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doc_105_n_1 | Chapel_Hill__North_Carolina_ Chapel Hill ist eine Universitätsstadt in den Vereinigten Staaten im Bundesstaat North Carolina mit etwa 57.000 Einwohnern (2010). Die University of North Carolina at Chapel Hill (UNC) ist die älteste staatlich geförderte Universität der Vereinigten Staaten. Sie wurde 1789 gegründet und die Stadt ist seitdem um sie herum entstanden. Chapel Hill liegt im Südosten von Orange County. Zusammen mit den Nachbarstädten Raleigh und Durham bildet sie ein Städtedreieck, das vor allem für seine Forschungskapazitäten an mehreren Universitäten bekannt ist und ''Research Triangle'' genannt wird. | Chapel_Hill__North_Carolina_
Chapel Hill ist eine Universitätsstadt in den Vereinigten Staaten im Bundesstaat North Carolina mit etwa 57.000 Einwohnern (2010). Die University of North Carolina at Chapel Hill (UNC) ist die älteste staatlich geförderte Universität der Vereinigten Staaten. Sie wurde 1789 gegründet und die Stadt ist seitdem um sie herum entstanden.
Chapel Hill liegt im Südosten von Orange County. Zusammen mit den Nachbarstädten Raleigh und Durham bildet sie ein Städtedreieck, das vor allem für seine Forschungskapazitäten an mehreren Universitäten bekannt ist und ''Research Triangle'' genannt wird. |
doc_105_n_2 | USA MMA - Return of the Champions Impact FC 2 - The Uprising: Sydney WarGods/Ken Shamrock Productions: Valentine's Eve Massacre Ortiz vs. Shamrock 3: The Final Chapter For UFC Light Heavyweight title Atlantic City, New Jersey, USA TKO (Corner Stoppage - Exhaustion) Submission (Arm Triangle Choke) Match was a draw due to a lack of judges. Defends UFC Superfight title. Pancrase-1995 Neo-Blood Tournament, Round 1 Charlotte, North Carolina, USA Match was a draw due to a lack of judges. Pancrase-King Of Pancrase Tournament, Round 2 Pancrase-King Of Pancrase Tournament, Round 2 Submission (Arm Triangle Choke) Pancrase-King of Pancrase Tournament, Round 1 Submission (Arm Triangle Choke) Pancrase-King of Pancrase Tournament, Round 1 Pancrase-Road To The Championship 5 Charlotte, North Carolina, USA Charlotte, North Carolina, USA Pancrase-Road To The Championship 4 Pancrase-Road To The Championship 3 Pancrase-Road To The Championship 2 Pancrase-Yes, We are Hybrid Wrestlers 4 Pancrase-Yes, We are Hybrid Wrestlers 3 Pancrase-Yes, We are Hybrid Wrestlers 2 Pancrase-Yes, We are Hybrid Wrestlers 1 | Ken_Shamrock |
doc_106_p_0 | Houston besitzt seit 2004 eine von Nord nach Süd verlaufende Stadtbahn (Light Rail System), die zwölf Kilometer lange Innenstadtstrecke der ''MetroRail Houston Red Line''. Diese erstreckt sich von der University of Houston–Downtown, am Texas Medical Center vorbei bis zum NRG Park. Des Weiteren besitzt die Stadt einen Anschluss an das Schienennetz der Vereinigten Staaten, sie wird durch die Amtrak dreimal pro Woche bedient. So verkehrt der Sunset Limited von New Orleans nach Los Angeles auch über Houston. | Houston |
doc_106_n_0 | Sunset Mafia Jay Ho, Sun Diego Abaz, Sunset Mafia Jay Ho, Cestro, Sun Diego Sunset Mafia Jay Ho, Sun Diego Sunset Mafia Jay Ho, Sun Diego Business Paris (feat. Ol Kainry) Sunset Mafia Jay Ho, Sun Diego Billionaire's Club (feat. Sun Diego) Sunset Mafia Jay Ho, Sun Diego Sunset Mafia Jeff K, Sun Diego Kobrakopf (feat. Farid Bang & Haftbefehl) Sunset Mafia Jay Ho, Sun Diego Sunset Mafia Jay Ho, Sun Diego Kokayne (feat. Locke, Sun Diego & John Webber) Abaz, X-Plosive & Böse Beats, Sun Diego Sunset Mafia Jay Ho, Sun Diego Sunset Mafia, 2 Bough & Saabiza, Sun Diego Gee Futuristic & X-Plosive, Sun Diego Internationaler Player Reloaded (Limited Edition Bonus) Entertainment (feat. Sun Diego & John Webber) (Limited Edition Bonus) Cosmopolit (Limited Edition Bonus) | Bossaura |
doc_106_n_1 | An das amerikanische Fernverkehrsstraßensystem ist das Tal über die Interstate 10 angebunden. Die Autobahn verbindet die amerikanische Ost- und Westküste miteinander und führt dabei durch das Coachella Valley. Auch die California State Route 111 durchquert das ganze Tal. Die State Routes 62, 74, 86 und 195 beginnen oder enden jeweils im Coachella Valley. Indio und Palm Springs besitzen Bahnhöfe, die vom Sunset Limited angefahren werden. Hierbei handelt es sich um einen Reisezug von Amtrak, der die Strecke Los Angeles – New Orleans befährt. Über eine Buslinie des Unternehmens Greyhound Lines sind die Städte Indio und Palm Springs miteinander verbunden. Das Tal verfügt über drei Flughäfen: ''Palm Springs International Airport'' in Palm Springs, ''Bermuda Dunes Airport'' in Bermuda Dunes und ''Jacqueline Cochran Regional Airport'' in Thermal. Der Palm Springs Airport wird von den großen Fluggesellschaften Alaska Airlines, American Airlines, Northwest Airlines und United Airlines angeflogen. Die beiden Flughäfen in Bermuda Dunes und Thermal wickeln nur Allgemeine Luftfahrt ab. Große Verkehrsflughafen im weiteren Umkreis sind der Flughafen Los Angeles-Ontario, der Los Angeles International Airport und der John Wayne Airport im Orange County. | Coachella_Valley |
doc_106_n_2 | In Alabama wurde 2007 ein Schienennetz von 5302 Kilometer durch 25 Bahngesellschaften betrieben. Es wurden 2.941.478 Wagenladungen mit insgesamt 161.500.000 Tonnen befördert. Wichtigstes Exportgut war Kohle mit 12,1 Mio. Tonnen. Wichtigstes Importgut war ebenfalls Kohle mit 29,5 Mio. Tonnen. An Steinen, Sand und Kiesen wurden 6,5 Mio. Tonnen exportiert. Mit 4,7 Mio. Tonnen Papier- und Faserstoffprodukten ist Alabama der größte Exporteur solcher Erzeugnisse. Amtrak bedient durch zwei Zugverbindungen, „The Crescent“ (New York–New Orleans) und „The Sunset Limited“ (Orlando–Los Angeles), die Städte Anniston, Birmingham und Tuscaloosa. Insgesamt stiegen 2008 47.944 Passagiere in Alabama ein und aus. | Alabama |
doc_107_n_0 | Frieden_von_Paris__1783_ Der Frieden von Paris, der am 3. September 1783 unterzeichnet wurde, beendete formal den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zwischen dem Königreich Großbritannien und den Dreizehn Kolonien in Nordamerika, die seit 1775 gegen die britische Herrschaft gekämpft hatten. Großbritannien unterzeichnete gesonderte Verträge mit Frankreich und Spanien, die unter dem Namen Verträge von Versailles von 1783 bekannt sind. Der Unterzeichnung ging ein beidseitig geschlossener Vorfrieden am 30. November 1782 voraus. Der Vertrag ist allgemein als Zweiter Vertrag von Paris bekannt, der erste ist der Pariser Frieden 1763. Mehrere andere Verträge sind ebenfalls unter diesem Namen bekannt. | Frieden_von_Paris__1783_
Der Frieden von Paris, der am 3. September 1783 unterzeichnet wurde, beendete formal den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zwischen dem Königreich Großbritannien und den Dreizehn Kolonien in Nordamerika, die seit 1775 gegen die britische Herrschaft gekämpft hatten. Großbritannien unterzeichnete gesonderte Verträge mit Frankreich und Spanien, die unter dem Namen Verträge von Versailles von 1783 bekannt sind. Der Unterzeichnung ging ein beidseitig geschlossener Vorfrieden am 30. November 1782 voraus.
Der Vertrag ist allgemein als Zweiter Vertrag von Paris bekannt, der erste ist der Pariser Frieden 1763. Mehrere andere Verträge sind ebenfalls unter diesem Namen bekannt. |
doc_107_n_1 | Der nach der Französischen Revolution entstandene Kanton wurde 1871 als Folge des Deutsch-Französischen Krieges im Frieden von Frankfurt an das Deutsche Kaiserreich abgetreten. Durch Nachverhandlungen erhielt Frankreich die Gemeinde Igney sowie den südlichen Teil der Gemeinde Avricourt im Oktober 1871 zurück. Letzterer wurde eine eigenständige Gemeinde und gemeinsam mit Igney dem benachbarten Kanton Blâmont im Département Meurthe-et-Moselle zugeschlagen. Nachdem Lothringen 1919 durch den Vertrag von Versailles an Frankreich zurückfiel, wurde der Kanton Réchicourt-le-Château ohne die Gemeinden Igney und Avricourt (Meurthe-et-Moselle) wiederhergestellt, welche im Kanton Blâmont verblieben. | Kanton_Réchicourt-le-Château |
doc_107_n_2 | Vorfrieden_von_Versailles Numismatischer Beleg der Bestätigung der Friedenspräliminarien durch die Assemblée Nationale in Bordeaux am 4. März 1871, Vorderseite. Numismatischer Beleg der Bestätigung der Friedenspräliminarien durch Assemblée Nationale in Bordeaux am 4. März 1871, Rückseite. Der Vorfrieden von Versailles (offiziell ''Friedens-Präliminarien zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich'') wurde am 26. Februar 1871 zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich während des Deutsch-Französischen Krieges im Schloss Versailles geschlossen. Dieser Präliminarfriede wurde im Mai 1871 durch den Frieden von Frankfurt bestätigt und ergänzt. Der Vertragstext umfasst zehn Artikel. Mit dem Artikel I verzichtete Frankreich auf weite Teile seiner Départements Haut-Rhin, Bas-Rhin und Moselle sowie zwei Arrondissements des Départements Meurthe zugunsten des Deutschen Kaiserreichs, das während des Krieges gegründet wurde. Die abgetretenen Gebiete wurden im Juni 1871 mit dem ''Gesetz betreffend die Vereinigung von Elsaß und Lothringen mit dem Deutschen Reiche'' offiziell Teil des Deutschen Reiches (Reichsland Elsaß-Lothringen). In Artikel II verpflichtete sich Frankreich zur Zahlung einer Reparation in Höhe von fünf Milliarden Goldfranken. Die übrigen Artikel regeln unter anderem die Räumung besetzter Gebiete, die Auswanderung von Einwohnern der abgetretenen Gebiete und die Aufnahme von Friedensverhandlungen. Der Vertrag wurde für Deutschland von Reichskanzler Bismarck und den vier süddeutschen Ministern Bray-Steinburg, Wächter, Mittnacht und Jolly unterzeichnet. Für Frankreich signierten Thiers und Favre. | Vorfrieden_von_Versailles
Numismatischer Beleg der Bestätigung der Friedenspräliminarien durch die Assemblée Nationale in Bordeaux am 4. März 1871, Vorderseite.
Numismatischer Beleg der Bestätigung der Friedenspräliminarien durch Assemblée Nationale in Bordeaux am 4. März 1871, Rückseite.
Der Vorfrieden von Versailles (offiziell ''Friedens-Präliminarien zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich'') wurde am 26. Februar 1871 zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich während des Deutsch-Französischen Krieges im Schloss Versailles geschlossen. Dieser Präliminarfriede wurde im Mai 1871 durch den Frieden von Frankfurt bestätigt und ergänzt.
Der Vertragstext umfasst zehn Artikel. Mit dem Artikel I verzichtete Frankreich auf weite Teile seiner Départements Haut-Rhin, Bas-Rhin und Moselle sowie zwei Arrondissements des Départements Meurthe zugunsten des Deutschen Kaiserreichs, das während des Krieges gegründet wurde. Die abgetretenen Gebiete wurden im Juni 1871 mit dem ''Gesetz betreffend die Vereinigung von Elsaß und Lothringen mit dem Deutschen Reiche'' offiziell Teil des Deutschen Reiches (Reichsland Elsaß-Lothringen). In Artikel II verpflichtete sich Frankreich zur Zahlung einer Reparation in Höhe von fünf Milliarden Goldfranken. Die übrigen Artikel regeln unter anderem die Räumung besetzter Gebiete, die Auswanderung von Einwohnern der abgetretenen Gebiete und die Aufnahme von Friedensverhandlungen.
Der Vertrag wurde für Deutschland von Reichskanzler Bismarck und den vier süddeutschen Ministern Bray-Steinburg, Wächter, Mittnacht und Jolly unterzeichnet. Für Frankreich signierten Thiers und Favre. |
doc_108_n_0 | James_H._Polk James Hilliard Polk (* 13. Dezember 1911 in der Provinz Batangas, Philippinen; † 18. Februar 1992 in El Paso, Texas) war ein US-amerikanischer Offizier und General der US Army. Er diente zuletzt von 1967 bis 1971 als Oberbefehlshaber der 7. US-Armee in Heidelberg die auch unter dem Namen United States Army Europe (USAREUR) bekannt ist. Zudem war er Kommandierender General der Central Army Group der NATO. Sein Titel lautete CINCUSAREUR/COMCENTAG (Commander in Chief United States Europe, Commander Central Army Group). | James_H._Polk
James Hilliard Polk (* 13. Dezember 1911 in der Provinz Batangas, Philippinen; † 18. Februar 1992 in El Paso, Texas) war ein US-amerikanischer Offizier und General der US Army. Er diente zuletzt von 1967 bis 1971 als Oberbefehlshaber der 7. US-Armee in Heidelberg die auch unter dem Namen United States Army Europe (USAREUR) bekannt ist. Zudem war er Kommandierender General der Central Army Group der NATO. Sein Titel lautete CINCUSAREUR/COMCENTAG (Commander in Chief United States Europe, Commander Central Army Group). |
doc_108_n_1 | Michael_S._Davison Michael Shannon Davison (* 21. März 1917 in San Francisco, Kalifornien; † 7. September 2006 in Washington, D.C.) war ein US-amerikanischer Offizier und General der US Army. Er diente zuletzt von 1971 bis 1975 als Oberbefehlshaber der 7. US-Armee in Heidelberg, die auch unter dem Namen ''United States Army Europe'' (USAREUR) bekannt ist. Zudem war er Kommandierender General der Central Army Group der NATO. Sein Titel lautete CINCUSAREUR/COMCENTAG (Commander in Chief United States Europe, Commander Central Army Group). | Michael_S._Davison
Michael Shannon Davison (* 21. März 1917 in San Francisco, Kalifornien; † 7. September 2006 in Washington, D.C.) war ein US-amerikanischer Offizier und General der US Army. Er diente zuletzt von 1971 bis 1975 als Oberbefehlshaber der 7. US-Armee in Heidelberg, die auch unter dem Namen ''United States Army Europe'' (USAREUR) bekannt ist. Zudem war er Kommandierender General der Central Army Group der NATO. Sein Titel lautete CINCUSAREUR/COMCENTAG (Commander in Chief United States Europe, Commander Central Army Group). |
doc_108_n_2 | Glenn_K._Otis Glenn Kay Otis (* 15. März 1929 in Plattsburgh, New York; † 21. Februar 2013 in Carlisle, Pennsylvania) war ein US-amerikanischer Offizier und General der US Army. Er diente zuletzt von 1983 bis 1988 als Oberbefehlshaber der 7. US-Armee in Heidelberg, die auch unter dem Namen ''United States Army Europe'' (USAREUR) bekannt ist. Zudem war er Kommandierender General der Central Army Group der NATO. Sein Titel lautete CINCUSAREUR/COMCENTAG (Commander in Chief United States Europe, Commander Central Army Group). | Glenn_K._Otis
Glenn Kay Otis (* 15. März 1929 in Plattsburgh, New York; † 21. Februar 2013 in Carlisle, Pennsylvania) war ein US-amerikanischer Offizier und General der US Army. Er diente zuletzt von 1983 bis 1988 als Oberbefehlshaber der 7. US-Armee in Heidelberg, die auch unter dem Namen ''United States Army Europe'' (USAREUR) bekannt ist. Zudem war er Kommandierender General der Central Army Group der NATO. Sein Titel lautete CINCUSAREUR/COMCENTAG (Commander in Chief United States Europe, Commander Central Army Group). |
doc_109_p_0 | Namibia liegt zwischen 17,87° und 29,9808° südlicher Breite sowie 12° und 25° östlicher Länge. Große Flüsse und Riviere in Namibia Namibia wird im Osten nach Botswana hin von der Kalahari, im Süden nach Südafrika hin vom Oranje – auch ''Orange River'' genannt –, im Westen vom Südatlantik und im Norden nach Angola hin vom Kunene und dem Okavango begrenzt. Im Nordosten erstreckt sich zudem ein etwa 450 km langer und bis zu 50 km breiter Landfinger zwischen den nördlich angrenzenden Ländern Angola und Sambia und dem südlich angrenzenden Botswana – der Caprivizipfel, welcher im östlichen Bereich vom Sambesi und vom Unterlauf des Kwando begrenzt wird. Neben den genannten Grenzflüssen gibt es noch zahlreiche weitere Flüsse, von denen aber kein einziger mit Sicherheit ganzjährig Wasser führt. Außerhalb der Regenzeit finden sich nur ausgetrocknete Flussbetten (Riviere). Das gesamte Staatsgebiet Namibias umfasst etwa 824.292 Quadratkilometer. Namibia ist landschaftlich im Wesentlichen durch zwei Wüsten geprägt, im Westen durch die von der südafrikanischen Provinz Nordkap bis weit nach Angola hineinreichende Namib und im Osten durch die Kalahari. Zwischen beiden Wüsten liegt das durchschnittlich 1700 Meter hohe, um die Hauptstadt Windhoek herum auch die 2000-Meter-Marke überschreitende Binnenhochland. Einer der markantesten Berge ist der Etjo, höchster Berg jedoch ist der rund 2600 Meter hohe Königstein im Brandbergmassiv, nahe der Küste, etwa 200 Kilometer nördlich der Küstenstadt Swakopmund. Im Osten geht das Binnenhochland allmählich in das rund 1200 Meter hoch gelegene, von Trockenvegetation bedeckte Kalahari-Hochland über. | Namibia |
doc_109_n_0 | Caprivizipfel Der Caprivizipfel oder Caprivistreifen, offiziell ab 1939 Caprivi Zipfel (, historisch ''Eastern Caprivi Zipfel''), ist eine zipfelförmige Ausbuchtung im Nordosten des Staatsgebiets von Namibia. Grenzziehung und Namensgebung nach Leo von Caprivi gehen auf die koloniale Vorgeschichte des Landes als Deutsch-Südwestafrika zurück. Begrenzt wird das Gebiet von den Flüssen Okavango, Kwando und Sambesi. Es erstreckt sich vom Längengrad 21° Ost und bis über den Längengrad 25° Ost hinaus und besitzt bei maximal 100 Kilometern Breite eine West-Ost-Ausdehnung von rund 500 Kilometern. Verwaltungsmäßig gehört der Caprivizipfel heute zu den namibischen Regionen Sambesi (bis August 2013 ''Caprivi'') und dem Wahlkreis Mukwe in der Region Kavango-Ost. | Caprivizipfel
Der Caprivizipfel oder Caprivistreifen, offiziell ab 1939 Caprivi Zipfel (, historisch ''Eastern Caprivi Zipfel''), ist eine zipfelförmige Ausbuchtung im Nordosten des Staatsgebiets von Namibia. Grenzziehung und Namensgebung nach Leo von Caprivi gehen auf die koloniale Vorgeschichte des Landes als Deutsch-Südwestafrika zurück.
