wenn der andere hinausging oder wiederkam. Wie hätten junge Herzen nicht ineinanderwachsen sollen in diesen Frühlingstagen und Frühlings nächten, in denen sie gemeinsam immer inniger vertraut wurden mit Erde und Lust und Wasser, mit den linden Stunden der Nacht und mit den hellen Stunden der blühenden Tage! Wie leise Sonnenwellen kommen die Erinnerungen an unsern ersten Kriegsfrühling in den Augustower Wäldern zu mir, wo ich auch sein mag. Die linde, junge Gütigkeit, die in ein paar hellen Grauaugen lebte und frisch und warm aus einer lebendigen Menschen stimme klang, brach wie ein Helles, starkes Licht durch die Fenster meiner Seele, durchsonnend, was dumpfig war, durchwärmend, was kühl und voll Schatten war. Wie deutlich erhöre ich heute und 2g
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.Auf Poesie ist die Sicherheit der Throns gegründet." Kneisenau
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1918
Der Wanderer zwischen beiden Welten
Flex, Walter
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57 hundert Metern sprangen wir auf und machten, daß wir über den Vach zurückkamen. Gottlob, es bekam keiner etwas ab trotz der Abschiedsgrüße, die fleißig hinter uns dreinpfifsen. In unfern Gräben mußten wir noch einmal über das sorgenvolle Ge sicht des Kompanieführers lachen, der bereits dem Unterabschnittskommandeur telephonisch das Auf tauchen roter Signallichter in der russischen Stellung gemeldet hatte und nun etwas verdutzt unsre Patrouillenmeldung entgegennahm. Viel Zweck hatte der übermütige Streich nicht, aber es war doch ein hübsches Zeichen für den Geist, mit dem unsre Leute nach wochenlangem Stilliegen in den Bewegungs krieg gingen. Andern Tags erwarteten wir die Ablösung. Noch einmal streiften wir zu zweit, den Mückenschleier unter der Feldmütze, durch den würzigen Harzduft und schweren Torfgeruch der Sumpfwälder und schlenderten bis zu den Nettawiesen. An: Wald rand im heißen Sand gelagert, hörten wir die Schnaken singen und die Spechte hämmern. Das keifende Geschwätz der Eichelhäher lärmte uns zu Häupten, und die schillernden Blauspiegel ihrer Flügel leuchteten blank zwischen den sonnenroten Stämmen auf, wie sie in ungeschicktem Schlingerflug
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Der Wanderer zwischen beiden Welten
Flex, Walter
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ommer und Winter kamen und gingen. Russen- stürme zerschellten vor den Hindernissen. Uner schüttert hielt das deutsche Ostheer in seinen Gräben. Und wieder monatelange stille Wacht hinter Brust wehr und Drahtverhau. — Die Frühlingsstürme des vierten Kriegsjahres brausten über die Lande. Im Osten entsachten sie den Krieg nicht zu neuen Gluten. Aber drüben in Frankreich brannte er lodernd aus, an der Aisne und bei Arras. Die oereinte Kraft der Westmächte rannte Sturm gegen die deutsche Mauer. Walter Flez hielt es nicht länger in der Stille des östlichen Stellungskriegs. Es trieb ihn nach dem kampfdurch- wogten Westen: „Ich habe mich mit ein paar Kameraden, dar unter ein prächtiger alter Major, freiwillig zur West front gemeldet. Schwer ist's mir nur geworden im Gedanken an meine Mutter, die auch noch nichts davon weiß. Im übrigen kennen Sie mein Denken. Es ist nicht damit getan, sittliche Forderungen auf zustellen, sondern man mutz sie an sich vollstrecken, um ihnen Leben zu geben. Abenteurerlust und Idea lismus sind zu Anfang des Krieges viel verwechselt worden, und der unbeugsame und zu keiner Kon zession bereite Idealismus, in dem allein das Hei! 108
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1918
Der Wanderer zwischen beiden Welten
Flex, Walter
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Es fährt ein Sturm aus Ost, aus Ost, Gräberwind, Gotteswind: Du liebe Heimat, sei getrost! Wir bleiben deiner Erde Kind.. .. Von allen Gräbern weht's aus Ost: Erde ist immer lind. Erde, aus Heimaterde entsproßt, Wir selbst nur Heimaterde sind, Furchtet euch nicht! —
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1918
Der Wanderer zwischen beiden Welten
Flex, Walter
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87 Der Wanderer zwischen beiden Welten Ein Kriegserlebnis von W a l t e r F l e X 37. bis 39. Auslage. Mit einem Nachwort 120. bis Tausend C. H. Veck'sche Verlagsbuchhandlung Oskar Beck München 1918
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Der Wanderer zwischen beiden Welten
Flex, Walter
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Und weißt du noch, wie du singend vor der zlitn Bad nach den Nettawiesen marschierenden Kompanie herzogst und wie du mit uns ganze Nachmittage im Wasser vertolltest? Weiht du das noch, du Wandervogel, der den Widerwilligsten zum Mit singen zwang und den Wasserscheusten im Wasser zum Lachen brachte? Weißt du noch, wie das faule Holz im Walde um unsre dunklen Gräben leuchtete? Und wie Myriaden von Junikäfern die Sumpfwiese zwischen uns und dein Feinde nächtlicherweile zum Märchen land machten? Und wie aus dein Drahthindernis die blauen Funken ins nasse Gras hinüber- und hinunterzuckten wie die schillernden Schuppen einer glitzernden Schlange, die unermüdlich kreisend durch das graue Verhau lief, immer bereit zum tödlichen Bisse? Weißt du noch, wie wir im hellen Sand der sonnigen Waldlichtimg hinter unsern Gräben Zirkel ritten? Wie du reiten lernen wolltest wie ein Kosak; denn das seien die sieben ritterlichen Künste der neuen deutschen Jugend: Singen, Wandern, Turnen, Schwimmen, Fechten, Tanzen und Reiten —? Und war doch ebensoviel Ernst in deiner Freude wie Freude in deinem Ernst! Auch was du mit fller. Der Wanderer
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Der Wanderer zwischen beiden Welten
Flex, Walter
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wehr fassen wollte, schlug er auf mich an, und mich warf der Schreck fast um, als der Tote plötzlich die Büchse gegen mich hob. Gerade rechtzeitig noch rückte ich ihm meine kleine Mauserpistole an die Stirn, daß er die Waffe wegwarf und uns ge duldig nachtrollte. Damit doch auch ein anderer etwas von dem Schrecken abbekäme, schickte ich ihn samt seinen: Gewehr, ohne anzuklopfen, in den Unterstand des Leutnants vom ersten Zuge, der sorglos bei der Flasche sasz, aber der Mecklenburger ließ sich nicht verblüffen, sondern hob nach dem verlegen grinsenden Burschen das volle Glas, „Prosit, Iwan —I" Und Iwan taute auf und besah sich die Postkarten unsrer Leute, die den holzverkleideten Graben schmückten, blieb tiefsinnig vor einem bunten Hindenburgbilde stehen und sagte ehrerbietig, „Ah — Chindenburrg!", in dem er mit unermüdlich kreisenden Händen um sein Russenhaupt fuhr, um uns das imaginäre Volumen eines fabelhaften Feldherrnkopfes zu veranschaulichen. Darauf von unfern lachenden Leuten nach seinem Landsmann Nikolajewitsch befragt, preßte er den Kopf in die Hände wie ein Schwerkranker und brach in einen Husten aus, der eine höchst schauder hafte Vorstellung von dem Zustand seines Gene ralissimus gab.... :n
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Der Wanderer zwischen beiden Welten
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7 Berg hmabzog, die lichten grauen Augen ganz voll Glanz und zielsicherer Sehnsucht, war er wie Zarathustra, der von den Höhen kommt, oder der Goethesche Wandrer. Die Sonne spielte durch den feinen Kalkstaub, den seine und unsere Fütze aus rührten, und der helle Stein der Bergstraße schien unter seinen Sohlen zu klingen Sein Gang roar Wille und Freude. Er ging aus Vergangenheit in Zukunft, aus den Lehrjahren ging er in seine Meisterjahre hinüber. Hinter ihm ver sanken die Berge, aus denen er mit Picke und Spaten geschanzt hatte, die Wälder, deren zentnerschwere Stämme er stundenweit auf willigen Schultern ge tragen, die Dörfer, deren Straßen er mit Schaufel und Kotrechen saubergehalten hatte, die Gräben, in denen er zu allen Stunden des Tages und der Nacht seinen Wachdienst getan und die Erdlöcher und Unterstände, in denen er soviel Monate hin durch mit Handwerkern, Fabrikern und polnischen Landarbeitern gute Kameradschaft gehalten hatte. Er hatte sechs Monate hindurch den grauen Nock ohne Knopf und Tressen getragen, und von den härtesten und niedrigsten Diensten war ihm nichts geschenkt worden. Nun schritt er von den Bergen herab, um Führer zu werden. Aber er warf die
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1918
Der Wanderer zwischen beiden Welten
Flex, Walter
