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doc_77_n_0 | Die Entwicklung von ''God of War'' durch SCE Santa Monica Studio begann 2002 unter dem Arbeitstitel ''Dark Odyssey'' und dauerte etwa drei Jahre. Die leitenden Rollen des ''Directors'' und des ''Lead Designers'' hatte der US-amerikanische Videospiel-Designer David Jaffe inne, der zuvor vor allem durch die Rennspiel-Shoot-’em-up-Spielreihe ''Twisted Metal'' bekannt geworden war. Als Produzentin von ''God of War'' fungierte Shannon Studstill, die 1999 SCE Santa Monica Studio als Teil der Sony Computer Entertainment Worldwide Studios mitbegründet hatte und die 2006 von der Spielezeitschrift Edge in eine Liste der 100 einflussreichsten Frauen in der Computerspielindustrie aufgenommen wurde. Insgesamt bestand das Entwicklerteam aus etwa 45 Personen. | God_of_War |
doc_77_n_1 | Route_66 Die Route 66 war eine ursprünglich 2.451 Meilen (3.945 Kilometer) lange Straße (US Highway) im Fernstraßensystem der USA von Chicago (Illinois) nach Santa Monica/LA (Kalifornien). Sie galt ab 1926, abgesehen vom Lincoln Highway, als eine der ersten durchgehend befestigten Straßenverbindungen zur Westküste. Heute sind die verbliebenen Teilstücke der früher auch ''Mother Road'' oder ''Main Street of America'' genannten Strecke ein Anziehungspunkt für Touristen und Nostalgiker. Sie wird jedoch nicht mehr einheitlich als Route 66 bezeichnet und ist nicht mehr durchgehend befahrbar. | Route_66
Die Route 66 war eine ursprünglich 2.451 Meilen (3.945 Kilometer) lange Straße (US Highway) im Fernstraßensystem der USA von Chicago (Illinois) nach Santa Monica/LA (Kalifornien). Sie galt ab 1926, abgesehen vom Lincoln Highway, als eine der ersten durchgehend befestigten Straßenverbindungen zur Westküste. Heute sind die verbliebenen Teilstücke der früher auch ''Mother Road'' oder ''Main Street of America'' genannten Strecke ein Anziehungspunkt für Touristen und Nostalgiker. Sie wird jedoch nicht mehr einheitlich als Route 66 bezeichnet und ist nicht mehr durchgehend befahrbar. |
doc_77_n_2 | Man erreicht Santa Monica am besten über den ca. 10 km südlich gelegenen Los Angeles International Airport oder mit der Expo Line der Los Angeles Metro Rail direkt von Downtown Los Angeles. Die Interstate 10 (westlich von Los Angeles „Santa Monica Freeway“ genannt – östlich „San Bernardino Freeway“) endet in Santa Monica in der Nähe des Piers und geht hier nahtlos in nordöstlicher Richtung in den Pacific Coast Highway (PCH – Highway 1) in Richtung Malibu über. Die Interstate 10 verläuft von Santa Monica aus östlich in Richtung Downtown Los Angeles und kreuzt kurz nach der Stadtgrenze von Santa Monica die Interstate 405 (San Diego Freeway). Santa Monica verfügt über ein mit mehreren Preisen ausgezeichnetes Busliniennetz; der Big Blue Bus setzt moderne Fahrzeuge ein und verkehrt für südkalifornische Maßstäbe vergleichsweise häufig. Ferner verfügt Santa Monica über einen Lokalflughafen, den Flughafen Santa Monica für Charterflüge, Privat- und Sportflugzeuge. Hauptverkehrsadern in Santa Monica sind von der Küste aus gesehen der San Vicente Boulevard, die Montana Avenue, der Wilshire, der Santa Monica und der Ocean Park Boulevard. Parallel zur Küste sind dies der Pacific Coast Highway, die Ocean Avenue/Neilson Way sowie der Lincoln Boulevard (der gleichzeitig in südöstlicher Richtung auch der Pacific Coast Highway 1 ist) und die 26th Street. In Santa Monica endet – auf dem Santa Monica Pier – auch die historische Route 66. | Santa_Monica |
doc_78_p_0 | Als Erzväter der Juden gelten Abraham, Isaak und Jakob, die westsemitische Nomadenstämme anführten, die an unbekanntem Ort zwischen dem Mittelmeer und Mesopotamien lebten. Historische Belege für ihre Existenz gibt es nicht. Sie lebten wahrscheinlich während der Zeit der Sesshaftwerdung der Nomaden zu Beginn der Bronzezeit, also zwischen 1900 und 1500 v. Chr. Als Stifter der jüdischen Religion gilt Mose. „Mosaische Religion“ ist ein heute kaum mehr verwendetes Synonym für die jüdische Religion. Mose ist im Judentum der höchste Prophet aller Zeiten, der Gott so nah kam wie sonst kein Mensch vorher oder seitdem. Historische Belege für die Existenz Mose fehlen jedoch. In der Bibel führt Mose den Auszug des hebräischen Volkes aus Ägypten an. Wann und ob dieser historisch stattgefunden hat, ist jedoch ebenfalls unklar. Traditionell gilt Mose zudem als Verfasser der Tora (in christlicher deutscher Übersetzung „Fünf Bücher Mose“ genannt), die die Basis des jüdischen Glaubens bilden. Diese Auffassung wird heute jedoch außerhalb des orthodoxen Judentums (sofern dort überhaupt mit der Historizität des Mose gerechnet wird) kaum mehr vertreten. Als eigentlicher Begründer des heutigen Judentums gilt Esra (um 440 v. Chr.). Esra war nach der Zeit des babylonischen Exils im Perserreich Hohepriester und durfte mit seinem verschleppten israelischen Volk, das aus vermutlich etwa 20.000 Menschen bestand, auf Erlass des Perserkönigs Artaxerxes I. zurück nach Jerusalem. Dort ordnete er Tempeldienst und Priestertum neu und ließ Ehen von Juden mit heidnischen Frauen scheiden. Die religiöse Identität ist seitdem für das Judentum von ähnlicher Bedeutung wie die der Herkunft. | Juden |
doc_78_n_0 | Hillel wurde laut dem tannaitischen Midrasch Sifre Debarim wie Mose 120 Jahre alt. Zum Todesalter des Mose in Debarim/Deuteronomium 34,7 heißt es: So wie Mose 40 Jahre in Ägypten 40 Jahre in Midian und 40 Jahre als Führer Israels gelebt hat, hat Hillel 40 Jahre in Babel gelebt, 40 Jahre unter den Weisen im Land Israel gewirkt und 40 Jahre als Führer Israels gelebt. Hillel galt als weitherziger, geduldiger Lehrer, der die Nächstenliebe und Gewaltlosigkeit lehrte und zahlreiche Schüler hatte. Sein „Gegenspieler“ war Schammai, der die Tora in mancher Hinsicht strenger auslegte. Bis heute sind Hillels Worte in der jüdischen Überlieferung von wesentlicher Bedeutung, vor allem in der jüdischen Ethik. Seinen Aussagen nach lässt sich die Tora in einer „Goldenen Regel“ zusammenfassen. Die Frage nach dem „Klal“, nach dem einen Gebot, in dem die ganze Tora enthalten ist, ist eine beliebte Frage unter rabbinischen Gelehrten. Laut dem babylonischen Talmud stellte ein Nichtjude eine solche Frage an Hillel: Wenn du mir die Lehre des Judentums vermitteln kannst, solange ich auf einem Bein stehe, werde ich konvertieren. Die Szene ist auf der großen Menora vor der Knesset in Jerusalem im Relief dargestellt. Hillel antwortete: Diese Goldene Regel ist gegründet auf dem Gebot der Nächstenliebe, 3. Buch Mose 19,18, die – neben den Geboten der Liebe zu Fremden und der Feindesliebe – ziemlich in der Mitte der Tora geschrieben steht. Hierzu gibt es zwei maßgebliche, leicht variierende Übersetzungsmöglichkeiten ins Deutsche: Der Mischnatraktat Avot (Sprüche der Väter) enthält mehrere Aussagen von ihm. Er und Schammai werden dort als Nachfolger des Schemaja und des Abtaljon in der Traditionskette genannt. Sie sind eines der fünf „Sugot“ (Paare) in der Überlieferungsgeschichte der (mündlichen) Tora. | Hillel |
doc_78_n_1 | Miu Hin ist der Vater von Miu Tsui Fa und der Großvater von Fong Sai-Yuk, der später ein berühmter Martial Artist und populärer Volksheld wurde (wobei es unbekannt ist, ob Fong Sai-Yuk wirklich gelebt hat). Nach Volksgeschichten war Miu Hin ein Meister des 5-Formen-Stils und verschiedener Shaolin-Kampfkünste. Dieses Wissen gab er an seine Tochter, Miu Tsui Fa, weiter, die ihrerseits ihren Sohn, Fong Sai-Yuk, unterrichtete. Miu Hin soll den anderen Ältesten dabei geholfen haben, Wing Chun erfinden. Obwohl Miu Hin, wie auch die anderen Ältesten, tatsächlich gelebt hat, ist der Wahrheitsgehalt der Geschichten über ihn fraglich. | Miu_Hin |
doc_78_n_2 | Endō Shūsaku, selbst katholischer Christ, hat nach gründlichen Recherchen ein an die Geschichte des Christentums in Japan angelehntes Werk verfasst: Cristóvão Ferreira hat wirklich gelebt und ist der Apostasie verfallen. Als Vorbild für Rodrigues diente der italienische Priester Giuseppe Chiara, der ebenfalls seine Glauben widerrufen hat. Beide sind – unter Hausarrest lebend – in Japan sehr alt geworden. Geschichtlich ist auch die Beschreibung der Christenverfolgung, die Fumie-Prozedur, also die Aufforderung, ein Christusbild mit den Füßen zu treten, sowie die dargestellten Hinrichtungsverfahren der nicht Abgefallenen an Kreuzen, in Gruben oder im Wasser. | Schweigen__Roman_ |
doc_79_p_0 | Kanye_West Unterschrift von Kanye Omari West Kanye Omari West (* 8. Juni 1977 in Atlanta, Georgia), auch bekannt als Ye, ist ein US-amerikanischer Rapper, Sänger, Musikproduzent und Modedesigner. Aufgewachsen ist er in Chicago, Illinois. Seine Karriere begann mit Musikproduktionen für den Rapper Jay-Z, an dessen erfolgreichem Album ''The Blueprint'' er maßgeblich mitwirkte. Auch mit dem Sänger John Legend sowie dem Rapper Common, beide bei seinem Plattenlabel ''GOOD Music'' unter Vertrag stehend, arbeitete West eng zusammen. Seit Ende 2003 veröffentlicht er eigene Singles und Alben, auf denen er meist als Rapper und Produzent gleichermaßen in Erscheinung tritt. West gilt als einer der prägendsten Musiker der Hip-Hop- und Popmusik des 21. Jahrhunderts. Beeinflusst von einer Vielzahl an Musikgenres, war er maßgeblich an der kommerziellen Abkehr des Hip-Hop vom Gangsta-Rap hin zu emotionaleren, oft auch gesungenen Inhalten beteiligt. Mit allein in den USA über 60 Millionen verkauften Tonträgern und Downloads gehört West zu den weltweit erfolgreichsten Musikern. Die ''Time'' zählte ihn 2005 und 2015 zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt. Das Forbes Magazine schätzt sein Vermögen auf 1,3 Milliarden US-Dollar. Neben der Musik ist West bekannt für seine häufig kontroversen Aussagen und Auftritte, die auf eine große öffentliche Resonanz stießen. | Kanye_West
Unterschrift von Kanye Omari West
Kanye Omari West (* 8. Juni 1977 in Atlanta, Georgia), auch bekannt als Ye, ist ein US-amerikanischer Rapper, Sänger, Musikproduzent und Modedesigner. Aufgewachsen ist er in Chicago, Illinois. Seine Karriere begann mit Musikproduktionen für den Rapper Jay-Z, an dessen erfolgreichem Album ''The Blueprint'' er maßgeblich mitwirkte. Auch mit dem Sänger John Legend sowie dem Rapper Common, beide bei seinem Plattenlabel ''GOOD Music'' unter Vertrag stehend, arbeitete West eng zusammen. Seit Ende 2003 veröffentlicht er eigene Singles und Alben, auf denen er meist als Rapper und Produzent gleichermaßen in Erscheinung tritt.
West gilt als einer der prägendsten Musiker der Hip-Hop- und Popmusik des 21. Jahrhunderts. Beeinflusst von einer Vielzahl an Musikgenres, war er maßgeblich an der kommerziellen Abkehr des Hip-Hop vom Gangsta-Rap hin zu emotionaleren, oft auch gesungenen Inhalten beteiligt. Mit allein in den USA über 60 Millionen verkauften Tonträgern und Downloads gehört West zu den weltweit erfolgreichsten Musikern. Die ''Time'' zählte ihn 2005 und 2015 zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt. Das Forbes Magazine schätzt sein Vermögen auf 1,3 Milliarden US-Dollar. Neben der Musik ist West bekannt für seine häufig kontroversen Aussagen und Auftritte, die auf eine große öffentliche Resonanz stießen. |
doc_79_n_0 | Kurz nach Veröffentlichung tat sich das Album schwer, einheitliche Reaktionen zu sammeln. Die neuartige Produktionsweise überraschte Kritiker und Fans gleichermaßen. Im britischen Guardian wurde vor allem die Eintönigkeit des Albums bemängelt und gehofft, dass Kanye West für sein nächstes Album nicht allzu viel Gefallen an dieser finde. Alles in allem erhielt die Platte vier von fünf möglichen Sternen. Andreas Borcholte von Spiegel Online bezeichnete 808s & Heartbreak als „viel schnulzig-sentimentales Herzeleid und öden Retro-Murks“. Kanye West bleibe dennoch „einer der wichtigsten und kreativsten Musiker, die es zurzeit gibt“. Jahre später scheint der Einfluss des Albums auf die Pop- und Hip-Hop-Kultur allerdings unumstritten. Das US-amerikanische Magazin Rolling Stone nahm es 2014 in die Liste der „40 bahnbrechendsten Alben aller Zeiten“ auf. Der Rapper Drake, der später selbst mit mehreren Alben auf Platz eins der amerikanischen Charts landete, nannte 2009 Kanye West „die einflussreichste Person“ für seinen eigenen Sound. Sänger The Weeknd nennt ''808s & Heartbreak'' eines der „wichtigsten Kunstwerke“ seiner Generation. Für Hiphop.de schreibt Aria Nejati, ohne dieses Album hätte es „Tastemaker und Kritikerlieblinge wie Drake, A$AP Rocky, The Weeknd, Frank Ocean, Future, Travi$ Scott und Young Thug Jahre später nie gegeben“. Für ihn ist ''808s & Heartbreak'' „der Türöffner für eine ganze Generation an Pop- und Rapstars, die mutig genug sind, von traditionellen Thematiken, Texturen, Stimmlagen, Betonungen, Melodien und Arrangements Abschied zu nehmen“. Hiermit habe Kanye West sich „als wichtigster Musiker des bisherigen Milleniums“ zementiert. Es sei das Album, das „seit der Jahrtausendwende die meisten erfolgreichen, innovativen und qualitativen Musiker maßgeblich geformt“ habe. | 808s___Heartbreak |
doc_79_n_1 | Das Album enthält in der Standardversion 13 Titel und erschien zusätzlich als „iTunes Bonus Version“, DVD-Edition, Vinyl und „Collector’s Package“ mit signiertem Poster und Runaway-Film-DVD. The RZA, Kanye West, No I.D., Jeff Bhasker (Co.), Mike Dean (Co.) Kanye West, No I.D., Mike Dean S1, Kanye West, Jeff Bhasker (Co.), Mike Dean (Co.), Andrew Dawson (Co.) All of the Lights (Interlude) Kanye West, Jeff Bhasker (Co.) Jay-Z, Bon Iver, Rick Ross & Nicki Minaj Kanye West, Mike Dean (Co.), Plain Pat (Co.) RZA, Jay-Z, Prynce Cy Hi, Pusha T & Swizz Beatz Kanye West, No I.D., Mike Dean (co.) Kanye West, Emile (co.), Jeff Bhasker (co.), Mike Dean (co.) Kanye West, Mike Caren (co.), No I.D. (co.) Kanye West, DJ Frank E, Mike Dean (add.) Kanye West, Jeff Bhasker (co.) Kanye West, Jeff Bhasker (co.) Zusätzlicher Song der iTunes Bonus Version: Big Sean, Beyoncé & Charlie Wilson Kanye West, No I.D., Lex Luger Zusätzlich auf der DVD-Edition: | My_Beautiful_Dark_Twisted_Fantasy |
doc_79_n_2 | Nachdem Common im Mai 2005 sein sechstes Soloalbum ''Be'' veröffentlicht hatte, begann der Rapper Anfang 2006 mit den Arbeiten ''Finding Forever''. Das Album entstand in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Kanye West. Common reiste dazu zunächst nach Spanien, wo West eine Tournee absolvierte. In Spanien begannen die beiden Musiker Platten zu hören und nach Samples zu suchen. Die eigentlichen Aufnahmen begannen in Neuseeland und Australien, während der Welttournee von Kanye West. Weitere Staaten, in denen Common an ''Finding Forever'' gearbeitet hat, sind die Vereinigten Staaten von Amerika und Hawaii. Im Anschluss an die Aufnahmen beendete Common im Juni 2007 die Arbeit an seinem Album mit seinem Studio-Engineer in Tschechien. Der Grund für den Produktionsort lag darin begründet, dass der Rapper zur Zeit der Abschlussarbeiten für den Film ''Wanted'', welcher in Tschechien gedreht wurde und in welchem unter anderem Angelina Jolie und Morgan Freeman mitwirken, als Schauspieler tätig sein musste. | Finding_Forever |
doc_80_n_0 | Im Jahre 1997 wechselte Seydou Keita als damals 17-jähriger aus seiner malischen Heimat nach Frankreich, wo er in der Jugend von Olympique Marseille spielte. Dort wurde er 1999 in das Profiteam geholt, konnte sich allerdings nicht durchsetzen, da er zwar drei Einsätze in der Champions League vorweisen, aber nur sechs Saisonspiele bestreiten konnte. Anschließend ging er zum Zweitligisten FC Lorient, mit dem er sofort den Aufstieg in die Division 1 erreichte. Zwar konnte er im folgenden Jahr seinen Stammplatz behaupten und mit den Bretonen den französischen Pokal gewinnen, stieg aber mit dem Verein 2002 als Tabellenletzter wieder ab. | Seydou_Keita__Fußballspieler_ |
doc_80_n_2 | FC Lorient: Sébastien Hamel – Loïc Druon (Pascal Delhommeau, 64.), Richard Martini, Anthony Gauvin, Pape Malick Diop Mannschaftskapitän, Ulrich Le Pen – Pascal Bedrossian (Nicolas Esceth-N'Zi, 84.), Seydou Keita, Pascal Feindouno – Jean-Claude Darcheville, Éli Kroupi (Johan Cavalli, 58.)''Trainer:'' Yvon Pouliquen SC Bastia: Ali Boumnijel – Cédric Uras, Ousmane Soumah, Frédéric Mendy, Christophe Deguerville (Nicolas Dieuze, 53.) – Lilian Nalis, Fabrice Jau, Michael Essien, Cyril Jeunechamp Mannschaftskapitän (Patrick Beneforti, 76.) – Prince Daye (Demetrius Ferreira, 86.), Tony Vairelles''Trainer:'' Robert Nouzaret Schiedsrichter: Éric Poulat (Lyon) | Coupe_de_France_2001_02 |
doc_81_n_0 | Der Hafen von Classe wurde zu einem Brückenkopf der Christianisierung Italiens. Gräber aus dem 2. Jahrhundert zeigen den einsetzenden christlichen Einfluss in Classe. Ab dem 4. Jahrhundert wurde Classe mit zahlreichen prächtigen Kirchen ausgestattet sowie mit seinem eigenen Baptisterium. Das Zentrum des christlichen Lebens war die Kirche, die dem ersten Bischof von Ravenna, Apollinaris von Ravenna, gewidmet wurde. Sant’Apollinare in Classe ist die einzige verbliebene dieser Kirchen. Weitere Kirchen in der Nähe von Sant'Apollinare waren anderen früheren Bischöfen gewidmet. Es gibt keinen Hinweis, dass Classe einen eigenen Bischof hatte. In der Kirche Sant’Apollinare Nuovo in Ravenna gibt es ein Mosaik, das den Hafen von Classe in den 520ern abbildet. Dort sind ein Amphitheater und eine Basilika abgebildet. Der Eingang zum Hafen wird von zwei Leuchttürmen flankiert. Die Reste dieser Leuchttürme wurden nie gefunden. | Militärhafen_von_Classe |
doc_81_n_1 | Sant_Apollinare_in_Classe Sant’Apollinare in Classe ist eine dem hl. Apollinaris von Ravenna geweihte Kirche in Classe, einer südlich des Hauptortes gelegenen Fraktion von Ravenna, Italien. Die Kirche aus dem zweiten Viertel des 6. Jahrhunderts, am Übergang von der Spätantike zur Vorromanik, folgt dem Beispiel der in der Zeit der Völkerwanderung noch zahlreich vorhandenen dreischiffigen Basiliken (deutsch ‚Königshallen‘) der römischen Architektur, einer Bauform, die in der Antike aber nicht nur für manche Aula regia (Audienzhalle eines Herrschers) im engeren Sinn, sondern oft auch für Gerichts- oder Markthallen Verwendung gefunden hatte. Berühmt ist sie vor allem – wie die anderen byzantinischen Kirchen Ravennas – durch die Wandmosaike in ihrem Innern. Die erhaltenen Mosaiken Ravennas zeugen vom Einfluss der zeitgleichen frühen byzantinischen Architektur. Zusammen mit sieben weiteren spätantiken Bauwerken in Ravenna wurde Sant’Apollinare in Classe von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. | Sant_Apollinare_in_Classe
Sant’Apollinare in Classe ist eine dem hl. Apollinaris von Ravenna geweihte Kirche in Classe, einer südlich des Hauptortes gelegenen Fraktion von Ravenna, Italien. Die Kirche aus dem zweiten Viertel des 6. Jahrhunderts, am Übergang von der Spätantike zur Vorromanik, folgt dem Beispiel der in der Zeit der Völkerwanderung noch zahlreich vorhandenen dreischiffigen Basiliken (deutsch ‚Königshallen‘) der römischen Architektur, einer Bauform, die in der Antike aber nicht nur für manche Aula regia (Audienzhalle eines Herrschers) im engeren Sinn, sondern oft auch für Gerichts- oder Markthallen Verwendung gefunden hatte. Berühmt ist sie vor allem – wie die anderen byzantinischen Kirchen Ravennas – durch die Wandmosaike in ihrem Innern. Die erhaltenen Mosaiken Ravennas zeugen vom Einfluss der zeitgleichen frühen byzantinischen Architektur.