Begrenzt wird das Gebiet von den Flüssen Okavango, Kwando und Sambesi. Es erstreckt sich vom Längengrad 21° Ost und bis über den Längengrad 25° Ost hinaus und besitzt bei maximal 100 Kilometern Breite eine West-Ost-Ausdehnung von rund 500 Kilometern. Verwaltungsmäßig gehört der Caprivizipfel heute zu den namibischen Regionen Sambesi (bis August 2013 ''Caprivi'') und dem Wahlkreis Mukwe in der Region Kavango-Ost. |
doc_109_n_1 | National_Democratic_Party_of_Namibia Die National Democratic Party of Namibia (NDP; ) ist eine politische Partei in Namibia. Sie galt – unter ihrem bis Anfang 2014 geführten Namen ''Caprivi National Democratic Party'' – als regionale Partei des Caprivizipfel (heute Regionen Kavango-West und Sambesi). Seitdem ist die Partei landesweit und politisch rechts ausgerichtet. Sie setzt sich für ein ausgeprägtes föderatives System in Namibia ein. Parteipräsident ist Martin Lukato Lukato. Die National Democratic Party ist nicht mit der Namibia Democratic Party (ebenfalls ''NDP'') zu verwechseln. | National_Democratic_Party_of_Namibia
Die National Democratic Party of Namibia (NDP; ) ist eine politische Partei in Namibia. Sie galt – unter ihrem bis Anfang 2014 geführten Namen ''Caprivi National Democratic Party'' – als regionale Partei des Caprivizipfel (heute Regionen Kavango-West und Sambesi). Seitdem ist die Partei landesweit und politisch rechts ausgerichtet. Sie setzt sich für ein ausgeprägtes föderatives System in Namibia ein.
Parteipräsident ist Martin Lukato Lukato.
Die National Democratic Party ist nicht mit der Namibia Democratic Party (ebenfalls ''NDP'') zu verwechseln. |
doc_109_n_2 | Die Entstehung des Territoriums geht auf den Vertrag zwischen Deutschland und England über die Kolonien und Helgoland vom 1. Juli 1890 („Helgoland-Sansibar-Vertrag“) zurück. Das Deutsche Reich verzichtete in diesem auf zukünftige Ansprüche auf Witu und Sansibar. Dafür fiel die Insel Helgoland an Deutschland, und seine Kolonie Deutsch-Südwestafrika erhielt Zugang zum Sambesi. Dahinter verbarg sich die Strategie, eine territoriale Verbindung der südwestafrikanischen Besitzungen mit Deutsch-Ostafrika zu schaffen. Auch auf englischer Seite gab es Überlegungen zu einer zweckmäßigen Arrondierung des Kolonialbesitzes: Cecil Rhodes warb im Wettlauf um Afrika für den Kap-Kairo-Plan, der britisch kontrolliertes Gebiet von Südafrika bis Ägypten voraussetzte. Dementsprechend wurde 1891 Nordrhodesien in britischen Besitz genommen, was die deutschen Pläne durchkreuzte. Die Vertragsverhandlungen wurden von Reichskanzler Caprivi geleitet. Nach ihm wurde der Caprivizipfel auf Initiative des Gouverneurs von Deutsch-Südwestafrika, Theodor Leutwein, benannt; gebräuchlich waren zunächst auch „Deutsches Barotseland“ und „Deutsches Sambesiland“. Mitte November 1908 brach Hauptmann Kurt Streitwolf (von 1909 bis 1911 erster Kaiserlicher Resident des Caprivizipfels in Schuckmannsburg) im Auftrag des Gouverneurs Bruno von Schuckmann zu einer Expedition durch den Caprivizipfel auf, die das Gebiet Ende Januar 1909 erreichte. Streitwolf kam zu dem Urteil, dass „dieser malariaverseuchte Caprivizipfel“ gegen etwas Wertvolles – beispielsweise die Walfischbucht – eingetauscht werden sollte. Erst am 27. Januar 1909 wurde der Caprivizipfel administrativ in Deutsch-Südwestafrika eingegliedert. Mit ihm gelangte es im Verlauf des Ersten Weltkriegs 1915 unter südafrikanische Militärverwaltung. 1919 bis 1990 wurde Südwestafrika durch Südafrika verwaltet, zunächst als Völkerbundsmandat Südwestafrika, ab 1966 gegen den Einspruch der UNO. Ab 1970 entwickelte das südafrikanische Apartheidsregime im Caprivizipfel die Homelands Kavangoland und Ostcaprivi. Nach der Unabhängigkeit Namibias 1990 wurden die Regionen von Namibia neu geordnet. Der Caprivizipfel verteilte sich von 1994 bis 2013 auf die Regionen Caprivi und Kavango. 2013 wurde die Region Caprivi in Sambesi umbenannt; der westliche Teil des Caprivizipfels gehört nun zur Region Kavango-Ost. | Caprivizipfel |
doc_110_p_0 | In der Folge des Zweiten Golfkriegs von 1990 wurde unter dem damaligen amerikanischen Verteidigungsminister Caspar Weinberger und dem damaligen Chef des Vereinigten Generalstabs Colin Powell die nach Powell und Weinberger benannte Weinberger-Powell-Doktrin oder Powell-Doktrin entwickelt. Diese besagte, dass der Streitkräfteeinsatz das letzte Mittel sei. Der Einsatz sei nur dann gerechtfertigt, wenn Interessen von überragender Bedeutung für die Sicherheit und Lebensfähigkeit der USA auf dem Spiel stünden und außerdem nur dann, wenn der Einsatz von einer breiten Öffentlichkeit in den Vereinigten Staaten getragen würde. Der Krieg sei dann mit überlegenen Mitteln und möglichst verlustarm zu führen. Es müsse auch eine Strategie zum Rückzug nach Beendigung des Konfliktes bestehen. Die Powell-Weinberger-Doktrin stellt eine Verarbeitung der Erfahrungen aus dem Vietnamkrieg dar. | Militärgeschichte_der_Vereinigten_Staaten |
doc_110_n_0 | Lobende Vorstellung des Autors Nennung des Zitates oder eines denkwürdigen Geschehnisses Aufzeigen eines Grundes, warum die Bemerkung oder die Geschehnisse denkwürdig sind Deutung des Beispiels bei Umkehrung der Aussage Nennung eines weiteren Beispiels für die Hauptaussage der Chrie Untermauerung der dargestellten Meinung durch die Aussage einer anderen Persönlichkeit Der lateinische Merkvers für eine Chrie, ein Hexameter, lautet: „Quís, quid, cúr, contrá, simil(e), éxemplária, téstes?“ („Wer, was, warum, gegen, ähnlich, Beispiele, Zeugen“). | Chrie |
doc_110_n_1 | Astaire und Powell spielen hier ein singendes und tanzendes Geschwisterpaar, welches der realen Beziehung zwischen Fred und seiner Schwester Adele Astaire nachempfunden ist. Jane Powell verliebt sich in den englischen Aristokraten Lawford, was wiederum auf Adele Astaire und ihre Romanze sowie spätere Heirat mit dem britischen Aristokraten Lord Charles Cavendish, dem Sohn des Duke of Devonshire, anspielt. Jane Powell war eigentlich eine Verlegenheitslösung für die Rolle der Ellen. Ursprünglich wurde Ginger Rogers für die Rolle ausgesucht, die aber ablehnte. Danach wurde June Allyson die Rolle angeboten, die aber schwanger wurde. Anschließend war Judy Garland als Ellen vorgesehen, musste aber aus persönlichen Gründe absagen. Schlussendlich bekam Jane Powell die Rolle. | Königliche_Hochzeit__1951_ |
doc_110_n_2 | Die Beats des Liedes wurden vom deutschen Produzententeam The Krauts produziert, der Text stammt von Marteria selbst. Saskia Nothofer von n-tv sieht die Hauptaussage des Textes darin, ''dass die individuelle menschliche Existenz für den Musiker nur einen unbedeutenden Teil des gesamten Seins dargestellt - das Universum dagegen ein noch immer unbegreifliches und unerklärbares System ist und sich der Mensch somit ständig auf der Suche nach Erklärungen befindet. Das Leben ist mehr als reines Vergnügen, der Sinn trotzdem noch lange nicht gefunden.'' Auch die Chaostheorie wird im Refrain thematisiert; die Tatsache, dass genau das die Eizelle befruchtende Spermium den Menschen zu dem macht, was er ist, als ''Wunder'' bezeichnet. | Welt_der_Wunder__Lied_ |
doc_111_p_0 | Von entscheidender Relevanz sind immunologische Prozesse bei der Transplantation von Spenderorganen. Da transplantierte Organe vom Immunsystem als körperfremd erkannt werden, kommt es zu einer entsprechenden Immunantwort. Unbehandelt führt diese zur Abstoßung und damit dem Funktionsverlust des betreffenden Organs. Umgekehrt können aber auch, zum Beispiel bei einer Stammzelltransplantation, in einem Transplantat enthaltene Immunzellen eine Immunreaktion gegen den Empfängerorganismus verursachen, man spricht dann von der Graft-versus-Host-Reaktion. In der Folge ist zum Erhalt des Organs eine lebenslange Behandlung der betroffenen Patienten mit so genannten Immunsuppressiva notwendig, also Medikamenten, welche die kurz- und langfristig vorhandenen Immunreaktionen unterdrücken. Ähnlich wie bei der Transplantation von fremden Organen oder Geweben ist das Immunsystem auch an der Reaktion des Körpers gegen Implantate entscheidend beteiligt. Implantate bestehen beispielsweise aus Metallen oder Kunststoffen und werden für vielfältige Aufgaben eingesetzt, unter anderem zum vorübergehenden oder dauerhaften Ersatz von Knochen oder Blutgefäßen, als plastische Implantate zur Ausformung bestimmter Körperstrukturen und zum Zahnersatz, sowie zum Ersatz oder zur Unterstützung von körpereigenen Organen bei ihrer Funktion, wie zum Beispiel Cochleaimplantate oder Herzschrittmacher. Da Implantate aus körperfremdem Material bestehen, sind sie vielfältigen Prozessen der Immunabwehr ausgesetzt, insbesondere einer chronisch vorhandenen Entzündungsreaktion. Die immunologische Verträglichkeit dieser Materialien ist damit ein wichtiger Aspekt ihrer Biokompatibilität und trägt entscheidend zur dauerhaften Funktion des Implantats bei. | Immunologie |
doc_111_n_0 | Power2Save ist eine Initiative des Verbandes, die sich für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Bedeutung der Spenden von Organen, die Förderung der Patientengesundheit und die Finanzierung der Transplantatforschung einsetzt. Power2Save hat sich zur Mission gemacht, durch medizinische Forschung die Organabstoßung zu beseitigen. Durch die Entwicklung sicherer und effektiverer Medikamente, Einführung neuer Tests, damit Ärzten geholfen werden kann, Therapien durch Medikamente zu verbessern. Damit transplantierte Organe nicht abgestoßen werden, will Power2Save die Organtransplantation von einer Behandlung zu einer Heilung umwandeln. | Amerikanische_Gesellschaft_für_Transplantation |
doc_111_n_1 | Beim Menschen können Blutchimären natürlich auftreten. Abgesehen von diesen können verschiedene Zelllinien auch verschiedene Organe bilden. In einem bekannten Fall stammte die Gebärmutter von einer, der restliche Körper von der anderen Zelllinie. In der biomedizinischen Forschung werden auch künstliche Tier-Mensch-Embryonen hergestellt. Dabei wird menschliches Erbgut in Eizellen von Tieren eingeführt. Der daraus entstehende Embryo wird als Zytoplasmatischer Hybrid, kurz Cybrid bezeichnet und kann zur Stammzellenforschung verwendet werden. Dieses Verfahren ist ethisch umstritten. Die Gegner fürchten einen Missbrauch, etwa die Züchtung von Zwitterwesen aus Menschen und Tieren. Die Befürworter argumentieren, dass menschliche Eizellen für die Forschung immer knapper und teurer würden. Es sei schwer, genügend Frauen zum Spenden von Eizellen zu finden. In der Medizin werden bei der Organtransplantation Spenderorgane eines genetisch vom Empfänger verschiedenen Spenders verpflanzt. Da im Körper des Empfängers dadurch Zelllinien aus verschiedenen befruchteten Eizellen zusammenkommen, wird der Empfänger einer Organspende per definitionem ebenfalls zur Chimäre. Der Empfänger einer Bluttransfusion hingegen wird lediglich kurzzeitig zur Chimäre, da die erhaltenen Blutzellen nach einiger Zeit wieder abgebaut werden. Ein bekannter Fall einer menschlichen Chimäre ist Lydia Fairchild. | Chimäre__Genetik_ |
doc_111_n_2 | Es handelt sich um 6 Übungen, die zum Ziel haben, den Energiefluss der Meridiane im Körper zu stimulieren. Jede dieser 6 Übungen behandelt 2 Meridiane, die jeweils einer Wandlungsphase bzw. einem Element zugeordnet sind. Die Übungen wirken ausgleichend auf die Organe des jeweiligen Elementes. Durch die Übung werden die ausgewählten Meridiane gedehnt, damit die Energie leichter in Fluss kommt beziehungsweise Energieblockaden sich lösen können. Der Yin- und der dazugehörige Yang-Meridian eines Elementes werden bei einer solchen Übung gleichzeitig gedehnt. | Makkōhō |
doc_112_p_0 | Leitlinie der Außenpolitik des Landes ist es laut Präsident Hage Geingob „keine Feinde und nur Freunde“ zu haben. Das Land versucht dabei ausgewogene diplomatische Beziehungen zu haben und fühlt sich, aufgrund seiner eigenen Geschichte, der multilateralen Zusammenarbeit verpflichtet. Wichtigster außenpolitischer Bezugspunkt ist für Namibia der große Nachbar Südafrika, der der mit Abstand wichtigste Handelspartner des Landes ist. Mit Südafrika sowie Botswana, Lesotho und Swasiland ist Namibia durch die Zollunion des Südlichen Afrika (Southern African Customs Union, SACU) verbunden. Der namibische Dollar ist im Verhältnis 1:1 an den südafrikanischen Rand gekoppelt. Das Land ist zudem Mitgliedsstaat der Afrikanischen Union, Southern African Development Community (SADC), die eine vertiefte Integration des südlichen Afrika zum Ziel haben. Neben der regionalen Zusammenarbeit sind die Mitgliedsbeziehungen im Commonwealth of Nations sowie Beziehungen zur Europäischen Union, der Volksrepublik China, den Vereinigten Staaten und Nordkorea von Bedeutung. Deutschland pflegt zu Namibia äußerst intensive Beziehungen aufgrund der gemeinsamen Kolonialgeschichte (1884–1915) und der daraus erwachsenden besonderen Verantwortung Deutschlands sowie der deutschsprachigen Minderheit im Land. In den letzten zwei Jahrzehnten hat Deutschland in Namibia Entwicklungshilfe in Höhe von ca. 1 Mrd. Euro geleistet (höchste deutsche Leistung pro Kopf in Afrika). Das deutsch-namibische Sonderverhältnis kam zum Ausdruck in zahlreichen weiteren hochrangigen politischen Kontakten auf Regierungsebene. Dazu zählen u. a. die Besuche von Bundeskanzler Kohl (1995) und Bundespräsident Herzog (1998) in Namibia sowie die Deutschland-Besuche von Staatspräsident Nujoma (1996 und 2002) und Staatspräsident Pohamba (2005). Bundespräsident a. D. Köhler vertrat die Bundesrepublik Deutschland bei den Feierlichkeiten anlässlich des 25. Jahrestags der Unabhängigkeit Namibias und Amtseinführung des neuen Präsidenten Geingob im Jahr 2015. Jedes Jahr besuchen knapp 100.000 deutsche Touristen das Land, weshalb die Deutschen die größte außerafrikanische Touristengruppe sind und für das Land eine hohe wirtschaftliche Bedeutung einnehmen. | Namibia |
doc_112_n_0 | Hage-Geingob-Stadion Das Hage-Geingob-Stadion (, ehemals ''Nationales Rugby-Stadion'', englisch ''National Rugby Stadium'') ist das größte Rugby-Stadion in Namibia und eines von drei Nationalstadien, jedoch das einzige für Rugby. Es ist nach dem dritten namibischen Staatspräsidenten Hage Geingob benannt. Das Stadion liegt im Stadtteil Olympia, direkt neben dem Independence Stadium, im Süden der Hauptstadt Windhoek. Im Hage-Geingob-Stadion werden alle Spiele der namibischen Rugby-Union-Nationalmannschaft ausgetragen. | Hage-Geingob-Stadion
Das Hage-Geingob-Stadion (, ehemals ''Nationales Rugby-Stadion'', englisch ''National Rugby Stadium'') ist das größte Rugby-Stadion in Namibia und eines von drei Nationalstadien, jedoch das einzige für Rugby. Es ist nach dem dritten namibischen Staatspräsidenten Hage Geingob benannt.
Das Stadion liegt im Stadtteil Olympia, direkt neben dem Independence Stadium, im Süden der Hauptstadt Windhoek.
Im Hage-Geingob-Stadion werden alle Spiele der namibischen Rugby-Union-Nationalmannschaft ausgetragen. |
doc_112_n_1 | United_Nations_Institute_for_Namibia Das United Nations Institute for Namibia (''UNIN''; zu Deutsch etwa ''Institut der Vereinten Nationen für Namibia'') war eine internationale Hochschule in der sambischen Hauptstadt Lusaka, die von den Vereinten Nationen 1974 vor allem für Exil-Namibier des namibischen Befreiungskampfes eingerichtet wurde. Das Institut wurde mit Unabhängigkeit Namibias 1990 aufgelöst. Die Gründung initiiert hat der UN-Kommissar für Namibia Seán MacBride. Die UNIN gilt als Vorgänger der Universität von Namibia in Windhoek. Geführt wurde das Institut von 1975 bis 1989 vom dritten namibischen Staatspräsidenten Hage Geingob. | United_Nations_Institute_for_Namibia
Das United Nations Institute for Namibia (''UNIN''; zu Deutsch etwa ''Institut der Vereinten Nationen für Namibia'') war eine internationale Hochschule in der sambischen Hauptstadt Lusaka, die von den Vereinten Nationen 1974 vor allem für Exil-Namibier des namibischen Befreiungskampfes eingerichtet wurde. Das Institut wurde mit Unabhängigkeit Namibias 1990 aufgelöst.
