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Möchten Sie dieses Foto für Web oder Print mit einer individuellen Lizenz nutzen? Das kann z. B. sinnvoll sein, wenn Sie aus technischen Gründen nicht auf das Original-Bild oder die Bedingungen verlinken können oder wollen. Lizenz anfragen Informationen zum Foto Aufgenommen am 24.06.2019 mit der Kamera X-T1 und diesen Einstellungen: f5.6 - 1/100 - 55.0 mm (83 mm) - ISO800 Mehr Bilder zu Close up scrabble forming a “build” word:
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Kategorien Artikel abonieren FFHEF-Termine Juli 2019 Mo Di Mi Do Fr Sa So 123456789101112131415161718- Freifunk Hennef Communitytreffen Freifunk Hennef Communitytreffen 18. Juli 2019 @ 18:30 - 22:00 Interkult, Wippenhohner Str. 16, 53773 Hennef (Sieg)Monatliches Communitytreffen der Freifunk-Community Hennef im Interkult. Für jeden, der Lust hat zu kommen - Kekse werden gern genommen. 192021222325262728293031- Freifunk Hennef Communitytreffen - @TobiasLaabs Hans und ich lassen Dich zittern! EUCH ALLE! MUAAAHAHAHAHAH... 🤪 vor 7 Stunden via Twitter Web App - @TobiasLaabs @polizeiberlin Berlin. SOOOO sozial, ne? Ich weiss schon, wieso ich da nie hin will... vor 8 Stunden via Twitter Web App - @TobiasLaabs Ich sach mal nix... ^^ vor 8 Stunden via Twitter Web App - @TobiasLaabs Hans und ich lassen Dich zittern! EUCH ALLE! MUAAAHAHAHAHAH... 🤪
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19. Januar 2018 Deutschland hat einen Sturmtag hinter sich. Im ganzen Land kam es wegen "Friederike" zu Problemen. Einer der schwersten Stürme seit Jahren hat am Donnerstag in großen Teilen Deutschlands für Chaos gesorgt. Orkan "Friederike" erreichte Windgeschwindigkeiten von 130 km/h. Auf dem Berg "Brocken" im Harz waren es sogar rund 200 km/h. Vielerorts kamen Regen oder Schneefälle dazu. Wetterexperten hatten dazu aufgerufen, in bestimmten Gegenden lieber zu Hause zu bleiben. Tatsächlich warf "Friederike" unzählige Bäume um, deckte Hausdächer ab und sorgte für Verkehrsunfälle. Insgesamt kamen in Deutschland acht Menschen durch den Sturm ums Leben, viele weitere wurden verletzt. Durch die Unfälle gab es auf vielen Straßen lange Staus. In Köln kam eine schwangere Frau nicht mehr rechtzeitig ins Krankenhaus. Sie brachte ihr Baby deshalb in ihrem Auto zur Welt. Ihr Mann und die Feuerwehr am Telefon hatten dabei geholfen. Der Frau und dem kleinen Anton geht es gut. An einigen Flughäfen konnten wegen des Windes zeitweise keine Flugzeuge starten. Noch größere Probleme gab es bei der Bahn. Ab dem Nachmittag fuhren in ganz Deutschland keine Fernzüge mehr. Tausende Menschen kamen nicht an ihre Reiseziele. Für viele Schüler hatte der Orkan jedoch auch etwas Gutes. Vielerorts wurden sie aus Sorge vor "Friederike" früher nach Hause geschickt. In der Nacht zum Freitag ließ der Sturm schließlich nach und die Lage beruhigte sich.
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Seiten, die auf „Helmscherode“ verlinken ← Helmscherode Wechseln zu: Navigation , Suche Links auf diese Seite Seite: Namensraum: alle (Seiten) Diskussion Benutzer Benutzer Diskussion Wiki Göttingen Wiki Göttingen Diskussion Datei Datei Diskussion MediaWiki MediaWiki Diskussion Vorlage Vorlage Diskussion Hilfe Hilfe Diskussion Kategorie Kategorie Diskussion Filter Vorlageneinbindungen ausblenden | Links ausblenden | Weiterleitungen ausblenden Die folgenden Seiten verlinken auf „ Helmscherode “ : Zeige (vorherige 50 | nächste 50) ( 20 50 100 250 500 ) Bad Gandersheim ( ← Links ) Zeige (vorherige 50 | nächste 50) ( 20 50 100 250 500 ) Von „ http://www.wiki-goettingen.de/index.php?title=Spezial:Linkliste “ Navigationsmenü Meine Werkzeuge Benutzerkonto erstellen Anmelden Namensräume Seite Diskussion Varianten Ansichten Lesen Quelltext anzeigen Versionsgeschichte Aktionen Suche Navigation Hauptseite Ziele Letzte Änderungen Lizenzbestimmungen Kategorien Wiki-Diskussion Zufällige Seite Kontakt Hilfe Werkzeuge Spezialseiten Druckversion Datenschutz Über Wiki Göttingen Impressum
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Neuigkeiten “The Vampire Diaries” meets “Pretty Little Liars”: Diese Stars sind im “Roswell”-Reboot dabei Fans von “Pretty Little Liars” und “The Vampire Diaries” sollten sich den Start vom “Roswell”-Reboot dick im Kalender markieren. Tatsächlich werden wir in der neuen Serie Darsteller aus beiden Sendungen wiedersehen. Im letzten Jahr sind gleich zwei unserer liebsten Serien ein für allemal zu Ende gegangen. So flimmerte im März die letzte Staffel “The Vampire Diaries” über die Bildschirme. Im Sommer folgte dann das große Serienfinale von “Pretty Little Liars“. Klar, dass die Darsteller aus beiden Sendungen nun Zeit haben, sich neuen Projekten zu widmen. Und dabei ist eine Sendung wohl besonders ansprechend: In den nächsten Wochen soll das Reboot von “Roswell” abgedreht werden. Produziert wird es von Julie Plec, die auch hinter TVD und “The Originals” steht. Sie hat sich für die Neuauflage einige bereits bekannte Gesichter geschnappt. Werwölfe und Ärztinnen So wird unter anderem Michael Trevino eine Rolle im “Roswell”-Reboot übernehmen. Ihn kennen wir bereits als Werwolf Tyler Lockwood aus “The Vampire Diaries” und “The Originals“. Zu ihm gesellt sich sein ehemaliger Werwolf-Kollege Nathan Parsons, der bei TO den Ehemann von Hailee spielte. Ebenfalls mit an Bord ist Tyler Blackburn, den wir zuvor als Kaleb in “Pretty Little Liars” gesehen haben. Und auch bei “Grey’s Anatomy” hat sich Julie Plec bedient: Jeanine Mason, die aktuell noch als Arztanfängerin Sam Bello im Grey Sloan Memorial arbeitet, übernimmt ebenfalls eine Rolle. Das klingt nach einem wirklich vielversprechenden Cast…
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© Bildrechte : epd/Uschmann Bildquelle : evang.at Lizenz : Alle Rechte vorbehalten. Bildrechte : campus Horn | novum Locations Bildrechte : Diakonie de La Tour Bildrechte : Kindernothilfe Lizenz : CC0 1.0 Bildrechte : Matthias Sedlak Bildquelle : alpbach.org Lizenz : CC BY-SA 4.0 Bildrechte : ARD Bildquelle : tagesschau.de | Screenshot Bildrechte : Ivars Kupcis/WCC Bildrechte : Screenshot | youtoo.help Bildquelle : youtoo.help Bildrechte : Christoph Müller-Girod Bildquelle : Flickr Lizenz : CC BY 2.0 Bildrechte : sophiathomalla | Screenshot: GLAUBE.at Bildquelle : Instagram Bildrechte : Subbotina Anna Bildquelle : Bigstock Lizenz : Bigstock Licence Bildrechte : Dr. Chris Elisara Bildquelle : bucer.de Bildrechte : DarkoStojanovic Bildquelle : Pixabay Bildrechte : XXXLutz Bildquelle : Screenshot Bildrechte : Defotoberg
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Johan-Cruyff-Arena Die Johan-Cruyff-Arena (Eigenschreibweise: Johan Cruijff ArenA, ehemals Amsterdam Arena) ist ein Fußballstadion mit schließbarem Dach in der niederländischen Hauptstadt Amsterdam. Es liegt im Stadtbezirk Amsterdam Zuidoost. Es ist mit gegenwärtig 54.990 Plätzen, 54.846 Sitzplätze und 144 Plätze für Behinderte und deren Begleiter, das größte Stadion der Niederlande.[2] Der Fußballverein Ajax Amsterdam trägt in dem Stadion seine Heimspiele aus. Zum 1. Juli 2018 erhielt die Arena zu Ehren von Johan Cruyff ihren heutigen Namen. 2012 wurde in direkter Nachbarschaft die Veranstaltungshalle Ziggo Dome mit 17.000 Plätzen eröffnet. Sie wird hauptsächlich für Konzerte genutzt. Johan-Cruyff-Arena | | ---|---| Die Johan-Cruyff-Arena mit geöffnetem Dach | | Frühere Namen | | Amsterdam Arena (1996–2018) | | Daten | | Ort | Arena Boulevard 29 1100 AM Amsterdam, Niederlande | Koordinaten | | Klassifikation | 4 | Eigentümer | Stadion Amsterdam N.V. | Baubeginn | 26. November 1993[1] | Eröffnung | 14. August 1996 | Erstes Spiel | 14. August 1996 Ajax Amsterdam – AC Mailand 0:3 | Renovierungen | 2003, 2013, 2015, 2016–2019 (geplant)[1] | Oberfläche | Naturrasen | Kosten | 140 Mio. Euro[1] | Architekt | Rob Schuurman und Sjoerd Soeters[1] | Kapazität | 54.990 Plätze | Verein(e) | | Veranstaltungen | | Inhaltsverzeichnis GeschichteBearbeiten Die Planungen für ein modernes Fußballstadion für den Fußballclub Ajax Amsterdam bestanden schon in den 1980er Jahren. Ursprünglich war die Arena Bestandteil der Amsterdamer Kandidatur für die Olympischen Sommerspiele 1992, die allerdings an Barcelona vergeben wurden. Sie wurde am 14. August 1996 von Königin Beatrix eröffnet und hatte 50.820 Sitzplätze, zudem 52 Logen. Die Sängerin Tina Turner war die erste Künstlerin, die 1996 ein Konzert in der Arena gab. In drei Nächten hintereinander war das Stadion mit insgesamt mehr als 150.000 Menschen gefüllt. Die Arena wurde bei der Fußball-Europameisterschaft 2000 in Belgien und den Niederlanden genutzt. Die Arena ist ein von der UEFA ausgezeichnetes Stadion der Kategorie 4. Als erstes europäisches Stadion verfügt die Spielstätte über ein verschließbares Dach. Dieses Dach besteht aus einer Stahl-Glas-Konstruktion und hat eine Gesamtfläche von 33.625 m². Davon lassen sich wiederum 26.028 m² durch zwei bewegliche Teile (jeweils 40 × 118 m, 520 Tonnen) in 20 Minuten öffnen. Ein Parkhaus und eine Straße liegen auf verschiedenen Ebenen unter dem Stadion. Dies erklärt die Höhe des Gebäudes von 77 Meter. Die Grundfläche beträgt 235 × 180 Meter. Der Rasen des Stadions gilt als Schwachpunkt. Wie alle Rasen, die unter einer Dachkonstruktion wachsen, gedeiht er schlecht und muss regelmäßig erneuert werden. Grund hierfür ist hauptsächlich die mangelhafte Lichtintensität.[3] Dies war auch der Grund, warum hier bei der Fußball-Europameisterschaft 2000 in Belgien und den Niederlanden nicht das Eröffnungsspiel oder das Finale ausgetragen wurde, diese fanden in den etwa gleich großen Stadien in Brüssel und Rotterdam statt. Seit 2008 wird eine neue Technik eingesetzt, die das Wachstum des Rasens mit speziellen Leuchten anregt.[4] Die Zuschauer in der reinen Fußballarena ohne Leichtathletikanlage sind durch einen relativ breiten Graben vom Spielfeld getrennt. Dadurch kann auf Gitter und Zäune verzichtet werden. Dieser Graben dient gleichzeitig als Anlieferungszone und ist etwa vier Meter breit. Bevor Ajax Amsterdam in der Arena ihre Heimspiele austrug, spielte der Verein im mittlerweile abgerissenen vereinseigenen Stadion De Meer, das in seiner Geschichte maximal rund 30.000 und zuletzt noch 19.000 Plätze fasste, und dem seinerzeit völlig veralteten, mittlerweile renovierten, 60.000 Zuschauer fassenden Olympiastadion von 1928. Am 25. April 2017, an dem die Ajax-Legende Johan Cruyff 70 Jahre alt geworden wäre, gab Ajax Amsterdam bekannt, dass der Name des Stadions innerhalb der nächsten sechs Monate zu Ehren des 2016 verstorbenen Cruyff geändert werde.[6][7] Dieser Zeitplan wurde allerdings nicht eingehalten. Anfang April 2018 wurde bekannt, dass der Name zur Saison 2018/19 in Johan-Cruyff-Arena (Eigenschreibweise Johan Cruijff ArenA) geändert werde.[8] Bereits am 25. April 2018, dem Geburtstag von Cruyff, wurde das neue Logo der Arena vorgestellt.[9] VerkehrsanbindungBearbeiten GalerieBearbeiten Siehe auchBearbeiten EinzelnachweiseBearbeiten - stadiumdb.com: Daten zum Stadion (englisch) - Houd je spreekbeurt over de Johan Cruijff ArenA. In: johancruijffarena.nl. Abgerufen am 23. August 2018 (niederländisch). - usu.edu: Turfgrass Research (Memento vom 3. November 2011 im Internet Archive). Website der University State University. Abgerufen am 28. Oktober 2011. - ajax.netwerk.to: Nieuwe techniek moet zorgen voor blijvend groen gras. Website des Ajax Fanclubs. Abgerufen am 28. Oktober 2011. - setlist.fm: Konzertliste der Amsterdam ArenA (englisch) - Siehe die offizielle Bestätigung von Ajax Amsterdam, abgerufen am 28. April 2017. - kicker.de: Ajax spielt künftig in der Johan Cruyff Arena Artikel vom 25. April 2017 - Amsterdam ArenA to officially become Johan Cruijff ArenA, amsterdamarena.nl, 5. April 2018, abgerufen am 16. April 2018. - Onthulling logo Johan Cruijff ArenA, 25. April 2018, abgerufen am 29. April 2018.
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Vertretung der Gliedstaaten In allen Staatenbünden und in vielen Bundesstaaten besteht zumindest ein Organ, um eine Vertretung der Gliedstaaten zu gewährleisten (im eigentlichen Sinn Länderkammer) oder im weiteren Sinn auch ein die Bevölkerung der Einzelstaaten repräsentierendes Organ (Senatsmodell). Die Vertretung stellt häufig eine neben der Abgeordnetenkammer eingerichtete zweite Kammer (historisch in bestimmten Ländern „Erste Kammer“ genannt) eines Zweikammersystems in föderalen politischen Systemen dar. Sie kann aus weisungsgebundenen Vertretern der Länderregierungen (wie etwa im deutschen Bundesrat oder dem Rat der Europäischen Union; vgl. auch Exekutivföderalismus), aus Mitgliedern der Länderparlamente (wie etwa im österreichischen Bundesrat) oder aus direkt gewählten Abgeordneten bestehen (wie etwa im Schweizer Ständerat oder dem Senat der Vereinigten Staaten). Inhaltsverzeichnis AustralienBearbeiten Neben einer Abgeordnetenkammer hat Australien einen Senat. Er besteht aus 76 Senatoren. Jeder der sechs Gliedstaaten von Australien wählt je zwölf Senatoren. Es ist also ohne Bedeutung, wie viele Einwohner ein Gliedstaat hat. Außerdem wählen zwei australische Territorien je zwei Senatoren (das Hauptstadtgebiet sowie das Northern Territory). Innerhalb eines Staates bzw. eines Territoriums wählt das Volk seine Senatoren direkt. Man verwendet dazu das System der Single Transferable Vote. Ein Senator ist für sechs Jahre im Amt. BelgienBearbeiten Das Föderale Parlament von Belgien besteht aus einer Abgeordnetenkammer einerseits und einem Senat andererseits. Beide wurden lange Zeit direkt gewählt. Allerdings war zunächst der Wahlzensus für den Senat viel höher. Außerdem gab es zusätzliche Senatoren, wie zum Beispiel Mitglieder des Königshauses. Im föderalisierten Belgien ab 1993 gab es drei Arten von Senatoren: - 40 direkt gewählte (25 niederländischsprachig, 15 französischsprachig) - 21 von den Gemeinschaften Belgiens gewählte (10 niederländischsprachig, 10 französischsprachig, 1 deutschsprachig) - sowie 10 kooptierte Senatoren (von den übrigen Senatoren hinzugewählt; 6 niederländischsprachig, 4 französischsprachig). Im Jahr 2014 wurde der Senat reformiert, um aus ihm mehr eine Kammer der Teilstaaten zu machen (sogenannter Vlinderakkoord). Die Senatoren werden seitdem nicht mehr direkt vom Volk gewählt. Seitdem gibt es: - 29 Senatoren, die vom Flämischen Parlament ernannt werden; sie stammen aus dem Flämischen Parlament oder der niederländischen Sprachgruppe im Parlament von Brüssel-Hauptstadt - 10 Senatoren, die vom Parlament der Französischen Gemeinschaft ernannt werden; sie stammen aus jenem Parlament, das selbst wiederum aus allen Mitgliedern des Wallonischen Parlaments sowie einigen Mitgliedern der französischen Sprachgruppe des Parlaments von Brüssel-Hauptstadt besteht - 8 Senatoren, die vom Wallonischen Parlament aus seiner Mitte ernannt werden - 2 Senatoren, die von der französischen Sprachgruppe des Parlaments von Brüssel-Hauptstadt aus seiner Mitte ernannt werden - 1 Senator, der vom Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft aus seiner Mitte ernannt wird Außerdem kooptieren die 29 niederländischsprachigen Senatoren 6 und die 20 französischsprachigen Senatoren 4 Senatoren. Insgesamt macht das 60 Senatoren. DeutschlandBearbeiten In Deutschland wurde/wird die Aufgabe der Vertretung der Gliedstaaten (Reichsstände, Bundesglieder, Bundesstaaten, Länder) wahrgenommen - im Heiligen Römischen Reich bis 1806 durch den Reichstag aus von den Reichsständen bestellten Vertretern. - im Deutschen Bund von 1815 durch den Bundestag aus von den Regierungen der Mitgliedstaaten bestellten Vertretern. - im rudimentären Deutschen Reich der Revolutionszeit 1848/1849 durch das informelle Gremium der Bevollmächtigten der Landesregierungen; in der FRV durch das Staatenhaus (als Oberhaus des Reichstages), bestehend aus Abgeordneten, die teils von den Landesregierungen, teils von den Parlamenten der Einzelstaaten zu wählen waren. - im Norddeutschen Bund bzw. im Deutschen Reich der Kaiserzeit (1867–1918) durch den Bundesrat, der aus Gesandten der Regierungen der Bundesstaaten bestand. - im Deutschen Reich der Revolutionszeit 1918/19 durch den Staatenausschuss mit Vertretern der Regierungen der Bundesstaaten. - im Deutschen Reich der Weimarer Republik durch den Reichsrat aus von den Landesregierungen und den preußischen Provinzen bestellten Vertretern. - in der Deutschen Demokratischen Republik durch die Länderkammer aus von den Landtagen gewählten Abgeordneten. Mit den Ländern entfielen 1952 auch die bis dahin bestehenden Landtage. Die Länderkammer jedoch blieb noch einige Jahre bestehen. Ihre Abgeordneten wurden nach Wegfall der Landtage noch zweimal (1954 und 1958) durch die Bezirkstage gewählt. - im Vereinigten Wirtschaftsgebiet – nach dem Vorbild des ehemaligen Bundes- und Reichsrates – als zweite gesetzgebende Körperschaft seit 23. Februar 1948 durch den Länderrat. - in der Bundesrepublik Deutschland durch den am 7. September 1949 konstituierten Bundesrat aus von den Landesregierungen bestellten Vertretern. Europäische UnionBearbeiten IndienBearbeiten Die Parlamente der Bundesstaaten und Unionsterritorien bestellen je nach Einwohnerzahl eine bestimmte Anzahl von Mitgliedern des Oberhauses des Unionsparlamentes (Rajya Sabha). Hinzu kommt eine Anzahl von zwölf Mitgliedern, die nicht aus der Politik kommen und vom Unionspräsidenten ernannt werden. ÖsterreichBearbeiten RusslandBearbeiten Die Subjekte der Russischen Föderation sind im Föderationsrat mit je zwei Abgeordneten vertreten. SchweizBearbeiten Die Kantone (Stände) werden durch den Ständerat repräsentiert. Dieser besteht aus 46 Abgeordneten, die in den Kantonen vom Schweizer Volk direkt gewählt werden. Die einzelnen Ständeräte sind nicht Abgeordnete der jeweiligen Kantonsregierungen und nicht weisungsgebunden. Darüber hinaus wird die Gliederung der Schweiz in Kantone auch bei nationalen Volksabstimmungen berücksichtigt, da dort neben dem Volksmehr auch ein Ständemehr erforderlich ist, es muss also auch die Mehrheit der Kantone der Abstimmungsvorlage zustimmen, damit diese als angenommen gilt. SüdafrikaBearbeiten Die gesetzgebende Versammlung jeder Provinz entsendet nach Verhältniswahlgrundsätzen eine Delegation gewählter Vertreter in die zweite Kammer, den National Council of Provinces im nationalen Parlament der Republik Südafrika. Der Delegation gehört ex officio der jeweilige Premierminister der Provinz an. Vereinigte Arabische EmirateBearbeiten Oberstes Organ der Vereinigten Arabischen Emirate ist der Council of the Rulers, bestehend aus den Fürsten (Emiren) der sieben Gliedstaaten (Emiraten). Auch die 40-köpfige Nationalversammlung (Majlis Watani Ittihad) wird repräsentativ aus den Teilemiraten entsandt.
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Heulender Polarwolf Ein schneeweisser Polarwolf der den Mond anheult. Lebenspunkte: ??? Angriffsstärke: 8 Siegprämie: 1 Erfahrungspunkt, weißes Fell (nicht immer) page revision: 1, last edited: 19 Jun 2009 16:08
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Startseite > Zukunftsforschung und Innovation - … wissen was kommt > Leser/innenkommentare > selective L3T's support Version 28.8.2013: Dieses Werk bzw. Inhalt steht unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.
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Als der ehrenvest und fürgeachte Herr Leonhard Respinger, Kauff- und Handelsmann allhier mit der ... Anna Margaretha Faberin seine eheliche Verlobnuss bestätigte, seind von guten Freunden, Bekandten und Verwandten folgende Hertzens-Wünsche ... aufgesetzt worden, so beschehen in Basel den 8. Octobris 1677 Frei zum Herunterladen. Bei einer Vervielfältigung oder Verwertung des Dokuments oder Teilen daraus ersucht die besitzende Institution Sie im Rahmen der üblichen wissenschaftlichen Gepflogenheiten um: Information Quellenangabe inklusive Angabe des Urhebers, des Standortes und des persistenten Identifiers Zusendung eines Belegexemplares und/oder Mitteilung der Internetadresse Ihres digitalen Angebotes, in das Sie das Dokument oder Teile daraus eingebunden haben Quellenangabe Als der ehrenvest und fürgeachte Herr Leonhard Respinger, Kauff- und Handelsmann allhier mit der ... Anna Margaretha Faberin seine eheliche Verlobnuss [...]. [Basel] : Getruckt bey Jacob Werenfelss, [ca. 1677]. Universitätsbibliothek Basel, KiAr H VI 9:55, https://doi.org/10.3931/e-rara-70370 / Public Domain Mark
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Online-Beiträge Zur Geschichte des aktuellen Tierparks kann man auf dessen eigene Internetseite verweisen. zum Aachener Tierpark Hier sollen nur ein paar Bilder einen Eindruck von diesem aktuellen Tierpark geben: Der Tierpark hatte bereits zwei Vorläufer. 1881 traten die Gründer eines neuen Zoologischen Gartens mit großen Hoffnungen im Weinlokal „Klüppel“ zusammen. Die Suche nach einem geeigneten Standort war schon 1882 abgeschlossen. Man wählte das Gelände des heutigen Westparks neben einem schon länger bestehenden Dauerzirkus und den Fabriken der Tuchwerke Lochner aus. Die Gartenanlagen und Pavillons wurden hergerichtet und nach Plänen von Elbern entstand ein großer Saalbau, in dem in den nächsten Jahren etliche Großveranstaltungen stattfanden. Der Zoo konnte jedoch niemals zufrieden stellende wirtschaftliche Ergebnisse erzielen und wurde deshalb noch vor dem I. Weltkrieg geschlossen. Im I. Weltkrieg wurde er auf Vorschlag Oberbürgermeister Veltmanns zeitweise als Lazarett bzw. als Sanatorium für genesende Soldaten genutzt. Ein zaghafter Neuanfang 1935 mußte im II. Weltkrieg eingestellt werden. Der große Saalbau wurde bei den Luftangriffen auf Aachen zerstört. Zum ersten Tiergarten gibt es jedoch mehr Fragen als Antworten. Nach dem Inhalt von Kapitel 46 des “CAPITULARE DE VILLIS ET CURTIS IMPERIALIBUS” (Hofgüterordnung Karls des Großen) ist sicher anzunehmen, daß die bedeutendste Pfalz des Kaisers über ein Wildgehege verfügte. C. 46 Von Walahfrid Strabo, einem Zeitgenossen des Kaisers, ist ein kunstvolles, lyrisches Herrscherlob überliefert, nach dem ein Wildpark in Sichtweise des Palastes gelegen habe – gleichsam ein irdisches Paradies. „Ausgedehnte Wiesen werden von murmelnden Bächen durchströmt. Zahme und wilde Tiere spielen miteinander, die Rinder mit den Hirschen, das Reh mit dem scheuen Damwild. Und wenn Du [Karl] willst, werden glücklich springen die Löwen, der Bär, der Eber, der Panther, der Wolf, die Luchse, die Elefanten, das Nashorn, die Tiger werden kommen und die gezähmten Schlangen und sich teilen in die gemeinsame Weide der Rinder und Schafe, alle Tiere weilen friedlich beisammen, die Vögel des Himmels singen aus froher Kehle auf dem höchsten Gipfel der Eiche und zwitschern süß.“ (zitiert nach Epperlein, Leben am Hofe Karls des Großen) Diese dichterichen Lobgesänge weisen auf das Bestehen einer Hofmenagerie hin, die neben der baulichen Ausstattung der Pfalz der imperialen Repräsentation im Vergleich mit Byzanz dienen sollte. Das Geschenk des weißen Elefanten Abul Abas hatte sich Karl der Große mit seiner Gesandschaft an den Hof Harun al Rashids in Bagdad unter Leitung des Juden Isaak ausdrücklich erbeten. 801 kam der Elefant endlich in Aachen an. Er scheint aber nicht nur dort im Wildpark gehalten worden, sondern auch eingesetzt worden zu sein. 810 verendete er im Lippeham, wo sich das fränkische Heerlager für einen Feldzug gegen die Dänen befand. Verschiedentlich wird berichtet, daß Karl Löwen aus der Marmarika, Bären aus Numidien und sogar Affen geschickt worden sein. Leider verfügen wir noch über keine bessere Reproduktion eines historistischen Gemäldes aus dem Musée Municipal der nordfranzösischen Stadt Arras: Carl Rhoen macht sich in seiner 1889 erschienenen Schrift über „Die karolingische Pfalz zu Aachen“ auch Gedanken über die Lage und Ausdehnung des Wildgeheges. C.Rhoen, Auszug Wildpark In einer Urkunde von 1018 zugunsten des Aachener Adalbertstiftes wird die Mauer eines „bruel“ angesprochen, die wohl bis zur „bievera“ (Bever) gereicht habe. Der Name dieses Flüßchens wird von den meisten als Hinweis auf das frühere Vorkommen von Bibern im Quellbereich der Bever gedeutet. Rhoen verweist darauf, daß in den romanischen Sprachen öfters aus einem „v“ ein „b“ wird und fühlt sich beim lateinischen Namen des Flusses an „vivaria“ (Fischteiche) erinnert, die seiner Aufassung nach wesentlicher Bestandteil des Wildgeheges gewesen sein müssen. Damit kommen wir zu einer Feststellung, auf die Rhoen 1889 natürlich noch nicht kommen konnte. Der heutige Tierpark an der Bever befindet sich mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit just dort, wo sich vor gut 1200 Jahren auch das – sicherlich viel größere – Wildgehege des Kaisers befunden haben dürfte.
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Beschreibung des Oberamts Rottenburg/Kapitel B 7 kath. Pfarrdorf, 2 St. von Rottenburg, auf der erhöhten Fläche zwischen dem Katzenbach und der Starzel, am südwestlichen Abhange derselben, etwas einsam gelegen, mit 383 Einw. Grundherr ist zum Theil die adeliche Familie von Wagner, welche auch da ein anständiges Herrenhaus besitzt. Den Großzehnten bezieht der Staat[1], den Kleinzehnten die Pfarrey Hirrlingen. | Die älteste bekannte Urkunde, worin des Ortes Frommenhausen gedacht wird, ist vom J. 1331 ein Urtheilbrief der Grafen Heinrich von Hohenberg, wegen eines Gutes zu Frommenhausen zwischen der Schneiderin von Ow, Burgerin zu Rottenburg und Graf Waltern von Geroldseck. Im J. 1353, hat Junker Herrmann von Ow den Großzehnten zu Frommenhausen dem Kloster Wittichen vergabt, und 1399 verwilligt Graf Rudolph von Hohenberg und das Kloster zu Wittichen, eine Kapelle zu bauen. Im J. 1400 verschreibt Herzog Leopold von Östreich Grafen Rudolph von Hohenberg unter anderm auch seinen Antheil an Frommenhausen. Desgleichen verkauft 1419 Wolf von Ow an seines Bruders Kinder nebst andern Gütern auch seine eigene Leute zu Frommenhußen. 1428 stiften Schultheiß und Gemeinde eine Kaplaney daselbst, 1581 verglichen sich das Kloster Wittichen und Georg von Ow, daß die Kaplaney der Pfarrey Hirrlingen einverleibt werde. Die Gemeinde rechtete lang über die Herausgabe, und es wurde auch wieder ein eigener Kaplan aufgestellt. 1796 wurde diese Kaplaney zu einer Pfarrkaplaney, und diese 1819 zur Pfarrey erhoben. Zur Kaplaney hatte die Gemeinde das Ernennungs-, die Herrschaft zu Hirrlingen das Vorstellungsrecht; jetzt übt der Landesherr diese Rechte aus. Im J. 1656 wurde dem Dr. Johann Wagner, damaliger Verweser der Landeshauptmannschaft in der Grafschaft Hohenberg, wegen geleisteter vieljährigen Dienste, die niedergerichtliche Jurisdiction, nebst Frevel, Bußen, gewöhnliche Frohnen und anderen grundherrlichen Schuldigkeiten in dem Dorfe Frommenhausen durch Erzherzog Ferdinand Carl von Östreich als Mannslehen verliehen, welches auch diese adeliche Familie bis auf die neueste Zeit besessen hat, und auch jetzt noch mit einigen Beschränkungen, besonders in Bezug auf die niedere Gerichtsbarkeit, besitzt[2]. | Früher bestand hier das adeliche Geschlecht von Hallmayer, von dem 1552 Jakob und 1607 Johann Georg Stadtschultheißen zu Rottenburg waren. Jakob Distel, Burger zu Rottenburg, besaß hier 1520 einen großen eigenthümlichen Hof, den er im besagten Jahr an das Nonnenkloster Gruol verkaufte und den dieses an 3 Bürger verliehen hat, die noch jetzt die gruolischen Drittelmänner genannt werden. Jetzt ist das Gut frey und abgelöst. - Er wurde 1811 von dem Großh. Badischen Hofrath von Wagner, der ihn von Fürstenberg (Kloster Wittichen) durch Kauf erworben hatte, erkauft (eigentlich ausgelöst), und ist dermalen an die Gemeinde auf 9 Jahre für jährliche 126 Sch. Dinkel, 36 Sch. Haber und 31 Sch. Gerste verpachtet. A. d. H. - In der K. W. Adelsmatrikel ist dieses Lehen als ein „privilegirtes adeliches Gut“ bezeichnet. Es sind damit Frohnzinse, Hauptfall, Bodenzinse, Bürgersteuer und Bürger-Annahmsgeld, Schafweidegerechtigkeit auf 40 Stück etc., und ein eigenthümliches, kleines Gut, welches aber im Communverband steht, verbunden. Der Reinertrag der ganzen Besitzung ist auf 160 fl. berechnet. Das Jagdrecht ist mit der freyen Pürsch an die Gemeinde zurückgefallen. Auf die niedere Gerichtsbarkeit, welche früher mit dem Besitze verbunden war, hat der Gutsherr verzichtet. S. S. 97. A. d. H.
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In ihrem sehr reflektierten Vortrag “Zur aktuellen Lage der Historischen Grundwissenschaften” am 16. Februar 2018 auf der Tagung Stand und Perspektiven der Historischen Grundwissenschaften in Deutschland hat Frau Prof. Dr. Claudia Märtl (München) sich auf die Zahlen des vom Nachwuchsnetzwerk... Kategorie: Prosopographie 1000 Worte Forschung: Laufendes Dissertationsprojekt an der FU Berlin Die Kirche bildete im Mittelalter einen der wichtigsten Mobilitätskanäle für einen erfolgreichen sozialen Aufstieg in einer sonst eher immobilen Ständegesellschaft. Sie verfügte über eine Ämterhierarchie, innerhalb derer ein Aufstieg unter bestimmten...
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Hallo, da ich mit dem Drucken der „Original“ Teile Probleme hatte, habe ich mir einen Frame aus GFK gebaut (Motorabstand 180mm) um endlich einmal die HW zu testen. Kaum zu glauben aber es funktioniert wirklich. Habe erst ein paar Hüpfer im Garten gemacht und gemerkt das es doch schwierig ist mit den Daumen auf dem Touchpad zu steuern. Etwas Tranig im Steuern mit dem Pad (ich benutze ein Samsung Tab A) ist also noch nötig. Bis ich meine Drucker soweit habe das ich den Frame drucken kann, werde ich mit der „offene“ Version das fliegen üben. Zum meinem Setup: cc3D mit Cleanflight; Matek power Hub(5V Regler); Motoren- 2204-2300KV; ESC DYS XM20A; Luftschrauben – Gemfan 5×3; Akku 3S 1800mAh; Fluggewicht 502g
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Diese Plastik aus Eichenholz zeigt den Heiligen Georg zu Pferde im Kampf mit dem Drachen. Der Held trägt eine Ritterrüstung, mit Brustharnisch, Arm- und Beinschienen und einem spitzen Helm. Die Plastik gelangte 1891 aus dem Besitz der Stadt Stendal ins Museum, sie stammte ursprünglich aus dem Stendaler St. Georg-Stift.
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Die Karte ist eine super Idee, vielen Dank für alle eure Mühe! Mrizi i Zanave hatte 2016 drei Zimmer, modern und mit Zentralheizung für Doppel B&B €25. Skiatori in Shishtavec fand ich sehr unfreundlich, unverlässlich und überteuert, leider eine große Negativerfahrung und ich kann nur davon abraten und würde eher die kleinen Gastgeber aus der Broschüre oder das Hotel Novosej probieren. In Nikaj Mertur sind des öfteren ausländische Wandergruppen unterwegs, die Botschaftsabteilung waren sicher nicht die ersten. Wir haben im Juni 2016 eine Pressereise durchgeführt auf der unter anderem Brise, Palce und Vrane e Madhe besucht wurden, die meisten Gäste zieht es aber nach Curraj i Eperm. Trekking / Unterkünfte in den "Bergen": Als Gästehaus würde ich keine der Unterkünfte beschreiben, dem Namen werden eher die Unterkünfte in den Alpen gerecht. Alle anderen würde ich zumeist als einfache Homestays bezeichnen, da hier keine baulichen Veränderungen vorgenommen wurden um Gäste aufzunehmen. 1) Mysterious South: Am Projekt und der Broschüre haben wir mitgewirkt und auf die fehlenden GPS Koordinaten aufmerksam gemacht, in der nächsten Ausgabe sind sie hoffentlich enthatlen. Mit unseren Trekking und MTB-Touren übernachten wir mit Kleingruppen bis 10 Personen in Terbac, Vranisht, Kallarat und Kuc, die Häuser sind nicht markiert und Gastgeber sprechen kein Englisch. 2) Zagoria-Tal: Gleiche Situation hier im Gebiet zwischen Permet und Gjirokaster, wir schlafen in Limar, Hoshteve, Sheper und Nderan, das Gebiet ist vor allem für Trekker zu Fuss und Pferd sehr beliebt. 3) Peshkopi: Wir arbeiten an einer neuen Trekkingroute die das Grenzdreieck Albanien, Kosovo, Mazedonien abdeckt. Einstiegspunkt auf der albanischen Seite ist Grazhdan bzw. Popinar, in Tagesetappen kann man mit Übernachtungsmöglichkeiten bis Shishtavec wandern oder aber die Reise nach Mazedonien / in den Kosovo fortführen. Zusätzlich wegen lokale Wege zwischen den Dörfer für kürzere Ausflüge und Wanderungen geschaffen.
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Mit einem Puffen und Zischen kam der Bus Zentimeter vor der Oma zum halten – während selbige stehen blieb, sich am Ohr kratzte und dann ihren Weg in aller Seelenruhe fortsetzte. Nachdem dieses Reisehindernis geschafft waren, konnten wir uns (natürlich immer noch als einzige Fahrgäste in diesem Bus) auf den Weg machen – und Anton konnte seine Insektoogle-Suchanfrage endlich auf den Weg ins wilde weite Web schicken. Er drückte wie wild auf dem Display herum, als endlich die Ergebnisse eintrudelten (also im wahrsten Sinne des Wortes, denn Insektoogle ist da etwas…schräg) und las dann leise vor: „Frans Holland ist der Vorsitzende des Nordmittelsüdwestdeutschen Coiffeur-Interessenverbandes NCIV. Er gilt als Mäzen und Schutzheiliger der Friseure, seit er unter dem Namen Francois Hollande für das unerklärliche Überleben eines Friseurs sorgte – denn einen Effekt hat der Friseurbesuch bei ihm nie gezeigt.“ Farfried stöhnte leise auf. „Ich hab es doch geahnt. Immer so schräge Typen. Warum immer wir?“ während Anton weiter vorlas: „Frans Holland verschwand vor wenigen Jahren. Mit seinem Verschwinden löste sich auch der NCIV auf, da der Verband nach dem Verschwinden von Holland nicht mehr über ausreichend liquide Mittel verfügte, um seine luxuriösen Geschäftsräume halten zu können.“ „Keine Liquiden Mittel mehr? Denen ist wohl das Haarwasser ausgegangen?“ feixte Farfried, während ich verzweifelt überlegte, an was genau ich mich in diesem Zusammenhang noch erinnern konnte. Moment mal…ja klar. „Erinnert ihr euch noch an den Prunkbau in der Innenstadt? Der, der vor zwei Jahren umgebaut wurde?“ fragte ich die Jungs. „Ja klar, wegen der Baustelle haben wir doch wochenlang morgens im Stau gestanden.“ Anton rieb sich einen seiner Fühler. „Was haben die gleich noch mal aus dem Gebäude gemacht? Ich glaube, das ist eine Art Shopping-Mall geworden, oder?“ „Richtig. Nur Schrott und Billigläden waren da drin. Ich glaub, das hat sich auch nie richtig rentiert“ grummelte Farfried. Offensichtlich bekam er so langsam Hunger, denn das Grollen seines Bauches war selbst über dem Motorgeräusch des Busses mehr als deutlich zu hören. „Ich glaub, da ist nur noch ein Musikladen drin.“ Mittlerweile waren wir an der Umsteigehaltestelle angekommen, wo wir in die Straßenbahn wechselten. Auch hier war nicht viel mehr los. Das Einkaufscenter war wie ausgestorben, der Himmel wirkte bedrohlich. Der Abfahrtanzeiger zeigte -1 Minute bis zur Abfahrt der Bahn. Typisch – die Busse sind nie pünktlich, egal wann man fährt. Kaum saßen wir, da schlossen sich die Türen. Aber noch bevor sich die beiden Türflügel ganz geschlossen hatten, sprang Anton wieder auf, nahm das Handy, hob die linke Hand und hielt das Handy mit der rechten direkt vor den Lichtschrankensensor der Tür. Selbige machte natürlich auf der Stelle kehrt, öffnete sich und kurz darauf sprang eine Kakerlake durch die Öffnung, klatschte Antons hochgehaltene Hand ab und entsorgte einen fast aufgegessenen Apfelrest im hohen Bogen durch die sich wieder schließende Tür. „Starker Auftritt Norbert“ grinste ich, während Farfried ein wenig neidisch dem wegfliegenden Apfelrest nachsah. Als Antwort erhielt ich ein respektablen Rülpser. DAS, liebe Freude, ist Norbert. Norbert ist eine echte Seele und ein guter Freund. Und er ist eine Küchenschabe. Mit Leib und Seele.
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In den USA waren 2004 mehr als 112.610 Quadratkilometer versiegelt. Jedes Jahr kommen etwa 100.000 Hektar hinzu. Hinzu kommt: In den gesamten USA stehen für 250 Millionen Fahrzeuge über 500 Millionen Parkplätze zur Verfügung. Die Hälfte des Parkraums wird also unnötigerweise verschwendet. Die Nutzung der meisten Straßen erfolgt ebenfalls nur sporadisch. Denn nicht jede Strecke wird zu jeder Tag- und Nachtzeit gleichmäßig befahren. Diese Fläche könnten nun einen weiteren Nutzen bringen, der unter anderem von Scott Brusaw gehoben werden möchte. Brusaw möchte den ölbasierten Asphalt, der heutzutage vorrangig im Straßenbau eingesetzt wird, durch Solarmodule, die in bruchsicherem Glas eingefasst sind, ersetzen. Diese sollen durch eine spezielle Oberflächentextur auch bei Regen die gleiche Traktion wie eine asphaltierte Straße bieten. Unter Laborbedingungen (British Pendulum Method) wurden die gleichen Fahreigenschaften wie auf Asphalt bis zu einer Geschwindigkeit von 80 mph (~128 km/h) nachgewiesen. Im Winter würden Heizelemente den Einsatz von Räumfahrzeugen und Streumaterial obsolet machen. Der erste gefertigte Prototyp blieb den gesamten Winter in North Idaho schnee- und eisfrei. Durch den Einsatz von stromerzeugenden Panelen könnten die Straßen- und Parkflächen eines Landes für die regenerative Stromproduktion eingesetzt werden. Bereits mit einem Wirkungsgrad der Solarzellen von 18,5% und 4 Stunden Sonnenschein am Tag (= 1460 Sonnenscheinstunden im Jahr) würde sich dies lohnen. Für die USA wurden folgende Zahlen von Seiten des Erfinders als realistisch angesehen: Wie bereits weiter oben angemerkt, sind 112.610 Quadratkilometer in den USA versiegelte Flächen. Dies umfasst allerdings nicht nur Straßen, sondern auch Dächer von Privat- und Geschäftshäusern. Der Erfinder nimmt an, dass etwa zwei Drittel, also 28962,36 Quadratmeilen (~75.000 Quadratkilometer) der USA mit Straßen, Gehwegen, Parkplätzen, etc. bedeckt sind und somit theoretisch für die Stromproduktion genutzt werden könnten. Ein Solarpanel mit 230 Watt und einem Wirkungsgrad von 18,5 Prozent benötigt eine Fläche von 13,4 Quadratfuss (~1,25 Quadratmeter). Es ergibt sich daher folgende Rechnung: ((28,962.36 mi²) x (5280 ft / mi)²) / (13.4 ft²/230W) = ((28,962.36 mi²) x (27,878,400 ft² / mi²)) / (13.4 ft²/230W;) = (807424257024 ft²) / (13.4 ft²/230W) = 13858774560860 Watt = über 13,8 Milliarden Kilowatt Bei einer durchschnittlichen Sonnenscheindauer von 4 Stunden am Tag ergeben sich über das ganze Jahr 1460 Sonnenscheinstunden. Multipliziert mit 13,8 Milliarden Kilowatt ergeben sich 20.233.810.858.855.600 Kilowattstunden, gerundet 20.233 Milliarden kWh. Sogar wenn wir 31% von der verfügbaren Fläche abziehen, da diese nicht nutzbar ist oder den ganzen Tag im Schatten liegt, ergibt sich eine potentiell erzeugbare Strommenge von 13,961 Milliarden kWh. Durch die ökologisch saubere Stromproduktion könnten 50% der Co2-Emissionen eingespart werden. Durch eine automatische Refinanzierung des Straßenbelags durch den produzierten Strom, könnten viele Kommunen den Zustand ihres Straßennetzes verbessern ohne große finanzielle Belastungen schultern zu müssen. Die Zeit des Schlaglochs würde somit der Vergangenheit angehören. Parkplätze großer Supermärkte könnten eben diesen voll mit Strom versorgen. Sogar ein stark belegter Parkplatz kann genügend Strom erzeugen. Sackgassen könnten ohne Probleme auch an wolkigen Tagen die umliegenden Häuser mit ausreichend Energie versorgen. Des Weiteren könnten LEDs in die Panele eingebaut werden, die ohne großen Aufwand Fahrspuren verengen, verlegen oder verbreitern könnten, Zebrastreifen und Geschwindigkeitsbegrenzungen anzeigen oder den Fahrer vor Gefahren wie Unfällen oder kreuzendes Wild warnen könnten. Große bauliche Maßnahmen wären nicht notwendig. Die Panele können einfach über den bestehenden Asphalt gelegt werden. Ich persönlich könnte mir sogar vorstellen, dass Elektroautos durch Induktionsschleifen unter den Modulen kontaktfrei mit ökologisch produziertem Strom versorgt werden könnten. Die Solarpanele wurden in Zusammenarbeit mit der Universität Dayton und Penn State entwickelt. Um die Entwicklung bis zur Produktionsreife abschließen zu können, müssten etwa 50 Millionen Dollar in Forschung und Entwicklung investiert werden. Die Federal Highway Administration (FHWA) finanziert derzeit die Entwicklung einiger Prototypen mit 100.000 Dollar. Der Preis für ein 3,66m x 3,66m Solarpanel soll bei etwa 10.000 Dollar liegen. Eine Meile Straßenbelag würde folglich 4,4 Millionen Dollar kosten. Sollte der Preis im Zuge einer Massenfertigung die Marke von 6.900 Dollar unterschreiten, könnte die neue Art des Straßenbelags günstiger sein als Asphalt. Zumal die Kosten für Asphalt direkt vom Ölpreis abhängen. Bei einem angenommenen Strompreis von 12 Cent / kWh müsste ein Solarpanel über die 20jährige Lebenszeit 83.333 kWh Strom produzieren, um sich vollständig zu amortisieren. Dies bedeutet umgerechnet eine notwendige tägliche Produktionsmenge von 11,4 kWh. In den USA steht über das ganze Jahr gesehen, potentielle Sonnenenergie pro Quadratmeter und Tag von 4,2 kWh zur Verfügung. Ein 3,66m x 3,66m Solarpanel besitzt eine Fläche von 13,4m². Auf diese Fläche entfallen pro Tag 56,28kWh Sonnenenergie. Bei einem Wirkungsgrad von 18,5% könnte ein Solarpanel folglich 10,41 kWh Strom erzeugen. Damit beträgt die Amortisationsdauer etwas unter 22 Jahren. Bei einem (realistischen) höheren Wirkungsgrad kann das Ziel einer Amortisationsdauer von 20 Jahren erreicht werden. Unter der Annahme, dass die Energiepreise in den nächsten Jahren eher steigen als fallen, ein Teil der Solarpanele wiederverwendet bzw. recycelt werden kann und die Kosten für Versorgungsnetze sinken, da Strom-, Telefon-, Fernsehkabel, etc. in den Panelen selbst verlegt werden und nicht in der Erde vergraben werden müssten, dürfte der wahre Vorteil dieser Solarpanele höher zu bewerten sein. Eine sinnvolle Idee, die viele Dinge vereinfachen und revolutionieren könnte. Nicht wahr? Aktualisierung – 08.04.2012 Um die Panele weiter zu testet, hat Scott Brusaw eine staatliche Entwicklungsbeihilfe in Höhe von 750.000 Dollar von der Federal Highway Administration erhalten. In Idaho soll zu Testzwecken ein Parkplatz mit Solarpanelen ausgestattet werden. Der Test soll Aufschlüsse über Belastungskennziffern und die reale Energieeffizienz liefern und erste Rückschlüsse auf weitere Einsatzmöglichkeiten zulassen. Aktualisierung – 24.04.2014 Für den Aufbau einer Prototypenfertigung versucht Scott Brusaw derzeit via Crowdfunding eine Million USD einzusammeln. Ausgehend von dieser Anschubfinanzierung sollen erste Mitarbeiter aus anderen Fachbereichen eingestellt werden, welche gemeinsam am Aufbau einer Produktion und der Fertigung weiterer Prototypen arbeiten sollen. - Land- und Forstwirtschaft, Fischerei – Bodenfläche nach Art der tatsächlichen Nutzung, Fachserie 3 Reihe 5.1, Statistisches Bundesamt, erschienen am 06.10.2010 – https://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,vollanzeige.csp&ID=1026258 ↩
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- - Da schliesse ich mich an Auguri Pablo - Der kleine Schäfer für unterwegs SOOO GEIL!! Herzallerliebster Pablo, ich wünsche dir au alles gute zum Geburtstag und hoffe dass wir uns bald wieder sehen, dann gibt's a drückerle! Wenn du zu mir kommst und mir DAS Buch mitbringst hast du auch Verköstigung und Übernachtung frei GLG Peter - Hallo Pablo! Alles Gute zu Deinem Geburtstag! Dein Geschenk hast Du ja schon von Malone bekommen. Gnihihihi! Ich wünsche Dir erst einmal neben den besten Wünschen für Gesundheit und Zufriedenheit gutes Wetter! - Auch von mir, unbekannter Weise , alles Gute - Guten Morgen Pablo Auch von mir herzlichen Glühstrumpf ,alles Gute und allzeit Zufriedenheit zum Burzeltag! Grüßle - Guten Morgen Pablo, Und herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag auch von mir. dann feier mal schön und lass dich reich beschenken , am besten mit Gruß Norbert - - Lieber Pablo, Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Der "Kleine Schäfer" ist köstlich. Für Dich eine einigermaßen sicher bestimmte Pilzart . LG Brassella - Hallo Pablo Herzlichen Glückwunsch aus dem Rheinland verbunden mit der Hoffnung, dass wir uns in Deinem neuen Lebensjahr mal persönlich kennen lernen. LG Karl - - Lieber Pablo, auch aus Sachsen-Anhalt sollen Dich Glückwünsche erreichen. Alles Liebe und auf ein neues hoffentlich besseres und üppigeres Pilzjahr. Möge es Dir vielleicht auch wieder ein paar Neuigkeiten oder Perser bringen. Hoffentlich lernen wir uns mal zu irgendeiner Gelegenheit kennen. Würde mich freuen. LG Ulla Agrocybe cylindracea - Südlicher Ackerling - Meine Geburtstagswünsche verbinde ich mit dem Dank, für all die großartige Hilfe und damit verbundene Arbeit, die du hier leistest. Lass dich ordentlich feiern 🎉 LG. Thomas - Servus Pablo, alles Gute zum Burtseltag :-). Und denk dran: zwischen Leber und Milz passt immer ein Pilz... (oder war es doch das Pils?) Liebe Grüße, Christoph - - Hallo Pablo Alles gute zum Geburtstag LG beli ! - Happy Birthday to yooouuuuuu! Lieber Pablo, Alles alles Gute zu Deinem Geburtstag auch von mir! Bleib so wie du bist, nämlich unser geduldiges wandelndes Pilzkompendium mit Hut! Außerdem wünsche ich dir (und uns allen! ) noch viele schöne Pilze vor und unter die Linse! Hoffentlich wird's was mit dem nächsten Pilztreffen... - Hallo Pablo, da reihe ich mich gerne in die Schar der Gratulanten ein! Nicht zuletzt Dir ist es zu verdanken, dass hier kaum eine Frage ohne Antwort bleibt. Liebe Grüße Ralph - Hallo Pablo, auch von mir: die besten Wünsche für das neue Lebensjahr - vor allem was die Gesundheit betrifft, die Pilze, das Wetter und und und ... Schade, dass es mit dem Humel-Maaß-Treffen nicht gekappt hat, ich hätte gern den "Kleinen Schäfer für unterwegs" mal in natura mit Hut, Korb und Kamera erlebt. Von mir gibts einen hübschen Schmetterling - möge das nächste Jahr so schmetterlingshaft unbeschwert sein! Grüßle Heide - - Lieber Pilz-Papst Pablo, zu Deinem Geburtstag alles Gute. Und eine Torte darf nicht fehlen. Und Du wärst nicht Pablo, wenn Du nicht irgendwas zu Bestimmen hättest... also darfst Du jetzt die Kerzen ausblasen und schreiben was das ist. He he ... wünschen darfst Du Dir noch viel Niederschlag. - - - - Hallo, alles Gute und viele Pilze wünsche ich dir! LG Bernhard - Hallo Pablo, auch von mir alles Gute zum Burzeltag! Viele Grüße, Thorsten - - - Navigation - Forum - Blog - Lexikon - Mitglieder - Pilzvergiftung - Pilzzuchtshop - Fotowettbewerb - Häufig gestellte Fragen - Suche - Optionen - Aktueller Ort - Pilzforum.eu - Offtopic - Pilze? Auch, aber nicht nur! Lade dir die kostenlose Android-App WSC-Connect herunter und erhalte Push-Nachrichten von Pilzforum.eu direkt auf dein Smartphone. Jetzt im Play-Store herunterladen!
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Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt. beats [2015/04/12 22:46] dokuwikiadmin angelegt | beats [2015/04/23 20:59] (aktuell) dokuwikiadmin | ---|---|---|---| Zeile 8: | Zeile 8: | || o Lautstärke | o Lautstärke | || o Tempo | o Tempo | || + | ||| + | Variante: | || + | "Vorher / Jetzt / Nachher" - gezeigt werden Szenen, die sich vor einem Ereignis abspielten und solche, die sich danach abspielen können/könnten. Dann wird die Reihenfolgen dieser Szenen / Sequenzen (mehrfach) verändert. | || Debriefing: Wie wirkt es sich aus, Handlungen und/oder Worte in einer anderen Reihenfolge umzusetzen / dabei auch ihre Intensität zu verändern? | Debriefing: Wie wirkt es sich aus, Handlungen und/oder Worte in einer anderen Reihenfolge umzusetzen / dabei auch ihre Intensität zu verändern? | ||
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Joe – Die Rache ist sein Oliver Armknecht Sonntag, 26. Oktober 2014 Drama, Filmtipp 1 Kommentar („Joe“ directed by David Gordon Green, 2013) Neue Stadt, altes Spiel – wohin Wade (Gary Poulter) auch geht, sofort legt er sich mit den Menschen an. Allgemein kann man den alten Mann nicht unbedingt als Stütze der Gesellschaft ansehen: Er trinkt, ist gewalttätig, ständig arbeitslos und vernachlässigt seine Familie. Sein Sohn, der 15-jährige Gary (Tye Sheridan), ist es deshalb auch, der dafür sorgen muss, dass irgendwie Geld und Essen ins Haus kommt. Als der bei seiner Jobsuche Joe (Nicolas Cage) kennenlernt, scheint sich das Glück tatsächlich zu wenden, denn der ehemalige Sträfling erkennt in dem Jungen sich selbst wieder und versucht daher, ihn vor allem Ärger zu schützen. Doch einfach ist das nicht, schließlich hat Joe den selbst zur Genüge. Bei all dem Spott, den Nicolas Cage in den letzten Jahren für seine fragwürdigen Filme und seine in den Medien breitgetretene Steuerschulden ertragen musste, vergisst man leicht, dass er sich einst als ernstzunehmender Schauspieler einen Namen gemacht hatte. Dabei braucht es nicht einmal viel, wie er in Joe – Die Rache ist sein unter Beweis stellen kann. Denn der Film ist, trotz seines reißerischen deutschen Untertitels, in erster Linie ein sehr reduziertes Drama, das sich allein auf seine Figuren und deren Interaktion stützt, ohne viel Handlung und ohne den Schauplatz groß zu variieren. Doch damit hat Regisseur David Gordon Green ja bereits Erfahrungen gesammelt. Im Vergleich zu seinem letzten Film Prince Avalanche tummeln sich zwar ungleich mehr Charaktere herum, sehr viel näher an der Zivilisation sind wir jedoch nicht. Noch immer hat man den Eindruck, irgendwo im Nirgendwo zu sein. Ein Ort, den die Menschen vergessen haben. Wo sie sich selbst vergessen haben. War bei Greens letztem Film bei aller leiser Melancholie doch noch der Wunsch zu spüren gewesen, es irgendwann, irgendwo, irgendwie besser zu haben, haben die Menschen hier jede Hoffnung längst im Alkohol ertränkt, mit Gewalt oder billigem Sex verdrängt. Für strahlende Helden ist in einem solchen Umfeld natürlich kein Platz. Abgesehen vom Hoffnungsschimmer Gary wird man sich auch schwertun, überhaupt Sympathieträger zu finden: Der gutmütige Cop war früher selbst als Schläger unterwegs, Joes so-irgendwie-Freundin arbeitet als Prostituierte. Und Joe selbst zeigt an vielen Stellen zwar, dass unter der rauen Schale tatsächlich ein wohlmeinendes Herz schlägt. Gleichzeitig hat er aber auch kein Problem damit, andere für Nichtigkeiten bis an die Grenze des Todes zu verprügeln. Oder auch über diese hinaus. Immer wieder wird die Trostlosigkeit auf diese Weise gewaltsam durchbrochen, einige Szenen sind so willkürlich brutal und hart, dass man unweigerlich zusammenzuckt. Doch trotz dieser Willkürlichkeit bleibt die Verfilmung von Larry Browns gleichnamigen Roman erschreckend glaubwürdig. Cage steht nach diversen wenig fordernden Rollen als widersprüchlicher Antiheld zweifelsfrei im Mittelpunkt, und seine Darstellung ist physisch wie psychisch von einer durchdringenden Intensität geprägt. Und auch Nachwuchsschauspieler Tye Sheridan zeigt nach dem ähnlich gelungenen Südstaatendrama Mud nun schon zum zweiten Mal, dass wir uns da in Zukunft noch auf einiges freuen dürfen. Die größte – wenn auch traurigste – Überraschung ist daher Gary Poulter. Green hatte ihn von der Straße weg engagiert, wortwörtlich: Poulter war selbst Obdachloser und ohne jegliche Schauspielerfahrung. Wenn Wade Essen aus dem Müll fischt oder alles, wirklich alles, dafür tut, an Geld zu kommen, verschwimmen die Grenzen zwischen Film und Realität. Während Joe mit inneren Konflikten kämpft und Gary auf dem besten Wege dorthin ist, gibt es diese bei Wade nicht mehr, eine Rückkehr in ein normales, geordnetes Leben ist längst verbaut. Und das war sie auch für Poulter, der bald nach Drehschluss in einem Obdachlosenheim verstarb. Joe – Die Rache ist sein ist seit 23. Oktober auf DVD und Blu-ray erhältlich Joe – Die Rache ist sein 3.92 (78.4%) 25 Artikel bewerten Joe – Die Rache ist seinDas Südstaatendrama Joe – Die Rache ist sein bietet nur wenig Anlass für Hoffnung: Fast alle Figuren sind gebrochen oder konfliktbeladen, einige Szenen fast unerträglich hart. Auf eine große Handlung muss man zwar verzichten, aber die intensiven Schauspielleistungen lassen einen das schnell vergessen.8von 10 Hinterlasse eine Antwort Antwort abbrechen Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.KommentarName* Email* Webseite Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.
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Sterngucken mit Professor Harald Lesch Geschichtenerzählen und Astrophysik – das sind seine beiden großen Leidenschaften: Dr. Harald Lesch ist Professor für theoretische Astrophysik an der Uni München und unterrichtet Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. in München. Er ist Mitglied der Kommission „Astronomie in Unterricht und Lehramt“. Seine Hauptforschungsgebiete sind kosmische Plasmaphysik, Schwarze Löcher und Neutronensterne. Ausführliche Informationen zum Moderator: hier (!) Gibt es Außerirdische? Wie dünn war die Ursuppe? Und wie sieht eigentlich die Zukunft des Universums aus? Manchmal wissen nur Experten wie der Astrophysiker Harald Lesch weiter. Folge 90: Was sollen wir auf dem Mars? [Video ansehen: Link oder Screenshot anklicken]
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Ebeleben Wappen | Deutschlandkarte | | ---|---|---| Basisdaten | || Bundesland: | Thüringen | | Landkreis: | Kyffhäuserkreis | | Erfüllende Gemeinde: | für Abtsbessingen für Bellstedt für Freienbessingen für Holzsußra für Rockstedt für Thüringenhausen für Wolferschwenda | | Höhe: | 245 m ü. NHN | | Fläche: | 40,74 km2 | | Einwohner: | 2609 (31. Dez. 2017)[1] | | Bevölkerungsdichte: | 64 Einwohner je km2 | | Postleitzahl: | 99713 | | Vorwahl: | 036020 | | Kfz-Kennzeichen: | KYF, ART, SDH | | Gemeindeschlüssel: | 16 0 65 014 | | Stadtgliederung: | 4 Ortschaften | | Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausstraße 2 99713 Ebeleben | | Website: | || Bürgermeister: | Steffen Gröbel | | Lage der Stadt Ebeleben im Kyffhäuserkreis | || Inhaltsverzeichnis GeografieBearbeiten GewässerBearbeiten StadtgliederungBearbeiten Zur Stadt Ebeleben gehören die vier Ortschaften Allmenhausen, Gundersleben, Rockensußra und Wiedermuth. Für die Gemeinden Abtsbessingen, Bellstedt, Freienbessingen, Holzsußra, Rockstedt, Thüringenhausen und Wolferschwenda fungiert Ebeleben als Verwaltungsstandort. Ein Stadtteil von Ebeleben ist Marksußra. GeschichteBearbeiten Die Gründung des Ortes durch Angeln und Warnen wird für die Zeit zwischen dem 4. und dem 6. Jahrhundert angenommen. Der Ebelebener Ortsteil Marksußra wird 732 in der Bonifatiuslegende genannt und 772 auch urkundlich nachgewiesen. Ebeleben selbst wird erstmals 1198 urkundlich erwähnt. Im westlichen Teil der Stadtmitte gab es eine mittelalterliche Burg. Ministerialen vom Thüringer Landgrafen waren die Herren von Ebeleben. 1198 wurde ein Ritter von Ebeleben erwähnt. Später waren die Ebelebener Vasallen der Grafen von Schwarzburg. 1372 teilte man das Lehen. Oberlehnsgeber waren nun die Grafen von Schwarzburg und der Landgraf von Thüringen. 1525 wurde die Burg von Bauern und Bürgern der Stadt Mühlhausen zerstört. Im Jahr 1544 wurde in Ebeleben die Reformation durch Ritter Hans von Ebeleben eingeführt. Die Stadt Mühlhausen finanzierte den Mühlhäuser-Neubau im Park. 1616 verkauften die verschuldeten Ebelebener den Besitz mit dem Amt Ebeleben an den Grafen von Schwarzburg. 1651 starb das Geschlecht derer von Ebeleben aus. Das Schloss Ebeleben wurde von den Schwarzburgern ausgebaut und diente zwischen 1651 und 1681 als Residenz. 1774 verfüllten sie die Nordwestecke des Wallgrabens, um einen französischen Park einzurichten.[2][3] Am 8. und 9. April 1945 zerstörten Truppen der US-Armee mit Jagdbombern, durch Panzer- und Artilleriebeschuss das Ebelebener Schloss mit dem Park; Kirche, Domäne, fünf Häuser und fünfzehn Wirtschaftsgebäude sowie die Ziegelei wurden beschädigt. Um das Vorrücken dieser Truppen zu verhindern, sprengte die SS Brücken. Der Ort hatte im Zweiten Weltkrieg über 100 Gefallene und Vermisste zu beklagen. Als unmittelbare Folge des Krieges zogen Vertriebene in großer Zahl nach Ebeleben, das um 1000 Neubürger anwuchs. Mit der Übergabe der Besatzungsmacht in Thüringen durch die US-Militäradministration an die sowjetische wurde auch die Stadt Ebeleben Teil der sowjetischen Besatzungszone. Ein schweres Hochwasser überschwemmte 1947 unter anderem den Ortsteil Marksußra. EingemeindungenBearbeiten Am 8. März 1994 wurde die Einheitsgemeinde Ebeleben gegründet. Dabei wurden die bisher selbständigen Orte Allmenhausen, Rockensußra und Wiedermuth eingemeindet.[5] Am 29. Dezember 1995 kam Gundersleben dazu.[6] Sie behielten jedoch als kommunale Vertretung eigene Ortschaftsräte. EinwohnerentwicklungBearbeiten Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember): - Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik PolitikBearbeiten StadtratBearbeiten Partei / Liste | Sitze 2014 | Gewinn/Verlust | Sitze 2009 | FW | 4 | −2 | 6 | SPD | 4 | −1 | 5 | CDU | 2 | ±0 | 2 | LINKE | 2 | ±0 | 2 | NPD | 1 | +1 | – | VfL 1888 Ebeleben | 1 | +1 | – | BürgermeisterBearbeiten Derzeitiger Bürgermeister ist Steffen Gröbel. Er wurde am 15. April 2018 bei einer Wahlbeteiligung von 60,2 % mit 55 % der gültigen Stimmen gewählt. WappenBearbeiten Blasonierung: „In Blau ein goldener Bienenkorb mit silbernem Bodenbrett und sieben goldenen Bienen.“ Das älteste vorhandene Gemeindesiegel von 1884 zeigt nur den Bienenkorb. Die Zahl der im Wappen dargestellten Bienen war im Laufe der Zeit verschieden. Ursprünglich waren es wohl acht, zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zwölf, während der Zeit des Nationalsozialismus ein Bienenschwarm, und zurzeit sind es sieben. Zeitweise wurde der Bienenkorb auch ohne Bienen dargestellt. Zur Stadterhebung Ebelebens im Jahr 1928 erschien das Wappen mit acht Bienen. Über die Bedeutung der Anzahl gibt es verschiedene Thesen: Anzahl der Ratsherren, Anzahl der zum damaligen Amtsbezirk Ebeleben gehörenden Orte, Verbindung zum einstigen Marksußraer Kloster – möglicherweise weisen sie auf Zisterziensermönche, die in der Umgebung Klöster besaßen, Anzahl der früher in Ebeleben ansässigen Innungen. Am wahrscheinlichsten ist wohl, dass die Anzahl keinerlei Bedeutung hat. Im Zusammenhang mit der Stadtrechtsverleihung am 1. September 1928 wurde auch das Stadtwappen amtlich bestätigt.[9] StädtepartnerschaftenBearbeiten Partnergemeinde von Ebeleben ist die bayrische Marktgemeinde Mitwitz in Oberfranken. Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten - Schloss Ebeleben mit dem Schlosspark - heutiges Rathaus: Das heutige Rathaus ist ein früheres Domänenhaus und galt als eines der ausdrucksvollsten Bauten Ebelebens im Stil des 18. Jahrhunderts. Um 1900 wurde das damalige Gebäude als sehr sanierungsbedürftig eingestuft. Im Jahre 1909 wurde es trotz des Widerstands von Bürgern, die den alten Baustil erhalten wollten, abgerissen und neu errichtet. Auf Grund seiner Lage wurde das Herrenhaus an das vorhandene Ambiente angepasst, wobei einige Elemente des Vorgängerbaus einbezogen wurden, so z. B. der Torbogen an seiner südlichen Seite. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog die Stadtverwaltung hier ein. - evangelische St. Bartolomäus-Kirche: Erstmalige Erwähnung erfuhr die Kirche im Jahre 1253. 1515 und 1571 wurden Baumaßnahmen an der Kirche bekundet. 1680 entwarf Jakob Töpfer einen neuen Altar. Größere Umbaumaßnahmen erfolgten in den Jahren 1701 bis 1721 unter Christian Wilhelm I. 1727 wurde die Fürstenloge eingebaut. 1793 erfolgte ein Umbau der Kirche, die 1870 bis 1880 erneut umfangreich renoviert wurde. 1930 wurde eine Heizung eingebaut. In den Jahren 1960 und 1970 wurde das Innere (Wand und Decke) neu gestrichen. Eine neue Glocke erhielt die Kirche im Jahre 1966. Die Wetterfahne wurde im Zuge der neuen Beschieferung des Kirchendachs 1993 rekonstruiert. - katholische St. Marien-Kirche im Ortsteil Marksußra - Kriegerdenkmal: Dieses Denkmal wurde 1922 zum Gedenken an die Gefallenen des 1. Weltkriegs eingerichtet. Jeweils am Heldengedenktag in den Jahren 1939 bis 1945 gedachte man dieser verlorenen Söhne der Stadt. Anlässlich des 56. Jahrestages nach Beginn des 1. Weltkriegs wurde 1995 auch eine Gedenktafel für die Gefallenen des 2. Weltkriegs angebracht. Alljährlich am Volkstrauertag wird vor dem Denkmal, unter einem mächtigen Kastanienbaum, eine Ehrung abgehalten, die den Gefallenen der beiden Weltkriege sowie der Opfer von Flucht und Verteidigung gilt. Bislang kennt die Gemeindeverwaltung 132 Namen von Gefallenen des 2. Weltkriegs. - Das Gründerzeithaus in der Goethestraße 3, welches 1904 fertiggestellt wurde. FreibadBearbeiten Das Ebelebener Freibad grenzt westlich an den Schlosspark an. Es wurde 1968 unter Anwesenheit des damaligen Schwimm-Olympiasiegers Roland Matthes eröffnet. Da die Stadt Ebeleben die Betriebskosten des Freibades nicht mehr allein trug, wurde im Herbst 2012 ein Verein zur Erhaltung des Freibads gegründet. Ziel des Vereins ist es, durch Mitglieds- und Spendenbeiträge, regelmäßige Veranstaltungen und freiwillige, personelle Einsätze die Stadt in der Unterhaltung des Bads zu unterstützen und so einen wichtigen Bestandteil des Ebelebener Freizeitangebots zu erhalten.[10] Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten Seit 1992 wird jährlich Anfang Juli ein Schlossparkfest veranstaltet. Seit einigen Jahren wird das Schlossparkfest ausschließlich von den ansässigen Sport-Vereinen – ohne Unterstützung der Stadt – ausgerichtet. Zuletzt haben diese Aufgabe der Kegelclub Gut Holz und der VfL 1888 Ebeleben übernommen. Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten Die Wirtschaft Ebelebens ist gekennzeichnet durch klein- und mittelständische Betriebe, mit Schwerpunkt Bau und Futtermittel. Ebeleben ist zwar noch an das Schienennetz angeschlossen, der reguläre Personenverkehr und der überwiegende Teil des Güterverkehrs auf den hier kreuzenden Bahnen Hohenebra–Ebeleben, Ebeleben–Mühlhausen und Greußen–Keula sind aber schon seit Jahren eingestellt. SiloanlagenBearbeiten Von 1969 bis 1975 wurde für das örtliche Futtermittelwerk ein 54 Meter hohes Silo mit einem 68 Meter hohen Maschinenhaus errichtet, welches über eine Lagerkapazität von 80.000 Tonnen verfügt. Von 1976 bis 1982 wurde das Silo nochmals um 88.000 Tonnen Lagerkapazität erweitert. Die Siloanlage in Ebeleben war zu DDR-Zeiten die modernste ihrer Art. Sie war der Prototyp einer ganzen Reihe ähnlicher Futtermittelfabriken.[11] Söhne und Töchter der StadtBearbeiten Weitere PersönlichkeitenBearbeiten - Paulus Götz, latinisiert Paulus Jovius (um 1570–1633) wirkte als Rektor der Stiftsschule, Historiker und Pädagoge. - Johann Gottfried Gregorii alias Melissantes (1685–1770), Geograph und Universalgelehrter, war Absolvent der Stiftsschule Ebeleben. - Johann Georg August Galletti (1750–1828), „Vater der Kathederblüten“ – 1772–1775 Hauslehrer der Freiherrn von Schlotheim auf Schloss Allmenhausen EinzelnachweiseBearbeiten - Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu). - Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 88. - Thomas Bienert: Mittelalterliche Burgen in Thüringen. Wartberg Verlag, 2000, ISBN 3-86134-631-1, S. 146/147. - Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 179. - Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7. - StBA: Gebietsänderungen vom 01.01. bis 31.12.1995 - http://www.wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=GW&wJahr=2014&zeigeErg=GEM&wknr=065&gemnr=65014 Gemeinderatswahl 2014 in Thüringen - endgültiges Ergebnis für Ebeleben - Gemeinderatswahl 2014 in Thüringen - endgültiges Ergebnis für Ebeleben - Arbeitsgemeinschaft Thüringen e.V. (Hrsg.): Neues Thüringer Wappenbuch. Band 2, 1998, ISBN 3-9804487-2-X, S. 24. - http://www.ebeleben-stadt.de/sehenswertes/schwimmbad/oeffnungszeiten-und-preise.html - [1] (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis..