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'fE BLANG-SEKOWIE. 3i tevens een der tien Seneboes (eigenaars van- en zelf standig gezag hebbend over pepertuinen; maar ook als zoodanig in ’t bijzonder cijnsbaar aan den vorst). De oude man is helaas te Perlak in vrijwillige balling schap, wegens oneenigheid met den Radjah, die hem, uit pure erkentelijkheid voor de diensten welke hij zijnen vader bewees bij de stichting van het rijk, zijn jongste en mooiste vrouw afhandig maakte. Aldus de Chronique scandaleuse. Met zijn oudsten zoon Nja-Amoed had ik reeds eene geheime confei'entie. Hij zal zich straks — toevallig, begrijpt ge — hier bij ons voegen met een paar ver trouwde volgelingen. Dat toevallige is om schijn te vermijden; vrees voor wraak onderling bij de gespan nen verhoudingen, geeft hier iets geheimzinnigs aan alle handelingen; en in veinzen en liegen schijnt de At- jehnees een meester. Maar de zaak is deze: Onze grond ligt in ’t gebied van zijn vader, die heel veel invloed en gezag heeft; terwijl dat van den Rad jah zonder beteekenis is en slechts iets schijnt, omdat onze Regeering het steunt, en zijne moeder in een reuk van heiligheid staat. Men vergeeft het den Rad jah nooit dat hij zich zoo lafhartig onder onze vlag heeft gesteld toen zijn buren de rivier blokkeèrden. Nu is het zaak — ’twerd mij op de Boni reeds met een paar woorden nadrukkelijk aanbevolen door Tji Poetih, toen ik dezen vroeg of ik vertrouwen kon, wat ik terzake te Penang had vernomen — om te trach ten den ouden, invloedrijken Toekoe-Itam weder hier te krijgen. Zijn zoon nu zou den brief gereed maken, waarin ik hem uitnoodig hier te komen, en hem aan bied zijn geldelijke aangelegenheden door een zak Ringits (dollars, eigenlijk spaansche piasters) te hel pen regelen. Mijn stempel zou den brief bezegelen
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Steghgers
Appeldoorn
1895
Met Sie-Anoe naar Edi
Bruyn van Rozenburg, Paulus Boudewijn
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DERDE BRIEF. 57 was. ’t Blad was van buitengewone grootte en vet, do moesten waren onbeschadigd; maar ze bleek op eigenaardige wijze gedroogd en niet gefermenteerd, en brandde ook minder goed. Zijn zendeling, die zich natuurlijk Panglima liet noe men, dus een grootheid moest voorstellen, wist mij te vertellen, dat de dochter van zijn vorst er van droomde, eenmaal de vrouw te worden van Toengko-Tjihik'; maar dat de verhouding van Papa tot onzen Radjah op de verwezenlijking daarvan weinig uitzicht gaf. Dat hij hier nu eens poolshoogte kwam nemen, en wel gaarne zou zien, dat ik mij met Djoloh in nadere aanraking stelde, vooral in zake de tabak; en — liet ik er op volgen — het gewenschte huwelijk wellicht in de hand werken? De geslepen diplomaat — zijn geheele gezicht tee- kende sluwheid — lachte toen hij bemerkte, dat ik zijn diplomatie doorzag; en, dit was de eerste lach, dien ik op een atjeneesche tronie zag, in al den tijd dien ik onder dit volk doorbracht Van dat heugelijke feit akte nemende, heb ik hem van zaad voorzien, hem aanwijzing gedaan van onze plantwijze en verzorging der planten, en hem toege zegd, dat ik al de tabak die mij droog uit Djoloh ge leverd werd en slechts eenigszins bruikbaar zou blij ken, koopen zou ter verdere bereiding hier; terwijl, als mij bleek dat er daar lust genoeg voor de cultuur bestond, ik gaarne zou komen medewerken en bijdra gen voor den bouw van droogloodsen en wat dan verder noodig bleek. Vervolgens besprak ik nog even met hem de peperaangelegenheden en stelde hem eenige ellen zwarte zijde ter hand, als hulde aan de schoone dochter zijns meesters. Bij deze gelegenheid bleek mij tevens, dat mijn eerste Djolohsche kennis niet de
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Steghgers
Appeldoorn
1895
Met Sie-Anoe naar Edi
Bruyn van Rozenburg, Paulus Boudewijn
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Kaar Batavia. Ö De onderneming heeft het aantrekkelijke van het nieuwe en ’t avontuurlijke. Gewaagd is ze wel eenigs- zins, dan, gij toondet u zoo moedig op onze eerste excursie en wist u zoo naar omstandigheden te schik ken, dat ik niet aarzel u uit te noodigen tot dezen tweeden tocht. Gevoelt gij u opgewekt er toe, denk u dan een kleine tien jaar terug, wapen u met eenig geduld en wat meer dan gewonen ondernemingsgeest en volhar ding, en beloof mij toegevend te zullen zijn als ik soms wat veel van u verg. — Bij voorbaat wil ik u ook wel verzekeren, het u niet kwalijk zal worden aangerekend, als gij het eerder opgeeft dan ik. En dan ook maar niet getalmd, want we hebben onzen tijd hard noodig, de mousson dringt. Ons doel, Edi, vindt ge alleen op kaarten van den lateren tijd. ’t Ligt op Atjehs Oostkust, dus aan straat Malakka, op omstreeks 4° N. breedte; zeg tegenover Penang. Vergis u daarbij niet met Edi Tjoet — dat is een klein rijkje er naast. Ik geloof dat wij verstandig doen per Nederland- sche mail naar Batavia te gaan; vandaar naar Sin gapore; dan even een kijkje te gaan nemen in Deli (dit ook in verband met mijn wensch om ook u voor de tabakscultuur te winnen) en voorts over Penang naar onze bestemming. ’tls waar, de Fransche of Engelsche mail brengt er ons eerder; maar we hebben te Batavia ook wat te doen, en ’tzal u blijken dat onze mail in veel op zichten voorkeur verdient. Wat ik van Edi weet ') zal ik u even vertellen *) .Toen er met eenige staatjes op de O. kust aanrakingen r bestonden. die, de omstandigheden in aanmerking genomen, „vriendschappelijk konden genoemd worden’ (officieele stijl).
[ 0.3950000107, 0.6462500095, 0.2399999946, 0.6700000167, 0.7581818104, 0.8560000062, 0.7666666508, 0.7585714459, 0.7633333206, 0.9100000262, 0.7983333468, 1, 0.8500000238, 0.7578571439, 0.791428566, 0.2549999952, 0.7749999762, 1, 0.7400000095, 0.6060000062, 0.8625000119, 0.7...
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Appeldoorn
1895
Met Sie-Anoe naar Edi
Bruyn van Rozenburg, Paulus Boudewijn
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VIJFDE BRIEF. 05 soms zeer verdacht volk — ik moet ’t u bekennen, dat alles heeft mij lang genoeg geduurd. Ik heb er intusschen ook veel geleerd van volk, landsgebruiken, plaatselijk verkeer en handelsbewe ging. Ik heb genoeg gezien van wat er omgaat in die poel van onzedelijkheid in eiken zin; ik ben geen vreemdeling meer in Jeruzalem. Mijn volgende dus uit eigen woning. Vijfde brief. Aan de tabak ditmaal de prioriteit. Duizcnde plantjes en planten staan reeds op het veld. Wij dekken hier de jonge plantjes die in kuil tjes worden gezet, met kleine driehoekige matjes van 15 a 20 c.M. zijde, los gevlochten van alang-alang — een goed werkje voor lichte zieken, ’t Is wel een heele omslag, maar ik laat ze toch ’s avonds wegnemen om ’t voordeel van den dauw die hier veelal sterk is. De oudere planten worden dagelijks zorgvuldig na gezien, van de toenah’s (uitspruitsels) ontdaan, aan geaard, begoten als ’t noodig is, en ’s nachts wordt er jacht gemaakt op de sprinkhanen. Met een Obor (flam bouw) in de hand ziet men dan de planters door hun veld dwalen, om elke sprinkhaan of ander insect op de bladen te verrassen. Eene recht fantastische ver- tooning, waarbij men den Chinees bewondert. Hij weet, dat reeds een paar beschadigde bladen den geheelen boom (want de plant wordt in zijn geheel geoogst) in eene lagere klasse van waarde brengt; dat groot en onbeschadigd blad den lioogsten prijs behaalt. Hoe geheel anders de Javaan. Op hun verzoek had ik een paar mijner Javaantjes elk een veld ge geven, maar och arm; ze planten nauwelijks de helft;
[ 0.5350000262, 0.5333333611, 0.4600000083, 0.6399999857, 0.6800000072, 0.6549999714, 0.2849999964, 1, 0.7649999857, 0.6399999857, 1, 0.3400000036, 0.7144444585, 0.7699999809, 0.6299999952, 0.7900000215, 0.7033333182, 0.7325000167, 0.8333333135, 0.5525000095, 1, 0.5099999905,...
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Steghgers
Appeldoorn
1895
Met Sie-Anoe naar Edi
Bruyn van Rozenburg, Paulus Boudewijn
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4 'Naar batavia. moet IV* dollar per pikol bedragen, waarvan de min dere hoofden V3 te verdeelen krijgen. Was, getah, damar en andere boschproducten vindt men er overvloedig: rijst teelt men er zeer weinig, maar visch kunt ge er eten naar hartelust. De gedei, de eenige woningengroep, dus de hoofdplaats, ligt goed driekwartier gaans van ’t strand, waar de Nederland- sche vlag wappert van een »benting” — die wel zal bestaan uit een paar temporaire kazernes met een rij palisaden er om, of iets van dien aard. De Radjah is onze vriend — pour cause — en zijn volk heet dus «rustig”; maar wij zullen daarop niet te veel rekenen. De grond moet er, althans ver genoeg van liet strand, bijzonder goed zijn voor de tabakscultuur; en al is dat de hoofdfactor voor ons, er is nog meer te ondernemen. Immers, gelukte het den peperhandel, den koop van boschproducten en den invoer van rijst, lijnwaden enz., nu in handen van enkele Chineezen in de «Straits,” te bemachtigen, — en dat schijnt mij, naar mijne ge gevens althans, zeer goed bereikbaar — zie, dan ligt daar voor ons, rechtgeaarde Nederlanders, met onzen koopmansgeest en beleidvolle ondernemingszucht, een bijna onbegrensd arbeidsveld braak. Er zijn risico’s, dat erken ik; dan, hoe deden de pioniers van Deli? en hoe «onze voorvaderen”? Maar laat ik niet gemoedelijk worden, Houtmans geest waart rond op dezen klassieken grond. Zijt ge gereed? dan maar aan boord. Maar volg nu op reis eens mijn raad. De kennis met de medepassagiers is spoedig ge maakt, en het voortdurend niets doen, het altijd sa menzijn, leidt onmerkbaar zeker tot een nauwere aan sluiting en het doen van confidenties, ’t Vele praten
[ 0.150000006, 0.476000011, 0.8137500286, 0.7599999905, 0.3766666651, 0.7900000215, 0.8133333325, 0.6980000138, 0.7655555606, 0.6971428394, 1, 0.7366666794, 0.6775000095, 0.7971428633, 0.4050000012, 0.9250000119, 0.8633333445, 0.84375, 0.9300000072, 0.8199999928, 0.6639999747, ...