Die Gründung initiiert hat der UN-Kommissar für Namibia Seán MacBride. Die UNIN gilt als Vorgänger der Universität von Namibia in Windhoek. Geführt wurde das Institut von 1975 bis 1989 vom dritten namibischen Staatspräsidenten Hage Geingob. |
doc_112_n_2 | Am 21. März 1990 erhielt Namibia, nach mehr als 100-jähriger Fremdbestimmung, seine Unabhängigkeit. Das allgemeine Wahlrecht für Erwachsene wurde Teil der Verfassung. Nach der Unabhängigkeit regierte der SWAPO-Führer Sam Nujoma als mit deutlicher Mehrheit gewählter Präsident das Land in drei Amtsperioden. Die demokratischen Oppositionsparteien, unter anderem auch die Demokratische Turnhallenallianz (DTA), blieben untereinander zerstritten und spielen im politischen Leben Namibias eine untergeordnete Rolle. Eine weitere Amtsperiode war nach der namibischen Verfassung nicht möglich, so dass 2004 der bisherige Minister für Landfragen, Hifikepunye Pohamba – ebenfalls Ovambo und SWAPO-Mitglied – zum zweiten Präsidenten gewählt wurde. Am 21. März 2005 wurde er, im Beisein mehrerer afrikanischer Präsidenten, in Windhoek vereidigt. Nach zwei Amtsperioden übernahm Hage Geingob durch das deutlichste Wahlergebnis im unabhängigen Namibia die Macht als Staatspräsident. | Namibia |
doc_113_p_0 | In der Forschung geht man davon aus, dass die antiken Griechen sich empfindend und denkend an dem orientierten, was sie mit den Sinnen erfassen konnten. Mit dem Zurückgehen des Vertrauens in die göttliche Leitung des eigenen Lebens, im „Übergang vom Mythos zum Logos“ (Wilhelm Nestle) prägte sich dieser Grundzug zunehmend stärker aus. Sinnliches Empfinden, Sehen und Fühlen wurden zur Grundlage der Entwicklung des frühen griechischen Philosophieren. Der empirische Blick äußerte sich bei einer Reihe von Philosophen, die anregend und experimentierfreudig dachten. Dazu gehörten die ionischen Kosmologen, die Pythagoreer, die Eleaten, die Atomisten und die Sophisten. Sie gaben prinzipiell der Kenntnis von Erfahrbarem, bzw. Überprüfbarem, der Empirie, den Vorzug gegenüber dem, was aus mythischer, bzw. traditioneller Sicht als Wissen behauptet wurde. Mit dem Nachdenken über sinnlich Empfundenes und Beobachtetes stellte sich die Frage nach der Verlässlichkeit der so gewonnenen Kenntnisse. Sie wurde negativ beantwortet. Die frühgriechische – Heraklit zugeschriebene – Phrase „Niemand steigt zweimal in denselben Fluss“ thematisiert die Antwort. Empirie, bzw. sinnliches Empfinden und Beobachten verändern sich dauernd. Empirisch, bzw. sensualistisch lassen sich daher keine Theorien konstruieren, die dauerhafte Gültigkeit versprechen. Die frühgriechischen Philosophen akzeptierten, auf letzte, dauerhaft gültige Gründe verzichten zu müssen. Sie neigten in der Folge dazu, alles auszuschließen oder abzulehnen, was ewige Geltung beanspruchte. Ihre eigenen spekulativen Theorien, z. B. über die Urelemente der Welt zeigen wie erfindungsreich sie, Empirisches nutzend, Ideen dazu produzierten. Platon, der seinen frühgriechischen Zeitgenossen darin zustimmte, dass empirisch Beobachtbares unverzichtbar sei, traf bezogen auf die Vorläufigkeit aller Empirie eine andere Entscheidung. Er beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit der Theoriebildung über Empirisches (u. a. Mathematik und Ideenlehre) und nahm an, damit dauerhaft Verlässliches begründen zu können. Aus der Sicht späterer Philosophen schuf er damit die Philosophie der Metaphysik, die dem Namen nach von Aristoteles weitergeführt wurde. | Empirismus |
doc_113_n_0 | Arthur_Schopenhauer Arthur Schopenhauer (* 22. Februar 1788 in Danzig; † 21. September 1860 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Philosoph und Hochschullehrer. Schopenhauer entwarf eine Lehre, die gleichermaßen Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik und Ethik umfasst. Er sah sich selbst als Schüler und Vollender Immanuel Kants, dessen Philosophie er als Vorbereitung seiner eigenen Lehre auffasste. Weitere Anregungen bezog er aus der Ideenlehre Platons und aus Vorstellungen östlicher Philosophien. Innerhalb der Philosophie des 19. Jahrhunderts entwickelte er eine eigene Position des ''Subjektiven Idealismus'' und vertrat als einer der ersten Philosophen im deutschsprachigen Raum die Überzeugung, dass der Welt ein irrationales Prinzip zugrunde liege. | Arthur_Schopenhauer
Arthur Schopenhauer (* 22. Februar 1788 in Danzig; † 21. September 1860 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Philosoph und Hochschullehrer.
Schopenhauer entwarf eine Lehre, die gleichermaßen Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik und Ethik umfasst. Er sah sich selbst als Schüler und Vollender Immanuel Kants, dessen Philosophie er als Vorbereitung seiner eigenen Lehre auffasste. Weitere Anregungen bezog er aus der Ideenlehre Platons und aus Vorstellungen östlicher Philosophien. Innerhalb der Philosophie des 19. Jahrhunderts entwickelte er eine eigene Position des ''Subjektiven Idealismus'' und vertrat als einer der ersten Philosophen im deutschsprachigen Raum die Überzeugung, dass der Welt ein irrationales Prinzip zugrunde liege. |
doc_113_n_1 | Der Begriff „Erleuchtung“ stammt aus der antiken philosophischen Lichtmetaphorik. Den Ausgangspunkt seiner Entstehung bildeten Stellen in Platons Dialog ''Politeia'' und in dem Platon zugeschriebenen Siebten Brief. In der ''Politeia'' stellt Platon fest, es sei zuerst herauszufinden, worin die Gerechtigkeit im Staat besteht, und das Ergebnis dieser Untersuchung sei dann auf die Individuen zu übertragen. Man solle die staatliche und die individuelle Gerechtigkeitsbestimmung vergleichend betrachten und wie zwei Feuerhölzer gegeneinander reiben, dann werde man vielleicht die Gerechtigkeit wie einen Funken herausblitzen lassen, das heißt zur plötzlichen Erkenntnis ihres allgemeinen Wesens gelangen. Der Verfasser des Siebten Briefs schreibt, die Erkenntnis des Sinns von Platons „ungeschriebener Lehre“ sei eine Frucht häufiger gemeinsamer Bemühung der Philosophen, doch entstehe sie in der Seele nicht allmählich, sondern plötzlich, wie ein Feuer, das von einem übergesprungenen Funken entfacht wird. Dann nähre sie sich aus sich heraus weiter. Man solle Benennungen, Erklärungen, Ansichten und Wahrnehmungen aneinander reiben und so prüfen, dann könnten Einsicht und Verständnis über jeden Gegenstand aufleuchten. Das Aufleuchten bildet nach dem Siebten Brief den Abschluss eines fünfstufigen Erkenntnisprozesses, dessen erste vier Schritte diskursiv sind. An diese Stellen und an die Lichtmetaphorik von Platons Sonnengleichnis und Höhlengleichnis knüpft die neuplatonische Metaphysik des Lichts an. Im 3. Jahrhundert entwickelte Plotin, der Begründer des Neuplatonismus, eine Lehre von der Schau des Lichts des Einen. Dabei tritt eine Erleuchtung des schauenden Philosophen im Sinne des noch heute gängigen religiösen Erleuchtungsbegriffs ein. Der neuplatonische Begriff ''eklampsis'' oder ''ellampsis'' („Hervorleuchten“) wurde von den antiken Kirchenvätern aufgegriffen. Vor allem der sehr einflussreiche spätantike Kirchenvater Augustinus († 430) schuf aus dem neuplatonischen Gedankengut eine christliche Theorie der „Illumination“ (Erleuchtung). Für ihn ergibt sich die Erleuchtung aus der Präsenz des göttlichen Lichts in der Seele. | Erleuchtung |
doc_113_n_2 | Agassis Hauptinteresse gilt der Philosophie, der Metaphysik, Politics und der Erkenntnistheorie. Er geht davon aus, dass Philosophie zwingend notwendig rational sein muss. Seit über fünfzig Jahren untersucht er die Rationalität in den Wissenschaften, in der Metaphysik und in der demokratischen Politik. Agassi entwickelte die Philosophie Poppers weiter und klammerte dabei viele Probleme aus, die bei anderen Wissenschaftsphilosophen auftreten, besonders das der Theoriewahl. Er beschäftigt sich mit Problemen der Technikphilosophie wie zum Beispiel der Entscheidung für einen bestimmten Ansatz und der Auswahl von Ideen, die es wert sind, angewandt und umgesetzt zu werden. | Joseph_Agassi |
doc_114_n_0 | Henry und Edgar Poe hatten zunächst kaum Kontakt zueinander, obwohl Henry diesen schon früh suchte. Darüber hinaus wurde eine Kontaktaufnahme u. a. dadurch erschwert, dass die Allans, samt Edgar, für einige Jahre nach Schottland zurückgingen und erst, aufgrund wirtschaftlichen Misserfolgs dort, 1820 wieder nach Richmond zurückkehrten, sowie der Tatsache, dass sowohl Edgars Ziehmutter Frances Allan, als auch deren Ehemann John, vieles unternahmen, um die beiden Brüder einander zu entfremden. Frances Allan aus Angst, man könne ihr ihren „Sohn“ wegnehmen und John Allan, weil er Edgar ablehnte. Beide hatten damit jedoch keinen Erfolg. Die Brüder standen bald in Briefkontakt und trafen sich u. a. 1825, 1827, 1829 und 1831. Zu diesem Zeitpunkt war Henry bereits alkoholkrank. Edgar erwähnte dies in einem Brief vom 10. August 1829 an seinen Stiefvater John Allan. Darüber hinaus hinterließ Henry hohe Schulden, über die sich sein Bruder in einem weiteren Brief an John Allan vom 18. November 1831 beklagte. Dennoch übernahm Edgar Allan Poe das Seemannsgarn seines Bruders für einige seiner eigenen Erzählungen. Henry Poes Charaktereigenschaften werden mit denen von ''Augustus Barnard'', dem Freund von ''Arthur Gordon Pym'', dem Protagonistens in Edgar Allan Poes einzigem Roman(fragment) ''The Narrative of Arthur Gordon Pym of Nantucket'' in Verbindung gebracht. Edgar bewunderte seinen älteren Bruder und beide fühlten sich durch den gemeinsamen Verlust der Mutter auf das Äußerste miteinander verbunden. So hatte Edgar Poe in einer frühen Phase mit ''Henri le Rennét'' eine Art „französisierte“ Form des Vornamens seines älteren Bruders Henry Leonard als Pseudonym angenommen. Henry wiederum nannte z. B. einen der Helden seiner Geschichten ''Edgar Leonard''. | Henry_Poe |
doc_114_n_1 | Edgar_Allan_Poe_National_Historic_Site == Edgar Allan Poe in Philadelphia == Edgar Allan Poe lebte von 1837 bis 1844 in Philadelphia. Hier schuf er die Figur des Detektivs C. Auguste Dupin in The Murders in the Rue Morgue und schrieb Erzählungen wie The Tell-Tale Heart. In Philadelphia lernte er auch Charles Dickens während dessen erster Amerikareise kennen. Poe bewohnte das Haus von 1842 bis 1844. Edgar Allan Poe lebte in Philadelphia in verschiedenen Häusern, aber allein das Haus, das Teil der National Historic Site ist, besteht bis heute. Richard Gimpel, ein Sammler seltener Bücher, kaufte es 1933 und richtete es als Museum her, das an Poes Geburts- und Todestag für die Öffentlichkeit geöffnet war. Als Gimpel 1971 starb, vermachte er das Haus testamentarisch der Stadt Philadelphia. Heute ist das eigentliche Wohnhaus Poes bewusst weder restauriert noch eingerichtet, weil die damalige Ausstattung nicht erhalten geblieben ist. Das Besucherzentrum im angebauten Gebäudeteil, der zu Poes Zeiten noch nicht existierte, hat neben einer Ausstellung zu Leben und Werk des Autors auch zwei Räume im Stil der Zeit eingerichtet. Diese Räume sollen aber nur einen allgemeinen Eindruck vermitteln, denn, wie der National Park Service betont, gibt es keine Dokumente, anhand derer sich die tatsächliche Einrichtung zu Poes Zeit rekonstruiert lässt. Die Edgar Allan Poe National Historic Site ist dem Independence National Historical Park angegliedert und wurde ins National Register of Historic Places aufgenommen. Zur Historic Site gehören noch zwei angrenzende Gebäude, die ein Besucherzentrum mit Ausstellung und einen Leseraum enthalten. Seit 1980 ist die Edgar Allan Poe National Historic Site für die Öffentlichkeit zugänglich. | Edgar_Allan_Poe_National_Historic_Site |
doc_114_n_2 | Von Harrison 1902 herausgegebene 17-bändige Ausgabe ''The Complete Works of Edgar Allan Poe'', bekannt als ''Virginia Edition''. Harrison fungierte dabei als Hauptherausgeber und verfasste Poes Biografie in Band 1. Obwohl bereits vorher Poe-Werkausgaben veröffentlicht worden waren, war Harrisons Ansatz insofern neu, als er tatsächlich versuchte, alle je von Poe verfassten Texte, inkl. der literarischen Kritiken und des Briefwechsels, in einer Ausgabe zusammenzufassen. Harrisons akribische und sorgfältige Arbeit wurde von der Poe-Forschung als signifikanter Beitrag gewertet, wobei insbesondere auch der biografische Teil von der zeitgenössischen Kritik gelobt wurde. Harrisons Arbeit trug wesentlich dazu bei, die Sichtweise auf Person und Werk Poes zu ändern und zu erweitern. Diese als Standardwerk betrachtete „vollständigste kritische“ Gesamtausgabe verwendeten einige Übersetzer als Textgrundlage für ihre Arbeit, so z. B. Arno Schmidt, Hans Wollschläger und ihre Kollegen für die ebenfalls lange Zeit maßgebliche deutsche Gesamtausgabe, die zwischen 1966 und 1973 in vier Bänden erschien. Erst Thomas Ollive Mabbotts Werkausgabe ''Collected Works of Edgar Allan Poe'', die zwischen 1969 und 1978 postum erschien, sowie das 1966 erschienene, zweibändige Werk ''The Letters of Edgar Allan Poe'', herausgegeben von John Ward Ostrom, lösten Harrisons ''Virginia Edition'' als Standardwerke ab. | James_Albert_Harrison |
doc_115_n_0 | Louis de Funès wurde vor allem von Gerd Martienzen, Peter Schiff und Klaus Miedel für das deutsche Publikum synchronisiert. Weitere Synchronsprecher waren Anton Reimer, Willi Narloch, Fred Mahr, Werner Stock, Hugo Schrader, Werner Lieven, Alfred Balthoff, Alfred Bohl, Klaus Glowalla, Horst Kempe, Manfred Lichtenfeld, Kurt Schmidtchen, Bert Brunn und Fred Maire. In Neusynchronisationen (Synchronisierung ungekürzter Filmfassungen und Erstsynchronisation allgemein unbekannter Filme) ist Michael Pan zu hören. Eine Übersicht aller deutschen Louis-de-Funès-Synchronsprecher und -Filme enthält die Deutsche Synchronkartei. | Louis_de_Funès |
doc_115_n_1 | Wie alle Filme der Reihe wurde dieser Film in der DDR durch die DEFA synchronisiert. Benny wurde in diesem Film nicht von Peter Dommisch, sondern von Kurt Kachlicki gesprochen. Vermutlich ist dies der Grund, warum Bennys Standardausdruck „Skidegodt!“ in diesem Film nicht als „Mächtig gewaltig!“, sondern als „Das fetzt ein!“ synchronisiert wurde. Karl Heinz Oppel war wie üblich die deutsche Stimme von Egon, Günter Schubert hatte seinen zweiten und letzten Auftritt als Kjeld-Synchronsprecher. | Die_Olsenbande_läuft_Amok |
doc_115_n_2 | In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass zwei Schauspieler innerhalb eines Films oder einer Serien-Folge denselben Sprecher haben. Meist geschieht das, weil einer oder beide Schauspieler sehr bekannt sind und man den Zuschauer durch eine andere Stimme nicht verunsichern möchte. In der Regel versucht hier der Synchronsprecher, dies durch andere Akzente oder unterschiedliche Tonlagen besser unterscheidbar zu machen. Dies ist etwa bei den beiden Filmen The Expendables 2 und The Expendables 3 geschehen, da die beiden Schauspieler Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger seit Jahren in der Regel von Thomas Danneberg gesprochen werden. Außerdem waren die beiden Schauspieler zuvor schon in Escape Plan gemeinsam zu sehen. Für Escape Plan wurde Arnold Schwarzenegger jedoch von Ralph Schicha gesprochen. Dies wurde von einigen Kino-Gängern in Internet-Foren diskutiert und teilweise negativ aufgefasst. Auch der Sprecher Thomas Danneberg äußerte sich in einem Radio-Interview negativ darüber. Weiter ist dies in den Serien Mike & Molly und The Big Bang Theory der Fall. So synchronisiert in ''Mike & Molly'' die Sprecherin Kerstin Sanders-Dornseif die Schauspielerin Rondi Reed, die zur Stammbesetzung gehört. Kerstin Sanders-Dornseif ist darüber hinaus seit Jahren Stamm-Sprecherin der Schauspielerin Susan Sarandon. Da Susan Sarandon in der Serie einige Gast-Auftritte hat, hat man sie mit derselben Sprecherin synchronisiert. Ebenso wurde in ''The Big Bang Theory'' für die Schauspielerin Kaley Cuoco die Stimme von Sonja Spuhl wieder verwendet, da sie mit dieser schon in Meine wilden Töchter synchronisiert wurde. Dieselbe Stimme wurde auch für Summer Glau in der Serie Terminator: The Sarah Connor Chronicles verwendet. Als Summer Glau in ''The Big Bang Theory'' einen Gastauftritt als sie selbst – mit Bezug auf ihre Rolle in ''Terminator: The Sarah Connor Chronicles'' – hat, ist deshalb in dieser Folge bei beiden Darstellerinnen dieselbe Synchronstimme zu hören. | Synchronisation__Film_ |
doc_116_n_0 | Chris Collins wuchs als Sohn des General-Electric-Mitarbeiters und späteren Vorstandsvorsitzenden der Firma General Railway Signal in Rochester Jerry Collins und seiner Frau Connie mit sechs Geschwistern an verschiedenen Orten auf. Er besuchte die ''Hendersonville High School'' in North Carolina, schloss sie 1968 ab und studierte danach bis 1972 an der North Carolina State University in Raleigh, die er mit dem Bachelor of Science in Maschinenbau abschloss. 1975 absolvierte er die University of Alabama in Birmingham mit dem Master of Business Administration und arbeitete daraufhin als privater Geschäftsmann. Von 1972 bis 1983 war er in Alabama bei der Westinghouse Electric Corporation beschäftigt. Nach seiner Rückkehr in den Bundesstaat New York fungierte Collins als Vorstandsvorsitzender der in Niagara Falls ansässigen Firma ''Nuttal Gear Corporation'', die er 1983 gegründet hatte und 1997 verkaufte. Danach erwarb oder investierte er in andere Unternehmen unter anderem in der Biotechnologie und bei der Erzeugung regenerativer Energie. Mit seiner Frau Mary hat Collins drei Kinder. Sie wohnen in Clarence nordöstlich von Buffalo. Collins ist Mitglied der Boy Scouts of America. | Chris_Collins__Politiker_ |
doc_116_n_1 | Lowe_s Lowe’s ist ein amerikanisches Einzelhandelsunternehmen mit Firmensitz in Mooresville, Iredell County, North Carolina. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt bei Heimwerkerartikeln und Haushaltsgeräten. Das Unternehmen ist im Aktienindex Standard & Poor’s 100 (''LOW'') gelistet. In der Liste der größten Unternehmen in den Vereinigten Staaten steht ''Lowe’s'' an 63. Stelle. Das Unternehmen wurde 1946 in North Wilkesboro in North Carolina gegründet. Seit 1961 werden die Aktien des Unternehmens an der New Yorker Börse (Wallstreet) gehandelt. ''Lowe’s'' ist mit 1.840 Geschäften in 49 Bundesstaaten in den Vereinigten Staaten vertreten. ''Lowe’s'' beschäftigt rund 266.000 Mitarbeiter. Die Kette ist ebenso in Kanada (33 Niederlassungen) und in Australien vertreten. Im Mai 2015 übernahm die Kette 13 Filialen von Target Canada. Die Baumarktkette The Home Depot ist der größte Konkurrent ''Lowe’s'' | Lowe_s
Lowe’s ist ein amerikanisches Einzelhandelsunternehmen mit Firmensitz in Mooresville, Iredell County, North Carolina. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt bei Heimwerkerartikeln und Haushaltsgeräten. Das Unternehmen ist im Aktienindex Standard & Poor’s 100 (''LOW'') gelistet. In der Liste der größten Unternehmen in den Vereinigten Staaten steht ''Lowe’s'' an 63. Stelle.