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Ausser viel Arbeit ist da ja noch der Teich und der Lupo. Mit Letzteren habe ich so meine Not. Die Arbeit wird auf das Wochenende ausgedehnt. So kommt kein Stress auf und man kann zwischen durch mal die Seele baumeln lassen. Der Teich hat vorgestern 15cm neues Wasser bekommen. Wie es dazu kam, erzähle ich euch heute. Hier ist der Feed zu meinem Daily Vlog: - PodloveStatistik (Downloadzahlen) - Meine Firmenseite: Neue Kommentare - 507 Von der Bandprobe bei - 499 Der Magnetitfilter bei - 499 Der Magnetitfilter bei - 493 Guten Morgen aus München bei - 492 Bob fährt nach München bei - Hackintosh mit I7 8700 “High Sierra” Tutorial Teil2 (USB Installation mit Clover) bei - Hackintosh mit I7 8700 “High Sierra” Tutorial Teil2 (USB Installation mit Clover) bei - 487 Der Bob kann auch mit Links bei - 486 Guten Rutsch bei - 484 Motivationsschübe bei –Achtung Affiliate-Links– Bobsonbob ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann. Vielen lieben Dank für Eure UnterstützungAudioinhalte dieser Seite sind lizensiert unter: This work is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 3.0 Germany License.
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Adolphe Low – Deutsch-Französischer Spanien-Freiwilliger Adolphe Low – der letzte der deutschen Freiwilligen Fritz Teppich, der im Februar 2012 verstarb, galt als letzter deutscher Freiwilliger im spanischen Bürgerkrieg, aber das ist nicht ganz richtig. es gab einen anderen deutschen Freiwilligen, der in Deutschland nicht so bekannt war, weil er 1945 die französische Staatsbürgerschaft erhielt und bis zu seinem kürzlichen Tod in Frankreich blieb. Adolphe bevor Spanien Adolphe Low wurde 1915 in Cottbus als jüngster Sohn in einer Familie mit fünf weiteren Geschwistern geboren. Er kam sehr früh mit der jüdischen antifaschistischen Jugendbewegung in Kontakt und trat dem Kommunistischem Jugendverband Deutschlands, der Jugendorganisation der KPD bei. Im Alter von 16 Jahren wurde Adolphe Low das erste Mal im Polizeigefängnis inhaftiert, weil er an einer illegalen Versammlung jüdischer Antifaschisten aus Polen teilgenommen hatte. Er entschloss sich, Deutschland zu verlassen, als sein Elternhaus durchsucht wurde und er erneut verhaftet werden sollte. Bei dieser Verhaftungsaktion war Adolphe nicht zuhause; er konnte gewarnt werden und flüchtete zunächst nach Neudorf, einem Stadtteil von Straßburg. Dort als illegaler Emigrant von der französischen Polizei und Behörden verfolgt, kam er mit seinem letzten Geld nach Paris und fand Aufnahme in einem jüdischen Asyl. Er wurde einige Male von der Polizei verhaftet und des Landes verwiesen, kehrte jedoch immer wieder nach Paris zurück und fand Anstellung in einer jüdischen Kantine. Im September 1936 fand in einem Sportstadion eine Kundgebung zur Unterstützung der Frente Popular statt, an der 50.000 Personen teilnahmen und Dolores Ibárruri sprach. Dies beeindruckte den 21-jährigen Adolphe Low. Er entschloss sich, sich den Internationalen Brigaden anzuschließen. Mitglied der Internationalen Brigade Im Oktober 1936 fuhr Adolphe Low zum Hafen nach Marseille und setze auf einem alten Kohlendampfer nach Alicante über. Er wurde als Infanterist im Bataillon Edgar André, 1. Kompanie, 35. Brigade eingeteilt. Sein Kompanieführer war Heinz Hoffmann, der spätere Verteidigungsminister der DDR. In der Nacht begann der erste Angriff der Franquisten, bei dem der junge Belgier, mit dem sich Adolphe bei der Überfahrt angefreundet hatte und der in der gleichen Einheit wie er kämpfte, einen Bauchschuss mit einem Dum-Dum-Geschoss erlitt und in Adolphes Armen verstarb. Adolphe war zwei Jahre lang ununterbrochen eingesetzt, u. a. in Jarama, Belchite, Teruel und Guadalajara. Von den 600 Interbrigadisten, mit denen Adolphe nach Alicante eingeschifft wurde, überlebten nur 20. Er wurde nicht in einem Lager interniert, sondern konnte aufgrund seiner guten französischen Sprachkenntnisse als „Franzose“ nach Paris entkommen. Dort wurde er verhaftet und in das Lager Les Milles eingesperrt. Zweiter Weltkrieg 1940 wurde er in die Fremdenlegion nach Algerien eingeschifft. Ab 1943 kämpfte er in der Résistance. Adolphe Low flüchtete in das französische Guéret (Département Creuse) und war einer der ersten Kämpfer der Francs-Tireurs et Partisans (FTP) Creuse. Polizeilich gesucht, versteckte sich Adolphe Low in den umliegenden Wäldern und wurde von Teilen der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Kleidung versorgt. Danach hatte er eine entscheidende Rolle bei der Befreiung von Guéret am 7. Juni 1944. Ehrungen Am 8. Mai 1945 erhielt der seit dem spanischen Bürgerkrieg staatenlose Adolphe Low die französische Staatsbürgerschaft durch einen persönlichen Erlass von General Charles de Gaulle. Seine Eltern und eine Schwester wurden nach Auschwitz deportiert und ermordet. Adolphe Low war verheiratet und hatte zwei Kinder. Mit seine Frau war er ein Mitglied der französischen antifaschistischen Organisation Association nationale des anciens combattants de la Résistance (ANACR) und erhielt 1996 wie alle noch lebenden Spanienkämpfer ehrenhalber die spanische Staatsbürgerschaft, 2005 wurde er in die französische Ehrenlegion aufgenommen. Adolphe Low starb am 11. November 2012, der letzte der deutschen Freiwilligen.
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Öffnungszeiten heute09.00 bis 24.00 Uhr alle Öffnungszeiten Die Digitalisierten Bestände der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg werden unter den Bedingungen der Creative Commons Lizenz BY-SA 4.0 gebührenfrei angeboten. Bei Nutzung der Digitalisate ist die Staats- und Universitätsbibliothek als besitzende Institution (in der Form „Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg“) zu nennen und der permanente Link zum Digitalisat anzugeben. Darüber hinaus erbittet die Staats- und Universitätsbibliothek zu Dokumentationszwecken die Zusendung eines Belegexemplars von Editionen und Publikationen, die auf dem Digitalisat oder dem Original beruhen. Weitere Einzelheiten regeln die Nutzungsbedingungen. Ich habe die Nutzungsbedingungen zur Kenntnis genommen. Weiter Schließen Von-Melle-Park 3 20146 Hamburg E-Mail: firstname.lastname@example.org Telefon: +49 40/4 28 38-22 33 Telefax: +49 40/4 28 38-33 52 Öffnungszeiten: Mo-Fr von 9-24 Uhr, Sa-So von 10-24 Uhr Website: www.sub.uni-hamburg.de ... die Stabi als Vermittler jährlich über 68.000 Fernleihen abwickelt? So werden auch die ausgefallensten Literaturwünsche unserer Kunden erfüllt. Umgekehrt liefert die Stabi auch Literatur an auswärtige Bibliotheken und sogar ins Ausland. Alle Fakten anzeigenFördern Sie die Stabi mit einer Spende. Mit Ihrer Unterstützung ermöglichen Sie uns den Einkauf neuer Bücher, den Bestandsschutz unserer Archivbestände und die Restaurierung kostbarer Bücher. Spenden & Fördern
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Aufzeichnung des Vortrags von Dr. Sandra Schön (Salzburg Research) im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltung von Campus Innovation 2016 und Konferenztag Digitalisierung von Lehren und Lernen am 18. November 2016. Diese Vortragsaufzeichnung wurde durch das Team Lecture2Go vom Regionalen Rechenzentrum der Universität Hamburg erstellt. Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz Campus Innovation 2016 - Die Konferenz Die Konferenz Campus Innovation des Multimedia Kontor Hamburg fand 2016 wieder in Kooperation mit dem Konferenztag Digitalisierung von Lehren und Lernen der Universität Hamburg statt: Am 17. und 18. November trafen sich Expert/-innen und Interessierte aus Hochschulen, Weiterbildungsinstitutionen, Wirtschaft und Politik im Curio-Haus Hamburg. Das Konferenzmotto lautete Change: Wissensarbeit der Zukunft – digital und kollaborativ oder: Wie lernen und arbeiten wir übermorgen? .
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Es gibt mal wieder Ransomware - dieses Mal eine der fiesen Art. Er verschlüsselt angeblich alle Daten. Und erpreßt den Benutzer und will Bitcoins, damit man wieder an die Daten kommt. Die Daten allerdings,, die sind vorher schon weg. Denn die löscht der Schädling. Einfach so.
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Botanischer Garten Kiel Der Botanische Garten in Kiel ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Der erste Vorläufer wurde 1669 gegründet.[1] Der heutige Botanische Garten zeigt auf rund acht Hektar Fläche und in sieben großen Schaugewächshäusern einen Querschnitt der Pflanzenwelt aus allen Erdteilen. Er ist täglich ab 9 Uhr für die Allgemeinheit geöffnet. Inhaltsverzeichnis LageBearbeiten Der Botanische Garten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel liegt am Ende der Leibnizstraße, entlang der Straße „Am Botanischen Garten“. Die nächstgelegene Bushaltestelle heißt „Botanischer Garten“ und ist die Endstation der Linien 81, 60S und 50. GeschichteBearbeiten Vier Jahre nach Gründung der Christian-Albrechts-Universität konnte Johann Daniel Major auf einem Viertel des damaligen Schlossgartens an der Kieler Förde einen hortus botanicus anlegen, den er als Demonstrations- und Anzuchtsgarten für die medizinische Ausbildung benötigte.[1] Ein Modell dieses Gartens befindet sich heute hinter den Gewächshäusern.[2] Ab 1727 war der Botanische Garten in Kiel am Kloster in der Falkstraße untergebracht, wo er jedoch nicht mehr der Öffentlichkeit zur Verfügung stand, sondern als Anzuchtsfläche für Heilpflanzen genutzt wurde. Der Mediziner und Arzt Georg Heinrich Weber legte an seinem zunächst privat errichteten, dann aber von der Universität übernommenen Akademischen Krankenhaus 1802 den dritten Botanischen Garten an. Erstmals lassen sich nun Gewächshäuser nachweisen, in denen unter anderem Sukkulente aus Südafrika gehalten wurden. Ab 1873 wurde ein vierter Standort, nördlich des ersten und wieder in der Endmoränenlandschaft an der Kieler Förde, umgestaltet. Hier entstand durch die Planung von Adolf Engler der erste nach rein pflanzengeographischen Gesichtspunkten angelegte Botanische Garten der Welt. Die hier aufgebauten Gewächshäuser waren zeitweise zumindest an Sonntagen für die Allgemeinheit zugänglich. Dieser Standort wurde mit der Umgestaltung der Universität zu einer Campus-Universität ab 1975 aufgelöst. 1978 war der Umzug der Pflanzen an den nunmehr fünften Standort zwischen Leibnizstraße und Olof-Palme-Damm abgeschlossen. Der vierte Standort ist als Alter Botanischer Garten Kiel erhalten. Bis 1985 war der Aufbau der großen Schaugewächshausanlage in mehreren Bauabschnitten fertiggestellt, so dass der Garten seit dem 6. Juni 1985 sowohl den Studierenden und Lehrenden als auch fortdauernd der Allgemeinheit zugänglich ist. PflanzensammlungenBearbeiten Im Botanischen Garten Kiel sind rund 14.000 Pflanzenarten in Kultur.[3] Das ermöglicht einen guten Überblick über die wichtigsten Pflanzenfamilien der Welt, die Evolution der Pflanzenarten und die pflanzengeographischen Zusammenhänge. Die Ordnung der Pflanzen folgt ökologischen und pflanzengeographischen Grundsätzen.[4] In drei Arboreten sind gehölzdominierte Pflanzengemeinschaften Amerikas, Asiens und Europas ausgepflanzt, die durch die im jeweiligen Herkunftsgebiet vorherrschenden Stauden und krautigen Arten ergänzt werden. Die für Norddeutschland wichtigen Lebensräume werden in sogenannten Lehrbiotopen dargestellt. Dazu gehören Düne, Heide, Moor, Erlenbruch, Teichwiesen und in vergleichender Ergänzung die mediterranen Landschaftstypen Garigue, Macchie, austrocknender Bachlauf und Segetalflora. Morphologische und ökologische Gruppen sind die Ausbreitungs- und Blütenbiologischen Abteilungen. In der großen systematischen Abteilung sind über 800 Pflanzenarten nach Gattungs-, Familien- und Ordnungszugehörigkeit ausgepflanzt, so dass die Besucher einen Einblick in die verwandtschaftlichen Verhältnisse und die diesen zugrunde liegenden Merkmale erhalten. Ergänzend dazu gibt es seit 2007 einen „Garten für Linné“, der die Anfänge der Systematik anschaulich darstellt und mit der Benennung von Pflanzenarten vertraut macht. Die gartengeschichtlich bedeutsamen Rosen sind in einem Rosarium zusammengefasst. Im Arzneigarten sind heilkundlich wirksame Pflanzen dargestellt. Eine besondere Attraktion ist das Alpinum, ein großer Steingarten, der den Hochgebirgspflanzen aus aller Welt vorbehalten ist. Von den nordamerikanischen Rocky Mountains über andine Gewächse, die europäischen Gebirgszüge und den Kaukasus bis zum Himalaya und dem Tian Shan bis hinab nach Südafrika und nach Neuseeland sind viele Hunderte Arten in natürlich anmutender Weise ausgepflanzt. Besondere PflanzenBearbeiten Kiel hat den nördlichsten Botanischen Garten der Bundesrepublik Deutschland. Begünstigt durch die Lage an der Ostsee weist er allerdings ein für Pflanzen günstiges Klima auf, das lediglich durch späte Frosttage im Frühling beeinträchtigt wird. Es gelingt, Feigen, Bananen und Palmen ganzjährig ausgepflanzt zu lassen. Im Freiland des Botanischen Gartens wachsen der Riesenmammutbaum, der Küstenmammutbaum und der Urweltmammutbaum, das Mammutblatt und solche Besonderheiten wie der Taschentuchbaum mit seinen beiden Unterarten, seltene Nadelgehölze Asiens und auch die 1994 entdeckte Wollemie. Zu den ältesten Pflanzen in dem artenreichen Garten gehört der Butterbaum Cyphostemma currorii, der im Aridhaus Afrika zu sehen ist. Die Welwitschie (Welwitschia mirabilis) zu seinen Füßen hat von 1972 bis 2008 alljährlich ihren Beitrag zum Arterhalt durch Samenansatz aufgrund von Handbestäubung erbracht. Die größte Seerose der Welt, Victoria, wird im Botanischen Garten Kiel als große Besonderheit auch über den Winter hindurch kultiviert und blüht meist schon im Januar. Im März 2012 konnte erstmals ein Titanenwurz während der Blüte betrachtet werden. 2018 fand sogar eine doppelte Blüte statt. Im Botanischen Garten befindet sich das weltweit älteste (ca. 3 Meter hohe) Exemplar der „Bänder-Rosskastanie“ („Monster-Kastanie“) (Aesculus hippocastanum 'Monstrosa'), einer Mutation der Rosskastanie, die knorrig, verbändert und sehr langsam wächst. Die Mutation wurde 1933 von dem Leiter des Botanischen Gartens Hermann Jacobsen auf dem Parkfriedhof Eichhof in Kiel entdeckt und kultiviert. GewächshäuserBearbeiten Sieben Schaugewächshäuser bilden eine der größten öffentlich zugänglichen Gewächshausanlagen Norddeutschlands: - das Tropenhaus mit vielen Nutzpflanzen - ein Nebelwaldhaus, das von Farnpflanzen dominiert ist - das Mediterranhaus, in dem Pflanzen aus dem Mittelmeergebiet, aus Australien, Neuguinea, Neuseeland und Chile zu finden sind - das Subtropenhaus mit Orangenbäumen, der Flora der Atlantischen Inseln (Kapverden, Kanarische Inseln, Madeira und anderen) und zahlreichen Nutzpflanzen - das Aridhaus Amerika, in dem eine umfangreiche Kakteensammlung zu bewundern ist - das Aridhaus Afrika, das den Lebenden Steinen, Mittagsblumen, Aloe und vielen weiteren sukkulenten Pflanzen Afrikas gewidmet ist - das Victoria-Haus, in dem in feuchter Atmosphäre Mangrovenpflanzen und Wasserpflanzen, darunter die größte Seerose der Welt, gedeihen. Kunst im GartenBearbeiten Im Botanischen Garten Kiel sind Werke zeitgenössischer Künstler aus Norddeutschland aus dem Besitz des Freundeskreises Neuer Botanischer Garten oder als Leihgaben zu sehen. Hervorgegangen ist diese Sammlung aus dem über zehn Jahre abgehaltenen Skulpturensommer, der 2006 durch jährliche Kunstausstellungen im März/April in den Schaugewächshäusern abgelöst wurde. LiteraturBearbeiten - Johannes Reinke: Der älteste botanische Garten Kiels; urkundliche Darstellung der Begründung eines Universitäts-Instituts im siebzehnten Jahrhundert. Kiel 1912 (Volltext)
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John S. Robertson KarriereBearbeiten John S. Robertson war auf dem Höhepunkt seiner Karriere in den 1920ern ein angesehener Regisseur für anspruchsvolle Unterhaltung. Er war bekannt als gediegener Handwerker, der auch Prestigeproduktion sicher und innerhalb der Rahmenbedingungen vollenden konnte. Sein heute noch bekanntester Film ist die Verfilmung von Dr. Jekyll und Mr. Hyde aus dem Jahr 1920 mit John Barrymore in der Hauptrolle. Daneben führte er Regie bei einigen Streifen von Mary Pickford und war verantwortlich für Unsichtbare Fesseln, einen der letzten Stummfilme von Greta Garbo. Mit dem Aufkommen des Tonfilms schwand seine Karriere innerhalb kurzer Zeit, und Robertson wurde nur noch für B-Filme eingesetzt. Der Musiker Chris Hillman, seinerzeit Bassist bei der Band The Byrds und Nachbar des inzwischen völlig in Vergessenheit geratenen alten Herrn, setzte ihm 1967 mit dem Song Old John Robertson ein Denkmal. Filmografie (Auswahl)Bearbeiten - 1917: Vanity and Some Sables - 1919: Here Comes the Bride - 1919: The Test of Honor - 1919: The Misleading Widow - 1920: Dr. Jekyll und Mr. Hyde (Dr. Jekyll and Mr. Hyde) - 1922: Die verkaufte Manuela (The Spanish Jade) - 1922: Tess of the Storm Country - 1924: The Enchanted Cottage - 1925: Symphonie der Leidenschaften (Soul-Fire) - 1927: Annie Laurie – Ein Heldenlied vom Hochland (Annie Laurie) - 1927: Der Fürst der Abenteurer (The Road to Romance) - 1929: Unsichtbare Fesseln (The Single Standard) - 1929: Shanghai Lady - 1930: Der Kapitän der Garde (Captain of the Guard) - 1931: Der Spuk von Paris (The Phantom of Paris) - 1935: Our Little Girl Personendaten | | ---|---| NAME | Robertson, John S. | ALTERNATIVNAMEN | Robertson, John Stuart (vollständiger Name) | KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Filmregisseur | GEBURTSDATUM | 18. Juni 1878 | GEBURTSORT | London (Ontario), Kanada | STERBEDATUM | 5. November 1964 | STERBEORT | Escondido, Kalifornien, USA |
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Informationen zu Durchsuchungen am 22.6.1981 im KUKUCK, Anhalterstraße 7, in der Eisenacherstraße 103 und in der Goltzstraße 30, und zur Räumung in der Mittenwalderstraße 45. Zitat aus der Frankfurter Rundschau vom 24.6.1981 zu den Vorfällen. Umgang und Vorhaben der Neuen Heimat mit besetzten Häusern in Schöneberg (doppelseitig bedruckt)
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Die sogenannten „Gelbwesten” protestieren seit Mitte November gegen die Politik Macrons. Heute gehen die Proteste bereits in die neunte Runde. +++ Patriotischer Journalismus ist wichtiger denn je. Werde HIER Unterstützer der Tagesstimme und Teil der patriotischen Wende! +++ Paris. Auch für heute haben die „Gelbwesten” wieder Proteste angekündigt, bei denen Tausende Demonstranten erwartet werden. Besonders in Paris und der Stadt Bourges im Zentrum des Landes soll es heute größere Aktionen geben. In ganz Frankreich werden nach Angaben von Premierminister Edouard Philippe 80.000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein, davon allein 5.000 in Paris. Die Behörden brachten also erneut ein großes Sicherheitsaufgebot in Stellung. Innenminister meldet sich zu Wort Vor den geplanten Protesten hat sich Frankreichs Innenminister Christophe Castaner zu Wort gemeldet und die Organisatoren der „Gelbwesten” für mögliche Gewalt mitverantwortlich gemacht. „Diejenigen, die morgen zu Demonstrationen aufrufen, wissen, dass es Gewalt geben wird, und deshalb tragen sie ihren Teil der Verantwortung”. Wer am Wochenende zu den Demonstrationen gehe, müsse mit Gewalt rechnen. Macron will „nationale Debatte” Vergangene Woche hatte die französische Regierung einen härteren Kurs in der Sicherheitspolitik angekündigt, nachdem es auch beim „8. Akt” der Proteste zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen war. Im Sender CNews sagte der Pariser Polizeipräfekt Michel Delpuech, dass er „mehr Radikalität” erwarte; von Woche zu Woche werde das Verhalten der „Gelbwesten” gewalttätiger. Indes gab der französische Präsident Emmanuel Macron vergangene Woche ebenfalls bekannt, dass er sich Mitte Jänner zur Beruhigung der „Gelbwesten”-Proteste schriftlich an die Bürger wenden wolle. Er soll den Rahmen für die Themen der „nationalen Debatte” setzen und den Bürgern die Möglichkeit geben zu Wort zu kommen und Reformvorschläge zu äußern (Die Tagesstimme berichtete). Seit Mitte November protestieren die „Gelbwesten” gegen die Reformpolitik Macrons und gegen eine ihrer Ansicht nach zu niedrigen Kaufkraft. Bei den Demonstrationen kam es immer wieder zu heftigen Ausschreitungen. Mutmaßlicher Schlepper bestätigt angebliche Kontakte zu „Sea‐Watch” Ein Videoausschnitt, der im italienischen Fernsehen lief, dokumentiert unglaubliche Szenen, welche die Zusammenarbeit zwischen Schleppern und Mittelmeer‐NGOs belegen sollen. +++ Patriotischer Journalismus ist wichtiger denn je. Werde HIER Unterstützer der Tagesstimme und Teil der patriotischen Wende! +++ Rom/Lampedusa. – Wie die Junge Freiheit unter Berufung auf einen Mitschnitt der italienischen Polit‐Talkshow Quarta Repubblica berichtet, gibt es neue Indizien, welche das bisherige Narrativ der sogenannten „Seenotrettung” im Mittelmeer in seinen Grundfesten erschüttern könnte. Bereits vor einer Woche deutete Innenminister Matteo Salvini (Lega) im selben Format an, es gäbe belastbare Hinweise für vermeintliche Absprachen zwischen Schleppern und europäischen Asyl‐NGOs. Migrant erklärt vermeintlichen Schlepper‐Mechanismus Der nun gezeigte Ausschnitt zeigt eine Menge unglaublicher Bilder. Ein fünfminütiger Film beginnt mit Migranten, welche in Feierlaune schon vor ihrer Rettung bejubeln, dass sie nun bald in Europa wären. Bereits dies unterscheidet sich maßgeblich von den tristen Darstellungen, welche etablierte deutsche Formate wie Panorama seit längerem transportieren. Dem nicht genug: in einem Interview erzählt ein Migrant vom angeblichen Mechanismus. Diese Videos würden nämlich als Beleg für das Gelingen der Überfahrt dienen. Kriminelle libyschen Gruppen würden die dortige Polizei bestechen, damit diese die Schlepper nicht behelligen. Und dann nennt er der fragenden Journalistin sogar den Namen seines mutmaßlichen Kontaktmanns. Schlepper sollen NGOs im Ernstfall anrufen Dieser – es soll sich um einen gewissen Lokman Z. (21), einen Libyer, handeln – organisiere in Facebook in geheimen Gruppen Überfahrten. Die nächste Information ist besonders brisant: „Ja, ja, er hat gesagt, er sei mit vielen Schiffen von Seenotrettern in Kontakt. Sea‐Watch und viele andere, deren Namen ich nicht mehr weiß.“ Der angebliche Schlepper kenne auch die Orte, an welchen die Schiffe der NGOs warten würden. Im Notfall würde er es dann Gruppen wie Sea‐Watch melden. Zu diesem Zweck habe er „etwa vier oder fünf Nummern”. Unter diesen befinde sich auch jene der NGO Sea‐Watch, in deren Auftrag sich auch die umstrittenen Kapitänin Carola Rackete betätigte. Mutmaßlicher Schlepper: „Stehe in Kontakt mit denen” An diesem Punkt wurde das italienische Filmteam hellhörig und rief den angeblichen Schlepper mittels Lockvogels an. Er nennt dem vermeintlich eine Überfahrt suchenden einen Preis von 1,600 Euro und räumt dessen Bedenken aus: „Ich bin ein seriöser und professioneller Mann.” Als Rettungsnetz für das Gelingen gelten Kontakte zu den NGOs: „Wir sind in Kontakt mit Sea‐Watch, aber momentan ist ein Schiff von Open Arms unterwegs.“ Der Lockvogel lässt sich versichern, dass der angebliche Schlepper die NGOs anrufen würde, falls etwas passiere. Dieser besänftigt die Sorgen: „Ja, ich stehe in Kontakt mit diesen Leuten”. Enthüllungen befeuern erneute Spekulationen Allerdings sind diese Informationen mit Vorsicht zu genießen. Denn ein weiterführender Anruf bei der spanischen NGO „Open Arms” führt zu einem Dementi der Gruppierung. Man kenne dort keinen Lokman Z. oder einen Menschen mit ähnlichem Namen. Als tatsächlicher Nachweis sind die Behauptungen des Migranten und des mutmaßlichen Schleppers untauglich. Gleichzeitig befeuern diese neuen Informationen die Spekulationen, wonach die Schlepper sich zumindest ihre Kenntnisse über die Positionen der NGO‐Boote zunutze machen. Bereits vor etwas mehr als drei Wochen veröffentlichte die europäische Grenzschutz‐Agentur Frontex ein Drohnenvideo von einem Boot von Kriminellen, das eine große Anzahl von Migranten auf hohe See bringt – Die Tagesstimme berichtete. Frankreich: Identitäre wegen Grenzschutz‐Aktion vor Gericht Im Vorjahr wollten die Identitären einen Gebirgspass an der französisch‐italienischen Grenze schützen. Die Staatsanwaltschaft fordert nun sechs Monate Haft für drei führende Aktivisten. +++ Patriotischer Journalismus ist wichtiger denn je. Werde HIER Unterstützer der Tagesstimme und Teil der patriotischen Wende! +++ Paris. - Am Donnerstag hat der Prozess gegen drei führende Mitglieder der Génération identitaire begonnen. Hintergrund ist die Aktion „Defend Europe: Mission Alps”, bei der im Vorjahr identitäre Aktivisten an der französisch‐italienischen Grenze unter anderem einen provisorischen Zaun errichtet hatten, um gegen die Grenz‐ und Migrationspolitik der französischen Regierung zu protestieren. Bis zu ein Jahr Haft Die Staatsanwaltschaft wirft den Identitären vor, sich bei dieser Aktion als französische Grenzbeamte ausgegeben zu haben, um Migranten an der Grenze zurückzuweisen. Allen drei Angeklagten drohen bis zu ein Jahr Haft und 15.000 Euro Geldstrafe – wobei die Staatsanwaltschaft am Donnerstag eine Haftstrafe von sechs Monaten forderte. Der Génération identitaire selbst droht darüber hinaus eine Geldbuße von bis zu 75.000 Euro. Identitäre weisen Vorwürfe zurück Die Identitären weisen die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zurück. „Defend Europe” sei eine friedliche Aktion gewesen und man habe sich nie als Polizei oder als eine andere Behörde ausgegeben. Den Prozess prangert die identitäre Gruppe als politisch motiviert an. An der „Defend Europe”-Mission am Gebirgspass Col de l’Echelle hatten im April 2018 über 100 identitäre Aktivisten aus mehreren europäischen Ländern teilgenommen. Unter anderem mit der Errichtung eines provisorischen Grenzzaunes und Patrouillenflügen eines Hubschraubers wollten die Identitären der Regierung aufzeigen, dass eine konsequente Grenzpolitik „sehr wohl möglich” sei. Weiterlesen: Frankreich: Mehrere Identitäre in Polizeigewahrsam (30.01.2019) China kündigt Sanktionen gegen US‐Firmen an Alle US‐Unternehmen, die sich an Waffenlieferungen nach Taiwan beteiligen, werden mit Sanktionen belegt. Peking. – China hat am Freitag Wirtschaftssanktionen gegen US‐Konzerne angekündigt. Hintergrund ist ein 2,2 Milliarden Dollar schwerer Waffendeal zwischen den USA und Taiwan. Kampfpanzer und Raketen Die Vereinigten Staaten werden laut Medienberichten insgesamt 108 Kampfpanzer, 250 Stinger‐Raketen, Maschinengewehre sowie Ausrüstung an den Inselstaat Taiwan liefern. Doch damit ziehen die USA den Ärger Chinas auf sich. Immerhin sieht Peking den Inselstaat weiterhin als abtrünnige Provinz, die wieder eingegliedert werden soll. Die chinesische Regierung spricht deshalb von einer „ernsten Verletzung” der Vereinbarung mit den USA. „Um die nationalen Interessen zu schützen, wird China Sanktionen gegen die US‐Firmen verhängen, die in die Waffenverkäufe mit Taiwan verwickelt sind”, erklärte laut Tagesschau-Bericht ein Sprecher des chinesischen Außenministerium. - Gesellschaftvor 7 Tagen Wegen Identitären: ARD‐Journalist Restle lanciert Generalangriff auf AfD - Weltvor 7 Tagen Paris: Verdienstmedaille für Kapitäninnen Rackete und Klemp - Weltvor 5 Tagen Frankreich: Identitäre wegen Grenzschutz‐Aktion vor Gericht - Weltvor 7 Tagen UNO fordert Europäer zu neuen Rettungsaktionen im Mittelmeer auf
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Mental-Turning-Point Mental-Turning-Point oder MTP ist ein Seelsorgekonzept der lutheranischen Theologin Sabine Bobert [1], das auf dem Menschenbild von Roberto Assagioli [2] basiert und Meditationstechniken des Mönchtums mit Erkenntnisse aus der modernen Psychologie sowie den den Neurowissenschaften verbindet. Inhaltsverzeichnis | Konzept Mit ihrem Konzept versucht Bobert den klassischen Weg, Klärung - purificatio, Erleuchtung - illuminiatio, Verbindung mit Gott - unio, auf zeitgemäße Weise zu gehen. Das Ziel ist es, durch mentale bzw. geistliche Übungen zum einem hohen Grad von Konzentration und Klarheit zu gelanden, wobei versucht wird, Erkenntnisse der Pastoralpsychologie zu integrieren. Im Kern greift das Konzept auf Erkenntnisse und Übungen des christlichen Mönchtums, insbesondere der Wüstenväter zurück. Die moderen Seelsorge bzw. Pastoralpsychologie wird von Bobert kritisch gesehen, weil sie auf der Basis von Freud beruht, der dazu neigte, das spezifisch Christliche zu pathologisieren. MTP beruht daher auf dem Menschenbild von Roberto Assagioli, das der christlichen Anthropologie näher steht. Methode Die Methode wird mit Hilfe dreier Übungen durchgeführt; eine Übung des Willens, eine des Gefühls und eine des Denkens. Hierbei geht es darum, sich von der Manipulation zu befreien und zum Eigenen zu gelangen. Gefühlsübung Die Gefühlsübungen verläuft mit Verwendung von Bildern, also durch Betrachtungen. Gedankenübung Die Gedankenübunge besteht in der Form von repetetiven Meditationsübungen bzw. wiederholenden Gebetsformeln, etwa dem Jesusgebet. [3] Es geht darum, innere Unruhe und die Steuerungslosigkeit des Alltags hiner sich zu lassen und, wie die Mönche, in der Hesychia zu leben bzw. die Haltung der ignatianische Indifferenz den geschaffenen Dingen gegenüber einzunehmen. Zur Erläuterung der psychologischen Wirksamkeit dieser Gedankenübung bezieht sich Bobert auf die Technik des Relaxation Response von Herbert Benson. [4] Willensübung Mit der Willensübung soll langfristig die Autonomie des Willens gestärkt werden, indem man sich vornimmt, regelmäßig etwas Zweckfreies zu tun, so dass es nur auf die Willensbetätigung selbst ankommt. Literatur - Sabine Bobert: Jesusgebet und neue Mystik. Grundlagen einer christlichen Mystagogik, Kiel 2010, ISBN 978-3-940900-22-7. - Sabine Bobert: Seelsorge in der Postmoderne, in: Wege zum Menschen, Heft 63 (3/2011), S. 158-172. - Sabine Bobert: Mystik und Coaching mit MTP – Mental Turning Point, Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach 2012, ISBN 978-3-89680-518-8. - Sabine Bobert: Die Rolle des immerwährenden Jesusgebets im Konzept des "MTP - Mental-Turning-Point®" für mystische Erfahrungen heute, in: Hesychia II. Wege des Herzensgebets, hg. v. Andreas Ebert, München 2014, ISBN 987-3-532-62461-6, S. 108-120. Siehe auch: Hesychiatherapie - Marjorie-Wiki: Mental-Turning-Point - Artikel zu MTP, in: Kieler Nachrichten, 20. Februar 2010, Journal S. 5. - Rezension zum Buch "Jesusgebet und neue Mystik", in: Deutsches Pfarrerblatt, Nr. 4/2011, S. 222. - Artikel über Neuro-Enhancement auf der Internetpräsenz der Evangelischen Kirche Deutschlands Anmerkungen - Vgl. zur Person von Bobert ihre Internetpräsenz an der Uni Kiel (Stand. 6. Oktober 2014). - Vgl. Wikipedia: Roberto Assagioli (Stand: 6. Oktober 2014). - Vgl. Sabine Bobert: Die Rolle des immerwährenden Jesusgebets im Konzept des "MTP - Mental-Turning-Point®" für mystische Erfahrungen heute, in: Hesychia II. Wege des Herzensgebets, hg. v. Andreas Ebert, München 2014, ISBN 987-3-532-62461-6, S. 108-120. - Vgl. Wikipedia: Benson-Meditation (Stand: 17. Februar 2015).
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Gute Erkenntnis Larisa. Bin echt gespannt wie das weitergeht. Larisa reagiert ja beinahe panisch. haben sie nicht? mein Weltbild ist erschüttert. spitzen Comic btw geht meine Uhr falsch? es ist doch noch garnicht Montag. @ Martin: Doch, für den Server ist schon Montag. Und der Server hat immer Recht. 😉 @Comic: Sorry, kann gerade nix Sinnvolles dazu schreiben – ich muss gerade aufpassen, dass ich vor lachen nicht vom Stuhl falle 😀 Zoey’s Antwort im vierten Bild der englischsprachigen Version fand ich noch witziger. Gut hab’ ich die RSS-Feeds beider Sprachen abboniert. 🙂 Wenn das so weitergeht, muss Novil bald einen NSFW- Filter einbauen. noch so ein irrer blick OoO das-g schrieb: Zoey’s Antwort im vierten Bild der englischsprachigen Version fand ich noch witziger. Gut hab’ ich die RSS-Feeds beider Sprachen abboniert. Muss auch sagen das ich die Englische Antwort besser finde. Das erklärt warum die Mädchen nie mit mir “fechten” wollten 😀 @ das-g: Ich weiß nicht… Wenn man mal genau über Zoeys deutschen Kommentar nachdenkt, ist der schon irgendwie …wie soll ich sagen? …gewagter! 😀 XD Das ist gut!!! Larissa ist so genial!!! Für den Spruch bekommt sie 100 Feuerzeugpunkte!!! Mir gefällt der Tonfall der englischen Antwort auch erheblich besser 😀 @ sophie d.: Ich muss dir zustimmen. Kennt denn hier keiner Loriot? http://www.youtube.com/watch?v=NEZtmUxCTO4 Als angehender Literaturwissenschaftler kenne ich sowas natürlich. 😉 @ Bratze: Das ist aber eine sehr subtile Anspielung :-/ Sehr, SEHR, sehrsehrsehr subtil. Novil schrieb: Doch, doch – ich finde die Anspielung auch gelungen 😀 aber ich glaube, ich bin inzwischen ziemlich “anglisiert” 😉 »Das ist fein beobachtet…«, …na–ja…, das unterscheidet sich von dem letzten Satz von Zoey doch ein bißchen… Aber ich heiß ja nicht Reich-Ranitzky. 😉 Der Unterton im englischen Text ist aber trotz des Loriot-Zitats etwas feiner; dafür reagiert das internationale Puplikum im allgemeinen etwas feinfühliger – aber das nur am Rande… Zu Larissas (und Zoeys) Feststellung bin ich schon im zarten Alter von 2 Jahren und 10 Monaten gekommen (geschätzt). Damals kam mein kleines Schwesterherz nach der Geburt aus dem Krankenhaus heim; und beim ersten Bad, bei dem ich zugeguckt hab’ (nicht gespannt! war halt neu und interessant, irgendwie) bin ich zu der Erkenntniss gekommen, dass man meine Schwester nicht »vollständig geliefert« hatte – um es mal so auszudrücken. Mein Vater (der »Bademeister«) hat nur gemeint, daſs das so schon »passen« würde und in Ordnung sei… ^^° NAME — Avatar besorgen E-MAIL — Required / not published WEBSITE Code in einer nichtproportionalen Schrift Zitat Sandra und Woo von Oliver Knörzer steht unter der Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz. Weitere Details kannst duauf der Info-Seite finden. 8888 | Anstößige Werbebanner melden | Privacy Policy | Impressum | © 2008 – 2019 Oliver Knörzer
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Kartenspiele: Black Jack Black Jack ist ein Glücksspiel, das normalerweise im Spielkasino gespielt wird. Der Spieler spielt dabei gegen den Croupier, einen Angestellten der Spielbank, der im Gegensatz zum Spieler nach festen Regeln spielt. Gespielt wird mit Spielkarten, von denen jede einen bestimmten Punktewert besitzt. In Casinos wird normalerweise mit 6 Decks (jeweils 52 Karten) gespielt, die sich im sogenannten Kartenschlitten befinden. Damit eventuelle Versuche des Merkens von bestimmten Folgen unterbunden werden, steckt der Croupier nach dem Mischen und Einsortieren in den Kartenschlitten ungefähr 1 Deck ab, das dann nicht ausgespielt wird. Ziel ist, die Punktzahl 21 zu erreichen oder möglichst nahe an den Gesamtwert von 21 heranzukommen. Asse zählen nach Wunsch ein oder elf Punkte, Bilder zählen zehn Punkte, alle anderen Karten zählen ihren aufgedrucken Punktwert. Als Variante gibt es 17 und 4, welches mit einem Skatblatt gespielt wird und wo die Karten etwas andere Werte haben. Zu Beginn eines Durchganges legt der Spieler seinen Einsatz fest. Danach erhält er zwei Karten, die seinen Startpunktwert ergeben. Der Croupier erhält ebenfalls zwei Karten, von denen zunächst jedoch nur eine Karte sichtbar ist. Hat der Spieler mit den ersten beiden Karten bereits die Punktzahl 21 erreicht, weil er ein Ass und eine 10 bzw. ein Bild erhalten hat, so ist das ein so genannter "Black Jack". Der Spieler bekommt i.A. das 1,5-fache seines Einsatzes als Gewinn, sofern der Croupier nicht ebenfalls einen "Black Jack" erreicht. Hat der Spieler mit seinen ersten beiden Karten keine 21, so kann er, muss aber nicht, weitere Karten fordern, bis er glaubt, genügend Punkte zu haben oder bis er den Punktwert von 21 überschreitet - in diesem Fall hat er sofort seinen Einsatz verloren, egal, welchen Punktwert der Croupier erzielt. Will der Spieler keine weitere Karte, zieht der Croupier seine Karten nach festen Regeln, indem er eine weitere Karte nimmt, wenn er 16 Punkte oder weniger hat, und aufhört, wenn er 17 Punkte oder mehr hat. Danach werden die Punktzahlen verglichen. Haben der Spieler und der Croupier unter 22 Punkte, gewinnt der mit der höheren Punktzahl. Hat der Croupier 22 oder mehr Punkte, hat er verloren. Gewinnt der Spieler, gewinnt er i.A. die Höhe seines Einsatzes und erhält den Einsatz zurück. Gewinnt der Croupier, verliert der Spieler seinen Einsatz. Bei Gleichstand erhält der Spieler seinen Einsatz zurück. Der Spieler kann nach Erhalt der ersten beiden Karten unter bestimmten Umständen (meist bei einem Wert der ersten beiden Karten von 9, 10 und 11) seinen Einsatz genau zu diesem Zeitpunkt verdoppeln und erhält dann noch genau eine Karte. Ebenfalls kann er nach Erhalt der ersten beiden Karten, wenn diese gleichwertig sind, die Karten teilen; er erhält dann zu jeder einzelnen Karte eine weitere Karte, spielt also ab dann zwei Spiele gleichzeitig, muss aber für das so entstandene zweite Spiel den gleichen Einsatz wie im Ersten noch einmal bringen. SpielstrategieBearbeiten Die Spielstrategie bestimmt sich beim Black Jack durch die folgenden Möglichkeiten bzw. sichtbaren Informationen: - Eigener Punktwert - Sichtbarer Punktwert des Croupiers - Möglichkeit, zu doppeln oder zu teilen. Unter Zuhilfenahme von Wahrscheinlichkeitsrechnungen kann zu jeder Spielsituation die optimale Spielweise bestimmt werden. Edward O. Thorp, ein amerikanischer Mathematiker, ermittelte mit Hilfe von Computersimulationen erstmals 1962 entsprechende Entscheidungstabellen und erkannte, dass die damaligen Spielregeln bei optimalem Spiel dem Spieler einen Vorteil gaben, was Thorpe durch praktische Studien in Las Vegas, Reno (Nevada) und anderen Spielorten bestätigte. Er erdachte ein System, bei dem er jeder Karte, je nachdem welche Bedeutung ihr Ausspielen für die Gewinnchance hat, die Zahl -1, 1 oder 0 zuordnete. Der Spieler muss dann nur immer mitzählen und sobald der Wert ins Positive geht die Einsätze erhöhen. Mit seinem Team von Mitstudenten, zum Beispiel musste einer die Zählwerte des anderen kontrollieren und bestätigen, zog er durch Casinos in den USA und Europa und erzielte beachtliche Gewinne. Andere Trickser bauten tragbare Computer, die nicht nach dem oben beschriebenen System zählten, sondern nach Eingabe über Taster in den Schuhen genau die bereits ausgespielten Karten registrierten und entsprechende Ergebnisse über Leuchtdioden in einer Brille ausgaben. Solche Versuche des Falschspiels kamen aber natürlich schnell ans Licht, da die Technik noch keine all zu kompakte Bauweise erlaubte. Nach Veröffentlichungen der Möglichkeit des Zählens in Fachzeitschriften wurde in den Casinos anfangs massiv gegen die Falschspieler vorgegangen. Dann wurden die Spielregeln geändert, um den Vorteil des Spielers abzuschaffen; jedoch wurde man den immer raffinierter werdenden Mitzählern nur langsam Herr. Die Spielbedingungen sind jedoch im Allgemeinen so geändert worden, dass der Spieler heute nicht mehr im Vorteil ist, d.h. auch bei optimaler Spielweise auf Dauer Geld verliert.
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Mit der Einführung des neuen Produkt-Portfolios ist Deutsche Glasfaser auf der Überholspur unterwegs. Der bundesweit tätige Spezialist für den Glasfaserausbau vermarktet mit dem Highspeed-Produkt DG premium 500 als einer der ersten Anbieter im deutschen Markt einen Endkunden-Tarif mit 500 Mbit/s im Up- und Download. Das Paket beinhaltet neben dem Internet- und Telefonanschluss über Glasfaser (FTTH) auch eine Internet- und Festnetz-Flatrate ins deutsche Festnetz sowie optional zubuchbar das interaktive Fernsehprodukt aus eigenem Hause, DGTV. Perfekter Service inklusive: Die Wechselgarantie. Wer als Neukunde eines der neuen Pakete DG basic 100, DG classic 200 oder DG premium 500 bucht, zahlt in den ersten 12 Monaten der Vertragslaufzeit die gleiche Grundgebühr in Höhe von 24,99 €.In diesem Zeitraum kann kostenlos und ohne Risiko zwischen den Paketen gewechselt und so der passendste Tarif ausgewählt werden. Erst ab dem 13. Monat fallen dann die individuellen Gebühren laut Preisliste an - diese liegen je nach Paket zwischen 44,99 € und 79,99 €. Deutsche Glasfaser untermauert mit dem neuen Portfolio den Anspruch, Marktführer im Glasfaserausbau werden zu wollen. Auf der besten und zukunftsfähigsten Netzinfrastruktur FTTH werden zum Beweis ab sofort auch die schnellsten und attraktivsten Produkte angeboten. Im Bereich des FTTH-Netzausbaus hat Deutsche Glasfaser sich bereits seit 2012 einen Namen gemacht und blickt auf zahlreiche Erfolge zurück. Ohne Beanspruchung von Subventionen hat das Unternehmen in rund 200 Städten und Gemeinden echte Glasfaserverbindungen bis in die einzelnen Haushalte und Unternehmen gelegt. Dies wurde nun sogar auf europäischer Ebene gewürdigt: Im Februar hat das FTTH Council Europe das Borkener Unternehmen mit dem FTTH Award 2017 für seinen konstant erfolgreichen Ausbau und Betrieb der Glasfasernetze ausgezeichnet. Alle Informationen über Deutsche Glasfaser und die buchbaren Produkte sind online unter www.deutsche-glasfaser.de verfügbar. Die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser mit Sitz in Borken, NRW, ist spezialisiert auf den Infrastrukturausbau mit echten Glasfaser-Direktanschlüssen („Fibre to the Home“, FTTH) von privaten Haushalten und Gewerbegebieten. Deutsche Glasfaser engagiert sich in überwiegend ländlich strukturierten Regionen. Als privatwirtschaftlicher und starker Investor ist Deutsche Glasfaser unabhängiger und kooperativer Partner der Kommunen. Deutsche Glasfaser hat ihren Ursprung in der niederländischen Investmentgesellschaft Reggeborgh, zu der mit Reggefiber der bedeutendste FTTH-Netzbetreiber der Niederlande zählte. Seit Mitte 2015 agiert das Unternehmen unter mehrheitlicher Beteiligung des international engagierten Investors KKR. Rund 1,5 Milliarden Euro Kapital stehen allein für die aktuelle Ausbauplanung mit der Versorgung von 1 Million Haushalten und Unternehmen bereit.
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Porno-Star Janice Griffith macht bei einem Demo-Video für Ethereum-Payment Channels mit und wirbt für Kryptowährungen in der Adult-Branche. Derweil steht Bitcoin unmittelbar davor, bereit für das Lightning-Netzwerk zu sein. SpankChain hat schon mal passable Aussichten, die Kür zum Krypto-Startup mit dem besten Namen 2017 zu gewinnen. Die „CamSite und Payment Plattform“ für Ethereum hat gestern ein Demovideo vorgestellt, in dem Janice Griffith, in entsprechenden Kreisen wohl eine Berühmtheit, mitspielt. SpankChain ist eine der ersten praktischen Anwendungen für Payment-Channels auf der Ethereum-Plattform. Das Video erklärt, wie die Sache abläuft: Man überweist einen Betrag in Ether auf die Wallet von SpankChain. Dann wählt man in einer Galerie von LiveCam-Künstlerinnen die gewünschte Dame aus. Während des Videochats mit ihr kann man nun beliebige Beträge in Ether überweisen, sei es, um sie für gelungene Aktionen zu belohnen, sei es, um sie zu überzeugen, eine gewünschte Performance vorzuführen. Die Überweisungen finden offchain statt, sehen also zunächst nicht die Ethereum-Plattform, sondern werden in der Wallet aktualisiert. Dank der Micropayment-Channel-Technologie sind die Mikro-Transaktionen „trustless“, d.h. es gibt keinen Mittelsmann, dem man vertrauen muss, da die aktuellste Offchain-Transaktion jederzeit auf die Ethereum-Blockchain kann. Technisch ist SpankChain eine Anwendung der Micropayment-Channels, wie sie von Lightning verwendet werden. Eine Einführung in dieses komplexe, aber brillante Konzept findet ihr in diesem Artikel zum Lightning Netzwerk. Praktisch gesehen sind Payment-Channels Smart Contracts, die einen Kanal zwischen zwei Parteien aufbauen, über den diese in Echtzeit ihr Guthaben aktualisieren können. Da jede Partei aktuellsten Stand des Channels – und nur diesen – an die Blockchain ausstrahlen können, müssen sich die beiden Seiten des Kanals nicht vertrauen. Das Rezept ist für Bitcoin schon seit Jahren bekannt, wird auch bereits in ersten Anwendungen umgesetzt, findet aber noch keine ernsthafte Nachfrage auf dem Markt. SpankChain verspricht, dies zu ändern. Den Durchbruch für Payment-Channels soll die Anwendung in der Erotik-Branche bringen. Indem Mittelsmänner, denen man vertrauen muss, beseitigt werden und Transaktionen dank Payment-Channels quasi umsonst sind, können die Gebühren für die Models vor der Kamera deutlich reduziert werden. Mit Janice Griffith hat SpankChain eine Botschafterin in der Szene, die bereits für die Plattform wirbt. Technologisch ist SpankChain nicht zwingend innovativ. Es bildet bilaterale Payment-Channels, wie man sie auch heute schon für Bitcoin bilden kann. Aus praktischen Gründen wird der Channel nicht zwischen dem User und den Erotik-Modells aufgebaut, sondern mit den Betreibern von SpankChain, die die Buchhaltung am anderen Ende des Kanals erledigen. Es ist geplant, auch „Hash Time-Locked Contracts“ einzuführen, mit denen Zahlungen per „Atomic Swap“ die Channels wechseln können. Damit wäre es möglich, dass der User die Erotik-Darstellerinnen direkt bezahlt. Dies ist allerdings noch in der Entwicklung und soll wohl durch eine ICO finanziert werden. Dass Kryptowährungen wegen ihrer pseudonymen Natur attraktiv für die Adult-Branche ist, wird seit langem gesagt. Der Durchbruch scheint aber noch auszustehen. Als ein Grund dafür gilt, dass die Betreiber von Porno-Plattformen lieber Zahlungen mit Kreditkarten annehmen, da man diese monatlich belasten kann – eine Funktion, die bei Bitcoin-Wallets (noch) nicht möglich ist. Mit einem Payment-Channel Modell wie SpankChain könnten die Plattformen zumindest von einmaligen Blockchain-Zahlungen wegkommen. Der User kann Geld in seinen Account einzahlen und dann scheibchenweise ausgeben. Das Besondere ist, dass die Plattform nicht mit dem Geld abzischen kann, da der User weiterhin die privaten Schlüssel besitzt, mit denen er den Channel schließen kann. Auch auf der Bitcoin-Blockchain könnten offchain-Lösungen noch in dieser Woche einen Meilenstein erreichen. Denn heute oder morgen wird SegWit endgültig aktiviert. Mit den dann möglichen SegWit-Transaktionen wird es möglich sein, das Lightning Netzwerk zu benutzen, die erste Umsetzung von zu einem Netzwerk verbundenen Payment-Channels, über die Zahlungen prinzipiell jeden kostenlos und in Echtzeit erreichen können. Dass es prinzipiell möglich ist, per Lightning zu bezahlen, hat eine Demo auf dem Testnet in der Berliner Kneipe Room77 vorgeführt. Auch bei Ethereum wird an Lightning-ähnlichen Payment-Netzwerken gearbeitet. Hervorzuheben ist hier besonders das Raiden Network. Auch Slock.it aus dem sächsischen Mittweida plant, Payment-Channels in ihre Apps zu integrieren, wie der Mitgründer Christoph Jentzsch unlängst in einem Interview erzählt hat. Denn je mehr Daten auf die rasant wachsende Ethereum-Blockchain kommen, desto wichtiger wird es mittel- und langfristig, einen Weg zu finden, triviale Transaktionen offchain zu bringen. Gerade für eine Blockchain wie Ethereum, die neben finanziellen Transaktionen auch zahlreiche speicher- und rechenintensive Smart Contracts ausführt, könnte dies überlebensnotwenig werden. Zunächst wird es aber voraussichtlich das Lightning Netzwerk für Bitcoin geben. Damit Lightning ein benutzbares Zahlungsmittel wird, muss sich jedoch erst ein Netzwerk von Knoten bilden, die Geld bereitstellen, um Liquidität in die Payment Channels zu bringen. Zudem bedarf es der Implementierung in Wallets. Wann dies soweit ist, ist derzeit noch nicht zu sagen, ebenso, wie zentralisiert die Topologie des Netzwerks sein wird. Aber falls es so läuft, wie man es sich vorstellt, könnte es phänomenal werden.
