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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,429 | 1,615 | Wthe dir/ woferꝛn du nit vnder den Wacholder der pœnitentz, ſonder vnder den ſalicibus oder gruͤnen wilgen deß mutwillens/ gellheit vnnd erluſtigung niderlegſt/ dann nit wirſtu durch den Engel/ ſonder durch die Schlang den Teufel geſpeiſt/ vnnd ohne einige Geiſtliche ſtaͤrck oder erquickung gelabt werden. | Wthe dir / wofern du nicht unter den Wacholder der Pönitenz, sonder unter den salicibus oder grünen willigen des Mutwillens / Gellheit und erlustigung niederlegst / dann nicht wirst du durch den Engel / sonder durch die Schlange den Teufel gespeist / und ohne einige Geistliche stärk oder Erquickung gelabt werden. | de | de | de | 1 | 5.8194 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,430 | 1,615 | Zum fuͤnfften/ wie Elias entſchlafen iſt/ nit zwar auß muͤdigkeit/ ſonder wegen der guten gehaltenen collation, alſo iſt der jenig Pilgram ſelig/ welcher nach der collation oder refection diſes Brots/ lieblich entſchlaſet/ vnd heylſame Traͤum hat. | Zum fünften / wie Elias entschlafen ist / nicht zwar aus Müdigkeit / sonder wegen der guten gehaltenen Kollation, also ist der jenig Pilgram selig / welcher nach der Kollation oder refection dieses Brots / lieblich entschlafet / und heilsame Traum hat. | de | de | de | 1 | 5.8133 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,431 | 1,615 | Zum ſechſten wie Elias aufferweckt wirdt damit er widerumb eſſe/ ſeytemal jhm geſagt ward/ daß er noch einen weiten weg zugehen hette/ Alſo ſollen auch wir arme Pilgram vns vilmals mit dem allerheiligſten Brot der Euchariſtiæ ſtercken/ damit wir in der ſtercke verbleiben. | Zum sechsten wie Elias auferweckt wird damit er wiederum esse / sintemal ihm gesagt wurde / dass er noch einen weiten wegzugehen hätte / Also sollen auch wir arme Pilgram uns vielmals mit dem allerheiligsten Brot der Eucharistiae Stärken / damit wir in der Stärke verbleiben. | de | de | de | 1 | 5.9551 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,432 | 1,615 | Beſchließlichen/ wie Elias auffſtehet/ biß zum Berg fortgehet/ ſich in einer Spelunck verbirgt/ vnnd Gott den HErꝛn ſihet: Alſo/ O mein Seel/ biſtu ſchwach vnd in der Wuͤſte der einſame/ trawrig vnnd vrdruͤſſig lenger zu leben/ ſo jſſe vnnd trincke vorbemelter maſſen/ vnnd wandere vermittelſt der Krafft derſelben Speiſen biß auff den Berg vnnd zum Tiſch der ewigen refection Orebs, von welchem Chriſtus geredt hat: ego diſpono vobis, ſicut diſpoſuit mihi Pater, vt edatis ſuper menſa. | Beschließlichen / wie Elias aufstehet / bis zum Berg fortgehet / sich in einer Spelunke verbirgt / und Gott den Herrn sieht: Also / O mein Seele / bist du schwach und in der Wüste der einsame / traurig und vrdrüssig länger zu leben / so isse und trinke vorbemehlte Maßen / und wandere vermittels der Kraft derselben Speisen bis auf den Berg und zum Tisch der ewigen refection Orebs, von welchem Christus geredet hat: ego dispono vobis, sicut disposuit mihi Pater, ut edatis super mensa. | de | de | de | 1 | 5.6975 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,433 | 1,615 | Item, Beatus qui manducabit panem in regno cœlorum. | Item, Beatus qui manducabit panem in regno coelorum. | la | la | la | 0 | 5.5291 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,434 | 1,615 | Vom zwey vnd zwaintzigften requiſito. | Vom zwei und zwaintzigften requisito. | eu | de | de | 0.667 | 8.2307 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,435 | 1,615 | WJe es aber ſich begibt/ daß die vnbehutſame Wandersleuth bißweilen auffm weeg beraubt vnnd entbloͤſt/ vnnd derwegen gezwungen werden zu betteln/ alſo wirdt vnſer Chriſtlicher Pilgram offt vnnd vilmahls allerdings beraubt/ wann er vermittelſt der Todtſuͤndt in die Haͤnd deß Teufels faͤllt/ dann alsdann wirdt jhm genommen der Mantel der Lieb/ der Huet der Gedult/ der Guͤrte! deß Gebetts vnnd Betrachtung/ der Sack deß fewrigen vnnd lebendigen Glaubens/ der Stab der Hoffnung/ die Schuch der gulen verlangen/ das Huͤndtlein deß guten Eyfers: dann villeicht hat er ſich im Wirthshauß vngebuͤhrlich gegen der Wirthin/ Tochter vnnd Geſindt verhalten/ mit dem Wirth grinen/ die boͤſe Geſellſchafft nit geflohen/ ſonder ſich zu den faulen geſellen/ nemhlich dem Fleiſch/ der verſchwendtlichen Welt/ vnnd dem vntrewen verꝛaͤtheriſchen Teuffel geſchlagen vnnd geſellt/ die verſpottungen nicht veracht/ ſich zu den Tantzern im gruͤnen Feldt begeben/ den Sack deß guten Willens abgelegt/ ſich deß rechten wegs nicht informirt, vnd iſt derwegen jrꝛ gangen/ vnnd in die Haͤnd der Moͤrder gerathen/ dann nit angeſchaut hat er die Kraͤntz/ ſonder die Stein/ vnd hat nit vollzogen/ was allbereit oben vermeldt woꝛden. | Wie es aber sich begibt / dass die unbehutsame Wandersleuth bisweilen aufm Weg beraubt und entblößt / und derentwegen gezwungen werden zu betteln / also wird unser Christlicher Pilgram oft und vielmals allerdings beraubt / wann er vermittels der Todtsündt in die Hände des Teufels fällt / dann alsdann wird ihm genommen der Mantel der Liebe / der Hut der Geduld / der Gürte! des Gebets und Betrachtung / der Sack des feurigen und lebendigen Glaubens / der Stab der Hoffnung / die Schuh der güllen verlangen / das Hündlein des guten Eifers: dann vielleicht hat er sich im Wirtshaus ungebührlich gegen der Wirtin / Tochter und Gesinnt verhalten / mit dem Wirt grienen / die böse Gesellschaft nicht geflohen / sonder sich zu den faulen gesellen / nämlich dem Fleisch / der verschwendtlichen Welt / und dem untreuen verräterischen Teufel geschlagen und gesellt / die Verspottungen nicht verachte / sich zu den Tanzern im grünen Feld begeben / den Sack des guten Willens abgelegt / sich des rechten Wegs nicht informiert, und ist derentwegen irr gegangen / und in die Hände der Mörder geraten / dann nicht angeschaut hat er die Krenz / sonder die Stein / und hat nicht vollzogen / was allbereits oben vermeldet worden. | de | de | de | 1 | 4.9987 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,436 | 1,615 | Was ſoll er aber thun damit er dz Vatterlandt erꝛeiche/ vñ nit auf dem weg ſeiner wanderſchaft verderbe? | Was soll er aber tun damit er das Vaterland erreiche / und nicht auf dem Weg seiner Wanderschaft verderbe? | de | de | de | 1 | 4.3659 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,438 | 1,615 | Zu ſolchem end aber muß er ſich wie andere beraubte Wandsleut verhaltẽ/ ſich in etwan ein Staͤtt verfuͤgen/ die Gaſſen abtheilen/ vnnd wochentlich von dem einen reichen Hauß zum anderen gehen bettlen/ vnnd folgents wider vortgehen vnnd ſein Raiß gar vollenden. | Zu solchem Ende aber muss er sich wie andere beraubte Wandsleut verhalten / sich in etwan ein Stät verfügen / die Gassen abteilen / und wöchentlich von dem einen reichen Haus zum anderen gehen bettle / und folgend wieder vortgehen und sein Reis gar vollenden. | de | de | de | 1 | 5.6653 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,440 | 1,615 | Die erſte Gaſſen heiſt der Pallaſt der allerheiligſten Dreyfaltigkeit/ vnnd der allerheiligſten Jungkfrawen Mariæ: | Die erste Gassen heißt der Palast der allerheiligsten Dreifaltigkeit / und der allerheiligsten Jungfrauen Marias: | de | lb | de | 0.667 | 4.7594 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,441 | 1,615 | Die andere heiſt vnſers Herꝛn Gaß/ die dritt die Engelgaß/ die viert der Patriarchen vñ Propheten Gaß/ die fuͤnfft der Martyrern Gaß/ die ſechſt der Beichtigern Gaß/ die ſibende der Jungkfrawen Gaß: | Die andere heißt unseres Herrn Gasse / die dritt die Engelgaß / die viert der Patriarchen und Propheten Gasse / die fünft der Martyrern Gasse / die sechst der Beichtigern Gasse / die siebende der Jungfrauen Gasse: | de | de | de | 1 | 4.3432 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,442 | 1,615 | Alle diſe Gaſſen haben wir ſonderbars in den Letaneyen. | Alle diese Gassen haben wir sonderbar in den Letaneyen. | de | de | de | 1 | 6.4854 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,443 | 1,615 | Wofern du aber je nit ſo baldt erhoͤrt wuͤrdeſt durch deine verdienſt/ ſo ſchlage dich zum Himmliſchen Pilgram vnnd Bettler Chriſto/ welcher geſagt hat: ego mendicus ſum & pauper, recordans paupertatis meæ abſintij & fellis. | Sofern du aber je nicht so bald erhört würdest durch deine verdienst / so schlage dich zum Himmlischen Pilgram und Bettler Christo / welcher gesagt hat: ego mendicus sum & pauper, recordans paupertatis meae absintij & fellis. | de | de | fr | 0.667 | 5.6589 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,444 | 1,615 | An diſen Pilgram hencke dich/ dann er bettlet fuͤr dich/ folge jhme durch alle ſiben ort/ die er allhie gewandert vnd beſucht hat/ nemblich im Garten/ im Hauſe Annæ/ Caiphæ/ Pilati/ Herodis vnd widerumb Pilati/ vnnd auff dem Berg Caluarjæ. | An diesen Pilgram henke dich / dann er bettelt für dich / folge ihm durch alle sieben Ort / die er allhier gewandert und besucht hat / nämlich im Garten / im Hause Annae / keife / Pilati / Herodis und wiederum Pilati / und auf dem Berg Caluarjae. | de | de | lb | 0.667 | 6.1201 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,445 | 1,615 | Bette aller orten andaͤchtiglich zu Gott/ vnd begere daß er dein Gebett/ wegen deß Gebetts ſeines Sohns Chriſti/ annemen vnd erhoͤren woͤlle/ vnnd ſprich: reſpice in faciem ſanguinolentam filij tui, & exaudi me, &c. | Bette aller Orten andächtig zu Gott / und begehre dass er dein Gebet / wegen des Gebets seines Sohns Christi / annehmen und erhören wolle / und sprich: respice in faciem sanguinolentam filij tui, & exaudi me, etc. | de | de | de | 1 | 5.5118 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,446 | 1,615 | Vom drey vnd zwantzigſten requiſito. | Vom drei und zwantzigsten requisito. | it | pl | de | 0.333 | 6.806 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,447 | 1,615 | FErner vnd zum drey vnnd zwantzigſten muß ein fuͤrſichtiger Wandersman mit ſeinem Leib auffm weg/ vnd mit dem gemuͤth im Vatterlandtſein. | Ferner und zum drei und zwanzigsten muss ein vorsichtiger Wandersmann mit seinem Leib aufm weg / und mit dem Gemüt im Vaterlandsein. | de | de | de | 1 | 5.9686 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,448 | 1,615 | Nach dem vnſer Chriſtlicher Pilgram alle ſeine verlohꝛne Guͤter wider zuwegen gebracht hat/ fahet er an behutſamer zuwerden/ vnnd verbleibt hinfuͤran auffm weg nit mit dem affect, wie zuuor/ ſonder mit dem Gemuͤth iſt er in ſeinem Vatterlandt/ vnangeſehen er mit dem Leib auffm weg iſt. | Nach dem unser Christlicher Pilgram alle seine verlorene Güter wieder zuwegen gebracht hat / fanget er an behutsamer zuwerden / und verbleibt hinfüran aufm weg nicht mit dem Affekt, wie zuvor / sonder mit dem Gemüt ist er in seinem Vaterland / unangesehen er mit dem Leib aufm weg ist. | de | de | de | 1 | 5.5061 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,449 | 1,615 | Es pflegen die Pilgram auffm weg vnnd in den Herbergen vilmals auff jhr heimet vnd Vatterlandt zugedencken/ wann nemblich jhnen allerhandt vngelegenheiten oder vngemach begegnen/ vnnd zwar erſtlich wegen der vngeſchmackigen Speiſen/ vnnd ſonderlich der Krebſen/ durch welche die zeitliche Widerwertigkeiten deß Menſchen bedeutet werden/ dañ wie der Krebs ein grauſamer Wurm iſt/ der mit ſeinen ſpitzigen Spieſſen/ ſo auß ſeinem Kopff herfuͤr gehen/ ſticht/ vnd mit ſeinen Haͤnden oder Schaͤren hart zutrucket/ vnnd derwegen von vilen einfaͤltigen Leuthen ſehr verhaſt/ vnnd ſo gar geſoͤrcht wirdt/ aber wann er gekocht worden/ alsdann iſt er ſehr ſchoͤn/ roth vnnd nutzlich/ dann ſein Fleiſch vnnd Jnngeweidt iſt ſuͤß vnnd nutzlich zunieſſen/ alſo ſeind die truͤbſal grauſamb/ vnannemblich/ vnnd den Narꝛen vnnd vnnerſtaͤndigen verdrießlich/ aber den verſtaͤndigen lieblich vnnd annemblich/ vnnd den Seelen erſprießlich/ Derwegen O Pilgram/ erſchrick nicht vor dem euſſerlichen Angeſicht der truͤbſeligkeiten/ jnnmaſſen die Finnſinger ſich dermaſſen vor dem Krebs foͤrchten/ daß ſie denſelben nur mit eiſenen Haͤnden angreiffen/ ſey auch nicht vnhoͤflich vnnd widerſetzig im eſſen ſolcher Speiſen/ dann GOtt laſt vns nit verſuchen vber vnſer vermuͤgen/ vnnd beuilcht dem Wirth/ daß er vns keine vngekochte Speiſen fuͤrſetzen ſolle. | Es pflegen die Pilgram aufm weg und in den Herbergen vielmals auf ihr heimet und Vaterland zugedenken / wann nämlich ihnen allerhand Ungelegenheiten oder Ungemach begegnen / und zwar erstlich wegen der ungeschmackigen Speisen / und sonderlich der Krebsen / durch welche die zeitliche Widerwertigkeiten des Menschen bedeutet werden / dann wie der Krebs ein grausamer Wurm ist / der mit seinen spitzigen Spießen / so aus seinem Kopf herfür gehen / sticht / und mit seinen Händen oder Schären hart zudrucket / und derentwegen von vielen einfältigen Leuten sehr verhasst / und so gar gesörcht wird / aber wann er gekocht worden / alsdann ist er sehr schön / rot und nützlich / dann sein Fleisch