Das Unternehmen wurde 1946 in North Wilkesboro in North Carolina gegründet. Seit 1961 werden die Aktien des Unternehmens an der New Yorker Börse (Wallstreet) gehandelt. ''Lowe’s'' ist mit 1.840 Geschäften in 49 Bundesstaaten in den Vereinigten Staaten vertreten. ''Lowe’s'' beschäftigt rund 266.000 Mitarbeiter. Die Kette ist ebenso in Kanada (33 Niederlassungen) und in Australien vertreten. Im Mai 2015 übernahm die Kette 13 Filialen von Target Canada. Die Baumarktkette The Home Depot ist der größte Konkurrent ''Lowe’s'' |
doc_117_n_0 | Siculus Flaccus versucht, seinen Text durch einleitende geschichtliche Beispiele zu überhöhen. Dabei bringt er so fernliegende Ereignisse, wie die Einwanderung der Trojaner in Latium (Siculus Flaccus, S. 104,10-11), aber auch näherliegendes wie die Siedlungsoffensive der Gracchen. Er erweist sich aber nicht als genauer Historiker. Bei den Gracchen unterscheidet er nicht zwischen den beiden auf diesem Gebiet tätigen Tiberius Sempronius Gracchus und Gaius Sempronius Gracchus. Auch stimmt die Obergrenze von 200 iugera Landbesitz, die er nennt (Siculus Flaccus, S. 102,29-32) nicht mit der ''Lex Sempronia agraria'' überein. | Siculus_Flaccus |
doc_118_p_0 | Anmerkung: Obwohl auch der Mensch zoologisch zu den Säugetieren gehört, wird er selbst im Folgenden nicht behandelt. Stattdessen wird das Verhältnis des Menschen zu den übrigen Säugetieren thematisiert. Säugetiere haben die menschliche Geschichte entscheidend mitgeprägt. Schon seit jeher haben Menschen ihr Fleisch gegessen und ihr Fell und ihre Knochen verarbeitet. Sie wurden als Reit- und Arbeitstiere eingesetzt; bis heute werden sie als Milchlieferanten, als Wach- und Labortiere verwendet. Umgekehrt haben auch die Menschen prägenden Einfluss auf die meisten Säugetierarten. Manche Gattungen haben im Gefolge des Menschen ihr Verbreitungsgebiet drastisch vergrößert oder sind als Neozoen in fremden Regionen eingebürgert worden. Vielfach jedoch sind durch Bejagung und Zerstörung des Lebensraumes ihre Populationen eingeschränkt und ihr Verbreitungsgebiet drastisch verringert worden. Eine ganze Reihe von Säugern ist schließlich durch direkten oder indirekten menschlichen Einfluss unwiederbringlich von der Erde verschwunden. | Säugetiere |
doc_118_n_0 | Er erlangte im Jahr 1947 einen Bachelor im Fach Zoologie am Wheaton College und ein Jahr später einen Master an der Northwestern University. 1953 promovierte er in Zoologie und Physiologie an der University of Illinois. Seine Dissertation hatte den Titel „Concepts of Early Tapeworm Development Derived From Comparative Embryology of Oncospheres“(dt. ''„Konzepte der frühen Bandwurmentwicklung, abgeleitet aus der vergleichenden Embryologie von Onkosphären“''). Nach seiner Promotion nahm Ogren eine Stelle als Assistant Professor für das Fach Biologie am Ursinus College an, wo er bis 1957 lehrte. Im Anschluss war er bis 1963 Assistant Professor für Biologie am Dickinson College, wo er von 1959 bis 1960 als Vorsitzender den Biologie-Fachbereich leitete. Im Jahr 1963 wechselte er zum Wilkes College (heute die Wilkes University) als Assistant Professor, wo er 1981 eine volle Professur erhielt und 1986 emeritierte. Während seiner Amtszeit führte er Basisforschung zur embryonalen Entwicklung von Echten Bandwürmern. Ab 1980 widmete er sich zudem der Biologie der Landplanarien. Ab 1987 forschte er gemeinsam mit Masaharu Kawakatsu über Landplanarien, wobei sie ein Review zu allen zu diesem Zeitpunkt bekannten Arten anfertigten. Hierbei beschrieben sie unter anderem die Gattungen ''Gigantea'', ''Notogynaphallia'' und ''Pasipha'', die vorher in die Gattung ''Geoplana'' eingeordnet waren. | Robert_E._Ogren |
doc_118_n_1 | In der Medizin und Zoologie wird „das Vorhandensein oder die Ausbildung weiblicher Geschlechtsmerkmale beim Mann oder beim männlichen Tier“ als medizinische Störung eingeordnet, die etwa seit Mitte des 19. Jahrhunderts als ''Feminismus'', ''Verweiblichung'' oder ''Feminisierung'' bezeichnet wurde. Die Pathologisierung von nicht eindeutig zweigeschlechtlichen Körpern war im 19. Jahrhundert das Ergebnis des wachsenden Drucks zur eindeutigen Zweigeschlechtlichkeit bürgerlicher Geschlechterrollen. Die wissenschaftlichen Fachpublikationen waren geprägt von Angst und Ekel der männlichen Experten vor einer Entartung oder der Entwicklung einer Vorstufe oder Begleiterscheinung von Infantilismus und geistiger Behinderung. Die Fälle sah man als sehr selten an, Übergangsfälle jedoch als häufig. Der belgische Botaniker Emile Laurent (1861–1904) sprach von Zwitterbildungen, Feminismus, Hermaphrodismus, Feminismus, aber auch von Maskulinismus. Feminismus wurde als Oberbegriff für körperliche Entwicklungen beim Mann genutzt, wie etwa die vermehrte Bildung von Brustgewebe (Gynäkomastie) oder die Unterentwicklung von Hoden oder Penis (Hypoplasie). | Feminismus |
doc_118_n_2 | Tier Tiere sind vielzellige Lebensformen, die eine Form heterotrophen Stoff- und Energiewechsels betreiben, somit in der Ernährung auf Körpersubstanz oder Stoffwechselprodukte anderer Organismen angewiesen sind, und keine Pilze sind. Innerhalb der irdischen Lebensformen bilden die Tiere ein eigenes Reich namens ''Animalia''. Dieses Reich wird heutzutage gleichgesetzt mit dem Taxon der Metazoa. Demzufolge ist die Gruppe der ''eigentlichen Tiere'' deckungsgleich mit der Gruppe der ''vielzelligen Tiere''. Nach moderner Auffassung existieren keine einzelligen Tiere, obwohl dies traditionell anders gesehen wurde. Sämtliche Tiere entwickelten sich aus einer gemeinsamen Stammform und sind untereinander näher verwandt als mit allen anderen Lebewesen. Die ''Tierwelt'' wird mit dem Begriff der Fauna umschrieben. Die Naturwissenschaft von den Tieren heißt Zoologie. Zu zoologischen Aspekten der Tiere → ''siehe Hauptartikel'': Metazoa Der Mensch wird in der Biologie zu den Tieren gezählt. Bestimmte nicht-naturwissenschaftliche Disziplinen – darunter Rechtswissenschaft und Theologie – rechnen ihn nicht zu ihnen. Das Verhältnis zwischen Tier und Mensch ist Forschungsgegenstand der Tierphilosophie. | Tier
Tiere sind vielzellige Lebensformen, die eine Form heterotrophen Stoff- und Energiewechsels betreiben, somit in der Ernährung auf Körpersubstanz oder Stoffwechselprodukte anderer Organismen angewiesen sind, und keine Pilze sind.
Innerhalb der irdischen Lebensformen bilden die Tiere ein eigenes Reich namens ''Animalia''. Dieses Reich wird heutzutage gleichgesetzt mit dem Taxon der Metazoa. Demzufolge ist die Gruppe der ''eigentlichen Tiere'' deckungsgleich mit der Gruppe der ''vielzelligen Tiere''. Nach moderner Auffassung existieren keine einzelligen Tiere, obwohl dies traditionell anders gesehen wurde. Sämtliche Tiere entwickelten sich aus einer gemeinsamen Stammform und sind untereinander näher verwandt als mit allen anderen Lebewesen. Die ''Tierwelt'' wird mit dem Begriff der Fauna umschrieben. Die Naturwissenschaft von den Tieren heißt Zoologie.
Zu zoologischen Aspekten der Tiere → ''siehe Hauptartikel'': Metazoa
Der Mensch wird in der Biologie zu den Tieren gezählt. Bestimmte nicht-naturwissenschaftliche Disziplinen – darunter Rechtswissenschaft und Theologie – rechnen ihn nicht zu ihnen. Das Verhältnis zwischen Tier und Mensch ist Forschungsgegenstand der Tierphilosophie. |
doc_119_p_0 | Als ''genetische Variation'' wird das Auftreten von genetischen Varianten (Allele, Gene oder Genotypen) bei individuellen Lebewesen bezeichnet. Sie entsteht durch Mutationen, aber auch durch Vorgänge bei der Meiose („Crossing over“), durch die Erbanlagen der Großeltern unterschiedlich auf die Geschlechtszellen verteilt werden. Für die Entstehung neuer Gene können ebenfalls Mutationen oder De-novo-Entstehung ursächlich sein. Genetische Variabilität ist dagegen die Fähigkeit einer gesamten Population, Individuen mit unterschiedlichem Erbgut hervorzubringen. Hierbei spielen nicht nur genetische Vorgänge, sondern auch Mechanismen der Partnerwahl eine Rolle. Die genetische Variabilität spielt eine entscheidende Rolle für die Fähigkeit einer Population, unter veränderten Umweltbedingungen zu überleben, und stellt einen wichtigen Faktor der Evolution dar. | Gen |
doc_119_n_0 | Als eine unmittelbare Folge von Kanalisierung kann man sehen, dass kumulierte genetische Variabilität entsteht, die im Phänotyp nicht zum Vorschein kommt. Solche versteckte, maskierte oder phänotypisch kryptische genetische Variabilität bzw. versteckte Entwicklungspfade kommen erst bei einer ''Dekanalisierung'' (Demaskierung) beim Verlassen des Kanalisierungspfads zum Vorschein. Maskierte ''kumulierte'' Mutationen entstehen, weil die Selektion die einzelnen Mutationen nicht beseitigen kann. Selektion kann immer nur das angreifen, was phänotypisch zum Vorschein kommt. | Kanalisierung__Entwicklung_ |
doc_119_n_1 | Reaktionsnorm Als Reaktionsnorm bezeichnet man in der Genetik die Variationsbreite des Phänotyps, die sich aus demselben Genotyp bei unterschiedlichen Umweltfaktoren entwickeln kann. Eingeführt wurde der Begriff 1909 von Richard Woltereck; synonym wird auch von Modifikationsbreite gesprochen. Setzt man erbgleiche Lebewesen verschieden beschaffenen Umwelten aus, so werden sie in vielen Merkmalen unterschiedliche Erscheinungsformen entwickeln. Setzt man umgekehrt genetisch unterschiedliche Lebewesen der gleichen Art der gleichen Umwelt aus, so entwickeln sie allein aufgrund der unterschiedlichen Allele verschiedene Erscheinungsformen. In realen Populationen in realen Lebensräumen herrscht deshalb eine phänotypische Variabilität, die sowohl auf die genetische Variabilität zwischen den Individuen als auch auf die Variabilität der individuell erlebten Umweltparameter zurückgeht. Die phänotypische Veränderung, die nicht durch unterschiedliche Gene, sondern durch unterschiedliche Umwelteinflüsse hervorgerufen wird, nennt man Modifikation. | Reaktionsnorm
Als Reaktionsnorm bezeichnet man in der Genetik die Variationsbreite des Phänotyps, die sich aus demselben Genotyp bei unterschiedlichen Umweltfaktoren entwickeln kann. Eingeführt wurde der Begriff 1909 von Richard Woltereck; synonym wird auch von Modifikationsbreite gesprochen.
Setzt man erbgleiche Lebewesen verschieden beschaffenen Umwelten aus, so werden sie in vielen Merkmalen unterschiedliche Erscheinungsformen entwickeln. Setzt man umgekehrt genetisch unterschiedliche Lebewesen der gleichen Art der gleichen Umwelt aus, so entwickeln sie allein aufgrund der unterschiedlichen Allele verschiedene Erscheinungsformen. In realen Populationen in realen Lebensräumen herrscht deshalb eine phänotypische Variabilität, die sowohl auf die genetische Variabilität zwischen den Individuen als auch auf die Variabilität der individuell erlebten Umweltparameter zurückgeht. Die phänotypische Veränderung, die nicht durch unterschiedliche Gene, sondern durch unterschiedliche Umwelteinflüsse hervorgerufen wird, nennt man Modifikation. |
doc_119_n_2 | Genetische_Variation Durch Genetische Variation entstehen neue Varianten eines Gens, eine solche Variante nennt man Allel. Die Gesamtheit aller Allele in einer Population wird als Genpool bezeichnet. Die dauerhafte Veränderung der chemischen Struktur eines oder mehrerer Gene wird als Mutation bezeichnet. Eine ''genetische Variation'' ist oft erkennbar an einer veränderten Erscheinungsform (Phänotyp) eines Lebewesens. Umgekehrt lässt sich aus einem veränderten ''Phänotyp'' nicht schließen, dass eine genetische Variation die Ursache ist. Denn die gleiche Erbanlage kann bei unterschiedlichen Umwelteinflüssen zu verschiedenen Phänotypen führen (Modifikation; Polyphänismus). Zudem können unterschiedliche epigenetische Prägungen, die in manchen Fällen sogar über mehrere Generationen weitergegeben werden, eine mögliche Ursache eines veränderten ''Phänotyps'' sein. Genetische Variation bzw. Variabilität ist die Grundlage der Entstehung und Fortentwicklung von Arten im Zuge der Evolution. Im Laufe der Evolution ändert sich die Häufigkeit, mit der bestimmte Allele in einer Population auftreten. Die genetische Variation führt innerhalb der Population zum Polymorphismus. | Genetische_Variation
Durch Genetische Variation entstehen neue Varianten eines Gens, eine solche Variante nennt man Allel. Die Gesamtheit aller Allele in einer Population wird als Genpool bezeichnet. Die dauerhafte Veränderung der chemischen Struktur eines oder mehrerer Gene wird als Mutation bezeichnet.
Eine ''genetische Variation'' ist oft erkennbar an einer veränderten Erscheinungsform (Phänotyp) eines Lebewesens. Umgekehrt lässt sich aus einem veränderten ''Phänotyp'' nicht schließen, dass eine genetische Variation die Ursache ist. Denn die gleiche Erbanlage kann bei unterschiedlichen Umwelteinflüssen zu verschiedenen Phänotypen führen (Modifikation; Polyphänismus). Zudem können unterschiedliche epigenetische Prägungen, die in manchen Fällen sogar über mehrere Generationen weitergegeben werden, eine mögliche Ursache eines veränderten ''Phänotyps'' sein.
Genetische Variation bzw. Variabilität ist die Grundlage der Entstehung und Fortentwicklung von Arten im Zuge der Evolution. Im Laufe der Evolution ändert sich die Häufigkeit, mit der bestimmte Allele in einer Population auftreten.
Die genetische Variation führt innerhalb der Population zum Polymorphismus. |
doc_120_n_0 | Bentley-Subglazialgraben Der Bentley-Subglazialgraben () ist eine durch Gletschereis vollständig überdeckte Senke im westantarktischen Marie-Byrd-Land. Er liegt südlich des Byrd-Subglazialbeckens und wird von ihm, abgesehen von einem Durchlass am gemeinsamen östlichen Ende, durch einen subglazialen Gebirgskamm getrennt. Von diesem Durchlass nahe der Ellsworth Mountains erstreckt sich der Graben in westsüdwestlicher Richtung entlang der Nordflanke des Ellsworth-Subglazialhochlands bis zu einer Position von . Sein tiefster Punkt liegt bei und ist . Er galt als die weltweit tiefste nichtunterseeische geomorphologische Depression, bis 2019 unter dem Denman-Gletscher im ostantarktischen Königin-Marie-Land ein Canyon mit einer Tiefe von rund entdeckt wurde. Seine Ausdehnung wurde mittels Sonarortung im Rahmen eines gemeinsamen Programms des Scott Polar Research Institute, der National Science Foundation und Dänemarks Technischer Universität zwischen 1967 und 1979 ermittelt. Das Advisory Committee on Antarctic Names benannte ihn 1961 nach dem US-amerikanischen Geophysiker Charles Bentley (1929–2017), der diesen Graben bei Vermessungen zwischen 1957 und 1958 von der Byrd-Station ausgehend entdeckt hatte. | Bentley-Subglazialgraben
Der Bentley-Subglazialgraben () ist eine durch Gletschereis vollständig überdeckte Senke im westantarktischen Marie-Byrd-Land. Er liegt südlich des Byrd-Subglazialbeckens und wird von ihm, abgesehen von einem Durchlass am gemeinsamen östlichen Ende, durch einen subglazialen Gebirgskamm getrennt. Von diesem Durchlass nahe der Ellsworth Mountains erstreckt sich der Graben in westsüdwestlicher Richtung entlang der Nordflanke des Ellsworth-Subglazialhochlands bis zu einer Position von . Sein tiefster Punkt liegt bei und ist . Er galt als die weltweit tiefste nichtunterseeische geomorphologische Depression, bis 2019 unter dem Denman-Gletscher im ostantarktischen Königin-Marie-Land ein Canyon mit einer Tiefe von rund entdeckt wurde.
