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. l . - . . ' ' ' ' ' ' ' ' - ' ' ' ' ' ie . i ! ' Leichpced igt . 0 ist / der Jungen Kn . eben vnnd Jungfrowlein / erhewri ' . sie gleich so bald vmb / alo die m Krafft vnd Safft - i Mmtenverzehretwird / wie König a ' adid redet c ! ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' . 1. . , - . . . Ja eben indiesem Psalm . v . c , , . 5emi vnd dreyßigsten Psalmen . vorangezogenen Psairneworgicichet Wofes vnser ie - ' ' l . . ver ist seme rechte vnnd wiedrige rede . Sondernieini . . ' . ' bloß gemiirmel vnnd gebober / do ; itan bittereinander . . ' . ' cc : i . mehronnd . . . ehrer vn Lebens 5 ) errligkeit iduruitdee i r / schlagen / silidas eroeine ( endt gescliwetze iieunst : DenL ' I r wie in solchentgeschwetze die Ivort seetlite wahren sind / i dii met oRff dir Zungen vachs.nvund ' wenig . auff stig i / - . i heiden . Alfo . ' si deeMenschert leben eme rothre eieei - l . . . r . . gründeteo eo stehet aues anffsehtvaci . . . ru Bemen / wie der . ' l l palß aufferinien / es gehet allec dahin vnn chirvcrgehvn mit der zeit . Luasist ewer leben rFragt der : lipostel laco - a / ec . . . c . u . . r c I . r u - ' . . . c ! miwort . Einoampffist eio - der eine : fieine ' zeit l . / r . fromme - Köhig vergleichetsein Leben mit einem We - ' v . . ; 8 . c . u . . . n B ii . Jch . I - . . . . . . . . . . . . . ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' - ' ' ' ' ' ' - ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' - ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' - ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' ´ ' ' ' ' ' ' ' ' ' ' '
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r r I . . r . . I Chriseitthe ' ' i . iWahrer Iiuailbo and ( ilote/engkeit / ' . m . , . . r . HerrHauptmanibtcht insern von ohralcen AMichen / . , . . . ! . - i . tsinderlilauchvon reehiiChristlichedund Bdksseiigen . . Ir . . . . Citun geboren ist / du / eh welcherDieufl ei dar ; n ' be - . / fördert / dat er dem retheen edlen Herrn Christo - JEsi r i durch die heilige Tauffe incorporiret vn d einverleubet . . wörden / darin er von allen ( p.linden gewaschcnvtm I gereiniget , ' miß dem : n.ich des ' Zornc m das Gnaden - . . rrich oerseortvorden . . . . . . : ii . cN hdtfleh dann mitjhni Mo . rechte Geistsiche . . / Aöeiithe Leben angefangen / weirheo ferner bey jhm z it eihollen seine Eltern jhn von 5fipdeobeinen auffoziir Schulen / zur Gortesfurche / ; jan Gibet . vno vndhn Ehhmichm pomisehefi Erbarnivilu mrjiebra ! : 3ü3 . - . . . ' - gtndeufleissiggrzogen vnda . uaaen ' . ' qBnudae / idee . i dnserverstorbene seliger HerrHäüptmait in seinen Ai - . irrhethan / Zeiignis gnug gewest ist / wozu er m / einer . . . ' : i ' . . ! lgjpomüssegeirehnetworden sein . . 0 . . r / et n tr . ' . . . LABOn . - c ' . - . . - ' ' - . . ' . ' W . l c . . , . r . r . r . . . r . - . i . . . Vndweiln ' ahjrwieman im Griechischen sagt : - . u : x - ac - h - : iraddust ! oi irino ani : deo16oqot - . ' Wer außtompederser - c / utt§as / vnd - vnter frruibden Leuten wird man grsn r r / emis . - . i - i ei . une , - i . . . . . . ' . . i . s : , l ' i . . I . . . v . . asviiit pRprsoRger Berred6iipnnan : mio da er kaum 10. Jahr alt . gewesen / von srinevi Bruder Georgen seligen / zum Pfa / tzGraffen Ludwig gr - . . . A . . . . . . . . . . . 0 bracht / . . . . . . . . . . . . . . . . . . ' . . . . . I . beat Iin Ho rhu ' däe ren au mi r no ' sii w . . a - v i i .
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. r A I W . . sB : ! in ' ctis th a is a ha sit hii ad G so de de en he he di al ' u n ei n i : b ' ' ' ' . . . 9 . .fi . . l n - v u . v . 5 Christliche ' ' ' ' ' ' ' ' . I . . . . . . . . . . . . . . . empfunden vnd geschmecket hat / wie freundtsch der H CetR ist / Das wiiiDavid zudustehen gehen / nit diesen Wortemda er sagt : Wcn / i mio & eiinstMi rund Seet verschmacht / so dutu dossecN ) it nIlezeit tneincs IOert3ett Trost vnd . ' nieiv . . . . TheiL . . ' Zwcperlcp Nutz vnd ffturht mach/berlRönigjr ehe Prophet . David ndmhafftig / sen ein stubendoi Mensch davon hat / waanerGOttallein sem - - stes Gut sein lest . / r r Det eineheist in adversis consolatio , Einfersst - tiger vmbeſten diget HertzeturIDostiReaccrim : wssu Noht vnd Wiederwertigeeitc Dennsosagt . Orvid : . . Wenn ' mirgleithrnein Leibumd SeauæIscheimht / sct - I bistu doch GOtt meines Heraenis . T - ost / indweM . vnd viwenrgu§her Grund / d . qrtiledbrtz ' he . / . . . . Es . iffinastfrmn . neudNonmmssdiescr Weit alsobeimllaH dassie alle3cienichekönnen in FNwven i i - leben / sondern GOtt lest sie - tffee in soieheArtgsevcrd i . schwere Liihr gerahten / das ihmuniche allein da / über l m aieeor1. ; iul . . i , r , , , c . . , . , . . , , : , . c m den ' Peinen verzehret wird : S9ndern - di13fit anuhinsit vermeioensjhre Seeseley nahejuy dor i ; lilien . Wie dann solche Hellenangst den KMig Danw anad be - troffen hat / wie er selber daruber clagetim achtzehen - . demPsiurr : en umbstengen imeh deaTudw ' Bande / vnndie ciNiheBtimi Mschredilenniieb DærHrilen - Band umbstengen mich / vnndesToden stricke vber - i wetstgtenntch / clinoemhunixrt amd ' sechinhindin : . 0 S nifes
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. . 0r . E P C di w eh vi ß E be eh gl lsu ' n i ' h ni fla g I - ' ' . ' . Gebetie in 1. sim . 4 . c . Aner 7. . Jahr . . nec . 4o . c . 6 . rer . 14 . v . i . . Christliche . Auch hater den HErrn seinenTrostundTheil ' seinlassch / Rsie abetnials sein GebciliihbezeugeO das . r . . . . nisolautet : ' ' . . . 0 . . . . c / . . . Gu ) clel5 fesVaters Güte / . ' DUHErrnJEsti Christi thewresBlute / Des heiligen GeistesTrost vitdMiiht / ' Seo vyd bleibe mein Eiviges Erbgut1. 1. . Nun ist . wol wahr / was S . Paullid schreibe / r 8 . ilLim . 4 . ' v . ' 8 . ' . Pietas ad omnia utilis : DicGdttse . l iigkeitist zu allen dingen nütze / vnd hat dieVerhci - l schung dirseowndves zukssnfftigen Ledens . Vnd hat jhm zwar GOttdie Ehreangethan / das erem altes grawes Häupt ivordm ist / vnd seinet r . . . rtieervzwey vyd siebentzig Jahr, errciehet . . Aber gleichwol bleibts aitth darbey / . das Esaiæ l am4S c . ' h . 7 . geschricbensteet : ' Aies FleisclL ist 7 . Dew - / vnD - alte seine Gute wie eine Dmmc auffdem Felde / Dag Dew verdorret / bie Diume vernreiceet / ' . denn des DErin Gust . oldset drein . . Vnd - war Syrach am l4 . ' Capitei . siegt : Wles p . Fleisch verschteifrwie cin RJepo / Denn es ise - der alte Bund / IDensch au ntnst sterbeh . Daher auch vnser alces grawes seligeo Häupt des TodesStachel hac fülen mussen . Vnd hatdesstu Vorboi vnd . Leibes vnvermügiigtett vber em gens halbes : jahr hero mercklichen grfühlet. . n . , . . . . .
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r stlielie ' ll . . ) . / . d s . -i r . i . n , i . I l n . A rI i . . ' I . ) I . . - . II c - l v / s ' ' ' ' ' . . i . . netz . . Echstisten / Fürstsiehen Deagdebur Weie-ondenten . vnd Hochvewieutcn ihm : n Haniitman der . ämbter ' Zinna pund Jütertiod etc . GeicheruneschöneKronond . Zierde dieses AmbeItvnd Gemdue / vnschanrechtzp V§üt rdVunrthanm gewesen ist / aus . diesen ' Jam - . menhal direh einen sanfften vnd geliesten - Tött . den i . Nousmb i . zuNucht dmy , i 2 . - Vhr . abgo foRenvnd zu sichin sein eiiiigmibhrenrsch : ge nommen . ' hin : : and ' . hetten hitrliber tuli mehrern zu klagen / weis . nicht der HErr gethan bene / zu c . ' wilchemAripsessaget im Neüatziga ( n ' psalm : . . . Dulessest . dieMerischeusierben : Weundtndnii - - mandwasGotttrctmmet / schlechtmdchentan / / ie . ollßsemd wir - itzo . durch . sonvelliche schickung tgonm . desAllerhöchsien / ' im ' KiggHmise zu - - samen kumriirnt darin anei Menschn/ . ende . soll . 3 . beirashiein ? erden . Wollendemnach , durch vedeihung Göttlicher gnade uacb ' anleiinhg heiligerSchrifft / vondir gwssesten / ' höchtsch vqd nötigfftu Kunst seligiich . zu stespene düö ' : - id diesemmahl mitelhalsper betxdey . gveichls . dä - . nicl ettuEhiren - / de . m . Schl . ' Verstordu ' . n enHennHaabtm airzuwgutm letzten Zeug - . . . ' . . . . ' miß / i . . I . . 0 . . r / . . i r /
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l s . . . . . . . . ' - - - . - - ' ' - - - - - . n . . . . . . ' - / . / . . c r eGgbD . n . NimraeileeltæalemMusæ rwarure patronu / n.r ' - iiH : . ' Januraest . talem nonhabuisse , gravis . . . c . . I . HostesVag - tibi numeres itoc tempore multos . c . . . VInusaem . ut invenias . hoc erit artis opus . 0 . . diritiæ Reges , proavita heatque potestas . ; . At ' mage ronsilij dEneritate - Viri . Qi - - c - IIi . 0 . n I v . . i - eq s . . . : . ' . . c ri : . ´ . ea at . - i uf : ) it . titT , r c - . igea , i : i . ' : . l . . i . : - . ' . : - - - iutrebbeensi . - i - - . - . . i . . . . I ea / ivaiLl9IIyi7i , tit . - . - - Rasch stmu - ii ? eNtchuatitiaiū , . - . torsi - - ? . : i . - . i , : i1.cu ) i 21 ) io : ; : ii : i : : . a . . Ltu - I . - ' Nit - 7 . , tP . s / ni . ' iuy / ' - ' / ' ' : i ) quo - ri . - . - . . - . ' , . . . i . ! . l - r - . i , : i . . . . . . . . l W . . . . . . - . .
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l - . - - - - - - - - - . . - vergiesseniniche wird . uigangm . sclu / nichts - veste ive - . niger war er ein heiliger Paeriarch / mit datu GOTT . nach folchem . KNegetrdete . ' ' - VRe aurbMoses vnd Josun sdiiehe KriegoHescen gewesen / vndwrrden den - nochals ! jnieehte dep H ER R c ? inheiliger Schelfft . gerfinmet . . . . . . . - i . - , : - . . . r . . ssnnojri7 . Da jhn GOttznmandiiu nml frisch vnd gesund . arist Franckreich an heim geholffen / hoe er seine liebe Eltern nicht . ani Lckin g5funden / sam , ern sind jhqu mit Toiuabgangen . isqu heu ersich mit sei - nemBru der Georgin / vnd sclueo - Bnvrrs Christoffs . , schgen Snhns Vormunden ur . EMtO hawerdergli - chert / Alfii das er dic Gstterangenonnnen / vnd die ane dereErben mit Gelde abgefundu2 Dalauffist er zur Haaßhaltung geschrittens vnd / hin . dotzu eine ' Ge - - hülffinæviescl / vnd mir Raht / ' Vum / lbixeyeGch - willigung derscluigen sich in Eiean6 dee erili Ede . begeben / mit der damals Edlen var niti . cthrentugent - reithen Jungfrawen Hsppoliten geborne von Brö - r stgk / deß buch WolEdied Gesteengen vnd . Ebrenm - sten Hainoiven von Brössgk anffctaitzuriLschistergk end Breitmfeldt Erbsaffeni Hιindquan ) u dennihn : Eheieibiichea vielgeliebten Tochter / enuti ourh in Gott iuhnhm7j Vm haben jhre Hoebzrngchaiten / tw - dor Ek , mmg Caotutc im Ampro ' Linilihn / . . tn6 utut ser eiilolnedilthe gemhiger besessen vier m / eh ZLenud . rug JCaHdlA / Arr4h Gtmœteichini SeBen in ' woL iCa / hi ætrnieOlMn in Reulintibus , nT ru zunanem omNchnmgædasvnserscli - . r A / n . i ger M am erki l ÿj c Sl nC ach stal me sell ser lo be , jhr ws - eid Ct . ' seli bei , sie c . - no c H nI . . r . Curisaiche 15 / : / c no 82 . . - ' ' ' ' ' An l
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r Leich prwigt . . . i Ohndich HER : habe ich ' nie / eaied im Hmmtd / . l i Ja niclitoaut Hiumiel / Du / du . llsein bist mein iTirost / . l wo dudiitI.daist mem i ) anei / sonsten fmgeichnichio s . r naehmnen Creaeriren . So muß ancA cin sterbe , eder Minse - be niehis / fragen naci ? . des Erdejr / ivieD . ivid sagt : W / nu ich . nur diest , habe / so frage iih nichts nach der Erden : - iDas scleinet adern : as eine nunversiche Rede zu sein . tUie , rei ein Mensch nithe nach dir Erdenfr1.genc i . iiat dochmancher sem Lirbeo auffErden / seine El - lern / seinen Ehegaettei / seine sünder / Bruder / - Schwestern / Freunde vnd Qet ' irandtene Soi man . denn ' nhch dein nicht fi - agon s ' Sd hdtauchmiweher ' US . lieb sent mag . Darüber dekummeri sich mancher / wann erstorben sol / wer jhm fünff ' tig nach seinem To - I ' de suerediren vnd die sieile vertretten iurrde / Wein sein Gut wei - de zutheile werden / Wer sei . i Weiüund Kind ' werde verso / gen vnd sich jhrer annemen ? Dasaber l - . allossind - irrdisti ! c C3rdancken / gehörenin der Welt / die end ! ich mit jhrer Lustvergehet / nach S . . 0 . ' iohannis - ' - / - . - des Euangeisren and Apostels Zerignio . ' r - EinChristliches Heiß aber hat urie David den . : Erdboifen vnd alles was dareuist ist nicht lice - er / als iGVit den HERRN . Eo k . m den gantzenErdbo - l : . densarwol und leichtlich vergessen / wann eo / me den that 1 dessen - Fnßsrbimei die Erde ist / Esaiæam frehs - esa . - v ad sechiugstcn . Es fraget nach keinem Silber oder ' . Giiin ilii . . 2 . si . 2 . 66 . r P . ' V7 - I - i s . l i
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. Lei ehpredig i . s wol / was Dent . 6 . v . 7 . vnd Ephes.6 , ur4. gesehriefen siebee : Das Eltern jhre Kinder ior Gottessiweht l9ij ' . o.iff-ihcn vnd anhalten sollen Das hat erauchjhm zu iederzeit zum höchsten lassen augewgen sein . . Dann weil er ex prioatione wol verstandvc Me nohtwendig die SttYdia artium linguarum & ) u . iis einemRegruten sein / hat er vmb so oleemehr seine Söhne zum studiren gehalten / jhnen fromme cüchtigr vnd geschickte Præceptores daheim . inSchulen vnd auff Universiteten gehalten / Vnd da er an ihney i tetigige Ingenia gespüret / vnd sie jhre erste Rerdi - ' menta zu Hause gelernet / hat er sis non sichin bie weitberühmten vnd wolbestastcn Schniengen . Meisc , , sen vav Sehlensiilgen übgefereiget . Vnd unsre div rinnt so diei gefasset / das sie die & teinische Sprache oerstunden / vav grbrauehen können / auch gutenvnd geiitssen Grund in artibus dicendi erlanget / hater sie auff vornefime univcrsiteten tale Wittemberff . Rostock / Jehüa vnd Leipzig verschicken . . r . . . r Vndweil einem Regenten auch ' daranviti gele - gen iste das erviel gesehen vnd erfahren habe / ins hdt erauth die beyde Eltesten Söhne / mit schwerenVn - kosten / in frembden Landem Feaueneich und Welsch - igndt gehalten / derevVölcker Spradie sie geltmee/ vnd nun mit Nutz vnd grossem Ruhm gebrauchen könne n . . 8 / . H ui Vndl , . l
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. l . mchpredigt. l . vberkounnen . Wie anderseVber das richt'en sie auch : Weim einer diueh den sinsternTodesthatwan - r derumusi / das er met eine brennende geweiheteFackel l in die ) and nemt / welche ( jhren erdichtetenfürgrben nach ) das Liecht sent sol / von weseilender aveSime - ' cn sage : Lumen ad rev ' elationem gentium , Ein Liecht zu erleuchten die iieyden / Darumb sieauchant Lur . 1.r . ii . Tage der Reinigung Mariæ solche Lieehrer viel durzu . 4 weihen . Aber hnnveg mio solcher : ! chifanoerVy - Der HERR Ehristiis . Esiis ist allein das selige vnd . himsisehe Liecht / welche6da erleuchtet alte die da sitzen . iutsinsternThal vndSchatten des Todw / me der aucPriester Zacharias in seinem Leiigch . V finget : A , . Der 5j ER & Christno ist der Fidus . Ichnes , an dem iiiw . 1 . n . 19 - wie - aileobaben - was wir ; ter leßecn Hireflchit btdurjo sen . Er ut deo ' laticum , der ' 3ehrvftnnig / dnvoter . . sich seldstaußgibt / nu sechsten Capitel S . Johaunis : : sch bin das ' Brod des Lebenv / warzu nrirtömpt / den 6 . c . ; vsia i svird nicht hungern / vnd wer an michglendiet / den wird nnuiYtermehr dü1.sten . . ' . ' itenI : ' . ' tehbm das labem vige - iBrod - d . io vant ) ) nnilns kommen / Werdon die - isemIOrodesseu wird5 der wiyd ieben in Ewigkeit . Er istdie Jacobofahrt vnd Himmelssciter / wie ersagesu dathanaei : Von nun an werdet jhr den Himmuosr . sen sehen / vnd die Engel Gottes hinauff ' vnd herab fahren / auffdes Menschen Sohn . Erist derDiercho 1. . 51. brecder / deroen Namen davon hat / das er A ( lein vns die Bahn zum Himutelreich durch seinen Gangzum l Qatergebroehen hat / Alo erabermnl sagt / Iohannis h . 2 . s t3 E is . ' ' am . . . r
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. W I r i ' . i c . . . I . . 0 . An n . 1r . ' c . . ' c s . s . r . wristliche ' ' r / I l i / I l i r l . l - . . . i - d n n n tz - s y r i ( l . . r b b l c i - c i C / i . / c l . l - . . Christmildigjur gwdch/nis / zu eiaun Hduremim zu - . : jeriehmv wdtverordaarVnd da erLemsctbiNn Anie . pie inn rahmüchtnileiß / vnd gwssim eod / anserthalb - . r r . Jahrvorgestanden . - - - - . - - Alsist ihm Anno o7 . die PræfectiJr von voc . hdcherwehnten : bMdigsten Herrn allhierour Zinna . anbefohlen worden . Inmassen jhm vanaauch . An ' noaicjr - Von dem . ani : h Hvchwüttiigsten / ) Einrehu . iimchtigsten und Hochgebumen gdesturtmd , Dirm . HMnChristsan Wilhelmen Postusirteo Admini . . stratOru der Primat vnd ErLstistv Magdid ll . c : dadimoim deo SeisseoHatbersawe/tte . reserin : ieigwwigsten LandesFgrsteo. vnd Hett : nilea ' luspe - . ction vber die hende . Empter Jinerbock pndddnhma . W es . , auffgeiragenIIwrdeij . . ' r i . s ' . , : Weii amt - Dahme ' etwas . abgelegend vnd , ihmv magen seinesHohen AIters das Ressen Tewns febwer . fJufaa / n uwmn / Als ist eo dan onetr seht wolorwehR - : ren anddigsten hohen Obrigkeit dahmve Rrnnllch/tnn / vav feinem . Ellesten Sohni Danieli : von w boo Ampt lhabnuBor vier Jahren eingerenmeumurch . , . . ' . . . Fu diesem puffgetragmcpwrnehmen erwschwes GrenabEmmptem hat er auch sondnliche vn / - vomefftiche . . gchdle - - : . . c . 1. . . - . i - . ? . - . . 0 . . . ' c , d . ' - ' uVptmorallendingen aberhac sichtmscl setignu ) ut an derGottesfurcht irad Gmestiigkeii hyflis- - neWuche Tugrnttedann risieineCtyiimchen Rea i gmtenrnehrvndaesser tierct / ala wiibncoscmemLeib . , itur lgin & neu - Panaoeimv vYmmndenmb : iæa i : ' - v . . I .
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, r r / c . . c . l . l . I . . ; J . . . 0 . W r c fr . . . . r . . . I . - / . n r . . . . . . ' r . . ' . 5 . ri . / I . n / l off. . r . . A§ . / , ' c. r . . . . . W . . W r b - ' A . . i . - r . . l . l / - i n l i l . r
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ff r ' Christlich c Goldt / nach keiner zeitlichen Ehr vnd Herrlinkcit / auch keinerWollust dieses Lebeno / Gnug / gnug hat ec an GOtt / wenn es den zum Freunde hat / so fraget es nichtsnach ' Himmel vnd Erden . Da sagetis mit der KdutgiwMaria Keysers Ceoli V . Schwester : DasEwige Gut / Rnicht rechtenMuht / - Dabey isb bleib / wage Gut vndLeib / GOtt hilffmirs vberwinden . u sus . Na ri . Ca rosi set . 17 . es c K / . I. vt ai de . w n . di si ci w c l c . . ' ' . . r EIeLehr solvir hiebep ; vmercken / ist De re . rum caducarum renunciatione , Dasist : Wer gedentket eininnl seliglich loß zudru - cken / der muscmüseinemHermn niehe andim jIrdi - sehen kleben / Er muß ' sein Vrrtrawrn auff keine Crea - turseßen . Denn ein solcher Mensch ist aieß dem Munde Gotteoveiflucht . - Verflucht ist derLlsumn / der sich nuffAJlenscheu veriest / vnd helt Fleiseh für sei - neitArm / vnd mit seinemHerben vom HERRN weich i . Jm Bapsthuiridhae ivnn gelehret vnd noth / Ein Mensch könne alsdann selig sterben / wann er in einer WönnichsKappe udstürbe / vnd sich darin begraben lasse . Oamit sol er ( wie sie jhnen vergeblich träwmen lassen ) vor der Hellen Artgstvnd allem Angriff des leidigen Teuffels gesichettsein / vnd vitam æternam les ewige Leben in einer lausigen Münchskappen vb eri
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l I c . . ' . . . . . c ' . . . . - ' - - h i . A : - . . v . - - . - - . c . - . . . , . . . . . . ' . - . . . - ll - . - c . . ' . a / ' i ' . . i - - . n . . . . r . W L . A - . . . / .
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l / . . - . . - . . . . . . - . . - . - . . . . . . . . . . C heistliche r / . . I . r r . ' das du sv ' gernehilffesi / Ichwii dem HErrnstugrui . . r deser sowojanmirthut . Psalut . 23 . v . r DerHE18 Psalus . 13. c ' i ist mein Hirte / mirwird nichts mangeln - Psalm . 2 / . v . 1. Nach dirHErr verlanget mich / mein GOttleh Psalm . 25 . r . i hoffe auff eich / Laß mich nicht zu schanden werdeu . . Psalm . 2v . v . 1. Der HErr ist mein Liechtvndmein / P . Heii / Für wem solte ich mich fürchten c Der HERR istmeines Lebens Krafft / für / veru solte mirgramen i Psalm . ; 2 . v . i . vnd 2 . Wol dem / dem ehe Ubereret - 2 . r . 1 eungvergchen stud / dem die Sündebedecket ist . WN demMenschen / dem , der HERRdieNussethat nicht s zurechnet / in des Geist keinfalsehist . Psalm . 42 v . 1.2 - 2 . ni ) Wie ' anHirsch ' schrthet nach frischem Wdffer / so sthredetencine Seele GOttzu oir Meine Seele dmh stet ndch GOtt / nach dem lebendigen GOtt / Wenn werde - ich ' dahin kommen / das ich Gottes Angesichte sthanN . ' d . 12 . Wus betchbstu dich uteineSecJe / vnd . bist so vnruhig in miri Harre auff GOtt / dennirh töuve ' ihm obeh danckens das er meincoAngesiehis Hülffe . and mein CtOti ist . Pla ( An ö8 . v . 2o . 21. Ge - iobetseu der HErr tsiglicij / GOtt legetvns eine Lasti lpsal . 6S . e.io - äüff / aber er hilffr ena nueh / Sela . VXrhabcn rien osm ' . Tode errettet . Ps ' - iItu . io3 . v ' ' 8 . io . Barmhei - neg - iPfrl . 1o3 . n8 . vndgnädig ist der ) ERN / gedüldig vnd con grosser & io . q3ine . ' Er - handeuyicht . mitvns nach . vnsern S2n - r . ' . r ' . . - . ' . i dir / vnd . vergiit . vitsvu & nach vnsereousfethat . ! ItIie . . ) . - . - ' stetzrniVaterdber - . sunder erburniet / sorrbarmerstch - . ' . en . Psalm . / 16 . . v v , . . 8 . - . ' . - / . - ' ' ' ´ ' ' ' ' ' ' ' ' ' '
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. ' . . . Le Hnweg r . - li li . . r Eo bezelVensihnen auch die straffen dcrSPttioscn / i l lu derermuthwillei : vnd si - edel Gottnicht schweiget vnd i durch diesoiger seehct . Soanernfolgetgemeinhyuch zu uti : ; vita . Dacist / grosseSfinde wirnancit schteerlich - grstraffe aneh ' in diesewleben . In itrjhren geloissia stehet es ge . schri eben / rind h . chert einen eigenen ' PreISger m jhrenher - tzen deresbeVugee . Sondernasi . tvn / saure / ' weiawieh ' ' i nur dich ' habe . War denn ' ? vieh Gott ivsine ich . Dich GertU . iter der du nach erscit ' iffen hast . . - Dich Gott SopR t13r du mieli crioset hast . . - . Dith Gott H : iiiger Geist der dumich geheiliget . hast1. . , . i ri Dobeisteomm rethiwie . nealgustmus sagt . itdst i omnialtaben - temmbet , omnia lTabet . . . Wer dui - spew . renim schrein . seines i ) ertzens hatvnd tregt / der alles in se seiner fausten tregt . Dei hoc gewißlich alico,iwas iniHiin- . ' niti vndauffErden ist . r . . Q . r r ars : ' c . ' i : : . ' . . 1. ru . Sus . . . : . . . . - . ' ' ' . JeErste Lehr scuvtr hterbtyenbehalten / ist . De precum in agoite necessitate , Daß daß liebe l - i . Gebut jrommer Chi - isten / wie inallen - andern / asso auth in der set3umTodesuoth die öeste wehre sey . Denn ieinmal . - ist onsetneth grösseN vnd ' gefehrlicheicalowann dii . sayde i ' veste freunde Ltibunud - Seclvmandcr verlossen mussen / vnddrrMensrh vve Gotts - Gericht - æ westhes ein jeder nardsemomAbsrbiedtzugewotten hat / gestellet werden seuoaeanreitdMonsid helffen . . Darumbist als Mitdiß . / - - - - . . . . . c fr ehl a : tz C ili / s p s
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ll n l . . . . . r ' ' ' ' ' ' . . n . . . . W . . . . . . . Le i eh pl ' cdigt . ff . . . . . , rubii - ce Gottlose zunfft / dieC \ öttliche Ma / istfit / dasivehe auff - . . . s . v . t1 . c . rufft . durch den jje / ligen Propheten Esaiam sagtute / . Weinerhißt . Vnd haben ) jotffen / vimdPsalter / Pon - ckan / Pfeiffen / ultd VIein in ihrcn LBolieben / and sehen aAl / ibe . schleinmerLucæ am sethizehenden / der alle tage herlich ine t6 . r . 19 . l ' i : ei / c - r - . . - . , - ewre Heiten nie beschweret werden mit fressen and sauffen . Em Ehisüchtiger Ahitophel wünsch5t jhw / i das er in grossen Ambt vnd , Ehren schweben / grosser Her . . ren gnadevnd gunst . h . eben / vnd bey jheten hoch am brrhte seiM darin tr fiirandern in der Welt prangen und pralen . möge . Wie David solche Leutl mit itbendigenFarden . ah - P/is . . 9 . n . . ii . . . . malet im neun vnd viertzigstcn Psalm / sprechende . Dz ut , 3 . 21 . - . jhrhertz / dz sienurgrosse Ehre haben auffEroen / vsi kön - s . neu doch in solcherwürde nit bleibemsondernmüssen dG r . vbwie ein Viehe . Kurtziwesi eia Menseh in wsirden istiist hat keinenverstand / so lehret ei - davon wie ein Whe . Vnd l im drey vff siebentzigsten : Du setzest sie auffs sehlipfrige vū jesa ! . 73 . . . 18 stürtztst siezuboden . Siegehen vntervsineuren ein Ende 19 . ep . ' - i . mitschrecken . ' Wie ein traum / wo nu einererwachet / so machstu HErrjhr Bilde in der St plch/n hoch/rabenden Geistern grhä . S5r . Ja . v . / 5 . . D ii Hoffart ' 6 - . . . . . ' . . - . . . . . . - - - - - ' '
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. l . . ' i . I c r . . c . i . / r l seinem / / / . S . . seriw chr ' Far mal wol vnd isti erb hin em diu wo . Ot ws l lien A lic bei V de i . . . . . . Anu 1.Joh 1. n I . Chrisin ehe . . . . . . . . isaDa sieh Anno 75 . abermals eineVnruhevnd En , s pörung in Franckreich erhebest / als . ist erSmuandern hinein gezogen / vnd des Obersten . Heinrich von Staupitz sein Fänrich zwey Jjehr llinggewesen / Wie dann pnier seliger ' Heri jjäuptiuan sechs Tage ror seinem seligen Eiws gegen uiirgtLtchte i wie ihmsein Oberster . in Frguckreich eine Fahn vberreichet hette / darin wie güwenen Buchst . eben were gemahletgrwe - sen / der Spruch des Evangelistens vnd ApostelsJo - hennis mnerstenCapitel : Das Blut JesiiChri - i sii / des Sohns Gottes / macht virG reinvon aIer Sunde . ' Von oct zeit an / sh-acber / habe ich diesen Spruch in den Kastlein meines Hertzens eingeseblossen / das er mir nach der Zeit nimmer darauß kommen iiI. c n cDnd weil nmhr / was ötr Poet wvenasis s : igte , Quis , enimgenerusam vixeAt hune , qui . . . . . r . . lndignu8 genere, Vpræclaronomene tantum . InsIgnis & c . Wer mio vom Geschsecbi den Nalnenfühck / Vnd den nicht mich mit Tugendt ssere / Der kein - Edelman gerechmt wiw . . Also hat vnser seliger Herr Hdudnnan seinen A - delichen auffgeerbten Schil6t vnd Helm mit eigenen Rittermässigen vnd Christlichen Tugenden / vnd - tapfferen Thaten augiret , vndvermehret / also / das er l .