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Versicherungen sollen uns vor Katastrophenrisiken schützen. Einige von ihnen warnen seit 25 Jahren vor den Risiken des Klimawandels. Und doch versichern viele dieser Gesellschaften bis heute die Risiken neuer Kohle-Projekte und investieren Milliarden in Unternehmen die Kohle und fossile Brennstoffe fördern. Aller Rhetorik zum Trotz trägt die Assekuranz direkt zum Klimawandel bei. Eben hat AXA, die grösste Versicherungsgesellschaft der Welt, bekannt gegeben, man werde in Zukunft keine Unternehmen versichern, die einen Teil ihres Umsatzes mit Kohle erwirtschaften. «Das ist ein wichtiger Präzedenzfall, der zeigt, dass Fortschritte möglich sind», sagt Katya Nikitenko, Finanzexpertin von Greenpeace Schweiz. Weitere Versicherer – auch in der Schweiz – werden jetzt gleichziehen müssen: «Wir erwarten, dass Versicherungs-gesellschaften uns vor den Folgen von Naturkatastrophen, Unfällen, Krankheit und anderen Kalamitäten schützen und sicher nicht, dass sie die Klimakatastrophe zusätzlich beschleunigen», so Nikitenko. Der Klimawandel ist DIE Bedrohung des 21. Jahrhunderts und birgt enorme Risiken für die Menschheit. Ein Klimachaos, verursacht durch Treibhausgasemissionen, bedroht unseren Planeten mit immer extremeren Stürmen, Fluten, Trockenperioden, ansteigenden Meeres-spiegeln, grossflächiger Zerstörung von Ökosystemen, Hungersnöten und neuartigen Epidemien. Die Versicherungsindustrie hat die Gefahren eines unkontrollierten Klimawandels erkannt. «Klimawandel ist eine riesige Herausforderung für die Menschheit und die Versicherer werden bei der Bewältigung und Abschwächung der Folgen für die Gesellschaft eine zentrale Rolle spielen», erklärte die Branchenvereinigung der europäischen Versicherer im Oktober 2015. Seit mehr als zwei Jahrzehnten versprechen führende Versicherer und Rück-versicherer wie Swiss Re, Zurich, Allianz, AXA, CHUBB, Aviva und Generali, die Entwicklung einer kohlenstoffarmen Wirtschaft und die Anpassung an das sich wandelndes Klima zu unterstützen. Wenn es um den Klimawandel geht besteht zwischen den hochtrabenden Äusserungen der Versicherungen und ihren Taten in der Regel wenig Übereinstimmung. In ihrem neusten Bericht zeigt die Forschungs- und Beraterfirma Profundo, dass die meisten der 15 grössten europäischen Versicherer und Rückversicherer – unter ihnen die grössten und lautstark um das Wohl des Planeten besorgten Versicherungsgesellschaften der Welt – weiterhin stark in das sogenannte Underwriting (versichern) von fossilen Brennstoffprojekten involviert sind. Nach den jüngsten offengelegten Daten hatten sie in ihrer Funktion als Vermögens-verwalter zudem über $130 Mrd in fossilen Brennstoffunternehmen angelegt. Laut Ceres haben die 40 führenden Versicherer in den USA gar $459 Mrd im fossilen Brennstoffbereich investiert. Mit anderen Worten, Versicherungsgesellschaften tragen eifrig zum katastrophalen Klimawandel bei, vor dem sie uns eigentlich schützen sollten. Weitere Infos (auf Englisch) hier: www.unfriendcoal.com
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Kants Lehre vom GewissenDas Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland bestimmt, dass der Abgeordnete nur seinem Gewissen unterworfen sei. Die angebliche praktische Vernunft mit ihrem kategorischen Imperativ ist offenbar am nächsten verwandt mit dem Gewissen, wiewohl von diesem erstlich darin wesentlich verschieden, daß der kategorische Imperativ, als gebietend, nothwendig VOR der That spricht, das Gewissen aber eigentlich erst hinterher. VOR der That kann es höchstens INDIREKT sprechen, nämlich mittels der Reflexion, welche ihm die Erinnerung früherer Fälle vorhält, wo ähnliche Thaten hinterher Mißbilligung des Gewissens erfahren haben. Hierauf scheint mir sogar die Etymologie des Wortes GEWISSEN zu beruhen, indem nur das bereits Geschehene GEWISS IST. Nämlich in jedem, auch dem besten Menschen steigen, auf äußern Anlaß, erregten Affekt, oder aus innerer Verstimmung, unreine, niedrige, boshafte Gedanken und Wünsche auf: für diese aber ist er moralisch nicht verantwortlich und dürfen sie sein Gewissen nicht belasten. Denn sie zeigen nur an, was DER MENSCH ÜBERHAUPT, nicht aber was ER der sie denkt zu thun fähig wäre. Denn andere Motive, die nur nicht augenblicklich und mit jenen zugleich ins Bewusstsein treten, stehen ihnen bei ihm, entgegen; so daß sie nie zu Thaten werden können: daher sie der überstimmten Minorität einer beschließenden Versammlung gleichen. An den Thaten allein lernt ein Jeder sich selbst, so wie die Andern, empirisch kennen und nur SIE belasten das GEWISSEN. Denn sie sind nicht problematisch wie die Gedanken, sondern, im Gegensatz hievon, GEWISS, stehen unveränderlich da, werden nicht bloß gedacht, sondern GEWUSST. Mit dem Lateinischen verhält es sich ebenso: es ist das Horazsche conscire sibe, pallescere culpa. [...]. Es ist das WISSEN des Menschen um Das, was er gethan hat. Zweitens nimmt das Gewissen seinen Stoff stets aus der Erfahrung, welches der angebliche kategorische Imperativ nicht kann, da er rein a priori ist. Arthur Schopenhauer. Werke in fünf Bänden. Bd.3 Kleinere Schriften. Preisschrift über die Grundlage der Moral. Haffmanns Verlag AG. Zürich 1988. S.526 Artikel 38(1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen. Das gilt freilich für alle Abgeordneten und das nicht nur bei besonderen Anlässen, sondern für jede einzelne Entscheidung eines jeden Parlamentsmitgliedes, die dieses in seiner Eigenschaft als Abgeordneter zu treffen hat. Es gibt also gar keinen Anlass, das "Gewissen" bei einer einzelnen Entscheidung als "besonderen" (oder gar einzigen!) Beweggrund anzugeben, während man bei allen anderen Entscheidungen ohne einen solchen Verweis auskommt. Kurz: der Verweis auf das Gewissen ist als Rechtfertigung für politische Handlungen nicht hinreichend. Das "Gewissen" ist nicht Grund sondern Instanz. Es schließt an moralische Grundvorstellungen, Prinzipien oder Maximen erst an und fällt seine Urteile in Abhängigkeit von diesen. Und wer sich auf sein Gewissen beruft, kommt nicht umhin, dennoch seine Handlungsgründe (die durchaus auch moralischer Natur sein können) anzugeben. Im Falle der hessischen SPD-Umfaller scheint es mir, als wollten sie sich genau um diese Darlegung ihrer Gründe drücken. Wer - wie Carmen Everts, Silke Tesch und Jürgen Walter - aber in einer Situation, die er nicht begründen will oder kann, auf sein Gewissen als "Grund" seines Handels verweist, der treibt Schindluder mit der verbrieften Gewissensfreiheit, die eben nicht Ausnahmefällen - als Notausgang - vorbehalten bleiben soll, sondern ganz selbstverständliches Moment aller Handlungen und Entscheidungen. Böswilligere Naturen als ich könnten da womöglich auf die Idee kommen, dass, wer nur alle Jubeljahre mal sein "Gewissen" entdeckt, die übrige Zeit offenbar auch ohne dieses recht gut durchs Leben kommt. ;-)
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Jüdische Gemeinde Karlsruhe Die Jüdische Gemeinde Karlsruhe (hebräisch ק"ק קרלסרוהה) ist eine Israelitische Kultusgemeinde in Nordbaden. Ihre Vorläufer in den heute nach Karlsruhe eingemeindeten Stadtteilen Durlach und Grötzingen reichen bis in das Mittelalter zurück. Sie besteht seit etwa 1717, unterbrochen in den Jahren 1940 bis 1945. Die Gemeinde ist Teil der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden. Inhaltsverzeichnis Historische EntwicklungBearbeiten 1715–1800Bearbeiten 1715 legte Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach im Hardtwald den Grundstein für die in Form einer Sonne angelegte badische Residenz. Durch ein entsprechendes Privileg konnte jeder Bürger werden, der ein Vermögen von 500 Gulden besaß und ein Modellhaus errichtete. Nur eingeschränkt galt dies für Israeliten, die nur gegen Schutzgeld als Schutzjuden aufgenommen wurden. Die früheste, belegte Aufnahme in diesen Status war am 6. Juli 1717 und betraf Isaac Benjamin Caan mit Ehefrau Fradel.[1] Unter den ersten waren auch Joseph Jacob aus Ettlingen (später: Ettlinger), der den Marstall errichtete, Rabbiner Nathan Uri Cahn, gebürtig aus Metz, der 1720 von Pforzheim in die Hauptstadt der Markgrafschaft gekommen war und Emanuel („Mändel“) aus Durlach (später: Reutlinger), der als Judenschultheiß gemeinsam mit dem Rabbiner für die niedere Gerichtsbarkeit, die Einhaltung der Gesetze der Tora und die Besteuerung der Mitglieder verantwortlich war. In seinem Amt folgte ihm 1724 Hoffaktor Salomon Mayer aus Wesel, neben dem ein Synagogenrat gebildet wurde. Aus der Salomon-Mayer'schen Stiftung (später Modelsche Stiftung) entstand ein Lehrhaus (Bet Ha-Midrasch)[2]. Bereits 1723 legte die Gemeinde am Rüppurrer Tor einen eigenen Friedhof an, benachbart stand eine Herberge für durchreisende Betteljuden und ein Spital. Die Gemeinde erwarb 1724 ein Haus mit Garten in der Kronenstraße, in dem sie Betsaal, Schule und rituelles Bad (Mikwe) einrichtete. 1750 starb Rabbiner Cahn. Als sein Nachfolger wurde Nathanael Weil bestimmt, der viele Jahre in Prag gewirkt hatte. 1752 trat die zwischen Regierung und Gemeindevertretern ausgehandelte Karlsruher Judenordnung in Kraft, die die Rechte und Pflichten der israelitischen Einwohner nach säkularem Recht und nach Religionsgesetz regelte und im Wesentlichen bis 1808/9 Geltung behielt. 1755 brachte der christliche Drucker Held mit Hilfe von jüdischen Setzern das erste in der Stadt gedruckte hebräische Buch heraus, Rabbiner Weils Talmud-Kommentar Korban Netanel. Weitere Titel folgten, gedruckt bei Helds Nachfolger Lotter, darunter Jechiel Heilprins Seder ha-Dorot (1769) und die Erstauflage von Jonathan Eybeschütz' Yearot Dvash („Honigwälder“, 1779/82). Seit 1762 ist in der Karlsruher Gemeinde die Beerdigungsbruderschaft Chevro Kaddisha (Gemilus Chasodim) belegt, die sich traditionell – neben der Versorgung der Verstorbenen – auch sozialer Belange von Familien und Alten annimmt[3]. Um sie herum entstand ein dichtes Netz religiöser Stiftungen und wohltätiger Vereine. Als Rabbiner Weil 1769 bei einem Besuch in Rastatt verstarb, entbrannte ein Streit darüber, wo er begraben werden dürfe. Die Karlsruher setzten sich gegen die baden-badische Judenschaft durch, der Leichnam wurde in einem großen Trauerzug in Begleitung von Militär überführt. Das Grab des als Gaon verehrten „Korben Nesanel“, wie er in aschkenasischer Lautung nach seinem Hauptwerk genannt wurde, befindet sich auf dem alten Jüdischen Friedhof an der Kriegsstraße; zu Jahrzeit im Mai wird bis heute jedes Jahr an seinem Grab gebetet. Sein Sohn Jedidia Tia Weil übernahm 1770 das Rabbineramt. 1783 hob der liberale Markgraf Karl Friedrich die (in Baden ohnehin nicht mehr praktizierte) Leibeigenschaft auf. Für die damit verbundenen Steuererleichterungen und die Erlaubnis, den Wohnsitz ohne Erlaubnis des Hofs zu wechseln, gewann das markgräfliche Haus unter den Juden höchstes Ansehen. Die Gemeinde entwickelte sich deutlich in den ersten Jahrzehnten: 1724 wurden bei der Wahl zu Gemeindeämtern 24 jüdische Familienoberhäupter genannt. 1733 gab es bereits 62 jüdische Familien mit insgesamt 282 Personen[4]. im Jahr 1800 war die Gemeinde bereits auf etwa 530 erwachsene Mitglieder angewachsen. 1798 begann Friedrich Weinbrenner den Neubau der Synagoge in der Kronenstraße, die acht Jahre später eingeweiht wurde. Das 19. JahrhundertBearbeiten 1809 leitete ein Edikt des Großherzogs die ersten Schritte zur rechtlichen Gleichstellung der jüdischen Religionsgemeinschaft mit anderen Konfessionen ein. Damit einher ging die Gründung des in Karlsruhe angesiedelten Oberrats der Israeliten Badens entsprechend einem Kirchenkonsistorium. Im selben Jahr wurde Ascher Löw(-Wallerstein) als Rabbiner berufen; bis 1837 übte er das Amt aus. Als erster jüdischer Student in Baden und späterer Sekretär des Oberrats machte sich der Karlsruher Naphtali Epstein einen Namen. Er organisierte ein rechtlich fundiertes jüdisches Schulwesen in Baden und trat für moderate Reformen im Kultus ein. 1819 gründete sich auf Initiative des Bankiers Salomon Haber ein reformierter „Tempelverein“. Zehn Familien beteten nach Berliner bzw. Hamburger Vorbild auf deutsch und setzten sich von den traditionell eingestellten Familien ab. Um 1830 begannen weitere Auseinandersetzungen um die bürgerliche Emanzipation, worin die Karlsruher Gemeinde eine Schlüsselrolle spielte. Jakob Jokew ben Aharon Ettlinger, 1798 in Karlsruhe geboren, Schüler von Ascher Löw und zeitweilig Talmudlehrer am Elias Wormser'schen Lehrhaus, ab 1836 Oberrabbiner und Av Bet-Din in Altona, initiierte eine einflussreiche orthodoxe Gegenbewegung, die besonders in Karlsruhe ihre frommen Anhänger hatte. Schon Ende des 18. Jahrhunderts hatte sich in Karlsruhe eine eigene Druckerei für hebräische Ritualliteratur etabliert, die unter Pelte Epstein und Löw bzw. Hirsch Wormser als Großherzoglich Privilegirte Hebräische Buchdruckerey mit einigem Erfolg bis etwa 1840 arbeitete. Beim Brand des Hoftheaters 1847 rettete das Gemeindemitglied Moritz Reutlinger zahlreiche Besucher vor den Flammen bzw. Rauchgasen und wurde dafür vom Großherzog und vielen Bürgern geehrt, während vielerorts im Zuge der revolutionären Bewegung in Baden auch der Antisemitismus aufflammte. 1862 brachte das Gesetz über die bürgerliche Gleichberechtigung der Israeliten zumindest theoretisch gleiche Chancen im Zugang zu Studium und öffentlichen Ämtern, markierte aber auch zunehmende Assimilation und den allmählichen Verlust jüdischer Traditionen. Dem traten seit Mitte des Jahrhunderts orthodoxe Karlsruher entgegen, die sich 1869/70 zum Austritt aus der Mehrheitsgemeinde entschlossen, als die liberale Mehrheit zur Renovierung der Synagoge den Einbau einer Orgel plante. Gleichzeitig erhielten die badischen Juden weitgehende Gewerbefreiheit und rückten in Staatsämter auf. So erhielt der Karlsruher Anwalt Dr. Rudolf Kusel 1861 einen Sitz in der badischen Ständeversammlung, der Karlsruher Moritz Ellstätter wurde 1868 badischer Finanzminister. Nachdem 1871 die Synagoge in der Kronenstraße beim Brand eines Nachbarhauses zerstört worden war, entstand nach den Plänen von Josef Durm in den Jahren 1872–75 ein Neubau mit Gemeindehaus und Wohnungen. Jahrhundertwende bis 1933Bearbeiten Um 1900 entschied die Stadtverwaltung, die Kriegsstraße am Mendelssohnplatz (dem alten Rüppurrer Tor) zu verbreitern. Der dortige Friedhof war dem Vorhaben im Weg. Gegen den erbitterten Widerstand beider Gemeinden, die auf die Unantastbarkeit jüdischer Friedhöfe nach den Gesetzen der Tora verwiesen, erzwang die Stadt die Auflösung des Friedhofs und Umbettung der Toten. Gegründet auf die Synagogalmusik von Lewandowski und Sulzer, entfaltete sich in der Synagoge in der Kronenstraße etwa ab der Jahrhundertwende ein reges Musikleben. Kapellmeister Kurt Stern dirigierte und komponierte, der nicht-jüdische Musikdozent Theodor Munz komponierte, spielte Orgel am Schabbat und leitete den Chor, ähnliche Aufgaben übernahm bei anderen Gelegenheiten Ruth Porita (Poritzky), die – wie ihre Gesangskollegin Elsa Eis – gelegentlich an Feiertagen Teile der Liturgie vortrug. Anfang des Jahrhunderts erreichte das Judentum in der Stadt eine gewisse Blüte. Die Stadt hatte 1925 3.386 jüdische Einwohner/-innen, davon dürften etwa 60 % der liberal bis konservativ eingestellten Hauptgemeinde angehört haben, ungefähr 20 % der Austrittsgemeinde. Einigen Ruhm erwarb der Karlsruher Innenminister Ludwig Haas beim Sturz der Monarchie im November 1918, als er sich an der Spitze eines Trupps von Soldaten schützend vor die Familie des abgedankten Großherzogs Friedrich stellte.[5] Verwurzelt im liberalen Judentum, sah sich Rechtsanwalt Dr. Haas als „deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“. Das jüdische Vereinswesen in Karlsruhe war vielfältig. Die meisten Vereine hatten Mitglieder sowohl aus der Mehrheitsgemeinde als auch aus der Orthodoxie. So gab es die traditionellen Israelitischen Frauen-, Brotunterstützungs- und Männerkrankenvereine; aus jüngerer Zeit örtliche Zweige des Central-Vereins deutscher Bürger jüdischen Glaubens und des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten sowie die Karl-Friedrich-Loge des Bne Brit. Zu den Neugründungen der Zeit zählten das Lehrhaus Chaim Nachman Bialik, der Turnclub TCK 03 und der Sportklub Hakoah. Verfolgungen und HolocaustBearbeiten Seit 1933 begann eine starke Zuwanderung von Familien aus der ländlichen Umgebung nach Karlsruhe und zugleich die Emigration nach westlichen Ländern sowie die verstärkte Alija nach dem Mandatsgebiet Palästina. 1936 wurden alle schulpflichtigen Kinder in eine separate Jüdische Schule in der Markgrafenstraße verwiesen. Ende Oktober 1938 wurden bei der so genannten „Polenaktion“ etwa 60 ursprünglich aus Polen stammende, männliche Juden aus Karlsruhe an die Grenze nach Zbąszyń (Bentschen) abgeschoben, ihre Familien folgten zumeist nach. Viele von ihnen kamen in der Folge in polnischen Ghettos und Lagern ums Leben. Während des Novemberpogroms am 9./10. November 1938 wurde die Synagoge in der Kronenstraße teilweise zerstört und die Synagoge in der Karl-Friedrich-Straße in Brand gesteckt. Betsäle, jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden verwüstet, Menschen von organisierten Horden verprügelt. Mehrere Hundert jüdische Männer kamen in „Schutzhaft“ und wurden in den Tagen darauf in das KZ Dachau verschleppt, misshandelt und zur baldigen Auswanderung gedrängt. Der Karlsruher Adolf Loebel rettete aus der zerstörten Synagoge Kronenstraße eine etwa im 13. Jahrhundert in Krautheim entstandene Torarolle, versteckte sie auf dem Dachboden des angrenzenden Gemeindehauses und brachte sie bei seiner Auswanderung 1945 in die USA. Später übergab er dieses vielleicht älteste erhaltene Sefer Tora Badens dem Sir Isaac and Lady Edith Wolfson Museum in Jerusalem.[6] Am 22. Oktober 1940 wurden in der „Wagner-Bürckel-Aktion“, 15 Monate vor der Wannseekonferenz, fast 900 Männer, Frauen und Kinder aus den Wohnungen geholt und per Bahn in das im unbesetzten Süden Frankreichs nahe den Pyrenäen liegende Lager Gurs deportiert. Von dort aus wurden sie zum großen Teil später in die Vernichtungslager im Osten weiter deportiert und dort ermordet. Über ein Drittel der jüdischen Vorkriegsbevölkerung[7] der Stadt, fast 1100 Menschen, verloren im Holocaust ihr Leben. 1945 bis heuteBearbeiten Nach 1945 kehrten vereinzelt Mitglieder der Gemeinde in die ehemalige Heimatstadt zurück, so aus den Familien Nachmann, Freund und Weißmann. Verfolgte aus Osteuropa kamen aus den DP-Lagern hinzu und begannen in der Herrenstraße 14 ein neues Gemeindeleben. Ab den späten 1980er Jahren belebte die Zuwanderung aus Russland und den GUS-Staaten die überalterte Religionsgemeinschaft. Heute hat die Synagogengemeinde in der Knielinger Allee annähernd 900 Mitglieder[8] und versteht sich als Einheitsgemeinde, die verschiedenen Richtungen eine Heimat bietet. Gebetet wird nach orthodoxem Ritus. Die Karlsruher Gemeinde hat heute einen hauptamtlichen Vorbeter, Menachem Brummer, und ist (Stand 2017) auf der Suche nach einem Rabbiner, nachdem Arie Folger nach Wien berufen worden ist. Es gibt eine Kita und Religionsunterricht, der Bau einer Mikwe ist geplant. Rabbiner und Kantoren (Auswahl)Bearbeiten - Nathan Uri Cahn (?–1750), Rabbiner von 1718 bis 1749 - Netanel Weil (1687–1769), Oberrabbiner von 1750 bis 1769 („Korban Netanel“) - Tiah Weil (1721–1805), Rabbiner von 1770 bis 1805 - Ascher Löw (1754–1837), Oberrabbiner von 1809 bis 1837 - Elias Willstätter (1796–1842), Rabbinatsverweser von 1837 bis 1842 - Benjamin Willstätter (1813–1895), Rabbiner von 1842 bis 1874 - Adolf (Arie) Schwarz (1846–1931), Rabbiner von 1875 bis 1893 - Leopold Treitel (1845–1931), 2. Stadtrabbiner von 1884 bis 1895 - David Sander (1867–1939), 2. Stadtrabbiner von 1895 bis 1896 - Salomon Posner (1866–1942), 2. Stadtrabbiner von 1897 bis 1903 - Moses Lippmann (1867–1945), Kantor und Religionslehrer von 1896 bis 1934[9] - Juda Bergmann (1874–1956), 2. Stadtrabbiner im Jahr 1903[10] - Samuel Rubin (1846–1909), Oberkantor bis 1909, Schüler von Salomon Sulzer - Julius Zimels (1872–1955), 2. Stadtrabbiner von 1904 bis 1912 - Meier Appel (1851–1919), Stadtrabbiner von 1894 bis 1919 - Simon Metzger (1878–1955), Kantor von 1914 bis 1925, Oberkantor bis 1939 - Siegfried Speyer (1876–1942), Kantor und Religionslehrer von 1923 bis 1939 - Hermann Löb (1884–1962), 2. Stadtrabbiner von 1913 bis 1917 - Viktor Kurrein (1881–1974), 2. Stadtrabbiner 1918, Stadtrabbiner von 1919 bis 1923 - Julius Cohn (1878–1940), 2. Stadtrabbiner von 1919 bis 1925 - Hugo Schiff (1892–1986), Stadtrabbiner von 1925 bis Ende 1938 - Hans (Yaakov) Andorn (1903–1945), 2. Stadtrabbiner von 1932 bis 1934 - Ulrich Steuer (1912–1973), 2. Stadtrabbiner 1934 bis 1936 - Jakob Wechsler (1882–1942), Kantor und Religionslehrer von 1939 bis 1940 - Zeev-Wolf Rubins (* 1972), Rabbiner von 2010 bis 2013[11][12] - Arie Folger (* 1974), Rabbiner von 2014 bis 2016[13] LiteraturBearbeiten - Jael Paulus: Die jüdische Gemeinde Karlsruhe. In: Juden in Baden 1809–1984. 175 Jahre Oberrat der Israeliten Badens. Karlsruhe 1984, S. 227–233. - Heinz Schmitt (Hrsg.): Juden in Karlsruhe. Beiträge zu ihrer Geschichte [...]. Badenia, 2. Aufl., Karlsruhe 1990, S. 41–80 - Hans Oppenheimer: Karlsruhe: Bild einer Gemeinde. In: CV-Zeitung Nr. 44, 29. Oktober 1936, S. 7–10 - Moshe Nathan Rosenfeld: Jewish printing in Karlsruhe : a concise bibliography of Hebrew and Yiddish publications printed in Karlsruhe between 1755 and 1840. London 1997. - Berthold Rosenthal: Aus den Jugendjahren der jüdischen Gemeinde Karlsruhe. In: Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums. H. 4, 1927. S. 207–220. - J.A. Zehnter: Zur Geschichte der Juden in der Markgrafschaft Baden-Durlach. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins. Jg. 51, N.F. 12 und Jg. 54, N.F. 15. EinzelnachweiseBearbeiten - Schutzaufnahmen von Juden in Karlsruhe, zsgest. von E.O. Bräunche nach GLA 206 Nr. 2192, vgl. Juden in Karlsruhe, S. 514 f. - vgl. Carsten Wilke: Bücherbrief aus Mexiko. Hannah Arendts Schatzkisten im Land der Azteken. In: Kalonymos 8. Jg. 2005, H. 1, S. 1–3 http://www.steinheim-institut.de/edocs/kalonymos/kalonymos_2005_1.pdf - Marie Salaba in: Juden in Karlsruhe, S. 293 - E.O. Bräunche in: Juden in Karlsruhe, S. 42 - Vgl. Frankfurter Israelitisches Familienblatt, No 37, 29. September 1921, S. 2 - Josef Werner: Hakenkreuz und Judenstern. Das Schicksal der Karlsruher Juden im Dritten Reich. Karlsruhe: Badenia, 2. Aufl. 1990, S. 14 und 287 - Auskunft Stadtarchiv Karlsruhe, 2016 - http://www.jg-karlsruhe.de/, Stand 2016 - vgl. http://gedenkbuch.informedia.de/index.php/PID/12/name/11/ - in der Lit. häufig falsch, vgl. aber http://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php/De:Lexikon:ereig-0297 und Generallandesarchiv KA 235/12661. - Tina Kampf: «Der Wander-Rabbiner wird in Karlsruhe sesshaft» Zeev-Wolf Rubins hat die Jüdische Kultusgemeinde überzeugt, — BNN v. 19. November 2010 - Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 16. März 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. - http://www.ordonline.de/rabbiner/folger_arie/
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sollten; Landkeßler, die in Basel arbeiten wollten, hatten hier zünftig zu werden und, wenn sie dann noch die Landarbeit fortsetzten, dem Verbandsherrn zu huldigen. In der Folge muß die Zugehörigkeit der zünftigen Keßler in der Stadt zum Bunde etwas Umfassendes und Selbstverständliches geworden sein; die in Basel ansässigen und zu Schmieden zünftigen Keßler nahmen an den Verbandstagen zu Breisach regelmäßig Teil; und daß auch der Basler Markt als zum Rechte des Keßlerverbandes gehörend galt, erhellt z. B. aus der Einsprache, die Konrad Dietrich von Ratsamhausen Namens der Kaltschmiede des Keßlerhandwerks 1477 dagegen erhob, daß die Basler Ludwig Peyer der Glockengießer und Jacob der Krämer eiserne Pfannen aus Köln und Nürnberg bezogen und hier feilboten; der Rat wies ihn ab, weil die Keßler mit solchen Pfannen gar nicht Handel trieben und somit auch keinen Eintrag litten. Wir werfen hier rasch einen Blick auf die Schmiedenzunft. Wie anderwärts, wird auch in Basel die Metallarbeit eines der Gewerbe gewesen sein, die schon früh für den Absatz an das große Publikum produzierten. Dem entspricht die Ausdehnung der Zunft, ihre Teilung in zahlreiche verwandte Einzelgewerbe. Vor Allen die Schlosser, die auch uns noch bezeugt sind durch prächtige Kunstarbeit. Dann die in dieser Zeit allgemeinen Reitens und starken Fährverkehrs wichtigen Hufschmiede; bei ihnen hauptsächlich finden wir die zahllosen, durch Komposition mit „isen“ gebildeten Namen. In der stolzen dunkeln Gruppe der Waffenschmiede sehen wir die Sarwürker (die Panzer Hauben Schürzen und Handschuhe aus Ringelwerkfertigen) später Plattner werden. Weiter beachten wir das eigentümliche Verhältnis der Schmiede zu den Wassergewerben, das seinen offiziellsten Ausdruck in der Ernennung der Wasserfünf (s. oben S. 330) durch die Schmiedenzunft hat. Erklärt wird es wohl dadurch, daß auch einzelne Schmieden auf die Lage am Wasser angewiesen, sowie daß die Schmiede die Mechaniker, die Erbauer der Mühlwerke sind; daher hat die Schmiedenzunft das Gefecht der Müllersäcke und sind die Müller bei ihr zünftig. Die Gießerhandwerke finden wir spezialisiert als Kannengießer Hafengießer Zapfengießer Rotgießer. Unter diesen fertigen die Kannengießer nicht allein das vielgebrauchte Zinngeschirr, sondern auch die „leitkennel“ und
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Bahnstrecke Dorfen-Velden Die Bahnstrecke Dorfen-Velden (auch (obere) Vilstalbahn genannt) war eine eingleisige Nebenbahn in Ober- und Niederbayern. Sie verlief von Dorfen über Taufkirchen (Oberbayern) nach Velden. Auf der Trasse, die nur auf den letzten Kilometern zwischen den Stationen Moosen und Velden Niederbayern berührte, verläuft heute ein Radweg. Die Strecke war Teilstück einer ursprünglich als Vilstalbahn geplanten Bahnstrecke von Vilshofen an der Donau über Vilsbiburg nach Dorfen. Die durchgehende Strecke konnte wegen Ausbruchs des Ersten Weltkriegs nicht mehr realisiert werden. Kurios: Entlang der Strecke gibt es zwei Orte mit gleichem Namen (Babing). Dies hat vermutlich häufig zu Missverständnissen geführt, bei denen Fahrgäste an der falschen Station ausgestiegen sind. Inhaltsverzeichnis Verlauf Dorfen - Taufkirchen (Vils) - Moosen - Velden Geschichte Am 19. Juni 1891 beantragte der Markt Dorfen bei der Staatsbahnverwaltung den Bau einer Lokalbahn Dorfen-Velden. Am selben Tag beschloss eine Versammlung des Eisenbahnkomitees in Velden, dass aus den Erträgnissen des Lokal-Malz-Aufschlages im Falle der Genehmigung 50000 Mark für die Verwirklichung der Bahn zur Verfügung gestellt werden. Am 23. Juli 1891 beantragten die Märkte Dorfen und Velden, diese Lokalbahn in den nächsten Lokalbahngesetzentwurf aufzunehmen. Um die Rentabilität der Strecke zu dokumentieren, wurde unter anderem auf acht Brauereien und eine Dampfsäge sowie fünf große Viehmärkte in Velden hingewiesen. Die Staatsbahn ließ eine generelle Projektierung für die Strecken Dorfen-Taufkirchen-Velden sowie Dorfen-Tegernbach-Velden durchführen, wobei sich herausstellte, dass die Streckenführung über Taufkirchen die bessere war. So beantragten die drei Gemeinden am 14. Juli 1894 die Strecke über Taufkirchen. Am 9. und 10. Juli 1894 fand von Dorfen aus eine Streckenbegehung statt. Am 10. August 1895 erschien im Vilsbiburger Anzeiger ein kritischer Artikel zum geplanten Bahnbau. Der Personenverkehr von Velden ziehe nicht nach Dorfen, sondern nach Vilsbiburg und Landshut, außerdem gehöre Velden nach Vilsbiburg zum Bezirksamt, Amtsgericht und Rentamt sowie nach Landshut zur Regierung, zum Landgericht und zum Forstamt. Dennoch wurde die Bahnstrecke mit Gesetz vom 17. Juni 1896 beschlossen und im Januar 1897 unter der Leitung von Ingenieur Georg Ehrne mit dem Abstecken der Trasse begonnen. Nach Velden wurden neun Bahnbedienstete versetzt. Dort wurde neben dem Bahnhofsgebäude auch ein Güterschuppen und eine Lokremise mit Nebengebäuden errichtet. Diese Bauten waren am 17. Oktober 1898 fertig. Die Probefahrt fand am 15. Dezember 1898 statt, am 24. Dezember 1898 war die Eröffnung. Im ersten vollen Betriebsjahr 1899 beförderte die Bahn 98517 Personen und 26068 t Güter. Das ergab bei 73556 Mark Einnahmen einen Einnahmeüberschuss von 18521 Mark. Als sich besonders nach dem Zweiten Weltkrieg das Wirtschaftsergebnis stark verschlechterte, wurde zum 26. Mai 1968 der Reisezugverkehr eingestellt, der Güterverkehr erst am 1. Juli 1993. Am 31. Juli des gleichen Jahres wurde die Strecke stillgelegt. verkehrende Linien nicht möglich Stationen - Bf Dorfen - Hp Dorfen Markt - Hp Algasing - Hp Babing b. Dorfen - Bf Taufkirchen (Vils) - Hp Ratzing - Bf Moosen (Vils) - Hp Babing (Vils) - Bf Velden (Vils) Anschließende Bahnstrecken Knotenpunkt Dorfen Wichtige Bauwerke an dieser Strecke Literatur - Walther Zeitler: Eisenbahnen in Niederbayern und der Oberpfalz. Vereinigte Oberpfälzische Druckereien und Verlagsanstalt GmbH, Weiden 1985, ISBN 3-924350-01-9
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Die digitale Faustedition besteht aus einem Archiv der Handschriften und der zu Lebzeiten erschienenen textkritisch relevanten Drucke zum ‚Faust‘, einem konstituierten Text des ‚Faust I‘ und des ‚Faust II‘ sowie Visualisierungen zur Genese des Werks. Sie ist Teil einer Hybridausgabe. Die Buchpublikation, die den konstituierten Text des ‚Faust‘ und ein Faksimile von 2 H mit Transkription enthält, ist im Oktober 2018 erschienen. Im Dezember 2018 ist eine zweite, durchgesehene Auflage des konstituierten Textes erschienen. Version 1.2 RC Die Version 1.2 RC dieser Ausgabe wurde im Juli 2019 veröffentlicht. Ausführlichere Informationen hier. Handschriften Goethe hat beinahe in jeder Phase seines Lebens an dem Werkprojekt ‚Faust‘ gearbeitet. Erhalten ist ein umfangreicher Bestand an Handschriften, die von etwa 1774 bis 1831 reichen. Die erhaltenen Handschriften bestehen aus Notizen, Entwürfen zu einzelnen Szenen und Versgruppen, Arbeitshandschriften, vorläufigen und überarbeiteten Reinschriften sowie Druckvorlagen. Aber auch Abschriften von fremder Hand, Tagebucheinträge und Briefe gehören dazu, sofern sie Fassungen oder Varianten enthalten. Der größte Teil der Überlieferung gehört zum ‚Faust II‘ und stammt aus der Zeit seit der Wiederaufnahme der Arbeit am ‚Faust‘ im Jahr 1825. Der weitaus umfangreichste Teil der Textzeugen liegt im Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar (GSA). Der Bestand des GSA umfasst 455 Handschriften mit insgesamt 1800 beschriebenen Seiten zum ‚Faust‘. 89 Handschriften mit 600 beschriebenen Seiten befinden sich im Besitz von 23 weiteren Institutionen in Deutschland, der Schweiz, Großbritannien, Polen, Frankreich, Italien und in den Vereinigten Staaten sowie in Privatbesitz. Das digitale Archiv macht die gesamte relevante Überlieferung des ‚Faust‘ in Abbildungen zugänglich. Der handschriftliche Zusammenhang der Blätter, Bogen und Lagen wird in der Konvolutdarstellung wiedergegeben. Jede Handschrift ist mit einer detaillierten Beschreibung versehen (Metadaten). Den Abbildungen stehen zwei Transkriptionen zur Seite, die dokumentarische und die textuelle. Die dokumentarische Transkription gibt die Niederschrift in ihren räumlichen Verhältnissen genau wieder. Sie dient der Erschließung der oftmals schwer entzifferbaren Handschriften. Die textuelle Transkription abstrahiert vom Erscheinungsbild der Handschriften und gibt den Text einer Handschrift wieder. Drucke 1790 erschien ‚Faust. Ein Fragment‘ im Druck. 1808 erschien in der ersten bei Cotta erschienenen Gesamtausgabe ‚Faust. Eine Tragödie‘ mit „Der Tragödie erster Theil“. Zwei Partien des zweiten Teils wurden 1827 und 1828 in der Ausgabe letzter Hand veröffentlicht: ‚Helena, klassisch- romantische Phantasmagorie. Zwischenspiel zu Faust‘ sowie, unter dem Titel ‚Faust. Zweyter Theil‘, der spätere Beginn des ersten Akts. Zu einer vollständigen Veröffentlichung des ‚Faust II‘ kam es erst kurz nach Goethes Tod, 1833. Teil der Ausgabe sind alle textkritisch relevanten Drucke und Teildrucke des ‚Faust‘. Dazu gehören neben den Drucken im Rahmen von Gesamtausgaben, den Einzel- und Journaldrucken auch handschriftlich bearbeitete Korrekturexemplare und Revisionsbogen. Zu jedem Druck ist eine Transkription sowie eine Beschreibung verfügbar. Entstehungszeugnisse Die Zeugnisse zur Entstehung des ‚Faust‘ versammeln alle bislang bekanntgewordenen Äußerungen Goethes sowie die wichtigsten für die Entstehungsgeschichte einschlägigen Zeugnisse von Zeitgenossen, die sich auf den ‚Faust‘ beziehen lassen, in Briefen, Tagebuch- und Gesprächsaufzeichnungen und weiteren schriftlich überlieferten Dokumenten. Der Bestand der mehr als 1500 Zeugnisse integriert die früheren Sammlungen von Otto Pniower (1899) und Hans-Gerhard Gräf (1904) und ergänzt sie um erst seither publizierte Dokumente (aus Woldemar Freiherr von Biedermanns Sammlung von Gesprächsberichten, 1965-1987 von Wolfgang Herwig ergänzt und neu herausgegeben (Biedermann³), sowie aus Quellen und Zeugnisse zur Druckgeschichte von Goethes Werken (QuZ), 1966-1984). Die Dokumente sind nach Möglichkeit als vollständige Texte verfügbar, die jeweils ‚Faust‘ betreffende Passage wird auszugsweise in der Tabelle der Zeugnisse angezeigt, die zugleich die wichtigsten Angaben wie Datum, Verfasser, Adressat, Verweis-Nummern enthält. Text Die Ausgabe bietet einen neu konstituierten Text des Dramas, erstellt auf der Grundlage des gesamten Materials. Das Werk erscheint unter dem gemeinsamen Titel „Faust. Eine Tragödie“. „Zueignung“, „Vorspiel auf dem Theater“ und „Prolog im Himmel“ sind den beiden Teilen „Der Tragödie erster Teil“ und „Der Tragödie zweiter Teil in fünf Akten“ vorangestellt. Die Textbehandlung der vorliegenden Ausgabe folgt bei beiden Teilen des Faust denselben Grundsätzen. Ziel der Textkonstitution ist es, den letzten autornahen Textzustand, der sich erreichen lässt, in emendierter Form wiederzugeben. Im Fall sowohl von Faust I wie auch von Faust II ist der jeweils letzte autornahe Textzustand nicht direkt überliefert; er lässt sich jedoch in beiden Fällen durch textkritische Analyse der Überlieferung rekonstruieren. Der konstituierte Text ist das Ergebnis der Rekonstruktion des letzten autornahen Textzustandes und dessen Emendation von Überlieferungsstörungen. Konjekturen werden nicht in den konstituierten Text aufgenommen. Zu den Grundsätzen der Textbehandlung vgl. den Editorischen Bericht zum konstituierten Text. Bei der Darstellung des konstituierten Textes gelten dieselben Prinzipien wie bei den textuellen Transkriptionen in Form der letzten abhebbaren Stufe. Im Unterschied zu den übrigen Textwiedergaben sind die Seitengrenzen der Vorlage im konstituierten Textes nicht markiert. Zeilensynopse Die Zeilen des konstituierten Textes sind grau unterlegt, wenn abweichende Fassungen existieren. Je dunkler eine Zeile unterlegt ist, desto mehr abweichende Fassungen liegen vor (Grad und Art der Abweichung wirken sich nicht auf die Intensität der Unterlegung aus). Die Intensität der Einfärbung des gelben Balkens am rechten Rand lässt auf die Anzahl der überlieferten Fassungen schließen. Per Klick auf die Zeile lässt sich eine chronologisch geordnete Liste der Fassungen einer Stelle aufrufen. Am Ende jeder Zeile stehen die Siglen der Zeugen, durch die eine bestimmte Fassung überliefert ist. Ein Klick auf eine der Siglen führt zur textuellen Transkription des Zeugen in Form der letzten abhebbaren Stufe. Von dort ausgehend können wiederum zu jeder Zeile die anderen überlieferten Fassungen sowie die Fassung des konstituierten Texts aufgerufen werden. Genese Verschiedene Grafiken stellen die Entstehung von Goethes ‚Faust‘ retrospektiv, d.h. vom abgeschlossenen Werk ausgehend, dar. Gesamtübersicht In der linken Hälfte der Gesamtübersicht sind all jene Werkteile versammelt, die im Jahr 1808 unter dem Titel ‚Faust. Eine Tragödie‘ erschienen sind. In der rechten Hälfte findet sich eine Übersicht zum ‚Faust II‘. In beiden Hälften entsprechen die angetragenen Jahreszahlen entstehungsgeschichtlich relevanten, an Arbeitsphasen orientierten Daten. Die verschiedenen Einfärbungen der Felder zeigen den Ausarbeitungsgrad an. Weiß bedeutet, dass der betroffene Textabschnitt zu dieser Zeit nicht vorliegt. Grau indiziert Unabgeschlossenheit, Schwarz Fertigstellung. Die Auswahl einer Spalte in einer der beiden Hälften führt zu einer detaillierteren Darstellung. Übersichten zum ‚Faust I‘ und zum ‚Faust II‘ Die Übersicht zum ‚Faust I‘ ist nach Szenen gegliedert. Die einleitenden Abschnitte ‚Zueignung‘, ‚Vorspiel‘ und ‚Prolog‘ bleiben unbeziffert, die nachfolgenden Szenen werden durchgezählt. Beim Ansteuern einer Spalte erscheint der Szenentitel. Die Übersicht zum ‚Faust II‘ ist nach Akten gegliedert, die mit römischen Ziffern durchgezählt sind. Einzelne Spalten entsprechen Szenen, deren Titel beim Ansteuern erscheint. Die vor 1825 konzipierten oder entstandenen Szenen sind in der unteren Zeile zusammengefasst. Balkendiagramm zu einzelnen Szenen Die Auswahl einer Spalte in den Übersichten zum ‚Faust I‘ und ‚Faust II‘ führt zu einem Balkendiagramm, in dem alle relevanten Handschriften und Drucke zu der betreffenden Szene angezeigt werden. Im Diagramm sind neben handschriftlichen und gedruckten Fassungen auch Paralipomena berücksichtigt. Damit werden auch skizzenartige und stichworthafte Niederschriften ohne direkte Entsprechung im Werktext erfasst. Die Balken zeigen an, welchem Abschnitt des Werktextes ein Zeuge entspricht. Handschriftliche Fassungen sind in der Grundfarbe der Edition (gelb), Drucke schwarz, Paralipomena braun dargestellt. Lücken in einem Balken bedeuten, dass der Zeuge an dieser Stelle keine Entsprechung zum Werktext aufweist. Die Verszahlen des Werktextes sind von links nach rechts angetragen, die Siglen der Zeugen in chronologischer Folge von oben nach unten. Beim Ansteuern eines Balkens werden das zugehörige Versintervall und die Überlieferungsform (Handschrift, Druck, Paralipomenon, Schema) angezeigt. Die Auswahl eines Balkens führt zur entsprechenden Stelle im Textzeugen. Makrogenese Die Varianten und Siglen in der Zeilensynopse sind chronologisch sortiert. Die Balken in den Balkendiagrammen sind ebenfalls chronologisch sortiert und am linken Rand zudem mit Datierungen versehen. Alle Sortierungen und Datierungen beruhen auf einem experimentellen Teil der Edition, dem Makrogenese-Lab. Das Makrogenese-Lab basiert auf einer Datenbank vorliegender Aussagen zur Entstehungsgeschichte des Faust (ausführliche Informationen dazu hier). Dazu gehören neben Datierungen auf bestimmte Zeiträume auch Aussagen über die zeitliche Reihenfolge zwischen Zeugen. Um die einzelnen Aussagen miteinander in Verbindung zu bringen, werden sie in einem Graphen modelliert, bestehend aus Zeugen und Daten einerseits (Knoten) sowie zeitlichen Relationen andererseits (Kanten, z.B. Handschrift a entstand vor Handschrift b, Handschrift c entstand nach dem 25. Februar 1825). Widersprüchliche Aussagen werden nach bestimmten Regeln behandelt, so dass am Ende ein widerspruchsfreier (azyklischer) Graph entsteht. Dies reicht jedoch nicht aus, um jeden beliebigem Zeugen eine chronologische Position gegenüber jedem beliebigen anderen Zeugen zuzuweisen. Um trotzdem alle Varianten, Siglen und Balken in eine Reihenfolge bringen zu können, werden Zusatzregeln einbezogen. Der Graph und die sich aus ihm ergebenden Sortierungen und Datierungen haben experimentellen Charakter, da sie nicht in allen Teilen wissenschaftlich geprüft sind. Siglen Die Siglen für Handschriften und Drucke basieren auf dem System der Siglierung, das in Band 15 der Weimarer Ausgabe (WA) für die Handschriften des ‚Faust II‘ verwendet wird. Die Handschriften werden nach der Texterstreckung geordnet. Maßgebend ist nicht der Umfang einer Handschrift, sondern die Stelle im Werktext, mit der eine Handschrift einsetzt. Eine Handschrift, die mit einem früheren Vers einsetzt, wird vor einer Handschrift eingeordnet, die mit einem späteren Vers einsetzt. Die Zugehörigkeit einer Handschrift zum Faust I oder Faust II wird durch die Präfixe 1 und 2 kenntlich gemacht. Siglen der Handschriften zum Faust I Die Siglen zu den Handschriften des Faust I wurden nach dem angegebenen Prinzip neu eingeführt, da die WA dafür keine durchlaufende Zählung vorgesehen hat. Siglen der Handschriften zum Faust II Die in der WA eingeführten numerischen Siglen bleiben immer erhalten. Die dort ohne Ziffer alphanumerisch gezählten (z.B. H.a) und die erst in späterer Zeit bekannt gewordenen Handschriften werden in die numerische Zählung durch Hinzufügung alphanumerischer Indizes integriert (z.B. H.1a). Liegt der erste Vers vor dem ersten Vers einer Handschrift mit dem numerischen Index 1, so erhält die Handschrift den Index 0 (z.B. H.0, H.0a usw.). Siglen der Paralipomena-Handschriften Eine große Zahl von Vorarbeiten und fragmentarische Fassungen zum Faust lässt sich nicht nach dem Prinzip von Textübereinstimmung und -abweichung auf eine konkrete Passage des endgültigen Textes beziehen. Diese Vorarbeiten und Bruchstücke werden in der Forschung als Paralipomena bezeichnet. Handschriften mit solchen Paralipomena können daher nicht in das beschriebene System der Siglierung integriert werden. Anstatt diese Handschriften zu siglieren, führte Erich Schmidt eine bis heute gebräuchliche Zählung der Paralipomena ein. Im Anschluss an diese Zählung werden die Paralipomena-Handschriften bei Bohnenkamp 1994 nach dem auf ihnen befindlichen Paralipomenon bezeichnet, angefangen mit H P1 für die Handschrift mit dem Paralipomenon 1. Handschriften, die mehr als ein Paralipomenon tragen, werden „nach dem auf ihnen befindlichen ‚Paralipomenon‘ mit der niedrigsten Ziffer“ sigliert (Bohnenkamp 1994, S. 79), z.B. H P6. Die durch Bohnenkamp eingeführten gelten auch für die Faustedition, mit Ausnahme der Handschriften, die auch nach dem oben beschriebenen Prinzip sigliert werden können, z.B. 1 H.4 (Bohnenkamp: H P2). Weitere Siglen Mit T beginnende Siglen enthalten Texte für die Bühne, das Präfix R bezeichnet eine Restkategorie. Siglen der Drucke Drucke erhalten die durch Waltraud Hagen (Hagen 1983), ersatzweise die durch die WA eingeführte Sigle. Volltextsuche Über das Sucheingabefeld steht eine einfache Volltextsuche zur Verfügung. Gesucht wird im konstituierten Text, in den textuellen Transkripten (allerdings nicht in den dokumentarischen), in den Zeugenbeschreibungen (Metadaten) in den Entstehungszeugnissen sowie in den Informationstexten über die Ausgabe. Ungefähre Suchen sind mit Metazeichen in jedem Suchbegriff möglich: Zeichen | Bedeutung | Beispiel | ---|---|---| * | mehrere beliebige Zeichen | pudel* | ? | ein beliebiges Zeichen | ker? | ~ , ~0.5 | Ähnlichkeitssuche nach Levenshtein-Distanz | medizin~ | Dabei können * und ? am Ende des Suchbegriffs oder in seiner Mitte stehen. ~ steht am Ende, dahinter kann mit einer Zahl zwischen 0 und 1 der Grad an Ähnlichkeit vorgegeben werden – für Suchbegriff~ x muss die Levenshtein-Distanz zwischen Suchbegriff und gefundenem Term muss kleiner sein als die Länge des gefundenen Terms · (1 – x). Mehrere Suchbegriffe können miteinander kombiniert werden: Suchanfrage | Bedeutung | ---|---| juristerey medizin | einer der Begriffe muss vorkommen | juristerey AND medizin | beide Begriffe müssen vorkommen | +juristerey -medizin | Begriffe, vor denen ein + steht, müssen vorkommen; Begriffe mit - dürfen nicht vorkommen | "juristerey und medizin" | Suche nach der Phrase juristerey und medizin | In komplexeren Suchen können Teilausdrücke mit Klammern () zusammengefasst werden. Auch nach Zeugensiglen und Archivsignaturen kann gesucht werden. Die Eingabe einer vollständigen Sigle der Faustedition, z.B. „2 V H.2“ führt direkt zum betreffenden Zeugen (Leerzeichen und Punkt können hier auch weggelassen werden, die Suche „2vh2“ führt zu derselben Stelle). Verkürzte Suchanfragen wie „V H.2“ führen zur Ausgabe einer Liste von Siglen, in denen diese Zeichenfolge vorkommt. Dabei wird auch in alternativen Siglensystemen, Archivsignaturen und der Kurzbeschreibung gesucht. Diese Siglensuche ist eine einfache Teilstringsuche, die für den Volltext zur Verfügung stehenden Wildcards gibt es hier nicht. Technische Untersuchungsverfahren Im Rahmen der editorischen Arbeit wurde eine Reihe von technischen Verfahren angewendet: - Röntgenfluoreszenzspektrometrie (Tintenanalyse) - Multispektrale Bildverarbeitung - Bericht zu den Wasserzeichenaufnahmen Bibliographie Die Literatur, auf die in den Handschriftenbeschreibungen und Erläuterungstexten über die Ausgabe verwiesen wird, ist in der Bibliographie gesammelt aufgeführt. Zitierempfehlung Der Zitiertitel der Edition lautet: Johann Wolfgang Goethe: Faust. Historisch-kritische Edition. Herausgegeben von Anne Bohnenkamp, Silke Henke und Fotis Jannidis unter Mitarbeit von Gerrit Brüning, Katrin Henzel, Christoph Leijser, Gregor Middell, Dietmar Pravida, Thorsten Vitt und Moritz Wissenbach. Im Anschluss daran folgen die Angaben Version. Frankfurt am Main / Weimar / Würzburg Jahr, Seite der Edition und ggf. des Zeugen, (optional: Art der Ansicht), URL, Abrufdatum. Auf jeder Seite der Edition ist eine Zitierempfehlung über den Lesezeichen-Button abrufbar. Hinweis für Zitationen in gedruckten Publikationen: Die Siglen enthalten einen Punkt, verstehen sich aber wie die aus gedruckten Editionen bekannten Siglen, z.B.: „1 H5“. Besprechungen in Publikumsmedien - Andreas Kilcher: „Ein Schlag tausend Verbindungen schlägt“. In fast jeder Phase seines Lebens hat Goethe am „Faust“ gearbeitet – Die hybride Edition erschließt das gewaltige Material. In: Süddeutsche Zeitung Nr. 163 vom 17. Juli 2019, S. 16. Online unter Tausend Verbindungen. - Kai Bremer: Endlich im Klassiker-Himmel? Goethes Faust online – Die neue, frei verfügbare Ausgabe im Netz lässt fast keine Wünsche offen. Auf: nachtkritik.de, 3. Januar 2019. - Martin Oehlen: Mit Goethe zum Teufel. „Faust II“ als Hybrid-Ausgabe im Netz und im Faksimile. In: Kölner Stadtanzeiger Magazin, 7. Dezember 2018, S. 26. Nochmals gedruckt unter dem Titel „‚… damit es mir als eine sinnliche Masse vor Augen sey“ in der Frankfurter Rundschau, 15. Dezember 2018, S. 33. - Jeremy Adler: Zehn Kilo Goethe oder: Hier arbeitet der Dichterfürst. Mit der neuen „Faust“-Edition eröffnen sich grossartige Blicke auf die Tumulte eines sechzig Jahre dauernden Ringens. In: Neue Zürcher Zeitung, 1. Dezember 2018, S. 23. - Gerhard Stadelmaier: Verbrechen lohnt sich doch. Die berühmteste Kriminellenfigur deutscher Dichtung bekommt jetzt ihre erlesene, digital polierte Prunkgrabplatte: Johann Wolfgang von Goethes „Faust“ in der ersten doppelmedialen historisch-kritischen Ausgabe. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Beilage „Literatur“, 24. November 2018, S. 1. - Dierk Wolters: Lesen im „Faust“ wie nie zuvor. Eine neue Buch-Ausgabe von Goethes Hauptwerk ermöglicht es, der Text-Entstehung und allen Varianten zu folgen. In: Frankfurter Neue Presse, 21. November 2018, S. 25. - „Alle Quellen liegen jetzt digital vor“. Interview mit Anne Bohnenkamp-Renken über die neue „Faust“-Ausgabe. In: Frankfurter Neue Presse, 21. November 2018, S. 25. - Clemens Pornschlegel: Goethe bleibt. Der Text ist klüger als sein Autor: Im Wallstein-Verlag erscheint die erste historisch-kritische Gesamtausgabe von Goethes „Faust“. in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 18. November 2018, S. 47. - Alice Natter: Einblick in Goethes Schreibstube. Computerphilologe Fotis Jannidis erklärt das Megaprojekt. In: Main-Post Würzburg, 17. November 2018, S. 41. Online erschienen unter dem Titel „Der ganze ‚Faust‘ komplett im Netz“. - Karin Cerny: Des Pudels Kern. Eine neue „Faust“-Edition versucht, Goethes Originaltext freizulegen. In: Profil 46, 13. November 2018, S. 84. - Nina May: Erste historisch-kritische Ausgabe des „Faust“ erscheint. Vom schwierigen Umgang mit Faksimile-Ausgaben: Der Wallstein Verlag bringt am Donnerstag die erste historisch-kritische Ausgabe des „Faust“ in den Handel und führt die Kafka-Ausgabe fort. Sie bedienen einen Fetischismus des Authentischen. In: Hannoversche Allgemeine, 25. Oktober 2018. Zugleich in: Göttinger Tageblatt, 25. Oktober 2018; Eichsfelder Tageblatt, 25. Oktober 2018; Lübecker Nachrichten, 26. Oktober 2018 Märkische Allgemeine, 27. Oktober 2018; Lübecker Nachrichten, 30. Oktober 2018. - Susanne Sonntag: Buchpublikation / Digitale Edition 1.0. Historisch-kritische Faustedition als Hybrid-Ausgabe. Auf: Weltexpresso, 19. Oktober 2018. - Judith v. Sternburg: Rundgang über die Buchmesse. In den Frankfurter Messehallen geht es um alles mögliche, aber auch um die eindrucksvollen Kernkompetenzen des Druckerzeugnisses. Von heute an auch für alle Interessierten. In: Frankfurter Rundschau, 13. Oktober 2018.
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Die Shell-Tankstelle, bei der gestern Abend schon der Diesel-Preis fehlte, hat seit heute früh überhaupt keine Preise mehr auf dem großen Schild außen eingetragen. Ob das jetzt auch heißt, dass da auch kein Treibstoff mehr verkauft wird, weiß ich nicht, eben stand jedenfalls ein Auto bei einer Zapfsäule. Möglich, dass der Fahrer das Abenteuer liebt, und erst beim Tanken den Preis erfahren wollte, den er für seinen Treibstoff zahlen darf. Die anderen Tankstellen, die aus ihren Preisen kein Geheimnis machen, haben sich an das Shellrakel gehalten, und den Dieselpreis auf 1,159 Euro für jeden Liter erhöht. Ob das Aralkel wohl aufgegeben hat? Trackbacks Compyblog am : Wieder mehr Preis Vorschau anzeigen Die Shell-Tankstelle, die in den letzten Tagen immer weniger Preise angegeben hat, hat seit heute Morgen wieder für alle Treibstoffarten Preise angegeben. Nein, ich weiß immernoch nicht, was das sollte, dass da zwischendurch keine Preise ausgeschildert
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„Wie hältst du‘s mit der Kernenergie?“ Das ist eine Frage, um die sich die medial omnipräsente Klimastreik-Bewegung bislang herumgedrückt hat. Bis ihre jugendliche Gründerin Greta Thunberg sich dazu äußerte – und von ihrem erwachsenen Umfeld sogleich wieder zurückgepfiffen wurde. WeiterlesenSeit dem vergangenen Jahr ist weltweit eine wachsende Zustimmung zur Kernenergie zu beobachten. Diese hat nun auch Deutschland erreicht. Fast jeder zweite Bundesbürger (44,6 Prozent) spricht sich für einen längeren Betrieb der Kernkraftwerke aus. WeiterlesenDie derzeit laufende Klimadebatte bringt einiges in Bewegung. Die Nuklearia hat sich in diese Diskussion eingeschaltet und schlägt vor, den Atomausstieg rückgängig zu machen, damit Kohlekraft schnell durch eine zuverlässige, CO2-arme Stromerzeugung ersetzt werden kann. Die Wortführer der Anti-AKW-Bewegung reagieren panisch: Sie würden solche Diskussionen am liebsten verbieten. Doch damit machen sie sich allenfalls lächerlich. WeiterlesenDie #FridaysForFuture-Bewegung streikt gegen Treibhausgas-Emissionen und gegen den Abbau von Kohle, Öl und Gas. Wie sich das erreichen lässt, verrät eine neue Postkarte des Nuklearia e. V. WeiterlesenHeute demonstrieren wieder tausende Schüler unter dem Motto »Fridays for Future« für mehr Klimaschutz. In Hamburg ist diesmal Greta Thunberg dabei. Es werden also viel Leute kommen, und die Medien werden ausführlich berichten. Greta ist Schwedin. Deshalb ist es interessant, einmal die Entwicklung der CO2-Emissionen in Schweden und Deutschland mit einander zu vergleichen. Weiterlesen
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Inhaltsverzeichnis SimplePedia Ein alternatives Wiki das zum Ziel hat (vor allem) politische und religiöse Themen (mit denen sich Wikipedia schwer tut) möglichst einfach zu erklären. SimplePedia ist ein deutschsprachiges Wiki und alternatives Nachschlagewerk, in dem es darum geht „kontroverse“, schwierige, „umstrittene“ und heikle Themen sowie Vorurteile möglichst simpel, einfach und verständlich zu erklären. Kurzum, wir erklären all das, was viele andere sich nicht trauen klar, deutlich und verständlich zu erklären. Dabei werden manchmal auch alternative Betrachtungsweisen aufgezeigt, aber „Alternativ“ bedeutet übrigens auch wiederum nicht dass man irgend etwas mit „alternativen Medien“ oder gar der AfD zu tun hat Ein wichtiger Aspekt soll deshalb auch das verständliche Erklären von doppeldeutigen Begriffen sein. Nicht doppeldeutige Begriffe im sexuellen Sinne, sondern eben Begriffe die Vorurteile beinhalten. Es ist unsere Hoffnung das dadurch dann auch ein klein wenig dazu beigetragen werden kann mit manchen ungerechtfertigten Vorurteilen aufzuräumen. Siehe auch „Konzept des Wikis“ für eine genauere Erklärung des Konzepts und was uns von Wikipedia unterscheidet. Wie gesagt, dieses Wiki ist noch relativ neu, aber es gibt mittlerweile immerhin bereits über 400 INTERESSANTE Artikel! Und natürlich kann jeder mitmachen und Dinge verbessern oder neue Themen anlegen Begriffe Begriffe die sonst oft schwer zu verstehen, doppeldeutig oder mißverständlich sind Organisationen Organisationen die sonst kaum einer so recht kennt und selten klar erklärt werden Falsche Gerüchte und Vorurteile Weit verbreitete Vorurteile und Gerüchte die falsch sind. Hier geht es direkt darum falsche Vorurteile richtigzustellen. Viele der Punkte hier hängen auch mit doppeldeutigen Begriffen sowie mit den anderen Artikeln im Wiki zusammen. „Vorurteile“ ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort. Eigentlich hatte ich an das englische Wort „misconceptions“ gedacht, allerdings kein wirklich passendes deutsches Wort dafür gefunden /-: Ratgeber Ratgeber und „How to's“. Glossar Erklärung der in diesem Wiki selbst verwendeten Begriffe und Konzepte Sonstiges Forum Unser „richtiges“ Forum! (Befindet sich allerdings noch im Aufbau.) „Wenn man etwas nicht einfach erklären kann, hat man es nicht verstanden.“ —Albert Einstein
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Basar Auf dem Basar kannst du deine gefundenen Items - wie Insekten, Muscheln, Fische und Früchte - an andere Spieler verkaufen. Der Verkaufspreis auf dem Basar muss mindestens das Doppelte und darf höchstens das 10-fache des normalen Verkaufspreises sein. Die Ausnahme bilden die Tierchen, deren normaler Verkaufspreis schon über 1.000 Sternis liegt. Um Wucherei zu vermeiden, wird bei diesen höchstens der doppelte Verkaufspreis erlaubt. Um ein Item zu verkaufen wähle in der Taskleiste „Menü“ und dann „Basar“. Hier hast du zu Beginn 4 freie Plätze an denen du Items zum Verkauf für andere bereitstellen kannst. Nachdem du einen Platz ausgewählt hast, kannst du das Item auswählen, dass du verkaufen möchtest. Du kannst dabei die Menge und den Preis selbst wählen. Beachte jedoch, dass du Items, die du auf dem Basar verkaufst nicht wieder bekommen kannst. Egal ob sie sich verkaufen oder nicht!
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Jüdische Feste: Unterschied zwischen den Versionen K (Judentum/Feste wurde nach Jüdische Feste verschoben und überschrieb einen Redirect: Klartext) | (→Unterrichtsmaterial: Idee, 1=) | Zeile 13: | Zeile 13: | || **Purim | **Purim | || **Schawuot | **Schawuot | || + | ||| {{Idee|Das Laubhüttenfest erinnert an die 40jährige Wanderschaft der Israeliten durch die Wüste: während dieser Zeit lebten sie -der Überlieferung nach- nur in Zelten oder provisorischen Hütten. Um den Unterricht aufzulockern, kann eine Einführungsstunde zu den Festen in einem improvisierten Zelt stattfinden: alle Tische und Bänke an den Rand schieben, in der Mitte einen Kartenständer (vom [[Erdkunde]]-Lehrer ausgeborgt) aufstellen und darüber ein großes Tuch (zusammengenähte Bettlake o.ä.) aufspannen. (Ecken ev. an Stühlen festbinden) Alle Schüler setzen sich ins Zelt, z.B. auf Decken. Weitere Inhalte der Stunde können sein: der jüdische [[Kalender]], Erzählungen über Bedeutung und Ablauf jüdischer Feste, Kaschrut. So bekommen die Schüler einen kleinen Eindruck vom Leben ohne sonst gewöhnten einfachen Komfort, z.B. Stühle, Abstand zu anderen}} | {{Idee|Das Laubhüttenfest erinnert an die 40jährige Wanderschaft der Israeliten durch die Wüste: während dieser Zeit lebten sie -der Überlieferung nach- nur in Zelten oder provisorischen Hütten. Um den Unterricht aufzulockern, kann eine Einführungsstunde zu den Festen in einem improvisierten Zelt stattfinden: alle Tische und Bänke an den Rand schieben, in der Mitte einen Kartenständer (vom [[Erdkunde]]-Lehrer ausgeborgt) aufstellen und darüber ein großes Tuch (zusammengenähte Bettlake o.ä.) aufspannen. (Ecken ev. an Stühlen festbinden) Alle Schüler setzen sich ins Zelt, z.B. auf Decken. Weitere Inhalte der Stunde können sein: der jüdische [[Kalender]], Erzählungen über Bedeutung und Ablauf jüdischer Feste, Kaschrut. So bekommen die Schüler einen kleinen Eindruck vom Leben ohne sonst gewöhnten einfachen Komfort, z.B. Stühle, Abstand zu anderen}} | || − | + | {{Idee|1= | | − | + | || − | + | || − | + | || − | + | || * Unterrichtsstunde in der 6. Klasse mit folgenden Texten (Gruppenarbeit) und einem Rätsel | * Unterrichtsstunde in der 6. Klasse mit folgenden Texten (Gruppenarbeit) und einem Rätsel | || Zeile 85: | Zeile 82: | || Lösungswort: __ __ __ __ __ :-) | Lösungswort: __ __ __ __ __ :-) | || − | + | }} | | − | + | || == Weblinks == | == Weblinks == | Version vom 19. März 2009, 01:37 Uhr Kurzinfo | ---| Vorlage:Kurzinfo Idee | Inhaltsverzeichnis | Unterrichtsmaterial - Arbeitsblatt für Schüler (Klasse 6) - Jüdische Feste im Jahreskreis (einmal fast leer und einmal ausgefüllt) - für Einzelarbeit oder als Gruppenpuzzle - Übersicht über jüdische Feste im Jahreskreis - Sukkot - Rosch Haschana - Jom Kippur - Simchat Thora - Chanukka - Purim - Schawuot Das Laubhüttenfest erinnert an die 40jährige Wanderschaft der Israeliten durch die Wüste: während dieser Zeit lebten sie -der Überlieferung nach- nur in Zelten oder provisorischen Hütten. Um den Unterricht aufzulockern, kann eine Einführungsstunde zu den Festen in einem improvisierten Zelt stattfinden: alle Tische und Bänke an den Rand schieben, in der Mitte einen Kartenständer (vom Erdkunde-Lehrer ausgeborgt) aufstellen und darüber ein großes Tuch (zusammengenähte Bettlake o.ä.) aufspannen. (Ecken ev. an Stühlen festbinden) Alle Schüler setzen sich ins Zelt, z.B. auf Decken. Weitere Inhalte der Stunde können sein: der jüdische Kalender, Erzählungen über Bedeutung und Ablauf jüdischer Feste, Kaschrut. So bekommen die Schüler einen kleinen Eindruck vom Leben ohne sonst gewöhnten einfachen Komfort, z.B. Stühle, Abstand zu anderen | Das PassahfestDas Passahfest wird im Frühling gefeiert, es dauert sieben Tage. Es soll an die Befreiung des jüdischen Volkes aus der ägyptischen Knechtschaft erinnern. Dreieinhalbtausend Jahre sind es her, seit die Juden in Ägypten als Sklaven arbeiten mussten. Sie mussten für den Pharao Gräber, Pyramiden und Lagerhäuser bauen. Aber Gott hat dieses Volk aus der Sklaverei in die Freiheit geführt. Passah heißt „Vorübergang“: in der Nacht des Auszuges der Israeliten aus Ägypten tötete der Engel des Herrn alle erstgeborenen Söhne in Ägypten, doch die Häuser der Juden, die ihre Türschwellen mit dem Blute eines Lamms bestrichen hatten, „überging“ er. Dies war die letzte der furchtbaren Plagen, die Gott über Ägypten hatte kommen lassen, damit der König das Volk der Juden endlich in Freiheit entlässt. So geschah es auch. Seither wird das „Fest der Befreiung“ gefeiert, mit vielen symbolischen Bräuchen: Der Höhepunkt des Festes ist der erste Abend, der „Seder-Abend“. „Seder“ bedeutet „Ordnung“, da an diesem Abend alles nach strengen Regeln abläuft. An diesem Abend wird der Tisch festlich gedeckt, es wird ungesäuertes Brot gegessen (als Erinnerung daran, dass die Juden bei ihrer schnellen Flucht aus Ägypten keine Zeit hatten, den Sauerteig zuzubereiten, und es ungesäuert essen mussten.), mit bitteren Kräutern (weil die Juden „bittere“ Arbeit in Ägypten leisten mussten). Besonders wichtig ist an diesem Abend der Vater, er sitzt auf einem Sessel, der mit vielen Kissen wie ein Thron aussieht. Das jüngste Kind darf Fragen stellen: Warum das Fest gefeiert wird, was an diesem Fest besonders gegenüber „normalen“ Tagen ist, und ähnliche. Der Vater erzählt die Geschichte von der Befreiung des Volkes ... Das LaubhüttenfestDas Laubhüttenfest wird Ende Sept. /Anfang Oktober als ein Fest „unserer Freude“ gefeiert und soll so an den Zug des Volkes Israel durch die Wüste erinnern. Damals haben die jüdischen Vorfahren während ihrer Wanderung durch die Wüste in Laubhütten gelebt. Auch heute baut jede Familie im Garten oder auf dem Balkon so eine Laubhütte, die man „Sukka“ nennt. Die Sukka wird aus wenigen Brettern errichtet, mit grünen Laubzweigen gedeckt, die über den Holzrost des Daches gelegt werden. Das Dach der Laubhütte ist also teilweise offen, man kann die Sterne sehen und bei schlechtem Wetter regnet es rein. Das soll so sein, um an die dürftigen Wüstenhütten zu erinnern. Doch im inneren ist die Sukka sehr gemütlich eingerichtet, denn sie wird mit Blumen, Girlanden und ausgeschnittenes Papierobst geschmückt. Während der nächsten 7 Tage wird in der Sukka gegessen. Es ist ähnlich wie ein Picknick- also richtig gemütlich. Viele Bekannte, Freunde und Nachbarn sind herzlich eingeladen und verbringen gemeinsam mit den Gastgebern ein schönes Fest. PurimDieses Fest, das Ende Februar/Anfang März gefeiert wird, erinnert an die Errettung des Volkes Israel aus einer tödlichen Gefahr. Ein mächtiger Heerführer der Perser Namens Haman wollte die Juden vernichten. Durch das Los war der Vernichtungstag bereits bestimmt. Doch der Perser- König wurde durch die Königin Esther umgestimmt. Esther war eine Tochter des jüdischen Volkes und erreichte, dass die Juden sich wehren durften und somit ein schlimmes Unheil verhindert werden konnte. Das Purimfest wird als ein sehr lustiges und fröhliches Fest gefeiert. Ausgelassene Festumzüge finden statt. Viele Menschen, besonders aber die Kinder verkleiden sich und führen die Haman- Geschichte als Theaterstück auf. An diesem Tag wird auch ein Gedenkgottesdienst abgehalten. Die Kinder dürfen Rasseln und Süßigkeiten in die Synagoge mitnehmen. Und immer wenn während der Bibellesung der Name Haman fällt, machen sie mit ihren Rasseln kräftig Lärm. Der SabbatAm späten Freitagnachmittag bleibt der Terminkalender vieler Juden frei, denn mit Einbruch der Dämmerung beginnt für sie der Sabbat. Bei den Juden beginnt der neue Tag nämlich schon am Abend, am Sabbat gilt der Leitsatz: „Du sollst keine Arbeit tun!“. Für Juden ist der Sabbat viel mehr als nur ein freies Wochenende. Er bedeutet für sie: offen werden für Gott und frei sein für sich selber und für andere. Aber diese Ruhe stellt sich nicht von selbst ein. Man muss sie vorbereiten. Frau Bronsky kauft zum Beispiel alles, was sie fürs Wochenende braucht schon am Freitag ein. Zuhause wird dann vorgekocht und alles warmgestellt, da am Sabbat auch kein Essen zubereitet werden soll. Der Tisch wird zur Ehre des Sabbats besonders festlich gedeckt. Alle ziehen sich schön an. Man soll spüren, dass eine Arbeitswoche zu Ende geht und der Tag des Aufatmens beginnt. Unmittelbar vor Beginn des Sabbats zündet Frau Bronsky mit den Kindern die Sabbatkerzen an. Mit bedeckten Augen spricht sie den Segensspruch. Am Sabbattisch füllt Herr Bronsky einen Becher mit Wein und singt den Segensspruch zum Sabbat, den Kiddusch. „Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst haltest. Sechs Tage sollst du arbeiten und all dein Werk tun, aber der siebte Tag ist ein Ruhetag, dem Herrn, deinem Gott, geweiht.“ Unter einem weißen, meist reich bestickten Deckchen liegen zwei Sabbatbrote. Ein festliches Essen beginnt, bei dem auch immer wieder Gebete gesprochen werden. Rätsel1. An welchem Ort wird während des Sukkot gegessen? __ __ __ __ __ __ __ __ __ (7. Buchstaben merken) __ __ __ __ __ __ (6. Buchstaben merken) __ __ __ __ __ __ __ __ (6. Buchstaben merken) __ __ __ __ __ (3. Buchstaben merken) __ __ __ __ __ __ (1. Buchstaben merken) Lösungswort: __ __ __ __ __ :-) | - Jüdisches Leben - Das jüdische Jahr (Planet Wissen)
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Quelle: Phoenix Wiki | Der neue Firestorm soll nun annähernd wieder die Funktionalität haben, die der von vielen so vermisste Phoenix Viewer zuletzt hatte. Außerdem sind im Firestorm 3.3.0 einige sehr wichtige Fehlerbereinigungen enthalten. Hier ein paar Neuerungen aus der Highlight Liste der Release-Meldung: - Inventarsuche nach Ersteller, UUID, Beschreibungstext, oder alles zusammen. Neue Filter für Inventar-Links. - Der im Original für den Firestorm entwickelte Partikeleditor, ist nun endlich auch in diesem Viewer zu finden. - Tip-Zähler für DJs und Live-Künstler (zeigt den über Tip Jars einbezahlten Betrag als Summe an, plus weitere Infos). - Auto-Antworten auf IMs für "Nicht"-Freunde, bei Busy Modus, oder bei gemuteten Avataren. Die Einstellung bleibt auch nach einem Viewer Neustart erhalten. - Profilbilder öffnen nun per Klick auch in groß. - Neue Viewer-Skins (Name: "Vintage" und "High Contrast"). - Chat-Verlauf Button in Gruppen-, IM- und offenem Chat. - Viele neue Minimap Optionen, wie z.B. Verfolgen, Markieren, Profilfunktion. - Radar Verbesserungen, wie z.B. Avatar-Verfolgung und -Zähler. - Zählfunktion für Einträge in der Freundesliste. - Estate Tools können mit Alt + R geöffnet werden. Neue Teleport-Funktion zum Standort von Top-Listen Objekten. - Ankündigung von einkommenden IMs. Der Partikel Editor (hier noch aus dem Dophin) | Insgesamt gibt es noch viele weitere Änderungen. Eine komplette Liste kann hier im Change Log nachgelesen werden. Der Change Log enthält auch weitere Links zu Wiki-Seiten, auf denen die Funktionen zu einigen Neuerungen erklärt werden. Fehlerbereinigungen: Basierend auf Rückmeldungen der Nutzer, wurden viele Performance- und Stabilitätsprobleme im Firestorm behoben. Die meisten dieser Fehler wurden durch Überbleibsel der Mesh- und Grafikumstellung beim Firestorm 3.2.2 verursacht. Jessica bedankt sich in diesem Zusammenhang auch bei Linden Lab, die parallel im eigenen Snowstorm Projekt verschiedene Fehler beheben konnten. Wie immer bei Erscheinen einer neuen Hauptversion, wird auch beim 3.3.0 empfohlen, eine saubere Neuinstallation (Firestorm-Wiki: Clean Install) durchzuführen. Andernfalls können Probleme auftreten, die so im Normalfall nicht auftreten würden. FUI (Flexible User Interface): Als weitere große Neuerung wurde der Wechsel von der V2 basierten Benutzeroberfläche zum V3 basierten FUI vorgenommen. Das Firestorm Team ist darüber recht begeistert, da mit dem FUI die alte V1 Oberfläche wesentlich besser immitiert werden kann, als mit der V2 Sidebar-Variante. Im Augenblick wird an einer Klassik Viewer-Skin gearbeitet, welche die V1 Oberfläche nahezu ohne Einschränkungen abbilden wird. Als Preview hat das Firestorm-Team dazu dieses Video produziert: >> Zur Download-Seite des Firestorm Viewers Quelle: Another Firestorm Release!
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Menschenseele! Motion and Emotion - Living Resonance Reizdarmsyndrom, Darm und Hirn, Haut und Nervensystem: Blick auf Ernährung, Diätetik und Nahrungsmittel Zur Sprache kommen Aspekte wie z. B. das Reizdarmsyndrom und Wahrnehmungsprozesse, die Darm-Hirn-Achse zwischen ständiger Erneuerung und Bewusstsein, die Haut in Beziehung zum Nervensystem sowie seelische Qualitäten von Nachtschattengewächsen, Giftpflanzen und ätherischen Ölen und ihre Rolle in der Ernährung. (DE/EN/NL) Dr. Jasmin Peschke, Dipl.-Ökotrophologin, Dornach (CH), Johannes Kingma, Diätist, Erndtebrück (DE) Arbeitsgruppen A (Die Einheiten jeder Arbeitsgruppe bauen aufeinander auf.) Donnerstag, 16.30–18.00 / Freitag und Samstag, jeweils 11.45–13.15 Link zum Programm: Menschenseele!
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Seiten, die auf „Harz“ verlinken ← Harz Wechseln zu: Navigation , Suche Links auf diese Seite Seite: Namensraum: alle (Seiten) Diskussion Benutzer Benutzer Diskussion Wiki Göttingen Wiki Göttingen Diskussion Datei Datei Diskussion MediaWiki MediaWiki Diskussion Vorlage Vorlage Diskussion Hilfe Hilfe Diskussion Kategorie Kategorie Diskussion Filter Vorlageneinbindungen ausblenden | Links ausblenden | Weiterleitungen ausblenden Die folgenden Seiten verlinken auf „ Harz “ : Zeige (vorherige 50 | nächste 50 ) ( 20 50 100 250 500 ) Duderstadt ( ← Links ) Northeim ( ← Links ) Holzerode ( ← Links ) Kalefeld ( ← Links ) Nörten-Hardenberg ( ← Links ) Eichsfeld ( ← Links ) Solling ( ← Links ) Landkreis Eichsfeld ( ← Links ) Einbeck ( ← Links ) Gottfried August Bürger ( ← Links ) Wolf S. Dietrich ( ← Links ) Bad Gandersheim ( ← Links ) Bad Grund ( ← Links ) Hattorf am Harz ( ← Links ) Bad Lauterberg ( ← Links ) Osterode am Harz ( ← Links ) Herzberg am Harz ( ← Links ) Walkenried ( ← Links ) 2002 ( ← Links ) Osterwurst ( ← Links ) Altgandersheim ( ← Links ) Clus ( ← Links ) Dankelsheim ( ← Links ) Dannhausen ( ← Links ) Gehrenrode ( ← Links ) Gremsheim ( ← Links ) Hachenhausen ( ← Links ) Harriehausen ( ← Links ) Heckenbeck ( ← Links ) Helmscherode ( ← Links ) Seboldshausen ( ← Links ) Wolperode ( ← Links ) Wrescherode ( ← Links ) Gandersheimer Domfestspiele ( ← Links ) Andershausen ( ← Links ) Avendshausen ( ← Links ) Buensen ( ← Links ) Dassensen ( ← Links ) Dörrigsen ( ← Links ) Drüber ( ← Links ) Edemissen ( ← Links ) Einbeck-Holtensen ( ← Links ) Iber ( ← Links ) Immensen ( ← Links ) Kohnsen ( ← Links ) Kuventhal ( ← Links ) Negenborn ( ← Links ) Naensen ( ← Links ) Odagsen ( ← Links ) Rengershausen ( ← Links ) Zeige (vorherige 50 | nächste 50 ) ( 20 50 100 250 500 ) Von „ http://www.wiki-goettingen.de/index.php?title=Spezial:Linkliste/Harz “ Navigationsmenü Meine Werkzeuge Benutzerkonto erstellen Anmelden Namensräume Seite Diskussion Varianten Ansichten Lesen Quelltext anzeigen Versionsgeschichte Aktionen Suche Navigation Hauptseite Ziele Letzte Änderungen Lizenzbestimmungen Kategorien Wiki-Diskussion Zufällige Seite Kontakt Hilfe Werkzeuge Spezialseiten Datenschutz Über Wiki Göttingen Impressum
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Gestern kam also WordPress 4.7 raus. Die neuste Major Version von WordPress beinhaltet viele schöne Funktionen. Nun ist es noch einfacher mit dem Customizer Inhalte zu bearbeiten und auch Custom CSS ist möglich ohne ein Plugin verwenden zu müssen. Des Weiteren gibt es, wie jedes Jahr, ein neues Standard Theme mit dem Namen „Twenty Seventeen„. Über WordPress 4.7 habe ich bereit mit Felix und Sven in der WP-Sofa Folge 22 lang und breit geredet zudem gibt es einen guten Überblick über die neusten Features auf de.wordpress.org. Oder ihr schaut euch einfach das Feature Video für WordPress 4.7 an: Wie gesagt, habe ich über WordPress 4.7 schon geredet und andere haben in ihren Blogs die Features schon genug erklärt, deshalb wird das hier kein weitere Post darüber. Viel mehr möchte ich euch auf eine Funktion direkt hinweise. Das neue Standard Theme macht es vor. Ab sofort ist es nämlich möglich, dass Themes nicht nur Bilder als Header setzten können, sondern man kann nun auch Videos als Header verwenden. Das ist eine schicke Sache und viele Websites nutzen die Möglichkeit schon. Nun kann man das auch mit WordPress machen (sofern das Theme die Funktion unterstützt). Woher mit den Videos? Wie mit Bildern unterliegen auch Videos dem Copyright. Also Vorsicht! Nimmt nicht einfach jedes Video im Internet und verwendet es auf eurer Website. Viel mehr möchte ich euch auf eine Website hinweisen, die kostenlose Videos anbietet die ihr auch verwenden dürft. Auf videos.pexels.com könnt ihr aus einer Vielzahl von Royalty-Free* Videos auswählen. „Night Sky Full of Stars“ ist ein Video from videos.pexels.com und unterliegt der Public Domain Lizenz (CC0).
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Ich bin ja bekanntermaßen ein Freund der Google-Dienste, auch wenn man da manchmal plötzlich vor dem Nichts steht, weil Dienste geschlossen werden. So auch Picasa, das Online-Fotoalbum… Der Dienst Picasa wurde in Google+ integriert, somit muss man auch die Desktopsoftware mindestens in Vesion 3.9 installieren. Erst mit dieser ist die Zusammenarbeit mit Google+ möglich. Die Linuxversion von Picasa, die ja eigentlich nie wirklich Linux war, sondern eine in Wine laufende Windowsversion, wurde April 2012 eingestellt. Eigentlich war es nur eine vier Jahre Andauernde Beta-Version von Picasa 3.0 gewesen. Ubuntuusers beschreibt die Version von Picasa 3.8 unter Ubuntu 12.04 („Precise Pangolin“) mittels Wine, weil diese Version noch problemlos funktioniert. Picasa 3.9 braucht zur Kommunikation mit Google+ den Internet Explorer von Microsoft, was die Sache unnötig komplizierter macht. Fehlt der IE, dann bleibt der Anmeldedialog zu Google+ nur ein weißes Fenster. Aber beginnen wir von vorne: Als Erstes installieren wir Wine, falls es nicht schon auf dem System ist. Öffne ein Terminal und gebe Folgendes ein: sudo apt-get install wine | Dabei wird normalerweise auch gleich winetricks mitinstalliert, und das ist richtig und wichtig, denn damit installieren wie gleich den Internet Explorer. Zunächst aber laden wir Picasa 3.9 herunter. Über die Webseite geht das nicht von einem Linuxrechner aus, da erscheint nur die Meldung, dass Picasa für das benutzte Betriebssystem nicht verfügbar ist. Also gehen wir wieder ins Terminal und laden Picasa direkt herunter. Ich lade dabei direkt in das Verzeichnis „Downloads” in meinem Homeverzeichnis: cd ~/Downloads wget http://dl.google.com/picasa/picasa39-setup.exe | Installiert wird Picasa dann mit dieser Zeile: wine ./picasa39-setup.exe | Jetzt muss der Internet Explorer herunter geladen und installiert werden werden. Dazu nehmen wir eine englischsprachige Version 6.0 von Oldversions.com, die direkt in das von winetricks genutzte Verzeichnis: cd ~/.cache/winetricks/ie6 wget http://www.oldversion.com/windows/download/internet-explorer-6-0/msie60.exe winetricks ie6 | Wie zu sehen ist, kann man sich jetzt bei Google+ anmelden und somit alle Funktionen von Picasa nutzen. Und wer den IE nicht im System haben mag (was ich sogar verstehen kann), der hat mit der Picasa-Software eine klasse Bilderverwaltung, die auch rudimentäre Bildbearbeitungsmöglichkeiten mitbringt.
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SPIN davidak 17.6.2007 Diesen sehr gut gemachten Kurzfilm hab ich gerade bei Cordobo gefunden. Für $19,99 kann man ihn auch auf DVD kaufen und zwar HIER.
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Dieser Sammelband entspringt einer Tagung, die vom 31. Mai bis 2. Juni 2015 von der Stiftungsprofessur für deutsche Geschichte und Kultur im südöstlichen Europa und dem Georg-Eckert-Institut an der Akademie Mitteleuropa e.V. in Bad Kissingen veranstaltet wurde. Anlass war die Vorstellung eines Schulbuches zur Geschichte der Deutschen in Ungarn (www.http://udgeschichte.hu/), die eingebettet wurde in eine Bestandsaufnahme des Unterrichtens über weitere deutsche Minderheiten in europäische Länder.