Seine Ausdehnung wurde mittels Sonarortung im Rahmen eines gemeinsamen Programms des Scott Polar Research Institute, der National Science Foundation und Dänemarks Technischer Universität zwischen 1967 und 1979 ermittelt. Das Advisory Committee on Antarctic Names benannte ihn 1961 nach dem US-amerikanischen Geophysiker Charles Bentley (1929–2017), der diesen Graben bei Vermessungen zwischen 1957 und 1958 von der Byrd-Station ausgehend entdeckt hatte. |
doc_120_n_1 | Das Tote Meer ist ein rund 900 km² (Nord-Süd-Ausdehnung ca. 90 km, West-Ost-Ausdehnung max. 17 km) großer Salzsee, der als Endsee in einer abflusslosen Senke liegt. Sie ist Teil des Jordangrabens, des nördlichsten Astes des Großen Afrikanischen Grabenbruchs. Das Tote Meer ist in einen nördlichen und einen südlichen Teil getrennt. Seine Wasseroberfläche wird noch häufig mit Werten um angegeben; tatsächlich liegt der Wasserspiegel des nördlichen Teils aufgrund fortschreitender Austrocknung bereits seit einigen Jahren mehr als . Das Ufer des Sees bildet damit den am tiefsten gelegenen, nicht von Wasser oder Eis (Bentley-Subglazialgraben) bedeckten Bereich der Erde. Damit ist das Tote Meer der am tiefsten gelegene See der Erde. Der See mit dem tiefstgelegenen Grund ist dagegen der Baikalsee. Bei ihm liegt der tiefste Punkt bei , während der tiefste Punkt des Toten Meeres bei liegt. | Totes_Meer |
doc_120_n_2 | Charles_Bentley Charles Raymond Bentley (* 23. Dezember 1929 in Rochester, New York; † 19. August 2017 in Oakland, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Geophysiker und Polarforscher. Er war Professor an der University of Wisconsin–Madison. Der Berg Mount Bentley und der Bentley-Subglazialgraben in der Antarktis sind nach ihm benannt. Im Jahre 1957 unternahm er mit anderen Forschern, darunter Mario Giovinetto, eine Expedition mit Kettenfahrzeugen zur ersten Vermessung der Eis-Dichte in der Westantarktis. 1990 wurde er zum Fellow der American Association for the Advancement of Science gewählt. | Charles_Bentley
Charles Raymond Bentley (* 23. Dezember 1929 in Rochester, New York; † 19. August 2017 in Oakland, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Geophysiker und Polarforscher. Er war Professor an der University of Wisconsin–Madison. Der Berg Mount Bentley und der Bentley-Subglazialgraben in der Antarktis sind nach ihm benannt. Im Jahre 1957 unternahm er mit anderen Forschern, darunter Mario Giovinetto, eine Expedition mit Kettenfahrzeugen zur ersten Vermessung der Eis-Dichte in der Westantarktis.
1990 wurde er zum Fellow der American Association for the Advancement of Science gewählt. |
doc_121_p_0 | Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für 2017 wird auf 26,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. In Kaufkraftparität beträgt das BIP 28,9 Milliarden US-Dollar oder 6600 US-Dollar je Einwohner. Damit zählt die Republik Kongo zu den reicheren Ländern in Afrika und hat ein BIP pro Kopf fast zehnmal höher als in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo. Der Wohlstand ist jedoch äußerst ungleichmäßig verteilt und der reale Lebensstandard ist kaum höher als in den Nachbarländern. Aufgrund gefallener Rohstoffpreise sank die Wirtschaftsleistung 2017 um 4,6 % und die Staatsverschuldung liegt inzwischen bei ca. 120 % des BIP. Alle BIP-Werte sind in US-Dollar (Kaufkraftparität) angeben. Staatsverschuldung(in Prozent des BIP) | Republik_Kongo |
doc_121_n_0 | Das Handelsvolumen zwischen der Republik Kongo und Portugal belief sich im Jahr 2017 auf 103,211 Mio. Euro (2016: 17,841 Mio.; 2015: 285,058 Mio.; 2014: 286,006 Mio.; 2013: 42,471 Mio.). 136 portugiesische Unternehmen waren dabei im Handel mit der Republik Kongo tätig. Dabei importierte die Republik Kongo Waren im Wert von 6,900 Mio. Euro aus Portugal (2016: 9,241 Mio.; 2015: 46,277 Mio.; 2014: 47,225 Mio.; 2013: 32,168 Mio.), darunter 22,6 % landwirtschaftliche Erzeugnisse, 22,3 % Maschinen und Geräte, 14,0 % textile Stoffe, 13,5 % Metalle, und 7,6 % Kunststoffe und Gummi. Portugal führte gleichzeitig aus der Republik Kongo Waren im Wert von 96,311 Mio. Euro ein (2016: 8,600 Mio.; 2015: 238,781 Mio.; 2014: 289,933 Mio.; 2013: 10,303 Mio.), davon mit 96,2 % ganz überwiegend Kraftstoffe, daneben 3,7 % Holz und 0,1 % landwirtschaftliche Erzeugnisse. Damit stand die Republik Kongo im portugiesischen Außenhandel an 101. Stelle als Abnehmer und an 98. Stelle als Lieferant, während Portugal im Außenhandel der Republik Kongo damit an 26. Stelle als Abnehmer und an 35. Stelle als Lieferant stand. Die portugiesische Außenhandelskammer AICEP unterhält keine Niederlassung in der Republik Kongo, das Land wird vom AICEP-Büro in der Demokratischen Republik Kongo betreut. | Beziehungen_zwischen_der_Republik_Kongo_und_Portugal |
doc_121_n_1 | Laut einer Einschätzung des International Monetary Funds aus dem Jahr 2014 ist der Finanz- und Bankensektor der Demokratischen Republik Kongo nur oberflächlich vorhanden und unterentwickelt. Zentralbank des Landes ist die Banque Centrale du Congo (BCC). Laut der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG waren im Kongo im Jahr 2017 20 kommerzielle Banken aktiv. Es gibt eine staatliche Versicherungsanstalt und ein Sozialversicherungsinstitut. Stand 2014 gab es 143 Mikrofinanzinstitute, 59 Geldtransferagenturen sowie 16 Währungshäuser. Die Demokratische Republik Kongo verfügt weder über einen Aktien- noch über einen Kapitalmarkt. Das Land ist eines der Länder, in denen nach wie vor der Großteil der Bevölkerung vom konventionellen Bankensektor ausgeschlossen ist. Laut einer Schätzung aus dem Jahr 2017 haben nur 26 % aller Kongolesen ein Bankkonto. Wie in vielen anderen afrikanischen Ländern wird auch in der Demokratischen Republik Kongo ein beträchtlicher Teil des Finanzsektors durch im Ausland lebende Staatsbürger beeinflusst. Im Jahr 2017 gaben rund 40 % der Bevölkerung an, regelmäßig finanzielle Rücküberweisungen zu senden oder zu erhalten. | Demokratische_Republik_Kongo |
doc_121_n_2 | Beziehungen_zwischen_der_Republik_Kongo_und_Portugal Die Beziehungen zwischen der Republik Kongo und Portugal umfassen die bilateralen Beziehungen zwischen der Republik Kongo und Portugal. Die Länder unterhalten seit 1960 diplomatische Beziehungen. Die Beziehungen gelten heute als gut. Neben der kleinen portugiesischen Gemeinde in der Republik Kongo ist vor allem der bilateralen Handel das wichtigste Verbindungsglied, wobei die portugiesischen Kraftstoffimporte den Warenaustausch dominieren. Historisch bedeutend sind die bemerkenswerten kongolesisch-portugiesischen Beziehungen nach der Ankunft portugiesischer Seefahrer im 15. Jh. als erste Europäer am Kongo. Auch die Nachbarschaft zu den portugiesischen Kolonien Angola und Cabinda und dem dortigen Kolonialkrieg bis 1975 sind zu nennen, und auch in der Alltagskultur gibt es Bezüge: bis heute in der Republik Kongo bestehende Nachnamen wie Lopes oder Dacosta haben portugiesische Ursprünge. Im Jahr 2019 waren 85 Staatsbürger der Republik Kongo in Portugal gemeldet, davon mit 44 die meisten in Lissabon und Umland. Im Jahr 2017 waren 1462 Portugiesen in der Republik Kongo registriert. | Beziehungen_zwischen_der_Republik_Kongo_und_Portugal
Die Beziehungen zwischen der Republik Kongo und Portugal umfassen die bilateralen Beziehungen zwischen der Republik Kongo und Portugal. Die Länder unterhalten seit 1960 diplomatische Beziehungen.
Die Beziehungen gelten heute als gut. Neben der kleinen portugiesischen Gemeinde in der Republik Kongo ist vor allem der bilateralen Handel das wichtigste Verbindungsglied, wobei die portugiesischen Kraftstoffimporte den Warenaustausch dominieren. Historisch bedeutend sind die bemerkenswerten kongolesisch-portugiesischen Beziehungen nach der Ankunft portugiesischer Seefahrer im 15. Jh. als erste Europäer am Kongo. Auch die Nachbarschaft zu den portugiesischen Kolonien Angola und Cabinda und dem dortigen Kolonialkrieg bis 1975 sind zu nennen, und auch in der Alltagskultur gibt es Bezüge: bis heute in der Republik Kongo bestehende Nachnamen wie Lopes oder Dacosta haben portugiesische Ursprünge.
Im Jahr 2019 waren 85 Staatsbürger der Republik Kongo in Portugal gemeldet, davon mit 44 die meisten in Lissabon und Umland. Im Jahr 2017 waren 1462 Portugiesen in der Republik Kongo registriert. |
doc_122_p_0 | In Folge von antisemitischen Pogromen emigrierten zwischen 1881 und 1924 etwa zwei Millionen Aschkenasim aus dem Russischen Kaiserreich sowie aus Mittel- und Osteuropa vor allem in die USA, nach Südafrika und Australien. Der Zweite Weltkrieg und der Holocaust lösten weitere umfangreiche Flüchtlingswellen in die USA, nach Südamerika und vor allem in das von aschkenasischen Juden gegründete Israel aus. Laut einer Studie der Hebräischen Universität Jerusalem leben in Israel 2,8 Millionen Aschkenasim, in den USA sind geschätzte 90 Prozent der 6 Millionen dort lebenden Juden Aschkenasim. In Deutschland leben etwa 200.000 aschkenasische Juden. Das heutige Judentum besteht zu etwa 80 Prozent und entsprechend 10 Millionen Menschen aus Aschkenasim. Derzeit sind New York City, London, Antwerpen, Manchester und zunehmend wieder Berlin die zahlenmäßig und kulturell bedeutendsten Metropolen aschkenasischen Wirkens. Die kulturelle Kluft zwischen Aschkenasim und anderen jüdischen Gruppen hinsichtlich politischen Einflusses, Brauchtum, Glaubensvorstellungen, Bildung, Gewohnheiten und Sprache ist vor allem in Israel unübersehbar. In anthropologischer Hinsicht unterscheiden sich die Aschkenasim im Gegensatz zu allen anderen jüdischen Gruppen durch etwa 10 Prozent sog. „hellfarbiger“ (blond, blauäugig) Elemente. Kulturelle Unterschiede lassen sich an verschiedenen Bestattungsweisen erkennen. Der jüdische Friedhof in Hamburg-Altona ist einzigartig, da hier Aschkenasim und Sepharden auf einem Friedhof ruhen. Im aschkenasischen Teil des Friedhofs sind die Grabsteine stehend aufgestellt und tragen hebräische Inschriften, während im sephardischen Teil Grabplatten in den Boden eingelassen wurden, die oft portugiesische Inschriften tragen und reich mit Reliefs geschmückt sind. | Aschkenasim |
doc_122_n_0 | Flucht_und_Deportation_von_Juden_aus_Fürth Gedenktafeln für die Fürther Shoa-Opfer im Tahara-Haus des Neuen Jüdischen Friedhofes Fürth. Im Vordergrund der Gedenkstein für die Shoa-Opfer im Neuen Jüdischen Friedhof Fürth (1949), im Hintergrund Denkmal für die jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkrieges (1923). Gedenktafel für die Shoa-Opfer in der früheren Jüdischen Realschule Fürth Die Flucht und Deportation von Juden aus Fürth ist bedingt durch die nationalsozialistische Verfolgung von 1933 bis 1945 und beinhaltet die Auswanderung unter Zurücklassung großer Teile des Eigentums sowie die zwangsweise Verschleppung von Fürther Juden. Aus der Stadt Fürth flüchteten von 1933 bis 1941 etwa 1.400 Bürger jüdischer Herkunft, 630 Personen wurden in den Jahren 1933 bis 1944 deportiert, 1068 Fürther jüdischer Herkunft fielen der Shoa zum Opfer. | Flucht_und_Deportation_von_Juden_aus_Fürth
Gedenktafeln für die Fürther Shoa-Opfer im Tahara-Haus des Neuen Jüdischen Friedhofes Fürth.
Im Vordergrund der Gedenkstein für die Shoa-Opfer im Neuen Jüdischen Friedhof Fürth (1949), im Hintergrund Denkmal für die jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkrieges (1923).
Gedenktafel für die Shoa-Opfer in der früheren Jüdischen Realschule Fürth
Die Flucht und Deportation von Juden aus Fürth ist bedingt durch die nationalsozialistische Verfolgung von 1933 bis 1945 und beinhaltet die Auswanderung unter Zurücklassung großer Teile des Eigentums sowie die zwangsweise Verschleppung von Fürther Juden. Aus der Stadt Fürth flüchteten von 1933 bis 1941 etwa 1.400 Bürger jüdischer Herkunft, 630 Personen wurden in den Jahren 1933 bis 1944 deportiert, 1068 Fürther jüdischer Herkunft fielen der Shoa zum Opfer. |
doc_122_n_1 | AG_Juden_und_Christen_beim_Deutschen_Evangelischen_Kirchentag Die AG Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag ist eine ständige Arbeitsgemeinschaft beim Deutschen Evangelischen Kirchentag. Diese Arbeitsgemeinschaft ist seit den Anfängen des jüdisch-christlichen Gesprächs nach 1945 eine wichtige Möglichkeit der regelmäßigen Begegnung von Juden und Christen in Deutschland. Als paritätisch von Juden und Christen besetzte Gruppe gibt sie über die Kirchentage hinaus durch ihren gleichberechtigten, auch gesellschaftspolitischen, Diskurs wichtige Impulse in Theologie und Gesellschaft. Viele ihrer Mitglieder waren und sind maßgeblich an der Erneuerung des Verhältnisses von Juden und Christen nach der Shoa beteiligt. Auf den Kirchentagen gestaltet sie maßgeblich das "Zentrum Juden und Christen" mit verschiedensten Veranstaltungen, Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Lesungen und Ausstellungen. | AG_Juden_und_Christen_beim_Deutschen_Evangelischen_Kirchentag
Die AG Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag ist eine ständige Arbeitsgemeinschaft beim Deutschen Evangelischen Kirchentag. Diese Arbeitsgemeinschaft ist seit den Anfängen des jüdisch-christlichen Gesprächs nach 1945 eine wichtige Möglichkeit der regelmäßigen Begegnung von Juden und Christen in Deutschland. Als paritätisch von Juden und Christen besetzte Gruppe gibt sie über die Kirchentage hinaus durch ihren gleichberechtigten, auch gesellschaftspolitischen, Diskurs wichtige Impulse in Theologie und Gesellschaft. Viele ihrer Mitglieder waren und sind maßgeblich an der Erneuerung des Verhältnisses von Juden und Christen nach der Shoa beteiligt. Auf den Kirchentagen gestaltet sie maßgeblich das "Zentrum Juden und Christen" mit verschiedensten Veranstaltungen, Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Lesungen und Ausstellungen. |
doc_122_n_2 | Im Ort waren mindestens seit dem späten 17. Jahrhundert jüdische Familien ansässig, die hier seit spätestens der Mitte des 19. Jahrhunderts über einen Betsaal beziehungsweise eine Synagoge verfügten. Der erst 1928 eröffnete Neubau in der Austraße 3 wurde beim Novemberpogrom 1938 von SA-Männern zerstört, woran heute eine Gedenktafel erinnert. Die meisten der 54 im Jahr 1933 noch in Gernsbach wohnhaften Juden emigrierten während der NS-Diktatur oder zogen in andere deutsche Städte. Mindestens 13 jüdische Mitbürger des Ortes wurden Opfer der Shoa. Für die am 22. Oktober 1940 bei der Wagner-Bürckel-Aktion ins Internierungslager Gurs verschleppten neun Gernsbacher Juden wurde ein Gedenkstein an der Stadtbrücke errichtet. | Gernsbach |
doc_123_p_0 | An der Spitze einer Universität steht ein Rektor oder Präsident, der in der Regel selbst ein Universitätsprofessor ist. Er wird üblicherweise unterstützt von mehreren Prorektoren beziehungsweise Vizepräsidenten, mit besonderen Zuständigkeiten wie für Lehre oder Forschung. Die traditionellen Anreden Magnifizenz für den Rektor bzw. Spektabilitäten für die Prorektoren und Dekane sind heute nicht mehr üblich. Der Leiter der Verwaltung wird in der Regel Kanzler genannt. Ein Kanzler einer Universität ist in der Regel ein Jurist oder ein Verwaltungsfachmann. Als wichtigstes Entscheidungsgremium fungiert der Senat, in dem Professoren, wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Mitarbeiter sowie teilweise auch Studenten ihren Sitz haben. Für die Vertretung von Hochschulen gegenüber Politik und Öffentlichkeit gibt es auf Bundesebene die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), für die Zusammenarbeit der Hochschulen auf Landesebene die Landesrektorenkonferenz (LRK). Dort wird die Universität vom Rektor oder Präsidenten vertreten. | Universität |
doc_123_n_0 | Die Universität gliedert sich in Fakultäten sowie in wissenschaftliche Einrichtungen und Zentrale Betriebseinheiten. Sie wird von einem Rektorat geleitet, dem der Rektor vorsteht. Das Rektorat wird durch den Senat kontrolliert, welcher aus gewählten Vertretern der Hochschullehrer, der akademischen und nicht-akademischen Mitarbeiter sowie aus Studierenden besteht. Ein Hochschulrat, der zu mindestens 50 % mit externen Personen besetzt ist, übernimmt u. a. die Funktion der wissenschaftlichen Beratung der Universitätsleitung. | Universität_Siegen |
doc_123_n_1 | Im Senat zeichnete sich nach der Wahl keine absolute Mehrheit von 158 Sitzen für ein Bündnis oder eine Koalition ab. Die Bündnisse von Bersani und Berlusconi erreichten mit 123 und 117 Sitzen ungefähr ein Stimmengleichgewicht. Eine Koalition Bersanis mit Monti (19 Sitze) reicht nicht zur absoluten Mehrheit. Die Situation änderte sich Mitte November 2013 mit der Spaltung von Berlusconis Bündnis. Dabei haben sich 30 Senatoren und 27 Abgeordnete der neuen Fraktion von Angelino Alfano angeschlossen. Beppe Grillos Partei errang 54 Sitze. Im Senat sind zudem regionale Parteien und Bündnisse vertreten. Vallée d’Aoste und die Movimento Associativo Italiani all'Estero erhielten jeweils einen Sitz. Die Senatsgröße von 315 Sitzen erhöht sich durch zusätzliche Senatoren auf Lebenszeit (im Februar 2013 waren es vier). Für den Senat betrug die Wahlbeteiligung rund 75,11 %, 2008 lag sie bei rund 80,40 %. | Parlamentswahlen_in_Italien_2013 |
doc_123_n_2 | Parlamentswahlen_in_Kenia_1963 Die Parlamentswahlen in Kenia 1963 fanden am 18. und 26. Mai 1963 statt und waren die letzten Wahlen im noch britischen Kenia vor der Unabhängigkeit im selben Jahr. Gewählt wurden die Abgeordneten für das Repräsentantenhaus und den Senat. Die ''Kenya African National Union'' (KANU) unter der Führung des späteren langjährigen Präsidenten Jomo Kenyatta errang mit 83 von 124 Sitzen in der Nationalversammlung und 18 von 38 Sitzen im Senat eine überwältigende Mehrheit der Stimmen und Sitze. Fünf Sitze in der Versammlung und drei im Senat blieben aufgrund von Grenzkonflikten mit Somalia unbesetzt. | Parlamentswahlen_in_Kenia_1963
Die Parlamentswahlen in Kenia 1963 fanden am 18. und 26. Mai 1963 statt und waren die letzten Wahlen im noch britischen Kenia vor der Unabhängigkeit im selben Jahr. Gewählt wurden die Abgeordneten für das Repräsentantenhaus und den Senat. Die ''Kenya African National Union'' (KANU) unter der Führung des späteren langjährigen Präsidenten Jomo Kenyatta errang mit 83 von 124 Sitzen in der Nationalversammlung und 18 von 38 Sitzen im Senat eine überwältigende Mehrheit der Stimmen und Sitze. Fünf Sitze in der Versammlung und drei im Senat blieben aufgrund von Grenzkonflikten mit Somalia unbesetzt. |
doc_124_n_0 | Welche Nationalhymne die älteste der Welt ist, hängt von der Definition ab. Die japanische Nationalhymne ''Kimi Ga Yo'' hat einen Text von spätestens 905; ihre Melodie wurde jedoch erst am Ende des 19. Jahrhunderts geschrieben. Definiert man eine Nationalhymne als Einheit von Text und Melodie, so ist vermutlich die seit dem 16. Jahrhundert gesungene niederländische Hymne ''Het Wilhelmus'' die älteste der heutigen Nationalhymnen. Veröffentlichung der niederländischen Hymne von 1626 Eine Nationalhymne besteht in der Regel aus Melodie und aus Text. Die Melodie der britischen Nationalhymne ''God Save the King/Queen'' wurde von einigen anderen Ländern übernommen, wie zum Beispiel von Preußen (Heil dir im Siegerkranz – ab 1871 deutsche Kaiserhymne), der Schweiz (Rufst du mein Vaterland – heute nicht mehr Nationalhymne) oder Liechtenstein (Oben am jungen Rhein). Ähnlich wurde die Melodie der österreichischen Kaiserhymne für das Deutschlandlied (ab 1922 deutsche Nationalhymne) übernommen. Zu den Nationalhymnen ohne Text gehören ''Marcha Real'' (Spanien), ''Inno Nazionale della Repubblica'' (San Marino) und historisch ''Auferstanden aus Ruinen'' (DDR – der Text wurde seit Anfang der 1970er-Jahre nicht mehr gesungen). Zu der Hymne ''Intermeco'' von Bosnien und Herzegowina wurde nach einem Textwettbewerb bereits ein Text ausgewählt, die Bestätigung durch das zuständige Ministerium und das Parlament steht aber noch aus. Bei einem Wechsel der Staatsform wird oft auch die Nationalhymne geändert oder durch eine Parteihymne ergänzt. Viele Nationalhymnen haben einen militärischen Ursprung, beispielsweise das US-amerikanische ''Star-Spangled Banner'', das irische ''Soldier's Song'' oder das französische Kriegslied ''La Marseillaise''. Eine weitere Gruppe sind Hymnen an einen Monarchen, wie das britische ''God Save the Queen''. Dänemark, Schweden und Norwegen haben sowohl eine Königs- als auch eine Landeshymne. Andere Nationalhymnen haben einen ausgeprägten sakralen, choralartigen Charakter, so der ''Schweizerpsalm'', die isländische Hymne ''Lofsöngur'' oder ''Het Wilhelmus'' (Niederlande), die auch in kirchlichen Gesangbüchern abgedruckt sind. | Nationalhymne |
doc_124_n_1 | Hymne_Nationale_Voltaïque Hymne Nationale Voltaïque war die Nationalhymne Obervoltas von 1960 bis 1984. Melodie und Text wurden von dem Geistlichen Robert Ouedraogo gestaltet. Der Autor weigerte sich bewusst, der Hymne einen militärmusikalischen Charakter zu geben und griff für die Komposition auf eine einheimische folkloristische Melodie zurück. Die erste öffentliche Aufführung erfolgte während der Unabhängigkeitsfeiern in der Nacht zum 5. August 1960. Die Hymne wurde am 4. August 1984 durch die aktuelle Nationalhymne Ditanyè abgelöst, als im Zuge der Umbenennung des Landes in Burkina Faso auch die staatlichen Symbole geändert wurden. | Hymne_Nationale_Voltaïque
Hymne Nationale Voltaïque war die Nationalhymne Obervoltas von 1960 bis 1984. Melodie und Text wurden von dem Geistlichen Robert Ouedraogo gestaltet. Der Autor weigerte sich bewusst, der Hymne einen militärmusikalischen Charakter zu geben und griff für die Komposition auf eine einheimische folkloristische Melodie zurück. Die erste öffentliche Aufführung erfolgte während der Unabhängigkeitsfeiern in der Nacht zum 5. August 1960.