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i Wer dieses feste Scisiosd vnd starcke ' hohe i . Burgerreicht / der ist deui : Todc hoch vav molgenus . gesessen / vno wann der Todt ndch so iam / c Beine hett te / wird er doch diese Festung den ) ErNn Chrisiuni nicht ersteigen / rirb tuanu er seme grinunigeJdditde noch tino so vveit attßlircckt / wird er doch niumternichr dem ' Hbæ : u : st Christo / m semeiit iispurm / darin er sei - , l - ne Gleichigen / alo ein Augapffel verivaheet / ergreiffen l vnd erhasehen konnen / Dann die Seelen dertBerlch - ' ren / siiid in der ) and wotteo / and keine Oval rinet ' Sap . 3 . c siean . Wer ' nun also dreien HEi - i - n mit Daoider - griffenhat / der kan getrost s : igen : tVcnn lehnur dich , habe / so frage ich nichts nach Hnnmel vavUrden . : epi r r - er kan des Todeo spotten / und mit S . Paumsagea : - Der Todt ist versehinngen nu Sieg / Todkwoisebein i . cor . jr . Stachelc Helle / wo istdein Siegl GOttaber sey v . 54 . 5s . ddnck / der vns den Sieg gegeben hat / durchvnsern l HERRN JEsum Chrisinn1. Er k . m seine ( ibeile / isst i dem König Davidfein zu frieden spreehett / und . sagene Seyzufriedenmerne Seele / denn dcrH ER Rthar dirgutes / Du dest meilieScele außdemTodcgerisc sen / meine Angen von den Threncn / niemen Fußdomi im . ' i . glciten . Ichwil wandeln für deut i ) ELiR ) imLeR - . 8 . 9 . . . ' i ' s de derLebenoigen . Dasist dacander . . r . . c . . . . Endlichen vndzum dritten : So ist derMensch ihutzeitlichen Tode bereit / und kan mitfrieden ferien : s Cum fructum summi illiusboni efficaciter sensa . ' eie , Das ist : Wann er die Süffigleitoeo HE Lt R : pl . . - . I E iii empfun - . A 6 Leich pr edige .
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. . ic b- ll l r . / ri : . i : it . . . s n . . I r i l I l I . Fr awen Annen / des WolEdlen Ge - strengen vnd Ehrenvehsten GeorgvonNtetzseb - miß auff Nebra vno Bergkirche Erbsaß / Chnrſ. Svehsi - stlscn - dlueromdeneenHerrn Haubimam der Enebier s . , , . ri . . , , . . . . c . , . i , acia . it - ' zu Leischig Assessorn , vnd der Schulen Pfort . Inspectorn , Hanßfrawen . FrawenElisabethen / des WolEdlen Gestrengen tmd Ehrenvehficn Joachim von Dltauw / miffRurperßgrün vnd Lpbaw Erbsaft Ehmei . SärhstschenHoff : vnd Appellation Rhat zu - r . Dreßdcw Haußfrawen . . . Frawen Hyppoliten / desauch Wol - . - EdlenGestrengen vnd Ehrcnvehstm ' Jdbst Heinrichen von der GröLn auff Löoenr - . . burgkErbsaß / Hauß - . . - . - ' frawen - . Frawen Marien / desWolEdlenGe - - - steengenvnd EhrenvehstcnOtten vendet . : - - . - - GrödenauffIIchreckeltEtrsastrHnusa . - - . I afra wen. . r . eI Geschwistrru / geöomen von Rochowcw Mdnen in rlnsa1iwtvnd sondenich . . . . ' ' . . - ' . . ' - . . - ' qanstio - nFrawom ' - - - . . W ' ' l i i i I s r s / i c ' l l . I . I n . / . ll / r W . W l - i / . . - . . - . r u m . li . . r
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& ich prws ge . ' . + : fuVrtöcilenvnd Richten hatt gnteBeschiji- . l denhelt gebranehi . Denn es warlich bey Regenten vnd Obrigkeit nicht allewege mit dem Summo vnd stricto i ure , deni höchsten vnd . schärffesten Rechtaußi W gericht ist / weil sieh die Leute nicht allezeitmie schüldst ger Redereno gegen ihre Obrigkeit / wie es sich wpl ge - bürete / bezeugen . Verwegen mt1ß daundie Obngkeie tuehr Witzes vnd Qerstandes haben / als grobe einfel - I tige Leutc / vnd nicht jederman bald Stöckenvnn Psch - ckan / oder mit der Faust drein schlagen / oder schendeni schmähen vnd icsterti / wanns der gemeine Mann nicht so sehnurgleichtreffen kan / sondern da muß ein Re - . - . gente . Besrheidenheit gebrauchen / sanfft vnd deminig sein / Wievnser seliger HerrHäuptman gethan / der . rondte wasverhoren / miesBlimpffvnd ffteundiigkni die Leute berichten . Denn erwuste wol / was Syraeh sagtam 4 . v . 8 . H & c den Arsneu gerne / vnd andvorte jhmfreimdlieh vnd sanfft . Halt - dich gegen dieWep - S , r . 4 . c . s . sen / wie ent Vater / And gegen jhre Wutrer / svie ein i ' Haußherr . So wi1.stu sein wie ein Sohn desAilu - höetzstcn / Vnd er wird dich li . ( ver haben / beim vieh dei - . . . . r ne Mutter hat . . I \ deben dem / so hat er aneh vieterlLingeioiffeni schafft vnd ersahrung gehal ' i / Fertig war eruijr guiesi Ansehldgen / nsitzlichen Statuten / glimffljchvn : Md r . rechtmässtgen Verutigen / Daher , er . auth in niclen , I . Chur : vnd Fürstlichen Commissionibus gebraucht chowen / auch von Chur : vnd Fürsten liebvndirehN gehalten . Q1.d an jhm war / was Syt - ach am - a / . iSa - . . . . . . . . . . . . ' . ' ' . . . . . / . . . . ni i . l . c . . . . . . W . . . 0
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. . . , - . . . ei predigt . . eh : itz t2 ipmtanetilatic KA . / nigre - GemeinerEutgan. / . . . . . . MnabmenGoties desVatters / der vns allesambt zu seinem Ebenbilde ttschaffeu cenat . nie . . . at . . Colos5 . c . io . . Im Nahmen des Hochgelobten S , has GottesJesuChristl / der vns allemit - solurni RosenfarbenBlut vom Eidigen Todt erlöset ole . 1.e3 . c . Pet . i . / . 19. l hat . . - ImNahmen Gottesdes Heiligen Gejjur . deshdchstentröstersinanernothckAmeno - . - . - iou14 . 7.10. . Canti : ecclr : . / . DieKronvnsersHeubtsistvon . - - . , : vns genommen / ivirsind Wäysen / vnd habenktinen barer / Ihrgeliebte vnd Anduihr . . tige imHErrn Christo / naögenivir wol sitsseü : . v - . \ - . ea und klagen / aus den Ksageticdern Jereihiæ ain iliea , . r 10. fünfften Capitel / Nach demGott der Allmächc ; ; . . eigenach seinemVäterltchen nahe vnnd allzeit ' heiligen willen / den Weyland qVohlEdlen / Ge- strengen vnnd Ehrcnvehsten / Hausien von . R c ( hew / aussZolrbow / Plegowvnnd Chem - . i A ' ' l n itz ni . . . . W
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r . . . . ' - . I ll - . . ' . . ' ' ' raicopndigt . . 1pvoi , : c . . s ; a . , , . - , l . ; , , , , , i ; , , . . . , 1. , , eiadin . sondern auch nwin ! : ehvi . . Aeh deo ist der allcigwssrsteNttq / der esneu Chri - stenMenstheriwiederfahren kaRiwann erweiß / pot - s n eiO nostra est in terra v ' ivemium , vnser Erbtheil - ist imLundeder LebenNgen . Vnd ist sonderii ( htröstlich . denen / die entwedergroß Geldt vnd - Gutin der Welt . verlassen / oder sonsten in enssersterVeraebtung vnd grossem Elend vnd Arnnit sterben mussen / Die sollen ' i wissen / das sie . schon ihr Erbtheil an GOtt haben / vnd der den zeitlichen Vorlust mit ewigwehrendem 5 i Guter / etzen kan . r Wenn denmach ein frommer . Chr - ist bey seiner l ' Frömmig§eie alles cert . ssen muß in dissis Wie / mas - jhm - GOtt gegeben hat / so hat er doch den Troste , GOtt leysern Erotheil . orutßeervolcnsch Geidtvnd ' i . C \ utverlassen / so gibt ihm Cv . Oct dafütsolehe Gsitcr / ' l dienichtvergehen . VonweleitenChristuo sagt . Das i l sie wedervon Motten noch vom Rost gefressen / vnd . , da dieDiebenicht naehgt ' abenvndsteien können . . Von diesem Erbe tuediget gar schon der Apostel Petrus / bad spricht : Gelobet sey ( L ) . Oti vnd verAa - - tervnsers / jEren c - ' jEsu Christi / der viis ndch seiner . grossen Barmheroigkeit eviedergeborenhat / zu einem . vnoergehgfichem vnd vnbeflcektem vnd vnverwesck - , nahem Erbe Lo . s behalten wird . im Himivel / vndfoie - i wir anyebottes Machti dnreb den Giaubeneewahret jrerden/zur Sessgkeit . . . ll - . . I . . . . . . . s . . . . Von ' ' 81 l I . i d . it n . et . 6 . i r , . r . . s
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/ . . Stricke des Todes hauen mich vmbfangml vnd s'/tt6 . v . 3 W Atgst dO ' Kjencn harten mich rtyffeu ? / Ichiim et Janutrer tutd ) ? ohe : - liberteh neffemDenAbiiYien des ihERR ) ) . . O ii ERR cruetttinoineceem . Diß hat auch eifahrelI versi . auune R - dnt.J / jlßt1.ts / da er Esa . 3S . v . . klaget : Sche vino Tt - ost w . tr ruh sv di - bange / . . Dui / ibor hast vieh viemer Seelen hcrnuch angenomtuen / deo sienicht verdürbe . Denn dn wirffsi alle momeSünde ' - . hinder vieh znrsieke . . Wieder solche Angst und Anfech/urrg / harder Menseh keinen bessern Tr . oti / aio den srbenoigtn GOtt / der stärcket vnd macht cas iertz fest / das es in solcher Geistlichen Ohnut . ithi nicht vntergehe / son - dorn sich durch die tröstirihe Vrrheissung Gotteswie - dciitmb auffricluet . Solchen Tuost and SidMe aber . empfinden die sonderllch / die Gotteo W6rc tiestge9 ' habt / Denn dic i hn Chren / wil erwieder Ehren . d ! ) a i . Sdm . e.e kehret er bey schohen inst Gnaden ein . Wonnutüber der HERRChriftus einsehret und wohnet / dabat er auch seme Wolth . iten bey sich / die ei - deitselnigtn mit - zutheiienpfleget - Sintemal der ) ER : itEhristus nicht em vnd . mckbabrcr Gast ist / aveicher vnrdstmst ' - . einkehrevnd ziIherbergen psiege . S ' undern viv er / ei - ne jjütte auffsciilcgt vnd seme Residenß hat / dadahice et - auch die S . lerberge redlichvnd reichlidi : Aiszum ENmpel / Da er in das iimisi deo Obersten derSchu - I sen einkömpt / nniß asso b . tod der Todt das versterbenc Töchterlem auß seinen Klnmniern vnd Banden loß geben / Mattbei am neundten . Da der jjErrChri - . Jarth . 9 . 0 . I / r . . 3d . Liiehyn ; i ' . / . sino lo . io . ll . c . . l I . . / r . I . A . r
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seine Angen getrost ; u thun / seliglich imHæern entschlafs sen / vnd darauffoer frölichen Aufferstehung mit frewden erwartenkönne : iiervonnützlich vnd fruchtbarsieh zu reden vnd an ; vhören wolle vns der getrewe Gott diegna - dcondSegen seines werthen heiligen Geistes darzu reichlich : n verleihen vmb Jeiv Christi wissen Amen . r kiä tung . BElangendenu G . ini Herrnvnser jetzt berürteg Lehr stücke / nemblich / wann doch der Mensch zum zeitliclien Tode am geschickte sten vnn bereiteste sey / . deser seine Angengetrostzuthu / seliglich im HEr - ren entschsasse / vnd darauff der froliehen Ausserstehi1ng mit ire . vden ertvartenkbnne . So ist solches zumahl ein sehrnütziiehe vnd notwendige lehre . Oenn wie al - bereitnu Eingange gedacht / sv ist warivao der P6ei sagt : . r Omnes una manei nox , & ca / cauda ßmel via / ethi . / Es museinmahl gestorben ' sein . . Nunisteo abermitallen Menschen nach dem fall donNatur so betuandt / deo sich asse fürin zeitlichen tuoec fürchten vnd endtstiien . Vnd dasnleht ohn vrsach / den der oRensch anfange zum leben vsi nicht zum tode erseltaf - fin . ' Aber durch einen Menschen ist dieSünde in die Welt . . . . kam man / W . fol i . li . ' l L ächp l - is
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35 Die Gültigkeit der Erbverträge rst etz also wieder, mit der man cs zu thun hat. Gegen die Anwendung dieser Gültigkeit auf römische Te stamente spricht aber alles dasjenige, was vorhin in Hinsicht dsS pgcli (io non mutando tostamvnto gefügt ist. Wenn das Testament des Ueberlebenden als solches durch den Erbschaftsantritt unwiderruflich werden kann, sosteht nichts im Wege, daß es auch von vornherein durch Vertrag unwider ruflich werde. Nicht der Begriff des Vertrags war vorhin das Entscheidende, sondern die Unvereinbarkeit dieses Begriffs — mithin deö Qnasicontracts ebenfalls — mit dem Begriffe des Testaments, die Unmöglichkeit überhaupt, ein römischrechtliches Testament als ein unwiderrufliches zu construiren, ohne dessen Wesen aufzuheben. Dieses trifft zu vom Standpunkte des Ueberlebenden Und seines Testaments. Vom Standpunkte des Vorversterbenden und seines Testa ments handelt es sich um die Gültigkeit der Auflage, nicht zu testiren, welche das deutsche Recht eingeführt hüben soll. Auch von diesem Standpunkte aus ist aber die Folgerung unzulässig. Wenn ein Erbvertrag gilt, so folgt daraus keinesweges, -daß nun auch eine testamentarische Auflage an den Ebben, sein Te stament nicht zu andern, Gültigkeit habe. Denn diese testa mentarische Auflage, eben weil sic eine testamentarische ist, beruhet lediglich auf der volunta« defuncti, und kann deshalb, weil sie sich nicht auf dessen Erbschaft beschränkt, keine Gültig keit haben. Auch von diesem Standpunkte aus vergißt Mühlen bruch, daß die Basis des römischen Testaments etwas sehr Be stimmtes und Ausgeprägtes ist, und daß jene einzelnen Sätze mit dieser Basis in unzertrennbarem Zusammenhänge stehen, ohne das Wesen des Testaments zu zerstören, aber die Wirkung desselben nicht auf die Erbschaft eines Anderen allsgedehnt wer den kann. Ich stimme daher deni völlig bei, was Hasse rhein. Museum III. pag. 541 gegen die hier bekämpfte Ansicht sagt, womit auch Beseler a. a. O. sich einverstanden erklärt. Der erste Senat des Königlichen O.-App.-Gerichts zu Celle beruft sich hier aus ein unstreitiges Geivvhnheitsrecht. 8 *
[ 0.5550000072, 0.4766666591, 0.6740000248, 0.853333354, 0.6190909147, 0.5633333325, 0.3400000036, 0.5425000191, 0.6171428561, 0.7533333302, 0.3766666651, 0.6966666579, 0.6499999762, 0.6999999881, 0.8174999952, 0.6700000167, 0.6899999976, 0.5133333206, 0.4566666782, 0.4366666675,...
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208 Daran knüpft sich der weitere Unterschied, daß in jenen Fällen die Dienstleistungen der dritten Personen regelmäßig nur in solchen Verrichtungen bestehen, zu denen nichts weiter erforderlich ist, alS gemeine Ehrlichkeit und die allergewöhnlichste Einsicht und Vorsicht) während in diesen meist eine besondere Geschicklichkeit und Kunstfertigkeit bei den Gchnlscn und Ge sellen unerläßliche Voraussetzung ist. Da mm die hier noth- wendigeu Eigeuschastcn erst im Lause der Zeit heranstreteu; vom Vorhandensein aber der dort erforderlichen durch eigne Erfahrung sich zu überzeugen, namentlich bei den Dienstboten, deren man sich zur Ausrichtung derartiger Aufträge meist zu bedienen pflegt, nicht schwer ist: so wird durch die Haftung des Schuldners für culpa in eligendo dem Gläubiger dort allerdings eine genugsam, hier offenbar eine nicht entfernt hin, hinreichende Sicherheit geboten. Der Geschäftsherr würde ja fast immer im Stande sein nachzuweiseu, daß ihm eine Nach lässigkeit bei der Auswahl des Gehülfen, der durch sein Ver schulden einen Schaden angerichtet hat, nicht vvrgeworseu wer den könne, indem er ihn nur aus gute Empfehlungen und Zeugnisse hin angenommen habe. Und was würde dann nicht selten der Ausgang der Sache sein? Meistens ist es, wenigstens bei größer»! Betriebe wie etwa demjenigen einer Eisenbahn, ziemlich unmöglich von vornherein mit rechtlicher Sicherheit zu wiffen, welche von der großen Zahl der beschäftigten Personen an dem Schaden schuld sei, der uns getroffen hat; vor solcher rechtlicher Gewißheit aber kann nur der Geschäftsherr also z. B. die Eisenbahndircctivn, niit der allein wir contrahirt haben, von uns verklagt werden. Wenn die letztere nun durch den Be weis ihrer Unschuld die ganze Last von sich ab aus den schul digen Weichenwärter, Schaffner u. s. w. zu wälzen vermöchte: wer bürgte uns dann dafür, daß dieser, bevor wir nur im Stande wären etwas gegen ihn zu unternehmen, nicht längst in die weite Welt hinansgewandert wäre, und uns, bei aller Sorgfalt in der Wahrung unseres guten Rechtes, doch nichts bliebe als da8 leere Nachsehen und weggeworfene Prvceßkostcn? — Aber selbst wo wir das nicht zu besorgen brauchten: wir würden regelmäßig wenig Nutzen davon haben den eigentlich
[ 0.5299999714, 0.4979999959, 0.4283333421, 1, 0.3700000048, 0.4528571367, 0.551666677, 0.2800000012, 0.3199999928, 0.3100000024, 0.5816666484, 0.3033333421, 0.4562500119, 0.5933333039, 0.35857144, 0.443749994, 0.5059999824, 0.2066666633, 1, 0.6471428275, 0.5530769229, 0.3911...
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384 solle, ist daher auch mir in dieser Beschränkung zu inter- pretiren, da zwar auch das Domicil veränderlich ist, jedoch nicht in dem Grade, wie der bloße Aufenthalt, und diese Auslegung findet ihre Bestätigung durch den Beisatz ordentlich, da nicht.der jedesmalige persönliche Richter, sondern der jedesmalige ordentliche persönliche Richter ausschließlich für zuständig erklärt worden ist, unter dieser offenbar beschränkenden Bezeichnung aber nur der Richter deS ordentlichen Domicils verstanden werden kann. Aus dagegen erhobene Beschwerde erließ jedoch der kleine Senat des Königlichen Obergcrichts unterm 13. Februar 1855 folgenden reformirenden Beschluß: Da, wenngleich der voir dem Beschwerdeführer hinsicht lich des sr. Hofes abgeschlossene Pachtcontract an und für sich so wenig, als der bloße Aufenthalt desselben aus jenem Hofe die, nach Maßgabe der die Hypothekcn- bcstcllungen betreffenden Verordnung vom 13. Juni 1828, erforderliche Zuständigkeit des Königlichen Amts-Gerichts L. zur Eintragung der fraglichen Hypothek begründen möchte; da jedoch der Beschwerdeführer in seinem Anträge <le pr. 7. Dccembcr v. I. zur Begründung desselben sich nicht lediglich ans das eingegangene Pachtverhältniß und auf einen bloßen Aufenthalt in N. bezieht, sondern außer dem bestimmt behauptet seinen Wohnsitz auf dem ge pachteten Hose aufgcschlagen zu haben;' da ferner, um den Begriff des Wohnsitzes, so weit er für vorliegende Frage in Betracht kommt, fcstznstellcn, allerdings die Bestimmungen der vbgcdachten Verord nung vom Jahre 1828 maßgebend sein müssen, letztere aber, wenn sic im §. 3 die Hypothckcneintragungeii an den ordentlichen persönlichen Gerichtsstand (im Gegensätze eines etwaigen fori extraordinarii) verweist, nur die Existenz eines den Principicn des Civilrechts entsprechenden s. g. juristischen, nicht aber eines nach Maßgabe des Domicil- GesctzcS vom Jahre 1827 vorhandenen polizeilichen Do-
[ 0.3033333421, 0.4300000072, 0.4300000072, 0.2879999876, 0.2975000143, 0.4466666579, 0.3050000072, 0.4633333385, 0.4916666746, 0.2800000012, 0.3533333242, 0.3466666639, 0.3100000024, 0.2824999988, 0.5199999809, 0.6266666651, 0.604285717, 0.5758333206, 0.5924999714, 0.5299999714,...
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61 - oder wenigstens zn proclamiren wünscht. ES ist dies ein Satz, den, um dies beiläufig zu sagen, — sowohl das Französische") als das Englische"") Recht theilt. — Soll ich hiernach noch ein Wort über unser Gesetz betref fend die Einführung der allgemeinen deutschen Wechselordnung sagen, so wird nur kurz darauf hinznweisen sein, wie der §. 3 dieses Gesetzes ebenfalls keine Andeutungen darüber enthält, daß mit den hier verzeichneten Personen absolut der Kreis der nicht zu verhaftenden Schuldner abgeschlossen sein solle, wie ferner der 8- 1 außer den im §. 45—56 der Wechselordnung von 1822 enthaltenen Bestimmungen des WechselprvcesseS auch noch die übrigen bestehenden Proccßvorschriften für gültig erklärt. Letzte res kann selbst den gewissenhafteste» Juristen beruhigen, soweit er nur die Ansicht theilt, daß Bestimmungen über Concurs und beneficium cessionis bonorum processualischer Natur sind und soweit er nur der ferneren Ansicht ist, daß schon nach dem frü heren Proceßrechte der Schuldner bei der Güterabtretuug und unverschuldetem Vermögeusversall mit der Personalhaft ver schont blieb. III. So lag die Sache zur Zeit der Einführung der deutschen Wechselordnung am 7. April 1849. Wenn ich nun noch einen kurzen Blick vom Standpunkte unserer jetzigen bürgerlichen Proceßordnung aus die zur Untersuchung stehende Frage werfe, um nachzuweisen, daß auch diese die Wechselhaft gegen einen unglücklicheir Schuldner im Falle der Guterabtretung für unzu lässig erklärt, so braucht diese Interpretation nicht mehr den Vorwurf zu fürchten, eS werde hierdurch das in der allgemeinen deutschen Wechselordnung geschaffene Recht wieder beseitigt, oder: eine solche Interpretation schasse eine Ansicht, die aus das tiefste in das Wesen des Wechselrcchts eingreife. Beide Borwürfe, die der Verfasser des mehrfach erwähnten Aufsatzes der hier *) Code civil art. 1265, vergl. euch Code de proeddure ciyile du Canton de Geneve arl. 717. *') Bergl. hierüber die sehr milde Eoncursordnung (Bankrupt Law Consolidalion Act) vom I. Aug. 1849.
[ 0.8899999857, 1, 0.4650000036, 0.6290000081, 0.2899999917, 0.6090909243, 0.5649999976, 0.7400000095, 0.6733333468, 0.6225000024, 0.3933333457, 0.5699999928, 0.5299999714, 1, 0.7599999905, 0.704444468, 0.5049999952, 0.6716666818, 1, 0.4633333385, 0.603333354, 0.7264285684, ...
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307 Im Verlage von Carl Nnmpler in Hannover sind erschienen: Die Notariats-Ordnung für daS Königreich Hannover. il'lit angchängtrm Gebühreu- und Stempel-Tarife. Rcvidirt und heransgegeben C. H. Ebhardt, ObergerichlS-Anwall und Notar zu Hannover, gr. 8. drosch. Preis 16 y. Gesetze, Verordniinge« uni» Ausschreitzen für das Königreich Hannover a us dem Zeiträume von 1813 bis 1839. Zusammengestellt und mit höherer Genehmigung herausgegcbcn von C. H. Ebhardt. Vollständig mit Register in 8 Bänden. gr. 8. Preis 14 20 y. Sannnlung der Verordnungen für das Königreich Hannover aus der Zeit vor dem Jahre 1813. Herausgegeben von C. H. Ebhardt. Neue Ausg. 3 Bde. gr. 8. drosch. Preis 6 »P. Letztere zwei Werke zusammengenomme» für mir 18 Pie S'taatsversajsnng deS Königreichs Hannover. Eine Zusammenstellung der die Staatsverfaffung betreffenden Gesetze, Verordnungen und Ausschreibcn. Heraüsgcgeben C. H. Ebhardt. Erste Lieferung, gr. 8. drosch. Preis 1 ^3. Das vollständige Werk wird aus 7 Abth. in 3 Lieft, bestehen.
[ 0.9466666579, 0.5899999738, 0.2714285851, 0.2866666615, 0.4025000036, 0.3700000048, 0.6899999976, 0.2800000012, 0.5600000024, 0.4163636267, 0.2899999917, 0.4499999881, 0.426666677, 0.5533333421, 0.5230000019, 0.5400000215, 0.5766666532, 0.2827272713, 0.2755555511, 0.2800000012,...
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6 die dabei zu beobachtenden Förmlichkeiten und die Folgen verab säumter Form handeln". Es seien dies aber die §§. 100 —140, inet. dcS Anhangs §§. 31, 32 und 33; und mithin namentlich auch die §§. 115 —122. Gleichwie also von den Gerichten bei der Errichtung von Testamenten schreibensunfähiger Perso nen, außer den zur Besetzung des Gerichts erforderlichen zwei Zeugen oder beeidigtem Amtsunterbedienteu, laut jener §§. 115 — 122 noch weitere zwei Zcugeir znzuzichen seien, ebenso haben auch die Notare, neben den bcideir regelmäßigen Notariatszengcn oder dem ihre Stelle vertretenden Notare, sich in einem solchen Falle jener zwei weiteren Zeugen bedienen müssen; und die unter Hintansetzung dieses Erfordernisses, wenngleich unter Beobach tung der Vorschrift dcS §. 36 Absatz 3 der H. N.-O. von No taren in denjenigen Laudestheilen, in welche,: das preußische Landrecht gelte, errichteten Testamente treffe mithin die im P. A. L.-R. §. 139 verordncte Folge der Nichtigkeit. Unter Bezugnahme auf diesen Aussatz ist nun an uns die Frage gestellt worden: Ob in Gemäßheit der Königlich hannoverschen Notariats- Ordnung vom 18. September 1853 in den Laudestheilen preußischen Rechts, also namentlich in OstsricSland, es bei Testamenten SchreibeuSunfahiger zur Beglaubigung der Handzeichen (Kreuze) der Testatoren besonderer zwei Schreibzeugen bedürfe? und wir wenden uns jetzt zur Beantwortung derselben. Die hannoversche Notariatsordnung vom 18. September 1853 will, wie auS ihrem ganzen Inhalte ersichtlich ist, und in der „Begründung des Entwurfes einer Notariats-Ordnung" (Aktenstücke der elften allgemeinen Ständeversammlung des Kö nigreichs Hannover. Vierte Diät 1852. Heft IV Nr. 155 Seite 899) von Seiten der Regierung ausdrücklich hervorgehoben wurde, „eine umfassende Regelung des Notariatswesens" vor nehmen; und bei dieser umfassenden Regelung war das Augen merk, nach der soeben angeführten einleitenden Stelle der Ne gierungsmotive, vor allem Anderen thcils auf die „Abgrenzung des Geschästökreises der Notare", und thcils auf die gesetzliche Feststellung „der Erfordernisse der Gültigkeit eines Notariatsactes" gerichtet.
[ 0.8500000238, 0.3899999857, 0.3819999993, 0.2949999869, 0.4461538494, 0.5749999881, 0.3033333421, 0.5566666722, 0.3600000143, 0.5640000105, 0.5357142687, 0.5199999809, 0.6822222471, 0.8100000024, 0.4620000124, 0.4699999988, 0.6349999905, 0.5066666603, 0.6133333445, 0.400000006,...
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69 sie in dem gegebenen Fälle nicht auf besonderer Anordnung der Becheiligtcn beruht. Nur im Hoyä'schen, nnbediligt aber mich hier nur aüf dein Lände, nicht auch ohne Weiteres in den Flecken, kann man jesse weiter gebcndr Bedeutung jener Regel als' geivohnheitsrechtlich feststehend' annehmbn. Dein entsprechend hat am 5. November 1857 der erst^ Cibil-Seiiät des O.-App.-Äerichts in der Sache Lüste o. Lüste, in welcher, überdies' gestützt' aus sein'Notherbc'nrecht, ein As- cendent des letzten kinderlos verstorbenen' Hvfbesttzers wider'dessen Wittibe deN'inr Hoha'schen gelegeilen Baiieriihof einklägtc, iss UebcreinstiiUNiung mit dem Königlichen' Obergerichte zu Nien- bükg, du Klage Unt folgenden GrüNdeN zUrückgeibicseni „es bedarf des Beweises, daß im Zweifel unter kinderlos versterbenden Eheleuten aiis dem Bauernstände ini'Hvha- schcn gewohnheits'rechtlich die Regel „langst Leib längst Gut" bestehe, nicht, da nach der, durch die Ztügnissc vieler bewährter Schriftsteller lind durch 'Vielstiche' Erkensstiiisse der höheren' Landesgcrichtc ,interstützteil' Notorietät, mich' des Ö.-A-G. jenes Gewohnheitsrecht unter Bauersleuten im Hoyasschcn als ohne jede Bcschränkiing dlirch etwaige Rechte' der Notherben bestehend angeNö'mmeN werden muß." Andrerseits ist dieses Gewohnheitsrecht voii demselben Se nate des O.-A.-G. für die'Flecken'im Hohässchen in mehreren Sachen als notorisch bcstehiild nicht' ängenonimen, näNientlich in'neuester Zeit, iii'Sachen' Dohrinann' o. Ritscher ztt Liebcnan, zuüi Beweise Verstellt, dessen' Resultat noch nicht' fcststcht*). 2 . Zur Lehre von der Fälligkeit der Abfindungen oder Ablagen. In Betreff der Berpstichtnng des von mehreren Kindern des letzten Hofbesitzers den Hof annehmenden Anerben zur Aus zahlung voll Abfinduilgen an seine Geschwister haben sich be kanntlich meisteiltheils, wenn auch hie und da minder konstant, je nach den verschiedenen Gegenden'verschiedene Beschränkungen ”) Der Beweis ist ganz neuerdings zu Gunsten des Bestehens der obigen Regel für die Hoya'schcn Flecken für geführt erkannt.