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Steghgers
Appeldoorn
1895
Met Sie-Anoe naar Edi
Bruyn van Rozenburg, Paulus Boudewijn
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VIERDE BRIEF. 59 igedjjjtóm zijn talrijke grieven tegen den Radjah aan te höQi^} T Ze u alle te vertellen, zou te veel van mijnen lij'1 Toeven en daarvan kan waarlijk niets worden ge mist'. Genoeg zij het, dat het criterium van ons onder houd was, dat ik hem !00 dollar moest leenen en daar mede onze onderneming verzekerd kon worden geacht. Slaafde ik er in, hem in eene betere verhouding tot den Radjah te brengen, dien hij eerbiedigde als den zoon van zijn reeds lang overleden vriend, met wien bij Edi 'stichtte, dan zou hem dat aangenaam zijn in het belang zijner zoons; maar als Ketoea- Ampat wenschte hij zich niet meer te laten gelden, omdat Toengko-Tjihik toch willekeurig handelde, de ouderen niet raadpleegde en zich weinig om de welvaart van land en volk bekommerde, noch zich aan het vele andere wat een vorst te doen staat, liet gelegen liggen. Een paar dagen daarna bracht ik hem twee zak ken Ringits en vergezelde hij mij naar de onderne ming; zag daar alles met belangstelling, maar scheen het minder goed te vinden dat Mah-Ali met zijn volk er niet was; althans hij verdiepte zich in gissingen, waarom deze eene ontmoeting met hem vermeed. Op Blang■ Sekodjie teruggekeerd, bood hij mij een maal tijd aan. Hij had een geit geslacht, borden, schotels, vorken enz. geleend van Tjihik-Poeteh — mijn altijd hulpvaardige gastheer, had op twee kisten een matje gespreid; en aan deze geïmproviseerde tafel zaten wij aan op echt Oostersche wijze, n.1. op den grond met de beenen onder ons gekruisd. Ik kan niet zeggen dat de mij voorgezette kost smakelijk was; de olie waarmee alles bereid was, bleek vreeselijk ransig te zijn; (*) de rijst zag eron- (*) Vlen laat hier de klappers eerst rotten in de zon, en perst er dan de olie uit.
[ 0.6266666651, 0.7400000095, 0.8899999857, 0.1379999965, 0.6274999976, 0.6524999738, 0.6528571248, 0.9380000234, 0.853333354, 0.6866666675, 0.7533333302, 1, 0.5566666722, 0.2300000042, 0.7049999833, 0.7599999905, 0.6850000024, 0.8450000286, 0.7760000229, 0.6433333158, 0.759999...
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Met Sie-Anoe naar Edi
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VEERTIEN DAGEN LATER. 39 en wil die trachten te volvoeren, zoolang niet overmacht het mij volstrekt onmogelijk maakt; ook omdat mijne stoffelijke belangen er te zeer bij betrokken zijn. Keer gerust naar Patria. Tracht den couponknip- penden onder onze landgenooten eenig begrip te geven van hetgeen zij niet uit de kamerverslagen ot Staats courant vernemen; steek den twijfelaars omtrent At- jeh een riem onder het hart; toon den ondernemen- den aan, dat hier een zeer ruim veld braak ligt en een toekomst voor hun zonen; wanneer deze althans nog niet ontzenuwd zijn door Café’s Chantant, bierhui zen en andere genietingen, ot verwijfd door weelde en woulcl be beschaving. Maar laat bij dat alles ook uit komen hoe imaginair ons gezag hier is; hoe zeer de naakte werkelijkheid verschilt van de officieele waarjieid. Gij, die hier getoond hebt iets te durven, toon ook eens den moed het daarginds uit te spreken, dat het overwegen en geredekavel behoort plaats te maken voor een doortastend krachtig handelen; dat men toone te willen wat hier noodig is. — Macht moet hier ont wikkeld worden, alle twijfel daaraan moet hier ge fnuikt worden door daden; — genoeg proclamaties hier, genoeg rooskleurige rapporten. Maar ik zou bitter worden en dat mag niet. Zoo ergens, dan is'hier kalmte en resignatie noodig. Laat ik u liever beloven door een geregelde toezending van eenvoudige berichten u trouw op de hoogte te houden van hetgeen hier omgaat; gij kunt daar partij van trek ken in ’t belang van handel, nijverheid en scheepvaart. Ga nu per fransche mail terug, dan ziet ge Ceylon en Marseille; en kunt er u van overtuigen, waarom ik het zoo dwaas vind, dat Hollanders — beter ge zegd de grooten ot z.g. voornamen onder ons — die vreemde mail boven onze nationale lijn stellen.
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VIJFDE BRIEF. 69 Maar nu ben ik door al die zegeningen van chineesche en westersche beschaving van mijn stokpaardje ge raakt. Mijn vriend Nja-Haschim, een geslepen rot met vol doende kennis van ’t Maleiseb en goede relaties, is van een zending langs de kust terug gekeerd, met het bericht, dat te Edi-Tjoet, Dj oio h en Pedawa, verschei dene eigenaars van tuinen hier gaarne hun peper zul len leveren; vooral ook omdat zij rekenen op een eerlijk meten (de chineesche opkoopers schijnen er een bijzondere maat voor den inkoop op na te hou den) en op zuivere afrekening. En wanneer ik nu hem als makelaar aan de zaak verbind, dan zou hij zich tevreden stellen met 25 % van onze nette winst. Hierop is nu natuurlijk nog wel wat af te dingen; maar, als men goede rekening houdt niet slechts met zijn vele bemoeiingen en de belangrijke diensten die hij bewijzen kan, maar ook met het nadeel dat hij ons kan berokkenen, dan schijnt het zaak hem bij de onderneming zóó te interesseeren, dat zijn belang meebrengt ons de concurrentie met Penang gemakke lijk te maken, en zich van de gebruikelijke knoeierijen te onthouden. Het lang verwachte officieele bezoek van den ambte naar, belast met de leiding van zaken op de kust, is aanstaande. In mijn volgenden hoop ik u daarvan verslag te kunnen doen. De Radja komt natuurlijk mee, al gaat het niet van harte; daar hij volgens Mad-Saïd, mijn specialen bewaker, liefst Mah-Ali niet ontmoet, sedert die kwestie van onteigening. Maar ik heb u die historie, geloof ik, nog niet ver teld. Ze is deze: Dij de eerste afrekening met Mah-Ali voor ’t bosch-
[ 0.474999994, 0.6733333468, 0.3849999905, 0.6324999928, 0.2899999917, 0.7766666412, 1, 0.6050000191, 0.875, 0.2899999917, 0.753000021, 0.8366666436, 0.6869999766, 0.5699999928, 0.7129999995, 0.7160000205, 1, 0.9125000238, 0.6672727466, 0.5, 0.7366666794, 0.7549999952, 0.66...
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TE SINGAPORE TERUG. 19 ment — woukl be beschaver hier — bepaalt zich tot het innen van de zegel- en registratiekosten der con tracten en een schijnvertooning van koelie commissa rissen. Maar wij moeten over dat alles weten heen te stappen. Ik heb mij intusschen op de hoogte gesteld van den gang van zaken hier en op Penang, en mijn plan voor den vervolge reeds in schema. Onze vol gende koelies zullen ons op Edi geen 50 dollar kosten, zooals deze, dat beloof ik u 1) En nu iets wat u misschien minder zal aanstaan. Wat ik van den toestand van Edi en aangrenzende staatjes nog nader hier vernam, maakt het noodig, dat ik al leen vooruitga en gij voorloopig hier bij 'onze eigen dommen blijft. Voorzien van een paar aanbevelingen ga ik morgen over Penang naar Edi , om poolshoogte te nemen en in verband met mijne bevinding onze operatie voor te bereiden Aan goed gezelschap zal het u hier niet ontbreken, want er dokken juist twee van onze oor logschepen ; onze zeeofficieren houden van gezelligheid en zijn hier thuis — dank zij het feit dat wij onze groote schepen niet zelf kunnen dokken en victalieeren. Nu »La Hollande est assez riche pour payer sa gloire”; maar het heeft toch beweegredenen om te zorgen voor een dok van voldoende capaciteit voor zijn oorlogs- en koopvaardijvloot, in eigen haven. Hoe dit echter ook zij, als men zoo hoort hoe be voegden hier over de toekomst van Edi denken, dan schijnt het mij zaak den moed niet te spoedig op te geven, al valt waarschijnlijk mijne bevinding daar niet mee. Vooral te Penang toch, zien deskundigen met bezorgdheid voor die plaats, naar de overzijde der straat. 1) De Chineesche koelies worden nu direct uit China be trokken. Ook dit had eerder kunnen geschieden.
[ 0.3300000131, 0.3955555558, 0.4900000095, 0.07999999821, 0.6075000167, 1, 0.7080000043, 0.6750000119, 0.5699999928, 0.5924999714, 1, 0.6471428275, 0.6150000095, 0.7833333611, 0.8033333421, 0.7279999852, 0.6366666555, 0.6850000024, 0.8333333135, 0.7099999785, 0.8070588112, 0...
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Bladzijde. 1 Naar Batavia Te Singapore Naar Deli ' 10 Te Medan 12 Te Gedong Djolior ......... 15 Te Singapore terug 1 (> Samen te Edi ‘20 Naar Blang-Sekodjic 28 Terug en naar Edi 33 Veertien dagen later 38 Eerste brief 42 Tweede brief 48 Derde brief 53 Vierde brief 58 Vijfde brief 65 Zesde brief . 71 Naschrift 80
[ 0.4339999855, 0.4199999869, 0.6600000262, 0.6857143044, 0.75, 0.426666677, 0.7024999857, 0.5625, 1, 0.1400000006, 0.6850000024, 0.6940000057, 0.2849999964, 0.6850000024, 0.521666646, 0.400000006, 0.8588888645, 0.5, 0.6000000238, 0.6511111259, 0.69599998, 0.349999994, 0.46...