und Jnngeweidt ist süß und nützlich zuniesen / also sind die Trübsal grausam / unannehmlich / und den Narren und vnnerständigen verdrießlich / aber den verständigen lieblich und annemblich / und den Seelen ersprießlich / Derentwegen O Pilgram / erschrick nicht vor dem äußerlichen Angesicht der Trübseligkeiten / inmassen die Finnsinger sich dermaßen vor dem Krebs fürchten / dass sie denselben nur mit eisernen Händen angreifen / sei auch nicht unhöflich und widersetzig im Essen solcher Speisen / dann Gott lässt uns nicht versuchen über unser Vermögen / und beuilcht dem Wirt / dass er uns keine ungekochte Speisen vorsetzen solle. | de | de | de | 1 | 5.2131 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,450 | 1,615 | Ferner jſſet man die gekochte Krebſen entweder mit Eſſig oder Gewuͤrtz/ derwegen moͤchte einer ſprechen: ob ſchon die Krebs ſchoͤn vnnd roth ſeindt/ ſo ſchmecken ſie mir doch nicht ohne Gewuͤrtz. | Ferner isst man die gekochte Krebsen entweder mit Essig oder Gewürz / derentwegen möchte einer sprechen: ob schon die Krebs schön und rot sind / so schmecken sie mir doch nicht ohne Gewürz. | de | de | de | 1 | 5.3474 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,451 | 1,615 | Diſer vrſachen halben/ mein Bruder Pilgram/ brauche zu den Krebſen der Truͤbſeligkeit den Eſſig/ das iſt/ die betrachtung der hoͤlliſchen marter/ vnnd was geſtallt es vñ leichter ſeye/ geſtrafft vnd heimgeſucht zu werden allhie zeitlich/ wie ein Sohn/ weder dort ewiglich wie ein feind vnd Vbelthaͤter. | Dieser Ursachen halben / mein Bruder Pilgram / brauche zu den Krebsen der Trübseligkeit den Essig / das ist / die Betrachtung der höllischen marter / und was Gestalt es und leichter sei / gestraft und heimgesucht zu werden allhier zeitlich / wie ein Sohn / weder dort ewiglich wie ein Feind und Übeltäter. | de | de | de | 1 | 5.8232 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,452 | 1,615 | Deßgleichen brauche ein gutes Gewuͤrtz/ das iſt/ die betrachtung der Himmliſchen belohnung/ dann conſideratio præmij minuit vim flagelli. | Desgleichen brauche ein gutes Gewürz / das ist / die Betrachtung der himmlischen Belohnung / dann consideratio praemij minuit vim flagelli. | de | de | de | 1 | 5.931 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,453 | 1,615 | Wie der Krebs gut iſt/ dann er ſchwimme oder gehe wohin er woͤlle/ ſo bleibt er doch nahe beym Vfer/ Alſo ſolleſt auch du ſo wol in deinem guten als boͤſen zuſtandt dich an demem Vfer finden laſſen. | Wie der Krebs gut ist / dann er schwimme oder gehe wohin er wolle / so bleibt er doch nahe beim Ufer / Also sollest auch du so wohl in deinem guten als bösen Zustand dich an demem Ufer finden lassen. | de | de | de | 1 | 5.5095 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,454 | 1,615 | Ob aber ſchon das Fleiſch der Krebſen hart zuuerdewen iſt/ ſo wirdt es doch verdewlich vermittelſt deß Erblſafft/ welcher ſo gar die Korallen verſchmeltzet: vnangeſehen du derwegen ein vil harters Hertz hetteſt denn Pharao/ ſo brauche doch den roten Safft deß allerkraͤfftigſten Bluts Chriſti/ vnd das Blut der Heiligen. | Ob aber schon das Fleisch der Krebsen hart zuuerdewen ist / so wird es doch verdewlich vermittels des Erblsafft / welcher so gar die Korallen verschmelzet: unangesehen du derentwegen ein viel hartes Herz hättest denn Pharao / so brauche doch den roten Saft des kräftigsten Bluts Christi / und das Blut der Heiligen. | de | de | de | 1 | 6.1238 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,455 | 1,615 | Netze das Fleiſch deß Krebſes der Truͤbſeligkeit in diſe Saltzen deß Paſſions deß Herꝛn/ ſo wirſtu getroͤſt/ magna enim conſolatio membris ex capite: ſi compatimur & congregabimus. | Netze das Fleisch des Krebses der Trübseligkeit in diese Salzen des Passions des Herrn / so wirst du getrost / magna enim consolatio membris ex capite: sie compatimur & congregabimus. | de | de | ro | 0.667 | 5.5228 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,456 | 1,615 | Die andere Speiß/ durch welche der Pilgram verurſacht wirdt an ſein wares Himmliſches Vatterlandt zugedencken/ ſeindt die groſſe gruͤne Nuͤß der leiblichen Kranckheiten/ dann wie die Nuͤß bitter ſeindt/ alſo ſeindt die Kranckheiten nicht ſuͤß/ ſonder ſawr: | Die andere Speise / durch welche der Pilgram verursacht wird an sein wahres himmlisches Vaterland zugedenken / sind die große grüne Nüsse der leiblichen Krankheiten / dann wie die Nüsse bitter sind / also sind die Krankheiten nicht süß / sonder sauer: | de | de | de | 1 | 5.7052 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,457 | 1,615 | Wie die Nuͤß durch den Affen verworffen werden wann er die bittere Schelen koſtet/ alſo verwerffen die Narꝛen jhre zugeſtandene truͤbſal wegen jhrer bitterkeit: | Wie die Nüsse durch den Affen verworfen werden wann er die bittere Schälen kostet / also verwerfen die Narren ihre zugestandene Trübsal wegen ihrer Bitterkeit: | de | de | de | 1 | 5.683 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,458 | 1,615 | Aber ob ſchon ein weiſer anfangs die bitterkeit koſtet vnd das Maul druͤbrt ruͤmpffet/ ſo bricht er doch ſolche Nuß der widerwertigkeit/ kombt zum Kern/ koſtet vnnd genieſſet die Frucht mit frewden. | Aber ob schon ein weiser anfangs die Bitterkeit kostet und das Maul drübrt rümpfet / so bricht er doch solche Nuss der Widerwärtigkeit / kommt zum Kern / kostet und genießet die Frucht mit Freuden. | de | de | de | 1 | 5.6314 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,459 | 1,615 | Vnſer Herꝛ CHriſtus im Garten bettendt/ hat diſe jhm von ſeinem Vatter zugeſchickte Nuß koſtendt gebettet/ den Mundt druͤber geruͤmpfft/ vnnd ſich dermaſſen druͤber entſetzt vnnd gezittert/ daß er angefangen Blutstropffen zu ſchwitzen/ vnnd den Vatter zubitten/ daß/ wofern es muͤglich were/ er jhne diſer Speiß wolte befreyen/ Eben alſo thue auch du/ vnnd nimb die truͤbſeligkeiten diſes Leibs/ die dir GOtt in der Herberg diſer Welt zuſchicket/ mit gedult an. | Unser Herr Christus im Garten bettend / hat diese ihm von seinem Vater zugeschickte Nuss kostend gebettet / den Mund drüber gerümpft / und sich dermaßen drüber entsetzt und gezittert / dass er angefangen Blutstropfen zu schwitzen / und den Vater zubitten / dass / sofern es möglich wäre / er ihn dieser Speise wollte befreien / Eben also tue auch du / und nimm die Trübseligkeiten dieses Leibs / die dir Gott in der Herberge dieser Welt zuschickt / mit Geduld an. | de | de | de | 1 | 4.9237 