[ 0.8650000095, 0.6700000167, 0.3549999893, 0.3166666627, 0.4600000083, 0.6539999843, 0.9720000029, 0.2733333409, 0.4950000048, 0.4022222161, 0.2733333409, 0.5316666961, 0.6157143116, 0.5699999928, 1, 0.4527272582, 0.3670000136, 0.3975000083, 0.3100000024, 0.5024999976, 0.52666...
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Hebung des Einflusses der danach veränderten Zustände auf die hierbei in Frage kommenden Privatrechte Einzelner. Diese kleine Schrift legt auf eine übersichtliche Weise namentlich demjenigen, der als Gläubiger beim StaatSschnldenwescn deS Königreichs betheiligt ist, die Lage der gebotenen Sicherheit und dasjenige klar vor Äugen, lvaS zu deren Erhaltung zu beobachten ist. Je umständlicher eö für den Einzelnen ist, das Gesagte anS der umfangreichen Gesetz gebung, bezw. den ständischen Verhandlungen hcrvorznsuchen, um so willkommener muß im Publicum eine Zusammenstellung dieser Art sei». , 7. Die Notariats-Ordnung für daS Königreich Hannover mit an- gchängtem Gebühren- und Stempeltarife vvnr Obergcrichtöanwalt, Notar C. H. Ebhardt in Hannover. (Bei C. Nümpler 1859). Diese Scparatansgabe der Notariats-Ordnung vom 18. Sep tember 1853 eignet sich, theilö wegen der den einzelnen Bestim mungen des Gesetzes hinzugefügten Noten und Nachwcisnugcn, theilö wegen dcö damit in Verbindung gebrachten Gebühren- und Stcmpel- tarifs i» alphabetischer Änfsteüung, ganz besonders zum Handgebrauch, so daß derselbe nicht bloß den Notaren, sondern auch de» sonstigen Juristen so wie deuijcnigen Publicum, welches häufiger in die Lage kommt. Arte der freiwillige» Gerichtsbarkeit anszunehinen oder anf- nehmen zu lassen, ans das angelegentlichste zu empfehlen ist. 8. Kirchcnrcchtliche Mittheilungen aus deni Fürstenthnm Lüneburg vom- LandsyndicuS von Lenthe. Heft 2. (Celle bei Capann-Car- lowa (859). Diese zweite Abthcilung der im vorigen Hefte deö Magazins Seite 187 cmpfohleucn Mittheilungen deö thätigen Verfassers ent hält eine entsprechende Mittheilnng deö bekannten Lüneburgischen Gesangbuchstreitö auö der Mitte deö vorigen Jahrhunderts und fügt derselben zum Belege 36 mehr oder lveniger interessante Anlagen bei. 9. Archiv für Geschichte und Verfassung deö Fürstenthumö Lüne burg vom LandshndieuS von Lenthe, (Celle bei Capaun-Car- lowa 1859). In dem vorliegenden 7. Bande dieser, für die vaterländische Geschichte so reichhaltigen Stoff anfbewahrenden Zeitschrift beginnt der Herausgeber die erste Abthcilung mit der Vorlage über die in der ersten Hälfte deö vorigen Jahrhunderts beabsichtigte Einfüh rung eines allgemeinen Cvncnrrcnzsußcö zu den Kosten der geistlichen Gebäude im Fürstenthnm Lüneburg, schließt daran einen Beitrag
[ 0.5083333254, 0.5299999714, 0.6039999723, 0.5133333206, 0.5766666532, 0.349090904, 0.4562500119, 0.5066666603, 0.3000000119, 0.495714277, 0.7649999857, 0.7379999757, 0.5299999714, 0.3866666555, 0.6209999919, 0.4720000029, 0.4583333433, 0.5799999833, 0.4524999857, 0.2700000107, ...
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393 ' offen erhalten, daß sie ackkaoronelo eine eüentuelXe Beschwerde darüber anfstellt, daß nicht anch die zweite Beweisalternative für erbracht erkannt worden und daß sie zur Unterstützung dieser Beschwerde Alles herbeischafft, waS sie i» erster Instanz vorzu bringen unterlassen hat. Dasselbe gilt in Beziehung ans den Gegenbeweisführer, wenn in Betreff einer von mehreren Beweis- copulativen sein Interesse an einer nachdrücklicheren Widerlegung durch die Gefahr einer späteren Beseitigung der eine» oder der andern Kopulative erst in der Berufungsinstanz erwachsen ist, — so wie in allen übrigen Fällen, wo durch Aeuderung des Be- welsinterloeutS i» der Berufungsinstanz der eine» oder andern Partei ein größeres Interesse in obiger Richtung erwächst. Unterließ die betreffende Partei die -Vorsichtsmaßregel der Stel lung von Eventualbeschwerden, so hat sie sich die Folgen selbst beizumesse», für de» Berufungsrichter bleibt aber bei solcher Sachlage keinerlei Veranlassung übrig, ihr noch eine neue Ge legenheit zu eröffnen, dag Versäumte nachznholen. Man könnte freilich noch einwenden, daß sich mindestens in dem Falle, wo erst in Folge einer Adhäsionsbefchwerde des Berufenen eine Aendernng des JnterloeutS möglich wird, welches die Veranlassung zu dem Wunsche auf Seiten des Bernsenden geben könnte, einen Beweis z» vervollständigen oder mehr zn widerlegen, — das -so eben bezeichnete Ausknnstsmittel nicht allemal auShelse, weil die Befugniß zur Stellung von Adhä sionsbeschwerden aus Seiten des Berufenden stets von der Vor aussetzung abhängig ist, daß diese Beschwerden mit de» zuvor vom Gegner adhacrendo gestellten Beschwerden im Zusammen hänge stehen. Allein bei näherer Prüfung der Fälle wird man sich überzeugen, daß dieser Zusammenhang regelmäßig dann vor handen ist, wenn dem Berufenden in Folge einer Aeuderung auf Grund einer Adhäsionsbeschwerde des Berufenen ein Inter esse am Gegenstände der seinerseits z» stellenden Adhäsionsbe schwerde erst erwachsen würde. Ein solches Interesse kann ohne den Zusammenhang kaum gedacht werden. Nach dem Vorstehenden liegt also weder ei» Bedürfuiß noch ein rechtlicher Grund für den Berufungsrichter vor, zur vervoll ständigten Führung oder Widerlegung eines wirklich unverändert
[ 1, 0.6600000262, 0.1620000005, 0.6277777553, 0.3333333433, 0.9066666961, 0.6225000024, 0.4499999881, 0.4550000131, 0.6579999924, 0.5885714293, 0.800999999, 0.5366666913, 0.7860000134, 0.6650000215, 0.5633333325, 0.6516666412, 0.8129411936, 0.6733333468, 0.5662500262, 0.775714...
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127 durch richterlichen Augenschein — wen» eS sich um eine gegen wärtige Thatsache handelt — unter etwaiger Zuziehung von Sachverständigen (vergl. §. 281), oder durch weitere Vernehmung von Sachverständigen (vergl. auch §. 280) jene Ungewißheit ge hoben werden. Diesen letzter» Satz spricht zwar der Schlußsatz des §. 278 nicht ausdrücklich auS; daß er jedoch implicilc darin enthalten ist, dürfte kaum zu bezweifeln sein. Auf solche Weise findet, wie wir bereits im Eingänge un serer Erörterung bemerkten, unsers Erachtens die Disposition des Schlußsatzes des §. 278 in dem Wesen, in der inner» Natur des Eides als Beweismittel, in den gemeinrechtlichen Grundsätzen ihre einfache und natürliche Erklärung und Begründung. Na mentlich kann es nicht zweifelhaft sein, welchen Gedanken der Gesetzgeber mit den dein Worte „Schlußfolgerung" beigefügten Worten „an sich" hat ausdrücken, daß er damit den Gegensatz des ersteir TheilS jener Disposition zu dem zweiten Thcile der selben hat hervorhebeu oder so viel sagen wollen: dilrch einen nothwendigen Eid solle die Richtigkeit einer Schlußfolgerung der Sachverständigen selbst und unmittelbar nicht sestgcstellt werden können, cö jedoch nach den Umstände» nicht ausgeschlossen sei», die Richtigkeit oder Unrichtigkeit derselben mittelbar, nämlich durch Bestätigung oder Entkräftung der der Schlußfolgerung zu Grunde liegenden Thatsacheu mittelst nothwendigen Eides festzustcllcn. Wenden wir uns nun zu der Schlnßbestimmung des §. 292 der b. P.-O., so mußte cs für den Gesetzgeber nahe liegen, die Grundsätze, welche er bezüglich der Zulässigkeit des Beweismittels des Eides beim nothwendigen Eide als die allein richtigen an erkannte , auch ans den zugcschobcucn Eid anznwenden. Die Bestimmung des §. 222 der P.-O. stand dem nicht entgegen, diese betraf nur die formelle Zulässigkeit des Beweismittels der Eidcsdelation, wogegen die Disposition im Schlußsätze des §. 292 auf der inner» Natur des EideS beruhet. Der erste Satz dieses Paragraphen enthält ferner nur die Regel, der Schlußsatz dagegen die Ausnahme. Nach diesem Schlußsätze muß es aber, wenn mau — ohnedies allgemeine» Grundsätzen zuwider — den Worten des Gesetzes keinen Zwang anthun will, unzulässig sein, sich im Processe der EidcSzeischiebung zu bedienen, uni damit
[ 0.3433333337, 0.84799999, 0.5338461399, 0.5099999905, 1, 0.4575000107, 0.6399999857, 0.8349999785, 0.5199999809, 0.3975000083, 0.3840000033, 0.5428571701, 0.7622222304, 0.3285714388, 1, 0.4300000072, 0.5812500119, 0.4933333397, 0.5133333206, 0.5037500262, 0.4514285624, 0.52...
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226 tatis und, was das Fürstenthum Hildesheim und das. Gebiet der Stadt Goslar anging, auch ex causa necessitatis das deer. de alien. zu ertheileu, sondern ebensowohl bei den jenigen Veräußerungen ex causa utilitatis, für welche früher die Dispensation des Königlichen Justizministeriums erforderlich war. (Von einer per modum privilegii zu ertheilenden cig entlich en Dispensation konnte natürlich bei einer Ge richtsbehörde au und für sich keine Rede sein.) Drittens: Me diese Befugnisse der Pupillencollegien sind durch den allegirten §. 23 deö Gerichtsverfassungsgesetzes vom 8. Novem ber 1850 anderweit aus die Amtsgerichte als obervormund- schaftliche Behörden (f. not. 2) übergegange» und haben daher jetzt die letzteren, abgesehen von den ihnen ursprünglich zu gestandenen Befugnissen hinsichtlich der Veräußerungen ex causa necessitatis, nicht nur a) die Veräußerung von pupillarischen Häusern und Berg- theilen ex causa utilitatis und, was das Fürsten thum Hildesheim und das Gebiet der Stadt Goslar angehr, ex causa necessitatis, sondern auch b) alle diejenigen Veräußerungen ex causa uti litatis zu genehmigen, zu deren Gültigkeit früher die Dispensation deS Königlichen Justizministeriums erforderlich war. Wenngleich aber einzelne Theile dieser Argumentation ganz unbestreitbar richtig sind, so kann doch der Schlußsatz derselben sub bj keiuesweges zngestandeu werden, vielmehr ist dieser als durchaus falsch zu bezeichnen und vielmehr zu behaupten: daß es sich mit der Dispensation des Königlichen Justiz ministeriums noch ganz so verhalte, als früher, und daß also zur Gültigkeit der Veräußerung von pupillari- schen Grundstücken ex causa utilitatis (mit Aus nahme der Häuser ") soweit die allegirten Verordnungen gegolten haben) noch immer die ministerielle Di spensation erforderlich fein. n>) Bei unserer Frage ist nur von Grundstücken die Rede; da her werden hier die Bergt heile nicht weiter erwähnt.
[ 0.5866666436, 0.7340000272, 0.4650000036, 0.5500000119, 0.4466666579, 0.6436363459, 0.5749999881, 0.3366666734, 0.7024999857, 0.6133333445, 0.3799999952, 0.5780000091, 0.6899999976, 0.7400000095, 0.5024999976, 0.5, 0.8379999995, 0.6408333182, 0.7666666508, 0.6439999938, 0.735...
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247 Ich habe erwartet, daß man diese Ausführung gewagt finden, und vielerseitS anderer Meinung sein werde. Auch stoßen wir, was die mehrgedachte NechtSvermnthnng betrifft, hiebei gewissermaßen auf das punctum saliens meiner frühem Erörterung — auf de» Punct, hinsichtlich dessen der Gesetzgeber eine ausdrückliche Vorschrift znrückgehalten, und diese der Wissen schaft überlassen hat. Uebrigenö bildet die praesnmlio juris nur den Schlußstein meiner Ausführung, mit dessen Fortnahme dieser noch keineswegs das Fundament entzogen wird. Es bleibt nämlich auch im Falle der Verwerfung der Präsumtion die bisher ansgeführte Theorie der Wcchselklage gegen den Acceptantcn in allen ander» Stücken bestehen. Ja, es ivird diese Theorie gerade im Falle der Nichtannahmc jener RcchtL- vermuthung sogar an innerer Abgeschlossenheit und Cvnseqnenz gewinnen; während sic freilich dadurch ans der andern Seite an practischer Zweckmäßigkeit verlieren würde. Denn, wenn schon Ulpian sagt: No» faeile evenire posse, ut, mora non praecedente, perveniretur ad judiccm (L. 3 pr. de usur. 22, 1.) so gilt das sicher auch beim Wechsel. Nachtrag. Die Rcchtsvermnthung, über welche ich mich bis hierher verbreitet habe, wird auch in einem Aufsätze des Archivs für deutsches Wechselrecht ssBd. 6, Hst. 1, S. 51 ff.) angenommen. Ich will daher zuni Schluß noch anführen, inwieweit der Herr Verfasser dieser Abhandlung (Herr Arressist am K. Wechsel- nnd Merkantil-Gerichte zu München, L. Hauser) in den Vor aussetzungen und Wirkungen seiner ans gleicher Grnndan- schaunng beruhenden Theorie mit mir übereinstimmt und in wieweit daö nicht der Fall ist? Derselbe sagt: ES habe zwar der Wechselinhaber eine an die Vorschrift des Art. 41 der Wechselordnung nicht gebundene Ich benutze endlich diese Gelegenheit, um noch einen störenden Fehler z» berichtige», welcher sich Bd. VII, ©. 228, Z. 13 v. oben findet. Lies daselbst: („nicht v crtta g sm äst i g") statt: „oder Ver trags m ä ßi ij."
[ 0.7633333206, 0.5066666603, 0.2849999964, 0.3700000048, 0.5566666722, 0.5, 0.6240000129, 0.5690000057, 0.4883333445, 0.5542857051, 0.4166666567, 0.5318182111, 0.5614285469, 0.5957142711, 0.5874999762, 0.7250000238, 0.6949999928, 0.3549999893, 0.4250000119, 0.8466666937, 0.293...
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8 sich nun mit genaueren Vorschriften über eben diese Form. Eine solche Disposition der ganzen Unterabtheiluug weist aber von vornherein darans hin, daß der §. 31 die in den §§. 32—42 gegebenen Vorschriften über die Form der Urkunden nicht etwa ansheben will, bevor sie nur einmal gegeben sind — die AnS- nahmSbestimmnngen von dieser Art sind in der dritten Unter- abtheilnng: „Besondere Vorschriften für einzelne Acte" enthalten, und bei einer solchen Absicht würde der §. 31 eben hier, etwa vor oder nach dem §. 48, seinen Platz gesunden haben —, son dern daß derselbe nur eine Vorbemerkung enthalten soll, welche zwar noch außer den, in den §§. 32 — 42 gegebenen, Vor schriften Über die „Form der Urkunden" (von welcher die zweite Unterabtheiluug handeln soll) bei der „Errichtung der Urkunden" (ans welche der ganze vierte Abschnitt sich bezieht) von den No taren beachtet werden muß, aber nebcil welcher die später folgen den Vorschriften der §§. 32 — 42 selbstverständlich in unge schmälerter Wirksamkeit bestehen bleiben. Gehen wir jedoch, nach dieser allgemeinen Betrachtung, ans die genauen Worte des §. 31 ein, so sind in denselben zwar „alle Vorschriften über das bei Vornahme bestimmter Handlun gen der freiwilligen Gerichtsbarkeit von den Gerichten zu beobach tende Verfahren unb über die Folgen einer Vernachlässigung desselben" auch ans die Notare für anwendbar erklärt; allein cS ist diesem Anösprnchc die ausdrückliche Beschränkung hinzn- gcsügt worden: „soweit sie nicht eben die Gerichts personen betreffen". Den Gegensatz zu den hier genannten GerichtSpersvneit bilden nun aber die Notare; und jene Vor schriften sollen also freilich Anwendung, jedoch nur insoweit An- wcndnng finde», als cs nicht einen Unterschied macht, daß in dem einen Falle die Person eines Richters, und in den: andern Falle die Person eines Notars cS ist, welche die fragliche Hand lung vornimmt. Dieser Umstand macht aber wieder einen Unterschied, insofern die Notariats-Ordnung den Notaren Vor schriften ertheilt, welche von den sür die Richter crtheilten Vor schriften abweichen, und mithin namentlich auch, insofern die gleichsolgcnden §§. 32 — 42 solche abweichende Vorschriften ent halten. Wie die ganze übrige Notariats-Ordnung, so bleiben auch jene §§. 32 — 42 an sich in ihrer vollen Wirksamkeit be-
[ 0.5, 0.6999999881, 0.349999994, 0.4633333385, 0.4522222281, 0.7933333516, 0.6449999809, 0.5575000048, 0.5099999905, 0.5139999986, 0.5450000167, 0.7549999952, 0.7354545593, 0.5266666412, 0.474999994, 0.798666656, 0.5500000119, 0.4925000072, 0.5833333135, 0.7170000076, 0.610000...
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422 obwohl er im Baierischcn Strafgesetzbuch? nur als Verbrechen gegen das Eigenthum hingcstellt ist, nach der Intention des Gesetzgebers auch dann mit der im Gesetze angedroheteu Strafe belegt werden muß, wenn er nicht gegen daZ Vermögen gerichtet ist. — Ich fürchte dabei den Einwand nicht, daß in concreto die Benutzung des Baierischcn Gesetzbuches bedenklich ist, weil das letztere Betrügereien gegen die Person kennt, das unsrige aber nicht, das crsterc also hier principiell ans einem ganz andern Standpunkte stebt. Denn dieser Grund würde falsch sei,,. Unser Strafgesetzbuch kennt eben so gut als das Bäurische Be trügereien, die nicht gegen Vermögensrechte gerichtet sind. Der Unterschied ist ein rein formeller; er besteht darin, daß sie in dem Systeme des CriminalgesctzbnchS an einer andern Stelle wie in dem Baierischcn sichen. Das kann in der Sache selbst nichts ändern. — Eine Vergleichung des angezogenen Kapitels des Baierische,, Strafgesetzbuches mit unscrm Criminalgesetzbuchc zeigt außerdem zur Genüge, daß der Thatbestand eines Verbrechens nicht ver ändert zu werden braucht, auch wenn die Stellung im Systeme wechselt. ES sind in der That zwei ganz verschiedene Dinge, ' bei, Thatbestand eines Verbrechens fcstznstcllcn und diesem w seinem Thatbestande nach festgesetzten Verbrechen eine Stellung im Systeme des Gesetzbuches geben. Die Stellung in, Systeme mag ihre Wichtigkeit haben. Sic kann den wissenschaftlichen Standpunkt des Gesetzes zeige», sie kann die richtigen Gesichts punkte für die Strafzumessung gewähren, sie kann selbst Zweifel über die gegebene gesetzliche Des,nition eines Verbrechens besei tigen. Aber wen» das Gesetz die Merkmale eines Verbrechens bestimmt anfgcstellt hat, so ist die Stellung im System für den Verbrcchcnsbcgriff völlig gleichgültig. Die Systematisirnng mag dann grundfalsch sein. Aber vielleicht lvird hier ein Aus leger des Gesetzes berechtigt sein, die gesetzliche Definition zu opfern, um die Richtigkeit des Systems hcrznstclle». Es iväre sicherlich besser, im Strafgesetzbuche gar keine systematische An ordnung zu haben, gar keine Abtheilungen der Verbrechen nach den vorherrschenden Grundrichtungen derselben anfznstellen, als die Thatbestände der einzelnen Verbrechen durch Hineinzieh,„,g der allgemeinen Gesichtspunkte des Systems zu verflüchtige,,
[ 0.4166666567, 0.3983333409, 0.2649999857, 0.7599999905, 0.552727282, 0.4600000083, 0.5799999833, 0.5, 0.5310000181, 0.3700000048, 0.5566666722, 0.5333333611, 0.6827272773, 0.4850000143, 0.5099999905, 0.5866666436, 0.5655555725, 0.7533333302, 0.4708333313, 0.5249999762, 0.3174...
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63 2) der Schuldner nicht im Criminalversahren eines der in den Artikel» 220—223 des Criminalgesetzbuchs genannten Verbrechen schuldig erkannt ist. Ans letztere Vorschrift hat die bürgerliche Proceßvrdnung die etwas zweifelhafte Bestimmung des gemeine» Rechts, daß der Vermögensverfall ein nnverschnldeter sein müsse, wenn die Rechtswohlthat der Güterabtretnng gegeben werden solle, prä- cisirt. — Was ist null der nähere Anhalt dcö §. 655 der bürger lichen Proccßordnung? Er bestimmt zunächst, daß der Schuldner, welcher freiwillig seine Insolvenz vor Gericht erklärt und hierdurch im Falle mehrere Gläubiger das Concnrsverfahren veranlaßt, rücksichtlich aller seiner Gläubiger die Einrede der Competenz hat, wenn er nur nicht eines der oben erwähnten Verbrechen überführt ist. Schon mit dieser ersten Bestimmung scheint mir jeder Streit entschieden. Wer nämlich die Einrede der Competenz bat, der kann — man vergleiche Puchta, Arndts, v. Vangerow, Brinz und Andere — verlangen, daß er nur in daS verurtheilt werde, was er sactisch zu leisten im Stande ist. Ja, cS muß ihm sogar außerdem sein nothwendiger Unterhalt gelassen werden. Daß sich diese Einrede der Competenz nach dem §. 655 auch der Wcchsclglänbiger gefallen lassen muß, kann nicht bestritten werden. Wie soll man nun aber zur Wechselhaft kommen? Denke ich mir zwei Gläubiger, die ans Wechsel gegen ihren gemeinschaftlichen Schuldner 10,000 ,P zu fordern haben. Der Schuldner — sonst ohne Gläubiger — hat seine Insolvenz vor Gericht angezeigt nnd hat sein gcsammtes Vermögen im Betrage von 1000 »ss behns Befriedigung seiner Gläubiger abgetreten. Dann kann nur — so lehren wenigstens unsere großen Pan dektisten — aus 1000 »f, als den faktischen Vermögensbetrag des Schuldners erkannt, oder doch nur bis zu diesem Betrage mit einer Vollstreckung der Wechselfordernngen vorgeschritten werde». Ich sehe hier keine Brücke zur Wechselhaft. In der That hier Wechselhaft als Execntionsmittel znzulasscn, das würde daraus hinauslanseu, als wenn das Gesetz sagte: Zn zahlen braucht der Schuldner nicht mehr als 1000 «ssz er kann auch physisch nicht mehr zahle», denn er hat sein Vermögen
[ 0.4199999869, 0.5950000286, 0.3766666651, 0.3600000143, 0.6340000033, 1, 0.5741176605, 0.6200000048, 0.3666666746, 0.6549999714, 0.3833333254, 0.7837499976, 0.7271428704, 0.7866666913, 0.6026315689, 0.4866666794, 0.4289999902, 0.5387499928, 0.5642856956, 0.5899999738, 0.61666...
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328 mundschaften aus dem Fürstenthum Hildesheim und den, Gebiete der Stadt Goslar. (S. oben wegen der Reftripte vom 5. Sep tember 1816.) 3. Ferner hatten die Pupillen-Collegien fortan Vorkommen- den Falles in den ob'ergerichtlichen Bormundschasten über die Anträge auf Veräußerung von beweglichen Sachen, soweit dieselbe den Vormündern nicht ohne Weiteres erlaubt war, zu entscheiden. 4. Endlich aber lag fortan den Pupillen-Collegien die In struction derjenigen Anträge ob, welche in obergerichtlichen Vormundschaften aus Ertheiluug der Landesherrlichen Dispen sation von dem Verbote der Veräußerung pupillarischer Grund stücke au das Königliche Justizministerium gerichtet wurden, und insofern hatte denn allerdings die Verordnung von 1822, ins besondere der §. 25 Beziehung zu dem Dispensationsrechte. Dagegen verblieb die Instruction jener Anträge in unterge richtlichen Vormundschaften nach wie vor den Untergcrich- ten, wenn nicht etwa das Königliche Justizministerium, wozu dasselbe unzweifelhaft befugt war, ausnahmsweise die Instruc tion dem Pupillen-Collegium der dem betreffenden Untergerichte Vorgesetzten Justiz-Canzlei übertrug. Mit dem Gesagten glaccbt der Vers, genugsam gezeigt zu haben, daß eS sich mit der besprochenen Dispensation noch ganz so verhalte, wie vor der Verordnung von 1823, daß also das Recht zur Ertheilnng derselben nicht durch diese Verordnung den früher» Pupillen-Collegien übertragen und solgeweise auch nicht durch den §. 23 dcS Ger.-Verf.-Ges. auf die Amtsgerichte übergegangen sei. Wäre aber icoch ein weiterer Beweis uöthig, so würde ein solcher in der Cabinets-Jnstruction vom 20. Ja nuar 1838 liegen. In dieser wird verordnet, daß der Staats und Justizminister „Gesuche um Genehmigung zu Veräußerung der Min derjährigen gehörenden Grundstücke" bewilligen dürfe. Daß nun hier lediglich an die besprochene Dispensation von dem Verbote der Veräußerung pupillarischer Grundstücke gedacht sei, leidet wohl nicht den entferntesten Zweifel und eben so klar scheint es zu sei», daß die Instruction nicht von einer Bewilligung jener Gesuche durch das Königliche Justiz-
[ 0.4066666663, 0.4791666567, 0.6899999976, 0.5600000024, 0.5309090614, 0.7030000091, 0.3433333337, 0.5950000286, 0.2742857039, 0.296666652, 0.4140000045, 0.8100000024, 0.6333333254, 0.4449999928, 0.2820000052, 0.3933333457, 0.5244444609, 0.5266666412, 1, 0.3000000119, 0.528333...
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198 häufig wiederholt werde» müsse». — Angenommen nun, man hätte weiter beobachtet, daß bei Achse», die eine bestimmte Mci- lenlänge »och nicht zurückgelegt hatten, dergleichen plötzliche Brüche nie borgekommen, daß sie dagegen nach längerem Gebrauche nichts Ungewöhnliches wären: so würde man es allerdings der Bahnvcrwaltung zur Pflicht machen müssen, über die von jeder einzelnen Achse durchlaufene Mcilenzahl sich fortdauernd unter richtet zu halten, um die Achsen, welche daS bestimmte Maß zurückgelegt haben, außer Gebrauch fetzen zu könne». Allein bei der großartigen Ausdehnung des Betriebes auf dem Netze der deutschen Eisenbahnen und dem Umstande, daß die Wagen der einen Verwaltung oft monatelang ans den Schienen einer oder mehrerer andern Verwaltungen lausen oder stehen, würde es nur dann möglich sein, von jeder ciuzclucn Achse augenblicklich die Länge des von ihr znrückgelegten Weges genau zu wissen, wenn man eigens zu diesem Bchufe eine Controle einführte, deren strenge Durchsetzung augenscheinlich sofort den ganzen durch gehenden Verkehr ins Stocken brächte. Von einer derartigen Controle muß demnach ohne Frage abgestanden werden; und ein Unfall, der nur durch sie hätte vermieden werden können, darf daher der Bahnverwaltung nicht zur Last gelegt werden "). — Ein zweites Beispiel mag dieses sein. ES läßt sich gewiß nicht leugnen, daß manches Unglück ganz hätte verhütet oder doch verringert werden können, wenn an jedem Wagen eine Vvr- richtung zum raschen Aushalten des Laufes, eine s. g. Bremse, wäre. Die Erfahrung aber hat gezeigt, daß es in der Regel völlig genügt, wenn auf eine bestimmte, nach der größeren oder geringeren Steigung der Bahn verschiedene, Zahl von Achsen- paarcn je eine Bremse kömmt. Eine Vermehrung der Bremsen über diese Zahl, die natürlich eine entsprechende Vermehrung des BegleitungSpersouales erheischt, erscheint somit vom Stand punkte eines rationellen Betriebes aus überflüssig und des Kosten punktes halber nachtheilig. Man wird sie daher vernünftiger weise von der Verwaltung nicht verlangen und solgcweise einen dadurch vielleicht verminderten Schaden ihr nicht zur Last legen könne». >si f. auch Koch, a. n. O. 2. Th. S. 280.
[ 0.4099999964, 0.7333333492, 0.4040000141, 0.4050000012, 0.7300000191, 1, 0.4519999921, 0.4350000024, 0.2700000107, 0.476000011, 0.6266666651, 0.4181818068, 0.2800000012, 0.426666677, 0.6228571534, 0.3400000036, 0.4600000083, 0.6833333373, 0.4074999988, 0.5837500095, 0.6349999...