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68 ( VJJFÜE BRIEF. mij is gelukt den Radjali duidelijk te maken, wat transito-handel en vervoer zijn. Dit in verband met de in- en uitvoerrechten, die geheven zouden moe ten worden van de peper, die van de kust zou wor den aangevoerd om hier voorloopig opgeslagen, en later van hier uitgevoerd te worden. Hij begrijpt nu dat hij vrijstelling van alle rechten dient te geven, en mijn pakhuis in spe dus een entrepot wordt. Die zaak is dus gezond. — De Kr arde bad hem be duid, dat hij in- èn uitvoerrecht van die peper moest heffen; — dit natuurlijk in ’t belang van den pachter, mijn vriend Tjihik Poeteh, die den waardigen secre- taris-generaal altijd ruim voorziet van manillas, engelsch bier en nog wat. Yooral dit niet genoemde artikel van import schijnt meer en meer gewild. Reeds in een viertal huizen op den Chineeschen Gedei — die nu zwaar gepalisadeerd en van poorten voorzien is — laten Macaosche tortel duifjes hun gekir hooren en hunne twijfelachtige schoonheid bewonderen. De beschaving'wint dus veld; we hebben een tweede Singapoorsche «Victoria Street” in miniatuur gekregen. Voeg daarbij, dat het opiumdebiet beduidend toe neemt; dat er behalve » Hennesy '’ en y>John Alberii” (Engelsche cognac merken) ook veritabele A. v. H. (bekend jenevermerk) te verkrijgen is; dat er een ruim amusementlokaal voor Chineezen is ontstaan, waar men eerst laat in den nacht sluit; en, dat het dobbelhuis eene uitbreiding heeft gekregen die ’t getal Chineesche Croupiers tot zes heeft doen stijgen; en ik wil het u gevraagd hebben of hier geen reden bestaat om van verbazenden vooruitgang te spreken! Deze doet alleen onder voor dien van Port-Said, doordien »le couron- nement de 1’edifice” nog ontbreekt — liet café chantant.
[ 0.3300000131, 0.3600000143, 0.7033333182, 0.4683333337, 0.6966666579, 0.8949999809, 0.7383333445, 0.6600000262, 0.5071428418, 0.7022222281, 1, 0.6399999857, 0.4900000095, 0.8313333392, 1, 0.6885714531, 0.8539999723, 0.7633333206, 0.8650000095, 0.6728571653, 0.7966666818, 1,...
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76 ZESDE BRIEF. Hoe dit echter ook zij, tegen ons noch tegen de onderneming kan iemand een redelijke grief gehad hebben; er werd geen aanleiding gegeven tot ont stemming of ontevredenheid door niets en door nie mand; integendeel, ieder had er voordeel bij, dat wij bleven; ieder bleef toch volkomen vrij, en zelfs het dragen van wapens, dat de vorst mij herhaaldelijk verzocht had op onzen grond te verbieden, weigerde ik te beletten, omdat ik weet, hoezeer de Atjinees daarop gesteld is, en wat een wassen neus het boven dien is, te verbieden dat de klewang onbedekt in de hand wordt gehouden — zooals ter hoofdplaats. Uit de verklaringen van alle officieel gelioorden, resulteerde dan ook gelukkig geen enkele grief tegen ons, die 't onheil rechtvaardigde. Des vorsten fout, en zijn zwak karakter, dat hem den moed deed mis sen loyaal te erkennen zich vergist te hebben; zijn heimelijk steunen op »de kompanie” waardoor hij zich sterk waande; ziedaar wat voor de opruiingen de ooren williger opende, dan wellicht anders hot geval zou zijn geweest. Bovendien, Toekoe Paya’s vijandelijke stemming je gens de Nederlanders en Edi is niet weinig toegenomen door den steun, die onzerzijds aan Ankassah's onder neming tegen Tandjong-Semantoh en Merbouw was verleend (: en waardoor later Nja Latif, de minderja rige zoon van Angkassa, onder voogdijschap van Bintara Brahim, Radjah werd, niet slechts van ziins vaders rijkje Blangmeh, maar ook van de dezen door het gouvernement toegewezen landschappen van den vervallen verklaarden Toekoe Paya:). Nja-Mnlim van Simpan Olim is ook niet stil gebleven in zijn schuil hoek te Tepon-Serin. Van die zijden wordt dan ook reeds lang iets vij-
[ 0.6499999762, 0.5479999781, 0.573333323, 0.646666646, 0.8399999738, 0.6166666746, 1, 0.7275000215, 0.6100000143, 0.323333323, 0.5975000262, 0.8859999776, 0.6949999928, 0.8000000119, 0.7900000215, 0.8333333135, 0.7633333206, 0.9455555677, 0.8500000238, 0.9060000181, 0.76571428...
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91 moeten voorzien worden van eenc in alle opzichten voldoende, naar de nieuwste eischen ingerichte kust- verlichting en bebakening. Stoomt" men thans langs de Engelsche kust van Malakka-straat van Penang naar Singapore, dan merkt men met verbazing op, wat de Britten op dat gebied hebben ten uitvoer gebracht; de geheele route, on geveer 36 uur stoomens, is om zoo te zeggen eene aaneenschakeling van de meest doeltreffende kust lichten. Daartegenover doen wij beter hier te zwijgen over de thans bestaande kust-verlichting (?) van de Hol- landsche lenst, van Straat- Malakka, — Poeloe-Bras uitgezonderd. 2°. zal ons handels-établissement te Poeloe-Weh alsdan voldoende versterkt en van eene genoegzame bezetting moeten voorzien worden. 3°. zal nevens het in deze brochure reeds vermelde droogdok, een goed en doeltreffend Marine-éta'olisse- ment moeten gevestigd worden. Een daadzaak is het, dat gedurende den langen Atjeh-oorlog onze oorlogschepen der Indische Militaire Marine steeds verplicht zijn geweest te dokken en te repareeren te Singapore; dat heelt schatten, enorme schatten gelds gekost Natuurlijk zal in de dagen dat Poeloe-Weh tot ontwikkeling komt, in die wateren niet meer zulk eene groote scheepsmacht aanwezig behoeven te zijn als heden ten dage, doch eene voldoende bewaking der Atjeh kust zal nog wel vele jaren tot eene der hoofdopgaven onzer Indische Marine behooren, en vele vreemde oorlogschepen, vooral Fransche en Russische, passeeren Straat-Malakka. Al het in deze brochure in korte trekken aange- gevene kan tot stand worden gebracht. Laat ons een
[ 0.3950000107, 0.5816666484, 0.3262499869, 0.3066666722, 0.7099999785, 0.162499994, 0.2549999952, 0.5649999976, 0.5444444418, 0.5, 0.2425000072, 0.3799999952, 0.5124999881, 0.6271428466, 0.67900002, 0.4720000029, 0.7063636184, 0.7149999738, 0.8418181539, 0.7900000215, 0.583333...
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30 TÈ BLANG-SEKODJ1E. vriendelijkers, iets Iiefelijkers te verlangen, dan de eerste indrukken die men hier verkrijgt. Eene eigenaardige wijze van roeien niet waar? Trou wens, gij hebt dat te Singapore reeds opgemerkt, ’t Schijnt chineesch gebruik dat z.g. staan op de riemen, achter in de vlet; ’t is practischer dan het zitten met den rug naar de plecht; want de roeier heeft nu een vrij uitzicht en kan ook meer kracht op de riemen zetten. Die hooge stellaadjes, hier en daar aan de steile oevers boven het watervlak aangebracht zijn de ccibi- nets d’aisance en badkamers der bewoners van de en kele verder achterwaarts gelegen huizen. Ongedekt en te laag, soms half open van wand, pleiten ze niet voor hooge eischen van comfort en decentie. Maar met wat een handigheid weten de gebruikers dat emmertje van schors aan ’t lange rottantouw op te wippen, om zich met den inhoud te begieten of af te spoelen. Men verzekerde mij dat de waterstand hier soms in een uur 2 a 3 meters stijgt, en het ook geen zaak is zich in de rivier te wagen; want kaaimannen van ontzaglijke grootte en schildpadden zijn er overvloe dig. De hooge palen zijn daarmee gemotiveerd. Te Blang-Sekodjie. Hier moeten we uit de sloep. Dat eenigszins aan zienlijke huis daar, achter en onder het geboomte aan den linker oever, is de woning van Toekoe Itam den Ketoea-Ampat (een der vier raadsheeren die met den vorst ’t land besturen, rechtspreken enz). Deze is
[ 0.3600000143, 0.5500000119, 0.475333333, 0.5780000091, 0.6075000167, 0.7200000286, 0.6549999714, 0.746999979, 0.9166666865, 1, 0.7116666436, 0.8188889027, 0.7766666412, 0.7599999905, 0.6474999785, 0.7820000052, 0.9649999738, 0.7241666913, 0.8679999709, 0.6333333254, 0.8083333...