Zusammen mit sieben weiteren spätantiken Bauwerken in Ravenna wurde Sant’Apollinare in Classe von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. |
doc_81_n_2 | Von besonderer kunsthistorischer Bedeutung sind Ravennas frühchristliche Kirchen, Taufkapellen, Mausoleen und Mosaiken. Unter dem Ostgotenkönig Theoderich waren diese Bauten von der frühen Byzantinischen Architektur geprägt. Sie beeinflussten die nachfolgenden Bauten der lombardischen Präromanik ''(siehe auch: Vorromanik)''. Acht Gebäude aus dem 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. wurden 1996 in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Die Kunsthistorikerin Anna Maria Cetto schreibt: "Ravenna ist der einzige Ort im Bereich der abendländischen Kirche, dessen frühchristliche Mosaiken mit denen Roms wetteifern können, ja sie in den Schatten stellen." | Ravenna |
doc_82_p_0 | Eritrea Eritrea (; , ) ist ein Staat im nordöstlichen Afrika. Er grenzt im Nordwesten an den Sudan, im Süden an Äthiopien, im Südosten an Dschibuti und im Nordosten an das Rote Meer. Der Landesname leitet sich von seinem griechischen Namen ab, der auf die Bezeichnung , zurückgeht und früher als ''Erythräa'' eingedeutscht wurde. Die Eigenbezeichnung ''Ertra'' (aus Altäthiopisch ''bahïrä ertra'', "Rotes Meer") bezieht sich ebenfalls auf diese alte griechische Bezeichnung des Roten Meeres. Ein Viertel der knapp 6 Millionen Einwohner (2016) zählenden Bevölkerung Eritreas konzentriert sich auf die Hauptstadtregion von Asmara, die weiteren Städte sind deutlich kleiner. Früher lag im Hochland von Eritrea das Königreich ''Medri Bahri'' mit der Hauptstadt Debarwa, in welchem der Baher Negash herrschte; das Tiefland von Eritrea war mehr als 300 Jahre eine osmanische und ägyptische Kolonie, Hauptstadt war Massaua. 1890 wurde Eritrea zur italienischen Kolonie. Ab 1941 stand das Land unter britischer Verwaltung und war seit 1952 föderativ mit dem damaligen Kaiserreich Abessinien in Personalunion verbunden, ehe es 1961 als Provinz Eritrea dem Äthiopischen Kaiserreich von Haile Selassie zentralistisch eingegliedert wurde. Nach dreißigjährigem Unabhängigkeitskrieg wurde Eritrea 1993 von Äthiopien unabhängig. Im 21. Jahrhundert hat das Land eine der Form nach republikanische Verfassung und wird seit der Unabhängigkeit politisch von der autoritären ''Volksfront für Demokratie und Gerechtigkeit'' dominiert, die aus der Unabhängigkeitsbewegung der ''Eritreischen Volksbefreiungsfront'' hervorgegangen ist. Präsident ist seither Isayas Afewerki. Hinsichtlich der Freiheitsrechte seiner Bürger wird Eritrea von Menschenrechtsorganisationen stark kritisiert. Die US-amerikanische staatsnahe Nicht-Regierungsorganisation ''Freedom House'' charakterisierte Eritrea in ihrem Länderbericht 2019 als „hermetischen Polizeistaat“. | Eritrea
Eritrea (; , ) ist ein Staat im nordöstlichen Afrika. Er grenzt im Nordwesten an den Sudan, im Süden an Äthiopien, im Südosten an Dschibuti und im Nordosten an das Rote Meer. Der Landesname leitet sich von seinem griechischen Namen ab, der auf die Bezeichnung , zurückgeht und früher als ''Erythräa'' eingedeutscht wurde. Die Eigenbezeichnung ''Ertra'' (aus Altäthiopisch ''bahïrä ertra'', "Rotes Meer") bezieht sich ebenfalls auf diese alte griechische Bezeichnung des Roten Meeres. Ein Viertel der knapp 6 Millionen Einwohner (2016) zählenden Bevölkerung Eritreas konzentriert sich auf die Hauptstadtregion von Asmara, die weiteren Städte sind deutlich kleiner.
Früher lag im Hochland von Eritrea das Königreich ''Medri Bahri'' mit der Hauptstadt Debarwa, in welchem der Baher Negash herrschte; das Tiefland von Eritrea war mehr als 300 Jahre eine osmanische und ägyptische Kolonie, Hauptstadt war Massaua. 1890 wurde Eritrea zur italienischen Kolonie. Ab 1941 stand das Land unter britischer Verwaltung und war seit 1952 föderativ mit dem damaligen Kaiserreich Abessinien in Personalunion verbunden, ehe es 1961 als Provinz Eritrea dem Äthiopischen Kaiserreich von Haile Selassie zentralistisch eingegliedert wurde. Nach dreißigjährigem Unabhängigkeitskrieg wurde Eritrea 1993 von Äthiopien unabhängig.
Im 21. Jahrhundert hat das Land eine der Form nach republikanische Verfassung und wird seit der Unabhängigkeit politisch von der autoritären ''Volksfront für Demokratie und Gerechtigkeit'' dominiert, die aus der Unabhängigkeitsbewegung der ''Eritreischen Volksbefreiungsfront'' hervorgegangen ist. Präsident ist seither Isayas Afewerki. Hinsichtlich der Freiheitsrechte seiner Bürger wird Eritrea von Menschenrechtsorganisationen stark kritisiert. Die US-amerikanische staatsnahe Nicht-Regierungsorganisation ''Freedom House'' charakterisierte Eritrea in ihrem Länderbericht 2019 als „hermetischen Polizeistaat“. |
doc_82_n_0 | Der Grenzverlauf zwischen den beiden Ländern wurde 1902 zwischen Äthiopien und Italien in einem Vertrag festgelegt. Eritrea war zu jener Zeit als Teil Italienisch-Ostafrikas italienische Kolonie (''Colonia Eritrea''). Allerdings wurde die Grenze um Badme damals schlecht definiert. Seit der Unabhängigkeit Eritreas 1993 streiten sich daher die beiden Staaten um deren genauen Verlauf. Im November 1977 übergab die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) – die seit 1991 als Teil der Koalition EPRDF Äthiopien regiert – Badme an die Eritreische Volksbefreiungsfront (EPLF), die heute als Volksfront für Demokratie und Gerechtigkeit (PFDJ) in Eritrea herrscht. Im Jahr 2000 unterzeichneten Eritrea und Äthiopien das Abkommen von Algier, in dem sie den Grenzkonflikt in die Hände einer Haager Grenzkommission geben. Beide Parteien kamen darin überein, sich den Weisungen der Kommission zu fügen. Die Kommission legte 2002 die Grenze fest und schlug dabei Badme Eritrea zu. Viele der Bewohner von Badme sehen sich jedoch noch als äthiopische Bürger. Die Sudan Tribune berichtete, dass sich die Bewohner Badmes im Januar 2005 in Listen für die äthiopischen Wahlen eintrugen. Diese Berichte wurden jedoch durch andere Meldungen relativiert, wonach Äthiopien während der Verhandlungen in Den Haag hunderte Bürger nach Badme umsiedelte. | Badme |
doc_82_n_1 | Schreyers Buch ''Wer regiert das Geld?'' (2016) behandelt die Schaffung von Buchgeld und finanzwirtschaftliche Themen. Der ORF würdigte es als „Aufklärungsarbeit“, die zeige, „dass auch private Banken Geld schaffen“, und deutlich mache, „wie Geldschöpfung funktioniert und wer welchen Nutzen daraus zieht“. Guido Speckmann (Neues Deutschland) betont, Schreyer leiste mit dem Buch „wichtige Aufklärungsarbeit und fordert staatliche Kontrolle“. Er räume mit falschen Vorstellungen über das moderne Geldsystem auf und vermittle die „komplizierte Materie … sehr verständlich und gut lesbar“. Jedoch lasse der „einseitige Blick auf ein Geldsystem – wie auch immer ausgestaltet –, auf die Zirkulationssphäre“ die Zusammenhänge mit der „kapitalistischen Produktionssphäre“ unberücksichtigt. | Paul_Schreyer |
doc_82_n_2 | Es ist nicht bekannt, wer zwischen Suppiluliumas letztem bekanntem Vorgänger Kundašpu (um 856 v. Chr.) und Suppiluliuma regiert hat, aber allein die Tatsache, dass Suppiluliuma von 805 v. Chr. an 32 Jahre lang regiert hat, macht die Existenz mindestens eines namentlich unbekannten Königs in der Zeit zwischen Kundašpu und Suppiluliuma wahrscheinlich. Es mag sein, dass Suppiluliuma ein später Nachkomme der hethitischen Großkönige zwar. Jedenfalls trägt er den Namen zweier hethitischer Großkönige. | Suppiluliuma__Kummuh_ |
doc_83_p_0 | Am 18. Dezember 1811 starb die Schauspielerin Elizabeth Poe in einem Richmonder Hotel und hinterließ neben zwei anderen Kindern den zweijährigen Edgar Poe, der als Pflegekind in die Familie des Tabakhändlers John Allan aufgenommen wurde. So wurde Richmond zur eigentlichen Heimatstadt des Dichters, der hierher immer wieder zurückkehrte. Nach dem Unabhängigkeitskrieg erholte sich die Stadt schnell und wuchs bis Mitte des 19. Jahrhunderts auf ca. 100.000 Einwohner. Sie galt als Metropole des Südens und löste daher 1861 Montgomery als Hauptstadt der Konföderation ab. Zudem befand sich hier mit den ''Tredegar Iron Works'' die wichtigste eisenproduzierende Firma des Südens. Militärstrategisch gleichermaßen exponiert wie Washington war Richmond in den Jahren des Sezessionskrieges heftig umkämpft. Folgerichtig ergaben sich die Truppen der Südstaaten unter General Lee nur eine Woche nach dem Fall der Stadt am 3. April 1865. Richmond war fast vollständig durch einen verheerenden Brand im Zuge der Belagerung zerstört worden. Angeblich hatten konföderierte Soldaten der Union keine intakten Tabak- und Waffenvorräte hinterlassen wollen und daher die Lagerhäuser in Brand gesetzt. Richmond benötigte wie ganz Virginia Jahrzehnte, um sich einigermaßen von dem politischen und wirtschaftlichen Zusammenbruch zu erholen. Im Jahr 1888 wurde bei der Einrichtung der ersten elektrischen Straßenbahn in Richmond, erstmals die von Frank Sprague entwickelte Stromzufuhr eingesetzt, die dem elektrischen Straßenbahnbetrieb erst zum weltweiten Durchbruch verhalf. Wegen ihrer Stangenstromabnehmer wurde die Bahn von der Bevölkerung Broomstick-Train (Besenstielzug) genannt. | Richmond__Virginia_ |
doc_83_n_0 | Twickenham war ursprünglich ein Civil parish in der Harde ''(hundred)'' Isleworth. 1868 wurde ein lokaler Gesundheitsrat ''(local board of health)'' mit Kompetenzen im Infrastrukturbereich geschaffen. Aus diesem entstand 1875 ein städtischer Gesundheitsdistrikt ''(urban sanitary district)'' mit erweiterten Befugnissen. 1894 rekonstituierte sich der Gesundheitsdistrikt als Urban District. Dieser wiederum erhielt 1926 den Status eines Municipal Borough. 1934 fusionierten die bisher eigenständigen Urban Districts Hampton, Hampton Wick und Teddington mit Twickenham, wodurch sich die Fläche fast verdreifachte. Bei der Gründung der Verwaltungsregion Greater London im Jahr 1965 entstand aus der Fusion der Municipal Boroughs Barnes, Richmond (beide in Surrey gelegen) und Twickenham der London Borough of Richmond upon Thames. | Municipal_Borough_of_Twickenham |
doc_83_n_1 | Hunton wurde in der Nähe von Warrenton geboren und besuchte später die New Baltimore Academy, wo er Rechtswissenschaften studierte. Er erhielt im Jahre 1843 die Zulassung als Rechtsanwalt und begann in Brentsville zu arbeiten. Ab 1849 bis 1861 arbeitete er als Staatsanwalt für den Prince William County. 1861 wurde er Mitglied der ''Virginia convention'' in Richmond. Eppa Hunton diente in der Virginia-Miliz zuerst als Oberst und später als General. In der Konföderierten Armee trat er als Oberst des ''8. Virginia Infanterie-Regiments'' auf und wurde nach der Schlacht von Gettysburg zum Brigadegeneral ernannt und leistete bis zum Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs seinen Dienst. | Eppa_Hunton |
doc_83_n_2 | Daytona International Speedway Daytona International Speedway Daytona International Speedway Daytona International Speedway Crown Royal Presents The Dan Lowry 400 Richmond International Raceway Michigan International Speedway Daytona International Speedway Sunoco Red Cross Pennsylvania 500 Michigan International Speedway Richmond International Raceway Hier beginnt der „Chase for the Sprint Cup“ Checker O’Reilly Auto Parts 500 = Rennen, bei welchen keine Punkte vergeben werden = Wegen schlechtem Wetter von Samstag Abend auf Sonntag verschoben | NASCAR_Sprint_Cup_2008 |
doc_84_p_0 | Vogelzug Aufbrechende Gänse an der Müritz Als Vogelzug bezeichnet man den alljährlichen Flug der Zugvögel von ihren Brutgebieten zu ihren Winterquartieren und wieder zurück. Jährlich sind weltweit schätzungsweise 50 Milliarden Zugvögel unterwegs, davon etwa fünf Milliarden zwischen Europa und Afrika. Als Zugvogel wird eine Vogelart dann bezeichnet, wenn sie verschiedene Jahreszeiten an unterschiedlichen Orten verbringt. Obligate Zugvögel verlassen immer ungefähr zur selben Zeit und unabhängig von klimatischen Bedingungen ihre Brutgebiete, fliegen auf etwa gleichbleibenden Routen zu ihrem Winterquartier und kehren im darauffolgenden Frühjahr zurück. Das Gegenstück zum Zugvogel ist der Standvogel. Vogelarten, bei denen nur ein Teil der Populationen zieht, bezeichnet man als Teilzieher. Eine andere Mischform sind Strichvögel: Sie verlassen im Winter ihr Brutgebiet, bleiben aber in denselben Breiten. | Vogelzug
Aufbrechende Gänse an der Müritz
Als Vogelzug bezeichnet man den alljährlichen Flug der Zugvögel von ihren Brutgebieten zu ihren Winterquartieren und wieder zurück. Jährlich sind weltweit schätzungsweise 50 Milliarden Zugvögel unterwegs, davon etwa fünf Milliarden zwischen Europa und Afrika.
Als Zugvogel wird eine Vogelart dann bezeichnet, wenn sie verschiedene Jahreszeiten an unterschiedlichen Orten verbringt. Obligate Zugvögel verlassen immer ungefähr zur selben Zeit und unabhängig von klimatischen Bedingungen ihre Brutgebiete, fliegen auf etwa gleichbleibenden Routen zu ihrem Winterquartier und kehren im darauffolgenden Frühjahr zurück.
Das Gegenstück zum Zugvogel ist der Standvogel. Vogelarten, bei denen nur ein Teil der Populationen zieht, bezeichnet man als Teilzieher. Eine andere Mischform sind Strichvögel: Sie verlassen im Winter ihr Brutgebiet, bleiben aber in denselben Breiten. |
doc_84_n_0 | Teilzieher Unter Teilziehern versteht man Zugvögel, bei denen die Population im Winter teilweise am Vogelzug teilnimmt und in den Süden zieht, teilweise jedoch im Brutgebiet verbleibt (wie Standvögel) oder nur unwesentlich ihre Heimat wechselt (wie Strichvögel). Die meisten mitteleuropäischen Vögel gelten als Teilzieher: In Deutschland gehören hierzu ungefähr 80 Prozent aller Vögel. Ein bekannter Teilzieher ist zum Beispiel der Buchfink, bei dem nur das Weibchen im Herbst in den Süden zieht, während das Männchen zurückbleibt. Auch Goldammer, Mönchsgrasmücke, Rotkehlchen, Star, Stieglitz und Zilpzalp werden den Teilziehern zugerechnet. Aufgrund von Klimaveränderungen scheinen in letzter Zeit immer mehr Zugvogel-Arten zu Teilziehern zu werden. Die Schweizerische Vogelwarte Sempach beschreibt den langfristigen biologischen Nutzen des Teilziehens so: | Teilzieher
Unter Teilziehern versteht man Zugvögel, bei denen die Population im Winter teilweise am Vogelzug teilnimmt und in den Süden zieht, teilweise jedoch im Brutgebiet verbleibt (wie Standvögel) oder nur unwesentlich ihre Heimat wechselt (wie Strichvögel).
Die meisten mitteleuropäischen Vögel gelten als Teilzieher: In Deutschland gehören hierzu ungefähr 80 Prozent aller Vögel. Ein bekannter Teilzieher ist zum Beispiel der Buchfink, bei dem nur das Weibchen im Herbst in den Süden zieht, während das Männchen zurückbleibt. Auch Goldammer, Mönchsgrasmücke, Rotkehlchen, Star, Stieglitz und Zilpzalp werden den Teilziehern zugerechnet.