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43 wandten nicht schadet (O.-App.-Gericht zu Cassel), die Andern / gestatten gar keine Aenderung, ohne daß das ganze Testament des andern TestirerS gleichfalls cessirt. Um bei dieser Sachlage ein Gewohnheitsrecht zu construiren, müßte man alle diejenigen, welche überhaupt als Abweichung von dem römischen Rechte ein tostamoutum eorrespootivum statuiren, dahin vereinigen, daß in Folge der heutigen Gültigkeit er Erbverträge die Bedingung, sein Testament nicht zu ändern, gültig geworden sei. Allein eine so formelle Zusammenstellung verschiedener Ansichten über einen Begriff, der nach diesen An sichten ganz Berschiedencs besagt, theils nämlich Widerruflichkeit, theils Unwiderruslichkeit, ist kein Haltbares juristisches Verfahren. Ein Gewohnheitsrecht kann vielmehr nur da augeuommen wer?, den, wo ein positiver Rechtösatz oder ein positives Rechtsinstitut in bestimmter Gestaltung in das practische Rechtsleben übcrge- gangcn ist, und davon kann hier meiner Ueberzcugung nach nicht die Rede sein. Ueberhaupt ist die Idee der" Correspectivität bei den altern Schriftstellern nicht vorhanden. Carpzow (jur. kor. sax. p. 1H. Const. II. def. XI. §.4 — auch an andern Stellen —) vertheidigt noch das Gegentheil. («kr. oben §. 1.) Was nun zweitens die theoretische Folgerung ans der Gül tigkeit der Erbverträge angeht, so ist eS bloße Consegnenz im Verhältnisse zu dem, was §. 4 gegenüber Mühlenbruch vorge tragen wurde, wenn der Einstuß der Erbverträge auch hier abgclehnt wird. Ich sehe nicht ab, wie man hier die Gültigkeit der Bedingung verthcidigen, gleichwohl aber sie für ungültig, erklären kann, wenn cS sich darum handelt, ob der Erbe liooo- ditatem adeundo schuldig wird, sie sich gefallen zn lassen. Wenn sonach ein testamentum reeipnocum überhaupt nicht, corrcspectiv sein kann, so ist dieses auch dann unzulässig, falls cs sich um die Aushebung während deö Lebens beider Testirer handelt. Sobald der eine Testirer gestorben ist und der andere die Erbschaft angetreten hat, steht ein zivcitcr römischer RechtS- fatz hindernd im Wege, nämlich der Satz: semel heres, semper heres. Habe ich oben mit Hasse Mühlenbrnch bekämpfen müssen^ welcher nach dem Erbschastöantritt des Ueberlebenden die Un- widerruflichkeit des Testaments deducirte, so muß ich hier nicht minder bestimmt mit Mühlenbruch der Ansicht Haffe's
[ 0.7200000286, 0.5857142806, 0.4320000112, 0.5614285469, 0.5556250215, 0.3899999857, 0.5749999881, 0.5766666532, 0.7216666937, 1, 0.5944444537, 0.4366666675, 0.5659999847, 0.5049999952, 0.5649999976, 0.3633333445, 0.7933333516, 0.5920000076, 0.3844444454, 0.4633333385, 0.49166...
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423 sie fo gewissermaßen immer dem Tropsenfallc der Ilebcrschriftcu auszusetzeu. Wer die entgegengesetzte Ansicht für richtig hält, versuche mal zunächst diese Art der Auslegung au dem genannten Ca- pitcl dcS Baicrischcn Gesetzbuches. Er würde z. B. sagen müs sen: Eidesbruch ist nur strafbar, wenn er gegen das Vermögen dritter Persinien gerichtet ist, denn er wird — wie oben darge stellt — als Betrug gegen. das Eigenthum aufgcsaßt. Der falsche Eid eines Zeuge,i, Denuuciantcn oder Sachverständigen in llutcrsuchungSsachen ivird nur dann bestraft, wenn er eine Verleumdung enthält; denn der vvn diesem Verbrechen handelnde Art. 290 trägt die Ucbcrschrist: Gerichtliche Verleumdung durch falsches eidliches Zcugniß u. s. w. Aber Beides würde svwvhl gegen den bestimmten im Text der angczogeucn Artikel enthal tenen Thatbcstaud jener Verbrechen, als gegen die Praxis der Baicrischcn Gerichte, als endlich gegen die bestimmte Erklärung in den osficicllcn Anmerkungen vcrstvßcu. Die vvrgetragencu äußeren Gründe müssen mich bestimmen, bei dem in, Texte der Art. 308 und 317 2 dcS Cr.-G.-B. ent haltenen Thatbestande deö liier in Frage stehenden Betruges zu bleiben und ihn nicht nach dem in den llcbcrschristcn angedeu- tetcn Systeme umzuwandcln. Hinsichtlich der Beweiskraft der llcbcrschristcn muß aber hier schließlich noch folgender nicht ganz unerheblicher llnistand her- porgehobeu werden. In dem Gesetze vom 20. April 1857 ist an die Stelle des Art. 311 mit seiner llcberschrift: „Insbesondere vom Betrüge zum Nachthcile fremden EigenthumS. 1. Einfacher Betrug." ein neuer 12 mit einer neuen llebcrschrist: „Strafe des einfachen Betruges." getreten. Ebenso ist der Art. 317 mit seiner llcberschrift: 3. Auögezcichnetc Betrügereien zweiter Classe. durch den §. 14 mit der neuen llcberschrift: Strafe deö ausgezeichneten Betruges zweiter Classe. ersetzt. Der Text dieser neuen Paragraphen kann hier augen blicklich außer Acht bleiben. Wichtig aber scheint mir z» sein, daß nunmehr »ach der Veränderung der llebcrschrist des Art. 311 29*
[ 0.6700000167, 0.6600000262, 0.2049999982, 0.5600000024, 0.4740000069, 0.3799999952, 0.6050000191, 0.5866666436, 0.4626666605, 0.453333348, 0.6233333349, 0.603333354, 0.4474999905, 0.5285714269, 0.573333323, 0.6614285707, 0.5479999781, 0.5562499762, 0.5866666436, 0.4350000024, ...
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175 IV. Miscellen. 1. Ist zur Zurücknahme eines gerichtlich deponirteu Testa ments die persönliche Anwesenheit des Testators nothwcndig? Ein gewisser K. beantragte bei dem A.-G. M. im Jahre 1857 schriftlich die Zurückgabe seines dort im Jahre 1855 dc- ponirten Testaments. Der Bescheid dcö A.-G. M. lautete dar auf im Wesentlichen dahin: daß dem Gesuche des Supplicanten um Rückgabe seines hier am 22. April 1855 deponirteu Testaments lediglich um deswillen nicht zu deserireu stehe, weil, nach den Bestimmungen der landesherrlichen Verordnung vom 24. Mai 1822 sub III, letztwillige Verfügungen nur per sönlich vom Testator dem Gerichte zur Dcpositio» zu übergebe» und von diesem rechtsgültig auzunehmcn sind, und daß ans den in besagter Verordnung enthaltenen Gründen dasselbe Verfahre» auch bei der Rückforderung eines gerichtlich deponirteu Testaments iune gehalten werden müsse. Gegen diese, vorzugsweise auf die Vorschrift der l. 35 D. de regul. j. — nihil tarn naturale est, quam eo genere quid— que dissolvere, quo eolligatum est — gestützte Verfügung legte der Supplicant die Beschwerde ein und wurde sodann von dem kleinen Senate des K. O.-G. in C. nachfolgender reformato- rischer Bescheid abgegeben: Da die Zurückweisung des Antrages des Querulanten aus Rückgabe seines bei dem A.-G. M. deponirteu Te staments sich durch die dafür angezogene Bestimmung der declaratorische» Verordnung vom 24. Mai 1822 sub. 3 nicht rechtfertigt, indem diese nur die Ucberreichuug von
[ 0.5233333111, 1, 0.5310000181, 0.7900000215, 0.6800000072, 0.7733333111, 0.3527272642, 0.7860000134, 0.5054545403, 0.34799999, 0.6100000143, 0.5080000162, 0.3866666555, 0.5636363626, 0.5899999738, 0.5433333516, 0.5477777719, 0.520909071, 0.4166666567, 0.5462499857, 0.66000002...
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Nun ist allerdings soviel gewiß, daß, wenn als Regel an genommen werden muß (wie nicht geleugnet werden darf), der Besitzer des Papiers sei als solcher zur Veräußerung und Ein- cassirung der Forderung lcgitimirt, — also rechtmäßiger Eigner des Papiers geworden, hierdurch auch zugleich die Vcr- muthnng sestgcstellt ist, der frühere Inhaber habe ans rechtliche Art ausgehört, Eigenthümcr zu sein. Daraus folgt denn weiter von selbst, daß ein gewöhnlicher Eigcnthnmsbcwcis hier nicht genügen kann, um die Vindication für rechtsbegründet und den Besitzer für verpflichtet zn achten, seine Einreden zu beweisen. ES muß daher der Vindicaut auch noch darthuu, daß er ans eine Weise um den Besitz gekommen sei, wodurch er des Eigcn- thumSrcchtS nicht verlustig gehen könne, folglich, daß er das Papier entweder durch Zufall verloren habe, oder durch Ent wendung oder Unterschlagung desselben beraubt worden sei. Ist dies aber geschehen so hat er nunmehr Allem genügt, was billigerweise von ihm gefordert werden kann, und die Natur des ObjcctS steht ihm nicht weiter im Wege, sein Recht aus gewöhn liche Weise zu verfolgen, außer das; der Besitzer noch mit der Einrede des redlichen Erwerbes gehört werden muß. Weigert der Besitzer sich alsdann noch, den Erwerbstitel anzngeben, so erfüllt er daS nicht, wozu er nach Recht und Billigkeit ver pflichtet ist, und muß dem Viudicanten weichen. Auch giebt die Natur des Gegenstandes nicht den geringsten Grund an die Hand, wodurch eine solche Weigerung gerechtfertigt erscheine. StaatS- schuldschcinc circuliren ja nicht lvic Geld, sondern sie werden wie werthvolle Objecte veräußert oder au Zahlungsstatt angenom men. Sie erhalten zwar sehr häufig im Verkehr die Bedeutung fungibler Sachen, aber nicht anders, wie dies auch für alle und jede Eigenthumöobjecte möglich ist, wenn sic nämlich nur nach Gattung, Werth und Zahl als Gegenstand eines LiefcrungS- vcrtragS bezeichnet werden. Im Uebrigcu aber sind sic indivi duell bestimmte Sachen, indem jedes Papier von dem andern durch bestimmte Nummern als besondere species unterschieden ist. Im merkantilischcu Verkehr, also gerade in den Fällen, wo diese Papiere in größerer Anzahl und in sehr schneller Cir- cnlation von einer Hand in die andere übergehen, versäumen Vcrkäriscr und Käufer cs nie, die Nummern der gelieferten
[ 0.3933333457, 0.4366666675, 0.6259999871, 0.3633333445, 0.4916666746, 0.3849999905, 0.1975000054, 0.7833333611, 0.4839999974, 0.2399999946, 0.2824999988, 0.6133333445, 0.573333323, 0.5849999785, 0.6940000057, 0.5255555511, 0.3950000107, 0.4916666746, 0.5600000024, 0.4812499881,...
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325 gewesen, zu diesen wird aber doch Niemand das Königliche Justizministerium rechnen wollen, welches niemals eine Justiz behörde gewesen ist, die irgend obervormundschaftliche oder gerichtliche Functionen wahrzunehmcn gehabt hätte. Des Königlichen Justizministeriunis wird im Eingänge der Verord nung (wie mich weiterhin) mit keiner Silbe erwähnt, lvie sollte denn nun die Absicht gewesen sein, über ein von demselben auS- znübendeS Landesherrliches Recht Bestimmungen zu treffen, ins besondere, dieses Recht aufzuheben oder unter einer andern Form aus die Pupillcn-Collegien zu übertragen?! 2) Der §. 1 der Verordnung lautet: „Wir verordnen demnach Folgendes: Bei den verschiedenen Justiz-Canzleien Unseres König reichs, jedoch mit einstweiliger Ausnahme der Justiz-Canzlei zu Aurich wegen der daselbst bcibehaltencn Verhältnisse, sollen eigene Pupillen-Collegien angeordnet werden, die eine Abtheilung der Justiz-Canzleien bilden, und vo>e welchen die ans die Person und daS Vermögen der Pu pillen, Minderjährigen 22 ) und sonstigen Curanden, so wie die aus die Verwaltung der in ConcurS befindlichen Gütermassen Bezug habenden Geschäfte „„soweit solche bisher der obcrvormundschaftlichen „„und gerichtlichen Leitung Unserer Justiz-Canzleien „„auvertrauct waren, künftighin vorzugsweise besorgt „„werden sollen"" ohne daß diese Pnpillen-Collegicn jedoch in einem Sub ordinations-Verhältnisse zu den Justiz-Canzleien stehen, bei welchen sie sich befinden." Also auch hier wird ausdrücklich gesagt, daß nur solche Geschäfte hinsichtlich (ber Person und) des Vermögens der Pu pillen u. s. w. aus die Pupillen-Collegien übertragen werde» sollen: natürlich von einer vormundschaftlichen Oberaufsicht keine Rede sein. 2a ) Daß hier, wie auch vorhin im Eingänge der .Verordnung, neben „ „Pupillen" auch noch „Minderjährige" genannt werden, ist nicht überflüssig, da zwar alle Pupillen minderjährig sind, nicht aber alle Minderjährige zu den Pupillen im eigentlichen Sinne ge zählt werden können, z. B. minderjährige Hauskinder. Mag. f. hanirov. Recht. IX. 3. 23
[ 0.6233333349, 0.4300000072, 0.3950000107, 0.4600000083, 0.5500000119, 0.3774999976, 0.8274999857, 0.5614285469, 0.6600000262, 0.5609999895, 0.6611764431, 0.7071428299, 0.5814285874, 0.5799999833, 0.5871428847, 0.4799999893, 0.5799999833, 0.5871428847, 0.5571428537, 0.6374999881...
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Dieser letzte Gesichtspunkt ist wichtig für die Benrtheilung des zweiten Erkenntnisses, in welchem die Einrede aus dem Senatusconsnltc unbedingt, und selbst dem erste,: Wechselinhaber gegenüber, verworfen wird. Es ist dies Erkenntniß von einem in Wechsclsachcn in ganz Deutschland als Autorität sehr hoch geachteten Gerichtshöfe, nämlich von dem geheimen Obertribunale zu -Berlin, gesprochen 22 ) und verdient daher schon um seines Ursprungs willen einer sorgfältigen Erwägung. Die Entschcidungsgrnnde enthalten zunächst die Berufung auf die den Frauen in der allgemeinen deutschen Wechselordnung ganz allgemein bcigclegte Wechselfähigkeit. Allein hieraus folgt nicht, daß eine Frau Bürgschaften gleich einem Manne durch Wechsel übernehmen könne. Das Verbot der Bürgschaften ist vielmehr eine lex specialis, welche durch die Sanctionirung der Wcchsclfähigkcit als allgemeine Regel nicht ansgehoben ist. Dic Urtheilsversasser legen ferner ein Hauptgewicht' daraus, daß die schon immer wechselfähig gewesenen Handclsftauen schon nach früherem Rechte lAllg. Landrecht II. 8. §. 488) auf die Vorrechte und Begünstigungen ihres Geschlechts keinen Anspruch haben machen können, und daß auch andere Frauen, denen die Wech- selsähigkeit ausnahmsweise durch Certificat beigelegt worden, bei Wechselgeschästen schon früher weder die Zuziehung eines Bei standes, noch eine Belehrung nach §. 740 daselbst bedurft hät ten. Hieraus wird geschlossen: Ganz dasselbe müsse gegenwär tig, nachdem alle Frauenzimmer für wechselfähig erklärt werden, auch bei allen Franenzimniern gelten. Diese Schlußfolge trifft ebenfalls nicht zu. Denn die Kauffrauen sind »ach gemeiner Rechtsgewohnheit nicht bloß wechselfähig, sondern sie haften auch schon nach gemeinem -Rechte 23 ) aus Bürgschaften und können 22 ) Aach in einer von dem Obcrgcrichtc zu Wolfcnbüttcl u('= gegebenen Entscheidung ist so erkannt worden wie zu Berlin. S. Zeit schrift für Rechtspflege im Herzogtbum Brannschweig Jahrg. 2 S. 15N ff. In der Mitte zwischen diesen Erkenntnissen und dem Darmstadter Ur- theile steht eine Entscheidung des Obertribunals zu Stuttgart, welche ich aus dem 12. Bande von Seuffert's Archiv (1858) S. 257 ff. »och nachtrage. 2 ») Thöl, Handelsrecht §. 50. P u eh t a, Pandecten §. 408. Damit stimmt das preuß. Landrecht überein. Die betreffende Stelle (II. §.
[ 0.5649999976, 0.4399999976, 0.5630769134, 0.6933333278, 0.6057142615, 0.3899999857, 0.676666677, 0.5591666698, 0.5199999809, 0.39142856, 0.5192857385, 0.4399999976, 0.6557142735, 0.4766666591, 0.6085714102, 0.5966666937, 0.2633333206, 0.5586666465, 0.4679999948, 0.3533333242, ...
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282 stellt, tmjj auch in dieser Beziehung die bloße Behauptung des Produeeuten, daß die Urkunde zur betreffende» Zeit vom an gebliche» Aussteller ausgestellt sei» solle (§. 329) genügen müsse, um - den Producteu zum Tiffessionseide hcranzuzichcii, allein die Feststellung dieses Umstandes ist an sich nicht die Auf gabe des DiffessiouscidcS, wenigstens in der im §. 338 ihm angewiesenen Form, und eben so wenig geben für die obige Ansicht die betreffenden Worte deS §. 329 die hinlänglichen An haltspunkte. Der besvndre Beweis des Zeitpunkts der Aus stellung wird vielmehr hier für eben so unerläßlich zu halten sein, als es in dcni Falle, wo dasjenige Verhältuiß, aus dem die Haftungsverbiudlichkeit des Producteu für die Handlungen des angeblichen Ausstellers der Urkunde (z. B. daß Letzterer Erblasser, Mandant, Vorbesitzer re. deS Producteu gewesen) ab geleitet werden soll, überhaupt bestritten wird, nicht zu um gehen ist, vorgängig den Nachweis dieses Verhältnisses zu ver langen,mim den Producteu zur Ableistung des Diffessiouseidcs anzuhalten. Freilich wird der Prvduccnt sich behuf des, wegen des Zcit- puucteS der Ausstellung der Urkiint^ für erforderlich erachteten Separatbeweises auch der Eidesdcw io» bedienen können, allein dieser Umstand muß jedenfalls vorgängig fcstgestcllt werden und kann u. D. n. nicht einmal durch eine Vervollständigung deS irrefcrableu Dissessionseides gleichzeitig zur Gewißheit erhoben werden. 7. Einige interessante Entscheidungen des O.-A.-G. aus neuester Zeit. I. Zur Lehre von den Bedingungen der i n lei* di eia mi possidetis und unde vi. In Sachen Kunst gegen Bvckelmaiin hatte der Beklagte, dem vom Kläger ein -Grundstück mit der Bcfnguiß, sich cm einem bestimmten Tage in dessen Besitz zu setzen, verkauft wor- deu, dem aber späterhin der Kläger zu erkennen gegeben hatte,
[ 0.2800000012, 0.6028571725, 0.4225000143, 0.6100000143, 0.2700000107, 0.5299999714, 0.5199999809, 0.3166666627, 0.5180000067, 0.4390000105, 0.6266666651, 0.4191666543, 0.2633333206, 0.4333333373, 0.458571434, 0.4066666663, 0.5166666508, 0.6374999881, 0.2933333218, 0.625, 0.5,...
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440 In dcm ursprünglichen Entwürfe hatte der Art. 317 2 , so weit er hier in Betracht kommt, eine etwas andere Fassung. Er lautete nämlich wörtlich wie der Art. 266 des Baierischen Crüiüualgesetzbuchcs (vergl. oben). Es wurden also nicht, wie in der jetzigen Fassung, für strafbar erklärt: „die Betrügereien derjenigen, welche Urkunden fälschlich aus fremde Namen ausstellen rc. sondern diejenigen, welche Privaturkunden fälschlich auf fremde Namen auSstellen re. Es wäre hiernach die Behauptung möglich, daß zwar das Baierische Strafgesetzbuch und auch noch der ursprüngliche Ent wurf unseres Criminalgesetzbuches die Handlung des Fässchens selbst als den Kern des Verbrechens ausstclle, unser jetziges Ge setzbuch aber diesen Standpunkt verlassen habe, da es von Be trügereien der Urkundensälschcr als den strafbaren Handlungen spreche. Nichts jedoch scheint mir sehlsamer zu sein, als eine solche Argumentation. Ich habe zivar nichts darüber auffinden kon- nen, warnm die Fassung des ursprünglichen Entwurfs hier ver lassen ist. Die jetzige Fassung findet sich bereits in dem revidir- ten Entwürfe und ist nicht durch die ständischen Verhandlungen veranlaßt. Aber es scheint mir die Veränderung der Fassung gegenüber dem ursprünglichen Entwürfe einen sehr natürlichen auf der Hand liegenden mit unserer Frage in gar keinem Zu sammenhang stehenden Grund zu haben. Dieser Grund besteht im Folgenden. Die Fassung des ursprünglichen Entwurfs und des Baicri- schcn Gesetzbuches im Art. 266 war falsch oder wenigstens un genau. Nicht Jeder, der Urkunden fälscht, ist strafbar, sondern nur, wenn es zum Nachthcile der Rechte eines Andern, also z. B. nicht zum Spaße geschieht, mit anderen Worten, wenn die Voraussetzungen deö Betruges im weiteren Sinne (Art. 308) vorliegen. Dies mußte besonders ausgedrückt werden; es ge schah durch die jetzige Fassung und das ist der Grund, warum eben der Art. 308 für unser Verbrechen maßgebend ist. Das Baierische Gesetzbuch und der ursprüngliche Entwurf wollten
[ 0.4699999988, 0.6449999809, 0.473333329, 0.5792857409, 0.4600000083, 0.3560000062, 0.4900000095, 0.6999999881, 0.5766666532, 0.25, 0.5600000024, 0.6850000024, 0.8075000048, 0.6299999952, 0.6050000191, 0.9399999976, 0.6662499905, 0.4066666663, 0.6274999976, 0.476000011, 0.3549...
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395 Erscheinung führt ans den Gedanken, das; bei Füllen dieser Art ein anderer Grund hinzntreten muh, welcher den Berufungö- richter ermächtigt, von der Eröffnung eines nochmaligen Beweis- Verfahrens abzusehen. Nach diesem Grunde hat man denn auch nicht weit zu suche,;, vielmehr dürste man ihn in folgendem Umstande antreffen: Regelmäßig wird in Fällen dieser Art die interlocutorische Entscheidung, so wie der dcösallsige Ausspruch deS Richters erster Instanz über die Führung oder Nichtführung des erkannten Beweises mindestens hinsichtlich einer der verschie denen daran möglicherweise zu knüpfenden Folgen bestehen blei ben und der Berufuugsrichter nur veranlaßt sein, einen Zusatz oder Absatz an jenen Folgen zu machen. Unter dieser Vorans auf den Hof aber von dem Beweise des Eigcnthums abhängig gemacht; dieser Beweis wird in erster Instanz für geführt erkannt. B. beruhigt sich bei dieser Entscheidung, A. greift aber mittelst vorbehaltencr Beru fung die Entscheidung an, welche seine» Anspruch auf die Früchte ab weist; er will also, daß das interlocutorische Erken,itniß dahin abgeän- dcrt werde, daß auch sei» Anspruch auf die Früchte von dein Beweise des Eigenthums abhängig gemacht werde. Wenn der Berufungsrichter hierauf cingcht, so wird Niemand daran denken, daß derselbe wegen dieses bloßen Anspruchs auf die Früchte noch einmal den Be- und Ge genbeweis des Eigcnthums den Parteien aufzuerlegen habe, sondern Jedermann wird cs für richtig halten, daß der Berufuugsrichter auf Grund des wegen der Hauptsache geführten Beweises dem A. auch so fort die Früchte zuerkenne. — Ebenso wird man sich entscheiden, wen» von dem Beweise des näm lichen Thatumstandes in der Berufungsinstanz neben der Hauptforde rung nicht bloß der Anspruch auf Ncbcnforderungen, sondern auch der auf ein plus an der Hauptforderung abhängig gemacht werden will. Andererseits wird, tvenn von einem Einredcnbeweisc die Znrückwei- sung rcsp. Zulassung gewisser Ansprüche abhängig gemacht ist, und nach verfehltem Beweise diese Ansprüche dem Kläger zugesprochen sind, dem Beklagten in dem Falle nicht noch ein erneuerter Beweis seiner Einrede zuvor zu gestatten sein, wenn der Kläger uiittclst vorbehaltencr Beru fung ein in erster Instanz gefordertes, aber zurückgewiesenes plus, dem die nämliche Einrede des Klägers eutgegcngesetzl ist, einfordert, sondern der Berufungsrichter wird auch in diesem Falle ohne Weiteres jcucs plus, wen» er den Anspruch auf dasselbe für begründet hält, der» Kläger zucrkcnncn, obwohl auch hier der Beweis der Einrede hinsichtlich des plus in erster Instanz noch nicht auferlcgt war.
[ 0.3466666639, 0.5427272916, 0.476000011, 0.2533333302, 0.2833333313, 0.4566666782, 0.5500000119, 0.3300000131, 0.5299999714, 0.4966666698, 0.7666666508, 0.7133333087, 0.5185714364, 0.6019999981, 0.4409090877, 0.3224999905, 0.6014285684, 0.5166666508, 0.3659999967, 0.6100000143,...
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der Zahlung erforderliche Handlung dem Zahlende» selbst ge genüber ankommt — was ich als das minus bezeichne — ist es, sage ich, dann nicht nothwendig, anch in diesem Falle eine gesetzliche Vermutlning für die erfolgte Absordcrung der Zahlung unter Vorzeigung des Wechsels dem zunächst verpflichteten Acccp- tanten gegenüber zu statuircn? Wollte man mir einwcndcn, der Grund des WcgfallcnS des Protestes bestehe bloß darin, daß man dem Acceptanten gegenüber den Beweis der Nicht zahlung nicht zu führe» brauche, so würde ich Folgendes er- wiedern: Der Wechselprotest dient allerdings zum Beweise der Nichtzahlung, aber er dient außerdem auch zum Beweise der Vigilanz dcö Gläubigers. Beides hat der Kläger ge gen den regreßpflichtigen Beklagten zu beweisen. Damit nun diese Beweise in einer, der höchst schleunigen Proccdur, welche de» Wcchselproceß charaktcrisirt, möglichst entsprechenden Weise geführt werden: so hat der Gesetzgeber das Beweismittel auf das Genaueste vorgezeichuet und hat jedes andere — von der vor- geschricbcucn Form des Protestes abweichende — Document verworfen. In dem nns hier interessirende» Falle der Klage gegen den Acceptanten ist jene Beweisvorschrift weggelassen. Warum ist daS geschehen? Ich antworte selbst, weil der Gläu biger dem Acceptanten gegenüber den Beweis der Nichtzahlung nicht zu erbringen braucht. Das ist ohne Zweifel richtig, aber es ist nur halbrichtig. Denn cS kommt außer jenem Umstande auch die geschehene Abfvrderuug des Geldes in Betracht. Dies ist oben nachgewicscn. Wen» cö nun aber die Absicht des Gesetz gebers war, daß Letzteres in der That von dem Kläger auch hier, auch gegen den beklagten Acceptanten erwiesen werden solle, so ist nicht abzuschcu, daß und warum dem Acceptanten gegen über Alles das hinwegsalle» sollte, was der Gesetzgeber hinsicht lich der Beweisführung in so vorsorglicher Weise anderweit be stimmt hat? ES ist nicht abzuschcn, warum gegen den be klagten Acceptanten eine ganz andere Beweisführung stattnehmig sein sollte, als gegen den Beklagten Prvceßpflichtigen? Denn — und das ist das Wesentlichste — cs ist ein und dieselbe schleu nige Proccdur, in welcher gegen beide Schuldner geklagt wird. Man hat keine verschiedene Wcchsclproecssc gegen den Trassanten und gegen den Acceptanten. Da also der Gesetzgeber in nnscrm
[ 0.6133333445, 0.5699999928, 0.5046153665, 0.4875000119, 0.2899999917, 0.5422222018, 0.5633333325, 0.4650000036, 0.5314285755, 0.6028571725, 1, 0.75, 0.7599999905, 0.7266666889, 0.7866666913, 0.5699999928, 0.4644444585, 1, 0.4699999988, 0.6100000143, 0.3899999857, 0.58249998...
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376 Schuldurkunde fei in dessen Händen zurückgeblieben. Wenn nun gleich auch bei den lottroZ au porleur die Forderung und dag Schulddoemnent an und für sich noch unterschieden werden müssen, so erhält doch dag letztere durch den Umstand zugleich die Bedeutung eines reellen Rechtsobjeets, daß der Besitz regel mäßig als Beweis des Rechts gilt und nur dem unredlichen Besitzer, so wie dem, welcher in fremden Namen besitzt, die Zah lung vorenthalten werden darf. Sv lange daher das Papier dem Schuldner nicht restituirt ist, läßt sich auch nicht feigen, daß die Forderung eigentlich getilgt sei. Gewährt der Schuld ner dem früheren Inhaber Zahlung oder eine dieser gleich- stehende Abfindung, ohne die Urkunde wieder zurück zu erhalten, so erhält er dadurch immer nur dessen Viudieations- und Ex- ceptionsrecht, und wenn neuere Gesetze (wie z. B. auch die mehr erwähnte Hannoversche Verordnung §. 11.) dem rechtskräftigen Amortisationserkenutnisse die Wirkung vollständiger Vernichtung der Forderung beilegen, so erscheint eine solche Bestimmung durch ihre Zweckmäßigkeit vollkommen gerechtsertiget, immer aber kann sie doch nur als Bestimmung des positiven Rechts mif Gültig keit Anspruch machen. Ganz anders verhält es sich, weine die Schuldnrkunde dem Schuldner znrückgestellt wird. Mit diesem Augenblicke hört alle durch dieselbe begründete Verbindlichkeit nothwendig von selbst aus. Der Gläubiger wird abgesuirden und der Schuldner em pfängt das Doeument zurück, welches bis dahin für jeden In haber zur Beglaubigung des Fvrdernngsrechts diente. Die Ab findung allein ohne die Rückgabe des Schuldinstrumeiits kann die Wirkung desselben direet nicht vernichten, sondern muß nach der eigeuthümlicheir Natur solcher Papiere als besonderes Rechtsgeschäft zwischen dem Aussteller derselben und dem frühe ren Inhaber betrachtet werden. Gerade aber die innige Ver bindung zwischen dem Papier und der Fordernng, welche dadurch beglaubigt wird, bewirkt es, daß jenes seine Bedeutung als Schuldschein ganz verliert, sobald es dem Schuldner, gegen Abfindung des rechtmäßigen Inhabers, zurückgestellt ioird. Als- daun tritt es in die Reihe gewöhnlicher Eigeuthumsobjecte zurück. Ein Forderungsrecht kann dadurch nicht weiter beglaubigt wer den, denn dies eristirt nicht mehr; daher darf ein künftiger
[ 0.2899999917, 0.7099999785, 0.3400000036, 0.2099999934, 0.7566666603, 0.7866666913, 0.6125000119, 0.9100000262, 0.5066666603, 0.5783333182, 0.6424999833, 0.8566666842, 0.7933333516, 0.4571428597, 0.2450000048, 0.5557143092, 0.7633333206, 0.6899999976, 0.6366666555, 0.2533333302...