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Artikel mit Tag waller Submitted by Christian Schneider on Sa, 2011-04-23 12:10 So.. das es hier so ruhig geworden ist liegt bzw. lag daran, dass ich schlicht und einfach keine Zeit und noch weniger Lust zu schreiben hatte. Zumal ich dieses Jahr ziemlich ausgelastet bin. Wallerfischen in Italien und Spanien (Spanien waren wir dieses Jahr schon) steht noch an, ein Auto brauche ich auch noch und beruflich bin ich nach wie vor von totalen Komplettdeppen umgeben. Submitted by Christian Schneider on Fr, 2008-08- 1 12:41 http://www.peta.de/fische/zurck_ins_mittelalter_ffentliche.1682.html [..] PETA Deutschland e.V. hofft, dass der Bürgermeister von Mueritz und die Fischer von Jabel den Fisch wieder ins Wasser zuruecksetzen werden. [..] Soso.. der Fisch soll zurueckgesetzt werden? Ich kann mich noch dunkel daran erinnern das ihr euch dafuer eingesetzt hab, das catch&release verboten wurde. 2001 hat das Amtsgericht Bad Oeynhausen einen Angler wegen eines Verstosses gegen Paragraph 17 Nr. 2 b TierSchG zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er einen Karpfen gefangen, gewogen, fotografiert und dann zurueckgesetzt hat. U. a. wegen eurer Initiative ist es verboten einen Fisch wieder zurueckzusetzen, also muss dieser "Riesenwels" (wobei 38kg nicht riesig, sondern allenfalls "etwas groesser" ist) betaeubt und anschliessend getoetet werden. Gleiches gilt auch fuer Fische die ausserhalb der Schonzeit gefangen wurden und die noch die Laich enthalten. Also wieso jammert ihr Heuchler rum? Es wird das gemacht, wofuer ihr euch eingesetzt habt. (Seite 1 von 1, insgesamt 2 Einträge)
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Difference between revisions of "1786-04-16 Schenk (Robertus Stephanus): Etwas über die Beerdigung der Selbstentleibten" Line 11: | Line 11: | || * '''JPG:''' SK13 (631-653) | * '''JPG:''' SK13 (631-653) | || − | == | + | == Commentary == | Aufsatz über die Frage, welche Bestattungen Selbstmördern zukommen sollen, mit aufschlussreichen kritischen Randnotizen des rezensierenden Oberen [[Basilius]], wiedergegebenen im Folgenden im Rotdruck. | Aufsatz über die Frage, welche Bestattungen Selbstmördern zukommen sollen, mit aufschlussreichen kritischen Randnotizen des rezensierenden Oberen [[Basilius]], wiedergegebenen im Folgenden im Rotdruck. | || − | == | + | == Transcript == | <poem> | <poem> | || Line 553: | Line 553: | || </poem> | </poem> | || − | == | + | == Notes == | <references/> | <references/> | || Latest revision as of 13:06, 6 February 2019 - Dokument Leithandschrift: Schwedenkiste Band 13, Dokument SK13-070 - Standort: GStA PK, Freimaurer, 5.2. G 39 JL. Ernst zum Kompaß, Gotha, Nr. 111. Schwedenkiste. Abhandlungen und Geschichte, v.a. Illuminatenorden, 1757-1784 - Titel: Etwas über die Beerdigung der Selbstentleibten - Autor: Christoph Friedrich Chrysostomus Schenk (Robertus Stephanus) - Datum: 27 Pharavardin 1156, i.e. 16. April 1786 - Vorgetragen: in der Minervalkirche Gothas am 16. April 1786 - Querbezüge: Kritisiert in 1786-08 Bode (Basilius): Reproche an Schenk (Robertus Stephanus) - Transkript: Olaf Simons, Markus Meumann - JPG: SK13 (631-653) Commentary Aufsatz über die Frage, welche Bestattungen Selbstmördern zukommen sollen, mit aufschlussreichen kritischen Randnotizen des rezensierenden Oberen Basilius, wiedergegebenen im Folgenden im Rotdruck. Transcript Etwas über die Beerdigung der Selbstentleibten. Verlesen in der M. K. zu Syrakus am 27- Pharavardin 1156 von Rob: Stephanus. Muß berichtiget, und dem Br[uder] sein Ausdruck als unschicklich verwiesen werden. Basilius[1]|<2> Es ist mir längstbekannte und ausgemachte Sache daß es kein Stück in der phisikalischen Welt giebt, das unter dem Microskop seine vorige Schönheit behielte. Die schönste Haut bekömmt Hügel und Furchen: die feinste Wange einen fürchter- lichen Schimmel, und die Rose eine ganz falsche Farbe. Es hat also jede Sache ihrem Gesichtspunkt worinn sie allein schön ist, und sobald wir diesen verändern, so verfliegt mit dieser Veränderung die vorige Schönheit. Da was dem bewafneten Auge ein reu- ches Ding, eine häßliche Unregelmäßigkeit war, wird dem unbewafneten eine süße liebliche Gestalt. Wenn dieses nun in der phisikalischen Welt wahr ist, warum sollten wir diese Analogie in der moralischen verkennen. Ge- hört nicht ein guter Theil Grausamkeit eben so gut zur wah- ren Tapferkeit, als Kühnruß [?] zur grauen Farbe? Muß nicht ein Strich von Geitz durch den Character des Haushalters gehen, um ihn sparsam zu machen? Ist nicht Falschheit zum Mißtrauen und Mißtrauen zur Vorsicht nöthig? So hat jede Sache verschiedene Seiten, und nur die Anwendung und die Menge guter Wirkungen, die das menschliche Geschlecht davon zeigt, können die Größe ihres Verdienstes bestimmen. Ich finde nöthig dieses vorauszuschicken, um einen Ge- sichtspunct anzugeben, aus welchen ich beurtheile und beurtheilt zu werden wünsche, da ich mich als Laye an einen Gegenstand|<3> wage, worüber schon so viel pro und contra geschrieben worden, und der ganz außer meiner Sphäre liegt. Nur anscheinende natür- liche Billigkeit soll meine Feder führen, und mein Herz soll die- ser weder Partheylichkeit noch Sophisterey vorwerfen können. === Unsere Vorfahren die nicht nach Theorien urtheilten, sondern sich durch Erfahrungen leiten ließen, legten Schande auf den Selbst- mord, um dadurch Furcht und Grausen zu erregen. Sie machten selbst den der einen Selbstmörder betastete, weil er ihrer Meinung nach dem Henker in sein Handwerk gegriffen hatte, ehrlos, und sties- sen ihn aus ihrer Innung. Der Abscheu und die Flucht also vor einen Selbstmörder war - gesetzmäßig; so wie es gesetzmäßig war, daß die Früchte verbotner Liebe von Zünften ausgeschloßen wurden. Sie heuratheten daher auch nur ächtgebohrne Töchter; flochten dadurch Kränze für unbeflekte Bräute; und hatten tausen- derley Erfindungen ihren Ehrentag zu schmüken; und wir können uns die Frage: warum dieses geschehen sey, nicht anders beant- worten, als: um den Ehestand zu ehren, und alle Wohlthaten für ihn aufzuheben um ihn zu befördern. Und wirft man einen Blick in die Vergangenheit, so muß man gestehen (die Schuld liege nun an der größern Aufklärung, oder woran sie sonst wolle:) der Selbstmörder und der Hurer gab es weniger als in un- sern Zeiten. Gewiß? Noch nicht erwiesen. Groß sind unstreitig die Bewegungsgründe die wieder jene|<4> Gewohnheit streiten. (Denn ich wage es nicht, ehrwürdige Väter der Vorzeit! eure biedern Gesetze, die so gute Absichten hatten Vorurtheile zu nennen.) Natur, Menschheit und Menschenliebe, haben laut zum Lobe der neuern An- stalten gesprochen. Allein bey näherer Beleuchtung scheint es doch eine un- politische Philosophie unsers Jahrhunderts zu seyn die hier ihre Macht äußert und dem menschlichen Herzen würde es zu weit mehrerer Ehre gereichen, wenn es trachtete solche Übel lieber in der Geburt zu ersticken, als still- schweigend ihnen das Bürgerrecht zuertheilen. Gegen die gewöhnlichen Voraussetzungen und Gründe, daß zum B: ein Selbstmörder im höchsten Grade des Effekts seiner Vernunft nicht mehr- mächtig wäre, und daher nicht bestraft, sondern bedauert zu werden ver- diene: die Schande die in finstern Zeiten damit verknüpft gewesen wäre, sey ekelhaft und lächerlich, und thun dem Unglüklichen so wenig wehe als es ihn beßere: schade hingegen der Familie, die unschuldig desto- mehr leide; und der menschliche Richterspruch, müße dem gnädigen Urtheil Gottes nicht vorgreifen, der keinen um deßwillen, daß er sich in einen Augenblick der Verruckung das Leben verkürzt habe, verdammen werde: ist nichts einzuwenden. Ich will annehmen daß sich kein Mensch bey völlig gesundem Verstande das Leben nehme, wenn er auch wie ehemals ein Deut- scher in London gethan, ein eigenhändiges Zeugniß in der Tasche hätte, wo- rauf geschrieben stände, daß er sich mit dem überlegtesten und reiflich- sten Entschluße die Gurgel abgeschnittten hätte; ich will zugeben, der Selbstmörder habe bey allem äußerlichen Scheine der Vernunft, und bey kalten|<5> Blute geraset; - zugegeben daß die unschuldige Familie, mehr als der Schuldige leide: dem allen aber ungeachtet scheinen mir hier die Menschenliebe und natürliche Weichherzigkeit in die bürgerlichen Rechte zugreifen, die Rechte der Menschheit über die bürgerlichen zu erheben, und partheiisch zu verfahren; zumal da die Gründe für die Sache auch wieder sie angewendet werden können: Muß nicht z. E. jeden Mörder eben so wohl wie den Selbstmörder der höchste Grund des Affekts und der Vernunftsohnmacht zugestanden werden? Betäuben ihn Furcht, Zorn und Rache weniger? verdient er daher in Rücksicht dieses nicht gleiches bedauern, und gleiche Straflosigkeit? und da er auch Gott heimfället: muß ihm nicht gleicher Antheil an der Vaterliebe Gottes zugestanden werden, und zwar mit meh- rerer Zuverläßigkeit, da er nach der Meinung des größten Hau- fens vor seinem Ende noch Zeit zu seiner Bekehrung hat? - Wenn wir einen enthaupteten Straßenräuber auf das Rad legen, einen erhenkten Dieb am Galgen verfaulen; oder den Rumpf eines Mordbrenners auf dem Scheiderhaufen ver- brennen laßen: so leidet der getödete arme Sünder dadurch nichts und dem ungeachtet halten wir dergleichen fürchterliche Cere- monien nöthig, um andre von dergleichen-Unternehmungen anzu- schrecken. Die Rücksicht auf arme unschuldige Kinder und Witt- ben, u[nd] auf eine eben so betrübte als unschuldige Familie. bewegt uns|<6> nicht, den Gehängten in die Ende zu verscharren und jenen zum Trost des Aergerniß abzunehmen. Ja wir haben wohl gar die Absicht die Unschuldigen zu bewegen, den Schuldigen in Zeiten zu warnen und zu- beßern; ihn nicht in die äußerste Noth fallen zulaßen, son- dern alles mögliche anzuwenden, eine solche Beschimpfung von der Familie zu entfernen. Und wer mag zweifeln, wenn Kinder, El- ter, und Verwande über einen Unglücklichen wachen, daß derselbe nicht sicherer sey, als wenn jene ihm seinem böse, Hange überlaßen, da sie doch ia [?] am Ende mit Ehren in die Grube bringen können. Von dieser Seite hat also die bißherige christliche Gewohnheit einen Selbstmörder ein ehrliches Begräbniß zuversagen, nichts widriges, sondern vielmehr etwas löbliches; sie will den Toden nicht strafen, son- dern den Lebendigen Eindrücke und Beweggründe zu ihrer Erhaltung und nöthigen Aufmerksamkeit geben, die Schwachen befestigen und die Starken stärken. Und sollte denn dieser Eindruck nicht auch auf Tiefsinnige Melancholi- sche und Halbverrükkte wirken? Solte er die Gründe gegen den Selbstmord nicht verstärken; solte er Freunde und Angehörigen des Tiefsinnigen nicht in der größten Wachsamkeit erhalte? Ich denke ja! und es sey nun wenig oder viel: so ist es doch immer; beßer als nichts; beßer als gar Ehre nach dem Tode. Damit würde dann aber auch jene christliche Gewohnheit von der andern Seite immer noch gerechtfertigt, nämlich gegen den|<7> Einwurf, daß man vernunftlosen Menschen ihre Thaten nicht zurechnen könne. Wo die Vernunftlosigkeit klar ist, wo jemand sich in der Raserey eines hitzigen Fiebers, oder in einer offenbaren Verrückung den Hals abstürzt, wird die Ermäßigung sich von selbst finden. Dem Urtheil Gottes aber wird dadurch gar nicht vorgegriffen, daß man demjenigen der sich selbst entleibt, den Kirchhof verschließt, und den Lebenden zu ihrem eigenen Besten die unfehlbaren Stra- fen auf einen vorsetzlichen Selbstmord verkündigt. Man würde viel- mehr den größten Theil der Menschen einen schlechten Dienst er- weisen, wenn man ihnen diese letzten Ankergrund zur Zeit des Sturms entziehen wolte. Der Kirchhof ist das gehorig Ei- genthum einer christlichen Gesellschaft, und wer sich zum Mitgliede aufnehmen läßt, oder wenn er sich hat aufnehmen laßen, seinen Verbindungen entsaget, hat daran nichts zufor- dern. Wer kein Bürger in der Stadt Gottes ist, hat auch keine bürgerlichen Rechte in derselben. Die natürlichen werden keinem versagt, und dem Menschenfreunde steht es frey seinem Freunde ein Ruhestädte in seinem Garten zu geben, den ich wenigstens keinem Freunde versagen würde, wenn so viele Spannen als dazu erfordert würden, mir von dieser großen Erde zu theil geworden wären; ja ich würde den Unglücklichen selbst hinein tragen und einscharren helfen ihn eine stille|<8> Thräne weihnen, und zu mir sagen: Vielleicht that er recht daran, die- sen Laster statt Tugend lieben Planeten zuverlaßen, und eine beße- re Heimath zusuchen, vielleicht auch nicht! Allgemeine Freyheit und Glückseligkeit, die einer feurigen Ein- bildungskraft ein so schönes und glänzendes Gemählde darbietet, ist nicht das Loos der Menschheit, ob es gleich vielleicht gut wäre, wenn das meschliche Geschlecht nur eine Gesellschaft ausmachte. Vielleicht wird aber jenes schimmernde Phantom, oft mehrerer Unglück, vielleicht verderben, und dieser Gedanke leite micht zu zwey- ten und wichtigern Theil meiner unjuristischen Rede. === Es ist schon so manches Unglück daher entstanden, daß die Obrig- keit solchen Personen, die sich selbst ums Leben brachten, oder auf andre Art des Rechts der christlichen Gemeinschaft verlustig machten, ein Begräb- niß in geweihter Erde zugelaßen hat, daß es wohl eine Untersuchung verdient, ob es beßer sey, hierunter strengere als mildere Grundsätze zubefolgen? Viele glauben die Obrigkeit habe hierunter freye Macht und diejenigen die sich ihr nur gar zu oft wiedersetzen, seyen durch die gröbsten Vorurtheile verblendet: Allein so wenig ich dieses überhaupt be- streiten will: so sehr scheint mir ein solches Vorurtheil Schonung und selbst die Macht der Obrigkeit Einschränkung zuverdienen; weil es mir bewiesen zu seyn scheint, daß unsere einförmigen philosophischen Theorien, schädlichen Einfluß auf die heutige Gesetzgebung haben; seitdem vielleicht ein Voltaire|<9> es lächerlich fand, daß jemand seinen Proceß nach den Rechten eines Dorfes verlohr, den er nach den Sitten eines nahe dabey liegenden gewonnen haben würde. Hätte er aber so weit zu gehen ge- braucht? Er hätte dieselbe Verschiedenheit in zwo unter einem Dache lebenden Familie; unter gewißen Umständen finden können. Jene Theorien, und der Bequemlichkeit der Herren ab den obern Ge- richtsstellen, die alles auf einen Blick übersehen wollen, haben wir es ohne Zweifel alleine zu danken, daß unser mit lauter allgemeinen Gesetz- büchern schwanger gehendes Jahrhundert so viele allgemeine Verord- nungen aufzuweißen hat, die entweder gar nicht, oder doch so in Bausch und Bogen befolgt werden. In der That entfernen sie uns dadurch von den wahren Plan der Natur die ihren Reichthum in der Mannichfaltigkeit zeigt, und bahnen den Weg zum Despotismus, der alles nach wenigen Regeln zwingen will, und darüber jenen Reichthum verliehrt. Sie machen das ganze menschliche Geschlecht immer einförmiger, rauben ihn seine wahre Stärke, und ersticken in den Werken der Natur, wie in der Kunst manches Genie; und dieses ist, so wahr es auch ist, noch nicht so sehr als es der Gegen- stand verdient, beherziget worden. Man lobt an den Griechischen Künstlern, daß sie ihre Wer- ke nach einzelnen Gegenständen in der Natur gearbeitet, und es nicht gewagt haben, eine allgemeine Regel des Schönen festzu-|<10> setzen und ihren Meißel nach dieser zu führen. Die Römischen Gesetze bewundert man, weil jedes derselben einen einzeln Fall zum Grunde hat; und dennoch soll das edelste Kunstwerk unter allen, die Staatsverfaßung, sich auf einige allgemeinen Gesetzen bringen laßen; soll die unmanichfaltige Schönheit eines französischen Schauspiels an- nehmen, und sich wenigstens im Prospect auf einen Bogen Pappier voll- kommen abzeichnen laßen, damit die Herren am Ruder mit Hülfe eines kleinern Maasstaabes alle alle Größen und Höhen sofort berechnen kön- nen. Ob die gelehrte Natur einen Hang zur Einförmigkeit genom- men, oder ob der Militairstand, worinn oft 100.000 Menschen das Auge auf einen Punct richten, und den Fuß nach dem nämlichen Tackt setzen müßen, sein Exempel zur Nachahmung empfohlen habe, will ich nicht untersuchen. Man mag hierüber annehmen was man will, die Wahr- heit bleibt allemal, je einfacher die Gesetze, und je allgemeiner die Regeln werden, desto despotischer trokner und armseliger wird ein Staat; und Moser und Montesquieu sind hier meine Gewährsmänner. Ausnahmen giebt und muß es auch hierinn geben, und man könnte mir hier einwenden, daß an jeder Maschine der einfache Hebel gerühmt würde, weil die Wirkung durch die kleineste Kraft (minimum) her- vorgebracht werde. Aber niemand wird läugnen, daß da wo hundert- tausend zusammengesezte Hebel zugleich das Verdienst der kleinsten|<11> Kraft erhalten, die Wirkungen unendlich schöner und größer seyn müßen. Der Mensch im Stande der Natur ist immer ein armseliges Geschöpf in Vergleichung der großen Gesellschaften die sich über- all wider ihn verbunden haben, und ewig wider ihn verbinden wer- den. Das Recht nach seiner eigenen Theorie zu leben dient ihm also zu nichts. Ob es aber nicht eine größere Mannichfaltig- keit in den menschlichen Tugenden, und eine stärkere Entwicklung der Seelenkräfte wirken würde, wenn jede große und kleine bürger- liche Gesellschaft mehr ihre eigene Gesetzgeberin wäre, und sich min- mer nach einem allgemeinen Plan formirte: das ist eine Frage die uns die Geschichte der Griechischen Republiken am besten beantworten kann. Manches kleine Städtchen, das in der heutigen Welt nicht ge- nannt werden würde, macht darinnen großes Aufsehen, und zwar aus keiner andern Ursache als weil jeder sich seinen religiö- se und politische Verfaßung selbst erschuf, und also seine Kräf- te es allein zu einer so außerordentlichen Größe brachten. Man sieht, daß sie in ihrem Plan alles was ihnen die Natur gab, auf das schönste nutzten, und aus jeder Menschensehne ein Anker- seil machten; und dieses thaten sie bevor sie philosophische Theorien hatten, und blos von ihren Bedürfnißen geleitet, nach der Richtung arbeiteten welche zu ihrem Ziele führt. Mit leichter Mühe gerie-|<12> then sie auf den Schluß, daß man an der Erziehung anfangen müße, und diese war ihre erste Sorge. Sie bildeten Krieger (die wir nach unserer jezigen Verfaßung, wo man nur arbeitsame und mäßige Leute zu haben wünscht, nicht brauchen, so nöthig es auch seyn müste, daß die minder mächtigen Völker die Zucht ihrer Jugend verstärken und ein neues Geschlecht bilden möchten, daß man nicht durch Tractaten zu Sclaven machen könne.) tapfere und dauerhafte Seelen, wie Harrisons Uhren[2] wo- mit man die Welt umfahren kann, ohne daß sie einen Augenblick fehlen; Bürger die ihr Vaterland über alles liebten; und bestimmten jede Tugend ihren Werth nach dem Maaße des Nutzens welchen sie dem gemeinen Besten schafte. Der Verfaßer der neuen Welt und Menschengeschichte[3] sagt*[4], wo vom Solon die Rede ist, das was ich bereits berührt habe in andern Worten, und setzt hinzu: "Die Alten die vielleicht in je- den Betrachte unsre Meister waren, ließen sich zu allen Details des Gesellschaftlichenlebens herab. Sie erkannten, daß ein Gesetz- geber seine Gebäude nur auf Sand baut; wenn er nicht die Natur zum Grunde legt. Von unsern Gesetzen möchte man also sagen, daß sie die Menschen umzuschmelzen versucht haben; statt ihn aber wie Prometheus neu zu beseelen, haben sie eine leblose Natur aus ihm gemacht, deren Springfedern, wenn man sie aufwindet, sich selbst zerstören."|<13> Meiner Einsicht nach kann also ein Gesetz im allgemeinen gut, und im einzelnen Orten schädlich seyn, besonders wenn es mit der Mutermilch eingesogene alte Vorurtheile betrift, die man nicht nach und nach durch Aufklärung, sondern durch Strenge aus- zurotten sucht. Man erlaube mir, meinen Beweiß zu den vielen die es vielleicht giebt, beyzubringen; entschuldige das Lokale das ich nicht umhin kann zu berühren; und verzeihe mir meine Fehler. Unsere heilige Verbindung hat wahrscheinlich vor allen andern den Vor- zug daß ein ungelehrter Bruder auch Dinge, wären sie nach der weitumfaßendsten Übersicht des Ganzen nur halb richtig gedacht, doch vorgetragen, und Belehrung und Zurechtweißung erbitten darf. Der Fall der die Existenz dieser unjuristischen Gedan- ken veranlaßte, ist kürzlich folgender: Vor gewißen Jahren ließ sich in meinem Geburtsorte ein aus einem andern Lande gebürthiger Jägerspursch nieder, der sich von andern Arbeiten als seinem Metier zu nähren suchte, da- selbst heurathete, und ein ansehnliches nachher ererbtes Ver- mögen größtentheils verschwendete. Er soll sich durch Hurerey, Ehebruch und Frechheit stets ausgezeichnet haben, und durch einen Blasphemieproceß dem hohen Friedensteinischen Geistlichen Gericht unter andern bekannt gemacht haben. Die- ser erschoß sich vor geraumer Zeit, und da ihn niemand zu Gra-|<14> be tragen wollte, weil er kurz vorher noch auf öffendlicher Bier- bank Christum ein Hurkind und deßen Mutter eine Hure ge- nannt hatte, giengen einige über Land, und so entstand ein Proceß deßen Kosten nach Versicherung eines beglaubten Man- nes 100 rt. [Reichsthaler] betragen sollen, die wo ich nicht irre nun auf 6 od[er] 7 Personen allein fallen, da die übrigen sich durch einen Eid gerei- nigt und dadurch bewiesen haben, daß sie nicht deßhalb wegge- reiset wären !! Es sind jenen also alle Kosten zuerkannt und noch darzu durch ein Herzog[liches] Regierungs Rescript zu 4 Wochen Zuchthauß, ganzen Willkommen und 1Jähriger Landesverweisung verdammet worden. Bey diesen Faktum kann ich nun die traurige Wahrheit, daß 7 treue Bürger des Staats einen einzigen Schlechtdenken- den aufgeopfert, und um eines Toden willen (da doch die Lebenden sich schon einander genug kränken) viele Familien geängstiget werden, nicht ohne Wehmuth denken, zumal da ich einige als bra- ve Väter, liebreiche Ehemänner, und in andern Stücken als aufge- klärte gutdenkende Männer kenne. Wen die Armuth und das Lokale des Orts so wie mir bekannt wäre, der würde schon die vielen gehabten Wege und Versäumnisse, und die vielen Kosten die sie zutragen haben, als eine große Strafe an- sehen, weil die mehresten von ihren stündlichen Verdienst|<15> leben müßen, und dieses schon einige Familien zu halben Bettlern machen wird, da manche durch diese Vorfälle an ihren Meß- und Marktgeschäften gehindert worden und bey zahlreichen Familien vielleicht noch noch gehindert werden. Wenn in einen Orte in hiesigen Lande Vorurtheile Nachsicht verdienen, ja ich wage es zu sagen, gedultet zu werden verdie- nen, so ist es gewiß in diesen, wo Ehre das einzige Mittel ist dem Laster zu steuren, und die Tugend allein durch Gewohn- heit in ihren alten hergebrachten Sitten und Gewohnheiten Rechten zu erhalten ist. Sollte da die Ehre ihren Werth verlieren, so müßten die Strafen grausam werden, und es scheint mir überaus bedenklich zu seyn, die Schande eines Verbrechens worzu die Versuchung allezeit gleich stark bleiben wird, und wozu einige meiner Landsleute schon große Anlagen gezeugt haben, zu vermindern, um sich in die Nothwendigkeit grausamer Strafen zu versetzen: Nur aus falsch verstandener Ehre sündigten sie wieder ein gesetz, das sie wahrscheinlich kaum wusten, oder eingeschlafen glaubten, und richteten sich vielleicht nach der alten Experimentalsportelgeschichte und fürchteten ihr Erwachen nicht, oder glaubten mit einen blauen Auge so davon zu kommen. Es ist dieses nicht etwa Vorwurf den ich hiesigen Verordnungen machen will; aber bekanntlich hat der Ort zwey- erley Herschaften, und es wird und kann daher in Rücksicht dessen|<16> (da die Collißionen gegenseitiger Vorwürffe nur leider zu oft Pro- ceße erzwingen;) nicht alle mal strikte auf etwas so genau ge- halten werden, wie in andern Dörfern. Jedem werden manchmal in kurzen, Sachen wiederrufen, die Anfangs mit Eifer betrieben wurden, und die Anstalten eines der mächtigsten Monarchen u[nd] eines der grösten Staatsmänner sind selbst von diesen Feh- ler nicht frey; und wenn ich Mißdeutung befürchten dürfte, könnte ich eine Menge vor höchsten Reichsgerichten in alten und neuern Zeiten abgefaßte Gesetze, wo sich gewiße Thorheiten und Laster trotz denselben erhalten und erhalten (sic!) haben, anführen. Unterhanen die sich kümmerlich von ihrer Hände Arbeit ernäh- ren, die kein andres Buch als oft ihr Gesangbuch und Bibel haben; kennen oft die Landesverordnung nicht; sind zu arm sie zu kaufen, haben nicht Zeit sie zu lesen; und würden sie nicht verstehen wie sie sie würklich hätten. So lange also nicht eine allgemeinfaßliches von allen lateinischen Schnörkeln gereinig- tes kurzgefaßtes Gesetzbuch fürs Volk, nach dem Plan des Bru- der Aly's,[5] wo möglich ohnentgeldlich ausgetheilet wird: so lange solte man die unterste Claßen des Volkes nicht nach einem ge- lehrten Buche richten, das in jedem Dorfe nur einmal höchstens existiert, und die meisten nur den Nahmen nach kennen. Aber - kennten es auch viele, was werde es frommen|<17> wenn man so auf einmal den Teppich von ihren Augen wegreißen nicht wegnehmen wolte. Vergebens[6] würde man auf diese Art ?? ihnen z[um] E[xempel] beweisen, daß die unächten Kinder mehr Genie als andre hätten, daß sie unschuldig an dem Verbrechen ihrer El- ?? tern wären; daß es den Kindermord verhüte, wenn man die Geschwächte nicht mit Schande belegte; immer würden sie ant– ?? worten: Gott hats befohlen; hat ausdrücklich gesagt: die Kin- ??? der sollen tragen der Väter Mißethat bis ins 4te Glied, kraz das erst aus, oder: kann der Weltliche Gesezgeber die gött- ?? lichen verbeßern? und wer etwa zweifelt, daß die Alten nicht auch das menschliche Herz gekannt, und es für sicherer gehalten die Strafen sonderbar und erschrecklich zu machen, der gehe hin und sehe die Wirkung, zähle nach proportion der Größe ihre wenigen die fielen: die Zahl der Nichtgefallenen die viel- leicht außerdem gefallen wären, wird er aber ungezählt laßen müs- sen. Was ich hier von einem Falle gesagt habe, gilt auch von meh-rern. ?? Ich getraue mir zubehaupten, daß weniger Schwierigkeit obgewal- tet haben würden, bey einen der nach den Ausspruch der Gesetz ge- henkt oder geköpft worden wäre, weil durch den Glauben daß er sich bekehrt haben könne, viel vorgedachten Selbstmörder voraus- Intoleran~ gehabt haben würde, der keinen Gott glaubten, und weil er noch darzu|<18> ihn gelästert hatte nach ihren Begriffen (die ich so schädlich nicht finde) das Ich! unmöglich seelig werden könnte. Sie glaubten sich da mitschuldig, unrein zu machen, fanden in der Entfernung gar etwas verdienstliches und ich darf annehmen, daß mancher während seiner Strafe sich mit ei- nem alten Märtyrer verglichen, die ihn - nicht beßer - sondern bey ähnlicher Gelegenheit schlimmer machen wird. Auf der andern Seite werden diese Unglücklichen gegen Ehre und Schande gleichgültiger od[er] abgehärtet werden, und nicht allein sie, sondern auch alle ihre Ange- hörigen, besonders in diesem Orte darunter leiden, weil es ih nen oft vorgeworfen werden wird. Denn im Zuchthause gewesen zu seyn ist da etwas großes, und herscht dagegen die widri- ge Meinung nicht minder, als die der Sache warum sie leiden. ?? Es wird daher zu Klagen Anlaß geben, und ich sehe mit Wehmuth vie- le einzelne Glieder die sich von der großen Kette dadurch verlieren, ohne Rettung für sie zuerblicken; und doch habe ich irgends wo ge- lesen, daß weise Menschen (und das sollten doch die Vollstecker der Gesetze seyn:) ein schaden, wo sie nicht wieder helfen können oder wollen. In einem Aufsatz in Schlötzers Staatsanzeigen *[7]) steht: daß der Regent nicht viel verliere, wenn ein Narr sich entleibe. Aber er verliehrt doch offenbar, wenn um eins Narren willen 7 andre,|<19> sonst gute Bürger des Staats verderben oder diesen aufgeopfert werden. Wenn es hauptsächlich darauf ankömt, des Selbstmörders einzelne unschuldige Familie nicht zu entehren, warum entehrt man viele Familien um eines Willen der keine Kinder hatte, warum macht man die Braut vielleicht den Bräutigam abtrünnig, die, wenn sie nach Ortssitte auf Ehre hält, keinen Mann nimmt der im Zuchthau- se gesessen und dem Willkommen erhalten hat? Ich berühre nun den letzten Schaden den es stiften kann, noch mit wenigen Worten. So sehr auch der Verfaßer des Aufsatzes Ruhe in Kirchen und Schulenstaat, theils die Gegenstände durch trübe Gläßer, theils einseitig betrachtet, so behaupte ich doch, daß diese Gattung Menschen, ihrer Eigenheiten und vieles wirklichen Guten wegen, Aufmunterung, Nachsicht und gute Behandlung ver- diene. Ihren Industrie-Geist, selbst in Jugendjahren wo and- re Kinder noch spielen nicht zugedenken, so haben sie so viel Festig- keit, so viele Vaterlandsliebe, und Liebe für ihren Landesherrn, soviel unternehmendes und unentwirrtes~, daß es Schade wäre wenn sie ausarten sollten. Ihre Sitten sind noch rein, ihr Fleiß und Unverdroßenheit unverkennbar, selbst bey der här- testen Arbeit, und ihre mit unglaublicher Geduld und Standhaftig- keit vollendete Cultur auf ihren so genannten Leiseberg,[8] deßen|<20> Steine oft selbst ihren Pulver und Keilen trozten, liefert den Beweis, so wie die ehemaligen große Theurung ihren Nutzen. Die die Aufklärung durch ihre von einem Orte zum andern gehen- de Mitbürger, so zu sagen wetterleuchtend und also nur unvollkom- men oder verdreht zu ihnen kömt und auf sie wirkt; und da sie leicht von einem Extrem zum entgegengesetzten andern übergehen und daran wie eine Klette festhengen: so würde ein zu geschwinde, plitz- ähnliche Modernisierung viele auf einen Pfad führen der vielleicht in der Folge zur Heerstraße würde. Bey der großen diese daselbst herrschenden Armuth würde als dann der Selbstmord, wenn alles auf- gezehrt und ausgeborgt wäre zur Mode werden, wie bey den Eng- ländern, mit denen ich überhaupt viele Aehnlichkeit zufinden glaube. Aber hier würde der Schade ungleich größer seyn, da alles in ein- ander greift, die Maschine zu sehr zusammen gesezt ist; und ein Fehltritt 100 andre nach sich ziehen würde. Gnade wir an diesen Orte immer dem Rechte große Dienste leisten, und stufenweise Aufklärung und Überzeugung die Früchte bringende Belohnung seyn. Bey den jetzigen Schulanstalten laßen sich in der Folge keine andre als gute Früchte erwarten, und wäre früher gepflanzt worden, wer weiß ob nicht auch früher geerndet werden können. Auch läßt Gott von Zeit zu Zeit Revolutionen zu; und giebt zur|<21> Abänderung ehemaliger Vorstellungen hinlängliche Mittel an die Hand. Wäre ich Fürst, diese ausgezeichnete Menschenclaße müßte ihren Stufengang gehen, und das werden, was sie werden könnte. Und wie angenehm würde es nicht für den reisenden Philo- sophen seyn, auf jeder Station gleichsam eine besondere Art von Menschen, und wie viele würden nicht reisen, das mannich- faltige Kunstwerk den Menschen zu sehen. Möchte ich doch nicht einmal Ehre darin setzen Gerichtsherr von Menschen zu seyn, die wie die Jochochßen sich an jedes ziehbare Sulquit[9] spannen laßen, und die nicht einmal wie diese dem Muth hätten sich der Flie- gen zuwehren die sie stechen. Einer unserer größten Phi- losophen legte ja deshalb Wert auf ein unvernnünftiges Thier, auf seine Katze, blos weil sie seinem Beobachtungen nach eige- nen Willen hatte.[10] Ich habe nun noch etwas auf meinem Herzen das ich Ihnen theu- ere B[rüder] vertraue, und das will nicht Ihre Nachsicht mir noch mehr zusichern wird. Unter oft berührten Verbrechern, sind nahe Verwandte von mir, die mich unaufhörlich um Fürsprache ersuchen die ich kleiner Wicht doch nicht gewähren kann, und ihnen, weil sie die Gesetze des Staats nicht befolgt, abgeschlagen habe. Doch sey die Absicht, Schuldige ihrer Strafe zu entledigen, wenn sie sie würklich verdienten fern von mir. Ich selbst würde die ver-|<22> gebliche Mühe das Felsenherz irgend eines Großen erweichen zu– ! wollen nicht versuchen, wenn michs auch selbst beträfe, weil mein Glaube bey den Priestern der Göttin Themis mehrentheils auf- hört; es sey denn ein solcher wie der Marschall von Sachsen der nur mit niedergeschlagenen Blicken, unter 4 Augen seinen Of- fizieren etwas verweisen konnte, und sich nicht wie die meh- resten thun, an der Schamröthe des Schuldigen weiden könnte, und solcher Marschallen gibt es zur Schande der Menschheit nur wenige. Wenn ich die Gerechtigkeit überhaupt mahlen könnte und solte (in deren Klauen ich glücklicherweise noch nie gefallen bin:) ? so würde sie unter allen eingebildeten Wesen, vielleicht das verzerrteste und zweydeutigste Ansehen erhalten. Ein Kranz von ausgestreikten Händen müßte sie und die Göttin Chitane umgeben, behangen mit unzähligen Sportelrechnungen; und ich würde sie in einen großen Nachen, auf einen, aus lau- ter um vergoßenen blutige Thränen entstandenen Meere, freudig und jauchzend dahin rudern laßen. Noch eins zum Beschluß. Ich habe die Verordnung in Be- treff des Begräbnißes der Selbstentleibten hiesiger Lande nicht gelesen; aber man hat mir gesagt, daß es darin hieße: Schä- fer, Nachtwächter, Gemeindediener, u[nd] dergleichen Personen, sollten|<23> sie zur Gruft tragen. Nicht zugedenken, daß die ärmsten im Volcke für gute baare Bezahlung um aus den Gemeinde- schuldbüchern zu kommen, und nicht exequirt zu werden, stets und freywillig dazu bereit sein würden, und es also jenes sportel- reichen Fußangeln gar nicht bedürfte: so bin ich überzeugt, daß der ganze von mir erzählte Vorfall nicht geschehen wäre, wenn es darinn geheißen hätte: die aufgeklärtesten und verstän- digsten tragen ihn zur Ruhestätte, und gehen den weniger auf- geklärten mit ihren belehrenden Beyspiele vor. In diesem Fall würde die Ehre gesiegt haben, so wie sie in ersten Hin- derniß war, weil niemand zum Schäfer und Gemeindediener re- duzirt sey wolte. Solte daher nicht der Verfertiger der Gesetze, auf den sich der Fürst verlaßen muß, neben seiner Gelehrsamkeit das individuelle eines jeden Orts kennten, und ?? wenn ers als Fremder nicht kennte, es vorzüglich studiren, um seine Gesetze gut und fest wie die alten Denkmale zugründen, u[nd] die ihn anvertrauten Unterthanen dadurch vor Gelegenheit zum Un- gehorsam, und Zeit und Kosten Aufwand sicher zu stellen. ?? [Ornament] Notes - Von der Hand Bodes in roter Tinte hinzugesetzt. - Gemeint sind die Uhren des Londoner Uhrmachers Harrison, die im Wettstreit der Royal Society um die Bestimmung des Längengrads auf Seereisen gewannen, da sie bei beliebigem Seegang präzise die Greenwich Zeit beibehielten und damit die Zeitabweichung zu messen erlaubten. - Der Bezug gilt der Neue Welt- und Menschengeschichte: Aus dem Französischen. Alte Geschichte, Bd. 1 (Münster/ Leipzig: Philipp Heinrich Perrenon, 1781), die seriell fortlief. Verfasser der französischen Originalausgabe waren Jean de Sales, Charles Joseph de Mayer, Louis Sébastien Mercier und Michael Hissmann. Siehe die Digitalisate bei Google Books. - [Fußnote am unteren Textrand] * VII Band p 346 deutsche Übersetzung. - Johann Friedrich Christian Rudorff, Ordensname Ali - Von Bode rot unterstrichen - [Fußnote unterhalb des Textes] *Heft 26. S. 176. - Der Leiseberg bei Ruhla. - = Sulky? - Der Bezug gilt vermutlich Michel de Montaigne, der über seine Beziehung zu seiner Katze in diesem Zusammenhang schrieb - so: "Wenn ich mit meiner Katze spiele, wer weiß, ob sie sich nicht noch mehr mit mir die Zeit vertreibt als ich mir mit ihr?", Essais II 12; Übers. von Herbert Lüthy (Zürich, 1953), S. 433. In selber Tendenz: "Presumption is our natural and original malady. The most calamitous and fragile of all creatures is man, and at the same time the proudest. He sees and feels himself placed here in the mire and dung of the world, attached and fixed in the worst, most lifeless, and most corrupt part of the universe, on the meanest floor of the house and the farthest removed from the vault of heaven, with animals of the worst condition of the three [of those that fly, swim, and live on the ground]; and he goes installing himself in his imagination that he makes himself God's equal, that he ascribes to himself divine attributes, that he winnows himself and separates himself from the mass of other creatures, determines the share allowed the animals, his colleagues of faculties and powers as seem good to him. How does he know, by the effort of what inwardly and secret moves the animals? By what comparison them with ourselves does he deduce the stupidity which he to them? When I play with my cat, who knows whether she is not me her pastime more than I make her mine? [1592. In Defense of Raymond Sebond. Chapter II, Section 3, Man's superiority over the animals a delusion based on pride. oregonstate.edu/
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Wikipedia Version Dieser Text basiert auf dem Artikel Zeitpräferenz aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung (de)). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Wikipedia-Version zuletzt aktualisiert am 20.07.19. Wikipedia-Version zuletzt aktualisiert am 20.07.19. Zeitpräferenz Weiterleitung nach: zuletzt besuchte Definitionen... Über 200 Experten aus Wissenschaft und Praxis. Mehr als 25.000 Stichwörter kostenlos Online. Das Original: Gabler Wirtschaftslexikon
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Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: firstname.lastname@example.org Franziskanerkloster Pforzheim Von Stadtwiki Es gehörte zum Orden der Franziskaner, die wegen ihres Verzichts auf geschlossenes Schuhwerk (üblicherweise trugen sie Sandalen) auch Barfüßer genannt wurden, unterstand dem damaligen Bistum Speyer und hatte von vor 1270 bis 1555 Bestand. Mit der Einführung des Protestantismus in der Markgrafschaft Baden-Durlach durch Markgraf Ernst I. von Baden-Durlach wurde es aufgelöst und fiel an die weltliche Herrschaft. Die Klosteranlage an der heutigen Barfüßergasse wurde ab 1270 aus dem Orden zugegangenen Almosen und Stiftungen Pforzheimer Bürger errichtet. Das Langhaus der Klosterkirche und die restlichen, nördlich der Kirche gelegenen Klostergebäude wurden 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört. Der Chor der Klosterkirche ist als Barfüßerkirche heute noch erhalten und eines der wenigen mittelalterlichen Baudenkmäler Pforzheims.
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Rüeblisalat, marokkanisch Sollen Rüebli geschält werden oder nicht? Geht euch diese Frage auch manchmal, bzw. immer wieder durch den Kopf? Also ich handhabe das folgendermassen: Frisch geerntete Bundrüebli (wo das Karottengrün noch dran ist) esse ich ungeschält, weil die Rüebli superfrisch sind, die Schale praktisch nie holzig und weil viele Vitamine unmittelbar unter der Schale liegen (so habe ich gelesen!). Gelagerte Ware schäle ich meist, aber auch nicht immer, denn für das Schälen von Rüebli gibt es ausser dem optischen, keinen für mich nachvollziehbaren Grund. So! 😀 Zutaten: für 4 Personen 500 gr Rüebli (Karotten, bzw. Möhren) 2 EL eingelegte (Salz-) Zitrone, nur die Schale, feinst gewürfelt 2 Knoblauchzehen, fein gehackt 2-3 EL Olivenöl 1 EL Harissa 1-2 EL Weissweinessig 1-2 Handvoll Koriandergrün Salz und Pfeffer Zubereitung: 1. die Rüebli putzen und in halbzentimeterdicke Scheiben schneiden. In kräftig gesalzenem Wasser 10 Minuten kochen lassen, auf ein Sieb geben 2. in der Zwischenzeit die Harissa-Paste mit dem Essig verrühren, den Knoblauch dazu pressen, das Olivenöl unterrühren und die Zitronenschalenwürfelchen hineinmischen 3. Rüebli mit dem Dressing und etwa der Hälfte vom Koriandergrün mischen. Den Salat über Nacht kühl durchziehen lassen 4. vor dem Verzehr mit Salz und Pfeffer und ggf. Essig abschmecken, restliches Koriandergrün untermischen, servieren gesehen bei Petra Natürlich kann und darf man den Salat auch ganz normal, als Häufchen in einem Schälchen sevieren
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Oppeln Opole (Deutsch: Oppeln) ist eine Stadt in Südpolen an der Oder und die historische Hauptstadt Oberschlesiens. Mit einer Bevölkerung von ca. 128.137 Einwohnern (Dezember 2018) ist sie die Hauptstadt der Woiwodschaft Oppeln und der Sitz des Kreises Oppeln. Mit seiner langen Geschichte, die bis ins 8. Jahrhundert zurückreicht, ist Oppeln eine der ältesten Städte Polens. Es ist auch die kleinste Stadt Polens, die die größte Stadt in einer Woiwodschaft ist. Die Ursprünge der ersten Siedlung hängen damit zusammen, dass die Stadt 1217 von Kasimir I. von Oppeln, dem Urenkel des polnischen Herzogs Bolesław III Wrymouth, die Rechte an Magdeburg erhielt. Im Mittelalter und in der Renaissance war die Stadt als Handelszentrum bekannt, da sie an der Kreuzung mehrerer Haupthandelsrouten lag, was dazu beitrug, stabile Gewinne aus dem Transithandel zu erzielen. Die rasante Entwicklung der Stadt wurde auch durch die Einrichtung eines Regimentssitzes in Oppeln im Jahr 1816 verursacht. Die erste Eisenbahnverbindung zwischen Opole, Brzeg und Wrocław wurde 1843 eröffnet und 1859 die ersten Produktionsstätten errichtet, was wesentlich zur regionalen Bedeutung der Stadt beitrug. Das umfangreiche Erbe der Stadt umfasst fast alle Kulturen Mitteleuropas, einschließlich der Jahre der polnischen, böhmischen, preußischen und deutschen Herrschaft. Opole wurde 1945 im Rahmen des Potsdamer Abkommens offiziell wieder Teil Polens. Viele deutsche Oberschlesier und Polen deutscher Abstammung leben noch in der Region Opole, in der Stadt selbst machen die Volksdeutschen nach den Vertreibungen 1945-6 jedoch weniger als 3% der Bevölkerung aus. Heute gibt es in der Stadt vier Hochschulen: Die Universität Oppeln, die Technische Universität Oppeln, eine Medizinische Hochschule und die private Hochschule für Management und Verwaltung. Seit 1963 findet hier jährlich das Nationale Festival des Polnischen Gesangs statt, und jedes Jahr finden neue regelmäßige Veranstaltungen, Messen, Shows und Wettbewerbe statt. Opole wird manchmal als "Polnisches Venedig" bezeichnet, wegen seiner malerischen Altstadt und mehrerer Kanäle und Brücken, die Teile der Stadt verbinden. Die Geschichte von Oppeln beginnt im 8. Jahrhundert. Zu dieser Zeit wurde nach den archäologischen Ausgrabungen die erste slawische Siedlung auf dem Ostrówek - dem nördlichen Teil der Pasieka-Insel in der Mitte der Oder - gegründet. Zu Beginn des 10. Jahrhunderts entwickelte sie sich zu einem der wichtigsten "Gords" des slawischen Stammes der Opolanie. Ende des Jahrhunderts wurde Schlesien Teil Polens und wurde von der Piasten-Dynastie regiert; das Land der heidnischen Opolanie wurde 992 von Herzog Mieszko I. erobert. Vom 11. bis 12. Jahrhundert war es auch eine Burg. Nach dem Tod des Herzogs Władysław II. das Exil, wurde Schlesien 1163 in zwei Piastenlinien aufgeteilt - die Linie Wrocław in Niederschlesien und die Opole-Racibórz von Oberschlesien. Opole wurde 1172 zum Herzogtum und teilte viel mit dem Herzogtum Racibórz, mit dem es oft kombiniert wurde. 1281 wurde Oberschlesien weiter unter den Erben der Herzöge aufgeteilt. Das Herzogtum Oppeln wurde 1290 vorübergehend wieder aufgebaut. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts beschloss Herzog Kasimir I. von Oppeln, die Siedlung von der Pasieka-Insel an das rechte Oderufer zu verlegen (seit dem 17. Jahrhundert ist es das alte Bachbett der Oder, bekannt als Młynówka). Alle Einwohner mussten umgesiedelt werden, um die Burg zu errichten, die schließlich an der Stelle der Altstadt errichtet wurde. Ehemalige Bewohner von Ostrówek erhielten zusammen mit aus dem Westen eingewanderten deutschen Kaufleuten wahrscheinlich schon um 1217 erste Stadtrechte, obwohl dieses Datum umstritten ist.Opole erhielt 1254 deutsches Stadtrecht, das 1327 durch das Neumarkter Recht erweitert wurde. Oppeln entwickelte sich während der Herrschaft des Herzogs Bolko I. von Oppeln. In dieser Zeit wurde die Burg schließlich fertiggestellt und neue Gebäude, darunter die Stadtmauer und die Kreuzkirche, gebaut. Zusammen mit dem größten Teil Schlesiens kam 1327 das Herzogtum Oppeln unter die Herrschaft des Königreichs Böhmen, das selbst zum Heiligen Römischen Reich gehörte. 1521 wurde das Herzogtum Racibórz (Ratibor) an das Herzogtum Oppeln vererbt, das damals auch als deutsches Äquivalent bekannt war - Oppeln. Die zweite Burg von Oppeln wurde wahrscheinlich im 14. Jahrhundert von Herzog Vladislaus II. gegründet, obwohl einige Quellen behaupten, dass sie ursprünglich eine hölzerne Festung des Oppelschen Kastellans aus dem 12. Jahrhundert war. Mit dem Tod von König Ludvík II. von Böhmen in der Schlacht von Mohács wurde Schlesien von Ferdinand I. geerbt und Opole der Souveränität der Habsburgermonarchie von Österreich unterstellt. Die Habsburger übernahmen 1532 die Herrschaft über die Region, nachdem der letzte Piastenherzog von Oppeln - Jan II. der Gute starb. Damals war die Stadt noch hauptsächlich polnischsprachig (rund 63%), während andere Nationalitäten hauptsächlich durch Deutsche, Tschechen und Juden vertreten waren. Die letzten beiden Herzöge von Oppeln, Nikolaus II. und Janusz II. der Gute, beherrschten die deutsche Sprache nicht. Ab 1532 verpfändeten die Habsburger das Herzogtum an verschiedene Herrscher, darunter mehrere Monarchen von Polen (siehe Herzöge von Oppeln). Nach der schwedischen Invasion Polens blieb 1655 der König von Polen, Johannes II. Casimir Vasa, beim gesamten Hof in Oppeln. Im November 1655 wurde in Oppeln die Universal of Opole (Uniwersał opolski) vom König herausgegeben und forderte die Polen auf, sich gegen die Schweden zu erheben, die damals einen großen Teil Polens besetzten. Mit der Abdankung von König Johann II. Kasimir von Polen als letztem Herzog von Oppeln im Jahr 1668 ging die Region in die direkte Kontrolle der Habsburger über. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die deutsche Bevölkerung von Oppeln auf etwa 20% geschätzt. König Friedrich II. von Preußen eroberte 1740 während der Schlesischen Kriege einen Großteil Schlesiens von Österreich; die preußische Herrschaft wurde 1742 im Frieden von Breslau bestätigt. Während der preußischen Herrschaft begann sich die ethnische Struktur der Stadt zu verändern. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts schwankte die Zahl der polnischen und zweisprachigen Bürger von Oppeln laut offizieller deutscher Statistik nur zwischen 25% und 31%, dennoch blieb Oppeln ein wichtiges kulturelles, soziales und politisches Zentrum für die Polen Oberschlesiens. Ab 1849 erschien in Oppeln die polnische Zeitung Gazeta Wiejska dla Górnego Śląska. Der polnische Reporter und Gegner der Germanisierung Bronisław Koraszewski gründete 1890 die Zeitung Gazeta Opolska und 1897 die Volksbank in Oppeln (Opolski Bank Ludowy). Eine weitere polnische Zeitung, die Nowiny, wurde 1911 von Franciszek Kurpierz gegründet. Von 1816-1945 war Opole die Hauptstadt des Regierungsbezirks Oppeln in Preußen. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands 1871 wurde die Stadt Teil des Deutschen Reiches. Nach der Niederlage des kaiserlichen Deutschland im Ersten Weltkrieg fand am 20. März 1921 in Oppeln eine Volksabstimmung statt, um festzustellen, ob die Stadt in der Weimarer Republik liegen oder Teil der Zweiten Polnischen Republik werden sollte. Es wurden 20.816 (94,7%) Stimmen für Deutschland, 1.098 (5,0%) für Polen und 70 (0,3%) Stimmen abgegeben. Die Wahlbeteiligung betrug 95,9%. Die Ergebnisse der Volksabstimmung im Landkreis Oppeln-Land waren unterschiedlich, 30% der Bevölkerung stimmten für Polen. Die Piastenburg, vor ihrem Abriss durch die deutschen Behörden. Oppeln war von 1919-1939 Regierungssitz der Provinz Oberschlesien. In den Jahren 1928-1931 wurde die Piastenburg durch Beschluss der deutschen Landesverwaltung abgerissen. Dank des starken Widerstandes der lokalen polnischen Gemeinschaft und der Proteste der Union der Polen in Deutschland konnte zumindest der Schlossturm vor dem Abriss bewahrt werden. Der heute Piasturm genannte Turm ist eines der Wahrzeichen der Stadt. 1929 kam ein polnisches Theater aus Katowice nach Oppeln, um die Oper Halka von Stanisław Moniuszko aufzuführen. Nach der Aufführung wurden die Schauspieler mit stummer Zustimmung der deutschen Polizei von einer deutschen Miliz brutal geschlagen. Mit der Niederlage Polens bei der Invasion Polens zu Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939 wurde das ehemals polnische Ost-Oberschlesien wieder in die Provinz Oberschlesien aufgenommen und Oppeln verlor seinen Status als Provinzhauptstadt an Katowice (umbenannt in Kattowitz). Am 15. Februar 1941 und 26. Februar 1941 verließen zwei Deportationstransporte mit 2.003 jüdischen Männern, Frauen und Kindern an Bord den Wiener Aspang-Bahnhof für das in Oppeln errichtete Ghetto. Bis März 1941 wurden 8.000 Juden nach Oppeln deportiert. Ab Mai 1941 wurden 800 arbeitsfähige Männer als Zwangsarbeiter in Deblin eingesetzt. Die "Liquidation" des Ghettos Oppeln begann im Frühjahr 1942. Ein Transport ins Vernichtungslager Belzec erfolgte am 31. März 1942, Deportationen nach Sobibor folgten im Mai und Oktober 1942. Von den 2.003 Wiener Juden sind nur 28 bekannt, die überlebt haben. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurde Oppeln nach der Potsdamer Konferenz von Deutschland nach Polen verlegt und erhielt seinen ursprünglichen slawischen Namen Opole. Opole wurde von 1946-1950 Teil der Kattowitzer Wojewodschaft, danach wurde es Teil der Wojewodschaft Opole. Im Gegensatz zu anderen Teilen der so genannten Recovered Territories blieb die indigene Bevölkerung in Oppeln und der umliegenden Region erhalten und wurde nicht wie anderswo gewaltsam vertrieben. Über 1 Million Schlesier, die sich als Polen betrachteten oder von den Behörden aufgrund ihrer Sprache und Sitten als solche behandelt wurden, durften bleiben, nachdem sie in einem speziellen Verifizierungsverfahren als Polen verifiziert wurden. Es ging darum, die polnische Staatsangehörigkeit und den Treueeid gegenüber der polnischen Staatsangehörigkeit zu erklären. In den späteren Jahren zogen jedoch viele von ihnen nach Westdeutschland, um aus dem kommunistischen Ostblock zu fliehen (siehe Auswanderung von Polen nach Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg). Heute ist Oppeln zusammen mit der Region als Zentrum der deutschen Minderheit in Polen bekannt, das sich hauptsächlich aus den Nachkommen der positiv verifizierten Autochthone rekrutiert. In der Stadt selbst erklärten jedoch nur 2,46% der Einwohner laut der letzten Volkszählung von 2002 die deutsche Staatsangehörigkeit. Aus dem Englischen übersetzt mit https://www.deepl.com/de/translator
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Biblische Exegese Die biblische Exegese (veraltet auch Exegetik) ist die Auslegung von Texten des Alten und Neuen Testaments in der christlichen Theologie und für die Glaubenspraxis. Mit ihrer Hilfe sollen fachlich gebildete Leser sowie Laien die Aussagen und Inhalte, die historischen und textlichen Zusammenhänge der biblischen Texte erfassen. Schon innerhalb der ersten Generation des Christentums wurden anscheinend manche neutestamentliche Texte als schwer verständlich empfunden. So bescheinigt der 2. Petrusbrief den Briefen des Paulus, dass in ihnen „manche Dinge schwer zu verstehen“ seien (2 Petr 3,16 EU). Die biblische Exegese ist von der Biblischen Hermeneutik zu unterscheiden. Exegese ist die Auslegung eines konkreten (biblischen) Textes, Hermeneutik beleuchtet und klärt die Voraussetzungen und die Ziele einer Auslegung. Die biblische Exegese hat in ihrer wissenschaftlichen Form wechselseitig die Bemühungen von Philologie, Rechtswissenschaft und der sich entwickelnden Literaturwissenschaft unterstützt und von diesen profitiert. Insofern ist sie an der Entwicklung einer allgemeinen exegetischen Methodologie beteiligt gewesen. Inhaltsverzeichnis Allgemeine FragestellungenBearbeiten Der Zugang zur BibelBearbeiten Nach Auffassung der meisten Christen ist die Bibel weder ein wörtlich zu befolgendes Gesetzbuch, noch ist sie eine Sammlung veralteter Erzählungen. Biblische Erzählungen enthalten – neben Inhalten symbolischer Bedeutung – historisch zuverlässige Information, die zum Teil archäologisch belegt werden kann. Auch enthalten sie Lebenserfahrungen und -weisheiten vieler Generationen, Erfahrungen mit Gottes Wirken inmitten von Liebe und Leid, Tod und Schicksal. Viele Menschen sehen die Bibel als Hilfsangebot zur Verarbeitung von Erfahrungen sowie als Deutungs- und Sinnangebot. Umgang mit schwer verständlichen BibelstellenBearbeiten Es gibt „zwei Arten des Bibellesens“: Erstens die Beschäftigung mit schwierigen Bibelstellen, und zweitens das Verweilen bei leicht verständlichen Bibelstellen.[1] Bibelleser neigen zu Erstgenanntem, sie verweilen bei rätselhaften Aussagen, und dazu nehmen sie exegetische Methoden zur Hilfe. Der Schriftsteller Mark Twain sprach diese Alternative an; er schrieb: - „Die meisten Menschen haben Schwierigkeiten mit jenen Bibelstellen, die sie nicht verstehen. Mir dagegen bereiten nicht die unverständlichen Bibelstellen Bauchweh, sondern diejenigen, die ich verstehe.“[2] Neben dem Studieren schwer verständlicher Abschnitte gibt es also auch die Möglichkeit des Meditierens darüber, wie die verständlichen Abschnitte auf das eigene Leben einwirken könnten. Streit über die MethodenBearbeiten Seit den 1970er Jahren kam eine Vielfalt von Methoden der Exegese auf. Dadurch stellt sich auch die Frage, wie diese Methoden miteinander zusammenhängen: Bauen sie aufeinander auf? Sind sie von ihren Voraussetzungen her miteinander vereinbar? Sind alle diese Methoden legitim und sinnvoll? Welche Berechtigung hat daneben eine spezifisch theologische Interpretation der Bibel? Diese Fragen werden kontrovers diskutiert. „Eisegese“ (Hineinlesen)Bearbeiten Bei einer Eisegese handelt es sich um das Gegenteil einer textgerechten Auslegung. Der Begriff wird oft polemisch verwendet in dem Sinn, dass der Ausleger etwas in den Text hineininterpretiert, was dort nicht zu finden sei. Dabei wird eine vorher vorhandene oder vorgegebene Meinung, z. B. aufgrund anderer Bibelstellen, in den Text hineingelegt. Wegen der mit vielen Bibelstellen verbundenen Unklarheiten wird die Regel „Schrift muss durch Schrift erklärt werden“ angewandt, d. h. beim Auslegen einer bestimmten Stelle bedenken wir mit, was die Bibel sonst noch zu den an der betrachteten Stelle erwähnten Themen sagt.[3] Beteiligung des VorverständnissesBearbeiten Beim Bibellesen haben die meisten Leser bereits eine bestimmte Vorstellung davon, was Gott möchte bzw. was zu biblischen Zeiten geschah. Dieses Vorverständnis finden sie dann beim Bibellesen wieder. Dass ein Bibeltext auch anders verstanden werden könnte, ist eine Einsicht, zu der sich Bibelleser erst durchringen müssen. Auch die mit der Vorstellung von der Einheit der Bibel verbundene Auslegungsregel „Schrift muss durch Schrift erklärt werden“ verstärkt den Einfluss des Vorverständnisses. Im Hinblick auf die an einer bestimmten, gerade betrachteten Bibelstelle angesprochenen Themen gibt es oft eine Vielzahl von Vergleichsstellen. „Da es aber nicht möglich ist, viele Stellen gleichzeitig zu betrachten, sondern stets eine nach der anderen, ist es nur mittelbar die Vielzahl der anderen relevanten Stellen, die dem Bibelleser beim Auslegen hilft; unmittelbar wirkt sein Bild mit, das er sich bisher aufgrund seines früheren Bibellesens geformt hat.“ (Franz Graf-Stuhlhofer[4]) Geschichte der Biblischen ExegeseBearbeiten Die jüdische Exegese als Vorbild der christlichen ExegeseBearbeiten Die jüdische Bibelauslegung ist von einem zweiteiligen Offenbarungsbegriff geprägt: Der schriftlichen Tora (der jüdischen Bibel) wird eine mündliche Tora gegenübergestellt. Diese mündliche Tora beinhaltet die schriftgelehrte Diskussion, die vor allem in Mischna und Talmud (paradoxerweise) in schriftlicher Form vorliegt, und sich bis heute in rabbinischen Diskussionen fortsetzt. Dennoch kann gesagt werden, dass auch diese mündliche Tora dem Mose am Sinai gegeben wurde. Wichtig an diesem Konzept ist, dass es einander widersprechende Positionen integrieren kann.[5] Die jüdische Bibelauslegung, die man in Ansätzen schon in innerbiblischen Bezügen finden kann, liegt in ersten Zeugnissen aus den Jahrhunderten um die Zeitenwende vor. Ein Teil davon (Philo von Alexandrien, Josephus und in gewisser Weise auch das Neue Testament) gehört in den Kontext hellenistischer Kultur. Hier ist die Auslegung biblischer Texte sehr stark von Allegorisierungen geprägt, die die starke Menschenähnlichkeit Gottes in den Bibeltexten als uneigentliche Rede zu deuten versuchen. Die klassische (d. h. im Judentum tradierte) Bibelauslegung ist zwar hebräisch bzw. aramäisch überliefert, aber auch hellenistisch geprägt. Sie zeigt bereits Vorläufer in den Schriften von Qumran. Die an den wöchentlichen Tora-Lesungen ausgerichtete Kommentar- bzw. Predigtliteratur heißt Midrasch. Der Begriff kann aber auch zur Bezeichnung einzelner Textpassagen in anderen Literaturwerken (wie den Talmudim) benutzt werden. Ein zweiter wichtiger Bereich sind die aramäischen Bibelübersetzungen (Targumim), die z. T. stark paraphrasierend vorgehen und dabei auch midraschartige Elemente in den Text einflechten. Methodisch ist diese rabbinische Exegese durch den Gegensatz zweier Grundauffassungen geprägt, die mit zwei Gelehrten verbunden werden: Während Rabbi Jischmael darauf besteht, dass „die Tora in der Sprache der Menschen rede“, sieht Rabbi Akiba die Notwendigkeit, einen darüber hinausgehenden Sinn an bestimmten sprachlichen Elementen des Bibeltextes festzumachen, der als göttlicher Text mit jeder kleinen Einzelheit eine bestimmte Aussage verbinden müsste. So schien es als ein wichtiges dogmatisches Erfordernis nachzuweisen, dass in der Tora von der Auferstehung der Toten gesprochen werde, was eine Lektüre auf der Ebene des einfachen Textes nicht konkret hergibt. Seit dem 10. Jahrhundert n. Chr. kam eine neue Form rabbinischer Kommentare auf, die einen stark rational und philologisch orientierten Ansatz hatten, die phantasievollen Midraschim allerdings auch rezipierten und zusammenfassten. Diese Kommentare (u. a. Raschi, Kimchi, Ibn Esra) wurden zusammen mit den Targumim (s. o.) in großen Tora- oder Bibelausgaben (Miqra'ot Gedolot, bzw. „Rabbinerbibeln“) parallel zum Bibeltext abgedruckt und sind in der Neuzeit z. T. auch sehr stark von christlichen Auslegern rezipiert worden.[6] Urchristentum bis Mittelalter – der vierfache SchriftsinnBearbeiten Entsprechend der Kommentierungsmethode der klassischen philologischen Schule in Alexandria stellte Origenes (ca. 185–254) für die Bibel die Theorie vom „mehrfachen Schriftsinn“ auf. Demzufolge reichte nicht die rein literarisch-philologische Analyse des Textes. Dem einfachen Gläubigen genügte dieser geschichtliche Sinn, jedoch sollte die Exegese für Geübtere auch den seelischen Sinn erheben und für Vollkommene der geistig-geistliche Sinn festgestellt werden. Dieser Dreischritt somatische – psychische – pneumatische Exegese wurde dann durch Johannes Cassianus im 5. Jahrhundert zur Theorie vom vierfachen Schriftsinn ausgebaut,[7] die für das gesamte Mittelalter prägend war.[8] Ähnlich wie in der jüdischen Tradition der Bibelauslegung (siehe PaRDeS) tritt zur historisch-literalen Exegese nun ein Dreischritt, der sich am Schema Glaube-Liebe-Hoffnung orientiert. - Literalsinn (wörtliche, geschichtliche Auslegung) - Allegorischer Sinn (Interpretation „im Glauben“) = dogmatisch - Tropologischer Sinn (Interpretation „in Liebe“) = moralisch - Anagogischer Sinn (Interpretation „in Hoffnung“) = endzeitlich Damit stand die Frage einer mehrdeutigen Schrift im Raum. Da aber nach eindeutigen Auslegungen gefragt wurde, setzten hier Reformbemühungen ein. Der Skeireins ist eine gotische Auslegung zum Johannesevangelium der Wulfilabibel. Eine weitere Auslegung ist der „Skarapsus“ aus dem 8. Jahrhundert, ein Text, der dem hl. Pirminius zugeschrieben wird. Der Heliand ist ein frühmittelalterliches altsächsisches Großepos und wichtiges Glied im historischen Kontext der Entstehung der deutschen Sprache und Literatur. Dort wird in stabreimenden Langzeilen das Leben Jesu Christi in der Form einer Evangelienharmonie nacherzählt. Reformation und Konzil von TrientBearbeiten Die Reformatoren lehnen im Einklang mit dem in der Renaissance neu entdeckten historischen Bewusstsein den vierfachen Schriftsinn ab. Sie wollen historisch (und auch theologisch) „zu den Quellen“ (ad fontes). Sie fragen allein nach dem Wort- oder Literalsinn (sola scriptura). Vielfach kam es im protestantischen Raum zur Vorstellung einer „Verbalinspiration“, d. h. die Bibel sei Wort für Wort vom Heiligen Geist inspiriert und somit im wortwörtlichen Sinne unfehlbar. Damit stellte sich dann aber die Frage, ob das ausreicht. Die reformatorische Hermeneutik beantwortete das mit der theologischen These vom „Wort Gottes“, das alleinige Autorität hat und für sich spricht. Damit spitzte sich die Frage nach dem Verstehen zu und die neuzeitliche Hermeneutik entwickelte sich – zunächst als typisch protestantische Ergänzung der Exegese. Eine entsprechende Verdeutlichung der katholischen Position erfolgte auf dem Konzil von Trient (1545–1563), als die mehrdeutige Schrift unter die Autorität des kirchlichen Lehramts gestellt wurde: Ohne das (bischöfliche bzw. päpstliche) Lehramt bleibt die Bibel zweideutig. Durch die enge Anlehnung der Bibel an die kirchliche Tradition bildete sich zunächst keine spezifisch katholische Hermeneutik heraus. Aufklärung vs. RepristinationstheologieBearbeiten Die Exegese seit der Aufklärung reagierte insbesondere auf die altprotestantische (lutherische) Orthodoxie des 16. und 17. Jahrhunderts, die den Literalsinn mit „Gottes Wort“ gleichsetzte und somit den Bibeltext erneut mit einem bis ins Äußerste verfeinerten Regelwerk umgab. Die sich als wissenschaftlich verstehende Exegese der Aufklärung propagierte dagegen die Trennung von Literalsinn der Bibel und „Wort Gottes“ in der Bibel. Damit konnte der Bibeltext mit nun sich schnell entwickelnden philologischen und historischen Methoden untersucht werden, wogegen die Dogmatik (insbesondere die Schriftlehre) und die Biblische Hermeneutik sich um das Verstehen der analysierten Texte kümmern sollte. Der konservative Protest gegen die Bibelauslegung der Aufklärung firmierte im 19. Jahrhundert unter dem Stichwort Repristinationstheologie: Es war der Versuch, den früheren, voraufklärerischen Umgang mit der Bibel wiederherzustellen. Die Repristinationstheologie konnte sich allerdings nicht durchsetzen. Wenn auch eine absolut objektive Exegese nicht möglich ist, so sind doch ihre Ergebnisse heute zwischen katholischen und evangelischen (und mit Einschränkung auch orthodoxen) Theologen im akademischen Bereich weithin ähnlich. Die Verwertung der Ergebnisse einer exegetischen Standardanalyse jedoch kann sehr unterschiedlich sein. Entwicklung der historisch-kritischen MethodeBearbeiten Die historisch-kritische Methode wurde ab dem 18. Jahrhundert als wissenschaftlicher Methodenapparat zur Untersuchung biblischer Texte entwickelt, vor allem von evangelischen Theologen. 20. JahrhundertBearbeiten Im 20. Jahrhundert wurden eine ganze Reihe neuer exegetischer Methoden entwickelt, die jeweils einer konkreten Zugangsweise zur Bibel bzw. gesellschaftspolitischen Sichtweise gerecht werden wollen (z. B. feministische Exegese, Befreiungstheologische Exegese) oder Forschungsergebnissen aus anderen Fachbereichen Rechnung tragen (tiefenpsychologische Exegese, narrative Exegese). MethodenBearbeiten Die historisch-kritische MethodeBearbeiten Die am weitesten verbreitete Methode der biblischen Exegese ist die „historisch-kritische Methode“. Sie hat zum Ziel, einen biblischen Text in seinem damaligen historischen Kontext auszulegen, wobei die Rekonstruktion der vermuteten Vorgeschichte des Textes eine besondere Rolle spielt. Die klassische historisch-kritische Methode wurde vom 18. bis zum 20. Jahrhundert von evangelischen Theologen in Deutschland entwickelt, wo sie weiterhin eine besondere Stellung einnimmt. Die meisten neueren Methoden dagegen entstanden im englischen oder im französischen Sprachraum (ausgenommen Rezeptionsästhetik und Tiefenpsychologie). Kontextuelle ExegeseBearbeiten Zur kontextuellen Exegese gehören verschiedene exegetische Modelle, die die Bibel und die religiöse Tradition jeweils für eine bestimmte – meist gesellschaftlich diskriminierte oder politisch unterdrückte – Zielgruppe erschließen wollen. Es gibt kontextuelle Exegese unter anderem für und von Frauen, Afroamerikaner und Homosexuelle. Begründet wird eine kontextuelle Exegese damit, dass eine kontextfreie Exegese ohnehin nicht möglich wäre; aus ihrer Sicht ist jede – auch sich selbst als wertfrei definierende – Exegese kontextuell. In jeder Exegese würden sich im Ergebnis die Machtverhältnisse der Gesellschaft widerspiegeln. Die kontextuelle Exegese will dieses Problem dadurch korrigieren, dass sie bewusst Partei für die Unterdrückten ergreift. Die kontextuelle Exegese fragt dabei nicht nur nach den gesellschaftlichen Machtverhältnissen der Gegenwart, sondern auch nach denen zur Zeit der Entstehung der Bibel und der Tradition. Diejenigen, die von der bisherigen patriarchalischen Exegese unterdrückt worden seien (Frauen, Arme, Bewohner der nichtwestlichen Welt, Juden, Angehörige nichtmonotheistischer Religionen, Homosexuelle, theologische Laien, Kinder, die Schöpfung bzw. ökologische Bewegung), sollen nun auch zu Wort kommen können und ihre Sicht auf die Bibel und ihre Interpretation mitteilen. Dieses Anliegen wird mehr oder weniger kämpferisch formuliert, daher auch die alternative Bezeichnung „engagierte Exegesen“. Feministische ExegeseBearbeiten Gemeinsam ist den einzelnen Richtungen der feministischen Bibelauslegung das Interesse, die Rolle und das Leben von Frauen in der Bibel zu erforschen und stärker im allgemeinen Bewusstsein zu verankern. Zudem hinterfragt sie kritisch das Männer- und Frauenbild der Bibel, deren Texte wohl alle von Männern verfasst worden sind. Schließlich will sie biblische Inhalte für Frauen in der heutigen Zeit nachvollziehbar machen. Bedeutende feministische Exegetinnen sind insbesondere Marlene Crüsemann, Irmtraud Fischer, Claudia Janssen, Barbara Mörtl, Letty Russell, Luise Schottroff, Silvia Schroer, Helen Schüngel-Straumann, Elisabeth Schüssler-Fiorenza, Dorothee Sölle, Marie-Theres Wacker und Ulrike Bail. Befreiungstheologische ExegeseBearbeiten Bedeutende befreiungstheologische Exegeten sind Clodovis Boff, Ernesto Cardenal, J. Severino Croatto, Carlos Mesters, Jorge Pixley, Pablo Richard, Ivoni Richter Reimer, Luise Schottroff, Elisabeth Schüssler-Fiorenza, Milton Schwantes und Elsa Tamez. Black TheologyBearbeiten In der vor allem in Südafrika und den USA entwickelten Black Theology wird Exegese aus dem Kontext der Lebenswirklichkeiten von Menschen mit schwarzer Hautfarbe betrieben. Der christliche Umgang mit Ausgegrenzten und Marginalisierten spielt eine wichtige Rolle, ebenso das Aufgreifen von Elementen afrikanischer Kultur und Religionen.