Aufgrund von Klimaveränderungen scheinen in letzter Zeit immer mehr Zugvogel-Arten zu Teilziehern zu werden. Die Schweizerische Vogelwarte Sempach beschreibt den langfristigen biologischen Nutzen des Teilziehens so: |
doc_84_n_1 | Die Brutpopulationen nahe Mexiko-Stadt und entlang der US-mexikanischen Grenze gelten als Zugvögel. Das Zugverhalten von Bewohnern der östlichen Ausläufer der Sierra Madre Occidental und der zentralen Chihuahua-Wüste ist nicht bekannt. Im Norden kommen die Vögel im frühen April an und verlassen das Gebiet im September. In Mexiko-Stadt kommen sie von März bis April an und verschwinden wieder in der Zeit von Oktober bis November. Über die Ziele der Vögel ist nichts bekannt, aber viele Exemplare überwintern im Binnenland des zentralen und südwestlichen Mexiko in Höhen zwischen 800 und 1800 Meter. Hier kommen sie in Jalisco, Guanajuato, Querétaro südlich bis Guerrero und Oaxaca vor. Gelegentlich sieht man sie westlich bis Sinaloa. In der Sierra de Manantlán sind sie von Mai bis Juni ein Sommergast. Sehr selten wurden von April bis August auch Exemplare im Süden Arizonas entdeckt. | Luzifersternkolibri |
doc_84_n_2 | Der Chilika-See bildet das größte Überwinterungsgebiet für Zugvögel in ganz Indien. Erhebungen in den Jahren 2007 und 2008 ergaben 800.000 bis 900.000 Zugvögel, von denen ein erheblicher Anteil (zwischen 200.000 und 450.000) auf Nalbana Island lokalisiert wurde. Die Zugvögel stammen zum Teil aus weit entfernten Regionen vom Kaspischen Meer, Baikalsee, Sibirien, der Mongolei, dem Iran, dem Irak, Afghanistan, und aus der Himalayaregion. Zu den bekannteren, im Umfeld der Lagune vorzufindenden Arten bzw. Gattungen oder Familien zählen Weißbauchseeadler, Graugans, Purpurhuhn, Blatthühnchen, Reiher, Flamingos, Hinduracke, Störche, Schwarzkopfibis, Löffler, Rostgans, Löffelente und Spießente. | Chilika-See |
doc_85_n_0 | Der Begriff „Dialekt“ hat auch in der Ornithologie, der Vogelkunde, Bedeutung: Als Dialekte werden in der ornithologischen Fachliteratur regionaltypisch unterschiedliche Gesänge und Rufe sehr vieler Singvögel bezeichnet. Diese Unterschiede sind bei manchen Arten, wie zum Beispiel Goldammer, Ortolan oder Buchfink, sehr auffällig und können von geübten Bestimmern deutlich herausgehört und zugeordnet werden; bei anderen Arten sind sie weniger hörbar und nur im Sonagramm zu differenzieren. In der europäischen Avifauna ist der Gesang des Ortolan eines der besten Beispiele und auch das am besten untersuchte Beispiel der Dialektausprägung bei Vögeln. | Dialekt |
doc_85_n_1 | Der Name leitet sich ab von den lateinischen Wörtern „entomo-“ und „Fauna“ für Tierwelt. Der Name ''entomo-'' geht zurück auf das griechische Wort ''εντομος'' (entomos) = „eingeschnitten, eingekerbt“ und dem davon abgeleiteten ''εντομον'' (entomon) = „Insekt“. In dieser Form wird er beispielsweise auch für die Bezeichnung der Wissenschaft der Insekten, der Entomologie, sowie zahlreicher weiterer Begriffe verwendet. Neben der Entomofauna lassen sich auch andere Tiergruppen einer Region erfassen, diese werden entsprechend bsp. als Avifauna (Vögel), Ichthyofauna (Fische) oder Herpetofauna (Reptilien/Amphibien) benannt. | Entomofauna |
doc_85_n_2 | Quidditas Quidditas, auch ''quiditas'' („Washeit“, eingedeutscht Quiddität oder Quidität) ist ein lateinischer Begriff, der aus der Fachsprache der mittelalterlichen Philosophie stammt. Er ist als abstrahierende Substantivierung von dem Interrogativpronomen ''quid?'' („was?“) abgeleitet. Der Begriff entstand wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Übersetzung philosophischer Werke aus dem Arabischen ins Lateinische, die im 12. Jahrhundert einsetzte. Die Quiddität, „Washeit“ oder Wesenheit eines Dinges ist das, was auf die Frage ''Was ist dieses Ding?'' geantwortet werden kann (''quod quid est,'' „das, was etwas ist“). Sie bezeichnet das Wesen (lateinisch ''essentia,'' Essenz) oder die Natur eines Dinges, insoweit es einer Art (''species'') oder Gattung angehört und die für diese Art oder Gattung charakteristischen spezifischen Eigenschaften aufweist. Nicht zur Quiddität gehören diejenigen Eigenschaften, die ein einzelnes Individuum oder Einzelding von allem anderen unterscheiden und dessen individuelle Besonderheit bedingen; die jeweilige Besonderheit der Einzeldinge wurde als haecceitas („Diesheit“) bezeichnet. Der Begriff ''quidditas'' spielt besonders im Denken des Philosophen Johannes Duns Scotus eine wichtige Rolle. Aus ''quidditas'' wurde das Eigenschaftswort ''quidditativus'' („die Wesenheit betreffend“) abgeleitet. | Quidditas
Quidditas, auch ''quiditas'' („Washeit“, eingedeutscht Quiddität oder Quidität) ist ein lateinischer Begriff, der aus der Fachsprache der mittelalterlichen Philosophie stammt. Er ist als abstrahierende Substantivierung von dem Interrogativpronomen ''quid?'' („was?“) abgeleitet.
Der Begriff entstand wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Übersetzung philosophischer Werke aus dem Arabischen ins Lateinische, die im 12. Jahrhundert einsetzte. Die Quiddität, „Washeit“ oder Wesenheit eines Dinges ist das, was auf die Frage ''Was ist dieses Ding?'' geantwortet werden kann (''quod quid est,'' „das, was etwas ist“). Sie bezeichnet das Wesen (lateinisch ''essentia,'' Essenz) oder die Natur eines Dinges, insoweit es einer Art (''species'') oder Gattung angehört und die für diese Art oder Gattung charakteristischen spezifischen Eigenschaften aufweist. Nicht zur Quiddität gehören diejenigen Eigenschaften, die ein einzelnes Individuum oder Einzelding von allem anderen unterscheiden und dessen individuelle Besonderheit bedingen; die jeweilige Besonderheit der Einzeldinge wurde als haecceitas („Diesheit“) bezeichnet.
Der Begriff ''quidditas'' spielt besonders im Denken des Philosophen Johannes Duns Scotus eine wichtige Rolle. Aus ''quidditas'' wurde das Eigenschaftswort ''quidditativus'' („die Wesenheit betreffend“) abgeleitet. |
doc_86_n_0 | Seit 1933 war Bloch mit Rosemarie Südekum (1906–2002) verheiratet, der Tochter des ehemaligen preußischen Finanzministers Albert Südekum, die aufgrund ihrer mütterlichen Abstammung ihrerseits nach 1933 als "Halbjüdin" galt. Er war der Neffe des Historikers Hermann Reincke-Bloch und der Kindergartenleiterin Marie Bloch. Der Onkel Wilhelm Bloch starb im niederländischen Exil. Dessen Sohn Horst Bloch und seine Enkel wurden in Auschwitz ermordet. Adalbert Bloch, ein weiterer Onkel, überlebte den Holocaust. Joachim-Dieter Blochs Tanten Betty, Marie und Cläre wurden in Theresienstadt und Auschwitz ermordet. | Joachim-Dieter_Bloch |
doc_86_n_1 | Albert_Edelfelt Albert Edelfelt (Selbstporträt) Albert Gustaf Aristides Edelfelt (* 27. Juli 1854 auf Kiala gård bei Porvoo, Finnland; † 18. August 1905 in Haikko, Finnland) war ein finnlandschwedischer Maler und Graphiker. Edelfelt studierte Malerei in Antwerpen und Paris, erhielt 1880 in Paris eine Auszeichnung für das Gemälde ''Ett barns likfärd'' (Leichenfahrt eines Kindes) und wurde 1881 in die Russische Kunstakademie – das Großfürstentum Finnland gehörte damals zum Russischen Kaiserreich – gewählt. 1895 wurde Edelfelt zum Vorsitzenden der finnischen Künstlervereinigung gewählt. Edelfelt malte vor allem Szenen aus dem finnischen Volksleben. Zudem tat sich Edelfelt als Illustrator von Büchern hervor. Insbesondere zu ''Fähnrich Stahl'' von Johan Ludvig Runeberg gibt es von Edelfelt zahlreiche Illustrationen. | Albert_Edelfelt
Albert Edelfelt (Selbstporträt)
Albert Gustaf Aristides Edelfelt (* 27. Juli 1854 auf Kiala gård bei Porvoo, Finnland; † 18. August 1905 in Haikko, Finnland) war ein finnlandschwedischer Maler und Graphiker.
Edelfelt studierte Malerei in Antwerpen und Paris, erhielt 1880 in Paris eine Auszeichnung für das Gemälde ''Ett barns likfärd'' (Leichenfahrt eines Kindes) und wurde 1881 in die Russische Kunstakademie – das Großfürstentum Finnland gehörte damals zum Russischen Kaiserreich – gewählt. 1895 wurde Edelfelt zum Vorsitzenden der finnischen Künstlervereinigung gewählt.
Edelfelt malte vor allem Szenen aus dem finnischen Volksleben. Zudem tat sich Edelfelt als Illustrator von Büchern hervor. Insbesondere zu ''Fähnrich Stahl'' von Johan Ludvig Runeberg gibt es von Edelfelt zahlreiche Illustrationen. |
doc_86_n_2 | Herbert Bloch war deutschstämmiger Jude und studierte Alte Geschichte, Klassische Philologie und Klassische Archäologie in Berlin und Rom, wo er 1935 in Römischer Geschichte promoviert wurde und 1937 das Diploma di perfezionamento erhielt. Im Jahre 1938 gehörte er dem Ausgrabungsteam in Ostia an. Aufgrund der antisemitischen Gesetzgebung in Italien emigrierte er 1939 in die USA. Blochs Bruder, welcher in Deutschland blieb, starb im Holocaust. Bloch lehrte in Harvard von 1941 bis 1982. Bloch war Mitglied des Institute for Advanced Study, Princeton (New Jersey) (1953/54), Professor der School of Classical Studies an der American Academy in Rome (1957–59), Senior Fellow der Society of Fellows in der Zeit von 1964 bis 1979, Trustee der Loeb Classical Library (1964–73). Er war als Präsident der American Philological Association (1968/69) sowie als Präsident der Fellows of the Medieval Academy von 1990 bis 1993 tätig. Bloch war Mitglied der American Academy of Arts and Sciences (1950), der American Philosophical Society (1958) und Ehrenmitglied seit 1990 der Pontificia Accademia Romana di Archeologia sowie des Deutschen Archäologischen Instituts, Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica. Er erhielt 1999 den ''Cultori di Roma''-Preis. | Herbert_Bloch |
doc_87_p_0 | Bei der Rangliste der Pressefreiheit 2017, welche von Reporter ohne Grenzen herausgegeben wird, belegte Nigeria Platz 122 von 180 Ländern. Laut dem Bericht der Nichtregierungsorganisation ist Situation der Pressefreiheit im Land „schwierig“. Journalisten sind in Nigeria Gewalt und Einschüchterung ausgesetzt. Besonders schlecht ist die Lage für Journalisten in den Krisenregionen des Landes. In Nigeria erscheinen etwa 25 überregionale Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von rund 1,7 Millionen Stück. Die meisten von ihnen, wie Thisday, The Guardian oder Vanguard, erscheinen auf Englisch, aber es gibt auch Zeitungen in Yoruba, Hausa und Igbo. Das für Information zuständige Regierungsorgan Nigeriafirst ist mit dem Presse- und Informationsamt der Bundesregierung vergleichbar. Der private Rundfunk wird von der Nigerianischen Rundfunk-Kommission (''Nigerian Broadcasting Commission, NBC'') kontrolliert. Die Berichterstattung über sensible Themen wird oft behindert. | Nigeria |
doc_87_n_0 | Im Irak herrscht seit dem Sturz Saddam Husseins eine große Vielfalt an Medien. Die neue irakische Verfassung garantiert offiziell die Pressefreiheit. Auf der von Reporter ohne Grenzen veröffentlichten ''Rangliste zur Pressefreiheit'' konnte sich der Irak zwar im Jahr 2009 auf den 145. Rang verbessern, (2008: 158, 2007: 157.), jedoch stellte die Organisation fest, dass die irakischen Journalisten immer häufiger Repressalien durch staatliche Behörden ausgesetzt sind. Bei der Rangliste der Pressefreiheit 2017 belegt der Irak Platz 158 von 180 Ländern. Im Jahr 2017 sind acht Journalisten im Irak getötet worden. Laut dem Bericht von Reporter ohne Grenzen steht der Tod der Opfer in direktem Zusammenhang mit deren journalistischer Tätigkeit. Generell ist zu sagen, dass man im Irak zwischen zwei Arten von Medien unterscheiden muss: den parteienkontrollierten und den unabhängigen. Jede größere Partei im Irak hat ihr Zentralorgan, nicht wenige unterhalten auch Fernsehsender. Die kurdischen Parteien unterhalten Zentralorgane sowohl in kurdischer als auch in arabischer Sprache. | Irak |
doc_87_n_1 | Pressefreiheit nach Angaben von Reporter ohne Grenzen, 2020 Die Nichtregierungsorganisation (NGO) Reporter ohne Grenzen kritisierte in ihrer „Rangliste der Pressefreiheit 2008“, dass seit den Anschlägen vom 11. September 2001 die führenden demokratischen Staaten destabilisiert seien und auch in diesen Ländern die Freiheitsrechte immer weiter eingeschränkt würden. Diktaturen profitierten von Konflikten und Kriegen, die im Namen des Anti-Terror-Kampfes geführt werden. Religiöse und politische Tabus hätten einen wachsenden Einfluss. (siehe auch Mohammed-Karikaturen). Der „prison census 2010“ des Committee to Protect Journalists zählte 145 inhaftierte Journalisten. 2008 waren erstmals Online-Journalisten und Blogger die von Repressionsmaßnahmen am stärksten betroffene Gruppe. In ihrem Jahresbericht „Freedom of the Press 2009“ stellte die Organisation Freedom House zum siebten Mal in Folge eine globale Einschränkung der Pressefreiheiten fest. Zum ersten Mal wurden dabei Verschlechterungen in allen untersuchten Regionen der Erde konstatiert. Das Verhältnis von Pressefreiheit und Bürgerjournalismus (Beispiel: Modell der ''OhmyNews'') ist noch ungeklärt. Auf dem Pressefreiheitsindex 2016 von Reporter ohne Grenzen kamen Finnland, Niederlande und Norwegen auf die ersten drei Plätze von 180 Ländern. Während die Pressefreiheit in den westlichen Staaten einen relativ hohen Stellenwert genießt und weitgehend gewährleistet ist, ist Pressefreiheit in den meisten Entwicklungsländern und vielen Schwellenländern deutlich eingeschränkt. Im von der Organisation ''Reporter ohne Grenzen'' jährlich erstellten Rangliste der Länder nach dem Grad der Pressefreiheit, dem ''Press Freedom Index'', belegen die verbliebenen sozialistischen Staaten hintere Plätze. Die Länder mit der geringsten Pressefreiheit sind nach dieser Darstellung Eritrea, gefolgt von Nordkorea und Turkmenistan. In Südafrika gab es 2011 staatliche Bemühungen zur Einschränkung der Pressefreiheit. Laut Pressefreiheitsindex 2014 von Reporter ohne Grenzen sank die Pressefreiheit im Jahr 2014 drastisch. In 120 von 180 Staaten sieht die Organisation weniger Freiheit für Meinung und Medien als im Jahr zuvor. | Pressefreiheit |
doc_87_n_2 | Pressefreiheit ist nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes (Stand 2012) gegeben, hat aber ihre Grenzen im Wesentlichen in den knappen Ressourcen und begrenzten professionellen Standards des tansanischen Journalismus. Das Demonstrationsrecht wird gelegentlich unter Hinweis auf die öffentliche Sicherheit eingeschränkt. Bei der Rangliste der Pressefreiheit 2017, welche von Reporter ohne Grenzen herausgegeben wird, belegte Tansania Platz 83 von 180 Ländern. Im Jahr 2020 ist Tansania auf Rang 124 abgerutscht. | Tansania |
doc_88_n_0 | Die Feldmission für Menschenrechte auf der Krim ist ein loser Zusammenschluss von Menschenrechtsaktivisten aus Russland, der Ukraine und anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Sie erstellte seit dem Frühjahr 2014 regelmäßige Berichte (''Monitoring'') über Menschenrechtsverletzungen auf der Krim seit der Besetzung durch russische Militäreinheiten und die folgende Eingliederung in das Gebiet der Russischen Föderation. Sie berichtete vor allem über Diskriminierungen der Krimtataren, die sich öffentlich gegen die Eingliederung ausgesprochen hatten. Sie beobachtete unfaire Gerichtsverfahren gegen einige Krimtataren und schrieb darüber. Kritische Bürger, Journalisten und Blogger wurden starkem persönlichem Druck durch die neue russische Macht ausgesetzt und verließen meist die Halbinsel. Auch Mitglieder der Gruppe wurden mehrfach durch den russischen Geheimdienst vorgeladen und bedroht. Am 7. Juli 2015 wurde die Feldmission für Menschenrechte auf der Krim vom Föderationsrat der Russischen Föderation zur Registrierung als »unerwünschte ausländische Organisation« vorgeschlagen, wie auch weitere 11 US-amerikanische, polnische und ukrainische Organisationen. Am 9. September gab sie eine Veränderung der Strukturen bekannt, was praktisch das Einstellen der bisherigen Tätigkeit bedeutet. Am 28. Oktober 2015 veröffentlichte sie ihre bisher letzte Erklärung, in der sie den Einsatz internationaler Beobachter durch die OSZE und andere internationale Organisationen zur Beobachtung der Menschenrechte auf der Krim forderte. Sie verweist auf die Tätigkeit anderer Nichtregierungsorganisationen wie die ''Initiativgruppe für Menschenrechte auf der Krim''. | Feldmission_für_Menschenrechte_auf_der_Krim |