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342 quis ab initio contrahat, an alienain obligationein in earn transferat; tune enim diligenliorem esse debere.) I6 ) Dies paßt ganz und gar auf das Wechselaccept. Das Accept erscheint formell stets als eine Bürgschaft, weil der Re mittent niemals mit dem Aeceptanten von Anfang an contra- ' Hirt, sondern der Letztere stets eine ihm ursprünglich fremde Obligation (deS Trassanten) zu erfüllen verspricht und also for mell stets als Jntercedent austritt. So steht die Sache formell betrachtet, d. h. mit Rücksicht auf den äußerlichen, aus dem Wechselbriese ersichtlichen Zusammenhang der verschiedenen Ver pflichtungen der betheiligteu Hauptpersonen. Dürften wir aber den innern oder materiellen Zusammenhang dieser Verpflichtungen untersuchen, so würden wir freilich oft zu einem ganz andern Resultate gelangen, da ja der Acceptant sehr häufig Schuldner des Trassanten ist, oder von diesem Deckung erhalten hat. Das kommt hier jedoch gar nicht in Betracht, weil die Verpflichtung des Aeceptanten eine durchaus selbständige oder von jenem Schuld- oder Deckungsverhältnisse unabhängige ist. Dennoch ist die Frau befähigt, einen Wechsel vollgültig zu acceptiren, indem die derselben ganz allgemein beigelegte Wechsclfähigkeit offenbar die Fähigkeit zum Accepte in sich schließt. Dies hätte nun aber keine Bedeutung, wenn eS der Frau daneben verstattet sein sollte, durch Berufung aus die in dem Accept liegende for melle Bürgschaft sich ihrer wcchsclmäßigen Verpflichtung wie derum zu entziehe», oder wenn zwischen der Acceptantin und dem Remittenten oder dessen Nachmännern daS materielle Verhält- niß der Frau zu dem Wechselaussteller im Wechselprocesse ganz allgemein zur Erörterung kommen dürfte. Letzteres ist indessen in der Regel unstatthaft. Der Käufer und Empfänger des Wechsels kennt in der Regel daS Verhältnis zwischen dem Tras santen und dem Trassaten gar nicht. Er nimmt das Papier i>n Vertrauen aus den Geber und „kümmert sich wenig um den Bezogenen" -'). Er cvntrahirt mit dem Zieher und dieser obli- girt sich, in der Person des Bezogenen jemanden zu stelle», der i«) S. auch die schon oben angeführte L. 4 pr. eod. Desgl. L. 23 eod. J.. 19 D. de novat. et deleg. 46, 2. i») Protoc. der Leipz. Conf. S. 125. 126.
[ 0.8000000119, 0.7799999714, 0.4300000072, 0.6349999905, 0.625, 0.5899999738, 0.8174999952, 0.5730769038, 0.2549999952, 0.3000000119, 0.7463636398, 0.4824999869, 0.5600000024, 0.8769230843, 0.6974999905, 0.7325000167, 0.2800000012, 0.5600000024, 0.6750000119, 0.4474999905, 0.4...
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133 zahlen soll, obwohl Kostenfestftellen ein richterliches Verfügen ist, welches behändigt werden muß, und zweitens wird der Kosten betrag für sofort vollstreckbar erklärt, während gesetzlich eine Frist von zwei Wochen zum Widerspruch bleiben soll. Obwohl nun die Gesctzvcrletzung ziemlich ungefährlich und das Auskunftsmittel practisch ist, so wird sich doch Mancher stind so auch der Schrei ber dieser Zeilen) nicht dazu entschließen können, es dürfte daher eine anderwcitc Beseitigung des in der That vorliegenden Uebel- standcs erwünscht sein. 10. Das Verfahren in Jnjuriensachcn. Dom Herrn O.-G.-Vice-Direktor Dr. Francke in Osterode. Ehrenkränkungen sind in unser» Strafgesetzen theils mit poli zeilicher, theils mit crimineller, immer aber mit öffentlicher Strafe bedroht. Es folgt daraus die Conseguenz, daß zur Verfol gung der Injurien der Weg des Strafverfahrens eröffnet sein muß. Als Privatgenugtluuing kann Widerruf, Abbitte und Ehren erklärung gefordert werden, und hieraus beschränkt sich die ün §. 391 der br. Pr.-O. wegen Ehrenkränkungen noch zugelaffene Civilklage. Zu derselben Genugthuung ist aber auch im Straf verfahren der Beleidiger (art. 266 des Cr.-G.-B. u. §. 205 des Pol.-Str.-G.) ans Verlangen des Beleidigten mit zu vcr- urtheilcn, und der §. 18 des Pol.-Str.-G. hat jene deutsch rechtlichen Genugthuungsmittel selbst unter die Polizeistrafen mit ausgenommen. Wenn hiernach im Wege des Eivllprorefses niemals eine andere Sühne für Ehrenkränkungen zu erreichen ist, als sie auch im Strafverfahren erlangt werden kamt, so liegt die Frage nahe, ob es überhaupt ein Bedürfnis sein kann, neben dem Strafverfahren auch noch eine Civilklage wegen Ehrenkränkun gen bcizubehalten. Diese Frage haben auch die NegieruugS- Motive zur Pcoceßvrdnung von 1847 fall §. 209) aufgeworfen und sie hauptsächlich aus dem Grunde bejaht, weil dem Be leidigten daS Beweismittel der Eidcö zu schicbung, für welches auch in dem Nntcrsnchungsprincipc ein Ersatz nicht gefunden werde, nicht entzogen werden dürfe. Schwerlich ist jedoch dieses
[ 1, 0.3799999952, 0.7839999795, 0.4699999988, 0.5358823538, 0.5766666532, 0.6276922822, 0.462500006, 0.5174999833, 0.7157142758, 0.5933333039, 0.7483333349, 0.5475000143, 0.3333333433, 0.4287500083, 0.6675000191, 0.4699999988, 0.5950000286, 0.4316666722, 0.4366666675, 0.583333...
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349 sich die Einrede stets gefallen lassen müssen, weil er nicht ohne Kcnntniß des zwischen ihm nnd dem Trassaten vorhandenen Rechts verhältnisses fein konnte nnd also vermittels einer doli exceptio von dem Letzteren zurückgewiesen zn werden vermag. Endlich leidet anch die in den Entscheidungsgründen des Erkenntnisses in Rede mit besvndcrm Nachdrucke hervorgehvbene Bestimmung dcS römischen Rechts, daß eine Frau ihre inler- cedendi causa verpfändeten Dotalgrnndstückc nach deren Ver- kanf durch den Pfandgläubiger sogar dem dritten Besitzer nnd selbst dann, wenn dieser i» optima fide sich befunden haben sollte, iviedcr absordern könne aus den Wechselvertrag keine Anwendung, weil in jener Bestimmung lediglich die aus der Natur des dinglichen Rechts der Frau hervorgehende Con- sequenz ausgesprochen wird. Bei dem Wechsel steht dem viel mehr der nach nach Art. 82 der allgemeinen Wechselordnung zu bcnrthcilende persönliche Vertrag entgegen. Daß der Gesetzgeber die Sache so nnd nicht anders ange sehen habe, das scheint endlich anch ans den in den Leipziger Pro- tocollcn niedergelegten (oben abgcdrucktcn) Motiven des Gesetzes hervorzugehen. Durch diese erhält die als allgemeine Norm aus gestellte Bestimmung über die Wechselfähigkeit der Frauen eine Beleuchtung, ans ivelche hier um so mehr Bezug zn nehmen ist, als die Leipziger Conscrcnz die Hinzufügnng speciellcr Vorschrif ten über die uns beschäftigende Frage, wie es scheint anS trif tigen Gründen, unterlassen hat. Wenn es nun in den Motiven zu Art. 1 des Gesetzes heißt: „die Möglichkeit einer unstatthaften Jntercession für einen Dritten komme bei Beurthcilung eines formellen Geschäfts nicht in Betracht": so ist man doch wohl zu der Annahme berechtigt, daß die Absicht zum Mindesten dahin gegangen sei, daß die Frau dem gutgläubigen Dritten gegenüber hafte. Auf der andern Seite darf man ans jenen Passus der Motive anch kein zu großes Gewicht legen, indem die gesetz liche Beseitigung der gemeinschaftlichen Beschränkung der In- tercessionen der Frauen keineswegs erfolgt ist, das Gesetz selbst vielmehr nur die allgemeine Wirksamkeit der von einer Frau übernommenen wcchsclmäßigen Verpflichtungen ausspricht. 21 ) L. 39 §. 1 I). de rei viad. 6,1. L. 32 §, 1 D. ad Sctiim Veil. 16, 1.
[ 0.2366666645, 0.6299999952, 0.3866666555, 0.5571428537, 0.6340000033, 0.3149999976, 0.5266666412, 0.6299999952, 0.5450000167, 0.2549999952, 0.5199999809, 0.75, 0.4575000107, 0.75, 0.59375, 0.7666666508, 0.3000000119, 0.4166666567, 0.603333354, 0.3954545557, 0.7149999738, 0....
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480 Bei Tendlcr u. Comp, in Wien (Pötzelberger u. Fromme) ist so eben erschienen nnd in ollen Buchhandlungen zu haben: Sammlung voir eivilrechtlichen Gntscheidungen deö k. k. obersten Gerichtshofes. Hcrausgegeben von I)i°. Zul. Glaser und Dr. Zos. Unger, Professoren der Rechte an der k. k. Universität Wien. gr. 8. brochirt. Preis 4 »f. Soeben ist vollständig erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Schimmelpfeng-, Th., ffoaifiiiiel liediviviis oder Nachweisung' der hei den vorzüglichsten älteren und neueren Civillisten vorkommenden Erklärungen einzelner Stellen des Corpus Juris Civilis. 3 Bände gr. 8. geh. 8y 3 Ferner: Itrippcimann, Dr. j\ (!5. Die Sachverständigen im gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren. Mit Belegen ans der Praxis der obersten Gerichte. 1. Abtheilnng: Die Sachverständigen im Civilstroceß. gr. 8. geh. 3Vz 4 - Strippelmann, Dr. jF. ©. Der Beweis durch schriftliche Urkunden. 1. Abtheil. 1. Hälfte, gr. 8. geh. 25 Sgr. Th. Fischer in Cassel.
[ 0.7900000215, 0.5666666627, 0.6000000238, 0.6050000191, 0.4359999895, 0.400000006, 0.4524999857, 0.4276922941, 0.6850000024, 0.4671428502, 0.5833333135, 0.7749999762, 0.4424999952, 0.5720000267, 0.8333333135, 0.7850000262, 0.69599998, 0.5278571248, 0.3400000036, 0.4499999881, ...
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386 6. Zum §. 33 der Notariats-Ordnung vom 18. Scpt. 1853. Der citirte §. 33 schreibt bekanntlich vor, daß die Proto kolle der Notare bei Strafe der Nichtigkeit u. A. auch ent halten sollen: die Erklärung des Notars, daß, soviel ihm ans seine Erkundigung bekannt geworden, weder in seiner, noch in der Person des zngczogenen Notars oder der Zeugen die in den §§. 27— 30 bczcichnetcn Män gel Statt finden. Nichtsdestoweniger vermißt man nicht selten in den Notariats- urknndcn den gesperrt gedruckten Zwischensatz: „soviel u. s. w.", auch findet man den ferneren Worten „die in den §§. 27—30 bezeichnten Mängel" häufig die Worte substitnirt: „die gesetz lichen Mängel"z es ist daher bereits des Oester» vor den Gerichten die Frage vcntilirt: ob diese Nichtbeachtung der Vor schrift des §. 33 eine Nichtigkeit enthalte oder nicht. Während nun darin so ziemlich Einigkeit herrscht, daß der obige Sah keine Formel sein solle, die der Notar wörtlich ansznnclnncn habe, daß vielmehr eö genüge, wenn dem Wesen nach ganz dasselbe in die Urkunde ausgenommen werde, und daß daher die Sub- stituirnng der Worte „die gesetzlichen Mängel" (unter welchen Worten nach dem ganzen Zusammenhänge zweifellos zunächst nur die in den §§. 27—30 der Not. - Ordn. anfgefnhrten ver standen werden müssen) keine Nichtigkeit nach sich ziehen können, so find verschiedene Obergerichte dagegen der Ansicht gewesen, daß die Weglassung der voraufgestellten Worte: „soweit n. s. w." eine ivirklichc Nichtigkeit enthalten müsse. Der erste Senat des Königl. O.-A.-Gerichts hat sich gleichwohl, und zwar nunmehr in 3 Fällen, nämlich in Sachen Lcssing c. Precht und Töne o. Burhop, entgegen den Erkenntnissen des großen Senats des Königl. Obergerichts zu Nienburg und in Sachen der Schcele- schen Erben gegen den Scheele'schcn Tcstamcntö-Erecntvr, unter Beseitigung des llrthcilS des großen Senats des Königl. Ober- gerichtS zu Hannover, in abweichendem Sinne ausgesprochen; die desfallsigen Entscheidungsgründe finden sich am vollständig sten zusammengetragen in dem Erkenntnisse zur letzten Sache, in welcher insbesondere auch das Notariatsdocnment nur von
[ 0.3533333242, 0.9300000072, 0.7566666603, 0.5699999928, 0.4449999928, 0.2566666603, 0.542941153, 0.3033333421, 1, 0.5, 0.8439999819, 0.3166666627, 0.5299999714, 0.7149999738, 0.5, 0.6487500072, 0.4645454586, 0.75, 0.2666666806, 0.5166666508, 0.4499999881, 0.7039999962, 0....
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73 theile, so weit ich die Praxis' der Gerichte habe verfolgen können, die Abfindung!, im Concnrse des Hofannehmers vollends, ohne Weiteres zur Auszahlung' 51 t gelangen, mochte dieselbe nun, ab gesehen von dem, Concnrse und so lange das Gut in der Familie blieb, »ach der Volljährigkeit oder nach der Besetzung des Ab findlings suspeudirt gewesen sein; und eben lveil stch die Praxis so gestaltet hat, und weil für eine solche Praxis der rechtliche Grund nur darin zu suchen ist, daß die herkömmliche Suspen- dirung überhaupt nur so lange dauert, als das Gut in beu Händen der Familie verbleibt, also nur so lange, als die Gründe jenes Herkommens vorhanden sind, so erblicke ich in jener Praxis ein wichtiges Argument für eine beschränktere Auffassung des gedachten Herkommens. Die vorstehenden Grundsätze kamen auch in einem an den ersten Senat des O.-A.-G. in letzter Instanz gebrachten Rechts streite: Kuhlemann 0 . Kuhlemann, aus dem Fürstenthune Lippe, zur Auwcudnng. Die unverehelichte jedoch volljährige Schwester der Hosanerbin, klagte gegen deren Ehemann, dem der Hof vom letzten Besitzer, gegen Ausbcdinguug einer Abfindung für die Klägerin, eingethan worden, zu einer Zeit wo derselbe den Hof bereits verkauft hatte, ihre Abfindung ein. Der Beklagte berief sich ans die im Lippischen herkömmliche (von vielen Schriftstellern, namentlich von Führer, unter Anführungen einer Anzahl von Präjudizien, cinbekundetc) Suspeudicung der Auszahlung bis zu der Verheirathung oder selbstständigen Besetzung des Abfindlings, so wie daraus, daß er dem Käufer des Hofes zur Pflicht gemacht habe, zur betreffenden Zeit die Abfindung auszukehren und die sonstigen etwaigen Verpflichtungen gegen die Klägerin zu erfüllen, während diese wiederum darauf hinwies, daß jene Suspcndirung durch die Veräußerung des Hofes ihr Ende erreicht haben müsse. Das fürstliche Obergericht zu Detmold sowohl als das Gericht erster Instanz hatten, den Gründen des Beklagten folgend, die Klage zurückgewiesen, wobei die replicarischc Bemerkung der Klägerin mit dem oben erwähnte» Zeugnisse Mehcr's geschlagen wurde. DaS O.-A.-G. aber rcfvrmirtc in dieser Hinsicht jene Aussprüche der vorigen Richter, auf dessallsigc Berufung der Klägerin, durch Erkcuntniß vom 6 . Januar 1854! unter Hin- zusügung folgender Gründe:
[ 0.8849999905, 0.6171428561, 0.474999994, 0.4675000012, 0.7200000286, 0.400000006, 0.5728571415, 0.6200000048, 0.4975000024, 0.2275000066, 0.4433333278, 0.4900000095, 0.2933333218, 0.4672727287, 0.6349999905, 0.4399999976, 0.5433333516, 0.5400000215, 0.6811110973, 0.4724999964, ...
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23 j U diesem Behuf der caulio Muciana eine Sichernngsmaßregel nachbildeil (pag. 340)*). Diese Bemerkungen werden genügen, um einen allgemeinen Ucberblick zu gebeil, übrigens aber den Sah von Hasse recht- sertigen, I. c. pag. 246, „daß derjenige sich irren würde, der hier eine communis doctorum opinio von einigem Bestand gefundcil z>i haben meinte." 8 - 2 . Systematische Entwickelung der eigenen Ansicht. Bevor ich ans die Ansichten der Hanptschriftsteller in dieser Lehre näher eingche und versuche, dasjenige zn widerlegen, was bei denselben nach den verschiedenen Richtungen von der meiner Ueberzeugung nach richtigen Ansicht abwcicht, werde ich diese klirz entwickeln müssen. Geht man zunächst ans dag römische Recht zurück, so ver steht eS sich von selbst, daß ein jeder Testircnder dem Ueber- lebcndcn sür den Fall, daß dieser sein Erbe wird, Vermächtnisse und Universal-Fideicommisse auflegen und verfügen kann, daß er die Erbschaft deS Vorverstorbenen oder einen Thcil derselben gleich oder später oder bei seinem Tode an einen Dritten hcr- ansgebcn solle. Der Tcstircr kailn ferner eine ihm fremde Sache, inöbesoilderc auch die Sache des Erben einein Dritten vermachen, ja er kann demselben allsgeben, seine — des Erben — Erb schaft ganz oder thcilweisc einem Dritten heranszngcbeii. Die Auflage, einen Dritten zum Erben zu ernennen oder nicht zn tcstiren, wird nach einigen Stellen I. 114. §. 6. — 8. v. du leg. I. (30). 1. 74 pr. D. ad S. C. Trebell. XXXVI. 1. ii. a. in., cfr. jedoch 1. 77, §. 24. D. de leg. II. (31). als ein Fidcicommiß zu Gunsten des Dritten rcsp. der Jntestat- erbcn aufrecht erhalten. cfr. Hasse im rhein. Museum III. pag. 309. ) Ucbngens gicbt er im Deutschen Privatrecht Vd. II. §. 161 in fine Note 11 die Correspeetivität »ach dem Tode des einen Testirers auf.
[ 0.4449999928, 0.1400000006, 0.25, 0.625, 0.3799999952, 0.4133333266, 0.6133333445, 0.8199999928, 0.3174999952, 0.5372222066, 0.5400000215, 0.7720000148, 0.6800000072, 0.5500000119, 0.5363636613, 0.5550000072, 0.4287500083, 0.2399999946, 0.4580000043, 0.5909090638, 0.455000013...
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225 Diese Vorschriften, welche, so viel dem Vers, bekannt, die einzigen dieser Art für daS Königreich sind 'ch, haben später eine Acndernng erlitten, ivelchc muthmaßlich gerade zu der im Eingänge erwähnten Ansicht Veranlassung gegeben hat. Der §. 25 der Verordn, wegen der bei den Justizcanzlcien anznordncnden Pnpillencollcgicn vom 30. April 1823 sagt: „die V er ans; er nn g en p» pill arisch er G ttter, eS ge schehe solche, auS welchem Grunde eS wolle, gehören aus schließlich zu dem Geschäftskreise der Pnpillencvllegicn." und der Z. 23 deö GerichtSverfassungSgesetzeS vom 8. Novbr. 1850 bestimmt. „ES soll, insoweit in einigen Provinzen den höher» Ge richten einzelne besondere Befugnisse bei Veräußerung der Guter Minderjähriger oder sonstiger Curanden bis her zngestandcn, diese Zuständigkeit von nun an allge mein auf die Amtsgerichte übergehen." Anö diesen beiden Vorschriften hat man nun folgenden Schluß ziehen zu müssen gemeint, wenigstens glaubt der Vers., sich die der fraglichen Ansicht unterliegende Argumentation so construiren zu dürfen: E r st e» 8: Nach dem allegirten §. 25 der Verordn, vom 30. April 1823 hat das Königliche Justizministerium mit der Veräußerung pu- pillarischer Güter aus dem Grunde des bloßen Nutzens fer ner Nichts mehr zu schaffen, also die erforderliche Dispensation vom Verbote der Veräußerung solcher Güter behns eines Ver kaufes derselben ob utilitatem nicht weiter zu ertheilcn ge habt, sondern alle dcsfallsigen Befugnisse der genannten höchsten Behörde sind auf die Pnpillencvklegie» der (ehemaligen) Znstiz- canzlcien übergegangen. Zweitens: Die Pnpillcncollegien hatten sonach fortan nicht allein nach den allegirten landesherrlichen Rescripten bei Veräußerungen von pnpillarischen Häuser» und Bergthcilen ex causa utili- ,s ) Das nicht unwichtige lind nachher weiter zu erwähnende Re- script deS Königlichen Justizdepartements an das Pnpillcncolleginm der KönigMen Jnstizcanzlri zu Stade vom 40. Jnnins 1830 (Jnr. Zeit. 1830 li. S. 129) gehört seiner Zeit nach noch nicht hierher.
[ 0.6800000072, 0.3959999979, 0.6176922917, 0.6885714531, 0.6499999762, 0.4350000024, 0.3866666555, 0.5799999833, 0.5, 0.4399999976, 0.3700000048, 0.7250000238, 0.5099999905, 0.2366666645, 0.5199999809, 0.5019999743, 0.5924999714, 0.6524999738, 0.6119999886, 0.5383333564, 0.342...
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336 verhaftet fei, und daß demselben — wie im Verfolg des Artikels (Abs. 2 u. 3) hervorgehvben wird — die civilrechtlichen Einreden des Bürgen (der Theilnng, Vvransklagung iind abzutretenden Klagen) nicht znstehen. Dies seht aber voraus, daß er durch die übernommene Bürgschaft überhaupt obligirt werde. Daher wird, wie es scheint, die gerade hieraus abzielcnde Frage hin sichtlich der Frauen durch den Art. 81 des Gesetzes gar nicht berührt. II. So viel über die aus dem Wechsel selbst ersichtlichen Einreden. Die andere Voraussetzung, welche jetzt in Berücksich tigung gezogen werden soll, ist die, daß die Frau zwar in der Absicht eine Bürgschaft zu übernehmen gehandelt, aber auf dein Wechselbriesc sich als -Bürgin nicht kenntlich gemacht hat, und hierbei ist es sowohl in Beziehung ans den ursprünglichen, wie auch iu Rücksicht auf den spätern Gläubiger von Entscheidung, ob derselbe zur Zeit des Erwerbs der Forderung von jener Ab sicht der Frau Kenntniß hatte, oder nicht? 1. Wenn die Frau neben dein dritten Aussteller den Wech- sclbrief oder die Wcchselcopei mitunterzeichnet, oder für sich allein gezogen oder den Wechsel ausgestellt und dabei zwar die Absicht gehegt hat, sich ;u verbürgen, diese Absicht aber in dem Dvcu- mcnte oder bei Gelegenheit ihrer Uiiterschrift nicht zu erkennen gegeben hat; so liegt der Verdacht iiahe, daß sie in fraudem legis gehandelt und, um eine Bürgschaft zu verschleiern, sich der Wechsclform bedient habe. Eben daher ist von Theoretikern und Praktikern °). unter Berufung auf L. 29 §. 1 v. ad Sctum Veil.: Ea quae in fraudem Senatusconsulti exeogitata probari pos- sunt, rata haberi non oportere — die ganze Verpflichtung der Frau ohne Weiteres negirt worden. Allein in diesem Fragment redet Pauliis (von welchem die Stelle herrührt) von dem Be weise der Absicht, das Gesetz zu umgehen oder deS fraudandi animus. Diese Absicht muß grade in der Person des Gläu bigers vorhanden gewesen sein, indem der Gläubiger eS ist welcher die Frau dem SenatuScvnsnlte’) zum Trotze obligireu «) S. dos unten angezogene Erkenntniß des höchsten Gerichts zu Darmstadt. ') Es ist bereits im Eingänge erwähnt worden, daß das Recht des
[ 1, 0.4944444299, 0.5174999833, 0.4699999988, 0.2066666633, 0.4377777874, 1, 0.5400000215, 0.6850000024, 0.4199999869, 0.5533333421, 0.6575000286, 0.4799999893, 1, 0.4850000143, 0.5, 0.4669230878, 0.6949999928, 1, 0.5266666412, 0.6106250286, 0.4837499857, 0.6266666651, 0...
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204 Ausdrucke zu gelange», bei Eiugehuug der Verträge in der bev= veruimstigen Absicht der Parteien, sei eS bewußt gelegen bat, sei es als solche angenommen werden muß. Denn erst so bat man wirk lich das quod inter partes actum est, wie die Quellen eö aus- drücken. Auf dieses aber kömmt eS an "). — Wenn wir demnach zu derUeberzengung gelangen sollten, die Willensmeinung der Con- trahenten sei stillschweigend dahin gegangen, daß der eine Theil für seine Leute tnibedingt einstehen müsse: so würden wir auch hier eine Ausnahme von unserer Regel anznerkcnnen genöthigt sein. Eine solche Ueberzeugung aber läßt sich nur durch ein Ein gehen auf die Bedürfnisse des Verkehres gewinnen, bereit An- forderungeit ein wahres, wissenschaftliches Streben nach wirk licher Billigkeit gerecht werden soll/ Gerade in dieser Beziehung ist der Werth unserer römischen Qnelleit vielleicht aut höchsten und dauerndsten: denn unübertroffen fürwahr und rmübertrefflich stcheit jene alten Juristen da in der rechtlichcit Würdigung der verschiedenartigsten Lebensverhältnisse, gleich weit entfernt von moderner Buchstaben-Jurisprudenz, welche die geistige Armuth, und von moderner Wciberbilligkeit, welche die ertödtende Schlass- herzigkeit ihrer Jünger nur zti erbärmlich zur Schau tragend, in den Allgelt der Menge die Achtung vor der Gerechtigkeits- pssege selbst in traurigster Weise herabgesetzt haben und noch täglich herabzusetzen sortsahren. Selbst wenn daher die Ent scheidungen UlpianS und Papinians für uns nicht fast eben so viele GesetzeSaussprüche wären, würden wir kamn eine bessere Schule uitserer eignen rechtlichen Denk- und Anschauungsweise durchmacheit können als in ihrem gewissenhaften Studium. Und was sagen die classischeu Juristen nun m Bezug auf die Haftung eines Geschästsherrit für die in seinem Aufträge zl>r Erfüllung der von ihm übernommenen Verbindlichkeiteir thätigen Leute? — Sie sprechen seine uitbedingte Haftung für dieselben aus. 1) I. 5 §• 8. I). de iustitoria actione. 14, 3. (Ulpiau.) Idem [Labeo] ait, si libitinarius, quos Graece rexgeltckirrnz, i. e. rnortuorum sepultores vo- 19) f. J. B. I. 38 pr. ü. man». 17, t„ I. 8 §. 1., I. 40 §, 1. 3., I. 41 pr., I. 77., I. 78 pr., I. 80 §. 2 D. decontrah. empt. 18, 1 u. s. w.
[ 0.4966666698, 0.4622222185, 0.3350000083, 0.6311110854, 0.4233333468, 0.5488888621, 0.3466666639, 0.4737499952, 1, 0.5566666722, 0.2949999869, 0.4575000107, 0.5214285851, 0.4933333397, 0.4611110985, 0.3466666639, 0.6349999905, 0.5533333421, 0.3571428657, 0.4074999988, 0.29333...
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140 crete Beweisthema bestätigen. Jeder pflegt einzelne Worte und Handlungen etwas anders aufzufassm und zu deuten, und der Beleidigte selbst in der dem Gegner ungünstigsten Weise. Nach feinen Behauptungen wird der Beweissatz sestgestellt, der Zeu genbeweis aber ergiebt, daß nicht gerade die in den Bcweissatz aufgenommenen, aber mehr oder weniger gleichbedeutende, eben falls injnriöse Worte oder Handlungen vorgekommen sind. Oder es wird nur ein Theil des injuriösen Thatbestandes, der nach der Darstellung des Klägers als ein zusammenhängendes Ganzes zum Beweise verstellt war, erwiesen, der Theil aber enthält schon für sich eine Injurie. Gleichwohl aber muß der an sein Beweisinterlocut gebundene Richter den auferlegten Beweis für mißlungen erkennen. Dann gehtS in die Beru fungsinstanz, und hier beginnt dann ein großer Streit über Sinn und Bedeutung des aufcrlegten Beweises, über Klagände rung oder bloße Klagcverbeffernng, über äquipollente Beweis führung u. s. w., und selten sind die Fälle, wo nicht der Be weissatz in einem Punctc zu eng oder zu tu eit, zu allgemein oder zu speciell gesunden und deshalb oder in Folge vorgebrach- ter Nova ein nochinaliges Beweisverfahren in zweiter Instanz eröffnet wird. In der That, man muß die Schwierigkeit, ja oft die Unmöglichkeit anerkennen, in Jnjuriensachen das thema probandum genau und zutreffend sestzustellen, im Voraus rich tig zu beurtheilen, ivaö von den Angaben der Parteien erheblich oder unerheblich sein wird. Das liegt in der Schwierigkeit, die in den mannigfaltigsten Weisen mögliche, aber von den verschie densten Nebenumständen abhängige Ehrenkränkung in bestimm ten einzelnen Thatsachen zn dcsiniren und positiv zu begrenzen. Läßt man hierüber dem Rick'ter das Urtheil nicht bis dahin frei, daß das ganze Bewcismaterial ihm vorliegt, soll er vorher die Voraussetzungen festsetzen, unter welchen er vcrurtheilen oder abweisen will, so sind Mißgriffe, weil ihm die Ucbersicht des ganzen Hergangs fehlt, dabei gar nicht zu vermeiden. Er ist dann, wie man eö so häufig wahrnimmt, beim Endurthcil ge zwungen, gegen seine nunmehrige und richtigere Ansicht zu ent scheiden, nur weil er durch das BeweiSurthcil gebunden ist. Dieses Jnterlocut ist es aber nicht allein, welches in Jn- jurieuprocessen sich unzweckmäßig und schädlich erweiset. Auch
[ 0.4233333468, 0.8159999847, 0.5254545212, 0.5281817913, 0.5839999914, 0.4816666543, 0.4225000143, 0.6140000224, 0.400000006, 0.5329999924, 0.4560000002, 0.6200000048, 0.4909999967, 0.4766666591, 0.4449999928, 0.4414285719, 0.7266666889, 0.3433333337, 0.6940000057, 0.5933333039,...