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,460 | 1,615 | Beſchließlichen wirdt der Pilgꝛam an ſein wares Vatterlandt zugedenckẽ bewegt durch das vnreine vnd mit Blut/ Leuſen/ Floͤhen vñ Wantzen erfuͤllte Beth/ derwegen kan er mit ruhe nicht ſchlafen/ ſonder gedencket jmmerdar anheims an ſein gutes ſauberes Bethgewandt. | Beschließlichen wird der Pilgram an sein wahres Vaterland zugedenken bewegt durch das unreine und mit Blut / Läusen / Flöhen und Wanzen erfüllte Bett / derentwegen kann er mit ruhe nicht schlafen / sonder gedenkt immerdar anheim an sein gutes sauberes Betgewand. | de | de | de | 1 | 5.9908 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,461 | 1,615 | Durch das Beth/ darinn vil Leut jhre ruhe/ frid/ ſicherheit vnnd troſt zuhaben vermeinen/ wirdt erſtlich verſtanden das Weih oder der Eheſtandt/ Aber laider ſambt dem Weib/ ladet er jhm ſelbſt muͤhe auf ſeinen Leib: | Durch das Bett / darin viel Leute ihre ruhe / Frieden / Sicherheit und Trost zuhaben vermeinen / wird erstlich verstanden das Weih oder der Ehestand / Aber leider samt dem Weib / ladet er ihm selbst Mühe auf seinen Leib: | de | de | de | 1 | 6.2036 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,462 | 1,615 | O wie ein muͤheſames weſen iſt der Eheſtand. | O wie ein mühsames Wesen ist der Ehestand. | de | de | de | 1 | 5.753 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,463 | 1,615 | Nimbſtu ein reiches Weib/ ſo vberkomſtu vil vnruͤhiges Vnzifer/ Floͤch vnd Wantzen/ die dich hart beiſſen vnd peinigen/ dann du muſt jhr allen jhꝛen willen laſſen/ ſie thut im Hauſe herꝛſchen/ vnnd du muſt allzeit jhr Bettelman oder Bettelhundt ſein/ der jhr nichts hat zugebracht. | Nimmst ein reiches Weib / so überkommst viel unruhiges Vnzifer / Flöhe und Wanzen / die dich hart beißen und peinigen / dann du musst ihr allen ihren Willen lassen / sie tut im Hause herrschen / und du musst allzeit ihr Bettelman oder Bettelhund sein / der ihr nichts hat zugebracht. | de | de | de | 1 | 5.119 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,464 | 1,615 | Nimbſtu ein arme/ ſo iſt ſie muͤheſamb zuernehren/ vnnd wehe jhr/ dann ſie muß dein Fußhader ſein. | Nimmst ein arme / so ist sie mühsam zuernähren / und wehe ihr / dann sie muss dein Fußhader sein. | de | de | de | 1 | 5.5438 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,465 | 1,615 | Nimbſtu ein fromme vnnd guͤtige/ ſo iſt ſie hinlaͤſſig/ vnnd verdirbſt/ Dann gemeinlich ſeind nur die boͤſeſte Weiber heußlich: Nimbſtu ein ſchoͤne/ ſo laufen dir die junge Buben vmbs Beth herumb/ ſpringen bißweiln auch gar hinein: | Nimmst ein fromme und gütige / so ist sie hinlässig / und verdirbst / Dann gemeinlich sind nur die böseste Weiber häuslich: Nimmst ein schöne / so laufen dir die junge Buben ums Bett herum / springen bisweilen auch gar hinein: | de | de | de | 1 | 5.7666 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,466 | 1,615 | Nimbſtu ein heßliche/ ſo beiſſen dich die Leuß deß verdruſſes vnnd widerwillens/ als offt du ſie anſchaweſt Sie ſeye nun heßlich oder ſchoͤn/ ſo menglen doch niemaln keine Wantzen Was das nun fuͤr Wantzen ſeyen/ das wiſſen die Eheleut ſelbſt am beſten/ Dergleichen Wantzen machen auch/ daß du dich von deinem Weib abwendeſt/ vnd zu euſſerſt auffs eck deß Beths legſt vnd nichts thuſt als ſeufftzen. | Nimmst ein hässliche / so beißen dich die Läuse des Verdrusses und Widerwillen / als oft du sie anschauest sie sei nun hässlich oder schön / so menglen doch niemals keine Wanzen was das nun für Wanzen seien / das wissen die Eheleut selbst am besten / Dergleichen Wanzen machen auch / dass du dich von deinem Weib abwendest / und zu äußerst aufs eck des Betts legst und nichts tust als seufzen. | de | de | de | 1 | 5.0737 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,467 | 1,615 | Oder aber es wirdt durchs Beth verſtanden der Geiſtliche oder Prieſterliche Standt/ an ſtatt nun/ daß du vermeineſt in demſelben Beth ſicherlichzu ruhen/ ſo findeſtu doch im ſelben ſehꝛ vil Freunde/ Verwandten vnnd Baͤſel/ die dich beiſſen vñ außſaugen Stimulos carnis habebis, vnnd das ſeind die Leuß. | Oder aber es wird durchs Bett verstanden der Geistliche oder priesterliche Stand / anstatt nun / dass du vermeinest in demselben Bett sicherlichzu ruhen / so findest du doch im selben sehr viel Freunde / Verwandten und Bäsel / die dich beißen und aussaugen Stimulos carnis habebis, und das sind die Läuse. | de | de | de | 1 | 6.3857 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,468 | 1,615 | Wilſtu aber denſelbigen Leuſen entfliehen/ deinen Freunden nichts geben/ vnnd an jhre ſtatt ein Concubin oder ein ſchoͤne Koͤchin halten/ ſo haſtu eben ſo vil Wantzen am Halß als ein Eheman. | Willst du aber denselbigen Läusen entfliehen / deinen Freunden nichts geben / und an ihre statt ein Concubin oder ein schöne Köchin halten / so hast du ebenso viel Wanzen am Hals als ein Ehemann. | de | de | de | 1 | 4.9124 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,469 | 1,615 | Biſtu ein religios, ſo wirſtu haben die Floͤch/ nemblich das vilfaͤltige Faſten/ wachen/ diſcipliniren vnd andere Cloſterbuͤrden: Deßgleichen die Leuß deß neidts vnnd haſſes/ jtem deß jnnerlichen boͤſen Gewiſſens. | Bist du ein religios, so wirst du haben die Flöhe / nämlich das vielfältige Fasten / wachen / disziplinieren und andere Klosterbürden: Desgleichen die Läuse des Neids und Hasses / item des innerlichen bösen Gewissens. | de | de | de | 1 | 5.3041 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,470 | 1,615 | Diſes iſt die beſchaffenheit deß Beths aller Staͤndt/ vnd daſſelbe laͤſt dir Gott darumb in diſer Welt alſo zubereiten/ damit du deines waren Vatterlandts nicht vergeſſeſt/ ſonder offt dran gedenckeſt/ jnnmaſſen Dauid gethan/ ſprechendt: | Dieses ist die Beschaffenheit des Betts aller Stände / und dasselbe lässt dir Gott darum in dieser Welt also zubereiten / damit du deines waren Vaterlands nicht vergessest / sonder oft dran gedenkest / inmassen David getan / sprechend: | de | de | de | 1 | 5.6455 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,471 | 1,615 | Memor fui tui ſuper ſtratum meum. | Memor fui tui super stratum meum. | la | la | la | 0 | 5.7463 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,472 | 1,615 | Item Iachrymis ſtratum meum rigabo. | Item Iachrymis stratum meum rigabo. | la | la | la | 0 | 6.2302 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,473 | 1,615 | Diſes iſt lectulus noſter