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6 NAAR BATAVIA. Ik liet het u niet blijken; maar soms dacht ik wel eens, als die schroef zoo buiten het water geraakte en als een dolle zonder tegenstand rondvloog dat er geen stuk heel zou blijven. Een beter toestel dat bij het stampen van ’t schip den gang der machine re gelt, zou zeker veel gevaar opheifen. Denkt u eens een oogenblik het geval dat de machine defect geraakt, bij zoo’n zee als toen, en later tussehen Aden en Java? Wat zouden onze wakkere zeelui met het onvoldoend zeiltuig kunnen doen ? In de meeste gevallen waren wij reddeloos verloren. Maar hierover nu niet gefilosofeerd. Ik heet u welkom op de reede van het eenige Ba tavia; en denk met genoegen aan al het genotene, gedurende onze voorspoedige reis. Vooral aan het ver rukkelijke Napels met zijn natuurschoon en kunstgenot. Wij zullen hetzelfde hotel betrekken dat ons in ’72 zoo voldeed ’t Is er sedert niet minder op geworden : dat ondervond ik verleden jaar, toen ik even hier was om de erfpacht van de woeste gronden op Edi, die mij door Toengko Tjihik waren toegezegd, voor te bereiden. In Holland had men daar wel ooren naar, doch hier dacht men er eenigszins anders over; dan, ik verkreeg toch wat ik wenschte, en dat is mij genoeg. Land heb ik, al weet ik niet juist waar. Wij zullen het echter wel vinden en de grenzen er van bepalen Trek maar geen bedenkelijk gezicht over mijn oppervlakkigheid — de omstandigheden zijn niet anders. Zooals ik u in Amsterdam reeds mededeelde, ver zond ik vandaar rechtstreeks naar Singapore alles wat
[ 1, 0.3824999928, 0.7925000191, 0.1299999952, 0.7475000024, 0.4766666591, 0.4499999881, 0.7975000143, 0.6737499833, 0.3350000083, 0.4524999857, 0.7860000134, 0.7850000262, 0.7966666818, 0.5260000229, 0.7900000215, 0.8999999762, 0.5342857242, 0.7466666698, 0.7549999952, 0.75999...
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— VI — wat het nog voor ons worden kan en zal, bij meer en betere bekendheid — dan kan het niet verwon deren dat m den kaatsten tijd de pers Vruchtbaarder was dan ooit in goede «Indische producten.” Ot ze gelezen worden die opstellen en boeken ? Ik w eet het niet. Maar wel meen ik — en in die mee- mng sta ik naast onze betrouwbaarste gidsen in deze, 1 at — met uitzondering misschien van enkele romans en novellen die heter niet geschreven waren — ze behoorden gelezen te worden door een volk als het onze, t welk al wat het is en heeft, voor een groot deel dankt aan zijn «Koloniën ’, en zonder deze zeker een treurige figuur zou maken in de Europeesche Statenrij — als het daartoe dan nog zelfstandig zou blijven behooren. Door deze overwegingen geleid, doe ik dit beschei den geschriftje nu in dezen vorm verschijnen. Het maakt geen aanspraken. Het werd voor omstreeks 8 jaren als weekblad- feuilleton samengesteld uit losse aanteekeningen, plaat selijk zonder bepaald doel gemaakt, tien jaren te voren; en bevat slechts iets van wat toen —d i. dus nu voor 18 jaar — werd waargenomen en doorleefd. Ik hield het vrij van elke illustratie of smuk, en het weg veel wat wel vermeld had kunnen worden, doch uit overwegingen van bijzonderen aard voor de aan ’t slot toegezegde voortzetting werd bewaard. Of dat «Vervolg” ooit op de leestafel zal komen? Het lezend publiek heeft daarover te beslissen, en vergete bij zijn oordeel vooral niet het éénige doel met het schrijven beoogd. Sie-Anoe.
[ 1, 0.3799999952, 1, 0.7599999905, 0.8033333421, 0.4466666579, 0.4550000131, 0.473333329, 0.4166666567, 0.5633333325, 0.7799999714, 0.9049999714, 0.4099999964, 0.7649999857, 0.3849999905, 0.7033333182, 0.6309999824, 1, 0.7566666603, 0.8333333135, 0.6233333349, 0.7599999905, ...
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Met Sie-Anoe naar Edi
Bruyn van Rozenburg, Paulus Boudewijn
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89 von rijk is, waarin te allen tijde water genoeg voor scliepen van den grootsten diepgang. Een zeer groot gedeelte van den han del te P e n a n g en te Singapore vindt zijn débouehé in ons Sumatra, hoofdza kelijk in Atjeh en ünderhoorigheden, Langkat, Deli, Assahan en andere gewesten der Residentie O. K. Sumatra, Siak, enz ; welke handel dus, na voldoende voorziening van Poeloe-Weh van de noodige handels- inrichtingen als boven aangeduid, even goed van daar uit. kan gevoerd worden; en dus niet meer over Britseh grondgebied zou behoeven te gaan. Poeloe-Weh zou o.a. de stapelplaats kunnpn worden van den Atjeh-Peper en van de Sumatra-tabak. De invoerhandel van Atjeh, Edi, Deli en de andere kust plaatsen zou niet meer behoeven plaats te vinden via Penang of Singapore, hetgeen eene belangrijke be sparing aan kosten van overscheep zou teweeg bren gen. En dat die transito-handel zeer beduidend is, be- wijzen de vijf of zes aan' groote Chineesche firma’s tbebehoorende stoomers, die alleen van uit Penang eene geregelde communicatie onderhouden met de Atjeh- en Delikusten, bijna zonder uitzondering volle lading hebben, en aan den eigenaren groot geldelijk voordeel opleveren. Nog niet eens gesproken van Singapore, van waar nog meerdere stoomers naar Su matra vertrekken. Dan komt er nog één machtige factor waarmede wij rekening dienen te houden, wel is waar in een nog verre toekomst, doch die waarschijnlijk wel daad zaak zal worden. Ik bedoel het in Engelsche krin gen wel eens ter sprake gebrachte plan van doorgra ving van het schiereiland Malakka, overdwars, met het doel het traject van Europa naar China ongeveer
[ 0.6850000024, 0.5066666603, 0.7124999762, 0.8500000238, 0.6549999714, 0.8149999976, 0.6060000062, 0.6579999924, 0.9359999895, 0.5983333588, 0.6100000143, 0.59375, 0.823333323, 0.603333354, 0.7577777505, 0.8033333421, 0.6166666746, 0.7825000286, 0.7200000286, 0.7462499738, 1, ...
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Met Sie-Anoe naar Edi
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TERUG EK Kaar EDI BS ken veel relatie hield met de oorlogvoerenden, en in ’t hart zeer verbitterd was op de »kompanie'’ en som migen ook trouw nu en dan een robbertje tegen ons gingen vechten, in de bende van ontevredene buur staten — al werd dat bedekt of ontkend door den vorst, die te laf en te onmachtig scheen om zijn gezag hier te doen gelden. Alles wat er stond en was, scheen mij eigenlijk geen honderd dollars waard, maar heeft voor ons meer waarde; en bovendien was er een groot stuk bosch gekapt, dat reeds lang op branden wachtte. De spraak zame Maleier bood zich aan als gids en ik zette met een deel van mijn gevolg den tocht voort eerst Zuid- Oost, toen Zuid en eindelijk in bijna Westelijke rich ting; aanvankelijk over boomstammen en takvefsper- ringen, up and down, door kleine soengeis (beekjes) en peyers (moeras), door bosch en pepertuinen; en kwam, na den afstand van een goed kwartier in driemaal zoo veel tijd te hebben doorworsteld, bij een verwaarloos den pepertuin waarbij een voor hier aanzienlijk huis. Dat was de landstreek Damar-Poeteh (naar de witte hars, die er als boschproduct verzameld wordt); en ’thuis was van zekeren Panglima Prang (aanvoer der, generaal) Mali Ali\ een volgens mijn gids kwa lijk gezind heer, op ’t oogenblik en nogal vaak af wezig, zoo het heet in Passeg, waar hij pepertuinen heeft; maar meer waarschijnlijk op oorlogsterrein ot bij onze schijnvrienden. Ik liet mij aan een paar dames daar voorstellen, onder wie mevrouw, des Panglima’s gemalin, — een afzichtelijk wijf, dat geen maleisch verstond en mij kennelijk naar den duivel wenschte — en trok toen verder, over een vrij goed pad. dat, zooals mij vor- zekei’d werd, naar de Gajoe landen leidde. 20 mi-
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vietrpe BhïEE. 01 bloed; scherp van blik, rad van tong en vrij vlug met de pen; bij groote gelegenheden gedost in blauwe rok met vergulden knoopen — een erfstuk van een Engelsch zeeofficier — witte pantalon, verlakte schoe nen en . . , een met gouddraad gestikt fluweel mutsje op het kaal geknipte hoofd; — in gewone omstan digheden als gewoon Maleier gekleed, en zich dan alleen onderscheidende door een japanschen degen stok in de hand, en een manilla in ’t hoofd. ’t Eerste bewijs dat hij mij van zijne beschaving leverde was, dat hij zich bij mij presenteerde half dronken van Engelsch bier; en mij verhaalde, een dol liefhebber te zijn van champagne, en bij verschil lende gelegenheden aan Engelsche en Hollandsclie officieren getoond te hebben, daarvan eene ongehoorde hoeveelheid te kunnen verdragen. Eenige woorden koloniaal Engelsch, een paar goed Idollandsche vloe ken en de noodise aanmatiging, bewezen nog nader zijne ontwikkeling Deze sluwe dienaar is veil voor geld of iets anders; legt den vorst ter teekening voor wat hem goed dunkt; heult met ieder die zijn gunst weet te winnen, en is bij de afbankelijken gevreesd als een gevaarlijk machthebber Bij mij gebruikte hij » Brandy-Soda” als een would be Engelschman; vertelde mij. dat ik mij maar aan hem had te houden, dat hij een wit voetje had bij madame mère — de eenige die hier invloed en gezag had — en, dat Toengko-Tjihik'sbe- loften enz. niets hadden te beteekenen. Aan al dien bluf ligt veel waarheid tot grondslag; en hij, die erkent, wat ik reeds beweerde, n.1. dat de officieele waarheid verschilt van de waarheid, ziet in verhoudingen als hier geschetst, gereed een der vele oorzaken van dat verschil.