[9] Materialistische BibellektüreBearbeiten Fernando Belo schlägt eine materialistische Bibellektüre vor. In seiner theoretischen Grundlegung bezieht er sich auf Karl Marx, den historischen Materialismus, die sprachtheoretischen Überlegungen Julia Kristevas und Roland Barthes’ und die Gesellschaftstheorie Louis Althussers.[10] Belo nimmt in besonderer Weise die gesellschaftliche Situation zur Zeit Jesu in den Blick und beschreibt – ausgehend von der Praxis Jesu – erste Grundzüge einer materialistischen Ekklesiologie. Exemplarisch stellt Belo seinen Ansatz anhand des Markusevangeliums dar. Literaturwissenschaftlich und linguistisch orientierte MethodenBearbeiten Narrative ExegeseBearbeiten Die narrative Exegese entstammt dem französischen literaturwissenschaftlichen Strukturalismus. Wichtigster Vertreter der strukturalistischen Erzähltheorie ist hier Gérard Genette. Sie ist zum Teil schon in die neuesten Methodenlehren unter den Methodenschritt „Textanalyse“ integriert. Allerdings passt die strukturalistische Texttheorie möglicherweise nicht zur historisch-kritischen Methode. Intertextuelle ExegeseBearbeiten Intertextuelle Bibelauslegung ist ein noch recht junges exegetisches Auslegungsparadigma (seit Ende der 1990er Jahre), hat aber in den letzten Jahren bereits außerordentlich viele Publikationen hervorgebracht. Die intertextuelle Exegese basiert auf der Theorie der Intertextualität, die der französische Poststrukturalismus um Julia Kristeva in den 1960er Jahren entwickelte. Bei „Intertextualität“ geht es um die Transposition eines Zeichensystems in ein anderes. Intertextualität versucht zu beschreiben, was passiert, wenn man einen Text mit anderen Texten in Beziehung setzt. Texte bilden miteinander ein Universum, ein Netzwerk, ein Gewebe. Es geht also um Text-Text-Relationen, wobei im Poststrukturalismus mit „Text“ alles gemeint sein kann: die Gesellschaft, der literarische Kontext, der historische Kontext, der Autor, der Leser und dessen Vorverständnis, die Gesellschaft usw. Für die intertextuelle Exegese wurden besonders die Kriterien für intertextuelle Echos von Richard B. Hays (1989) zum Standardinstrument. Zur intertextuellen Exegese gehört auch die Sonderform der kanonisch-intertextuellen Exegese (Georg Steins, Thomas Hieke u. a.), die eine literaturwissenschaftlich reflektierte Transformation der alten kanonischen Exegese (Brevard S. Childs) darstellt. Rhetorische ExegeseBearbeiten Rezeptionsästhetische ExegeseBearbeiten Die rezeptionsästhetische Interpretation (engl. reader-response criticism) richtet sich bei der Rezeptionsästhetik nicht mehr auf „den“ Sinn „des“ Textes, sondern konzentriert sich auf die Interaktion von Text und Leser. Die Methode der rezeptionsästhetischen Exegese fragt dabei danach, welche Leserlenkung ein Text bietet (Wolfgang Iser, Hans Robert Jauß). Sie ist in der Bibelauslegung bereits ein Klassiker unter den neuen Methoden und auch in Deutschland sehr verbreitet. Wirkungsgeschichtliche ExegeseBearbeiten Die wirkungsgeschichtliche Exegese beschäftigt sich mit der Frage, wie ein Bibeltext zu verschiedenen Zeiten und in verschiedenen Medien (Malerei, Plastik, Architektur, Musik, Literatur, Predigten, wissenschaftliche Texte, Texte von Nichttheologen) interpretiert worden ist und welche Wirkungsgeschichte er hatte und hat. Dekonstruktivistische ExegeseBearbeiten Eher im englischsprachigen Bereich vertreten, weniger in Deutschland. Die dekonstruktivistische Exegese ist eine ausgeprägte, häufig spielerisch erscheinende Form des Poststrukturalismus und des Dekonstruktivismus (vgl. intertextuelle Exegese). Nach Jacques Derrida ist „Sinn“ nur ein unendliches Spiel von Zeichen. Semiotische ExegeseBearbeiten Textpragmatische ExegeseBearbeiten Von anderen Sozialwissenschaften inspirierte ExegeseBearbeiten Kulturanthropologische ExegeseBearbeiten Die kulturanthropologische Exegese (vgl. Kulturanthropologie, Ethnologie) ist im angelsächsischen Sprachraum recht weit verbreitet (Bruce J. Malina) und wird in Deutschland von Wolfgang Stegemann und seinen Schülern vorangetrieben. Sozialgeschichtliche ExegeseBearbeiten Die sozialgeschichtliche Exegese wendet die Methoden der Sozialgeschichte zur Rekonstruktion antiker Gesellschaftsverhältnisse an, aus denen heraus die biblischen Texte verstanden werden sollen. Sie überschneidet sich teils mit der kulturanthropologischen Exegese. Tiefenpsychologische ExegeseBearbeiten Interaktionale AuslegungBearbeiten Eine gruppendynamische Form der Auslegung, bei der erfahrungsbezogen und ganzheitlich gearbeitet wird. Die Auslegung findet in drei Phasen statt: - 1. Nähe zum Text / Begegnung aus den Vorerfahrungen - 2. Distanzierung / Begegnung mit den Fremderfahrungen des Textes - 3. erneute Nähe / Aktualisierung Die interaktionale Auslegung hat mehrere Ursprünge: die Kritik des historisch-kritischen Exegese (Walter Wink), den Symbolischen Interaktionismus und die Themenzentrierte Interaktion. Wichtige Vertreter sind Detlev Dormeyer, Walter Wink, Anneliese Hecht, Tim Schramm. BibliodramaBearbeiten Theologische ExegeseformenBearbeiten Kanonische ExegeseBearbeiten Manche Bibelausleger machten es sich zur Aufgabe, die Texte im Zusammenhang der ganzen Bibel zu verstehen und zu deuten.[12] Die in den USA entwickelte kanonische Exegese wird in einem Dokument der Päpstlichen Bibelkommission von 1993 erwähnt und beruft sich auf die Konzilskonstitution Dei Verbum, Nr. 12. Sie will Texte weniger aus ihrem historischen Kontext, sondern eher aus einer als einheitlich verstandenen Tradition verstehen, die zur Festlegung des Bibelkanons führte. Da ein späterer Zusammenhang im Vordergrund steht, will die kanonische Exegese im Allgemeinen keine historische Forschung etwa zu Jesus von Nazaret betreiben. Dennoch versucht Joseph Ratzinger, von diesem Ausgangspunkt her den Jesus der Evangelien insgesamt als historisch plausibel zu beschreiben.[13] Weitere deutschsprachige Vertreter sind Frank Crüsemann und Georg Steins. Dogmatische ExegeseBearbeiten Die dogmatische Exegese versucht, aus den Schriften Grundparameter des Glaubens herauszuarbeiten, die für alle Menschen von Bedeutung sind, arbeitet also systematisch-philosophisch. Die dogmatische Exegese spielt in der katholischen Kirche eine wesentliche Rolle. Konfessionelle ExegeseBearbeiten Zur konfessionellen Exegese gehören z. B. katholische Exegese, lutherische Exegese, methodistische Exegese, baptistische Exegese, pfingstkirchliche Exegese oder Evangelikale Exegese. Dies ist nicht im tatsächlichen Sinn gemeint, sondern als Programm: Die Verständnisvoraussetzungen, die ein Katholik, Lutheraner usw. hat, sollen in die Bibelinterpretation einfließen. Grammatisch-historische Exegese (auch Biblisch-kritische Methode)Bearbeiten Die grammatisch-historische Exegese wird in erster Linie von evangelikalen Theologen angewandt (vgl. evangelikale Exegese). Sie zielt darauf ab, den Text entsprechend der ursprünglichen Absicht des Autors zu verstehen, so weit dies möglich ist. Sie stützt sich dabei auf exakte Analyse von Grammatik und Wortbedeutung ebenso wie auf Elemente der historisch-kritischen Methode wie Formgeschichte, Redaktionsgeschichte, oder Midraschgeschichte. Sie geht jedoch von grundsätzlich anderen Voraussetzungen aus als die historisch-kritische Methode: Die Bibel wird als Heilige Schrift gesehen, die von Gott inspiriert ist. Die als historisch berichteten Ereignisse werden im Wesentlichen als historische Ereignisse gesehen; auch wird mit der Möglichkeit gerechnet, dass tatsächlich Wunder geschehen sind. Existenzialistische ExegeseBearbeiten Die existenzialistische Exegese gehört zu den sachorientierten Auslegungsarten: Hier wird versucht, menschliche Grundverfasstheiten aus den Texten zu schälen. Fundamentalistische ExegeseBearbeiten Die fundamentalistische Exegese geht von der Verbalinspiration und Irrtumsfreiheit der Bibel aus. Sie versteht die Bibel (abgesehen von eindeutig poetischen Texten) als historische Berichte über Ereignisse, welche genauso geschehen sind, wie sie in der Bibel stehen. Fundamentalistische Exegese hat keinen Zweifel daran, dass die Wunder tatsächlich so geschehen sind, und ist der Meinung, dass man diese Texte nicht weiter interpretieren oder in einem anderen Sinn als dem historischen verstehen muss. Biblische Exegese im Kontext anderer WissenschaftenBearbeiten Die biblische Exegese war und ist bemüht, die Erkenntnisse und Methoden anderer textinterpretierender Wissenschaften aufzunehmen. Aufgrund des eng begrenzten Textkorpus (im Gegensatz zur Geschichts- oder Literaturwissenschaft), der hohen und zugleich umstrittenen Bedeutung der Bibel spielte die Entwicklung von genauen Methoden und einer reflektierten Hermeneutik natürlicherweise eine zentrale Rolle in der biblischen Exegese. Bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte sie auch noch wesentlichen Anteil am Entstehen einer allgemeinen Hermeneutik, als sich die historische Textinterpretation und juristische Textinterpretation abkoppelten. Heutzutage hat die biblische Exegese methodisch jedoch nur noch geringen Einfluss auf andere Wissenschaften, sie ist in hohem Maße rezipierend. Dafür ist sie seit einiger Zeit ein Schmelztiegel für sehr unterschiedliche Wissenschaften geworden, was auch neue methodische Erkenntnisse ermöglichen könnte. Geschichtswissenschaft: Da sich die klassische historisch-kritische Auslegung vorrangig als historische Wissenschaft versteht, bestehen besonders enge Verbindungen zur Geschichtswissenschaft. Die Bibelexegese dürfe keine anderen Methoden verwenden als die allgemeine Geschichtswissenschaft. In den letzten Jahren werden zunehmend auch geschichtstheoretische Überlegungen rezipiert, z. B. von Jörn Rüsen oder Hayden White. Mit der Altphilologie wird insbesondere die Methode der Textkritik geteilt. Archäologie: Die Archäologie wird in der Exegese in besonderer Weise aufgegriffen, da sie häufig zur historisch-kritischen Interpretation der Bibeltexte notwendig ist. Manche biblischen Exegeten sind zugleich Archäologen (biblische Archäologie). Zur Altorientalistik (Ägyptologie, Hethitologie, Assyriologie u. a.), Judaistik und Religionswissenschaft bestehen ebenfalls enge Beziehungen. Rechtswissenschaft: Zur Auslegungsmethode der Rechtswissenschaft bestehen fast nur historische Verbindungen, vor allem im 19. Jahrhundert gab es noch einen regen Austausch (Schleiermacher, von Savigny u. a.). Bibel- und Rechtswissenschaft verband ursprünglich beide die Aufgabe, dass man einen für die Gesellschaft oder für Teile der Gesellschaft normativen Text in reflektierter Weise auszulegen habe. Allerdings hat die Exegese die Voraussetzung, dass es sich bei der Bibel um einen normativen Text handle, und auch die speziellen Fragen, die damit verknüpft sind, aufgrund ihrer historischen Ausrichtung weithin aufgegeben und tritt so in eine gewisse Spannung zur theologischen Dogmatik (siehe Historisch-kritische Methode, Ernst Troeltsch, Biblische Theologie, Exegese-Dogmatik-Problem). Die juristische Textauslegung erscheint methodisch weniger stark reflektiert als die biblische Exegese; man vergleiche die Methodenbücher von Karl Larenz (Rechtswissenschaft) und Odil Hannes Steck (Biblische Exegese). Inhaltlich gibt es zwischen Bibel- und Rechtswissenschaft deutliche Bezüge. Für die Rechtsgeschichte ist die Bibelwissenschaft von besonderer Bedeutung, vgl. etwa die Zehn Gebote, das Bundesbuch (Ex 20,24–23,12) und weitere alttestamentliche Gesetzestexte. Siehe auch die Zeitschrift für biblische und altorientalische Rechtsgeschichte und Gesetz (Theologie). Philosophie: Bibelexegese und Philosophie berühren sich ebenfalls an vielen Punkten. Besonders die philosophische Hermeneutik (Gadamer, Ricœur u. a.) hat auf die biblische Exegese eingewirkt. Außerdem wurden einzelne philosophische Konzepte auf die Exegese angewendet, wie z. B. Heideggers Existenzialontologie auf die existenziale Interpretation von R. Bultmann. Was die konkrete Methode der wissenschaftlichen Textinterpretation angeht, so wird die Interpretation von philosophischen Texten weniger stark durch methodische Überlegungen gesteuert als in der Bibelexegese. Einen konkreten Austausch auf dieser Ebene gibt es bisher kaum. Inhaltlich ist die Theologie insgesamt mit der Philosophie dadurch sehr verbunden, dass sie sich mit ähnlichen Fragen beschäftigt: Was ist der Sinn des Lebens? Gibt es etwas nach dem Tod? Was ist der Mensch? Was ist Glück? Gibt es Gott? Wie ist ein gelingendes Leben möglich usw. Die Bibelexegese hat an diesen Fragen jedoch höchstens indirekten Anteil. Sprachwissenschaft: Linguistik, Semiotik und Kommunikationstheorie werden in der Exegese inzwischen zum größten Teil aufgegriffen, vor allem in den neueren Methoden; die Übersetzungswissenschaft und Computerlinguistik bisher eher nur in Ansätzen. Literaturwissenschaft: Germanistik, Anglistik, Romanistik, Slavistik u. a. kommen methodisch in der rezeptionsästhetischen und narrativen Exegese zu ihrem Recht. Hier kommt es in den letzten Jahrzehnten zu einer zunehmenden methodischen Vernetzung von Bibel- und Literaturwissenschaft, die in einer nicht unerheblichen Spannung steht zur bisherigen historischen Orientierung der Bibelexegese („Diachronie“ versus „Synchronie“). Inhaltliche Berührungspunkte gibt es auch bei der wirkungsgeschichtlichen Exegese – wenn man z. B. als Exeget untersucht, wie Thomas Mann die Josephsnovelle (Genesis 37–50) verstanden und literarisch verarbeitet hat. Kulturwissenschaften: Über die wirkungsgeschichtliche Exegese ergeben sich weitere Verknüpfungen zur Musik-, Kunst-, Theater- und Filmwissenschaft. Beispielsweise die Johannespassion von Johann Sebastian Bach, ein Kreuzigungsbild von Lucas Cranach d. Ä. oder ein kunstreich geschnitztes Kruzifix, die Oberammergauer Passionsspiele oder der Film „Die Passion“ von Mel Gibson gelten nach diesem Verständnis auch als Formen von biblischer Exegese, hier speziell der Passionsgeschichte (Mk 14–15 und Parallelen). Allerdings ist das Verhältnis von bibel-, musik-, kunst-, theater- und filmwissenschaftlicher Hermeneutik noch nicht abschließend geklärt (vgl. Erwin Panofsky für die Kunstwissenschaft, Aristoteles für die Theaterwissenschaft u. a.). Auch christliches Brauchtum, nichtwissenschaftliche Bibelerklärungen, Predigten oder eben die christliche Dogmatik sind Formen von Bibelauslegung, deren Verhältnis zur „eigentlichen“ biblischen Exegese bestimmt werden kann. Soziologie und Psychologie: Einzelne neuere Methoden versuchen die Erkenntnisse verschiedener anderer Wissenschaften in die Bibelexegese zu integrieren: Die soziologische Exegese greift auf die Soziologie zurück, die psychologischen und tiefenpsychologischen Exegeseformen auf psychologische Theorien und die kulturanthropologische Exegese auf Ethnologie, (vergleichende) Kulturwissenschaft und Kulturanthropologie. Wirtschaftswissenschaft: Gelegentliche interdisziplinäre Verbindungen: Mit der Wirtschafts- und Politikwissenschaft bestehen weniger methodische, sondern eher inhaltliche Berührungspunkte. Zum einen dient die Bibelexegese als historische Quelle zur Wirtschaftsgeschichte und Geschichte des politischen Denkens. Daneben versuchen Theologen aus der Bibel Eckpunkte für eine Wirtschaftsethik sowie eine politische Ethik zu gewinnen. Pädagogik: Ähnlich ist es bei der Pädagogik und Didaktik. Für die Geschichte der Pädagogik ist die Bibel eine wichtige Quelle, seien es gewisse Erziehungsratschläge im Sprüchebuch oder das bekannte Schma Jisrael (Dtn 6,4f EU), das die Israeliten ihren Kindern einprägen sollen (6,6ff). Die Bibel selbst wurde außerdem bis in die Aufklärung hinein als „pädagogisches“ Buch Gottes für die Menschen angesehen (vgl. Lessings „Erziehung des Menschengeschlechts“). Inhaltlich findet man Ergebnisse der biblischen Exegese natürlich in der Religionspädagogik wieder. Naturwissenschaften: Nur vereinzelt kommen Berührungspunkte zu naturkundlichen Disziplinen vor: Biologie (bei Tier- und Pflanzennamen im Alten Testament), Mineralogie (bei Namen von Edelsteinen), Astronomie (Namen von Sternbildern), Schifffahrt (z. B. Apostelgeschichte 27 EU) oder Medizin (z. B. bei Krankheiten, die geschildert werden). Bei der Übersetzung und Auslegung entsprechender Stellen arbeiten Bibelexegeten manchmal mit jeweiligen Fachleuten zusammen. Ingenieurwissenschaften: Zu den Ingenieurswissenschaften schließlich bestehen nur indirekte Anknüpfungspunkte: nämlich über die Archäologie, wenn die biblische Exegese erforscht, wie Realia (Häuser, Tempel, Schiffe, Straßen, ...) in der damaligen Zeit konstruiert waren. Übrigens soll auch Jesus nach Mk 6,3 EU ein τεκτων (tekton), also ein Baumeister oder Bauhandwerker (Zimmermann)[14], gewesen sein. Siehe auchBearbeiten LiteraturBearbeiten Geschichte der biblischen ExegeseBearbeiten - Hans-Joachim Kraus: Geschichte der historisch-kritischen Erforschung des Alten Testaments von der Reformation bis zur Gegenwart. (1956) 3. erw. Aufl. Neukirchener Verl., Neukirchen-Vluyn 1982. - Werner Georg Kümmel: Das Neue Testament. Geschichte der Erforschung seiner Probleme. (1958) 2. Aufl. Alber, Freiburg/München 1970. - Robert E. Lerner (Hg.): Neue Richtungen in der hoch- und spätmittelalterlichen Bibelexegese (= Schriften des Historischen Kollegs. Kolloquien 32). München 1996, XII, 191 S. (Digitalisat) - Peter Stuhlmacher: Vom Verstehen des Neuen Testaments. Eine Hermeneutik. NTD.E 6. 1979. 2. neubearb. Aufl. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1986, ISBN 3-525-51355-6. - Auf S. 76–221 gut lesbarer Überblick über die Geschichte der biblischen Exegese: Von der altkirchlichen Schriftauslegung über Reformationszeit, Aufklärung, 19., 20. Jh. bis hin zu Paul Ricoeur und Textlinguistik. - Henning von Reventlow: Epochen der Bibelauslegung. 4 Bde., Beck, München 1990–2001 (monumentales Werk, detailliert). - Bd. 1: Vom Alten Testament bis Origenes. 1990, ISBN 3-406-34663-4; Bd. 2: Von der Spätantike bis zum Ausgang des Mittelalters. 1994, ISBN 3-406-34986-2; Bd. 3: Renaissance, Reformation, Humanismus. 1997, ISBN 3-406-34987-0; Bd. 4: Von der Aufklärung bis zum 20. Jahrhundert. 2001, ISBN 3-406-34988-9. - William Baird: History of New Testament Research. Zwei Bände, Fortress Press, Minneapolis 1992/2003. Wissenschaftliche MethodenlehrenBearbeiten Altes Testament - Klaus Koch: Was ist Formgeschichte? Methoden der Bibelexegese. (1964) 5. Aufl. Neukirchen-Vluyn 1989. - Georg Fohrer et al.: Exegese des Alten Testaments. Einführung in die Methodik. UTB 267. (1973) 6., durchges. Aufl., Quelle & Meyer, Heidelberg 1993 ISBN 3-8252-0267-4 - Odil Hannes Steck: Exegese des Alten Testaments. Leitfaden der Methodik. Ein Arbeitsbuch für Proseminare, Seminare und Vorlesungen. 14., durchges. u. erw. Aufl. Neukirchener, Neukirchen-Vluyn 1999 ISBN 3-7887-1586-3 (immer noch Standardwerk, ohne die neueren Ansätze). - Gottfried Adam, Otto Kaiser u. a.: Einführung in die exegetischen Methoden. Kaiser/Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2000, ISBN 3-579-02651-3 (bearb. Neuaufl. einer zwanzig Jahre alten Methodenlehre, knapp, zu AT S. 13–70). - Siegfried Kreuzer, Dieter Vieweger u. a.: Proseminar I. Altes Testament. Ein Arbeitsbuch. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2. erw. Auflage 2005, ISBN 3-17-019063-6 (Darstellung der klassischen exegetischen Methoden mit ergänzenden Beiträgen zu: Biblische Archäologie, soziologische und sozialgeschichtliche Auslegung, Ikonographie, Feministische Exegese, Tiefenpsychologie und Textauslegung). - Helmut Utzschneider, Stefan Ark Nitsche: Arbeitsbuch literaturwissenschaftliche Bibelauslegung. Eine Methodenlehre zur Exegese des Alten Testaments. Kaiser/Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2001, ISBN 3-579-00409-3 (berücksichtigt die neueren „synchronen“ Methoden). - Manfred Dreytza, Walter Hilbrands und Hartmut Schmid: Das Studium des Alten Testaments. Eine Einführung in die Methoden der Exegese. Bibelwissenschaftliche Monographien 10. 2., überarb. Aufl. R. Brockhaus, Wuppertal 2007, ISBN 3-417-29471-1. - Christof Hardmeier: Textwelten der Bibel entdecken. Grundlagen und Verfahren einer textpragmatischen Literaturwissenschaft der Bibel. Band 1/1. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2003, ISBN 3-579-05449-X (Einführung in die textpragmatische Bibelauslegung, Transformation der bisherigen historisch-kritischen Methode). - Uwe Becker: Exegese des Alten Testaments. Ein Methoden- und Arbeitsbuch. UTB 2664. Mohr Siebeck, Tübingen 2005, ISBN 3-8252-2664-6 (knappe Übersicht; ohne neuere Methoden; weiterführende Literaturangaben). Neues Testament - Sönke Finnern, Jan Rüggemeier: Methoden der neutestamentlichen Exegese. Ein Lehr- und Arbeitsbuch. UTB 4212. Tübingen 2016 (erzählwissenschaftlich auf dem aktuellen Stand, didaktisch aufgebaut, umfassend, bietet integratives Gesamtmodell der Textauslegung). - Heinrich Zimmermann: Neutestamentliche Methodenlehre. Darstellung der historisch-kritischen Methode. 7. Aufl. neu bearb. v. Klaus Kliesch. Kath. Bibelwerk, Stuttgart 1982. - Klaus Berger: Exegese des Neuen Testaments. Neue Wege vom Text zur Auslegung. UTB 658, 2., durchgesehene Auflage, Quelle & Meyer, Heidelberg 1984, ISBN 3-494-02070-1. - Gerhard Lohfink: Jetzt verstehe ich die Bibel. Ein Sachbuch zur Formkritik. 13. Aufl. Kath. Bibelwerk, Stuttgart 1986, ISBN 3-460-30632-7. - Klaus Haacker: Neutestamentliche Wissenschaft. Eine Einführung in Fragestellungen und Methoden. (1981) 2. Aufl. R. Brockhaus, Wuppertal 1985 (eher knapp). - Dieter Lührmann: Die Auslegung des Neuen Testaments. Zürcher Grundrisse zur Bibel. (1984) 2. Aufl. Zürich 1987. - Wilhelm Egger: Methodenlehre zum Neuen Testament. Einführung in linguistische und historisch-kritische Methoden. Herder, Freiburg 1987, ISBN 3-7462-0441-0 (Klassiker; bezieht linguistische Methoden ein). - Grant R. Osborne: The Hermeneutical Spiral. A Comprehensive Introduction to Biblical Interpretation. InterVarsity, Downers Grove 1991 ISBN 0-8308-1288-1 (Beispiel für ein recht detailliertes englisches Methodenbuch). - Hans Conzelmann, Andreas Lindemann: Arbeitsbuch zum Neuen Testament. UTB 52. (1975) 12. Aufl. Tübingen 1998, ISBN 3-8252-0052-3 (Klassiker; rein historisch-kritisch). - Willi Marxsen: Einleitung in das Neue Testament. Eine Einführung in ihre Probleme. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1978 (4. Aufl.), ISBN 3-579-04444-3. - Thomas Söding: Wege der Schriftauslegung. Methodenbuch zum Neuen Testament. Unter Mitarb. v. Christian Münch. Herder, Freiburg/Basel/Wien 1998, ISBN 3-451-26545-1. - Wolfgang Fenske: Arbeitsbuch zur Exegese des Neuen Testaments. Ein Proseminar. Kaiser/Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1999, ISBN 3-579-02624-0. - Heinz-Werner Neudorfer, Eckhard J. Schnabel (Hrsg.): Das Studium des Neuen Testaments. Band 1: Eine Einführung in die Methoden der Exegese. Bibelwissenschaftliche Monographien 5. Brockhaus, Wuppertal; Brunnen, Gießen/Basel 1999, ISBN 3-417-29434-7. - Martin Meiser, Uwe Kühneweg u. a.: Proseminar II. Neues Testament – Kirchengeschichte. Ein Arbeitsbuch. Kohlhammer, Stuttgart/Berlin/Köln 2000, ISBN 3-17-015531-8 (materialreiche Darstellung mit ergänzenden Beiträgen zu Linguistik und Textauslegung und sozialgeschichtliche Auslegung). - Martin Ebner, Bernhard Heininger: Exegese des Neuen Testaments. Ein Arbeitsbuch für Lehre und Praxis. 3. aktualisierte Auflage 2015. UTB 2677. Schöningh, Paderborn 2015, ISBN 3-8252-4268-4 (didaktischer Ansatz, ziemlich unkonventionell). - Udo Schnelle: Einführung in die neutestamentliche Exegese. 6. neubearb. Aufl. UTB 1253. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2005, ISBN 3-525-03230-7 (knappe Darstellung der historisch-kritischen Methoden). Neuere Exegeseformen und MethodenpluralismusBearbeiten - Walter Wink: Bibelauslegung als Interaktion. Über die Grenzen historisch-kritischer Methode. Urban-Taschenbücher 622. Kohlhammer, Stuttgart u. a. 1976 - Wink verwendete als erster die Formulierung vom „Bankrott der Bibelkritik“, weil die historisch-kritische Methode nicht in der Lage sei, „die Schrift so zu interpretieren, daß die Vergangenheit lebendig wird“ (S. 7). - Horst Klaus Berg: Ein Wort wie Feuer. Wege lebendiger Bibelauslegung. Kösel, München / Calwer, Stuttgart 1991 ISBN 3-466-36196-6 - Didaktisch orientiertes Arbeitsbuch; es werden neben der historisch-kritischen Methode auch existenziale, linguistische, tiefenpsychologische, feministische, lateinamerikanische, intertextuelle, wirkungsgeschichtliche, verfremdende, jüdische u. a. Auslegungsweisen eingeübt. - Christoph Dohmen: "Vom vielfachen Schriftsinn - Möglichkeiten und Grenzen neuerer Zugänge zu biblischen Texten". In: Th. Sternberg (Hrsg.), Neue Formen der Schriftauslegung? Quaestiones Disputatae 140. Herder, Freiburg i. Br. 1992, S. 13–74. - Ulrich Luz (Hg.): Zankapfel Bibel: Eine Bibel- viele Zugänge. Theol. Verlag, Zürich 1993 ISBN 3-290-10874-0 - Sechs Autoren verschiedener theologischer Herkunft (historisch-kritisch, bibeltreu, evangelikal, feministisch, materialistisch, tiefenpsychologisch) beschreiben ihre grundlegenden Annahmen und Positionen und interpretieren den gleichen Bibeltext. - Julia Lehnen: Interaktionale Bibelauslegung im Religionsunterricht. Kohlhammer, Stuttgart 2006 - Bietet einen guten Überblick über die verschiedenen Ausprägungen der Interaktionalen Bibelauslegung. - Lothar Ruppert (Hg.): Die Interpretation der Bibel in der Kirche. Das Dokument der Päpstlichen Bibelkommission vom 23. April 1993. Stuttgarter Bibelstudien 161. Kath. Bibelwerk, Stuttgart 1995 ISBN 3-460-04611-2 (kath. Kirche zeigt sich offen für verschiedene Formen der Bibelauslegung; einige Ansätze werden vorgestellt) - Louis C. Jonker: Exclusivity and Variety. Perspectives on Multidimensional Exegesis. Kampen 1997. (zum Verhältnis von „diachronen“ und „synchronen“ Methoden am Beispiel der Auslegung von Richter 13) - John Barton (Hg.): The Cambridge Companion to Biblical Interpretation. (1998) 7. Aufl. University Press, Cambridge 2005. ISBN 0-521-48593-2 - Die historisch-kritische Methode nur auf den ersten zwölf Seiten, in den anderen Aufsätzen: literaturwissenschaftliche, soziologische, poststrukturalistische, politische, feministische, linguistische, jüdische u. a. Auslegung. - Der Autor stellt die unterschiedlichen Lektüreweisen wie historisch-kritische Methode, sozialgeschichtliche Exegese, kanonische Schriftauslegung usw. nacheinander vor und benennt jeweils Vor- und Nachteile. - Stefan Alkier / Ralph Brucker (Hg.): Exegese und Methodendiskussion. Texte und Arbeiten zum neutestamentlichen Zeitalter 23. Tübingen 1998 - Es werden einige z. T. sehr ausgefallene Methoden präsentiert, z. B. die Perspektive eines Filmregisseurs. - Steven L. McKenzie / Stephen R. Haynes (Hg.): To Each Its Own Meaning. An Introduction to Biblical Criticisms and Their Application. Westminster John Knox Press, Louisville, Ky. 1999 ISBN 0-664-25784-4 - Insgesamt 13 Methoden; neben Literarkritik und Redaktionskritik wird u. a. auch rhetorische, strukturalistische, erzähltheoretische, rezeptionsästhetische, poststrukturalistische, feministische und sozioökonomische Auslegung der Bibel vorgestellt. - Gerd Theißen: "Methodenkonkurrenz und hermeneutischer Konflikt. Pluralismus in Exegese und Lektüre der Bibel". In: Joachim Mehlhausen (Hg.), Pluralismus und Identität [VIII. Europäischer Theologenkongress in Wien, 20.–24. September 1993]. Veröffentlichungen der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie 8. Gütersloh 1995, S. 127–140. - Ulrich Luz: "Kann die Bibel heute noch Grundlage für die Kirche sein? Über die Aufgabe der Exegese in einer religiös-pluralistischen Gesellschaft". In: New Testament Studies 44 (1998), S. 317–339. - Helmut Utzschneider: "Text – Leser – Autor. Bestandsaufnahme und Prolegomena zu einer Theorie der Exegese". In: Biblische Zeitschrift 43 (1999), S. 224–238. (versucht die Auslegungsansätze einander zuzuordnen; er unterscheidet intentio operis, intentio lectoris und intentio auctoris) - Jens Schröter: "Zum gegenwärtigen Stand der neutestamentlichen Wissenschaft. Methodologische Aspekte und theologische Perspektiven". In: New Testament Studies 46 (2000), S. 262–283. - Angelika Reichert: "Offene Fragen zur Auslegung neutestamentlicher Texte im Spiegel neuerer Methodenbücher". In: Theologische Literaturzeitung 126 (2001), Sp. 993–1006. - Münsteraner Antrittsvorlesung; sie benennt drei neuralgische Punkte in den neuesten Methodendarstellungen: 1. Ziel und Zusammenhang des Auslegungsverfahrens wird nicht deutlich; 2. Verhältnis von Synchronie und Diachronie ist ungeklärt; 3. es wird nicht reflektiert, welche Rolle Autor und Adressatenschaft im Auslegungsverfahren spielen. - Joachim Kügler: "Für wen arbeitet die Bibelwissenschaft? Exegese im Kontrast gegenwärtiger und zukünftiger Pluralität". In: R. Bucher (Hrsg.): Theologie in den Kontrasten der Zukunft. Perspektiven des theologischen Diskurses. Theologie im kulturellen Dialog 8. Graz 2001, S. 95–116. - Joachim Kügler: "Auf dem Weg zur Pluralitätsfähigkeit? Bibelwissenschaft im Spannungsfeld von Sozialkonstruktivismus, Rezeptionsästhetik und Offenbarungstheologie". In: Alexius J. Bucher (Hrsg.): Welche Philosophie braucht die Theologie? Eichstätter Studien 47. Pustet, Regensburg 2002, S. 135–160. - Oda Wischmeyer: Hermeneutik des Neuen Testaments. Ein Lehrbuch. Neutestamentliche Entwürfe zur Theologie 8. Francke, Tübingen/Basel 2004 ISBN 3-7720-8054-5 - Wischmeyer versucht eine Synthese verschiedener Zugangsweisen, indem sie historisches, rezeptionsgeschichtliches, sachliches und textuelles Verstehen unterscheidet. Allgemeinverständliche Einführungen, Hilfen für das BibellesenBearbeiten - Jakob van Bruggen: Wie lesen wir die Bibel? Eine Einführung in die Schriftauslegung. Hänssler, Neuhausen-Stuttgart 1998 ISBN 3-7751-2955-3 (etwas anspruchsvoller, Griechischkenntnisse sind hilfreich) - Howard G. Hendricks, William G. Hendricks: Bibellesen mit Gewinn. Handbuch für das persönliche Bibelstudium. Christliche Verlagsgesellschaft, Dillenburg 1995 ISBN 3-89436-088-7 (didaktisch aufbereitet; hilft zu einer echten Beschäftigung mit dem Bibeltext) - Gordon D. Fee, Douglas Stuart: Effektives Bibelstudium. 3. überarb. Aufl. ICI, Asslar 1996 ISBN 3-923924-27-5 (Übersetzung des im engl. Sprachraum bekannten How to Read the Bible for All Its Worth) - Siegfried Zimmer: Schadet die Bibelwissenschaft dem Glauben? Vandenhoeck & Ruprecht, 4. durchgehend überarbeitete Auflage, Göttingen 2012, ISBN 978-3-525573-06-8. (Zeigt auf, wie Wissenschaften dem Glauben dienen können) - Eugene H. Peterson: Nimm und iss... Die Bibel als Lebensmittel. Neufeld, Schwarzenfeld, 2014. ISBN 978-3-862-56045-5 (Erklärt erprobte Methoden zum fruchtbaren Bibellesen und gibt fundierte Hintergrundinformationen zur Bibel und der damaligen Kultur) - Klaus Dorn: Basiswissen Bibel: Lesen und Verstehen. Paderborn 2017, ISBN 978-3-8252-4747-8. - OPAC der Uni Tübingen (Sondersammelgebiet Theologie) - Bibliotheca Theologica Theologische Literatur mit exegetischem Schwerpunkt - bibelwissenschaft.de Wissenschaftliches Bibelportal der Deutschen Bibelgesellschaft: Artikel "Bibelauslegung, Epochen der christlichen" - Perseus-Datenbank Texte der griechischen Antike für den religionsgeschichtlichen Vergleich und griechische Sprachstudien - Biblische Hermeneutik und postmoderner Wissenschaftsdiskurs (PDF) Dissertation von M. Döbert zur Bibelauslegung in der Postmoderne (3,01 MB) - Päpstliche Bibelkommission: Die Interpretation der Bibel in der Kirche - Joachim Vette: Bibelauslegung, christliche. In: Michaela Bauks, Klaus Koenen, Stefan Alkier (Hrsg.): Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), Stuttgart 2006 ff. - S. Talabardon / A. Martini: Bibelauslegung, jüdische. In: Michaela Bauks, Klaus Koenen, Stefan Alkier (Hrsg.): Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), Stuttgart 2006 ff. EinzelnachweiseBearbeiten - So unterschieden von Franz Graf-Stuhlhofer: Basis predigen. Grundlagen des christlichen Glaubens in Predigten, dazu eine didaktische Homiletik für Fortgeschrittene. VTR, Nürnberg 2010, S. 124–129. - Mark Twain in: The Wit and Wisdom, zit. nach Graf-Stuhlhofer: Basis predigen, 2010, S. 126. - Franz Graf-Stuhlhofer im Vorwort („Warum Christen verschiedener Meinung sind“) zu Peter Streitenberger: Die fünf Punkte des Calvinismus aus biblischer Perspektive. VTR, Nürnberg 2011, S. 5–11, dort 7. - Graf-Stuhlhofer im Vorwort zu Streitenberger: Die fünf Punkte des Calvinismus, 2011, S. 7f. - Stemberger: Einleitung in Talmud und Midrasch, 1992. - Galley u. a.: Die Hebräische Bibel, 2004. - Vgl. Cassianus, coll. 14,8 (Corpus Scriptorum Ecclesiasticorum Latinorum, Bd. 13, S. 404). - Vgl. Peter Walter, „Schriftsinne“, in: Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 9, Herder, durchgesehene Ausgabe der 3. Aufl. Freiburg. u. a. 2009, Sp. 268–269. - Als Standardwerk gilt hier Cain Hope Felder: The African Heritage Study Bible. James C. Winston Publishing Company, Nashville 1993. - Fernando Belo: Das Markusevangelium materialistisch gelesen. Alektor-Verlag, Stuttgart 1980, ISBN 3-88425-010-8, S. 13f., S. 121f. - Ton Veerkamp: Die Welt anders. Politische Geschichte der Großen Erzählung, Hamburg: Argument Verlag 2011, ISBN 978-3-88619-353-0 - Egbert Ballhorn, Georg Steins (Hrsg.): Der Bibelkanon in der Bibelauslegung. Methodenreflexion und Beispielexegesen, Kohlhammer, Stuttgart 2007. ISBN 978-3-17-019109-9 - W.J.C. Weren: The Pope’s Jesus book and the Christologies of the gospels. HTS Teologiese Studies / Theological Studies 67(1), Art. #831, 2011, S. 2–3. PDF - Michael Schäfers: Prophetische Kraft der kirchlichen Soziallehre? Armut, Arbeit, Eigentum und Wirtschaftskritik. Lit, Münster 1998. ISBN 3-8258-3887-0, S. 86.
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Corps Saxonia Halle Wappen | | ---|---| Basisdaten | | Corpsburschenfarben: | | Renoncenfarben: | | Zirkel: | | Wahlspruch: | Fide, sed cui vide! (bis 1813) Virtuti semper corona! (ab 1820) | Waffenspruch: | Amico pectus, hosti cuspidem! | Wappenspruch: | Ehre, Frohsinn, Einigkeit! | Universität: | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg | Verband: | KSCV | Gründung: | 21. Juni 1802 | Suspension: | 15. Juli 1813 | Rekonstitution: | 14. November 1820 | Suspension: | 2. Mai 1864 | Rekonstitution: | 25. Juli 1891 | Suspension: | 7. November 1896 | Das Corps Saxonia Halle war ein Corps im Kösener Senioren-Convents-Verband (KSCV). Gestiftet im Jahre 1802, war es bis zu seiner endgültigen Suspension 1896 eine der ältesten Studentenverbindungen in Deutschland. Inhaltsverzeichnis GeschichteBearbeiten Schon 1717 lassen sich in Halle (Saale) Landsmannschaften mit verschiedenfarbigen Abzeichen für ihre unterschiedlichen Herkunftsregionen nachweisen.[1] Zunächst bestanden diese neben den Studentenorden und einige Landsmannschaften waren darüber hinaus eng mit einem der Orden verknüpft. Diese Entwicklung änderte sich 1789, als sich das Kränzchen der Westfalen scharf gegen ihren bisherigen Orden abgrenzte und seinen Mitgliedern sogar verbot, zeitgleich Mitglied eines Ordens zu sein.[2] Die Behörden, denen die Orden schon lange ein Dorn im Auge waren, begrüßten diese Entwicklung und protegierten die Kränzchen, welche zu dieser Zeit öffentlich Kommerse abhalten konnten, an denen auch Professoren teilnahmen.[3] Kränzchen der Magdeburger und HalberstädterBearbeiten In dieser Zeit stiftete sich am 7. Juni 1792 das Kränzchen der Magdeburger mit den Farben grün-weiß.[4] Im folgenden Jahr wurden ab etwa Weihnachten auch Halberstädter aufgenommen, die aber um Februar 1795 wieder ausschieden und sich kurz darauf am 21. Mai 1795 mit den Farben rot-weiß selbstständig machten.[5] Mutmaßlich bestand auch schon vor 1793 ein halberstädtisches Kränzchen, dies lässt sich aber bisher nicht bestätigen. Ebenfalls ungeklärt ist, ob in der Zeit der Vereinigung die Farben grün-rot geführt wurden. Um die gleiche Zeit nahmen die Magdeburger nunmehr auch Sachsen auf. In den Kartellpunkten, die aus dem Zeitraum zwischen 1799 und 1801 datieren[6], werden den Magdeburgern die Gebiete Magdeburg, Mansfeld, Sachsen und der Fränkische Reichskreis und den Halberstädtern Halberstadt, Quedlinburg, Wernigerode, Hohenstein, Braunschweig, Hildesheim, Mühlhausen im Vogtland (Bad Elster), Nordhausen und Goslar als Rekrutierungsgebiete zugesprochen.[7] Nachdem die Orden weitestgehend zurückgedrängt waren, begannen die Behörden auch die zuvor protegierten Kränzchen zu verfolgen. So kam es, dass den Mitgliedern am 3. November 1801 Amnestie bei Selbstanzeige in Aussicht gestellt wurde. Die Kränzchen beugten sich, meldeten ihre Mitgliederzahlen und wurden schlussendlich am 26. Januar 1802 verboten.[8] Das Kränzchen der Magdeburger meldete damals 33 Mitglieder[9], das der Halberstädter 20[10]. Stiftung und erste Jahre 1802–1813Bearbeiten Die Kränzchen ließen sich vom Verbot allerdings nicht beirren und existierten schon bald weiter. Die Magdeburger und Halberstädter vereinigten sich am 21. Juni 1802 erneut und bildeten Saxonia. Ihre Farben verschmolzen zu grün-rot-weiß, als Wahlspruch wählten sie „Fide, sed cui vide!“ (lat. „Trau, schau wem!“) und als Waffenspruch „Amico pectus, hosti cuspidem!“ (lat. „Dem Freund das Herz, dem Feinde den Schläger!“).[11] Es wäre möglich, dass sich Magdeburger und Halberstädter schon vor der Stiftung der Saxonia zu einem magdeburgisch-halberstädtischen Kränzchen zusammenschlossen. In Folge des Duells bei Reideburg am 13. März 1803, wurde erneut eine Untersuchung gegen die Kränzchen eingeleitet. Der Sachse Kahmann, der selbst am Duell teilgenommen hatte, wurde zu zehn Jahren Festungshaft verurteilt, von dem ihm später sieben erlassen wurden.[12] Wohl deshalb löste Saxonia sich kurzzeitig auf. Doch schon im SC-Comment, der von vor dem 10. September 1803 datiert, unterschrieb der Student L. Thielebein als „qua Senior der Sächsischen Landsmannschaft“. Das von Saxonia bis 1960 geführte Stiftungsdatum vom 3. August 1804 lässt sich heute nicht mehr erklären, da auch spätere Stammbucheinträge aus den Jahren 1805 und 1806 das alte Datum von 1802 zeigen. Diese zeugen ebenso davon, dass auch 1804 weiterhin die alten Farben grün-rot-weiß getragen und nicht schon damals zu dunkelblau-weiß-hellblau (von unten) geändert wurden. Durch die Untersuchungen der Universitätsbehörden, die nach dem Duell stattgefunden haben, sind uns die damals vorgelegten Gesetze der Saxonia überliefert. Wenngleich ein verhörter Sachse zugab, dass es noch weitere Gesetze gäbe, erfahren wir aus ihnen einiges über die damalige Struktur der Kränzchen.[13] Die folgenden Jahre waren weniger von Verfolgung geprägt. Stattdessen scheint es anhand der Tagebücher von Joseph von Eichendorff fast so, als hätten die Kränzchen ein völlig öffentliches Auftreten gepflegt.[14] Nachdem Napoleon Bonaparte die Universität Halle am 19. Oktober 1806 aufgelöst hatte, verschwand auch das studentische Leben aus der Stadt. Saxonia lässt sich aber schon kurz nach Wiedereröffnung der Universität Ostern 1808 wieder nachweisen.[15] Diesen Nachweis liefern uns Briefe des Hallenser SC an die Kränzchen an der Universität Helmstedt, in denen die Hallenser den Helmstedtern Vorwürfe machen, da sie sich auf Druck der Obrigkeit hin aufgelöst hatten. Als 1810 die Universität Helmstedt im Mai geschlossen wurde, kamen zahlreiche Studenten von dort nach Halle. Unter ihnen war auch der Student Oelze, der schon 1808 in Helmstedt dem sächsischen Kränzchen angehört hatte und es kam zwischen ihm, seinen Anhängern und den Hallenser Kränzchen zu Spannungen, die darin gipfelten, dass Oelze bei den Behörden petzte. Dieser sogenannte Oelze’sche Skandal führte ein weiteres Mal zu umfangreichen Untersuchungen und Saxonia musste sich auflösen. Sie rekonstituierte allerdings schon am 28. August 1810[16] und bestand ab dann bis zur erneuten Auflösung der Universität zu Beginn der Befreiungskriege Ostern 1813. Nach den BefreiungskriegenBearbeiten Nachdem die ersten Studenten 1814 wieder nach Halle zurückkehrten, schlossen sich die Kränzchen, begeistert vom gemeinsamen Befreiungskampf, am 11. Januar 1814 zunächst zur ersten Hallenser Teutonia zusammen.[17] In Folge zahlreicher Skandale wurde die Teutonia schon 1817 von den Behörden wieder aufgelöst, bestand aber im Verborgenen bis zu ihrer Auflösung am 14. November 1819 fort.[18] Ab 1819 traten die alten Landsmannschaften wieder in Erscheinung und am 14. November 1820 rekonstituierte auch Saxonia. Da die alten Farben mittlerweile von einer Thuringia belegt waren, wurden die schon in Leipzig und Jena gebräuchlichen Sachsenfarben in der Reihenfolge dunkelblau-weiß-hellblau von unten gelesen mit silberner Perkussion übernommen. Mit Saxonia Jena stand Saxonia Halle schon seit 1812 in Beziehungen, kurz nach der Rekonstitution wurde ein Kartell geschlossen.[19] Im selben Zeitraum ergab sich auch ein Kartell mit Saxonia Leipzig. Noch im November 1820 wurde von den Kränzchen Saxonia, Thuringia, Marchia und Pomerania die „Allgemeine Konstitution der Halleschen Landsmannschaften“ beschlossen, in der Saxonia als die älteste anerkannt wird.[20] Nachdem die Landsmannschaften schon im Sommersemester 1821 wieder behördlich aufgelöst wurden, kam es am 7. Februar 1822 zu einem Auszug der Studenten zur Broyhahnschenke bei Ammendorf in biblisch-parodierendem Stil, um gegen die Willkür des Regierungskommissars von Witzleben zu protestieren.[21] Um diese Zeit hat auch Saxonia rekonstituiert und im folgenden Jahr kam es zu ernsthaften Streitigkeiten innerhalb des SC, bei denen Saxonia isoliert gegen die übrigen Landsmannschaften stand. Man bat den am 4. März 1821 zwischen Jena, Leipzig und Halle gegründeten Allgemeinen Senioren-Convent[22] um Vermittlung und der Konflikt konnte dadurch beigelegt werden. Während Erich Bauer die Stiftung der Sileso-Borussia mit dem Austritt einiger Sachsen in Folge der Streitigkeiten begründete[23], ist für Robert Soppa wahrscheinlicher, dass Saxonia mit Sileso-Borussia ein zweites Corps stiftete, um zukünftig nicht alleine gegen die übrigen zu stehen. Dafür spricht nicht nur der Umstand, dass die Stifter auch weiterhin in der Corpsliste der Saxonia geführt wurden, sondern auch, dass die Stiftung erst nach der Beilegung des Konflikts vor dem Allgemeinen Senioren-Convent erfolgte.[24] Die Zeit bis 1827 ist für Saxonia von Verboten und Verfolgung durch die Behörden geprägt. Sicher ist jedenfalls, dass sie am 28. Juni 1827 rekonstituiert wurde und wohl bis 1834 bestand.[25] Am 25. Januar 1836 erneut wiederbelebt schloss man, da das Kartell Saxonia Jena suspendiert hatte, im Sommer 1837 ein solches mit Franconia Jena. Es ging allerdings wie das Kartell mit Saxonia Leipzig aufgrund eines Vorfalls während einer Zecherei auf der Rudelsburg nur wenige Tage nach Abschluss wieder in die Brüche. Seit Januar 1836 unterhielt Saxonia Halle einen eigenen Bierstaat nach jenaischem Vorbild.[26] Die Bumsia Halle geht wohl auf die schon 1829 gegründete – aber noch keiner speziellen Korporation zugehörige – Bumsia zurück, die Hanns Freydank eingehend beschreibt.[27] Bis wann dieser Bierstaat bestand ist unklar. Im Jahr 1844 hatte sich unter Einbeziehung von Nichtkorporierten ein Allgemeiner Convent (AC) konstituiert, der die Bildung von neuen Kränzchen mit progressistischer Ausrichtung forcierte. Als der Allgemeine Convent den relativen Duellzwang einführte, der es dem Beleidigten überließ, ob er sich mit der Waffe oder durch ein Ehrengericht Satisfaktion verschaffen wollte, kam es 1846 zu einer Spaltung des Hallenser SC. Die konservativen Corps Marchia, Guestphalia und Thuringia, die auf dem Grundsatz der unbedingten Satisfaktion standen, traten aus dem AC aus und bildeten einen eigenen Senioren-Convent. Die Corps Borussia und Pomerania fanden sich mit den Kränzchen der Altmärker und Franken weiter im Allgemeinen Convent zusammen. Saxonia war nach einer erneuten Suspension am 13. Januar 1845[30] ziemlich genau ein Jahr später am 14. Januar 1846 rekonstituiert worden, ging aber schon weniger als einen Monat später am 7. Februar wieder ein. Als am 2. August 1848 erneut eine Rekonstitution gelang, stellte sich Saxonia zunächst ebenfalls auf die Seite des Progress, war aber Auslöser für die am 11. November 1848 vollzogene Auflösung des AC.[31] Pomerania hatte schon vorher die Seiten gewechselt; Thuringia hatte sich aufgelöst. Die Spaltung des SC bestand zunächst fort: den Corps Marchia, Pomerania und Guestphalia standen die progressistischen Corps Borussia, Palaiomarchia, Saxonia sowie die 1848 aus einem Kränzchen der Naumburger hervorgegangene Cheruscia und die aus dem Kränzchen Lapponia hervorgegangene Franconia gegenüber. Am 4. Dezember 1848 erklärten sich beide Parteien gegenseitig in Verruf und erst im Juli 1849 kam es wieder zu Verhandlungen zwischen beiden Seiten. Nachdem sich Borussia schon am 5. November 1849 dem alten SC angeschlossen hatte, folgte Saxonia am 18. Januar 1850. Cheruscia und Franconia lösten sich auf. Palaiomarchia wurde als letztes Corps der Spaltungsperiode am 7. Dezember 1850 in den SC recipiert.[32] In den folgenden Jahrzehnten war Saxonia erneut vom 9. Mai bis 22. November 1851 und vom 2. Mai 1864 bis 27. Juli 1891 suspendiert.[33][34] Nach der letzten Rekonstitution wurde Saxonia vor allem durch ihr Kartellcorps Saxonia Jena gestützt. Sie musste schließlich am 7. November 1896 den aktiven Betrieb endgültig einstellen.[35] Corps Saxonia Frankfurt am Main und KonstanzBearbeiten Nach dem Zweiten Weltkrieg unterstützte Saxonia Halle die gemeinsame Stiftung des Corps Saxonia Frankfurt mit dem Beitritt ihrer Mitglieder. Die Hallenser Corps Guestphalia, Borussia, Neoborussia und Teutonia, sowie das Straßburger Corps Palaio-Alsatia planten ursprünglich, die Saxonia Halle als gemeinsames Nachfolgecorps aller Hallenser Corps zu rekonstituieren. Im Verlauf der Verhandlungen kam es allerdings zu Missverständnissen mit den noch lebenden Hallenser Sachsen, so dass die Idee zu Gunsten einer Neustiftung verworfen wurde. Mit Namen und Farben nimmt die am 10. Dezember 1949 gestiftete Saxonia Frankfurt allerdings direkten Bezug auf Saxonia Halle. Später erklärten sich die noch lebenden Hallenser Sachsen damit einverstanden, Saxonia als Rekonstitution anzuerkennen und statteten sie nachträglich mit allen Befugnissen aus, von denen bisher kein Gebrauch gemacht wurde.[36] Im späteren Verlauf lösten sich Palaio-Alsatia (1953), Borussia (1955) und Guestphalia (1956) aus dem Corpsverband und gingen in Frankfurt am Main (1954), Mainz (1956) bzw. Gießen (1958) eigene Wege. Wegen Nachwuchsproblemen durch die 68er-Bewegung musste Saxonia Frankfurt 1972 suspendieren. Nach zwei gescheiterten Versuchen in Trier und Regensburg gelang im Wintersemester 1984/85 die Rekonstitution an der Universität Konstanz. Entscheidend war die Hilfe des dortigen Alte-Herren-Senioren-Convents. Saxonia Konstanz ist das jüngste Corps im schwarzen Kreis des KSCV. Zu den „Neusachsen“ gehören Gerd Schaefer-Rolffs, Hans Breuer, Hans-Günther Weber, Knut Teske, Eckhart Dietrich und Wolfgang Herr. Ein Träger des Teutonen- und des Sachsenbandes war Karl Rembert (1868–1966). Mit Ernst Biesalski hatte er 1913 Teutonias Corpsgeschichte vorgelegt.[37] Bekannte MitgliederBearbeiten In alphabetischer Reihenfolge - Julius Hermann Besser (1807–1895), Geheimer Regierungsrat, Mitglied des Erfurter Unionsparlaments - Carl Moritz von Beurmann (1802–1870), Kurator der Universität Halle - Bernhard von Bismarck (1810–1893), Landrat und Politiker - Otto Flöl - August Wilhelm Francke (1785–1851), Oberbürgermeister von Magdeburg, MdHdA - Gustav von Gehrmann (1823–1892), Landdrost der Landdrostei Osnabrück, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Osnabrück - Ludwig Heise (1815–1882), Präsident der westfälischen Eisenbahndirektion, Vortragender Rat im Preußischen Handelsministerium, Direktor der Rechte-Oder-Ufer-Eisenbahn, MdHdA - Ludwig Hildenhagen (1809–1893), evangelischer Theologe und Politiker - Otto Jaeger (1835–1902), Verwaltungsjurist in Preußen - Gustav Kaufmann (1842–1919), Senatspräsident am Reichsgericht - Benno von Kügelgen († 1915), Gründer der Erlanger Pfarrerstochter, Pastor in Dessau - Guido von Madai (1810–1892), erster Polizeipräsident von Frankfurt am Main - Karl Otto von Manteuffel (1806–1879), preußischer Staatsrat - Otto Theodor von Manteuffel (1805–1882), preußischer Innenminister - Richard Roepell (1808–1893), Historiker, Parlamentarier - Diedrich Sägelken (1816–1891), Schulrektor, Mitglied des Oldenburgischen Landtags - Alexander von Schleinitz (1807–1885), preußischer Außenminister - Franz Ulrich von Trotha (1806–1860), Gutsbesitzer, anhaltischer Kammerherr, MdHdA - Bernhard Ulrici (1811–1893), Landrat des Landkreises Weißenfels, Mitglied des Erfurter Unionsparlaments, MdHdA - Hermann Ulrici (1806–1884), Philosoph - Wilhelm Wachsmuth (1784–1866), Historiker - Wilhelm von Wedell (1801–1866), Oberpräsident der Provinzen Sachsen und Schlesien - Ludwig Weidlich (um 1807–1877), Landrat des Landkreises Merseburg - Hartmann von Witzleben (1805–1878), Oberpräsident der Provinz Sachsen LiteraturBearbeiten - Erich Bauer: Eine Erinnerung an das Corps Marchia zu Halle (1811–1813), in: Deutsche Corpszeitung 56 (1955); S. 50–51. - Erich Bauer: Joseph v. Eichendorff als Student in Halle und Heidelberg – Auszüge aus seinen Tagebüchern mit verbindendem Text und einem Nachwort der Schriftleitung, in: Einst und Jetzt; Bd. 6 (1961); S. 5–23. - Erich Bauer: Das Corps Sileso-Borussia zu Halle – 24. 2. 1823 bis 22. 3. 1827, in: Einst und Jetzt; Band 7 (1962); S. 183–189. - Erich Bauer: Aus der Vorgeschichte der Saxonia zu Halle (1802–1896) – Die Landsmannschaften der Halberstädter und Magdeburger (1792–1802), in: Einst und Jetzt; Band 10 (1965); S. 164–175. - Erich Bauer: Der Auszug der Halleschen Studenten am 7. 2. 1822 nach der Broyhahnschenke bei Ammendorf, in: Einst und Jetzt; Band 13 (1968); S. 111–118. - Ernst Biesalski: Das alte Halle, Studentenkränzchen und ein Stammbuch dazu, in: Sachsenblatt Nr. 27 (04/1957); S. 33–36. - Ernst Biesalski: „Fide, sed cui vide!“ im alten Halle – Ein Beitrag zur Geschichte der dortigen Saxonia von 1802, in: Einst und Jetzt; Band 4 (1959); S. 172–187. - Wilhelm Bruchmüller: Ein Propatriaskandal zwischen Leipziger und Hallenser Studenten aus dem Jahre 1803 und seine Untersuchungsergebnisse für das damalige studentische Verbindungswesen in Leipzig, in: Studium Lisiense – Ehrengabe Karl Lamprecht dargebracht aus Anlass der Eröffnung des Königlich-Sächsischen Instituts für Kultur- und Universalgeschichte bei der Universität Leipzig; Berlin 1909; S. 322–338. - Alfred von Eberstein: Geschichtlicher Ueberblick über den Hallenser S.C. von 1836–1873; o. O. o. J. - Wilhelm Fabricius: Die Studentenorden des 18. Jahrhunderts und ihr Verhältniß zu den gleichzeitigen Landsmannschaften; Jena 1891. - Wilhelm Fabricius: Die Deutschen Corps – Eine historische Darstellung der Entwicklung des studentischen Verbindungswesens in Deutschland bis 1815, der Corps bis zur Gegenwart; zweite umgearbeitete und vermehrte Auflage Frankfurt am Main 1927. - Max Flemming: Geschichte der Hallischen Burschenschaft von 1814-1860 – mit einer Übersicht über die studentischen Verbindungen von der Gründung der Universität bis zum Entstehen der Burschenschaft; Berlin 1933. - Otto Flöl, Werner Hartwig: Saxonia Halle, in: Sachsenblatt – Corpszeitung der Saxonia zu Frankfurt-M. Nr. 40 (2/1964); S. 19–23. - Hanns Freydank: Die Bumsia – Ein hallischer Bierstaat vor hundert Jahren, in: Freydank, Hanns: Halloren und Studenten – Vier Geschichten aus Halle vor rund hundert Jahren; Halle 1939; S. 15–19. - Gesetze der Saxonia (1802), in: Einst und Jetzt; Sonderheft 1981; S. 91–102. - Paulgerhard Gladen: Die Kösener und Weinheimer Corps. Ihre Darstellung in Einzelchroniken; Hilden 2007; S. 147–148. - Hallenser SC-Komment vom 12. Mai 1799, in: 14 der ältesten SC-Komments vor 1820(= Einst und Jetzt; Sonderheft 1967); S. 9–16. - Werner Hartwig: Beitrag zur Geschichte unserer Saxonia (I), in: Sachsenblatt – Corpszeitung der Saxonia zu Frankfurt-M. Nr. 26 (2/1956); S. 11–19. - Werner Hartwig: Beitrag zur Geschichte unserer Saxonia (II), in: Sachsenblatt – Corpszeitung der Saxonia zu Frankfurt-M. Nr. 27 (1/1957); S. 12–16. - Werner Hartwig: Beitrag zur Geschichte unserer Saxonia (III), in: Sachsenblatt – Corpszeitung der Saxonia zu Frankfurt-M. Nr. 42 (2/1965); S. 17–30. - Friedrich Wilhelm König: Aus zwei Jahrhunderten – Geschichte der Studentenschaft und des studentischen Korporationswesens auf der Universität Halle; Halle an der Saale 1894. - Robert Soppa: Geschichte des Hallenser Senioren-Convents (I), in: Sachsenblatt – Corpszeitung der Saxonia Konstanz Nr. 121 (1/2018); S. 47–63. - Robert Soppa: Geschichte des Hallenser Senioren-Convents (II), in: Sachsenblatt – Corpszeitung der Saxonia Konstanz Nr. 122 (2/2018); S. 48–57. EinzelnachweiseBearbeiten - Wilhelm Fabricius: Die Deutschen Corps – Ein historische Darstellung der Entwicklung des studentischen Verbindungswesens in Deutschland bis 1815, der Corps bis zur Gegenwart; 2. umgearbeitete und vermehrte Auflage; Frankfurt am Main 1926; S. 79–80. - Wilhelm Fabricius: Die Studentenorden des 18. Jahrhunderts und ihr Verhältniß zu den gleichzeitigen Landsmannschaften; Jena 1891; S. 25. - Wilhelm Fabricius: Die Deutschen Corps – Ein historische Darstellung der Entwicklung des studentischen Verbindungswesens in Deutschland bis 1815, der Corps bis zur Gegenwart; 2. umgearbeitete und vermehrte Auflage; Frankfurt am Main 1926; S. 183–184. - Erich Bauer: Aus der Vorgeschichte der Saxonia zu Halle (1802–1896) – Die Landsmannschaften der Halberstädter und Magdeburger (1792–1802), in: Einst und Jetzt; Bd. 10 (1965); S. 175. - Erich Bauer: Aus der Vorgeschichte der Saxonia zu Halle (1802–1896) – Die Landsmannschaften der Halberstädter und Magdeburger (1792–1802), in: Einst und Jetzt; Bd. 10 (1965); S. 165. - Robert Soppa: Geschichte des Hallenser Senioren-Convents (I), in: Sachsenblatt – Corpszeitung der Saxonia Konstanz; Nr. 121 (1/2018); S. 51. - Friedrich Wilhelm König: Aus zwei Jahrhunderten. Geschichte der Studentenschaft und des studentischen Korporationswesens auf der Universität Halle. Halle 1894, S. 132. - Wilhelm Fabricius: Die Deutschen Corps – Ein historische Darstellung der Entwicklung des studentischen Verbindungswesens in Deutschland bis 1815, der Corps bis zur Gegenwart; 2. umgearbeitete und vermehrte Auflage; Frankfurt am Main 1926; S. 184. - Erich Bauer: Aus der Vorgeschichte der Saxonia zu Halle (1802–1896) – Die Landsmannschaften der Halberstädter und Magdeburger (1792–1802), in: Einst und Jetzt; Bd. 10 (1965); S. 166. - Erich Bauer: Aus der Vorgeschichte der Saxonia zu Halle (1802–1896) – Die Landsmannschaften der Halberstädter und Magdeburger (1792–1802), in: Einst und Jetzt; Bd. 10 (1965); S. 172. - Ernst Biesalski: „Fide, sed cui vide!“ im alten Halle – Ein Beitrag zur Geschichte der dortigen Saxonia von 1802; in: Einst und Jetzt; Bd. 4 (1959); S. 176. - Wilhelm Bruchmüller: Ein Propatriaskandal zwischen Leipziger und Hallenser Studenten aus dem Jahre 1803 und seine Untersuchungsergebnisse für das damalige studentische Verbindungswesen in Leipzig, in: Studium Lipsiense – Ehrengabe Karl Lamprecht dargebracht aus Anlass der Eröffnung des Königlich-Sächsischen Instituts für Kultur- und Universalgeschichte bei der Universität Leipzig; Berlin 1909; S. 329. - Gesetze der Saxonia (1802), in: Einst und Jetzt; Sonderheft 1981; S. 91–102. - Erich Bauer: Joseph v. Eichendorff als Student in Halle und Heidelberg – Auszüge aus seinen Tagebüchern mit verbindendem Text und einem Nachwort der Schriftleitung, in: Einst und Jetzt; Bd. 6 (1961); S. 5–23. - Wilhelm Fabricius: Die Deutschen Corps – Ein historische Darstellung der Entwicklung des studentischen Verbindungswesens in Deutschland bis 1815, der Corps bis zur Gegenwart; 2. umgearbeitete und vermehrte Auflage; Frankfurt am Main 1926; S. 227. - Wilhelm Fabricius: Die Deutschen Corps – Ein historische Darstellung der Entwicklung des studentischen Verbindungswesens in Deutschland bis 1815, der Corps bis zur Gegenwart; 2. umgearbeitete und vermehrte Auflage; Frankfurt am Main 1926; S. 227. - Erich Bauer: Eine Erinnerung an das Corps Marchia zu Halle (1811–1813), in: Deutsche Corpszeitung 56 (1955); S. 51. - Max Flemming: Geschichte der Hallischen Burschenschaft von 1814-1860 – mit einer Übersicht über die studentischen Verbindungen von der Gründung der Universität bis zum Entstehen der Burschenschaft; Berlin 1933; S. 26. - Otto Flöl, Werner Hartwig: Saxonia Halle, in: Sachsenblatt – Corpszeitung der Saxonia zu Frankfurt-M. Nr. 40 (2/1964); S. 20. - Friedrich Wilhelm König: Aus zwei Jahrhunderten. Geschichte der Studentenschaft und des studentischen Korporationswesens auf der Universität Halle; Halle 1894; S. 175. - Erich Bauer: Der Auszug der Halleschen Studenten am 7. 2. 1822 nach der Broyhahnschenke bei Ammendorf, in: Einst und Jetzt; Bd. 13 (1968); S. 111–112. - Robert Paschke: Die Einigungsbestrebungen der deutschen Corps bis 1848, in: Einst und Jetzt; Bd. 3 (1958); S. 12. - Erich Bauer: Das Corps Sileso-Borussia zu Halle – 24. 2. 1823 bis 22. 3. 1827, in: Einst und Jetzt; Bd. 7 (1962); S. 184. - Robert Soppa: Geschichte des Hallenser Senioren-Convents (II), in: Sachsenblatt - Corpszeitung der Saxonia Konstanz, Nr. 122 (2/2018); S. 55–56. - Bericht des A.H.-Comitees der Saxonia zu Halle über die Zeit vom Sommersemester 1900 bis zum Wintersemester 1904/1905; S. 21. - Otto Flöl, Werner Hartwig: Saxonia Halle, in: Sachsenblatt – Corpszeitung der Saxonia zu Frankfurt-M. Nr. 40 (2/1964); S. 22–23. - Hanns Freydank: Die Bumsia – Ein hallischer Bierstaat vor hundert Jahren, in: Freydank, Hanns: Halloren und Studenten – Vier Geschichten aus Halle vor rund hundert Jahren; Halle 1939; S. 15–19. - Wilhelm Fabricius: Die Deutschen Corps – Ein historische Darstellung der Entwicklung des studentischen Verbindungswesens in Deutschland bis 1815, der Corps bis zur Gegenwart; 2. umgearbeitete und vermehrte Auflage; Frankfurt am Main 1926; S. 388. - Alfred von Eberstein: Geschichtlicher Ueberblick über den Hallenser S.C. von 1836–1873; o. O. o. J.; S. 18. - Friedrich Wilhelm König: Aus zwei Jahrhunderten. Geschichte der Studentenschaft und des studentischen Korporationswesens auf der Universität Halle; Halle 1894; S. 199 - Friedrich Wilhelm König: Aus zwei Jahrhunderten. Geschichte der Studentenschaft und des studentischen Korporationswesens auf der Universität Halle; Halle 1894; S. 211 - Wilhelm Fabricius: Die Deutschen Corps – Ein historische Darstellung der Entwicklung des studentischen Verbindungswesens in Deutschland bis 1815, der Corps bis zur Gegenwart; 2. umgearbeitete und vermehrte Auflage; Frankfurt am Main 1926; S. 388–390. - Friedrich Wilhelm König: Aus zwei Jahrhunderten. Geschichte der Studentenschaft und des studentischen Korporationswesens auf der Universität Halle; Halle 1894; S. 229 - Paulgerhard Gladen: Die Kösener und Weinheimer Corps – Ihre Darstellung in Einzelchroniken; Hilden 2007; S. 148. - Wilhelm Fabricius: Die Deutschen Corps – Ein historische Darstellung der Entwicklung des studentischen Verbindungswesens in Deutschland bis 1815, der Corps bis zur Gegenwart; 2. umgearbeitete und vermehrte Auflage; Frankfurt am Main 1926; S. 390. - Werner Hartwig: Beitrag zur Geschichte unserer Saxonia (II), in: Sachsenblatt – Corpszeitung der Saxonia zu Frankfurt-M. Nr. 27 (1/1957); S. 15. - Geschichte des Korps Teutonia zu Halle a. S. Eine Festschrift zum 60jährigen Stiftungsfest 1913
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Dankesbrief Aus PokéWiki ---|---|---|---|---|---|---| Unbeschrifteter Dankesbrief | |||||| Nutzen Spielbeschreibungen Spiele | Beschreibung | ---|---| SW | Briefpapier, mit dem man sich bei jemandem bedanken kann. Gib es einem Pokémon zum Tragen. | S2W2 | Briefpapier, mit dem man sich bei jemandem bedanken kann. Gib es einem Pokémon zum Tragen. | XY | Briefpapier, mit dem man sich bei jemandem bedanken kann. Gib es einem Pokémon zum Tragen. | ΩRαS | Briefpapier, mit dem man sich bei jemandem bedanken kann. Gib es einem Pokémon zum Tragen. | SM | Briefpapier, mit dem man sich bei jemandem bedanken kann. Gib es einem Pokémon zum Tragen. | USUM | Briefpapier, mit dem man sich bei jemandem bedanken kann. Gib es einem Pokémon zum Tragen. | LGPLGE | Briefpapier, mit dem man sich bei jemandem bedanken kann. Gib es einem Pokémon zum Tragen. | Fundorte In anderen Sprachen Sprache | Name | ---|---| Deutsch | Dankesbrief | Englisch | Thanks Mail | Japanisch | かんしゃメール Kansha Mail | Spanisch | C. Gracias (vor der sechsten Generation) / Carta Gracias (seit der sechsten Generation) | Französisch | Lettre Merci | Italienisch | Mess. Grazie (vor der sechsten Generation) / Messaggio Grazie (seit der sechsten Generation) | Koreanisch | 감사메일 Gamsa Mail | Chinesisch | 感謝郵件 / 感谢邮件 Gǎnxiè Yóujiàn |
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Hilfe Kategorie:Binvignat, Joseph Aus Organ index Wechseln zu: Navigation , Suche Seiten in der Kategorie „Binvignat, Joseph“ Folgende 2 Seiten sind in dieser Kategorie, von 2 insgesamt. A Aachen, Heilig Kreuz (Hauptorgel) Aachen/Burtscheid, St. Michael Abgerufen von „ http://organindex.de/index.php?title=Kategorie:Binvignat,_Joseph&oldid=106541 “ Kategorie : Orgelbauer Navigationsmenü Meine Werkzeuge Anmelden Namensräume Kategorie Diskussion Varianten Ansichten Lesen Quelltext anzeigen Versionsgeschichte Mehr Suche Organ index Hauptseite Zufällige Seite Letzte Änderungen Orgeldatenbank Verzeichnis Bilder Klang Landkarte Mitmachen Orgelseite erstellen Orgelbild hochladen Orgel-Forum Hilfe Hilfeseiten Wie erstelle ich eine neue Seite? Werkzeuge Links auf diese Seite Änderungen an verlinkten Seiten Spezialseiten Druckversion Permanenter Link Seiteninformationen Attribute anzeigen Diese Seite wurde zuletzt am 2. Februar 2019 um 11:45 Uhr bearbeitet. Der Inhalt von Organ index ist unter der Lizenz ''Creative Commons'' „Namensnennung – nicht kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen“ verfügbar; zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein. Datenschutz Über organ index Haftungsausschluss
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hatte am Samstag ein Extratraining in Auerbach. Blechitofamilie sind im Kurzurlaub und deshalb haben wir beide sie dorthin kutschiert. Nachdem wir sie abgeliefert hatten ging es zu einem kleinen Stadtrundgang bei herrlichstem Sonnenschein. Neben dem Schloßturm, einem Springbrunnen und der Kirche fanden wir den”Altweibersommer” wie man so schön sagt. Auf dem Heimweg gab es noch ein Eis zur Stärkung, bevor wir Clara wieder zu Hause ablieferten. Den späteren Nachmittag haben wir bei Thomas Schwester im Garten verbracht. Danach wurde noch einmal gegrillt und wir haben den Abend gemütlich ausklingen lassen.