floridus vnſer bluͤhendes Beth/ dann es bluͤhet vnnd iſt geziert mit allerhandt Blumen der truͤbſeligkelten: | Dieses ist lectulus noster floridus unser blühendes Bett / dann es blühet und ist geziert mit allerhand Blumen der Trübseligkelten: | de | de | de | 1 | 5.3189 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,474 | 1,615 | Derwegen ſpricht Gregorius: | Derentwegen spricht Gregorius: | de | de | nl | 0.667 | 6.6912 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,475 | 1,615 | Electis ſuis Dominus iter aſperum facit, ne dum delectantur in via, obliuiſcantur. eorum quæſunt in patria. | Electis suis Dominus iter asperum facit, ne dum delectantur in via, obliuiscantur . eorum quaesunt in patria. | la | la | la | 0 | 5.1033 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,476 | 1,615 | Wilſtu nun einen ſehen der die Krebs/ Nuͤß/ vnnd das Beth verſucht hat? | Willst du nun einen sehen der die Krebs / Nüsse / und das Bett versucht hat? | de | de | de | 1 | 5.5996 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,477 | 1,615 | Job hat widerwertigkeit gehabt/ in deme er ſeine Reichthumb vnnd dignitet verloren/ vnnd das waren die Krebs. | Job hat Widerwärtigkeit gehabt / in dem er seine Reichtum und Dignität verloren / und das waren die Krebs. | de | de | de | 1 | 5.8724 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,478 | 1,615 | Ferner hatte er ſchmertzen am Leib/ vnnd das waren die Nuͤß: Deßgleichen hatte er widerwertigkeiten mit ſeinem eygnen Weib/ in ſeinen wolluſten vnd freunden/ vnd das war das Beth welches erfuͤllt war mit Wuͤrmen. | Ferner hatte er Schmerzen am Leib / und das waren die Nüsse: Desgleichen hatte er Wiederwertigkeiten mit seinem eigenen Weib / in seinen Wollüsten und freunden / und das war das Bett welches erfüllt war mit Würmern. | de | de | de | 1 | 5.2854 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,479 | 1,615 | Wz thut er aber/ wie verhelt er ſich in ſolchem allen? | Was tut er aber / wie verhehlt er sich in solchem allen? | de | de | de | 1 | 5.2713 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,480 | 1,615 | Nach gehaltener diſer bittern vnd hundsſauren Malzeit/ vnnd in dem Beth der ruhe dancket er dem Wirth/ dann er wuſte daß es auß ſeines Himmliſchen Vatters commiſſion vnnd beuelch geſchehen war/ derwegen ſprach er: Dominus dedit, Dominus abſtulit, ſit nomen Domini benedictum. | Nach gehaltener dieser bitteren und hundssauren Mahlzeit / und in dem Bett der Ruhe danket er dem Wirt / dann er wusste dass es aus seines himmlischen Vaters Kommission und Befehl geschehen war / derentwegen sprach er: Dominus dedit, Dominus abstulit, sit nomen Domini benedictum. | de | de | de | 1 | 5.3303 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,481 | 1,615 | Eben diſes thue auch du Pilgram/ dancke Gott vmb ſeine Krebs/ Nuß vnnd Beth/ quia à Domino factũ eſt iſtud, etſi mirabile ſit in oculis noſtris. | Eben dises tue auch du Pilgram / dancke Gott um seine Krebs / Nuss und Bett / quia à Domino factu est istud, etsi mirabile sit in oculis nostris. | fr | la | co | 0 | 6.7238 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,482 | 1,615 | Lerne durch jhre anſchawung mit dem Hertzen vnnd Gemuͤth im Vatterlandt zuſein/ vnnd allein mit dem Leib auffm Weg zuuerbleiben: jnnmaſſen alle Heiligen gethan/ vnnd die Kirch es beuilcht/ ſprechendt: ſurſum corda. | Lerne durch ihre Anschauung mit dem Herzen und Gemüt im Vaterland zu sein / und allein mit dem Leib aufm Weg zuverbleiben: inmassen alle Heiligen getan / und die Kirche es beuilcht / sprechend: sursum corda. | de | de | de | 1 | 5.492 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,483 | 1,615 | Deßgleichen hat auch Paulus ſambt ſeinen Geſellen gethan/ vnd geſagt: ſi conſurrexiſtis cum Chriſto quæſurſum ſunt quærite, vbi Chriſtus eſt in dextera Dei Patris: quæ ſurſum ſunt ſapite non quæ ſuper terram. | Desgleichen hat auch Paulus sambt seinen Gesellen getan / und gesagt: sie consurrexistis cum Christo quaesursum sunt quaerite, vbi Christus est in dextera Dei Patris: quae sursum sunt sapite non quae super terram. | de | la | fr | 0.333 | 5.3836 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,484 | 1,615 | Jtem/ Dauib hat jhm auch alſo gethan: ſprechent: oculi mei ſemper ad Dominum, quoniam ipſi euellet de laqueo pedes meos. | Item / Dauib hat jhm auch also getan: sprechent: oculi mei semper ad Dominum, quoniam ipsi euellet de laqueo pedes meos. | de | la | fr | 0.333 | 6.6725 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,485 | 1,615 | O Pilgram/ geriſſen hat der Herꝛ deine Fuͤß auß dem Strick/ darin du gefallen wareſt/ huͤte dich/ daß du nicht wider drein falleſt vnnd abermals aller deiner Guͤter beraubt werdeſt/ vnnd zu ſolchem end erhebe deine beyde Augen deß Verſtandts vnnd der affecten gen Him̃el/ Aber laider/ wenig ſeind deren/ ſo mit dem Verſtandt/ noch weniger ſo mit dem affect, vnnd noch vil weniger ſo mit dem Verſtandt vnnd affect in jenes Himmliſche Vatterlandt wanderen/ dann der Verſtandt fleugt fuͤruͤber/ vnd es ſolgt ein langſamer oder gar kein affect, &c. | O Pilgram / gerissen hat der Herr deine Füße aus dem Strick / darin du gefallen warst / hüte dich / dass du nicht wieder drein fallest und abermals aller deiner Güter beraubt werdest / und zu solchem Ende erhebe deine beide Augen des Verstands und der Affekten gen Himmel / Aber leider / wenig sind deren / so mit dem verstand / noch weniger so mit dem Affekt, und noch viel weniger so mit dem verstand und Affekt in jenes himmlische Vaterland wandern / dann der Verstand fliegt vorüber / und es solgt ein langsamer oder gar kein Affekt, etc. | de | de | de | 1 | 4.8904 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,486 | 1,615 | Vom vier vnd zwantzigſten requiſito. | Vom vier und zwanzigsten requisito. | eu | lb | de | 0.333 | 7.004 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,487 | 1,615 | DJe confabulatio oder vnderꝛedung vnnd conuerſirung wirdt auch auff der Raiß notwendig erfordert/ dann ein redſeliger gefert iſt beſſer/ denn ein Lauten oder Mayenpfeiff/ facundus comes pro vehiculo eſt. | Die confabulatio oder Unterredung und conuersirung wird auch auf der Reis notwendig erfordert / dann ein redseliger Gefährt ist besser / denn ein Lauten oder Mayenpfeiff / facundus comes pro vehiculo est. | de | de | de | 1 | 6.1175 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,488 | 1,615 | Alsdann aber fahen die Wandersleuth jnnſonderheit an mit