Die Hymne wurde am 4. August 1984 durch die aktuelle Nationalhymne Ditanyè abgelöst, als im Zuge der Umbenennung des Landes in Burkina Faso auch die staatlichen Symbole geändert wurden. |
doc_125_p_0 | Am 25. Juni 2006 kündigte Warren Buffett eine Zustiftung von Berkshire Hathaway B Aktien an, die zu diesem Zeitpunkt 32,5 Milliarden US-Dollar wert waren. In einem Interview mit dem US-Business-Magazin Fortune hatte der zeitweise reichste Mann der Welt angekündigt, 85 Prozent seiner Aktien an diverse Stiftungen zu verschenken. Etwa fünf Sechstel davon sollten der Bill & Melinda Gates Foundation zugutekommen, der Anteile über mehrere Jahre überschrieben werden. Buffetts Gesamtvermögen wurde zu diesem Zeitpunkt auf rund 45 Mrd. US-Dollar geschätzt (Forbes the World’s Richest People 2006). Die erste Zahlung im Wert von 1,6 Mrd. US-Dollar erfolgte im Juni 2006, die zweite im Wert von 1,76 Mrd. US-Dollar im Juli 2007, die dritte im Wert von 1,8 Mrd. US-Dollar im Juli 2008, die vierte im Wert von 1,25 Mrd. US-Dollar im Juli 2009 und eine weitere im Wert von 2,86 Mrd. US-Dollar im Juli 2016. | Bill___Melinda_Gates_Foundation |
doc_125_n_0 | Anton Sailer absolvierte in Arad eine Kaufmannslehre. Als Zwanzigjähriger kam er als Kommis nach Temesvár. Hier machte er sich selbstständig und erwarb bald ein Vermögen. 1867 wurde er Stadtrat in Temesvár. Mit seinem erworbenen Vermögen gründete er mehrere Stiftungen. Den Anfang seiner Stiftungen machte er 1902, als er der Temesvárer Filiale des „Weißen Kreuzes“ 51.000 Kronen zum Bau einer Kinderklinik stiftete. Am 24. März 1902 wurde ihm der Titel Ehrenbürger der Stadt Temeswar verliehen und die ehemalige ''Mondgasse'' im Stadtteil Józsefváros () wurde in ''Anton-Sailer-Gasse'' umbenannt. Am 5. Juli 1902 spendete er 100.000 Kronen für den städtischen Bürgerasylfond. Das Geld wurde als separate „Sailerstiftung“ verwaltet. Vom König wurde er damals mit dem Goldenen Verdienstkreuz mit der Krone ausgezeichnet. Zwei Jahre später, am 18. April 1904, spendete Anton Sailer der Stadt 200.000 Kronen, davon 120.000 zugunsten des Blindeninstituts und 80.000 für den Bau eines neuen Spitals. Am 25. April 1904 beschloss der Stadtrat Sailers Büste von dem Bildhauer ''Nikolaus Ligeti'' für 20.000 Kronen anfertigen zu lassen und vor dem Kinderspital aufzustellen. Nach seinem Tod wurde Anton Sailer auf dem Friedhof in Józsefváros beigesetzt. | Anton_Sailer__Mäzen_ |
doc_125_n_1 | Nicholas Brown jr. war der Sohn von Nicholas Brown Sr., einem Mitbegründer der Brown University, welche damals ''College of Rhode Island and Providence Plantations'' hieß. Brown jr. promovierte 1786 an dem College. Nach seinem Abschluss spendete er stets Geld an die Universität. Als er 1791 das Vermögen seines Vaters geerbt hatte, wurde er zu einem derart wichtigen Wohltäter, dass sich die Universität im Jahre 1804 in Brown University umnannte. Insgesamt spendete er rund 150.000 Dollar an die Universität. Nach seinem Tod 1841 hinterließ er 30.000 Dollar für ein Krankenhaus, welches nun als ''Butler Hospital'' bekannt ist. | Nicholas_Brown_Jr. |
doc_125_n_2 | Auf Weisung seines Lehrers gründete er Andin International, ein heute weltweit erfolgreiches Schmuckunternehmen mit Sitz in New York. Im Jahr 2009 wurde Andin von Berkshire Hathaway, der Investmentgesellschaft von Warren Buffett übernommen. Michael Roach verließ Andin Ende der 1990er Jahre und verwendete sein erworbenes Vermögen, um verschiedene Stiftungen zu gründen. Seine Erfahrungen als Unternehmer nutzte er für sein Buch "Der Diamantschneider", in dem er die Sutra des Diamantschneiders, die Diamant-Sutra, im Kontext der modernen Geschäftswelt erklärt. "Der Diamantschneider" wurde in über 20 Sprachen übersetzt und mehrere Millionen Mal verkauft. | Michael_Roach |
doc_126_p_0 | Ein Anthropologe an seinem Arbeitsplatz Die biologische Anthropologie ist mit ihren Teilgebieten Primatologie, Evolutionstheorie, Paläoanthropologie, Bevölkerungsbiologie, Industrieanthropologie, Genetik, Sportanthropologie, Wachstum (Auxologie), Konstitution und Forensik ein Fachbereich der Humanbiologie. Ihr Ziel ist die Beschreibung, Ursachenanalyse und evolutionsbiologische Interpretation der Verschiedenheit biologischer Merkmale der Hominiden (Familie der Primaten, die fossile und rezente Menschen einschließt). Ihre Methoden sind sowohl beschreibend als auch analytisch. Institutionen im deutschsprachigen Raum gibt es an Universitäten und an Museen in Tübingen, Kiel, Hamburg, Berlin, Göttingen, Jena, Gießen, Mainz, Ulm, Freiburg im Breisgau, München, Zürich und Wien. Meist ist dort die Bezeichnung nur „Anthropologie“, Zusätze wie „biologisch“ wurden in jüngerer Zeit notwendig, weil der konkurrierende US-amerikanische Begriff der auch hier bekannt ist. | Anthropologie |
doc_126_n_0 | Die Arbeitsstelle Historische Anthropologie an der Universität Erfurt, 1999 bis 2004 von Hans Medick und anschließend von Alf Lüdtke geleitet, stellte im Oktober 2008 ihren Betrieb ein. An der Uni Erfurt führt der Honorarprofessor Historische Anthropologie (derzeit: Alf Lüdtke) die Arbeit der Arbeitsstelle fort. In Mainz läuft der Studiengang Anthropologie, der auch einen Schwerpunkt Historische Anthropologie anbot, seit 2008 aus. In Freiburg wird ein ''Inter- und transdisziplinärer Studiengang Historische und biologische Anthropologie'' angeboten. An der Universität Konstanz wurde der interdisziplinäre Masterstudiengang ''Transkulturelle Geschichte und Anthropologie'' angeboten. Die Universität Bern bietet einen Forschungsschwerpunkt, der sich vor allem mit Begräbnissitten und Paläopathologie beschäftigt, wesentlich weiter gefasst ist der Vertiefungsschwerpunkt Historische Anthropologie der Universität Basel. In Wien besteht ein Institut für Historische Anthropologie. An der FU Berlin leitet Christoph Wulf das Interdisziplinäre Zentrum für Historische Anthropologie. An der HU Berlin hat Claudia Bruns die Professur für Historische Anthropologie und Geschlechterforschung inne. Seit dem Sommersemester 2012 besteht an der Universität des Saarlandes eine Professur für Historische Anthropologie / Europäische Ethnologie unter der Leitung von Barbara Krug-Richter. | Historische_Anthropologie |
doc_126_n_1 | In dem verwendeten Schema kann die Psychologie des Menschen nicht gut untergebracht werden, denn die Psychologie vereint geisteswissenschaftliche, biologische, verhaltens- und sozialwissenschaftliche Konzepte und Methoden. Als Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen einschließlich der biologischen bzw. neurowissenschaftlichen Grundlagen ist die Psychologie von vornherein interdisziplinär ausgerichtet. Wegen dieses umfassenden Blicks auf den Menschen kann die empirische Psychologie in ein besonderes Spannungsverhältnis zur Philosophischen Anthropologie geraten, die ebenfalls einen umfassenden theoretischen Ansatz hat, jedoch die empirischen Humanwissenschaften kaum noch zu integrieren vermag. Wichtige Themen der Psychologischen Anthropologie sind u. a. das Menschenbild, die Persönlichkeitstheorien, die Grundlagen von Motiven, Emotionen in der Neurobiologie und Psychophysiologie, die Beiträge der Kognitionswissenschaft, Sozialpsychologie und Kulturpsychologie, alle Bereiche der Angewandten Psychologie und so weiter. Auch Psychoanalyse und Psychosomatik galten als anthropologische Disziplinen. | Anthropologie |
doc_126_n_2 | Aus philosophischer und aus biologischer Sicht hat Jack Wilson (1999) den Begriff der Individualität diskutiert. Was macht eine biologische Einheit zu einem Individuum? Das Individuum ist unteilbar, hat eine Geschichte als in zeitlicher und räumlicher Hinsicht kontinuierlich vorhandene Einheit, bildet in funktioneller, in genetischer und in entwicklungsmäßiger Hinsicht eine Einheit und existiert als Einheit in der Evolution. Zweifellos gibt es, außer der morphologischen Eigenart, auch eine relativ überdauernde physiologisch-neuroendokrine, biochemische und immunologische Individualität des Menschen, die zusammen mit angeborenen Funktionsschwächen und Krankheitsdispositionen die Konstitution des Menschen bestimmen. Die Biologische Anthropologie und die Humanbiologie befassen sich einerseits mit den „normalen“, d. h. durchschnittlich-typischen Strukturen und Funktionen des Körpers, und haben andererseits umfangreiche Befunde über die Unterschiedlichkeit dieser Merkmale als humanbiologische Variationslehre gesammelt. Darüber hinaus sind aus der medizinischen Pathologie und Pathophysiologie vielfältige Abweichungen, Mängel und Krankheitszeichen bekannt. Phänotypische Variabilität bezeichnet in der Biologie die Unterschiedlichkeit der Individuen einer Art. Besondere Ausprägungen innerhalb der Variationsbreite heißen Varianten bzw. Extremvarianten. Ein häufig verwendetes statistisches Maß für Variabilität ist die Varianz. Die genetische Variabilität einer Art ist für die Evolution wichtig, denn sie ermöglicht die Anpassung an sich verändernde Umweltbedingungen durch neue Kombinationen von Anlagen (Lewontin 1995; Tooby & Cosmides 1990) (siehe Evolutionsbiologie, Genetik). | Individualität |
doc_127_p_0 | Die Ursprünge des Königreichs Urartu liegen am Vansee. Um sich gegen die Assyrer wehren zu können, kam es unter König Arama von Arzaškun um 850 v. Chr. zum Bündnis mit dem aramäischen Stadtstaat Bit Agusi. 848 v. Chr. erfolgten schwere Angriffe von Salmanassar III. gegen Arzaškun, in dessen Verlauf auch die umliegenden Orte zerstört wurden und Arama in das Gebirge flüchtete. In den Jahren 844–832 v. Chr. führte Salmanassar III. weitere Feldzüge gegen Nairi. Unter Sarduri I. wurde um 832 v. Chr. die Königs- und Hauptstadt Tušpa (heutige Stadt Van) in einer Provinz von Nairi am Vansee gegründet. Seine Nachfolger vergrößerten das Reich und führten es zu hoher Blüte; viele Festungen wurden neu gegründet (wohl zur Sicherung der eroberten Gebiete). Unter Menuas Herrschaft (etwa 810–785 v. Chr.) entwickelten sich Handwerk und Landwirtschaft. Magazine und Getreidespeicher wurden angelegt. Auch legte er einen 70 Kilometer langen Kanal zur Süßwasserversorgung aus dem Hoşap-Tal nach Tušpa an, da der naheliegende Vansee salzig ist. Heute wird er fälschlich nach der sagenhaften Königin Semiramis benannt. Unter Sarduri II. (etwa 765–733 v. Chr.) erreichte Urartu seine größte Ausdehnung. Doch im Bestreben, die Vormachtstellung der Assyrer zu brechen, überspannte er seine Kräfte und wurde von ihnen vernichtend geschlagen. Urartu konnte sich unter Rusa I. (etwa 733–714) wieder erholen. Der assyrische König Sargon II. (721–704 v. Chr.) zerstörte im Jahre 714 Musasir. Rusa I. beging angeblich Selbstmord und seine Nachfolger versuchten, das Reich erneut zu festigen. Bis 609 v. Chr. existierte Urartu weiter, ehe nach dem Ende von Assyrien bis 547 v. Chr. ein erneuter Aufschwung erfolgte und es dem Perser Kyros II. vorbehalten blieb, das Land erneut tributpflichtig zu machen. | Armenien |
doc_127_n_0 | Die Hauptstadt Tušpa (heute Van) lag am Vansee. Benachbarte Staaten und Stämme waren unter anderem Assyrien im Süden, das Königreich der Mannäer im Südosten sowie in der Spätphase die Kimmerer und Skythen im Norden. Zeitweise erreichten die Urartäer Karkemiš am westlichen Euphratbogen im Süden und Qulha im Nordwesten. Das Reich umfasste zeitweise den Sewansee und das Araxes-Tal im Norden, den Urmiasee im Osten und Rawanduz im Südosten. Die maximale Ausdehnung betrug etwa 600 × 500 km². Es wird gemeinhin angenommen, dass entweder Išpuini oder sein Sohn Menua um 810 Hasanlu in Mannai eroberten. Gegen Ende der Regierungszeit von Išpuini fanden Feldzüge zum südlichen und westlichen Teil des Urmiasees statt, die unter anderem durch die Inschriften von Taštepe und Karagündüz belegt sind. Feldzüge urartäischer Herrscher fanden bis an die heutige georgische Grenze statt, was aber nicht zu einer dauerhaften Eroberung führte. | Urartäisches_Reich |
doc_127_n_1 | Unter der Herrschaft seines Vaters Pachacútec Yupanqui war er ein außergewöhnlicher Kriegsherr und wurde daher ''Apukispay'', Führer der Imperialen Truppen, genannt. Nachdem durch seine Kriegszüge das Reich entscheidend erweitert und gefestigt worden war, verstarb sein Vater, der ein hohes Alter erreicht hatte und Túpac Yupanqui übernahm 1471 als 10. Inka die Herrschaft des Reiches. Unter seiner Führung errang das Inkareich die größte Ausdehnung. Durch Eroberungszüge konnte er das Gebiet zwischen ''Kitu'' (Quito) im heutigen Ecuador und Santiago im heutigen Chile dem Reich einverleiben. Er eroberte unter anderem das Königreich des Gran Chimú, einen hoch entwickelten Staat an der Nordküste des heutigen Peru. Darüber hinaus besiegte er in blutigen Kämpfen bei der Ortschaft Guapondelig um das Jahr 1480 die Kañari im heutigen Ecuador. Die maximale Ausdehnung des Reiches umfasste etwa ein Gebiet von 985.000 km². Túpac Yupanqui war mit seiner Schwester Mama Ocllo verheiratet mit der er mehrere Söhne hatte. Hohe Würdenträger der unterlegenen Stämme wurden während seiner Regierungszeit nach Cuzco berufen und mit wichtigen Verwaltungsfunktionen betraut. Dieser geschickte Schachzug sorgte nicht nur für innere Ruhe, sondern ließ Künstler, Denker und Wissenschaftler ansiedeln. Túpac Yupanqui wurde von Chuqui Ocllo, einer seiner Frauen, ermordet. Ihm folgte sein Sohn Huayna Cápac (1493–1527) als 11. Sapa Inka auf den Thron. Túpac Yupanqui hinterließ seinem Sohn ein gut organisiertes Reich und eine kampfstarke Armee von 300.000 Mann. | Túpac_Yupanqui |
doc_127_n_2 | Kyaxares_I. Kyaxares I. (medisch ''Ḫavachštra'', elamisch ''Šattarrida'', assyrisch ''Kaštarita'', babylonisch ''Hašatritti'') war Begründer und erster König des medischen Stammesverbandes. Er wird auch mit dem mannaiischen König Deiokes (assyrisch ''Daiukku'') gleichgesetzt, der vom Richter zum König aufgestiegen war. Dieser verbündete sich 716 v. Chr. im Krieg gegen Sargon II. mit dem Königreich Urartu, wurde gefangen genommen und 715 v. Chr. von Sargon II. ins syrische Hama verbannt. Es wird eine Regierungszeit von 768–715 v. Chr. angesetzt, da Herodot Deiokes 53 Jahre gibt. ''Kyaxares'' stellt keinen Eigennamen dar, sondern bezeichnet den Amtstitel ''Selbstherrscher''. Er verlegte den Hauptsitz seiner Regierung nach Ekbatana. Sargon II. berichtet in seinem 8. Feldzug vom Mederfürsten Kyaxares I., der in Parsava (''Perserland'') Tribut südöstlich des Urmiasees erbrachte. | Kyaxares_I.