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Milica Theessink Die Tochter eines in Wien lebenden serbischen Arztes organisierte 1980 das Vienna Celtic Folk Festival und in den Folgejahren Konzerttourneen von The Dubliners in Mitteleuropa. 1979 lernte sie bei einem Konzert in Wien den holländischen Blues- und Folkmusiker Hans Theessink kennen. Als er 1982 nach Wien übersiedelte, begann sie, seine Tourneen im deutschen Sprachraum zu organisieren. Seitdem ist seine Managerin und gründete die Plattform Theessink.com. Eines der letzten Großereignisse war das 70.Birthday Bash vom 4. bis 7. April 2018 im Wiener Metropol, mit dem sie die BIRTHDAY BASH-Serie für Hans Theessink zu einem Highlight der Folk- und Blues-Szene machte. Von den musikalischen Partnern aus vielen Jahren kamen unter anderem Jon Sass, Dorretta Carter, die Blind Boys of Alabama, Alee Thelfa, Knud Møller sowie Ernst Molden und Willi Resetarits.
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Die Staatsbibliothek zu Berlin bietet im Rahmen der Wissenswerkstatt Veranstaltungen an, bei der sich Wissenschaftler, Studierende und die interessierte Öffentlichkeit über die Online-Angebote verschiedener Fächer informieren können. Die Schulungen bieten einen Überblick über die elektronischen Angebote der Stabi Berlin, zeigen auch die überregionalen Fachinformationsangebote, wie die entsprechenden ViFas, und vermitteln Recherchestratgien. Die Bayerische Staatsbibliothek setzt im November ihre erfolgreichen eMedientage fort. In themenbezogenen Vorträgen und an Informationsständen werden elektronische Medienangebote (Datenbanken, Fachinformationsportale, elektronische Zeitschriften, E-Books, digitale Sammlungen) an der BSB vorgestellt. Auch an anderen Standorten wird es sicherlich ähnliche Veranstaltungen geben, die wir hier nach einem kurzen Hinweis gerne ergänzen.
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Ein Theaterstück ensteht Sieben SchülerInnen schreiben ein Stück über ihre eigene Lebenswelt. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Kommentar Name * Email * 2000 - 2019 · CBA - Cultural Broadcasting Archive · Verband Freier Radios Österreich Username Password Ein registrierter Zugang zum CBA ist nur für SendungsmacherInnen der freien Radios Österreichs erhältlich. Wenn Sie noch keinen User haben, wenden Sie sich bitte an diese. Remember Me Lost your password? Username or E-mail: Log in
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Startseite > Kommunikation und Moderation - Internetgestützte Kommunikation zur Lernunterstützung > Leser/innenkommentare > escape L3T's support Version 28.8.2013: Dieses Werk bzw. Inhalt steht unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.
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Posen Poznań, Deutsch: Posen ist eine Stadt an der Warthe in West-Zentralpolen, in der Region Großpolen und ist die fünftgrößte Stadt in Polen. Sie ist vor allem für ihre Renaissance-Altstadt und die Ostrów Tumski-Kathedrale bekannt. Heute ist Poznań ein wichtiges Kultur- und Geschäftszentrum und eine der bevölkerungsreichsten Regionen Polens mit vielen regionalen Bräuchen wie Saint John's Fair (Jarmark Świętojański), traditionellen Saint Martin's Croissants und einem lokalen Dialekt. Poznań ist eine der ältesten und größten Städte Polens. Die Stadt hat 538.633 Einwohner (Volkszählung 2011), während der kontinuierliche Ballungsraum mit dem Landkreis Poznań und mehreren anderen Gemeinden von fast 1,1 Millionen Menschen bewohnt wird. Die größere Metropolregion Poznań (PMA) wird von 1,3-1,4 Millionen Menschen bewohnt und erstreckt sich auf Satellitenstädte wie Nowy Tomyśl, Gniezno und Września und ist damit die viertgrößte Metropolregion Polens. Es ist die historische Hauptstadt der Region Großpolen und ist derzeit die Verwaltungshauptstadt der Woiwodschaft Großpolen. Poznań ist ein Zentrum für Handel, Sport, Bildung, Technologie und Tourismus. Mit rund 130.000 Studenten und der Adam-Mickiewicz-Universität - der drittgrößten polnischen Universität - ist sie ein wichtiger akademischer Standort. Poznań ist auch der Sitz der ältesten polnischen Diözese, die heute zu den bevölkerungsreichsten Erzdiözesen des Landes gehört. In der Stadt findet auch die Internationale Messe Poznań statt - die größte Industriemesse in Polen und eine der größten Messen in Europa. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören das Rathaus von Poznań, das Nationalmuseum, das Große Theater, die Fara-Kirche, der Dom von Poznań und das Kaiserliche Schloss. Poznań wird vom Globalization and World Cities Research Network als Gamma- globale Stadt eingestuft. Sie hat oft die Rangliste als Stadt mit sehr hoher Bildungs- und Lebensqualität angeführt. Sie ist auch in Bezug auf Sicherheit und Gesundheitsqualität hoch angesehen. Die Stadt Poznań hat auch mehrmals den Preis der "Superbrands" für eine sehr hochwertige Stadtmarke erhalten. 2012 gewann das Kunst- und Geschäftszentrum "Stary Browar" des Poznań einen von National Geographic Traveller organisierten Wettbewerb und erhielt den ersten Preis als eines der sieben "Neuen Polnischen Wunder". Die offiziellen Schutzheiligen von Poznań sind der heilige Peter und Paulus von Tarsus, die Schutzheiligen der Kathedrale. Martin von Tours - der Schutzpatron der Hauptstraße Święty Marcin gilt auch als einer der Schutzpatrone der Stadt. Seit Jahrhunderten vor der Christianisierung Polens war Poznań (bestehend aus einer befestigten Festung zwischen den Flüssen Warta und Cybina, an der heutigen Ostrów Tumski) ein wichtiges kulturelles und politisches Zentrum des Polan-Stammes. Mieszko I., der erste historisch dokumentierte Herrscher der Polen und des frühen polnischen Staates, den sie beherrschten, errichtete unter Poznań eines seiner Hauptgebäude. Mieszkos Taufe von 966, die als ein entscheidender Moment in der Christianisierung des polnischen Staates angesehen wird, mag auf Poznań stattgefunden haben. Nach der Taufe begann der Bau der Kathedrale Poznań, der ersten in Polen. Poznań war wahrscheinlich der Hauptsitz des ersten nach Polen gesandten Missionsbischofs, Bischof Jordanien. Der Kongress von Gniezno im Jahr 1000 führte zur Gründung des ersten ständigen Erzbistums des Landes in Gniezno (das in dieser Zeit allgemein als die Hauptstadt Polens gilt), obwohl Poznań weiterhin eigene unabhängige Bischöfe hatte. Der Dom von Poznań war der Ort der Bestattung der frühen Piastenmonarchen (Mieszko I, Boleslaus I, Mieszko II, Kasimir I) und später von Przemysł I und König Przemysł II. Die heidnische Reaktion nach dem Tod von Mieszko II. (wahrscheinlich in Poznań) im Jahr 1034 ließ die Region schwach werden, und 1038 entließ und zerstörte Herzog Bretislaus I. von Böhmen sowohl Poznań als auch Gniezno. Polen wurde 1039 unter Kasimir I., dem Restaurator, wiedervereinigt, aber die Hauptstadt wurde nach Krakau verlegt, das von den Schwierigkeiten relativ unbeeindruckt war. 1138 wurde Polen durch das Testament von Bolesław III. in einzelne Herzöge unter den Söhnen des verstorbenen Königs aufgeteilt, und Poznań und seine Umgebung wurden zum Besitz von Mieszko III. dem Alten, dem ersten der Herzöge von Großpolen. Diese Periode der Fragmentierung dauerte bis 1320. Herzogtümer wechselten häufig den Besitzer; die Kontrolle über Poznań, Gniezno und Kalisz lag manchmal bei einem einzigen Herzog, aber zu anderen Zeiten bildeten diese getrennte Herzogtümer. Um 1249, Herzog Przemysł, begann ich mit dem Bau des späteren Königsschlosses auf einem Hügel am linken Ufer der Warthe. Dann, 1253, erteilte Przemysł Thomas von Guben (Gubin) eine Urkunde zur Gründung einer Stadt nach Magdeburger Recht, zwischen Schloss und Fluss. Thomas brachte eine große Anzahl deutscher Siedler mit, um beim Bau und der Besiedlung der Stadt zu helfen - dies ist ein Beispiel für die für diese Zeit charakteristische deutsche Ostsiedlung. Die Stadt (auf dem Gebiet des heutigen Altstadtviertels) war von einer mit der Burg integrierten Wehrmauer umgeben. Im wiedervereinigten Polen und später im polnisch-litauischen Commonwealth war Poznań der Sitz einer Woiwodschaft. Die Bedeutung der Stadt begann in der Jagiellonenzeit zu wachsen, da sie an Handelsrouten von Litauen und Ruthenien nach Westeuropa lag. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts sollte es zu einem wichtigen Zentrum für den Pelzhandel werden. Um die Stadtmauern, auf den Flussinseln und am rechten Ufer entstanden vorstädtische Siedlungen, von denen einige (Ostrów Tumski, Śródka, Chwaliszewo, Ostrówek) ihre eigene Stadtrechte erhielten. Die Entwicklung der Stadt wurde jedoch durch regelmäßige Großbrände und Überschwemmungen behindert. Am 2. Mai 1536 zerstörte ein Brand 175 Gebäude, darunter das Schloss, das Rathaus, das Kloster und die Vorstadtsiedlung St. Martin. 1519 wurde die Akademie Lubrański in Poznań als Hochschule gegründet (jedoch ohne das Recht auf Verleihung von Abschlüssen, das der Jagiellonen-Universität Krakau vorbehalten war). Ein Jesuitenkolleg, das 1571 während der Gegenreformation in der Stadt gegründet wurde, hatte jedoch das Recht, von 1611 bis 1773 Abschlüsse zu vergeben, bevor es mit der Akademie kombiniert wurde. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und dem größten Teil des 18. Jahrhunderts war Poznań stark von einer Reihe von Kriegen (und den damit verbundenen militärischen Besetzungen, Plünderungen und Zerstörungen) betroffen - dem Zweiten und Dritten Nordkrieg, dem Krieg der polnischen Erbfolge, dem Siebenjährigen Krieg und der Rebellion der Bar Confederation. Es wurde auch von häufigen Ausbrüchen der Seuche und von Überschwemmungen heimgesucht, insbesondere von 1736, die die meisten Vorstadtgebäude zerstörten. Die Bevölkerung des Ballungsraums ging zurück (von 20.000 um 1600 auf 6.000 um 1730), und Bamberger und niederländische Siedler (Bambrzy und Olędrzy) wurden zum Wiederaufbau der verwüsteten Vororte herangezogen. 1778 wurde in der Stadt ein "Komitee der guten Ordnung" (Komisja Dobrego Porządku) gegründet, das den Wiederaufbau überwachte und die Verwaltung der Stadt neu organisierte. Doch 1793, in der zweiten Teilung Polens, Poznań, geriet unter die Kontrolle des Königreichs Preußen und wurde Teil (und zunächst Sitz) der Provinz Südpreußen. Die preußischen Behörden erweiterten die Stadtgrenzen und machten die ummauerte Stadt und ihre nächsten Vororte zu einer einzigen Verwaltungseinheit. Linksufrige Vororte wurden 1797 und Ostrów Tumski, Chwaliszewo, Śródka, Ostrówek und Łacina (St. Roch) 1800 gegründet. Die alten Stadtmauern wurden Anfang des 19. Jahrhunderts abgerissen, und im Westen der Altstadt fand eine bedeutende Entwicklung statt, wobei viele der Hauptstraßen des heutigen Stadtzentrums angelegt wurden. Im Großpolnischen Aufstand von 1806 unterstützten polnische Soldaten und Zivilfreiwillige die Bemühungen Napoleons, indem sie preußische Truppen aus der Region vertrieben. Die Stadt wurde 1807 Teil des Herzogtums Warschau und war Sitz des Departements Poznań - einer Einheit von Verwaltungseinheit und lokaler Regierung. Nach dem Wiener Kongress wurde die Region jedoch 1815 an Preußen zurückgegeben und Poznań wurde zur Hauptstadt des teilautonomen Großherzogtums Posen. Die Stadt expandierte weiter, und verschiedene Projekte wurden von polnischen Philanthropen finanziert, wie die Bibliothek Raczyński und das Bazar Hotel. Die erste Eisenbahn der Stadt, die nach Stargard führt, wurde 1848 eröffnet. Aufgrund ihrer strategischen Lage beabsichtigten die preußischen Behörden, Poznań in eine Festungsstadt zu verwandeln und einen Ring von Verteidigungsanlagen um sie herum zu bauen. Die Arbeiten an der Zitadelle (Fort Winiary) begannen 1828, und in den folgenden Jahren wurde die gesamte Festung Posen fertig gestellt. Ein Großpolnischer Aufstand während der Revolutionen von 1848 war letztlich erfolglos, und das Großherzogtum verlor seine verbleibende Autonomie, Poznań wurde einfach zur Hauptstadt der preußischen Provinz Posen. Mit der Vereinigung der deutschen Staaten im Jahr 1871 würde es Teil des Deutschen Reiches werden. Polnische Patrioten bildeten weiterhin Gesellschaften (wie die Zentralwirtschaftsgesellschaft für das Großherzogtum Poznań) und ein 1875 eröffnetes polnisches Theater (Teatr Polski, noch in Betrieb); die Behörden bemühten sich jedoch um die Germanisierung der Region, insbesondere durch die Preußische Siedlungskommission (gegründet 1886). Die Deutschen hatten 1867 einen Anteil von 38% an der Gesamtbevölkerung der Stadt, der jedoch später etwas sinken würde, insbesondere nach der Rückkehr der Region nach Polen. Eine weitere Erweiterung der Festung Posen war geplant, mit einem Außenring aus weiter auseinander liegenden Forts am Stadtrand. Der Bau der ersten neun Festungen begann 1876, und neun Zwischenfestungen wurden ab 1887 gebaut. Der innere Ring der Befestigungsanlagen galt heute als veraltet und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts größtenteils abgerissen (obwohl die Zitadelle weiterhin in Gebrauch war). Dies bot Platz für weitere zivile Bauten, insbesondere für den 1910 fertiggestellten Kaiserpalast (Zamek) und andere große Gebäude um ihn herum (darunter die heutigen zentralen Universitätsgebäude und die Oper). Auch die Stadtgrenzen wurden deutlich erweitert, um ehemalige Vorstadtdörfer zu erfassen: Piotrowo und Berdychowo 1896, Łazarz, Górczyn, Jeżyce und Wilda 1900 und Sołacz 1907. Am Ende des Ersten Weltkriegs brachte der letzte Großpolnische Aufstand (1918-1919) Poznań und den größten Teil der Region wieder in das neugeborene Polen zurück, was durch den Vertrag von Versailles bestätigt wurde. Die lokale deutsche Bevölkerung musste die polnische Staatsbürgerschaft erwerben oder das Land verlassen. Die deutsche Bevölkerung der Stadt sank von 65.321 im Jahr 1910 auf 5.980 im Jahr 1926 und weiter auf 4.387 im Jahr 1934. In der Zwischenkriegszeit wurde die Stadt erneut zur Hauptstadt der Woiwodschaft Poznań. Die Universität Poznań (heute Adam-Mickiewicz-Universität) wurde 1919 gegründet, und 1925 begann die Internationale Messe Poznań 1929 fand auf dem Messegelände eine große Landesausstellung (Powszechna Wystawa Krajowa, populär PeWuKa) zum zehnjährigen Jubiläum der Unabhängigkeit statt, die rund 4,5 Millionen Besucher anzog. 1925 (Główna, Komandoria, Rataje, Starołęka, Dębiec, Szeląg, Szeląg und Winogrady) und 1933 (Golęcin, Podolany) wurden die Grenzen der Stadt erneut erweitert. Während der deutschen Besetzung von 1939-1945 wurde Poznań als Hauptstadt des Reichsgau Warthelandes in das Dritte Reich aufgenommen. Viele polnische Einwohner wurden hingerichtet, verhaftet, in die Generalregierung vertrieben oder als Zwangsarbeiter eingesetzt; gleichzeitig wurden viele Deutsche und Volksdeutsche in der Stadt angesiedelt. Die deutsche Bevölkerung stieg von rund 5.000 im Jahr 1939 (rund 2% der Einwohner) auf rund 95.000 im Jahr 1944. Die jüdische Vorkriegsbevölkerung von rund 2.000 wurde überwiegend im Holocaust ermordet. Ein Konzentrationslager wurde in Fort VII, einem der Festungen aus dem 19. Jahrhundert, eingerichtet. Das Lager wurde später nach Żabikowo südlich von Poznań verlegt. Die nationalsozialistischen Behörden erweiterten die Grenzen von Poznań deutlich auf den größten Teil des heutigen Stadtgebietes; diese Grenzen wurden nach dem Krieg beibehalten. Poznań wurde am 23. Februar 1945 nach der Schlacht von Poznań, in der die deutsche Armee eine letzte Verteidigung gemäß Hitlers Bezeichnung der Stadt als Festung durchführte, von der Roten Armee mit Unterstützung polnischer Freiwilliger gefangen genommen. Die Zitadelle war der letzte Punkt, der eingenommen wurde, und die Kämpfe ließen einen Großteil der Stadt, insbesondere die Altstadt, in Trümmern liegen. Durch die Vertreibung und Flucht der deutschen Bevölkerung Poznań war die Nachkriegspopulation fast ausschließlich polnisch. Die Stadt wurde wieder zur Hauptstadt der Woiwodschaft; 1950 wurde die Größe der Woiwodschaft Poznań reduziert, und die Stadt selbst erhielt einen eigenen Woiwodschaftsstatus. Dieser Status ging bei den Reformen von 1975 verloren, die auch die Größe der Woiwodschaft Poznań deutlich reduzierten. Die Proteste von Poznań 1956 gelten als eine frühe Instanz der Unzufriedenheit mit der kommunistischen Herrschaft. Im Juni 1956 entwickelte sich ein Protest der Arbeiter in der Lokomotivfabrik Cegielski zu einer Reihe von Streiks und Volksprotesten gegen die Politik der Regierung. Nach einem Protestmarsch am 28. Juni griffen die Massen die kommunistische Partei und das Hauptquartier der Geheimpolizei an, wo sie durch Schüsse abgewehrt wurden. Die Unruhen dauerten zwei Tage, bis sie von der Armee niedergeschlagen wurden; 67 Menschen wurden nach offiziellen Angaben getötet. Ein Denkmal für die Opfer wurde 1981 auf dem Plac Mickiewicza errichtet. In den Nachkriegsjahren waren viele Wiederaufbauarbeiten an den bei den Kämpfen beschädigten Gebäuden durchgeführt worden. Ab den 1960er Jahren fand eine intensive Wohnbebauung statt, die hauptsächlich aus vorgefertigten Betonwohnblöcken bestand, insbesondere in Rataje und Winogrady, und später (nach der Eingliederung in die Stadt 1974) Piątkowo. Eine weitere infrastrukturelle Veränderung (abgeschlossen 1968) war die Umleitung der Warthe auf zwei gerade Abzweigungen auf beiden Seiten von Ostrów Tumski. Aus dem Englischen übersetzt mit https://www.deepl.com/de/translator
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Erst hatte der Täter eine Absperrkette gestohlen, um dann eine Woche später leichter auf das Grundstück zu gelangen. mehr...Am Freitag, 12.07.2019, lädt die Biosphärenregion BGL im Rahmen des Interreg-Projekts „Grenzenlos Nachhaltigkeit lernen“ Familien mit Kindern im Grundschulalter zu einem Ausflug an den Wappbach in Bayerisch Gmain ein. mehr...Am Sonntagabend gegen 18.45 Uhr hat sich in Bayerisch Gmain auf der Großgmainer Straße ein durch Cannabis verursachter Unfall ereignet, bei dem drei Menschen leicht verletzt wurden. Eine 18-Jährige war mit ihrem Mercedes in den Gegenverkehr geraten. mehr...Eine Teisendorferin hatte ihren Elektro-Tretroller nicht versichert. Ein stark betrunkener Salzburger war auf dem Weg nach Hause. Über die Saalbrücke reiste ein Fernreisebus ein, obwohl er für diese Route keine Genehmigung hatte. Bei Anger erwischte die Polizei einen 27-Jährigen, bei Bad Reichenhall einen 29-Jährigen und bei Marktschellenberg einen jungen Österreicher mit Drogen im Gepäck und im Blut. Ein Münchner unter Drogeneinfluss erklärte bei der Grenzkontrolle, dass er seinen nicht existierenden Führerschein verloren hatte. In einem Reisebus waren zwei illegale Personen. Ohne Führerschein aber mit einem gesuchten Beifahrer war ein Rumäne auf der A8 unterwegs. Die Geschwindigkeit wurde in Bayerisch Gmain, Berchtesgaden, Bischofswiesen, Saaldorf-Surheim kontrolliert. mehr...Die Berchtesgadener Polizei kontrollierte die neue Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Roßfeldpanoramastraße. Mit einem verbotenen Messer ein reiste ein Fahrer auf der A8 ein. Eine Ladung Sägespäne transportierte ein Laufener auf seinem Traktorgespann ohne Sicherung. Nach einer Veranstaltung in Österreich führte die Laufener Polizei umfangreiche Rauschgiftkontrollen durch. In Bad Reichenhall, Bayerisch Gmain und Piding wurde die Geschwindigkeit überprüft. mehr...Mit dem Altschnee überforderte, verirrte, blockierte und erschöpfte Wanderer gehörten etwa zu den Einsätzen der Bergwacht in letzter Zeit. Aber auch verletzte und intern erkrankte Personen mussten gerettet werden. mehr...Die Anruferin gab sich als Bekannte aus, die dringend Geld benötigte. mehr...In Ainring telefonierte ein Schulbusfahrer während der Fahrt mit seinem Mobiltelefon. Ein Radfahrer fiel der Polizei in Bad Reichenhall auf, da ein Marihuanapflänzchen aus seinem Rucksack hing. Unter Drogeneinfluss fuhr ein Fahranfänger im Reichenhaller Stadtgebiet. Ein betrunkener 15-Jähriger wurde in Berchtesgaden von der Polizei gestoppt. Auf der Rossfeldpanoramastraße fand eine groß angelegte Zweiradkontrolle statt. In Laufen wollte eine betrunkene Frau ihr Kind abholen. Am Pfingstsonntag zog die Grenzpolizei mehrere Falschdokumente aus dem Verkehr. Die Geschwindigkeit wurde in Ainring, Bayerisch Gmain, Berchtesgaden, Freilassing, Piding und Schönau gemessen. mehr...In der Nacht von Samstag auf Sonntag entwendete der Täter 10kg Erdbeeren und Wechselgeld. mehr...Der Ausgangspunkt des Bebens war der für seine Erdbeben bekannte Hochstaufen. mehr...
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20180806164341 2018/08/06 Spandau hat ein Kubbturnier mit Potenzial !!! [[Datei:{{{Newsbild}}}|300px|link=Spandau hat ein Kubbturnier mit Potenzial !!!]] link: Spandauer Kubbturnier Das 1.Spandauer Kubbturnier, welches sich bewusst im Schatten der großen Kubb-Weltmeisterschaft in Gotland verbarg, hat einen erfolgreichen Einstand gehalten. Es fanden zur ersten Auflage nur wenige der noch in Berlin verbliebenen Teams den Weg nach Spandau. Zur Information für alle Berliner und Reiselustigen, Spandau liegt einen Zentimeter von Berlin entfernt, durch einen Wassergraben gesichert. Selbst den kritischen Augen des Teams BerlinCS wurde die Veranstaltung gerecht. Die Location war verkehrsgünstig (direkt hinter dem Wassergraben) ausgesucht worden, mit guten öffentlichen Anbindungen sowie ausreichend Parkplätzen und Anlegestellen für die Individualisten. Neben der Auswahl an verschiedenen WC-Standorten waren genügend Angebote an Getränke- und Speisenverkauf in Sichtweite, so dass es einer Turnierversorgung durch den Veranstalter nicht bedurfte. Der Rasen, trotz der Bullenhitze der letzten Tage und Wochen, war grün und hatte eine gut spielbare Höhe. Der Zeitplan war gut angelegt, so dass die Runden ohne extreme Wartezeiten durchgespielt werden konnten. Es gab während der Mittagspause genügend Zeit für interessante Gespräche. Auch die Anzahl an Besucher und Neugierige war erstaunlich hoch, wirkte sich aber nicht störend auf den Spielbetrieb aus. Die Organisation durch den SSC Inkognito 12 zeigte schnell, dass sie auch auf veränderte Teilnehmerzahlen reagieren kann und für die nächste, größere Auflage gut gerüstet ist. Gut organisiert konnte der Veranstalter auch verschiedene Kubb-Set-Größen bereitstellen. So wurde sowohl das Carromco 07710, für Liebhaber des schlanken Königs, als auch das Kubbwinkel 01, ein etwas größeres Holz, welches in der Niederländischen Meisterschaft gespielt wird, vorgehalten. Die Teams hatten keine Schwierigkeiten, sich im Turnier auf die jeweiligen Plätze / Sets zu einigen. Das Turnier richtet sich in erster Linie an Anfänger und Fortgeschrittene, um diese an den Turniersport locker heranzuführen. Der SSC Inkognito 12 hat es sich auf sein Banner geschrieben, in Spandau eine solide Basis für den Kubbsport zu bilden, und führt regelmäßig Veranstaltungen für Kubbanfänger und Gelegenheitsspieler durch. Dabei sind auch Spieler und Teams von der anderen Wasserseite und aus dem Berliner Umland herzlich willkommen und werden ins Herz geschlossen. Das Turnier hat uns erfreut und zeigt auch, dass Berlin neben den großen internationalen Events wie der Kubb EM oder den World_Mixed_Masters_2018 und den spielstarken Veranstaltungen wie z.B. das Benefizturnier Berlin 2018 auch kleine Perlen für den Gelegenheitsspieler vorrätig hält. .
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Hinweis: Du bearbeitest gerade die grundständige Anleitung, die du eben angeschaut hast. Alle Änderungen, die du vornimmst, betreffen alle 5 Anleitungen, die diesen Schritt beinhalten. Schritt 3 übersetzen - Gently lift the top panel while simultaneously pulling off the back panel.
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Durchschnittlich 92 dBa laut waren sie, die Fahrgäste, die schon in der S3 saßen, als ich einstieg. So suchte ich mir einen bequemen Platz, der weit weg war von ihnen, mir am Zielbahnhof aber noch einen guten Ausstieg ermöglichte. Sie wurden allerdings… mehr »
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Seit meinem 500-Beitrag-Blog-Jubiläum sind jetzt über 1.000 Tage und 250 Beiträge vergangen. Dabei habe ich mir den Beweis erbracht durchaus bei einem Meta-Thema „Fahrrad“ bleiben zu können und dass – mit einer von anderen uneingeforderten Regelmäßigkeit – montags Morgens um 7:00 ein neuer Beitrag abrufbar ist. Ein Beitrag braucht dabei in der initialen Erstellung etwa 3 Stunden. Dann zieht er tagelang und wird bis zu 10 Feinschliffen unterzogen. Im Vorlauf sind dabei immer so etwa drei bis vier Beiträge. Daher sind die Bilder manchmal schon mehrere Wochen alt. Aber ich habe mir noch ein paar andere Hobbies im Leben eingefangen ;-) Jetzt werde ich mich in der „Sauren-Gurken-Zeit für Fahrräder“ um ein 850.000-€-Projekt kümmern: Oder um das low-budget-Projekt: Oder das unbezifferbare Projekt mit einer Antwort auf die Frage: Wie meinst Du lassen sich Menschen für das Pedelecfahren ködern? https://bikerbase-bergischland.de (unregistriert) – das Bewertungsportal für Zweiradfahrer im Bergischen Land. Wer zwei Räder unter sich hat, darf sich mit ihren/seinen Vorlieben präsentieren. Mit viel Raum für Selbstdarstellung – Zweiradfahrerende sollen zeigen, was sie haben!* Gleichzeitig mit einem Feedback-Kanal aus der Community – allerdings noch unklar, ob als Facebook-App, als gutes altes Forum oder etwas ganz Neuem – ein paar Screens habe ich allerdings schon im Kopf um die Hedonisten und nicht die Ökos einzusammeln. *Dank an Natascha**, die zwar ein Interview nicht freigegeben hat, aber gute Ideen müssen in die freie Wildbahn! ** Name geändert
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Leopold I. (Anhalt-Dessau) Leopold I., Fürst von Anhalt-Dessau, genannt „Der Alte Dessauer“ (* 3. Juli 1676 in Dessau; † 7. April 1747 ebenda), war ein deutscher Fürst, Landesherr von Anhalt-Dessau, Reichsgeneralfeldmarschall des Heiligen Römischen Reiches, preußischer Heeresreformer und Generalfeldmarschall. Inhaltsverzeichnis Kindheit und JugendBearbeiten Leopold war das neunte Kind des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau und dessen niederländischer Gemahlin Henriette Catharina von Nassau-Oranien. Sein Vater stand als Generalfeldmarschall in brandenburgischen Diensten und war Statthalter der Mark. Durch seine Mutter war er verwandt mit den Fürstenhäusern in den Niederlanden und England. Drei Tage nach seiner Geburt wurde der lange erwartete anhalt-dessauische Erbprinz in der St.-Marien-Kirche zu Dessau auf den Namen seines kaiserlichen Paten Leopold getauft. An dieses Ereignis erinnert eine Medaille mit einem Orangenbaum, dem Symbol der Oranier, und der lateinischen Inschrift TANDEM (lat. endlich). Seine Erziehung diente der Vorbereitung auf die Militärlaufbahn; Waffenübungen, Sport und Jagd standen im Vordergrund, dabei blieben sein „schriftlicher Ausdruck…ungelenk, seine Handschrift …völlig unorthographisch“.[1] Schon Mitte der achtziger Jahre des 17. Jahrhunderts begegnete er der Tochter des Dessauer Hofapothekers Föhse, Anna Luise, die seine Jugendliebe und spätere Gemahlin wurde. Das erste militärische Kommando wurde dem noch kindlichen Leopold 1688 vom Kaiser übertragen; als Oberst übernahm er das Infanterieregiment Diepenthal. 1693 starb sein Vater; die Vormundschaft für den noch minderjährigen Erbprinzen übernahmen Fürstin Henriette Catharina als Regentin des Fürstentums Anhalt-Dessau und ein adliger Vormundschaftsrat.[2] Sofort veranlasste seine Mutter die für viele junge Adlige seiner Zeit übliche Kavalierstour, wohl nicht nur um Leopolds Ausbildung zu vervollkommnen, sondern auch um Abstand zu seiner bürgerlichen Geliebten Anna Luise zu schaffen. Die Reise organisierte und finanzierte der Hofbankier Moses Benjamin Wulff, ein Nachfahre des Moses Isserles. Incognito als Graf von Waldersee reiste Leopold über ein Jahr durch Italien, besuchte Verona, Venedig, Ferrara, Rom (wo er August dem Starken begegnete), Neapel, bestieg den Vesuv, der ihn „mehr interessierte als der Papst“.[1] In Livorno empfing ihn ein Salut englischer und holländischer Schiffe, die ihn als Verwandten ihrer Herrscherhäuser grüßten. Den Sommer 1694 verbrachte er als Gast des toskanischen Großherzogs Cosimo in Florenz. In Turin schließlich lernte er Prinz Eugen von Savoyen kennen,[3] bevor er zu Beginn 1695 über Wien nach Dessau zurückkehrte. Auf Betreiben der Fürstin Henriette Catharina erklärte Kaiser Leopold I. ihn 1695 für mündig und regierungsfähig. Wirken als LandesfürstBearbeiten Situation in Anhalt-Dessau am Ende des 17. JahrhundertsBearbeiten 1648, am Ende des Dreißigjährigen Krieges litt das kleine Fürstentum Anhalt-Dessau – seine Fläche wird auf etwa 630 km2 geschätzt[4] – schwer unter den Folgen: Schlachten, Truppendurchzüge, Einquartierungen, Kontributionen, Seuchen und Missernten hatten Wirtschaft und Infrastruktur an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Erst mehrere Jahrzehnte später hatten sich Land und Bevölkerung dank der Bemühungen Johann Georgs II. erholt. Die 25.000 bis 30.000 Untertanen lebten zumeist im ländlichen Raum, als Städte galten nur Dessau mit seinen etwa 3.000 Einwohnern, Jeßnitz, Raguhn und das von Leopolds Mutter planmäßig gestaltete Oranienbaum. Die hoch verschuldeten Stände und die Magistrate der Städte waren ohne politischen Einfluss; der Landtag wurde letztmals 1698 einberufen. Dessen Recht der Steuerbewilligung – bis dahin gesamtanhaltische Angelegenheit der Landstände – unterliefen die Fürsten und führten ab 1700 die Akzise[5] in den vier anhaltischen Teilstaaten ein. In dieser Lage übernahm Leopold 1698 die selbständige Regierung seines Fürstentums. Drei Monate später heiratete er gegen den Widerstand seiner Mutter Anna Luise Föhse, die drei Jahre später (1701) vom Kaiser zur Reichsgräfin erhoben und für ihre Kinder mit Sukzessionsrechten belehnt wurde. Sie agierte als Regentin, wenn ihr Mann auf Feldzügen war; in den folgenden Jahren hielt er sich nur zeitweise in Dessau auf. Gut zwanzig Jahre später blickte er in einem Brief an die köthensche Fürstinwitwe Gisela Agnes zurück: „1701 … in welchen Jahr ich angefangen selbsten alles genauer zu überlegen und eine besser wirthschaft einzuführen, solchergestalt daß ich, mittelst … meiner eigenen industrie .. über zweymahl hundert tausend rthl. revenus habe.“[2] Eine Ursache dieser Überlegung waren sicher die von Johann Georg II. ererbten 300.000 Reichstaler Schulden, denen nur 24.000 Reichstaler Einkünfte aus dem Land sowie sein brandenburgisches Offizierssalär gegenüberstanden. Leopold I. veranlasste in seiner fast fünfzigjährigen Regierungszeit viele Reformen in den Bereichen Landwirtschaft, Steuern, Infrastruktur und Ansiedlung von Manufakturen. Als Grundherr (Allodialbesitz)Bearbeiten 1706, mit dem Ankauf des von Dennstedtschen Gutes in Freckleben, begann Leopold mit dem Erwerb fast aller anhaltischen Güter, die bis dahin im Besitz des Landadels waren. Der Chronist Franz Kindscher schreibt dazu: „… der Fürst meinte, es sei für das kleine Anhalt Dessau am besten, wenn er Alleinbesitzer aller in seinem Fürstenthum gelegenen Rittergüter und andern einträglichen Grundstücke sei…“.[6] Als Nebeneffekt ging das Recht zur Steuerbewilligung für diese Güter auf Leopold als Landesherrn über. Dabei übte der Fürst auch mehr oder weniger starken Druck auf die Eigentümer aus. Er nutzte seine Macht als Landes- und Lehnsherr ebenso wie juristische Möglichkeiten, schreckte auch nicht vor dem Einsatz polizeilicher oder militärischer Gewalt zurück. Nicht immer nahmen die Landadligen und Bauern diese Willkür widerspruchslos hin. So klagten die Gröbziger nach dem Erwerb der Herrschaft Gröbzig und des Gutes Werdershausen in Zusammenhang mit der morganatischen Heirat des hoch verschuldeten Bernburger Fürsten Karl Friedrich vor dem kaiserlichen Reichskammergericht in Wien; zu einer Verhandlung kam es nie. Die Kläger gaben – zermürbt von landesherrlicher Verzögerungstaktik – auf und verkauften an Leopold. Als Ergebnis dieser Politik existierte am Ende seiner Regierungszeit das historische Kuriosum eines Fürstentums ohne Adel, so sein Biograph Varnhagen von Ense. Den Ausverkauf der Adelsgüter vollendete sein Sohn, Leopold II. Maximilian, 1752 mit dem Erwerb der von Rindtorfschen Güter in Großalsleben. Neuordnung des AbgabensystemsBearbeiten Zur Erhöhung und Absicherung seiner Einnahmen beschloss Leopold eine umfassende Neuordnung des Abgabensystems. Dazu gehörten im Wesentlichen: - das Landvermessungswerk - Umwandlung der Frondienste in Dienstgeld - Ersatz aller bäuerlicher Einzelabgaben durch die Gabe - Einführung der Akzise Das LandvermessungswerkBearbeiten Ab 1702 begann Leopold mit der Generalvermessung aller fürstlichen, adligen sowie bäuerlichen Äcker und Wiesen seines Fürstentums. Dieses Landvermessungswerk fand 1718 mit dem Amt Gröbzig seinen Abschluss. Ziele waren - die Inventur allen Landbesitzes als Basis für den Ausbau der fürstlichen Vorwerke, - die Vereinheitlichung der Bauerngüter durch gleiche Größen und damit gleiche Abgabenlast; einem Vollspänner standen demnach zwei Hufen, einem Halbspänner eine Hufe zu, - die Feststellung des Überackers als Differenz zwischen dem (nachweisbaren) Eigentum und dem verfügbaren Besitz der Bauern sowie - die Aufteilung der Allmende in Verbindung mit der Zusammenlegung größerer Flächen durch Separation. Fürstliche Beamte vermaßen die gesamte Dorfflur einschließlich der Allmende. Teilweise wurde die Größe der Hufe je nach Gemarkung von Fall zu Fall geändert. Die Besitzer machten ihre Ansprüche durch Vorlage der Erbzinsbriefe oder Kaufverträge geltend. Häufig nutzten sie mehr Land als verbrieft, um sich und ihre Familien ernähren zu können. Diese Differenz, den Überacker, mussten die Bauern zu höherem Zins zurückpachten, was wegen der ohnehin schlechten finanziellen Situation nur selten geschah. Meist wurde der Überacker eingezogen, zu größeren Breiten im Zentrum der Dorfflur zusammengelegt und den fürstlichen Vorwerken zugeordnet. Abschließend wurden die restlichen Grundstücke den Besitzern durch Los zugeeignet. Ob der Ertrag des zugewiesenen Bodens seinen Bauern auch ernährte, interessierte den Alten Dessauer nicht. Bis 1718 konnte Leopold seinen fürstlichen Besitz um etwa 600 Hektar vergrößern; nur noch 47 % der landwirtschaftlichen Flächen Anhalt-Dessaus wurden von Bauern und Kossaten bewirtschaftet, gegenüber 65 % vor dem Beginn der Generalvermessung.[7] Die AkziseBearbeiten Um die fürstlichen Einnahmen auch in den Städten zu steigern, führte er vermutlich 1704 oder 1708 die Akzise in der Stadt Dessau ein.[8] Damit folgte er einem Plan, den bereits sein Vater entwickelt hatte. Fällig wurde sie beim Passieren der Stadttore, die allerdings nur durch Schlagbäume gesichert und damit leicht zu umgehen waren. Diesem Schmuggel begegnete Leopold durch Soldatenstreifen, später durch den 'Plankenzaun'. Schließlich – die Stadt war mittlerweile beträchtlich angewachsen – wurde die alte Stadtmauer abgerissen und 1712–1714 die Akzisemauer errichtet. Nun auch die neuen Stadtteile umschließend, war sie ein Ring, begrenzt vom Muldeufer und nur unterbrochen von festen Torhäusern, die die konsequente Kassierung der Akzise garantierten.[9] 1715 wurden 9.733 Taler aus der Akzise eingenommen.[10] Wirken als preußischer HeerführerBearbeiten Militärische LaufbahnBearbeiten Berühmt wurde Leopold von Anhalt aber vor allem durch seine militärischen Leistungen. Bereits 1693, im Alter von 17 Jahren, wurde er Oberst des brandenburgischen Regiments Anhalt zu Fuß, das vor ihm sein Vater innehatte und das er in der Folge zu einem Reformregiment ausbaute. Als dessen Befehlshaber nahm er an diversen preußischen Militäroperationen teil. Im März 1696 zum Generalmajor[11] befördert, nahm er unter dem Oberbefehl Friedrich von Heydens als nachgeordneter Befehlshaber der preußischen Truppen am Spanischen Erbfolgekrieg (1701–1714) teil und zeichnete sich bei den Belagerungen von Kaiserswerth, Venlo und Bonn (1703) aus. Nach der Ernennung zum Generalleutnant 1703 befehligte Leopold in der Ersten Schlacht bei Höchstädt ein 6000 Mann starkes preußisches Korps, mit dem er den Rückzug der geschlagenen Allianzarmee deckte. Im Juni 1704 erfolgte die Beförderung zum General der Infanterie, zuvor war sein Kommando im Winterquartier auf 12.000 Köpfe angewachsen. Mit seinem Korps nahm Leopold unter Prinz Eugen von Savoyen an der Zweiten, diesmal siegreichen Schlacht bei Höchstädt teil. Danach kämpfte er in Oberitalien in der Schlacht bei Cassano (1705) und der Schlacht bei Turin (1706). Nach seiner Rückkehr auf den westlichen Kriegsschauplatz nahm er 1709 in Flandern mit Prinz Eugen und dem Herzog von Marlborough an der Belagerung Tournais und der Schlacht bei Malplaquet teil. Im Jahr darauf erhielt er den Oberbefehl über die preußischen Hilfstruppen in den Niederlanden. Nachdem er Anfang November 1712 die von den Niederländern besetzte Festung von Moers im Handstreich genommen hatte, ohne dass ein Schuss gefallen war, erfolgte am 2. Dezember 1712 die Ernennung zum preußischen Generalfeldmarschall. Einziger weiterer Inhaber der preußischen Feldmarschallswürde zu diesem Zeitpunkt und aufgrund des früheren Ernennungsjahrs 1706 formell ranghöher, war der Erste Minister Alexander Hermann von Wartensleben. Faktisch war Leopold I. von Anhalt-Dessau jetzt der ranghöchste Militär Preußens und sollte dies bis zu seinem Tod 1747 bleiben. Die Weiteren zu Lebzeiten des Fürsten beförderten preußischen Feldmarschälle rangierten wegen des späteren Ernennungsdatums hinter ihm. Leopold I. von Anhalt-Dessau wurde nach der Thronbesteigung König Friedrich Wilhelm I. einer seiner engsten Vertrauten und – obwohl Nichtraucher – Mitglied des Tabakskollegiums.[12] Im Großen Nordischen Krieg gegen Schweden eroberte er im November 1715 Rügen und im Dezember 1715 Stralsund. Im Krieg um die polnische Thronfolge (1733 bis 1735) wurde er zum Reichsgeneralfeldmarschall des Heiligen Römischen Reiches ernannt und kämpfte wiederum unter Prinz Eugen von Savoyen am Rhein gegen Frankreich. Als Kronprinz Friedrich im Jahr 1730 vor der harten, autoritären Erziehung seines Vaters geflohen und als Deserteur gefangen genommen worden war, überzeugte Leopold den König, Friedrich zu vergeben und ihn wieder in die preußische Armee aufzunehmen. König Friedrich II. begann sofort nach seiner Thronbesteigung 1740 den Ersten Schlesischen Krieg, in dem er Leopold zunächst als Befehlshaber eines Beobachtungskorps bei Brandenburg an der Havel, dann als Oberkommandierenden in Oberschlesien einsetzte. Im Mai 1742 nahm Leopold mit seinen Truppen an der siegreichen Schlacht bei Chotusitz teil. Zu einem dauernden, nur zeitweise unterbrochenen Zerwürfnis mit Friedrich kam es 1743, als dieser dem Prinzen Eugen von Anhalt-Dessau, einem Sohn Leopolds, den Abschied gab. Im Zweiten Schlesischen Krieg führte Leopold im Herbst 1745 selbständig eine der zwei preußischen Hauptarmeen, mit der ihm am 15. Dezember 1745 in der Schlacht bei Kesselsdorf der entscheidende Sieg über die kursächsisch-österreichische Armee gelang. Am 17. Dezember zog Leopold in Dresden ein. Sachsen und Österreich nahmen erleichtert das zeitgleich gemachte Friedensverhandlungsangebot Friedrichs an, und am 25. Dezember 1745 beendete der Friede von Dresden den Krieg. Danach kam es durch den Sieg Leopolds zu einer nur vorübergehenden Aussöhnung mit Friedrich. Leopold zog sich nach Dessau zurück, wo er 1747 starb und begraben wurde. „Preußischer Exerziermeister“Bearbeiten Zwischen 1713 und 1740 widmete sich Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau verstärkt der Ausbildung der preußischen Infanterie. Bereits in früheren Jahren waren in Leopolds eigenem Regiment erprobte Innovationen von der gesamten Armee übernommen wurden. Dazu zählen der um 1700 zuerst im Regiment Anhalt eingeführte militärische Gleichschritt (der die rasche und gleichzeitige Ausführung von Formationsbewegungen gewährleistete) und der eiserne Ladestock. Letzterer ersetzte ab 1698 im Regiment Anhalt, seit 1718 dann in der gesamten preußischen Armee das bisherige Holzmodell, das im Chaos eines Gefechts nicht selten im Gewehrlauf abbrach und den Schützen wehrlos machte. Sein Wirken als „Exerziermeister der preußischen Infanterie“ war vor allem auf die Perfektionierung des Drills ausgelegt. In Preußen mussten nun auch längergediente Soldaten täglich exerzieren, anders z. B. in Österreich, wo dies nur die neuen Rekruten betraf. Das unablässige Exerzieren hatte die Temposteigerung aller Handgriffe und Formationsabläufe zum Ziel, insbesondere die Beschleunigung der Gefechtsmanöver in Formation und die Erhöhung der Schusskadenz. In der Konsequenz war die preußische Infanterie im Jahr 1740 in der Lage, je Glied drei Salven in der Minute abzugeben, während die Rate in anderen Armeen noch bei zwei Schuss pro Minute lag. Da die preußische Infanterie im Gefecht drei Glieder tief stand, verschoss sie insgesamt neun Salven pro Minute. Die meisten anderen Heere standen immer noch vier Glieder tief und gaben trotzdem nur acht Salven pro Minute ab. Die einseitige Konzentration auf die Ausbildung der Infanterie bedingte allerdings eine Vernachlässigung der Kavallerie. Diese galt bei Ausbruch der Schlesischen Kriege als ihren Gegnern weit unterlegen. AuszeichnungenBearbeiten Für seine militärtechnischen und strategischen Erfolge als preußischer Oberst des Regiments „Anhalt zu Fuß“ und General-Lieutenant wurde er im Januar 1703 von König Friedrich I. als 23. Ritter in den Schwarzen Adlerorden aufgenommen.[13] 1712 avancierte er zum preußischen Generalfeldmarschall, ab 1734 gleichzeitig zum Zweiten bzw. seit 1745 dann zum Ersten Reichs-Generalfeldmarschall des HRR.[14] Denkmäler, Erinnerungen und LegendenBearbeiten Bronzedenkmal am ehemaligen Wilhelmplatz in Berlin Denkmal auf dem heutigen Zietenplatz in Berlin Dessau, Denkmal vor der Marienkirche in Dessau Kopf des Dessauer Denkmals von August Kiß - Den Generälen seines großen Vorfahren Friedrich II. stiftete der Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. erste Denkmäler, die 1860 auf dem Berliner Wilhelmplatz errichtet wurden. Das Marmorstandbild des Fürsten Leopold I. schuf der Bildhauer Johann Gottfried Schadow aus Carrara-Marmor. Witterungsschäden machten jedoch schon nach wenigen Jahrzehnten einen Austausch der Marmorstandbilder durch Bronzegüsse notwendig. Die Marmorstandbilder wurden zunächst magaziniert und nach der Fertigstellung des Kaiser-Friedrich-Museums im Jahre 1904 in den Nischen im Hinteren Treppenhaus, zusammen mit einem Standbild ihres Königs, aufgestellt.[15] - Das Modell zu dem Bronzestandbild des Alten Dessauers schuf der Bildhauer August Kiß nach dem Schadowschen Standbild, der Guss erfolgte im Königlichen Gewerbe-Institut. Das Bronzestandbild wurde 1859 an der Stelle des Marmordenkmals errichtet. Es überstand an dieser Stelle beide Weltkriege; die Machthaber des DDR-Regimes ließen die Denkmäler jedoch aus ideologischen Gründen abbauen und einlagern. Zur Zeit der Wende standen sie kurzzeitig auf dem Areal des Lustgartens. Auf Initiative der Schadow-Gesellschaft Berlin und durch Sponsorengelder ermöglicht, steht der bronzene Leopold seit 2005 aufgefrischt fast wieder an der originalen Stelle am Wilhelmplatz (U-Bahn-Eingang Wilhelmstraße/Mohrenstraße).[16] - Am 18. Oktober 1860 wurde auf dem Großen Markt in Dessau vor der Adler-Apotheke ein weiteres Standbild des Alten Dessauers feierlich enthüllt. Stifter war der Herzog von Anhalt; bei dem Standbild handelt es sich um einen Zweitguss des Berliner Bronzedenkmals vom August Kiß nach dem Original von Johann Gottfried Schadow. Auch dieses Denkmal wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst entfernt. Inzwischen wurde es wieder aufgestellt und kann heute vor der Marienkirche auf dem Dessauer Schlossplatz besichtigt werden. - Als Kaiser Wilhelm II. anlässlich seines Geburtstages im Jahr 1895 die Stiftung der „Siegesallee“ bekanntgegeben hatte, wurde der Bildhauer Rudolf Siemering beauftragt, als 27. Denkmalgruppe das Standbild für König Friedrich Wilhelm I. zu schaffen. Als Assistenzbüsten wurden ihm Heinrich Rüdiger von Ilgen zur linken und der Alte Dessauer zur rechten Seite beigegeben. Die Denkmalgruppe wurde am 22. Dezember 1900 in Gegenwart des Kaisers feierlich enthüllt. Die leicht lädierte Büste des Alten Dessauers ist im Lapidarium in der Zitadelle Spandau erhalten. - Der bei der Bombardierung von Dessau, am 7. März 1945, und durch nachfolgende Plünderungen zerstörte Prunksarg des „Alten Dessauers“ in der Fürsten- und Leopoldsgruft der Marienkirche wurde von zwölf Zinnfiguren umringt, welche preußische Grenadiere in ihrer alten Uniform mit ihren Gardemützen darstellten. Weitere ErinnerungenBearbeiten - Nach Leopold I. ist auch ein langsamer Infanteriemarsch, Dessauer Marsch, benannt. - Theodor Fontane widmete ihm ein Gedicht. Es heißt Der alte Dessauer. - Einige Straßen wurden nach ihm benannt, u. a. in Berlin, Detmold oder Schlangen. In Dessau selbst ist seit 1945 keine Straße nach ihm benannt. - Ein literarisches Denkmal setzte ihm Karl May mit insgesamt neun Humoresken, die 1875 bis 1883 erschienen und z. T. mehrfache Nachdrucke (teilweise unter anderen Titeln) erfuhren.[17] Wiederkehrende Motive dieser Erzählungen sind das Werberwesen und das Inkognito: So tritt Leopold I. u. a. als Bäcker, Drehorgelspieler, Ameisenhändler etc. auf. Noch im Jahre 1898 plante May ein Theaterstück über den Fürsten; es wurde nicht mehr verwirklicht.[18] Weitere Informationen unter: Der Alte Dessauer (Karl May). - Prinz Heinrich von Preußen widmete ihm eine Gedenktafel auf der Vorderseite seines Rheinsberger Obelisken. LegendenBearbeiten Vor der Schlacht von Kesselsdorf soll der alte Dessauer geschworen haben, Sachsen mit einem Gestank auszufüllen, der noch jahrelang zu riechen sein sollte.[19] Danach schloss er mit dem berühmten Gebet, in dem er Gott um Neutralität ersuchte: „Lieber Gott, stehe mir heute gnädig bei! Oder willst Du nicht, so hilf wenigstens die Schurken, die Feinde nicht, sondern siehe zu, wie es kommt!“[20] Eines Abends soll der Fürst die Dessauer Spittelstraße hinaufgeritten sein. Als er dabei an den Topfwarenhändlerinnen vorbeiritt, fragte er, wie denn das Geschäft gewesen sei. Die Frauen klagten und lamentierten. Daraufhin ritt der Fürst mitten in die Topfwaren hinein, so dass bald nur noch Scherben zu sehen waren. Die Marktfrauen schrien und heulten, doch je mehr sie das taten, umso ungestümer verhielt sich ihr Landesherr. Am Ende war kein einziges Stück mehr ganz. Als der Fürst alles zerritten hatte, forderte er die Marktweiber auf, gleich mit aufs Schloss zu kommen und er bezahlte ihnen den angerichteten Schaden nach Heller und Pfennig, so dass die Weiber doch noch einen guten Markt gemacht haben. Diese Anekdote soll in das Märchen vom König Drosselbart eingeflossen sein; jedenfalls ist überliefert, dass die Brüder Grimm von der Wandersage Kenntnis hatten.[21] NachkommenBearbeiten - legitim mit Anna Luise Föhse (1677–1745): - Wilhelm Gustav (1699–1737), Ahnherr der Grafen von Anhalt, preußischer Generalleutnant. - Leopold Maximilian (1700–1751), preußischer Generalfeldmarschall, folgte 1747 seinem Vater als Leopold II. - Dietrich (1702–1769), preußischer Generalfeldmarschall - Friedrich Heinrich Eugen (1705–1781), preußischer Generalmajor, sächsischer Feldmarschall - Henriette Marie Luise (1707–1707), sie lebte nur fünf Tage - Luise (1709–1732) – verheiratet mit Fürst Victor Friedrich von Anhalt-Bernburg (1700–1765) - Moritz (1712–1760), preußischer Generalfeldmarschall - Anna Wilhelmine (1715–1780), blieb unverheiratet und kinderlos, erbaute Schloss und Park Mosigkau - Leopoldine Marie (1716–1782) – verheiratet mit Markgraf Friedrich Heinrich von Brandenburg-Schwedt (1709–1788) - Henriette Amalie (1720–1793), lebte fast 40 Jahre in Bockenheim bei Frankfurt, baute in Bockenheim und Kreuznach kleine Schlösser, starb in Dessau - illegitim mit Sophie Eleonore Söldner (1710–1779), welche später den Amtsmann Johann August Rode heiratete, aus dessen Ehe u. a. August von Rode hervorging. LiteraturBearbeiten - Barbara Czerannowski: Leopold I. von Anhalt-Dessau als Landesfürst (1698-1747). In: Hans Wilderotter (Hrsg.): "Schauplatz vernünftiger Menschen" Kultur und Geschichte in Anhalt-Dessau, Berlin: L-und-H-Verlag 2006, ISBN 3-938608-00-5, S. 107–124. - Helmut Erfurth: Leopold I. von Anhalt-Dessau. Der Alte Dessauer als Landesvater. Festschrift zum 1. Leopoldsfest in Dessau 2004. Verein zur Förderung der Stadtkultur Dessau e.V. (Hrsg.), Anhalt Edition Dessau 2004, ISBN 3-936383-09-X. - Marcus Junkelmann: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 14, Duncker & Humblot, Berlin 1985, ISBN 3-428-00195-8, S. 266–268 ( ). In: - Ulla Jablonowski: Fürst Leopold von Anhalt-Dessau (1676–1747). In: Zwischen Wörlitz und Mosigkau. Heft 31: Historische Dessauer Persönlichkeiten. Rat der Stadt Dessau (Hrsg.), Dessau 1988. - Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau (1676–1747). Der Alte Dessauer. Ausstellung zum 250. Todestag. (Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau, 25. April bis 27. Juli 1997; Museum für Stadtgeschichte Dessau, 25. April bis 25. September 1997; Museum Schloß Mosigkau Dessau, 25. April bis 22. Juni 1997). Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau in Zusammenarbeit mit dem Landesarchiv Oranienbaum und dem Stadtarchiv Dessau (Hrsg.), ISBN 3-930134-12-8, Dessau 1997. - Friedrich von Oppeln-Bronikowski: Der Alte Dessauer. Fürst Leopold von Anhalt-Dessau. Eine Studie seines Lebens und Wirkens. Akademische Verlagsgesellschaft, Potsdam 1936. - Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 1, Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. [1937], , S. 61–64, Nr. 102. - Ferdinand Siebigk: Leopold I., (Fürst von Anhalt-Dessau). In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 18, Duncker & Humblot, Leipzig 1883, S. 336–352. - Christopher Schulze: Ich will Dich im preußischen Dienst pausieren lehren!: Anekdoten vom Alten Dessauer. Göppingen-Hohenstaufen 2015, ISBN 978-3-95544-034-3. - Briefwechsel mit Friedrich II. Œuvres de Frédéric le Grand. Digitale Ausgabe der Universitätsbibliothek Trier FilmBearbeiten Ältere DarstellungenBearbeiten EinzelnachweiseBearbeiten - Friedrich von Oppeln-Bronikowski: Der Alte Dessauer. Fürst Leopold von Anhalt-Dessau. Eine Studie seines Lebens und Wirkens. Akademische Verlagsgesellschaft, Potsdam 1936, S. 11/12. - Gottlieb Krause: Ein Brief des Fürsten Leopold zu Anhalt-Dessau an die verwitwete Fürsten Giesela Agnes zu Anhalt-Cöhten. In: Wilhelm Hosäus (Hrsg.): Mitteilungen des Vereins für anhaltische Geschichte und Alterthumskunde. Erster Band, Heft 5, Dessau 1877, S. 482. - Michael Ranft: Des Weltberühmten Fürstens Leopoldi von Anhalt=Dessau, Leben und Thaten. Frankfurt/ Leipzig 1742, S. 15. - Barbara Czerannowski: Leopold I. von Anhalt-Dessau als Landesfürst. In: Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau 1676–1747. Der Alte Dessauer. Ausstellung zum 250. Todestag. 25. April bis 27. Juli 1997. (Hrsg.) Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau, Museum für Stadtgeschichte und Museum Schloß Mosigkau, Dessau 1997, ISBN 3-930134-12-8, S. 125–129. - Die Akzise ersetzte bereits vorher existierende Verbrauchssteuern auf Lebens- und Genussmittel, war höher und ihre Eintreibung rigider. Bereits Johann Georg II. plante sie nach Kurbrandenburger Vorbild. Dort wurde sie 1684 eingeführt. - Franz Kindscher: Fürst Leopold als Landesherr. In: Wilhelm Hosäus (Hrsg.): Mitteilungen des Vereins für anhaltische Geschichte und Alterthumskunde. Erster Band, Heft 5, Dessau 1877, S. 480. - Ulla Jablonowski: Wirtschaftliche und soziale Grundlagen der Dessau-Wörlitzer Aufklärung (etwa 1760 bis 1800). In: Mitteilungen des Vereins für Anhaltische Landeskunde. Herausgegeben in Verbindung mit dem LHSA (Ast. Oranienbaum), 1. Jg., Köthen 1992, S. 87 und 96 - Der genaue Beginn ist nicht überliefert. Franz Brückner: Häuserbuch der Stadt Dessau. Heft 12, Rat der Stadt (Hrsg.), Dessau 1984, S. 1066 ff. - Teile der Akzisemauer stehen heute noch im Stadtpark und am Jüdischen Friedhof. - Franz Brückner: Häuserbuch der Stadt Dessau. S. 1066 ff. - Die Beförderungsdaten nach Eduard Lange: Die Soldaten Friedrich’s des Grossen, Leipzig 1853, S. 25 ff. - Das freundschaftliche Verhältnis wird im jahrzehntelangen Briefwechsel der beiden deutlich, veröffentlicht in O. Krauske (Bearb.): Acta Borussica. Die Briefe König Friedrich Wilhelms I. an den Fürsten Leopold zu Anhalt-Dessau 1704–1740. Parey, Berlin 1905. (Reprint der Ausgabe: Keip, Frankfurt 1987, ISBN 3-8051-0007-8 (Gesamtwerk)) - Gerd Scharfenberg: Die Verleihung des Hohen Ordens vom Schwarzen Adler an den Fürsten Leopold. In: Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau 1676–1747. Der Alte Dessauer. Ausstellung zum 250. Todestag. 25. April bis 27. Juli 1997. (Hrsg.) Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau, Museum für Stadtgeschichte und Museum Schloß Mosigkau, Dessau 1997, ISBN 3-930134-12-8, S. 125–129. - Militär-Wochenblatt, 21. Jahrgang, Berlin 1836, S. 62 - DAS * KAISER* FRIEDRICH * * MUSEUM * ZU · BERLIN - Susanne Kähler: Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 23. Juli 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. . - Hainer Plaul: Illustrierte Karl-May-Bibliographie. Unter Mitwirkung von Gerhard Klußmeier. Saur, München/ London/ New York/ Paris 1989. - Christian Heermann: Winnetous Blutsbruder. Karl-May-Biografie. Karl-May-Verlag. Bamberg 2002. - Heiterer Anekdotenschatz. Bindlach 1996, ISBN 3-8112-1457-8, S. 282. - Karl Otmar von Aretin, Erhard Bethke (Red.): Friedrich der Große. Herrscher zwischen Tradition und Fortschritt. Orbis Verlag, München 1991, S. 81. - Dessau, Bauhausstadt im Gartenreich. Hg. vom Amt für Kultur, Tourismus und Sport Dessau, Dessau 2006, S. 14. Vorgänger | Amt | Nachfolger | ---|---|---| Johann Georg II. | Fürst von Anhalt-Dessau 1693–1747 | Leopold II. | Personendaten | | ---|---| NAME | Leopold I. | ALTERNATIVNAMEN | Der Alte Dessauer; Leopold I. von Anhalt-Dessau | KURZBESCHREIBUNG | Fürst von Anhalt-Dessau, Landesfürst und preußischer Generalfeldmarschall | GEBURTSDATUM | 3. Juli 1676 | GEBURTSORT | Dessau | STERBEDATUM | 7. April 1747 | STERBEORT | Dessau |
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https://de.m.wikipedia.org/wiki/Leopold_von_Anhalt-Dessau
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Panamerikanische Spiele 1983/Fußball Zum neunten Mal wurden 1983 bei panamerikanischen Spielen ein Fußballturnier durchgeführt. Es fand in der Hauptstadt Venezuelas, Caracas zwischen dem 15. und 27. August 1983 statt. Zehn Teams spielten in einer Vorrunde gegeneinander. Die besten Teams qualifizierten sich für eine Finalrunde. Inhaltsverzeichnis Originale BesetzungBearbeiten - Gruppe A: Venezuela, Chile, Surinam - Gruppe B: Brasilien, USA, Bermuda - Gruppe C: Argentinien, Guatemala, Honduras - Gruppe D: Uruguay, Mexiko, Kuba VorrundeBearbeiten Gruppe ABearbeiten Gruppe BBearbeiten Gruppe CBearbeiten FinalrundeBearbeiten
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Rodney Crowell Inhaltsverzeichnis AnfängeBearbeiten Rodney Crowell entstammt einer Familie mit langer musikalischer Tradition. Er selbst begann mit 11 Jahren als Schlagzeuger in der Band seines Vaters. Auf der Highschool gründete er seine eigene Gruppe, die Arbitrators. 1972 brach er sein College-Studium ab und zog nach Nashville. Mit Auftritten in lokalen Clubs verdiente er mehr schlecht als recht seinen Lebensunterhalt. Eines Tages saß Jerry Reed im Publikum und fand Gefallen an You Can't Keep Me Here in Tennessee, ein Song, den Crowell selbst geschrieben hatte. Reed nahm den Song auf und bot dem Nachwuchsmusiker eine Stelle in seinem Musikverlag an. KarriereBearbeiten Seine Durststrecke dauerte zunächst noch an. 1975 lernte er den Ehemann von Emmylou Harris kennen. Crowell zog nach Los Angeles und stieg als Gitarrist bei der Begleitband der Country-Sängerin ein. In dieser Zeit begann seine Karriere als Songwriter. Harris übernahm mehrere seiner Kompositionen. Die Zusammenarbeit dauerte fast zwei Jahre. 1977 gründete er seine eigene Band, die Cherry Bombs. Ein Jahr später wurde ein Album aufgenommen, das allerdings, ebenso wie zwei ausgekoppelte Singles, nicht allzu erfolgreich war. Im gleichen Jahr arbeitete er als Produzent mit Rosanne Cash zusammen, der Tochter der Country-Legende Johnny Cash. Nach Abschluss der Aufnahmen des Albums Right Or Wrong heirateten die beiden. Rodney Crowell stand bald im Schatten seiner Frau, der mit ihrem nächsten Album Seven Year Ache der Durchbruch gelang. Er selbst war vor allem als Songwriter erfolgreich. Mehrere Interpreten, darunter die Oakridge Boys und Crystal Gayle, schafften mit seinen Songs Nummer-1-Hits. Seine eigenen Platten waren weniger gefragt und wenn, dann meist in der Rock- und Popszene. Er verlor seinen Schallplattenvertrag, wurde aber vom Columbia-Label übernommen, bei dem auch Ehefrau und Schwiegervater unter Vertrag waren. Während Rosanne von Erfolg zu Erfolg eilte, dauerte es bei Rodney noch mehrere Jahre, bis der kommerzielle Durchbruch gelang. Seine musikalische Vielseitigkeit machte es ihm schwer, von den Anhängern der Country-Musik anerkannt zu werden. 1988 wurde das Album Diamonds and Dirt produziert, aus dem fünf aufeinanderfolgende Nummer-1-Hits entnommen wurden. After All This Time wurde mit dem Grammy "Countrysong des Jahres" ausgezeichnet. Diamonds And Dirt wurde vergoldet und zum CMA-Album des Jahres gewählt. Die nächste LP, Keys to the Highway, verkaufte sich ebenfalls recht gut, doch damit war seine Erfolgssträhne beendet. Seine Ehe scheiterte 1991. Ebenso wie Rosanne (mit Interiours) verarbeitete er seine Erfahrungen in einem Album (mit dem bezeichnenden Titel Life Is Messy). 1994 wechselte er zum MCA-Label, für das er in Abständen weiterhin qualitativ hochwertige Alben produzierte. 1999 heiratete er die Country-Sängerin Claudia Church. DiskografieBearbeiten - 1978 - Ain't Living Long Like This - 1980 - But What Will the Neighbors Think - 1981 - Rodney Crowell - 1986 - Street Language - 1988 - Diamonds & Dirt - 1989 - Keys to the Highway - 1989 - Collection - 1992 - Life Is Messy - 1994 - Let the Picture Paint Itself - 1995 - Jewel of the South - 1997 - The Cicadas - 2001 - The Houston Kid - 2003 - Fate Right's Hand - 2004 - The Essential Rodney Crowell - 2005 - The Outsider - 2008 - Sex and Gasoline - 2013 - Old Yellow Moon (Emmylou Harris & Rodney Crowell) - 2014 - Tarpaper Sky - 2015 - The Traveling Kind (Emmylou Harris & Rodney Crowell) - 2017 - Close Ties Die bedeutendsten AuszeichnungenBearbeiten Jahr | Org. | Award | Titel | ---|---|---|---| 1988 | ACM | Top New Male Vocalist | | 1989 | Grammy | Best Country Song | After All This Time | 2014 | Grammy | Best Americana Album | Old Yellow Moon (mit Emmylou Harris) | 2003 | Nashville Songwriters Hall of Fame | Personendaten | | ---|---| NAME | Crowell, Rodney | KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Countrysänger, Songwriter und Produzent | GEBURTSDATUM | 7. August 1950 | GEBURTSORT | Houston, Texas, USA |
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Sieht so Social Media 2014 aus? Dass Social Media Organisationen, Unternehmen und auch das private Leben verändert, bedarf keiner besonderen Vorhersage. Dennoch ist es interessant zu sehen, welche Trends und Vorhersagen für 2014 aktuell veröffentlicht werden. An dieser Stelle (heute noch) muss man sich einen Knopf ins Taschentuch machen, um am Ende des Jahres nicht zu vergessen, die Vorhersage mit der Realität zu vergleichen. Ist es nicht oft so, dass manche Dinge fast „denkunmöglich“ erscheinen (die ersten Autos haben doch auch wie Kutschen ausgesehen) und die besten Annahmen überholen, andere Trends hingegen auf ein totes Geleise stellen?