doc_88_n_1 | Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier sah Anfang März 2014 den Vorschlag von Kerry, Russland zur Not aus der G8 auszuschließen, skeptisch: Man sollte zur Deeskalation in der Ukraine beitragen und nicht jede mögliche Verschärfung herbeireden, die im Zweifel nicht helfen werde. Eine Woche später kündigte er die nächste Stufe der EU-Sanktionen an, wenn sich Russland in Gesprächen nicht bewege. Bundeskanzlerin Angela Merkel warf Putin schon am 2. März in einem Telefonat vor, mit der „unakzeptablen russischen Intervention auf der Krim gegen das Völkerrecht verstoßen zu haben“. Außerdem habe Russland gegen den Vertrag über die Schwarzmeerflotte von 1997 verstoßen. Putin teilte diese Sichtweise nicht, akzeptierte jedoch Merkels Vorschlag bezüglich der umgehenden Einrichtung einer ''Fact Finding Mission'' sowie einer Kontaktgruppe, um einen politischen Dialog zu beginnen. In einer Regierungserklärung am 13. März 2014 warf die Bundeskanzlerin Russland vor, sich nicht als „Partner für Stabilität“ erwiesen zu haben, sondern die Schwäche des Nachbarlandes Ukraine ausgenutzt zu haben. Dem „Recht des Stärkeren“ stünde die „Stärke des Rechts“ gegenüber. Russland habe einen „eindeutigen Bruch grundlegender völkerrechtlicher Prinzipien“ begangen. Sollte es nicht sehr bald „auf den Weg des Rechts und der Zusammenarbeit“ zurückkehren, werde dies Russland politisch und wirtschaftlich massiv schaden. Die von der EU im März 2014 verhängten Sanktionen gegen Russland werden (mit Ausnahme der Partei Die Linke) von allen Parteien im deutschen Bundestag befürwortet. Erstmals im Januar 2021, fast sieben Jahre nach der Annexion der Krim, verurteilte der freundschaftlich mit Putin verbundene frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder das russische Vorgehen als „Bruch des Völkerrechts“. Allerdings lehne er Sanktionen ab: „Weil ich nicht sehe, was sie erreichen können.“ Es werde keinen russischen Präsidenten geben, „der die Krim wieder rausrückt“. | Krimkrise |
doc_88_n_2 | Die Regierung Obama hatte am 1. März „Russlands Militärintervention auf ukrainischem Territorium“ als „eindeutige Verletzung der ukrainischen Souveränität und territorialen Integrität“ verurteilt. US-Präsident Barack Obama hatte dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am 1. März 2014 telefonisch mitgeteilt, dass sich die USA aus allen G8-Treffen zurückziehen. Am Tag darauf teilten die britische und die französische Regierung selbiges mit. Der damalige US-Außenminister Kerry hatte am 2. März 2014 geäußert, es werde keinen G8-Gipfel geben, wenn die Ereignisse auf der Krim so weitergingen. Der 40. G8-Gipfel war für den 4. bis 5. Juni 2014 in Sotschi geplant gewesen. | G7-Sondertreffen_in_Den_Haag_2014 |
doc_89_n_0 | Erika Manns schriftstellerisches Werk begann 1928 mit journalistischen Veröffentlichungen, vor allem verfasste sie Glossen in der Berliner Tageszeitung ''Tempo'', hinzu kamen Gelegenheitstexte für ''Ford im Bild'', das Werbemagazin des Automobilkonzerns Ford, die erst vor wenigen Jahren wiedergefunden wurden. Es setzte sich 1929 fort mit dem heiteren Reisebuch ''Rundherum'', in dem sie, zusammen mit ihrem Bruder Klaus, die Erlebnisse aus der gemeinsamen Weltreise verarbeitete. In einer Anzeige im Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel vom 19. Januar 1929 warb der Fischer Verlag für das Buch der Geschwister Mann: „In ihrem Reisebuch stellen sie keine kritischen Bemerkungen, keine Reflexionen über Länder und Menschen an. Mit neugierigen jungen Augen blicken sie um sich und erzählen einfach und lebendig, was sie sahen und was ihnen begegnete.“ Ein weiteres gemeinsames Reisebuch der frühen Zeit ist ''Das Buch von der Riviera'' von 1931. An Erika Manns Theaterstück ''Plagiat, eine Komödie in fünf Bildern'' – es stammt ebenfalls aus dem Jahr 1931 – hat der Bruder mitgeschrieben. Das Manuskript von ''Plagiat'', mit Szenen aus dem Berliner Theater- und Intellektuellenmilieu, galt lange Zeit als verschollen. Es wurde erst Anfang der 1990er Jahre im Nachlass eines Klaus-Mann-Sammlers aufgefunden. Eine Lesung dieses Stückes fand anlässlich Erika Manns 100. Geburtstags am 14. Februar 2005 im Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg statt. Das mit Ricki Hallgarten gemeinsam verfasste Weihnachtsspiel ''Jan’s Wunderhündchen. Ein Kinderstück in sieben Bildern'' erlebte 1932 in Darmstadt seine Premiere, es wurde später jedoch nicht mehr aufgeführt. | Erika_Mann |
doc_89_n_1 | Klaus Mann als US-Sergeant in Italien (1944) Der Suizid ihres Bruders Klaus am 21. Mai 1949 in Cannes erschütterte Erika Mann tief, hatte sie doch lange Zeit versucht, seinem Todeswunsch entgegenzuwirken. Der Verlust des geliebten Bruders stellte einen tiefen Einschnitt in ihr Leben dar. Die Freundschaft mit Pamela Wedekind war zwar nach deren Heirat mit Carl Sternheim zerbrochen, doch nach vielen Jahren des Schweigens schrieb Erika Mann am 16. Juni Pamela Wedekind einen Brief, in dem sie ihre Trauer ausdrückte: Im Jahr 1950 erschien, von ihr herausgegeben, das Erinnerungsbuch ''Klaus Mann zum Gedächtnis'' mit einem Vorwort des Vaters und Beiträgen von Freunden wie Hermann Kesten und Upton Sinclair im Querido Verlag. Sie hatte den letzten Essay ihres Bruders, ''Die Heimsuchung des europäischen Geistes'', übersetzt und in das Buch aufgenommen; ihre Übersetzung und Herausgeberschaft wurde auf der Titelseite jedoch nicht genannt. | Erika_Mann |
doc_89_n_2 | Erika Mann hat den ''Stoffel'' ihren jüngsten Geschwistern Elisabeth und Michael Kapitel für Kapitel vorgelesen und ihnen das Buch gewidmet. Außerdem wollte sie dem Freund Ricki Hallgarten mit dem Illustrationsauftrag mehr Lebensmut geben. Hallgarten erlebte das Erscheinen seiner einzigen Buchillustration jedoch nicht mehr, da er sich am 5. Mai 1932 das Leben nahm. Den Raddampfer „Luitpold“ gab es wirklich, er fuhr bis in die 1950er Jahre auf dem Starnberger See. In den letzten Jahren hieß er „München“. Die Weltumrundung des Luftschiffs „Graf Zeppelin“ im Jahr 1929 mit einem wirklichen, 16-jährigen "Blinden Passagier" an Bord und ihre erste eigene Weltreise 1927 mit Klaus Mann, die in dem gemeinsamen Buch ''Rundherum'' (1929) beschrieben wird, haben sicherlich zu dem Entstehen des ''Stoffels'' beigetragen. Das Buch hatte großen Erfolg, es erlebte innerhalb kurzer Zeit zehn Auflagen und wurde in viele Sprachen übersetzt. 1953 gab es eine Neuausgabe unter dem Titel ''Christoph fliegt nach Amerika'', die im Franz Schneider Verlag, München erschien, mit einem Nachwort zur Geschichte der Luftschiffe und neuen Illustrationen von Hans Schubel. Inzwischen sind an der Erstausgabe orientierte Neuausgaben des ''Stoffel'' veröffentlicht, die wieder die Zeichnungen von Ricki Hallgarten enthalten. | Stoffel_fliegt_übers_Meer |
doc_90_n_0 | Uniformabzeichen, das ''NNSC''-Delegierte aus Schweden und der Schweiz tragen Die NNSC wurde durch das in Panmunjeom am 27. Juli 1953 zwischen dem Kommando der Vereinten Nationen und Nordkorea abgeschlossene Waffenstillstandsabkommen begründet. Die NNSC besteht aus Vertretern „''neutraler Nationen''“ beider Seiten. ''Neutrale Nationen'' sind definiert als jene Nationen, deren Kampftruppen nicht an den Feindseligkeiten in Korea teilgenommen hatten. Die in der Waffenstillstandsvereinbarung erwähnten neutralen Staaten sind Schweden und die Schweiz für Südkorea, Polen und die Tschechoslowakei für Nordkorea. Ihre Soldaten wurden auf der entsprechenden Seite der Grenze stationiert. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurden die Polen und Tschechen 1993 auf Veranlassung Nordkoreas abgezogen. Bis heute sind für die ''NNSC'' ständig je fünf schweizerische und schwedische Soldaten in Panmunjeom stationiert. Polen nimmt wieder gelegentlich an Sitzungen teil, die jetzt auch in Südkorea stattfinden. Die ''NNSC'' unterstützt die Umsetzung des Waffenstillstandsabkommens mit Überwachungen, Beobachtungen, Inspektionen und Untersuchungen. Insbesondere sorgt es dafür, dass keine weiteren ausländischen Truppen und Militärgeräte in Korea eingeführt werden. Erlaubt sind das stückweise Ersetzen beschädigter oder abgenutzter Geräte. Die ''NNSC'' wurde anfangs von zwanzig Inspektionsteams der neutralen Nationen, zehn permanent in Häfen in Nord- und Südkorea und zehn mobilen Teams unterstützt. Die Waffenstillstandsvereinbarungen hat die Art der Operation der Mannschaften nicht spezifiziert. Die Schweizer und die schwedischen Teams waren klein und vertrauten auf ihre Gastgeber für die Bereitstellung von Hilfspersonal, Fahrzeugen und Kommunikationsausrüstungen für die Berichterstattung an die ''Waffenstillstandskommission MAC''. Die tschechischen und polnischen Mannschaften waren viel größer und völlig autark, einschließlich schwerer Radio-Lastwagen, Dolmetscher, Köche und Messgeräte. Die ''NNSC'' berichtet an die ''Waffenstillstandskommission MAC (von )''. Die ''Waffenstillstandskommission'' ''MAC'' ist Teil des Mechanismus zur Regelung der Beziehungen zwischen der Nordkorea (Demokratischen Volksrepublik Korea DVRK) und Südkorea (Republik Korea). Es ist für die Umsetzung der Waffenstillstandsvereinbarungen verantwortlich und verwaltet die demilitarisierte Zone. | Neutrale_Überwachungskommission_in_Korea |
doc_90_n_1 | Seit 2008 besteht die Hauptaufgabe der NNSC darin, Beziehungen zu beiden Seiten zu pflegen und aufzubauen und einen Kommunikationskanal zwischen ihnen aufrechtzuerhalten. Fünf Schweizer und fünf schwedische Vertreter sind in der Nähe von Panmunjeom, für die NNSC stationiert. Gegenwärtig besteht ihre Hauptaufgabe darin, Präsenz an der innerkoreanischen Grenze zu zeigen und damit zu zeigen, dass der Waffenstillstand noch immer in Kraft ist. Gelegentlich nehmen polnische Delegierte an den Treffen in Panmunjeom teil, aber über Südkorea, da Polen die Seiten politisch gewechselt hat. Die Förderung von Entspannung und Sicherheit im gemeinsamen Sicherheitsbereich (JSA) fällt ebenfalls in den Rahmen dieser Aktivitäten und ist die Voraussetzung für die Erfüllung dieser Aufgaben. Die schwedische Delegation beschreibt ihre derzeitige Aufgabe als Aufrechterhaltung des Waffenstillstandsmechanismus. Sie beschreibt, dass sie laufend Kontakt mit der UNC, nicht aber mit Nordkorea habe. Die NNSC überwacht weiterhin die Truppenstärke in Südkorea und überwacht die jährlichen militärischen Übungen der USA und Südkoreas. Wenn Nordkoreaner in Südkorea einreisen, können die NNSC-Mitglieder sie befragen, um festzustellen, ob sie repatriiert werden oder in den Süden ausreisen wollen. Gelegentlich nimmt das NNSC an Untersuchungen der militärischen Waffenstillstandskommission der Vereinten Nationen (UNC) teil, so etwa zu den Beteiligungen Südkoreas bei Marinescharmützeln. Polen entsendet zweimal im Jahr Vertreter zu Kommissionsversammlungen, die nach Ansicht der NNSC ihren Standpunkt legitimieren, da weiterhin 75 % der ursprünglichen Delegationen vertreten sind. Im Jahr 2014 wurde die Praxis beendet, die Türen des NNSC-Konferenzgebäudes in Richtung des nordkoreanischen Territoriums offen zu lassen, da Nordkorea dies als „aggressive Geste“ gedeutet hatte. Die jährlichen Kosten der NNSC belaufen sich auf etwa 4 Millionen US-Dollar. Die Wartung und Reparatur der Einrichtungen des NNSC-Camps liegt in der Verantwortung der Direktion für öffentliche Arbeiten (DPW) der US-Armee für das Gebiet I, das sich im Stützpunkt Camp Red Cloud befindet. | Neutrale_Überwachungskommission_in_Korea |
doc_91_p_0 | Comcast Die Comcast Corporation ist der größte Kabelnetzbetreiber, nach AT&T der zweitgrößte Internetdiensteanbieter und nach AT&T und Verizon Communications die drittgrößte Telefongesellschaft in den USA. In der jährlich erscheinenden Rangordnung der größten internationalen Medienkonzerne des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik belegt Comcast 2015 mit einem Umsatz von 51,8 Mrd. US-Dollar Platz 1. Zurzeit bietet Comcast seine Dienstleistungen in 39 Bundesstaaten und dem District of Columbia an. Der Sitz von Comcast ist in Philadelphia (Pennsylvania, USA) im Comcast Center. Bei den Forbes Global 2000 belegt Comcast Platz 27 (Stand: 2020). | Comcast
Die Comcast Corporation ist der größte Kabelnetzbetreiber, nach AT&T der zweitgrößte Internetdiensteanbieter und nach AT&T und Verizon Communications die drittgrößte Telefongesellschaft in den USA. In der jährlich erscheinenden Rangordnung der größten internationalen Medienkonzerne des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik belegt Comcast 2015 mit einem Umsatz von 51,8 Mrd. US-Dollar Platz 1. Zurzeit bietet Comcast seine Dienstleistungen in 39 Bundesstaaten und dem District of Columbia an. Der Sitz von Comcast ist in Philadelphia (Pennsylvania, USA) im Comcast Center.
Bei den Forbes Global 2000 belegt Comcast Platz 27 (Stand: 2020). |
doc_91_n_0 | Anfang Dezember 2009 übernahm Comcast für rund 14 Milliarden US-Dollar (6,5 Milliarden in bar, die Kabelkanäle wurden mit einem Wert von 7,25 Milliarden US-Dollar veranschlagt) einen Anteil von 51 Prozent von NBCUniversal, während der restliche Anteil bei General Electric Corporation verblieb. Die Übernahme der Mehrheit von NBCUniversal wurde am 18. Januar 2011 von der Federal Communications Commission (FCC) genehmigt. Am 28. Januar 2011 wurde die Übernahme umgesetzt und die unternehmerische Führung von Comcast übernommen. Gleichzeitig wurden die Kabelkanäle von der Comcast Corporation auf die neue ''NBC Universal LLC.'' übertragen. Mit der Übernahme von NBC Universal erlangt Comcast Zugriff auf den 32 %-Anteil an dem Videoportal Hulu. Als Auflage der Federal Communications Commission darf Comcast nicht direkt in das Management von Hulu eingreifen. Da Comcast Hulu als eine strategische Beteiligung betrachtet, wurde die Unternehmensführung an die beiden anderen Gesellschafter übertragen. Am 12. Februar 2013 gab Comcast bekannt, von General Electric auch die restlichen 49 Prozent Anteile an NBC Universal zu übernehmen. Der vereinbarte Preis dafür liegt bei rund 16,7 Milliarden US-Dollar, davon 11,4 Milliarden in bar. Das Geschäft sollte bis Ende des ersten Quartals 2013 durchgeführt sein. Die Übernahme war am 19. März 2013 vollzogen. | Comcast |
doc_91_n_1 | Im Dezember 2001 gewann Comcast das ''Bietergefecht'' mit AOL Time Warner und Cox Communications um die Kabelfernsehsparte von AT&T. Die Übernahme hatte einen Gesamtumfang von 72 Milliarden US-Dollar, 47 Milliarden US-Dollar in 1,235 Milliarden neuer Aktien für die AT&T-Anteilseigner, die Schulden der Kabelfernsehsparte von 20 Milliarden US-Dollar und eine Wandelanleihe in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar, die die Microsoft Corporation hielt. An dem neuentstandenen Unternehmen haben die Anteilseigner von AT&T einen Anteil von 53 % und Comcast von 47 %. Für die ehemaligen AT&T-Mitarbeiter wurde ein Pensionsfonds eingerichtet. Nach Abschluss der Übernahme, wurde Comcast in ''AT&T Comcast'' umbenannt. Als Auflage für die Zustimmung des Zusammenschlusses durch die FCC musste AT&T Comcast die Anteile an Time Warner Cable treuhänderisch verwalten lassen und innerhalb von fünfeinhalb Jahren veräußern. Die neugeschaffene ''AT&T Comcast'' hatte beim Pay-TV einen Marktanteil von 29 % und 27 Millionen Kunden in 41 Bundesstaaten. | Comcast |
doc_91_n_2 | AV Visionen GmbH(Crunchyroll SA) Joyn GmbH(ProSiebenSat.1 Media SE und Discovery, Inc.) Joyn GmbH(ProSiebenSat.1 Media SE und Discovery, Inc.) RTL Disney Fernsehen GmbH & Co. KG (RTL Group SA und The Walt Disney Company) Joyn GmbH(ProSiebenSat.1 Media SE und Discovery, Inc.) Brainpool TV GmbH(Banijay Group) Pantaflix Technologies GmbH(Pantaflix AG) ProSiebenSat.1 Sports GmbH(ProSiebenSat.1 Media SE) Sky Deutschland Fernsehen GmbH & Co. KG(Comcast Corporation) Sky Österreich Fernsehen GmbH & Co. KG(Comcast Corporation) RTL interactive GmbH(RTL Group SA) ProSiebenSat.1 PULS 4 GmbH(ProSiebenSat.1 Media SE) | Liste_deutschsprachiger_Video-on-Demand-Angebote |
doc_92_p_0 | Uran Uran (benannt nach dem Planeten Uranus) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol U und der Ordnungszahl 92. Im Periodensystem steht es in der Gruppe der Actinoide (7. Periode, f-Block). Uran ist ein Metall, dessen sämtliche Isotope radioaktiv sind. Natürlich in Mineralen auftretendes Uran besteht zu etwa 99,3 % aus dem Isotop 238U und zu 0,7 % aus 235U. Eine besondere Bedeutung erhielt Uran nach der Entdeckung der Kernspaltung im Jahre 1938. Das Uranisotop 235U ist durch thermische Neutronen spaltbar und damit – neben dem äußerst seltenen, aber aus Uran erzeugbaren Plutonium-Isotop 239Pu – das einzige natürlich vorkommende Nuklid, mit dem eine selbsterhaltende Kernspaltungs-Kettenreaktion möglich ist. Daher findet es Verwendung als Primärenergieträger in Kernkraftwerken und Kernwaffen. | Uran
Uran (benannt nach dem Planeten Uranus) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol U und der Ordnungszahl 92. Im Periodensystem steht es in der Gruppe der Actinoide (7. Periode, f-Block). Uran ist ein Metall, dessen sämtliche Isotope radioaktiv sind. Natürlich in Mineralen auftretendes Uran besteht zu etwa 99,3 % aus dem Isotop 238U und zu 0,7 % aus 235U.