Kyaxares I. (medisch ''Ḫavachštra'', elamisch ''Šattarrida'', assyrisch ''Kaštarita'', babylonisch ''Hašatritti'') war Begründer und erster König des medischen Stammesverbandes.
Er wird auch mit dem mannaiischen König Deiokes (assyrisch ''Daiukku'') gleichgesetzt, der vom Richter zum König aufgestiegen war.
Dieser verbündete sich 716 v. Chr. im Krieg gegen Sargon II. mit dem Königreich Urartu, wurde gefangen genommen und 715 v. Chr. von Sargon II. ins syrische Hama verbannt.
Es wird eine Regierungszeit von 768–715 v. Chr. angesetzt, da Herodot Deiokes 53 Jahre gibt. ''Kyaxares'' stellt keinen Eigennamen dar, sondern bezeichnet den Amtstitel ''Selbstherrscher''. Er verlegte den Hauptsitz seiner Regierung nach Ekbatana. Sargon II. berichtet in seinem 8. Feldzug vom Mederfürsten Kyaxares I., der in Parsava (''Perserland'') Tribut südöstlich des Urmiasees erbrachte. |
doc_128_n_0 | Liste_der_Länder_nach_Geburtenrate Fertilitätsrate nach Staaten (UN 2010–2015) Folgende Liste der Länder nach Geburtenrate sortiert Länder und Territorien nach ihrer Fertilitätsrate sowie der Anzahl an Geburten pro 1000 Einwohner. Die Fertilitätsrate gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Durchschnitt in ihrem Leben hat. In modernen Gesellschaften mit geringer Säuglings- und Kindersterblichkeit geht man davon aus, dass rechnerisch etwa 2,1 Kinder pro Frau geboren werden müssen, um die Bevölkerung ohne Wanderung langfristig auf einem konstanten Niveau zu halten. Bei der jährlichen Anzahl der Geburten pro 1000 Einwohner kommt es nicht nur auf die Fertilitätsrate an, sondern auch auf das durchschnittliche Alter einer Bevölkerung. Ist der Anteil der Menschen im gebärfähigen Alter sehr hoch, kann die Anzahl der Geburten trotz einer relativ niedrigen Fertilität noch hoch sein. Ein weiterer Faktor ist ein Männerüberschuss in der Bevölkerung. In der Volksrepublik China z. B. wäre durch das sehr ungünstige Geschlechterverhältnis von 119 Jungen zu 100 Mädchen (vor allem aufgrund von geschlechtsselektiven Abtreibungen) eine Fertilitätsrate von 2,38 zum Erhalt der Bevölkerung nötig. | Liste_der_Länder_nach_Geburtenrate
Fertilitätsrate nach Staaten (UN 2010–2015)
Folgende Liste der Länder nach Geburtenrate sortiert Länder und Territorien nach ihrer Fertilitätsrate sowie der Anzahl an Geburten pro 1000 Einwohner. Die Fertilitätsrate gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Durchschnitt in ihrem Leben hat. In modernen Gesellschaften mit geringer Säuglings- und Kindersterblichkeit geht man davon aus, dass rechnerisch etwa 2,1 Kinder pro Frau geboren werden müssen, um die Bevölkerung ohne Wanderung langfristig auf einem konstanten Niveau zu halten.
Bei der jährlichen Anzahl der Geburten pro 1000 Einwohner kommt es nicht nur auf die Fertilitätsrate an, sondern auch auf das durchschnittliche Alter einer Bevölkerung. Ist der Anteil der Menschen im gebärfähigen Alter sehr hoch, kann die Anzahl der Geburten trotz einer relativ niedrigen Fertilität noch hoch sein. Ein weiterer Faktor ist ein Männerüberschuss in der Bevölkerung. In der Volksrepublik China z. B. wäre durch das sehr ungünstige Geschlechterverhältnis von 119 Jungen zu 100 Mädchen (vor allem aufgrund von geschlechtsselektiven Abtreibungen) eine Fertilitätsrate von 2,38 zum Erhalt der Bevölkerung nötig. |
doc_128_n_1 | Eine mögliche Auswirkung ist der Anstieg des Heiratsalters, obwohl dieses besonders bei Frauen auch mit anderen Faktoren wie Karriereaussichten und Bildungsniveau zusammenhängt. Während Frauen 1970 im Mittel mit 24 Jahren und Männer mit 27 heirateten, stieg der Durchschnitt für 2002 auf 27,4 bzw. 29 Jahre. Das führte auch dazu, dass die Frauen später im Leben Kinder haben und dass aufgrund der ab 30 nachlassenden Fruchtbarkeit weniger Kinder geboren werden. Die Geburtenrate pro Frau sank daher von 1,8 (1983) auf 1,32 (2002). Viele Frauen wollen auch gar nicht mehr heiraten und entscheiden sich für die Karriere statt für die Familie. Dies macht es für die Männer – die gewöhnlich heiraten wollen – schwieriger, eine Frau zu finden. Viele parasitäre Singles arbeiten, haben oft erfolgreiche Karrieren und beträchtliches frei verfügbares Einkommen, benötigen aber wenig langlebige Güter. Einige sagen, dies sei gut für die Wirtschaft, andere meinen, dass sie das Geld auch ausgeben würden, wenn sie allein lebten, nur eben nicht für Luxusgüter. Der Markt für langlebige Haushaltsgüter wie Kühlschränke, Möbel oder Waschmaschinen geht daher stetig zurück, während die Verkaufszahlen bei Luxusgütern, besonders Markennamen wie Gucci, Prada, Hermes und besonders Louis Vuitton (die in Japan sehr populär sind) stark steigen. Insgesamt ist also für die japanische Wirtschaft nur eine etwas geänderte Nachfragestruktur die Folge, sieht man von dem Geld ab, das für Urlaubsreisen und Importe aus Japan abfließt. Ein weiterer Effekt ist eine mögliche Reduzierung der Preise oder das Bremsen des Preisanstiegs für Wohnimmobilien und Mieten wegen der durch die wachsende Zahl von Personen pro Haushalt sinkenden Nachfrage. | Parasitärer_Single |
doc_128_n_2 | 2011: Fertilitätsrate in Indien nach Distrikt Typisch für Entwicklungs- und viele Schwellenländer übersteigt die Anzahl der Geburten die der Todesfälle deutlich. Dies liegt vorwiegend an dem niedrigen Durchschnittsalter der Bevölkerung und einer Fertilität, die noch leicht über dem Ersatzniveau von 2,1 Kindern pro Frau liegt. Knapp jedes fünfte Kind weltweit wird damit in Indien geboren und Indien ist das Land mit dem weltweit höchsten natürlichen Geburtenüberschuss. Indien ist auch global das Land mit den meisten Kindern- und Jugendlichen, was eine erhebliche Herausforderung für das Bildungs- und Sozialsystem darstellt. Die Kindersterblichkeit konnte über die Zeit deutlich zurückgedrängt werden. Dennoch starben zwischen 2015 und 2020 geschätzt knapp 6,2 Millionen Kinder unter 5 Jahren. Anzahl Geburtenje 1000 Personen Anzahl Todesfälleje 1000 Personen Kindersterblichkeitje 1000 Geburten | Demografie_Indiens |
doc_130_p_0 | Die Kapazität eines Kondensators ist temperaturabhängig, wobei die verschiedenen Dielektrika starke Unterschiede im Verhalten bewirken. Für Keramikkondensatoren gibt es paraelektrische Dielektrika mit positivem, negativem und nahe null betragendem Temperaturkoeffizienten. Auch einige Kunststoff-Folienkondensatoren weisen ähnliche Eigenschaften auf. Bei hohen Stabilitätsanforderungen an zum Beispiel Schwingkreisen können auf diese Weise Temperatureinflüsse anderer Bauteile ausgeglichen werden. Keramikkondensatoren aus ferroelektrischer Keramik sowie Elektrolytkondensatoren haben günstigerweise eine sehr hohe Permittivität, was zu einem hohen Kapazitätswert führt, haben jedoch auch einen hohen, meist nichtlinearen Temperaturkoeffizienten und eignen sich daher für Anwendungen ohne große Anforderungen an die Stabilität wie zum Beispiel Siebung, Funkentstörung, Kopplung oder Entkopplung. + Temperaturabhängigkeit der Kapazität häufig eingesetzter Kondensatoren Kondensatorfamilie, dielektrisches Material Keramikkondensator Klasse 1, paraelektrisch Keramikkondensator Klasse 2, ferroelektrisch Keramikkondensator Klasse 2, ferroelektrisch Folienkondensator, Polyphenylensulfid (PPS) Folienkondensator, Polypropylen (PP) Folienkondensator, Polyethylennaphthalat (PEN) Folienkondensator, Polyester (PET) metallisiertes Papier (ölgetränkt) Aluminium-Elektrolytkondensator, Al2O3 Tantal-Elektrolytkondensator, Ta2O5 | Kondensator__Elektrotechnik_ |
doc_130_n_0 | Li-Ionen-Akku für Digitalkameras Die Ladungsmenge, die ein Akkumulator speichern kann, wird in Amperestunden (Ah) angegeben und als Kapazität (Nennkapazität) bezeichnet. Diese darf nicht verwechselt werden mit der Kapazität eines Kondensators, die als von der Spannung abhängige Ladungsmenge definiert ist und in Farad (F) angegeben wird. 1 F ist eine Amperesekunde pro Volt (As/V). Die angegebene Nennkapazität beim Akku bezieht sich immer auf einen bestimmten Entladestrom und nimmt – je nach Akkutyp – unterschiedlich stark mit höheren Entladeströmen ab. Bei Primärzellen und Akkumulatoren ist die Angabe der Nennkapazität in Amperestunden (Ah), bei kleineren Einheiten auch Milliamperestunden üblich. Der Vorsatz für Maßeinheiten Milli steht für ein Tausendstel. Dabei sagt die Angabe, ein Akkumulator liefert zum Beispiel 1000 Milliamperestunden, also eine Amperestunde nicht viel über die Leistungsfähigkeit des Akkus aus, wenn die Spannung nicht bekannt ist. Die Spannung ist stark von der Belastung der Zelle abhängig, da sie einen inneren Widerstand hat. Ihre maximale Leistung gibt sie theoretisch bei halber Nennspannung ab. Dann sind innerer und Lastwiderstand gleich groß und der Entladewirkungsgrad erreicht 50 Prozent. Da sich die Zelle dabei stark erwärmt, sind derart hohe Belastungen nur kurzzeitig möglich. Ein Beispiel hierfür sind Starterbatterien von Autos, die beim Anlassen für ein paar Sekunden einige hundert Ampere abgeben. Einige Zellentypen können nicht so hoch belastet werden und haben Schutzschaltungen, die das verhindern. Angaben in Wh oder kWh, (oft bei Antriebsbatterien zu finden) beziehen sich immer auf ein bestimmtes Lastprofil. Um die Leistungsfähigkeit von Akkus zu vergleichen muss man also wissen, welches Lastprofil bei der Messung der Kapazität verwendet wurde. | Akkumulator |
doc_130_n_1 | Eine Wechselspannung oder eine einer Gleichspannung überlagerte Wechselspannung bewirkt Lade- und Entladevorgänge im Keramikkondensator. Es fließt ein Wechselstrom, der umgangssprachlich auch Rippelstrom genannt wird. Dieser führt durch den ESR des Kondensators zu frequenzabhängigen Verlusten, die das Bauteil von innen heraus erwärmen. Die entstandene Wärme wird über Konvektion und Wärmeleitung an die Umwelt abgegeben. Die Menge der Wärme, die an die Umwelt abgegeben werden kann, hängt von den Maßen des Kondensators und den Bedingungen auf der Leiterplatte und der Umgebung ab. Die zulässige Wechselstrombelastung oder die damit zusammenhängende frequenzabhängige effektive Wechselspannung eines Keramikkondensators wird in den jeweiligen Datenblättern der Hersteller nur selten angegeben. Da im Allgemeinen die elektrischen Werte eines Keramikkondensators durch einen Rippelstrom nicht beeinflusst werden, ist für einen zuverlässigen Betrieb lediglich die im Kondensator entstehende Wärme von Bedeutung. Ein über den Keramikkondensator fließender Wechselstrom darf deshalb nur so groß sein, dass seine spezifizierte Maximaltemperatur durch die intern erzeugte Wärme nicht überschritten wird. Die Temperaturdifferenz zwischen der Umgebungstemperatur und der oberen Kategorietemperatur bestimmt deshalb die Größe der erlaubten Wechselstrombelastung. Diese erlaubte Temperaturdifferenz hängt von der jeweiligen Baugröße des Kondensators ab. Natürlich darf die zum Wechselstrom gehörige Spannung die maximale Nennspannung des Kondensators nicht überschreiten. Ein Überschreiten der spezifizierten Nennspannung kann zur Zerstörung des Kondensators führen. | Keramikkondensator |
doc_130_n_2 | Elektrische_Kapazität Die elektrische Kapazität (Formelzeichen , von ; Adjektiv kapazitiv) ist eine physikalische Größe aus dem Bereich der Elektrostatik, Elektronik und Elektrotechnik. Die elektrische Kapazität zwischen zwei voneinander isolierten elektrisch leitenden Körpern ist gleich dem Verhältnis der Ladungsmenge , die auf diesen Leitern gespeichert ist ( auf dem einen und auf dem anderen), und der zwischen ihnen herrschenden elektrischen Spannung : Sie wird dabei festgelegt durch die Dielektrizitätskonstante des isolierenden Mediums sowie die Geometrie der Körper, dazu zählt auch der Abstand. Dadurch stehen (sofern die Kapazität konstant ist) und zueinander in einer proportionalen Beziehung. Bei Akkumulatoren sowie Batterien benutzt man den Begriff „Kapazität“ für die maximale Ladungsmenge , welche in ihnen gespeichert werden kann. Sie wird in Amperestunden (Ah) angegeben. Diese Kapazität der elektrischen Ladung hat jedoch weder etwas mit der hier dargestellten elektrischen Kapazität (Farad) noch mit der Leistungskapazität (Watt) zu tun. | Elektrische_Kapazität
Die elektrische Kapazität (Formelzeichen , von ; Adjektiv kapazitiv) ist eine physikalische Größe aus dem Bereich der Elektrostatik, Elektronik und Elektrotechnik.
Die elektrische Kapazität zwischen zwei voneinander isolierten elektrisch leitenden Körpern ist gleich dem Verhältnis der Ladungsmenge , die auf diesen Leitern gespeichert ist ( auf dem einen und auf dem anderen), und der zwischen ihnen herrschenden elektrischen Spannung :
Sie wird dabei festgelegt durch die Dielektrizitätskonstante des isolierenden Mediums sowie die Geometrie der Körper, dazu zählt auch der Abstand. Dadurch stehen (sofern die Kapazität konstant ist) und zueinander in einer proportionalen Beziehung.