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Raumplanung und Beteiligung: Unterschied zwischen den Versionen (→Überblick über bisher verwendete Methoden und mögliche weitere Methoden, die eine Erprobung benötigen) | (→Überblick über bisher verwendete Methoden und mögliche weitere Methoden, die eine Erprobung benötigen) | Zeile 512: | Zeile 512: | || <span style="color:#006400">Anmerkungen CK: Die Nennung bzw. Überbetonung einzelner "Produkte" bzw. Planungsbüros in der Handreichung halte ich für problematisch und sollte m.E. prinzipiell gemieden werden. Es sollte sich um ein "neutrales" Dossier handeln... Für Gemeinden oder andere InitiatorInnen von raumplanerischen Beteiligungsprozessen sollte nicht der Eindruck entstehen, dass hier etwas verkauft werden soll.</span> | <span style="color:#006400">Anmerkungen CK: Die Nennung bzw. Überbetonung einzelner "Produkte" bzw. Planungsbüros in der Handreichung halte ich für problematisch und sollte m.E. prinzipiell gemieden werden. Es sollte sich um ein "neutrales" Dossier handeln... Für Gemeinden oder andere InitiatorInnen von raumplanerischen Beteiligungsprozessen sollte nicht der Eindruck entstehen, dass hier etwas verkauft werden soll.</span> | || − | <span style="color:#006400">Anmerkung Abbrederis: Mir fehlen konkrete Hinweise, wie die Methoden einsetzbar, bzw. welche Methoden für welche Fragestellung sinnvoll sind. Sowie Verlinkungen zu bereits | + | <span style="color:#006400">Anmerkung Abbrederis: Mir fehlen konkrete Hinweise, wie die Methoden einsetzbar, bzw. welche Methoden für welche Fragestellung sinnvoll sind. Sowie Verlinkungen zu bereits existierenden Empfehlungen (Denke dabei z.B. auch an das Werkheft Wahrnehmungsspaziergänge). Ich teile zwar die Meinung, dass nicht Methoden einzelner Büros hervorgehoben werden sollten, finde das SHARC Modell aber dahingehend sehr ansprechend, da es scheinbar eine gute erste Orientierung für Betroffene bietet. Und die stellen sich immer zuerst die Frage: Wo und wie anfangen?</span> | − | ||| = Qualitätskriterien für Beteiligungsprozesse in der Raumplanung = | = Qualitätskriterien für Beteiligungsprozesse in der Raumplanung = | Version vom 9. März 2015, 14:01 Uhr " Achtung: hier beginnt ein Experiment! Die Erfahrungen mit der Erarbeitung der Räumlichen Entwicklungskonzepte im Walgau und ähnlichen Erfahrungen aus anderen Gemeinden, Regionen und Landesteilen führten bei der Landesraumplanung zu einem Prozess des Nachdenkens. Es zeigte sich nämlich, dass die Beteiligung der Bürger an solch komplexen Fragestellungen eher gering ist. Es beteiligen sich diejenigen, deren Grundstück von einer Planung betroffen ist, und diejenigen, die aufgrund ihres persönlichen Engagements häufig an Workshops und öffentlichen Veranstaltungen mitarbeiten. Das ist nicht befriedigend. So entstand das Projekt "Maßnahmen zur Stärkung der Beteiligungskultur in Raumplanungsfragen". Zusammen mit den Systempartnern von verschiedenen Beratungsbüros, mit Bürgermeistern und Regionalmanagerinnen wurde das Thema in zwei 'Beteiligungsateliers' diskutiert. Das Ergebnis ist ein Leitfaden, der im Entwurf vorliegt. Er soll nun im WalgauWiki mit allen am Prozess beteiligten und weiteren am Thema Interessierten überarbeitet werden. Wir freuen uns über jeden Beitrag. Eure Änderungen und Anmerkungen im Text werden von uns grün hervorgehoben, damit auf einen Blick erkennbar ist, was neu dazu gekommen ist. Heiko Moosbrugger, Stefan Obkircher, Manfred Walser Hier also nun der Leitfaden- Entwurf Inhaltsverzeichnis - 1 Vorbemerkung - 2 Über Beteiligungsprozesse in der Raumplanung - 2.1 Warum Beteiligung in der Raumplanung - 2.2 Besonderheiten der Beteiligung aus Sicht der Raumplanung - 2.3 Bausteine für Beteiligungsprozesse und Selbstverständnis der beteiligten Anspruchsgruppen - 2.4 Typische Einwände, Fehlentwicklungen und ‚No go‘s‘ (speziell mit Blick auf die Raumplanung) - 2.5 Was kann die Landesraumplanung zur Beteiligungskultur beitragen? - 2.6 Überblick über bisher verwendete Methoden und mögliche weitere Methoden, die eine Erprobung benötigen - 3 Qualitätskriterien für Beteiligungsprozesse in der Raumplanung - 4 Praxisbeispiele für Beteiligungsprozesse in der Raumplanung Vorbemerkung Im Idealfall führt eine gute Beteiligungskultur und –praxis zu besseren Lösungen in der Planungspraxis. In Vorarlberg wird dies derzeit in verschiedenen Bereichen erprobt (BürgerInnenräte des Büros für Zukunftsfragen, Wahrnehmungsspaziergänge in der Raumplanung etc.). Für die Raumplanung wurde das Thema ‚Beteiligung‘ nun intensiviert und systematisch angegangen. Der vorliegende Leitfaden ‚Beteiligungsprozesse in der Raumplanung‘ entstand auf der Grundlage von zwei Workshops (‚Beteiligungsateliers‘), die die Abt. Raumplanung der Landesverwaltung gemeinsam mit ihren Systempartnern im Jahr 2014 durchgeführt hat. Dabei ging es um folgende Fragen: - Wie muss ein Beteiligungsprozess gestaltet werden, der einen Mehrwert für alle Beteiligten erbringt und der die spezifischen Anforderungen raumplanerischer Fragestellungen berücksichtigt? - Wie kann generell die Beteiligungskultur in der räumlichen Entwicklung in Vorarlberg stärker verankert werden und welche gemeinsamen Lernprozesse kann man dazu in die Wege leiten? Verschiedene Erfahrungen und Beobachtungen der letzten Jahre gaben Anlass, das Thema aufzugreifen: - Intensive Planungsprozesse mit weitreichenden Folgen finden wenig Widerhall in der Bevölkerung, weil die Planungsthemen für viele zu abstrakt sind. - Es beteiligen sich immer nur dieselben Personen, die sich in derartigen Prozessen aufgrund ihrer hohen intrinsischen Motivation engagieren. Anm SG: Ist eine hohe intrinsische Motivation negativ? - Darüber hinaus melden sich nur diejenigen zu Wort, die als Grundeigentümer oder Anlieger persönlich betroffen sind und die Planungen kritisieren. - Aufgrund dessen empfinden Gemeinden den Beteiligungsprozess oft nur als ‚lästige Pflicht‘, die in den Förderkriterien vorgeschrieben ist. * Dabei kann und soll Bürgerbeteiligung für alle Beteiligten ein lustvoller Prozess sein, wenn die Beteiligung als Teil raumplanerischer Tätigkeit verstanden, gut konzipiert und konsequent verfolgt wird. (Ergänzung Markus Berchthold) Anmerkung Sabine Graber - SG: Aus meiner Sicht ist es wesentlich, was als Anlass definiert wird für die Herausgabe der Handreichung. Anlass als Antrieb, als der Motor. Die jetzige Beschreibung des Anlasses in obigen vier Punkten wirkt auf mich wie die Beschreibung einer Situation, die sich mühsam, zäh und schwer anfühlt, die geprägt ist von negativen Erfahrungen. Ja - erfreuliche, bestärkende, motivierende Erfahrungen scheint es derzeit laut den "verschiedenen Erfahrungen und Beobachtungen der letzten Jahre" gar keine im Land zu geben. Ich schlage vor, dieses einseitige Bild nochmals zu reflektieren und ggf. zu ergänzen mit den positiven Erfahrungen. Grundsätzlich sollte aus meiner Sicht eine Handreichung * Lust machen, sie zu lesen. Sie sollte motivierend wirken, als positiver Antrieb, als Leitstern "ja, so kann es funktionieren!" * ein guter Begleiter für die alltägliche Praxis sein. Somit für die verschiedenen "HandwerkerInnen in der Umsetzung" flüssig und leicht lesbar und vor allem kurz, prägnant und auf den Punkt gebracht. * sie soll von der Grundhaltung her die Wertschätzung zum Ausdruck bringen für die positiven Entwicklungen, die schon da sind und Wege aufzeigen für eine weitere positive Entwicklung. So würde ich es begrüßen, wenn die Sprache der Handreichung insgesamt noch leichter und einfacher und somit flüssiger wäre. Auch die Botschaft "Beteiligung kann gelingen, Beteiligung kann für alle Beteiligten und den Prozess ein wertvoller Mehrgewinn sein, Beteiligung kann Freude bereiten" würde ich gerne in der Handreichung noch mehr zwischen den Zeilen hindurchblitzen sehen. Was den Ausdruck der Wertschätzung anbelangt, empfehle ich in der Wortwahl achtsam zu sein (so empfinde ich Formulierungen wie "die immer gleichen Verdächtigen, die in jeder Veranstaltung zu finden sind, weil sie sich gerne engagieren.." als dem entgegenwirkend). Und eine Komprimierung des gesamten Textes für noch mehr Kompaktheit fände ich auch hilfreich - denn UmsetzerInnen der Praxis haben oft wenig übrige Lesezeit. Deswegen ist es notwendig, den im Raumplanungsgesetz definierten Begriff der ‚angemessenen Beteiligung‘ mit Leben zu erfüllen. Dies soll mit dem vorliegenden Leitfaden geschehen, der in Zusammenarbeit mit Entscheidungsträgern und externen BeraterInnen erarbeitet wurde. Anmerkungen zum Kapitel Vorbemerkung: Ich teile die meisten der hier angeführten Aussagen NICHT: - Intensive Planungsprozesse finden Widerhall! Ein paar Belege aus eigenen Projekten im Lande: Kornmarkt Bregenz: über 200 Beteiligte in einem 1,5 jährigen Prozess; Verkehrsskonzept Wolfurt: ca. 150 Beteiligte in einem 1-jährigen Prozes, Startveranstaltung für den Beteiligungsprozess Leutbühel Bregenz: 150 Beteiligte mit sehr unterschiedlicher Provenienz. - Es kommen NICHT immer dieselben. Das ist ein Vorurteil Wer kommt, hängt sehr stark von den Beteiligungsangeboten ab. Unattraktive Angebote führen zu geringer Beteiligung, einseitige Formate bevorzugen bestimmte Bevölkerungsgruppen. - Es melden sich NICHT nur die KritikerInnen zu Wort. Auch das ist ein Vorurteil und oftmals nur Resultat eines mangelhaft überlegten Settings. - Es geht bei Beteiligung aus meiner Sicht nicht um Lusterfüllung, sondern um ein gemeinsames verantwortliches Handeln. Anmerkungen Christoph Kirchengast [CK]: Ich stimme hier obigen Anmerkungen (von Wolfgang Pfefferkorn) in den meisten Belangen zu! Insbesondere der Aspekt der Lusterfüllung ist allenfalls ein positiver Nebeneffekt. Zentral ist meines Erachtens bei Beteiligungsprozessen, die sich mit äußerst komplexen Materien befassen, wie ein Dialog zwischen (betroffenen, interessierten) Laien und den ausgebildeten Experten entstehen kann. Wie kann es also gelingen, den raumplanerischen Fachdiskurs für Außenstehende verständlich zu machen (zu übersetzen), ohne übermäßig zu simplifizieren? In Bereichen, die ein gewisses Hintergrundwissen voraussetzen gilt es m.E. einen Prozess zu gestalten, in dem die Anliegen von BürgerInnen bzw. Laien ernstgenommen werden, aber das Wissen/die Erfahrung der Fachleute/ExpertInnen/Wissenschafter nicht negiert/aberkannt wird. Anmerkungen zur Einleitung Alexandra Abbrederis Simpson (AAS): Ich stimme den Erfahrungen und Beobachtungen inhaltlich teilweise zu. Aus eigener Erfahrung in der Arbeit mit kleineren Gruppen (z. B. Wahrnehmungsspaziergänge). Teile jedoch auch die Meinung Pfefferkorn, dass es stark auf das Beteiligungsangebot ankommt, Format und meiner Meinung nach auch BESONDERS von den Ressourcen, die dafür zur Verfügung gestellt werden. Unabhängig von der inhaltlichen Kritik: Ich würde auch rein strategisch (Aufbau) das Handbuches NICHT mit negativen Erfahrungen/Beobachtungen beginnen. Das birgt die Gefahr, dass sich diese Ansichten/haltungen bei den Lesenden/der Zielgruppe unnötig verankert. Stattdessen in entsprechenden Kapiteln, wenn nötig, beschreiben. Anm SG: Auch ich bin der Meinung, dass die Beteiligung bei Planungsprozessen in der Bevölkerung grundsätzlich auf Interesse trifft und einem Bedürfnis nach Mitgestaltung entspricht. Der Grund dafür, dass Beteiligungsangebote fallweise zu wenig angenommen werden, liebt aus meiner Sicht weniger darin, dass die Themen zu abstrakt sind. Aus meinen Erfahrungen sind die Schlüssel für eine gelingende Beteiligung: a) der ernstgemeinte politische Wille b) die geeigneten Beteiligungsformate bzw. das Prozessdesign Beides legt sich dann nieder in einer guten Kommunikation, Transparenz und Verständlichkeit. Ziele der beteiligungsorientierten Raumplanung: _Klarheit schaffen, unter welchen Gegebenheiten ein Beteiligungsprozess besser unterlassen wird; _möglichst querschnittorientierte bzw. repräsentative Bevölkerungsschichten erreichen (Hinweis zu diesem Anspruch: die vielgerühmte Sozialpartnerschaft ist nur bedingt transparent und repräsentativ); _fairer Interessensausgleich und transparente Entscheidungsprozesse > die letztendlich maßgeblichen Werte, Bedürfnisse und Interessen werden durch das Planungsergebnis und insbesondere durch die rechtlich verbindliche Verortung im Flächenwidmungsplan sichtbar; _mutige, unpopuläre oder mächtigen Einzelinteressen widersprechende politische Entscheidungen werden durch eine Rückendeckung aus dem Beteiligungsprozess erleichtert bzw. unumgänglich; _im Sinne der Raumplanungsziele qualitätsvolle und legitimierte Planungsergebnisse, die von Bürgern, Politik und Verwaltung verstanden und angenommen/akzeptiert werden; _Beteiligte aus Politik, Verwaltung, Interessensvertretungen und Bevölkerung sind sich ihrer Mitverantwortung am Planungsergebnis bewusst und setzen sich auch für dessen Umsetzung ein > verstärkte Identifikation mit der Heimatgemeinde und Raumaneignung vor Ort (Öffentlicher Raum und Sozial- bzw. Nahraum); _mehr Vertrauen/Prestige für Politik und Verwaltung; _... Mögliche Maßnahmen für die Ziele der beteiligungsorientieren Raumplanung: _nicht unbedingt mehr Beteiligung, sondern eine gezieltere/bewusstere Beteiligung; _Informationsveranstaltungen nicht als Bürgerbeteiligung verkaufen wollen; _Beteiligungsprozesse möglichst schon in der Vorprojektphase von Entwicklungsplanungen initiieren, beispielsweise um in einem gemeinsamen Klärungsprozess mit der Politik und Verwaltung eine Art Pflichtenheft (Notwendigkeit, Zweck) für den anstehenden Planungsprozess auszuarbeiten, dabei auch die eigentlichen Bedürfnisse, die sich hinter geäußerten, zuweilen "unrealistisch" erscheinenden Wünschen verstecken, erkunden; _Bewusstseinsbildung/Sensibilisierung zu raumrelevanten Fragestellungen sowie Ermächtigung zur Beteiligung in der Raumplanung > den unmittelbaren Bildungs- und Erfahrungsaspekt der Beteiligung stärker gewichten > ortsbezogene Wissens- und Erfahrungsgenerierung verbunden mit der Vermittlung von fachplanerischen Hintergründen, Vorarbeiten und Rahmenbedingungen; _aufsuchende und teilnehmende Beteiligungsformate etablieren, um verstärkt Alltagsexpertisen einzuholen ("Beteiligung nebenbei im Alltag") > Bürger sind zuweilen schon weiter als Politik und Verwaltung; _attraktive Beteiligungsformate wie etwa das Feldhotel Lustenau anbieten, ohne dabei zu sehr einen Eventcharakter einzunehmen; Anm: Ich würde Nennungen von guter Praxis nicht an dieser Stelle, sondern im Praxisteil empfehlen. _digitale Medien maß- und sinnvoll einsetzen; _zur Mobilisierung auch mal konstruktive Provokationen setzen (z.B. Rückwidmungen Zwischenwasser); _die Zeit- und Geduldsressourcen der Beteiligten haushälterisch wertschätzen (nicht bei 0 bzw. der grünen Wiese anfangen, Ergebnisse/Konsequenzen mit den Beteiligen zeitnahe rückkoppeln); _auch in größeren Zeitdimensionen und Zusammenhängen denken und planen; _Grundsatz: Bürger formulieren und Planer planen; _angemessene, begleitende Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit zum Beteiligungs- und Planungsprozess(auch gemeindeintern); _erforderliche aufsichtsbehördliche Genehmigungen frühzeitig abklären; _dauerhafte, von Einzelpersonen unabhängige Beteiligungsstrukturen in der Gemeinde etablieren; _Unterstützung von Verwaltungsmitarbeitenden, Quartiersvereinen udgl., die sich für die Umsetzung des Planungsergebnisses einsetzen; Anmerkung AAS: Formal: Ziele und Maßnahmen sind sehr trocken/abstrakt formuliert. Inhaltlich: Auflistungen "Ziele" sind streng genommen keine Zielformulierungen im klassischen Sinn, auch unter Maßnahmen" verstehe ich teilweise etwas anderes. Ich würde die Punkte teilweise "Haltungen", "allgemeine Forderungen" zuordnen.>/span> _... Über Beteiligungsprozesse in der Raumplanung Warum Beteiligung in der Raumplanung Anmerkung Herbert Bork / stadtland: In der heutigen Gesellschaft stellt sich eigentlich nicht mehr die Frage, ob die Bevölkerung beteiligt werden soll. Die Bevölkerung fordert die Beteiligung insbesondere in Planungsprozessen ein. Spätestens dann, wenn ein konkretes (Bau)Projekt zur Umsetzung gelangt, steigt die Aufmerksamkeit der betroffenen Personenkreise und Widerstände beginnen sich zu formieren. Es gibt also keine Alternative zu einer Beteiligung der Bevölkerung in Planungsprozessen. Die Frage ist daher vielmehr, wie eine angemessene Beteiligung gewährleistet werden kann. In diesem Zusammenhang sei auf den „Masterplan für eine partizipative Stadtentwicklung“ verwiesen, der von der Stadt Wien (MA 21) erarbeitet wird und derzeit im Entwurf vorliegt. http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/partizipation/pdf/masterplan-partizipation.pdf Inhalte dieses Masterplans haben auch Gültigkeit für die Raumplanung in Vorarlberg und können hier ebenso angewandt werden. Nach Prof. Klaus Selle, dem Referenten des ersten Beteiligungsateliers, gibt es prinzipiell zwei Gründe, warum Beteiligungsprozesse durchgeführt werden: Beteiligung wird (1) als Beitrag zur Wiederherstellung von Vertrauen und damit zur Stärkung von Demokratie angesehen und (2) helfen Beteiligungsprozesse, Konflikte vermeiden (»Wer Bürgerinnen und Bürger als ‚Risiko‘ sieht und dem von Anfang an Rechnung trägt, betreibt das intelligentere Projektmanagement«). Für die räumliche Planung ist eine kommunikative und Beteiligungs- orientierte Prozessgestaltung jedoch noch aus weiteren Gründen unerlässlich: Die Flächen, auf die sich unsere Planungen richten, sind keine leeren Flächen. Sie sind mehr oder weniger intensiv genutzt, sind Lebens- und Wirkraum von Menschen und Institutionen, haben eine Geschichte, sind mit Rechten belegt und Gegenstand verschiedener Interessen. Daher braucht es Erkundungen bei denjenigen, die den Raum kennen und nutzen. »Das Wissen der Bürger als Experten des Alltags für ihr Lebensumfeld, ihre detaillierte Ortskenntnis, ihre Kreativität oder ihre individuellen Interessen bilden ein großes Potenzial für die zukunftsfähige Gestaltung und Entwicklung von Städten und Regionen.« Und ein weiterer Punkt kommt dazu: Kommunikation ist wesentlich, weil die räumliche Planung ‚bösartige Probleme‘ (wicked problems) zu bearbeiten hat. Solche Probleme sind dadurch gekennzeichnet, dass sie nicht abschließend definiert sind, keine festgelegten Lösungswege kennen und sich die Lösungen in der Regel nicht in ‚richtig‘ und ‚falsch‘ unterscheiden lassen. ‚Wicked Problems‘ benötigen die Verständigung darüber, was das genaue Problem ist, welche konkrete Aufgabenstellung daraus abgeleitet werden sollten und welche Lösungen als ‚gute‘ oder ‚schlechte‘ Lösungswege charakterisiert werden können. All dies ist Gegenstand einer Abstimmung mit verschiedenen Beteiligten und Betroffenen im Planungsprozess. Deswegen ist Kommunikation in der räumlichen Planung heute ‚state of the art‘. Anm SG Die Formulierung "state of the art" für die Kommunikation in der räumlichen Planung finde ich nicht sehr passend. Kommunikation als Schlüssel für gelingende Kooperation und Lösungen ist ur-uralt und allgegenwärtig. Anmerkungen zum Kapitel "Warum Beteiligung in der Raumplanung": Ich stimme der Einschränkung auf 2 prinzipielle Gründe für Beteiligungsprozesse nicht zu. Es geht nicht nur um Vertrauensaufbau und um Konfliktvermeidung, sondern in erster Linie geht es um tragfähige inhaltliche Lösungen. Den Begriff "bösartige" Probleme würde ich keinesfalls verwenden. Es geht eher um komplexe Probleme, bei denen es viele Sichtweisen und keine eindeutigen Wahrheiten gibt. Aus diesem Grunde können aus meiner Sicht auch keine "guten" oder "schlechten" Lösungswege (für wen?) charakterisiert werden. Anmerkung AAS: Ich teile auch hier die Anmerkung: Die Einschränkung auf 2 Gründe ist wie in der Einleitung auf negative Erfahrungen eingeschränkt. "Beteiligungsprozesse können zu verbesserten, nachvollziehbareren und von vielen getragenen Planungen und Lösungen beitragen." Zitat http://www.partizipation.at/p_in_planung.html Anm SG: Nach genauerer Sichtung des Textes, lese ich vier Gründe für Beteiligung heraus: 1) Vertrauen (wiederherstellen) -> würde ich nicht nur beschränkt auf die Wiederherstellung sehen 2) Konflikte vermeiden 3) Expertise (Wissen der Bürger, ihre Kreativität...) - obwohl nicht explizit als solche im Text angefügt 4) Kommunikation Vielleicht wäre eine mögliche Überarbeitung des Textes jene, dass es um die Erzielung tragfähiger Lösungen geht mit der Nennung auf die vier Einflussbereiche. Das Zitat von Prof. Selle zu Beginn nochmals überdenken. Auch ich würde von komplexen Problemstellungen sprechen und nicht von bösartigen Problemen. statt "gute" oder "schlechte" ersetzen mit "mögliche Lösungswege. Alles in allem geht es für mich auch um den Grundgedanken der Kooperation statt Konkurrenz, im Miteinander durch unsere Vielseitigkeit gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln für komplexe Problemstellungen. Besonderheiten der Beteiligung aus Sicht der Raumplanung Bei raumplanerischen Fragestellungen geht es häufig um eine Gegenüberstellung von übergeordnetem Gemeinwohl und Einzelinteressen, denn die Raumplanung handelt in vielen Fällen mit öffentlichen Gütern. Aber auch die Berücksichtigung von Anliegen der Bürger ist in der Raumplanung gesetzlich institutionalisiert. Nach §3 RPG soll eine Interessenabwägung stattfinden: „Bei der Raumplanung sind alle berührten Interessen (…) so gegeneinander abzuwägen, dass sie dem Gesamtwohl der Bevölkerung am besten entspricht. Die Planung ist unter möglichster Schonung des Privateigentums durchzuführen.“ Anmerkung Alfred Eichberger / stadtland: Dazu müssen die Rahmenbedingungen für Beteiligung an Planungsprozessen passen. Um diese zu schaffen, kann ein Blick auf die Praxis der örtlichen Raumplanung und ihre Planungsprozesse (Räumlichen Entwicklungskonzepte und andere) helfen. Die unter 2.2 „Besonderheiten der Beteilung aus Sicht der Raumplanung“ bereits angeführten fünf Beteiligungsprobleme lassen sich damit differenzieren bzw ergänzen: Räumliche Entwicklungskonzepte sind nicht immer Wunschkinder, zT sind sie gewünschte Entscheidungsgrundlagen, zT aber auch geförderte Notwendigkeiten; die Gemeinden erfüllen ihre ortsplanerische Pflicht. Poltische Mandatare und Gremien haben – wie die BürgerInnen – oft wenig Erfahrung mit Beteiligung. Die Begeisterung für offene Planungsarbeit, zudem in einem infolge Maßstäblichkeit, langer Planungshorizonte und vielfältiger Interessenslagen schwierigen Metier ist oftmals überschaubar.Damit einher geht eine eingeschränkte Bereitschaft, in eine profunde BürgerInnenbeteiligung zu investieren. Die Auftragsvergabe für Räumliche Entwicklungskonzepte erfolgt meist über den Preis. Mindestförderungskriterien müssen erfüllt werden. Darüber hinaus erfolgt vor dem REK-Start nur selten eine Diskussion über “angemessene“ Beteiligung. Aussagen in einem Räumlichen Entwicklungskonzept erfolgen Im Rahmen raumplanerischer Ziele und Grundsätze (vgl Raumplanungsgrundsätze im Vlbg RPG). Ergebnisoffenheit ist damit nicht immer möglich. Welche Aussagen/Ergebnisse zu welchem Thema sind im Rahmen? Was ist möglich/denkbar? Diese Fragen wären vorab auszuverhandeln. Dafür fehlen aber oft die Budgets (s.o.), die Zeit und die Prozesse. Das spiegelt sich in der Zusammensetzung der Beteiligten wider. Es beteiligen sich an raumplanerischen Fragestellungen (a) vor allem diejenigen, die durch ein Planungsvorhaben persönlich betroffen sind (als Grundbesitzer, Anlieger, etc.), und (b) diejenigen, die sich aufgrund ihrer intrinsischen Motivation für das Gemeinwohl interessieren (die immer gleichen Verdächtigen, die in jeder Veranstaltung zu finden sind, weil sie sich gerne engagieren). Anmerkung: Ich stimme der Einschätzung, dass immer die gleichen Verdächtigen kommen, nicht zu. Wer kommt, hängt sehr stark vom Beteiligungsangebot und vom Setting ab. Ausserdem finde ich die Formulierung "die gleichen Verdächtigen" etwas herablassend. AAS: Stimme auch hier der Anmerkung zu. (Wird langsam langweilig, aber ich denke, es ist wichtig, das festzuhalten, wenn mehrere diese Ansicht teilen.) Das Beteiligungsangebot entscheidet, wer sich beteiligt. Zugang, Methode, Setting, Ressourcen. SG: Stimme auch zu. würde den Satz in der Klammer auf jeden Fall weglassen. Bei der Beteiligung an räumlichen Planungsprozessen sind Besonderheiten zu beachten, die mit der Komplexität der Materie (verschiedene Blickwinkel) und dem abstrakten Thema (lange Zeithorizonte, Darstellbarkeit der Probleme) zusammenhängen. Anmerkung zu den den nachfolgenden Überschriften: Ich würde den Begriff "Problem" durch "Herausforderung" ersetzen. Beteiligungsproblem 1: Wie wird raumbezogenes Wissen generiert? Der Raum ist zwar einerseits durch seine physische Beschaffenheit charakterisiert, er ist aber darüber hinaus auch durch sog. ‚Place making- Prozesse‘ sozial konstruiert. Wenn verschiedene Akteure den gleichen Raum anschauen, nimmt jede/r auf den ersten Blick andere Raumattribute wahr: Die landwirtschaftliche Bodenqualität, die Biotopqualität und Artenvielfalt, die verkehrliche Erreichbarkeit, die Erholungseignung, die Bebauung in der Nachbarschaft usw. Diese Wahrnehmung ist von den persönlichen Interessen als Landwirt, Naturschützer, Wirtschaftsförderer oder Grundbesitzer geleitet. Das führt dazu, dass Bürger über dieselbe Fläche sprechen können und trotzdem aneinander vorbei reden. Denn mit den unterschiedlichen Sichtweisen sind auch unterschiedliche Antworten auf die Frage verbunden, wie denn die adäquate Nutzung des Raumes aussehen soll. Man kann sich die soziale Konstruktion eines Raumes ungefähr folgendermaßen vorstellen: Beteiligungsproblem 2: Wie wird der Raum dargestellt und wahrgenommen? Damit steht in engem Zusammenhang die Frage nach der Raumdarstellung und -wahrnehmung. Wie nehmen die zu Beteiligenden einen Raum wahr? Welche Hilfsmittel erhalten sie (denn viele Menschen können nicht auf Anhieb eine Karte lesen und verstehen…)? Wie werden die Raumwahrnehmungen der Beteiligten abgeholt und aufgezeichnet, wie werden sie verarbeitet (bildlich, narrativ, direkt vor Ort…)? Auch die Raumdarstellung spielt dabei eine wichtige Rolle (Kartographie und ihre Alternativen, wie z.B. mental maps, ‚Planning for Real‘ am 3D- Modell, Raumbegehungen). In diesem Bereich sind raumplanerische Themen eine große Herausforderungen an jeden Beteiligungsprozess. Beteiligungsproblem 3: Welche Rolle spielt der Zeitfaktor in der Raumplanung? Die Zieldiskussionen in der Raumplanung schwanken zwischen langfristigen Entwicklungskonzepten einerseits und kurzfristigen Nutzungsansprüchen andererseits. Aus Sicht des Planenden steht der langfristig gewünschte Zustand im Mittelpunkt – dieser Zustand sollte der ‘Treiber’ der räumlichen Entwicklung sein. Derartige Überlegungen sind aber schwierig in Beteiligungsprozesse zu integrieren. Zum einen ist das Interesse der potentiell Beteiligten an Langfrist- Themen erfahrungsgemäß begrenzt, zum anderen ist eine inhaltlich und methodisch schlüssige Zukunftsvorausschau ein schwieriges Unterfangen. Und bei langfristigen Planungshorizonten besteht auch die Gefahr, dass Zielvorstellungen zu statisch werden. Daher müssen immer auch kurzfristige Entwicklungspotentiale beachtet werden (Zwischennutzung, Rückbaubarkeit, etc.). Beteiligungsproblem 4: Welche Beteiligungsbefugnisse gibt es in der Raumplanung? Die gesetzlichen Vorgaben zur Beteiligung sind knapp gehalten. Im Raumplanungsgesetz ist für die meisten Planungen nur der Hinweis auf das öffentliche Auflageverfahren beinhaltet („Der von der Gemeindevertretung beschlossene Entwurf (…) ist einen Monat im Gemeindeamt zur allgemeinen Einsicht aufzulegen…“) mit den Detailregelungen zu Kundmachung usw. Das gilt für den Landesraumplan, das Räumliche Entwicklungskonzept, den Flächenwidmungsplan, den Bebauungsplan oder den Umlegungsplan. Zum Räumlichen Entwicklungskonzept findet sich im RPG zusätzlich die Formulierung: „Bei der Erstellung des räumlichen Entwicklungskonzepts hat die Gemeinde die Mitwirkung der Bevölkerung in angemessener Weise zu gewährleisten.“ Was im Einzelfall angemessen ist, wird vom Gesetz nicht weiter spezifiziert. Dazu stellen sich verschiedene Fragen: Für wen soll die Beteiligung angemessen sein? Was für eine Landesverwaltung angemessen erscheint, wird von einer Gemeinde, einer NGO oder einem Grundbesitzer möglicherweise ganz anders gesehen. Im Hinblick worauf soll die Beteiligung angemessen sein? Im Hinblick auf das zur Verfügung stehende Budget? Auf die Einwohnerzahl? Auf einen definierten Zeitrahmen? Auf die Zusammensetzung der Beteiligten? Und was bedeutet ‚angemessen‘ bei einer Konflikt- behafteten Planung? Beteiligungsproblem 5: Welche raumplanerische Ebene wird betrachtet? Je nach raumplanerischer Ebene (und damit nach Art der Planung) sind die Anforderungen an einen Beteiligungsprozess sehr unterschiedlich: - Für die örtliche Raumplanung mit Entwicklungskonzepten und Flächenwidmungsplanung kann gelten: »Viele Kompetenzen müssen zusammengeführt werden, damit eine gute Stadt entsteht« (noch ein Zitat von Prof. Klaus Selle aus dem ersten Beteiligungsatelier). - Bei Fragen der Regionalplanung und Regionalentwicklung, z.B. mit sektoralen oder integrierten räumlichen Konzepten für Teilräume von Vorarlberg oder das ganze Land nimmt erfahrungsgemäß der Einfluss der organisierten Interessen zu und die Beteiligung der einfachen Bürger ab. Dies ist jedoch eine Zustandsbeschreibung und keine Charakterisierung einer wünschenswerten Situation. - Wenn die Beteiligung einen Beitrag zu Grundlagenstudien oder übergeordneten Strategien leisten soll (ÖREK, EUSALP, etc.), wird die fachliche Expertise von Expertennetzwerken und ‚Epistemic Communities‘ eine größere Rolle spielen. Trotzdem kann eine breite Beteiligung zumindest in Form empirischer Umfragen wichtige Erkenntnisse liefern. Auch der räumliche Maßstab spielt also eine wichtige Rolle für das Design eines ‚angemessenen‘ Planungsprozesses. Weitere Herausforderungen: Auch wenn es sicherlich gegenläufige Tendenzen gibt, herrscht in unserer Gesellschaft nach wie vor das Wachstumsparadigma und ein ausgeprägter Individualismus vor > letztendlich haben in der Regel Lobbygruppen bzw. mächtige Einzel- oder Sparteninteressen (Stichwort: Arbeitsplätze) eine höhere Entscheidungsmacht als Personen, die zu öffentlichen Beteiligungsveranstaltungen eingeladen werden. Die Verantwortung wird hingegen mitunter gerne der Allgemeinheit oder höheren Instanzen zugeschoben. So kann es Alibibeteiligungen in der Form geben, dass Entscheidungen vorweggenommen werden und dann nur noch Umsetzungsvarianten öffentlich diskutiert werden, wodurch die vorweggenommen Entscheidung im Nachhinein durch die Bevölkerung legitimiert werden soll. Vor einer partiellen Blindheit/Verdrängung hinsichtlich den längerfristigen, gesamthaften sowie gemeinwohlorientierten raumplanerischen Erfordernissen ist niemand gefeit, sodass bei Planungsprozessen kurzfristige, sektorale Bezüge immer wieder im Vordergrund stehen. Durch den demographischen Wandel fällt es der jungen Generation immer schwerer, ihre Interessen zu wahren > die Baby-Boomer-Generation, die in Beteiligungsveranstaltungen sowie in den Gemeindevertretungen zumeist den größten Anteil stellt, möchte zumindest tendenziell ihren ressourcenintensiven Lebensstil pflegen und ihn für sich absichern ("Es soll so bleiben wie es ist, nur besser!"). Zudem hat sich die Baby-Boomer-Generation an die "Überdeterminierung" des Raums gewöhnt und das entsprechende Regelwerk dazu in Kraft gesetzt ("Was nicht ist, dass darf auch nicht sein!"). Spontane (konsumfreie) Raumaneignungen, Zwischennutzungen, Übergangsräume udgl. haben es somit schwer. Des Weiteren ist zu beachten, dass die Planer bzw. Prozessbegleiter und deren Auftraggeber einen gewissen Ermessensspielraum haben, welche Themen aus dem Beteiligungsprozess als wesentlich oder unwesentlich beurteilt und dementsprechend in den räumlichen Entwicklungsplanungen behandelt werden > Flaschenhals der Beteiligung. Anmerkung AAS: Den Absatz "Weitere Herausforderungen" finde ich inhaltlich insgesamt eher schwierig. Einzelne Behauptungen, wenn, dann mit Fakten unterlegen. Hier vermischen sich Einzelmeinungen mit allgemeinen Aussagen und unterschiedliche Wertehaltungen von AutorInnen scheinen sichtbar zu werden. Bausteine für Beteiligungsprozesse und Selbstverständnis der beteiligten Anspruchsgruppen Anmerkung Alois Metzler / mprove: Klare Rollen: Beteiligung ersetzt nicht das (politische) Mandat. An sich selbstverständlich, trotzdem manchmal nicht oder zu spät berücksichtigt: Auch politische Gremien, MandatarInnen, MitarbeiterInnen der Verwaltung und allenfalls betroffene Akteure z.B. in ehrenamtlichen Organisationen oder Vereinen wollen Beteiligung spüren und in geeigneter eingebunden sein. Dabei ist eine klare Rollenverteilung wichtig: Beteiligung ersetzt weder das politische Mandat noch Zuständigkeiten der Verwaltung, aber sie kann den Zugang verändern. Wenn das rechtzeitig allgemein klar ist, wird die Zusammenarbeit deutlich leichter. Ein Beteiligungsprozess kann durch ein sorgfältiges Design an Qualität gewinnen. Dabei hilft es, den Planungsprozess in einzelne Schritte zu zerlegen und bei jedem Schritt getrennt zu überlegen, wer die handelnden Akteure sind, welche Aufgaben sie haben, wer Entscheidungen trifft und wie verschiedene Akteursgruppen ggf. zusammenwirken müssen. In diesem Wechselspiel geben während bestimmter Phasen die beteiligten Bürger den Ton an, während in anderen Phasen die Fachexperten das Wort haben oder politische Weichenstellungen getroffen werden müssen. Wir nennen das das ‚Ping-Pong Spiel gelingender Beteiligung‘. Anmerkung: Ich halte den Begriff Ping-Pong Spiel für unpassend. Es ist KEIN Spiel! Anm SG. Ja, weglassen. Da jeder Planungsprozess seine eigene Choreographie besitzt, die sich aus dem Zusammenwirken von Problemstellung, Rahmenbedingungen und Akteurskonstellation ergibt, kann man keinen standardisierten Ablauf für dieses Wechselspiel definieren. Man kann jedoch idealtypisch verschiedene Prozessphasen benennen und durchdenken: Anmerkung Abbrederis: Kapitel Bausteine für Beteiligungsprozesses: Das ist eine Zusammenfassung auf der Metaebene. Als Leitfaden vermisse ich konkrete Anknüpfungspunkte. Für eine Person, die nicht sehr im Thema ist, wirkt das "erschlagend" und abschreckend. Gehört meiner Einschätzung nach so nicht in einen Leitfaden. (Trennen von Meta/Reflexionsebene und Handlungsempfehlungen). Teile die inhaltliche Kritik grün markiert (es ist für mich leider nicht ersichtlich, wer es geschrieben hat.). 1. Handlungsbedarf feststellen: Letztlich ist immer die Wahrnehmung eines Problems der Ausgangspunkt für einen (räumlichen) Planungsprozess. Anm. SG: Hier fehlt mir ein weiterer wesentlicher Antrieb. Nicht nur ein Problem, eine unbefriedigende IST-Situation kann Anlass sein für einen Planungsprozess. Es gibt auch den Antrieb, visionär in die Zukunft zu schauen, auch aus einer relativ zufriedenstellenden IST-Situation heraus über den Horizont hinauszublicken. Nicht nur Probleme, sondern auch "Sehnsüchte" als Antrieb. Somit ist nicht Reaktion, sondern auch pro-aktives Vorausschauen ein möglicher Antrieb. Stichwort Ur-Enkeltauglichkeit. Rolle der Politik | Rolle der Verwaltung | Rolle der Beteiligten | Rolle der externen Experten | ---|---|---|---| Erkennt Handlungsbedarf aufgrund konkreten Problemdrucks oder auf der Basis von grundsätzlichen politischen Zielen (verschiedene politische Ebenen)-> benötigt Verbündete (Legitimation in der Bevölkerung, Unterstützung anderer politischer Ebenen) | Weiß Bescheid über Zustände, hat Zugang zu Statistiken und weiteren Informationsgrundlagen; kennt die verfügbaren Ressourcen. Kann für die Politik einen Vorschlag für einen Projektauftrag definieren | Zeigt Probleme auf und formuliert Anliegen: Interessen- und Sozial-raumerkundung zur Formulierung der Problemstellung (Anm: SG - und Bedürfnisse) aus Sicht der Beteiligten (muss ggf. im weiteren Prozessverlauf reflektiert werden) | Wie (bzw. ab wann) kommt die externe Expertise in den Prozess? Bringt bei frühzeitiger Beteiligung den Blick von außen ein und leistet fachliche Unterstützung (Expertise zum Problem, und zum richtigen Maßstab) | Anmerkung zu 1. Handlungsbedarf feststellen Aus meiner Sicht steht der Handlungsbedarf NICHT am Beginn. Zunächst geht es darum, den Ausgangspunkt, den Anlassfall zu beschreiben: - Was ist Sache? Worum geht es? Was gilt es zu entscheiden? Ideen, Konzepte, Pläne, Programme, Projekte … - Welche räumliche und zeitliche Dimension hat das Ganze - Wer steht dahinter? Wer will was? Wer ist noch involviert? Wer ist betroffen? - Was geschah bisher? - Was wissen wir nicht? Das alles hat mit Handlungsbedarf noch nichts zu tun. Anm. SG: Analyse der Ausgangssituation und Feststellung des Handlungsbedarfes 2. Raumanalyse: Eine Raumanalyse –bestenfalls bezogen auf Stärken, Schwächen, Gefahren und Chancen (SWOT) – untermauert den Handlungsbedarf und verschafft Informationsgrundlagen für den Planungsprozess. In der Raumanalyse werden Informationen über den Raum und verschiedene Nutzungsmöglichkeiten und –einschränkungen und deren Rahmenbedingungen und Wechselwirkungen zusammengestellt. Rolle der Politik | Rolle der Verwaltung | Rolle der Beteiligten | Rolle der externen Experten | ---|---|---|---| Ist Auftraggeber der Raumanalyse, bringt ihre eigene Einschätzung (Erfahrungswissen) ein-> benötigt ExpertInnen und Verwaltung) | Übernimmt das Projektmanagement für die Raumanalyse, wirkt mit und stellt Unterlagen und Informationen bereit -> (benötigt Fachleute) | Bringen ihre Wahrnehmungen des Raumes ein (Raumdeutung), benennen Potentiale und Bedürfnisse) | Unterstützen die Analyse durch Daten / Erhebungen. Schätzen die Wirkung von Planung und Maßnahmen ein, bringen Blick von außen, sehen Raumwirkungen und Tendenzen. Zeigen Zusammenhang zu Planungen und Konzepten | Anmerkung zu 2. Raumanalyse Ich würde diesen Punkt eher "Systemanalyse" nennen. Es geht nicht nur um die räumlichen Aspekte eines Vorhabens, sondern auch um die systemischen Aspekte (s. dazu auch die Anmerkungen zu Pt. 1). Es geht um die involvierten AkteurInnen, deren Interessen, deren Beziehungen zu einander, um die bestehenden Konfliktlagen und den Eskalationsgrad der Konflikte. All das muss analysiert werden, bevor ein Prozessdesign entwickelt werden und ein Prozess gestartet werden kann. Anm. SG: JA! Absolut wesentlich! 3. Mission und Vision definieren (normative Planungsebene): Die normative Planungsebene beinhaltet die Definition von Mission (Planungsaufgabe der öffentlichen Hand) und Vision (angestrebter Zustand des Planungsraums in der Zukunft, evtl. alternative Zukunftspfade), einschließlich der Werte und Leitideen, die diese prägen. Sie findet oft nur in den Köpfen der Entscheidungsträger statt, hat aber – wenn nicht explizit geäußert – Konfliktpotential für den Planungsprozess. Rolle der Politik | Rolle der Verwaltung | Rolle der Beteiligten | Rolle der externen Experten | ---|---|---|---| Ist eigentliche Gestaltungsaufgabe der Politik über Alltagsentscheidungen hinaus. | Wirkt mit und liefert Argumente | Entwickeln Zukunftsbilder, nehmen gemeinschaftliche Interessen wahr. Bringen Einzelinteressen ein. | Können moderierend und beratend (coachend) tätig sein. | Anmerkungen zu 3. Mission und Vision definieren (normative Planungsebene) Aus meiner Sicht kommt dieser Punkt hier viel zu früh. Es geht NICHT darum, am Anfang eine Mission oder Vision zu definieren. Wie soll das möglich sein? Wenn man die Punkte 1 und 2 geklärt hat, sind die möglichen Vorgangsweisen und Beteiligungsoptionen zu klären. Welche inhaltlichen und organisatorischen Handlungsfenster eröffnen sich aufgrund der Systemanalyse? Das hat noch lange nichts mit gewünschten Zuständen, mit einer gemeinsamen Vision zu tun. Eine solche kann bestenfalls im Zuge eines gemeinsamen Prozesses entstehen bzw. definiert werden. Oftmals haben die Beteiligten auch bis zum Ende eines Prozesses gar keine gemeinsame Vision. Das ist auch nicht immer unbedingt nötig! Zu Beginn eines Beteiligungsprozesses ist die Verständigung über einen gemeinsamen Weg viel wichtiger als das gemeinsame Ziel! Jede Interessengruppe bringt die eigenen Vorstellungen und Ziele mit - diese gilt es dann gemeinsam auszuhandeln. Anm.SG: Ich teile diese Bedenken. Wie in der Einleitung angeführt hat jeder Planungsprozess seine eigene Choreographie und so kann es nur ein Versuch sein, die einzelnen Schritte anzuführen. Deshalb vernachlässige ich die angeführte Reihenfolge der Schritte. Was ich jedoch noch ergänzend anfügen möchte ist, dass ich es als wesentlich empfinde, die eventuell vorhandenen Missionen und Visionen der einzelnen Beteiligten im Prozess transparent zu machen. Auch die Bedürfnisse, Ängste, Antriebe,.. Dies ermöglicht ein tieferes Verständnis, vermeidet Missverständnisse und Konflikte und führt zu tragfähigeren Lösungen. 4. Konzepte entwickeln (strategische Planungsebene): In dieser Phase werden Entwicklungskonzepte für die Raumentwicklung formuliert. Sie konzentrieren sich auf zentrale Handlungsansätze unter Nutzung von Zielen und Grundsätzen der Raumordnung auf verschiedenen politischen Ebenen. Anm: Empfinde ich als sperrig formuliert. Rolle der Politik | Rolle der Verwaltung | Rolle der Beteiligten | Rolle der externen Experten | ---|---|---|---| Bestimmt die Agenda = Ziele verwirklichen und damit gewählt werden (-> benötigt Zustimmung in der Partei/Koalition, Verbündete bei den Beteiligten). | Wirkt inhaltlich und organisatorisch mit | Setzen Interessen durch und fordern Parteistellung ein. Wirken als Multiplikator. Leisten notfalls Widerstand. | Begleiten Erarbeitungsprozess für Entwicklungskonzepte. Bringen externe Expertise in die Erarbeitung der Strategien. Unterstützen Darstellung der Inhalte (Text und Pläne) | 5. Umsetzungsplanung (operative Planungsebene): Beim Erarbeiten von Handlungs- und Umsetzungskonzepten (z.B. Verkehrskonzept, Spiel- und Freiraumkonzept, aber auch Flächenwidmungs- und Bebauungspläne) müssen die vorhandenen Ressourcen und die Umsetzungsorganisation berücksichtigt werden. Sinnvoll ist auch eine ex ante- Evaluation unter Berücksichtigung der normativen und strategischen Ziele sowie eine Risikoanalyse. Anm. SG: Leichte Sprache Rolle der Politik | Rolle der Verwaltung | Rolle der Beteiligten | Rolle der externen Experten | ---|---|---|---| Gibt den Rahmen vor und achtet auf Zusammenhang zur strategischen und normativen Planung. Wägt Einzelinteressen ab. (-> benötigt Prozessbegleitung durch Verwaltung und externe Experten). | Ist verantwortlich für die fachlich richtige Ausarbeitung der Pläne nach den gesetzlichen Anforderungen (-> benötigt Politik für inhaltliche Vorgaben) | Liefern Alltagswissen und Praxisbezug Bringen Ideen ein (Querdenken). Machen Entscheidungen und Anliegen öffentlich. | Bringen externe Expertise in die Planungen ein, z.B. Maßnahmenvorschläge. Moderieren und reflektieren ggf. den Prozess. Unterstützen Darstellung der Inhalte (Text und Pläne). | 6. Umsetzung von Einzelmaßnahmen: Für die Umsetzung konkreter Maßnahmen wird ein Projektmanagement benötigt (Definition von Arbeitspaketen, Ressourcen- und Zeitplanung mit Meilensteinen und Verantwortlichkeiten, laufendes Controlling…), welches die laufenden Umsetzungsaktivitäten steuert. Rolle der Politik | Rolle der Verwaltung | Rolle der Beteiligten | Rolle der externen Experten | ---|---|---|---| Entscheidet und beauftragt konkrete Maßnahmen. Stellt Finanzierung sicher. (-> benötigt Zustimmung der Beteiligten). | Plant die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen. Ist ggf. verantwortlich für das Projektmanagement. Unterstützt die Durchführung (-> benötigt Fachleute). | Tragen Maßnahmen mit und legen aktiv mit Hand an. Überwachen die bedürfnisgerechte Ausführung der Maßnahmen. | Können einzelne Projekte unterstützen (Projektmanagement und fachliche Expertise). Moderation von Gruppenprozessen und Teamarbeit. | 7. Evaluation der durchgeführten Maßnahmen: Der Stand der Umsetzung von Plänen und Konzepten sowie die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen muss durch ein laufendes Monitoring und Controlling sowie durch eine ex post- Bewertung der Zielerreichung begleitet werden. Rolle der Politik | Rolle der Verwaltung | Rolle der Beteiligten | Rolle der externen Experten | ---|---|---|---| Ist Auftraggeber, will Entscheidungen überprüfen und Erfolg verkaufen. | Ist zuständig als ausführendes Organ, muss an Politik berichten. Will für künftige Maßnahmen lernen. | Bringen Alltags-erfahrung ein und geben Feedback zu Prozess und Ergebnis. Machen Verbesserungsvorschläge. | Unterstützen methodisch (Wirkungsanalyse, Grund-raster - Themen) und stellen Rückkoppelung her. | Die genaue Betrachtung der einzelnen Phasen ermöglichen es, die Rolle der Beteiligten, die gewünschten Ergebnisse (und auch die Grenzen der Beteiligung) für jede Phase genau zu definieren. Dadurch wird der Beteiligungsprozess zielgerichtet und transparent. Typische Einwände, Fehlentwicklungen und ‚No go‘s‘ (speziell mit Blick auf die Raumplanung) Anmerkung Abbrederis: Kapitel Typische Einwände, ... Erscheint mir im aktuellen Status quo eher als Sammlung von Gedanken. Finde es generell gut, dass Probleme angesprochen werden. Welche sind jedoch für einen Leitfaden wirklich relevant und welche untermauern Vorurteile? Es sind ganze Bücher über Beteiligung geschrieben worden – über Rahmenbedingungen, Methoden und Grenzen. Der vorliegende Leitfaden kann dies nicht ersetzen. Er kann allenfalls einige besondere Probleme der Beteiligung bei Raumplanungsprozessen skizzieren, wie sie in den durchgeführten Workshops angesprochen wurden. Sie zeigen, dass es echte Grenzen der Beteiligung gibt – die im Einzelnen wohl überlegt und begründet sein müssen – und dass es auch wahrgenommene Beteiligungsgrenzen gibt, die durch ein entsprechendes Prozessdesign verschoben oder durchbrochen werden können. Anmerkung: Statt "ganze Bücher" würde ich schreiben: "schon viele Bücher" Anm. SG: ...einige besondere Probleme und Lösungen .... - nicht nur bei den Problemen behaften lassen Anmerkung zu den nachfolgenden Überschriften: Diese sind in ihrer Art heterogen. Vorschlag: entweder eine Themenüberschrift wie z.B. "Repräsentativität der Beteiligung" oder die Formulierung eines klassischen Einwandes "Beteiligung dauert zu lange", aber nicht einmal so und einmal so. Auch im Text wird nicht klar, ob hier typische Einwände gebracht werden oder ob das was hier steht, Meinung der AutorInnen ist. Wenn ersteres der Fall ist, sollte das auch so kenntlich gemacht werden, wenn zweiteres der Fall ist (wovon ich ausgehe, da sich manche Punkte mit Aussagen aus vorangegangenen Kapiteln decken), dann sind diese Aussagen inhaltlich nicht zu halten (s. Anmerkungen unten) Repräsentativität der Beteiligung „Die Bürger wollen nicht“ – es gibt nicht nur die Politikverdrossenheit der Bürger, sondern inzwischen auch eine ‚Bürgerverdrossenheit‘ der Politik, denn Beteiligungsprozesse laufen immer wieder in den gleichen Mustern ab. Anmerkung: Ich stimme diesem Satz nicht zu. Ganz im Gegenteil, diese Prozesse laufen nicht in den gleichen Mustern ab! Es gibt eine breite Palette an Methoden und Vorgehensweisen, die je nach Situation eingesetzt werden. Anm. SG: Ich frage mich, was dieser einleitende Satz mit der Repräsentativität der Beteiligung zu tun hat. "..., denn Beteiligungsprozesse laufen immer wieder in den gleichen Mustern ab" - würde ich auf jeden Fall streichen. Es gibt sie die Politikverdrossenheit, genauso wie es viele politisch interessierte Menschen gibt und es gibt sie die Bürgerverdrossenheit, genauso wie es viele ernsthaft an Beteiligungsprozessen interessierte Menschen in Politik und Verwaltung gibt. Worauf soll diese Aussage also hinzielen? Auch innovative Beteiligungszugänge sprechen oft nur eine bestimmte Klientel an und so dominieren oft die wenigen politisch Aktiven und die lautstarken Interessenvertreter die Diskussion. Anm. SG: In diesem Fall zweifle ich die Innovation und Eignung des Beteiligungszugangs an. Meine Erfahrung ist die, dass es möglich ist, jene gewünschten Anspruchsgruppen - jenes Klientel - zur Beteiligung zu bewegen, wenn das Format passt und der ernst gemeinte politische Wille wahrnehmbar ist. Wen lade ich ein? Wie lade ich ein? Welche Fragen stelle ich? Anmerkung Alois Metzler / mprove: Echte Beteiligung: Wertschätzen, Barrieren abbauen, Türen öffnen. Generell gilt auch in der Beteiligung zu Planungsverfahren eine schon alte Weisheit: Menschen sind dort abzuholen, wo sie sind. Der möglicherweise befürchtete Widerspruch zwischen persönlichen und allgemeinen Interessen, Bedenken vor zu vielen Mitredenden, die Fachsprache oder herausfordernde Inhalte usw. summieren sich leicht zu Barrieren, die für eine funktionierende Zusammenarbeit erst Schritt für Schritt und glaubwürdig abgebaut werden müssen. Der zentrale Erfolgsfaktor dabei: Wirkliche, spürbare Wertschätzung – und zwar durchgehend. Zudem gilt es, den Kreis nicht zu eng zu ziehen: Die Stadt Hohenems hat in ihrem Visionsprozess mit der Dialoggruppendefinition „alle, die in Hohenems wohnen, arbeiten oder es lieben“ auch für jene Personen eine Tür geöffnet, die nicht in Hohenems wohnen – eine Gruppe, die in Planungsprozessen durchaus eine große Rolle spielen kann. In der Praxis der Raumplanung bedeutet dies, dass die Mehrheit derjenigen, die sich in einen Planungsprozess einbringen, Grundeigentümer oder betroffene Anwohner sind. Das bedeutet, dass Einzelinteressen lautstark zum Ausdruck gebracht werden, während das ‚Gemeinwohl‘ selten Thema ist (oder Einzelinteressen hinter Gemeinwohl- Argumenten versteckt werden). Beteiligung kann auch einen politischen Druck auf die Entscheidungsträger erzeugen, den es auszuhalten gilt. Beteiligungsprozesse befördern Einzelinteressen, wenn es nicht gelingt, die übergeordneten Interessen und das Zusammenspiel der verschiedenen möglichen Raumnutzungen zum Thema eines öffentlichen Diskurses zu machen. Anmerkung: Ich stimme diesem Satz nicht zu. Wenn nur Einzelinteressen lautstark zum Ausdruck gebracht werden, hängt dies zumeist mit einem unausgereiften Setting und einer ungeeigneten Methodenwahl zusammen. Auch die nachfolgenden Sätze ... "Druck, den es auszuhalten gilt" ... und "Beteiligungsprozesse befördern Einzelinteressen ... " halte ich für diesen Leitfaden nicht für geeignet. Anm. SG. Ja! In diesem Zusammenhang stellt sich eine weitere Frage: Wie beteilige ich die ‚schwierig zu Beteiligenden‘ bzw. „Abgehängten“? Welche (anwaltschaftlichen und/oder aufsuchenden) Methoden gibt es, um auch diese Interessen in einem Beteiligungsprozess zu Wort kommen zu lassen? Anm. SG: Ich empfehle eine andere Wortwahl als "schwierig zu Beteiligenden" und "Abgehängten" Wenn Beteiligung Selbstzweck wird Reine Bürgerbeteiligung wird schnell zur „Bürgerbeschäftigung“, wenn sie nicht ernst gemeint ist. Es gibt bei vielen politischen Entscheidungsträgern die Neigung, grundsätzliche Weichenstellungen selbst vorzunehmen, bevor die Bürgerschaft beteiligt wird. Man hat Angst, gute Projekte auf’s Spiel zu setzen oder sensible Konflikte um die Raumnutzung zu früh öffentlich zu präsentieren. Wenn aber Beteiligung dann nur noch das Sahnehäubchen ist, weil die grundsätzlichen Entscheidungen schon getroffen sind, dann fühlen sich die Bürger nicht ernst genommen. Anmerkung: Was ist "reine" Bürgerbeteiligung?! In diesem Tonfall ist dieser Absatz aus meiner Sicht für einen Leitfaden nicht geeignet. Beteiligung ‚pro forma‘ und ohne größere Folgen für das Ergebnis des Planungsprozesses ist kontraproduktiv und sollte vermieden werden. Es ist klar, dass die gewählten Entscheidungsträger die Verantwortung für ihre Entscheidungen haben, die ihnen die beteiligten Bürger auch nicht abnehmen können. Aber wie oben dargestellt wurde, gibt es in jeder Phase eines Planungsprozesses sinnvolle Aufgaben für beteiligte Bürger. Wichtig ist, dass die Aufgaben in dieser Phase des Prozesses klar und offen kommuniziert werden und damit auch die Grenzen der Beteiligung abgesteckt sind. Es muss geklärt sein, was mit den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses passiert und wie es danach weitergeht. Ohne ein solches Prozessdesign ist ein zielführender und die Beteiligten wertschätzender Prozess kaum machbar, insbesondere wenn es um komplexe räumliche Planungen geht. Anmerkung: Der Satz "Es gibt es in jeder Phase eines Planungsprozesses sinnvolle Aufgaben für beteiligte Bürger" ist aus meiner Sicht für den Leitfaden nicht geeignet. Beteiligung dauert zu lange Wenn Beteiligung ernst gemeint ist, handelt es sich um eine verstetigte Kultur, nicht um ein einmaliges Event. Dafür ist zuerst einmal ein ziemlicher Zeitaufwand nötig, bis sich neue Regeln und Routinen eingespielt haben. Dieser Zeitaufwand kollidiert unter Umständen mit der Notwendigkeit, eine bestimmte Planung in einer kürzeren Frist durchzuführen. Die Zeitknappheit der Politik resultiert zum einen aus dem konkreten Problemdruck, der der Auslöser dafür war, dass der Planungsprozess begonnen wurde. Zum anderen resultiert sie aus den Wahlzyklen, denn die produktiv nutzbare Zeit zwischen der Neuwahl der politischen Gremien und ihrer Konstituierung und dem erneut folgenden Wahlkampf für die kommende Wahlperiode ist begrenzt. Die Entscheidung für eine faire Beteiligung muss im Kopf der Politiker fallen, der Beteiligungsprozess muss in die Gemeindepolitik eingepasst werden. Wenn der verfügbare Zeitrahmen nicht passt, kann dies ein ‚No Go‘ für Beteiligungsprozesse sein. Anmerkung: Der Satz "Die Entscheidung für eine faire Beteiligung ... " ist aus meiner Sicht für den Leitfaden nicht geeignet. Die Expertise der Beteiligten In Prozessen der Raumplanung sind oft Vorkenntnisse gefragt. Nicht nur wie oben ausgeführt – die Fähigkeit, Karten zu lesen und verschiedene Ansprüche auf die Raumnutzung nachvollziehen zu können, sondern auch Expertise zu raumfunktionalen Zusammenhängen, Infrastruktur- Notwendigkeiten und gesetzlichen Rahmenbedingungen. Das können die beteiligten Bürger in der Regel nicht leisten und von daher tönt häufig auch der Ruf nach Grenzen der Beteiligung in der Raumplanung. Anmerkung: Aus meiner Sicht ist dieses Argument ungeeignet und nach meiner praktischen Erfahrung auch nicht zutreffend. Es ist sehr wohl möglich, komplexe Sachverhalte in Beteiligungssettings zu diskutieren. Das ist alles eine Frage der Konzeption, der Rollenverteilung und der Aufbereitung von Unterlagen. Anm. SG: Dem stimme ich voll und ganz zu! Es gilt im größeren Sinne eine geeignete Kommunikation zu finden. Und es ist zwar herausfordernd, aber möglich, komplexe Zusammenhänge in leichter Sprache und Bildern zu vermitteln. Es gibt aber nicht nur das Faktenwissen der Experten, sondern auch ‚Laien-Wissen‘, das für räumliche Planungen hilfreich ist, die Ergebnisse aufwertet und deren Legitimität erhöht. Es ist das Wissen um alltägliche Zusammenhänge, Bewegungsmuster und Raumbedürfnisse. Dieses kann von Experten und Entscheidungsträgern nur unvollständig beigebracht werden. Und auch das Wissen darüber, was sein soll – aus alltagspraktischen wie auch grundsätzlichen bzw. ethischen Überlegungen heraus – ist ein Wissen, das alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen in einen Planungsprozess einbringen können. Darüber hinaus ist es Aufgabe der Verantwortlichen für einen Beteiligungsprozess, die notwendige Expertise in dem Umfang bereit zu stellen, dass Bürgerinnen und Bürger qualifiziert mitreden können. Was kann die Landesraumplanung zur Beteiligungskultur beitragen? Anmerkung Abbrederis: Kapitel Was kann die Landesraumplanung zur Beteiligungskultur beitragen? Dieses Kapitel verstehe ich nicht. Es beschreibt teilweise den Prozess, der während der Erstellung des Leitfadens stattfindet. Dieser gehört meiner Meinung nach nicht in einen Leitfaden. Das Kapitel erscheint mir eher eine Anmerkung/ein Kommentar zur Erstellung des Leitfadens zu sein.Hier hinein gehören klare Fakten, Rahmenbedingungen und Grenzen. Unklare Diskussionen verwirren eher. Die Gemeinden sind wichtige Träger der Raumplanung. Ihre Planungshoheit nehmen sie im Zusammenwirken mit der Landesraumplanung wahr. Dabei liegen die Kompetenzen der Landesebene in der Ausarbeitung von konzeptionellen Grundlagen (Landesraumpläne, Umweltprüfung, etc.) und in der grenzüberschreitenden Abstimmung. Die Kompetenzen der örtlichen Raumplanung liegen in der Formulierung von Entwicklungszielen der Gemeinde (Räumliche Entwicklungskonzepte) sowie in der konkreten Planungs- und Bewilligungspraxis (Flächennutzungsplan, Bebauungsplan, Genehmigungsverfahren, etc.). Die Landesraumplanung prüft und ggf. genehmigt örtliche Widmungen und Bauvorhaben. Beteiligungsprozesse finden überwiegend auf der Ebene der kommunalen Raumplanung statt. Wie kann also die Landesraumplanung zu einer Erhöhung der Beteiligungskultur in diesen Prozessen beitragen? Wie in Kap. 1.2 erläutert, beschränkt sich der Gesetzestext überwiegend auf Vorgaben zur Durchführung des Auflageverfahrens für räumliche Planungsgrundlagen sowie – im Falle der Räumlichen Entwicklungskonzepte – auf den Hinweis, die Öffentlichkeit sei ‚angemessen zu beteiligen‘. Ziel der vorliegenden Publikation ist es, den Begriff der ‚angemessenen Beteiligung‘ mit Leben zu füllen und gemeinsam mit den für räumliche Planungen Verantwortlichen qualitative Kriterien zu entwickeln. Diese Kriterien können bei der Vergabe von finanziellen Mitteln genutzt werden, mit denen die Planungsprozesse der Gemeinden unterstützt werden. Darüber hinaus wird von der Vorarlberger Raumplanung eine enge Abstimmung zwischen örtlicher und überörtlicher Planung angestrebt. Das äußert sich darin, dass für jede Gemeinde in der Landesraumplanung ein Ansprechpartner benannt ist, der die Planungen und Projektierungen der örtlichen Raumplanung begleitet bzw. zumindest deren Übereinstimmung mit den übergeordneten Planungsgrundlagen des Landes zu prüfen hat. Diese Rolle der Landesraumplanung kann verschieden interpretiert werden: - Der zuständige Raumplaner des Landes kann sich auf seine hoheitlichen Befugnisse beschränken und die Planungen der Gemeinde dahingehend prüfen, ob sie aus Sicht des Landes genehmigungsfähig sind oder nicht. Er beschränkt seine Rolle also auf die Begutachtung der vorgelegten Planungen. - Er kann aber auch frühzeitig beratend in den Planungsprozess der Gemeinde einwirken, um gemeinsam mit den Gemeinden eine möglichst optimale Planung zu gewährleisten, die gleichermaßen den örtlichen Bedürfnissen und überörtlichen Vorgaben entspricht. Anmerkung: Ich schlage vor, die oben genannte Aufzählung gendergerecht zu formulieren: auch Raumplanerin, nicht nur er, auch sie ... Die zweite Rolle ist wesentlich anspruchsvoller. Sie setzte eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ‚auf Augenhöhe‘ zwischen der Gemeinde und dem örtlich zuständigen Raumplaner bei der Landesraumplanung voraus. Und sie zwingt ihn in eine Doppelrolle als Prozessbegleiter und Genehmigungsinstanz. Das erfordert eine frühzeitige und intensive Kommunikation über die Grenzen des Möglichen, denn Aushandlungsprozesse finden immer ‚im Schatten der Hierarchie‘ statt. Anm. SG: Verwirrt mehr, als zu klären. In diesem Geist der ‚begleitenden Raumplanung‘ ist es auch möglich, in der Raumplanung des Landes Vorarlberg eine ‚Kultur der Beteiligung wachsen zu lassen, in dem die Fördermittel für Planungsprozesse teilweise an die Beteiligungsqualität gekoppelt werden und diese Qualität in einem gemeinsamen Beratungsprozess zwischen Land und Gemeinde und Raumplanungsbüro für jeden Einzelfall definiert wird. Damit die angestrebte ‚begleitende Raumplanung‘ eine ‚Kultur der Beteiligung wachsen lassen kann‘, bedarf es einer grundsätzlichen Definition für ‚angemessener Beteiligung‘ und ‚Beteiligungsqualität‘. Angemessene Beteiligung Aus der Sicht des Raumplanungsbüros heimaten ist die aktive Einbindung von mindestens 5 % der Bevölkerung mit Hauptwohnsitz, möglichst verteilt auf die verschiedenen sozialen Schichten eine repräsentative Beteiligung. Anmerkung: Aus meiner Sicht sind derartige Richtwerte nicht generell anwendbar. Für eine bestimmte Fragestellung kann das passen. Für einen anderen Beteiligungsfall kann dies jedoch eine völlig ungeeignete Herangehensweise sein. Anmerkung CK: Eine Quantifizierung erscheint mir hier sehr problematisch... Wie kommen die 5% Prozent zustande (das wirkt etwas willkürlich)? Eine Quantifizierung funktioniert hier allenfalls in Kombination mit qualitativen Kriterien. Die Frage des Maßstabs und des Radius an Betroffenen lässt sich kaum Abstrakt beurteilen, sondern ist vom jeweiligen Projekt und von der jeweiligen Fragestellung im Rahmen des Beteiligungsprojektes stark abhängig. Anmerkung Alois Metzler/mprove: Angemessene Beteiligung: Eine individuelle Größe Die sicht- oder messbare Akzeptanz von gesetzten Beteiligungsaktivitäten ist von verschiedenen, teilweise kaum beeinflussbaren Faktoren abhängig. Witterung, Paralleltermine und der Grad der (möglichen) Betroffenheit spielen ebenso eine Rolle wie die „Beteiligungsgewohnheiten“ in Gemeinde oder Region oder persönliche Befindlichkeiten. Identische Maßnahmen können in zwei Gemeinden/Regionen völlig unterschiedlich gut wirken. Entsprechend lässt sich „angemessene Beteiligung“ vermutlich eher über die Qualität des Beteiligungsangebots als über die faktische Resonanz und Inanspruchnahme definieren. Beteiligungsqualität Aus der Sicht des Raumplanungsbüros heimaten besteht ein Mindestmaß an Beteiligungsqualität in der Bekanntgabe der Kriterien für die Einladung einzelner Personen, der frühzeitigen Bekanntgabe der Inhalte (Tagesordnung), der Möglichkeit der Diskussion der Inhalte (Tagesordnung), dem geordneten Einbringen persönlicher Anliegen und der Protokollierung der Ergebnisse, des Zugriffs auf das Protokoll durch die Beteiligten selbst und der Möglichkeit einer Rückmeldung auf die Protokollierung. Überblick über bisher verwendete Methoden und mögliche weitere Methoden, die eine Erprobung benötigen In den vorbereitenden Workshops (Beteiligungsateliers) zu dieser Publikation wurde abgefragt, welche Beteiligungsmethoden bisher schon in der Raumplanungspraxis in Vorarlberg Anwendung finden. Folgende Methoden wurden genannt: - subjektive Landkarten - Streifzüge - Planning for real, Symbolkarten… - Wahrnehmungsübungen vor Ort - Genius Loci zuhören - (offene) Ideenwerkstatt - Ideeboxen virtuell / real - Interviews - schriftliche Befragungen - Pro Action Cafe - Dynamic Facilitation - Art of Hosting - Open Space, 1 Tag (Walgauforum) - OE – State of the Art - Spaziergänge - Wiener Modell (Testplanung) - regionales Wiki (WalgauWiki) - CESBA-Sprint (Hochhäderich) - Metalog Konferenz - World Cafe (Symposium Tourismusstrategie 2020) - Großgruppenworkshops (Beispiele: Kornmarkt Bregenz 2012-2013, Verkehrskonzept Wolfurt 2013, Leutbühel Bregenz 2015) - Mediationsverfahren (Beispiel Natura 2000 Verwall) Es gibt eine ganze Reihe weiterer Methoden, die in der Vorarlberger Raumplanungspraxis in Pilotprozessen erprobt werden könnten. Die Auswahl reicht von Methoden zur Konfliktvermittlung über Planungswerkstätten am realen Ort bis zu Web- basierten Abstimmungstools. Dies ist eine Aufgabe der kommenden Jahre. Raumplanungsprozesse können sehr umfassend sein, müssen es aber nicht. Das Raumplanungsbüro heimaten hat folgende Beteiligungsmodule für Raumplanungsprozesse in Gemeinden im Rahmen des Raumplanungsinstruments SHARC ausgearbeitet. Grundlage für alle diese Beteiligungsprozesse ist der SHARC-Check, der vorab in einem maximal 8-stündigen Leitfaden-Interview mit Gemeindepolitiker_innen und Verwaltungsangestellten geführt wird. Die Ergebnisse des Interviews dienen als Überblick der Stärken und Entwicklungspotentiale und werden dann mit den Bürgern besprochen, ohne sie zu überlasten. • SHARC-Fokus Öffentliche Abendveranstaltung mit Präsentation der SHARC-Ergebnisse und Fokussierung auf die 3 wesentlichen Themen. Bürger_innen erarbeiten Vorschlägen für die weitere Vorgehensweise. • SHARC-Aktionstag Alle Gemeindebürger_innen werden eingeladen einen Tag lag mit den SHARC-Ergebnissen zu arbeiten und daraus Bürgerbeteiligungsprojekte zu entwickeln. Am Ende des Tages werden die Ergebnisse den Gemeindeverantwortlichen präsentiert. Gemeinsam mit den ihnen werden die nächsten Schritte geplant. • SHARC Bürger_innenrat 12-16 Gemeindebürger_innen, die von der Gemeinde ausgewählt werden, arbeiten in einem intensiven Arbeitsprozess 1,5 Tage mit den SHARC-Ergebnissen und entwickeln daraus einen Maßnahmen- und Umsetzungsplan der den Gemeindeverantwortlichen abschließend übergeben wird. • SHARC-Bürger_innen-Check Gemeindebürger_innen überprüfen Planungen und wichtige Projekte in Hinblick auf die Auswirkungen auf die SHARC Themen. Die Teilnehmer_innen melden sich freiwillig bei der Gemeinde und werden bei Bedarf kontaktiert. An einem Abend bewerten sie das bzw. die zu behandelnden Vorhaben und erarbeiten eine Empfehlung an die Gemeindeverantwortlichen. Durch solche Beteiligungsprozesse soll die Komplexität der Raumplanung einerseits deutlich und andererseits auch verständlich gemacht werden. Die Sichtweise der Regierenden und Verwaltenden wird mit der ‚Sicht der Bürger‘ abgestimmt und eine gemeinsame Perspektive für die weitere Entwicklung des Lebensraumes kann entstehen. Anmerkungen CK: Die Nennung bzw. Überbetonung einzelner "Produkte" bzw. Planungsbüros in der Handreichung halte ich für problematisch und sollte m.E. prinzipiell gemieden werden. Es sollte sich um ein "neutrales" Dossier handeln... Für Gemeinden oder andere InitiatorInnen von raumplanerischen Beteiligungsprozessen sollte nicht der Eindruck entstehen, dass hier etwas verkauft werden soll. Anmerkung Abbrederis: Mir fehlen konkrete Hinweise, wie die Methoden einsetzbar, bzw. welche Methoden für welche Fragestellung sinnvoll sind. Sowie Verlinkungen zu bereits existierenden Empfehlungen (Denke dabei z.B. auch an das Werkheft Wahrnehmungsspaziergänge). Ich teile zwar die Meinung, dass nicht Methoden einzelner Büros hervorgehoben werden sollten, finde das SHARC Modell aber dahingehend sehr ansprechend, da es scheinbar eine gute erste Orientierung für Betroffene bietet. Und die stellen sich immer zuerst die Frage: Wo und wie anfangen? Qualitätskriterien für Beteiligungsprozesse in der Raumplanung Allgemeine Anmerkung zu diesem Kapitel: Aus meiner Sicht ist die Formulierung der Qualitätskriterien in Form von (zumeist geschlossenen) Fragen nicht sehr hilfreich. Die in der benachbarten Spalte formulierten Aussagen passen nicht immer zum Kriterium, das in der Spalte links formuliert wird. Kriterien sollten als solche leicht lesbar sein. Wenn Kriterien als Phrasen formuliert werden, dann so, dass ich mir überlegen kann, ob das Kriterium ganz, teilweise oder gar nicht erfüllt ist. Als Beispiel das erste Kriterium von N1: Haben die Beteiligten die Möglichkeit, für sie wichtige Informationen in den Prozess hineinzutragen? Alternativvorschlag (nicht als Frage, sondern als Aussage): Die Beteiligten haben die Möglichkeit, für sie wichtige Informationen in den Prozess hineinzutragen. Inhalt für die Spalte rechts müsste sein: Welche Mittel stehen den Beteilgten zur Verfügung, die für sie wichtige Informationen in den Prozess hineinzutragen? Die aktuelle Frage in der rechten Spalte handelt von der Identifikation der Beteiligten - das ist etwas anderes. Anm.SG: Ja. Und die Spalte "Fragen (im Vorfeld zu beantworten)" könnte aus meiner Sicht gänzlich weggelassen werden. Anstatt dessen eine Spalte einfügen, wo Hinweise darauf eingefügt werden, woran zu erkennen ist, dass ein Kriterium erfüllt wurde (wie oben angeführt "welche Mittel ...?"). Aus der Planungspraxis der Vorarlberger Raumplanung wurde gemeinsam mit den ‚Systempartnern – den Landesraumplanern, Bürgermeistern, RegionalmanagerInnen und externe ExpertInnen – ein Katalog von Kriterien entwickelt, anhand dessen die Qualität eines Beteiligungsprozesses beurteilt werden kann. Die Kriterien wurden in vier Themenblöcke aufgeteilt: - Wann ist die Beteiligung nützlich (…generiert einen Mehrwert für den Planungsprozess)? - Wann ist die Beteiligung angemessen (das Verhältnis Aufwand – Nutzen stimmt)? - Wann ist Beteiligung fair? - Wann bringt die Beteiligung einen (persönlichen) Zugewinn für alle Beteiligten? Die Erarbeitung der Qualitätskriterien erfolgte in Abstimmung mit den im Jahr 2008 vom österreichischen Ministerrat empfohlenen „Standards der Öffentlichkeitsbeteiligung“ (www.partizipation.at). Sie dienen als Grundlage zur Planung des für den spezifischen Einzelfall geeigneten Beteiligungsprozesses: Wann ist die Beteiligung nützlich (…generiert einen Mehrwert)? N 1 Haben die Beteiligten die Möglichkeit, für sie wichtige Informationen in den Prozess hineinzutragen? Qualitätskriterien (mit Beschreibung): | Fragen (im Vorfeld zu beantworten): | ---|---| Haben alle von der Raumplanung Betroffenen die Möglichkeit, ihre Interessen deutlich zu artikulieren – insbesondere diejenigen, die für die geplante Raumnutzung eine wichtige Zielgruppe darstellen? | -> Wie werden die Betroffenen identifiziert? Wie werden die Zielgruppen identifiziert? | Kann der Blickwinkel auf diejenigen ausgeweitet werden, die sich nicht selbst im Beteiligungsprozess vertreten können (Personen die aufgrund Alter, Bildung, Sprache etc. gehandicapt sind, natürliche Umwelt und nachfolgende Generationen…)? | -> Wie werden Interessen identifiziert, die sich nicht selbst beteiligen können? Auf welche Weise werden sie berücksichtigt? | Können mit dem Beteiligungsprozess Bedürfnisse in Erfahrung gebracht und gegeneinander abgewogen werden? Werden im Prozess die Bedürfnisse der Beteiligten und der betroffenen Nutzer mit den politischen Strategien abgeglichen? | -> Mit welcher Vorgehensweise werden verschiedene Bedürfnisse einander gegenüber gestellt und wie werden sie den politischen Zielen gegenüber gestellt? | Haben die Beteiligten ausreichendes Grundwissen über raumplanerische Probleme und Zusammenhänge? | -> Wie kann ggf. Grundwissen vermittelt werden? | N 2 Wird durch den Beteiligungsprozess die Sensibilität für die Raumplanung bei den Betroffenen und in der Allgemeinheit erhöht? Qualitätskriterien (mit Beschreibung): | Fragen (im Vorfeld zu beantworten): | ---|---| Wird durch den Beteiligungsprozess die Bekanntheit von Planungsgrundlagen bei den Betroffenen und in der Allgemeinheit erhöht? | -> Wie kann man die Information über Planungsgrundlagen in der Raumplanung verbessern? | Werden durch den Planungsprozess die Bürger für die Ziele der Raumplanung sensibilisiert? | -> Welche wichtigen Ziele sollten schon im Vorfeld thematisiert werden (und wie?)