Eine besondere Bedeutung erhielt Uran nach der Entdeckung der Kernspaltung im Jahre 1938. Das Uranisotop 235U ist durch thermische Neutronen spaltbar und damit – neben dem äußerst seltenen, aber aus Uran erzeugbaren Plutonium-Isotop 239Pu – das einzige natürlich vorkommende Nuklid, mit dem eine selbsterhaltende Kernspaltungs-Kettenreaktion möglich ist. Daher findet es Verwendung als Primärenergieträger in Kernkraftwerken und Kernwaffen. |
doc_92_n_0 | Otto Hahn und sein Assistent Fritz Straßmann entdeckten im Dezember 1938, dass durch Bestrahlung mit Neutronen Urankerne gespalten werden (induzierte Kernspaltung). Später wurde nachgewiesen, dass bei diesem Prozess ein großer Energiebetrag sowie weitere Neutronen freigesetzt werden, sodass eine Spaltungs-Kettenreaktion und damit die Freisetzung technisch nutzbarer Energiemengen in kurzer Zeit, also bei hoher Leistung, möglich ist. Darauf begannen, etwa gleichzeitig mit dem Zweiten Weltkrieg, Forschungsarbeiten zur Nutzung dieser Energie für zivile oder militärische Zwecke. In Deutschland arbeiteten unter anderem Carl Friedrich von Weizsäcker und Werner Heisenberg an der Entwicklung eines Kernreaktors; die Möglichkeit einer Kernwaffe wurde gesehen, aber nicht ernsthaft verfolgt, weil die voraussehbare Entwicklungsdauer für den herrschenden Krieg zu lang erschien. In Los Alamos forschten im Manhattan-Projekt unter der Leitung von Robert Oppenheimer die Physiker Enrico Fermi, Hans Bethe, Richard Feynman, Edward Teller, Felix Bloch und andere. Obwohl dieses Projekt von Anfang an der Waffenentwicklung diente, führten seine Erkenntnisse auch zum Bau der ersten zur Energiegewinnung genutzten Kernreaktoren. | Kernphysik |
doc_92_n_1 | Niels Bohr entwickelt das von Meitner und Frisch vorgeschlagene Konzept weiter und kommt zu der Erkenntnis, dass die Spaltung des Urans nicht am Hauptisotop 238U, sondern am seltenen Uranisotop 235U erfolgt, das im natürlichen Uran nur zu 0,7 % vorhanden ist. Eine Arbeitsgruppe um Frédéric Joliot findet, dass bei der Uranspaltung zwei bis drei Neutronen pro Spaltung freigesetzt werden. Damit ist die Möglichkeit für eine Kettenreaktion gegeben, in der diese Neutronen weitere Urankerne spalten. Siegfried Flügge prüft in einer ausführlichen Abhandlung, ob und wie der Energieinhalt der Atomkerne in einer solchen „Uranmaschine“ technisch nutzbar gemacht werden kann. | Entdeckung_der_Kernspaltung |
doc_92_n_2 | Grundlage bei dieser Lösung ist die Fouriermethode. Das Dirichlet-Problem wird dabei in Polarkoordinaten betrachtet und die gesuchte Funktion mittels der Trennung der Variablen in zwei unabhängige Funktionen gespalten. Der gewählte Ansatz lautet somit: Die Einsetzung dieses Ansatzes in die Laplace-Gleichung und Nutzung eines Separationsansatzes führt das Problem auf zwei gewöhnliche Differentialgleichungen zurück. Die Lösungen dieser gewöhnlichen Differentialgleichungen lauten: Dabei sind , , , Konstanten und , wobei – die Konstante aus dem Separationsansatz – positiv und reell ist, wodurch (bei der Erlangung der Lösungen) die -Periodizität des Winkels erfüllt wird. Diese Periodizität kann auch als die Stetigkeit der Werte von auf dem Rand interpretiert werden. Wäre , so würde in eine Singularität vorliegen, was wiederum der Stetigkeitsvoraussetzung in widerspricht. Somit ist . Werden diese Lösungen in den oben gewählten Separationsansatz eingesetzt und nach dem Superpositionsprinzip über alle möglichen Lösungen aufsummiert, so ergibt sich die Lösung der Laplace-Gleichung,: wobei , und die Fourierkoeffizienten der Werte von sind. | Laplace-Gleichung |
doc_93_n_0 | Bei der Bestrahlung von Uran fand Fermi anstatt einer neuen Substanz gleich fünf radioaktive Produkte, mit 10 s, 40 s, 13 min, 40 min und etwa 24 h Halbwertszeit. Einen dieser Körper, den mit einer HWZ von 13 Minuten, versuchte Fermi chemisch zu identifizieren. Er konnte dabei eine Zugehörigkeit zum Uran oder einem seiner leichteren Nachbarelemente ausschließen und äußerte deshalb die Vermutung, dass die Ordnungszahl des Elementes größer als 92 sein könnte. Für Element 93 sprach die Tatsache, dass der Körper sich ähnlich wie die für homolog gehaltenen Elemente Mangan und Rhenium verhielt, aber auch die Möglichkeit für eine Ordnungszahl 94 oder 95 wollte Fermi nicht ausschließen, da er annahm, dass die chemischen Eigenschaften dieser Elemente denen von Element 93 wohl ziemlich ähnlich seien. Die Bezeichnung ''Transurane'' für diese neuen Elemente wurde von Fermi nicht verwendet; sie hat sich erst später eingebürgert. Weitere Versuche zur Aufklärung des Reaktionsablaufs und zur chemischen Identifizierung der Umwandlungsprodukte wurden von dem Physiker Fermi nicht vorgenommen. 1938 wurde ihm für seine Entdeckungen der Nobelpreis für Physik verliehen. Nach der Preisverteilung in Stockholm kehrte er nicht in das faschistische Italien zurück, sondern emigrierte mit seiner Frau in die USA. | Entdeckung_der_Kernspaltung |
doc_93_n_1 | Neptunium Neptunium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Np und der Ordnungszahl 93. Im Periodensystem steht es in der Gruppe der Actinoide (7. Periode, f-Block). Neptunium ist das erste der sogenannten Transurane, die auf der Erde, bis auf Spuren von Neptunium und Plutonium, nicht mehr natürlich vorkommen. Neptunium ist ein giftiges und radioaktives Schwermetall. Es wurde benannt nach dem Planeten Neptun, der auf den Planeten Uranus folgt. Neptunium folgt im Periodensystem auf Uran, dann folgt Plutonium, das auf der Erde natürlich vorkommende Element mit der höchsten Ordnungszahl. | Neptunium
Neptunium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Np und der Ordnungszahl 93. Im Periodensystem steht es in der Gruppe der Actinoide (7. Periode, f-Block). Neptunium ist das erste der sogenannten Transurane, die auf der Erde, bis auf Spuren von Neptunium und Plutonium, nicht mehr natürlich vorkommen. Neptunium ist ein giftiges und radioaktives Schwermetall. Es wurde benannt nach dem Planeten Neptun, der auf den Planeten Uranus folgt. Neptunium folgt im Periodensystem auf Uran, dann folgt Plutonium, das auf der Erde natürlich vorkommende Element mit der höchsten Ordnungszahl. |
doc_93_n_2 | Uran wurde 1789 von dem deutschen, damals in Berlin lebenden Chemieprofessor und Apotheker Martin Heinrich Klaproth aus dem Mineral Pechblende isoliert. Es ist nach dem Planeten Uranus (und somit nach dem griechischen Himmelsgott Uranos) benannt, der acht Jahre zuvor (1781) von Friedrich Wilhelm Herschel entdeckt worden war. Am 24. September 1789 gab Klaproth die Entdeckung in einer Ansprache vor der Preußischen Akademie der Wissenschaften bekannt. Zuerst wurde seine Entdeckung ''Uranit'' genannt, 1790 dann in ''Uranium'' umbenannt. Klaproth hatte seine Entdeckung bei der Analyse des Erzes aus dem Bergwerk „Georg Wagsfort“ in Wittigsthal bei Johanngeorgenstadt in Sachsen gemacht. Er behandelte das Erz mit Säure und erwärmte es stark. Das Ergebnis bestand in einem schwarzen Pulver, welches er Uran nannte. Klaproth hatte tatsächlich ein neues Element identifiziert, aber was er gewonnen hatte, war nicht das Element Uran selbst, sondern ein Oxid. Erst fünfzig Jahre später im Jahre 1841 gelang es dem Franzosen Eugène Peligot, reines Uranmetall zu gewinnen. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Uran zusammen mit anderen Mineralien in St. Joachimsthal sowie in einigen Minen in Cornwall (England) gewonnen. Uranverbindungen wurden im ganzen 19. Jahrhundert zum Färben von Glas und Keramik verwendet, um Vasen und Dekorationsstücken, aber auch alltäglichen Gebrauchsgegenständen wie Schüsseln, Gläsern etc. eine gelbgrüne Farbe („annagrün“) zu geben. Glashersteller in Joachimsthal (Böhmen) benutzten diese Technik bereits 1826. Noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde Uran zur Glasfärbung genutzt, erst dann wurde es durch andere, weniger bedenkliche farbgebende Mineralien ersetzt. Uranhaltige keramische Glasuren von Orange bis leuchtend Rot wurden für Geschirr bis hin zu architektonischem Beiwerk verwendet. In der Photographie diente bis weit ins 20. Jahrhundert Uranylnitrat zur Braun- und Rottonung von Diapositivplatten, Platinbildern und Bromsilberbildern. Dass Uran radioaktiv ist, wurde 1896 zuerst von Antoine Henri Becquerel festgestellt. Uran galt lange als das Element mit der höchsten Ordnungszahl, das natürlich vorkommt. Im Jahr 1971 wurden jedoch winzigste Spuren des Plutoniumisotops 244Pu nachgewiesen, so dass Plutonium (Z = 94) Uran als bekanntes natürliches Element mit der höchsten Ordnungszahl ablöste. | Uran |
doc_94_n_0 | In der Bibel wird der Ort erstmals in der Völkertafel in genannt. Abraham, der Stammvater des Volkes Israel, soll sich eine Zeit lang dort niedergelassen haben . Zu der Zeit regierte nach biblischer Überlieferung Abimelech als Philister-König in Gerar (; ). Isaak lebte später gleichfalls in Gerar . Als Tribut für die Erlaubnis, dort wohnen zu dürfen, soll Abraham gemäß der biblischen Erzählung diesem König seine Frau Sarah überlassen haben. Dies gefährdete die Verheißung, die JHWH ihm vor seinem Aufbruch nach Kanaan gegeben hatte: Er werde Nachkommen haben und daraus werde ein großes Volk hervorgehen. Doch Sara war bis dahin kinderlos geblieben, und Abraham gab sie als seine Schwester aus, um seine Sippe vor möglichem Überfall zu schützen. Dann aber sei Gott dem fremden König im Traum erschienen und habe ihn gewarnt, die ihm nicht gehörende Frau anzurühren. Daraufhin habe Abimelech Abraham vor seinem Hofstaat zur Rede gestellt wegen seines Misstrauens, ihm seine Frau wiedergegeben und Vieh und Silber als Gastgeschenk dazu. Auch habe er ihm freigestellt, sich niederzulassen wo er wollte. Auf Abrahams Gebet zu Gott hin sei Abimelech von Unfruchtbarkeit geheilt worden, und seine Frauen konnten wieder Kinder gebären . Asa (reg. 913–873 v. Chr.) soll den geschlagenen Kuschitern bis nach Gerar gefolgt sein und anschließend die Orte in der Umgebung geplündert haben . Der Ort Gedor wird in der Septuaginta mit Gerar wiedergegeben . | Gerar |
doc_94_n_1 | Die Höhenburganlage besteht aus einem kreisrunden Hügel; der Durchmesser des Turmhügels (Motte) beträgt ca. 14 m, seine Höhe noch ca. 1 m. Umgeben ist er von einem 0,4 m breiten und etwa 1 m tiefen Graben, der bei Regen stellenweise von Wasser gefüllt ist. In rezenter Zeit wurde er in der Mitte und an der Südostseite abgegraben. Der Schlößlberg hieß bis 1794 noch „Schloßbuckel-Schlag“. Nach einer Sage sollen auf dem „Schloß Pühel“ zwei Schwestern gelebt haben, um 1600 sollen hier noch „rudera“ („Schutthaufen, Trümmer“) zu sehen gewesen sein. | Turmhügel_Schlösslberg |
doc_94_n_2 | Im Gebiet des heutigen Staates Paraguay lebten vor der europäischen Besiedlung verschiedene Indianerstämme. Im Westen lebten die Stämme der Tupí-Guaraní-Sprachfamilie, im Osten die Stämme der Arawak, Guaicurú, Mataco-Mataguayo, Chamacoco, Angaite und Lengua. Nach Schätzungen sollen bei Ankunft der Europäer etwa 280.000 Menschen in dem Gebiet gelebt haben. Die Aché-Indianer, die heute im subtropischen Osten leben, gelten als Nachkommen der einstigen Urbevölkerung Ostparaguays. Um 500 v. Chr. wanderten Guarani-Gruppen aus dem Amazonasgebiet ein, besetzten die an den Flussniederungen liegenden Gebiete, legten dort ihre Pflanzungen an und verdrängten die Vorfahren der Aché in die höher gelegenen Waldgebiete. Heute werden sie der Tupí-Guaraní-Sprachfamilie zugerechnet, vermutlich aber haben die Aché diese Sprache übernommen. | Geschichte_Paraguays |
doc_95_n_0 | Wenn an die Stelle von zwei gleich langen Noten drei gleich lange Noten derselben Art treten, spricht man von einer Triole (zum lateinischen Wortbildungselement ''tri-'' „drei, dreifach“ mit Verkleinerungssuffix ''-olus''). So bietet ein -Takt Platz für zwei Vierteltriolen oder vier Achteltriolen. Ein einzelner Wert einer Achtel-, Viertel- bzw. Halbetriole entspricht einem Drittel einer Viertelnote, halben Note bzw. ganzen Note. Unterteilungen in drei Teile heißen „ternär“, Unterteilungen in zwei Teile „binär“. Eine Triole ist somit der ternäre Ersatz für eine binäre Gruppe. Die Verwendung von zusammengesetzten Dauern und Pausen ermöglicht es, Triolen innerlich zu rhythmisieren. Im Flamenco werden als Dreier-Rasgueado gespielte Triolen spanisch als ''tresillos'' bezeichnet. | Notenwert |
doc_95_n_1 | Pankreas-Amylase Mit Pankreas-Amylase (Amy2, Amy-P) werden zwei Isoformen der menschlichen α-Amylase bezeichnet, demjenigen Enzym, das Polysaccharide wie Stärke in kleinere Oligosaccharide wie Maltose hydrolysiert (spaltet). Die Pankreas-Amylase wird in den Azinuszellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet und in den Verdauungstrakt ausgeschüttet. Im Normalfall gelangt nur ein kleiner Teil dieses Enzyms ins Blut. Die Gene für die beiden Isoformen heißen ''AMY2A'' und ''AMY2B''. Die anderen drei Isoformen des Enzyms heißen Speichel-Amylase. | Pankreas-Amylase
Mit Pankreas-Amylase (Amy2, Amy-P) werden zwei Isoformen der menschlichen α-Amylase bezeichnet, demjenigen Enzym, das Polysaccharide wie Stärke in kleinere Oligosaccharide wie Maltose hydrolysiert (spaltet). Die Pankreas-Amylase wird in den Azinuszellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet und in den Verdauungstrakt ausgeschüttet. Im Normalfall gelangt nur ein kleiner Teil dieses Enzyms ins Blut. Die Gene für die beiden Isoformen heißen ''AMY2A'' und ''AMY2B''. Die anderen drei Isoformen des Enzyms heißen Speichel-Amylase. |
doc_95_n_2 | Durchkomponierte_Form Durchkomponiert heißen Formen in der Vokalmusik, die „durchgehend“ musikalisch gestaltet sind: Die Musik verläuft ohne Unterbrüche oder merkliche Schnittstellen und baut sich so auf, dass kaum noch Teile wiederholt (z. B. Da capo), ergänzt (z. B. Extempore), weggelassen oder ausgetauscht werden können. Das Prinzip der Durchkomposition entwickelt sich seit dem späten 18. Jahrhundert. Für die Gestaltung größerer Abläufe ist vom Komponisten motivisch-thematische Arbeit gefordert, ähnlich wie in der Instrumentalmusik des 19. Jahrhunderts. | Durchkomponierte_Form
Durchkomponiert heißen Formen in der Vokalmusik, die „durchgehend“ musikalisch gestaltet sind: Die Musik verläuft ohne Unterbrüche oder merkliche Schnittstellen und baut sich so auf, dass kaum noch Teile wiederholt (z. B. Da capo), ergänzt (z. B. Extempore), weggelassen oder ausgetauscht werden können.