Bei Akkumulatoren sowie Batterien benutzt man den Begriff „Kapazität“ für die maximale Ladungsmenge , welche in ihnen gespeichert werden kann. Sie wird in Amperestunden (Ah) angegeben. Diese Kapazität der elektrischen Ladung hat jedoch weder etwas mit der hier dargestellten elektrischen Kapazität (Farad) noch mit der Leistungskapazität (Watt) zu tun. |
doc_131_p_0 | Sell kritisierte 1996 eindimensionale Kategorisierungen und schlug vor, alle drei Dimensionen getrennt zu erfassen, da sie voneinander unabhängig seien. Sie entwickelte dazu ein eigenes Instrument, das alle Ausprägungen in allen Dimensionen erfasst. Außerdem ist eine Übersetzung in die häufig verwendete Kinsey-Skala möglich. Für manche Anwendungen ist die Verwendung von getrennten Dimensionen auch unumgänglich, besonders wenn die untersuchten abhängigen Variablen damit zusammenhängen. So zeigte etwa eine Studie von Remafedi 1991 bezüglich der Suizidversuchsrate von Jugendlichen, dass jene, die sich als homosexuell bezeichnen, eine höhere Rate hatten als jene, die sich homosexuell betätigen, aber nicht so bezeichnen. Der Wissensstand hierzu ist jedoch widersprüchlich. Für Erwachsene ist die Korrelation der Erlebnis-, Verhaltens- und Identifikationsdimension relativ hoch. Nach Ansicht Plöderls ist die Wahl der Dimension vor allem bei der Klassifikation von strittigen Fällen und bei der Untersuchung von Jugendlichen entscheidend. Die hohe Korrelation ist meist über die Hälfte, jedoch bestehen in verschiedenen Untersuchungen Unterschiede bis zu 20 %. | Sexuelle_Orientierung |
doc_131_n_0 | Der Verein bietet eine Plattform für die unterschiedlichsten Gruppen- und Freizeitangebote für Interessierte jeden Alters. Durch eine Vielzahl an offenen Gruppen eröffnet sich die Möglichkeit, mit Menschen in Kontakt zu treten und Erfahrungen auszutauschen. Regelmäßig stattfindende Gruppen sind u. a., der christliche Stammtisch, die Laufgruppe, die TransID Gruppe für Ü 27, die trans*-Jugendgruppe und das Treffen der Queerkids für Regenbogenfamilien. Als wöchentliches offenes Treffangebot gibt es die vereinseigene Bibliothek sowie den Jungs- und Mädchentreff. Für Menschen, die Unterstützung bezüglich ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität suchen, bietet der Gerede e.V. Beratungen am Telefon, per Brief, E-Mail oder auch persönlich an. Die Beratungsangebote sind kostenlos, anonym und werden von ausgebildetem Beratungspersonal durchgeführt. Auch Angehörige und Freunde können die Beratungen wahrnehmen. Das Schulaufklärungsprojekt „LiebesLeben“ und das Bildungsprojekt „Respekt beginnt im Kopf“ widmen sich einerseits der Aufklärung von Jugendlichen und andererseits der Fort- und Weiterbildungen von Pädagogen und Multiplikatoren rund um das Thema sexuelle Identität und vielfältige Lebensweisen. Ausgebildete Moderatoren besuchen ehrenamtlich Jugendgruppen und Schulklassen und sprechen mit den Jugendlichen über Liebe, Partnerschaft, sexuelle Orientierung und Identität und Toleranz. In einer interaktiven Gesprächsrunde werden diese Themen anschaulich und sensibel an die Jugendlichen herangetragen und besprochen. Die Projekte sind für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet und können ab 90 Minuten angesetzt, aber auch zu Projekttagen ausgedehnt werden. Neben der jährlichen Teilnahme am Dresdner Christopher Street Day, bietet der Verein Autorenlesungen, Filmabende und diverse kulturelle Veranstaltungen zu einer breiten Palette an Themen an. | Gerede__Verein_ |
doc_131_n_1 | Der Begriff hat inzwischen auch Eingang in die Rechtssprache gefunden. Artikel 2 Absatz 3 der Landesverfassung von Thüringen verbietet die Bevorzugung und die Benachteiligung von Personen wegen ihrer sexuellen Orientierung. Dies stellt einen Teilaspekt der zunehmenden Anerkennung des Rechts auf sexueller Selbstbestimmung dar. Ein Verbot der Diskriminierung wegen der ''„sexuellen Identität“'' findet sich in den Landesverfassungen von Berlin, Brandenburg und Bremen. „Sexuelle Identität“ soll jedoch im Gegensatz zu „sexueller Orientierung“ auch Transsexuelle und Transgender mit einschließen; dies ist aber umstritten, da es sich bei Transgendern gerade nicht primär oder unbedingt um eine Frage der Sexualität oder Partnerschaft handelt. Das Recht der Europäischen Gemeinschaft verwendet an einigen Stellen den Begriff „sexuelle Ausrichtung“, der mit „sexueller Orientierung“ identisch sein dürfte, z. B. in der Grundrechtecharta (Art. 21 Absatz 1; Verbot der Diskriminierung) und in der Richtlinie 2000/78/EG des Rates zur Festlegung eines allgemeinen Rahmens für die Verwirklichung der Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf, die neben anderen Diskriminierungen solche wegen der „sexuellen Ausrichtung“ bekämpfen soll. Sowohl in der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD, F65.4) als auch im einflussreichen amerikanischen Diagnostic and Statistical Manual (DSM-IV, 302.2) wird Pädophilie als psychische Störung aufgeführt. Daraus entstehende Handlungen werden mehrheitlich als dissexuell angesehen und werden deshalb strafrechtlich geahndet. Deshalb ist Pädophilie bei allen Antidiskriminierungsbestimmungen bezüglich sexueller Orientierung (oder verwendeter Synonyme) und sexueller Identität immer ausgenommen, egal ob sie als eigene Orientierung, als sexuelle Ausrichtung nach Ahlers et al. oder als sexuelle Präferenz betrachtet wird. | Sexuelle_Orientierung |
doc_131_n_2 | Patton lebt offen homosexuell. Im Alter von 40 Jahren wurde er als HIV-positiv diagnostiziert. Zusätzlich wurden auch Mykose sowie Tuberkulose bei Patton diagnostiziert. Als sich sein Gesundheitszustand verschlechterte, zog Patton im Jahr 2004 nach Mexiko, wo er seinen späteren Ehemann, einen Mexikaner, kennenlernte. Aufgrund seiner eigenen Vergangenheit und sexuellen Orientierung, ist Patton ein aktiver Unterstützer der non-Profit-Organisation Trevor Project, welche homosexuellen Jugendlichen Unterstützung leistet. | Mark_Patton |
doc_132_n_1 | Anna_d_Este Porträt der Anna d’Este eines unbekannten Künstlers, zweite Hälfte 16. Jhd., Öl auf Holz, Maße: 32 × 23 cm. Versailles, Musée du Château, Inventar-Nr. MV 3212. Porträt der Anna d’Este eines unbekannten Künstlers, zweite Hälfte 16. Jhd., Kreide auf Papier, Maße: 34,6 × 22,2 cm. Fécamp, Musée des arts et de l’enfance, Inventar-Nr. FEC 17. Anna d’Este (auch ''Anne d’Este''; * 16. November 1531 in Ferrara; † 17. Mai 1607 in Paris) war eine italienische Fürstin mit beträchtlichem Einfluss am Hof von Frankreich und eine zentrale Figur der französischen Religionskriege. In erster Ehe war sie Herzogin von Aumale, dann von Guise; in zweiter Ehe Herzogin von Nemours und Genevois. | Anna_d_Este
Porträt der Anna d’Este eines unbekannten Künstlers, zweite Hälfte 16. Jhd., Öl auf Holz, Maße: 32 × 23 cm. Versailles, Musée du Château, Inventar-Nr. MV 3212.
Porträt der Anna d’Este eines unbekannten Künstlers, zweite Hälfte 16. Jhd., Kreide auf Papier, Maße: 34,6 × 22,2 cm. Fécamp, Musée des arts et de l’enfance, Inventar-Nr. FEC 17.
Anna d’Este (auch ''Anne d’Este''; * 16. November 1531 in Ferrara; † 17. Mai 1607 in Paris) war eine italienische Fürstin mit beträchtlichem Einfluss am Hof von Frankreich und eine zentrale Figur der französischen Religionskriege. In erster Ehe war sie Herzogin von Aumale, dann von Guise; in zweiter Ehe Herzogin von Nemours und Genevois. |
doc_132_n_2 | Schrenz wurde im Jahr 1012 erstmals urkundlich als ''Zribenz'' erwähnt. Zu dieser Zeit lag der Ort im slawischen Gau ''Nelstice''. Schrenz gehörte wie seine Nachbarorte Siegelsdorf und Rieda bis 1815 zum kursächsischen Amt Zörbig. Eine Kirche in Schrenz könnte bereits im 12. Jhd. errichtet worden sein. In dieser Zeit wurden unter Wiprecht von Groitzsch die Germanen ansässig und die ersten Kirchen entstanden. Bis zur Reformation gehörte die Kirche dem Bistum Merseburg an. Im 17. Jhd. erfolgte der Einbau bleiverglaster Langfenster. 1754 wurden große Teile der Kirche neu aufgebaut. Die Glocken wurden im Jahr 1875 installiert. Einige Freihöfe im Ort gehörten in das Amt Petersberg, welches der sächsische Kurfürst August der Starke mit allem Zubehör im Jahre 1697 an Brandenburg-Preußen verkaufte. Die Freihöfe gehörten nun zum preußischen Saalkreis im Herzogtum Magdeburg. Durch den Frieden von Tilsit kamen die Freihöfe im Jahr 1807 zum Königreich Westphalen und wurden dem Kanton Löbejün angegliedert, welcher sich im Distrikt Halle des Departements der Saale befand. Nach der Niederlage Napoléons und dem Ende des Königreichs Westphalen im Jahr 1813 nahm der preußische König mit seinen „alten Provinzen“ auch den Saalkreis und die Freihöfe in Schrenz wieder in Besitz. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kamen nun auch die zum königlich-sächsischen Amt Zörbig gehörigen Orte Schrenz, Siegelsdorf und Rieda zu Preußen, welche gemeinsam mit den Freihöfen im Jahr 1816 dem Landkreis Bitterfeld im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt wurden. Am 30. September 1928 entstand der Ort ''Schrenzsiegelsdorf'' durch Zusammenlegung der Gemeinden und Gutsbezirke Schrenz und Siegelsdorf. Durch Zusammenschluss von Schrenzsiegelsdorf und Rieda entstand am 1. Juli 1950 die Gemeinde Schrenz. Am 1. März 2004 wurde diese in die neue Einheitsgemeinde Stadt Zörbig eingegliedert. | Schrenz__Zörbig_ |
doc_133_n_0 | Nelson vertrat die USA erstmals bei der U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2011 und gewann mit der Mannschaft die Bronzemedaille. Zur Weltmeisterschaft 2014 in Minsk wurde er erstmals in den Kader der Herren-Nationalmannschaft berufen, ebenso wie zur WM 2015, bei der er die Bronzemedaille gewann und mit 10 Punkten Topscorer seiner Mannschaft war. Bei der WM 2016 stieß er durch die Playoff-Teilnahme mit den Islanders verspätet zur Mannschaft und belegte in der Folge den vierten Platz mit dem Team. | Brock_Nelson |
doc_133_n_1 | Erste internationale Erfahrung sammelte Grubauer mit der deutschen U17-Nationalmannschaft bei der World U-17 Hockey Challenge 2008. Obwohl die Mannschaft nur den vorletzten Platz erreichte, wurde Grubauer mit einer Fangquote von 90,9 % in das All-Star-Team gewählt. Nach dem fünften Platz bei der U18-WM 2008 folgten die U20-Weltmeisterschaften der Jahre 2009 und 2011, bei denen die Mannschaft jeweils in die Division I abstieg. Dazwischen spielte er bei der U20-WM 2010 in der Division I. Er erreichte dabei sowohl die beste Fangquote als auch den geringsten Gegentorschnitt des Turniers und wurde folgerichtig auch zum besten Spieler der deutschen U20-Auswahl gewählt. Im Senioren-Bereich debütierte er bei der Weltmeisterschaft 2014 und absolvierte dabei zwei Einsätze. Zudem war er für das Team Europa beim World Cup of Hockey 2016 nominiert, kam dabei jedoch zu keinem Einsatz. Nach dem Playoff-Aus mit den Capitals reiste Grubauer zur Heim-WM 2017 nach und hatte seinen ersten Einsatz im letzten Gruppenspiel gegen Lettland. | Philipp_Grubauer |
doc_133_n_2 | Baltram nahm mit den österreichischen Nationalteams an den U18-Weltmeisterschaften 2014 und 2015 sowie den U20-Weltmeisterschaften 2015 und 2016 jeweils in der Division I teil, wobei er mit seinen Teamkollegen bei der U18-WM 2015 von der B- in die A-Gruppe der Division I aufsteigen konnte; Baltram wurde dabei bester Vorlagengeber und zweitbester Scorer des Turniers hinter seinem Landsmann Christof Kromp. Bei der U20-WM 2016 lief er als Teamkapitän auf und erkämpfte mit der Mannschaft die Silbermedaille, zudem wurde Baltram zum besten Stürmer der Division I, Gruppe A, gewählt. | Florian_Baltram |
doc_134_p_0 | Den Urknall stellt man sich im kosmologischen Standardmodell als den heißen, energiereichen Beginn der Raumzeit vor und durch den Energieinhalt auch als den Beginn der Materie. Da die bisherigen physikalischen Theorien von der Existenz der Raumzeit abhängen, lässt sich der Zustand des Universums erst ab Ende der Planck-Ära nach dem Urknall beschreiben. Die Temperatur wird auf ca. 1030 K geschätzt und das Universum dehnt sich seither aus und kühlt sich ab. Schrittweise frieren in aufeinanderfolgenden Symmetriebrechungen die Elementarteilchen aus, reagieren und rekombinieren, bis nach der Baryogenese und der weitgehenden gegenseitigen Vernichtung von Teilchen mit Antiteilchen das heutige Übergewicht von Materie über Antimaterie herrscht. Im Anschluss entstehen die Kerne der schweren Wasserstoffisotope Deuterium und Tritium sowie der Isotope des Heliums und Lithiums. Nach weiterer Abkühlung können sich die so entstandenen Kerne mit Elektronen zu neutralen Atomen verbinden. Die Materie liegt dann in Gas- bzw. Staubform vor, bis sich durch ihre Gravitation die ersten Sterne bilden. Bei genügenden Werten von Druck und Dichte in ihrem Inneren zündet die Kernfusion und führt zur Bildung der Elemente bis etwa zum Eisen. Schwerere Elemente werden durch Neutroneneinfänge und anschließende Betazerfälle erzeugt, teils in AGB-Sternen, teils in Supernovae. | Materie__Physik_ |
doc_134_n_0 | Lyman Spitzer errechnete 1941, dass Absorption von Strahlung zwischen zwei Staubpartikeln zu einer scheinbaren Anziehungskraft führt, welche proportional zu 1/r² ist (wobei ihm offensichtlich die analogen Theorien von Le Sage und insbesondere die Untersuchungen von Lorentz zum Strahlungsdruck unbekannt waren). George Gamow, der diesen Effekt als ''mock gravity'' bezeichnete, schlug 1949 vor, dass nach dem Urknall die Temperatur der Elektronen schneller gesunken sei als die Temperatur der Hintergrundstrahlung. Absorption der Strahlung führe zu dem von Spitzer errechneten Le-Sage-Mechanismus zwischen den Elektronen, welcher eine wichtige Rolle bei der Galaxienbildung nach dem Urknall gespielt haben soll. Jedoch wurde dieser Vorschlag 1971 von Field widerlegt, der zeigte, dass dieser Effekt viel zu klein gewesen ist, da die Elektronen und die Strahlung sich annähernd im thermischen Gleichgewicht befunden haben. Hogan und White schlugen 1986 vor, dass eine Form von mock gravity die Galaxienbildung durch Absorption vorgalaktischen Sternenlichtes beeinflusst hat. Aber 1989 zeigten Wang und Field, dass jede Form von Mock gravity nicht in der Lage ist, eine ausreichend große Wirkung zustande zu bringen, um die Galaxienformation zu beeinflussen. Der Le-Sage-Mechanismus wurde als signifikanter Faktor im Verhalten komplexer Plasmen identifiziert. Ignatov zeigte, dass durch unelastische Kollisionen eine anziehende Kraft zwischen zwei in einem kollisionsfreien, nichtthermischen Plasma suspendierten Staubkörnern entsteht. Diese Anziehungskraft ist umgekehrt proportional zum Quadrat der Entfernung zwischen den Staubkörnern und kann die Coulomb-Abstoßung zwischen ihnen ausgleichen. In der Quantenfeldtheorie wird die Existenz von virtuellen Teilchen angenommen, welche zum so genannten Casimir-Effekt führen. Hendrik Casimir fand heraus, dass bei der Berechnung der Vakuumenergie zwischen 2 Platten nur Teilchen von bestimmten Wellenlängen auftreten. Deswegen ist die Energiedichte zwischen den Platten geringer als außerhalb, was zu einer scheinbaren Anziehungskraft zwischen den Platten führt. Dieser Effekt hat jedoch eine von der Theorie Fatios sehr verschiedene theoretische Grundlage. | Le-Sage-Gravitation |
doc_134_n_1 | Die Planck-Ära bezeichnet den Zeitraum nach dem Urknall bis zur kleinsten physikalisch sinnvollen Zeitangabe, der Planck-Zeit mit etwa 10−43 Sekunden. Die Temperatur zu diesem Zeitpunkt entspricht der Planck-Temperatur, etwa 1032 Kelvin. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es nach Meinung der Wissenschaftler nur eine fundamentale Kraft, die Urkraft. Bis heute gibt es keine allgemein akzeptierte Theorie für die Planck-Ära. Als mögliche Kandidaten gelten die M-Theorie und die Schleifenquantengravitation. | Urknall |
doc_134_n_2 | Nach dem Urknall ist neben Wasserstoff- und Heliumisotopen auch eine nennenswerte Menge des Isotops 7Li entstanden. Dieses ist aber zum größten Teil heute nicht mehr vorhanden, da in Sternen Lithium mit Wasserstoff im Prozess der Proton-Proton-Reaktion II fusioniert und so verbraucht wurde. In Braunen Zwergen sind Masse und Temperatur jedoch nicht hoch genug für eine Wasserstofffusion; ihre Masse erreicht nicht die dazu notwendige Größe von etwa 75 Jupitermassen. Das beim Urknall entstandene Lithium blieb somit in größeren Mengen nur in Braunen Zwergen erhalten. Lithium ist aus diesem Grund auch extraterrestrisch ein verhältnismäßig seltenes Element, kann aber zum Nachweis Brauner Zwerge dienen. Die Verteilung von Lithium in verschiedenen Sternen ist stark unterschiedlich, auch wenn das Alter, die Masse und die Metallizität ähnlich sind. Es wird angenommen, dass Planeten einen Einfluss auf den Lithiumgehalt eines Sterns besitzen. Besitzt ein Stern keine Planeten, so ist der Lithiumgehalt hoch, während Sterne wie die Sonne, die von Planeten umgeben sind, einen nur geringen Lithiumgehalt aufweisen, was auch als ''Lithium Dip'' bezeichnet wird. Als Ursache wird vermutet, dass die Gezeitenkräfte von Planeten zu einer stärkeren Durchmischung von äußeren und inneren Schichten in Sternen beitragen, so dass mehr Lithium in einen Bereich gelangt, der heiß genug ist, um dieses zu fusionieren. | Lithium |
doc_135_n_0 | Das Karoo-Hauptbecken geht in seiner Ausdehnung weit über die Landschaft ''Karoo'' hinaus und umfasst im südlichen Afrika eine Fläche von etwa 1,56 Mio. Quadratkilometern. Vorrangig handelt es sich dabei um die Staatsgebiete von Südafrika, Lesotho und Eswatini. Weitere Ausläufer des Systems reichen bis an die Grenze Mosambiks und an den Limpopo-Fluss im Norden Südafrikas. Von Botswana sowie aus dem östlichen bzw. zentralen Namibia greifen einzelne Teile von benachbarten Karoo-Strukturen auf das Gebiet Südafrikas über. Seine maximale Längenausdehnung in Südafrika beträgt 1300 Kilometer, und seine größte Breite erreicht es zwischen Kimberley und East London mit etwa 590 Kilometern. An Landschaftsformen ist das Karoo-Hauptbecken außerordentlich vielfältig. Es gibt flache Ebenen, Hügellandschaften, mittleres Bergland mit ausgeprägten Höhenstufen und Hochgebirgsstrukturen. Flüsse bilden flache mäandrierende Täler oder tief eingeschnittene Canyons. Für das Gesamtverständnis ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass die Karoo-Sedimente sich bereits von der afrikanischen Äquatorregion großflächig in südliche Richtung erstrecken und einzelne Sequenzen dieser geologischen Einheit auch nördlich des Äquators in Gabun und im Sudan erkennbar sind. Im kontinentalen Zusammenhang trägt die Gesamtheit dieser Sedimentablagerungen den Namen Karoo-Supergruppe (''Karoo Supergroup''). Die folgenden Erläuterungen beschränken sich auf den geographischen Bereich des südlichen Afrikas, also auf die Staaten Südafrika, Lesotho und Eswatini, das so genannte Karoo-Hauptbecken, am Rande auch auf Namibia und Botswana. | Karoo-Hauptbecken |
doc_135_n_1 | Oranje__Fluss_ Der Oranje () ist mit 2160 Kilometern nach dem Sambesi der zweitlängste Fluss im südlichen Afrika. Er fließt durch Lesotho und Südafrika. Gemäß dem Helgoland-Sansibar-Vertrag bildet an seinem Unterlauf das Nordufer die Grenze zwischen Südafrika und Namibia. Die namibische Verfassung beschreibt im Gegensatz dazu mit Artikel 1 Absatz 4 die Flussmitte als Staatsgrenze, was von Südafrika jedoch nicht anerkannt wird. In Lesotho wird der Fluss Senqu genannt, in Südafrika auch Gariep, in Namibia Orange; auch in Atlanten wird manchmal die englische Bezeichnung ''Orange'' verwendet. | Oranje__Fluss_
Der Oranje () ist mit 2160 Kilometern nach dem Sambesi der zweitlängste Fluss im südlichen Afrika. Er fließt durch Lesotho und Südafrika. Gemäß dem Helgoland-Sansibar-Vertrag bildet an seinem Unterlauf das Nordufer die Grenze zwischen Südafrika und Namibia. Die namibische Verfassung beschreibt im Gegensatz dazu mit Artikel 1 Absatz 4 die Flussmitte als Staatsgrenze, was von Südafrika jedoch nicht anerkannt wird.
In Lesotho wird der Fluss Senqu genannt, in Südafrika auch Gariep, in Namibia Orange; auch in Atlanten wird manchmal die englische Bezeichnung ''Orange'' verwendet. |
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