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434 zu feinem Schaden zu benutzen, hebt die täuschende Handlung an, von der der Art. 308 des Cr.-G.-B. spricht. DaZ ist nun aber die Auffassung, die ich für völlig nn- richtig halte. In dieser Degradation der gefälschten Urkunde zum Mittel des Betruges liegt eine in unserem Criminalgesetze durch nichts mvtivirte Umkehrung des Wesens der Privatnrknn- densalschung, eine Streichung der Privaturkundensälseluing ans den Reihen strafbarer Handlungen. Man muß statt dessen sagen: Wer eine Privaturkundc fälscht, oder fälschlich anfertigt, nnterniiumt hierdurch eine täuschende Handlung im Sinne des Art. 308; denn er unterdrückt die Wahrheit und zwar in Be ziehung ans Gegenstände, deren fortdauernde Nichteutstellung und Aechthcit für den Verkehr eine besondere Wichtigkeit hat. Diese Fälschung ist der Kern des Verbrechens; wer sie mit der Ab sicht, fremde Reckte zu benachtheiligeu, vornimmt, steht mitten im Verbrechen und nicht etwa bei den Präliminarien. Mit dein Gebrauche dieser Urkunden vollendet sich das Verbrechen, cs kommt damit zum Abschluß. Nicht etwa, wie die obige Ansicht meint, beginnt dag Verbrechen mit diesem Gebrauche. Der einjige hier in -Betracht kommende Unterschied zwischen der Fälschung der öffentlichen und der Privaturkunden bestellt eben nur darin, daß bei der erstercn das Verbrechen schon mit der Anfertigung vollendet ist, bei der zweiten aber die Vollen dung, nicht der Anfang deS Verbrechens bis zum Zeitpunkte des Gebrauchs verschoben sein soll. Man glaube ja reicht, daß der Unterschied dieser beiden An sichten in der Form liege rurd praktisch gleichgültig sei. Ich will, ehe ich das Nöthige zur Begründung meiner Ansicht vorbringe, nur einige praktische Fragen berühren, für welche jener Gegen satz sehr bedeutend ist. ES ist streitig, ob derjenige, welcher eine falsche Privat- urkunde, z. B. Banknoten, soweit dieselben unter die Privat- urkunden und reicht unter die im Art. 205 des Cr.-G.-B. aus- gcsührten Creditpapiere fallen, oder Wechsel a«fertigt, aber sie noch nicht gebraucht hat, wegen Versuchs des Betruges strafbar ist. Nach enciiecr obigen Ansicht tritt Strafbarkeit ein, nach der entgegeeestehceedcie wird kaeeen etevas anderes übrig bleiben, als nicht zu strafen, beim wer sich baS Mittel eines Verbrechens
[ 0.7533333302, 0.3400000036, 0.4050000012, 0.6557142735, 0.3050000072, 0.5655555725, 0.3675000072, 0.5166666508, 0.4779999852, 0.4912500083, 0.5966666937, 0.4133333266, 0.8166666627, 0.2733333409, 0.7350000143, 0.8899999857, 0.7566666603, 0.6322222352, 0.7450000048, 0.7833333611...
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137 untersucht werden *). Besonders bemerkmZwerth aber sind die Borschristen, welche die in der Note citirte Str.-Pr.-O. für Sachsen-Weimar n. s. w. im 19. Kapitel über das Verfahren bei Ehrenkränkungcn gegeben hat. Darnach wird über die vom Beleidigten selbst vor dem Strafrichter zu erhebende An klage nach dem Grundsätze der Verhandlungs-Maxime fast wie in einem Civilproceffe verhandelt und entschieden. Sehr günstig wird dieses Verfahren, bei welchem mir nur die Zulassung der EideSdelation als Beweismittel bedenklich erscheint, von HerNi. Ortloff im Elvers'schcn Archive für pract. Rechtswissenschaft Bd. 4, Nr. 20 beurtheilt. Nach solchem Vorgänge anderer Gesetzgebungen mbchte es sich auch für unser Land empfehlen, ans ^ne Ordnung des Strafverfahrens in Jnjuriensachtn Bedacht zu nehmen, durch welche die in unsrer bürgerl. Pr.-O. noch gestattete Civil-Znjn- *) Oestreichische Str.-Pr.-O. vom 17. Januar 1850 §. 404: „In Fällen, wo das Strafverfahren Nur auf Verlangen eines Bethci. ligten gestattet ist, kann — — wenn der Staatsanwalt die ge richtliche Verfolgung verweigert, der Beiheiligte als Privataukläger auftretcn und die Sache vor Gericht verfolgen." Die Badensche Str.-Pr.-O. von 1845 gestattet die Privatanklage bei Ehrenkrän kungen, Verleumdungen und geringern Körperverletzungen, welche nicht von Amtswegen untersucht werden (§§. 328, 332 ff.), Nach dem Kurhcssischen Gesetze vom 31. Oktober 1848, die Umbil dung des Strafverfahrens betreffend (§. 6), findet wegen einfacher Privatbeleidigung ein Strafverfahren nur statt, wenn der Beleidigte als Privatankläger anflritt und handelt, und diese Bestimmung ist durch das neuere Gesetz vom 22. Juli 1851 dort nicht aufgehoben. Nach der B r a n n sch w e igsch e n Str.-Pr.-O. von 1849 §. 2 hat bei Ehrenkränkungen und Verleumdungen der Beleidigte selbst als Ankläger aufzutreten, sobald nicht diescrhalb nach den Gesetzen von Amtswegen einzuschreiten ist. Die Str.-Pr.-O. für Sachsen- Weimar, Meiningen u. s. w. von 1850 bestimmt im Art. 343: „Bei den vor die Einzelrichter gehörigen Uebertrctungen, welche nur auf Antrag eines Betheiligten untersucht werden, ist die Mitwirkung des Staatsanwalts gänzlich ausgeschlossen; sie können nur durch den Betheiligten, als Privataukläger, ver folgt werden, welcher dabei dieselben Befugnisse hat wie der Staats anwalt."
[ 0.3733333349, 0.6029999852, 0.6016666889, 0.473333329, 0.4977777898, 0.4461538494, 0.3725000024, 0.7375000119, 0.4199999869, 0.6438461542, 0.5766666532, 0.426666677, 0.6399999857, 0.5433333516, 0.7524999976, 0.6299999952, 0.6836363673, 0.3466666639, 0.6028571725, 1, 0.6800000...
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345 Inhaber fein Recht auf Sicherstellung gegen den Trassanten nur deswegen nicht fofort geltend machen soll, weil der Nothadrcssat, falls er acccptirt, feincrfeits die künftige Zahlnngsleistitng ver bürgt, und cuiS dieser Bürgschaft wechsclmäßig verpflichtet wird; nnd weil mithin durch diese Verpflichtung auf dem Briefe dem Remittenten dasjenige gelvährt wird, was er sonst von dem Trassanten anderweit beanspruchen könnte. Da aber jede wech- selsähigc Person auch als Nothadressat fnngiren kann, nnd da insonderheit Frauenspersonen durch die Vorschriften der allge meine» Wechselordnung Don dem Accept per honor di lettera keineswegs ausgeschlossen sind, so schließe ich daraus, daß es der Absicht des Gesetzgebers vollkommen entspreche, daß die Frau durch ihr Accept wechselmäßig verpflichtet werde. Nur der schon unter I. absolvirtc Fall, daß die Frau sich ausdrücklich als Bürgin bezeichnet, muß auch bei dem Acceptc die Unterschrift zu einer nichtigen machen, nnd zwar, lvie ich 51t allem Ueberflnß hinznsüge, weil die Fra,l in diesem- Falle durch den Beisatz „als Bürgin" ans dem Briese selbst ihr materielles Rechtsverhältniß kenntlich macht, und weil eben daher das materielle Recht dem formellen Vorgehen muß. Ein solches Accept ist also wirkungslos nnd würde mithin auch, wenn es als Ehrcnaccept erfolgte, nicht die Wirkung haben, den Trassaten von der Sicherheitsleistung zu befreien — In wie iveit die Einrede dem ans dem Accept klagenden Trassanten entgegcngestüllt werden kan», das ergiebt sich ans dem Bisherigen von selbst. Für den Fall, daß dies einer weitern Rechtfertigung bedürfen sollte, bemerke ich noch, daß ein Ehren aecept in der gedachten Form („als Bürgin«) eben so wenig auf Berücksichtigung Anspruch hat, wie eine nur theilweise Annahme des Nothadressatcn. (Prot, der Leipz. Eonf. S. 134.) — Wenn aber die Trassatin in jener Form (als Bürgin) acceptiren wollte, so würde dadurch der Trassant ebenfalls von der Verpflichtung zur Sicherheitsleistung nicht befreiet werden. Denn ein nichtiges Accept gicbt dem Remittenten keine Gewähr der künftige» Zahlungsleistung.
[ 0.9566666484, 0.5885714293, 0.349999994, 0.3319999874, 0.4900000095, 0.6549999714, 0.4600000083, 0.3133333325, 0.4160000086, 0.6133333445, 0.4562500119, 0.7099999785, 0.3716666698, 0.5971428752, 0.5816666484, 0.7039999962, 0.5049999952, 0.6499999762, 0.5907692313, 0.6399999857,...
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4 der nicht streitigen Rechtspflege in gleichem Umfange und mit gleicher Wirkung wie die Gerichte zn üben (H. N.-O. §. 9); und es können namentlich auch Testamente, sowohl durch schrift liche Ucbcrgabe als durch mündliche Verlautbarung, vor ihnen errichtet werden (H. N.-O. §§. 14, 25, 44 — 46). Rücksichtlich der Protokolle der Notare aber ist bestimmt, daß dieselben, außer von dem Notar und den beiden Notariatszeuge», oder dem die Stelle der letzteren vertretenden zweiten Notare (H. N.-O. §. 25), auch von den Parteien unterschrieben werden sollen (H. N.-O. §. 36); und für den Fall der Schreibcnönnsähigkcit einer Partei heißt cs im dritten Absätze des so eben allegirten §. 36: „Sind die Parteien des Schreibens unerfahren oder sonst dazu außer Stande, so muß dies im Protocolle vom Notar bemerkt werden, und hat dann die des Schreibens unerfahrene Partei ihre Zustimmung unter dem Protocolle durch drei Kreuze auszudrückcu und einer der Zeugen oder der Notar den Namen derselben dabei zn schreiben. Vermag die Partei auch dies nicht, so muß der Grund ihres Unvermögens ausdrücklich angegeben werden." In Ostfriesland, wo bekanntlich das preußische Landrecht gilt — die rücksichtlich der Besetzung deS Gerichtes durch die hannoversche Verordnung vom 24. Juni 1817 getroffene Ab änderung, nach welcher die Stelle des vereideten Protocollsührers oder der beiden Schöppen von einem beeidigten Amtöunter- bedienten oder zwei glaubwürdigen Zeugen versehen werden kann, ist liier ohne Interesse — sind nun mehrere Notare, bei der Errichtung von Testamenten schreibenöunfähiger Personen, nach der soeben mitgetheilten Vorschrift des §. 36 Absatz 3 der H. N.-O. verfahren. Inzwischen ist im Magazin für hannoversches Recht Band VII (1S57) Seite 201—208 ein Aussatz: „lieber die Förmlichkeiten bei Testamenten schreibensunsähigcr Personen, welche nach Vor schrift deS P. A. L.-R. errichtet werden, vom Herrn Amts gerichts-Assessor Hacke zn Stickhausen" veröffentlicht worden, welcher die Behauptung ausstellt und vertheidigt, daß bei solchen Testamenten, statt der Vorschrift des §. 36 Absatz 3 der H. N.-O., diejenige des P. A. L.-R. a. a. O. §§.115 — 122 befolgt werden müsse. Der §. 31 der H. N.-O. lautet nämlich:
[ 1, 0.5799999833, 0.7419999838, 0.5070000291, 0.4916666746, 0.6349999905, 0.6287500262, 0.4028571546, 0.453333348, 0.7266666889, 0.6737499833, 0.6228571534, 0.4766666591, 0.5, 0.5674999952, 0.2800000012, 0.4575000107, 0.7666666508, 0.7099999785, 1, 0.6733333468, 0.5966666937...
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442 Handlungen einer Bestrafung unterwerfen will. — Wenn es nun bei dem Verbrechen der Fälschung öffentlicher Urkunden zweifellos ist, daß das Fälschen den eigentlichen Thatbestand des Verbrechens und die Urkunde zunächst in Betracht kommender Gegenstand ist, so muß dasselbe nothwendiger Weise von dem Verbrechen des Art. 317 2 gelten. ES zeigen sich, abgesehen von den besprochenen TcrtcSwor- ten, deutliche Spuren in dem Gesetze selbst, in den ständischen Aktenstücken, in den ständischen Verhandlungen, in den Aus sprüchen Bancr's, daß man Fälschung öffentlicher Urkunden und dag Verbrechen des Art. 317 2 als zwei gleichartige, in gleicher Linie stehende Verbrechen angesehen wissen will. So wird im Art. 197 der Fälschung öffentlicher Urkunden die Fälschung der Privatnrknudeu als Verbrechen entgegengesetzt, nicht etwa ein durch Gebrauch gefälschter Privaturkundeu began gene betrügliche Verinögxnsbeschädiguug. Sv findet sich im Art. 317 2 eine Verweisung auf den Art. 196, die mir zu sagen scheint, daß man nur statt der Pri- vatnrkuudc eine öffentliche zu sehen brauche, um von dem Ver brechen des Art. 317 2 zu dem Verbrechen der Fälschung öffent licher Urkunden zu gelangen. Sv sagen ferner die Stände in ihrem Erwiederungsfchreiben vom 28. Mai 1838, den Entwurf des Crimiualgesetzbuches be treffend °): ad Art. 196. „hat man bedenklich gefunden, die härtere Bestrafung der Fäl schung öffentlicher Urkunden in Vergleich mit der der Pri- vaturkunden in solcher Bestimmtheit als unbedingte Regel anszusprechen, wie solches im 4. Alinea geschehen, zumal die Strafe der letzten Handlung hauptsächlich nach der Große der in Frage stehenden Geldsumme zuzumeffen ist, welche in ge fälschten öffentlichen Urkunden häufig gar nicht vor- k o m m t." So sagt endlich Bauer bei Prüfung der Veränderungen im revidirten Entwürfe"): v) Actenstücke der 6. allgeni. Ständeversamml. Erste Diät. S. 538. I0 ) Bauer, Vergleichung des ursprünglichen Entwurfes eines
[ 0.5266666412, 0.4149999917, 0.425999999, 0.4210000038, 0.5390909314, 0.84799999, 1, 0.462500006, 0.6299999952, 0.323333323, 0.2599999905, 0.2866666615, 0.5450000167, 0.5466666818, 0.4555555582, 0.6233333349, 0.5674999952, 0.7009999752, 0.5975000262, 0.3000000119, 0.6733333468...
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* — 72 Möchte es nun auch bedenklich fein, da wo durch ein Ge setz, ohne alle Einschränkung und ohne.Hinzusügnng der obigen Motive für eine solche Suspendirung der Zahlung von Abfin- dungen, die Letztere einfach vorgeschrieben wird, die Anwendbar keit dieser Vorschrift dann allsschließen zu wollen, wenn der Hos vom Annehmer veräußert wird, so wird man hiezu doch da, wo jene Suspendirung aus bloßem Gewohnheitsrecht beruht- — und dieses wird die Regel bilden —, so lange genöthigt, big, nicht etwa nachzuweisen ist, daß das betreffende Gewohnheitsrecht, dem die Slispeildirnng überall ihre Existenz verdanken müßte, sich in dem Umfange ausgebildet habe, daß es auch in Fällen der Veräußerung zur Anwendung gebracht worden. Ohne einen solchen Nachweis: aber würde es an jeder innern Veranlassung fehlen, ein Gewohnheitsrecht, welches nur allS Fällen der ^Alls- Übung construirt werden kann, in welchen der Hos in den Hän-- deil des ersten Annehmers verblieben war, auch aus Fälle zn cxtendiren, wo der Unuehmer den Hos veräußert 1111 b damit die eigentliche ursprüngliche Veranlassung der herkömmlichen Sus- pendirung beseitigt hat. Meyer in seinem Werke über das Colonatrecht im Fürsten thum Lippe Bd. II, pag. 417 ff. behauptet zwar, daß im Con- curse der Gläubiger die in obiger Weise suspcndirte Abfindung nicht zur Zahlung komme, sondern zum Besten der an der Reihe befindlichen Gläubiger so lange zu verzinsen sei, bis der ursprüng liche Zeitpunkt der Abfindungsauszahlung, z. B. Verheirathung des AbfindlüigS, eingetreten sei. Wäre diese Bebauptung durch Bczugnahiiie auf Acten, namentlich aus Erkenntnisse der Gerichte unterstützt, so müßte darin immerhin der Beweis anzutreffen sein, daß sich das betreffende Gewohnheitsrecht in der fraglichen Allsdehnung ausgebildct habe; denn danach wäre die SuSpen-- dirung der Auszahlung evident nicht durch die Voraussetzung bedingt gewesen, daß der Hos in den Häilden des Annehmers oder seiner Familie verbleibe. Allein jene Behauptliug stützt sich nicht aus actenmäßiges Zeugniß, sie ist offenbar nichts weiter als eine bloße Deductiou, die nur dann richtig sein könnte, wenn der Vordersatz richtig wäre, daß sich das Gewohnbeitsrecht der Suspendirung selbst für solche Falle ausgebildct habe, daß das Gut in fremde Hände kommen sollte. Dagegen pflegt im Gegen-
[ 0.2399999946, 1, 0.4550000131, 0.7883333564, 0.3000000119, 0.1566666663, 0.5149999857, 0.6600000262, 0.5199999809, 0.4199999869, 0.5049999952, 0.6779999733, 0.5266666412, 0.3950000107, 0.5159999728, 0.3300000131, 0.7350000143, 0.5723077059, 0.5566666722, 0.3881250024, 0.46999...
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478 Der dritte Abschnitt behandelt unter der Uebcrschrift „dou der Forderung" die accessorische Bedeutung des Pfandrechts und dessen Wirkung gegenüber den bcrschiedenen Eigenschaften der Forderungen, namentlich gegenüber den zukünftigen Forderungen. Damit schließt der erste Band, welcher fünf hundert und einige sechözig Octavseitcn füllt. Wir haben nur mit der größten Befriedigung diese schätzbare Bearbeitung eines so reichhaltigen Materials aus der Hand gelegt und sehen mit Spannung der Fortsetzung des Werkes entgegen. 4. Allgemeine Gcrichtözeitung für Sachsen vom O. - St.-Anwalt Dr. Schwarze, dritter Jahrgang Heft 7—11, enthält nur parti- cularrcchtlichc Abhandlungen für Sachsen.
[ 0.6000000238, 0.6733333468, 0.7016666532, 0.5133333206, 0.424444437, 0.4679999948, 0.4900000095, 0.5024999976, 0.4474999905, 0.5033333302, 0.4679999948, 0.3199999928, 0.4869230688, 0.4877777696, 0.5099999905, 0.5845454335, 0.2800000012, 0.4699999988, 0.4399999976, 0.4433333278,...
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413 sichende» Sah, wie ich ihn in der Ueberschrist dieser Abhand lung sormnlirt habe, zn vertheidigcn. Eine äußere Veranlassung, diese Frage überall nochmals zu untersuchen, fand ich in dein Gesetze vom 20. April 1857, da dieses neuerdings, anstatt be stimmte Entscheidung zu bringen, m. E. die Frage noch mehr verdunkelt hat, als sic bereits in unserem Criminalgesetzbuche ist. -Bei den nachstehenden Ausführungen überfällt mich nur die eine Furcht, daß ich die Gründe der herrschenden Ansicht nicht genügend fcnnc und daß vielleicht gerade mit der Unkcnutniß dieser Gründe der Glauben an die Nichtigkeit meiner Ansicht zusammenhängt. Sollte aber auch dieser Aufsatz nur die Wir kung haben, daß die Gründe der entgegcnstchenden Ansicht mehr, als bisher geschehen, znm Vorschein kämen, so würde ich dies für einen nicht unerheblichen Vortheil erachten und natürlich gern bereit sein, einer wahrhaft begründeten Ansicht beizutreten. lieber den im Folgenden einzuschlagenden Gang will ich nur vorauSschickcn, daß ich mit einer kurzen Verbalinterpretation beginnen und erst später zu den mehr allgemeinen, ans der Natur der Urkundenfälschung, aus dem gemeinen Rechte und auö der Vergleichung gleichzeitiger Criminalgesetzgebungen zu gewinnenden und zu juristischen Gründen zu verwerthenden Gesichtspunkten übergehen werde. §. 1. WaS mich zunächst für die hier vertretene Ansicht, daß die im Art. 317 2 des Cr.-G.-B. enthaltenen, durch falsche Privaturknnden begangenen Betrügereien nicht nothwcndig gegen fremdes Vcrmbgen gerichtet zu sein brauchen, und soweit eine Absicht des Betrügers ans VermögenSbcschädigung nicht erfor derlich ist, bestimmt, ist der deutliche Tert unseres Criminalgcsctz- bnchcZ. Maßgebend sind hier allein die Art. 308 und 317. Der crstere Artikel, der die gesetzliche Definition von Betrug dahin ausstellt: „Jede zum Nachtheile der Rechte eines Andern absicht lich lind rechtswidrig liuternommcne Täuschung — ist Betrug" macht cs zweifellos, daß als Angriffspunkte des Betruges alle Rechte einer andern Person und nicht nur Vermögensrechte Vor kommen können.
[ 0.7400000095, 0.3755555451, 0.3524999917, 0.2733333409, 0.5266666412, 0.6800000072, 0.4300000072, 0.3766666651, 0.4808333218, 0.3316666782, 0.3633333445, 0.3975000083, 0.7877777815, 0.5220000148, 0.275000006, 0.533076942, 0.2450000048, 0.3616666794, 0.5853846073, 0.4079999924, ...
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80 Hera.uSzuzghlen, und sich selbst ans seinen zweiten Hof zurückzieht, ssy wird an eine suoess^o anticipata schwerlich zu denken sein und p.ou einem „sich abthun der Wirthschast" nicht wohl die Rede sein. Die begleitenden Umstände des einzelnen Falles wer den stets maßgebend sein müssen, ob das eine oder das andere Geschäft vvrliegt. 5. Ueber die Rechtsverhältnisse der sog. Kirchen-Meier im Lande Hadeln. Vom He-xrn O.-G.-A. vr. Merenberg zu Lehe. Im Lande Hadeln hat das Institut des Colonatö niemals Eingang gesunden*). Dagegen haben die Kirchen und geistlichen Grellen, welche daselbst überall reich mit Grundbesitz dotirt sind, ein Vcrhältniß herausgebjldet, welches mit dem meierrcchtlichen einige Analogie hat. Von Seiten jener sind nämlich unter ge wissen Bedingungen an Private Grundstücke zu erblicher Be nutzung und mit VeränßernngZbesngniß gegen bestimmte Abgaben *) Der Name Meier kommt zwar im Lande Hadeln vor; der. selbe hat aber eine wesentlich andere Bedeutung, als in den Lan, dcstheilen, in welchen meierrechtliche Verhältnisse bestehen, indem er nur auf ein rein persönliches Contractsverhaltniß deutet, nach welchem der Hofbesitzer seinem „Meier« das sog. Meierhaus, deren sich bei sedem Hofe regelmäßig eins oft mehrere befinden, anweist, ihn bei der Bebauung seiiies, meist vom Hofbesitzer gepachteten kleinen Grundbesitzes mit ArbeitShülfe und Gespann unterstützt, und das z» seinem Bedarfe nothwendige Korn nach einem in der Regcl für die Hauer des Verhältnisses firirten Verkaufspreise überläßt, der Asieiex dagegen nach einem ebenfalls meist für die Dauer des Ver hältnisses firirten oder wechselnden Tagelohn ausschließlich je nach Bedürfnisi bei der Bewirthschastung des Gnies Hülse leisten muß. Von der Schaffung eines dinglichen Rechts des Meiers am Meier hause ist so wenig, wie von der meierrechtlichen Berechtigung des Hofbesitzers auf die Leistungen des Meiers die Rede, das, was bcj Cvlvnaten den Kern des ganzen Verhältnisses bildet, also nicht vorhanden. In dies letztere Verhältniß hat sich die sächsische Be völkerung des Landes Hadeln niemals hineinzudonken vermocht.
[ 0.3700000048, 0.4731250107, 0.4199999869, 0.6850000024, 0.3316666782, 0.2833333313, 0.5383333564, 0.417142868, 0.3300000131, 0.4133333266, 0.6000000238, 0.4325000048, 0.6299999952, 0.3675000072, 0.7137500048, 0.7020000219, 0.7940000296, 0.3449999988, 0.5249999762, 0.5600000024,...
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263 Mienen Fürstenthums nnb Lande, Wir nnS nachdenklich zu gemüthe geführet, und erinnert, daß Wir zu einem Beschützer nnd Handhaber, sowohl d.er ersten als andern Tafel Göttliches Gesetzes, gesetzet und Verordnet, nnd dahero Wir Unser» von Gott anbetraneten Unterthanen, nicht allein i» Weltlichen Re giment durch Stifftluig guter Polizey und gleicher Austheilung der Lieben Justitz äußerlichen Frieden, Ruhe und Wohlfahrt zu verschaffen schilldig, besonders zuvorderst UnS auch obliege» wolle, dahin zu sehen und zu trachten, daß sie Unsere Unter thanen mit reiner gesunder Lehre, Zn ihrer Seelen Wohlfahrt erbaulich versorget, Sonsten eS auch in Kirchen-Regiment nach der Lehre deS Aposlcls Pauli ordentlich zugehe, und die von de» lieben Alten aus Christl. clovotion und Andacht, Zur Kirche, Schulen und Apinen-Hausern, auch deren Diener Unterhaltung geschenkte Güter in destinalos usus verwandt und damit nicht Unrechtmäßig gebühret werdez Solches alles aber füglich, als durch dieselbe Mittel, welche Gottes Wort Zeiget, auch von den Christlichen Regenten und Königen, altes Testaments, als Sa muel, David, Josaphad, Josua, Ezechiel, Nehcmia, Juda, Macabaer, und andere nützlich pracliciret und Zudem nicht allein i» den beschriebenen Rechten, besonder» auch dero von weiland Unser» Anherrn Hertzog Magno Hochseeligen Andenkens gestiffteteu Hadlerischen Kirchen Ordnung gegründet, und be griffen, UnserS Ermessens nicht geschehen können noch mögen. So haben derowegen der Allerhöchsten Majestät Gottes Zn Ehren, auch Kirche» und Schulen Zu ersprieöliche». Ansnehmen und nützlicher Erbauung, wir Aus Hoher Landes Fürstlicher Macht und Gewalt, Krafft deS in Heil. Göttlicher Schrisst Uns anbefohleneil Ober-Inspeotoren-AmteS, auch durch der Passa- vischen, Churfürsten und Stauden deS Heil. Römischen Reichs getroffenen Vertrag und zugewachseuen Rechtes, und sonsten Aus Väterlicher Liebe, Fürsorge und Zuneigung gegen Unsere Unterthanen, wir im abgewichenen 1622 Jahr in obgedachten Unserm Erbland Hadeln, eine general Visitation augestellet, und Zu mehrerer Erhaltung UnserS hierunter Versirenden rc- specls und LandeSsürstl. Hoheit, daran in Fürstlicher Person und Hindansetzuug anderer UnS obgelegenen Fürstlichen ange legenen Geschäffteu, nebst Unser» Herren Cantzlei-Näthen, so-
[ 0.4300000072, 0.3166666627, 0.6299999952, 0.1666666716, 0.6366666555, 0.4966666698, 1, 0.7458333373, 0.4850000143, 0.862857163, 0.7099999785, 0.6700000167, 0.7133333087, 0.2933333218, 0.7300000191, 0.3449999988, 0.8659999967, 0.75, 0.8833333254, 0.55400002, 0.5149999857, 0....
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427 vereinfacht. Denn diese sollen im Allgemeinen wie die genann te» Diebstähle, also mit Zuchthaus und in sehr schweren Fällen mit Kcttenstrafe bis zu 15 Jahren bestraft werden. Sonach kann ich auch dieser Berufung auf die Strafbe stimmungen, zumal nach dem Erlasse dcö Gesetzes vom 20. April 1857, eine entscheidende Bedeutung nicht zugcstehcn. 8- 4. Durch daö Bisherige halte ich die Beweiskraft der llcbcrschriftcn und die aus den Strafbestimmnugen gezogenen Schlüsse beseitigt. — ES liegt kein genügender äußerer Grund vor, von dem Texte der Art. 308 u. 317 3 abznwcichcn. Nichts destoweniger würde ich aber vorliegenden Falls doch Bedenken tragen, bei der Begrisssbestimmnng dcS in Frage stehenden Be truges, die genannten llcbcrschriftcn zu ignorire», wenn ich hier durch zu dem Resultate gelangte, ein wesenloses, der Criminal- Rcchtswisscnschaft und der zeitgenössischen Criminal-Lcgislativn fremdes Verbrechen zu schasse», oder hierdurch Handlungen einer bedeutenden Bestrafung — regelmäßig Zuchthaus — unterwürfe, denen nach der gemeinen NcchtSüberzcugung entweder überall nicht oder nicht eine so große Strafbarkeit inne wohnt. In allen diesen Richtungen scheint mir aber das Gcgentheil gesagt werden zu müssen. Damit komme ich nunmehr zu dem Wesen dcö hier be sprochenen Verbrechens selbst. Kein Capitel unseres Crimiualgesctzbuches ist dunkler und verworrener als die Lehre vom Betrüge. ES scheint beinahe, als wenn cs am schwersten ist, die Wahrheit da zu ermitteln, wo cS sich um ein Verbrechen handelt, das hauptsächlich in der Entstellung mifc Unterdrückung der Wahrheit besteht. Für de» Interpreten, der sich au diese Lehre wagt, taucht sogar in erster Linie die nie ganz verschwindende Vermuthnng auf, daß eS durch Auslegung nie möglich sein werde, hier genügende Klarheit zu schaffen und nur die Gesetzgebung helfen könne. Erst in zweiter Linie kommt der Versuch daS approximativ Nichtige darzulegen, als Nothbchclf für den augenblicklichen Gebrauch. Jene Unsicherheit beherrscht fast alle einzelnen Fragen in der Lehre vom Betrüge, von der Frage nach der Anzahl der ein zelnen Bctrugsmcrkmale, Bedeutung derselben, deren Beziehung zu einander, von der Frage nach der Vollendung durch eine
[ 0.4966666698, 0.3758333325, 0.375, 0.5159999728, 0.6233333349, 0.6899999976, 0.4854545593, 0.323333323, 0.7833333611, 0.6266666651, 0.5099999905, 0.551818192, 0.349999994, 1, 0.6266666651, 0.3899999857, 0.6200000048, 0.6899999976, 0.6625000238, 0.7583333254, 0.4666666687, 0...