Das Prinzip der Durchkomposition entwickelt sich seit dem späten 18. Jahrhundert. Für die Gestaltung größerer Abläufe ist vom Komponisten motivisch-thematische Arbeit gefordert, ähnlich wie in der Instrumentalmusik des 19. Jahrhunderts. |
doc_96_p_0 | Die Republik Guinea-Bissau unterhält Botschaften und Generalkonsulate in folgenden Ländern: Botschaften in der Bundesrepublik Deutschland, Belgien, Spanien, Frankreich, Portugal, Russland, China, Iran, Brasilien, Kuba, Venezuela, Algerien, Gambia, Guinea-Conakry, Nigeria, Senegal, Marokko, Indonesien. Generalkonsulate in Angola, Argentinien, Benin, Kap Verden, Island, Südkorea, Libanon, Mauretanien, Niederlande, Rumänien, Slowenien, Sri Lanka. Folgende Staaten sind mit Botschaften oder Generalkonsulaten in Guinea-Bissau vertreten: Botschaften von Angola, Brasilien, China, Kuba, Frankreich, Gambia, Bundesrepublik Deutschland, Guinea-Conakry, Libyen, Nigeria, Portugal, Russland, Senegal, Südafrika, Spanien. Generalkonsulate von Belgien, Kap Verde, Indien, Italien, Libanon, Mauretanien, Niederlande, Rumänien, Schweiz, Türkei, Großbritannien. Das Land hat ständige Vertreter bei der Afrikanischen Union, der Europäischen Union, der Kommission der Länder portugiesischer Sprache (CPLP), bei den Vereinten Nationen sowie bei der UNESCO. Der Staat der Vatikanstadt unterhält eine Apostolische Nuntiatur in Bissau. | Guinea-Bissau |
doc_96_n_0 | Die Akkreditierung des konsularischen Personals folgt eigenen Grundsätzen nach dem Wiener Übereinkommen über konsularische Beziehungen (WÜK) und ist weniger zeremoniell. Der Entsendestaat erteilt dem Leiter einer konsularischen Vertretung ein Bestallungsschreiben, mit dem seine Eigenschaft bescheinigt, seine Kategorie und seine Klasse, der Konsularbezirk und der Sitz der konsularischen Vertretung angegeben wird. Der Entsendestaat übermittelt das Bestallungsschreiben dann auf diplomatischem Wege an die Regierung des Staates, in dem der Leiter der konsularischen Vertretung seine Aufgaben wahrnehmen soll ( WÜK). Der Leiter einer konsularischen Vertretung wird zur Wahrnehmung seiner Aufgaben durch eine Ermächtigung des Empfangsstaats zugelassen, die unabhängig von ihrer Form als Exequatur bezeichnet wird. Eine etwaige Ablehnung, das ''Exequatur'' zu erteilen, muss der Empfangsstaat nicht begründen ( WÜK). Die übrigen Mitglieder von konsularischen Vertretungen bestellt der Entsendestaat nach freiem Ermessen. Namen, Kategorie und Klasse aller Konsularbeamten müssen so rechtzeitig dem Empfangsstaat notifiziert werden, dass dieser ihn ggf. noch vor dessen Ankunft zur unerwünschten Person erklären kann ( WÜK). Dann muss die Ernennung rückgängig gemacht werden ( Abs. 3 WÜK). Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen zwei Ländern bedeutet nicht zwangsläufig auch den Abbruch der konsularischen Beziehungen ( Abs. 3 WÜK). Zwei Staaten können auch vereinbaren, dass ein Konsularbeamter diplomatische Funktionen übernimmt, wenn diplomatische Vertretungen fehlen. Dadurch erhält der Konsularbeamte aber nicht diplomatische Vorrechte und Immunitäten ( Abs. 1 WÜK). Möglich ist auch, dass ein Konsul den Entsendestaat zugleich bei einer Internationalen Organisation vertritt. In dieser Eigenschaft stehen ihm alle Vorrechte und Immunitäten zu, die einem Vertreter bei einer solchen Organisation auf Grund des Völkergewohnheitsrechts oder internationaler Übereinkünfte zustehen; soweit er jedoch konsularische Aufgaben wahrnimmt, hat er keinen Anspruch auf eine weitergehende Immunität von der Gerichtsbarkeit, als nach dem WÜK (Art. 17 Abs. 2 WÜK). Möglich ist auch, dass derselbe Konsularbeamte zwei oder mehrere Staaten vertritt, wenn der Empfangsstaat damit einverstanden ist ( WÜK). | Akkreditierung__Diplomatie_ |
doc_96_n_1 | Von der Kurie, die für die Leitung und Verwaltung der Gesamtkirche zuständig ist, muss die Regierung des Staates der Vatikanstadt völkerrechtlich streng unterschieden werden. Dies ist jedoch nicht immer leicht und eindeutig, da gewisse institutionelle Verknüpfungen bestehen. Allein die Tatsache, dass der Papst über sechs verschiedene Haushalte verfügt, macht deutlich, wie verschränkt bisweilen die Zuständigkeiten sein können. Der Vatikanstaat ist die territoriale Basis der völkerrechtlichen Souveränität des Heiligen Stuhls. Der Staat der Vatikanstadt tritt international nicht in Erscheinung, sondern überlässt dem Heiligen Stuhl als Subjekt des Völkerrechts die diplomatische Vertretung. Die Institutionale Verschränkung von Kurie (Heiliger Stuhl) und Regierung der Vatikanstadt ist darin begründet, dass der Papst zugleich Souverän des Staates der Vatikanstadt ist. Seit 1984 ist der Kardinalstaatssekretär mit der ständigen Vertretung des Papstes in der weltlichen Leitung des Vatikanstaats beauftragt. Die Regierung liegt jedoch de facto in den Händen der aus sieben Kurienkardinälen bestehenden Päpstlichen Kommission für den Staat der Vatikanstadt. Sie wird vom Papst jeweils für fünf Jahre ernannt und ist hauptsächlich für die Festlegung der Finanz- und Haushaltspolitik der Vatikanstadt zuständig. Den Präsidenten der Kommission (zur Zeit Giuseppe Kardinal Bertello) kann man als eine Art Regierungschef ansehen. Der Kommission ist der Generalsekretär mit dem Governatorat der Vatikanstadt, zuständig für die zentrale Verwaltung, unterstellt. Die Büroräume der Kurienverwaltung befinden sich zu einem kleinen Teil auf dem Territorium des Vatikans; die übrigen Verwaltungsabteilungen sind an anderen Orten in Rom angesiedelt, meist auf exterritorialen Flächen, teilweise aber auch auf gewöhnlichem römischem Stadtgebiet. | Römische_Kurie |
doc_96_n_2 | Ständige_Vertretung_Österreichs_bei_der_NATO Die Ständige Vertretung Österreichs bei der NATO ist die diplomatische Vertretung der Republik Österreich bei der NATO mit Sitz in Brüssel. Vor der Unterzeichnung des Staatsvertrages 1955 verpflichtete sich Österreich dazu, „immerwährend eine Neutralität der Art zu üben, wie sie von der Schweiz gehandhabt wird“ (Moskauer Memorandum). Im Bundesverfassungsgesetz erklärte Österreich seine immerwährende Neutralität und verpflichtete sich, keinen militärischen Bündnissen beizutreten. Im Jahr 1994 trat Österreich der NATO-Partnerschaft für den Frieden bei, 1995 der Europäischen Union. | Ständige_Vertretung_Österreichs_bei_der_NATO
Die Ständige Vertretung Österreichs bei der NATO ist die diplomatische Vertretung der Republik Österreich bei der NATO mit Sitz in Brüssel. Vor der Unterzeichnung des Staatsvertrages 1955 verpflichtete sich Österreich dazu, „immerwährend eine Neutralität der Art zu üben, wie sie von der Schweiz gehandhabt wird“ (Moskauer Memorandum). Im Bundesverfassungsgesetz erklärte Österreich seine immerwährende Neutralität und verpflichtete sich, keinen militärischen Bündnissen beizutreten. Im Jahr 1994 trat Österreich der NATO-Partnerschaft für den Frieden bei, 1995 der Europäischen Union. |
doc_97_p_0 | Nachdem es dem deutschen Kaufmann Franz Adolf Eduard Lüderitz gelungen war, durch Verträge mit einheimischen Stammesführern weite Landstriche zu erwerben („Lüderitzbucht“), wurde das Land vom Oranje bis zum Kunene 1884 zum „Schutzgebiet“ Deutsch-Südwestafrika und sodann zur deutschen Kolonie erklärt. Die Nachricht von sagenhaften Diamantenfunden löste geradezu eine „Goldgräberstimmung“ im kaiserlichen Deutschen Reich aus. In der Lüderitzbucht konnte man die Klippekies, wie die Diamanten bezeichnet wurden, im Sand des Strandes und im Hinterland in den Dünen der Wüste auflesen. Im Zuge dessen wurde zehn Kilometer von Lüderitz entfernt im Landesinnern die Diamantenschürferstadt Kolmannskuppe gegründet. Der davon ausgelöste Zuzug von Händlern und Farmern sowie deren Landnahme stießen auf zunehmenden Widerstand der einheimischen Herero und Nama. Das rüde Vorgehen der Siedler stieß besonders bei den Herero auf Widerstand. Die sich Ende des 19. Jahrhunderts dramatisch verschlechternde wirtschaftliche Situation der Herero zwang sie zu weiteren Landverkäufen und schließlich zur Lohnarbeit bei deutschen Siedlern. Anhaltende Konflikte zwischen den Siedlern und der einheimischen Bevölkerung konnten durch den Kapitän der Herero Samuel Maharero und den Gouverneur Deutsch-Südafrikas Theodor Leutwein nicht gelöst werden. Es kam in der Folge zu einem deutschen Kolonialkrieg gegen die Herero und Nama, der von 1904 bis 1908 dauerte und sich zu einem Vernichtungskrieg auswuchs, der schätzungsweise 60.000 bis 70.000 Männer, Frauen und Kinder das Leben kostete. | Namibia |
doc_97_n_0 | Schutztruppe Uniformen der deutschen Schutztruppen, aus: ''Die Deutsche Armee'', um 1912 Angehörige der Ostafrika-Schutztruppe Angehörige der Schutztruppe für Südwest-Afrika Schutztruppe war die offizielle Bezeichnung der militärischen Einheiten in den deutschen Kolonien in Afrika von 1891 bis zur verfügten Auflösung im Oktober 1919. Sie unterstanden bis 1896 dem Reichsmarineamt, ab 1896 der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amts und seit seiner Gründung 1907 dem Reichskolonialamt. Der Begriff „Schutztruppe“ geht auf die Entscheidung des Reichskanzlers Otto von Bismarck zurück, für die erworbenen beziehungsweise eroberten Überseegebiete den Begriff „Schutzgebiet“, anstelle von Kolonie zu verwenden, weil es ihm um den Schutz des deutschen Handels mit und in den Kolonien ging. In den deutschen Kolonien Deutsch-Ostafrika, Kamerun und Deutsch-Südwestafrika befanden sich eigene Schutztruppen, die die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Inneren zur Aufgabe hatten. Zu ihren Aufgaben gehörte die Eroberung von nicht vertraglich erworbenen Kolonialterritorien, die Niederschlagung von Aufständen, Grenzsicherung und Sicherung von Expeditionen. Für eine Kriegsführung gegen andere koloniale Streitkräfte waren sie weder ausgebildet noch ausgerüstet. In den Kolonialgebieten Deutsch-Neuguinea, Samoa und in Togo bestanden lediglich Polizeieinheiten, da hier kein umfangreicher Widerstand gegen die deutsche Kolonialmacht erwartet wurde. Das deutsche Militär im chinesischen Kiautschou bestand aus Marineinfanteristen der kaiserlichen Marine, da diese Kolonie dem Reichsmarineamt unterstellt war. | Schutztruppe
Uniformen der deutschen Schutztruppen, aus: ''Die Deutsche Armee'', um 1912
Angehörige der Ostafrika-Schutztruppe
Angehörige der Schutztruppe für Südwest-Afrika
Schutztruppe war die offizielle Bezeichnung der militärischen Einheiten in den deutschen Kolonien in Afrika von 1891 bis zur verfügten Auflösung im Oktober 1919. Sie unterstanden bis 1896 dem Reichsmarineamt, ab 1896 der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amts und seit seiner Gründung 1907 dem Reichskolonialamt. Der Begriff „Schutztruppe“ geht auf die Entscheidung des Reichskanzlers Otto von Bismarck zurück, für die erworbenen beziehungsweise eroberten Überseegebiete den Begriff „Schutzgebiet“, anstelle von Kolonie zu verwenden, weil es ihm um den Schutz des deutschen Handels mit und in den Kolonien ging.
In den deutschen Kolonien Deutsch-Ostafrika, Kamerun und Deutsch-Südwestafrika befanden sich eigene Schutztruppen, die die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Inneren zur Aufgabe hatten. Zu ihren Aufgaben gehörte die Eroberung von nicht vertraglich erworbenen Kolonialterritorien, die Niederschlagung von Aufständen, Grenzsicherung und Sicherung von Expeditionen. Für eine Kriegsführung gegen andere koloniale Streitkräfte waren sie weder ausgebildet noch ausgerüstet.
In den Kolonialgebieten Deutsch-Neuguinea, Samoa und in Togo bestanden lediglich Polizeieinheiten, da hier kein umfangreicher Widerstand gegen die deutsche Kolonialmacht erwartet wurde. Das deutsche Militär im chinesischen Kiautschou bestand aus Marineinfanteristen der kaiserlichen Marine, da diese Kolonie dem Reichsmarineamt unterstellt war. |
doc_97_n_1 | Atakpamé wurde zu einem administrativen Zentrum der deutschen Kolonie Togoland ausgebaut. 1911 erfolgte der Bau der Eisenbahn Nordlinie von Lomé nach Atakpamé und der Bau der transkontinentalen Funkstation Kamina mit 5.500 km Reichweite, welche die Kommunikation zwischen Berlin und den Überseegebieten in Afrika erleichterte. 1914, zu Beginn des Ersten Weltkriegs, war die Funkstation Ziel der britisch-französischen Kampagne. Die Kampagne begann am 6. August 1914 im Küstengebiet, nach Kampfhandlungen bei Wahahala (nördlich von Notsé) wurde die Funkstation am 24. August von zurückziehenden deutschen Truppen gesprengt, am 26. August erfolgte die Kapitulation. | Atakpamé |
doc_97_n_2 | Togo-Restvölker Die Bezeichnung Togo-Restvölker stammt aus der historischen Sprachwissenschaft zu Afrika. Sie fasste alle jene Volksgruppen der ehemaligen deutschen Kolonie Togo zusammen, welche sprachlich weder zu den gursprachigen Gruppen des Nordens noch zu den Ewe, Akan, Yoruba (hier in Gestalt der Nago), Ga und Guang gerechnet werden konnten. Sie bildeten zusammen mit zahlreichen Gruppen des Nordens und den Guang eine ältere Bevölkerungsschicht, die vermutlich bereits in diesen Gegenden siedelte, bevor die übrigen Gruppen, zumeist im 17. und 18. Jahrhundert infolge kriegerischer Unruhen, hier einwanderten. Zu den Togo-Restvölkern zählte der Afrikanist Diedrich Westermann mit seiner in den 1920er Jahren vorgenommenen Klassifikation afrikanischer Sprachen die Avatime (einschließlich Nyagbo-Tafi), Akpafu, Santrokofi, Likpe (auch Bakpele genannt), Borada, Lefana, Boviri, Tetemang, Lolobi, Kebu, Akposso und Adele, um nur die größeren Gruppen zu nennen. Es gibt aber auch noch zahlreiche kleinere Gruppen vornehmlich in den gebirgigen Gegenden des heutigen Mittel- und Südtogo, sowie in Ghana östlich des mittleren und unteren Volta. Die sprachlichen Gemeinsamkeiten der Togo-Restsprachen korrelierten jedoch weder mit einer sozialen oder politischen Einheit noch mit einer gemeinsamen Identität ihrer Sprecher, weshalb der Begriff ''Völker'' für die Sprecher dieser Sprachgruppen irreführend war. Die einzelnen Gruppen der Togo-Restvölker unterscheiden sich sowohl sprachlich als auch kulturell von den übrigen ethnischen Gruppen. Kulturelle Hauptcharakteristika, mit denen sie sich von den übrigen Volksgruppen unterscheiden, sind der (traditionelle) Reisanbau und das Lehmkastenhaus mit Flachdach. Als sprachliches Charakteristikum gilt eine nominale Klassenbildung, die hauptsächlich durch Vorsilben stattfindet. Hinzu kommt die Eisengewinnung, welche in der Geschichte hauptsächlich durch die Akpafu und Santrokofi betrieben wurde. Beide Völker rühmen sich, die Eisengewinnungstechnik als älteste zu kennen und erst im 19. Jahrhundert sei dieses Handwerk aufgrund europäischer Importe unrentabel geworden. Aus heutiger Sicht brauchbare Eisenerze finden sich an vielen Stellen des Togo durchziehenden Gebirgssystems, insbesondere bei den Bassari im Norden und in der Landschaft Boëm im westlichen Mitteltogo (heute Ghana) fand im 19. Jahrhundert noch Eisenproduktion statt. | Togo-Restvölker
Die Bezeichnung Togo-Restvölker stammt aus der historischen Sprachwissenschaft zu Afrika. Sie fasste alle jene Volksgruppen der ehemaligen deutschen Kolonie Togo zusammen, welche sprachlich weder zu den gursprachigen Gruppen des Nordens noch zu den Ewe, Akan, Yoruba (hier in Gestalt der Nago), Ga und Guang gerechnet werden konnten. Sie bildeten zusammen mit zahlreichen Gruppen des Nordens und den Guang eine ältere Bevölkerungsschicht, die vermutlich bereits in diesen Gegenden siedelte, bevor die übrigen Gruppen, zumeist im 17. und 18. Jahrhundert infolge kriegerischer Unruhen, hier einwanderten. Zu den Togo-Restvölkern zählte der Afrikanist Diedrich Westermann mit seiner in den 1920er Jahren vorgenommenen Klassifikation afrikanischer Sprachen die Avatime (einschließlich Nyagbo-Tafi), Akpafu, Santrokofi, Likpe (auch Bakpele genannt), Borada, Lefana, Boviri, Tetemang, Lolobi, Kebu, Akposso und Adele, um nur die größeren Gruppen zu nennen. Es gibt aber auch noch zahlreiche kleinere Gruppen vornehmlich in den gebirgigen Gegenden des heutigen Mittel- und Südtogo, sowie in Ghana östlich des mittleren und unteren Volta.
Die sprachlichen Gemeinsamkeiten der Togo-Restsprachen korrelierten jedoch weder mit einer sozialen oder politischen Einheit noch mit einer gemeinsamen Identität ihrer Sprecher, weshalb der Begriff ''Völker'' für die Sprecher dieser Sprachgruppen irreführend war.
Die einzelnen Gruppen der Togo-Restvölker unterscheiden sich sowohl sprachlich als auch kulturell von den übrigen ethnischen Gruppen. Kulturelle Hauptcharakteristika, mit denen sie sich von den übrigen Volksgruppen unterscheiden, sind der (traditionelle) Reisanbau und das Lehmkastenhaus mit Flachdach. Als sprachliches Charakteristikum gilt eine nominale Klassenbildung, die hauptsächlich durch Vorsilben stattfindet.