? | N 3 Wird der (Raum-)Planungsprozess selbst durch die Beteiligung verbessert? Qualitätskriterien (mit Beschreibung): | Fragen (im Vorfeld zu beantworten): | ---|---| Kann mit der Beteiligung Zeit für eine optimale Lösung gewonnen werden (innehalten und nachdenken)? | -> Welche Zeitfenster lässt der gewählte Zeitplan zu? | Hilft die Beteiligung dabei, in die Umsetzung zu gelangen und Druck für Maßnahmen zu erzeugen? | -> Welche dringenden Maßnahmen werden schätzungsweise von den Beteiligten benannt? | Anmerkung zu N3: Hier werden als Qualitätskriterien nur 2 Aspekte angeführt: 1. Zeit gewinnen 2. Druck für die Umsetzung erzeugen Das sind aus meiner Sicht keinesfall die wesentlichen Qualitätskriterien für einen Planungsprozess. Es fehlt z.B die Qualität des Ergebnisses, die Qualität des Umgangs der Beteiligten mit einander usw. Anm. SG: Zur Frage "Wann ist die Beteiligung nützlich..?" sind hauptsächlich Qualitätskriterien zur Prozessqualität aufgelistet. Was fehlt, sind Qualitätskriterien zur Ergebnisqualität. Dies könnte an diesem Unterpunkt N3 ergänzt werden. N 4 Wird durch den Beteiligungsprozess die Legitimation der räumlichen Planung erhöht? Anm. SG: Braucht es eine Legitimation für die räumliche Planung? Eventuell N4 weglassen? Qualitätskriterien (mit Beschreibung): | Fragen (im Vorfeld zu beantworten): | ---|---| Ist ein Beteiligungsprozess aus Gründen der Legitimation der räumlichen Planung unumgänglich? | -> Welche größeren Legitimationsprobleme lassen sich schon im Vorfeld der Planung feststellen? | Erfolgt durch den Beteiligungsprozess eine Verständigung zwischen verschiedenen Interessensgruppen über die Raumnutzung? Werden Konflikte in der Raumnutzung vermindert bzw. ein Nutzungsausgleich erleichtert? Wird Akzeptanz für die Planungen erzeugt (auch Akzeptanz für Beschränkungen)? | -> Welche Konflikte bzw. Beschränkungen lassen sich im Vorfeld absehen? | Werden durch den Beteiligungsprozess die Ergebnisse politisch unanfechtbar? | -> Wie lautet dann die Argumentation? | Kommen im Beteiligungsprozess evtl. raumplanerische ‚Tabuthemen‘ und grundsätzliche Veränderungen auf die Tagesordnung? | -> Lassen sich derartige Tabuthemen bereits im Vorfeld absehen und entsprechend inkludieren? | Anmerkungen zu N4: Die geschlossenen Fragen sind hier besonders ungeeignet. Wann ist etwas unumgänglich? Was ist politisch unanfechtbar? Das sind keine hilfreichen Aussagen oder gar Kriterien. N 5 Wird durch die Beteiligung die politische Kultur in der Gemeinde / Region verbessert? Qualitätskriterien (mit Beschreibung): | Fragen (im Vorfeld zu beantworten): | ---|---| Ist der öffentliche Raum ein zentrales Thema des Planungsprozesses? Wird die gemeinsame Verantwortung für den öffentlichen Raum und die Gemeindeentwicklung thematisiert? | -> Welche Nutzungen des öffentlichen Raums sind betroffen? | Steht die gemeinsame Gestaltung im Mittelpunkt des Planungsprozesses? | -> Wie soll erreicht werden, dass sich Beteiligung nicht im Schutz eigener Partikularinteressen erschöpft und auch Fragen der Entwicklung einschließt? | Können neue Kräfte mobilisiert werden, die Verantwortung übernehmen? | -> Wie können diese neuen Kräfte identifiziert und angesprochen werden? | Können verschiedene Parteien vereint und willkürliche (Gefälligkeits-)Entscheidungen in der Politik vermieden werden? | -> Gibt es politische Konstellationen und Interessen, die frühzeitig mit bedacht werden sollten? | Anmerkungen CK: Die Kriterien wären besser verständlich, wenn sie mit Schlagwörter benannt werden könnten und dann mit normalen Sätzen beschrieben werden könnten... die Fragen sind verwirrend, zumal ja rechts nochmals Fragen folgen. Wann ist die Beteiligung angemessen (Verhältnis Aufwand - Nutzen)? A 1 Sind die Ziele des (Raum-)Planungsprozesses realistisch im Hinblick auf einen Beteiligungsprozess? Qualitätskriterien (mit Beschreibung): | Fragen (im Vorfeld zu beantworten): | ---|---| Können sich die Beteiligten am Prozessbeginn einigen, was angemessen ist? | -> Gibt es einen Auftakt / Vorprozess, bei dem dies möglich ist? | Kann das Prozessergebnis auch in einen tragfähigen Dissens münden (es besteht kein Konsens-Zwang)? | -> Sind die Modalitäten der Entscheidungsfindung im Vorfeld bereits festgelegt? Anmerkung: Die Formulierung "ein tragfähiger Dissens" ist aus meiner Sicht ungeeignet. Was ist hier das Qualitätskriterium? Aus meiner Sicht wäre ein Kriterium, dass es keinen Zwang zum Konsens "aller bei allem" gibt. Die Lösung muss insgesamt tragfähig sein. Dabei können kleinere Dissense durchaus bestehen bleiben. | Bestehen (auch bei Langfristplanungen) kurzfristige Umsetzungsoptionen, die zur Beteiligung motivieren? | -> Können Etappenziele formuliert werden oder sind zumindest im Prozessdesign solche vorgesehen? | Haben die Beteiligten die Möglichkeit, sich in die Materie einzuarbeiten? | -> Kann man schon vorab Lernschritte /-ziele definieren? | Können die im Beteiligungsprozess formulierten Ziele umgesetzt werden? | -> Gibt es Hinweise darauf, dass im Beteiligungsprozess Ziele definiert werden, die nicht umsetzbar sind? | A 2 Passt das Prozessdesign zu den Zielen des Raumplanungsprozesses? Qualitätskriterien (mit Beschreibung): | Fragen (im Vorfeld zu beantworten): | ---|---| Ist die Entwicklung des Prozessdesigns ebenfalls schon Gegenstand eines Beteiligungsprozesses? | -> Werden beispielsweise in einem Vorprozess Ziele und Rahmenbedingungen ausgehandelt? | Werden klare Aufträge an die Prozessbeteiligten festgelegt? | -> Lassen sich die Aufgaben aus den Zielen der räumlichen Planung herleiten? Ist der Platz für die Ergebnisse im Prozess definiert? | Kann beispielsweise ein längerer Prozess in Phasen gegliedert werden? Kann die externe Prozessbegleitung nach Stundenaufwand abgerufen werden und dadurch an den Prozessverlauf angepasst werden? | -> Gibt es ein Prozessablauf-Schema? | Ist der Prozess selbst ein wichtiges Thema, gibt es wiederkehrende Möglichkeiten zur Reflexion? | -> Gibt es im Prozessablauf- Schema Reflexionsschleifen (und die dazu benötigte Zeit)? | Sind die notwendigen technischen Möglichkeiten gegeben? | -> Können die benötigten technischen Möglichkeiten vorab bereits definiert werden? | Anm. SG: was ist mit technischen Möglichkeiten gemeint? A 3 Passen die Form der Beteiligung und der Zeitaufwand zum Thema? Anmerkung zu A3: Alternativvorschlag zum Titel: Passen die Form der Beteiligung und der Zeitaufwand zum Beteiligungsgegenstand? Qualitätskriterien (mit Beschreibung): | Fragen (im Vorfeld zu beantworten): | ---|---| Sind die vom Planungsgegenstand Betroffenen auch die zu Beteiligenden? | -> Gibt es einen Überblick über die Betroffenen und die unterschiedliche Art der Betroffenheit? | Kommt die Beteiligung zum richtigen Zeitpunkt im Entscheidungsprozess (nicht zu spät)? | -> Sind die richtigen Zeitfenster gewählt (Beitrag zur Problemwahrnehmung, Analyse, Lösungs- bzw. Variantensuche, Maßnahmenformulierung..)? | Haben – insbesondere bei lang dauernden Prozessen – die Bürger ausreichend Ressourcen für ihre Beteiligung zur Verfügung? | -> Gibt es Überlegungen dazu, welchen Zeitaufwand die Bürger haben und wie man ihnen Unterstützung geben könnte? | Passen die Beteiligungsmethoden zum Planungsgegenstand? | -> Gibt es eine klare Zuordnung zwischen Methode und angestrebtem Ziel im jeweiligen Prozess-Baustein? | Passt der Beteiligungsprozess zum sonst in der Gemeinde / Region üblichen Austausch zwischen Politik und Bürger? Wird mit der Beteiligungsenergie verantwortungsvoll umgegangen? | -> Wie sind die Erfahrungen der Bürger mit einer Beteiligung am politischen Leben? | Anm SG: ob der Prozess zum "üblichen Austausch" passt, empfinde ich nicht als wesentliches Kriterium. So geht es ja bei der Beteiligung oft auch darum neue, noch unübliche Wege des Austausches zu gehen, die bekannten Grenzen zu sprengen. A 4 Werden die Rahmenbedingungen für die räumliche Planung beachtet? Qualitätskriterien (mit Beschreibung): | Fragen (im Vorfeld zu beantworten): | ---|---| Wird wenn die zur Verfügung stehende Zeit beim Design des Beteiligungsprozess berücksichtigt? | -> Gibt es einen klar festgelegten zeitlichen Rahmen für den Prozessablaufplan? | Sind der zeitliche Rahmen und die ihn verursachenden Rahmenbedingungen öffentlich kommuniziert? | -> Gibt es Notwendigkeiten, die auf einen festgelegten Termin zur Entscheidungsfindung verweisen? | Ist der Prozess an die Gemeindegröße bzw. an den Problemraum angepasst? | -> Wurden die Planungsinhalte hinsichtlich ihres sinnvollen räumlichen Zuschnitts überprüft? Wurde geprüft, ob grenzüberschreitende Abstimmungen notwendig sind? | Passt der Prozess zu den Förderungskriterien? | -> Sind die Förderkriterien bekannt? | A 5 Übernehmen die am Prozess Beteiligten Verantwortung für den Planungsprozess? Qualitätskriterien (mit Beschreibung): | Fragen (im Vorfeld zu beantworten): | ---|---| Ist der politische Wille für den Beteiligungsprozess gegeben? | -> Sind die Motive für den Start eines Beteiligungsprozesses angesprochen und geklärt? | Übernimmt der Bürgermeister als Zuständiger für den Gesamtprozess die Rolle des ‚Kümmerers‘? | -> Sind die Rollenverteilungen im Prozess grundsätzlich angesprochen und geklärt? Anmerkung: Dass der Bürgermeister (oder die Bürgermeisterin) die Rolle des ‚Kümmerers‘ übernimmt, ist aus meiner Sicht kein Qualitätskriterium! | Sehen sich die Beteiligten und Betroffenen als Helfer bei der Suche nach der besten Raumnutzung? | -> Mit welchen Methoden kann ein konstruktiver Dialog unterstützt werden? | Wird auf gleicher Augenhöhe diskutiert und herrscht Offenheit von beiden Seiten? | -> Gibt es eine verborgene Agenda und Ziele, die nicht kommuniziert werden? Anmerkung: Von beiden(?) Seiten? - Es gibt oft mehr als zwei Seiten! | Werden Antriebe und Ängste aller Beteiligten (Politik, Verwaltung, Bürger, Experten) im Prozess berücksichtigt? | -> Wurden diese Antriebe und Befürchtungen im Vorfeld reflektiert und offen angesprochen? | Wann ist Beteiligung fair? F 1 Ist die Beteiligung ernst gemeint und wird der raumplanerische Input aus der Bevölkerung ernst genommen? Qualitätskriterien (mit Beschreibung): | Fragen (im Vorfeld zu beantworten): | ---|---| Ist die Entscheidung für eine faire Beteiligung im Kopf der Politiker gefallen? | -> War genug Zeit, dies gründlich zu reflektieren? Anmerkung: Diese Formulierung ist aus meiner Sicht ungeeignet. | Sind tatsächliche Gestaltungsmöglichkeiten vorhanden (das Ergebnis steht nicht schon von vornherein fest)? | -> Sind die Entscheidungsspielräume im Vorfeld klar benannt? | Ist klar, was mit den Ergebnissen geschehen wird, und ist das von allen Beteiligten akzeptiert? | -> Kann der Beteiligungsprozess in einzelne Schritte mit klaren Aufgaben und Zielen zerlegt werden? | Erhalten die Beteiligten eine Rückmeldung zu ihren Vorschlägen oder Anliegen? | -> Gibt es Überlegungen zu den wichtigsten Kommunikationsmedien? | Besteht nicht die Gefahr, dass die Ergebnisse die Möglichkeiten der Politik/Verwaltung übersteigen? | -> Sind derartige Ergebnisse im Vorfeld absehbar? Gibt es Strategien, wie damit umgegangen werden soll? Anmerkung: Diese Formulierung ist aus meiner Sicht ungeeignet. | F 2 Stimmen die Spielregeln für den Beteiligungsprozess? Qualitätskriterien (mit Beschreibung): | Fragen (im Vorfeld zu beantworten): | ---|---| Gibt es im Prozess gemeinsam vereinbarte Spielregeln? | -> Sind diese Spielregeln (zumindest als Vorschlag) formuliert? | Gibt es eine Vorbereitungsphase, in der das Prozessdesign entwickelt wird? | -> Stehen für die Vorplanung Zeit und finanzielle Mittel zur Verfügung? | Sind Rollen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten sowie der Verhandlungsspielraum und seine Grenzen klar und transparent? | -> Gibt es dazu einen ausgearbeiteten Vorschlag? | Stehen genug Zeit und Geld für den Beteiligungsprozess zur Verfügung? | -> Ist der Beteiligungsprozess finanziell kalkuliert? | F 3 Ist die Informationspolitik fair? Qualitätskriterien (mit Beschreibung): | Fragen (im Vorfeld zu beantworten): | ---|---| Werden die Grundinformationen für alle Gruppen sprachlich angemessen aufbereitet (z.B. Planauflagen sind nicht für alle lesbar)? | -> Gibt es dazu konkrete Überlegungen? Sind die notwendigen Mittel eingeplant? | Sind die Plandarstellungen objektiv? | -> Ist vorab geklärt, welche relevanten Informationen zur Verfügung stehen müssen? Anmerkung: Diese Formulierung ist aus meiner Sicht ungeeignet. Wann ist etwas objektiv?! | Ist die Kommunikation anspruchsgruppengerecht und ehrlich? | -> Gibt es ein Kommunikationskonzept? Ist dieses budgetiert? | F 4 Betrifft das Thema die Bedürfnisse der Bevölkerung? Qualitätskriterien (mit Beschreibung): | Fragen (im Vorfeld zu beantworten): | ---|---| Hat der (Raum-)Planungsprozess Bezug zu realen Bedürfnissen und werden diese auch als Bedürfnisse wahrgenommen? | -> Gibt es Überlegungen, wie das Problembewusstsein gefördert werden könnte? Anmerkung: Diese Formulierung ist aus meiner Sicht ungeeignet. Was sind reale Bedürfnisse? | Stimmt die Balance zwischen Einzelinteressen und Gemeinwohl und wird die Gesamtheit zum Thema gemacht? | -> Sind die das Gemeinwohl betreffenden Fragestellungen vorab geklärt? | Werden alle (oder die richtigen) Raumnutzer einbezogen (z.B. auch Touristen, Kinder und Jugendliche, zukünftige Nutzer…)? | -> Sind die Anspruchsgruppen im Vorfeld definiert? Wurden dabei auch die nicht organisierbaren Gruppen berücksichtigt? | Wann bringt die Beteiligung einen (persönlichen) Zugewinn? Z 1 Findet ein Erkenntnisgewinn statt und wird der persönliche Horizont durch den Beteiligungsprozess erweitert? Qualitätskriterien (mit Beschreibung): | Fragen (im Vorfeld zu beantworten): | ---|---| Besteht die Möglichkeit, dass andere Sichtweisen die Diskussion bereichern? | -> Mit welchen Mitteln soll der Austausch zwischen verschiedenen Raumnutzern / Anspruchsgruppen gezielt gefördert werden? | Ist vorgesehen, dass man in gastlichem Ambiente neue Menschen und Ansichten kennenlernen kann? | -> Welche Überlegungen zu den Austauschplattformen gibt es schon im Vorfeld? | Ermöglicht der Beteiligungsprozess neue Beziehungen und stärkt er die Vernetzung? | -> Gibt es Formen des Diskurses, die für eine begrenzte Zeit eine gewisse Regelmäßigkeit beinhalten? | Wird das gegenseitige Vertrauen zwischen Politik, Verwaltung und BürgerInnen gestärkt? | -> Gibt es ausreichend Raum, um andere Positionen zur Raumnutzung kennen und verstehen zu lernen? | Z 2 Können persönliche Anliegen berücksichtigt werden? Qualitätskriterien (mit Beschreibung): | Fragen (im Vorfeld zu beantworten): | ---|---| Stoßen die Anliegen der einzelnen beteiligten auf Verständnis im Prozess? | | Finden sich die Beteiligten in den Ergebnissen wieder ? | -> wie kann eine wertschätzende und sorgfältige Bearbeitung der einzelnen Anliegen gewährleistet werden und wie wird diese kommuniziert? | Können durch den Beteiligungsprozess bessere Lösung für die individuelle Situation der Beteiligten gefunden und umgesetzt werden? | | Werden ihre Vorstellungen und Ziele berücksichtigt und umgesetzt? | Z 3 Ernten die Beteiligten Anerkennung? Qualitätskriterien (mit Beschreibung): | Fragen (im Vorfeld zu beantworten): | ---|---| Erhalten die Beteiligten mit ihren Ideen / Ansichten die Anerkennung der Politik? | -> Gibt es konkrete Überlegungen zu einer ‚Kultur der Anerkennung‘? | Fühlen sich die Beteiligten im Prozess ernst genommen? | -> Gibt es Spielregeln zum Umgang mit Mindermeinungen? | Es ist wichtig alternative Beteiligungsangebote zu schaffen, zielgruppenspezifisch einzuladen, ein für die Zielgruppe passendes Format zu wählen z.B. Seniorennachmittag, problembezogene Einzelveranstaltungen, Begehungen, Befragungen etc. Diese Vorgehensweise erfordert ein umfassendes Verständnis von Raumplanung. Raumplanung ist ein Medium für sämtliche raumrelevanten Anliegen in einer Gemeinde, welches ein dynamisches Verständnis von allen Beteiligten fordert. Raumplanung soll in Teilschritten erfolgen, ohne dabei die Gesamtvision aus den Augen zu verlieren. Der Plan stellt die Grundlage der Diskussion dar und nicht das endgültige Ziel. Raumplanung ist ein Prozess. Raumplanung umfasst somit eine ganzheitliche Betrachtung der Gemeinde in Hinblick auf ihre Stärken und Entwicklungspotentiale. Es sollen Gemeindeentwicklungen angestoßen werden, welche gemeinsam mit den Bürgern ausformuliert, einer Prüfung unterzogen und von der Gemeindevertretung allfällig beschlossen werden. Dadurch können die Bürger Mitverantwortung für die räumliche Zukunft der Gemeinde übernehmen. Welche Aufgabe können die Bürger erfüllen? Raumplanung ist Aufgabe der Gemeindevertretung und nicht der Gemeindebürger. Die Bürger sind aber aufgefordert ihre Anliegen einzubringen. Raumplanung will die Anliegen der Bürger verstehen und diese in einen Gesamtzusammenhang bringen. Raumplanung fördert den Zusammenhalt über gemeinsame Werte und Ziele der Bürger. Praxisbeispiele für Beteiligungsprozesse in der Raumplanung Die Grundstruktur für die Beschreibung der Praxisbeispiele wurde analog zur Beispielsammlung von www.partizipation.at gewählt, um die gegenseitige Passfähigkeit sicher zu stellen. Wenn Sie ein Praxisbeispiel dokumentieren wollen, kopieren Sie bitte das gesamte Kapitel als Formatvorlage, dann können andere dieselbe Vorlage weiter benutzten. Danke! Projekttitel Stand: (Monat/ Jahr) Ort: Dauer: Kurze Projektbeschreibung [etwa 5 Zeilen] Hintergrund [um welches Thema geht es, welche Personen(-gruppen) und Institutionen waren betroffen, Rahmen, wer hat den Beteiligungsprozess initiiert etc.] Ziel(e) Prozess [welches Design, welche Methode(n) wurden gewählt, wer wurde beteiligt, Ablauf, Meilensteine etc.] Ergebnisse des Beteiligungsprozesses [welche Ergebnisse konnten im Beteiligungsprozess erzielt werden, Stand der Umsetzung] Erfahrungen zum Weitergeben / Lessons learnt Angewandte Methoden [bitte markieren, auch Mehrfachnennungen möglich; Hinweise zu den einzelnen Methoden erhalten Sie unter www.partizipation.at - Aktivierende Befragung - Anwaltsplanung - Auflageverfahren - Bevölkerungsumfrage - BürgerInnenrat - BürgerInnenversammlung - Community Organizing - Delphi-Befragung - Dragon Dreaming - Dynamic Facilitation - Epesos-Modell - Fish Bowl - Fokusgruppe - Internet-Forum - Internet-Partizipation - Konsensus-Konferenz - Kooperativer Diskurs - Mediation - Neo-Sokratischer Dialog - Open Space Konferenz - Planning for Real - Planspiel - Planungszelle - Runder Tisch - Soziokratie - SUP am runden Tisch - Systemisches Konsensieren * Wahrnehmungsspaziergang (AAS) - Workshop - World Café - Zukunftskonferenz - Zukunftswerkstatt * SHARC * CESBA Sprint - Andere: .......................................... - Andere: .......................................... - Andere: .......................................... Thematischer Bereich [bitte markieren, auch Mehrfachnennungen möglich] - Leitbild, Dorf- und Stadtentwicklung allg. - Räumliches Entwicklungskonzept - Flächennutzungsplan / Bebauungsplan - Quartiersentwicklung - Fuß-/Radwegekonzept - Spiel- und Freiraumkonzept - Verkehrsplanungen - Leitungsnetze, Trassen - Raumbedeutsame Einzelvorhaben AuftraggeberIn [wer hat den Beteiligungsprozess beauftragt] Prozessbegleitung und -beratung Kosten und Finanzierung [wie hoch waren die Kosten des Beteiligungsprozesses, wer hat den Prozess finanziert] Publikationen zu diesem Verfahren [gedruckt oder digital] Angaben zur Person, die dieses Fallbeispiel zur Verfügung stellt: Name Beruflicher Hintergrund: Institution: Straße: PLZ: Ort: Land: Telefon: e-mail: website: Rolle im beschriebenen Verfahren:
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An so einem Tag fällt es mir etwas schwer, mich auf Fragen des nachehelichen Unterhalts zu konzentrieren, aber der Verfassungsblogger ist von eiserner Disziplin, zumal das heutige BVerfG-Urteil tatsächlich ein ziemlicher Hammer ist. Ich mach es kurz, damit ich wieder Al-Jazeera kucken gehen kann: Die roten Roben vom Schlossbezirk haben den purpurnen Roben aus der Herrenstraße tüchtig einen eingeschenkt und sie der verfassungswidrigen Anmaßung gesetzgeberischer Kompetenzen geziehen. Das kommt nicht oft vor, selbst zwischen diesen beiden Institutionen, die eine lange und wechselvolle Geschichte des gegenseitigen Sichstreitigmachens der Rolle als Gericht Nr. 1 im Staate miteinander verbindet, und wird das Karlsruher justizielle Mikroklima spürbar abkühlen, vermute ich mal. Nach Ansicht des Ersten Senats löst sich die Art und Weise, wie der BGH den nachehelichen Unterhalt bei Wiederverheiratung eines der Geschiedenen berechnet, von dem Konzept des Gesetzgebers zur Berechnung nachehelichen Unterhalts und ersetzt es durch ein eigenes Modell. Mit diesem Systemwechsel überschreitet sie die Grenzen zulässiger richterlicher Rechtsfortbildung. Soll mir recht sein, kann ich auch gar nicht beurteilen. Was ich mich aber frage, ist, ob sich das BVerfG an den Maßstäben, die es – ganz zu Recht, wie ich finde – gewaltenteilungsmäßig an die Justiz generell anlegt, auch selber zu beugen bereit ist. Art. 20 Abs. 2 GG verleiht dem Grundsatz der Gewaltenteilung Ausdruck. Auch wenn dieses Prinzip im Grundgesetz nicht im Sinne einer strikten Trennung der Funktionen und einer Monopolisierung jeder einzelnen bei einem bestimmten Organ ausgestaltet worden ist (…), schließt es doch aus, dass die Gerichte Befugnisse beanspruchen, die von der Verfassung dem Gesetzgeber übertragen worden sind, indem sie sich aus der Rolle des Normanwenders in die einer normsetzenden Instanz begeben und damit der Bindung an Recht und Gesetz entziehen (…). Richterliche Rechtsfortbildung darf nicht dazu führen, dass der Richter seine eigene materielle Gerechtigkeitsvorstellung an die Stelle derjenigen des Gesetzgebers setzt. Nun hat das BVerfG es nicht mit einfachen Gesetzen, sondern mit der Verfassung zu tun. Und die Verfassung ist ein offener Normtext und deshalb viel auslegungs- und fortbildungsbedürftiger als, sagen wir, das BGB. Aber trotzdem bindet Art. 20 II GG auch das BVerfG. Und die Frage, ob die materielle Gerechtigkeitsvorstellung hinter der Beschwerdebefugnis aus Art. 38 GG gegen EU-Kompetenzerweiterungen tatsächlich die des Verfassungsgebers war und niemandes sonst, muss man hier schon stellen dürfen… Update: BGH-Robenfarbe korrigiert – sorry Foto: Markus Dollinger, Flickr Creative Commons Congrats! You read this long post all the way down. Thanks, much obliged! Now, let me ask you something: Do you enjoy reading Verfassungsblog? If you do, please support us so that we can keep up our work and stay independent. All the best, Max Steinbeis
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Der folgende Beitrag ist zum einen eine Antwort auf Streetdogg's Beitrag, zum anderen der generelle Versuch eine ausführliche Begründung für Delegationen zu formulieren. Diese Begründung basiert nicht auf meinen Überlegungen, sondern auf den von mir bisher gelesenen Texten und den Konzepten der Liquid Feedback Entwickler. Vorweg möchte ich Streetdogg auch hier noch einmal öffentlich meinen Dank ausrichten. Er hat mir etliche Statistiken der Liquid Feedback Datenbank ausgewertet. Wer Interesse hat findet einige Zahlen hier. Ebenfalls vorweg möchte ich in Streetdogg in einigen unproblematischen Punkten zustimmen: - Ja, wir alle sollten nach Wegen suchen, wie wir die Liquid Feedback so weiter entwickeln können, dass es für uns alle besser funktioniert. Dein Aufruf nach einer kritischen Prüfung und Behebung von Problemen im Detail finde ich sehr konstruktiv. - Ja, dass die Liquid Feedback Bedienungs-Oberfläche einer der größten Mängel ist, dies zeigen alle Umfragen. Aber: Am neuen Interface wird gearbeitet. Die Entwickler suchen zurzeit Beta-Tester. Freiwillige melden sich hier oder hier. - Ja, Liquid Feedback gibt mir keine Möglichkeit zu sehen, was aus meinen Delegationen geworden ist. Ich kann sie nicht mit "einem Klick" schnell überprüfen. Dies ist ein großer Mangel, der zurzeit nur mit Blick in die Datenbank gelöst werden kann. Dies muss dringend in der Liquid Feedback Oberfläche selbst möglich sein. - Jap, Auto-Ablehnen ist (auch imho) Murks und gehört abgeschafft. - Jap, Datenschutz ist ein schwieriges Thema. Imho ist der jetzige Kompromiss schon sehr weitgehend, ich hielte Deinen Vorschlag theoretisch aber für gangbar, wenn auch nicht zwingend notwendig. Laut Umfragedaten ist "Datenschutz" eher ein nachgeordnetes Problem. Und an die wenigen (sehr lauten) Stimmen zu dem Thema: Wer sich politisch nicht öffentlich äußern will oder kann, sollte über die Sinnhaftigkeit einer Mitgliedschaft in einer der Öffentlichkeit verpflichteten Institution, wie sie Parteien nun mal sind, nachdenken. Hier bieten NGOs sicher ein besseres zu Hause. Wer der Gesellschaft vorschreiben will, wie sie handeln soll, und dafür ihr Vertrauen erlangen möchte, muss für diese Position öffentlich, transparent und verantwortungsvoll einstehen. Dies ist sogar eine Forderung der Piraten. Liquid Feedback wurde explizit u.a. auch dafür erfunden. Eine weitere "Verstümmelung" dieser Transparenz halte ich für kontraproduktiv. - Ja, komplett inaktive Parteimitglieder sind stets ein Problem. Der Verfall der Delegationen nach drei Monaten Inaktivität des Nutzers im System wurde jedoch bereits beschlossen und befindet sich bereits in der Umsetzungsphase. Das kann natürlich frühstens in drei Monaten greifen. Streetdogg, aka Stephan, und ich hatten darüber bereits darüber einige Stunden telefoniert, jedoch möchte ich unseren Dissens in diesem Punkt noch einmal hier vertextlichen. Wie Stephan in seinem Text bereits richtig bemerkte, habe ich eine mögliche Antwort auf seine Kritik bereits in diesem Text über unterschiedliche Verständnisse von Basisdemokratie verfasst. Ich möchte allerdings in diesem Text noch etwas konkreter werden. 1.) Die Mär von der geringen Beteiligung: Du attestiert Liquid Feedback einen Fehlstart und beschwerst Dich über geringe Nutzungszahlen. Ich schätze dies anders ein. Zum einen haben sich vom Start der Software bis zum ersten Programmparteitag durchschnittlich zwischen 500 bis 600 Piraten pro Initiative "direkt" beteiligt. Dies geht aus Deinen eigenen Zahlen hervor. Nun sagen manche, dies seien ja nicht alle, nicht mal die Hälfte der 12.000 Piraten, also sei die Beteiligung gering. Auch wenn Du selbst diesen Vorwurf nicht direkt aussprichst, so schwebt dieser Vorwurf auch bei Dir immer wieder zwischen den Zeilen drin. Ich denke hier wird mit dem falschen Maßstab gemessen. Ich habe einmal einige Vergleichszahlen aus Online- und Offline-Beteiligungs-Projekten zusammen gestellt: - Beteiligungs-Plattform „Frankfurt gestalten“ – 1 Jahr – 44 Initiativen (680.000 Einwohner) - Die deutschsprachige Wikipedia, Eintrittshürde: 0, Bekanntheit: 1000 %, Zielgruppe: ca. 100 Millionen Muttersprachler in 8 Ländern; Jedoch: im Kern nur 3000 Aktive & ca. 300 Admins (+ stark sinkend). - Adhocracy der Enqutete Kommission „Internet und Digitale Gesellschaft“: Zielgruppe ca. 62 Mio Wahlberechtigte, Eintrittshürde: E-Mail-Adresse. Komplett anonyme Teilnahme möglich. Ergebnis: ca. 1000 registrierte Nutzer, ca. 100 Vorschläge. Populärstes Einzelthema: 219 Nutzer stimmten ab. Über 50 Uservotes kommen nur rund 10-15 Themen. Alle anderen teils deutlich drunter. - Adhocracy der Linkspartei: 523 Nutzer (bei 74.000 Mitgliedern), populärstes Thema: 35 Stimmen - Adhocracy der Grüne Jugend: 66 Mitglieder, 20 Vorschläge. - Der Bürgerhaushalt in Berlin (im zweiten Jahr in Folge), aufwendig organisiert. Oft nur 10-20 Besucher, Negativrekord waren 3.Ähnlich sieht es beim Bürgerhaushalt in Hamburg und anderen Städten aus. - Oberknüller: Der Bundespräsident lud in Bonn zum ersten "Bürgerforum" ein. Laut einem Deutschlandradio Bericht waren 10.000 Anrufe nötig um 400 Freiwillige in Bonn und Umgebung zu finden. Von diesen kamen wiederum nur 200 tatsächlich zur Eröffnung mit dem Bundespräsidenten. Und die Zahl der 500 bis 600 Aktiven vor dem Themenparteitag stellen ja nur die wirklich "durchgehend" Aktiven dar. Insgesamt haben schon über 1580 Piraten mindestens einmal selbst an einer Abstimmung teilgenommen, 801 haben sogar an mehr als 10 Abstimmungen teilgenommen, 1989 Piraten haben einmal eine Inititiative unterstützt, 2041 haben sich für mindestens ein Thema interessiert. Zudem "weigert" sich Streetdogg Delegationen als Meinungsäußerung zu akzeptieren. Er löscht diese in seiner "Aktiven"-Statistik regelmäßig. Zählte man sie hinzu kommen man zumindesten bis zum Bundesparteitag auf regelmäßig auf 600 bis 1000 Beteiligte. Aber selbst wenn man sich nur auf die 500-600 (bis zum Parteitag) dauerhaft aktiven Piraten begrenzt, ist das Ergebnis gut. Denn bei vielen Abstimmungen in Liquid Feedback nahmen meist mehr Piraten teil, als beim anschließenden Bundesparteitag. Zwar waren vor Ort 540 Piraten gemeldet, jedoch nahm nur ein Teil an beiden Parteitagen, bzw. an allen Abstimmungen teil. Ich habe dafür im Protokoll an den Stellen dafür Belege gefunden, wo geheim oder mit Auszählung abgestimmt wurde. Beispiele: - Die Wahl des Versammlungsleiters: 454 - "Transparenz und Korruptionsbekämpfung in der Wirtschaft": (genau) 400 - "Vielfältige Beteiligung der Gesellschaft am Bildungsprozess für Kinder und Erwachsene": 338 - "Gewaltenteilung und demokratische Legitimation": 359 - "Atomausstieg / Sicherheit kerntechnischer Anlagen": 376 Als zweiter Grund kann die geringe Akzeptanz von Liquid Democracy Meinungsbildern im Bundesvorstand gesehen werden. Dieser nutzt das Feedback aus der Partei - so lässt es sich am freundlichsten beschreiben - gar nicht, setzt sich sogar teilweise darüber hinweg. Eine "aktive" Nutzung - also etwa umstrittene Entscheidungen der Parteibasis vorzulegen und sie über diese Abstimmung etwa per E-Mail zu informieren - findet ebenfalls nicht statt. Andere Beispiele haben gezeigt, dass die Beteiligung an Umfragen und Meinungsbildern durch eine aktive Aufforderung des Vorstand sehr hoch sein kann. So haben sich an den Umfragen, die an die Parteimitglieder in Bayern oder Baden-Würthemberg direkt per E-Mail verschickt wurden, sehr viele Mitglieder beteiligt. Ähnlich hoch ist auch die Beteiligung an Liquid Feedback im Landesverband Berlin, wo sich der Vorstand von jeher aktiv am System beteiligt. Und last but not least: Kann die Abnahme an der Beteiligung an Liquid Feedback noch mit der Abnahme an der Parteiaktivität generell zu tun haben. Insgesamt scheint mir der absolute Wert der Beteiligung ein schwieriger Indikator für die Qualität eines Systems, da stets unklar ist, was jeweils Ursache oder Wirkung ist. Selbst ein Zeitverlauf der Beteiligung ist höchst interpretationsanfällig und sollte frühstens nach der Vorbereitung eines zweiten Themenparteitag herangezogen werden. Ohne Aussicht auf einen solchen Themenparteittag und mit einem Bundesvorstand, der faktisch gegen Liquid Feedback arbeitet, verwundert es mich, sich zurzeit überhaupt noch Piraten mit Liquid Feedback arbeiten. Dies nun aber der "Software" vorwerfen, finde ich sehr einseitig. 2.) Der große Denkfehler von Streetdogg: Delegation als "Verlust" der Stimme In seinem Text schreibt Streetdogg: "Zunächst sollte man sich aber ein paar Gedanken über Liquid Democracy machen. Relativ einleuchtend dürfte sein, dass Liquid Democracy keine direkte und auch keine repräsentative Demokratie ist. Weniger klar ist vielleicht, dass es (so wie in Liquid Feedback implementiert zumindest) auch keine Mischung aus beiden Demokratieformen ist. Was wir in diesem System vor uns haben, hat Eigenschaften, die weder in der einen noch in der anderen Demokratieform zu finden sind.Zunächst einmal möchte ich Streetdogg auf der "Definitonsebene" widersprechen. Liquid Democracy _lässt_ sich in eine klassische Definition einordnen, nämlich in die der "identitäre Demorkatie", was ich hier ausführlich erklärt hatte. Der wichtigste Unterschied ist, dass die Teilnehmer nicht alle das gleiche Stimmgewicht zugesprochen bekommen. Die Entscheidung einer Person kann doppelt soviel zählen, wie die einer anderen, oder dreimal so viel, zehnmal soviel oder gerne auch hundertmal soviel." In der ursprünglich von Jean-Jacques Rousseau geprägten "identitären Demokratie" bleibt der Wille des Volkes (die Identität) erhalten.Wie das zu funktionieren sollte, ist bis heute jedoch nie klar geworden. Idealisten glaubten an die "Räte-Republik" in der sich die Gesellschaft in Tausenden von Räten zusammensetzen, die eine große Pyramide bilden. Das imperative Mandat, oder die Basisdemokratie der Grüne sind andere Ausprägungen. Rousseau und später Marx glaubten an einen klar erkennbaren Gemeinwillen ("volonté generale"), den die DDR schließlich mit einer "Diktatur des Proletariats" durchsetzen wollte. Die Idee der "Liquid Democracy" gehört ebenfalls in diese Rubrik der radikal-basisdemokratischen Ideengeschichte. Und zwar aus zwei Gründen: - Ich kann im Zweifelsfall über jedes Gesetz selbst abstimmen (und sogar welche initiieren) - Die "Delegation" ist kein Akt der Repräsentation.(dazu der nächsten Absatz ausführlich!) 3.) Der Charakter der Delegation: Vertretung statt Repräsentation Mit dem Denkfehler den Streetdogg hier begeht, steht er nicht allein. Im Gegenteil: Viele die sich "gegen Delegationen" aussprechen, sind meiner Beobachtung nach "gegen" den (angeblich) 'repräsentativen Teil' der Liquid Democracy. Na klar. "Basisdemokratie", "Mitbestimmung", "Beteiligung", "Anti-Eliten-Partei", "Anti-Macht-Partei", "Themen statt Gesichter" - dies sind ja die 'Ideale' aus denen heraus sich die Piratenpartei in Deutschland zu einem großen Teil speist. Die Piraten versuchen (zurecht!) Mitbestimmung für jeden übers Internet zu ermöglichen. Kein Wunder, dass unter Piraten Machtkonzentration bei wenigen 'Superdelegierten' auf allergische Ablehnung stößt. Das es zumindest zwischen den Themenparteitagen, in Phasen geringer Aktivität, zu einflussreichen Superdelegierten kommen kann, dies hat Streetdogg nun auch noch einmal visuell eindrucksvoll bewiesen. Und es stimmt auch, dass sogenannte "Fire-&-Forget" Delegationen problematisch sind. Ein Teil dieses Problem sollte sich bald von alleine lösen, da zukünftig alle Delegationen von inaktiven Mitgliedern (Inaktiv = 3 Monate nicht eingeloggt) automatisch verfallen. Doch machen wir es uns nicht zu einfach. Auch danach wird es weiter Delegationsketten und Superdelegierte geben. Wir müssen uns überlegen, ob wir das wollen? Ich denke ja und möchte erklären warum: - Die Magie liegt im "eigentlichen Akt" der Delegation. Die Auswahl des Delegationsempfängers wird dabei von den Kritikern meiner Meinung nach unterschätzt. Denn wem ich meine Stimme "anvertraue", das ist nicht sicher nicht "zufällig". Dabei geht es, wie überall in der Politik um Vertrauen. Im Liquid Feedback sind die Delegations"könige" daher auch nicht zufällig alles herausragende Persönlichkeiten. Ist es nicht geradezu ein "Beweis", dass Delegationen funktionieren, wenn ausgerechnet die jüngste Partei Deutschlands einen fast 50-jährigen Professor zur "mächtigsten Person" ihrer innerparteilichen Demokratie macht? Und zwar nicht, weil einige wenige dies so sehen, sondern sehr viele gemeinsam? . - Auch die Weitergabe über mehrere Ebenen sehe ich als "im-Sinne-der-Idee" an. Ich vertraue meinem Kumpel Bernd eine globale Delegation an. Damit vertraue ich ihm nicht an, nun in "allen Feldern" die kompetenteste Entscheidung zu treffen, sondern vielleicht nur die innerhalb seines Umfeldes kompetenteste Person zu finden, die das Thema entscheiden kann. Und wenn mein Freund Bernd der Meinung ist, dass dies sein Freund Hannes das ist, dann ist das ok. Und auch Hannes mag vielleicht nicht alles wissen, sondern in verschiedenen Themenbereichen an verschiedene Personen delegieren, die er für kompetent hält. Frage: Wurde meine Stimme nun, da sie dreimal weiter gereicht wurde, "weniger" wert oder schlechter? Nein. Im Gegenteil: Durch die Möglichkeit der Weitergabe - auch über 7 Ecken und mehr, hat sie letztlich auch nur diejenige Person erreicht, die wir, wenn wir zusammen geständen hätten, als die kompetenteste und an diesem Thema am meisten Interessierteste unter uns gewählt hätten. Denn alle anderen, einschließlich mir selbst, hätten ja, bei höherem eigenen Interesse, selbst abstimmen können. . - Einige Piraten scheinen auch Kontrollfreaks zu sein. Sie können nicht "loslassen", wenn sie an jemanden delegieren (=eine Stimmvollmacht erteilen). So ist es zum Beispiel offenbar außerhalb des Vorstellungsvermögens, dass es auch im Rahmen der Vollmacht sein könnte, von der Vollmacht keinen Gebrauch zu machen und an einer Abstimmung eben nicht teilzunehmen. Interessanterweise wird der Kontrollreflex umso stärker, je offensichtlicher (transparenter) es ist, dass andere (!) etwas entscheiden. Man könnten natürlich einfach teilnehmen, sofern man zum Thema eine Meinung hat. Oder aber zunächst einmal vertrauen (!) und ggf. Konsequenzen ziehen oder aber nicht delegieren. . - Wenn ich meine Stimme delegiere, dann sagt Streetdogg sie sei "weg". Wirklich? Wie sieht die Alternative zu einer Delegation aus? Alles Selbst-Abstimmen? Nein. Gerade die jetzt geringen Beteiligungsquoren zeigen ja, dass eben nur wenige Parteimitglieder sich in die aktive Arbeit einmischen können oder wollen. Die Alternative zur Delegation heißt also in der Regel "Gar-Nicht-Mitbestimmen" oder "Sich-Enthalten". Folge: Durch meine "Auswahl" der Delegation, gewinne ich als einfaches Parteimitglied - obwohl ich wenig Zeit habe - sogar noch an Einfluss in der Partei. Dies tue ich, indem ich an eine kompetente oder meiner politischen Richtung nahe-stehende Person delegiere. [Dies ist übrigens ein Verhalten, das sich auch in der Offline-Politik, z.B. auf jedem Parteitag beobachten lässt. Menschen orientieren sich an ihrem Kreisvorsitzenden, am besten Parteifreund auf dem Nachbarsitz, an einem überzeugenden Redebeitrag und manchmal sogar an einem Mitglied des Bundesvorstands (der sitzt nicht zufällig vorne, erhöht auf einer Tribüne in Richtung Partei und gut ausgeleuchtet! ;).] . - Parteimitglieder erhalten durch Liquid Feedback auch Zugriff auf die gesamt-politischen Ausrichtung einer Partei. Denn bei der Auswahl der Delegation kommt es längst nicht nur darauf an, einen "Wissens-Experten" zu finden. Der Pirat "Korbinian" etwa zeigt ein deutliches sozial-liberales (bisweilen auch links-anarchistisches) Profil, während beispielsweise der Pirat "Sekor" eher den neo-liberalen, konservativeren Flügel abbildet. Der Pirat "maha" steht in diesem Vergleich eher in der liberalen Mitte. Ein Pirat kann nun mit seiner Delegation auf einem dieser "Persönlichkeiten" den jeweiligen Parteiflügel und somit auch - ohne viel Aufwand - die grundsätzliche Parteiausrichtung seiner Partei beeinflussen. Ähnliche Partei-Flügel gibt es in allen Parteien (z.B. Seeheimer Kreis als einer von vielen Flügeln in der SPD). Sie sind in Liquid Feedback eben nur viel transparenter und "flüssiger". . - Auch im Vergleich mit der sonstigen Partei-Praxis scheint mir die Delegation nur die (transparentere & flüssigere) Abbildung, der auch sonst üblichen Parteivorgänge: Die meisten Positionen der "großen" Parteien werden von kleinen Arbeitskreisen und dort oft von Einzelpersonen (vgl. Arbeitspapier des CSU-Netzrat oder gar HartzIV-Kommission der Regierung Schröder) erarbeitet. Diese AGs und Arbeitskreise werden in der Regel von Vorständen eingesetzt oder beauftragt. Hier liegt quasi eine "Offline-Delegation" vor. Parteimitglieder delegieren ihre Macht an den Vorstand und der macht eine Art "Offline-Themabezogene-Delegation" an einen AG-Vorsitzenden. Aber auch die selbstständigen Arbeitsgruppen, sind auf (Macht-)Delegationen angewiesen. Ganz beeindruckend kann man das sehen, anhand der bisher eher hilflosen AG Netzpolitik in der SPD. Die macht ähnlich wie der Netzrat der CSU eine tolle Arbeit, ihnen fehlt jedoch jegliche "Machtdelegation" in der Partei. Große Mehrheiten in der SPD als auch CSU, so kann es zumindest die Parteiführung behaupten, stehen voll hinter dem Glücksspielstaatsvertrag mit Netzsperren. Den jeweiligen "Experten-Gruppen" fehlt ein Liquid Feedback in ihrer Partei, um das Gegenteil zu beweisen. . - Eine weitere zentrale Kritik von StreetDogg ist, dass Liquid Feedback den einzelnen Pirat gegenüber den "Super-Delegierten" machtlos macht. Richtig ist, dass ein Super-Delegierter mehr Macht hat, als ein Pirat ohne Delegationen. StreetDogg zieht daraus, die Konsequenz, dass Delegationen ihren Sinn nicht erfüllen würden. Dies ist meiner Meinung nach falsch. Denn es IST genau das Ziel, der Delegationen, dass aktive und vertrauenswürdige Personen in der Partei mehr Macht bekommen. Let's face it: Unterschiedliche Macht-Konzentrationen in Parteien wird es *immer* geben. Die Frage ist nur, *wie* der Mechanismus konstruiert ist, an diese Macht zu kommen. Er sollte meiner Meinung nach vor allen Dingen vier Dinge ermöglichen: - Flexibilität & Geschwindigkeit (Bei Skandalen, Wählertäuschung oder Machtmissbrauch, muss Macht schnell entziehbar sein) - Entscheidungsfähigkeit (Am Ende des Prozess stehen verwertbare Ergebnisse) - Transparenz (Wer hat in der Partei Macht und ist von wessen Vertrauen abhängig?) - Chancengerechtigkeit (Jedes Parteimitglied muss [entsprechenden Willen & Fähigkeiten vorausgesetzt] möglichst schnell genauso viel Macht erreichen können.) . - Liquid Feedback erfüllt diese Kriterien meiner Meinung nach. Alternativen wie die Mailingliste (Anonym, Sockenpupen, Macht für Zeiteliten), ein starres Delegiertensystem (wenig Flexibilität, wenig Chancengerechtigkeit) oder Rätesystem mit imperativen Mandaten (langsam, kompliziert, oft ergebnislos) halte ich auf Dauer als unhaltbar. Gerade das bisherige Machtsystem, die "Mailingliste", sehe ich kritisch. Hier ist zwar formell jeder "gleich" (vergleiche das "klassische Verständnis von Basisdemokratie"), jedoch führt die Mailingliste zur Macht derjenigen, die am Lautesten schreien oder am unerträglichsten ihre "Argumente" immer wieder wiederholen (Zeiteliten). Liquid Feedback ist das Gegenmodell dazu. Hier wird nicht jeder Kommentar (= Anregung) "gleich" bewertet, sondern ist dem Votum der Mehrheit ausgeliefert (Anregungs-Bewertung). Die Folge ist, dass vor allen diejenigen viele Delegationen erhalten, die eine glaubwürdige, authentische öffentliche Selbstdarstellung bieten (z.B. auf Twitter, in Blogs oder beruflich) und gleichzeitig in LQFB aktiv sind. Die klassischen "Lauten", oder gar diejenigen die sich Menschen-verachtend äußerten, pöbelten, oder extreme Positionen vertraten, sind deutlich weniger erfolgreich. Aber auch der "einfache" Pirat, gänzlich ohne Delegationen, kann seine Argumente, wenn er sie konstruktiv vorträgt, hier einbringen. Er wird sich aber nicht jedesmal durchsetzen können. Wollte er das tun, müsste er eben mehr Vertrauen in der Partei gewinnen. . - So banal es ist. Ich glaube wenn wir Delegationen abschalten, werden Abstimmung in der Partei kein "gerechteres", sondern ein ungerechteres Abbild darstellen. Strukturen werden verkrusten und einmal gewählte Vorstände oder privilegierte Landes-Delegierte "ihre Macht" für sich selbst und ihre Interessen nutzen (vgl. letzten Absatz über Grüne hier). Ist es nicht bezeichnend, dass selbst der aktivste Befürworter von Liquid Feedback im Bundesvorstand, Christopher Lauer, trotz seiner Bekanntheit in der Partei und trotz seiner vielen Reiseaktivitäten, eben *nicht* die meisten Delegiertenstimmen bekommen hat? Warum entscheiden sich die Leute für den wesentlich ruhiger auftretenden "alten" Professor Martin Haase? . - Der Verweis auf Lime-Survey Abstimmungen, bei denen deutlich höhere Abstimmungs-Quoren erreicht werden, passen aus zwei Gründen nicht: - Zum einen werden alle Parteimitglieder direkt per E-Mail angeschrieben. (Ich halte dies übrigens für richtig und würde mir wünschen, dass der Bundesvorstand solche E-Mails mit Link zu wichtigen Partei-Debatten in Liquid Feedback öfter an alle verschickt) - Lime-Survey Umfragen sind primär Abstimmungen über fixe, vorgegebene Fragen. Es gibt für Parteimitglieder weder die wichtige Möglichkeit vorbei am Vorstand selbst eine Meinungsumfrage zu starten (Gegeninitiative), noch die Möglichkeit im Vorfeld Einfluss auf den zur Abstimmung stehenden Antragstext zu nehmen. Denn Liquid Feedback ist nur zu einem ganz kleinen Anteil eine "Abstimmungsmaschine". Liquid Feedback zeichnet sich ja vor allem durch den ausgezeichnet ausgestalteten Diskussionsprozess im Vorfeld aus, der sich oft über zweieinhalb Monate hinzieht (Anregungen, Abstimmungen über Anregungen, Unterstützer, Debatten auf Twitter & Mailinglisten, Werbung für Initiativen, Debatten in verlinkten Wikis & Piratenpads etc.) 4.) Noch ein paar Anmerkungen hier und da "Es gibt keine technische Begrenzung des Stimmgewichts einer Person. Das System lässt es ohne auch nur im Entferntesten mit der Achsel zu zucken zu, dass alle Stimmen an eine einzige Person übertragen werden, die dann im Alleingang das Ergebnis bestimmt."Ja, warum auch nicht? Wenn "alle" Piraten einzeln und in freiem Willen entscheiden, dass unter ihnen eben dieser "einer" derart viel Kompetenz mitbringt, dass er die besten Entscheidungen trifft, dann soll die Software das auch abbilden. So wie wir Netzneutralität von den Telekoms fordern, sollten wir auch Politneutralität von unserer zentralen Meinungsbildungs-Software fordern. Praktischerweise ist sie schon umgesetzt ;) Übrigens: Selbst wenn wir einmal einen "Piraten-Führer" in unserem Kreis finden sollten, dem wir alle global delegieren: Im Gegensatz zum echten Hitler, kann der "Piraten-Führer" in Liquid Feedback mit nur einem Klick wieder entmachtet werden. Seine Macht hielte aber auch sonst nur, wenn sich alle Piraten bei einer Abstimmung enthalten nicht selbst entscheiden würden. -- "Nun denn, frage ich: Welcher Benutzer hat denn zur Zeit z.B. die meisten globalen Delegationen?"Die Kritik an der jetzige Intransparenz der Delegationen im System teile ich. Hier muss dringend nachgerüstet werden. Der Nutzer muss schnell angezeigt bekommen können, wo überall seine Delegation landen könnte. Und die Delegationsempfänger müssen gleichzeitig erfahren in welchen Bereichen sie zurzeit wie Delegationen maximal erreichen könnten (ob die wirklich erreicht werden zeigt sich ja jeweils erst in der Abstimmung). Dies ist ein wichtiges Feature, dass so schnell wie möglich nachgerüstet werden muss, jedoch kein Grund grundsätzlich für oder gegen Delegationen zu sein. 5.1.) Die Initiative 1450: "Offenbar ist Korbinian ein so großer Experte für Jugendschutz im Netz, dass seine Stimme rund 100 mal so viel zählt, wie die eines Otto-Normal-Piraten. [...] Auffallend ist: Es sind [nur] genau drei Personen, die direkt auf korbinian delegiert haben. [...] Was wir auf dem Bild oben sehen, wäre dabei dann die präzise Abbildung der Machtkonzentration in unserer Partei zum Thema Jugendschutz im Netz, also die Wirklichkeit."Sehen wir in dieser Abstimmung wirklich ein Machtkonzentration oder eher ein großes Desinteresse? Offenbar haben alle 100 Delegations-Geber das Thema nicht als wichtig oder sich selbst nicht als ausreichend informiert gefühlt, um selbst abzustimmen. Wie oben beschrieben, wäre ihre Stimme im Normalfall nun überhaupt nicht gehört worden. Stattdessen aber landeten ihre Stimmen über Maha und Zeitweise schließlich bei Korbinian. Dies als "Fehler" zu bezeichnen, finde ich gerade in diesem Beispiel besonders absurd, da Maha eine generelle, globale Delegation zu Korbinian hat. Wer also auf Maha delegiert, sollte wissen, dass "schlimmstenfalls" "immer" Korbinian dran kommt. Wer damit nicht klar kommt, sollte generell nicht auf Maha delegieren. 5.2.) Initiative 1496: "Delegationskönig war hier flexi, allerdings sieht man gleich, dass er sich davon nicht viel kaufen konnte. Es haben zwar stolze 167 Personen direkt oder indirekt auf flexi delegiert, davon sind aber nur 11 tatsächlich bei ihm angekommen. Zu verdanken hat er das vor allem laprintemps, die 67 Stimmen im Verlauf der Delegationsketten abgefangen und selbst genutzt hat."Ich finde es spannend, wie unterschiedlich wir zwei diesen Fall bewerten können. Für Dich scheint sich die "Delegations-Hölle" aufzutun, für mich zeigt die Abstimmung, dass das Delegations-Prinzip funktioniert. Entscheidend ist der Blickwinkel - ähnlich wie beim halbleeren oder halbvollen Glas. ;) "Nun stellt sich mir die Frage wem diese 167 delegierenden Personen hier eigentlich ihr Vertrauen ausgesprochen haben? Indirekt haben sie alle an flexi delegiert, direkt nur 2. 12 der 167 haben letztlich tatsächlich flexi ihr Stimmgewicht übertragen." Um auf Deine Frage einzugehen, wem die Stimme übertragen wurde: Jeder Pirat überträgt die Stimme jeweils an "seinen" Delegationsempfänger. Jeder Pirat und jeder Delegationsempfänger in einer Kette hat zu jeder Zeit die Möglichkeit selbst abzustimmen. Eine frühe oder späte "Unterbrechung" einer Delegationskette ist ähnlich wie eine hohe oder niedrige Beteiligung an einer Abstimmung meiner Meinung nach kein "Erfolgskriterium" für Liquid Feedback. (Außer man steht für das Konzept der klassischen Basisdemokratie, dann ist man natürlich für möglichst hohe Beteiligungsquoten und kurze Delegationsketten.) Wenn man das Konzept der Liquid Democracy jedoch ernst nimmt, dann ist eine Delegationskette jedoch immer genau so, wie sie ist, optimal. Denn der erste, der abstimmt, ist ja auch automatisch stets der, der meint genug Kompetenz und Zeit für ein Thema aufwenden zu können. In diesem Fall war das die geschätzte Pirat(in) laprintemps. Meines Erachtens nach ist der Versuch anhand der Länge von Delegationsketten die Qualität der Demorkatie zu messen, vergleichbar mit dem Versuch anhand der Anteil der Stimmen für die FDP die Qualität der repräsentativen Demokratie in der BRD zu untersuchen. Die Menschen delegieren eben immer an diejenigen, die sie für "Experten halten". Der Respekt vor ihrer Entscheidungsfreiheit sollte uns dazu veranlassen, nicht Qualität der Experten, oder die Länge der Delegationskette in Frage zu stellen. Die Menschen wählen eben immer so, wie sie es für "richtig" halten. Dies ist manchmal (leider *g*) auch die FDP. Die Qualität einer demokratischen Abstimmung sollte man jedoch anderen Kriterien messen, als an unserem letztlich "subjektiv" richtig- oder falsch-empfundenen Ergebnis. 5.3.) Initiative 1490 und 1463: "Wir sehen hier nun, dass Michael Ebner rund 100 mal mehr Kompetenz im Satzungsbereich zugetraut wird, als einem gewöhnlichen Piraten. [...]"Falsch. Auch, wenn Du es hinter einer Passiv-Formulierung versteckst: Es sind rund 100 Piraten die Maha aktiv zutrauen, auch in diesem Bereich den richtigen Mann für diese Entscheidung zu finden. Als einer der auf Maha delegiert, kann ich Dir sagen, dass Maha aus meiner Sicht auch hier wieder den richtigen fand. :) "Im Vergleich dazu nun 1463: Hier gilt wohl: Herr Ebner, Sie sind raus! [...] Bei beiden Themen geht es um Aspekte des Schiedsgerichts, dennoch unterscheidet sich die Einschätzung von Michael Ebners Kompetenz dazu durch das Kollektiv fast um den Faktor 10."Falsch. "Das Kollektiv" schätzt jeweils einzeln die Kompetenz des jeweils ersten Delegationsempfängers ein. Oft direkt, manchmal aber auch indirekt ist dies Maha. In diesem Fall entschied maha selbst anzustimmen und nicht an Ebner zu delegieren. Ich weiß nicht, wo das Problem ist. Ich hab schließlich auf Maha delegiert, nicht auf Ebner. Wenn ich Ebner für den Kompetenteren halten würde, hätte ich ja direkt auf ihn delegieren können. Finde Deine Argumentation hier nicht nachvollziehbar. -- "Welchen Anteil z.B. die 5 Topdelegierten in jedem Meinungsbild hatten, kann man dieser Grafik entnehmen. In einigen Abstimmungen bringt diese jeweils kleine Gruppe sogar die absolute Mehrheit auf die Waage. Solange sie dann beim Meinungsbild gleich abstimmen, werden die Stimmen aller anderen Teilnehmer immer einfach überstimmt."Wie oben argumentiert, ist dies im Sinne des Systems. Wer ein Problem mit den Delegationsempfängern hat, hat (im Gegensatz zur klassischen Parteipolitik) jederzeit die Möglichkeit zu erfahren, wie sich die Unterstützer, z.B. für maha, zusammensetzen. Im Gegensatz zu klassischen (intransparenten) Parteipolitik kann daraufhin jeder versuchen, mahas Unterstützer abzuwerben oder sie von der "Gefährlichkeit" von Maha zu überzeugen. Im nächsten Update wird wahrscheinlich eine (transparente) Kommunikationskomponente ergänzt, so dass dies sogar direkt im System möglich wäre. 6.) Quoren bestimmt von Wenigen "Es sind allerdings nicht nur Meinungsbilder betroffen, sondern auch die Quoren.Auch dies ist im Sinne der Liquid Democracy. Die Quoren dienen dazu SPAM und Trolle abzuhalten. Wer hunderte von Delegationen besitzt, wird sicherlich keinen SPAM durchwinken. Wenn er es doch tut, wird er irgendwann seine Delegationen wieder verlieren. Bereits am Anfang des Betriebs hatte ich die Befürchtung geäußert die Kombination aus Delegationen und Quoren könnte dazu führen, dass die Entscheidungsgewalt, welche Themen überhaupt bis zur Abstimmung kommen, auf wenige Personen übergehen könnte. Inzwischen kann ich dazu zahlen liefern." Auch in klassischen Parteien wird das Agendasetting oft von wenigen Personen bestimmt. Hier jedoch ist es transparent, von der Basis beeinflussbar und der alleinigen Macht des Vorstands entrissen. 7.) Anmerkungen zum Fazit: "So ziemlich alle Vorteile von Liquid Feedback bleiben ohne Delegationen erhalten. Wir hätten weiterhin eine bundesweite Plattform zur Präsentation von Ideen, könnten weiterhin Unfug und Spam über Quoren ausfiltern, könnten immernoch Verbesserungen und Alternativen sammeln und in Meinungsbildern die Stimmung zu den Punkten in der Partei messen."Das stimmt nicht. Das Abschalten der Delegationen verändert die Machtverteilung in Liquid Feedback massiv. Meiner Meinung nach wären dies die Folgen: - Wenn überhaupt steigt der Anteil derjenigen, die "selbst" abstimmen "etwas" an. Die Ergebnisse werden wahrscheinlich sich nicht stark ändern, da ich mich auch in Zukunft an den Empfehlung meiner bisherigen Delegations-Empfänger orientieren würde. Es wäre nur mehr Aufwand deren Meinung jeweils einzuholen. - Besonders aber in der extrem wichtigen (zeitintensiven) vorgelagerten Debatten, ist eine Zunahme der Teilnahme nicht zu erwarten. Folge wird sein, dass sich hier diejenigen mehr durchsetzen können, die (wie auf den Mailinglisten) zeitintensiv arbeiten können. - Folge A: Die Anfälligkeit gegenüber Trollen innerhalb von Liquid Feedback steigt, da sinnlose Anregungen nicht mehr "schnell" abgewählt werden können. - Folge B: Verteilungs-Debatten (Alles rund um soziale Gerechtigkeit, Arbeitsrecht, BGE, HartzIV etc.) werden aber nicht mehr adäquat abgebildet, da nicht mehr deutlich wird, wer wie viele Personen hinter sich scharen kann. "Die Experten zu verschiedenen Themen müssten ihre Ansichten auch tatsächlich kommunizieren, um ihren Willen weiterhin durchzusetzen. Die breite Parteibasis müsste mehr mitgenommen und überzeugt werden, wodurch wir letztlich einen größeren Austausch über die Themen und auch mehr Know-How-Transfer hätten."Dies ist eine Vision, die die Basisdemokratie-Propheten der Grünen Partei seit Jahrzehnten versprechen. Die Realität sieht leider anders aus. Die klassische Basisdemokratie führt nur bei einer extrem aktiven Basis tatsächlich zu einem gerechten Abstimmungsergebnis. Warum ist das so? Nun: Sämtliche bisher durchgeführte basisdemokratischen Beteiligungs-Methoden sind sehr zeitintensiv. Dies ist übrigens auch gut so, denn nur eine gute Debatte verhindert populistische, qualitativ-schlechte Ergebnisse. Eine gute Debatte dauert jedoch stets länger, je mehr Menschen daran teilnehmen. In der Folge erinnern die Grünen Parteitag der Anfangszeit an wüste Diskussions-Foren. Die Zeit für die Debatte kann durch Beruf und familiäre Verpflichtungen dabei längst nicht jeder aufbringen. Arbeiter und Arbeitnehmer werden so systematisch diskriminiert. Dass Die Grünen heute eine Partei der Besserverdienenden CDUler (mit grünem Anstrich) sind, ist sicher auch darin zu begründen. Denn in einer basisdemorkatischen Debatte ist die wichtigste Ressource Zeit. In der Folge konzentriert sich die Macht bei den "Zeit- und Aktivisteneliten". Die endlosen Debatten führen, ähnlich wie zurzeit in der Piratenpartei auf der Mailingliste, gleichzeitig zu Frust bei denjenigen, die nicht so viel Zeit haben. Mitglieder ziehen sich zurück und die End-Abstimmungen repräsentieren nur noch die übrig gebliebene Zeit-Elite. Die Liquid Democracy wollte genau dieses Problem umgehen. Auch die Parteimitglieder mit wenig Zeit sollen die grundsätzliche Ausrichtung der Partei durch eine Delegation beeinflussen können. Anders als bei den Grünen in den 80iger Jahren sind die "mächtigen" Delegations-Empfänger in der Piratenpartei, wie sich nun zeigte, eben *nicht* die "Lauten" und "Aktiven". Mit Maha konnte ein Pirat das meiste Vertrauen gewinnen, der (meines Wissens nach) nicht mal auf der "Aktiven-Mailingliste" angemeldet ist. Welche Chance hätte diese - ich möchte sie mal "ruhige Stimme der Vernuft" nennen - wenn sich Maha künftig wieder in die Niederungen der aufgeregten Debatten auf den Mailingliste begeben müsste? -- "Die Aussagekraft der Ergebnisse würde sich allerdings deutlich verbessern."Dies kann nur jemand behaupten, der eben (auch am Ende des Textes) jegliche Bedeutung von Delegationen schlicht leugnet. Wer bist Du, dass Du Dir erlaubst, die Delegationen zahlreicher Piraten permanent aus jeglichen Ergebnissen herauszurechnen? Du diskriminierst damit die demokratisch abgegebenen Stimmen als irrelevant. Nur weil sich Piraten aus Zeitmangel an anderen orientieren, denen sie vertrauen. Ich orientiere mich auch beim Parteitag bei anderen Piraten. Und diese vielleicht auch wiederum bei anderen Piraten. Wer weiß - vielleicht sind auch Abstimmungen bei Parteitagen nichts anderes als große Delegationsketten? Wollen wir jetzt in Zukunft auch bei Parteitag alle die rausrechnen, die sich bei ihre Stimmabgabe am Votum ihres Parteifreunds orientiert haben? Wollen wir alle die rausrechnen, die sich nicht an der Debatte beteiligt haben, die nicht am Mikrofon standen? Meiner Meinung nach ist eine aktiv gesetzte Delegation, eine bewusste Entscheidung. -- "Für die oben genannten Änderungen, oder überhaupt irgendwelche Änderungen, die den Willen der Partei umsetzen, halte ich auch für unverzichtbar ein eigenes Entwicklerteam aufzubauen, das Liquid Feedback für die Piratenpartei forkt."Hmm. Sicher wäre es schön, wenn es Leute gäbe, die das täten. Da es ein Open-Source Projekt ist und sich auch schon bisher niemand fand, bin ich jedoch pessimistisch. Die klügere Strategie fände ich es, wenn einige der von uns allen gewünschten Funktionen (bessere UI, bessere Sichtbarkeit von Delegationsempfängern, bessere Sichtbarkeit vergangener Delegationen, Nachrichten-System, Verfall von Delegationen nach Zeit etc) einfach mit dem entsprechenden Betrag in Auftrag gegeben werden. Spätestens nach dem Attacken der letzten sechs Monate könnte ich mir vorstellen, dass es schwer ist für die Programmierer freiwillig noch mehr "Freizeit" zu opfern, um für diesen (oft) undankbaren "Verein" zu programmieren. Ich denke hier könnten schon kleine Beträge viel erreichen. Und es können ja Kostenvoranschläge eingeholt werden (bevor hier wieder eine Neid-Debatte entflammt). "Schafft es der Vorstand hier entsprechende Kapazitäten aufzubauen (sprich: die Leute dafür zu finden), können wir das System endlich nach unseren Vorstellungen gestalten."Dafür wäre ein klares Bekenntnis der Parteibasis für eine "flüssige" Demokratie sicher von Vorteil. Wenn es nur um ein Voting-System ohne Delegation geht, ist dies wahrscheinlich alles auch billiger und einfacher zu haben. "Ich hoffe sehr, dass der neue Vorstand einen solchen Weg einschlagen wird, dabei Erfolg hat und von den Parteimitgliedern unterstützt wird, sowohl in praktischer Programmierarbeit als auch im Willen zum Kompromiss und zur Versöhnung."Dies hoffe ich auch. Schon allein deshalb, damit meine Magisterarbeit in einigen Monaten nicht völlig überflüssig ist... ;) "Bitte schmeißt die Gelegenheit dazu nicht einfach weg und lasst uns dieses Potenzial heben!"+1 P.S.: Natürlich hat StreetDogg dennoch Recht, wenn er kritisiert, dass sich nur wenig Piraten direkt und selbst in die Debatte und in die Abstimmungen einbringen. Hier ist zum einen der neue Bundesvorstand gefordert, Liquid Feedback sowohl passiv (die Ergebnisse) als auch aktiv (Themen zur Abstimmung stellen!) "ernsthaft" zu nutzen. Zum anderen sind wir alle gefordert, uns nicht bequem zurück zu lehnen. Mitmach-Demokratie ist angstrengend, Anträge schreiben und überarbeiten auch. Ich kann leider in diesem Fall nicht mit leuchtendem Beispiel voran gehen. Dennoch halte ich StreetDoggs grundsätzlichen Wunsch für nachvollziehbar: Natürlich ist die beste Beteiligung stets die direkte "eigene" Beteiligung. Wir müssen nur aufpassen, dass wir nicht diejenigen ausgrenzen, die sich diese intensive Arbeit zeitlich nicht leisten können. *Appell Ende*
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