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462 brechen aus der Kategorie der BetrngSverbrechen auszuscheiden und zu isvlircn. DaS war der Zweck der obigen Ausfüh rungen, und ich glaube ihn verfolgt zu haben, ohne dabei das Gesetz selbst aufzugeben. Denn daran will ich hier nochmals am Schluffe erinnern, das; die von mir entwickelte Ansicht, nach der die Privaturknndensälschung nicht ausschließlich EigenthumS- verbrechen ist, nicht etwas Fremdes in den Text des Gesetzes hineintrage» will, sondern in den Gesetzesworteir den Art. 308 und 317* ihre Basis und Wurzel bildet. Noch eine Schlußbcmerkung über einige fremde Criminal- gesetzbücher. Das neueste Preußische Strafgesetzbuch trennt Betrug und Fälschung. Daö erstere Verbrechen setzt gewinnsüchtige Absicht des Betrügers und als Angriffsobject das Vermögen eines An dern voraus (§. 241). DaS erste, Privaturkunden und öffent liche Urkunden umfassend, wird von demjenigen begangen, der in der Absicht, sich oder Anderen Gewinne zu verschaffen, oder Anderen Schaden zuzufügen, eine Urkunde verfälscht oder fälschlich anfertigt und von derselben znm Zwecke der Täuschung Gebrauch macht (§. 247)"). Dag neue Sächsische Strafgesetzbuch trennt ebenfalls Betrug und Fälschung, schlägt aber dabei folgenden anscheinend sehr cmpsehlcnöwerthcn Weg ein. Einmal gelten ihm gefälschte Ur kunde!; — öffentliche und Privaturkunden — als Mittel zun; Verbreche,; des Betruges. Des letzteren macht sich schuldig, wer „durch Täuschung — sich oder Andere znm Nachtheilc des Ge täuschtei; einen rechtswidrige,; Vermögensnachtheil verschafft". In sofern scheidet hier die Handlung des Fälschens ganz aus de»; Thatbestande des Verbrechens ans oder tritt wenigstens ganz in den Hintergrund. — Sodann aber wird nach ?lus- i») 33 ef et er in feinem Kommentare fügt hinzu, daß, was den dolus bei der Fälschung anlange, die Absicht einem Andern Schaden zuzufügen, der gewinnsüchtigen Absicht gleichgestellt werde, „und zwar unbedingt, ohne daß die Beschädigung auf die Benützung des Vermögens beschränkt worden.« (S. 476.)
[ 0.5533333421, 0.5842857361, 0.5899999738, 0.3833333254, 0.4644444585, 0.6700000167, 0.5352941155, 0.4461538494, 0.3733333349, 0.3600000143, 0.4944444299, 0.6399999857, 0.5366666913, 0.5233333111, 0.4339999855, 0.4366666675, 0.375, 0.4966666698, 0.3685714304, 0.296666652, 0.59...
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459 lasteten Grundstücks, die Kündigung zurückzunehmen und ihm das Darlchn ferner zu belassen. In beiden Fällen wird der Gläubiger um das Pfandrecht betrugen, im ersteren Falle, weil die verpfändete Sache nicht existirte, im zweiten, weil die Rechte dritter Personen an dem verpfändeten Grundstücke das formell vorhandene Pfandrecht im Augenblicke der Bestellung zu einem inhaltslosen machen. In beiden Fällen aber, behaupte ich, kan» wegen dieses Betrugs um das Pfandrecht, vorausgesetzt, daß keine Fälschung dabei mitgespielt, eine Strafe nicht erkannt werden. Der Schuldner muß hier ebenso straflos fein, wie derjenige, der feinem Gläubiger die verpfändete Sache stiehlt und ihm hierdurch die Sicherheit der Forderung raubt. Dabei darf aber nicht aus den Augen gelassen werden, daß der Pfandvertrag ein accessorifcher ist, und würde cS voreilig fein, zu behaupten, daß die betrügerische Manipulation des ge nannten Schuldners nie gestraft werden könne. Daö principale Schuldvcrhältniß und der dolus des Schuldners bei diesem muß darüber entscheiden. Es kommt hier eben wieder darauf an, ob der Schuldner den dolus hat, fei cS den principalcu, fei cZ den eventuellen, feinem Gläubiger jene gekündigte Summe oder einen Th eil derselben ohne Ersatz zu entziehen, bczw. vorzuenthalten, oder ob ihm jene Absicht der Beschädigung fehlt. Ist jener dolus vorhanden, so muß Strafbarkeit eintreten, nicht etwa, weil der Gläubiger ei» Pfandrecht einbüßt, sondern, weil der Schuldner den Gläubiger durch jene betrügerische Manipulation um das Capital oder einen -Theil desselben, also um Sachwerth beschädigen will. Fcblt aber jener dolus, hatte er trotz jenes betrügerischen Psandcontractes die wahrhafte Absicht, seinem Gläubiger einen Vermögensschaden nicht zuzufügen, ihm nur die Darlchnssninme zu kürzen, so kann Strafe nicht erkannt werden. In der PrariS werden Fälle der letzteren Art wenig Vor kommen. Meistens wird die Sache so liegen, daß man aus dein Umstande, daß Jemand seinen Gläubiger um die hypothekarische Sicherheit betrogen, in Verbindung mit den schlechten Vermö- gcnöverhältnisscn des Schuldners, die meistens zu einem solchen Betrüge Veranlassung geben, die Ueberzeugung von dem Vor handensein eines wenigstens eventuell auf eigentliche Vermögens-
[ 0.5633333325, 0.4074999988, 0.5366666913, 0.4066666663, 0.5988888741, 0.4557142854, 0.5833333135, 0.5233333111, 0.5333333611, 0.4328571558, 0.4449999928, 0.4199999869, 0.4300000072, 0.6200000048, 0.6583333611, 0.5033333302, 0.4174999893, 0.6566666961, 0.722222209, 0.6899999976,...
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95 darüber unter dm Parteien gestritten wird. Das Gericht ent scheidet dann, ab der Kläger d esinitiv oder in angebrachter Maße abznweisen sei. Schon die Worte deuten einen wichtigen sachlicheir Unterschied an, und in der That soll die Abweisung in a. M. den Ausspruch enthalten, daß eine neue Klage über denselben Rechtsanspruch zulässig sei; es wird dadurch declarirt, dieser Abweisung solle eine dem Kläger nachtheiligere Bedeutung nicht gegeben werden, der Beklagte solle sich aus das Erkenntniß nach Eintritt der Rechtskraft desselben nicht berufen dürfen, um eine neue Klage ansznschließen. Allerdings ist der Richter nicht berechtigt, zu entscheiden, ob das Erkenntniß in einem etwa zu beginnenden anderen Pro- cesse eine exc. rei judicatae begründen könne, allein es obliegt ihm nnbezweiselt, so deutlich als möglich zu erkennen zu geben, was seine Entscheidung bezwecke. Es darf daher jener Zusatz bei Abweisung der Klage nicht deshalb gemißbilligt werden, weil derselbe einem späteren Spruche unberechtigt vorgreife. Dagegen bleibt zu erwägen, ob das Weglasscn jenes Zusatzes für den Kläger nachtheilig sein kann, ob die Unterscheidung der Abweisung in der einen und in der andern Art aus richtigen Grundsätzen beruhet, eventuell für welche Fälle sie zuznlassen ist. Diese Fragen haben Beziehung auf die Lehren der exv. rei judicalae in dem Sinne, in welchem sie überhaupt noch Geltung hat, in ihrer positiven Function, nicht in ihrer negativen Function, welche sich ans die Consnmtion des Klag rechts durch Litiscvutcstation bezieht. 8 - 3 - Bor Abweisung der Klage in a. M. ist wiederholt in der P.-O. von 1850 die Rede. Nach §. 55 kann der Beklagte, wenn von dem zur Bestellung einer Caution für die Proceß- kosten verpstichteten Kläger dieser Obliegenheit nicht genügt wird, Abweisung desselben in a. M. verlangen. Es geschieht dieses durch Vorschützen einer verzögerlichen Einrede, hinsichtlich welcher das Gesetz auf den §. 196 verweiset. Man darf folgern, daß der Gesetzgeber überhaupt als Folge von verzögerlichen Einreden im Sinne des §. 196, „welche das Gericht, die Parteien oder die processualische Geltendmachung betreffen," also das klagbar
[ 0.9449999928, 0.6171428561, 0.3860000074, 0.3950000107, 0.5350000262, 0.7030000091, 0.7080000043, 0.8566666842, 0.4714285731, 0.6000000238, 0.5012500286, 0.4379999936, 0.5149999857, 0.5933333039, 0.6866666675, 0.6899999976, 0.4587500095, 0.6125000119, 0.6200000048, 0.5566666722...
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457 Sinne den ausdrücklichen Bestimmungen des Art. 311, demzu folge der Betrüger die Absicht einer Vermögensbeschädigung gehabt haben muß. Einige Beispiele mögen schließlich dazu dienen, den behaup teten Unterschied praktisch zu veranschaulichen. Wer aus betrügliche Weise auf den Namen eines Andern ein Pferd miethet, um Gebrauch davon zu machen, z. B. es zum Reiten zu benutzen, ist, auch wenn er die Absicht hat, den Eigenthümer um die Micthe zu betrüge», criminell nicht strafbar, denn die Absicht des Betrügers ist nicht ans Anmaßung des Eigenthums, sondern deS Gebrauchsrechts gerichtet. Gebraucht er aber, um seinen Zweck zu erreichen, eine gefälschte Privat- urknude, so tritt Strafbarkeit ein. Die Privatnrknndenfälschung ist auch dann strafbar, wenn der Fälscher unter Anerkennung des EigenthumS dritter Personen, sonstige 'Angriffe auf deren VermögenSbestand vornimmt. Wollte man den Betrüger auch im ersteren Falle strafen, so würde dies gegen die Analogie des Diebstahls und der Unterschlagung streiten. Wenn ich denjenigen straflos ausgehen lasse, der ohne meinen Willen sich in den Besitz meiner Sache setzt, um davon ohne meinen Willen einen die Sache nicht zerstörenden und mein Eigenthum nicht factisch aufhebenden Gebrauch zu machen, so kann ich conseqnenter Weise nicht denjenigen strafen wollen, der, im klebrigen dasselbe vor- nehmend, noch dazu den formellen Willen des Eigenthümcrs für sich hat. Von Interesse ist es hier, den Unterschied auch bei dem so häufig vorkommenden betrügliche» Crediterschleichen nachzuweisen. Es werden dabei oft hinsichtlich der Strafbarkeit ganz und gar verschiedene Fälle zusannnengeworfen, die hier zunächst getrennt werden sollen. Wer bctrüglicher Weise von einem Andern ein Darlehn ausnimmt, kann dabei die ernstliche Absicht haben, eS zurückzu zahlen oder von vornherein den principalen oder eventuellen Willen, den Darlehnsgeber um die Darlehnssumme zu beschä digen. Im letzten Falle benutzt der Betrüger die Form des DarlehnS nur, um eineu Angriff auf das Eigenthum zu machen und muß somit immer bestraft werden, ganz abgesehen von den Mitteln des Betruges. Der Vermögeusbetrag des Betruges
[ 0.646666646, 0.3179999888, 0.2833333313, 0.4935714304, 0.5266666412, 0.573333323, 0.5600000024, 0.8999999762, 0.6000000238, 0.4040000141, 0.6166666746, 0.7437499762, 0.6000000238, 0.71714288, 0.4199999869, 0.645714283, 0.474999994, 0.4499999881, 0.4699999988, 0.5249999762, 0....
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372 Conseqnenzen, welche mnn sich hier lind in andern durch Gesetze nicht genau bestimmten Nechtsmaterien wohl erlaubt hat, die aber schwerlich ihre Urheber selbst in dieser Allgemeinheit geltend gemacht haben würden, wenn sie Gelegenheit gehabt hätten, die Sache mit Rücksicht auf individuelle Fälle, wobei gerade das Verhältnis zum Aussteller der Urkunde in Betracht kam, zu erwägen. (Etwas gemäßigtere Ansichten hierüber hat Nebenius: der öffentliche Credit, Erster Theil, 2. Aufl. S. 545 sqq. §. 7.) Solche Konsequenzen sind dem Wesen des wahren Rechts fremd, welches sich nicht unter die bloße Regel beugt, sondern will, daß die Idee der Gerechtigkeit für Alle ohne Ausnahme realisirt, mithin daß bei der Rechtspflege die Individualität der zu eutscheidendcn Fälle vorzugsweise berücksichtigt werde (L. 1. D. de regul. jur. „Non ex regula jus sumalur, sed ex jure quod est, regula fial“). Und bei der Anweilduug dieses Grund satzes auf unfern Gegenstand ist gewiß weder das Recht des Inhabers, noch der Credit dcö Ausstellers oder die freie Circn- lation der au porieur lautenden Schllldbriefe im Geringsten gefährdet. — Es ist allerdings Regel, daß der Schuldner weder verpflichtet noch berechtigt ist, die Legitimation des In habers genau zu erforschen. Wenn aber nach klar vorliegenden thatsächlichcn Umständen ein Grund vorhanden ist, welcher cS auch nur zweifelhaft macht, ob der Inhaber rechtmäßiger Eigen- thümer deS Papiers, oder aber zur Erhebung der Forderung berechtigt sei, so muß der Inhaber eines solchen Papiers eben so gut, wie jeder Andere, der einen Anspruch geltend zu machen sucht, sich eS gefallen lasten, daß der Rechtsversolgnng einstweilen Anstand gegeben werde. Sind die Bedenklichkeiten uugegründet, so wird eS um so leichter sein sie zu beseitigen, als ja doch meistens eS nur darauf ankommt, zu zeigen, daß ihn für seine Person kein Verdacht oder Vorwurf des Unrechts treffe. Ver ursacht er nicht selbst die Verzögerung, z. B- durch beharrliche Verweigerung der Angabe seines BcsitztitelS, so wird nur höchst selten der Fall cintrctcn, daß die Realisirung der Forderung be deutend dadurch verzögert oder wohl gar ein redlicher Besitzer des Papiers ganz abgewiesen wird. Tritt ein solcher Fall ein, s» hat dies seinen Grund in der Unvollkommenheit aller menschlichen
[ 0.3899999857, 0.4707692266, 0.4466666579, 0.3000000119, 0.8450000286, 0.5224999785, 0.5199999809, 0.6499999762, 0.3700000048, 0.6200000048, 0.395714283, 0.4639999866, 0.4140000045, 0.5799999833, 0.5964285731, 0.6025000215, 0.6414285898, 0.5849999785, 0.3666666746, 0.6675000191,...
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454 auf gleiche Stufe der Strafbarkeit. Soll dies einen rationellen Grund haben, so muß denselben, abgesehen von bcu verschiedenen Angriffsformen eine gleiche verbrecherische Absicht und zwar gegen über fremdem Eigenthnme zu Grunde liegen. Nun gelten aber hinsichtlich des Diebstahls folgende Sätze: Ein Diebstahl liegt, abgesehen von den übrigen hier un wichtigen Merkmalen, nur vor, wenn ich mir eine fremde Sache aneigne; maße ich mir nun den Gebrauch oder den Besitz an, so werde ich nicht wegen Diebstahls bestraft; es gicbt kein furtum usus oder possessionis; maße ich mir meine eigne Sache unbefugter Welse an, so cessirt ebenfalls der Diebstahl, eg gicbt kein furtum pignoris. Ferner: selbst die Aneignung einer fremden Sache genügt nicht; der Dieb muß die Absicht gehabt haben, den Bestohlenen materiell zu benachtheiligen, ibn um den Vermögenswerth der Sache armer zn machen. Mer deswegen eine Sache, um sich dieselbe anzneignen, ohne Einwilligung des Berechtigten absicht lich in Besitz nimmt, braucht noch kein Dieb zn fein; Eigen macht und cvincidirende Absicht des Ersatzes können hier das Verbrechen anSfchließcn. Achnlich verhält cs sich bei der Unterschlagung. So wie man keinen Gebrauch stehlen kann, läßt sich auch kein Gebrauch unterschlagen. Die Absicht ferner des Unterschlagenden muß, wenigstens der herrschenden Ansicht zufolge, ans Entziehung der Sache, dcS SachwerthS ohne Ersatz gerichtet sein. Soll ich das kurz znfammenfassen, so stelle,: sich hiernach Diebstahl und Unterschlagung als Verbrechen heraus, bei denen die Absicht daraus gerichtet sein muß: einmal sich Sachen anzneignen, oder sich das Eigenthnm an Sachen anznmaßen (nicht etwa andere mit den, Eigcnthnm des Berechtigten verträgliche Befugnisse), sodann wirklich den Berechtigten mit den Sachwerth dieser Gegenstände materiell ;u benachtheiligen. Diebstahl und Unterschlagttng sittd also in Wahrheit Eigen- thuMSverbrechen. Es würde gegen unser Gesetz verstoßen, wenn man Angriffe ans sonstige Vermögensrechte, auch wenn sic sonst die charakteristischen Merkmale des Diebstahl und der Unter schlagung an sich tragen sollten, etwa unter Zugrundelegung
[ 0.7133333087, 0.1633333266, 0.5128571391, 0.7699999809, 0.5033333302, 0.744615376, 0.7174999714, 0.6299999952, 0.7099999785, 0.5827272534, 0.6200000048, 0.6316666603, 0.6200000048, 0.5433333516, 0.5019999743, 0.3600000143, 0.323333323, 0.5033333302, 0.4976923168, 0.6321428418, ...
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206 transportandam conduxit, si ea, dum lollitnr, am portatur, aul reponitur, fracta si(, itn id periculiim praeslat, siquaipsius eo rti m qu e (Ba loa nd er: eorumve) quorum opera uteretur, culpa a cc i d e ri t: c u 1 p a antem a b e s t, s i omnia facta sunt quae diligentissirnus quisque obser- vaturus fuisset. Idem scilicet intelligemus, et si dolia vel tignum transportandum aliquis conduxerii. Idemque etiam ad caeteras res Iransfern pustet. Mag man mit 5er Florentina: si qua ipsius eorumque — culpa —- aber mit Haloander: si qua ipsius eorumve culpa — lesen: man wird nicht umhin könne», in den Worten eine ab sichtliche Gegenüberstellung der eignen Verschuldung dcS Unter nehmers und der Berschuldung seiner Leute zu erblicken. Wollte man nun nichtsdestoweniger annehmc», daß jener mich für die Ber schen dieser nur soweit cinzustehen habe, als er selbst dabei in culpa sich befinde: so müßte man dein G aj nS eine sinnverwirrende Weit läufigkeit vorwerfen, da er dann, gänzlich ohne Grund, einen beson- dern Fall der allein i» Betracht kommenden Verschiildiing des Un ternehmers dieser Verschuldung überhaupt entgegengesetzt hätte. — De» weiten Umfang Jeincr Entscheidung übrigens hebt der Jurist am Ende der Stelle selber nachdrücklich heraus. — Als ähnliche Entscheidnngen sollen noch angeführt werden - 4) I. 60. §. 7. D. eod. (Javolenus) Servum meum mulionem conduxisli; negligentia ejus mulus tuus periit. Si ipse se Io- casset, et peculio duntaxat et in rem vcrsum dam- num tibi pracstaturum dico. sin antem ipse euni locassem, non ultra me tibi praestaturum, quam do- lum mal um et culpam abesse. Quod si sine defini- tione personae mulionem a me conduxisli, et ego cum tibi dedissem, cujus negligentia jumentum peri- erit: illam quoque culpam me tibi praestaturumai) ai) d. h.: „so wird mich das zur Schuld angerechnet," „wie Schuld be handelt." — vergl. I. 7. §. 4. D. naul. caup. 4, 9. 1. 5. §. 6. I). <1e O. und A. 44, 7. — exercitor navis, aut cauponac, aut staliuli — all-
[ 0.3600000143, 0.5785714388, 0.5177778006, 0.6549999714, 0.4933333397, 0.5933333039, 0.7200000286, 0.8600000143, 0.4822222292, 0.7233333588, 0.5970000029, 0.6449999809, 0.625, 0.349999994, 0.5, 0.6949999928, 0.6700000167, 0.6654545665, 0.5600000024, 0.5, 0.7799999714, 1, 0...
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114 V. Eventualität der Berusuugs beschwer den. 8 - 15 - 1) Das höchste Gericht, jedenfalls dessen erster Senat, ge stattet dem Berufenden, eine Beschwerde gegen das Beweisinter- locut für den Fall zu stelle», daß das Resultat des Bewcisver- fahrend nicht in Folge der erhobenen sofortigen Beschwerde vom Bcrnfungsrichtcr günstiger (wenn es sich um den Beweis des Berufenden bandelt) oder ungünstiger (bei dem Beweise des Gegners) benrtheilt werde. Mau führt dafür an, die Proceß- ordnung, welche unzweifelhaft eventuelle Beschwerden zulasse schließe diese Eventualität nicht ans, und der Gesetzgeber habe durch Einführung der vorbehalteuen Berufung die Parteien in die Lage versetzen. wollen, daß sie diese nur dann ausznfüh- ren haben, wenn der Ausgang der Beweisinstanz ei» Interesse ergebe; deshalb müsse es auch in der Berufungsinstanz gestattet fein, der Ausführung der vorbehaltenen Berufnugsbeschwerde Anstand ;» geben, bis die Entscheidung des Berufungsrichters über die sofortige Beschwerde ein Interesse ergebe. Folgende Gründe dürften dagegen von Bedeutung sei,,. a. Die Parteien sind allerdings berechtigt, Anträge als even tuelle gu bezeichnen, allein nur in so weit, als sie dadurch „nr in ihre Rcchtssphäre eingreifen, z. B. eine Einrede nur für den Fall benutzen, daß eine andere nicht zum gewünschten Ziele führt. Sie dürfen aber nicht in das, ihrer Disposttionsbcfugniß ent zogene, dem jus publicum augehvreude, Proccßrecht eingreifen. Dieses würde geschehen, wenn die Partei den Richter bitten dürste, zunächst zu prüfen, ob sic habe in die Prvceßkosten oder zur Bezablung von Zinsen verurtheilt werden dürfen, eventuell das Erkcnntuiß über die Hauptsache zu prüfen. Der Richter müßte dann zunächst von der Boraussetznng ausgeheu, daß die Hanptentscheiduug bestehen bleibe, obgleich dieselbe noch in der Lust stehen bleiben soll, und eventuell sich berechtigt halten, dieselbe zu beseitigen. Eine solche Eventualität ist so wenig im gemeinen Processe als durch die Proccßvrdnung von 1850 gestattet. b. Freilich ist cS nicht gestattet, gegen ein Beweisinter- locut eine sofortige Berufung zu verfolgen, und der Richter erster
[ 0.6266666651, 0.8249999881, 0.4591666758, 0.603333354, 0.5411111116, 0.5199999809, 0.625, 0.2199999988, 1, 0.8600000143, 1, 0.6700000167, 0.6333333254, 0.5985714197, 0.6625000238, 0.7419999838, 0.5883333087, 0.5233333111, 0.7433333397, 0.625, 0.7400000095, 0.4366666675, 0...
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34 quasi ex contractu verpflichtet, die Auflagen deS Erblassers zu .erfüllen. Das will sagen, der Erbe wird durch das Gesetz, wenn er die Erbschaft angetreten hat, verpflichtet, die Auflagen des Testirers zu erfüllen, und dieses wird unter den Begriff eines Quasicontracts gebracht. Diese Verpflichtung kann aber niemals weiter gehen, als soweit die Auflagen über haupt gesetzlich zulässig sind. Das ist nun gerade mit der Ver pflichtung, sein Testament nicht zu ändern oder in bestimmter Weise zu testiren, nicht der Fall. Denn diese Verpflichtung in einen Vertrag gebracht, hat selbst dann keine Wirkung, wenn dem Vertrage eine Poenalstipulation betgefügt ist, I. 61. D. de V. 0. 45, 1. ist also nicht einst indirect, geschweige denn direct gültig. Im Testamente wird sie ungültig und wird gestrichen, l. 77, §. 24. D. de leg. II. (32) wenn nicht etwa durch eine benigna interpretatio eine Reduktion aus die Basis der testamentarischen Erbfolge, die eigene Erbschaft des Testirers möglich ist. Das will und kann nichts anders sagen, als daß, auch wenn der Erbe aiigetreten hat, ihn doch diese Auflage nicht verbindet, denn sonst wäre sie ja liicht ungültig ilnd zu streichen, sondern nur ihre Gültigkeit davon abhängig, ob der Erbe antritt. Außerdem folgt aus der Unmöglichkeit, durch einen ausdrück lichen Contract sich eine Verpflichtung anszulegen, die Unmöglichkeit, sich dieser Verpflichtung durch den Quasicoutract der hereditatis aditio zu unterziehe». Es wäre ein offenbarer Widerspruch, wenn der Gesetzgeber den Vertrag reprobirte, die Poenalstipulation un gültig erklärte, gleichwohl aber diese Folge an den Erbschaftsantritt knüpfte. Wenn daher im römischen Rechte eine ausdrückliche Ent scheidung des oasus in terminis nicht vorkommt, so ist das ohne Zweifel die Folge davon, daß dieser Fall hinreichend durch obige Praemissen entschieden ist. Darnach wird man schwerlich be haupten können, daß nach römischem Rechte der Erbschastsantritt die fragliche Bedeutung habe und haben könne. Mühleubruch I. c. pag. 240 giebt dies ausdrücklich zu; er folgert auch hier wie der aus der Gültigkeit der Erbverträge die Wirkring der Erb- schastsautretrmg und eS scheint das O.-App.-Gericht zu Darm stadt derselben Ansicht zrr sein. Seussert Bd. 6, Na 221.
[ 0.4149999917, 0.6340000033, 0.3849999905, 0.4866666794, 0.4661538601, 0.6233333349, 0.4975000024, 0.8433333039, 0.65200001, 0.375, 0.4720000029, 0.7599999905, 0.8174999952, 0.5316666961, 0.6833333373, 0.5799999833, 0.5174999833, 0.9100000262, 0.7033333182, 0.5214285851, 0.687...
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10 der Gültigkeit eines Notariatsactes", und zwar unmittelbar vor denjenigen Erfordernissen erinnert worden ist, von deren Beobach tung im Gegensätze zu dem, der Errichtung der Urkunde vorher gehenden, „Verfahren", die Gültigkeit der „Form der Urkunde" als solcher abhängen soll (vergl. auch Aktenstücke u. s. w. a. a. O. zu deu §§. 35—45, jetzt 31—42, Seite 904). Der im täglichen Leben am Häufigsten vorkommende Act der freiwilligen Gerichtsbarkeit, rücksichtlich dessen Handlungen der zweiten Art gesetzlich vorgeschriebe» sind, ist nämlich die Auf nahme von Bürgschaften der Frauenzimmer. Nach der Han noverschen Verordnung über das Verbot der Privatcide vom 28. Dccembcr 1821 §§. 13 —16 soll eine Ehefrau, welche sich für ihren Ehemann verbürgen teilt, über den Inhalt des 8. 6. Vellejanum und der Aulls. Si qua mulier belehrt werden und aus die betreffenden RcchtSwvhlthaten ausdrücklich Verzicht leisten; und nach dem P. A. L.-R. Theil 1 Tit. 14 §§. 221, 224 sollen Witwen und ledige Frauenspersonen, welche sich verbürgen wollen, zuvor über die rechtlichen Wirkungen-und Folgen der Ucbernahme einer Bürgschaft eine Belehrung erhalten; und nach beiden Gesetzen (Hannov. Verordn, vom 28. Dccembcr 1821 §. 15; P. A. L.-R. Thl. I Tit. 14 §. 226) zieht die Unterlassung jener HandUng die Nichtigkeit der ganzen Bürgschaftsübcrnahme nach sich. Offenbar sind cS nun diese beiden gesetzlichen Vor schriften, welche die Regiernngsmotive zu den §§. 9—11 zunächst vor Augen hatten bei der, schon oben Seite 5 mitgetheilten, Bemerkung, daß die Zuständigkeit der Notare durch die, bei einzelnen Geschäften gesetzlich gebotene, Belehrung der Parteien zwar nicht ausgeschlossen werden solle, c8 sich jedoch von selbst verstehe, „daß die in dieser Beziehung für den Richter gegebenen Vorschriften auch von ihnen beobachtet lverdeu müssen". Die beiden Allegatc am Ende unseres §. 31: „Hannov. Verordn, über das Verbot der Privateide vom 28. Dccembcr 1821 88. 13 — 16," und „P. A. L.-R. Thl. I Tit. 14 §§. 221, 224" zeigen aber zuvörderst, daß dasjenige, was in jener Stelle der Regiernngsmotive als selbstverständlich vorausgesetzt wurde, vermittelst des §. 31 den Notaren Vorstchts halber ausdrücklich hat in Erinnerung gebracht werden sollen. Und nicht minder einleuchtend wird es sein, daß, wenn im 8- 31 die Rede ist von
[ 1, 0.6066666842, 0.5920000076, 0.55400002, 0.6218749881, 0.4233333468, 0.5074999928, 0.5309090614, 0.7833333611, 0.5019999743, 0.5321428776, 0.5699999928, 0.400000006, 0.6499999762, 0.2800000012, 0.3680000007, 0.4271428585, 0.4799999893, 0.7599999905, 0.3930000067, 0.46500000...
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259 bei der int Voraus fest bestimmten Zeitdatter desselben überall nicht erforderlich war, nach bestimmter Vorschrift der Gesetze der Pfaudschulduer — abgesehen von etwaigen Folge» bezüglich des KostenpuneteS — selbst noch im Laufe des Proeesses die Bezahlung der Psand- schuld wirksam osscriren kann." — Das; unter dem Worte „Wettschatzung" ein pignus abge schlossen werden kann, wird keinem Zweifel unterliegen, die Cvntrahenteit haben sich, wenn dieö geschehen, eben eine© un richtigen Ausdruckes bedient. Dasselbe gilt von dem Kauf mit angehängtem pactum de relrovendendo. Auch ein solches Rechtsgeschäft können die Contrahente» möglicherweise einen Wettschatz-Cvntraet nennen, in Wirklichkeit jedoch ist eS eilt solcher nicht. Wo ein Wettschatz-Cvntraet im eigentlichen Sinn deS Wortes abgeschlossen ist, da wird darunter eine eigenthum- liche Art der Rechtsgeschäfte verstanden. Es wird daher bei der Beurtheilung solcher Contraete zunächst auf die Intention der Contrahenten zu sehen sein und bieten sich hier als wesent liche Merkmale der beabsichtigten Wettschatzung: 1) eine Uebertragung der verwattschatzten Sachen in die Gewere deS Wettschatz- Gläubigers. ES muß diesem letzteren mehr eingeräumt sein, alö die bloße Detention der Sache, er muß Über dieselbe disponiren können. Es wird sich dies dar- mtS ergeben, daß z. B. der Wettschatzschuldner ausdrücklich die ErietivnSleistung verspricht (wie im ersten der obigen Contraete) oder daß die Wattschatzsumme alö für die Sache selbst gegeben, hingestellt lvird (wie in dem zweiten); es wird sich das aber auch häufig aus dem materiell der Wettschatzung zu Grunde liegenden Rechtsverhältnisse der Contrahenten beurtheilen lassen. Sv z. B. war nachweisbar in dem letzten der oben angeführten Wettschatzungsfälle ei» Kauf zwischen den Parteien intendirt, den man iudesseit, um die Geltendntachnug des BeispruchSrechts auszuschließen, in die Form der Wettschatzung gekleidet hatte. — Es muß aber 2) die Uebertragung der Sache bent Wettschatz-Gläubiger nicht schon jetzt volles EigenthnmSrecht oder dte Möglichkeit einer sofortigen Usueapivu geben solle». Es wird sich dieö besonders daraus schließen lassen, daß der Wettschatz-Schuldner
[ 0.6133333445, 0.2899999917, 0.7766666412, 0.6399999857, 0.6533333063, 0.5199999809, 0.7710000277, 0.7379999757, 0.8355555534, 0.7714285851, 0.6539999843, 0.5958333611, 0.4225000143, 1, 0.7929999828, 0.6529999971, 0.6800000072, 0.612857163, 0.5166666508, 0.5471428633, 1, 0.7...