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o‘2 'ÏNVEEhE ÖtllEE. toegebracht. Verbeeld u, de Nederlandsche rijksdaal- ders geraakten hier zoo gedeprecieerd, dat ik bij wis seling er nauwelijks 90 dollarcenten a 27i cent voor kon krijgen. Bij de laatste uitbetaling moest ik 100 rijksdaalders wisselen en bood men mij slechts 85 cents! Toen schreef ik naar Penang om mij tegen de betaaldagen twee malen ’s maands een paar van de bekende verzegelde kistjes koper te zenden, en nu betaal ik mijn volk daarmee uit. Ik voorspel u, dat er binnen 3 maanden zooveel koperen pasmunt in omloop zal zijn, dat ons zilver evenals de pilaarmatten met opgeld zal worden aan genomen. De officieren verklaarden mij nu reeds dat zij hun tractement en de soldij van de bezetting door mijn maatregel met 10 percent verhoogd achtten. Voor onze zieken — gemiddeld 20 percent — heb ik een hospitaal gebouwd en oppassers aangesteld; en als gij mij nu ’s morgens daar mijn patiënten zaagt behandelen en mij in de apotheek bezig zaagt, zoudt ge er u van kunnen overtuigen, hoe goed ik deed met zulk een grooten voorraad genees- en verband middelen, instrumenten enz. in te slaan. De taak als dokter en chirurg wordt mij onder- tusschen wel wat zwaar; mais, qu’y faire? de lijders moeten geholpen worden. Sta ik voor een moeielijk geval, dan ga ik den militairen dokter in de strand- benting raadplegen. Bij een paar bloedige operaties, waarvoor ik wel wat huiverde, was ik intusschen wonder gelukkig; en ’t vertrouwen is nu zoo groot, dat ik geen vrees of onwil meer ontmoet, als ik mijn trousse voor den dag haal. ’t Walgelijkste zijn die verwaarloosde en verouderde zweren, waaraan zoo- velen lijdende zijn. Maar laten wij bij dit minder aangename een speldje steken.
[ 0.4633333385, 0.3350000083, 0.5600000024, 0.8058333397, 0.59375, 0.3350000083, 0.8999999762, 0.8253846169, 0.7379999757, 0.7975000143, 0.6577777863, 0.6274999976, 0.6966666579, 0.84214288, 0.7366666794, 0.7950000167, 0.3833333254, 0.5299999714, 0.6449999809, 0.9250000119, 0.7...
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te medan. 13 buitengewoon groot dakoppervlak. of stellingen, 3 a 4 étages hoog. en hooprer van w de «ewone orootte, twee doorloopende reien baleh-baleh , voor slaapplaats, vullen het middenstuk Iedere loods wordt betrokken door eene congsie (vereemgmg of ploeg) van 25 a 30 Chineezen onder één Tandil (hoofd of ploegbaas) van denzelfden landaard. De afgebrande grond is, zooveel doenlijk rechthoe ks in "stukken afgedeeld van 10 vadem langs den wea en p.m. 100 vadem diep, elk van een merkpaal voorzien, met het nummer van den bewerker, waar onder deze op alle registers is ingeschreven. Ieder Chinees werkt n 1. voor zich zelf op contract Voor elke 1000 planten die hij in de droogloods levert wordt hem de waarde tegoed geschreven naar kwa liteit. Eerste soort, d. i. groot, goed rijp en onbescha digd blad, geldt 8 dollar. ’t Gereedschap wordt den planter op schuld verstrekt; voor zaad zorgt echter de administratie. Maandelijks of om de veertien dagen wordt hem een klein voor schot uitbetaald om van te leven, en op ’t einde der campagne wordt afgerekend. Een Chinees kweekt p m. 10 duizend planten; enkele brengen het tot 15 a 20 duizend, maar voorzien zich dan van een helper. ’t Is een eigenaardig huishouden in zoo’n koelieloods. Ieder Chinees heeft een matje en hoofdkussen op de gemeenschappelijke brits en een klamboe (muskieten- "ordijn) er overheen gespannen: voorts een kist met kleeding, eetgereedschap en een opium-pijp met toe-
[ 0.7099999785, 0.2899999917, 0.3000000119, 0.5908333063, 0.8199999928, 0.7130769491, 0.6999999881, 0.7545454502, 0.8600000143, 1, 0.349999994, 0.6083333492, 0.5260000229, 0.9049999714, 0.6614285707, 0.6666666865, 0.4900000095, 0.6299999952, 0.7416666746, 0.7837499976, 0.717499...
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85 do hand niet uit te stoken naar dat, wat dit klagen spoedig en duurzaam kan doen verstommen; met name naar de bijna onuitputtelijke bronnen die Indië ons biedt, en die wij nog onbenut lieten, door .... ge brek aan energie, aan ondernemingsgeest. Dan, er is ook noodig meer en betere kennis van ons Indië; waarvan bet aanbrengen op de school banken moet beginnen. Indië moet als een eerste nummer op alle leer- en studieplannen voorkomen, en in de volksopvoeding moet daaraan een voorname plaats worden ingeruimd, als een groot en duurzaam nationaal belang. De on dernemingsgeest zal dan wel vaardig worden; kapi taal en werkkracht zijn er overvloedig. Dit was verleden jaar voor de pers gereed, toen eene omstandigheid die ik niet bij machte wastebe- lieerschen bet drukken deed uitstellen tot nu. Inmiddels verscheen in de altijd zoo belangrijke Indische Mercuur een opstel waaruit blijkt dat ik de beteekenis voor Neerlands Handel, Nijverheid en Scheepvaart van onze gewesten aan Straat Malakka niet had overschat De uitgever, de heer J. H de Bussy te Amsterdam, was zoo welwillend mij de gevraagde vergunning te geven om het hier te laten volgen. De belangstellende lezer schenke er de aandacht aan die het zoo ten volle verdient. September 1895. SIE-ANOE.
[ 0.6150000095, 0.25, 0.4724999964, 0.4300000072, 0.3733333349, 0.5400000215, 0.3883333206, 0.150000006, 0.6200000048, 0.4566666782, 0.8899999857, 0.4433333278, 0.8728571534, 0.7200000286, 0.71875, 0.7533333302, 1, 0.7527272701, 0.9900000095, 0.7099999785, 0.6000000238, 1, ...
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ZESDE feRIKF. 79 was het mij misschien gelakt iets meer boeiends, iets aantrekkelijkere te leveren; dan, mijn onderwerp is ernstig en heeft groote actualiteit. Daarom meende ik der werkelijkheid getrouw te moeten blijven, en alle verdichting te vermijden, op gevaar af van geen «gezellig” feuilleton te hebben geschreven. En ook dit rechtvaardigt — hoop ik — in uw oog het zoo onverwacht verplaatsen uwer gewaardeerde aandacht van Palembang naar Atjeh. Is het mij daarbij gelukt. U eenig begrip te heb- 'ben aegeven van wat er soms verbonden is aan een e onderneming in Indie en met welke moeielijkheden men daar soms heeft te kampen, dan heb ik ook ze ker iets bijgedragen om U te doen erkennen, dat daarginds van Regeeringswege niet altijd werd gehan deld, zooals eene wijze en verziende staatkunde meebrengt. Eenige mijner nog niet benutte aanteekeningen en beschouwingen werden sedert door gebeurtenissen en geschriften bevestigd; en ik behoud mij voor ook dit in het licht te stellen, bij latere voortzetting van dezen arbeid.
[ 0.3120000064, 0.6428571343, 0.224999994, 0.3266666532, 0.5466666818, 0.5566666722, 0.6666666865, 0.5600000024, 0.6949999928, 0.6050000191, 0.4377777874, 0.9200000167, 0.6999999881, 0.9049999714, 0.6075000167, 0.6899999976, 0.6000000238, 0.7833333611, 0.4099999964, 0.6814285517,...
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12 TE MEDAN. Te Medan. Hier rechts, voor wij de groote brug overgaan, juist op die landtong, waarom zich de rivier kronkelt, lig gen de woningen der beide hoofdadministrateurs van de Deli-mij, ’t kantoor enz.; en dat onoogelijke, lage, verbazend lange gebouw daar, is de fermenteer- en afpakloods, waaruit het prachtige dekblad wordt af gezonden, dat den aandeelhouders zulke kolossale dividenden verzekert. Maar gij kent de wijze van wer ken hier nog niet. Laat ik u even in korte trekken vertellen, wat ik er van w r eet, dan begrijpt ge beter wat we zien zullen. Van den grond dien men in cultuur wil brengen wordt in den regel 7* of Vs gekapt (’t is veelal bosch) en afgebrand, op dezelfde wijze als gij die onregel matige koffietuinen zaagt aanleggen door de Ampat- Lawangers. Langs dat stuk wordt dan een breeden weg aangelegd en daarlangs worden de loodsen ge bouwd voor koelieverblijf en het droogen der tabak. Voor het geraamte dier gebouwen bezigt men ’t bruik bare van het gekapte bosch en sleept het verder noo- dige van elders aan. Rottan om te binden (want spijkers gebruikt men zoo min mogelijk) levert het bosch almede voor een deel, evenals de droogstokken of dolken. Alleen voor de wanden moet de Samir (matten) worden aangekocht; evenzeer de atap voor dakbedekking — als er alang- alang in de buurt ontbreekt. De plaatsing der loodsen is niet willekeurig; maar zóó, dat ze ook kunnen dienen bij de campagne van ’t vol gend jaar op het belendend, ongerept gebleven tweede, of vierde deel. De droogloodsen zijn 20 a 30 depah (vadem) lang en 10 breed, met hoogen nok en zeer lage
[ 0.3650000095, 0.8799999952, 0.5066666603, 0.7649999857, 0.7083333135, 0.5149999857, 0.7428571582, 0.6675000191, 0.5600000024, 0.7250000238, 0.8183333278, 0.6825000048, 0.6899999976, 0.6859999895, 0.6750000119, 0.7966666818, 0.8266666532, 0.8283333182, 0.4449999928, 1, 0.625, ...