Hinzu kommt die Eisengewinnung, welche in der Geschichte hauptsächlich durch die Akpafu und Santrokofi betrieben wurde. Beide Völker rühmen sich, die Eisengewinnungstechnik als älteste zu kennen und erst im 19. Jahrhundert sei dieses Handwerk aufgrund europäischer Importe unrentabel geworden. Aus heutiger Sicht brauchbare Eisenerze finden sich an vielen Stellen des Togo durchziehenden Gebirgssystems, insbesondere bei den Bassari im Norden und in der Landschaft Boëm im westlichen Mitteltogo (heute Ghana) fand im 19. Jahrhundert noch Eisenproduktion statt. |
doc_98_p_0 | Als die Invasionszüge der Kimbern und Teutonen (113–101 v. Chr.) im Alpenraum und der Jugurthinische Krieg (111–105 v. Chr.) in Numidien die Grenzen der römischen Militärmacht aufzeigten, setzte der römische Feldherr und spätere Anführer der Popularen Gaius Marius schließlich eine umfassende Reform der traditionellen Militärverfassung durch. Durch Einführung einer Berufsarmee von besoldeten, gut ausgebildeten und länger dienenden Soldaten, die er gerade aus der neu entstandenen besitzlosen römischen Unterschicht rekrutierte und die dafür nach Beendigung ihrer Dienstzeit auf besondere Privilegien hoffen konnten, war er in der Lage, den Verlust der traditionellen Milizarmee militärisch mehr als auszugleichen. Allerdings führte der Umbau der Heeresverfassung in einer Zeit, in der die militärische Schlagkraft einer Gesellschaft sehr bedeutsam war, zu ganz neuen, ungeahnten gesellschaftlichen Veränderungen: Die neue Militärverfassung führte zur so genannten Heeresclientel, der engeren Bindung der Soldaten an ihren jeweiligen Feldherrn. Für die meist besitzlosen Soldaten war der Kriegsdienst nun nicht mehr eine Pflicht neben ihrem normalen Beruf, sondern der einzige Broterwerb. Die Söldner erwarteten deshalb von ihren Feldherren Beute und darüber hinaus nach ihrer Entlassung eine Versorgung mit Landbesitz. Die Versorgung der Veteranen wurde nun zu einem Thema, das die politische Diskussion in Rom immer wieder beeinflusste. Der erste Feldherr, dessen Karriere diese neuen Abhängigkeiten verdeutlichte, war Marius, der nach seiner Heeresreform die Kimbern und Teutonen vernichtete und danach durch die Versorgung seiner Veteranen und die damit verbundene Landproblematik zum Führer der Popularen aufstieg, von denen er insgesamt siebenmal zum Konsul gewählt wurde. Die enge Bindung der Truppen an einzelne Feldherren erwies sich jedoch auch in einer anderen Hinsicht als schwere Belastung der politischen Verfassung. Denn für die Feldherrn ergab sich nun die Möglichkeit, mit den ihnen ergebenen Truppen eigene Interessen auch gegen den Willen von Senat oder Volksversammlung durchzusetzen. Das Zeitalter der Bürgerkriege ist von diesen „privaten“ Armeen ehrgeiziger Politiker geprägt. So ergab sich ein Strukturproblem: Von den Söhnen der römischen Nobilität wurde eine erfolgreiche Karriere im Militär- und Staatsdienst erwartet, doch anschließend sollten sie sich auch wieder in die Hierarchie einreihen. | Römische_Republik |
doc_98_n_0 | Das von Augustus begründete ', aus der Veteranen ihre Versorgung erhielten, wurde anfangs mit dem Senat zusammen verwaltet, geriet aber im Lauf der Kaiserzeit ebenfalls völlig unter kaiserliche Kontrolle. Diese Pensionskasse wurde durch eine fünfprozentige Erbschaftsteuer (''vicesima hereditatium''), die aber nur von römischen Bürgern bezahlt werden musste, sowie durch eine einprozentige Verkaufssteuer (''centesima rerum venalium'') finanziert. Als Startkapital zahlte Augustus im Jahr 6 n. Chr. 170 Millionen Sesterzen aus seinem Privatvermögen in die Kasse ein; im Gegenzug mussten die Soldaten aber die Verlängerung ihrer Dienstzeiten (Prätorianer von 12 auf 16 und Legionäre von 16 auf 20 Jahre) akzeptieren. Dafür wurde anfänglich festgelegt, dass die Soldaten am Ende ihrer Dienstzeit folgende Summen erhalten sollten: jeder Prätorianer 20.000 und jeder Legionär 12.000 Sesterzen. | Aerarium |
doc_98_n_1 | Die kürzeste Verpflichtungszeit in der Fremdenlegion beträgt fünf Jahre. In dieser Zeit ist eine Eheschließung in der Regel untersagt. Ein Unteroffiziersdienstgrad kann erreicht werden; für den Zugang zur Offizierslaufbahn ist die französische Staatsbürgerschaft erforderlich, doch kommen die Offiziere zu 90 Prozent aus dem französischen Heer und dienen für eine bestimmte Zeit in der Legion; sie hat den Ruf, die besten Offiziere des Heeres anzuziehen. Nach drei Jahren Dienstzeit können Fremdenlegionäre die französische Staatsbürgerschaft erwerben. Faktisch bleibt der Fremdenlegionär aber so lange Ausländer, bis er mindestens die in seinem Vertrag verlangten fünf Jahre Dienst geleistet hat. Anschließend erhält er Anspruch auf eine zehnjährige Aufenthaltserlaubnis für Frankreich. Zu Beginn der Dienstzeit wird jeder Legionär lebensversichert, als Begünstigten kann der Soldat jede Person seines Vertrauens angeben. Legionäre dürfen heiraten, wenn sie a) ihre wahre Identität wiederhergestellt haben (frühestens nach einem Jahr Dienstzeit auf Antrag) und b) entweder den Rang eines Unteroffiziers (z. B. ''Sergent, Sergent-chef, Adjudant, Adjudant-chef'') oder einen höheren Mannschaftsdienstgrad (''Caporal-chef'' oder ''Caporal'') bei einer Mindestdienstzeit von sieben Jahren bekleiden oder c) als ''Légionnaire de 1ère classe'' (Gefreiter) mindestens zehn Jahre gedient haben. Bereits bei der Verpflichtung verheiratete Legionäre werden so lange in den Unterlagen als ledig geführt, bis sie eine der vorgenannten Voraussetzungen erfüllen. | Légion_étrangère |
doc_98_n_2 | Im Römischen Reich waren Veteranen die Soldaten, die ihre Dienstzeit von meistens 20 Jahren vollendet hatten und entlassen worden waren, oder aber auch noch beim Heer als sogenannte Evocati blieben. Die Kampfkraft von Caesars Veteranenlegionen, den Eisenmännern, war gefürchtet. Während in republikanischer Zeit im Kriegsfall ein Bürgerheer ausgehoben und nach Beendigung des Kriegszuges sofort wieder aufgelöst wurde, setzte sich seit dem 2./1. Jahrhundert v. Chr. nach und nach das Berufsheer durch (Heeresreform des Gaius Marius). Die für eine bestimmte Zeit verpflichteten Berufssoldaten erhielten nach Beendigung ihrer Dienstzeit Ackerland in den Provinzen zugeteilt. Da die Versorgung der Veteranen durch die jeweiligen Feldherren garantiert wurde, betrachteten die Veteranen sich als zu seiner Klientel gehörig und bildeten damit einen Machtfaktor, der vor allem in den Bürgerkriegen Bedeutung hatte. In einigen Fällen wurden sie seit Pompeius in den Dienst als Evocatus zurückberufen, was als ein besonderes Privileg galt. | Veteran |
doc_99_p_0 | Das gemeinnützige Unicode-Konsortium wurde 1991 gegründet und ist für den Industriestandard Unicode verantwortlich. Von der ISO (Internationale Organisation für Normung) wird in Zusammenarbeit mit IEC die internationale Norm ISO 10646 herausgegeben. Beide Institutionen arbeiten eng zusammen. Seit 1993 sind Unicode und ISO 10646 bezüglich der Zeichenkodierung praktisch identisch. Während ISO 10646 lediglich die eigentliche Zeichenkodierung festlegt, gehört zum Unicode ein umfassendes Regelwerk, das unter anderem für alle Zeichen weitere zur konkreten Anwendung wichtige Eigenschaften (sogenannte Properties) eindeutig festlegt wie Sortierreihenfolge, Leserichtung und Regeln für das Kombinieren von Zeichen. Seit einiger Zeit entspricht der Codeumfang von ISO 10646 exakt dem von Unicode, da auch dort der Codebereich auf 17 Ebenen, darstellbar mit 21 Bit, beschränkt wurde. | Unicode |
doc_99_n_0 | Seit Windows NT 4.0 ist das Programm ''charmap.exe'', genannt ''Zeichentabelle'', in Windows integriert. Mit diesem Programm ist über eine grafische Benutzeroberfläche möglich, Unicode-Zeichen einzufügen. Außerdem bietet es ein Eingabefeld für den Hexadezimalcode. Unter macOS steht unter ''Einfügen'' → ''Sonderzeichen'' ebenfalls eine systemweite Zeichenpalette bereit. Die freien Programme gucharmap (für Windows und Linux/Unix) und kcharselect (für Linux/UNIX) stellen den Unicode-Zeichensatz auf dem Bildschirm dar und bieten zusätzliche Informationen zu den einzelnen Zeichen. | Unicode |
doc_99_n_1 | Unter Microsoft Office (ab Office XP) kann Unicode auch hexadezimal eingegeben werden, indem im Dokument oder U+ eingetippt wird und anschließend die Tastenkombination +, bzw. in Dialogfeldern +, gedrückt wird. Diese Tastenkombination kann auch benutzt werden, um den Code des vor dem Cursor stehenden Zeichens anzuzeigen. Eine alternative Möglichkeit, welche auch in älteren Versionen funktioniert, ist, mit „Einfügen“ – „Sonderzeichen“ eine Tabelle mit Unicode-Zeichen aufzurufen, darin mit dem Cursor ein gewünschtes auszusuchen und in den Text einzufügen. Das Programm ermöglicht auch, für häufiger benötigte Zeichen Makros festzulegen, die dann mit einer Tastenkombination abgerufen werden können. | Unicode |
doc_99_n_2 | Einleitung alternativer Interpretation Rückschritt (engl. ''backspace'') Seitenvorschub (engl. ''form feed'') Zeilenwechsel (engl. ''new line'') Wagenrücklauf (engl. ''carriage return'') Hexadezimale Zeichenfolge für ein einzelnes ''Unicode''-Zeichen Zeichenfolge für ''Unicode''-Zeichen in Zeichenliteralen. Zeichenfolge für ''Unicode''-Zeichen in Zeichenketten-Literalen. Ein auf das Zeichen „\“ (umgekehrter Schrägstrich, engl. ''backslash'') folgendes Zeichen wird anders interpretiert als sonst. Dabei handelt es sich meistens um nicht darstellbare Zeichen. Soll der umgekehrte Schrägstrich selbst dargestellt werden, so muss er doppelt angegeben werden („\\“). Hexadezimale Zeichenfolge als Platzhalter für ein einzelnes Unicode-Zeichen: Das Zeichen wird dabei aus dem Steuerzeichen \x gefolgt von dem hexadezimalen Wert des Zeichens gebildet. Zeichenfolge für ''Unicode''-Zeichen in Zeichenliteralen: Das Zeichen wird dabei aus dem Steuerzeichen \u gefolgt von dem hexadezimalen Wert des Zeichens gebildet, z. B. „\u20ac“ für „€“ Der Wert muss zwischen U+0000 und U+FFFF liegen. Zeichenfolge für Unicode-Zeichen in Zeichenkettenliteralen: Das Zeichen wird dabei aus dem Steuerzeichen \U gefolgt von dem hexadezimalen Wert des Zeichens gebildet. Der Wert muss zwischen U+10000 und U+10FFFF liegen. Hinweis: Unicode-Zeichen im Wertbereich zwischen U+10000 und U+10FFFF sind nur für Zeichenfolgen-Literale zulässig und werden als zwei Unicode-„Ersatzzeichen“ kodiert bzw. interpretiert (s. a. ''UTF-16''). | Sprachelemente_von_C-Sharp |
doc_100_p_0 | Das Archäologische Regionalmuseum (Museo Archeologico Regionale "Antonio Salinas") zeigt eine Sammlung einzigartiger Exponate von der Vorgeschichte Siziliens bis zur spätrömischen Zeit. Die Regionalgalerie (Galleria Regionale della Sicilia) im Palazzo Abatellis ist Siziliens umfangreichste Galerie. Die Sammlung beinhaltet Bilder und Skulpturen vom Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert. Eines der bekanntesten Exponate ist die „Annunziata“ von Antonello da Messina. Das Diözesanmuseum (Museo Diocesano) im Erzbischöflichen Palais zeigt religiöse Kunst und Sakralgegenstände vom 12. bis zum 19. Jahrhundert. Im Untergeschoss befinden sich Ausgrabungsexponate und Darstellungen der Stadtentwicklung. Das Völkerkundemuseum (Museo Etnografico) dokumentiert mit über 4000 Exponaten sizilianische Volkskunst und Traditionen. Ausgestellt werden u. a. sizilianische Karren und handgefertigte Puppen des sizilianischen Marionettentheaters. Auch das Museo Internazionale delle marionette Antonio Pasqualino zeigt rund 3000 Marionetten aus ganz Sizilien. Die Galerie für moderne Kunst (Galleria d’Arte Moderna) wurde im Dezember 2006 wiedereröffnet. Die Kunstgalerie, deren Bestände knapp 100 Jahre im Teatro Politeama zwischengelagert waren, befindet sich nun in den Klostergebäuden des ehemaligen Franziskaner-Konvents Sant’Anna und zeigt auf 4700 m² zeitgenössische Skulpturen, Bilder und Installationen. Das geologisch-paläontologische Museum (Museo Geologico Gemmellaro) stellt in vier Sälen Exponate zum Bereich Mineralogie, bes. sizilianische Gesteine, Informationen zur Erdgeschichte und zu Fossilien, bes. über auf der Insel ausgestorbenen Säugetiere mit einer Sammlung Sizilianischer Zwergelefanten und eine Dokumentation über die Kultur der ersten Sizilianer aus. | Palermo |
doc_100_n_0 | Zu seinen eifrigsten Sammlern gehörte der Kaufmann Giuseppe Sinatra (1863–1948) in Agrigent, der 1944 88 seiner Gemälde der Galleria Civica in Agrigent stiftete, dem heutigen Museo Civico von Agrigent. 13 Gemälde, eine Porträtbüste des Künstlers von Archimede Campini (1884–1950) und ein Porträt von Onofrio Tomaselli (1866–1956) befinden sich in der Galleria d’Arte Moderna (Palermo). Weitere Werke in der Galleria Nazionale d’Arte Moderna in Rom und im Museo di Capodimonte in Neapel. | Francesco_Lojacono |
doc_100_n_1 | Bazzaro studierte bei Gaetano Fasanotti und an der Accademia di Brera, wo auch sein jüngerer Bruder Ernesto ausgebildet wurde. Zu seinen Lehrern dort gehörte Giuseppe Bertini. Die ersten Bilder, mit denen er hervortrat, waren noch konventionell geprägt: ''Interno della Basilica di Sant’Ambrogio in Milano'' und ''Veduta interna della Chiesa di Sant’Alessandro in Milano''. In den 1870er und 1880er Jahren fand er zu seinem eigenen naturalistischen Stil. Hauptmotive waren die Natur und das Landleben, etwa in Gignese. Daneben befasste er sich auch mit Hafenszenen, die er etwa in Chioggia einfing. Werke Bazzaros befinden sich z. B. im Museo del Paesaggio, der Galleria Nazionale d’Arte Moderna di Roma, in den Collezioni della Provincia di Milano, in der Galleria Civica d’Arte Moderna e Contemporanea di Torino, in der Galleria Civica d’Arte Moderna di Genova, im Museo Internazionale d’Arte Moderna Ca’ Pesaro di Venezia, in der Galleria d’Arte Moderna Ricci Oddi di Piacenza, im Civico Museo Revoltella di Trieste und im Besitz der Fondazione CARIPLO in Mailand. Zu Lebzeiten stellte Bazzaro häufig aus, unter anderem in der Zeit von 1897 bis 1932 regelmäßig bei der Biennale in Venedig. 1914 hatte er hier einen Einzelsaal. Die letzte Ausstellung nach seinem Tod war für lange Zeit die Retrospektive in der Galleria Guglielmi 1941; erst 1998 folgte offenbar wieder eine Ausstellung seiner Werke. | Leonardo_Bazzaro |
doc_100_n_2 | Teatro_Politeama__Palermo_ Das Teatro Politeama oder Teatro Politeama Garibaldi ist ein Theatergebäude in Palermo. Es wurde 1867 bis 1874 von Giuseppe Damiani Almeyda im Stil des Neoklassizismus erbaut. Dabei ließ Almeyda sich von Bauten aus Pompeji inspirieren. Der kreisförmigen Fassade sind Säulengänge vorgesetzt, im Erdgeschoss mit dorischen Säulen und im Obergeschoss mit ionischen Säulen. Der Eingang ist als Triumphbogen gestaltet und wird von einer Quadriga von Mario Rutelli gekrönt. In Seitenräumen des Teatro Politeama befand sich von 1910 bis 2005 die ''Galleria d'Arte moderna Empedocle Restivo'' mit Gemälden ab dem 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Seit 2006 ist sie unter dem Namen Galleria d’arte moderna in dem ehemaligen Klosterkomplex von Sant'Anna untergebracht. | Teatro_Politeama__Palermo_
Das Teatro Politeama oder Teatro Politeama Garibaldi ist ein Theatergebäude in Palermo. Es wurde 1867 bis 1874 von Giuseppe Damiani Almeyda im Stil des Neoklassizismus erbaut. Dabei ließ Almeyda sich von Bauten aus Pompeji inspirieren.
Der kreisförmigen Fassade sind Säulengänge vorgesetzt, im Erdgeschoss mit dorischen Säulen und im Obergeschoss mit ionischen Säulen. Der Eingang ist als Triumphbogen gestaltet und wird von einer Quadriga von Mario Rutelli gekrönt.
In Seitenräumen des Teatro Politeama befand sich von 1910 bis 2005 die ''Galleria d'Arte moderna Empedocle Restivo'' mit Gemälden ab dem 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Seit 2006 ist sie unter dem Namen Galleria d’arte moderna in dem ehemaligen Klosterkomplex von Sant'Anna untergebracht. |
doc_101_p_0 | Der Volkstribun Tiberius Sempronius Gracchus schlug um 133 v. Chr. eine Landreform vor, um den Großgrundbesitz über eine festgelegte Menge hinaus an besitzlose Proletarier zu verteilen, und so das Kleinbauerntum wieder zu stärken. Die Agrarreform hatte damit auch das Ziel, der erkennbaren Schwächung der römischen Militärkraft entgegenzuwirken. Als jedoch die Gegner der Reform den Volkstribun Marcus Octavius vorschickten, um die Reform per Veto zu verhindern, ließ Gracchus seinen Konkurrenten durch Abstimmung in der Volksversammlung absetzen. Dieser Rechtsbruch und die ebenfalls widerrechtliche Kandidatur für eine zweite Amtszeit veranlassten die Senatoren, den unbequemen Sozialrevolutionär während einer Volksversammlung im Kapitol zu erschlagen. Zehn Jahre nach diesen Ereignissen hatte der Volkstribun Gaius Sempronius Gracchus noch weiterreichende Ziele (''Leges Semproniae''). Im Andenken an seinen ermordeten Bruder begann er mit der Erneuerung des Ackergesetzes und mit einer Maßnahme zur Versorgung der bedürftigen Stadtbevölkerung mit billigem Getreide. Weitere Vorschläge zielten auf die Besetzung der Richterstellen mit Mitgliedern aus dem Ritterstand, die Besteuerung der Provinz Asia und die Verleihung des römischen Bürgerrechtes an die italischen Bundesgenossen. Besonders der eingebrachte Gesetzesantrag zur Ausweitung des Bürgerrechts brachte ihn ins politische Abseits. Selbst der Ritterstand versagte ihm trotz der neuen zuerkannten Rechte die Unterstützung. Aus Furcht vor einem Verfassungsumsturz ging die Senatsmehrheit schließlich gegen Gracchus und seine Anhänger vor, die sich unter Führung des ehemaligen Konsuls Marcus Fulvius Flaccus auf dem Aventin verschanzten. Der Senat erklärte daraufhin erstmals den Staatsnotstand (''SCU'' = ''Senatus consultum ultimum'') und ließ die Aufrührer in blutigen Straßenkämpfen töten. | Römische_Republik |
doc_101_n_0 | Nachdem Marcus Octavius durch seine Interzession den Gesetzesantrag blockiert hatte, änderte Tiberius seinen ursprünglichen Entwurf. Plutarchs Aussage zeigt die Reaktion des Tiberius Gracchus auf die Interzession des Marcus Octavius. Anscheinend war im ersten Entwurf entweder eine schrittweise oder zumindest eine über einen längeren Zeitraum stattfindende Reform des ''ager publicus'' geplant. Plutarch schreibt, dass Gracchus in seinem neuen Entwurf eine sofortige Rückgabe des zu unrecht angeeigneten Staatslandes forderte. Somit verschärfte sich der Dissens zwischen Senat und Tiberius Gracchus auf inhaltlicher Ebene des Ackergesetzes, der schließlich mitverantwortlich für die Ereignisse im Sommer auf der Volksversammlung von 133 v. Chr. war, in deren Verlauf Gracchus und zahlreiche seiner Anhänger den Tod fanden. Dennoch konnte nach der Absetzung des Marcus Octavius als Volkstribun durch Tiberius die ''Lex Sempronia agraria'' die Volksversammlung vorerst passieren und wurde damit rechtskräftig. | Lex_Sempronia_agraria |
doc_101_n_1 | Lex_Sempronia_agraria Die Lex Sempronia agraria wurde vom Volkstribun Tiberius Sempronius Gracchus 133 v. Chr. in der Volksversammlung verabschiedet. Das Gesetz war Kern der geplanten Agrarreform des Tiberius Gracchus, die eine Neuverteilung des ''ager publicus'' und die Einhaltung von Obergrenzen für die Okkupation von öffentlichem Staatsland vorschrieb. Zum engsten Reformerkreis des Gracchus, der wohl maßgeblich an der Erstellung des Gesetzes mitgewirkt hatte, gehörten neben seinem Schwiegervater Appius Claudius Pulcher auch Publius Mucius Scaevola und Publius Licinius Crassus Dives Mucianus. | Lex_Sempronia_agraria
Die Lex Sempronia agraria wurde vom Volkstribun Tiberius Sempronius Gracchus 133 v. Chr. in der Volksversammlung verabschiedet. Das Gesetz war Kern der geplanten Agrarreform des Tiberius Gracchus, die eine Neuverteilung des ''ager publicus'' und die Einhaltung von Obergrenzen für die Okkupation von öffentlichem Staatsland vorschrieb. Zum engsten Reformerkreis des Gracchus, der wohl maßgeblich an der Erstellung des Gesetzes mitgewirkt hatte, gehörten neben seinem Schwiegervater Appius Claudius Pulcher auch Publius Mucius Scaevola und Publius Licinius Crassus Dives Mucianus. |
doc_101_n_2 | Der Volkstribun Tiberius Sempronius Gracchus ließ um 133 v. Chr. zur Wiederherstellung des Kleinbauerntums Land aus dem Gemeindebesitz (''Ager publicus'') an Proletarier verteilen. Großgrundbesitz, der über eine per Gesetz festgelegte Grenze von 500 iugera (ca. 125 ha) hinausging, sollte von einer aus drei Männern bestehenden Kommission verteilt werden. Diese Maßnahmen dienten zumindest vordergründig zur Wiederherstellung der Wehrkraft und zur Beseitigung der Folgen der Proletarisierung. Daneben sollte das Projekt Gracchus dazu dienen, seine durch einen schweren Rückschlag einige Jahre zuvor lädierte Karriere zu retten; hinter Gracchus stand nach Ausweis der Quellen eine Gruppe der reichsten und mächtigsten Senatoren. Die Opposition gegen diese Reformen war stark und kam vor allem aus den Reihen der weniger wohlhabenden Senatoren, die auf die Nutzung des ''ager publicus'' angewiesen waren. Als der Volkstribun Marcus Octavius die Durchsetzung der Reform zunächst per Veto verhinderte, ließ Gracchus diesen durch Abstimmung in der Volksversammlung abwählen und nach diesem Verfassungsbruch das Ackergesetz von der Volksversammlung beschließen. Als er im Begriff war, sich durch einen weiteren Verfassungsbruch erneut zum Volkstribun wählen zu lassen, witterten seine Gegner im Senat einen Umsturzversuch und erschlugen ihn. Tiberius Gracchus war wahrscheinlich ein Revolutionär wider Willen, da seine Ziele konservativ, aber seine Methoden revolutionär waren. Moderne Historiker sind zu dem Schluss gelangt, dass der Niedergang der Römischen Republik mit ihm bzw. mit der durch sein Schicksal deutlich werdenden Unfähigkeit der römischen Aristokratie, ihre wachsende Rivalität friedlich beizulegen, ihren Anfang nahm. Mit Gracchus hielten Verfassungsbruch und Gewalt Einzug in die römische Innenpolitik. Die Reformbemühungen von Tiberius Gracchus endeten mit seiner Ermordung durch die römischen Eliten auf dem Marsfeld. Keiner seiner Mörder kam vor Gericht. | Gracchische_Reform |
doc_102_p_0 | Papier, Karton und Pappe werden unter anderem anhand der flächenbezogenen Masse unterschieden. DIN 6730 vermeidet den Begriff ''Karton'' und unterscheidet allein Papier und Pappe, und zwar anhand des Grenzwerts 225 g/m². Umgangssprachlich ist ''Karton'' jedoch eine übliche Bezeichnung für ein Material im Bereich 150 g/m² bis 600 g/m², das typischerweise dicker und steifer ist als Papier. Bei der Zuordnung zur flächenbezogenen Masse ergeben sich Überschneidungsbereiche zwischen Papier und Karton sowie zwischen Karton und Pappe: Teilweise werden im Fall der umgangssprachlichen Dreiteilung in Papier, Karton, Pappe bei den Überschneidungsbereichen andere Grenzwerte genannt, zum Beispiel: Das Mindest-Flächengewicht von Pappe wird je nach Quelle noch anders angegeben, zum Beispiel mit 220 g/m² oder auch 600 g/m². Die fließenden Gewichtsgrenzen beruhen auch auf Neuerungen in der Produktionstechnik. Das Flächengewicht ist somit heute ein als ungefährer Anhaltspunkt und als eines von mehreren Unterscheidungskriterien zu betrachten. | Papier |
doc_102_n_0 | Die konstruktiven und statischen Anforderungen werden durch die DIN EN 13 782 und 13 814 (früher DIN 4112) geregelt und unterscheiden sich teilweise von denen, die für feste Bauten festgelegt sind. Sie geben bestimmte Lastannahmen für die Verkehrslasten – d. h. die Lasten, die durch Personen, Wind, Anprall entstehen – vor und erlauben es beispielsweise, auf den Nachweis der Standfestigkeit gegenüber Schneelasten zu verzichten, wenn kein Schnee zu erwarten ist. Für die jeweils verwendeten Materialien und Verbindungen sowie weitere Lastannahmen gelten zusätzliche Vorschriften und Normen. | Fliegender_Bau |
doc_102_n_1 | Affichenpapier Affichenpapier mit blauem Hintergrund Affichenpapier, Blueback oder Blaurückenpapier ist eine andere Bezeichnung für Plakatpapier. Das französische Wort ''affiche'' bedeutet „Anschlagzettel“, „Plakat“ oder „Aushang“. Affichenpapier ist laut DIN 6730 „weißes Druckpapier, holzfrei, nassfest, vollgeleimt, auch einseitig glatt; muss bedruckt und gefaltet im Wasser begrenzte Zeit lagerbar sein, bevor es angeklebt wird“. Die Rückseite ist meistens blau. Das Flächengewicht beträgt in der Regel mindestens 115 g/m². | Affichenpapier
Affichenpapier mit blauem Hintergrund
Affichenpapier, Blueback oder Blaurückenpapier ist eine andere Bezeichnung für Plakatpapier. Das französische Wort ''affiche'' bedeutet „Anschlagzettel“, „Plakat“ oder „Aushang“.