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155 Geschworenen einen vorher verneinten Umstand, die betrüge rische Absicht, bejahet hatten, und aus diesen verbesserten Wahrspruch ein vernrtheilendes Erkenntlich erfolgt war, wurde in der Nichtigkeits-Instanz geltend gemacht a) daß gegen die Angeklagte wegen einer Handlung, welche das Gesetz nicht mit Straft bedrohe, eine Straft verhängt, und b) daß gegen die selbe wegen derselben Handlung zwei Erkenntnisse abgegeben seien. Beide Causalicn wurden erstens in der Erwägung, daß die Frage, ob eine andcrwcite Berathung der Geschworene» zu veranlassen sei, nach dem §. 192 der St.-P.-O. lediglich von dem betreffenden Gerichte zu entscheiden, dann aber, nachdem der in der Beantwortung erkannte innere Widerspruch verbessert worden, die wider die Querulant»! fcstgestellte Handlung als eine durch das Gesetz mit Straft bcdrohete zu erachten sei; und zweitens, daß, wenn auch im vorliegenden Falle die Geschwo renen über dieselbe Handlung in Folge der richterlichen Auf forderung eine Verbesserung ihres Wahrspruchs abgegeben hätten, dadurch nicht wegen derselben Handlung zwei Erkenntnisse im Sinne der Nr. 12 des §. 215 der St.-P.-O. gesprochen worden, für unbegründet erkannt. *) 6. Stattnchmigkeit eines Haftbefehls gegen einen polizeilich zu einer Geldstrafe verurth eilten Bezüchtigten behnf Sicherung der Strafvollziehung. Der §. 62 der St.-P.-O. enthält die Bestimmung: „Ein Haftbefehl kann nur aus folgenden Gründen erlassen lverden, . . . . 2) wenn der Beschuldigte Anstalten zur Flucht gemacht hat, oder als Ausländer, als heimathloS, wegen hernmziehenden *) Die Mitglieder des Cassationssenats waren, ui fallor, einstimmig der Ansicht, daß in dem vorliegende,i Falle ei» genügender Grund, den §. 192 der St.-P.-O. anzuwenden, nicht Vorgelegen habe. Das übrigens zweifellos richtige Resultat der Nichtigkeits beschwerde ist daher zu bedauern, und gicbt hinlängliche Ver anlassung zu dem Wunsche, daß die Gerichte den §. 192 nur mit der größten Vorsicht anwenden mögen.
[ 0.7766666412, 0.4133333266, 0.5299999714, 0.5616666675, 0.5669999719, 0.5249999762, 0.426666677, 0.75, 0.7166666389, 0.5187500119, 0.4728571475, 0.4928571284, 0.4933333397, 0.6600000262, 0.4883333445, 0.5958333611, 0.8550000191, 0.3933333457, 0.7066666484, 0.6345454454, 0.672...
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405 beantragte nun nach erledigtem Strafverfahren und Abbüßung der etwa erkannten Strafe die Auslieferung des Jhlemaun be- bus fortgesetzter Strafvollstreckung. Das Königliche Justizmi- nisterium weigerte jedoch »ach Maßgabe des zwischen den beiden Königlichen Negierungen wegen Auslieferung gegenseitig beob achteten Verfahrens die beantragte Auslieferung, wies jedoch die Staatsanwaltschaft au, wegen des im Preußischen begangenen Verbrechens Anklage zu erheben. Auf diese Anklage, welche die Raths- und Auklagckammcr passirtc, erfolgte eine Verurthcilung vom Schwurgerichtshofe zu Göttingeu. Der Verurthciltc focht jedoch dieses Urthcil auf Grund der Nrn. 7 und 12 des 8- 215 der Str.-P.-O. mit der Nichtigkeitsbeschwerde an und der Cas- sationssenat vernichtete, unter Verwerfung des auf die Nr. 7 des 8- 215 gestützten Nichtigkeitsgrundes, das schwurgcrichtliche Urthcil auf Grund der Nr. 12 des §. 215, „in Erwägung, daß nach dem §. 86 des Cr.-G.-B. Niemand wegen eines und des selben Verbrechens mehrmals bestraft werden darf, in Erwägung, daß nach §. 215 Nr. 12 der Str.-P.-O. das zuletzt abgegebene Erkenntnis; beseitigt werden soll, wenn gegen dieselbe Person wegen derselbe» Handlung zwei Erkenntnisse abgegeben sind; in Erwägung, daß kein Grund zu befinden ist, solche ohne Be schränkung ausgesprochene Rcchtsgrundfätze aus Erkenntnisse, die von zuständigen auswärtigen Gerichten abgegeben sind, nicht zur Anwendung zu bringen." 2 ) Das Königliche Ministerium bot jetzt der Königlichen Preußischen Regierung die Auslieferung des Jhlemaun an, weil cs dafür halten mochte, daß Alles geschehen müsse, um der drohenden schweren Rechtsgefährdung zu entgehen, allein die Königlich Preußische Negierung lehnte ganz im ©in- klänge mit den völkerrechtlichen Grundsätzen die angebotene Aus lieferung ab. Im Jahre 1857 befolgte in einem dem Jhlemann'schen ganz gleichen Falle gegen Külkcr die Rathskammer zu Osnabrück und, aus die gegen den RathSkammcrbeschluß erhobene Berufung, die Auklagckammcr die im mitgethcilten Cassativnsurtheile ausge sprochenen Grundsätze. 2 ) Ausführlicher ist dieses wichtige Erkenntnis« mitgetheilt im Ma gazine V. <B. 336 flgde. Mag. f. hannvv. Recht. IX. 3. 28
[ 0.5933333039, 0.52700001, 0.1933333278, 0.4424999952, 0.6610000134, 0.4314285815, 0.6933333278, 0.4550000131, 0.8266666532, 0.4499999881, 0.6477777958, 0.5783333182, 0.8299999833, 0.6508333087, 0.7433333397, 0.6075000167, 0.3866666555, 0.3033333421, 0.4269230664, 0.6731578708, ...
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144 Bestrafung deS Andern verlangen könne. Darnach wäre hier nur die Straflosigkeit der ersten, der Retorsion vorangegange-, ne» Beleidigung bestimmt worden. Man will das daraus her leiten, daß die Ueberfchrift des Art. 268: „Erwiederung der Beleidigung" in Verbindung mit den Eingangsworten: „Hat der Beleidigte — erwieders," eine Bestimmung grade über die Wirkung der Erwiederung aus die Strafbarkeit der vorange- gangeneu Beleidigung erwarten lasse, sowie daraus, daß daz Gesetz, indem es „die weitere Untersuchung" ausschließe, eine schon angefangene Untersuchung vor Augen habe und bannt aus die Untersuchung hingewiesen sei, welche wegen der erste,, Beleidigung eingeleitet sei. Allein weder die eine, noch die andre Einschränkung wird 511 billigen sein, sondern die Meinung den Vorzug verdienen, welche in dem Art. 268 ein Verbot der Untersuchung wegen beider gegenseitigen Ehrenkränknngen findet. Schon vor dem Erscheinen des Cr.-G.-B. galt auch , n unscrm Lande der aus ein gemeines Herkommen gestützte Satz daß die Retorsion einer Injurie die Wirkung habe, daß nun keiner der dabei Betheiligten die Sache vor Gericht verfolgen könne"). Man stellte die Retorsion theilS unter den Gesichtspunkt der Compensatiou, theilS betrachtete man sie als eine erlaubte Selbsthülse, zwischen welcher und der gerichtlichen Verfol gung dem Beleidigten die Wahl zustehe, und beide Auffassungen führten dahin, die beiderseitigen Ehrenkränkungen, soweit ste in den Grenzen eines (nicht von Amtswegen zu untersuchenden) PrivatdelictS stehen geblieben waren, als damit ausgeglichen anzusehen und jede gerichtliche Verfolgung derselben zu versagen. Daß hieran durch den Art. 268 etwas hat geändert wer den sollen, davon findet sich keine Spur; er ist unverändert, wie er im Entwürfe lautete, Gesetz geworden. Seine Worte: „findet keine weitere Untersuchung Statt" treffe» in ihrer All gemeinheit beide, in jedem Retvrsiousfalle vorhandene Belei digungen. Der Zusammenhang, der zwischen den beiden besteht, *) ©trübe, recht!. Bed. I. 86. Pufendorf intr. in pr. er. cap. 25 §. 42. Weber v. Inj. II. S. 49 ff. Grotman, Grunds, d. Cr.» R. - W. §. 229.
[ 0.5, 0.5289999843, 0.5933333039, 0.4300000072, 0.5966666937, 0.5583333373, 0.6257143021, 0.6150000095, 0.3700000048, 0.5866666436, 0.6666666865, 0.5407142639, 0.5033333302, 0.6642857194, 0.573333323, 0.555555582, 0.4335714281, 0.6499999762, 0.6200000048, 0.6150000095, 0.55571...
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[ 0.3149999976, 0.5699999928, 0.2300000042, 0.4449999928, 0.3300000131, 0.2700000107, 0.3666666746, 0.5649999976, 0.5533333421, 0.200000003, 0.2599999905, 0.5899999738, 0.5749999881, 0.4399999976, 1, 0.2349999994 ]
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ca
0.932833
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— 212 3) 1. 7. §. 2. D. de inst. act. 14, 3. Pupi llus gutem inslitor obligat eum, qui eum prae- posuil, institoiia actione: qnoniam sibi impntare debet, qui eum praeposuit. 4) I. 11. §. 2. cod. — qui praeposuit, lenebitur ipsa praeposilione. ll. s. W. Auch ein national-öconomischer Gesichtspunct wird in den Quellen für die unbedingte Haftung deS Geschäftsherrn für feine Leute geltend gemacht. Da er nämlich einen großen Theil feines Unternehmergewinnes durch die Th ätigke it derselben ziehe, so sei es andrerseits nur billig, daß i hm de rDetraa der durch die Verschuldung eben dieser Leute entstandenen Schadens ge wissermaße,t als zufällige Gcneralspescn, am Unternehmergewinn gekürzt werde. Es bedarf keiner Erörterung, daß auch dieser Gesichtspunct, gemäß der Beschaffenheit unserer Quellen, nicht als allgemeiner, sondern nur gelegentlich oorgetragen wird, und zwar abermals bei der Lehre vom Institor. 1) Pa oll. Recept. Sentent. §. 1. de institoribus II. 8. Sicul commoda scntimus ex actu praeposili insli— toris, ita et incommoda sentire debemus pp. 2) 1. 1. D. de inst. act. 14, 3. Aequum praelori visum est, sicut commoda scn timus ex actu inslitorum, ita obligari nos ex con tractu ipsorum et conveniri. pp. Wie zutreffend dieser Gcfichtspunct für den Betrieb der Eisenbahnverwaltung ist, liegt auf der Hand. Dagegen findet ein anderer, sehr wichtiger Gesichtspunct, den die Römer bei der Haftung des Principals für den Factor angeben ”), nach der Sachlage ans den Bahnbetrieb kanm Anwendung. Es ist dies das Erforderniß' des öffentlichen Cre- diteS, dem nur durch die fragliche Haftung genügt zu werden vermag. Wenn nämlich dieser Credit wesentlich der Concurrcnz halber vom einzelnen Gcschästsherrn aufs eifrigste gesucht wer- 27 ) S. I. 1. §. 5. D. de cxcrcit. act. 14, I. I, 11, §. 5. , §§. 2. 3. I. 5. Z. 17. pr. D. de inst. act. 14, 3. — Thal, n. n. O. S. 136 f. namentlich Note 6.
[ 1, 0.3400000036, 0.3700000048, 1, 0.7300000191, 0.7799999714, 0.8149999976, 0.6399999857, 0.8100000024, 0.5720000267, 0.7749999762, 0.8899999857, 0.6100000143, 0.6225000024, 0.5149999857, 0.5339999795, 0.5362499952, 0.5657142997, 0.7250000238, 0.6833333373, 0.5799999833, 0....
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107 So wie der Ausspruch, der Kläger werde abgewiesen, der Beklagte werde verurtheilt, nicht auSrcicht, um erkennen zn lassen, wie weit sich die richterliche Entscheidung erstrecke, ebensowenig läßt sich au8 einer nur gegen diesen Ausspruch gestellten Beschwerde entnehmen, wie weit das Erkenntniß angefochten ist. Der wahre Inhalt der Beschwerde wird durch deren Begründung bestimmt, eZ muß daraus z. B. entnommen werden, ob sie gegen die Zu lassung einer Einrede oder gegen die Verwerfung einer Replik, oder gegen Beides gerichtet ist. Ergiebt sich, daß der Kläger nur in der Replik fein Heil gesucht, die Entscheidung über die Einrede aber nicht angefochten hat, so berechtigt die weite Fassung der -Beschwerde das BerufeingSgericht nicht, die Zulassung der Einrede von Neuem zn prüfen und in Frage zu stellen. Diese ist nicht angefochten, mithin rechtskräftig geworden*). 8 - 12 . Darf eine Beschwerde „a fortiori" verworfen werden? Wenn das Gericht erster Instanz die Klage ans deit Grund einer Einrede verworfen hat, ohne über den Klaggrund erkannt zu haben, und der BerusungSrichter die Klage für verwerflich hält, so iveiset er nicht deshalb die gegen die Entscheidung über die Ein rede erhobene Beschwerde zurück. Die Klage hat er zn bcnrthei- len, wenn und weil er die Beschwerde wegen der Einrede „gegründet" gesunden hat. (§. 422). Hat der Richter erster Instanz die Klage für begründet erklärend, eilte Einrede behnf bereu thcilwciser Beseitigung zugelassen, so kann der Bernfungsrichter die dagegen gerichtete Beschwerde dcS Klägers nicht deshalb zurückweisen, tveil rich tiger seine Klage zn verwerfen gewesen, denn die Zulassung der *) Die schriftlichen Berufungsanträge sind oft gegen die Vorschrift des §. 405 der P.-O. so unvollständig, daß erst in der mündlichen Verhandlung die Richtung der Beschwerde sich ergiebt. Die Folge davon ist, daß der erste Senat des höchsten Gerichts, welcher in der mündlichen Verhandlung auch nach abgelaufener Berufungsfrist Veränderungen in den schriftlich gestellten Beschwerden insoweit gestattet, als durch die Berufringsauträge die Rechtskraft des an gefochtenen Erkenntnisses verhindert worden, gcnöthigt wird, jener Befugniß etii weites Feld zu eröffnen.
[ 0.5099999905, 0.3300000131, 0.296666652, 0.5933333039, 0.5580000281, 0.5, 0.473333329, 0.4160000086, 0.5036363602, 0.5333333611, 0.3487499952, 0.5860000253, 0.7083333135, 0.8640000224, 0.5329999924, 0.5450000167, 0.5037500262, 0.7799999714, 0.5185714364, 0.5333333611, 0.52499...
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93 In der Proceßordnung vom 1850 ist bei weitem am häu figste» von richterlichen Verfügungen die Rede. Die Be zeichnungen „Urthcil" und „Erkennt»iß" kommen oft, aber weit weniger vor, einige Male (§§. 421, 526, 562) findet sich die Bezeichnung: „Bescheid." Eine genaue Vergleichung der sämmtlichen Stellen, in denen jene Ausdrücke Vorkommen, ergiebt, daß es nicht die Absicht gewesen ist, die Ergebnisse der richterlichen Wirksamkeit durch eine besondere Terminologie von einander zu unterscheiden oder unter verschiedene durch den Ausdruck bezcichnete Rubriken 311 bringen. Von einer „Verfügung" wird mau in manchen Fällen sprechen wo die Ausdrücke „Urthcil" und „Erkenntniß" deshalb nicht zutrcffen, weil nicht erkannt oder geurtheilt wird, und diesem entspricht auch die Proceßordnnng; dagegen nennt sie auch das Beweisinterlocut eine „richterliche Verfügung" (§. 215), während cs im §. 219 „Urthcil" heißt. Zni §. 395 ist alternirend von „Urthcil" und „richterlicher Verfügung" die Rede. „Er- kcnntniß" und „Urthcil" sind ihr offenbar gleichbedeutend. Sie spricht vom Verweisungsurtheil (§. 4), vom Urthcil wegen Be stimmung des rechten Richters (§. 18), selbst vom Urthcil über Feststellung der Kosten (§. 50), obgleich diese ohne vorgangige Verhandlung erfolgt. Ganz offenbar ist eö aber, und es hat Interesse darauf aufmerksam zu machen, daß in einem Ansangsstadium bei Ent- werfung des Gesetzes die Idee vorgeschwebt hat, als „Urthcil" nur dasjenige Erkenntniß zu bezeichnen, durch welches der Prvceß endlich oder bedingt endlich entschieden wird; die Spuren dieses Gedankens gänzlich zu beseitigen, ist späteren RcdactionS- bcmühungen nicht gelungen*). Folgendes wird dieses ergeben. 1) Die vier Titel des zweiten TheilS des Gesetzes trage» folgende Ueberschristen: „Verfahren bis zum Urtheile." „Insbesondere vom Beweise." „Vom Urtheile." „Insbesondere vom Ungehorsamsurthcile." ') Siehe auch unten §. 14 dieses Aufsatzes.
[ 0.2899999917, 0.8050000072, 0.4466666579, 0.533076942, 0.6533333063, 1, 0.3899999857, 0.6833333373, 0.5583333373, 0.6949999928, 0.676666677, 0.5228571296, 0.3033333421, 0.5976923108, 0.6218181849, 0.5666666627, 0.6039999723, 0.6000000238, 0.3400000036, 0.5400000215, 0.7222222...
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475 9. Rescript des Königl. Justiz-Miuisterii an die Kron- anwaltschaft zu Celle vom 8. Oct. 1859, betreffend die Mehrkosten der Behändigung, wenn der nächste Gcrichtö- voigt behindert ist. Ans den Bericht vom 24. v. M., betreffend Auslegung des Z. 119 der bürgerlichen Proceßordnung, erwiedern Wir der Kronanwaltschast das Nachfolgende: Es scheint Uns unzweifelhaft zu sein, daß ein Gerichtsvoigt, welcher außerhalb eines AmtsgcrichtsbczirkeS, aber innerhalb desjenigen Obergerichtsbezirks, für welchen er zuständig ist, einen Act vornimmt, in allen Fällen gegen feinen Auftraggeber einen Anspruch auf diejenige Gebühr hat, welche daS Gesetz ihiil gewährt. DaS Gesetz gewährt ihm diese Gebühr ganz allgemein, ohne Rücksicht darauf, ob der Gerichtöboigt des Amtsgerichts, in welchem jener thätig wird, sei eS rechtlich, sei eS factisch, behindert ist oder nicht. Die Frage dagegen, ob im Falle rechtlicher oder factischer Behinderung des betreffenden Gerichtsbvigts die entstehenden Mehrkosten der beauftragenden Partei oder der in die Koste,: des betreffenden Acts verurtheilten Partei zur Last fallen, steht zur Entscheidung der Gerichte. Wir halten jedoch ohne Be denken dafür, daß nach der auch in den Negierungsmotivcn ausgesprochenen Absicht des Gesetzgebers der §. 119 der bürger lichen Proceßordnung ans den Fall, daß wegen rechtlicher oder factischer Behinderung deö betreffenden Gerichtsvoigts die freie Wahl des Auftraggebers ausgeschlossen ist, insoweit keine An wendung leidet, als die vcranlaßtcn Mehrkosten sich als noth- wcndige darstellen.
[ 0.6800000072, 0.8100000024, 0.5512499809, 0.7566666603, 0.5842857361, 0.657058835, 0.349999994, 0.25, 0.7979999781, 0.4233333468, 0.2899999917, 0.5839999914, 0.4166666567, 1, 0.6924999952, 0.9100000262, 0.5960000157, 0.3766666651, 0.4189999998, 0.3466666639, 0.646666646, 0....
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321 a. Ein Landesherrliches Rescript an die Jnstiz-Canzlei zn Eelle vom 20. JulinS 1725 legt derselben die Befugniß bei, des bloßen Nutzens wegen das erforderliche Decret zur Veränße- rnng von Häusern der Pupillen zn crtheile». Ein Nachschrei- bcn vom nämlichen Tage in Bezug auf die Bergtheile von Pupillen bezeichnet als Grund der Veräußerung geradezu „wenn dieselbe zuträglich erachtet werden sollte." b. Ein Landesherrliches Rescript vom 26. Juliiss 1725 weiset die übrigen Justiz-Collegien (die höher», s. das sab c. erwähnte Rescript) an, sich ebenmäßig nach jenen ans Vorstel lung der Ccllischcn Jnstiz-Canzlei erlassenen Verordnungen zn richten. o. Ein Landesherrliches Rescript vom 19. März 1787 de- clarirt den Umfang deS RescriptS vom 26. Julius 1725 dahin, daß die Befugniß, decreta de allen, auf Pupillen-Häuser und Bergtheile ex eaasa utilitatis zu bewilligen, den Unter- vbrigkeitcn nicht zustehe, vielmehr wenn eine Veräußerung von dergleichen, einer unterobrigkeitlichen Gerichtsbarkeit unterwor fenen Gütern ex eaasa utilitatis gültigerweise Statt finden solle, darüber den hohen Justiz-CollegiiS daö alleinige Erkenntniß ge bühre. lQ ) d. Zwei Landesherrliche Reskripte vom 5. September 1816 dehnen die Rescriptc vom 23. und 26. Julius 1725, lvonach bei Alienationen der Häuser und Bergtheile der Minderjährigen auch eine eaasa utilitas zur Abgabe des decr. de allen, genü gen solle, auf das Fürstenthnm Hildesheim und das Gebiet der Stadt GoSlar aus, jedoch iu der Maße, daß die deereta de allen, jedesmal von der Jnstiz-Wnzlei zn Hildcsheim, sowohl bei Alienationen ob atilitatem als ob necessi latem ”) zn erth eilen seien IS) Mit der Veräußerung von Bergtheile» haben wir es bei unserer Frage nicht zu thun, letztere müssen aber erwähnt werden, uni den Inhalt der betreffenden Bestimmungen nicht zu verstümmeln. i°) Willid)’6 Laudcsges. III. S. 365 flg. ”) Diese Bestimmung „ob necessita tem“ bezieht sich nicht etwa auf Bvrmuudschastcn der Justiz-Tanzlei, denn für diese ver stand cs sich von selbst, daß die -leer, ob ncccssitatem nicht von den Untergerichten crtheilt werden konnten, sondern, wie auch die
[ 0.896666646, 0.75, 0.3966666758, 0.6881250143, 0.443749994, 0.4350000024, 0.349999994, 0.5992857218, 0.6850000024, 0.4079999924, 0.3533333242, 0.7733333111, 0.8450000286, 0.8500000238, 0.4950000048, 0.6144444346, 0.4966666698, 0.625, 0.5799999833, 0.603333354, 0.5616666675, ...
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388 gewissen Grade sich vergewissern und eine dcsfallsige Bezeugung in die Urkunde ansnehmen solle; cs bezeichnet als Mittel der Erreichung der erforderlichen Vergewisserung die dort näher be stimmte Einziehung von Erkundigungen; allein es hat damit dem Nvtar keineswegs die völlig bedeutungslose Verpflichtung anserlcgcn wollen, über die Verhältnisse der fraglichen Art, auch wenn sie ihm bereits völlig bekannt sind, z. B. über seine eige nen Beziehungen zu demjenigen, dessen Erklärungen er notariell bekunden will, noch völlig überflüssige Erkundigungen schlechthin cinznziehen. Ist die Unterlassung der Einziehung von Erkundi gungen aber in einem Falle gesetzlich stattnehmig, so wird man sie auch in allen Fällen als statthast betrachten müssen, wo die nämlichen Voranssctzungen eintreten, mithin von einer Einzie hung von Erkundigungen ganz abznschen haben, wenn dem fnugirenden Notare alle betreffenden Verhältnisse bereits bekannt sind und er solches amtlich bekundet hat. Eine solche Bekun dung ist aber im vorliegenden Falle in der Erklärung, „eS sei ein gesetzliches Hinderniß in Beziehung auf die Person der rc- quirirten Notare nicht vorhanden", allerdings zu befinden; ja, diese Erklärung umfaßt, als ein positives Zeugniß über das Nichtvorhandcnsein der fraglichen Mängel enthaltend, noch ein Mehrcs, als das Gesetz erfordert, welches mit einer, durch den Zusatz: „so weit ihm, dem Notar, ans seine Erkundigung be kannt geworden", beschränkten notariellen Versicherung sich be gnügt. Daß nun ein solches Bcrhältniß zwischen der gesetzlich erforderlichen und der im vorliegenden Falle wirklich abgegebenen Erklärung in der That bestehe, ergiebt sich nicht nur ans ihrem beiderseitigen Inhalte, sondern wird auch durch die Geschichte der Entstehung der fraglichen gesetzlichen Bestimmung in aller Maße bestätigt. Wen» nämlich nach dem Negicrnugseutwnrfe des Gesetzes die vom Notar abzugcbcnde Erklärung hier dahin lauten sollte, „daß er sich davon überzeugt habe, daß u. s. w." und die betreffende Fassung des in Kraft getretenen Gesetzes durch einen dahin zielenden Antrag der allgemeinen Ständeversammlung hcrvorgcrusen ist, welche in der Fassung dcS Entwurfs eine zu große Erschwerung für de» Notar finden zu müssen glaubte, so kann es keinem Zweifel unterliegen, daß für die formelle Gültigkeit einer Nvtariatsurkundc in so lveit ein beschränkterer
[ 0.5400000215, 0.5299999714, 0.6200000048, 0.7450000048, 0.584166646, 0.4833333194, 0.5099999905, 0.6563636661, 0.4933333397, 0.4050000012, 0.6000000238, 0.4914285839, 0.3711111248, 0.7583333254, 0.6700000167, 0.4140000045, 0.5099999905, 0.5799999833, 0.3533333242, 0.59799999, ...
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472 i 4. Sämmtliche auf Grund des §. 19, Satz 1, des Gesetzes vom 31. Mai d. I. erlassene Disciplinarverfügnngen sind dem staatsanwaltfchaftlichen Vertreter schleunigst in Abschrift zuznser- tigen. 5. Die Vorsitzenden der Anwaltskammer haben für eine, häufig von Uns vermißte, gehörige Ordnung der DiSciplinar- untersuchungsacten Sorge zn tragen. Insbesondere ist über diese Acten ein Nepertorinin zu führen; die einzelnen Actcnstücke sind mit einer fortlaufenden Nummer, die einzelnen Actenbände aber mit einer Designation zu versehen. Die Vorsitzenden der Anwaltskamnier haben bis zum Schlüsse des JahrS zu berichten, daß diesen Vorschriften ein Genüge ge schehen sei. 6. Die Acten der aufgehobenen Anwaltskammern sind zur Registratur derjenigen AnwaltSkammcrn, mit welchen jene ver einigt sind, abzugeben. 5. Reftript des Königs. Justiz-Ministern an die Kron- anwaltschasten vom 17. Juni 1859, betreffend die Ver tretung der Amtsrichter. Hinsichtlich derjenigen Amtsgerichte, welche mit zwei Amts richtern besetzt sind, von denen der eine regelmäßig die Kron- anwaltschastlichcn Geschäfte wahrzunehmen hat, tritt ein Bednrs- niß hervor, für den Fall einer Behinderung in der Person des andere», mit der Abnrthcilnng der Polizcistrassachen betrauten Richters, ein benachbartes Amtsgericht mit der, jedoch aus die letztgedachte richterliche Thätigkeit beschränkten Geschästshnlse generell zn beauftragen. Diesen generellen Auftrag wollen Wir hinsichtlich derjenigen, mit zwei Amtsrichtern besetzten Anitsgcrichte, welche in der ersten Cvlnmne der Anlage Unserer, das GerichtöversassnngSgcsetz be treffenden AuSsührnngS-Bckanntmachung vom 8. April d. I. anfgeführt sind, dem unter der gleichen Nummer der zweiten Colnmnc der erwähnten Anlage aufgeführten Amtsgerichte über tragen.
[ 0.5833333135, 0.8399999738, 1, 0.7160000205, 0.6333333254, 0.2800000012, 0.5166666508, 1, 0.5199999809, 0.5649999976, 0.4550000131, 0.5400000215, 0.5224999785, 0.3966666758, 1, 0.8933333158, 0.6549999714, 1, 0.6244444251, 0.62590909, 0.5799999833, 0.75, 0.7245833278, 0....
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39 Haffe hat dieses als! richtig anerkannt und benutzt sogar dieses Argument, um dem behaupteten Fideieommiß eine prakti« M/ta Gestalt zu geben. Er construirt nämlich pap. 265 ff., 2) auS dennFideicommisse ein Lkloioommissum «jus, cpiocl supsr- Läturun» «st. Diese, wiederum auf die, vermnthete Absicht der Testirer hinauslaufcnde Deutung ist aber durch dir Annahme eines Fideioommisses herbeigeführt. Bei dieser Sachlage hätte meiner Ansicht! nach das Ztugniß- deö. Richters, erster Instanz,, welcher das-Testament ausgenommen, hat, wenn auch das Attest formell, nicht beweiskräftig wäre, doch wenigstens das bewirken dürfen, daß den Worten des Testa-, ments nicht diejenige Bedeutung aus der vcrmntheten Ab sicht der Testirer beigelegt! wäre,, welche nach diesem Zeugniß der. wirklichen Absicht widerspricht. Denn der Richter erster Instanz bezeugt, daß sich die. beiderseitigen Ehegatten gegenseitig, haben freie Hand lassen wollen und daß die Substitution nichts weiter sei, als dieses,"nämlich eine substitutio vulgaris, nicht aber ein Fideieommiß (pag. 257). Die Widerlegung des selben (pag. 258) ist sehr kurz gehalten und um so weniger ge nügend., als sich Hasse nachher (pag. 265) aus das. Zengniß desselben Richters beruft. Wenn Hasse pag. 258 bemerkt, die Substituten hätten das Vermögen erst nach dem,Tode des Uebcr- lebenden bekommen sollen, und dieses sei nicht Bulgar-Sub- stitutiou des Erstverstvrbcuen, so ist das richtig. Die Folgerung aber, daß es nun Fideieommiß sei, ist nicht motivirt, bielmchr folgt weiter nichts, als daß die Substituten ex testamento pj'aedef'uncti in diesem Falle überhaupt gar nicht erben, sondern nur ex teslamento superstitis, wenn selbiges nicht geändert wird. An die Deduction eines üdoiovminissum ejus, guod su- perkutuiuin 68t, knüpft Hasse pag. 268 weiter seine Ansicht von der Correspectivität des Testamentes. Ich muß mir erlau ben, ihn mit feinen eigenen Worten sich vertheidigen zu lassen. „Es komiut hier (heißt cs pag. 268) die oben vorerst zu- rückgcstellte Untersuchung jetzt zur Rede, ob und in wie weit die etztwilligcn Bcrsügungen der beiden Testatoren von einander abhängig sind und nicht ohne einander bestehen können, wie cg technisch genannt wird, in wie weit sie correspectiv sind: dies
[ 1, 0.4499999881, 0.25, 0.6600000262, 0.6924999952, 0.5057142973, 0.49888888, 0.6299999952, 0.4799999893, 0.4460000098, 0.5350000262, 0.4044444561, 0.5450000167, 0.5933333039, 0.5872727036, 0.5845454335, 0.6100000143, 0.7685714364, 0.3549999893, 0.4385714233, 0.3899999857, 0...
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