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58 VIERDE BRIEF. vorst was, maar diens zoon; die zich meeêterlijfe.het- air had gegeven van Radjah. Als bewijs van dankbaarheid zeker,dluisterdé-'tHj mij geheimzinnig in, dat ik mij te wachten had voor Pe- davja, waar het volk vdjahat” was, en de oude vor stin zoowel als de Radjah het op mijn leven hadden gemunt; zoodat ik verstandig zou doen mij bij Djoloh aan te sluiten. — Toevallig echter had ik juist daags te voren Habib van Pedaiva bij mij gehad, en had deze mij even geheimzinnig gewaarschuwd voor het perfide Djoloh. — Kennelijk dus ook hier de afgunst die de vorsten der kleine staatjes steeds heeft geken merkt en verdeeld; en die alleen eeuigen tijd schijnt te worden vergeten, als geestdrijvers of politieke rad draaiers er in slagen tot gemeenschappelijk handelen tegen den aartsvijand »de Kompanie” op te wekken. Hebzucht en naijver, of met andere woorden Rin- (jits en grootheid, beheerschen alles; en het schijnt hier zaak met die eigenschappen oordeelkundig rekening te houden, zoolang het zedelijk peil te laag staat voor de werking van edeler drijfveeren Vierde brief. In eene hoogst aangename, opgewekte stemming meld ik u de aankomst van den ouden Toekoe-Itam. Hoe hij hier kwam weet ik niet en wil ik ook niet vragen; alles ging geheimzinnig in zijn werk. Maar op een goeden morgen vond ik hem te Blanrj- Sekodjie, en werd ik getrolfen door de goedaardige hartelijkheid, maar ook door de diepe neerslachtig heid van dien grijsaard. Door zijn zoons kennelijk omtrent mij voorgelicht, toonde hij zich vertrouwelijk en ik behoefde al mijn
[ 0.7799999714, 0.4583333433, 0.6349999905, 0.55400002, 0.5625, 0.6974999905, 0.6119999886, 0.8299999833, 0.8133333325, 0.6075000167, 0.3770588338, 0.5099999905, 0.473333329, 0.8885714412, 0.7966666818, 0.7799999714, 0.8466666937, 0.8383333087, 0.7333333492, 0.6333333254, 0.689...
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Bt 54,489 pikol, onder aanteekening, dat 8000 pikol ver loren <nno-en door gebrek aan handen om te plukken. Voorts nog nader uit liet consulair verslag over ’9I en ’92, ’t welk een invoer te Penang meldt van 334,000 pikol van Atjeh’s Oostkust. Men vergelijke deze cijfers nu eens met de mijnen, en stelle zich voor hoeveel grooter ze hadden kunnen zijn, wanneer onzerzijds, door anders handelen, de pacificatie van Atjeh spoediger ware verkregen en geconsolideerd. Let men hierbij nu nog op de .hoeveelheden der te Penang van Atjeh ingevoerde boschproducten, en die der van daar uitgevoerde consumptie en andere han delsartikelen naar Atjeh, dan kan de vraag niet uit blijven, waarom wij dat alles toch aan onze Engelsche huren overlaten; terwijl wij te Atjeh, in ons eigen land, onder eigen wetten, op vreemden een voorsprong moesten en kunnen hebben. Ik laat hier maar eenige cijfers volgen, wetende dat statistiek vermoeit en hier misplaatst is. Penang zond in ’91 en ’92 naar Aljeh (in ronde cijfers); 20000 balen lijnwaad; 1800 kilo garens; 250000 stuks aardewerk; 700 kisten glaswerk; 1000 kisten lucifers; 20000 kilo zeep; 1300 kilo touw; 720000 kilo meel; 8000 kisten provisiën; 387000 kilo verduurzaamde groenten; 2700 kisten gecondenseerde melk; 08000 kilo reuzel en boter; 12000 kisten spiritualiën; 7344 pikols wijn en bier, enz. enz. Alle artikelen, die onze landbouw, onze nijverheid en onze handel rechtstreeks had kunnen leveren en onze schepen direct hadden kunnen vervoeren. Daarentegen ontving Penang uit Atjeh in dienzelf den tijd, behalve de vóór reeds genoemde kolossale hoe veelheid peper, 2100 pikol huiden; 6300pikolrottan; 750 pikol getali; 2000 pikol copra; 300 pikol India 6
[ 0.275000006, 0.5149999857, 0.6850000024, 0.3639999926, 0.510769248, 0.4499999881, 0.3325000107, 0.6539999843, 0.2599999905, 0.6480000019, 0.4814285636, 0.8575000167, 0.728333354, 0.6933333278, 0.8266666532, 0.6600000262, 0.9499999881, 0.8562499881, 0.400000006, 0.6266666651, ...
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Met Sie-Anoe naar Edi
Bruyn van Rozenburg, Paulus Boudewijn
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te SINGAPORE. 7 we mogelijk zullen behoeven als we ons te Edi eta- blisseeren — en daaronder de noodige wapens, met het oo°- op de » vriendschap ” van de goedgezinden. Hier slaan we nu nog wat Indische artikelen enpro- visiën in, regelen onze geldzaken, werven eenige (linke bedienden aan en houden ons gereed voor de eerste Atjehboot, die de engelsche mail naar Singapore meeneemt. Wat dunkt u echter van die verontrustende praat jes, hier omtrent de oostkust in omloop ? Ik zie daai ook in den Java-bode dat er «ene kompagnie op oor- logsvoet naar Edi gaat Dat staat misschien in verband met plannen voor Simpang-Olim waarvan gemompeld wordt; anders zou de Regeering ons toch wel waar schuwen; maar ’tkan ook anders zijn In elk geval, wij moeten maar gaan en door eigen oogen zien. Te Singapore. Heb ik u te veel gezegd toen ik u bij ons eerste verblijf te Batavia vertelde hoeveel beter Singapore was in<mricht voor de scheepvaart. Zie nu eens hiei dat Tandjong Pagger; is ’tniet flink ingericht? We lig gen hier aan eene breede kade gemeerd, met de ko lendépots voor ons. En hoe vlug en flink marcheert dat lossen en laden. Laat ons hier een palankyn (rijtuig) nemen, de »seiz”, zooals men hier den koetsier noemt, die er in draf naast loopt, zal ons spoedig naar ’t hotel de 1’Europe bren gen — daargints, waar al die vreemde vlaggen aan stokken wapperen, wat hier geen teeken van feestelijk heid is; hier logeerennl verscheidene consuls die bui ten of op de sthills '’ geen nbungalo” of villa hetfben. ’t Was hier dat de sjabandar van Groot-Atjeh, Pang-
[ 0.8550000191, 0.5609999895, 0.6700000167, 0.7599999905, 0.5437499881, 0.4466666579, 0.6487500072, 0.5400000215, 0.2700000107, 0.7566666603, 0.6750000119, 0.7099999785, 0.8575000167, 0.7789999843, 1, 0.8949999809, 0.8433333039, 0.9100000262, 0.8485714197, 0.854285717, 0.769999...
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Met Sie-Anoe naar Edi
Bruyn van Rozenburg, Paulus Boudewijn
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82 rubber; 125 pikol foelie; 400pikol nootmuskaat; enz., enz. Alle weder artikelen die op onze markten ver handeld, door onze schepen direct hadden kunnen zijn aangevoerd Ik herhaal daarom hier met nadruk wat ik vroe ger reeds schreef: »Atjeh’s Oostkust wacht slechts op onze energie, »al hebben wij daar nu te concurreeren met den vreem deling die ons vóór was, doordien nu ja, laat »ik het maar zeggen, doordien wij het te druk hadden »met kieswetten e. d. g.” En nu nog, met betrekking tot Edi, dit: Sedert in Mei 1873 onze vlag daar plechtig werd gelieschen, hadden er gedurende vijf jaar geen noe menswaardige gebeurtenissen plaats, die direct verband hielden met den Atjeh-oorlog, al waren ze er uit vloeisels van. Van Mei ’78 af echter, deden zich telkens beden kelijke verschijnselen voor. En toen het in ’87 en ’89 wat te erg werd, maakte de gouverneur van Atjeh, door een flinke expeditie, daaraan een einde; — zeker niet te vroeg voor de groote belangen die hier in ’tspel waren. Was er nu tot voor 4 jaar wel eenige reden om wat omzichtiger te zijn dan anders met cormnercieele ondernemingen of vestiging van landbouw — en andere industrie, sedert heeft die reden vrij wel opgehouden, en is er alle gelegenheid tot emplooi van Nederlandsch kapitaal en ondernemingsgeest, met minder risico dan die bij vele buitenlandsche ondernemingen wordt ge- loopen, wier aandeelen toch dagelijkskoopers vinden; die ons geld buitenslands brengen, èn. geen arbeids veld voor onze zoons aanbieden zooals ons Indië. En bleek de tabak ter Oostkust in sommige stre-
[ 0.1700000018, 0.6714285612, 0.2599999905, 0.8159999847, 0.6714285612, 0.7312499881, 0.5199999809, 0.6039999723, 1, 0.7925000191, 0.5440000296, 0.795555532, 0.6833333373, 0.5799999833, 0.5699999928, 0.6600000262, 0.7733333111, 0.8887500167, 0.9725000262, 0.9125000238, 0.699999...
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Met Sie-Anoe naar Edi
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TE SINGAPORE TERUG. 17 Met haar betrekkeiijk klein bedrijfskapitaal van een half millioen 80 percent dividend uit te keeren. grenst voor een zoo jonge onderneming aan het ongeloofelijke. En deze oogst moet ongeveer 5000 pakken (van p m. 80 K.G. bedragen. Voor het mooie blad wordt in Am sterdam ƒ 1.50 en meer per half kilo gemaakt; en dan is zoo’n winst verklaarbaar, al werkt men hier niet goedkoop, zooals ik gezien heb. Wat mij minder beviel, was het advies van hen die den toestand van Atjeh meenden te kennen, om onze onder neming te verdagen. Onwillekeurig wekt zoo iets wij- fel en aarzeling; — maar, hoort men daarbij dan veelzij dig bevestigen dat het land en de luchtgesteldheid voor tabak uitnemend zijn, zie, dan helt men weer over naar doorzetting van het plan, en .... dat zullen wij dan ook doen; daarom onzen tijd hier eens vlijtig benut. Ik heb u vandaag wat lang alleen gelaten, maar luister nu eens hoe ik mijn tijd heb besteed, terwijl gij zoo ijverig onze papieren vraagbaak in een bruik- baren vorm hebt gebracht. In de eerste plaats ben ik geslaagd in liet charteren van een boot om u en onzen aanhang over te brengen. De pah-toea zal de eerste directe steamer naar Edi zijn. Voorts heb ik een Ilink portatief huis van Ballor en Serayah op Allaban stijlen 1) gekocht; vorm en in richting zooals hier gebruikelijk; 8 voet boven den grond met rondgaande galerij, vier kamers en binnengalerij. Rijst, zout, droge visch, olie enz. voor 25 man ge durende eene maand worden behoorlijk verpakt. Ge- 1) Houtsoorten van Malaka, waarvan ’t laatste zeer zwaai en duurzaam in den grond. 2
[ 0.5249999762, 0.4766666591, 0.4633333385, 0.3350000083, 0.7099999785, 0.4499999881, 0.6075000167, 0.6579999924, 0.7206249833, 0.5633333325, 0.8766666651, 0.4325000048, 0.8374999762, 0.6200000048, 0.7342857122, 0.6025000215, 0.6366666555, 1, 0.9742857218, 0.6783333421, 0.45750...