Affichenpapier ist laut DIN 6730 „weißes Druckpapier, holzfrei, nassfest, vollgeleimt, auch einseitig glatt; muss bedruckt und gefaltet im Wasser begrenzte Zeit lagerbar sein, bevor es angeklebt wird“. Die Rückseite ist meistens blau. Das Flächengewicht beträgt in der Regel mindestens 115 g/m². |
doc_102_n_2 | Umgangssprachlich wird der Begriff Metallbau für die Verarbeitung von Metallen in Industrie und Handwerk verwendet. In normativen Verweisen und Leistungsverzeichnissen findet sich häufig noch der Begriff Schlosserarbeiten. Die DIN 18360 definiert Metallbauarbeiten allgemein als die Verarbeitung von Metall, auch im Verbund mit anderen Werkstoffen und legt darüber hinaus fest, welche Gewerke nicht Bestandteil dieser Norm sind. Tatsächlich lässt sich der Metallbau, aufgrund der breiten Spanne der zu verarbeitenden Konstruktionen, Materialien und Fertigungsverfahren nur schwierig von anderen Gewerken abgrenzen. Nicht Bestandteil des Metallbaus sind Stahlbauarbeiten gemäß DIN 18335, Klempnerarbeiten gemäß DIN 18339, Beschlagarbeiten gemäß DIN 18357 und Rollladenarbeiten gemäß DIN 18358. Da auch der Metallbau, in dessen Leistungsumfang die Verarbeitung und Montage von Türen und Fenstern enthalten ist, mit Beschlagarbeiten also der Montage von Schlössern, Türdrückern, Schließern und ähnlichem in Berührung kommt, ist die Abgrenzung hier schwierig. Insbesondere gilt dies auch für die Trennung von Stahlbauarbeiten zum Metallbau. Stahlbau bezeichnet die großtechnischen Fertigung und Montage von Stahltragwerken und Anlagen aus Stahl. Für den Stahlbau ist eine sehr umfassende Europäische Norm EN 1993 ''Eurocode 3'' (früher in Deutschland DIN 18800) festgelegt, da im Stahlbau häufig Konstruktionen mit hohen Anforderungen an die Sicherheit gegen Versagen hergestellt werden. Dies sind zum Beispiel Stahlhallen, Stahlbrücken, Krane. Auch der Metallbau, zu dessen Leistungsumfang unter anderem auch die Herstellung von beispielsweise kleineren Stahltreppen oder Laufstegen gehört, stellt gelegentlich Konstruktionen her, an die ähnlich hohe Forderungen gestellt werden müssen. Ob eine Leistung noch zum Metallbau oder bereits zu anderen Gewerken gehört, ist oft eine Sache der Auslegung. Im Zweifels- oder Streitfall gelten gemäß DIN 18360 die in dieser Norm festgelegten Regelungen bezüglich Fertigung und Abrechnung. | Metallbau |
doc_103_p_0 | Schon mit USB 1.0 war eine Stromversorgung angeschlossener Geräte über die USB-Kabelverbindungen möglich. Allerdings war die maximale Leistung nur für Geräte mit geringem Strombedarf (wie Maus oder Tastatur) ausreichend, für die meisten Festplatten aber nicht. Mitunter werden daher USB-Ports außerhalb der spezifizierten Leistungsgrenzen betrieben. Insbesondere eine kurzzeitige Überlastung eines USB-Ports, die etwa beim Anlaufen von Festplatten auftritt, bleibt in der Praxis meist folgenlos. Um die bei der Stromversorgung auftretenden Probleme zu lösen, wurden mit höheren Versionen der USB-Spezifikation erweiterte Möglichkeiten der Spannungsversorgung geschaffen, siehe folgende Tabelle. Dabei stieg die maximale Leistung auf bis zu 100 Watt, ausreichend beispielsweise für das Laden eines Notebooks. USB 1.0 / 1.1 (Low-Powered-Port) USB-BC 1.2 (USB Battery Charging) | Universal_Serial_Bus |
doc_103_n_1 | DisplayPort wurde ursprünglich entworfen, um den Umstieg auf digitale Schnittstellen zu beschleunigen, die Voraussetzung für eine höhere Anzeigequalität sind. Auch benötigt der Anschluss weniger Platz als VGA und DVI und ist daher besser für tragbare Geräte wie Notebooks geeignet. Im Unterschied zum konkurrierenden HDMI-Stecker ist eine mechanische Verriegelung der Steckverbindung über zwei federnde Widerhaken vorgesehen, die per Drucktaste am Steckergehäuse gelöst werden. Technisch setzt DisplayPort auf eine Hauptverbindung () bestehend aus einer, zwei oder vier ''Lanes'' (Lane 0 bis Lane 3) mit hoher Bandbreite und geringer Latenz, die einen Datenfluss nur in einer Richtung erlaubt. Die Version 1.0 unterstützt einen Videostream samt Audio. DisplayPort 1.0 umfasst einen Zusatzkanal (AUX-Channel, ), der bei geringen Latenzen und konstanter Bandbreite eine bidirektionale Verbindung erlaubt, um unter anderem eine Gerätesteuerung nach den VESA-Standards E-DDC, E-EDID, DDC/CI und MCCS zu ermöglichen. Dadurch wird echtes Plug and Play möglich. Der AUX-Channel kann für verschiedene Zwecke eingesetzt werden, darunter Consumer-Electronics-Control oder USB. | DisplayPort |
doc_103_n_2 | USB-Steckerformen.jpg|Diverse USB-1.0-/2.0-Steckerv. l. n. r.: Typ A, Typ B, Typ Mini-B 5-polig (standardkonform), Typ Miniatur-B 4-polig (Mitsumi), Typ Miniatur-B 4-polig (Aiptek) 12V 24V USB Typ A Buchse.jpg|12-V- und 24-V-USB-1.0-/2.0-Typ-A-Buchsenmit hochstromfähigen 4-poligen Anschlüssen (poweredUSB) Usb3 3 Receptacles 1 Connector.jpg|USB-3.0-Buchsen und Steckerv. l. n. r.: Typ-B-Buchse, Typ-A-Stecker, Typ-A-Buchse, Stack mit zwei Typ-A-Buchsen USB Male Plug Type A.jpg|USB-1.0-/2.0-Typ-A-Steckerdeutlich zu erkennen sind die voreilenden äußeren Pins für die Versorgungsspannung Connector USB 3 IMGP6024 wp.jpg|USB-3.0-Typ-A-Steckermechanisch kompatibel zum USB-1.0-/2.0-Typ-A-Stecker, jedoch in blauer Farbe und mit zusätzlichen elektrischen Kontakten Electronics---Connector---USB-Female---Detailed---(Gentry).jpg|USB-1.0-/2.0-Typ-A-Buchse USB Male Plug Type B.jpg|USB-1.0-/2.0-Typ-B-Stecker USB-3.0-Stecker (Typ B).jpg|USB-3.0-Typ-B-Stecker USB-2.0-Mini-B-Stecker.jpg|USB-2.0-Mini-B-Stecker USB3 to SATA circuit board with non standard USB3 connector bottom side IMGP9560 smial wp.jpg|USB-3.0-Mini-B-Buchse USB-Stecker Nokia 5130.jpg|USB-2.0-Micro-B-Stecker(Nokia 5130) bei Steckernetzteilen für Mobiltelefone verbreitet Connector USB 3 IMGP6028 wp.jpg|USB-3.0-Micro-B-Stecker Connector USB 3 IMGP6017 wp.jpg|USB-3.0-Micro-B-Buchse USB Type-C Plug 03.jpg|USB-3.1-Typ-C-Stecker | Universal_Serial_Bus |
doc_104_p_0 | Die Anfänge des Neoklassizismus in den USA können im Gefolge der „World’s Columbian Exposition“ in Chicago von 1893 datiert werden. Sie basieren auf der Anknüpfung an Traditionen der École des Beaux-Arts in Paris, die in den folgenden Jahrzehnten das gesamte offizielle Bauen in den USA prägen. Im Unterschied zu den USA ist das Auftreten des Neoklassizismus in Deutschland um 1908 als eine Reaktion auf den Jugendstil und gewisse erste Tendenzen zur Sachlichkeit im Umkreis des Deutschen Werkbundes zu verstehen. Dabei waren es einige der herausragendsten Vertreter des Jugendstils, wie Peter Behrens und Joseph Maria Olbrich, die sich in den Jahren vor und nach dem Ersten Weltkrieg den klassischen Formen zuwandten. | Neoklassizismus__bildende_Kunst_ |
doc_104_n_0 | Seit den 1920er Jahren steht der Neoklassizismus im deutschsprachigen Raum in gewisser Konkurrenz zunächst zum Expressionismus und schließlich zu der funktionalistisch begründeten Erneuerungsbewegung des Bauhauses und der Neuen Sachlichkeit. Bei aller Rivalität zum radikalen Erneuerungswillen des Bauhauses sind beim Neoklassizismus in Deutschland, Frankreich und Skandinavien in der Tendenz zur formalen Vereinfachung gewisse Gemeinsamkeiten zu beobachten, was sich besonders im Werk von Architekten wie Heinrich Tessenow, Theodor Fischer oder Gunnar Asplund zeigen lässt. Der deutsche Neoklassizismus und die ihm verwandten Ausprägungen der 1920er und 30er Jahren in Europa zeichnen sich durch Reduktion oder gar vollständige Fortlassung des Decorums aus, weshalb oft fließende Übergänge zum Erscheinungsbild der Neuen Sachlichkeit zu beobachten sind, wie z. B. beim Palais de Tokyo in Paris. Dabei ergaben sich in Frankreich auch Überschneidungen mit dem Art déco der 1920er bis 40er Jahre. | Neoklassizismus__bildende_Kunst_ |
doc_104_n_1 | Neoklassizismus__Musik_ Neoklassizismus bezeichnet die ästhetische Strömung, die die gesamte europäische Musikkultur ab etwa 1920 durchzog. In deutlicher Ablehnung von spätromantischer Expressivität, von Impressionismus und Expressionismus ist der Neoklassizismus gekennzeichnet durch das Streben nach Klarheit und Einfachheit. Im Neoklassizismus entstand eine neue, tonale und weitgehend linear bestimmte Musik, wobei das 18. Jahrhundert (Spätbarock und Vorklassik) häufig Vorbild für Satztechniken, Formen und Gattungen ist. | Neoklassizismus__Musik_
Neoklassizismus bezeichnet die ästhetische Strömung, die die gesamte europäische Musikkultur ab etwa 1920 durchzog. In deutlicher Ablehnung von spätromantischer Expressivität, von Impressionismus und Expressionismus ist der Neoklassizismus gekennzeichnet durch das Streben nach Klarheit und Einfachheit. Im Neoklassizismus entstand eine neue, tonale und weitgehend linear bestimmte Musik, wobei das 18. Jahrhundert (Spätbarock und Vorklassik) häufig Vorbild für Satztechniken, Formen und Gattungen ist. |
doc_104_n_2 | Anfang des 20. Jahrhunderts tritt der Neoklassizismus in vielen Ländern Europas und Amerikas zunächst unabhängig von der jeweiligen Staatsform in Erscheinung und erlangt so auch in vielen demokratisch regierten Ländern öffentliche Geltung. Doch wird er im Laufe der 1930er Jahre von den neuen totalitären Regimen in Deutschland, Italien und der Sowjetunion im Rahmen ihrer kunstpolitischen Lenkungsversuche und propagandistischen Selbstdarstellung zum repräsentativen, ins Monumentale übersteigerten Staatsstil erhoben. Für den sowjetischen Einflussbereich blieb der Neoklassizismus bis weit in die 1950er Jahre verbindlich und fand seine Ausgestaltung als ''sozialistischer Neoklassizismus'', im Dritten Reich zur typischen ''Nationalsozialistischen Architektur''. Diese politische Vereinnahmung des Neoklassizismus durch totalitäre Regime führte in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zusammenbruch des Faschismus und auch vor dem Hintergrund der Schließung des Bauhauses durch die Nationalsozialisten zu einer symbolischen Abwertung durch Identifikation klassizistischer Formen mit totalitärer Herrschaftsarchitektur. Die allgemeine Ächtung verstärkte sich im Nachkriegsdeutschland auch in dem Bemühen um eine Rehabilitierung des Bauhauses, das nun als Repräsentant einer fortschrittlichen wie demokratischen Kultur galt. Dagegen wurde der Neoklassizismus, soweit er sich nicht durch Verzicht auf das Decorum der klassischen Moderne angenähert hatte, häufig als Inbegriff einer rückwärtsgewandten, autoritären und das Individuum einschüchternden Architekturauffassung beurteilt. Seine Bauten galten ähnlich wie die Werke des Historismus im Kontext kunsthistorischer Fortschrittserzählungen als epigonal, unzeitgemäß oder gar reaktionär. | Neoklassizismus__bildende_Kunst_ |
doc_105_p_0 | Levine Science Research Center an der Duke University, Durham Durch die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen für die Forschungseinrichtungen und Technologieunternehmen ist es dem Staat in den Jahren seit 2000 gelungen, besonders in den sogenannten High-Tech-Branchen wie Biotechnologie und die Informationstechnologie, starke Wachstumsraten von bis zu 15 % zu erzielen. 2009 bestanden im Bundesstaat 520 Biotechnologieunternehmen, unter ihnen GlaxoSmithKline, Merck und Bayer AG mit insgesamt 56.000 Beschäftigten. Begünstigende Faktoren, beispielsweise für die Entwicklung des „Research Triangle“ ''(Forschungsdreieck)'' um Raleigh, Durham und Chapel Hill zu einer der führenden und erfolgreichsten High-Tech-Regionen der USA, sind unter anderem die Bereitstellung gut ausgebildeter Fachkräfte, unterstützender Infrastruktur und die Bemühungen der Universitäten, sich an der Forschung und Entwicklung neuer Technologien zu beteiligen. | North_Carolina |
doc_105_n_0 | Research_Triangle Das "Research Triangle" (orange Linie) Das Research Triangle (zu Deutsch „Forschungsdreieck“), meist auch einfach nur „The Triangle“ (Das Dreieck) genannt, ist eine Region im amerikanischen Bundesstaat North Carolina. In der Region befinden sich neben den beiden Städten Raleigh und Durham und den Orten Cary und Chapel Hill außerdem die Universitäten North Carolina State University, Duke University und University of North Carolina. Die Region, die sich aus acht Counties zusammensetzt, trägt auch den Titel „Raleigh–Durham–Chapel Hill CSA“ und umfasst die Metropolregionen Raleigh und Durham-Chapel Hill sowie die statistischen Gebiete Dunn, Henderson, Oxford und Sanford. Laut Daten der Bevölkerungserhebung aus dem Jahr 2013 leben in der Region 2.037.430 Menschen. Die Bezeichnung des „Dreiecks“ hat sich seit den 1950er Jahren etabliert, nachdem dort der Research Triangle Park, ein Wissenschaftspark mit Sitz zahlreicher Technologie-Unternehmen, gegründet worden war. Obwohl inzwischen die Bezeichnung „Triangle“ für die ganze Region genutzt wird, bezeichnet sie ursprünglich das Gebiet um die drei Universitäten und den angeschlossenen Forschungseinrichtung, die zahlreiche Unternehmen anlockten. | Research_Triangle
Das "Research Triangle" (orange Linie)
Das Research Triangle (zu Deutsch „Forschungsdreieck“), meist auch einfach nur „The Triangle“ (Das Dreieck) genannt, ist eine Region im amerikanischen Bundesstaat North Carolina. In der Region befinden sich neben den beiden Städten Raleigh und Durham und den Orten Cary und Chapel Hill außerdem die Universitäten North Carolina State University, Duke University und University of North Carolina. Die Region, die sich aus acht Counties zusammensetzt, trägt auch den Titel „Raleigh–Durham–Chapel Hill CSA“ und umfasst die Metropolregionen Raleigh und Durham-Chapel Hill sowie die statistischen Gebiete Dunn, Henderson, Oxford und Sanford. Laut Daten der Bevölkerungserhebung aus dem Jahr 2013 leben in der Region 2.037.430 Menschen.
Die Bezeichnung des „Dreiecks“ hat sich seit den 1950er
Jahren etabliert, nachdem dort der Research Triangle Park, ein Wissenschaftspark mit Sitz zahlreicher Technologie-Unternehmen, gegründet worden war. Obwohl inzwischen die Bezeichnung „Triangle“ für die ganze Region genutzt wird, bezeichnet sie ursprünglich das Gebiet um die drei Universitäten und den angeschlossenen Forschungseinrichtung, die zahlreiche Unternehmen anlockten. |
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