einander zu ſchwetzen/ wann ſie nah zum Vatterlandt kommen/ dann alsdann erzehlen ſie einander jhre erlittene vnnd außgeſtandene armſeligkeiten oder gluͤckſeligkeiten die ſie im Vatterlandt werden haben. | Alsdann aber fangen die Wandersleuth in Sonderheit an miteinander zu schwätzen / wann sie nah zum Vaterland kommen / dann alsdann erzählen sie einander ihre erlittene und ausgestandene Armseligkeiten oder Glückseligkeiten die sie im Vaterland werden haben. | de | de | de | 1 | 4.8842 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,489 | 1,615 | Eben diſes thut auch du/ der du auff dem Weg diſes gegenwertigen Lebens biſt: wir frembdling muͤſſen einander anſprechen/ troͤſten vnnd ermahnen/ vermuͤg der Woꝛt: loquentes Nobismetipſis in pſalmis, hymnis & canticis ſpiritualibus, cantantes & pſallentes in cordibus veſtris, Domino gratias agentes ſemper. | Eben dieses tut auch du / der du auf dem Weg dieses gegenwärtigen Lebens bist: Wir Fremdling müssen einander ansprechen / trösten und ermahnen / vermög der Wort: loquentes Nobismetipsis in psalmis, hymnis & canticis spiritualibus, cantantes & psallentes in cordibus vestris, Domino gratias agentes semper. | de | de | de | 1 | 5.1856 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,490 | 1,615 | Item, cantabiles mihi erant iuſtificationes tuæ in loco peregrinationis meæ. | Item, cantabiles mihi erant iustificationes tuae in loco peregrinationis meae. | la | la | la | 0 | 4.3065 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,491 | 1,615 | Diſes muͤſſen auch wir thun die wir alleſambt nach dem Vatterlandt zielen/ vnnd je nicht wiſſen/ wann vnſer ziel verhanden ſein werde/ obs am Abendt oder Morgens fruͤ/ oder in der Mittnacht voꝛ dem Hanenſchrey oder ſpat ſein werde. | Dieses müssen auch wir tun die wir allesamt nach dem Vaterland zielen / und je nicht wissen / wann unser Ziel vorhanden sein werde / obs am Abend oder Morgens früh / oder in der Mittnacht vor dem Hahnenschrei oder spät sein werde. | de | de | de | 1 | 5.0729 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,492 | 1,615 | Die alten aber ſollens inſonderheit thun/ ſeytemal ſie wiſſen/ daß ſie nicht weit vom ziel vnd nah bey der Porten deß Todts ſeindt: dieſelbigen ſollen einander nit (wie anjetzo laider beſchicht) zum Wein fuͤhren vnnd ſich vollſauffen/ ſonder jhre außgeſtandene armſeligkeiten erzehlen/ vnd mit der beuorftehenden ewigen glory troͤſten. | Die alten aber sollens in Sonderheit tun / sintemal sie wissen / dass sie nicht weit vom Ziel und nah bei der Porten des Tods sind: dieselbigen sollen einander nicht (wie jetzt leider beschichte) zum Wein führen und sich vollsaufen / sonder ihre ausgestandene Armseligkeiten erzählen / und mit der beuorftehenden ewigen Glorie trösten. | de | de | de | 1 | 5.3894 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,493 | 1,615 | Auß ſolcher jhrer vnderꝛedung aber empfahen ſie einen groſſen nutz/ dañ erſtlich verlaſſen ſie dardurch deſto lieber diſe Welt/ Am andern werden ſie deſto weniger erſchrocken voꝛ dem beuorſtehenden Todt: | Aus solcher ihrer Unterredung aber empfangen sie einen großen Nutz / dann erstlich verlassen sie dadurch desto lieber diese Welt / Am anderen werden sie desto weniger erschrocken vor dem bevorstehenden Tod: | de | de | de | 1 | 6.1702 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,494 | 1,615 | Drittens ſtehẽ ſie allzeit in der bereitſchafft zur Schlacht/ Dann ein gezierte Braut laͤſt ſich vil lieber zum Tantz fuͤhren/ weder ein vngezierte/ welche vnuerſeheus auffgezuckt wirdt/ dañ ſie erſchrickt/ weil ſie noch nit geſchmuckt iſt. | Drittens stehen sie allzeit in der Bereitschaft zur Schlacht / Dann ein gezierte Braut lässt sich viel lieber zum Tanz führen / weder ein ungezierte / welche vnuerseheus aufgezuckt wird / dann sie erschrickt / weil sie noch nicht geschmückt ist. | de | de | de | 1 | 5.7741 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,495 | 1,615 | Viertens werden ſie dardurch bewegt nach den Himmliſchen dingen zuuerlangen/ vnnd es brinnt jhr Hertz. | Viertens werden sie dadurch bewegt nach den himmlischen Dingen zuverlangen / und es brennt ihr Herz. | de | de | de | 1 | 5.3472 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,496 | 1,615 | Zum fuͤnfften huͤten ſie ſich dardurch vor allem vnnuͤtzen/ ſchaͤndtlichen vnd aͤrgerlichen geſchwaͤtz. | Zum fünften Hüten sie sich dadurch vor allem unnützen / schändlichen und ärgerlichen Geschwätz. | de | de | de | 1 | 5.502 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,497 | 1,615 | Sechſtens locken vnnd ziehen ſie dardurch CHriſtum zu ſich/ wann nemblich ſie von jhm reden/ jnnmaſſen jenen zwen Pilgramen beſchehen/ ſo gen Emaus gingen/ von Chriſto vnnd ſeinem Paſſion/ Leyden vnnd Sterben redeten/ biß Chriſtus ſelbſt ſich vnder ſie miſchte/ vnnd jhnen auff jhrer Pilgerfart geſellſchafft leiſtete. | Sechstens locken und ziehen sie dadurch Christum zu sich / wann nämlich sie von ihm reden / inmassen jenen zwei Pilgeramen geschehen / so gen Emaus gingen / von Christo und seinem Passion / Leiden und Sterben redeten / bis Christus selbst sich unter sie mischte / und ihnen auf ihrer Pilgerfahrt Gesellschaft leistete. | de | de | de | 1 | 5.5406 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,498 | 1,615 | Gleichwol kenten ſie jhne damals nicht/ dann ſie hielten jhne gleichfals fuͤr einen Pilgram/ Er war auch einer/ vnnd er hatte Pilgrams ſitten vnd Kleyder/ vnnd zwar erſtlich den Mantel ſeines Fleiſches/ derſelb Mantel war erſtlich ſchneeweiß/ dann er war von dem allerꝛeiniſten Fleiſch Mariæ ohne ſuͤnd. | Gleichwohl kennten sie ihn damals nicht / dann sie hielten ihn gleichfalls für einen Pilgram / Er war auch einer / und er hatte Pilgrams Sitten und Kleider / und zwar erstlich den Mantel seines Fleisches / derselbe Mantel war erstlich schneeweiß / dann er war von dem reinnisten Fleisch Marias ohne Sünde. | de | de | de | 1 | 4.8595 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,499 | 1,615 | Am andern war er roth vnnd im Paſſion geferbt. | Am anderen war er rot und im Passion gefärbt. | de | de | de | 1 | 7.4961 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,500 | 1,615 | Drittens ſchwartz/ dann im todt deß Creutz ward er geſchwertzt. | Drittens schwarz / dann im tot des Kreuz wurde er geschwärzt. | de | de | lb | 0.667 | 6.4055 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,501 | 1,615 | Nit allein hatte er einen ſolchen Mantel/ ſonder auch vnder