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Met Sie-Anoe naar Edi
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ZESDE BRIEF. 71 te brengen, mij wilde tjm-tjangen (afmaken met den klewang). Bij een speciaal bezoek, dat ik hem naai’aanleiding daarvan bracht, bleek mij echter niets van eenige vijandschap, en hij werkte zelfs met meei volk en vlijtiger dan gewoonlijk. Maar toch houd ik sedeit, als ik te Damar Poeteh ronddwaal en overnacht, een oog in : tzeil en mijn palisadeering goed gesloten; en overtuig ik mij meermalen ’s nachts van de waak zaamheid mijner wacht. Dit mogenu al eenige vrees verraden; ik wil wel bekennen, dat ik mijn leven te hef heb, en mijn corpus te goed acht, om in fricadel gemetamorphoseerd te worden. Inmiddels heb ik op Kemoëning eene dagelijksehe vischmarkt gekregen. Wat zegt gij daar van? Atjehers, die o]i het strand de viscli opkoopen, heb ik weten te bewegen er mede naar boven te gaan, door hun den geheelen verkoop te verzekeren. Mijn risico bleek daarbij niet groot en mijn volk is er zeer door gebaat. Voorts wordt er tegenwoordig op de betaaldagen (15 en laatste) een karbouw geslacht door Nja-Boegin, Toeko Itarris tweeden zoon, en aan de koelies verkocht; ook deze onderneming marcheert excellent, en heelt slechts geringe geldelijke gevolgen voor mij. Ook bij ons dus merkbare vooruitgang, zooals gij ziet, zij het ook in anderen zin dan op den Gedei. Zesde brief. Het tweede drama is hier afgespeeld, een derde moet nu voorkomen worden. De vlag te strijken, zooals hier en daar gemompeld wordt, en de vrucht van zooveel arbeid en kapitaal
[ 0.5139999986, 0.5633333325, 0.3650000095, 0.5249999762, 0.4287500083, 0.9200000167, 0.5759999752, 0.5590909123, 0.5337499976, 0.5366666913, 0.8166666627, 0.6966666579, 0.573333323, 0.5166666508, 0.462500006, 0.6600000262, 1, 1, 0.4399999976, 0.6733333468, 0.8528571725, 0.66...
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Met Sie-Anoe naar Edi
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TERUG EN NAAR EDI 37 Damar Poeteh als onzen grond in bezit nemen (vol gens den Panglima Dalem, was dit laatste ook de bedoeling van den vorst) en van daaruit dan later recht in zuidelijke richting werken; zoo mogelijk tot aan de grensrivier van Padawa, die op een afstand van lVi uur saans wordt geschat. De Edirivier is dan onze oost- en noordelijke grens, en de Gajoes zullen ons wel een grens stellen in het westen. Blijkt nu dat alles te samen de voorloopig gestélde limite van 3000 bouws (een bouw = 500 vierk. Rijnl. roeden) te overschrijden, dan is er voor geld en goede woorden wel meer van Toengko Tjihik te krijgen; want, volgens ons gevolg, hebben de onbebouwde gronden hier nog geen eigenaars; zelfs ter verzameling van de kostbare boschproducten schij nen ze de aandacht der Ediers weinig te trekken; ’t Is meest volk van elders dat hier komt verzamelen. Wij kunnen daarvan partij trekken op de wijze als we dat te Tebing-Tinggi zagen. Met het oog op de vermoeienis en de hitte was het goed dat gij niet van de partij waart; maar anders had ik ’t u ook gaarne gegund mede de eerste blanke te zijn geweest die den voet zette in dit deel van Atjeh. Ik vernam zelfs dat de vorst die streek nimmer had bezocht en dan ook geen begrip heeft van de grootte van zijn Rijk. Maar daar zijn we bij onze debarcadère. Aan dien vuurgloed in de verte, dacht ik eerst dat men hier de goede gewoonte van Java volgde, en ’s avonds het vuil enz verbrandt tot opruiming, luchtzuivering en om het wild gedierte van de erven te houden; — maar ik merk ’t is een militaire patrouille met obors (flam bouwen); zeker om ons naar de benting te geleiden Ik vind het heel attent en zorgzaam, maar geloof toch dat wij ons van zulke opzichtige bescherming moeten
[ 0.5099999905, 0.6499999762, 0.5199999809, 0.4566666782, 0.2700000107, 0.5519999862, 0.8399999738, 0.6100000143, 0.5419999957, 0.6560000181, 0.625, 0.8280000091, 0.8439999819, 0.6875, 0.6349999905, 0.7666666508, 0.7512500286, 0.7783333063, 0.603333354, 0.8999999762, 0.61000001...
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28 NAAR BLANG-SEKODJIE. bij zijn bezoek aan dat hof, er maar nauwelijks het leven heeft afgebracht. En nu morgen a la recherche van ’t beloofde land. Bij de woning van den Radjah zullen twee sampan s gereed liggen en wacht ons een lijfwacht van eenige lagere Hof-dignitarissen, aangevoerd door zekeren Mad- Said, wiens trouw voor geld te koop moet zijn en wiens Saidsehap hier dan ook niet de hooge onder scheiding geniet, waarop die eeretitel anders aanspraak geeft in geheel Atjeh. Wij gaan de rivier op tot Blang Sekodjie , d i zoo ver ze bevaarbaar schijnt. Een uur verder over land — te Kemóenmg — moeten de restes staan ecner ta baksonderneming op kleine schaal van een Engelsch- man van Penang; — daar moeten we allereerst een kijkje gaan nemen en dan nog een uurtje verder naai’ Darnar 1’oeteh, dat zich tot den grens der Gajoelan- den moet uitstrekken. Naar BlaDg-Sekodjie. Wij zullen den Gedei vermijden, en achterom naar het vorstelijk kwartier gaan; bij mijn eersten tocht maakte ik er vluchtig eene verkenning; en wij zullen langs dien weg minder de aandacht trekken. ik heb voor militair geleide natuurlijk bedankt. Wij en onze twee bedienden zijn voldoende gewapend en die veitooniug van bajonetten boezemt allicht wan trouwen in. Wij moeten van den beginne af aan ver trouwen toonen; maar toch doen wat ieder Atjeher hier ook doet, n.1. goed gewapend zijn en nooit alleen. De vorstelijke woning valt u niet mee; — ’t is een product uit de sStraits” evenals ons huis—geen spoor hier van het snijwerk dat elders op Sumatra de hou-
[ 0.3199999928, 0.400000006, 0.6060000062, 0.6299999952, 0.6800000072, 0.8500000238, 0.3733333349, 0.7166666389, 0.5375000238, 0.6850000024, 0.7225000262, 0.7820000052, 0.7633333206, 0.8939999938, 0.75, 0.7409090996, 0.6850000024, 0.4650000036, 0.5883333087, 0.4300000072, 0.745...
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83 ken goed te tieren, het suikerriet is er krachtig en saprijk, terwijl de Liberia koffie er zeker niet minder zal slagen dan u a. te Indragiri , waar Duitschers zich vestigden, reeds gebleken is. Daarbij verdient de visscherij onze volle aandacht. Wie ook maar even nagaat wat er op Java alleen zooal omgaat in den vischhandel — met name in die van gedroogde, gezouten' en op andere wijze geconserveerde visch — die onmisbare toespijs bij de volksvoeding— en de sommen ziet die daarvoor naar Singapore, China en Siara worden overgemaakt, die zal besellen wat het zeggen wil met eenvoudige middelen en goedkoope werkkracht te visschen in de vischrijkste wateren der wereld Hier te lande vormen zich maatschappijen voor de vaderlandsche groot-visscherij; waarom niet ook voor daar, waar visch voor 30 millioen menschen een on misbaar voedingsartikel is ? Wat ik van de kroepoek zeide, bleef beneden de volle waarde er van. Immers, niemand minder dan de inspecteur van den geneeskundigen dienst op Java, noemde verleden jaar, hij een waarschuwing tegen vervalsc.hing, dit artikel ^uitmuntende door voe- y>dingswaarde, bevallende de drie hoofdbestanddeelen der »voeding: eiw 7 it, zetmeel en vet. En als men nu weet dat liet hoofdbestanddeel er van in overvloed aanwezig is en met geringe kosten te ver krijgen, dat de bijbenoodigheden zonder moeite plaat selijk worden geteeld, terwijl voor het fabrikaat, zoo hoogst eenvoudig, de benoodigde warmte overvloedig (*) Do invoer van „gezouten of gedroogde” visch. was op Java alleen in ’93 negen en twintig millioen K.G.; en volgens het iongste consulaire verslag over '94 werden uit de stroits settlements voor bijna 3 */- x millioen dollars gedroogde visc 1 naar onze bezittingen gezonden.
[ 0.5149999857, 0.5066666603, 0.8924999833, 0.9599999785, 0.417142868, 0.5966666937, 0.6600000262, 0.3149999976, 0.7549999952, 0.5487499833, 0.6349999905, 0.7462499738, 0.604285717, 0.5199999809, 0.7442857027, 0.7033333182, 1, 0.6060000062, 0.7875000238, 0.8333333135, 0.3733333...
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