demſelben einen Sack voller Silbers der glori/ gnaden vñ weißheit/ vermuͤg der Wort: vidimus gloriam eius plenum gratia & veritate & ſapientiæ. | Nicht allein hatte er einen solchen Mantel / sonder auch unter demselben einen Sack voller Silbers der Glorie / Gnaden und Weisheit / vermög der Wort: vidimus gloriam eius plenum gratia & veritate & sapientiae. | de | de | de | 1 | 5.1937 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,502 | 1,615 | Drittens hatte er einen Huet der Doͤrnern Kron/ durch welchen wir beſchuͤtzt ſeind worden vor der hitz der fleiſchlichen wolluͤſt/ vnd dem Regen der truͤbſeligkeiten vil verſuchungẽ. | Drittens hatte er einen Hut der Törnern Krone / durch welchen wir beschützt sind worden vor der Hitze der fleischlichen Wollüste / und dem Regen der Trübseligkeiten viel Versuchungen. | de | de | de | 1 | 5.7962 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,503 | 1,615 | Viertens hatte er den Stab deß Creutzes in ſeiner Handt/ an welchen die Pilgram ſich halten/ damit ſie nit ohnmaͤchtig werden/ vñ mit welchem er durch den Waſſerbach diſer Welt gangen/ zu ſeinem eygnen kommen/ vnnd den Teufel vberwunden vnd bezwungen. | Viertens hatte er den Stab des Kreuzes in seiner Hand / an welchen die Pilgram sich halten / damit sie nicht ohnmächtig werden / und mit welchem er durch den Wasserbach dieser Welt gegangen / zu seinem eigenen kommen / und den Teufel überwunden und bezwungen. | de | de | de | 1 | 4.5096 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,504 | 1,615 | Zum fuͤnfften ging diſer Pilgram CHriſtus in die Herberg/ nemblich zu morgens in Bauch der Jungfrawen/ zu mittag ans Creutz/ ſprechent: ſitio, vnd den Geiſt auffgebent/ vnd zur nacht ins Grab. | Zum fünften ging dieser Pilgram Christus in die Herberge / nämlich zu morgens in Bauch der Jungfrauen / zu mittag ans Kreuz / sprechend: sitio, und den Geist aufgebend / und zur Nacht ins Grab. | de | de | de | 1 | 5.6909 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,505 | 1,615 | Zum ſechſten hat er auffen weg groſſe gefahr erlitten von ſeinen geſellen/ vom Juda ward er verꝛathen/ vnd von ſeinen eygnen Wirthen getoͤdt/ vnd von den diebiſchen Soldaten ſeiner Kleyder beraubt. | Zum sechsten hat er auf den Weg große Gefahr erlitten von seinen gesellen / vom Juda wurde er verraten / und von seinen eigenen Wirten getötet / und von den diebischen Soldaten seiner Kleider beraubt. | de | de | de | 1 | 5.2325 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,506 | 1,615 | Beſchließlichen kam er wider mit den zeichen zu ſeinem Vatter vnd Him̃liſchen Vatterlandt/ nemblich mit ſeinen fuͤnff Wunden/ vñ erzeigte ſich als einen/ der ſeinen willen gehorſamlich vollzogen/ dardurch bewegte er jhne zur barmhertzigkeit/ vnnd verſicherte vns daß wir vns nit ſo ſehꝛ foͤrchten ſolten vor den feinden. | Beschließlichen kam er wieder mit den Zeichen zu seinem Vater und himmlischen Vaterland / nämlich mit seinen fünf Wunden / und erzeigte sich als einen / der seinen Willen gehorsamlich vollzogen / dadurch bewegte er ihn zur Barmherzigkeit / und versicherte uns dass wir uns nicht so sehr fürchten sollten vor den feinden. | de | de | de | 1 | 5.1084 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,507 | 1,615 | Eben diſer Pilgram geſellete ſich zu jhnen vnnd redete ſehr freundtlich mit jhnen/ ſie erlangten auch dardurch die erleuchtung deß verſtandts/ vnd die hitz deß affects. | Eben dieser Pilgram gesellte sich zu ihnen und redete sehr freundlich mit ihnen / sie erlangten auch dadurch die Erleuchtung des Verstands / und die Hitze des Affekts. | de | de | de | 1 | 4.2668 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,508 | 1,615 | Laſſet vns auffm weg vnſerer zeitlichen Wallfart dem Exempel diſer Pilgramen nachfolgen/ laſſet vns von Geiſtlichen dingen conuerſiren, von der armſeligkeit diſes Lebens/ von dem paſſion Chriſti vnd der Chriſten/ vnnd vom zukuͤnfftigen Leben reden/ ſo werden wir von aller lugen/ betrug vnnd falſchheit abſtehen/ vnnd vermittelſt ſolcher guten Wort vortgehen/ vnd zum wahren Himmliſchen Vatterlandt gelangen. | Lasst uns aufm weg unserer zeitlichen Wallfahrt dem Exempel dieser Pilgeramen nachfolgen / lasst uns von geistlichen Dingen conuersiren, von der Armseligkeit dieses Lebens / von dem Passion Christi und der Christen / und vom zukünftigen Leben reden / so werden wir von aller lugen / betrug und Falschheit abstehen / und vermittels solcher guten Wort vortgehen / und zum wahren himmlischen Vaterland gelangen. | de | de | de | 1 | 5.2953 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,509 | 1,615 | Vom fuͤnff vnd zwaintzigſten requiſito. | Vom fünf und zwanzigsten requisito. | eu | lb | de | 0.333 | 6.7834 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,511 | 1,615 | Am andern erlangt er dardurch ein ehr von ſeinen freunden die jhm entgegen gehen/ jhne mit frewden empfahen/ vnd in jhꝛen Haͤuſern ſtattlich tractiren. | Am anderen erlangt er dadurch ein Ehre von seinen Freunden die ihm entgegengehen / ihn mit Freuden empfangen / und in ihren Häusern stattlich traktieren. | de | de | de | 1 | 5.4382 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,512 | 1,615 | Dann wann er zu der Thuͤr deß Todts kombt/ ſo begegnen jhm die Engel/ ja Chriſtus ſelbſt. | Dann wann er zu der Tür des Tods kommt / so begegnen ihm die Engel / ja Christus selbst. | de | de | lb | 0.667 | 5.2639 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,513 | 1,615 | Die heilige Kirch ſchreyet in der depoſition eines jeglichen verſtorbenen/ vnnd ſpricht: ſubuenite ſancti Dei, occurrite angeli Domini, ſuſcipientes animam eius, offerentes eam in conſpectum altiſſimi ſuſcipiat te Chriſtus, qui vocauit te: | Die heilige Kirche schreyet in der deposition eines jeglichen verstorbenen / und spricht: subuenite sancti Dei, occurrite angeli Domini, suscipientes animam eius, offerentes eam in conspectum altissimi suscipiat te Christus, qui vocauit te: | de | la | de | 0.667 | 5.4422 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,514 | 1,615 | & in ſonum Abrahæ deducat te. | & in sonum Abrahams deducat te. | in | da | af | 0 | 8.8992 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,515 | 1,615 | Beſchließlichen erlangt der Pilgram ein ruhe/ vnnd er legt ſeinen Stab auff den Altar vnd ſpricht: hæc requies mea in ſeculum ſeculi, hic habitabo quoniam elegieam. | Beschließlichen erlangt der Pilgram ein ruhe / und er legt seinen Stab auf den Altar und spricht: haec requies mea in seculum seculi, hic habitabo quoniam elegieam. | de | de | de | 1 | 5.6371 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,516 | 1,615 | Dann wann der Pilgram auffgenommen iſt worden in Himmel in ſeinem Vatterlandt/ alsdann legt er den Stab der hoffnung/ vnd den Sack deß Glaubens von ſich/ dann fidei ſuccedit viſio, ſpei comprehenſio. | Dann wann der Pilgram aufgenommen ist worden in Himmel in seinem Vaterland / alsdann legt er den Stab der Hoffnung / und den Sack des Glaubens von sich / dann fidei succedit visio, spei comprehensio. | de | de | de | 1 | 5.1231 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,517 | 1,615 | Vnd ſambt der Agnes ſpꝛicht er: ecce quod concupiui iam video, quod ſperaui iam teneo, illi ſum iuncta in cœlis, quem tota deuotione dilexi in terris. | Und samt der Agnes spricht er: ecce quod concupiui iam video, quod speraui iam teneo, illi sum iuncta in coelis, quem tota deuotione dilexi in terris. | la | la | la | 0 | 5.192 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,518 | 1,615 | Daſelbſt wirdt alle widerwertigkeit ein endt haben/ GOtt wirdt alle Zaͤher abwiſchen auß den Augen der Heiligen/ an ſtatt deß ſchmertzens/ traurens/ weinens vnnd ſeufftzens wirdt ſein lauter frewd/ fried/ ruhe vnnd ſicherheit ewigklich: | Daselbst wird alle Widerwärtigkeit ein Ende haben / Gott wird alle Zäher abwischen aus den Augen der Heiligen / anstatt des Schmerzens / Trauerns / Weinens und Seufzens wird sein lauter Freude / Frieden / Ruhe und Sicherheit ewiglich: | de | de | de | 1 | 4.9125 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,519 | 1,615 | Selig iſt der Pilgram/ der da wirdig wirdt alſo zu empfahen zu werden im Vatterlandt. | Selig ist der Pilgram / der da würdig wird also zu empfangen zu werden im Vaterland. | de | de | de | 1 | 7.2594 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,520 | 1,615 | Derwegen O Pilgram feyre nit/ ſonder bezahle deine ſchulden/ diſponire dein Haußweſen/ nimb zu dir den Sack deß Glaubens/ den Stab der hoffnung/ den Mantel der lieb/ den Hut der gedult/ das Gelt der truͤbſaln/ die Schuch der tugenten/ die Haͤndtſchuch der indulgenzen: Vberlade dich nit/ betrachte die wegweiſungen/ meide boͤſe geſellſchafft/ vergiß deß Huͤndlins nicht/ mache dein Teſtament/ ſtehe fruͤe auff/ gehe langſamb/ verachte die Spottvoͤgel/ laß dich durch den wolſtandt nichts jrꝛen/ zeige deinẽ Schatz nit/ in der Herberg verhalte dich weißlich/ jß vnderm Wacholder/ ſcheme dich nit deß bettlens wann du beraubt biſt worden/ erheb dein Hertz vnd Gemuͤt allzeit hinauff gen Him̃el/ vnnd ſey nur mit dem Leib auff Erden/ vnnd conuerſire allzeit von Geiſtlichen dingen/ ſo wirſtu vermittelſt ſolcher 24. ſtuck/ gluͤcklich gelangen zum 25. nemblich zu der ehrlichen annemung deß Himmliſchen Vatterlandt/ ꝛc. | Derentwegen O Pilgram feiere nicht / sonder bezahle deine Schulden / disponiere dein Hauswesen / nimm zu dir den Sack des Glaubens / den Stab der Hoffnung / den Mantel der lieb / den Hut der Geduld / das Geld der Trübsalen / die Schuh der Tugenden / die Handschuhe der Indulgenzen: Überlade dich nicht / betrachte die Wegweisungen / meide böse Gesellschaft / vergiss des Hündlins nicht / mache dein Testament / stehe frühe auf / gehe langsam / verachte die Spottvögel / lass dich durch den Wohlstand nichts irren / zeige deinen Schatz nicht / in der Herberge verhalte dich weißlich / iss unterm Wacholder / schäme dich nicht des Bettelns wann du beraubt bist worden / erheb dein Herz und Gemüt allzeit hinauf gen Himmel / und sei nur mit dem Leib auf Erden / und conuersire allzeit von geistlichen Dingen / so wirst du vermittels solcher 24. Stück / glücklich gelangen zum 25. nämlich zu der ehrlichen Annehmung des himmlischen Vaterland / etc. | de | de | de | 1 | 5.0016 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,522 | 1,615 | Nach ſolchem die Jndianiſche Laͤnder beſucht/ vnnd was ich aller orten geſehen/ gehoͤꝛt/ erfahꝛen/ gelitten vnd außgeſtanden. | Nach solchem die Indianische Länder besucht / und was ich aller Orten gesehen / gehört / erfahren / gelitten und ausgestanden. | de | de | de | 1 | 6.1656 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,523 | 1,615 | Ende deß andern Theils. | Ende des anderen Teils. | en | de | af | 0.333 | 4.9945 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,524 | 1,615 | Summariſche Verzeichnuß/ deß erſten Theils/ in den Landtſtoͤrtzer. | Summarische Verzeichnis / des ersten Teils / in den Landstörzer. | de | de | de | 1 | 5.5657 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,525 | 1,615 | Erſtlich erzehlt Guſman/ wie daß ſein Vatter ein ſeltzamer geſell vnnd erbarer Mann geweſt. | Erstlich erzählt Gusman / wie dass sein Vater ein seltsamer gesell und ehrbarer Mann gewesen. | de | de | lb | 0.667 | 6.237 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,526 | 1,615 | Fol. 1 | Fol. 1 | en | en | cy | 0 | 7.0127 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,527 | 1,615 | Guſman zeigt an/ wie ſein Vatter vmb ſein Fraw Mutter anfangs gebulet/ vnnd auß was fuͤr eim ehrlichen Stammen er geboren woꝛden/ Jtem/ was ſein Fraw Mutter fuͤr ein ehrliche Fraw geweſt. 12 | Gusman zeigt an / wie sein Vater um sein Frau Mutter anfangs gebuhlt / und aus was für einem ehrlichen Stamm er geboren worden / Item / was sein Frau Mutter für ein ehrliche Frau gewesen . 12 | de | de | de | 1 | 5.3497 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,528 | 1,615 | Wie Guſman erzogen woꝛden. 24 | Wie Gusman erzogen worden . 24 | de | nl | lb | 0.333 | 9.5859 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,529 | 1,615 | Er diſcurriret artlich von der gluͤckſeligkeit vñ vngluͤckſeligkeit der Menſchen/ vñ wie er vnſchuldiglich gefangen woꝛden. 33 | Er diskurrieret artlich von der Glückseligkeit und Unglückseligkeit der Menschen / und wie er unschuldig gefangen worden . 33 | de | de | de | 1 | 5.7965 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,530 | 1,615 | Guſman wirdt durch einen from̃en Prieſter heilſamlich vnderwiſen. | Gusman wird durch einen frommen Priester heilsamlich unterwiesen. | de | de | de | 1 | 4.6401 |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,531 | 1,615 | 42 | 42 | en | en | ja | 0 | null |
albertinus_landtstoertzer01_1615 | 3,532 | 1,615 | Verdingt ſich zu eim Wirth auf das Gey. 46 | Verdingt sich zu einem Wirt auf das Gei . 46 | de | de | de | 1 | 7.9557 |
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